26.02.2014 Aufrufe

video Die besten Heimkino-TVs (Vorschau)

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11<br />

2011<br />

TV SAT BLU-RAY HIFI HEIMKINO HIGHEND<br />

NEU!<br />

Deutschland 4,30 €<br />

Österreich 4,95 € I Schweiz sfr 8,60<br />

Slowenien 5,80 € I BeNeLux 5,05 € I Italien 5,80 €<br />

Spanien 5,80 € I Finnland 6,40 € I Slowakei 6,00 €<br />

DIE BESTEN<br />

+ IFA-<br />

Check:<br />

3D ohne<br />

Brille<br />

TEST<br />

BRANDNEU<br />

3D-Projektor von<br />

Sony für 3.000 €<br />

• Hell, leise und satte Farben<br />

• 3D-Blu-rays superscharf<br />

HEIMKINO-<strong>TVs</strong><br />

• Preisknüller im Test: 3 Plasma-<strong>TVs</strong><br />

mit 1,3 m Bild schon ab 1.000 €<br />

• Extrabreit: Erster 21:9-TV mit<br />

3D-Kino-Technologie von Philips<br />

• Neue Referenz: 60-Zoll-LED-TV von Samsung<br />

TEST<br />

KAUFBERATUNG<br />

100 Surround-Sets<br />

auf einen Blick<br />

Im Test: Blu-ray-Pakete ab 600 € + kompakte<br />

5.1-Sets von Boston, Canton, ELAC und Quadral<br />

BLOCKBUSTER<br />

DESIGN-TREND<br />

PRAXIS & SERVICE<br />

1 1<br />

40 neue<br />

DVDs & Blu-rays<br />

• X-Men: Erste Entscheidung<br />

• Wasser für die Elefanten<br />

• Unknown Identity u.v.m.<br />

TEST<br />

Schöner wohnen<br />

mit „weißer Ware“<br />

<strong>Die</strong> <strong>besten</strong> <strong>TVs</strong>,<br />

Boxen & Player<br />

für Design-Fans<br />

• HD-Aufnahme trotz<br />

CI-Plus und HD-Plus<br />

• <strong>Die</strong> <strong>besten</strong> Router<br />

fürs Heimnetzwerk<br />

4 190477 704306


152cm<br />

(60”)<br />

Great Football<br />

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Sharp versteht die Leidenschaft von Millionen Fans, die wirklich mitfiebern. /This is why:<br />

Darum gibt es jetzt unseren neuen extra grossen AQUOS Quattron LCD TV (LC-60LE830),<br />

mit dem Sie auch zuhause ein großartiges Fussball-Erlebnis genießen können.<br />

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www.sharp.de


AnDreAs<br />

stumptner<br />

Chefredakteur<br />

Einfach den QR-Code mit<br />

einer passenden App auf<br />

Ihrem Smartphone scannen<br />

– schon gelangen Sie<br />

direkt zu einem Link, hinter<br />

dem sich der Videoclip<br />

zum Editorial verbirgt.<br />

Mehr Service,<br />

mehr Vielfalt<br />

Drei Jahre sind mittlerweile vergangen, seit wir<br />

mit der Zusammenführung der Home-Entertainment-Magazine<br />

HomeVision und <strong>video</strong> mit großem<br />

Erfolg die „Hochzeit des Jahres“ feierten.<br />

Seither haben Sie, liebe Leser, uns in Leserumfragen<br />

immer wieder Bestnoten gegeben. Dafür ein herzliches<br />

Dankeschön! Dennoch war sich das Redaktionsteam einig:<br />

Es ist an der Zeit, Ihre Video-HomeVision auf den neuesten<br />

Stand zu bringen. Das Ergebnis liegt vor Ihnen.<br />

Unser Ziel war es, das Heft aufzufrischen und dennoch<br />

die Vertrautheit zu erhalten, die Sie von uns erwarten. Wir<br />

haben nichts weggelassen, dafür aber viel verbessert. Es<br />

galt, angesichts der wachsenden Vielfalt an Service-Elementen<br />

die Übersicht zu wahren oder gar zu erleichtern.<br />

Und es galt, angesichts der riesigen Themenvielfalt eine<br />

möglichst einfache Struktur zu schaffen.<br />

Dazu erfüllen wir einen vielfachen Leserwunsch. Neben<br />

den gewohnten Fakten und ausführlichen Tests finden Sie<br />

ab sofort mehr Gelegenheit zum Schmökern: mit einem<br />

Report, unserer neuen Nostalgie-Rubrik und der beliebten<br />

Glosse, die wir auf eine komplette Seite erweitert haben.<br />

Um das Printmagazin noch stärker mit unseren Internet-<br />

Angeboten zu verknüpfen, werden Ihnen im Heft künftig<br />

außerdem immer häufiger QR-Codes begegnen (siehe<br />

links, weitere Infos unten und auf Seite 15). Auf diesem<br />

Weg offerieren wir Ihnen direkt wie nie zusätzliche Inhalte<br />

wie Videoclips, Trailer oder Gewinnspiele.<br />

Doch damit nicht genug: Denn besser als zuvor präsentieren<br />

sich auch unsere Testräumlichkeiten. Nach dem Umzug<br />

unseres Verlagshauses im Sommer haben wir ordentlich<br />

aufgerüstet (mehr dazu ab Seite 104).<br />

Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß mit der neuen Video-<br />

HomeVision. Und natürlich freuen wir uns schon jetzt auf<br />

Ihre konstruktive Kritik. Auf welchen Wegen Sie uns dazu<br />

kontaktieren können, erfahren Sie ab sofort immer in un-<br />

serer ebenfalls neu gestalteten Rubrik „Forum“.<br />

Herzlichst, Ihr<br />

Andreas Stumptner<br />

HDTV-Sat-Receiver<br />

für HD+ und CI+<br />

UFS 932/HD+<br />

Inkl. HD+ Karte für 1 Jahr freigeschaltet<br />

Analogabschaltung<br />

zum 30. April 2012<br />

7.2011<br />

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Empfang von Sky<br />

Sendern über das<br />

Sky CI Plus-Modul<br />

möglich *<br />

Durch die bereits für 1 Jahr<br />

freigeschaltete HD+ Karte<br />

ist mit dem UFS 932/HD+<br />

grenzenloser HDTV-Genuss<br />

möglich. <strong>Die</strong> integrierte CI+<br />

Schnittstelle garantiert zukunftssicher<br />

auch den<br />

Empfang weiterer Pay-TV<br />

Sender.<br />

Über die USB-Schnittstelle<br />

besteht die Möglichkeit, TVoder<br />

Radioprogramme aufzuzeichnen<br />

und zeitversetzt<br />

fernzusehen (Timeshift).<br />

* ) CI Plus-Modul nicht im Lieferumfang enthalten.<br />

Empfang von Sky über das Sky CI Plus-Modul nur über<br />

Sat und mit einem Abonnement von Sky möglich.<br />

Stand-by-Leistung < 1 Watt<br />

Kathrein-EPG<br />

-Kabel inklusive<br />

aus dem heft aufs Phone<br />

Sie sind nicht schön, aber unglaublich praktisch: Mit sogenannten<br />

QR-Codes (siehe links) können Sie künftig<br />

auch direkt aus Ihrer Video-HomeVision per Smartphone auf<br />

Zusatzinhalte im Web zugreifen. Was Sie dafür benötigen<br />

und wie es funktioniert, erklären wir Ihnen auf Seite 15.<br />

KATHREIN-Werke KG<br />

Postfach 10 04 44<br />

Anton-Kathrein-Str. 1-3<br />

D-83004 Rosenheim<br />

Tel. 08031 184-0<br />

Fax 08031 184-306<br />

http://www.kathrein.de<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

3<br />

Antennen · Electronic


Video-HomeVision | inHalt<br />

Seite 66<br />

Blu-ray-anlagen<br />

Seite 36<br />

ComeBaCk<br />

für Plasma<br />

Totgesagte leben länger: Drei Preisknüller mit 50-Zoll-Bild<br />

offenbaren, dass Plasma-Fernseher immer noch gewisse<br />

Vorteile gegenüber LCD-<strong>TVs</strong> besitzen.<br />

In der großen Kaufberatung müssen fünf <strong>Heimkino</strong>-Pakete im direkten<br />

Testvergleich beweisen, was sie können. <strong>Die</strong> Marktübersicht mit 100<br />

Systemen zeigt zudem alle erhältlichen Systeme auf einen Blick.<br />

Seite 56<br />

HD-aufnaHmen<br />

oHne grenzen<br />

Vorbei die Zeiten, als mit VPS alles seine Ordnung hatte. Wir<br />

erklären, wie Sie trotz HD-Plus und CI-Plus aufnehmen können.<br />

news & TrenDs<br />

06 Mehr HD für Kabel-Kunden<br />

Kabel Deutschland speist sechs maßgebliche<br />

HD-Kanäle in sein Netz ein<br />

07 Aktuelles<br />

Spannende Neuheiten, Hintergrundberichte,<br />

Nachrichten und Tipps<br />

08 Kolumne<br />

TV- und Radio-Moderatorin Katja Wunderlich<br />

sinniert über die Trendfarbe Weiß<br />

18 3D ohne Brille<br />

Nicht nur Toshiba zeigt mit 3D ohne Brille auf<br />

der IFA, wie Fernseher der Zukunft aussehen<br />

20 Händler des Monats<br />

Unsere Händlerempfehlung des Monats:<br />

media@home im EKZ Wechloy<br />

im fokus<br />

22 test: <strong>Heimkino</strong>-Set in Weiß<br />

<strong>Die</strong>se <strong>Heimkino</strong>-Anlage begeistert nicht nur<br />

Design-Liebhaber<br />

30 <strong>Die</strong> coolsten Gadgets in Weiß<br />

Neuheiten und Verkaufsschlager im Überblick<br />

BilD<br />

34 Aktuelles kompakt<br />

NEU!<br />

Sharp setzt weiter auf große Fernseher<br />

36 test: Plasma-tVs<br />

Neue 50-Zoll-Plasma-Fernseher von LG,<br />

Panasonic und Samsung zeigen ihr Können<br />

44 test: Philips Cinema 21:9 Gold<br />

Was kann der erste Kino-Breitbild-Fernseher<br />

der Niederländer mit 3D-Polarisationstechnik?<br />

48 test: 60-Zoll-Riese von Samsung<br />

<strong>Die</strong> neue Fernseher-Referenz im Test:<br />

XXL-TV aus Korea<br />

52 test: 3D-Projektor von Sony<br />

Leise, hell und bunt: der VPL-HW30<br />

56 Praxis: HD-Plus und Pay-tV-Recording<br />

So nehmen Sie trotz HD-Plus und CI-Plus auf<br />

62 Wissen: Movie-Code<br />

<strong>Die</strong> neue DVD-Generation mit Bezahlfunktion<br />

Ton<br />

64 Aktuelles kompakt<br />

DAB+ als Antriebsfeder für Digitalradio<br />

66 test: Blu-ray-Komplettsysteme<br />

Neue Anlagen von LG, Panasonic, Philips,<br />

Samsung und Sony im Vergleich<br />

NEU!<br />

4


76 Marktübersicht: blu-ray-Anlagen<br />

Über 100 Komplett-Sets mit den wichtigsten<br />

Ausstattungsmerkmalen im Überblick<br />

80 test: Kompakte Surround-Sets<br />

Vier <strong>Heimkino</strong>-taugliche Sets von Boston<br />

Acoustics, Canton, ELAC und Quadral<br />

zeigen, was sie können<br />

88 high end: edle elektrostaten von loewe<br />

Das Audiosystem der Franken, das nicht nur<br />

zu Loewe-<strong>TVs</strong> das passende Klangbild liefert<br />

neTzwerK<br />

94 Aktuelles kompakt<br />

NEU!<br />

Fernseher-Tuning mit der VideoWeb-TV-Box<br />

96 test: Multimedia-router<br />

Drei Schaltstellen fürs Heimnetz müssen<br />

sich als Multimedia-Zentralen beweisen<br />

Seite 44<br />

<strong>TVs</strong> im<br />

KinoformaT<br />

Mit ihren brandneuen XXL-Modellen zeigen Philips<br />

und Samsung, wie beeindruckend <strong>Heimkino</strong> heute<br />

sein kann.<br />

filme<br />

108 home entertainment<br />

Neue Blu-rays im Bild- und Ton-Check<br />

reporT<br />

138 portrait: ex-Denon-chef nishimura<br />

Auf der Suche nach dem perfekten Klang<br />

rubriKen<br />

3 editorial<br />

100 forum<br />

102 Kurztests<br />

104 So testen wir<br />

122 Markt<br />

128 <strong>besten</strong>liste<br />

137 nostalgie<br />

143 <strong>Vorschau</strong><br />

146 glosse<br />

NEU!<br />

NEU!<br />

Alle teStS in<br />

AlphAbetiScher<br />

reihenfolge<br />

LCD-Fernseher<br />

Philips 42PFL7906K 26<br />

Philips 50PFL7956K 44<br />

Samsung UD60D8090 48<br />

Plasma-Fernseher<br />

LG 50PZ955S 38<br />

Panasonic TX-P50GW30 39<br />

Samsung PS51D6900 40<br />

Projektor<br />

Sony VPL-HW30 52<br />

Sat-Receiver Komplettsysteme<br />

Vantage HD 8000S 29<br />

Blu-ray-Komplettsysteme<br />

LG HX966TZ 68<br />

Panasonic SC-BTT770 69<br />

Philips HTS5582 70<br />

Philips HTS9241 24<br />

Samsung HT-D5550 71<br />

Sony BDV-E980W 72<br />

5.1-Surround-Sets<br />

Boston Acoustics SoundWare XS 5.1SE 82<br />

Canton Movie 160 82<br />

ELAC 301.2 / SUB 2030 84<br />

Loewe Individual-Set 88<br />

Quadral Chromium Style 5.0 / SUB 88 84<br />

Router<br />

AVM FRITZ!Box Fon 7390 98<br />

Belkin Play Max Wireless 97<br />

D-Link DIR-685 99<br />

Kurztests<br />

Apple iPad 2 30<br />

Beats Solo HD 31<br />

Belkin tizi 31<br />

beyerdynamic DTX 300 p 30<br />

Magnat Quantum 1003 32<br />

Manfrotto 509HD 103<br />

Marchon EX3D5004 102<br />

NOXON DAB+ Stick 102<br />

Philips NP3900 103<br />

Samsung Galaxy S II 33<br />

TerraTec iRadio 300 103<br />

VideoWeb TV 94<br />

filme<br />

<strong>Die</strong> neuesten Blu-rays und DVDs im<br />

Test. Dazu erhalten Sie Hintergründe,<br />

Kinotipps und News aus der großen<br />

Welt des Entertainments.<br />

BIUTIFUL 119<br />

Largo Winch 2 – Burma-Verschwörung 115<br />

Red Riding Hood 116<br />

Roxy Music – Live at the Apollo 110<br />

Scarface 117<br />

The Fighter 112<br />

Thor 114<br />

Unknown Identity 111<br />

Wasser für die Elefanten 118<br />

X-Men: Erste Entscheidung 108<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

5


News & TreNds<br />

Autor/Redaktion: Andreas Stumptner // Bild: Kabel Deutschland<br />

Mehr HD für<br />

Kabel-Kunden<br />

Kabel-Seher, die sich bislang gegenüber Sat-Kunden<br />

im Nachteil sahen, können langsam aber sicher<br />

aufatmen. Auch Kabel Deutschland stellt verstärkt<br />

auf HD um und speist weitere, maßgebliche<br />

TV-Programme in sein Netz ein.<br />

Kabel Deutschland (KDG) speist seit 5. Oktober nun<br />

auch die sechs HD-Sender ProSieben HD, Sat.1 HD,<br />

kabel eins HD, sixx HD, SPORT1 HD und ServusTV<br />

HD ins Kabelnetz ein. <strong>Die</strong> ersten fünf waren bislang dem<br />

Satelliten-TV-Publikum vorbehalten, das mit einer HD-<br />

Plus-Karte ausgestattet war. Im Dezember folgen zwei<br />

weitere HD-Sender. <strong>Die</strong> Anzahl der HD-Programme bei<br />

KDG steigt somit bis zum Jahresende auf 26. <strong>Die</strong> Gespräche<br />

bezüglich einer Einspeisung der HD-Programme der<br />

RTL-Gruppe ins Kabelnetz sind noch im Gange.<br />

Und auch bei den Produkt- und Angebotsstrukturen<br />

ändert sich einiges: Neukunden zahlen künftig monatlich<br />

18,90 Euro für den Kabelanschluss. <strong>Die</strong>ser heißt nun Kabelanschluss<br />

HD. Zudem erhält der Neukunde einen HD-<br />

Receiver, der den bisherigen Digital-Receiver als Standardgerät<br />

ablöst. Alternativ können sich Kunden auch<br />

ohne Aufpreis für ein CI-Plus-Modul entscheiden.<br />

Mieter zahlen die Kosten für den analogen Kabelanschluss<br />

meist über die Mietnebenkosten. Mieter, die digitales<br />

privates Kabel-TV nutzen möchten, können für 2,90<br />

Euro monatlich den Digitalempfang hinzubuchen, der nun<br />

Kabel Digital heißt.<br />

Auf Wunsch können auch Bestandskunden zu den<br />

neuen HD-Angeboten wechseln. <strong>Die</strong> Vertragslaufzeit beginnt<br />

dann erneut. <strong>Die</strong> Kunden bezahlen laut KDG einen<br />

Aufpreis von bis zu drei Euro monatlich für Privat HD. Bestandskunden,<br />

die nicht zu HD wechseln möchten, können<br />

alle bisher genutzten Programme weiterhin ansehen. ■<br />

TV-Produkte und Preise zum 5. Oktober 2011 für Neukunden<br />

TV-Bereich KaBelaNschluss KaBelaNschluss-BüNdelaNgeBOTe<br />

KuNdeNgruPPe digiTaler hd - Pay-TV digiTaler hd -<br />

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(hd-dVr)<br />

(hd-dVr) + Pay TV<br />

Eigentümer Kabelanschluss HD Kabelanschluss kein Bündelangebot Kabelanschluss Komfort<br />

(18,90 Euro) 1, 2 Komfort HD (22,90 Euro) 1, 2 Premium HD (29,90 Euro) 1<br />

■ mit HD-Receiver zur ■ mit HD-DVR zur ■ mit HD-DVR zur<br />

Nutzung überlassen Nutzung überlassen Nutzung überlassen<br />

■ mit privatem HD ■ mit privatem HD ■ mit privatem HD<br />

■ mit digitalem ■ mit digitalem Kabelfernsehen ■ 8 Pay-HD-Sender<br />

Kabelfernsehen ■ mit analogem Kabelfernsehen ■ mit digitalem Kabelfernsehen<br />

■ mit analogem Kabelfernsehen<br />

■ mit analogem Kabelfernsehen<br />

Mieter * Kabel Digital (2,90 Euro) 2 Kabel Komfort HD Kabel Premium HD Kabel Komfort Premium HD<br />

■ mit Smartcard für (10,90 Euro) 1, 2 (12,90 Euro) (19,90 Euro) 1<br />

digitales Kabelfernsehen ■ mit HD-DVR zur ■ mit privatem HD ■ HD-DVR zur Nutzung überlassen<br />

Nutzung überlassen ■ 8 Pay-HD-Sender ■ mit privatem HD<br />

alternativ mit HD-Receiver ■ mit privatem HD ■ mit Smartcard für digitales ■ 8 Pay-HD-Sender<br />

oder CI-Plus-Modul zur ■ mit Smartcard für digitales Kabelfernsehen ■ mit Smartcard für digitales<br />

Nutzung überlassen Kabelfernsehen Kabelfernsehen<br />

für 4,90 Euro<br />

alternativ mit HD-Receiver<br />

oder CI-Plus-Modul zur Nutzung<br />

überlassen für 14,90 Euro<br />

1<br />

Ab dem 5. Oktober 2011 werden bis zu sechs private HD-Sender ins Netz von Kabel Deutschland eingespeist. Voraussetzungen für den Empfang aller privaten HD-Sender sind der Anschluss an das von Kabel<br />

Deutschland modernisierte Breitbandkabelnetz und ein auf 862 MHz aufgerüstetes Hausnetz. Anderenfalls werden zum Start nur ProSieben HD und Sat.1 HD zu empfangen sein.<br />

2<br />

Inklusive zwei Freimonate des HD-Pay-TV-Pakets Kabel Premium HD mit acht Pay-HD-Sendern. Ab dem dritten Monat werden monatlich 10 Euro berechnet, wenn nicht fristgemäß gekündigt wird.<br />

*Zusätzliche Kosten für analogen Kabelanschluss sind bereits in Mietnebenkosten enthalten.<br />

6


Lenovo<br />

Schlank und schön<br />

www.lenovo.com/de // ab 1.000 Euro<br />

Ein echter Hingucker ist das Lenovo IdeaPad U300s Ultrabook.<br />

Das vom Hersteller mit dem Beinamen „Haute Couture<br />

Notebook“ geschmückte Gerät verfügt über überzeugende<br />

innere Werte: ein 13,3-Zoll-Display im Seitenverhältnis 16 : 9 und<br />

einen Intel Core i7-Prozessor der zweiten Generation mit Turbo Boost<br />

2.0-Technologie. Dank SSD startet der kleine und leichte Klappcomputer<br />

mit Alu-Gehäuse in respektablen zehn Sekunden.<br />

_06J57_Sommercable_Video_11_11.pdf;S: 1;Format:(146.00 x 195.00 mm);12. Sep 2011 13:24:00<br />

SennheiSer<br />

Kabelfrei hören<br />

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Kabellos und High End müssen sich<br />

nicht widersprechen. Stieß diese<br />

Technik in der Vergangenheit noch<br />

an ihre Grenzen, so tritt Sennheiser<br />

nun mit dem RS 220 den Beweis<br />

dafür an, dass ein großes Hörerlebnis<br />

möglich ist: Leistungsstarke<br />

Neodym-Magneten sollen im RS 220<br />

für eine klare, detailgetreue Audiowiedergabe<br />

sorgen.<br />

Laut Hersteller deckt der Kopfhörer<br />

einen Frequenzbereich von 19 bis<br />

21.000 Hertz ab. Der maximale<br />

Schalldruckpegel des offenen, die<br />

Ohren umschließenden Hörers liegt<br />

bei 106 Dezibel, was etwas lauter ist<br />

als bei vergleichbaren Modellen. <strong>Die</strong><br />

Signale werden unkomprimiert über<br />

eine stabile 2,4-GHz-Verbindung<br />

an den Kopfhörer mittels Direct<br />

Sequence Spread Spectrum (DSSS)<br />

übertragen.<br />

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7


News & TreNds<br />

kolumne | alles eIne Frage Der TecHnIk<br />

Hama<br />

„Ganz in Weiß“<br />

Das Leben ist bunt, manchmal sehen wir es sogar durch die rosarote<br />

Brille. Manchmal ist es auch grau, aber schwarz irgendwie nur, wenn<br />

man sich bei vielen im Wohnzimmer umsieht. Schwarzer Fernseher,<br />

schwarze Soundanlage, schwarzer DVD-Player, schwarze Boxen.<br />

Hat nicht jedes Unternehmen den Anspruch, das Neuste, Modernste,<br />

Innovativste auf den Markt zu bringen? Aber in Sachen Design hapert es<br />

ganz schön, oder? High-Tech hui, Optik pfui.<br />

Früher, als Männer noch allein für die Gerätewahl zuständig waren,<br />

war es nicht schwer: Es gab nur Schwarz. Hauptsache auffällig, damit jeder,<br />

der reinkommt, sagt: „Ah, ein neuer Fernseher, cool, toll, Glückwunsch!“<br />

Nach dem Motto: mein Haus, meine Frau, mein Fernseher – na ja, die<br />

Zeiten sind zum Glück vorbei.<br />

Aber wo bleibt die Fantasie? Warum keine gemusterte Fernsehumrandung,<br />

kein gestreifter Kopfhörer, kein gepunkteter Blu-ray-Player? Ein bisschen<br />

Fantasie könnte nicht schaden. Immer nur ´ne Krawatte zum Hochzeitstag<br />

will doch auch keiner. Das ist also eine absolute Marktlücke. Gut,<br />

ich würde mir so etwas nicht unbedingt kaufen. Ich mag schließlich auch<br />

James Bond, aber würde ihn nicht unbedingt heiraten.<br />

Mein Tipp: Nichts toppt in diesem Fall die Farbe Weiß. „Ganz in Weiß“:<br />

Davon träumt jede Frau irgendwann und wird nun durch die gesamte<br />

Produktpalette der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik<br />

täglich an den schönsten Tag des Lebens erinnert.<br />

Weiß, die Farbe der Unschuld, Reinheit, Klarheit, des Neuanfangs.<br />

Erwartungsvoll, mit stolzer Brust, bebender Stimme und völlig romantisiert<br />

frage ich also am Abend meine Freundin, bevor ich mein Reich der<br />

Unschuld mit weißem Fernseher, weißer Soundanlage und weißem Kopfhörer<br />

zeige:<br />

„Woran erinnert dich die Farbe Weiß?“<br />

„Äh, Krankenhaus, Krankenschwester, Arzt, Mullbinden...?“<br />

Ok, sie ist Medizinerin, aber ein bisschen Fantasie würde ihr auch nicht<br />

schaden.<br />

Und jetzt raten Sie mal, woran ich denke, wenn ich neuerdings mein<br />

Wohnzimmer betrete... Nein, bitte sagen Sie jetzt nichts!<br />

Katja Wunderlich, TV- und Radio-Moderatorin, präsentiert die Katja-Wunderlich-Show<br />

in Bayern 3. Sie hat u.a. 2009 den Eurovision Song Contest in der ARD<br />

moderiert und war außerdem die erste weibliche Stadionsprecherin der Bundesliga<br />

beim 1. FC Nürnberg. Bei uns wagt sich die Fränkin auch an eine andere<br />

Männerdomäne: Technik – aus weiblicher Sicht. www.katjawunderlich.de<br />

HD vom Telefon (1)<br />

www.hama.de // 25 Euro<br />

Wie kommt ein HD-Film vom Smartphone<br />

auf das TV-Gerät? <strong>Die</strong> Handy-<br />

Hersteller setzen zunehmend auf<br />

Mobile High Definition Link (MHL).<br />

Hama unterstützt diesen Standard.<br />

Mit einer handlichen Adapterbox<br />

kommen die Filme hochauflösend<br />

vom Handy via HDMI auf den<br />

Schirm. Telefonseitig wird Micro USB<br />

unterstützt.<br />

HDI Dune<br />

Neu: Dune HD Smart<br />

dune-hd.com // ab 200 Euro<br />

HDI Dune präsentiert mit Dune HD<br />

Smart, Dune HD Max und Dune HD<br />

Pro die ersten Media-Player mit<br />

Blu-ray-Laufwerk und THX Media<br />

Director Support. <strong>Die</strong> Geräte spielen<br />

die Blu-rays automatisch mit den<br />

bestmöglichen Audio- und Video-<br />

Einstellungen der AV-Komponenten<br />

ab. Dazu werden Metadaten auf der<br />

Blu-ray verwendet, die den HDI Dune<br />

Media-Player steuern. Handelt es<br />

sich beispielsweise um eine 3D-Bluray<br />

und ist das TV-Gerät 3D-fähig, so<br />

wird der Film automatisch in 3D<br />

wiedergegeben.<br />

8


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unterschiedlich starke 3D-Effekte – entscheiden Sie selbst, welche 3D-Darstellung für Sie<br />

die beste ist. Und der neue Moth Eye Filter und 1200 Hz Perfect Motion Rate bieten optimale<br />

Bildqualität in 2D und 3D. Nicht umsonst wurde der Philips 46PFL9706 mit 3D-Max und<br />

Ambilight mit dem EISA Award<br />

als Europas bester 3D-Fernseher<br />

2011–2012 ausgezeichnet.<br />

Mehr Informationen<br />

auf philips.de/tv<br />

Sehen und erleben Sie mehr –<br />

mit Philips 3D.


News & TreNds<br />

Epson<br />

HD vom Telefon (2)<br />

www.epson.de // 700 Euro<br />

Auch iPhone-, iPad- und iPod-Nutzer können Inhalte von<br />

ihrem Mobilgerät jetzt ganz groß sehen. Der Projektor<br />

Epson MG-850HD bringt die Docking-Station dafür gleich<br />

mit. <strong>Die</strong> Verbindung wird kabellos hergestellt.<br />

Der Epson projiziert Bilder im 16:9-Kinoformat bis zu<br />

300 Zoll (7,6 m) Bilddiagonale bei einer Auflösung von<br />

720p und verfügt über zwei integrierte lautsprecher. Weiß- und Farbhelligkeit liegen bei jeweils<br />

10-Watt-Stereo-<br />

2.800 Lumen, das maximale Kontrastverhältnis bei<br />

3.000:1. Damit ist er prä destiniert für die Großbild-Wie-<br />

dergabe vieler Inhalte von iPod, iPhone und iPad – egal,<br />

ob es sich um Musik, Videos oder Fotos handelt. <strong>Die</strong><br />

Anschlussmöglichkeiten sind so vielfältig, dass auch<br />

andere Quellen wie Blu-ray- oder DVD-Player, PCs, <strong>TVs</strong><br />

oder Spielkonsolen angeschlossen werden können.<br />

samsung<br />

Blu-ray mobil<br />

www.samsung.de // 140 Euro<br />

Etwas für Reisefreudige ist der Blu-ray-Brenner SE-506AB von Samsung. Nicht<br />

nur, dass das kleine und äußerst kompakte Gerät mit der kratzfesten Hochglanz-<br />

Oberfläche im Verbund mit PCs und Laptops seine Arbeit verrichtet – über USB<br />

an ein TV-Gerät angeschlossen, dient es auch zur Wiedergabe von Filmen, Musik<br />

oder Fotos, wenn der Fernseher dies unterstützt.<br />

yamaha<br />

Vier Neue von Yamaha<br />

de.yamaha.com/de<br />

<strong>Die</strong> CD-Receiver der Kompaktsysteme MCR-232 und<br />

MCR-332 sind jetzt auch in der Lage, Musik vom iPod,<br />

iPad und iPhone wiederzugeben. <strong>Die</strong> Übertragung<br />

vom Digital Dock auf der Oberseite erfolgt digital,<br />

was Störgeräusche minimiert, und der Yamaha-DAC<br />

sorgt für eine präzise Klangwiedergabe bei Musik<br />

von iPhone und iPod. Über USB-Connector lassen<br />

sich auch MP3-Player anderer Hersteller, Speichermedien<br />

oder Tablet-Computer anschließen.<br />

<strong>Die</strong> netzwerkfähigen MCR-750 und MCR-755 mit Air<br />

Surround Extreme schaffen mit nur zwei Lautsprechern<br />

echten Surround-Sound. Für großes Kino sorgt<br />

die volle Kompatibilität zum Blu-ray-3D-Standard.<br />

10


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Kino war gestern –<br />

heute ist CINEMA<br />

3D von LG<br />

LG verwandelt mit seinem neuen<br />

Line-up die heimischen Wohnzimmer<br />

in einen Kinosaal<br />

Flimmerfreie und beste Bildqualität<br />

sowie perfekter 3D-Genuss aus jedem<br />

Blickwinkel mit leichten und<br />

preisgünstigen Brillen garantiert das neue<br />

CINEMA 3D Line-up von LG. Der Grund dafür<br />

ist die eingesetzte Polarisationstechnologie.<br />

<strong>Die</strong>ses Verfahren wird so auch im Kino<br />

verwendet und macht das 3D-Vergnügen<br />

für die breite Masse erlebbar. Da der Effekt<br />

bei dieser Technologie direkt auf dem Fernseher<br />

beziehungsweise auf der Leinwand<br />

entsteht, reichen leichte und damit angenehm<br />

zu tragende 3D-Brillen aus. Zusätzlich<br />

bedarf es keinem Verbindungssignal<br />

zwischen der Brille und dem TV, so dass<br />

man den Kopf beliebig drehen und wenden<br />

kann und aus jedem Blickwinkel beste Sicht<br />

genießen kann. <strong>Die</strong>se Vorteile gemeinsam<br />

mit den erschwinglichen Brillen machen<br />

die Polfilter <strong>TVs</strong> von LG zu einem 3D-Erlebnis<br />

für die ganze Familie.<br />

<strong>Die</strong> im TV-Bereich üblicherweise verwendete<br />

Shuttertechnologie muss dagegen auf aufladbare<br />

Brillen zurückgreifen, da hier der<br />

3D-Effekt in der Brille selbst entsteht. <strong>Die</strong><br />

Nachteile liegen auf der Hand: wenig Tragekomfort,<br />

kompliziertes Aufladen, teilweise<br />

auftretendes Unwohlsein und Schwindelgefühl<br />

und die teuren Anschaffungskosten auf<br />

Grund der enthaltenen Technik.<br />

Auch unabhängige Institute<br />

bescheinigen der Polarisationstechnologie<br />

beste Qualität: TÜV<br />

und Intertek zeichneten Anfang<br />

des Jahres die LG <strong>TVs</strong> für ihre<br />

flimmerfreie Bildqua lität aus.<br />

Dazu kommt das kürzlich<br />

erworbene VDE Zertifikat für<br />

die FullHD Bildqualität des<br />

LW570S auch im 3D Modus.<br />

Mehr Informationen unter<br />

www.lg.de/cinema3d


News & TreNds<br />

1&1MOBILE<br />

saMsung<br />

CMOS für HD<br />

www.samsung.de // 179 Euro<br />

1&1<br />

Samsungs<br />

SMX-Serie bekommt<br />

Zuwachs: Der<br />

Camcorder SMX-F70 glänzt mit<br />

Features wie 52-fachem optischem<br />

Zoom, Smart Back Ground Music,<br />

Record Pause und Upload Button.<br />

Neu ist, dass anstelle eines CCD-Sensors<br />

nun ein 5-MPixel-CMOS-Sensor<br />

seinen <strong>Die</strong>nst als Bildrezeptor verrichtet.<br />

Das hat eindeutige Vorteile,<br />

denn CMOS-Sensoren gelten als<br />

schnell, farbtreu und Strom sparend.<br />

Letzteres kommt direkt der Akku-<br />

Laufzeit zugute.<br />

<strong>Die</strong> anderen Eigenschaften lernt man<br />

spätestens angesichts der Bildqualität<br />

schätzen: Helle Lichtquellen wie<br />

Sonne, Kerzen und künstliche Raumbeleuchtung<br />

werden laut Hersteller<br />

klar und schlierenfrei dargestellt. Im<br />

progressiven Modus nimmt der<br />

SMX-F70 mit 50p auf, bei HD-Videoaufzeichnung<br />

in 1.280 x 720 mit 25p.<br />

Dabei werden pro Sekunde 50<br />

beziehungsweise 25 Vollbilder – und<br />

damit doppelt so viele Bildinformationen<br />

wie im Interlaced-Verfahren<br />

(50i) – der älteren Serienmodelle<br />

aufgenommen. Der SMX-F70 ist in<br />

den Farben Schwarz, Silber und Rot<br />

erhältlich.<br />

NEU IM<br />

OKTOBER!<br />

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0,–399,– €<br />

Zahl des Monats<br />

Sieben<br />

Fernbedienungen<br />

existierten im Durchschnitt in jedem deutschen<br />

Haushalt. Eine ganze Menge. Doch möglicherweise<br />

stehen hier einschneidende Veränderungen bevor.<br />

Immer mehr Geräte lassen sich bekanntlich per App<br />

über Smartphones oder Tablet-PCs steuern.<br />

*24 Monate Mindestvertragslaufzeit. Einmalige Bereitstellungsgebühr 29,90 €, keine Versandkosten.<br />

12


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Smartphone wie dem Samsung Galaxy W von 1&1für 39,99 €/Monat.<br />

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<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

13


News & TreNds<br />

Autor: Michael Außerbauer // Redaktion: Andreas Stumptner // Bild: Archiv<br />

Internet und Allianzen<br />

Internet-Inhalte auf dem TV sind mittlerweile gang und gäbe. Aber nahezu jeder Hersteller<br />

implementiert eigene Lösungen. Ein Vorstoß von Philips, LG und Sharp könnte das ändern.<br />

die Absichtserklärung ist sehr konkret: „Philips, LG<br />

und Sharp werden nach Wegen suchen, um gemeinsame<br />

technische Anforderungen für ihre<br />

Smart-TV-Angebote zu entwickeln, die auf offenen Standards<br />

wie HTML5, CE-HTML und HbbTV beruhen.“<br />

Darauf haben nicht nur die Käufer von Fernsehgeräten<br />

lange warten müssen, sondern auch die Entwickler von<br />

Software. Mit einem einheitlichen Standard bestünde die<br />

Chance, dass die Anzeige von Internet-Inhalten auf dem<br />

TV vereinheitlicht würde. Und damit sicherlich auch die<br />

Bedienung, wenn es um die Anzeige dieser Inhalte geht.<br />

Denn immer noch gilt das Internet als ein so sperriges und<br />

vielschichtiges Medium, dass der Transport auf das TV-<br />

Gerät nur selten zufriedenstellend gelingt.<br />

Der erste Schritt, den diese Allianz tut, wird eine Beta-<br />

Version eines gemeinsamen Software Development Kit<br />

(SDK) sein. Damit ist die Spezifikation der technischen<br />

Anforderungen festgelegt. Danach können sich die Anbieter<br />

von Inhalten richten, wenn es darum geht, eine<br />

Applikation zu entwickeln, die auf den Fernsehern von<br />

Philips, LG und Sharp funktioniert.<br />

ein neuer standard<br />

Ob diese Vorgehensweise einen neuen Standard quasi<br />

„by doing“ schafft, bleibt abzuwarten. Gezeigt hat sich<br />

allerdings immer wieder, dass andere Hersteller gerne<br />

vorhandene vernünftige Standards übernehmen. Wünschenswert<br />

wäre eine zumindest partiell vereinheitlichte<br />

Darstellung von Inhalten auf jeden Fall.<br />

■<br />

Mehr zum Thema finden Sie unter<br />

www.philips.de/ifapresse<br />

monatskalender oktober<br />

Wir fahren nach Berlin!<br />

Am 13. Oktober lädt Lautsprecher-Direktvertrieb Teufel<br />

die Fachpresse nach Berlin ein, um spannende Neuheiten<br />

für 2012 vorzustellen. Klar, dass Video-Home-<br />

Vision für Sie mit dabei ist. In Ausgabe 12 erfahren<br />

Sie, ob sich unsere Reise an die Spree gelohnt hat.<br />

Focal spielt Accuphase<br />

Wo Accuphase draufsteht, ist High End drin. Das will das<br />

Münchner Fachgeschäft Hifi Concept in der Wörthstraße<br />

unter Beweis stellen. Der Fachhändler zeigt daher am 22.<br />

Oktober „Neues und Aktuelles aus dem Hause Accuphase,<br />

vorgetragen von den neuen Focal Stella Utopia.“<br />

Audiophile Ausstellung<br />

Für Freunde audiophiler Unterhaltungselektronik lohnt ein<br />

herbstlicher Kurztrip in die Schweiz. Dort ist das Mövenpick<br />

Hotel Zürich-Regensdorf vom 21. bis 23. Oktober zum<br />

dritten Mal Austragungsort der High End Swiss. Eintritt:<br />

10 Franken (ca. 8 Euro). Infos: www.highendsociety.de<br />

14


Aus dem Heft direkt ins Web<br />

QR-Code: So geht‘s<br />

Viel Neues gibt es in Ihrer Video-HomeVision zu entdecken.<br />

So werden Ihnen künftig häufiger sogenannte<br />

QR-Codes begegnen (siehe rechts). Das Kürzel QR steht<br />

für Quick Response, also „schnelle Antwort“. Hinter der<br />

quadratischen Grafik liegen im Regelfall Webseiten<br />

oder Internet-basierte Inhalte. Der Vorteil: Über den<br />

QR-Code ist es möglich, diese Inhalte, zum Beispiel<br />

Filmtrailer oder Videoclips, mithilfe eines Smartphones<br />

direkt auf dem mobilen Gerät aufzurufen.<br />

Behilflich beim Scannen der QR-Codes sind Apps, die<br />

Sie – je nach Funktionsumfang – gratis oder für wenig<br />

Geld im App Store bzw. Android Market auf Ihr Phone<br />

laden können. Unter anderem folgende Apps sind<br />

dafür einsetzbar: i-nigma, NeoReader, Optiscan, QR-<br />

Reader, QuickMark, QRazy und QR Droid.<br />

Probieren Sie es einfach selbst aus. Viel Spaß!<br />

Über obigen Code<br />

rufen Sie unser<br />

QR-Code-Einführungs<strong>video</strong><br />

auf.<br />

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Möge die Macht...<br />

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Bis zum 31. Dezember legt Panasonic Blu-ray-<strong>Heimkino</strong>-Systemen die STAR<br />

WARS-Trilogie (Episoden IV bis VI) bei. Der Weg dazu ist denkbar einfach:<br />

Nach dem Kauf eines der sieben Panasonic-Aktionsmodelle bis Ende Dezember<br />

bei einem teilnehmenden Händler muss man das Produkt lediglich<br />

online reservieren, um die Blu-rays zugeschickt zu bekommen.<br />

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Okt<br />

Sex and Crime<br />

...lautet der Titel einer von vielen Diskussionsrunden auf<br />

den Münchner Medientagen (19. bis 21. Oktober). Bei „Sex<br />

and Crime“ geht‘s um Jugendschutz im Netz. Und sonst?<br />

Wir besuchen lieber das vielversprechende Panel „TV der<br />

Zukunft“ und hoffen auf spannende, neue Erkenntnisse.<br />

Journalist mit Hund<br />

Kein Geringerer als Meisterregisseur Steven Spielberg<br />

verfilmte Hergés Kult-Comic über den Journalisten Tim<br />

und seinen Hund Struppi neu in Motion-Capture-Technik<br />

und liefert damit großes Abenteuerkino für die<br />

ganze Familie. Grund genug, ab 27. Oktober wieder<br />

einmal das Filmtheater seines Vertrauens aufzusuchen.<br />

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1 GB steht eine Bandbreite von max. 64 kBit/s zur Verfügung. 24 Monate<br />

Mindestvertragslaufzeit. Keine Bereitstellungsgebühr, keine Versandkosten.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

15


News & TreNds<br />

AstrA // KAbel DeutschlAnD<br />

HD ist voll im Trend<br />

Das gilt sowohl für Kabel-Kunden als auch für die Nutzer von Sat-TV.<br />

Immerhin 4,5 Millionen Satelliten-Haushalte in Deutschland schauen inzwischen<br />

laut ASTRA Deutschland Programme in HD-Qualität. Das ist fast ein<br />

Drittel aller digitalen Sat-Haushalte. Der Anteil dürfte sich noch erhöhen,<br />

wenn die analoge Ausstrahlung am 30. April kommenden Jahres eingestellt<br />

wird. Auch bei Nutzern von Kabelfernsehen ist der Trend<br />

unverkennbar: Nach einer Umfrage von Kabel Deutschland<br />

schauen 44,5 Prozent der Deutschen hochauflösendes Fernsehen.<br />

Kodak PLAYSPORT<br />

gewinnen!<br />

Elephant White kommt jetzt auf Blu-ray<br />

und DVD. Mit ein bisschen Glück können<br />

Sie den packenden Thriller auf Blu-ray<br />

gewinnen. Mit noch ein wenig mehr Glück<br />

eine Kodak PLAYSPORT.<br />

Kevin Bacon ist einer der ganz Großen des Hollywood-Kinos. Einer<br />

jener begnadeten Darsteller, die in jeder Rolle Emotionen wecken<br />

und überzeugen. Das ist in Elephant White nicht anders, wo er<br />

als Freund des Protagonisten (Djimon Hounsou als Auftragskiller Curtie<br />

Church) nur eine Nebenrolle spielt.<br />

In dem sehenswerten und turbulenten Streifen geht es um den Kampf<br />

gegen eine Bande von Menschenhändlern in Bangkok. Mehr soll an dieser<br />

Stelle nicht verraten werden.<br />

Zu gewinnen gibt es zwei Kodak PLAYSPORT-Kameras und zwei Blurays<br />

von Elephant White, wenn Sie folgende Frage beantworten können:<br />

<strong>Die</strong> Kodak PLAYSPORT ist wasserdicht<br />

bis 3 m (10 Fuß) und hält Ihre Erlebnisse<br />

in 1080p HD fest. Dank der integrierten<br />

Bildstabilisierung haben Verwacklungen<br />

keine Chance. Ob Wasser,<br />

Schnee oder Schlamm – dieser Kamera<br />

kann so schnell nichts schaden.<br />

Wer spielt in Elephant White?<br />

A) Pete Pork, B) Kevin Bacon, C)Dennis Ham<br />

Einfach anmelden und Frage beantworten im Internet unter<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/gewinnspiel<br />

Schon sind Sie dabei. Teilnahmeschluss ist der 2. November 2011.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Mitsubishi<br />

3D-Beamer www.mitsubishi-vis.de<br />

Mitsubishi schickt seinem erfolgreichen Full-HD-3D-<br />

<strong>Heimkino</strong>projektor HC9000 einen Nachfolger hinterher.<br />

Der HC9000 (A) bietet neben anderen Verbesserungen<br />

eine intelligente Zwischenbildberechnung speziell für<br />

den 3D-Bereich, die mit dem SXRD-Panel für eine noch<br />

authentischere 3D-Bildfolge sorgt.<br />

16


So urteilt<br />

die Presse:<br />

Übertragung des Sat-Signals über<br />

die hausinterne Stromleitung<br />

dLAN ®<br />

TV Sat 1300-HD<br />

SAT-TVaus jeder<br />

dLAN ® TV Sat 1300-HD<br />

Steckdose<br />

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•Sat-Receiver-System für digitales Satellitenfernsehen in Full-HD-Qualität<br />

•Ohne Antennenkabel. Ohne Bohren. Ohne Dreck.<br />

•Signalübertragung über die hausinterne Stromleitung in jeden Raum<br />

•Kinderleichte Installation -inwenigen Minuten betriebsbereit<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.sat-ohne-kabel.de<br />

devolo AG • Charlottenburger Allee 60 • 52068 Aachen • Tel +49 241 18279-0 • www.devolo.de<br />

The Network Innovation


News & TreNds | ifa-Nachlese<br />

Autor/Redaktion: Andreas Stumptner // Bilder: A. Stumptner, Hersteller<br />

TV der<br />

Zukunft<br />

<strong>Die</strong> IFA 2011 ist längst Geschichte, dennoch<br />

lohnt ein Blick zurück: Einige Hersteller stellten<br />

auf der Messe bemerkenswerte Perspektiven<br />

der TV-Technik vor, darunter das viel diskutierte<br />

Topthema “3D ohne Brille”.<br />

Nicht nur Miss IFA war begeistert: Viele spannende<br />

TV-Neuheiten gab es unterm Funkturm zu sehen,<br />

viele davon hatten wir schon in Ausgabe 10/2011<br />

getestet (siehe Bild). Doch manche Aussteller hatten noch<br />

weitere Innovationen mit in die Bundes hauptstadt gebracht,<br />

die selbst unsere bestinformierten Fachredakteure<br />

nicht vorab zu Gesicht bekommen hatten.<br />

Allen voran Topmarken wie Toshiba, Loewe und Philips,<br />

die ihre jeweils eigenen Lösungsansätze für 3D-Fernsehen<br />

ohne Brille vorstellten. Am weitesten fortgeschritten: der<br />

Weg von Toshiba. <strong>Die</strong> Japaner stellten mit dem 55ZL2G<br />

einen nahezu marktreifen LED-TV vor, der neben der neuartigen<br />

3D-Technik alle von Toshiba derzeit verfügbaren<br />

Funktionalitäten an Bord hat: Quad Full HD (4K), CEVO<br />

ENGINE, HbbTV, Auto-Calibration etc. (mehr über die 3D-<br />

Technik erfahren Sie unten). <strong>Die</strong> IFA-Besucher jedenfalls<br />

standen zum Teil mehr als eine Stunde lang Schlange, um<br />

Toshibas Weltneuheit „3D ohne Brille“ persönlich in Augenschein<br />

zu nehmen – und das zu Recht. <strong>Die</strong> Präsentation<br />

konnte sich sehen lassen. Farben und Schärfe wirkten sehr<br />

realistisch, in einigen Übergängen legten sich jedoch noch<br />

leichte Schleier übers ansonsten sehr plastische 3D-Bild.<br />

Vierfach Full HD<br />

Bis zum Verkaufsstart dürften die Entwickler in Japan jedoch<br />

auch solche Kleinigkeiten beseitigt haben. Während<br />

der Toshiba-TV ab Dezember für satte 8.000 Euro in die<br />

Läden kommen soll, gehen die meisten Hersteller davon<br />

aus, dass die Zeit für 3D ohne Brille frühestens in fünf<br />

Jahren wirklich reif sein wird. Dennoch stellte auch Philips<br />

einen Prototyp vor: ebenfalls ein 4K-Panel mit neun Perspektiven,<br />

auf 52 Zoll Bilddiagonale. Der Zuschauer muss<br />

sich hier aber noch die bestmöglichen Blickwinkel suchen,<br />

um 3D in voller Schönheit genießen zu können.<br />

3D ohne<br />

Brille – so<br />

geht‘s<br />

18


Beim deutschen Edellieferanten Loewe gab es den ersten<br />

Feldversuch dagegen nur hinter verschlossenen Türen zu<br />

begutachten. <strong>Die</strong> Franken haben sich für ihren Ansatz mit<br />

der Software-Schmiede 3D Impact Media zusammengetan.<br />

Weil es bislang kaum Programme in 3D gibt, hat 3D<br />

Impact Media eine Software für die Echtzeitkonvertierung<br />

von 2D zu 3D ohne Brille entwickelt. Auch sei bei dieser<br />

technischen Lösung jeder Blickwinkel der richtige, berichten<br />

die beiden Partnerfirmen. Und die Software-Entwickler<br />

hätten es geschafft, Übergangszonen mit überlappenden<br />

3D-Bildern „endgültig zu eliminieren“.<br />

Spieglein, Spieglein an der Wand...<br />

Überhaupt schickte sich Loewe trotz wirtschaftlich<br />

schwieriger Zeiten an, auf der IFA als Innovator „Made in<br />

Germany“ zu glänzen. Im TV-Sektor gelang dies mithilfe<br />

dreier Designstudien, die als mögliche TV-Konzepte der<br />

Zukunft Zuspruch fanden: Zu bestaunen gab es Loewe Mirror,<br />

eine Wand, die gleichzeitig als Ankleidespiegel und<br />

Informationsbildschirm fungieren kann. Studie 2 zeigte<br />

Loewe Pivot, einen 21:9-Breitbildschirm, der sich selbsttätig<br />

horizontal oder vertikal einstellt. Hierdurch könnte der<br />

TV abwechselnd als Infoterminal oder als <strong>Heimkino</strong>system<br />

dienen. Prototyp 3, Loewe Module, stellt dagegen die<br />

parallele Nutzung von Medien in den Mittelpunkt. Kann<br />

auf dem Hauptbildschirm etwa ein Game gespielt werden,<br />

so ist auf dem Nebenbildschirm der Kontakt zu Mitspielern<br />

oder die Übersicht über Facebook-Posts möglich.<br />

Innovativ zeigte sich auch LG. <strong>Die</strong> Koreaner stellten den<br />

ersten Pentouch-TV vor, der Plasma-TV, Touch-Display<br />

und Computer in einem Gerät zusammenbringt. ■<br />

Der erste Pentouch-<br />

TV von LG vereint<br />

Plasma-Fernseher,<br />

Touch-Display und<br />

Computer in einem<br />

Gerät.<br />

Design-Studie 1:<br />

Via Loewe Mirror<br />

wirbeln Infos und<br />

Bilder über eine<br />

Spiegelwand, die in<br />

jedem Schlafzimmer<br />

stehen könnte.<br />

Design-Studie 2:<br />

Loewe Pivot ist ein<br />

21:9-TV à la Philips,<br />

ist jedoch – je nach<br />

Nutzung – horizontal<br />

oder vertikal einsetzbar.<br />

Wenn selbst Ihr Haustier – wie links auf dem offiziellen<br />

Toshiba-Pressebild – keine Lust mehr auf 3D mit Brille<br />

hat, ist es höchste Zeit, sich den 55ZL2G ins Haus zu holen.<br />

Toshibas Technologie für 3D ohne Brille basiert auf dem stereoskopischen<br />

Prinzip. Demnach werden gleichzeitig getrennte<br />

Perspektiven für das linke und das rechte Auge übertragen.<br />

Im Gehirn des Betrachters werden diese zusammengefügt und<br />

zum 3D-Eindruck verarbeitet. Spezielle Miniaturlinsen, die auf<br />

der Front des Displays angebracht sind, senden die jeweilige<br />

Perspektive zum linken und zum rechten Auge. Auf diese<br />

Weise erhält das Gehirn die beiden für den 3D-Effekt notwendigen<br />

Bildeindrücke.<br />

<strong>Die</strong> auf der Toshiba-eigenen CEVO ENGINE basierende Bildtechnologie<br />

des 55ZL2G erzeugt neun dieser Perspektiven, die<br />

durch die Miniaturlinsen auf diverse Sitzpositionen im Raum<br />

gerichtet werden. Dadurch können mehrere Personen gleichzeitig<br />

das 3D-Erlebnis genießen. Und das Wichtigste: Sie können<br />

sich dabei sogar bewegen, ohne den 3D-Eindruck zu verlieren.<br />

Für eine bestmögliche Anpassung des 3D-Effekts an die<br />

Sitzpositionen der Betrachter nutzt der 55ZL2G eine Gesichtserkennung.<br />

Auf Knopfdruck erfasst eine integrierte Kamera<br />

die Positionen der Nutzer.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

19


NewS & TreNDS | HäNDler DeS MoNaTS<br />

media@home im<br />

EKZ Wechloy<br />

Posthalterweg 10<br />

26129 Oldenburg<br />

Tel.: 0441 / 390 13 00-0<br />

torsten.schoen@media<br />

athome-wechloy.de<br />

www.mediaathomewechloy.de<br />

Service-Angebot<br />

Individuelle Beratung, auch<br />

beim Kunden zu Hause,<br />

Planung und Installation<br />

von Medien- und Sat-Technik,<br />

eigener Kundendienst<br />

Marken-Highlights<br />

Loewe, Panasonic, Techni-<br />

Sat, Sony, B.M.C., ADAM,<br />

KEF, Arcam, ELAC, Marantz,<br />

B&W, Rotel, Pioneer,<br />

Tivoli, Geneva, Sonos,<br />

Apple<br />

„Wir bringen den TV ins Internet“<br />

Der Geschäftsname ist Programm: media@home weist darauf hin, dass zum<br />

modernen Home Cinema inzwischen Internet und Heimnetzwerk gehören. Doch<br />

auch der Home-Service spielt bei Torsten Schön nach wie vor eine Hauptrolle.<br />

Autor: Volker Straßburg // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: media@home im EKZ Wechloy<br />

Zumindest für Journalisten ist<br />

Torsten Schön kaum zu erreichen.<br />

Zeit findet der media@<br />

home-Geschäftsleiter seit der<br />

Geschäftseröffnung im April hauptsächlich<br />

für seine Kunden: Er befindet<br />

sich entweder auf der rund 400 Quadratmeter<br />

großen Verkaufsfläche und<br />

führt ein Beratungsgespräch, oder er<br />

optimiert bei einem Cineasten zu<br />

Hause das <strong>Heimkino</strong> und verbindet es<br />

mit der Außenwelt.<br />

Letzteres ist eine Spezialität des media@home-Angebots.<br />

Internet-Portal,<br />

Heimnetzwerk oder die Aufnahmeprogrammierung<br />

von Sendungen von<br />

IntervIew<br />

unterwegs – Neulingen kann es<br />

schwerfallen, die entsprechenden Verknüpfungen<br />

vorzunehmen. Dann<br />

springt Torsten Schön ein: „Wir bringen<br />

den TV ins Internet.“ Er ergänzt<br />

sein Angebot um den Netzwerk-Kunden-Service,<br />

der das <strong>Heimkino</strong> mit<br />

dem Web, dem PC und etwa igen weiteren<br />

Netzwerk-Partnern verbindet.<br />

Wie eine solche Digitalkommunikation<br />

dann aussehen kann, zeigt der Geschäftsleiter<br />

bereits in seinem Shop.<br />

Dass sich inzwischen so viel um die<br />

digitale Kommunikation dreht, hält<br />

der gelernte Radio- und Fernsehtechniker<br />

dennoch für ein wenig bedenklich.<br />

„<strong>Die</strong> Wertigkeit von Bild und Ton<br />

spielt beim Kunden zuweilen eine untergeordnete<br />

Rolle.“ Was hohe TV-,<br />

<strong>Heimkino</strong>- und Hi-Fi-Qualität bedeutet,<br />

führt das Team von media@home<br />

daher eindrucksvoll im Verkaufsraum<br />

vor Augen. Der Markenmix ist bunt,<br />

wobei ausschließlich hochwertige<br />

Könner im Angebot sind.<br />

Hat sich der Kunde für ein Gerät<br />

entschieden, erhalten Bild und Klang<br />

den letzten Schliff zu Hause. Anschluss<br />

und Kalibration sind im Service<br />

inbegriffen. Und wer einen Beamer<br />

erwirbt, kann sich auch ein komplettes<br />

<strong>Heimkino</strong> samt Optimierung<br />

von Schallraum, Technik und Leinwand<br />

einrichten lassen. Maßanfertigungen<br />

bietet das siebenköpfige<br />

Team ebenfalls: Es arbeitet mit versierten<br />

Handwerkern für jede gewünschte<br />

Sonderlösung zusammen.<br />

Nur ausgesuchte Händler dürfen<br />

media@home-Geschäfte des Euronics-Elektronikverbunds<br />

führen. Beratungs-,<br />

Ausstattungs- und Sortimentskriterien<br />

sind am Limit, damit<br />

die Kunden ein High-End-Erlebnis<br />

haben.<br />

■<br />

Drei Fragen an Torsten Schön<br />

Video-HomeVision: 3D, Vernetzung, HbbTV – können Händler solch<br />

komplexe Themen überhaupt noch überblicken und ihren Kunden<br />

vermitteln?<br />

Torsten Schön: Wir Fachhändler haben die Themen schon drauf.<br />

Entscheidend dabei ist, den Endverbraucher nicht zu überfordern. Ihm jede technische Möglichkeit<br />

zu erklären würde nur Verwirrung stiften. <strong>Die</strong> Wünsche des Kunden stehen im Vordergrund:<br />

Welches Gerät ist das richtige für ihn? Welche Größe, welche Ausstattung?<br />

Video-HomeVision: Sind nach Ihrer Erfahrung Firmen für die Kunden bereits zu innovativ?<br />

Torsten Schön: Nein, der Bedarf nach neuen Medien entwickelt sich immer weiter.<br />

Video-HomeVision: Welche Kundenwünsche oder Wunschprodukte gibt es, die von den<br />

Herstellern noch nicht entdeckt wurden?<br />

Torsten Schön: Der Trend geht heutzutage zur einfachen Bedienung. Obwohl sich die Technik<br />

immer weiterentwickelt und Geräte durch ihre vielfältigen Möglichkeiten eigentlich Hunderte<br />

von Bedienungsknöpfen haben müssten, wünscht der Kunde sich eine unkomplizierte Bedienung.<br />

<strong>Die</strong>se sollte sich Hersteller übergreifend entwickeln, denn der Kunde möchte nicht für<br />

jedes Gerät in seinem Haus eine eigene Bedienungsanleitung studieren müssen.<br />

20


Minimale Größe.<br />

Maximaler Sound.<br />

Sie werden Ihren Augen und Ohren nicht trauen – denn Loewe SoundVision setzt neue<br />

Maßstäbe unter den Audio-Stand-Alone-Anlagen: In einem edlen Aluminiumgehäuse sorgen<br />

sechs Lautsprecher, darunter zwei Subwoofer, für einzigartig authentischen und kraftvollen<br />

Klang. Lassen Sie sich von Loewe SoundVision verzaubern: demnächst bei Ihrem Loewe<br />

Fachhändler – und schon jetzt im exklusiven Misty-Miller-Video auf www.loewe.de.


Im Fokus | trendFarbe WeIss<br />

22


Autoren/Redaktion: A. Greil, A. frank, A. stumptner // Bilder: Josef Bleier, stefan Rudnick, hersteller, Archiv<br />

Ganz in Weiß<br />

Mit Apples erstem iPod hielt die Farbe Weiß vor zehn Jahren fulminant Einzug<br />

ins Technik-Design. Heute sind blütenweiße Fernseher, Player, Lautsprecher<br />

und Zubehör in Hülle und Fülle erhältlich. Wir demonstrieren, wie gut die<br />

weißen Welten wirken.<br />

im test<br />

heimkino-set in weiss<br />

philips hts9241 € 1.000<br />

philips 42pfl7906K € 1.300<br />

vantage hd 8000s € 600<br />

<strong>Die</strong> schlichteste aller Farben ist<br />

auch die vielseitigste. Ihre Nuancen<br />

reichen von Kreide bis<br />

Creme, sie fängt das Licht, betont<br />

Strukturen und vereint unterschiedliche<br />

Stile. <strong>Die</strong> Inspirationen reichen<br />

von modern bis romantisch.“ Derart<br />

deutlich offenbarten die Kollegen des<br />

Einrichtungsmagazins zuhause wohnen<br />

vor ein paar Jahren ihre Sympathie<br />

für die Trendfarbe Weiß. <strong>Die</strong><br />

Frauenzeitschrift Vogue nannte sie<br />

dagegen ob ihrer neutralen Erscheinung<br />

ein wenig despektierlich die<br />

„modische Schweiz“.<br />

Doch wie auch immer man zum<br />

Design-Ton Weiß stehen mag: Angesichts<br />

der Fülle an „Weißer Ware“,<br />

die die Unterhaltungselektronik-Hersteller<br />

in jüngster Zeit auf den Markt<br />

gebracht haben und weiterhin bringen,<br />

wird sie nun auch in Video-<br />

HomeVision ausführlich gewürdigt.<br />

Wer jemals die Erfahrung gemacht<br />

hat, welch gewichtige Rolle der sogenannte<br />

„Women‘s Acceptance Factor“<br />

(„WAF“) beim Kauf neuer Technik<br />

spielt, kommt ohnehin kaum umhin,<br />

sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen.<br />

Das sieht auch der Trendforscher<br />

Alexander Hahn so: „Weiß<br />

weckt als Gegenpol zu Schwarz unter<br />

anderem Assoziationen wie Reinlichkeit,<br />

Gesundheit oder Zurückhaltung<br />

und spricht somit auf den ersten Blick<br />

eher weibliche Themen an“ (das ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

23


Im Fokus | trendFarbe WeIss<br />

Wie alles<br />

begann...<br />

Es war vor zehn Jahren,<br />

am 23. Oktober 2001, als<br />

Steve Jobs in der Blütezeit<br />

der MP3-Player das neuste<br />

Spielzeug aus dem Hause<br />

Apple ankün digte. <strong>Die</strong><br />

erste Generation des iPod<br />

gilt gemeinhin als Auslöser<br />

des weißen Farbtrends, der<br />

im Lauf der Jahre auch in<br />

andere Branchen wie die<br />

Automobil-Industrie überschwappte.<br />

Alles drin, wenig dran: <strong>Die</strong> 2.1-Blu-ray-Anlage HTS9241<br />

von Philips bietet für knapp 1.000 Euro so ziemlich alles,<br />

was ein aktueller Blu-ray-Player in Kombination mit einer<br />

AV-Anlage und einem TV-Gerät leistet. Sie öffnet etwa den<br />

Weg ins Internet-Menü Net TV, streamt Multimedia-Inhalte<br />

per DLNA aus dem Heimnetzwerk und gibt per integrierter<br />

Docking-Station Bild und Ton von Apple-Geräten wieder.<br />

Ein Anschluss für USB-Speichermedien ist auch dabei.<br />

Lediglich an Buchsen für weitere Zuspieler mangelt es:<br />

So suchten die Tester vergeblich einen HDMI-Eingang, etwa<br />

für einen HDTV-Receiver. Es gibt nur digitale und analoge<br />

Audiobuchsen.<br />

<strong>Die</strong> Lautsprecher sind lu xuriös ausgestattet: <strong>Die</strong> beiden<br />

schlanken Front-Satelliten wandeln hohe Frequenzen in<br />

Schall um mit Titan-Hochtönern, die laut Philips für einen<br />

sehr klaren Sound sorgen. Dazu gesellen sich Mittelton-<br />

Konusse darunter und darüber.<br />

Vielseitige Wiedergabe<br />

Im Test überzeugte die Anlage nicht nur mit ihren vielen<br />

Anschlussmöglichkeiten, sie unterstützt auch fast alle gängigen<br />

Audio- und Videoformate. Dazu zählen unter anderem<br />

MKV-Videos in DivX Plus HD, iPod-ty pische M4V-Filme und<br />

Audioformate wie WMA oder AAC.<br />

Bei dieser Vielfalt sollten Bild- und Tonqualität ebenfalls<br />

stimmen. Und tatsächlich: <strong>Die</strong> Anlage beherbergt ei nen sehr<br />

guten DVD-Player und machte auch mit Blu-ray-Filmen eine<br />

PhiliPs HTS9241/12 € 1.000<br />

hochwertiger Blu-ray-Player, Net<br />

TV, DLNA, USB, iPod Dock, klarer,<br />

räumlich gut gestaffelter Klang<br />

keine HDMI-Eingänge<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

erstklassige Figur – mit scharfen, fehlerfreien Bildern, nicht<br />

zuletzt aber auch durch ihre überschaubaren Ladezeiten.<br />

Beim Ton überzeugte die HTS9241 mit brillanten und seidigen<br />

Höhen, die Musik sowie Filmton einen besonders weiten<br />

Raumeindruck verliehen. Das ließ fast vergessen, dass die<br />

Boxen etwa im Vergleich zu den Nubert-Lautsprechern im<br />

Grundtonbereich sehr schlank abgestimmt waren. Den Subwoofer<br />

dagegen zügelten die Tester im Tiefbass etwas.<br />

Kurzum: <strong>Die</strong> HTS9241-Anlage ist ein echter Allrounder für<br />

das TV-Sound-Tuning und das Komplett-<strong>Heimkino</strong>.<br />

gesamte Interview mit dem Spezialisten<br />

für Markenaufbau finden Sie<br />

auf Seite 28).<br />

Aber seien wir mal ehrlich: Immer<br />

häufiger sieht man auch Vertreter des<br />

männlichen Geschlechts mit coolen,<br />

weißen Gadgets in der U-Bahn sitzen<br />

oder am Flughafen stehen. Ob mit der<br />

schneeweißen Ausführung des iPad 2,<br />

mit dem brandneuen, jetzt auch in<br />

Weiß erhältlichen Samsung-Smartphone<br />

Galaxy S II oder mit dem Kultkopfhörer<br />

Beats by Dr. Dre. Letzteren<br />

erspäht man immer häufiger vor allem<br />

auf Köpfen prominenter Sportler, darunter<br />

Fußballspieler wie FC-Bayern-<br />

Star Arjen Robben, der das Schmuckstück<br />

schon mal gern beim Warmlaufen<br />

im Stadion oder auch auf der Busfahrt<br />

in die Arena trägt.<br />

Rundum-sorglos-Paket<br />

Was im mobilen Bereich funktioniert,<br />

kann eigentlich zu Hause nicht verkehrt<br />

sein. Warum sollte man also<br />

nicht auch ein in Weiß gekleidetes<br />

<strong>Heimkino</strong>-Equipment im Wohnzimmer<br />

sein Eigen nennen?<br />

Um Ihnen zu zeigen, wie eine solche<br />

Geräte-Kombi aussehen könnte, haben<br />

wir beispielhaft ein Set zusammengestellt.<br />

Es besteht im ersten<br />

Schritt aus dem edlen weißen Design-<br />

Line-Fernseher 42PFL7906K sowie der<br />

dazu perfekt passenden <strong>Heimkino</strong>-<br />

Anlage HTS9241 – beides aus dem<br />

Hause Philips. Damit ist man für<br />

2.300 Euro bereits <strong>besten</strong>s mit einem<br />

Rundum-sorglos-Paket ausgerüs- ➜<br />

24


Metz Media System:<br />

Ein Fernseher, viele neue Möglichkeiten.<br />

© DasErste.de 12.08.2011<br />

Mit Metz wird Ihr Fernseher zur Multimedia-Zentrale: Viele<br />

unserer LCD-<strong>TVs</strong> sind ab sofortmit dem MetzMedia System<br />

ausgestattet. Damit können Sie ganz einfach Filme, Fotos<br />

oder Musik auf Ihrem Fernseher abspielen – z.B. vom PC<br />

aus Ihrem Heimnetzwerk. Und über die integrierte HbbTV-<br />

Funktion lassen sich online zusätzliche Infos zum laufenden<br />

TV-Programm abrufen – oder verpasste Sendungen über<br />

die Mediatheken der Sender anschauen.<br />

Gerne führt Ihnen Ihr Metz Fachhändler die vielfältigen<br />

Möglichkeiten vor!<br />

Made in<br />

Germany<br />

Mit Ihrer Metz Fernbedienung<br />

steuern Sie die Wiedergabe<br />

von Video-, Audio- und<br />

Foto-Dateien aus den Archiven<br />

aller mit dem Fernseher<br />

vernetzten Geräte.<br />

Technische Perfektion<br />

■<br />

Sicher in die Zukunft<br />

■<br />

Bedienfreundlichkeit<br />

■<br />

Ausgezeichnete Qualität<br />

■<br />

Bequemer Service<br />

Metz – immer erstklassig.<br />

www.metz.de


Im Fokus | trendFarbe WeIss<br />

PhiliPs 42pfl7906K € 1.300<br />

ausgefallenes Design,<br />

viele Internet-<strong>Die</strong>nste<br />

Bedienung gelegentlich zäh<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

M it seiner weißen Frontblende und Rückwand passt der<br />

DesignLine-Ableger der beliebten 7000er-Serie von<br />

Philips in jede weiße Wohnwelt. Und im Inneren hat der<br />

Schönling ohnehin beinahe alles zu bieten, was man von<br />

einem LCD-TV heute erwarten darf: 3D, USB-Recording,<br />

WLAN, Net TV und vieles mehr. Der Standfuß ist stabil und<br />

massiv – und das muss er auch sein, weil er ein nach hinten<br />

geneigtes Panel trägt.<br />

Was die Anschlüsse betrifft, ist der Holländer gut bestückt.<br />

Alle wichtigen Buchsen sind an Bord. Von den beiden USB-<br />

Buchsen dient eine für die Recording-Funktion. <strong>Die</strong> andere<br />

bleibt dann frei, um Mediendateien abspielen zu können. <strong>Die</strong><br />

lassen sich aber auch via Netzwerk einspielen. Neben der<br />

LAN-Buchse ist auch ein WLAN-Transponder eingebaut,<br />

über den der Benutzer bequem auf Filme, Fotos und Musik<br />

zugreifen kann.<br />

Bei seinen Internet-Funktionen gibt es kaum Einschränkungen.<br />

So sind diverse kostenpflichtige und Gratis-Videodienste<br />

wie Viewster oder sevenload aufrufbar. Nachrichten-<br />

Portale wie die Tagesschau und kicker.de sind ebenso<br />

vorhanden wie Routenplaner von Falk oder TomTom. Auch<br />

personalisierte <strong>Die</strong>nste wie Picasa, Facebook und Twitter<br />

hat der TV intus. Für ein einfacheres Eingeben der Zugangsdaten<br />

soll der Philips mit der nächsten Software-Version<br />

auch USB-Tastaturen erkennen können.<br />

Ordentliches Schwarz<br />

Im Bildtest hat sich der Philips ebenfalls tapfer geschlagen.<br />

<strong>Die</strong> Schärfe sollte allerdings großzügig heruntergeregelt<br />

sein. Das ohnehin schon scharfe Bild bekommt sonst unangenehme<br />

Doppelkonturen.<br />

Mit seinem ordentlichen Schwarz sorgte der schneeweiße<br />

Philips-LED-TV zudem für einen ansehnlichen Kontrast. Seine<br />

bewegungsadaptive Bildverbesserungsschaltung HD<br />

Natural Motion lieferte flüssige Schwenks und bewegte<br />

Motive, vermied dabei aber nicht ganz wolkige Artefakte.<br />

Das 3D-Bild zeichnete sich durch geringes Übersprechen<br />

aus. Aus einer Entfernung, die etwa der dreifachen Bilddiagonale<br />

entspricht, macht das räumliche Sehen daher richtig<br />

viel Spaß.<br />

tet für Filmspaß in HD, 3D und achtbaren<br />

2.1- und Surround-Sound.<br />

Wer noch ein wenig mehr draufsatteln<br />

will, kann dies mithilfe des Sat-<br />

Receivers Vantage HD 8000S tun.<br />

Zwar ist der Philips-TV bereits mit<br />

einem Sat-Empfänger ausgestattet.<br />

Doch der Vantage mit dem wohlklingenden<br />

Beinamen Blue Ice bietet mit<br />

seinem Doppel-Tuner für zeitgleiches<br />

Sehen und Aufnehmen unterschiedlicher<br />

Programme und mit einer 500<br />

Gigabyte großen Festplatte noch eine<br />

für viele TV-Fans unverzichtbare Zusatzausstattung.<br />

Und mit seinem hellweißen<br />

Gehäuse und den stahlblau<br />

leuchtenden Bedienelementen ist der<br />

kantige Receiver auch optisch ein<br />

stattliches Highlight.<br />

Keine AV-Receiver<br />

Wer sein klangliches Konzept erweitern<br />

und seinen Räumlichkeiten lieber<br />

ein audiophiles Lautsprecher-Set gönnen<br />

möchte, wird ebenfalls schnell<br />

fündig. Etwa bei Marken herstellern<br />

wie Boston Acoustics, Canton, Nubert<br />

oder Teufel. Jedoch offenbart der Audioaspekt<br />

auch die größte und damit<br />

erstaunlichste Lücke im sonst so vielfältigen,<br />

weißfarbigen Angebotsreigen:<br />

AV-Receiver sind nur in Schwarz<br />

oder Silber erhältlich. Ob bei Denon,<br />

Onkyo, Yamaha, Sony oder welchem<br />

namhaften Anbieter auch immer:<br />

Weiße Audio- und Netzwerkzentralen<br />

sucht man vergeblich.<br />

Wer dennoch nicht auf einen AV-<br />

Receiver verzichten will, dem ➜<br />

26


www.teufel.de<br />

Astrid Hulsebosch,<br />

Support International<br />

bei Teufel<br />

Matthias Wolniak,<br />

Controller bei Teufel<br />

Teufel Columa 300: Aluminium-Säulen-<br />

Lautsprecher für <strong>Heimkino</strong> und Musik<br />

5.1-Lautsprecher-Setimschlanken Format. Großer Klang,kleiner<br />

Platzbedarf. Passt perfekt zum Flachbildschirm. Freie Konfiguration:<br />

wahlweise kurzeund lange Säulen. Auch als 7.1-Kombination, mit<br />

integriertemSurround-Receiver oder kabellosen Rear-Lautsprechern.<br />

Extrem kräftigerSubwoofer.InSilber oder Schwarz.<br />

<strong>Die</strong> Teufel Vorteile:<br />

8Wochen Probe hörenmit vollem Umtausch-und Rückgaberecht|12Jahre<br />

Garantie auf Lautsprecher |Bester Sound zu günstigen Preisen durch<br />

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Preise korrekt zum Zeitpunkt der Anzeigenerstellung. Aktuelle Preise entnehmen Sie bitte der Website www.teufel.de.<br />

... macht glücklich


Im Fokus | trendFarbe WeIss<br />

„Klarheit, Reinheit, Intelligenz“<br />

Blu-rays<br />

in Weiß<br />

<strong>Die</strong> weiße Welle macht<br />

auch vor den großen Filmstudios<br />

nicht halt. So<br />

packte Walt Disney jüngst<br />

große Action-Hits aus dem<br />

reichhaltigen Blockbuster-<br />

Portfolio in eine zehnteilige<br />

Steelbook-Kollektion. Und<br />

wie soll es anders sein:<br />

<strong>Die</strong> Scheiben der Blu-ray<br />

Collector‘s Edition erschienen<br />

allesamt mit schneeweißem<br />

Stahl-Cover.<br />

Alexander Hahn ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Marketing-Rechercheportals Slogans.de und<br />

der Agentur Satelliten Media Design in Hamburg. Als Spezialist für Markenaufbau entwickelte er über 15 Jahre lang<br />

Marken- und Produktkonzepte für führende Unternehmen der Medienbranche. Inzwischen widmet er sich insbesondere der<br />

Marktbeobachtung, Sprach- und Trendforschung und ist Autor anerkannter Marketingstudien. Seine Arbeit wurde mehrfach<br />

ausgezeichnet. Wir fragten Alexander Hahn nach der Entstehung und Wirkung der Trendfarbe Weiß..<br />

Video-HomeVision: Wie erklärt sich der fortwährende<br />

Trend, insbesondere Lifestyle-Produkte in Weiß auf den<br />

Markt zu bringen?<br />

Alexander Hahn: Weiß genießt als Farbe für Lifestyle-<br />

Produkte seit jeher einen Sonderstatus. Dominierte hier<br />

über Jahrzehnte die Farbe Schwarz die Oberflächen von<br />

TV-Geräten, Hi-Fi-Systemen oder auch Automobilen,<br />

entwickelte sich in unserer heutigen Zeit zunächst die Farbe<br />

Silber als frischer und heller Gegenpol zum neuen Trend.<br />

Silber vermittelt im Vergleich zu Schwarz mehr Leichtigkeit,<br />

Modernität und Beweglichkeit sowie als Farbe eines<br />

Edelmetalls eine besondere Wertigkeit. Weiß ist nun seit<br />

einigen Jahren die radikalere Weiterentwicklung dieses<br />

Trends zu noch helleren, einfacheren und optisch leichteren<br />

Produkten im Bereich Technik, Elektronik und Lifestyle.<br />

Video-HomeVision: Welche Philosophie steckt nach Ihrer<br />

Meinung dahinter?<br />

Alexander Hahn: <strong>Die</strong> Trendfarbe Weiß ist nicht als eine<br />

Farbe von vielen zu sehen, sie ist ein deutliches Signal einer<br />

neuen Generation, eines neuen Lebensgefühls. Wer heute<br />

ein weißes Technikprodukt sein Eigen nennt, möchte<br />

Klarheit, Reinheit, Intelligenz und Souveränität vermitteln,<br />

sei es als Nutzer oder auch als Hersteller. Zudem ist Weiß<br />

eine der auffälligsten Farben, da sie nicht nur in der<br />

Elektronik, sondern auch in der Natur eher selten vorkommt.<br />

Als „Unfarbe“ steht Weiß für maximalen Kontrast und<br />

Kompromisslosigkeit und psychologisch für einen Protest<br />

gegen alles Bunte, Kurzlebige und Austauschbare. In<br />

unserer unsicheren und schnelllebigen Zeit wünschen wir<br />

uns Produkte, die nicht morgen schon wieder out sein<br />

können, sondern mit denen wir möglichst lange „gut<br />

aussehen“ können. Mit Produkten in der Trendfarbe Weiß<br />

demonstriert man somit gleichzeitig Trendbewusstsein und<br />

auch zeitlose Eleganz.<br />

Video-HomeVision: Welchen Einfluss hatte und hat Apple<br />

bei der Etablierung der Trendfarbe Weiß?<br />

Alexander Hahn: Apple hatte diesen Trend früh erkannt<br />

und ihn durch die Einführung der Farbe Weiß in Bereichen<br />

wie Rechnern, iPods, iPhones und in weitere Unterhaltungselektronik<br />

stark geprägt. Apples weiße Ohrhörer-Kabel<br />

beispielsweise sind heute schon Teil unseres Stadtbildes,<br />

und die weißen Versionen von iPhone oder iPad entwickelten<br />

sich schnell zu Kultobjekten. Der Apple-Designer<br />

Jonathan Ive erklärte einst in einem Interview die Wahl<br />

der Farbe Weiß mit dem Stichwort „Zukunftsoptimismus“.<br />

Auch andere Branchen wie Mode oder Einrichtung zogen<br />

nach, und heute hat nahezu jeder Hersteller insbesondere<br />

in der Unterhaltungselektronik mindestens ein Produkt in<br />

Weiß im Angebot.<br />

Video-HomeVision: Weiß wirkt erst einmal eher feminin.<br />

Stimmt das? Welche Zielgruppen spricht Weiß nach Ihrer<br />

Meinung besonders an?<br />

Alexander Hahn: Weiß weckt als Gegenpol zu Schwarz<br />

unter anderem Assoziationen wie Reinlichkeit, Gesundheit<br />

oder Zurückhaltung und spricht somit auf den ersten Blick<br />

eher weibliche Themen an. Aus diesem Grund wurde<br />

bei spielsweise Nintendos Wii in den Medien häufig als<br />

„Spielkonsole der Frauen“ besprochen. Der bahnbrechende<br />

Erfolg dieses Produkts über alle Altersschichten und Ge -<br />

schlechter hinweg bewies jedoch, dass der Weiß-Trend<br />

auch vor einer breiteren Zielgruppe nicht Halt macht. Zudem<br />

sind ehemals weibliche Themen wie Schönheit, Pflege oder<br />

Nachhaltigkeit heute auch zunehmend in der männlichen<br />

Welt angekommen. Insbesondere fühlen sich Trendsetter,<br />

modebewusste und intellektuelle Menschen von Produkten<br />

in der Trendfarbe Weiß angesprochen.<br />

Video-HomeVision: Wie lange wird der Trend noch<br />

anhalten und vor allem: Welche Farbenspiele kommen<br />

danach?<br />

Alexander Hahn: Deutlich spürbar wurde der Trend<br />

erstmals 2002 durch Apples Ablösung der zuvor bunten<br />

iMacs durch eine neue einheitliche Optik in reinem Weiß.<br />

Weitere weiße Produkte kamen hinzu. Heute führt Apple die<br />

Farbe Weiß insbesondere als Alternativ-Variante bei iPhone<br />

und iPad sowie im Zubehörbereich fort, die Oberflächen der<br />

aktuellen Rechner erhielten die Kombination Aluminium-<br />

Schwarz. Auch Nintendo bietet seit 2009 seine weiße<br />

Wii-Konsole nun alternativ in Schwarz an.<br />

Der Weiß-Trend hält insoweit weiterhin an, verschiebt sich<br />

aber leicht in den Exklusiv-Bereich. Weiß wird voraussichtlich<br />

auch noch weitere Jahre als Trendfarbe für edle und<br />

innovative Lifestyle-Produkte bestehen bleiben: als Teil der<br />

fortschreitenden Reduktion und Vereinfachung der Unterhaltungselektronik.<br />

28


leibt nur, in Sachen Mobiliar kreativ<br />

zu werden. Spezialisten wie der<br />

schwäbische Medienmöbel-Hersteller<br />

Spectral offerieren TV- und Medien-<br />

Racks, die nicht-weiße Geräte schnell<br />

hinter einer schönen, schneeweißen<br />

Glasfront verschwinden lassen – getreu<br />

dem Firmenmotto „Spectral<br />

macht Technik unsichtbar“. Zugegeben:<br />

<strong>Die</strong>se Variante kann schnell etwas<br />

kostspielig werden, sie verleiht<br />

aber jedem Wohnraum einen besonders<br />

eleganten Anstrich.<br />

Fazit<br />

<strong>Die</strong> Trendfarbe Weiß ist keineswegs nur<br />

etwas fürs weibliche Geschlecht. Wer<br />

Design liebt und zudem auf ein gutes,<br />

leistungsfähiges Home-Entertainment-<br />

Equiment im Wohnraum Wert legt,<br />

wird heutzutage immer häufiger fündig.<br />

Und wer die Komponenten auch<br />

noch maßvoll kombiniert, kann sich in<br />

den eigenen vier Wänden leicht einen<br />

Ort zum Relaxen und Genießen schaffen.<br />

■<br />

D er Sat-Receiver Vantage trägt<br />

etwas hoher Stromverbrauch im<br />

den Beinamen Blue Ice. Und das kommt nicht Betrieb, kein Energiesparmodus<br />

Vantage Hd 8000S € 600<br />

überragende Bild- und Tonqualität,<br />

sehr gute Ausstattung<br />

von ungefähr, denn auf der schneeweißen Frontklappe<br />

leuchten die Bedienungselemente und<br />

sehr gut 89 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

der Schriftzug Vantage mithilfe von eisblauen Dioden,<br />

und das alphanumerische Display strahlt<br />

ebenfalls in angenehmem Blau.<br />

Der HDTV-Sat-Receiver liefert mit einer maximalen<br />

Auflösung von bis zu 1080i eine hervorragende<br />

Bildqualität an den Flachbild-TV. Zudem verfügt<br />

der „Weiße“ über eine 500-GByte-Festplatte. Dank<br />

Doppel-Tuner lässt sich ein Programm aufzeichnen,<br />

während man ein anderes betrachtet.<br />

fast identisch sind. Lediglich bei der Darstellung<br />

gibt es kleinere Unterschiede. Der HD 8000S ist<br />

allerdings nicht HbbTV-tauglich, dafür besitzt er<br />

zwei Smartcard- und zwei CI-Schächte. Mit entsprechenden<br />

Modulen ist der Receiver für HD-<br />

Plus verwendbar.<br />

Der Sat-Receiver verfügt über eine Ethernet-<br />

Schnittstelle, die nicht nur für die Datenübertragung<br />

genutzt werden kann, sondern auch zum<br />

Leichte Bedienung<br />

Der HD 8000S ist der Vorläufer des VT-1 (siehe<br />

den Testbericht in Video-HomeVision 11/10, Seite<br />

52). Daher verwundert es nicht, dass die Menüs<br />

Streamen von Receiver zu Receiver. Über den<br />

USB-B-Port lassen sich aufgezeichnete Sendungen<br />

zum PC übertragen, um sie dort weiterzubearbeiten.<br />

_06JVQ_Wentronic_Video_11_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);14. Sep 2011 12:26:29<br />

Was Clicktronic Kabel mit einem Signal anstellen? Gar nichts! Aber genau darin besteht die Kunst. In der Übertragung<br />

klarer, unverfälschter Signale. Das können diese neuen Kabel so perfekt, wie es technisch möglich ist. Sie sorgen für das,<br />

was <strong>Heimkino</strong>- und HiFi-Liebhabern am Wichtigsten ist. Absolute Klarheit, zu einem bestechenden Preis.<br />

Erleben Sie diese Qualität und Perfektion auch im<br />

Internet unter: www.clicktronic.com<br />

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<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

29


Im FoKus | treNDFarbe WeIss<br />

Autor/Redaktion: Andreas Stumptner // Bilder: A. Stumptner, Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller, Archiv<br />

Weiße Ware<br />

Kaum ein namhafter Hersteller, der nicht mit eigenen Kreationen<br />

der Design-Farbe Weiß huldigen würde. Wir verschaffen Ihnen einen<br />

Überblick über ausgewählte Neuheiten und Verkaufsschlager aus<br />

der vielfältigen Welt der weißen Ware, wie wir sie definiert haben.<br />

2.1 aktiv<br />

Lost in<br />

Music<br />

de.harmankardon.com // 100 Euro<br />

Wer denkt, es handle sich hier um Überbleibsel aus<br />

einem Science-Fiction-Film, der irrt: Vielmehr hat JBL mit<br />

dem Creature III ein aktives 25-Watt-Soundsystem mit<br />

digitaler Signalverarbeitung kreiert, das sich leicht an<br />

jeden Mac oder PC anschließen lässt. <strong>Die</strong> Lautsprecher<br />

und ihr Subwoofer sorgen demnach dafür, dass sich die<br />

Nutzer keinesfalls „lost in space“, sondern dafür lieber<br />

des Öfteren „lost in music“ fühlen, wenn sie spielen,<br />

Filme schauen oder Musik hören.<br />

ipad 2<br />

Weiße Flunder<br />

www.apple.de // ab 480 Euro<br />

Sie können es wahrscheinlich schon nicht mehr hören: Facetime, Smart<br />

Cover, das tollste Retina-Display aller Zeiten und natürlich dünner, flacher,<br />

leichter, teurer. <strong>Die</strong> Superlative des iPad verfolgen einen beinahe Tag und<br />

Nacht auf allen werblichen Wegen. Dennoch kommen wir um die zweite<br />

Generation des Apple-Tablets nicht herum, wenn es um schicke Produktbeispiele<br />

der Trendfarbe Weiß geht. Der Technikgigant aus den USA hat beim<br />

Design des neuen Pads den vor zehn Jahren mit dem ersten iPod eigens<br />

eingeführten Farbtrend erneut aufgegriffen. Und mögen die Geschmäcker<br />

noch so verschieden sein: Man darf und muss nicht nur<br />

den Look der Touchscreen-Flunder als durchaus gelungen<br />

bezeichnen.<br />

apple iPAd 2 AB € 480<br />

überragend<br />

Preis/Leistung: gut<br />

musik-system<br />

Weiße Weste<br />

www.panasonic.de // 200 Euro<br />

on-ear-kopfhörer<br />

Dynamisch<br />

www.beyerdynamic.de // 50 Euro<br />

Ob man nun Spielfilme auf einem<br />

Tablet-PC schauen oder Musik auf<br />

dem iPod oder iPhone hören will:<br />

Der DTX 300 p wurde von beyerdynamic<br />

als „Allzweckwaffe für unterwegs“<br />

konzipiert. Und als solche<br />

lässt sich der On-Ear auch klanglich<br />

einordnen. Klassik, Pop und Jazz<br />

verarbeitet der Kopfhörer gleichermaßen<br />

gut; Bassvolumen und Höhen<br />

wirken ebenso ausgeglichen. Auch<br />

beim Abspielen eines Films via<br />

Apple iPad bleibt seine Dynamik<br />

hörbar erhalten (getestet in Ausgabe<br />

5/2011, Seite 71).<br />

BeyerdynamiC dTX 300 P € 50<br />

gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

„Sie klingen so gut, wie sie aussehen“, verspricht<br />

Panasonic selbstbewusst allen Käufern seiner<br />

Micro-Musiksysteme. Und das SC-HC35EG-K hilft,<br />

im hellen Wohnraum auch musikalisch eine weiße<br />

Weste zu behalten. Ein iPod/iPhone Dock und einen<br />

eleganten Slider fürs CD-Laufwerk gibt es inklusive.<br />

30


LED-tv<br />

Weißer Riese<br />

www.samsung.de // 1.100 Euro<br />

Leider hat es der UE40D6510 nicht rechtzeitig in<br />

unser Testlabor geschafft. Aber eines steht fest:<br />

Zumindest in Sachen Design macht Samsung kaum<br />

einer etwas vor – zumal es nicht viele Hersteller gibt,<br />

die Geräte in Weiß ausliefern.<br />

Der LED-TV mit einem Meter Bildschirmdiagonale<br />

und Ultra-Slim-Gehäuse ist einer der wenigen Gattungsvertreter.<br />

<strong>Die</strong> Koreaner haben freilich auch ihren<br />

kristallweißen Vertreter vollgepackt mit Samsung-üblicher<br />

Technik: mit Smart TV, 3D mit Shuttertechnik,<br />

Internet via Smart Hub und Samsung Apps, Ultra<br />

Clear Panel, Dolby Digital Plus, Dreifach-Tuner,<br />

CI-Plus-Schacht, Skype via TV, USB-Recording und<br />

vielem mehr. Ein idealer Fernseher für alle diejenigen,<br />

für die sich Wohndesign und vernetzte Technik<br />

im Haus nicht gegenseitig ausschließen.<br />

on-Ear-kopfhörEr<br />

Wie ein VIP<br />

www.beatsbydre.com //<br />

180 Euro<br />

tv-hotspot<br />

TV für<br />

unterwegs<br />

www.belkin.de // 130 Euro<br />

BELkin tizi € 130<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

BEats Solo HD € 180<br />

gut<br />

Preis/Leistung: ausreichend<br />

Der „kleine“ Design-Star der populären Kopfhörer-Firma (Handy-Gigant HTC<br />

erwarb sie jüngst für 300 Millionen US-Dollar) ist schlank, leicht und ein<br />

Hingucker. An vielen Hälsen prominenter Fußballprofis darf er nicht fehlen.<br />

Doch Design ist nicht alles. <strong>Die</strong> Bässe des On-Ear wirken wenig strukturiert.<br />

Seine Stärken kann der Beats Solo HD vor allem bei leisen Tönen ausspielen.<br />

Dazu gibt es zwei Anschlusskabel: eines davon mit ControlTalk-Funktion als<br />

Freisprech-Einrichtung für Handys. Modefans werden ihn lieben.<br />

tizi ist cool. Der in Weiß erhältliche<br />

mobile TV-Hotspot überträgt das<br />

DVB-T-Signal über einen integrierten<br />

WLAN-Hotspot auf iPad, iPhone, iPod<br />

touch oder den Mac und zeichnet<br />

Aufnahmen auf dem jeweiligen Gerät<br />

auf. Er lässt sich spielend leicht starten<br />

und noch leichter bedienen – mit der<br />

kostenlosen tizi App.<br />

Kürzlich erst nahm sich Zubehörriese<br />

Belkin der Vermarktung des equinux-<br />

Gadgets an. Mit einem Haken: Bei<br />

Belkin gibt es tizi erst einmal nur in<br />

Schwarz.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

31


Im Fokus | trendFarbe WeIss<br />

3d-heimkino-set<br />

Raumfüllend<br />

www.samsung.de // 800 Euro<br />

Allen, die an dieser Stelle an Blumenvasen, Drums und Kochplatten<br />

denken, sei zugerufen: Sie brauchen im Prinzip nicht weiterzulesen.<br />

Denn auch wenn einem das 3D-taugliche Blu-ray-<strong>Heimkino</strong>system<br />

HT-D7200 von Samsung spontan die eine oder andere<br />

humorige Assoziation entlocken könnte, muss man einfach neidlos<br />

anerkennen: Das haben die Koreaner schick und elegant<br />

konzipiert. Das 2.1-Set will für dreidimensionalen Raumklang<br />

(Virtual 5.1) mit 400 Watt Ausgangsleistung sorgen, der superflache<br />

Player spielt neben 3D-Blu-rays auch allerhand andere<br />

Disc-Formate. Sein Vorteil: Er konvertiert sogar 2D-Inhalte in 3D.<br />

Das Set lässt sich kabellos via WLAN mit weiteren netzwerkfähigen<br />

Geräten verbinden. Somit erscheint die Samsung-Welt<br />

nicht nur schön, sondern auch entsprechend funktional.<br />

kompakt-set<br />

<strong>Heimkino</strong> kompakt<br />

www.bostona.eu // 700 Euro<br />

Brandneu ist das 5.1-<strong>Heimkino</strong>-Lautsprecher-System<br />

SoundWare Set S<br />

von Boston Acoustics. Wie der<br />

Hersteller berichtet, waren insbesondere<br />

ein größeres Klangspektrum<br />

und eine höhere Ausgangsleistung<br />

das Ziel bei der Entwicklung des<br />

kompakten 5.1-Systems, das nun<br />

den <strong>Heimkino</strong>-Markt erobern soll.<br />

Es verfügt über fünf Satelliten, die<br />

in Schwarz oder Hochglanz-Weiß zur<br />

Verfügung stehen.<br />

Alle Daten und Fakten und vor allem,<br />

wie das Set wirklich klingt, erfahren<br />

Sie in unserem ausführlichen<br />

5.1-Testfeld ab Seite 80.<br />

magnat quantum 1003 € 1.400<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

lautsprecher<br />

High End paarweise<br />

www.magnat.de // 1.400 Euro<br />

Sie zierten schon die Titelseite unserer Juli-Ausgabe: die edlen Stereo-Kompaktboxen<br />

Quantum 1003 von Magnat sind es jedoch allemal wert, nicht nur<br />

mit Blick auf unsere weißen Designstudien erneut Erwähnung zu finden.<br />

Unser arrivierter Lautsprecher-Experte Michael Jansen jedenfalls attestierte<br />

dem schicken Lautsprecherpaar „Made in Germany“ nicht nur ein edles<br />

Äußeres, das durch seine weiß glänzende Front besticht, sondern vor allen<br />

Dingen einen echten High-End-Auftritt in Sachen Klang.<br />

32


<strong>Die</strong> Audiorama 9000<br />

sind Kultlautsprecher:<br />

Sie können<br />

aufgestellt oder aufgehängt<br />

werden<br />

und passen direkt<br />

zur Ovation 3.<br />

smartphone<br />

Galaktisch gut<br />

www.samsung.de // 650 Euro<br />

Nur 116 Gramm wiegt das Galaxy S<br />

II, was angesichts der üppigen<br />

Ausstattung begeistert. Auf dem<br />

11-cm-Touchscreen (4,3 Zoll) wirken<br />

Bilder, Videos oder Webseiten dank<br />

Super-AMOLED-Plus-Technik brillant.<br />

Im Inneren arbeitet ein Dual-Core-<br />

Prozessor (mit 1,2 GHz und Android<br />

2.3). <strong>Die</strong> 8-Megapixel-Kamera macht<br />

erstaunlich gute Bilder und dreht<br />

Videos in Full HD. In Weiß wird das<br />

Galaxy S II via Apps zur perfekten<br />

Fernbedienung für weiße Technik.<br />

samsung Galaxy S II I9100 € 650<br />

überragend<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

musik-system<br />

Applaus, Applaus!<br />

www.grundig.de // 500 Euro<br />

Ovation 3 CDS 8120 ENC heißt die<br />

perlweiße Mikro-CD-Station. <strong>Die</strong><br />

Minianlage will perfekt mit den<br />

kultigen 70er-Jahre-Kugelboxen<br />

Audiorama 9000 (oben) harmonieren<br />

– das gelingt ihr schon optisch.<br />

<strong>Die</strong> Ovation 3 spielt alle erdenklichen<br />

Disc- und Audioformate ab, kann via<br />

USB oder SD-Karte aufzeichnen,<br />

liefert zweimal 120 Watt Musikleistung<br />

und kann als 2.0-System für<br />

den TV eingesetzt werden. Applaus!<br />

Zubehör von hama<br />

Kabel im Kanal<br />

<strong>Die</strong> halbrunde Ausführung ist universell<br />

als Wand-, Sockel- oder Fußbodenkanal<br />

einsetzbar. Das Oberteil ist abnehmbar.<br />

Länge: 1 m, Höhe: nur 21 mm. Für maximal<br />

acht Kabel. Preis: 20 Euro.<br />

3D-Polfilterbrille<br />

<strong>Die</strong> schicke 3D-Brille ist geeignet für alle<br />

passiven 3D-<strong>TVs</strong>, 3D-Beamer und 3D-<br />

Kinos mit Polfiltertechnologie. Für Sonnenanbeter<br />

sind die Augengläser inklusive<br />

UV-Filter erhältlich. Preis: 30 Euro.<br />

Full Motion in Weiß<br />

<strong>Die</strong> Wandhalterung ist ideal zur Installation<br />

von Flat-<strong>TVs</strong> mit 25 bis 117 cm (10 bis<br />

46 Zoll) Bilddiagonale. Inklusive Easy-Fix-<br />

System zur einfachen, stufenlosen Ausrichtung<br />

des TV-Geräts. Preis: 70 Euro.<br />

Kabel befestigen<br />

Der beidseitig selbstklebende Klettverschluss<br />

eignet sich gut zur Kabelbefestigung:<br />

ankleben, Kabel befestigen – fertig.<br />

Er haftet auf allen glatten und trockenen<br />

Untergründen. Preis: 4 Euro.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

33


Bild | news & trends<br />

Bild<br />

36 Test: Comeback für Plasma<br />

Totgesagte leben länger: <strong>Die</strong> neuen 50-Zoll-Plasma-<strong>TVs</strong><br />

von LG, Samsung und Panasonic zeigen ihr Können<br />

44 Test: Philips Cinema 21:9 Gold<br />

Was kann der erste Kino-Breitbild-Fernseher der<br />

Niederländer mit 3D-Polarisationstechnik?<br />

48 Test: Neuer 60-Zoll-LED-Riese von Samsung<br />

<strong>Die</strong> Fernseher-Referenz im Labor: XXL-TV aus Korea<br />

52 Test: 3D-Projektor von Sony<br />

Leise, hell und bunt: der VPL-HW30<br />

56 Praxis: HD-Plus und Pay-TV-Recording<br />

Vorbei die Zeiten, als mit VPS alles seine Ordnung hatte –<br />

wie Sie trotz HD-Plus und CI-Plus aufnehmen können<br />

62 Wissen: Movie Code<br />

Sony DADC präsentiert die neue DVD-Generation<br />

mit Bezahlfunktion<br />

Autor/Redaktion und Bild: Andreas Stumptner<br />

Groß, größer, Sharp<br />

Der Erfinder des LCD-TV setzt weiter auf große TV-Größen. Auf der Berliner IFA präsentierten die Japaner<br />

ihre neuen AQUOS-Fernseher mit 60, 70 und 80 Zoll. Doch Sharp hat auch den mobilen TV-Markt im Visier.<br />

<strong>Die</strong> neuesten 60- und 70-Zoll-AQUOS-LCD-<strong>TVs</strong><br />

mit Quattron-Technologie zählten zu den Highlights<br />

am IFA-Stand von Sharp. Und in Riesen-<br />

<strong>TVs</strong> sehen die Japaner auch einen Teil ihrer Zukunft:<br />

„Durch unsere Fabrik in Sakai verfügen wir über die<br />

derzeit modernste LCD-Produktion der Welt und sind in<br />

der Lage, besonders die Nachfrage nach großen hochqualitativen<br />

Bildschirmdiagonalen von 50 Zoll und mehr zu<br />

bedienen“, erklärte Europa-Chef Hiroshi Sasaoka in Berlin.<br />

Hinter den Kulissen gab‘s auf der Messe sogar einen 80-<br />

Zoll-Prototyp (203 cm Bild) zu bestaunen (siehe Foto mit<br />

Philip Schmidt und Thies Radeloff, Sharp Deutschland).<br />

Doch es geht auch kleiner – wenn es um mobile Geräte<br />

geht. In einem weiteren Werk in Japan produziert Sharp<br />

künftig verstärkt tragbare <strong>TVs</strong>, aber vor allem auch die für<br />

Tablet-PCs und Smartphones wichtigen Displays. Klingt<br />

nach rosigen Aussichten, zumal Sharp auch als Sponsor<br />

der Fußball-EM 2012 ein spannendes Jahr bevorsteht.<br />

Jan<br />

Wichtige<br />

Termine<br />

Nach der Messe ist vor der<br />

Messe. So steht nach der<br />

IFA mit der CES vom 10. bis<br />

13. Januar 2012 in Las<br />

Vegas bereits der nächste<br />

Termin für spannende<br />

Technikneuheiten ins Haus.<br />

Das Besondere: Mit Daimler-Chef<br />

<strong>Die</strong>ter Zetsche<br />

wird diesmal auch ein<br />

Deutscher eine Keynote-<br />

Rede auf der CES halten.<br />

Sony zeigt wahre Größe<br />

Wer kann sich schon vorstellen, wie groß 50 Zoll in<br />

Wahrheit sind – und wie sie in Gestalt eines Fernsehers<br />

im eigenen Wohnzimmer wirken? Allen, die sich<br />

mit dieser Frage quälen, kann geholfen werden: Unter<br />

www.sony.de/article/tv-groessen-ratgeber kann man<br />

sich beinahe mühelos ansehen, wie der gewünschte<br />

TV im eigenen Heim wirkt: <strong>Die</strong> „Virtual Reality“-Software<br />

fügt beliebige BRAVIA-<strong>TVs</strong> an der gewünschten<br />

Stelle in eine Fotodatei des Wohnzimmers ein.<br />

34


3D-TV<br />

Platz eins im Visier<br />

lg.com/de<br />

Bis Ende des kommenden Jahres die<br />

weltweite Nummer eins im 3D-TV-<br />

Markt werden – das ist das große Ziel<br />

von LG. <strong>Die</strong>se Zielsetzung der Koreaner,<br />

die damit vor allem den Konkurrenten Samsung<br />

angreifen, stütze sich etwa auf die wachsende Akzeptanz<br />

der LG CINEMA 3D-<strong>TVs</strong>, erklärte das Unternehmen auf<br />

der IFA Anfang September in Berlin. Havis Kwon, President<br />

und CEO der LG Home Entertainment Company<br />

(Foto), sagte: „Wir streben an, den weltweiten Markt im<br />

Bereich 3D-Fernsehen anzuführen und letztlich zu einem<br />

Synonym für 3D allgemein zu werden.”<br />

FULL-HD-TV<br />

Chanterelle<br />

aus Dänemark<br />

www.bang-olufsen.com<br />

Bang & Olufsen hat sein TV-Portfolio um eine limitierte<br />

Edition des BeoVision 10-46 ergänzt. Und besondere<br />

Fernseher brauchen auch einen besonderen Namen. Er<br />

lautet: Chanterelle. Der Aluminium-Rahmen des Full-HD-<br />

<strong>TVs</strong> ist in einem warmen, seidig-glänzenden Braun<br />

gefertigt und wird durch gleichfarbige BeoLab 6002-<br />

Lautsprecher ergänzt. Weltweit werden nur 500 Exemplare<br />

des neuen Design-Dänen verkauft.<br />

ViDeo-HomeVision.De<br />

Vorfreude auf<br />

TV-Neuheiten<br />

Vor der IFA 2011, die Anfang September<br />

in Berlin stattfand, wollten wir von<br />

Ihnen wissen, auf welche Innovationen<br />

der Messe Sie besonders achten und<br />

sich freuen. <strong>Die</strong> Umfrage auf unserem<br />

Online-Portal <strong>video</strong>-homevision.de<br />

lautete daher: „<strong>Die</strong> IFA ist die Trendschau<br />

der Technikbranche. In welchen<br />

Sparten erwarten Sie sich von der<br />

Messe die spannendsten Neuheiten?“<br />

Fernseher 38 %<br />

Player, Receiver, Set-Top-Boxen 22 %<br />

Haushaltsgeräte 11 %<br />

Tablet-PCs, Computer 9 %<br />

Heimvernetzung 9 %<br />

Lautsprecher, Sound 5 %<br />

Smartphones, Mobile 3 %<br />

Foto / Video 3 %<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

35


Bild | Vergleichstest: 50-Zoll-Plasma-tVs<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Plasma im Aufwind?<br />

es fällt schwer, bei tests von Plasma-tVs den satz “totgesagte leben länger” zu<br />

vermeiden. Vor allem die natürlich wirkende Bildqualität hat viele anhänger, doch<br />

diskussionen über den energiebedarf schaden dem image der technik.<br />

36


im tEst<br />

drEi 50-/51-Zoll-PlAsmA-tVs<br />

lG 50PZ955S € 1.600<br />

PAnAsonic TX-P50GW30 € 1.300<br />

sAmsunG PS51D6900 € 1.550<br />

Am Ende dieses Jahres wird<br />

es allgegenwärtig sein, denn<br />

auch TV-Geräte werden damit<br />

ihren Stromhunger offenbaren:<br />

Das Energieeffizienzlabel der<br />

EU, das man bisher von Waschmaschinen,<br />

Trocknern und Kühlschränken<br />

kennt, wird auch für Fernsehgeräte<br />

Pflicht. Bis jetzt durften Hersteller es<br />

verwenden und taten es auch gerne bei<br />

Modellen, die mindestens ein „A“ verdienten.<br />

<strong>Die</strong> anderen Buchstaben fielen<br />

unter den Tisch, doch wir werden<br />

sie ab Dezember bewundern können –<br />

vor allem bei Fernsehern mit Plasma-<br />

Technik, die zurzeit zwischen „C“ und<br />

„E“ rangieren würden.<br />

<strong>Die</strong> EU-Kommissare sind gnadenlos:<br />

Erst schrieben sie den Marken vor,<br />

Maximalgrenzen für den Stromverbrauch<br />

einzuhalten (Verordnung<br />

642/2009), jetzt führen sie ein Label<br />

ein (Verordnung 1062/2010), das<br />

Verbraucher aufklären und zum Kauf<br />

energieeffizienter Modelle verleiten<br />

soll. Das Ganze hat nur einen Knackpunkt:<br />

Während es beispielsweise bei<br />

Waschmaschinen noch Hinweise auf<br />

die Wasch- und Schleuderwirkung<br />

gibt, sagt das TV-Label nichts über<br />

die Qualität aus. Schlimmer noch:<br />

Damit alle Modelle dieses Vergleichstests<br />

eine Klasse „C“ erreichen<br />

konnten, musste die Bildhelligkeit<br />

zurückgefahren werden. <strong>Die</strong> EU-Verordnung<br />

642/2009 senkt 2012 den<br />

Maximalverbrauch in dieser Größenklasse<br />

von 350 auf 250 Watt – unsere<br />

Modelle liegen nur knapp darunter.<br />

Dabei haben es die Hersteller geschafft,<br />

durch effizientere Plasmazellen<br />

und weniger Schwärzung (Kontrastfilter)<br />

deutlich mehr Licht aus<br />

den Panels zu holen als früher.<br />

Aber über was für eine Kosteneinsparung<br />

reden wir hier überhaupt?<br />

Für ein paar Euro mehr<br />

Bereits seit die Verordnungen erlassen<br />

wurden, berechnen wir in unseren<br />

Tests Energieklassen und Verbrauchskosten.<br />

Und die liegen bei den getesteten<br />

Fernsehern zwischen 50 und 70<br />

Euro pro Jahr und bei vergleichbaren<br />

Top-LCD-Geräten bei ca. 30 Euro. Für<br />

gerade mal 20 Euro pro Jahr – das entspricht<br />

vier Schachteln Zigaretten oder<br />

zwei guten Cocktails – soll eine ganze<br />

Technik verteufelt werden?<br />

Leider droht das „C“ in den Verkaufsregalen<br />

den Absatz der Plasma-<strong>TVs</strong> zu<br />

schmälern. Man kann nur hoffen, dass<br />

diese Geräte dadurch nicht teurer werden,<br />

denn die neuen Modelle haben<br />

herausragende Qualitäten. Welche, lesen<br />

Sie auf den folgenden Seiten. ➜<br />

Largo Winch 2 –<br />

<strong>Die</strong> Burma-<br />

Verschwörung<br />

(3D-Blu-ray)<br />

Dass auch Franzosen<br />

coolste Action produzieren<br />

können, beweist Largo<br />

Winch in der Fortsetzung<br />

seines Kinohits. Rezension<br />

und Gewinne auf Seite 115.<br />

Technikvergleich<br />

Plasma<br />

Ein Plasma-Panel besteht aus vielen kleinen<br />

Zellen. Sie sind mit buntem Phosphor beschichtet<br />

und mit Gas gefüllt. Angeregt durch<br />

Strom, können sie zünden oder gelöscht<br />

werden – wie eine Neonlampe. Da sie immer<br />

mit maximaler Helligkeit blitzen, müssen sie<br />

viele Tausend mal pro Sekunde gezündet<br />

werden. So entstehen Helligkeitsstufen.<br />

hervorragender Blinkwinkel, nur<br />

beschränkt durch Reflexionen im Panel<br />

satter Schwarzwert – wenn die Zellen<br />

nicht zünden, kann es dunkel bleiben<br />

lebendiges Bild, Plasmazellen pulsieren<br />

ständig, was den Augen wie natürliches<br />

Rauschen vorkommt<br />

LCD<br />

LCD-Zellen wirken als Lichtventile. Sie drehen<br />

die Polarisation und arbeiten mit Polfilterfolien<br />

zusammen, die vor und hinter der<br />

LCD-Schicht sitzen. Sie erzeugen unterschiedlichen<br />

Lichtdurchlass (Helligkeiten),<br />

indem sie das Licht mehr oder weniger drehen.<br />

Als eigentliche Lichtquelle dienen LEDs,<br />

die sehr energieeffizient arbeiten.<br />

hohe Leuchtkraft, LCD kann großflächig<br />

zehnmal so hell strahlen wie Plasma<br />

geringer Stromverbrauch, neue Modelle<br />

sind extrem effizient<br />

satte Farben, LCD rauscht nicht und<br />

erzeugt extrem saubere Bilder<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

37


Bild | Vergleichstest: 50-Zoll-Plasma-tVs<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,5 m // PAL-DVD:<br />

3,1 m // HD: 2,1 m<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodust: isf expert1 |<br />

Kontrast: 96 | Helligkeit:<br />

57 | H. Schärfe: 33 | V.<br />

Schärfe: 30 | Farbe: 59 |<br />

Gamma: Mittel | Super<br />

Resolution: ein |<br />

Schwarzwert: tief | Farbskala:<br />

Standard |<br />

Farbtemp.: warm<br />

LG 50PZ955S € 1.600<br />

gutes Design, natürliches Bild mit<br />

THX-3D und Profi-Einstellungen<br />

wirkt etwas matter, versprochene<br />

Optionen fehlen noch<br />

sehr gut 78 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Unter dem<br />

Mikroskop<br />

LG setzt auf Elektroden, die<br />

auf den Zellen liegen und<br />

diese verdecken. <strong>Die</strong> Zellwände<br />

sind sehr dünn.<br />

<strong>Die</strong> Serie PZ955 ist LGs Spitzenmodell<br />

der Plasmatechnik. Sie<br />

ist erhältlich in 60 und 55 Zoll,<br />

und hier bekommt man für unverbindliche<br />

1.600 Euro alles an Multimedia-<br />

Optionen, was LG zu bieten hat. Das<br />

Gerät ist mit 32 kg das schwerste im<br />

Test und macht einen gut verarbeiteten<br />

Eindruck. Dabei wurde aus Designgründen<br />

eine Frontscheibe integriert,<br />

die die komplette Front überdeckt<br />

(Borderless Design).<br />

Was die Freude des Designers ist,<br />

mag der Bildtechniker gar nicht. <strong>Die</strong><br />

Scheibe schützt zwar sogar das Panel<br />

vor Schäden, spiegelt aber sichtbar.<br />

So machte das LG-Modell bei Restlicht<br />

im Raum einen etwas matteren<br />

Eindruck als der kontrastverstärkte<br />

Samsung-TV. Das graue Panel des<br />

Panasonic spiegelt am wenigsten,<br />

kann seine wahren Stärken aber nur<br />

im Dämmerlicht ausspielen.<br />

LGs 955er-Serie ist der Nachfolger<br />

der 950er-<strong>TVs</strong>. <strong>Die</strong> wichtigsten technischen<br />

Neuerungen sind laut Datenblatt<br />

CI-Plus, HbbTV und USB-Recording.<br />

<strong>Die</strong>se Features bringen <strong>TVs</strong> auch<br />

in unserer Ausstattungsbewertung<br />

weiter nach oben, doch LG ist für unser<br />

frühes Serien muster wohl mit der Entwicklung<br />

nicht ganz fertig geworden.<br />

Der Menüeintrag, um HbbTV zu aktivieren,<br />

war noch nicht in Position und<br />

beim Anstecken einer USB-Festplatte<br />

in Port 1 konnte man zwar Medien abspielen,<br />

sie aber nicht für Aufnahmen<br />

forma tieren. Dafür konnten wir auf<br />

unsere CI-Plus-Module von Kabel<br />

Deutschland und HD-Plus zugreifen.<br />

Im Gerätekarton fanden wir interessantes<br />

Zubehör. Beispielsweise liefert<br />

LG im Gegensatz zu Samsung eine<br />

3D-Brille mit und setzt – anders als bei<br />

LCD-Fernsehern – auf Shuttertechnik.<br />

Ein WLAN-Dongle macht das Gerät bereit<br />

für Funknetze und die Zusatzfernbedienung<br />

Magic Motion ist ideal für<br />

Zapper und Spieler, die einen Fernseher<br />

mal ganz anders bedienen wollen.<br />

Sie reagiert auf Bewegungen und hat<br />

inklusive Mauszeiger so gut wie alle<br />

Funktionen des Geräts im Griff – fast<br />

ohne Tasten.<br />

Bildtechnisch lagen alle drei Teilnehmer<br />

auf gutem Niveau, so waren<br />

Farben und Blickwinkel bei LG top. In<br />

puncto Kontrast und Schärfe machte er<br />

einen guten Eindruck, lag jedoch leicht<br />

hinter den Konkurrenten. Dafür geben<br />

die für Studioqualität stehenden Op-<br />

tionen ISF-Kalibration und THX-Modus<br />

Sicherheit für Langzeitnutzung.<br />

Bei LG gelangt man über die<br />

Home-Taste zur Auswahl von<br />

Setup, Signaleingang oder vielen<br />

Netzwerk-Extras. Das TV-<br />

Bild läuft verkleinert weiter.<br />

3D beim Plasma ist eine düstere<br />

Shutter-Angelegenheit. Mit 20<br />

Candela Grundhelligkeit lässt<br />

sich 3D nur im dunklen Raum<br />

akzeptabel genießen.<br />

38


KauftiPP<br />

Panasonic TX-P50GW30 €1.300<br />

echte 100-Hz-Bewegungskompensation,<br />

satter Schwarzwert bei<br />

kaum getöntem Display<br />

kein 3D, im hellen Raum matt<br />

sehr gut 79 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,4 m // PAL-DVD:<br />

3,0 m // HD: 2,0 m<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Modus: Professionell 1 |<br />

Kontrast: 42 | Helligkeit:<br />

0 | Farbe: 30 | Schärfe: 2 |<br />

Farb-Remastering: aus |<br />

Eco Modus: aus | P-NR:<br />

aus | Smooth Film /<br />

Frame Creation: mittel |<br />

16:9-Overscan: aus |<br />

RGB-Weißabgleich: -2,<br />

-1, 0 | RGB-Grauabgleich:<br />

-6, -5, 0<br />

Plasma-Fernseher in höchster<br />

Qualität zu fertigen ist eines<br />

der erklärten Ziele von Panasonic.<br />

Beim Besuch der gigantischen<br />

Produktionsstätte Amagasaki in Japan<br />

konnten wir uns Anfang des Jahres<br />

davon überzeugen, dass der Hersteller<br />

es damit auch ernst meint. Und<br />

durch den Zukauf von Patenten und<br />

Entwicklern vom Plasma-Förderer<br />

Pio neer standen die technologischen<br />

Weichen auf Überholspur.<br />

Selbst beim genauen Hinsehen ist<br />

die Bildqualität der kalibrierten Geräte<br />

dieses Vergleichtests bei Wiedergabe<br />

einer guten Blu-ray kaum zu<br />

unterscheiden. <strong>Die</strong> Farben sind absolut<br />

identisch, weil normgerecht, der<br />

Kontrast ist beim Panasonic nur leicht<br />

überlegen, die Schärfe bei allen sehr<br />

gut. Nur wenn sich das Bild bewegt,<br />

zeigt sich der große Vorteil des Japaners.<br />

Er besitzt als einziger eine Bewegungskompensation,<br />

die auf der<br />

Einstellung Mittel sehr gut funktioniert<br />

und kaum Artefakte produziert.<br />

Der Vorteil der ruckelfreien, deutlich<br />

schärferen Bewegtbildanteile ist<br />

im direkten Vergleich riesig. <strong>Die</strong>s gelingt<br />

Panasonic durch eine besonders<br />

geschickte Elektronik. Alle Plasma-<br />

<strong>TVs</strong> zünden ihre Zellen 600-mal pro<br />

Sekunde, um feine Helligkeitsstufen<br />

zu erzeugen: je öfter, desto besser,<br />

um Fehlkonturen zu vermeiden. Normalerweise<br />

müsste bei Verdopplung<br />

(100 statt 50 Hz) der Bildfrequenz die<br />

Zahl der Zündvorgänge pro Bild halbiert<br />

werden. Panasonic ist es jedoch<br />

gelungen, die Bewegungsglättung mit<br />

dieser Zündberechnung (Sub-field<br />

drive) zu kombinieren. So entstehen<br />

saubere Schwenks, fast ohne dass die<br />

Farbquantisierung (Auflösung von<br />

Verläufen) leidet.<br />

Der Rest ist Komfort<br />

Bildqualität ist das wichtigste Kaufkriterium,<br />

und hier liegt Panasonic<br />

durch den <strong>besten</strong> Schwarzwert (im<br />

dunklen Raum wegen schwacher Kontrastfilterscheibe)<br />

und die schärfsten<br />

Bewegungen vorn. Das Design ist hingegen<br />

zu konservativ, die Verarbeitung<br />

jedoch massiv – vielleicht besonders<br />

passend für eine Zielgruppe von<br />

Bildröhren-Umsteigern, die eine echte<br />

Scartbuchse und ein lebendiges Plasmabild<br />

zu schätzen wissen. Für alle<br />

anderen ist das Angebot an Multimedia-Zusätzen<br />

und hochwertiger Ausstattung<br />

bei leichter Bedienung durchaus<br />

als hervorragend zu bezeichnen.<br />

Unter dem<br />

Mikroskop<br />

Über diesem Panasonic-<br />

Panel sitzen zwei Gitter,<br />

um Strahlung zu vermeiden.<br />

Panasonic hat sein<br />

Web-Portal in VIERA<br />

Connect umbenannt,<br />

um mehr<br />

Interaktivität zu demonstrieren.<br />

<strong>Die</strong><br />

Apps sind ausgesucht<br />

hochwertig.<br />

Eine richtige Scartbuchse und ein analoger<br />

Audioausgang machen den Panasonic<br />

für Röhren-Umsteiger interessant.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

39


Bild | Vergleichstest: 50-Zoll-Plasma-tVs<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,4 m // PAL-DVD:<br />

3,0 m // HD: 2,0 m<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Film | Zellhelligkeit:<br />

15 | Kontrast:<br />

100 | Helligkeit: 57 |<br />

Schärfe: 14 | Farbe: 50 |<br />

Farbtemp.: warm2 | RGB-<br />

Offset: 28, 25, 23 | RGB-<br />

Gain: 23, 35, 25 | Rauschfilter:<br />

auto | Filmmodus:<br />

ein<br />

TESTSiEgEr<br />

SamSung PS51D6900 € 1.550<br />

knackiges Bild, viel Multimedia,<br />

HbbTV, guter Schwarzwert, keine<br />

Fehlkonturen<br />

Ruckeln bei Bewegungen.<br />

Unter dem<br />

Mikroskop<br />

Samsungs Panel besteht<br />

aus Plasmazellen, zwischen<br />

denen sich sehr<br />

breite, Licht schluckende<br />

Balken befinden.<br />

wer einen schicken, schlanken<br />

Fernseher mit hochmodernen<br />

Multimedia-Features<br />

sucht, muss auf das pulsierende Bild<br />

eines Plasmas nicht verzichten. Er bekommt<br />

es sogar einige Hundert Euro<br />

billiger als einen technisch vergleichbar<br />

ausgestatteten LED-TV.<br />

Der PS51D6900 enthält viele Netzwerkfunktionen<br />

und eine hochwertige<br />

Ausstattung, als einziger im Testfeld<br />

etwa HbbTV. Ein Sat-Tuner mit<br />

CI-Plus, USB-Aufnahme, DLNA-Medien-Streaming<br />

und Web-Extras zählen<br />

bei Spitzengeräten mittlerweile zum<br />

Pflichtprogramm. Samsung toppt das<br />

noch durch die Sortierung der Senderlisten<br />

am PC (Import/Export) und die<br />

Steuerung über Smartphones.<br />

Das Plasma-Panel besitzt Kontrastvorteile<br />

bei Raumlicht dank einer<br />

Kontrastscheibe und dunkler Streifen<br />

zwischen den Pixelreihen. Hier wirkt<br />

der Bildeindruck sogar knackiger als<br />

der von Panasonic. <strong>Die</strong> Farben sind<br />

äußerst stimmig, der Blickwinkel wie<br />

bei den anderen beiden Testteilnehmern<br />

makellos. Schärfe und Rauschen<br />

hat der TV besonders gut im Griff.<br />

Vor allem bei nicht ganz optimalen<br />

Quellen arbeiten die automatischen<br />

Verbesserer gut. <strong>Die</strong> 600 Hz Zündfrequenz<br />

in Kombination mit der 18 Bit<br />

Bildelektronik zeichnen die saubersten<br />

Schwenks ohne Fehlkonturen bei TV-<br />

Material (interlaced). Wer beim Bluray-Genuss<br />

den Filmmodus aktiviert,<br />

bekommt echte 24p ohne Pull-down-<br />

Ruckeln, jedoch mit recht harten Bewegungsstationen,<br />

die halt bei Kinokost<br />

im Original so vorhanden sind.<br />

Interessant: Samsung hat analog zum<br />

sehr gut 81 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

LCD-TV einen Regler für die Zellhelligkeit<br />

eingebaut, der für sich allein<br />

oder in Kombination mit einem Lichtsensor<br />

die Gesamthelligkeit und dadurch<br />

in großem Umfang (33 Prozent)<br />

den Stromverbrauch senkt.<br />

Der Klang ist Samsung vergleichsweise<br />

harmonisch gelungen. Jedoch<br />

leidet der Maximalpegel unter dem<br />

DSP-Recheneinsatz. Zudem war bei<br />

näherem Hinhören ein Flirren von<br />

Netzteil oder Panel zu vermehmen.<br />

Einen Zoll mehr<br />

Fast hätten wir es vergessen – bei allem<br />

Lob für den guten Plasma: Samsung<br />

„rächt“ sich mit den neuen Panels an<br />

seinem Konkurrenten LG, der im LCD-<br />

Bereich immer etwas größere Panels<br />

fertigen will. Hier bekommt man jetzt<br />

bei Samsung einen Zoll mehr.<br />

Bei laufendem Bild leitet<br />

Samsungs Smart Hub-Hauptmenü<br />

den Nutzer zu allerlei<br />

Extras, die man mit dem Fernseher<br />

anstellen kann.<br />

Leider haben wir bei unserem<br />

Testmuster keine 3D-Brille<br />

gefunden. Man bekommt sie<br />

im Doppelpack für offiziell<br />

120 Euro.<br />

40


testergeBnisse<br />

Hersteller LG Panasonic Samsung<br />

Modell 50PZ955S TX-P50GW30 PS51D6900<br />

Preis in Euro 1.600 1.300 1.550<br />

Bildqualität max. 450 Punkte sehr gut 79% 355 sehr gut 82% 369 sehr gut 82% 367<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) gut 36 sehr gut 39 gut 37<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) überragend 45 überragend 45 überragend 45<br />

High Definition (DVI/ HDMI) (75) sehr gut 63 sehr gut 66 sehr gut 64<br />

Kontrast (80) sehr gut 60 sehr gut 66 sehr gut 63<br />

Schärfe (45) sehr gut 38 sehr gut 40 sehr gut 40<br />

Farbdarstellung (45) sehr gut 40 sehr gut 40 sehr gut 40<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 45 gut 38 sehr gut 48<br />

Bildruhe (45) gut 28 sehr gut 35 gut 30<br />

Klangqualität max. 60 Punkte sehr gut 80% 48 sehr gut 78% 47 sehr gut 83% 50<br />

ausstattung max. 216 Punkte gut 73% 157 gut 74% 160 sehr gut 78% 168<br />

Tuner (60) gut 42 sehr gut 45 sehr gut 48<br />

Anschlüsse (85) gut 62 gut 63 gut 60<br />

Multimedia (36) sehr gut 27 sehr gut 28 sehr gut 32<br />

Sonstige Extras (35) gut 26 gut 24 sehr gut 28<br />

Bedienung max. 90 Punkte sehr gut 77% 69 sehr gut 78% 70 sehr gut 82% 74<br />

Menügestaltung (17) sehr gut 13 sehr gut 13 sehr gut 14<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) sehr gut 35 sehr gut 31 überragend 36<br />

Installation (12) sehr gut 10 überragend 11 überragend 11<br />

Fernbedienung (21) befriedigend 11 gut 15 gut 13<br />

VerarBeitung max. 80 Punkte sehr gut 84% 67 sehr gut 76% 61 sehr gut 81% 65<br />

Anmutung (25) überragend 23 sehr gut 20 sehr gut 22<br />

Material (55) sehr gut 44 sehr gut 41 sehr gut 43<br />

testurteil max. 896 Punkte sehr gut 78% 696 sehr gut 79% 707 sehr gut 81% 724<br />

Preis / leistung gut sehr gut sehr gut<br />

standpunkt<br />

roland seiBt,<br />

Leiter test & technik<br />

Qualität hat ihren Preis.<br />

Doch wenn man nicht den<br />

Anschaffungspreis, sondern die Unterhaltskosten<br />

sieht, schiebt die EU manchmal einen<br />

Riegel vor. Gerne würden viele TV-Nutzer einen<br />

Euro pro Woche bezahlen, um ein brillantes,<br />

lebendiges Plasma-TV-Bild zu bekommen.<br />

Das geht jedoch nicht, weil die Hersteller<br />

gezwungen werden, den Energieverbrauch<br />

drastisch zu reduzieren. Es ist, als würde man<br />

der Autoindustrie vorschreiben, nur noch Fahrzeuge<br />

zu produzieren, die weniger als fünf<br />

Liter auf 100 km bei Vollgas verbrauchen und<br />

nicht schneller als 120 km/h fahren. Das ist<br />

nicht unmöglich, aber Qualität und Spaß leiden.<br />

Zum Glück hat die Autoindustrie eine gewaltige<br />

Lobby, die Plasmaindustrie leider nicht.<br />

Plasmas empfehle ich Bildröhren-Umsteigern,<br />

da sie sich schneller an den lebendigen<br />

Bildeindruck gewöhnen als an die synthetisch<br />

wirkende Bilddarstellung von LCD.<br />

Fernbedienungen<br />

Was eine wirklich gute Fernbedienung ausmacht, ist schwer zu sagen, da sich die Ansprüche<br />

unterscheiden. Der eine will nur zwischen den TV-Sendern zappen und die Lautstärke anpassen,<br />

der andere hätte am liebsten eine Buchstabentastatur für die Facebook-Funktion und<br />

steuert die gesamte Anlage interaktiv. Für uns sind eher Handlichkeit, Größe und Erreichbarkeit<br />

der Tasten sowie ein sauberes Druckgefühl wichtig. Dabei gilt: Eine Fernbedienung ist umso<br />

besser, je schneller wir lernen, alle wichtigen Funktionen zu bedienen, ohne hinzusehen.<br />

LG<br />

Neben der Fernbedienung,<br />

die gut in der Hand liegt,<br />

punktet LG mit Magic<br />

Motion, einer Art bewegungssensitiver<br />

Maus.<br />

Panasonic<br />

Multifunktional, große<br />

Tasten, dicke Beschriftungen<br />

und grobe Haptik.<br />

Aber bedienen kann man<br />

damit schnell und gut.<br />

Samsung<br />

Was auf den ersten Blick<br />

überladen wirkt, entpuppt<br />

sich als durchdachte Direkttasten,<br />

die das Handling<br />

erleichtern.<br />

Das Energieeffizienzlabel der EU wird ab<br />

Ende November Pflicht. Es zeigt neben der<br />

Klassifizierung in die bekannten Stufen „A“<br />

bis „G“ den Stromverbrauch bei normaler<br />

Nutzung (in Watt) und den Jahresverbrauch<br />

in Kilowattstunden, aus dem man schnell<br />

die Stromkosten errechnen kann.<br />

Für die Einstufung ist natürlich die Bildschirmgröße<br />

wichtig. <strong>Die</strong> Angabe, ob ein<br />

echter Netzschalter vorhanden ist, kann<br />

man mittlerweile vernachlässigen, denn im<br />

Standby-Betrieb benötigen aktuelle Modelle<br />

nicht mal 10 Cent an Strom pro Jahr.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

41


Bild | Vergleichstest: 50-Zoll-Plasma-tVs<br />

Daten & Messwerte<br />

Gerät LG 50PZ955S Panasonic TX-P50GW30 Samsung PS51D6900<br />

Preis in Euro 1.600 1.300 1.550<br />

Internet: www. lg.de panasonic.de samsung.de<br />

Klasse 50-Zoll-Plasma-TV 50-Zoll-Plasma-TV 51-Zoll-Plasma-TV<br />

Messwerte<br />

Abmessungen in cm (B x H x T) 118 x 79 x 32 (5,0) cm 121 x 78 x 34 (7) cm 120 x 79 x 31 (4) cm<br />

Bilddiagonale / Gewicht 127 cm / 32kg 127cm / 30kg 129cm / 27kg<br />

Auflösung / Seitenverhältnis 1.920 x 1.080 / 16:9 1.920 x 1.080 / 16:9 1.920 x 1.080 / 16:9<br />

Kontrast nativ / in-Bild / dynamisch 310:1 / 1.420:1 / 3.300:1 520:1 / 4.400:1 / 5.100:1 430:1 / 4.000:1 / 1 Mio.:1<br />

Schwarzwert / Flächen- / Spitzenweiß 0,045 / 38 / 148 cd 0,026 / 61 / 130 cd 0,044 / 36 / 182 cd<br />

Gamma* / Abweichung zur Idealkurve** 2,17 / 6,2% 2,18 / 9,8% 2,11 / 9,6%<br />

Farbtemp. Voreinstellungen**** 6.200 – 30.000 K 6.300, 7.500, 11.200 K 6.500, 7.500, 9.000, 10.300 K<br />

… kalibriert**** /Abweichung** 6.450 K / 2,8% 6.470 K / 4,1% 6.470 K / 3,1%<br />

Ausleuchtung / Farbverteilung*** 98,3% / 99,7% 98,2% / 99,6% 97,7% / 99,0%<br />

Blickwinkelfehler / Dunkelabweichung 4,7% / 1,4% 7% / 3,1% 5,6% / 0,7%<br />

Strom max. / Film / Standby / aus 280 / 230 / 0,27 / – W 305 / 195 / 0,1 / 0,09 W 326 / 225 / 0,2 / – W<br />

anschlüsse<br />

Tuner: analog / DVB-T / -C / -S 1 / 1 / 1 HD / 1 HD 1 / 1 / 1 HD / 1 HD 1 / 1 / 1 HD / 1 HD<br />

HDMI / Komponente / VGA 2 / 1 / 1 3 / 1 / – 4 / 1 / 1<br />

Scart / davon RGB 1 / 1 1 / 1 1 / 1<br />

USB / Speicherkarten-Slot / Netzwerk vorn / – / LAN + WLAN 2 / SDXC / LAN 2 / – / LAN<br />

Front- bzw. Seitenanschlüsse HDMI 3 + 4, 2 USB, AV-In HDMI 4, USB 3, Kopfhöreranschluss, AV-In Kopfhöreranschluss<br />

Besonderheiten CI+, optischer Digitaltonausgang, RS- CI+, optischer Digitaltonausgang, CI+, optischer Digitaltonausgang,<br />

232, 2xAudio-In, Wireless AV-Link-ready Audio-Out, Audio-In 2x Audio-In<br />

ausstattung<br />

3D / Brillen mitgeliefert / 2D zu 3D Shutter / 1 / • – / – / – Shutter / – / •<br />

Hintergrundbeleuchtung / regelbar Plasma / ECO Plasma / ECO Plasma / ECO<br />

… via Lichtsensor / via Bildinhalt •/ • • / • • / •<br />

Farbraum- / Farbtemperatur-Einstellung •/ • – / • • / •<br />

… RGB Offset / Gain • / • • / • • / •<br />

Gamma-Einstellung • / • • / • • / •<br />

Rauschfilter / Artefaktfilter • / • • / • • / •<br />

Autom. Kontrast.- / Farbnachbesserung •/ • • / • • / •<br />

Voreinstellungen / Speicher / je Eingang 9 / 6 / • 8 / 8 / • 3 / 1 / •<br />

Bildformate /Pixel-to-Pixel /WSS 8 / • 8 / • 6 / •<br />

100 Hz / 200 Hz / Backlight Blinking –/ – / Plasma 600 • / – / 600 Hz – / – / 600 Hz<br />

HDMI-CEC-Grundfunktionen / erweitert SimpLink / • VIERA Link / • Anynet+ / •<br />

Medienwiedergabe über USB o. Kartenslot Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik<br />

Medienwiedergabe über DLNA-Netzwerk Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik<br />

HbbTV / Internet-Inhalte versprochen / Smart TV – / VIERA Connect • / Smart TV<br />

Festplatte für Aufnahmen / über USB –/ • – / • – / •<br />

Bild-in-Bild / Bild-in-Videotext – / – – / – • / –<br />

Wandhalterung dabei / VESA-Bohrung –/ • – / • – / •<br />

Zubehör WLAN-Dongle – –<br />

Besonderheiten Magic Motion-Fernbedienung Skype (Kamera optional) Smartphone-Fernbedienung,<br />

Kanallisten-Editor<br />

• = ja // – = nein // Alle ermittelten Messwerte beziehen sich auf die von uns ermittelten Optimalwerte // *optimal: 2,2 // **optimal: 0 Prozent // ***optimal: 100 Prozent // ****optimal: 6500 Kelvin<br />

Aus dem Messlabor<br />

<strong>Die</strong> Zeiten, als man mit der groben Kelle messen und den Herstellern<br />

deutliche Fehler bei der Farbplanung nachweisen<br />

konnte, sind vorbei. Sehr lobenswert halten sich auch diesmal<br />

wieder alle Geräte an die normierten Vorgaben zur Farbigkeit<br />

und zu den Helligkeitsabstufungen (Gamma). <strong>Die</strong> Blinkwinkel<br />

sind systembedingt exzellent, Bewegungen jedoch ebenfalls<br />

systembedingt besonders anfällig für spezielle Artefakte.<br />

Panasonic<br />

Selten saß ein Farbdreieck so peinlich genau auf den<br />

Referenzkoordinaten wie dieses des TX-P50GW30.<br />

Dabei sind das gar nicht die nativen Farben des Panels.<br />

Aktiviert man sie, betreibt den Fernseher also im<br />

breiten Farbmodus, entstehen weitaus knalligere Farben.<br />

<strong>Die</strong> Elektronik korrigiert die Farbräume ohne negative<br />

Einflüsse auf andere Parameter.<br />

LG<br />

Bis auf ein unmerklich verschobenes Tiefblau sitzen<br />

alle Farbpunkte exakt auf der HDTV-Vorgabe – selbst<br />

die Sekundärfarben. <strong>Die</strong> 10-Punkt-Farbkorrektur mussten<br />

wir nicht bemühen, um eine makellose Graustufentreppe<br />

hinzubekommen. ISF-Optionen und ein THX-<br />

Modus sogar in 3D sprechen für den profes sionellen<br />

Charakter der Bildelektronik.<br />

Samsung<br />

Der PS51D6900 lieferte beim Farbtest ebenfalls eine<br />

professionelle Vorstellung ab. Den minimalen, nicht<br />

sichtbaren Abstand, den die Grundfarben vom Soll<br />

haben, holt das Gerät durch perfekten Sitz der Sekundärfarben<br />

wieder herein. Allerdings sieht die<br />

Gammafunk tion dafür nicht ganz so mathematisch<br />

sauber aus wie beim Mitbewerber LG.<br />

42


5.1 <strong>Heimkino</strong>-System<br />

449.-<br />

5.1 <strong>Heimkino</strong> Blu-ray System HT-D5550<br />

• 1000 Watt RMS-Gesamtleistung • automat. Lautsprecher-Kalibrierung<br />

• 3D Blu-ray Disc Player•2D/3D-Konvertierfunktion • BD-Live • 1080p Upscaling<br />

• RDS-Radio•Internet-Zugriff auf Online-<strong>Die</strong>nste•iPod/iPhone-Direkteingang •2HDMI • Netzwerk-Anschluss (Ethernet) • USB • Art.-Nr.: 685833<br />

Alle Preise Abholpreise. Keine Mitnahmegarantie.<br />

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IN DEUTSCHLAND. WWW.MEDIMAX.DE<br />

TV AUDIO ELEKTRO ENTERTAINMENT FOTO PC HANDY


Bild | TeST: PhiliPS 50-zoll 21:9 TV<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,5 m // PAL-DVD:<br />

2,9 m // HD: 2 m<br />

hiGhliGht<br />

PhiliPs 50PFL7956K € 2.200<br />

21:9-Kinoformat, beste 3D-Auflösung<br />

aller Polfilter-<strong>TVs</strong>, tolle<br />

Ausstattung, natürliche Farben<br />

Ausleuchtung/Schwarzwert mäßig<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Gleich zehn Format optionen, um<br />

jeglichen Bildinhalt auf die<br />

extrabreite Bildfläche zu verteilen,<br />

bietet Philips an.<br />

So breit, so gut<br />

“Cinema 21:9” nennt Philips seine Fernseher im ultrabreiten Kinoformat. Bisher<br />

waren alle Vorgänger jeweils die teuersten TV-Geräte im Sortiment, jetzt kommt<br />

mit der “Gold”-Variante das erste Mittelklasse-Modell. Wie gut ist der Kleine?<br />

Net TV ist das interaktive<br />

Mehrwertportal,<br />

entwickelt<br />

von Philips. Es blendet<br />

sich im 16:9-Format<br />

ein oder erlaubt<br />

das Surfen neben<br />

einem Mini-TV-Bild.<br />

Gespart hat Philips bisher an den<br />

21:9-Geräten nicht. <strong>Die</strong> Fernseher<br />

trugen den Beinamen<br />

„Platinum“ und enthielten an Bildqualität<br />

und Ausstattung alles, was möglich<br />

war. Auch ihre Größe entsprach<br />

mit 58 Zoll (147 cm) der Obergrenze<br />

der Panel-Fabrik. Genauso wie der<br />

Preis: Mit 4.200 Euro liegt das aktuelle<br />

Top-Modell 58PFL9956H jenseits<br />

des Budgets vieler Kinofans. Und speziell<br />

für diese wurden die 21:9-Fernseher<br />

entwickelt. Bei 16:9-<strong>TVs</strong> gibt<br />

es nur die standardmäßige Breitbild-<br />

kost bildschirmfüllend. Große, besonders<br />

hochwertige Kinofilme, die<br />

etwa in Cinemascope gedreht wurden,<br />

werden kleiner, also mit weniger<br />

Bildfläche dargestellt, weil schwarze<br />

Balken mitgesendet werden.<br />

„Cinema 21:9“-<strong>TVs</strong> bringen hingegen<br />

die Film kost wieder in die richtige<br />

Priorität: Alte 4:3-Filme füllen nur gut<br />

den halben Schirm, normales Breitbild-TV<br />

wirkt schon ordentlich (oder<br />

lässt sich „aufblasen“), aber beim<br />

großen Kino geht richtig die Sonne<br />

auf. Was wurde nun abgespeckt, um<br />

das Super-Breitbild auch breitentauglich<br />

zu machen und den Verkaufspreis<br />

auf 2.200 Euro fast zu halbieren?<br />

Zunächst fällt die Größe ins Auge:<br />

„Nur“ 50 Zoll, also 127 cm, misst die<br />

Diagonale für Cinemascope-Filme.<br />

Das ist allerdings äußerst wohnzimmerfreundlich,<br />

denn diese beliebte<br />

Filmgröße erreicht der 50PFL7956K<br />

bei einer Gehäusehöhe, die der eines<br />

40-Zoll-Fernsehers entspricht.<br />

Wer sich mit den Daten des Geräts<br />

beschäftigt, merkt schnell, dass es<br />

sich nicht um ein Abspecken der großen<br />

„Cinema 21:9“-<strong>TVs</strong> handelt, sondern<br />

um eine Verbreiterung der<br />

7000er-Serie. <strong>Die</strong> wichtigsten Parameter<br />

sind die Hinterleuchtung des<br />

Panels durch seitlich angebrachte<br />

LEDs, einfache Zwischenbildberechnung<br />

zur Bewegungskompensation<br />

und 3D-Wiedergabe im Polarisationsfilterverfahren.<br />

Was die gesamte äußerst umfangreiche<br />

Basisausstattung an Tunern,<br />

Netzwerk-Funktionen, Multimedia-<br />

44


Bildformate: Breiter ist besser<br />

Was war das für eine Aufregung, als vor gut zehn Jahren<br />

die Breitbildtechnik im Fernsehbereich eingeführt wurde?<br />

Schwarze Balken bei der Tagesschau auf 4:3-Fernsehern<br />

wurden schnell zur potenziellen Beschneidung des öffentlichrechtlichen<br />

Versorgungsauftrags hochstilisiert. Doch die<br />

Technik ließ sich nicht aufhalten und die physikalischen Kompromisse<br />

der Bildröhre (gerne rund wegen Vakuum) zogen<br />

den Kürzeren gegenüber den breiten Flachbild-<strong>TVs</strong>.<br />

Kinofilme wurden nicht mehr so oft und so viel an den Seiten<br />

beschnitten und der Fernsehabend bekam einen Hauch<br />

von Kinoatmosphäre. Dabei gilt im Kino seit Jahrzehnten,<br />

dass ein möglichst umwerfender visueller Eindruck nur mit<br />

möglichst großem Bild, vor allem in der Breite, erzielt werden<br />

kann. Kinofilme werden in vielen Kameratechniken produziert,<br />

weit verbreitet sind dabei die Seitenverhältnisse 1 : 1,85 und<br />

1:2,35, meist „WideScreen“ und „Cinemascope“ genannt.<br />

Normale WideScreen-Filme passen fast perfekt ins 16:9-TV<br />

oder auf Blu-ray Disc, die beide im Bildverhältnis 1:1,77 arbeiten.<br />

Super-Breitwand-Produktionen müssen entweder an<br />

den Seiten beschnitten oder unten und oben mit schwarzen<br />

Balken verziert werden.<br />

Cinema 21:9 – perfekt für Filmfans<br />

Bereits vor einigen Jahren kam Philips auf die Idee, einen<br />

speziellen Fernseher für Liebhaber von Kinofilmen zu entwickeln.<br />

Sein Bildformat (1:2,39) entspricht dem der breitesten<br />

Kinofilme, so dass 4:3-Material winzig, 16:9-Filme mäßig und<br />

große Kinoproduktionen überwältigend aussehen. Ziel ist es,<br />

das größte Kinobild in ein möglichst kompaktes und ansehnliches<br />

Gehäuse zu bringen. Das gelingt Philips mit dem<br />

50PFL7956, denn er besitzt die Gehäusehöhe eines 40-Zöllers<br />

beim 21:9-Kinobildformat eines normalen 53-Zoll-<strong>TVs</strong>.<br />

127 cm (21:9): Großes Kino ging<br />

schon in den 60er-Jahren in die<br />

Breite. Immer mehr Filme werden<br />

so produziert.<br />

101 cm (16:9): Ein guter Kompromiss<br />

zwischen überholten TV-Gewohnheiten<br />

und Kino-Look – das ist der aktuelle TV-<br />

Standard.<br />

82 cm (4:3): Es werden kaum<br />

noch Filme im klassischen TV-<br />

Format gedreht. Alte oder billige<br />

Produktionen nutzen es.<br />

sowie Aufnahmeoptionen betrifft,<br />

zieht er mit den Topmodellen gleich.<br />

Sogar Ambilight wurde integriert –<br />

mit Lounge-Funktion und neuerdings<br />

sogar ISF-kalibrierbarem Referenz-<br />

Hintergrundlicht, allerdings nur in<br />

„Stereo“ – also rechts und links hinter<br />

dem Schirm.<br />

Alles nur gezoomt<br />

Das Format 21:9 ist im Kino beliebt –<br />

es existiert weder als TV-Norm noch<br />

nativ von Blu-ray. Eine besondere<br />

Aufmerksamkeit musste also der Formatwahl<br />

zukommen. <strong>Die</strong> gelingt Philips<br />

sehr gut.<br />

Für Puristen sollte die automatische<br />

Formatwahl passen, die verzerrungsfrei,<br />

aber mit Overscan jedes Format<br />

(4:3, 16:9 SD anamorph, und HDTV)<br />

korrekt darstellt. Dabei ist der Overscan<br />

– der Bereich, der außerhalb des<br />

Nutzbildes mit Abtastfehlern behaftet<br />

sein darf – variabel bis hin zu nicht<br />

vorhanden wählbar. Für Full-HD-Vollformatfilme<br />

gibt es den extrascharfen<br />

Modus Nicht skaliert, der rechts und<br />

links schwarze Balken zeigt.<br />

Der 50PFL7956K analysiert sowohl<br />

die Sendedaten auf Signalisierungen<br />

des Bildformats als auch schwarze<br />

Balken im Bild und findet immer eine<br />

intelligente Lösung. Manuell können<br />

achte weitere Modi als Bildformate<br />

befohlen werden. In der Praxis wird<br />

der unproportional zoomende Modus<br />

Sichtbaren Bereich maximal vergrößern<br />

oft Verwendung finden.<br />

<strong>Die</strong>se Automatik füllt die Bildfläche<br />

relativ geschickt, ohne allzu schlimme<br />

Verzerrungen hervorzurufen. Dazu<br />

wird oben und unten der Overscan-<br />

Bereich entfernt (rechts und links genutzt)<br />

und das Ergebnis an den Rändern<br />

mehr gedehnt als in der Bildmitte.<br />

So werden zentrale Köpfe kaum<br />

dicker, Schultern etwas breiter und<br />

der Bildhintergrund tonnenförmig erweitert.<br />

Das gelingt ganz ordentlich,<br />

nur Puristen dürften nicht ganz zufrieden<br />

sein. <strong>Die</strong> Niederländer skalieren<br />

(dehnen) dabei sauber ohne Pixelflimmern,<br />

grobe Unschärfen oder<br />

Überzeichnungen.<br />

Der Modus Cinema 21:9 zoomt einen<br />

Superbreitwandfilm, beispielsweise<br />

von Blu-ray, in korrekten Proportionen<br />

heran, so dass er nun für<br />

das 2.560 x 1.080 Pixel fassende Display<br />

formatfüllend ist. Dabei wirkt der<br />

Film etwas weniger scharf als „nicht<br />

skaliert“, die gewonnene Bildgröße<br />

ist aber deutlich eindrucksvoller.<br />

Der Rest vom Bild<br />

Philips ist dafür bekannt, sehr viel<br />

am Quellsignal zu manipulieren, um<br />

jedes Signal schärfer, heller, sauberer<br />

und bunter zu machen. Nach der Installation<br />

sind die vielen Optionen, die<br />

dafür zuständig sind, erst einmal aktiviert,<br />

wenn auch nicht maximal.<br />

Ein sehr natürliches Bild erhält<br />

man, wenn man in den Bildmodus<br />

Kino wechselt. Dann ist nahezu alles<br />

fast so, wie die internationalen TV-<br />

Standards es vorschreiben. Gern kann<br />

man noch mit einigen Optionen ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

45


Bild | TesT: PhiliPs 50-zoll 21:9 Tv<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Smart Bild: Kino | Kontrast<br />

Hinterg.: 100 | Helligkeit:<br />

53 | Farbe: 50 |<br />

Schärfe: 1 | Farbton:<br />

pers. 127, 103, 61, 0, 0, 2 |<br />

Lichtsensor: ein | Perfect<br />

Natural Motion: aus |<br />

Clear LCD: ein | Super<br />

Resolution: ein | Dyn.<br />

Contrast: aus | Dyn. Hintergrundbeleuchtung:<br />

optimales Bild | Farboptimierung:<br />

aus | Gamma: 1<br />

| Videokontrast = 3D-<br />

Kontrast: 90<br />

• = ja // – = nein // Alle ermittelten Messwerte beziehen sich auf die von uns ermittelten Optimalwerte //<br />

*optimal: 2,2 // **optimal: 0 Prozent // ***optimal: 100 Prozent // ****optimal: 6500 Kelvin<br />

Daten & Messwerte<br />

Hersteller<br />

Philips<br />

Modell<br />

50PFL7956K<br />

Preis<br />

2.200 Euro<br />

Internet<br />

www.philips.de<br />

Klasse<br />

50-Zoll LCD-TV<br />

Messwerte<br />

Abmessungen in cm (B x H x T)<br />

125 x 58 x 26 (3,2) cm<br />

Bilddiagonale / Gewicht<br />

127 cm / 24 kg<br />

Auflösung / Seitenverhältnis 2.560 x 1.080 / 21,3 : 9<br />

Kontrast nativ / in-Bild / dynamisch 330:1 / 1.100:1 / 10.000:1<br />

Schwarzwert /Flächen- / Spitzenweiß 0,03 / 295 / 294 cd<br />

Gamma* / Abweichung zur Idealkurve** 2,0 / 9%<br />

Farbtemp. Voreinstellungen****<br />

6.900, 10.000, 12.500 K<br />

… kalibriert**** / Abweichung** 6500 / 0,7%<br />

Ausleuchtung / Farbverteilung*** 94,1% / 96,1 /<br />

Strom max. / Film / Standby / aus<br />

177 / 102 / 0,1 / 0 W<br />

anschlüsse<br />

Tuner: analog / DVB-T / -C / -S<br />

• / • / HD / HD<br />

HDMI / Komponente / VGA 4 / 1 / 1<br />

Scart / davon RGB 1 / 1<br />

USB / Speicherkarten-Slot / Netzwerk 2 / SD / 1<br />

Besonderheiten<br />

CI-Plus, Kopfhöreranschluss,<br />

W-LAN, 2x Audio-In, opt.<br />

Digitaltonausgang<br />

ausstattung<br />

3D / Brillen mitgeliefert / 2D zu 3D<br />

Polarisation / 2 / •<br />

Hintergrundbeleuchtung /regelbar<br />

Rand-LED / •<br />

… via Lichtsensor /via Bildinhalt<br />

• / •<br />

Farbraum- / Farbtemperatur-Einstellung –/ •<br />

… RGB Offset /Gain<br />

• / •<br />

Gamma-Einstellung / Rausch- / Artefaktfilter •/ • / •<br />

Autom. Kontrast.- /Farbnachbesserung •/ •<br />

Voreinstellungen /Speicher /je Eingang 10 / 10 / •<br />

Bildformate / Pixel-to-Pixel / WSS<br />

10 / • / •<br />

100 Hz / 200 Hz / Backlight Blinking •/ – / 400 Hz<br />

HDMI-CEC Grundfunktionen /erweitert •/ •<br />

Medienwiedergabe über USB o. Kartenslot Filme, Fotos, Musik<br />

Medienwiedergabe über DLNA-Netzwerk Filme, Fotos, Musik<br />

HbbTV / Internet-Inhalte<br />

• /Net TV<br />

Festplatte für Aufnahmen / über USB –/ •<br />

EPG / AV-Link<br />

• / •<br />

Sleep-Timer / Wecker / Kindersicherung •/ • / •<br />

Bild-in-Bild / Bild-in-Videotext<br />

• / •<br />

Wandhalterung dabei / VESA-Bohrung •/ 40 x 40 cm<br />

Standfuß dreh- / neigbar • /–<br />

Zubehör<br />

MediaConnect-Gutschein<br />

Besonderheiten<br />

Ambilight, Dual-Gamer Mode<br />

Bei den Anschlüssen<br />

geht Philips<br />

die üblichen Kompromisse<br />

ein. Der<br />

vierte HDMI-Eingang<br />

ist (fast) seitlich<br />

erreichbar,<br />

Scart gibt es über<br />

Adapter, der Kopfhörer<br />

sitzt hinten.<br />

<strong>Die</strong> mitgelieferten 3D-Polarisationsbrillen sind etwas lichtdurchlässiger<br />

und deutlich farbneutraler als die Modelle von LG. Im Vergleich<br />

zu Produkten von Real3D, Marchon3D und Hama fällt auf,<br />

dass bei Änderung des seitlichen Blickwinkels weniger Unruhen<br />

entstehen. Vertikal muss man „auf Achse sitzen“.<br />

Für seinen Preis wirkt der Cinema 21:9<br />

Gold äußerst ansprechend. <strong>Die</strong> dezent<br />

leuchtenden Bedienelemente sind als<br />

Sensortasten ausgeführt.<br />

spielen, denn auf das passende Signal<br />

(verrauscht, unscharf, fahl oder mit<br />

Artefakten behaftet) angewandt, bedeuten<br />

sie eine Verbesserung.<br />

Sehr zufrieden darf man mit der gesamten<br />

Farbwiedergabe des Fernsehers<br />

sein. Sie ist – richtig eingestellt –<br />

absolut normgerecht, also natürlich,<br />

und auch unter seitlichen Blickwinkeln<br />

korrekt. <strong>Die</strong> Leuchtkraft und die<br />

Energieeffizienz des Displays sind<br />

nicht überragend, aber filmfreundlich,<br />

Effekte wie LCD-Farbflecken<br />

oder Banding sind nicht auszumachen.<br />

Nur der Schwarzwert des verhältnismäßig<br />

matten Displays lässt<br />

zu wünschen übrig. Durch Rand-LED-<br />

Beleuchtung halten sich die Möglichkeiten<br />

des lokalen Dimmens in Grenzen,<br />

so dass bei großen dunklen Flächen<br />

Aufhellungen erkennbar sind,<br />

die im völlig abgedunkelten Raum stören,<br />

im Normalbetrieb aber weniger<br />

Auswirkungen haben.<br />

Hier ist der größte Nachteil gegenüber<br />

der teureren 9000er-Serie zu sehen,<br />

die eine echte Lokaldimmung<br />

einsetzt. Bei der Bewegtbild-Darstellung<br />

wird auf nur 100 statt 200 Hz<br />

gesetzt, unterbrochen von vier LED-<br />

Schaltzyklen. Das funktioniert für<br />

einen Fernseher seiner Klasse gut,<br />

wird jedoch wieder von der 9000er-<br />

Serie in den Schatten gestellt.<br />

Der klassische Filmfan wird den<br />

harten Kinolook mit 24p-Ruckeln bevorzugen,<br />

der entsteht, wenn man<br />

jegliche Bewegungskompensation<br />

ausschaltet. Clear LCD, das ja eigentlich<br />

Bewegungen durch Scannen der<br />

Hintergrundbeleuchtung verbessert,<br />

kann diesmal zu minimalen Artefakten<br />

führen.<br />

Sehr gespannt waren wir auf den<br />

3D-Modus. Polarisation ist das dazugehörige<br />

Verfahren mit den leichten<br />

Brillen, aber der verminderten vertikalen<br />

Auflösung. Wir erinnern uns:<br />

Jede zweite Bildzeile ist in einer Lichtrichtung<br />

(drehend) polarisiert, die anderen<br />

andersherum. <strong>Die</strong> Brillengläser<br />

46


Aus dem Messlabor<br />

Andere Hersteller haben es vorgemacht, jetzt bietet auch<br />

Philips die Möglichkeit eines anspruchsvollen Farbabgleichs.<br />

In den neuen Modellen sind RGB-Gain und -Offset<br />

zur Farb optimierung verfügbar, zudem ist eine ISF-Kalibration<br />

möglich. Als Ergebnis sieht man unten: eine schnurgerade,<br />

fehlerfreie Farblinearität. Zudem ist der Farbraum<br />

schön normgerecht; und auch aus seitlichem Blickwinkel<br />

ver blassen Farben nicht.<br />

<strong>Die</strong> Ausleuchtung (Bild oben) hingegen konzentriert sich<br />

auf die Bildmitte. Dort gibt es 20% mehr Helligkeit als im<br />

Schirmdurchschnitt. Im dunklen Raum wirkt der Schwarzwert<br />

vor allem von der Seite flau. Der aktive Lichtsensor<br />

und die Globaldimmung sind hilfreich beim Kaschieren.<br />

testergeBnisse<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Philips<br />

50PFL7956K<br />

2.200 Euro<br />

Bildqualität max. 450 Punkte sehr gut 85% 381<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 38<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 42<br />

High Definition (DVI / HDMI) (75) sehr gut 65<br />

Kontrast (80) sehr gut 60<br />

Schärfe (45) sehr gut 40<br />

Farbdarstellung (45) überragend 43<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) überragend 54<br />

Bildruhe (45) sehr gut 39<br />

Klangqualität max. 60 Punkte gut 68% 41<br />

ausstattung max. 216 Punkte sehr gut 81% 174<br />

Tuner (60) sehr gut 45<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 72<br />

Multimedia (36) sehr gut 32<br />

Sonstige Extras (35) gut 25<br />

Bedienung max. 90 Punkte sehr gut 87% 78<br />

Menügestaltung (17) gut 12<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 37<br />

Installation (12) überragend 11<br />

Fernbedienung (21) sehr gut 18<br />

VerarBeitung max. 80 Punkte sehr gut 79% 63<br />

Anmutung (25) sehr gut 21<br />

Material (55) sehr gut 42<br />

testurteil max. 896 Punkte sehr gut 82% 737<br />

Preis / leistung<br />

üBerragend<br />

2 3<br />

4<br />

ZuBehör<br />

5<br />

6<br />

1<br />

[1] CIE-Farbraum HDTV // [2] Maximale Helligkeit bei optimalen Einstellungen // [4]Spektralverteilung<br />

des Weißbildes // [5] Farbtemperaturverlauf // [6] Helligkeitslinearität (Gamma)<br />

Neue Philips-Fernseher sind<br />

ideal für Multi-Gamer. Durch<br />

Spezialbrillen (Zubehör, ca. 60<br />

Euro) sehen zwei Spieler ihre<br />

Spielansicht vollflächig.<br />

besitzen entsprechende Filter, so dass<br />

an einem Auge jeweils ein Bild ankommt,<br />

das nur aus der Hälfte der TV-<br />

Zeilen besteht. Wir können die vertikale<br />

3D-Auflösung messen und haben<br />

herausgefunden, dass Philips die Vorteile<br />

des Cinema 21:9-Displays bei der<br />

3D-Darstellung voll nutzt. Wird ein<br />

Cinemascope-Film von Blu-ray wiedergegeben,<br />

besitzt er ja schwarze<br />

Balken, die etwa ein Viertel der Bildhöhe<br />

ausmachen. Der 21:9-Fernseher<br />

zoomt dort herein und skaliert das<br />

Bild formatfüllend auf sein feiner auflösendes<br />

Display. Im 3D-Modus werden<br />

dabei die gut 800 noch inhaltsführenden<br />

Zeilen des Bildes auf 540<br />

Pixelzeilen für jedes Auge aufgeteilt.<br />

Das sind weitaus mehr, als bei einer<br />

Halbierung übrig bleiben, und resultiert<br />

in mehr vertikalen Details als bei<br />

jedem anderen Polfilter-3D-TV – natürlich<br />

bei Cinemascope-3D-Filmen.<br />

Klanglich setzt Philips auf Lautsprecher,<br />

die sich an der Rückwand<br />

befinden. Erstaunlich, dass nur durch<br />

Reflexionen an der Raumwand ein erträglicher<br />

Sound herauskommen<br />

kann, doch dies gelingt dem 50PFL<br />

7956K gut. Sprache und Musik klingen<br />

harmonisch und präzise: wohl gemerkt<br />

präzise in puncto Timing und<br />

nicht in Sachen Räumlichkeit. <strong>Die</strong> ist<br />

enorm durch die indirekte Abstrahlung<br />

überhöht, birgt aber trotzdem<br />

viele interessante Effekte.<br />

Fazit<br />

<strong>Die</strong>ser Philips-Fernseher ist etwas ganz<br />

Besonderes. Schon durch sein Bildformat<br />

sticht er aus Hunderten anderer<br />

Modelle heraus. Für Kinoliebhaber, die<br />

es im Wohnzimmer extravagant aber<br />

trotzdem dezent haben möchten, ist<br />

dieser Philips optimal.<br />

Seine Ausstattung lässt keine Wünsche<br />

offen; mit den kleinen Kompromissen<br />

beim Schwarzwert kann man<br />

leben. Zum Preis von 2.200 Euro ist<br />

der Philips ein außerordentlich guter<br />

Fernseher.<br />

■<br />

Fernbedienung<br />

2.0: Etwas gewöhnungsbedürftig<br />

ist<br />

Philips‘ überarbeitetes<br />

Ergonomiewunder<br />

schon –<br />

aber effizient.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

47


Bild | TEST: SaMSunG 60-Zoll-lCd-TV<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,7 m // PAL-DVD:<br />

3,3 m // HD: 2,1 m<br />

RefeRenz<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

SamSung UE60D8090 € 4.000<br />

genialer Alleskönner, umwerfendes<br />

Bild im schmalen Rahmen,<br />

sagenhafte Multimedia-Optionen<br />

leicht blass unter Blickwinkel<br />

überragend 90%<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Größer ist besser<br />

Je größer ein Fernseher ist, desto beeindruckender sein Bild und desto angenehmer<br />

der TV-Genuss, vor allem aus einigen Metern Entfernung. Wir prüfen nach, ob diese<br />

nicht immer korrekte Binsenweisheit bei Samsungs neuestem Super-TV zutrifft.<br />

Samsungs heißeste IFA-News im Bereich Fernseher<br />

war, dass ein 60-Zoll-TV der Spitzenklasse kommen<br />

werde, basierend auf dem aktuellen Topmodell: dem<br />

UE60D8090. Bislang gab es ihn nur in 40, 46 und 55 Zoll,<br />

jetzt hat Samsung noch einen draufgelegt und verlangt<br />

für 14 cm mehr Bilddiagonale satte 1.400 Euro Aufpreis.<br />

100 Euro mehr pro Zentimeter erscheinen unverhältnismäßig<br />

viel, doch wer das Besondere will, muss immer<br />

etwas tiefer in die Tasche greifen. Und 55 Zoll, also 138 cm<br />

Bilddiagonale, sind bei Weitem nichts Extravagantes mehr,<br />

wenn auch Samsungs 8000er-Serie durch den schlanken<br />

Rahmen alle Blicke auf sich zieht und dabei technisch<br />

noch absolut top ist.<br />

<strong>Die</strong> Erfahrungen, die wir beim Vergleich der 46-Zollmit<br />

der 55-Zoll-Variante gemacht haben, waren etwas<br />

durchwachsen. Was durch das deutlich größere Bild an<br />

Wow-Effekt gewonnen wird, verliert der 55-Zöller bei kritischen<br />

Testern, die bei der Bildqualität ganz genau hinschauen.<br />

Man hätte es sich fast denken können: Je größer<br />

die Bildfläche ist, desto schwieriger wird es, das Hintergrundlicht<br />

für die LCD-Zellen gleichmäßig zu verteilen.<br />

Es wird durch LEDs im rechten und linken Rahmen erzeugt.<br />

Besitzt der 46-Zoll-TV noch eine sehr homogene<br />

Ausleuchtung (Lichtverteilung), so verliert das 55er-<br />

Modell in der Bildmitte an Strahlkraft – genau dort, wo<br />

man sie besonders braucht. In der Bildmitte spielt sich<br />

nämlich die wichtigste Action ab: Hier ruht das Auge,<br />

hier darf es besonders brillant und scharf sein.<br />

So hatten wir Tester eher verhaltene High-End-Erwartungen,<br />

als Samsung eine weitere Vergrößerung des<br />

48


Bildes auf eine 60-Zoll-Diagonale (152 cm) ankündigte.<br />

Hier ist die Lichtverteilung noch schwieriger, die LEDs<br />

sind noch weiter entfernt von der Bildmitte. Und das ultraflache<br />

Design mit gerade einmal drei Zentimetern<br />

Gehäusetiefe bietet wahrscheinlich nicht viele Möglichkeiten<br />

zur Optimierung.<br />

Viel Licht – kein Schatten<br />

Wir hatten also eine Bildqualität erwartet, die durch ihre<br />

monumentale Größe beeindruckt, jedoch mit technischen<br />

Kompromissen zu kämpfen hat. Aber hier lässt sich der<br />

gemeine Testredakteur gerne überraschen.<br />

Und genau das ist dem Samsung UE60D8090 gelungen.<br />

Auch wenn die Ansteuerelektronik nahezu mit derjenigen<br />

der kleinen Brüder übereinstimmt, scheint Samsungs<br />

haus interne Panelfabrik das halbe Jahr, das zwischen der<br />

Markt einführung der „Kleinen“ und des „Großen“ lag, für<br />

einige wichtige Verbesserungen genutzt zu haben. Im<br />

Testlabor gingen wir der äußerst beeindruckenden Brillanz<br />

und dem umwerfenden Kontrast, die wir beim Einrichten<br />

des Gerätes bemerkt hatten, auf den Grund, und<br />

wurden mehrmals überrascht.<br />

Wie eingangs erwähnt, sitzen die Licht spendenden<br />

LEDs nur rechts und links vom Bildschirm. Samsung<br />

schafft es jedoch trotzdem, eine Ausleuchtung hinzubekommen,<br />

die zwar nicht ganz perfekt verteilt ist, jedoch<br />

sehr gut unseren Sehgewohnheiten entspricht. Hatte der<br />

55-Zöller noch einen Hotspot von -5,5 Prozent – sprich: die<br />

Bildmitte war 5,5 Prozent dunkler als der Durchschnitt –,<br />

liegt der Wert beim UE60D8090 bei +9,5 Prozent. Dabei<br />

verteilt sich das Licht fast kreisförmig, aber in Maßen um<br />

die Bildmitte (siehe Diagramm rechts). Das ist kein Referenzverhalten,<br />

doch es kommt dem Seheindruck und den<br />

Messungen zugute. Alle wichtigen Messungen werden<br />

nämlich normalerweise in der Bildmitte durchgeführt.<br />

Gräbt man tiefer, findet man weitere Aspekte, die das<br />

neue Panel jetzt besser macht. <strong>Die</strong> Farbverfälschungen unter<br />

seitlichem Blickwinkel sind zwar noch vorhanden, jedoch<br />

nicht mehr so stark, und das sogenannte „Banding“<br />

ist fast nur bei speziellen Testbildern sichtbar. <strong>Die</strong>ser Effekt<br />

zeigt horizontale Streifen vor allem bei Schwenks und<br />

wurde bei Samsungs 2011er-Modellen oft kritisiert.<br />

Schließlich ist das neue Panel das energieeffizienteste,<br />

das wir bislang gemessen haben. Das Gerät kommt mit<br />

90 bis 150 Watt aus – für die Größe sensationell. Mit fast<br />

400 Candela ist es dabei sehr brillant und besitzt den<br />

höchsten Wirkungsgrad von 2,3 Candela/Watt. Dass dabei<br />

nur eine Energieeffizienzklasse „A“ herauskommt,<br />

liegt an der hoch eingestellten Leuchtstärke im für die<br />

Norm zu messenden Werksmodus.<br />

Eine positive Überraschung<br />

Samsung hat es also geschafft, eine Vergrößerung des<br />

Flachbildes ohne jegliche Kompromisse hinzubekommen.<br />

Umso deutlicher fallen die Talente des Fernsehers ins<br />

Auge, aus allen TV-Quellen wirklich das Optimum herauszuholen.<br />

Andere Fernseher konzentrieren sich<br />

DatEn & MESSwErtE<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

UE60D8090<br />

Preis<br />

4.000 Euro<br />

Internet<br />

www.samsung.de<br />

Klasse<br />

60-Zoll-LCD-TV<br />

MESSwErtE<br />

Abmessungen in cm (B x H x T)<br />

136 x 87 x 35 (3,1) cm<br />

Bilddiagonale /Gewicht<br />

152 cm / 25 kg<br />

Auflösung / Seitenverhältnis 1.920 x 1.080 / 16:9<br />

Kontrast nativ / in-Bild / dynamisch 500:1 / 4.000:1 / 1 Mio.:1<br />

Schwarzwert /Flächen- /Spitzenweiß


Bild | TesT: samsung 60-Zoll-lCd-TV<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Film | Hintergrundbel.:<br />

20 (min. 7) |<br />

Kontrast: 100 | Helligkeit:<br />

47 | Schärfe: 10 |<br />

Farbe: 50 | RGB-Offset:<br />

25, 24, 29 | RGB-Gain: 25,<br />

33, 15 | Rauschfilter: Auto<br />

| Motion Plus: Klar | Motion<br />

Plus: Klar | LED Motion<br />

Plus: Ein | Öko-Sensor:<br />

ein (7) | ...andere<br />

Optimierungen: aus<br />

testergeBnisse<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

UE60D8090<br />

Preis<br />

4.000 Euro<br />

Bildqualität max. 450 Punkte üBerragend 93% 420<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 44<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) überragend 45<br />

High Definition (DVI/ HDMI) (75) überragend 73<br />

Kontrast (80) überragend 78<br />

Schärfe (45) überragend 45<br />

Farbdarstellung (45) überragend 43<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 50<br />

Bildruhe (45) überragend 42<br />

Klangqualität max. 60 Punkte sehr gut 78% 47<br />

ausstattung max. 216 Punkte sehr gut 84% 182<br />

Tuner (60) gut 43<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 75<br />

Multimedia (36) überragend 34<br />

Sonstige Extras (35) sehr gut 30<br />

Bedienung max. 90 Punkte üBerragend 92% 83<br />

Menügestaltung (17) sehr gut 14<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 40<br />

Installation (12) überragend 11<br />

Fernbedienung (21) sehr gut 18<br />

VerarBeitung max. 80 Punkte sehr gut 88% 70<br />

Anmutung (25) überragend 24<br />

Material (55) sehr gut 46<br />

testurteil max. 896 Punkte üBerragend 90% 802<br />

Preis / leistung<br />

gut<br />

Ein Druck auf Smart Hub entfesselt die gesamte Multimedialität des Unterhaltungskünstlers.<br />

In diesem umfassenden Menü darf man aus allen lokalen<br />

und globalen Medien wählen, die das Gerät versteht. Ein Einsteiger wird wochenlang<br />

neue Features finden, die man von einem Fernseher kaum erwarten<br />

würde.<br />

Laut Datenblatt liegt dem<br />

UE60D8090 eine 3D-<br />

Shutterbrille bei. In unserem<br />

Testmusterkarton<br />

befand sich ein serienmäßiges<br />

Doppelpack.<br />

Samsungs Zubehörbrillen<br />

sind erheblich schöner und<br />

komfortabler.<br />

auf eine scharfe, farbechte und kinogetreue Blu-ray-<br />

Wiedergabe. Das Faszinierende beim Samsung ist neben<br />

seiner exzellenten Bildschärfe und den tollen Farben<br />

(wenn man von vorn schaut) seine Bildverarbeitung, die er<br />

auf „minderwertige“ Bildquellen wie DVD, digitales oder<br />

analoges Fernsehen und sogar DVB-T anwendet. Skalieren,<br />

Korrigieren, Rucklerglättung und automatisches Entrauschen<br />

gelingen jedenfalls faszinierend gut.<br />

Trotz Micro Dimming ist der Schwarzwert im völlig<br />

dunklen Raum nicht perfekt – vor allem aus leicht seitlichem<br />

Blickwinkel. Der optimal dimensionierte Lichtsensor<br />

hilft deutlich, indem er die Hintergrundhelligkeit auf<br />

einen gewünschen Wert absenkt. <strong>Die</strong> Tiefe von 3D-Filmen<br />

gewinnt ebenfalls durch die Bildgröße und die hohe<br />

Grundhelligkeit. Übersprechen bleibt mit 0,9 Prozent<br />

(min.) im Rahmen, der Genuss der dritten Filmdimension<br />

wird jedoch durch einen Weißwert von 43 Candela zu<br />

einem Kinoerlebnis, das man besser im dunklen Raum<br />

praktiziert.<br />

Vergleicht man den Klang des schlanken Boliden mit<br />

dem der ersten Megaflat-<strong>TVs</strong>, kann man durchaus zufrieden<br />

sein. Bereits ab 100 Hz strahlen die unsichtbaren<br />

Schallwandler ab – gerade gebügelt und abgeflacht durch<br />

jede Menge DSP-Power. Das klingt schon erstaunlich gut;<br />

wer sich dieses Gerät leistet, sollte aber auch noch einige<br />

Hundert Euro in großartigen Sound investieren können.<br />

Was sonst noch zählt<br />

Samsung hat ausstattungstechnisch alle wichtigen Argumente<br />

auf seiner Seite. <strong>Die</strong> Schlagwörter „Smart TV“ (Internet-basierte<br />

Zusatzdienste), „Sat-Tuner“, „USB-Aufnah-<br />

me“ , „HbbTV“ und „Medien-Player“ hat Samsung seinem<br />

Entwicklungsteam nicht nur vorgegeben, sondern sie auf<br />

die Spitze getrieben. So versteht der Satelliten-Tuner sich<br />

sogar auf Motorantennen sowie die Einkabellösung, und<br />

er sortiert die ASTRA-Sender vollautomatisch (LCN).<br />

Sehr lobenswert ist, dass man jetzt die umfangreichen<br />

Programmlisten mit einem kostenlos herunterladbaren<br />

PC-Editor sortieren kann. Das geht deutlich schneller als<br />

am TV-Gerät mit der Fernbedienung, und dem Austausch<br />

von Listen mit Freunden steht nichts mehr im Weg.<br />

Wer moderne Kommunikation und neue Wege zur<br />

Unterhaltung pflegt, wird mit dem Samsung-TV viel Spaß<br />

haben. Man kann während des Fernsehens via Facebook<br />

oder Twitter mit der Welt verbunden bleiben oder mittels<br />

optionaler Kamera HD-skypen. Ganz modern und für<br />

Texteingaben ideal ist auch, dass man den Fernseher jetzt<br />

mit Handy-Apps steuern kann. Wer ein Galaxy-Phone<br />

besitzt, darf sogar im WLAN-Geltungsbereich sein TV-<br />

Bild in ein anders Zimmer mitnehmen – durch Verschlüsselung<br />

sogar mit Pay-TV.<br />

Fazit<br />

Rundum faszinierend: Der UE60D8090 bietet ein umwerfend<br />

brillantes Bild mit satten Farben und einer exzellenten<br />

Schärfe. Kompromisse, die durch die ultraflache Bauweise<br />

und den beeindruckend schmalen Rahmen eingegangen werden<br />

mussten, sind keine wirklichen Nachteile, wenn man<br />

bedenkt, dass sie ein faszinierendes Design ermöglichen.<br />

Sieht man dann noch die umfassende Hard- und Software-<br />

Ausstattung mit ihren multimedialen Optionen, ist die<br />

neue Referenz unter den Großbild-<strong>TVs</strong> perfekt. ■<br />

50


Der riesige<br />

Fernseher<br />

wirkt durch<br />

seinen schmalen<br />

Rahmen<br />

und die ultraflache<br />

Bauweise<br />

äußerst<br />

kompakt.<br />

Bedientasten<br />

gibt es am<br />

Gerät, doch<br />

wenn es an der<br />

Wand hängt,<br />

sind die Seitenanschlüsse,<br />

etwa Kopfhörer,<br />

kaum zu<br />

erreichen.<br />

<strong>Die</strong> beleuchtete<br />

Fernbedienung<br />

mit ihren edlen<br />

Flachdrückern<br />

wirkt nett. Um<br />

die richtige<br />

Taste zu treffen,<br />

muss man jedoch<br />

manchmal<br />

hinsehen.<br />

Um alle wichtigen<br />

Verbindungen zu tätigen,<br />

werden weniger<br />

Adapter benötigt<br />

als bei den Vorjahresmodellen.<br />

Speichern Sie Ihre Lieblingsmusik auch<br />

in Ihrem Handy? Jetzt können Sie Ihre<br />

Songs immer und überall genießen,<br />

gemeinsam mit anderen und in jeder<br />

Lautstärke. Das Bose ® SoundLink ® ist<br />

ein kabelloses Lautsprechersystem, das<br />

mit Ihrem Smartphone, Ihrem Tablet-<br />

PC oder anderen Bluetooth ® -fähigen<br />

Geräten kompatibel ist. Genießen<br />

Sie Spitzenklang – dank einzigartiger<br />

Technologien, die Ihnen nur Bose bietet.<br />

Erleben Sie den SoundLink ®<br />

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selbst und hören Sie, wie es klingt, wenn<br />

Sie die Musik auf Ihrem Mobiltelefon<br />

zu neuem Leben erwecken.<br />

Musik.<br />

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und überall.<br />

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Kennziffer<br />

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©2011 Bose Corporation. <strong>Die</strong> Bluetooth ® -Wortmarke<br />

und -Logos sind eingetragene Warenzeichen der<br />

Bluetooth SIG, Inc. Jegliche Nutzung durch die<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

Bose Corporation erfolgt unter Lizenz.<br />

51


BILD | TeST: Sony 3D-BeameR<br />

Optimale Einstellungen<br />

Bildmodus: Kino1 | Kontrast: 90 | Helligkeit: 53 |<br />

Schärfe: 0 | Farbe: 50 | Farbton: 50 | Farbtemperatur:<br />

Benutzerdef.3 | Verstärkung<br />

R/G/B: 2/0/-4 | Vorspannung R/G/B:<br />

2/0/-13 | Lampenregelung: niedrig |<br />

Erweit. Blende: Auto1 | Farbraum:<br />

Normal | Gammakorrektur: aus | RCP:<br />

aus | Helligkeit 3D-Brille: 2<br />

Sony VPL-HW30 € 3.300<br />

Leise, hell, Farben, Konvergenzeinstellung,<br />

3D-Bild von Blu-ray<br />

Fokusdrift, Side-by-Side-3D-Bild<br />

mit drastischen Doppelkonturen<br />

sehr gut 78 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Autor: Raphael Vogt // Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Neue Dimensionen<br />

Sonys vierte Generation des kleinen SXRD-Projektors beherrscht nun auch 3D.<br />

Basierend auf dem bewährten Chassis und einem Trick bei der Lampensteuerung<br />

soll er stereoskopische Kinoqualität liefern – sogar mit Zwischenbild-Interpolation.<br />

Schon in der Bildröhren-Ära konnte Sony gute Projektoren<br />

bauen. Sony geht gerne eigene Wege – und<br />

sei es nur, um Patentlizenzen zu sparen. Das ist seit<br />

Betamax, EL-Cassette, CD und Minidisk bekannt. Mit der<br />

reflexiven LCD-Technik LCoS (Liquid Crystal on Silicon),<br />

die als SXRD vermarktet wird, ist das wieder der Fall. <strong>Die</strong><br />

Technik debütierte vor sechs Jahren im Qualia 004 für<br />

über 35.000 Euro. Der jüngste Erbe, der VPL-HW30, kostet<br />

nur ein Zehntel des Preises.<br />

Ein Vergleich der beiden Beamer ist eigentlich unfair.<br />

Der neue Einsteiger-SXRD-Projektor wäre vermutlich sogar<br />

in allen Belangen besser. Der HW30 projiziert heller,<br />

trifft die Farben der High-Definition-Norm REC709 genauer,<br />

der native Kontrast ist größer, er arbeitet leiser, seine<br />

Konvergenz ist korrigierbar, und neben einigen weiteren<br />

Kleinigkeiten beherrscht der Neue sogar stereosko-<br />

pische 3D-Projektion. Es ist immer wieder erstaunlich, wie<br />

rasant die Entwicklung bei der Bildwiedergabe abläuft.<br />

Zwar sind die kleinen SXRD-Beamer von Sony im Lauf<br />

der letzten Jahre teurer geworden, aber dafür wurde auch<br />

die Ausstattung üppiger. 3.300 Euro kostet der VPL-HW30<br />

nun und 3.500 Euro mit einem 3D-Paket, bestehend aus<br />

zwei der neuen 3D-Brillen nebst einem USB-Ladegerät und<br />

dem Infrarot-Sender zur Synchronisation.<br />

Elegant und leise<br />

Das Gehäuse und das eigentliche Chassis blieben seit dem<br />

Debüt des HW10 vor drei Jahren unverändert. Der elegant<br />

gewölbte Korpus saugt hinten die Kühlluft großflächig an<br />

und bläst sie aus den vorderen Ecken ab. <strong>Die</strong> Anschlüsse<br />

sitzen an der Seite. Das Objektiv platziert sich zentral und<br />

wird komplett manuell verstellt. Der Zoom- und der Fokus-<br />

Sonys neue 3D-Brille ist nicht mehr kompatibel<br />

zu denen der <strong>TVs</strong>. Dafür schotten sie<br />

besser ab, zeigen weniger Reflexionen und<br />

der interne Akku lässt sich per USB-Kabel<br />

wieder aufladen.<br />

Der Infrarot-Emitter sendet seine Steuersignale recht gebündelt aus. Eine<br />

Positionierung bei der Leinwand ist ratsam. Ein normales Netzwerkkabel<br />

versorgt den Sender mit Strom und Steuersignalen.<br />

52


Stop and Go für 3D<br />

Aktuell stellt die sequenzielle Darstellung das einzig ökonomische<br />

Mittel für die 3D-Projektion zu Hause dar. Der<br />

Projektor zeigt die Perspektiven abwechselnd und die Shutterbrille<br />

verdeckt das jeweils andere Auge. Daraus resultiert<br />

ein Lichtverlust von mindestens 50 Prozent beim Projektor,<br />

denn jedes Auge sieht ihn nur noch die halbe Zeit, und von<br />

weiteren 50 Prozent durch die Polarisation der LCD-Shutterbrille.<br />

Bleiben maximal 25 Prozent Helligkeit übrig. In der<br />

Praxis sind es auch schon mal nur noch 10 Prozent Rest.<br />

Der DLP-Trick für 3D mit LCD<br />

Sony hat für die neue Beamer-Generation im 3D-Modus<br />

einen Trick adaptiert, der bei DLP-Projektoren mit Farbrad<br />

schon seit Jahren die Lichtausbeute verbessert. <strong>Die</strong> Pro-<br />

jektorlampen liefern eigentlich zu viel Grün und zu wenig<br />

Rot. <strong>Die</strong> Brilliant-Color-DLP-Beamer dimmen für Rot die<br />

Lampe hoch und für Grün herunter. Sony nutzt den gleichen<br />

Trick, um ohne Überhitzung den Lampenstrom während der<br />

Dunkelphase der Shutterbrille zu reduzieren, um ihn dann<br />

während der Projektionsphase über das bisher Machbare<br />

hochzuschrauben. Das verbessert die Lichtausbeute, ohne<br />

die mittlere Temperatur zu erhöhen.<br />

ring laufen spielfrei und satt wie ein gutes Fotoobjektiv,<br />

die Rändelschrauben für den Lensshift arbeiten aber immer<br />

noch unpräzise. Leider verschiebt sich auch immer<br />

noch die Bildschärfe leicht, wenn der Projektor sich erwärmt.<br />

<strong>Die</strong> Parameter wie Shift und Zoom bleiben aber<br />

angenehm weit verstellbar und die Positionierung des<br />

Projektors ist sehr flexibel.<br />

Der VPL-HW30 nutzt als erster Sonys neue 3D-Technik<br />

für Projektoren. Nach dem vergleichsweise bescheidenen<br />

3D-Ergebnis mit dem VPL-VW90 (getestet in Heft 3/11, ab<br />

Seite 48) gingen die Entwickler in der zweiten Runde einige<br />

Schritte weiter. Äußerlich am auffälligsten ist der<br />

neue Infrarot-Emitter, der nun via Netzwerkkabel angeschlossen<br />

als externe Komponente funktioniert. Leider<br />

beamt er seine Wärmestrahlung vergleichsweise schwach<br />

und gerichtet, weshalb er im Testkino dicht am Projektor<br />

positioniert über die Leinwandreflexion nicht funktionierte.<br />

Erst mithilfe eines langen Kabels und unter der<br />

Leinwand geparkt synchronisierte er die neuen Brillen<br />

zuverlässig und unterbrechungsfrei. Der VPL-VW90 verwendete<br />

noch die „Nasenfahrräder“ der Sony-TV-Geräte<br />

plus Einsteckfilter. Das ermöglicht zwar eine Mehrfachnutzung<br />

der Brillen, aber die Plastikfilter führten zu verminderter<br />

Schärfe und unangenehmen Reflexionen. Der<br />

VPL-HW30 verwendet neue, gesonderte Brillen für die<br />

Projektoren. <strong>Die</strong>se schließen das periphäre Gesichtsfeld<br />

gut ab, so dass sich Spiegelungen in Grenzen halten, und<br />

sie lassen sich via USB wieder aufladen.<br />

<strong>Die</strong> Ansteuerung der Panels hat sich gegenüber dem<br />

VPL-VW90 ebenfalls geändert. Der größte Trick ist die<br />

neue Lampensteuerung während der 3D-Projektion: Hier<br />

ließen sich die Entwickler offensichtlich von den ➜<br />

Aus dem Messlabor<br />

<strong>Die</strong> Farbwiedergabe des Sony-Bea mers<br />

ist bereits im Werkszustand mehr als akzeptabel<br />

(bei Farbtemperatur „warm“).<br />

Nach kurzer Kalibration ist die Farbwiedergabe<br />

der Grautreppe schnurgerade,<br />

wobei die Gammakurve unverändert den<br />

Wünschen gerecht wird. Auch ohne die<br />

diskussionswürdige Farbkorrektur RCP<br />

liegt der Farbraum schön nah am Normdreieck.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

53


Bild | TesT: sony 3d-Beamer<br />

1 2<br />

3<br />

(1) Oben auf dem Gehäuse finden sich<br />

die zwei großen Rändelschrauben zum<br />

Einstellen des Lensshift. Angenehm: Ihre<br />

Anordnung lässt intuitiv die Verstellrichtung<br />

erkennen. <strong>Die</strong> Mechanik wirkt etwas<br />

unpräzise.<br />

(2) Seitlich über dem Anschlussfeld befindet<br />

sich ein rudimentäres Bedienfeld, über<br />

das sich aber sämtliche Parameter des Projektors<br />

per Menü beeinflussen lassen. <strong>Die</strong><br />

Tasten sind farblich dezent und unauffällig<br />

bündig im Gehäuse versenkt.<br />

(3) Das seitliche Anschlussfeld bietet nun<br />

zwei 3D-taugliche HDMI-Eingänge. Dort<br />

wo bei den Vorgängern noch FBAS und<br />

S-Video Anschluss fanden, sitzen heute<br />

die Buchsen für den 3D-Infrarot-Emitter<br />

und einen externen IR-Empfänger.<br />

<strong>Die</strong> Fernbedienung<br />

entspricht<br />

der der Vorgänger.<br />

<strong>Die</strong> großen Tasten<br />

sind angenehm kinotauglich<br />

hinterleuchtet.<br />

DLP­Kollegen und deren Brilliant­Color­Technik inspirieren.<br />

Dort gibt es von Osram und Philips Lampensteuerungen,<br />

die synchronisiert mit dem Farbrad die Lampe in<br />

der Helligkeit regeln und so die Farbbalance und die Helligkeit<br />

verbessern. Sony nutzt nun den gleichen Trick, um<br />

die Lampe während der Projektion eines jeden einzelnen<br />

3D­Bilds heller zu dimmen, um sie während der Perspektivwechsel<br />

proportional dunkler zu steuern. Das allein<br />

macht das 3D­Bild um fast ein Drittel heller.<br />

3D mit einem aber<br />

Im Testkino zeigte der neue, angenehm leise arbeitende<br />

Sony­Beamer gegenüber seinen Vorgängern zunächst<br />

kaum Änderungen. Das Objektiv war schnell eingerichtet.<br />

Konvergenz und Shading waren fast perfekt. Auch die<br />

Farbkalibrierung ging schnell vonstatten und ergab eine<br />

konstante D65 (6.500 Kelvin) mit einem Gamma von<br />

knapp 2,2 – genau, wie es sein soll. <strong>Die</strong> Tester wunderten<br />

sich nur, dass sie die Helligkeit um drei Klicks hoch drehen<br />

mussten, damit die Durchzeichnung stimmte.<br />

Wie traditionell bei Sony üblich, zeichnete der Scaler<br />

ein relativ weiches Bild mit hervorragender Diagonal­Interpolation,<br />

das angenehm analog und artefaktarm wirkte.<br />

Der mittlerweile mehrstufig beeinflussbare De­Interlacer<br />

erfüllte seine Arbeit von PAL und HDTV gut und lieferte<br />

stabile Bilder. Von PAL könnte die Farbbandbreite etwas<br />

knackiger sein – ansonsten gab es bei 2D technisch nichts<br />

zu kritisieren. Ob die Tester den Sony mit Blu­ray, HDTV<br />

oder DVD beschickten, der Japaner überzeugte stets mit<br />

einem satten, ruhigen und plastischen Bildeindruck.<br />

Dann kam der 3D­Durchgang. Also die frisch geladene<br />

Brille auf, Blu­ray in den Player – und schon kam Freude<br />

auf. Das sah spontan signifikant besser aus als vom älteren<br />

VPL-VW90. Der Lichtverlust hielt sich nun in den Grenzen<br />

anderer aktueller Projektoren und die Kanaltrennung sah<br />

vielversprechend aus. Wie beim Vorgänger lässt sich das<br />

Timing der Brillen mehrstufig zwischen mehr Helligkeit<br />

und weniger Übersprechen variieren. Das funktionierte<br />

gut und die Tester spielten sich auf Stufe 2 ein. Das Gamma<br />

in 3D war mit einem Wert von 2,0 ebenfalls eine Verbesserung.<br />

Versuche mit Trick­ und Realfilmen ergaben stets<br />

ein stimmiges, plastisches Bild. Einzig die Richtungsempfindlichkeit<br />

der Brillen störte etwas. Schaute man schräg<br />

hindurch, um am Bildrand etwas erkennen zu können,<br />

tauchten leichte Geisterbilder auf.<br />

Der anschließende Versuch, aufgezeichnete 3D­HDTV­<br />

Sendungen wiederzugeben, misslang. Im Side­by­Side­<br />

Modus sortierte der Sony die Zeilen und Spalten nicht korrekt<br />

und erzeugte selbst mit dem Schärferegler auf dem<br />

unteren Anschlag üble Doppelkonturen. Hoffentlich bringt<br />

Sony das mit einem Firmware­Update in Ordnung.<br />

Auch die 2D­zu­3D­Konvertierung blieb hinter den Erwartungen<br />

zurück: Sie schiebt zwar das Bild in mehreren<br />

Tiefeneinstellungen hinter die Leinwand, das Bild selbst<br />

bleibt aber flach wie eh und je. Eine Konvertierung mit<br />

Tiefenmasken findet leider nicht statt.<br />

Fazit<br />

Der Sony VPL­HW30 ist ein wunderbar analog wirkender<br />

2D-Projektor: hell, leise, mit satten Farben. Bei hohem Kontrast<br />

und mit 3D von Blu-ray macht er eine tolle Figur. Für<br />

3D vom TV muss Sony die Firmware nachbessern. Dafür<br />

bietet er als einer der wenigen Beamer eine<br />

scharf machende Zwischenbildberechnung<br />

in 3D.<br />

■<br />

Raphael Vogt,<br />

beamer-experte<br />

54


Daten & Messwerte<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell<br />

VPL-HW30<br />

Preis<br />

3.300 Euro<br />

Internet<br />

www.sony.de<br />

Konzept<br />

SXRD-3D-Projektor<br />

Daten & Messwerte<br />

Abmessungen<br />

40,8 cm x 17,9 cm x 46,4 cm<br />

Gewicht<br />

10 kg<br />

Auflösung (Seitenverhältnis) 1.920 x 1.080/ 16:9<br />

Kontrast nativ / in-Bild / dynamisch 412:1 / 1.600:1 / 4.200:1<br />

Schwarzwert (Full off) ohne / mit Iris<br />

0,3 cd / 0,22 cd<br />

Flächenweiß (100%) normal / Öko<br />

900 cd / 540 cd<br />

Gamma / Abweichung 2,13 / 3%<br />

Farbtemperatur kalibriert / Abweichung 6.540 K / 0,3%<br />

Farbtemperatur Voreinstellungen<br />

5.000, 5.700, 6.000, 7.800 K<br />

Ausleuchtung / Farbverteilung 82% / 98,1%<br />

Abstand pro Meter Bildbreite / Zoom 1,38 m – 2,18 m / 1:1,58<br />

Verbrauch Betrieb / Öko / Standby<br />

268 W / 209 W / 0,5 W<br />

ansCHLÜsse<br />

Composite / VGA / S-Video 0 / 1 / 0<br />

Komponente / DVI / HDMI 1 / – / 2<br />

Audio In / Out – / –<br />

USB / Netzwerk – / –<br />

Sonstige<br />

RS-232, IR-In<br />

aUsstattUnG<br />

3D / Brillen dabei / 2D -> 3D<br />

Shutter / – / •<br />

Fernbedienung<br />

beleuchtet<br />

Bewegungskompensation<br />

• (MotionFlow)<br />

HDMI-CEC (automatische Steuerung) •(BRAVIA Sync)<br />

Einstellung Gamma / Schärfe<br />

• / •<br />

Kontrast-/ Schärfeautomatik – / –<br />

Farbtemperaturkorrektur<br />

•<br />

RGB-Offset / -Gain<br />

• / •<br />

Farbraumkorrektur<br />

•<br />

Lampe regelbar / Irisblende<br />

2 Stufen / •<br />

Lensshift h. / v. / motorisiert • /• / –<br />

Motorzoom / Motorfokus – / –<br />

Voreinstellungen / Speicher 7 / 2<br />

Variabler Bildbeschnitt –<br />

Besonderheiten<br />

3D per Shutterbrille,<br />

Paketpreis (mit zwei Brillen<br />

und IR-Emitter: 3.500 Euro)<br />

Zubehör<br />

Anleitung<br />

• = ja // – = nein<br />

testerGeBnisse<br />

BiLDqUaLitat max. 410 Punkte seHr GUt 79% 323<br />

DVD (RGB-Scart / YLIV / HDMI) (75) sehr gut 56<br />

High Definition (DVI / HDMI) (100) sehr gut 78<br />

Kontrast (65) gut 45<br />

Schärfe (45) sehr gut 35<br />

Geometrie (35) überragend 32<br />

Farbdarstellung (45) überragend 42<br />

Bildruhe (45) sehr gut 35<br />

aUsstattUnG max. 85 Punkte GUt 69% 59<br />

Ökologie (15) gut 9<br />

Anschlüsse (40) sehr gut 30<br />

HDMI (10) gut 6<br />

Projektionsoptik (20) gut 14<br />

Be<strong>Die</strong>nUnG max. 55 Punkte seHr GUt 87% 48<br />

Einstellmöglichkeiten (27) überragend 26<br />

Ergonomie (8) sehr gut 6<br />

Bildsteuerung (6) überragend 6<br />

Fernbedienung (14) gut 10<br />

VerarBeitUnG max. 60 Punkte seHr GUt 77% 46<br />

Anmutung (20) überragend 18<br />

Material (40) gut 28<br />

testUrteiL max. 610 Punkte seHr GUt 78% 476<br />

Preis / LeistUnG<br />

seHr GUt<br />

Traumsets<br />

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<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

Ehrliche Lautsprecher<br />

55


ild | Hd-plus und pay-TV-RecoRding<br />

Autor: Reinhard Otter // Redaktion: Andreas Stumptner // Bilder: Hersteller, Archiv<br />

Thor im Tresor<br />

Das Szenenbild im Tresor<br />

stammt aus dem Marvel-<br />

Actionfilm Thor von Regisseur<br />

Kenneth Branagh.<br />

Der Film ist neu auf DVD<br />

und Blu-ray erhältlich. <strong>Die</strong><br />

Besprechung lesen Sie auf<br />

Seite 114.<br />

Behütete Geheimnisse<br />

TV-Mitschnitte sind ein edles gut im digitalzeitalter: nicht jeder Kanal darf<br />

uneingeschränkt aufgenommen werden, erst recht nicht auf allen geräten. es<br />

sei denn, man knackt den Rekorder-Tresor – und wagt sich damit auf dünnes eis.<br />

Stellen Sie sich vor: Sie schauen<br />

die beliebte Kultserie aus dem<br />

australischen Urwald. Dort<br />

führen Protagonisten der deutschen<br />

TV-Unterhaltung geistreiche Dialoge<br />

und treiben Sport. Und gerade dieses<br />

„anspruchsvolle Stück abendländischer<br />

Kultur“ dürfen Sie nicht für die<br />

Nachwelt konservieren? Tragisch!<br />

Spott beiseite: Im Digitalzeitalter<br />

ticken die Uhren der Videorekorder<br />

anders. Wo es einst als hohe Kunst<br />

galt, einen Videorekorder programmieren<br />

zu können, ist es heute schwierig,<br />

das passende Gerät zu finden:<br />

eines, mit dem man seine Lieblingssendungen<br />

mitschneiden darf und<br />

das gleichzeitig den eigenen Ansprüchen<br />

genügt, denn nicht jeden Sender<br />

darf man überall archivieren. Es geht<br />

dabei um den Schutz von Geschäftsmodellen,<br />

den der Jugend oder vor<br />

Kopien – und um Medienpolitik.<br />

Kurzum: Der Videorekorder, wie<br />

wir ihn kannten, ist passé. Wir zeigen,<br />

welche Grenzen die TV-Aufzeichnung<br />

heute hat, warum das so ist und wie<br />

sich immer mehr Menschen wehren.<br />

Digital entschlüsselt<br />

Egal, wie Sie es angehen: Am digitalen<br />

Empfang kommt heute keiner mehr<br />

vorbei, der beim Fernsehen halbwegs<br />

auf der Höhe der Technik sein möchte.<br />

HDTV-Sender gibt es nur per Di gi -<br />

tal Video Broadcasting (DVB). Pay-<br />

TV-Programme sind auch in Form<br />

von Bits und Bytes zu haben – ebenso<br />

wie ihre Verschlüsselungssysteme.<br />

Alle Aufnahme-Einschränkungen<br />

betreffen digitale Programme – und<br />

viele davon HDTV-Sender. Sie haben<br />

stets etwas damit zu tun, dass Sender<br />

ihre Programme gegen den freien Zugang<br />

abschotten. Das Zugangssystem<br />

via Smartcard, Kartenleser und Spezial-Empfänger<br />

ist die Hauptvoraussetzung,<br />

um bestimmte Sendungen<br />

oder Programme effektiv gegen den<br />

freien Zugriff und beliebige Aufnahmen<br />

abzuschotten. Es gibt derzeit in<br />

Deutschland im Wesentlichen drei<br />

TV-Systeme, bei denen Aufnahmefunktionen<br />

beeinträchtigt werden:<br />

56


AUFnAHme verscHlüsselter ProgrAmme über sAtellit<br />

HD+Receiver HDTV-Rekorder mit CI+ HDTV-Rekorder mit CI+ HDTV-Rekorder mit CI+ Sky-Receiver mit<br />

mit Aufnahme mit Sky CI+Modul und HD+Modul für CI+ und Unicam-Modul Sky-Smartcard<br />

HD-PlUs-senDer *<br />

Empfangen • • • • •<br />

Aufnehmen • • • • •<br />

Abspielen • 90 Min. nach Aufnahme 90 Min. nach Aufnahme • •<br />

Vorspulen – • • • –<br />

Pause / Vorspulen •/ – • / • • / • • / • • / –<br />

sKy-senDer**<br />

Empfangen – • – • •<br />

Aufnehmen – • – • •<br />

Abspielen – 90 Min. nach Aufnahme – • •<br />

Vorspulen – • – • •<br />

Pause / Vorspulen –/ – • / • – / – • / • • / •<br />

• = ja // – = nein // * Voraussetzung: gültiges HD­Plus­Abo über HD­Plus­ oder Sky­Smartcard // ** Voraussetzung: gültige Sky­Smartcard mit NDS­Verschlüsselung<br />

➜ Der Bezahlsender Sky sendet sein<br />

komplettes Programm von Haus aus<br />

verschlüsselt. Es ließ sich bis vor<br />

Kurzem auf offiziellem Wege nur über<br />

Sky-zertifizierte Set-Top-Boxen empfangen<br />

– und nur über Sky-Festplatten-Receiver<br />

aufnehmen. <strong>Die</strong> boten an<br />

sich keine Einschränkungen – außer,<br />

dass man die Aufnahmen nicht aus<br />

der Box weiterkopieren kann.<br />

➜ HD-Plus ist die Verschlüsselungsplattform<br />

einiger Privatsender wie<br />

RTL, ProSieben oder Sat.1, die ihre<br />

HDTV-Kanäle via Satellit darüber ausstrahlen.<br />

Das Programm lässt sich mit<br />

HD-Plus-PVRs aufzeichnen. Bei der<br />

Wiedergabe ist der schnelle Vorlauf<br />

gesperrt, so dass man etwa Werbepausen<br />

nicht überspringen kann.<br />

➜ <strong>Die</strong> meisten Kabelnetze verschlüsseln<br />

digital ausgestrahlte Privatsender,<br />

egal ob in SD oder HD. Wer<br />

diese digital sehen möchte, benötigt<br />

eine vom Kabelanbieter zertifizierte<br />

Empfangsbox – und die passende<br />

Smartcard. Auch hier sind Aufnahmen<br />

in der Regel nur über zertifizierte<br />

Festplatten-Receiver möglich.<br />

Andre Prahl,<br />

Bereichsleiter Programmverbreitung,<br />

Mediengruppe RTL<br />

“Bei der zeitversetzten<br />

Nutzung werbefinanzierter<br />

Video-Inhalte steht der<br />

Schutz des Geschäftsmodells<br />

im Mittelpunkt.”<br />

Abgesehen davon, dass die Entschlüsselung<br />

unabhängig von Payoder<br />

Free-TV immer mit zusätzlichen<br />

Kosten verbunden ist, bringen die Verschlüsselungssysteme<br />

für all jene Zuschauer<br />

Nachteile, die öfters mal eine<br />

Sendung programmieren und mitschneiden<br />

wollen.<br />

Kein Fall für<br />

Universalisten<br />

Das Hauptproblem dieser digitalen<br />

Verbreitungssysteme: Sie bieten immer<br />

nur auf bestimmten Geräten alle<br />

Funktionen. Sky etwa erlaubt seinen<br />

Kunden, Sendungen nicht nur anzuschauen,<br />

sondern auch zu pausieren,<br />

aufzunehmen, später anzuschauen<br />

und dabei beliebig vorzuspulen –<br />

wenn sie eine Sky-Box nutzen.<br />

Seit einigen Wochen können auch<br />

Besitzer von Fernsehern und Set-Top-<br />

Boxen mit dem neuen Common Interface<br />

Plus (CI-Plus) – das Bezahlprogramm<br />

von Sky empfangen (siehe die<br />

Tabelle oben). Der Haken: Über das<br />

Modul erlaubt Sky keine dauerhaften<br />

Aufnahmen. Man kann das Programm<br />

anhalten und binnen 90 Minuten anschauen.<br />

<strong>Die</strong> Aufnahme taugt so nur<br />

fürs kurzfristige Timeshifting.<br />

Genauso verfährt HD-Plus: Neben<br />

den reinen HD-Plus-Boxen gibt es ein<br />

CI-Plus-Modul, mit dem sich passende<br />

Geräte fit für die privaten HDTV-Sender<br />

machen lassen. <strong>Die</strong> Einschränkung<br />

ist die gleiche: Via CI-Plus gibt‘s<br />

keine dauerhafte Aufnahme. Pikanterweise<br />

bietet HD-Plus auch ein Kartenlesermodul<br />

für Geräte mit dem<br />

normalen, älteren CI-Einschub. ➜<br />

Aufnehmen mit<br />

HD+Receivern<br />

<strong>Die</strong> großen Privatsender der Mediengruppe RTL und von<br />

ProSiebenSat.1 haben genaue Vorstellungen davon, wie<br />

man ihr HDTV-Programm aufnehmen und abspielen kann.<br />

Das Geschäftsmodell steht dabei ganz oben: Werbung, mit<br />

denen RTL, ProSieben und Co. ihren Hauptumsatz machen,<br />

soll nicht mehr vorgespult werden. In HD-Plus-Receivern<br />

wird dieser Grundsatz direkt umgesetzt – hat ein solches<br />

Gerät eine PVR-Funktion, dann bringt die Fast Forward-Taste<br />

in HD-Plus-Aufnahmen nur eine Fehlermeldung auf den Bildschirm.<br />

Es ist mit diesen Geräten auch nicht möglich, Aufnahmen<br />

von der Festplatte aus auf den Computer zu übertragen,<br />

um sie dort weiterzubearbeiten.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

57


ild | Hd-plus und pay-TV-RecoRding<br />

Das funktioniert mit Set-Top-Boxen,<br />

die per Firmware-Update den schnellen<br />

Vorlauf in HD-Plus-Aufnahmen<br />

ebenso unterbinden wie in Boxen mit<br />

eingebautem HD-Plus-Kartenleser. Es<br />

gibt also in Sachen Aufnahme ebenso<br />

lästige Einschränkungen, das Modul<br />

für den CI-Slot kann aber mehr als das<br />

Modul mit dem „Plus“ im Namen.<br />

Auch in den Kabelnetzen von Unitymedia<br />

und Kabel Deutschland werden<br />

inzwischen CI-Plus-Module angeboten<br />

– ebenfalls mit Einschränkungen<br />

gegenüber Original-Boxen bei Aufnahmen<br />

oder anderen Funktionen. Es<br />

gilt also: Ob und was man aufnehmen,<br />

wiedergeben, pausieren oder vorspulen<br />

darf, entscheidet der Plattform-<br />

betreiber. Außer im CI-Plus-Gerät – da<br />

gibt‘s keine echten Aufnahmen.<br />

“nutzer neuerer geräte mit ci+schnittstelle<br />

werden bei Hd+ benachteiligt.”<br />

Michael Gundall,<br />

Referent Telekommunkation & Medien, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz<br />

Problemfall CI-Plus<br />

„Als hätte die Bezeichnung HD-Plus<br />

noch nicht für eine Verbrauchertäuschung<br />

gereicht, bekam auch noch das<br />

Common Interface ein ‚Plus‘ mit in<br />

den Namen, obwohl es ein eindeutiges<br />

Minus verdient hat,“ sagt Michael<br />

Gundall, Referent für Telekommunikation<br />

& Medien bei der Verbraucherzentrale<br />

Rheinland-Pfalz. CI-Plus entwickelt<br />

sich derzeit zum Problem für<br />

den Videorekordermarkt. Der neue<br />

Standard für Entschlüsselungsmodule<br />

und Karteneinschübe wurde zwar von<br />

vielen Herstellern gemeinsam entwickelt,<br />

den Pay-TV-Anbietern und<br />

Plattformbetreibern ist er aber offenbar<br />

nicht sicher genug. Oder er bietet<br />

die falschen Funktionen.<br />

Andre Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung<br />

bei der Mediengruppe<br />

RTL, moniert etwa, dass CI-<br />

Plus einen zu undifferenzierten Kopierschutz<br />

hat – man könne über die<br />

Module Aufnahmen nur pauschal erlauben<br />

oder verbieten. „Unser Ansatz<br />

ist ein anderer“, sagt er: „Wir lassen<br />

Aufzeichnungen unserer HD-Programme<br />

dann zu, wenn bei der zeitversetzten<br />

Wiedergabe Werbung, mit<br />

der wir unsere Inhalte finanzieren,<br />

nicht umgangen werden kann“. Und<br />

eben das sei via CI-Plus nicht drin.<br />

Drin ist CI-Plus aber in immer mehr<br />

hochwertigen Aufnahmegeräten wie<br />

in Panasonics Blu-ray-HDTV-Rekordern,<br />

in HD-tauglichen Flat-<strong>TVs</strong> mit<br />

Festplatte von Loewe und in vielen<br />

neuen Set-Top-Boxen mit Festplatte.<br />

<strong>Die</strong> Hauptfunktion dieser Geräte –<br />

HDTV-Sender aufnehmen – fehlt aber<br />

Module für Sky und HD-Plus<br />

<strong>Die</strong> beiden CI-Plus-Module für Sky und HD-Plus ähneln sich in ihren Funktionen:<br />

Man steckt die Sky- oder HD-Plus-Karte in den Kartenleser und schiebt das<br />

Ganze in den CI-Plus-Slot des Empfängers. Dann funktioniert der Empfang. Bei Sky<br />

klappt der CI-Plus-Betrieb nur über Satellitenkarten mit NDS-Verschlüsselung. Ältere<br />

Nagravision-Karten müssen dafür ausgetauscht werden. Das wird kaum jemand<br />

ohne Not machen, denn die älteren Karten lassen sich auch noch über freie, legal<br />

erhältliche Entschlüsselungshelfer wie das AlphaCrypt-Modul in CI- und CI-Plus-<br />

Geräten nutzen. Vorteil der NDS-Karten: Sie schalten zusammen mit dem Sky-Abo<br />

auch die HDTV-Sender der HD-Plus-Plattform frei – auf den Nagravision-Karten sind<br />

diese nicht zu haben. <strong>Die</strong> Beschränkungen sind die gleichen wie bei HD-Plus.<br />

Kabel-Lösung:<br />

AphaCrypt-Modul<br />

<strong>Die</strong> Kabelnetze setzen bei ihren verschlüsselt übertragenen Kanälen seit Jahren<br />

auf zertifizierte Boxen. Das ist ärgerlich für Zuschauer, die hochwertige Rekorder<br />

oder Fernseher mit DVB-C-Tuner besitzen. Für die eignet sich das Universal-<br />

CI-Modul AlphaCrypt von Mascom. Es wurde kürzlich zum Teil noch offiziell als<br />

Lösung für solche Geräte empfohlen. Nun sollen auch in Kabelnetzen CI-Plus-<br />

Module zum Einsatz kommen – mit Einschränkungen. CI-Plus-Module können etwa<br />

laut Mascom-Chef Heinz Gruber immer nur ein System entschlüsseln – im Extremfall<br />

müsse man bei Progammwechseln das Modul umstecken. Das AlphaCrypt-<br />

Modul funktioniert aber weiterhin in Kabelnetzen, die eine Conax- oder Nagravision-Verschlüsselung<br />

nutzen. Bei Kabel Deutschland klappt das allerdings erst,<br />

wenn man die mitgelieferte Software des Moduls durch eine Vorgängerversion<br />

ersetzt – Fachhändler vor Ort erledigen das häufig.<br />

58


für die per CI-Plus-Modul entschlüsselten<br />

Sender.<br />

Der Markt hilft sich selbst<br />

So verkümmert etwa das knapp 1.000<br />

Euro teure Flaggschiff unter den<br />

HDTV-Rekordern – der DMR-BST800<br />

von Panasonic – vom digitalen Schweizer<br />

Taschenmesser aus der Werbung<br />

des Herstellers zur besseren Zapping-<br />

Box, wenn man auf ihm RTL HD via<br />

CI-Plus-Modul anschaut. Doch niemand<br />

kauft ein Gerät dieser Klasse,<br />

um nur die öffentlich-rechtlichen<br />

HDTV-Sender mitzuschneiden.<br />

Lösungen für das Problem gibt es im<br />

Internet zuhauf: CA-Module, die alle<br />

Smartcards und Verschlüsselungssprachen<br />

kennen und jedes Programm<br />

in CI- und CI-Plus-Geräten freischalten.<br />

Ganze Forengruppen tauschen<br />

sich dort kryptisch über die neuesten<br />

„Erhellungen“ mit diesem oder jenem<br />

programmierbaren Modul aus. Der<br />

Laie staunt und klickt weiter, denn<br />

Kartenleser, um Sky oder die privaten<br />

HDTV-Sender inklusive ungehinderter<br />

Aufnahme freizuschalten, gibt es<br />

auch beim Fachhändler um die Ecke.<br />

In mehreren Geschäften fragten wir<br />

nach – und bekamen immer wieder<br />

Heinz Gruber,<br />

Geschäftsführer,<br />

Mascom<br />

“Wir würden gern weiterhin<br />

kundenfreundliche CI-<br />

Module anbieten. Doch die<br />

Verschlüsselungsfimren<br />

wollen das nicht mehr.”<br />

das Unicam-Modul angeboten, das in<br />

einer Vorführung im Handel gut mit<br />

unseren HD-Plus- und Sky-Karten<br />

funktionierte. Auch dieses Kartenlesermodul<br />

lässt sich programmieren –<br />

etwa mit inoffiziellen Versionen der<br />

_06KBH_JVC_Video_11_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);15. Sep 2011 12:00:15<br />

Systeme Nagravision (HD-Plus) und<br />

NDS (Sky). Das Unicam-Modul gilt<br />

unter Insidern als besonders vielseitig,<br />

da es alle in Deutschland gängigen<br />

Systeme in einem Gerät kombiniert.<br />

Mit einer Software entschlüssele es,<br />

so ein Händler, die Sender von HD-<br />

Plus und Sky via Satellit, letztere auch<br />

in allen gängigen Kabelnetzen. Voraussetzung:<br />

<strong>Die</strong> HD-Plus-, Sky- oder<br />

Kabel-Smartcard muss freigeschaltet<br />

und bezahlt sein. Der Händler verkauft<br />

das Modul offiziell gegen Rechnung.<br />

Legal ist der Betrieb solcher<br />

Module mit der universellen Entschlüsselungs-Software<br />

aber nicht.<br />

Verbraucherschützer Michael Gundall<br />

etwa möchte sich nicht zum Einsatz<br />

solcher Module äußern und verweist<br />

auf das Urheberrechtsgesetz, das die<br />

Umgehung von Schutzmaßnahmen<br />

gegen Raubkopien unter Strafe stellt.<br />

Aber: Wird mit dem Modul das Urheberrecht<br />

tatsächlich verletzt? Es<br />

umgeht zwar einen Schutz, aber die<br />

Programme, für die der Kunde be- ➜<br />

Große Momente.<br />

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<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

59


ild | Hd-plus und pay-TV-RecoRding<br />

zahlt hat, lassen sich ja mit anderen<br />

Geräten legal und unbeschränkt aufzeichnen.<br />

Bei Sky klappt das sogar in<br />

HDTV-Auflösung, im Fall der privaten<br />

TV-Sender lassen sich<br />

die SD-Kanäle beliebig<br />

aufzeichnen und wei-<br />

Dirk Heerdegen,<br />

Pressesprecher,<br />

HD-Plus<br />

“aufzeichnungen spielen<br />

im Verhältnis zur<br />

öffentlichen diskussion<br />

in der praxis eine untergeordnete<br />

Rolle.”<br />

terkopieren. <strong>Die</strong> Frage<br />

bleibt ungeklärt.<br />

Gundall gibt andererseits<br />

zu bedenken,<br />

dass die Sperre der<br />

Vorspulfunktion in<br />

HD-Plus-Receivern eine<br />

„Kardinalfunktion<br />

von HD-Rekordern“<br />

blockiere – und damit<br />

rechtlich kritisch zu<br />

sehen sei. Folgt man<br />

seiner Argumentation,<br />

dann wäre die komplette<br />

Sperre der Aufzeichnung, wie<br />

sie mit offiziellen Modulen in CI-Plus-<br />

Geräten betrieben wird, erst recht bedenklich.<br />

HD-Plus und die angeschlossenen<br />

Funkhäuser sind in ihrer Einschät-<br />

zung zu Unicam & Co. kompromisslos:<br />

„Laut Zugangskontrolldiensteschutz-<br />

Gesetz – kurz: ZKDSG – ist die Nutzung<br />

eines Unicam-Moduls in Verbindung<br />

mit einer Umgehungs-Software<br />

eine Ordnungswidrigkeit“, die bis zu<br />

50.000 Euro Bußgeld koste, sagt HD-<br />

Plus-Pressesprecher Dirk Heerdegen.<br />

Der Vertrieb der Modul-Software könne<br />

sogar Freiheitsstrafen nach sich<br />

ziehen, so Heerdegen. Andre Prahl<br />

sagt, man strebe auf jeden Fall an,<br />

dass die Karten, die in solchen Modulen<br />

betrieben werden, ausnahmslos<br />

gesperrt werden.<br />

Kontrolle unmöglich<br />

Nur kann niemand das kontrollieren.<br />

Keiner der Akteure berichtet von einschlägigen<br />

Urteilen – der Fall CI-Plus/<br />

HD-Plus wurde offenbar noch nie gerichtlich<br />

geklärt.<br />

Der Händler, der seinen Namen lieber<br />

nicht im Fachmagazin lesen möchte,<br />

verkauft die Module derweil weiter.<br />

„Wer kauft denn einen edlen<br />

HDTV-Rekorder, wenn er die Programme,<br />

für die er zusätzlich bezahlt,<br />

noch nicht einmal aufnehmen kann?“,<br />

fragt er schulterzuckend.<br />

Fazit<br />

Ein Fazit zu diesem Thema ist schier<br />

unmöglich – zu unvereinbar sind die<br />

Wünsche von Video-Fans mit den Vorstellungen<br />

der Medienwirtschaft. Sonderbar<br />

ist jedoch, dass einer der häufigsten<br />

Sätze bei der Recherche zu diesem<br />

Beitrag lautete: <strong>Die</strong> Aufnahme von<br />

HD-Sendungen spiele in der breiten<br />

Masse gar keine große Rolle, sie werde<br />

nur in den Medien gerne auf gebauscht.<br />

Angesichts dieser geringen Bedeutung<br />

verwundert es schon, warum die Sender<br />

sich mit ganz normalen Aufnahmen<br />

von ganz normalen HDTV-Sendern in<br />

ganz normalen Videorekordern in diesen<br />

Tagen so schwertun. ■<br />

ReinhaRd OtteR,<br />

TV-ExpErTE<br />

programmierbare Module<br />

Egal ob Unicam, Diablo oder andere Module – es gibt unzählige frei programmierbare<br />

Conditional-Access-Kartenleser (CAM). Neben dem Modul selbst ist dafür<br />

ein sogenanntes „Flasher-Board“ notwendig: Es verbindet das Modul mit dem Computer,<br />

um neue Software in den Speicher des CAM zu spielen. Der Verkauf solcher<br />

programmierbaren CAMs ist legal, die Verbreitung von Software, mit der sich die<br />

Beschränkungen von Sky, HD-Plus oder anderen Pay-TV-Systemen umgehen lässt,<br />

allerdings verboten. Dennoch sind die Programme recht leicht im Internet zu finden.<br />

Der Betrieb solcher Module ist auch nicht legal – es gibt aber bisher keine Berichte<br />

darüber, dass Zuschauer beim Fernsehen über ein Unicam-Modul erwischt wurden.<br />

Technisch ist eine solche Überwachung nicht möglich.<br />

Der Superrekorder<br />

Unter den Artikeln, die laut Amazon zusammen mit dem<br />

Panasonic DMR-BST800 gekauft werden, steht das<br />

Unicam-Modul weit vorn – deutlich vor dem offiziellen CI-<br />

Plus-Modul für HD-Plus. Der Rekorder ist ohne die Aufnahme-Freischaltung<br />

so etwas wie eine lahme Wildente: Er kann<br />

beispielsweise zwei Pay-TV-Kanäle parallel aufnehmen –<br />

einen davon entschlüsselt er bei der Aufnahme, den zweiten<br />

danach im Hintergrund. Dabei lässt er das Videosignal durch<br />

das Entschlüsselungsmodul laufen und legt eine freie Kopie<br />

der Sendung auf die Festplatte. Derartige Funktionen – zudem<br />

in HD-Qualität – treiben den Pay-TV-Machern verständlicherweise<br />

die Tränen in die Augen. Andererseits: Wer<br />

lange genug sucht, der findet schon deutlich früher HD-<br />

Kopien aktueller Spielfilme zum Download im Internet.<br />

60


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ild | Wissen: movie code<br />

Autor: Michael Außerbauer // Redaktion: Andreas Stumptner // Bilder: Archiv, Sunfilm<br />

Der Mehrwert-Code<br />

neue Zeiten erfordern neue Geschäftsmodelle.<br />

neue Geschäftsmodelle erfordern oftmals neue<br />

Techniken. movie code heißt das system von<br />

sony dAdc, das vorhandenen content auf der<br />

dvd bis zur Freischaltung sperrt.<br />

für gewöhnlich läuft es so:<br />

Man legt eine DVD in den<br />

Player und sieht sich dann<br />

an, was es darauf zu sehen<br />

gibt. Ob dies nun (meistens zu Recht)<br />

verworfene Szenen sind, mittels derer<br />

ein Film zum Super Extended Director‘s<br />

Cut wird oder ein Making­of<br />

oder eine Sammlung von Stillshots<br />

oder was sonst noch. Wenn man Lust<br />

hat, dann kann man sich den Film<br />

auch in anderen Sprachen ansehen<br />

oder Untertitel einblenden lassen.<br />

So war das und so bleibt das auch,<br />

möchte man meinen. Dass die Einflussnahme<br />

des DVD­Herstellers nach<br />

dem Kauf durch den Konsumenten<br />

abrupt endete, hat man eben akzeptiert.<br />

Und zwar beiderseits: aus Sicht<br />

der Konsumenten und der Hersteller.<br />

Wo liegt der Mehrwert?<br />

Aber da ist noch viel mehr, was man<br />

auf eine DVD packen kann. Das könnte<br />

sogar im Extremfall ein zusätzlicher<br />

Film sein.<br />

Wo liegt nun der Mehrwert für den<br />

Konsumenten? In einer Zeit, da Zusatzangebote<br />

jederzeit über das Internet<br />

heruntergeladen werden können,<br />

in denen die ganze Welt vernetzt ist<br />

und jeder zu allem Zugang hat? <strong>Die</strong><br />

erstaunliche Antwort lautet: Gerade<br />

das ist der Nutzen, dass man dazu keine<br />

Online­Anbindung benötigt, dass<br />

keine Ladezeiten den DSL­Anschluss<br />

auf längere Zeit auslasten und dass<br />

der gewünschte Content sofort zur<br />

Verfügung steht.<br />

In der Praxis spielt sich das auf lächerlich<br />

einfache Weise ab. <strong>Die</strong> DVD<br />

zeigt dem Nutzer die gesperrten Inhalte<br />

an. Will man darauf zugreifen,<br />

benötigt man eine PIN. <strong>Die</strong>se bekommt<br />

man, wenn man eine Telefonnummer<br />

anruft oder eine SMS an<br />

eine Nummer schickt, und den Code,<br />

der einem am Bildschirm angezeigt<br />

wird, übermittelt. Denkbar und realisierbar<br />

sind auch Möglichkeiten, die<br />

Freischaltung online über einen Bezahlservice<br />

abzuwickeln.<br />

Im Anschluss gibt man diese PIN<br />

per Fernbedienung ein, und schon ist<br />

Movie Code in der Praxis<br />

Das System ist so erstaunlich einfach, dass es in der Praxis niemanden vor Probleme stellen sollte.<br />

Voraussetzung ist lediglich ein Mobiltelefon, um die PIN zu ordern und zu erhalten.<br />

Auf den ersten Blick<br />

eine DVD wie alle<br />

anderen. Nach dem<br />

Einlegen...<br />

...wird gesperrter Content als solcher ausgewiesen.<br />

Ob Sie diesen nutzen möchten<br />

oder nicht, ist Ihre persönliche Entscheidung.<br />

Falls Sie ihn nutzen wollen,...<br />

...schicken Sie mit<br />

Ihrem Handy den<br />

Movie Code an eine<br />

Telefonnummer...<br />

...und geben dann<br />

die empfangene PIN<br />

mit der Fernbedienung<br />

ein,...<br />

...um damit das zusätzliche Angebot freizuschalten.<br />

<strong>Die</strong> ganze Prozedur dauert normalerweise<br />

nicht einmal eine Minute. Danach<br />

haben Sie freien Zugriff.<br />

62


der gesperrte Content verfügbar. Das<br />

heißt im Klartext: null Wartezeit, sofort<br />

loslegen. Das klingt gut.<br />

Ob diese Angebote kostenfrei oder<br />

-pflichtig sind, entscheidet der Anbieter.<br />

Ob Sie dieses Angebot wahrnehmen<br />

wollen, einzig und allein Sie.<br />

<strong>Die</strong> Technik dahinter<br />

Worum es geht, wissen wir jetzt. Welche<br />

Vorteile das System für den User<br />

hat, ebenfalls. Funktionieren kann<br />

das alles nur, weil der entsprechende<br />

Content bereits auf der DVD vorhanden<br />

ist. Nur eben nicht abrufbar, weil<br />

er durch eine Verschlüsselung geschützt<br />

wird.<br />

Wer jetzt glaubt, dass dies Tür und<br />

Tor öffnet für allgemeinen Missbrauch,<br />

weil eine PIN für alle DVDs<br />

gelten müsse, der irrt. Denn das Neue<br />

an diesem System ist: Jede DVD ist<br />

sozusagen laufend durchnummeriert<br />

und besitzt einen unverwechselbaren<br />

Code, den keine andere DVD trägt.<br />

Erst dadurch wird eine eindeutige<br />

Verbindung zwischen dem Code, den<br />

Sie übermitteln, und der PIN, die Sie<br />

zurückbekommen, möglich.<br />

Eine praktische Lösung<br />

<strong>Die</strong> Vorteile für den Anbieter (genau<br />

genommen muss man in diesem Fall<br />

vom Rechteinhaber des Materials auf<br />

der DVD sprechen) sind ebenfalls offensichtlich.<br />

<strong>Die</strong>ses einfache System,<br />

das bereits vorhandenen Content freischaltet,<br />

verleitet viel eher zu Impulskäufen<br />

als jede noch so ausgeklügelte<br />

Abwicklung mit Download-Content.<br />

Wenn zwischen dem Film und seiner<br />

Nutzung nur eine SMS steht, dann ist<br />

dies besser, als sich durch Internet-<br />

Seiten zu klicken, um anschließend<br />

eine gewisse Zeit auf die zusätzlichen<br />

Inhalte zu warten.<br />

Ein weiterer Vorteil: Für den Anbieter<br />

fallen keine zusätzlichen Marketing-<br />

und Distributionskosten an. <strong>Die</strong><br />

Sicherheit des Contents garantiert Video<br />

DRM von Sony DADC. Alles in<br />

allem eine praktische Lösung. ■<br />

_06KF9_Canton_Video_11_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);15. Sep 2011 14:21:21<br />

Tim und Struppi<br />

Im kommenden Heft (12/2011) haben wir<br />

für alle Leser eine besondere Überraschung:<br />

zweimal Tim und Struppi auf<br />

unserer Heft-DVD. Einmal frei und einmal<br />

zum Freischalten mit Movie Code.<br />

Goldenes Vlies<br />

Tim und Struppi begleiten<br />

Kapitän Haddock<br />

nach Istanbul, wo ein<br />

mysteriöses Schiff auf<br />

sie wartet.<br />

Blaue Orangen<br />

Tim und Struppi versuchen,<br />

in Spanien den<br />

entführten Professor<br />

Bienlein und seinen<br />

Kollegen zu befreien.<br />

Reference<br />

HiFi<br />

Home Cinema<br />

Pro House<br />

Flexidelity<br />

Jeder<br />

Zwischenton<br />

schärft die Sinne.<br />

Großer Klang für große Bilder<br />

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der ersten Filmsekunde bis zum Abspann.<br />

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<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

63


Ton | news & Trends<br />

Ton<br />

66 Test: Blu-ray-Komplettsysteme<br />

Fünf <strong>Heimkino</strong>-Pakete im direkten Vergleich – plus<br />

Marktübersicht mit 100 Systemen auf einen Blick<br />

88 High End: Edle Elektrostaten von Loewe<br />

Das hochwertige Audiosystem der Franken, das nicht<br />

nur zu Loewe-<strong>TVs</strong> das passende Klangbild liefert<br />

80 Test: Kompakte 5.1-Lautsprecher-Sets<br />

Vier <strong>Heimkino</strong>-taugliche Sets von Boston Acoustics,<br />

Canton, ELAC und Quadral beweisen ihr Können<br />

Weitere aktuelle News und Trends zum Thema<br />

Audio finden Sie unter www.<strong>video</strong>-homevision.de<br />

13 Mio. Songs<br />

Der neue Cloud-basierte<br />

Streaming-Musikdienst<br />

JUKE ist gestartet. Das<br />

Portal bietet mit einer<br />

Flatrate von 9,99 Euro<br />

monatlich eine Auswahl<br />

aus 13 Mio. Songs in verschiedenen<br />

Audioqualitäten,<br />

darunter auch Dolby<br />

Pulse, das laut JUKE-Anbieter<br />

24-7 zum ersten Mal<br />

überhaupt in Europa erhältlich<br />

ist. JUKE kann via PC<br />

sowie über Apps mobil<br />

abgerufen werden - sowohl<br />

online als auch offline.<br />

Autor/Redaktion: Andreas Stumptner // Bild: PURE<br />

Auf ein Neues<br />

Digitalradio – dieser Begriff klang in den vergangenen Jahren bereits<br />

recht angestaubt. Mit DAB+ soll sich dies nachhaltig ändern. Im<br />

August fiel der Startschuss für die neue audiophile Radio-Ära.<br />

Das mobile EVOKE<br />

Mio von PURE ist<br />

DAB+- und UKW-Radio<br />

zugleich und vor<br />

allem ein Hingucker,<br />

weil unter anderem<br />

in den Farbtönen<br />

Smaragdgrün, Lava,<br />

Traube, Kirsche und<br />

Schwarz erhältlich.<br />

Zum 1. August war es soweit:<br />

Nach langer Anlaufzeit nahm<br />

das bundesweite sogenannte<br />

Digitalradio in Deutschland seinen<br />

Sendebetrieb auf. Es basiert auf dem<br />

Standard DAB+, der insbesondere<br />

deutlich bessere Klangqualität verspricht,<br />

als man sie bisher von UKW<br />

oder gar den vielen Tausend Internet-<br />

Radiosendern gewohnt war.<br />

Das neue Angebot ist noch vergleichsweise<br />

dürftig: Es besteht derzeit<br />

aus drei öffentlich-rechtlichen<br />

und neun privaten Angeboten. Bislang<br />

sind gestartet: 90elf – Dein Fußball-<br />

Radio, Absolut Radio, Deutschlandfunk,<br />

Deutschlandradio Kultur, DRadio<br />

Wissen, ENERGY, ERF Radio, Radio<br />

Horeb, KISS FM, Klassik Radio,<br />

LoungeFM sowie RADIO BOB!. Im<br />

Laufe des Jahres soll das Programmangebot<br />

noch durch Remix Radio ergänzt<br />

werden.<br />

Zusatz-Infos per Radio<br />

<strong>Die</strong> Besonderheit gegenüber dem bisherigen<br />

Radioangebot: <strong>Die</strong> Hörfunkprogramme<br />

werden durch programmbegleitende<br />

Zusatzdienste in Text und<br />

Bild ergänzt. Neben den bundesweit<br />

ausgestrahlten Programmen sind in<br />

den einzelnen Bundesländern auch<br />

die landesweit ausgestrahlten Programme<br />

der ARD auf Sendung: so in<br />

Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen,<br />

Rheinland-Pfalz,<br />

Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt<br />

und Thüringen sowie in Berlin/Brandenburg.<br />

In den nächsten Monaten<br />

werden die Angebote auch in den anderen<br />

Bundesländern aufgeschaltet.<br />

Auf der IFA in Berlin stellten indes<br />

mehrere Anbieter neue, DAB+-geeignete<br />

Empfangsgeräte vor.<br />

Das Kürzel „DAB“ steht für „Digital<br />

Audio Broadcasting“, die digitale Verbreitung<br />

von Audiosignalen über Antenne.<br />

Das „+“ steht für die Übertragung<br />

in bester Tonqualität, die zudem<br />

Platz bietet für Zusatzinformationen<br />

wie Verkehrsdaten, Wetterkarten, Titel<br />

und Interpret, Album-Cover oder<br />

Schlagzeilen.<br />

Beim Kauf eines Digitalradio-Empfangsgeräts<br />

sollten Sie darauf achten,<br />

dass es den DAB+-Standard unterstützt.<br />

Wie UKW zielt DAB+ jedoch<br />

insbesondere auf den mobilen Empfang<br />

ab. Ein großer Vorteil für Audiophile,<br />

die auch im Auto oder auf dem<br />

Handy beste Tonqualität erwarten.<br />

Empfänger ab 50 Euro<br />

Daneben sind auch einige DAB+-<br />

Radios für zu Hause erhältlich. Preislich<br />

liegen die Produkte von Herstellern<br />

wie TerraTec, Kenwood, Dual,<br />

Philips, Grundig oder Sony zwischen<br />

50 und 500 Euro und sind damit deutlich<br />

günstiger als die sündhaft teuren<br />

Geräte aus der Frühphase der DAB-<br />

Übertragung.<br />

Das abgebildete EVOKE Mio von<br />

PURE ist für 219 Euro zu haben.<br />

64


onkyo<br />

Dem Apfel verbunden<br />

www.onkyo.de<br />

Beim iOnly Bass erlaubt das ausfahrbare<br />

Dock auch den Anschluss von iPads.<br />

Design<br />

stand bei<br />

der Entwicklung<br />

des Musiksystems<br />

iOnly<br />

Play im<br />

Vordergrund.<br />

Mit iOnly will sich<br />

Hersteller Onkyo<br />

aus Japan als zuverlässiger<br />

Anbieter<br />

Apple-tauglicher<br />

Musiksysteme<br />

etablieren.<br />

Onkyo setzt immer häufiger auf Apple-taugliche Produkte: <strong>Die</strong> Japaner<br />

haben mit iOnly eine neue Produktreihe eingeführt, die Platz sparende,<br />

designorientierte Musiksysteme für iPod, iPhone & Co. umfasst. Beim iOnly<br />

Bass (SBX-200) handelt es sich beispielsweise um ein Dock mit einer Basswiedergabe,<br />

die durch 10,5-cm-Tieftöner und Bassmanagement-Technologien<br />

von Onkyos <strong>Heimkino</strong>produkten gestützt wird. iOnly Play (ABX-100)<br />

präsentiert sich dagegen eher als stylisches Wohn-Accessoire. Letzteres ist<br />

bereits für 199 Euro zu haben. iOnly Bass kommt im November in den Handel<br />

und wird für 229 Euro in Schwarz oder Silber verfügbar sein.<br />

harman/kardon<br />

Profi-Klang<br />

www.harman.com // ab 500 Euro<br />

Profi-Sound für zu Hause: Harman<br />

bringt mit der Serie JBL Studio 5<br />

seine neuesten Lautsprecher- und<br />

Subwoofer-Modelle an den Start. <strong>Die</strong><br />

Systeme wurden mit derselben<br />

Technologie entwickelt, die auch die<br />

Basis für die professionellen JBL-<br />

Systeme in Kinosälen und Konzerthallen<br />

bildet, und sind für Film- und<br />

Musikgenuss konzipiert. <strong>Die</strong> Regallautsprecher<br />

Studio 530 sind als Paar<br />

für 750 Euro erhältlich, die Standlautsprecher<br />

pro Stück ab 900 Euro. Den<br />

Subwoofer gibt‘s für 700 Euro dazu.<br />

Der Center kostet 500 Euro.<br />

sonoro audio / simfy<br />

Dock mit Flat<br />

www.sonoro-audio.com // 300 Euro<br />

Hier gibt’s was auf die Ohren: Das<br />

Musikportal simfy und sonoro audio<br />

haben ein schickes Musikpaket geschnürt:<br />

Ab sofort ist die iPod- und<br />

iPhone-fähige Stereo-Docking-Station<br />

cuboDock inklusive einer einjährigen<br />

simfy-Premium-Mitgliedschaft<br />

für 300 Euro erhältlich. Bei simfy<br />

können die Nutzer Musik aus über<br />

13 Millionen Songs auswählen und<br />

direkt auf ihr Endgerät streamen.<br />

Verkaufserfolg<br />

Lichtmond in Gold<br />

Das Ambient-Pop-Projekt Lichtmond, das inzwischen auch in 3D erhältlich<br />

ist, wurde auf der IFA mit DVD-Gold für mehr als 25.000 verkaufte<br />

Einheiten ausgezeichnet. <strong>Die</strong> Lichtmond-Macher Martin und Giorgio<br />

Koppehele feierten die Auszeichnung. Das Projekt gilt als Referenzprodukt<br />

für Surround-Sound auf Blu-ray Disc.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

65


ToN | VERglEIchSTEST: Blu-RAy-KomPlETTSySTEmE<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller, Archiv<br />

Voll ausgestattet<br />

In einem Neuwagen lassen sich Autohersteller die Vollausstattung teuer bezahlen.<br />

Dagegen besitzen Blu-ray-Komplettsysteme bereits für weniger als 700 Euro<br />

nahezu alle technischen Finessen. Wir haben fünf dieser Wunderpakete mit Player,<br />

AV-Receiver und Surround-Boxen-Set getestet.<br />

66


im test<br />

5 Blu-ray-KOmplettsysteme<br />

lG<br />

HX966TZ<br />

€ 650<br />

panasOnic<br />

SC-BTT770<br />

€ 650<br />

philips<br />

HTS5582/12<br />

€ 690<br />

samsunG<br />

HT-D5550<br />

€ 650<br />

sOny<br />

BDV-E980W<br />

€ 750<br />

Ob Klimaanlage, Tempomat<br />

oder Sitzheizung: Wer einen<br />

Neuwagen kauft, hat die<br />

Auswahl zwischen Dutzenden<br />

Ausstattungsvarianten und<br />

kann sich sein Auto nach den eigenen<br />

Vorstellungen zusammenstellen. Er<br />

weiß, dass alle Komponenten perfekt<br />

miteinander harmonieren. Auch für<br />

den <strong>Heimkino</strong>-Freund ist die Auswahl<br />

immens, wenn es um den adäquaten<br />

Spielpartner für TV oder Beamer geht.<br />

Player, AV-Receiver und Lautsprecher<br />

werden in unterschiedlichen Qualitäts-<br />

und Preisklassen angeboten.<br />

Wenn man jedoch verschiedene Marken<br />

kombiniert, kann das Zusammenspiel<br />

darunter leiden. Ein einheitliches<br />

Design und eine leichte Bedienung<br />

gibt es nur, wenn man auf einen einzigen<br />

Hersteller setzt.<br />

Blu-ray-Komplettsysteme lösen das<br />

Problem. Blu-ray-Player und AV-Receiver<br />

befinden sich oft in einem Gehäuse.<br />

Der AV-Receiver bietet als<br />

Schaltstelle Eingänge für Bild und Ton<br />

und leitet die Signale zum TV weiter.<br />

Der Verstärker mit seinen digitalen<br />

Signalprozessoren ist optimal auf die<br />

Lautsprecher abgestimmt. Auch äußerlich<br />

bilden die Boxen und die Zentrale<br />

eine Einheit.<br />

Wer diese ganzheitliche Sicht noch<br />

perfektionieren will, wählt auch den<br />

Fernseher vom Hersteller des Komplettsystems.<br />

Design und Steuerung<br />

passen dann optimal zusammen. <strong>Die</strong><br />

wichtigsten Funktionen lassen sich<br />

mit einer Fernbedienung steuern,<br />

denn die Anbieter passen die Steuerbefehle,<br />

die per HDMI übermittelt<br />

werden (HDMI-CEC), bestmöglich an<br />

die eigenen Produkte an. Für unseren<br />

Vergleichstest haben wir daher fünf<br />

Komplettsysteme der gro ßen TV-Hersteller<br />

gewählt. Aber keine Sorge: Sie<br />

harmonieren auch mit <strong>TVs</strong> anderer<br />

Hersteller prächtig.<br />

Vielleicht reichen Ihnen fünf Modelle<br />

nicht. Daher präsentieren wir<br />

zu jedem Testteilnehmer ähnliche<br />

Sets, die möglicherweise noch mehr<br />

Ihren Wünschen entsprechen. Und<br />

sollte Ihnen auch diese Auswahl nicht<br />

genügen, erhalten Sie im Anschluss<br />

eine Übersicht über alle erhältlichen<br />

Blu-ray-Komplettsysteme. ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

67


Ton | VergleichsTesT: Blu-ray-KompleTTsysTeme<br />

Nutzer können nicht nur auf Video-on-Demand-Portale wie Maxdome<br />

oder Acetrax zugreifen. Viele kleine Programme lassen sich<br />

über den Menüpunkt LG-Apps zusätzlich installieren.<br />

LG HX966TZ € 650<br />

überzeugender Surround-Sound,<br />

großes Web-TV-Angebot, Streaming<br />

von Netzwerk-Freigaben, WLAN<br />

etwas träge Navigation, eingeschränktes<br />

DLNA-Streaming<br />

sehr gut 83 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

<strong>Die</strong> recht lange<br />

Fernbedienung<br />

bietet große Tasten,<br />

die zum Teil auch<br />

<strong>TVs</strong> steuern.<br />

Smart TV ist das Trendthema der Saison. Aber keine<br />

Panik: Selbst wenn Ihr Fernseher schon etwas älter<br />

ist und Sie keinen neuen kaufen möchten, können<br />

Sie Ihr TV-Erlebnis „smarter“ machen.<br />

Wie wäre es etwa mit einem Blu-ray-Komplettsystem<br />

wie dem LG HX966TZ? Es besitzt all die netten Multimedia-<br />

und Netzwerk-Features, die man von Fernsehern<br />

kennt: einen drahtlosen Internet-Zugang über WLAN,<br />

Streaming von DLNA-Netzwerk-Servern oder Netzwerk-<br />

Freigaben des Computers und eine Steuerungs-App für<br />

Smartphones. Das Web-TV-Angebot steht dem in nichts<br />

nach. Video on Demand gibt’s bei Maxdome und Acetrax,<br />

YouTube ist in der für das Wohnzimmer optimierten<br />

„Leanback“-Version an Bord. Zusätzlich erhält der Käufer<br />

eine Docking-Station, die iPhone und iPod auflädt und<br />

sich von Portables unter anderem Musik holt.<br />

<strong>Die</strong> multimediale Freiheit ist nur etwas eingeschränkt,<br />

wenn man von DLNA-Servern streamt. Das System kann<br />

zwar die beliebten MKV- oder DivX-Videos in HD-Qualität<br />

abspielen, WMV-Dateien oder Camcorder-Aufnahmen<br />

wandern aber nur in SD-Qualität durch das Heimnetz.<br />

Auch würde sich wohl mancher Nutzer freuen, wenn er<br />

flüssiger durch die Bildschirmmenüs navigieren könnte.<br />

Für den Surround-Sound sorgen vor allem vier Standlautsprecher,<br />

die je mit zwei 6,5-cm-Tiefmitteltönern und<br />

einem 2,5-cm-Hochtontreiber bestückt sind. Der Center<br />

enthält den Tiefmitteltöner in einer etwas kleineren Version<br />

mit 5 cm Durchmesser. In Verbindung mit dem Subwoofer<br />

entsteht so das kleine Kino im Wohnzimmer. Explosionen<br />

knallen, Klangkulissen bauen sich authentisch<br />

auf, ohne klanglich stark zu verfärben. <strong>Die</strong> Stimmen kommen<br />

deutlich zum Zuhörer, auch wenn eine Prise mehr<br />

Grundton und weniger Höhen nicht geschadet hätte. Sogar<br />

mit Musik macht das Set Spaß, wenn man keine audiophilen<br />

Ansprüche hat. Soundästheten würden sich aber wohl<br />

mehr Feinzeichnung bei Klassikaufnahmen wünschen.<br />

Der eingebaute 3D-Blu-ray-Player tut sein Übriges und<br />

versorgt den TV mit einem sauberen Bild von Blu-ray, das<br />

nicht mit seiner Schärfe prahlt. Um Artefakte an Objektkanten<br />

zu reduzieren, sollte man die Schärfe im Einstellungsmenü<br />

minimieren.<br />

ALternAtiven<br />

Weniger Platz benötigen zwei ähnliche Systeme<br />

von LG. Sie besitzen den gleichen Blu-ray-Receiver,<br />

Center und Subwoofer, unterscheiden<br />

sich jedoch in den Front- und Rück-Lautsprechern.<br />

Das HX966PZ<br />

(unten, 550 Euro) besitzt<br />

kleinere Surround-Boxen ohne einen zweiten<br />

Tiefmitteltöner. Das HX966SZ<br />

(oben) für 490<br />

Euro setzt auf vier der kleinen Satelliten.<br />

68


Ein dreidimensionales Filmerlebnis soll nicht nur<br />

vom Bildschirm ausgehen. <strong>Die</strong>ses Ziel will Panasonic<br />

mit dem Blu-ray-Komplettsystem SC-BTT770 erreichen<br />

und setzt auf die Technologie 3D Surround Pro.<br />

Bereits im letzten Jahr erschufen die 5.1-Komplettsysteme<br />

der Japaner sechs zusätzliche virtuelle Schallquellen zwischen<br />

den fünf natürlichen Lautsprechern. In diesem Jahr<br />

will Panasonic die elf Schallquellen eine Etage höher erzeugen.<br />

Und es klappt tatsächlich: Aktiviert der Nutzer 3D Surround<br />

Pro im Menü, erhalten Filme deutlich mehr Weite.<br />

Wenn Hubschrauber im Film fliegen, nimmt man sie auch<br />

oben wahr.<br />

Das System legt außerdem großen Wert auf gute Sprachverständlichkeit<br />

und nimmt dafür leicht harsch wirkende<br />

Stimmen in Kauf. Der Lohn sind Dialoge, die selbst dann<br />

noch verständlich sind, wenn der Nutzer die Anlage nur<br />

ganz leise aufdreht.<br />

Musik-CDs im Stereomodus wirken natürlich und für<br />

eine Blu-ray-Komplettanalage in diesem Preisbereich<br />

sehr feinsinnig, auch wenn man sich im Grundtonbereich<br />

etwas mehr Volumen wünschen würde. Auch dem Subwoofer<br />

mit 16-cm-Downfire-Membran würde etwas mehr<br />

Feingefühl nicht schaden.<br />

Für die Schallerzeugung sind die beiden Säulenlautsprecher<br />

und der Center im Inneren eines Plastikgehäuses<br />

gleich bestückt. Sie besitzen zwei längliche Tief-/Mitteltöner<br />

mit einer Fläche von 3,5 cm x 10 cm, zwischen denen<br />

ein 2,5-cm-Hochtöner platziert ist. Für den Sound von hinten<br />

sorgt bei den Satelliten ein 6,5-cm-Breitband-Chassis.<br />

Versorgt werden die Lautsprecher von einem potenten<br />

Verstärker, der genügend Power für packende Film-<br />

erlebnisse im Wohnzimmer besitzt. Gleichzeitig sind an<br />

der Zentrale zwei HDMI-Eingänge vorhanden, um das<br />

Bild von externen Quellen zum Fernseher durchzuschleifen.<br />

Das funktioniert sogar im Standby-Betrieb, dann aber<br />

mit einem Stromverbrauch von insgesamt 9,7 Watt.<br />

Zum TV schickt das SC-BTT770 nahezu perfekte Bildqualität,<br />

denn die Ingenieure haben die erstklassigen Videoprozessoren<br />

der diesjährigen 3D-Blu-ray-Player verbaut.<br />

Damit kommt der Besitzer auch in den Genuss der<br />

Umwandlung von 2D-Inhalten in drei Dimen sionen.<br />

altErnativEn<br />

Kompakten Raumklang macht das Panasonic SC-BTT270<br />

(oben, 450 Euro) möglich. Es nutzt vier der kleinen Satelliten<br />

des getesteten SC-BTT770. Das Kompakt-Set ist auch<br />

in Weiß erhältlich. Für mehr Klang von vorne setzt das SC-<br />

BTT370 (unten) für 550 Euro auf 40 cm hohe Boxen. Alle<br />

Systeme besitzen den gleichen Blu-ray-Receiver.<br />

Das Online-Portal Viera Cast ist gut gefüllt.<br />

Mit einer zusätzlichen Webcam ist sogar<br />

Videotelefonie per Skype möglich.<br />

Äußerst ergonomisch ist die Fernbedienung,<br />

nur führt die Taste Pop-up Menu<br />

bei DVDs nicht zu Disc-Menüs.<br />

Panasonic SC-BTT770 € 650<br />

überzeugender Surround-Sound,<br />

herausragende Bildqualität, 2D-3D-<br />

Konvertierung<br />

klingt etwas dünn<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

69


Ton | VergleichsTesT: Blu-ray-KompleTTsysTeme<br />

Das Online-Portal Net TV ist bereits standardmäßig gut gefüllt mit<br />

Inhalten von ProSieben, Sat.1 oder des ZDF. Über die App Galery<br />

lässt sich die Auswahl noch vergrößern.<br />

PhiliPs HTS5582/12 € 690<br />

natürlicher Klang, gute Verarbeitung,<br />

Formatvielfalt, WLAN<br />

nur ein USB-Eingang, keine<br />

HDMI-Eingänge<br />

sehr gut 83 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Trotz des großen<br />

Funktionsumfangs<br />

bleibt die Fernbedienung<br />

handlich und<br />

übersichtlich.<br />

hersteller, die Player, AV-Receiver sowie Lautsprecher<br />

für weniger als 700 Euro verkaufen wollen,<br />

müssen knallhart kalkulieren. LG, Panasonic,<br />

Samsung und Sony verwenden deshalb vor allem Kunststoff<br />

für die Lautsprecher ihrer Systeme. Aus der Entfernung<br />

sehen die Lautsprecher schick aus, doch wenn man<br />

sie anfasst, wirken sie nicht recht robust.<br />

Das Philips-System HTS5582 setzt zwar auch nicht auf<br />

erlesene Materialien, doch wirkt es beim Anfassen massiver<br />

und stabiler. Nur der Fuß für die Standlautsprecher<br />

besteht wie bei den Mitbewerbern aus dünnem Kunststoff.<br />

AlternAtiven<br />

Mit dem gleichen Bluray-Receiver,<br />

aber<br />

ohne Docking-Station<br />

für iPhone und iPod sowie WLAN-Dongle werden die beiden<br />

Systeme Philips HTS5591 (oben, 690 Euro) und HTS5561<br />

(unten, 570 Euro) ausgeliefert. Dock und Dongle kann man<br />

jedoch zusätzlich kaufen. <strong>Die</strong> eingebauten Treiber sind in<br />

den Lautsprechern identisch, so dass sie die gleiche Klangqualität<br />

besitzen dürften.<br />

<strong>Die</strong> Füße gehören jedoch nicht wie üblich den Front-,<br />

sondern den Rücklautsprechern. Eine clevere Idee – besitzen<br />

doch viele Nutzer ein TV-Rack zu Hause, um dort<br />

die vorderen Kompaktlautsprecher zu platzieren. Wer die<br />

übliche Aufstellung bevorzugt, kann mit den Rücklautsprechern<br />

tauschen, denn alle vier Front- und Surround-<br />

Speaker sind identisch bestückt mit zwei 7,6-cm-Breitbandtreibern.<br />

Das gilt auch für den Center.<br />

Mit dieser Ausstattung musiziert das Set in diesem Testfeld<br />

am feinsten. Ob Klavierstück oder Pop-Song, in dieser<br />

Preisklasse klingt kaum ein Blu-ray-System so neutral und<br />

rund. Davon profitiert der Filmton, indem die Stimmen<br />

von Akteuren natürlich und voluminös wirken. Und egal,<br />

wo im Raum sich die Handlung abspielt, es kommt kaum<br />

zu klanglichen Verfärbungen. Das Set präsentiert sich<br />

schlichtweg homogen.<br />

Für den guten Ton hat Philips an anderer Stelle ein wenig<br />

gespart: Es fehlen HDMI-Eingänge, um etwa eine Set-Top-<br />

Box anzuschließen. Einen drahtlosen Internet-Zugang<br />

gibt es nur über einen WLAN-Dongle, der die einzige<br />

USB-Schnittstelle belegt. USB-Festplatten lassen sich so<br />

nicht anschließen, um von dort Filme, Musik oder Fotos<br />

abzuspielen. Das ist zu verschmerzen, wenn man über<br />

das Netzwerk von DLNA-Servern streamt.<br />

In Sachen Bildverarbeitung setzen die Niederländer<br />

beim HTS5582 auf Mittelmaß. Das merkt der genaue<br />

Beobachter an winzigen Ungenauigkeiten bei hochskalierten<br />

DVDs oder bei der Schärfe von Blu-rays. Außerdem<br />

sollte man im Einstellungsmenü die Detailoptimierung<br />

reduzieren, um bei DVDs leichte Doppelkonturen an Objektkanten<br />

zu verringern – auf Kosten eines geringeren<br />

Schärfeeindrucks.<br />

70


Einen AV-Receiver richtig einzustellen stellt viele<br />

Nutzer vor eine unlösbare Aufgabe. Ein Blu-ray-<br />

Komplettsystem macht es ihnen sehr viel ein -<br />

facher, und auch Laien dürften damit zurechtkommen.<br />

Es gibt deutlich weniger Einstelloptionen, da etwa durch<br />

die mitgelieferten Lautsprecher die Konfiguration für die<br />

Boxen bereits entfällt. Zudem führen Assistenten beim<br />

Erststart durch die wichtigsten Einstellungen. <strong>Die</strong> Installation<br />

gestaltet sich deshalb beim Samsung HT-D5550<br />

äußerst einfach.<br />

Noch leichter soll es dem Nutzer ein automatisches Einmesssystem<br />

machen. Er schließt das mitgelieferte Mikrofon<br />

an und über spezielle Tonsignale werden der richtige<br />

Pegel und der Abstand der Lautsprecher zum Sitzplatz ermittelt.<br />

Leider waren die Ergebnisse in unseren Tests mit<br />

der Samsung-Anlage etwas unpräzise. Deshalb empfiehlt<br />

es sich, die Werte für Pegel und Abstand nach abgeschlossener<br />

Einmessung im Einstellmenü zu überprüfen.<br />

Richtig eingestellt, klingt das HT-D5550 angenehm<br />

natürlich und auch bei höheren Lautstärken kaum schrill.<br />

Schiebt der Nutzer eine Film-Blu-ray in das Slot-in-Laufwerk,<br />

sind Objekte schön im Raum verteilt. Dazu liefert<br />

der rechte kleine Subwoofer das Bassfundament, der Musik<br />

aber etwas präziser wiedergeben könnte. Für den einhüllenden<br />

Surround-Sound sorgen von vorne drei 7-cm-<br />

Tiefmitteltöner sowie ein 2-cm-Hochtöner. Für den Sound<br />

von hinten haben sich die Samsung-Entwickler auf zwei<br />

Tiefmittel-Chassis beschränkt. Im Center sind neben dem<br />

2-cm-Hochtöner zwei kleinere Schallwandler für tiefe und<br />

mittlere Frequenzen mit 5 cm Durchmesser untergebracht.<br />

Um ein größeres Surround-Erlebnis zu erzeugen, nutzt<br />

das Samsung-System spezielle, aktivierbare Bearbeitungsalgorithmen,<br />

die das Mittendrin-Gefühl erhöhen.<br />

<strong>Die</strong> Ausstattungsliste ist prall gefüllt. Zwei HDMI-Eingänge<br />

stehen für Zuspieler bereit. DLNA-Streaming, viele<br />

Web-Angebote und ein iPod-Dock sind für den Multimedia-Fan<br />

an Bord. Lediglich einen drahtlosen Netzzugang<br />

muss er sich über einen WLAN-Dongle hinzukaufen.<br />

Beim eingebauten Prozessor hat Samsung nicht gespart.<br />

Er garantiert etwa, dass der Nutzer äußerst flüssig durch<br />

die Menüs navigieren kann. Zudem sorgt er dafür, dass<br />

DVDs und Blu-rays äußerst scharf auf dem TV erscheinen.<br />

Er kann selbst 2D-Quellen in drei Bilddimensionen wandeln.<br />

<strong>Die</strong> Ergebnisse können aber nur mit einer Full-HD-<br />

Vorlage richtig überzeugen.<br />

altErnativEn<br />

Das Samsung HT-D5500 (oben, 480 Euro) nutzt den gleichen<br />

Blu-ray-Receiver, will aber mit kleinen Satelliten-Lautsprechern<br />

Surround-Klang erzeugen. Beim HT-D5100 (unten,<br />

430 Euro) hat Samsung nicht nur die Boxen, sondern<br />

auch den Receiver abgespeckt. Der Nutzer muss<br />

etwa auf HDMI-Eingänge, 2D-3D-Konvertierung<br />

sowie das externe iPod-Dock verzichten.<br />

Maxdome, Facebook, Twitter und YouTube:<br />

Wem das nicht reicht, der kann noch zusätzliche<br />

Apps installieren. <strong>Die</strong> Auswahl erfolgt<br />

über die clever gegliederte Fernbedienung,<br />

die kaum Fragen aufwirft.<br />

tEStSiEgEr<br />

SamSung hT-D5550 € 650<br />

Bildqualität, angenehmer<br />

Surround-Ton, 2D-3D-Konvertierung<br />

kein WLAN, weder AAC- noch<br />

WAV-Wiedergabe<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

71


Ton | VergleichsTesT: Blu-ray-KompleTTsysTeme<br />

Sony besitzt mit Video Unlimited sein<br />

eigenes Video-on-Demand-Portal.<br />

<strong>Die</strong> Fernbedienung verlangt eine etwas<br />

längere Eingewöhnungszeit, bis man sie<br />

intuitiv nutzen kann.<br />

Sony BDV-E980W € 750<br />

kabellose Rücklautsprecher, guter<br />

Raumklang, Auto-Einmessung<br />

keine Wiedergabe von DivX-<br />

Videos, dominanter Subwoofer<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Kaum etwas ist im Wohnzimmer so lästig wie frei liegende<br />

Kabel. <strong>Die</strong> Rücklautsprecher im Surround-<br />

Set, die die längsten Strippen benötigen, per Funk<br />

mit Ton zu versorgen, ist deshalb ein probates Mittel. Sony<br />

bietet seinen Kunden mit dem BDV-E980W diesen Komfort.<br />

Dem Set liegt ein kleiner Verstärker – etwa in DIN-A5-<br />

Größe – bei, der drahtlos Tonsignale von der Zentrale erhält<br />

und per Kabel zu den Rücklautsprechern bringt. Bei<br />

den Philips- und Samsung-Systemen in diesem Testfeld<br />

muss man für diese Option zusätzlich zahlen.<br />

Natürlich hat die Funkübertragung ihren Preis, und so<br />

ist das Sony-System etwas teurer als die Konkurrenten. Bei<br />

der restlichen Ausstattung ähnelt das BDV-E980W aber<br />

den anderen Sets: zwei HDMI-Eingänge für Zuspieler, zwei<br />

USB-Slots, um Speicher zur Medienwiedergabe anzuschließen,<br />

ein WLAN-n-Modul und eine Docking-Station<br />

für iPhone und iPod. Nur DivX- und DivX-Plus-HD-Dateien<br />

spielt die Anlage nicht ab. Dafür werden sich Besitzer von<br />

hochauflösenden Super-Audio-CDs freuen, da das System<br />

als eines von wenigen die Discs wiedergibt.<br />

Um audiophile Nutzer zufriedenzustellen, werden die<br />

Lautsprecher – wie auch bei den anderen Sets im Test –<br />

nicht ganz ausreichen. Es sind vier Standlautsprecher, ein<br />

äußerst kleiner Center und ein Downfire-Subwoofer, die<br />

im Wohnzimmer dennoch recht ausgewogenen Klang verbreiten.<br />

Für die Konfiguration kann der Nutzer die Auto-<br />

Einmessung nutzen, die brauchbare Ergebnisse liefert.<br />

Dreht sich im Receiver eine Blu-ray, ist Filmvergnügen<br />

angesagt: wenn Bomben scheinbar neben einem in die<br />

Luft gehen oder man sich durch die räumliche Abbildung<br />

des Sets in die Filmkulisse versetzt fühlt. Dennoch könnten<br />

Stimmen einen etwas kräftigeren Center-Lautsprecher<br />

vertragen, da er vor allem für die Wiedergabe von Dialogen<br />

zuständig ist.<br />

<strong>Die</strong> Bilder, die währenddessen von DVD oder Blu-ray<br />

zum Fernseher gelangen, zeichnen sich durch ihre Ruhe<br />

und die geringen Artefakte aus. Dreht sich anschließend<br />

eine Audio-CD im Blu-ray-Receiver, dessen Design an die<br />

PlayStation 3 erinnert, ertönt Musik druckvoll. Der Subwoofer<br />

dürfte aber für manch einen Zuhörer, auch wenn<br />

er ihn auf Minimalpegel regelt, zu dominant sein.<br />

AlternAtiven<br />

<strong>Die</strong> Kompaktvariante des BDV-E980W bietet<br />

Sony mit dem BDV-E780W (oben, 500 Euro). Das<br />

BDV-E880 (unten, 500 Euro) ähnelt äußerlich<br />

zwar stark den anderen Anlagen, der Blu-ray-<br />

Receiver ist jedoch mit etwas weniger Funktionen<br />

ausgestattet. So werden weder die kleinen<br />

Rücklautsprecher noch der heimische<br />

WLAN-Router per Funk angesteuert.<br />

72


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COLORFOTO XX/2010 99


Ton | VergleichsTesT: Blu-ray-KompleTTsysTeme<br />

dAten & Messwerte<br />

Hersteller LG Panasonic Philips Samsung Sony<br />

Modell HX966TZ SC-BTT770 HTS5582/12 HT-D5550 BDV-E980W<br />

Preis in Euro 650 650 690 650 750<br />

Internet www. lg.de panasonic.de philips.de samsung.de sony.de<br />

Messwerte<br />

Abm. (B x H x T) / Gewicht System 43,9 x 6,1 x 28,4 cm / 4,1 kg 43 x 4 x 27,9 cm / 3,0 kg 43,5 x 5,7 x 35,7 cm / 3,7 kg 43 x 6 x 33,2 cm / 3,5 kg 43 x 7,5 x 32 cm / 4,1 kg<br />

Abmessungen / Gewicht Front 25,6 x 125 x 25,6 cm / 3,4 kg 25,5 x 102,4 x 25,5 cm / 2,3 kg 10 x 28 x 10,4 cm / 1,0 kg 25 x 130 x 25 cm / 4,5 kg 27,5 x 120,5 x 24,5 cm / 2,7 kg<br />

Abmessungen / Gewicht Center 41 x 8 x 5,3 cm / 0,7 kg 42,4 x 5,9 x 7,6 cm / 1,1 kg 28 x 9,5 x 9,2 cm / 1,4 kg 36 x 7,5 x 6,9 cm / 1,0 kg 31,5 x 5,9 x 5,3 cm / 0,4 kg<br />

Abmessungen / Gewicht Surround 25,6 x 125 x 25,6 cm / 3,4 kg 8 x 11,7 x 7,1 cm / 0,4 kg 26 x 110,1 x 26 cm / 3,8 kg 25 x 130 x 25 cm / 3,8 kg 27,5 x 120,5 x 24,5 cm / 2,7 kg<br />

Abmessungen / Gewicht Sub 21,5 x 39,7 x 37,3 cm / 6,7 kg 18 x 40,8 x 30 cm / 4,3 kg 19,6 x 39,5 x 34,2 cm / 4,8 kg 16,8 x 35 x 28,5 cm / 3,6 kg 41,5 x 34 x 21,5 cm / 7,8 kg<br />

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby 22 / 11 / 10 / 4 (6 bis Menü) Sek. 16 / 14 / 14 / 5 (bis Menü 8) Sek. 17 / 9 / 9 / 27 (bis Menü 25) Sek. 12 / 10 / 8 / 5 (7 bis Menü) Sek. 23 / 13 / 10 / 2 (bis Menü 2) Sek.<br />

Stromverbr. Betrieb / Standby / Spar 21,5 / 1,4 / 0,5 Watt 17,0 / 9,7 / 0,1 Watt 15,2 / 0,0 / – Watt 19,0 / 0,5 / – Watt 16,3 (+ 6,6)* / 9,1 (+ 0,2)* / 0,1 Watt<br />

Maximalpegel Front / Center / Sub 87 / 91/ 108 dB 86 / 89 / 102 dB 103 / 105 / 101 dB 91 / 84 / 100 dB 86,5 / 80 / 106,5 dB<br />

BAuprinzip „LAutsprecher“<br />

Wege Front // Center // Surround 2 // 2 // 2 2 // 2 // 1 1 // 1 // 1 2 // 1 // 1 2 // 1 // 2<br />

...aktiv / Bassreflex – / – // – / – // – / – – / • // – / • // – / • – / • // – / • // – / • – / – // – / – // – / – – / • // – / – // – / •<br />

Subwoofer: Bassreflex / Downfiring •/ – – / • • / – • / – • / •<br />

wiedergABe<br />

BDAV / BDMV / BD 3D / AVCHD •/ • / • / • • / • / • / • – / • / • / • • / • / • / • • / • / • / •<br />

BD-Live / Internet-Inhalte •/ Smart TV • / Viera Cast • / Net TV • / Smart Hub • / BRAVIA Internet Video<br />

DVD-Audio / SACD / Audio-CD –/ – / • – / – / • – / – / • – / – / • – / • / •<br />

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ – / DLNA kein NTFS / • / DLNA • / – / DLNA • / – / DLNA • / – / DLNA<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / – • 1 / • 1 / • 3 / • 3 / – / – / – •/ • / • / • / • / • / • • 1 / • / • / • / • / • / – • / • / • / • / • / • / –<br />

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG-2 •/ • / • / • / • • / • / • / • / • • / • / • / • / • • / • / • / • / • • / • / – / • / •<br />

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC •/ • / • / • / – • 1, 2 / – / – / – / – • / • / • / • / – • / – / • / – / – • / • / • / • / –<br />

MTS / M2TS / MPO / JPG – / • / – / • • 2, 3 / • 2, 3 / • / – • / • / – / • • / • / in 2D / • • / • / • / •<br />

Besonderheiten Streaming ü. Netzwerkfreigabe Streaming ü. Netzwerkfreigabe – – UPnP AV-Renderer (nur Musik)<br />

AnschLüsse<br />

Eingang: HDMI / Komponente / Video 2x / – / – 2x / – / – – / – / – 2x / – / – 2x / – / –<br />

Ton in dig. opt. / dig. elektr. / analog 1x / – / 2x Stereo 1x / – / 1x Stereo 1x / 1x / 3x Stereo 1x / – / 1x Stereo 1x / 1x / 1x Stereo<br />

Ausgang: HDMI / Komponente / Video 1x / 1x / 1x 1x / – / 1x 1x / – / 1x 1x / 1x / 1x 1x / – / 1x<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte 1x / WLAN-a/-b/-g/-n / 1x / – 1x / WLAN-a/-b/-g/-n / 2x / – 1x / WLAN-b/-g/-n / 1x / SD (VoD) •/ WLAN-ready / 2x / – • / WLAN-b/-g/-n / 2x / –<br />

Sonstige WiFi Direct, iPod Dock iPod/iPhone digital iPod Dock,Wireless Rear-Speaker iPod Dock,Wireless Rear-Speaker iPod Dock<br />

Funktionen<br />

Fernbed. beleuchtet / universal –/ über 6 TV-Hersteller – / – – / – – / über 100 TV-Hersteller – / über 12 TV-Hersteller<br />

App für iPhone / iPad / Android •/ • / • • / • / – • / • / • • / • / • • / • / •<br />

HDMI-CEC / -Audio-Rückkanal / •/ • • / • • / • • / • • / •<br />

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung –/ – • / • – / – • / – – / –<br />

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover –/ • • / – • / • • / • • / –<br />

Einmess-Automatik – – – • •<br />

Radio-Tuner FM / MW / DAB •/ – / – • / – / – • / – / – • / – / – • / – / –<br />

Getestete Firmware-Version HB.8.62.338.E 1.10 1.13.00 2011/07/04_001010 M07.R.0427<br />

Lieferumfang iPod Dock,FM-A.,Nero 4 Home Ess. FM-Antenne iPod Dock, WLAN-Dongle, FM-A. iPod Dock, FM-A., Video-Kabel iPod Dock, FM-A., Video-Kabel<br />

Besonderheiten Gracenote, USB Direct Recording Digital Tube Sound, Skype iPod Dock, WLAN-USB-Dongle – Gracenote, Wireless Rear-Speaker<br />

• = ja // – = nein // BD = Blu-ray Disc // VR = Video Recording Format (Schnittlisten) // DL = Double-Layer (+R) bzw. Dual-Layer (-R // 1 per USB // 2 per DLNA // 3 per SD // * Wireless Rear-Speaker<br />

Volle Kontrolle<br />

Auf dem Wohnzimmertisch soll im Optimalfall nur eine Fernbedienung liegen. Um dieses Ziel zu erreichen,<br />

existieren verschiedene Ansätze. Manche Hersteller ermöglichen es, der Fernbedienung<br />

die Infrarot-Codes anderer Geräte beizubringen. <strong>Die</strong>se Variante erfassen wir in unserer Tabelle<br />

Daten & Messwerte in der Kategorie Funktionen unter dem Punkt Fernbedienung universal.<br />

Einfacher ist jedoch HDMI-CEC (Consumer Electronics Control), was alle Blu-ray-Komplettsysteme<br />

in diesem Testfeld unterstützen. Fernseher und Anlage tauschen hier über das HDMI-Kabel Befehle<br />

aus. Möglich sind über 100, doch wird meist nur ein Bruchteil in die Geräte integriert. Häufig findet<br />

man dabei diese Funktionen: Schaltet man den Fernseher aus, geht auch das Blu-ray-System in den<br />

Standby-Modus (System Standby). Man drückt Play auf dem Spieler, worauf sich das TV-Gerät einschaltet<br />

und auf den richtigen Eingang geht (One Touch Play). Oder der TV steuert die Laufwerksfunktionen<br />

der Anlage (Deck Control) und navigiert durch das Menü (Device Menu Control).<br />

Auch praktisch: Der Fernseher erkennt, wenn ein externes Audiosystem angeschlossen ist, schaltet<br />

den eigenen Ton stumm und steuert die Lautstärke der externen Anlage (System Audio Control).<br />

Manchmal kommt es aber vor, dass Paarungen CEC-Befehle unterstützen und andere nicht. Das<br />

beste Zusammenspiel findet zwischen Produkten eines Herstellers statt.<br />

Standpunkt<br />

AndreAs FrAnk,<br />

RedaKteuR<br />

Es ist klar, dass Blu-ray-<br />

Komplettanlagen um 700<br />

Euro keine Musik-Fans bezaubern werden.<br />

Und es ist auch klar, dass die Systeme keine<br />

großen <strong>Heimkino</strong>s mit der nötigen Lautstärke<br />

beschallen können. Doch ich war<br />

überrascht, wie hoch heute das Niveau ist.<br />

Vor allem das Philips HTS5582 konnte klanglich<br />

überzeugen. Hier legt man gerne auch<br />

mal eine Musik-CD ein. Aufgrund der besseren<br />

Ausstattung und Bildqualität holte<br />

sich aber das Samsung-System den verdienten<br />

Testsieg. Für künftige Blu-ray-Anlagen<br />

würde ich mir aber eine noch bessere<br />

Verarbeitung wünschen.<br />

74


testergeBnisse<br />

Hersteller LG Panasonic Philips Samsung Sony<br />

Modell HX966TZ SC-BTT770 HTS5582/12 HT-D5550 BDV-E980W<br />

Preis in Euro 650 650 690 650 750<br />

Bildqualität max. 256 Punkte üBerragend 95% 242 üBerragend 99% 253 üBerragend 95% 242 üBerragend 98% 250 üBerragend 96% 246<br />

Brillanz (52) überragend 49 überragend 51 überragend 49 überragend 49 überragend 50<br />

Farben (57) überragend 55 überragend 57 überragend 54 überragend 56 überragend 55<br />

Schärfe (83) überragend 80 überragend 83 überragend 79 überragend 83 überragend 80<br />

Bildfehler (Rauschen/Artefakte)(64) überragend 58 überragend 62 überragend 60 überragend 62 überragend 61<br />

Klangqualität max. 227 Punkte gut 71% 161 gut 69% 156 sehr gut 76% 173 gut 73% 165 gut 67% 152<br />

Film (BD / DVD) (65) sehr gut 50 sehr gut 50 sehr gut 52 sehr gut 51 gut 48<br />

Musik (57) gut 37 gut 34 gut 42 gut 38 gut 34<br />

TV-Ton (62) gut 46 gut 46 sehr gut 48 sehr gut 47 gut 43<br />

Multimedia (43) gut 28 gut 26 gut 31 gut 29 gut 27<br />

ausstattung max. 126 Punkte üBerragend96% 121 sehr gut 86% 108 sehr gut 80% 101 sehr gut 89% 113 üBerragend 92% 116<br />

Anschlüsse (26) überragend 25 sehr gut 22 befriedigend 13 sehr gut 22 sehr gut 23<br />

Medienvielfalt (44) überragend 45 überragend 40 überragend 42 sehr gut 38 überragend 46<br />

Hardware (Baugruppen, Zub.) (26) sehr gut 23 sehr gut 21 sehr gut 23 sehr gut 23 sehr gut 20<br />

Funktionen (Software) (30) überragend 28 sehr gut 25 sehr gut 23 überragend 30 sehr gut 27<br />

Bedienung max. 97 Punkte sehr gut 79% 77 sehr gut 78% 76 sehr gut 87% 84 sehr gut 85% 82 sehr gut 78% 76<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (33) sehr gut 29 sehr gut 28 überragend 30 überragend 32 überragend 30<br />

Fernbedienung (28) sehr gut 22 sehr gut 22 sehr gut 24 sehr gut 22 sehr gut 21<br />

Bedienung am Gerät / Display (12) sehr gut 9 gut 8 sehr gut 10 sehr gut 10 gut 8<br />

Installation (9) befriedigend 5 gut 6 sehr gut 7 gut 6 gut 6<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (15) sehr gut 12 sehr gut 12 sehr gut 13 sehr gut 12 gut 11<br />

VerarBeitung max. 62 Punkte gut 61% 38 Befriedigend 58% 36 gut 65% 40 Befriedigend 58% 36 gut 60% 37<br />

Anmutung (30) gut 20 gut 18 gut 20 gut 18 gut 19<br />

Material (32) befriedigend 18 befriedigend 18 gut 20 befriedigend 18 befriedigend 18<br />

testurteil max. 768 Punkte sehr gut 83% 639 sehr gut 82% 629 sehr gut 83% 640 sehr gut 84% 646 sehr gut 82% 627<br />

Preis / leistung sehr gut sehr gut sehr gut üBerragend gut<br />

Aus dem Messlabor<br />

Da Blu-ray-Komplettsysteme AV-Receiver, Player und Lautsprecher<br />

besitzen, sind die Messungen äußerst umfangreich.<br />

Wir können aber nur einen kleinen Teil hier abbilden. Was Sie<br />

auf den Diagrammen sehen, sind Frequenzgänge von Front-<br />

Lautsprecher und Subwoofer. Daraus wird deutlich, dass es<br />

größere Unterschiede zwischen den Systemen gibt. <strong>Die</strong> relativ<br />

linearen Frequenzgänge der Philips- und Samsung-Sets stehen<br />

den unsteten Graphen vor allem bei den Sets von Sony und<br />

LG gegenüber.<br />

Zur Beurteilung der Bildqualität wurden unter anderem<br />

Messungen am HDMI-Ausgang durchgeführt. Sie liefern vor<br />

allem Aufschlüsse über die Pegelgenauigkeit und die Schärfe<br />

von Playern. Während die Farbtreue durchweg gegeben war,<br />

offenbarte die Analyse, dass die Sets von LG, Philips und Sony<br />

insbesondere bei DVD-Quellen nicht ganz mit den Anlagen von<br />

Panasonic und Samsung mithalten können.<br />

Philips<br />

Der Frequenzgang verläuft<br />

relativ linear, besitzt aber<br />

eine Unterbetonung im<br />

Grundtonbereich. Befindet<br />

man sich nicht auf Achse zu<br />

den Frontlautsprechern,<br />

klingen sie etwas dumpf.<br />

LG<br />

<strong>Die</strong> Lautsprecher zeigen<br />

eine Höhenbetonung, was<br />

Musik ein wenig harsch<br />

wirken lässt. <strong>Die</strong> Delle um 3<br />

kHz führt zu leichter Klangverfärbung.<br />

Subwoofer und<br />

Lautsprecher sind gut aufeinander<br />

abgestimmmt.<br />

Panasonic<br />

Der Frequenzgang der Frontlautsprecher<br />

ist recht wellig<br />

und zeigt dafür keine starke<br />

Betonung von Frequenzbereichen.<br />

Der Subwoofer<br />

ist etwas schmalbandig<br />

und darum nicht wirklich<br />

präzise.<br />

Samsung<br />

<strong>Die</strong> Höhen sind für einen<br />

frischen Klang leicht angehoben.<br />

<strong>Die</strong> Delle um 5 kHz<br />

fällt beim Hören nur sehr<br />

wenig auf. Insgesamt ist der<br />

Frequenzgang für ein Komplettsystem<br />

recht ordentlich.<br />

Sony<br />

Vor allem im Höhenbereich<br />

ist der Frequenzgang wellig.<br />

Der Klang könnte darum ein<br />

bisschen natürlicher sein.<br />

Der kleine Center (nicht im<br />

Bild) besitzt einen eingeschränkten<br />

Übertragungsbereich<br />

ab knapp 400 Hertz.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

75


Ton | Blu-rAy-KompleTTSySTeme<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller, Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Marktübersicht<br />

Über 100 verschiedene Blu-ray-Komplettsysteme buhlen um die Gunst des<br />

Käufers. Wir haben alle Anlagen miteinander verglichen, damit Sie schnell<br />

Ihren Wunschpartner finden.<br />

Keine Haftung<br />

<strong>Die</strong> abgedruckten Daten<br />

basieren auf Informa tionen<br />

der Hersteller und wurden<br />

vom Redaktionsteam gekürzt<br />

und umformatiert. Für<br />

Fehler wird keine Haftung<br />

übernommen.<br />

76<br />

2.1/2.0*-<br />

SySteme<br />

UVP in Euro<br />

2.1-Systeme bieten eine einfache Möglichkeit, den Sound des Fernsehers aufzupeppen und ihn mit hochwertiger HD-Kost zu versorgen.<br />

Häufig kommen kleine Satellitenlautsprecher wie beim Loewe Home Cinema Set (Bild) zum Einsatz, die sich bequem auf<br />

dem TV-Rack platzieren lassen. Der Bassbereich bei Filmen kommt dabei hauptsächlich vom Subwoofer. 2.0-Systeme wenden sich<br />

eher an den Musikfreund, der ab und zu auch einen Film genießen will. Surround-Sound wird in beiden Fällen künstlich erzeugt.<br />

Standlautsprecher<br />

Player separat<br />

Blu-ray-3D<br />

2D-3D-Konvertierung<br />

Internet-TV<br />

DLNA<br />

WLAN<br />

USB<br />

Fotokarten-Slot<br />

Eingang HDMI /<br />

Digitalton optisch /<br />

elektrisch<br />

Eingang Analogton<br />

Stereo<br />

HDMI-ARC<br />

Produkt<br />

Besonderheiten<br />

Philips HTS3251/12 290 – – – – – – – • – • / • / • • • –<br />

LG HX806CG 300 – – • – • • – • – – / • / – • • NetCast, CD-Ripping<br />

Sony BDV-EF200 350 – – • – • • – 2 – 2 / • / – • • iPod Dock, BRAVIA Internet Video, SACD-Wiedergabe<br />

Philips HTS3260/12 380 – • • – – – – • – – / • / • 2 – –<br />

Philips HTS3260/12 380 – – • – – – • • – – / – • • –<br />

Pioneer BCS-FS111 380 – • • – • • – • – 2 / – / – – • 2 x 160 Watt / 1 x 180 Watt<br />

Samsung HT-D5000 380 – – • • • • opt. • – –/ • / – • • –<br />

LG FX166 390 – – • – • • – • – – / – / – • • CD-Recording, iPod/iPhone-Anschluss, Micro-Hi-Fi-<br />

System, Kopfhöreranschluss<br />

Panasonic SC-BTT262 400 – – • • • • – • • – / • / – • • iPod/iPhone Dock<br />

Samsung HT-D5200 430 – – • • • • opt. • – 2 / • / – • • –<br />

Philips HTS4282/12 440 – – • – • • opt. • • • / • / • • • iPod/iPhone Dock<br />

Pioneer BCS-FS515 450 – – • – • • • • – 2 / • / – • • iPod-ready, YouTube, Picasa, CD-Ripping<br />

Sony BDV-L600 450 – – • – • • – 2 – 2 / • / – • • für Wandbefestigung geeignet, iPod/iPhone Dock,<br />

BRAVIA Internet Video, SACD-Wiedergabe<br />

Panasonic SC-BTT362 500 • – • • • • • • • 2 / • / – • • Skype, iPod/iPhone Dock<br />

Pioneer BCS-FS505 500 – – – – – • – • – • / 2 / – • • iPod/iPhone Dock, CD-Ripping, Bluetooth<br />

Samsung HT-C5800 500 – – • – • • opt. • – 2 / • / – • – –<br />

Samsung HT-D7000 500 – – • • • • opt. • – –/ • / – – • –<br />

Yamaha MCR-750* 520 – – • – • • – • – – / – / – • • YouTube Leanback, iPod-komp., AIR Surround Extreme<br />

Philips MBD3000* 550 – – – – – – – • – – / • / • 2 – Micro-System<br />

Yamaha MCR-755* 570 – – • – • • – • – – / – / – • • YouTube Leanback, iPod-kompatibel, AIR Surround<br />

Extreme, bessere Lautsprecher als MCR-755<br />

Samsung HT-D7100 600 – – • • • • • • – –/ • / – – • –<br />

Teufel Impaq 300 600 – – – – – – – • – – / • / • 2 – 200 Watt, UKW-Radio mit RDS, Kopfhörer-Ausgang<br />

Philips CSS9211 630 – • – – – – – – – • / • / • • – –<br />

Sony BDV-L800 650 – – • – • • • 2 – 2 / • / – • • für Wandbefestigung geeignet, Pod/iPhone Dock,<br />

BRAVIA Internet Video, SACD-Wiedergabe<br />

Philips HTS7202/12 690 – • • – • • • • – – / • / • 3 • iPod/iPhone Dock<br />

Philips CSS9216 690 – • – – – • • – – • / • / • • – AirPlay<br />

Samsung HT-C6800 700 • – • – • • • • – 2 / • / – • – –<br />

Sony BDV-L800M 700 – – • – • • • 2 – 2 / • / – • • weiße BD-Receiver-Front, iPod/iPhone Dock, BRAVIA<br />

Internet Video, SACD-Wiedergabe<br />

Teufel Impaq 310 700 • – – – – – – • – –/ • / • 2 – Säulenboxen, 200 Watt, Kopfhörer-Ausgang<br />

Pioneer BCS-HF818 800 – • • – • • • • – 2 / • / – • • Sound Wings, iPod/iPhone Dock, YouTube, Picasa,<br />

CD-Ripping<br />

Samsung HT-D7200 800 • – • • • • • • – 2 / • / – • • –<br />

Samsung HT-C7200 850 – – – – • • • • – 2 / • / – • – Half-Tallboys-Lautsprecher<br />

Harman/Kardon BDS 300 950 – – – – – – – • – – / 2 / • 2 – optional iPod/iPhone Dock<br />

Harman/Kardon BDS 400 1.000 – – – – – – – • – – / 2 / • 2 – flache Mitteltöner für weniger Beugungseffekte,<br />

optional iPod/iPhone Dock<br />

Philips HTS9221/12 1.000 – • • – • • • • – – / • / • 3 • iPod/iPhone Dock, Schwarz<br />

Philips HTS9241/12 1.000 – • • – • • • • – – / • / • 3 • iPod/iPhone Dock, Weiß<br />

• = ja // – = nein // opt. = optional


2.1/2.0*-<br />

SySteme<br />

UVP in Euro UVP in Euro<br />

Standlautsprecher Standlautsprecher<br />

Player separat Player separat<br />

Blu-ray-3D Blu-ray-3D<br />

2D-3D-Konvertierung 2D-3D-Konvertierung<br />

Internet-TV Internet-TV<br />

DLNA DLNA<br />

WLAN WLAN<br />

USB USB<br />

Fotokarten-Slot Fotokarten-Slot<br />

Eingang HDMI /<br />

Digitalton optisch /<br />

elektrisch<br />

Eingang Analogton<br />

Stereo<br />

Produkt<br />

Besonderheiten<br />

Harman/Kardon BDS 370 1.050 – – • – – – – • – 3 / 2 / • 2 • Einmessverfahren EZSet, mit Lautsprecher HKTS 2 BQ<br />

Harman/Kardon BDS 370 (weiß) 1.150 – – • – – – – • – 3 / 2 / • 2 • Einmessverfahren EZSet, mit Lautsprecher HKTS 2 WQ<br />

Harman/Kardon BDS 470 1.150 – – • – – – – • – 3 / 2 / • 2 • Einmessverfahren EZSet, mit Lautsprecher HKTS 200<br />

Denon D-X1000BD* 1.200 – – – – – – – • – – / – / – 3 iPod/iPhone via USB, ultrakompakt (280 mm Breite),<br />

Dolby Virtual Speaker/Dolby Headphone<br />

Marantz Melody<br />

Movie M-ER803 mit LS502* 1.250 – – – – – – – • – – / – / – 3 – ultrakompakt<br />

Loewe Home Cinema Set 1.800 – – • – – • • • – • / • / • • • iPod/iPhone Dock, Gracenote, CD-Ripping,<br />

(mit Satellite Speaker)<br />

individualisierbares Design, auch mit Universal Speaker<br />

(ab 700 Euro), Stand Speaker (ab 1.100 Euro), Stand<br />

Speaker SL (Elektrostaten ab 2.500 Euro) erhältl.<br />

SoundbarS<br />

Eingang HDMI /<br />

Digitalton optisch /<br />

elektrisch<br />

Eingang Analogton<br />

Stereo<br />

Produkt<br />

Besonderheiten<br />

Pioneer BCS-SB616 500 – • • – • • • • – 2 / • / – • • iPod ready, YouTube, Picasa, CD-Ripping<br />

Philips HTS3131/12 630 – – – – • – – 2 – – / • / • • • optional iPod/iPhone Dock, YouTube, Picasa<br />

Panasonic SC-BFT800 800 – – • – • • opt. • • – / • / – – • 2.1-System, inkl. Wandhalterung; iPod/iPhone Dock<br />

Pioneer BCS-HW919 850 – • • – • • • • – 2 / • / – • • iPod/iPhone Dock, YouTube, Picasa, CD-Ripping,<br />

Bluetooth<br />

LG HLX56S 900 – – • – • • • • – 2 / • / – • • iPod/iPhone Dock, Smart TV, Wireless-Subwoofer<br />

Philips HTS7140/12 1.000 – • • – – – – • – – / • / • 2 • iPod/iPhone Dock, Net TV<br />

Harman/Kardon BDS 600 1.000 – • – – – – – • – – / 2 / • 2 – optional iPod/iPhone Dock<br />

Harman/Kardon BDS 670 1.150 – – • – – – – • – 3 / 2 / • 2 • Einmessverfahren EZSet auf 5.1 erweiterbar<br />

Philips HTS9140/12 1.250 – • • – • • opt. • – – / • / • 2 • iPod/iPhone Dock<br />

HDMI-ARC HDMI-ARC<br />

Soundbars<br />

eignen sich gut<br />

dazu,<br />

unter dem Fernseher<br />

an der<br />

Wand befestigt zu<br />

werden.<br />

Aber auch in den<br />

meisten<br />

Racks finden die<br />

Klangbalken<br />

Platz. Für den<br />

Bass<br />

ist ein zusätzlicher<br />

Subwoofer<br />

zuständig.<br />

Manche Hersteller bringen<br />

im Soundbar ein Stereoboxenpaar<br />

unter. Andere, wie<br />

Philips mit dem HTS9140<br />

(Bild), richten die Lautsprecher<br />

seitlich aus, um über<br />

Wandreflexionen ein größeres<br />

Surround-Gefühl zu<br />

erzeugen.<br />

5.1-<br />

SySteme<br />

Nur wer auf sechs oder mehr Lautsprecher setzt, kommt in den vollen Genuss der Rauminformationen,<br />

die auf der DVD oder Blu-ray enthalten sind. Dafür ist nicht viel Platz erforderlich:<br />

Kleine Kompaktboxen lassen sich in Regalen oder TV-Racks unterbringen. Standboxen<br />

bieten jedoch oft besseren Sound. Aber es müssen ja nicht gleich vier sein. Kleine<br />

Satelliten für den Surround-Sound von hinten reichen in vielen Fällen aus.<br />

UVP in Euro<br />

Standlautsprecher<br />

Player seperat<br />

Blu-ray-3D<br />

2D-3D-Konvertierung<br />

Internet-TV<br />

DLNA<br />

WLAN<br />

USB<br />

Fotokarten-Slot<br />

Eingang HDMI /<br />

Digitalton optisch /<br />

elektrisch<br />

Eingang Analogton<br />

Stereo<br />

HDMI-ARC<br />

Produkt<br />

Besonderheiten<br />

Philips HTS3541/12 290 – – – – – – – • – • / • /• • • –<br />

LG HX806SG 350 – – • – • • – • – – / • / – • • NetCast, CD-Ripping<br />

Philips HTS3551/12 350 – – – – – – – • – • / • / •. • • –<br />

LG HX806PE 380 2 – • – • • • • – 2 / • / – 2 • NetCast, CD-Ripping<br />

LG HX906SB 390 – – • – • • • • – 2 / • / – • • Smart TV inkl. Maxdome, Gracenote-Dateiinfos<br />

LG HX806PG 400 2 – • – • • – • – – / • / – • • NetCast, CD-Ripping<br />

Pioneer BCS-212 400 – • • – • • – • – 2 / – / – – • 5 x 160 Watt / 1 x 180Watt<br />

Sony BDV-E280 400 • • – • • opt. 2 – 2 / – / – – • Qriocity<br />

Sony BDV-E280 400 – – – • • opt. 2 – 2 / • / – • –<br />

Sony BDV-E380 400 • • – • • opt. 2 – 2 / – / – – • Qriocity<br />

LG HX806TG 430 • – • – • • – • – – / • / – • • NetCast, CD-Ripping<br />

LG HX906PA 430 2 – • – • • • • – 2 / • / – • • Smart TV inkl. Maxdome, Gracenote-Dateiinfos<br />

Samsung HT-D5100 430 – – • • • • opt. • – –/ • / – • • –<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

77


Ton | Blu-ray-kompleTTsysTeme<br />

Keine Haftung<br />

<strong>Die</strong> abgedruckten Daten<br />

basieren auf Informa tionen<br />

der Hersteller und wurden<br />

vom Redaktionsteam gekürzt<br />

und umformatiert. Für<br />

Fehler wird keine Haftung<br />

übernommen.<br />

5.1-<br />

SySteme<br />

UVP in Euro<br />

Standlautsprecher<br />

Player separat<br />

Blu-ray-3D<br />

2D-3D-Konvertierung<br />

Internet-TV<br />

DLNA<br />

WLAN<br />

USB<br />

Fotokarten-Slot<br />

Eingang HDMI /<br />

Digitalton optisch /<br />

elektrisch<br />

Eingang Analogton<br />

Stereo<br />

HDMI-ARC<br />

Produkt<br />

Besonderheiten<br />

Panasonic SC-BTT270 450 – – • • • • opt. • • – / • / – • • Silber & Schwarz, iPod/iPhone Dock<br />

Pioneer BCS-313 450 – – • – • • • • – 2 / • / – • • iPod-ready, YouTube, Picasa, CD-Ripping<br />

Samsung HT-D5500 480 – – • • • • opt. • – 2 / • / – • • –<br />

LG HX966SZ 490 – – • – • • • • – 2 / • / – • • Smart TV inkl. Maxdome, Gracenote-Dateiinfos<br />

Pioneer BCS-303 500 – – – – – • – • – • / 2 / – • • iPod/iPhone Dock, CD-Ripping, Bluetooth<br />

Sony BDV-E780W 500 • • – • • • 2 – 2 / – / – – • Qriocity, Wireless Rear-Speaker<br />

Sony BDV-E880 500 2 • • – • • opt. 2 – 2 / – / – – • Qriocity<br />

LG HX966PZ 550 2 – • – • • • • – 2 / • / – • • Smart TV inkl. Maxdome, Gracenote-Dateiinfos<br />

Panasonic SC-BTT370 550 2 – • • • • • • • 2 / • / – • • Skype, iPod/iPhone Dock<br />

Pioneer BCS-414 550 • • • – • • – • – 2 / – / – – • 5 x 160 Watt / 1 x 180 Watt<br />

Yamaha BDX-610 550 – – • – • • – • – – / • / • 2 • YouTube Leanback, iPod via USB, Blu-ray-Receiver<br />

BRX-610 (450 Euro) auch einzeln erhältlich<br />

Philips HTS4562/12 570 – – • – • • • • • • / • / • • • iPod/iPhone Dock, Wireless Rear-Speaker-ready<br />

Philips HTS5561/12 570 – – • – • • opt. • • • / • / • • • iPod/iPhone Dock ready, Wireless Rear-Speaker-ready<br />

Pioneer BCS-717 600 • – • – • • • • – 2 / • / – • • iPod-ready, YouTube, Picasa, CD-Ripping<br />

LG HX966TZ 650 • – • – • • • • – 2 / • / – • • Smart TV inkl. Maxdome, Gracenote-Dateiinfos<br />

Panasonic SC-BTT770 650 2 – • • • • • • • 2 / • / – • • Skype, iPod/iPhone Dock<br />

Pioneer BCS-707 650 • – – – – • – • – • / 2 / – • • iPod/iPhone Dock, CD-Ripping, Bluetooth<br />

Samsung HT-D5550 650 • – • • • • opt. • – 2 / • / – • • –<br />

Philips HTS5582/12 690 • – • – • • • • • • / • / • • • iPod/iPhone Dock und WiFi Dongle im Lieferumfang,<br />

Wireless Rear-Speaker-ready<br />

Philips HTS5591/12 690 • – • – • • opt. • • • / • / • • • iPod/iPhone Dock ready, Wireless Rear-Speaker-ready<br />

Samsung HT-C6500 700 2 – – • • • • – 2 / • / – • – Half-Tallboys-Standlautsprecher<br />

Teufel Impaq 3000 700 – – – – – – – • – 2 / • / • 3 – 600 Watt, UKW-Radio mit RDS, Kopfhörer-Ausgang<br />

Sony BDV-E980W 750 • • • – • • • 2 – 2 / – / – – • Qriocity, Wireless Rear-Speaker<br />

LG HX966TZW 770 • – • – • • – • – 2 / • / – • • Wireless Rear-Speaker, Smart TV, WiFi direct<br />

Samsung HT-C5900 800 – – • – • • opt. • – 2 / • / – • – –<br />

LG HX995TZ 850 • – • – • • • • – • / • / – – – –<br />

LG HX906TX 870 • – • – • • • • – 2 / • / – 2 • Smart TV, iPod/iPhone Dock<br />

Philips HTS8562/12 1.000 – – • – • • • • • • / • / • • • iPod/iPhone Dock, Wireless Rear-Speaker-ready<br />

Sony BDV-IZ1000W 1.000 2 • • – • • • 2 – 2 / • / • – • Auto-Kalibrierung<br />

Teufel Impaq 3100 1.000 • – – – – – – • – 2 / • / • 3 – Säulenboxen, 600 Watt, UKW-Radio mit RDS,<br />

Kopfhörer-Ausgang<br />

Harman/Kardon BDS 700 1.050 – – – – – – – • – – / 2 / • 2 – optional iPod/iPhone Dock<br />

Harman/Kardon BDS 770 1.150 – – • – – – – • – 3 / 2 / • 2 • Einmessverfahren EZSet, mit Lautsprecher HKTS 9 BQ<br />

Philips HTS9520/12 1.250 – • • – • • opt. • – – / • / • 2 • optional iPod/iPhone Dock<br />

Harman/Kardon BDS 776 1.300 – – • – – – – • – 3 / 2 / • 2 • Einmessverfahren EZSet, mit Lautsprecher<br />

HKTS 16 WQ<br />

Samsung HT-C7559W 1.300 • – • • • • – 2 / • / – • – –<br />

Harman/Kardon BDS 800 1.500 – – – – – – – • – – / 2 / • 2 – flache Mitteltöner für weniger Beugungseffekte,<br />

optional iPod/iPhone Dock<br />

Philips HTS9540/12 1.650 – • • – • • • • – – / • / • 2 • iPod/iPhone Dock<br />

Harman/Kardon BDS 870 1.650 – – • – – – – • – 3 / 2 / • 2 • Einmessverfahren EZSet, mit Lautsprecher HKTS 60<br />

7.1-<br />

SySteme<br />

Samsung ergänzt als einziger Hersteller von Blu-ray-Komplettsystemen seine 5.1-Systeme um<br />

zwei weitere Boxen. Positioniert sie der Nutzer beim Samsung HT-C9959W (Bild) zwischen<br />

den beiden Rücklautsprechern, entsteht durch die zwei zusätzlichen Schallquellen eine homogenere<br />

Surround-Atmosphäre, in der sich die einzelnen Lautsprecher noch weniger orten lassen.<br />

Über den Frontboxen platziert, wächst die Klangkulisse in die Höhe.<br />

UVP in Euro<br />

Standlautsprecher<br />

Player separat<br />

Blu-ray-3D<br />

2D-3D-Konvertierung<br />

Internet-TV<br />

DLNA<br />

WLAN<br />

USB<br />

Fotokarten-Slot<br />

Eingang HDMI /<br />

Digitalton optisch /<br />

elektrisch<br />

Eingang Analogton<br />

Stereo<br />

HDMI-ARC<br />

Produkt<br />

Besonderheiten<br />

Samsung HT-C6730W 900 2 – – – • • • • – 2 / • / – • • Wireless Rear-Speaker<br />

Samsung HT-C6930W 1.000 2 – • – • • • • – 2 / • / – • – Wireless Rear-Speaker<br />

Samsung HT-D6759W 1.000 • – • • • • • • – 2 / • / – • • Wireless Rear-Speaker<br />

Samsung HT-C9959W 2.000 • – • – • • • • – 2 / • / – • • Wireless Rear-Speaker<br />

• = ja // – = nein // opt. = optional<br />

78


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telefonisch über interessante Vorteilsangebote informiert.<br />

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Video-HomeVision erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH,<br />

Gruber Str. 46a, 85586 Poing, Handelsregister München, HRB 154289<br />

Geldinstitut<br />

Datum<br />

✗<br />

Unterschrift<br />

WK 1012 M11


TOn | TeST: 5.1-LauTSprecHer<br />

Autor: Michael Jansen // Redaktion: Andreas Frank //<br />

Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Alles eine<br />

Preisfrage?<br />

Sie wollen endlich mal <strong>Heimkino</strong>-Klang genießen und stellen sich doch bestimmt<br />

zuerst die Frage: Wie viel muss ich ausgeben, um angemessenen Wohlklang bei<br />

dezenter Optik zu bekommen? Genau das haben wir uns auch gefragt.<br />

80


Wer sich zum ersten Mal dem<br />

Thema <strong>Heimkino</strong> nähert,<br />

wird sicherlich nicht gleich<br />

eine High-End-Beschallung für mehrere<br />

Tausend Euro in die engere Wahl<br />

nehmen. Und Sie sind wahrscheinlich<br />

auch nicht der Typ Käufer, der mal<br />

eben ein Set an der Supermarktkasse<br />

mitnimmt, nur weil es gerade zum<br />

Schnäppchenpreis angeboten wird.<br />

Nein, Sie informieren sich offensichtlich<br />

in Fachmagazinen und definieren<br />

Ihre Preisvorstellung, selektieren<br />

Gutes von weniger Gutem, um<br />

dann gezielt einkaufen zu gehen. Ver-<br />

mutlich haben Sie dann auch festgestellt,<br />

dass es in den Preisklassen von<br />

500 bis 2.000 Euro einen guten bis<br />

sehr guten Gegenwert gibt.<br />

Wir haben uns diese Preisklassen<br />

einmal näher angeschaut und vier<br />

Sets auf Her(t)z und Nieren un tersucht.<br />

Unser Ergebnis: Das Klangerlebnis<br />

steigt wie erwartet mit dem<br />

Preis der Produkte – aber eben nicht<br />

linear. Das soll heißen: Man bekommt<br />

schon für wenig Geld viel geboten.<br />

Wer jedoch etwas mehr Klangqualität<br />

sucht, der muss deutlich tiefer in die<br />

Brieftasche greifen.<br />

➜<br />

im test<br />

vier 5.1-surround-sets<br />

Boston acoustics<br />

SoundWare XS 5.1 Se € 500<br />

canton<br />

movie 160 € 720<br />

Quadral<br />

Chromium Style / Sub 88 € 1.300<br />

elac<br />

301.2 / Sub 2030 € 2.000<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

81


Ton | TesT: 5.1-LauTsprecher<br />

Für viele Neueinsteiger dürften<br />

Subwoofer-Satelliten-Sets nicht nur<br />

wegen des guten Preis-Leistungs-<br />

Verhältnisses, sondern auch wegen<br />

der einfachen Wohnraum-Integration<br />

die richtige Wahl sein. Wegen der Subwoofer<br />

dürfen die Satelliten nämlich<br />

ruhig schrumpfen. Der Grund: <strong>Die</strong><br />

Tieftonarbeit erfordert große Chassis<br />

und mithin große Gehäuse, und diese<br />

Aufgabe übernimmt der Subwoofer.<br />

Satelliten der 1-Liter-Klasse reichen<br />

bei sorgfältiger Chassis-Wahl und<br />

Gehäuseabstimmung bis mindestens<br />

150 Hertz hinunter – und das mit angemessenem<br />

Pegel. Also muss der<br />

Subwoofer auch bis 150 Hertz hinauf-<br />

spielen können.<br />

Grundsätzlich gilt: Eine Subwoofer-<br />

Satelliten-Trennung sollte idealerweise<br />

bei 80 bis 100 Hertz liegen, so<br />

dass sich der Bass als eigenständige<br />

Schallquelle nicht orten lässt. Je höher<br />

der Subwoofer also spielen muss,<br />

desto wahrscheinlicher ist es, dass<br />

man seinen Standort ausmacht. <strong>Die</strong><br />

Klangortung wandert dann je nach<br />

Musikinhalt vom Satelliten zum Subwoofer.<br />

Solange der Bass im Frontbereich<br />

zwischen den Satelliten aufgestellt<br />

wird, ist dieses Thema untergeordneter<br />

Natur. Dann entsteht selbst bei<br />

einer Trennung von 150 Hertz der<br />

Eindruck, das Geschehen komme<br />

ausschließlich aus den Satelliten –<br />

und so muss es sein.<br />

Gute Kompromisse<br />

<strong>Die</strong> Boxen-Hersteller müssen also immer<br />

einen Kompromiss wählen: Zu<br />

kleine Satelliten intonieren nicht weit<br />

genug mit angemessenem Pegelpotenzial<br />

hinunter, zu große Satelliten<br />

straft der Kunde mit Nichtachtung.<br />

<strong>Die</strong> Erfahrung zeigt, dass eigentlich<br />

erst schuhkartongroße Satelliten sauber<br />

mit ordentlichem Pegel bis 80<br />

Hertz musizieren können und somit<br />

das optimale Format darstellen.<br />

In unserem Test haben wir es also<br />

mit Kompromisslösungen zu tun. Machen<br />

wir mal ein paar Größenvergleiche:<br />

<strong>Die</strong> mit knapp einem Liter<br />

Bruttovolumen kleinsten Satelliten<br />

kommen von Boston Acoustics, die<br />

mit 4,5 Liter größten von Quadral. ➜<br />

Kauftipp<br />

Canton Movie 160 € 720<br />

tonal weitestgehend ausgewogene<br />

Spielart, pegelfester Bass<br />

eingeschränkter Tiefgang vom<br />

Subwoofer<br />

gut 62 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

D ie US-Firma Boston Acoustics bietet<br />

mit dem SoundWare XS 5.1 SE<br />

das<br />

kleinste und preiswerteste 5.1-Set unter<br />

den Testteilnehmern. SE (Special Edition)<br />

bedeutet, dass die Gehäuse im Hochglanz-Finish<br />

ausgeliefert werden.<br />

Fünf identische Würfelchen mit einer<br />

Kantenlänge von weniger als 10 Zentimetern<br />

geben hier den Ton an. Es ist<br />

kaum zu glauben, dass die Entwickler es<br />

geschafft haben, hier zwei Chassis un-<br />

terzubringen. 64 Millimeter misst die Tiefton-Membran,<br />

13 Millimeter der Gewebe-<br />

Hochtöner. <strong>Die</strong> elektrische Trennung der<br />

beiden magnetisch abgeschirmten Treiber<br />

liegt bei etwa 5.000 Hertz. <strong>Die</strong> kaum ein<br />

Pfund schweren Würfelchen sind aus<br />

Kunststoff und nehmen ihren <strong>Die</strong>nst ab<br />

etwa 150 Hertz auf.<br />

Wo andere Hersteller lediglich ein<br />

Breitband-Chassis einsetzen würden, ist<br />

es für Boston Acoustics wichtig, die Vor-<br />

Das brandneue Movie 160 des Lautsprecherspezialisten<br />

aus Weilrod im<br />

Taunus ist das größte Set der Einsteigerserie.<br />

Canton setzt beim Center auf<br />

eine im Vergleich zu den Satelliten potentere<br />

Chassis-Bestückung. Hier werkeln<br />

zwei 90 Millimeter große Tieftöner.<br />

Der mittig platzierte Hochtöner arbeitet<br />

mit einer 15 Millimeter großen Aluminium-<br />

82


teile eines eigenen Hochtöners zu bieten:<br />

eine geringere Richtwirkung und feinere<br />

Hochton-Auflösung – zumindest in der<br />

Theorie. Eine weitere Besonderheit sind<br />

die flexiblen Montagemöglichkeiten: Mitgelieferte<br />

Halterungen inklusive Kugelgelenken<br />

erlauben eine Befestigung an<br />

der Wand und eine genaue Ausrichtung<br />

der Schallwandler. Dank der Polyeder-<br />

Form ist eine vielseitige Aufstellung möglich:<br />

So können die Satelliten, auf dem<br />

Sideboard stehend, entweder gerade<br />

nach vorne strahlen oder auch leicht nach<br />

oben geneigt.<br />

Flexible Platzierung<br />

Der Subwoofer ist eine Bassreflexbox, in<br />

der eine 20 Zentimeter große Membran<br />

ihren <strong>Die</strong>nst tut. Schöpfen darf der Bass<br />

aus 100 Watt Nennleistung der eingebauten<br />

Endstufe. Sowohl der Bassreflextunnel<br />

als auch die Membran strahlen in<br />

Richtung Fußboden. <strong>Die</strong> rückseitige Verstärkereinheit<br />

bietet nur die nötigsten<br />

Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten:<br />

einen Line-Eingang, zwei Regler für Pegel<br />

und Übergangsfrequenz sowie einen<br />

Phasenschalter.<br />

Im Hörtest fiel vor allem die homogene<br />

Wiedergabe rundum auf. Dank der fünf<br />

identischen Schallwandler war die Nachstellung<br />

der jeweiligen Akustik etwa in<br />

der Parkhausszene des Films The Dark<br />

Knight sehr realistisch. Auch bei Kameraschwenks<br />

blieb die Tonalität im Frontbereich<br />

dadurch konstant. Erstaunlich<br />

gut spielte auch der Subwoofer mit. Nur<br />

im Stereo-Modus fiel auf, dass der Grundtonbereich<br />

zurückgenommen klang und<br />

die Höhen ein wenig dominant. Unterm<br />

Strich muss man dem Set aber ein ordentliches<br />

Klangzeugnis ausstellen.<br />

Boston Acoustics<br />

SoundWare XS 5.1 Se € 500<br />

schöne räumliche Darstellung<br />

etwas wenig Grundtonbereich<br />

und leicht betonte Höhen<br />

befriedigend 58%<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Dank der Zubehörund<br />

Gewindevielfalt<br />

im Gehäuse bieten<br />

Bostons kleine Zauberwürfel<br />

mehrere<br />

Aufstell- und Montageoptionen.<br />

Aussparungen<br />

im Gehäuse<br />

machen die<br />

kleinen Klemmen<br />

gut zugänglich.<br />

Das Anschlussfeld<br />

des Boston-Basses<br />

ist auf das Nötigste<br />

reduziert. Pegel und<br />

Übergangsfrequenz<br />

lassen sich einstellen<br />

sowie die Phase<br />

schalten. Zugang<br />

findet man nur über<br />

einen Line-Eingang.<br />

Kalotte. Alle Schallwandler des Sets sind<br />

geschlossene Zwei-Wege-Lautsprecher.<br />

Auf eine Bassreflex-Abstimmung hat man<br />

bewusst verzichtet, weil die dafür notwendigen<br />

kleinen Bassreflexrohre eher<br />

zu störenden Nebengeräuschen führen<br />

könnten und den Frequenzbereich nur<br />

minimal nach unten erweitern würden.<br />

<strong>Die</strong> Gehäuse gibt es in Hochglanz-Weiß<br />

oder Schwarz.<br />

Bass ohne Reue<br />

Der Subwoofer ist ein sogenannter Bandpass-Subwoofer.<br />

Typisch für das Prinzip<br />

ist, dass man das Bass-Chassis nicht<br />

sieht, weil es im Inneren seinen <strong>Die</strong>nst<br />

tut. Es sitzt in einer Trennwand, die das<br />

Gehäuse in zwei Kammern aufteilt. <strong>Die</strong>se<br />

Aufteilung wirkt stabilisierend und verhindert<br />

Gehäuseresonanzen.<br />

Eine der Kammern ist über eine Rohrleitung<br />

mit der Außenwelt verbunden, die<br />

andere ist geschlossen. <strong>Die</strong> Vorteile dieser<br />

Konstruktion sind zum einen die<br />

Hubbegrenzung der Membran durch die<br />

geschlossene Kammer und zum anderen<br />

die bandbegrenzte Übertragungsfunktion<br />

über das zweite offene Gehäuseteil. Das<br />

erleichtert die Auslegung der Aktivweiche<br />

und schafft satte Basspegel ohne störende<br />

Nebengeräusche.<br />

Tatsächlich macht sich die Subwoofer-<br />

Auslegung bezahlt. Im Hörtest gab es<br />

trotz des mit 20 Zentimeter Durchmesser<br />

relativ kleinen Chassis keine Störgeräusche<br />

– selbst bei extremen Pegeln.<br />

Action-Spektakel à la The Dark Knight<br />

oder Passwort: Swordfish verdaute der<br />

Bass ohne Murren. Wirklichen Tiefgang<br />

kann man hier zwar nicht erwarten, aber<br />

eine beeindruckende Bassleistung.<br />

Auch der Übergang zu den Satelliten<br />

gelang weitgehend bruchlos. Der Center<br />

klang tonal kaum anders als die Satelliten,<br />

was auch der Darstellung der Raum-Atmosphäre<br />

gut tat. Hervorzuheben ist<br />

zudem die gute tonale Abstimmung der<br />

Satelliten, die vor allem im 2.1-Modus zum<br />

Tragen kommt. Neben der ELAC-Kombi<br />

spielt auch das Canton-Set in Stereo auf<br />

hohem Niveau – in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

sogar ganz oben.<br />

Neben Quadral hat<br />

auch Canton seinen<br />

Subwoofer mit<br />

Lautsprecher-Eingängen<br />

ausgestattet.<br />

Dafür fehlt ein<br />

Phasen-Schalter.<br />

Falls nötig, kann<br />

man aber über Verpolung<br />

der Satelliten<br />

den gleichen<br />

Effekt erreichen.<br />

<strong>Die</strong> Kabel an die<br />

Satelliten im Hochglanz-Finish<br />

anzuschließen<br />

ist etwas<br />

umständlich, aber<br />

zum Glück nur einmal<br />

zu erledigen.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

83


Ton | TesT: 5.1-LauTsprecher<br />

Aufstellungssache<br />

Obwohl allen Satelliten<br />

des Tests eine wandnahe<br />

Platzierung gut tut, die sie<br />

mit fülligem Klang belohnen,<br />

besteht natürlich auch<br />

die Möglichkeit, die Preziosen<br />

auf Ständer zu stellen.<br />

Sie danken es mit einer<br />

weitläufigeren Darstellung<br />

und einer deutlicheren<br />

Abbildung.<br />

<strong>Die</strong> Schallwandler von ELAC liegen<br />

am unteren und die von Canton am<br />

oberen Ende im Vergleich. Bei den<br />

Subwoofern gilt die gleiche Rangordnung:<br />

<strong>Die</strong> Volumina reichen von 33<br />

Litern bei Boston bis zu 50 Litern beim<br />

Bass von Quadral, die Bestückung der<br />

Subwoofer von 20-Zentimeter-Chassis<br />

bei Boston und Canton bis zu 25er-<br />

Treibern bei ELAC und Quadral.<br />

<strong>Die</strong>se Unterschiede spiegeln sich jedoch<br />

nicht zwingend im Preis wider.<br />

Obgleich ELACs Set kaum größer ist<br />

als das 500 Euro teure Boston, ist es<br />

mit 2.000 Euro die teuerste Beschallung<br />

im Test. Es sind also eher die<br />

technischen Details, die Materialwahl<br />

und die Gesamtqualität, die den Preis<br />

bestimmen. Jeder Hersteller hat zudem<br />

seine eigene Vorstellung, ob fünf<br />

identische Satelliten zum Einsatz<br />

kommen sollen oder vier gleiche und<br />

ein etwas potenterer Center.<br />

Beides hat Vor- und Nachteile: Fünf<br />

gleiche Schallwandler erzeugen eine<br />

homogene Rundumbeschallung, Sets<br />

mit eigens entwickeltem Center und<br />

zwei Tieftonmembranen anstatt nur<br />

einer klingen zumeist weniger homogen<br />

im Frontbereich, sind dafür aber<br />

pegelfester. Da die überwiegende Toninformation<br />

im <strong>Heimkino</strong>betrieb via<br />

Center abgestrahlt wird, ist dieses<br />

Konzept auch sinnvoll. Letzterem vertrauen<br />

Canton und Quadral, fünf<br />

identische Satelliten zeichnen dagegen<br />

die Sets von Boston und ELAC<br />

aus. Also viele Variablen, wenn man<br />

sich die Sets genauer anschaut.<br />

Quadral Chromium<br />

Style 5.0 / SuB 88 € 1.300<br />

guter Grundtonsektor, seidige<br />

Höhenwiedergabe, tief reichender<br />

Bass mit ordentlichem Pegelpotenzial<br />

Stimmen leicht mittenbetont<br />

gut 64 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

highlight<br />

Quadrals Subwoofer und die Satelliten<br />

sind die Sieger im Größenvergleich<br />

mit der Konkurrenz. Auch sie liegen im<br />

Trend: Das Chromium Style 5.0 ist wie<br />

die Mitstreiter mit einer Hochglanz-Oberfläche<br />

versehen. Das passt perfekt zu fast<br />

allen Flat-<strong>TVs</strong>. <strong>Die</strong> Satelliten sind eigenständige<br />

Regalboxen, obgleich für den<br />

<strong>Heimkino</strong>betrieb ein Subwoofer unabdingbar<br />

ist. <strong>Die</strong> 13 Zentimeter großen<br />

Tief-/Mitteltöner sind mit weichen Polypropylen-Membranen<br />

bestückt, die zu-<br />

Fazit<br />

Bei den Boxen ist die Welt noch in Ordnung.<br />

Das teuerste Set von ELAC spielt<br />

in der Summe ausgereifter als die Konkurrenz.<br />

Und das preiswerteste Set von<br />

Boston reicht qualitativ nicht ganz an<br />

die Mitstreiter heran. Doch wer berücksichtigt,<br />

welchen Gegenwert er für sein<br />

Geld erhält, kommt nicht umhin, dem<br />

Set von Boston und vor allem dem von<br />

Canton ein überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

zu<br />

bescheinigen. ■<br />

Michael Jansen,<br />

Boxen-SpezialiSt<br />

Mit dem 301.2 in Verbindung mit dem<br />

SUB 2030 wagt sich ELAC in ein<br />

Preissegment, das sicherlich nicht die<br />

hohen Stückzahlen bringt wie etwa die<br />

500-Euro-Preisklasse. Doch ELAC wäre<br />

nicht ELAC, wenn der Boxenspezialist<br />

nicht zeigen könnte, was der Stand der<br />

Dinge ist. Und das hat seinen Preis.<br />

Zum Set gehören fünf identische, knapp<br />

1,5 Liter große Satelliten; sie bilden die<br />

Voraussetzung für eine gute einheitliche<br />

Beschallung rundum. <strong>Die</strong> Kieler Entwickler<br />

haben den schicken Kubus mit einer<br />

87 mm x 108 mm großen Aluminium-Sandwich-Membran<br />

und einem Neodym-Magnetsystem<br />

ausgestattet. Vor dem Tief-/<br />

Mitteltöner wurde eine 20 mm kleine Seidengewebekalotte<br />

positioniert. Gegenüber<br />

der konventionellen Anordnung<br />

übereinander hat die fast koaxiale Positionierung<br />

den Vorteil, dass der Schall<br />

von tiefen und hohen Tönen quasi in<br />

einem Punkt entsteht und mithin ohne<br />

auffällige Interferenzen gleichförmig breit<br />

abstrahlt. Außerdem kann so die Größe<br />

des Tieftöners maximiert werden, was<br />

entscheidend zur Pegelfestigkeit im<br />

Grundtonbereich beiträgt.<br />

Das stabile Aluminiumgehäuse ist geschlossen<br />

und beherbergt einen elek-<br />

84


dem mit einer Titanbeschichtung versehen<br />

sind. Polypropylen hilft, die Membranresonanzen<br />

im Zaum zu halten, und gewährleistet<br />

eine breite Abstrahlung.<br />

Ab 3.400 Hertz schwingen 19­Millimeter­Hochtonkalotten<br />

mit Aluminium­Membranen<br />

in den Boxen. Eine Bassreflex­<br />

Abstimmung erweitert den Übertragungsbereich<br />

um ein paar Hertz nach unten.<br />

Dank ihrer Größe darf die Ankopplung an<br />

den Subwoofer schon ab 100 Hertz vorgenommen<br />

werden. Der Center ist als<br />

Drei­Wege­Lautsprecher aufgebaut, so<br />

dass nur einer der beiden Tief­/Mitteltöner<br />

bis 3.400 Hertz spielt und sich damit<br />

die Bündelung in der horizontalen Ebene<br />

in Grenzen halten soll.<br />

Im SUB 88 schwingt ein 25 Zentimeter<br />

großer Treiber mit gewebebeschichteter<br />

Papiermembran. Angetrieben wird das<br />

Chassis von einer 150 Watt starken Endstufe.<br />

<strong>Die</strong> obligatorische Bassreflex­Öffnung<br />

liegt beim SUB 88 auf der Vorderseite,<br />

während die Membran nach unten<br />

abstrahlt. Anschussseitig überzeugt der<br />

Quadral­Bass durch eine umfangreiche<br />

Ausstattung.<br />

Mehr Membranfläche<br />

Im Hörtest machte sich das Mehr an<br />

Membranfläche und Volumen der Satelliten<br />

im Vergleich zur Konkurrenz bemerkbar.<br />

Sie spielten noch eine Spur kräftiger<br />

im Grundtonbereich, was bei Stimmen<br />

das richtige Maß an Brustton vermittelt.<br />

Zwar haben Stimmen einen leicht mittenbetonten<br />

Charakter, dafür beeindruckt<br />

der seidige Hochtonbereich. Hier zischelt<br />

nichts oder wirkt aufgesetzt; die Obertöne<br />

etwa eines Saxofons stehen immer im<br />

richtigen Verhältnis zu den Grundtönen.<br />

Im <strong>Heimkino</strong>betrieb, also mit einer Beteiligung<br />

aller Schallwandler des Sets, beeindruckt<br />

vor allem die dynamische, spektakuläre<br />

Wiedergabe. Das Tiefbass potenzial<br />

ist besser als bei der Konkurrenz.<br />

Insgesamt reicht die Quadral­Kombi qualitativ<br />

jedoch nicht ans ELAC­Set heran.<br />

Gut zugängliche,<br />

massive Schraubklemmen<br />

erlauben<br />

es, auch Bananenstecker<br />

zu verwenden,<br />

und bieten<br />

<strong>besten</strong> elektrischen<br />

Kontakt.<br />

Quadrals Bass ist<br />

mit allem ausgestattet,<br />

was man<br />

braucht. Neben<br />

Line-Eingängen gibt<br />

es Lautsprecher-<br />

Ein- und Ausgänge.<br />

trischen Hochpass zur sauberen Ankopplung<br />

an einen passenden Subwoofer.<br />

Wandhalterungen sind im Lieferumfang<br />

enthalten, Desktop­ und Lautsprecherständer<br />

dagegen optional erhältlich.<br />

Tiefbass extrem<br />

ELACs SUB 2030 ist der zweitkleinste<br />

Subwoofer aus dem Bass­Sortiment. Es<br />

werkelt aber immerhin ein 25 Zentimeter<br />

großes Chassis in dem würfelförmigen,<br />

„geschlossenen“ Gehäuse. Während andere<br />

Hersteller dank Bassreflex­Abstimmung<br />

auch noch die letzten paar Hertz<br />

aus den Bassisten „herauskitzeln“ möchten,<br />

legt ELAC mehr Wert auf einen sauberen<br />

Tiefbass. In Verbindung mit der<br />

eigenen Limiterschaltung zaubert ELAC<br />

so satte Bässe ohne hörbare Verzerrungen<br />

aus dem kleinen Subwoofer. 300<br />

Watt stehen dem Chassis zur Verfügung,<br />

um selbst in tiefsten Frequenzregionen<br />

für einen angemessenen Schalldruck<br />

zu sorgen.<br />

Vom ersten Takt an überzeugte das<br />

Kieler Edel­Set in nahezu allen Disziplinen.<br />

Eine wandnahe Aufstellung würdigt die<br />

Satelliten mit mehr Grundtonfülle, die das<br />

Set noch erwachsener klingen lassen.<br />

So positioniert, beeindruckte ELACs<br />

System von der untersten bis zur obersten<br />

Oktave des Hörbereichs. Tonal war also<br />

alles im Lot.<br />

Klasse war die weitläufige, von den<br />

Schallquellen losgelöste Darstellung etwa<br />

eines Orchesters selbst im Stereo­<br />

Modus. Patricia Barbers Stimme klang<br />

offen und der Bass Ton für Ton sauber.<br />

Im Mehrkanalbetrieb und bei Explosionen<br />

wie im Film Passwort: Swordfish<br />

imponierten die dynamischen Fähigkeiten<br />

und auch die authentische Reproduktion<br />

der jeweiligen Akustik. Der Tiefgang war<br />

mit 22 Hertz untere Grenzfrequenz Bestleistung.<br />

Alles in allem ein vorzügliches<br />

Hörvergnügen – aber kein billiges.<br />

Elac 301.2 / Sub 2030 € 2.000<br />

recht neutrale und vor allem<br />

dynamische Spielweise, extremer<br />

Tiefgang bei gutem Pegelpotenzial<br />

begrenzter Maximalpegel<br />

gut 67 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Als einziger Kandidat<br />

im Test erlaubt<br />

der ELAC SUB 2030,<br />

die Phase stufenlos<br />

an die Satelliten anzupassen.<br />

Zudem<br />

ist der Bass-Würfel<br />

Wireless-ready – er<br />

kann also optional<br />

auch drahtlos das<br />

Musiksignal entgegennehmen.<br />

<strong>Die</strong> kleinen, <strong>besten</strong>s<br />

verarbeiteten Aluminiumgehäuse<br />

haben<br />

ihren Preis. Gute<br />

Schraubklemmen<br />

sind hier obligatorisch.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

85


Ton | TesT: 5.1-LauTsprecher<br />

Spielpartner<br />

Alle Sets harmonieren<br />

schon gut mit AV-Receivern<br />

der Mittelklasse. <strong>Die</strong> Impedanzminima<br />

von mindestens<br />

3,4 Ohm sollten für<br />

die Verstärkereinheiten<br />

keine besondere Schwierigkeit<br />

darstellen. Allerdings<br />

dürfen es schon 50<br />

Watt Nennleistung sein,<br />

um die recht wirkungsgradschwachen<br />

Böxchen auf<br />

Trab zu halten.<br />

daten & Messwerte<br />

Hersteller Boston Acoustics Canton ELAC Quadral<br />

Modell SoundWare XS 5.1 SE Movie 160 301.2 / SUB 2030 Chromium Style 5.0 / SUB 88<br />

Preis in Euro 500 720 2.000 1.300<br />

Internet: www. bostona.eu canton.de elac.de quadral.com<br />

daten & faKten<br />

Front (B x H x T) / Gewicht 8,7 x 9,4 x 11,3 cm / 0,45 kg 11 x 16 x 11 cm / 1,2 kg 9,1 x 12,1 x 13,6 cm / 1,5 kg 13,3 x 20 x 16,9 cm / 2,4 kg<br />

Center (B x H x T) / Gewicht 8,7 x 9,4 x 11,3 cm / 0,45 kg 29 x 11 x 11 cm / 2,2 kg 9,1 x 12,1 x 13,6 cm / 1,5 kg 34 x 13,3 x 16,9 cm / 3,8 kg<br />

Rear (B x H x T) / Gewicht 8,7 x 9,4 x 11,3 cm / 0,45 kg 11 x 16 x 11 cm / 1,2 kg 9,1 x 12,1 x 13,6 cm / 1,5 kg 13,3 x 20 x 16,9 cm / 2,4 kg<br />

Subwoofer (B x H x T) / Gewicht 28,4 x 37,7 x 31 cm / 9 kg 24 x 41 x 42 cm / 13,5 kg 30 x 35,6 x 31,5 cm / 14 kg 31,9 x 39,5 x 40 cm / 14,8 kg<br />

Oberflächen Lack Lack Lack Lack<br />

Farben Schwarz, Weiß Schwarz, Weiß Schwarz, Weiß, Silber Schwarz, Weiß<br />

Besonderheiten – – Wireless Dongle optional –<br />

techniK front // center // rear<br />

Bauart Sub/Sat-Set Sub/Sat-Set Sub/Sat-Set Sub/Sat-Set<br />

Anzahl Wege 2 // 2 // 2 2 // 2 // 2 2 // 2 // 2 2 // 3 // 2<br />

Magnetisch geschirmt • // • // • • // • // • • // • // • • // • // •<br />

Besonderheiten Wandhalterung mit Kugelgelenk Wandhalterung Wandhalterung –<br />

techniK subwoofer<br />

Arbeitsprinzip Bassreflex Bandpass geschlossen Bassreflex<br />

Phase variabel / Schaltbar – / • – / – • / – – / •<br />

Hochpegeleingang / -ausgang –/ – • / – – / – • / •<br />

Raumanpassung – – – –<br />

Fernbedienung Sub – – – –<br />

Messwerte<br />

Maximalpegel Front/Center/Rear/Sub 87,5 / 87,5 / 87,5 / 107 dB 93 / 92 / 93 / 107 dB 94,5 / 94,5 / 94,5 / 102 dB 100 / 101 / 100 / 107 dB<br />

Impedanz Front (min. / Durchschnitt) 4,5 / 4,0 Ohm 4,2 / 4 Ohm 3,4 / 4 Ohm 3,5 / 4 Ohm<br />

• = ja // – = nein<br />

testergebnisse<br />

Klangqualität max. 900 Punkte befriedigend 59% 527 gut 62% 557 gut 66% 594 gut 64% 575<br />

Natürlichkeit (100) befriedigend 50 befriedigend 55 gut 60 gut 63<br />

Auflösungsvermögen (100) befriedigend 50 befriedigend 57 gut 61 befriedigend 58<br />

Sprachverständlichkeit (100) befriedigend 53 gut 60 gut 64 gut 62<br />

Räumliche Abbildung (100) gut 68 gut 67 gut 70 gut 67<br />

Spielfreude (100) befriedigend 55 gut 66 gut 67 gut 65<br />

Basspräzision (100) gut 62 gut 64 gut 68 gut 66<br />

Tiefgang (100) gut 62 gut 61 gut 66 gut 64<br />

Pegelfestigkeit (100) gut 60 gut 62 gut 63 gut 65<br />

Set-Harmonie (100) gut 67 gut 65 sehr gut 75 gut 65<br />

ausstattung max. 80 Punkte befriedigend 44% 35 befriedigend 46% 37 befriedigend 53% 42 befriedigend55% 44<br />

Verarbeitung max. 240 Punkte gut 63% 150 gut 69% 165 sehr gut 75% 180 gut 69% 165<br />

Anmutung (120) gut 75 gut 85 sehr gut 90 gut 85<br />

Material (120) gut 75 gut 80 sehr gut 90 gut 80<br />

testurteil max. 1220 Punkte befriedigend 58% 712 gut 62% 759 gut 67% 816 gut 64% 784<br />

Preis / leistung überragend überragend sehr gut sehr gut<br />

Aus dem Messlabor<br />

1 Bostons kleine Würfel zeigen, „auf<br />

Achse“ gemessen, einen welligen Frequenzverlauf.<br />

Der Subwoofer schafft dafür<br />

satte 107 dB.<br />

2 Mit einem recht ausgewogenen Frequenzverlauf<br />

und gutem Basspegel spielte<br />

sich das Canton-Set weit nach oben.<br />

3 Bis auf eine leichte Mittenbetonung<br />

gibt es am Quadral-Set nichts auszusetzen.<br />

Der Subwoofer spielt bis 30 Hertz<br />

hinunter.<br />

4 Tiefgang pur und eine klasse dynamische<br />

Spielart sind die Charakteristika<br />

des Edel-Sets von ELAC. Der Frequenzgang<br />

offenbart eine leichte Welligkeit.<br />

1<br />

3<br />

2<br />

4<br />

86


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Technik. Trends. Entertainment.


Ton | HigH End: LoEwE-LauTsprEcHEr<br />

Autor: Michael Jansen // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller<br />

Bauhaus-<br />

Design<br />

Loewe kann flach, elegant und zeitlos – nicht<br />

nur die Fernseher sind eine augenweide, die<br />

Top-Lautsprecher der Kronacher sind ebenso<br />

sehens- und vor allem hörenswert.<br />

loewe<br />

IndIvIduAl-Set € 8.170<br />

fantastische Abbildungspräzision<br />

nicht ganz ausgewogene Tonalität<br />

und etwas eingeschränkte Pegelfestigkeit<br />

sehr gut 87 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

88


Kein Mittelmaß – das ist Loewes Devise. Das gilt<br />

nicht nur für die extrem schicken Flachbild-Fernseher<br />

an der Wand, sondern auch für die Top-<br />

Lautsprecher aus dem Fränkischen. Vier Individual<br />

Stand Speaker SL, ein Center-Speaker I Compose<br />

und ein Individual Subwoofer Highline gehören zum Top-<br />

Set der Kronacher. So ungewöhnlich flach die Stand-Speaker<br />

sind, so ungewöhnlich funktionieren sie auch. Es sind<br />

sogenannte elektrostatische Lautsprecher. Eine hauchdünne<br />

Kunststofffolie agiert hier zwischen zwei Gittern<br />

als Membran und wird im elektrostatischen Kraftfeld<br />

vor- und zurückbewegt.<br />

Bei Loewe passt das extrem flache Wandlerkonzept<br />

perfekt zu den Flat-<strong>TVs</strong>. Das Design ist avantgardistisch<br />

und die Funktionsweise extrem exklusiv. So sollte Loewes<br />

Top-Ton zum Top-Bild werden.<br />

Eine weitere Besonderheit neben dem elektrostatischen<br />

Antrieb ist die hauchdünne, immerhin etwa 1.700 Quadratzentimeter<br />

große Breitbandmembran. Sie ist ungefähr<br />

doppelt so groß wie die Fläche zweier 38er-Bass-Chassis.<br />

Unmittelbar, punktgenau und homogen sind drei der<br />

auffälligsten Merkmale dieser Wandlergattung. Eine<br />

starke vertikale und eine leichte horizontale Bündelung<br />

der Breitbandmembran sorgen in Verbindung mit der Dipolcharakteristik<br />

im Wohnraum dafür, dass der Primärschall<br />

nahezu unverfälscht – also ohne etwaige störende<br />

frühe Reflexionen – den Hörplatz erreicht. Erst ein paar<br />

Millisekunden später treffen Sekundärschallanteile – also<br />

Reflexionen – am Hörplatz ein, die aber den für die präzise<br />

Ortung verantwortlichen Primärschall nicht „verschmieren“.<br />

Um die Richtwirkung in der horizontalen Ebene zu mindern,<br />

haben die Loewe-Entwickler die Membran längs in<br />

zwei Streifen geteilt: Ein schmaler Streifen sorgt auch in<br />

den Höhen für eine angemessen breite Abstrahlung, während<br />

der breitere Streifen sich mehr um die Mitten kümmert.<br />

Im Wesentlichen ist es diese besondere Richtcharakteristik,<br />

die den so typischen Elektrostatenklang ausmacht.<br />

Der Dipol und seine Tücken<br />

Das Prinzip hat aber auch seine Tücken. Der Dipol-Charakter,<br />

also die Schallabstrahlung nach vorne und nach hinten,<br />

bedingt einen sogenannten akustischen Kurzschluss.<br />

Das heißt, ab einer bestimmten Frequenz nach unten – die<br />

von den Membrandimensionen abhängt – wird der Schall<br />

zwischen Vorder- und Rückseite ausgelöscht. Tiefe Frequenzen<br />

lassen sich somit nicht sehr wirkungsvoll übertragen.<br />

Zudem ist der Membranhub prinzipbedingt stark<br />

limitiert, was ebenso gegen eine hubintensive Tieftonarbeit<br />

spricht.<br />

Lediglich türgroße Elektrostaten können als Vollbereichs-Schallwandler<br />

genutzt werden, Loewes eher zierliche<br />

Stand-Speaker benötigen dagegen Unterstützung in<br />

den Bassregionen. Daher setzen die Toningenieure aus<br />

Kronach den Subwoofer Highline unterhalb etwa 150 ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

89


Ton | HigH End: LoEwE-LauTsprEcHEr<br />

Gehäuse<br />

Statorengitter<br />

Mylarfolie<br />

Der elektrostatische<br />

Lautsprecher<br />

So aufwendig Elektrostaten in der Fertigung<br />

sind, so einfach ist ihr prinzipieller Aufbau.<br />

Schallwandlung pur könnte man sagen. Eine<br />

nur zehn Tausendstel Millimeter starke Mylarfolie<br />

– ungefähr ein Sechstel so dick wie ein<br />

menschliches Haar – ist in geringem Abstand<br />

zwischen zwei Statorengittern gespannt. Angetrieben<br />

wird die hauchdünne Folie durch das<br />

elektrostatische Kraftfeld, das von den Statoren<br />

auf die mit elektrischer Ladung versehene<br />

Membran wirkt. Das Musiksignal liegt beim<br />

Elektrostaten – auf mehrere Tausend Volt hochgespannt<br />

– an den Statoren an, so dass die<br />

Folie quasi zum Spielball der Kräfte wird und<br />

sich im Musiktakt vor- und zurückbewegt.<br />

Aufgrund des symmetrischen Antriebs –<br />

auch „Push-Pull“ genannt – sind die Verzerrungen<br />

der Elektrostaten sehr niedrig. Von der<br />

kniffligen Handarbeit für die Rahmenkonstruktion<br />

und vom Spannen der Folien abgesehen,<br />

liegt die Kunst, gute Elektrostaten zu bauen,<br />

darin, gute Übertrager für das hochzuspannende<br />

Musiksignal zu wickeln.<br />

Hertz ein. Der Tiefton-Kubus werkelt mit einer etwa 25<br />

Zentimeter gro ßen Membran sowie zwei passiven Membranen,<br />

die die Funktion eines Bassreflexkanals übernehmen.<br />

Da ein Chassis in Richtung Fußboden strahlt und<br />

ein zweites seitlich durch ein feines Gitter verdeckt ist<br />

und da das Anschlussfeld auf der Rückseite eine Abdeckung<br />

besitzt, gibt es nichts, was die makellose Optik stören<br />

könnte. Man könnte diese Optik als Bauhaus-Design<br />

bezeichnen.<br />

Neben der Tieftonarbeit übernimmt der Loewe-Bass<br />

noch weitere Aufgaben. Er beherbergt insgesamt sechs<br />

Endstufen à 100 Watt in Class-D, bedient also alle sechs<br />

Lautsprecher des Sets mit dem verstärkten Musiksignal.<br />

Soll das Set nicht in eine Loewe-Kette integriert, sondern<br />

mit anderer Elektronik in Betrieb genommen werden, so<br />

steht ein 5.1-Eingang zur Verfügung, der das Musiksignal<br />

von AV-Receivern entgegennimmt.<br />

Loewes Center-Speaker I Compose ist konventionell<br />

aufgebaut. Das heißt: Hier kommen dynamische Chassis<br />

zum Einsatz. Zwei 80 Millimeter große Tieftöner sowie<br />

zwei ebenso große Mitteltöner und eine Hochtonkalotte<br />

geben den Ton an. Eine Bassreflex-Öffnung verschafft dem<br />

Center-Speaker eine untere Grenzfrequenz von etwa 75<br />

Hertz. Es gibt den Center sowohl mit Wall Mount als auch<br />

mit Table Stand (optional), also für jede Aufstellungssituation<br />

das passende Zubehör.<br />

Individual Design<br />

In puncto Design hat der Kunde die Qual der Wahl. Nicht<br />

umsonst heißt die Serie Individual: Von Ebenholz bis<br />

Chrom gerippt gibt es serienmäßig sieben unterschiedliche<br />

Design-Varianten. Sonderwünsche werden auf Anfrage<br />

aber ebenso erfüllt. So lässt sich das Loewe-Set <strong>besten</strong>s in<br />

das vohandene Ambiente integrieren.<br />

Vor dem Hörtest mussten zunächst alle vier Elektrostaten<br />

ans Netz. <strong>Die</strong> mitgelieferten Steckernetzteile sind<br />

mit ausreichend langem Kabel versehen, so dass eine<br />

Steckdose immer erreichbar sein sollte. Typisch Loewe:<br />

<strong>Die</strong> Technik soll so wenig wie möglich sichtbar sein. Also<br />

werden das Kabel für die Stromversorgung der Folie und<br />

das Lautsprecherkabel von unten im Lautsprecherfuß<br />

eingesteckt. Das meiste Gewicht der Stand-Speaker SL<br />

steckt im Fuß und sorgt somit für die nötige Standfestigkeit.<br />

<strong>Die</strong> nötigen Einstellungen wie Übergangsfrequenz<br />

und Pegelverhältnis von Bass zu Satelliten werden am<br />

Subwoofer vorgenommen.<br />

Ein zusätzlicher Regler erlaubt, den Bassbereich unterhalb<br />

50 Hertz um plus/minus drei Dezibel anzuheben oder<br />

abzusenken. Das ist sinnvoll, weil – allein abhängig von der<br />

Positionierung im Raum – der Tieftonbereich sehr unterschiedlich<br />

betont sein kann. Eine Eckaufstellung des Subwoofers<br />

erfordert etwa eine Pegelabsenkung, eine wandferne<br />

Positionierung eine Anhebung.<br />

90


Der Individual Subwoofer<br />

Highline als flacher<br />

Kubus nutzt das Downfire-Prinzip<br />

in Verbindung<br />

mit zwei Passivmembranen.<br />

Eine der<br />

drei Membranen strahlt<br />

in Richtung Fußboden.<br />

Elegante Aluminium-<br />

Kufen schaffen die<br />

nötige Bodenfreiheit.<br />

Der Bass-Kubus beherbergt<br />

auch die passenden<br />

Endstufen für<br />

die fünf Satelliten. Ein<br />

5.1-Eingang liefert die<br />

Musiksignale für alle Kanäle.<br />

Verwendet man einen<br />

Loewe-TV, so kann<br />

die hauseigene-Schnittstelle<br />

genutzt werden.<br />

Neben einem 12-Volt-<br />

Eingang, dessen Signal<br />

auf Hochspannung gebracht<br />

an der Folie anliegt,<br />

gibt es zudem den<br />

Eingang für das Musiksignal.<br />

Auch das wird<br />

hochgespannt. Hierfür<br />

ist ein sogenannter<br />

Übertrager – eine Art<br />

Transformator – verantwortlich.<br />

Auch die Aufstellung der Elektrostaten sollte mit Bedacht<br />

gewählt werden. Durch die starke Bündelung des<br />

Klangs empfiehlt sich eine direkt Ausrichtung zum Hörplatz.<br />

Man beachte: Es gibt einen linken und einen rechten<br />

Stand-Speaker SL, weil die Segmentierung der Membran<br />

eine bevorzugte Abstrahlrichtung mit sich bringt.<br />

Dank des Dipolcharakters dürfen die Stand-Speaker SL<br />

bei Bedarf relativ nahe an der Seitenwand stehen, weil sie<br />

seitlich fast keinen Schall abstrahlen und mithin auch keine<br />

störenden frühen Reflexionen. <strong>Die</strong> relativ starke Bündelung<br />

hat gerade für moderne Wohnräume mit wenig<br />

absobierenden Materialien Vorteile. Selbst eine entfernte<br />

Aufstellung zum Hörplatz garantiert, dass der Primärschall<br />

ohne störende Überlagerungen der Reflexionen den<br />

Hörer erreicht und so die Abbildung klar umrissen bleibt.<br />

Auf den Punkt<br />

Und genau das ist es, was im Hörtest zuerst auffällt. Das<br />

Musikgeschehen wird „auf den Punkt“ abgebildet. Solostimmen,<br />

die üblicherweise genau mittig abgemischt werden,<br />

sind über die Stand-Speaker SL auch genau mittig<br />

platziert. <strong>Die</strong> Abbildungsqualität ist sensationell: Jedes<br />

Detail inklusive der Mundbewegungen etwa der Sängerin<br />

Carol Kidd lässt sich orten. <strong>Die</strong> Feinauflösung gehört zum<br />

Besten, was es gibt. Das feine Zischeln eines Besens auf<br />

dem Becken oder das Gleiten der Finger auf den Bass- ➜<br />

dAten & messwerte<br />

Hersteller<br />

Loewe<br />

Modell<br />

Individual Stand-Speaker<br />

SL, Center-Speaker I Compose,<br />

Subwoofer Highline<br />

Preis<br />

8.170 Euro<br />

Internet<br />

www.loewe.de<br />

dAten & FAkten<br />

Front (B x H x T) / Gewicht<br />

19,5 x 112,5 x 1,9 cm / 10 kg<br />

Center (B x H x T) / Gewicht 82,2 x 9,0 x 10,3 cm / 6,8 kg<br />

Rear (B x H x T) / Gewicht<br />

19,5 x 112,5 x 1,9 cm / 10 kg<br />

Subwoofer (B x H x T) / Gewicht 43,0 x 34,5 x 43,0 cm / 24 kg<br />

Oberflächen<br />

Lack, Aluminium, Chrom, Furnier<br />

Eiche und Ebenholz<br />

Farben<br />

Schwarz, Aluminium, Chrom<br />

Besonderheiten<br />

weitere Farbwünsche auf<br />

Anfrage; Subwoofer mit fünf<br />

eingebauten Endstufen und<br />

5.1-Eingang<br />

technik Front // center // reAr<br />

Bauart<br />

Sub/Sat-Set<br />

Anzahl Wege 1 // 3 // 1<br />

Magnetisch geschirmt<br />

• // • // •<br />

Besonderheiten<br />

Front/Rear: Elektrostaten<br />

technik subwooFer<br />

Arbeitsprinzip<br />

Bassreflex mit Passivmembranen<br />

Phase variabel / schaltbar<br />

– / •<br />

Hochpegeleingang / -ausgang – / –<br />

Raumanpassung<br />

•<br />

Fernbedienung Sub –<br />

messwerte<br />

Maximalpegel Front/Center/Rear/Sub 97 / 97 / 97 / 101 dB<br />

Impedanz Front (min./Durchschnitt) 3,9 / 4 Ohm<br />

• = ja // – = nein<br />

testergebnis surround<br />

klAngquAlität max. 900 Punkte sehr gut 84% 755<br />

Natürlichkeit (100) sehr gut 85<br />

Auflösungsvermögen (100) überragend 95<br />

Sprachverständlichkeit (100) sehr gut 85<br />

Räumliche Abbildung (100) überragend 90<br />

Spielfreude (100) sehr gut 85<br />

Basspräzision (100) sehr gut 75<br />

Tiefgang (100) sehr gut 75<br />

Pegelfestigkeit (100) sehr gut 80<br />

Set-Harmonie (100) sehr gut 85<br />

AusstAttung max. 80 Punkte überrAgend 94% 75<br />

VerArbeitung max. 240 Punkte überrAgend 96% 230<br />

Anmutung (120) überragend 115<br />

Material (120) überragend 115<br />

testurteil max. 1220 Punkte sehr gut 87% 1060<br />

Preis / leistung<br />

gut<br />

testergebnis stereo zu tVs<br />

klAngquAlität max. 700 Punkte sehr gut 82% 575<br />

AusstAttung max. 70 Punkte überrAgend 93% 65<br />

VerArbeitung max. 240 Punkte überrAgend 96% 230<br />

testurteil max. 1010 Punkte sehr gut 86% 870<br />

Preis / leistung<br />

gut<br />

Aus dem messlAbor<br />

Für tonale Ausgewogenheit<br />

müssen großflächige<br />

Breitband-<br />

Lautsprecher wie Elektrostaten<br />

genau auf<br />

Subwoofer<br />

fmin/f80<br />

EQ +3dB<br />

Subwoofer fmax<br />

EQ -3dB<br />

den Hörplatz ausgerichtet<br />

werden. Mit 97<br />

dB Maximalpegel können<br />

die Stand-Speaker SL ordentliche Lautstärken erzeugen.<br />

Der Subwoofer schafft 101 dB und reicht bis unter 40 Hz.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

91


Ton | HigH End: LoEwE-LauTsprEcHEr<br />

In Bild und Ton<br />

loewe IndIvIduaL 46 3d € 5.400<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: befriedigend<br />

loewe BLuTech vIsIon 3d € 900<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: befriedigend<br />

In Video-HomeVision 7/11 sorgte schon Loewes Individual<br />

46 Compose 3D für Aufsehen (ab Seite 92). Der 46-Zoll-<br />

LCD mit angedockter Tonzeile und dem Blu-ray-Player Blu-<br />

Tech Vision 3D als Zuspieler überzeugte mit bestem Bild<br />

und – im Vergleich zu den meisten Mitstreitern – mit gutem<br />

Ton. Der Fernseher mit Doppel-Tuner und Timeshift-Funktion,<br />

der eine Aufnahme via Netzwerk auch an andere Loewe-<strong>TVs</strong><br />

weiterreicht, ist in Sachen Komfort unerreicht.<br />

Vor dem Kauf einer Loewe-Kette kann der Kunde selbst<br />

entscheiden, ob er den Klangbalken unter dem Fernseher<br />

als Center nutzen oder eben das Maximalpaket mit dem<br />

Center-Speaker I Compose erwerben möchte. Dank perfekter<br />

Vernetzung der Geräte untereinander lässt sich die<br />

individuelle Geräte-Komposition dann im Fernseher-Menü<br />

auswählen.<br />

In Verbindung mit dem Edel-5.1-Set aus diesem Test mit<br />

vier Elektrostaten im Paket bekommt der anspruchsvolle<br />

Loewe-Kunde eine audiovisuelle Vorstellung geboten, die<br />

keine Wünsche offenlässt.<br />

saiten – alles wirkt authentisch und nicht künstlich durch<br />

eine Präsenzbetonung aufgepeppt.<br />

<strong>Die</strong> Kehrseite der Medaille: Eine tonal leicht mittenbetonte<br />

Abstimmung trübt den Genuss ein wenig. Stimmen<br />

bekommen so eine leichte Färbung mit auf den Weg. Zwar<br />

sind damit auch feinste Nuancen hörbar, doch sind die<br />

Stimmen von Patricia Barber oder Diana Krall auch etwas<br />

vordergründig. <strong>Die</strong> Tiefenstaffelung ist ebenfalls exzellent.<br />

Man kann selbst einzelne Chorstimmen gut differenzieren<br />

und die Raumdimensionen einer Live-Einspielung<br />

<strong>besten</strong>s abschätzen.<br />

Fühlt man dem Set jedoch mal im Stereo-Modus auf<br />

den Zahn, lässt also schwere Kost wie etwa den E-Bass<br />

von Peter Weniger auf das Set los, so bekommt man auch<br />

die Grenzen zu spüren. Der Subwoofer wirkt dann weniger<br />

differenziert und die Membranen der Elektrostaten finden<br />

auch ihren maximalen Hub. Zugegebenermaßen ist diese<br />

Aufnahme ein Extrem in Sachen Tiefendruck und Belastbarkeit<br />

der mitspielenden Komponenten.<br />

Bei Wenigers Half-Life beeindruckt aber nicht nur der<br />

E-Bass, sondern auch die klaren Aufnahmen der Perkussion<br />

und des Saxofons. Mit Bravour können die Loewe-<br />

Folien die ganz eigenen akustischen Fingerabdrücke dieser<br />

Instrumente wiedergeben. Mit welcher Leichtigkeit sie<br />

das machen, ist schon beeindruckend.<br />

<strong>Die</strong>se Auflösung auch feinster Details lässt das Set so<br />

mühelos wirken. Im Surround-Modus fasziniert vor allem<br />

die authentische Klangkulisse rundum. Gerade die offensichtlich<br />

nebensächlichen Geräusche vermitteln mehr als<br />

alles andere den Eindruck, in das Geschehen mit hineingezogen<br />

zu werden. Ein Beispiel ist die Parkhaus-Szene in<br />

The Dark Knight: Der hallige Charakter wird sehr realistisch<br />

wiedergegeben. Der Center fügt sich gut in das Ganze<br />

ein, obwohl er seinen eigenen Klangcharakter hat.<br />

In Sachen Maximalpegel spielt das Set dank sechs beteiligter<br />

Schallquellen – im Gegensatz zum 2.1-Modus –<br />

auf hohem Niveau. Mehr braucht man eigentlich nicht,<br />

selbst wenn Action-Spektakel im heimischen Wohnzimmer<br />

gezeigt werden sollen.<br />

Fazit<br />

Loewe-Komponenten waren schon immer „Must Haves“. Das<br />

eigentlich Faszinierende an Loewe ist, dass zwar die perfekte<br />

Optik klar im Vordergrund steht, doch auch die Technik<br />

kann mithalten. Dem Set mit Elektrostaten rundum gelingt<br />

die Abbildungspräzision in Stereo oder eine authentische<br />

<strong>Heimkino</strong>-Atmosphäre unvergleichlich gut. Da kann man<br />

auch gerne über leichte tonale Schwächen und reduzierten<br />

Maximalpegel hinweghören. Der einzige<br />

Wermutstropfen ist der Preis. ■<br />

Michael Jansen,<br />

LauTsprecher-Fachmann<br />

92


Slimmer<br />

geht nicht<br />

1 2<br />

Neben den getesteten Elektrostaten bietet Loewe für seine Individual-<br />

Flat-<strong>TVs</strong> noch eine Reihe anderer Slim Line-Lautsprecher an. <strong>Die</strong>se<br />

vertrauen auf konventionelle Chassis, sind aber ebenfalls extrem<br />

kompakt ausgelegt. <strong>Die</strong> zierlichen Universal und die Satellite Speaker<br />

lassen sich auf filigranen Stativen betreiben oder an Wand und Decke aufhängen.<br />

Dazu offeriert Loewe noch einen schlanken Center-Speaker, der sich wie<br />

der Stereo-Speaker direkt unter dem Individual-Fernseher mon tieren lässt.<br />

Dazu gesellt sich eine Palette unterschiedlicher Subwoofer.<br />

Das wirkt wie aus einem Guss und liefert perfekte Ergebnisse. Ähnlich wie<br />

bei den Elektrostaten setzen die Kronacher nicht nur auf Design, sondern auf<br />

Lösungen aus dem High-End-Audio-Bereich. <strong>Die</strong> Universal- und Center-Speaker<br />

arbeiten nach dem D‘Appolito-Prinzip, das nach seinem amerikanischen<br />

Schöpfer benannt wurde und für optimale punktförmige Schallabstrahlung<br />

sorgt. Loewe liefert also zum Individual-TV auch maßgeschneiderten Sound.<br />

(1) <strong>Die</strong> winzigen<br />

Breitband-Lautsprecher<br />

namens Satellite<br />

Speaker lassen<br />

sich in den Hauptund<br />

den Rear-Kanälen<br />

einsetzen.<br />

(2) <strong>Die</strong> Individual<br />

Stand Speaker eignen<br />

sich als Alternative<br />

zu den Elektrostaten.<br />

Mix it, Baby!<br />

Konfiguratoren dieser Art gab es bislang nur in der Autobranche.<br />

Mit dem ebenso praktischen wie anschaulichen Online-<br />

Tool können sich Interessenten ihren Individual-Fernseher samt<br />

Sound-System zusammenstellen. Wer die Anzahl der Kanäle<br />

gewählt hat, kann auf www.loewe.de für die einzelnen Lautsprecher-Positionen<br />

ruckzuck den Boxentyp ändern. Sogar<br />

unterschiedliche Farbvarianten lassen sich anzeigen. Somit<br />

erleichtert Loewe die Systemplanung in perfekter Manier.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

93


Netzwerk | News & treNds<br />

Netzwerk<br />

96 Test: Multimedia-Router<br />

Drei Schaltstellen für das Heimnetz müssen ihr Können<br />

als Multimedia-Zentralen unter Beweis stellen<br />

Weitere aktuelle News zum Thema Netzwerk finden<br />

Sie unter www.<strong>video</strong>-homevision.de<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller<br />

TV-Tuning<br />

Der Netzwerk-Media-Player VideoWeb TV will mit einem enormen<br />

Internet-Angebot ältere Fernseher aufrüsten.<br />

Videoweb TV € 150<br />

gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Steckbrief<br />

Hersteller<br />

VideoWeb<br />

Modell<br />

VideoWeb TV<br />

Preis<br />

150 Euro<br />

Internet<br />

www.<strong>video</strong>web.de<br />

Daten & fakten<br />

Abmessungen (BxHxT) 19,2 x 3,4 x 15,0 cm<br />

Anschlüsse Bild HDMI<br />

...Ton<br />

HDMI, opt. Digitalton<br />

...Multimedia<br />

2x USB, SDHC<br />

Netzwerk<br />

LAN, WLAN-b /-g /-n<br />

Strom Betrieb/Standby 9,0 / 0,2 Watt<br />

Startzeit<br />

115 Sek.<br />

WieDergabe<br />

Medienwiedergabe über UPnP, USB, SD-Karte<br />

Internet u. a. ARD / ZDF / ARTE /<br />

RBB / Radio Bremen,<br />

Mediathek, Web-Browser,<br />

YouTube, AUPEO!, VoD<br />

Video<br />

MP4, MKV, MOV, AVI<br />

H.264, WMV, DivX, XviD<br />

Audio<br />

MP3, AAC<br />

Fotos<br />

JPEG, BMP, GIF, PNG<br />

Viele Netzwerk-Media-Player<br />

können eines richtig gut: jedes<br />

Video-, Ton- oder Bildformat<br />

abspielen, das man ihnen per USB-<br />

Festplatte oder über das Heimnetz<br />

serviert. Doch wenn es um die Web-<br />

Angebote geht, können die meisten<br />

Exemplare mit neuen Fernsehern und<br />

Blu-ray-Playern nicht mithalten. Deshalb<br />

ist das Datenblatt des VideoWeb<br />

TV so vielversprechend: Er soll viele<br />

gängige Multimedia-Dateien abspielen<br />

können und ein enormes Web-<br />

Angebot besitzen. Dass Hersteller<br />

VideoWeb viel von Internet-Inhalten<br />

versteht, hat er etwa mit dem HD-Sat-<br />

Receiver 600S bewiesen.<br />

Aber diese Box hat auch gezeigt,<br />

dass der Hersteller aus Karlsruhe gerne<br />

Funktionen per Software-Update<br />

nachreicht. So konnten wir beim neuen<br />

VideoWeb TV bereits die Mediatheken<br />

von ARD, ZDF und ARTE nutzen,<br />

HbbTV-Inhalte aufrufen oder<br />

YouTube-Videos schauen. Doch reagierte<br />

die Box ab und zu etwas träge.<br />

Das Video-on-Demand-Portal war<br />

zum Testzeitpunkt mit HD-Spielfilmen<br />

zum Teil noch nicht verfügbar.<br />

Bei der Wiedergabe einiger Filme auf<br />

USB-Festplatte oder aus dem Netzwerk<br />

ruckelte es stark. Full-HD-Auflösung<br />

über HDMI ist derzeit noch<br />

nicht möglich, sondern auf 1.280 x<br />

720 Bildpunkte beschränkt. Eine<br />

Startzeit von knapp zwei Minuten ist<br />

ebenfalls lästig. Wir hoffen deshalb<br />

auf Software-Updates, die diese Probleme<br />

beheben. Versprochen sind sie.<br />

Short-NewS<br />

Einfacher online bezahlen<br />

Mit connept, der Bezahllösung für Smart <strong>TVs</strong> von<br />

ping24/7, ist es ab sofort möglich, per American Express-Kreditkarte<br />

einzukaufen. Wer die Karte nicht<br />

besitzt, kann die American Express Gold Card für ein<br />

Jahr kostenlos beantragen. Angebote wie hoerbuchdirekt<br />

oder reisepreise setzen bereits auf connept.<br />

Video on Demand für Kabelkunden<br />

KabelKiosk interaktiv könnte bald Nutzer von Kabel-TV<br />

erfreuen. Eutelsat und Rovi stellten auf der IFA den<br />

Prototyp des Hybrid-TV-<strong>Die</strong>nstes vor, der Fernsehen mit<br />

dem Internet verbindet. Kabelnetzbetreiber können den<br />

<strong>Die</strong>nst unter eigenem Namen vermarken und so ihren<br />

Kunden etwa Video on Demand anbieten.<br />

Besser streamen<br />

DivX Plus Streaming soll zukünftig mehr Qualität bei<br />

der Wiedergabe von Online-Videos bieten. Kompatible<br />

<strong>TVs</strong> oder Player werden das Logo tragen. Aber auch<br />

Online-Video-Anbieter müssen die Technologie unterstützen.<br />

Weniger Ruckeln, kürzere Ladezeiten und mehr<br />

Komfort sollen die Vorteile sein.<br />

94


denon<br />

Ab ins Netz<br />

www.denon.de // 500 Euro<br />

Mit seinen AV-Receivern hat Hersteller Denon bereits<br />

bewiesen, dass er viel von Streaming versteht. Mit dem<br />

DNP-720AE kommt jetzt der erste reine Netzwerk-Audio-<br />

Player auf den Markt. Auf diese Weise lassen sich ältere<br />

AV-Receiver oder Hi-Fi-Anlagen fit fürs Netzwerk machen.<br />

Der DNP-720AE greift dabei nicht nur per LAN oder<br />

WLAN auf Musik-Server im Heimnetz zu. Über AirPlay<br />

streamt er Musik von iPod, iPhone oder iPad. Als Internet-Radio<br />

greift er auf über 14.000 Stationen zu oder<br />

kann die Musikdienste Napster und Last.fm nutzen.<br />

logitech<br />

Im rechten Licht<br />

www.logitech.de // 150 Euro<br />

170 Euro nur dafür, um Videotelefonie über Skype zu<br />

nutzen, ist viel Geld. Aber das verlangt Panasonic für<br />

seine Webcam zu Skype-fähigen Fernsehern. Mit der<br />

Logitech TV Cam kommt jetzt eine 20 Euro günstigere<br />

Alternative auf den Markt. Auch sie besitzt eine Auflösung<br />

von bis zu 720p und soll beste Bildqualität bieten.<br />

Asus<br />

Kompakte Wunderbox<br />

www.asus.de // 100 Euro<br />

Klein, smart und günstig: ASUS bringt mit dem O!Play<br />

Mini einen Netzwerk-Media-Player auf den Markt, der für<br />

100 Euro mehr kann als Medien von Heim-Servern,<br />

USB-Festplatten und Fotospeicher-Karten abspielen. Er<br />

bringt wahlweise über WLAN-n oder Gigabit-LAN Video<br />

on Demand ins Wohnzimmer. <strong>Die</strong> Quelle ist Acetrax: ein<br />

Portal, auf das auch viele TV-Hersteller setzen. Möglich<br />

sein soll auch der Zugriff auf Inhalte von Mediafly,<br />

Dailymotion, Facebook, YouTube, Picasa, Flickr und<br />

Tausende Internet-TV- und Radio-Stationen.<br />

Unsere App-Empfehlungen des Monats machen<br />

Smartphones, Fernseher, Player und Receiver<br />

intelligenter: einfach im jeweiligen App Store<br />

suchen und installieren.<br />

ZDF-Mediathek<br />

<strong>Die</strong> Online-Videos des Fernsehsenders<br />

werden mobil abrufbar.<br />

Verfügbar auf: iPhone, iPod,<br />

Android, TV<br />

Preis: gratis<br />

Anfangs waren Sendungen des ZDF nur auf der Website<br />

www.zdfmediathek.de online verfügbar. Seit Kurzem können<br />

Nutzer die Videos auch als Bestandteil des multimedialen<br />

Videotexts HbbTV auf immer mehr <strong>TVs</strong> nutzen. Mit<br />

den neuen Apps kommen die Videos jetzt auch auf Appleund<br />

Android-Smartphones. In unserem Check machte die<br />

Anwendung einen ordentlichen Eindruck, auch wenn sie<br />

recht viele Rechenressourcen benötigt und so Smartphones<br />

mit weniger Leistung leicht ins Schwitzen bringt.<br />

QTom<br />

Music-Clips ganz nach dem<br />

eigenen Geschmack genießen.<br />

Verfügbar auf: TV, Kabel-/<br />

Sat-Receiver, iPhone, iPad<br />

Preis: gratis<br />

Warum das Musikprogramm MTV oder VIVA überlassen?<br />

Mit QTom ist der Nutzer selbst der Programmchef. Über<br />

Drehregler kann er bestimmen, welche Musik-Videos er<br />

sehen will: schnelle oder langsame, alte oder neue, Insider-<br />

Musik oder Hits. Oder man wählt die Clips nach Genre<br />

oder Stimmung aus. Verfügbar ist die App auf Fernsehern<br />

von LG, Loewe, Panasonic, Philips, Sharp und TechniSat,<br />

auf Receivern von TechniSat und eviado sowie auf iPhone<br />

und iPad.<br />

WiFi Analyzer<br />

Das optimale Tool, um den<br />

WLAN-Empfang zu prüfen.<br />

Verfügbar auf: Android<br />

Preis: gratis<br />

<strong>Die</strong>se App zeigt Ihnen, wie gut Ihr WLAN-Empfang an<br />

einem Standort ist. Der WiFi Analyzer ermittelt zudem<br />

störende Funknetze der Nachbarn und sagt, auf welchen<br />

Kanälen sie senden. Aufgrund dessen gibt das Tool eine<br />

Empfehlung ab, auf welchen Funkkanal Sie bei Ihrem<br />

WLAN-Router wechseln sollten, um die Empfangsqualität<br />

zu verbessern. <strong>Die</strong> App ist leicht bedienbar. Leider kommen<br />

nur Besitzer von Android-Smartphones in den Genuss der<br />

kostenlosen Anwendung.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

95


NeTZweRk | TeST: RouTeR<br />

Autoren: Michael Seemann, Sven Hähle // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller, Archiv<br />

Kreuz und quer<br />

Router sind das Herzstück jedes Heimnetzwerks. Sie leiten heute aber nicht mehr<br />

nur Daten in die richtigen Bahnen, sondern punkten mit vielen Zusatzfunktionen.<br />

Im Test mussten drei Geräte ihre Qualitäten als Multimedia-Zentralen beweisen.<br />

96


im test<br />

router<br />

Belkin Play Max Wireless € 79<br />

AVm FriTZ!Box Fon 7390 € 215<br />

D-link Dir-685 € 119<br />

Für viele Nutzer ist der Router<br />

das langweiligste Gerät im<br />

Heimnetz. <strong>Die</strong> meisten sind<br />

froh, wenn sie möglichst wenig<br />

oder besser gar nichts mit den<br />

eher unspektakulären „Internet-Verbindungskisten“<br />

zu tun haben. Und<br />

das müssen sie oft auch gar nicht.<br />

Beachtung schenkt man dem Gerät<br />

in der Regel erst dann, wenn die Verbindung<br />

ins Internet plötzlich nicht<br />

mehr funktioniert.<br />

Der Heimnetz-Router ist der Drehund<br />

Angelpunkt für alle Verbindungen<br />

ins Internet. Einmal eingerichtet, versorgt<br />

der (WLAN-)Router zuverlässig<br />

alle verbundenen Geräte mit einem<br />

Internet-Zugang. Zudem trennt er das<br />

öffentliche Web effektiv vom privaten<br />

Heimnetz mit seinen Komponenten<br />

ab. Damit sind alle an den Router angeschlossenen<br />

Geräte wie Computer<br />

oder Tablets vor unerwünschten Zugriffen<br />

aus dem Internet geschützt.<br />

Manche Router haben noch deutlich<br />

mehr zu bieten als die zuvor geschilderten<br />

„klassischen“ Verbindungs-<br />

und Schutzfunktionen. Immer<br />

häufiger sind die neuen WLAN-Router<br />

mit einem, teilweise sogar mit zwei<br />

USB-Anschlüssen ausgestattet. Daran<br />

lassen sich Speichersticks oder externe<br />

Festplatten anschließen – ähnlich<br />

wie an den USB-Anschluss eines Notebooks<br />

oder PCs. Der Clou dabei: Der<br />

angeschlossene Speicher ist dann in<br />

den meisten Fällen für andere Geräte<br />

im Netzwerk verfügbar und nutzbar.<br />

Das ist sehr praktisch, wenn man<br />

beispielsweise seine digitale Fotosammlung<br />

mit verschiedenen Geräten<br />

betrachten möchte. Ein Umstecken<br />

des externen Speichers ist nicht erforderlich.<br />

Für Dokumente, die für die<br />

Bearbeitung vorgesehen sind, gilt<br />

Ähnliches. Wenn die Dateien auf<br />

einem zentral zugänglichen Speicher<br />

liegen, kann der Anwender die ➜<br />

Über Belkin Memory Safe (ein Teil der<br />

Tool-Sammlung Belkin Router Monitor)<br />

sind Datensicherungen am angeschlossenen<br />

USB-Speicher möglich.<br />

Belkin Play Max Wireless € 79<br />

Dualband-WLAN-n, Gigabit-LAN,<br />

Einrichtung, vorverschlüsseltes<br />

WLAN, Gast-WLAN<br />

manche Funktionen lassen sich<br />

nur bei eingeschaltetem Computer<br />

nutzen<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Belkins Play Max ist ein echter Dual-Band-Router mit Gigabit-LAN und zwei<br />

USB-Anschlüssen für Drucker und externe Speichermedien. Einrichtung und<br />

Bedienung erfolgen über eine Reihe von Tools, die vor allem den Einsteiger unterstützen<br />

sollen. Bevor es an die Einrichtung des Routers geht, installiert die<br />

Setup-CD zunächst einige Tools auf einem PC. Sie sind als Belkin Router Monitor<br />

zusammengefasst. Über diese Programme greift der Anwender auf angeschlossene<br />

USB-Speicher oder Drucker zu oder richtet einen Backup-Auftrag ein.<br />

Schade allerdings, dass einige wichtige Funktionen wie der Media-Server nur<br />

dann zur Verfügung stehen, wenn ein Rechner mit aktiviertem Belkin Router Monitor<br />

im Heimnetz eingeschaltet ist.<br />

Das WLAN des Belkin-Routers ist bereits ab Werk vorverschlüsselt und funkt<br />

mit echtem Dual-Band-WLAN (300 Mbit/s). Wer möchte, kann einen zusätzlichen<br />

Gastzugang aktivieren, der vom bestehenden Heimnetz getrennt ist.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

97


Netzwerk | test: router<br />

Richtig eingestellt:<br />

Router lassen sich<br />

am Computer über<br />

den Internet-Browser<br />

konfigurieren. <strong>Die</strong><br />

Web-Abdresse, um<br />

das Menü aufzurufen,<br />

finden Sie im<br />

Handbuch.<br />

AVM FRITZ!Box Fon 7390 € 215<br />

Dual-Band-WLAN-n, UPnP AV<br />

Media Server, Gigabit-LAN, Gast-<br />

WLAN, VDSL-Modem, DECT-Basisstation,<br />

Einrichtung, Benutzeroberfläche<br />

überragend<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Daten von jedem beliebigen Rechner<br />

im Heimnetz bearbeiten.<br />

Bei vielen WLAN-Routern mit USB-<br />

Host lassen sich angeschlossene Speichermedien<br />

als Netzlaufwerke freigeben<br />

und bei Bedarf auch durch ein<br />

Passwort sichern. Manche Geräte bieten<br />

eine ausgefeilte Benutzerverwaltung<br />

mit differenzierten Zugriffsrechten.<br />

<strong>Die</strong> Geschwindigkeit, mit der<br />

In der FRITZ!Box steckt alles, was<br />

man für das Heimnetz benötigt –<br />

und noch etwas mehr: zum Beispiel<br />

eine Telefonanlage sowie<br />

Zusatzfunktionen wie eine Kindersicherung.<br />

<strong>Die</strong> FRITZ!Box Fon 7390 kann keinen Kaffee kochen. Ansonsten bietet der<br />

Router eigentlich alles, was man sich für sein Multimedia-Heimnetz wünscht.<br />

Dazu gehören Dual-Band-WLAN, ein integrierter Medienserver und viele Telefonfunktionen.<br />

Der Router von AVM funkt mit Dual-Band-WLAN-n und bietet zwei USB-Anschlüsse,<br />

an die sich ein Drucker und ein externer Speicher anschließen lassen.<br />

Weiterhin sind ein (V)DSL-Modem sowie eine komplette Telefonanlage (Festnetz,<br />

ISDN und VoIP) samt DECT-Basisstation integriert. Hersteller AVM duldet keine<br />

Kompromisse, wenn es um die Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit des<br />

Multimedia-Routers aus der FRITZ-Reihe geht.<br />

<strong>Die</strong> Einrichtung der FRITZ!Box gelingt auf Anhieb und lässt dem Anwender so<br />

gut wie keinen Spielraum für unsichere Einstellungen. So ist das WLAN bereits<br />

für jedes Gerät individuell vorab verschlüsselt. Übersichtliche Status-Informationen<br />

zeigen aktuelle Verbindungen und alle Einstellungen. Der im Router integrierte<br />

Media-Server bereitet Inhalte von einer angeschlossenen Festplatte für<br />

Multimedia-Geräte im Heimnetzwerk auf.<br />

sich Daten auf den angeschlossenen<br />

USB-Speicher übertragen oder von<br />

diesem auslesen lassen, ist jedoch<br />

deutlich geringer als die Übertragungsgeschwindigkeiten<br />

von aktuellen,<br />

eigenständigen Netzwerk-Festplatten.<br />

Foto-, Musik- und<br />

Video-Verteiler<br />

Eine Erweiterung für Router stellen<br />

die sogenannten Media-Server dar.<br />

Ein WLAN-Router mit dieser Funktion<br />

stellt alle Fotos, Musik- und Videodateien,<br />

die sich auf dem angeschlossenen<br />

USB-Speicher befinden, für<br />

Multimedia-Geräte im Heimnetz bereit.<br />

Zu diesen Geräten zählen netzwerkfähige<br />

Fernseher, Spielkonsolen,<br />

Blu-ray-Player und Web-Radios.<br />

Eine wichtige Rolle spielen dabei<br />

die Übertragungsstandards UPnP AV<br />

und DLNA. In der Regel unterstützen<br />

sämtliche Media-Server einen dieser<br />

beiden zueinander kompatiblen Standards.<br />

Das gilt auch für netzwerkfähige<br />

Abspiel- oder Wiedergabegeräte,<br />

die auf die Inhalte des Media-Servers<br />

zugreifen.<br />

Wenn Sie eine Festplatte mit Fotos,<br />

Musik und Videos an den WLAN-Router<br />

anschließen, greifen andere Geräte<br />

im Heimnetz auf diese Dateien<br />

zu. Voraussetzung ist nur, dass diese<br />

Wiedergabegeräte (Web-Radio, Bluray-Player,<br />

Spielkonsole oder Fernseher)<br />

ebenfalls mit dem Heimnetz über<br />

den Router verbunden sind. Außerdem<br />

müssen sie DLNA oder UPnP AV<br />

„verstehen“.<br />

Media-Server<br />

gleich an Bord<br />

Im Idealfall ist der Media-Server direkt<br />

im Router integriert. Dann greifen<br />

Wiedergabegeräte direkt auf den<br />

Router zu und spielen Multimedia-<br />

Dateien von den angeschlossenen<br />

USB-Geräten ab. Ist ein Media-Server<br />

zusätzlich auf einem Computer notwendig,<br />

muss dieser Rechner ständig<br />

laufen. Der Router Belkin Play Max<br />

arbeitet mit einem solchen externen<br />

Media-Server. Bei der FRITZ!Box Fon<br />

7390 und dem D-Link DIR-685 ist der<br />

Media-Server im Router integriert.<br />

Alle drei WLAN-Router können ein<br />

zusätzliches, verschlüsseltes Funknetz<br />

aufspannen. Das zusätzliche Netz<br />

öffnet einen Zugang ins Internet, der<br />

jedoch vom eigenen Heimnetz-WLAN<br />

komplett getrennt ist. Auf diese Weise<br />

lässt sich rasch ein drahtloser Internet-Zugang<br />

für Besucher und deren<br />

Notebook oder Tablet aufbauen, ohne<br />

ihnen gleich den kompletten Zugang<br />

zum eigenen Netzwerk freigeben zu<br />

müssen. <strong>Die</strong>ser Zugang wird auch als<br />

„Gast-“ oder „Gäste-WLAN“ bezeichnet.<br />

Alle drei getesteten Geräte unterstützen<br />

diese praktische Funktion.<br />

Surf- und<br />

Multimedia-WLAN<br />

Nur zwei WLAN-Router im Testfeld<br />

funken auf zwei verschiedenen<br />

WLAN-Frequenzen. Neben dem in<br />

Europa weit verbreiteten WLAN mit<br />

2,4 GHz gibt es noch die Übertragungsmöglichkeit<br />

im höheren 5-GHz-<br />

98


Der DIR-685 von D-Link ist ein multifunktionaler WLAN-n-Router. Er ist mit<br />

Gigabit-LAN, Multimedia-NAS und Drucker-Server ausgestattet. Als Besonderheit<br />

hat er ein farbiges Display und einen Festplattenschacht.<br />

Das farbige Display liefert Status-Infos wie Geschwindigkeit und Verbindungs-<br />

Informationen. Dazu zeigt es Fotos von der internen Festplatte, was bei Routern<br />

eher die Ausnahme ist. Doch der Router hat noch mehr zu bieten: Als Quelle<br />

für Daten dient ein integrierter Schacht für eine Festplatte. Der lässt sich mit<br />

einem 2,5-Zoll-Medium bestücken und dann mit Fotos, Musik oder Filmen füllen.<br />

Der Zugriff auf den internen Speicher erfolgt dann über einfache Netzwerk-<br />

Freigaben oder via FTP samt angeschlossener Benutzerverwaltung. Filme,<br />

Musik und Fotos lassen sich zudem über den integrierten Media-Server (UPnP<br />

AV) im Heimnetz bereitstellen.<br />

Zur Einbindung eines Druckers oder zusätzlichen Speichers im Heimnetz sind<br />

im Router zwei USB-Ports integriert. Für den Zugriff ist allerdings die Installation<br />

eines Hilfsprogramms auf einem Computer notwendig. An der Funktionalität und<br />

an der Einrichtung des Geräts gibt es wenig auszusetzen.<br />

Bereich. <strong>Die</strong> meisten WLAN-Router<br />

können zurzeit nur im Bereich von<br />

2,4 GHz übertragen.<br />

Vor allem in dichter besiedelten<br />

Regionen und in Mehrfamilienhäusern<br />

ist die Dichte dieser WLANs jedoch<br />

so hoch, dass sie sich gegenseitig<br />

überlagern und stören. <strong>Die</strong>s hat zur<br />

Folge, dass die Übertragungsqualität<br />

im eigenen Funknetz sinkt und teilweise<br />

aussetzt.<br />

Beim Surfen im Internet machen<br />

sich solche Aussetzer kaum bemerkbar.<br />

Störungen treten jedoch bei kontinuierlichen<br />

Datenströmen wie zum<br />

Beispiel bei der Übertragung von Musik<br />

oder Videos via Netzwerk auf. Vor<br />

allem für den Transport von Medien<br />

per WLAN bietet sich deshalb der<br />

Wechsel auf den noch wenig belegten,<br />

höheren 5-GHz-Bereich an. Dann laufen<br />

Filme ruckelfrei beim Abspielen<br />

über das Netzwerk.<br />

Neben Statusmeldungen zeigt das<br />

Display des D-Link-Routers auch Fotos<br />

(JPEGs) von der internen Festplatte<br />

als Diashow.<br />

D-LINk Dir-685 € 119<br />

UPnP-AV-Media-Server, Farbdisplay,<br />

Schacht für 2,5-Zoll-Festplatte/<br />

SSD, Gigabit-LAN<br />

keine Festplatte enthalten, kein<br />

Dual-Band-WLAN integriert<br />

gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Der Belkin Play Max und die AVM<br />

FRITZ!Box Fon 7390 bieten gleichzeitig<br />

zwei voneinander unabhängige<br />

WLANs im niedrigen (2,4 GHz) und<br />

höheren Bereich (5 GHz) an. Beide<br />

Geräte sind deshalb Dual-Band-Router.<br />

<strong>Die</strong> Funknetze sind aufgrund<br />

ihrer weit auseinander lie genden Frequenzen<br />

vollständig voneinander abgeschirmt<br />

und kommen sich dadurch<br />

nicht in die Quere. Zeitkritische Verbindungen<br />

wie Musik- oder Video-<br />

Übertragungen lassen sich hier über<br />

das höhere 5-GHz-WLAN leiten, während<br />

weniger zeitkritische Verbindungen<br />

wie Surfen mit dem Notebook<br />

über das niedrigere 2,4-GHz-WLAN<br />

laufen. ■<br />

MICHAEL SEEMANN,<br />

Netzwerk-SpezialiSt<br />

tadellos drahtlos<br />

Mit diesen Tipps funktioniert Ihr<br />

drahtloses Heimnetz ohne Probleme.<br />

Der richtige Router-Standard<br />

Der WLAN-Empfang am Küchentisch könnte nicht<br />

besser sein, doch im Wohnzimmer gibt es Probleme?<br />

Wenn der WLAN-Empfang in Ihrem Haus schwankt,<br />

liegt es oft daran, dass für den WLAN-Router nicht<br />

der optimale Standort gewählt wurde. Mit der Smartphone-App<br />

WiFi Analyzer (siehe Seite 95) oder der<br />

PC-Software HeatMapper (www.ekahau.com/<br />

heatmapper) können Sie herausfinden, wie stark der<br />

WLAN-Empfang an verschiedenen Orten im Haus ist.<br />

Anhand der Ergebnisse platzieren Sie Ihren Router so,<br />

dass möglichst in allen Räumen tadelloser Empfang<br />

herrscht. Hilfreich für das Ausmessen ist ein Grundriss<br />

der Wohnung als Bilddatei.<br />

Stören Ihre Nachbarn?<br />

Wenn neben Ihrem eigenen WLAN-Router auch andere<br />

Router in Reichweite Ihrer Geräte senden, kann das<br />

zu Störungen führen. Vor allem dann, wenn zwei oder<br />

sogar mehrere Router einander überlagernde oder<br />

gleiche Funkkanäle verwenden. Der Sendebereich<br />

Ihres Routers sollte sich nicht mit denen anderer Router<br />

überschneiden – am <strong>besten</strong> liegt er mindestens<br />

fünf Kanäle vom Router mit der nächststärkeren Sendeleistung<br />

entfernt. Mit dem WiFi Analyzer oder der<br />

Software inSSIDer (www.metageek.net/inssider)<br />

prüfen Sie, ob eine Überschneidung vorliegt.<br />

Wenn Sie einen Router ermitteln, der auf demselben<br />

Funkkanal wie Ihrer sendet, sollten Sie den Sendekanal<br />

Ihres Routers ändern. Dazu wechseln Sie im Router-Menü<br />

in die WLAN-Einstellungen.<br />

<strong>Die</strong> richtige Verschlüsselung<br />

Richtig konfiguriert, schützt der Router alle angeschlossenen<br />

Geräte vor unerwünschten Zugriffen aus<br />

dem Internet. Allerdings kommt es für die Sicherheit<br />

des WLAN auch auf die Verschlüsselung an. Alle aktuellen<br />

WLAN-Router unterstützen die für den Heimgebrauch<br />

sichere Verschlüsselung WPA-PSK oder deren<br />

Nachfolger WPA2-PSK. <strong>Die</strong>se Verschlüsselungsmethoden<br />

sind der leicht zu knackenden WEP-Verschlüsselung<br />

unbedingt vorzuziehen.<br />

Aufgepasst: Ein WLAN-Router mit reiner WPA2-PSK-<br />

Verschlüsselung kann keine Verbindung mit Geräten<br />

eingehen, die nur WPA-PSK nutzen. Um Komplikationen<br />

zu vermeiden, sollten Sie deshalb in den<br />

WLAN-Einstellungen Ihres Routers den gemischten<br />

Modus WPA2-PSK und WPA-PSK (TKIP) aktivieren.<br />

WLAN per Knopfdruck: WPS<br />

<strong>Die</strong> klassische Methode, WLAN-Geräte mit dem Router<br />

zu verbinden, setzt die Eingabe des langen Router-<br />

Passworts voraus. Viel leichter lassen sich WLAN-<br />

Geräte mit dem Standard WPS koppeln – vorausgesetzt,<br />

der Router bietet ebenfalls WPS an. Das Wi-Fi<br />

Protected Setup ist denkbar einfach: Zuerst betätigt<br />

man eine Taste am WLAN-Router, um diesen in den<br />

WPS-Modus zu versetzen. Danach hat man etwa zwei<br />

Minuten Zeit, um eine beliebige WPS-fähige WLAN-<br />

Hardware sicher mit dem Router zu verbinden.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

99


Forum | 12_2011<br />

Forum<br />

Ihre Meinung zählt<br />

Sie fragen – wir antworten<br />

Forum: <strong>video</strong>-homevision.de/forum<br />

Twitter: twitter.com/<strong>video</strong>homevision<br />

Facebook: Suchwort „Video-HomeVision“<br />

Sie haben Fragen oder möchten einfach<br />

Ihre Meinung äußern? Dann schreiben<br />

Sie uns.<br />

Video-HomeVision: „Forum“<br />

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar<br />

oder via E-Mail:<br />

redaktion@<strong>video</strong>- homevision.de<br />

Rufen Sie uns zur Lesersprechstunde<br />

am 11. Oktober<br />

von 14 bis 16 Uhr direkt<br />

über den QR-Code an.<br />

Mit diesem QR-Code können<br />

Sie mit Ihrem Smartphone<br />

auch unterwegs<br />

direkt unsere Facebook-<br />

Seite aufrufen.<br />

Sie sind ein Twitter-Fan?<br />

Auch wir twittern mit. Den<br />

Direktzugang gibt‘s über<br />

diesen QR-Code.<br />

Leserbrief: AV-Receiver<br />

[ Zum Test „Im Netz vereint“<br />

in VHV 10/11, ab Seite 66 ]<br />

Dank Ihres interessanten Beitrags zum AV-<br />

Receiver Onkyo TX-NR1009 habe ich mir auf<br />

der IFA das Gerät aus der Nähe angesehen.<br />

Der Test hat mich neugierig gemacht. Fasziniert<br />

war ich bei der Besichtigung des Onkyo-<br />

Stands vor allem vom TX-NR809, der sich<br />

durch solide Leistungsdaten und einen vernünftigen<br />

Preis in die nähere Auswahl brachte.<br />

Natürlich habe ich mir auch andere Aussteller<br />

wie Yamaha oder Pioneer angesehen.<br />

Aber zum Schluss führte mich mein Weg wieder<br />

über den Onkyo-Stand.<br />

Zu Hause habe ich diverse verfügbare Tests<br />

zum TX-NR809 gelesen. Dann habe ich ihn bestellt,<br />

und seit gestern tut er seinen <strong>Die</strong>nst in<br />

unserem <strong>Heimkino</strong>. Das Gerät ist einfach super!<br />

Ton und Bild sind erstklassig. Auch die<br />

Optik hat sich vom ehemals sehr extravaganten<br />

Design in ein jetzt gefälliges gewandelt.<br />

Aber meine Kaufentscheidung traf ich aufgrund<br />

des eigenen Erlebens und der gelesenen<br />

Tests. Auch in der Vergangenheit<br />

mischten Onkyo-Receiver in den oberen Tabellenrängen<br />

diverser Bestenlisten fleißig mit.<br />

Vielleicht können ja auch Sie mit einem Testbeitrag<br />

das Gerät einigen Lesern näher bringen.<br />

Verdient hat dieser 7.2-Receiver es allemal!<br />

Thomas Zschaler (Neuhagen bei Berlin)<br />

Vielen Dank für Ihren Tipp! Wir planen, den TX-<br />

NR809 in unserer nächsten Ausgabe beim großen<br />

AV-Receiver-Vergleich zu testen.<br />

Forum: VOB-Dateien über das<br />

Netzwerk streamen<br />

Ich möchte gerne nicht kopiergeschützte<br />

DVDs auf einer Netzwerk-Festplatte,<br />

die direkt am Router hängt, ablegen und über<br />

ein Fernsehgerät betrachten. Ich habe vor, mir<br />

den Panasonic GW20 zuzulegen. Laut Hersteller<br />

kann der Fernseher MPEG-2-Daten lesen<br />

und „sollte“, wenn die Platte DLNA-kompatibel<br />

ist, sie auch streamen. Ob aber VOB-Dateien<br />

abspielbar sind?<br />

Forum-Nutzer himmel<br />

Man kann sich natürlich die Bedienungsanleitungen<br />

der Geräte auf den Webseiten der Hersteller herunterladen<br />

und vergleichen, welche Formate wiedergegeben<br />

werden können. <strong>Die</strong> Sache hat nur einen<br />

Haken: Selbst wenn ein Gerät etwa über USB diverse<br />

Medienformate abspielen kann, heißt das<br />

noch lange nicht, dass es diese Formate auch über<br />

das Heimnetzwerk, respektive über eine DLNA-zertifizierte<br />

Netzwerk-Festplatte (NAS) wiedergeben<br />

kann. Es gibt immer wieder Berichte, dass dabei<br />

der Bildschirm schwarz bleibt. Das DLNA-Konsortium<br />

hat sich auf einige wenige Formate festgelegt,<br />

die DLNA-Geräte abspielen können müssen.<br />

Um volle Kompatibilität zwischen den DLNA-Clients<br />

herzustellen, falls die Wiedergabe von anderen Formaten<br />

nicht funktioniert, empfehle ich, ein kostenloses<br />

Programm wie MPEG Streamclip zu verwenden.<br />

Damit kann man seine nicht kopiergeschützten<br />

DVDs bzw. seine Video-TS-Ordner (mit den darin<br />

enthaltenen VOB-Dateien) öffnen und anschließend<br />

in MPEG konvertieren (das heißt in einen MPEG-<br />

Datei-Container). Das Ausgangsmaterial wird dabei<br />

nicht neu encodiert, wodurch die Originalqualität –<br />

das Original-MPEG-2-Video und die Original-<br />

Tonspur(en) – erhalten bleibt. <strong>Die</strong>se MPEG-Video-<br />

Dateien kann man dann auf eine einfache Netzwerk-Festplatte<br />

mit Twonky Media Server ablegen<br />

und über den DLNA-zertifizierten Blu-ray-Player,<br />

einen Media-Player oder Fernseher abrufen.<br />

Forum-Nutzer scrato<br />

Telefon: Aufnahmen vom<br />

Camcorder auf DVD brennen<br />

Ich besitze den Camcorder Panasonic<br />

HDC-SD99. Ich will meine Camcorder-<br />

Aufnahmen auf DVD brennen, habe aber nur<br />

einen alten DVD-Rekorder zur Verfügung, mit<br />

dem es anscheinend nicht funktioniert. Der<br />

Camcorder besitzt einen USB-Ausgang, der<br />

DVD-Rekorder aber keinen USB-Eingang. Der<br />

Camcorder gibt YUV aus, der DVD-Rekorder<br />

verfügt aber nur über einen RGB-Eingang. <strong>Die</strong><br />

Speicherkarte direkt in den DVD-Rekorder zu<br />

stecken geht auch nicht, da das Gerät nur maximal<br />

2 GByte verarbeitet, die Speicherkarte<br />

aber 16 GByte umfasst.<br />

<strong>Die</strong> einzige gemeinsame Schnittstelle ist Composite,<br />

aber da verliert man zu viel Qualität.<br />

Wie kann ich dennoch meine Camcorder-<br />

Aufnahmen auf DVD brennen?<br />

Walther Hermann (Bonn)<br />

Eine Möglichkeit besteht darin, einen externen<br />

USB-DVD-Brenner wie den Panasonic VM-BN01E-K<br />

zu kaufen, den man direkt mit dem Camcorder verbinden<br />

kann. Eventuell gibt es aber auch ein Firmware-Update<br />

für den DVD-Recorder, so dass er<br />

auch 16-GByte-Speicherkarten lesen kann. Eine<br />

gute Alternative besteht darin, einen PC zu verwen-<br />

Gewinner<br />

– aus –<br />

Sachsen<br />

Mario Ludwig aus Plauen gewann bei einer Verlosungsaktion<br />

im Video-HomeVision-Sonderheft 3D WELT ein<br />

komplettes 3D-<strong>Heimkino</strong>-Set von Panasonic im Wert<br />

von 2.500 Euro. Als Dankeschön schickte er uns ein<br />

Erinnerungsfoto mit seinem neuen Equipment.<br />

100


den, der einen DVD-Brenner besitzt. Der Camcorder<br />

lässt sich dabei per USB anschließen. Wenn der PC<br />

einen SD-Karten-Einschub besitzt, kann man die<br />

Aufnahmen auch direkt von der Karte übertragen.<br />

Video-HomeVision.de<br />

Leserbrief:<br />

LAN, WLAN oder dLAN?<br />

Ich möchte mit meinem neuen<br />

Samsung-TV UE40D8090 Filme aus den Mediatheken<br />

von ARD und ZDF (etwa via HbbTV) anschauen.<br />

Allerdings stottert die Wiedergabe<br />

(bleibt alle paar Sekunden für einige Sekunden<br />

stehen). Der TV, der im Wohnzimmer im Erdgeschoss<br />

steht, ist per WLAN mit der FRITZ!<br />

Box 7170 im Keller verbunden (Empfangsleistung:<br />

zwei von fünf Balken). Samsung setzt einen<br />

Router mit Standard 802.11n (also maximal<br />

300 Mbit/s) als wünschenswert voraus, während<br />

die FRITZ!Box 7170 nur Standard 802.11g<br />

(maximal 54 Mbit/s) schafft.<br />

Ich könnte auf eine FRITZ!Box 7390 aufrüsten,<br />

die den n-Standard unterstützt, weiß aber<br />

nicht, ob es damit funktioniert. Oder ich nutze<br />

den LAN-Anschluss im Arbeitszimmer (Wand<br />

an Wand zum Wohnzimmer). Dort könnte ich<br />

auch einen zweiten WLAN-Router mit n-Standard<br />

als reinen Access Point installieren, wobei<br />

ich dann das WLAN an der FRITZ!Box im<br />

Keller ausschalten würde. Auch gäbe es noch<br />

dLAN, wofür ich aber mindestens den gleichen<br />

Kostenaufwand hätte.<br />

Am <strong>besten</strong> wäre wohl LAN am TV. Doch dazu<br />

müsste ich Kabel durch Wände verlegen. Wie<br />

schätzen Sie die Situation ein?<br />

Wolf-<strong>Die</strong>ter Brauch (per E-Mail)<br />

Wenn Sie sich für einen Lösung entscheiden, sollten<br />

Sie darauf achten, dass Sie künftig mit Ihrem<br />

Heimnetz zufrieden sind. <strong>Die</strong> Sendungen von ARD<br />

und ZDF werden derzeit mit einer recht geringen<br />

Datenrate ausgestrahlt. Das Datenaufkommen für<br />

das Streamen von HD-Inhalten von Video-on-Demand-Portalen<br />

aus dem Internet oder von Servern<br />

im Heimnetz ist dagegen weitaus größer. Ein neuer<br />

WLAN-n-Router im Keller wird diese Datenraten<br />

nicht leisten können. Funktionieren müsste dagegen<br />

die Übertragung von HD-Inhalten mit einem<br />

zweiten Router mit WLAN-n im Arbeitszimmer oder<br />

mit dLAN. Mehr Reserven haben Sie mit dLAN,<br />

wenn Sie beim Adapter auf eine Bruttoübertragungsrate<br />

von mindestens 200 MBit/s achten. Aber<br />

auch ein WLAN-Router, der im 2,4- und 5-GHz-Band<br />

(Dualband) sendet, sollte Sicherheit bieten.<br />

Wann rüsten Sie auf 3D-TV um?<br />

3D ist für Konsumenten momentan nicht so wichtig, wie es die TV-Hersteller<br />

gerne hätten. Das ergab eine Umfrage auf <strong>video</strong>-homevision.de. <strong>Die</strong> meisten<br />

Personen warten auf 3D ohne Brille, auch wenn mit bezahlbaren Geräten in<br />

der nahen Zukunft nicht zu rechnen ist, oder für sie ist das Thema gänzlich uninteressant.<br />

Knapp ein Drittel ist aber schon jetzt stark an 3D interessiert und<br />

besitzt bereits einen 3D-TV oder will sich bald einen kaufen.<br />

Rufen Sie uns an!<br />

Leser fragen – Experten<br />

antworten! Am <strong>Die</strong>nstag,<br />

11. Oktober, von 14 bis 16 Uhr stehen die<br />

Redakteure von Video-HomeVision für Ihre<br />

persönlichen Technikfragen zur Verfügung.<br />

Telefon: 0 81 21 / 95 – 1111<br />

AndreAs<br />

frAnk<br />

Der Crack für Blu-ray-<br />

Player, Medien-Receiver<br />

und Home Server<br />

AndreAs<br />

Greil<br />

Der Spezialist für alles rund<br />

um Video: Camcorder,<br />

Videoschnitt und Sat-Receiver<br />

rolAnd<br />

seibt<br />

Der Technik-Crack und<br />

Spezialist für HD-Medien,<br />

TV, Sat und Video<br />

MichAel<br />

JAnsen<br />

Der Experte für alle<br />

Fragen zu Lautsprechern<br />

und Subwoofern<br />

reinhArd<br />

otter<br />

Der Video-HomeVision-Fachmann<br />

für Video-, Sat- und<br />

Recording-Themen<br />

stefAn<br />

schickedAnz<br />

Der Spezialist für das Thema<br />

Surround in all seinen<br />

Facetten<br />

Ich warte auf 3D ohne Brille. 33 %<br />

Ich brauche kein 3D. 28 %<br />

Ich besitze schon einen 3D-TV. 17 %<br />

Ich kaufe bald einen 3D-TV (mit Brille). 13 %<br />

Ich warte, bis es mehr Programme gibt. 9 %<br />

Volker<br />

strAßburG<br />

Der Fachmann für alle<br />

Bildthemen und Video-<br />

HomeVision-Trendscout<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

101


Kurztests<br />

Kurz & knapp<br />

An dieser Stelle unterziehen wir neue Produkte aus der Unterhaltungselektronik einem Schnelltest und<br />

bewerten sie nach Qualität, Praxistauglichkeit und Preis. Darunter fallen auch Produkte, die uns kurz vor<br />

Redaktionschluss erreichten. Ausführliche Tests zu einem späteren Zeitpunkt sind nicht ausgeschlossen.<br />

Marchon EX3D5004 € 30<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

3D für Fortgeschrittene<br />

www.marchon3d.com // 30 Euro<br />

Polarisation ist die 3D-Technik mit den praktischen Brillen.<br />

Bislang waren die Modelle, die von den Fernsehherstellern<br />

mitgeliefert oder in den Kinos verteilt werden, jedoch<br />

eher simpler Natur. <strong>Die</strong> Firma Marchon hat es sich zur<br />

Aufgabe gemacht, unter dem Label EX3D (www.ex3d.com)<br />

besonders gute 3D-Polfilterbrillen anzubieten. <strong>Die</strong> Modelle<br />

sind jetzt auch in Europa verfügbar und bieten neben schickem<br />

Design auch durchdachte Besonderheiten.<br />

Wir haben uns das Modell EX3D5004 für den Test ausgesucht.<br />

Auf der US-Website wird es liebevoll „Derek“ genannt<br />

und soll jedem Athleten ein ultimatives 3D-Erlebnis bieten.<br />

„Jedem Athleten“? <strong>Die</strong>se Aussage soll wohl die Tatsache<br />

würdigen, dass diese Brillen durch UV-Filterung auch im<br />

Außenbereich einsetzbar sind. Polarisation filtert jedoch<br />

nur die Hälfte des Lichts – zu wenig<br />

für eine echte Sonnenbrille. Ihr perfekter,<br />

augennaher Sitz mit rutschminderndem Gummi auf<br />

dem Nasenbügel, das sehr große Sichtfeld durch die gebogenen<br />

Gläser, die Abschottung des Seitenlichts durch den<br />

breiten Rahmen und die stoß- und kratzfeste Beschichtung<br />

machen einen Nebeneinsatz als Sportbrille sinnvoll.<br />

Doch ihre wahre Stärke zeigt sie im 3D-Kino oder vor<br />

Polfilter-<strong>TVs</strong>. Sie ist etwas lichtdurchlässiger (helleres Bild)<br />

als unsere Referenzbrille von Real3D, bietet jedoch auch<br />

minimal mehr Übersprechen. Dabei ist sie mit 23 Gramm<br />

schwerer als die von LG mitgelieferte Brille (16 Gramm),<br />

bietet jedoch vor allem durch einen sicheren Sitz und den<br />

größeren Sichtbereich einen deutlichen Komfortgewinn.<br />

Sound per Stick<br />

www.terratec.net // 20 Euro<br />

noxon DAb+ STick € 20<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Wer auf schnellem und günstigem<br />

Weg Digitalradio mithilfe des<br />

neuen Standards DAB+ (mehr dazu<br />

auf Seite 64) empfangen will, kann<br />

sich mit dem NOXON DAB+ Stick behelfen,<br />

der den Empfang via PC erlaubt.<br />

Es dauert nur ein paar Minuten,<br />

um Player-Software und Treiber von<br />

der beigepackten CD zu installieren.<br />

Danach wird der Stick einfach mit<br />

seiner Antenne verbunden und in ei-<br />

nen freien PC-USB-Port gesteckt –<br />

und nach einem kurzen Sendersuchlauf<br />

kann‘s losgehen. Im Test funktionierten<br />

alle Schritte problemlos.<br />

Wer dazu hochwertige PC-Lautsprecher<br />

wie etwa die Bose Companion 20<br />

(siehe Test in VHV 10/11, Seite 77),<br />

sein Eigen nennt oder den Computer<br />

an ein Soundsystem andockt, wird die<br />

klanglichen Vorteile des Digitalradios<br />

schnell zu schätzen lernen.<br />

102


Fest gezurrt<br />

www.manfrotto.de // 780 Euro<br />

Manfrotto 509Hd € 780<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Der Fluid-Videokopf 509HD ist<br />

ein Stativaufsatz für Camcorder.<br />

Der innovative Brückenaufbau bietet<br />

höchsten Komfort. <strong>Die</strong> Friktion auf der<br />

Panorama-Achse ist intuitiv und leicht<br />

einstellbar. Auf der Schwenk- und Neigeachse<br />

unterstützen Kugellager das<br />

variable Fluid-Friktionssystem, um<br />

besonders weiche und kontrollierte<br />

Bewegungen zu ermöglichen.<br />

Das vierstufige Gegengewichtssystem<br />

deckt Gewichtsklassen von Video-<br />

Equipment bis zu 13 Kilogramm ab.<br />

<strong>Die</strong> elektronische Einstellhilfe Advanced<br />

Balancing Recorder (ABR) kann<br />

die optimale Position der Schnellwechselplatte<br />

speichern, so dass man<br />

sie bei späteren Video-Shootings wieder<br />

abrufen kann.<br />

Ready to Party<br />

www.philips.de // 380 Euro<br />

Philips hat sein Angebot an Netzwerk-<br />

und Multi-Room-fähigen<br />

Musik-Playern um den kompakten<br />

NP3900 erweitert. Der Multispieler<br />

mit 30 Watt Sound bündelt per WLAN<br />

Musik aus unzähligen Quellen: Internet-Radiosender,<br />

Songs aus dem<br />

Heimnetzwerk oder dem Partner-Portal<br />

Napster (kostenpflichtig). Er erlaubt<br />

über Dock oder Klinkenstecker<br />

auch den Anschluss von iPhone oder<br />

MP3-Player. Mit seiner Multi-Room-<br />

Funktion ergänzt der NP3900 Hi-Fi-<br />

Systeme wie das MCI8080 und ist quasi<br />

der große Bruder des NP3700.<br />

Im Test funktionierten alle Anschlussvarianten<br />

problemlos. Philips<br />

PhiliPs np3900 € 380<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

hat indes auch erfolgreich für bessere<br />

Klangqualität gesorgt.<br />

Wer das Gerät auf der Philips-Webseite<br />

registrieren lässt, kann dort die<br />

Internet-Radiosender verwalten. Das<br />

ist jedoch umständlich. Wer den<br />

Schritt umgehen will, bestimmt einfach<br />

Favoriten direkt am Gerät.<br />

Mitgeliefert wird eine übersichtliche<br />

Fernbedienung, die die Wahl der<br />

Quelle direkt ermöglicht. Der NP3900<br />

ist aber auch mit der kostenlosen<br />

MyRemote App für Apple und Android<br />

steuerbar. Fazit: Ideal für Netzwerk-<br />

Einsteiger und Party-Gastgeber, die<br />

gern mal zeigen möchten, wie gut<br />

Multi-Room funktionieren kann.<br />

Pionierradio<br />

www.terratec.net // 169 Euro<br />

noxon iRadio 300 € 169<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Mittlerweile gibt es Internet-Radios wie Sand am Meer.<br />

Umso interessanter ist es zu beobachten, wie Pioniere<br />

der Gattung im Zuge des wachsenden Wettbewerbs ihre<br />

Produkte weiterentwickeln. Der deutsche Anbieter Terra-<br />

Tec gehört mit seinen NOXON-Radios zu diesen Pionieren.<br />

Und dem iRadio 300 sieht man den Fortschritt sofort an –<br />

und man hört ihn auch. Klanglich ist das iRadio seinen<br />

Vorgängern trotz Mono-Sound deutlich überlegen.<br />

Das Radio zapft mehr als 14.000 Web-Sender an – und<br />

das erfreulicherweise ohne PC-Unterstützung. Nur wer<br />

möchte, kann eine Software installieren, die das Einrichten<br />

der Favoritenlisten erleichtert und die Informationen<br />

per WLAN an den Empfänger sendet.<br />

Das vielseitige Kompaktradio kann außerdem Podcasts<br />

und Musik aus einem UPnP-basierten Heimnetzwerk verarbeiten.<br />

Auch in Sachen Design haben die NOXON-Radios<br />

erfreulich zugelegt. Nur die dünne Plastik-Fernbedienung<br />

kann qualitativ nicht mithalten.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

103


So teSten wir<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

So macht Testen Spaß<br />

Größer, schöner, besser: Das waren die Gründe für den Umzug unseres Verlags<br />

vor ein paar Monaten. neben den Büros haben auch die testräume durch den<br />

ortswechsel gewaltig profitiert. wir zeigen, wie es dort jetzt bei uns aussieht.<br />

1 Wir „wohnen“<br />

jetzt in einem schönen,<br />

neuen, großzügigen<br />

Gebäude in<br />

Haar bei München.<br />

1 2<br />

2 Das Labor befindet<br />

sich direkt neben<br />

den Büros, um<br />

schnell etwas nachprüfen<br />

zu können.<br />

Messen und Testen sind essenzielle<br />

Aufgaben der<br />

Video-HomeVision-Redaktion.<br />

Hier muss alles stimmen,<br />

um verlässliche Bewertungen aller<br />

getesteten Geräte zu garantieren.<br />

Ständig erweitern wir daher das Arsenal<br />

unserer Messgeräte, denken uns<br />

weiterführende Methoden zum „Quälen“<br />

der Geräte aus und entwickeln<br />

neue Referenzsequenzen, um mit der<br />

Technik Schritt halten bzw. den Entwicklern<br />

immer einen Schritt voraus<br />

sein zu können.<br />

Nicht zuletzt sind auch die Räumlichkeiten<br />

sehr wichtig, in denen die<br />

Tests stattfinden. Mit dem Umzug in<br />

ein neues Gebäude haben wir die Gelegenheit<br />

genutzt, die Testumgebungen<br />

deutlich zu verbessern und<br />

die Arbeitsabläufe zu vereinfachen.<br />

Dabei wurde deutlich, wie begrenzt<br />

die Testmöglichkeiten im alten Gebäude<br />

waren, die noch vor fünf Jahren als<br />

ideal galten. Sowohl der neue TV-<br />

Testraum als auch der Hörraum bzw.<br />

das <strong>Heimkino</strong> wurden an unsere gestiegenen<br />

Bedürfnisse angepasst.<br />

<strong>Die</strong> Größe ist wichtig<br />

Der TV-Testraum wurde hauptsächlich<br />

in zwei Punkten verbessert: Größe und<br />

TV-Quellen. Ganz wichtig ist die richtige<br />

Größe, denn mit den Bildschirmdiagonalen<br />

steigen auch die Abmessungen<br />

der TV-Geräte. Noch vor ein paar Jahren<br />

wäre ein Vergleichstest von zehn<br />

55-Zöllern völlig am Markt vorbei geplant<br />

gewesen, doch heute ist diese<br />

Größe normal und findet in unserem<br />

neuen Schwarzraum locker Platz – neben<br />

dem Aufbau für Camcorder-Tests.<br />

Auch bei den dazugehörigen Quellsignalen<br />

hat sich einiges geändert.<br />

Einzig unsere alte RGB-Scart-Verteilung<br />

und den Antennensplitter können<br />

wir noch nutzen, bei HDMI muss<br />

es nun 3D in Highspeed sein, und auch<br />

104


4 5 6<br />

3<br />

3 Der lichtdichte<br />

TV-Raum besitzt<br />

tiefschwarze Wände<br />

und ist groß genug,<br />

um zehn TV-Geräte<br />

im Direktvergleich<br />

testen zu können.<br />

4 AV-Verteiler für<br />

Antenne, RGB-Scart<br />

und 3D-HDMI leiten<br />

dieselbe Quelle auf<br />

acht Geräte.<br />

5 Zehnfach sind folgende<br />

Quellen vorhanden:<br />

Sat, Kabel,<br />

DVB-T, Sat-Ein-Kabel,<br />

UKW, Kabel-Radio<br />

und Netzwerk.<br />

6 Ein USB-Mikroskop<br />

mit 200-facher<br />

Vergrößerung zeigt<br />

die Pixelstruktur<br />

aller Displays.<br />

die Sendewelt hat sich verändert. Jeder<br />

gute Flachbildfernseher verfügt<br />

mittlerweile über Multi-Tuner und<br />

Netzwerk, weshalb wir immer wieder<br />

aufrüsten mussten.<br />

Antennenseitig haben wir nun satellitentechnisch<br />

neben ASTRA und<br />

Hotbird (DiSEqC) auch die neuartige<br />

Einkabellösung als Extraanschluss.<br />

Alle Buchsen sind zehnmal vorhanden:<br />

von DVB-T über einen Kabelanschluss<br />

von Kabel Deutschland bis hin<br />

zu UKW und Kabelradio.<br />

Auch Netzwerkfunktionen werden<br />

von uns getestet: mit Gigabit-LAN und<br />

Dualband-WLAN-n, an das mehrere<br />

Server mit diversen <strong>Die</strong>nsten angeschlossen<br />

sind.<br />

Unsere Messgeräte<br />

<strong>Die</strong> Flotte unserer Messgeräte wächst<br />

stetig, weil viele Parameter – etwa der<br />

Schwarzwert bei Fernsehern – immer<br />

kritischer und schwerer zu messen sind.<br />

Dazu hatten wir vor einiger Zeit das<br />

teure CS-2000 von Konica Minolta gekauft<br />

und die Messräume schwärzen<br />

lassen. Hinzu kommt, dass auch neue<br />

Normen wie die Energielabels verbesserte<br />

Messgeräte erfordern.<br />

Unser neues LMG95 von ZES ZIM-<br />

MER misst jetzt den Stromverbrauch<br />

normgerecht viele tausendmal pro<br />

Sekunde mit einer Genauigkeit im<br />

Milliwattbereich. Eine TV-Messung<br />

muss über einen zehnminütigen Referenzfilm<br />

gemittelt werden. Mikroskop,<br />

Highspeed-Kamera und Oszilloskop<br />

mit mehreren Lichtsensoren<br />

fürs Messen der Ansprechzeit runden<br />

den umfangreichen Gerätepark ab.<br />

Besonders stolz sind wir auf unsere<br />

beiden HDMI-Messcomputer. Sie besitzen<br />

Digital-TV-Sender (DVB-S2,<br />

DVB-C, DVB-T), die unsere Mess- und<br />

Testsequenzen ausspielen, und gleichzeitig<br />

HDMI-Grabber, die die Bildund<br />

Ton-Rohdaten von Set-Top- ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

105


So teSten wir<br />

7 8 9<br />

10<br />

7 Testleiter Roland<br />

Seibt bei der Arbeit<br />

am Laptop<br />

8 Mit der Pixellupe<br />

sieht man sofort,<br />

aus welcher Fabrik<br />

ein Display stammt.<br />

9 Das Referenzmikrofon<br />

von G.R.A.S.,<br />

ein High-End-Wandler<br />

von TerraTec und<br />

die Software ATB<br />

ermöglichen schnelle<br />

Soundmessungen<br />

auch ohne schalltoten<br />

Raum.<br />

10 Unser neuer größerer<br />

Hörraum wurde<br />

nicht nur akustisch,<br />

sondern auch<br />

für Bildtests von<br />

Projektoren<br />

optimiert.<br />

Boxen, Rekordern, Blu-ray-Geräten<br />

oder AV-Receivern mit 260 Megabyte<br />

pro Sekunde speichern. <strong>Die</strong> Auswertung<br />

erfolgt im Pegelbereich von<br />

Standbildern mit selbstgeschriebener<br />

Software oder zur dynamischen Analyse<br />

von Bewegtbildfehlern durch die<br />

äußerst intelligente Software VQMT.<br />

Hörraum-Upgrade<br />

Auch für unseren neuen <strong>Heimkino</strong>-<br />

Hörraum gilt: Größer ist besser. Er misst<br />

jetzt netto 36 m² und ist als hermetisch<br />

isolierter, völlig entkoppelter Raum im<br />

Raum ausgelegt – diesmal jedoch mit<br />

lautloser Lüftung inklusive Kreuzwär-<br />

metauscher, damit die Redakteure auch<br />

bei längeren Sitzungen nicht er sticken.<br />

Den Aufbau überwachte ein Tonstudiospezialist,<br />

der viel Stahlbeton für das<br />

Fundament und spezielle Akustikbauplatten<br />

in Glocken- und Sylomerlagern<br />

verwendete, den Laminatboden vollflächig<br />

verklebte und die Sockelleisten<br />

entkoppelt hat. Es fehlt noch das High-<br />

End-Finetuning durch Hi-Fi-Akus tikguru<br />

Thomas Fast von Fast Audio, der<br />

dem Raum mit seinen berühmten Absorbern<br />

den letzten Schliff geben wird.<br />

Elektrisch setzen wir auf eine massive<br />

Stromversorgung mit 16 mm² Leitungsquerschnitt<br />

und abgeschirmte<br />

Stromkabel im Raum. An Signalquellen<br />

bietet er die gleiche umfangreiche Auswahl<br />

wie der TV-Testraum, hier jedoch<br />

nur doppelt vorhanden.<br />

Damit unsere hörenden Mitarbeiter<br />

positiv eingestellt bleiben und im Hörraum<br />

nicht depressiv werden, haben<br />

wir auf eine komplette Schwärzung<br />

dieses Kinos verzichtet. Trotzdem soll<br />

die Projektion auf unsere Stewart-Referenzleinwand<br />

optimal bleiben, denn<br />

zum guten Ton gehört ein großartiges<br />

Bild. Dafür wurde der gesamte Raum<br />

mittelgrau gestrichen, ein zwei Meter<br />

breiter Streifen in der Reflexionszone<br />

der Leinwand jedoch schwarz. ■<br />

106


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Datum<br />

✗<br />

Unterschrift<br />

WK 1010 E11


Home entertainment | Spielfilm<br />

X-Men: erste entscheidung<br />

Fantasy / USA 2011 / 131 Min. FSK 12 Regie<br />

Matthew Vaughn mit James McAvoy, Kevin Bacon,<br />

Michael Fassbender Disc BD 50 Bild 2,40<br />

(1080p24, AVC) Ton DTS-HD MA 5.1 (Englisch), DTS<br />

5.1 (Deutsch, Französisch) Untertitel Deu., Engl.,<br />

Franz., Holl. Extras Isolierte Filmmusik, BD Live,<br />

Cerebro: Mutantendetektor, Kinder des Atom: <strong>Die</strong><br />

Entstehung von „X-Men: Erste Entscheidung“,<br />

Entfallene Szenen Vertrieb Fox VÖ: 14.10.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

Magneto (Michael Fassbender, links) und Professor<br />

X (James McAvoy) waren in jungen Jahren beste<br />

Freunde. Trotz vieler schöner Frauen um sie herum.<br />

108


Beste Feinde<br />

Eine raffinierte Handlung war noch nie die Stärke der “X-Men”-Filme: Auch das<br />

Prequel “Erste Entscheidung” punktet vor allem mit hervorragenden Darstellern<br />

und knackigen Effekten, die auf Blu-ray Disc fast wie im Kino aussehen.<br />

Dass Mutanten unter uns sind, wissen Kinogänger<br />

bereits seit elf Jahren: Im Jahr 2000 trugen die<br />

Comic-Helden Magneto und Professor X in „X-Men“<br />

ihre Fehde erstmals auf der Leinwand aus. Nach vier Filmen<br />

wird in „X-Men: Erste Entscheidung“ (2011) endlich<br />

erklärt, wie die beiden eigentlich aneinandergerieten.<br />

Mit dem Ziel, die Menschheit auszulöschen, forciert der<br />

mächtige Mutant Sebastian Shaw (Kevin Bacon, siehe Interview)<br />

in der Kubakrise den drohenden Atomkrieg. Da<br />

sich Magneto und Professor X in ihrer Jugend ziemlich nahe<br />

standen, trainieren sie gemeinsam jüngere Mutanten<br />

für den Kampf gegen den Bösewicht. Sie sind Freunde,<br />

wenn auch mit unterschiedlicher Denkweise. Und das hält<br />

auf Dauer keine Freundschaft aus.<br />

Getragen wird „X-Men: Erste Entscheidung“ vor allem von<br />

Michael Fassbender als Magneto und James McAvoy als<br />

Professor X. Ob einzeln oder im Team, die beiden beeindrucken<br />

mehr als die Effekte – obwohl die sich wirklich<br />

sehen lassen können. Als große Schwäche bleibt das Drehbuch,<br />

das viel zu viele Charaktere präsentiert, aber viel zu<br />

wenig Handlung enthält. Dennoch: Besser wurden „X-<br />

Men“-Fans seit Beginn der Reihe nicht mehr unterhalten.<br />

Technik: <strong>Die</strong> Blu-ray-Optik ist gekennzeichnet durch akkurate<br />

Gesichtsfarben, tiefe Schwarztöne, guten Kontrast<br />

und hohe Detailgenauigkeit. Das homogene Bild wurde<br />

optimal von der Kinovorlage transferiert, wirkt angenehm<br />

weich und dank satter, warmer Farben sowie des feinen<br />

Bildkorns sehr „cineastisch“.<br />

Der Sound wurde nur in der englischsprachigen Originalfassung<br />

in HD-Qualität abgelegt. Vor allem der deutschen<br />

DTS-Spur fehlt es an Dynamik. Denn obwohl sich der<br />

Soundmix durch gelungene Wechsel zwischen leisen Passagen<br />

mit klaren Dialogen und krachenden Action-Sequenzen<br />

mit zahlreichen Surroundeffekten auszeichnet,<br />

fehlt dem Klang der letzte Pfiff. Der Bass kann zuweilen<br />

hingegen sehr intensiv werden.<br />

Eine ausführliche Entstehungsgeschichte des Films steht<br />

im Mittelpunkt des Bonusteils: „Kinder des Atoms“ ist ein<br />

in kurze, vielfältige Kapitel unterteiltes spannendes Making<br />

Of. Einige entfallene Szenen, ein BD Live-Zugang und<br />

die isolierte Filmusik sind eher unspektakuläre Beigaben.<br />

Witzig ist die Idee eines Mutantendetektors: In knappen<br />

Beiträgen werden Fähigkeiten und persönliche Geschichte<br />

der Mutanten erläutert.<br />

„Ich will keine Weltherrschaft“<br />

Er gilt als bester Schauspieler,<br />

der noch nie für einen Oscar<br />

nominiert wurde: Kevin Bacon<br />

(53) spielt in “X-Men: Erste<br />

Entscheidung” den Bösewicht.<br />

ViDeo-homeVision: Ist Ihnen eigentlich<br />

bewusst, welche Ausstrahlung Sie besitzen?<br />

keVin Bacon: Ich vergesse das ehrlich<br />

gesagt immer. Manchmal weist mich jemand<br />

darauf hin: „Oh, der Typ war gerade sehr<br />

eingeschüchtert.“ Aber ich denke nicht in<br />

diesen Dimensionen.<br />

VhV: Sie werden oft für düstere Rollen besetzt.<br />

Haben Sie eine bestimmte Vorgehensweise,<br />

sich an diese Figuren heranzutasten?<br />

k. Bacon: Ich versuche, Gemeinsamkeiten<br />

zwischen mir und der Rolle zu finden. Ich suche<br />

nach Gefühlen, zu denen ich einen Bezug<br />

habe: Angst, Schmerz, Wut, Trauer,<br />

Freude, Liebe, Verlangen, Erschöpfung – Zustände,<br />

die jeder kennt. Dann überlege ich,<br />

ob es in einer Figur direkte Verbindungen zu<br />

mir gibt. Im Fall von Sebastian Shaw gibt es<br />

nicht viele: Ich will zum Beispiel nicht die<br />

Weltherrschaft an mich reißen.<br />

VhV: Hatten Sie jemals Probleme, sich anschließend<br />

wiederzufinden?<br />

k. Bacon: Wenn ich eine Rolle spiele,<br />

schalte ich meine eigene Persönlichkeit nie<br />

ganz aus. Das handhabt aber jeder Schauspieler<br />

anders.<br />

VhV: Sie können sofort wieder Kevin Bacon<br />

sein, von einer Minute auf die andere?<br />

k. Bacon: Wenn ich freitags vom Set gehe,<br />

weiß ich, dass ich montags wieder in<br />

diese andere Haut schlüpfen muss. Aber ich<br />

komme abends nicht als Sebastian Shaw<br />

oder wer auch immer nach Hause. Und sobald<br />

der Dreh komplett abgeschlossen ist,<br />

kann ich die Rolle einfach abschütteln.<br />

109


Home entertainment | musik<br />

roxy music – live at the apollo<br />

30 Jahre nach ihrer Gründung<br />

lieferten Roxy Music eine beeindruckende<br />

Bühnenshow ab.<br />

gary moore – live at montreux 2010<br />

Film: Eines seiner letzten Konzerte<br />

spielte Gary Moore, der am 6. Februar<br />

2011 starb, in seinem Schweizer<br />

„Wohnzimmer“. 2010 trat der irische<br />

Übergitarrist zum sechsten Mal beim<br />

Jazzfestival von Montreux auf. Natürlich<br />

ist seine Gitarre die Hauptdarstellerin<br />

des Konzerts, bei dem der ehemalige<br />

Thin-Lizzy-Gitarrist eher seine<br />

rockigen Wurzeln betonte als sei-<br />

Rock / Schweiz 2010 /<br />

99 Min. FSK 0 Regie<br />

Luca de Luigi Disc BD 50 ner Bluesleidenschaft zu frönen.<br />

Bild 1,78:1 (1080p30, technik: <strong>Die</strong> Blu-ray Disc überzeugt<br />

AVC) Ton DTS-HD MA durch eine technisch extrem saubere<br />

5.1, LPCM Stereo, Dolby Umsetzung. Das AVC-codierte Bild ist<br />

Digital5.1 Untertitel lupenrein und zeigt volle Farben, eine<br />

astreine Schärfe und keinerlei Bild-<br />

Keine Extras Bonustracks<br />

Vertrieb Edel VÖ:<br />

im Handel rauschen. Der Ton liegt in drei verschiedenen<br />

Formaten vor, vor allem<br />

im unkomprimierten Stereo ist der<br />

Sound kräftig und geradlinig. Als Bonus<br />

wurden der Disc vier Songs von<br />

Gary Moores Montreux-Auftritt aus<br />

dem Jahr 1997 hinzugefügt.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Film: 30, 18, 50 – das sind echte Traummaße:<br />

30 Jahre nach ihrer Gründung, 18 Jahre nach ihrer<br />

Trennung, kehrten Roxy Music im Sommer<br />

2001 auf die Bühne zurück und gingen auf Welttour.<br />

Bis auf Gründungsmitglied Brian Eno, der<br />

die Band 1973 schon wieder verließ, kamen sie<br />

alle zusammen und gaben, unterstützt von einer<br />

neunköpfigen Begleitband, in legendärer Besetzung<br />

50 Konzerte rund um den Globus: Phil Manzanera<br />

an der Gitarre, Andy MacKay an Saxo-<br />

Pop / Großbritannien<br />

2001 / 105 Min. FSK 0<br />

Disc BD 25 Bild 1,78:1 phon und Oboe, Paul Thompson am Schlagzeug<br />

(1080p30, MPEG-2) Ton und natürlich Bryan Ferry, der Sänger mit der<br />

Dolby Digital 5.1 Untertitel<br />

Keine Extras Keine schen Dandys.<br />

markanten Stimme und Urvater der musikali-<br />

Vertrieb Intergroove VÖ: 21 Songs spielten Roxy Music bei ihrem Auftritt<br />

im Handel<br />

im Londoner Apollo, der auf der Konzert-BD verewigt<br />

wurde. Auf dem Cover prangt traditionell<br />

ein sinnliches Foto, und musikalisch beeindruckt<br />

die Disc nicht nur, indem sie – bis auf das schwer<br />

vermisste „Slave To Love“ – von „Street Life“ über<br />

„Both Ends Burning“, „Avalon“, „Dance Away“<br />

und „Jealous Guy“ sämtliche Hits von Roxy Music<br />

präsentiert. <strong>Die</strong> britische Band, die mit ihrem<br />

eigenwilligen, romantisch-melodiösem Glam-<br />

Rock und ihrem ausgeprägten Sinn für Style und<br />

Ästhetik bahnbrechend war, überrascht mit erstaunlichen<br />

Live-Qualitäten. Zumal Roxy Music<br />

eher den Ruf hatten, auf der Bühne zu schwächeln.<br />

Nicht so bei der Tour 2001, die von der<br />

Gelassenheit des Alters und neu entdeckter Freude<br />

am gemeinsamen Spielen geprägt war.<br />

technik: <strong>Die</strong> Blu-ray Disc enttäuscht in ziemlich<br />

allen Belangen. Das Bild (im MPEG-2-Codec)<br />

ist, wenn überhaupt, gerade mal einer DVD würdig<br />

und zeigt viel zu grobe Strukturen sowie eine<br />

mittelmäßige Schärfe. Besonders auffällig ist<br />

das sehr stark ausgeprägte Bildrauschen, das in<br />

fast jeder Einstellung und besonders auf schwarzen<br />

Flächen auftritt. Auch der Ton ist für einen<br />

Konzertmitschnitt frustrierend. Der Sound liegt<br />

lediglich als Dolby Digital 5.1-Mix vor, und dieser<br />

klingt dann leider auch noch etwas dumpf.<br />

Klarheit und Dynamik fehlen ebenso wie ein vernünftiger<br />

Einsatz der Surroundkanäle. Ein Menü<br />

sucht man auf der Disc übrigens genauso vergeblich<br />

wie Bonusmaterial.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

der Freischütz<br />

Film: „Alles ging aber auch vortrefflich<br />

und sang mit Liebe; ich wurde herausgerufen.<br />

Gedichte und Kränze flogen,“<br />

notierte Carl Maria von Weber<br />

am 18. Juni 1821 in seinem Tagebuch.<br />

<strong>Die</strong> Premiere seiner Oper „Der Freischütz“<br />

war ein Triumph. Fast 200<br />

Jahre später wurde die erste deutsche<br />

Nationaloper von Jens Neubert verfilmt<br />

– als opulentes Kostümspekta-<br />

Opernfilm / Schweiz<br />

2010 / 136 Min. FSK 12<br />

kel mit Hang zur Gigantonomie. Für<br />

Regie Jens Neubert mit<br />

Franz Grundheber, Benno subtile Töne bleibt kein Platz.<br />

Schollum, Juliane Banse technik: Der raumgreifende Sound<br />

Disc BD 50 Bild 2,35:1 (besonders empfehlenswert: die unkomprimierte<br />

7.1-Spur) ist ein echtes<br />

(1080p25, AVC) Ton<br />

DTS-HD HighRes 5.1 (D), Feuerwerk: Orchester, Gesang und<br />

PCM 7.1 (D), PCM Stereo<br />

Hintergrundgeräusche ergeben einen<br />

(D) Untertitel Keine<br />

Extras Making Of, Interviews,<br />

Bildergalerie mix. Für Opernpuristen mag das nichts<br />

sehr präsenten und üppigen Surround-<br />

Vertrieb Constantin / sein, für <strong>Heimkino</strong>fans ist das der siebte<br />

Himmel. Zumal auch das BD-Bild<br />

Highlight VÖ: im Handel<br />

mit kräftigen Farben und knackiger<br />

Schärfe sehr plastisch wirkt.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

westside story<br />

Film: Es ist vor allem die Musik Leonard<br />

Bernsteins, die diese 50 Jahre alte,<br />

aber immer noch moderne, mit<br />

zehn Oscars ausgezeichnete „Romeo<br />

und Julia“-Geschichte zu einem unvergleichlichen<br />

Ereignis werden lässt.<br />

Songs wie „Maria“, „America“ oder<br />

„Tonight, Tonight“ sind heute noch in<br />

aller Munde. Zudem gelten die grandiosen<br />

Tanzszenen als Wegweiser in<br />

Musical / USA 1961 /<br />

154 Min. FSK 12 Regie der Geschichte des Musical-Films.<br />

Jerome Robbins, Robert<br />

technik: Der Sound der Blu-ray Disc<br />

Wise mit Natalie Wood,<br />

Richard Beymer, Russ ist zumindest auf der englischen Tonspur<br />

fantastisch: Hier wurde dem Film<br />

Tamblyn Disc BD 50 Bild<br />

2,20:1, (1080p24, AVC) ein knackiger 7.1 DTS-HD Mix spendiert.<br />

<strong>Die</strong> deutsche Spur (DTS 5.1)<br />

Ton DTS-HD MA 7.1 (E),<br />

DTS 5.1 (D, F), DD 4.0 (E), kann da nicht ganz mithalten. Dennoch<br />

werden auch hier die Songs sau-<br />

DD 5.1 (Span.) Untertitel<br />

Deu., Engl, Span, Franz.,<br />

Holl., Por. u.a.Extras ber wiedergegeben. Das Bild ist für<br />

POW!-Tanz-Mode, das Alter des Films sehr frisch. <strong>Die</strong> Farben<br />

erstrahlen unglaublich satt, aber<br />

Audiokommentar, Musikmaschine<br />

Vertrieb Fox auch die Schärfe sitzt tadellos. <strong>Die</strong> Extras<br />

sind nicht wirklich informativ.<br />

VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

110


Liam Neeson steht in<br />

„Unknown Identity“<br />

zwischen zwei Frauen<br />

– und inmitten einiger<br />

Explosionen.<br />

Unknown idenTiTy<br />

Film: Am Ende ist eine Menge kaputt. Unter anderem drei<br />

Taxis, einige schwere schwarze Wagen, das Geländer der<br />

Oberbaumbrücke, die am Bahnhof Warschauer Straße die<br />

Spree quert, und der komplette obere Bereich des luxuriösen<br />

Hotels Adlon. <strong>Die</strong> Zerstörung all dieser Dinge und Orte<br />

wird mit viel Freude am Effekt ausgeführt und nimmt etwa<br />

die Hälfte der Spieldauer von „Unknown Identity“ ein. <strong>Die</strong><br />

restliche Zeit blickt man meistens in das zweifelnde Gesicht<br />

von Dr. Martin Harris (Liam Neeson). Der kann nämlich die<br />

Thriller / D, USA, GBR<br />

2011 / 113 Min. FSK 16 Dinge, die ihm passieren, nicht glauben. Ihm wiederum<br />

Regie Jaume Collet-Serra<br />

mit Liam Neeson, ne Realität wieder zurechtzurücken. Plausibel ist das alles<br />

glaubt auch keiner, sodass er in einem Kraftakt versucht, sei-<br />

Diane Kruger, Bruno Ganz nur manchmal, spannend stets: Naturwissenschaftler Harris<br />

reist mit seiner Frau (hinreißend kühl: January Jones)<br />

Disc BD 50 Bild 2,40:1<br />

(1080p 24, AVC) Ton<br />

zu einem Kongress in die Bundeshauptstadt. Als er alleine<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch) in einem Taxi unterwegs ist, wird Harris in einen schweren<br />

Untertitel Deutsch, Autounfall verwickelt, der ihn vier Tage seines Lebens kostet.<br />

Und als er danach aufwacht, ist er ein Fremder. Weder<br />

Englisch Extras Hinter<br />

den Kulissen, The Story, Frau noch Kollegen erkennen ihn, ohne Papiere irrt er durch<br />

Interviews, Featurettes die Stadt und hat bald ein Killerkommando im Nacken, das<br />

Vertrieb Studiocanal VÖ:<br />

in schwarzen SUVs durch die Winternächte poltert. Doch er<br />

im Handel<br />

findet auch Verbündete: die Taxifahrerin Gina (Diane Kruger),<br />

die bei dem verhängnisvollen Unfall am Steuer saß,<br />

und den ehemaligen Stasi-Spion Ernst (Bruno Ganz). Gemeinsam<br />

versuchen sie, das Rätsel zu lösen.<br />

Technik: Der in Deutschland gedrehte Thriller bietet von<br />

der ersten bis zur letzten Sekunde einen blitzsauberen Transfer.<br />

Der eisige Berliner Winter wird in kühlen, klaren Farben<br />

gezeigt. Der weit gehaltene Kontrast des hellen Bildes verstärkt<br />

diese frostige Atmosphäre noch weiter, ohne jedoch<br />

den gut abgestuftenen Schwarzwert negativ zu beeinflussen.<br />

Warme Töne finden hingegen kaum Platz in dem rasanten<br />

Thriller. <strong>Die</strong> Schärfe sitzt astrein – auch in den zahlreichen<br />

schnellen Actionsequenzen. In Sachen Ton wurde die<br />

BD mit einer deutschen und einer englischen DTS-HD MA<br />

5.1-Spur ausgestattet. <strong>Die</strong> Originalfassung klingt im direkten<br />

Vergleich der beiden etwas dynamischer, aber auch die<br />

deutsche Version bietet eine solide Soundkulisse und eine<br />

gelungene Synchronisation. Das Bonusmaterial ist zwar umfangreich,<br />

allerdings sind die meisten Beiträge ziemlich kurz<br />

gehalten. Der Blick hinter die Kulissen beispielsweise kommt<br />

gerade mal auf vier Minuten.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 11_2011<br />

111


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILME UND DOKUS<br />

Micky (Mark Wahlberg,<br />

links) steht anfangs im<br />

Schatten seines Halbbruders<br />

Dicky Eklund<br />

(Christian Bale).<br />

THE FIGHTER<br />

FILM: Seine Bilanz ist nicht gerade<br />

überwältigend: 38 Siege in 51 Kämpfen.<br />

Den Weltmeistertitel im Halbweltergewicht<br />

behielt er nicht lange. Und:<br />

Ein Superstar des Boxsports war Micky<br />

Ward nicht. Und doch wurde seine<br />

Geschichte verfilmt: als Familiendrama,<br />

Liebesgeschichte und Sportfilm<br />

zugleich – und das ist absolut mitreißend.<br />

Denn der Titel „The Fighter“,<br />

Drama / USA 2010 / 116<br />

Min. FSK 12 Regie<br />

der Kämpfer, gilt nicht nur im Ring.<br />

David O. Russell mit<br />

Mark Wahlberg, Christian<br />

Bale, Melissa Leo gerät gelegentlich etwas zu weich, ins-<br />

TECHNIK: Das Bild der Blu-ray Disc<br />

Disc BD 50 Bild 2,35:1 gesamt ist die Schärfe aber in Ordnung.<br />

Der Klang ist besser gelungen:<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-HD MA (Deutsch,<br />

<strong>Die</strong> Atmosphäre der Box-Arena während<br />

der Kämpfe ist dank präzisem<br />

Englisch) Untertitel<br />

Deutsch Extras Audiokommentar<br />

(auch als Surroundmix aufregend, die Dialoge<br />

Untertitelspur), Hinter kommen klar verständlich aus den<br />

den Kulissen, Featurette, vorderen Boxen. <strong>Die</strong> Extras gewähren<br />

entfallene Szenen, Interviews<br />

Vertrieb Senator<br />

einen Blick hinter die Kulissen und erzählen<br />

in einer Dokumentation die<br />

VÖ: 14.10.<br />

wahre Geschichte.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

WILDER PLANET ERDE – OUTSIDERS AFRICA<br />

FILM: Ein weißer Löwe gilt hierzulande<br />

als exotisches Prachttier – in der<br />

freien Wildbahn muss er fast täglich<br />

um sein Leben kämpfen. Ellen Windemuth<br />

und Peter Lamberti machten<br />

sich auf die Suche nach Tieren, die<br />

durch ihre ungewöhnliche Farbe ein<br />

ungewöhnliches Leben führen müssen:<br />

Gelbe Krokodile sind ebenso zu<br />

Dokumentation /<br />

sehen wie rosa Nilpferde.<br />

Deutschland 2010 / 53<br />

Min. FSK o.A. Regie<br />

TECHNIK: <strong>Die</strong> Dokumentation besticht<br />

durch ihre sehr gute technische<br />

Ellen Windemuth, Peter<br />

Lamberti Disc BD 25 Umsetzung. <strong>Die</strong> wunderbaren HD-<br />

Bild 1,78:1 (1080p24 Aufnahmen der Tiere Afrikas sind gestochen<br />

scharf und satt in den Farben.<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

5.1 (Deutsch) Untertitel<br />

Auch die akustische Untermalung der<br />

keine Extras keine<br />

Vertrieb KSM VÖ: im Bilder ist gelungen: Sprecherin, Geräusche<br />

und Musik ergeben ein har-<br />

Handel.<br />

monisches Gesamtwerk. Schade allerdings,<br />

dass auf Bonusmaterial vollkommen<br />

verzichtet wurde – zumal der<br />

Film mit nur 53 Minuten Länge relativ<br />

kurz geraten ist.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

SENNA<br />

FILM: Am 1. Mai 1994 verunglückte<br />

der dreimalige Weltmeister Ayrton<br />

Senna tödlich. Nun erzählt ein Dokumentarfilm<br />

– schlicht „Senna“ (2010)<br />

betitelt – vom viel zu kurzen Leben<br />

des streitbaren Genies. Regisseur Asif<br />

Kapadia bewältigt die schwierige Aufgabe<br />

mit Bravour: ein Fest nicht nur<br />

für Rennsportfans und Nostalgiker.<br />

TECHNIK: Technisch macht die Doppel-DVD<br />

einen ordentlichen Eindruck.<br />

Dokumentation / Großbritannien<br />

2010 / 101<br />

Min. FSK 6 Regie Asif <strong>Die</strong> alten Archivaufnahmen körnen<br />

Kapadia Disc 2 DVDs und sind bisweilen verwackelt – aber<br />

Bild 1,78:1 (anamorph) das lässt das Bild authentisch wirken.<br />

Ton Dolby Digital 5.1 Der Soundmix legt Wert auf klare Dialoge,<br />

Effekte sind selbst in den Renn-<br />

(Deutsch) u.a. Untertitel<br />

Deutsch, Englisch, Spanisch,<br />

Holländisch, Sloszenen<br />

rar. Ein spannender Audiokommentar<br />

und die Dokumentation „Der<br />

wenisch, Tschechisch,<br />

Ungarisch, Türkisch u.a. größte Sieg von allen“ sind die Extras<br />

Extras Audiokommentar, der Hauptfilm-DVD. Auf der Bonusdisc<br />

gibt es zudem ausführliche Inter-<br />

Interviews, Dokumentation,<br />

Heim<strong>video</strong> Vertrieb views und Heim<strong>video</strong>ausschnitte.<br />

Universal VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

YOUR HIGHNESS – SCHWERTER, JOINTS ...<br />

FILM: Wer echten Hollywoodstars dabei<br />

zusehen will, wie sie sich vollkommen<br />

zum Affen machen, kann bei einschlägigen<br />

Klatschportalen vorbeischauen<br />

– oder zu dieser Süßwasserperle<br />

der Filmkunst greifen: James<br />

Franco als heroischer Ritter, Natalie<br />

Portman als Amazone und Danny Mc-<br />

Bride als lüsterner Prinz erlegen einen<br />

Drachen und rauchen viel Gras.<br />

Komödie / USA 2010 /<br />

102 Min. FSK 16 Regie TECHNIK: <strong>Die</strong> Ausstattung der BD ist<br />

David Gordon Green mit besser, als es „Your Highness – Schwerter,<br />

Joints und scharfe Bräute“ ver-<br />

Danny McBride, James<br />

Franco, Natalie Portman<br />

Disc BD 50 Bild 2,35:1<br />

dient: Das Bild ist – im Gegensatz zu<br />

(1080p24, AVC) Ton den Filmfiguren – weitestgehend<br />

DTS-HD MA 5.1 (Englisch),<br />

DTS 5.1 (Deutsch, hen in Ordnung. Der Sound zeichnet<br />

rauschfrei, Schärfe und Kontrast ge-<br />

Französisch, Italienisch sich durch ein paar gelungene Surroundeffekte<br />

aus und kommt klar und<br />

u.a.) Untertitel Englisch,<br />

Deutsch, Japanisch u.a.<br />

Extras Entfallene und knackig aus den Boxen. Im Bonusmaterial<br />

findet sich unter anderem ein<br />

verpatzte Szenen, „Perverse<br />

Visionen“ Vertrieb äußerst befremdlicher Beitrag mit dem<br />

Universal VÖ: 13.10. treffenden Titel „Perverse Visionen“.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

SECONDS APART<br />

FILM: <strong>Die</strong> Zwillinge Jonah und Seth<br />

(Edmund und Gary Entin) teilen nicht<br />

nur den Kleidergeschmack, sondern<br />

auch eine finstere Gabe: Sie beherrschen<br />

Telekinese und Telepathie – und<br />

nutzen beides, um ihre Mitschüler reihenweise<br />

um die Ecke zu bringen. Ein<br />

Polizist stellt sich ihnen in diesem<br />

Standard-Horrorthriller in den Weg.<br />

Horrorthriller / USA TECHNIK: Der Film bedient sich eines<br />

2011 / 89 Min. FSK 16<br />

stark stilisierten Bildes. <strong>Die</strong> Farben<br />

Regie Antonio Negret<br />

mit Orlando Jones, sind entsättigt und Töne wie Grau,<br />

Edmund Entin, Gary Entin Braun und Beige dominieren den<br />

Disc BD 50 Bild 1,78:1 Look. <strong>Die</strong> Schärfe ist gut, nur in Bewegung<br />

verschwimmen die Umrisse<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

ein wenig. Der Kontrast ist weit gehalten.<br />

Der Ton ist sehr sauber arrangiert.<br />

(Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Hinter den Kulissen,<br />

Online Specials dentliche Dynamik und sehr gute Ver-<br />

Beide Sprachfassungen bieten eine or-<br />

Vertrieb Universum VÖ: ständlichkeit. Abgesehen von dem auf<br />

14.10. den Extras enthaltenen „Behind the<br />

Scenes“ kann weiteres Bonusmaterial<br />

online angesehen werden.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES<br />

FILM: Sergeant Nantz (Aaron Eckhart)<br />

will eigentlich in den Ruhestand. Aber<br />

als Aliens die Erde angreifen, tut der<br />

Haudegen seine blutige Pflicht. Leider<br />

sieht man in dem platten Actioner<br />

zu wenig von den außerirdischen Invasoren.<br />

Ansonsten hat der Film alles,<br />

was man von einem Blockbuster<br />

Action, ScFi / USA 2011 erwartet: Bombastische Effekte, atemlose<br />

Action und wahre Helden.<br />

/ 116 Min. FSK 16 Regie<br />

Jonathan Liebesman<br />

TECHNIK: Beeindruckend wurde das<br />

mit Aaron Eckhart,<br />

Bridget Moynahan, filmische Effektgewitter vor allem<br />

Michelle Rodriguez Disc beim Sound umgesetzt, der die Gefechtskulisse<br />

kontinuierlich aufrecht-<br />

BD 50 Bild 2,40:1<br />

(1080p24, AVC) Ton erhält. Explosionen und Maschinengewehrsalven<br />

werden dank des sehr<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch,<br />

präsenten Subwoofers wohl auch die<br />

Englisch, Türkisch Extras Nachbarn zu spüren bekommen. Auch<br />

BD-Live, iMovie, Kommandozentrale,<br />

Behind ben, Kontrast, Schärfe und Rausch-<br />

das Bild ist blockbustertauglich: Far-<br />

the Battle, Aliens in LA, verhalten sind allesamt tadellos. Zudem<br />

wurde das Bonusmaterial groß-<br />

Featurettes Vertrieb<br />

Sony VÖ: 14.10.<br />

zügig bestückt.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Aaron Eckhart muss<br />

als rentenwilliger Sergeant<br />

zum letzten großen<br />

Gefecht antreten.<br />

112


„Besser<br />

als Bourne“<br />

Cinema<br />

Diane Kruger<br />

January Jones<br />

Bruno Ganz<br />

„Grandioser<br />

Nervenkitzel“<br />

TV Direkt<br />

JETZT AUF DVD<br />

UND BLU-RAY!<br />

STUDIOCANAL GmbH · Neue Promenade 4 · 10178 Berlin · www.studiocanal.de


THOR<br />

Action / USA 2011 / 115 Min. FSK 12 Regie<br />

Kenneth Branagh mit Chris Hemsworth, Natalie<br />

Portman, Tom Hiddleston Disc 2 x BD 50 + DVD<br />

Bild 2,35:1 (1080p24, AVC / MVC) Ton DTS-HD MA<br />

7.1 (Engl.), Dolby Dig. 5.1 (Deu., Franz., Span., Ital.)<br />

Untertitel Deu., Engl., Franz., Span., Ital., Dän.,<br />

Holl., Norw., Fin., Schw. Extras Audiokommentar,<br />

Entfallene Szenen, Featurettes, Digitale Kopie, DVD<br />

des Films Vertrieb Paramount VÖ: im Handel<br />

Thor (Chris Hemsworth) hämmerte<br />

sich in das Herz von Jane (Natalie<br />

Portman) und kehrt im nächsten Jahr<br />

als Teil der „Avengers“ (Kinostart: 26.<br />

April 2012) zum Gipfeltreffen der Comic-Helden<br />

auf die Leinwand zurück.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

Auf den Putz gehauen<br />

Wer Kenneth Branagh sagt, muss<br />

auch Shakespeare sagen: Der britische<br />

Schauspieler und Regisseur<br />

gilt als Experte für Shakespeare-Verfilmungen.<br />

Ausgerechnet Kenneth Branagh wurde<br />

jetzt von Hollywood ins Marvel-Universum<br />

eingeladen. Das ist bemerkenswert, sehr<br />

gewagt – und eine spannende Ausgangslage<br />

für „Thor“ (2011), den Hammer schwingenden<br />

Comic-Helden.<br />

In gnadenloser Arroganz beendet Thor<br />

(Chris Hemsworth) einen alten Waffenstillstand<br />

mit den Frostriesen. Sein Vater Odin<br />

(Sir Anthony Hopkins) verbannt ihn zur<br />

Strafe ohne Superkräfte auf die Erde. Thor<br />

soll auf Demut lernen und erwachsen werden.<br />

Dabei hilft ihm die Wissenschaftlerin<br />

Jane (Natalie Portman). Derweil sät Thors<br />

zwielichtiger Bruder Loki (Tom Hiddleston)<br />

Verrat, verübt Mordversuche und spinnt<br />

Intrigen: Damit kennt sich Regisseur Kenneth<br />

Branagh aus. Er inszenierte „Thor“ als<br />

bombastisches und unterhaltsames „Best<br />

Of Shakespeare“. Und das macht den herkömmlichen<br />

Superheldenfilm trotz langweiliger<br />

Actionszenen sehenswert.<br />

TECHNIK: Optik und Sound sind fantastisch<br />

und wirken sehr frisch. Das 2D-Bild ist<br />

knackscharf, außergewöhnlich detailreich<br />

und bringt die verschiedenen Stimmungen<br />

(das goldige Asgard, die Hitze Arizonas und<br />

die Kälte des Eisplaneten) sehr gut zur Geltung.<br />

<strong>Die</strong> 3D-Version überzeugt nicht: Kontrast<br />

und Detailtiefe sind schwach, die<br />

Schärfe lässt merklich nach. Ein echter<br />

räumlicher Effekt stellt sich nicht ein.<br />

<strong>Die</strong> Dolby Digital 5.1-Spuren der Synchronfassungen<br />

sind wuchtig und zwingen den<br />

Subwoofer immer wieder zu Höchstleistungen.<br />

<strong>Die</strong> Aufteilung der Surroundspuren ist<br />

präzise, die Effekte prasseln wie ein Gewitter<br />

aus den Boxen. <strong>Die</strong> englische Originalspur<br />

wurde in DTS-HD MA 7.1 abgelegt,<br />

was den räumlichen Erlebnisfaktor noch<br />

einmal deutlich erhöht. Im Bonusteil gibt es<br />

digitale Kopien, einen launigen Audiokommentar<br />

des Regisseurs und einige reißerische,<br />

aber interessante Featurettes.<br />

SO TESTET VIDEO-HOMEVISION<br />

Kontrast, Schärfe, Farbwiedergabe, Schwarzwerte – an<br />

das Blu-ray-Bild stellen wir höchste Ansprüche. In<br />

unserem <strong>Heimkino</strong> spielen wir die Discs mit einem Full-<br />

HD-Projektor ab und achten genau auf eventuelle Störfaktoren<br />

(Artefakte, Nachzieheffekte). Der Sound wird<br />

via HDMI von einem 7.1-Denon-System ausgegeben.<br />

Wir testen die deutsche Tonspur und ziehen zum Vergleich<br />

die Originalversion heran. Beurteilt werden Dynamik,<br />

Surrounderlebnis sowie Verständlichkeit der Dialoge.<br />

<strong>Die</strong> Wertung der Extras bezieht sich nicht nur<br />

auf den Umfang, sondern vor allem auf Qualität und interaktive<br />

Möglichkeiten. 3D-Blu-rays testen wir auf<br />

Panasonic-Equipement (aktive Shutterbrillen, Plasma-<br />

TV: TX-P50VT30, Blu-ray-Player: DMP-BDT 310). Dabei<br />

achten wir auf den homogenen Aufbau der räumlichen<br />

Tiefe, Pop-out-Effekte und störendes Ghosting.<br />

SANCTUM<br />

FILM: Regisseur Alister Grierson erzählt<br />

eine leicht anachronistisch anmutende<br />

Geschichte um ein Team von<br />

Abenteurern, das in Papua-Neuguinea<br />

„die Mutter aller Höhlen“ erforschen<br />

will. Natürlich endet der Ausflug<br />

in einer Katastrophe: Eingeschlossen<br />

kämpfen die Taucher in einem uninspirierten<br />

Abenteuerfilm um ihr Leben.<br />

Zeit für dümmliche Dialoge neh-<br />

Abenteuer / USA 2011 /<br />

109 Min. FSK 16 Regie<br />

men sie sich dabei aber schon.<br />

Alister Grierson mit<br />

Richard Roxburgh, Rhys TECHNIK: <strong>Die</strong> 3D-Effekte, die James<br />

Wakefield, Alice Parkinson<br />

Disc BD 50 Bild sind unaufdringlich in den Film ein-<br />

Camerons „Avatar“-Team realisierte,<br />

1,85:1 (1080p24, AVC / gearbeitet. Gut erkennt man das Innenleben<br />

der Höhle, die Weite der<br />

MVC) Ton DTS-HighRes<br />

5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Räume ebenso wie die Enge jener Gänge,<br />

durch die gerade mal ein Taucher<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Making Of, Featurettes,<br />

Interviews, passt. Insgesamt ist das Bild zu dunkel<br />

geraten, Konturen verschwimmen<br />

Hinter den Kulissen<br />

Vertrieb Constantin / leicht, die Schärfe sitzt nicht immer<br />

Highlight VÖ: im Handel korrekt. Dafür gibt‘s einen gewaltigen,<br />

surroundigen Soundmix.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Der junge Josh (Rhys Wakefield,<br />

rechts) ist sich mit seinem Vater<br />

(Richard Roxburgh) selten einig.<br />

114


Home entertainment | 3D-Filme<br />

Pina<br />

FiLm: Regisseur Wim Wenders wollte<br />

in „Pina – Tanzt, tanzt, sonst sind<br />

wir verloren“ in erster Linie die Kraft<br />

von Pina Bausch wirken lassen. Wie<br />

es die 2009 verstorbene Choreografin<br />

und Tänzerin selbst schätzte, lebt<br />

auch die Hommage von kleinen Gesten<br />

– und ist trotzdem ein intensiver<br />

Film, der für Deutschland ins Rennen<br />

Dokumentarfilm /<br />

um den Auslandsoscar 2012 geht.<br />

Deutschland 2011 / 103<br />

Min. FSK 12 Regie Wim Technik: Selten zuvor sah man eine<br />

Wenders Disc 3 x BD 50 so ausgereifte 3D-Technik im <strong>Heimkino</strong>.<br />

Technik, die sich um den Gegen-<br />

Bild 1,85:1 (AVC / MVC)<br />

Ton DTS-HD MA 5.1 stand, den es zu erzählen gilt,<br />