buffed Magazin The Elder Scrolls (Vorschau)

1130520.tb5q3

Nr. #40 | Ausgabe 03-04 2014 | € 6,99

Österreich: € 7,80; Schweiz: sfr 12,50; Benelux: € 8,20;

Italien: € 9,50; Spanien: € 9,50

Special:

AlternAtiven

zu HeArtHStone

Blizzards Kartenspiel ist

genial, es geht aber

noch besser!

HeArtHStone

` Blizzards Kartenspiel im Test

` So sehen Sieger aus: Die

besten Tipps und Taktiken

WoW: WArlorDS

of DrAenor

` Neue Spielmechaniken

` Änderungen an Interface

und Charaktermodellen

WorlD of tAnkS

` Guide: Panzerung ausnutzen oder

durchschlagen – so geht’s!

` Wargaming-Boss im Interview

Die letzten infoS vor Dem releASe!

Elder

Scrolls

The

Online

Direkt aus der Beta: TESOs Tamriel ist so genial,

dass es auch überzeugte Offline-Rollenspiel-Fans

begeistert – ein detaillierter Erfahrungsbericht

Wildstar

So funktionieren öffentliche Events,

Space-Missionen und Talentsystem.

DSA: Blackguards

Mit einer Bande Diebe und Mörder liefert

Ihr Euch taktische Gefechte in Aventurien.

Wasteland 2

Für Fallout-Fans: Die kultige Fortsetzung

des Rollenspiel-Klassikers von 1987


Editorial

Fehlerfrei ohne lange Open

Beta? Geht das überhaupt?

der neue trend:

SaMMelkartenSPiele

StartSchwierigkeiten von MMorPgS

Am 4. April erscheint The Elder Scrolls Online und mit Wildstar dürfte bald ein weiteres

MMORPG mit Abomodell in den Regalen stehen. Wirklich erstaunlich ist, dass

sowohl ZeniMax als auch NCsoft auf eine lange Open-Beta-Phase verzichtet haben.

Sind sich die beiden Entwickler der Qualität ihrer Titel so sicher oder muss man hier

in den ersten Wochen mit einer Käferplage rechnen? Sicherlich werden wir in beiden

Spielen noch etliche Bugs finden, angesichts des Umfangs und der Komplexität eines

MMORPGs ist das aber normal. Viel größer schätze ich die Gefahren ein, die von

einem unzureichenden Endgame ausgehen. Sei es, weil die Inhalte schlicht noch fehlen

oder der angebotene Stoff nur eine interne Qualitätssicherung durchlaufen hat.

Warum versagte bislang so ziemlich jedes neue Online-Rollenspiel im Punkt Endgame?

Immerhin sind das die Inhalte, mit denen die Spieler – wenn sie nicht schon

vorher die Lust verlieren und aufhören – die meiste Zeit verbringen. In einer perfekten

Welt würden die Spieleschmieden das Endgame zuerst fertigstellen. Das Design der

Level-Phase fällt dem Entwickler dann umso leichter, schließlich kennen sie schon

den Endpunkt und können die Spieler schrittweise darauf vorbereiten. So bekämen

sie auch ein Spiel erlebnis aus einem Guss hin.

Ich bin gespannt, hege aber diverse Zweifel, ob das bei The Elder Scrolls Online

und Wildstar klappt. Bevor jetzt die Fanboys zu den brennenden Fackeln und Mistgabeln

greifen: Bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich auf beide Titel, bin aber skeptisch.

Die bisherige Geschichte der MMORPGs mahnt zur Vorsicht – auch und gerade

bei zwei Titeln mit solch enormen Hitpotenzial, dass sie auf ihrer jeweiligen Hype-Welle

der Veröffentlichung entgegenreiten.

action oder SiMulation?

Über 75 Millionen Spieler weltweit begeistern sich für die Panzerschlachten

in World of Tanks. Im Vergleich dazu weist selbst ein WoW

nur bescheidene Spielerzahlen auf. Kein Wunder also, dass die Konkurrenz

ein Stück vom Kuchen abhaben will, so wie Gaijin mit dem

simulationslastigen War Thunder: Ground Forces. Egal wie dieses

Duell ausgeht, die Spieler gewinnen in jedem Fall, weil sich beide

Entwickler jetzt noch mehr ins Zeug legen werden.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch

Alexander Geltenpoth

HeartHstone zum einstieg

Blizzard begeistert mit Hearthstone eine riesige

Masse an Spielern, die zuvor nie daran gedacht

hätten, ein Sammelkartenspiel anzufassen.

Klar macht Hearthstone viel Spaß, ist aber

objektiv betrachtet gar nicht so gut. Zahlreiche

Konkurrenztitel bieten mehr Tiefgang,

mehr Spielmodi und mehr Umfang, fristen

aber ein Nischendasein, weil sie nur in eingefleischten

Communitys bekannt sind. buffed

präsentiert Euch ab Seite 98 die besten Alternativen

zu Hearthstone.

alle online-

Hits 2014

Aktuell steht ein Sonderheft

von buffed im

Handel, das Euch die

besten Online-Spiele

2014 präsentiert. Dazu

gehören bereits erhältliche

Titel, aber

auch solche, die erst

im Lauf dieses Jahres

erscheinen. Mit dabei

sind The Elder Scrolls Online, Wildstar, WoW:

Warlords of Draenor, Diablo 3: Reaper of Souls,

Hearthstone, World of Tanks, Star Citizen,

Guild Wars 2, Everquest: Next und weitere. Ihr

könnt das Sonderheft auch einfach bestellen:

shop.computec.de/buffed/heftbestellung/

sonderhefte/

4


LEIDENSCHAFT FÜR GAMES

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Magazine/e-PaPer bOOKazines

Webseiten aPPs

gaMes gaMing-server


Inhalt

SouTh park

WiderWärtig und doch schön

Infos zum Rollenspiel findet Ihr ab Seite 30.

ruBriken

105 Abo-Angebot mit Prämie

110 buffed-Community

4 Editorial

115 Impressum & Vorschau

106 Mediathek

8 News

114 Rollenspielgruft

53 So testen wir

52 Teamseite

TiTelThema: The elder ScrollS online

Was Sascha „Berserkerkitten“ Penzhorn alles in der geschlossenen Beta erlebte und warum er

vom TESO-Verweigerer zum Vorbesteller wurde, lest Ihr in unserer Mega-Vorschau.

WildSTar

Wir berichten erneut aus der Beta von Wildstar und untersuchen AMP-Talente und das Handwerk.

Dieses Mal sind wir als Sanitäter in der kunterbunten Welt unterwegs.

20

42

Spiele

114 Albion

66 Castle Storm

48 DayZ

54 DSA: Blackguards

38 FFXIV: A Realm Reborn

74 Hearthstone: Heroes of Warcraft

62 Might & Magic X: Legacy

30 South Park: Der Stab der Wahrheit

20 The Elder Scrolls Online

28 Trove

34 War Thunder: Ground Forces

16 Wasteland 2

42 Wildstar

86 World of Tanks

68 WoW: Warlords of Draenor

SpecialS

98 Alternativen zu Hearthstone

94 Entwickler-Dossier Victor Kislyi

54 16 48

dSa: BlackguardS

Warum Fans von Taktik-Rollenspielen auf ihre

Kosten kommen, das Spiel von Entwickler Daedalic

aber trotzdem einige Schwächen hat, erfahrt

Ihr im Test.

6

WaSTeland 2

Lohnt sich ein Kauf der Fortsetzung des

Kult-Klassikers für eingefleischte Fans? Wir

haben uns in den Early Access gestürzt und

geben eine Antwort.

dayZ

Wir haben die Klingen geschärft und die Patronen

nachgeladen. Damit sind wir bereit, in

der Alpha-Version des Zombie-MMOs ums

Überleben zu kämpfen.


98

Lust bekommen durch Hearthstone? Wir stellen

Euch andere Sammelkartenspiele vor.

m 23. Januar 2014 startete der of­

fene Betatest für Blizzards Hearthstone.

Das erste Online­Sammelkartenspiel

und vor allem das erste Free­

2Play­

Spiel des kalifornischen Kult­Studios

ist seither für jedermann verfügbar. Einfach

den Client herunterladen und losspielen.

Bereits im Laufe der zuvor gestarteten ge­

schlossenen Beta­Phase, die nur für einge­

ladene Tester zugänglich war, begeisterte

Hearthstone Millionen von Spielern. Weni­

ge Tage nach Beta­Start war Hearthstone

eines der meistgeschauten Spiele auf der

Streaming­Plattform heute. Die Blizzard­Entwickler scheinen mit

dem Sammelkartenspiel abermals zu

schaffen, was Blizzard­Entwickler nun mal

so schaffen: ein Genre populär zu machen,

das viele vorher vielleicht ignoriert hatten.

Freilich fristen Sammelkartenspiele kein

Nischendasein. Als Massenphänomen gilt

aber wohl bestenfalls Magic – The Gathe­

ring. Und selbst das ist vielen Compu­

ter­Spielern zu Twitch – und ist es bis

„nerdig“.

Solforge ist ein klassisches Sammelkartenspiel,

bringt jedoch viele neue Ideen mit.

Duels of the Planeswalkers ist die einsteigerfreundliche

Adaption von Magic – The Gathering.

Es gibt unzählige Sammelkartenspiele, die

Mechaniken unterschiedlich umsetzen, die

mehr Wert auf Taktik legen oder durch einen

größeren Satz an Karten mehr Strategien

ermöglichen. Hearthstone ist fraglos

ein sehr gutes und vor allem sehr unterhaltsames

Sammelkartenspiel. Es ist aber

keineswegs das taktischste oder das ausgefallenste.

Wir wollen Euch auf den folgenden Seiten

einige weitere digitale Sammelkartenspiele

als Alternativen vorstellen. Von Duels

of the Planeswalkers (der Adaption des

großen Vorbilds Magic – The Gathering)

PasoLeati, buffed.de-Nutzer

über das ebenfalls erst kürzlich gestartete

Hearthstone folgt dem typischen Bliz­

Solforge bis zum ausgefallenen Card Hunter,

das sogar Sammelkarten­ mit Brettzard­Erfolgskonzept,

mit dem auch World of

Warcraft groß wurde. Es ist im Vergleich zu

spiel kombiniert. Wenn Ihr also nach Alternativen

zu Hearthstone sucht oder einfach

schlackt. Es ist konsequent auf Einsteiger­

so nach neuen Spielen zum Ausprobieren

anderen Sammelkartenspielen kräftig ent­

freundlichkeit getrimmt und liefert konsfahndet,

findet Ihr in diesem Artikel hoftant

kurze Matches. Dadurch entdecken

fentlich die eine oder andere Anregung.

viele neue Spieler das Genre für sich – und

Der Clou: Die meisten Spiele nutzen genau

wollen früher oder später vielleicht mehr.

wie Hearthstone ein Free2Play­Modell. DB

Scrolls von Mojang kombiniert Sammelkartenspiel

mit rundenbasierter Hexfeld-Taktik.

99

Trove erinnert optisch an Minecraft. Die Spielwelt

setzt sich allerdings aus Voxeln zusammen.

Bosse in Dungeons, verbessern ihren Hel-

und Blöcke in Quadratoptik zu zerbröckeln

den und bauen fleißig an Spielwelt und

oder das Errichten einer Heimatbasis sind

Heimatbasis, genannt Cornerstone, he-

die Hauptbeschäftigungen – Quests fehlen

rum. Aktuell läuft eine Alpha-Version des

bisher. Im Kampf-Modus gibt’s Erfahrungspunkte

und Level-ups, die den Charakter

das Team von Trion an einem Sand-

RPG-Baukastens, zu der nur Zutritt hat, wer

box-Spiel mit Voxel-Grafik, das ähnlich wie

eines der teuren Founder-Pakete kauft

immer ein wenig stärker machen. Die zerberstenden

Quader und Tierchen lassen au-

ein MMORPG funktioniert. Nur mit dem Un-

(mehr dazu im Extrakasten) oder mit ganz

terschied, dass im fertigen Spiel lediglich

viel Glück einen Code ergattert.

ßerdem Materialien fallen, die mittels Handwerksmodus

durch Kombinieren mit ande-

etwa 60 Spieler auf einen Server passen

– es kommt also nicht ganz so massiv da-

Von Rittern und Bauern

ren Stoffen zu hochklassigem Baumaterial

her wie ein echtes Online-Rollenspiel. Ge-

Bisher steht mit dem Ritter nur eine Klasse

veredelt werden und dann bereit zum Einsatz

sind. Ressourcen sind in der Spielwelt

auf Bergen, Wiesen in unterirdischen Höhlen

oder in Wäldern zu finden – Minecraft

lässt grüßen. Trove ist voller schöner Orte

– auch ohne das Zutun der Community,

denn die Voxel-Welten erschaffen sich zufallsgeneriert,

wenn neue Server aufgehen,

und formen dabei immer wieder echte Hingucker

wie riesige Bergmassive und Täler.

Der Held reist per Klick von Welt zu

Welt, um andere Spieler oder Freunde zu

treffen. Wer sich jetzt fragt, warum man

dann überhaupt eine Heimatbasis errichtet,

bekommt eine einfache wie geniale

Antwort: Der sogenannte Heimat-Corner-

Hohe Türme, große Schlösser – wie es sich für diese

stone zieht mit auf die neue Welt um. So

Art Spiel gehört, könnt Ihr bauen, was Euch gefällt.

bleiben lieb gewonnene Hütten oder meinsam lösen Spieler Missionen, kloppen

zur Verfügung. Knuffige Bienchen, Spinnen

aber

28

Die Spielwelten in Trove sind zufällig generiert.

Das sorgt für die nötige Abwechslung.

Damit es nicht langweilig wird, baut Ihr nicht

ausschließlich. Ihr müsst auch kämpfen.

prunkvolle Eigenheime beim Wechsel Besitzer bestimmt, was darauf gebaut

Reittiere sowie die neue Klasse Gunslinger.

nicht auf dem Server zurück, sondern oder abgerissen wird. Bauplätze sind mit

Sobald die Missionen im Spiel sind, wird

sind wie ein Wohnwagen immer dabei. einem Ausrufezeichen gekennzeichnet. Ist

sich zeigen, ob Trove halten kann, was es

Hat man doch mal genug von der ersten der Platz bereits besetzt, weist eine Art

verspricht: nämlich ein Massive Multiverse

Studentenbude, reißt man die Butze kur-

Klingelschild auf den Besitzer hin.

Adventure zu sein. Denn durch den vielsei-

zerhand ab und baut neu. Entweder auf

tigen Feature-Mix aus spaßigen Gruppenin-

dem Platz der alten Basis oder an einem Waiting Phase One

halten, coolen Klassen, Dungeon-Kämpfen,

neuen Ort, den es natürlich erst mal zu Richtig viel gibt’s bisher noch nicht zu tun

vielen Items und obendrein einem Bau-Mo-

beanspruchen gilt. Die Spielwelt von Trove in der Alpha – Bauen und Erkunden macht

dus hat Trove sicher auch gegen starke

ist zwar dank Voxel-Engine komplett zer-

aber bereits eine Menge Spaß. In Kürze

Konkurrenz wie Minecraft, Cube World oder

störbar, der Cornerstone bleibt aber vor implementiert Entwickler Trion die ange-

demnächst Everquest Next: Landmark eine

feindlichen Angriffen verschont. Nur der kündigten Quests, neue Gebiete, Begleiter,

Chance. Wir sind gespannt.

MB

Ins Spiel lassen die Entwickler von Trion vorerst fast nur Spieler, die für den Zugang bezahlen. In

die Alpha könnt Ihr Euch über die Webseite einkaufen: www.trovegame.com/support-trove.

die

BiLLigste Version Für den MittLeren Für MiLLionäre

Adventurer für 18,99 Euro geLdBeuteL

und Verrückte

Gewährt vorzeitigen Zugang Champion für 46,99 Euro

Pixel Master für 899,99 Euro und

Die luxuriösere Variante gewährt

nicht nur vorzeitigen Richtig gelesen. Die beiden

spendiert Trion eine Inven-

Zugang zur Alpha und alle Pakete gibt es tatsächlich. Wer

tar-Erweiterung sowie einen weiteren Boni, die auch in viel Geld übrig hat und die

kleinen Betrag der Ingame- der günstigeren Adventu-

Entwickler unterstützen

Währung, für die es später rer-Version enthalten sind. möchte, greift zum Bentley

Voxel Savant für 2.239,99 Euro

zur Alpha mit der nächsten

Einladungswelle. Obendrauf

im Shop wohl Obendrein gibt es den oder Rolls-Royce unter den Pa-

Mounts, Klassen

Soundtrack zum Spiel, einen keten. Dafür wird man im

oder aber auch

weiteren Zugangs-Code für Spiel verewigt beziehungsweise

darf sogar gemeinsam

spezielle Mate-

einen Freund, ein Mount und

rialien geben

eine Platzerweiterung für die mit dem Entwicklerteam an

könnte.

Heimatbasis.

einem eigenen Gebiet arbeiten

und entscheiden, welche

Monster dort leben und wie

es aussehen soll.

Vorschau

Anbieter:

Trion Worlds

Termin: 22112013 22112013 (Alpha)

Web: wwwtrovegamecom

wwwtrovegamecom

Maria „Silarwen“ Beyer meint

„Was ich bisher von Trove sehen konnte, gefällt mir richtig gut Zugegebenermaßen

war das noch nicht besonders viel – die Alpha-Version

steckt eben einfach noch ganz deutlich in den Kinderschuhen

Ich freue mich jedenfalls bereits auf jedes neue

Update und bin gespannt, wie sich der Online-Sandkasten

weiterentwickelt und wie sich

die Gruppeninhalte sowie die bereits ange-

kündigte zweite Klasse spielen Nur die

Gründer-Pakete finde ich ganz schön teuer

Wer noch auf die Beta warten kann, bekommt

aber zumindest bereits für 4,99 Euro ein

Founders-Paket Wann die zweite Testphase

startet, ist aber noch nicht bekannt“ bekannt“ bekannt“

Legendär

Alle Infos findet Ihr unter

www.buffed.de/trove

29

Lord Kilburn kann uns zum Großmeister mit dem

Schild ausbilden und erteilt zudem Aufträge.

Der vor gut zehn Jahren erschienene letzte Teil der uralten Rollenspielserie Might & Magic

versuchte modern zu sein, Legacy hingegen setzt voll auf den Retro-Charme.

it dem 2012 erschienenen Legend

of Grimrock feierte das

MSpielprinzip „Dungeon Crawler“

ein regelrechtes Comeback: Mit einer Hel-

Might & Magic X: Legacy reiht sich da naht-

Euch mit einer frei beweglichen Mauskame-

los ein, bietet aber zusätzlich zu den unterra

umschauen.

irdischen Dungeons und Verliesen auch ei-

ne komplett begehbare Oberwelt – ganz ge-

Im Retro-Look

dengruppe kämpft man sich dabei durch

nau so, wie es schon in den Vorgängern der

Optisch gibt sich Legacy recht farbenroh.

anspruchsvoll gestaltete Dungeon-Levels,

Fall war. Mit 90°-Drehungen und Schritt für

Menüs, Charakterbögen und -zeichnungen,

verprügelt Monster, sammelt Erfahrungs-

Schritt zieht Ihr durch die aus einzelnen Ka-

sowie NPC-Figuren versprühen eine schöne,

altmodische Atmosphäre. Wer will,

kann sogar einen Pixelfilter über die Spielgrafik

legen lassen und das Retro-Ambiente

verstärken. Großen Wert haben die Entwickler

auf die Bedienbarkeit des Spiels

gelegt. So lassen sich optional die klassischen

Pfeiltasten für die Bewegung der

Figuren aktivieren, Treffer- und Schadenswerte

ein- oder ausblenden. Auf der Umgebungskarte

lassen sich eigene Notizen

vermerken. Das Ganze wirkt durchdacht

und ermöglicht es so alten Hasen wie

auch Neulingen, die für sich jeweils optimale

Einstellung zu finden.

Abstriche muss man hingegen bei der

eingesetzten 3D-Grafik hinnehmen. Gerade

im Hinblick auf den Detailgrad von Objek-

Die Grafik versprüht charmanten Retro-Charme,

ten darf man keine topmodernde Grafik-

ist aber in vielerlie Hinsicht nicht mehr zeitgemäß.

pracht erwarten. Auch die Animationen der

punkte und verbessert seine Charaktere.

cheln bestehende Halbinsel Agyn und könnt

62

Die vier Spielercharaktere sammeln Erfahrung,

trainieren Fertigkeiten und steigen Stufen auf.

Figuren wirken mitunter holprig. Dafür gibt zur Stadt, obendrein benötigt die örtliche

es nette Licht- und Zaubereffekte zu se-

Miliz im Küstendörfchen Sorpigal Eure Hil-

hen. Deutlich hübscher als die großen Aufe.

Bewohner sind verschwunden und im

ßenareale sind die Dungeons oder auch nahe gelegenen Leuchtturm gehen seltsa-

die verschiedenen NPC-Gebäude (Händler, me Dinge vor sich – klassische Abenteu-

Taverne, Schmiede etc.). Der Sound ist gut rergeschichten, die sicher keinen Preis in

gelungen – in den Verliesen hört man Sachen originelle Quests gewinnen. Neben

Wispern, Rascheln oder Details wie die der eigentlichen Hauptgeschichte findet Ihr

knarzenden Lederrüstungen der Gegner. reichlich Nebenquests. So gilt es im zwei-

Sprachausgabe ist hauptsächlich in ten Akt, einem verdächtigen Lord nachzu-

Form einer Erzählerin vorhanden, welche spionieren, was sich nur in der Nacht be-

die Ereignisse der Hauptgeschichte vorwerkstelligen

lässt. Helft einer trauernden

trägt. NPCs und die Heldencharaktere ge-

Frau, einen Blumenstrauß an einem Schrein

ben hin und wieder Kommentare von sich zu deponieren oder versorgt einen Einwoh-

– in englischer Sprache. Eine deutsche ner Karthals mit Tee – schöne Ideen, die in

Vertonung ist nicht vorgesehen. Die Texte die stimmige Fantasywelt eingliedern.

im Spiel sind jedoch komplett auf Deutsch

verfügbar und gut geschrieben.

Eine Klasse für sich

Zum Release sind zwölf spielbare Klas-

Worum geht’s in Legacy?

sen im Spiel vorhanden, aufgeteilt nach

Thematisch ist die Fantasywelt von Le-

vier Völkern. Menschen wählen zwischen

gacy ans Geschehen des Strategiespiels Söldner, Kreuzritter und Freimagier. Elfen

Heroes of Might & Magic angebunden. Die starten als Klingentänzer, Waldläufer oder

schlangenartigen Kenshi etwa oder die Druide. Individuelles Aussehen ist mit je

Mantikoor-Kreaturen könnten glatt von den zwei männlichen und weiblichen Porträts

Schlachtfeldern Ashans ins Rollenspiel rü-

pro Klasse dünn gesät, dafür sind die Cha-

ber gehüpft sein. Damit sich auch Einsteirakterbilder

schön gezeichnet. Die Helden

ger im geschichtlichen Rahmen zurecht fin-

haben je nach gewählter Klasse Zugriff auf

den, startet Legacy mit einem schön erzähl-

unterschiedliche Waffengattungen, sieben

ten Intro. Im Spiel findet Ihr immer wieder

Magieschulen sowie Rüstungs- und Kampf-

Bücher mit Zeichnungen und gut geschrie-

fähigkeiten. Pro Stufenaufstieg erhaltet Ihr

benen Texten zur Geschichte von Ashan vier Fertigkeitspunkte. Die einzelnen Fertig-

und der Halbinsel Agyn. Das sorgt für eikeiten

sind dabei mehrstufig aufgebaut. Die

nen stimmigen Hintergrund.

Aufwertung erfolgt über den Besuch beim

Die in vier Akten erzählte Hauptgeschich-

passenden Ausbilder. Getreu der Might &

te kommt langsam in Fahrt – die Vierergrup-

Magic-Reihe muss man diese Lehrmeister

pe Helden will eigentlich nur die sterblichen in der Welt suchen. Zurücknehmen lassen

Überreste ihres Ausbilders Owen zur Kapel-

sich ausgegebene Fertigkeitspunkte nicht.

le der Stadt Karthal bringen. Doch Banditen Die Gefahr einer Verskillung ist daher im-

und Wegelagerer versperren den Zugang mer gegeben.

Heute hatten wir neben dem eigentlichen

Testen auch die Gelegenheit, mit Stephan

Winter, dem Geschäftsführer von Limbic

Entertainment am Telefon über die anstehende

Patches zu sprechen. Diese Informationen

geben wir natürlich gerne umgehend

an euch weiter:

Patch-Road

Limbic Entertainment wird innerhalb der

nächsten Wochen zwei größere Patches nachreichen,

die sich um die aktuell noch bestehenden

Probleme kümmern. Dabei ist neben

Bugfixing und Balancing auch vorgesehen,

die Deluxe-Inhalte wie etwa einen Bonus-Dungeon

freizuschalten.

PeRfoRmance

Hier arbeitet das Team schon an einer weiteren

Verbesserung . Der Grund für das teilweise

noch derb vorhandene „Nachlade-Stottern“

liegt im nicht optimieren Memory-Management.

Sprich, wenn man im Gelände ein

neues Kachelset betritt, sollten nicht mehr

benötigte Daten aus dem RAM rausfallen, um

Platz für die neuen Daten zu schaffen. Das

klappt in der großen Außenwelt noch nicht

so , wie es Limbic gerne hätte und soll sich

mit den kommenden Patches bessern.

16:10-auflösungen

Soll gefixt werden - denn aus technischer

Sicht besteht kein Grund, dass diese Auflösungen

nicht unterstützt werden.

gegneRsPawning und

Klassenbalancing:

Bezüglich der aus dem nichts auftauchenden

„Spawnkämpfe“ greift Limbic einen Vorschlag

auf, den auch interne Core-Tester lieferten. Derzeit

ist geplant, die vorhandene Warnanzeige

in Legacy zu nutzen, um dem Spieler Feedback

zu geben, dass er sich gefährlich nahe an möglichen

Gegnern befindet. So kann der Spieler reagieren

und sich beispielsweise besser vorbereiten.

Das hört sich nach einer vernünftigen

Lösung an, denn grundsätzlich sieht die Spielmechanik

einen Teil der Kämpfe so vor, dass der

Spieler überrascht werden soll. Zum Klassenbalancing

werden die kommenden Patches beitragen.

Beispielsweise sind Nahkampf-Charaktere

im Endgame mächtig, wenn die Gruppe

entsprechend geskillt ist. Ein für alle 12 Klassen

perfektes Balancing darf man aber nicht erwarten.

Im Gegenteil, gerade das macht auch einen

Teil des Retro-Aspekts aus, sich selber mit den

Vor- und Nachteilen seiner gewählten Charak-

terklassen auseinanderzusetzen.

63

Schwerpunktthemen

ab in die

rPg-gruft!

Wer erinnert sich noch an

Albion? Wir gedenken

des Sci-Fi-RPGs!

74

HeartHstone: Heroes of Warcraft

Die Open Beta ist gestartet! Wir haben Hearthstone ausführlich gespielt und sagen Euch im Test,

wie viel Spaß das Sammelkarten-Spiel macht. Zusätzlich gibt‘s nützliche Einsteiger-Tipps.

68

World of Warcraft: Warlords of draenor

Alle Neuigkeiten rund um die fünfte WoW-Erweiterung Warlords of Draenor findet Ihr in dieser

Zusammenfassung. Außerdem widmen wir uns ausgewählten Lore-Helden.

World of tanks

86

Der neue Spielmodus aus Update 8.10 erfordert

einen Nachtest. Zudem erfahrt Ihr in unserem

Guide zur Panzerung welche Mechaniken Ihr zu

Eurem Vorteil nutzen könnt.

AlternAtiven zu HeArtHstone Special

Special AlternAtiven zu HeArtHstone

TRoVe VORSCHAU

VoRSChAu Trove

MIght & MagIc X: Legacy TEST

TesT Might & Magic X: Legacy

EntwicklErgEspräcH zu

dEn aktuEllEn MackEn

HeartHstone

ist eucH zu

langweilig?

Blizzards Online-Sammelkar-

tenspiel erfreut

sich derzeit großer

Beliebtheit, reißt

aber längst nicht

jeden vom Hocker.

Wir stellen einige

interessante Sammelkarten-Alter-

nativen vor.

HeartHstone-alternativen

Keine Lust auf Hearthstone? Ein Sammelkartenspiel

soll es aber trotzdem sein? Im Special stellen

wir verschiedene Alternativen zu Blizzards

neuem Spiel vor.

A

Akartenspiel und vor allem das erste Free

„Glücklich

wurde ich mit

hearthstone

noch nicht. es

wirkt auf den

ersten Blick

recht oBerflächlich.“

98

Trove

Es ist quietschbunt, es ist aus Voxeln zusammengesetzt, es hat knuffige Feinde, einen

Bau-Modus, Klassen und bald auch Quests: Trove ist ein Sandkasten!

der besser gesagt: Trove ist ein

Massive Multiverse Adventure – so

Ojedenfalls nennt es der Entwickler

Trion. Nach Rift und Defiance versucht sich

die

founder-Pakete

trove

Das quietschbunte Sandbox-Spiel von Rift-Entwickler

Trion soll mehr können als seine Konkurrenten.

Wir haben für Euch Blöcke zerbröselt

und Häuser gebaut.

Trove

28

buffed.de

Might & Magic X: Legacy

62

MigHt & Magic X: legacy

In Might & Magic X: Legacy geht’s in Retro-Manier

durch immer anspruchsvollere Verliese.

Nach 45 Stunden Spielzeit vergeben wir eine

Wertungstendenz.

7


Aktuelles

News

Hier

gibt’s interessante Fakten, Zahlen,

Nachrichten und Umfragen aus der

Welt der Online-Spiele.

everqueSt next landmark

8

Knapp an einem ausführlichen Bericht in dieser Ausgabe vorbeigeschrammt:

die Alpha-Fassung von Everquest Next Landmark.

Ein erstes Bild zum neuen Projekt von Sony Online

Entertainment (via John Smedley über Twitter).

Sie sollte im Januar starten und sie ist im Januar

gestartet. Gerade noch so zumindest. Kurz vor

Redaktionsschluss dieser Ausgabe begann die

Alpha-Phase für Everquest Next Landmark. Das

Online-Spiel soll ein Vorgeschmack auf Everquest

Next sein, kommt allerdings noch ohne

den MMORPG-Aspekt aus. Denn in Landmark

geht es primär ums Bauen. Spieler können der-

zeit im Alpha-Test eigene Landstriche erwerben

und dort kreativ werden. Mit zuvor abgebauten

Ressourcen lassen sich Holzhütten, kleine Häuser,

große Burgen oder andere Bauten errichten.

Everquest Next Landmark erinnert durch seinen

Open-World-Charakter tatsächlich stark an

Minecraft, sieht dank moderner Technik aber

deutlich zeitgemäßer aus.

Sony Stellt mmorpgS ein

Bei Sony Online Entertainment wird in den

nächsten Monaten der Live-Betrieb von vier

Online-Rollenspielen eingestellt. Die Stecker

werden bei den folgenden MMORPGs gezogen:

Vanguard, Wizardry Online, Free Realms

und Star Wars: Clone Wars Adventures. Allerdings

sind auch neue Spiele in der Mache. Neben

Everquest Next werkelt ein Team bei Sony

an einem MMORPG, das Geschäftsführer John

Smedley als Alternative für alle Fans von Star

Wars: Galaxies beschreibt. Ob die Hoffnung

ebendieser Fans auf ein Sandbox-MMORPG

mit starkem Wirtschaftssystem wirklich erfüllt

wird, bleibt abzuwarten. Ein Star-Wars-

Spiel wird es allerdings nicht. Smedley veröffentlichte

ein erstes Teaser-Bild.

Wer neugierig ist, kann sich nach wie vor in den

Alpha-Test und in den anschließenden Beta-Test

einkaufen. Über die sogenannten Gründer-Pakete

lässt sich garantierter Zugang zum Alphaund

zum Beta-Test erwerben. Erste Eindrücke zu

Everquest Next Landmark und Videos aus der Alpha-Phase

findet Ihr bei uns auf buffed.de.

www.eqnlandmark.com

archeage-alpha

Es gibt Neuigkeiten zu ArcheAge. Das Team von

Trion Worlds kündigte den Start der „Friends &

Family“-Testphase an. Die englische Übersetzung

des asiatischen Online-Rollenspiels soll

bereits zu 80 Prozent abgeschlossen sein. Bleibt

zu hoffen, dass der Übergang zum Beta-Test mit

mehr Teilnehmern nicht mehr weit entfernt ist.

www.archeagegame.com/de


Aktuelles

Zams kolumne

Geld keeper

Broken age

Broken Age ist zwar kein Rollen- und schon gar

kein Online-Spiel – trotzdem hat es eine Erwähnung

verdient. Denn der Kult-Entwickler Tim

Schafer (bekannt für Spiele wie Day of the Tentacle,

Vollgas, Grim Fandango und Psychonauts)

machte 2012 mit dem damals noch „Double Fine

Adventure“ genannten Kickstarter-Projekt

den Weg frei für die inzwischen bekannte

Crowdfunding-Plattform. Die wird seither nicht

nur von kleinen Teams, sondern auch von namhaften

Entwicklern genutzt. Rollenspiel-Projekte

wie Wasteland 2 oder Camelot Unchained wären

ohne Broken Age vielleicht nie entstanden.

Aber wie gut ist das Spiel geworden, mit dem

alles anfing? Am 28. Januar erschien die erste

Episode des Adventures, das sich weitaus klassischer

spielt als die aktuellen Adventures von

Broken Age: Klassisches Adventure im modernen Kleid.

Telltale Games. Erzählt werden die Geschichten

der beiden Jugendlichen Shay und Velouria. Die

Handlungszweige scheinen zunächst nicht in

Verbindung zu stehen, werden am Ende des ersten

Teils jedoch clever miteinander verknüpft.

Neben der wunderbaren Geschichte liegen die

Stärken von Broken Age vor allem in der grandiosen

Präsentation. Die Grafik erinnert an ein

Kinderbuch, das liebevoll animiert zum Leben

erwacht. Die Vertonung ist mit namhaften Sprechern

(u. a. Will Wheaton, Jennifer Hale, Elijah

Wood) hervorragend gelungen. Anlass zur Kritik

geben lediglich die simplen Rätsel und die kurze

Spielzeit von knapp drei Stunden. Wer sich davon

nicht abschrecken lässt und ein modernes

Adventure sucht, dem können wir Broken Age

jedoch empfehlen. www.brokenagegame.com

Ich stehe auf Retro-Spiele und krame gern

Klassiker aus, die andere wegen Alterserscheinungen

nicht mehr mit der Kneifzange anfassen.

Ein absoluter Favorit ist Dungeon Keeper

(DK). Das hat Electronic Arts nun für Mobilgeräte

als Gratis-Download veröffentlicht. Dass

„kostenlos“ auf Mobilgeräten oft Kontoplünderung

bedeutet, weiß der Smartphone-Nutzer

in mir. Aber was ich da installierte, konnte

ich nicht ahnen. Der Online-Zwang ist nicht

mal das Schlimmste an diesem instabilen

Softwarekrampf. Vom Look abgesehen, der

den alten Charme nicht im Ansatz wiedergibt,

zerstört das Zahlungssystem das Spiel vollends.

Warum zum Teufel kann ich nach gefühlten

zehn Spielminuten nichts mehr machen,

ohne Geld auszugeben? Warum muss

ich Diamanten nachkaufen, nur um ein paar

Blöcke in weniger als vier Stunden freizulegen?

Wenn ich denn überhaupt dazu komme,

weil die App mal nicht abstürzt. Das DK-Prinzip,

also einen Dungeon schnell und effizient

auszubauen, gegen Angriffe zu rüsten und

den Untertanen beim Wuseln zuzuschauen,

wurde hier offenbar vergessen. Vielen Dank,

EA, für die Zerstörung eines Meilensteins der

Computer- und Videospielgeschichte. Mein

Tipp: Investiert lieber einige Euro bei gog.com

in die Originale, DRM-frei und auch heute

noch großartig zu spielen.

WoW: Fraktionslos

Mit Mists of Pandaria erhielt WoW das erste

neutrale spielbare Volk. Pandaren starten

auf der Zeitlosen Insel und entscheiden sich

erst nach dem Abschluss dieses Startgebiets

für eine Fraktion. Ein WoW-Spieler wollte

wissen, wie lange man auf der Insel bleiben

kann. Die Antwort: sehr lange. Sein neutraler

Pandare „Doubleagent“ hat inzwischen Stufe

82 erreicht. Spannend ist der Level-Alltag

allerdings nicht. Da dem Charakter keine

Quests zur Verfügung stehen, pflückt Doubleagent

einfach Pflanzen und muss mit den

Erfahrungspunkten auskommen, die er über

den Beruf Kräuterkunde verdient. Der ausdauerstarke

Spieler rechnet damit, Stufe 90

im Mai zu erreichen.

Keine Quests, keine Dungeons und kein PvP. Doubleagent levelt

ausschließlich mit Kräuterkunde.

38Mio.

US-Dollar

… hat Star Citizen kurz vor Redaktionsschluss

dieser Ausgabe eingespielt. Der Crowdfunding-Traum

von Chris Roberts ist also noch

längst nicht ausgeträumt. Fans können sich weiterhin

an der Finanzierung des Weltraumspiels

beteiligen und tun das fleißig. Durch das Erreichen

der letzten Zusatzziele wurde Star Citizen

um weitere Sternsysteme vergrößert.

www.robertsspaceindustries.com

9


Aktuelles

Star WarS 1313

eingeStellt

Star Wars 1313: Das Action-Spiel sollte auf

Ebene 1313 des Planeten Coruscant spielen.

Als Disney im Frühjahr 2013 Lucasfilm kaufte

und im April des gleichen Jahres das Entwicklungsstudio

Lucas Arts schloss – da sah es

schon nicht gut aus für das Action-Adventure

Star Wars 1313. Die Fans gaben die Hoffnung

jedoch nicht auf. Völlig ausgeschlossen war eine

Wiederaufnahme der vorerst eingestellten

Entwicklungsarbeiten nämlich nicht. Das

sieht mittlerweile allerdings anders aus. Im

Januar ließ Disney die Markenrechte am Titel

„Star Wars 1313“ offiziell verfallen. Das überraschend

düstere Spiel rund um den

Kult-Kopfgeldjäger Boba Fett dürfte damit

endgültig abgesagt sein.

The Repopulation: Die Entwickler versprechen

Sandbox-Freiheit in einem Sci-Fi-Universum.

the repopulation

Im Dezember 2013 meldete sich das Team von

Above and Beyond Technologies auf der Crowdfunding-Plattform

Kickstarter zurück. Für ein

Projekt, das bereits 2012 erfolgreich bei Kickstarter

lief. Die Krux: Das Online-Rollenspiel The Repopulation

soll noch umfangreicher werden.

Von der zweiten Kickstarter-Runde erhofften

sich die Entwickler die Chance, das Team zu vergrößern

und das Spiel erweitern zu können. Und

die Hoffnung zahlte sich aus. Statt der geforderten

50.000 US-Dollar sammelte das Team über

170.000 US-Dollar ein – zusätzlich zu den über

50.000 US-Dollar der ersten Kampagne.

The Repopulation richtet sich an Fans von

Oldschool-MMORPGs wie Ultima Online oder

Star Wars: Galaxies. Die Entwickler versprechen

vor allem eines: Freiheit. Spieler sollen in einem

10

Spielsystem ohne Klassen individuelle Helden

erstellen und mit einem umfangreichen Wirtschaftssystem

eigene Häuser und sogar ganze

Städte errichten können. Obendrein gibt es

Drei-Fraktions-PvP-Kämpfe mit einer Fraktion,

innerhalb der abtrünnige Splittergruppen möglich

sind. Der Alpha-Test soll bereits im März

2014 starten. www.therepopulation.com

Bgh verurteilt gamer-

Sprache in WerBung

Es gibt Neuigkeiten im „Gameforge-Urteil“.

Der Publisher des Online-Rollenspiels Runes of

Magic hatte im Rahmen eines Angebots mit

dem Satz „Schnapp dir die günstige Gelegenheit

und verpasse deiner Rüstung & Waffen

das gewisse Etwas!“ geworben. Der Bundesverband

der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände

klagte gegen die Werbung,

da diese sich nach Auffassung des Verbandes

gezielt an Minderjährige richte. Streitpunkt

war § 3 „Verbot unlauterer geschäftlicher

Handlungen“ des Gesetzes gegen den unlauteren

Wettbewerb. Im Anhang zu Abs. 3 heißt

es, stets unzulässig sei „die in eine Werbung

einbezogene unmittelbare Aufforderung an

Kinder, selbst die beworbene Ware zu erwerben

oder die beworbene Dienstleistung in

Anspruch zu nehmen oder ihre Eltern oder andere

Erwachsene dazu zu veranlassen“. Der

Bundesgerichtshof stimmte zu und urteilte

gegen Gameforge.

Argumentativ untermauert der BGH seine

Entscheidung damit, dass die Werbung den

Spieler duzen würde und man sich im Umfeld

der Werbung auf Anglizismen stütze, die wohl

der Meinung des Gerichts nach für Kinder typisch

seien. Hier nahm das Gericht wohl Bezug

auf Begriffe wie „Dungeon“ und „pimpen“.

Gameforge legte gegen das Urteil Einspruch

ein. Rechtsanwalt Dr. Konstantin

Bertram vom Bundesverband der Computerspieleindustrie,

kurz G.A.M.E., ist optimistisch,

dass die Einwände Gehör finden und der Tenor

des Urteils künftig enger gefasst würde, sodass

sich an der aktuellen Lesart der Online-Werbung

für Free2Play-Spiele, Item Shops

und Co. grundlegend nichts ändert.


Das Kult-magazin für gamer

LEIDENSCHAFT FÜR GAMES

nur Digital für apple ipaD: Jetzt im app store mit gratis-leseprobe

eDge De #263 – februar 2014

alien isolation: Das spiel zum film

Was Die steam Box Wirklich kann

no man‘s sky: entWicklerBesuch

komplett interaktiv

komplett in Deutsch

nur für apple ipaD

eDGe is the trademark of future publishing limited, a future plc

group company, uk 2014. used under licence. all rights reserved.


Aktuelles

swTor: mehr UpdaTes, mehr erweiTerUNGeN

Am 04. Februar erschien Patch 2.6 für SWTOR. Das Update macht Galactic Starfighter für alle Spieler verfügbar und erweitert das Star-Wars-MMORPG um einen neuen Flashpoint.

Das Entwickler-Team hinter Star Wars: The Old Republic gab die Pläne für

das kommende Jahr bekannt. Demnach sollen 2014 unter anderem zwei

digitale Erweiterungen für das Star-Wars-MMORPG erscheinen. Eine soll

in etwa den Umfang des gerade erschienenen Galactic Starfighter bieten.

Die zweite Erweiterung soll an den Aufstieg des Huttenkartells erinnern.

Genauere Informationen zu den geplanten Inhalten nennen die Entwickler

allerdings nicht.

Dafür steht der Fahrplan für die nächsten Updates bereits fest. Am 8.

April soll nämlich Patch 2.7 erscheinen. Der enthält zwei weitere Flashpoints,

die auch ein weiteres Kapitel der SWTOR-Handlung einläuten sollen,

das im Laufe des Jahres weitererzählt wird. Außerdem soll die Operation

„Die Schreckensfestung“ im Albtraum-Modus spielbar werden und es

ist eine neue Huttenball-Arena angekündigt. Am 10. Juni soll dann Patch

2.8 folgen, über den noch nicht viel verraten wird. Bestätigt ist jedoch ein

neuer Schiffstyp für das Galactic-Starfighter-PvP. Den Entwicklern zufolge

dürfte Patch 2.8 jedoch das bisher größte Update für SWTOR werden.

Wer als Free2Play-Spieler in der weit, weit entfernten Galaxis unterwegs

ist, freut sich vorerst aber über Patch 2.6. Das Update macht die Inhalte

aus der Erweiterung Galactic Starfighter für alle SWTOR-Spieler verfügbar.

Der Raumkampf-PvP-Modus wird außerdem um das Spielformat

Team Deathmatch erweitert. Obendrein gibt es mit „Kuat Drive Yards“

einen neuen Flashpoint. Der gehört zur Kategorie der taktischen Flashpoints.

Diese Instanzen setzen keine bestimmte Gruppen-Zusammenstellung

voraus.

www.swtor.com/de

UmfraGe zUm wow-level-boosT aUf sTUfe 90

Würdet Ihr geld für eInen zusätzlIchen Boost ausgeBen?

Die WoW-Entwickler wollen bald Level-Boosts verkaufen, mit denen sich Charaktere durch Knopfdruck auf Stufe 90

befördern lassen. Wir wollten wissen, ob die buffed-Leser so ein Angebot annehmen würden.

12

35,8%

Nur wenn es nicht zu teuer ist

23,3%

Nein, ich unterstütze

das nicht

16,8%

Nein, ich levele selbst

10,6%

Ja, für mehrere Charaktere

9,6%

Uninteressantes Angebot

3,9%

Ja, aber nur einmal

GhosTcrawler saGT lol

Im November gab Lead Systems Designer Greg

„Ghostcrawler“ Street seinen Ausstieg bei Blizzard

bekannt. Greg Street war im WoW-Team

tätig und machte sich dort vor allem durch seine

Bemühungen zu mehr Kommunikation zwischen

Spielern und Entwicklern einen Namen.

Inzwischen wissen wir, wohin es den Designer

verschlagen hat. Greg Street heuerte nämlich

bei Riot Games an. Dort leitet er jedoch nicht,

wie zunächst vermutet, ein neues Projekt. Er

teilt sich dort mit Ryan „Morello“ Scott den Posten

als Lead Designer für League of Legends.

+++ News-Ticker +++

+++ Funcom: Eine böse Überraschung gab es

in Norwegen. Mitarbeiter der Wirtschaftskriminalitätsbehörde

besuchten das Entwicklerstudio

Funcom. Es soll Unstimmigkeiten in

den Finanzberichten der Firma von August

2011 bis August 2012 geben. In dieses Zeitfenster

fällt die Veröffentlichung von The

Secret World. +++ Warcraft-Film: Es ist so weit,

die Dreharbeiten zum Warcraft-Film haben im

Januar tatsächlich begonnen. Außerdem wurden

weitere Schauspieler bestätigt: Ben Foster

und Dominic Cooper mischen Azeroth auch

auf. +++ Starcraft 2: Anfang des Jahres erschien

Patch 2.1 für das Echtzeitstrategiespiel,

der die Starcraft Arcade für alle Spieler verfügbar

macht. Selbst für Nutzer der kostenlosen

Starter Edition. In der Arcade werden die von

Fans erstellten Modifikationen gesammelt.

+++ Might & Magic Heroes Online: In der Beta

zur Online-Adaption (Bild) der Kult-Reihe ist

nun auch die Fraktion Zuflucht spielbar.


Unsere redakteUre blicken zUrück

Lieblingsartikel

aus 25 Jahren Computec-Geschichte

LEIDENSCHAFT FÜR GAMES

christian müller

Aus Liebe zum Spiel und zu Medien

Christian Müller hat PC Games mitgegründet und war seit 1991 in wechselnden

Positionen bei Computec Media tätig (Playtime, PC Games, PC ACTION, MCV,

SFT). Ging im Jahr 2006 „auf die Walz“, kehrte drei Jahre später wieder zurück

und leitet seitdem als Chefredakteur die Redaktionen von SFT und WIDESCREEN

– spielt heute am liebsten mit seinen Kindern sowie der Hardware am Herd.

1991 Mein erster test

Autor: Christian Müller | Ausgabe: Playtime 06/91 | Artikel: Herzog Zwei

Gorbi abgesetzt, Sowjetunion kaputt, FCK Deutscher Meister, Ayrton Senna Formel-1-Champion,

Der mit dem Wolf tanzt Oscar-Gewinner und „Besserwessi“ das Wort des Jahres … In diesem zeitgeschichtlichen

Umfeld erschien 1991 mein erster Spieletest im ersten Printmagazin des damaligen

Computec Verlags – der Playtime. Zugegeben, das ist lange her, aber ich kann mich dennoch

gut an Herzog Zwei erinnern – war es doch das erste Modul, das ich mir in mein brandneues Sega

Mega Drive steckte – und auch daran, dass es irgendwie „anders“ war. Im Test habe ich Herzog

Zwei als „strategischen Actionknüller“ bezeichnet – erst Jahre später, als Westwood mit Dune und

C&C Erfolge feierte, wurde klar, dass das Technosoft-Juwel im Grunde das erste Echtzeitstrategie-Konzept

war. Die verwackelten Bilder kommen übrigens daher, dass Screen shots 1991 noch

mit Spiegelreflex kamera und Stativ auf einen Kleinbildfilm gebannt wurden – eine Fummelei!

1996 Mein längster test

Autor: Christian Müller | Ausgabe: PC ACTION 08/96 | Artikel: Quake

Fünf Jahre später sah alles ganz anders aus … Zwischenzeitlich hatten wir Playtime beerdigt,

PC Games aus der Taufe gehoben und eine junge Kollegin namens Petra Maueröder

engagieren können. Mein Mega Drive war einem PC gewichen, scrollende Pixel den

3dfx-beschleunigten Polygonen und das Verlagsnetzwerk ermöglichte ausufernde Multiplayer-Schlachten:

Es war Quake-Zeit! Auch wenn dieser 11-seitige Artikel in Computecs

damals jüngstem Kind, der PC ACTION, in Sachen Seitenumfang vielleicht gar nicht wirklich

mein längster gedruckter Test war, habe ich mich mit dem Spiel und mindestens zwei seiner

Nachfolger über Jahre beschäftigt. Am Ende ist Quake für mich also dann doch der

längste Test gewesen und ich habe jede Minute davon genossen. Schöne Notiz am Rande:

Für die bestmögliche Grafikeinstellung (Mode 26, 1.280 x 1.024) habe ich damals eine echte

„Mördermaschine“ empfohlen: Pentium 166 MHz mit 32 MB RAM und 4-MB-Grafikkarte!

1995 Mein grösster Flop

Autor: Christian Müller | Ausgabe: PCE World of Entertainment 06 – 11/95

Das hat viel Spaß gemacht, war aber leider ein Flop: Drei Jahre bevor der Milchstraße-Verlag mit seiner Inter-

net-Zeitschrift (was für ein Anachronismus heute!) Tomorrow große Erfolge feierte und mit dem Siegeszug der

CD-ROM plötzlich alles digital wurde, versuchte sich Computec bereits an einem ähnlichen Magazin – wohl vor

seiner Zeit. PCE widmete sich jenseits von Spielen besonders den damaligen Netzthemen, die noch von Onlinediensten

wie Compuserve und MS Online beherrscht wurden. Dazu gab es Unmengen an innovativer Multimedia-Software,

angefangen von Telefonbuch-CD-ROMs(!) über interaktive Reiseführer bis hin zu Otto-Versand-Shopping-Silberlingen

mit DFÜ-Anschluss. Ein Highlight ist auch die Titelgeschichte der Ausgabe 08/95

„Hacker – Nuklearmaterial, CIA und FBI“: In der 22-Seiten-Strecke ging es um die kriminellen Machenschaften

der Cyberspace-Szene und wie Letztere von Geheimdiensten rund um den Globus gejagt wurde – angesichts

heutiger Diskussionen und vor allem Dimensionen rund um den NSA-Skandal reichlich skurril zu lesen.

13


DAS NÄCHSTE ELDER SCROLLS ABENTEUER

4.4.14 PC/MAC / JUNI 2014 KONSOLEN


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company. ZeniMax, The Elder Scrolls, Bethesda, Bethesda Softworks and related logos are registered trademarks or

trademarks of ZeniMax Media Inc. in the US and/or other countries. Mac and the Mac logo are trademarks of Apple

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Computer Entertainment Inc. “ ” is a trademark of the same company. All other trademarks or trade names are the

property of their respective owners. All Rights Reserved.


Wasteland 2 Vorab-TesT

Achtung

VorAbtest!

Wer so auf seine Deckung pfeift, ist dem Tod geweiht.

Die KI leistet sich eine Kamikaze-Aktion.

Wasteland 2

Kopfüber in die Hölle – ein postapokalyptischer Ritt durch die Early-Access-Phase der

gelungenen Rollenspiel-Fortsetzung.

Hach, wie schön wäre es, mit einem

großzügigen Schluck kalten Bieres

die Kehle zu benetzen und beherzt

in ein Sandwich zu beißen? Das denkt sich

unser Heldentrupp, der zu Beginn aus vier

individuellen oder vorgefertigten Charakteren

besteht. Allerdings sieht es eher

schlecht mit solchen Luxuswünschen aus.

Getränke und Nahrung sind nämlich grundsätzlich

in weiter Ferne, vordergründig

geht’s ums blanke Überleben: Wenn die

Wasserreserven aufgebraucht sind, die

halbe Gruppe fast tödlich verstrahlt ist,

kein Chi rurg in der Truppe ist und das

Teammitglied mit einem Loch im Kopf vor

sich hin blutet, wünscht man seine Leute

16

Wo kaufen?

Wasteland 2 gibt’s bei Steam im Early Access

für knapp 45 Euro. Wem der Preis für die noch

fehlerbehaftete frühe Beta zu happig ist, der

muss sich bis zum Release gedulden. Es wird

bereits gemunkelt, dass der Preis nach unten

gehen soll. Wer nicht so lange auf den Release

warten kann, schaut auf Steam vorbei:

http://store.steampowered.com/

an schönere Orte als in das Ödland mit all

seinen Todesfallen. Willkommen in der

Postapokalypse von Wasteland 2!

Crazy He Calls Me

Die Überlebenschancen steigern sich bereits

zum Spielstart durch eine schlaue

Heldenwahl. Nur Scharfschützen oder Ärzte

im Team zu haben, ist genauso sinnlos wie

einen Toaster ohne entsprechende Fähigkeit

zu reparieren. Die vorgefertigten Charaktere

decken alle wichtigen Bereiche ab

und bringen auch gleich eine Persönlichkeit

mit, die man wohl in Wasteland braucht, um

mit dem vorherrschenden Wahnsinn klarzukommen.

Fest im Team ist Pills, die zwar

eine gute Ärztin abgibt, aber auch der eigenen

Medizin zugetan ist. Dann sind da Hex,

eine in die Jahre gekommene Technikerin,

die wortkarge, bombenlegende ehemalige

Kindersoldatin Cherry Bomb sowie Messerfachmann

Slick, der charismatische Hahn

im Korb. Das Team kann optional durch drei

zusätzliche Figuren im Lauf des Spiels erweitert

werden.

In der ersten Siedlung schließt sich etwa

Veteranin Angela Deth an, die in einer

streng religiösen Community aufwuchs und

ihren schwelenden Hass auf alles immer

noch aus den Erinnerungen an diese Zeit

befeuert. Die Geschichte von Wasteland 2

spielt 15 Jahre nach dem ersten Teil und

geht spannend los: Als Mitglied der Desert

Rangers, die im Ödland für Ordnung sorgen

und im Citadel-Stützpunkt beheimatet sind,

untersucht das Team den Mord an Ace. Ein

Kollege, der vom letzten Auftrag nie zurückkehrte.

Auf der Weltkarte wechselt das

Spiel von einer 3D-Ansicht, die sich frei

zoomen und drehen lässt, in eine starre

Ansicht. In klassischer Fallout-Manier zieht

das Quintett in Echtzeit durch die öde Wüste,

untersucht Siedlungen, Orte und verbraucht

dabei je nach Entfernung eine unterschiedliche

Menge an Wasserrationen.

Von Zeit zu Zeit finden sich in der verstrahlten

Umgebung glücklicherweise kleine Oasen,

in denen die Crew ihre Trinkkanister

wieder auffüllt. Bei Feindkontakt schaltet

Wasteland 2 in einen rundenbasierenden

Kampf-Modus.

Mighty, Mighty Man

Jeder Charakter besitzt eine bestimmte Anzahl

an Aktionspunkten, mit denen sich pro

Runde Handlungen ausführen lassen. Die


Vorab-TesT Wasteland 2

Das Interface von WastelanD 2

Das ist die aktuelle

Heldengruppe

mit der Reihenfolge

ihrer

Aktionen. Handlungen

lassen

sich planen.

Wer dran ist,

zeigt das Banner

am Bildschirmrand

an. Ein

Druck auf die

Leertaste beendet

den Zug.

Im kleinen Kästchen steht die

Anzahl an Aktionspunkten pro

Runde. Aktionen kosten unterschiedlich

viele Zähler.

Die rechteckigen Formen zeigen

an, wie weit sich der Held

mit den vorhandenen Aktionspunkten

bewegen kann.

Der Textparser führt Buch

über alle gelungenen Aktionen

sowie Misserfolge.

Mit dieser Gruppe ist man derzeit

unterwegs. Im Kampf kann

von dieser Leiste aus auch Medizin

eingeworfen werden.

Das Interface gehört sicherlich noch zu den größten Baustellen im Spiel. Entwickler InXile kündigte bereits eine Überarbeitung der fummeligen Benutzeroberfläche

an. Im Kampf klappt es mit dem Manövrieren dennoch schon ganz gut. Einige Bedienelemente sind selbsterklärend, bei anderen wünschen

wir uns eine Beschreibung beziehungsweise ein Tutorial. Welche Elemente welche Funktion haben, seht Ihr in dieser Übersicht. Besonders

hektisch wird es, wenn einer aus der Gruppe im Kampf verletzt wird und keine Painkiller mehr hat. Dann ist Klickarbeit im Inventar angesagt.

Kosten für Laufen oder Schießen richten

sich dabei auch nach der Waffengattung

– mit einer Panzerfaust zwei Mal in einer

Runde feuern wäre ja auch unfair. Ob der

Feind getroffen wird, ist abhängig von mehreren

Faktoren: Wie hoch die Fähigkeit im

Umgang mit der jeweiligen Waffengattung

ist, wie weit der Charakter vom Ziel entfernt

steht oder ob der anvisierte Gegner in Deckung

steht. Bei einem erfolgreichen Treffer

kommen für die Berechnung des Schadens

noch der Rüstungswert des Gegners

und der Schadenswert der benutzten Waffe

obendrauf. Angreifer verhalten sich in

Wasteland 2 bereits in dieser frühen Beta-Phase

intelligent und suchen selbstständig

Deckung. Allerdings kommt es manchmal

trotzdem zu unfreiwillig komischem Kamikaze-

oder Mord-Aktionismus – sowohl im

eigenen Team als auch unter den Feinden.

Da stehen sich Messerschlitzer Slick

und ein gegnerischer Blasterschütze auf

einmal direkt und ohne Deckung gegenüber,

treffen sich aber trotzdem satte drei

Runden hintereinander nicht, bis Hex sich

im Alleingang (!) entscheidet, aus der Entfernung

mit der Schrotflinte nachzuhelfen.

Bäm! Blöd nur, dass sie dabei auch gleich

den Kopf von Slick erwischt, der daraufhin

zu Boden geht und in den nächsten 65 Sekunden

einen Chirurgen und Blutpakete

bräuchte, um nicht dahinzuscheiden. Ohne

entsprechende Fähigkeit und Medizin im

Team hilft nur noch die Schnell-Laden-Taste.

Glücklicherweise bleiben solche Situationen

selten und sind in der Anzahl für eine

Test-Phase im frühen Stadium noch akzeptabel.

Zuweilen sorgt außerdem noch ein

Wichtige Schauplätze werden markiert. Zufallsfunde

wie Oasen und Siedlungen gibt’s natürlich auch.

17


Wasteland 2 Vorab-TesT

Wasteland 1

Der Vorgänger von Wasteland 2 ist unter Fans von Rollenspielen legendär. Der von Interplay entwickelte

Titel erschien 1987 für Apple II sowie C64 und brachte wohl den einen oder anderen

Zocker durch komplexes Gameplay und die interessante Geschichte um den Schlaf. Für den geistigen

Vorfahren von Fallout war unter anderem Interplay-Mitbegründer Brian Fargo verantwortlich.

Die für damalige Verhältnisse mit fünf Jahren lange Entwicklungszeit zahlte sich aus,

denn Wasteland war für Interplay und EA ein kommerzieller Erfolg mit mehr als 100.000 verkauften

Einheiten. Aufgrund von Markenrechtsproblemen kam es zu keiner Fortsetzung. Die

Rechte am Namen verblieben bis 2003 bei Electronic Arts. Als inoffizielle Fortsetzung von Wasteland

zählt das 1990 veröffentlichte Fountain of Dreams für MS-DOS von EA, das ebenfalls in einer

postapokalyptischen Welt spielt. Interplay veröffentlichte 1997 den ersten Teil der Fall out-

Reihe, die als spiritueller Nachfolger von Wasteland gilt. 2003 gelang es Brian Fargo, die Rechte

an Wasteland für seine neue Firma InXile zu sichern, bei der Wasteland 2 dank der Unterstützung

von zahlreichen Kickstarter-Spendern entsteht.

1

3

4

6

2

5

7

1 Wasteland

Release 1988

Interplay

C64, Apple II

2 Fountain oF dreams

Release 1990

EA

MS-DOS

3 Fallout

Release 1997

Black Isle Studios

MS-DOS, Windows, Mac

4 Fallout 2

Release 1998

Black Isle Studios

Windows, Mac

5 Fallout 3

Release 2008

Bethesda

Windows, Xbox 360, Playstation 3

6 Fallout: neW Vegas

Release 2010

Obsidian Entertainment

Windows, Xbox 360, Playstation 3

7 Wasteland 2

Release 2014

InXile Entertainment

Windows, Mac, Linux

Die vorgefertigten Helden haben eigene Persönlichkeiten.

falsch berechneter Deckungswert für einen

wahren „Ziel verfehlt“-Marathon bei den

Kämpfen. Zermürbend, aber so ist das

eben in einer Beta.

Anything goes

Für gewonnene Kämpfe gibt’s Erfahrungspunkte,

und das Killerkommando steigt im

Level auf. Im Gegensatz zu Begleitern in

Fallout hat man in Wasteland 2 die volle

Kontrolle über die Attribute jedes einzelnen

Teammitglieds. Zum Einsatz kommt das

von Fans geliebte Classic-Attribut-System

mit Werten wie Stärke, Glück, Charisma,

Schnelligkeit, Koordination, Wahrnehmung

und Intelligenz, welche jeweils an bestimmte

Fähigkeiten beziehungsweise Talente gekoppelt

sind. Darunter die einzelnen Waffengattungen,

Hacken, Reparatur, Schlösser

knacken oder Chirurgie. Jeder Skill ist wiederum

an drei Attribute gebunden, die nötig

sind, um wirklich gut zu werden. Ein Computer-Hacker

ohne Intelligenz, Wahrnehmung

und Glück sorgt somit regelmäßig für Explosionen,

die nicht nur die Terminals, sondern

auch das komplette Team zerfetzen. Aktuell

sind aber immer noch viele Dinge bezüglich

der Attribute und ihrer Wirkweise ungeklärt,

weil das Interface nicht alles aufschlüsselt.

Da hilft nur Ausprobieren.

Nach einigen Stufenaufstiegen entfalten

Ödland sowie Teammitglieder einen

ganz eigenen Charme und der geschützte

Citadel-Bereich fühlt sich irgendwie wie ein

Zuhause an. Beim Auffüllen der Vorräte

kann man es trotzdem kaum erwarten, wieder

mit den wahnsinnigen Charakteren loszuziehen,

um die Welt zu erkunden. Zu sehen

gibt es bereits in der Early-Access-Phase

einiges. Knapp 30 Prozent der Levels

von Wasteland 2 sind schon fertig spielbar,

18


Vorab-TesT Wasteland 2

An manchen Orten sind aktuell noch keine Gegner,

dafür aber solche Platzhalter-Objekte.

In Kämpfen sollte Deckung gesucht werden. Auch

Nahkämpfer stürmen besser nicht blind nach vorn.

auch wenn hier und da noch kritische Fehler

einen Absturz erzeugen oder Encounter

nicht richtig funktionieren. Passend zu den

verrückten Heldenfiguren sind die Schauplätze

der Welt ebenso abgedreht. Auf

einer verlassenen Farm hausen etwa tollwütige

Riesenkaninchen, denen die gigantischen,

radioaktiv verstrahlten Möhren

offensichtlich besser bekamen als den

klumpigen noch kriechenden und explodierenden

Fleischkadavern, die mal Menschen

gewesen sein könnten. Schleimige

Riesenkröten und Menschmaschinen, die

offenbar zusammenarbeiten, ... die Liste

an kultigen Gegnern, die perfekt in die

postapokalyptische Welt passen, ist lang.

Maybe

Ob die Menschmaschinen der Fraktion

Children of Citadel feindlich gesinnt sind,

hängt auch von den Entscheidungen ab,

die man im Verlauf der Handlung trifft.

Insgesamt gibt’s in Wasteland 2 neben

den Desert Rangers und den Children of

Citadel sieben weitere Fraktionen: die Gippers,

die Ronald Reagan als Gott verehren,

die Mannerites, die höflichsten Kannibalen

der Welt, die Hippie-Kommune der Robinsons,

die Schrotthändler von der Wrecking

Crew, schießwütige Prediger der Pistol

Packing Priests, die das Überleben der

Menschheit für einen Fehler der Natur halten,

die Servants of the Mushroom Cloud,

eine Gruppe von Mönchen, die der Strahlung

huldigt, und die Miliz der Red Skorpions.

Die illustre Runde an Spinnern sorgt

für eine tolle Unterhaltung.

Die englischen Quest-Texte sind mit

viel Liebe zum Detail geschrieben, auch

wenn die schiere Menge einen erschlägt.

Lesenswert sind sie alle. Gute Englischkenntnisse

sind in der Early-Access-Phase

Pflicht, um der Handlung zu folgen und die

vielen witzigen Anspielungen zu verstehen.

So dröge wie die Texttafeln ist die Grafik

von Wasteland 2 zwar nicht, herausragend

aber auch nicht. Das Design der Karten

und Schauplätze ist jedoch gelungen.

Die dicke Kröte ist das Ergebnis spontaner Mutation.

Nur schweres Geschütz stoppt das Schleimvieh.

Wasteland 2 funktioniert auch ohne Bombast-Optik.

Das Spiel lebt besonders von

seinem Oldschool-Charme. Da stören auch

das fummelige Inventar, der mitunter hohe

Schwierigkeitsgrad und die gelegentlichen

KI-Aussetzer sowie Abstürze nicht. Das

Grundgerüst funktioniert bereits bestens.

Wer schon in Wasteland oder mit den Fallout-Teilen

Spaß hatte und Rollenspiele der

90er liebt, kann in der Early-Access-Phase

auf Steam zugreifen und für 44,99 Euro einen

Abstecher ins Ödland wagen – der erste

Wasteland-Teil ist übrigens inklusive. Alle

anderen sollten warten, bis das Rollenspiel

fertiggestellt ist. Eine deutsche

Version ist ebenfalls in Arbeit.

Mb

Vorab-TesT

Wasteland 2

Anbieter: InXile

Termin: 2014

Web: http://wastelandinxile-entertainmentcom/

Maria „Silarwen“ Beyer meint:

„Auch ohne den Vorgänger gespielt zu haben, hat mich Wasteland 2

als Fallout-Fan sofort in seinen Bann gezogen Die herrlich verrückten

Teammitglieder, die abgedrehten Schauplätze, die spannende

Story und die absurden Situationen, in die ich mich

manövriert habe, sorgten für Spaß Auch wenn

Wasteland 2 technisch nicht auf der Höhe der

Zeit ist, meine Rollenspiel-Überraschung des

Jahres ist es auf jeden Fall Die Investition in

einen Early-Access-Zugang kann ich allen

Fans von Rollenspielen im Fallout-Stil nur ans

Herz legen Selbst wenn Entwickler InXile noch

einige Baustellen wie das Interface und

KI-Fehler zu bearbeiten hat“

80 - 82 PunkTe

buffed.de

Alle Infos findet ihr unter

www.buffed.de/

Wasteland2

19


The elder ScrollS online Vorschau

Erzfiesling Mannimarco dürfte TES-Veteranen und Lore-

Fetischisten ein Begriff sein. Spoilern darf ich aber nicht.

The Elder Scrolls Online

buffed-Autor Sascha Penzhorn hat die ersten 15 Levels des Tamriel-MMORPGs angespielt,

obwohl er es eigentlich meiden wollte. Wie er vom Verschmäher zum Genießer wurde.

Bis heute spiele und modde ich Skyrim

mit Begeisterung, so wie zuvor

Oblivion und Morrowind. Sogar Daggerfall

habe ich noch auf dem Rechner. Ich

bin absoluter Elder-Scrolls-Fan. Aber TESO

habe ich vollkommen ignoriert. Andere

Spieler in meinem Tamriel? Brauch’ ich

nicht, will ich nicht. Ich habe ein paar

Screenshots gesehen, die meinem gemoddeten

Skyrim freilich nicht das Wasser

20

Gut: Keine Wegbeschreibungen und Marker für Schätze.

reichen konnten und habe das Spiel dann

völlig ausgeblendet. Das klingt jetzt sicher

arrogant, aber für mich war das ein „Elder

Scrolls für Kinder.“ Und damit wollte ich

nichts zu tun haben. Dann kam der Auftrag

für diese Vorschau.

War ja so klar!

Warum ausgerechnet ich? Sind die in der

Redaktion verrückt geworden? Ist der Chef

ein Sadist (Anm. d. Red.: Nur für Dich, Sascha!)?

Also gut, habe ich eben einen Charakter

erstellt. Helden können groß, klein,

dick oder dünn sein. Das ist ganz nett, auch

wenn ich nicht wirklich damit rechne, online

auf fette, kleinwüchsige Spielercharaktere

zu treffen. Die vielen Details fand ich trotzdem

toll. Als ersten Charakter habe ich einen

Khajiit gebastelt, der wie ein schwarzer

Panther aussieht. Ich habe ihm eine coole

Augenklappe verpasst und sein Gesicht mit

Narben dekoriert, damit es glaubwürdiger

wirkt. Als Klasse habe ich Nightblade ausgesucht.

Katze, schleichende Nachtklinge,

die Kombi erscheint sinnvoll. Und dann ging

es auch schon ab ins Tutorial.

Dort durfte ich mir erst mal meine Bewaffnung

aussuchen. Zur Auswahl standen

Äxte, Schwert und Schild, ein Zauberstab

und ein schwerer Zweihänder. Ich habe

mich für die Äxte entschieden, natürlich in

Stereo. Generell kann jede Klasse und jedes

Volk sämtliche Waffen und Rüstungen

benutzen, solange man die Level-Anforderung

erfüllt. Elder Scrolls halt. Während

meiner ersten Schritte im Spiel wurde ich

von einem NPC begleitet, der hilfreich im

Kampf mit draufkloppte und nicht ganz so

hilfreich in jeder Falle herumstand und deren

Auslösung mit einem lauten Schrei

quittierte. Wie gesagt: Elder Scrolls halt.

Kurze Zeit später sah ich auch eine meiner

Befürchtungen zum Spiel direkt bestätigt:

Ein garstiger Mitspieler schnappte mir im


Vorschau The elder ScrollS online

Rrrrr! Narbengesicht? Check! Augenklappe? Check! In der

Charaktergenerierung bastle ich die perfekte Berserkerkatze.

letzten Moment eine Schatzkiste weg und

plünderte diese ratzekahl leer. Keine Beute

für mich. Ich hab’s ja gewusst.

Fehlerhafte Türme

Die deutsche Sprachausgabe war noch

nicht überall vollständig eingepflegt. Was

vorhanden war, klang aber okay und nicht

teils völlig daneben wie in SWTOR. Der englischen

Sprache mächtig, habe ich die Lokalisierung

auch mal umgestellt und bekam

dort fantastische Sprecher wie den grandiosen

John Cleese zu hören. Ob dieser in

der Vollversion mehr Textzeilen bekommt

als Patrick Stewart in Oblivion, wage ich zu

bezweifeln, doch trotzdem sind die englischen

Sprecher absolut klasse – auch die

Nicht-Promis. Wenigstens das.

Nach dem Tutorial in der Spielwelt angekommen

hüpften mir ab und zu Barbies

mit Namen wie Kitty Kaboom durchs Bild,

der Chat war angefüllt mit üblichen Internet-Fachausdrücken

wie ROFL, LOL und

STFU. Chat-Optionen -> Ausblenden. Danke.

Zumindest schweben die Namen der

Charaktere nicht über deren Köpfen und

machen die ganze Atmosphäre kaputt. Außerdem

schien das Spiel dafür zu sorgen,

dass nie mehr als vier oder fünf Mitspieler

um mich herum eingeblendet wurden, sodass

ich immer ausreichend Quest-Mobs

zur Hand hatte und meist nicht beim Spielen

gestört wurde. Als sich ein Spieler

dann doch noch unaufgefordert in meinen

Kampf einmischte und einfach meinen

Gegner umgenietet hat, fühlte ich mich

aber direkt wieder in meinen bösen Vorahnungen

bestätigt. Das wäre in Skyrim nämlich

nicht passiert.

Apropos Quests: Spieltechnisch waren

diese zwar keine Weltneuheit, zumindest

waren sie aber attraktiv verpackt. Beispiel:

Ich sollte das Ratten-Problem eines Farmers

lösen. So weit, so langweilig. Eigentlich

sollte sich der Landwirt vom Volk der

Khajiit selber um die garstigen Nager kümmern,

indem er ihnen wilde Tiger auf den

Hals hetzt. Das funktionierte aber nur so

lange, bis er auf die Idee kam, den berauschenden

Mondzucker anzubauen. Die Ratten

fressen den Mondzucker, die Tiger fressen

die Ratten und diese sind seitdem so

high, dass sie gar keinen Bock mehr darauf

haben, Ungeziefer zu jagen. Als Folge

verkloppte ich auch nicht stupide X Viecher,

sondern stopfte Blitzkäfer-Eier in die

Rattennester, worauf die Käfer schlüpften

und das garstige Getier einfach wegbrutzelten.

Streng genommen hab ich nur die Eier

gelootet und ein paar Nester angeklickt,

aber ganz ehrlich? Es war herrlich präsentiert,

und ich hatte Spaß.

Die volle Packung

Laune bereitet auch das Kampfsystem.

Mit einer Axt pro Hand ging mein Charakter

toll ab, Monster totklicken ging flott von

der Hand, aber für meinen Geschmack fehlte

noch etwas der nötige Nachdruck. Also

fix den Zweihänder ausgepackt und weiter

Feinde verdroschen. Mit der linken Maustaste

greift man an, ein Rechtsklick wehrt

Schläge ab und beide Maustasten gleichzeitig

unterbrechen feindliche Attacken. Kurze

Zeit später unterbrach ich Angriffe, lähmte

meine Gegner und hob sie dann mit einer

One-Quest-stand

Auf meinen Abenteuern in der Beta schlossen

sich mir auch immer wieder mal

NPC-Begleiter an. Und die funktionieren

ziemlich genau so, wie man es gewohnt ist:

Sie hauen mit drauf, stehen dumm in Fallen

und Flächenattacken rum, gehen nach zwei

Schlägen in die Knie und brauchen eine Pause.

Immerhin sterben sie aber nicht und blockieren

auch keine Türen mehr. Einen wichtigen

Unterschied gibt es dann aber doch:

Kein Begleiter wird Euer Freund fürs Leben.

Geleitschutz für mehr als einen Auftrag

gibt’s nicht, dann bedanken sich die KI-Mitstreiter

und verlassen Euch wieder.

21


The elder ScrollS online Vorschau

Na ja: 1st-Person ist toll für den Fernkampf,

ansonsten wird’s aber schnell unübersichtlich.

Ohne Skill kein Kill: Einfach Draufhauen bringt bei diesem Boss nix.

Erst als ich die richtige Taktik finde, gibt er endlich den Löffel ab.

Power-Attacke (Maustaste gedrückt lassen)

aus den Latschen. BÄM! Ein bombastischer

Soundeffekt, der Bösewicht fliegt meterweit

durch die Luft, landet auf seiner Nase und

ich bin rundum zufrieden.

Besser noch: Durch die Übung mit dem

Zweihänder schaltete ich eine Ansturm-Attacke

und einen Spaltangriff frei. Elder

Scrolls mit Hotkey-Spezialattacken ist un-

FünF SkillS und ein

ultimate

Zwar spielt man beim Leveln eine große

Menge aktiver Fähigkeiten, Angriffe und

Zauber frei, in der Aktionsleiste ist aber nur

Platz für genau fünf Stück, plus den sogenannten

Ultimate. Ein Ultimate kann beispielsweise

eine mächtige Flächenattacke

oder eine besonders gefährliche Beschwörung

sein. Normale Attacken lassen sich mit

der linken Maustaste endlos spammen, Spezialattacken

kosten Ausdauer, magische Attacken

und Zauber kosten Magicka (funktioniert

wie Mana, heißt nur anders). Im Kampf

baut man automatisch Energie für den Ultimate

auf. Ab Level 15 darf man zwischen

zwei Waffen-Sets hin- und herwechseln und

für beide Waffen separate Aktionsleisten

mit jeweils fünf Skills plus Ultimate anlegen.

22

gewohnt, aber nicht unbedingt schlecht.

Sagen wir mal so: Kennt Ihr das, wenn Ihr

in einem MMO Kämpfe vermeidet und Kreaturen

umgeht, weil die Kämpfe irgendwann

nerven? Ich hab’ mich auf sie gestürzt.

Auf jedes verdammte Monster.

Phasing ohne Ende

Ich stieß auch öfter auf längere Quests, die

meist auch die Spielwelt für mich veränderten.

Ein Dorf wurde angegriffen, ich prügelte

die Eindringlinge weg, löschte Brände und

rettete die Bewohner. Und tatsächlich: Nach

verrichteter Arbeit blieben die Gegner tot,

das Feuer blieb gelöscht und die NPCs fingen

mit Reparaturen an. Das Dorf wurde

auch nicht nach ein paar Minuten erneut

angegriffen oder komplett zurückgesetzt

wie bei einem Event in Guild Wars 2. Durch

das sogenannte Phasing veränderte sich

meine TESO-Welt dauerhaft, ohne Einfluss

auf die Spielwelt meiner Mitspieler zu nehmen.

Wird man nach verrichteter Arbeit von

einem Freund eingeladen, der die Quest

selbst noch nicht gelöst hat, wird man für

das Gruppenspiel in die Quest-Phase seines

Mitspielers zurückversetzt. Gut so.

Zwar verzichtet TESO auch nie ganz auf

die obligatorischen Dienstbotengänge,

aber in knapp 30 Spielstunden kam mir

keine einzige Quest Marke „Töte fünf X“

unter. Stattdessen musste ich Entscheidungen

fällen: Der Dorfapotheker verfüttert

heimlich seine Nachbarn an einen Vampir,

damit dieser seine Familie verschont. Richte

ich ihn nun an Ort und Stelle? Überlasse

ich ihn dem Zorn der anderen Dorfbewohner?

Oder fordere ich diese auf, noch

einmal Gnade vor Recht ergehen zu lassen?

Viele Quests bieten außerdem unterschiedliche

Lösungswege: Ich kann mich

verkleiden, ein Banditenlager infiltrieren

und heimlich alle Gefangenen befreien

oder mit gezogenem Schwert in die

Schlacht stürmen. Den Wachmann, der mir

stur die Tür zum Quest-Ziel blockiert, kann

ich vergiften oder bestechen. Oder ich stöbere

herum und finde heraus, dass er eine

Affäre hat und locke ihn mit einem gefälschten

Liebesbrief vom Ort des Geschehens

weg. Auch wenn das Endergebnis in

den meisten Fällen wohl immer gleich aussehen

dürfte, hat man immerhin die Wahl.

Atmosphäre! Rollenspiel! Pluspunkt!

Ich skille auf alles!

Schon direkt zu Spielbeginn hatte mein Charakter

zahlreiche Fertigkeitslinien zur Verfügung.

Das sind Reihen von Fähigkeiten,

die im Zusammenhang mit dem gewählten

Volk, der Klasse, der Ausrüstung und anderen

Charakter-Features stehen. Ein Beispiel


Vorschau The elder ScrollS online

Ninjas: In Städten kann man Mitspieler und NPCs für gewöhnlich nicht auf den ersten

Blick unterscheiden. Rollenspiel-Atmosphäre ja, MMO-Atmosphäre eher nicht so.

wären die bereits genannten Spezialangriffe

mit Zweihändern wie der Sturmangriff, aber

auch passive Schadensboni.

Greife ich stattdessen zum Bogen, spiele

ich nach und nach aktive und passive

Fertigkeiten für ebendiesen frei. Als Nightblade

habe ich außerdem drei Fertigkeitslinien

zur Auswahl, die sich um Angriffe aus

dem Hinterhalt respektive Nahkampf­Schaden

und Debuffs und Lebensentzug drehen.

Selbst Rüstungstypen eröffnen Fähigkeiten.

Schwere Rüstungen gewähren durch passive

Skills höhere Resistenzen sowie Regeneration,

mittlere Rüstung steigert zum Beispiel

die Chance auf kritische Treffer, wohingegen

Roben und andere leichte Rüstungen

die Zauberkraft verbessern.

Damit nicht genug erhielt ich schon

während der ersten Spielstunden einige

neue Fertigkeitslinien hinzu. Einmal der

Kämpfergilde beigetreten – BÄM! – neue

Attacken für den Kampf gegen Daedra.

Freischalten allein reicht übrigens nicht,

die Fähigkeiten müssen anschließend

noch durch Skillpoints aktiviert werden, bevor

man sie nutzen kann. Man erhält bei

entsprechender Spielzeit ausreichend Fertigkeitspunkte,

um wirklich alles freizuschalten.

Allerdings kann man immer nur

fünf aktive Skills und eine Ultimate­Fähigkeit

auf der Aktionsleiste ablegen – mehr

nicht. Auch Passivboni kann man nicht

endlos stapeln. Der Crit­Bonus durch mittlere

Rüstung wirkt beispielsweise nur

dann, wenn man auch wirklich mittlere

Rüstung trägt. Ab Level 15 erhält man einen

weiteren Waffenslot und kann jederzeit

zwischen zwei Waffen wechseln – und für

beide Waffen darf man jeweils unterschiedliche

Aktionsleisten belegen.

Die drei Sch

Zu den wichtigsten Fähigkeiten meines

Helden gehörten außerdem Schleichen,

Schmieden und Schlösserknacken. Gerade

Letzteres machte deutlich mehr Spaß

als zuletzt in Skyrim. Die nötigen Dietriche

liegen glücklicherweise in zig plünderbaren

Fässern, Kisten und Kommoden herum. Wer

reich und zu faul zum Suchen ist, kauft die

Teile einfach beim Händler. Stolpert man

mit dem nötigen Handwerkszeug bewaffnet

über eine verschlossene Truhe, bewegt

man mit der Maus den Dietrich und drückt

per Linksklick die Bolzen vom Schloss herunter.

Das funktioniert einen Augenblick,

dann macht sich ein gewisser Widerstand

bemerkbar. Lässt man den Bolzen nun los,

bleibt er idealerweise in der gewünschten

Position und man drückt den nächsten Bolzen

herunter. Weniger geschickten Schlossknackern

schnellt der Bolzen direkt wieder

hoch oder das Werkzeug bricht ab. Wer innerhalb

des knappen Zeitlimits alle fünf

Bolzen in die richtige Position manövriert,

kommt an die Goodies in der Truhe. Klingt

kompliziert, läuft nach etwas Übung aber

recht gut und sorgt bei Gelingen für tolle

Erfolgserlebnisse.

Auch das Schleichen funktionierte

schon hervorragend in der Beta – zumindest

im PvE. Solange ich mich vorsichtig

im Schleich­Modus einem Feind näherte

Keine AuKtionshäuser

in tAmriel

Keinen Bock, selbst mächtige Ausrüstung zu

schmieden und zu verzaubern? Wo es in anderen

MMORPGs ein Auktionshaus gibt, hat

TESO derzeit vor allem eins: Gildenzwang.

Gilden können Läden einrichten, in denen

alle Mitglieder untereinander ihre Erzeugnisse

verhökern können. In der Beta wurden

darum direkt Auktions-Gilden gegründet,

deren Dasein einzig und allein dem Spielerhandel

diente. Unnötig kompliziert? Immerhin

darf man aber Mitglied in bis zu fünf Gilden

gleichzeitig sein, wer also nebenher Teil

einer Handelsgemeinschaft ist, kann sich

immer noch vier weiteren Spielergemeinschaften

anschließen.

23


The elder ScrollS online Vorschau

Wie bei JJ Abrams: TESO bietet spektakuläre Tag-Nacht-Wechsel.

Die Tage in Tamriel sind deutlich kürzer als auf der Erde.

und dessen Sichtfeld vermeiden konnte,

waren besonders schmerzhafte Angriffe

aus dem Hinterhalt kein Problem. Im PvP

schlichen mir zwar einige feindliche Spieler

über den Weg, diese waren aber schon auf

große Distanz problemlos erkennbar. Bug?

Absicht? Ich bin mir nicht sicher.

Allein für das Crafting konnte ich mich

nicht sehr begeistern. Überall in der Spielwelt

warten Erze, Holz, Runen und andere

Rohstoffe nur darauf, ganz ohne Sammel-

Nicht alle GildeN

werdeN voN SpielerN

Geführt

Was wäre Elder Scrolls ohne Institutionen

wie die Kämpfergilde oder die Gilde der Magier?

Doof natürlich! Darum gibt es diese

Einrichtungen auch in TESO. Anders als die

MMO-typischen Spielergilden (die es natürlich

auch gibt) funktionieren sie ein wenig

wie NPC-Fraktionen, in deren Auftrag man

Quests erledigt, im Rang aufsteigt und dabei

neue Fertigkeitslinien und Ausrüstung freispielt.

Ob man sich im Spielverlauf bis zum

Rang des Gildenmeisters aufschwingen

kann, war in der Beta natürlich noch nicht

ersichtlich.

24

berufe aufgelesen zu werden. Aber wenn

ich für einen Crafting-Level 30 Kleider

häkeln muss, verliere ich persönlich die

Geduld. Auch hier gilt natürlich: ist alles

noch Beta.

Kein Händchenhalten

Nach ein paar Stunden mit TESO bemerkte

ich zwei Dinge: Das Spiel hatte irgendwas

für sich. Irgendwie. Ich wusste zu diesem

Zeitpunkt noch nicht genau, was es war. Es

fiel mir nicht sofort auf, war subtil, aber ich

hatte mehr Spaß als ich erwartet hatte. Außerdem

waren sämtliche Quests plötzlich

zu schwer und vom Level viel zu anspruchsvoll

für meinen Charakter. Böse Falle! Zum

Verständnis: Moderne MMORPGs haben

mich über die Jahre abgestumpft. Auftraggeber

schicken Spieler für gewöhnlich von

einem Quest-Hub zum nächsten, alles wird

einem vorgekaut und kein Mensch muss

mehr nach Möglichkeiten zum Leveln suchen.

Warum auch, ist ja Arbeit und könnte

Gelegenheitsspieler überfordern. Dieser

Gewohnheit entsprechend folgte ich natürlich

stur meinem Questlog, mit der Folge,

dass sämtliche Gegner irgendwann zu stark

wurden und ich „nichts mehr zu tun“ hatte.

Beim Blick auf die Karte wurde mir dann

schnell klar: Ich hatte praktisch nichts aufgedeckt!

Also bin ich ausgezogen und habe

die Spielwelt erkundet. Überall gibt es Siedlungen,

Dörfer, Ruinen, Höhlen und nicht selten

kommen NPCs direkt angerannt und flehen

um Hilfe! Quests hatte ich so plötzlich

bis zum Umfallen und nebenher entdeckte

ich verborgene Himmelsscherben (für jeweils

drei Stück gibt’s einen Talentpunkt)

und erledigte mit meinem jüngst geweckten

Forscherdrang sogar einige Achievements.

Natürlich gibt es auch in TESO dieselben

Pfeil-Symbole und Quest-Markierungen wie

in Skyrim, aber statt diesen immer nur stur

zu folgen, ist das Durchstöbern der Spielwelt

auf eigene Faust nicht nur möglich und

wahnsinnig spannend, sondern absolut notwendig.

Cyrodiil – wer’s braucht

Nebenher warf ich auch einen Blick auf das

PvP-Gebiet Cyrodiil, rund um die imperiale

Stadt. Diese war zur Beta übrigens umringt

von Dämonen und nicht betretbar, aber zumindest

die Burgbelagerungen funktionierten

bereits. Mit Ballisten spießt man auch

auf große Distanz gegnerische Einheiten

auf, Rammen knacken Festungstore, während

die Verteidiger sich von oben mit siedendem

Öl zur Wehr setzen. Alternativ reißt

man mit dem Katapult einfach eine Wand

ein und stürmt die Burg. Das klingt nicht nur

nach dem World-vs-World-Feature aus Guild


Vorschau The elder ScrollS online

Gut gebräunt waren meine Beinkleider beim Anblick dieses Daedra-Ungetüms.

Feinde skalieren in TESO nicht mit dem Spieler-Level und dieser hier ist mir über.

Wars 2, sondern funktioniert auch größtenteils

so und sieht auch noch fast identisch

aus. Wer auf Spielerkämpfe steht, wird sich

an den gewissen Ähnlichkeiten sicher nicht

stören, zumal es dort sogar Quests rund

ums PvP gibt: Tötet gegnerische Spieler, erobert

Burgen, spioniert feindliche Stellungen

aus und so weiter.

In der Beta war die Performance auch

mit 50 und mehr Spielern auf dem Bildschirm

astrein, doch wie es ab Release

auf einem prall gefüllten Schlachtfeld läuft,

muss sich noch zeigen. Wirkliches Elder-

Scrolls-Flair hatte nichts davon. Wenn ich

Burgen erobern und Spieler umnieten soll,

macht es spieltechnisch einfach keinen

großen Unterschied, ob die Teilnehmer nun

aus Tyria, Tamriel oder vom Mond kommen.

Ein riesiges PvP-Gebiet ist einfach

kein Feature, das ich mir irgendwann mal

in Elder Scrolls gewünscht hätte. Aber ich

kann es ja ignorieren. Davon unabhängig

war Cyrodiil auf den ersten Blick qualitativ

top, auch wenn ich recht bald in die reguläre

Spielwelt zurück wollte.

TESO hat Seele

Und in diesem Augenblick war der Groschen

gefallen: Ich wollte zurück in die Spielwelt.

Denn Tamriel ist so lebendig, so glaubhaft

Katzen im Nebel: Tamriel sieht gut aus, am Horizont sind aber

selbst auf Ultra-Detaileinstellungen nur Konturen zu sehen.

Vier Klassen, Keine

einschränKungen

Jede der vier Klassen im Spiel (Dragon

Knight, Sorcerer, Nightblade, Templar) verfügt

über einzigartige Fertigkeitslinien. Der

Dragon Knight teilt je nach Spezialisierung

zum Beispiel super Feuerschaden aus oder

steigert seine Widerstandskräfte und wird

zum epischen Tank. Der Sorcerer nutzt die

Mächte der Elemente oder beschwört Kreaturen,

die für ihn im Kampf austeilen und

einstecken. Als Templar nutzt man beispielsweise

Sonnenzauber für Schaden oder heilt

und bufft sich selbst und die gesamte Gruppe.

Nightblades agieren ein wenig wie

Schurkenklassen, verfügen aber auch über

einige dunkle Zauber mit Effekten wie Lebensdiebstahl.

Unabhängig von Eurer Klassenwahl

könnt Ihr außerdem jede Waffengattung

und jede Art Rüstung anlegen und

entscheidet bei Stufenanstiegen dann

selbst, ob Ihr Eure Lebenspunkte, Eure Ausdauer

oder Eure Magicka­Vorräte steigern

möchtet. Ein Sorcerer in schwerer Platte mit

haufenweise HP, der Monster beschwört und

die Streitaxt schwingt? Ein Leder­Templar,

der schleicht, Feinde von hinten mit Dolchen

abmurkst und sich bei Bedarf auch einfach

mal selbst heilt? Kein Problem, das ist alles

möglich!

25


The elder ScrollS online Vorschau

Es ist saukalt, die Skelette tragen lustige Hüte

mit Hörnern dran. Yup, wir sind bei den Nords.

Morrowind-Fans, die beim Anblick des Screenshots

nicht der Nostalgieständer kitzelt, sind innerlich tot.

und zieht dermaßen an, dass man es anfangs

gar nicht bewusst mitbekommt. Weil

die Welt natürlich und plausibel wirkt und

mit Bedacht und Liebe ausgearbeitet ist. Als

ich einem NPC vom Volk der Nord mit einer

Mission half, bekam ich zur Belohnung einen

schweren Kriegshammer. „Schädel brecher“

oder so ähnlich. „Hat meiner Mutter gehört.“

Als in Morrowind ein Argonier-Dorf angegriffen

wurde, setzten sich die Bewohner mithilfe

der fantastischen Kreaturen zur Wehr,

MMO und irgendwie

dOch nicht

In der Beta gab es eine Handvoll Inhalte, die

klar für Gruppen von vier Spielern ausgelegt

und alleine nicht zu schaffen waren. Das obligatorische

LFG-Tool zur Gruppensuche war

bereits implementiert. Andererseits fehlen

für MMOs typische Komfort-Features wie eine

Mini-Map oder ein Auktionshaus, für dessen

Nutzung man nicht Mitglied in einer Gilde

sein muss. Einerseits wird durch heftiges

Phasing die Illusion vermittelt, dass man als

Spieler etwas bewirkt und die Welt verändert.

Auf der anderen Seite stehen die Gruppen-Dungeons

und Belagerungsschlachten.

TESO versucht, eine Art Kompromiss zwischen

MMO- und Offline-RPG zu finden,

aber genau das hat in der Beta am wenigsten

überzeugt.

26

die dort leben. Als ich einen Dorfbewohner

fragte, weshalb er seine zahmen Last-Dinos,

die Guars, wie Familienmitglieder behandelt,

reagierte er empört. „Sie tragen unsere Lasten,

fressen unseren Abfall und sind immer

treu. Natürlich gehören sie zur Familie!“ Andernorts

treffe ich auf Blutdürster, eine feuerrote

Kröte, die ich einer schlecht gelaunten

Orkdame abkaufe, um ein Froschrennen

zu gewinnen. Jedes Volk in Tamriel hat seine

eigene Mentalität, einzigartige Architektur in

wie tötet Man, was kein

Leben hat?

Gar nicht – man macht es zum Kaiser. Wer in

der PvP-Kampagne in Cyrodiil die meisten

Punkte abkassiert und die Kaiserstadt einnimmt,

der wird zum Kaiser gekrönt. Zur Belohnung

gibt’s unter anderem eine spezielle

Fertigkeitenlinie für Kaiser. Diese bleibt ein

Leben lang erhalten – sollten feindliche Spieler

Euren Avatar um einen Kopf und damit

dessen Amtszeit bedeutend verkürzen, behaltet

Ihr Eure kaiserlichen Skills trotzdem,

wenn auch in abgeschwächter Form. Na

dann mal ran! Nur, wenn Ihr im PvP rund

um die Uhr durchkellert, gibt’s die Kaiser-Fertigkeiten.

Normalsterbliche mit geregeltem

Tagesablauf schminken sich sämtliche

Ambitionen in dieser Hinsicht lieber

gleich ab.

Städten und Dörfern und Designs bei Waffen

und Rüstungen, viele haben eigene Akzente

und Redewendungen in ihrer Sprache.

Die Eigenarten, Vorlieben und Macken der

Bewohner Tamriels machen sie interessant

und liebenswert. Das letzte Mal, dass mich

die Kulturen und Völker in einem MMOR-

PG so in ihren Bann gezogen haben, war in

World of Warcraft.

Auflösung ist nicht alles

Was man auf den Screenshots sieht, wird

sich zum Release auch nicht mehr dramatisch

verbessern: TESO sieht einfach nicht

so gut aus wie Skyrim. Beim Spielen verschwand

die Landschaft am Horizont deutlich

eher im Nebel als mir lieb war, die

2D-Blumen und -Gräser drehen sich mit der

Kamera mit und die Texturen sind auch nur

mittelprächtig aufgelöst. Klar, ist halt ein

MMORPG und da geht Performance vor Optik.

Aber was die Designer mit ihren eingeschränkten

Mitteln für eine Spielwelt gezaubert

haben – alter Schwede! Jede Zone in

Tamriel kommt mit eigener Flora und Fauna.

Als ich bei den Nords zu Besuch war, erkannte

ich die gehörnten Rüstungen, Tierrunen

und die mit Fallen gespickten Grabkammern

sofort wieder. Morrowind zeichnet

sich durch die abartige Tierwelt und die gewaltigen

Pilze aus, die überall wachsen.

Auch Gebiete, die man bisher noch

nicht (oder lediglich stark verpixelt) in der


Vorschau The elder ScrollS online

Rührend: Unser Held kocht seine Spezialität

– Kartoffelbrei mit Katzenhaaren.

Reihe zu sehen bekam, sind einzigartig und

sehenswert. Wandernde Händler ziehen

umher und bieten Waren und Reparaturen

an. Verkäufer sprechen stöbernde Spieler

an, NPCs fischen, schmieden und gehen ihren

Tagesabläufen nach. Mitspieler, die an

Crafting-Stationen Ausrüstung, Tränke, Verzauberungen

und Lebensmittel herstellen,

fügen sich so natürlich in das Stadtbild ein,

dass man sie oft gar nicht als Spieler wahrnimmt.

Immer wieder habe ich mich dabei

erwischt, wie ich Charaktere anderer Beta-Tester

anglotzte, während diese ihr Inventar

durchsuchten, woraufhin ihr Avatar sichtbar

in seinem Rucksack herumkramte. Die

Entwickler haben alles daran gesetzt, die

Atmosphäre zu wahren, auch wenn man nie

der einzige menschliche Spieler in der Welt

ist. Und so ist die Grafik technisch vielleicht

nicht mehr auf dem allerneuesten Stand,

aber die Inszenierung sucht ihresgleichen.

Aber warum eigentlich?

Inzwischen bin ich froh, dass ich die Beta

anspielen durfte (Anm. d. Red.: Mist aber

auch!). Ich wollte nichts mit TESO zu tun haben,

habe mich vorab nicht über das Spiel

informiert und habe meine ersten Schritte

im Spiel gehasst. Mittlerweile haben sich

die schlimmsten meiner Befürchtungen

als unbegründet erwiesen, ich werde das

Spiel vorbestellen und freue mich auf den

Release. Fans der Reihe erwartet hier ein

richtiges Elder-Scrolls-Spiel und zum Glück

kein Elder Scrolls Light. Kein 08/15-MMO

wie zig andere, mit aufgeklebter TES-Lizenz.

Was bin ich froh! Aber trotz aller Erkenntnis

kann ich eine Frage nicht beantworten:

Warum haben sie daraus überhaupt ein

MMO gemacht? Auf Atmosphäre-Killer wie

aufgeklebte Spielernamen hat man verzichtet.

Man teilt sich die Spielwelt bewusst

immer nur mit einer geringen Anzahl von

Mitspielern. Bei Quests wird die Spielwelt

immer wieder dauerhaft durch Phasing verändert,

damit man das Gefühl hat, etwas

in der Welt bewirkt zu haben. Wozu dann

das Gedöns um die Mega-Server? Hätte

es ein optionaler Mehrspieler-Modus für

drei oder vier Mitspieler nicht auch getan?

Gibt es da draußen wirklich Fans der Reihe,

die sich schon immer riesige PvP-Schlachten

gewünscht haben? Und andersherum?

Gibt es Fans von MMOs, die schon immer

ein Online-Rollenspiel in Tamriel wollten, in

dem man seine Mitspieler weitestgehend

ignorieren kann? Ich hätte auch ein „The

Elder Scrolls Offline“ gekauft, denn durch

den MMO-Part wird es für mich nicht besser.

Das hätte dann auch keine Monatsgebühr

gekostet. Hm. Vielleicht habe ich die

Frage nach dem „warum“ damit schon beantwortet

– zumindest ein ganz klein wenig.

Spaßig wird das Spiel allemal – versprochen!

Ob Zenimax die Fans dauerhaft

binden kann, hängt wie so oft davon ab,

wie es mit dem Endgame und Inhalts-Updates

läuft. Wenn regelmäßig alle Fronten

bedient werden, könnte daraus Liebe werden.

Wenn nicht, levelt man im Freimonat

einen Charakter hoch, genießt die Story

und die fantastische Spielwelt und kommt

immer noch voll auf seine Kosten. Und das

ist ein guter Anfang. sascha Penzhorn/ag

Vorschau

The Elder Scrolls Online

Anbieter: Bethesda

Termin: 04042014

Web: wwwelderscrollsonlinecom

Sascha „Berserkerkitten“ Penzhorn meint

„Von ‚interessiert mich nicht‘ auf ‚vorbestellt‘ an einem Beta-Wochenende

Respekt, Zenimax! Die Spielwelt von TESO ist faszinierend

und lässt mich eintauchen, wie ich es seit World of Warcraft nicht

mehr erlebt habe Episch hat sich als Adjektiv

über die Jahre arg abgenutzt – in diesem Fall

ist es jedoch völlig angebracht Aber warum

versucht man in einem MMO alles, um es

nicht wie ein MMO aussehen zu lassen?

Endlos viel Phasing und keine sichtbaren

Spielernamen oder eine Mini-Map? Oder

warum kein Auktionshaus außerhalb von

Gilden? Geht’s am Ende doch nur um

die Abogebühren? Bin gespannt!

Legendär

buffed.de

Alle Infos findet ihr unter

www.buffed.de/TESO

27


Trove Vorschau

Trove erinnert optisch an Minecraft. Die Spielwelt

setzt sich allerdings aus Voxeln zusammen.

Trove

Es ist quietschbunt, es ist aus Voxeln zusammengesetzt, es hat knuffige Feinde, einen

Bau-Modus, Klassen und bald auch Quests: Trove ist ein Sandkasten!

Oder besser gesagt: Trove ist ein

Massive Multiverse Adventure – so

jedenfalls nennt es der Entwickler

Trion. Nach Rift und Defiance versucht sich

das Team von Trion an einem Sandbox-Spiel

mit Voxel-Grafik, das ähnlich wie

ein MMORPG funktioniert. Nur mit dem Unterschied,

dass im fertigen Spiel lediglich

etwa 60 Spieler auf einen Server passen

– es kommt also nicht ganz so massiv daher

wie ein echtes Online-Rollenspiel. Gemeinsam

lösen Spieler Missionen, kloppen

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Bosse in Dungeons, verbessern ihren Helden

und bauen fleißig an Spielwelt und

Heimatbasis, genannt Cornerstone, herum.

Aktuell läuft eine Alpha-Version des

RPG-Baukastens, zu der nur Zutritt hat, wer

eines der teuren Founder-Pakete kauft

(mehr dazu im Extrakasten) oder mit ganz

viel Glück einen Code ergattert.

Von Rittern und Bauern

Bisher steht mit dem Ritter nur eine Klasse

zur Verfügung. Knuffige Bienchen, Spinnen

Hohe Türme, große Schlösser – wie es sich für diese

Art Spiel gehört, könnt Ihr bauen, was Euch gefällt.

und Blöcke in Quadratoptik zu zerbröckeln

oder das Errichten einer Heimatbasis sind

die Hauptbeschäftigungen – Quests fehlen

bisher. Im Kampf-Modus gibt’s Erfahrungspunkte

und Level-ups, die den Charakter

immer ein wenig stärker machen. Die zerberstenden

Quader und Tierchen lassen außerdem

Materialien fallen, die mittels Handwerksmodus

durch Kombinieren mit anderen

Stoffen zu hochklassigem Baumaterial

veredelt werden und dann bereit zum Einsatz

sind. Ressourcen sind in der Spielwelt

auf Bergen, Wiesen in unterirdischen Höhlen

oder in Wäldern zu finden – Minecraft

lässt grüßen. Trove ist voller schöner Orte

– auch ohne das Zutun der Community,

denn die Voxel-Welten erschaffen sich zufallsgeneriert,

wenn neue Server aufgehen,

und formen dabei immer wieder echte Hingucker

wie riesige Bergmassive und Täler.

Der Held reist per Klick von Welt zu

Welt, um andere Spieler oder Freunde zu

treffen. Wer sich jetzt fragt, warum man

dann überhaupt eine Heimatbasis errichtet,

bekommt eine einfache wie geniale

Antwort: Der sogenannte Heimat-Cornerstone

zieht mit auf die neue Welt um. So

bleiben lieb gewonnene Hütten oder aber


Vorschau Trove

Die Spielwelten in Trove sind zufällig generiert.

Das sorgt für die nötige Abwechslung.

Damit es nicht langweilig wird, baut Ihr nicht

ausschließlich. Ihr müsst auch kämpfen.

prunkvolle Eigenheime beim Wechsel

nicht auf dem Server zurück, sondern

sind wie ein Wohnwagen immer dabei.

Hat man doch mal genug von der ersten

Studentenbude, reißt man die Butze kurzerhand

ab und baut neu. Entweder auf

dem Platz der alten Basis oder an einem

neuen Ort, den es natürlich erst mal zu

beanspruchen gilt. Die Spielwelt von Trove

ist zwar dank Voxel-Engine komplett zerstörbar,

der Cornerstone bleibt aber vor

feindlichen Angriffen verschont. Nur der

Besitzer bestimmt, was darauf gebaut

oder abgerissen wird. Bauplätze sind mit

einem Ausrufezeichen gekennzeichnet. Ist

der Platz bereits besetzt, weist eine Art

Klingelschild auf den Besitzer hin.

Waiting Phase One

Richtig viel gibt’s bisher noch nicht zu tun

in der Alpha – Bauen und Erkunden macht

aber bereits eine Menge Spaß. In Kürze

implementiert Entwickler Trion die angekündigten

Quests, neue Gebiete, Begleiter,

Reittiere sowie die neue Klasse Gunslinger.

Sobald die Missionen im Spiel sind, wird

sich zeigen, ob Trove halten kann, was es

verspricht: nämlich ein Massive Multiverse

Adventure zu sein. Denn durch den vielseitigen

Feature-Mix aus spaßigen Gruppeninhalten,

coolen Klassen, Dungeon-Kämpfen,

vielen Items und obendrein einem Bau-Modus

hat Trove sicher auch gegen starke

Konkurrenz wie Minecraft, Cube World oder

demnächst Everquest Next: Landmark eine

Chance. Wir sind gespannt.

MB

die founder-Pakete

Ins Spiel lassen die Entwickler von Trion vorerst fast nur Spieler, die für den Zugang bezahlen. In

die Alpha könnt Ihr Euch über die Webseite einkaufen: www.trovegame.com/support-trove.

die BiLLigste Version

Adventurer für 18,99 Euro

Gewährt vorzeitigen Zugang

zur Alpha mit der nächsten

Einladungswelle. Obendrauf

spendiert Trion eine Inventar-Erweiterung

sowie einen

kleinen Betrag der Ingame-

Währung, für die es später

im Shop wohl

Mounts, Klassen

oder aber auch

spezielle Materialien

geben

könnte.

Für den MittLeren

geLdBeuteL

Champion für 46,99 Euro

Die luxuriösere Variante gewährt

nicht nur vorzeitigen

Zugang zur Alpha und alle

weiteren Boni, die auch in

der günstigeren Adventurer-Version

enthalten sind.

Obendrein gibt es den

Soundtrack zum Spiel, einen

weiteren Zugangs-Code für

einen Freund, ein Mount und

eine Platzerweiterung für die

Heimatbasis.

Für MiLLionäre

und Verrückte

Pixel Master für 899,99 Euro und

Voxel Savant für 2.239,99 Euro

Richtig gelesen. Die beiden

Pakete gibt es tatsächlich. Wer

viel Geld übrig hat und die

Entwickler unterstützen

möchte, greift zum Bentley

oder Rolls-Royce unter den Paketen.

Dafür wird man im

Spiel verewigt beziehungsweise

darf sogar gemeinsam

mit dem Entwicklerteam an

einem eigenen Gebiet arbeiten

und entscheiden, welche

Monster dort leben und wie

es aussehen soll.

Vorschau

Trove

Anbieter: Trion Worlds

Termin: 22112013 (Alpha)

Web: wwwtrovegamecom

Maria „Silarwen“ Beyer meint

„Was ich bisher von Trove sehen konnte, gefällt mir richtig gut Zugegebenermaßen

war das noch nicht besonders viel – die Alpha-Version

steckt eben einfach noch ganz deutlich in den Kinderschuhen

Ich freue mich jedenfalls bereits auf jedes neue

Update und bin gespannt, wie sich der Online-Sandkasten

weiterentwickelt und wie sich

die Gruppeninhalte sowie die bereits kündigte zweite Klasse spielen Nur die

Gründer-Pakete finde ich ganz schön teuer teuer

ange-

Wer noch auf die Beta warten kann, bekommt

aber zumindest bereits für 4,99 Euro ein

Founders- Paket Wann die zweite Testphase

startet, ist aber noch nicht bekannt“ bekannt“

Legendär

buffed.de

Alle Infos findet Ihr unter

www.buffed.de/trove

29


South Park Vorschau

Das Königreich ist nicht mehr als eine billige Kulisse,

in der König Cartman und seine Ritter hausen.

South Park: Der Stab

der Wahrheit

Von A wie Arschbombe bis Z wie Zombienazikommandant: Das erste Rollenspiel zu South

Park soll so politisch inkorrekt, bissig, eklig und doch so witzig wie die TV-Serie werden.

Vor 17 Jahren kehrte Steve Jobs zu

Apple zurück, Tony Blair wurde Premierminister

und Tiger Woods der

jüngste Gewinner eines Masters-Golfturniers.

Klon-Schaf Dolly graste friedlich auf

einer schottischen Wiese und der Sänger

R. Kelly glaubte, er könne fliegen. George

Clooney versagte als Batman, während Leonardo

DiCaprio sich in das Herz der weiblichen

Kinogängerschaft softete. 1997

wurde die DVD so langsam der heiße

Scheiß, den jeder haben wollte. Und aus

30

Der Stab der Wahrheit: Wer ihn besitzt, hat die Macht!

dem fiktiven Städtchen South Park im

US-Bundesstaat Colorado zogen vier

halbstarke Jungs aus, die Welt der Kabelsender

zu erobern.

Und das sollte Stan Marsh, Kyle

Broflovski, Eric Cartman und Kenny McCormick

auch gelingen. Schon als die erste

Staffel South Park ausgestrahlt wurde,

zeichnete sich ab, dass die Serie mit ihrem

eigenwilligen Look, den bösen gesellschaftskritischen

Anspielungen und dem

Brechen jeglicher Tabus den Zahn der Zeit

traf. Geändert haben sich in den 17 Jahren

seit dem Start nur die Moralvorstellungen

der Zuschauer. Damals war es noch anstößig

und unverschämt, wenn Mister Hankey

der Weihnachtskot Bremsspuren in der gesamten

Stadt verteilte, Mädels queeften

oder Cartman eine Analsonde aus dem

Hinterteil fuhr. Heutzutage müssen sich

die Erfinder der Show, Trey Parker und Matt

Stone, kräftig ins Zeug legen, um noch

Stellen des Allgemeinbewusstseins zu treffen,

die südlich der Gürtellinie liegen.

Der neue Arsch in der Stadt

In Der Stab der Wahrheit startet Ihr als

10-jähriger Rotzlöffel in South Park. Frisch

hinzugezogen wollt Ihr Euch in Eurem neuen

Zimmer verkriechen, doch Papa macht Euch

einen Strich durch die Rechnung. Er sperrt

Euch aus dem Haus aus und gibt Euch die

erste Quest: Findet Freunde. Allein und verlassen

wandert Ihr durch die Straßen von

South Park und macht dabei einen großen

Bogen um eine Gruppe Rowdies, die gerade

einen bemitleidenswerten Jungen vermöbelt.

Dabei rennt Ihr in einen Knaben im türkisen

Fummel: Butters. Der lädt Euch ein,

mit ihm zu spielen. Was anderes gibt’s eh

nicht zu tun, also schließt Ihr Euch Butters

an und tretet in ein Fantasie-Königreich ein.

Fantasie braucht Ihr dringend! Denn das

Königreich ist eigentlich nur ein schäbiger

Garten, das prunkvolle Schloss Kupa Keep

ein mickriges Zelt, in den Ställen – der Sandkasten

– kackt eine Katze. Im Schloss begegnet

Ihr dem großen Manitu: Eric Cartman.

Der gibt als König den Ton an. Und


Vorschau South Park

Sieht aus wie in der Serie: Die Charaktere kommen

im schmuddeligen 2D-Cutout-Stil daher.

Helden der Klasse Kämpfer sind sich nicht zu

schade, mitten hinein in die Gegner zu hechten.

Euch einen Namen. Egal wie oft Ihr ins Namensfeld

einen tollen Heldennamen voller

Glanz und Gloria eintippt, Cartman gibt Euch

den Titel Douchebag. Ihr seid also der hinterletzte

Loser der Stadt und müsst Euch Eure

Sporen erst einmal im Kampf verdienen.

Lümmel

Mit der Wahl des Namens kommt auch die

Wahl der Klasse auf Euch zu. Zur Wahl stehen

vier Stück: Kämpfer, Magier, Dieb und

Jude. Jede Kampfausrichtung kommt mit ihren

eigenen Vorzügen und Nachteilen, mehr

dazu erfahrt Ihr im Kasten auf der nächsten

Seite – der Priester wurde allem Anschein

nach wieder aus dem Spiel geworfen. Vermutlich

ähnelten die Fähigkeiten der Klasse

zu sehr denen des Juden, der wiederum

eine Mischung aus Heiler und Paladin ist.

Während Eurer Initiation in den Kreis der

Auserwählten sind die prügelnden Rüpel von

vorhin ins Königreich eingedrungen und drohen,

den Pool der Visionen (das Planschbecken)

mit Eigenurin zu besudeln. Fantastisch,

das ist Eure glorreiche Stunde! Ihr könnt in

Eurem ersten Kampf beweisen, dass Ihr willens

seid, Euch einen Platz in König Cartmans

ritterlicher Tafelrunde zu verdienen.

Pupsgebeutelt

Gekämpft wird in rundenbasierten Auseinandersetzungen.

Ihr übernehmt darin ähnlich

wie in Final­Fantasy­Spielen die Steuerung

Eures Helden und erhaltet außerdem

die Kontrolle über etwaige Charaktere, die

sich Douchebag anschließen. Butters zum

Beispiel. Zuerst sucht Ihr über ein typisches

Kreismenü aus unterschiedlichen Skill­Kategorien

die Fähigkeit aus, die Ihr nutzen wollt.

Und die wird dann ausgelöst. Die Zauber tragen

dabei dem von den Kindern erdachten

Fantasy­Universum entsprechend tolle Namen.

Die Attacken fallen oft weltlicher aus.

Douchebag prügelt mit einem Baseballschläger

auf den Gegner ein, rammt ihn mit

einem Football­Manöver um und betäubt ihn

mit aromatischen Fürzen. Butters greift hingegen

auf so effektreiche Angriffe wie den

Hammer der Stürme zurück und brutzelt damit

als Elfen verkleidete Kids.

Cartman zündet seine Darmwinde an,

andere Charaktere schmeißen Bälle oder

prügeln mit Eisenstangen. Sogar der als

„Professor Chaos“ bekannte Ninja­Avatar

von Butters darf ausgewählt werden. Wenngleich

das Kampfsystem rundenbasiert ist,

solltet Ihr während der Prügeleien nicht unaufmerksam

sein. Ihr blockt Attacken aktiv

mit Triggertasten. Oder verstärkt Eure Angriffe,

indem Ihr im richtigen Moment kurz

auf einen Knopf drückt oder ihn haltet. Ist

die Schlacht geschlagen, gibt’s natürlich

Beute, die Ihr von den niedergeschlagenen

Kontrahenten aufklaubt. Das können Rüstungsstücke

wie Kochtöpfe oder Teddymützen

sein, Geld und Tränke oder Waffenverbesserungen

wie Streichhölzer. Wenn Ihr

die Zündhölzer über das Charakter­Menü

an Eurer Waffe anbringt, verursacht die

dann zusätzlich zehn Punkte Feuerschaden.

Alle eingesammelten Kostbarkeiten

lassen sich außerdem bei Händlern verticken

und gegen bessere Klamotten tauschen,

wenn Ihr Bock drauf habt.

Beim Stabe des Propheten

Auch abseits der Kämpfe ist nicht alles

eitel Sonnenschein im Königreich. Butters

kommt unglücklicherweise der Stab

der Wahrheit abhanden; ein anderer Junge

nimmt ihm das dürre Stöckchen ab. Das

wäre ja kein Problem, wenn derjenige, in

dessen Besitz sich der Stab befindet, nicht

zufällig das Sagen über das ganze Universum

hätte. Na ja, das ist zumindest in der

Fantasy­Welt der South­Park­Kinder so. Fortan

ist es Euer Job, nach der Muschel ... äh,

nach dem Stab zu suchen und Chaos in

South Park zu verbreiten, um am Ende gar

die Welt zu retten.

Dabei levelt Ihr Douchebag über die in

Kämpfen generierte Erfahrung auf, mit der

Ihr wiederum bessere Attacken freischaltet.

Außerhalb der Scharmützel besteht Ihr kleine

Geschicklichkeitsspiele, um etwa Feinde

ohne Kampf auszuschalten oder Blockaden

zu durchbrechen. So ist es zum Beispiel in

der Szene mit Jimmy Valmer; dem Barden

im Keller der „Kneipe“ The Giggling Donkey.

Eben noch feuerte er seine als Elfenkrieger

Magier prügeln nicht, sondern nutzen im Kampf Gadgets.

31


South Park Vorschau

Das Charaktermenü sieht aus wie ein soziales Netzwerk.

Hier wertet Ihr zum Beispiel Waffen auf.

In den rundenbasierten Kämpfen setzt Ihr die Attacken

Eurer Helden gegen mehrere Angreifer ein.

Die Klassen

Der Kämpfer

Den Kämpfer erkennt Ihr an seinem roten

Stirnband, rohe Gewalt ist Euer Motto. Ihr

stürmt in bester Footballer-Manier auf die

Feinde los, vermöbelt sie im Nahkampf mit

Baseball-Schlägern oder springt wie der Hulk

in die Gegnergruppe, um die Feinde zu betäuben

oder in die Flucht zu schlagen. Auch

der Roshambo-Angriff, der mit einem Tritt in

die Leisten endet, ist nicht zu verachten.

Der magier

Mit einem Laborkittel – vielleicht ist es auch

ein Bademantel – ausgerüstet, bedient sich

der Magier ausgeklügelter Apparaturen. Zum

Beispiel Bengalos, mit denen er den Feinden

die Funken um die Ohren fliegen lässt. Oder

Feuerlöschern, deren Druck er zurückhalten

muss, bis er die Kontrolle verliert. Oder Wasserpistolen.

Allerdings lässt sich daran zweifeln,

dass die mit Wasser gefüllt sind …

Der DieB

Mysteriös kommt der Dieb daher, der seinen

Schopf unter einem Kapuzenumhang versteckt.

Wie im Genre üblich bringt der Dieb

auch in Der Stab der Wahrheit lauter kleine

Nadelstiche im Nahkampf an. Je mehr Angriffe

ihr Ziel finden, desto höher ticken der Kombozähler

und der Schaden des Diebs.

Der JuDe

Mit einer Kippah kommt der Jude daher. Er ist

eine Mischung aus Paladin und Priester. Das

bedeutet, dass er sich durch seine Attacken

heilen kann. Und das wird in manchen Situationen

auch bitter nötig sein. Denn diese

Klasse teilt am kräftigsten aus, wenn sie quasi

aus dem letzten Loch pfeift und die Lebenspunkte

fast aufgebraucht sind.

32

verkleideten Kumpels mit einem feschen

Liedchen an, im nächsten Moment verpisst

er sich klammheimlich und lässt seine

Freunde zurück. An denen müsst Ihr vorbei,

um aus dem Keller rauszukommen. Statt

nun reihenweise Kämpfe zu starten, könnt

Ihr die Gegner auch anders loswerden. Mit

einem Ball zielt Ihr auf ein Kellerfenster, um

einem verbündeten Jungen den Weg in den

Raum freizumachen. Der balanciert auf einem

Regal und schmeißt eine Kaffeemaschine

runter, die in Brand gerät. Während

der Knabe vom Stromkasten einen Elektroschock

verpasst bekommt, sammelt

Douchebag Furzluft in seiner Hand und wirft

sie zur Kaffeemaschine. Die folgende Explosion

setzt die Feinde schachmatt. Das

ist so absurd, dass es wieder lustig ist.

LARP in South Park

South Park ist keine Serie für jedermann

– und Gleiches trifft auf das von Obsidian

entwickelte Rollenspiel Der Stab der Wahrheit

zu. Wer bis jetzt nichts mit South Park

anfangen konnte, wird sich wahrscheinlich

auch als eingefleischtester Fan des Spielegenres

angewidert abwenden. Das ist nicht

schlimm. Schon bei einem ersten Blick

auf Der Stab der Wahrheit wird klar, dass

das Spiel für Fans gemacht ist. Parker und

Stone haben während der langwierigen und

nicht ganz unkomplizierten Entwicklungszeit

des Rollenspiels auf alles ein Auge gehabt.

Sie haben das Skript geschrieben, überwachen

die Arbeiten und sprechen – ganz wie

in der Serie – das Gros der Charaktere ein.

Besonders wichtig: Der 2D-Cutout-Look

der Serie bleibt erhalten, Ihr stolpert also

nicht plötzlich in eine 3D-Szenerie, die den

ganzen South-Park-Charme ruinieren würde.

Und das dürfte auch der Grund sein, warum

Der Stab der Wahrheit ein ganz großer Hit

unter den Anhängern der Serie werden

kann. Die Macher der Serie haben sehr viel

Wert darauf gelegt, dass die Macher des

Spiels den Fans das Gefühl vermitteln,

dass sie sich durch eine Episode South

Park spielen. Nicht mehr, nicht weniger.

Freilich bekämpft Ihr Hippies und Unterhosenwichtel

in einer im Rollenspiel-Genre üblichen

Zeit; das Spiel ist also nicht nach einer

halben Stunde Schenkelklopferei vorbei.

Gelingt der Transport der Serie ins

Spiel, dann ist South Park: Der Stab der

Wahrheit eine sehr gute Lizenzumsetzung.

Warten wir ab, was der März bringt. Denn

dann regiert König Cartman!

SB

VorSchau

South Park: Der Stab der

Wahrheit

Anbieter: Ubisoft

Termin: 4 März 2014

Web: http://southparkubicom/

Susanne „Elenenedh“ Braun meint

„Ein Rollenspiel zu South Park, das aussieht wie eine Episode der

Serie? Her damit! Wenn die Umsetzung den Entwicklern bei Obsidi-

an nur halb so gut gelingt wie die Videos zum

Spiel versprechen, dann wird Der Stab der

Wahrheit die beste Umsetzung einer Lizenz,

die es je gegeben hat Warum? Ich spiele einen

Charakter, der sich in einem South Park

herumtreibt, wie ich es kenne In 2D, mit

diesem gewissen beschissenen Look und

jeder Menge fiesen Gemeinheiten der Kids Kids

Scheiße, wird das geil“

epiSch

buffeD.De

Alle Infos findet Ihr unter

www.buffed.de/

SouthPark


Der buffed-PC

GTX760-Edition: Jetzt brandneu!

Neu!

Zusammen mit den Experten von PC

Games Hardware haben wir den buffed-PC

GTX760-Edition konfiguriert.

Der neue buffed-PC setzt auf Nvidias neue

Geforce GTX 760. Gebaut und verkauft

wird dieser Komplett-Rechner vom Internet-Versender

Alternate (buffed.de/alternate).

Die Komponenten

PCs aus Discount-Märkten bieten oft einen

schnellen Prozessor und eine Festplatte

mit viel Speicherplatz, an Komponenten

wie Mainboard oder Grafikkarte wird aber

häufig gespart. Dieses Manko hat der buffed-PC

nicht, da ausschließlich hochwertige

Teile zum Einsatz kommen. Dank der Geforce

GTX 760 mit 2.048 MByte VGA-Speicher

sowie des Vierkernprozessors Core

i5-4570 (3,2 GHz) von Intel ist der PC für

Spiele ideal ausgelegt. Gekühlt wird die

CPU von einem leisen Thermalright HR-02

Macho PCGH-Ed. Für ausreichend Speicherplatz

sorgt eine 1.000 GByte große Festplatte.

Mit 8 GByte Arbeitsspeicher seid

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mit dem Namen Shar koon Nightfall

PCGH-Edition unterstützt auch schnelles

USB 3.0.

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Wir haben eine Reihe von selbstlaufenden

Benchmarks verwendet, um die Leistung

des neuen buffed-PCs zu ermitteln. Alle

Benchmarks könnt Ihr im Internet auch

kos tenlos herunterladen und so mit Eurem

alten PC vergleichen. Bei der Konfiguration

dieses PCs stand vor allem der Lärmpegel

im Fokus. Aus einem Abstand von 0,5 Metern

erzeugt der PC nur 28 dB(A) bzw. maximal

29 dB(A) bei Spielen. Der Stromverbrauch

liegt je nach Last zwischen 44 und

242 Watt. Bei der Leistung muss sich dieses

Modell vor den PCGH-PCs (www.pcgh.

de/pcgh-pc) nicht verstecken.

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Lautstärke 3D (0,5 m) 1,2 Sone/29 dB(A)

Leistungsaufnahme 2D 44 Watt (Leerlauf)

Leistungsaufn. 3D Mark 11 242 Watt

3D Mark (2013-Edition) 5.587 (F), 16.351 (C), 157.022 (I)

3D Mark 11 P8.197, X2.942

Stalker: Call of Pripyat 79 Fps (Sun Shafts, Ultra, 4x AA)

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Benchmark

Cinebench R11.5 x64 (CPU) 6,17 Punkte

Preis

mit 64-Bit-Betriebssystem*

€1.129,-

(inkl. Windows 8)


War Thunder: Ground Forces Vorschau

Mit dem KV-1 ins Gefecht: Im Rahmen der Closed

Beta ist die Auswahl der Fahrzeuge eingeschränkt.

War Thunder:

Ground Forces

Gaijin gewinnt nach dem Höhenflug

mit War Thunder wieder

Bodenhaftung und startet

in die Closed Beta von Ground

Forces. Ein Konkurrent für WoT?

Mit War Thunder hat Gaijin Entertainment

die Messlatte bezüglich

Zweite-Weltkriegs-Fliegerei mächtig

angehoben. Das Spiel sieht enorm gut

aus, der Einstieg verläuft wegen des Free-

2Play-Modells und der simplen Steuerung

stressfrei. War Thunder ist aber nicht nur

etwas für Arcade-Flieger. Auch Simulations-Fans

kommen dank der historischen

und realistischen Missionen, die mit komplexerer

Steuerung und Flugphysik aufwarten,

auf ihre Kosten. Dass War Thunder die

Warbird-Enthusiasten im Sturm eroberte,

war für Wargaming sicher ein schwer zu

schluckender Brocken. Schließlich gingen

die Weißrussen mit dem eigenen Flugzeugspiel

World of Warplanes etwa zeitgleich

an den Beta-Start … und zogen im direkten

Vergleich den Kürzeren. Zumindest was

die Metakritiken angeht. Webseiten, Magazine

und User bewerten War Thunder nämlich

deutlich höher als WoWP.

34

Keine WoT-Kopie

Die Vorzeichen für Ground Forces sind aber

andere. Mit World of Tanks gibt es bereits

einen etablierten Platzhirschen, der weltweit

fantastische 78 Millionen Accounts,

dutzende von Inhalts-Updates mit neuen

Spielkarten, hunderte von Panzern aus sieben

Nationen, diverse Spielmodi – darunter

auch Clankriege mit Strategiekarte – und eine

eigene eSport-Liga vorzuweisen hat. Und

dazu muss man ganz klar sagen: World of

„Wir Wollen

ein realistisches

Gameplay,

Das oben-

Drein auch

spass macht.“

Pavel Kulikov, Producer, Gaijin Entertainment

Tanks macht unglaublich viel Spaß! Bei der

etablierten Konkurrenz muss sich Ground

Forces erst einmal durchsetzen.

Eine WoT-Kopie mit weniger Panzern,

Karten und Spielmodi würde freilich nicht

reichen. Daher hat Gaijin trotz desselben

Hintergrunds und einer vergleichbaren

Spielweise die Eckpfeiler von Ground

Forces etwas anders gesetzt als Wargaming.

So soll sich Ground Forces etwas simulationslastiger

spielen als World of

Tanks. Mit Höchstgeschwindigkeit durch

die Landschaft bretternde Panzer, die im

Fahren schießen und dabei auch noch treffen,

soll es nicht geben. Stattdessen geht

es, wie wir in der Closed Beta feststellen

konnten, deutlich gemächlicher zu: Gegner

entdecken, heranpirschen, stehen bleiben,

genau anvisieren und feuern. Sicher, das

ist auch in WoT häufig genug der Fall, aber

mit dem richtigen Skill, einer guten Crew

und dem passenden Panzer treffen wir sogar

mal aus voller Fahrt. Und das ist uns in

Ground Forces bislang nicht gelungen, trotz

maximal gelevelter Besatzungen.

Einsteigerfreundlich trotz

Sim-Anleihen

Ground Forces ist, zumindest was den Arcade-Modus

angeht, keine reinrassige Simulation.

Das Getriebe schaltet automatisch,

gegnerische Fahrzeuge werden wie auf einem

modernen Heads-up-Display (HUD) angezeigt.

Bewegt man das Fadenkreuz über


Vorschau War Thunder: Ground Forces

Der Durchschuss ist hübsch anzusehen, der Sound

der Kanonen darf aber noch an Gewicht zulegen.

Auf unübersichtlichen Karten zielen wir vornehmlich

nur auf die roten Panzersilhouetten.

den Gegner, leuchten die Konturen des

Ziels leicht rot auf und das Zielkreuz wechselt

die Farbe von Weiß zu Grün, Gelb oder

Rot. So bekommt man als Spieler wie in

WoT eine Rückmeldung, ob man die Panzerung

des Ziel an der anvisierten Stelle

nicht (rot), womöglich (gelb) oder höchstwahrscheinlich

(grün) durchschlägt, sofern

die Granate auch genau dort trifft. Denn

die Schussgenauigkeit hängt in War Thunder

genau wie bei World of Tanks von der

Genauigkeit des Geschützes und der Erfahrung

der Besatzung ab.

Letzteres ist besonders wichtig, wie wir

in der Closed Beta feststellen müssen. Unerfahrene

Crews erkennen Gegner deutlich

später, brauchen viel länger zum Nachladen,

schießen ungenauer und sind auch

leichter auszuschalten. So haben Rollenspielaspekte

genau wie in World of Tanks

einen hohen Stellenwert. Damit nicht genug,

auch das Visier gibt Informationen

preis, die es in einer akkurat umgesetzten

Simulation eines Panzers aus dem Jahr

1942 nicht geben dürfte. Zum Beispiel die

Entfernung zum Ziel und um welchen Panzertyp

es sich handelt. Aber: Voraussichtlich

wird es solch futuristische Hilfen in

den historischen und realistischen Missionen

nicht geben, die wir in der Closed Beta

allerdings noch nicht anspielen konnten.

Durchwachsen: das Schadensmodell

Dafür ist das Schadensmodell von Ground

Forces deutlich realistischer als in World

of Tanks. So ist es zum Beispiel mit dem

88-mm-Geschütz des Tigers möglich, einen

T-34 mit einem genauen Treffer zur Explosion

zu bringen. Aber nicht immer ist der Gegner

nach einem einzigen Schuss aus der

Kanone sofort vollständig zerstört. Die Kette

reißt oder der Antrieb versagt. Ein oder

gleich mehrere Besatzungsmitglieder fallen

aus. Vielleicht lässt sich der Turm nicht

mehr drehen und das Geschütz kann nicht

mehr gehoben oder gesenkt werden. Die

Möglichkeiten, den Kontrahenten lahmzulegen,

sind vielfältig. Aber gerade das kann

für Gelegenheitsspieler frustrierend sein,

denn im Gegensatz zu World of Tanks wird

in Ground Forces so gut wie nichts repariert.

Einzig die Kette lässt sich wieder aufziehen,

was aber auch mal eine gute Minute

dauern kann. Derweil steht Ihr bewegungslos

mitten im Feld.

Reparaturen, wie in der Fliegerei von

War Thunder, sind in der Closed Beta von

Ground Forces nicht enthalten. Wenn also

der Turm oder die vertikale Achse des Geschützes

verklemmt sind, ist Ausbooten

angesagt, da das Anvisieren eines mehrere

hundert Meter entfernten Gegners praktisch

unmöglich wird. Also auf die Taste „J“

Mit 36 Kilometern in der Stunde übers Feld:

Schüsse aus der Fahrt gehen meist ins Leere.

35


War Thunder: Ground Forces Vorschau

Ground Forces –

das arsenal

Das Hauptmenü von Ground Forces gleicht dem

der Fliegerabteilung von War Thunder bis aufs

Haar. Der einzige Unterschied: Natürlich stehen

auf dem Gelände Panzer herum und keine Flugmaschinen.

Links seht Ihr mit einem Blick die

Daten des Vehikels, zum Beispiel die Turmdrehrate,

die maximale Steigung, die Geschwindigkeit,

die Antriebsleistung und die Masse sowie

die Stärke Eurer Bewaffnung. Über die Leiste

unten wählt Ihr zwischen den Partien die Panzer

aus und könnt diese selbst oder aber ihre

Besatzungen verbessern.

Wir suchen uns den PzKpfw VI Ausf.

H1 für unsere nächste Schlacht aus.

Ausgucken

Im Forschungsbaum der Armeen befinden sich

in den verschiedenen Phasen der Closed Beta

nur eine Handvoll Vehikel. Die Panzer stammen

etwa aus demselben historischen Zeitraum,

um die Beta­Partien möglichst ausgeglichen

zu gestalten. Wäre ja nicht im Sinn der

Entwickler, die Tests unfair zu gestalten.

Aufwerten

Die Panzer lassen sich genau wie die Flugzeuge

in War Thunder besser ausrüsten. Neue

Komponenten müssen aber wie gewohnt erst

erforscht werden, was Ihr durch Abschüsse,

Siege oder einfach nur gespielte Partien bewältigt.

Neue Komponenten kosten natürlich

Ingame­Währung.

AuffAhren

Zu Beginn jeder Runde und nachdem Ihr abgeschossen

wurdet, sucht Ihr Euch einen neuen

Panzer aus Eurem Arsenal aus und steigt wieder

in die Partie ein. Bis zu vier Respawns waren

in der gespielten Testphase möglich. Einige

Panzer ließen sich mehrfach spielen, andere

wie der Tiger nur einmal.

drücken, den Panzer selbst zerstören und

ein neues Gefährt nehmen. Bis zu vier Respawns

pro Partie waren in der letzten Betatest-Phase

möglich. Wir durften sogar

mit bestimmten Panzertypen pro Runde

mehrfach teilnehmen. Ob dies nur ein Feature

der Beta ist beziehungsweise die

Mehrfachnutzung mit Release kostenpflichtig

wird, bleibt abzuwarten.

36

Erstklassig modelliert

In Sachen Fahrzeugmodelle und Klangkulisse

hat Ground Forces die Nase vor World

of Tanks. Funkantennen wiegen vor und

zurück, Schäden wie abgesprengte oder

verbogene Panzerplatten werden am Fahrzeug

angezeigt. Durchschüsse sind genau

zu erkennen und die Traktion der Kettenlaufwerke

sieht unglaublich echt aus. Auch

die Struktur der Zimmeritbeschichtung der

späteren deutschen Tanks,

die zur Abwehr gegen Haftminen

gedacht war, ist einwandfrei

zu erkennen.

Und die Triebwerke erst!

Statt einen besseren Trecker-Sounds

zu verwenden,

so wie es Wargaming nach

Jahren immer noch in World

of Tanks tut, haben die

Sound Designer von Gaijin

sich die Mühe gemacht, die

letzten fahrtüchtigen Originalpanzer zu besuchen

und deren Motorenklänge aufzunehmen.

So klingt ein Tiger etwas heiserer

als ein Panzer IV und eben ganz anders als

ein T-34. Das hat zwar spielerisch kaum

Auswirkung, verstärkt aber die Atmosphäre

ungemein. Die Abschüsse der Geschütze

klingen dagegen weniger gewaltig als in

World of Tanks. Das mag zwar realistischer

sein, in einem Computerspiel aber möchten

wir schon, dass so ein Donnerschlag

mächtig rumst.

Spielmodi & Kartenauswahl

In dieser Disziplin hat World of Tanks natürlich

die Nase weit vorn: Über 400 Panzer,

sieben Nationen, fast 50 Spielkarten und

vier Spielmodi inklusive eines Clankrieges

stehen bislang ein paar Dutzend Panzern,

einer Handvoll Maps und einem einzigen

Spielmodus in Ground Forces gegenüber.

Was aber auch nur logisch ist, schließlich


Vorschau War Thunder: Ground Forces

Von oben hagelt es die Granaten der Flieger, die

über einen Teil der Panzerkarte kreisen können.

Einblendungen im Interface verraten

Fahrzeugart und Position der Mitspieler.

hat Wargamings Panzerspiel ein paar Jahre

Entwicklungszeit mehr auf dem Buckel.

Und da World of Tanks kontinuierlich weiterentwickelt

wird, ist so ein inhaltlicher

Vorsprung entstanden, den die Macher von

Gaijin Entertainment nur sehr schwer aufholen

können – falls es denn je gelingt.

Das Spielziel des bislang einzigen Modus‘

der Closed Beta ist klassisch gesetzt:

Drei strategisch wichtige Punkte müssen

erobert werden. Wer zwei oder mehr davon

langfristig hält, zieht dem Gegner Punkte

ab. Ist der Punktebalken einer Seite bei

null angekommen, hat diese verloren. Die

beiden in der Beta gezeigten Karten konnten

uns aber noch nicht völlig überzeugen.

Die Map Karelien bietet ein sehr unübersichtliches

Gelände, sodass wir den Gegner

hauptsächlich durch die Anzeige im

HUD erkennen. Sprich, wir schießen häufig

durch Büsche und Bäume auf eine rote Silhouette

und achten darauf, dass das Fadenkreuz

grün wird. Das Gelände der Karte

Kuban ist hingegen schon etwas weitläufiger,

sodass auch schwere Panzer ihre

Stärken in Sachen weit reichender Kanone

besser ausspielen. Trotzdem, beide in der

Closed Beta gezeigten Maps hinterließen

bei uns gemischte Gefühle.

Zu Lande und in der Luft

Worin sich Wargamings und Gaijins Spiele

aber deutlich unterscheiden, ist das Wechselspiel

zwischen Panzer­ und Luftstreitkräften.

Wargaming plant langfristig lediglich,

alle drei Spiele – World of Tanks, World of

Warplanes und World of Warships – in den

Clankriegen zusammenzuführen. Und das

auch nur auf der strategischen Karte, so

dass also Panzer niemals auf Feindflieger

treffen. Sprich, alle drei Spiele laufen unabhängig

voneinander.

In War Thunder hingegen wird genau

das möglich. Am Boden treten Panzerkommandeure

gegeneinander an, während

über ihren Köpfen Jäger, Schlachtflieger

und Bomber ihre Kreise ziehen und sich

nicht nur gegenseitig, sondern auch die

Panzer ins Visier nehmen. Aber sind die

Panzer den Fliegern nicht hoffnungslos unterlegen?

Tiger gegen Jagdbomber, das ist

natürlich ein ungleiches Duell. Aber so

funktioniert War Thunder eben nicht. Stattdessen

gibt es Flakpanzer, die wir in der

Closed Beta auch schon ausgiebig ausprobieren

konnten: Eine auf das Chassis eines

Panzerkampfwagen I montierte

20­mm­Flugabwehrkanone war in der Lage,

kurzen Prozess mit angreifenden Tieffliegern

zu machen. Nun gut, in der Beta kamen

auch nur Doppeldecker und veraltete

Tiefdecker US­amerikanischer Bauart zum

Einsatz. Aber die von uns eingesetzte Flak

war jetzt auch keine hochmoderne Luftabwehrwaffe.

Wenn erst mal der deutsche

Flak­Panzer Wirbelwind mit vier Kanonen

ins Geschehen eingreift, wird es auch einer

angreifenden Thunderbolt oder einer

Hawker Ty phoon mulmig.

Dazu sind die Flieger auch außerhalb

des Gebiets unterwegs, auf dem die Panzerschlacht

tobt. Von oben betrachtet ist

das Panzergelände nur ein Bruchteil des

gesamten Luftkampfgebietes. Ein grober

Vergleich: Wenn ein Fußballfeld für die Größe

des gesamten Luftraumes in War Thunder

steht, ist das Panzergebiet nur der Mittelkreis.

Flieger haben auch noch andere

Ziele wie etwa den gegnerischen Flugplatz

oder eben die drei strategischen Ziele, die

es bereits jetzt in War Thunder zu bombardieren

gilt. Zwischendurch kann man auch

einen Abstecher ins Panzergebiet machen,

muss aber mit Feindjägern und massivem

Flakfeuer rechnen. Ganz so einfach ist das

Spiel für die Bomber also nicht.

oh

Vorschau

War Thunder: Ground Forces

Anbieter: Gaijn Entertainment

Termin: 2014

Web: wwwwarthundercom/de

Oliver „Storyteller“ Haake meint

„Ground Forces ist bislang nicht mehr als ein Grundgerüst, das noch

ein paar Macken hat Aber so ist das nun mal in einer frühen Beta-Version

Trotzdem erkenne ich jetzt schon viele gute Anlagen, dank

denen Gaijin dem Genreprimus WoT ordentlich kurrenz machen könnte Und Konkurrenz be-

lebt bekanntlich das Geschäft Ich denke

aber nicht, dass hier ein Wachwechsel statt-

finden wird Dafür ist WoT viel zu etabliert, viel

Kon-

zu ausgereift und Wargaming viel zu clever,

denn mit Update 90 werden die Weißrussen

ihr Panzerspiel ordentlich nachrüsten nachrüsten Hier

bahnt sich ein spannender Zweikampf zwischen

David und Goliath an“

Episch

buffed.de

Alle Infos findet Ihr unter

www.buffed.de/

WarThunder

37


FFXIV: A ReAlm ReboRn PS4 Vorschau

Für einige Prima-Kämpfe sind bereits Extreme-Modes

implementiert. Weitere sollen folgen.

FFXIV: A Realm

Reborn PS4

Ein Lalafell auf Reisen – Producer Naoki Yoshida erklärt uns in Hamburg, welche Vorzüge

die PS4-Version hat und warum er im PvP so schwer zu treffen ist.

Kalt ist es in Hamburg an diesem

Februarmorgen. Der Event, zu dem

Square Enix lädt, findet auch noch

ausgerechnet im Club Eiskeller statt. Anders,

als man es erwarten würde, ist es in

38

dem muffig riechendem Gewölbe, in dem

früher tatsächlich Eis für die ganze Stadt

lagerte, jedoch kuschelwarm. Bei Häppchen

und Kaffee spielen wir die am 14. April

erscheinende Playstation-4-Version von

Mit der PS4-Version craften Besitzer einer

Playstation Vita auf der Couch weiter.

Final Fantasy XIV: A Realm Reborn an und

lauschen Executive Producer Naoki Yoshida

während seines einstündigen Vortrages

über kommende Updates und geplante

Features.

Besser nicht genug als zu viel

Los geht’s mit einer Erfolgsmeldung: Nach

eigenen Angaben hat FFXIV inzwischen

1,8 Millionen aktive Spieler – eine hohe

Hausnummer für ein Online-Rollenspiel,

das wohl einen der miesesten Starts der

Spielegeschichte hinlegte, sich über Monate

als Free2Play-Spiel durchschlug und

jetzt als A Realm Reborn modernisiert und

mit Abo-Modell daherkommt. Damit demnächst

noch mehr Spieler Eorzea bevölkern,

hat Square Enix große Pläne. Im Sommer

2014 ist die Veröffentlichung in China geplant.

Russland sowie weitere Länder im

mittleren Osten sollen folgen. Dafür passt

Square Enix sogar das Bezahlmodell an.

Was Yo shida-San dazu zu sagen hat, lest


Vorschau FFXIV: A ReAlm ReboRn PS4

Neben weiteren Extreme-Modes soll es zusätzliche

Hardmodes für die Casual-Spieler geben.

Der Detailgrad auf der PS4 ist

höher als in der PS3-Version.

Ihr in unserem Interview mit dem Producer

auf Seite 40.

Bis dahin will Square Enix natürlich alle

aktuellen Spieler bei der Stange halten

und verspricht, dass das nächste Update

noch vor dem Release der PS4-Version im

April erscheint. Patch 2.2 mit dem Namen

„Durch den Maelstrom“ enthält weitere

High-Level-Inhalte wie einen neuen Dungeon-Flügel

in Amdapor, weitere Hard- und

Extreme-Modes für bestehende Primae-

Kämpfe und neue Quests für Casual-Spieler.

Außerdem gesellt sich mit Leviathan

ein weiterer wichtiger Bekannter aus dem

Final-Fantasy-Universum in die Riege der

Obermotze und darf in einem anspruchsvollen

Gruppenkampf besiegt werden.

Wenn schon, denn schon

Die Grafik auf der PS4 sieht im Vergleich zur

Playstation-3-Fassung noch einmal deutlich

besser aus und hält in Bezug auf Auflösung

und Detailgrad mit dem PC mit. Dank dem

Full HD moderner Fernseher erweitert sich

laut Entwickler-Angaben zudem der Blickwinkel,

was im Kampf für einen Vorteil sorgt

– zu sehen ist das auf den ersten Blick allerdings

nicht. Für Spieler auf der Playstation

4 gibt’s natürlich einige neue Features.

Das Touchpad des Dualshock-Controllers

dient quasi als Computer-Maus. Damit

klickt Ihr ohne lästiges Durchscrollen bequem

gewünschte Icons oder Gegenstände

an. Wer keinen Wert auf ein Gamepad

legt, zockt auf der PS4 kurzerhand mit Tastatur

und Maus, die beide vollständig unterstützt

werden. Will ein anderes Familienmitglied

an den Fernseher, gibt’s außerdem

in Zukunft keinen Streit mehr, denn FFXIV

kann auf der Playstation Vita weitergespielt

werden. Beispielsweise, um Handwerk zu

betreiben oder Rohstoffe zu sammeln.

Das Interface wurde für die Vita-Version extra

angepasst, um auch auf dem kleinen

ColleCtor’s edition der

Ps4-Version

Auch für die PS4-Version von FFXIV gibt’s

wieder eine vollgepackte Sammleredition.

Das Beste daran: Spieler, die bereits eine

ARR-Collector’s-Edition besitzen, bekommen

die zwei neuen digitalen Boni geschenkt: ein

knuffiges Mogry-Pet und ein fettes Mount

mit dem Namen Chocomoppel. Die Box wird

im Handel für knapp 80 Euro erhältlich sein.

Die digitale Variante gibt’s für etwa 60 Euro.

Bosse bringen auch neue Items.

Das Item-Level wird angehoben.

Update 2.2 bringt eine neue Gruppen-Instanz

in Amdapor mit neuen Belohnungen.

39


FFXIV: A ReAlm ReboRn PS4 IntervIew

IntervIew mIt naokI YoshIda

„IrgendwIe müssen wIr den Veteranen das

Ingame-geld aus der tasche zIehen“

Executive Producer und nebenberuflich Lalafell-Schwarzmagier

Wir haben in Hamburg eine knappe Stunde

lang den Executive Producer von FFXIV: A Realm

Reborn mit unseren Fragen gelöchert. Warum

er im PvP am liebsten Lalafell spielt, wie

viele Spieler FFXIV in fünf Jahren haben soll

und warum Square Enix auch kein Problem

mit Free2Play hat, verriet uns Yoshida-San in

einer lockeren Plauderrunde.

buffed: Du bist seit Dezember 2010 an Bord.

Was war das Schwierigste für dich an der Entwicklung

von A Realm Reborn?

Yoshida: Für uns war eigentlich das größte

Problem, dass unsere Fans das Vertrauen in

den Namen Final Fantasy verloren hatten. Das

müssen wir jetzt Schritt für Schritt zurückgewinnen.

Außerdem war die Grundlage, die das

vorhergehende Entwicklerteam hinterlassen

hatte, nicht sehr geeignet, um A Realm Reborn

zu erschaffen – wir mussten quasi alles neu

machen.

buffed: Warum gibt es in Europa eigentlich

vergleichsweise weniger FFXIV-Spieler als in

den USA oder Japan? Haben die Leute etwas

gegen ein japanisches MMO?

Yoshida: (lacht) Ehrlich gesagt kann ich mir

das auch nicht erklären. Ich denke, wir haben

ein Spiel geschaffen, das mit westlichen

MMORPGs mithalten kann. Was denkst du

denn, woran es liegt?

buffed: Meiner Meinung nach hat FFXIV ja all

das, was ein westliches MMO auch hat – nur

die Optik ist anders. Es ist wohl das Design.

Welche Spiele haben dich und dein Team eigentlich

inspiriert?

Yoshida: Findest du, europäische Spieler mögen

das Design von asiatischen Spielen nicht?

buffed: Nicht alle, einige lehnen es aber aufgrund

der übertriebenen Niedlichkeit und des

Manga-Looks ab.

Yoshida: (lacht) Na ja, es gibt auch in Japan

Spieler, die andere Spiele als nur solche mit

„Niedlichkeit“ spielen. Ich war etwa sechs Jahre

Hardcore-Spieler in Dark Age of Camelot

und in der Weltrangliste ganz oben mit dabei.

Ich hab auch alle anderen großen MMORPGs

gespielt wie Ultima Online, Everquest 1&2,

WoW, Guild Wars 2 – aber eben auch asiatische

wie Tera und Aion. Ich habe alle sehr gemocht

und mich von allen guten Aspekten in

diesen Spielen für FFXIV inspirieren lassen.

buffed: Das PvP ist im Vergleich zu DAoC aber

noch sehr ausbaufähig. Bislang gibt’s nur

Death match und unfaire Kämpfe. Was habt

ihr für PvP-Spieler in Zukunft geplant?

Yoshida: Mit einem der kommenden Updates

bringen wir Frontline-PvP ins Spiel. Dort werden

sich deutlich mehr Spieler gegenüberstehen

und um Gebiete und Türme kämpfen. Die

Wolfshöhle (Anm. d. Red.: Das bisher verfügbare

Arena-PvP-Gebiet.) sollte eher eine Art

Übungsplatz für die Spieler sein. PvP in Final

Fantasy ist etwas Neues und nicht jeder Fan ist

damit vertraut. Außerdem soll Matchmaking

unfaire Begegnungen verhindern. PvP liegt

mir als alter DAoC-Veteran sehr am Herzen.

buffed: Gilt das auch für das Housing? In den

Foren tobte aufgrund der überzogenen Preise

für die Behausungen ein mächtiger Shitstorm.

Habt ihr damit gerechnet?

„In fünf Jahren

fünf MIllIonen

SpIeler. DaS ISt

DaS ZIel“

Naoki Yoshida, Executive Producer, Square Enix

Yoshida: Um ehrlich zu sein: Ja, damit haben

wir gerechnet. Wir planen demnächst, die neuen

Server für Legacy-Spieler zu öffnen. Da die

sehr viel mehr Gil (Anm. d. Red.: Ingame-Währung)

in den letzten drei Jahren angehäuft haben

als die neuen Spieler, haben wir nach einer

Möglichkeit gesucht, wie wir den Spielern diese

wieder abnehmen können. Deswegen mussten

wir die Housing-Preise auf den alten Servern

so hoch ansetzen. Allerdings haben wir

bereits damit angefangen, die Preise gestaffelt

zu senken. Ich glaube, vor der Öffnung der

neuen Server war das unsere letzte Chance,

den Veteranen die Gil aus der Tasche zu ziehen.

(lacht)

buffed: Wo siehst du FFXIV in fünf Jahren und

welche Lebenszeit erwartet ihr?

Yoshida: Das ist schwierig zu beantworten. Ich

persönlich würde mir mindestens zehn Jahre

wünschen, in denen ich weiterhin am Spiel arbeiten

kann. Und in fünf Jahren? Ich glaube,

fünf Millionen Spieler weltweit zu haben, ist

ein erstrebenswertes Ziel. 1,8 Millionen aktive

Spieler haben wir ja bereits.

buffed: Und danach? Ist FFXIV das finale Online-Final-Fantasy?

Yoshida: (lacht) Ich glaube, man sollte nie ausschließen,

dass es wieder ein neues Online-

Spiel zu Final Fantasy geben wird.

buffed: Fünf Millionen Spieler zu haben, das

ist ein ehrgeiziges Ziel. Wie wollt ihr das erreichen?

Yoshida: Natürlich wollen wir unsere Basis in

Europa, den USA und in Japan weiter stärken.

Aber wir werden FFXIV auch noch in anderen

Ländern veröffentlichen. Im Sommer 2014 ist

die Veröffentlichung in China geplant. Auch

Russland und der mittlere Osten stehen auf

dem Programm. Ich hoffe, wir werden auch

dort Spieler begeistern können.

buffed: Was für ein Bezahlmodell hat die chinesische

Version?

Yoshida: Wir arbeiten in jedem Land mit verschiedenen

Vertriebspartnern zusammen. In

China wird das Shanda sein. In den Ländern, in

denen FFXIV bereits erhältlich ist, wird es keine

Änderungen bezüglich des Abo-Modells geben.

In Ländern wie Russland, in denen das

Abo-Modell nicht existent ist, macht es für uns

natürlich keinen Sinn, den Spielern eine Monatsgebühr

aufzuzwingen. Ähnlich wird es in

China sein. Wir lassen uns beraten und nutzen

dann Bezahlmodelle, die in den jeweiligen

Ländern funktionieren.

buffed: Abschließend: Welche Klasse und Volk

spielst du?

Yoshida: Nun ja, das ist ganz einfach. Ich spiele

Lalafell-Marodeur und -Schwarzmagier. Warum?

Eine einfache Antwort: Als PvP-Fan mag

ich die Kleinen, weil die so schwer zu treffen

sind in Kämpfen. (lacht)

Yoshida-San hat fast jedes große westliche MMORPG

gespielt und sich für FFXIV inspirieren lassen.

40


Vorschau FFXIV: A ReAlm ReboRn PS4

Das Interface lässt sich auch auf der PS4

nach Belieben individuell anpassen.

Titan im Hardmode schon gelegt? Kindergarten?

Na dann viel Spaß im Extreme-Modus.

Bildschirm zu funktionieren. In der PS4-Version

streamt Ihr außerdem Erlebnisse direkt

aus dem Spiel oder teilt Screenshots

in sozialen Netzwerken.

Vor dem Start auf der neuen Sony-Konsole

schnuppern übrigens alle Besitzer einer

PS4 kostenlos in die Beta von A Realm

Reborn rein. Spieler, die aktuell noch

auf der Playstation 3 unterwegs sind, bekommen

noch bis Ende des Jahres die

Möglichkeit, einfach und gebührenfrei auf

die PS4-Version zu wechseln. Zum Zocken

auf der Konsole fallen außer Monatsgebühren

keine weiteren Kosten an. Befürchtungen,

dass eine Playstation-

Plus-Mitgliedschaft vonnöten ist, bewahrheiteten

sich nicht.

Bisher macht Square Enix keine Anstalten,

Boss-Kämpfe zu vereinfachen. Gut so!

Hello again

Große Updates plant Square Enix im Dreimonatsrhythmus.

Die bringen dann jeweils

neue Inhalte für High-Level-Spieler, saisonale

Events und vor allem auch neue Missionen,

die die Geschichte von Final Fantasy

XIV: A Realm Reborn vorantreiben. Ein

paar kleine Hinweise zur kommenden

Handlung verriet Yoshida ebenfalls auf

dem Event. Sehr wahrscheinlich gibt es ein

Wiedersehen mit Gilgamesh, dem aus verschiedenen

Teilen der Serie bekannten

Charakter, der mal als Helfer in Form eines

Guardian Force oder mal als Feind, etwa

als Boss-Gegner, in Erscheinung tritt. Mehr

wollte Yoshida-San bei seiner Präsentation

noch nicht verraten. Echt netter Typ, der

ehemalige Hardcore-Zocker von Dark Age

of Camelot. Wenn er mit seinem Team

auch weiterhin so leidenschaftlich an der

Erweiterung des Spiels arbeitet, wie er laut

eigenen Angaben früher Burgen belagerte,

dann ist vielleicht das hoch gesteckte Ziel

von fünf Millionen Abonnenten erreichbar.

Für die harte Arbeit, die das Team seit der

ersten FFXIV-Version ins Spiel steckt, wäre

es eine perfekte Belohnung.

MB

Vorschau

FFXIV: ARR PS4

Anbieter: Sqaue Enix

Termin: 1442014

Web: definalfantasyxivcom

Maria „Silarwen“ Beyer

„Ich bin immer noch im FFXIV-Fieber und kämpfe mich aktuell durch

die Endgame-Inhalte Im Crystal-Tower bin ich zwar noch nicht angekommen,

aber auch sonst habe ich noch genügend zu tun Von der

PS4-Version war ich angetan Vor allem die Verbindung

zur Playstation Vita finde ich als schaftliche Anglerin klasse Gemütlich auf der

Couch fischen, während auf dem TV was anderes

läuft – Harmonie im Wohnzimmer ga-

leidenrantiert

Yoshida-San ist außerdem ein echt

sympathischer Typ, dem man die Leidenschaft

für sein Spiel in jedem Satz anmerkt anmerkt dem spielt er Lalafell Da muss man ihn

Außereinfach

mögen“

Episch

buffed.de

Alle Infos findet ihr unter

www. /www.buffed.de/

FFXIV

41


WIldstar Vorschau

Das Crafting wird an festgelegten Stationen erledigt,

die Ihr in den größeren Städten von Nexus findet.

Wildstar

Packt die Blaster ein, wir entführen Euch zu einem weiteren Beta-Abenteuer. Diesmal sind

wir mit dem Sanitäter unterwegs, inspizieren die AMP-Talentmechanik und craften fleißig.

42

Sanis nutzen die imposanten Resonatoren als Waffen.

Wenn Ihr Euch dazu entschließt,

kopfüber in das MMORPG Wildstar

einzutauchen, dann stellt

Euch darauf ein, so schnell nicht wieder an

die Oberfläche zu gelangen. Es gibt einfach

viel zu viel zu tun! Nach dem Intro, das die

Grundzüge des actionreichen Kampfs illustriert

und Euch erste Einblicke in Pfad und

Klasse Eures Geschmacks gibt, werdet Ihr

auf dem Planeten Nexus abgesetzt. Entweder

freiwillig, um die Ressourcen des Planeten

zu plündern – das sollte der Fall

sein, wenn Ihr Euch dem Dominion angeschlossen

habt. Oder unfreiwillig, weil die

Dommies dreist Euer Verbannten-Raumschiff

in die Luft gejagt haben. Egal, ob Ihr

Euren Helden zum Dominion oder zu den

Verbannten zählt, sobald Ihr einmal den

Fuß auf Nexus gesetzt habt, müsst Ihr

Euch über Langweile nicht beklagen.

An jeder Ecke will ein NPC von uns gerettet

werden oder aber mit unserer Hilfe

Dommie-Hintern versohlen – wir sind nämlich

ein Granok der Verbannten. Und wir

treten nur zu gerne in die Allerwertesten eines

vorwitzigen Chua oder einer dieser Mechari-Rechenroboter.

Schließlich bringt uns

das Erfahrungspunkte ein und wir leveln

auf. Das wiederum ermöglicht uns den Zugang

zu neuen Fähigkeiten und AMP-Punkten,

über die wir unseren Helden formen.

Das sind auch die Themen der Beta-Vorschau:

Wir berichten von der Spielweise

des Sanis, während wir durch Galeras

questen. Außerdem probieren wir für Euch

Space-Missionen und Zonenevents aus

und erzählen, wie Ihr über das AMP-System

Euren Helden weiter personalisiert.

Wie Alice im Wunderland

Immer Ärger mit den Dommies, unter dem

Motto steht nach den ersten Gebieten der

Granok und der Menschen auch die nächste

Region nach der Verbannten-Hauptstadt

Thayd. Galeras heißt die Zone, die rein optisch

nach dem Wildwest-Gebiet Algoroc Abwechslung

bietet. Aus dem Boden schießen

Blumen meterhoch in den Himmel, dazwischen

brummen riesige Insekten auf der

Suche nach Nektar. Wir fühlen uns, als wären

wir geschrumpft. Und das als Granok,

die sind ja nun beileibe nicht klein!

Die Story von Galeras ist allerdings weniger

friedlich: Schon während wir die Strecke

bis zu den ersten Barrikaden der Verbannten

hinter uns bringen, beschießen

uns die Dommies aus allen Rohren. Logisch,

in unserem Rücken liegt schließlich

Thayd. Wer würde die Mauern der riesigen

Stadt nicht belagern? Vom Himmel regnen

Bomben und schwups, schon hat einer unserer

NPC-Begleiter das Zeitliche gesegnet.

Es bleibt keine Zeit, sein Ableben zu

betrauern, denn sofort hageln die nächsten

Granaten und wir können uns grade

noch mit einem Hechtsprung hinter ein

paar Sandsäcke retten.

Von einem resoluten Sergeanten erfahren

wir, dass dringend Hilfe gebraucht


Vorschau WIldstar

Das Gebiet Algoroc, das vornehmlich Granok und

Menschen bereisen, versprüht Wildwest-Charme.

In der Verbannten-Hauptstadt Thayd findet Ihr von

Crafting über Mounts bis Housing einfach alles.

wird. Wir sollen durch Galeras reisen und

helfen, wo wir nur können. Klar, das kriegen

wir hin. Schließlich sind wir Sanitäter

von Beruf, helfen liegt in der Natur unserer

Profession! Wenngleich wir auch so manchen

tragischen NPC-Tod nicht verhindern

können, so schlagen wir doch die Streitkräfte

des Dominions zurück und verhindern,

dass unser Städtchen in Galeras

komplett unterhöhlt und in die Luft gesprengt

wird. Nachdem wir die Katastrophe

gerade so abwenden, tragen wir den

Kampf freilich mitten ins Herz der Dominion-Basen

in Galeras. Dort bringen wir allerdings

auch nur NPCs zur Strecke. Echte,

spielergesteuerte Helden der gegnerischen

Fraktion sind uns außerhalb des

PvP-Schlachtfelds Walatikitempel immer

noch nicht über den Weg gelaufen. Ein

bisschen schade.

Lassen Sie mich Arzt,

ich bin durch!

Sanitäter und Techpionier sind erst Ende

2013 vorgestellt worden, als die anderen

vier Klassen Krieger, Esper, Arkanschütze

und Meuchler längst bekannt waren. Da wir

Euch den Techpionier mit seinen Drohnen

und Bots schon vorgestellt haben, berichten

wir diesmal vom Sanitäter.

Während der Techpionier trotz mechanischer

Helfer ein klassischer Fernkämpfer

ist, bewegt sich der Sanitäter im interessanten

Niemandsland zwischen Nah- und

Fernkampfbereich. Und bietet damit einige

interessante Spielweisen, die sich stark

von den anderen Klassen unterscheiden.

Das bedeutet, dass ein Sanitäter zwar im

Fernkampf heilen kann, schlussendlich für

den Aufbau seiner Energiekern-Ressource

aber im mittleren Nahkampfbereich mit

seinen Resonatoren-Waffen Schaden verursachen

muss.

Das Heilen wird damit zum Balanceakt.

Ständig müssen wir uns noch mehr als die

Esper- oder Arkanschützen-Heiler umschauen,

wo die Mitspieler stehen. Erwischen

wir sie mit unserem Heilkraftfeld?

Glücklicherweise wird das als Telegraf-Markierung

um unseren Sanitäter angezeigt.

Aber hängen an allen befreundeten Helden

Sonden, die sie über Zeit mit Heilung versorgen?

Haben wir noch ausreichend Energiekerne

aufgeladen, um mit einem Kraftfeld

Schaden zu machen? Oder müssen

wir schon wieder zur Nahkampfattacke

greifen, um die Kerne zu füllen? Ungeübte

Spieler sind oft damit beschäftigt, wertvolle

Zeit mit der Positionierung zu verschwenden.

Auch uns hat das Rangieren

mit dem Granok-Sani nicht nur ein Heldenleben

gekostet. Es gehört also einiges an

Übung und Voraussicht dazu, einen Heiler

in Wildstar zu spielen. Mit einem Sanitäter

vielleicht noch ein bisschen mehr als mit

den anderen Erstversorger-Klassen.

AMP, ShmAMP

Seit unserer letzten Vorschau zu Wildstar

hat das AMP-System ins Spiel Einzug gehalten.

Dabei handelt es sich um die Möglichkeit,

Eure Helden ein bisschen mehr in

eine bestimmte Richtung zu spezialisieren.

Generell entwickelt Ihr Euren Recken über

drei Mechanismen. Zum einen könnt Ihr nur

acht Kampfskills in die Aktionsleiste ziehen.

Das schränkt die Auswahl an nutzbaren

Fähigkeiten enorm ein. Denn schon die

ersten Stufenaufstiege Eures Helden belohnen

Euch mit jeder Menge Fertigkeiten, die

Ihr beim Ability-Kiosk shoppt – und die gar

keinen Platz in der Aktionsleiste haben.

Zum anderen erhaltet Ihr ab Level 10

pro Stufenaufstieg einen Ability-Punkt, den

Ihr in die Verbesserung der Fähigkeiten

steckt. Freilich macht es da Sinn, die Punkte

in die Attacken zu stecken, die Ihr am

Hilfe, die schießen ja! So putzig die Chua des Dominions

aussehen mögen, sie sind brandgefährlich.

43


WIldstar Vorschau

Crafting

Das Crafting in Wildstar gliedert sich in zwei

Bereiche. Alle Berufe, die etwas mit dem Herstellen

von tollen Klamotten für Eure Helden

zu tun haben, orientieren sich an dem Überladungs-Interface.

Ihr gebt dabei Ressourcen

für die Herstellung des Grund-Items aus und

verstärkt es über das Hinzufügen von Kraftkernen

und Chips. Kraftkerne erlauben es

Euch, das Grundattribut auf dem Gegenstand

zu erhöhen. Chips wiederum fügen

ein zweites Grundattribut hinzu. Wer Lust

auf ein kleines Glücksspiel hat, der überlädt

ein Item. Das bedeutet, dass die Attribute

auf dem Rüstungsstück stärker werden können,

wenn es die Überladung trägt. Wie

wahrscheinlich die Überladung und damit

die Herstellung des Objekts glückt, könnt Ihr

an der entsprechenden Anzeige ablesen. Je

stärker Ihr Eure Handwerksarbeit überladet,

desto wahrscheinlicher wird es, dass der

Herstellungsprozess fehlschlägt.

Kreative Berufe wie Architektur und Kochen

verwenden für das Crafting das Entdecker-Interface,

über das Ihr beispielsweise

neue Rezepte erlernt. Euch wird in einem

Fenster angezeigt, an welcher Stelle Ihr in einem

quadratischen Feld ein Rezept findet.

Über Modifikatoren – im Fall vom Kochen

sind es Gewürze – versucht Ihr an der Stelle

in dem Entdeckerfeld zu landen, an dem sich

das neue Rezept verbirgt. Ähnlich ist es bei

der Architektur mit der Herstellung von

Housing-Items. Ihr findet mithilfe der Modifikatoren

bestimmte Stellen im Crafting-Interface,

um spezifische Items herzustellen.

Selbst wenn Ihr einen Gegenstand oder eine

Rüstungsklamotte nicht unbedingt

braucht, wollt Ihr die Sachen dennoch herstellen,

um Talentpunkte für die Crafting-Talente

zu generieren oder um Vorlagen für

neue Items zu lernen. Talentpunkte verdient

Ihr, wenn Ihr bestimmte Erfolge in einem Beruf

erledigt. Darüber schaltet Ihr Boni für die

Herstellung frei. Übrigens kann Euer Held jeden

Beruf lernen und leveln, aber nur zwei

gleichzeitig ausführen. Der Wechsel der Profession

kostet etwas Geld und ist von einer

Abklingzeit belegt; Fortschritte gehen beim

Wechsel nicht verloren.

liebsten nutzt. Denn wenn Ihr Tier 4 und

Tier 8 eines Skills erreicht, gibt’s für den

jeweils einen Bonuseffekt. Eine der ersten

und wichtigsten Fähigkeiten des Sanitäters

beispielsweise ist Discharge. Sie wird kanalisiert,

verursacht Schaden und baut

den Effekt „Power Charge“ auf. Der wiederum

sorgt dafür, dass bei drei Aufladungen

ein Energiekern aktiviert wird.

Diese Kerne braucht Ihr für andere

Skills. Es ergibt also Sinn, Discharge mit

ein paar Ability-Punkten zu versehen. Auf

Tier 4 macht Discharge etwas mehr Schaden.

Viel interessanter: Auf Tier 8 hat die

Fähigkeit eine Chance von 50 Prozent, einen

zweiten Stapel „Power Charge“ zu gewähren.

Das bedeutet, dass Ihr schneller

Energiekerne generiert und häufiger die

machtvolleren Fähigkeiten aktiviert. Natürlich

fallen sämtliche Skill-Upgrades aller

Klassen ähnlich mächtig aus.

Eskortquests gehören neben Space-Missionen,

Events und Challenges zum Heldenalltag.

Ebenfalls ab Stufe 10 erhaltet Ihr Zugang

zur dritten Möglichkeit, Euren Helden an

Eure Spielweise anzupassen. Ihr bekommt

pro Level-up auch AMP-Punkte. Die steckt

Ihr in einem Talentsechseck in passive Boni

wie eine Erhöhung der kritischen Trefferrate

oder eine verbesserte Ressourcen-Regeneration.

Das Hexagon ist in die unterschiedlichen

Bereiche Angriff, Unterstützung,

Nutzwert, Hybrid, PvP-Offensive und PvP-Defensive

aufgeteilt, damit Ihr nicht lange nach

für Euch sinnvollen AMPs suchen müsst.

Über die AMPs habt Ihr auch die Möglichkeit,

weitere aktive Skills freizuschalten. Eine

große Freiheit bei der Entwicklung Eurer

Klasse ist also gewährleistet.

Lost in Space

Während Ihr den Planeten Nexus erkundet,

vor Euch hinlevelt und Euren Helden stärker

macht, stoßt Ihr auf ein paar Missionen, die

Je weiter die Beta voranschreitet, desto vielfältiger

werden die Minispielchen beim Questen.

44


Vorschau WIldstar

Eure Skills verbessert Ihr über Ability-Punkte, bei

Tier 4 und Tier 8 gibt‘s Extraboni für die Fähigkeiten.

Über das AMP-System verpasst Ihr Eurem

Helden mehr Individualität in der Spielweise.

nicht ganz so typisch ausfallen. Nicht, dass

Ihr die Abwechslung unbedingt bräuchtet,

Ihr stolpert ja gefühlt schon alle drei Meter

über neue Quests. Aber wie wäre es mit

einem kleinen Ausflug ins Weltall? Schließlich

könnt Ihr nicht einfach mal so an Bord

eines eigenen Raumers steigen und durch

die Nachbarschaft von Nexus düsen. Deswegen

trefft Ihr überall auf dem Planeten Piloten

an, welche die eine oder andere Sorge

mit ihrem Schiff haben.

Mal müsst Ihr Amok laufende Wissenschaftler

von einer mysteriösen Seuche befreien,

dann wieder Aliens zurückschlagen.

Die Space-Missionen sind dafür gemacht,

Euch in ein paar abgedrehte Szenarien zu

setzen, wie Ihr sie aus Sci-Fi-Fernsehserien

kennt. Die Belohnungen für das Abschließen

der Missionen fallen nicht überragend

aus, aber gut genug; die Abenteuer im All

sollen halt vornehmlich Spaß machen. Besonders

praktisch: Diese Missionen skalieren

bis auf fünf Helden. Ihr könnt sie also

allein machen oder reist mit Freunden gemeinsam

ins All.

Offen klopfen

Eine andere Beschäftigung gibt es mit den

öffentlichen Events, von denen Ihr in jeder

Region von Nexus mindestens eines findet.

In Algorocs Westen beispielsweise helft Ihr

einem Trupp Minenarbeiter, das wertvolle

Erz Loftite zu sammeln. Während der ersten

Stufe gilt es, Werkzeuge für die Arbeiter zu

sammeln – das ist relativ fix erledigt. Freilich

geht’s noch schneller, wenn viele Helden

mitmachen. Die müssen dann auch nicht in

ein und derselben Gruppe sein, der Fortschritt

des Events zählt für alle Teilnehmer.

In Stufe 2 des Events bohrt Ihr mit

transportablen Bohrköpfen nach Loftite

und erwehrt Euch der von den Geräuschen

angelockten Feinde, die Euch auf die Pelle

rücken. Aber die kleinen Monster sind

noch gar nichts gegen das Riesenvieh

Stalagmite, ein Brocken von einem

Nashorn, das in Runde 3 von dem Lärm

aufgeweckt wird. Und weil Ihr schon dabei

seid, könnt Ihr Stalagmite gleich mit Euren

Attacken von den Beinen hauen. Das belohnt

Euch nicht nur mit dem Sieg über

das Monster, sondern auch mit einigen anständigen

Beutestücken für Euren Helden,

denn damit ist der Event erfolgreich abgeschlossen.

Ja, doch, Langeweile kommt

auf Nexus tatsächlich nie auf!

sb

Vorschau

Wildstar

Anbieter: NCSoft

Termin: 2014

Web: wildstar-onlinecom

Susanne „Elenenedh“ Braun meint

„Jedes Mal, wenn ich mich in die Beta von Wildstar einlogge, gibt es

wieder etwas, worüber ich mich freue Über ein tolles Musikstück,

das im Hintergrund läuft Über einen Siedler-Kollegen, der gerade die

Buffs an der Siedler-Baustelle aufgefrischt hat hat

Und ach, in meinen Taschen ist ja noch ein

neues Paar Resonatoren Außerdem muss

ich noch ein paar Talente organisieren …

Und da drüben ist noch eine Space-Missi-

on Es gibt wirklich ständig was zu tun tun

Das macht mir an Wildstar Spaß, ich habe

immer genügend Gründe, die wunderhübsche

Spielwelt auf der Suche nach neuen

Abenteuern zu durchstreifen Toll!“

Legendär

Wenn Ihr anderen gerne etwas Gutes tut, dann

wählt den Siedler-Pfad und baut Stützpunkte aus.

buffed.de

Alle Infos findet Ihr unter

www.buffed.de/wildstar

45


WIldstar Vorschau

IntervIew

„Seid immer auf daS Stolz, waS ihr alS nächSteS

macht, nicht nur auf daS, waS ihr gemacht habt.“

Jeremy Gaffney, Executive Producer bei Carbine Studios

Jeremy Gaffney träumte als kleiner

Steppke schon davon, mit Videospielen

sein Geld zu verdienen. Er gründete

zusammen mit drei Mitstudenten die Firma

CyberSpace, Inc, die heute als Turbine

Entertainment bekannt ist. Seine ersten

Erfahrungen als Gamedesigner sammelte

Gaffney unter anderem mit Asheron’s Call.

Bei Origin Systems werkelte Gaffney als

Lead Programmer an Ultima Online 2.

Unter dem Namen Destination Games

gründeten Richard und Robert Garriott mit

Freunden aus Origin-Tagen – darunter Jeremy

Gaffney und Starr Long – ein neues

Studio, das von NCSoft gekauft und zum

US-Hauptquartier des koreanischen Herstellers

wurde. Heute ist Gaffney Executive

Producer von Carbine Studios, wo das

MMORPG Wildstar entsteht.

buffed: Wie bist du an deinen Job in der

Branche gekommen? Hast du dich schon

immer für Spiele begeistert?

Jeremy Gaffney: Schon mit sieben Jahren

wusste ich, dass ich etwas mit Spielen machen

wollte. Deswegen habe ich später Kurse

für Computer-Wissenschaften und kreatives

Schreiben besucht – Letzteres war

mein zweites Abschlussfach. Damit zielte

ich auf einen Job im Design und in der Spieleprogrammierung

ab. Allerdings ist es echt

schwer, in der Branche Fuß zu fassen, also

beschlossen ein paar Kumpels und ich, Turbine

Entertainment zu gründen.

buffed: Welchen Job hättest du ergriffen,

wenn du dich nicht schon von vornherein

für Spiele entschieden hättest?

Jeremy Gaffney: Nachdem ich Turbine verlassen

habe, nahm ich mir erst einmal Zeit,

um für mich selbst zu klären, was ich machen

will. Abseits der Branche ist mir nichts

eingefallen. Deswegen habe ich keinen

Schimmer, was ich machen würde, wenn ich

nicht Spieleentwickler wäre. Ich liebe Spiele,

deswegen habe ich keinen Notfallplan,

wenn mal alle Stricke reißen sollten. Allerdings

schreibe ich gerne. Vielleicht arbeite

ich irgendwann an einem Buch.

buffed: Du sagtest schon, dass du einer

der Mitbegründer von Turbine bist. Was

waren damals die Schwierigkeiten, denen

ihr euch stellen musstet?

Jeremy Gaffney: Na ja, unser größtes Problem

war, dass keiner von uns jemals zuvor

ein Spiel gemacht hat. Deswegen mussten

wir uns das Programmieren erst selbst beibringen,

indem wir sprichwörtlich mit dem

Gesicht gegen eine Wand rannten, abprallten

und uns dann fragten „Okay, was machen

wir denn jetzt?“ (lacht)

Ich glaube, das trifft auf viele von uns

in der Szene zu. Wenn Du zu einem alteingesessenen

Entwicklerstudio kommst, fällt

Dir der Start leichter. Um Dich herum sind

lauter Leute, die wissen, wie man ein Spiel

macht, und von denen Du lernen kannst.

Wenn Du Dich dazu entscheidest, ins kalte

Wasser zu springen, dann merkst Du

schnell, dass das Spielemachen kaum zu

lernen ist. Aber so kommen auch die großartigen

Ideen zustande. Du weißt einfach

nicht, welche Dinge man wie machen sollte.

Du bist ein weißes Blatt Papier, und das

hilft Dir beim Erfinden neuer Dinge.

buffed: Wenn du dir deine Arbeit nach all

den Jahren anschaust, würdest du dann etwas

anders machen?

Jeremy Gaffney: An und für sich nicht.

Selbst aus den nicht so erfolgreichen Spielen

kannst du etwas lernen, und ich habe

an so einigen Titeln gearbeitet, die ihr Ziel

nicht erfüllen konnten. Als Head of Product

Development bei NCSoft musste ich so einige

Projekte mit guten Ideen ablehnen.

Wenn das Anschauungsmaterial nicht reicht

oder die guten Ideen an nicht so tolle Einfälle

gekoppelt sind, dann braucht es eine

Weile, um herauszufinden, was du gut oder

schlecht findest. Dennoch kannst du ein

solches Projekt immer noch bis zu einem

bestimmten Punkt verfolgen, damit du die

Ergebnisse deiner Entscheidung siehst. Ich

würde wirklich nicht viel anders machen. In

jedem Fall versuchst du immer, das beste

Spiel zu machen, und zwar mit dem Wissen,

das du zu dem Zeitpunkt hast.

buffed: Gibt es etwas, was du von der

Gründungszeit von Turbine mit in die Arbeit

an Wildstar eingebracht hast?

Jeremy Gaffney: Ich bin der Meinung, dass

wir früher bei Turbine viele Sachen richtig

gemacht haben, damals, als die Spiele

noch schwerer waren. Wenn dich Spiele

nicht mehr herausfordern, dann packen sie

dich auch nicht. Es ist obendrein schwierig,

Freunde in einer Spielwelt ohne Herausforderungen

zu machen. Wir brauchen wieder

etwas von der Old-School-Schwierigkeit.

Vielleicht gibt es einen einzigen einfachen

„Wir brauchen

Wieder etWas

old-schoolschWierigkeit!“

Jeremy Gaffney, Executive Producer bei Carbine Studios

Weg durch das Spiel, doch alle anderen Pfade

sollten deine Fähigkeiten und dein Können

abfragen, damit sich der Erfolg auch

gut anfühlt. Während die Industrie sich weiterentwickelt

hat, ist das Wissen um diese

Formel etwas verloren gegangen. Wichtiger

als eine Welt, in der alle Aufgaben zu einfach

sind, ist aber eine lebendige Spielwelt.

buffed: Angenommen, du hängst auf einer

einsamen Insel fest. Welches deiner Lieblingsspiele

würdest du mitnehmen?

Jeremy Gaffney: Ich war schon immer ein

Fan vom alten XCOM. Die kleinen herumschwirrenden

Raumschiffe sorgen für eine

dynamische Umgebung. Jedes einzelne hat

eine Aufgabe für dich, du darfst Basen bauen

und im Kampf taktisch vorgehen … toll!

Darüber hinaus habe ich so viel Spaß

mit Civilization 5, dass ich schon hunderte

von Stunden hineingesteckt habe. Ja, ich

46


Vorschau WIldstar

glaube, ich könnte Civ 5 auf eine einsame

Insel mitnehmen und eine gute Zeit haben.

buffed: Welcher Erfolg deiner Karriere

macht dich stolz?

Jeremy Gaffney: Immer der nächste. Du

willst immer besser sein als du schon bist,

und du willst nie allzu lange bei den Dingen

verharren, die du in der Vergangenheit gemacht

hast. Ich bin stolz auf City of Heroes,

auf die Leute von Cryptic und auf das, was

wir mit dem Spiel gemacht haben. Ich bin

sehr stolz auf Guild Wars und die Leute von

ArenaNet. Und ich bin stolz auf Asheron’s

Call und all die Dinge, die ich dort gelernt

habe, bevor überhaupt jemand wusste, wie

diese Art von Spielen funktioniert. So richtig

stolz solltest du aber immer auf das

Ding sein, das als Nächstes kommt.

buffed: Hast du eine Anekdote, die du mit

uns teilen möchtest?

Jeffrey Gaffney: Vielleicht viel zu viele, die

ich auch nicht in der Öffentlichkeit erzählen

würde – zumindest nicht nüchtern. Aber es

gibt eine Geschichte vom Turbine-Anfang:

Wir haben damals in der Wohnung eines

Kumpels angefangen. Als wir mit sechs Angestellten

nicht mehr reinpassten, zogen

wir in das Haus der Mutter von einem der

Firmengründer. Und wir wuchsen weiter.

Überlegt mal, wir haben damals überhaupt

nicht damit gerechnet! Wir wollten nur etwas

Erfahrung in der Spielentwicklung in unseren

Lebenslauf schreiben können.

Irgendwann arbeiteten 20 Leute dort.

Im Esszimmer codeten die Executives. Im

Wohnzimmer war alles voll mit Trainingsrädern,

auf die wir Schreibunterlagen montierten,

sodass wir auf den Dingern Sport

machen und gleichzeitig arbeiten konnten.

Im Keller hausten die unheimlichen Leute.

Die Assembly-Programmierer, die Textur-Zeichner

– die Pilze der Industrie, weil

sie im Dunkeln am besten gedeihen.

Das war ganz gemütlich – bis einer der

Programmierer im Keller ein unerklärliches

Piepen hörte. Er schaute hinüber zum Zeichner,

der am Ofen saß, und sah, dass der

das Bewusstsein verloren hatte, weil er die

ganze Zeit die Abgase eingeatmet hatte.

Wir haben ihn dann ins Krankenhaus

gefahren. Von dort aus sind wir losgezogen

und haben ein echtes Büro für unsere echte

Firma gesucht, ganz ohne Ofen und mit

Lüftungsmöglichkeiten. So sieht das bei

den Start-up-Unternehmen aus, es passiert

immer etwas Merkwürdiges.

City of Heroes war ein Steckenpferd Gaffneys, denn

er sorgte dafür, dass Cryptic bei NCSoft unterkam.

Nicht nur an Halloween macht Gaffney (zweiter

von rechts) die Arbeit bei Carbine Spaß.

Bevor Gaffney zu Carbine kam, war er bei NCSoft

unter anderem Vice President of Development.

Bis 1994 erforschte Spaßvogel Gaffney künstliche

Intelligenz, danach gründete er Turbine mit.

47


DayZ Vorschau

Hersteller Bohemia weist

ausdrücklich im Steam-

Shop darauf hin, dass

DayZ als Early-Access-Version

noch viele

Fehler enthält. Trotzdem

verkauft es sich sehr gut.

DayZ

Obwohl noch klar als unfertig deklariert, lässt sich in DayZ der

Zombie-Überlebenskampf bereits üben.

Überleben in Bohemia Interactives

Zombie-Apokalypse ist ein Phänomen,

das seinesgleichen sucht. Für

die einen stellt das stundenlange Wandern

durch eine osteuropäische Landschaft ein

sterbenslangweiliges und zweifelhaftes Unternehmen

dar. Doch andere sind bis in die

Fingerspitzen motiviert, in jedes verfügbare

48

Gebäude ein zudringen auf der Suche nach

Orangen, Äpfeln, Konservendosen, Kleidung

und – nicht zu vergessen – Waffen

und Munition.

In der Standalone-Fassung von DayZ

lassen sich erheblich mehr Gebäude

als in der Mod durchsuchen. Allerdings

sind viele davon identisch aufgebaut.

Erfolgsgeschichte

Schon seit der DayZ-Mod-Veröffentlichung

für Arma 2 im Sommer 2012 zieht das Survival-Spiel

tausende Spieler in seinen Bann.

Das zugrunde liegende Gameplay lässt sich

dabei auf eine simple Grundformel reduzieren:

sammeln, töten, überleben.

Mit der jetzt verfügbaren Stand alone-

Version will das Entwicklerteam rund um

DayZ-Erfinder Dean „Rocket“ Hall viel mehr

Tiefgang ins Spiel bringen. So sorgt die

überarbeitete Simulation von Hunger und

Durst sowie das Auftreten von Krankheiten

für knallharten Realismus. Ein simples Beispiel:

Wer verdorbene Lebensmittel zu sich

nimmt, erkrankt unter Umständen. Wunden

hingegen sorgen für Blutungen, die man

mithilfe von Bandagen oder selbstgebastelten

Stoffstreifen zu stoppen versucht.

Verlorenes Blut lässt sich durch eine Transfusion

auffrischen – vorausgesetzt, ein befreundeter

Mitspieler erklärt sich bereit,

seinen Charakter dafür zur Verfügung zu

stellen. Obendrein müssen aber auch die

Blutgruppen der Figuren kompatibel sein,

daher gilt es zunächst, mit passender Ausrüstung

die Blutgruppe zu bestimmen.

DayZ besitzt haufenweise solcher Details,

die den Überlebenskampf realistisch

erscheinen lassen. Dazu zählt auch die

wachsende Paranoia – denn sobald man


Vorschau DayZ

Das Survival-Feeling kommt schon gut rüber. Stets ist

man auf der Suche nach Ausrüstung und Nahrung.

erst mal ein bisschen Ausrüstung beisammen

hat, wächst das Misstrauen anderen

Mitspielern gegenüber. Stets muss man

damit rechnen, eine potenzielle Zielscheibe

für andere Spieler darzustellen, die einem

die Ausrüstung abnehmen wollen. So

verwundert es nicht, dass eingespielte

DayZ-Veteranen am liebsten in kleinen

Teams agieren, bestehend aus Mitspielern,

auf die man sich verlassen kann.

Die Alpha-Version steckt noch voller Bugs. Grafik- und KI-Fehler

sowie noch nicht funktionierende Features müsst Ihr einplanen.

Baustelle Standalone

Die aktuelle Version des Zombie-Spektakels

ist allerdings noch weit davon entfernt,

ein rund laufendes Spiel darzustellen.

Die Entwickler betonen es auf der

Shop-Seite und auch beim Spielstart liest

man zunächst den Hinweis, dass es sich

um eine frühe Alpha-Version handelt. So

gehören Bugs und fehlende oder nicht

vollständig implementierte Features zur

Tagesordnung in DayZ. Wer sich den Early-Access-Zugang

für knapp 24 € zulegt,

muss sich dessen bewusst sein. Der Vorteil

für die Early-Access-Käufer besteht darin,

aktiv an der fortschreitenden Entwicklung

von DayZ teilnehmen zu können. Die

Entwickler nutzen das Feedback der Spieler,

optimieren Stabilität und Performance,

patchen Fehler raus. Wer die Vorabversion

kauft, erhält obendrein Zugang zur späteren

Beta-Phase und am Ende auch das

fertige Spiel. Dieses Konzept hat für Bo-

Das Inventarsystem

in der Stand alone-

Fassung wurde im

Vergleich zur

Mod-Version deutlich

überarbeitet.

49


DayZ Vorschau

early access check

Der kostenpflichtige Frühzugang zu Spielen,

die noch in der Entwicklung sind, findet immer

mehr Anwendung in der Spielebranche.

Dean Halls Zombie-Spiel hat eine riesige

Fangemeinde. Wir zeigen Euch, was Ihr über

die Alpha wissen müsst.

Militärische Anlagen sind eine gute Anlaufstelle,

um Waffen und Ausrüstung zu finden.

Kosten: Auf Steam für 23,99 € erhältlich

Inhalt: Die Spielwelt Chernarus ist komplett

begehbar. Auch die Charaktererstellung ist

schon weit fortgeschritten. In der Alpha findet

man schon verschiedenste Ausrüstungsmöglichkeiten

sowie Waffen und Munition.

Kämpfe gegen Zombies und andere Spieler

sind also schon möglich. Auch einige Craftingmöglichkeiten

sind schon verfügbar.

Aktueller Status (Redaktionsschluss):

Alpha, Version 0.30.113860

Erscheinungsdatum des fertigen Spiels:

2015

Das macht jetzt schon spass

Komplett offene Spielwelt

Das Gefühl, ganz auf sich allein gestellt in einer

Zombie-Apokalypse zu überleben, stellt

sich schon nach kurzer Spielzeit ein.

Hohes Potenzial erkennbar

Schon jetzt bietet die Alpha einen Einblick,

wie vielseitig DayZ einmal werden soll. Vor

allem das Hunger-Durst-System, die Krankheiten,

das Crafting und viele weitere Details

tragen erheblich zur gelungenen Survival-Atmosphäre

bei.

Es gibt viel zu entdecken

Die Spielwelt enthält im Vergleich zur Mod

deutlich mehr erkundbare Gebäude. Auch

grafisch bietet die Standalone-Version viele

Details und bessere Texturen als die Mod.

hier Klemmt’s noch gewaltig

Bugs, Glitches, Baustellenfeeling

Man kann es gar nicht oft genug betonen –

die Early-Access-Version ist kein rund laufendes

Spiel, das muss man sich klar machen,

wenn man mit dem Kauf liebäugelt.

Fehlende Inhalte

Etliche Features sind noch gar nicht aktiviert.

Zum Beispiel ist das Crafting-System

noch nicht fertig. Auch geplante Inhalte wie

die Jagd von Tieren, um sie als Nahrungsquelle

zu nutzen, kommen erst im Laufe der

Zeit dazu.

Zombies noch fehlerhaft

Sowohl die Anzahl der im Spiel erscheinenden

Zombies als auch deren Verhalten sind

alles andere als fertig. Diesbezügliche

Patches sind erst im Laufe des Jahres geplant.

50

Vorsicht ist immer geboten, sonst winkt

in DayZ sehr schnell das Ableben.

hemia Interactive schon bei Arma 3 gut

funktioniert und auch der Verkaufsstart

von DayZ Standalone bestätigt die Entwickler,

dass die Veröffentlichung der frühen

Alpha-Version der richtige Schritt war.

172.500 verkaufte Exemplare in nur 24

Stunden – das ist mal eine Ansage. Auch

aktuell, Anfang Januar 2014, rangiert

DayZ Standalone stets unter den Top Ten

in den Steam-Charts.

Hohe Frustresistenz nötig

Wer den Kampf gegen Untote, Hunger,

Durst, Zombies, böse Mitspieler und Bugs

schon in der jetzigen Form aufnehmen

möchte, muss bereit sein, all die Frustmomente

und Fehler in Kauf zu nehmen. Doch

bei längerer Spielzeit zeigt sich schon in der

Alpha-Version das große Potenzial, das in

DayZ steckt. Fraglich bleibt, ob das kleine

Entwicklerteam es schafft, all die geplanten

Features so umzusetzen, dass daraus eine

runde Sache wird.

stefan weiss/sf

Vorschau

DAYZ

Anbieter: Steam

Termin: 2015

Web: wwwdayzgamecom

Stefan Weiß meint:

„Der Spielspaß in DayZ steht und fällt mit der eigenen

Erwartungshaltung. Die offizielle Herstellerwarnung,

sich nicht zu viel von der Alpha-Version zu

erhoffen,

ist wahrlich ernst zu nehmen.

Ehrlicher kann ein Entwickler kaum

sein und wer sich DayZ für den Vorzugspreis

der Early-Access-Version

zulegen möchte, bitte sehr. An ein

DayZ ohne Bugs glaube ich

jedoch nicht.“

oKaY

buffed.de

Alle Infos findet Ihr unter

www.buffed.de/day-z


Ranked-SeRveR

jetzt beStellen!

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zu 64 Spieler auf dem Gameserver gegeneinander antreten und in die Schlacht ziehen.

www.4netplayeRS.de

QR-Code scannen

und hinsurfen!


InteRn

Die Redaktion

Ganz persönlich und subjektiv: Das denkt die buffed-Redaktion über

aktuelle Themen aus der Welt der Online-Spiele.

kontakt?

Über facebook.com/buffed

oder per E-Mail an

redaktion@buffed.de

DaviD Bergmann

SuSanne Braun

alex geltenpoth

maria Beyer

Das Sammelkarten-Fieber ist ge-

Lieber Rollenspielgott, bitte sorge

Noch mehr Panzer – geil! Bald

Eigentlich spiele ich aktuell Tetris

heilt ... dachte ich vor zwei Jahren,

dafür, dass sich die Entwickler

gibt’s mit War Thunder: Ground

mit Umzugskisten. Wenn mal

als ich das Trading Card Game zu

von Wildstar Zeit lassen. Am bes-

Forces eine frische Alternative zu

Zeit bleibt, ziehe ich mit meiner

WoW aufgab. Jetzt ist Hearthstone

ten kommt das MMORPG erst

World of Tanks. Spannend? Auf

fast nur aus Frauen bestehenden

da und hält mich mitunter viel zu

drei Monate nach Warlords of

dem Boden stört mich Gaijins Re-

Chaos-Truppe durchs Ödland von

lange wach. Es gibt kein nerviges

Draenor raus, damit es sich nicht

alitätsnähe: Panzerschlachten

Wasteland 2 und stelle fest: Re-

Sortieren von Echtwelt-Karten

zwischen den TESO- und den

sind ohnehin schon laaangsaam,

tro-RPGs mit postapokalypti-

mehr und ich finde jederzeit Mit-

WoW-Hype quetschen muss.

die nötige Geduld für Ground

schem Setting hab ich vermisst.

spieler. Da hat es mich wieder ge-

Dann haben die Spieler viel mehr

Forces bringe ich nicht auf. Ich

Gegen ein modernes Fallout 4 ist

packt, das Sammelkarten-Fieber.

Zeit, Nexus in Ruhe zu genießen.

bleibe World of Tanks treu

trotzdem nichts einzuwenden.

Simon FiStrich

oliver haake

chriStian Zamora

exterminieren!

Zwei Wochen lang habe ich durch

Nachdem ich The Elder Scrolls

Ein Thema, dem ich meine Auf-

96,56 Kilometer außerhalb des

einen privaten Umzug wenig da-

Online mehrfach bei den Ent-

merksamkeit gewidmet habe,

Verlagsgebäudes: „Exterminie-

heim spielen können. Das hatte

wicklern Probe spielen konnte.

war die Ermittlung in Sachen

ren! Halt! Sonst werden wir Sie

zur Folge, dass sich der Stapel an

haben mich zwei ausführliche

Wirtschaftskriminalität bei Fun-

exterminieren! Sie sind jetzt ein

Spielen, die ich gerne zocken will,

Beta-Wochenenden in TESO ge-

com. Ich hoffe vor allem, dass die

Gefangener der Daleks!“ Ein On-

glatt verdoppelt hat. Die Alphas

freut – endlich konnte ich Tamriel

Weiterentwicklung und -führung

line-Spiel wollte sich gegen den

von Trove und Wasteland 2, die Be-

mit etwas Ruhe erkunden. An-

der Spiele nicht eingeschränkt

Aufstand der Daleks wehren, zur

ta von Wildstar, und dann soll ja

sonsten halten mich die vielen

wird, denn das haben weder TSW,

Strafe wurden seine Server exter-

noch Zeit für TESO sein – Graue

Panzer-Updates der Entwickler

AoC noch das kommende Le-

mininiert. Ruhe in Frieden, Doc-

Herren, bitte kommen!

von World of Tanks beschäftigt.

go-MMO verdient.

tor Who – Worlds in Time.

52


So testen wir

Mit speziellen Wertungssystemen knöpfen wir uns

in jeder Ausgabe Online-, Offline-, klassische Abo- und

Free2Play-Spiele jeder Couleur vor.

1

Genre

Ob klassisches MMORPG oder Strategiespiel

mit Rollenspielelementen, hier erfahrt Ihr,

um was für einen Typ Spiel es sich handelt.

Allerdings verschwimmen die Genregrenzen

zusehends, weshalb ein Spiel durchaus in

mehrere Kategorien passen kann.

2

infos & Qr-Code

Den QR-Code mit dem Smartphone einscannen

und schon erhaltet Ihr zusätzliche Bilder,

News, Tipps und häufig auch das eine

oder andere Video zu diesem Spiel.

3

AusriChTunG

Ist das Spiel eher actionlastig oder eher taktischer

Natur? Wird Gewalt zelebriert oder

nicht? In diesem Bereich erfahrt Ihr, wie wir

den Titel in sechs wichtigen Kategorien einschätzen.

Warum der Balken mal länger, mal

kürzer ist? Manchmal bietet ein Spiel beide

Aspekte. So können einige Elemente linear

sein, andere eröffnen ein sehr freies Spiel.

die buffed-besTenlisTe

4

TesT-KriTerien

Für die Bewertung eines Spiels legen wir

zehn Kriterien zugrunde. Die ersten sechs

sind bei jedem Spiel gleich, die vier letzten

passen wir an das Genre an. Die Test-Kategorie

Kampfsystem zum Beispiel wäre bei

einem Rennspiel etwas fehl am Platz.

5

WerTunG &

AlTernATiven

Hier findet Ihr die aus den zehn Test-Kriterien

errechnete Gesamtwertung sowie drei

Alternativtitel, um unser Testurteil besser

einschätzen zu können. So habt Ihr auch den

optimalen Vergleich zu beliebten Klassikern.

6

TesTer-MeinunG

Zum Schluss gibt der Tester seine ganz persönliche

Note hinzu. Wir glauben die

Spiele aufgrund unseres Überblicks so objektiv

wie möglich werten zu können. Hier

jedoch kommt die Subjektivität des Testers

zum Tragen.

Platz Spiel Version Genre Bezahlmodell Wertung

1. Starcraft 2: Heart of the Swarm 2.0.6 Echtzeitstrategie Buy2Play 93

2. League of Legends 3.11 MOBA Free2Play 92

3. The Elder Scrolls 5: Skyrim 1.1.21.0 Rollenspiel Buy2Play 91

4. World of Warcraft 5.4 MMORPG Pay2Play 91

5. World of Tanks 8.10 Taktik-Shooter Free2Play 90

6. Dota 2 30.7.13 MOBA Free2Play 90

7. Guild Wars 2 19,901 MMORPG Buy2Play 89

8. Diablo 3 1.0.5 Action-RPG Buy2Play 88

9. Star Wars: The Old Republic 2.4 (Beta) MMORPG Pay-/Free2Play 87

10. Rift 2.3 MMORPG Pay-/Free2Play 86

1

2

3

4

5

6

MMO/RPG/ActiOn/StRAteGie-WeRtunG

Voller Spieletitel

Stand/Version: ...............Datum / Versionsnummer

Anbieter: .................................................. Anbieter

Termin/USK: ................................... Datum / ab XX

Kosten: ..... XX € / XX €/Monat / Kaufdruck: niedrig

Web: ..........................www.webseitedesspiels.com

Ausrichtung

Action IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Taktik

Gewaltfrei IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Brutal

Einfach IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Komplex

Linear IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Offen

Viel Zufall IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Kein Zufall

Kampf IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Dialoge

teSt-kRiteRien

Präsentation 8

Grafik (Polygone, Animationen, Texturen, in sich stimmiger Stil), Sound

(Musik bspw. dynamisch/atmosphärisch passend, Soundeffekte,

Sprachausgabe qualitativ/quantitativ).

Bedienung 9

Steuerung, User Interface, Konfigurationsmöglichkeiten (Größe, Position

der Elemente), Menüführung, Inventar, Hilfsmittel wie beschriftbare Karten,

Zugänglichkeit, Übersichtlichkeit …

Umfang 7

Größe der Welt, Abwechslungsreichtum (=> gestreckte, doppelte Inhalte

zählen nicht doppelt), Wiederspielbarkeit, Gesamtspielzeit mit und ohne

Nebenaufgaben …

Spielbalance 7

Ausgewogene Klassen, anpassbarer Schwierigkeitsgrad, faire Herausforderungen,

Anstieg des Schwierigkeitsgrads in Kombination mit Speichermöglichkeiten


Rollenspielelemente 10

Charaktergenerierung (Völker und Klassen, aber auch optisch), Charakterentwicklung

(Fähigkeiten, Eigenschaften, Talente), Ausrüstungsvielfalt

(optisch wie inhaltlich) …

Inszenierung 8

Atmosphäre, Missionen, Quests, spezielle Events … – jeweils quantitativ

wie qualitativ. Auch sehr schön: Magic-Moments nennen, die einen

förmlich wegblasen …

Kampfsystem 8

Künstliche Intelligenz (bspw. Wegfindung etc. von Pets, Begleitern, Truppen),

Gegner-KI, Abwechslung der Kämpfe, nötige Tiefe (durch Action

oder Taktik) …

Wirtschaft 9

Farmen (von Geld, Ruf und Items; quantitativ und qualitativ), Handel

(Auktionshaus, NPC-Händler), Handwerk (inkl. Sammelberufe; Umfang,

Nutzen und Spaß) …

Gruppenspiel 7

Teamspeak oder Ähnliches integriert, besondere Belohnungen für Teamarbeit,

Groupfinder, Raidfinder, Inhalte speziell für kleine Gruppen oder

große Raids (quantitativ und qualitativ) …

Spieltrieb 7

Housing, Pets, Reittiere, Minigames, Achievements – also alles, was

man so nebenbei erledigt und hoffentlich Spaß macht (quantitativ und

qualitativ) …

AlteRnAtiven und GeSAMtWeRtunG

Alternative 1 (besser) ..........................89

Alternative 2 (ähnlich gut) ...................82

Alternative 3 (schlechter) ....................65

MeinunG deS RedAkteuRS

„Hier findet Ihr die Meinung. Was hat dem Tester gefallen,

was nicht? Wie schätzt er die Zukunft des Spiels

ein? Oft haben wir Einblick in Entwicklerpläne. Oder

wir haben bereits ähnliche Situationen erlebt und

wollen Euch warnen, wenn Entwickler etwa vollmundig

Dinge versprechen, die sie nicht halten

können. In die Gesamtwertung fließt der mentar nur indirekt mit

Komein.“

80

53


Das schwarze auge: BlackguarDs TesT

Die dümmste Idee in den taktischen Kämpfen ist

es, sich einkreisen zu lassen. Taktik ist gefragt.

Das Schwarze Auge:

Blackguards

Adventure-Schöpfer Daedalic erschafft das Gegenteil zum Action-RPG: Pen&Paper-Kost für

Taktik-Rollenspieler. Allerdings hat es seine Schattenseiten.

Das deutsche Entwicklerstudio Daedalic

ist für seinen Hang zum Nischengenre

bekannt. Nach zwei

durchweg positiv bewerteten Point&Click-

Adventures im DSA-Universum versuchen

sich die Hamburger mit Das Schwarze Auge

– Blackguards jetzt an einem weiteren,

sträflich vernachlässigten Genre: dem Taktik-Rollenspiel.

Ein durchaus gewagtes Experiment

in Zeiten immer schnellerer,

meist durchchoreografierter Kampfeinlagen

à la Dragon Age oder The Witcher, die

54

Die Story wird auch in diversen Zwischensequenzen erzählt.

den Fokus klar in Richtung Action-Rollenspiel

verschoben haben. Wie gut, dass die

Mannen rund um den kreativen Kopf Martin

Wilkes auf ein bewährtes Rollenspielsystem

zurückgreifen können. Immerhin

bietet DSA ein über 30 Jahre gewachsenes

Regelwerk, das so detailgetreu wie möglich

in Blackguards zum Einsatz kommen soll.

Heldenbaukasten

Euer Abenteuer startet mit dem obligatorischen

Ausflug in die Charaktergenerierung.

Die Wahl fällt dabei reichlich knapp

aus: Ein Krieger, Magier oder Jäger darf es

sein. Hinzu bestimmt Ihr das Geschlecht

und entscheidet Euch widerstrebend für eines

von fünf nicht sonderlich ansehnlichen

Äußeren. Zum Schluss kommt noch ein Name

dazu und fertig ist das Alter Ego. Das

fällt nicht nur für DSA-Verhältnisse reichlich

spärlich aus. Zumal sich die verschiedenen

Gesichter vornehmlich auf einen Friseurbesuch

zu beschränken scheinen. Abhilfe bei

der eingeschränkten Klassenwahl schafft

der sogenannte Expertenmodus, in dem Ihr

selbst Punkte für Talente, Zauberfertigkeiten

und Spezialfähigkeiten vergeben dürft –

für eingefleischte DSA-Fans ein Vergnügen.

Dem beklagenswerten Erscheinungsbild

Eures Helden hilft das jedoch nicht.

Schade, denn selbst rollenspielferne Titel

wie der Online-Modus eines Grand Theft

Auto 5 bieten mehr Individualisierungsmöglichkeiten

für die eigene Spielfigur, mit

der Ihr Euch immerhin in den kommenden

35 Stunden identifizieren sollt. Ein wirklich

spielentscheidendes Problem dieser Klassenwahl

offenbart sich zudem im ersten

der fünf Spielkapitel.

Amnesie-Alarm

Schon mit der Einführungssequenz wird der

Rahmen für die kommenden Stunden abgesteckt:

Durch Rückblenden und Traumsequenzen

taucht Ihr in die bislang in Videospieladaptionen

des Schwarzen Auges

sträflich vernachlässigte Schurkenwelt

Aventuriens ab. Als vermeintlicher Mör-


TesT Das schwarze auge: BlackguarDs

Das schwarze auge

Die Abenteuer finden in der Fantasy-Welt Aventurien statt.

der erinnert Ihr Euch nur schemenhaft an

die Tat, derentwegen Ihr nun im Kittchen

schmort – klassische Helden-Amnesie

eben. Selbst einige voll vertonte Multiple-

Choice-Dialoge vermögen es nicht, Licht

ins Dunkel zu bringen, und so seht Ihr Euch

zum einzig logischen Schritt gezwungen:

Ausbruch.

Geschickt verknüpfen die Entwickler

die kurzen, dafür meist von passenden

Sprechern vorgetragenen Gesprächssequenzen

mit einem Tutorial zum Mitmachen.

So bekommt Euer Heldentrupp

schnell Zuwachs. Ein zündelnder Zwergenkrieger

sowie ein schürzenjagender Menschenmagier

schließen sich dem Plan an,

die Beine in die Hand zu nehmen und gar

nicht erst auf eine Gerichtsverhandlung zu

warten. Die namensgebenden Blackguards

Die Kombination aus Ringmenü und Schnellzugriffsleiste

beschleunigt die Rundenkämpfe komfortabel.

(zu Deutsch: Schufte) sind geboren. In den

kommenden Stunden werden weitere düstere

Gesellen zu Euch und Eurem Trüppchen

Tunichtgute hinzustoßen und auf diese

Weise nicht nur für mehr Abwechslung

im Kampfgeschehen sorgen, sondern mit

eigenen Geschichten und Biografien den

Heldenalltag aufmischen. Schließlich haben

die Entwickler mehr als zweieinhalb

Jahre in die Ausarbeitung Eurer schurkischen

Begleiter gesteckt. Doch zunächst

müssen diese sich erst einmal im Kampfgetümmel

bewähren.

Zug um Zug

Blackguards Filetstück sind ohne Zweifel

die taktischen Rundengefechte. Erst hier

kommt das gesamte DSA-Regelwerk zum

Tragen, und Ihr dürft Euch als Planer und

Blackguards geizt mit effektreichen Zaubern. Gelegentlich

sieht’s nett aus und hilft bei der Taktik.

Es war 1984, als Ulrich Kiesow das deutsche

Pendant zum US-amerikanischen

Pen&Paper- Rollenspiel Dungeons & Dragons

schuf. Seither erfreut sich Das Schwarze Auge

vor allem im deutschsprachigen Raum einer

großen Fangemeinde. Die nunmehr vierte

Auflage (4.1) des Regelwerkes zeugt von

der stetigen Weiterentwicklung und Anpassung

der Spielregeln. Die Grundlage der Heldenabenteuer

ist ein Punktesystem, das die

Stärken und Schwächen der jeweiligen

Spielcharaktere und deren Widersacher wiedergibt.

Auf feste Charakterklassen verzichtet

die DSA-Vorlage inzwischen. Vielmehr

entscheiden Charaktereigenschaften wie

Mut und Klugheit in Kombination mit Talenten,

Zaubern und Spezialeigenschaften über

Kampfstil und Alltagstauglichkeit der erschaffenen

Helden. Hinzu kommt eine Prise

Würfelglück, die jeden noch so zahlengestählten

Recken ins Verderben stürzen kann.

Doch ein Punktesystem allein macht noch

keinen Rollenspielklassiker. Der fiktive Kontinent

Aventurien – erschaffen von Hans Joachim

Alpers, Werner Fuchs und Ulrich Kiesow

– ist es, der einer abendlichen Partie

DSA Würze verleiht. In klassischer High-Fantasy-Manier

kämpfen dort Elfen, Zwerge,

Thorwaler, Orks, Trolle und Riesen ums Überleben.

Dabei bleibt kein einziges Klischee

fantastischer Welten ausgespart.

Die aventurische Geschichte wurde und

wird von einer Reihe fester Autoren wie Florian

Don-Schauen und Thomas Römer über

30 Jahre fortgeschrieben, die in Hunderten

Abenteuerbänden und Romanen die Geschicke

der Völker in ihre Hände nehmen. Zugleich

dienen die Abenteuerbände als Vorlage

für Spielleiter, um einer Heldengruppe einen

möglichst vergnüglichen und

spannenden DSA-Abend zu bescheren –

meist als strahlende Helden, die sich gegen

das Böse stellen, sei es dämonischer oder

menschlicher Natur.

55


Das schwarze auge: BlackguarDs TesT

Von Stadt zu Stadt und Kampfareal zu Kampfareal

reist Ihr auf einer 2D-Übersichtskarte.

Ihr wisst nicht weiter? Das Quest-Journal fasst Missionstexte

zusammen und markiert Auftragsorte.

Auf Wunsch der fAns:

helden-GrundAusbildunG

Krieger, Magier oder Jäger? So einfach lautete

noch zu Beta-Zeiten die erste Frage der

Charaktergenerierung in Blackguards. Entwickler

Daedalic stieß mit dieser Reduzierung

des Charaktersystems auf drei Archetypen

auf nur wenig Gegenliebe bei den

testenden Fans.

Ganz dem Kredo „Euer Wunsch ist uns Befehl!“

folgend, dürft Ihr in der finalen Verkaufsversion

nun selbst Hand an Euer künftiges

Alter Ego legen. Im sogenannten Expertenmodus

entscheidet Ihr Euch lediglich für

einen magiebegabten oder eher bodenständig

zauberfreien Helden. Anschließend steigert

Ihr über Abenteuerpunkte die Grundwerte,

(Waffen-)Talente, mögliche Zauber

und Sonderfertigkeiten des Recken. Das

kommt einer „echten“ Partie DSA schon

recht nahe. Wer’s dennoch schlicht mag oder

einfach Zeit sparen möchte, der greift im

einfachen Modus auch weiterhin auf die

drei Archetypen zurück.

Wenn Baronessen gelangweilt abhängen, heißt das

nichts Gutes: Zu hülf, meine schmuddeligen Retter!

Stratege beweisen. Auf Hunderten von

Hand erstellten, überaus abwechslungsreichen

Kampfarealen analysiert Ihr das

Gelände und nehmt Eure Feinde ins Auge.

Wer hier blindlings nach vorn stürmt,

wird schnell das Zeitliche segnen. Umso

passender also, dass es keinen Zeitdruck

oder Reaktionstests wie in modernen Action-Rollenspielen

gibt. Zug um Zug bewegt

Ihr jedes einzelne Gruppenmitglied

über das Hexagon-Schlachtfeld, während

die computergesteuerten Gegner es Euch

gleichtun, sobald sie an der Reihe sind.

Wer zuerst ziehen darf, entscheidet der

Initiativewert einer Spielfigur. Klar ist,

dass Nahkämpfer möglichst schnell die

Nähe des Feindes suchen, während Magiebegabte

und Pfeile verschießende Bogenspanner

stets auf Abstand bleiben

sollten. Sichtlinien und störende Umgebungsobjekte

erschweren Euch zudem die

Scharmützelplanung, können im Gegenzug

aber auch taktische Vorteile bieten.

So blockiert Ihr mit Eurem Magierbegleiter

Engstellen, um feindliche Schwertschwinger

fernzuhalten, während Eure elfische

Bogenschützin aus sicherer Entfernung

die anrückenden Widersacher unter Feuer

nimmt. Gleichzeitig zwingen die besser

gerüsteten Frontschweine übrige Feinde in

den Nahkampf.

Anschließend geht es um das Treffen

und Getroffenwerden, hier schlägt wieder

das Zahlenwerk zu. Ausnahmslos alle Angriffe,

Zauber und Abwehraktionen werden

über Pen&Paper-gerechte Würfelwürfe entschieden.

Das bedeutet im Klartext, dass

zusätzlich zu den Charakterwerten und Fähigkeiten

Eurer Helden sowie der Feinde

der Zufall ein Wörtchen mitzureden hat.

Vor allem in den ersten Stunden Eurer

Flucht durch Aventuriens Süden habt Ihr

verhältnismäßig wenig Einfluss auf Gelingen

und Erfolg Eurer Attacken. Was auf

56


TesT Das schwarze auge: BlackguarDs

Die NorDlaNDtrilogie uND

DrakeNsaNg

dem höchsten von drei Schwierigkeitsgraden

arg frustrierend sein kann.

Pech gehabt!

Aber ist es nicht genau diese Herausforderung,

gewürzt mit einer Prise Zufall, die

wir in Taktik-Rollenspielen suchen? Nun,

das mag für Pen&Paper-Abende zutreffen,

wenn Ihr gemeinsam mit Euren Freunden

eine Partie antretet und über Misserfolge –

weil das Glückspusten auf die Würfel nicht

gefruchtet hat – herzlich lachen könnt; in

einem Solo-Rollenspiel fehlt diese Lust am

gemeinsamen Scheitern jedoch schmerzlich.

Aus diesem Grund haben die Entwickler

das zugrunde liegende und eigentlich unveränderliche

Regelwerk auf dem normalen

Schwierigkeitsgrad so weit gedehnt, dass

der Zufall nur noch eine untergeordnete

Rolle spielt.

Wer die ganze DSA-Lust erleben möchte,

muss sich deshalb an einer wirklich

„Erhelle mich!“ Überstrahlungseffekte

sind nicht immer vorteilhaft eingesetzt.

kniffligen Herausforderung versuchen. Tragischerweise

unterläuft Blackguards dabei

einer der größten Schnitzer in Gruppenrollenspielen:

Habt Ihr Euch eingangs bei der

Charaktererstellung nicht für einen Bogenschützen

entschieden, werdet Ihr diesen in

den ersten Spielstunden schmerzlich vermissen.

Denn die ersten beiden Begleiter

sind unabhängig von Eurer Wahl ein Nahkämpfer

und ein Magier. Zudem scheint es

in der Natur von Rollenspielen zu liegen,

dass diese zu Beginn nur wenig patente

Helden stellen. Erst in den späteren Kapiteln

der Haupthandlung werdet Ihr die volle

taktische und ungemein unterhaltsame

Tiefe des DSA-Regelwerkes zu schätzen

lernen. Das mag rollenspielevolutionär logisch

sein, sorgt jedoch dafür, dass Ihr in

den ersten Spielstunden beinahe ausschließlich

mit Wuchtschlägen Schädel

spaltet. Das ist besonders für Einsteiger

nicht gerade transparent.

Amiga- und PC-Spieler des letzten Jahrtausends

denken bei Das Schwarze Auge sogleich

an die Nordlandtrilogie. Von 1992 bis 1996

veröffentlichte das deutsche Entwicklerstudio

Attic mit Schicksalsklinge, Sternenschweif

und Schatten über Riva drei waschechte Rollenspielklassiker,

zumindest für uns Deutsche.

Denn international konnten die technisch

rückständigen, schwer zugänglichen, teils mit

Zeitbeschränkungen und ohne jegliche Hilfestellungen

daherkommenden Titel nur wenig

überzeugen. Grund hierfür war die akribische

Umsetzung der Pen&Paper-Vorlage. Allein die

händische Erstellung einer sechsköpfigen Heldengruppe

konnte im mitgelieferten Charakter-Editor

über Stunden beschäftigen. Dafür

belohnte die Nordlandtrilogie ausdauernde

Spieler mit fantastischen Geschichten, optionalen

Ereignissen und der Möglichkeit, ein

erst mal lieb gewonnenes Trüppchen von einem

Teil zum nächsten mitzunehmen.

Ende der 2000er-Jahre lieferte Radon Labs mit

Drakensang und Drakensang: Am Fluss der

Zeit zwei PC-Rollenspiele im DSA-Universum.

Vor allem die – freilich pausierbaren – Echtzeit-Kämpfe

peppten die Scharmützel gegenüber

der trägen Rundengefechte der Nordlandtrilogie

auf. Geschichtlich können die Titel

überzeugen, sie orientieren sich an der offiziellen

P&P-Kampagne Drachenchronik.

Zwar erstellt Ihr

zu Beginn nur einen

einzigen eigenen

Helden. Wer

spricht, entscheidet

dennoch Ihr.

57


Das schwarze auge: BlackguarDs TesT

Vorlage für die Anmeldung des neuen Personalausweises:

Name, Geschlecht, Foto und Beruf.

Es ist eine Falle!

Dass trotz all dieser Startschwierigkeiten

Daedalic ein glückliches Händchen bei der

Umsetzung des DSA-Kampfsystems bewiesen

hat, verdankt Blackguards der hervorragenden

Umgebungsgestaltung. Kein

Kampfareal gleicht dem anderen. Zudem

bietet beinahe jeder Schauplatz einzigartige

interaktive Objekte und Fallen, die – richtig

eingesetzt – selbst eine verloren geglaubte

Schlacht noch zum Guten wenden können.

Wenn Ihr Kopfgeldjäger in Teergruben lockt,

nur um diese anschließend mit einem Feuerball

zu entzünden, oder wild gewordene

Achaz-Echsen in die direkte Schussbahn

eines Felsen schleudernden Drachens

trickst, dann zeigt sich die wahre Qualität

der Rundentaktik. Von Beginn an peppen

die Entwickler gefühlt jeden zweiten Kampf

mit einer dieser Eigenheiten auf. Von Wildtierüberfällen

über Arenakämpfe bis hin zu

mehrstufigen Belagerungsschlachten wird

jedes potenziell spannende Szenario für die

Rundengefechte mitgenommen.

Für zusätzliche Herausforderungen sorgen

Zeitbegrenzungen. Nicht solche, die

Euch nur wenige Sekunden lassen, um panisch,

wie vom Karfunkelwurm gebissen,

den richtigen Knopf zu drücken, sondern

eine vorgegebene Rundenanzahl, in der Ihr

bestimmte Ziele erreichen müsst. Das

sorgt für anspornenden Erfolgsdruck, wo

Zeitdruck völlig deplatziert wäre. Und

selbst bei Nichtgelingen ist Eure Reise

nicht zu Ende – sie wird lediglich etwas

58

Dungeon-Karte: Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!

Nah an der Vorlage, aber mit Einschränkungen

bei der Charakterentwicklung

versucht Blackguards

den Kompromiss aus Zugänglichkeit

und Vorlagentreue.

Jenga für Taktiker: Am Ende fällt eh alles zusammen.

Ein typischer Charakterbogen, der Werte

und Fähigkeiten Eurer Helden aufzeigt.


TesT Das schwarze auge: BlackguarDs

Ein Beispiel für den Weichzeichner, der manchem

französischen Kunstfim zur Ehre gereichen würde.

Raus mit der Belohnung,

heißt es nach

jedem bestandenen

Kampf in Blackguards.

freudloser und mit der Schmach des Versagens

weitergehen.

Taktische Übersicht ist Trumpf in Blackguards. Mehr Weichzeichner: Wir sehen, dass wir nix sehen.

Immer wieder werdet Ihr Eurer Habe beraubt und

müsst erneut mit der Grundausstattung beginnen.

Echsen-Belagerung! Wir sollen die Flucht der immer

wieder nachrückenden Fischer gewährleisten.

Stadtleben

Zwischen den Kämpfen rastet Euer Grüppchen

am gefahrlosen Wegesrand oder

haut sich in einer der städtischen Herbergen

aufs Ohr. Das gelingt mit nur wenigen

Klicks, denn eine frei begehbare Welt samt

zeitraubenden Fußmärschen gibt es nicht.

Stattdessen gilt die Devise: Weniger ist

mehr. Und so beschränkt sich die Reise

ausschließlich auf eine Übersichtskarte,

auf der Ihr durch Haupt- und Nebenmissionen

freigeschaltete Ortschaften auswählen

und damit automatisch bereisen dürft. Das

mag zuerst befremdlich wirken, rückt dafür

aber das eigentliche Verkaufsargument von

Blackguards stärker in den Fokus. Schließlich

seid Ihr angetreten, um taktische Kämpfe

auszufechten, nicht um columbusgleich

in längst bewohnten Landstrichen auf Entdeckungsreise

zu gehen.

Die gleiche Beschränkung aufs Wesentliche

kommt auch in den Städten selbst

zum Tragen. Auf statischen, dafür stets

einzigartigen 3D-Ausschnitten wird Euch eine

stark reduzierte Stadtansicht präsentiert.

Wichtige Interaktionsmöglichkeiten

wie Händler, Auftraggeber und geschwätziges

Fußvolk sind mit unübersehbaren Symbolen

markiert, sodass Ihr wirklich keine

Zeit mit unwichtigen Stadtrundgängen vergeuden

könnt. Ist das für ein Rollenspiel

schade? Ja, sicher. Stört aber diese eher

59


Das schwarze auge: BlackguarDs TesT

Die Charaktere kommen im typischen Stil

der Fantasy-Welt Das Schwarze Auge daher.

Wenn’s gegen riesige Gegner geht, ist es

nicht immer ratsam, Schläge einzustecken.

zurückgenommene Präsentation der Spielwelt

in einem Taktik-Rollenspiel? Eigentlich

nicht. Nur gelegentlich, wenn Ihr auf unansehnlichen

Dungeon-Übersichten, die aus

dem letzten Jahrtausend zu stammen

scheinen, von einem Höhlenabschnitt zum

nächsten voranschreiten müsst, wünscht

man dem verantwortlichen Designer zur

Strafe einen ausdauernden Darmfraisch.

Wir sind vogelfrei

Doch keine Bange, abseits der Kämpfe werdet

Ihr nicht völlig die Lust am Spiel verlieren.

Dafür sorgen Eure stets gesprächigen

Begleiter. Diese schalten sich immer wieder

in Dialoge mit Auftraggebern und Handelspartnern

ein, wenn Ihr es denn wünscht.

Denn es liegt ganz bei Euch, ob ein Charakter

auch zu Wort kommen soll. Dass Ihr

es dabei mit einer Bande Brandstifter, Ehebrecher

und Drogensüchtiger zu tun habt,

kommt allerdings nur selten durch. Eine

wirklich düstere Stimmung, wie sie dieser

unübliche Ausflug in die Schurkenwelt

Aventuriens anpreist, versprühen die oft

sarkastischen, sicher nicht freundlichsten

Zeitgenossen gemeinhin nicht. Irgendwie

können einem selbst Schwarzhexen und

Giftpanscher ans Herz wachsen, wenn man

nervenaufreibende Schlachten mit ihnen

durchsteht. Und schließlich liegt es mehrheitlich

bei Euch, inwieweit Ihr den Gelüsten

Eurer Begleiter nachgebt.

Immer wieder werdet Ihr vor Entscheidungen

gestellt, die den Fortgang von Nebenmissionen,

aber auch der Haupthandlung

bestimmen. Lasst Ihr einen einmal

gestellten Bluthund ziehen oder werdet Ihr

zum skrupellosen Mörder? Gibt es Almosen

für die Armen, um die Gunst der Zwölf

zu gewinnen, oder nur einen Fußtritt? Und

wie ging eigentlich die Geschichte mit den

Zwillingen aus, die sich gegenseitig des

Identitätsklaus bezichtigten und den Tod

des jeweils anderen forderten? Immer wieder

werdet Ihr vor derlei Entscheidungen

stehen, die vielleicht nicht über das Schicksal

der Welt entscheiden mögen, aber eindeutig

Euren Weg zeichnen werden. Doch

das Wichtigste wartet bis zum Schluss:

Warum werdet Ihr eigentlich des Mordes

bezichtigt und welche Rolle spielt Eure im

Dunkeln liegende Vergangenheit?

Kompromissbereitschaft

Damit Euer Grüppchen am Ende der rund

35 Stunden dauernden Geschichte nicht

wie kleine Schulbuben und -mädels dastehen,

gibt es für jedes gewonnene Scharmützel

Abenteuerpunkte. Diese dürft Ihr

ganz nach Euren Vorlieben verwenden, um

Grundwerte, besondere Talente sowie Zauber

und Waffenhandhabung oder Spezialfertigkeiten

der Helden aufzuwerten. Einziges

Manko: Die Auswahl an Zaubern ist

gegenüber der Vorlage arg eingeschränkt

Der Weichzeichner ist auch in Cutscenes zu sehen.

Die Gesichte von Blackguards ist recht typische

Fantasy-Kost – wer das mag, dem wird’s gefallen.

60


TesT Das schwarze auge: BlackguarDs

RPG-WeRtunG

DSA: Blackguards

Stand/Version: 24012014

Anbieter: EuroVideo

Termin/USK: Erhältlich / ab 12 freigegeben

Kosten: ca 40 Euro

Web: wwwblackguards-gamecom/de

Ausrichtung

Action IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Taktik

Gewaltfrei IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Brutal

Einfach IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Komplex

Linear IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Offen

Viel Zufall IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Kein Zufall

Kampf IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Dialoge

test-kRiteRien

und wie so vieles in Blackguards ein Kompromiss

aus getreuer Regelwerk-Adaption

und Anpassung für ein größeres Zielpublikum.

Bei dieser Gratwanderung beweisen

die Entwickler nicht immer ein glückliches

Händchen. Zu klischeehaft sind die Erzählstruktur

und deren Verlauf – das passt für

ein DSA-Abenteuer, Rollenspiele der vergangenen

Jahre haben aber die Entwicklung

durchlaufen, sich von den Genrestandards

zu lösen. Zudem kommt die angepriesene

Dynamik unter den fest vorgegebenen Begleitern

nicht recht zum Tragen. Klar, mal

gibt’s energische Dialoge zwischen den Halunken,

diese haben aber keinerlei Auswirkungen

auf die Kampfmoral und Kooperationsbereitschaft

wie seinerzeit in Jagged

Alliance. Das mag dem zugrunde liegenden

Regelwerk geschuldet sein, ist aber umso

enttäuschender, da sich die Entwickler

nicht zu schade waren, umfangreiche Modifikationen

am mittleren Schwierigkeitsgrad

Düster: Was hier

passiert ist, gehört

zu den Geheimnissen,

die Ihr in DSA:

Blackguards lüftet.

vorzunehmen. Diese gehen nicht weit genug,

um das erprobte, aber letztendlich

doch statische DSA-Kampfsystem wirklich

aufzupeppen, und gleichzeitig zu weit, sodass

sich Verfechter der Pen&Paper-Vorlage

vor den Kopf gestoßen fühlen könnten.

Gleiches gilt für den Rollenspielanteil

abseits der Kämpfe. Überzeugte Taktiker

brauchen nicht die Freiheit einer Open-

World- Umgebung, die wollen sich schließlich

in der Schlacht beweisen. Dann hätte

Deadalic aber auch auf die aus ufernden

Ausrüstungsorgien verzichten können, die

nur wenig Mehrwert bringen, dafür umso

mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dann würde

der Rollenspiel-Ausflug der Adventure-Profis

deutlich runder daherkommen.

Aber so ist es manchmal mit dem Kompromiss:

Gibt’s weder Fisch noch Fleisch,

kauen beide Seiten auf Tofu – und der

schmeckt bekanntlich nur bei passender

Zubereitung.

Benjamin matthiesen/aG/sF

„Meth – not even once!“ Hätte diese

etwas blasse Elfe mal darauf gehört.

Präsentation 6

Selbst der stärkste Weichzeichner könnte die Polygonarmut und niedrig

aufgelöste Texturen nicht kaschieren Im Gegenzug gefällt die Synchronisation

Einziges Manko: Für Zwerge fehlt der Schotten-Dialekt

Bedienung 8

Die Menüs fallen spartanisch, dafür aber übersichtlich aus Stadtoptionen

seht Ihr mit einem Blick und das Kreismenü in Kämpfen entpuppt

sich in Kombination mit der Schnellzugriffsleiste als Zeitersparnis

Umfang 9

Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad seht Ihr nach rund 35 Stunden

das Ende der Geschichte samt Nebenmissionen (+5 Stunden, wenn Ihr

Euch ins Charaktersystem einarbeiten wollt)

Spielbalance 7

Kann man ein über Jahrzehnte gewachsenes P&P-System gegen die

Wand fahren? Daedalic hält sich grundsätzlich ans DSA-Regelwerk,

kleine Änderungen könnten für DSA-Fans aber problematisch sein

Rollenspielelemente 10

Die Gruppenzusammenstellung und Individualisierung aller Charaktere

über Talente, Zauber, Spezialisierungen und Ausrüstung folgt klassischem

Taktik-Rollenspiel Fast jede Verbesserung hat ihre Berechtigung

Inszenierung 6

Statische Städteansichten, eine kaum animierte Reisekarte sowie eine

Dungeon-Übersicht aus dem letzten Jahrhundert sprechen nicht unbedingt

für Blackguards Das Hauptaugenmerk liegt auf den Kämpfen

Kampfsystem 9

Die rein rundenbasierten Hexfeld-Kämpfe treiben Taktikern Freudentränen

in die Augen Jeder Angriff will geplant sein, um Parier-Würfelwürfe

abzufangen und Deckungen auszunutzen

Storytelling 7

Vor allem die Nebenmissionen überzeugen Wenn sich etwa Zwillinge

darüber streiten, wer denn nun der Gute sei, und eigenbrötlerische

Zwerge Eure Wege kreuzen, packt Euch die Abenteuerlust

Entscheidungsfreiheit 8

Wollt Ihr die Götter besänftigen oder aufwiegeln? Den Lump in der Straßenrinne

grüßen oder mit einem Fußtritt davonjagen? Schlagt Ihr Euch

auf die eine oder andere Seite des Bauernaufstandes?

Spieltrieb 5

Einmal durchgespielt lohnt der Wiedereinstieg nur bedingt Zu linear

verläuft die Haupthandlung und die Charaktere sind zu gleichförmig

„Daedalics erster Ausflug ins Taktik-Rollenspiel-Genre entpuppt sich als

zweischneidiges Schwert Schade, dass die Präsentation

ohne den erprobten Grafikstil der Adventure-Vorgänger

auskommen muss Die Unity-Engine kaschiert wie gehabt

mäßige Grafikleistung Gelungen en sind dafür die mit Fallen

und kreativen Mechanismen gespickten Kampfarea le le Wer

sich an den DSA-eigenen Zufallsfaktor nicht gewöhnen

will, sollte erst die Demo spielen“

alteRnativen und GesamtWeRtunG

Fire Emblem (nicht bewertet)

Banner Saga (nicht bewertet)

Aarklash Legacy (nicht bewertet)

Benjamin „telkiR“ matthiesen meint

75

61


Might & Magic X: Legacy test

Lord Kilburn kann uns zum Großmeister mit dem

Schild ausbilden und erteilt zudem Aufträge.

Might & Magic X: Legacy

Der vor gut zehn Jahren erschienene letzte Teil der uralten Rollenspielserie Might & Magic

versuchte modern zu sein, Legacy hingegen setzt voll auf den Retro-Charme.

Mit dem 2012 erschienenen Legend

of Grimrock feierte das

Spielprinzip „Dungeon Crawler“

ein regelrechtes Comeback: Mit einer Heldengruppe

kämpft man sich dabei durch

anspruchsvoll gestaltete Dungeon-Levels,

verprügelt Monster, sammelt Erfahrungspunkte

und verbessert seine Charaktere.

62

Might & Magic X: Legacy reiht sich da nahtlos

ein, bietet aber zusätzlich zu den unterirdischen

Dungeons und Verliesen auch eine

komplett begehbare Oberwelt – ganz genau

so, wie es schon in den Vorgängern der

Fall war. Mit 90°-Drehungen und Schritt für

Schritt zieht Ihr durch die aus einzelnen Kacheln

bestehende Halbinsel Agyn und könnt

Die Grafik versprüht charmanten Retro-Charme,

ist aber in vielerlie Hinsicht nicht mehr zeitgemäß.

Euch mit einer frei beweglichen Mauskamera

umschauen.

Im Retro-Look

Optisch gibt sich Legacy recht farbenroh.

Menüs, Charakterbögen und -zeichnungen,

sowie NPC-Figuren versprühen eine schöne,

altmodische Atmosphäre. Wer will,

kann sogar einen Pixelfilter über die Spielgrafik

legen lassen und das Retro-Ambiente

verstärken. Großen Wert haben die Entwickler

auf die Bedienbarkeit des Spiels

gelegt. So lassen sich optional die klassischen

Pfeiltasten für die Bewegung der

Figuren aktivieren, Treffer- und Schadenswerte

ein- oder ausblenden. Auf der Umgebungskarte

lassen sich eigene Notizen

vermerken. Das Ganze wirkt durchdacht

und ermöglicht es so alten Hasen wie

auch Neulingen, die für sich jeweils optimale

Einstellung zu finden.

Abstriche muss man hingegen bei der

eingesetzten 3D-Grafik hinnehmen. Gerade

im Hinblick auf den Detailgrad von Objekten

darf man keine topmodernde Grafikpracht

erwarten. Auch die Animationen der


TesT Might & Magic X: Legacy

EntwicklErgEspräcH zu

dEn aktuEllEn MackEn

Heute hatten wir neben dem eigentlichen

Testen auch die Gelegenheit, mit Stephan

Winter, dem Geschäftsführer von Limbic

Entertainment am Telefon über die anstehende

Patches zu sprechen. Diese Informationen

geben wir natürlich gerne umgehend

an euch weiter:

Figuren wirken mitunter holprig. Dafür gibt

es nette Licht- und Zaubereffekte zu sehen.

Deutlich hübscher als die großen Außenareale

sind die Dungeons oder auch

die verschiedenen NPC-Gebäude (Händler,

Taverne, Schmiede etc.). Der Sound ist gut

gelungen – in den Verliesen hört man

Wispern, Rascheln oder Details wie die

knarzenden Lederrüstungen der Gegner.

Sprachausgabe ist hauptsächlich in

Form einer Erzählerin vorhanden, welche

die Ereignisse der Hauptgeschichte vorträgt.

NPCs und die Heldencharaktere geben

hin und wieder Kommentare von sich

– in englischer Sprache. Eine deutsche

Vertonung ist nicht vorgesehen. Die Texte

im Spiel sind jedoch komplett auf Deutsch

verfügbar und gut geschrieben.

Worum geht’s in Legacy?

Thematisch ist die Fantasywelt von Legacy

ans Geschehen des Strategiespiels

Heroes of Might & Magic angebunden. Die

schlangenartigen Kenshi etwa oder die

Mantikoor-Kreaturen könnten glatt von den

Schlachtfeldern Ashans ins Rollenspiel rüber

gehüpft sein. Damit sich auch Einsteiger

im geschichtlichen Rahmen zurecht finden,

startet Legacy mit einem schön erzählten

Intro. Im Spiel findet Ihr immer wieder

Bücher mit Zeichnungen und gut geschriebenen

Texten zur Geschichte von Ashan

und der Halbinsel Agyn. Das sorgt für einen

stimmigen Hintergrund.

Die in vier Akten erzählte Hauptgeschichte

kommt langsam in Fahrt – die Vierergruppe

Helden will eigentlich nur die sterblichen

Überreste ihres Ausbilders Owen zur Kapelle

der Stadt Karthal bringen. Doch Banditen

und Wegelagerer versperren den Zugang

Die vier Spielercharaktere sammeln Erfahrung,

trainieren Fertigkeiten und steigen Stufen auf.

zur Stadt, obendrein benötigt die örtliche

Miliz im Küstendörfchen Sorpigal Eure Hilfe.

Bewohner sind verschwunden und im

nahe gelegenen Leuchtturm gehen seltsame

Dinge vor sich – klassische Abenteurergeschichten,

die sicher keinen Preis in

Sachen originelle Quests gewinnen. Neben

der eigentlichen Hauptgeschichte findet Ihr

reichlich Nebenquests. So gilt es im zweiten

Akt, einem verdächtigen Lord nachzuspionieren,

was sich nur in der Nacht bewerkstelligen

lässt. Helft einer trauernden

Frau, einen Blumenstrauß an einem Schrein

zu deponieren oder versorgt einen Einwohner

Karthals mit Tee – schöne Ideen, die in

die stimmige Fantasywelt eingliedern.

Eine Klasse für sich

Zum Release sind zwölf spielbare Klassen

im Spiel vorhanden, aufgeteilt nach

vier Völkern. Menschen wählen zwischen

Söldner, Kreuzritter und Freimagier. Elfen

starten als Klingentänzer, Waldläufer oder

Druide. Individuelles Aussehen ist mit je

zwei männlichen und weiblichen Porträts

pro Klasse dünn gesät, dafür sind die Charakterbilder

schön gezeichnet. Die Helden

haben je nach gewählter Klasse Zugriff auf

unterschiedliche Waffengattungen, sieben

Magieschulen sowie Rüstungs- und Kampffähigkeiten.

Pro Stufenaufstieg erhaltet Ihr

vier Fertigkeitspunkte. Die einzelnen Fertigkeiten

sind dabei mehrstufig aufgebaut. Die

Aufwertung erfolgt über den Besuch beim

passenden Ausbilder. Getreu der Might &

Magic-Reihe muss man diese Lehrmeister

in der Welt suchen. Zurücknehmen lassen

sich ausgegebene Fertigkeitspunkte nicht.

Die Gefahr einer Verskillung ist daher immer

gegeben.

Patch-Road

Limbic Entertainment wird innerhalb der

nächsten Wochen zwei größere Patches nachreichen,

die sich um die aktuell noch bestehenden

Probleme kümmern. Dabei ist neben

Bugfixing und Balancing auch vorgesehen,

die Deluxe-Inhalte wie etwa einen Bonus-Dungeon

freizuschalten.

PeRfoRmance

Hier arbeitet das Team schon an einer weiteren

Verbesserung . Der Grund für das teilweise

noch derb vorhandene „Nachlade-Stottern“

liegt im nicht optimieren Memory-Management.

Sprich, wenn man im Gelände ein

neues Kachelset betritt, sollten nicht mehr

benötigte Daten aus dem RAM rausfallen, um

Platz für die neuen Daten zu schaffen. Das

klappt in der großen Außenwelt noch nicht

so , wie es Limbic gerne hätte und soll sich

mit den kommenden Patches bessern.

16:10-auflösungen

Soll gefixt werden - denn aus technischer

Sicht besteht kein Grund, dass diese Auflösungen

nicht unterstützt werden.

gegneRsPawning und

Klassenbalancing:

Bezüglich der aus dem nichts auftauchenden

„Spawnkämpfe“ greift Limbic einen Vorschlag

auf, den auch interne Core-Tester lieferten. Derzeit

ist geplant, die vorhandene Warnanzeige

in Legacy zu nutzen, um dem Spieler Feedback

zu geben, dass er sich gefährlich nahe an möglichen

Gegnern befindet. So kann der Spieler reagieren

und sich beispielsweise besser vorbereiten.

Das hört sich nach einer vernünftigen

Lösung an, denn grundsätzlich sieht die Spielmechanik

einen Teil der Kämpfe so vor, dass der

Spieler überrascht werden soll. Zum Klassenbalancing

werden die kommenden Patches beitragen.

Beispielsweise sind Nahkampf-Charaktere

im Endgame mächtig, wenn die Gruppe

entsprechend geskillt ist. Ein für alle 12 Klassen

perfektes Balancing darf man aber nicht erwarten.

Im Gegenteil, gerade das macht auch einen

Teil des Retro-Aspekts aus, sich selber mit den

Vor- und Nachteilen seiner gewählten Charakterklassen

auseinanderzusetzen.

63


Might & Magic X: Legacy test

Mit diesem Ork halten

wir ein nettes Schwätzchen,

leider ganz ohne

Sprachausgabe.

Die Erkundung der Welt ist ein Hauptbestandteil

des klassischen Rollenspiels.

Wir vermissen Hintergrundgeschichten zu

den Charakteren. Die Truppe hat zwar ein

gemeinsames Ziel, aber woher die Figuren

kommen oder dass gar Interaktion zwischen

den Mitgliedern stattfindet, ist leider nicht

gegeben. Immerhin sprechen NPCs einzelne

Gruppenmitglieder hin und wieder an. So

ist beispielsweise der zwergische Schmied

in Sorpigal erfreut, einem Volksgenossen

in unserer Gruppe etwas über Ereignisse in

der Zwergenheimat zu berichten.

Zusätzlich zu den vier Helden lassen

sich bis zu zwei NPCs anheuern. Diese, als

Mietlinge bezeichnete Charaktere unterstützen

die Gruppe auf vielfältige Weise.

So ermöglicht etwa die Heilerin Alesia, einmal

pro Spieltag ein totes Gruppenmitglied

wieder zu beleben oder kostenlos Lebenskraft

und Mana der gesamten Truppe aufzufüllen.

Ohne diesen Mietling müsstet ihr

64

rasten und Proviant verbrauchen oder gar

einen Tempel aufsuchen. Legacy bietet vieler

solcher klassischen Rollenspieltugenden,

hier und da hätte man aber auch

durchaus einen Schritt weiter gehen können.

So gibt es während einer Rast keine

zufällig generierten Ereignisse. Auch Alchemie

oder Kräuterkunde fehlen.

Kämpfen im Rundentakt

Might & Magic X: Legacy spielt sich in den

ersten beiden Akten recht kampfbetont.

Meistens verbringt man seine Zeit damit,

die in der Welt und in den Dungeons verteilten

Monster und Bösewichte aus den Latschen

zu hauen, um der Geschichte zu folgen.

Die Kämpfe laufen dabei komplett rundenbasiert

ab – damit unterscheidet sich

Legacy vom Echtzeit-Geklicke eines Legend

of Grimrock. Mit zunehmender Spieldauer

Arachnophobiker dürften einen Herzinfarkt erleiden,

gestandene Helden zermatschen das Krabbelvieh.

und erst recht im höheren Schwierigkeitsgrad

spielt Taktik eine wichtige Rolle. So

gilt es etwa, sich günstig zu platzieren. Allerdings

kommt es durchaus vor, dass Gegner

hinter uns oder seitlich aus dem Nichts erscheinen.

Das ist fies und kann schon mal

dafür sorgen, dass die komplette Gruppe

ins Nirwana wandert. Zum Glück ist außerhalb

des Kampfes jederzeit die Möglichkeit

zum Speichern gegeben.

Da die Spielwelt nicht komplett linear

durchgeskriptet ist, passiert es immer wieder,

dass man mit seiner Heldengruppe in

Bereiche vordringt, in denen noch zu starke

Gegner postiert sind. Da nützt dann

auch die beste Taktik nix – da heißt es,

sich eine passende Notiz auf der Karte zu

machen und den bösen Monstern zu einem

späteren Zeitpunkt das Fell über die

Ohren zu ziehen.

Viel klassische Rollenspielkost

Abseits vom Kampfgeschehen streuen

die Entwickler hier und da Schalter- oder

Teleporterrätsel ein. Obendrein bescheren

bestimmte Quests so genannten Segnungen,

mit deren Hilfe man neue Spielgebiete

betreten kann. Überall in der Welt verteilt

finden sich versteckte Truhen oder vergrabene

Schätze, Schreine und Säulen, die einmal

pro Spieltag Buffs spendieren. Selbst

altmodische Texteingabe-Rätsel sind enthalten.

Um beispielsweise eine Truhe öffnen

zu können, muss man ein Rätsel lösen

und das korrekte Lösungswort eintippen.

An einer anderen Stellen möchte ein Kartograph,

dass wir ihm Auskünfte zu bestimmten

Orten geben – Retro-Spaß pur.


TesT Might & Magic X: Legacy

RPG-WeRtunG

Might & Magic X: Legacy

Brat mir einer einen Greif! Unser Zauberer

schießt einen Feuerstrahl auf das Federvieh ab.

Wo es noch klemmt

Was uns an der Testversion am meisten

stört, sind die immensen Ladezeiten, wenn

man einen anderen Levelbereich oder einen

Dungeon betritt. Mit zunehmender Spieldauer

haben wir den Eindruck, dass die Ladezeiten

immer länger werden. Ebenso auffällig

sind teils drastische Einbrüche in der

Framerate, wenn man seine Gruppe über

größere Strecken am Stück bewegt. Wir

hoffen mal, dass der angekündigte Patch

in dieser Hinsicht Verbesserungen bringt.

Beim Stichwort Bugs können wir in Bezug

auf die Testversion nicht völlig Entwarnung

geben. So verhinderte beispielsweise ein

nicht aktiviertes Skript im ersten Akt unser

Fortkommen, was nur dadurch zu beheben

war, mit einem älteren Spielstand fortzufahren.

Auch die eine oder andere Nebenquest

ließ sich nicht beenden. Auch hier soll ein

Patch für Linderung sorgen. Insgesamt störten

die Bugs jedoch bislang nur an wenigen

Stellen, was uns optimistisch stimmt, dass

Limbic es schafft, auch die letzten Stolpersteine

aus dem Weg zu schaffen.

Schauplätze wie etwa der schön gestaltete

Piratenstützpunkt „Die Klippe“ und das

danach folgende Karthal haben mit ihren

Quests dafür gesorgt, dass unsere Charaktere

Stufe 20 hinter sich gelassen haben.

Der Weg dahin war hin und wieder holprig:

Je mehr wir von der frei begehbaren Außenwelt

erkundeten, desto mehr mussten wir

mit erheblichen Performance-Problemen leben.

In den Ortschaften und Dungeons tritt

dieses Phänomen nicht auf.

Bezüglich der Kämpfe merkt man, dass

der Schwierigkeitsgrad zunimmt. Oft treffen

wir auf größere Gegnergruppen, vermehrt

mit Elite-Einheiten und -Monstern

bestückt. Das sorgt dafür, dass wir unsere

Charaktere weiter spezialisieren und mit

besseren Zaubern ausstatten, das ist gut

so. Weniger gut gefällt uns, dass im Spiel

vermehrt unfaire Gegner-Spawns stattfinden,

um es dem Spieler schwerer zu machen.

So tauchen dann schon mal aus

dem Nichts von drei Seiten Widersacher

auf, so dass taktische Bewegung nur noch

bedingt möglich ist. Das mag in der offenen

Welt noch plausibel sein. In Dungeons

allerdings stört es, wenn der Gang hinter

einem, den man gerade gesäubert hat,

plötzlich mit Gegnern versehen ist, nur weil

man eine Tür vor sich geöffnet hat.

Etliche Gefechte endeten so in einer

Try-and-Error-Session, die wiederholt erforderte,

den letzten Spielstand zu laden.

Wenn diese sich dann wie Kaugummi ziehen,

kommt Frust auf. Nach einer rund

zweistündigen Durststrecke wurde es mit

den Kämpfen wieder besser, da wir einige

Levels gutgemacht hatten. Darin liegt auch

die Hauptmotivation im Spiel. Passende

Beförderungsquests machen so aus unserem

Kreuzritter einen Paladin oder verwandeln

unseren Runenpriester in einen Runenfürsten.

Sehr schön sind Locations wie etwa die

Heldenschmiede – in diesem zentral gelegenen

Gebäude lassen sich Scherben der

Elemente benutzen, die Zugang zu weiteren

Gebieten gewähren. So dürfen wir dank

„Shalassas Segen“ auch Flachwasserzonen

betreten und so im Küstenbereich

Wracks plündern.

Stefan WeiSS/aG

Stand/Version: 3012014

Anbieter: Ubisoft

Termin/USK: 2312014 / ab 12

Kosten: 30 € / 0 €/Monat / Kaufdruck: keiner

Web: might-and-magicubicom

Ausrichtung

Action IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Taktik

Gewaltfrei IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Brutal

Einfach IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Komplex

Linear IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Offen

Viel Zufall IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Kein Zufall

Kampf IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Dialoge

teSt-KRiteRien

Präsentation 6

Stimmungsvolle Landschaften und passende Musik, gute Zaubereffekte,

aber hölzerne Animationen Nur englische Sprachausgabe, die sich

zum Teil oft wiederholt

Bedienung 9

Einfache WASD-Steuerung, übersichtliche Charakterbögen und praktisches

Inventar Insgesamt sehr komfortabel zu bedienen, allerdings stören

die langen Ladezeiten

Umfang 10

Große Spielwelt und lange Spielzeit Sehr viele optionale Quests Hoher

Wiederspielwert durch andere Klassen-Kombinationen und alternative

Vorgehensweisen in der offenen Spielwelt

Spielbalance 8

Angemessen schwierige taktische Kämpfe, Tooltips helfen bei so manchem

kniffligem Problem, aber unfaire Gegner-Spawns Einige unausgewogene

Zauberschulen

Rollenspielelemente 9

Mit vier Rassen und zwölf Klassen und etlichen Fertigkeiten eine große

Auswahl Sieben Magieschulen zwingen zur Spezialisierung

Inszenierung 9

Legacy fügt sich in die über 20 Jahre alte Rollenspielserie perfekt ein

Die extrem coole Retro-Atmosphäre zieht RPG-Veteranen in ihren Bann

Stimmungsvolle Spielwelt

Kampfsystem 8

Die rundenbasierten Kämpfe erlauben viele unterschiedliche Taktiken,

die auf den Fähigkeiten der Charaktere aufbauen Meist faire Kämpfe

Noch etwas mehr taktischer Tiefgang wäre cool

Storytelling 7

Abwechlsungsreiche Quests, die nicht immer einen Kampf erfordern

Erst ab dem zweiten Akt wird es spannender Grundsätzlich bleibt die

Hauptgeschichte weniger interessant als einige Nebenaufgaben

Entscheidungsfreiheit 7

Offene Spielwelt, aber der Spieler hat nur selten die Möglichkeit, sich

zwischen zwei oder mehreren Vorgehensweisen in einem Auftrag zu entscheiden

Der Einfluss auf die Spielwelt ist eher gering

Spieltrieb 8

Zahlreiche Arten der Charakterentwicklung und die Überlegung dazu

passender Kampftaktiken macht den Reiz aus Viele coole Rätsel sind

im Spiel, aber Minispiele, Pets und dergelichen fehlen

alteRnativen und GeSamtWeRtunG

Legend of Grimrock 86

Wizardry 7 Unbewertet

Eye of the Beholder Unbewertet

Stefan WeiSS meint

„Es macht mir von vorne bis hinten Spaß, mit meiner

Viererbande durch die Fantasy-Welt zu streifen streifen Die

Charakterentwicklung ist motivierend, zudem gibt es

haufenweise Quests und viel zu entdecken Das denbasierte Kampfsystem ist spannend In techni-

runscher

Hinsicht muss man Abstriche in Kauf nehmen,

dennoch hat das kleine Entwicklerstudio

Limbic ganze Arbeit geleistet“

81

65


TesT Castle storm

Aufbauen, abreißen, verbessern: Im Editor bauen wir unsere Burg auf

und testen sie dann unter Beschuss. Robustheit geht hier vor Schönheit.

Castle Storm

Diese Mischung aus Angry Birds, Tower Defense und Castle Crashers ist in schnellen

Runden zwischendurch extrem spaßig.

EinzElspiElEr-

HErausfordErungEn

Zwar gibt es den meisten Spielspaß im Mehrspieler-Teil

von Castle Storm, doch wer gerne

Jagd auf Erfolge macht und vorzugsweise alles

zu 100 Prozent durchspielt, kommt auch

im Solo-Modus auf seine Kosten. So zerstört

Ihr hier nicht nur gegnerische Burgen, sondern

nehmt auch mal einen Boss aufs Korn

oder müsst Euch mit schwierigem Terrain arrangieren.

In anderen Missionen erreicht Ihr

die Bestwertung nur, wenn Ihr beispielsweise

auf den Einsatz der Balliste verzichtet. Viele

an und für sich einfache Levels werden so

spannender. Wer es lieber gemütlich angehen

lässt, kann diese Ziele zwar ignorieren,

erhält dann aber schlechtere Wertungen.

66

Ein verregneter Nachmittag irgendwann

im Herbst in den frühen 90ern.

In der Glotze läuft nur Müll, das Internet

ist für den Hausgebrauch noch nicht

erfunden und ich bereite meine Spielzeugfestung

auf den Ansturm der Armee meines

Bruders vor. Werte wie Attacke und Lebenspunkte

haben wir für unsere Soldaten

genau festgelegt, Reichweite für Angriffe

und Bewegung in Wattestäbchen-Längen

festgelegt und gemessen. Am Ende gewinnt,

wer die beste Kombination aus Soldaten

zusammengestellt hat. Die Lego-Burg

des Verlierers wird in ihre sämtlichen

Einzelteile zerlegt.

Für erbitterte Rivalen

Rund zwei Jahrzehnte später sind wir beide

längst erwachsen und basteln immer

noch an perfekten Burgen und Truppenzusammenstellungen,

um einander das Leben

schwer zu machen. Nur bauen wir die

Festungen mittlerweile am PC und Wattestäbchen

zum Nachmessen brauchen wir

auch nicht mehr – Castle Storm sei Dank.

Das Spiel kommt mit einem Editor, in dem

man die Burg seiner Träume errichtet. Man

darf beim Bauen die festgelegte Anzahl von

50 Räumen nicht überschreiten und muss

überlegen, wie man den beschränkten

Platz am besten nutzt. Die beiden spielbaren

Fraktionen, Ritter und Wikinger, verfügen

über viele verschiedene Einheiten, die

man nur herbeirufen kann, wenn die Burg

mit der passenden Kaserne ausgestattet

ist. Zusätzlich gibt es Räume, die verschiedene

Werte aller Einheiten wie Stärke oder

Initiative verbessern. Außerdem kann man

Türme und Mauern aufbauen, die zwar keine

direkte Funktion erfüllen, aber einiges an

Feindbeschuss wegstecken. Im Zweifelsfall

verlieren wir lieber einen Turm, der schützend

vor unserer Kaserne steht, als die Kaserne

selbst – denn wenn diese zerstört

wird, produziert sie keine Soldaten mehr.

Es gilt, eine gute Balance aus Kasernen,

Funktionsräumen und Schutzwällen zu

finden. Ist man mit seiner Burg zufrieden,

testet man sie im PvP-Duell oder in der

Kampagne, dann geht’s zurück zum Editor,

um mögliche Schwächen auszubügeln und

freigespielte Upgrades einzubauen. Das

macht tatsächlich saumäßig viel Spaß und

verleiht Castle Storm ungeahnte Spieltiefe.

Wer so gar keinen Bock auf lange Planung

und Feintuning hat, kann aus haufenweise


Castle storm TesT

Strategie-Wertung

Castle Storm

vorgenerierten Festungen wählen und auf

den Editor verzichten. Damit beraubt man

sich aber eines der besten Features.

Burg vs. Burg

Eine Schlacht gewinnt man beispielsweise,

indem man die Feste des Gegners mit

der Balliste zerstört. Gezielt wird per Fadenkreuz,

das man mit Maus oder Gamepad

kontrolliert, auf Knopfdruck feuert man

einen Bolzen ab. Mächtige Geschosse wie

flatulente Schafe, explodierende Gammelschweine

und Granatäpfel befinden sich

ebenfalls in der Waffensammlung, sind aber

mit Abklingzeiten versehen. Trifft man die

gegnerische Burg, nimmt diese Schaden.

Zuerst bröselt eine Wand weg, nach einigen

Treffern verabschiedet sich ein kompletter

Raum, bis nur Schutt übrig ist. Die Waffen

sind teilweise so schräg wie in Worms, die

Zerstörungen erinnern an Angry Birds.

Einfach nur Draufballern hilft bei erfahrenen

Gegnern oft nicht weiter. Nebenher

generiert man Nahrung als Ressource –

wie schnell und wie viel hängt davon ab,

wie man seine Burg auf- und ausbaut. Nahrung

wird verwendet, um Einheiten wie Ritter

und Priester, aber auch coolere Gestalten

wie Greifen und Golems zu produzieren.

Diese hauen Feinden was aufs Dach

und greifen das gegnerische Burgtor an.

Ist das Tor zerstört, gelangen die Soldaten

an eine Flagge im Burghof. Gelingt es einer

Einheit, die Flagge aus der Burg des Gegners

zu stehlen und in die eigene Festung

zu tragen, ist das Spiel vorbei.

Brachial: Die feindliche Burg zerfällt im Hagel unserer Geschosse. Paladine

und ein Golem brechen das Tor auf. Wer schnell spielt, gewinnt.

Gegnerische Truppen schaltet man mit

Zaubersprüchen oder gezielten Schüssen

der Balliste aus. Weniger geübte Schützen

befördern dabei schon mal eigene Truppen

in die ewigen Jagdgründe. Für Notfälle

kann man zudem eine Helden-Einheit herbeirufen,

von Hand steuern und so wie in

einem Actionspiel ganze Armeen dezimieren.

Während man den Helden kontrolliert,

schweigt aber die Balliste. Das Management

von Ressourcen, Einheiten, Fernangriffen

und seinem Helden ist teilweise arg

hektisch und nervenaufreibend, aber auch

verdammt spaßig. Für geschlagene KI-Gegner

gibt es ordentlich Gold, mit dem man

Waffen, Einheiten und Buffs verschiedener

Räume aufleveln kann, für Multiplayer-Siege

gibt’s nur ein warmes Glücksgefühl.

Jeden Cent wert

Castle Storm kostet einen Zehner. Die Kampagnen

nehmen je zwei bis drei Stunden

Zeit in Anspruch; wer scharf auf alle Erfolge

ist, braucht länger. Die KI ist nicht die hellste

und das Spiel verfügt auch nicht über

eine riesige Mehrspieler-Community. Idealerweise

bekriegt man sich mit Freunden

in schnellen Gefechten, die nie länger als

zehn Minuten dauern. Der schräge Humor

gefällt uns super, der Burgeneditor ist großartig

und wer noch knapp vier Euro drauflegt,

erhält zwei DLCs mit weiteren Kampagnen.

Castle Storm unterhält nicht in endlosen

Sitzungen über Monate hinweg, aber

es gibt kostspieligere Titel auf Steam, die

nicht halb so spaßig sind. SaScha penzhorn

Stand: 03012014

Anbieter: Steam

Termin/USK: 29072013 / ab 12

Kosten: 9,99 €

Web: wwwcastlestormgamecom

Ausrichtung

Action IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Taktik

Gewaltfrei IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Brutal

Einfach IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Komplex

Linear IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Offen

Viel Zufall IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Kein Zufall

Kampf IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Dialoge

teSt-kriterien

Präsentation 7

Die Comic-Optik reißt nicht vom Hocker, wirkt aber bunt und fröhlich

Der Soundtrack geht gut ins Ohr Abwechslungsreiche Levels und Hintergrundgrafiken

Bedienung 8

Maussteuerung ist intuitiv, präzise und schnell erlernt Die Steuerung

über ein Gamepad ist möglich, aber nicht berauschend Der Burgeneditor

ist etwas fummelig

Umfang 7

Das erste Durchspielen beider Kampagnen nimmt rund sechs Stunden

in Anspruch, mit DLC kommen zwei weitere Kampagnen hinzu Nicht

riesig, aber für den Preis okay

Spielbalance 8

Ritter und Nordmänner sind praktisch gleich stark Im PvP dürfen beide

Spieler dieselbe Fraktion wählen DLC-Einheiten sind übermächtig und

nicht sehr spaßig

Taktischer Tiefgang 8

Das gezielte Leveln von Waffen, Zaubern und Einheiten, sowie die Auswahl

verschiedener Räume für die eigene Burg ermöglicht zahlreiche

Strategien

Inszenierung 7

Die Story wird in lustigen Zwischensequenzen erzählt Bildschirmtexte

sind deutsch, die kaum vorhandene Sprachausgabe ist teils englisch,

teils Fantasie-Gebrabbel

Kampfsystem 8

In hektischen Echtzeit-Schlachten beschießt man die gegnerische Burg,

produziert Einheiten, steuert eine Heldenfigur und wirkt Zauber Chaotisch,

spannend und nichts für Weicheier

Upgrades & Fortschritte 7

Nur durch das Spielen der Kampagne schaltet man neue Räume, Einheiten

und Features für den Burgeneditor frei und erhält Gold für Aufwertungen

Warum nicht auch per PvP?

Multiplayer 9

Wessen Burg hält am meisten aus, wer hat wortwörtlich Mist gebaut?

Gegen Freunde macht Castle Storm am meisten Spaß, friedlichere Zeitgenossen

spielen kooperativ

Langzeitmotivation 6

Der Solo-Modus ist auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad in wenigen

Stunden durch Wer Erfolge jagt, spielt entsprechend länger Das Spiel

ist eher etwas für Belagerungen zwischendurch

alternativen und geSamtWertung

Orcs Must Die (nicht bewertet)

Plants vs Zombies (nicht bewertet)

Angry Birds (nicht bewertet)

SaScha „berSerkerkitten“ penzhorn meint

„Mit Freunden wird’s taktisch Konzentriere ich mich

auf billige Soldaten samt Heilern und rüste Schutzmauern

sowie Balliste auf? Oder schicke ich Walküren

und Drachen in die Schlacht? Das Wettrüsten

und Anpassen macht Laune Blöd: Upgrades sind

nur im Solo-Modus freizuspielen Der ist nett, mehr

nicht Wer keine Freunde für den Mehrspielermodus

hat, braucht kein Castle Storm“

75

67


WoW: Warlords of draenor

World of Warcraft:

Warlords of draenor

Autor: SuSAnne BrAun

Das Modell der Menschenfrauen, Umhang-Designs, ein

definitiver An- und Ausschalter für PvP ... Wir haben Neuigkeiten

rund um die fünfte WoW-Erweiterung gesammelt.

„Charakter-highlights

wie köCher kommen ins

spiel – wir können nur

noCh niCht sagen wann.

Chris G. Robinson (@artofcgrobinson), Senior Art Director, viaTwitter über optische Helden-Extras

68


WoW: Warlords of draenor

Beta

Die Draenor-Beta hat noch

nicht begonnen, Ihr könnt

Euch aber über Euren

Battle.net-Account dafür

anmelden.

Mehr auf Buffed.de

Ob News, Guides, Videos oder Entwickler-Interviews, auf buffed.de findet Ihr auf unserer

Themenseite zu WoW: Warlords of Draenor viele weitere Informationen.

www.buffed.de/WoW

69


WoW: Warlords of draenor VOrschau

Wenn die Entwickler zwitschern ...

Die WoW-Entwickler sind bei Twitter und Facebook aktiv, um Fan-Fragen zu beantworten.

Die Antworten mit einigen neuen Infos zu Warlords of Draenor lest Ihr nachfolgend.

CharaktermoDelle

Die überarbeiteten Charaktermodelle werden

mit Spannung erwartet, ein Update liefert Senior

Art Director Chris Robinson. Auf den neuen

Look der Menschenfrauen reagieren die Fans

weitestgehend positiv. Die Überarbeitung soll

die Damen kriegerischer erscheinen lassen. Hut

ab, da wurde ganze Arbeit geleistet. Und die Designer

toben sich auch bei den Rüstungen für

Eure Recken aus. Insgesamt wird der Look der

Draenor-Kleider barbarischer und primitiver.

Einige Spieler sind ganz besonders scharf auf

die Heldenschuhmode – beziehungsweise auf

Füße. Die werden nämlich wie die Finger vollständig

modelliert. Vor allem Trolle werden in

dieser Hinsicht extrem profitieren. Wenngleich

die Modelle von Worgen und Goblins derzeit

nicht überarbeitet werden, so lohnt sich die Arbeit

der Entwickler dennoch für die haarigen

Gilneer. Denn die menschliche Form der Worgen

wird an das neue Menschenmodell angepasst,

dazu spendieren die Designer der Transformationsanimation

ein Update. Übrigens ist auf lange

Zeit geplant, die Volksreittiere ebenfalls mit

besseren Texturen auszustatten.

Durotan

Thralls Vater wird als einziger

Draenor-Orc den Mumm in den

Knochen haben, den Häuptlingen

der anderen Stämme und der Eisernen

Horde die Stirn zu bieten.

Denn er schließt sich den Frostwölfen

unserer Horde an. Schon in der

Vergangenheit hat Durotan seine

Weitsicht bewiesen, als er seinem

Stamm verbot, vom Dämonenblut

zu trinken. Pech, dass er sich damit

quasi zum Staatsfeind Nummer 1

machte. Er und seine Gefährtin

Draka wurden hinterrücks ermordet,

bevor Durotan sich mit anderen

Orcs zusammenschließen und

der Horde unter der Kontrolle der

Brennenden Legion einen Strich

durch die Azeroth-Eroberungspläne

machen konnte. Spannend

wird in Draenor auf jeden Fall das

Aufeinandertreffen von Durotan

und Sohnemann Thrall!

attribute

Wer nach der Entfernung der Attribute Parieren

und Ausweichen fürchtet, dass sein

Tank zum schnellen Snack für Bosse wird,

kann sich beruhigt zurücklehnen. Stärke-Helden

generieren aus dem Attribut Stärke

auch Parierwertung, die Ausweichwertung

von Beweglichkeitsrecken profitiert

weiterhin von dem Attribut Beweglichkeit.

Sekundärattribute lassen sich sockeln, denn

jedes Zweitattribut wird auf Juwelen zu finden

sein, beispielsweise „Rüstung“ für Tanks.

Allerdings gibt es keine Juwelen mit Tertiärattributen

wie „Spalten“.

Apropos „Spalten“: Das Attribut hebt keine

gegnerkontrollierenden Effekte auf.

Wenn das nicht bequem ist! Und es gibt

noch eine gute Nachricht für die Krieger unter

Euch: Tempowertung hat aktuell für jede

Klasse einen Nutzen, außer für die kriegerischen

Haudraufs in Plattenrüstung. Chadd

Nervig, Technical Game Designer im WoW-

Team, verspricht, dass das Problem mit der

neuen Erweiterung behoben wird.

70


VOrschau WoW: Warlords of draenor

Berufe

Viel zu berichten gibt es über die Berufe

nicht; es steht zu befürchten, dass große Än-

derungen ausbleiben und die Energie der

WoW-Macher für die Entwicklung der Garni-

son und der damit verbundenen Professionsboni

verwendet wird. Schade, denn spannend

oder lohnenswert sind die Heldenberufe

nach fast zehn Jahren WoW immer noch

nicht. Immerhin erwarten Euch kleinere Anpassungen,

wie es sie schon in Pandaria gab.

Kräuterkunde, Bergbau, Schmiedekunst und

Kochen lassen sich immerhin auf Pandaria

leveln; das Sammeln von Ressourcen auf den

alten Kontinenten ist weggefallen. In der

Hinsicht soll auch der Archäologie ein Update

verpasst werden.

Grommash

Garrosh flieht durch die Zeit zu Papa, in eine

Welt, in der die Orcs noch nicht von der Brennenden

Legion verdorben sind. Grom lauscht

den Worten des Zeitreisenden, gründet die Eisernde

Horde und wird deren Chef. Seinen

Machthunger konnte Grom nie gut verbergen,

insbesondere nicht dadurch, dass er der erste

Orc war, der Dämonenblut trank. Immerhin

befreite Grom die Orcs auch vom Blutfluch, indem

er den Dämonen Manno roth zerstörte.

Dessen Blut hatten die Orcs einst geschlürft,

so fielen sie unter seine Kontrolle. Die Schlüsselfigur,

die Grom auf den richtigen Weg

brachte, war Thrall. Richtig dicke werden sie

wohl nicht, zumal Grom voraussichtlich der

Endboss der Erweiterung wird.

Interface

Von besonderem Interesse ist die Spielzeugsammlung,

die künftig für jede Menge Platz

in vielen, aktuell überladenen Heldenrucksäcken

sorgen soll. Bei jedem Spaß-Item entscheiden

die Entwickler individuell, ob es einen

Platz im neuen Interface erhält oder

nicht. Viele Gegenstände, die beim Anlegen

für eine Transformation sorgen, können

künftig aus der Spielzeugsammlung als Zauber

ausgelöst werden. So müsst Ihr beispielsweise

die immer noch sehr beliebte

Täuschungskugel nicht mehr ausrüsten, um

aus Eurem Gnom für fünf Minuten einen

Tauren zu machen. Was aus Quest-Items mit

ulkiger Zusatzfunktion wird, die mancher

Spieler hortet, wollen die Entwickler ebenfalls

von Fall zu Fall entscheiden.

Gu’dan

Der böseste unter den bösen Orcs ist

definitiv Gul’dan. Von der versproche-

nen Hexenmeister-Macht der Brennen-

den Legion verführt, verriet Gul’dan

seinen Meister Ner’zhul und so gut wie

alle Orcs, indem er sie vom Dämonen-

blut trinken ließ. Als heimlicher Chef

hinter den Geschicken der Horde Drae-

nors öffnete Gul’dan mit Medivhs Hilfe

das Dunkle Portal und ließ die Orcs auf

Geheiß der Legion auf Azeroth los. Sei-

ne Gefolgsleute zahlten einen hohen

Preis, als Gul’dan sie opferte, um Todes-

ritter zu erschaffen. Getrieben vom

Hunger nach mehr Macht, wurde

Gul’dan von wahnsinnigen Dämonen

zerfetzt. In Draenor wird er darauf lau-

ern, den Orcs das machtversprechende

Dämonenblut präsentieren zu können.

freIzeItBeschäftIGunGen

Seit Pandaria lässt sich das Endgame von

World of Warcraft nicht nur mit manchmal

endlos erscheinenden Raid- oder Dungeon-Runs,

sondern auch mit Haustierkämpfen

und der Kampfgilde bestreiten.

Solltet Ihr darauf hoffen, Eure liebevoll gepflegten

Pets in Draenor weiterzuleveln,

dann müssen wir Euch enttäuschen. Die

Maximalstufe für Haustiere bleibt bei 25.

Und ob der Kampfgilde schon zum Start der

Erweiterung umfangreiche Updates spendiert

werden, steht noch in den Sternen. Wie

Game Designer Dave Maldonaldo verrät,

gibt es mehr Inhalte für die Kampfgilde, sobald

die Entwickler etwas Zeit für solche Arten

von Nebenbeschäftigungen finden. Das

klingt immerhin nach neuen Solobossen, die

dann halt mit Patches auf die Liveserver

kommen.

Wie wir bereits wissen, können wir in

Draenor nicht mit unseren eigenen Reittieren

fliegen, bis WoW Patch 6.1 erscheint. Im

Rahmen einer umfangreichen Questreihe

verdienen wir uns das Recht, uns in die Lüfte

zu schwingen. Dennoch sind wir selbst ohne

Flattermount in der Lage, Draenor komplett

auf unserer Karte aufzudecken.

71


WoW: Warlords of draenor VOrschau

Vorbestellung

Sobald die digitale Vorbestellung von Warlords

of Draenor möglich ist, könnt Ihr die

virtuellen Goodies in Anspruch nehmen. In

der digitalen Deluxe Edition sind beispielsweise

ein Haustier und ein Flugreittier enthalten,

die vom Look her beide von Rabengott

Anzu inspiriert sind – eine der Gottheiten

der Arakkoa. Vorbesteller dürfen ebenso

schon den kostenlosen Level-Boost eines Helden

auf Stufe 90 nutzen, um bis zur Veröffentlichung

der Erweiterung den geboosteten

Helden etwas besser kennenzulernen.

Apropos Level-Boost: Auf den Testservern

von World of Warcraft lassen die Entwickler

derzeit einen bezahlten Schub auf Stufe 90

testen. Wem ein einziger von 0 auf 90 ge-

buffter Held nicht reicht, der wird künftig

Geld für weitere Boosts ausgeben können.

kargath

Lasst Euch nicht von seinem Aussehen

täuschen: Kargath ist ein hoch angese-

henes Mitglied der Orc-Gemeinschaft.

Der Orc, der sich selbst verstümmelte,

um ein Messer an den Armstumpen zu

schrauben, hatte sich in der Vergangen-

heit vielleicht ein bisschen mehr von

der draenorischen Horde versprochen.

Zumindest mehr als das Dasein als

Haushüter für die Höllenfeuerzitadelle.

Unter Ner’zhuls Gebot blieb Kargath in

Draenor, während die Horde durch

Azeroth wütete und Ner’zhul versuch-

te, Portale in andere Welten zu öffnen.

Als die von Ner’zhul freigesetzte Macht

Draenor in Stücke riss, paktierte Kargath

mit dem Grubenlord Magtheridon,

der die Mitglieder des Klans in

Höllenorcs transformierte. Kurz danach

hieß der neue Boss Illidan.

Dungeons

Instanzen waren in Mists of Pandaria nicht

besonders herausfordernd. Schon schnell

nach Erscheinen der Pandaren-Erweiterung

rauschten die Helden problemlos durch die

Dungeons. Schwerer soll es wieder werden.

Als Beispiel für den Härtegrad Eurer

Draenor-Abenteuer dient den Entwicklern

die heroische Version des Vortexgipfels. Generell

konnten Cataclysm-Dungeons zwar

nicht mit den heroischen Zerschmetterten

Hallen aus The Burning Crusade konkurrieren,

waren aber definitiv eine größere Herausforderung

als Pandarias Instanzen.

gegnerkontrolle

Wenngleich in Warlords of Draenor vielleicht

wirklich große Änderungen an den

Klassen ausbleiben, wird dem einen oder

anderen etwas Gegnerkontrolle abhanden

kommen. Die Entwickler mögen in den Talentbäumen

die Wahlmöglichkeiten zwischen

unterschiedlichen Fähigkeiten zur

Kontrolle. Allerdings auch nur, wenn sich die

Optionen im selben Tier des Klassentalentbaums

befinden. Solltet Ihr aktuell in einem

Talentbereich zwischen DPS-Boost oder Gegnerkontrolle

wählen können, dann ist das in

Warlords of Draenor nicht mehr der Fall. Dazu

werden Gegnerkontroll-Fähigkeiten unter

die Lupe genommen, die Eurer Klasse generell

zur Verfügung stehen.

Community Manager Lore schreibt, dass einige

Skills unangetastet bleiben, während

andere abgeschwächt oder komplett entfernt

werden. Im Zuge dessen passen die Entwickler

die Fertigkeiten zum Brechen von Gegnerkontrolle

ebenfalls an. Vielleicht wird Gegnerkontrolle

in PvE-Inhalten wie Dungeons und

Raids abermals an Wert gewinnen.

kilrogg

Es gehört Mumm dazu, sich selbst ein

Auge herauszureißen, nachdem man

gesehen hat, wie man irgendwann mal

ums Leben kommt. Vielleicht ist Kilrogg

Totauge einfach nur wahnsinnig. Denn

der Orc war nicht nur willig, vom Blut

der Dämonen zu trinken, sondern startete

mit Cho’galls Streitkräften auch

die erste Attacke auf Sturmwind – die

im Desaster endete. Kilrogg überlebte

und versteckte sich in Azeroth, denn

das Dunkle Portal war geschlossen. Als

Teron Blutschatten den Weg nach

Draenor wieder öffnete, trat Kilroggs

Klan in die Dienste Ner’zhuls und beschaffte

dem Schamanen magische Artefakte.

Bevor er eine weitere Ladung

liefern konnte, versagte Kilrogg im Duell

mit Danath Trollbann und hauchte

in Auchindoun sein Leben aus.

72


VOrschau WoW: Warlords of draenor

ModellanPaSSungen

Nicht nur Eure Helden – und mit ihnen alle

NPCs der von den Überarbeitungen betroffenen

Völker – sehen in Warlords of Draenor

anders aus. Die Oger Draenors beispielsweise

sind hochintelligent und Ihr trefft sie in

der Hochzeit ihrer Zivilisation. Entsprechend

sehen die großen Ungetüme nicht so aus

wie in Azeroth. Auch bei den Umhängen

wollen sich die Designer ein bisschen ben, Beispiele dafür seht Ihr im

austo-

Bild.

PvP

Die neue PvP-Insel Ashran wird kein kleines

Schlachtfeld: Das Eiland ist wenigstens so

lang wie das Alteractal und soll zudem breiter

ausfallen, um vielleicht ungeliebten Flaschenhalssituationen

vorzubeugen. Ihr dürft

Euch also ordentlich austoben, irgendwo

muss ja auch Platz für die ganzen Belagerungswaffen

sein! In der draenorischen Zukunft

werdet Ihr Eure Helden zudem nicht

mehr aus Versehen fürs PvP-Spiel markieren

können. Wenn Ihr aktuell einen anderen Charakter

mit PvP-Flag heilt, dann werdet Ihr automatisch

für den Kampf gegen Spieler der

gegnerischen Fraktion markiert. Auch wenn

Ihr das gar nicht wollt. Die WoW-Entwickler

arbeiten an einem System, das beispielsweise

einen Heilzauber eines Nicht-PvP’lers auf einen

PvP-Helden misslingen lässt; Buffs sollten

in der Theorie auch ins Leere gehen. So ist

es Euch auf keinen Fall möglich, Euren Helden

aus Versehen und unvorbereitet für den gegnerischen

Abschuss freizugeben.

Mit Warlords of Draenor kommen weitere

Anpassungen an der Abhärtungswertung,

und die fallen abermals größer aus. Schon

im Rahmen von Mists of Pandaria haben die

Entwickler die Grundabhärtungswertung

eingeführt, um Späteinsteigern im PvP die

Möglichkeit zu geben, gegen vollständig

ausgerüstete Gegner zu bestehen. Wirklich

glücklich sind die Entwickler mit dieser Lösung

nicht; sie planen den Grundwert der

Abhärtung zu senken oder gar komplett zu

entfernen. Die Betatests dürften für PvP-

Fans interessant werden.

„Der

Golfplatz

bei Gallywix’

lustschloss sollte

mit exploDierenDen

bällen spielbar sein

– wäre toll, Das

noch einmal aufzuGreifen.“

Dave Maldonado, Game

Designer

SchwarzfauSt

Sonderlich helle war Schwarzfaust

nie. Was dem Orc aber an Grips

fehlte, machte er mit seinem Ego,

seiner Kampflust und seinen brillanten

Kriegstaktiken wieder wett.

Gul’dan setzte den einfach zu manipulierenden

Schwarzfaust als

Chef der Horde ein. Schwarzfaust

war von Gul’dan so angetan, dass

er dem Hexenmeister seine Schamanen

brachte, damit er sie in den

dunklen Künsten unterrichtete.

Selbst seine eigene Familie war ihm

nicht heilig. Schwarzfausts taktisches

Geschick sorgte für den Sieg

der Horde im Ersten Krieg. Gerettet

hat das den Orc aber nicht, er wurde

von seinem Leutnant Orgrim

Schicksalshammer erschlagen.

ner’zhul

Ner’zhul hatte nur das Wohl der Klans

im Sinn. Meistens zumindest. Von Le-

gion-Chef Kil’jaeden getäuscht brach-

te Ner’zhul die Orcs dazu, die Draenei

zu überrennen. Ner’zhul kam Kil’jae-

dens Plan auf die Spur, doch verlor

seinen Posten als Orc-Boss und friste-

te ein Schattendasein. Deswegen hör-

te ihm auch kaum jemand zu, als er

vor dem Dämonenblut warnte. Nach

Gul’dans Tod versuchte Ner’zhul die

versprengten Klans wieder zu einen,

doch er verlor über seinen Macht-

hunger das Ziel aus den Augen. Er

öffnete Portale in andere Welten

und überließ die Klans ihrem Schicksal.

Pech für Ner’zhul, dass er bei seinen

Reisen durch andere Sphären in

Kil’jaedens Arme lief. Der nahm ihn

gefangen, folterte ihn und machte

ihn zum Lich König.

73


HeartHstone

Hearthstone:

Heroes of Warcraft

Autor: DAviD BergmAnn

Blizzards erstes Free2Play-Spiel ist in der offenen Testphase

angekommen. Wir prüfen, wie viel Spaß Hearthstone

macht, und geben Tipps für einen guten Einstieg.

74


Open

beta

Hearthstone ist inzwischen

ohne Beta-Einladung spielbar.

Ladet einfach den

Client herunter und

legt los.

HeartHstone

„putzig. immun

gegen magie.

pinkelt nicht

auf den teppich.

das perfekte

haustier!“

Beschreibungstext zur beliebten Karte „Feendrache“

Inhalt: hearthstOne – herOes Of Warcraft

76 TesT

Wie schlägt sich Hearthstone im Vergleich

zu prominenten Konkurrenten wie zum

Beispiel Magic – The Gathering? Wie fair

ist das Free2Play-Modell umgesetzt? Wir

haben die Beta-Fassung von Hearthstone

ausführlich gespielt.

80 Tipps

In den vergangenen Ausgaben haben wir

Euch bereits einige Tipps zu bestimmten

Karten-Decks gegeben. Auch die besten

Decks helfen jedoch nicht gegen grundlegende

taktische Fehler. Deshalb gibt es

diesmal Grundlagen-Tipps zur richtigen

Vorgehensweise. Besonders geeignet für

Hearthstone-Neueinsteiger.

Mehr auf buffed.de

84 die daTenbank

Hearthstone ist auch auf unserer Webseite

buffed.de ein wichtiges Thema. Kürzlich

haben wir unsere Hearthstone-Datenbank

in Betrieb genommen. Dort könnt Ihr Karten

nachschlagen, in den Decks anderer

Spieler stöbern oder eigene Karten erstellen!

Wir zeigen Euch, was die Datenbank

alles kann.

Ob News, Guides, Videos oder Entwickler-Interviews, auf buffed.de findet Ihr auf unserer

Themenseite zu Hearthstone viele weitere Informationen.

www.buffed.de/Hearthstone

75


HeartHstone TesT

Ihr seht immer, über welche Spielzüge Euer Gegner

nachdenkt. So werden die Matches nie langweilig.

Warcraft goes Free2Play

Treffen sich ein Horde-Kriegshäuptling, ein Allianz-Königssohn und ein längst verstorbener

Orc-Hexenmeister in einer Kneipe ...

Moment mal! Ein Sammelkartenspiel

zum Warcraft-Universum –

gab es das nicht schon einmal?

Tatsächlich veröffentlichte Blizzard in Kooperation

zunächst mit Upper Deck und

später Cryptozoic ab 2006 das World of

Warcraft Trading Card Game. 2013 wurde

das Kartenspiel allerdings eingestellt.

Nun tritt Hearthstone an seine Stelle, ist

seit Kurzem in der Open Beta für jedermann

spielbar und erwies sich bereits

während der Closed Beta als ausgemachter

Publikumsliebling.

Für die Popularität von Hearthstone

dürfte die von Blizzard-Entwicklern immer

wieder gerne angepriesene Maxime „leicht

zu erlernen, schwer zu meistern“ verantwortlich

sein – die gleichzeitig auch für den

größten Kritikpunkt vieler erfahrener Spieler

sorgt. Hearthstone ist längst nicht so

Ist das Spielfeld auf beiden Seiten gut gefüllt,

werden die Züge mitunter etwas kniffliger.

komplex wie andere Sammelkartenspiele

oder der eigene Quasi-Vorgänger. Hearthstone

ist zwar keinesfalls ein simples

Spiel; vor allem das populäre Magic – The

Gathering spielt in Sachen Komplexität

und taktischer Tiefe jedoch aktuell in einer

anderen Liga.

Magic light

Die Entwickler von Hearthstone werfen einiges

über Bord, was in Sammelkartenspielen

typisch ist. An der grundlegenden Idee

ändert das aber freilich nichts: Ihr stellt

Euch Karten-Decks zusammen, mit denen

Ihr gegen andere Spieler in 1-gegen-1-Duellen

antretet. Über die Karten werden Kreaturen

beschworen oder Zauber gewirkt. Das

denkbar simple Ziel einer Runde Hearthstone:

Es gewinnt, wer mithilfe seiner Karten

zuerst die 30 Lebenspunkte des gegnerischen

Helden auf null bringt.

In den Gefechten wird Hearthstone

zum Strategie-Spiel. Denn Kreaturen (Diener

genannt) und Zauber müssen taktisch

klug eingesetzt werden. Wann ist es besser,

den Gegner zu attackieren, wann sollte

man dessen Diener vom Spielfeld räumen?

76


TesT HeartHstone

Zur tollen Präsentation von Hearthstone gehören

auch die tatsächlich sichtbaren Zauber.

Explosionen werfen Spielsteine in die Luft.

So muss ein digitales Kartenspiel aussehen!

Schaltet man die stärkste feindliche Kreatur

mit der stärksten eigenen aus oder opfert

man mehrere kleine? Züge wollen gut

überlegt sein, denn genretypisch sind die

Möglichkeiten pro Runde limitiert.

Jede Hearthstone-Karte verbraucht

beim Ausspielen Mana; diese Ressource

baut sich im Verlauf einer Partie stetig,

aber langsam auf. In der ersten Runde

steht Euch ein Manapunkt zur Verfügung,

in der zweiten Runde sind es zwei Punkte

und so weiter. Das Maximum ist in der

zehnten Runde erreicht. Während cleveres

Ressourcen-Management in anderen Spielen

schon Teil der taktischen Herausforderung

ist, wird es in Hearthstone zum

Selbstläufer. Das trägt freilich zur Einsteigerfreundlichkeit

bei. Außerdem macht es

Hearthstone-Partien berechenbar. Starke

Kreaturen mit hohen Manakosten kommen

in fast jedem Match zum gleichen Zeitpunkt

ins Spiel, und ohne dass einer der

beiden Kontrahenten einen signifikanten

Vorteil hätte. Das Kräfte-Niveau steigt

kons tant an, Duelle erreichen vergleichsweise

zügig den Höhepunkt. Ein Spiel dauert

selten länger als 20 Minuten und ist

oftmals weitaus schneller entschieden.

Ihr habt gute Karten

Eine weitere Besonderheit: Diener müssen

für Attacken nicht aktiviert werden und der

angreifende Spieler sucht sich seine Ziele

frei aus. So lässt sich im Gegensatz zu vielen

anderen Sammelkartenspielen zum Beispiel

auch der Gegner attackieren, obwohl

dieser Kreaturen ausgespielt hat. Damit es

aber nicht gar zu simpel wird, zieht Hearthstone

genretypisch weiteren Tiefgang aus

speziellen Attributen. „Spott“-Kreaturen etwa

schränken den Gegner ein, da sie das

freie Angreifen unterbinden und zuerst aus

dem Weg geräumt werden müssen. Solche

Effekte wiederum kann zum Beispiel der

Zauberbrecher durch seinen Kampfschrei

entfernen.

Kampfschreie sind spezielle Fähigkeiten,

die beim Ausspielen mancher Karten

ausgelöst werden. Der Voodoodoktor kann

eine Figur heilen, der Ingenieurslehrling erlaubt

das Ziehen einer zusätzlichen Karte,

die Kabaleschattenpriesterin zieht einen

gegnerischen Diener auf ihre Seite. Es gibt

zahlreiche Effekte und mannigfaltige Kombinationsmöglichkeiten.

Euer Gegner spielt

den scheinbar unbesiegbaren Feuerfürsten

Ragnaros aus? Der imposante Diener

kommt mit wuchtigen acht Angriffs- und Lebenspunkten

daher. Er verliert allerdings

schnell seinen Schrecken, wenn zum Beispiel

der Friedensbewahrer seinen Angriffswert

auf 1 heruntersetzt und ihn danach

ein panischer Kodo hinrichtet, der beim

Ausspielen einen feindlichen Diener mit

maximal 2 Angriffspunkten zerstört.

Durch die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten

bleiben Hearthstone-Partien

spannend. Man kann sich nie sicher sein,

was der Gegner als Nächstes ausspielt.

Matches lassen sich schnell umdrehen.

Hearthstone bietet Raum für taktische

Kniffe, trotz des noch kleinen Karten-Vorrats

kippte das Metagame während der Beta-Phase

bereits mehrfach. Hearthstone

spielt sich allerdings auch deutlich zügiger

als manche Konkurrenten. Vor allem weil

Angreifer ihre Attacken selbst bestimmen,

wird aggressives Vorgehen oft belohnt.

Man sollte also Spaß an der Offensive mitbringen.

Free2Play oder

Pay2Win?

Hearthstone ist kostenfrei spielbar und bietet

den obligatorischen Ingame-Shop. Das klingt

naheliegend, schließlich basieren Sammelkartenspiele

ohnehin auf dem Nachkauf von

Karten-Paketen. Ihr könnt derzeit Karten-Pakete

in unterschiedlicher Größe für 2,69 Euro

bis 44,99 Euro kaufen. Auch der Zugang zur

Arena ist für Echtgeld (1,79 Euro) zu haben.

Sowohl Karten-Pakete als auch Arena-Runden

lassen sich jedoch ebenfalls mit der Spielwährung

Gold finanzieren. Fair oder nicht?

Tatsächlich kämpft Hearthstone mit dem

Pay2Win-Vorwurf. Denn wer Geld investiert,

kommt schneller an bessere Karten. Allerdings

bietet Hearthstone mit täglichen

Quests und Arena-Belohnungen mehrere Wege,

um Gold zu verdienen oder Karten zu erspielen.

Zudem sorgt das Matchmaking im

Ranglisten-Modus für ein gesundes Verhältnis

zwischen Siegen und Niederlagen. Wer

vergleichsweise schwache Decks spielt, sollte

nicht auf besser ausgestattete Gegner treffen.

Kürzlich bewies außerdem der Spieler

„Reynad27“, dass gute Decks nicht zwingend

legendäre Karten benötigen. Ohne Echtgeld-Einsatz

erreichte Reynad in fünf Tagen

die höchste Stufe der Rangliste. Sein recht

leicht herzustellendes Deck könnt Ihr Euch

hier anschauen: www.buffed.de/ReynadDeck.

77


HeartHstone TesT

Der ArenA-MoDus

Zusätzlich zum regulären Spielmodus bietet Hearthstone auch die sogenannte Arena. Hier stellt Ihr auf gänzlich andere Art ein Deck zusammen

und müsst mit diesem bestehen. Wir erklären, wie der Arena-Modus funktioniert.

Der Arena-Modus steckt hinter einer Bezahlschranke.

Eine Arena-Runde kostet Euch wahlweise

1,79 Euro oder 150 Gold. Diese Gebühr

erlaubt Euch das Erstellen und Spielen eines

Arena-Decks. Die erste Arena-Runde bekommt

Ihr geschenkt, sobald Ihr alle Helden-Klassen

freigeschaltet habt.

Die erste Besonderheit der Arena im Vergleich

zum Ranglisten-Modus: Ihr habt nicht die freie

Klassen-Wahl. Beim Start jeder Arena-Runde

müsst Ihr Euch für einen von drei zufällig vorgegebenen

Helden entscheiden.

Ähnlich funktioniert das Zusammenstellen der

Karten. 30 Mal werden Euch je drei zufällig ausgewählte

Karten angeboten, von denen Ihr eine

aussucht. Arena-Decks unterscheiden sich

dadurch deutlich von Decks im regulären Modus,

da Synergien schwer zu erzielen sind. Es ist

deutlich wichtiger, wie stark Karten für sich genommen

sind.

Mit Eurem derart zusammengestellten Deck

tretet Ihr dann gegen andere Spieler an, deren

Decks auf die gleiche Weise entstanden. Dadurch

entsteht im Arena-Modus ein besonderer

Nervenkitzel. Hier werden oftmals Karten

genutzt, die im regulären Spiel als zu schwach

bewertet werden. Zudem kann man nie abschätzen,

welche Überraschungen der Gegenspieler

parat hat.

Ihr spielt mit Eurem Arena-Deck, bis Ihr entweder

drei Matches verliert oder 12 Matches gewinnt.

Anschließend erhaltet Ihr Belohnungen.

Wichtig zu beachten: Die Karten, aus denen Eurer

Arena-Deck besteht, werden nicht für den regulären

Modus freigeschaltet. Nach dem Ende

einer Arena-Runde verschwindet auch Euer komplettes

Deck. Lediglich die Belohnungen bleiben

Euch erhalten.

Die Verteilung der Arena-Belohnungen ist

denkbar simpel: Je mehr Siege Ihr sammelt,

desto besser sind die Preise. Fair: Ihr erhaltet

immer (selbst ohne einen einzigen Sieg) ein

Karten-Paket. Weitere mögliche Preise sind

Gold, Arkanstaub oder Einzelkarten.

Klasse Karten

Unterschiedlich spielen sich Hearthstone-Decks

auch, weil man sich bei jedem

Deck für eine von neun Helden-Klassen

entscheidet: Druide, Hexenmeister, Jäger,

Krieger, Magier, Paladin, Priester, Schamane

und Schurke – jeweils repräsentiert durch

eine bekannte Warcraft-Figur. Neben klassenspezifischen

Karten zeichnen sich die

Warcraft-Helden auch jeweils durch eine

Klassenfähigkeit aus, die einmal pro Runde

für zwei Mana aktiviert werden kann. Krieger

Garrosh legt Rüstung an, Druide Malfurion

greift selbst in den Kampf ein, Hexenmeister

Gul’dan dagegen fügt sich zwei

Schadenspunkte zu, zieht dafür aber eine

zusätzliche Karte. Durch die Eigenheiten

empfehlen sich unterschiedliche Klassen

für unterschiedliche Spielweisen. Hexenmeister

sind zum Beispiel für schnelle und

aggressive Stile bestens geeignet.

Den Zugang zu den Heldenklassen

müsst Ihr Euch allerdings erst einmal verdienen.

Wenn Ihr Hearthstone startet,

spielt Ihr euch mit Magierin Jaina Prachtmeer

durch ein knuffig gestaltetes Tutorial.

Kämpfe gegen KI-Gegner vermitteln die

Grundlagen. Nach diesem Einstand schaltet

Ihr die weiteren Klassen im ebenfalls

KI-gestützten Trainings-Modus oder in den

ersten Duellen gegen echte Spieler frei.

Die erspielten Klassen steigen dann durch

Matches in Levels auf. Im Verlauf der ersten

zehn Stufen erspielt Ihr auf diese Art

klassenspezifische Karten, anschließend

könnt Ihr goldene und animierte Fassungen

ausgewählter Karten verdienen. Die

sehen allerdings nur netter aus und bieten

keinerlei spielerische Vorteile.

78


TesT HeartHstone

Apropos Karten: Es wird zwischen Basisund

Profi-Karten unterschieden. Erstere

bekommt Ihr für das Freischalten und Leveln

der Klassen. Letztere müsst Ihr in

Karten-Paketen kaufen, den sogenannten

Booster Packs. Das geht mit echtem Geld

(siehe Extrakasten »Free2Play oder Pay-

2Win?«) oder mit Gold. Die Ingame-Währung

erhaltet Ihr vorrangig durch das Erledigen

täglicher Quests. Bis zu drei Aufgaben

haben in Eurem Questlog Platz und fordern

Euch zum Beispiel dazu heraus, mit einer

bestimmten Klasse zu siegen oder über

mehrere Matches hinweg 100 Schadenspunkte

auszuteilen. Somit gelangt Ihr auch

an neue Karten, wenn Ihr kein Geld ausgeben

möchtet. Überzählige oder ungenutzte

Karten lassen sich entzaubern. Mit dem

so gewonnenen Arkanstaub kann jede Profikarte

gezielt hergestellt werden. Das gilt

sogar für legendäre Karten, für deren Fertigung

allerdings viel Staub benötigt wird.

Explosiv

Viele taktische Möglichkeiten, ein faires Free-

2Play-Modell – Hearthstone macht vieles

richtig, gerade spielerisch aber auch nichts

deutlich besser als die Konkurrenz. In einem

Punkt trumpft Blizzard jedoch ordentlich auf:

bei der Präsentation. Beim Ausspielen von

Dienern werden aus Karten kleine Spielsteine,

die dann in Kämpfen wuchtig aufeinanderprallen.

Je kräftiger eine Attacke ist, desto

stärker wackelt der Bildschirm. Besonders

heftige Attacken sorgen sogar für ein Raunen

aus dem Off – ganz so, als würde man

wirklich in einer Kneipe spielen. Ehrensache,

dass beim Wirken von Feuer- oder Blitz-Zaubern

auch tatsächlich magische Geschosse

In der Kartensammlung stellt

Ihr Eure Decks zusammen.

über den Bildschirm sausen. Überhaupt gelingt

es den Entwicklern vortrefflich, ein Gefühl

für Haptik zu erzeugen. Egal ob beim

Öffnen eines Booster Packs, beim Durchblättern

der eigenen Kartensammlung oder beim

Ausspielen von Kreaturen; es macht einfach

Freude, mit Karten oder Interface-Elementen

zu interagieren. Wenn das Spielfeld beim vernichtenden

Todesstoß bebt und das Porträt

des Gegners explodiert, kommt diebische

Freude auf. Spannend: Man kann den Gegner

bei seinen Spielzügen beobachten. Karten

werden nämlich rot hervorgehoben, wenn

der Gegenspieler sie betrachtet. Unbezahlbar:

Ein richtig gutes Manöver ausführen und

beobachten, wie anschließend die Karten

auf der Hand des Gegners aufleuchten wie

ein Weihnachtsbaum. Die vermeintliche Verzweiflung

zaubert einem schnell ein Grinsen

ins Gesicht ... zumindest bis der Widersacher

unheilsschwanger eine Karte über dem

Spielfeld schweben lässt, die er ausspielen

will. Dann wird aus Selbstgefälligkeit Panik.

Was hat er vor?

An Schadenfreude und Frust kann man

den Gegenüber nur bedingt teilhaben lassen.

Statt freiem Chat gibt es eine Auswahl

vorgegebener Phrasen wie „Hallo“ oder „gut

gespielt“ zum Kommentieren des Geschehens.

Das soll den Umgangston verbessern

und trägt zur Einsteigerfreundlichkeit bei,

auf die Hearthstone konsequent ausgelegt

ist. Der Erfolg gibt den Entwicklern Recht.

Seit dem Start der Beta zählt Hearthstone

zu den populärsten Spielen auf der Streaming-Plattform

Twitch. Ein guter Einstand,

auf dem aufgebaut werden muss. Karten-Erweiterungen,

PvE-Abenteuer und ein Beobachter-Modus

sind bereits angekündigt. DB

Strategie-Wertung

Hearthstone

Stand/Version: 01022014 / 1004482

Anbieter: Activision Blizzard

Termin/USK: 23012014 / ab 0 Jahren

Kosten: 0 €/0 €/Monat/Kaufdruck: mittel

Web: eubattlenet/hearthstone/de

Ausrichtung

Action IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Taktik

Gewaltfrei IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Brutal

Einfach IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Komplex

Linear IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Offen

Viel Zufall IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Kein Zufall

Kampf IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Dialoge

teSt-Kriterien

Präsentation 10

Tolle Musik-Kulisse und Audio-Kommentare der Helden und Diener

Viele grafische Effekte Trotzdem bleibt das Spielgeschehen

stets übersichtlich Der neue Maßstab für digitale Kartenspiele

Bedienung 10

Das Ausspielen von Karten und das Zielen mit Zaubern geht leicht

von der Hand Die Kartensammlung und das Crafting-Menü sind

intuitiv zu bedienen

Umfang 6

Lediglich zwei Spielmodi und eine momentan noch sehr überschaubare

Anzahl an Karten Hier hat Hearthstone für die Zukunft

noch viel Potenzial

Spielbalance 8

Stimmige Balance für den aktuellen Beta-Status – nicht zuletzt

durch einige Patches Einige Klassen sind im kompetitiven Spiel

jedoch noch deutlich schwächer als andere

Rollenspielelemente 8

Verschiedene Heldenklassen motivieren durch Stufenaufstiege und

das Freischalten von Goodies Weitere Klassen und jeweils unterschiedliche

Heldenfiguren sollen folgen

Inszenierung 10

Wenn der Gegner unheilsschwanger durch seine Karten blättert

oder ein kompliziertes Manöver voll aufgeht, steht Hearthstone

echten Kartenspielen nicht nach Toll!

Planung 8

Wer siegen will, braucht ein überlegt zusammengestelltes Deck

und muss clever taktieren Andere Spiele bieten jedoch noch mehr

taktische Möglichkeiten

Ressourcenmanagement 8

Durch das Handwerkssystem lässt sich jede Profi-Karte gezielt herstellen

– außerdem sind überzählige Karten nicht wertlos Dafür

muss man allerdings auf freien Handel verzichten

Spielmodi 7

Hearthstone deckt mit Duellen und dem Arena-Modus die Grundlagen

ab Weitere Spielmodi wie PvE-Abenteuer sind bereits angekündigt

und für Langzeitmotivation auch nötig

KI 8

Die Trainings-KI hilft Einsteigern, unterfordert erfahrene Spieler jedoch

Aber Multiplayer-Matches stehen ohnehin im Vordergrund

aLternativen unD geSamtWertung

Magic 2014 (nicht bewertet)

Solforge (nicht bewertet)

M&M Duel of Champions (nicht bewertet)

DaviD „LaunethiL“ Bergmann meint

„Hearthstone ist freilich nicht das komplexeste digitale

Sammelkartenspiel, aber es ist das schönste schönste

Die Duelle sind grandios inszeniert – Grafik und

Sound erzeugen ein großartiges Spielgefühl Spielgefühl Ich

freue mich auf die Karten-Erweiterungen und die

PvE-Abenteuer“

83

79


HeartHstone TIPPS & GUIDES

Hearthstone: Die Grundlagen

Ihr wollt frisch mit Hearthstone durchstarten oder kämpft mit Startschwierigkeiten? Wir

mischen die Karten neu und geben Euch Tipps zum richtigen Einstieg.

Die Hearthstone-Entwickler folgen für

das Sammelkartenspiel der Blizzard-Maxime

„leicht zu erlernen,

schwer zu meistern“. So simpel Hearthstone

gerade im Vergleich mit so manchem

anderen Genre-Vertreter auch wirken

mag, es gibt taktische Kniffe und Tipps

zum Verdienen von Gold, die nicht auf den

ersten Blick ersichtlich sind. Das gilt besonders

für Spieler, die noch nicht viele Er-

fahrungen mit Sammelkartenspielen ge-

sammelt haben. Wir wollen Euch auf den

folgenden Seiten deshalb einige grundlegende

Tipps für Hearthstone geben.

Wir verzichten dabei in dieser Ausgabe

auf Empfehlungen zu bestimmten Karten

oder Klassen-Decks. Über die wird im Internet

bereits fleißig diskutiert und Ihr findet

Empfehlungen auch in unserer Hearthstone-Datenbank,

die wir Euch ab Seite 80

vorstellen. Allein, das beste Karten-Deck

hilft nicht gegen grundsätzliche Spielfehler,

gegen taktische Missgeschicke oder gegen

Unachtsamkeit. Und genau diese Fehlerquellen

könnt Ihr mithilfe dieser Einsteiger-Tipps

hoffentlich leicht erkennen und

vor allem vermeiden. Außerdem geben wir

Euch in einem Glossar einen Überblick

über gängige Fachbegriffe, die häufig im

Zusammenhang mit Hearthstone verwendet

werden. Wir wünschen Euch viel Erfolg

bei Euren Partien – möge das Herz der Karten

mit Euch sein!

Die Manakurve

In der Manakurve eines Decks wird abgebildet,

wie viele Karten der unterschiedlichen Mana-Bereiche

enthalten sind. Besteht ein Deck größtenteils

aus „teuren“ Karten, ist die Gefahr groß, dass

man in den ersten Runden kaum etwas ausspielen

kann. Behaltet das beim Erstellen neuer Decks

stets im Hinterkopf. Die Manakurve schlüsselt

klar auf, für welche Mana-Bereiche Ihr womöglich

zu viele oder zu wenige Karten

ausgewählt habt.

Lebenspunkte sinD eine ressource

Das Spiel ist verloren, sobald die Trefferpunkte Eures

Helden aufgebraucht sind. Deshalb ist aber

nicht jeder Lebenspunkt mit Gold aufzuwiegen.

Scheut Euch nicht, Extra-Treffer einzustecken,

wenn Ihr absehen könnt, dass Ihr in folgenden Runden

besonders effektiv mit einer Bedrohung aufräumen

könnt. Dies gilt speziell für Kontroll-Decks.

Die leben davon, den Gegner vermeintlich starke

Kombos aufbauen zu lassen, um diese

ihrerseits mit möglichst wenigen

Karten zu zerstören.

80


Tipps & Guides HeartHstone

Kartentexte lesen

Clever entzaubern

In manchen Karten steckt mehr, als

man zunächst vermutet. Oft vernachlässigt wird

etwa die Kraft von Stille-Effekten. Die heben Zusatz-Effekte

auf, inklusive Buffs und Debuffs. So lassen sich auch eigene

Diener mit einem Stille-Effekt aus den Eisgefängnissen

von Magiern befreien. Zusatz-Nutzen bringen auch Karten,

die Dienern Spott verleihen. Versteckt Euer Gegenspieler

einen Diener hinter Spott-Kreaturen, könnt Ihr diesem

Eurerseits Spott verpassen und ihn so attackieren.

Ihr könnt jede Profikarte mit Arkanstaub herstellen,

den Ihr durch das Entzaubern von Karten erhaltet.

Wer besonders effizient sein möchte, sollte

auf Balance-Änderungen achten. Durch einen

Patch angepasste Karten werfen einige Wochen

lang nämlich die Menge an Staub ab, die zu ihrer

Herstellung nötig wäre. Habt Ihr solche Karten,

sind sie in diesem Zeitraum viel wert. Aus dem

gleichen Grund lohnt sich auch das Kaufen

neuer Karten-Packs nach Balance-Updates

ganz besonders.

Habt Geduld

Meist ist es nicht empfehlenswert, Diener auszuspielen,

bei denen klar ist, dass der Gegner sie direkt

abräumt, ohne dabei Federn zu lassen. Muss

der Gegner eigene Diener opfern, kann ein solcher

Zug lohnenswert sein. Aber wenn der Schlagabtausch

garantiert zu Euren Ungunsten ausgeht,

dann verzichtet. Ein solcher Opfer-Diener erspart

Eurem Helden vielleicht einige Schadenspunkte –

langfristig habt Ihr jedoch nichts gewonnen

und vielleicht einen wichtigen

Deck-Bestandteil verschwendet.

entsCHeidend ist auf’m Platz

Hearthstone-Matches werden vor allem durch Präsenz

auf dem Spielfeld entschieden. Wer anfangs eine

Vormachtstellung aufbaut, hat oftmals für den

Rest des Spiels die Oberhand. Der Gegenspieler ist

zum Reagieren verdammt, statt selbst den Ton anzugeben.

Wenn Ihr wiederholt in den ersten Runden

ins Hintertreffen geratet, denkt über zusätzliche

Diener aus niedrigen Mana-Bereichen nach.

Dicke Brummer im Endgame sind toll –

helfen aber nicht, wenn Ihr in Runde 4

die Kontrolle verliert.

81


HeartHstone Tipps & Guides

Kennt eure FeinDe

schnelles GolD

Ihr müsst die Spielweise jedes Decks an Euren jeweiligen

Gegner und dessen Spielweise anpassen.

Besonders wichtig ist die Kenntnis der großen Flächenschadenszauber.

Deren Manakosten sind gute

Indikatoren dafür, in welchen Zügen Ihr nicht zu

viele Diener aufs Feld stellen solltet, damit sie nicht

in einem Rutsch abgeräumt werden. Es geht um

Zauber wie „Prankenhieb“ (4 Mana),

„Flammenstoß“ (7 Mana), „Heilige

Nova“ (5 Mana) oder „Weihe“ (4

Mana).

Besonders für Neueinsteiger spannend: Durch

spezielle Erfolge könnt Ihr bereits früh an ein angenehmes

Gold-Polster kommen, das Euch den

Spieleinstieg erleichtert. Hier eine Übersicht über

die Erfolge:

Spielt alle Klassen frei: 100 Gold

Erreicht mit allen Klassen Level 10: 100 Gold

Besiegt alle Profi-KI-Gegner: 100 Gold

Gewinnt 100 Matches: 300 Gold

sparsam Zaubern

Unser Tipp „Lebenspunkte sind eine Ressource“ gilt

auch für Euren Gegner. Wenn Ihr zum Beispiel viele

Zauber nutzt, erliegt nicht der Versuchung, diese

zum erstbesten Zeitpunkt auf den Gegner zu feuern.

Vielleicht bringt Ihr dessen Lebenspunkte damit

früh unter 20 Punkte. Das nützt aber nichts,

wenn dieser sich danach schützen oder heilen

kann. Dann hättet Ihr die Zauber womöglich besser

gegen Diener eingesetzt und zurückgehalten.

Für reine Aggro-Decks gelten

andere Regeln.

Daerro est, ut re volup

spass am KopFrechnen

tas rerovit harum cus exerovit ut qui il eum voluptas

volore prate perions ectibus amusci sequas

de evendig enducit vel eliquis tiatur? Ur, coreius.

Et eum est cit vel eliquis tiatur? Ur, coreius. Et

eum est cit vel eliquis tiatur?öl äajjsdflkäöj adökj

aökdjf öakjsdf öakjd öfklajsd öflkja sdöfkjaösdkf

jaöksdjf öaskldjf öakjsd föakjsd Url eliquis tiatur?

Ur, coreius. Et eum est cit vel eliquis tiatur?öl äajjsdflkäöj

adökj aökdjf öakjsdf öakjd öfklajsd öflkja

sdöfkjaösdkf jaöksdjf öaskldjf öakjsd

föakjsd Ur, coreius. Et eum est cit vel

... braucht Ihr für Hearthstone vor allem in späteren

Runden. Sobald viele Diener auf dem Spielfeld aufgebaut

sind, nehmt Euch Zeit für Euren Zug. Spielt

den geplanten Ablauf lieber einmal zu oft durch,

statt zwei Diener in falscher Reihenfolge auszuspielen.

Prüft außerdem, ob Ihr genug Schaden aufbringen

könnt, um zu siegen. Immer wieder gibt es dieses

eine Match, bei dem man sich in mühevoller

Planung zurechtlegt, wie man das Feld

säubert – obwohl ein direkter Angriff

ausgereicht hätte.

82


Tipps & Guides HeartHstone

Das Hearthstone-Glossar

Aggro

Dieser Begriff beschreibt einen Deck-Archetypen,

der besonders aggressiv vorgeht. Spieler

von Aggro-Decks wollen Matches schnell für

sich entscheiden und nutzen dafür auch gerne

riskantere Manöver.

BoArd

Das Spielfeld, auf dem Diener platziert werden.

Oftmals ist von „Board Control“ oder „Board

Presence“ die Rede. Beschrieben wird damit,

wie dominant Spieler durch ihre Diener und deren

Stärke auf dem Spielfeld aufgestellt sind.

BuBBle

Die englische Bezeichnung für den „Gottesschild“.

Dieses Attribut verleiht Dienern einen

Schutzschild. Die nächste Attacke auf eine Kreatur

mit „Bubble“ vernichtet den Schild, richtet

aber keinen Schaden am Diener an.

Burn

Mit „Burn“ wird meist Direktschaden bezeichnet,

der an gegnerischen Helden oder Dienern

verursacht wird, ohne dass sich der eigene Held

oder die eigenen Kreaturen in Gefahr begeben

würden. „Burn Down“ ist zudem oft im Zusammenhang

mit Aggro-Decks zu hören, wenn den

Gegnern der Todesstoß versetzt wird.

CAntrip

Cantrip-Karten sind Karten, die sich selbst ersetzen.

Klingt seltsam? Gemeint sind Karten,

die zusätzlich zu etwaigen anderen Effekten

beim Ausspielen dafür sorgen, dass eine weitere

Karte gezogen wird. Ihr habt nach dem Ausspielen

also die gleiche Anzahl an Karten auf

der Hand.

ChArge

Die englische Bezeichnung für „Ansturm“. Dieses

Attribut erlaubt Dienern, noch in der Runde

zu attackieren, in der sie ausgespielt werden.

ComBo

Dieser Begriff bezeichnet ein mögliches Attribut

von Karten der Schurken-Klasse. Die können

nämlich Combo-Effekte auslösen, wenn sie

während eines Zuges im Anschluss an andere

Karten ausgespielt werden. Der Begriff Combo

existiert aber auch im allgemeinen Sammelkarten-Jargon

und steht meist für oftmals extreme

Synergien zwischen Karten. Spieler von Combo-

Decks wollen möglichst schnell die Karten für

ihre angestrebte Kombination ziehen und

durch diese innerhalb eines Zuges das Spiel drehen

oder gewinnen (siehe „OTK“).

Control

Ein weiterer klassischer Deck-Archetyp. Kon troll-

Decks sind meist darauf ausgelegt, auf den

Gegner zu reagieren und ihm seine Züge zu vermasseln.

Richtig aktiv werden Spieler von Kontroll-Decks

meistens erst im späten Spiel, wenn

zum Beispiel einige starke Diener als „Win Conditions“

ausgespielt werden. Ziel ist es, den

Gegner bis zu diesem Zeitpunkt weitestgehend

ausgehungert zu haben.

Curve:

Die Manakurve eines Decks. Auf ihr wird abgebildet,

wie viele Karten der unterschiedlichen

Mana-Bereiche enthalten sind.

Filtering

Dieser Begriff wird im Zusammenhang mit

Hearthstone vergleichsweise selten benutzt –

denn im Gegensatz zu vielen anderen Sammelkartenspielen

gibt es noch nicht viele Zauber,

die in diese Kategorie fallen. Filter-Karten ermöglichen

wie Cantrip-Karten, eine neue Karte

auf die Hand zu ziehen. Allerdings hat man

mehr Kontrolle über den Vorgang, indem man

beispielsweise gezielt nach einem Diener suchen

kann. In Hearthstone ist die Jäger-Fähigkeit

„Fährtenlesen“ ein gutes Beispiel für eine

klassische Filter-Karte.

midrAnge

Eine weitere Bezeichnung für einen Deck-Archetypen,

der dem Kontroll-Archetypen ähnelt. Midrange-Decks

setzen darauf, im Verlauf eines

Spiels Stück für Stück die Oberhand zu gewinnen

und den Gegner so letztendlich zu bezwingen.

mulligAn

Ein Begriff, der nicht nur im Zusammenhang

mit Sammelkartenspielen verwendet wird. Ein

Mulligan ist die Wiederholung einer Aktion. Bei

Hearthstone ist damit das erneute Ziehen einer

oder aller Karten der Starthand gemeint.

otK:

„One Turn Kill“ bezeichnet eine spezielle Art der

Combo-Spielweise. Gemeint ist meistens eine

Karten-Kombination, die in einer Runde tödlichen

Schaden austeilt, selbst wenn zu Beginn

der Runde kein Diener auf dem Spielfeld lag.

ping

Hiermit ist das Austeilen exakt eines Schadenspunktes

gemeint, wenn dieser etwa einen angeschlagenen

Diener tötet oder einen Gottesschild

ausschaltet. Für solche Zwecke möchte man

meistens keine großen Angriffe verwenden.

rAmp

Hiermit ist der schnelle Anstieg von Ressourcen

gemeint. In Hearthstone können derzeit primär

Druiden sogenannte Ramp-Decks konstruieren,

um mit Karten wie „Wildwuchs“ einen Mana-Vorteil

zu erhalten.

SidedeCK

Dieser Begriff wird meist im Zusammenhang

mit Turnieren verwendet. Bei Magic – The Gathering

dürfen Spieler zusätzlich zu ihrem Deck

beispielsweise noch ein „Sidedeck“ einreichen.

Dabei handelt es sich um eine kleine Auswahl

an Karten, die nach einem Match ins Deck gemischt

werden kann, um zum Beispiel dessen

Ausrichtung an einen Gegner anzupassen. Da

Hearthstone im Client derzeit keine Sidedecks

unterstützt, findet das Konzept allerdings aktuell

kaum Anwendung.

tempo

Tempo ist womöglich der komplexeste Begriff

aus der Welt der Sammelkartenspiele. Vereinfacht

gesagt steht Tempo für Mana-Effizienz.

Der Spieler, der mit seinem Mana-Vorrat möglichst

effizient möglichst viele Bedrohungen

aufs Spielfeld bringt oder sich anderweitig Vorteile

verschafft und sich in eine bessere Position

bringt, hat das höhere Tempo. Oftmals gibt der

Spieler mit dem höheren Tempo den Spielverlauf

vor, während das Gegenüber mehr und

mehr reaktiv spielt.

toKen

Mit Tokens sind Diener gemeint, die erst auf

dem Spielfeld entstehen. Die „Wichtelmeisterin“

erzeugt beispielsweise am Ende jeder Runde

einen Wichtel. Diese Wichtel sind Tokens.

topdeCK

Ein Zustand, den man vermeiden möchte. Spielt

ein Spieler „Topdeck“, heißt das: Er hat keine

Karten mehr auf der Hand und muss mit den

Karten auskommen, die er pro Runde zieht. Also

mit jeweils der obersten Karte des Decks.

Win Condition

Dieser Begriff steht für das letzte Puzzlestück einer

Deck-Strategie, für die Siegbedingung. Dies

können zum Beispiel besonders starke Diener

wie Ragnaros oder Ysera sein.

Wipe

Hiermit sind Zauber wie „Flammenstoß“ gemeint,

die durch Flächenschaden das Potenzial

haben, alle gegnerischen Diener zu zerstören.

Der Vorgang wird auch „Board Wipe“ genannt.

83


HeartHstone Datenbank

Die Hearthstone-Daten-

bank auf buffed.de

Auf buffed.de findet Ihr eine Datenbank rund

um Hearthstone. Wir erklären, was Ihr unter

hearthstone.buffed.de anstellen könnt.

Karten-eDitor

Die Suche

Das Kernstück der Datenbank sind natürlich die Hearthstone-Karten selbst. Wenn Ihr auf der Suche

nach bestimmten Karten seid, hilft Euch das Suchfeld auf der Startseite oder das Lupen-Symbol in

der Navigationsleiste. Denn über diese Such-Elemente gelangt Ihr zu Detail-Ansichten für jede Karte.

Dort erfahrt Ihr unter anderem, wie viel Arkanstaub Ihr zum Herstellen der jeweiligen Karte benötigt

– oder wie viel Staub Ihr beim Entzaubern bekommt. Sofern Ihr beim Durchstöbern der Datenbank

mit Eurem buffed-Account eingewählt seid, könnt Ihr Karten außerdem durch einen Klick

auf den entsprechenden Eintrag „Zur Sammlung hinzufügen“. Denn eingewählte Nutzer können in

unserer Datenbank ihre eigene Kartensammlung verwalten und haben so immer im Blick, welche

Karten im Spiel freigeschaltet sind und zur Verfügung stehen.

Euch steht einmal nicht der Sinn danach, Euch

intensiv mit Karten-Theorie oder Deckbau zu

beschäftigen? Dann albert doch einfach etwas

mit unserem Karten-Editor herum. Ihr findet

das Tool über den Menüpunkt „Karten“ in der

Navigationsleiste. Im Editor habt Ihr die freie

Wahl. Ihr könnt aus allen verfügbaren Kar-

ten-Rahmen wählen und

vergebt natürlich auch

Werte für Manakosten,

Angriff und Lebenspunk-

te, wie es Euch gefällt.

Der Clou: Ihr könnt sogar

eigene Bilder einbinden.

Achtet dabei aber auf die

angegebenen Regeln,

verstoßt mit Euren Bil-

dern nicht gegen die

Netiquette und verletzt

nicht die Rechte Dritter.

Der Karten-BrowSer

Ihr seid auf der Suche nach Karten, habt aber

keine bestimmten im Sinn? Ihr wollt Euer Deck

ausbauen und könntet dafür einen Diener im

Bereich zwischen 3 und 5 Mana gut gebrauchen?

Dann nutzt den Karten-Browser. Mit zahlreichen

Filteroptionen ermöglicht Euch der

Browser, schnell zu finden, was Ihr sucht. Ihr

könnt Euch nur klassenspezifische oder neutrale

Karten anzeigen lassen. Ihr könnt nach Karten

mit bestimmten Manakosten suchen oder

Euch nur Karten mit bestimmten Mechaniken

ansehen – falls Ihr zum Beispiel weitere Diener

mit dem Attribut Gottesschild sucht. Tipp: Verwendet

die „Erweiterten Filter“, wenn Ihr die

Suche durch weitere Kriterien einschränken

wollt. Hier könnt Ihr beispielsweise nach Dienern

mit bestimmten Angriffswerten oder nach

Karten aus bestimmten Karten-Sets forschen.

84


Datenbank HeartHstone

Deck-BuilDer

Der Deck-Builder ermöglicht Euch das Zusammenstellen

neuer Decks. Ihr findet das Tool in

der Navigationsleiste unter dem Menüpunkt

„Decks / Builds“. Hier könnt Ihr Euch unter Zuhilfenahme

der aus dem Karten-Browser bekannten

Filter Euer Deck zusammenklicken. Dabei

gelten natürlich die gleichen Regeln wie im

Spiel: Ein gültiges Deck muss aus 30 Karten bestehen,

wobei jede Karte zweimal enthalten

sein darf – legendäre Karten nur einmal. Mit

den Statistiken (zu finden über den gleichnamigen

Reiter) behaltet Ihr den Überblick über Euer

Deck und seht sofort, wenn zum Beispiel die

Manakurve nicht ideal verläuft. Natürlich könnt

Ihr mehrere Decks erstellen, sie abspeichern

und ihnen zum leichteren Auffinden auch Namen

geben. Besonders nützlich ist der Reiter

„Verlinken“, der Euch dabei hilft, anderen Euer

Deck zu zeigen. Hier findet Ihr automatisch generierte

HTML- und BBCode-Links oder könnt

Euch ebenfalls automatisch eine verkürzte URL

ausgeben lassen.

Deck-GuiDes

Noch toller ist’s allerdings, wenn Ihr aus Eurem

Deck gleich einen Deck-Guide macht. Dazu

klickt Ihr in der Übersicht Eurer Decks auf den

Button „Erstelle einen neuen Guide“. Dann landet

Ihr in einem Text-Editor. Durch einen beschreibenden

Text könnt Ihr anderen Spielern

Euer Deck und die korrekte Spielweise näherbringen.

Taktische Hinweise und Ausführungen

zu Euren Gedanken beim Deckbau sind hier äußerst

hilfreich. Denn wenn sich andere Spieler

Eure starke Kartenliste ansehen können, ist das

super – aber wenn Ihr zusätzlich noch etwas

Hilfestellung dazu gebt, wie man das Deck spielen

sollte, ist das noch besser. Sinnvoll wären

hier beispielsweise Hinweise dazu, wie sich das

Deck im frühen, im mittleren und im späten Teil

einer Partie spielt, welche Karten man gegen

welche Klassen am liebsten in der Starthand

hat oder welche der von Euch gewählten selteneren

Karten sich vielleicht auch durch andere

ersetzen lassen. Zur Gestaltung Eures Textes

könnt Ihr unterschiedliche Schriftgrößen nutzen,

Formatierungen verwenden und auch direkt

Karten verlinken.

Obacht!

85

Mehr auf BuffeD.De

So einfach geht's: QR-Code mit Deinem Smartphone einscannen und auf buffed.de die

Hearthstone-Datenbank durchstöbern. Falls Du kein Smartphone hast, findest Du die

Datenbank unter: hearthstone.buffed.de


World of Tanks PaTch 8.10

World of Tanks

Patch 8.10

Autor: AlexAnder Geltenpoth

Über die Nummerierung der Patches lässt sich streiten,

Fakt bleibt, dass Wargaming das Panzer-MMO vorbildlich

weiterentwickelt. Wann kommt der große Patch 9.0?

„Das EntwicklEr-tEam

hat kEinE striktEn

DEaDlinEs. sEinE hauptaufgabE

bEstEht Darin,

nur pErfEkt ausgEarbEitEtE

upDatEs zu

vEröffEntlichEn.“

Victor Kislyi, CEO Wargaming

86


World of Tanks PaTch 8.10

Patch

9.0

Wargaming ist Lizenznehmer

der Havok-Grafikengine

(Half-Life 2), die ab Patch

9.0 die Spielphysik berechnen

soll.

Inhalt: GuIdes zu hearthstone-decks

88 TesT

Patch 8.10 macht einen aktualisierten Test

des Spiels erforderlich, ein neuer Spielmodus,

dutzende neue Fahrzeuge und ein

paar Karten sorgen schließlich für mehr

Abwechslung. Dazu lest Ihr im Kasten, was

Wargaming mit Patch 8.11 und in der ferneren

Zukunft plant.

90 Guide: PanzerunG

Von den dicken Stahlplatten auf Euren

Fahrzeugen merkt Ihr meist wenig, ballert

Ihr aber auf Gegner, prallen immer wieder

Granaten ab? buffed hilft Euch, dieses Detail

der Spielmechanik besser zu verstehen

und zu Eurem Vorteil auszunutzen.

94 sPecial: VicTor Kislyi

Victor Kislyi, Chef und Gründer von Wargaming,

erklärt im exklusiven Interview die

Einstellung und Motivation des rasant gewachsenen

Unternehmens. Das wird auch

die zukünftige Weiterentwicklung von

World of Tanks maßgeblich beeinflussen.

Mehr auf buffed.de

Ob News, Guides, Videos oder Entwickler-Interviews, auf buffed.de findet Ihr auf unserer

Themenseite zu World of Tanks viele weitere Informationen.

www.buffed.de/world-of-tanks/

87


World of Tanks PaTch 8.10 TesT

Auch wenn Wargaming immer wieder Teile der

Optik verbessert hat, Top-Grafik sieht anders aus.

Ordentlich aufgemotzt

Über den Patch-Rhythmus und die integrierten Inhalte kann man wahrlich nicht motzen.

Dabei ist das erst der Anfang!

Wargaming arbeitet mit Hochdruck

an weiteren Verbesserungen und

macht bislang, alle paar Wochen

eine neue Version verfügbar. So hat sich

seit unserem letzten Test viel getan: Das

Spiel wirkt dank einiger hübschen Grafikeffekte

– die überarbeitete Beleuchtung, dynamische

Schatten von Wolken oder den

brandneuen Motion-Blur-Effekt – eine ganze

Ecke realistischer. In den Genuss dieser

Spielereien kommt Ihr natürlich nur, wenn

Euer Rechner auch genug Leistung mitbringt,

alle anderen schalten diese Effekte

ab. Nicht schlimm, viel spannender wird

ohnehin, wie sich die Performance mit der

neuen Grafik-Engine entwickelt, die mit

Patch 9.0 (siehe Kasten „Das kommt in

Zukunft“) integriert werden soll.

Kriegseintritt Japans

Patch 8.10 fügte mit Japan bereits die siebte

Nation ins Spiel ein. Allerdings ist der japanische

Technologiebaum noch schlechter

bestückt als der chinesische: Es gibt nur

eine einzige Linie zu einem mittelschweren

Panzer auf Tier 10. Nur in den unteren Tiers

Patch 9.0: Dank der Havok-Engine werden

deutlich mehr Details der Fahrzeuge sichtbar.

spaltet sich der Baum in einen leichten und

mittelschweren Zweig auf. Daran wird sich

auch so schnell nichts ändern, einfach weil

es an historischen Vorbildern für schwere

japanische Panzer fehlt. Trotzdem sind einige

der Fahrzeuge durchaus spannend,

wie beispielsweise der Chi-Ri auf Tier 7,

der mit seinem Auto-Loader einen guten

Burst-Schaden erzielt. Auch der STB-1 auf

Tier 10 dürfte einige Freunde finden, ähnelt

er doch in vielen Belangen dem deutschen

Leo 1, bietet jedoch eine deutlich bessere

Panzerung! Ähnlich attraktiv sind zwei neue

russische Tier-10-Mediums, die gute Alternativen

zum T-62A darstellen.

Noch mehr Resonanz rief Patch 8.9 mit

der zweiten deutschen Panzerjäger-Linie

hervor. Dessen Spitze bildet der Waffenträger

auf E 100, der nicht nur über einen

drehbaren Turm, sondern auch noch einen

Auto-Loader verfügt und zuverlässig mehr

Schaden in zehn Sekunden anrichtet, als

jedes andere Fahrzeug im Spiel.

Team Battles 7 vs 7

Alternativ zu den Zufallsgefechten kann

sich mit Patch 8.10 jeder Spieler für

Team-Gefechte anmelden. In diesen treten

pro Seite bis zu sieben Spieler gegeneinan-

88


TesT World of Tanks PaTch 8.10

MMO-Wertung

World of Tanks

Stand/Version: 040214 / Patch 810

Anbieter: Wargamingnet

Termin/USK: Erhältlich / ab 12

Kosten: Keine/Kaufdruck: niedrig

Web: wwwworldoftankseu

Ausrichtung

Action IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Taktik

Gewaltfrei IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Brutal

Einfach IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Komplex

Linear IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Offen

Viel Zufall IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Kein Zufall

Kampf IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Dialoge

test-Kriterien

Das kommt in Zukunft

der an. Zur Auswahl stehen maximal Fahrzeuge

des Tiers 8. Jedes Team darf bis zu

42 Tier-Punkte ausgeben. Schnell hat sich

herauskristallisiert, dass fünf Tier-8-Fahrzeuge

und zwei Tier-1-Panzer ideal sind.

Natürlich wären auch sieben Tier-7-Vehikel

möglich. Durch die geringere Anzahl an

Spielern lässt sich die Größe der Karten

viel besser ausnutzen. Da auch komplett

handverlesene Teams gebildet werden können,

sind tiefergehende Taktiken möglich.

Keine Angst, zufällig zusammengewürfelte

Mannschaften treten nicht gegen eingespielte

Profiteams an, sondern treffen nur

auf vergleichbare Gruppen.

Jeder der letzten drei Patches fügte eine

neue Karte ins Spiel ein. Landschaften

und Gebäude in Japan, Russland und den

USA dienten als Vorbild – für reichlich Abwechslung

ist also gesorgt.

Ag

Patch 8.11 bringt einen neuen Spielmodus bei den Zufallsgefechten: Die zwei gegnerischen

Teams werden so zusammengestellt, dass jedes Team nur die Fahrzeuge einer Nation enthält.

Also treten 15 amerikanische, russische, deutsche, britische oder französische Panzer gegen die

Fahrzeuge einer anderen Nation an. China und Japan dürfen (noch) nicht mitmachen, weil die

zugehörigen Technologiebäume nicht alle Panzertypen enthalten. Die Nationengefechte finden

wie die Begegnungsgefechte oder Angriffs- und Verteidigungsgefechte anstelle eines regulären

Zufallsgefechts statt. Wer keine Lust darauf hat, deaktiviert sie einfach in den Optionen.

Weitere inhAlte vOn pAtch 8.11:

Neue Engine

1 neue Karte (halb Stadt, halb Umgebung; Winter)

Überarbeitung von Redshire, Erlenberg, Nordwesten, Highway

Rebalancing der Tier-10-Jagdpanzer

Chatverlauf wird gespeichert

Embleme (und Tarnmuster) lassen sich einlagern

Verwaltung der Besatzung wird vereinfacht

Angriff der Japaner: Viele der mittelschweren Panzer

sind klobig, groß und nur mittelmäßig gepanzert.

Wargaming hat auch schon angekündigt, wie sich das Spiel im Laufe des Jahres weiterentwickeln

wird. Die lizensierte Havok-Grafik-Engine erhöht den Detailgrad erheblich. Dazu kommt

ein realistischeres Physiksystem. So lässt sich beispielsweise durch einen Volltreffer der Turm eines

Panzers absprengen und stellt dann ein Hindernis dar. Ebenfalls für 2014 sind historische

Schlachten! Hier treten etwa eine Handvoll Tiger gegen eine zahlenmäßig weit überlegene

Gruppe T-34 an. Aus Balancing-Gründen sind unterschiedliche Spielerzahlen der beiden Teams

erforderlich. An den historischen Schlachten dürfen selbstverständlich keine Fahrzeuge teilnehmen,

die es nur auf dem Reisbrett gab.

Präsentation 9

Motion-Blur und ein paar weitere Grafikspielereien werten die Optik

geringfügig auf, der Ton blieb aber unverändert Es wird Zeit für

die neue Grafik-Engine

Bedienung 9

In den letzten drei Patches blieb die Bedienung unverändert Das

ist auch gut so! Kleinere Verbesserungen kommen erst in naher

Zukunft

Umfang 10

Ein neuer Spielmodus, weitere Karten und etliche Fahrzeuge – World

of Tanks war schon vorher extrem umfangreich und wird weiter

ausgebaut Sehr geil!

Spielbalance 8

Am Anfang einsteigerfreundlich, dann zieht der Schwierigkeitsgrad

parallel zum durchschnittlichen Können der Spieler an Das

Matchmaking wurde eine Spur verbessert

Rollenspielelemente 8

Erfahrung für Besatzungen, Fahrzeuge werden sukzessive freigespielt

Dazu gibt es Module, Verbesserungen, Lackierungen und

Verbrauchsgüter

Inszenierung 9

Die glaubwürdige Spielwelt, abwechslungsreichen Karten und die

stimmungsvollen Panzerschlachten bieten eine tolle Atmosphäre

Kampfsystem 10

Einfach zu erlernen, unglaublich schwer zu meistern – das ist

World of Tanks Selbst nach 10000 Gefechten lernt man immer

noch dazu!

Wirtschaft 8

Credits verdient man in Gefechten, die man für neue Fahrzeuge,

Reparaturen und Munition ausgibt Bis Tier 9 geht das gut ohne

den Einsatz von echtem Geld

Gruppenspiel 9

Einen Einspielermodus gibt es nicht, es treten immer zwei Teams

mit sieben oder 15 Mitgliedern gegeneinander an Gruppentaktiken

führen zum Sieg

Spieltrieb 10

Panzer sammeln, Medaillen verdienen, die Statistiken der einzelnen

Fahrzeuge verbessern - viel motivierender kann das Beiwerk

nicht sein

AlternAtiven und gesAMtWertung

War Thunder: Ground Forces nnb

Mechwarrior: Online 81

Defiance 77

AlexAnder geltenpOth Meint

„Mir ist egal, wie viele Fahrzeuge ins Spiel integriert

werden Viel cooler sind die Team Battles! Gerade die

limitierte Spielerzahl sorgt für ausgefeiltere Taktiken Taktiken

Und die angekündigten Pläne für das aktuelle Jahr –

historische Missionen und eine bessere Grafik-

Engine – finde ich genial“

90

89


World of Tanks PaTch 8.10 Tipps & Guides

Wann richtet ein schuss schaden am

Feind an, wann nicht? Wer damit häufiger

probleme hat, sollte sich mit diesem

durchaus realistischen Teil der spielmechanik

von World of Tanks befassen – ein

recht komplexes Gebiet, fast schon eine

Wissenschaft für sich. Vom Anfänger auf

Tier 1 bis zum profi auf Tier 10 ist es ein

weiter Weg, in dessem Verlauf es immer

mehr details zu berücksichtigen gilt. der

einstieg ist vergleichsweise einfach, je höher

man in den Tiers aber aufsteigt, desto

komplizierter wird es.

der ging nicht durch!

Auf Tier 1 bis Tier 4 reicht es in der Regel,

die Farbe seines Fadenkreuzes zu beachten,

wenn dieses über dem Gegner

schwebt: Rot bedeutet, dass eure Granate

ziemlich sicher in der panzerung des Gegners

stecken bleiben wird, zumindest wenn

ihr nicht zufällig den anvisierten Fleck verfehlt

und dafür eine schwachstelle in der

Nähe trefft – das passiert aber äußerst

selten. Bei orangenem Zielkreuz ist eure

maximale durchschlagskraft größer als

die nominale Feindpanzerung, es ist also

höchst fragwürdig, ob das Geschoss

nicht einfach abprallt. ein grünes Fadenkreuz

sagt euch schließlich, dass selbst

die minimale durchschlagskraft des eigenen

Geschützes ausreicht, um die nominale

panzerung des Ziels zu durchdringen.

das bedeutet zwar noch nicht sicher, dass

die Murmel auch tatsächlich durchgeht, in

den meisten Fällen führt ein schuss aber

zum erfolg.

Was bedeutet nominale panzerung?

Wie viel schutz eine bestimmte stahlplatte

bietet, ist immer gleich und kann auch

nicht durch eine erfahrene Mannschaft

oder Komponenten erhöht werden. Aber

die wechselnde Farbe des Fadenkreuzes

berücksichtigt leider einen oft entscheidenden

Faktor nicht, nämlich den Aufprallwinkel!

in den unteren Tiers fällt das

noch nicht so ins Gewicht, weil die panzerplatten

der meisten Fahrzeuge senkrecht

nach oben stehen. in den oberen Tiers

hingegen sind die meisten panzerungen

geneigt. Beispiel: die obere Wanne eines

e-50M ist nur 150mm dick. das sollte ei-

Die Formgebung des Panzers entscheidet über

den Aufprallwinkel. Hier hat es der Gegner leicht.

Mysterium Panzerung

Dicke Stahlplatten sollten Euer Fahrzeug schützen, aber häufig merkt Ihr davon nichts und

der Feind durchlöchert Euch? Aber Eure Granaten durschlagen nicht immer die Panzerung

der Gegner? buffed erklärt die komplexe Spielmechanik zu Panzerung und Durchschlag.

ausWirkungen des

aufprallWinkels

Je spitzer der Winkel, in dem eine Granate

auf die Panzerplatte auftrifft, desto geringer

stehen die Chancen, dass es zu einem Durchschlag

kommt. Bildet die Flugbahn der Granate

einen rechten Winkel auf der Panzerung,

spricht man von einem idealen Aufprallwinkel

von 0°. Nur dann entspricht die

nominale Panzerungsstärke auch der effektiven

Panzerung. Bei schlechteren Winkeln

steigt die effektive Panzerung schnell an. Die

unten genannten Prozentwerte berücksichtigen

bereits die Normalisierung von APund

APCR-Granaten von 2°.

Aufprallwinkel Effektive Panzerungsdicke

0° 100%

10° 102%

20° 106%

30° 115%

40° 131%

50° 156%

60° 200%

70° 292%

> 70° AP/APCR prallt ab

> 80° HE prallt ab

90


Tipps & Guides World of Tanks PaTch 8.10

Das Fahrzeug links zeigt nur seine stark gewinkelte Seite.

Rechts hingegen ist ein Durchschlag in der Wanne möglich.

Die leicht angewinkelte Wanne des oberen Fahrzeugs

erhöht seine effektive Frontpanzerung.

gentlich kein problem für Tier-10-Geschütze

darstellen? Tja, die platte ist aber um

60° geneigt, effektiv muss der Gegner also

300mm durchdringen (siehe Kasten „Auswirkungen

des Aufprallwinkels“). und das

schafft kaum eine Kanone!

aufprallwinkel verbessern

ein grünes Fadenkreuz sagt also noch lange

nichts darüber aus, ob man dem Gegner

auch tatsächlich einen schuss durch

den pelz ballern kann. Wie lässt sich der

Aufprallwinkel verbessern? Ganz einfach:

seiten- und Heckpanzerungen sind in der

Regel nicht nur dünner, sondern auch weniger

oder gar nicht geneigt. Wer also den

Feind flankiert, hat leichtes spiel. Oft ist

es auch hilfreich, wenn man eine höhere

oder tiefere position einnimmt. Rollt ein

Gegner gerade über eine Hügelkuppe, entblößt

er dabei nicht nur seine empfindliche

untere Wanne, sondern ermöglicht

auch einen schuss mit einem sehr guten

Aufprallwinkel. Gleiches gilt, wenn ihr auf

einer Anhöhe steht und von oben auf die

sonst fast unverwundbare obere Wanne

des Feindes schießt. Bleibt man beim Beispiel

des e-50M, ändert sich für euch dann

die Neigung der panzerung, etwa von 60°

auf 40°, die effektive panzerung sinkt somit

von 300mm auf knapp 200mm. und

da kommt jeder Tier 10 durch!

eine kleine Hilfe beim Aufprallwinkel

gewährt euch die Normalisierung. Jede

Granate des Typs Ap (und ApCR) verbessert

selbstständig den Aufprallwinkel um

2°. Andere Munitionsarten profitieren nicht

von Normalisierung! ein weiter spezialeffekt

kommt hier eventuell zum Tragen, das

Overmatch: Wenn das Kaliber der Kanone

die nominale panzerung ums das doppelte

übersteigt, erhöht sich die Normalisierung

auf 5,6° und mehr. ist das Kaliber

gar dreimal größer als die dicke der panzerung,

prallt eine Granate auch bei sehr

schlechten Aufprallwinkeln von über 70°

nicht mehr ab.

flankieren unmöglich?

Oftmals kommt der Versuch, einem Gegner

in die seite zu fallen, einem selbstmordkommando

gleich. Was macht man in

so einer situation? Hier gibt es mehrere

Möglichkeiten: ihr könnt schwachstellen

in der Frontpanzerung des Gegners anvisieren.

dazu gehören neben der unteren

Wanne die sehschlitze des Kommandanten

und des Fahrers sowie der drehkranz

des Turms. die kleinen Ziele sowie auch

der spalt zwischen Turm und Wanne sind

aber schwer zu treffen. eure Kanone muss

ausreichend präzise sein, damit dieser

plan aufgeht. Alternativ wählt ihr eine andere

Munitionsart wie He oder Gold-Muni.

ersteres ist kaum effektiv (siehe Kasten

„Ap oder He?“), letzteres nicht gerade elegant

und zudem kostspielig. ein taktischer

Rückzug ist meist besser. stürmt der Feind

dann in die Lücke vor, entblößt er vielleicht

auch eine Flanke …

Wer Feindbeschuss möglichst lange

überstehen will, berücksichtigt alle bislang

genannten punkte ebenfalls, nur eben

mit anderem Vorzeichen. es gilt, den Aufprallwinkel

der Gegner zu verschlechtern.

Auf freiem Feld funktioniert das nur eingeschränkt,

indem ihr die Wanne und (bei einigen

Modellen auch den Turm) eures Fahrzeugs

in einem Winkel von 20° bis 30° zu

den Mündungen der Gegner dreht. schüsse

auf eure seitenpanzerung prallen dann

vermutlich ab, gleichzeitig erhöht sich eure

effektive Frontpanzerung um 6% bis 15%.

das ist nicht viel und wird euch kaum retten,

es sei denn, ihr steuert ein ungetüm

wie die Maus.

harte deckung nutzen

eine viel bessere Wirkung erzielt ihr, wenn

ihr das Anwinkeln eurer panzerung mit harter

deckung kombiniert. selbst ein kleiner

Fels, ein niedriges Mäuerchen oder

ein schutthaufen hilft und schützt bei der

AP oder He?

In den meisten Fällen solltet Ihr die Standardmunition

AP (in einigen Fahrzeugen ist

es APCR) verwenden. Nur wenn es irrelevant

ist, wie viel Schaden Ihr verursacht – weil der

Gegner kaum noch über Strukturpunkte verfügt

oder er Eure Basis schon fast erobert

hat – ist der Griff zur HE-Granate die richtige

Wahl. Wer weiß, dass die Panzerung seines

nächsten Ziels so dünn ist, dass er auch mit

HE durchkommt, der nutzt natürlich auch

HE. Bei Tier-10-Gefechten sind das beispeilsweise

alle Scouts sowie der Turm des Waffenträgers

auf E 100.

Wer mit AP nur Abpraller erzielt, kann mit

HE eventuell etwas Schaden machen. Das

lohnt sich nur selten und die Kosten für die

Granaten übersteigen die zusätzlichen Erlöse.

Da ist es oft besser, gar nicht zu schießen!

Der Schaden einer HE-Granate, welche die

Panzerung nicht durchdringt, berechnet sich

wie folgt: Halber Schaden minus der nominalen

Panzerung des Ziels. Da bleibt nicht

viel übrig. Abgesehen von Artillerie und einigen

Fahrzeugen mit Stummelkanonen setzen

also alle Fahrzeuge auf AP (oder APCR).

91


World of Tanks PaTch 8.10 Tipps & Guides

Links schießt auf die untere Wanne des Gegners,

rechts hat nur den Turm oder obere Wanne im Visier.

richtigen positionierung beispielsweise eure

verwundbare untere Wanne. Wer hinter

einer deckung wie einem Felsblock oder

einer Hausecke hervor spitzt, sollte dabei

nur seine angewinkelte Front entblößen.

die Verknüpfung aus starker panzerung

und schlechtem Aufprallwinkel provoziert

viele Abpraller – zumindest von unerfahrenen

Feinden, die geübten feuern erst gar

nicht! Nachteilig dabei ist, dass ihr nur mit

Fahrzeugen das Feuer erwidern könnt, deren

Turm sehr weit vorne angebracht ist.

Beachtet dabei die Formgebung eures panzers.

Fahrzeuge mit einer Keilfront oder mit

angeschrägten platten zwischen Front und

seite müssen anders agieren.

Zur Not dienen auch die Fahrzeuge

verbündeter spieler sowie Wracks als harte

deckung. Weniger gut eignen sich zerstörbare

Objekte. Mittlerweile muss der

Gegner nicht mal mehr eine Granate verschwenden,

um das Hindernis aus dem

Weg zu räumen. Nein, schon der erste

schuss durchschlägt oftmals das weiche

Ziel und trifft dahinter noch ihr Fahrzeug!

eine weitere zuverlässige Form harter deckung

geben Bodenwellen ab. Bei richtiger

positionierung ist es möglich, ausschließlich

den eigenen Turm kurz zu entblößen,

während man das gesamte Fahrzeug des

Gegners im Visier hat. Aber Vorsicht: Wer

über eine Kuppe rollt, sollte das möglichst

schnell machen, denn wie bereits weiter

oben erklärt, ist man in dieser situation

äußerst verwundbar.

sidescraping

einige Fahrzeugtypen eignen sich gar für

eine unrealistische, aber im spiel sehr effektive

Taktik: An einer Hausecke oder einem

vergleichbaren großen Objekt zeigt ihr

dem Gegner nicht eure Front, sondern die

eigentlich sehr verwundbare seite. Jedoch

winkelt ihr eure seite so stark an, dass es

zu einem extrem ungünstigen Aufprallwinkel

von rund 70° kommt. die Gegner knallen

euch dann vermutlich die Ketten weg,

richten aber ansonsten keinen schaden

an, weil schüsse auf die seite abprallen.

der Verlust der Ketten ist verschmerzbar

und ist sogar ein Zeichen dafür, dass man

es richtig macht!

Wenn der Turm eures Fahrzeugs mittig

oder eher im Heck montiert ist, könnt

ihr gleichzeitig eure Feinde aufs Korn nehmen.

Achtet aber darauf, dass ihr nur den

Turm auf den Gegner ausrichtet, um einen

schuss abzugeben, damit auch euer Aufbau

euren Gegnern nur kurz einen guten

Aufprallwinkel bietet. das funktioniert ausgezeichnet,

vorausgesetzt ihr steht sicher

vor Artillerieschlägen. Letztere können diese

Taktik schnell aushebeln, insbesondere

weil ihr häufig ohne Ketten dasteht.

flankenmanöver abwehren

Gerade schwerfällige schwere panzer oder

panzerjäger werden leicht Opfer eines Flankenmanövers,

wenn sie allein unterwegs

sind und sich nicht im schussfeld verbündeter

einheiten befinden. doch was macht

man, wenn ein mobiler mittelschwerer pan-

Bei einer Keilform der eigenen Wanne darf man nur

bist zur Mitte des Fahrzeugs an der Ecke vorfahren.

Wer weiter vorfährt, riskiert Durchschläge in der oberen

Wanne, die in einem ungünstigen Winkel steht.

92


Tipps & Guides World of Tanks PaTch 8.10

Achtung beim Überqueren steiler Bodenwellen:

Die eigene Kanone zielt dabei nur in den Himmel.

zer überraschend auftaucht und versucht,

in die seite oder das Heck des eigenen

Fahrzeugs zu gelangen? immer effektiv ist

ein gezielter schuss auf die Ketten des Angreifers,

beraubt man ihm doch so seines

größten Vorteils, der überlegenen Mobilität.

Oftmals bleibt aber kaum Zeit für einen

gezielten schuss …

Wer in so einer situation nur den Turm

dreht, hat schon verloren und wird gnadenlos

gezirkelt. Besser ihr nehmt immer auch

die Wanne bei der drehung mit, so lässt

sich das Geschütz deutlich schneller herumreißen.

im idealfall stoßt ihr gleichzeitig

zurück. Auf diese Art und Weise vergrößert

ihr den Kreis, den der Gegner um euch ziehen

muss. unter umständen reicht das,

um die Angriffsstrategie des Feindes zu

vereiteln. Nutzt dabei Hindernisse in der

Nähe aus und verdeckt mit ihnen euer

empfindliches Heck. das führt gleichzeitig

dazu, dass euer Gegner dann eine noch

längere strecke zurücklegen muss, um

wieder in eure Flanke zu gelangen.

durchhalten!

Werdet ihr von mehr als einem Gegner

flankiert, müsst ihr euch für ein Ziel entscheiden.

ihr wählt bevorzugt das aus, das

sich schneller zerstören lässt, oder das,

von dem die größere Gefahr ausgeht. es

gilt, das schadenspotenzial der Gegner

schnell zu verringern. Konzentriert euch

auf alle Fälle auf ein Ziel und verteilt euren

schaden nicht gleichmäßig auf zwei

Gegner. Trotzdem stehen eure Chancen in

so einer situation denkbar schlecht, daran

wird vermutlich auch ein eilig abgesetzter

Hilferuf an das eigene Team nichts ändern.

Nur mit Glück kann etwaige herbeieilende

unterstüzung die Lage noch rechtzeitig retten.

dafür müsst ihr aber etliche sekunden

überleben, was sich meist als äußerst

schwierig gestaltet.

entzieht euch möglichst lange der umklammerung,

beispielsweise indem ihr

rückwärts fahrt. Könnt ihr einem der Angreifer

die Ketten abschießen, verschafft

das euch einige wertvolle sekunden. Wer

es radikaler mag, versucht eins der Ziele

zu rammen. Gerade schwere Fahrzeuge

richten damit verheerende schäden an

anstürmenden Feinden sowie oft auch an

sich selbst an.

Gemeinsam stark

den besten schutz vor Flankenangriffen

bietet euer Team. stoßt ihr in Gebiete vor,

in denen Feinde plötzlich in eurer seite

auftauchen können, dann seid ihr vermutlich

zu weit vorgeprescht. Auch in der Hitze

des Gefechts sollte das nicht passieren.

Gleichzeitig solltet ihr immer darauf

achten, welche Verbündeten sich darauf

verlassen, dass ihr ihnen Flankenschutz

gebt. Mag sein, dass ihr euch gerade ein

spannendes duell mit einem Feind liefert,

bei dem ihr beide immer wieder eure deckung

verlasst, um zu schießen. Könnt ihr

aber einen Gegner aufs Korn nehmen, der

gerade in Kämpfe mit eurem Team verwickelt

ist, lässt sich dieser vermutlich deutlich

schneller ausschalten.

Wer nur den Turm dreht, wird von anstürmenden

Panzern gezirkelt und verliert das Duell garantiert.

Fährt man rückwärts und dreht dabei Wanne und Turm,

behält man den anstürmenden Gegner im Visier.

93


Entwickler-Dossier Special

Durch den gigantischen

Erfolg von World of Tanks

stieg das weißrussische

Entwicklerstudio Wargaming

zum Global Player

auf. Victor Kislyi ist der

Kopf dieses Triumphs.

Wargaming-Boss

Victor Kislyi

94


Special EntwicklEr-DossiEr

Wargamings Erfolgsgeschichte

kann sich sehen lassen: In den

letzten drei Jahren hat sich das

weißrussische Unternehmen von einer

mittel großen Softwareschmiede mit rund

hundert Angestellten zu einem global operierenden

Entwicklungsstudio inklusive lokaler

Verwaltungs- und PR-Büros auf der

ganzen Welt, mehrerer Studios und insgesamt

über 2.000 Mitarbeiter gemausert.

Respekt! Die Mittel dafür erwirtschaftet

Wargaming auch derzeit noch hauptsächlich

mit World of Tanks. Die richtigen Weichenstellungen

für diesen Erfolg kann sich

insbesondere ein Mann auf die Fahne

schreiben: Wargaming-Boss Victor Kislyi.

buffed hat den sympathischen Weißrussen,

der stets bescheiden die Leistung seines

Teams in den Vordergrund stellt, schon

mehrfach persönlich getroffen. Sein stets

freundliches, gelassenes, selbstsicheres

und bestimmtes Auftreten signalisiert sofort:

Das ist ein Mann, den jeder gerne zum

Freund oder Chef hat. Gleichzeitig spürt

man aber auch die Leidenschaft und Kraft,

die er in seine Arbeit steckt. Wargaming

gab buffed die Gelegenheit, mit dieser interessanten

Führungsperson in der Branche

ein ausführliches Interview zu führen.

buffed: Hi Victor! Vielen Dank noch mal für

die Einladung zur Party zum 15. Geburtstag

von Wargaming. Das war super! Und

vielen Dank für dieses Interview.

Victor Kislyi: Hallo! Es freut mich zu erfahren,

dass du Spaß auf der Party hattest!

buffed: Die große Mehrheit der Wargaming-Mitarbeiter

war auf der Party. Ist das

deine Art, danke zu sagen, oder willst du

damit das Team motivieren? Warum gebt

Ihr so viel Geld für eine Party aus?

Victor Kislyi: Der Erfolg des Unternehmens

ist ein direktes Ergebnis der gemeinsamen

Anstrengungen und des Einsatzes des internationalen

Teams. Bei uns ging es über

15 Jahre immer wieder rauf und runter. Zusammen

haben wir die guten wie schlechten

Zeiten durchgestanden. Das schweißt

einen zusammen, so wie in einer Familie,

in der jeder alles teilt und die Gemeinschaft

unterstützt, um deren Ziele und Visionen zu

verwirklichen. Da ist es nur natürlich, wenn

man all diese Mitarbeiter zusammenbringt

und gemeinsam den Erfolg von Wargaming

feiert. Gerade 2013 haben wir einige neue

Studios in unsere Familie integriert. Die

Party eignete sich großartig, sie dem Rest

des Teams vorzustellen. Und was die Kosten

der Party angeht, bei unserem Erfolg

glaube ich, dass die Mitarbeiter eine geile

Party verdient haben!

buffed: Du arbeitest jetzt seit über 15 Jahren

in der Branche. Was sind Deine wertvollsten

Erkenntnisse aus dieser Zeit?

Victor Kislyi: Baue etwas auf, an das

Du glaubst. Wenn Du selbst nicht daran

glaubst, wird es auch kein anderer tun. Dazu

braucht es auch ein leidenschaftliches

Team. Heure Leute mit der richtigen Einstellung

und den richtigen Fähigkeiten an, die

Fähigkeiten allein bringen nichts. 15 Jahre

im Geschäft lehrten mich zudem, keine

Angst vor Fehltritten zu haben, sondern aus

meinen Fehlern zu lernen.

buffed: Stell Dir vor, Du könnstest beliebige

Entwickler für ein legendäres Spiel anheuern.

Wen würdest du auswählen und

was für ein Spiel käme dabei heraus?

Victor Kislyi: Ich wollte schon immer mit

Chris Taylor zusammenarbeiten, und das

„habe keine

angst vor

Fehltritten ,

sondern lerne

aus Fehlern.“

Victor Kislyi, CEO Wargaming

mache ich jetzt ja auch.

buffed: Wargamings Mantra lautet: Wir

wollen mit unserer ganzen Leidenschaft

legendäre Online-Spiele global veröffentlichen.

Das klingt ein bisschen nach Blizzards

acht Maximen. Ist das Zufall?

Victor Kislyi: Unsere Mission definiert uns

als Team und zeigt unsere Vision der Spiele,

die wir machen wollen. Aber es ist ja

nicht schlecht, wenn man ein paar Parallelen

in diesem Punkt zu einem Riesen wie

Blizzard aufweist (grinst).

buffed: Warum limitiert Ihr Euch auf Online-Spiele?

Chris Taylor hat ein paar sehr

gute Offline-Spiele produziert …

Victor Kislyi: Die Spieleindustrie durchläuft

gerade den Wechsel vom herkömmlichen

Vertrieb über den Handel hin zur digitalen

Mehrspieler-Erfahrung. Warum sollten wir

da gegen den Strom schwimmen? Im Gegenteil,

Wargaming war einer der Wegbereiter

für Free2Play-MMOs im Westen. Wir

wollen das Geschäftsmodell auch noch populärer

machen und auf weitere Plattformen

ausdehnen – Konsolen, Browser und Mobiles.

Projekte dazu haben wir in der Pipeline.

Und was Spieleboxen im Einzelhandel

angeht, wir sagen niemals nie, insbesondere

nicht mit einem Guru wie Chris Taylor in

unseren Reihen.

buffed: Auf der Party wurdest Du mit John

Riccitiello, dem ehemaligen Boss von Electronic

Arts, gesehen. Viele Spieler mögen

den Mann nicht, weil er bei EA Origin eingeführt

hat. Dein Kommentar dazu?

Victor Kislyi: John hat der Industrie viel gebracht,

er führte EA durch die digitale Revolution

und sorgte fünf Jahre in Folge für

Wachstum. Er erinnerte alle daran, dass EA

im schnell wachsenden Mobile-Markt die

Nummer 1 ist. Nach fast zwei Jahrzehnten

verfügt John über wertvolle Branchenkenntnisse.

Dass er unsere Party besucht, war

für mich sehr nützlich.

buffed: Du bist selbst Spieler. Hast Du

schon monatliche Gebühren für ein Spiel

ausgegeben? Was denkst du über dieses

Geschäftsmodell?

Victor Kislyi: Ich gebe kein Geld für Spiele

aus, insbesondere nicht für Monatsgebühren,

für die ich dann eventuelle neue Inhalte

bekomme. Solche Anbieter wollen in möglichst

kurzer Zeit den maximalen Profit machen,

was sich in unverhältnismäßig hohen

Preisen bei niedriger Qualität niederschlägt.

Das ist meiner Meinung nach höchstens bei

brillanten Projekten gerechtfertigt. Ansonsten

werden sich die Spieler nach wenigen

Monaten betrogen fühlen und abspringen.

buffed: Vor vier Jahren war Wargaming

eine eher kleine Firma. Heute führst Du

ein internationales Unternehmen mit über

2.200 Beschäftigten. In der Geschichte

ging ein derart rapides Wachstum selten

gut aus …

Victor Kislyi: Wir haben keine Angst vor

schnellem Wachstum. Je mehr Leute das

Unternehmen vereint, desto mehr Ideen

bringen sie mit ein. So können wir bessere

Projekte und Serviceleistungen anbieten.

Wir haben mehrere Entwicklungen in Arbeit

und während der voranschreitenden Expansion

in neue Gebiete schauen wir uns stets

nach weiteren talentierten Spezialisten um.

buffed: Wie viele der 2.200 Wargaming-Mitarbeitern

entwickeln Spiele?

Victor Kislyi: Etwa 900.

buffed: Wie viele Titel hat Wargaming derzeit

in Entwicklung? Uns fallen spontan

World of Tanks (1), World of Warplanes

(2), World of Warships (3), World of Tanks:

General (4), World of Tanks Xbox (5), das

95


EntwicklEr-DossiEr Special

15 Jahre Wargaming

Seit der Gründung 1998 veröffentlichte Wargaming

acht Spiele. Hier die wichtigsten:

2000: DBA Online (Runden-Strategie)

Victor (l.) setzt Prioritäten: Wenn der Computer was

taugt, kann man auf passendes Mobiliar verzichten.

2003: Massive Assault (Runden-Strategie)

2007: Galactic Assault (Runden-Strategie)

2009: Order of War (Echtzeit-Strategie)

Spiel von Chris Taylor (6) und eventuell

ein Master of Orion Online (7) ein. Gibt es

noch weitere, von denen niemand weiß?

Victor Kislyi: Du hast alle Titel bis auf

World of Tanks Blitz genannt. Das ist ein

Free2Play-MMO-Spiel für Smartphones und

Tablets. 2014 sollte es in die offene Beta-Phase

gehen.

buffed: Wie tief bist Du in die Entwicklung

der einzelnen Spiele involviert?

Victor Kislyi: Ich bin in alle Projekte persönlich

involviert. Auch wenn ich nicht mehr in

dem Maße wie vor drei Jahren in die Entwicklung

eingreifen kann, wohne ich wichtigen

Strategie-Meetings bei, segne Zeitpläne

ab und schaufle genug Zeit frei, um neue

Versionen zu testen.

buffed: Wie denkst Du über Konkurrenz?

Victor Kislyi: Das ist eine positive und natürliche

Sache. Ohne Konkurrenz wäre das

Leben weniger spannend, es gäbe viel weniger

Herausforderungen. Konkurrenz fördert

Wachstum. Wer mithalten will, muss sich

verbessern und wachsen. Es gibt keinen

anderen Weg. Außerdem führt Konkurrenz

dazu, dass man innovativer sein, etwas riskieren

und neue Dinge ausprobieren muss.

Man darf nicht in Schubladen denken, sondern

muss neue Optionen finden, um voranzukommen.

Konkurrenz motivert Dich, noch

härter zu arbeiten. Insbesondere in einem

überfüllten Markt voller Nachahmer.

buffed: Hat sich Deine Einstellung nach einem

Blick auf War Thunder und die zukünftigen

Produkte von Gaijin geändert?

Victor Kislyi: War Thunder ist für uns kaum

eine Konkurrenz. Da liegen Welten dazwischen.

Gaijin konzentriert sich eher auf typische

Simulationsfeatures, während wir

Spiele anstreben, die einer breiteren Zielgruppe

Spaß machen.

buffed: Was hältst Du von den historischen

Schlachten von War Thunder? Werden wir

etwas in der Art in absehbarer Zeit in World

of Tanks, World of Warplanes oder World

of Warships sehen?

Victor Kislyi: Historische Schlachten befinden

sich ganz oben auf unserer Liste der

2010 World of Tanks (Action/Taktik-MMO)

2013 World of Warplanes (Action/Taktik-MMO)

Noch als Physikstudent an der Universität gründet

Victor vor knapp 16 Jahren die Firma Wargaming.

96


Special EntwicklEr-DossiEr

Victor Kislyi persönlich

Victor Kislyi ist in alle Produktentwicklungen involviert

und tauscht sich mit den jeweiligen Teams aus.

Mit 22 Jahren gründet der damalige Physikstudent

mit einigen Freunden die Spieleschmiede

Wargaming. Nach seinem Abschluss

machte er die Entwicklung von

Spielen zu seinem Beruf. Mit dem internationalen

Erfolg von World of Tanks im Jahr 2010

baute er Wargaming zum global operierenden

Spieleentwickler auf. Als Familienvater

und Chef weiß er, dass vor allem vielen älteren

Gamern im Alltag nur wenig Zeit zum

Spielen bleibt. Zumindest mit den neueren

Titeln von Wargaming kann man deswegen

auch in kurzen Ses sions viel Spaß haben.

Dinge, die bald in World of Tanks integriert

werd en – sie befinden sich in etwa in der

Mitte der Entwicklung. Bei Wor ld of Warplanes

wollen wir erst die Verbesserungen

vornehmen, die so kurz nach der Veröffentlichung

nötig sind. Erst dann wird sich dieses

Team mit neuen Features und Inhalten beschäftigen.

Auch in World of Warships wird

es historische Schlachten geben, aber nicht

in der nahen Zukunft, da sich das Spiel erst

in der globalen Alpha­Phase befindet.

buffed: Was wird Wargaming machen, um

seine Führungsposition bei World of Tanks,

World of Warplanes und World of Warships

zu behaupten?

Victor Kislyi: Wir haben keine Welteroberungspläne.

Wir wollen nur hervorragende

Titel entwickeln, die eine maßgeschneiderte

Spielerfahrung bieten, welche die Community

auf der ganzen Welt anspricht.

buffed: Das WoT-Team macht einen großartigen

Job, viele Spieler sind nur der Meinung,

sie könnten ihn schneller machen.

Victor Kislyi: Bei Wargaming geht Qualität

über alles andere. Entsprechend haben die

Entwickler­Teams keine strikten Deadlines.

Ihre Hauptaufgabe besteht darin, nur perfekt

ausgearbeitete Updates zu veröffentlichen.

Also überprüfen sie ihre Patches immer

doppelt, bevor neue Inhalte und Features

doch Fehler enthalten, die irgendwie

dem Spiel schaden oder die gesamte Balance

über den Haufen werfen. Erst dann

geht ein Update live.

buffed: Bei einer Pressekonferenz wurdest

Du gefragt, warum der Druck auf die Spieler,

in World of Tanks Gold auszugeben,

mit Patch 8.5 gesenkt wurde. Du meintest,

dass das Spiel damit noch attraktiver

und noch mehr Spieler anziehen würde,

die dann in Summe genauso viel oder mehr

Geld ausgeben. Ging dieser Plan auf?

Victor Kislyi: Durch Patch 8.5 können auch

Nichtzahler Dreier­Platoons bilden, mit Kompagnien

zusammenspielen und für Credits

Konsumgegenstände kaufen, die es vorher

nur für Gold gab. So entfernten wir alle unfairen

Vorteile der zahlenden Spieler gegenüber

den Nichtzahlern. Dadurch stiegen unsere

Neuregistrierungen spürbar an, gleichzeitig

kehrten viele Spieler zurück, die mit

World of Tanks aufgehört hatten.

buffed: Wie viele Spieler zocken World of

Tanks und World of Warplanes derzeit?

Victor Kislyi: Bei World of Tanks sind es

75 Millionen. Einen knappen Monat nach

der Veröffentlichung waren es bei World of

Warplanes schon 4,5 Millionen. Dank der

universellen Wargaming­ID können sich

aber jederzeit 75 Millionen Panzerfahrer ins

Cockpit eines Flugzeugs setzen.

AG

Victor Kislyi mit einem Modell eines Jagdtigers: Erst mit

dem Erfolg von World of Tanks wurde Wargaming groß.

Geburtstag: 30. April 1976 in Minsk

Lieblingsspiel: World of Tanks

Bezahlte Abo-Gebühren für:

Aus Prinzip noch nie!

Genoss die längsten Spiel-Sessions mit:

Civilization, World of Tanks

Motto: Life is too short, play more!

Hobbys und Sport: Aktiv: Golf, Schach.

Passiv: Fußball und Hockey, eSports

Zuletzt gelesen: „Funky Business Forever:

How to enjoy capitalism“ von Kjell Nordstrom

Das kommt mit auf eine einsame Insel:

Meine Familie, meine Arbeit und natürlich

mein Smartphone (um den Rettungsdienst

zu rufen! :­))

Charakterzüge, die ihm Freunde nachsagen:

Stur, resolut, locker, verträglich

Würde eine Lotto-Million ausgeben für:

Die Entwicklung eines zukünftigen

Spieleprojekts

Die 80er-Jahre-Mode im Ostblock, das ist Retro im Quadrat.

Blumenkind Victor (l.) trägt es mit Fassung.

97


AlternAtiven zu HeArtHstone Special

HeartHstone

tone

ist eucH zu

langweilig?

nativen

Blizzards Online-Sammelkartenspiel

erfreut

sich derzeit großer

Beliebtheit, reißt

aber längst nicht

jeden vom Hocker.

Wir stellen einige

interessante Sammelkarten-Alter-

nativen vor.

98


Special AlternAtiven zu HeArtHstone

Lust bekommen durch Hearthstone? Wir stellen

Euch andere Sammelkartenspiele vor.

Duels of the Planeswalkers ist die einsteigerfreundliche

Adaption von Magic – The Gathering.

Am 23. Januar 2014 startete der offene

Betatest für Blizzards Hearthstone.

Das erste Online­Sammelkartenspiel

und vor allem das erste Free­

2Play­Spiel des kalifornischen Kult­Studios

ist seither für jedermann verfügbar. Einfach

den Client herunterladen und losspielen.

Bereits im Laufe der zuvor gestarteten geschlossenen

Beta­Phase, die nur für eingeladene

Tester zugänglich war, begeisterte

Hearthstone Millionen von Spielern. Wenige

Tage nach Beta­Start war Hearthstone

eines der meistgeschauten Spiele auf der

Streaming­Plattform Twitch – und ist es bis

heute. Die Blizzard­Entwickler scheinen mit

dem Sammelkartenspiel abermals zu

schaffen, was Blizzard­Entwickler nun mal

so schaffen: ein Genre populär zu machen,

das viele vorher vielleicht ignoriert hatten.

Freilich fristen Sammelkartenspiele kein

Nischendasein. Als Massenphänomen gilt

aber wohl bestenfalls Magic – The Gathering.

Und selbst das ist vielen Computer­Spielern

zu „nerdig“.

„Glücklich

wurde ich mit

hearthstone

noch nicht. es

wirkt auf den

ersten Blick

recht oBerflächlich.“

PasoLeati, buffed.de-Nutzer

Hearthstone folgt dem typischen Blizzard­Erfolgskonzept,

mit dem auch World of

Warcraft groß wurde. Es ist im Vergleich zu

anderen Sammelkartenspielen kräftig entschlackt.

Es ist konsequent auf Einsteigerfreundlichkeit

getrimmt und liefert konstant

kurze Matches. Dadurch entdecken

viele neue Spieler das Genre für sich – und

wollen früher oder später vielleicht mehr.

Es gibt unzählige Sammelkartenspiele, die

Mechaniken unterschiedlich umsetzen, die

mehr Wert auf Taktik legen oder durch einen

größeren Satz an Karten mehr Strategien

ermöglichen. Hearthstone ist fraglos

ein sehr gutes und vor allem sehr unterhaltsames

Sammelkartenspiel. Es ist aber

keineswegs das taktischste oder das ausgefallenste.

Wir wollen Euch auf den folgenden Seiten

einige weitere digitale Sammelkartenspiele

als Alternativen vorstellen. Von Duels

of the Planeswalkers (der Adaption des

großen Vorbilds Magic – The Gathering)

über das ebenfalls erst kürzlich gestartete

Solforge bis zum ausgefallenen Card Hunter,

das sogar Sammelkarten­ mit Brettspiel

kombiniert. Wenn Ihr also nach Alternativen

zu Hearthstone sucht oder einfach

so nach neuen Spielen zum Ausprobieren

fahndet, findet Ihr in diesem Artikel hoffentlich

die eine oder andere Anregung.

Der Clou: Die meisten Spiele nutzen genau

wie Hearthstone ein Free2Play­Modell. DB

Solforge ist ein klassisches Sammelkartenspiel,

bringt jedoch viele neue Ideen mit.

Scrolls von Mojang kombiniert Sammelkartenspiel

mit rundenbasierter Hexfeld-Taktik.

99


AlternAtiven zu HeArtHstone Special

Magic 2014 –

Duels of the

Planeswalkers

Magic – The Gathering gehört

zu den größten und bekanntesten

TCGs. Duels of

the Planeswalkers soll vor allem

neue Spieler begeistern.

Im Modus Zweiköpfiger Riese spielen zwei Teams aus je zwei Spielern

gegeneinander. Jedes Team teilt sich einen Lebenspunkte-Vorrat.

Ohne Magic – The Gathering hätte

Blizzard wohl niemals Hearthstone

entwickelt. Das zumindest kann

man vermuten, denn das Sammelkartenspiel

von Wizards of the Coast beeinflusst

das Genre seit 1993 maßgeblich und zählt

auch heute noch zu den bekanntesten und

beliebtesten Vertretern seiner Zunft. Kein

Wunder also, dass im Jahrestakt virtuelle

Ableger von Magic erscheinen; der letzte

Teil, Magic 2014 – Duels of the Planeswalkers,

wurde im Juni 2013 veröffentlicht.

Kleine, aber feine Unterschiede

Die Faszination von Magic – The Gathering

spiegelt sich in den Online-Ablegern leider

nur bedingt wider: Statt Decks frei erstellen

zu dürfen, greift Ihr auf vorkonstruierte

Kartenzusammenstellungen zurück. In Magic

2014 schaltet Ihr Euch insgesamt zehn

solcher Decks frei, für die Ihr Euch jeweils

30 zusätzliche Karten erspielen könnt. Die

Taktiken sind also vorgegeben und auf eine

Fakten

Preis: etwa 9,99 Euro

Systeme: PC, iOS, Android, PS3 & Xbox 360

Modi:

b Kampagne

b Sealed (mit selbsterstellten Decks gegen

KI oder Spieler)

b 10 KI-Herausforderungen

b Rache (11 Duelle gegen besondere

KI-Gegner)

b Jeder-gegen-jeden / Zweiköpfiger Riese

gegen KI oder Spieler

kleine Zahl begrenzt, das Potenzial von Magic

wird nicht mal im Ansatz ausgespielt.

Dennoch macht die virtuelle Light-Version

Spaß, was vor allem am Regelwerk liegt.

Rundenweise spielt Ihr Karten aus, greift

an, bestimmt Blocker oder wirbelt mit Spontanzaubern

die Pläne Euer Widersacher

durcheinander – auch mal in der Runde des

Gegners. Anders als in Hearth stone, Scrolls

oder Duel of Champions können nämlich alle

Kreaturen den Angriff gegnerischer Einheiten

blocken, zudem regenerieren sich

nach einer Runde die Lebenspunkte der

Truppen, wodurch sich die Kämpfe spürbar

anders spielen als bei der Konkurrenz.

Mauer Sealed-Modus

Im neuen Sealed-Modus dürft Ihr zwar erstmals

in der Geschichte von Duels of the

Planeswalkers eigene Decks kreieren, aber

leider nur aus einem kleinen Pool von Karten.

Den ersten Kartennachschub erspielt

Ihr Euch durch Duelle gegen die KI, weitere

gibt es nur gegen Bares. Aber auch wenn Ihr

Geld investiert, werdet Ihr nur einfach gehaltene

Strategien verfolgen können – der

Pool von Karten ist für komplexe Synergien

nämlich einfach zu klein. Mehr Spaß machen

Duelle gegen Freunde oder Mehrspieler-Formate

wie der Zweiköpfige Riese, in

dem Ihr mit einem Verbündeten gegen zwei

Kontrahenten antretet. Karsten scholz/oh

100

In der Sealed-Kampagne

erspielt Ihr Euch

neue Karten für Eure

selbsterstellten Decks.

Leider ist der Pool an

Karten recht klein.

Meinung

Magic 2014

Anbieter: ....................... Wizards of the Coast / Stainless Games

Release: ................................................................ 26.06.2013

Web: ........................................www.wizards.com/Magic/digital/

Karsten ,,Creep“ Scholz meint

Kein anderes Sammelkartenspiel besitzt diese schiere Masse an

Karten und möglichen Deckstrategien, auf die

Magic – The Gathering zurückgreifen kann. Und

keine andere digitale TCG-Umsetzung baut

derart viele Limitierungen für den Spieler ein

wie Magic 2014. Dennoch macht die Online-Umsetzung

aufgrund des fast perfekten

Regelwerks auch in der Light-Variante Spaß,

vor allem wenn Ihr nur ab und an eine Runde

mit einem Freund spielen wollt.

liMitierter

KlassiKer


Scrolls

Wer eine Alternative zu

Blizzards Hearthstone sucht,

sollte das neue Projekt der

Minecraft-Entwickler im

Auge behalten. Das mischt

nämlich in charmanter Comic-Grafik

Kartenspiel mit

Runden-Taktik.

SPECIAL AltErnAtivEn zu HEArtHStonE

Nachdem die Verteidiger in

der unteren Reihe ausgeschaltet

sind, greift der

Wolfskämpfer ungehindert

den feindlichen Götzen an.

Nach dem Erfolg des Bauklötzchen-Phänomens

Minecraft wechselt

das Entwicklerteam von Mojang

mit Scrolls ins Lager der digitalen Trading

Card Games, kurz TCG. Die Verquickung

aus taktischer Runden-Strategie und Sammelkarten-Mechanik

funktioniert bereits in

der geschlossenen Testphase ausgesprochen

gut und muss sich auch vor großen

Lizenzen wie Magic – The Gathering oder

dem Blizzard-Konkurrenten Hearth stone

nicht verstecken.

Ein Hauch von Might & Magic

Wenn Ihr das erste Mal eine Partie Scrolls

verfolgt, fühlt Ihr Euch vielleicht an Strategie-Hits

wie Heroes of Might & Magic erinnert:

Eure Einheiten positioniert Ihr auf

einem aus 15 Hexfeldern bestehenden

Kampfareal, auf dem Ihr Euch rundenweise

bewegt und Angriffe ausführt. Die Truppen

stehen Euch nicht von Beginn an zur

Verfügung, stattdessen beschwört Ihr Eure

Kämpfer mit Karten, die Ihr Euch in einem

Fakten

Preis: knapp 15 Euro

Systeme: PC und Mac

Modi:

b 31 Trials mit Herausforderungen

b Quick-Matches gegen die KI in drei

Schwierigkeitsgraden

b Test-Bereich für Eure Decks

b Gewertete Partien gegen Spieler

b Judgement (mit einer vorgegebenen

Auswahl von Karten gegen andere

Spieler bestehen)

sogenannten Deck zusammengestellt habt,

ähnlich wie zum Beispiel in Battleforge. Ziel

jeder Partie ist es, drei von fünf gegnerischen

Götzen zu zerstören und die eigenen

Steinsäulen zu beschützen. Angreifen dürfen

die Einheiten nur in gerader Linie. Dabei wird

immer der Gegner zuerst attackiert, der am

nächsten zur Front steht. Wenn alle Verteidiger

einer Reihe aus dem Weg geräumt sind,

könnt Ihr die Säule an ihrem Ende zerstören.

Simpel, aber fordernd

Was auf den ersten Blick einfach klingt,

bringt Eure Gehirnzellen ordentlich auf Touren.

Karten dürft Ihr erst spielen, wenn Ihr

die notwendigen Ressourcen besitzt. Doch

die häuft Ihr nur an, indem Ihr Handkarten

opfert. Allerdings könnt Ihr Karten nicht nur

für Ressourcen zerstören. Alternativ opfert

Ihr eine Karte auch, um zwei neue zu ziehen.

Oftmals eine knifflige Entscheidung. Das

Timing ist ebenfalls wichtig: Alle Einheiten

besitzen eine Art Abklingzeit, die bestimmt,

wie viele Runden sie pausieren müssen,

bis sie das nächste Mal angreifen dürfen.

Ihr müsst einerseits die Abklingzeiten Eurer

Truppen im Blick behalten, könnt aber auch

gezielt um die gegnerischen Cooldowns herumspielen.

Zudem besitzen viele Einheiten

Sonderfertigkeiten, die teilweise nur in Kombination

mit anderen Karten voll zur Geltung

kommen. Neben Einheiten gibt es natürlich

auch Zauber, mit denen Ihr Truppen stärkt

oder heilt, Karten zieht oder aber einfach

Schaden verursacht. Karsten scholz/oh

Die Preise im Store fallen recht niedrig aus, sodass Ihr

Euch regelmäßig mit neuen Karten ausstatten könnt.

Meinung

Scrolls

Anbieter: .........................................................................Mojang

Termin: ..............................................................................2014

Web: ................................................................. www.scrolls.com

Karsten ,,Creep“ Scholz meint

Die Jungs von Mojang schlagen bei ihren Spielen

gerne einen etwas anderen Weg ein. Die

Kämpfe von Scrolls erinnern mehr an Heroes

of Might & Magic als an Magic – The Gathering.

Auch an das eigenwillige Ressourcen-

und Abklingzeiten-System muss man sich

erst gewöhnen. Dennoch machen die Partien

in erster Linie eines: eine Menge Spaß – und

darauf kommt es am Ende des Tages doch an.

einfach „anders“

101


AlternAtiven zu HeArtHstone Special

Might & Magic

– Duel of

Champions

Erfahrene Sammelkartenspieler

finden in Ubisofts

kostenlosem TCG eine anspruchsvollere

Alternative zu

Hearthstone.

Die Positionierung der Truppen ist in Duel

of Champions eines der Schlüsselelemente.

In Duel of Champions trifft das bekannte

Might-and-Magic-Universum auf das

Genre der Sammelkartenspiele. Das Ergebnis

dieser Symbiose ist ein kostenloser

Strategie-Spaß, der sich speziell an erfahrene

Spieler richtet. Es gibt zwar nur eine

einzige Ressource, die jede Runde automatisch

um einen Punkt ansteigt, doch baut

Ihr parallel auch noch Macht, Magie oder

Schicksalskraft auf. Diese zusätzlichen

Währungen sind Voraussetzungen für das

Ausspielen Eurer Karten. Zauber benötigen

beispielsweise oft einen hohen Magiewert,

wohingegen Kreaturen und Soldaten verstärkt

auf Macht setzen. Alternativ steigert

Ihr keinen der drei Werte und investiert

stattdessen einen Ressourcenpunkt, um

eine weitere Karte zu ziehen.

Auf Eure Positionen!

Das Spielfeld besteht aus zwei Bereichen,

die sich jeweils in acht Felder à vier Reihen

aufteilen. In der vorderen Reihe platziert Ihr

Fakten

Preis: Free2Play

Systeme: PC, iOS

Modi:

b kurze Kampagne mit eingebautem Tutorial

b Übung (gegen KI, Freunde oder Online-Spieler)

b Gewertete Duelle gegen andere Spieler

b Turniere

Nahkämpfer, Schützen landen in der hinteren

Reihe und Flieger können überall untergebracht

werden. Die Position Eurer Truppen

ist enorm wichtig, weil Eure Vasallen häufig

nur innerhalb ihrer Reihe attackieren dürfen.

Einige Einheiten besitzen aber auch Effekte,

mit denen sie Flächenschaden anrichten

oder überall auf dem Feld agieren können.

Steht kein Verteidiger zwischen Euren Soldaten

und dem gegnerischen Helden, dürft

Ihr ihn direkt angreifen – sobald die Lebenspunkte

eines Avatars auf null fallen, hat der

Überlebende gewonnen.

Spannende Synergien

Anspruchsvoll werden die Kämpfe aufgrund

der unzähligen Möglichkeiten, die Euch zur

Verfügung stehen. Fast jeder Diener verfügt

über Zusatzeffekte, mit denen er zum Beispiel

Vergeltungsschaden verhindern oder

nahestehende Verbündete heilen kann. Außerdem

könnt Ihr Bauwerke errichten, die

Gegner schwächen und Eure Einheiten stärken,

oder Zauber sprechen, die eine ganze

Reihe oder Spalte auf dem Spielfeld beeinflussen.

Zudem stehen in jeder Runde zwei

Ereignisse zur Wahl, mit denen Ihr zum Beispiel

kurzzeitig alle Kreaturen stärkt, allen

Dienern Schaden zufügt oder eine Karte

zieht. In einer kurzen Kampagne erlernt Ihr

zwar die Grundregeln, doch werdet Ihr Lehrgeld

zahlen, bis Ihr in Duellen gegen andere

Spieler Euren Mann steht. Karsten scholz

Dank sinnvoller

Filter optionen gelingt

es bereits nach

kurzer Einarbeitungszeit,

eigene Decks

zusammenzubauen.

Meinung

M&M: Duel of Champions

Anbieter: ..........................................................................Ubisoft

Release: .................................................................. 31.10.2012

Web: ............................................www.duelofchampions.com/de

Karsten ,,Creep“ Scholz meint

Das TCG von Ubisoft hat zwar bereits über ein Jahr auf dem Buckel,

besitzt aber dank der jüngsten Erweiterung „Die

fünf Türme“ genug Relevanz, um als Alternative

zu Hearthstone herhalten zu können. Als erfahrener

Spieler gefällt mir vor allem die

spielerische Tiefe, die Masse an Karten und

die Limitierung des Spielbretts auf vergleichsweise

wenige Plätze – denn dadurch

muss ich genau entscheiden, wie ich meine

Kreaturen am besten einsetze.

nichts für

einsteiger

102


Card Hunter

Als Hybride aus Sammelkarten-

und Brettspiel hebt sich

Card Hunter spielerisch

deutlich von Hearthstone

und Magic ab. Nicht zuletzt

wegen des interessanten Mix

macht es aber mindestens

genauso viel Spaß.

SPECIAL AlternAtiven zu HeArtHStone

Auf dem Spielbrett könnt

Ihr Euch nur dann bewegen,

wenn Ihr eine passende

Bewegungskarte ausspielt.

Wenn sich ein paar kluge Köpfe

wie Jonathan Chey (Mitbegründer

von Irrational Games, arbeitete

an Bioshock und System Shock 2 mit)

und Joe McDonagh (Popcap Games, Irrational

Games) zusammensetzen, dann kann

eigentlich nur etwas Besonderes dabei

entstehen. Vor allem, wenn sie ein virtuelles

Sammelkartenspiel planen und sich

dafür vom Magic-Erfinder Richard Garfield

höchstpersönlich beraten lassen. Das Ergebnis

dieser Liaison, Card Hunter, vereinigt

den etwas robusten Brettspiel-Charme

mit der Suchtspirale von Elementen aus

Sammelkarten- und Rollenspielen. Card

Hunter wird damit zum Geheimtipp in unserem

TCG-Special.

Karten durch Gegenstände

Während der Kampagne erklären Euch die

Entwickler mit unterhaltsamen Dialog-Einblendungen,

wie Card Hunter funktioniert:

Ihr schlüpft in die Rolle eines Helden, der

auf einer Oberweltkarte wandelt und von

Fakten

Preis: Free2Play

Systeme: Browsergame

Modi:

b Solo-Kampagne

b Duelle gegen andere Spieler

dort aus Dungeons (un)sicher macht oder

Läden besucht, in denen er Rüstungen

und Waffen kauft oder seine Beute verhökert.

Den Sammelkarteneinschlag erhält

das Spiel durch die Gegenstände, die Euer

Held bei sich trägt. Klamotten und Waffen

liefern Euch eine bestimmte Anzahl an

Karten, die automatisch in Eurem Spieldeck

landen. Eine Lederrüstung ermöglicht

es Euch zum Beispiel, feindliche Angriffe zu

blocken. Ein Schwert versorgt Euch dagegen

mit Nahkampfangriffen. Und mit gutem

Schuhwerk an den Füßen bewegt Ihr Euch

über das Spielfeld von Card Hunter. In jeder

Kampfrunde kann Euer Held sämtliche Karten

auf der Hand ausspielen. Gleiches gilt

aber natürlich auch für Eure Feinde, die abwechselnd

mit Euch agieren. Sind alle Karten

aufgebraucht oder ist kein Zug mehr

möglich, endet die Runde und es werden

neue Karten gezogen.

Party-Spiel

Jeder erfolgreich gemeisterte Dungeon beschert

Eurem Helden rollenspieltypisch eine

Ladung Erfahrungspunkte. Habt Ihr davon

genug gesammelt, steigt Ihr im Level

auf. Mit jeder neuen Stufe könnt Ihr wertvollere

Gegenstände tragen, durch die Ihr

dann wiederum bessere Karten für Euer

Deck erhaltet. Außerdem schließen sich

Euch bald ein Zauberer und ein Priester an,

sodass Euch in den Kämpfen die Karten

dreier Recken zur Verfügung stehen: Der

Priester setzt auf seine Heil- und Unterstützungskräfte,

der Zauberer wirkt dagegen am

liebsten Blitz- und Feuerzauber. In der Taverne

könnt Ihr Eure Abenteuer-Gesellschaft

übrigens bei Bedarf gegen andere Söldner

austauschen.

Karsten scholz/oh

Wenn Ihr Geld ins

Spiel steckt, erhaltet

Ihr Pizzastücke,

durch die Ihr leichter

an bessere

Beute gelangt.

Meinung

Card Hunter

Anbieter: ................................................................ Blue Manchu

Release: ................................................................ 12.09.2013

Web: .............................................. http://game.cardhunter.com

Karsten ,,Creep“ Scholz meint

Card Hunter ist kein Sammelkartenspiel im

herkömmlichen Sinne und gerade deswegen

so spannend. Die aus Rollenspielen bekannte

Motivationsspirale funktioniert: Das

Helden-Trio will gelevelt werden und neue

Items bedeuten immer auch neue Karten ...

und damit neue Angriffe, Zauber und Taktiken.

Vorsicht: zeitgrab!

103


AlternAtiven zu HeArtHstone Special

Solforge

Karten-Levels anstelle von

Ressourcen-Management.

Solforge ist im Kern ein klassisches

Sammelkartenspiel,

das sich durch einige Handgriffe

aber ganz anders

spielt. Eine Hearthstone-

Alternative vor allem für

kompetitive Spieler.

Auf dem Solforge-Spielfeld bekämpfen sich

die jeweils gegenüberliegenden Kreaturen.

Solforge wurde über die Crowdfunding-Plattform

Kickstarter finanziert

und stammt von den Machern des

beliebten iOS-Kartenspiels Ascension sowie

von Richard Garfield, dem Erfinder von

Magic – The Gathering. Klingt nach hohen

Erwartungen? Tatsächlich beteiligten sich

via Kickstarter fast 7.000 Unterstützer mit

über 420.000 US-Dollar an dem Projekt.

Herausgekommen ist ein digitales Sammelkartenspiel

für Windows-PCs und iOS-Geräte

mit einem ganz besonderes Twist: Eure

Karten können leveln.

Karten im Wandel

Jede Karte in Solforge gibt es in drei Ausbaustufen.

Und die schaltet Ihr im Verlauf eines

Matches frei. Der Ablauf ist dabei denkbar

simpel: Sobald Ihr eine Karte ausspielt, landet

die jeweils höhere Version dieser Karte

im Ablagestapel. Viele Karten werden durch

die Stufenaufstiege stärker, mitunter erhalten

Kreaturen oder Zauber aber zum Beispiel

Fakten

Preis: Free2Play

Systeme: PC, iOS

Modi:

b Spiele gegen KI-Gegner

b Duelle gegen andere Spieler

b Turnier-Formate gegen andere Spieler

im „Constructed“- oder „Draft“-Modus

auch neue Fähigkeiten auf höheren Stufen.

Eine weitere Besonderheit von Solforge: Es

gibt keine Ressource. Ihr könnt pro Runde

zwei Karten spielen. Ausbalanciert werden

die Matches dadurch, dass auch die Spieler

leveln. Jeweils nach vier Runden steigt Ihr

eine Stufe auf und Euer Ablagestapel wird

wieder in Euer Deck gemischt. Karten mit

Stufe 2 könnt Ihr erst mit Level 2 spielen,

Karten mit Stufe 3 entsprechend erst mit

Level 3. Es dauert also eine Weile, bevor in

Solforge-Partien die wirklich dicken Brummer

ausgepackt werden.

Taktischer Tiefgang

Eine weitere Besonderheit: Nach jedem Zug

werft Ihr alle Karten auf Eurer Hand ab. Dadurch

werden die Runden extrem taktisch,

und es sind schwierige Entscheidungen zu

treffen. Möchte man eine Karte beispielsweise

möglichst schnell auf Rang 2 leveln,

spielt man sie möglicherweise auch in

Runden, in denen man sie eigentlich nicht

spielen würde. Besonders knifflig wird’s,

wenn gleichzeitig noch andere spannende

Karten auf der Hand sind. Dort verbleiben

sie schließlich nicht. Man weiß nicht, wann

man sie das nächste Mal ausspielen kann.

Ausgesprochen fair ist das Free-

2Play-Modell von Solforge: Beim ersten

Spielstart und beim ersten und dritten

Sieg eines Tages erhaltet Ihr Ingame-Währung,

Karten(-Pakete) oder Zugangs-Tickets

für Turniere. Die Belohnungen werden auch

für Spiele gegen die KI ausgegeben, sodass

auch Einsteiger ihre Karten-Sammlung

leicht füllen können.

db

Jede Solforge-Karte gibt es in drei Ausführungen.

Meinung

Solforge

Anbieter: ............................................ Stoneblade Entertainment

Release: .................................................................. 13.08.2013

Web: ........................................................www.solforgegame.com

David ,,Launethil“ Bergmann meint

Solforge spielt sich extrem taktisch. Das Konzept der Karten-Levels

klingt nach purem Gimmick, hat aber deutlichen Ein-

fluss auf die Spielweise. Da fällt auch das Fehlen

von klassischem Ressourcen-Management

nicht negativ auf, denn es gibt wahrlich genug

zu Knobeln. Richtig gut gefällt mir außerdem

das Free2Play-Modell. Auch Einsteiger oder

Spieler mit vergleichsweise wenig Zeit kommen

leicht, ohne großen Aufwand und vor

allem ohne Echtgeld-Einsatz an neue Karten.

tolle alternative

104


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Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der dPV deutscher Pressevertrieb gmbh auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. die Mandatsreferenz wird mir separat

mitgeteilt. hinweis: ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem belastungsdatum, die erstattung des belasteten betrages verlangen. es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten bedingungen.


EndgamE

Mediathek

Hier findet Ihr Bücher, Comics, DVDs und Blu-rays, Kinostarts, Hörbücher und Musik-CDs.

Kino

The AmAzing Spider-mAn 2:

riSe of elecTro

Genre: Action, Abenteuer, Fantasy | Laufzeit: n.n.b. | Kinostart: 17.

April 2014

Peter Parker (Andrew Garfield) ist im Stress! Er will ein

normales Leben bestreiten, seinen Highschool-Abschluss

machen und möglichst viel Zeit mit Gwen

Stacy (Emma Stone) verbringen. Gleichzeitig fühlt er

sich aber auch verpflichtet, als Spider-Man die Bevölkerung

von New York zu beschützen. Als wäre das nicht

genug, taucht plötzlich eine neue Bedrohung auf: Der

Spider-Man schwingt sich durch ein Forschungslabor

und weicht den Blitzen von Electro aus.

Superschurke Electro (Jamie Foxx), dessen Fähigkeiten

die Spider-Mans sogar noch übersteigen. Erst als sein

alter Freund Harry Osborn zurückkehrt, begreift Peter,

dass seine Feinde etwas gemeinsam haben: Eine Verbindung

zu OsCorp!

Nach dem erfolgreichen Auftakt der neuen Spider-Man-Reihe

2012 wollen die Universal Studios alle

zwei Jahre eine weitere Fortsetzung veröffentlichen.

Teil drei ist für 2016 geplant, Teil vier 2018. Bei einem

Budget von weit über 200 Millionen Dollar pro Film

darf man sich wieder über geniale Spezialeffekte und

spektakuläre Ereignisse freuen – die einstürzenden

Hochhäuser und die Blitze von Electro sehen einfach

nur fett aus! www.theamazingspiderman.com

ComiC

one piece 69

Autor: Eiichiro Oda | Preis: ca. € 5,95

Bereits 69 Bände umfasst diese

millionenfach verkaufte Manga-Reihe

um einen Piratenschatz

und Held Monkey D. Ruffy. Der ist

eigentlich ein kleiner Junge, welcher

gerne Pirat werden möchte.

Ein Wunsch, der sich dank einer

Gum-Gum-Frucht erfüllt.

Ähnlichkeiten mit Guybrush

Threepwood sind bei diesem

schrägen wie exzellent gezeichneten

Japano-Comic rein zufällig.

Empfehlenswert! Wertung: 9/10

HörbuCH

noAh

Autor: Sebastian Fitzek | Laufzeit: ca. 15 Stunden, 10

Minuten | Preis: ca. € 30

Exklusiv bei audible.de gibt es die unge-

kürzte Hörbuch-Version von Noah, dem

neuen Buch von Bestseller-Autor Sebastian

Fitzek. Der Thriller dreht sich um das Thema

Überbevölkerung und beginnt mysteriös: Mitten im winterlichen Berlin

ein Mann, der weder seinen Namen noch Ursprung kennt. Nur eine Tätowierung

auf seiner Handfläche gibt einen Hinweis auf seine Identität: Noah.

Gemeinsam mit seinem Freund Oscar sucht er fortan nach seiner Vergangenheit

– und wird zur Schlüsselfigur einer Verschwörung, die das

Problem der Überbevölkerung mithilfe eines Grippevirus lösen will.

Im Stil von Dan Brown hat Fitzek ein ebenso spannendes wie gesellschaftskritisches

Werk verfasst, das von Simon Jägers angenehmer Sprechstimme

vorgetragen wird. Wertung: 8/10

DVD/blu-ray

gAme of ThroneS STAffel 3

Genre: Fantasy, Abenteuer | Laufzeit: 600 Minuten | Preis: DVD

ca. € 34,- | Preis: Blu-ray ca. € 43,-

Die Lannisters halten sich mit List und Tücke auf

dem Eisernen Thron, indem sie durch die Freys Ro-

bb Stark in eine tödliche Falle locken. Jenseits der

Mauer im Norden sammelt Manke Raider eine riesige

Armee Wildlinge, die John Schnee aufhalten

muss. Jenseits des Meeres heuert Daenerys Tar-

garyen eine Armee an und erobert ganze Städte, während ihre drei Drachen

rasch wachsen. Die Lage in Westeros spitzt sich weiter zu und der

Winter naht!

Die dritte Staffel gibt die Story des fünften und sechsten Teils –

Sturm der Schwerter und Die Königin der Drachen – der deutschen Romanübersetzung

wieder. Im Free-TV lassen sich die grandiosen zehn Teile

der Staffel ab dem 2. März auf RTL2 bewundern. Wertung: 10/10

106


EndgamE

ROmAn

die Bestimmung

Autor: Veronica Roth | Preis: je ca. € 18,-

In einer postapokalyptischen Welt wird die

Gesellschaft von fünf Fraktionen geleitet: Die

Altruan, Candor, Ken, Amite und Ferox haben

sich auf jeweils andere Aufgaben spezialisiert.

Wissenschaftler und Techniker stam-

men meist aus den Reihen der wissbegieri-

gen Ken, Soldaten und Polizisten sind aus-

nahmslos furchtlose Ferox und die

selbstlosen Altruan stellen die politische Füh-

rung und Verwaltung. Mit 16 Jahren soll ein Test bestimmen, welcher

Fraktion die Jugendlichen in Zukunft angehören sollen. Doch Beatrice gehört

zu den so genannten Unbestimmten, die über mehrere, widersprüchliche

Begabungen verfügen. Sie kehrt ihrer Altruan-Familie den Rücken

und schließt sich den Ferox an, bei denen sie eine extrem harte Ausbildung

durchläuft und sich all ihren Ängsten stellen muss. Zum Abschluss

ihrer Lehrzeit kommt sie hinter eine heimtückische Intrige, welche die

Machtverhältnisse in der Gesellschaft für immer verändern könnte.

Der Roman kommt nur sehr langsam in Fahrt, endet dafür mit einem

großen Paukenschlag. Die Persönlichkeiten der Charaktere schildert die

Autorin ausgezeichnet und nachvollziehbar. Schon schwieriger ist die Vorstellung

der beschriebenen Welt. Mit Spannung darf man erwarten, wie

dieses Detail in der Verfilmung umgesetzt wird, die am 10. April in den Kinos

anläuft. In vielerlei Hinsicht erinnert Die Bestimmung an Die Tribute

von Panem, erreicht allerdings nie dessen Größe. Schon der Held der Geschichte

– Beatrice – ist lange nicht so interessant und cool wie Katniss.

Trotzdem ein lesenswerter Roman. Wertung: 8/10

DVD/Blu-RAy

Carrie

Genre: Horror | Laufzeit: 100

Minuten | Preis: DVD ca. € 18,- |

Preis: Blu-ray ca. € 21,-

Die Neuverfilmung des gleichnamigen

Romans von Stephen King

schildert die Geschichte des jungen

Mädchens Carrie, die telekinetische

Kräfte entwickelt.

Auch wenn das Werk einen

moderneren Eindruck macht, die

Atmosphäre des Originals wird

nicht ganz erreicht. So fehlt der

Gruselfaktor fast komplett! Immerhin

bietet der Schluss eine

Überraschung. Wertung: 6/10

ROmAne

warHammer 40K –

deatHwatCH

Autor: Steve Parker | Preis: ca. € 12,-

Aus den gewöhnlichen Space Marines

rekrutiert die Deathwatch

ein Exterminatorteam. Doch bereits

der erste Einsatz endet fast

in einer Katastrophe, schließlich

steht die Bevölkerung ganzer Planeten

auf dem Spiel.

Der Autor erzählt nicht nur eine

spannende Geschichte, sondern

vesteht es, die Charaktere

der Soldaten gut zu beschreiben.

Gut gemacht! Wertung: 8/10

ARTBOOK

Legend of ZeLda:

HyruLe Historia

Autor: Shigeru Miyamoto, Akira Himekawa,

diverse| Preis: ca. € 29,95

Letztes Jahr wurde die berühmte

Action-Adventure-Reihe The Legend

of Zelda 25 Jahre alt! Zur Feier

des Ereignis‘ gibt es ein 276 starkes

Artbook, in dem Ihr neben vielen

fantastischen Zeichnungen alles

über die Geschichte des Königreichs

Hyrule findet.

Für Fans lohnt dieser Brocken

zum fairen Preis unbedingt. Tolle

Artworks lassen die Welt von Link

lebendig werden. Wertung: 9/10

ROmAn

niewinter 4: die

LetZte grenZe

Autor: R. A. Salvatore | Preis: ca. € 10,-

Dunkelelf Drizzt Do’Urden lässt

sich tiefer in die Schwierigkeiten

der geheimnisvollen Dahlia hineinziehen.

Ungemach droht

Drizzt von Tiago Baenre, der den

abtrünnigen Dunkelelf endlich

zur Strecke bringen will. Kann der

edle Waldläufer beim Showdown

mit Dahlias Unterstützung rechnen

oder ist er auf sich gestellt?

Ein würdiger Abschluss der

Niewinter-Saga. Wertung: 3/10

Im Rausch der Geschwindigkeit: Tobey rast mit

seinem Mustang direkt auf eine Schlucht zu.

KinO

need for speed

Genre: Action | Laufzeit: n.n.b. | Kinostart: 20. März

Mechaniker Tobey Marshall (Aaron Paul) wird vom reichen Geschäftsmann

Dino (Dominic Cooper) verarscht und landet im Knast. Als er

zwei Jahre später entlassen wird, ist Tobey auf Rache aus. Dino ist der

Favorit in einem illegalen Straßenrennen quer durch die USA, also will

auch Tobey daran teilnehmen. Dino versucht ihn mit allen Mitteln daran

zu hindern, indem er ein hohes Kopfgeld auf Tobey aussetzt.

Die Story ist Nebensache, hier geht es nur um schnelle Autos und

spektakuläre Crashs. Ob es die Videospieladaption mit The Fast and the

Furious aufnehmen kann? www.theneedforspeedmovie.com

107


Schild

angSchwert

agdbogen

Darf für den persönlichen Gebrauch kopiert werden.

Kettenpanzer

EndgamE

LORD RHYS

Dein ganzes Leben lang hast du gewusst, dass du eines Tages die Führung über dein Haus übernehmen würdest: Du

bist dafür ausgebildet worden seit du alt genug warst um zu laufen. A lerdings hast du immer gehofft, dass es nicht so

früh sein würde. Obwohl gerade einmal vierzehn Jahre alt, bist du jetzt „Lord Rhys“ und dein Vater ist seit Monaten

tot und begraben.

Es war ein Jagdunfa l: Eine Verfolgung durch die dichten Wälder nahe eurem Heim, das Be len von Jagdhunden

und das Donnern von Hufen. Ein tiefhängender Ast, ein Schlag gegen den Kopf und der Sturz aus dem Sattel bei

hoher Geschwindigkeit – das war a les, was es brauchte. Fast zwei Wochen lag dein Vater besinnungslos in seinem

Bett. Ihr habt ihn mit Wasser und Honig zwangsernährt, damit da schmale Band seines Lebens nicht zerreißen

möge. Zum Ende hin bekam er Fieber und Anfä le, schrie in der Nacht von feindlichen Angriffen und wusste

nicht, welches Jahr war und wer da mit ihm

sprach, bis ihn der Tod gnädigerweise von

seinem Schmerz erlöste.

Seither hast du a les getan, was erforderlich war und hast versucht,

für dein Haus und deine Familie stark zu sein. Vor a lem deine Mut-

ter Alanna wurde vom Tod deines Vaters hart getroffen. Sie suchte

Trost in ihrem Glauben und überließ es dir, dich um deine jüngeren

Geschwister zu kümmern deinen Bruder Kellin, lin, lediglich zehn Jahre

alt, und deine kleine Schwester Brianna, genannt „Bri“, welche gerade

sieben geworden ist.

Du bist äußerst dankbar für die Hilfe deiner engsten Berater, welche

zuvor auch die Männer deines Vaters waren. Dein Onkel, Ser Merik,

ist ein erfahrener Ritter der zu Kriegszeiten an der Seite deines Vaters

gekämpft hat und dessen treuer Vasall war. Seine Besonnenheit und

beständige Gegenwart schenken dir Zuversicht. Maester Rudolphus,

dein Lehrer seit deiner Kindheit, ist für dich eine Stimme der Ver-

nunft und des Verständnisses und gibt dir immer klugen Rat. Du hast

einmal geglaubt, dass es nichts gäbe, was er nicht wüsste, musstest

aber das Gegenteil erfahren, als er das Leben deines Vaters nicht ret-

ten konnte. Es war nicht sein Fehler. Deine Mutter sagte, es wären

die Sieben, die deinen Vater zu sich gerufen hätten, und es wäre nicht

gerecht, deinen geliebten Lehrer deswegen zu verachten; wenngleich

du dir das von Zeit zu Zeit immer wieder in Erinnerung rufen musst.

Du bist nun mit deinem Gefolge auf dem Weg in das sagenhafte

Königsmund, eine Reise, die du eines Tages an der Seite deines Vaters

gemacht hättest. Doch jetzt reist du a lein, um vor König Robert dein

Recht auf die Führung deines Hauses zu verlautbaren und so deinem

Vater und deinen Vorfahren Ehre zu erweisen. Du weißt, dass man

dich genau beobachtet, daher willst lst du – darfst du – nicht versagen.

Ausrüstung

Kettenpanzer, Schild, Langschwert samt Scheide,

Jagdbogen, Köcher mit 10 Pfeilen, Siegelring, Renner,

Sattel, 24 Golddrachen

Eigenschaften

Vorteile: Kopf des Hauses, Waffenmeisterschaft

(Langschwert), Zahlenmeister

Schicksalspunkte ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏

Intrige Kampf

Intrigenverteidigung Kampfverteidigung

B B

B B

(3 In RüStunG, +2 mIt SchIld

Gelassenheit Gesundheit

Pen&PaPeR-RollensPiel

Das lieD von eis unD Feuer

Genre: Rollenspiel | Spieler: 2-8 | Spieldauer: ca. nach Abenteuer | Preis: ca. € 50,-

Der Verlag Mantikore hat eine deutsche Fassung des Tabletop-Rollenspiels

zur Romanserie Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin

herausgegeben. Das hochwertig verarbeitete Hardcover bietet ein

Regelwerk mit einigen Besonderheiten: Die Spielercharaktere gehören

einem Haus an und beteiligen sich an den Intrigen um den Eisernen

Thron. Weniger schön sind die doch sehr beschränkten Möglichkeiten,

den eigenen Helden zu verbessern. Ebenfalls negativ fällt die einfache,

aber oftmals zu umständliche Anwendung der Regeln auf, bei der häufig

viele sechsseitige Würfel zum Einsatz kommen. Wertung: 7/10

Waffen

Waffe Probenwürfel Waffenschaden & Eigenschaften

Schild 3W 1 Schaden; Abwehr +2

langSchwert 3W+1B 3 Schaden

Jagdbogen 3W+1B 2 Schaden; Langdistanz, Zweihändig

Schaden

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

Auch wenn Waffen und Eisen die Sieben Königslande beherrschen mögen, hast du immer geglaubt, dass Vernunft und

Wissen die Mittel sind, um weise und gut zu regieren. Vie leicht liegt das daran, dass du nie geschickt im Umgang mit Waffen

warst – eine Tatsache, die man dir als Knabe eingetrichtert hat – dafür bist du schon immer schlau und schne l von Begriff

gewesen, wenn es um Bücher und ums Lernen ging. Auf diese Weise konntest du dir einen Platz in der Zitade le verdienen,

um zum Maester ausgebildet zu werden. Du erinnerst dich noch immer wehmütig an deine Tage dort, al sich dir grenzenlose

Pfade des Wissens eröffnet haben und du die Gese lschaft Gleichgesinnter gefunden hast. Du denkst sehnsüchtig

an die langen Nächte, in denen ihr bei einem Becher Glühwein über Geschichte und Philosophie diskutiert habt. Dies

waren tatsächlich herrliche Zeiten.

Nicht wie die dunklen Tage von Roberts Rebe lion, als Krieg die Sieben Königslande spaltete und wieder einmal

Waffen und Eisen über die Zukunft entschieden.

Dein eigene Familie musste teuer

für Roberts Sieg bezahlen: Dein Vater und deine Brüder sind auf dem

Schlachtfeld gestorben, von deinem Haus ist nur noch der Name übrig,

deine Schwester ist mit irgendeinem Vasa len Roberts verheiratet und

eure Ländereien wurden mit den seinen vereint (nicht dass er welche

gehabt hä te), um nun von seinen Söhnen regiert zu werden.

Aber das ist nicht länger deine Sorge. Du bist in den Dienst eines

Adelshauses getreten, dessen Lord den Wert des Wissen selbst nicht

recht zu schätzen wusste, es aber seinen Kindern vermitteln wo lte. Du

wurdest zum Tutor des jungen Rhys und später von Ke lin und sogar

der kleinen Brianna und hast dir im Sti len geschworen, dass du sie dazu

bringen würdest, neben Stärke und Waffengeschick auch Geschichte,

Philosophie und a le akademischen Künste und Wissenschaften schätzen

zu lernen. Dies war deine Art, die Welt zum Besseren zu verändern,

zumindest in jener kleinen Ecke von ihr, in der du lebst.

Rhys ist immer ein fähiger Schüler gewesen und war dem

Lernen gegenüber weit offener eingeste lt al sein Vater oder Onkel.

Zwischen dir und Ser Merik gibt es keinerlei Zwietracht, außer dass

er glaubt, ein junger Mann könne alles, was er wissen muss, auf dem

Kampfplatz, in den Stä len und im Freudenhaus lernen. Dennoch ist

Merik ein treuer und ehrbarer Mann, wenn auch ein bisschen dumm

und stur. Auf ähnliche Weise hat sich Lady Alanna als Verbündete

in deinem Vorhaben, ihre Kinder z unterrichten, herausgeste lt. Ihr

einziger blinder Fleck ist immer ihr bedingungsloser Glaube gewesen,

wohingegen du ein Mann der Vernunft bist. Die Götter, wie sie

auch heißen oder aussehen mögen, haben deiner Erfahrung nach nur

wenig mit den Angelegenheiten der Welt zu tun.

Fähigkeiten

Ausdauer 3

Kampf 3 Langklingen 1B

Kriegsführung 3 Befehligen 1B

Scharfsinn 3

Schiesskunst 3 Bögen 1B

Sprache 3 Gemeine Zunge

Status 5 Erziehung 1B, Verwaltung 1B

Überredung 3

Umgang mit Tieren 2 Reiteb 1B

Wille 3

10 6

99

Verletzungen ❏ ❏ ❏ ❏

Schaden

❏ ❏ ❏

Ausrüstung

MAESTER RUDOLPHUS

SER MERIK

Dein älterer Bruder Nolan ist immer der Erbe des Hauses gewesen und du warst auch froh darüber; du hast nie nach

einem herrschaftlichen Titel oder der Treue von Vasa len gestrebt. Du hast dich unter einfachen Menschen, unter den

Kämpfern, Handwerkern und einfachen Leuten eurer Ländereien, schon immer wohler gefühlt. Selbst als Junge hast

du unter den Söhnen der Vasa len deines Vaters und unter den Handelsleuten der Burg mehr Freunde gefunden

als unter den Söhnen und Töchtern des niederen Landadels. Nolan war stets derjenige mit der geistvollen Zunge,

der immer das Richtige zu sagen und zu tun wusste, daher warst du glücklich und stolz, ihn bei seine rechtmäßigen

Herrschaft unterstützen zu können.

Das Einzige, worum du deinen Bruder jemals beneidet hast, war die Hand der schönen Alanna, seiner Frau.

Während Nolan der Kopf und die starke Hand der Burg war, ist Alanna immer ihr Herz und ihre Seele gewesen.

Sie hat Freude, Farbe und Lachen in ihre Ha len gebracht und erfreute sich an Musik und Festen. Du hast nie von

deiner Liebe für sie gesprochen – sie war die Braut deines Bruders

und dann seine Gemahlin –, aber du hast geschworen, sie mit deinem

Leben zu beschützen, so lte es erforderlich sein. Seit Nolans

Tod sehnst du dich danach, deine Hand nach Alanna auszustrecken

Athletik 3 Stärke 2B

und sie zu trösten, aber dein Anstand hält dich zurück und lässt

Ausdauer 4 Widerstandsfähigkeit 2B

deine Stimme schweigen. Sie scheint ohnehin ihren Trost in der

Septe gefunden zu haben, wo sie nun zu den Göttern betet.

Gewandtheit 3

Du bist selbst einmal verheiratet gewesen, aber nur kurz. Ihr

Kampf 5 Langklingen 2B, Speere 1B

Name war Shawna, ein schüchternes, junges Ding; die Tochter Kriegsführung 3

eines Hauses, das sich durch diese Verbindung erhofft hatte, die

Sprache 3 Gemeine Zunge

Gunst deines Vaters zu erlangen. Sie ist nicht einmal ein Jahr nach

Status 4

der Hochzeit bei der Geburt eures Kindes gestorben und das Kind

mit ihr. Du hast nie wieder geheiratet, wenngleich du von Zeit zu

Umgang mit Tieren 3 Reiten 1B

Zeit deine Liebeleien und Ablenkungen hattest. Stattdessen hast du Wahrnehmung 3

es vorgezogen, deine Zeit und Aufmerksamkeit dem Dienst deines

Hauses zu widmen, zuerst deinem Bruder und jetzt seinem Sohn

Rhys. Obwohl der Junge begabt ist und viel von seinem Vater hat,

weißt du, dass er dich in den kommenden Jahren brauchen wird, um

Vorteile: Geldgeber (Lord Rhys), Gesalbt,

zu dem starken Anführer und Lord zu werden, von dem du weißt,

Langklingenkämpfer I

dass er in ihm steckt.

nachteile: Makel (Diebeskunst)

Und nun kommt diese Einladung zum Turnier in Königsmund.

Normalerweise würdest du solch eine Gelegenheit begrüßen: tjosten

und dich mit den besten Rittern der Sieben Königslande messen.

Doch du hast jetzt ganz andere Sorgen und musst dich um den

jungen Lord und um Lady … oder vielmehr Septa Alanna kümmern,

die sich dazu entschieden hat, euch zu begleiten.

Rüstung

Roben, Kampfstab, Dolch samt Futteral, Maesterkette,

Schreibutensilien, zwei Raben, Beutel mit Mais,

Folianten zu den Themen Heraldik, Geschichte und

Legenden, 16 Golddrachen

Ausrüstung

Rüstungswert

5

-3

B

B

Waffe Probenwürfel Waffenschaden & Eigenschaften

Rüstungsabzug

Waffen

2W 2 Schaden; Schnell, Zweihändig

Schaden; Abwehr +1, Nebenhand +1

2W dolch ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

Plattenharnisch, Schild, Bastardschwert samt

Scheide, Turnierlanze, Sattel, Schlachtross, 16

Golddrachen

Waffen

Bewegung

3 Meter (Sprinten 10)

Waffe Probenwürfel Waffenschaden & Eigenschaften

Eigenschaften

Vorteile: Maester, Rabenmeister, Wissensfokus (Geschichte

und Legenden), Wissensfokus (Heraldik)

nachteile: Makel (Schiesskunst)

Schicksalspunkte ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏

Intrige Kampf

Intrigenverteidigung Kampfverteidigung

(+1 mIt dolch)

Gelassenheit Gesundheit

B B

B B

Fähigkeiten

Leiden Behandeln 1B,

Heilkunst 3

Verletzung Behandeln 1B

Entschlüsseln 1B,

Scharfsinn 4

Erinnerung 1B

Sprache 3 Gemeine Zunge

Sprache 2 Hochvalyrisch

Status 4

Überredung 3 Überzeugen 1B

Umgang mit Tieren 3

Wille 3

Wissen 4 Bildung 2B

10

Veletzungen ❏ ❏ ❏ ❏

Dar für den persönlichen Gebrauch kopiert werden.

Schild 5W 1 Schaden; Abwehr +2

baStardSchwert 5W+2B 4 Schaden; Vielseitig

turnierlanze 5W+1B

Schaden

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍ ❍

6 Schaden; Beritten, Langsam, Last 2,

Mächtig, Reichweite

Darf für den persönlichen Gebrauch kopiert werden.

Fähigkeiten

Eigenschaften

Schicksalspunkte ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏

Intrige Kampf

Intrigenverteidigung Kampfverteidigung

9

Verletzungen ❏ ❏ ❏ ❏

B B

B B

❏ ❏ ❏

❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏ ❏

69

Rüstung

roben

Rüstungswert

1

0

B

B

(4 In RüStunG, +2 mIt SchIld)

Gelassenheit Gesundheit

❏ ❏ ❏

9

Rüstungsabzug

Bewegung

4 Meter (Sprinten 15)

6

1 26

Rüstung

plattenharniSch

Rüstungswert

9

-5

B

B

Rüstungsabzug

Bewegung

3 Meter (Sprinten 6)

musiK-DVD/Blu-Ray

tHrougH tHe never

Interpret: Metallica | Genre:

Heavy Metal | Preis: 3D-Blu-ray ca. € 20,-

Diese Band ist schlicht der Inbegriff

des Heavy Metal. Bei Through the

Never handelt es sich aber nicht

nur um die Aufnahmen eines Konzerts,

sondern auch um einen düsteren

Film, der parallel dazu spielt:

Ein Roadie soll der Band eine Tasche

besorgen und muss dafür in

die Stadt, in der anarchistische Zustände

herrschen. Derweil gibt Metallica

auf der Bühne die Highlights

der letzten 30 Jahre zum Besten.

Hammer! Wertung: 9/10

musiK

unenDlicH

Interpret: Schandmaul | Genre:

Folkrock | Preis: ca. € 13,-

In der 15-jährigen Schaffensphase

ist Unendlich bereits das achte

Studioalnum der Mittelalter-Folk-Rock-Band

aus München.

Weiche, melodische Klänge fügen

sich zu oft fröhlichen, gelegentlich

auch melancholischen Weisen,

die zum Tanz einladen. Moderne

E-Gitarren und Schlagzeug

harmonieren gut mit Cello, Flöten

und Klavier sowie dem deutschen

Gesang – die Band bleibt ihrem

Stil treu. Wertung: 8/10

Roman

Der HunDertjäHrige,

Der aus Dem

Fenster stieg unD

verscHwanD

Autor: Jonas Jonasson | Preis: ca. € 15,-

Allan Karlsson hat Geburtstag. er

wird 100 Jahre alt! Während sich der

Bürgermeister schon auf eine medienwirksame

Feier freut, hat der Greis

andere Pläne. Er türmt aus dem Al-

tersheim, klaut einem Drogendealer

einen Koffer voll Geld und setzt sich

mit dem Bus ab. Zu dieser Rahmen-

handlung erzählt Jonasson die Lebensgeschichte

Allans, die aufregender nicht sein könnte. Der gelernte

Sprengstoffexperte trifft auf die schillerndsten Persönlichkeiten des letzten

Jahrhunderts, darunter Franco, Truman, Churchill, Stalin und Mao –

um nur einige zu nennen. Er arbeitet als Sprengstoffexperte, Kellner, wissenschaftlicher

Berater und Agent, hat dabei aber so wenig Ahnung von

Politik, dass er mitunter im Straflager landet.

Die Ereignisse sind sehr witzig geschildert, auch wenn man die historischen

Eckdaten schon kennt. Die fantastische Geschichte hat nur einen

Haken, sie wirkt arg konstruiert. Kein Mensch könnte das alles er- und

überlebt haben. Blendet man dieses Manko aus, hat man viel Spaß mit

dem Roman! Wer keine Lust hat, das Buch zu lesen, kann sich ab 20. März

auch die Verfilmung im Kino ansehen. Wertung: 8/10

Man muss nicht Captain America sein, um seinen

Schild zu tragen, wie Steve Rogers feststellen muss.

Kino

captain america:

tHe return oF tHe First avenger

Genre: Action, Abenteuer, Sci-Fi | Laufzeit: 128 Minuten | Kinostart: 27. März

In New York hat sich Steve Rogers (Chris Evans) als Captain America an

der Seite von Iron Man, Hulk und Konsorten gut geschlagen. Jetzt kehrt

er nach Washington zurück, um sich an die aktuelle Welt zu gewöhnen

– schließlich war er Jahrzehnte eingefroren. Viel Zeit bleibt ihm dafür

nicht. Als ein Anschlag auf einen Agenten von S.H.I.E.L.D. verübt wird,

kehrt Captain America in den aktiven Dienst zurück, um an der Seite von

Natasha Romanoff, auch bekannt als Black Widow (Scarlett Johannson)

eine Verschwörung aufzuklären. Dahinter steckt ein ehemaliger sowjetischer

Agent, der Winter Soldier (Sebastian Stan).

Als Vorlage dient der Comic von Marvel Captain America: The Winter

Soldier, der 2012 erschienen ist.

www.marvel.com/movies

108


EndgamE

Mit zwei Schwertern bewaffnet und von Unsterblichen

begleitet, stürzt sich Artemisia ins Gefecht.

Kino

300: rise of an empire

Genre: Action, Historiendrama, Krieg | Laufzeit: 102 Minuten | Kinostart: 6. März

Nach der Schlacht an den Thermopylen dürstet der persische Kaiser und

selbsternannte Gott Xerxes (Rodrigo Santoro) nach Rache! Er lässt seine

Truppen auf die großen Stadtstaaten Griechenlands marschieren. Das erste

Hindernis bildet Athen, das auf die Stärke seiner Flotte setzt, um die Invasoren

abzuwehren. Admiral Themistocles (Sullivan Stapleton) muss

schnell eine Allianz mit dem rivalisierenden Sparta schließen, um seine

Stadt auch auf dem Landweg verteidigen zu können. Aber selbst wenn das

Bündnis zustande kommt, ist Xerxes’ Streitmacht den Griechen an Land

wie auf dem Meer zahlenmäßig weit überlegen. Und an der Spitze der

persischen Flotte steht die gefürchtete Artemisia … Wie soll Themistocles

unter diesen Umständen sein geliebtes Athen verteidigen?

300: Rise of an Empire knüpft nahtlos an die Story von 300 an. Die 300

Spartiaten verpassten den Persern eine blutige Nase, konnten die riesige

Armee aber nicht aufhalten. Damit war der Weg nach Athen offen. Themistocles

ließ die Stadt evakuieren und verschanzte sich mit seiner Flotte

bei Salamis. Angeblich waren an der folgenden Seeschlacht über 1.000

Trieren beteiligt! Mit ihren Rammspornen versuchen sie die Rümpfe der

gegnerischen Schiffe aufzureißen, um sie zu versenken. Ähnlich eindrucksvoll

wie das größte Seegefecht der Antike dürfte der Film die Schlacht von

Plataea umsetzen. Hier trafen vermutlich knapp 40.000 Griechen, darunter

um die 5.000 Spartiaten, auf das riesige Perserheer. Da ist ein brutales

Gemetzel programmiert!

www.300themovie.com

DVD/Blu-Ray

Gravity

Genre: Drama, SciFi, Thriller | Laufzeit: 90 Minuten |

Preis: DVD ca. € 13,- | Blu-ray ca. € 17,- | 3D-Blu-ray ca € 30,-

Der routinierte Astronaut Matt Kowalski (George

Clooney) begleitet die brillante Medizintechnike-

rin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) aus dem

Shuttle auf einen Weltraumspaziergang. Doch es

kommt zur Katastrophe: Das Shuttle wird zer-

stört. Die beiden treiben hilflos durch den Weltraum, während ihr Sauerstoffvorrat

langsam zu Neige geht. Ohne Funkkontakt zur Erde sind die

Überlebenchancen gleich null. Oder gibt es doch noch einen Weg?

Die genialen Bilder versetzen den Zuschauer selbst in den Weltraum

und hinterlassen einen überirdisch schönen, aber auch extrem beängstigenden

Eindruck. Gerade in 3D ist die Atmosphäre atemberaubend. Gut,

die Story ist typisch Hollywood, aber die beiden Schauspieler verstehen ihr

Werk. Anschauen, es lohnt sich! Wertung: 8/10

Kino

Demnächst im Kino

Von Ende Februar bis April kommen weitere gute Filme ins Kino, die wir

nicht alle einzeln vorstellen können. Hier die Top 10 des Rests:

Film

Kinostart

1. Die Bestimmung 10. April

2. Pompeii 27. Februar

3. Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman 27. Februar

4. Man of Tai Chi 13. März

5. Noah 3. April

6. Snowpiercer 3. April

7. Vampire Academy 13. März

8. Devil's Due - Teufelsbrut 10. April

9. Jack Ryan: Shadow Recruit 27. Februar

10. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand 20. März

109


uffed.de EndgamE

Community

Neues aus der buffed-Community findet Ihr auf den folgenden Seiten! Außerdem gibt’s

Neuigkeiten zu Aktionen auf buffed.de!

Offline-Spaß:

Eure Lieblings-

Games als

Brettspiel

Ihr kriegt nicht genug von Eve Online oder fühlt

Euch in Azeroth daheim? Prima! Die Chancen

stehen gut, dass es das Spieleuniversum Eurer

Wahl auch analog gibt. Wie wär’s beispielsweise

mit dem WoW-Monopoly oder dem extrem

umfangreichen WoW-Brettspiel? Außerdem lest

Ihr in unserem Special über das Risiko-Spiel zu

Starcraft, das The-Witcher-Abenteuer-Brettspiel,

Eve Online Conquests und das Aufbaustrategiespiel

im Universum von Might & Magic

Heroes. on.buffed.de/1lZ1til

Zam will EuEr FEEdback Für diE HEartHstonE-datEnbank

Die Beta unserer Hearthstone-Datenbank ist

live. Über hearthstone.buffed.de könnt Ihr unser

neuestes Feature selbst nach Herzenslust

ausprobieren; mehr erfahrt Ihr auch auf Seite

88. Zur Datenbank gehört selbstverständlich

ein Deck-Builder, mit dem Ihr eigene Kartendecks

erstellt, abspeichert und mit Freunden

austauscht. Außerdem bieten wir einen Karten-Browser,

mit dessen Hilfe Ihr sämtliche Karten

in Hearthstone findet. Nicht spannend genug?

Dann probiert doch den Karten-Editor aus

und erstellt zum Spaß eigene Karten! Oder bastelt

Guides für Decks und stöbert nach Tipps

aus der Community. Eine Übersicht über Erfolge,

Quests und Weiteres ist natürlich auch vorhanden.

Vergesst dabei aber nicht, dass sich unsere

Hearthstone-Datenbank noch in der Beta

befindet! Wenn Euch Fehler auffallen oder Euch

bestimmte Features fehlen, nutzt den eingebauten

Feedback-Button oder geigt Zam (bitte

freundlich) die Meinung im Forum:

on.buffed.de/1cohqZR

110


EndgamE buffed.de

WOW-umFraGe: „KOsteNLOser LeveL-BOOst? Warum?“

Welche Klasse Würdet Ihr am ehesten sofort auf stufe 90

buffen?

Mit WoW: Warlords of Draenor erlauben Euch die Entwickler von Blizzard, einen Charakter sofort auf Stufe 90 zu buffen.

Wir wollten von Euch wissen, welche Klasse Ihr am ehesten wählen würdet. Eine Mehrheit von 14,2% hat „keine“ ausgewählt

und levelt ihre Helden lieber auf konventionelle Art. Spitzenreiter für Sofortbeförderungen sind der Druide

(10,1%), der Hexenmeister (10%) und der Mönch (9,6%). Mit gerade mal 2,2% bildet der Todesritter das Schlusslicht, was