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DIGITAL TESTED Galaktisch! (Vorschau)

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auf DVD und Blu-ray ab Seite 70<br />

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GALAKTISCH!<br />

42-Zoll-LCDs von Toshiba, Philips und LG ab Seite 19<br />

KLANGWELTEN<br />

Drei AV-Receiver mit HD-<br />

Decoder im Vergleich ab Seite 48<br />

FOCAL DÔME<br />

Sound aus Frankreich<br />

ab Seite 58<br />

Multimedial<br />

Aktuelle Media-Player von<br />

Samsung und Sony ab Seite 66<br />

HDTV-Camcorder<br />

Neue HD-Modelle 2009 in<br />

der Übersicht ab Seite 10<br />

+ Technik-Highlights 2009 + Workshop: Einmesssysteme + Dreambox „8000“ im Test +


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aus der redaktion ...<br />

Ein Hoch auf die Spekulanten!<br />

Liebe Leser, wer hätte vor einem halben Jahr vermutet,<br />

dass die sich anbahnende Weltwirtschaftskrise so<br />

intensiv und kontinuierlich voranschreiten würde?<br />

Was für viele nur wie ein Unwort der Börsianer klang, hat sich<br />

nun in vielen Bereichen als ernst zu nehmende Folge diverser<br />

Fehlspekulationen herausgestellt. Natürlich bleibt auch die<br />

Sparte der Unterhaltungselektronik davon nicht verschont. Im<br />

Gegenteil! Unternehmen, die bis dato als krisensicher galten,<br />

melden zum ersten Mal in ihrer Firmengeschichte hohe Verluste,<br />

streichen durch die Bank weg Tausende Arbeitsstellen und<br />

trennen sich gar von ganzen Produktfamilien. So hat Pioneer<br />

erst kürzlich seinen kompletten Rückzug aus dem verlustbringenden<br />

Plasma-Geschäft bekannt gegeben.<br />

Kaum ein Hersteller bleibt verschont und es vergeht kein Tag<br />

ohne neue Schreckensmeldungen. Doch in jeder Notlage<br />

steckt auch eine Chance und so gibt es ebenso Beispiele<br />

für Firmen, die der Rezession die Stirn bieten. „Volle Kraft<br />

voraus“ heißt es bei manchen Herstellern, die der Krise – zumindest nach außen – gänzlich zu trotzen<br />

scheinen. Ein Paradebeispiel ist hier Samsung, der auf der größten Messe für Unterhaltungselektronik,<br />

der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, gleich zahlreiche neue Produkte in den Gebieten<br />

TV und Blu-ray vorstellte. Dabei ist es zuweilen beachtlich, welch kontinuierliche Weiterentwicklungen<br />

stattfinden, mit denen man in diesen schweren Zeiten nicht unbedingt gerechnet hätte. Ein erstes Ergebnis<br />

dieser Bemühungen, nämlich einen der neuen LED-LCDs, werden wir Ihnen (wenn alles klappt)<br />

bereits in der nächsten Ausgabe der <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> vorstellen können. Doch auch in diesem Heft<br />

haben wir wieder einige interessante Produkttests für Sie zusammengestellt, darunter insgesamt vier<br />

Flachbildfernseher, die als Merkmale u. a. sehr flache Bauweisen oder neue Scaling-Techniken mit sich<br />

bringen. Dieses Mal liegt zudem ein Schwerpunkt im Audiobereich. Neben einem AV-Receiver-Vergleich<br />

haben wir Lautsprechersets, In-Ear-Kopfhörer und reichhaltig ausgestattete Multimedia-Player getestet.<br />

Anknüpfend an die vielen Neuankündigungen auf und nach der CES haben wir außerdem die TV- und<br />

Blu-ray-Highlights der nächsten Monate für Sie zusammengestellt.<br />

Eine weitere Besonderheit dieser Ausgabe ist unser großes Frühjahrsgewinnspiel mit 20 Preisen in<br />

einem Gesamtwert von über 11 000 Euro. Sie müssen uns lediglich Ihre Meinung in Form der beigefügten<br />

Leserumfrage mitteilen. Damit nehmen Sie nicht nur automatisch an der Verlosung teil, sondern helfen<br />

uns gleichzeitig, die <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> noch besser zu machen. Dass wir darum stets bemüht sind, zeigt<br />

unsere Neuanschaffung im Testlabor: Eine Wärmebildkamera von Jenoptik, mit der wir Ihnen ganz neue<br />

Einblicke verschaffen werden! Doch nun wünschen wir viel Spaß beim Lesen und Durchstöbern!<br />

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Jenoptik sind wir in der Lage, die Wärmeentwicklung<br />

aller Testgeräte auf Bildern festzuhalten.<br />

Die Kamera nimmt über sogenannte<br />

Mikrobolometer-FPA-Detektoren infrarote<br />

Wärmestrahlung auf und wandelt diese intern<br />

in ein digitales Pixelbild um. Somit können<br />

wir prüfen, wie heiß die Geräte im Einzelnen<br />

werden und wie die entstehende Hitze verteilt<br />

wird. Da die Abwärmemenge auch einen signifikanten<br />

Einfluss auf den Stromverbrauch hat,<br />

können wir mithilfe der Thermografie zumindest<br />

Vergleiche bezüglich der Energieeffizienz<br />

von Produkten innerhalb einer Gerätegruppe<br />

anstellen. Auf den Seiten 84–85 haben wir<br />

bereits einige interessante Aufnahmen für Sie<br />

zusammengestellt.<br />

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inhalt<br />

Klangspektrum<br />

Drei 7.1.-AV-Receiver mit HD-<br />

Decoder im Vergleich<br />

titelthema<br />

ab Seite 48<br />

Klassentreffen<br />

Toshibas „Resolution+“-<br />

Modell gegen Philips und LG<br />

ab Seite 19<br />

trends<br />

6 <strong>Vorschau</strong> 2009: TV- und Blu-ray-Hightlights der kommenden Monate<br />

8 Audio: Stereo-Vollverstärker und neue Heimkinosets von Teufel<br />

9 Mobil: Lautstärkebegrenzung und einheitlicher Stromanschluss für Handys<br />

10 Camcorder: Zahlreiche neue HD-Camcorder angekündigt<br />

12 Blu-ray: Audio-Blu-ray und neue Player von Panasonic und Philips<br />

Evolution<br />

Neue TV- und Blu-ray-<br />

Produkte 2009<br />

Der Mythos lebt<br />

Die Dreambox „DM 8000“ mit<br />

Vollausstattung auf dem Prüfstand<br />

ab Seite 32<br />

ab Seite 6<br />

test<br />

Audio<br />

48 Tonwahl: Drei 7.1-AV-Receiver mit HD-Decoder im Leistungsvergleich<br />

54 Der neue Marantz „SR6003“ auf dem DT-Prüfstand<br />

56 Sorglos-Paket: Das aktuelle „Lifestyle V10“ von Bose<br />

58 Sound aus Frankreich: Focal „Dôme“-5.1-Set<br />

60 Audiophil auf Englisch: Die 600er-Serie von Bowers & Wilkins<br />

Video<br />

19 42-Zoll-Vergleich: Drei Modelle auf dem Prüfstand<br />

24 Wie gut ist billig? Günstiger 32-Zoll-LCD von Techwood<br />

26 Made in Sweden: Oppos Topmodell „DV-983H“<br />

28 Full-HD: Mitsubishis „HC7000“-Beamer durchleuchtet<br />

30 Komplettpaket: „HT-TX715“-DVD-Set von Samsung<br />

32 Vollausstattung: Dreambox „DM 8000“<br />

34 Spielend fernsehen? Sony „Play TV“ für die PS3<br />

36 Unter Kontrolle: Drei Universalfernbedienungen im Vergleich<br />

40 HD-Niveau? Toshibas neue Pocket-Cam „Camileo HD“<br />

42 HD-Camcorder: Full-HD vom Feinsten - Canons „HG21“ im Test<br />

44 Wohnzimmer-PC: HTPC von Shuttle im Praxis-Check<br />

46 Mobiler Media-Player: Trekstor „MovieStation pocket c.uc“<br />

mit 320 GB getestet<br />

Volle Lautstärke<br />

Lautsprecherset „Dôme“ von Focal<br />

und 600er-Serie von B&W<br />

ab Seite 58<br />

Bilder Titel: 20th Century Fox (UK), 20th Century Fox, Canon, Focal, Harman/Kardon, Kenwood, LG, Onkyo, Philips, Samsung, Sony, Stock.xchng, Stockxpert/argus 456, Toshiba


test<br />

Mehr als Musik<br />

Getestet: Samsungs „YP-P3“ und Sonys „NWZ-S638F“ ab Seite 66<br />

MOBIL<br />

62 In-Ears im Praxistest<br />

65 Radio aus dem Internet:<br />

Tivoli „Networks FM“<br />

66 Samsungs „YP-P3“ als<br />

iPod-Konkurrent<br />

67 Solide Leistung:<br />

Sonys „NWZ-S638F“<br />

getestet<br />

68 Alleskönner? Der neue<br />

„Archos 5“-Media-Player<br />

69 Minimalistisch: Der „YP-S2“<br />

von Samsung<br />

Geräteübersicht<br />

Seite Gerät Bewertung<br />

Video<br />

19 LG 42LG6100 76 %<br />

19 Philips 42PFL7403D 78 %<br />

19 Toshiba 42ZV555D 71 %<br />

24 Techwood Natus X 932 59 %<br />

26 Oppo DV-983H 83 %<br />

28 Mitsubishi HC7000 77 %<br />

30 Samsung HT-TX715 76 %<br />

32 Dreambox DM 8000 89 %<br />

36 Logitech Harmony 525 76 %<br />

36 One For All Xsight 77 %<br />

36 Philips Prestigo SRU 8015 78 %<br />

Audio<br />

48 Harman/Kardon AVR 355 81 %<br />

praxis<br />

WORKSHOP<br />

84 Blick ins Innere: Wärme<br />

in Bilder gefasst<br />

86 Workshop: Pro und Kontra Einmessung<br />

92 Einstellungshilfen für alle getesteten<br />

Flachbild-TVs und Projektoren<br />

DER LETZTE TEST<br />

98 Las Vegas für Anfänger<br />

Equalizing<br />

Das leisten moderne<br />

Einmesssysteme ab Seite 86<br />

entertainment<br />

DVD<br />

72 Charlie Bartlett<br />

72 Redbelt<br />

73 Burn After Reading<br />

74 Pinocchio<br />

74 Swing Vote<br />

75 Stadt der Blinden<br />

76 Mirrors<br />

76 La Zona<br />

77 Max Payne<br />

78 Tödliche Magie<br />

78 Das Königreich der Yan<br />

48 Kenwood KRF-V9300D 72 %<br />

48 Yamaha RX-V663 71 %<br />

54 Marantz SR6003 83 %<br />

58 Focal Dôme 80 %<br />

60 Bowers & Wilkins 600er-Serie 86 %<br />

Mobil<br />

62 AKG K340 81 %<br />

62 Panasonic RP-HJE240 57 %<br />

62 Sennheiser CX350 Street II 80 %<br />

66 Samsung YP-P3 85 %<br />

67 Sony NWZ-S683F 82 %<br />

68 Archos 5 82 %<br />

69 Samsung YP-S2 64 %<br />

Sonstige<br />

34 Sony PlayTV DVB-T-Empfänger<br />

40 Toshiba Camileo HD Camcorder<br />

42 Canon HG21 Camcorder<br />

44 Shuttle SN78SH7 HTPC<br />

46 Trekstor MovieStation pocket c.uc Media-Player<br />

56 Bose Lifestyle V10 Soundsystem<br />

65 Tivoli Networks FM Internetradio<br />

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81 Prison Break (Season 3)<br />

81 Das Lazarus Projekt<br />

82 King Kong<br />

82 Ananas Express<br />

83 Das Bourne Ultimatum<br />

AUS DER REDAKTION<br />

3 Editorial<br />

89 Anschlussübersicht<br />

90 Testübersicht<br />

93 Glossar<br />

94 So testet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong><br />

95 Impressum<br />

96 Fachhändlerverzeichnis<br />

98 <strong>Vorschau</strong><br />

Bilder Inhalt: 20th Century Fox, B&W, Denon, Dream Multimedia, Focal, Harman/Kardon, Kenwood, LG, Onkyo, Panasonic, Philips, Samsung, Sony, Stock.xchng, Teufel, Toshiba, Universal Pictures, Walt Disney


trends<br />

Video<br />

KOMMENDE TV- UND BLU-RAY-TECHNIKHIGHLIGHTS<br />

2009 – Evolution oder Revolution?<br />

Auch in diesem Jahr veröffentlichen die Hersteller eine Schar neuer Produkte. Wir zeigen Ihnen, worauf sich<br />

die Verbraucher freuen können, welche Technikfinessen Sie zu erwarten haben und welche Trends uns in<br />

den nächsten Zeiten begleiten werden.<br />

Im Januar fand in Las Vegas wieder die Consumer<br />

Electronics Show (CES) statt. Sie ist<br />

die größte Messe für Unterhaltungselektronik<br />

und ein Trendsetter für das gesamte<br />

Jahr. Alle wichtigen und namhaften Unternehmen<br />

zeigen dort ihre neuen<br />

Entwicklungen und geben einen<br />

Ausblick auf kommende Modelle.<br />

Vor allem im Bereich<br />

TV und Blu-ray präsentierten<br />

die Firmen auch<br />

dieses Mal wieder zahlreiche<br />

Produkte, von denen<br />

sich <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong><br />

einige genauer angesehen<br />

hat. Doch auch abseits der<br />

CES stellten verschiedene<br />

Hersteller interessante<br />

Neuerungen vor.<br />

Schöner fernsehen<br />

Schon seit einigen Monaten<br />

ist der Trend unverkennbar:<br />

Fernseher<br />

werden schicker, flacher<br />

und einfach schöner. Was auf der IFA mit<br />

Gerätetiefen von ein bis ca. vier Zentimetern<br />

(cm) anfing, führen die meisten Hersteller<br />

dieses Jahr fort. Insgesamt werden die Modelle<br />

allesamt dünner und auch die Rahmen<br />

um die Bildflächen herum verschmälern sich<br />

zusehends. Nach den Bestnoten für die letzten<br />

LED-LCDs zeigte Samsung gleich drei neue<br />

Serien. Die 6000er-, 7000er- und 8000er-Serien<br />

kommen durchweg mit modernster LED-<br />

Technologie daher und profitieren von der<br />

dadurch möglichen Bauweise. Eine Tiefe von<br />

rund drei Zentimetern ist das Ergebnis. Neben<br />

einer 100-Hertz-Bildverarbeitung besitzen die<br />

Geräte Full-HD-Auflösung. Die 8000er-Reihe<br />

bekommt gar eine neue 200-Hertz-Wiedergabe<br />

spendiert und verfügt über einen eingebauten<br />

DVB-C-Tuner. Eine neue Wandhalterung ermöglicht<br />

außerdem die schnelle und einfache<br />

Installation mit nur rund 1,5 cm Abstand von<br />

der Wand. Die Plasmasparte lässt der koreanische<br />

Hersteller aber ebenfalls nicht aus<br />

den Augen. Die neuen Geräte sind auch hier<br />

sehr flach und Strom sparend und sollen den<br />

eigenen LEDs Konkurrenz machen. Seit Langem<br />

konnte auch Toshiba wieder einmal für<br />

freudige Gesichter bei den Mitarbeitern sorgen.<br />

Komplett überarbeitete Produktpaletten und<br />

überzeugende Modellpräsentationen sorgen<br />

für optimistische Aussichten. Während man im<br />

letzten Jahr vergebens auf wirkliche Innovationen<br />

wartete, zeigte der Hersteller nun erste<br />

LED-LCD-Modelle und völlig neu programmierte<br />

Bildschirmmenüs. Darüber hinaus freuen sich<br />

Profis über zahlreiche Einstellmöglichkeiten zur<br />

Bildoptimierung, von der Gamma-Anpassung<br />

bis hin zur genauen RGB-Justierung. Je nach<br />

Modell ist neben der 100-Hertz-Verarbeitung zudem<br />

die neu entwickelte 200-Hertz-Technik mit<br />

an Bord. Schließlich runden das neue Design<br />

und verschiedene Multimedia-Funktionen den<br />

Neuauftritt ab und lassen auf mehr hochwertige<br />

Konkurrenz im LED-LCD-Bereich hoffen.<br />

Auch Plasmas specken ab<br />

Nicht nur die LCD-TVs machen Fortschritte,<br />

erstmals zeigte Panasonic Plasmamodelle, die<br />

auf dem „NeoPDP“-Konzept basieren. Neue<br />

Materialien und ein überarbeitetes Innenleben<br />

erlauben so Bauweisen von wenigen Zentime-<br />

Bilder: Denon, Panasonic, Philips, Samsung, Toshiba<br />

6<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Video<br />

trends<br />

Samsung bringt drei LED-Serien mit schmaler<br />

Bauweise und aktueller Bildverarbeitung<br />

Nicht nur Panasonic zeigte TVs mit Widgets, die<br />

Informationen aus dem Internet darstellen<br />

tern. Außerdem sinkt der Stromverbrauch um<br />

bis zu 50 Prozent. In puncto Bildqualität gehören<br />

die vorgestellten Geräte zum Besten, was<br />

der Markt momentan hergibt. Plasmafernseher<br />

überzeugen dank der Technik durch vollen Kontrastumfang<br />

aus allen Blickwinkeln. Auch die<br />

Bildschärfe wird sich einen harten Kampf mit<br />

den neuen LED-TVs liefern.<br />

Philips geht in die Breite<br />

Kurz nach der CES zeigte der niederländische<br />

Hersteller ein völlig neuartiges Modell. Man<br />

präsentierte den weltweit ersten LCD-TV im<br />

Cinemascope-Format (21 : 9). Damit wagt sich<br />

Philips in völlig neue Territorien. Der 56 Zoll<br />

große Fernseher verfügt über Ambilight und<br />

verfügt über 2 560 × 1 980 Bildpunkte. Das Panel<br />

wird Europa-exklusiv von Sharp hergestellt und<br />

soll mit 200 Hertz und einer verbesserten Pixel<br />

Plus-Engine ausgestattet sein. Durch einen speziellen<br />

Zoom-Modus sollen sämtliche Kinofilme<br />

ohne Balken zu genießen sein. Wir sind schon<br />

gespannt, wie dies in der Realität umgesetzt<br />

wird und welche Qualität der Zuschauer zu<br />

erwarten hat.<br />

TVs gehen online<br />

Ein weiterer Trend, der bei vielen Herstellern<br />

zu beobachten ist und der bereits in ersten<br />

Geräten Verwendung findet, ist die Integration<br />

von internetgestützten Inhalten. Sogenannte<br />

Widgets, die Mac-User bereits kennen, informieren<br />

beispielsweise über Weltgeschehnisse, das<br />

Wetter oder Börsenkurse. Youtube und Co. sind<br />

ebenfalls vertreten, das TV-Vergnügen wird also<br />

deutlich erweitert. Ob und inwieweit entsprechende<br />

Funktionen von Nutzen sind, werden die<br />

Zeit und die Qualität der Inhalte zeigen.<br />

Blu-ray wird kabellos<br />

In Sachen Blu-ray werden über das Jahr verteilt<br />

zahlreiche neue Modelle auf den Markt kommen.<br />

Erstmals zeigte u. a. Samsung ein Gerät<br />

mit optionalem Wireless-Dongle, durch den der<br />

Player kabellos mit dem Internet kommunizieren<br />

kann. Der „BD-P4600“ ermöglicht durch<br />

seine Bauart sogar die Montage an der Wand.<br />

Panasonic präsentierte ein etwas fragwürdiges<br />

portables Gerät. Praktisch wird dies aber dadurch,<br />

dass es sich zu Hause als normaler Player<br />

mit dem TV verbinden lässt. Ebenfalls fragwürdig<br />

ist eine Wiedergabekombi des Unternehmens.<br />

Panasonic integriert einen Blu-ray- sowie<br />

einen VHS-Player in ein Gerät und verspricht so<br />

Upscaling von VHS-Kassetten bis 1 080p. Wir<br />

sind gespannt auf das Ergebnis, die Idee hat<br />

jedenfalls schon jetzt Kultstatus verdient.<br />

(R)Evolution<br />

Blickt man auf die möglichen Produkte in diesem<br />

Jahr, so lässt sich nur schwer eine Revolution<br />

entdecken. Doch was bedeutet schon<br />

Revolution in einem Markt, der bereits voller<br />

neuer Technologien ist und sich ständig weiterentwickelt<br />

und z. T. neu erfindet? Wenn man<br />

Trends wie 3-D und OLED damit verbindet, so<br />

könnte 2010 ein Jahr der Revolutionen werden,<br />

doch jetzt sollten Sie erst einmal neugierig auf<br />

die nächsten Monate schauen. 1<br />

Florian Kriegel<br />

Der neue Blu-ray-Player von Samsung ist sehr<br />

schmal und bietet optional WLAN-Unterstützung<br />

Toshiba ist zurück: LCDs mit LED-Backlight, völlig<br />

neu Menüs und Multimedia-Funktionen<br />

Denons „DVD-A1DU“ spielt alle Formate und bietet<br />

aufwendigste Audio- und Videoverarbeitung<br />

Wer VHS-Kassetten auf 1 080p hochskalieren<br />

will, bekommt dank Panasonic bald die Chance<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 7


trends<br />

Audio<br />

VOLLVERSTÄRKER<br />

Dass hochwertige stereofone Musikwiedergabe nicht<br />

nur eine Domäne von traditionellen Technologien wie<br />

z. B. CD-Playern ist, möchte der amerikanische Anbieter<br />

Peachtree Audio mit seinem neuen Vollverstärker „Nova“<br />

beweisen. Der kompakt gebaute Tausendsassa bietet einen<br />

hochwertigen Aufbau inklusive einer Class-A-Röhrenvorstufe, eines leistungsfähigen Ringkerntransformators<br />

und eines audiophilen Wandlerbausteins. In den Genuss seiner akustischen Vorzugsbehandlung kommen nicht<br />

nur bis zu vier analoge, sondern auch digitale Quellgeräte. „Nova“ besitzt Schnittstellen für S/P-DIF, Toslink sowie<br />

USB und ist in der Lage, alle bedeutenden Audioformate (MP3, MP4, FLAC ADD, WAV und Apple Lossless) selbst<br />

zu decodieren. Die galvanische Trennung der USB-Buchse verhindert dabei Störgeräusche und Brummschleifen.<br />

Dank einer integrierten Heimkino-Bypass-Funktion eignet sich „Nova“ zudem für eine nahtlose Eingliederung<br />

in bestehende Mehrkanalsysteme. Der immense Funktionsumfang wird komplettiert von einem Einschub für<br />

die „ZP80/90“-Module von Sonos, mit dem der smarte Peachtree-Vollverstärker dann sogar als Netzwerkplayer<br />

fungieren kann. „Nova“ ist ab sofort zu einer UVP von 1 299 Euro im Fachhandel erhältlich. Informationen gibt es<br />

beim deutschen Vertrieb unter: www.robertross.de.<br />

TEUFELS NEUE HEIMKINOSYSTEME<br />

Designorientierte Anwender mit Wunsch nach hochwertiger Klangwiedergabe dürfen<br />

sich über drei neue Säulensysteme vom Berliner Direktvermarkter Teufel freuen, die<br />

ab sofort lieferbar sind. Das „LT3“ besitzt eine extrem schlanke Bauform, in der sich<br />

vier leistungsfähige Tiefmitteltöner sowie eine Hochton-Kalotte befinden. Für die Tiefbasswiedergabe<br />

steht ein fernbedienbarer Subwoofer mit 200-Watt-Verstärker und<br />

250-Millimeter-Chassis zur Verfügung. Das „LT3“ kostet 999 Euro. Beim „Columa 700“-<br />

System verfolgt Teufel ein besonders progressives Design. Der Aufbau basiert auf einem<br />

geschlossenen 2-Wege-System. Als Bassist verfügt der „CL700SW“ über ein 250-Millimeter-Langhub-Chassis<br />

und eine 150-Watt-Endstufe. Das Basissystem liegt preislich bei<br />

1 149 Euro, gegen einen Aufpreis von 150 Euro bietet Teufel eine Version mit integriertem<br />

DD/DTS-Decoder inklusive Radio an. Sämtliche Komponenten der „Columa 900“ weisen<br />

eine besonders geringe Tiefe auf. Insgesamt fünf Chassis sind pro Säule in Form eines<br />

2,5-Wege-Systems miteinander verknüpft. Zwei 200-Millimeter-Chassis finden sich im<br />

oval aufgebauten Subwoofer „CL900SW“, der zudem über eine kraftvolle 250-Watt-Digitalendstufe<br />

verfügt. Für das „Columa 900“-5.1-Set verlangt Teufel 1 399 Euro.<br />

Bilder: Peachtree Audio, Teufel<br />

8 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Mobil<br />

trends<br />

LAUTSTÄRKE RUNTER<br />

Neues von der EU-Regulierungsfront: Verbraucher-<br />

und Gehörlosenverbände forderten während<br />

eines Spitzentreffens in Brüssel eine Lautstärkebegrenzung<br />

für mobile Abspielgeräte.<br />

Die übermäßige Nutzung führe zu Hörschäden<br />

und könne im Extremfall sogar taub machen.<br />

Die EU will nun mit strengeren Lärmschutznormen<br />

vorbeugend reagieren. „Hörschäden<br />

könnten durch eine technische Begrenzung<br />

des Lautstärkepegels verhindert werden“, erklärte<br />

Verbraucherschutzkommissarin Meglena<br />

Kuneva. Ein entsprechendes Gesetz senkt<br />

bereits seit 2008 die Lautstärke aller im Handel<br />

erhältlichen MP3-Player im europäischen<br />

Raum auf maximal 100 Dezibel. Jener Wert<br />

sei jedoch immer noch zu hoch, schätzen die<br />

Experten in der belgischen Hauptstadt, da der<br />

Gehörschutz am Arbeitsplatz maximal 85 Dezibel<br />

vorschreibt. Laut einer Studie des wissenschaftlichen<br />

EU-Ausschusses könnten bis zu<br />

zehn Millionen Europäer massive Hörschäden<br />

erleiden. Die Hersteller fürchten indes, dass<br />

ihre gedämpften Geräte außerhalb des europäischen<br />

Raums zu Ladenhütern werden.<br />

HANDYABSATZ IN EUROPA*<br />

172,2 178,1 181<br />

EIN LADEGERÄT FÜR ALLE<br />

Bilder: Sony, Stock.xchng<br />

Es geht scheinbar doch: Nachdem die Mobiltelefonhersteller<br />

lange nichts von einem einheitlichen<br />

Standard für Ladegeräte wissen wollten,<br />

kündigte die Groupe Speciale Mobile Association<br />

(GSMA) auf dem Mobile World Congress in<br />

Barcelona nun doch eine gemeinschaftliche Lösung<br />

an. Ab 2012 sollen sämtliche Handys via<br />

Micro-USB aufladbar sein. Anlass für diesen<br />

Kurswechsel dürfte die Forderung der EU-Kommission<br />

nach einer Standardisierung sein. EU-<br />

Industriekommissar Günter Verheugen drohte<br />

den Handyherstellern notfalls mit gesetzlichen<br />

Maßnahmen. Ziele des Vorhabens seien die<br />

Entlastung der Umwelt sowie das Erreichen von<br />

mehr Transparenz für die Verbraucher. Bisher<br />

verbaute die Branche diverse unterschiedliche<br />

Anschlüsse. Durch die künftige Selbstverpflichtung<br />

müssen Ladegeräte nicht mehr für<br />

jedes Handy neu angeschafft werden. Jährlich<br />

wandern laut Schätzungen zwischen 51 000<br />

und 82 000 Tonnen über die Ladentheken.<br />

Das Abkommen sieht vor, dass die meisten<br />

Unternehmen ab Januar 2012 Neugeräte mit<br />

dem universellen Ladestandard sowie geeigneten<br />

Ladegeräten ausliefern. Unter anderem<br />

unterzeichneten LG, Motorola, Nokia,<br />

Orange, Qualcomm, Samsung, Sony Ericsson,<br />

Telefónica, T-Mobile und Vodafone. Vermisst<br />

wird indes Apple. Der derzeitige Trendsetter<br />

auf dem Mobilfunkmarkt steht bislang nicht<br />

auf dem Papier. Dort wird weiterhin eine eigene<br />

Strategie verfolgt.<br />

2006 2007 2008<br />

*in Millionen Stück<br />

Quelle: Bitkom/Eurostat/EITO<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

9


trends<br />

Camcorder<br />

Neue Weggefährten<br />

In Sachen Camcorder jagte auf<br />

der diesjährigen Consumer<br />

Electronics Show (CES) eine<br />

Produktankündigung die nächste.<br />

Dutzende neuer Geräte wollen die<br />

großen Hersteller in den nächsten<br />

Monaten auf den Markt bringen<br />

und es fällt wirklich schwer, da<br />

noch die Übersicht zu behalten.<br />

Canons „Legria“-Serie könnte<br />

dank neuem DIGIC-DV-Bildprozessor<br />

auch dieses Jahr wieder<br />

einen Spitzenplatz belegen<br />

Panasonics Line-up umfasst allein sechs<br />

HD-Modelle, die nach Ausstattung und<br />

Größe gestaffelt sind und so für jeden<br />

Geldbeutel etwas bieten sollen. Die Spitzen-<br />

Cams „HS300“ (Festplatte) und „SD300“ (Speicherkarte)<br />

verfügen über ein neues 3MOS-Setup,<br />

das mittels drei 1/4.1 Zoll großer Bildwandler<br />

die beachtliche Auflösung von 9,15 Millionen<br />

Pixeln erreichen soll. Den großen Modellen wurden<br />

außerdem ein Sucher, Mikrofonanschlüsse,<br />

ein Zubehörschuh sowie ein Funktionsring<br />

für bessere manuelle Kontrolle spendiert. Die<br />

kleineren Kameras „HS200“ und „SD200“ verzichten<br />

zugunsten kompakterer Maße auf die<br />

letztgenannten Ausstattungsmerkmale. Immerhin<br />

verfügt die „HS200“ über geräumige 80<br />

Gigabyte (GB) Speicherplatz. Panasonics Einsteigergeräte<br />

„HS20“ und „SD20“ kommen mit<br />

einem einzelnen 1/6-Zoll-CMOS-Sensor daher,<br />

bieten jedoch 16-fachen optischen Zoom. Völlig<br />

neu ist bei allen Panasonic-Cams die Bedienung<br />

über Touchscreen, was auf eine verbesserte<br />

Steuerung hoffen lässt. Außerdem gibt es verschiedene<br />

Extras, wie z. B. die Zeitraffer- und<br />

Highspeed-Aufnahme.<br />

An Samsungs neuer HD-Cam wurden<br />

einige Schwachpunkte der sehr erfolgreichen<br />

Vorgängerin beseitigt<br />

Es werde Licht<br />

Sony will mit seiner „HDR-XR520V“ dank verbesserter<br />

Bildelektronik, neuer Ausstattung und<br />

einer riesigen 240-GB-Festplatte die technologische<br />

Messlatte höher legen. Unter anderem<br />

soll der neu entwickelte 1/3.15-Bildwandler eine<br />

nahezu doppelte Lichtempfindlichkeit gegenüber<br />

bisherigen CMOS-Wandlern besitzen und<br />

damit ein nie da gewesenes Lowlight-Verhalten<br />

zeigen. Besonderes Schmankerl des Flaggschiffs<br />

sowie weiterer Modelle ist allerdings die<br />

Integration eines GPS-Empfängers, der die AV-<br />

CHD-Clips während der Aufzeichnung mit Standortdaten<br />

versieht. Die günstigeren Sony-Cams<br />

besitzen etwas kleinere Touchscreens, kleinere<br />

Bilder: Canon, Panasonic, Samsung, Sony<br />

10 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Camcorder<br />

trends<br />

Panasonics Spitzenmodell bietet viel<br />

Ausstattung und ein hohes Auflösungsvermögen<br />

Festplatten und natürlich auch geringere Ausmaße.<br />

Das kleinste Gerät, die „HDR-CX105E“,<br />

zeichnet nur auf Memorystick auf, bietet keinen<br />

GPS-Empfänger und dürfte im Funktionsumfang<br />

die zuletzt erschienene „CX11E“ ablösen. Gesichts-<br />

und Sonys Lächelerkennung sind natürlich<br />

im gesamten Line-up mit von der Partie.<br />

Canon stellte zur CES mit seiner neuen, jetzt<br />

„Legria“ getauften Camcorder-Serie maßgebliche<br />

Verbesserungen gegenüber allen bisherigen<br />

Produkten in Aussicht. Zum Beispiel sollen<br />

die beiden Spitzenmodelle „HFS10“ und<br />

„HFS100“ endlich über ein Multifunktionsrad<br />

verfügen und dank des neuen DIGIC-DV-III-<br />

Prozessors viele manuelle und automatische<br />

Funktionen verfügbar machen, die den letzten<br />

HD-Cams von Canon teils fehlten. Dazu gehören<br />

auch ein paar für den Consumer-Bereich eher<br />

untypische Möglichkeiten, wie beispielsweise<br />

manuelle Limitierung der Bildverstärkung<br />

(Gain), Farbbalkenanzeige und ein stark verbesserter<br />

Fokusassistent.<br />

Viel Funktion<br />

Canons preiswertere Modelle „HF20“ und<br />

„HF200“ verfügen ebenfalls über den neuen<br />

Bildprozessor, müssen aber mit einem etwas<br />

kleineren CMOS-Sensor auskommen und auf<br />

das Funktionsrad verzichten. Mit Pre-Recording,<br />

Video-Snapshot und Gesichtserkennung für bis<br />

zu 35 Gesichter ist die Ausstattung im Vergleich<br />

zu bisherigen Canon-Modellen dennoch<br />

deutlich gewachsen. Samsung legt im Camcorder-Bereich<br />

ebenfalls<br />

mit vier jeweils leicht<br />

abgestuften Full-HD-Geräten<br />

nach. Das Spitzenmodell<br />

„HMX-H106“ verfügt<br />

über eine schnelle<br />

64 GB große Solid State<br />

Disk (SSD) zur Aufnahme.<br />

Außerdem verbauen die Koreaner einen<br />

großzügigen 1/4.5-Zoll-Bildwandler und ein<br />

„Varioplan HD“-Objektiv von Schneider-Kreuznach<br />

inklusive des bislang schmerzlich vermissten<br />

optischen Bildstabilisators.<br />

Insgesamt scheint dieses Jahr bei allen Herstellern<br />

im Zeichen von Ausgewogenheit zwischen<br />

Größe und Ausstattung zu stehen. Wir begrüßen<br />

das und sind natürlich gespannt auf all die<br />

neuen Features der kommenden Camcorder-<br />

Modelle. 1<br />

Tim Luft<br />

Bandbasierte Camcorder sterben langsam aus,<br />

Canon bringt mit der „HV40“ nur ein kleines Update<br />

ins HDV-Lager<br />

Kompakte Ausmaße und<br />

großes Funktionsaufgebot:<br />

Sonys Camcorder sind vollgepackt<br />

mit Technik<br />

HC8100 CICOPVR<br />

Digitaler HDTV-Twin-PVR-Receiver<br />

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trends<br />

Blu-ray<br />

SOUNDÄSTHETIK<br />

Audiophile Klangenthusiasten mit einer<br />

hochwertigen Musikanlage stören<br />

sich beim aktuell gängigen Musikmedium<br />

namens CD vor allem an<br />

einer Sache: Trotz hörbar guter<br />

Klangqualität wird der Ton bei<br />

dem Komprimierungsprozess<br />

beschnitten. Mit der wesentlich<br />

speicherintensiveren Blu-ray soll<br />

dies nun anders werden. Die hohe<br />

Kapazität von 50 Gigabyte (zweifach<br />

beschichtet) reicht aus, um<br />

Musik völlig unverfälscht genießen zu<br />

können. Die Blu-ray Group Deutschland<br />

prognostiziert deshalb bereits heute, dass<br />

das neue Medium nicht nur im filmischen,<br />

sondern auch im tonalen Bereich auftrumpfen<br />

wird. So gibt es schon über hundert Musik-Blurays,<br />

die Konzertmitschnitte bzw. Musicals und<br />

Operetten zeigen. Audio-only-Blu-rays sollen<br />

da noch eins draufsetzen und der CD als Audiodatenträger<br />

Konkurrenz machen. Erstere können<br />

einfach in jeden gängigen Blu-ray-Player<br />

gelegt werden, der dann als reines Musikabspielgerät<br />

fungiert, ohne dass ein Fernseher<br />

eingeschaltet werden muss. Um den vollen<br />

Klangvorteil herauszustellen, bedarf es dabei<br />

natürlich eines hochwertigen Soundsystems<br />

samt Verstärker und HD-Sound-kompatiblem<br />

Player. Massenmarkttaugliche Pure-Audio-Blurays<br />

werden momentan unter anderem von den<br />

msm-Studios in München entwickelt. Die Datenträger<br />

unterstützen die Formate Stereo-PCM<br />

(digitaler Zweikanalton) und 5.1 DTS-HD HR.<br />

YOUTUBE ÜBER BLU-RAY-PLAYER<br />

Panasonic kündigt mit den neuen Standalone-Playern<br />

„DMP-BD60“ und „DMP-<br />

BD80“ zwei multimediale Allroundtalente<br />

an. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen<br />

besitzen diese die Möglichkeit, per<br />

Viera-Cast-Funktion auf aktuelle Youtube-<br />

Videos und über den Onlinebilderdienst<br />

Picasa auf Fotos zuzugreifen. BD-Live sowie<br />

Bonus View sind standardmäßig integriert.<br />

Für die lebensnahe Farbwiedergabe zeichnet<br />

der Reference-Chroma-Plus-Prozessor<br />

in Zusammenarbeit mit der P4HD-Technologie<br />

verantwortlich. Durch eine 16-stufige<br />

Bewegungserkennung sollen in jeder Filmszene<br />

butterweiche Übergänge gewährleistet<br />

werden. Beide Player können sämtliche<br />

hochauflösenden Tonformate in bis zu<br />

7.1-Kanälen als Bitstream ausgeben. Der<br />

„DMP-BD80“ verfügt über einen analogen<br />

Achtkanalausgang und liefert dank absorbierender<br />

Standfüße und vibrationsarmer<br />

Bauteile störfreien Klanggenuss. Analoge<br />

Stereoanschlüsse besitzt der „DMP-BD60“<br />

ebenfalls. Über den SD/SDHC-Kartenslot<br />

sowie einen USB-Eingang ist die multimediale<br />

Nutzung gewährleistet. Abspielbar<br />

sind MPEG-2- und AVCHD-Filme, JPEG-Bilder,<br />

MP3-Audiodateien und DivX-Filme.<br />

Beide Player sind ab März in den Farben<br />

Schwarz und Silber erhältlich. Der „DMP-<br />

BD80“ kostet 399 Euro, der „DMP-BD60“<br />

329 Euro.<br />

PHILIPS STOCKT AUF<br />

Gerätehersteller Philips kündigte mit dem „BDP7300“<br />

einen neuen BD-Live-fähigen Blu-ray-Player an. Zwei<br />

weitere Modelle, der „BDP5000“ und der „BDP3000“,<br />

werden folgen. Der „BDP7300“ besitzt eine potente<br />

Upscaling-Funktion für die hochauflösende Wiedergabe<br />

von DVDs. Zudem kann er alle Tonspuren mit<br />

bis zu acht Audiokanälen (7.1) verarbeiten und decodiert<br />

an den Verstärker weiterleiten. Zu den Codecs<br />

gehören die verlustfreien Formate DTS-HD Master<br />

Audio sowie Dolby True HD. Die Ethernet-Schnittstelle<br />

und der eingebaute Speicher von einem Gigabyte<br />

ermöglichen regelmäßige Firmware-Updates und den<br />

Zugang zu BD-Live-Inhalten. Über die zusätzliche<br />

USB-Schnittstelle lassen sich Multimedia-Daten aller<br />

gängigen DivX-Formate bzw. von WMV-, MP3-, WMAund<br />

JPG-Dateien auf den Player laden. Das moderne<br />

Design wartet mit abgerundeten Kanten auf und verspricht<br />

hohen Bedienkomfort. Laut Philips soll der<br />

Player zudem einen recht umweltfreundlichen Stromverbrauch<br />

von weniger als einem Watt im Stand-by-<br />

Modus besitzen. In Deutschland werden die Geräte<br />

voraussichtlich im Mai („BDP7300“/„BDP5000“)<br />

bzw. im Juni auf den Markt kommen. Der „BDP7300“<br />

wird knapp 350 Euro kosten, während der „BDP5000“<br />

für 300 Euro und der „BDP3000“ für 250 Euro zu haben<br />

sein werden.<br />

Bilder: Panasonic, Philips, Stock.xchng<br />

12<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Frühjahrsgewinnspiel<br />

Auch in diesem Jahr präsentiert Ihnen die <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> wieder das große Frühjahrsgewinnspiel.<br />

Dieses Mal erwarten Sie insgesamt 20 Preise mit einem Gesamtwert<br />

von über 11 000 Euro. Um an der Verlosung teilzunehmen, müssen Sie nur die<br />

beigefügte Leserumfrage ausfüllen. Mit etwas Glück könnte dann schon bald einer<br />

der Preise bei Ihnen zu Hause stehen.<br />

1<br />

Loewe Xelos A<br />

Die 100-Hertz-Technologie und die 24p-Kinofilmdarstellung<br />

des 26 Zoll großen Loewe-<br />

LCD-Screens „Xelos A“ bieten ausgezeichnete<br />

Bildqualität und sind z. B. für die erstklassige<br />

Wiedergabe von Blu-ray Discs geeignet. Der<br />

„Xelos A“ ermöglicht den Empfang von DVB-T<br />

und DVB-C, optional ist auch DVB-S-Empfang<br />

nachrüstbar. Das Gerät versprüht durch sein<br />

elegenates Design einen Hauch von Luxus.<br />

Panasonic TX-37LZD85F<br />

Der 37-Zoll-Bildschirm aus der erfolgreichen<br />

„Viera“-Serie überzeugt mit brillanten Farben<br />

durch x.v.Color-Technologie, Full-HD, einem<br />

Kontrastverhältnis von 10 000 : 1 und der<br />

V-real-Pro-3-Signalverarbeitung. Der umweltfreundliche<br />

Eco-Mode passt die Bildhelligkeit<br />

der Umgebung an, für eine perfekte Bewegungsdarstellung<br />

sorgt die 100-Hertz-Motion-<br />

Picture-Pro-2-Technologie mit Motion Focus.<br />

2<br />

3<br />

Denon AVR 2809<br />

Ausgestattet mit High-End-Audio- und -Videoprozessoren,<br />

True HD, DTS-HD Master Audio,<br />

AL24 Processing Plus sowie Compressed Audio<br />

Restorer zur Aufwertung verlustbehafteter<br />

Audioquellen, lässt der Denon keine Wünsche<br />

offen. Der integrierte Faroudja-Videoprozessor<br />

wandelt SD-Material in 1 080p um und bietet<br />

Integrationsmöglichkeiten wie den iPod-Dock-<br />

Anschluss für die Steuerung und Kontrolle von<br />

iPods.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 13


Teufel System 5 THX Select<br />

4<br />

Das Boxenset „System 5 THX Select“ vom Berliner<br />

Hersteller Teufel, bestehend aus den fünf<br />

Satellitenlautsprechern „M 550 FCR“ und dem<br />

Aktivsubwoofer „M 5500 SW THX Select“, ist<br />

hervorragend für die Wiedergabe von 2- oder<br />

5.1-Material geeignet und sorgt mit audiophilem<br />

Klang für ein richtiges Heimkinoerlebnis.<br />

Dreambox DM8000 HD PVR<br />

HDTV-Festplattenreceiver für TV- und Radioprogramme<br />

mit großem OLED-Display. Hauptmerkmal<br />

ist der 400 Megahertz starke Prozessor.<br />

Die Dreambox „DM8000“ basiert auf dem<br />

Linux-Betriebssystem und überzeugt vor allem<br />

durch die Zukunftstauglichkeit. Vier CI-Schächte<br />

sowie die Tuner-Erweiterungsmöglichkeit<br />

sprechen dafür.<br />

5<br />

Sharp LC-32DH77E<br />

6<br />

Der topaktuelle „LC-32DH77E“ aus der<br />

„Aquos“-Serie von Sharp verfügt über eine 32-<br />

Zoll-Bildschirmdiagonale, einen integrierten<br />

DVB-T-Tuner, ein Kontrastverhältnis von<br />

30 000 : 1, drei HDMI-Eingänge und eine umweltschonende<br />

Eco-Funktion. Dank Full-HD ist<br />

er ideal für HD-Material wie Blu-rays geeignet.<br />

Homecast HS9000 CIPVR<br />

Der digitale Twin-HDTV-PVR-Sat-Receiver<br />

„HS9000 CIPVR“ verfügt über eine einen Terabyte<br />

große Festplatte und einen Twin-Tuner.<br />

Das Gerät besitzt vier USB-Anschlüsse sowie<br />

einen 100-Megabit-LAN-Anschluss für den<br />

Datenaustausch mit dem PC, zwei Scartanschlüsse,<br />

eine RS-232-Schnittstelle und einen<br />

integrierten Fotobetrachter.<br />

7<br />

In-Akustik LS 1302<br />

8<br />

Das Lautsprecherkabel „LS 1302“ besteht<br />

aus 24 DSS-Massivleitern für identische Laufzeiten,<br />

sauerstofffreiem OF-Kupfer und DUO-<br />

PE-II-Isolation. Das PE-Network „Jacket“ sorgt<br />

für die Reduzierung von Mikrovibrationen<br />

und hohen Kapazitäten. Das 2 × 3 Meter lange<br />

High-End-Kabel wird höchsten Ansprüchen<br />

gerecht.<br />

14<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Humax LDE-19DST/W<br />

Der Hybridtuner des 19-Zoll-LCD-Fernsehers<br />

von Humax ermöglicht den analogen oder digitalen<br />

Fernsehempfang sowohl über Antenne<br />

als auch über Satellit. Dank elektronischem<br />

Programmführer erlaubt er eine einfache<br />

Timer-Programmierung. Durch HDMi- und<br />

Scarteingänge ist er vielseitig einsetzbar.<br />

9<br />

Ab-Com IP-Box 910<br />

Ideale HDTV-Box für Einsteiger mit innovativem<br />

Linux-Betriebssystem und integriertem<br />

Smart-Tuner-System. Über eine interne 2,5-<br />

Zoll-SATA-Festplatte können Sendungen auch<br />

in HDTV-Qualität direkt aufgezeichnet werden.<br />

Dank der Wechseltuner-Lösung eignet sich die<br />

Box nicht nur für Satellitenzuschauer.<br />

10<br />

Monster Beats by Dr. Dre<br />

Die stylishen Kopfhörer von Monster Cable<br />

überzeugen durch hohen Tragekomfort und<br />

unterdrücken dank der Active-Noise-Cancelling-Technologie<br />

Störgeräusche aus der Umgebung.<br />

Musik-Ikone und Produzent Dr. Dre<br />

wirkte bei der Entwicklung mit und diente als<br />

Namensgeber für die hochwertigen Kopfhörer.<br />

11<br />

Funai B1-M110<br />

Neben den Blu-ray-Formaten BD-Rom, BD-RE<br />

und BD-R unterstützt der Blu-ray-Player von<br />

Funai die DVD-Formate DVD-ROM, DVD-RW,<br />

DVD sowie DVD-R und ermöglicht die Wiedergabe<br />

von Audio-CDs, MP3-, WMA- und JPEG-<br />

Dateien. Fotos können über den integrierten<br />

SD-Eingang direkt abgespielt werden.<br />

12<br />

Fanpaket: The Chronicles Of Spellborn<br />

Im Fantasy-Reich von „The Chronicles Of<br />

Spellborn“ erlebt der PC-Held Abenteuer und<br />

Herausforderungen in imposanter 3-D-Grafik.<br />

Den Gewinner des Fanpakets erwartet neben<br />

dem PC-Spiel und einem trendigen Shirt auch<br />

der Monitor „ProLite E2208HDS“ von Iiyama.<br />

Axing AVM 2-01<br />

Geeignet für den Empfang von digitalen und<br />

analogen terrestrischen Sendern. Einsetzbar<br />

als Zimmer- oder Außenantenne. Störeinflüsse<br />

wie z. B. Mobiltelefone werden durch einen<br />

eingebauten Tiefpassfilter unterdrückt. Masthalterung<br />

und Tischfuß sind im Zubehör enthalten.<br />

Wahlweise kann die Antenne auch vom<br />

Receiver gespeist werden.<br />

13<br />

14<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 15


15<br />

DVB-T-Antenne<br />

16<br />

Der<br />

17<br />

Im<br />

18<br />

Der<br />

19<br />

Gleich<br />

20<br />

Das<br />

Hama Outdoor-Antenne<br />

für analogen und digitalen<br />

TV- und Radioempfang mit GSM-Filter zur<br />

Unterdrückung von Störeinflüssen. Separates<br />

Netzteil und 5,5 Meter langes Antennenkabel<br />

inklusive. Die DVB-T-Antenne ist mit einem<br />

DVB-T-Receiver über das Antennenkabel fernspeisbar<br />

und somit Strom sparend.<br />

Terratec Cinergy HTC USB XS HD<br />

USB-Stick empfängt DVB-T, Kabel- und<br />

analoges Fernsehen sowie Radio. Über die<br />

Kabelpeitsche können z. B. alte VHS-Videos<br />

und Audiokassetten am PC aufgenommen und<br />

in diversen Formaten gespeichert werden. Die<br />

Antenne, Fernbedienung sowie die TV-Software<br />

mit Features wie Time-Shift, Programmführer<br />

und Videotext sind inklusive.<br />

Drei Pakete von One For All<br />

Paket enthalten sind eine „Energy Saver“-<br />

Universalfernbedienung, mit der bis zu vier<br />

AV-Geräte gesteuert und gleichzeitig vom<br />

Strom getrennt werden können, und das<br />

Flaggschiff die One-For-All-Digital-Produktlinie,<br />

der „OFA Digital 12“. Damit lassen sich<br />

bis zu zwölf infrarotbasierte AV-Geräte fernsteuern.<br />

Axing AVM 2<br />

Audio-Video-Modulator „AVM 2“ überträgt<br />

AV- in HF-Signale und verfügt über eine übersichtliche<br />

LED-Display-Anzeige. DVD-Player,<br />

Videokameras und CCD-Überwachungskameras<br />

sind problemlos anschließbar. Steckernetzteil<br />

und Cinch-Kabel sind inklusive.<br />

Mit dem „AVM 2“ verteilen Sie Videosignale<br />

optimal im Haus.<br />

Fünf Blu-ray-Filmpakete von Concorde<br />

fünf Glückspilze können sich über drei<br />

Blu-ray-Titel aus dem Hause Concorde freuen.<br />

Im Filmpaket enthalten sind die mit einem Publikumspreis<br />

ausgezeichnete Komödie<br />

„Sterben für Anfänger“, die Verfilmung des<br />

Marvel-Kultcomics „Iron Man“ sowie der rasante<br />

und mit hochkarätigen Stars besetzte<br />

Actionfilm „The Italian Job“.<br />

Vier Fanpakete: Chronicles Of Spellborn<br />

Fanpaket von Frogster Interactive Pictures<br />

enthält neben dem actionreichen Fantasy-Rollenspiel<br />

„The Chronicles Of Spellborn“ auch<br />

ein stylishes T-Shirt. In dem klassischen Online-Rollenspiel<br />

gilt es zahlreiche Abenteuer<br />

und Aufgaben zu bewältigen. Die imposante<br />

3-D-Grafik sorgt für das richtige Flair.<br />

16<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Einfach nur ausfüllen:<br />

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müssen Sie nur dieses Formular ausfüllen und<br />

das Original an die unten genannte Adresse schicken. Mit den Antworten helfen Sie<br />

uns, die <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> weiter zu verbessern und die Bereiche zu erweitern, für die<br />

Sie sich interessieren. Wir wünschen Ihnen viel Glück!<br />

ALLGEMEINES<br />

01. Welcher Bereich der Unterhaltungselektronik<br />

(UE) interessiert Sie am meisten?<br />

Heimkino allgemein<br />

Fernsehen<br />

Video (DVD, Blu-ray, HDTV)<br />

Audio (AV-Receiver, Lautsprecher)<br />

Mobil (MP3-Player, Camcorder, Media-Player)<br />

_____________________________________<br />

02. Besitzen Sie ein Heimkino?<br />

ja<br />

nein<br />

plane die Anschaffung<br />

06. Wie viele Personen lesen außer Ihnen Ihr<br />

<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>-Exemplar?<br />

niemand<br />

eine weitere Person<br />

zwei bis drei Personen<br />

mehr, nämlich __ Personen<br />

07. Welche Rubriken gefallen Ihnen in der<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> überhaupt nicht?<br />

Trends<br />

Tests<br />

Praxis<br />

Entertainment<br />

gefallen mir alle<br />

03. Nutzen Sie bereits Blu-ray oder sind Sie mit der<br />

DVD zufrieden?<br />

ja, besitze Blu-rays<br />

nein, mir reichen DVDs<br />

plane die Anschaffung von Blu-rays<br />

04. Wie wichtig ist Ihnen ein niedriger Stromverbrauch<br />

bei UE-Geräten?<br />

sehr wichtig, ist ein Kaufkriterium<br />

nicht wichtig, spielt bei der Kaufentscheidung<br />

keine Rolle<br />

ZUR ZEITSCHRIFT<br />

05. Wie regelmäßig lesen Sie die <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>?<br />

bin Abonnent<br />

kaufe jede Ausgabe am Kiosk<br />

unregelmäßig<br />

heute zum ersten Mal<br />

08. Welche Inhalte würden Sie in der<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> gern mehr lesen?<br />

Hintergrundartikel über Themen der<br />

Unterhaltungselektronik<br />

Camcorder-Tests<br />

Workshops<br />

Lifestyle-Produkte<br />

Tests klassischer UE (TVs, Player, Audiogeräte)<br />

______________________________<br />

09. Haben Ihnen die Testergebnisse der <strong>DIGITAL</strong><br />

<strong>TESTED</strong> bereits bei einem Kauf helfen können?<br />

ja, schon mehrmals<br />

ja, einmal<br />

bisher noch nicht<br />

10. Kennen Sie die Internetpräsenz der Zeitschrift<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> auf www.digital-tested.de?<br />

ja<br />

nein<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 17


Einfach nur ausfüllen:<br />

ZU IHRER PERSON<br />

11. Wie ist Ihr Haushalt technisch ausgestattet?<br />

Röhrenfernseher<br />

Flachbildschirm (LCD oder Plasma)<br />

Videorekorder<br />

DVD-Player bzw. -Rekorder<br />

Blu-ray-Player<br />

Festplattenreceiver<br />

Projektor<br />

AV-Receiver<br />

12. Wie viel Geld geben Sie im Jahr für Unterhaltungselektronik<br />

und Unterhaltungsmedien<br />

(z. B. DVDs, Blu-rays, Pay-TV-Abo) aus?<br />

unter 1 000 Euro<br />

1 001 bis 2 000 Euro<br />

2 001 bis 3 000 Euro<br />

3 001 bis 4 000 Euro<br />

über 4 000 Euro<br />

15. Geschlecht<br />

männlich<br />

weiblich<br />

16. Wie alt sind Sie?<br />

unter 20 Jahre<br />

21 bis 30 Jahre<br />

31 bis 40 Jahre<br />

41 bis 50 Jahre<br />

51 bis 60 Jahre<br />

über 60 Jahre<br />

17. Schulabschluss<br />

Hauptschulabschluss<br />

Realschulabschluss<br />

Abitur<br />

Fachhochschulstudium<br />

Hochschulstudium<br />

13. Wo kaufen Sie Ihre Unterhaltungselektronik?<br />

Internet<br />

Elektrogroßmarkt<br />

Fachhändler<br />

Discounter<br />

14. Wie häufig nutzen Sie das Internet?<br />

täglich<br />

wöchentlich<br />

selten<br />

nie<br />

18. Über welches Haushaltsnettoeinkommen<br />

verfügen Sie im Monat?<br />

unter 1 000 Euro<br />

1 001 bis 2 000 Euro<br />

2 001 bis 3 000 Euro<br />

3 001 bis 4 000 Euro<br />

mehr als 4 000 Euro<br />

Adressformular<br />

Einfach Fragebogen ausfüllen, ausschneiden und per Post einsenden. Nur Originalfragebögen aus der <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong><br />

nehmen an der Verlosung teil!<br />

Name:<br />

Vorname:<br />

Straße:<br />

Nr.:<br />

PLZ:<br />

Ort:<br />

E-Mail:<br />

Diesen Coupon bitte einsenden an:<br />

Telefon:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Stichwort: „Frühjahrsgewinnspiel 2009“<br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig<br />

Einsendeschluss ist der 7. Mai 2009. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist nur mit Einsendung des Originalcoupons möglich.<br />

Auslosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Mitarbeiter des Auerbach Verlags und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Pro Gewinnspiel dürfen<br />

Teilnehmer jeweils nur einmal mitmachen.<br />

18<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


LCD-FLACHBILDFERNSEHER VON LG, PHILIPS UND TOSHIBA IM VERGLEICH<br />

Was kostet die Welt?<br />

Große Bilder und günstige Preise – ein unerfüllbarer Wunschtraum? Nicht ganz, denn ausgereifte<br />

LCD-Fernseher mit über einem Meter Bilddiagonale gibt es bereits für etwa 1 000 Euro.<br />

Dass Sie dabei erstaunlich wenige Kompromisse eingehen müssen, zeigt unser Vergleichstest.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG, Philips,Stockxpert/argus456, Toshiba<br />

Kamen in den letzten Jahren nur Vielverdiener<br />

in den Genuss ausgereifter LCD-<br />

Fernseher, so sind aktuelle Modelle<br />

bereits für unter 1 000 Euro erhältlich. Die Differenz<br />

zwischen der Preisangabe des Herstellers<br />

und den tatsächlichen Handelspreisen ist dabei<br />

immens: Der von uns getestete LCD-Fernseher<br />

von LG kostet selbst bei einem Fachhändler<br />

rund 1 000 Euro weniger als die von LG ausgegebene<br />

Preisempfehlung. Somit lohnt nicht<br />

nur der Vergleich zwischen unterschiedlichen<br />

Herstellern, sondern auch die Gegenüberstellung<br />

der Preise. Mit ihren 42-Zoll-Modellen<br />

gehen LG, Philips und Toshiba den gesunden<br />

Mittelweg aus beeindruckender Bildgröße und<br />

wohnzimmerfreundlichen Maßen. LG wagt mit<br />

einer stark spiegelnden Oberfläche samt roter<br />

Rückseite sogar ein ungewöhnliches Design<br />

und hebt sich mit flacher Bautiefe wohlwollend<br />

vom Rest des Teilnehmerfeldes ab. Toshiba<br />

setzt hingegen auf die „Resolution+“-Technologie,<br />

die mit herkömmlichen Fernsehbildern<br />

und DVDs eine bessere Bildschärfe garantieren<br />

soll. Philips kann bereits Erfolge ganz anderer<br />

Art vorweisen: In zahlreichen Vergleichstests<br />

schnitt der „42PFL7403“ als Klassenbester ab.<br />

Wir waren gespannt, ob die Vorschusslorbeeren<br />

tatsächlich gerechtfertigt sind.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

19


test<br />

HEIMKINO<br />

TOSHIBA 42ZV555D<br />

Wenn es einen Preis für die umweltfreundlichste<br />

Verpackung gäbe, stünde Toshiba bereits auf<br />

dem Treppchen: Sparsamer und sinnvoller verpackt,<br />

zeigt sich kaum ein Flachbild-TV. Etwas<br />

weniger überzeugend fällt die Inbetriebnahme<br />

aus, denn weder der integrierte DVB-T-Tuner<br />

noch die Voreinstellungen des Bildes wissen<br />

zu gefallen. So wirkt das gesamte TV-Menü<br />

wie ein Fremdkörper und lange Umschaltzeiten<br />

vermiesen den Programmspaß. Überaus bunt<br />

und überschärft wirken die dargestellten Bilder<br />

nach dem Einschalten, denn keine der Voreinstellungen<br />

trifft die Vorgaben der eingespeisten<br />

SD- oder HD-Signale. Durch umfangreiche<br />

Korrekturen sind die meisten Fehler zwar binnen<br />

weniger Minuten beseitigt, doch Toshiba<br />

täte gut daran, Einsteigern eine vernünftige<br />

Voreinstellung auf den Weg zu geben.<br />

Auf den zweiten Blick<br />

Dass Toshiba bei der Ausstattung ansonsten<br />

nicht gespart hat, zeigt der integrierte<br />

Lichtsensor, der die Bildhelligkeit vollautomatisch<br />

dem Umgebungslicht anpasst. Die<br />

Namensgebung „Auto Kontrast“ im Menü<br />

wirkt hingegen irreführend. Zusätzlich passt<br />

der LCD die Stärke der Hintergrundbeleuchtung<br />

dem Bildinhalt an, sodass in dunklen<br />

Bildszenen die Gesamthelligkeit reduziert<br />

und in leuchtstarken erhöht wird. Bildruckler<br />

durch gewandelte Bildsignale einer Blu-ray bei<br />

1 080i-Zuspielung vermag der Fernseher nachträglich<br />

herauszurechnen und eine alternative<br />

Bewegungsglättung verleiht den Aufnahmen<br />

zusätzliche Geschmeidigkeit. Unabhängig vom<br />

Bildsignal erlaubt Toshibas LCD die korrekte<br />

Formatanpassung oder eine native Darstel-<br />

Die Eingangswahl listet<br />

die Quellen übersichtlich<br />

auf. Der integrierte<br />

DVB-Empfänger muss<br />

umständlich per Zusatztaste<br />

„DTV“ gestartet<br />

werden<br />

Das schwammige Steuerkreuz<br />

lässt die nötige<br />

Präzision vermissen.<br />

Das Bildformat kann<br />

mit der entsprechenden<br />

Taste jederzeit frei angepasst<br />

werden<br />

lung, um beispielsweise jeden Bildpunkt exakt<br />

und ohne Umrechnung abzubilden. Am HDMI-<br />

Eingang werden zusätzlich zu den gängigen<br />

Videoformaten PC-Auflösungen unterstützt.<br />

Videospieler erfreuen sich an einer geringen<br />

Eingabeverzögerung.<br />

TOSHIBA 42ZV555D<br />

Preis/Straßenpreis<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

gute Bildverarbeitung<br />

günstiger Preis<br />

Lichtsensor<br />

gut<br />

Toshiba<br />

42ZV555<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

2.2009<br />

2.2009<br />

Rechenkraftwerk<br />

Während die Flachbildentwicklung bereits seit<br />

Jahren mit Schlagworten wie Full-HD prahlt,<br />

stellt sich beim Fernsehprogramm eine ganz<br />

andere Frage, nämlich, wie erträglich die durchschnittliche<br />

Bildqualität des TV-Standards auf<br />

einem Großbild-LCD gestaltet werden kann.<br />

Toshiba nutzt dazu zwei Hilfsmittel. Eine Störreduktion<br />

erkennt auftretende Rauschmuster<br />

und greift nur dann beherzt ein, wenn es unbedingt<br />

notwendig ist. Der zweite Schritt liegt<br />

in der Nachschärfung feiner Details, die meist<br />

verschwommen dargestellt werden. Beides<br />

gelingt dem Fernseher erstaunlich gut. Die<br />

richtige Einstellung vorausgesetzt, können Sie<br />

fehlerhaftes Bildmaterial spürbar aufwerten.<br />

Kantenflimmern unterdrückt die Bildverarbeitung<br />

vollautomatisch, lediglich in kritischen<br />

Filmszenen kann die Elektronik kurzzeitig aus<br />

dem Takt geraten. Am eigenen Vorhaben, beinahe<br />

HD-Qualität mit herkömmlichen Quellen<br />

zu liefern, scheitert Toshiba allerdings, denn im<br />

Gegensatz zu echtem HD, wie es beispielsweise<br />

die Blu-ray liefert, erkennen Sie nicht mehr<br />

Details, sondern nehmen die bestehenden<br />

Bildinformationen lediglich deutlicher wahr.<br />

Etwas enttäuscht waren wir von der Farbdarstellung.<br />

Besonders Grün- und Zyantöne wirken<br />

überbetont und künstlich. Der Hersteller<br />

stellt Ihnen zwar ein umfangreiches Farbmanagement<br />

zur Verfügung, doch die Korrektur<br />

auf ein neutrales Niveau ist unmöglich. Die<br />

Kontrastdarstellung ist trotz vieler Bildoptimierer<br />

nicht erstklassig. Im dunklen Wohnzimmer<br />

wirken schwarze Bildflächen aufgehellt oder<br />

die Bildelektronik dimmt die Gesamthelligkeit<br />

so weit herunter, dass helle Flächen an<br />

Brillanz verlieren. Die Bildschärfe ist dank<br />

„Resolution+“ zwar gut, in Bewegung verschmieren<br />

hingegen Details trotz 100-Hertz-<br />

Technologie. Angenehm ist demgegenüber die<br />

tadellose Bildverarbeitung mit Blu-rays.<br />

Der kleinste Nenner<br />

Die Stärke des Toshiba-LCDs liegt in der Aufbereitung<br />

von nicht optimalen Bildquellen.<br />

Kaum ein LCD vermag es besser, die Standardbildqualität<br />

auf ein vergleichbares Niveau zu<br />

heben. Durch mäßige Voreinstellungen und die<br />

künstliche Farbwiedergabe kann der Fernseher<br />

insgesamt nur wenige Glanzpunkte setzen. Der<br />

„42ZV555D“ ist aufgrund der günstigen Marktpreise<br />

für all jene eine Empfehlung, die mit<br />

herkömmlichen Zuspielern ein gutes Ergebnis<br />

erreichen möchten.<br />

ERGEBNIS<br />

1 499 Euro/1 000 Euro<br />

mäßiger Schwarzwert und<br />

Blickwinkel<br />

Bildschärfe könnte bei<br />

Bewegtbildern höher sein<br />

mäßige Voreinstellungen<br />

71 %<br />

Gut<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG, Toshiba<br />

20 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


LG 42LG6100<br />

Von vorn schwarz und auf der Rückseite feuerrot,<br />

erscheint der 4,5 Zentimeter flache LCD<br />

wie ein Kunstwerk. Die geringe Bautiefe und<br />

der Kunststoffrahmen ziehen allerdings Kompromisse<br />

bei der Stabilität nach sich. Das<br />

extravagante Äußere stieß bei uns nicht nur<br />

auf Gegenliebe: Sowohl die glänzende Front<br />

und der Standfuß als auch das „luftige“ Ringelement<br />

wirken gewöhnungsbedürftig. Die<br />

Menüführung erleichtert Einsteigern durch<br />

einfache Symbole den Durchblick, besonders<br />

die Auflistung aller Anschlüsse in Wort und<br />

Bild verdient ein Lob. Die Voreinstellungen des<br />

Fernsehers sind durchaus brauchbar und Profis<br />

erreichen im Expertenmenü die geforderte Präzision<br />

bei der Farbdarstellung. Je nach eingespeistem<br />

Bildsignal sollten die Einstellungen<br />

unabhängig vorgenommen werden, um aus<br />

jeder Bildquelle das Optimum herauszuholen.<br />

Das Handbuch informiert leider nicht über die<br />

vielfältigen Möglichkeiten des Fernsehers, nur<br />

auf der beiliegenden CD sind alle Funktionen<br />

ausreichend erklärt. Der verbaute DVB-Tuner<br />

kann trotz möglicher Signalverstärkung nur<br />

bedingt überzeugen, insbesondere die Umschaltzeiten<br />

könnten besser sein. Neben Fotos<br />

erlaubt die USB-Schnittstelle auch die Wiedergabe<br />

von MP3-Daten. Die Diashow erweist<br />

sich vornehmlich als schmucklos und große<br />

Bilddaten ziehen lange Ladezeiten nach sich.<br />

Vier HDMI-Schnittstellen bieten ausreichend<br />

Potenzial für zukünftige Bildquellen. Unglücklich<br />

geriet die Integration des Lichtsensors, der<br />

nur eingreift, wenn der automatische Bildmodus<br />

aktiviert wird. Dieser steuert neben der Intensität<br />

der Hintergrundbeleuchtung sämtliche<br />

Bildeinstellungen, weshalb der Lichtsensor in<br />

der Praxis kaum genutzt werden kann, will man<br />

ein neutrales Bild erreichen.<br />

Mehr als preiswert<br />

Die Bildschärfe des LG ist erstklassig. Besonders<br />

die Bewegungsdarstellung gefällt durch<br />

eine gleichbleibend hohe Detailtreue. Zusätzlich<br />

können Sie Filmbilder mittels Nachbearbeitung<br />

in butterweiche Bewegungsabläufe<br />

umwandeln. Bereits die niedrigste Stufe greift<br />

jedoch so stark ein, dass der Effekt teilweise<br />

künstlich wirkt und Filme eher einem Videospiel<br />

ähneln, zudem entstehen Artefakte und<br />

Doppelkonturen. Prinzipiell kann die Bewegungsglättung<br />

deaktiviert werden, allerdings<br />

ruckelt die Filmdarstellung mit Blu-rays im<br />

Zusammenspiel mit dem LG-LCD unverhältnismäßig<br />

stark, sodass die Nachbearbeitung trotz<br />

Fehlern dringend empfohlen wird. Spielen Sie<br />

neben Bildern in HD-Qualität normales PAL-<br />

Material zu, erreicht die Bildschärfe nur noch<br />

ein gutes Niveau, wobei Bildfehler meist konsequent<br />

unterdrückt werden. Bei der Farbwiedergabe<br />

leistet sich LG ebenfalls keine Ausrutscher.<br />

Profis können durch eine umfangreiche<br />

Farbkorrektur die Bildquelle exakt anpassen<br />

und eine ansprechende Neutralität erreichen.<br />

Sogar die Anpassung des SD- und HD-Farbstandards<br />

kann von Ihnen beeinflusst werden,<br />

dabei sollten Sie SD-Signale allerdings nicht<br />

vom Player in 720p oder 1 080i/p zuspielen.<br />

Die Bildverarbeitung zeigt kaum Schwächen<br />

und überrascht durch eine saubere Kantenglättung<br />

und Rauschreduktion. Leider müssen Sie<br />

beispielsweise den Vollbildkonverter manuell<br />

zwischen Video- und Filmmodus wechseln,<br />

sonst stören Kantenflimmern und Interlace-<br />

Artefakte den Sehgenuss. Der Blickwinkel ist<br />

wie bei allen LCDs eingeschränkt, lediglich auf<br />

horizontaler Ebene wird der Kontrasteindruck<br />

bei seitlicher Betrachtung gewahrt. Die zuschaltbare<br />

Kontrastverbesserung reduziert die<br />

Intensität der Hintergrundbeleuchtung in dunklen<br />

Szenen, verringert allerdings zusätzlich<br />

die Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen.<br />

Verlieren wir über die Klangqualität der eingebauten<br />

Lautsprecher meist kein Wort, da die<br />

Güte durchweg passabel ausfällt, so müssen<br />

wir bei diesem Modell eine Ausnahme machen:<br />

Der LG klingt miserabel und insbesondere die<br />

Voreinstellungen erzeugen einen blechernen<br />

Klangeindruck.<br />

Die Summe aller Elemente<br />

Zeigt LGs rot-schwarz glänzender LCD auf dem<br />

Papier keine Besonderheiten, ist das Gesamtpaket<br />

über jeden Zweifel erhaben. Mit dem<br />

nötigen Fachwissen ausgestattet, erreichen<br />

Sie eine neutrale Farb- und Bildabstimmung<br />

und das Ergebnis wirkt jederzeit stimmig. Der<br />

einzige gravierende Makel betrifft die Tonqualität,<br />

denn die Lautsprecher sollten nur in<br />

Ausnahmefällen Verwendung finden.<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

LG 42LG6100<br />

Preis/Straßenpreis<br />

gut<br />

LG<br />

42LG6100<br />

TESTERGEBNIS<br />

sehr gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

2.2009<br />

Nachahmenswert: Sämtliche<br />

Eingänge werden<br />

per Input-Taste in Wort<br />

und Bild aufgelistet.<br />

Das „Q.Menu“<br />

dient zur Schnelljustierung<br />

der Bild- und<br />

Tonvorgaben<br />

Vergeblich gesucht: Einen<br />

eigenen Button zur<br />

Formatwahl finden Sie<br />

nur im Schnellmenü via<br />

Druck auf „Q.Menu“<br />

1 899 Euro/850 Euro<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

gute Bildverarbeitung<br />

eingeschränkter Blickwinkel<br />

schlankes Design<br />

schlechte Klangqualität<br />

günstiger Preis<br />

Bildruckler mit Blu-rays<br />

ohne Bewegungsglättung<br />

ERGEBNIS<br />

76 %<br />

Gut<br />

2.2009<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

21


test<br />

HEIMKINO<br />

PHILIPS 42PFL7403D<br />

Der „42PFL7403D“ stellt einen der wichtigsten<br />

Bausteine im Produktportfolio von Philips<br />

dar, denn trotz der günstigen Marktpreise<br />

müssen Sie bei der Bildqualität keine Kompromisse<br />

eingehen. Ambilight-Fans kommen<br />

beim Mittelklassemodell hingegen nicht auf<br />

ihre Kosten, denn das belebende Rundumlicht<br />

ist der Preisschere zum Opfer gefallen.<br />

Wenig erbaulich auch der integrierte DVB-T-<br />

Tuner aus, denn dieser besitzt nur eine eingeschränkte<br />

Empfangsstärke und speist keine<br />

aktiven Antennen. Zusatzfunktionen wie eine<br />

Bild-in-Bild-Darstellung suchen Sie vergeblich.<br />

Souverän wie immer gestaltet sich hingegen<br />

die erste Inbetriebnahme. Durch Grafiken und<br />

Beispieltöne gelingt die Einrichtung spielend,<br />

auf Wunsch können Sie sämtliche Bild- und<br />

Tonwerte im Nachhinein feintunen.<br />

Mit vier HDMI-Eingängen (einer davon seitlich)<br />

ist der Philips der ideale Spielpartner für Bluray<br />

und Co. Fotos werden in einer Diashow<br />

ansprechend vorgetragen, weshalb der Umweg<br />

über einen PC entfällt. Je nach Lichtverhältnissen<br />

im Wohnzimmer stimmt der Fernseher via<br />

Lichtsensor den Bildinhalt in der Leuchtkraft<br />

ab, damit Bilder nie zu hell oder zu dunkel wirken.<br />

Insgesamt ist der „42PFL7403D“ äußerst<br />

Strom sparend, in den Abendstunden mit gedämmtem<br />

Umgebungslicht sinkt die Energieaufnahme<br />

auf 110 Watt.<br />

Besser oder anders?<br />

Philips verfolgt bei der Bilddarstellung eine<br />

eigene Philosophie, die da lautet: Kein<br />

Eingangssignal ist perfekt, die zugrunde liegende<br />

LCD-Technologie ebenfalls nicht. Deshalb<br />

schlägt im Innern des Fernsehers ein<br />

Die Eingangswahl listet<br />

alle Signalquellen auf.<br />

Mit HD-Signalen ist die<br />

Formatumschaltung<br />

nur noch eingeschränkt<br />

nutzbar<br />

Mehr braucht es nicht:<br />

Wenige Tasten und ein<br />

handliches Steuerkreuz<br />

reichen für den Fernsehalltag<br />

vollkommen aus<br />

gut<br />

Philips<br />

42PFL7403D<br />

TESTSIEGER<br />

sehr gut<br />

2.2009<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

potentes Rechenkraftwerk, das sämtliche<br />

Signale nachbearbeitet. Übertreiben sollte<br />

man die Nachbearbeitung aber nicht, allen<br />

voran die Schärfe ist anfangs zu optimistisch<br />

voreingestellt. Geht man einen gesunden Mittelweg,<br />

erlangt die Bildqualität ein Niveau,<br />

das von der Konkurrenz nur erreicht wird,<br />

indem man den Fernseher per Hand auf das<br />

Eingangssignal abstimmt. Philips’ LCD übernimmt<br />

die-se Aufgabe vollautomatisch und<br />

leistet sich erstaunlich wenig Fehler. Ganz<br />

perfekt ist die komplexe Aufbereitung des<br />

Bildmaterials freilich nicht, neben Doppelkonturen<br />

und dem Hang zum Kantenflimmern fällt<br />

eine hohe Eingabeverzögerung negativ auf,<br />

falls die Bildberechnung „Natural Motion“<br />

aktiviert wurde. Diese ergänzt zusätzliche Bewegungsphasen,<br />

wodurch Kameraschwenks<br />

in Kinofilmen butterweich vonstattengehen,<br />

der Filmeindruck allerdings eher einer TV-<br />

Sendung ähnelt. Regelrecht entspannt wirkt<br />

das Ergebnis dagegen bei hektischen Actionfilmen<br />

wie „James Bond: Ein Quantum Trost“<br />

oder „Das Bourne Ultimatum“. Durch die Zwischenbilder<br />

werden die ruckartigen Bewegungen<br />

abgefedert und die Bildfolge erscheint<br />

wesentlich nachvollziehbarer. Unbearbeitet<br />

zeigt der „42PFL7403D“ mit Blu-rays deutliche<br />

Bildruckler, sodass die Bewegungsglättung<br />

immer eingeschaltet werden sollte. Effektiver<br />

könnte die Rauschreduktion zu Werke gehen,<br />

die nur in der höchsten Einstellung das<br />

Bildrauschen eliminiert, dann aber Detailverluste<br />

nach sich zieht. Um den eingeschränkten<br />

Bildkontrast zu kaschieren, reduziert der LCD<br />

bei Filmmaterial mit vielen Schwarzflächen die<br />

Gesamtleuchtkraft des Bildes bzw. erhöht diese,<br />

falls leuchtstarke Aufnahmen abgebildet<br />

werden. Dadurch erscheinen die Aufnahmen<br />

TESTSIEGER<br />

PHILIPS 42PFL7403D<br />

Preis/Straßenpreis<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

sehr gute Bildverarbeitung<br />

neutrale Farbdarstellung<br />

niedriger Energieverbrauch<br />

ERGEBNIS<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

2.2009<br />

jederzeit kontrastreich. Sollte das Material<br />

selbst Schwächen zeigen, hilft der „Dynamic<br />

Contrast“ zur Bildoptimierung.<br />

Einfach ist besser<br />

Eine gute Bildverarbeitung gepaart mit einsteigerfreundlicher<br />

Bedienung und einem geringen<br />

Preis machen den Philips „42PFL7403D“<br />

zu einem der besten Angebote seiner Klasse.<br />

Schwächen leistet sich der Fernseher vor allem<br />

bei den typischen LCD-Problemfeldern wie dem<br />

eingeschränkten Blickwinkel und der unausgewogenen<br />

Bildausleuchtung. So schimmern<br />

die Bildecken dunkler als die Bildmitte. Die<br />

Bildnachbearbeitung könnte zuweilen etwas<br />

zurückhaltender zu Werke gehen, dennoch ist<br />

der Bildeindruck jederzeit stimmig. Großen<br />

Anteil daran hat die natürliche Farbdarstellung,<br />

die exakt an die HD-Vorgaben angeglichen<br />

wurde. Einzig die Tendenz zu abgestuften Farbübergängen<br />

verhindert hier die Höchstwertung.<br />

Kinogänger müssen sich an den etwas anderen<br />

Look der berechneten Bilder zwar gewöhnen,<br />

erleben im Gegenzug jedoch eine exzellente<br />

Detailschärfe, die bis dato einzigartig ist.<br />

1 499 Euro/1 100 Euro<br />

Blickwinkel und Bildausleuchtung<br />

mäßig<br />

Bildruckler mit Blu-rays<br />

ohne Bewegungsglättung<br />

neigt zu Kantenflimmern<br />

78 %<br />

Gut<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

22 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


AUSSTATTUNG<br />

SIEGER<br />

TESTSIEGER<br />

Allgemein<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Hersteller Philips LG Toshiba<br />

Modell 42PFL7403D 42LG6100 42ZV555D<br />

Preis/Straßenpreis 1 499 Euro/1 100 Euro 1 899 Euro/850 Euro 1 499 Euro/1 000 Euro<br />

Größe (B/H/T) 104,6 × 71,6 × 8,8 cm 103,8 × 79,8 × 4,5 cm 101 × 70 × 9,4 cm<br />

Gewicht 25,5 kg 21,3 kg 24,5 kg<br />

Informationen www.philips.de www.lge.de www.toshiba.de<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Eingänge<br />

Ausgänge<br />

Sonstige digital out (koaxial), USB digital out (optisch), RS-232, USB<br />

digital out (optisch), Subwoofer<br />

(out), Kopfhörer<br />

Merkmale<br />

DVBT-/Kabel-/Sat-Tuner / / / / /<br />

Bild-in-Bild-Darstellung<br />

EPG Einzel-/Multikanal / / /<br />

„HD-ready“/1 080p / / /<br />

TV-Typ LCD LCD LCD<br />

Auflösung 1 920 × 1080 Pixel 1 920 × 1080 Pixel 1 920 × 1080 Pixel<br />

Entspiegelte Frontscheibe kontrastoptimiert, entspiegelt kontrastoptimiert, entspiegelt kontrastoptimiert, entspiegelt<br />

Formatwahl (HDMI) eingeschränkt variabel variabel<br />

Sonstiges Lichtsensor Lichtsensor Lichtsensor<br />

Betrieb<br />

Bildformate<br />

480i/p, 576i/p, 720p,<br />

480i/p, 576i/p, 720p,<br />

480i/p, 576i/p, 720p,<br />

1080i/p, 1080p24<br />

1080i/p, 1080p24<br />

1080i/p, 1080p24<br />

100/120-Hertz<br />

Leuchtkraft 95 – 400 cd/m 2 60 – 390 cd/m 2 67 – 340 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,26 – 0,09 cd/m 2 0,3 – 0,01 cd/m 2 0,48 – 0,1 cd/m 2<br />

Gleichmäßigkeit der<br />

70 % 75 % 80 %<br />

Ausleuchtung<br />

120 Grad: 35 %<br />

120 Grad: 30 %<br />

120 Grad: 30 %<br />

Kontrastverlust Blickwinkel<br />

150 Grad: 85 %<br />

150 Grad: 75 %<br />

150 Grad: 75 %<br />

Energiekosten/Jahr * 28,15 Euro/Jahr 37,37 Euro/Jahr 36,32 Euro/Jahr<br />

Handhabung und Verarbeitung<br />

Fernbedienung gut gut befriedigend<br />

Bedienungsanleitung befriedigend ausreichend befriedigend<br />

BEWERTUNG<br />

Praxis (Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Installation sehr gut 6/7 gut 5,5/7 befriedigend 4/7<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 11/14 gut 10/14 gut 10,5/14<br />

Stand-by: 0,1 W<br />

Stand-by: 0,6 W<br />

Stand-by: 0,3 W<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb: 100–185 W 3/3 Betrieb: 77–230 W 3/3 Betrieb: 90–220 W 3/3<br />

Ausstattung gut 17,5/23 gut 18,5/23 gut 17/23<br />

Wiedergabequalität<br />

Kontrastumfang 1000 : 1 5/10 1000 : 1 5/10 750 : 1 4/10<br />

Farbdeckung<br />

In diesem Diagramm müssen alle Farben<br />

auf den vorgegebenen Punkten<br />

liegen. Befinden sie sich innerhalb<br />

des Farbdreiecks, sind die Farben<br />

ungesättigt, liegen sie außerhalb,<br />

sind die Farben übersättigt.<br />

Farbtemperatur<br />

Neutrale Darstellung ohne<br />

auffällige Verfärbungen<br />

HDMI<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Neutrale Darstellung<br />

nach Korrektur<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Komponente<br />

Komponente<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Künstliche Zyan- und Grün-darstellung,<br />

Korrektur nur fehlerhaft möglich<br />

Die mittlere Linie symbolisiert die Vorgabe<br />

von 6 500 Kelvin. Befinden sich<br />

Farben über dieser Norm, färbt sich<br />

das Bild in der entsprechenden Farbe.<br />

Links befinden sich die Schwarzbereiche,<br />

rechts die Weißbereiche – Nahezu neutral, Blaustich<br />

Nahezu neutrale<br />

dazwischen alle Graustufen.<br />

im Schwarz 9/10 Graustufen nach Abgleich 9/10<br />

Nahezu neutrale<br />

8/10<br />

Bildschärfe sehr gut 9/10 sehr gut 9/10 sehr gut 8,5/10<br />

Bild-/Tonverarbeitung gut 4/5 befriedigend 3/5 gut 4/5<br />

Sehtest gut 8/10 gut 8/10 gut 7,5/10<br />

Bildqualität gut 35/45 gut 34/45 gut 32/45<br />

Gesamt 69,5 von 89 Pkt. 68 von 89 Pkt. 63,5 von 89 Pkt.<br />

Preis/Leistung sehr gut sehr gut gut<br />

ERGEBNIS<br />

Gut Gut Gut<br />

78 % 76 % 71 %<br />

* Die Berechnung der Energiekosten erfolgt innerhalb unseres „Öko-Checks“ (Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Wer suchet, der findet<br />

Die günstigen Marktpreise der Gegenwart erlauben<br />

das eine oder andere Schnäppchen, ohne Kompromisse<br />

bei der Bilddarstellung einzugehen. So<br />

ermöglicht Toshiba eine saubere Aufbereitung von<br />

SD-Bildquellen dank feiner Schärfenachbearbeitung,<br />

sodass die Detaildarstellung durchweg passabel<br />

ausfällt. Der feuerrote LG ist ein echter Hingucker<br />

und extrem schlank. Die Bilddarstellung kann<br />

mit dem notwendigen Wissen auf ein sehr gutes<br />

Niveau angehoben werden. Das volle Potenzial<br />

loten Sie dabei nur aus, wenn Sie die Einstellungen<br />

dem jeweiligen Bildsignal gewissenhaft anpassen.<br />

Philips umgeht diese Hürde mit der insgesamt<br />

besten Bildverarbeitung im Test. Die Automatik<br />

kann zwar ebenfalls feinjustiert werden, reagiert<br />

aber vornehmlich automatisch. Dass dabei Fehler<br />

entstehen können, ist angesichts der Komplexität<br />

nachvollziehbar und in der Praxis kaum störend.<br />

Die Klangqualität der Lautsprecher ist für einen<br />

Flachbildfernseher angemessen und selbst dem<br />

guten Toshiba-Konzept leicht überlegen. LGs Klanglösung<br />

verdient hingegen nur das Prädikat „ungenügend“,<br />

denn ebenso flach wie der Fernseher ist<br />

leider auch der Ton. Die DVB-T-Integration ist sowohl<br />

bei Toshiba als auch Philips nur halbherzig gelungen.<br />

Während beim „42ZV555D“ die Bedienung<br />

umständlich ausfällt, lässt beim „42PFL7403D“ die<br />

Empfangsstärke zu wünschen übrig. Demgegenüber<br />

ist die Diashow-Fotowiedergabe des Philips<br />

gelungen und unterstreicht die gleichbleibend gute<br />

Wiedergabequalität mit allen Medien. 1<br />

LEXIKON<br />

1 080p24<br />

Bildstandard der Blu-ray Disc. Kinofilme werden<br />

mit 1 080 Bildzeilen in Vollbildern (p = progressive<br />

= Vollbilder) auf dem Datenträger gespeichert.<br />

Daraus resultiert eine Bildauflösung von zwei Millionen<br />

Bildpunkten (1 920 × 1 080 Pixel) im Bildformat<br />

16 : 9. Die Zahl 24 steht für die eingeschränkte<br />

Bildfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde, weshalb<br />

schnelle Kameraschwenks Unschärfen erzeugen<br />

bzw. zum Ruckeln neigen.<br />

Bewegungsglättung<br />

Um das Bewegungsruckeln bei Kinofilmen zu minimieren<br />

bzw. die Bildschärfe bei Kameraschwenks<br />

zu erhöhen, berechnen moderne Flachbildfernseher<br />

zusätzliche Bilder. Je nach Leistungsfähigkeit<br />

kann diese Funktion neben einer Verbesserung<br />

jedoch Artefakte und Doppelkonturen hervorrufen,<br />

weshalb die Bewegungsglättung jederzeit<br />

zu- oder abschaltbar ist. Prominente Vertreter dieser<br />

Gattung sind Philips „Natural Motion“, Sonys<br />

„Motionflow“ und Samsungs „Motion Plus“.<br />

TESTFAZIT<br />

Mit dem Philips „42PFL7403D“ erhalten<br />

Sie einen rundum gelungen Fernseher. LGs<br />

LCD-TV ist im Detail anspruchsvoller einzustellen<br />

und vergibt durch eine schlechte<br />

Tonqualität den Matchball.<br />

Christian Trozinski<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

23


test<br />

HEIMKINO<br />

LCD-FLACHBILDFERNSEHER VON TECHWOOD<br />

Wie gut ist billig?<br />

Umständlichere Lösungen<br />

sind kaum noch<br />

möglich: Das obere<br />

Steuerkreuz komplettiert<br />

das untere, die<br />

Bestätigungstaste liegt<br />

nicht im Zentrum<br />

Was darf ein Fernseher kosten, um nicht das Stigma eines Billigangebotes<br />

zu tragen? Der Anbieter Vestel vertreibt unter der Marke<br />

Techwood eine besonders günstige LCD-Baureihe, die trotz ihres geringen<br />

Preises eine vernünftige Qualität bieten soll. Wir sind dem Angebot<br />

gefolgt und waren überrascht.<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

2.2009<br />

Techwood<br />

Natus X 932<br />

TESTERGEBNIS<br />

2.2009<br />

befriedigend<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Die Eingangswahl listet<br />

die Bildquellen übersichtlich<br />

auf. HD-Signale<br />

können nicht frei im<br />

Format angepasst werden.<br />

Durch die flexible<br />

Bild-in-Bild-Darstellung<br />

sammelt der Techwood<br />

Pluspunkte<br />

TESTFAZIT<br />

Zu gut, um schlecht zu sein, und zu<br />

durchschnittlich, um gut zu sein, so<br />

könnte das zweideutige Urteil zu Techwoods<br />

LCD ausfallen. Für einen Nebenraum<br />

reicht das Gebotene jedoch aus.<br />

Christian Trozinski<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Techwood<br />

24<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft


In Sachen Verarbeitung und Haptik rangiert der<br />

32-Zoll-LCD im unteren Mittelmaß: Ein billig<br />

wirkendes Kunststoffgehäuse samt einfachem,<br />

nicht drehbarem Standfuß und eine umständliche<br />

Fernbedienung zeugen nicht von hohen Designansprüchen.<br />

Die Frontscheibe ist kaum vor Erschütterungen<br />

gesichert, denn bereits die kleinste Berührung<br />

ruft Spuren auf dem Display hervor. Das<br />

Bildmenü erweist sich als sehr schlicht, aber immerhin<br />

verständlich. Ein Handbuch fehlte bei unserem<br />

Testmodell, die gedruckte Beilage ist aber ohnehin<br />

kaum mehr als schmückendes Beiwerk. Möchten Sie<br />

den integrierten DVB-T-Empfänger nutzen, sollten<br />

Sie aktive Antennen mit separater Stromzufuhr verwenden,<br />

um die Empfangsqualität stabil zu halten.<br />

Äußerst gelungen ist die flexible Bild-in-Bild-Darstellung,<br />

die man selbst bei deutlich teureren Geräten<br />

oftmals vergeblich sucht. Neben der Fenstergröße<br />

können Sie die Platzierung und die Tonspur frei wählen,<br />

um beispielsweise in der Werbepause bequem<br />

ein kurzweiliges Videospiel anzutesten, während im<br />

Nebenfenster das TV-Programm weiterläuft.<br />

Mehr als Standard<br />

Obwohl im Techwood lediglich ein Standard-LCD-Panel<br />

seine Arbeit verrichtet und der Hersteller auf eine<br />

100-Hertz-Darstellung verzichtet, ist der Schärfeeindruck<br />

annehmbar. Als im Detail gelungen erweisen<br />

sich die vollformatige Darstellung ohne Bildbeschnitt<br />

und die Wiedergabe von Blu-rays ohne Bildruckeln.<br />

Das Kinoformat 1 080p24 verarbeitet der Fernseher<br />

im Gegensatz zur Herstellerangabe fehlerfrei, sodass<br />

der Filmabend auch mit Blu-rays gelingt. Der<br />

Kontrasteindruck und die Schwarzdarstellung gefallen.<br />

Besonders in der niedrigsten Bildhelligkeit (von<br />

drei wählbaren Stufen) gibt sich der Fernseher selbst<br />

in dunklen Räumen keine Blöße. Ein Lichtsensor<br />

hätte die manuelle Anpassung des Hintergrundlichts<br />

allerdings vereinfachen können. Die Farbwiedergabe<br />

wirkt in der wärmsten Vorgabe etwas zu kühl und<br />

vor allem Gelbtöne zeigt der LCD verblasst. Die<br />

Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen könnte<br />

genauer sein, zudem erkennen aufmerksame Augen<br />

bei geringen Sitzabständen Farbabstufungen.<br />

Eine zuschaltbare Rauschunterdrückung vermindert<br />

das Bildrauschen, sollte bei hochwertigen Bildquellen<br />

jedoch ausgeschaltet werden, um Nachzieher<br />

und Geisterbilder zu vermeiden. Nicht-HD-Quellen<br />

könnten eine höhere Detailschärfe aufweisen, allerdings<br />

reicht das Gebotene für einen Fernsehabend<br />

vollkommen aus. Die Lautsprecherkonstruktion liefert<br />

keine angemessene Klangqualität.<br />

Zweitfernseher<br />

Techwoods 32-Zoll-LCD ist weder modern ausgestattet<br />

noch penibel verarbeitet. Dennoch erweist<br />

sich das Gesamtkonzept als brauchbar, denn in<br />

Anbetracht des niedrigen Verkaufspreises geht die<br />

Bildqualität in Ordnung. Zusatzfunktionen wie die<br />

Bild-in-Bild-Darstellung runden das Sparpaket gelungen<br />

ab, sodass der „Natus X 932“ als Zweitoder<br />

Drittfernseher durchaus seine Berechtigung<br />

besitzt. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Techwood<br />

Modell Natus X 932<br />

Preis/Straßenpreis<br />

499 Euro/–<br />

Größe (B/H/T)<br />

77,6 × 56,7 × 10 cm<br />

Gewicht<br />

11,6 kg<br />

Informationen<br />

www.techwood.de<br />

Anschlüsse<br />

Eingänge<br />

Ausgänge<br />

Sonstige<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

optisch und koaxial (out),<br />

Kopfhörer<br />

Merkmale<br />

DVBT-/Kabel-/Sat-Tuner / /<br />

Bild-in-Bild-Darstellung<br />

EPG Einzel-/Multikanal /<br />

„HD-ready“/1 080p /<br />

TV-Typ<br />

LCD<br />

Auflösung<br />

1 366 × 768 Pixel<br />

Entspiegelte Frontscheibe<br />

kontrastoptimiert, entspiegelt<br />

Seitenverhältnis (HDMI)<br />

eingeschränkt<br />

Betrieb<br />

Bildformate<br />

480i/p, 576i/p, 720p, 1080i/p,<br />

1080p24<br />

100/120-Hertz<br />

Leuchtkraft 70 – 230 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,18 – 0,04 cd/m 2<br />

Gleichmäßigkeit der<br />

80 %<br />

Ausleuchtung<br />

120 Grad: 20 %<br />

Kontrastverlust Blickwinkel<br />

150 Grad: 70 %<br />

Energiekosten/Jahr *<br />

21,07 Euro/Jahr<br />

Handhabung und Verarbeitung<br />

Fernbedienung<br />

ausreichend<br />

Bedienungsanleitung<br />

ausreichend<br />

BEWERTUNG<br />

Praxis (Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Installation ausreichend 3/7<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 9,5/14<br />

Stand-by: 0,9 W<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb: 58 – 100 W 3/3<br />

Ausstattung ausreichend 12/23<br />

Wiedergabequalität<br />

Kontrastumfang 1000 : 1 5/10<br />

Farbdeckung<br />

In diesem Diagramm müssen alle Farben<br />

auf den vorgegebenen Punkten<br />

liegen. Befinden sie sich innerhalb<br />

des Farbdreiecks, sind die Farben<br />

ungesättigt, liegen sie außerhalb,<br />

sind die Farben übersättigt.<br />

Farbtemperatur<br />

Die mittlere Linie symbolisiert die Vorgabe<br />

von 6 500 Kelvin. Befinden sich<br />

Farben über dieser Norm, färbt sich<br />

das Bild in der entsprechenden Farbe.<br />

Links befinden sich die Schwarzbereiche,<br />

rechts die Weißbereiche –<br />

dazwischen alle Graustufen.<br />

Grünpunkt leicht verschoben, Zyan<br />

über-, Gelb untersättigt<br />

Trotz warmer Voreinstellung<br />

sichtbare Blaufärbung 7,5/10<br />

Bildschärfe gut 7,5/10<br />

Bildverarbeitung ausreichend 1,5/5<br />

Sehtest befriedigend 6,5/10<br />

Bildqualität befriedigend 28/45<br />

Gesamt<br />

52,5 von 89 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

59 %<br />

Befriedigend<br />

* Die Berechnung der Energiekosten erfolgt innerhalb unseres „Öko-Checks“<br />

(Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Anzeige<br />

www.hdplustv.de<br />

Die<br />

Website<br />

für das<br />

bessere<br />

Fernsehen<br />

www.hdplustv.de


test<br />

HEIMKINO<br />

DVD-PLAYER „DV-983H“ VON OPPO<br />

Oppo<br />

DV-983H<br />

TESTERGEBNIS<br />

Masse mit Klasse aus Schweden<br />

gut<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

2.2009<br />

Mit seinem Topmodell versucht das in Schweden ansässige Unternehmen<br />

Oppo, ein extrem umfangreiches Luxuspaket abzuliefern und lässt<br />

dabei kein Feature aus. Mehr Ausstattung kann ein Player kaum noch<br />

bieten.<br />

Bereits der „DV-981HD“ konnte mit gut<br />

implementiertem Videochip und reichhaltiger<br />

Ausstattung auftrumpfen. Der<br />

große Bruder setzt noch mal eins drauf und<br />

kommt mit hochwertigster Technik daher. So<br />

führen zwei VRS-Chips (Video Reference Series)<br />

der Firma Anchor Bay (AB) alle aufwendigen<br />

Videoprozesse durch.<br />

Technikverliebt<br />

Der Oppo richtet sich vor allem an Technikenthusiasten,<br />

die viele Justierungen vornehmen<br />

möchten. Von der Schärfe bis hin zum festen<br />

Zahlentasten sowie<br />

den Ton betreffende<br />

Funktionen sind oben<br />

angeordnet<br />

Mittig befinden sich die<br />

Navigationstasten sowie<br />

einige DVD-Funktionen<br />

Die primäre DVD-Steuerung,<br />

darunter „Play“<br />

und „Skip“, könnte<br />

etwas größer sein, die<br />

Druckpunkte sind jedoch<br />

gut<br />

TESTFAZIT<br />

Oppo zeigt mit dem „DV-983H“ einen<br />

sehr potenten DVD-Spieler, der kein<br />

Feature vermissen lässt. Der Preis ist<br />

mit 388 Euro aber ebenfalls sehr üppig<br />

dimensioniert.<br />

Florian Kriegel<br />

De-Interlacing-Mode lassen sich alle erdenklichen<br />

Eingriffe vornehmen, leider nicht immer<br />

mit ausreichend vielen Zwischenschritten. Das<br />

gut arbeitende Upscaling bis 1 080p kann durch<br />

einen Knopfdruck vorgenommen werden. Je<br />

nach abgespielter DVD sind die Ergebnisse dabei<br />

vorbildlich. Die Lösung von AB findet auch<br />

bei deutlich teureren Scalern Verwendung. So<br />

kommt diese Kombination selbst mit kritischen<br />

Testsequenzen zurecht und zeigt fast immer<br />

flimmerfreie und saubere Bilder. Die volle Leistung<br />

bringt das Gerät nur am HDMI-Ausgang,<br />

der aber ohnehin einer analogen Verbindung<br />

vorgezogen werden sollte, da der Hersteller<br />

seine Player für HDMI optimiert. Der „DV-983H“<br />

ist zudem in der Lage, alle Formate, darunter<br />

auch SACD und DVD-Audio, zu nutzen und<br />

diese optional am analogen 7.1-Ausgang auszugeben.<br />

Dieser ist wie alle Anschlüsse vergoldet.<br />

Außerdem nimmt das Modell HD-JPEG- sowie<br />

DivX- und WMA-Audio-Dateien entgegen.<br />

Schmuckstück<br />

Schließlich kann auch die optische Aufmachung<br />

des Geräts begeistern. Schwarzes, gebürstetes<br />

Aluminium ziert die edle Frontpartie, die zudem<br />

eine sehr stabile Laufwerkslade beherbergt.<br />

Schade, dass die Menüoberfläche nicht mit<br />

diesem aufwendigen Design mithalten kann,<br />

sie wirkt hoffnungslos veraltet. Die Fernbedienung<br />

ermöglicht den schnellen Zugriff auf<br />

typische Funktionen, liegt gut in der Hand und<br />

besitzt einen angenehmen Druckpunkt. Beim<br />

Verbrauch leistet sich das Gerät dann jedoch<br />

Ausrutscher und verbraucht wie sein kleinerer<br />

Kollege deutlich zu viel Strom im Stand-by (2,4<br />

Watt) sowie nahezu 15 Watt im Betrieb. Trotz<br />

alledem kann das Gesamtpaket überzeugen.<br />

Dieses fällt zwar recht teuer aus, ist seinen<br />

Preis aufgrund des technischen Innenlebens<br />

aber auf jeden Fall wert. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Größe (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

digitales Video<br />

Der „DV-983H“ besitzt alle erdenklichen Anschlüsse vom 7.1-Ausgang bis hin zu USB und HDMI<br />

RGB<br />

YUV<br />

FBAS<br />

S-Video<br />

HDMI<br />

Scart<br />

Oppo<br />

DV-983H<br />

388 Euro/–<br />

430 × 267 × 53 mm<br />

2,8 kg<br />

www.opposhop.com<br />

Ausgänge<br />

Cinch<br />

digitales Audio (koaxial/optisch) /<br />

Sonstige<br />

Video-Signalarten<br />

S-Video<br />

Analog 7.1ch Audio, USB<br />

576i/p, 720p, 1 080i/p<br />

Formate<br />

DVD-Video/-Audio/SACD / /<br />

DVD-R/DVD-RW /<br />

CD-R/CD-RW /<br />

SVCD/VCD /<br />

DivX/MPEG-4 /<br />

MP3/WMA /<br />

JPEG/Picture-CD /<br />

Sonstiges<br />

DD/DTS/PLII-Decoder / /<br />

Layerwechsel<br />

unauffällig<br />

Energiekosten/Jahr*<br />

8,08 Euro<br />

Handhabung und Verarbeitung<br />

Fernbedienung<br />

gut<br />

Bedienunsanleitung<br />

gut<br />

BEWERTUNG<br />

Praxis (Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Installation ausgezeichnet 7/7<br />

Bedienung ausgezeichnet 5,5/6<br />

Stand-by: 2,4 W<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb: 14,8 W 1/3<br />

Ausstattung gut 30/39<br />

Wiedergabequalität<br />

Sehtest (analoger Ausgang) gut 14,5/20<br />

Skalierung ausgezeichnet 7/7<br />

Vollbildkonvertierung ausgezeichnet 7/7<br />

Bildverbesserer ausgezeichnet 4/4<br />

Bildqualität sehr gut 32,5/38<br />

Gesamt<br />

75 von 90 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

83 %<br />

* Die Berechnung der Energiekosten erfolgt innerhalb unseres „Öko-Checks“<br />

(Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Gut<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Oppo<br />

26 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft


TOTAL <strong>DIGITAL</strong>!<br />

Die optimale Kaufberatung für die neue digitale Unterhaltungselektronik<br />

2.2009 April/Mai D: 3,99 €<br />

184 TESTS<br />

LESERUMFRAGE<br />

Gewinnen Sie Preise im<br />

Wert von über<br />

11 000 Euro ab Seite 13<br />

KLANGWELTEN<br />

Drei AV-Receiver mit HD-<br />

Decoder im Vergleich ab Seite 48<br />

A: 4,80 €<br />

BeNeLux:<br />

4,80 €<br />

1.2009 Februar/März D: 3,99 €<br />

184 TESTS<br />

IPOD TOUCH 2G<br />

Apple-Trendsetter vs.<br />

Cowon „S9“ ab Seite 65<br />

A: 4,80 €<br />

BeNeLux:<br />

4,80 €<br />

I: 5,60 €<br />

E: 5,60 €<br />

HEISSE TECHNIK<br />

FÜR KALTE TAGE<br />

CH: sfr 7,90<br />

www.digital-tested.de<br />

37 Zoll und 40 Zoll – LCD, LED und 200Hz getestet ab Seite 16<br />

BLU-RAY-SETS<br />

Komplettanlagen von<br />

2.1 bis 7.1 im Vergleich ab Seite 25<br />

FLAGGSCHIFF<br />

Onkyos Alleskönner<br />

„TX-SR876“ im Test ab Seite 50<br />

+ OLED: TV der Zukunft? + Workshop: TV-Feintuning + Bose-Sounddock + Blu-ray-Player +<br />

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I: 5,60 €<br />

E: 5,60 €<br />

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CH: sfr 7,90<br />

Neue HD-Modelle 2009 in<br />

der Übersicht ab Seite 10<br />

ENTERTAINMENT PUR<br />

Filmhits, Klassiker und aktuelle Blockbuster<br />

auf DVD und Blu-ray ab Seite 70<br />

GALAKTISCH!<br />

42-Zoll-LCDs von Toshiba, Philips und LG ab Seite 19<br />

Multimedial<br />

Aktuelle Media-Player von<br />

Samsung und Sony ab Seite 66<br />

HDTV-Camcorder<br />

+ Technik-Highlights 2009 + Workshop: Einmesssysteme + Dreambox „8000“ im Test +<br />

FOCAL DÔME<br />

Sound aus Frankreich<br />

ab Seite 58<br />

23.02.2009 13:31:58 Uhr<br />

BLU-RAY-VORABTEST<br />

Die Winterkracher „Hellboy II“ und<br />

„Wanted“ im Test ab Seite 80<br />

HD-CAMCORDER<br />

Canon „HF11“ und<br />

Sanyo „HD1010“<br />

im Check ab Seite 44<br />

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Bankleitzahl<br />

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Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung ohne Begründung bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH,<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig per Post oder Fax widerrufen kann. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />

Datum, Unterschrift<br />

Einfach ausschneiden, ausfüllen und per Fax an 0341 14955-11 oder mit der Post senden.


test<br />

HEIMKINO<br />

LCD-PROJEKTOR MITSUBISHI „HC7000“<br />

Flüsterleises Kino<br />

Heimkinoprojektoren schrecken<br />

durch die meist umständliche<br />

Aufstellung, eine geringe<br />

Lampenlaufzeit und laute<br />

Lüftergeräusche viele<br />

Anwender ab. Mitsubishi<br />

beweist mit dem „HC7000“,<br />

dass es auch anders geht.<br />

Sämtlichen Eingängen<br />

wurden eigene Tasten<br />

spendiert. Maximal<br />

drei verschiedene Bildeinstellungen<br />

können<br />

Sie abspeichern. Die<br />

Hintergrundbeleuchtung<br />

sichert jederzeit den<br />

Durchblick<br />

Mit der motorisierten<br />

Optik richten Sie das<br />

Bild per Fernbedienung<br />

aus und optimieren die<br />

Schärfe direkt an der<br />

Leinwand. Wichtige Optionen<br />

sind auf Knopfdruck<br />

abrufbar<br />

TESTFAZIT<br />

Der Mitsubishi „HC7000“ kommt dem<br />

Ideal eines Wohnzimmerprojektors<br />

sehr nahe, mit einer besseren Kontrast-<br />

und Bewegungsschärfedarstellung<br />

wäre er perfekt.<br />

Christian Trozinski<br />

Im Gegensatz zum unscheinbaren, aber<br />

leicht altbackenen Design des Vorgängers<br />

„HC6000“ schenkte Mitsubishi seinem<br />

neuen Schützling ein edles Schwarzblau-Metallic-Gehäuse<br />

und senkte zusätzlich das Betriebsgeräusch.<br />

Im Stromsparmodus ist der<br />

„HC7000“ derart leise, dass er selbst knapp<br />

über den Köpfen der Zuschauer kaum noch<br />

wahrnehmbar ist. Mit rund 17 dB ist der Full-<br />

HD-Beamer das leiseste Modell am Markt und<br />

somit selbst in ruhigen Filmszenen kaum noch<br />

wahrzunehmen.<br />

Bei den Anschlüssen wurde hinsichtlich der<br />

Anzahl gegeizt: Dennoch, mit zwei HDMI- und<br />

einer PC- sowie Komponentenschnittstelle,<br />

sollten vom Blu-ray-Player bis zur Spielkonsole<br />

alle Geräte Anschluss finden. Während<br />

zwei Standfüße an der Vorderseite eine exakte<br />

Justierung ermöglichen, befindet sich an<br />

der Rückseite nur ein zentriert angebrachter<br />

Kunststofffuß. Weitaus eleganter erscheint die<br />

vollständig motorisierte Optik.<br />

Per Fernbedienung richten Sie das Bild in Lage,<br />

Größe und Bildschärfe exakt auf Ihre Bedürfnisse<br />

ein. Dabei sollte die leicht nach links<br />

positionierte Optik und der nur kleine horizontale<br />

Spielraum derselben mittels Lens-Shift<br />

beachtet werden, um am Ende nicht unfreiwillig<br />

das Bild neben die Leinwand zu projizieren.<br />

Vertikal können Sie das Bild um mehr als eine<br />

Bildhöhe verschieben. Mit einem variablen<br />

Projektionsabstand zwischen 2,8 und 4,5 Metern<br />

bei einer Leinwandbreite von zwei Metern<br />

ist der Mitsubishi ideal für kleinere Räume<br />

geeignet.<br />

Penibel eingestellt<br />

Bereits in der Grundeinstellung zeigt der<br />

„HC7000“ einen äußerst exakten und gewissenhaften<br />

Bildabgleich. Die Farbtemperatur bietet<br />

in der Voreinstellung „Standard“ annähernd<br />

neutrale Graustufen, richtig perfekt wird das<br />

Ergebnis durch die leicht zu bedienenden Helligkeits-<br />

und Kontrastregler. Von den typischen<br />

Verfärbungen durch unsauber ausgerichtete<br />

Farbfilter bleiben Sie beim „HC7000“ fast<br />

vollständig verschont. Nur in sehr kritischen<br />

Szenen konnten wir einen leichten Zyan-Magenta-Schimmer<br />

in Schwarz-Weiß-Sequenzen<br />

erkennen. Für Heimkinobesitzer besonders<br />

wichtig ist die vollformatige Darstellung ohne<br />

Bildbeschnitt und die korrekte Bildverzerrung<br />

bei Verwendung einer Vorsatzoptik. Beide Anforderungen<br />

erfüllt der „HC7000“ ebenso mit Bravour<br />

wie die exakte Abstimmung auf optionale<br />

Farbfilter.<br />

Bildzauberer<br />

Obwohl der „HC7000“ messtechnisch keine<br />

Kontrastvorteile im Vergleich zu seinen direkten<br />

Mitbewerbern verbuchen kann, setzt<br />

er sich bei subjektiver Betrachtung dennoch<br />

vom Rest des Feldes ab. Der Trick der augenscheinlich<br />

guten Bildtiefe wird durch eine<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Mitsubishi, Stock.xchng<br />

28<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Echtzeitblende erzeugt, die hervorragend den<br />

unterschiedlichen Bildhelligkeiten Rechnung<br />

trägt. Dunkle Bildinhalte erscheinen mittels<br />

zugezogener Blende annähernd schwarz und<br />

der oftmals anzutreffende Grauschleier ist fast<br />

vollständig eliminiert. Bei vielen Leuchtpunkten<br />

öffnet sich die Blende und der Projektor<br />

erzeugt ausreichend helle Aufnahmen.<br />

Die „Lichtschleuse“<br />

arbeitet dabei so unauffällig,<br />

dass wir<br />

die wechselnde<br />

Bildhelligkeit im<br />

Filmbetrieb nur selten<br />

als störend empfanden.<br />

Neben den<br />

unterschiedlichen Automatikeinstellungen<br />

der Blende wäre eine variable<br />

Festeinstellung für<br />

die Zukunft dennoch wünschenswert.<br />

Durch die Optimierung<br />

der dunklen Bildinhalte<br />

verliert der Projektor einen Großteil<br />

seiner insgesamt eher eingeschränkten<br />

Maximalhelligkeit. Schließt sich die Blende,<br />

fällt die Leuchtkraft auf bis zu zehn Prozent,<br />

wodurch den Bildern letztendlich die Brillanz<br />

fehlt. Die Leinwandbreite sollte deshalb nicht<br />

zu groß gewählt werden bzw. der Reflexionsfaktor<br />

über 1,0 liegen. Der integrierte Bildchip<br />

mit den markanten Buchstaben HQV zeigt<br />

auch im LCD-Projektor von Mitsubishi sein<br />

ganzes Können. So erscheinen DVDs und zugespieltes<br />

Programmmaterial in Halbbildern<br />

ohne Kantenflimmern und mit einer guten<br />

Bildschärfe. Die Bildelektronik erlaubt zwar<br />

nahezu keine manuellen Eingriffe und die optionalen<br />

Rauschfilter sind nicht auf HD-Quellen<br />

anwendbar, der Gesamteindruck wirkt aber<br />

mit allen Zuspielern ausgereift. Die Optik samt<br />

der resultierenden Bildschärfe ist für einen 3-<br />

Chip-LCD-Projektor einmalig. Wurde das Bild<br />

exakt eingerichtet, erkennt man auch wenige<br />

Zentimeter vor der Leinwand nur minimale<br />

Farbsäume. Selbst die Randbereiche zeigen<br />

eine exzellente Schärfe. Einen Dämpfer erhält<br />

die Makellosigkeit lediglich aufgrund der<br />

durchschnittlichen Bewegungsschärfe. Durch<br />

den Verzicht auf eine 100-Hertz-Darstellung<br />

verspielt der „HC7000“ hier den sicher geglaubten<br />

Vorsprung. Erweist sich die neutrale<br />

Graustufendarstellung als Balsam für Filmfreunde,<br />

gelang Mitsubishi die Anpassung<br />

der Farben erneut nicht exakt. Rot-, Gelb- und<br />

Grüntöne weichen vom vorgegebenen Farbraum<br />

ab, zudem unterliegen die Farbtöne keinem<br />

Standard. Unter Zuhilfenahme des Farbreglers<br />

können Übersättigungen zwar gemindert<br />

werden, jedoch wirken einzelne Farben<br />

dann etwas zu leuchtschwach, sodass am<br />

Ende nur ein Kompromiss möglich ist.<br />

LCD-König<br />

Neue Standards vermag Mitsubishi bei der<br />

Leuchtkraft zwar nicht zu setzen und die Abstimmung<br />

des Farbraums könnte exakter sein,<br />

da die meisten Einschränkungen aber nur im<br />

Vergleich sichtbar sind und die intelligente<br />

Blende ihren Teil zum tollen Gesamteindruck<br />

beiträgt, dürfen diese Nachteile als Kritik auf<br />

höchstem Niveau verstanden werden. Dank<br />

eines der bislang besten Gesamtpakete im<br />

Projektionsbereich und der insgesamt überzeugendsten<br />

Bilddarstellung im LCD-Segment<br />

spielt der „HC7000“ preisklassenunabhängig<br />

ganz oben mit. Die vergleichsweise hohen<br />

Anschaffungskosten werden durch eine Fachhändler-Gratisbeilage,<br />

die „Der Pate“-Trilogie<br />

auf Blu-ray, ausreichend versüßt. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Größe (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Eingänge<br />

Ausgänge<br />

Sonstige<br />

ausgewogene Bilddarstellung,<br />

guter Schwarzwert<br />

HDMI<br />

Mitsubishi<br />

HC7000<br />

3 499 Euro/–<br />

427 × 159 × 440 mm<br />

7,5 kg<br />

www.mitsubishi-evs.de<br />

Komponente<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Cinch Video, RS232,<br />

12-Volt-Ausgang<br />

Merkmale<br />

Beamer-Typ<br />

LCD<br />

„HD ready“/1 080p /<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1080 Pixel<br />

Formatwahl (HDMI)<br />

variabel (Cinemascope-<br />

Verzerrung möglich)<br />

Lens-Shift<br />

Projektionsabstand<br />

2,8 × 4,5 m<br />

(2-m-Leinwand)<br />

Lampenlaufzeit<br />

max. 5000 h<br />

Sonstiges<br />

motorisierte Optik<br />

Betrieb<br />

Bildformate 480i/p, 576i/p, 720p,<br />

1080i/p/p24<br />

100/120-Hertz<br />

Leuchtkraft 12 – 115 cd/m 2<br />

Schwarzwert < 0,01 – 0,1 cd/m 2<br />

Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung 80 %<br />

Empfohlene Bildbreite<br />

1,6 – 2,2 m<br />

Handhabung und Verarbeitung<br />

Fernbedienung<br />

gut<br />

Bedienungsanleitung<br />

befriedigend<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

motorisierte Optik<br />

hoher Stand-by-Verbrauch<br />

sehr leise<br />

Gesamthelligkeit und Bildkontrast<br />

begrenzt<br />

abnehmende Bildschärfe bei<br />

Bewegungen<br />

BEWERTUNG<br />

Praxis<br />

Installation gut 7,5/10<br />

Benutzerfreundlichkeit befriedigend 8/12<br />

Stand-by: 6,7 W<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb: 175–205 W 0/3<br />

Ausstattung sehr gut 17/20<br />

Wiedergabequalität<br />

Kontrastumfang 750 : 1 4,5/10<br />

Farbdeckung<br />

In diesem Diagramm müssen alle Farben<br />

auf den vorgegebenen Punkten<br />

liegen. Befinden sie sich innerhalb<br />

des Farbdreiecks, sind die Farben<br />

ungesättigt, liegen sie außerhalb,<br />

sind die Farben übersättigt.<br />

Farbtemperatur<br />

Abweichende Farbwerte im Rot-, Grün- und<br />

Gelbsegment lassen Präzision Vermissen<br />

Gelungenes Design: Anschlüsse und Kabel treten durch das weit nach hinten gezogene Gehäuse aus dem<br />

Blickfeld. Oberhalb der Power- und Statusanzeige hat Mitsubishi ein unscheinbar Tastenfeld integriert<br />

gut<br />

Mitsubishi<br />

HC7000<br />

TESTERGEBNIS<br />

2.2009<br />

befriedigend<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Die mittlere Linie symbolisiert die Vorgabe<br />

von 6 500 Kelvin. Befinden sich<br />

Farben über dieser Norm, färbt sich<br />

das Bild in der entsprechenden Farbe.<br />

Links befinden sich die Schwarzbereiche,<br />

rechts die Weißbereiche –<br />

dazwischen alle Graustufen.<br />

nahezu grau, kaum Shading<br />

9/10<br />

Bildschärfe sehr gut 8,5/10<br />

Bildverarbeitung gut 4/5<br />

Sehtest sehr gut 8,5/10<br />

Bildqualität gut 34,5/45<br />

Gesamt<br />

67 von 87 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

befriedigend<br />

ERGEBNIS<br />

77 %<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

29


test<br />

HEIMKINO<br />

gut<br />

Samsung<br />

HT-TX715<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

2.2009<br />

AUF VOLLSTÄNDIGKEIT GEPRÜFT: SAMSUNGS HEIMKINOSYSTEM „HT-TX715“<br />

Säulen der Zukunft<br />

Um das eigene Wohnzimmer schnell zum Heimkino hochzurüsten, bieten bekannte Hersteller vollständige<br />

5.1-Systeme aus DVD-Player, Subwoofer und den dazugehörigen Lautsprechern an. <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> hat das<br />

„HT-TX715“-Set von Samsung begutachtet. Fazit: Eine flinke, problemlose Variante.<br />

Die Fernbedienung samt<br />

Ziffernblock lässt die<br />

Steuerung mehrerer<br />

Geräte zu<br />

Die üblichen Bedienelemente.<br />

Leider sind<br />

die Druckpunkte und<br />

das Steuerkreuz sehr<br />

schwamming<br />

Viele Punkte, die wir<br />

eigentlich im Menü<br />

erwartet hätten, liegen<br />

lediglich als Tasten vor.<br />

Nicht immer vorteilhaft<br />

Der südkoreanische Hersteller schnürt<br />

ein pralles Paket. Die Heimkinoanlage<br />

„HT-TX715“ entspricht dem aktuellen<br />

Crystal-Design-Konzept, d. h., sie hat<br />

schimmernde Oberflächen sowie elegante,<br />

leicht futuristische Formen. Das edle Finish<br />

passt sich modernen Inneneinrichtungen gut<br />

an. Optischer Blickfang ist die zentrale Head<br />

Unit mit DVD-Player. Sicherlich kein Teil zum<br />

Verstecken. Das Gehäuse zeigt dank breiter<br />

Frontseite direkt in den Raum und richtet sich<br />

in puncto Ästhetik an Fans fortschrittlichschnittiger<br />

Lösungen. Beim Sichttest lässt das<br />

schwarze Objekt tadellose Verarbeitung und<br />

diskrete Steuerungstasten erkennen. Das Display<br />

leuchtet in überdimensioniertem, aber<br />

perfekt lesbarem Rot und kann außerdem gedimmt<br />

werden. Hinter der Fassade steckt ein<br />

Upscaling-DVD-Player (bis 1080p) samt den<br />

konventionellen Schnittstellen. Neben dem<br />

Komponenteneingang existieren ein HDMI-<br />

Ausgang, ein 2-Kanal-Analog-Cinch-Stereoeingang,<br />

ein digitaler optischer Eingang und<br />

die passenden Systemanschlüsse für das<br />

Lautsprechersystem. Optimal für die erste Installation:<br />

Kabel und Steckplatz sind farblich<br />

gekennzeichnet. Sofern auf die beiliegenden<br />

Kabel, die normalen Ansprüchen genügen, verzichtet<br />

werden soll, kann optional eine drahtlose<br />

Variante ausprobiert werden. Dazu sind<br />

separat erhältliche Adapter notwendig. Wer<br />

Radio hören möchte, verwendet den vorhandenen<br />

Antenneneingang – integriert wurde ein<br />

UKW-Tuner mit 15 Senderplätzen. Zusätzlich<br />

gibt’s Bluetooth und einen USB-2.0-Zugang.<br />

Maximale Leistung<br />

Für die erforderliche Leistung sorgen üppige<br />

800 Watt (RMS) Gesamtausgangsleistung. Als<br />

Decoder stehen die üblichen 5.1-Verdächtigen<br />

zur Verfügung: Dolby Digital, DTS und Dolby<br />

Pro Logic II. Der DVD-Player überzeugt beim<br />

Testlauf durch rasche Einlesezeiten sowie relativ<br />

leise Betriebsgeräusche. Negativ fällt<br />

die mangelhafte Fehlerkorrektur auf. Schon<br />

kleinere Kratzer stören den Ablauf. Im Bezug<br />

auf Formate agiert das Gerät hingegen<br />

auf hohem Level. Das Standardrepertoire an<br />

DVDs und CDs (inklusive der wiederbeschreibbaren<br />

Exemplare) erweitert Samsung durch<br />

DVD-Audio, VCD sowie DivX. Überdies sind<br />

MP3s, WMA und JPEG abspielbar. Wie schon<br />

erwähnt, besitzt der Player eine ausgereifte<br />

De-Interlacing/Scaling-Technologie, weshalb<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

30 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


TESTFAZIT<br />

Für alle, die ihr Heimkino gut, günstig<br />

und unkompliziert ausstatten wollen,<br />

bietet Samsungs „HT-TX715“ eine<br />

exzellente Lösung. Upscaling-Technologie<br />

und starker Sound überzeugen.<br />

Mario Hess<br />

Gut und günstig: Samsung präsentiert einen DVD-Player und ein<br />

5.1-System als Kombipaket<br />

die Signalausgabe in 576p, 720p, 1 080i und<br />

1 080p gelingt. Visuell entspricht das Bild bei<br />

maximaler Auflösung gehobenen Ansprüchen.<br />

Die Farbwiedergabe ist intensiv, wobei dunkle<br />

Flächen etwas milchig wirken. Der Test mit dem<br />

DVD-Referenzmaterial von „Transformers“ zeigt<br />

generell plastische Detailaufnahmen und hohe<br />

Kontrastwerte. Eher durchschnittlich reagiert<br />

das De-Interlacing, Nachzieheffekte sind in<br />

geringem Ausmaß immer vorhanden. Schnelle<br />

Bewegungen führen zur Treppenbildung und zu<br />

minimalen Bewegungsunschärfen bei normalerweise<br />

sehr scharfer Darstellung. Wenn die<br />

Roboter während der finalen Schlacht ständig<br />

ineinanderkrachen und „transformieren“, verziehen<br />

sich deshalb mitunter die Konturen.<br />

Alles in allem halten sich solche Aussetzer<br />

aber in Grenzen. Schon die Wüstenlandschaft<br />

im Film „Die Mumie“ sorgt für erstaunte Gesichter,<br />

da der dort gezeigte Sand häufig nur<br />

als wabernde Fläche erscheint. Der Samsung-<br />

Player zeigt ein ruhiges, klar strukturiertes<br />

Bild. Wohlgemerkt alles bei 1 920 × 1 080 Pixeln,<br />

niedrigere Einstellungen lassen das Bild grobkörnig<br />

aussehen. Insgesamt ist der Eindruck<br />

jedoch sehr zufriedenstellend.<br />

Wuchtige Bässe<br />

Ein Hauptaugenmerk des 5.1-Komplettsets<br />

liegt selbstverständlich auf den beigefügten<br />

Lautsprechern. Das Ensemble des „HT-TX715“<br />

geht dabei klanglich routinierte Wege, jedoch<br />

fehlt die letzte, bestechende Brillanz. Sämtliche<br />

Säulen bieten während der Filmwiedergabe<br />

eine ausgewogene, detailreiche Ausgabe<br />

sowie einen gut abgestimmten Grundtonbereich.<br />

Aufgrund der schlanken Bauweise dürfen<br />

die Säulen ihre Stärken zusätzlich im hohen<br />

Tonspektrum ausspielen. Dort wirken die Abstufungen<br />

präzise, die gesamte Soundstruktur<br />

ist harmonisch. Tiefe Töne hinterlassen hingegen<br />

einen gepressten Eindruck. Überhaupt<br />

neigen die Boxen zu einer klaren, distanzierten,<br />

aber nichtsdestotrotz wuchtigen Akustik.<br />

Atmosphäre wird bisweilen durch immenses<br />

Lautstärkevolumen ersetzt. Jenem Beispiel<br />

folgt auch der Subwoofer. Die Bässe wummern<br />

kräftig und druckvoll, bleiben aber unspektakulär.<br />

Dieser mangelnde Facettenreichtum<br />

dürfte indes nur extreme Puristen stören. In<br />

dieser Preiskategorie gehört das Set samt<br />

ordentlichem Center zur hörenswerten Oberklasse.<br />

Letzteres gilt ebenso für Musikliebhaber.<br />

Stimmige Dynamik sowie weitgehend<br />

wohlproportionierter Surround-Klang ohne<br />

stärkere Halleffekte bestimmen den Höreindruck.<br />

Einschränkend bleibt zu sagen, dass<br />

Klassikfreunde etwas schlechter als Pop- oder<br />

Hip-Hop-Fans bedient werden.<br />

Einmesssystem<br />

Vor dem abschließenden Fazit noch ein Wort<br />

zur Fernbedienung. Jene liegt zwar angenehm<br />

in der Hand, ist jedoch etwas überdimensioniert<br />

und nicht immer einfach handhabbar.<br />

Manche Einstellung, die wir im normalen (übersichtlichen,<br />

aber kargen) Menü des Players erwartet<br />

hätten, liegt als Button vor – aktivierbar<br />

durch längeres Drücken. Immerhin kann der<br />

Nutzer der Fernbedienung weitere Funktionen<br />

(wie z. B. den Fernseher) einprogrammieren.<br />

Praktischerweise gehört ein solides Einmesssystem<br />

zum Lieferumfang. So kann der Heimkinospaß<br />

nach kurzer Aufbauphase losgehen.<br />

Denn Spaß macht das „HT-TX715“ sicherlich.<br />

Für eine überschaubare Summe erhält der<br />

Käufer ein schnörkelloses Komplettsystem.<br />

Klangstark, bildtechnisch ansprechend und<br />

progressiv designt. Wer ein Sorglos-Paket<br />

braucht: Voilà, hier ist es! 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Größe (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

digitales Video<br />

RGB<br />

YUV<br />

FBAS<br />

S-Video<br />

HDMI<br />

Samsung<br />

HT-TX715<br />

769 Euro/469 Euro<br />

449,6 × 251,5 × 99,1 mm<br />

4,2 kg<br />

www.samsung.de<br />

Scart<br />

Ausgänge<br />

Cinch<br />

digitales Audio (koaxial/optisch) /<br />

Sonstige<br />

Videosignalarten<br />

S-Video<br />

Cinch 2ch Audio-Eingang, USB,<br />

FM-Antenne, Bluetooth<br />

576p, 720p, 1 080i/p<br />

Formate<br />

DVD-Video/-Audio/SACD / /<br />

DVD-R/DVD-RW /<br />

CD-R/CD-RW /<br />

SVCD/VCD /<br />

DivX/MPEG-4 /<br />

MP3/WMA /<br />

JPEG/Picture-CD /<br />

Sonstiges<br />

DD/DTS/PLII-Decoder / /<br />

Layerwechsel<br />

unauffällig<br />

Lautsprechersystem 5.1<br />

Energiekosten/Jahr*<br />

11,05 Euro/Jahr<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

günstiger Straßenpreis<br />

gutes 1080p-Upscaling<br />

mäßiges De-Interlacing<br />

dürftige DVD-Fehlerkorrektur<br />

wuchtiger Klang<br />

BEWERTUNG<br />

Praxis (Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 18/25<br />

Stand-by: 34,8 W<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb: 0,8 W 3/3<br />

Ausstattung sehr gut 18,5/22<br />

Wiedergabequalität<br />

Farbabweichung sehr gut 6/7<br />

Skalierung sehr gut 6/7<br />

Vollbildkonvertierung gut 5/7<br />

Bildverbesserer befriedigend 2/4<br />

Bildqualität gut 19/25<br />

Bildqualität gut 11/15<br />

Gesamt<br />

66,5 von 87 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

76 %<br />

* Die Berechnung der Energiekosten erfolgt innerhalb unseres „Öko-Checks“<br />

(Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

31


test<br />

HEIMKINO<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

2.2009<br />

sehr gut<br />

Dream Multimedia<br />

DM 8000<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

NEUE DREAMBOX „DM 8000“ IM TEST<br />

Das Warten hat ein Ende<br />

Eine allgemeingültige Redewendung lautet „Was lange währt, wird endlich gut“. Wahrlich lange haben die<br />

Nutzer auf den neuen HDTV-Twin-Receiver „DM 8000“ von Dream Multimedia gewartet. Nun werden die<br />

ersten Geräte ausgeliefert und unsere Redaktion unterzieht die Box einem Test.<br />

Die Dreambox-<br />

Fernbedienung ist<br />

multifunktional.<br />

Neben der Box<br />

kann mit ihr der<br />

Fernseher gesteuert<br />

werden. Den<br />

Code dafür finden<br />

Sie in der Bedienungsanleitung<br />

Im Mittelfeld des<br />

Signalgebers hat<br />

der Hersteller die<br />

Kanalwahltasten<br />

sowie die Steuerelemente<br />

implementiert.<br />

Weiche<br />

Druckpunkte überzeugen<br />

beim<br />

Zappen<br />

Der größte Unterschied<br />

zu bisherigen<br />

von Dream<br />

Multimedia ausgelieferten<br />

Signalgebern<br />

sind die<br />

PVR-Steuertasten<br />

Dream Multimedia setzt neue Maßstäbe,<br />

das fällt schon bei der Verpackung<br />

auf. Der in Schwarz gehaltene<br />

Karton enthält eine zweite, mit Banderole verschlossene<br />

Box, in der sich die „DM 8000“<br />

selbst befindet. Die Anschlusskabel sowie die<br />

Anleitung sind ebenfalls separat verpackt. Äußerlich<br />

trumpft die Dreambox mit ihrer Klavierlackoptik<br />

und den Hi-Fi-Rack-Maßen auf. Mit<br />

eingebautem DVD-Rekorder und integrierter<br />

Festplatte hat der Kunde richtig Gewicht in der<br />

Hand. An der Front befindet sich das OLED-<br />

Display, das nicht mehr ausschließlich den<br />

Kanalnamen anzeigt, sondern ebenso die Menüstruktur<br />

wiedergeben kann. Somit lassen<br />

sich Systemänderungen auch dann durchführen,<br />

wenn kein ordnungsgemäßes Bild an den<br />

Fernseher geliefert wird. Die Schnittstellen für<br />

Pay-TV-Karten und CI-Module hat Dream hinter<br />

einer Frontklappe versteckt. Diese bietet leider<br />

Anlass zur Kritik, da sie nicht wie gewohnt um<br />

90 Grad geöffnet werden kann, sondern bei<br />

einem Winkel von ca. 80 Grad hängen bleibt.<br />

Was sich hinter der Frontblende befindet, kann<br />

sich hingegen wieder sehen lassen: Im oberen<br />

linken Drittel hat das DVD-Laufwerk seinen<br />

Platz gefunden, das in der Standardausführung<br />

noch nicht eingebaut ist. Viele Fachhändler<br />

bieten die „DM 8000“ allerdings schon mit<br />

besagtem DVD-Brenner an. Wahlweise kann<br />

dieser, genau wie die Festplatte, eigenständig<br />

nachgerüstet werden. Ein handelsübliches<br />

Notebook-Laufwerk reicht für diesen Zweck<br />

völlig aus. Unter dem Laufwerk finden wir je<br />

zwei CI- und Kartenschächte, die eine perfekte<br />

Pay-TV-Nutzung mit dem Gerät erlauben. Zusätzlich<br />

hat der Linux-Receiver Kartenleser für<br />

handelsübliche Speicherkarten an Bord. Neben<br />

den von Dreamboxen bekannten CF-Kartenlesern<br />

können nun SD- und MMC-Karten direkt<br />

vom Gerät gelesen werden.<br />

Anschlüsse überzeugen<br />

Die Rückseite trumpft mit allerlei Schnittstellen<br />

auf. Für die Videodatenausgabe stehen<br />

je ein DVI-Anschluss, YUV-Set, Video-Cinch-<br />

Anschluss und S-Video-Ausgang sowie zwei<br />

Scartschnittstellen zur Verfügung. Aus lizenzrechtlichen<br />

Gründen wurde auf einen direkten<br />

HDMI-Anschluss verzichtet. Da die Box allerdings<br />

neben den Bild- auch die Tondaten über<br />

DVI ausgibt und das entsprechende HDMI-<br />

DVI-Adapterkabel im Lieferumfang enthalten<br />

ist, stellt dies kein großes Hindernis dar. Digitale<br />

Tondaten werden zudem über einen optischen<br />

sowie einen koaxialen Ausgang an<br />

den AV-Receiver ausgegeben. Durch die Ethernet-,<br />

RS-232- und die zwei USB-Schnittstellen<br />

werden beinahe alle Kommunikationsformen<br />

mit dem PC oder anderen Multimedia-Geräten<br />

ermöglicht. Ein Highlight stellen die beiden<br />

weiteren CI-Steckplätze am Heck dar. Somit<br />

verfügt die „DM 8000“ über insgesamt vier<br />

Common-Interface-Schnittstellen. Neben den<br />

beiden integrierten DVB-S2-Tunern befinden<br />

sich nochmals zwei freie Slots, in die DVB-S2-,<br />

DVB-T- oder DVB-C-Empfangstuner eingesteckt<br />

werden können.<br />

Bekanntes Design<br />

Die Inbetriebnahme der Box ist denkbar einfach.<br />

Dank eines übersichtlichen Inbetriebnahmemenüs<br />

kann dieser Vorgang auch von nicht<br />

versierten Nutzern durchgeführt werden. Bei<br />

der Installation sollten Sie besonders darauf<br />

achten, dass vorab alle Anschlüsse ordnungsgemäß<br />

verkabelt wurden und dass die Satellitenkonfiguration<br />

der Hausanlage bekannt ist.<br />

Da die Installation mit einem Kanalsuchlauf abgeschlossen<br />

wird, muss etwas mehr Zeit eingeplant<br />

werden. Dafür steht am Ende der Prozedur<br />

eine aktuelle und zugleich sortierte Kanalliste<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Dream Multimedia<br />

32 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


AUSSTATTUNG<br />

TESTFAZIT<br />

Die „DM 8000“ überzeugt<br />

im Test. Sowohl<br />

der Funktionsumfang<br />

als auch die Bildqualität<br />

gefallen.<br />

Ricardo Petzold<br />

bereit. Beim Menüdesign und der Bedienung<br />

hat sich im Vergleich zu den bekannten Dreamboxen<br />

nur wenig geändert. Das Hauptmenü ist<br />

übersichtlich aufgebaut und kann sowohl mit<br />

dem Steuerkreuz als auch den Zifferntasten<br />

navigiert werden. Natürlich gibt es bei der „DM<br />

8000“ einige Zusatzpunkte. Ein DVD-Player<br />

steht im entsprechenden Laufwerk bereit, so<br />

kann das Gerätechaos minimiert werden.<br />

Im Alltagstest trumpft die Linux-Set-Top-Box<br />

mit schnellen Umschaltzeiten auf. Zwischen<br />

SDTV-Kanälen ist rund eine Sekunde für den<br />

Senderwechsel nötig. Etwas mehr Zeit muss bei<br />

HDTV-Sendern eingerechnet werden, mit unter<br />

zwei Sekunden geht die Dreambox dabei aber<br />

immer noch den richtigen Weg. Mithilfe der<br />

Info-Taste auf der bekannten, aber leicht veränderten<br />

Fernbedienung gelangen wir in den<br />

elektronischen Programmführer (EPG), der dem<br />

Dreambox-Nutzer noch von früheren Modellen<br />

bekannt sein wird. Neben der Einzelkanalvorschau<br />

kann die Mehrkanalansicht genutzt werden.<br />

Die Auswahl erfolgt über die Farbtasten.<br />

Aufgrund der übersichtlichen Aufbereitung und<br />

angenehmen Schriftgröße eignet sich der EPG<br />

perfekt für die Heimkinonutzung.<br />

Unbegrenzte Möglichkeiten<br />

Dass die Dreambox eine Aufnahmemaschine<br />

ist, bemerken wir schon bei der Ausstattung,<br />

doch im Praxistest werden unsere kühnsten<br />

Erwartungen übertroffen. Wahlweise können<br />

Timer direkt aus dem Programmführer oder im<br />

Timer-Menü vorprogrammiert werden. Dabei<br />

ist eine automatische Verlängerung der eingegebenen<br />

Zeiten vorab möglich, um beispielsweise<br />

frühzeitig beginnende Sendungen oder<br />

Programme, bei denen die offizielle Sendezeit<br />

überzogen wird, vollständig zu archivieren. Bei<br />

der Timer-Eingabe werden wir schnell stutzig,<br />

denn sechs und mehr Timer zeitgleich werden<br />

akzeptiert – vorausgesetzt alle Programme<br />

befinden sich auf maximal zwei Transponder,<br />

denn unser Testmodell besitzt noch keine Tuner-Erweiterung.<br />

Neun Kanäle werden im Test<br />

parallel mitgeschnitten, ohne dass die Qualität<br />

der Aufnahmen leidet. Besonders interessant<br />

ist diese Funktion für Fans der Bundesliga.<br />

Wenn mehrere Partien zeitgleich laufen, kann<br />

man so die einzelnen Spiele am Abend in Ruhe<br />

genießen. Doch auch HDTV-Aufnahmen bereiten<br />

dem Empfänger keinerlei Schwierigkeiten.<br />

Mithilfe der PVR-Taste, die neu auf der Fernbedienung<br />

integriert wurde, gelangt man in das<br />

Archiv der Box. Hier werden alle Mitschnitte<br />

aufgelistet und können wahlweise angesehen<br />

oder nachbearbeitet werden. Zum einen besitzt<br />

die „DM 8000“ natürlich eine Schnittfunktion,<br />

um beispielsweise Werbung aus Aufnahmen zu<br />

entfernen, doch auch reine Marken können hier<br />

gesetzt werden. Neu ist die Übertragung auf<br />

eine DVD. Somit können einzelne Sendungen<br />

dauerhaft archiviert werden.<br />

Decodierung und Tuner<br />

Im Auslieferungszustand beherrschen die<br />

beiden Kartenleser an der Front der Box nur<br />

die Codiersysteme Dream- und XCrypt. Der<br />

Dreambox-Kenner weiß natürlich, dass diese<br />

mit Updates aufgebohrt werden können. Mit<br />

einem Alphacrypt-Modul können zusätzlich<br />

und ohne technische Veränderungen die wichtigen<br />

Smartcards für Premiere oder Arena im<br />

Receiver genutzt werden.<br />

Die beiden eingebauten Empfangstuner besitzen<br />

großes Potenzial. Neben dem Standardprotokoll<br />

DiSEqC 1.0 werden die Motorenprotokolle<br />

DiSEqC 1.2 und USALS sowie das komplexe 1.1-<br />

Protokoll unterstützt. Somit eignet sich die Box<br />

für mehr als nur den Astra-Empfang.<br />

„DM 8000“ wird Ruf gerecht<br />

Bei der Bildqualität trumpft die Box mit detailgetreuen<br />

und scharfen Bildern sowohl im<br />

HDTV- als auch im SDTV-Modus auf. Auf den<br />

HDCP-Kopierschutz hat Dream Multimedia verzichtet,<br />

sodass es zu keinen Problemen mit<br />

angeschlossenen TV- und AV-Geräten kommt.<br />

Nach unserem Test steht fest, dass sich das<br />

Warten gelohnt hat. Obwohl die Box nicht preiswert<br />

ist, bekommt der Liebhaber mit ihr einen<br />

Alleskönner in Sachen TV-Empfang. 1<br />

Eine HDMI-Schnittstelle suchen wir an der „DM 8000“ wie bereits an der „DM 800“ vergebens, allerdings<br />

liefert Dream das Adapterkabel von DVI auf HDMI mit<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Dream Multimedia<br />

Modell (Version) DM 8000<br />

Preis/Straßenpreis<br />

999 Euro/–<br />

Größe (B/H/T)<br />

430 × 85 × 275 mm<br />

Gewicht<br />

4,2 kg<br />

Informationen<br />

www.dream-multimediatv.de<br />

Anschlüsse<br />

digitales Video<br />

RGB<br />

YUV<br />

FBAS<br />

S-Video<br />

DVI<br />

Scart<br />

Ausgänge<br />

Cinch<br />

digitales Audio (koaxial/optisch) /<br />

RS-232/USB/Ethernet/SATA / / /<br />

Video-Signalarten<br />

S-Video<br />

576i, 720i, 720p, 1080i<br />

Anzahl Tuner 2 (optional 4)<br />

LNB-Ausgänge 4 ~<br />

Pay-TV geeignet<br />

Premiere-tauglich<br />

Merkmale<br />

Display LED/LCD/OLED / /<br />

Festplattenkapazität<br />

500 GB<br />

Programmspeicherplätze<br />

unbegrenzt<br />

16 : 9-Umschaltung automatisch<br />

EPG-Darstellung Einzel-/Multikanal /<br />

Aufnahmetimer/Time-Shift /<br />

Bild in Bild/Zoom-Funktion /<br />

Umschaltgeschwindigkeit<br />

1 s<br />

Stand-by:<br />

0 W<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb:<br />

32 W<br />

Besonderheiten<br />

DVD-Laufwerk<br />

Energiekosten/Jahr*<br />

8,95 Euro/Jahr<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

Wechseltuner<br />

teuer<br />

DVD-Brenner<br />

schnelle Zapping-Zeiten<br />

BEWERTUNG<br />

Praxis (Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Installation ausgezeichnet 27/30<br />

Bedienung sehr gut 44/50<br />

Ausstattung sehr gut 35/40<br />

Aufnahmefunktion sehr gut 35,5/40<br />

CI-Verarbeitung ausgezeichnet 20/20<br />

Wiedergabequalität<br />

Messdiagramme<br />

Anhand der Kurven können Sie<br />

erkennen, wie gut der Receiver das<br />

Bildmaterial an den jeweiligen Ausgängen<br />

auflösen. Optimal ist dabei eine<br />

Gerade durch den Nullpunkt.<br />

RGB<br />

YUV<br />

Die „DM 8000“ überzeugt mit guten<br />

FBAS<br />

Messkurven einzig FBAS zeigt Defizite<br />

Weißbeleg 711 mV 4,5/5<br />

Helligkeitsrauschen<br />

72,4 dB<br />

Farbrauschen<br />

66,1 dB<br />

4/5<br />

Sauberkeit hell/dunkel 99,1 %<br />

Graustufenlinearität<br />

98,8 %<br />

4,5/5<br />

Farbabweichung 0,3 deg 5/5<br />

Sehtest ausgezeichnet 18/20<br />

Bildqualität ausgezeichnet 36/40<br />

Tonqualität gut 8/10<br />

Blindscan 0/2<br />

DiSEqC 1.0/1.1/1.2/USALS / / / 8/8<br />

Unicable tauglich ( ) 1/2<br />

Symbolraten (gemessen) 2,0 – 45 MSym/s 2/2<br />

Empfindlichkeit (gemessen) –87 dBmV 6/6<br />

Empfang sehr gut 17,5/20<br />

Gesamt<br />

223 von 250 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

ja<br />

Sehr gut<br />

89 %<br />

* Die Berechnung der Energiekosten erfolgt innerhalb unseres „Öko-Checks“<br />

(Erklärung siehe Rubrik „So bewertet <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong>“)<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

33


test<br />

HEIMKINO<br />

DVB-T-EMPFANG FÜR PS3<br />

Spielend<br />

fernsehen<br />

Die Playstation 3 stand von Beginn<br />

an nicht nur für Videospiele,<br />

sondern vielmehr für ein multimediales<br />

Erlebnis. Dieser Eindruck<br />

wird durch das DVB-T-Modul<br />

„PlayTV“ weiter verstärkt. Ob<br />

Fernsehen und Playstation eine<br />

funktionelle Symbiose<br />

eingehen, haben<br />

wir in unserem Test<br />

näher beleuchtet.<br />

Sony hat seine potente Spielkonsole seit<br />

der Veröffentlichung stetig verbessert.<br />

Vor allem als multimedialer Player hat<br />

die PS3 inzwischen zahlreiche Features hinzugewonnen.<br />

Nun wird sie durch den kleinen<br />

TV-Empfänger „PlayTV“ außerdem zum voll<br />

ausgestatteten HDD-Rekorder fürs Fernsehen.<br />

Leider kommt der kleine schwarze Kasten, der<br />

über ein USB-Kabel mit der PS3 verbunden und<br />

mit Strom versorgt wird, nur mit DVB-T-Empfang<br />

daher. Digitale Kabel- oder Satellitensignale<br />

bleiben also außen vor, wodurch das Gerät<br />

vielerorts bereits an Reiz verliert. Äußerlich<br />

präsentiert sich die TV-Box eher bieder. Immerhin<br />

erinnert sie durch ihre geschwungene Optik<br />

an die PS3 und kann außerdem an der Wand<br />

montiert werden.<br />

Durchgestylt<br />

Nach der einfachen Installation mithilfe einer CD<br />

wird der Nutzer vom typischen PS3-Look empfangen.<br />

Als Zentrum dienen ringförmig angeordnete<br />

Menüpunkte, die sämtliche Funktionen<br />

schnell und leicht erreichbar machen. Im Mittelpunkt<br />

steht die Auswahl „Live-TV“, die den<br />

Anwender direkt ins aktuelle Fernsehprogramm<br />

FAZIT<br />

Sony schafft eine funktionale und optisch<br />

ansprechende Verbindung zwischen<br />

Fernsehen und Spielkonsole.<br />

Nun fehlen nur noch Kabel- und Sat-<br />

Unterstützung.<br />

Florian Kriegel<br />

manövriert. Dank des übersichtlichen Displays<br />

lassen sich der aktuelle Sendungsname sowie<br />

die Uhrzeit und Programmdauer problemlos<br />

und rasch ablesen. Zapping funktioniert bestens<br />

und schnell und ist wegen des edlen Einund<br />

Ausblendeffekts sogar schön anzusehen.<br />

Wer schnellen Zugriff auf seine Lieblingssender<br />

haben möchte, der kann diese in einer Favoritenliste<br />

definieren. Weniger positiv fällt die<br />

fehlende Möglichkeit der Sendersortierung auf.<br />

Die Bedienung der gesamten Funktionen läuft<br />

über den PS3-Controller oder die optionale Bluray-Fernbedienung,<br />

die sich etwas bequemer<br />

handhaben lässt. Für sie befindet sich sogar<br />

eine aufklebbare Schablone im Lieferumfang.<br />

Planung ist das halbe Leben. Der eingebaute<br />

elektronische Programmführer (EPG) erlaubt<br />

eine <strong>Vorschau</strong> von bis zu sieben Tagen. So<br />

kann man bequem mehrere Sendungen in den<br />

Timer einspeisen, was mit wenigen Tastendrücken<br />

getan ist. „PlayTV“ verfügt über zwei<br />

HD-kompatible Tuner, die Unterstützung von<br />

HDTV-Signalen dürfte aber durch die fehlende<br />

Förderung der deutschen Betreiber vorerst uninteressant<br />

bleiben. Die zwei Tuner erlauben<br />

es jedoch, dass eine Sendung aufgenommen<br />

werden kann, während eine andere live eingeschaltet<br />

ist. Toller Clou: „PlayTV“ schaltet die<br />

PS3 automatisch ein und wieder aus, wenn ein<br />

Programm aufgenommen werden soll. Auch<br />

parallel zur BD-Wiedergabe oder während des<br />

Spielens sind Mitschnitte möglich.<br />

Spielerei?<br />

Wer braucht überhaupt Fernsehen auf einer<br />

Spielkonsole? Die Idee hat Sony überzeugend<br />

SCREENSHOT<br />

Der übersichtliche EPG zeigt das TV-Programm<br />

mit bis zu sieben Tagen Vorlaufzeit<br />

umgesetzt und dank der eingebauten Festplatte<br />

avanciert die PS3 zum fast vollwertigen HDD-<br />

Rekorder. Wieso nur fast? Nachträgliches Bearbeiten<br />

der Sendungen ist leider nicht möglich.<br />

Zudem sollten Nutzer über den Einbau einer<br />

größeren Festplatte nachdenken, denn bei häufiger<br />

Timer-Nutzung könnte die Kapazität der<br />

PS3-HDD schnell ausgereizt sein. Warum Sony<br />

ausschließlich auf DVB-T setzt, ist uns schleierhaft.<br />

Mit DVB-C oder DVB-S wäre „PlayTV“<br />

deutlich interessanter und massentauglicher<br />

als mit dem zum Teil immer noch schwach ausgebauten<br />

DVB-T. 1<br />

SONY PLAYTV<br />

Preis/Straßenpreis<br />

99,95 Euro/85 Euro<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

einfache Bedienung<br />

Sendersortierung nicht möglich<br />

problemlose Nutzung<br />

nur für DVB-T geeignet<br />

ERGEBNIS<br />

Gut<br />

Bilder: Sony<br />

34 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Sie wollten schon immer wissen, wo Sie wirklich<br />

ALLE Informationen zu HDTV finden?<br />

HIER IST DIE ANTWORT:<br />

Jetzt am Kiosk<br />

und immer aktuell unter www.hdplustv.de<br />

Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino


test<br />

HEIMKINO<br />

UNIVERSALFERNBEDIENUNGEN IM VERGLEICH<br />

Duell der Zapping-Profis<br />

In unseren Wohnzimmern haben wir mit fortschreitender Digitalisierung immer mehr Gerätschaften platziert:<br />

Hier steht ein Flachbildschirm, dort ein Digitalreceiver, die Heimkinoanlage, der neueste Blu-ray-Player<br />

und eventuell eine Spielkonsole. Und da uns sämtliche Hersteller das Leben so angenehm wie möglich<br />

machen wollen, sind alle Geräte auch fernbedienbar. Ist auf Ihrem Wohnzimmertisch eigentlich noch Platz<br />

für etwas anderes?<br />

Sicherlich, eine Fernbedienung ist heute<br />

gerade im Bereich der digitalen Heimelektronik<br />

nicht mehr wegzudenken.<br />

Wer will schon jedes Mal aufstehen und manuell<br />

durch Hunderte von Kanälen zappen?<br />

Dennoch: Je mehr Geräte Sie Ihr Eigen nennen,<br />

desto mehr Signalgeber tummeln sich im<br />

Wohnzimmer. Nicht nur, dass diese irgendwo<br />

verstaut werden müssen, jedes einzelne Gerät<br />

verlangt natürlich nach seinem persönlichen<br />

„Kraftwerk“, wobei Anzahl und Typ der zu<br />

verwendenden Batterien variabel sind. Das<br />

stresst nicht nur den Geldbeutel, sondern<br />

ist auch schlecht für die Umwelt. Der Einsatz<br />

von Akkus ist zwar sinnvoll, das Platzproblem<br />

ist damit aber immer noch nicht gelöst. Mittlerweile<br />

bieten findige Möbelhersteller zwar<br />

Fernsehsessel mit integrierter Halterung für die<br />

Fernbedienung an, die Mehrheit der Entertainment-Fans<br />

wird die Umschalthilfen jedoch auf<br />

oder unter dem Couchtisch verwahren.<br />

Sucht man einen Ausweg aus dem Gerätechaos,<br />

wird man kaum an einer Universalfernbedienung<br />

vorbeikommen. Diese ist nicht nur in<br />

der Lage, sämtliche Geräte zu steuern, sondern<br />

lässt jedes Wohnzimmer ein wenig aufgeräumter<br />

aussehen und schont zudem Umwelt und<br />

Portemonnaie. Wer sich schon mit diesem<br />

Thema beschäftigt hat, der wird wissen, dass<br />

eine Vielzahl an Geräten in unterschiedlichen<br />

Preis- und Leistungsklassen existiert. Da gibt<br />

es echte Multifunktionswunder, die bis zu 15<br />

Geräte fernsteuern können und in ihrem äußeren<br />

Erscheinungsbild wirklich edel wirken.<br />

Diese sind naturgemäß in einer höheren Preiskategorie<br />

angesiedelt als ihre günstigeren Vertreter,<br />

die weniger schick daherkommen und<br />

nicht ganz so viele Geräte bedienen können.<br />

Drei auf einen Streich<br />

Insgesamt drei Testkandidaten müssen ihr<br />

Können im Testlabor des Auerbach Verlags<br />

unter Beweis stellen. Die Modelle gehören der<br />

gehobeneren Preisklasse an und werden mit<br />

einer Reihe von Zusatzfunktionen beworben.<br />

Neben der Philips „Prestigo SRU 8015“ nehmen<br />

wir die Signalgeber Logitech „Harmony 525“<br />

und One For All „Xsight“ unter die Lupe.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Logitech<br />

36 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


PHILIPS PRESTIGO SRU 8015<br />

Die Fernbedienung liegt trotz Größe und Gewicht<br />

wunderbar in der Hand, die gummierten<br />

Tasten und das schwarzglänzende Design in<br />

Metalloptik lassen die „Prestigo“ sehr edel<br />

wirken. Neben dem Signalgeber liegen dem<br />

Packungsinhalt auch eine Anleitung sowie drei<br />

Batterien bei. Zum Start begrüßt uns der Installationsassistent<br />

auf dem Farbdisplay. Schnell<br />

ist die Sprache gewählt und schon kann das<br />

erste Gerät konfiguriert werden. Das wird bei<br />

Philips nicht etwa über eine umständliche<br />

Code-Eingabe bewerkstelligt, sondern via „Trial<br />

and Error“: Zuerst werden der Gerätetyp und<br />

der Hersteller ausgewählt, dann probiert die<br />

Fernbedienung sämtliche Modelle in ihrer Datenbank<br />

durch, bis das richtige gefunden ist.<br />

Im Test funktionierte das allerdings nicht optimal.<br />

Zwar reagierte in unserem Fall der Fernseher<br />

auf die wichtigsten Funktionen wie Power,<br />

Kanalwechsel und Lautstärke, den kompletten<br />

Funktionsumfang erkannte unser Testgerät jedoch<br />

nicht. Dafür gibt es jedoch Abhilfe. Per<br />

Infrarot lernt die „Prestigo“ sozusagen die<br />

Funktionen vom Original. Sie können auf diese<br />

Weise Ihren neuen Power-Zapper auch komplett<br />

selbst programmieren, was allerdings sehr<br />

zeitaufwendig ist. Sind erst einmal alle Geräte<br />

einprogrammiert, spielt das Philips-Modell alle<br />

Vorteile aus. Über ein Drehrad wählen Sie auf<br />

dem Display z. B. den Receiver und können so<br />

bis zu 15 Geräte verwalten. Mit der „Prestigo“<br />

zu zappen, macht dank der einwandfreien Verarbeitung,<br />

der gut angeordneten Tasten, die<br />

über einen sehr überzeugenden Druckpunkt<br />

verfügen, und besonders dank des Drehrads<br />

richtig Spaß. Dass viele Aktionen mit einer<br />

separaten OK-Taste bestätigt werden müssen,<br />

stört jedoch ein wenig. Soll etwas nach Aufforderung<br />

auf dem Display bestätigt werden,<br />

drückt fast jeder Nutzer intuitiv auf den mittig<br />

angeordneten OK-Button. Allerdings ist hierfür<br />

eine andere Taste vorgesehen. Dieses nutzerseitige<br />

Fehlverhalten hatte Philips wahrscheinlich<br />

schon vermutet, jedenfalls erscheint auf<br />

dem Display immer ein Hinweis, wo genau sich<br />

die zu drückende Taste befindet.<br />

Ein Highlight ist die Programmierung von Makros.<br />

Das sind Funktionsabfolgen, die Philips<br />

selbst „Aktivitäten“ nennt. Diese sind in einer<br />

Liste schon vorgegeben und schalten auf<br />

Knopfdruck beispielsweise Ihr Heimkino komplett<br />

auf „betriebsbereit“. Da sich der Heimelektronikmarkt<br />

nahezu tagtäglich ändert, hätte<br />

eine Update-Funktion der Fernbedienung<br />

gutgetan. Hier müssen alle neuen Produkte per<br />

Infrarot angelernt werden.<br />

TESTSIEGER<br />

PHILIPS PRESTIGO SRU 8015<br />

Preis/Straßenpreis<br />

99 Euro/79 Euro<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

Spitzenverarbeitung<br />

nicht Update-fähig<br />

tolles Design<br />

Programmierung manchmal<br />

etwas umständlich<br />

einfache Handhabung<br />

ERGEBNIS<br />

78 %<br />

gut<br />

Philips<br />

Prestigo SRU 8015<br />

TESTSIEGER<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

Gut<br />

LOGITECH HARMONY 525<br />

Im Inneren der Verpackung finden wir neben<br />

der Logitech-Fernbedienung Batterien, USB-<br />

Kabel, ein Werbeprospekt, eine Software-CD<br />

und ein Mini-Plakat mit Pflegehinweisen in<br />

allen möglichen Sprachen. Handbuch? Fehlanzeige!<br />

Ein Blick auf die Verpackung verrät uns,<br />

dass Computer und Internetverbindung nötig<br />

sind, um die „Harmony“ nutzen zu können.<br />

Also schnell die Software installiert (die es<br />

erfreulicherweise nicht nur für den PC, sondern<br />

auch für den Macintosh von Apple gibt), die uns<br />

sofort ins Internet zu Logitech weiterleitet.<br />

Nach erfolgter Produktregistrierung lässt sich<br />

die Fernbedienung ganz bequem per USB-Kabel<br />

programmieren. Dazu werden einfach im<br />

Programm Typ (Fernseher, DVD-Player etc.),<br />

Hersteller und Modell ausgewählt und in die<br />

Geräteliste übernommen. Sind alle Apparate<br />

eingegeben (maximal 15 Endgeräte kann die<br />

Fernbedienung verwalten), wird die komplette<br />

Liste an die „Harmony“ übertragen. Makros<br />

sind auch bei Logitech programmierbar, heißen<br />

hier aber „Aktionen“. Diese lassen sich<br />

ebenfalls ganz simpel in dem Programm zusammenstellen.<br />

Hier wird gleichfalls auf sinnvolle<br />

Vorgaben gesetzt (wie zum Beispiel „DVD<br />

abspielen“). Sollte einmal ein Gerät in der<br />

im Übrigen sehr aktuellen Produktdatenbank<br />

nicht vorhanden sein, wird selbst die Infrarot-<br />

Lernfunktion über den Computer gesteuert.<br />

Das ist extrem unkompliziert und funktioniert<br />

äußert schnell: Gewünschte Funktion der Fernbedienung<br />

auswählen, Taste drücken, Bestätigung<br />

abwarten – das war es schon.<br />

gut<br />

Logitech<br />

Harmony 525<br />

TESTERGEBNIS<br />

sehr gut<br />

2.2009<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

LOGITECH HARMONY 525<br />

Preis/Straßenpreis<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

einfach zu programmieren<br />

dank Updates jederzeit auf<br />

dem neuesten Stand<br />

ERGEBNIS<br />

70 Euro/50 Euro<br />

Verarbeitung mit kleinen<br />

Mängeln<br />

nur mit Internetverbindung<br />

nutzbar<br />

76 %<br />

Gut<br />

Bei der Alltagsnutzung fällt die „Harmony“<br />

allerdings hinter den Konkurrenten von Philips<br />

zurück. Zwar ist sie kleiner und leichter als die<br />

„Prestigo“, aber nicht unbedingt handlicher.<br />

Das Display ist leider nicht farbig und schwerer<br />

abzulesen, selbst wenn die Hintergrundbeleuchtung<br />

eingeschaltet ist. Die Tasten sind logisch<br />

angeordnet und gut zu erreichen, vermitteln<br />

aber beim Druckpunkt ein weniger gutes<br />

Gefühl. Insgesamt sind Design und Verarbeitung<br />

zwar recht gelungen, klappernde und<br />

knarzende Tasten schmälern jedoch<br />

den guten Eindruck. Die Bedienbarkeit<br />

der Geräte an sich<br />

funktioniert allerdings<br />

tadellos.<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

37


test<br />

HEIMKINO<br />

gut<br />

One For All<br />

xSight<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

ONE FOR ALL XSIGHT<br />

Ebenfalls mit allerlei Zubehör erreicht uns die<br />

dritte Fernbedienung des niederländischen<br />

Herstellers One For All. Neben dem Signalgeber<br />

selbst liegen eine Ladeschale, ein USB-<br />

Kabel und eine Software-CD dem Inhalt bei.<br />

Als Besonderheit wird ein integrierter Akku<br />

spendiert, womit Sie keine Ersatzbatterien für<br />

dieses Gerät bereithalten müssen.<br />

Auch die Niederländer setzen auf die komfortable<br />

Installation via Internet. Ebenso wie bei<br />

Logitech können dabei Hersteller- und Gerätename<br />

direkt eingegeben werden. Bevor dies allerdings<br />

geschehen kann, muss die Installation<br />

der Software sowie die Registrierung durchgeführt<br />

werden. Aber Achtung: Der PC muss mindestens<br />

über Windows XP mit dem Servicepack 3<br />

sowie einen freien USB-2.0-Port verfügen. Als<br />

nicht optimal empfinden wir bei der Installation<br />

außerdem das ausschließlich englischsprachige<br />

Bedienmenü. Wer diese Sprache<br />

nicht beherrscht, bekommt beim Einrichten<br />

der Geräte Schwierigkeiten. Die Installation<br />

selbst verläuft hingegen problemlos. Bis zu 15<br />

Fernbedienungen kann die „XSight“ ersetzen<br />

und somit Ordnung auf dem Wohnzimmertisch<br />

schaffen. Im Gegensatz zum Logitech-Modell<br />

besteht die Möglichkeit, die Installation bei<br />

diesem Signalgeber auch ohne PC zu erledigen.<br />

Dazu muss der Hersteller aus einer Liste in<br />

der Fernbedienung ausgewählt werden, allerdings<br />

kann bei dieser Installationsart nur auf<br />

eine weniger große Datenbank als im Internet<br />

zurückgegriffen werden. Generell deshalb unser<br />

Tipp: Wer die Möglichkeit zur Installation<br />

mit dem PC hat, sollte diese nutzen.<br />

Im Alltagsmodus überzeugt der Signalgeber<br />

mit Zuverlässigkeit sowie einer akzeptablen<br />

Tastenbelegung. Als etwas unglücklich empfinden<br />

wir die Auswahl der Gerätetasten, die<br />

außerdem etwas zu klein geraten sind. Das<br />

TFT-Display beinhaltet Zusatzfunktionen. Als<br />

Besonderheiten sind dabei der Touchscreen<br />

sowie die Scroll-Funktion hervorzuheben. Über<br />

Letztere kann leicht zwischen den Funktionen<br />

gezappt werden.<br />

ONE FOR ALL XSIGHT<br />

Preis/Straßenpreis<br />

199 Euro/179 Euro<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

Akku mit Ladeschale<br />

englisches<br />

Installationsmenü<br />

einfach zu programmieren<br />

dank Updates immer aktuell<br />

ERGEBNIS<br />

77 %<br />

Gut<br />

SMART NAVIDIRECT<br />

Die neuen Universalfernbedienungen erleichtern<br />

uns nicht nur das Leben vorm Fernseher<br />

ungemein, sie werden technisch auch immer<br />

innovativer. Multifunktionale Farbdisplays, Updates<br />

und Programmierung über den PC lassen<br />

die Zapping-Hilfen zu echten Wunderwerken<br />

der Technik mutieren. Für die ältere Generation<br />

sind solche Spielereien sicherlich nichts. Kleine<br />

Mini-Tasten und winzige Schriften auf dem<br />

Display sind zweifelsohne schwer zu entziffern.<br />

Nicht umsonst hat sich die Industrie darauf<br />

eingestellt und bietet beispielsweise Telefone<br />

mit überdimensionierten Tasten an, um eine<br />

bessere Lesbarkeit zu gewährleisten. Diesen<br />

Weg beschreitet der deutsche Hersteller Smart<br />

Electronic mit seiner „Navidirect“-Universalfernbedienung<br />

nun ebenfalls. Wir überprüfen<br />

für Sie das Gerät an dieser Stelle außer Konkurrenz.<br />

Der Signalgeber lässt sich per Infrarot-<br />

Lernfunktion komplett neu programmieren und<br />

kann so quasi die Funktionen jeder anderen<br />

Fernbedienung übernehmen. Absoluter Clou<br />

sind jedoch die frei programmierbaren Sendertasten<br />

für Ihre Lieblingskanäle. Das Beste daran:<br />

Sie müssen sich jetzt nicht mehr merken,<br />

dass Sie beispielsweise QVC auf der Position<br />

21 gespeichert haben, Sie können dem Kind<br />

nun einfach seinen Namen geben. Insgesamt<br />

40 Sendertasten lassen sich auf der „Navidirect“<br />

so programmieren. Es kommt aber noch<br />

besser: Die Positionen sind nicht zwingend<br />

vorgegeben. Wenn Sie also RTL an die hinterste<br />

Stelle verbannen oder einen Sender komplett<br />

streichen wollen – kein Problem. Die Tasten<br />

lassen sich nämlich auswechseln, wozu diese<br />

einfach abgezogen und umgesteckt werden<br />

müssen. Zwar sind bereits alle gängigen Sendernamen<br />

„im Lieferumfang enthalten“, wie wir<br />

oft genug so schön schreiben, der Hersteller<br />

legt jedoch noch einen drauf: nämlich einen<br />

Gutschein über weitere zehn nach Wunsch<br />

beschriftete Ersatztasten.<br />

Obwohl die „Navidirect“ nicht gerade handlich<br />

ist, hat sich unsere Redaktion trotzdem sofort<br />

in sie verliebt. Das liegt sicherlich zum einen<br />

an der tollen Idee mit den auswechselbaren<br />

Sendertasten und zum anderen an dem unverwechselbaren<br />

Retro-Charme, mit dem sie sich<br />

so wunderbar von den ganzen Technikwundern<br />

(die am Ende alle doch irgendwie vergleichbar<br />

sind) abhebt. Wir finden: Eine tolle Idee, die für<br />

59,95 Euro ab sofort erhältlich ist.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

38 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Darauf achten wir<br />

Da die Probanden der gehobeneren Preisklasse<br />

angehören, haben wir beim Test ganz<br />

genau hingeschaut. Für uns ist es vor allem<br />

wichtig, wie einfach und schnell sich die Geräte<br />

programmieren lassen und welchen Funktionsumfang<br />

Sie für Ihr Geld erwarten können.<br />

Auch bei Verarbeitung und Design erwarten<br />

wir einiges von den Testkandidaten – klapprige<br />

Tasten oder ein wenig ansprechendes<br />

Design haben in dieser Preisklasse einfach<br />

nichts verloren. Schlussendlich müssen die<br />

Fernbedienungen natürlich vor allem eines<br />

können: die jeweiligen Geräte im Wohnzimmer<br />

einwandfrei steuern. Wer unseren Ansprüchen<br />

am meisten gerecht wird, konnten Sie auf den<br />

letzten Seiten lesen. Als Alternative stellten<br />

wir Ihnen zu guter Letzt noch ein „Patent“ aus<br />

dem Hause Smart vor, das fairerweise nicht<br />

mit den restlichen Testkandidaten verglichen<br />

werden konnte, unserer Redaktion aber so gut<br />

gefallen hat, dass es eine Erwähnung einfach<br />

verdient.<br />

Unterschiedliche Ansätze<br />

Stellt man die drei Testkandidaten gegenüber,<br />

lassen sich zwei grundverschiedene Ansätze<br />

erkennen. Philips bietet dem Käufer mit seiner<br />

„Prestigo SRU 8015“ eine sehr komfortable<br />

Universalfernbedienung, die sich über eine<br />

interne Code-Datenbank programmieren lässt.<br />

Dieses Prinzip des Eingrenzens möglicher Endgeräte<br />

ist von der Funktionsweise her sehr<br />

durchdacht und erleichtert dem Nutzer die<br />

Konfiguration erheblich. Problematisch wird es<br />

jedoch dann, wenn neue Geräte auf den Markt<br />

kommen, die in der Code-Datenbank noch nicht<br />

verfügbar sind. Eine Update-Funktion besitzt<br />

die „Prestigo“ nämlich leider nicht. Nutzern<br />

neuerer Geräte bleibt nichts anderes übrig,<br />

als die Funktionen per Infrarot-Lernfunktion<br />

zu übertragen. Als sinnvoll hat es sich im Test<br />

erwiesen, ein vergleichbares Produkt als Basis<br />

zu verwenden, bei dem möglichst viele Funktionen<br />

abgebildet werden können, und den Rest<br />

einfach zu ergänzen. Trotzdem: Eine Update-<br />

Möglichkeit über USB hätte die „Prestigo“ im<br />

Test noch besser abschneiden lassen.<br />

Völlig anders gehen die Hersteller One For All<br />

und Logitech die Bedienung möglichst vieler Geräte<br />

an. Die Programmierung per Computer geht<br />

denkbar einfach vonstatten und ist besonders<br />

für die internetaffine Käuferschicht interessant.<br />

Wer allerdings keinen Internetanschluss zu<br />

Hause hat und im Vorfeld die Hinweise auf der<br />

Verpackung übersieht, könnte zumindest mit<br />

dem Logitech-Gerät eine böse Überraschung<br />

erleben: Unser Versuch, die Fernbedienung<br />

ohne die Software zu nutzen, ist jedenfalls<br />

gescheitert. Was uns an der „ Harmony 525“<br />

sowie der „XSight“ gleichermaßen störte, ist<br />

die vorherige Registrierung. Diese wäre nicht<br />

unbedingt nötig gewesen, obwohl dadurch eine<br />

bessere Personalisierung der Software möglich<br />

ist. One For All setzt zudem im Unterschied zu<br />

den beiden anderen Herstellern einen Akku<br />

anstelle von Batterien ein. Dieser bietet natürlich<br />

Vor- und Nachteile. Da der Energiespeicher<br />

immer wieder neu geladen werden kann,<br />

können Sie verhindern, dass der Signalgeber<br />

irgendwann stromlos ist. Ist der Akku allerdings<br />

am Ende seiner Lebenszeit angekommen, kann<br />

das böse Erwachen folgen: Spezialakkus sind<br />

erfahrungsgemäß sehr preisintensiv.<br />

Luft nach oben<br />

Im Test haben alle Kandidaten ihre Stärken und<br />

Schwächen gezeigt. Auch wenn die Programmierung<br />

per Computer sicherlich Zukunft hat,<br />

sollte zumindest die Möglichkeit einer manuellen<br />

Programmierung bestehen. Bei der Programmierung<br />

an sich schlägt das Logitech-Gerät<br />

die Kandidaten von Philips und One For All.<br />

Letzteres bietet zwar eine ähnlich komfortable<br />

Programmierung an, allerdings müssen wir<br />

bei dem Installationsassistenten im Internet die<br />

englische Menüführung bemängeln. Die Philips-<br />

Universalfernbedienung wiederum trumpft mit<br />

der wesentlich besseren Verarbeitung sowie dem<br />

subjektiv schicksten Design auf und lässt sich<br />

im Alltagsgebrauch am besten bedienen. Besonders<br />

das Drehrad weiß zu überzeugen. Ganz<br />

klarer Nachteil ist jedoch die vernachlässigte<br />

Update-Fähigkeit, selbst wenn sich per Infrarot-Lernen<br />

jede Fernbedienung abbilden lässt.<br />

Am Ende haben sich alle drei Kandidaten das<br />

Testfazit „Gut“ wirklich verdient, auch wenn zur<br />

Perfektion noch einiges fehlt. Würde man diese<br />

Produkte zu einem vereinen, käme mit Sicherheit<br />

ein Testkandidat heraus, der sich mindestens<br />

eines „Sehr gut“ würdig erweisen würde. 1<br />

INTERNETPROGRAMMIERUNG<br />

Die beiden Testkandidaten von One For All<br />

und Logitech lassen sich problemlos über das<br />

Internet programmieren. Die Geräte werden<br />

dazu per USB mit dem PC verbunden. Ist dies<br />

geschehen geht automatisch ein neues Internetfenster<br />

auf, in dem Sie sich einloggen müssen.<br />

Nachdem dies passiert ist, können diverse<br />

Unterpunkte gewählt werden. Unter anderem<br />

auch die Einrichtung neuer Geräte. Hier wird der<br />

Name der Geräte mit Herstellerangabe und Bezeichnung<br />

abgefragt und sofort der passende<br />

Code gefunden, welcher an die Fernbedienung<br />

übertragen wird. Speziell bei der Programmierung<br />

der Logitech-Fernbedienung sollten<br />

Sie trotzdem den originalen Signalgeber parat<br />

haben Dieser wird dann benötigt wenn die Gerätebezeichnung<br />

keinen eindeutigen Hinweis<br />

auf den Fernbedienungscode gibt. Einige Hersteller<br />

wechseln den Signalgeber bei ein- und<br />

demselben Modell häufig. Den größten Vorteil<br />

dieser Lösung stellt die tagesaktuelle Produktdatenbank<br />

dar.<br />

TESTFAZIT<br />

Universalfernbedienungen sind eine<br />

feine Sache. Als Technikliebhaber fiel<br />

mir in der Vergangenheit allerdings die<br />

kurze Halbwertszeit auf. Dies ist nun<br />

dank Internetprogrammierung vorbei.<br />

Ricardo Petzold<br />

AUSSTATTUNG<br />

SIEGER<br />

TESTSIEGER<br />

Allgemein<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Hersteller Philips One For All Logitech<br />

Modell Prestigo SRU 8015 Xsight Harmony 525<br />

Preis/Straßenpreis 109 Euro/79 Euro 199 Euro/179 Euro 70 Euro/50 Euro<br />

Größe (B/H/T) 52 × 240 × 27 mm 52 × 225 × 26 mm 52 × 205 × 25 mm<br />

Gewicht 320 g 500 g 158 g<br />

Informationen www.philips.de www.oneforall.de www.logitech.de<br />

FEATURES<br />

Zubehör Handbuch, Batterien Software, USB-Kabel Software, USB-Kabel<br />

Stromversorgung 3 × AAA Akku 4 × AAA<br />

LCD/ beleuchtet/ Farbig / / / / / /<br />

Steuerbare Geräte 15 15 15<br />

IR-Lernfähigkeit<br />

BEWERTUNG<br />

Installation 17,5/25 19/25 17,5/25<br />

Haptik 22/25 21/25 20/25<br />

Optik 12/17 11/17 11/17<br />

Technische Verarbeitung 11/13 12/13 12/13<br />

Gesamt 62,5 von 80 Pkt. 62 von 80 Pkt. 60,5 von 80 Pkt.<br />

Preis/Leistung gut gut sehr gut<br />

ERGEBNIS<br />

Gut Gut Gut<br />

78 % 77 % 76 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

39


test<br />

Heimkino<br />

POCKET-CAMCORDER „CAMILEO HD“ VON TOSHIBA<br />

HD auf halber Strecke<br />

Mit einem Gewicht von 150 Gramm und Abmessungen eines Taschenkalenders<br />

macht sich Toshibas „Camileo HD“ zum Freund jeder Jeanstasche<br />

und mit ihrem Preis gar zum möglichen Auslöser für spontane<br />

Impulskäufe. Wir gehen der Frage nach, ob sich die Anschaffung lohnt.<br />

Toshibas „Camileo HD“ reiht sich<br />

nahtlos in die breite Front der zurzeit<br />

recht angesagten Youtube-Cams bzw.<br />

Pocket-DVs ein, ist aber selbst in diesem Umfeld<br />

noch äußerst preiswert. Bereits ab 90 Euro ist<br />

die kleine HD-Cam im Onlinehandel zu haben<br />

und das macht sie sogar in der 720p-Liga zu<br />

einem echten Schnäppchen. Einsparungen an<br />

der Ausstattung des Mini-Camcorders finden<br />

sich logischerweise an allen Ecken und Enden.<br />

Eines der vielen Opfer des niedrigen Preises ist<br />

der Objektivdeckel. Sein Fehlen gebietet zumindest<br />

eine gewisse Achtsamkeit bei der Lagerung<br />

der „Camileo HD“, um eventuellen Kratzern auf<br />

der Linse vorzubeugen. Milde stimmte uns dafür<br />

ein kleines, biegbares Dreibeinstativ, mit dem<br />

sich die Kamera fast überall aufstellen lässt.<br />

Schade nur, dass eine Fernbedienung fehlt,<br />

denn zusammen mit dem Stativ hätte das eine<br />

sinnvolle Kombination ergeben.<br />

Mini-Objektiv, ein 2,5 Zoll kleines Klappdisplay,<br />

ein paar Tasten, die in ihrer Verarbeitung und<br />

Bedienbarkeit gerade noch in Ordnung gehen,<br />

sowie eine Anschlussleiste, die immerhin mit<br />

einer HDMI-Schnittstelle aufwarten kann. Mehr<br />

ist für diesen Preis nicht drin. Übrigens auch<br />

nicht bei der Konkurrenz. Dass das Objektiv zum<br />

Einstellen des Fokusbereichs schwergängig in<br />

drei Stufen gedreht werden muss, ist allerdings<br />

störend, zumal uns die Unterschiede zwischen<br />

Makro- und Telemodus nur gering erscheinen.<br />

Die Zoom-Wippe des Toshiba-Gerätes gehört<br />

dagegen zu den leicht bedienbaren Vertretern.<br />

Schade nur, dass diese Funktion an diesem<br />

Camcorder kaum der Rede wert ist. Achtfacher,<br />

ausschließlich digitaler Zoom ist generell nicht<br />

mehr zeitgemäß und in diesem Fall ein konkretes<br />

Anzeichen für flach gehaltene Herstellungskosten.<br />

Schmerzhaft wird das Ganze allerdings<br />

erst dadurch, dass der Zoom nur bei<br />

ausgeschalteter Bildstabilisierung funktioniert<br />

und noch dazu schneckenlahm ist.<br />

Ein Druck auf die Zoom-Wippe öffnet schließlich<br />

das Kameramenü der „Camileo HD“, das sich<br />

wiederum nicht einfach mit dem Zoom-Regler<br />

durchblättern lässt, sondern nur mit den<br />

Spartanische Ausstattung<br />

Das kleine Gehäuse der „Camileo HD“ gibt sich<br />

ansonsten sehr karg. Ein Mini-Blitz unter dem<br />

SCREENSHOTS<br />

FAZIT<br />

Für HD-Videos auf Youtube oder ein<br />

paar Schnappschüsse im Freien macht<br />

die Pocket-Cam für hundert Euro noch<br />

Sinn. Gute Qualität darf man für diesen<br />

Preis jedoch nicht erwarten.<br />

Tim Luft<br />

Für ein hochauflösendes Web-Video ist die Qualität<br />

ausreichend, auf dem HD-Fernseher sieht es<br />

allerdings schlecht aus<br />

Licht und Farbe sind in Ordnung, doch durch die<br />

starke Komprimierung des Videos gehen viele<br />

Details verloren<br />

Bilder: ...<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Toshiba<br />

40<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


oberhalb davon befindlichen<br />

Richtungstasten<br />

bedient werden<br />

kann. Ersteres hätte<br />

Sinn gemacht, denn<br />

das Menü der Kamera<br />

ist trotz des reduzierten<br />

Umfangs sinnvoll<br />

gestaffelt, dabei verständlich<br />

und gut zu bedienen. Manuelle<br />

Funktionen sucht man – abgesehen<br />

von Belichtungskorrektur<br />

und Schärfejustierung – vergeblich,<br />

was allerdings typisch für die<br />

Gattung der Kleinst-Camcorder ist.<br />

Man kann zwischen drei Presets Weißabgleich<br />

und vier Auflösungen unterhalb<br />

von 720p auswählen. Deren niedrigste<br />

ist CIF mit 352 × 240 Bildpunkten.<br />

Alle vier Varianten laufen mit 30 Vollbildern<br />

pro Sekunde. Der Nachtmodus des Modells<br />

ist aufgrund äußerster Lichtschwäche kaum<br />

mehr als eine Randnotiz. Dafür gefallen die<br />

digitalen Bildeffekte wie Sepia- oder Schwarz-<br />

Weiß-Farbgebung und ebenso die Funktion zur<br />

Bewegungserkennung, die selbstständig auf<br />

Video aufzeichnet, solange sich etwas vor der<br />

Kamera bewegt. Gimmick oder Zeitgeist? Gemeinsam<br />

mit dem beigelegten Stativ lässt sich<br />

die „Camileo HD“ jedenfalls ausgezeichnet als<br />

Überwachungskamera einsetzen.<br />

Die Fotoabteilung der Cam beinhaltet nur wenig<br />

Nennenswertes: Serienbildfunktion, Motivrahmen<br />

und ein paar Effekte. Immerhin ist die<br />

Qualität der maximal acht Megapixel großen<br />

Fotos bei guten Lichtverhältnissen durchaus<br />

respektabel.<br />

HD und andere Extras<br />

Neben den gewohnten Foto- und Videofunktionen<br />

lässt sich der Camcorder zusätzlich als<br />

Diktiergerät und MP3-Player zweckentfremden.<br />

Letzteres könnte dank geringer Größe und Kopfhöreranschluss<br />

für einzelne Nutzer sogar ein<br />

Nur wenige Tasten schmücken das Gehäuse, die<br />

Handhabung ist für den kleinen Funktionsumfang<br />

der Pocket-Cam ausreichend gut<br />

sinnvolles Extra darstellen. Doch lässt sich<br />

damit kaum über die mäßige Bildqualität der<br />

Pocket-Cam hinwegtäuschen. Selbst für die<br />

720er-Auflösung wirkt das Bild zu matschig.<br />

Viele Bilddetails gehen in der starken Komprimierung<br />

(vier Megabit pro Sekunde) einfach<br />

verloren und bei Schwenks oder schnellen Bewegungen<br />

verschwimmen die Konturen. Zumindest<br />

unter Tageslicht sieht das Ganze gerade<br />

noch annehmbar aus, denn Farbgebung und<br />

Dynamik bieten nur wenig Anlass zur Kritik. In<br />

abgedunkelten Umgebungen macht sich das<br />

lichtschwache Objektiv bemerkbar. Die elektronische<br />

Signalverstärkung verursacht dann ein<br />

auffälliges, grobkörniges Rauschen, wobei sich<br />

immerhin noch Farbe und Konturen erkennen<br />

lassen.<br />

Die Bildautomatiken reagieren leider etwas zu<br />

schnell, sodass sich der Bildeindruck selbst bei<br />

kurzen Aufnahmen mehrfach verändern kann.<br />

Mehr Entspannung hätte hier gutgetan, denn<br />

ansonsten liegt die automatische Belichtung<br />

meist richtig. Der elektronische Bildstabilisator<br />

zeigt immerhin eine mittelmäßige Leistung,<br />

doch muss man sich – wie schon erwähnt – für<br />

Zoom oder Stabilisator entscheiden. Beides<br />

zusammen geht nicht.<br />

Auf der Anschlussseite zeigt sich die Kamera<br />

versöhnlich. Ein Mini-HDMI-Anschluss ist vorhanden<br />

und sogar an ein Kabel hat Toshiba<br />

gedacht. Dafür hat die Kamera allerdings keinen<br />

Komponentenausgang. Die PC-Verbindung über<br />

USB funktioniert selbst im Akkubetrieb reibungslos,<br />

sodass sich die Clips schnell auf die<br />

Festplatte ziehen lassen. Für kleinere Bearbeitungen<br />

und die Clip-Verwaltung steht das Software-Paket<br />

„MediaIimpression“ von Arcsoft zur<br />

Verfügung. Die Software unterstützt auch den<br />

direkten Youtube-Upload und allein diese Funktion<br />

erscheint uns wie maßgeschneidert für die<br />

kleine „Camileo HD“. 1<br />

Die Linse ist kaum größer als die einer Webcam, was besonders bei<br />

zunehmender Dunkelheit zu einem Problem wird; dafür sehen Schnappschüsse<br />

mit „Camileo HD“ wirklich annehmbar aus<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Größe (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Ausgänge<br />

Sonstige<br />

HDMI<br />

Toshiba<br />

Camileo HD<br />

119 Euro/90 Euro<br />

108 × 71 × 34 mm<br />

150 g<br />

www.toshibashop.de<br />

Komponente<br />

S-Video<br />

USB<br />

Video-Cinch, Kopfhörer<br />

Merkmale<br />

Speichermedium<br />

SD-Karte, 64 MB int. Speicher<br />

Aufzeichnungsformat<br />

MPEG-4/AVC<br />

Auflösungen 1 280 × 720<br />

1080p25<br />

x.v.Color<br />

Akkulaufzeit<br />

110 min<br />

max. Aufnahmedauer<br />

120 min (4 GB)<br />

Fernbedienung<br />

Optik<br />

Bildwandlertyp<br />

CMOS<br />

Bildwandlergröße k. A.<br />

Chipauflösung (Bruttopixel)<br />

5.0 Megapixel<br />

Fotoauflösung (max.)<br />

2 592 × 1 944 Pixel<br />

optischer Zoom<br />

8 × (digital)<br />

Ausstattung<br />

Sucher<br />

Fokusrad<br />

Bildstabilisator (Typ)<br />

elektronisch<br />

Blitz<br />

Zubehörschuh<br />

Funktionen<br />

Zebra<br />

5.1-Audio<br />

Besonderheiten<br />

Sonderfunktionen<br />

Webcam, MP3-Player<br />

Manuelle Einstellungen<br />

Weißabgleich<br />

Blende<br />

Verschluss<br />

Fokus<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

sehr preiswert<br />

nur mäßiges Bild<br />

geringe Abmessungen<br />

wenig Ausstattung<br />

ERGEBNIS<br />

Befriedigend<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 41


test<br />

HEIMKINO<br />

FESTPLATTENCAMCORDER VON CANON<br />

Neues altes Bildwunder<br />

Canons neuestes AVCHD-<br />

Spitzenmodell hört auf die<br />

Bezeichnung „HG21“, macht<br />

erstklassige Bilder und bietet<br />

echte Superlative, wie eine<br />

120-Gigabyte-Festplatte,<br />

maximale AVCHD-Bitrate sowie<br />

eine exzellente Benutzerführung.<br />

Dennoch stellt der<br />

Camcorder kaum mehr als<br />

ein kleines Update in Canons<br />

AVCHD-Line-up dar. Warum,<br />

verrät Ihnen unser Test.<br />

Ein elektronischer Sucher ist leider zur Seltenheit geworden.<br />

Dieser hier kann herausgezogen werden, was nötig<br />

wird, wenn man den Zubehörschuh erreichen will<br />

Die „HG21“ besitzt gegenüber dem<br />

„kleinen“ Schwestermodell „HG20“<br />

die doppelte Festplattenkapazität<br />

von 120 statt 60 Gigabyte sowie einen herausziehbaren<br />

elektronischen Sucher. Beiden<br />

gemein ist das Objektiv mit zwölffachem Zoom<br />

sowie die Signalelektronik, basierend auf<br />

dem DIGIC-DV-II-Prozessor und einem großen<br />

1/3.2-Zoll-CMOS-Bildwandler. Dieses Setup<br />

entspricht im Wesentlichen dem der letztjährigen<br />

Vorgängermodelle und hat sich aufgrund<br />

seiner herausragenden Bildqualität bis heute<br />

bewährt. Mit der aktuellen Generation reizt<br />

Canon die für AVCHD maximal spezifizierte Bitrate<br />

von 24 Megabit pro Sekunde (MBit/s) nun<br />

vollständig aus, obwohl schon bei den letzten<br />

Modellen keine qualitativen Einbußen mehr<br />

durch Videokompression zu bemerken waren.<br />

War gut, ist gut<br />

Die „HG21“ liegt – wie die meisten<br />

Canon-Modelle – ausgezeichnet<br />

in der Hand und<br />

überzeugt mit guter Ergonomie<br />

sowie mit<br />

einem insgesamt durchdachten, wenn auch<br />

sehr reduzierten äußeren Bedienkonzept. Reduziert<br />

deshalb, weil die Kamera trotz einer<br />

Fülle an manuellen Einstellmöglichkeiten<br />

keinerlei Funktionsregler zu deren Kontrolle<br />

oder Schnelltasten für den Zugriff auf wichtige<br />

Funktionen bereithält. Was diesen Aspekt betrifft,<br />

sind die letzten Modelle von Sony und<br />

Panasonic der „HG21“ längst voraus. Bei Canon<br />

kommt der Funktionsring erst wieder mit<br />

der nächsten Camcorder-Generation zum Einsatz,<br />

die gerade auf der Consumer Electronics<br />

Show vorgestellt wurde.<br />

Etwas hinter der Zeit bewegt sich auch der LCD-<br />

Monitor, der mit seinen 211 000 Bildpunkten<br />

eine gerade noch durchschnittliche Auflösung<br />

bietet, was sich besonders bei der manuellen<br />

Fokussierung bemerkbar machen kann. Zum<br />

Ausgleich spendiert Canon seinem Spitzenmodell<br />

eine Fokussierhilfe, die bei manueller<br />

Scharfstellung<br />

das Bild auf<br />

dem Monitor vergrößert<br />

und so die Kanten<br />

von Objekten in der<br />

Bildmitte visuell besser auflöst.<br />

Schon traditionell sind<br />

an Canons Camcordern die serienmäßigen<br />

Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer, die die<br />

ohnehin schon gute Audioabteilung der „HG21“<br />

zusätzlich bereichern. Dafür ist ein anderes für<br />

Canon typisches Ausstattungsmerkmal, die<br />

kleine LED-Videoleuchte, diesmal nicht mit<br />

von der Partie.<br />

Wirklich angetan waren wir vom Kameramenü<br />

der „HG21“, das – obwohl bisher schon beispielhaft<br />

– hier nochmals kräftig verbessert<br />

und optisch aufpoliert wurde. Mehr Übersicht<br />

und Logik bietet nach unserer Ansicht derzeit<br />

kein anderer Hersteller. Alle wichtigen<br />

Bildeinstellungen können bei Canon mit<br />

wenigen Joystick-Bewegungen erreicht<br />

und verändert werden, was besonders<br />

für die manuelle Justierung von<br />

Vorteil ist. Im Hauptmenü kann dazu<br />

wahlweise zwischen Vollautomatik,<br />

Verschluss- oder Blendenautomatik<br />

gewechselt werden, wobei eine vollständige<br />

manuelle Kontrolle über<br />

Das Bedienkonzept von<br />

Canons Camcordern ist<br />

verständlich und bewährt,<br />

leider hinkt die Auflösung<br />

des Displays aber der Zeit<br />

hinterher<br />

Bilder: Canon, Stock.xchng: baines, ilco<br />

42 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


SCREENSHOTS<br />

FAZIT<br />

Auch wenn dieses Modell nicht so<br />

viel Neues bietet. Für mich setzt die<br />

„HG21“ Canons äußerst gelungener<br />

AVCHD-Reihe im Jahr 2008 einfach<br />

noch die Krone auf.<br />

Tim Luft<br />

Es gibt kaum Situationen, in denen das Bild der<br />

„HG21“ nicht hervorragend aussieht und dank<br />

guter Automatik richtig belichtet ist<br />

beide Parameter leider nicht<br />

gegeben ist. So etwas bietet<br />

in diesem Preissegment nur<br />

Panasonic. Einen diesbezüglichen<br />

Kompromiss gibt<br />

es bei Canon aber trotzdem:<br />

Durch Druck auf<br />

den Joystick öffnet sich<br />

ein kleines Extra-Menü,<br />

in dem sich neben Fokus<br />

und Mikrofonempfindlichkeit<br />

in insgesamt 23 Stufen<br />

zusätzlich die Bildhelligkeit –<br />

also indirekt Verschluss und Blende<br />

gleichzeitig – hoch- bzw. herunterregeln<br />

lässt.<br />

Zum Standardrepertoire der „HG21“ zählt außer<br />

den umfangreichen Szeneprogrammen,<br />

digitalen Effekten und erweiterten Justierungen<br />

(unter anderem für Schärfe und Sättigung)<br />

auch der derzeit ansehnlichste Kinomodus<br />

im Preissegment um die 1 000 Euro, natürlich<br />

nebst optionaler 25p-Aufzeichnung. Was uns<br />

bei all den gebotenen Einstellmöglichkeiten an<br />

der „HG21“ trotzdem fehlt, ist eine Zebrafunktion<br />

zur Anzeige überbelichteter Bildanteile.<br />

Warum Canon gerade dieses eigentlich standardmäßige<br />

Feature einspart, ist uns ein Rätsel<br />

und sorgt leider für Punktabzug.<br />

Praktisch gut<br />

Hinsichtlich der Bildqualität belegt die „HG21“<br />

dann wieder einen Spitzenplatz. Schärfe und<br />

Detailgrad der Aufnahmen sind großartig, die<br />

Farbgebung der Bilder wirkt trotz starker<br />

Sättigung insgesamt natürlich und<br />

gut differenziert. Bildstörungen wie<br />

Artefakte oder Bewegungsschlieren<br />

konnten wir in der höchsten Qualitätsstufe<br />

mit 24 MBit/s sowieso<br />

nicht mehr feststellen. Im<br />

Auf vermindertes Licht antwortet die „HG21“ mit<br />

kräftigen Farben und relativ hoher Detailschärfe,<br />

allerdings bei deutlichem Rauschen<br />

Schwachlichtbereich schlägt sich die „HG21“<br />

zwar mit auffälligem Rauschen, dafür aber<br />

hoher Detailschärfe und Farbtreue immer noch<br />

gut und sichert sich damit einen der vorderen<br />

Plätze innerhalb ihrer Preisklasse.<br />

Im praktischen Einsatz punktet die Kamera<br />

mit effizienter Bildstabilisierung und präzisem<br />

Autofokus. Generell zeigt die „HG21“ im vollautomatischen<br />

Betrieb eine sehr ordentliche<br />

Leistung, was Einsteigern sofort zu eindrucksvollen<br />

Aufnahmen verhilft.<br />

Kaum etwas auszusetzen haben wir an der<br />

Connectivity der „HG21“. Bis auf den proprietären<br />

Canon-Zubehörschuh sind alle Anschlüsse<br />

gut erreichbar und ordentlich verarbeitet.<br />

Das übersichtlich gestaltete Handbuch enthält<br />

umfangreiche Informationen in deutscher<br />

Sprache. Das Software-Paket bietet ausreichend<br />

Basisfunktionen wie Clip-Verwaltung,<br />

einen einfachen Schnitt sowie DVD- und sogar<br />

Blu-ray-Aufzeichnung. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Typ<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Größe (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Farbe<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Ausgänge<br />

Sonstige<br />

HDMI<br />

Canon<br />

HG21<br />

Hybrid<br />

1 399 Euro/1 100 Euro<br />

80 × 77 × 139 mm<br />

490 g<br />

Schwarz<br />

www.canon.de<br />

Komponente<br />

S-Video<br />

USB<br />

Mikrofon/Kopfhörer, Video-Cinch<br />

Merkmale<br />

Speichermedium<br />

HDD (120 GB)<br />

Aufzeichnungsformat<br />

AVCHD<br />

Auflösungen 1 920 × 1080<br />

1080p25<br />

x.v.Colour<br />

Akkulaufzeit<br />

90 min<br />

max. Aufnahmedauer<br />

11 h<br />

Fernbedienung<br />

Optik<br />

Bildwandlertyp<br />

CMOS<br />

Bildwandlergröße 1/3.2“<br />

Chipauflösung (Bruttopixel)<br />

3.31 Megapixel<br />

Fotoauflösung (max.)<br />

2 048 × 1 536 Pixel<br />

optischer Zoom 12 ×<br />

Ausstattung<br />

Sucher<br />

Fokusrad<br />

Bildstabilisator (Typ)<br />

optisch<br />

Blitz<br />

Zubehörschuh aktiv<br />

Funktionen<br />

Zebra<br />

5.1-Audio<br />

Nachtmodus<br />

Manuelle Einstellungen<br />

Weißabgleich<br />

Blende<br />

Verschluss<br />

Fokus<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

gute Ausstattung<br />

kaum Extrafunktionen<br />

exzellente Bildqualität<br />

geringe Displayauflösung<br />

ERGEBNIS<br />

Gut<br />

Objektiv und Bildelektronik<br />

sind schon von<br />

Canons letzter Camcorder-Generation<br />

bekannt<br />

und sorgen nach wie vor<br />

für höchste Bildqualität<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

43


test<br />

HEIMKINO<br />

HTPC AUF DEM PRÜFSTAND<br />

Der PC vorm Fernsehsessel<br />

Der Ausdruck „Wohnzimmer-PC“ dürfte bei vielen gemischte Gefühle auslösen. Einerseits können wir uns<br />

die Vorzüge eines multimedialen Rechenknechts neben dem Fernsehsessel gut vorstellen, andererseits<br />

dämpfen Gedanken an Lärm und Bedienfrust üblicher PCs die Neugier auf diese Form des Home Entertainments<br />

schnell. Wir wollten es genau wissen und haben uns einen HTPC bestellt.<br />

Ein PC wird zum HTPC, wenn man ihn<br />

im Wohnzimmer zwischen Receiver und<br />

Fernseher aufstellt und zum Filmgenuss<br />

und Musikhören nutzt. So ungefähr könnte die<br />

Definition der PC-Gattung lauten, die sich vor<br />

allem durch zwei Dinge auszeichnet: Unauffälligkeit<br />

und große Multimedia-Affinität. Der<br />

sogenannte Home-Entertainment-PC führt seit<br />

einigen Jahren ein gediegenes Nischendasein.<br />

Gediegen deshalb, weil offensichtlich genügend<br />

Nachfrage für die kleinen, leisen, Strom<br />

sparenden Würfel besteht und der Gedanke,<br />

einen integrierten, aufrüstbaren Multimedia-<br />

Player zu besitzen, durchaus Sinn ergibt. Ganz<br />

besonders jetzt, da Blu-ray und HDMI im PC-<br />

Bereich zunehmend serienmäßig Einzug halten,<br />

während die Preise für Stand-alone-Player im<br />

HD-Bereich immer noch relativ hoch sind. Trotzdem<br />

nimmt der Computer im Wohnzimmer nach<br />

wie vor eine Nischenposition ein. Der Grund:<br />

Ein Kuckuckskind wie dieses löst auch Skepsis<br />

aus. Zu sehr drängt sich der Verdacht auf,<br />

eine Verquickung des klassischen PCs mit dem<br />

klassischen Komponentensystem könnte im<br />

Ergebnis nichts Halbes und nichts Ganzes ergeben.<br />

Wir teilen diese Skepsis im Grunde und<br />

waren doch gleichermaßen neugierig, ob und<br />

in welchem Umfang ein HTPC den klassischen<br />

Komponenten das Wasser reichen könnte und<br />

ob sich der Preisaufwand lohnt.<br />

Modular<br />

Unser HTPC ist der bereits knapp ein Jahr<br />

alte Shuttle „SN78SH7“ mit Dual-Core-Prozessor,<br />

HD-fähigem Chipsatz und HDMI 1.2.<br />

Als Barebone, sprich Basisvariante ohne Laufwerke,<br />

Arbeitsspeicher und Betriebssystem,<br />

kostet Shuttles „SN78SH7“ per Onlinebestellung<br />

ca. 280 Euro. Verbaut man die fehlenden<br />

Komponenten inklusive TV-Karte, Blu-ray-Laufwerk<br />

und Windows Vista selbst, ergibt sich<br />

ein Gesamtpreis von ungefähr 600 Euro. Als<br />

Komplettpaket von Shuttle wird es mit diesen<br />

Komponenten etwas teurer, dafür bekommt<br />

man jedoch ein fertig konfiguriertes Windows<br />

„Vista Home Premium“ inklusive Media-Center<br />

geliefert.<br />

Je nach Anspruch an den zukünftigen Wohnzimmer-PC<br />

kann wahlweise ein Monitor (VGA), ein<br />

HD-Fernseher (HDMI) oder beides zusammen<br />

angeschlossen werden. Wir haben uns für den<br />

alleinigen Anschluss eines Full-HD-TVs entschieden,<br />

denn wir wollen an erster Stelle den<br />

Fähigkeiten des Modells als Multimedia-Player<br />

auf den Zahn fühlen.<br />

Erwartungsgemäß ist es auch bei einem HTPC<br />

nicht mit dem Anschalten und Loslegen ge-<br />

Bilder: Microsoft, Shuttle<br />

44 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


SCREENSHOTS<br />

Per Fernbedienung bietet Microsofts Media-<br />

Center schnellen Zugriff auf viele Medien<br />

Allerdings fehlt dem Media-Center trotz vieler<br />

Möglichkeiten die Unterstützung für HDTV<br />

tan. Als Windows-PC fordert der Shuttle vom<br />

Nutzer die üblichen Einrichtungsschritte, wie<br />

die Anpassung der Bildschirmauflösung, die<br />

Installation eines Virenscanners oder verschiedene<br />

Treiber-Updates von der Herstellerseite.<br />

Ist das erledigt, kann man jedoch theoretisch<br />

die Maus in die Schublade packen, denn Start<br />

und Bedienung des Windows Media-Centers erfolgen<br />

über die mitgelieferte Fernbedienung –<br />

also so, wie man es von Fernseher oder DVD-<br />

Player gewohnt ist.<br />

Unsere zukünftige Medienzentrale von Windows<br />

erfordert natürlich ebenfalls ein grundsätzliches<br />

Setup, schließlich müssen die Ordner mit<br />

Filmen, Musik und Bildern freigegeben und die<br />

vorhandene Fernsehkarte muss eingerichtet<br />

werden. Während Ersteres einfach und schnell<br />

funktionierte, kam es bei der Sendersuche auf<br />

der von uns eingesetzten DVB-S2-Fernsehkarte<br />

bereits zu ersten Problemen, denn HD-Sender<br />

wollte das Media-Center partout nicht anzeigen.<br />

Der Grund dafür liegt in der mangelnden<br />

Unterstützung für den H.264-Codec, der vom<br />

hochauflösenden DVB-S2-Standard verwendet<br />

wird. Wer also nicht auf zusätzliche Programme<br />

(und damit auf die klassische Maussteuerung)<br />

zurückgreifen will, dem bleibt nur die Installation<br />

zusätzlicher Plug-ins. Diese können die Medienzentrale<br />

zwar um viele Features erweitern,<br />

allerdings verursachen sie auch Zusatzkosten.<br />

So bleibt man in der Basisversion also auf<br />

die üblichen SDTV-Varianten wie analog oder<br />

DVB-C beschränkt. Auf diesem Niveau kann<br />

der Wohnzimmer-PC jedoch seine Stärken voll<br />

ausspielen: Der Zugriff auf Musiksammlung,<br />

Bildarchiv, DVD oder TV funktioniert schnell<br />

und unkompliziert. Aufnahmen lassen sich<br />

über den integrierten Programmführer leicht<br />

planen und anschließend mit dem Media-Center<br />

verwalten und brennen. Ebenfalls möglich<br />

ist der Zugriff auf Netzwerkordner und Videoon-Demand-Dienste<br />

im Internet.<br />

Player oder PC?<br />

Blu-ray-Support gibt es in Microsofts Media-<br />

Center nicht „out of the Box“, jedoch integriert<br />

sich das bei vielen Blu-ray-Laufwerken mitgelieferte<br />

„PowerDVD Ultra“ nahtlos in die<br />

Medienzentrale von Vista. In unserem Test<br />

bereitete das Abspielen der hochauflösenden<br />

Scheiben keine grundsätzlichen Probleme,<br />

die Bildqualität war absolut überzeugend<br />

und die Ladezeiten fielen kurz aus. Allerdings<br />

war die Ausgabe von Dolby Digital sowie DTS<br />

Audio über die integrierte HDMI-Schnittstelle<br />

Anlass für Schwierigkeiten, und das, obwohl<br />

„PowerDVD“ sogar die neuen hochauflösenden<br />

Tonformate unterstützt. Um doch noch Digitalsound<br />

zum Receiver zu schicken, mussten wir<br />

letztlich den optischen S/P-DIF-Ausgang des<br />

Shuttle-HTPCs bemühen. Warum wir über HDMI<br />

keine vernünftige Mehrkanalausgabe realisieren<br />

konnten, bleibt uns ein Rätsel.<br />

Das Fazit unseres HTPC-Praxistests ist eher ernüchternd.<br />

Während es aufseiten der Hardware<br />

bis auf das HDMI-Sound-Problem nichts zu<br />

bemängeln gab, fehlte es zumindest in Verbindung<br />

mit Microsofts Media-Center softwareseitig<br />

doch stark an überzeugenden Argumenten<br />

für die Anschaffung eines HTPC als reinrassiger<br />

Player-Ersatz. Denn trotz einfacher Bedienung<br />

und hübscher Oberfläche hatten wir zu oft das<br />

Gefühl, dass wir mit klassischer PC-Software<br />

mehr anstellen könnten, besonders in Bezug<br />

auf HDTV.<br />

Überzeugend wirkte unser Shuttle-HTPC dagegen,<br />

wenn er beides sein durfte: PC und Player.<br />

Als äußerst leiser und dezenter Alleskönner<br />

wird er dann nicht nur preislich rentabel, sondern<br />

sogar zu einem Stück Technik, das man<br />

sich gern ins Haus stellt. Ganz egal wohin. 1<br />

Tim Luft<br />

Mit einer Leistungsaufnahme<br />

von 110 Watt beim<br />

Abspielen einer Blu-ray<br />

gehört dieser PC<br />

sicher zu den effizienteren<br />

PC-<br />

Playern<br />

Trotz geringer Abmessungen bietet der Barebone schon in der Basisversion<br />

eine ganze Menge Anschlussmöglichkeiten<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

45


test<br />

HEIMKINO<br />

TREKSTOR „MOVIESTATION POCKET C.UC 320GB“<br />

Multimedia für unterwegs<br />

Bei externen Festplatten erkennt man schon seit einiger Zeit den Trend, nicht mehr nur reine Datenspeicher<br />

zu sein. Trekstor präsentiert mit der portablen „MovieStation pocket c.uc“ eine Lösung für mobile Anwender<br />

und verspricht Film-, Bild- und Musikwiedergabe für zu Hause und unterwegs.<br />

TESTFAZIT<br />

Trekstor präsentiert mit der<br />

„MovieStation pocket c.uc“ eine mobile<br />

Lösung, die leider technisch veraltet<br />

ist, für den Urlaub aber eine sinnvolle<br />

Lösung darstellt.<br />

Florian Kriegel<br />

Mobile Datenträger sind aus unserem<br />

Alltag nur noch schwer wegzudenken.<br />

Neben USB-Sticks haben sich<br />

externe Festplatten zu den meistverkauften<br />

Produkten in diesem Bereich gemausert. Stetig<br />

anwachsende Kapazitäten ermöglichen zudem<br />

zahlreiche neue Funktionen, die nun auch in<br />

den Bereich der Unterhaltungselektronik Einzug<br />

halten, speziell in das Heimkinosegment. Die<br />

Möglichkeiten gestalten sich dabei sehr vielseitig.<br />

Angefangen von Video- und Bildwiedergabe<br />

bis hin zum großen Musikarchiv inklusive Unterstützung<br />

diverser Medienformate bieten die Media-Player<br />

viele erdenkliche Zusatzfunktionen.<br />

Dabei existieren verschiedene Konzeptansätze.<br />

Manche Geräte fungieren als reiner Player und<br />

können extern, also z. B. über eine per USBverbundene<br />

Festplatte, auf Daten zugreifen und<br />

diese wiedergeben. Dies hat den Vorteil, dass<br />

alle möglichen Speichermedien genutzt und<br />

beliebig abgespeicherte Medien dargestellt<br />

werden können. Andere Herangehensweisen<br />

umfassen sowohl Player als auch den dazugehörigen<br />

Speicher in einem Gerät. Dieses Ziel<br />

verfolgt auch Trekstor mit der „MovieStation<br />

pocket c.uc“, deren Namenszusatz „Movie“ etwas<br />

irreführend gewählt ist, da das Gerät natürlich<br />

auch Musik und Bilder wiedergeben kann.<br />

Massenspeicher<br />

Trekstors Modell kommt in einem recht unscheinbaren<br />

externen Gehäuse daher, das trotz<br />

der notwendigen zusätzlichen Elektronik sehr<br />

dezente Ausmaße hat. Es ist kaum größer als<br />

typische 2,5-Zoll-Modelle, besitzt darüber hinaus<br />

aber noch einen seitlichen Schacht für<br />

Speicherkarten (SD, MMX, xD) sowie Bedienelemente<br />

auf der Ober- und notwendige Anschlüsse<br />

auf der Rückseite. Dank der leicht gummierten<br />

Oberfläche fühlt sich das Gehäuse recht hochwertig<br />

an, nur der Kunststoffrand in Chromoptik<br />

weist leichte Defizite in der Verarbeitung auf.<br />

Insgesamt werden fünf Größen bis zu 500 Gigabyte<br />

(GB) angeboten, in unserem Falle haben<br />

wir uns für das 320-GB-Modell entschieden.<br />

Das Bespielen der „MovieStation“ ist denkbar<br />

einfach. Die Festplatte (denn das ist sie in erster<br />

Linie noch) wird einfach an eine Steckdose<br />

angeschlossen und danach über das beigefügte<br />

USB-Kabel mit dem PC oder Mac verbunden. Eine<br />

Ordnerstruktur ist nicht vorgegeben, sodass<br />

man seine Daten nach Belieben sortieren kann.<br />

Ist dies geschehen, kann der Media-Player auch<br />

schon mit dem Fernseher verbunden werden.<br />

Hier wird bereits die größte Schwachstelle des<br />

Geräts ersichtlich. Leider verfügt der kleine Kasten<br />

weder über einen optischen Digitalausgang<br />

noch über eine Möglichkeit zur digitalen Videoausgabe.<br />

So ist man also gezwungen, die Platte<br />

entweder über den simplen AV-Anschluss samt<br />

Scartadapter anzuschließen oder auf den Komponentenausgang<br />

zurückzugreifen. Letzteres<br />

sollte aufgrund der besseren Qualität bevorzugt<br />

werden. Der Ton bleibt dabei aber immer analog<br />

und leider nur stereo.<br />

Format-Hickhack<br />

Die „pocket c.uc“ spielt viele, aber nicht alle<br />

Formate ab. So werden im Audiobereich die<br />

typischen Container wie MP3, WMA und WAV<br />

wiedergegeben, doch im Test zeigte sich das<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Trekstor<br />

46 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


SCREENSHOTS<br />

Gerät auch bei AAC-Dateien kompromissbereit.<br />

Bei MP3s wird dabei sogar ein Frequenzband<br />

dargestellt, das optisch jedoch leider altmodisch<br />

daherkommt. Im Videobereich werden<br />

neben MPEG-1 und -2 auch Xvid sowie DivX-<br />

Filme der Version 3 und 5 abgespielt. Obendrein<br />

werden auch DVD-Filme wiedergegeben, was<br />

das Gerät besonders interessant macht. Auf diese<br />

Weise können DVDs von Urlaubsvideos auf<br />

dem Gerät gespeichert und wie vom DVD-Player<br />

gewohnt bedient werden. Dazu reicht es, auf<br />

der handlichen und übersichtlichen Fernbedienung<br />

die Taste „DVD“ zu drücken, wenn man im<br />

Auswahlmenü einen der DVD-Ordner selektiert<br />

hat. Anschließend startet die DVD samt Menü<br />

und lässt sich ohne Verzögerungen steuern.<br />

Leider unterstützt der Player kein hochauflösendes<br />

Material, hier meldet das sehr biedere<br />

OSD-Menü eine nicht unterstützte Auflösung.<br />

Die Qualität ist in Ordnung, besonders bei der<br />

DVD-Wiedergabe. Insgesamt fällt das Ergebnis<br />

jedoch etwas schwach aus, was aufgrund der<br />

analogen Verbindung aber auch nicht anders zu<br />

erwarten war. Leider findet selbst bei Verwendung<br />

des Komponentenausgangs keine 16 : 9-<br />

Ausgabe statt.<br />

Unter Kontrolle<br />

Bedienen lässt sich die „MovieStation“ über<br />

den mitgelieferten Signalgeber oder direkt am<br />

Gerät mittels mehrerer Tasten. Die Handhabung<br />

mit der Fernbedienung funktioniert reibungslos<br />

und flink. Wichtige Knöpfe für die DVD-Nutzung,<br />

wie z. B. eine Audiotaste, fehlen leider. Die Einstellung<br />

der Lautstärke, das Spulen und weitere<br />

Features wie beispielsweise der Zoom-Modus<br />

lassen sich aber bequem fernsteuern.<br />

Das Konzept lässt erkennen, dass in erster Linie<br />

ein mobiler Einsatz vorgesehen ist. Nicht nur das<br />

kleine Gerät selbst, auch die heutzutage etwas<br />

mittelalterlichen Anschlüsse zeigen, dass auch<br />

ältere TV-Modelle (wie z. B. in Hotels) nicht von<br />

der Benutzung ausgeschlossen werden sollen.<br />

Wer technisch nicht allzu hohe Ansprüche stellt,<br />

kann die „pocket c.uc“ natürlich auch zu Hause<br />

problemlos einsetzen.<br />

Schlussendlich<br />

Trekstor zeigt mit der „MovieStation pocket<br />

c.uc“ eine funktionierende Media-Player-Lösung<br />

für unterwegs. Zwar werden nicht alle Formate<br />

wiedergegeben und auf High Definition muss<br />

verzichtet werden, doch wer z. B. im Urlaub<br />

Filme, Musik und Bilder wiedergeben möchte,<br />

dürfte mit dem kompakten Wegbegleiter zufrieden<br />

sein.<br />

Dank der einfachen Bedienung ist das Gerät<br />

auch schnell einsatzbereit. Wer plant, einen Media-Player<br />

ausschließlich für die Heimnutzung<br />

anzuschaffen und dabei flexibler in der Dateivielfalt<br />

sein möchte, der sollte nach besser und<br />

moderner ausgestatteten Modellen Ausschau<br />

halten. 1<br />

Auf der Rückseite befinden<br />

sich sämtliche Anschlüsse –<br />

leider nur in analoger Form<br />

Das Menü sieht zwar altmodisch aus, ermö-glicht<br />

aber einen schnellen Zugriff auf die Dateien<br />

Bei der Wiedergabe von MP3-Files wird ein optisch<br />

einfaches Frequenzband angezeigt<br />

Bevor einzelne Dateien wiedergegeben werden,<br />

erfolgt eine kleine <strong>Vorschau</strong><br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Trekstor<br />

Modell<br />

MovieStation pocket c.uc<br />

Preis/Straßenpreis<br />

159 Euro/140 Euro<br />

Größe (B/H/T)<br />

116 × 78 × 24 mm<br />

Gewicht<br />

430 g<br />

Informationen<br />

www.trekstor.de<br />

Ausstattung<br />

Scart/Video/S-Video / /<br />

YUV<br />

Videoauflösung<br />

PAL, NTSC<br />

USB<br />

Kartenschacht (SD, MMC, xD)<br />

WLAN/LAN /<br />

Audio analog<br />

Digitalausgang optisch/koaxial /<br />

HDMI/DVI /<br />

Fernbedienung<br />

Festplatte<br />

320 GB<br />

Stromverbrauch Betrieb/Stand-by<br />

5,9 W/0,2 W<br />

Wiedergabeformate<br />

Bilder JPEG/BMP/TIFF/PNG / / /<br />

Video MPEG/DivX/WMV/Xvid/AVI / / / /<br />

DVD (VOB)<br />

Musik MP3/WMA/AAC/WAV / / /<br />

HDTV<br />

Kompatibilität<br />

Betriebssysteme<br />

Windows 2000/XP/Vista,<br />

Mac OSX ab 10.3<br />

Festplattenformate FAT 32<br />

Festplattengröße<br />

2,5 Zoll<br />

ERGEBNIS<br />

Befriedigend<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

47


test<br />

AUDIO<br />

DREI 7.1-AV-RECEIVER MIT HD-TON AUF DEM PRÜFSTAND<br />

Klassentreffen<br />

Moderne AV-Receiver werden immer mehr zu voll ausgestatteten Schaltzentralen. Seit Kurzem haben auch<br />

günstigere Modelle Features an Bord, die zuvor nur höherpreisigen Geräten vorbehalten waren. Wir haben<br />

uns drei Varianten mit Dolby True HD, DTS-HD und 7.1 angeschaut.<br />

Zu einem komplett ausgestatteten<br />

Heimkino gehören ein AV-Receiver und<br />

mehrere Lautsprecher. Aktuell werden<br />

maximal 7.1-Sets unterstützt. Durch zwei rückwärtige<br />

Center-Lautsprecher gewinnen Filme<br />

nochmals deutlich an Tiefe. Was vor einigen<br />

Jahren noch als Luxusausstattung galt,<br />

bringen in unserem Test alle drei Modelle<br />

mit. Bei Preisen ab rund 400 Euro ist die<br />

Ausstattungsliste günstiger Modelle bereits<br />

so umfangreich, dass man über Sinn und<br />

Unsinn deutlich teurerer Geräte nachdenken<br />

kann. Der preiswerteste Vertreter in unserem<br />

Vergleichstest ist der Yamaha „RX-V663“, der<br />

bereits seit einem knappen Jahr auf dem Markt<br />

ist, dicht gefolgt vom Kenwood „KRF-V9300D“,<br />

der ähnliche Merkmale samt 1 080p-Upscaling<br />

mit sich bringt. Teuerster und neuester Kandidat<br />

ist der Harman/Kardon „AVR-355“, der mit<br />

hochwertiger Bedienung und dem etwas Mehr<br />

an Ausstattung auftrumpfen will. Eins steht<br />

aber jetzt schon fest: Günstige AV-Receiver<br />

haben mächtig aufgeholt. Ob sie auch auf<br />

klanglichem Niveau mit den größeren Vertretern<br />

mithalten können und wer das Rennen<br />

weshalb für sich entschieden hat, erfahren Sie<br />

in unserem mehrseitigen Vergleichstest.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Harman/Kardon, Kenwood, Yamaha<br />

48<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


YAMAHA RX-V663<br />

Der Yamaha „RX-V663“ ist das kleinste Modell<br />

des japanischen Herstellers, das die neuen<br />

Tonformate Dolby True HD und DTS-HD verarbeiten<br />

kann. Mit 7.1-Unterstützung können<br />

die von der Blu-ray bekannten HD-Tonformate<br />

durch eine dichte räumliche Abbildung wiedergegeben<br />

werden. Yamaha spendiert dem Gerät<br />

noch viele weitere Features, darunter das eigens<br />

entwickelte YPAO-Einmesssystem, durch<br />

das räumliche Defizite in gewissem Umfang<br />

abgefedert werden können. HDMI-Schnittstellen,<br />

eine grafische Benutzeroberfläche und<br />

ausreichend Kraftreserven versprechen puren<br />

Heimkinogenuss.<br />

Installationsroutine<br />

Die Einrichtung des AV-Receivers und der anzuschließenden<br />

Lautsprecher kann dank der<br />

informativen Anleitung auch von weniger versierten<br />

Nutzern vorgenommen werden. Von<br />

der Lautsprecheraufstellung über die korrekte<br />

Verkabelung bis hin zum Einmessen werden<br />

hier alle Faktoren abgehandelt. Wir empfehlen<br />

die automatische Einmessung mit YPAO.<br />

Dazu wird am Hörplatz des Zuschauers in<br />

Ohrhöhe ein Mikrofon platziert, das mithilfe<br />

von Testtönen alle wichtigen Parameter für<br />

den optimalen Klang einstellt. Von Abstand<br />

bis Frequenzanpassung wird hier alles vollautomatisch<br />

geregelt. Das Ergebnis kann sich<br />

hören lassen und Profianwender können sämtliche<br />

Attribute manuell beeinflussen. Weitere<br />

Einstellungen, wie beispielsweise das Zuweisen<br />

der Anschlusseingänge an entsprechende<br />

Gerätetypen, können ebenfalls bequem über<br />

das grafische Menü vorgenommen werden.<br />

Die meisten Nutzer dürften mit den zwei HDMIund<br />

insgesamt fünf digitalen Audioausgängen<br />

ausreichend versorgt sein.<br />

Mehr HDMI-Anschlüsse bieten erst etwas<br />

teurere Geräte. Einziges Manko beim Yamaha<br />

ist das fehlende HDMI-Upscaling. Zwar werden<br />

analoge Videosignale in digitale gewandelt,<br />

doch im Gegensatz zur Konkurrenz werden<br />

diese nicht noch auf HD-Niveau hochskaliert.<br />

Ansonsten bietet der „RX-V663“ reichhaltige<br />

Anschlüsse. Darunter ist auch ein 7.1-Pre-Out<br />

für die Verwendung externer Verstärker, ein<br />

7.1-Mehrkanaleingang und, was ebenfalls kein<br />

Standard ist, ein zweiter Subwoofer-Ausgang.<br />

Videoein- und -ausgänge sowie die Möglichkeit,<br />

ein Yamaha-iPod-Dock zu verbinden, runden<br />

die gute Hardware-Ausstattung ab. Doch<br />

auch beim Bedienkonzept bietet der Japaner<br />

interessante Ansätze. So können mit den vier<br />

Scene-Tasten Makros mit nur einem Knopfdruck<br />

ausgeführt werden. Diese sorgen dafür,<br />

dass der entsprechende Eingang und das<br />

passende Soundfeld gewählt werden und das<br />

Gerät (z. B. der DVD-Player) mit der Receiver-<br />

Fernbedienung genutzt werden kann.<br />

Klangpotenzial<br />

Dank der 95 Watt (acht Ohm) pro Kanal zeigte<br />

sich der Yamaha auch bei hohen Lautstärken<br />

pegelfest. Mit Niveaus, die in Wohnungen<br />

kaum noch auf Nächstenliebe bei den Nachbarn<br />

stoßen dürften, kam der „RX-V663“ zurecht,<br />

ohne dabei undefinierten Klangbrei von<br />

sich zu geben. Vor allem im Filmbetrieb konnte<br />

der AV-Receiver nach der automatischen Einmessung<br />

durch eine voluminöse Räumlichkeit<br />

punkten. Dabei gelang insbesondere die Decodierung<br />

unkomprimierter Tonspuren vieler<br />

Blu-rays sehr dynamisch und klar akzentuiert,<br />

sodass sich das Modell als idealer Partner<br />

eines Blu-ray-Players anbietet. Doch auch<br />

Musikliebhaber werden mit dem Gebotenen<br />

zufrieden sein.<br />

Je nach zugespieltem Signal sollte darüber hinaus<br />

über den Einsatz der sehr gut integrierten<br />

DSPs nachgedacht werden. So gibt es die<br />

Klangaufpolierer Dolby PLIIx und DTS Neo:6,<br />

die aus einem Stereo- ein Surround-Signal<br />

errechnen. Dies gelingt sehr gut, wobei je nach<br />

persönlichen Vorlieben geprüft werden muss,<br />

welcher Algorithmus am besten zum jeweiligen<br />

Signal passt. Auch die eigens von Yamaha entwickelten<br />

Klangprogramme können den Filmund<br />

Musikgenuss noch intensivieren. Leider<br />

lassen sich jegliche Klangverbesserer bei der<br />

Zuspielung von HD-Tonsignalen nicht einschalten.<br />

Dafür kann jedes dieser Programme manuell<br />

justiert werden, um das bestmögliche<br />

Ergebnis zu erzielen. Gerade Stereo-Musik<br />

kann von diesen Erweiterungen profitieren.<br />

Auch bei Filmen lassen sich so noch bessere<br />

Ergebnisse erzielen.<br />

Rundes Gesamtkonzept<br />

Ein Minuspunkt des Modells ist die schwachbrüstige<br />

Videosektion. Zwar findet auf Wunsch<br />

eine Wandlung in Vollbilder statt, auf Upscaling<br />

muss jedoch komplett verzichtet werden.<br />

Dies ist allerdings nur dann ein Problem, wenn<br />

die verwendeten Geräte wie Blu-ray- oder DVD-<br />

Player selbst kein HD-Signal ausgeben oder<br />

keinen Upscaler besitzen. Da die Ergebnisse<br />

von AV-Receivern dieser Preisklasse ohnehin<br />

selten besser sind als die der Zuspieler, kann<br />

über dieses Defizit hinweggesehen werden.<br />

Ansonsten gefällt der Auftritt des kleinen<br />

Yamahas. Toller Klang, ein wirkungsvoll arbeitendes<br />

Einmesssystem und vielfältige Einstellmöglichkeiten<br />

in allen Bereichen machen den<br />

„RX-V663“ zum absoluten Preistipp.<br />

Im oberen Drittel lassen<br />

sich die einzelnen Eingänge<br />

auswählen und<br />

die selbst definierbaren<br />

Scene-Befehle aufrufen.<br />

Außerdem lassen sich<br />

programmierte Geräte<br />

ein- und ausschalten<br />

Im aufgeräumten Mittelteil<br />

befindet sich neben<br />

der Lautstärkeregelung<br />

auch die Menünavigation.<br />

Ein kleines Display<br />

zeigt die gewählte Quelle<br />

an und ein seitlicher<br />

Schieberegler legt die zu<br />

steuernden Geräte fest<br />

Im türkis gehaltenen<br />

unteren Teil lassen sich<br />

die verschiedenen DSPs<br />

aufrufen sowie Makrobefehle<br />

programmieren<br />

Der Yamaha „RX-V663“ präsentiert sich mit einer übersichtlichen und aufgeräumten Rückseite<br />

gut<br />

Yamaha<br />

RX-V663<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

2.2009<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

YAMAHA RX-V663<br />

Preis/Straßenpreis<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

gute Gesamtausstattung<br />

tolle Verarbeitung<br />

sinnvolle Equalizer<br />

ERGEBNIS<br />

550 Euro/460 Euro<br />

kein Upscaling<br />

EQs streiken bei HD-<br />

Tonformaten<br />

71 %<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

49


test<br />

AUDIO<br />

KENWOOD KRF-V9300D<br />

Mit dem „KRF-V9300D“ testen wir Kenwoods<br />

Flaggschiff aus der 300er-Reihe. Das silberne<br />

Testmodell wirkt bullig und bereits an der<br />

Vorderseite kann man erkennen, was in ihm<br />

steckt: Auf der Front befinden sich zahlreiche<br />

Tasten und Drehregler sowie die Logos diverser<br />

Audioformate. Ein Hingucker im Wohnzimmer<br />

ist das allemal. Nicht ganz so schön ist allerdings<br />

die Rückansicht, bei der z. B. die Preamp-<br />

Ausgänge fehlen. Außerdem hätte man im<br />

Hause Kenwood auch ein bisschen besser<br />

„aufräumen“ können. Viele Geräte mit deutlich<br />

mehr Anschlüssen, wie beispielsweise der<br />

dritte Testkandidat, haben eine besser strukturierte<br />

Heckansicht. Wie auch beim Yamaha<br />

stehen hier lediglich zwei HDMI-Eingänge zur<br />

Verfügung. Anstelle der zahlreichen analogen<br />

Eingänge hätten wir hier gerne mehr gesehen,<br />

da immer mehr Zuspielgeräte über das neue<br />

Digitalformat verfügen.<br />

Das Display ist ausreichend groß und lässt<br />

sich auch aus einiger Entfernung gut ablesen.<br />

Im oberen Drittel befinden<br />

sich der obligatorische<br />

Nummernblock,<br />

praktische Schnellzugriffstasten<br />

und die<br />

komplizierte Navigation<br />

über waagerecht angeordnete<br />

Pfeiltasten<br />

Über die mittlere Sektion<br />

lässt sich bei Bedarf<br />

ein Kenwood-DVD-<br />

Player steuern<br />

Generelle Systemeinstellungen,<br />

Betriebsmodi<br />

und die Quellenauswahl<br />

steuert man im<br />

unteren Drittel<br />

Überhaupt ist der „KRF-V9300D“ trotz einer<br />

aus Kunststoff gefertigten Frontpartie gut verarbeitet.<br />

Nicht die Kontrolle verlieren<br />

Die funktionale Optik des Frontpanels hält,<br />

was sie verspricht. Über zwei Drehregler kann<br />

man nach kurzer Eingewöhnungszeit komfortabel<br />

durch die Menüs navigieren. Das Gerät<br />

spricht somit Technikverliebte an, die gerne<br />

auch selbst Hand anlegen. Die Fernbedienung<br />

hingegen ist nicht ganz so gut gelungen. Intuitiv<br />

greift man bei der Menünavigation zu<br />

den Cursor-Tasten, doch das Display zeigt<br />

keinerlei Veränderung. Gesteuert wird nämlich<br />

über vier waagerecht aufgereihte Pfeiltasten<br />

und eine Enter-Taste. Will man im Menü eine<br />

Instanz zurückspringen, so muss man sich<br />

bis zum Eintrag „Return“ durchklicken. Ein<br />

dedizierter „Zurück“-Button hätte hier mehr<br />

Sinn gemacht. Hat man sich an die seltsam<br />

konzipierte Steuerung gewöhnt, gelangt man<br />

stets schnell zum gewünschten Untermenü.<br />

Wichtige Einstellungen, wie das Lautsprecher-<br />

Setup oder die verschiedenen Surround-Modi,<br />

erreicht man zudem über praktische Shortcut-Tasten.<br />

Stolze Besitzer eines Kenwood-<br />

DVD-Players können diesen außerdem mit der<br />

Fernbedienung des „KRF-V9300D“ steuern.<br />

Auf ein OSD-Menü muss man leider gänzlich<br />

verzichten.<br />

Innere Werte<br />

Der Sound des Gerätes überzeugt auf Anhieb<br />

durch hohe Transparenz über das gesamte Frequenzspektrum<br />

bei nur geringer Klangfärbung.<br />

CDs, DVDs und die neuen HD-Formate klingen<br />

hervorragend und die 7 × 100 Watt bieten stets<br />

genug Headroom.<br />

Wer will, kann die Kalibrierung der Lautsprecher<br />

manuell vornehmen und im Setup-Menü<br />

die Abstände der Boxen eingeben. Man kann<br />

das allerdings getrost der Einmessautomatik<br />

Auto Room EQ überlassen. In diesem Verfahren<br />

werden die akustischen Eigenschaften des<br />

Raumes und die Lautsprecherpositionen mithilfe<br />

von Sweep-Tönen analysiert und durch<br />

Laufzeitverzögerungen angepasst. Außerdem<br />

wird eine Equalizer-Kurve generiert, die die<br />

Unzulänglichkeiten des Systems ausgleicht.<br />

Die Verbesserungen im Klangbild sind mehr als<br />

deutlich, das gesamte Frequenzspektrum wirkt<br />

klarer und „aufgeräumter“ als zuvor.<br />

Wer seine CD-Sammmlung gerne in Surround<br />

genießt, kann auch hier auf Pro Logic II und<br />

DTS Neo:6 zugreifen. Allerdings ist beim „KRF-<br />

V9300D“ Vorsicht geboten: Starke Einstellungen<br />

führen zu deutlich hörbaren Verzerrungen<br />

im Frequenz- und Phasengang. Stereobreite,<br />

Dimension und ähnliche Funktionen sollten<br />

daher zu maximal 50 Prozent genutzt werden.<br />

Zur weiteren Ausstattung gehören noch<br />

ActiveEQ und der Midnight-Modus. Hinter<br />

ActiveEQ verbergen sich drei EQ-Voreinstellungen,<br />

die den spezifischen Anforderungen<br />

der Klangwiedergabe von Musik, Filmen oder<br />

Videospielen gerecht werden sollen. Die einzelnen<br />

Einstellungen klingen unterschiedlich,<br />

ob sie den Klang in der jeweiligen Wiedergabesituation<br />

jedoch verbessern, sollte jeder selbst<br />

entscheiden. Praxisnäher erscheint da der Midnight-Modus,<br />

der die Dynamik des Audiosignals<br />

einschränkt. Die Funktion soll verhindern,<br />

dass man während einer nächtlichen DVD-<br />

Session bei ruhigen und actionreichen Szenen<br />

zwischen laut und leise wechseln muss. Durch<br />

die Einschränkung rücken die niedrigen und<br />

hohen Pegel näher zusammen. Man kann also<br />

um zwei Uhr morgens „Stirb langsam“ schauen,<br />

ohne den Nachbarn zu wecken, versteht<br />

aber trotzdem noch die Dialoge des Films.<br />

Positiv fällt der „KRF-V9300D“ durch seine vorbildliche<br />

Energieeffizienz auf. Im Betrieb liegt<br />

der Verbrauch bei ca. 70 Watt, im Stand-by-<br />

Modus ist er so gering, dass unser Messgerät<br />

gar nicht erst ausschlägt.<br />

Die Videosektion kommt recht spartanisch<br />

daher. So kann der Kenwood analoge Signale<br />

zwar ordentlich auf 1 080p hochskalieren, doch<br />

speist er HDMI-Signale nur durch. Die Vollbildkonvertierung<br />

ist auch eher Durchschnitt, denn<br />

bei kritischen Szenen wie der beispielhaften<br />

Testsequenz von der DVD „Die Mumie“ muss<br />

der „KRF-V9300D“ passen.<br />

KENWOOD KRF-V9300D<br />

Preis/Straßenpreis<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

sehr guter Klang<br />

gute Ausstattung samt<br />

HDMI-Upscaling zum<br />

kleinen Preis<br />

ERGEBNIS<br />

599 Euro/470 Euro<br />

komplizierte Bedienung/kein<br />

OSD-Menü<br />

keine Preamp-Ausgänge<br />

72 %<br />

Gut<br />

Etwas unordentlich geht es auf der Rückseite des „KRF V9300D“ zu. Preamp-Ausgänge werden<br />

schmerzlich vermisst<br />

gut<br />

Kenwood<br />

KRF-V9300D<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Harman/Kardon, Kenwood<br />

50 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


HARMAN/KARDON AVR 355<br />

Schon beim Auspacken des „AVR 355“ wird<br />

deutlich, dass es sich hierbei um den elegantesten<br />

Testkandidaten handelt. Nur eine<br />

schmale Tastenreihe und der obligatorische<br />

Lautstärkeregler befinden sich auf der sonst<br />

nackten Vorderseite. Die Frontanschlüsse<br />

können auf Wunsch hinter den mitgelieferten<br />

Kunststoffblenden in Gehäusefarbe versteckt<br />

werden. Im Betriebszustand darf man sich<br />

über ein gut lesbares Display freuen. Neben<br />

der Power-LED leuchtet ansonsten nur noch<br />

der Ring zur Lautstärkeregelung, und zwar von<br />

innen. Das schlichte Design überzeugt und<br />

wer Wert auf Understatement im Wohnzimmer<br />

legt, wird an dem Gerät Gefallen finden. Die<br />

Verarbeitung wird dem edlen Look jedoch nicht<br />

immer gerecht. So ist der Lautstärkeregler aus<br />

Kunststoff und reichlich wackelig.<br />

Kontaktfreudig<br />

Bezüglich der Anschlussmöglichkeiten gibt<br />

sich der „AVR 355“ keine Blöße. Ob Ein- oder<br />

Ausgang, ob analog oder digital – für jede mögliche<br />

Verbindung stehen mehrere Anschlüsse<br />

zur Verfügung. Auch die Beschriftung ist<br />

selbsterklärend und ermöglicht eine schnelle<br />

Installation. Im OSD-Menü kann man auf einfache<br />

Art und Weise jeder Quelle (DVD, AUX<br />

etc.) die Video- und Audioeingänge separat<br />

zuweisen. Überhaupt gestaltet sich die Bedienung<br />

des Receivers intuitiv. Wer einfach<br />

der gelungenen Menüstruktur folgt, erreicht<br />

schnell die gewünschte Funktion. Besagte<br />

Menüführung wird ebenfalls auf dem Frontdisplay<br />

angezeigt. Erschwert wird die Steuerung<br />

lediglich durch die klobige Fernbedienung, die<br />

einfach nicht komfortabel in der Hand liegen<br />

will. Die Bedienung am Receiver selbst könnte<br />

gleichfalls besser sein. Zwar lassen sich alle<br />

wichtigen Funktionen von hier aus steuern,<br />

aber die Benutzerfreundlichkeit leidet unter<br />

dem eleganten Design. Die Konkurrenten zeigen<br />

hier mit einer Kombination aus Cursor-Tasten<br />

und Scroll-Rädern bessere Lösungen.<br />

Auftrumpfen kann das teurere Modell im Bereich<br />

der Mehrzonenbeschallung. Sind die<br />

rückwärtigen Surround-Speaker nicht in Benutzung<br />

(wie z. B. beim 5.1-System), können<br />

die entsprechenden Kanäle als Stereoausgang<br />

für die Beschallung eines weiteren Raumes<br />

genutzt werden. Unabhängig vom Audiosignal<br />

der Hauptzone kann man sich aussuchen, welche<br />

(analoge) Quelle in der Nebenzone wiedergegeben<br />

wird. Zur Steuerung dieser Funktion<br />

enthält der Lieferumfang des „AVR 355“ eine<br />

zweite Fernbedienung. Um die Steuerung vom<br />

Nebenraum zu ermöglichen, muss dort noch<br />

ein externer Infrarotempfänger installiert werden,<br />

der mit dem Gerät verbunden wird. Wer<br />

also auch in der Küche nicht auf hochwertigen<br />

Klang verzichten möchte, dem bietet das Modell<br />

eine flexible All-in-one-Lösung. Universell<br />

funktionieren auch die Fernbedienungen. Mithilfe<br />

der beiliegenden Code-Tabelle lassen sie<br />

sich auf externe Zuspielgeräte programmieren.<br />

In unserem Fall wurde mit der Hauptfernbedienung<br />

ein Blu-ray-Player von Pioneer gesteuert.<br />

Da der benötigte Code allerdings nicht in der<br />

Liste enthalten war, musste man dem recht<br />

komplizierten automatischen Einstellungsvorgang<br />

folgen. Die Beschreibung im Handbuch<br />

ist zwar ausführlich, man benötigt jedoch viel<br />

technisches Einfühlungsvermögen, um den<br />

Anweisungen in der sehr textlastigen Anleitung<br />

folgen zu können. Hat man sich durchgekämpft,<br />

lassen sich die grundlegenden Funktionen<br />

externer Geräte problemlos steuern.<br />

Soundcheck<br />

Der Receiver verfügt über eine Einmessautomatik,<br />

die sowohl für die korrekten Laufzeitverzögerungen<br />

als auch für den Ausgleich der<br />

„Problemfrequenzen“ des Raumes sorgen soll.<br />

Ist das kleine Mikrofon an der gewünschten<br />

Hörposition platziert, geht die Bedienung dieser<br />

Funktion gewohnt einfach von der Hand.<br />

Als Testsignal werden Rauschimpulse verwendet.<br />

Das Ergebnis spricht für sich: Insbesondere<br />

der Bassbereich klingt nach dem Vorgang<br />

deutlich transparenter als vorher. Überhaupt<br />

hört sich der „AVR 355“ hervorragend an.<br />

Wem die dezent warme Klangfärbung nicht<br />

zusagt, der kommt über kleine Änderungen<br />

im Dreiband-EQ zum gewünschten Sound. Die<br />

Mehrkanalaufbereitung von Stereosignalen<br />

über PLII klingt ausgezeichnet. Mit allzu starken<br />

Einstellungen fängt man sich hier jedoch<br />

Klangverfärbungen ein.<br />

Das Modell ist mit 65 Watt pro Endstufe (im<br />

Mehrkanalbetrieb) der schwächste Testkandidat.<br />

Wer also einen größeren Bereich zu<br />

beschallen hat oder extreme Bässe mag, sollte<br />

sich woanders umschauen. Nichtsdestotrotz<br />

genehmigt sich das Gerät von Harman/Kardon<br />

mit Abstand am meisten Energie, nämlich bis<br />

zu 160 Watt im Betrieb und über zwei Watt im<br />

Stand-by-Modus. Zu den Stärken des Modells<br />

gehört das Upscaling, das auch HDMI-Signale<br />

bis zu 1 080p ausgibt. Dank veränderbarer Videoequalizer<br />

lassen sich Faktoren wie Schärfe<br />

oder Rauschunterdrückung beeinflussen. In<br />

allen Disziplinen zeigte die Videosektion hochwertige<br />

Ergebnisse und macht den „AVR 355“<br />

zur idealen AV-Schaltzentrale.<br />

Die obere Hälfte der<br />

riesigen Fernbedienung<br />

enthält Quellenauswahl,<br />

Nummernblock und<br />

Schnellzugriffstasten für<br />

die Sound- und<br />

Videomodi<br />

Die Menüsteuerung geht<br />

dank des großen Cursor-<br />

Ringes und dedizierten<br />

Enter- und Back-Tasten<br />

einfach von der Hand<br />

Die Fernbedienung lässt<br />

sich für externe Geräte<br />

programmieren. Ganz<br />

unten befindet sich die<br />

entsprechende Kontrollsektion<br />

TESTSIEGER<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

HARMAN/KARDON AVR 355<br />

Preis/Straßenpreis<br />

999 Euro/720 Euro<br />

Hinten sieht der „AVR 355“ fast so gut aus wie vorne. Die zahlreichen Anschlüsse sind in sinnvolle<br />

Sektionen unterteilt.<br />

gut<br />

2.2009<br />

Harman/Kardon<br />

AVR 355<br />

TESTSIEGER<br />

sehr gut<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

sehr umfangreiche Ausstattung<br />

und Funktionen<br />

sehr hoher Stromverbrauch<br />

Verstärkerleistung könnte<br />

Mehrzonenbeschallung<br />

größer sein<br />

erstklassiges OSD-Menü<br />

ERGEBNIS<br />

81 %<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

51


test<br />

AUDIO<br />

Fazit<br />

Unser Vergleichstest zeigt: Bei günstigen AV-Receivern<br />

muss keineswegs auf viel Ausstattung<br />

und moderne Features verzichtet werden. Das<br />

Decodieren der neuen HD-Tonformate ist auch<br />

im niedrigen Preissegment angelangt. Ebenso<br />

gehören eine Autoeinmessung, verschiedene<br />

Equalizer und HDMI zum Standard. Die grundlegende<br />

Videoverarbeitung, wie z. B. Vollbildkonvertierung,<br />

haben ebenfalls alle Geräte zu bieten<br />

und auf Upscaling muss nur beim knapp ein Jahr<br />

alten Yamaha-Modell verzichtet werden. Für kaum<br />

mehr Geld bietet der Kenwood besagtes Merkmal,<br />

wobei die Entwickler hier wiederum auf eine grafische<br />

Benutzeroberfläche verzichtet haben. Der<br />

aktuelle „AVR 355“ von Harman/Kardon bietet für<br />

einen Straßenpreis von rund 700 Euro am meisten.<br />

Eine moderne Benutzerführung, ein HDMI-<br />

Eingang mehr als bei der Testkonkurrenz und eine<br />

aufwendigere Videoabteilung gehören zu seinen<br />

Leistungsmerkmalen.<br />

Aus klanglicher Sicht können aber bereits die<br />

günstigen Mittelklassegeräte gefallen, große Unterschiede<br />

sind kaum auszumachen. Dank der<br />

Einmesssysteme, die alle Probanden mit sich<br />

bringen, können auch weniger versierte Anwender<br />

gute Ergebnisse erzielen. Die Frage, was man<br />

braucht, bleibt. Je mehr HDMI-Eingänge, desto<br />

besser, denn heutzutage haben fast alle Geräte<br />

einen solchen Anschluss. Bei mehr als zwei Geräten,<br />

wie z. B. einem Blu-ray-Player und einem<br />

Sat-Receiver, kann es bereits kritisch werden.<br />

Hier wird das Erweitern schwierig. Wer aber weiß,<br />

dass dies kein Problem darstellt, und wer stets<br />

bei einer Grundausstattung verweilt, der kann beruhigt<br />

auch zu günstigeren AV-Receivern greifen.<br />

Möchte man allerdings auf Nummer sicher gehen<br />

und mehr technischen Komfort genießen, macht<br />

man mit dem „AVR 355“ nichts falsch. Vor allem<br />

die schicke Menüoberfläche und die im digitalen<br />

Bereich gut arbeitende Videosektion rechtfertigen<br />

den Aufpreis. Deutlich mehr Features gibt es dann<br />

erst wieder in einer merklich höheren Preisklasse.<br />

Aufgrund der rasanten Entwicklung wäre aber<br />

auch beim „AVR 355“ ein vierter HDMI-Eingang<br />

wünschenswert gewesen.<br />

Wir sind jedenfalls überrascht, wie nah beieinander<br />

sich alle Probanden in einigen Bereichen – vor<br />

allem beim Klang – präsentiert haben. Man fragt<br />

sich langsam, auf welche wichtigen technischen<br />

Features man in der Einsteigerklasse eigentlich<br />

noch verzichten muss. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

TESTSIEGER<br />

Allgemein<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

Hersteller Harman/Kardon Kenwood Yamaha<br />

Modell AVR 355 KRF-V9300D RX-V663<br />

Preis/Straßenpreis 999 Euro/720 Euro 599 Euro/470 Euro 550 Euro/460 Euro<br />

Größe (B/H/T) 440 × 151 × 351 mm 440 × 166 × 394 mm 435 × 171 × 393 mm<br />

Gewicht 14,4 kg 11 kg 11,8 kg<br />

Informationen www.harman-kardon.de www.kenwood.de www.yamaha-hifi.de<br />

Anschlüsse<br />

Eingänge<br />

Ausgänge<br />

sonstige Anschlüsse<br />

Datenschnittstellen<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

dig. Audio<br />

koaxial<br />

dig. Audio<br />

optisch<br />

analoges<br />

Audio<br />

7.1-Input; 7.1-Preamp-Output;<br />

4 × S-Video; 4 × Composite;<br />

Zone2-Output (Cinch);<br />

The Bridge II (iPod)<br />

RS-232; Abus; RC-Weiterleitung<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

dig. Audio<br />

koaxial<br />

dig. Audio<br />

optisch<br />

analoges<br />

Audio<br />

iPod-Dock-Anschluss, 2 × S-Video,<br />

3 × Composite, 5.1-Input<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

dig. Audio<br />

koaxial<br />

dig. Audio<br />

optisch<br />

analoges<br />

Audio<br />

iPod-Dock-Anschluss, 7.1-Input,<br />

7.1-Preamp-Output, 5 × S-Video,<br />

5 × Composite<br />

FEATURES<br />

AV-Receiver<br />

Klangregelung<br />

Lautsprecher-Setup<br />

Einmessautomatik<br />

Tuner<br />

Mehrkanal-Ausgangsleistung 7 × 65 W (acht Ohm) 7 × 100 W (acht Ohm) 7 × 95 W (acht Ohm)<br />

Handhabung und Verarbeitung<br />

Installation ausgezeichnet sehr gut sehr gut<br />

Bedienung gut befriedigend sehr gut<br />

Verarbeitung gut sehr gut gut<br />

Fernbedienung gut befriedigend gut<br />

Bedienungsanleitung befriedigend ausgezeichnet ausgezeichnet<br />

BEWERTUNG<br />

Musik/Allgemein gut 16,5/21 gut 15,5/21 gut 15,5/21<br />

Film gut 15/19 gut 15/19 gut 15/19<br />

Videoverarbeitung<br />

Skalierung sehr gut 3,5/4 ausreichend 2/4 ungenügend 0/4<br />

Vollbildkonvertierung gut 2,5/3 ausreichend 1,5/3 ausreichend 1,5/3<br />

Bildnachbearbeitung ausgezeichnet 3/3 ungenügend 0/3 ungenügend 0/3<br />

Wiedergabequalität gut 40,5/50 befriedigend 34/50 befriedigend 32/50<br />

Ausstattung/Verarbeitung gut 35,5/44 gut 34,5/44 gut 35,5/44<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 12/15 gut 11/15 sehr gut 13/15<br />

Gesamt 88 von 109 Pkt. 79 von 109 Pkt. 77 von 109 Pkt.<br />

Preis/Leistung sehr gut gut gut<br />

ERGEBNIS<br />

Gut Gut Gut<br />

LEXIKON<br />

Dolby Pro Logic/DTS Neo<br />

Sowohl Dolby als auch DTS bieten spezielle<br />

Decoder an, um z. B. aus einem Stereosignal<br />

ein künstliches Surround-Signal zu erstellen.<br />

So kann z. B. bei einer Musik-CD eine deutlich<br />

räumlichere Wiedergabe erzielt werden. Die<br />

neuesten Versionen der Pro Logic und DTS Neo<br />

genannten Techniken können sogar auf bis zu<br />

7.1-Kanäle erweitern. Dadurch ist es möglich,<br />

Filme mit 5.1-Ton um weitere zwei Kanäle zu<br />

ergänzen, damit ein noch dichterer Raumklang<br />

erzielt werden kann.<br />

81 % 72 % 71 %<br />

Einmesssysteme<br />

Diese Systeme werden genutzt, um grobe<br />

akustische Defizite bei der Lautsprecheraufstellung<br />

und der Raumbeschaffenheit zu beheben.<br />

Mit Testtönen versucht die automatisch<br />

ablaufende Einmessung mithilfe eines<br />

Mikrofons, Nachteile so gut wie möglich auszugleichen<br />

und ein homogeneres Klangbild<br />

der verwendeten Lautsprecher zu erzielen.<br />

Mehr über Einmesssysteme erfahren Sie in<br />

unserem Praxis-Workshop in dieser Ausgabe<br />

ab Seite 86.<br />

TESTFAZIT<br />

Preisbewusste Käufer greifen zum<br />

Yamaha oder Kenwood. Für rund 500<br />

Euro mehr liefert der Harman/Kardon<br />

deutlich mehr Ausstattung. Klanglich<br />

gefallen alle drei.<br />

F. Kriegel (Foto)/C. Hüther<br />

Dolby True HD/DTS-HD Master Audio<br />

Die Lossless-Sound-Codecs kommen ohne<br />

Kompressionsverluste aus. Das heißt, die komprimierten<br />

Tonspuren können wieder in ihren<br />

ursprünglichen Ausgangszustand gebracht<br />

werden, während das bei allen auf DVD verwendeten<br />

Standards nicht möglich ist. Vorteile<br />

sind die höhere Datenrate und eine größere Dynamik<br />

sowie eine höherwertige Tonwiedergabe.<br />

Auf Blu-ray existieren Lossless-Tonspuren<br />

mit 5.1- oder 7.1-Unterstützung.<br />

Dynamikbegrenzung<br />

Fast alle AV-Receiver verfügen über eine Dynamikbegrenzung.<br />

Sie sorgt dafür, dass die<br />

leisesten und lautesten Töne aneinander angeglichen<br />

werden. So verliert das zugespielte<br />

Material zwar an Dynamik, dafür können aber<br />

auch actionreiche Filme, die in der Regel<br />

eine starke Schwankung zwischen leise und<br />

laut aufweisen, am Abend genossen werden,<br />

ohne ständig zum Lautstärkeregler greifen<br />

zu müssen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

52 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft


Apple-Trendsetter vs.<br />

Cowon „S9“ ab Seite 65<br />

A: 4,80 €<br />

BeNeLux:<br />

4,80 €<br />

I: 5,60 €<br />

E: 5,60 €<br />

CH: sfr 7,90<br />

+ OLED: TV der Zukunft? + Workshop: TV-Feintuning + Bose-Sounddock + Blu-ray-Player +<br />

Die Winterkracher „Hellboy II“ und<br />

„Wanted“ im Test ab Seite 80<br />

Canon „HF11“ und<br />

Sanyo „HD1010“<br />

im Check ab Seite 44<br />

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AUSGABE 2.2007 AUSGABE 3.2007 AUSGABE 4.2007 AUSGABE 5.2007<br />

Name<br />

Vorname<br />

Straße, Hausnummer<br />

AUSGABE 6.2007 AUSGABE 1.2008 AUSGABE 2.2008 AUSGABE 3.2008<br />

AUSGABE 4.2008 AUSGABE 5.2008 AUSGABE 6.2008<br />

1.2009 Februar/März D: 3,99 €<br />

184 TESTS<br />

HEISSE TECHNIK<br />

FÜR KALTE TAGE<br />

www.digital-tested.de<br />

BLU-RAY-VORABTEST<br />

37 Zoll und 40 Zoll – LCD, LED und 200Hz getestet ab Seite 16<br />

IPOD TOUCH 2G<br />

AUSVERKAUFT<br />

BLU-RAY-SETS<br />

Komplettanlagen von<br />

2.1 bis 7.1 im Vergleich ab Seite 25<br />

FLAGGSCHIFF<br />

Onkyos Alleskönner<br />

„TX-SR876“ im Test ab Seite 50<br />

HD-CAMCORDER<br />

AUSGABE 1.2009<br />

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2005<br />

1.2005<br />

3.2005<br />

5.2005<br />

2006<br />

1.2006<br />

2.2006<br />

3.2006<br />

5.2006<br />

6.2006<br />

2007<br />

1.2007<br />

2.2007<br />

3.2007<br />

4.2007<br />

5.2007<br />

6.2007<br />

Bitte einsenden an<br />

Auerbach Verlag<br />

und Infodienste GmbH<br />

– Leserservice –<br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig<br />

2008<br />

1.2008<br />

2.2008<br />

3.2008<br />

4.2008<br />

5.2008<br />

6.2008


test<br />

AUDIO<br />

gut<br />

Marantz<br />

SR6003<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

MARANTZ „SR6003“<br />

Klangfeuerwerk in High Definition<br />

Der japanische Traditionshersteller greift mit dem „SR6003“ nach der Krone im Segment der 1 000-Euro-<br />

AV-Receiver. Helfen soll ihm dabei seine Komplettausstattung inklusive HDMI-1.3a-Sektion sowie eine<br />

akustisch besonders sorgfältige Entwicklung.<br />

Das kleine Display und<br />

die Eingangsauswahl<br />

sind im oberen Drittel<br />

angeordnet. Zudem<br />

lassen sich die Zonen<br />

umschalten<br />

Die Hauptfunktionen<br />

und die Navigation<br />

befinden sich im aufgeräumten<br />

Mittelteil. Auch<br />

die programmierten<br />

Geräte lassen sich über<br />

diese Tasten bedienen<br />

Audio-DSPs und Dynamikkomprimierung<br />

lassen sich im unteren<br />

Teil aktivieren. Bass und<br />

Treble lassen sich direkt<br />

anheben oder absenken<br />

Der Generationswechsel zeigt sich bei<br />

der Neuerscheinung von Marantz<br />

schon rein äußerlich. Der „SR6003“<br />

punktet mit fließenden, runden Formen und<br />

erinnert an große AV-Boliden. Auf der Rückseite<br />

des eleganten Receivers warten drei<br />

HDMI-1.3a-Schnittstellen auf entsprechende<br />

Signalzuführung. Für die Bildausgabe stehen<br />

gleich zwei HDMI-Ausgänge zur Verfügung, die<br />

per Knopfdruck abwechselnd aktiviert werden<br />

und sogar unterschiedliche Ausgangsauflösungen<br />

haben können. Hinter der Frontklappe<br />

versteckt sich eine USB-Buchse, mit der man<br />

die Audioformate WAV, MP3, WMA und AAC<br />

wiedergeben kann.<br />

Features en masse<br />

Damit diese Art des Hörens größtmögliche<br />

Freude bereitet, besitzt das Gerät die zuschaltbare<br />

Software-Funktion „M-Dax“. Der Marantz<br />

Dynamic Audio Expander dient dazu, klangliche<br />

Einbußen bei komprimierten Audiofiles<br />

zu kompensieren. Hinsichtlich der sonstigen<br />

Wiedergabenormen konzentriert sich der<br />

„SR6003“ auf die Bedürfnisse audiophiler Anwender<br />

und beinhaltet nicht nur sämtliche<br />

aktuelle Decoder von Dolby und DTS, sondern<br />

darüber hinaus auch den selbstentwickelten<br />

Surround-Aufpolierer „Circle Surround II“.<br />

Zusätzlich wartet der japanische AV-Receiver<br />

mit den Wiedergabemodi „Neural THX“ sowie<br />

„Dolby Virtual Speaker“ auf, bei denen die hinteren<br />

Lautsprecher durch trickreiche Phasenverschiebungen<br />

simuliert werden. Effektlastige<br />

Raumklangprogramme mit wenig praktischem<br />

Nutzwert (z. B. diverse Kirchen- oder Nachtklub-DSPs)<br />

haben die Entwickler konsequent<br />

SCREENSHOT<br />

Die grafische Benutzeroberfläche ist aufgeräumt<br />

und gut strukturiert. Sämtliche Optionen<br />

sind im Hauptmenü sinnvoll untergliedert<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Marantz<br />

54 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


aus dem Gerät verbannt. Die Endstufensektion<br />

generiert bis zu 7 × 100 Watt an acht Ohm und<br />

zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus,<br />

wobei die beiden Surround-Back-Verstärkerzüge<br />

alternativ für die zweite Hörzone oder<br />

zum Bi-Amping genutzt werden können. Mithilfe<br />

einer Audyssey-Raumeinmessung samt<br />

hochwertigem Messmikrofon kümmert sich<br />

der Receiver um die Optimierung von bis zu<br />

sechs Sitzpositionen. Selbstverständlich kann<br />

man auch selbst Hand anlegen und sämtliche<br />

Justierungen manuell vornehmen.<br />

Leider stellt der Receiver in diesem Fall aber<br />

nur eine globale Trennfrequenz zur Verfügung,<br />

die zudem relativ grob gerastert ausfällt (60–<br />

180 Hertz in 20-Hertz-Schritten). Ein grafischer<br />

9-Band-Equalizer erlaubt manuelle Frequenzgangänderungen<br />

für jeden einzelnen Kanal<br />

mit Ausnahme des Subwoofers. Videoseitig<br />

beherrscht der „SR6003“ Up-Conversion analoger<br />

Quellen auf HDMI und bietet zugleich ein<br />

Upscaling (bis 1 080p) sowie ein bewegungsadaptives<br />

De-Interlacing an. Die Rechenoperationen<br />

erfolgen mit einer Auflösung von zehn<br />

Bit und sind auf alle infrage kommenden analogen<br />

Eingangssignale (576i/p, 720p, 1 080i)<br />

anwendbar. Im Vergleich zu den aktuellen<br />

Produkten von Onkyo und Harman Kardon<br />

bietet der „SR6003“ jedoch keine weitergehenden<br />

Einstellungsmöglichkeiten der Bildattribute.<br />

HDMI-Videosignale schleift das Gerät<br />

unbearbeitet durch. Bei der Konvertierung und<br />

Bearbeitung analoger Videoquellen bietet der<br />

„SR6003“ solide Leistungen, erreicht aber<br />

nicht ganz das Niveau der Klassenspitze. Der<br />

gebotene Kontrastumfang und die Farbreinheit<br />

sind über alle Zweifel erhaben, allerdings<br />

könnten sowohl die Vollbildwandlung als auch<br />

das Scaling noch etwas besser sein. Beim<br />

Test mit „Star Wars: Episode III“ per S-Video-<br />

Zuspielung zeigten sich schon bei der gelben<br />

Laufschrift kleinere Unsauberkeiten sowie minimal<br />

zitternde Buchstaben.<br />

Die Signalelektronik teilt sich auf mehrere Ebenen<br />

auf und bezieht die hinteren Bereiche des Gerätes<br />

mit ein. Als Netzteil fungiert beim „SR6003“ ein<br />

leistungsfähiger EI-Stromtransformator<br />

Am „SR6003“ finden sich alle praxisrelevanten Anschlüsse in ausreichender Menge. Ungewöhnlich in dieser<br />

Preisklasse ist die Ausführung mit drei HDMI-Ein- und zwei -Ausgängen<br />

TESTFAZIT<br />

Kritik gibt es für die wenigen HDMI-<br />

Eingänge sowie das Video-Processing<br />

bei analogen Quellen. Klanglich markiert<br />

der „SR6003“ die Klassenspitze<br />

und macht viel Spaß.<br />

Lars Mette<br />

Dynamischer Auftritt<br />

Im Hörtest begeistert der Marantz „SR6003“<br />

die Redaktion mit seiner erwachsenen Spielweise.<br />

Er ist nicht darauf getrimmt, spezielle<br />

klangliche Schokoladenseiten in die Waagschale<br />

zu werfen, um andere Wiedergabeaspekte<br />

zu kaschieren, sondern bietet eine rundum<br />

gelungene Abstimmung auf hohem Niveau.<br />

Die grundlegende Tonalität beinhaltet eine minimale<br />

Betonung des unteren Mittenbereichs in<br />

Kombination mit einer kernig-straffen Basswiedergabe<br />

sowie einer seidigen Hochtondarstellung.<br />

Schlüsselfaktoren für die überzeugende<br />

Spielweise stellen im Besonderen die Kategorien<br />

Grobdynamik, Bassdruck und Surround-<br />

Abbildung dar. Mit ihnen konnte sich unser<br />

Testproband beispielsweise bei „Pearl Harbor“<br />

(Blu-ray) in die Gunst der Redaktion spielen und<br />

das kriegerische Geschehen mit Souveränität<br />

und Impulsivität in den Hörraum bringen. Die<br />

Flugzeuggeräusche werden an sämtliche Kanäle<br />

mit dem gleichen hohen Maß an Klangdetails<br />

und tonaler Integrität ausgegeben. Sehr gut<br />

gelingt dem Testgerät ebenfalls die Umsetzung<br />

der druckvollen Explosionen, die das Trommelfell<br />

mit einer hohen Dynamik verwöhnen.<br />

Für die angestammte Preisklasse erweist sich<br />

das Niveau von Bassdruck und Kontrolle als<br />

vorzüglich und generiert eine Akustik, die sogar<br />

teureren Geräten noch würdig wäre. Erfreulicherweise<br />

meistert der japanische Mehrkanalartist<br />

auch die feinen Töne mit Bravour und<br />

punktet daher in Dialogsequenzen mit einer<br />

sauberen Sprachwiedergabe sowie feindynamischer<br />

Akkuratesse. Besondere Anerkennung<br />

verdient sich der „SR6003“ während zweikanaliger<br />

Sessions. Auch bei der Stereowiedergabe<br />

findet sich die stimmige, leicht anschiebende<br />

Tonalität, mit der der Receiver schon im Mehrkanalbetrieb<br />

zu gefallen wusste. Überraschend<br />

ist dabei die hohe Form der Bühnenabbildung,<br />

die wir in dieser Qualität in der 1 000-Euro-<br />

Preisklasse nur selten vorgefunden haben. Dem<br />

„SR6003“ gelingt es, die Bühne weitestgehend<br />

von den Lautsprechern zu lösen und die Akteure<br />

im Hörraum zu positionieren. Für rund 1 000<br />

Euro bietet der Marantz reichhaltige Features<br />

und hochwertige Ergebnisse beim Klang und der<br />

Videoverarbeitung. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell (Version)<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Eingänge<br />

Ausgänge<br />

sonstige Anschlüsse<br />

Daten-Schnittstellen<br />

HDMI<br />

FEATURES<br />

AV-Receiver<br />

Klangregelung<br />

Lautsprecher-Setup<br />

Einmess-Automatik<br />

Tuner<br />

Mehrkanal-Ausgangsleistung<br />

Handhabung und Verarbeitung<br />

Installation<br />

Bedienung<br />

Verarbeitung<br />

Fernbedienung<br />

Bedienungsanleitung<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

zwei HDMI Ausgänge mit<br />

getrennten Auflösungen<br />

gute Fernbedienung<br />

Circle Surround II, USB-<br />

Buchse<br />

Marantz<br />

SR6003<br />

999 Euro/–<br />

13,2 kg<br />

www.marantz.de<br />

Komponente<br />

dig. Audio<br />

koaxial<br />

dig. Audio<br />

optisch<br />

analoges<br />

Audio<br />

Preamp-Out, 7.1. Mehrkanaleingang,<br />

Kopfhörer, 12-V-Trigger, USB<br />

RS-232<br />

7 × 100 W (8 Ohm)<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

manuelle Klangregelung/<br />

Equalizing recht grob<br />

kein Netzwerk/WLAN<br />

kein Video-Equalizer<br />

BEWERTUNG<br />

Musik/Allgemein sehr gut 18/21<br />

Film gut 16,5/21<br />

Videoverarbeitung 6/10<br />

Skalierung gut 3/4<br />

Vollbildkonvertierung befriedigend 2/3<br />

Bildnachbearbeitung mangelhaft 1/3<br />

Wiedergabequalität gut 40,5/50<br />

Ausstattung/Verarbeitung gut 36/44<br />

Benutzerfreundlichkeit ausgezeichnet 14/15<br />

Gesamt<br />

90,5 von 109 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

83 %<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

55


test<br />

AUDIO<br />

DAS NEUE „LIFESTYLE V10“-HEIMKINOSET VON BOSE<br />

Unkompliziertes Heimkino<br />

Tipp<br />

der<br />

Redaktion<br />

Dem amerikanischen Audiospezialisten aus Framingham ist wieder einmal ein Geniestreich gelungen. Mit<br />

dem brandaktuellen „Lifestyle V10“ zeigt Bose, dass sich Mehrkanalklang noch einfacher, noch erlebnisreicher<br />

und noch schneller realisieren lässt.<br />

Bereits seit vielen Jahren spielt der Name<br />

Bose im Audiosektor eine entscheidende<br />

Rolle. Bose steht für guten Klang, Kinoerlebnis<br />

und Benutzerfreundlichkeit. Das Set<br />

besteht aus insgesamt fünf Single-Cube-Lautsprechern,<br />

dem bekannten Acoustimass-Bassmodul,<br />

der Steuereinheit und einem separaten<br />

Display. Mit dabei sind die ausreichend langen<br />

und hochwertigen Lautsprecherkabel, ein optisches,<br />

ein HDMI-, ein YUV- und S-Video-Kabel<br />

sowie die zahlreichen Systemkabel. Das Herzstück<br />

des Systems ist die sogenannte Media-<br />

Konsole. Ähnlich einem AV-Receiver finden sich<br />

auf der Rückseite der Box zahlreiche Anschlüsse<br />

für die wichtigsten Audio- und Videoverbindungen.Es<br />

stehen also insgesamt fünf analoge<br />

und optische Audioeingänge, vier Component-,<br />

Video- und S-Video-Eingänge sowie zwei HDMI-<br />

Eingänge zur Verfügung. So können Sie all<br />

Ihre Heimkinogeräte miteinander verkabeln –<br />

einfach alles an das „Lifestyle“-System anschließen<br />

und nur ein Kabel führt zum Fernsehgerät.<br />

Das Beste daran ist aber, dass dieser<br />

schwarze „Kasten“ bequem in einem Schrank<br />

verschwinden kann, denn das Gerät selbst besitzt<br />

ein externes Display, das mit einem Kabel<br />

angeschlossen und irgendwo unter oder neben<br />

dem Fernsehgerät positioniert werden kann.<br />

Alle „Lifestyle“-Systeme beherrschen das Upscaling<br />

auf 1 080p, so brauchen Sie sich keine<br />

Gedanken über die beste Videoübertragung zu<br />

machen. Sollten Sie sich dazu entschließen, die<br />

Lautsprecher lieber direkt an der Wand zu mon-<br />

Bilder: Bose<br />

56 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


Kabelgewirr ade: Die<br />

Anschlusseinheit<br />

verschwindet einfach<br />

in einem Schrank,<br />

übrig bleibt nur ein<br />

Display. Das sorgt für<br />

ein aufgeräumtes Hi-<br />

Fi-Rack<br />

tieren, so bietet Bose zahlreiche Aufstell- und<br />

Anbringungsvarianten an, mit denen beinahe<br />

jede Wohnraumsituation zu meistern ist.<br />

Aufstellung<br />

Dank der umfangreichen Anleitung kann man<br />

sich sofort an die Arbeit machen. Da die Lautsprecher<br />

angenehm klein sind und sich platzsparend<br />

und optisch elegant – es gibt die<br />

Farben Schwarz, Weiß, Silber – unterbringen<br />

lassen, hat man mit der Aufstellung so gut wie<br />

keine Probleme. Doch da wäre noch das Acoustimass-Modul:<br />

In diesem speziell konstruierten<br />

Subwoofer stecken alle Endstufen und die komplette<br />

Ansteuerungs- und Weichenelektronik<br />

für den Betrieb der kleinen Lautsprecher. Das<br />

Acoustimass-Modul von Bose kann einfach<br />

hinter einem Schrank, einem Vorhang oder an<br />

einer anderen beliebigen Stelle untergebracht<br />

werden. Durch die spezielle Konstruktion und<br />

die nicht ortbaren Bassfrequenzen funktioniert<br />

die Positionierung im Wohnzimmer sehr unproblematisch.<br />

Das integrierte Einmesssystem<br />

erledigt dann den Rest. Sind die Lautsprecher<br />

aufgestellt, kann man sich gleich im Anschluss<br />

mithilfe der mitgelieferten Messkopfhörer an<br />

das Einmessen machen. Das Messmikrofon fällt<br />

ebenfalls etwas anders aus als sonst üblich:<br />

Während sich der Rest der Industrie nur auf ein<br />

Mikrofon beschränkt, bekommt man bei Bose<br />

einen Kopfhörer spendiert. Einfacher kann auch<br />

der Einmessvorgang nicht vonstattengehen.<br />

Einmessung<br />

Auf diese Art können bis zu fünf verschiedene<br />

Messpositionen ermittelt werden. Nach rund<br />

zehn Minuten sind alle Schritte erledigt und<br />

das System berechnet die idealen Einstellungen.<br />

Durch die sehr gute Einmessung können<br />

die Lautsprecher nahezu überall aufgestellt<br />

Das „Lifestyle V10“ kann zu großen Teilen individuell installiert werden. Der<br />

Subwoofer samt Endstufen und die Media-Konsole können unsichtbar im Raum<br />

platziert werden. Nur das separate Display und die sehr kompakten Lautsprecher-Cubes<br />

zeigen, dass ein Bose-System im Raum genutzt wird<br />

werden. Akustische Parameter müssen nicht<br />

zwangsläufig spezielle Beachtung finden, wodurch<br />

bereits vorhandener Platz optimal ausgenutzt<br />

werden kann.<br />

Betrachtet man die Fernbedienung des Sets,<br />

wird man feststellen, dass es sich um keine normale<br />

Infrarot-Bedienung (Infrarot: IR) handelt,<br />

sondern um eine, die per Funk funktioniert. Das<br />

ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange,<br />

denn die interne Datenbank umfasst<br />

Tausende IR-Codes von Drittherstellern. Über<br />

den mitgelieferten IR-Adapter, der einfach an<br />

das Gerät angeschlossen wird, können alle<br />

externen Quellen über die Bose-Fernbedienung<br />

gesteuert werden.<br />

Erlebnis Klang<br />

Im Mittelpunkt des gesamten Sets steht die<br />

Media-Konsole. Dort wird schnell der Erfindergeist<br />

des Traditionsunternehmens deutlich.<br />

Die HDMI-, S-Video-, Video- und YUV-Eingänge<br />

können bequem über ein Bildschirmmenü<br />

verwaltet werden. Nach erfolgter Einmessung<br />

erledigt das Bose-System alle Einstellungen<br />

aus dem Stegreif. Komplizierte Menüstrukturen,<br />

eine umständliche Bedienung oder unverständliche<br />

Begriffe zur Steuerung finden Sie hier<br />

nicht. Nach nicht einmal zehn Minuten ist die<br />

gesamte Anlage einsatzbereit. Dank der automatischen<br />

Einmessung kommen Sie ohne das<br />

Verrücken von Lautsprechern in den Genuss<br />

von Mehrkanalklang, sei es nun von Ihrem Satellitenreceiver,<br />

Ihrem Blu-ray-Player oder einer<br />

anderen Quelle.<br />

Durch die solide Tieftonversorgung des Acoustimass-Moduls<br />

und die klare Wiedergabe der<br />

Miniaturlautsprecher muss sich das Bose-System<br />

klanglich keinesfalls hinter größeren Anlagen<br />

verstecken. Klarer Fall: Hier steht das<br />

Erlebnis im Vordergrund. Mit dem „Lifestyle<br />

V10“ kann das Kinoerlebnis benutzerfreundlich<br />

und ohne technisches Know-how in jedes Wohnzimmer<br />

kommen.<br />

Wenn sich der Klang nicht allein auf dieses beschränken<br />

soll, bietet der Hersteller zahlreiche<br />

Erweiterungsmöglichkeiten an. Von einem kompakten<br />

System bis hin zur klanglichen Vernetzung<br />

des ganzen Hauses kann dabei fast alles<br />

realisiert werden, was das Herz begehrt. Das<br />

Link-System macht es möglich, dass alle Bose-<br />

Anlagen untereinander kommunizieren und z. T.<br />

sogar bevorzugte Musik aus der Musiksammlung<br />

wiedergeben. 1<br />

FAZIT<br />

Einfache Bedienung, ausgewogener<br />

Klang und Erweiterungsmöglichkeiten:<br />

Bose zeigt mit dem „Lifestyle V10“, dass<br />

der Einstieg in die Heimkinowelt vollkommen<br />

unkompliziert ausfallen kann.<br />

Martin Günther<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

57


test<br />

AUDIO<br />

KLANG AUF FRANZÖSISCH – FOCAL DÔME<br />

Highlights in kleiner Verpackung<br />

Kleine Schallwandler gibt es zwar wie Sand am Meer, doch richtig hochwertige Lösungen muss man mit<br />

der Lupe suchen. Erweitert man die Parameter dann noch um eine hochklassige Detailverarbeitung sowie<br />

integrierte Wand- und Deckenhalterungen, lichtet sich das Marktangebot deutlich.<br />

Der französische Hersteller Focal bezeichnet<br />

sein Boxensystem offiziell<br />

als „High-End Compact Loudspeaker<br />

System“. Rein äußerlich ist die hochwertige<br />

Technik vor allem an der Chassis-Bestückung<br />

zu erkennen. Während fast alle ähnlich dimensionierten<br />

Systeme mit einem Breitband-<br />

Chassis vorliebnehmen müssen, verfügen die<br />

„Dôme“-Satelliten über eine vollwertige 2-Wege-Bestückung.<br />

Durch die verschiedenen Anforderungen<br />

bei der Wiedergabe unterschiedlicher<br />

Frequenzen weist ein solches System<br />

grundsätzlich einen großen Vorteil gegenüber<br />

einem Single-Chassis-Konzept auf: Die<br />

Hochtonwiedergabe wird hier nicht durch den<br />

TESTFAZIT<br />

Das Highlight setzen zweifelsohne<br />

die hervorragenden Satelliten, die in<br />

vielen Klangaspekten Erstaunliches<br />

leisten und über ein breites Anwendungsspektrum<br />

verfügen.<br />

Lars Mette<br />

deutlich auslenkungsintensiveren Mittel- und<br />

Tieftonbereich in Mitleidenschaft gezogen. Damit<br />

auch bei kurzen Hörabständen ein kleines<br />

akustisches Zentrum vorliegt, wohnen beide<br />

Chassis sehr dicht beieinander.<br />

Der verbaute Hochtöner basiert auf den Erfahrungen<br />

von höheren Serien und besitzt eine<br />

spezielle Aluminium-Magnesium-Legierung<br />

zur Optimierung der Dämpfungseigenschaften.<br />

Zusammen mit einem neuartigen Neodym-<br />

Antrieb soll er in Bezug auf Geschwindigkeit,<br />

Klirrverhalten und Auflösung neue Maßstäbe<br />

in seiner Klasse setzen. Ein Stockwerk tiefer<br />

haben die Franzosen ihr Know-how ebenfalls<br />

einfließen lassen und benutzen 10-Zentimeter-<br />

Chassis mit Polyglass-Membranmaterial, um<br />

Belastbarkeit und Präzision miteinander zu<br />

vereinen. Dieser Werkstoff basiert auf einem<br />

Papierzellstoff mit mikroskopisch kleinen<br />

Glaskugeln auf der Vorderseite, die der strukturellen<br />

Verstärkung dienen.<br />

Laut Focal bietet die Technik eine überlegene<br />

Impulsgenauigkeit und ein hervorragendes<br />

Verhältnis zwischen geringem Gewicht und<br />

maximaler Steifigkeit. Der Frequenzgang der<br />

Die Schallerzeugung erfolgt mithilfe eines 21-Zentimeter-Chassis,<br />

das nach unten abstrahlt und über<br />

die Bassreflexöffnung ventiliert wird<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Focal<br />

58 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


„Dôme“-Satelliten ist auf einen möglichst<br />

sanft fallenden Bassbereich abgestimmt, um<br />

von wandnahen Aufstellungen gut profitieren<br />

zu können. Während der Produktentwicklung<br />

legte Focal nicht nur großen Wert auf die Belastbarkeit,<br />

sondern ebenfalls auf einen guten,<br />

basskräftigen Soloklang der Satelliten. Das<br />

„Dôme“-Set wird daher auch als 2.0-Stereosystem<br />

angeboten.<br />

Der Subwoofer wird aus einem Stück Aluminium<br />

gefertigt, um dem Gerät die bestmögliche<br />

Behausung mit hoher Steifigkeit und mechanischer<br />

Belastbarkeit zu bieten. An Einstellungsoptionen<br />

stehen eine Lautstärke- und<br />

Crossover-Regelung (Übergangsfrequenz)<br />

sowie ein Phasenumschalter und der Auto-<br />

Power-Modus zur Disposition. Über die Cinch-<br />

Buchse des LFE-Inputs kann man per Adapter<br />

auch eine Integration via Lautsprecherkabel<br />

durchführen, sodass man nicht auf Verstärker<br />

mit dediziertem Subwoofer-Anschluss angewiesen<br />

ist.<br />

Starker Auftritt<br />

Im Klangtest schlägt das Focal-Set erstaunlich<br />

erwachsene Töne an, denn hinsichtlich der<br />

Tonalität herrscht grundsätzlich eine recht<br />

gute Ausgewogenheit innerhalb des Frequenzspektrums.<br />

Ungewöhnlich ist jedoch, dass<br />

dieses Set keine hochtonlastige Spielweise<br />

besitzt, sondern stattdessen eine kleine Betonung<br />

der mittleren Frequenzen einbringt.<br />

Bei Zugrundelegung von strengen Maßstäben<br />

würden wir uns einen etwas fließenderen<br />

Übergang zwischen diesen beiden Bereichen<br />

wünschen, bei denen uns im Test die Anbindung<br />

des Hochtöners minimal zu leise vorkam.<br />

Hier wäre es besser, wenn dieser im Übergang<br />

zum Tiefmitteltöner schneller „einspringen“<br />

könnte, denn bei zunehmender Frequenz agiert<br />

er mit steigender Präsenz. Absolute Begeisterung<br />

lösten der Klangfarbenreichtum sowie die<br />

Detaillierung der Satelliten aus: Während der<br />

Grundtonbereich hauptsächlich von Volumen<br />

geprägt wird, beweisen die Lautsprecher in<br />

den darüberliegenden Frequenzen eine sehr<br />

schnelle, präzise Signalumsetzung. Besonders<br />

der Hochtöner punktet mit einer hohen Brillanz<br />

und Durchzeichnung.<br />

Auflösung und Klangtransparenz liegen klassenbezogen<br />

ebenfalls auf einem außerordentlichen<br />

Niveau, wenngleich die Gesamtcharakteristik<br />

keine übermäßige Milde bzw. Seidigkeit<br />

erkennen lässt. Die Bassdarstellung gelingt<br />

den kugelartigen Schallwandlern sehr gut, sie<br />

spielen bis deutlich unter die 100-Hertz-Marke<br />

recht körperhaft auf und lassen dabei auch in<br />

Bezug auf die Konturierungsgenauigkeit keine<br />

größere Kritik aufkommen. Richtig druckvoll<br />

spielen die „Dôme“-Satelliten natürlich nicht,<br />

aber man kann mit ihnen definitiv auch ohne<br />

Subwoofer Musik hören, ohne den Eindruck<br />

zu haben, etwas zu vermissen. Der Subwoofer<br />

knüpft nicht ganz an das hohe Leistungsniveau<br />

der Satelliten an: Während der maximale<br />

Tiefgang in Anbetracht von Gehäusevolumen<br />

und Membrangröße bemerkenswert weit hinab<br />

reicht, ist die gebotene Sauberkeit leider nicht<br />

ausreichend überzeugend für einen vorderen<br />

Platz. Bei typischen Heimkino-Tiefbasseffekten<br />

unterhalb von 50 Hertz meldet sich zudem<br />

die Bassreflexöffnung in Form von mittelstarken<br />

Ventilationsgeräuschen. Die generelle<br />

Pegelfestigkeit reicht für den alltäglichen Gebrauch<br />

aus und macht auch bei einer kleinen<br />

Party nicht schlapp.<br />

Klangkulissen<br />

Wer Filme jedoch bevorzugt mit sehr intensiven<br />

Pegeln hört, ist mit großvolumigeren<br />

Surround-Systemen (insbesondere bei der<br />

Sauberkeit des Tiefbassbereiches) besser<br />

beraten. Sehr gut gelingt den Satelliten die<br />

Raumabbildung.<br />

Es stellt sich eine gute Surround-Kulisse mit<br />

großer Klangbühne ein, die sich deutlich von<br />

punktuell aufspielenden Konkurrenten unterscheidet.<br />

Die gute Bühnenstaffelung ist<br />

auch ein Grund für eine ansprechende Stereowiedergabe.<br />

Hier können die Focal-Satelliten<br />

außerdem noch ihre feindynamischen Qualitäten<br />

in die Waagschale werfen. Diejenigen,<br />

die ein dezentes 5.1-Set für ihr Wohnzimmer<br />

suchen und dabei nicht auf vollen Klang verzichten<br />

wollen, könnten mit dem Focal-Set<br />

das passende Produkt gefunden haben. Dank<br />

möglicher Wandmontage ein vielseitig einzusetzendes<br />

System. 1<br />

gut<br />

Focal<br />

Dôme-5.1-Set<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Focal<br />

Modell<br />

Dôme 5.1-Set<br />

Preis/Straßenpreis<br />

1 849 Euro/–<br />

Gewicht Sat<br />

1,9 kg<br />

Gewicht Sub<br />

8,2 kg<br />

Informationen<br />

www.focal-fr.com<br />

Lautsprecher<br />

Größe Sat (B/H/T)<br />

144 × 172 × 143 mm<br />

Größe Sub (B/H/T)<br />

276 × 400 × 276 mm<br />

Anzahl Lautsprecher<br />

6 inklusive Subwoofer<br />

Arbeitsweise Aktiv/Passiv /<br />

Wandlerprinzip<br />

elektrodynamisch<br />

Typ<br />

geschlossen (Sat), Bassreflex (Sub)<br />

Impedanz<br />

Satelliten<br />

4–8 Ohm<br />

Untere Grenzfrequenz<br />

Satelliten<br />

80 Hz<br />

Subwoofer<br />

35 Hz<br />

Nennbelastung<br />

Satelliten<br />

25–100 W<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

sehr kompakt<br />

äußerst flexibel montierbar<br />

gute Klangeigenschaften<br />

kompatibel nur zu kleinen<br />

Lautsprecherkabeln<br />

Pegelfestigkeit Subwoofer<br />

ist limitiert<br />

BEWERTUNG<br />

Bässe gut 7/10<br />

Mitten sehr gut 8/10<br />

Höhen ausgezeichnet 9/10<br />

Räumlichkeit sehr gut 8/10<br />

Neutralität sehr gut 8/10<br />

Wiedergabequalität Musik gut 40/50<br />

Wirkung/Atmosphäre sehr gut 8/10<br />

Authentizität sehr gut 8/10<br />

Surround-Abbildung sehr gut 8/10<br />

Wiedergabequalität Film gut 24/30<br />

Ausstattung/Verarbeitung sehr gut 8/10<br />

Benutzerfreundlichkeit sehr gut 8/10<br />

Gesamt<br />

80 von 100 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

80 %<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 59


test<br />

AUDIO<br />

5.1-SURROUND-SYSTEM VON BOWERS & WILKINS<br />

Hochwertiger Klang aus England<br />

Die 600er-Serie vom weltbekannten Anbieter Bowers & Wilkins (B&W)<br />

durfte sich Mitte letzten Jahres über eine umfangreiche Modellpflege<br />

freuen und tritt mit dem Anspruch an, neue Klanghorizonte in der gehobenen<br />

Mittelklasse abzustecken.<br />

Die Standbox B&W „683“ (Stückpreis<br />

699 Euro) bildet die Basis des Systems.<br />

Für optimale Stereoeigenschaften<br />

verfügt dieses Modell über eine umfangreiche<br />

Chassis-Bestückung. Damit auch der<br />

mittlere Frontkanal auf hohem Niveau wiedergegeben<br />

wird, schickt B&W mit dem „HTM61“<br />

einen ausgewachsenen Center-Speaker ins Rennen.<br />

Bezüglich des Gehäusevolumens und des<br />

verwendeten 3-Wege-Konzepts versteht sich der<br />

„HTM61“ als absolut vollwertiger Lautsprecher.<br />

Die Surround-Kulisse obliegt den Kompaktboxen<br />

vom Typ „685“ (Stückpreis 299 Euro).<br />

Für die saubere Umsetzung tieffrequentierter<br />

Effekte steht der „ASW610“ bereit, ein geschlossener<br />

Subwoofer mit einem Einzelpreis<br />

von 599 Euro.<br />

Materialvielfalt<br />

Die 600er-Serie von B&W verfolgt ein sachliches<br />

Erscheinungsbild mit klassischen Proportionen.<br />

Die Chassis-Bestückung sorgt in Kombination<br />

mit farblich abgesetzten Frontschallwänden für<br />

einen optischen Anziehungspunkt. Bei näherer<br />

Betrachtung fällt auf, dass die Boxen nicht mit<br />

Echtholzfurnieren geschmückt sind, sondern<br />

sich lediglich mit einer folierten Oberfläche kleiden.<br />

Die Ausführung der Gehäusekanten fällt<br />

ohne jegliche Rundungen aus, wobei sämtliche<br />

Komponenten saubere Übergänge aufweisen.<br />

Auch die schwarz lackierte Frontschallwand aus<br />

MDF-Material besitzt eine makellose Passgenauigkeit.<br />

B&W liefert diese Lautsprecher auch in<br />

den Varianten „Eiche hell“, „Kirsche rot“ sowie<br />

„Esche schwarz“. Die aktuelle B&W-600er-Reihe<br />

profitiert von einem regen Technologietransfer<br />

aus höheren Serien. Viele Detaillösungen basieren<br />

im Ursprung auf der Referenzserie „Nautlilus“,<br />

wie z. B. der Hochtöner. Doch auch bei der<br />

Mittel- und Tieftonwiedergabe unternimmt B&W<br />

große Anstrengungen und setzt auf mit Kevlar<br />

beschichtete Membranen. Sie zeichnen sich<br />

durch eine extrem hohe Festigkeit aus. Der Einsatz<br />

von Kevlar innerhalb eines Lautsprechers<br />

bringt den Vorteil, dass konzentrische Wellen<br />

verhindert werden, die die Hauptursache für<br />

Klangverfälschungen sind. Bei den Mitteltönern<br />

in den Modellen „683“ sowie „HTM61“ stößt die<br />

Kevlarmembran fast direkt an den Korb<br />

und wird lediglich von einer dünnen<br />

Schaumstoffschicht abgegrenzt. Durch<br />

den Verzicht auf eine Sicke verspricht<br />

sich B&W die Verhinderung des „Rückschwappens“<br />

von Schallenergie, was<br />

sich in verbesserten Reaktionszeiten<br />

sowie homogenerer Klangübertragung<br />

widerspiegeln soll. Die Box „683“ besitzt<br />

darüber hinaus zwei<br />

165-Millimeter-Tieftöner<br />

mit einer Verbundmembran<br />

aus Papier, Kevlar und<br />

einer Oberschicht Aluminium.<br />

Durch diese soll ein<br />

hervorragendes Verhältnis<br />

aus Gewicht und Steifigkeit<br />

gewährleistet werden. Bei<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bowers & Wilkins<br />

TESTFAZIT<br />

B&W verzichtet zwar auf Echtholzfurniere,<br />

bietet aber hochwertige Technik<br />

und spricht mit einer ausgewogenen<br />

Akustik sowohl Cineasten als auch<br />

Musikliebhaber an.<br />

Lars Mette<br />

Das klassische Auftreten der<br />

600er-Serie wird durch die<br />

gelben und silbernen Membranen<br />

zum Hingucker<br />

sehr gut<br />

2.2009<br />

Bowers & Wilkins<br />

600er-Serie<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

60 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


sämtlichen Vollbereichslautsprechern kommt eine<br />

strömungsoptimierte Bassreflexöffnung zum<br />

Einsatz. Außerdem legt B&W großen Wert auf<br />

eine minimalistische Frequenzweiche mit hochwertigen<br />

Bauteilen. Der Aufbau des Subwoofers<br />

basiert auf einem geschlossenen Konzept<br />

mit Frontabstrahlung mithilfe einer Verbundstoffmembran<br />

aus Papierzellstoff, Kevlarfasern<br />

und einer speziellen, sehr festen Harzlegierung.<br />

Dank der hohen mechanischen Belastbarkeit ist<br />

die 250-Millimeter-Membran damit in der Lage,<br />

auslenkungsintensive Hübe mit hoher Verwindungssteifigkeit<br />

zu bewältigen.<br />

Audiophiler Auftritt<br />

Das B&W-Ensemble verfolgt eine kultivierte Arbeitsweise<br />

mit einer beispielhaften Verbindung<br />

aus Detailreichtum und angenehmer Seidigkeit.<br />

Die tonale Auslegung kleidet speziell die<br />

Mitten mit großer Sorgfalt aus und betont die<br />

vorhandenen Feinheiten mit besonderem Engagement.<br />

In den unteren Frequenzen baut die<br />

„683“ bei Bedarf ein großes Volumen auf, spielt<br />

sich aber nicht mit einer extrem bissigen Vorgehensweise<br />

in den Vordergrund, wie man es von<br />

diversen Konkurrenten kennt. Die Wiedergabe<br />

im Hochtonbereich besticht durch eine exakte<br />

Spielweise, bleibt aber dennoch luftig. Bei unseren<br />

Hörtests mit „Der Herr der Ringe – Die<br />

Gefährten“ verwöhnte uns das B&W-Set mit einer<br />

packenden Umsetzung der Höhlenkämpfe in<br />

Moria. Das hektische Kampfgeschehen wird klar<br />

differenziert und mit einem großen Dynamikumfang<br />

wiedergegeben. Übergänge zwischen den<br />

einzelnen Lautsprechern erfolgen sehr flüssig,<br />

was insbesondere im Hinblick auf die Größenunterschiede<br />

zwischen Front- und Rear-Speaker<br />

alles andere als selbstverständlich ist. Ein besonderes<br />

Lob verdient sich der „HTM61“ durch<br />

seine kräftige, vollmundige Sprachwiedergabe.<br />

Der Subwoofer gliedert sich harmonisch ein<br />

und besticht durch Präzision sowie Tiefgang.<br />

Intensive Pegel setzt der „ASW610“ mit großer<br />

Sauberkeit um, wenngleich er im unteren<br />

Frequenzbereich leicht an Nachdruck verliert.<br />

Hervorragende Eignung für musikalische Anwendungen<br />

können wir jedem der Geräte attestieren:<br />

Die britischen Schallwandler leuchten<br />

instrumentale Ebenen mit einem hohen Maß an<br />

sensibler Feindifferenzierung aus. Filigran aufspielende<br />

Streichinstrumente pulsieren hochvital<br />

im Hintergrund, während sich hämmernde<br />

Beckenschläge mit Nachhaltigkeit den Weg in<br />

die Gehörgänge bahnen.<br />

Die gebotene Raumabbildung<br />

positioniert die Akteure in glaubhafter Weise<br />

im Hörraum. Dabei bauen die Lautsprecher eine<br />

bemerkenswerte Tiefe auf. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Bowers & Wilkins<br />

Modell 5.1-Set aus 683, HTM61, 685<br />

und ASW610<br />

Preis/Straßenpreis<br />

3 194 Euro/–<br />

Gewicht Front<br />

683/26 kg; HTM61/15,4 kg;<br />

685/7,0 kg; ASW610/12,5 kg<br />

Informationen<br />

www.bowers-wilkins.de<br />

Lautsprecher<br />

Größe Standboxen (B/H/T)<br />

198 × 985 × 340 mm<br />

Größe Center-Speaker (B/H/T)<br />

545 × 198 × 339 mm<br />

Größe Surround-Speaker (B/H/T)<br />

198 × 340 × 331 mm<br />

Größe Subwoofer (B/H/T)<br />

310 × 310 × 375 mm<br />

Anzahl Lautsprecher<br />

6 inkl. Subwoofer<br />

Arbeitsweise Aktiv/Passiv /<br />

Wandlerprinzip<br />

elektrodynamisch<br />

Typ<br />

Bassreflex (bei allen Modellen)<br />

Impedanz<br />

Satelliten<br />

3–8 Ohm<br />

Untere Grenzfrequenz<br />

Standlautsprecher<br />

38 Hz–3 dB<br />

Center-Speaker<br />

49 Hz–3 dB<br />

Surround-Speaker<br />

49 Hz–3 dB<br />

Subwoofer<br />

27 Hz–3 dB<br />

Nennbelastung<br />

Standlautsprecher<br />

200 W<br />

Center-Speaker<br />

150 W<br />

Surround-Speaker<br />

100 W<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

homogenes Klangbild innerhalb<br />

des Sets<br />

hochwertiger technischer<br />

Aufbau<br />

angenehme und detaillierte<br />

Klangwiedergabe<br />

keine Echtholzfurniergehäuse<br />

großer Platzbedarf von Modellen<br />

„683“ und „HTM61“<br />

BEWERTUNG<br />

Bässe ausgezeichnet 9/10<br />

Mitten ausgezeichnet 9/10<br />

Höhen ausgezeichnet 9/10<br />

Räumlichkeit ausgezeichnet 9/10<br />

Neutralität sehr gut 8/10<br />

Wiedergabequalität Musik sehr gut 44/50<br />

Wirkung/Atmosphäre ausgezeichnet 9/10<br />

Authentizität sehr gut 8/10<br />

Surround-Abbildung ausgezeichnet 9/10<br />

Wiedergabequalität Film sehr gut 26/30<br />

Ausstattung/Verarbeitung sehr gut 8/10<br />

Benutzerfreundlichkeit sehr gut 8/10<br />

Gesamt<br />

86 von 100 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

Sehr gut<br />

86 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

61


test<br />

AUDIO<br />

OHRHÖRER VON AKG, PANASONIC UND SENNHEISER<br />

Hingehört<br />

Seit einigen Jahren verdrängen Ohrhörer, die direkt in den Gehörgang<br />

schallen, die klassischen Modelle. Satteren Klang, weniger Umgebungsgeräusche<br />

und ein intensiveres Musikerlebnis versprechen die<br />

Kopfhöreralternativen. Wir haben drei Modelle von der Einsteiger- bis<br />

zur Oberklasse Probe gehört.<br />

MP3-Player übersäen den Markt<br />

nicht erst seit gestern. Klassische<br />

Geräte bis hin zu multimedialen<br />

Alleskönnern werben um die Gunst des Käufers.<br />

Doch auch dieser Markt scheint gewisse<br />

Prinzipien zu haben. In diesem Fall könnte<br />

eines davon „Investiere in bessere Kopfhörer“<br />

lauten, denn bis auf einzelne Ausnahmen<br />

erweisen sich die mitgelieferten Hörer meist<br />

als unterdurchschnittlich oder spaßhemmend.<br />

Das ist kurios, soll doch gerade die Musik den<br />

Käufer begeistern, sollen die satten und klaren<br />

Klänge über das investierte Geld hinwegsehen<br />

lassen. Dabei sind gute Kopfhörer nicht unbedingt<br />

teuer. Intensiver Klang wird vor allem<br />

von den sogenannten In-Ears erzielt. Mithilfe<br />

von Silikonaufsätzen, die fest am Eingang<br />

des Ohrkanals sitzen, wird eine bassstarke<br />

und je nach Modell differenzierte Wiedergabe<br />

erreicht, an die normale Kopfhörer nicht<br />

heranreichen. Von Enthusiasten werden oft<br />

noch die klassischen und deutlich größeren<br />

Bügelkopfhörer bevorzugt, allerdings erweisen<br />

sich diese nur bedingt als alltagstauglich und<br />

dezent. Bei den meist geringen Ausmaßen und<br />

dem ähnlichen Aufbau der Ohrhörer fragt sich<br />

der eine oder andere Käufer, ob überhaupt<br />

Differenzierungen auszumachen sind. Unser<br />

Test mit drei Modellen von AKG, Panasonic und<br />

Sennheiser zeigt, dass sehr wohl Unterschiede<br />

zu hören sind und die In-Ears durchaus ihren<br />

Aufpreis wert sind.<br />

Bilder: AKG, Panasonic, Sennheiser<br />

62<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


SENNHEISER CX350 STREET II<br />

Die deutsche Kopfhörerschmiede Sennheiser<br />

schickt mit dem „CX350 Street II“ ein mittelpreisiges<br />

Modell der überarbeiteten In-Ear-<br />

Serie ins Testfeld. Mit einer unverbindlichen<br />

Preisempfehlung von 60 Euro kosten die Ohrhörer<br />

etwas weniger als die Konkurrenz von<br />

AKG und ungefähr das Doppelte im Vergleich<br />

zum Modell von Panasonic.<br />

Wie bei fast allen In-Ears sind auch bei den<br />

„Street II“ Silikonaufsätze in drei verschiedenen<br />

Größen (S/M/L) im Lieferumfang enthalten,<br />

die einen idealen Sitz für verschiedene<br />

Ohren ermöglichen. Außerdem befindet sich<br />

noch eine gut verarbeitete Tragetasche in der<br />

Verpackung, die für die sichere Verwahrung<br />

abseits des Betriebs sorgt.<br />

Das Design ist relativ dezent gehalten und<br />

erreicht nur durch die leicht abgeknickte Kabelführung<br />

einen markanten Auftritt. Die Verarbeitung<br />

ist wie gewohnt hochwertig und der<br />

Preisklasse entsprechend. So vermittelt z. B.<br />

die Isolierung des Kabels eine hohe Lebensdauer.<br />

Die Kabellänge beträgt 1,20 Meter und<br />

erlaubt somit das problemlose Tragen des<br />

Players in der Hosentasche. Nach dem Aufstecken<br />

der passenden Silikonadapter lassen sich<br />

die Hörer bequem ins Ohr stecken. Dank ihrer<br />

sehr kompakten Ausmaße fühlen sie sich sehr<br />

leicht an und erlauben einen angenehmen Tragekomfort<br />

über mehrere Stunden. Den ersten<br />

Kontakt mit Musik brauchen die Ohrkanalhörer<br />

ebenfalls nicht zu scheuen. Der Klang weiß<br />

direkt zu gefallen und zeigt typische In-Ear-<br />

Charakteristiken. Bassbetonte Musik gibt der<br />

Sennheiser satt und klar wieder, erst das<br />

deutliche Anheben der Bässe mittels Equalizer<br />

zwingt den Ohrhörer dann in die Knie. Doch<br />

auch die Höhen und Mitten<br />

klingen mit den „Street II“<br />

sehr ausgewogen. Klassische<br />

Musik ist typischerweise<br />

weniger geeignet für<br />

diese Art von Kopfhörern,<br />

doch wird dank der guten<br />

Abschirmung von Umgebungsgeräuschen<br />

und der dynamischen Wiedergabe<br />

ein überzeugendes Klangerlebnis geboten. Leider<br />

sind wie bei fast allen In-Ears Geräusche zu<br />

hören, wenn das Kabel beispielsweise einen<br />

Reißverschluss berührt. Durch die Empfindlichkeit<br />

von 113 Dezibel (dB) können die Hörer auch<br />

bei lauteren Momenten problemlos mithalten,<br />

wobei dies nicht überstrapaziert werden sollte,<br />

da der Schall immerhin direkt auf das Trommelfell<br />

trifft. Im Vergleich zur klassischen Bauweise<br />

ist hier weniger manchmal mehr.<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

SENNHEISER CX350 STREET II<br />

Preis/Straßenpreis<br />

59,99 Euro/45 Euro<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

bequemer Sitz<br />

leichte Defizite bei den<br />

Höhen<br />

satter Klang<br />

ERGEBNIS<br />

80 %<br />

gut<br />

Sennheiser<br />

CX350 Street II<br />

TESTERGEBNIS<br />

sehr gut<br />

2.2009<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

Gut<br />

AKG K 340<br />

AKG gehört nicht erst seit gestern zu den<br />

führenden Herstellern im Kopfhörerbereich.<br />

Die „K 340“-In-Ears sind mit ihren 80 Euro im<br />

höheren Preissegment angesiedelt, versuchen<br />

aber durch hohe Qualität und einen attraktiven<br />

Straßenpreis ein interessantes Paket abzuliefern.<br />

Schon die Verpackung zeigt, dass Wert<br />

auf Qualität gelegt wird.<br />

Im edel anmutenden matt-schwarzen Karton<br />

verbergen sich die auch „Liquorice“ genannten<br />

Hörer. Neben den Schallwandlern findet<br />

sich noch eine Tasche zur Aufbewahrung der<br />

Hörer samt den bei In-Ears typischen drei unterschiedlich<br />

großen Silikonaufsätzen. Als einziger<br />

Kandidat im Testfeld weisen die AKG eine<br />

Lautstärkeregelung direkt am circa ein Meter<br />

langen Kabel auf, sodass nicht immer erst der<br />

Player zur Hand genommen werden muss. Das<br />

Kabel ist das kürzeste im Test, allerdings sehen<br />

wir das als wenig problematisch an, da die<br />

Musikplayer in der Regel ohnehin nicht allzu<br />

weit entfernt in der Jacken- oder Hosentasche<br />

getragen werden. So reduziert sich außerdem<br />

der Kabelsalat. An den Hörern prangt stolz das<br />

Firmenlogo. Zu Recht, denn optisch machen<br />

die „K 340“ einiges her; markant modernes<br />

Design paart sich mit einer hohen, aber leider<br />

nicht perfekten Verarbeitung. So fallen am<br />

Kunststoff zum Teil leicht unsaubere Stellen<br />

ins Auge. Die Freude über die erste Benutzung<br />

fällt etwas gedämpft aus, denn AKG nutzt<br />

relativ kurze Silikonaufsätze, die sich nicht<br />

besonders tief in den Ohrkanal stecken lassen.<br />

Dadurch gelingt die Lärmisolierung nicht so<br />

ideal, wie von anderen Modellen bekannt.<br />

Auch kann es passieren, dass der Aufsatz<br />

„S“ eine Spur zu klein und „M“ wiederum<br />

einen Tick zu groß ist. Mit etwas Geduld und<br />

Eintragen der Hörer ist aber ein ausreichend<br />

bequemer Sitz zu erzielen, der auch längeres<br />

Tragen ermöglicht. Auch wenn der Tragekomfort<br />

zunächst etwas missfällt, kann der Klang<br />

direkt begeistern.<br />

Im Unterschied zu den Sennheisern liefern<br />

die „K 340“ eine etwas sattere Basswiedergabe<br />

und gefallen durch einen harmonischen<br />

Gesamtklang. Bassstarke Musikstücke, die<br />

prädestiniert für In-Ears sind, gewinnen durch<br />

erstaunlich satte und trockene Bässe an Intensität.<br />

Doch wird der Mitten- und Höhenbereich<br />

im Gegensatz zu vielen anderen Modellen nicht<br />

außer Acht gelassen. Je nach Musikstück klingen<br />

die Mitten und Höhen etwas feiner als die<br />

der Mitstreiter und die 122 dB Schalldruckpegel<br />

können laute Stücke impulsiv wiedergeben.<br />

gut<br />

AKG<br />

K 340<br />

TESTSIEGER<br />

gut<br />

2.2009<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

AKG K 340<br />

Preis/Straßenpreis<br />

TESTSIEGER<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

ausgewogener Klang<br />

Sitz nicht optimal<br />

Lautstärkeregler<br />

ERGEBNIS<br />

79,90 Euro/50 Euro<br />

81 %<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

63


test<br />

AUDIO<br />

PANASONIC RP-HJE240<br />

Panasonic setzt mit dem Modell „RP-HJE240“<br />

auf die Käufer der iPod-Generation und bietet<br />

den mit 24,99 Euro günstigsten Testprobanden<br />

in gleich sechs verschiedenen Farbvarianten<br />

an. Silber, Schwarz, Rot, Grün, Blau und<br />

Pink decken viele Variationen des berühmten<br />

MP3-Players iPod „nano“ ab. Der niedrige<br />

Preis des Modells macht sich leider beim<br />

Lieferumfang bemerkbar. So sucht man eine<br />

Aufbewahrungstasche vergebens. Mit dabei<br />

sind die notwendigen Silikonaufsätze für den<br />

Halt in verschieden großen Ohren. Die Verarbeitungsqualität<br />

entspricht der Preisklasse<br />

und lässt im Vergleich zur Konkurrenz Defizite<br />

erkennen. Die Membranen sind beispielsweise<br />

nur durch weiße Stoffgitter geschützt. Viele<br />

ähnlich günstige Modelle setzen hier bereits<br />

auf stabilere Metallgitter, die auch eine bessere<br />

Reinigung der Hörer sicherstellen. Davon<br />

abgesehen sitzen die „RP-HJE240“ sicher im<br />

Ohrkanal und lassen sich somit über längere<br />

Zeit gut nutzen. Beim Einführen der Hörer<br />

zeigt sich der niedrige Preis durch Quietschgeräusche<br />

bis zum festen Sitz. Auch fühlen<br />

sich die In-Ears nicht so bequem an wie die<br />

anderen Kandidaten. Ähnlich ernüchternd fällt<br />

auch der erste Eindruck der Musikwiedergabe<br />

aus. Zwar ist auch hier die Basswiedergabe<br />

nicht schlecht, doch bei Weitem nicht<br />

so satt und klar wie erhofft. Das<br />

Hinzuschalten von verschiedenen<br />

Equalizern seitens des Wiedergabegeräts<br />

sorgt sogar für ein<br />

deutliches Übersteuern. Dies führt<br />

wiederum zu unschönen Kratzgeräuschen.<br />

Trotz des guten Sitzes erreichen die<br />

Panasonics nicht die Kraft und das Volumen,<br />

das man von In-Ears gewohnt ist. Die Umgebungsgeräusche<br />

werden zwar stark reduziert,<br />

doch vermisst man das letzte Stück an Klangfülle.<br />

Natürlich entscheidet auch hier die Musikauswahl.<br />

Songs mit vielen Mitten und Höhen<br />

mag der „RP-HJE240“ weniger, bassstarke<br />

Stücke klingen jedoch durchaus zufriedenstellend.<br />

Die Farbauswahl lässt bereits erkennen,<br />

dass man hier auf die trendige Jugend abzielt,<br />

die nicht allzu viel investieren möchte. Wem<br />

andere In-Ears deutlich zu bassbetont sind,<br />

der sollte ebenfalls einen Test wagen.<br />

PANASONIC RP-HJE240<br />

Preis/Straßenpreis<br />

25 Euro/20 Euro<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

trendige Farbauswahl<br />

Klang etwas unausgewogen<br />

angenehmer Sitz<br />

ERGEBNIS<br />

57 %<br />

Panasonic<br />

RP-HJE240<br />

TESTERGEBNIS<br />

2.2009<br />

befriedigend<br />

befriedigend<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Befriedigend<br />

Fazit<br />

Dass sich In-Ears trotz ihrer winzigen Bauweise<br />

auch klanglich unterscheiden können, hat<br />

unser Test eindrucksvoll bewiesen. Nicht nur<br />

die Marktpreise schwanken bei den Ohrkanalhörern<br />

von wenigen Euros bis deutlich über<br />

100 Euro bei High-End-Modellen. Dies macht<br />

sich außerdem bei der Klangqualität bemerkbar.<br />

Zunächst einmal haben alle getesteten<br />

Kandidaten eins gemeinsam: Der feste Sitz<br />

der Hörer muss gewährleistet sein, nur dann<br />

können die Geräte ihre volle Leistung erzielen<br />

und satten, volumigen Klang wiedergeben.<br />

Selbst winzige Abweichungen vom optimalen<br />

Sitz bestrafen die Probanden mit deutlich<br />

gesenkter Musikfreude, allen voran der AKG<br />

„K 340“, dessen Polster etwas zu kurz geraten<br />

sind. Dank der Silikonaufsätze, bei denen sich<br />

die Größen S/M/L durchgesetzt haben, ist<br />

eine individuelle Anpassung aber fast immer<br />

gesichert. Durch die abgeschirmte Anordnung<br />

werden Umgebungsgeräusche auf ein absolutes<br />

Minimum reduziert. Das bedeutet für den<br />

Straßenverkehr äußerste Vorsicht, ermöglicht<br />

TESTFAZIT<br />

Die „K 340“ sichern sich den Testsieg<br />

durch die klanglich am besten abgestimmte<br />

Leistung. Preislich günstiger<br />

und mit vergleichbarem Ergebnis präsentiert<br />

sich Sennheiser.<br />

Florian Kriegel<br />

den kleinen Schallwandlern aber eine unerwartet<br />

satte Basswiedergabe. Vor allem die<br />

beiden teureren Modelle warten mit einer klaren<br />

und erstaunlich tiefen Wiedergabe auf, ohne<br />

dabei die Mitten und Höhen zu sehr zu vernachlässigen.<br />

Hier zieht das günstige Modell<br />

leider den Kürzeren. Dieses richtet sich mehr<br />

an die Gelegenheitshörer, die eine farblich<br />

passende Option für ihren MP3-Player suchen.<br />

Audiophile Musikhörer mit einem Hang zum<br />

Tiefbass werden ihren Spaß haben, sollten<br />

für die etwas teureren Modelle aber rund 45<br />

bis knapp 60 Euro bereithalten. Im Gegensatz<br />

zu den deutlich preisgünstigeren Produkten<br />

versprechen sie aufgrund ihrer höheren Materialqualität<br />

auch eine längere Lebensdauer.<br />

Wer aber bereits bis zu mehrere Hundert Euro<br />

in einen Musikplayer investiert, sollte an den<br />

Kopfhörern nicht sparen, denn Vergleiche zeigen<br />

immer wieder, dass mitgelieferte Modelle<br />

nur selten den hohen Ansprüchen der Käufer<br />

Rechnung tragen. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

SIEGER<br />

TESTSIEGER<br />

Allgemein<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Hersteller AKG Sennheiser Panasonic<br />

Modell K 340 CX350 Street II RP-HJE240<br />

Preis/Straßenpreis 79,90 Euro/55 Euro 59,99 Euro/45 Euro 25 Euro/20 Euro<br />

Gewicht 3 g 12 g k. A.<br />

Informationen www.akg.com www.sennheiser.com www.panasonic.de<br />

Details<br />

Ohrpolster Silikon Silikon Silikon<br />

Zubehör Silikoneinsätze, Tragetasche Silikoneinsätze, Tragetasche Silikoneinsätze<br />

Typ geschlossen geschlossen geschlossen<br />

Frequenzgang 11,5 Hz–23 kHz 17 Hz–21 kHz 6 Hz–23 kHz<br />

Empfindlichkeit 122 dB 113 dB 100 dB<br />

BEWERTUNG<br />

Benutzerfreundlichkeit sehr gut 13/15 ausgezeichnet 15/15 gut 12/15<br />

Ausstattung gut 18/25 gut 18/25 ausreichend 10/25<br />

Klangqualität gut 50/60 gut 47/60 befriedigend 35/60<br />

Gesamt 81 von 100 Pkt. 80 von 100 Pkt. 57 von 100 Pkt.<br />

Preis/Leistung gut sehr gut befriedigend<br />

ERGEBNIS<br />

Gut Gut Befriedigend<br />

81 % 80 % 57 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic<br />

64 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft


EDLES WLAN-INTERNETRADIO: TIVOLI AUDIO „NETWORKS FM“<br />

Sound aus Boston<br />

Dank Internetradio lassen sich Sender aus aller Welt bequem ins heimische Wohnzimmer holen. Der<br />

Bostoner Hersteller Tivoli Audio liefert das derzeit exklusivste Modell. Dies allerdings zu exorbitanten Preisen.<br />

Bilder: Stock.xchng/deboer, Tivoli Audio<br />

Äußerlich ist das Internetradio hochwertig<br />

verarbeitet, wirkt in seiner Verkleidung<br />

jedoch ziemlich gewöhnungsbedürftig.<br />

Das kompakte Gehäuse besteht<br />

wahlweise aus furnierten Kirsch-, Walnuss- oder<br />

Wengé-Oberflächen. Das Lautsprechergitter<br />

wurde voll vergoldet und so dem Design angepasst.<br />

Insgesamt ein edler Look, der den unifarbenen<br />

Vorschlägen anderer Hersteller gegenübersteht.<br />

Andererseits entspricht das Konzept<br />

kaum modernen Gestaltungsvorstellungen. Die<br />

Basisstation ist ein kompakter Block mit den<br />

Maßen 22,2 × 14 × 13 Zentimeter. Darin verbaut<br />

liegen ein blau beleuchtetes LC-Display, eine<br />

oben angebrachte Kombination aus Lautstärkeregler<br />

und Stummtaste sowie die notwendigen<br />

Steuerelemente auf der Rückseite. Letztere erwiesen<br />

sich während der Installationsphase als<br />

unkomfortabel, weswegen auf die beiliegende<br />

Fernbedienung zurückgegriffen werden sollte.<br />

Leider ist jene kaum größer als eine Scheckkarte.<br />

Unterhalb der Box liegen Standardschnittstellen<br />

wie ein 220-Volt-/12-Volt-Anschluss, ein<br />

Kopfhörer- und ein Subwoofer-Anschluss sowie<br />

ein Aux-Eingang. Außerdem existieren Verbindungsmöglichkeiten<br />

zum optionalen rechten<br />

Lautsprecher (gegen Aufpreis) sowie zu externen<br />

Geräten. Digitalausgänge fehlen unangenehmerweise<br />

gänzlich. Das wichtigste Element<br />

stellt indes der Ethernet-Anschluss dar. Dank<br />

Kabelanbindung per TCP/IP gelingt der Kontakt<br />

rasch, obwohl das Eintippen der IP-Adresse<br />

einer Geduldsprobe gleicht. Im Menü muss<br />

außerdem auf Kabelbetrieb umgestellt werden.<br />

Ebenfalls an Bord: Ein WLAN-System, dessen<br />

Verbindung via Zugangspunkt im 802.11g-Modus<br />

mit 54-Megabit-Datendurchsatz sowie<br />

abgesichertem WPA2-AES-Betrieb theoretisch<br />

ohne Schwierigkeiten verläuft. Knackpunkt ist<br />

erneut die langwierige Code-Eingabe. Ein klassischer<br />

UKW-Tuner ist vorhanden. Nach der<br />

Installation stehen Hunderte von Sendern zur<br />

Verfügung, sortiert nach Ländern, Regionen,<br />

Genres und Podcasts. Damit die Songs nicht<br />

regelmäßig abbrechen, puffert das Radio alle<br />

Informationen im „SuperBuffer“. Abspielbar<br />

sind alle gängigen, ungeschützten Formate von<br />

MP3 bis WMA. AAC wird nicht unterstützt. Die<br />

integrierte USB-Schnittstelle verarbeitet Musik<br />

von Sticks; üblichen MP3-Playern à la Apple<br />

verwehrt das Gerät den Zugang. Zugriff auf einen<br />

Musikserver (UPnP) oder Ordnerfreigaben<br />

(CIFS) sind einfach generierbar.<br />

Teurer Klang<br />

Akustisch überzeugt „Networks FM“ in der<br />

vorliegenden Variante, welche neben dem Mono-Basissegment<br />

noch einen zweiten Stereolautsprecher<br />

besitzt. Die Wiedergabe ist klar<br />

und kontrolliert. Bloß bei hohen Pegeln wird<br />

das Klangbild dumpfer. Überhaupt scheint das<br />

Holzgehäuse heftige, harte Bässe weniger zu<br />

mögen. Je nach Aufstellung sollte von maximaler<br />

Lautstärke abgesehen werden. Unser<br />

Resümee fällt zwiespältig aus. Einerseits bietet<br />

Tivoli Audio ein exklusives, unterhaltsames<br />

und technisch versiertes Produkt an, dessen<br />

WLAN-Lösung vorbildlich ist. Andererseits erscheinen<br />

die Unzulänglichkeiten, insbesondere<br />

bei der Fernbedienung, in diesem Preissegment<br />

unverzeihlich. Die veranschlagten 699<br />

Euro (bzw. 799 Euro für das Stereoset) liegen<br />

am Rande des vertretbaren Preis-Leistungs-<br />

Verhältnisses. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell (Version)<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Preis Lautsprecher (inklusive)<br />

Preis Set<br />

Größe (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Gewicht (inklusive Stereobox)<br />

Informationen<br />

Ausstattung<br />

Anschlüsse<br />

Funktion<br />

Audioformate<br />

sonstige Audioformate<br />

Extras<br />

FAZIT<br />

Akustisch angenehm, einfach in der<br />

Installation, edle Ausführung – das<br />

„Networks FM“ ist mehr als ein Blickfang.<br />

Allerdings bremst der enorme<br />

Preis den Spaßfaktor.<br />

Mario Hess<br />

Tivoli Audio<br />

Networks FM<br />

699 Euro/–<br />

119 Euro<br />

799 Euro<br />

14 × 22,2 × 13 cm<br />

1,715 kg<br />

3,5 kg<br />

www.tad-audiovertrieb.de<br />

Anschlüsse: USB, Aux-In, Mix-In,<br />

Sub-Out, Rec-Out, Ethernet, R-SPR<br />

MP3<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

guter Klang<br />

hervorragend verarbeitet<br />

WLAN-Anbindung<br />

BEWERTUNG<br />

WMA<br />

WAV<br />

AAC<br />

Real Audio<br />

WLAN, Fernbedienung, UKW-<br />

Radio, zweite Lautsprecherbox<br />

(optional)<br />

schwergängige<br />

Fernbedienung<br />

Lautsprecheranleitung<br />

nur englisch<br />

extrem teuer<br />

Gut<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

65


test<br />

MOBIL<br />

sehr gut<br />

Samsung<br />

YP-P3<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

2.2009<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

TOUCHSCREEN-MULTIMEDIA-PLAYER SAMSUNG „YP-P3“ MIT 16 GIGABYTE<br />

Sensitives Schmuckstück<br />

Bereits in der vergangenen Ausgabe stellte DIGIAL <strong>TESTED</strong> zwei Touchscreen-Multimedia-Player vor. Diesmal<br />

beweist der aktuelle „YP-P3“ von Samsung, dass technischer Anspruch und komfortable Bedienung<br />

miteinander vereinbar sind.<br />

Die Bedienoberfläche des handlichen<br />

Players ist ein kratzfestes 3-Zoll-<br />

Touch-LCD, das fast die komplette<br />

Frontseite des Geräts einnimmt. Lediglich ein<br />

Ein/Aus-Schalter (inklusive Tastensperre) sowie<br />

die Lautstärkeregler wurden äußerlich verbaut.<br />

Das Gehäuse fällt im Vergleich zur Konkurrenz<br />

kompakter aus. Insgesamt ist der „P3“<br />

96 Gramm schwer und besteht weitestgehend<br />

aus solidem Kunststoff, eingefasst in einen<br />

sturzsicheren Metallrahmen. Der Bildschirm<br />

besitzt eine Auflösung von 480× 272 Pixeln<br />

(WQVGA). Schon beim ersten Einschalten wird<br />

deutlich, dass die Darstellung extrem klar,<br />

scharf sowie leuchtstark ist. Leichte Spiegelungen<br />

während schräger Aufsicht sind tolerierbar.<br />

Das eigentliche Touch-Display reagiert<br />

schnell und exakt auf Berührungen – sofern<br />

die Finger die manchmal recht kleinen Symbole<br />

TESTFAZIT<br />

Der „YP-P3“ gehört zu unseren absoluten<br />

Favoriten. Preislich ist das stylishe<br />

Schmuckstück sogar günstiger als die<br />

Konkurrenz von Apple und Co.<br />

Mario Hess<br />

präzise treffen. Der Player ist also nichts für<br />

Grobmotoriker. Das Menüdesign wirkt indes<br />

vertraut und lässt sich je nach Wunsch farblich<br />

verändern. Eine intuitive Steuerung ist<br />

zum größten Teil gewährleistet. Samsung integrierte<br />

in den „YP-P3“ diverse nützliche und<br />

originelle Features. So liefert das Gerät ein haptisches<br />

Feedback. Musikstücke können dank<br />

„Vibe Woofer“ zum „erschütternden“ Erlebnis<br />

werden. Das Menü sowie einzelne Symbole<br />

sind beweglich angeordnet, was eine persönliche<br />

Gestaltung zulässt. Um die wichtigsten<br />

Programme zu nennen: Sprachaufzeichnung,<br />

UKW-Radio (exzellenter Empfang), Bildergalerie,<br />

Flash-Player, Textleser, Spiele und Datacast<br />

sind an Bord. Ein praktisches Gimmick ist<br />

die Bluetooth-Verbindung (2.1). Wir empfehlen,<br />

das beiliegende In-Ear-Set eventuell auszutauschen.<br />

Im Dauerbetrieb schaffte der „P3“ rund<br />

27 Stunden musikalische Untermalung. Bei Videos<br />

macht der schwarze (alternativ silberne)<br />

Block nach ca. fünf Stunden schlapp. Geladen<br />

wird der moderne Lithium-Polymer-Akku via<br />

USB. In puncto Formatvielfalt reizt der Samsung<br />

die Grenzen aus. Von MP3 über OGG bis<br />

AAC (ungeschützt) spielt er fast alle denkbaren<br />

Varianten ab, sogar stark komprimiertes AAC+<br />

v2 wurde problemlos angenommen. Im Videobereich<br />

reicht es hingegen nur für MPEG-4,<br />

H.264, SMF und WMV. Unter soundtechnischen<br />

Gesichtspunkten gewinnt der „P3“ noch deutlicher<br />

an Profil: keine ersichtlichen Frequenzgangabweichungen,<br />

eine Verzerrung von 0,005<br />

Prozent sowie 99,2 Prozent Übersprechen. Der<br />

Hörtest offenbart eine ausbalancierte, transparente<br />

Tonlage mit leichtem Manko bei hohen<br />

Pegeln. Es stehen die üblichen EQ-Presets<br />

sowie Audio-Upscaling zur Verfügung, um das<br />

Ergebnis nachträglich zu regulieren. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell (Version)<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Größe (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Lieferbar seit<br />

Ausstattung<br />

Speicher<br />

Display<br />

Display-Auflösung<br />

Größe Display<br />

Energieversorgung<br />

Akkulaufzeit<br />

Anschlüsse<br />

Ladegerät<br />

Funktion<br />

Audioformate<br />

sonstige Audioformate<br />

Videoformate<br />

Extras<br />

MP3<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

hervorragender Sound<br />

präziser Touchscreen<br />

großer Funktionsumfang<br />

BEWERTUNG<br />

Samsung<br />

YP-P3<br />

230 Euro/199 Euro<br />

52,7 × 102 × 9,9 mm<br />

96 g<br />

www.samsung.de<br />

erhältlich<br />

16 GB<br />

Touch-LCD<br />

480 × 272 Pixel<br />

3 Zoll<br />

Li-Polymer<br />

30 h<br />

Kopfhörer, Mini-USB<br />

WMA<br />

WAV<br />

AAC<br />

OGG, FLAC<br />

MPEG-4, H.264, WMV, SMF, JPEG,<br />

PNG, BMP<br />

Radio, Aufnahme, Text, Widgets,<br />

Lautsprecher, Spiele, Emodio-<br />

Software, Vibration<br />

teilweise kleine Symbole<br />

Kopfhörer mäßig<br />

Praxis<br />

Installation ausgezeichnet 13,5/15<br />

Optik/Verarbeitung sehr gut 15/18<br />

Akkulaufzeit sehr gut 4/5<br />

Wiedergabequalität sehr gut 33,5/40<br />

Menüführung sehr gut 15/17<br />

Gesamt<br />

81 von 95 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

Sehr gut<br />

85 %<br />

Bilder: Samsung, Stock.xchng/thanx<br />

66 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


IM DT-LABOR: SONY MP3-PLAYER „NWZ-S638F“<br />

Der Walkman<br />

läuft und läuft ...<br />

Mit dem Sony-Walkman fing alles an. Der erste tragbare Kassettenspieler<br />

schrieb eine echte Erfolgsstory. Kein Wunder, dass der japanische<br />

Hersteller den Begriff „Walkman“ weiterhin für seine mobilen MP3-Player<br />

verwendet. Ganz so revolutionär wie sein Vorgänger fällt der handliche<br />

„NWZ-S638F“ zwar nicht aus, aber er macht ihm durchaus Ehre.<br />

Obwohl lediglich 45 Gramm schwer,<br />

besitzt das Gerät viel Unterhaltungspotenzial.<br />

Das Gehäuse besteht aus<br />

stabilem, ziemlich strapazierfähigem Kunststoff<br />

und erweist sich als angenehm resistent gegen<br />

Fingerabdrücke oder Kratzer. Darin verbaut liegt<br />

ein zwei Zoll großes Farb-LCD, direkt darunter<br />

befinden sich die einfach gegliederten Steuerelemente.<br />

Am rechten Rand sitzen die obligatorische<br />

Tastensperre sowie ein Lautstärkeregler.<br />

Schlichtes, aber funktionales Design. Der Bildschirm<br />

gibt Menü, Videos und Bilder (JPEG) in<br />

einer Auflösung von 240 × 320 Pixeln wieder, ist<br />

aufgrund der begrenzten Ausmaße allerdings<br />

eher für den kurzen Gebrauch geeignet. Qualitativ<br />

sind die Darstellungen sehr scharf bzw.<br />

deutlich. Das Display spiegelt bei natürlichem<br />

Raumlicht nur wenig. Eingeschaltet offenbart<br />

das Gerät einen soliden Menüaufbau, der keine<br />

Wünsche offenlässt. Sämtliche Grundeinstellungen<br />

sind problemlos auffindbar. Nützlich:<br />

die Lautstärkebegrenzung. Ebenfalls integriert<br />

wurden ein FM-Radio, eine intelligente Shuffle-<br />

Funktion sowie SensMe. Das letztgenannte Tool<br />

ermöglicht es, am PC verschiedene Musikstücke<br />

bestimmten Stimmungen zuzuordnen. Nachmittagsblues?<br />

Der Player spielt den passenden<br />

Soundtrack. Insgesamt schaffte der „NWZ-<br />

S638F“ im Test beeindruckende 39 Stunden<br />

Laufzeit. Wer Videos abspielt, verkürzt das Vergnügen<br />

entsprechend. Geladen<br />

wird der Lithium-Polymer-Akku<br />

wie gewohnt per USB-Schnittstelle.<br />

Jene dient auch der Übertragung<br />

sämtlicher Dateien.<br />

ment steht zur Verfügung. Bewegte Bilder<br />

sind als MPEG-4, WMV oder AVC (H.264/AVC)<br />

nutzbar. Um die Videos sicher anzusehen,<br />

empfiehlt sich die Installation des Windows<br />

Media Players 11. Jedoch sind weder das Microsoft-Programm<br />

noch der Sony-Media-Manager<br />

zwingend notwendig. Der Frequenzgang zeigt<br />

eine fast saubere Linie. Ebenso exzellent liegt<br />

der Wert für den Klirrfaktor bei lediglich 0,05<br />

Prozent. Der Signal-Rauschabstand beträgt circa<br />

89 Dezibel. Beim Hörtest agiert der „Walkman“<br />

präzise, sowohl Höhen als auch Tiefen klingen<br />

exakt. Klangpuristen können hier per Equalizer-<br />

Preset nachbessern oder persönlich regulieren.<br />

Sonstige akustische Soundeffekte (VPT, Klangverstärker<br />

usw.) sind beliebig zuschaltbar.<br />

Ganz nah dran<br />

Als zweckmäßig erweisen sich noch andere<br />

Features, wie z. B. der automatische Stand-by-<br />

Modus beim Abschalten und das Weiterspielen<br />

des letzten Songs nach dem Neustart. Insgesamt<br />

überzeugt der Sony „NWZ-S638F“ in allen<br />

Belangen. Der Klang ist top, die Verarbeitung<br />

bemerkenswert und die Optionen sind vielfältig,<br />

insbesondere im Tonbereich. Zum vollständigen<br />

Glück fehlt nur die Aufnahmefunktion. Es ist<br />

wie im Leben: Man kann nicht alles haben. Der<br />

„Walkman“ ist in seiner Kategorie allerdings<br />

schon extrem nah dran. 1<br />

TESTFAZIT<br />

Der Sony „NWZ-S638F“ vereint exzellenten<br />

Klang, gute Optik und stabile<br />

Verarbeitung. Lediglich die fehlende<br />

Aufnahmefunktion sowie die mäßigen<br />

Kopfhörer schmälern den Eindruck.<br />

Mario Hess<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell (Version) NWZ-S638F (1.10)<br />

Preis/Straßenpreis<br />

139 Euro/99 Euro<br />

Größe (B/H/T)<br />

43 × 89 × 8 mm<br />

Gewicht<br />

45 g<br />

Informationen<br />

www.sony.de<br />

Lieferbar seit<br />

erhältlich<br />

Ausstattung<br />

Speicher<br />

8 GB<br />

Display<br />

Farb-LCD<br />

Display-Auflösung<br />

240 × 320 Pixel<br />

Größe Display<br />

2 Zoll<br />

Energieversorgung<br />

Li-Polymer<br />

Akkulaufzeit<br />

45 h<br />

Anschlüsse<br />

Kopfhörer, Mini-USB<br />

Ladegerät<br />

Funktion<br />

Audioformate<br />

MP3<br />

WMA<br />

WAV<br />

AAC<br />

sonstige Audioformate –<br />

Videoformate<br />

Extras<br />

Praxis<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

sehr guter Klang<br />

intuitiv bedienbar<br />

viele Soundeinstellungen<br />

BEWERTUNG<br />

MPEG-4, AVC (H.264/AVC),WMV<br />

Radio, SensMe<br />

fehlende Aufnahmefunktion<br />

Standardkopfhörer<br />

Bilder: Sony<br />

Eine Menge Formate<br />

Verwendbar sind nahezu sämtliche<br />

Musikformate. Seit Sony<br />

das kaum sinnvolle Atrac-<br />

Format aufgeben musste,<br />

besteht kein Grund zur Klage.<br />

MP3, WMA, WAV und<br />

AAC (ohne Kopierschutz)<br />

– praktisch das ganze Sorti-<br />

gut<br />

Sony<br />

NWZ-S638F<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

2.2009<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Installation sehr gut 13/15<br />

Optik/Verarbeitung gut 13,5/18<br />

Akkulaufzeit ausgezeichnet 5/5<br />

Wiedergabequalität gut 31,5/40<br />

Menüführung sehr gut 14,5/17<br />

Gesamt<br />

77,5 von 95 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

82 %<br />

Gut<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

67


test<br />

MOBIL<br />

INTERNET MEDIA TABLET: „ARCHOS 5“<br />

Mini-Rekorder<br />

Mit maximalem Funktionsumfang sowie<br />

enormer Speicherkapazität kann der Multimedia-Player<br />

„Archos 5“ seiner Konkurrenz ein<br />

Schnippchen schlagen. Nur beim Klang darf<br />

nachgebessert werden.<br />

gut<br />

Archos<br />

Archos 5<br />

TESTERGEBNIS<br />

gut<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

2.2009<br />

In der Jackentasche liegt der „Archos 5“ sicherlich<br />

nicht lange, denn dafür ist der Multimedia-Player<br />

mit rund 250 Gramm schlicht<br />

zu schwer. Schon beim Öffnen der Verpackung<br />

zeigt sich allerdings, woher das Gewicht der<br />

vorliegenden 60-Gigabyte-Version stammt.<br />

Ein fast vollständig aus Metall bestehendes<br />

Gehäuse sowie ein 4,8-Zoll-Touchscreen-Display<br />

dominieren die Optik. Angesichts des berührungsempfindlichen<br />

Bildschirms verzichtet<br />

der Hersteller weitestgehend auf mechanische<br />

Eingabetasten. Lediglich die Lautstärkeregulierung<br />

sowie der Einschaltbutton sind am Rahmen<br />

verbaut. Eine herausragende Eigenschaft<br />

des „Archos 5“ ist sicherlich das integrierte<br />

WLAN-Modul (802.11 b/g). Mit dem drahtlosen<br />

Netzwerk verbunden, kann schnell und bequem<br />

im Internet gesurft werden. Ebenso praktisch:<br />

Per PVR-Modus können aktuelle TV-Sendungen<br />

aufgezeichnet werden. Jedoch funktioniert Letzteres<br />

nur dann einwandfrei, wenn der Nutzer die<br />

optional erhältliche Dockingstation besitzt.<br />

WÄRMEENTWICKLUNG<br />

Über Körpertemperatur: Bildschirm und Akku<br />

lassen die Temperatur am Rand des „Archos 5“<br />

auf 37,3 Grad Celsius ansteigen.<br />

TESTFAZIT<br />

Kompakt und mit viel Speicherkapazität<br />

ausgerüstet, ist der „Archos 5“ ein<br />

idealer Begleiter für mobiles Internet<br />

und Video. Leider sind PVR-Station<br />

oder DVB-T-Extra extrem kostspielig.<br />

Mario Hess<br />

Zunächst zum Display des „Archos 5“: Im Test<br />

erweist sich die dargestellte Oberfläche als<br />

beeindruckend scharf sowie exzellent lesbar.<br />

Dank einer Auflösung von 800 × 400 Pixeln sehen<br />

sowohl Video- als auch Grafikanwendungen<br />

generell gut aus. Theoretisch sind sogar HD-Bilder<br />

mit 720p/H.264 abspielbar. Vorausgesetzt,<br />

man investiert in zusätzlich erhältliche Plug-in-<br />

Software. In Bezug auf eine intuitive Steuerung<br />

entspricht das Menüdesign allen Erwartungen.<br />

Schnell sind sämtliche Grundeinstellungen getätigt.<br />

Etwas länger dauert indes die WLAN-<br />

Installation, da unter anderem die Bildschirmtastatur<br />

einer kurzen Eingewöhnungsphase<br />

bedarf. Die Bedienung im Internet gelingt nach<br />

geläufigem Muster. Wer lange Zeit unterwegs<br />

ist, sollte häufiger einen Blick auf die Energieanzeige<br />

werfen. Videos bzw. Internetgänge verkürzen<br />

die maximale Betriebsdauer drastisch. Von<br />

knapp 24 Stunden (reiner Musikmodus) bleiben<br />

mit diesen Funktionen kaum fünf Stunden übrig.<br />

Der Touchscreen agiert derweil präzise und<br />

ohne größere Verzögerung.<br />

Betrieb unter Linux<br />

Das Betriebssystem des „Archos 5“ basiert<br />

auf Linux, was den handlichen Begleiter zum<br />

Mini-PC macht. PDFs lesen, Flash-Animationen,<br />

Spiele, Fotos speichern und verwalten – alle<br />

wünschenswerten Extras wurden eingebaut.<br />

Weitere Programme sind entweder beim Hersteller<br />

oder aus dem Web beziehbar. Wie bereits<br />

erwähnt, existiert die Möglichkeit der Aufzeichnung<br />

von TV-Inhalten, was mittels „DVR<br />

Station“ (Ladenpreis ca. 70 Euro) realisierbar<br />

ist. Für den Anschlussprozess sollte genügend<br />

Zeit eingeplant werden, da mehrere Kabel und<br />

Geräte (Set-Top-Box, Fernseher) verbunden werden<br />

müssen. Der eigentliche Aufnahmevorgang<br />

gelingt mit der beiliegenden Fernbedienung via<br />

Knopfdruck oder über den nützlichen, übersichtlichen<br />

elektronischen Programmführer. Von den<br />

Klassikern MP3 und AAC über Xvid sowie DivX<br />

bis hin zu DRM-geschütztem Material lässt<br />

sich nahezu alles nutzen. Akustisch verliert der<br />

„Archos 5“ beim Testlauf jedoch ein paar Punkte.<br />

Der Klirrfaktor liegt bei 0,06, das Übersprechen<br />

bei guten 98,2 Prozent. Leider weicht der Frequenzgang<br />

etwas von der Ideallinie ab. Die drei<br />

bzw. fünf Dezibel fallen in der Regel kaum auf,<br />

lassen aber manche Stücke weniger präsent erscheinen.<br />

Der verbaute Lautsprecher tut seinen<br />

Dienst. Mehr sollte niemand erwarten. 1<br />

AUSSTATTUNG<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Archos<br />

Modell (Version) Archos 5<br />

Preis/Straßenpreis<br />

339 Euro/280 Euro<br />

Preis Station<br />

99 Euro/–<br />

Größe (B/H/T)<br />

127,5 × 78,3 × 12,9 mm<br />

Gewicht<br />

250 g<br />

Informationen<br />

www.archos.com<br />

Lieferbar seit<br />

erhältlich<br />

Ausstattung<br />

Speicher<br />

60 GB<br />

Display<br />

TFT-LCD Touchscreen<br />

Display-Auflösung<br />

800 × 480 Pixel<br />

Größe Display<br />

4,8 Zoll<br />

Energieversorgung<br />

Li-Polymer<br />

Akkulaufzeit<br />

22 h<br />

Anschlüsse<br />

Kopfhörer, USB-Anschluss<br />

Ladegerät<br />

optional<br />

Funktion<br />

Audioformate<br />

sonstige Audioformate<br />

Videoformate<br />

Extras<br />

MP3<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

scharfes Display<br />

viele Formate nutzbar<br />

hohe Speicherkapazität<br />

BEWERTUNG<br />

WMA<br />

WAV<br />

AAC<br />

( )<br />

OGG, FLAC<br />

MPEG-4, AVI, WMV, WMV (DRM),<br />

Xvid, DivX, M-JPEG<br />

JPEG, BMP, PNG, GIF<br />

HD-Auflösung per Plug-in, AAC,<br />

DVB-T (optional)<br />

keine Tasche beiliegend<br />

externe Erweiterungen teuer<br />

mäßiger Klang<br />

Praxis<br />

Installation sehr gut 21/25<br />

Optik/Verarbeitung gut 20/24<br />

Akkulaufzeit befriedigend 3/5<br />

Wiedergabequalität gut 36,5/46<br />

Menüführung ausgezeichnet 13,5/15<br />

Gesamt<br />

94 von 115 Pkt.<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

ERGEBNIS<br />

82 %<br />

Gut<br />

Bilder: Archos, Stock.xchng<br />

68 <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft


Cowon „S9“ ab Seite 65<br />

A: 4,80 €<br />

BeNeLux:<br />

4,80 €<br />

I: 5,60 €<br />

E: 5,60 €<br />

ab Seite 94<br />

AV-RECEIVER<br />

6.2008 Dezember/Januar D: 2,99 €<br />

Denon „AVR-2809“ ab Seite 52<br />

01_DT2 0806_Titel_SK.in d 1<br />

www.digitaltested.de<br />

6.2008<br />

„Wanted“ im Test ab Seite 80<br />

Drei AV-Receiver mit HD-<br />

Decoder im Vergleich ab Seite 48<br />

001_DT200902_Titel_SK.in d 1<br />

HD-Niveau dank 1 080p-Upscaling ab Seite 32<br />

2.2009 April/Mai D: 3,99 €<br />

im Check ab Seite 4<br />

17.12.2 08 17:50:10 Uhr<br />

Aktue le Media-Player von<br />

Samsung und Sony ab Seite 66<br />

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BeNeLux: E: 4,20 € www.digital-tested.de<br />

3,60 € CH: sfr 5,90<br />

Blu-ray-Player im Test<br />

Aktue le Geräte von Panasonic, Denon und<br />

Samsung ab Seite 16<br />

A: 4,80 € I: 5,60 €<br />

BeNeLux: E: 5,60 € www.digital-tested.de<br />

4,80 € CH: sfr 7,90<br />

FOCAL DÔME<br />

Sound aus Frankreich<br />

ab Seite 58<br />

KURZTESTS<br />

Bilder: Samsung<br />

SAMSUNG YP-S2<br />

Sofern beim Kauf des nächsten MP3-Players<br />

lediglich die Attribute „schick“ sowie „unkompliziert“<br />

im Vordergrund stehen, erfüllt der<br />

Samsung „YP-S2“ seinen Zweck. Mehr als Musik<br />

abspielen kann der 17,2 Gramm leichte Mini-<br />

Musikknopf nämlich nicht. Absolut puristisch.<br />

Selbst die Steuerung verfügt fast ausschließlich<br />

über die obligatorischen Start/Stop-, Skip- und<br />

Lautstärketasten. Lediglich eine schmale Sondertaste<br />

erfüllt zusätzliche Funktionen. Dort<br />

stehen verschiedene Klangeffekte zur Verfügung<br />

(„Normal“, „Studio“ und „Konzertsaal“).<br />

Ähnlich dem iPod „Shuffle“ besitzt das Designerstück<br />

kein Display, was die Titelwahl<br />

meist dem Zufall oder einem guten Gedächtnis<br />

überlässt. Immerhin besteht die Option auf<br />

Erstellung einer Playlist, die die Songs jedoch<br />

generell nach dem Zufallsprinzip wiedergibt.<br />

Exakte Informationen über den Ladestand des<br />

eingebauten Lithium-Polymer-Akkus wären zudem<br />

vorteilhaft gewesen, da dem Gerät sonst<br />

unversehens der Saft ausgeht. Rudimentäre<br />

Hinweise erfolgen immerhin via LED-Licht. Das<br />

kleine Lämpchen zeigt den Betrieb und den<br />

Wiedergabemodus an. Geladen wird mittels Direct-Connect-USB-Stecker,<br />

einem Verbindungsstück<br />

zwischen USB-Ausgang und 3,5-Millimeter-Klinke<br />

des Kopfhörereingangs. Insgesamt<br />

reicht die Energie im Normalfall für rund zwölf<br />

Stunden. Abspielbar sind nur MP3- sowie WMA-<br />

Dateien, andere Formate quittiert der „YP-S2“<br />

mit störrischem Piepton. Apropos Geräusche:<br />

Die Klangqualität ist sehr ordentlich und wie für<br />

Samsung typisch harmonisch. Der Frequenzgang<br />

des MP3-Players erzeugt eine nahezu<br />

lineare Ausgabe. Im Hörtest erweisen sich die<br />

vorinstallierten Equalizer-Einstellungen als gewöhnungsbedürftig.<br />

Insbesondere der Konzertsaalmodus<br />

regt künstlichen Nachklang an. Weil der<br />

„YP-S2“ kaum größer als ein klassischer USB-<br />

Stick ist, nimmt die Speicherkapazität bloß zwei<br />

Gigabyte ein – ausreichend für etwa 500 Songs.<br />

Um die einzelnen Werke zu übertragen, reicht<br />

der normale USB-Anschluss am Rechner. Überdies<br />

liefert Samsung eine geeignete Software<br />

zur Datensortierung. Eine Tastensperre fehlt.<br />

Kurzum: Der Samsung „YP-S2“ überzeugt als<br />

anspruchsloser Konkurrent des iPod „Shuffle“<br />

und ist bei gleichwertiger Ausstattung (oder<br />

fehlender Ausstattung?) im Handel sogar günstiger.<br />

Ein ultraleichter Begleiter für jeden, der es<br />

gerne sehr schlicht mag. 1<br />

Mario Hess<br />

Samsung<br />

YP-S2<br />

TESTERGEBNIS<br />

2.2009<br />

befriedigend<br />

befriedigend<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

SAMSUNG YP-S2<br />

Preis/Straßenpreis<br />

59 Euro/35 Euro<br />

VORTEILE/NACHTEILE<br />

sehr leicht<br />

kein Display<br />

günstig<br />

Playlist wählt nach Zufallsprinzip<br />

doppelte Tastenbelegung<br />

ERGEBNIS<br />

Befriedigend<br />

64 %<br />

NIMM 3, BEZAHL 2!<br />

181 TESTS<br />

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7 MP3-Player auf dem<br />

Prüfstand ab Seite 57<br />

Bitte deutlich in Druckschrift ausfüllen:<br />

184 TESTS<br />

HEIMKINOSPASS<br />

18 DVDs und BLU-RAYs<br />

unter der Lupe ab Seite 70<br />

HEISSE TECHNIK<br />

FÜR KALTE TAGE<br />

37 Zoll und 40 Zoll – LCD, LED und 200Hz getestet ab Seite 16<br />

IPOD TOUCH 2G<br />

Apple-Trendsetter vs.<br />

BLU-RAY-SETS<br />

Komplettanlagen von<br />

2.1 bis 7.1 im Vergleich ab Seite 25<br />

184 TESTS<br />

HD-CAMCORDER<br />

Canon „HF11“ und<br />

Sanyo „HD1010“<br />

ENTERTAINMENT PUR<br />

Filmhits, Klassiker und aktue le Blockbuster<br />

auf DVD und Blu-ray ab Seite 70<br />

FLAGGSCHIFF<br />

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„TX-SR876“ im Test ab Seite 50<br />

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42-Zoll-LCDs von Toshiba, Philips und LG ab Seite 19<br />

KLANGWELTEN<br />

Multimedial<br />

HDTV-Camcorder<br />

Neue HD-Mode le 2009 in<br />

der Übersicht ab Seite 10<br />

+ Technik-Highlights 2009 + Workshop: Einmesssysteme + Dreambox „8000“ im Test +<br />

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Bewertungsschlüssel: Einfach ausschneiden, 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 ausfüllen %: ausgezeichnet, 89–85 und %: sehr per gut, 84–70 Fax %: gut, an 69–55 (03 %: befriedigend, 41) 1 49 54–4055-11 %: ausreichend, oder 39–0 %: mit mangelhaft der Post senden.<br />

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69


test<br />

FILM<br />

Aktuelle DVD und Blu-ray-Veröffentlichungen<br />

ABSEITS VON HOLLYWOOD<br />

Die wichtigen Filmpreise dieses Jahres<br />

sind alle vergeben, die Sieger gekürt<br />

und abgefeiert. Allerdings blieben<br />

die Entscheidungen sowohl bei den „Golden<br />

Globes“ als auch bei den „Academy Awards“<br />

völlig vorhersagbar und unspektakulär. Überraschungskandidaten<br />

wurden wohlweißlich<br />

gar nicht erst nominiert. Schade eigentlich.<br />

Stattdessen setzten die Jurymitglieder auf<br />

bewährte Schonkost. Lieber ein wenig Langeweile<br />

als Kontroversen. Letzteres gilt besonders<br />

für das Jahr der großen Finanz- und<br />

Wirtschaftskrisen. Im Gegensatz dazu<br />

sind private DVD-Zuschauer glücklicherweise<br />

frei in ihrer Urteilsfähigkeit. Gesehen<br />

wird, was gefällt, sogar Filme, die es nie oder<br />

nur am Rande in die großen Lichtspielhäuser<br />

geschafft haben – von internationalem<br />

Erfolg ganz abgesehen. Die Redaktion von<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> hat sich in dieser Ausgabe<br />

vorwiegend den kleineren bzw. mittelgroßen<br />

Produktionen gewidmet, die mit schweren<br />

Themen oder unprätentiöser Aufmachung daherkommen.<br />

So gelangen mit der Adaption<br />

des Bestsellers „Die Stadt der Blinden“<br />

nach Autor José Saramago und dem mexikanischen<br />

Drama „La Zona“ zwei sperrige,<br />

nichtsdestotrotz sehenswerte<br />

Werke, welche leider ohne viel Publikumszuspruch<br />

blieben. Kaum anders erging es dem<br />

unterschätzten Martial-Arts-Film „Redbelt“,<br />

der hierzulande keine Kinoauswertung erhielt.<br />

In den Regalen der Videotheken oder<br />

des Fachmarkts liegen noch zahllose Perlen,<br />

die nur auf den Moment ihres Erwachens warten.<br />

Ganz abseits der roten Teppiche und der<br />

zahmen Hollywoodmaschinerie. Man muss<br />

sich lediglich etwas Zeit zum Suchen nehmen.<br />

Dafür entlohnt vielleicht die Entdeckung<br />

eines neuen Lieblingsfilms. Eine kleine Hilfestellung<br />

folgt auf den kommenden Seiten. Wir<br />

wünschen viel Erfolg. 1<br />

Mario Hess<br />

DEMNÄCHST AUF DVD UND BLU-RAY<br />

Nach Erscheinen dieser Ausgabe sind folgende<br />

DVDs und Blu-rays im Handel erhältlich:<br />

Der Mann, der niemals lebte 16. März 2009<br />

Ein Quantum Trost 23. März 2009<br />

Krabat 23. März 2009<br />

Madagascar 2 30. März 2009<br />

Death Race 6. April 2009<br />

Tintenherz 13. April 2009<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> bewertet DVDs und Blu-rays in den Disziplinen „Bild“, „Ton“ und „Extras“. In jedem Teilbereich können<br />

insgesamt maximal zehn Punkte erreicht werden. Somit ergibt sich eine Gesamtpunktzahl aus allen drei Disziplinen von<br />

höchstens 30 Punkten. Das Ergebnis bewertet die technische Ausstattung der Disc. Den Film bewerten wir per Fünfsternesystem.<br />

Bei der Filmwertung werden keine Punkte vergeben. Verteilt wird wie folgt:<br />

Filmwertung:<br />

STERNE<br />

Punkte Sehr Gut Gut Befriedigend Ausreichend Mangelhaft Ungenügend<br />

SO BEWERTEN WIR<br />

TONTEST<br />

Dolby Digital und DTS bieten heute schon<br />

bis zu acht Kanäle (7.1), die, richtig genutzt,<br />

tollen Raumklang erzeugen können.<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> prüft Tonformat und Klang,<br />

wobei nicht gemessen, sondern gehört wird.<br />

Schließlich geht es beim Thema Heimkino<br />

um den Spaß am Erlebnis. Dabei berücksichtigen<br />

wir in jedem Fall die Originalmischung<br />

eines Films. Liegt von einem Film, der 30<br />

Jahre alt ist, nur eine Mono-Mischung vor,<br />

so ist dies das Format, das die DVD oder<br />

Blu-ray bieten sollte. In Fällen von Klassikern<br />

bewerten wir dementsprechend nur die<br />

zutreffenden Kategorien. Zum Testen ziehen<br />

wir jeweils die deutsche Tonspur und die<br />

Originalsprache heran. Die Disc muss sich<br />

in fünf Kategorien bewähren: Je zwei Punkte<br />

sind maximal zu erreichen bei „Tonformat“<br />

(also z. B. DTS und Dolby Digital Surround),<br />

„Raumklang/Raumtiefe“ (Wird das Heimkino<br />

mehrdimensional ausgenutzt?), „Rauschen“,<br />

„Dynamik“ (Erleben wir beim Test<br />

einen lebendigen Ton, der die Lautsprecher<br />

entsprechend der Filmhandlung belastet?)<br />

und „Verständlichkeit der Dialoge“.<br />

BILDTEST<br />

Die DVD oder Blu-ray wird im Bildtest nicht nur am klassischen Fernseher<br />

geprüft, sondern auch auf einem hochauflösenden HDTV-Beamer mit digitaler<br />

Signalzuführung an einer Leinwand mit einer Bilddiagonale von 3,35<br />

Meter. Wir prüfen wiederum fünf Kategorien, wobei jeweils maximal zwei<br />

Punkte zu erreichen sind. Insgesamt kann die Disc im Bildtest also zehn<br />

Punkte erhalten. <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> achtet auf „Kontrast“ und „Schärfe“,<br />

„Nachzieheffekte/Artefakte“ (also Ruckler, Standbilder, digitale Fehler,<br />

doppelte Konturen) „Farbdarstellung“ (feine Farbabstufungen sollten<br />

zur Geltung kommen) und „Schwarzwert“ (d. h. am Fernseher wird getestet,<br />

wie tief das Schwarz in dunklen Szenen wirklich ist). Bei Klassikern<br />

schaut DT besonders bei der Farbdarstellung auf eine sorgfältige Restaurierung.<br />

Auch hier bewerten wir nur zutreffende Kategorien.<br />

EXTRAS<br />

DVDs und Blu-rays machen viel Spaß, weil sie Zusatzmaterial mit einem<br />

echten Mehrwert enthalten. <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> schaut nach, ob ein informatives<br />

Booklet vorhanden ist und bewertet die „Gestaltung des Menüs“. Maximal<br />

zwei Punkte sind hierbei zu erreichen, wenn es animiert ist oder sonstige Besonderheiten<br />

aufweist. Statische Menüs erhalten einen Punkt. Der „Umfang<br />

des Bonusmaterials“ wird ebenfalls mit maximal zwei Punkten bewertet.<br />

Beim „Inhalt“ achtet die Redaktion darauf, ob das Material interessant und<br />

vielschichtig ist, dann gibt es zwei Punkte. Zudem honorieren wir das Fehlen<br />

von „Werbung“. Hier gibt es Punktabzug, wenn das Bonusmaterial lediglich<br />

aus Werbung für diesen oder andere Filme besteht. Insgesamt sind, wie auch<br />

im Bild- und Tontest, zehn Punkte zu erreichen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Stock.xchng/Guekkiko<br />

70<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


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FILM<br />

REDBELT<br />

Regie: David Mamet<br />

DRAMA<br />

FILMINHALT:<br />

US 2008 Vertrieb: Sony Pictures<br />

Home Bildformat: Widesceen<br />

(2.35 : 1) anamorph Ton-formate:<br />

Dolby Digital 5.1 Regie: David<br />

Mamet Darsteller: Chiwetel<br />

Ejiofor, Alice Braga, Emily<br />

Mortimer, Tim Allen Laufzeit:<br />

95 min FSK: ab 12 Jahren Preis:<br />

20 Euro Veröffentlichung:<br />

erhältlich<br />

Handlung: Die Kampfsporttechnik Jiu-Jitsu ist<br />

bekannt dafür, eine Auseinandersetzung, die<br />

bereits verloren scheint, in allerletzter Sekunde<br />

noch umzuwerfen. Das gleiche Prinzip gilt<br />

für den Handlungsaufbau des Kampfsportdramas<br />

„Redbelt“. Jiu-Jitsu-Trainer Mike Terry<br />

(Chiwetel Ejiofor) leitet eine Kampfschule. Als<br />

dort eines Tages die leicht verstreute Anwältin<br />

Laura Black das Frontfenster zerstört, setzt sie<br />

den Grundstein für Mikes tiefe Verschuldung.<br />

Wegen seines zuvorkommenden Handelns gerät<br />

er in immer größere Schwierigkeiten. Seine<br />

letzte Chance ist ein Preiskampf, dessen<br />

Ausgang jedoch von den Organisatoren selbst<br />

bestimmt wird. Ein Sieg scheint unmöglich.<br />

Film: „Es gibt immer einen Weg. Man muss<br />

ihn nur finden.“ Das ist das Motto, dem Regisseur<br />

David Mamet nachgeht. Selbst ein<br />

Hobbykämpfer, vermag er es, dem Film eine<br />

stimmige Atmosphäre zu verleihen. Wilde Action<br />

wird durch gekonnte Charakterdarstellungen<br />

ersetzt. Das Drama zeugt dadurch von<br />

höchster Menschlichkeit. Ungerechtigkeiten,<br />

wie z. B. das Stehlen einer Idee, machen die<br />

verzweifelte, wenn auch durchdachte, Handlungsweise<br />

Mike Terrys nachvollziehbar. Der<br />

Kampf an sich ist dennoch stets präsent und<br />

gipfelt in einem spannungsgeladenen Turnier<br />

am Ende des Films, das übrigens von echten<br />

Genregrößen durchgeführt wird. Die gelungene<br />

Mischung aus Körpersprache und gedanklicher<br />

Analyse eigentlich auswegloser Situationen<br />

hält den Zuschauer bis zur letzten Minute bei<br />

der Stange.<br />

DVD: Wie der Film liefert auch die Scheibe ordentliche<br />

Qualität ab. Einzig bei dem Kontrast<br />

und der Farbdarstellung gibt es Punktabzug.<br />

Beides strauchelt besonders in den dunklen<br />

Barszenen, ist aber ansonsten kaum zu bemängeln.<br />

Die Dolby-Digital-5.1-Tonspur bietet nur<br />

in sehr wenigen Momenten echten Raumklang.<br />

Positiv zu erwähnen wäre an dieser Stelle das<br />

Turnier, während der Mix an anderen Stellen<br />

kaum das Zeug für tonale Spannung besitzt.<br />

Das Bonusmaterial erweist sich ebenfalls als<br />

angemessen. Der Umfang ist zwar nur Standard,<br />

dafür liefert der Inhalt durchaus brauchbare<br />

Einblicke in die verschiedenen Kampfstile<br />

sowie in die Philosophie des Films. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 6/10<br />

Kurzfazit: Auf den ersten Blick ein typischer<br />

Kampfsportfilm mit einem Turnier<br />

am Ende. Blick zwei offenbart ein nachdenkliches<br />

Drama.<br />

CHARLIE BARTLETT<br />

Regie: Jon Poll<br />

DVD- NEUHEITEN<br />

KOMÖDIE<br />

FILMINHALT:<br />

US 2008 Vertrieb: 20th Century<br />

Fox Bildformat: Widesceen<br />

(1.85 : 1 ) anamorph Tonformate:<br />

Dolby Digital 5.1 Regie: Jon Poll<br />

Darsteller: Anton Yelchin, Robert<br />

Downey Jr., Kat Dennings, Hope<br />

Davis Laufzeit: 93 min FSK: ab 12<br />

Jahren Preis: 17 Euro Veröffentlichung:<br />

erhältlich<br />

Handlung: Aller Anfang ist schwer. Als Zögling<br />

einer priviligierten Familie bekommt Charlie<br />

Bartlett (Anton Yelchin) zunächst die harte<br />

Sozialhierarchie einer öffentlichen High School<br />

zu spüren. Mit der Zeit mausert er sich jedoch<br />

zum heimlichen Schulpsychologen, der seine<br />

Patienten im Waschraum der Jungs therapiert.<br />

Dank freigiebiger Medikamentierung steigt<br />

sein Ansehen bei den Klassenkameraden. Der<br />

Einzige, der mit der Situation nicht klarkommt,<br />

ist der Familienpsychologe. Er stellt bei Charlie<br />

so ziemlich alle psychischen Defizite fest, die<br />

jemals diagnostiziert wurden. Und dann wäre<br />

da auch noch Susan, die hübsche Tochter des<br />

Direktors (Robert Downey Jr.), die Charlie den<br />

Kopf verdreht ...<br />

Film: Coming-of-Age-Geschichten verfolgen<br />

stets die gleichen Muster: Schwächlicher Junge<br />

kommt in neues Umfeld, lernt unter vielen witzigen<br />

Missverständnissen die Regeln kennen<br />

und arbeitet sich zu einem geachteten Sonderfall<br />

hoch. „Charlie Bartlett“ nimmt dieses Muster<br />

und macht daraus eine erfrischend unterhaltsame,<br />

schwarze Komödie ums Erwachsenwerden.<br />

Die lässige Spielart von Anton Yelchin<br />

(„Star Trek“) lässt Charlie nicht nur an seiner<br />

Schule zum sympathischen Star werden, sondern<br />

auch bei den Zuschauern. Fast scheint es<br />

so, als wäre er die jüngere Variante von Robert<br />

Downey Jr., der hier wie üblich mit seiner charmant<br />

zynischen Art glänzt.<br />

DVD: Kontrast und Farbdarstellung entsprechen<br />

der hellen Lichtstimmung des Films. Daher<br />

geht ein bisschen das Kinoflair verloren. Dennoch<br />

wirkt visuell alles natürlich. Räumliche<br />

Tiefe konnten wir im tonalen Bereich selbst<br />

bei den geräuschintensiveren Einstellungen<br />

nicht feststellen. Das meiste kommt von der<br />

Front, die Sounds auf den hinteren Lautsprechern<br />

sind kaum hörbar. Durch die klangliche<br />

Überladung der vorderen Boxen werden auch<br />

die Dialoge manchmal leicht übertönt. Ein Audiokommentar<br />

mit dem Regisseur und den<br />

beiden Hauptdarstellern, ein kurzer Beitrag zu<br />

den Toilettenbeichten und ein Musikvideo bilden<br />

bereits das volle Bonusprogramm – nicht<br />

wirklich viel. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 5/10<br />

Bonusmaterial 4/10<br />

Kurzfazit: So sympathisch kann ein Medikamenten-Dealer<br />

sein. Die Bartlett-Komödie<br />

ist witzig, intelligent und absolut<br />

sehenswert.<br />

Bilder: 20th Century Fox, Sony Pictures Home, Universum<br />

72<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


BURN AFTER READING<br />

Regie: Ethan und Joel Coen<br />

SATIRE<br />

FILMINHALT:<br />

USA, UK, FR 2008 Vertrieb: Universum<br />

Bildformat:Widesceen<br />

(1.85 : 1 ) anamorph Tonformate:<br />

Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 Regie:<br />

Ethan und Joel Coen Darsteller:<br />

George Clooney, Brad Pitt, Frances<br />

McDormand, John Malkovich, Tilda<br />

Swinton Laufzeit: 92 min FSK: ab<br />

12 Jahren Preis: 20 Euro Veröffentlichung:<br />

27. März 2009<br />

Handlung: Das CIA ist ratlos: Eigentlich sollte<br />

die Entlassung des Balkan-Experten Osbourne<br />

Cox (John Malkovich) keine größeren Folgen<br />

nach sich ziehen, doch eine Reihe von Zufällen<br />

führt zum letztendlichen Desaster. In einem<br />

Fitnessstudio taucht plötzlich eine Daten-Disc<br />

mit den Memoiren Osbournes auf, die von<br />

den beiden Angestellten Linda Litzke (Frances<br />

McDormand) und Chad Feldheimer (Brad Pitt)<br />

fälschlicherweise als Geheimdokument interpretiert<br />

wird. Ihr laienhafter Erpressungsversuch<br />

hinterlässt eine blutige Spur, die vom CIA<br />

nicht unbeachtet bleibt. Mit dem ehemaligen<br />

Security-Mann Harry Pfarrer (George Clooney)<br />

und seiner Geliebten Katie Cox (Tilda Swinton)<br />

kommen noch zwei Charaktere hinzu, die das<br />

Chaos perfekt machen. Wenn Sie an dieser<br />

Stelle nach einer geheimen Verschwörung suchen,<br />

vergessen Sie’s. Der Kalte Krieg spielt<br />

sich nur noch in den Köpfen der tragischen<br />

Helden ab.<br />

Film: Mal davon abgesehen, dass der Streifen<br />

eine Handlung besitzt, die sich selbst aufhebt,<br />

ist er in seiner Bedeutungslosigkeit einfach<br />

grandios witzig. Aus einer belanglosen Situation<br />

machen die vom Alltag gelangweilten<br />

Figuren eine Staatsverschwörung höchsten<br />

Ranges. Allen voran versuchen sich Brad Pitt<br />

und George Clooney in ihren trotteligen Darstellungen<br />

gegenseitig zu übertrumpfen. Dabei<br />

spielen die Regisseure mit jedem existierenden<br />

Agenten-Klischee. So fühlt sich z. B. Harry bei<br />

jeder abgedunkelten Limousine verfolgt und<br />

Erpresser Chad zieht sich bei der Geldübergabe<br />

einen Agentensmoking an, um nicht aufzufallen.<br />

Dass Letzterer völlig unprofessionell mit<br />

dem Fahrrad zum Treffpunkt gefahren kommt,<br />

wird ihm mit der passenden Reaktion des Opfers<br />

gezollt: Einem unangekündigten Schlag<br />

auf die Nase. Das Agentengeschäft wird zur<br />

peinlichen Aktion, die eher in der realen als in<br />

der coolen Kinowelt angesiedelt ist. Und nein,<br />

die Russen haben rein gar nichts mit dieser<br />

Sache zu tun, auch wenn sie mehrmals im Film<br />

auftauchen. Wer mit dieser Art von Humor nicht<br />

zurechtkommt, erhält zumindest ein Staraufgebot,<br />

das seinesgleichen sucht und in diesem<br />

Film mal so richtig herrlich herumblödeln darf.<br />

DVD: Zeitgemäß gibt die Scheibe kaum Anlass<br />

zur Kritik. Der Transfer wurde sorgfältig<br />

durchgeführt, weshalb die Farben trotz ihrer<br />

Kälte volltönig wirken. Filmkörnung ist ebenso<br />

vorhanden, verharrt aber in ihrer Feinheit<br />

hauptsächlich im Hintergrund. Dank der guten<br />

Schärfe gefallen die ansonsten unspektakulären<br />

Bilder. Bis auf ein paar Ausnahmen bleibt<br />

der Film bis zum Ende ruhig. Wenn überhaupt,<br />

dann knallt es so richtig. Schüsse fallen jedoch<br />

nur jeweils kurz in der Mitte und am<br />

Ende. Sobald sich außerdem eine Figur in ihre<br />

Agenten-Fantasie begibt, erklingt eine coole<br />

Hintergrundmusik, die im starken Kontrast zu<br />

den, sagen wir mal, bescheuerten Handlungen<br />

steht. Wie auch die Bilder bleibt der Sound-Mix<br />

gut umgesetzt, aber ansonsten keineswegs<br />

erinnerungswürdig. Wer Extras möchte, muss<br />

übrigens zu der etwas teureren Deluxe-Version<br />

greifen, die noch eine zweite Scheibe mit 70<br />

Minuten Zusatzinformationen enthält. Neben<br />

einem Making-of gibt es hier Interviews mit<br />

den Schauspielern, einen Einblick in die B-Roll<br />

und drei unterhaltsame Featurettes. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 9/10<br />

Tonqualität 8/10<br />

Bonusmaterial 5,5/10<br />

Kurzfazit: Diese Agenten-Satire ist<br />

einfach völlig bescheuert! Gut so, warum<br />

auch nicht? Die geballte Starpower tut<br />

den Rest.<br />

DVD- NEUHEITEN<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 73


test<br />

FILM<br />

DISNEYS PINOCCHIO (PLATINUM EDITION)<br />

Regie: Hamilton Luske, Ben Sharpsteen<br />

ZEICHENTRICK<br />

FILMINHALT:<br />

US 1940 Vertrieb: Disney Home<br />

Bildformat: 1.33 : 1 Tonformate:<br />

Dolby Digital 5.1 Regie: Hamilton<br />

Luske, Ben Sharpsteen Darsteller:<br />

Harald Juhnke, Klaus W. Krause,<br />

Georg Thomalla, Oliver Rohrbeck<br />

Laufzeit: 84 min FSK: ohne Altersbeschränkung<br />

Preis: 20 Euro Veröffentlichung:<br />

19. März 2009<br />

Handlung: Zum 70-jährigen Jubiläum legt<br />

Disney sein zweites Zeichentrickmeisterwerk<br />

„Pinocchio“ als digital überarbeitete Platinum-<br />

Edition vor. Die Geschichte um den Marionettenbauer<br />

Geppetto, der sich nichts sehnlicher<br />

als einen eigenen Sohn wünscht, bezaubert<br />

wie am ersten Tag. Eine gute Fee möchte ihm<br />

diesen Wunsch erfüllen und erweckt die am<br />

Vortag gebaute Puppe Pinocchio zum Leben.<br />

Von nun an liegt es an ihm, zu einem echten<br />

Jungen zu werden. Das einzige, was er dafür<br />

tun muss, ist zwischen Recht und Unrecht<br />

unterscheiden zu lernen. Die Grille Jiminy hilft<br />

ihm dabei und spielt sein Gewissen. Doch zunächst<br />

bleibt der Erfolg aus. Pinocchio landet<br />

von einer Schwierigkeit in der nächsten und<br />

lernt daraus für sein späteres Dasein als vollkommener<br />

Mensch.<br />

Film: Es ist schon großartig, diesen wunderschönen<br />

Klassiker in restaurierter Qualität<br />

Revue passieren zu lassen. Jedes einzelne<br />

Bild ist noch von Hand gezeichnet<br />

und besitzt eine eigene Seele. Von den<br />

gezeigten Spielsachen wird ein gewisser<br />

Nostalgiefaktor erzeugt. Wer empfindet da<br />

nicht plötzlich den Wunsch, noch einmal<br />

seine alten Puppen und Autos herauszusuchen<br />

und in Erinnerungen zu schwelgen?<br />

Kinder, die ihn noch nicht kennen, werden den<br />

Film schon allein wegen der pausbäckigen Marionette<br />

und der sympathischen Grille lieben.<br />

DVD: Für die Platinum-Edition frischte<br />

Disney die Farben auf, verbesserte die Schärfe<br />

und entfernte Störungen wie z. B. Kratzer aus<br />

den Bildern. Ebenso wurde der Sound überarbeitet,<br />

wobei der deutschen Tonspur ihr<br />

Alter immer noch anzumerken ist und auch der<br />

Raumklang kaum ausgenutzt wird. Für Kinder<br />

ist das Bonusmaterial bis auf die fehlende<br />

Synchronisation der Dokumentationen hervorragend<br />

geeignet. Angefangen beim Menü,<br />

das wie Geppettos Werkstatt aussieht, bis<br />

hin zu den animierten Puzzles fühlt sich jeder<br />

von Anfang an wohl. Wäre die lästige Werbung<br />

nicht, gäbe es an dieser Stelle volle Punktzahl.<br />

Drei zusätzliche Szenen geben mithilfe des<br />

Storyboards Aufschluss über alternative bzw.<br />

verworfene Ideen Disneys. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 9,5/10<br />

Tonqualität 6/10<br />

Bonusmaterial 8/10<br />

Kurzfazit: Die Welt des Spielzeugs kann<br />

so schön sein, besonders wenn sie aus<br />

einem Disney Zeichentrickabenteuer wie<br />

„Pinocchio“ stammt.<br />

SWING VOTE<br />

Regie: Joshua Michael Stern<br />

DRAMA<br />

US 2008 Vertrieb: Splendid<br />

Bildformat: Widesceen (2.35 : 1)<br />

anamorph Tonformate: Dolby<br />

Digital 5.1 Regie: Joshua Michael<br />

Stern Darsteller: Kevin Costner,<br />

Madeline Carroll, Paula Patton,<br />

Dennis Hopper Laufzeit: 115 min<br />

FSK: ab 6 Jahren Preis: 13 Euro<br />

Veröffentlichung: erhältlich<br />

FILMINHALT:<br />

DVD- NEUHEITEN<br />

Handlung: Eine Demokratie funktioniert immer<br />

über eine Stimmenmehrheit. Wenn aber bei<br />

einer Präsidentschaftswahl die zwei Favoriten<br />

jeweils die exakt gleiche Anzahl an Stimmen<br />

erhalten, ist der Ausnahmezustand angesagt.<br />

Der einzige, der seinen Wahlzettel dann noch<br />

besitzt, hat auf einmal die Entscheidungsgewalt<br />

darüber, wer der nächste Präsident wird.<br />

In genau so einer Situation befindet sich Bud<br />

Johnson (Kevin Costner), ein ganz normaler<br />

Durchschnittstyp, der nie pünktlich zur Arbeit<br />

kommt und auch sonst auf ganzer Linie versagt.<br />

Sein einziger Lichtblick ist seine zwölfjährige<br />

Tochter Molly (Madeline Carroll). Sie<br />

sorgt dafür, dass sich ihr Vater tagtäglich aus<br />

dem Bett erhebt. Doch ein Wahlkampf, der sich<br />

nur noch auf eine einzige Person konzentriert,<br />

bedeutet Medienrummel und Psychokrieg in<br />

höchstem Grade. Da kann dem liebenswerten<br />

Müßiggänger nicht einmal mehr sein Nachwuchs<br />

helfen, oder?<br />

Film: Ein bisschen konservativ ist die familienfreundliche<br />

Politsatire schon, weshalb ihr auch<br />

kaum eine kritisch witzige Note innewohnt.<br />

Harmlose Tragikomödie trifft es wohl eher. Auf<br />

jeden Fall spielt Kevin Costner mal wieder einen<br />

sympathischen Kerl, der nicht mit der Welt zurechtkommt,<br />

aber dennoch irgendwie die Kurve<br />

kriegen muss. Natürlich unterstützen ihn dabei<br />

seine Film-Tochter und eine hübsche Fernsehreporterin.<br />

Sie werden also nach altbewährtem<br />

Rezept unterhalten, was aber an sich nichts<br />

Schlechtes ist.<br />

DVD: Es gibt insgesamt zwei Zustände, die das<br />

Bild annimmt: Entweder ist es kontraststark<br />

bei dunkleren Motiven oder übermäßig hell<br />

und blass. Klanglich unterscheidet sich der Ton<br />

nicht so sehr von anderen Dramen mit<br />

Costner, wie beispielsweise „A Perfect World“.<br />

Höhepunkte der Sound-Kulisse sind vielleicht<br />

ein durchdrehendes Rad an einem Van oder eine<br />

kleine Menschenansammlung. Viel Platz für<br />

ansprechenden Raumklang bleibt da nicht. Die<br />

Dynamik setzt nur dezent ein, ist aber vorhanden<br />

und bewirkt keine Überstimmung der<br />

Dialoge. Das schwache Bonusmaterial besteht<br />

lediglich aus einem Audiokommentar. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 8/10<br />

Bonusmaterial 1/10<br />

Kurzfazit: Konservative Unterhaltung mit<br />

Kevin Costner in der Rolle eines sympathischen<br />

Außenseiters. Als Familienfilm<br />

funktioniert er durchaus gut.<br />

Bilder: Disney Home, Kinowelt, Slendid<br />

74<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


DIE STADT DER BLINDEN<br />

Regie: Fernando Meirelles<br />

DRAMA<br />

US 2008 Vertrieb: Kinowelt<br />

Bildformat: Widescreen (1.78 : 1)<br />

anamorph Tonformate: Dolby<br />

Digital 5.1 Regie: Fernando<br />

Meirelles Darsteller: Julianne<br />

Moore, Mark Ruffalo, Gael García<br />

Bernal, Alice Braga, Danny Glover<br />

Laufzeit: 116 min FSK: ab 12 Jahren<br />

Preis: 17,99 Euro Veröffentlichung:<br />

3. April 2009<br />

FILMINHALT:<br />

Handlung: An einer Straßenkreuzung kommt<br />

der Verkehr plötzlich zum Stillstand. Der Fahrer<br />

des Wagens an der Ampel erblindet ohne<br />

Vorwarnung. Doch das ist nur der Anfang.<br />

Wie eine ansteckende Seuche verbreitet sich<br />

die Blindheit unter den Menschen. Von dem<br />

scheinbar unlösbaren Problem überwältigt,<br />

greift die Regierung zum Mittel der Isolation:<br />

Sämtliche Infizierte landen in einer heruntergekommenen,<br />

verlassenen Psychiatrie. Darunter<br />

auch ein betroffener Augenarzt (Mark<br />

Ruffalo) sowie seine Frau (Julianne Moore).<br />

Letztere verbirgt, dass sie ihre Sehkraft behalten<br />

hat. Während niemand weiß, was draußen<br />

passiert, treffen immer weitere Kranke ein.<br />

Die Situation eskaliert, als die Essensrationen<br />

knapp und die hygienischen Umstände unhaltbar<br />

werden. Verschiedene Gruppierungen<br />

kämpfen um die Macht. Anarchie herrscht.<br />

Selbst die sehende Frau des Arztes kann das<br />

Schlimmste nicht verhindern.<br />

Film: Literaturnobelpreisträger José Saramago<br />

weigerte sich jahrelang seinen Roman „Die<br />

Stadt der Blinden“ fürs Kino adaptieren zu<br />

lassen. Irgendetwas überzeugte den inzwischen<br />

86-Jährigen dann aber doch und Regisseur<br />

Fernando Meirelles („City of God“) durfte<br />

ans Werk gehen. Das Ergebnis fällt allerdings<br />

ziemlich zwiespältig aus. Einerseits gelingt<br />

dem Film eine distanzierte, visuell ergreifende<br />

Darstellung menschlicher Abgründe. Die<br />

Begebenheiten hinter der Psychiatriemauer<br />

reißen an den Nerven des Zuschauers, treffen<br />

ihn bis ins Mark und sind bald unerträglich<br />

ausweglos. Die „weiße Blindheit“ zieht sich<br />

wie ein Nebel durch die optische Inszenierung.<br />

Andererseits bleibt die Umsetzung stoisch<br />

werkgetreu, d. h. ohne notwendige cineastische<br />

Begrenzungen. Bisweilen liefert „Die<br />

Stadt der Blinden“ einfach eine Nacherzählung,<br />

ohne den klaustrophobischen Nachklang<br />

des Buchs zu vermitteln. Ebenfalls etwas unter<br />

Wert verkaufen sich die Hauptdarsteller.<br />

Julianne Moore, Mark Ruffalo sowie Danny<br />

Glover in einer Nebenrolle agieren solide im<br />

bedeutungsschweren Kontext. Mehr als platte<br />

Schachfiguren des Metaphernreigens sind sie<br />

indes nie.<br />

DVD: Hauptbestandteil des Bonusmaterials<br />

ist ein 50 Minuten langes Making-of, das sich<br />

unter anderem intensiv mit den Schwierigkeiten<br />

der blinden Darstellung beschäftigt.<br />

Ein gelungener Exkurs zur üblichen 15-Minuten-PR-Maschine.<br />

Darüber hinaus existieren<br />

jedoch nur Trailer sowie eine Fotogalerie. Ein<br />

wünschenswerter Audiokommentar fehlt. Optisch<br />

spielt der Film häufig im Zwielicht oder<br />

in der Dunkelheit, die einen starken Kontrast<br />

zum weißen Motiv der Blindheit bietet. Leichtes<br />

Rauschen ist die einzig nennenswerte bildliche<br />

Schwäche der Scheibe. Der Schwarzwert<br />

überzeugt. Soundtechnisch beherrscht oft der<br />

schwermütige Score die Szenerie. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 4/10<br />

Kurzfazit: Metaphernreiche Literaturverfilmung<br />

mit schwer verdaulichen Szenen.<br />

Das Gegenteil eines Feel-Good-Films.<br />

Visuell kunstvoll, inhaltlich überfrachtet.<br />

DVD- NEUHEITEN<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 75


test<br />

FILM<br />

LA ZONA – BETRETEN VERBOTEN<br />

Regie: Rodrigo Plá<br />

DRAMA/THRILLER<br />

MX 2007 Vertrieb: Sunfilm Bildformat:<br />

Widescreen (2.35 : 1) anamorph<br />

Tonformate: Dolby Digital<br />

5.1, DTS 5.1 Regie: Rodrigo Plá<br />

Darsteller: Daniel Giménez Cacho,<br />

Maribel Verdú, Carlos<br />

Bardem, Daniel Tovar Laufzeit:<br />

92 min FSK: ab 12 Jahren Preis: 15<br />

Euro Veröffentlichung: erhältlich<br />

FILMINHALT:<br />

Handlung: Die Zone (La Zona) ist ein abgesperrtes<br />

Gebiet, in dem die High Society getrennt<br />

von der bürgerlichen Unterschicht lebt. Als eines<br />

Tages der Blitz in ein Werbeschild einschlägt,<br />

wittern drei Jugendliche ihre Chance und nutzen<br />

den nun geebneten Weg, um über die Mauer zu<br />

klettern. Bei ihrem Beutezug werden sie jedoch<br />

erwischt und skrupellos erschossen. Einzig der<br />

Junge Miguel überlebt und befindet sich von nun<br />

an auf der Flucht. Um ihren Lebensstandard zu<br />

schützen, ist den Einwohnern von La Zona jedes<br />

Mittel recht. Sie gründen eine Bürgerwehr und<br />

jagen Miguel wie ein wildes Tier.<br />

Film: Rodrigo Plás Thriller ist seit dem Filmfest<br />

in Venedig kein Geheimtipp mehr. Das soziale<br />

Experiment ist spannend gestrickt und spiegelt,<br />

wenn auch stark vereinfacht das Besitzdenken<br />

der westlichen Bevölkerung wieder. Jeder<br />

Einwohner der Zone hat eine Waffe im Schrank<br />

und zögert nicht vor deren Gebrauch, um sein<br />

Hab und Gut zu verteidigen. Menschlichkeit<br />

wird ausgeklammert, um das angenehme Leben<br />

beizubehalten. Diese Blindheit reicht sogar so<br />

weit, dass selbst die eigenen Kinder vor die<br />

Flinten der Erwachsenen geraten. Bei aller Gesellschaftskritik<br />

besteht die Spannung jedoch<br />

weiter fort. Die Wahrheit wird immer nur angedeutet<br />

und das Ende bleibt unvorhersehbar.<br />

DVD: Wer etwas an der DVD bemängeln möchte,<br />

sollte ruhigen Gewissens bei der niedrigen<br />

Bildqualität beginnen. Farben, Kontrast und<br />

Schwarzwert bewegen sich tatsächlich auf unterstem<br />

Niveau. Dermaßen grün- und rotstichige<br />

Bilder kommen bei aktuellen Produktionen nur<br />

noch sehr selten vor. Für einen Low-Budget-<br />

Film ist jedoch die Schärfe durchgängig angemessen.<br />

Klanglich wurde „La Zona“ ordentlich<br />

aufbereitet und wartet sogar mit einer DTS-05.1-<br />

Tonspur auf. Das kurze Making-of ist leider kaum<br />

der Rede wert, dafür passt die Menügestaltung<br />

zum Thema. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 4/10<br />

Tonqualität 8/10<br />

Bonusmaterial 3/10<br />

Kurzfazit: Nicht nur als Sinnbild stellt<br />

der gezeigte Klassenkampf die Angst des<br />

Wohlstands vor der Armut dar. Zudem<br />

verliert das Drama nicht an Spannung.<br />

MIRRORS<br />

Regie: Alexandre Aja<br />

DVD- NEUHEITEN<br />

HORROR<br />

FILMINHALT:<br />

US 2008 Vertrieb: Kinowelt<br />

Bildformat: Widescreen (2.40 : 1)<br />

anamorph Tonformate: Dolby<br />

Digital 5.1 Regie: Alexandre Aja<br />

Darsteller: Kiefer Sutherland,<br />

Paula Patton, Amy Smart Laufzeit:<br />

107 min FSK: ab 18 Jahren Preis:<br />

17,99 Euro Veröffentlichung:<br />

3. April 2009<br />

Handlung: Das Leben von Ex-Cop Ben Carson<br />

(Kiefer Sutherland) läuft seit dem Tod seines<br />

Partners aus dem Ruder. Alkohol und Medikamente<br />

kosten ihn schließlich auch noch Frau<br />

(Paula Patton) und Kinder. Um wieder Boden<br />

unter die Füße zu bekommen, nimmt Ben einen<br />

Job als Nachtwächter in der Ruine des<br />

alten Mayflower-Kaufhauses in New York an.<br />

Das baufällige Gebäude wurde in einem flammenden<br />

Inferno völlig ausgebrannt. Offenbar<br />

nicht grundlos, denn schon beim ersten Rundgang<br />

lauern Dämonen hinter rußverschmierten<br />

Spiegeln. Bald beginnt ein Albtraum ...<br />

Film: Anhänger des härteren Horrorkinos<br />

kennen Regisseur Alexandre Aja durch seine<br />

beiden bisherigen Werke, den Psychosplatter<br />

„High Tension“ sowie das Remake des Wes-<br />

Craven-Klassikers „The Hills Have Eyes“. Waren<br />

jene eher eingefleischten Fans vorbehalten,<br />

bewegt sich „Mirrors“ in Richtung Mainstream.<br />

Der ganz große Wurf gelang dem jungen Franzosen<br />

allerdings wieder nicht. Die Atmosphäre<br />

ist stimmig, die Darsteller objektiv gut, jedoch<br />

bleibt der Plot vorhersagbar und die Effekte<br />

hingen lange an der Stange. Immerhin halten<br />

sich die blutigen Schockmomente im Rahmen.<br />

DVD: Vor allem die nicht verwendeten und<br />

kommentierten Szenen im Bonusmaterial verdienen<br />

die Aufmerksamkeit des Zuschauers.<br />

Darüber hinaus gibt es jede Menge weitere<br />

interessante Extras. Optisch erscheint der<br />

Spuk weniger schauerlich als solide inszeniert.<br />

Licht- bzw. Schatteneffekte sorgen für wonnigen<br />

Gruselschauer, die Kontrastwerte sind<br />

durchschnittlich. Dezente Unschärfen sind<br />

verschmerzbar. Soundtechnisch werden die<br />

Spannungshöhepunkte gekonnt untermalt. Die<br />

5.1-Anlage wird indes kaum überstrapaziert. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 7/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 6/10<br />

Kurzfazit: Spieglein, Spüklein – schon wieder<br />

ein J-Horror-Remake. Diesmal allerdings<br />

eine gelungene Variante. Popcorn-Schauer<br />

mit Schockeffekten.<br />

Bilder: 20th Century Fox, Kinowelt, Sunfilm<br />

76<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


MAX PAYNE<br />

Regie: John Moore<br />

ACTION<br />

US 2008 Vertrieb: 20th Century<br />

Fox Bildformat: Widescreen<br />

(2.40 : 1) anamorph Tonformate:<br />

Dolby Digital 5.1 Regie: John<br />

Moore Darsteller: Mark Wahlberg,<br />

Mila Kunis, Beau Bridges Laufzeit:<br />

98 min FSK: ab 18 Jahren Preis:<br />

17,95 Euro Veröffentlichung: 20.<br />

März 2009<br />

FILMINHALT:<br />

Handlung: Im Archiv des Police-Departments<br />

vergräbt sich Cop Max Payne (Mark Wahlberg)<br />

seit drei Jahren hinter den Akten. Nur der<br />

Gedanke, in diesen die Mörder seiner Frau und<br />

des gemeinsamen Babys zu finden, hält ihn<br />

am Leben. Er will Rache. Deshalb streift der<br />

einsame Polizist nachts durch dunkle Straßenschluchten,<br />

U-Bahnstationen und Klubs,<br />

immer auf der Suche nach dem entscheidenden<br />

Hinweis. Dort begegnet er schließlich<br />

einer jungen Russin (Olga Kurylenko), die<br />

ihn in die Drogenszene einführt. Kurz darauf<br />

wird sie auf offener Straße brutal ermordet.<br />

Max gerät unter Verdacht. Um seine Unschuld<br />

zu beweisen, taucht er ab. Weitere Freunde<br />

und Feinde sterben, während die Spur direkt<br />

in die Fänge eines Pharmakonzerns führt, für<br />

den seine Frau ebenfalls arbeitete. Eine neue<br />

synthetische Droge namens „Valkyr“ scheint<br />

der Schlüssel zur Lösung aller Rätsel zu sein.<br />

Film: Während sich Uwe Boll zwischenzeitlich<br />

seine goldene Himbeere für das schlechteste<br />

Lebenswerk abholen durfte, setzt Hollywood<br />

den Trend zur Computerspielverfilmung ohne<br />

ihn fort. Damit steigt das qualitative Niveau<br />

zwar an, große Top-Hits fehlen allerdings<br />

weiterhin. Daran ändert auch die fahrige<br />

Verfilmung der Bullet-Time-Ballerei „Max<br />

Payne“ von Regisseur John Moore („Im<br />

Fadenkreuz“) wenig. Optisch immerhin ansprechend,<br />

enthält das Drehbuch ungefähr so<br />

viele Löcher in der Logik als wäre es mit einem<br />

voll geladenen Schnellfeuergewehr bearbeitet<br />

worden. Ebenfalls grenzwertig erscheint<br />

Mark Wahlberg, der dem stoischen<br />

Cop kaum gefühlsmäßige Facetten entlocken<br />

kann. Positiv: Die Actionsequenzen sind routiniert<br />

inszeniert und sogar der Zeitlupeneffekt<br />

kommt zumindest einmal symbolhaft<br />

zur Geltung. Wem visuelle Mätzchen sowie<br />

schicke Schießereien ausreichen, wird freilich<br />

genügend unterhalten, um die Szene nach<br />

dem Abspann nicht zu verschlafen. Übrigens<br />

sollte der Zuschauer trotz altbekannter Story<br />

einen Hauch fantastischer Elemente verkraften<br />

können.<br />

DVD: Aufgrund der mitunter expliziten Gewaltdarstellung<br />

liegt „Max Payne“ sowohl als<br />

ungeschnittene FSK-18- als auch in der „ab 16<br />

Jahren“-Version vor. Letztere entspricht der<br />

Kinovariante. Bonusmaterial wurde indes nur<br />

dem zu Recht hochgestuften Director’s Cut<br />

verpasst. Die Extras bestehen aus entfernten<br />

Szenen, einem längeren (zweiteiligen) Making-of<br />

sowie dem animierten Comic-Roman<br />

zum Film. Sämtlichen Szenen verpassten die<br />

Macher eine düstere, fast scharfkantige Optik.<br />

Karge, kalte Farbgebung und Kontraste sind<br />

als Stilmittel allgegenwärtig. Der Schwarzwert<br />

ist angemessen. Im Tonbereich donnert<br />

mitunter der ein oder andere Gewehrschuss<br />

ziemlich druckvoll durch die Boxen. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 6/10<br />

Kurzfazit: Visuell top, inhaltlich ein Flop.<br />

Hyperstilisierte Verfilmung des Spiele-<br />

Klassikers, die aber als originäre Popcorn-<br />

Action durchaus unterhält.<br />

DVD- NEUHEITEN<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE 77


test<br />

FILM<br />

TÖDLICHE MAGIE<br />

Regie: Gillian Armstrong<br />

HISTORIEN-DRAMA<br />

FILMINHALT:<br />

UK, AU 2007 Vertrieb: Ascot Elite<br />

Bildformat: Widescreen (2,35 : 1)<br />

anamorph Tonformate: Dolby<br />

Digital 5.1, DTS 5.1 Regie: Gillian<br />

Armstrong Darsteller: Guy Pearce,<br />

Catherine Zeta-Jones, Saoirse<br />

Ronan, Timothy Spall Laufzeit:<br />

93 min FSK: ab 12 Jahren Preis: 17<br />

Euro Veröffentlichung: 19. März<br />

2009<br />

Handlung: Die Geschichte des Entfesselungskünstlers<br />

Harry Houdini hat auch nach über<br />

80 Jahren nichts von ihrer Faszination eingebüßt.<br />

„Tödliche Magie“ erzählt die Geschehnisse<br />

um den Magier auf eine pseudoromantische<br />

Art und Weise aus der Perspektive des<br />

jungen Mädchens Benji McGarvie (Saoirse<br />

Ronan). Ihre Mutter Mary (Catherine Zeta-<br />

Jones) tritt als geheimnisvolle Wahrsagerin<br />

auf, die anhand gestohlener Erinnerungsstücke<br />

und Nachforschungen den Besuchern ihrer<br />

Show die Kommunikation mit Angehörigen<br />

vorgaukelt.<br />

Aus ihrer Geldnot heraus versucht sie den<br />

toten großen Houdini zu hintergehen. Dieser<br />

verspricht auf seiner Britannien-Tournee jenem<br />

Medium eine hohe Belohnung, das den<br />

Kontakt zur verblichenen Mutter herstellt. Ob<br />

Marys Plan aufgeht, neben dem Erhalt des<br />

Geldes auch die Tricks des Magiers aufzudecken,<br />

entscheiden ihre Gefühle zu ihm.<br />

Film: Der Film ist zweifellos eine Folge der Welle<br />

an magischen Kostümspektakeln wie „Der<br />

Illusionist“ und „Prestige“ aus dem Jahr 2006.<br />

Allerdings ist er, wie der Erstgenannte, eher als<br />

besserer Fernsehfilm anzusehen. Zum einen<br />

beeindrucken die stimmigen Kostüme, zum<br />

anderen enttäuschen die selten eingesetzten<br />

Computereffekte, wie beispielsweise das<br />

anfangs gezeigte Stadtpanorama. Ähnliches<br />

gilt für die Schauspieler. Guy Pearces überzeugende<br />

Darstellung des charismatischen<br />

Zauberkünstlers gleicht Catherine Zeta-Jones<br />

gefühllos gespielte Rolle einigermaßen wieder<br />

aus.<br />

DVD: Visuell ist der Film von verrauchten Lokalen<br />

geprägt, die zudem weiches Licht aufweisen.<br />

Klar, dass dadurch kein ordentlicher<br />

Kontrast zustande kommt. Oftmals entsteht<br />

der Eindruck, der Film sei mit normalen Fernsehkameras<br />

gedreht worden. Auch die Synchronisation<br />

gehört nicht gerade zur Referenzklasse,<br />

was besonders gut an der jungen<br />

Erzählerin (Benji) festzumachen ist. Bei den<br />

beiden Extras wäre eine explizite Kapitelwahl<br />

im Hauptmenü angebracht gewesen. Stattdessen<br />

sind z. B. sämtliche Statements der<br />

Schauspieler einfach zu einem 65-minütigen<br />

Film zusammengefasst worden. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 5,5/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 4/10<br />

Kurzfazit: Als gute Fernsehverfilmung,<br />

die sich an Houdinis Leben anlehnt, ist<br />

die DVD keinesfalls zu verachten und in<br />

jedem Fall besser als „Der Illusionist“.<br />

DAS KÖNIGREICH DER YAN<br />

Regie: Tony Ching Siu-Tung<br />

DVD- NEUHEITEN<br />

FANTASY<br />

FILMINHALT:<br />

CN 2008 Vertrieb: Splendid<br />

Entertainment Bildformat:<br />

Widescreen (2,35 : 1) anamorph<br />

Tonformate: Dolby Digital 5.1,<br />

DTS 5.1 Regie: Tony Ching<br />

Siu-Tung Darsteller: Donnie Yen,<br />

Kelly Chen Laufzeit: 91 min FSK:<br />

ab 16 Jahren Preis: 14,95 Euro<br />

Veröffentlichung: erhältlich<br />

Handlung: Das mittelalterliche China. Nach<br />

dem Mord am Herrscher von Yan besteigt<br />

dessen Tochter unerwartet den Thron. Eigentlich<br />

spekulierte Täter Ba Wu als Neffe<br />

des Machthabers auf diese Ehre. Während<br />

jener weitere Ränke schmiedet, unterzieht<br />

sich die Prinzessin Fei‘er einer militärischen<br />

Ausbildung unter General Muyong. Bei einem<br />

Anschlag rettet sie aber nur das Eingreifen<br />

eines mysteriösen Fremden (Donnie Yen),<br />

der die junge Frau in das freie Waldgebiet<br />

entführt. Dort lehrt er sie seine Philosophie<br />

des Friedens. Unterdessen greift das rivalisierende<br />

Reich Zhao an. Zurückgekehrt, zieht<br />

die innerlich erstarkte Fei‘er in den Krieg,<br />

um das Reich ihres verstorbenen Vaters zu<br />

verteidigen.<br />

Film: Regisseur Ching Siu-Tung kennen Anhänger<br />

des Asia-Kinos meist als Choreografen<br />

der spektakulären Actionsequenzen<br />

aus „Hero“ oder „House Of The Flying<br />

Daggers“. Seinem aktuellen Film fehlt jene<br />

fliegende Leichtigkeit, stattdessen entwirft<br />

er zu Beginn und am Ende epochale Schlachtenszenen.<br />

Auf westliche Zuschauer wirkt der<br />

bombastische Inszenierungsstil wahrscheinlich<br />

zu überbordend, künstlich gesteigert<br />

bzw. schlicht kitschig. Besonders der romantische<br />

Naturkind-Exkurs unter Baumwipfeln<br />

ertrinkt fast im Weichspüler. Chinafans dürften<br />

trotzdem ihre Freude haben.<br />

DVD: Ein paar Hintergrundinfos, Trailer sowie<br />

ein mäßiges Making-of zieren als Bonusmaterial<br />

die Scheibe. Trotz der vorherrschenden<br />

Kampfszenen äußerst unspektakulär. Visuell<br />

fallen die Kontrastwerte ordentlich aus, dafür<br />

ziehen leichte Unschärfen über die entweder<br />

staubigen oder verregneten Ebenen. Viele<br />

CGI-Effekte sind überdies eher durchschnittlich.<br />

Aus den Lautsprechern dröhnt vor allem<br />

der wuchtige Soundtrack. Die musikalische<br />

Untermalung verdrängt mitunter auftretende<br />

Hintergrundgeräusche. 1<br />

BEWERTUNG DVD<br />

Bildqualität 7/10<br />

Tonqualität 6/10<br />

Bonusmaterial 4/10<br />

Kurzfazit: Zwischen Kitsch und Action –<br />

Kostümepos mit gigantischen Massenschlachten<br />

und Weichzeichnerromanze.<br />

Für Genre- und Asienfans empfehlenswert.<br />

Bilder: Ascot Elite, Splendid Entertainment<br />

78<br />

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test<br />

FILM<br />

HOUSE BUNNY<br />

Regie: Fred Wolf<br />

KOMÖDIE<br />

FILMINHALT:<br />

US 2008 Vertrieb: Sony Pictures<br />

Home Entertainment Bildformat:<br />

2.40 : 1 Tonformate: Dolby True HD<br />

5.1 Regie: Fred Wolf Darsteller:<br />

Anna Faris, Colin Hanks, Emma<br />

Stone Laufzeit: 97 min FSK: ab 6<br />

Jahren Preis: 27 Euro Veröffentlichung:<br />

19. März 2009<br />

Handlung: Exakt einen Tag nach ihrem 27.<br />

Geburtstag wird Shelley aus dem rosaroten Paradies<br />

vertrieben. Die blonde Schönheit muss<br />

ihre Koffer packen und sitzt plötzlich vor der<br />

Tür des Playboy-Anwesens. Statt Party oder<br />

Pool zieht Hugh Hefners Ex-Lieblingshäschen<br />

nun ziellos durch die Stadt. Allerdings nicht<br />

lange. Nach kurzer Orientierungsphase landet<br />

Shelley bei der ziemlich heruntergekommenen<br />

Studentenverbindung Zeta. Sie bringt genau<br />

jenen Pep mit, den die Schwesternschaft im<br />

Augenblick braucht. Make-up-Tasche auf! Wo<br />

bleiben die Jungs?<br />

Film: Aus der eigentlich recht putzigen Grundlage<br />

für eine anspruchslose Sommerkomödie<br />

kitzelt Regisseur Fred Wolf lediglich das Minimum<br />

an Spaß heraus. Die aus „Scary Movie“<br />

bekannte Hauptdarstellerin Anna Faris wirkt<br />

generell dümmlich, die vorhersagbaren Witzchen<br />

sind älter als der Playboy-Chef. Letzterer<br />

tritt zumindest per Cameo in Erscheinung.<br />

Leider dürfen alle jugendlichen Schauspieler<br />

ihr vorhandenes Talent in klischeebehafteten<br />

Rollen vergeuden, wobei die Chemie zwischen<br />

den Figuren nie wirklich stimmt.<br />

Blu-ray: Mit Einschränkungen verfügt die erstaunlich<br />

Gag-freie Playmate-Blödelei wenigstens<br />

auf Blu-ray Disc über Qualitäten. Bildtechnisch<br />

ist das Ergebnis weitestgehend fehlerfrei<br />

und fast so scharf wie der Anblick am Poolrand<br />

der Playboy-Mansion – allerdings nur fast. Die<br />

5.1-Surround-Anlage macht nur in geringem<br />

Umfang von ihren Möglichkeiten Gebrauch.<br />

Aufgrund vieler Dialoge nutzt „House Bunny“<br />

häufig die Frontlautsprecher. Ähnlich innovativ<br />

wie der Film ist das Bonusmaterial samt entfallenen<br />

Szenen, minutenlangen Hintergrunddokumentationen<br />

sowie einem Musikvideo.<br />

Vielleicht reicht der Film für einen Abend, an<br />

dem Sie noch andere Dinge vorhaben. 1<br />

BEWERTUNG BLU-RAY<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 6/10<br />

Bonusmaterial 5/10<br />

Blu-ray-Effekt 5/10<br />

Kurzfazit: Häschen, ab in die Grube.<br />

Selten komische, meist langweilige Komödie<br />

über Playboy-Bunny-Klischees und<br />

Studentenverbindungen.<br />

TAKEN/96 HOURS (UK-IMPORT)<br />

Regie: Pierre Morel<br />

BLU- RAY- NEUHEITEN<br />

AGENTEN-ACTION<br />

FILMINHALT:<br />

FR 2008 Vertrieb: 20th Century<br />

Fox Bildformat: 2.40 : 1 Tonformate:<br />

DTS 5.1, DTS-HD MA 5.1<br />

(engl.) Regie: Pierre Morel Darsteller:<br />

Liam Neeson, Maggie Grace,<br />

Leland Orser, Jon Gries Laufzeit:<br />

93 min FSK: ab 18 Jahren Preis:<br />

k. A. Veröffentlichung: Import<br />

erhältlich<br />

Handlung: Ex-Agent Bryan Mills (Liam Neeson)<br />

liebt seine Tochter Kim (Maggie Grace) über<br />

alles. Die Teenagerin will die Ferien zusammen<br />

mit ihrer Freundin in Paris verbringen.<br />

Nur widerwillig gibt ihr Vater die Erlaubnis für<br />

diese Reise. Kaum in Frankreich angekommen,<br />

bestätigt sich seine größte Angst: Während<br />

eines Telefonats mit ihm wird Kim von einem<br />

Menschenhändlerring entführt. Noch am Telefon<br />

schwört der entschlossene Secret-Service-<br />

Veteran, dass er die Entführer aufspüren und<br />

töten wird. Eine 96-stündige Hetzjagd beginnt.<br />

Film: Die alte „Topagent im Ruhestand sucht<br />

seine entführte Tochter“-Nummer scheint nach<br />

wie vor jede Menge Zuschauer in die Kinos zu<br />

locken. Warum auch nicht? Schließlich macht<br />

der Begründer des Agenten-Genres, James<br />

Bond, seit über 20 Jahren nichts anderes, als<br />

ein und dasselbe Handlungsschema abzuarbeiten.<br />

Und es funktioniert. Luc Besson, der<br />

diesmal als Drehbuchautor herhielt, scheint<br />

ein großer Fan von Videospielserien wie „Tom<br />

Clancy’s Splinter Cell“ zu sein und zudem<br />

die „Bourne“-Kinoreihe zu mögen. Zusammen<br />

mit dem Regisseur Pierre Morel (Kamera „The<br />

Transporter“) erschuf er ein Agentenspektakel,<br />

das viele Elemente der oben genannten<br />

Vorbilder vereint.<br />

Blu-ray: Obwohl der Film gerade einmal in<br />

deutschen Kinos läuft, besteht bereits die<br />

Möglichkeit, die englische Blu-ray über einen<br />

Onlineversand zu bestellen. Ein Grund, der<br />

für die Bestellung spricht, ist die umfassende<br />

Eindeutschung der Scheibe. Ein deutsches<br />

Menü, Untertitel und eine entsprechende DTS-<br />

5.1-Tonspur lassen Sie vergessen, dass es<br />

sich um eine UK-Version handelt. Anders als<br />

bei der „Bourne“-Reihe, findet die Shaky-Cam<br />

nur in Actionsequenzen Einsatz. Die Farben<br />

sind auch weniger kühl, nur der Fokus ist<br />

inkonsistent, was die hauptsächlich sehr gute<br />

Schärfe beeinträchtigt. Brachiale Hintergrundmusik<br />

erinnert oftmals an John Powells<br />

Agenten-Kompositionen. Das 34-minütige SD-<br />

Bonusmaterial besteht aus einem Making-of,<br />

der mitgeschnittenen Filmpremiere in Frankreich<br />

sowie einem Einblick in die Actiondrehs.<br />

Per Bild-in-Bild können die aktuelle Position<br />

des Agenten und der Bodycount eingesehen<br />

werden. 1<br />

BEWERTUNG BLU-RAY<br />

Bildqualität 9/10<br />

Tonqualität 8,5/10<br />

Bonusmaterial 4/10<br />

Blu-ray-Effekt 4/10<br />

Kurzfazit: Jason Bourne ohne Wackelkamera<br />

mit einer Hauptfigur wie Sam<br />

Fischer – kein schlechter Mix für ordentliche<br />

Agenten-Action.<br />

Bilder: 20th Century Fox, Sony Pictures Home Entertainment, Splendid<br />

80<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


PRISON BREAK (SEASON 3) Regie: Kevin Hooks u. a.<br />

THRILLER/SERIE<br />

FILMINHALT:<br />

US 2006 Vertrieb: 20th Century<br />

Fox Bildformat: 1.78 : 1 Tonformate:<br />

DTS 5.1, DTS-HD MA 5.1<br />

(engl.) Regie: Kevin Hooks u. a.<br />

Darsteller: Wentworth Miller,<br />

Dominic Purcell, Amaury<br />

Nolasco, William Fichtner<br />

Laufzeit: ca. 540 min FSK: ab<br />

16 Jahren Preis: 50 Euro Veröffentlichung:<br />

27. März 2009<br />

Handlung: Die Flucht aus dem Fox-River-Gefängnis<br />

ist geglückt. Nach einem langen Weg<br />

durch Mexiko nach Panama wird ein Teil der<br />

Flüchtlinge erneut inhaftiert. Diesmal sitzt<br />

Michael Scofield (Wentworth Miller) jedoch<br />

nicht freiwillig im Knast. Das Gefängnis, Sona,<br />

ist härter als alle seiner bisherigen Herausforderungen.<br />

Scofields Bruder Lincoln (Dominic<br />

Purcell) setzt nun alles daran, Michael zu<br />

befreien und nebenbei seinen gekidnappten<br />

Sohn zu retten. Die Bedingung hierfür ist die<br />

Lokalisierung eines unbekannten Gefängnisinsassen<br />

von Sona.<br />

Film: Inzwischen gibt es schon vier Staffeln<br />

von der Serie, die einen Gefängnisausbruch<br />

als Grundmotiv besitzt. Man kann dem Projekt<br />

entweder eine Menge Respekt entgegenbringen,<br />

da es immer noch läuft, oder das Konzept<br />

absolut infrage stellen. Staffel eins reizte die<br />

Idee schließlich schon vollkommen aus. Ungeachtet<br />

dessen werden diverse spannungserzeugende<br />

Prinzipien einer Serie eingehalten,<br />

weshalb es auch in der vorliegenden dritten<br />

Staffel nicht langweilig wird. Scofield sieht<br />

sich einem neuen sozialen Umfeld gegenüber,<br />

das nahe an Lebensfeindlichkeit grenzt. Klar,<br />

dass der Zuschauer automatisch mitbangt,<br />

wenn er sich gegen eine ganze Horde Gewaltverbrecher<br />

behaupten muss.<br />

Blu-ray: Wie schon die erste Staffel, sieht<br />

auch die aktuellste Veröffentlichung wie eine<br />

Hollywood-Produktion fürs Kino aus. Es wurden<br />

hochwertige Kameras eingesetzt, was man<br />

dem Kontrast und der Farbe ansieht. Grundsätzlich<br />

sind die Hautfarben übersättigt. Die<br />

vorrangig warme (sprich orange) Farbtönung<br />

verändert sich mit den diversen Ortswechseln.<br />

Szenen wie die Kontaktaufnahme mit dem<br />

Gesuchten im Keller bilden die Ausnahme. An<br />

dieser Stelle verringert sich der Kontrast und<br />

Bildrauschen wird sichtbar. Die Soundeffekte<br />

halten sich zurück, sind in Actionsequenzen<br />

jedoch gut wahrnehmbar. Auf der vierten Disc<br />

befinden sich ein Making-of, ein Hinter-den-<br />

Kulissen-Bericht, 13 Webisodes sowie sieben<br />

anderthalb-minütige Interviews. 1<br />

BEWERTUNG BLU-RAY<br />

Bildqualität 7/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 4,5/10<br />

Blu-ray-Effekt 2/10<br />

Kurzfazit: Der große Ausbruch war mit<br />

der ersten Staffel abgehandelt. Season 3<br />

ist deshalb nicht mehr ganz so spannend,<br />

aber dennoch sehenswert.<br />

DAS LAZARUS PROJEKT<br />

Regie: John Glenn<br />

MYSTERY-THRILLER<br />

FILMINHALT:<br />

US 2008 Vertrieb: Splendid Bildformat:<br />

2.35 : 1 Tonformate: DTS-<br />

HD HR 5.1 Regie: John Glenn Darsteller:<br />

Paul Walker, Piper Perabo,<br />

Brooklynn Proulx, Bob Gunton<br />

Laufzeit: 99 min FSK: ab 16 Jahren<br />

Preis: 22 Euro Veröffentlichung:<br />

erhältlich<br />

Handlung: Als Ex-Sträfling darf sich Ben<br />

Garvey (Paul Walker) nichts zuschulden kommen<br />

lassen, wenn er sein Leben weiterhin<br />

an der Seite seiner Frau und seiner Tochter<br />

verbringen möchte. Als er jedoch die Arbeit verliert,<br />

macht ihm sein Bruder ein unmoralisches<br />

Angebot. Ein Raubüberfall soll die Lösung all<br />

ihrer Probleme mit sich bringen. Der Clou missglückt,<br />

alle außer Ben sterben und er wird zum<br />

Tode verurteilt. Die Exekution ist allerdings erst<br />

der Anfang, denn Ben wacht in der Nähe der<br />

Kommune Monte Angel auf und bekleidet eine<br />

Tätigkeit als Hausmeister. Schnell findet er heraus,<br />

dass mehr hinter dem Städtchen steckt als<br />

zunächst vermutet. Der Schirmherr, Pfarrer Ezra<br />

(Bob Gunton), beeinflusst mit seiner Präsenz<br />

die ganze Siedlung und lässt niemanden entkommen.<br />

Ben muss sich nun entscheiden, ob er<br />

den Tod noch einmal überlisten will und kann,<br />

um zu seiner Familie zurückzukehren, oder ob<br />

er seine jetzige Gefangenschaft akzeptiert.<br />

Film: „Das Lazarus Projekt“ ist mal wieder ein<br />

sehr gutes Beispiel für jene langatmigen Mystery-Thriller,<br />

die durch eine zu dröge Stimmung<br />

ihre Spannung verlieren. Der Versuch, eine gute<br />

Mischung aus den beiden Erfolgsrezepten von<br />

„Silent Hill“ und „Prison Break“ hinzubekommen,<br />

scheitert an der klanglosen Umsetzung<br />

und erinnert eher an die erfolgloseren Projekte<br />

eines M. Night Shyamalan. So langweilen<br />

z. B. die immer wiederkehrenden Kameraeinstellungen.<br />

Blu-ray: Der Kontrast wechselt mit den Lichtverhältnissen<br />

sowie den psychischen Zuständen<br />

der Hauptfigur. Vom verträumten weichen<br />

Licht bis zu ausgesprochen harten Schatten<br />

ist alles vertreten. An einigen Stellen werden<br />

die Nachtszenen durch sehenswerte Aufnahmen<br />

bei Tageslicht unterbrochen. Geht Ben<br />

durch den Wald, erkennt man durchaus jede<br />

kleine Fichtennadel auf dem Boden. Im starken<br />

Kontrast dazu stehen milchig unscharfe Bilder.<br />

Die stille Atmosphäre wird vom ständigen<br />

Regengeprassel, den noch ruhigeren Dialogen<br />

und der fast vollständig fehlenden Musik potenziert.<br />

Die spärliche Ausstattung hält für<br />

alle Interessenten zwei geschnittene Szenen in<br />

Standardauflösung bereit. 1<br />

BEWERTUNG BLU-RAY<br />

Bildqualität 6,5/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 2/10<br />

Blu-ray-Effekt 1,5/10<br />

Kurzfazit: Der Tod lässt sich täuschen,<br />

die Zuschauer wiederum nicht. Der Filmstoff<br />

hat Potenzial zu wesentlich mehr.<br />

Hier wirkt er eher langweilig.<br />

BLU- RAY- NEUHEITEN<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />

81


test<br />

FILM<br />

KING KONG<br />

Regie: Peter Jackson<br />

ACTION/DRAMA<br />

FILMINHALT:<br />

NZ, US 2005 Vertrieb: Universal<br />

Pictures Bildformat: 2.35 : 1 Tonformate:<br />

DTS 5.1, DTS-HD Master<br />

Audio 5.1 (engl.) Regie: Peter<br />

Jackson Darsteller: Jack Black,<br />

Naomi Watts, Adrien Brody,<br />

Thomas Kretschmann Laufzeit:<br />

187 min FSK: ab 12 Jahren Preis:<br />

24 Euro Veröffentlichung:<br />

26. März 2009<br />

Handlung: New York, 1933: Filmproduzent Carl<br />

Denham (fanatisch: Jack Black) flüchtet vor<br />

seinen Gläubigern. Rettung verspricht eine alte<br />

Karte, welche zur mythischen Insel Skull Island<br />

führt. Dort will er eine unentdeckte Zivilisation<br />

auf Zelluloid bannen und damit unsterbliche<br />

Berühmtheit erlangen. Unter falschen<br />

Vorwänden chartert Denham das Schiff des<br />

Kapitäns Englehorn (Thomas Kretschmann).<br />

Ebenfalls an Bord ist die kürzlich arbeitslos<br />

gewordene Varieté-Künstlerin Ann Darrow<br />

(Naomi Watts) sowie Autor Jack Driscoll (Adrien<br />

Brody). Irgendwann erreichen sie tatsächlich<br />

das sagenumwobene Eiland. Mit dem, was<br />

dort wartet, konnte niemand rechnen. Wilde<br />

Eingeborene entführen Ann, um die junge Frau<br />

ihrem Götzen zu opfern, dem monströsen Riesengorilla<br />

King Kong. Eine Suche beginnt, bei<br />

der Jäger und Opfer bald die Rollen tauschen ...<br />

Film: Nach „Der Herr der Ringe“ besaß Regisseur<br />

Peter Jackson bei der Wahl künftiger Projekte<br />

Narrenfreiheit. Er entschied sich für eine<br />

persönliche Herzensangelegenheit und wagte<br />

ein Remake des klassischsten aller Monsterdramen:<br />

„King Kong“. Der Film verschlang gigantische<br />

207 Millionen Dollar Produktionskosten<br />

und zumindest visuell übertrifft die<br />

Adaption alles Vorangegangene. Inhaltlich besitzt<br />

das Werk ein paar Längen, die von guten<br />

Darstellern sowie anhaltender Action herausgerissen<br />

werden. Wir empfehlen, im Menü die<br />

verlängerte „Extended Edition“ auszuwählen.<br />

Blu-ray: Pompöses Kino à la „King Kong“ benötigt<br />

natürlich die richtige Plattform. Die hochauflösenden<br />

Bilder der vorliegenden Blu-ray<br />

sorgen dafür, dass die Künstlichkeit der CGI-<br />

Effekte deutlicher zutage tritt als im Lichtspielhaus.<br />

Jede Szene scheint nachbearbeitet,<br />

überbordend animiert, zur Perfektion verdammt.<br />

Allerdings stört diese Machart letztlich<br />

kaum. Auf der anderen Seite stehen makellose<br />

Wiedergabe sowie ein fast optimales Kontrastverhältnis.<br />

Kräftige Töne bestimmen die<br />

Farbgebung. Im Dschungel wuchern leuchtend<br />

grüne Pflanzen, Rottöne sind generell markant.<br />

Insgesamt wirkt das Bild enorm scharf.<br />

Im Sound-Bereich fällt das Ergebnis hingegen<br />

zwiespältig aus. Während der englische<br />

Originalton eine ausgezeichnete 5.1-DTS-HD-<br />

Master-Audio-Spur nutzt, liegt die deutsche<br />

Fassung nur als Standard-DTS-Version bei. 1<br />

BEWERTUNG BLU-RAY<br />

Bildqualität 9/10<br />

Tonqualität 6/10<br />

Bonusmaterial 7,5/10<br />

Blu-ray-Effekt 7,5/10<br />

Kurzfazit: Großes Affentheater! Wahnsinnige<br />

Effekt-Show und überlebensgroßes<br />

Kino perfekt auf Blu-ray gebannt. Zumindest<br />

wenn Sie englischen Ton wählen.<br />

ANANAS EXPRESS<br />

Regie: David Gordon Green<br />

KOMÖDIE<br />

BLU- RAY- NEUHEITEN<br />

FILMINHALT:<br />

US 2008 Vertrieb: Sony Pictures<br />

Bildformat: 2.35 : 1 Tonformate:<br />

Dolby True HD 5.1 Regie: David<br />

Gordon Green Darsteller: Seth<br />

Rogen, James Franco, Danny R.<br />

McBride, Kevin Corrigan Laufzeit:<br />

111 min FSK: ab 16 Jahren Preis:<br />

29 Euro Veröffentlichung: 2. April<br />

2009<br />

Handlung: Was haben Drogen mit Ananas zu<br />

tun? Ganz einfach: „Ananas Express“ ist eine<br />

neue Sorte von Gras, die den Konsumenten<br />

klare Visionen verschafft. Die Dummbeutel<br />

Dale und Saul sehen darin ihre Chance und<br />

verhökern den Stoff an einer Grundschule. Als<br />

Dale dann Zeuge eines Mordes wird, heftet sich<br />

ihm gleich die ganze Drogenmafia des Ortes an<br />

die Fersen. Er und sein Kumpel müssen nun um<br />

ihr Leben fürchten und sich sogar mit Waffengewalt<br />

ihrer Haut erwehren.<br />

Film: Saublöde Komödien kennen wir ja inzwischen<br />

zur Genüge. „Ananas Express“ macht<br />

da keine Ausnahme und langweilt sowohl mit<br />

niveaulosen Gags als auch mit einem talentlosen<br />

Handlungsaufbau und kaum vorhandener<br />

Regie- sowie Schauspielarbeit. Die paar<br />

eingestreuten Actionszenen könnten glatt der<br />

Serie „Das A-Team“ aus den 1980ern entstammen,<br />

tragen aber trotz angedeuteten Kultfaktors<br />

kein bisschen zur Komik bei. Und was soll<br />

man sonst noch über eine Action-Komödie<br />

sagen, die weder das eine noch das andere<br />

besitzt?<br />

Blu-ray: Über den Film lässt sich problemlos<br />

streiten, technisch gesehen ist die Scheibe<br />

jedoch absolut hochwertig. Zwar bewegen sich<br />

die Farben hart an der Grenze zur Übersättigung,<br />

passen dafür umsobesser zur sonnigen<br />

Umgebung der Handlung. Der hohe Detailgrad<br />

lässt Szenenabhängig sogar Schweißperlen<br />

und einzelne Grashalme erkennen. An der<br />

Audiokomprimierung hat Sony nicht gespart.<br />

Auf der Dolby-True-HD-Spur befindet sich ein<br />

standardmäßiger Sound-Mix, der kaum Musik<br />

oder räumliche Effekte vorzuweisen hat. Ertönt<br />

einmal die Hintergrunduntermalung, gehen die<br />

Stimmen gelinde unter. Wer sich gerne Extras<br />

anschaut, bekommt mit dieser Scheibe so<br />

einiges geboten. Knapp 14 Beiträge, ein Audiokommentar<br />

und ein Onlinespiel, für das man<br />

sich allerdings bei Sony Pictures anmelden<br />

muss, lassen kaum Wünsche offen. Hauptfeatures<br />

wie das Making-of und die Hintergründe<br />

zu den Stunts punkten zudem mit HD-<br />

Auflösung. 1<br />

BEWERTUNG BLU-RAY<br />

Bildqualität 9/10<br />

Tonqualität 7/10<br />

Bonusmaterial 7,5/10<br />

Blu-ray- Effekt 3,5/10<br />

Kurzfazit: „Bill und Ted“ auf Droge und<br />

mit Gags die nicht wirklich greifen. Als<br />

Action-Komödie ist dieser Streifen ganz<br />

klar durchgefallen.<br />

Bilder: Sony Pictures, Universal Pictures Germany<br />

82<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 2.2009


DAS BOURNE ULTIMATUM<br />

Regie: Paul Greengrass<br />

AGENTEN-ACTION<br />

FILMINHALT:<br />

US, DE 2007 Vertrieb: Universal<br />

Bildformat: 2.35 : 1 Tonformate:<br />

DTS 5.1, DTS-HD MA 5.1 (engl.)<br />

Regie: Paul Greengrass Darsteller:<br />

Matt Damon, Julia Stiles,<br />

David Strathairn, Joan Allen,<br />

Albert Finney Laufzeit: 115 min<br />

FSK: ab 12 Jahren Preis: 24 Euro<br />

Veröffentlichung: 26. März 2009<br />

Handlung: Wie üblich ist Jason Bourne auf der<br />

Flucht. Der letzte Teil der Trilogie zeigt einen<br />

von der alltäglichen Hatz zerrütteten und vom<br />

Verfolgungswahn getriebenen Ex-Agenten, der<br />

nie zur Ruhe kommt. Nach wie vor ist ihm die<br />

CIA dicht auf den Fersen und versucht ihn auszuschalten.<br />

Doch die Jagd ist in Wirklichkeit<br />

eine private Vertuschungsaktion des Geheimprojektes<br />

„Treadstone“, die von CIA-Deputy<br />

Noah Vosen (David Strathairn) in die Wege<br />

geleitet wurde. Unter dem Codenamen „Black<br />

Briar“ ist eine neue Agentengeneration herangewachsen,<br />

die mit Bourne den letzten Überlebenden<br />

einer unsauberen Aktion auslöschen<br />

soll. Der Plan stößt bei Vosens Kollegin Pamela<br />

Landy (Joan Allen) auf wenig Gegenliebe, da<br />

sie sein skrupelloses Vorgehen als ungerechtfertigt<br />

ansieht. Mit ihr steht Jason Bourne<br />

eine wohlwollende Helferin zur Seite, die ihn<br />

zu seiner wahren Identität führt. Bevor der<br />

von Amnesie Geplagte jedoch endlich wieder<br />

nach Hause in die Staaten kommt, durchpflügt<br />

er Moskau, Paris und Tanger. Am Ende seiner<br />

Reise steht der Verantwortliche für die Taten<br />

des Superkillers.<br />

Film: Als Abschluss eines Kino-Dreiteilers ist<br />

„Das Bourne Ultimatum“ durchweg gelungen.<br />

Stärker als je zuvor geraten die Bilder außer<br />

Kontrolle und treiben den Adrenalinspiegel<br />

der Zuschauer in die Höhe. Dabei fährt Paul<br />

Greengrass das bewährte Prinzip des sich<br />

ständig in Bewegung befindenden Helden ab.<br />

An Action wird so ziemlich alles geboten, was<br />

das Genrekino hergibt: Da wäre eine pompöse<br />

Verfolgungsjagd mit Autos sowie ein paar Hetzereien<br />

zu Fuß mit an den Nerven zerrenden<br />

Stunts und abschließenden Martial-Arts-Einlagen.<br />

Garniert wird das Ganze mit Explosionen,<br />

die sich gewaschen haben. Nebenbei streut<br />

Regisseur Greengrass auch noch das ein oder<br />

andere kritische Element in die Handlung mit<br />

ein, das sich ganz dem Thema „Wofür tötet der<br />

Soldat von heute eigentlich?“ widmet. Gleichzeitig<br />

laufen alle Handlungsstränge aus, sodass<br />

dieser Teil definitiv als fortsetzungsloses<br />

Ende herhalten kann.<br />

Blu-ray: Bei dem ständigen Geruckel der Kamera<br />

muss man dem Film eines lassen: Er zieht<br />

seine brachiale Optik kompromisslos durch.<br />

Dabei fällt auf, dass sich farblich an sehr<br />

nüchternen sowie kühlen Blau- und Gelbtönen<br />

orientiert wurde. Der Kontrast ist zwar nicht<br />

ganz so überzogen wie bei dem Vorgängerfilm,<br />

sticht jedoch weiterhin stark hervor. Die Schärfe<br />

bleibt ebenfalls konstant, beeindruckt aber<br />

kaum durch Details. Als einfach beispielhaft<br />

kann der Sound bezeichnet werden, angefangen<br />

von John Powells rasselndem Soundtrack<br />

bis hin zu den temporeichen Sound-Effekten<br />

stimmt einfach alles. Die Dialoge bleiben dabei<br />

stets verständlich, selbst wenn die Action<br />

den Lautstärkepegel anhebt. Die Boni sind<br />

Universal-typisch leicht über dem Standard.<br />

Leider enthält die „Ultimatum“-Disc nicht ganz<br />

so viele Extras wie ihre Vorgänger. Zudem wurde<br />

alles in Standard-Definition aufgenommen.<br />

Wer die komplette Trilogie besitzen möchte,<br />

sollte übrigens gleich zu der „Ultimativen<br />

Bourne Collection“ greifen, die ebenfalls am<br />

26. März für knapp 55 Euro erscheint. 1<br />

BEWERTUNG BLU-RAY<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 9/10<br />

Bonusmaterial 5,5/10<br />

Blu-ray Effekt 4,5/10<br />

Kurzfazit: Action-Kino in seiner reinsten<br />

Form. Zumindest inhaltlich sticht Bourne<br />

seinen Agentenkollegen Bond aus. Technisch<br />

schwächelt er ebenso wenig.<br />

BLU- RAY- NEUHEITEN<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE<br />