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Flight! Magazin NextGen – für den Flight Simulator (Vorschau)

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17. Ausgabe ¦ Deutschland 5,50 € ¦ Österreich: 5,90 € ¦ Benelux: 5,90 € ¦ Schweiz: 8,90 CHF<br />

Das Original! Monatlich neu!<br />

FLUGSIMULATION AUF DEM PC<br />

CRJ<br />

Series<br />

08 ¦ Juli/August 2012<br />

<strong>NextGen</strong> <strong>–</strong> <strong>für</strong> <strong>den</strong> <strong>Flight</strong> <strong>Simulator</strong><br />

Hong Kong Calling<br />

Teneriffa Süd<br />

Sharm El-Sheikh


Der Sonne hinterher<br />

Der Sommer scheint sich auch dieses Jahr wieder<br />

frühzeitig abgemeldet zu haben, Dauerregen<br />

und ein trüber Himmel lassen wohl so machen <strong>Simulator</strong>-Fan<br />

schon an die Hauptsaison, <strong>den</strong> Herbst und<br />

Winter <strong>den</strong>ken. Wo ist er hin der Sommer? Nutzen wir<br />

das schlechte Wetter doch einfach und begeben uns auf<br />

die Suche. Diese Ausgabe steckt voller traumhafter Urlaubsziele,<br />

Sonne und Erholung garantiert. Passend zur<br />

Saison führt uns die Reise auf die Kanaren, nach Teneriffa<br />

oder <strong>für</strong> Liebhaber antiker Kulturen nach Ägypten,<br />

wo uns Aerosoft mit einer lang erwarteten Umsetzung<br />

von Sharm El-Sheikh überrascht. Wen das Fernweh allerdings<br />

noch weiter weg treibt, ist mit <strong>den</strong> Destinationen<br />

in Fernost wohl bestens bedient: Ob nach Brunei<br />

oder die traumhaften Strände Phukets, hier kann man<br />

die Gedanken baumeln lassen und <strong>den</strong> tristen, verregneten<br />

Alltag in Deutschland einfach mal vergessen.<br />

Doch auch <strong>für</strong> die, <strong>den</strong>en es nie kalt genug sein<br />

kann ist etwas dabei: Mit Yekaterinburg verschlägt es<br />

uns in kältere Gebiete. Wer hoch hinauswill, <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

ist Lhasa-Gonggar eine Reise wert: 3600 Meter über<br />

dem Meeresspiegel gelegen, ist er einer der höchsten<br />

Verkehrsflughäfen weltweit, der je nach Wetter auch<br />

schon einmal <strong>den</strong> ein oder anderen Piloten zum<br />

Verzweifeln bringt, in Angst die Triebwerke könnten<br />

unter diesen extremen Bedingungen nicht ihr Nötigstes<br />

tun um die Maschine gen Himmel zu bringen.<br />

Auch auf dem Gebiet der <strong>Simulator</strong>en ist einiges<br />

geboten, unser Partnermagazin Computer Pilot hat<br />

sich die neue Version des AeroflyFS genauer angesehen.<br />

Das Review gibt es auch in dieser Ausgabe der <strong>Flight</strong>!<br />

zu lesen.<br />

Für alle Fans des mobilen Spielevergnügens haben wir<br />

ein Auge auf Infinite <strong>Flight</strong> geworfen, einem <strong>Simulator</strong><br />

<strong>für</strong> mobile Endgeräte, der in der neuesten Version<br />

nicht nur Apples IPad samt Retina-Display unterstützt,<br />

sondern sogar einige Funktionen mitbringt, die man in<br />

einer „App“ nicht erwarten würde.<br />

Für alle Wissenshungrigen gibt es in dieser Ausgabe<br />

ein Anflug-Tutorial auf <strong>den</strong> Flughafen Samos, mit<br />

allen Tricks und Tipps, wie der Anflug realitätsgetreu<br />

gemeistert wer<strong>den</strong> kann, sowie einen Nachflieger von<br />

Frankfurt nach Hong Kong mit der Königin der Lüfte,<br />

wenn auch in der nun nichtmehr neuesten Version 747-<br />

400.<br />

Neuerungen gab es auch hier beim <strong>Magazin</strong>, einige<br />

Positionen wur<strong>den</strong> neu besetzt: Oliver Hahn, Einige<br />

wer<strong>den</strong> ihn noch aus alten Zeiten kennen, übernimmt<br />

seit der vergangen Ausgabe wieder die Gestaltung des<br />

Layouts und ich bin froh ihn wieder hier im Team<br />

begrüßen zu dürfen. Ich selbst bin seit zwei Jahren<br />

dabei, in <strong>den</strong>en ich viel dazu gelernt habe und freue,<br />

dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, <strong>den</strong> Posten<br />

des stellvertreten<strong>den</strong> Chefredakteurs einzunehmen.<br />

Vielen Dank <strong>für</strong> das Vertrauen und hoffe auf eine<br />

gute Zeit, in der wir das <strong>Magazin</strong> weiter gestalten und<br />

verbessern können!<br />

Florian Schlund<br />

Der direkte Draht: redaktion@flightm.com


12<br />

20 22 26<br />

Wilco CRJ <strong>NextGen</strong><br />

Skysoft Lhasa-Gonggar<br />

Auf nach Brunei<br />

www.facebook.com/<br />

flightmcom<br />

Aboservice<br />

<strong>Flight</strong>! Leserservice<br />

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40032 Düsseldorf<br />

Tel: +49 211 690 789 940<br />

Fax: +49 211 690 789 50<br />

E-mail: abo@flightm.com<br />

Web: abo.flightm.com<br />

Editorial<br />

3: Der Sonne hinterher<br />

Notams<br />

6: Pariser Fototapete <strong>für</strong> VFR-Flieger<br />

7: Konkurrenz zu Wilco?<br />

8: Erste RJ100-Bilder der QW Avro/BAE<br />

9: Aerosofts Dash 8 Q400 veröffentlicht<br />

10: Kairo bekommt ein Update<br />

11: Next Stop <strong>–</strong> Die Bermudas<br />

Flugzeuge<br />

12: Wilco CRJ <strong>NextGen</strong><br />

Szenerie<br />

18: Aerosoft Yekaterinburg<br />

22: Skysoft Lhasa-Gonggar<br />

26: Auf nach Brunei<br />

30: Chiang Mai<br />

34: Phuket<br />

39: Hetzleser Berg<br />

44: LatinVFR Montevideo Carrasco Intl<br />

48: Teneriffa Süd<br />

52: Sharm El-Sheikh 2012<br />

Neuer Flugsimulator<br />

54: AeroflyFS<br />

60: Infinite <strong>Flight</strong><br />

Wissen<br />

64: VOR/DME-Anflug auf Samos<br />

70: Hong Kong Calling<br />

Community<br />

76: Ein Traumberuf: virtueller Pilot<br />

Service:<br />

42: Poster<br />

78: Best of Liste<br />

81: Service und Impressum<br />

82: <strong>Vorschau</strong>


34<br />

44<br />

48<br />

Phuket<br />

LatinVFR Montevideo Carrasco<br />

Teneriffa Süd<br />

54 70<br />

76<br />

AeroflyFS<br />

Hong Kong Calling<br />

Ein Traumberuf: virtueller Pilot<br />

www.flightm.com 5


Skysoft Simulation kündigt<br />

weiteren chinesischen Airport an<br />

Der chinesische Entwickler Skysoft<br />

Simulation hat vor einiger Zeit<br />

bekanntgegeben, dass er an einer<br />

Freeware-Version des südchinesischen<br />

Airports Nantong arbeitet.<br />

Nantong liegt am nördlichen Rand<br />

von Schanghai, am Ufer des Flusses<br />

Jangtsekiang. Die Stadt ist ein Zentrum<br />

der Textilindustrie und der<br />

Lebensmittelindustrie. Der Flughafen<br />

an sich liegt östlich der Stadt<br />

in Nord-Süd-Ausrichtung. Er befindet<br />

sich 120 Kilometer nördlich des<br />

Schanghaier Stadtzentrums und<br />

dient einigen chinesischen Airlines<br />

als Trainingszentrum, besonders<br />

<strong>für</strong> Anflüge, die dort gut geübt wer-<br />

<strong>den</strong> können. Dies ist dadurch bedingt,<br />

dass die Runway 2400 Meter<br />

lang ist, was bedeutet, dass man mit<br />

allen Flugzeugen dort lan<strong>den</strong> kann,<br />

solange sie nicht stark bela<strong>den</strong> sind.<br />

NOTAMS<br />

Pariser Fototapete <strong>für</strong> VFR-Flieger<br />

Der Entwickler TABURET bietet<br />

bei simMarket eine fotorealistische<br />

Szenerie von Paris <strong>für</strong> X-Plane 10<br />

an. Diese Szenerie umfasst <strong>den</strong><br />

Großraum Paris mit einer Detailtreue<br />

von 2 px/m. Hierbei wur<strong>den</strong><br />

von Hand platzierte Autogene verwendet,<br />

um die Szenerie noch realistischer<br />

zu gestalten. Die Szenerie<br />

soll eine perfekte Vorbereitung auf<br />

einen VFR-Flug über Paris sein, da<br />

alle wichtigen Merkmale in der Szenerie<br />

enthalten sind.<br />

6 <strong>Flight</strong>!


Tägliche Meldungen fin<strong>den</strong> Sie unter<br />

www.flightm.de<br />

Konkurrenz zu Wilco? Enigma Simulations<br />

arbeitet an der 737 Classic<br />

Der noch relativ neue Developer<br />

Enigma Simulations ließ mit fortgeschrittenen<br />

Bildern einer 737 Classic<br />

die Szene erbeben. Diese Bilder<br />

zeigen die Boeing 737 in <strong>den</strong> klassischen<br />

Varianten -300/400/500.<br />

EnigmaSim arbeitet an diesem<br />

Projekt schon seit November 2011,<br />

konnte aber, bedingt durch eine<br />

interne Umstrukturierung, eine<br />

Zeit lang nicht an diesem Projekt<br />

arbeiten. Doch nun konzentriert<br />

sich das Team vollends auf dieses<br />

Projekt. Die in diesem Paket enthaltenen<br />

Flugzeuge wer<strong>den</strong> seit 1984<br />

produziert, insgesamt 1988 Stück.<br />

Die längste Variante ist die -400 mit<br />

36,40 Metern, die kürzeste Ausführung<br />

ist die -500 mit 31,10 Metern,<br />

so lang wie eine Boeing 737-200.<br />

Dazwischen liegt die -300er-Version<br />

mit 33,40 Metern. Alle drei<br />

Flugzeuge liegen in Frachter-/<br />

Wingletversionen vor, die auch<br />

von EnigmaSim realisiert wer<strong>den</strong>.<br />

Weiters hat EnigmaSim bekanntgegeben,<br />

dass alle wichtigen und<br />

nennenswerten Funktionen eingebaut<br />

wor<strong>den</strong> sind. Das Modell soll<br />

beim Verkaufsstart eine hervorragende<br />

Systemtiefe besitzen, und<br />

außerdem wer<strong>den</strong> auch die Bildwiederholungsraten<br />

berücksichtigt.<br />

Inwieweit dieses Produkt eine<br />

Konkurrenz zur Wilco 737 Classic<br />

darstellen wird, kann derzeit noch<br />

nicht beurteilt wer<strong>den</strong>. Wir sind gespannt!<br />

Die Bilder und mehr Infos<br />

gibt es auf enigmasim.com.<br />

X-Plane in der Version 10.10:<br />

die Veränderungen und Verbesserungen<br />

Der Entwickler Laminar Research<br />

hat im Developerblog des X-Plane<br />

weitere Informationen über die<br />

neue Version des X-Plane 10 herausgegeben.<br />

Diese trägt die Bezeichnung<br />

10.10 und wird einige<br />

Veränderungen und Anpassungen<br />

<strong>für</strong> X-Plane 10 liefern. Hier einige<br />

Auszüge aus <strong>den</strong> Veränderungen<br />

und auch Verbesserungen, die die<br />

Entwickler von Laminar Research<br />

vorgenommen haben:<br />

- Hin und wieder gab es das Problem,<br />

dass Straßen mitten in der<br />

Luft aufgetaucht sind. Dies wurde<br />

nun verbessert, es war anscheinend<br />

kein Datenfehler, sondern vom <strong>Simulator</strong><br />

selbst verursacht. Man ist<br />

nun der Meinung, dass es auch <strong>den</strong><br />

ganzen Sim stabiler macht.<br />

- Es wurde eine weitere Eigenschaft<br />

implementiert, die es<br />

X-Plane ermöglicht, einen automatischen<br />

Crash-Report zu sen<strong>den</strong>.<br />

Dies nimmt dem User die elendige<br />

Arbeit ab, immer wieder neue Bug-<br />

Reports zu schreiben. Des Weiteren<br />

bekommt Laminar Research direkt<br />

die ganze Fehlermeldung und nicht<br />

nur einen Ausschnitt.<br />

- Die neue Version 10.10 wird im<br />

Vergleich zu 10.05 hinsichtlich<br />

eines stabileren Systems verbessert<br />

wer<strong>den</strong>. Das bedeutet, dass man<br />

auf längeren Flügen eine bessere<br />

Stabilität erreicht. Besonders bei<br />

Mac-Usern war es immer wieder<br />

vorgekommen, dass nicht mehr genügend<br />

Arbeitsspeicher vorhan<strong>den</strong><br />

war und dadurch X-Plane beendet<br />

wer<strong>den</strong> musste.<br />

Die genauen Details und auch<br />

Hinweise zum bald erscheinen<strong>den</strong><br />

Betatest der neuen Version gibt es<br />

im Developerblog von X-Plane auf<br />

www.developer.x-plane.com.<br />

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Erste RJ100-Bilder der QW Avro/BAE <strong>für</strong> <strong>den</strong> FSX<br />

Im QualityWings-Forum wur<strong>den</strong><br />

neue Bilder der Avro RJ100 eingestellt.<br />

Die Ultimate 146 Collection<br />

umfasste bisher die Flugzeuge Avro<br />

RJ 70/85/100, wird aber später noch<br />

durch ein Update um die früheren<br />

Modelle BAe 146/100/200/300 er-<br />

gänzt. Das bisherige Paket wird<br />

momentan nur <strong>für</strong> <strong>den</strong> FS9 ausgeliefert,<br />

es wurde aber schon angekündigt,<br />

eine FSX-Version als kostenloses<br />

Update später zur Verfügung<br />

zu stellen. Die Bilder gibt es direkt<br />

auf der Website von QualityWings.<br />

NOTAMS<br />

Die englische Karibik <strong>–</strong> Grenada X<br />

Grenada ist ein Teil des Commonwealth<br />

of Nations, des Staatenbunds<br />

der ehemaligen Kolonien<br />

Großbritanniens. Der größte Airport<br />

der Insel ist der Maurice Bishop<br />

International Airport, über<br />

ihn läuft der internationale Tou-<br />

rismus nach Grenada. Die Flieger<br />

kommen aus <strong>den</strong> USA, der Karibik<br />

und Europa, dort hauptsächlich aus<br />

England. Der Airport verfügt über<br />

eine asphaltierte Start- und Landebahn<br />

mit einer Länge von 2744<br />

Metern. Im FS-Developerforum<br />

wur<strong>den</strong> bereits die ersten Bilder des<br />

Projektes veröffentlicht. Näheres<br />

unter www.fsdeveloper.com.<br />

8 <strong>Flight</strong>!


Aerosofts Dash 8 Q400 veröffentlicht<br />

Die heiß erwartete Dash 8 Q400<br />

wurde seitens Aerosoft zum Kauf<br />

freigegeben. Das X-Plane-10-Addon<br />

unterstützt neben einem toll<br />

nachgebildeten virtuellen Cockpit<br />

auch noch unzählige Extrafunktionen<br />

wie zum Beispiel einen Load<br />

Manager, der das Bela<strong>den</strong> und Betanken<br />

der Dash 8 vereinfachen<br />

soll. Weiters wurde eine Soundkulisse<br />

verwendet, die direkt in einer<br />

Dash aufgenommen wurde. Dies<br />

garantiert dem virtuellen Piloten<br />

ein äußerst authentisches Modell,<br />

natürlich wie schon fast Standard<br />

mit High-Definition-Texturen.<br />

Auch die Flugdynamik wurde mit<br />

Hilfe von echten Piloten so real wie<br />

möglich gestaltet. Zu kaufen gibt es<br />

dieses X-Plane-Add-on bei Aerosoft<br />

<strong>für</strong> 29,95 Euro.<br />

www.computerpilot.com


Heraklion X bringt bald eine weitere<br />

griechische Insel in <strong>den</strong> FS<br />

NOTAMS<br />

Aerosofts Entwickler Emil hat vor<br />

einem halben Jahr mit der Entwicklung<br />

des griechischen Airports<br />

Heraklion (IATA: HER, ICAO:<br />

LGIR) begonnen. Nun befindet<br />

sich die Szenerie in <strong>den</strong> letzten<br />

Stadien vor Verkaufsbeginn. Der<br />

Entwickler dieses Platzes hat im<br />

Forum von Aerosoft immer wieder<br />

neue Bilder in unterschiedlichen<br />

Entwicklungsstän<strong>den</strong> hochgela<strong>den</strong>.<br />

Die gesamten Lichter sind<br />

stimmig zur Umgebung, ebenso<br />

die Bo<strong>den</strong>texturen. Doch nicht nur<br />

das: Alle Gebäude sind originalgetreu<br />

nachempfun<strong>den</strong>, wenn nicht<br />

sogar exakt gleich. Und es ist in<br />

dieser Szenerie nicht so, dass nur<br />

der Flughafen, aber nichts an der<br />

Umgebung modelliert wurde. Ae-<br />

Ibrahim Nassef, Leiter der Sim Design<br />

Group hat angekündigt, dass<br />

sich eine Überarbeitung des in die<br />

Tage gekommenen Flughafen Kairo<br />

in Entwicklung befindet. Bisher<br />

präsentiert sich der Flughafen mit<br />

einer eher trostlosen Umgebung,<br />

eintönigen Gebäu<strong>den</strong> und einem<br />

pixeligem Luftbild. Dies wird sich<br />

mit der kommen<strong>den</strong> Version 1.1<br />

allerdings ändern. Der Entwickler<br />

plant eine komplette Neuentwick-<br />

rosoft hat angekündigt, dass Teile<br />

der Stadt modelliert wer<strong>den</strong>, über<br />

die man im Anflug fliegt. Vielleicht<br />

wird sogar die ganze Stadt umgesetzt.<br />

Die Szenerie soll, trotz ihres<br />

wundervollen Aussehens, nicht der<br />

enormste FPS-Schlucker sein.<br />

Kairo bekommt ein Update <strong>für</strong> <strong>den</strong> FS9<br />

lung, so kann sich also auf neue<br />

Gebäude und neue Bo<strong>den</strong>texturen<br />

gefreut wer<strong>den</strong>. Das Update wird<br />

in <strong>den</strong> kommen<strong>den</strong> Wochen erscheinen.<br />

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Die ersten Kleinflugplätze im XPlane10<br />

Als einer der ersten Entwickler hat<br />

Truscenery eine Szenerie entwickelt,<br />

welche erstens NUR <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

XPlane10 lauffähig ist und desweiteren<br />

auch einen eher kleineren,<br />

unscheinbaren General Aviation<br />

Flugplatz im Sü<strong>den</strong> von Finnland<br />

nahe Helsinki darstellt. Der Flughafen<br />

Hyvinkää befindet sich nahe<br />

der gleichnamigen Stadt, welche<br />

von mit ihren rund 45.000 Einwohnern<br />

das klassische finnische Flair<br />

bietet. Weite Landschaften mit<br />

unzähligen Bäumen und Seen, die<br />

ebenfalls in der Simulationsvariante<br />

teilweise umgesetzt wur<strong>den</strong>.<br />

Ebenfalls wur<strong>den</strong> die Gebäude alle<br />

von Hand modelliert, was einen hohen<br />

Qualitätswert und das richtige<br />

Flair aufkommen lässt. Zu kaufen<br />

gibt es das AddOn <strong>für</strong> <strong>den</strong> Xplane10<br />

im SimMarket um €19,30.<br />

Aerosoft´sche Neuigkeiten aus Italien<br />

Der deutsche AddOn Entwickler<br />

und Publisher wartet mit neuen<br />

Screenshots des kommen<strong>den</strong> Projektes<br />

“Mega Airport Rom Fiumicino”<br />

in deren Preview Forum auf.<br />

Darauf gibt es klar zu erkennen,<br />

dass nur noch wenige Handgriffe<br />

notwendig sind bis Käufer das Produkt<br />

in <strong>den</strong> Hän<strong>den</strong> halten können.<br />

Das AddOn welches <strong>für</strong> <strong>den</strong> FSX<br />

und FS9 erscheint, wird selbstverständlich<br />

auch zu dem von Oliver<br />

Papst entwickelten “AES” und AI-<br />

Traffic kompatibel sein. Weitere<br />

Features wie eine 3D Beleuchtung<br />

oder ein hochaufgelöstes Luftbild<br />

gehören bei Aerosoft ja bereits zum<br />

guten Ton.<br />

Next Stop <strong>–</strong> Die Bermudas<br />

Der Szenerie-Entwickler LatinVFR,<br />

bekannt aus <strong>den</strong> Projekten “Airport<br />

Montevideo” sowie “Caracas”, präsentiert<br />

uns bereits jetzt einen Einblick<br />

in die kommende Szenerie.<br />

Dieses Mal geht es in <strong>den</strong> Pazifik.<br />

Genauer gesagt auf die Bermudas.<br />

Als beliebtes Tauchziel und Urlaubsparadies<br />

wird diese Inselgruppe<br />

von Touristen regelrecht torpediert.<br />

Dies liegt auch an der geringen<br />

Flugzeit. So erreicht man Ber-<br />

muda schon nach 7h von London<br />

aus und in unter 2h aus New York.<br />

Die Szenerie lässt bereits jetzt staunen,<br />

so wird die Käufer Golfplätze,<br />

traumhafte Strandabschnitte und<br />

sagenhaft modellierte Gebäude erwarten.<br />

Die Szenerie wird <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

FS9 sowie <strong>für</strong> <strong>den</strong> FSX erscheinen.<br />

Ein Release-Datum steht allerdings<br />

noch in <strong>den</strong> Sternen.<br />

www.flightm.com 11


Wilco CRJ <strong>NextGen</strong><br />

Ein besseres Ende?<br />

Er zählt zu <strong>den</strong> erfolgreichsten Regionaljets weltweit und ist mittlerweile<br />

nicht mehr aus der Kranich-Flotte wegzu<strong>den</strong>ken: der Canadair<br />

Regional Jet, kurz CRJ. Besonders auf kurzen Strecken flexibel<br />

einsetzbar, dabei auch noch sparsam und <strong>den</strong>noch relativ geräumig.<br />

Eigentlich ist es verwunderlich, dass es noch keine wirkliche Umsetzung<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> FSX gibt, scheint die Maschine in der Realität doch so beliebt<br />

zu sein. Und tatsächlich, die Forderungen der Community nach<br />

einem or<strong>den</strong>tlichen CRJ wer<strong>den</strong> immer lauter. Viel wurde da versprochen,<br />

mit Screenshots und Feature-Listen gelockt. Doch außer großen<br />

Tönen blieb relativ wenig übrig vom Aerosoft-CRJ <strong>–</strong> scheinbar wurde<br />

die Maschine in der hintersten Ecke des virtuellen Hangars abgestellt<br />

und dort vergessen. Der einzige Hersteller, der es bisher geschafft hat,<br />

eine Umsetzung des CRJ herauszubringen, die mehr umfasst als nur<br />

ein Außenmodell, ist Wilco Publishing.<br />

SEHR GUT<br />

12 <strong>Flight</strong>!<br />

Im Test: Wilco CRJ <strong>NextGen</strong><br />

Ausgabe: Juli/August 2012<br />

www.flightm.com


FLIGHT!<br />

Review<br />

Alleine bei diesem Namen wer<strong>den</strong> einige <strong>Simulator</strong>fans wahrscheinlich<br />

die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, doch die Kombination<br />

mit dem CRJ wird wohl noch dunklere Erinnerungen wecken.<br />

In <strong>den</strong> Anfangszeiten des FSX warf der Hersteller eine Umsetzung des<br />

Canadair-Jets auf <strong>den</strong> Markt, die <strong>für</strong> <strong>den</strong> damaligen Stand einen außergewöhnlich<br />

großen Umfang an Modellen und Lackierungen besaß.<br />

Doch Quantität und Qualität sind eben ein Paar unterschiedliche Stiefel.<br />

Optisch konnte die Maschine nicht wirklich überzeugen und die<br />

suggerierte Systemtiefe lag nur knapp über der des Standardfliegers.<br />

Was hilft ein FMC, das keine SID-, STAR- oder gar Airway-Navigation<br />

beherrscht? Selbst als Feierabendflieger taugte der CRJ nur <strong>für</strong> blutige<br />

Anfänger.<br />

Und nun, im Jahre 2012, versucht<br />

sich Wilco erneut am<br />

Regionaljet. Dass man in der Vergangenheit<br />

nicht nur Rückschläge<br />

in diesem Bereich erlitten hatte,<br />

zeigte die Embraer-Serie mit<br />

guter Systemtiefe und einem ansprechen<strong>den</strong><br />

Außenmodell. Doch<br />

Hochmut kommt bekanntlich vor<br />

dem Fall. Beim „neuen“ CRJ wird<br />

viel versprochen, ob er es auch halten<br />

kann und ob er wirklich besser<br />

ist als der unbeliebte Vorgänger,<br />

wer<strong>den</strong> wir in Kürze wissen.<br />

Der Wilcopub CRJ <strong>NextGen</strong> wird<br />

aktuell ausschließlich als Download<br />

<strong>für</strong> knapp 37 Euro angeboten.<br />

Enthalten sind die Modelle 700, 900<br />

und 1000 <strong>–</strong> in zahlreichen Airline-<br />

Lackierungen. Nach der Bezahlung<br />

können die entsprechen<strong>den</strong><br />

www.flightm.com 13


Dateien im Kun<strong>den</strong>konto von Wilcopub<br />

heruntergela<strong>den</strong> wer<strong>den</strong>,<br />

ebenso kann die Seriennummer abgelesen<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

Die Installation verläuft über <strong>den</strong><br />

Wilco-typischen Installer, diesmal<br />

allerdings mit Internetaktivierung<br />

(!). Eine aktive Netzwerkverbindung<br />

ist deshalb also Voraussetzung<br />

<strong>für</strong> die Nutzung des Produkts.<br />

Hier verläuft jedoch wie gewohnt<br />

alles ohne Probleme.<br />

Nachdem die Installation abgeschlossen<br />

ist, begebe ich mich auf<br />

die Suche nach einem Konfigurationsprogramm<br />

sowie <strong>den</strong> meist<br />

zahlreichen Handbüchern des Herstellers.<br />

Doch hier die erste Enttäuschung:<br />

Ein Konfigurationsprogramm<br />

wie bei <strong>den</strong> Airbus- oder<br />

Boeing-Produkten fehlt, das Handbuch<br />

ist mehr eine Quickstart-<br />

Anleitung, in der dem virtuellen<br />

Piloten auf mageren fünfzehn Seiten<br />

die wichtigsten Funktionen des<br />

Flugzeugs vermittelt wer<strong>den</strong> sollen.<br />

Eine Checkliste oder Ähnliches<br />

fehlt vollkommen. Meiner Meinung<br />

nach ungenügend <strong>für</strong> einen<br />

angeblich komplexeren Flieger. Da<br />

bleibt einem dann wohl nichts anderes<br />

übrig als Learning by Doing.<br />

14 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

Doch dass dieser Lernaufwand viel<br />

geringer ausfallen würde als zuerst<br />

gedacht, war nur eine der Überraschungen,<br />

die Wilco zu bieten hat.<br />

Doch der Reihe nach. Aktuell steht<br />

unsere CRJ-900 der Lufthansa Cityline<br />

auf dem Vorfeld des Münchner<br />

Flughafens. Das Cockpit befindet<br />

sich im „Cold and Dark“-Modus,<br />

allerdings erst nachdem ich die<br />

Standard-Cessna vorgela<strong>den</strong>, in<br />

diesen Zustand versetzt habe und<br />

danach in <strong>den</strong> CRJ gewechselt bin.<br />

Ohne Vorkonfiguration muss eben<br />

improvisiert wer<strong>den</strong>. Da einen der<br />

Hersteller leider auch in Sachen<br />

Flow-Charts alleine lässt, gehen wir<br />

nach einem Flow-Chart aus dem<br />

Internet vor. Das funktioniert auch<br />

recht gut, schnell sind die Displays<br />

in Betrieb und eine Warnung nach<br />

der anderen verschwindet vom<br />

ECAM.<br />

Weiter geht es mit der Flugvorbereitung<br />

im FMC. Hier folgt die<br />

nächste Überraschung im CRJ, und<br />

zwar eine positive: Man scheint aus<br />

<strong>den</strong> Fehlern des Vorgängers gelernt<br />

zu haben. Sowohl Airways als auch<br />

SID- und STAR-Anflüge mit sämtlichen<br />

Transitions wer<strong>den</strong> vom<br />

Bordcomputer akzeptiert und richtig<br />

im Navigationsdisplay dargestellt.<br />

Voraussetzung ist natürlich<br />

eine aktuelle Navigationsdatenbank,<br />

die beispielsweise bei www.<br />

navigraph.com bezogen wer<strong>den</strong><br />

kann. Doch wer keinen Wert auf<br />

monatlich aktualisierte Navigation<br />

legt, oder hauptsächlich offline<br />

www.flightm.com 15


fliegt, ist mit <strong>den</strong> mitgelieferten<br />

Daten bestens bedient. Diese sind<br />

mit dem Stand Mai 2012 noch recht<br />

aktuell.<br />

So weit, so gut. Nachdem die Flugvorbereitung<br />

abgeschlossen ist, holen<br />

wir unsere Rollfreigabe ein und<br />

begeben uns auf <strong>den</strong> Weg zur Startbahn.<br />

Am Bo<strong>den</strong> reagiert der CRJ<br />

gut auf die Eingaben mittels Saitek<br />

Rudder Pedals, deutlich besser als<br />

der Vorgänger.<br />

Auf der Startbahn noch schnell<br />

die Landelichter und Strobelights<br />

angeschaltet und die Startkonfiguration<br />

überprüft. Doch bevor die<br />

Schubhebel ihren Weg nach vorne<br />

antreten, nutzen wir die Gelegenheit<br />

noch kurz, um die Maschine<br />

einmal von außen zu betrachten.<br />

Schönheit liegt ja bekanntlich im<br />

Auge des Betrachters, mir gefällt<br />

der CRJ allgemein nicht besonders.<br />

Doch im Vergleich zur älteren Version<br />

sind die Außenmodelle doch<br />

ein ganzes Stück „schöner“ gewor<strong>den</strong>,<br />

nicht mehr nur eine Röhre<br />

mit zwei Flügeln, die vorne spitz<br />

zuläuft.<br />

Zurück im Cockpit, beim Wilco<br />

CRJ sowohl als 2D-Panel als auch<br />

als 3D-Version umgesetzt, machen<br />

wir uns bereit zum Start. Das 2D-<br />

Panel ist übersichtlich, aber selbst<br />

<strong>für</strong> mich als Freund der platten Avionik<br />

irgendwie nicht ansprechend.<br />

Das 3D-Cockpit vermittelt hier<br />

schon viel mehr Atmosphäre, fast<br />

alle Schalter sind modelliert, wenn<br />

Als der Flieger die Startbahn hinun-<br />

terbeschleunigt, fällt mir etwas auf:<br />

Es ruckelt nicht. Bisher liefen iFly-<br />

& Wilco-Airbus zufrie<strong>den</strong>stellend<br />

auf meinem System, an größeren<br />

Airports kam es aller-<br />

dings hin und wieder<br />

zu leichteren Ruck-<br />

auch nicht immer funktionsfähig.<br />

Nur an <strong>den</strong> Texturen mangelt<br />

es etwas, so ist es beispielsweise<br />

schwierig, die Beschriftung des Autopiloten<br />

abzulesen, da diese recht<br />

verschwommen und verpixelt ist.<br />

Etwas gewöhnungsbedürftig, aber<br />

in der Grundidee doch recht interessant<br />

ist die Cockpitscheibe des<br />

CRJ. Die virtuelle Pilotenbrille darf<br />

man hier getrost im Etui lassen, hat<br />

Wilco doch Front- und Seitenscheiben<br />

eingefärbt. Am Anfang sind die<br />

Farben etwas gewöhnungsbedürftig<br />

bis störend, doch mit der Zeit<br />

erscheint die getrübte Sicht nach<br />

draußen schon fast als normal. Viel-<br />

leicht ein kleines bisschen übertrie-<br />

ben, <strong>den</strong>noch ein guter Ansatz.<br />

16 <strong>Flight</strong>!


Zurück Gate und nach einem mehr<br />

oder weniger „sauberen“ Shutdown<br />

der Maschine ist es Zeit ein Fazit<br />

über Wilcos neuestes Produkt zu<br />

ziehen. Der Wilco CRJ <strong>NextGen</strong><br />

ist ganz klar besser als sein unbeliebter<br />

Vorgänger, die neuen Funktionen<br />

sind einfach unersetzbar.<br />

Allerdings hat das Produkt auch<br />

die eine oder andere Macke; in Sachen<br />

Systemtiefe kann sich der Regionaljet<br />

keinesfalls mit <strong>den</strong> großen<br />

Konkurrenten oder Produkten aus<br />

dem eigenen Haus messen. Für<br />

Feierabendpiloten, die einfach einmal<br />

auf der Kurzstrecke <strong>den</strong> Alltag<br />

vergessen wollen, ist der CRJ aber<br />

durchaus eine Empfehlung wert,<br />

besonders da man nicht erst unzählige<br />

Handbücher wälzen muss, um<br />

das Flugzeug in die Luft zu kriegen.<br />

Florian Schlund<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

lern in der Bildwiederholungsrate,<br />

die jedoch zu verkraften waren.<br />

Doch der Wilco CRJ scheint es hier<br />

besser zu machen, komplett flüssig<br />

geht es also in die Lüfte. Dies mag<br />

sicherlich an der deutlich niedrigeren<br />

Systemtiefe im Vergleich zu<br />

anderen Produkten liegen, oder an<br />

<strong>den</strong> sparsamen Texturen.<br />

Vom Flugverhalten hat der Wilco<br />

CRJ im Vergleich zum Vorgänger<br />

deutlich zugelegt. Das konnte ich<br />

besonders gut feststellen, als ausgerechnet<br />

im Abflug der Autopilot<br />

nach wenigen Sekun<strong>den</strong> aussetzte<br />

und scheinbar in <strong>den</strong> Dauerstreik<br />

ging. Nachdem also die SID-Route<br />

manuell abgeflogen war, ging es<br />

auch schon wieder zurück in <strong>den</strong><br />

Anflug auf München. Der Autopilot<br />

entschied sich zum Glück doch<br />

dazu der Route aus dem FMC zu<br />

folgen und hielt <strong>den</strong> CRJ ohne Probleme<br />

auf dem Anflugpfad. Die<br />

Landung erfolgte wieder manuell,<br />

hier ließ sich der CRJ gut steuern.<br />

Wilco CRJ <strong>NextGen</strong><br />

Entwickler: Wilcopub<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Web: www.wilcopub.com<br />

Vertrieb: www.wilcopub.com<br />

Download: www.wilcopub.com<br />

Preis: 36,95 EUR<br />

Pro & Contra:<br />

FMC mit neuen Funktionen<br />

Gut <strong>für</strong> Einsteiger<br />

Texturen im Panel<br />

Autopilot mit Aussetzern<br />

Fehlende Systemtiefe<br />

Installation<br />

Flugdynamik<br />

Avionik<br />

Systemtiefe<br />

Außenmodell<br />

Steuercharakteristik<br />

Visuelles VC<br />

Frames<br />

Sound<br />

Preis/Leistung:<br />

Bewertung:<br />

7,9<br />

sehr gut<br />

9/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

www.flightm.com 17


Eiskalter Osten<br />

Aerosoft<br />

Yekaterinburg X<br />

Russland zählt paywaremäßig eher weniger zu <strong>den</strong> besser bestückten Regionen der virtuellen Welt. Schade<br />

eigentlich, wo es doch so viele schöne und interessante Plätze in dieser Region gibt. Evgeny Baturin<br />

veröffentlichte unter dem Publisher Aerosoft kürzlich <strong>den</strong> Flughafen von Jekaterinburg (so die deutsche<br />

Schreibweise) <strong>für</strong> <strong>den</strong> FS2004; Versionen <strong>für</strong> FSX und Prepar3D waren bei Redaktionsschluss angekündigt.<br />

Zeit, sich diesen Flughafen einmal näher anzusehen.<br />

SEHR GUT<br />

18 <strong>Flight</strong>!<br />

Im Test: Aerosoft Yekaterinburg X<br />

Ausgabe: Juli/August 2012<br />

www.flightm.com


FLIGHT!<br />

Review<br />

Der Flughafen Kolzowo<br />

in der Realität<br />

Der internationale Flughafen von<br />

Jekaterinburg liegt im mittleren<br />

Ural Russlands, etwa 20 Kilometer<br />

südöstlich vom Stadtzentrum<br />

gelegen. Bereits 1943 wurde er als<br />

Militärflugplatz gegründet, erste zivile<br />

Nutzungen erfolgten seit 1963.<br />

Die ansässige Fluggesellschaft Ural<br />

Airlines bedient mit ihrer reinen<br />

Airbus-Flotte gegenwärtig hauptsächlich<br />

innerrussische Ziele, international<br />

angebun<strong>den</strong> ist der<br />

Flughafen jedoch bereits seit <strong>den</strong><br />

frühen 90er Jahren mit Zielen wie<br />

Deutschland, Finnland, Großbritannien,<br />

Thailand oder Dubai.<br />

Aktuell: Kurz vor<br />

Drucktermin ist auch<br />

die FSX Version der<br />

Szenerie erschienen.<br />

Infrastrukturell hat SVX eher weniger<br />

zu bieten, seine bei<strong>den</strong> Pisten<br />

verlaufen in Ost-West-Richtung<br />

und sind knapp 2500 und 3000 Meter<br />

lang. Auch mit größerem Gerät<br />

könnte hier also prinzipiell gelandet<br />

wer<strong>den</strong>. Für <strong>den</strong> Passagiertransfer<br />

sorgen unter anderem zwei Buslinien<br />

sowie eine Anbindung an die<br />

Transsibirische Eisenbahn, die unweit<br />

der Stadt verläuft.<br />

Kauf, Installation<br />

und Handbuch<br />

Yekaterinburg X ist beispielsweise<br />

auf der hauseigenen Website von<br />

Aerosoft <strong>für</strong> knapp 18 Euro käuflich<br />

zu erwerben. Die Installation nach<br />

dem Download des 180 MB großen<br />

Installers <strong>für</strong> <strong>den</strong> FS9 funktioniert<br />

<strong>–</strong> wie von Aerosoft gewohnt <strong>–</strong> problemlos<br />

und umstandslos. Die zusätzliche<br />

Installation des oft diskutierten<br />

Launchers ist optional.<br />

Das Handbuch fällt etwas mager<br />

aus. Auf insgesamt zwölf Seiten<br />

fin<strong>den</strong> sich einige Daten zum realen<br />

Airport, die jedoch nur an<br />

der Oberfläche kratzen und nicht<br />

ins Detail gehen. Des Weiteren ist<br />

noch ein Satz Charts beigelegt.<br />

Yekaterinburg X im Flugsimulator<br />

Wer an Russland <strong>–</strong> oder genauer<br />

gesagt an das Uralgebirge <strong>–</strong> <strong>den</strong>kt,<br />

hat wahrscheinlich als Erstes kalte<br />

Temperaturen und eine Menge<br />

Schnee im Sinn. Jekaterinburgs<br />

www.flightm.com 19


harte und lange Winter mit bis zu<br />

sechs Monaten Dauer und -50 °C<br />

auf dem Thermometer sprechen da<br />

auch eindeutig <strong>für</strong> sich. Dennoch<br />

sind hier im Sommer auch Temperaturen<br />

bis zu 30 °C möglich, was<br />

die Jahresdurchschnittstemperatur<br />

von -1 °C erklärt.<br />

Beide Pisten in alle vier Betriebsrichtungen<br />

sind jeweils mit einem<br />

ILS ausgerüstet, wir entschei<strong>den</strong><br />

uns heute <strong>für</strong> einen Anflug auf die<br />

26R. Auffallend gut gelungen ist<br />

dieses Mal das Luftbild, das schon<br />

bei so vielen Entwicklerschmie<strong>den</strong><br />

kritisiert wurde. Hier ist auf <strong>den</strong> ersten<br />

Blick alles stimmig, die Optik<br />

passt und der Betrachter kann sich<br />

freuen. Dies ändert sich auch bei<br />

zunehmender Annäherung nicht<br />

und setzt sich bei <strong>den</strong> Run- und<br />

Taxiwaytexturen fort. Abnutzungsspuren<br />

sind ebenfalls dezent aufgetragen<br />

und tragen zu einem realistischen<br />

Flair und Aussehen bei.<br />

Ebenso sehr positiv überzeugt bin<br />

ich von der Modellierung der Terminals<br />

und Gebäude. Hier lassen<br />

sich Genauigkeit und Detailtreue<br />

erkennen, Glasflächen sind durchsichtig<br />

gestaltet und die Texturen<br />

sind auch hier mehr als or<strong>den</strong>tlich<br />

gelungen.<br />

Dennoch wirkt der Airport etwas<br />

leer und ausgestorben, hie und da<br />

steht zwar (schön modelliertes)<br />

Serviceequipment herum, aber<br />

vom versprochenen dynamischen<br />

Verkehr konnte ich nichts entdecken<br />

<strong>–</strong> schade! Hier wird wieder<br />

etwas beworben, das nicht vorhan<strong>den</strong><br />

ist. Landseitig sind noch weitere<br />

Gebäude sowie ein Parkplatz<br />

umgesetzt, im Großen und Ganzen<br />

gefällt mir das Gesamtbild außeror<strong>den</strong>tlich<br />

gut.<br />

Reale Daten:<br />

Name:<br />

IATA Code:<br />

ICAO Code:<br />

Höhe:<br />

Kolzowo<br />

SVX<br />

USSS<br />

233 m ASL<br />

Passagiere: 2.529.395 (2008)<br />

Luftfracht: 17.142t<br />

Flugbewegungen: 16407<br />

Start- und Landebahn:<br />

08R/26L 3025 m × 53 m<br />

08L/26R 2497 m × 45 m<br />

20 <strong>Flight</strong>!


Auch im Winter kann Yekaterinburg<br />

X überzeugen, die weißen Texturen<br />

passen sich wunderbar an das<br />

Gesamtbild an, einige Schneehäufchen<br />

bevölkern sogar die Ränder<br />

der Taxiways und auf dem Apron<br />

sind die Reifenspuren der Flugzeuge<br />

im Schnee zu sehen <strong>–</strong> sehr<br />

schön gemacht. Nachts finde ich die<br />

Verglasung etwas unschön grün<br />

geraten, dies ist aber Geschmackssache<br />

und sollte von jedem selbst<br />

beurteilt wer<strong>den</strong>. Ansonsten gibt<br />

es auch hier nichts zu meckern,<br />

das Vorfeld ist dezent und realistisch<br />

be- und nicht überleuchtet.<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Fazit<br />

Käufer von Yekaterinburg X erhalten<br />

<strong>für</strong> knapp 18 Euro ein solides<br />

und überzeugendes Produkt weit<br />

außerhalb der gewohnten Breitengrade.<br />

Russlandliebhabern kann ich<br />

diese toll designte Szenerie nur ans<br />

Herz legen und die volle Kaufempfehlung<br />

aussprechen. Für Mitteleuropaflieger<br />

und Amerikafanatiker<br />

spielt Jekaterinburg wohl eher eine<br />

kleine Rolle, <strong>den</strong>n die Flugzeit ab<br />

Deutschland beträgt immerhin gut<br />

sechs Stun<strong>den</strong>, weshalb ein Kauf in<br />

Ruhe überlegt sein sollte.<br />

Florian Venus<br />

Aerosoft Yekaterinburg X<br />

Entwickler: Evgeny Baturin<br />

Kompatibilität: FS9 / FSX & P3D ausstehend<br />

Web: www.aerosoft.com<br />

Vertrieb: Aerosoft<br />

Download: FS9: 180 MB<br />

Preis: 17,95 EUR<br />

Pro & Contra:<br />

überzeugendes Gesamtbild<br />

endlich mal ein scharfes Luftbild<br />

tolle Modellierung der Gebäude<br />

viele kleine Eyecatcher<br />

kein dynamischer Verkehr, obwohl auf der<br />

Website beworben<br />

Bewertung:<br />

8,0<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

Preis/Leistung:<br />

sehr gut<br />

www.flightm.com 21


Höhenrausch Teil 1:<br />

Fliegen im autonomen Gebiet Tibet<br />

Skysoft Lhasa-Gonggar<br />

Meine (virtuelle) fliegerische Karriere begann ich als Grundschulkind<br />

noch auf dem FS2000 <strong>–</strong> im Gegensatz zu manch anderen Urgesteinen ist<br />

das nicht sonderlich lange her, <strong>den</strong>noch gibt es auf meiner imaginären<br />

Landkarte voller Stecknadeln mit Flughäfen, die ich schon angeflogen<br />

habe, noch viele weiße Flecken. Eine dieser unbereisten Gegen<strong>den</strong> ist<br />

das autonome Gebiet Tibet. Mitten im mystischen Himalaya gelegen,<br />

blieb mir die fliegerische Gegenwart dieses Hochlands bis vor kurzem<br />

verborgen. Skysoft veröffentlichte kürzlich die Version 2012 des Flughafens<br />

Lhasa-Gonggar in Tibets Hauptstadt, dieser wer<strong>den</strong> wir uns<br />

nun widmen.<br />

Lhasa-Gonggar in<br />

der Realität<br />

Rund 45 Kilometer südlich der<br />

Hauptstadt Lhasa gelegen, war der<br />

Flughafen nicht immer allzu einfach<br />

zu erreichen. Rund 100 Kilometer<br />

mussten Reisende auf einer<br />

gebirgigen Straße zurücklegen, um<br />

von der Innenstadt bis zum Airport<br />

zu gelangen. Dieser Umstand besserte<br />

sich erst, als <strong>für</strong> umgerechnet<br />

175 Millionen US-Dollar eine etwa<br />

halb so lange Straße gebaut wurde,<br />

auf der sich die Fahrzeit von andert-<br />

halb Stun<strong>den</strong> auf in etwa die Hälfte<br />

reduzierte. Für <strong>den</strong> internationalen<br />

Luftverkehr ist Lhasa eher uninteressant,<br />

die einzigen Verbindungen<br />

bestehen nach China und Nepal <strong>–</strong><br />

immerhin ist der Flughafen mit seiner<br />

4000 Meter langen Hauptlandebahn<br />

zumindest theoretisch in der<br />

Lage, Flugzeuge größeren Kalibers<br />

aufzunehmen. Neben der angesprochenen<br />

Piste besteht noch eine<br />

250 Meter kürzere Parallelbahn, die<br />

heute jedoch nur noch als Rollweg<br />

benutzt wird.<br />

Kauf, Installation<br />

und Handbuch<br />

Besucher Tibets können die Szenerie<br />

beispielsweise bei simMarket<br />

<strong>für</strong> knapp 19 € erstehen, im Gegenzug<br />

erhält man eine 76 MB große<br />

Installationsdatei, welche ausschließlich<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> FS9 ausgelegt<br />

ist. Käufer des Skysoft-Produkts<br />

„Linzhi Milin Airport“ erhalten<br />

eine Upgrademöglichkeit <strong>für</strong> 8,99<br />

€; wer beide Produkte zusammen<br />

kauft, muss lediglich 12,49 € pro<br />

Version bezahlen. Wie üblich gibt<br />

es hier nach simMarket-Manier keine<br />

Probleme, ebenso ist die Installation<br />

unaufwändig und schnell,<br />

es wird lediglich die Eingabe eines<br />

Keys verlangt. Ebenso hat der Kunde<br />

die Möglichkeit, fotorealistische<br />

Bo<strong>den</strong>texturen zu installieren, falls<br />

er das möchte.<br />

22 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

Das Handbuch ist relativ unspektakulär<br />

und bietet zweisprachig (Chinesisch<br />

und Englisch) dem Leser<br />

auf sieben Seiten einige Informationen<br />

über <strong>den</strong> realen Flughafen sowie<br />

einige Flughafencharts.<br />

Virtuelle Höhenluft<br />

Das Besondere an ZULS, so der<br />

ICAO Code, ist, dass er mit knapp<br />

3600 Metern über dem Meeresspiegel<br />

zu einem der höchstgelegenen<br />

Flughäfen der Welt gehört. Hieraus<br />

resultieren natürlich die bekannten<br />

Performanceprobleme, die auch<br />

durch die 4000 Meter lange Piste bei<br />

hohen Temperaturen nur teilweise<br />

ausgeglichen wer<strong>den</strong> können.<br />

Im Anflug auf die 09L fallen als<br />

Erstes die fotorealistischen Bo<strong>den</strong>texturen<br />

auf. Diese en<strong>den</strong> leider<br />

abrupt und stören somit das<br />

Gesamtbild enorm, ebenso ist die<br />

Qualität eher unterdurchschnittlich.<br />

Dies merkt man vor allem<br />

in geringeren Höhen, hier fängt<br />

der Bo<strong>den</strong> schon or<strong>den</strong>tlich an zu<br />

verwaschen. Bei der fotorealen<br />

Untergrundtapete des Flughafens<br />

selbst ist dies zwar auch anzumerken,<br />

jedoch in einem geringeren<br />

Ausmaß als bei der Umgebung.<br />

Bei der Gestaltung der Run- und<br />

Taxiways hingegen lässt sich nicht<br />

allzu viel bemängeln, hier und da<br />

sind die Markierungen bei nahem<br />

Heranzoomen etwas unscharf, im<br />

Großen und Ganzen überwiegt<br />

www.flightm.com 23


hier jedoch eine Qualität, die man<br />

von einer Payware-Szenerie auf<br />

diesem Preisniveau erwarten darf.<br />

Die Modellierung der Terminals<br />

und Gebäude ist größtenteils<br />

überzeugend, hier findet man<br />

keine groben Schnitzer und das<br />

Gesamtbild ist durchaus schön<br />

anzusehen. Genauso wie die Texturierung<br />

der Gebäude ist diese<br />

zwar nicht auf Topniveau, <strong>den</strong>noch<br />

würde ich beides als ausreichend<br />

und akzeptabel bezeichnen.<br />

Was mir an einem Flughafen immer<br />

wichtig ist, sind auf je<strong>den</strong> Fall<br />

die Dynamik und ein gewisser<br />

Wow-Effekt, der mir das Add-on<br />

in Erinnerung behält. Beides kann<br />

ich bei Lhasa nicht unbedingt entdecken,<br />

zwar gibt es hier und da<br />

viele Servicefahrzeuge und Flughafenequipment,<br />

jedoch sind diese<br />

größtenteils sehr eckig modelliert<br />

und stehen auch nur bewegungslos<br />

am Vorfeld herum. Hier habe ich<br />

natürlich hohe Erwartungen, aber<br />

angesichts des Kaufpreises und des<br />

heutigen Stands des Möglichen sind<br />

diese meiner Meinung nach auch<br />

völlig berechtigt. Landseitig bietet<br />

der Flughafen noch einige Gebäude<br />

und Werbeplakate, jedoch stört<br />

auch hier das ziemlich unscharfe<br />

Luftbild das Gesamtbild deutlich.<br />

Wen<strong>den</strong> wir uns nun <strong>den</strong> Nachttexturen<br />

zu. Wintertexturen sind<br />

nicht mit im Paket enthalten, dies<br />

mag jedoch eventuell auch mit realen<br />

Begebenheiten zusammenhängen.<br />

Bei Dunkelheit sticht der<br />

Flughafen sehr aus der Umgebung<br />

heraus, die umliegende fotoreale<br />

Tapete wurde nicht mit Nachttexturen<br />

versehen und bleibt deshalb<br />

einfach dunkel. Ob dies damit zusammenhängt,<br />

dass das Gebiet in<br />

der Realität nicht bewohnt ist, kann<br />

ich leider nicht beurteilen. Die Vorfeldbeleuchtung<br />

wirkt <strong>für</strong> mich an<br />

manchen Stellen zu extrem, dies ist<br />

aber Ansichtssache und wird nicht<br />

als störend empfun<strong>den</strong>. Anzumer-<br />

24 <strong>Flight</strong>!


ken ist allerdings, dass das Terminal<br />

nahezu dunkel bleibt und unbeleuchtet<br />

wirkt. Beim Rollen am<br />

Bo<strong>den</strong> ist nachts Vorsicht geboten,<br />

<strong>den</strong>n die Taxiways sind nur spärlich<br />

beleuchtet und der Runway fehlt die<br />

Centerline-Befeuerung, dies mag<br />

indes ebenfalls durchaus real sein.<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Fazit<br />

Lhasa-Gonggar von Skysoft ist <strong>für</strong><br />

mich ein solides Produkt der Mittelklasse,<br />

das jedoch nicht in allen<br />

Bereichen überzeugend herüberkommt.<br />

Besonders die angesprochene<br />

Luftbildproblematik stört<br />

das Gesamtbild und wäre besser<br />

lösbar gewesen, auch wenn dieses<br />

ohnehin nur freiwillig zur Installation<br />

steht. Grobe Schnitzer gibt<br />

es allerdings keine, lediglich einige<br />

optische Unschönheiten wie zum<br />

Beispiel die Verbindungsstraße, die<br />

plötzlich im Berg endet.<br />

Freunde Tibets und virtuelle Piloten,<br />

die gerne mal etwas Abwechslung<br />

mögen, dürfen bei<br />

ZULS zugreifen <strong>–</strong> <strong>für</strong> alle anderen<br />

wird sich dieses Produkt eher nicht<br />

lohnen.<br />

Skysoft Lhasa-Gonggar<br />

Entwickler: Skysoft<br />

Kompatibilität: FS9<br />

Vertrieb: Simmarket<br />

Web: www.skysoftsimulation.com<br />

Download: 76 MB<br />

Preis: 19,03 EUR<br />

Pro & Contra:<br />

Interessante und anspruchsvolle Umgebung<br />

Modellierung auf annehmbaren Niveau<br />

unscharfes, abrupt en<strong>den</strong>des Luftbild<br />

Keine Dynamik<br />

teilweise eckige Detailmodellierung<br />

Bewertung:<br />

6,4<br />

Florian Venus<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

7/10<br />

7/10<br />

4/10<br />

7/10<br />

6/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

5/10<br />

6/10<br />

Preis/Leistung:<br />

mangelhaft<br />

www.flightm.com 25


Freeware<br />

Langstrecke gefällig?<br />

Auf nach Brunei<br />

Als ich eine E-Mail mit dem Auftrag bekam, ein Review über diese<br />

Freeware zu schreiben, wollte ich sie zuerst löschen. Im Betreff stand<br />

„Kostenlos ins reiche Sultanat Brunei“ und ich vermutete, dass mich<br />

ein reicher Scheich dazu einla<strong>den</strong> will, mein hart erspartes Geld in ihn<br />

und seine Geschäfte zu investieren. Aber nein, es handelt sich um eine<br />

neue Freeware, die uns in das Sultanat entführt.<br />

Brunei Airport in real<br />

Brunei liegt nahe Vietnam und<br />

Singapur und ist ein recht kleiner<br />

Staat. Am nordöstlichen Zipfel<br />

des Landes, fast direkt am Meer,<br />

liegt der internationale Flughafen<br />

Bruneis, der Lapangan Terbang<br />

Antarabangsa Brunei, in Kurzform<br />

auch Brunei International Airport<br />

genannt. Der ICAO-Code lautet<br />

WBSB, der IATA-Code BWN. Drei<br />

Terminals besitzt der Flughafen,<br />

eines <strong>für</strong> Passagiere, das bis zu 2<br />

Millionen im Jahr abfertigen kann,<br />

eines <strong>für</strong> Fracht mit einer Kapazität<br />

von 50.000 Tonnen im Jahr und ein<br />

besonderes Terminal <strong>für</strong> seine Majestät,<br />

<strong>den</strong> Sultan von Brunei. Die<br />

Jets starten und lan<strong>den</strong> auf einer<br />

3650 Meter langen Bahn, allerdings<br />

nicht direkt aus Deutschland.<br />

Eine Erweiterung des Cargoterminals<br />

und des Passagierterminals soll<br />

2013 fertiggestellt wer<strong>den</strong>. Bis 2020<br />

soll ein ganz neues Passagierterminal<br />

entstehen.<br />

26 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

Verbindungsmöglichkeiten bestehen<br />

via London, Singapur, Dubai<br />

oder Hongkong, bedient von Royal<br />

Brunei Airlines und von Singapore<br />

Airlines. Von Brunei besteht<br />

die Möglichkeit, nach ganz Asien,<br />

Ostafrika und Australien zu fliegen.<br />

Installation<br />

Die Installation ist keine Hexerei<br />

<strong>–</strong> einfach in <strong>den</strong> Add-on-Scenery-<br />

Ordner schieben und aktivieren.<br />

Im Handbuch wer<strong>den</strong> noch Hinweise<br />

<strong>für</strong> die Einstellungen gegeben.<br />

Damit man auf dem Flughafen<br />

überhaupt Gebäude sieht, muss die<br />

Szenerienkomplexität im FSX entweder<br />

auf sehr dicht oder extrem<br />

dicht stehen. Ob dadurch die Ablaufgeschwindigkeit<br />

stark beeinflusst<br />

wird, klären wir später.<br />

Kein Geld zu investieren?<br />

Nachdem ich von dem leckeren Essen<br />

beim Scheich zurückgekehrt<br />

bin und festgestellt habe, dass es<br />

sich nicht wirklich lohnen würde,<br />

mein Geld hier zu investieren,<br />

steige ich virtuell zurück in <strong>den</strong><br />

Flieger, <strong>den</strong>n immerhin spendiert<br />

mir der Herrscher noch einen kleinen<br />

Urlaub in dem Sultanat, daher<br />

schaue ich es mir zuerst einmal virtuell<br />

aus der Luft an.<br />

Auf dem Flughafen gibt es drei<br />

Vorfelder, passend zu <strong>den</strong> drei Terminals.<br />

Das größte von allen liegt<br />

am Terminal, das die Gäste zu Gesicht<br />

bekommen, hier gibt es ein<br />

www.flightm.com 27


großes Hauptgebäude und einen<br />

Anbau mit <strong>den</strong> Gates 6, 7 und 8.<br />

Das Terminal ist sternförmig erbaut,<br />

der Anbau kastenförmig. Einige<br />

Außengates gibt es auch, gut<br />

beleuchtet von vielen Lichtmasten.<br />

Am Ende des Aprons stehen der Tower<br />

und eine Feuerwache, die offen<br />

gestaltet ist und sehr gut aussieht.<br />

Leicht versetzt auf der anderen<br />

Seite des Runways ist offensichtlich<br />

der Frachtbereich positioniert,<br />

hier stehen zwei recht große Hallen.<br />

Leider wird hier die betonierte<br />

Fläche nur durch das Luftbild angedeutet,<br />

eine durch Texturen bedeckte<br />

Fläche fehlt. Das gleiche<br />

Bild zeigt sich bei fast allen Hallen,<br />

die zu dem Flughafen gehören. Ein<br />

Taxiway führt in die Richtung dieser,<br />

auf dem Luftbild ist auch eine<br />

Fläche davor zu erkennen, ein im<br />

FS einprogrammierter Apron fehlt<br />

allerdings. Anders ist es bei einer<br />

kleineren Fläche neben dem Hauptgebäude,<br />

hier stehen zwei Hangars<br />

und zwei Hallen neben ein paar Abstellplätzen,<br />

vermutlich das Privatterminal<br />

des Scheichs. Leider fehlt<br />

auch dort <strong>–</strong> wenn man dem Luftbild<br />

traut <strong>–</strong> ein Gebäude am Rand<br />

des Flughafens, obwohl ich <strong>den</strong> FSX<br />

auf <strong>den</strong> höchsten Einstellungen<br />

laufen habe. Sonst passen die Gebäude<br />

und das Layout allerdings<br />

zu dem Luftbild, ich konnte keine<br />

weiteren Fehler fin<strong>den</strong>. Ansonsten<br />

ist das Luftbild vergleichbar mit <strong>den</strong>en<br />

von VFR Germany, eine recht<br />

große Fläche wird abgedeckt, eine<br />

kleine Platzrunde lässt sich fliegen,<br />

ohne das Gebiet zu verlassen.<br />

Die Texturen sind nicht die Crème<br />

de la Crème, aber auch kein Matsch.<br />

Sie unterschei<strong>den</strong> sich ebenfalls<br />

von Gebäude zu Gebäude, was relativ<br />

schade ist. An <strong>den</strong> Hauptgebäu<strong>den</strong><br />

sind sie relativ gut, wirken<br />

<strong>den</strong>noch plastisch. Viele Objekte<br />

wie Hallen sind auch einfach nur<br />

die Standardobjekte des FSX, daher<br />

kann man dort von <strong>den</strong> Texturen<br />

auch nicht zu viel erwarten.<br />

Da<strong>für</strong> lässt die Objektdichte nichts<br />

zu wünschen übrig, ein dichter Palmenwald<br />

um <strong>den</strong> Flughafen wird<br />

gut dargestellt, die Zufahrtsstraße<br />

28 <strong>Flight</strong>!


dazwischen lässt sich kaum erkennen.<br />

Und diese beeinträchtigen<br />

die Frames kaum, auch wenn der<br />

FSX auf höchsten Einstellungen<br />

läuft und nicht nur auf dem Flughafengelände<br />

viele Objekte stehen,<br />

durchgängig limitierte 30 Bilder in<br />

der Sekunde, ohne einen Ruckler.<br />

Auch in der Nacht das gleiche Bild:<br />

Kein Stocken, die Nachttexturen<br />

sind gut, allerdings wirkt mir das<br />

Luftbild zu gelblich und jede Lichtquelle<br />

zu blau, seien es Lampen auf<br />

dem Vorfeld oder die Beleuchtung<br />

der Gebäude. Die Texturen halten<br />

ihre Qualität, wirken aber immer<br />

noch plastisch.<br />

Fazit<br />

Insgesamt hat der französische Entwickler<br />

Christoph Bouville eine<br />

souveräne Arbeit geleistet; es gibt<br />

deutlich bessere oder schlechtere<br />

Freeware-Szenerien, diese hier ist<br />

gutes Mittelmaß. Die Texturen sind<br />

relativ gut, das Luftbild auch. Ein<br />

stimmiges Gesamtbild wurde abgeliefert.<br />

Für Fans von Fernost oder<br />

Langstreckenflügen ist es sicherlich<br />

die eine oder andere Reise wert, vor<br />

allem da Asien free -und paywaretechnisch<br />

sowieso eher dünn besiedelt<br />

ist.<br />

Max Mertznisch<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Brunei<br />

Entwickler: Christoph Bouville<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Webseite: Avsim<br />

Download: flightm.com , 21 MB<br />

Downloadcode: bru0812<br />

Preis: Freeware<br />

www.flightm.com 29


Freeware<br />

Willkommen zurück im Land des Lächelns. Nachdem wir uns bereits<br />

in einer der letzten Ausgaben nach Thailand begeben und die<br />

Insel Koh Samui mit ihrem doch exotischen Airport besucht haben,<br />

verschlägt es uns in dieser Ausgabe in <strong>den</strong> touristisch nicht so sehr<br />

erschlossenen und noch sehr ursprünglichen Nor<strong>den</strong>. Genauer in die<br />

Stadt Chiang Mai, die auch als das „Tor des Nor<strong>den</strong>s“ bezeichnet wird.<br />

Die bereits <strong>für</strong> ihre umfangreichen FS2004-Szenerien bekannte Gruppe<br />

„Thaiflight“ hat nun eine erste FSX-Version des Flughafens von<br />

Chiang Mai veröffentlicht.<br />

Gut 70 Minuten dauert der<br />

Flug von der Landeshauptstadt<br />

Bangkok Richtung Nor<strong>den</strong><br />

nach Chiang Mai. Über 3 Millionen<br />

Passagiere fertigt der Flughafen<br />

pro Jahr ab. Neben einer 3100 Meter<br />

langen Start- und Landebahn<br />

stehen <strong>den</strong> Flugzeugen fünf Fluggastbrücken<br />

zur Verfügung. Platzhirsch<br />

ist Thai Airways, die nach<br />

Chiang Mai das gesamte Repertoire<br />

ihrer Flotte von der Boeing 737-400<br />

über <strong>den</strong> Airbus A300 bis zur Boeing<br />

777-300 einsetzt. Ebenso stark<br />

vertreten sind Bangkok Airways<br />

und Nok Air in Chiang Mai. Thai<br />

Air Asia betreibt am Airport einen<br />

kleinen Hub. Aber auch etliche<br />

ausländische Airlines lan<strong>den</strong> regelmäßig<br />

in Chiang Mai. Nach der<br />

temporären Schließung des Flughafens<br />

Bangkok Suvarnabhumi im<br />

Jahr 2008 diente der Airport von<br />

Chiang Mai <strong>für</strong> China Airlines als<br />

Ausweichlandeplatz auf ihren Flügen<br />

von Europa nach Taipei. Ebenso<br />

nutze Swiss <strong>den</strong> Airport als Ausweichflughafen<br />

auf ihren Flügen<br />

von Zürich nach Singapur.<br />

Die Szenerie ist zurzeit nur über<br />

das Forum von Thaiflight zu beziehen.<br />

Die Installation ist <strong>den</strong>kbar<br />

30 <strong>Flight</strong>!


Anflug die rund um <strong>den</strong> Flughafen<br />

führen<strong>den</strong> Straßen zu erkennen.<br />

Hat man <strong>den</strong> FSX-eigenen Straßenverkehr<br />

aktiviert, wird auf diesen<br />

Straßen auch richtig Leben zu sehen<br />

sein. Nach der Landung wird<br />

dem Piloten sehr positiv die gut leserliche<br />

Beschilderung des Airports<br />

auffallen. Ebenso weisen die fotorealen<br />

Bo<strong>den</strong>texturen reale Abnutzungsspuren<br />

auf, dies gilt auch <strong>für</strong><br />

die gelben Führungslinien. Sämtliche<br />

Navigationseinrichtungen am<br />

Airport von Chiang Mai sind in 3D<br />

platziert wor<strong>den</strong> und sind teilweise<br />

animiert, was zum sehr stimmigen<br />

Gesamtbild weiter beiträgt. Den<br />

neuen und alten Teil des Terminals<br />

erkennt man beispielsweise<br />

sehr gut an verschie<strong>den</strong>en Gates<br />

und Rampen. Daneben sind noch<br />

verschie<strong>den</strong>e Fracht- und Technikgebäude<br />

am Airport vorhan<strong>den</strong>.<br />

Insgesamt stehen dem virtuellen<br />

Piloten fünf Gates zur Verfügung.<br />

Die Texturen aller Gebäude sind<br />

sehr vorbildlich und auch noch von<br />

Nahem sehr scharf. Lediglich ein<br />

paar Servicefahrzeuge fehlen zum<br />

hundertprozentig stimmigen Gesamtbild<br />

auf dem Vorfeld. Auch an<br />

die Landseite wurde gedacht; vor<br />

dem Terminal ist der Parkplatz gut<br />

gefüllt und feine künstlich angelegte<br />

Seen mit aktiven Springbrunnen<br />

sind zu erkennen.<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

einfach <strong>–</strong> <strong>den</strong> Ordner einfach in <strong>den</strong><br />

Add-on-Szenerie-Ordner des FSX<br />

kopieren und die Szenerie manuell<br />

anmel<strong>den</strong>.<br />

Für meinen Besuch in Chiang Mai<br />

wähle ich mir eine Boeing 747-200<br />

der Thai aus und werde mich dem<br />

Nor<strong>den</strong> von Thailand von Bangkok<br />

kommend nähern. Der Anflug auf<br />

Chiang Mai läuft parallel zu einer<br />

Bergkette. Schön zu erkennen sind<br />

die fotorealen Bo<strong>den</strong>texturen, die<br />

dieser Szenerie beigefügt wur<strong>den</strong>.<br />

Diese fügen sich sehr gut in die<br />

Standardwelt des FSX ein und die<br />

Übergänge sind sehr weich. Neben<br />

dem Airport wurde auch die direkte<br />

Umgebung angepasst, Autogenobjekte<br />

wur<strong>den</strong> neu gesetzt sowie<br />

Tempelanlagen mit ihren typischen<br />

gol<strong>den</strong>en Dächern und Spitzen in<br />

die virtuelle Welt hinzugefügt. Hotels<br />

und Teile der alten Stadtmauer<br />

sowie rauchende Schornsteine<br />

sind ebenfalls zu erkennen. Eine<br />

eigene Landclass-Datei passt die<br />

Ausmaße der Stadt und der durch<br />

sie hindurchfließen<strong>den</strong> Flüsse sehr<br />

stimmig an. Ebenso sind bereits im<br />

www.flightm.com 31


Rund um <strong>den</strong> Flughafen sind riesige<br />

Werbetafeln angebracht wor<strong>den</strong>,<br />

die unter anderem dem thailändischen<br />

Präsi<strong>den</strong>ten huldigen.<br />

Beim Anflug auf Chiang Mai sollte<br />

der virtuelle Pilot allerdings ganz<br />

genau auf <strong>den</strong> richtigen Anflugwinkel<br />

und die Höhe achten. Denn in<br />

Richtung Landebahn 18 liegt gleich<br />

hinter der Landebahnschwelle und<br />

dem Flughafenzaun eine Mautstation<br />

und beim Anflug auf die<br />

Landebahn 36 liegt gleich hinter<br />

der Schwelle und dem Zaun ein<br />

Supermarktzentrum. Egal aus welcher<br />

Richtung man seine Landung<br />

beginnt: Wer zu tief fliegt, riskiert<br />

eine Kollision, bestenfalls fegt es<br />

die Dächer vom Supermarkt oder<br />

der Mautstation ab.<br />

Wirklich sehr akkurat wurde beim<br />

AFCAD, das <strong>den</strong> virtuellen Verkehr<br />

regelt, gearbeitet. Die AI-Flugzeuge<br />

rollen perfekt auf <strong>den</strong> Führungslinien<br />

auf dem Vorfeld. Ebenso gut<br />

wurde bei <strong>den</strong> Unterstellboxen <strong>für</strong><br />

die Flugzeuge der General Aviation<br />

gearbeitet. Piper, Cessna und Co.<br />

parken perfekt in diesen Boxen.<br />

Zusammenfassend kann ich <strong>den</strong><br />

Airport von Chiang Mai uneingeschränkt<br />

empfehlen. Hier bekommt<br />

der virtuelle Pilot ein tolles Produkt<br />

mit viel Flair eines thailändischen<br />

Airports in Paywarequalität als<br />

Freeware. Unbedingt zugreifen!<br />

Chiang Mai<br />

Entwickler: TIC- Thaiflight<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Web: www.thaiflight.com/mach/modules.<br />

php?name=Forums&file=viewtopic&t=50313<br />

Vertrieb: 89 MB Downloadlink im Forum von<br />

Thailflight bzw. in deren Downloadbereich<br />

Preis: Freeware<br />

Pro & Contra:<br />

Airport und Umgebung umgesetzt<br />

landestypische Servicefahrzeuge<br />

Liebe zum Detail<br />

Christoph Schipke<br />

32 <strong>Flight</strong>!


Review<br />

Nehmen Sie in diesem Sommer Kurs auf die Aerosoft<br />

Geheimtipps und erleben Sie viele spannende und<br />

herausfordernde Flüge!<br />

FLIGHT!<br />

Mit etwa 6,5 Millionen Fluggästen ist er<br />

der sechstgrößte Flughafen des Landes und<br />

dient als Werksflughafen <strong>für</strong> Airbus und ATR.<br />

Der Toulouse-Blagnac Airport ist geprägt von<br />

einigen historischen Momenten der Luftfahrt.<br />

Preis: 19,99 €.<br />

Der Flughafen fasziniert mit einem der<br />

schönsten Anflüge der Welt. Anflüge auf die<br />

01 führen über <strong>den</strong> malerischen Luganer<br />

See, der besonders durch die neuen Reflektionen<br />

und Schattenberechnungen in X-Plane<br />

10 Global einen atemberauben<strong>den</strong> Anflug<br />

verspricht. Preis: 19,99 €.<br />

Das vorliegende Buch vermittelt<br />

die wichtigsten Grundlagen <strong>für</strong><br />

einen erfolgreichen Einstieg in<br />

<strong>den</strong> Flugsimulator X-Plane 10.<br />

Sie lernen dabei alle relevanten<br />

Programmfunktionen kennen,<br />

damit bei <strong>den</strong> ersten Flugstun<strong>den</strong><br />

kein Frust aufkommt.<br />

Preis: 24,80 €.<br />

In Kürze können Sie auch <strong>den</strong> Airport<br />

Amsterdam in einer noch nie da gewesenen<br />

Qualität ansteuern. Der internationale<br />

Flughafen der Stadt Amsterdam in <strong>den</strong><br />

Niederlan<strong>den</strong> zählt zu <strong>den</strong> bedeutendsten<br />

Flughäfen Europas. Preis: 25,99 €.<br />

Der Flughafen Zürich ist der größte Flughafen<br />

der Schweiz und liegt etwa 13 km nördlich<br />

vom Zentrum der Stadt Zürich entfernt.<br />

Der Flughafen verfügt über drei Start- und<br />

Landebahnen, von <strong>den</strong>en sich zwei kreuzen.<br />

Preis: 25,99 € .<br />

www.xplane10.de<br />

www.aerosoft.de<br />

www.flightm.com 33


Willkommen auf der Sonnenseite<br />

Phuket<br />

Das Land des Lächelns und der Elefanten beschäftigt uns auch in dieser<br />

Ausgabe. Thailand scheint es aktuell <strong>den</strong> Entwicklern sehr angetan<br />

zu haben. Kaum ein Airport dieses Landes ist bisher nicht <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

aktuellen Flugsimulator umgesetzt wor<strong>den</strong>. Nachdem wir uns in <strong>den</strong><br />

letzten Ausgaben bereits mit <strong>den</strong> teils sehr exotischen Airports befasst<br />

haben, folgt in dieser Ausgabe das Tor zu Asiens südlichen Ferienhochburgen.<br />

Genauer verschlägt es uns nach Thailand.<br />

Die Jungs von „A_A Sceneries“<br />

waren mal wieder aktiv und<br />

haben <strong>den</strong> zweitwichtigsten Airport<br />

des Landes <strong>–</strong> Phuket International<br />

<strong>–</strong> <strong>für</strong> <strong>den</strong> FSX in gewohnt<br />

guter Qualität umgesetzt. Kaufen<br />

kann man das neuste Werk im sim-<br />

Market zum Preis von 14,28 Euro.<br />

Dort sind auch etliche Bilder und<br />

sogar eine Videopräsentation des<br />

Produkts vorhan<strong>den</strong>. Weitere Informationen<br />

liefert auch die Facebook-Seite<br />

der Entwickler. Der<br />

Download ist mit 23 MB angenehm<br />

klein, was aber in keiner Art und<br />

Weise auf die Qualität der Szenerie<br />

schließen lässt. Neu ist, dass die<br />

Szenerie bei simMarket online aktiviert<br />

wer<strong>den</strong> muss, was bei unserer<br />

Version auch gleich nicht funktionierte.<br />

Doch hier sei die vorbildliche<br />

und schnelle Hilfe von sim-<br />

Market lobend erwähnt, und dass<br />

wir nicht die Einzigen mit diesem<br />

Problem waren, zeigen zahlreiche<br />

Facebook-Einträge. Ein erstes Update<br />

ist auch bereits erschienen und<br />

wird beim Kauf der Szenerie gleich<br />

mitgeliefert. Es behebt einige klei-<br />

34 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

ne Textur- und Landschaftsfehler<br />

der Szenerie und fügt <strong>für</strong> alle Hubschrauberpiloten<br />

noch einen Hubschrauberlandeplatz<br />

in der Nähe<br />

des Airports (ca. 5 Kilometer entfernt)<br />

samt Hangarhallen und Serviceequipment<br />

hinzu.<br />

Nach erfolgreicher Installation ist<br />

die Szenerie bereits automatisch<br />

hinzugefügt wor<strong>den</strong> und Phuket<br />

International im FSX ist ab sofort<br />

einsatzbereit. Doch bevor wir uns<br />

die Umsetzung von Phuket genauer<br />

anschauen, erst einmal ein<br />

paar Fakten zum Airport. Phuket<br />

verfügt über eine 3000 x 45 Meter<br />

lange Start- und Landebahn, auf ihr<br />

wird der aufmerksame Pilot Flugzeugtypen<br />

von der Saab 340 bis hin<br />

zur Boeing 747-400 und 777-300 antreffen.<br />

Die Abfertigungsgebäude<br />

erstrecken sich über zwei Terminals,<br />

Terminal 1 wird rein <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

nationalen Verkehr benutzt, während<br />

sich alle internationalen Fluggesellschaften<br />

im Terminal 2 befin<strong>den</strong>.<br />

Betrieben von der „Airport<br />

of Thailand“-Gesellschaft fertigte<br />

Phuket 2011 gut 8,5 Millionen Passagiere<br />

ab und ist damit der zweitwichtigste<br />

Airport in Thailand. Von<br />

Deutschland aus fliegt nur noch<br />

Condor nonstop und saisonbedingt<br />

nach Phuket, die bisher ebenfalls<br />

nonstop durchgeführten Flüge der<br />

Air Berlin wer<strong>den</strong> seit der Beteiligung<br />

der Ethiad via Abu Dhabi<br />

geführt beziehungsweise wur<strong>den</strong><br />

ganz eingestellt. Ansonsten ist am<br />

Airport so ziemlich alles vertreten,<br />

was in dieser Region Rang und<br />

Namen hat. Allen voran Thai Airways,<br />

gefolgt von Bangkok Airways<br />

sowie Thai Air Asia, Orient Thai,<br />

Singapore Airlines, Transaero und<br />

vielen weiteren. Doch schauen wir<br />

uns nun die Umsetzung im FSX genauer<br />

an.<br />

Der Flughafen ist mit einer fotorealen<br />

Bo<strong>den</strong>textur und einem angepasstem<br />

Höhenmodell ausgestattet.<br />

Die Küstenlinien der gesamten<br />

Insel sind vom Designer ebenfalls<br />

www.flightm.com 35


an die der Realität angepasst wor<strong>den</strong>.<br />

Besonders der lange Strandabschnitt<br />

am Airport ist phänomenal<br />

umgesetzt wor<strong>den</strong>. Tiefweißer<br />

Strand und ein blau-grünliches<br />

Wasser, auf dem genüsslich die<br />

Wellen dem Strand entgegenrollen,<br />

bieten dem virtuellen Piloten eine<br />

unglaublich stimmige Umgebung.<br />

Schon im Anflug fällt auf, dass sich<br />

Phuket gut in die Umgebung einfügt<br />

und von dichter Bewaldung<br />

umgeben ist. Je nachdem, von welcher<br />

Himmelsrichtung man <strong>den</strong><br />

Anflug auf Phuket beginnt, ist man<br />

kurz vor dem Aufsetzen gezwungen<br />

tief über einen gut sichtbaren<br />

Strandabschnitt zu fliegen. Einige<br />

Leser wer<strong>den</strong> sich jetzt sicher an etliche<br />

Bilder aus dem Netz erinnern,<br />

die von diesem Strand aus gemacht<br />

wur<strong>den</strong>. Bereits beim Ausrollen<br />

meiner Maschine auf der Landebahn<br />

fällt auf, dass die Beschilderung<br />

wieder sehr gut gelungen ist,<br />

die Schilder sind in 3D angefertigt<br />

und bereits von weitem gut lesbar.<br />

Der Tower von Phuket thront etwas<br />

abseits auf einem Berg. Von<br />

hier haben die Losten beste Sicht<br />

auf das Vorfeld und die an- und<br />

abfliegen<strong>den</strong> Maschinen. Diese<br />

Besonderheit von Phuket ist auch<br />

in der FSX-Umsetzung sehr gut gelungen.<br />

Die Form des dargestellten<br />

Bergs ist nach Abgleich mit realen<br />

Bildern sehr stimmig. Dass die verwendeten<br />

Texturen an <strong>den</strong> Gebäu<strong>den</strong><br />

zum größten Teil fotoreal sind,<br />

dürfte <strong>den</strong> meisten aufmerksamen<br />

Lesern und Kun<strong>den</strong> von „AA Sceneries“<br />

bereits klar sein. Am Terminal<br />

2 <strong>–</strong> dem internationalen <strong>–</strong> angekommen,<br />

schwenke ich auf meine<br />

36 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

Parkposition direkt am Terminal<br />

ein, eine digitale Dockinghilfe registriert<br />

mich sofort und startet ihren<br />

Dienst, sehr akkurat komme<br />

ich am Terminal zum Stehen. Nun<br />

hat der Käufer von Phuket die Qual<br />

der Wahl. Wahlweise kann er mit<br />

STRG + J die Gates zum Leben erwecken<br />

und an das Flugzeug andocken<br />

lassen. Es liegen aber im Ordner<br />

von Phuket auch bgl-Dateien<br />

bereit, die die Gates rein statisch<br />

in der Szenerie darstellen lassen.<br />

Wie man die Gates von statisch in<br />

dynamisch und umgekehrt ändert,<br />

ist umfassend im kurz und bündig<br />

gehaltenen Handbuch in englischer<br />

Sprache vermerkt. Weiterhin wurde<br />

mit der aktuellen Version des<br />

Tools AES auch Phuket in die Liste<br />

der zu unterstützen<strong>den</strong> Airports<br />

aufgenommen. Auch das Servicetool<br />

GSX vom FSDreamTeam funktioniert<br />

in Phuket ohne Probleme.<br />

Besonderen Wert legen die Entwickler<br />

auf an die Realität angepasste<br />

Servicefahrzeuge vor Ort.<br />

Hier wird nicht etwa auf Standardfahrzeuge<br />

zurückgegriffen, sondern<br />

<strong>für</strong> jede Szenerie wer<strong>den</strong> individuelle<br />

und in der Realität vor Ort<br />

anzutreffende Fahrzeuge erstellt.<br />

Es versteht sich von selbst, dass<br />

diese dann auch die fotorealen Texturen<br />

der realen Vorbilder tragen.<br />

In der Nachbildung von Phuket ist<br />

alles an Servicefahrzeugen vertreten,<br />

was zum Abfertigen eines Flugzeugs<br />

benötigt wird. Von Cateringfahrzeugen<br />

und Gepäckfahrzeugen<br />

über Vorfeldbusse bis hin zu Cargoloadern<br />

und Treppenfahrzeugen ist<br />

alles in ausreichender Zahl vorhan<strong>den</strong><br />

und das nicht nur statisch, sondern<br />

auch in ausreichender Form<br />

dynamisch. Dies trägt deutlich<br />

zur Betriebsamkeit des Airports<br />

bei. Doch auch auf der Landseite<br />

haben die Entwickler gute Arbeit<br />

geleistet: Straßen, Straßenschilder,<br />

Zufahrten zu <strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>en<br />

Eben, Schranken etc. <strong>–</strong> alles wurde<br />

sehr gut umgesetzt. Selbst auf die<br />

so typischen großen Werbeplakate<br />

mit original thailändischer Werbung<br />

wurde nicht verzichtet. Der<br />

Parkplatz wird von unzähligen Autos,<br />

die typisch <strong>für</strong> Asien und Thailand<br />

sind, bevölkert, ebenso fehlt es<br />

nicht an Touristenbussen, die ihre<br />

Gäste in die unzähligen Resorts in<br />

der Umgebung transportieren.<br />

Die Autogenobjekte in der direkten<br />

Umgebung wur<strong>den</strong> ebenfalls angepasst<br />

und neu platziert. Hier wird<br />

der virtuelle Pilot jetzt landestypische<br />

Häuser vorfin<strong>den</strong>. Des Weiteren<br />

haben die Designer unzählige<br />

neue Bäume rund um <strong>den</strong> Airport<br />

gesetzt, die sich sogar teilweise im<br />

Wind bewegen, und wer genau hin-<br />

www.flightm.com 37


schaut, wird hie und da auch Vögel<br />

fliegen sehen. Dadurch wird auch<br />

die dichte Bewaldung wie in der Realität<br />

in der Umgebung im FSX sehr<br />

gut dargestellt. Wer jetzt glaubt,<br />

dass durch die vielen Objekte in der<br />

Umgebung die Bildwiederholungsrate<br />

einbricht, der irrt. Hier konnte<br />

kein Einbruch verzeichnet wer<strong>den</strong>,<br />

Phuket läuft sehr flüssig. 3D-Gras<br />

auf <strong>den</strong> Grünflächen des Airports<br />

rundet das gute Gesamtbild ab.<br />

Diese Szenerie von „AA Sceneries“<br />

kann dem virtuellen Piloten und<br />

Asienfreund wärmstens empfohlen<br />

wer<strong>den</strong>. Phuket bietet nicht nur<br />

dem Langstreckenpiloten eine tolle<br />

Destination. Auch Kurzstreckenpiloten<br />

kommen hier auf ihre Kosten,<br />

<strong>den</strong>n die asiatischen Zentren wie<br />

Bangkok, Kuala Lumpur (ist bei<br />

„AA Sceneries“ in der Entwicklung)<br />

und Singapur sind nur wenige Flugstun<strong>den</strong><br />

entfernt. Fotoreale Texturen<br />

am Bo<strong>den</strong> und an <strong>den</strong> Gebäu<strong>den</strong>,<br />

die akkurate Platzierung aller<br />

Objekte, landestypische Fahrzeuge,<br />

3D-Gras, gute 3D-Beschilderung,<br />

die dynamische Szenerie und vieles<br />

mehr tragen zu einem extrem stimmigen<br />

Gesamtbild bei. Wer Thailand<br />

und Asien kennt, wird <strong>den</strong><br />

hohen Wiedererkennungswert von<br />

Phuket im FSX begrüßen und sich<br />

hier wirklich wohlfühlen.<br />

Christoph Schipke<br />

Phuket<br />

Entwickler: A_A Sceneries<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Download: www.simmarket.com<br />

Preis: 14,28 Euro<br />

Pro & Contra:<br />

ganze Insel wird aufgewertet<br />

perfekte Umsetzung des Airports Phuket mit tollen<br />

fotorealen Bo<strong>den</strong>texturen<br />

Scharfes Luftbild<br />

landestypische Servicefahrzeuge<br />

Liebe zum Detail<br />

Bewertung:<br />

7,6<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

8/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

6/10<br />

Preis/Leistung:<br />

gut<br />

38 <strong>Flight</strong>!


Freeware<br />

Hetzleser Berg<br />

Die Perle bei Erlangen<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Auf einem Höhenrücken nur wenige Kilometer nördlich von Nürnberg<br />

liegt der kleine, aber feine Sonderlandeplatz Hetzleser Berg.<br />

Dieser trägt <strong>den</strong> ICAO-Code EDQX und wurde jetzt von Andreas Jennerwein<br />

umgesetzt, der in unserem Forum auch unter dem Namen<br />

„Anderl“ bekannt ist. Den kostenlosen Download fin<strong>den</strong> Sie auf unserer<br />

Website.<br />

Der Flugplatz in der<br />

Realität<br />

Der Platz wird von <strong>den</strong> Fliegerclubs<br />

Nürnberg und Erlangen betrieben.<br />

Er verfügt über eine 538 Meter lange<br />

und 7 Meter breite Asphaltpiste,<br />

auf der Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge<br />

und Motorflugzeuge mit<br />

einem maximalen Gewicht von<br />

2000 Kilogramm starten dürfen.<br />

Schwer zu fin<strong>den</strong> ist die Szenerie<br />

nicht, sie liegt nämlich direkt auf<br />

einer Lichtung auf einem Bergrücken.<br />

Falls diese Infos noch nicht<br />

reichen: Das Erlangen VOR liegt<br />

nur eine Meile nordwestlich des Geländes,<br />

sogar innerhalb der Platzrunde.<br />

Auf dem Flughafen gibt es<br />

einen Hangar mit Kapazitäten <strong>für</strong><br />

bis zu 14 Flugzeuge, auch existiert<br />

eine große Hütte, das „Frauenhaus“,<br />

wo übernachtet und gekocht<br />

wer<strong>den</strong> kann.<br />

Installation und<br />

Handbuch<br />

Der Ordner muss zuerst entpackt<br />

wer<strong>den</strong>, dann kann man diesen<br />

in die Szenerienbibliothek schieben.<br />

Ebenso kommt ein Readme<br />

auf Deutsch und Englisch auf <strong>den</strong><br />

PC, in diesem wird noch einmal<br />

die Installation beschrieben und<br />

nützliche Tipps gegeben. Für eine<br />

richtige Darstellung muss die Mes-<br />

Download: www.flightm.com/downloads<br />

Code: BERG0812<br />

www.flightm.com 39


hauflösung unbedingt auf 1 Meter<br />

gestellt wer<strong>den</strong>. Falls Probleme auftreten,<br />

wird noch ein Patch mitgeliefert.<br />

Auf in <strong>den</strong> Segler<br />

Um einen Überblick über <strong>den</strong> Platz<br />

zu bekommen, schnappe ich mir<br />

<strong>den</strong> Discus von Aerosoft und hebe<br />

mittels Win<strong>den</strong>start ab. Um nicht<br />

erst eine Thermik suchen zu müssen,<br />

fahre ich <strong>den</strong> kleinen Motor<br />

aus und drehe ein paar Platzrun<strong>den</strong>.<br />

Aus der Luft ist der Unterschied<br />

zwischen dem verhältnismäßig<br />

großen Luftbild und <strong>den</strong> Standardtexturen<br />

kaum zu erkennen. Auch<br />

passt sich der Flughafen gut in das<br />

Gelände ein, was auch daran liegen<br />

könnte, dass Andreas das Gelände<br />

etwas angepasst hat. Nach einer geglückten<br />

Landung, bei der man auf<br />

bei<strong>den</strong> Seiten verdächtig nah an die<br />

Baumwipfel kommt, steige ich aus<br />

und erkundige <strong>den</strong> Flugplatz genauer.<br />

Was sofort auffällt, sind die<br />

toll platzierten und modellierten<br />

Objekte. Diese verfügen auch über<br />

scharfe Texturen, was alles perfekt<br />

macht. Danach nähere ich mich<br />

dem Hangar, die Texturen der<br />

Halle sind zweidimensional aufgetragen.<br />

Die Lage im Hang wurde<br />

sehr gut simuliert, die Rückseite<br />

des Hangars liegt auf einem Fundament,<br />

das etwa einen Meter höher<br />

liegt als der Hang. Auf dem Vorfeld,<br />

das man eher als Wiese bezeichnen<br />

könnte, stehen noch einige Anhänger<br />

<strong>für</strong> Segelflieger und Autos, wie<br />

auch auf einem Parkplatz vor <strong>den</strong><br />

zwei Hangars. Auch diese sehen<br />

wieder sehr gut aus und sind detailreich.<br />

Ebenso der Tower.<br />

Generell überzeugt mich der Detailreichtum<br />

am Platz. Vor <strong>den</strong> Hallen<br />

stehen Tische und Bänke, vom<br />

Tower zieht sich ein Zaun in Richtung<br />

eines kleinen Gartens. Viel<br />

mehr gibt es allerdings auch nicht<br />

zu sehen.<br />

40 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

Fazit<br />

Ich würde mir wünschen, dass<br />

Andreas Jennerwein mal größere<br />

Plätze umsetzen würde, da die kleinen<br />

Plätze, die er umgesetzt hat,<br />

eine großartige Qualität haben, vor<br />

allem in Anbetracht der Tatsache,<br />

dass sie kostenlos erhältlich sind.<br />

Es ist auf je<strong>den</strong> Fall die Zeit wert,<br />

sich die Szenerie anzuschauen und<br />

seinen Spaß an ihr zu haben. Klare<br />

Downloadempfehlung!<br />

Max Mertznich<br />

Hetzleser Berg<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Download: www.flightm.com/downloads<br />

Downloadcode: BERG0812<br />

Preis: Freeware<br />

Pro & Contra:<br />

Große Detailgenauigkeit<br />

Tolle Modellierung und Texturen<br />

Scharfes Luftbild<br />

www.flightm.com 41


Foto: Daniel Kleef


Fliegen unter der Sonne<br />

Südamerikas Teil 2:<br />

LatinVFR Montevideo Carrasco Intl<br />

Vor kurzer Zeit haben wir Ihnen ja bereits <strong>den</strong> Flughafen Caracas aus<br />

dem Hause LatinVFR vorgestellt, der in unserem Test recht passabel<br />

abschnitt. Während wir noch Lob und Kritik <strong>für</strong> SVMI sammelten,<br />

veröffentlichte die bekannte Entwicklertruppe bereits Ende Mai ihr<br />

neues Werk. Geografisch bleiben wir in Südamerika, fliegen jedoch<br />

südlich einmal über Brasilien hinweg, um schließlich auf dem Flughafen<br />

Carrasco der uruguayischen Hauptstadt Montevideo zu lan<strong>den</strong>.<br />

Der Aeropuerto Internacional<br />

de Carrasco<br />

in der Realität<br />

Der Name sagt es bereits: In Uruguay<br />

wird Spanisch gesprochen. Ebenso<br />

spanisch kommt es einem vor,<br />

wenn der als „wichtigste Flughafen<br />

des Landes“ deklarierte Airport<br />

gerade einmal 1,2 Millionen Passagiere<br />

im Jahr abfertigt. Dennoch<br />

befindet er sich im Ranking des US-<br />

Reiseportals Frommer’s unter <strong>den</strong><br />

besten zehn Flughäfen der Welt.<br />

Mit seinen zwei aktiven Pisten und<br />

dem 2009 eröffneten neuen Terminal<br />

besitzt MVD jedoch eine Kapazität<br />

von drei bis vier Millionen Passagieren<br />

pro Jahr und ist demnach<br />

weiter wachstumsfähig. Carrasco<br />

beheimatet unter anderem die heimische<br />

Fluglinie PLUNA und ist<br />

von Europa aus lediglich mit Iberia<br />

ab Madrid zu erreichen. Weitere<br />

Verbindungen existieren beispielsweise<br />

nach Buenos Aires, Panama<br />

City, Lima oder Miami.<br />

44 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

Kauf, Installation<br />

und Handbuch<br />

Der Kauf geschieht einmal mehr<br />

problemlos über simMarket und<br />

schlägt mit knapp 18 Euro <strong>für</strong> beide<br />

Versionen zu Buche. Ebenso<br />

einfach ist die Installation, die wie<br />

gewohnt lediglich die Eingabe der<br />

E-Mail-Adresse und des Registrierungsschlüssels<br />

erfordert. Das<br />

Handbuch ist wenig auffällig, beschreibt<br />

nüchtern auf zehn Seiten<br />

<strong>den</strong> realen Flughafen und gibt weiterhin<br />

Tipps <strong>für</strong> das virtuelle Fliegen.<br />

Positiv anzumerken ist, dass<br />

zusätzlich noch ein dreizehnseitiges<br />

Chartpackage beiliegt.<br />

Das virtuelle Montevideo<br />

Montevideo verfügt über zwei Instrumentenanflugsysteme,<br />

eines<br />

in Richtung 24 und eines in Richtung<br />

19. Wir bekommen heute die<br />

längere der bei<strong>den</strong> Pisten zugeteilt<br />

und planen <strong>den</strong> Anflug auf <strong>den</strong><br />

Hauptstadtairport. Bereits im Final<br />

ist die Fototapete auffallend, die<br />

großzügig um <strong>den</strong> Flughafen angesiedelt<br />

wurde. Leider sieht man die<br />

Abgrenzung zur Standardszenerie<br />

recht deutlich, sowohl farblich als<br />

auch durch <strong>den</strong> abrupten Übergang.<br />

Je mehr man sich dem Bo<strong>den</strong><br />

nähert, desto verwaschener und<br />

verschwommener wird das Luftbild.<br />

Hier wäre noch einiges mehr<br />

möglich gewesen. Kurz vor dem<br />

Aufsetzen überfliegen wir noch<br />

die schön modellierte Landebahnbefeuerung<br />

und wer<strong>den</strong> von nun<br />

an auch mit schöneren Texturen<br />

verwöhnt <strong>–</strong> zumindest sehen die<br />

Run- und Taxiways deutlich besser<br />

aus als der Grünteil des Flughafens.<br />

www.flightm.com 45


Dies gilt auch <strong>für</strong> die Markierungen<br />

und Beschilderungen, hier gibt es<br />

nichts zu meckern. Erbsenzählern<br />

wer<strong>den</strong> jedoch Kleinigkeiten auffallen,<br />

die PAPI-Lichter beispielsweise<br />

schweben frei einige Meter<br />

neben ihrem Gehäuse.<br />

Die Modellierung der Terminals<br />

und Gebäude ist solide und anschaulich,<br />

aber auch unspektakulär<br />

und ohne Überraschungen. Bei<br />

der Texturierung hingegen wären<br />

meiner Meinung nach noch Verbesserungen<br />

möglich gewesen, so wirken<br />

beispielsweise die Glasflächen<br />

nicht gänzlich realistisch und eher<br />

wie eine blaue Wand. Auf <strong>den</strong> Parkpositionen<br />

fin<strong>den</strong> sich kleine Details<br />

wie Verschmutzungen und herumstehendes<br />

Serviceequipment,<br />

die <strong>den</strong> Betrachter zwar durchaus<br />

erfreuen, aber <strong>den</strong> langweiligen<br />

Gesamteindruck <strong>den</strong>noch nicht<br />

vollständig überdecken können.<br />

Fehlender dynamischer Verkehr<br />

sowohl land- als auch airportseitig<br />

erzeugen einfach eine gewisse Leblosigkeit,<br />

was ich sehr schade finde.<br />

Nachts ist Montevideo etwas<br />

schwierig zu fin<strong>den</strong>, dies nicht zuletzt<br />

aufgrund der fehlen<strong>den</strong> Mittellinienbefeuerung<br />

auf <strong>den</strong> Pisten.<br />

Die Taxiways besitzen ebenfalls<br />

nur Edge-Beleuchtungen und lassen<br />

das Rollen zu einer Herausforderung<br />

<strong>für</strong> sich wer<strong>den</strong>. Die Aprons<br />

wirken dezent beleuchtet und heben<br />

sich vom restlichen Flughafen<br />

ab, der nahezu in der Dunkelheit<br />

verschwindet. Die landseitige<br />

Nachtbeleuchtung sieht nahe dem<br />

neuen Terminal ziemlich komisch<br />

aus, irgendwie erinnert es mich<br />

an Farbspiele und moderne Kunst,<br />

aber keinesfalls an eine Nachtbeleuchtung<br />

eines Flughafens.<br />

46 <strong>Flight</strong>!


Reale Daten:<br />

Name:<br />

IATA Code:<br />

ICAO Code:<br />

Aeropuerto Internacional de Carrasco<br />

MVD<br />

SUMU<br />

Review<br />

Höhe:<br />

32 m ASL<br />

Passagiere: 1.102.299 (2006)<br />

Luftfracht: 24.459 t (2006)<br />

FLIGHT!<br />

Flugbewegungen: 19.457 (2006)<br />

Start- und Landebahn: 01/19 2250 m × 45 m<br />

06/24 3200 m × 45 m<br />

LatinVFR Montevideo Carrasco Intl SUMU<br />

Fazit<br />

LatinVFR Montevideo ist ein größtenteils<br />

solides und anschauliches<br />

Produkt, mit dem jeder Südamerikafreund<br />

auf seine Kosten kommt.<br />

Bis auf die teilweise unstimmige<br />

Nachtbeleuchtung und das verbesserungswürdige<br />

Luftbild gibt es<br />

nur Kleinigkeiten, an <strong>den</strong>en ich etwas<br />

auszusetzen habe. Etwas Dynamik<br />

hätte dem Flughafen sicherlich<br />

gut getan, im Allgemeinen wirkt er<br />

so aber eher brachliegend und sogar<br />

etwas öde. Dennoch: Wer dem<br />

Alltagseuropa einmal virtuell entfliehen<br />

will, macht zwar bei einem<br />

Kauf der Szenerie nichts falsch, darf<br />

aber auch keine Wunder erwarten.<br />

Florian Venus<br />

Entwickler: LatinVFR<br />

Web: www.latinvfr.com<br />

Vertrieb: Simmarket<br />

Download: FS9: 64 MB, FSX: 288 MB<br />

Preis: 19,03 EUR<br />

Pro & Contra:<br />

netter Gesamteindruck<br />

schöne Texturierung der Run- und Taxiways<br />

ein weiterer „weißer Fleck“ weniger<br />

Luftbild unscharf<br />

kleinere Ungereimtheiten<br />

Nachtbeleuchtung teilweise unstimmig<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

Bewertung:<br />

7,3<br />

8/10<br />

7/10<br />

5/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

Preis/Leistung:<br />

ausreichend<br />

www.flightm.com 47


Zwischen Meer und Vulkan<br />

Teneriffa Süd<br />

Es ist ein typisch kalter und verregneter Tag außerhalb des wohlig<br />

warmen Büros. Doch plötzlich dringt ein altbekanntes Lied ins Hörzentrum.<br />

Ist es? Ja definitiv, es ist „Ab in <strong>den</strong> Sü<strong>den</strong>“ von Buddy. Sofort<br />

befindet man sich am Strand samt Cocktail und verspürt das Rauschen<br />

des Meeres, allerdings leider nur im Kopfkino. Nach guten drei Minuten<br />

befindet man sich wieder am Bo<strong>den</strong> der Realität, doch der Gedanke<br />

an <strong>den</strong> Sü<strong>den</strong> lässt nicht los. Ein Grund mehr sich genau dahin zu<br />

begeben - wenn auch virtuell - so hat doch Simbreeze eine Umsetzung<br />

des Aeropuerto de Tenerife Sur Reina Sofia, zu Deutsch Teneriffa Süd<br />

(ICAO: GCTS, IATA: TFS) veröffentlicht, welche <strong>den</strong> gesamten besagten<br />

Flughafen abdeckt. Doch dazu später mehr.<br />

Der Flughafen Teneriffa Süd<br />

liegt, wie der Name schon<br />

sagt, im südlichen Teil der Insel.<br />

Neben Teneriffa Nord ist dieser<br />

der zweite Flughafen der Kanarischen<br />

Insel, die zugleich mit 80<br />

Kilometern Länge und 50 Kilometern<br />

Breite auch die größte Insel der<br />

Kanaren bildet. Entstan<strong>den</strong> ist diese<br />

Insel durch die hohe vulkanische<br />

Aktivität vor etwa 12 Millionen Jahren.<br />

Heute ist der Vulkan in der In-<br />

48 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

selmitte jedoch erloschen und ragt<br />

mit seinen 3718 Metern als höchster<br />

Berg Spaniens empor. Geografisch<br />

liegen die Kanarischen Inseln bereits<br />

auf dem afrikanischen Kontinent,<br />

was natürlich auch eine<br />

längere Flugzeit mit sich bringt.<br />

So ist Teneriffa rund 1300 Kilometern<br />

vom spanischen Festland entfernt.<br />

Mit durchschnittlich nur 30<br />

Regentagen pro Jahr erfreut sich<br />

die Urlaubsinsel über einen starken<br />

Zustrom der Touristen, von <strong>den</strong>en<br />

etwa 5 Millionen pro Jahr auf diese<br />

Insel pilgern. Nicht schlecht <strong>für</strong><br />

eine Insel dieser Größe. Demnach<br />

muss natürlich auch der Flughafen<br />

ausgestattet sein. Doch nun tauchen<br />

wir in die virtuelle Welt ein<br />

und wer<strong>den</strong> sehen was uns bei dieser<br />

Szenerie erwartet.<br />

Erstmals benötigen wir die besagte<br />

Szenerie, welche bei SimMarket als<br />

Download erworben wer<strong>den</strong> kann.<br />

Der knapp 27MB große Installer<br />

kommt mit einer Breitbandanbindung<br />

dementsprechend schnell auf<br />

<strong>den</strong> heimischen Rechner. Gleich darauf<br />

erhält man die Registrierungsdaten<br />

zur Aktivierung der Szenerie,<br />

wo<strong>für</strong> allerdings eine aktive Internetverbindung<br />

vorausgesetzt ist.<br />

Die Installation erfolgt reibungslos,<br />

auch das FSX-Verzeichnis wird automatisch<br />

erkannt und ausgewählt.<br />

Nach Abschluss der Installation erfolgt<br />

die erste Bestandsaufnahme<br />

und zugleich die erste Ernüchterung.<br />

Bis auf die bereits installierte<br />

Szenerie herrscht gähnende Leere.<br />

Weder ein Handbuch noch die erforderlichen<br />

Charts hat der Entwickler<br />

Simbreeze beigelegt, hier<br />

muss man selbst auf Suche im Internet<br />

gehen. Umso größer die Freude,<br />

dass die Szenerie bereits im FSX<br />

angemeldet ist und nicht per Hand<br />

hinzugefügt wer<strong>den</strong> muss.<br />

www.flightm.com 49


Los geht’s: Wir starten unseren<br />

kleinen Übersichtsrundlug auf<br />

einem der Gates mit Passagierbrücke,<br />

dank GSX wird unser parkender<br />

Airbus getankt und bela<strong>den</strong>.<br />

Aerosoft´s AES wird zum Zeitpunkt<br />

des Tests noch nicht unterstützt.<br />

Neben uns stehen noch weitere<br />

AI-Flugzeuge, <strong>den</strong>n Simbreeze<br />

hat auch an eine Implementierung<br />

von AI-Traffic AddOns gedacht. Die<br />

Texturen sind leider etwas missraten,<br />

so sind wir doch schon besseres<br />

gewohnt. Durch die schlechte<br />

Auflösung wirkt alles ein wenig<br />

pixelig und unreal. Dies zieht sich<br />

durch das gesamte Flughafenareal,<br />

welches neben der 3200 Meter langen<br />

Runway auch noch das Terminal<br />

<strong>für</strong> Passagiere und Fracht sowie<br />

<strong>den</strong> gesamten Vorfeldbereich inklusive<br />

dem General Aviation Terminal<br />

umfasst. Das Vorfeld wirkt durch<br />

Abriebsspuren sehr authentisch,<br />

jedoch wiederholen sich diese auf<br />

jedem Parkfeld. Hinter dem Terminal<br />

befin<strong>den</strong> sich noch Parkplätze,<br />

das Treibstofflager auf einer Anhöhe<br />

und eine Tankstelle. Speziell<br />

der hintere Bereich fällt durch die<br />

vielen, von Hand platzieren Autos<br />

und Busse auf. Ansonsten befin<strong>den</strong><br />

sich auf dem kargen Flughafenareal<br />

wie auch in der Realität lediglich<br />

ein paar Palmen und Bäume. Die<br />

Gebirgsauflösung entspricht nicht<br />

ganz dem Original und das beigefügte<br />

Luftbild ist aus Sicht der aktuellen<br />

Standards verbesserungswürdig.<br />

Aus etwas größerer Höhe mag<br />

dies <strong>den</strong>noch halbwegs attraktiv<br />

wirken, spätestens bei der Landung<br />

wird einem allerdings klar, sofern<br />

es nicht Nacht ist, hier ist definitiv<br />

kein Hauch von einem hochaufgelösten<br />

Luftbild zu spüren. Wer<br />

eine Freeware-Fotoszenerie oder<br />

beispielsweise UltimateTerrainX<br />

benutzt wird feststellen, dass sich<br />

das mitgelieferte Luftbild nahezu<br />

perfekt eingliedert. Wer diese<br />

jedoch nicht besitzen sollte, dem<br />

wird lediglich Wüstensand geboten,<br />

<strong>den</strong>n mehr als das Flughafenareal<br />

samt dahinterliegendem<br />

Parkplatz wurde nicht umgesetzt.<br />

Die Nachtbeleuchtung am Vorfeld<br />

kann sich da<strong>für</strong> sehen lassen. Diese<br />

wurde wirklich detailgetreu umgesetzt<br />

und jeder Leuchtmast enthält<br />

mehrere Lichtquellen die auf das<br />

Vorfeld gerichtet sind. Die Runwaybefeuerung<br />

ist hingegen etwas<br />

dürftig. Auf unserem Testrechner<br />

50 <strong>Flight</strong>!


konnte man diese auch mit abgeschalteten<br />

enb-Mod nur schwer<br />

erkennen. Wer AddOns wie REX<br />

oder ähnliches benutzt kann hierbei<br />

allerdings Abhilfe schaffen. Der<br />

Parkbereich sowie die Tankstelle<br />

wer<strong>den</strong> ebenfalls beleuchtet. Dies<br />

erweckt dann doch ein wenig <strong>den</strong><br />

Eindruck als bemühe man sich um<br />

Realität.<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Mit der Payware-Szenerie von Simbreeze<br />

wurde eine große Lücke<br />

unter <strong>den</strong> FSX-AddOns geschlossen.<br />

Die Umsetzung besitzt Potential,<br />

welches allerdings noch deutlich<br />

besser ausgeschöpft wer<strong>den</strong><br />

könnte. Häufig lassen sich kleine<br />

Fehler fin<strong>den</strong> <strong>–</strong> <strong>für</strong> 17,33 € hätte<br />

man sicherlich mehr erwarten dürfen.<br />

Wehrmutstropfen ist die gute<br />

Performance der Szenerie. Diese<br />

ist nicht wesentlich schlechter als<br />

die der Default Szenerie. In Verbin-<br />

dung mit einer Freeware Fotoszenerie<br />

ist der Airport wirklich. Für<br />

eingefleischte Kanaren-Liebhaber<br />

ist dieser Flughafen ein Muss in der<br />

Szeneriebibliothek und als einzige<br />

TFS-Umsetzung und mit <strong>den</strong> nötigen<br />

AddOns auch klar eine Empfehlung<br />

wert.<br />

Nicolas Hoffmann<br />

Simbreeze Tenerife South<br />

Entwickler: Simbreeze<br />

Vertrieb: simbreeze.de<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Download: simmarket.com<br />

Preis: 17,33 EUR<br />

Reale Daten:<br />

Name:<br />

IATA Code:<br />

ICAO Code:<br />

Aeropuerto de Tenerife Sur Reina Sofia<br />

TFS<br />

GCTS<br />

Pro & Contra:<br />

Erste Umsetzung von GCTS <strong>für</strong> <strong>den</strong> FSX<br />

Gute Performance<br />

GSX kompatibel<br />

Implementierung von AI-Traffic<br />

Mit Freeware kombinierbar<br />

Kein Handbuch bzw. Charts<br />

Unscharfes Luftbild<br />

Runwaybeleuchtung zu schwach<br />

Teils unscharfe und verpixelte Texturen<br />

Keine Umgebungsdetails<br />

Höhe:<br />

64m über Meer<br />

Betreiber:<br />

AENA<br />

Passagiere: 8656480<br />

Luftfracht: 4878<br />

Flugbewegungen: 58093<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Bewertung:<br />

6,0<br />

8/10<br />

5/10<br />

4/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

2/10<br />

7/10<br />

Start- und Landebahn:<br />

Beton 3200m x 45m<br />

Preis/Leistung:<br />

mangelhaft<br />

www.flightm.com 51


Die Bucht des Scheichs<br />

Sharm El-Sheikh 2012<br />

Hitze, Meer, wüstenähnliche Umgebung und eine Menge Tourismus.<br />

Sharm El-Sheikh ist eines der zahlreichen Urlaubsgebiete in Nordafrika,<br />

die sich beständiger Zufrie<strong>den</strong>heit der europäischen Touristen erfreuen.<br />

Mitte Juli veröffentlichten die <strong>Flight</strong>Sim Development Group<br />

(FSDG) und 29Palms ihre Umsetzung des internationalen Flughafens.<br />

Sharm El-Sheikh in<br />

der Realität<br />

An der Südspitze der Sinai-Halbinsel<br />

gelegen bietet das ehemalige<br />

Fischerdörfchen Sharm El-Sheikh<br />

Touristen ganzjährig warme Temperaturen.<br />

Der Flughafen selbst<br />

war ursprünglich ein Luftwaffenstützpunkt<br />

Israels und liegt heute<br />

mit jährlich über sieben Millionen<br />

abgefertigten Passagieren auf<br />

Platz zwei der größten Flughäfen<br />

Ägyptens. Der Abfertigung dienen<br />

zwei Pisten zu je knapp 3100 Metern<br />

Länge, von <strong>den</strong>en aber nur die<br />

Hauptbetriebspiste 04L über ein<br />

ILS verfügt, sowie zwei Terminals.<br />

Verbindungen bestehen innerägyptisch<br />

nach Kairo, Luxor und Alexandria<br />

sowie im Charterverkehr<br />

nach ganz Europa, beispielsweise<br />

auch nach Deutschland mit Air Berlin<br />

oder TUIfly.<br />

Kauf, Installation<br />

und Handbuch<br />

17,95€ wer<strong>den</strong> vom Konto des Käufers<br />

auf der Website von Aerosoft<br />

<strong>für</strong> Sharm El-Sheikh 2012 abgebucht,<br />

die Produktseite wirbt unter<br />

anderem mit einer komplexen Szenerie,<br />

fotorealistischen Bo<strong>den</strong>texturen<br />

und revolutionärer Nachtbeleuchtung.<br />

Die Installation erfolgt<br />

wie gewohnt problemlos, der Aerosoft<br />

Launcher wird optional mitgeliefert.<br />

Das Handbuch beschreibt nüchtern<br />

auf lediglich neun Seiten einige<br />

Details zum Airport, Charts oder<br />

dergleichen sind nicht enthalten -<br />

es wird lediglich darauf verwiesen<br />

dass diese frei im Internet zu Verfügung<br />

stehen.<br />

Virtuelle Bucht<br />

des Scheichs<br />

Nach meinem realen Besuch<br />

2008 auf der Sinai-Halbinsel warte<br />

ich bereits seit längerer Zeit<br />

auf diese Szenerie und installierte<br />

sie mit großer Vorfreude<br />

auf das, was mich erwartet.<br />

Nach fünf Stun<strong>den</strong> Flug nähern wir<br />

uns dem Zielort und bereiten die<br />

Landung auf der Piste 04L vor. Urlaubsflair<br />

kommt im Anflug noch<br />

nicht auf, zumindest nicht in der<br />

FS2004 Version. Im Gegensatz zur<br />

FSX Variante gibt es hier weder ein<br />

Luftbild noch Autogenobjekte. Sehr<br />

schade, was wäre ein Tourismusgebiet<br />

ohne Hotels? Mit diversen Freewaresceneries<br />

oder Ground Envi-<br />

52 <strong>Flight</strong>!


onment Pro kann man sich aber<br />

notfalls auch selbst versorgen, zumindest<br />

was das Autogen betrifft.<br />

Das am Flughafengelände beginnende<br />

Luftbild ist unspektakulär<br />

und mittelmäßig bis durchschnittlich,<br />

leider fehlt auch hier die oftmals<br />

bemängelnde Schärfe. Die<br />

Texturen der Run- und Taxiways<br />

sind okay, wirken jedoch teilweise<br />

künstlich und etwas unrealistisch.<br />

Wirklich gut hingegen gefallen<br />

mir die Beschilderung und die modellierte<br />

Randbefeuerung der Rollwege,<br />

diese wirken authentisch und<br />

lockern <strong>den</strong> Flughafen etwas auf.<br />

Die Modellierung der Gebäude<br />

wirkt zeitgemäß und meist schön,<br />

lediglich die Palmen auf der Landseite<br />

stechen eher negativ ins<br />

Auge. Allgemein gefällt mir der<br />

öffentliche Bereich <strong>den</strong>noch gut,<br />

Parkplätze und Zufahrtsstraßen<br />

sind ansehlich modelliert und machen<br />

die Szenerie interessant. Bei<br />

<strong>den</strong> Texturen besteht teilweise<br />

noch Verbesserungsbedarf, einige<br />

sehen noch zu comicartig aus,<br />

an anderen Stellen können sie jedoch<br />

überzeugen und vermitteln<br />

ein realistisches Bild der Gebäude.<br />

Ein weiterer Kritikpunkt ist die<br />

Leblosigkeit. AES Lite hätte dem<br />

Flughafen sehr gut getan, leider<br />

wirkt hier alles relativ ausgestorben<br />

und langweilig. Hier und da stehen<br />

zwar ein paar Fahrzeuge herum,<br />

aber die Dynamik fehlt einfach.<br />

auch hier halte ich nichts <strong>für</strong> revolutionär.<br />

Die Landseite ist ebenfalls<br />

beleuchtet und macht einen realistischen<br />

Eindruck.<br />

Fazit<br />

Schade - hier wäre wieder mal<br />

mehr möglich gewesen. Teilweise<br />

überzeugt Sharm El-Sheikh 2012,<br />

teilweise bin ich etwas enttäuscht.<br />

FS2004 Nutzer bekommen <strong>für</strong> 18<br />

Euro gerade einmal <strong>den</strong> Airport,<br />

Sharm El-Sheikh 2012<br />

Entwickler: FSDG / 29Palms<br />

Kompatibilität: FS9 / FSX<br />

Vertrieb: Aerosoft<br />

Web: www.aerosoft.com<br />

Download: FS9: 113 MB, FSX: 267 MB<br />

Preis: 17,95 EUR<br />

Pro & Contra:<br />

schöner Gesamteindruck<br />

zeitgemäße Modellierung<br />

teilweise unstimmige Texturierung<br />

triste Umgebung in der FS2004 Version<br />

keine Dynamik<br />

FSX Nutzer haben wenigstens noch<br />

ein Umgebungsluftbild und Hotelanlagen.<br />

Die Texturierung ist teilweise<br />

okay, teilweise unter Standardniveau,<br />

da<strong>für</strong> kann aber die<br />

Modellierung überzeugen.<br />

Als ein Must-Have würde ich die<br />

Szenerie nicht bezeichnen, Ägypten<br />

Fans wer<strong>den</strong> jedoch auf ihre<br />

Kosten kommen.<br />

Florian Venus<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Nachts verwandelt sich der Airport<br />

in ein beleuchtetes, großes etwas,<br />

das aus der Dunkelheit der Wüste<br />

und der spärlich erhellten Umgebung<br />

heraussticht. Von der revolutionären<br />

Technik <strong>für</strong> die Nachtbeleuchtung<br />

konnte ich nichts<br />

entdecken, es sei <strong>den</strong>n es ist damit<br />

der Apron gemeint, der irgendwie<br />

wirkt als würde er auf wundersame<br />

Weise von selbst ein bisschen leuchten.<br />

Die 3D-Effekte an <strong>den</strong> Flutlichtern<br />

sind nett anzusehen, aber<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

Preis/Leistung:<br />

Bewertung:<br />

6,6<br />

mangelhaft<br />

8/10<br />

6/10<br />

5/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

6/10<br />

www.flightm.com 53


AeroflyFS<br />

und die Rückkehr einer Bergziege<br />

Der neue Flugsimulator<br />

Diese Bergziege werde wohl ich sein, schon seit ich <strong>den</strong>ken kann, bin<br />

ich ein Bergwanderer und Bergliebhaber. Falls du <strong>den</strong>kst, hier ein<br />

normales Review über einen Flugsimulator zu lesen, <strong>den</strong>k nochmal<br />

nach. Vielleicht sollte ich dir erzählen, dass ich die Schweiz als das<br />

Land meiner Jugend betrachte, je<strong>den</strong> Sommerurlaub habe ich dort verbracht,<br />

16 Jahre hintereinander, vielleicht verstehst du das jetzt. Die<br />

Schweiz verbinde ich mit vielen Erinnerungen, vielen intensiven Erinnerungen.<br />

Das Wort „Schweiz“ allein lässt mein Gehirn schon viele<br />

Reaktionen auslösen.<br />

Ich rieche das frisch gemähte Gras<br />

und das Heu auf dem Hang unter<br />

unserem Chalet, das heiße Öl und<br />

<strong>den</strong> Dampf der Brienzer Rothorn<br />

Bahn, <strong>den</strong> Asphalt unter uns,<br />

schmelzend in der heißen Julisonne,<br />

<strong>den</strong> Teer und das Öl von dem alten<br />

Dampfschiff, das über <strong>den</strong> Thuner<br />

See fährt. Ich höre das Quietschen<br />

HERVORRAGEND<br />

Im Test: AeroflyFS<br />

Ausgabe: Juli/August 2012<br />

www.flightm.com<br />

des alten eisernen Sesselliftes, das<br />

Rattern der Rollen auf <strong>den</strong> Stützen.<br />

Das Hecheln, als wir auf das 2000<br />

Meter hohe Niederhorn klettern,<br />

das x-te Mal, das Pfeifen des Zuges,<br />

welcher <strong>den</strong> Interlakener Bahnhof<br />

verlässt, wie die Jets über das Heimwehfluh<br />

donnern, in Richtung der<br />

Spitze Niesen, und wie sie dann<br />

im blauen Dunst verschwin<strong>den</strong>.<br />

Wenn ich meine Augen schließe<br />

und an das Berner Oberland <strong>den</strong>ke,<br />

sehe ich klar und deutlich Eiger,<br />

Mönch und Jungfrau, diese drei<br />

majestätischen Berge, die wir uns<br />

all die Jahre von unserem Balkon<br />

angesehen haben. Auch sehe ich die<br />

Steile Klamm von Lauterbrunnen,<br />

das Schloss von Thun, Vaters alten<br />

Rucksack, die Spielsachen und die<br />

Sandfläche neben unserem Haus …<br />

Aber was hat diese persönliche und<br />

private Reise mit dem AeroflyFS zu<br />

tun, oder mit allem in einem Flugsimulator-<strong>Magazin</strong>?<br />

Was kümmern<br />

euch die Gerüche, Geräusche, Aussichten<br />

und Gefühle eines kleinen<br />

Jungen vor 45 Jahren?<br />

54 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

aktualisierte Version<br />

des Flugsimulators!<br />

Na ja, AeroflyFS wird auch dich in<br />

manche dieser Ausblicke bringen,<br />

und das, wenn du in deinem Wohnzimmer,<br />

Schlafzimmer oder Büro<br />

sitzt, wo immer du auch deinen<br />

Flugsimulator aufgebaut hast.<br />

Ja, das ist spektakulär!<br />

Die Bilder sind so unglaublich<br />

scharf und die Bewegung deines<br />

Flugzeugs so fließend. Der kleine<br />

Zähler in der Ecke meines Bildschirms<br />

blinkt „135 fps“ (frames<br />

per second). Beim Hochfliegen des<br />

Berghangs von Interlaken in einer<br />

Cessna erkennt man jede Straße,<br />

je<strong>den</strong> Weg, jedes Haus und sogar je<strong>den</strong><br />

Stein, genau wie ich mich an sie<br />

erinnere, ausgelassen einige neue<br />

Hotels. Und was verrückt ist: Wenn<br />

ich dort langfliege, kommen in<br />

meinem Kopf direkt diese Namen<br />

auf, die Namen, die ich <strong>für</strong> dreißig<br />

Jahre vergessen habe!<br />

Ich sehe Beatenberg, das Niederhorn,<br />

das Gemmenalphorn, das Birrenfluh<br />

sowie das Justis-Tal. Unter<br />

mir sehe ich Unterseen, Spiez auf<br />

der anderen Seite des Sees, die Straße,<br />

die durch Leisigen führt, und<br />

die Bahnschienen, die dieser folgen.<br />

Aber ich muss mich gar nicht<br />

an diese Namen erinnern, <strong>den</strong>n<br />

AeroflyFS hat ein schlaues Extra,<br />

versteckt hinter der Tastenkombination<br />

Shift + F. Dies lässt dich alle<br />

Namen auf dem Bildschirm sehen.<br />

Jede Stadt, jedes Dorf und jeder<br />

Gipfel hat seinen Namen und wird<br />

angezeigt.<br />

Ich will mehr!<br />

So fliege ich also mit der F18-<br />

Hornet mit dem vertrauten weißen<br />

Kreuz mit der roten Flagge auf<br />

dem Heck hinauf zum Eiger. Der<br />

Aletsch-Gletscher liegt schon hinter<br />

mir, weiter ins Rhone-Tal. Alles<br />

ist da. Ich kann der Passstraße hoch<br />

nach Grimsel folgen, die Seen auf<br />

dem Pass sehen, in der grauen und<br />

weich polierten Landschaft sehen,<br />

typisch Grimsel halt. Ich sehe in das<br />

Rhone-Tal in Richtung Sion auf der<br />

rechten Seite und links <strong>den</strong> Furka-<br />

Pass und <strong>den</strong> Rhone-Gletscher.<br />

Sogar das Hotel und <strong>den</strong> Parkplatz<br />

nahe dem Gletscher kann man<br />

leicht erkennen. Wir haben dort<br />

unser Motorrad geparkt, das ist nur<br />

zwei Jahre her!<br />

Was ist AeroflyFS?<br />

Es ist im Grunde ein neuer Flugsimulator,<br />

entwickelt von der deutschen<br />

Firma Ikarus aus Schramberg-<br />

Waldmössingen im Schwarzwald,<br />

irgendwo auf halber Strecke zwischen<br />

Stuttgart und dem Bo<strong>den</strong>see.<br />

Aber er ist nicht so neu, wie manche<br />

<strong>den</strong>ken wer<strong>den</strong>, da der Besitzer<br />

der Firma, Norbert Grüntjens,<br />

seine „RC <strong>Flight</strong> School“ schon in<br />

<strong>den</strong> 70er Jahren startete. Seitdem<br />

entwickelten sie ein Programm,<br />

das helfen sollte zu lernen, wie man<br />

www.flightm.com 55


ein RC-Modell fliegt, und dieses<br />

Programm nennt sich Aerofly (es<br />

befindet sich jetzt schon in der fünften<br />

Version). Eine spezielle Website<br />

da<strong>für</strong> lässt sich hier fin<strong>den</strong>:<br />

http://www.aerofly.com/index.<br />

html.<br />

AeroflyFS ist teilweise eine Ableitung<br />

von diesem, zielt aber jetzt auf<br />

<strong>den</strong> Markt der Flugsimulator-Fans<br />

ab, statt auf <strong>den</strong> der RC-Fans. Der<br />

<strong>Simulator</strong> deckt die ganze Schweiz,<br />

mit extrem hoch aufgelösten Mesh<br />

und sehr tollen fotorealistischen<br />

Texturen, basierend auf Luftaufnahmen.<br />

Mit einem beinhalteten<br />

Flugzeug darüber zu fliegen macht<br />

Spaß, vor allem wenn du auch<br />

weißt, was du dir gerade anguckst!<br />

Und wo wir gerade über die beinhalteten<br />

Flieger re<strong>den</strong> … das ist es,<br />

was man <strong>für</strong> 39,99 Euro bekommt:<br />

Cessna 172 Skyhawk<br />

Jodel Robin DR 400 / 140 B Major<br />

Pitts S-2B<br />

Extra 300 LX<br />

Discus bM Motorsegler<br />

Swift S1 Segelflieger<br />

McDonnel Douglas F/A-18 Hornet<br />

Sopwith F1 Camel<br />

Drei davon mag ich besonders: die<br />

Robin, weil ich sie selbst geflogen<br />

habe und ich sie oft in Frankreich<br />

sehe (wo wir in <strong>den</strong> Sommermonaten<br />

leben), die F/A-18 Hornet, weil<br />

es ein guter Weg ist, große Distanzen<br />

zurückzulegen und trotzdem<br />

alles scharf zu sehen, und <strong>den</strong> Motorsegler!<br />

Dieser verspricht eigentlich<br />

<strong>den</strong> meisten Spaß im „<strong>Simulator</strong>“,<br />

da du auch noch was anderes<br />

tun musst, außer über die Landschaft<br />

zu fliegen und sie sich anzusehen.<br />

Denn dies ist einer der Nachteile<br />

von AeroflyFS (wie eigentlich<br />

auch vom MS <strong>Flight</strong>). Man muss<br />

nicht viel anderes machen, als das<br />

Flugzeug über die tolle Schweizer<br />

Landschaft zu bewegen.<br />

Und dies bringt mich direkt zum<br />

nächsten Punkt: Wie viel <strong>Simulator</strong><br />

ist es eigentlich?<br />

Die Flugmodelle sind gut, soweit<br />

ich (und andere Piloten) dies beurteilen<br />

können. Das Team von Ikarus<br />

hatte nicht das Ziel, ein Spiel zu<br />

erstellen, sie wollten einen <strong>Simulator</strong><br />

machen.<br />

56 <strong>Flight</strong>!


Aber ohne ein Set von funktionieren<strong>den</strong><br />

Instrumenten und ohne<br />

die Möglichkeit, diese Instrumente<br />

(und Schalter) auch wirklich zu nutzen,<br />

haben sie noch einige Wege in<br />

die „richtige“ Simulation offen. Sie<br />

versicherten mir allerdings, dass<br />

das Programm bestimmte „Hacken“<br />

hatte, welche weitere Erweiterungen<br />

möglich machen sollen.<br />

Mehr Instrumente, mehr Funktionen,<br />

andere Flugzeuge und, natürlich,<br />

neue Regionen. Das ist gut.<br />

In der Welt bewegt sich nichts, keine<br />

AI-Flieger, dies erinnert mich<br />

an <strong>den</strong> MS <strong>Flight</strong>, dort bewegt sich<br />

auch nichts. Auch keine Bo<strong>den</strong>fahrzeuge.<br />

Und kein ATC. Das ist<br />

langweilig. Es gibt Autogen und<br />

3D-Objekte auf dem Bo<strong>den</strong>, und einige<br />

Flughäfen sind detailliert dargestellt,<br />

aber nicht alle. AeroflyFS<br />

hat ein großes Potenzial, das noch<br />

nicht ausgeschöpft ist.<br />

Wie man ihn benutzt<br />

Das Hauptproblem bei diesem <strong>Simulator</strong><br />

ist zurzeit, dass man nicht<br />

viel zu tun hat. Das entstammt natürlich<br />

der Sicht eines eingefleischten<br />

Simmers. Ein „realer“ Flug ist<br />

so noch nicht wirklich möglich.<br />

AeroflyFS ist (bisher) nicht darauf<br />

ausgerichtet, eher ist es ein <strong>Simulator</strong>,<br />

um schnell in die Luft zu kommen<br />

und die Schönheit der Schweiz<br />

zu erkun<strong>den</strong>, mit etwas Spaß, ohne<br />

viel über das Fliegen zu wissen.<br />

Das wirklich einfach gehaltene Benutzerhandbuch<br />

unterstreicht diese<br />

Vermutung.<br />

Mit „etwas Spaß“ meine ich drei<br />

Dinge:<br />

Das Erste spricht wohl eher die jungen<br />

und ungeduldigen Leute an.<br />

Man nimmt sich die F18, drückt<br />

<strong>den</strong> Gashebel nach vorne durch,<br />

bis der Nachbrenner anzieht, und<br />

schon fliegt man durch die Täler<br />

der Schweizer Alpen, in einer völlig<br />

gewissenlosen Art. Das Tolle an der<br />

Spielengine ist, dass alles scharf und<br />

im Fokus bleibt, anders als wenn<br />

man das Gleiche mit einer Hornet<br />

im FSX macht. Leider kann man<br />

nicht in Formation fliegen oder<br />

schießen, aber hey.<br />

Der andere, schon ernstere Teil des<br />

Spaßes ist, in eine Pitts oder Extra<br />

zu steigen und <strong>für</strong> haarsträubende<br />

Akrobatik abzuheben. Die Flugmodelle<br />

sind gut, und man kann viele<br />

der realen Manöver nachfliegen,<br />

mit <strong>den</strong> gleichen Folgen, wenn man<br />

etwas falsch macht.<br />

Es gibt auch einen Abschnitt, der<br />

mit „Herausforderungen“ benannt<br />

wurde. Dort lassen sich einige<br />

„Übungen“ fin<strong>den</strong>, bei <strong>den</strong>en man<br />

durch grüne Tore gesteuert wird.<br />

Aber an was erinnert mich das?<br />

Als Letztes ist da noch das Segelfliegen.<br />

Das ist meiner Meinung<br />

nach das „Simulierteste“. Es gibt<br />

<strong>den</strong> Win<strong>den</strong>start oder <strong>den</strong> direkten<br />

Start in der Luft. Es gibt auch einen<br />

Extraknopf, um <strong>den</strong> Flieger in der<br />

Luft zu positionieren. Auch kann<br />

man wählen, ob man die Thermik<br />

sehen möchte (angezeigt durch<br />

kleine Pfeile, die zeigen, wo der<br />

Wind weht) oder ob man sich lieber<br />

mit dem Variometer auf die Suche<br />

nach Thermik begeben möchte.<br />

Nicht einfach!<br />

Eine der tollsten Sachen im gesamten<br />

Paket ist der Motorsegler. In real<br />

bin ich nie einen geflogen, aber ich<br />

würde es gerne einmal tun. Stell dir<br />

die Freiheit des Segelns ohne Triebwerk<br />

und die hinzugekommene<br />

Freiheit vor, nur das Triebwerk auszufahren,<br />

wenn man keine Ther-<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

www.flightm.com 57


mik mehr findet, und einfach in das<br />

nächste Gebiet weiterzufliegen. Ich<br />

hatte nur das Problem, keine Kontrolle<br />

über <strong>den</strong> Propeller zu haben,<br />

doch Ikarus hat versprochen, dort<br />

das Handbuch zu verbessern.<br />

Noch ein Tipp<br />

Es hat mich Stun<strong>den</strong> gekostet, herauszufin<strong>den</strong>,<br />

wie die Spoiler bei<br />

<strong>den</strong> Seglern funktionieren. Letztendlich<br />

habe ich entdeckt, dass sie<br />

mit dem Gashebel verbun<strong>den</strong> sind!<br />

Ich bin nicht sicher, ob ich es so eingestellt<br />

habe oder es von Anfang<br />

an so war, aber so ist es. Bei Vollgas<br />

sind die Spoiler eingefahren,<br />

im Leerlauf geöffnet! Also bin ich<br />

immer mit ausgefahrenen Spoilern<br />

gestartet!<br />

Das Triebwerk reagiert auf eine Taste,<br />

die man selbst einstellen kann.<br />

Dann reagiert es auf je<strong>den</strong> Tastendruck.<br />

Einmal drücken <strong>–</strong> Triebwerk<br />

fährt aus. Dann mehrmals<br />

hintereinander drücken <strong>–</strong> Drehzahl<br />

erhöht sich. Zum Einfahren ist es<br />

genau andersherum. Ich hatte ein<br />

bisschen Probleme herauszufin<strong>den</strong>,<br />

wie man die Tasten einstellt<br />

und <strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>en Optionen<br />

zuzuordnen, bis ich entdeckt habe,<br />

dass man in der linken oder rechten<br />

Spalte klicken kann! Hier könnten<br />

58 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Review<br />

Also, ist AeroflyFS ein <strong>Simulator</strong>?<br />

Ich würde sagen, in einigen<br />

Aspekten schon, aber es kann bestimmt<br />

noch ein „richtiger“ wer<strong>den</strong>.<br />

Aber bitte vergleicht es nicht<br />

mit dem FS2004, X-Plane oder<br />

FSX. Trotz des Protests von Ikarus<br />

würde ich es mit dem MS <strong>Flight</strong><br />

vergleichen. Ein begrenztes Gebiet<br />

(zur Zeit der Verfassung viel<br />

Größer als das von MS <strong>Flight</strong>), nur<br />

eine begrenzte Anzahl von Flugzeugen<br />

(auch hier wieder mehr als<br />

beim MS <strong>Flight</strong>), und es gibt nicht<br />

viel außer unser eigenes Flugzeug<br />

zu sehen. Aber, und das ist wichtig,<br />

falls Ikarus weitermacht und<br />

<strong>den</strong> AeroflyFS stetig verbessert,<br />

wie seine Hauptprodukte, dann<br />

wird er wahrscheinlich zu einem<br />

wundervollen Produkt wer<strong>den</strong>, das<br />

wir unserer Sammlung hinzufügen<br />

könnten. Vielleicht kein Ersatz <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> FSX, aber bestimmt etwas, was<br />

man haben muss!<br />

Ich <strong>für</strong> meinen Teil hatte richtig<br />

Spaß über meine geliebte Schweiz<br />

zu fliegen und habe viel Zeit verbracht<br />

Thermik <strong>für</strong> meinen Segler<br />

zu fin<strong>den</strong>! Meine Beschreibung <strong>für</strong><br />

das Produkt ist daher: Zukunftsträchtig!<br />

Franois A. Dumas<br />

Übersetzung: Max Mertznich<br />

auch die Anweisungen im Handbuch<br />

optimiert wer<strong>den</strong>. Ikarus<br />

versprach auch das zu verbessern.<br />

Vielleicht war ich auch einfach zu<br />

ungeschickt.<br />

Mein Fazit<br />

Als Erstes, bitte nehmt zur Kenntnis,<br />

dass ich ein großer Fan der<br />

Schweizer Landschaft bin, vor<br />

allem von deren gebirgigem Teil.<br />

So bin ich etwas voreingenommen.<br />

Allerdings nur leicht, da ich ja jetzt<br />

auch schon seit etwa 38 Jahren Benutzer<br />

von Flugsimulatoren bin.<br />

Ich weiß, was ich an einem Sim<br />

mag, was ich einen Sim nenne und<br />

was ich ein Spiel nenne, und ich<br />

hoffe, dass ich weiß, was ihr Leser<br />

haben wollt. Auch das variiert in<br />

einem gewissen Umfang.<br />

AeroflyFS<br />

Entwickler: Ikarus, Deutschland<br />

Kompatibilität: PC und Mac<br />

Web: www.aeroflyfs.com/index.php/en/<br />

everything- about-aereoflyfs/features<br />

Preis: 49,99 Euro<br />

Pro & Contra:<br />

Super <strong>für</strong> VFR über der Schweiz<br />

Klasse, scharfe, fotorealistische Landschaft<br />

Gute Framerate, keine Stotterer<br />

Gute Segel-Simulation<br />

Spaßiges Stunt-Fliegen<br />

TrackIR Support, auch mit Maus möglich<br />

Für PC und Mac<br />

Keine interaktiven Cockpits<br />

Nur Basisinstrumente dargestellt<br />

Kein AI-Traffic oder Verkehr<br />

Kein ATC<br />

Keine Nacht oder Jahreszeiten<br />

Kein Multiplayer<br />

Preis/Leistung:<br />

hervorragend<br />

www.flightm.com 59


Infinite <strong>Flight</strong><br />

Der handliche Flugsimulator<br />

Dadurch, dass ich ständig wegen meinem Beruf ständig auf Reisen<br />

bin, liebe ich die Idee eines Flugsimulators auf jedem meiner Mobilen<br />

Geräte. Flying Development Studio erfüllt diesen Traum mit der iOS<br />

Version von Infinite <strong>Flight</strong> (bekannt als IF). IF ist ebenso <strong>für</strong> Windows<br />

Phone 7 erhältlich, ursprünglich wurde es nämlich basierend auf<br />

dem „Windows Operating System“ entwickelt.<br />

Dieser Artikel konzentriert sich<br />

auf die iPad Version, weil diese<br />

durch <strong>den</strong> enorm großen Bildschirm<br />

und der faszinieren<strong>den</strong> Retina<br />

Grafik am beliebtesten ist. Ich<br />

möchte dazu anmerken, dass ich<br />

diese App nur wegen diesem Review<br />

gekauft hab. Völlig richtig,<br />

von meinem eigens verdientem<br />

Geld.<br />

Was ist in der iOS-Version von IF<br />

enthalten? Insgesamt wer<strong>den</strong> 11<br />

Flugzeuge und zwei Szenerien<br />

mitgeliefert. Ebenfalls bietet sich<br />

die Möglichkeit <strong>für</strong> die Flugplanung,<br />

interaktive Flugstun<strong>den</strong>, ein<br />

Autopilot, 4 verschie<strong>den</strong>e Zeiteinstellungen,<br />

das bekannte ILS Verfahren,<br />

verschie<strong>den</strong>e Kamera<br />

Perspektiven, ein Log Buch, Auszeichnungen<br />

sowie vieles mehr.<br />

In anderen Worten: Vergleichbar<br />

mitin einem kompletten Desktop<br />

<strong>Simulator</strong>, nur verkleinert wegen<br />

der limitierten Ressourcen<br />

des jeweiligen Mobilen Gerätes.<br />

Bereit zum ersten Flug<br />

Während man die App lädt, erscheint<br />

folgender Willkommensbildschirm.<br />

Von da an kann man eine Flugstunde<br />

auswählen. Dies zahlt sich auf<br />

je<strong>den</strong> Fall aus, selbst wenn man ein<br />

erfahrener Simmer ist, weil diese<br />

wichtige Tricks und Vorschläge beinhaltet.<br />

Sollte man jedoch einfach<br />

drauf los starten wollen, so ist diese<br />

Option selbstverständlich möglich.<br />

Hier kann man das gewünschte<br />

Flugzeug auswählen:<br />

Szenerie-Auswahl: Hier kann man<br />

eine Vielfalt an verschie<strong>den</strong>en Flughäfen<br />

als Start- oder Landeszenario<br />

festlegen.<br />

Das Wetter:<br />

Tageszeit aufgeteilt in Sonnenaufgang,<br />

Mittag, Sonnenuntergang sowie<br />

Nacht.<br />

Sobald man die Kamera Perspektive<br />

ausgewählt hat, wird es Zeit <strong>den</strong><br />

„Fly Button“ zu drücken. Basierend<br />

auf <strong>den</strong> zuvor gesetzten Einstellungen,<br />

befindet man sich entweder<br />

auf der Landebahn zum Starten<br />

oder in der Luft zum Lan<strong>den</strong>.<br />

Das Erste was einem auffällt, ist die<br />

wunderbare Grafik, sollte man am<br />

iPad spielen. Das erste Release von<br />

IF unterstütze das Retina Display<br />

nicht vollkommen und die Verbesserungvon<br />

damals zu jetzt ist erstaunlich.<br />

Dies zeigt schon <strong>den</strong> ersten<br />

Unterschied zwischen IF und<br />

X-Plane, wobei X-Plane noch nicht<br />

Retina unterstützend ist. Jedoch<br />

<strong>den</strong>ke ich, dass dies ebenfalls bald<br />

der Fall ist.<br />

60 <strong>Flight</strong>!


SEHR GUT<br />

Im Test: Infinite <strong>Flight</strong><br />

Ausgabe: Juli/August 2012<br />

www.flightm.com<br />

Review<br />

Das Zweite was einem auffällt,<br />

sollte man das Lande Szenario ausgewählt<br />

haben, ist die extrem kurze<br />

Entfernung zur Landebahn, sodass<br />

man nur noch wenig Zeit hat<br />

sich auf <strong>den</strong> Abfangvorgang vorzubereiten.<br />

Ich finde es wäre eine<br />

bessere Option wenn man etwas<br />

weiter von der Landebahn entfernt<br />

wäre. Doch mit der Zeit gewöhnt<br />

man sich daran, und kann die Anflüge<br />

ohne Probleme meistern. Ich<br />

empfehle die komfortablere Variante,<br />

und zwar das Start-Szenario<br />

auszuwählen damit man direkt<br />

auf der Startbahn beginnt. Für die<br />

ersten paar Flüge ist dies ohnehin<br />

die beste Entscheidung, hiermit hat<br />

meine genügend Zeit um sich einzuleben<br />

und zu wissen was man als<br />

nächsten vor hat.<br />

Fliegen in Infinite <strong>Flight</strong><br />

Sobald man gestartet ist und das erstaunliche<br />

Performance und das exzellente<br />

Handling bewundert hat,<br />

wird es Zeit die anderen Sichten<br />

auszuprobieren.<br />

• Cockpit<br />

• Virtuelles Cockpit (Qualitativ<br />

fragwürdig)<br />

In „Locked Follow“ sowie „Follow“<br />

kann man mit <strong>den</strong> Finger über das<br />

Display fahren um das Flugzeug<br />

FLIGHT!<br />

Eine Sache, welche ebenfalls empfehlenswert<br />

ist, wäre das man sich<br />

die kleine On-Board Karte ansieht<br />

(sie verdeckt nicht <strong>den</strong> ganzen<br />

Bildschirm, ein Teil bleibt <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

<strong>Simulator</strong> frei, um jegliche schwierige<br />

Situation zu vermei<strong>den</strong>.) Auf<br />

der Karte selbst kann man einen<br />

Flughafen oder NAV-Punkt antippen,<br />

um diesen entweder zu der<br />

Flugroute hinzufügen zu können<br />

oder einen Direct-To Trip auszuüben.<br />

Dies fügt sofort eine Route<br />

ein zu diesem Flughafen bzw. NAV-<br />

Punkt, welche man in der Cockpit<br />

Sicht auf der Haupt- oder Minikarte<br />

sehen kann. Das macht es extrem<br />

einfach um zu Navigieren und ist<br />

eines meiner Lieblingsfeatures der<br />

App.<br />

Man muss erwähnen, dass kein<br />

richtiges Cockpit verfügbar ist, lediglich<br />

ein HUD aus der Cockpit<br />

Sicht, wie unten sehen zu ist. Aber<br />

dies funktioniert sehr gut.<br />

Bevor man die Ansicht wechselt<br />

sollte allerdings der Autopilot aktiviert<br />

wer<strong>den</strong> . Da<strong>für</strong> muss man einfach<br />

<strong>den</strong> Autopilot Knopf antippen,<br />

sowie die Funktionen, die dieser<br />

nun übernehmen soll.<br />

Sobald man damit fertig ist kann<br />

man folgende Sichten bestaunen:<br />

• Locked Follow<br />

• Follow<br />

• Fly -by<br />

• Airport (Tower)<br />

von jeder Seite zu sehen. Es ist<br />

ebenfalls möglich mit zwei Finger<br />

rein und raus zu Zoomen. Nochmals:<br />

das sind alles Merkmale eines<br />

Desktop-<strong>Simulator</strong>s, diese hier in<br />

einem <strong>Simulator</strong> <strong>für</strong> Mobilgeräte zu<br />

fin<strong>den</strong> ist ein absoluter Pluspunkt.<br />

In jeder Sicht wird ein virtuelles,<br />

durchsichtiges Yoke angezeigt.<br />

Dies macht das Fliegen um vieles<br />

einfacher, sollte der Autopilot ausgeschaltet<br />

sein. Das Yoke lässt sich<br />

per Knopfdruck auch an- oder ausblen<strong>den</strong>.<br />

www.flightm.com 61


Einstellungen im Flug<br />

Ein weiteres nettes Feature ist die<br />

Möglichkeit, Einstellungen zu<br />

verändern ohne einen neuen Flug<br />

starten zu müssen. Mit einem einfachen<br />

Tippen auf <strong>den</strong> Menü Knopf<br />

kann man Wetter sowie Zeit verstellen.<br />

Schön ist, dass die unnötigen<br />

Knöpfe nach einiger Zeit ausgeblendet<br />

wer<strong>den</strong>, damit die Sicht<br />

zum Fliegen nicht eingeschränkt<br />

wird.<br />

Es wird Zeit zu lan<strong>den</strong><br />

Schließlich wird es Zeit, sich wieder<br />

zum Bo<strong>den</strong> zu begeben. Sobald<br />

man die Landebahn gefun<strong>den</strong> hat,<br />

sei es über die Karte oder durch eigene<br />

Sicht, kann man sich <strong>für</strong> eine<br />

manuelle oder automatische Landung<br />

entschei<strong>den</strong>, sprich ILS. Nicht<br />

jeder Flughafen verfügt über ein<br />

ILS. Die ILS Landung funktioniert<br />

einwandfrei, persönlich könnte<br />

ich nichts Störendes feststellen.<br />

Die manuelle Landung wird durch<br />

Rechtecke erleichtert um ein sicheres<br />

Lan<strong>den</strong> zu garantieren. Man<br />

muss nur die Rechtecke durchfliegen,<br />

welche einen auf dem besten<br />

Pfad zur Landebahn leiten. Selbstverständlich<br />

kann diese Funktion<br />

auch ausgeschaltet wer<strong>den</strong>. Sollte<br />

man die Landung nicht erfolgreich<br />

abschließen können, kann man<br />

durch Zurückspulen von 20 Sekun<strong>den</strong><br />

einen zweiten Versuch starten.<br />

Extras<br />

IF besitzt spaßige Extras wie Auszeichnungen.<br />

Wie der Name bereits<br />

sagt, wer<strong>den</strong> diese freigeschaltet sobald<br />

man ein bestimmtes Level erreicht,<br />

wie Kunstflugformationen<br />

oder das Fliegen auf verschie<strong>den</strong>en<br />

Höhen. Diese lassen sich via Log<br />

Buch auf einen Blick anzeigen.<br />

Infinite <strong>Flight</strong><br />

Entwickler: Flying Development Studio LLC<br />

Kompatibilität: iOS<br />

Download: www.flightm.com<br />

Preis: 4,99 USD<br />

Pro & Contra:<br />

Der <strong>Simulator</strong> sieht absolut wunderbar aus,<br />

auch dank Retina Display.<br />

Eine gute Auswahl an Flugzeugen,<br />

von Leichtflugzeugen bis Jets sowie Heavies<br />

Das Handling der Flugzeuge<br />

Gute Performance<br />

Liebe zum Detail<br />

Reguläre Updates erscheinen auf dem Markt<br />

Es macht einfach Spaß!<br />

Exzellenter Preis. 2.99 $ <strong>für</strong> eine App auf iPad und<br />

iPhone, besser geht es nicht.<br />

Der Sound hat kleinere Fehler. Abhängig von der<br />

jeweiligen Szenerie kann es zu kurzen Aussetzern<br />

kommen.<br />

Wie bereits erwähnt, die Lande-Szenarios sollten<br />

überarbeitet wer<strong>den</strong> (Entfernung, Geschwindigkeit,<br />

Höhe)<br />

Es gibt keine Animation bezüglich Fahrwerk oder<br />

anderen Extras außerhalb. Diese sind entweder<br />

eingefahren oder ausgefahren.<br />

Preis/Leistung:<br />

sehr gut<br />

62 <strong>Flight</strong>!


Fazit<br />

Es gibt natürlich Parallelen<br />

zwischen Infinite <strong>Flight</strong> und<br />

X-Plane. IF hat weniger Flugzeuge<br />

und Szenerien zur Verfügung<br />

gestellt. Jedoch ist es<br />

um einiges billiger und sieht<br />

auf dem Retina Display um<br />

ein ganzes Stück besser aus.<br />

Es scheint auch als würde IF<br />

mehrere und schneller Updates<br />

bekommen, sprich dies<br />

wird hoffentlich die Anzahl<br />

an Flugzeugen und Szenerien<br />

verbessern. Matthieu Laban<br />

und Philippe Rollin - die Entwickler<br />

von IF - haben bereits<br />

mit dem nächsten Update<br />

eine Vielzahl an Erweiterungen<br />

veröffentlicht, welche<br />

neue Flugzeuge, Mission und<br />

bessere Landebahn Texturen<br />

enthalten.<br />

Ich besitze beides, X-Plane sowie<br />

IF. Jedoch verwende ich<br />

IF häufiger. Es ist nicht nur<br />

die Grafik, sondern mir gefällt<br />

die Kartenstruktur und<br />

Einfachheit des Autopilots<br />

besser. Das ganze Packet ist<br />

meiner Meinung nach besser.<br />

IF läuft auch auf älteren iOs<br />

Modellen, jedoch nicht auf<br />

dem iPhone 3G, 3GS oder<br />

<strong>den</strong> iPod Touch der dritten<br />

Generation. Ich habe dies nur<br />

auf dem iPhone 4S und dem<br />

neuen iPad getestet.<br />

Mark Avey<br />

Übersetzung:<br />

Laurenz Patocka<br />

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Review<br />

FLIGHT!


VOR/DME-Anflug auf Samos<br />

Visual Circling in<br />

seiner schönsten Form<br />

Es ist Sommer und auf Europas Flughäfen startet neben <strong>den</strong> üblichen Linienflügen wieder eine große Anzahl<br />

von Chartermaschinen, die sonnenhungrige Touristen in <strong>den</strong> Sü<strong>den</strong> des Kontinents fliegen. Eine reizvolle<br />

Destination ist dabei stets <strong>–</strong> selbst in Zeiten der Eurokrise <strong>–</strong> die griechische Ägäis mit ihren hunderten<br />

von geschichtsträchtigen und sonnenverwöhnten Inseln. Samos ist eine davon und rangiert flächenmäßig<br />

im griechischen Gesamtvergleich an achter Stelle.<br />

Die rund 35 000 Einwohner zählende Insel liegt in<br />

der östlichen Ägäis und wird von einer nur 1,7<br />

Kilometer breiten Meerenge vom türkischen Festland<br />

getrennt. Samos ist eine sehr beliebte Ferieninsel insbesondere<br />

<strong>für</strong> Touristen aus Deutschland, Großbritannien<br />

und <strong>den</strong> skandinavischen Staaten. Die recht<br />

karge Landschaft der Insel ist sehr hügelig mit Erhebungen<br />

bis zu 900 Metern und macht zusammen mit<br />

der schwierigen Luftraumsituation aufgrund der Nähe<br />

zum nicht immer geliebten Nachbarn Türkei <strong>den</strong> Anflug<br />

zu einem besonders spannen<strong>den</strong> Erlebnis. Wie so<br />

häufig in Griechenland ist die bo<strong>den</strong>seitige Navigationsinfrastruktur<br />

des Flughafens Samos-Aristarchos<br />

(ICAO-Code: LGSM; IATA-Code: SMI) eher mager<br />

und weist lediglich eine VOR/DME-Station und ein<br />

NDB auf. Ein ILS sucht man hier ebenso vergeblich<br />

wie alternative RNAV-Verfahren, die andernorts so<br />

manche Infrastrukturlücke am Bo<strong>den</strong> gut mit satellitengestützten<br />

oder DME/DME-Verfahren schließen<br />

können. Zudem ist die einzige Runway des Flughafens<br />

(RWY 09/27) mit 2044 Metern eher kurz <strong>für</strong> einen internationalen<br />

Flughafen. Dazu kommt eine Gebirgskette<br />

im Westen und Nor<strong>den</strong> des Platzes sowie die<br />

politisch motivierte Notwendigkeit des Vermei<strong>den</strong>s<br />

vom türkischen Luftraum im Osten <strong>–</strong> alles in allem<br />

also kein Kinderspiel. Die herausfordernde Situation<br />

der Anflugverfahren auf Samos wird allerdings durch<br />

einen Umstand abgefedert: das <strong>–</strong> zumindest zu <strong>den</strong><br />

Spitzenzeiten des Urlaubsverkehrs <strong>–</strong> größtenteils gute<br />

Wetter mit komfortablen Sichtweiten und geringer Bewölkung.<br />

Allerdings kann es schon ab und an zu Dunst<br />

oder auch schwierigen CB-Lagen kommen, die dann<br />

natürlich eine zusätzliche Herausforderung darstellen.<br />

Der Flug, <strong>den</strong> wir heute nach Samos fliegen, ist GXL121<br />

aus Nürnberg, eine 737-800 (PMDG NGX) der Fluggesellschaft<br />

XL Airways Germany. Es gibt hier<strong>für</strong> auf<br />

Avsim.com eine schöne Sonderbemalung als Logojet<br />

<strong>für</strong> ITS Reisen (D-AXLD). Die entsprechen<strong>den</strong> Karten<br />

von Samos gibt es mit kostenlosem Account von der<br />

Eurocontrol-EAD-Seite (European AIS Database) und<br />

eine schöne FSX-Freeware-Szenerie findet sich ebenfalls<br />

auf Avsim.<br />

Nach dem Start in Nürnberg führt uns unsere Route<br />

über Österreich, Kroatien, Serbien und Bulgarien<br />

in <strong>den</strong> griechischen Luftraum und von dort direkt in<br />

Richtung Samos. Die Gesamtflugzeit ist mit 2:25 berechnet,<br />

der Reiseflug findet auf FL330 statt und unser<br />

letzter Waypoint auf dem ATS-Streckennetz ist UR-<br />

NIL, so dass wir die URNIL1C als STAR <strong>für</strong> <strong>den</strong> Sinkflug<br />

auf Samos auswählen. Das FMS errechnet damit<br />

<strong>den</strong> Top of Descent rund 120 nm vor LGSM. Der erste<br />

Blick auf die Charts bei der Vorbereitung des Anflugs<br />

überrascht doch ein wenig. Ein VOR/DME-Approach<br />

ist der hochwertigste Anflug, der hier zur Verfügung<br />

steht und führt von Sü<strong>den</strong> auf <strong>den</strong> Flughafen zu, also<br />

im 90-Grad-Winkel zur Piste 09/27. Der Missed Approach<br />

Point (MAPt) liegt genau über dem Platz und<br />

wird über das Samos VOR/DME (SAM 111.6) definiert.<br />

Das Fehlanflugverfahren führt vom MAPt zunächst<br />

direkt nach Nor<strong>den</strong> und schreibt nach Erreichen von<br />

3000 Fuß einen Right Turn zurück zum Samos VOR/<br />

DME vor, wobei eine Geschwindigkeit von 185 kts<br />

nicht überschritten wer<strong>den</strong> darf (auch im Nor<strong>den</strong> hebt<br />

sich nämlich das Gelände) und weiter bis auf 6000 Fuß<br />

gestiegen wer<strong>den</strong> soll.<br />

64 <strong>Flight</strong>!


neue Serie<br />

Wissen<br />

VOR/DME-Approach RWY 09/27 LGSM<br />

So weit so gut, aber es bleibt die Frage, wie man bei<br />

ausreichender Sicht über der OCA (Obstacle Clearance<br />

Altitude) überhaupt von einer der bei<strong>den</strong> Seiten<br />

auf die Piste kommt, da man ja erstaunlicherweise<br />

im 90-Grad-Winkel von Sü<strong>den</strong> auf <strong>den</strong> Flughafen zufliegt.<br />

Nun, genau genommen ist das Gesamtverfahren<br />

eben ein VOR/DME-Anflug mit anschließendem<br />

Visual Circling, das heißt, spätestens wenn die OCA<br />

erreicht ist, wird man sozusagen zum Sichtflieger, der<br />

nach visueller Bo<strong>den</strong>referenz im Kurvenflug auf die<br />

entsprechend von ATC freigegebene Pistenrichtung<br />

anfliegt. Da es sich hier nicht mehr um ein explizites<br />

IFR-Verfahren handelt (dieses ist über <strong>den</strong> Hinweis<br />

auf Visual Circling auf der Anflugkarte abgedeckt), ist<br />

der Pilot hier theoretisch frei in<br />

seiner Anfluggestaltung. Die meisten<br />

Airlines verlautbaren hierzu<br />

allerdings intern eigene Verfahren,<br />

die der Crew als Referenz<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Visual Part des Anfluges<br />

dienen. Auf der Seite pilotsbriefingroom.com<br />

wird der Anflug auf<br />

Samos besprochen (http://pilotsbriefingroom.com/2011/09/06/<br />

samos-greece-smilgsm/) und unter<br />

anderem das übliche Visual-<br />

Circling-Verfahren der Airlines<br />

gezeigt. Hier geht es auf dem Anflug<br />

von Sü<strong>den</strong> bei ausreichender<br />

Sicht über der OCA bei 4 nm vor<br />

dem Samos VOR (4DME SAM) je<br />

nach Anflugrichtung entweder 35<br />

Grad nach links <strong>für</strong> RWY 09 oder<br />

40 Grad nach rechts <strong>für</strong> RWY 27.<br />

Mit Sichtkontakt zur Piste dreht<br />

dann der Flieger jeweils auf einen<br />

recht kurzen Endanflug ein. Kritisch<br />

ist hier das richtige Handling<br />

des Fliegers in Bezug auf<br />

Klappen, Fahrwerk, Checklisten<br />

usw., da hier durch <strong>den</strong> manuellen<br />

Sichtflug natürlich die Arbeitsbelastung<br />

spürbar ansteigt. Die<br />

Airline-Verfahren unterstützen<br />

hier die Crew durch eine Empfehlung<br />

von Flap Settings sowie das<br />

Einzeichnen visueller Referenzpunkte<br />

und Höhen.<br />

Es sei noch angemerkt, dass die OCA, die vor visuellem<br />

Kontakt zur Runway per Definition nicht unterschritten<br />

wer<strong>den</strong> darf (zumeist schlagen Airlines sogar<br />

noch eine Sicherheitsmarge darauf und veröffentlichen<br />

eine eigene MDA <strong>–</strong> Minimum Descend Altitude), <strong>für</strong><br />

Samos eben eine „Circling OCA“ ist. Die sonst übliche<br />

„Straight-in Approach OCA“ ist ausdrücklich auf der<br />

Karte mit „not authorized“ versehen, was bedeutet,<br />

dass kein Straight-in-Verfahren zur Verfügung steht.<br />

Nun stellt sich noch die Frage, welche OCA wir verwen<strong>den</strong>,<br />

da diese in Abhängigkeit zur ICAO Aircraft<br />

Approach Speed Category veröffentlicht wird. Welche<br />

Kategorie gilt nun <strong>für</strong> uns?<br />

FLIGHT!<br />

www.flightm.com 65


Die 737-800 ist bekanntermaßen ein „Borderline-Flieger“,<br />

wenn es um die Approach Speed Category geht.<br />

Hier ist sie an der oberen Grenze von CAT C (Vref<br />

zwischen 121 kts und 140 kts) und CAT D (Vref zwischen<br />

141 kts und 165 kts). Diese Speed-Kategorien<br />

nach ICAO wer<strong>den</strong> beim Design der Anflugverfahren<br />

zugrunde gelegt, so dass entsprechende Minima und<br />

Kurvenradien kategorienabhängig berechnet und veröffentlicht<br />

wer<strong>den</strong>. Als konservative Flugplaner (insbesondere<br />

<strong>für</strong> einen so „speziellen“ Anflug wie in Samos)<br />

sehen wir die Boeing als Category D Aircraft an, was<br />

uns die höchste MDA (Minimum Descend Altitude)<br />

von 2100 ft gibt.<br />

Mittlerweile befin<strong>den</strong> wir uns auf der STAR URNIL1C<br />

kurz hinter dem Waypoint URNIL im Sinkflug auf<br />

7000 Fuß. Der Flieger folgt hier einem DME Arc von<br />

14 nm Radius zum Samos VOR/DME und das Endfix<br />

der STAR ist DELOX, was zugleich das IAF (Initial<br />

Approach Fix) unseres VOR/DME-Anflugs ist. Wir<br />

setzen nacheinander die Flap Settings 1-5 und das Autothrottle-System<br />

passt entsprechend der vorherigen<br />

Berechnung <strong>für</strong> <strong>den</strong> Approach-Modus beim aktuellen<br />

Gewicht von 136 000 lbs (= 61,7 t) die Geschwindigkeiten<br />

an. Der vom Tower gemeldete Wind am Platz<br />

bläst aus 320 Grad mit 14 Knoten und die Pistenrichtung<br />

27 ist in Betrieb. Der VOR/DME-Approach ist auf<br />

der Anflugkarte unabhängig von der Pistenrichtung<br />

verlautbart, da uns ja erst das Visual Circling zur gewünschten<br />

Anflugrichtung bringt und der Anfangsteil<br />

<strong>für</strong> beide Richtungen gleich ist. Es gibt mehrere mögliche<br />

IAFs <strong>für</strong> <strong>den</strong> Beginn des Anflugs, so zum Beispiel<br />

das Samos VOR selbst. Hiervon würde man dann über<br />

<strong>den</strong> Flughafen nach Sü<strong>den</strong> fliegen, um anschließend<br />

über einen sogenannten Procedure Turn auf das Inbound<br />

Radial von 359 Grad zum Samos VOR zu kommen<br />

und <strong>den</strong> Anflug bis zum Visual Circling auf Nordkurs<br />

fortzusetzen.<br />

Unser Initial Approach Fix DELOX liegt jedoch im<br />

Südwesten des Platzes, so dass wir von dort aus auf<br />

einem östlichen Heading zum Intermediate Fix (IF)<br />

fliegen, der bei 14 DME auf dem 179-Grad-Radial des<br />

Samos VOR (DME14 SAM R179) liegt. Es bietet sich bei<br />

der 737-800 an, hier im FMS unter der Fix-Page einen<br />

DME14-Ring sowie die später relevanten DME9- und<br />

DME4-Ringe um das VOR Samos herum zur Anzeige<br />

auf dem Navigation Display auszuwählen. Auch wenn<br />

der Weg zum IF nun de facto eine Fortsetzung des<br />

DME14 Arc der STAR ist, steuern wir diesen im Heading-Select-Modus<br />

an, um anschließend durch Linksdrehen<br />

auf ein 45-Grad-Heading das Anflugradial von<br />

359 Grad inbound zum Samos VOR (R359 SAM) anzuschnei<strong>den</strong><br />

und es im VOR/LOC-Modus abzufliegen.<br />

Ein solches „Anschnei<strong>den</strong>“ hilft dem Autopiloten einen<br />

sauberen „Intercept“ zu fliegen. Nach Verlassen der<br />

STAR bei DELOX und Beginn des Anflugs setzen wir<br />

auch <strong>den</strong> Sinkflug fort und zwar bis auf 3000 Fuß, wie<br />

auf der Anflugkarte zwischen IAF und IF angegeben.<br />

Nach dem Eindrehen auf das R359 SAM setzen wir <strong>den</strong><br />

Sinkflug mit Blick auf Samos<br />

66 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Wissen<br />

Beim Visual Circling vor Samos<br />

Sinkflug weiter fort und zwar bis zur Cat D OCA (Circling)<br />

von 2100 Fuß. Da der VNAV-Modus verlassen<br />

wurde und wir manuell eine Sinkrate wählen müssen,<br />

bieten sich hier 1400 Fuß/min an, um einigermaßen<br />

die Speed zu halten. Diese liegt nun bei 168 kts, was<br />

vorher noch vom FMS <strong>für</strong> das aktuelle Klappensetting<br />

5 errechnet wurde. Wir verzögern im Speed-Select-<br />

Modus auf 150 Knoten und setzen die Klappenstellung<br />

15 vor Erreichen von 9DME SAM. Auch das Fahrwerk<br />

fahren wir schon aus. Wir selektieren jetzt bereits das<br />

Heading von 040 vor, um bei 4DME SAM im Heading-<br />

Modus die Linkskurve des Visual-Teils einzuleiten.<br />

Ungefähr 7 nm vor dem Samos VOR erreichen wir die<br />

OCA und die Sicht ist schon lange sehr gut und lässt<br />

sowohl <strong>den</strong> Flughafen als auch <strong>den</strong> Küstenort Pythagoreio<br />

mit Hafen deutlich erkennen. Der Anflug kann<br />

also problemlos fortgesetzt wer<strong>den</strong> und wir sinken auf<br />

1850 Fuß, die vom Airline-Verfahren als Überflughöhe<br />

von 4DME SAM empfohlen wer<strong>den</strong>. Jetzt beginnt<br />

der Visual-Teil des Anfluges und bei 4DME drücken<br />

wir <strong>den</strong> Heading Select Button und die Boeing dreht<br />

nach links auf 040 Grad. Die Vref 30 von 143 (inklusive<br />

eines 5 kts Puffers <strong>für</strong> Böen) ist am Speed Selector<br />

vorgewählt und mittlerweile sind wir auch in der finalen<br />

Klappenstellung von 30 Grad, die Anfluglichter<br />

sind an, Autobreak steht auf „max“ (man erinnere sich<br />

an die kurze Piste!) und die Speedbrakes sind „armed“,<br />

kurzum, der Flieger ist in Landekonfiguration.<br />

www.flightm.com 67


Final Turn mit Kreuzfahrtschiff<br />

Nun liegt die ganze Aufmerksamkeit beim Blick nach<br />

draußen. Wer die Zeit hat, kann noch das Radial R120<br />

SAM einstellen und <strong>den</strong> Flieger bis zum Crossing des<br />

Radials auf eine Altitude von 900 Fuß mit selektierter<br />

Vertical Speed durch <strong>den</strong> Autopiloten sinken lassen,<br />

da hier laut dem Airline-Verfahren die letzte Kurve<br />

zum Endanflug auf die Piste 27 beginnt. Spätestens bei<br />

Erreichen von R120 SAM ist es Zeit <strong>den</strong> Autopiloten<br />

auszuschalten und von Hand die 130-Grad-Linkskurve<br />

Richtung Landebahn zu fliegen <strong>–</strong> bei jedem, der das<br />

manuelle Fliegen mag, kommt hier Freude auf.<br />

Und tatsächlich, mit nur leichtem Versatz nach rechts<br />

liegt bei Erreichen vom Heading 270 Grad die Piste 27<br />

nun rund 1,5 nm vor uns, rechts gleitet der Hafen von<br />

Pythagoreio an uns vorbei (zum Blick auf die schönen<br />

Schiffe bleibt leider keine Zeit) und die letzten Korrekturen<br />

wer<strong>den</strong> gemacht, um <strong>den</strong> Flieger mit der Piste<br />

auszurichten. Nun spürt man deutlich <strong>den</strong> Nordostwind<br />

und leichte Turbulenzen, doch mit nach rechts<br />

hängender Fläche lässt sich das Ganze gut ausgleichen.<br />

Im kurzen Endanflug auf RWY 27 in LGSM<br />

68 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Wissen<br />

Bei 50 Fuß über Grund schalten wir <strong>den</strong> Autothrottle<br />

aus und nach einem kurzen Tritt ins linke Seitenruder<br />

setzt die Boeing 737-800 <strong>–</strong> zugegebenermaßen etwas<br />

ruppig <strong>–</strong> auf. Sofort macht sich die maximal selektierte<br />

Autobreak-Funktion bemerkbar, die wir mit zusätzlichem<br />

Gegenschub noch unterstützen. Nach dem<br />

Ausrollen und Wen<strong>den</strong> am „runway turn pad“ müssen<br />

wir noch ein Backtracking durchführen, um dann über<br />

einen kleinen Taxiway zum Terminal zu rollen. Nachdem<br />

die APU läuft, die Parkbremse gesetzt ist und die<br />

Triebwerke abgeschaltet wur<strong>den</strong>, ist endlich Zeit <strong>für</strong><br />

einen Blick ringsherum. Karge Berge unter einer gleißen<strong>den</strong><br />

Sonne zur einen Seite und weißgetünchte Gebäude<br />

mit blauem Meer und Schiffen zur anderen <strong>–</strong> das<br />

sieht ganz nach Urlaub aus. Willkommen auf Samos.<br />

Daniel Schaad<br />

Der Autor leitet <strong>den</strong> Bereich Procedure Design<br />

einer europäischen Flugsicherung, hat eine FAA<br />

PPL und ist in seiner Freizeit lei<strong>den</strong>schaftlicher<br />

<strong>Simulator</strong>-Flieger.<br />

Willkommen im Urlaub <strong>–</strong> Landung auf Samos<br />

www.flightm.com 69


Hong Kong Calling<br />

CX288 Frankfurt - Hong Kong<br />

70 <strong>Flight</strong>!<br />

Ich frage mich, wie lange ich wohl schon nicht mehr am Strand gelegen habe. Der warme Sand unter<br />

meinen Füßen, das blaue Meer vor meinen Augen und ein lauer Wind um meine Nase. Ich schließe meine<br />

Augen und holte tief Luft. In der Ferne klingelt mein Wecker. Moment, schießt es mir durch <strong>den</strong> Kopf. Ich<br />

drehe mich zur Seite, schlage die Augen auf und stoppe das nervtötende Geräusch meines Handys mit einer<br />

unsanften Geste über das Display. Ich versenke mein Gesicht im Kissen und versuche mir meinen Traum<br />

vom Strand wieder zurückzurufen. Aber es gelingt mir nicht. Schade, wäre ja auch zu schön, murmle ich<br />

noch etwas verschlafen in mich hinein und wälze mich etwas träge aus dem Bett. Ein langer Tag steht an,<br />

aber bevor ich euch daran teilhaben lasse, möchte ich mich kurz vorstellen.<br />

Mein Name ist Alan Dunne, ich bin 46 Jahre alt<br />

und bin Pilot bei Cathay Pacific Airways. Es<br />

kommt oft vor, dass mich Kinder und manchmal auch<br />

Erwachsene auf meinen Flügen im Cockpit begleiten<br />

wollen. Aber leider sind diese Besuche immer schwieriger<br />

gewor<strong>den</strong> und übrig bleiben lediglich Fotos, die<br />

ich von meinen Flügen zeigen kann. Deshalb möchte<br />

ich euch an meinem Arbeitsalltag im Cockpit der Boeing<br />

747 teilhaben lassen.<br />

Meine Uhr zeigt schon kurz vor zehn, als ich meinen<br />

Trolley aus dem Zimmer rolle. Zügig checke ich aus<br />

dem Hotel aus und treffe auf meine Crew. Der Bus<br />

bringt uns zum Terminal und wir begeben uns sofort<br />

an die Arbeit, um unseren heutigen Flug zu planen.<br />

Aus dem schönen Frankfurt, von dem wir bei unserem<br />

kurzen Aufenthalt nicht allzu viel gesehen haben, geht


FLIGHT!<br />

Wissen<br />

es in etwa drei Stun<strong>den</strong> wieder zurück nach Hongkong.<br />

In der Vorbereitung <strong>für</strong> diesen Flug werde ich<br />

mir <strong>den</strong> Operational <strong>Flight</strong> Plan aus unserem System<br />

herunterla<strong>den</strong>, die Wetterdaten mit <strong>den</strong> aktuellen Prognosen<br />

abgleichen und zusammen mit meiner Crew<br />

die Beladung unserer Maschine überwachen.<br />

Unser Flug wird heute etwa 10 Stun<strong>den</strong> und 20 Minuten<br />

dauern und uns zunächst über Polen, Litauen<br />

und Weißrussland südlich vorbei an Moskau nach<br />

Kasachstan führen. Von dort aus fliegen wir in <strong>den</strong><br />

chinesischen Luftraum ein und steuern in südöstlicher<br />

Richtung unser Ziel Hongkong an. Unser ATC-<br />

Flugplan enthält mehrere Stepclimbs, mit <strong>den</strong>en wir<br />

unsere Reiseflughöhe am Optimum halten wer<strong>den</strong>.<br />

Unser Flugzeug wird eine Boeing 747-400 mit Pratt-<br />

&-Whitney-Triebwerken sein, Registrierung B-HKU,<br />

Baujahr 1993.<br />

www.flightm.com 71


Wir wer<strong>den</strong> heute bei einer Zuladung von 60,8 Tonnen<br />

ein Zero Fuel Weight (ZFW) von 239,6 Tonnen haben.<br />

Zusammen mit der berechneten Treibstoffmenge von<br />

122,2 Tonnen wiegen wir beim Start also 361,8 Tonnen<br />

und sind damit noch weit unter dem Maximum<br />

von 396,9 Tonnen. Nach meiner Berechnung wer<strong>den</strong><br />

bei unserer Landung noch zwischen 14 und 15 Tonnen<br />

Treibstoff in <strong>den</strong> Tanks sein.<br />

Wir besprechen kurz die Werte, bestellen 122 Tonnen<br />

Treibstoff und gehen dann gemeinsam Richtung Gate.<br />

Und da steht sie auch schon, die Königin der Lüfte.<br />

Die Bo<strong>den</strong>crew ist bereits mit der Verladung des Caterings<br />

beschäftigt. Im Cockpit sind die Systeme noch heruntergefahren<br />

und alle Bildschirme sind noch dunkel.<br />

Wir beginnen damit die Systeme aus dem Schlaf zu holen<br />

und alignen das IRS. Während mein Kollege <strong>den</strong><br />

Bordcomputer mit Daten füttert und die Checklisten<br />

abarbeitet, mache ich <strong>den</strong> Walkaround und beobachte<br />

<strong>den</strong> Tankvorgang.<br />

72 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Wissen<br />

Zurück im Cockpit zücke ich Stift und Papier und berechne<br />

die Geschwindigkeiten <strong>für</strong> unseren Take-off<br />

von der Startbahn 18.<br />

Laut Wetter-Briefing wer<strong>den</strong> wir auf der 18 acht Knoten<br />

Rückenwind haben, was bei einer Bahnlänge von<br />

4000 Metern aber keine Probleme macht. Bei Flaps 20<br />

und TO1-Konfiguration ergibt sich bei einer Außentemperatur<br />

von 13 Grad eine Rotationsgeschwindig-<br />

keit von 163 Knoten. Zu diesem Zeitpunkt wer<strong>den</strong> wir<br />

noch 510 Meter Startbahn vor uns haben.<br />

Das Briefing ist schnell abgeschlossen und nachdem<br />

das Boarding beendet ist, beantragen wir <strong>den</strong> Pushback.<br />

Auf meiner Uhr ist es jetzt bereits 14 Uhr. Wir<br />

kommen also pünktlich los.<br />

Unsere Taxiroute führt uns über November vorbei an<br />

<strong>den</strong> Terminals und der Frachtrampe bis zum Holdingpoint<br />

der Runway 18.<br />

Nach dem Start fliegen wir die TOBAK2R Departure<br />

südlich um <strong>den</strong> Frankfurter Flughafen herum. Mit einer<br />

Linkskurve auf 118 Grad passieren wir das Radial<br />

220 des FFM VORs bei mindestens 2500 Fuß und drehen<br />

dann auf 89 Grad in Richtung TUKRU ein, von wo<br />

aus wir über das MTR VOR TOBAK ansteuern. Die<br />

Wahl dieser Departure ist eigentlich etwas ungewöhnlich<br />

bei unserer Route, bei unserem heutigen Gewicht<br />

aber problemlos machbar.<br />

Nachdem der Pushback abgeschlossen ist, starten wir<br />

unsere Triebwerke und rollen los.<br />

www.flightm.com 73


Wir haben Glück und bekommen<br />

ohne weitere Verzögerung unsere<br />

Startfreigabe. „Cathay 288, surface<br />

wind 310 with 9 knots, you are<br />

cleared for takeoff runway 18“.<br />

Ein kurzes „Cleared for takeoff,<br />

runway 18, Cathay 288“ und<br />

schon schiebe ich die vier hebel nach<br />

Schubvorne.<br />

Die Triebwerke heulen auf und ihr Schub drückt mich<br />

in <strong>den</strong> Sitz. „80!“, ruft mein Kollege von der Seite und<br />

ich bestätige. „V1!“, und ich nehme die Hand von <strong>den</strong><br />

Schubhebeln. Ab jetzt wird gestartet. Der Speed Indicator<br />

passiert die 163 Knoten Rotationsgeschwindigkeit,<br />

die ich mit einem „Vr!“ bemerke, und ich ziehe<br />

leicht am Yoke. Mit Leichtigkeit erhebt sich unsere 361<br />

Tonnen schwere Queen in die Luft.<br />

Das Fahrwerk fährt ein und der Controller leitet uns<br />

an Langen Radar weiter.<br />

Auf 3000 Fuß übernimmt der Auto-<br />

pilot und fliegt die Route mit einer<br />

leichten Linkskurve ab, während wir<br />

unsere Geschwindigkeit auf 220 Kno-<br />

ten erhöhen. Einen kurzen Moment er-<br />

innere ich mich an meinen Traum von<br />

heute Morgen und muss in mich hinein-<br />

grinsen, <strong>den</strong>n ich fühle mich gerade genauso<br />

glücklich. Der Lotse gibt uns auf FL110 frei<br />

und ich drehe die neue Höhe in <strong>den</strong> Autopilot.<br />

Kurze Zeit später passieren wir 10.000 Fuß, fahren die<br />

Klappen vollständig ein und beobachten, wie die Geschwindigkeit<br />

unserer Boeing weiter ansteigt. Links<br />

unter uns verschwindet Frankfurt unter <strong>den</strong> Wolken.<br />

Wir klettern weiter auf 31.000 Fuß, unsere erste Reiseflughöhe,<br />

und genießen kurz darauf <strong>den</strong> ersten Kaffee.<br />

Jetzt beginnt der gemütliche Teil unseres langen Flugs.<br />

Über Litauen nähert sich die Sonne bereits dem<br />

Horizont.<br />

Die Nacht verläuft ruhig und wir steigen weiter bis auf<br />

37.100 Fuß im metrischen Luftraum über China. Der<br />

Sonnenaufgang in dieser Höhe ist immer wieder atem-<br />

beraubend. Wir haben noch wenige hundert Meilen<br />

bis Hongkong und leiten das Arrival Briefing ein.<br />

Wir erwarten in Hongkong die Landebahn 07L mit<br />

Wind aus 180 Grad und 10 Knoten, ein paar Wolken<br />

auf 1400 Fuß und einer durchbrochenen Wolkendecke<br />

auf 2500 Fuß.<br />

74 <strong>Flight</strong>!


FLIGHT!<br />

Wissen<br />

Für unsere Landing Performance bedeutet das 2 Knoten<br />

Rückenwind. Der Computer spuckt eine Referenzgeschwindigkeit<br />

von 150 Knoten aus, mit der wir bei<br />

manuellem Bremsen noch reichlich Bahn übrig haben<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

Wir bekommen die Freigabe zum Sinkflug und wer<strong>den</strong><br />

Richtung Hongkong gelotst. Bald darauf kann ich<br />

schon die inselreiche Küste erblicken. Wir schnei<strong>den</strong><br />

das ILS der Landebahn 07L an und sinken auf dem<br />

Gleitpfad, während wir die Geschwindigkeit weiter reduzieren<br />

und die Klappen ausfahren. Und da liegt er<br />

schon, der Flughafen von Hongkong.<br />

Die automatischen Callouts verkün<strong>den</strong> unsere Höhe.<br />

„Minimum“, ertönt die Ansage. Die Bahn ist frei und<br />

wir haben unsere Landefreigabe, es geht also weiter.<br />

Ich schalte <strong>den</strong> Autopiloten und <strong>den</strong> Autothrust ab und<br />

übernehme die Maschine per Hand zur Landung.<br />

Der Wind kommt mit wenigen Knoten von rechts, bei<br />

40 Fuß beginne ich das Flugzeug abzufangen, nehme<br />

<strong>den</strong> Schub zurück und setze das Fahrwerk vorsichtig<br />

auf <strong>den</strong> Bo<strong>den</strong>. Die Schubumkehr wird aktiviert und<br />

die Störklappen halten uns auf dem Bo<strong>den</strong>.<br />

Willkommen in Hongkong!<br />

Drei Minuten schneller, als in unserem Flugplan berechnet,<br />

rolle ich die Maschine von der Bahn zum<br />

Terminal.<br />

Über die Rollwege A, WB und W1 rollen wir zu unserem<br />

zugewiesenen Gate.<br />

Und da wären wir. An einem sonnigen Sonntagmorgen<br />

docken die Passagierbrücken an unsere 747 und<br />

die Passagiere können jetzt endlich von Bord gehen.<br />

Im Cockpit fülle ich die Logbücher, während mein<br />

Kollege die Systeme herunterfährt. Viel Pause wird<br />

unsere Königin der Lüfte aber nicht haben, <strong>den</strong>n in<br />

knapp drei Stun<strong>den</strong> geht es <strong>für</strong> sie weiter nach Taipeh.<br />

Glücklicherweise aber nicht mit uns, <strong>den</strong>n wir haben<br />

jetzt erst einmal ein bisschen freie Zeit.<br />

Ich verabschiede mich von der Crew und meinen Kollegen<br />

und schnappe mir am Terminal das nächste Taxi,<br />

das mich direkt nach Hause bringt. Ein bisschen Schlaf<br />

werde ich jetzt gut gebrauchen können, bis der nächste<br />

Flug auf mich wartet, <strong>den</strong> ich hoffentlich wieder<br />

pünktlich an sein Ziel bringen darf. Aber vorher begebe<br />

ich mich ins Land der Träume und, wer weiß, vielleicht<br />

lande ich ja wieder an einem Strand.<br />

Euer Alan<br />

www.flightm.com 75


Ein Traumberuf:<br />

virtueller Pilot<br />

Die Karriere im Blick, die Flüge im heimischen Arbeitszimmer. Virtuelle<br />

Fluggesellschaften erfreuen sich seit nunmehr fünfzehn Jahren<br />

erhöhter Beliebtheit. Anfangs nur durch einfache, lokal gespeicherte<br />

Logbücher, bis hin zu <strong>den</strong> heutigen sehr gut ausgedachten Buchungssystemen.<br />

Die Laufbahn der virtuellen Fluggesellschaften ist vielseitig<br />

und sehr erfolgreich. In der <strong>Flight</strong>!-Sonderausgabe wer<strong>den</strong> wir uns<br />

des Themas genauer annehmen und die verschie<strong>den</strong>en Gruppierungen<br />

vorstellen, die Frage nach der Legalität von virtuellen Markennamen<br />

beantworten und die realen Fluggesellschaften zu Wort kommen lassen.<br />

Das Sonderheft erhält jeder Abonnent bequem nach Hause in <strong>den</strong><br />

Briefkasten, <strong>für</strong> Kioskleser wird die Ausgabe im Einzelverkauf auf unserer<br />

Website zu fin<strong>den</strong> sein.<br />

Mit Freun<strong>den</strong> unterwegs<br />

Die VAs (Virtual Airlines) erfreuen<br />

sich großer Beliebtheit wegen der<br />

Gemeinschaft an Freun<strong>den</strong>, die das<br />

gleiche Hobby ausleben. Durch die<br />

Kollegen kommt man auf diese Art<br />

in Kontakt mit Gleichgesinnten,<br />

unterhält sich im VA-Forum, trifft<br />

sich bei <strong>den</strong> realen Pilotentreffen<br />

und skypt locker nach Feierabend.<br />

Die meisten VAs sind mehr als nur<br />

Kollegen, inzwischen sind viele<br />

Freundschaften entstan<strong>den</strong> und<br />

es fin<strong>den</strong> regelmäßig Treffen statt,<br />

inklusive Flughafenrundfahrten,<br />

Spottermeetings und netter Abende<br />

im Biergarten.<br />

76 <strong>Flight</strong>!<br />

Die Sonderausgabe können<br />

Sie auf www.flightm.com<br />

vorbestellen


Du willst deine VAs in der<br />

Sonderausgabe vorstellen:<br />

redaktion@flightm.com<br />

Ohne Fluglizenz geht nichts! Auf<br />

diese Idee setzen so manche Vertreter<br />

der VAs und bauen somit einen<br />

realistischen Karrieremodus nach.<br />

Die Piloten müssen in ihrer Laufbahn<br />

so manche Tests ablegen und<br />

geflogen wird nur mit gültigem<br />

Type Rating, das ständig erneuert<br />

wer<strong>den</strong> muss.<br />

Community<br />

FLIGHT!<br />

Koordiniertes Fliegen und<br />

die Aufträge<br />

Das Logbuch zählt zum Standard<br />

in jeder virtuellen Fluggesellschaft,<br />

dort wer<strong>den</strong> die absolvierten Flüge<br />

aufgezeichnet und verrechnet.<br />

Inzwischen haben zahlreiche Programmierer<br />

diese Systeme noch<br />

weiter ausgebaut und entwickelt, so<br />

dass einige Buchungsmöglichkeiten<br />

sehr nah an die realen Vorbilder herankommen.<br />

Es bestehen klare Unterschiede<br />

zwischen <strong>den</strong> einzelnen<br />

Fluggesellschaften, so gibt es solche,<br />

die eher auf die normale Flugbuchung<br />

setzen, und andere wiederum,<br />

die detaillierte Flüge planen<br />

und alle Details mit ins Logbuch<br />

schreiben. Ein großer Unterschied<br />

zwischen <strong>den</strong> einzelnen Philosophien<br />

ist, ob sich der Pilot die Flüge<br />

selbst aussuchen kann oder eher das<br />

System vorgibt, welche zu fliegen<br />

sind. Wie auch in der realen Laufbahn<br />

kann der Pilot nicht selbst<br />

auswählen, welche Strecke heute<br />

geflogen wird. Dazu haben sich<br />

einige VAs ausgetüftelte Systeme<br />

ausgedacht. Einige fliegen mit einer<br />

Hybridlösung: Zwischen Auftrag<br />

und frei wählbarer Strecke kann<br />

der Pilot dann selbst entschei<strong>den</strong>,<br />

wie er heute seinen Dienst antritt.<br />

Illegal und doch egal?<br />

Die Community der virtuellen<br />

Fluggesellschaften gerät wegen der<br />

Verletzung von Markenrechten oft<br />

in die Kritik. In unserer Sonderausgabe<br />

wer<strong>den</strong> wir uns genauer anschauen,<br />

wie die Rechtslage ist, wie<br />

die realen Vorbilder zu ihren virtuellen<br />

Ablegern stehen, und lassen<br />

die Betreiber dieser virtuellen Fluggesellschaften<br />

zu Wort kommen.<br />

In <strong>den</strong> letzten Jahren hat der Ruf<br />

der VAs unter diesen Verletzungen<br />

der Markenrechte gelitten, zahlreiche<br />

Fluggesellschaften sehen<br />

deshalb heute eher Probleme als<br />

<strong>den</strong> positiven Effekt, in der Flugsimulation<br />

vertreten zu sein. Wie<br />

sieht dies außerhalb von Deutschland<br />

aus? Wie reagieren die Global<br />

Player der Luftfahrt und welche<br />

virtuellen Fluggesellschaften findet<br />

man in anderen Ländern? Mehr<br />

dazu ab September in unserer Sonderausgabe.<br />

Marc Goergen<br />

www.flightm.com 77


Die Best of Liste!<br />

Flugzeug<br />

Kategorie Produkt Ausgabe Bewertung Testurteil Preis<br />

Flugzeug<br />

PMDG Boeing 737 NGX<br />

*Best Product Award 2011*<br />

März 2012 9,5 Hervorragend 59,99 €<br />

Flugzeug Katana 4X (Marcel Felde) Juni 2011 9,0 Hervorragend 29,95 €<br />

Flugzeug <strong>Flight</strong>1 Ult. Airliner Collection: Super 80 Juni 2011 9,0 Hervorragend 49,99 €<br />

Flugzeug A2A Wings of POWER II: B17 August 2011 8,9 Hervorragend 32,99 $<br />

Flugzeug iFly 737 NG FSX Juli 2011 8,9 Hervorragend 49,95 €<br />

Flugzeug ORBX Lancair IV-P März 2011 8,9 Sehr gut 34,95 €<br />

Flugzeug Carenado Malibu Jetprop März 2012 8,8 Sehr gut 37,95 $<br />

Flugzeug Cessna 337 Skymaster Okt. 2011 8,8 Sehr gut 34,95 $<br />

Flugzeug Wilga X Januar 2012 8,6 Sehr gut 17,95 €<br />

Flugzeug iFly 737 NG FS9 März 2011 8,6 Sehr gut 49,95 €<br />

Flugzeug Aerosoft H36 DimonaX Juli 2011 8,6 Sehr gut 24,95 €<br />

Flugzeug Carenado Cessna CT210M Centurion II Sept. 2011 8,6 Sehr gut 34,95 $<br />

Flugzeug DC-6B - Legends of <strong>Flight</strong> April 2012 8,5 Hervorragend 29,95 €<br />

Flugzeug <strong>Flight</strong>1 DC-2 Juni 2011 8,4 Sehr gut 39,90 €<br />

Flugzeug Aerospool WT9 Dynamic Juni 2011 8,4 Gut 21,50 €<br />

Flugzeug Embraer E-Jets v.2 175 and 195 März 2011 8,4 Sehr gut 39,95 €<br />

Flugzeug Wilco Airbus Series Evolution Vol. 1 April 2011 8,3 Sehr gut 59,95 €<br />

Flugzeug Captain Sim Boeing 707 Base Pack Mai 2011 8,3 Sehr gut 29,99 €<br />

Flugzeug AirSimmer A320 Basic Edition (FS9) Mai 2011 8,3 Gut ab 35,90 €<br />

Flugeug D******** Rafale Nov. 2011 8,2 Sehr gut 26,18 €<br />

Flugzeug Aerosoft Airbus X April 2011 8,2 Gut ab 37,95 €<br />

Flugzeug Harrier Jump Jet Juli 2011 8,1 Sehr gut ab 27,95 €<br />

Flugzeug Iris C-27J Spartan Nov. 2011 8,0 Gut 40,.46 €<br />

Flugzeug Carenado Cessna 340 April 2011 8,0 Gut 21,50 €<br />

Flugzeug Wilco CRJ <strong>NextGen</strong> August 2012 7,9 Sehr gut 36,95 €<br />

Flugzeug Just <strong>Flight</strong> Comet Jetliner August 2011 7,9 Gut 31,60 €<br />

Flugzeug Carenado Beechcraft Bonanza V35 (XPlane) April 2012 7,8 Sehr gut 26,95 $<br />

Flugzeug Just <strong>Flight</strong> 757 Freemium Januar 2012 7.8 Hervorragend kostenlos<br />

Flugzeug Just<strong>Flight</strong> DC-3 Legends of <strong>Flight</strong> April 2011 7,8 Sehr gut 25,50 €<br />

Flugzeug Just <strong>Flight</strong> Vickers Viscount Januar 2012 7,7 Gut 25,50 €<br />

Flugzeug Embraer Phenom Novemb. 11 7,7 Mangelhaft 39,90 €<br />

Flugzeug 737 Pilot in Command Evolution (Wilco) Feb 2012 7,3 Sehr gut 39,95 €<br />

Flugzeug Consolidated PBY Catalina April 2012 7,2 Gut 23,03 €<br />

Flugzeug Just <strong>Flight</strong> A320 Jetliner Mai 2011 6,4 Ausreichend ab 19,35 €<br />

Flugzeug AFS Design A320Neo Feb 2012 2,4 Finger weg! 19,98 €<br />

Flugzeug 737 Pilot in Command Evolution (Wilco) Feb 2012 7,3 Sehr gut 39,95 €


Mitten in<br />

Berlin


Die Best of Liste!<br />

Szenerie<br />

Kategorie Produkt Ausgabe Bewertung Testurteil Preis<br />

Szenerie German Airports Team - Friedrichshafen X März 2012 9,2 Hervorragend 14,95 €<br />

Szenerie simwings - Gibraltar X 9,1 Hervorragend 19,95 €<br />

Szenerie<br />

Mega Airport München 2011<br />

*Best Product Award 2011*<br />

9,1 Hervorragend ab 24,95 €<br />

Szenerie ORBX <strong>–</strong> Cairns Intl. Airport 9,1 Hervorragend ab 24 €<br />

Szenerie Lugano X Flylogic Mai 2012 9,1 Hervorragend 25,95 €<br />

Szenerie Bern-Belp X FlyLogic 9,1 Sehr gut 25,99 €<br />

Szenerie ORBX <strong>–</strong> Cushman Meadows 9,1 Hervorragend 24,00 €<br />

Szenerie ORBX <strong>–</strong> FTX- NA WA56 & WA79 9,1 Sehr gut 24,95 $<br />

Szenerie ORBX - Essendon Airport 9,1 Hervorragend 32,95 AUD<br />

Szenerie ORBX - Port Macquarie Airport 9,1 Hervorragend 23,95 $<br />

Szenerie Altenrhein X 9,1 Hervorragend 25,99 €<br />

Szenerie ORBX <strong>–</strong> Fall City und Diamond Point 9,1 Hervorragend 29,95 €<br />

Szenerie flyTampa - flyAthens FS9/FSX 9,0 Hervorragend 26,18 €<br />

Szenerie ORBX - Melbourne Intl. V2 9,0 Hervorragend 29,95 €<br />

Szenerie ORBX <strong>–</strong> Brisbane Intl. V1.2 9,0 Hervorragend 29,95 €<br />

Szenerie Sim-wings Anchorage X 8,9 Hervorragend 24,95 €<br />

Szenerie Aerosoft <strong>–</strong> Frankfurt Hahn X April 2012 8,8 Hervorragend 15,95 €<br />

Szenerie ORBX New Zealand <strong>–</strong> Southern Islands März 2012 8,8 Sehr gut 39,95 €<br />

Szenerie Corfu X 8,7 Sehr gut 17,95 €<br />

Szenerie Antarctica X 8,6 Sehr gut 34,99 €<br />

Szenerie German Airfields 11 Südbayern 8,6 Sehr gut 27,95 €<br />

Szenerie UK2000 London City Xtreme 8,6 Gut 22,10 €<br />

Szenerie Zürich Live X 8,5 Hervorragend 16,06 €<br />

Szenerie Drzewiecki Design Krakow Balice 8,4 Sehr gut 20 €<br />

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