HDTV Generationswechsel (Vorschau)
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NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2008 www.hdplustv.de Deutschland: 4,90 Österreich: 5,65 Schweiz: SFR 9,80 BeNeLux: 5,80<br />
Italien, Spanien, Slowenien: 6,60 Griechenland: 7,50<br />
NEUES | INHALTE | WISSEN | KAUFBERATUNG<br />
Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino<br />
100 LCD-<br />
UND PLASMA-<br />
TVS AUF<br />
EINEN BLICK<br />
BLU-RAY-PLAYER<br />
Panasonic schlägt sie alle<br />
<strong>Generationswechsel</strong><br />
Ultra-Slim-TVs verändern die Fernsehwelt<br />
Philips LED-Lux-LCD im großen Testbericht<br />
TV EINSTELLEN<br />
In wenigen Schritten zur<br />
richtigen Abstimmung<br />
3-D-FERNSEHEN<br />
Der Traum wird Realität<br />
HEIMKINO PUR<br />
Klanggenuss von Marantz und Denon<br />
Sony-Projektor mit Xenon-Lampe<br />
BLU-RAYS, SPIELE UND<br />
TV-HÖHEPUNKTE IN HD
Der erste Fernseher der Welt,<br />
der Welten verbindet.<br />
Ein <strong>HDTV</strong>-Gerät, vernetzt wie ein Computer. Das ist Loewe Connect.<br />
Schließen Sie Ihre Digitalkamera oder Ihren MP3-Player an, greifen Sie<br />
per LAN oder W-LAN auf Ihren PC zu. Entdecken Sie, was nur Loewe<br />
und Sie können: auf www.loewe.de
EDITORIAL<br />
Überraschung, Überraschung<br />
Es war ein wenig wie Weihnachten, als die Flachbild-TV-<br />
Anbieter die neuen Produkte für das Endjahresgeschäft<br />
präsentierten. Obwohl sämtliche Hersteller die Produktion<br />
von flacheren, LED-betriebenen LCDs lange bestritten,<br />
ist die Katze endlich aus dem Sack. Bis Ende des Jahres<br />
dürfen Sie bildschöne, schlanke, energiesparende und in<br />
der Bildqualität deutlich bessere LCD-Fernseher bestaunen.<br />
Den Anfang des technischen Wettstreits eröffnet in<br />
diesem Monat Philips mit dem ersten 100-Hertz-LED-LCD.<br />
Alle Blu-ray-Fans, die nach dem Ende der HD DVD den<br />
Siegeszug des Formates erwarteten, wurden von der<br />
europäischen Blu-ray Group auf den Boden der Tatsachen<br />
zurückgeholt. Das Format erfreut sich zwar wachsender Beliebtheit, doch der Durchbruch<br />
wird vermutlich erst im kommenden Jahr gelingen. Panasonic zeigt mit dem<br />
Blu-ray-Player „DMP-BD35“ schon einmal, wie das Format trotz günstiger Preise<br />
präsentiert werden sollte.<br />
Für den Aufreger des Monats sorgten die öffentlich-rechtlichen Sender. Mit einer inhaltlich<br />
einseitigen Berichterstattung wurde pünktlich zur IFA die aktuelle Generation<br />
der Flachbildfernseher schlechtgeredet. Die Schlussfolgerung des ARD-Artikels: Nicht<br />
die mangelhafte Qualität der eigenen Ausstrahlung bedingt die unschönen Bildfehler,<br />
sondern die durchwachsene Bilddarstellung bei LCDs und Plasmas. Dass die<br />
Qualität der ersten <strong>HDTV</strong>-Testausstrahlung noch mit argen Problemen zu kämpfen<br />
hatte, verschweigen wir an dieser Stelle und wünschen Ihnen stattdessen viel Spaß<br />
beim Lesen dieser hoffentlich nicht einseitigen Lektüre.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
CHEFREDAKTEUR<br />
Anzeige
IN DIESER AUSGABE<br />
NEUES<br />
Schlanke Versuchung<br />
fürs Wohnzimmer<br />
Ultra-Slim-Fernseher und weitere<br />
Produktneuheiten im Überblick<br />
INHALTE<br />
Filmhöhepunkte auf<br />
Blu-ray<br />
Von Maschinen und Monstern: „Iron<br />
Man“, „Cloverfield“ u.v.a.m.<br />
WISSEN<br />
Feintuning für Ihren<br />
Flachbild-TV<br />
Schritt für Schritt zum natürlichen Bild<br />
7<br />
26 37<br />
Als die Bilder fliegen<br />
lernten<br />
Dreidimensionale Bilderzeugung im Fokus:<br />
Kommt der 3-D-Fernseher wirklich?<br />
Programmhöhepunkte<br />
in <strong>HDTV</strong><br />
Eine Spinne gefangen im eigenen Netz:<br />
„Spider-Man 3“ auf Premiere HD<br />
Mit oder ohne Kabel:<br />
HDMI hinterfragt<br />
Die moderne Schnittstelle auf dem Prüfstand:<br />
Sind teure Kabel wirklich besser?<br />
16<br />
34<br />
40<br />
06 // Kommentar<br />
07 // Produktneuheiten<br />
14 // Sony auf der GC 2008<br />
16 // 3-D-Fernsehen<br />
STANDARDS<br />
03 // Editorial<br />
90 // Testübersicht<br />
93 // Anschlusstabelle<br />
94 // Marktübersicht/Inserenten<br />
96 // Frequenzen aller <strong>HDTV</strong>-Sender<br />
98 // <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />
22 // Kommentar<br />
23 // Neue Spiele in HD:<br />
„Too Human“<br />
„Star Wars–The Force Unleashed“<br />
„Infinite Undiscovery“<br />
26 // Blu-ray-Tests<br />
„Iron Man“<br />
„Cloverfield“<br />
„Nightmare Before Christmas“<br />
„Zodiac“ u.v.a.m.<br />
34 // <strong>HDTV</strong>-Höhepunkte<br />
36 // Kommentar<br />
37 // Bildeinstellung für Einsteiger<br />
40 // Hintergrund: HDMI-Schnittstelle<br />
43 // Multifunktionale Steuerungslösungen<br />
46 // Audioeinmessung selbst gemacht<br />
48 // Bildschärfe bei Bewegungsdarstellung<br />
50 // Vollbilder kontra Halbbilder<br />
52 // Einstellungshilfen aller getesteten Geräte<br />
4 www.hdplustv.de<br />
Titelbild: Activision, Concorde, Denon, Marantz, Panasonic, Philips, Sony, Warner Bros.
KAUFBERATUNG<br />
Kontrastwunder<br />
Philips‘ LED-Lux-LCD im Test: Liefert der „42PFL9803“ das beste Bild der Welt?<br />
55<br />
<br />
<br />
<br />
Highlight und Testsieger<br />
nuBox 311 Set <br />
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1054,-<br />
nuBox 311 Set <br />
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1104,-<br />
„Sexy Design“<br />
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nuBox 511 Set <br />
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1874,-<br />
Günstiger und besser<br />
Denon, Panasonic und Samsung mit neuen<br />
Blu-ray-Playern – der kleinste gewinnt<br />
72<br />
Scharf, schärfer, Sony<br />
HD-Camcorder „HDR-CX11E“ liefert beeindruckende<br />
Bilder<br />
74<br />
„Echtes Schnäppchen“<br />
<br />
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nuLine WS-12 Set <br />
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1756,-<br />
250,-<br />
54 // Kommentar<br />
55 // Philips LED-LCD „42PFL9803“<br />
58 // Sony Projektor „VPL-VW200“<br />
60 // Panasonic Blu-ray-Player „DMP-BD35“<br />
62 // Samsung Blu-ray-Player „BD-P1500“<br />
64 // Denon Blu-ray-Player „DVD-2500BT“<br />
66 // <strong>HDTV</strong>-Receiver Nanoxx „9500HD-C“<br />
68 // <strong>HDTV</strong>-Receiver Inverto „Scena 5“<br />
70 // <strong>HDTV</strong>-Receiver Ferguson „FK-8500 HD“<br />
72 // HD-Camcorder Panasonic „HS100“<br />
74 // HD-Camcorder Sony „HDR-CX11E“<br />
76 // Marantz Vor-, Endstufe „AV8003“,<br />
„MM8003“<br />
80 // Denon Audioreceiver „AVR-2809“<br />
82 // Samsung Blu-ray-Komplettset „HT-BD2“<br />
84 // Dali „Mentor“ 5.1-Lautsprecher<br />
86 // Jamo „A 400“ 5.1-Lautsprecher<br />
Besser zu zweit<br />
Marantz Vor- und Endstufe bietet Klangfarben<br />
satt<br />
Inhalt: Auerbach Verlag, Burosch, Charisma, Marantz, Panasonic, Paramount, Philips, Seereal, Sony, Sony Pictures<br />
76<br />
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Referenz-Set<br />
nuLine 82 Set <br />
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Ehrliche Lautsprecher<br />
2559,-<br />
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0800-6823780
NEUES<br />
Schlankheitskur<br />
LCD-Fernseher werden endlich flach<br />
Christian Trozinski<br />
Chefredakteur<br />
Mehr vom Bild<br />
Projektorenanbieter steigern Bildkontrast<br />
Spieltrieb<br />
Sony auf der Games Convention 2008<br />
Erlebniswelt<br />
Ein Blick in die Zukunft des Fernsehens<br />
Im letzten Monat habe ich die IFA-<br />
Leitung samt den Ausstellern kritisiert,<br />
in diesem Monat muss ich alle<br />
Beteiligten loben: Es war mit Abstand<br />
die beste, bunteste, abwechslungsreichste<br />
und interessanteste Messe<br />
der letzten Jahre. Leider habe ich bei<br />
meinem viertätigen Aufenthalt eines<br />
vermisst: Sie! Anscheinend haben die<br />
wenig einladenden Messestände der<br />
Vorjahre Eindruck hinterlassen, anders<br />
kann ich mir nicht erklären, wie<br />
selbst am Sonntag kaum eine Menschenseele<br />
im Sommergarten oder<br />
an den zahlreichen Ständen anzutreffen<br />
war, die nicht ein Fachbesucherschild<br />
trug. Natürlich bildete die Wetterlage<br />
samt Ferienende nicht gerade<br />
den besten Rahmen für einen Besuch<br />
im Irrgarten aus Beton, schade fand<br />
ich es trotzdem, denn die Anbieter<br />
zeigten mit einer einfallsreichen<br />
Produktpalette Mut zur Innovation.<br />
Sollte sich das rundum zufriedenstellende<br />
Klima der Branche im nächsten<br />
Jahr positiv auf die Besucherzahlen<br />
niederschlagen, wäre nicht nur<br />
hinsichtlich der Themen <strong>HDTV</strong> und<br />
Blu-ray der Knoten geplatzt. Selbst<br />
die GEZ-finanzierten Sendeanstalten<br />
werden hoffentlich mit dem neuen<br />
Bildstandard werben, anstatt wie in<br />
jüngster Zeit mit fragwürdiger Polemik<br />
dagegen zu wettern.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Epson, Philips, Sony Computer Entertainment<br />
6 www.hdplustv.de
NEUES<br />
Anspruch und<br />
Wirklichkeit<br />
<strong>HDTV</strong> ist in aller Munde und die TV-Hersteller steigern<br />
mit technischen Innovationen die Bildschärfe und Bewegungsdarstellung.<br />
Dass der Durchbruch aber noch auf<br />
sich warten lässt, war auch auf der IFA 2008 zu spüren.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Der erste erhältliche 200-Hertz-Fernseher von Sony<br />
sorgt für eine beeindruckende Bildschärfe und heißt<br />
schlicht „KDL-40Z4500“.<br />
Bilder: ARD, Panasonic, Sony, Stock.xchng<br />
Der Titel „Erster 200-Hertz-Fernseher“<br />
schmückte sowohl Samsungs als auch<br />
Sonys IFA-Stand, doch nur der japanische<br />
Hersteller veröffentlicht in diesem Jahr ein<br />
fertiges Produkt. Der Sony „KDL-40Z4500“ verdoppelt<br />
die bislang üblichen 100 bzw. 120 Bilder<br />
pro Sekunde und erzeugt damit um 50 Prozent<br />
verringerte Nachzieher bei Bewegungen. Sollte<br />
es Sony gelingen, die zusätzlich berechneten<br />
Zwischenbilder exakt darzustellen, liefert der<br />
40-Zoll-LCD-TV für 2199 Euro die schärfste Bewegtbildwiedergabe<br />
in diesem Jahr.<br />
Zwischen Fernseher und dem Zuschauer steht<br />
meist ein Element, das besondere Berührungsängste<br />
mit der Technik schürt: die Fernbedienung.<br />
Statt einer Steuerung via Tastendruck<br />
zeigten Lösungsansätze mit berührungsempfindlicher<br />
Oberfläche oder Gestenerkennung<br />
den spielerischen Umgang mit komplexen Eingabebefehlen.<br />
Langsam aber stetig<br />
Statt einen beispiellosen Siegeszug auf das internationale<br />
Parkett der IFA 2008 hinzulegen,<br />
konnte das Thema Blu-ray nur bedingt überzeugen.<br />
Zwar bieten viele Hersteller mindestens ein<br />
aktuelles Abspielgerät und nahezu alle Fernseher<br />
wurden auf der Messe mit Bildern von Bluray-Playern<br />
gespeist, doch aufsehenerregend<br />
waren die Demonstrationen nicht. Größere<br />
Wellen schlug hingegen der Auftritt Monica<br />
Juniels, ihres Zeichens Werbestrategin des Filmstudios<br />
Warner. Mit deutlichen Worten drückte<br />
sie ihre Unzufriedenheit über die Film- und<br />
Player-Verkäufe aus und prangerte die enttäuschenden<br />
Präsentationen im Fachhandel an. Auf<br />
Rückfragen, weshalb gerade Warner bei den<br />
eigenen Filmen auf die maximale Bilddatenrate<br />
sowie synchronisierte HD-Tonspuren verzichte,<br />
entgegnete sie zurückhaltender: „Wir arbeiten<br />
daran.“<br />
Panasonic und Sony gehörten zu den wenigen<br />
Anbietern, die dem Format größere Aufmerksamkeit<br />
schenkten. Für den deutschen Markt<br />
interessant sind die günstigen Panasonic-Bluray-Player<br />
„DMP-BD35“ (349 Euro) und „BD55“<br />
(499 Euro). Besonders das kleinere Modell überrascht<br />
mit Profile-2.0-Unterstützung sowie allen<br />
HD-Decodern. Der „DMP-BD55“ bietet zusätzlich<br />
einen analogen Mehrkanal-Tonausgang. In<br />
Anbetracht der verschwindend geringen Anzahl<br />
an <strong>HDTV</strong>-Sendern in Deutschland glich die Ankündigung<br />
des ersten Blu-ray-Rekorders von<br />
Panasonic einer offenen Kritik an den hiesigen<br />
Programmanbietern. Statt in Deutschland erscheint<br />
das Produkt ausschließlich in Frankreich,<br />
um den Zuschauern die HD-Aufzeichnung über<br />
DVB-T zu ermöglichen. Neben dem Blu-ray-<br />
Brenner integriert der Hersteller eine 500-GB-<br />
Festplatte, SD-Kartenleser und Doppeltuner für<br />
DVB-T. Natürlich kann der Rekorder auch als<br />
reiner Blu-ray-Player genutzt werden und bietet<br />
die vom „DMP-BD50“ bekannten Decoder, Bildverbesserer<br />
und eine Internetunterstützung für<br />
BD-Live. Sonys neuer Stern am Player-Himmel<br />
ist der „BDP-S5000ES“. Statt eines günstigen<br />
Verkaufspreises offeriert der Koloss eine umfangreiche<br />
Bildnachbearbeitung, sämtliche Audiodecoder<br />
und eine edle Verarbeitung. Ebenso<br />
integriert ist ein Netzwerkanschluss und BD-<br />
Live-Funktionalität.<br />
ARD schießt Eigentor<br />
Wenige Tage vor dem Start der IFA präsentierte<br />
die durch öffentliche Gelder finanzierte ARD<br />
einen inhaltlich einseitigen Internetbericht zum<br />
Thema Flachbildfernseher und <strong>HDTV</strong>. Beschreibungen<br />
wie: „Der Fernseher der Zukunft (LCD<br />
und Plasma, Anm. d. Red.) entpuppte sich als<br />
schwammige und flimmernde Mattscheibe<br />
mit verzerrter Schrift und schlechtem Bild“,<br />
oder: „Die neue Technik, die die gewünschten<br />
scharfen Bilder im HD-Format möglich macht,<br />
kommt erst 2010 ins Haus. (Man kann) immer<br />
noch auf den guten, alten Röhrenbildschirm<br />
zurückgreifen“, stehen im krassen Gegensatz<br />
zu den aktuellen technischen Fortschritten und<br />
globalen Marktentwicklungen. Auch ein Bildvergleich<br />
anhand des ARD-Logos geriet irreführend,<br />
weshalb der Artikel einzig zeigte, dass der<br />
Sender den verspäteten <strong>HDTV</strong>-Start 2010 kaum<br />
noch zu rechtfertigen weiß.<br />
Edel statt günstig: Sonys Blu-ray-Player „BDP-S5000ES“<br />
richtet sich mit tadelloser Verarbeitung und erstklassiger<br />
Bild- und Tonqualität an echte Genießer.<br />
Schelte für Deutschland: Panasonics Blu-ray-Rekorder<br />
„DMR-BW500“ erscheint mangels <strong>HDTV</strong>-Ausstrahlung<br />
nur in Frankreich.<br />
Ein computergeneriertes Logo (links) und abfotografiertes<br />
PAL-Bild (rechts) soll laut ARD die schlechte<br />
Bildqualität bei LCDs und Plasmas verdeutlichen.<br />
Neues | HD+TV | 6.2008 7
NEUES<br />
Die nächste<br />
Generation<br />
Zur IFA 2008 präsentierten die Hersteller<br />
brandneue Fernseher, die technisch und optisch<br />
einen deutlichen Schritt nach vorn machen.<br />
Hauchdünne Fernseher sind in diesem<br />
Jahr kein Zukunftsmärchen, sondern Realität.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Mitte 2009 will Loewe anspruchsvollen Zuschauern beweisen, dass Bild und<br />
Ton trotz flacher Bauweise überzeugen können. Das Media-Center der<br />
„Reference“-Linie unterstützt auch Blu-ray<br />
Sharp kombiniert in der „XS1“-Serie modernste LED-Hintergrundbeleuchtung,<br />
ein zweieinhalb Zentimeter flaches<br />
Gehäuse und hochwertige Materialien<br />
Bilder: Loewe, Panasonic, Philips, Sony, Sharp<br />
8 www.hdplustv.de
NEUES<br />
LCD-Fernseher mit schmalem Gehäuse<br />
entwickeln sich zum echten Trend: Bautiefen<br />
zwischen einem und fünf Zentimetern<br />
erleichtern die Wandmontage sowie<br />
den Transport, denn flache Fernseher wiegen<br />
nur die Hälfte im Vergleich zu bisherigen Modellen<br />
gleicher Größe. Statt alle Funktionen in<br />
ein Gerät zu integrieren, statten die Hersteller<br />
ihre Displays mit externen Boxen für die Bildund<br />
Stromzufuhr aus.<br />
Falls Sie bislang alle Kabel externer Geräte wie<br />
Sat-Receiver oder Blu-ray-Player zum Fernseher<br />
führen, müssen Sie in Zukunft lediglich kurze<br />
Strecken bis zur Media-Box überbrücken, die<br />
im Idealfall bei den Signallieferanten aufgestellt<br />
wird. In technischer Hinsicht bieten die „abgespeckten“<br />
LCD-Fernseher ansonsten keine Vorteile<br />
zu bisherigen Modellen.<br />
Sharps Premiumserie „XS1“ verknüpft als einzige<br />
Baureihe in diesem Jahr die flache Bauweise<br />
mit fortschrittlicher partieller LED-Hintergrundbeleuchtung.<br />
Dadurch ist eine sehr gute<br />
Schwarzdarstellung samt hohen Bildkontrasten<br />
trotz des modernen Designs keine Illusion<br />
mehr. Statt weißer LEDs nutzt Sharp eine RGB-<br />
LED-Schaltung, um besonders farbechte Bilder<br />
zu garantieren. Eine Gewichtersparnis bieten<br />
Sharps „XS1“-Modelle in den Bildgrößen 65,<br />
52 und 42 Zoll allerdings nicht. Die aus gebürstetem<br />
Aluminium gefertigte robuste Rahmenkonstruktion<br />
und Haptik des Fernsehers suchen<br />
dagegen ihres gleichen. Dies könnte ferner für<br />
den Verkaufspreis gelten, denn Angaben hierzu<br />
wurden bislang noch nicht gemacht. Wie<br />
bei den Ultra-Slim-Modellen der Konkurrenz<br />
übermittelt eine externe Box die eingehenden<br />
Signale. Der unterhalb des LED-LCDs angebrachte<br />
Lautsprecher greift auf Pioneer-Technologie<br />
zurück und sorgt für eine druckvolle<br />
Klangkulisse. Für Fernsehfreunde interessant:<br />
Die „XS1“-Modelle haben sämtliche Digitaltuner<br />
bereits integriert.<br />
Die Konkurrenz schläft nicht<br />
Keine LED-Hintergrundbeleuchtung, aber<br />
schlanke Gehäusemaße mit einer Bautiefe von<br />
vier Zentimeter zeigt Philips mit der „Essence“-<br />
Serie. Die Verarbeitung ist dank des Aluminiumrahmens<br />
erstklassig und das Design gefällt<br />
durch seine Zurückhaltung. Mit einem Gewicht<br />
von 17 Kilogramm ist der 42-Zoll-LCD ein echtes<br />
Leichtgewicht und eignet sich hervorragend für<br />
eine Wandmontage. Bei der Bildqualität sollte<br />
das Niveau der 9700er-Serie eingehalten werden.<br />
Einziger Wermutstropfen: Das markentypische<br />
Ambilight fehlt beim Bilderrahmen-TV.<br />
Dafür ist der Verkaufspreis für das 42-Zoll-Modell<br />
inklusive Standfuß und Lautsprecher fair<br />
bemessen: 2 500 Euro kostet der Einstieg in die<br />
Welt der Bilderrahmen-TVs.<br />
Den Weltrekord bei flachen LCD-TVs dürfte<br />
Sonys LCD-Fernseher „KDL-40ZX1“ aufstellen.<br />
Am Randbereich misst die Gehäusetiefe nur<br />
noch einen Zentimeter, im Mittenbereich steigt<br />
die Bautiefe jedoch sichtbar an. Die Hintergrundbeleuchtung<br />
besteht zwar aus LEDs, allerdings<br />
liegen die Leuchtdioden nur in geringer<br />
Anzahl vor und sind nicht unabhängig voneinander<br />
dimmbar. Durch die Anbringung der LEDs<br />
an den Randbereichen zeigte das präsentierte<br />
Modell noch Schwächen: Ein heller Rahmen war<br />
deutlich an den Bildkanten sichtbar. Neben einer<br />
Kabellösung für die externe Anschlussbox<br />
empfängt der Fernseher HD-Signale bis 1 080i<br />
drahtlos. Preislich rangiert der flachste LCD seiner<br />
Klasse deutlich oberhalb seiner Mitbewerber,<br />
bislang veranschlagt Sony über 4 000 Euro<br />
für das 40-Zoll-Modell.<br />
Samsungs „Serie 8“ baut technisch auf der<br />
erfolgreichen „Serie 6“ auf und zeigt dank Internetverbindung<br />
aktuelle Börsen-, Nachrichten-<br />
und Wetterdaten auf Knopfdruck. Preislich<br />
beginnt der Einstieg bei 2 500 Euro (40 Zoll) und<br />
endet bei 3 699 Euro (52 Zoll). Mit superschlanken<br />
4,4 Zentimeter wirkt die „Serie 8“ deutlich<br />
graziler als vergleichbare Samsung-LCDs. Speziell<br />
das Topmodell mit 52-Zoll-Bilddiagonale<br />
wird so zum Blickfang für das Wohnzimmer.<br />
Zukunftsvision 2009<br />
Das zierlichste Display der Welt ist Sonys erster<br />
OLED-Fernseher: Lediglich drei Millimeter<br />
misst die Rahmentiefe, die Bilddiagonale ist mit<br />
knapp 28 Zentimetern allerdings ebenso eingeschränkt.<br />
Der Verkaufspreis von über 2 500 Euro<br />
wird vermutlich nur wenige dazu bewegen, der<br />
Zukunftstechnologie bereits im Januar 2009 die<br />
Treue zu schwören.<br />
Ebenfalls im kommenden Jahr veröffentlicht<br />
Loewe die Antwort auf alle Design-Fragen. Die<br />
„Reference“-Linie vereint flache Lautsprecher<br />
auf Elektrostatenbasis, Multimedia-Center und<br />
ein sechs Zentimeter dünnes 52-Zoll-LCD (Tuner<br />
plus Festplatte inklusive). Statt auf Sharp-LED-<br />
LCD-Panels zurückzugreifen, nutzt Loewes „Reference“-Serie<br />
weiterhin eine konventionelle<br />
Hintergrundbeleuchtung.<br />
Design kontra Kosten<br />
Die flachsten LCD-Fernseher aller Zeiten stehen<br />
pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bereit.<br />
Überraschend vielseitig präsentieren nahezu<br />
alle Hersteller mindestens ein Produkt, das die<br />
Gehäusetiefe und das Gewicht signifikant zum<br />
Vorjahresmodell reduziert. Dennoch bleibt der<br />
Trend zu schlanken Geräten zunächst den Zahlungswilligen<br />
unter Ihnen vorbehalten, denn<br />
Preisaufschläge von teilweise 100 Prozent verdeutlichen<br />
den Prestige-Anspruch.<br />
Eine bessere Bildqualität liefern die schlanken<br />
Fernseher, mit Ausnahme des Sharp-Modells,<br />
gegenüber den „normalen“ LCDs nicht. Wer<br />
auf der IFA jedoch ausschließlich die schmalen<br />
Fernseher zu Gesicht bekam, stellte erschrocken<br />
fest, dass „schlank“ weit mehr bedeutet als ein<br />
kurzfristiger Trend und der Design-Fokus der<br />
Industrie keineswegs einen ungesunden Beigeschmack<br />
trägt.<br />
Philips reduziert mit dem 42-Zoll-LCD „Essence“ Bautiefe<br />
und Gewicht. Eine externe Box liefert die Bilddaten<br />
und Stromzufuhr.<br />
Sonys „KDL-40ZX1“ ist am Randbereich schmal wie<br />
eine Blu-ray-Hülle. Zur Mitte steigt die Bautiefe auf<br />
knapp drei Zentimeter an.<br />
Flacher geht es kaum noch: Sonys OLED-Fernseher ist<br />
drei Millimeter dünn, aber nur 11 Zoll groß.<br />
Während schlanke LCD-Fernseher bereits Realität sind,<br />
zeigen Plasma-Anbieter wie Panasonic und Pioneer in<br />
diesem Jahr ausschließlich Prototypen.<br />
Neues | HD+TV | 6.2008 9
NEUES<br />
Heimkinotrends<br />
Für Heimkinoliebhaber hielt die IFA 2008 ein paar<br />
besondere Höhepunkte bereit. So zeigten Hersteller<br />
von Projektoren durch die 100-Hertz-Bildverarbeitung<br />
noch schärfere Filmdarstellungen. Anwenderfreundliche<br />
Lösungen für Bild und Ton erfreuten wiederum<br />
Einsteiger und Profis.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Onkyos „TX-<br />
NR906“ (oben),<br />
Yamahas „DSP-Z7“<br />
(Mitte) und Harman<br />
Kardons „AVR 755“<br />
(unten) bieten zeitgemäße<br />
Videoverarbeitung<br />
und<br />
aktuelle HD-Audiodecoder<br />
„Star Wars“ lässt grüßen: Sonys Lautsprecher<br />
„Sountina“ verblüfft mit ungewohntem<br />
Design und 360-Grad-Klangfeld.<br />
Beim Preis von 10 000 Euro wird die<br />
Macht aber nicht mit allen sein<br />
Bilder: Epson, Harman Kardon, JVC, Onkyo, Panasonic, Revox, Sony, Yamaha<br />
10 www.hdplustv.de
NEUES<br />
Wie jedes Jahr präsentierten die<br />
Heimkinoanbieter ihre aktuellen<br />
LCD-Produkte. Epson und Panasonic<br />
verbessern neben dem Bildkontrast die<br />
Bewegungsschärfe. Wie bei LCD-Fernsehern<br />
minimieren neu errechnete Zwischenbilder<br />
Nachzieheffekte oder erzeugen flüssigere Bewegungsabläufe.<br />
Epson überarbeitete zudem<br />
die Echtzeitblende und das Gehäuse, wodurch<br />
die Bildqualität des „TW-5000“ (2 999 Euro) gesteigert<br />
und das Betriebsgeräusch gesenkt wurde.<br />
Ein „HQV“-Bildprozessor wertet eingehende<br />
Quellen effizient auf.<br />
Weitaus beeindruckender als theoretische Zahlenspiele<br />
bei den Kontrastangaben empfanden<br />
wir Panasonics einfache wie geniale Lösung,<br />
dem Kinoformat gerecht zu werden. Mit dem<br />
LCD-Projektor „PT-AE3000“ ist die formatfüllende<br />
Darstellung von Filmen nur einen Tastendruck<br />
entfernt. Zunächst installieren Sie<br />
eine Leinwand im 21 : 9-Format im Heimkino.<br />
Im zweiten Schritt richten Sie das 16 : 9-Bild<br />
des Projektors in der Höhe passgenau ein und<br />
speichern die Werte der motorisierten Optik ab.<br />
Zuletzt vergrößern Sie das Bild, bis die schwarzen<br />
Balken außerhalb der Leinwand liegen und<br />
speichern das angepasste Bild ein zweites Mal<br />
ab. Nun reicht ein Tastendruck auf das jeweilige<br />
Bildformat und der Projektor passt vollautomatisch<br />
Schärfe, Vergrößerung und Format Ihrer<br />
Leinwand an. Mit einer vollständig motorisierten<br />
Optik, erweiterten Bildeinstellungen zur Farbjustierung<br />
und einem überarbeiteten Gehäuse will<br />
JVC mit den „HD350“ (5 999 Euro) und „HD150“<br />
(3 999 Euro) getauften Nachfolgern die Erfolge<br />
des „HD1“ und „HD100“ wiederholen.<br />
Tonmeister<br />
Mit insgesamt 33 Neuheiten schmückte Yamaha<br />
den eigenen Stand. Das für Heimkinoenthusiasten<br />
wohl interessanteste Gerät ist der AV-Receiver<br />
„DSP-Z7“ für 2 499 Euro. Dieser schließt<br />
gekonnt die Lücke zwischen oberer Mittelklasse<br />
und High-End-Bereich und bietet integrierte<br />
Netzwerkfunktionalität, zwei simultan nutzbare<br />
HDMI-Ausgänge, eine digitale Videobearbeitung<br />
sowie verbesserte Autoeinmessung.<br />
Bei Denon blieb dank umfangreicher Neuheiten<br />
kein Auge trocken. So können sich Heimkinofreunde<br />
über ein breit angelegtes Produkt-<br />
Upgrade freuen. Für Nutzer des „AVR-3808“<br />
oder „AVR-4308“ steht die Implementierung<br />
von Audyssey Dynamic Volume und Audyssey<br />
MultEQ bereit. Die netzwerkfähigen Boliden<br />
„AVP-A1HD“ und „AVC-A1HD“ profitieren<br />
ebenfalls von Audyssey Dynamic Volume, um<br />
unterschiedliche Signalpegel automatisch anzugleichen.<br />
Dieses Feature unterstützt auch<br />
Harman Kardons „AVR 755“ dank Integration<br />
von Dolby Volume. Mit reichhaltiger Videooptimierung<br />
und modernerer Optik schickt der<br />
neue Bolide das Vorgängermodell „AVR 745“ in<br />
Rente. Onkyo überraschte zur diesjährigen IFA<br />
mit prall gefüllten Audioreceivern zum kleinen<br />
Preis. So wurde das obere Ende der Produktpalette<br />
um die zwei Audio-Video-Giganten „TX-SR<br />
876“ und „TX-NR 906“ erweitert. Die mit der<br />
ISF-Bildkalibrierung ausgerüsteten Heimkinoverstärker<br />
können jedes anliegende Videosignal frei<br />
bearbeiten und abspeichern.<br />
Klang mal anders<br />
Der Installations- und Audiospezialist Revox<br />
präsentierte neben raffinierten Einbausystemen<br />
für das vernetzte Heim den Prototypen<br />
„Re:system M100“. Das modular aufgebaute<br />
System, das aus einer CD-/DVD-Grundeinheit<br />
besteht, kann nahtlos mit unterschiedlichen Modulen,<br />
wie einem Blu-ray-Laufwerk, erweitert<br />
werden. Das vielversprechende Baukastensystem<br />
kommt 2009 in den Handel. Zu guter Letzt<br />
konnte am Sony-Stand einer der ausgefallensten<br />
Lautsprecher der letzten Jahre begutachtet werden.<br />
Die „Sountina“ getaufte Lichtsäule richtet<br />
sich vorrangig an Ausstellungs- und Verkaufsräume,<br />
würde aber auch im modernen Wohnzimmer<br />
eine gute Figur machen – wenn nur der<br />
Preis von knapp 10 000 Euro nicht wäre.<br />
Wächst mit den Ansprüchen: Das modulare Revox System<br />
„Re:system M100“ kann beliebig mit Funktionseinheiten<br />
erweitert werden.<br />
Kinobilder ohne schwarze Balken: Die vollautomatische<br />
Formatanpassung des Panasonic „PT-AE3000“<br />
macht Kinoträume wahr.<br />
Neues Gehäuse, bewährte Technik: JVC überarbeitet<br />
in diesem Jahr Benutzerführung und Design. Die technischen<br />
Daten blieben fast unverändert erhalten.<br />
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NEUES<br />
Hinter den Kulissen<br />
Nicht immer drehte sich die IFA-Welt um Blu-ray, Fernseher und Heimkinotechnik.<br />
Neben reichlich Prominenz gab es kleine Geschichten, die so wohl nur das Leben<br />
schreiben kann. Vorhang auf für die unterhaltsamen und nicht ganz ernst gemeinten<br />
Momente der IFA 2008.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Versteigerung unmöglich: Das<br />
Pflichtbewusstsein der Reinigungskraft<br />
war stärker<br />
Tarnung geglückt: Auerbach-<br />
Mitarbeiter infiltrierten die<br />
Hochburg der HD-Verweigerer<br />
Kurt Krömers Gesicht spricht<br />
Bände: Das hochauflösende Fernsehen<br />
lässt weiter auf sich warten<br />
Trotz toller Programme und zahlreicher<br />
Produkthighlights blieb<br />
der Besucheransturm aus<br />
Monica Juniel (Warner) sprach<br />
Klartext und ließ am Blu-ray-Format<br />
kein gutes Haar<br />
Auf den Pressekonferenzen wurde<br />
meist jedes Wort abgelesen,<br />
spontane Reden Fehlanzeige<br />
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Fernseher<br />
„Ist der nicht ziemlich klein?“<br />
„Nein, nein, wenn Sie direkt davor<br />
sitzen, wird das Bild so groß“<br />
Sonys IFA-Stand verblüffte mit<br />
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NEUES<br />
Time To Say<br />
Goodbye<br />
Zum letzten Mal strömten Gamer aus der<br />
ganzen Welt nach Leipzig, um auf dem Messegelände<br />
der Games Convention die Spieleneuheiten<br />
des Jahres anzutesten. Während sich<br />
viele Anbieter in Zurückhaltung übten, sorgte<br />
vor allem Sony dafür, dass der Abschluss in<br />
einem Feuerwerk mündete.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Die Oberfläche von „Play TV“: Zeitversetztes<br />
Fernsehen ist ebenso möglich wie die Multibildvorschau<br />
für 28 Sendungen<br />
Bilder: Games Convention Leipzig, Sony<br />
14 www.hdplustv.de<br />
Mit der „Play TV“-Erweiterung (links) für 99 Euro wird die Playstation 3<br />
zum TV-Empfänger. Die neue PSP 3000 (oben) bietet einen verbesserten<br />
Bildschirm samt Mikrofon
NEUES<br />
Seit 2002 gehört die Games Convention<br />
nicht nur hierzulande, sondern auch<br />
weltweit zu den größten und erfolgreichsten<br />
Spielemessen. Während ihrer sechsjährigen<br />
Geschichte konnte sie sich gegenüber<br />
Fachmessen wie der E3 in Los Angeles durchsetzen<br />
und rangiert hinter der Tokyo Game<br />
Show auf Platz zwei der Publikumsmessen für<br />
Games. Im kommenden Jahr übernimmt die<br />
GamesCom in Köln das Ruder von Europas<br />
Spielemesse Nummer eins. Sony bedankte sich<br />
bei den Leipzigern mit einer amüsanten Aktion:<br />
Passend zum innovativen Baukastenspiel „Little<br />
Big Planet“ zierte neben einer bemalten Hausfassade<br />
eine überlebensgroße Figur des Spiels<br />
das Stadtzentrum.<br />
Herzlicher Empfang<br />
Statt einer hermetisch abgeriegelten Showbühne<br />
und den hochmütigen Auftritten der<br />
Vergangenheit stellte Sonys Europa-Chef David<br />
Reeves im offenen, fast lockeren Umfeld klar:<br />
„Wir haben Fehler gemacht, doch wir haben<br />
daraus gelernt.“ Anhand eines Zitats von Bob<br />
Dylan gestand er sogar ein, dass Sony im Spielemarkt<br />
derzeit nur die dritte Geige spielt, doch<br />
wie im Song „The Times They Are A-Changin‘“<br />
soll aus dem derzeitigen Verlierer der zukünftige<br />
Gewinner werden. Mit einer Kombination<br />
aus frischen Erweiterungen für die Playstation 3<br />
und interessanter Software könnte das Konzept<br />
bereits zum Weihnachtsgeschäft Früchte<br />
tragen. Mit dem Titel „Play TV“ wird die Bluray-Spielekonsole<br />
mit einem DVB-T-Empfänger<br />
erweitert. Das Programm ermöglicht zeitverzögerte<br />
Aufnahmen oder eine Echtzeit-Multibildvorschau.<br />
Durch zwei Tuner können Sie ein<br />
Programm schauen und ein zweites aufzeichnen<br />
oder während der Aufnahme Blu-rays bzw.<br />
Spiele genießen. Schade, dass hochauflösende<br />
Sendungen via DVB-T hierzulande noch nicht<br />
empfangen werden können. Das neue Filmportal<br />
im Internet, das in den USA bereits erfolgreich<br />
anläuft, startet in Europa erst im kommenden<br />
Jahr. Die 40-GB-Variante der Playstation 3<br />
ist in einer neuen 80-GB-Version erhältlich, der<br />
Preis bleibt bei 399 Euro. Für 449 Euro ist die<br />
Playstation 3 mit einer 160-GB-Festplatte und<br />
einem 70-Euro-Gutschein für das hauseigene<br />
Onlineportal in limitierter Anzahl erhältlich. Allen<br />
neuen Konsolen liegt der verbesserte Controller<br />
„Dualshock 3“ mit Rüttelfunktion bei.<br />
Treuer Begleiter<br />
Die portable Variante der Playstation namens<br />
PSP erhält ebenfalls eine Frischzellenkur. Ein<br />
reflexionsarmes, kontraststarkes und reaktionsschnelles<br />
LCD-Display sowie ein eingebautes<br />
Mikrofon sollen Zweifler vom Kauf überzeugen.<br />
Mit Navigationssoftware und dem Internettelefondienst<br />
„Skype“ ist die PSP weit mehr als<br />
ein Spielegerät für zwischendurch. Unterstützung<br />
erhält die PSP durch Einbindung in Download-Dienste<br />
der Playstation 3. Mit „Vidzone“<br />
sicherte sich Sony einen Musikvideo-Dienst, der<br />
neben den Inhalten aus dem Internet die Daten<br />
auch auf die PSP übermitteln kann. Über „Play<br />
TV“ greifen Sie wiederum auf gespeicherte<br />
Fernsehsendungen Ihrer Playstation 3 zu. Für<br />
die Zukunft ebenfalls spannend: Filme auf Bluray<br />
können von der Playstation 3 auf die PSP<br />
kopiert und unterwegs angeschaut werden. Ob<br />
diese Funktion nur für bestimmte Filme zur Verfügung<br />
steht, muss die Zukunft zeigen.<br />
Spaß am Spiel<br />
Neben dem Karaoke-Ableger „Singstar“ stand<br />
das Baukastenspiel „Little Big Planet“ im Fokus.<br />
Selbst Stefan-Raab-Zögling Elton ließ sich zum<br />
Auftritt bitten und war vom kreativen Ansatz<br />
des Titels ebenso angetan wie die zahlreichen<br />
Messebesucher. Mit „Heavy Rain“ versuchen<br />
die französischen Entwickler von Quantic Dream<br />
dagegen, den bis dato kaum realisierten Spagat<br />
zwischen Film und Spiel. Entwicklerchef David<br />
Cage bezeichnet seine Konkurrenten sogar als<br />
billige Gewaltpornos, schließlich gäbe es in Spielen<br />
meist nur die Entscheidung zu rennen oder<br />
zu schießen. Mit abwechslungsreichen Emotionen,<br />
einer verschachtelten Krimigeschichte<br />
und lebensecht animierten Charakteren hofft<br />
das Studio, den ersten Videospielfilm zu kreieren,<br />
der dem Kinovorbild auch inhaltlich Paroli<br />
bieten kann. Die ersten Spielszenen versprechen<br />
Spannung pur: In einem akkurat modellierten<br />
Wohnhaus können Sie nicht nur eine fotorealistische<br />
Grafik bewundern, sondern auch jeden<br />
Gegenstand in aller Ruhe unter die Lupe nehmen.<br />
Zumindest so lange, bis der vermeintliche<br />
mordlustige Herr des Hauses eintrifft und den<br />
Adrenalinpegel in die Höhe schraubt. Da Sie in<br />
„Heavy Rain“ kein rennender und schießender<br />
Superheld sind, ist Einfallsreichtum gefragt: Ob<br />
Sie die Konfrontation suchen, durch das Fenster<br />
nach draußen fliehen oder sich geschickt verstecken,<br />
liegt ganz an Ihnen. „Heavy Rain“ wird in<br />
kleinen Episoden ähnlich einer TV-Serie präsentiert<br />
werden, wobei das Gesamtspiel auf eine<br />
Dauer von 15–20 Stunden kommt. Dass Spiele<br />
und Filme immer mehr zusammenwachsen,<br />
zeigte die Pressekonferenz des „Hellboy 2“-Regisseurs<br />
Guillermo del Toro, der auch im neuen<br />
„Herr der Ringe“-Teil „Der Hobbit“ Regie führen<br />
wird. Der Fantasy- und Videospielfan hielt<br />
mit seiner Kritik zum Hobby und dem kürzlich<br />
erschienenen Hellboy-Videospiel nicht hinter<br />
dem Berg: Neben inhaltlichen Schwächen rügt<br />
der Filmemacher auch die Erzählstruktur und<br />
Charakterdarstellung. Wollen wir hoffen, dass<br />
zumindest das sehnlichst erwartete Filmprojekt<br />
den Erwartungen standhalten kann. Alle<br />
Erwartungen übertroffen haben die Publikumszahlen,<br />
denn erstmals strömten über 200 000<br />
Besucher aus aller Welt zur Games Convention<br />
und die Veranstalter geben sich zuversichtlich,<br />
dass dies nicht die letzte Games-Messe in Leipzig<br />
war. Trotz Kölner Konkurrenz-Messe soll die<br />
GC 2009 vom 19. bis 23. August stattfinden.<br />
Spiel-Film-Hoffnung: Der Videospiel-Thriller „Heavy<br />
Rain“ ist Sonys Zugpferd für die Playstation 3 im kommenden<br />
Jahr.<br />
Spielspaß für Jung und Alt: Ähnlich wie mit einem<br />
Lego-Baukasten kreieren Sie in „Little Big Planet“ Ihre<br />
eigene Welt.<br />
Mit Vollgas über Stock und Stein: Im zweiten Teil von<br />
„Motorstorm“ machen Sie Dschungel- und Vulkanlandschaften<br />
unsicher.<br />
Regisseur Guillermo del Toro stellte seinen aktuellen<br />
Film „Hellboy 2“ vor. Die Presse interessierte sich allerdings<br />
vorwiegend für den neuen „Herr der Ringe“-Teil.<br />
Neues | HD+TV | 6.2008 15
NEUES<br />
Bilder: Aboutpixel.de/mp3_master/Kaufdex, Charisma, Epson, Philips, Seereal, Universität von Kalifornien<br />
Zum Greifen nah<br />
Für nur 18 000 Euro ist dieser 52-Zoll-3-D-LCD<br />
von Philips Ihr Eigentum. Der 3-D-Effekt wird<br />
ohne Brille erzeugt, der richtige Blickwinkel<br />
muss aber eingehalten werden<br />
Die technische Entwicklung schreitet<br />
mit großen Schritten voran,<br />
doch die Grenzen der Bilderzeugung<br />
sind absehbar. Die optimale<br />
Schärfe ist erreicht, eine echte<br />
Schwarzdarstellung stellt nur noch<br />
selten ein Problem dar. Die echte<br />
Revolution im TV-Sektor steht<br />
noch in den Sternen, doch sie wird<br />
kommen: das 3-D-Fernsehen.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Der Charsima-TV erzeugt zwar keine Bilder,<br />
die aus dem Bildschirm herausragen (wie<br />
in diesem Pressefoto), die Bildtiefe nimmt<br />
dennoch spürbar zu<br />
16 www.hdplustv.de
NEUES<br />
Blickt man eines Tages zurück auf die<br />
Geschichte des Fernsehens, so werden<br />
vermutlich zwei Entwicklungen im Gedächtnis<br />
bleiben: Die Erfindung des Röhren-TVs<br />
samt den bewegten Schwarz-Weiß-Bildern und<br />
das 3-D-Fernsehen. Sicher, Evolutionen wie das<br />
Farbfernsehen oder <strong>HDTV</strong> sind wichtige Schritte<br />
zur hochwertigen Bildqualität, doch die Art des<br />
Sehens ändert sich dadurch kaum. Obwohl das<br />
Thema um die dritte Dimension jedes Jahr eine<br />
Renaissance erlebt, scheint ein Ende der Wartezeit<br />
absehbar: Bereits 2010 sollen Fernseher<br />
der Bildrevolution Rechnung tragen, doch nicht<br />
jeder Ansatz klingt vielversprechend.<br />
Andere Perspektive<br />
Um Bilder greifbar und körperhaft abzubilden,<br />
muss bereits bei der Produktion umgedacht<br />
werden. Statt der bislang eingesetzten Kameras<br />
mit nur einem Objektiv zeichnen im Idealfall<br />
zwei Kameras versetzte Aufnahmen für jede<br />
Bildszene auf. Ähnlich wie die menschliche<br />
Wahrnehmung entsteht die Plastizität von Objekten<br />
erst durch die Auswertung von zwei aus<br />
unterschiedlichen Winkeln registrierten Bildern.<br />
Werden die zwei Aufnahmen dann vom Zuschauer<br />
wahrgenommen, erscheinen vormals<br />
flache Bilder plötzlich räumlich.<br />
Für Fernseher ohne Hilfsmittel, wie z. B. eine<br />
3-D-Brille, besteht durch die unterschiedlich<br />
gerichtete Abstrahlung der Bildpunkte die<br />
Möglichkeit, räumliche Darstellungen für einen<br />
großen Zuschauerkreis zugänglich zu machen.<br />
Je nach verwendeter Technik reduziert sich dadurch<br />
allerdings die Auflösung der abgestrahlten<br />
Bilder und nicht selten kann 3-D-Fernsehen<br />
Übelkeit auslösen. Es besteht zwar die Möglichkeit,<br />
sich das „andere Sehen“ anzutrainieren,<br />
im Sinne eines entspannten Fernsehabends ist<br />
dieser Aufwand allerdings nicht.<br />
Stress im Gehirn<br />
Blicken Sie in der Realität auf einen Gegenstand,<br />
so fixieren beide Augen diesen nicht<br />
nur, auch die Scharfstellung der Augen reagiert<br />
im Gleichklang. Bei einem 3-D-Fernseher, der<br />
mittels zweier unterschiedlicher Bilder dem Gehirn<br />
Räumlichkeit vorgaukelt, sind diese zwei<br />
Ebenen (Konvergenz und Fokus) getrennt. Die<br />
Augen fixieren weiterhin die Bildfläche, selbst<br />
wenn einzelne Elemente scheinbar aus dem<br />
Fernseher herausragen. Unser Gehirn ist an die<br />
räumliche Trennung nicht gewöhnt und der<br />
Körper reagiert im Extremfall mit Warnsignalen<br />
wie Schwindelgefühlen oder Übelkeit. Somit ist<br />
das 3-D-Fernsehen zwar beeindruckend, aber<br />
vom Empfinden nicht natürlicher als konventionelles<br />
TV, das keine greifbaren Bilder erzeugt,<br />
aber die Konvergenz- und Fokusebene wie<br />
in der Realität auf einem Punkt fixiert. Streng<br />
genommen sind bisherige 3-D-Ansätze die geschickte<br />
Verknüpfung zweier konventioneller<br />
Bilder, die durch Tricks der menschlichen Wahrnehmung<br />
räumlich erscheinen, aber im Grunde<br />
ohne echte Tiefe bleiben. Mit nur einem Auge<br />
betrachtet verliert der 3-D-Effekt vollständig<br />
seine Wirkung.<br />
Nein zur Brille<br />
Was im Ausland in Versuchsaufbauten wie Verkaufshäusern<br />
oder Vergnügungsparks bereits<br />
erfolgreich anläuft, würde in den Wohnzimmern<br />
höchstens für einen Achtungserfolg reichen,<br />
denn weder scheint eine Lösung mit Brille<br />
praxistauglich noch gibt es ausreichend 3-D-<br />
Bildquellen. Selbst bei einem Blick in die Kristallkugel<br />
erscheint es unwahrscheinlich, dass<br />
in zehn Jahren die meisten Datenströme in 3-D<br />
vorliegen. Bisherige Ansätze mit Rot-Grün-Brillen<br />
lassen wir bewusst außen vor, da weder der<br />
Bildeffekt noch die zusätzliche Brille echtem 3-D<br />
nahekommen. Was also tun? Mit beträchtlicher<br />
Rechenkraft versuchen Firmen wie Philips, aus<br />
dem bestehenden 2-D-Material greifbare Bilder<br />
zu erzeugen. Neben der bereits bekannten<br />
Schärfeanalyse des Bildes kommt eine zweite<br />
Funktion hinzu: Die Auswertung der Helligkeitsinformationen<br />
gibt im Zusammenhang mit<br />
fokussierten Elementen einen Hinweis auf die<br />
räumliche Darstellung. Werden die analysierten<br />
Elemente neu berechnet, erscheinen sie stärker<br />
voneinander abgegrenzt und können sogar<br />
scheinbar aus dem Fernseher herausragen.<br />
Das Problem aller 3-D-Anwendungen auf Basis<br />
flacher 2-D-Bilder: Der Effekt ähnelt einem<br />
Scherenschnittmuster, bei dem flache Objekte<br />
im Raum verteilt werden. Der 3-D-Effekt ist<br />
deutlich sichtbar, aber die Körperhaftigkeit der<br />
einzelnen Elemente nicht erkennbar. Muss der<br />
Fernseher aus herkömmlichen Aufnahmen ein<br />
3-D-Bild erzeugen, zeigen sich außerdem fehlerhaft<br />
im Raum angeordnete Bildelemente. Die<br />
natürliche 3-D-Darstellung aus 2-D-Bildern ist<br />
langfristig das größte Problem der zukünftigen<br />
Fernseher. Doch auch die Bilderzeugung auf Basis<br />
zweier kombinierter Bilder ist aufgrund von<br />
möglichen Stressreaktionen für längere Filmabende<br />
kaum zu empfehlen. Nach dem anfänglichen<br />
Staunen über die greifbaren Bilder nutzt<br />
sich die Euphorie rapide ab.<br />
Vorreiter Philips<br />
Mit der „Wowvx“-Technologie präsentierte<br />
Philips zur diesjährigen IFA neben dem Fraunhofer-Institut<br />
eines der ersten 3-D-Systeme ohne<br />
Brille. Auf Bildschirmen unterschiedlicher Größe<br />
konnten die Messebesucher Filme, Werbespots<br />
und Computeranimationen bewundern, die<br />
scheinbar aus den Bildschirmen herausragten.<br />
Philips wendet hierbei das Prinzip einer Filterscheibe<br />
an, die unterschiedliche Bilder nach<br />
links und rechts ablenkt und so jedes Auge mit<br />
eigenständigen Bildinformationen versorgt.<br />
Steht man direkt vor dem Fernseher, wirkt das<br />
Bild stark verschwommen. Im richtigen Winkel<br />
kombinieren sich die unterschiedlichen Bilder<br />
allerdings zu einem räumlichen Ganzen: Gegenstände<br />
schweben vermeintlich schwerelos<br />
Die Analyse der unterschiedlichen<br />
Helligkeitsinformationen<br />
kommt dem räumlichen Eindruck<br />
zugute, einzelne Objekte<br />
bleiben allerdings flach.<br />
Wer 2-D-Aufnahmen nachträglich in 3-D-ähnliche<br />
Aufnahmen umwandeln möchte, muss jedes Einzelbild<br />
optimieren. Abgestimmte Computersoftware<br />
wird deshalb ein wichtiger Teil des 3-D-Booms.<br />
Zugespieltes 3-D-Material wirkt mit Philips’ „Wowvx“-<br />
Technologie zwar nicht immer natürlich, aber deutlich<br />
besser als konvertierte Bilder aus einer 2-D-Vorlage.<br />
Heutiger Standard: 3-D-Projektion mit Brillen ermöglicht<br />
die räumliche Darstellung von Objekten auf einer<br />
normalen Leinwand.<br />
Neues | HD+TV | 6.2008 17
NEUES<br />
So könnte „Findet Nemo“ auf<br />
einem 3-D-System wirken:<br />
Animationsfilme eignen sich<br />
aufgrund ihrer Produktionsweise<br />
perfekt für eine Neuauflage<br />
in 3-D<br />
Die Darstellung zweier<br />
unterschiedlicher Bilder,<br />
die erst von unserem<br />
Gehirn zu einer körperhaften<br />
Aufnahme kombiniert<br />
wird, erzeugt<br />
Stressreaktionen wie<br />
Kopfschmerzen und<br />
Übelkeit<br />
Einfache Objekte lassen sich bereits heute als Hologramm<br />
darstellen (siehe nächste Seite).<br />
Mittels einer Filterscheibe erzeugen 3-D-Fernseher Bilder, die in abweichenden Winkeln<br />
zum Auge des Betrachters wandern. Je nach Modell kann der Filter auf Knopfdruck deaktiviert<br />
werden<br />
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Eine Hochgeschwindigkeitsapparatur (siehe Bild rechts)<br />
erzeugt körperhafte Objekte, die von allen Seiten ohne<br />
Brille frei begutachtet werden können und scheinbar im<br />
Raum schweben.<br />
Einfach anders: An der Universität von Kalifornien erzeugt man holografische Bilder, indem ein Projektor<br />
knapp 5 000 Abbildungen (pro Sekunde) auf einen rotierenden Spiegel wirft<br />
Werbeindustrie auf<br />
dem Vormarsch: Am<br />
Computer erstellte<br />
Werbespots können<br />
bereits heute<br />
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NEUES<br />
im Raum. Neben der Problematik des eingeschränkten<br />
Sitzplatzes erzeugen die Bilder die<br />
bereits beschriebenen Stressreaktionen, denn<br />
die Wahrnehmung wird getäuscht und das<br />
Gehirn muss Schwerstarbeit leisten. Trotz des<br />
abgestimmten Videomaterials wirkt der Bildeindruck<br />
nicht immer angenehm. Obwohl der<br />
Raumeindruck überzeugt, erscheinen einzelne<br />
Objekte weiterhin flach. Richtig spektakulär<br />
sind hingegen Szenen, in denen einzelne Objekte<br />
scheinbar Richtung Zuschauer fliegen.<br />
Bilder mit Charisma<br />
Ein guter Kompromiss zwischen 2-D und 3-D ist<br />
der Charisma-TV. Dieser vermag es zwar nicht,<br />
einzelne Elemente aus dem Fernseher herausragen<br />
zu lassen, eine verstärkte räumliche Tiefe<br />
besitzen die Bilder dennoch. Das große Plus gegenüber<br />
3-D-Systemen anderer Anbieter: Sämtliche<br />
Bilddaten können verarbeitet werden und<br />
der Bildeindruck erscheint jederzeit natürlich<br />
und plastisch. Als Basis dienen herkömmliche<br />
Display-Technologien wie LCD, Plasma oder<br />
OLED; Charisma nutzt derzeit Plasmafernseher<br />
von Pioneer. Wie der Hersteller normale Bilder<br />
in räumliche Abbildungen verwandelt, bleibt<br />
ein großes Geheimnis. Leider peilt das Unternehmen<br />
aus Oldenburg mit Preisen von über<br />
10 000 Euro nicht den Massenmarkt, sondern<br />
vorrangig professionelle Anwendungen an.<br />
Kinostart 2009<br />
Während Computerspiele und Animationsfilme<br />
bereits in wenigen Jahren vollständig auf<br />
3-D-Fernseher abgestimmt sein könnten, ist der<br />
Aufwand bei der Realfilmproduktion ungleich<br />
höher. Weiterhin fraglich sind die Erfolgsaussichten<br />
mit den bislang verbreiteten Darstellungsmöglichkeiten<br />
in 3-D. Komplexe Echtzeitberechnungen<br />
steigern die Bildtiefe zwar<br />
signifikant, ob der Zusatz an räumlicher Darstellung<br />
allerdings ausreicht, um Konsumenten zum<br />
erneuten Kauf eines Flachbild-TVs zu überreden,<br />
ist ungewiss. Eines ist jedoch bereits heute<br />
sicher: Lösungen mit 3-D-Brillen sind in ihren<br />
Einsatzmöglichkeiten beschränkt und im Wohnzimmer<br />
keine Alternative zum entspannten<br />
regulären Fernsehen. Mit dem ersten echten<br />
3-D-Kinofilm des „Titanic“- und „Terminator“-<br />
Regisseurs James Cameron beginnt Ende 2009<br />
das neue Zeitalter der Bilddarstellung zumindest<br />
in den 3-D-Kinos. Nach knapp 100 Jahren Geschichte<br />
der Bewegtbilderzeugung lernen die<br />
Aufnahmen nicht länger laufen, sondern fliegen.<br />
Die Zuschauer werden entscheiden, ob der<br />
Jungfernflug der aufwendigsten und teuersten<br />
Spielfilmproduktion aller Zeiten glückt, oder das<br />
3-D-Erlebnis eine Bruchlandung erlebt.<br />
Holodeck<br />
Mit einer gehörigen Portion Science-Fiction<br />
scheint die Realisierung eines Fernsehers auf<br />
Hologramm-Basis gespickt. Die Zukunft ist allerdings<br />
näher als man denkt, denn in Dresden<br />
existiert dieser bereits, wenn auch nur im Labor<br />
von Seereal. Im Unterschied zu konventionellen<br />
3-D-Fernsehern, die in den kommenden Jahren<br />
Einzug halten werden, erzeugt ein holografisches<br />
Display keine flachen Bilder, die vom Gehirn<br />
mühevoll zusammengesetzt werden müssen,<br />
sondern das komplette Objekt selbst. Die<br />
körperhafte Form entsteht somit nicht durch<br />
Sinnestäuschung, sondern ist „tatsächlich“<br />
vorhanden, selbst wenn man die Bilder mit nur<br />
einem Auge betrachtet. Eines der Hauptprobleme<br />
– Übelkeit bei großformatiger Darstellung<br />
– wird so geschickt umgangen. Um ein komplettes<br />
Bild dreidimensional aufzubauen, bedarf<br />
es allerdings enormer Rechenkraft und einer<br />
Unmenge an Bildpunkten. Weder wirtschaftlich<br />
noch technisch lässt sich solch ein System im<br />
Massenmarkt fertigen, weshalb Seereal einen<br />
anderen Weg geht.<br />
In Blickweite<br />
Seereals Ansatz besteht darin, dass das körperhafte<br />
Objekt einzig an den für unser Schärfesehen<br />
relevanten Punkten rekonstruiert wird,<br />
anstatt das komplette Modell zu berechnen.<br />
Sensoren dienen zur Lokalisierung des Sichtfeldes.<br />
Außerhalb der Sensorreichweite sehen<br />
Sie nichts, außer einen schwarzen Bildschirm.<br />
Die Bestandteile des neuartigen Fernsehers<br />
klingen auf dem Papier vertraut: Ein LCD-Panel<br />
kümmert sich mit Linsensystemen um die<br />
exakte Bilddarstellung im TV-Bereich, während<br />
gängige Projektionschips den Großbildmarkt<br />
bedienen. Für einen in diesem Jahr vorgestellten<br />
PC-Monitor reicht ein gewöhnliches LCD-Panel<br />
mit rund zwei Millionen Bildpunkten aus, um<br />
in einem eingeschränkten Betrachtungswinkel<br />
eine 3-D-Abbildung zu ermöglichen. Seereal<br />
plant nach eigenen Angaben, die vielversprechende<br />
Technologie allen Anbietern per Lizenz<br />
zugänglich zu machen. Von einer eigenen Fertigung<br />
sieht man ab. Ob das ehrgeizige Konzept<br />
der holografischen Bilderzeugung und Sichtfelderkennung<br />
in der Praxis auch mit mehreren Zuschauern<br />
aufgeht, erfahren wir frühestens in<br />
zwei bis drei Jahren, dann sollen laut den Entwicklern<br />
die ersten echten 3-D-Fernseher vom<br />
Band laufen.<br />
Falls Sie nun denken, dass die Entwicklung damit<br />
abgeschlossen sei, müssen wir Sie leider<br />
enttäuschen. Fernseher für die sechste Dimension<br />
sind bereits in der Entwicklung. Diese stellen<br />
Objekte nicht nur körperhaft dar, sondern beziehen<br />
die Raumbeleuchtung in die Berechnung<br />
mit ein. Haben Sie beispielsweise ein 3-D-Foto<br />
von einem Glas geschossen, stellt ein „6-D“-<br />
Fernseher den Gegenstand räumlich dar und<br />
bezieht das einfallende Licht in die Darstellung<br />
mit ein. Das Glas reagiert wie der reale Gegenstand<br />
und spiegelt oder reflektiert realistisch die<br />
Lichtstrahlen. Klingt verrückt? Vermutlich, doch<br />
wer hätte es sich im 19. Jahrhundert träumen<br />
lassen, dass eines Tages Bilder in einem kleinen<br />
Flimmerkasten laufen lernen.<br />
Hightech aus Dresden: Statt einer optischen Täuschung<br />
durch Kombination zweier flacher Bilder setzen die<br />
Entwickler von Seereal auf Hologramme.<br />
Das holografische Display „Visio 20“ erzeugt körperhafte<br />
Strukturen, als wären diese real.<br />
Durch eine Sichtfelderkennung an beiden Rändern<br />
werden nur die Bildinformationen im Blickfeld berechnet.<br />
Bereits 2010 denkbar: Holografische Fernseher für<br />
mehrere Zuschauer für das echte 3-D-Erlebnis ohne<br />
Nebenwirkungen oder Zusatzbrillen. Einzig der Blickwinkel<br />
ist eingeschränkt.<br />
Neues | HD+TV | 6.2008 21
INHALTE<br />
Charmante Blechdose<br />
Robert Downey Jr. in der Comic-Action-Verfilmung „Iron Man“<br />
Ricardo Petzold<br />
Redakteur<br />
Keinohrhasen<br />
Der Kino-Sommerhit von und mit<br />
Til Schweiger auf Blu-ray<br />
Star Wars–The Force Unleashed<br />
Aufwendige Technik trifft auf monotonen Spielablauf<br />
Hier kommt der Spider-Man<br />
Teil drei der erfolgreichen Comicadaption<br />
auf Premiere HD<br />
Die größten Sportevents sind mit<br />
Olympia sowie der EM vorbei und<br />
das Resümee für Deutschland fällt<br />
schlecht aus. Neben Tschechien und<br />
Belgien sind wir die einzige mitteleuropäische<br />
Nation, in der es weder das<br />
eine noch das andere Event hochauflösend<br />
zu bewundern gab.<br />
Dabei konnten unsere öffentlichrechtlichen<br />
Sender auf die <strong>HDTV</strong>-<br />
Zuführung der EBU zugreifen und<br />
hätten kaum zusätzlichen Aufwand<br />
gehabt. Dass dies reibungslos klappen<br />
kann, bewiesen Länder wie<br />
Ungarn oder auch die Türkei. Den<br />
Höhepunkt erreichte das Desaster<br />
allerdings zur IFA, als die ARD bewies,<br />
dass sie HD-Inhalte sehr wohl<br />
ausstrahlen kann. Pünktlich mit dem<br />
Erlöschen der olympischen Flamme in<br />
Peking schaltete das GEZ-finanzierte<br />
Programm mit Eins Festival HD einen<br />
Sender auf, der den Zuschauern eine<br />
Woche zeigen sollte, dass öffentlich-rechtliches<br />
<strong>HDTV</strong> machbar ist.<br />
Für mich war dies der blanke Hohn:<br />
Zur Messe wird beweisen, dass man<br />
genau das kann, was man Wochen<br />
vorher immer wieder verneinte. Dem<br />
Gebührenzahler wäre es gewiss lieber<br />
gewesen, olympische Ereignisse<br />
in <strong>HDTV</strong> zu bewundern, als sich eine<br />
Woche später „Lindenstraßen“-Nostalgiefolgen<br />
ansehen zu müssen.<br />
Bilder: Activision, Auerbach Verlag, Concorde, Sony Pictures, Warner Bros.<br />
22 www.hdplustv.de
Spielehöhepunkte in HD<br />
INHALTE<br />
Die Grafik der Next-Gen-Konsolen hat inzwischen eine Stufe erreicht, auf der die Unterschiede<br />
zwischen Film- und Spielewelt sichtlich verwischen. Diesen Monat dürfen sich Science-<br />
Fiction-Fans besonders über die cineastische „Star Wars“-Umsetzung „The Force Unleashed“<br />
und das an „Dune“ erinnernde „Too Human“ freuen.<br />
VON FALKO THEUNER<br />
Too Human<br />
Kennen Sie noch die Spieleschmiede Silicon<br />
Knights? Richtig, das sind diese kanadischen Jungs,<br />
die schon für Konsolengigant Nintendo innovative,<br />
wenn auch grafisch nicht ganz so gut aussehende<br />
Spiele hergestellt haben. Dazu gehören Perlen wie<br />
„Ethernal Darkness“ und die aufgepeppte Game-<br />
Cube-Fassung des Millionensellers „Metal Gear<br />
Solid“. Genauso wie Rare arbeitet nun auch diese<br />
Spieleschmiede exklusiv für Microsoft. Ihr erstes<br />
Spiel für die Xbox 360 lässt sich am besten als eine<br />
Mischung aus altnordischer Mythologie und der Science-Fiction-Welt<br />
von „Dune“ beschreiben. In der<br />
fernen Zukunft entwickeln Maschinen ein Eigenleben<br />
und beginnen, sich von Menschen zu ernähren.<br />
Spielfigur Lord Baldur stellt sich dem Ganzen als kybernetisch<br />
optimierter Krieger mit Schwert, Lanze,<br />
Pistole, Granaten, Gewehr und Hammer entgegen.<br />
In der dritten Person rennen Sie durch verschneite<br />
Höhlen sowie Hightech-Areale und metzeln sich<br />
durch riesige Monsterhorden. Je mehr Sie erledigen,<br />
desto höher steigt Ihr Fähigkeiten-Level. Die<br />
individuelle Entwicklung der Hauptfigur hängt davon<br />
ab, für welche Kämpferart Sie sich zu Anfang<br />
entscheiden. Nach der ersten großen Mission stellt<br />
man Sie zudem vor die Wahl, den menschlichen<br />
Weg zu gehen oder die Vorteile der Maschinenwelt<br />
zu genießen. Nebenbei werden Sie mit Rüstungsteilen<br />
überhäuft, die Sie Ihrem Helden nach Belieben<br />
anlegen können. Spezielle Aktivitäten sind über<br />
Kampfschreie oder die mechanische Spinne auf Ihrem<br />
Rücken einsetzbar.<br />
Das Design des Ambientes ist zweifellos gelungen.<br />
Uns stieß beim Test nur die oft sehr mäßige<br />
Umsetzung von atmosphärisch dichten Konzepten<br />
auf. Erwartet man z. B. einen extremen Knalleffekt,<br />
wenn das Transportmittel unsanft auf den Boden<br />
aufsetzt, passiert dies eben nicht. Und auch die fliegenden<br />
Sägeblätter des ersten großen Endgegners<br />
treffen scheinbar wirkungslos auf ihre Opfer. Störend<br />
treten häufig sehr hohe Töne auf, die eher an<br />
den Zahnarzt erinnern, als dass sie die Atmosphäre<br />
unterstützen. Trotz der guten Story und Regie, die<br />
manchmal sogar mitten im Kampf eine erklärende<br />
Rückblende einbaut, ist das Gameplay recht eintönig.<br />
Letzten Endes spielt sich in den teils mager<br />
texturierten Räumlichkeiten immer das Gleiche ab,<br />
wobei Sie vielleicht hier und da Schwierigkeiten mit<br />
dem ungenauen Anvisieren bekommen. Da hilft<br />
auch all das schmückende Drumherum nicht viel.<br />
Aber möglicherweise ändert sich das ja noch bei<br />
den angekündigten zwei Fortsetzungen.<br />
Bildqualität<br />
Bilder: Mircosoft Game Studios<br />
Tonqualität<br />
Empfehlung<br />
Hersteller Silicon Knights/Microsoft<br />
Game Studios<br />
Genre<br />
Action<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2008 23
INHALTE<br />
Infinite Undiscovery<br />
Rundenbasierte Rollenspiele sind schon lange out.<br />
Heute läuft alles hektischer ab, in Echtzeit. Aus<br />
Strategie wird Taktik und die Spieler haben kaum<br />
noch Zeit nachzudenken. Dass dieses Prinzip nicht<br />
bei jedem Fantasy-Spiel funktioniert, beweist<br />
„Infinite Undiscovery“. Bei einem Gegner mag es<br />
noch einfach sein, ein anderes Gruppenmitglied als<br />
den Helden zu einer Attacke zu bewegen. Sobald<br />
mehr Gegner auf das Grüppchen zustürmen, bleibt<br />
dem Spieler allerdings nichts anderes übrig, als jeden<br />
Befehlsversuch fallen zu lassen und nur noch<br />
draufzuhauen. Selbst wenn das Menü aufgeschlagen<br />
ist, können sich Feinde nähern.<br />
Der Anfang gestaltet sich nicht einfach: Nach etlichen<br />
unmotivierenden Tutorien, die man am liebsten<br />
überblättern möchte, nerven die langweilig<br />
gestalteten Fluchtpassagen. Ganz recht – Kämpfen<br />
macht hier noch keinen Sinn. Zwei Stunden später<br />
gewinnt das Spiel deutlich an Fahrt und es macht<br />
langsam Spaß, den Begleitern beim Kampfgetümmel<br />
zuzuschauen.<br />
Die Grafik erinnert an die auch in westlichen Gefilden<br />
sehr beliebte „Final Fantasy“-Reihe. Sie ist<br />
an den Stil japanischer Animationsfilme angelehnt.<br />
Es stört noch nicht einmal, dass sämtliche Figuren<br />
archetypische Rollenspielcharaktere sind und die<br />
Geschichte nach dem altbewährten Bäumchenwechsel-dich-Schema<br />
gestrickt ist. Allerdings sind<br />
die weitläufigen Level mit sehr monotonen Texturen<br />
ausgestattet und auch ihr Design gefällt nicht immer.<br />
Fans von solider Fantasy-Kost dürfen trotz aller<br />
Kritik zu dem solide umgesetzten Spiel greifen.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Empfehlung<br />
Hersteller Square Enix, Kochmedia<br />
Genre<br />
Adventure/RPG<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Rock Band<br />
Einmal so richtig abrocken, ohne teure Instrumente<br />
besitzen zu müssen, geschweige denn, Musikstunden<br />
genommen zu haben, ist nun kein unerfüllbarer<br />
Traum mehr. „Rock Band“ liefert eine Gitarre,<br />
ein Schlagzeug und ein Mikrofon für Ihre kleine<br />
Wohnzimmergruppierung. Einzig die Bassgitarre<br />
liegt dem Bundle nicht bei, weshalb diese bei einer<br />
vierköpfigen Band nachgekauft werden muss. Ziel<br />
ist es, allseits bekannte Rock- und Popsongs so gut<br />
wie möglich nachzuspielen und dem Publikum eine<br />
großartige Show zu bieten. Auf einem visuellen Gitarrenhals<br />
werden vier bis fünf erzeugbare Töne als<br />
verschiedenfarbige Symbole dargestellt. Farbe und<br />
Position geben bei der Gitarre die zu haltende Saite<br />
an. Passiert das Symbol die Taktlinie, wird mit der<br />
rechten Hand die Saite angeschlagen. Ähnlich funktioniert<br />
das Schlagzeug. Dort besteht die Schwierigkeit<br />
darin, den schnellen Rhythmus zu halten und<br />
die beiden Drumsticks sowie die Fußmaschine richtig<br />
zu koordinieren.<br />
Der Schwierigkeitsgrad variiert mit den Songs. Ist<br />
Radioheads „Creep“ noch sehr leicht nachzuvollziehen,<br />
sollten sich nur wahre Profis an dem asymmetrischen<br />
Song „Won’t Get Fooled Again“ von The<br />
Who wagen. Wer den Spaßfaktor von „Rock Band“<br />
noch nicht kennengelernt hat, muss es unbedingt<br />
einmal ausprobieren. Einziger Wermutstropfen ist<br />
das gute Geld, das dafür hingeblättert wird. Neben<br />
dem Spiel für rund 70 Euro kostet das Dreierset Plastikinstrumente<br />
170 Euro.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Empfehlung<br />
Hersteller EA<br />
Genre<br />
Musikspiel<br />
HD-Konsole PS3, Xbox 360<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bilder: EA, Kochmedia, Lucas Arts<br />
24 www.hdplustv.de
Star Wars – The Force Unleashed<br />
www.hdplustv.de<br />
Was wäre, wenn es in Zukunft gar keine Kinofilme<br />
mehr gäbe und stattdessen nur noch cineastische<br />
Spiele wie dieses hier herauskämen? Der<br />
Welt würde wohl etwas fehlen. Es spricht natürlich<br />
nicht viel dagegen, eine geniale Handlung aus<br />
dem „Star Wars“-Universum zu nehmen und sie<br />
dann mit spielbaren Sequenzen aufzufüllen. So ist<br />
„The Force Unleashed“ konstruiert und das Ganze<br />
klappt hervorragend. Das Feeling ist das gleiche<br />
wie bei den Filmen. Beim Level-Design allerdings<br />
haben die Entwickler ein klein wenig geschlampt.<br />
Ständig wiederkehrende Designs lassen innerhalb<br />
einer Level-Karte viele Orte gleich aussehen. Wäre<br />
da nicht die Allmacht des Helden, bestünde das<br />
Spiel also hauptsächlich aus frustrierend langweiligen<br />
Kampf- und Sprungsequenzen. Richtig genial<br />
wird der Titel erst, wenn man die Kräfte des Jedi jagenden<br />
Starkillers kreativ umsetzt. Objekte können<br />
dank Digital Molecular Matter (DMM) physikalisch<br />
korrekt bewegt, verbogen und zerstört werden.<br />
Machtgriff, -blitz, -sprung und -schub sind handlich<br />
auf einzelne Tasten verteilt und können mit der Zeit<br />
beliebig mit dem Lichtschwert oder anderen Bewegungen<br />
kombiniert werden. Lichtschwertwurf,<br />
Rückstoß und Blitzschild ergänzen die Fähigkeiten.<br />
Die Umgebung ist außerdem so dynamisch gestaltet,<br />
dass jeder Spieler seinen individuellen Weg zur<br />
Problemlösung finden kann. Instinktiv reagieren die<br />
Gegnerscharen unterschiedlich auf den geheimen<br />
Schüler Darth Vaders. Manche laufen in ihrer Angst<br />
davon, während die Großzahl natürlich mit allem angreift,<br />
was zur Verfügung steht. Unterstützt wird die<br />
sehr realistisch wirkende künstliche Intelligenz von<br />
„Euphoria“, einem System, das jedes Wesen dynamisch<br />
auf die Umgebung reagieren lässt. Durch die<br />
Luft gewirbelte Startrooper halten sich so beispielsweise<br />
am nächsten greifbaren Objekt fest. Wer die<br />
Jedi-Kämpfe auf Leben und Tod übersteht, wird am<br />
Ende mächtiger sein als der dunkle Lord selbst. Und<br />
das macht einen Heidenspaß!<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Empfehlung<br />
Die<br />
Website<br />
für das<br />
bessere<br />
Fernsehen<br />
Hersteller Lucas Arts<br />
Genre<br />
Action<br />
HD-Konsole PS3, Xbox 360<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Anzeige
INHALTE<br />
Blu-ray-Höhepunkte<br />
Der Kinosommer 2008 war heiß und nach und nach trudeln sämtliche Highlights auf Blu-ray<br />
Disc ein. Wer den einen oder anderen Film im Kino verpasst hat, macht es sich zur kalten<br />
Jahreszeit vor seiner heimischen Leinwand mit „Iron Man“, „Cloverfield“, „Shine A Light“,<br />
„Keinohrhasen“ oder „Jumper“ gemütlich.<br />
VON FALKO THEUNER<br />
Iron Man<br />
Nicht die Waffen töten Menschen – Menschen töten<br />
Menschen. Das denkt sich Waffenproduzent<br />
Tony Stark (Robert Downey Jr.). In Afghanistan präsentiert<br />
er sein neustes Kind, die Cluster-Missile<br />
„Jericho“, und daraufhin wird auch prompt von einer<br />
Terrorgruppe entführt. Stark werden die Augen<br />
geöffnet, als er erkennt, wofür man seine Produkte<br />
nutzt. Mithilfe des ebenfalls gefangenen Physikers<br />
Dr. Yinsen (Shaun Toub) baut er eine neuartige Superrüstung<br />
für die Flucht. Wieder in der Heimat angekommen,<br />
wird aus dem<br />
Playboy Stark die verantwortungsbewusste<br />
Kampfmaschine<br />
Iron Man.<br />
Die Scheibe glänzt wie der<br />
metallene Anzug des Superhelden<br />
mit einem fast<br />
makellosen Bild und beeindruckenden<br />
Sound. Durch<br />
die gelungene Verschmelzung<br />
von mechanischen und computergenerierten<br />
Modellen wirken die Spezialeffekte nicht allzu<br />
künstlich. Kräftiges Metallicrot schimmert genauso<br />
in die Kamera wie die natürlichen Hautfarben. Einziger<br />
Wermutstropfen ist der mäßige Schwarzwert<br />
in einigen dunklen Szenen, wie z. B. bei Starks Gefangenschaft<br />
in Afghanistan. Weite Wüstenpanoramen<br />
beeindrucken mit knackscharfen Details.<br />
Sowohl der durchdringende Bass der stampfenden<br />
Maschinen als auch die hohen Töne erlangen auf<br />
der DTS-HD-5.1-Tonspur eine neue Güteklasse. Eine<br />
Auswahl an interessanten HD-Extras komplettiert<br />
die luxuriöse Disc, während die aktuellen BD-Live-<br />
Features nicht wirklich erwähnenswert sind.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Concorde<br />
Genre<br />
Comicverfilmung<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 2,35 : 1<br />
Ton DTS-HD 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bilder: Concorde, EMS, Warner Home<br />
26 www.hdplustv.de
Zodiac (DC)<br />
Als Abgesang auf die genialen Film-Killer Hollywoods<br />
stellt David Finchers Thriller schon fast dokumentarisch<br />
das mörderische Treiben Zodiacs<br />
und dessen Auswirkungen auf die amerikanische<br />
Bevölkerung in den 1970ern nach. Ein mysteriöser<br />
Brief fordert gleich mehrere Tageszeitungen auf,<br />
ein Rätsel abzudrucken, das ganz San Francisco in<br />
Atem halten soll. Angestrengt versuchen Cartoonist<br />
Graysmith (Jake Gyllenhaal), Enthüllungsjournalist<br />
Paul Avery (Robert Downey Jr.) und Inspektor Dave<br />
Toschi (Mark Ruffalo), das Geheimnis zu lüften.<br />
Die exzellente Schärfe<br />
macht das Bild zu einem<br />
wahren Augenschmaus.<br />
Farblich orientiert sich der<br />
Streifen an einem blassen,<br />
ins Bräunliche abdriftenden<br />
Look. Trotz dieses klassischen<br />
Elements wirken die<br />
Töne nie milchig. Gleichzeitig<br />
sind Kontrast und Schwarzwert hervorragend.<br />
Obwohl dynamische und räumliche Sounds eher<br />
die Ausnahme bilden, sind sie doch an den richtigen<br />
Stellen vorhanden. Regen auf den Straßen,<br />
Schreibmaschinengeräusche in der Redaktion und<br />
Telefongeläute im Polizeipräsidium – der Zuschauer<br />
befindet sich immer mitten im räumlichen Geschehen,<br />
wenn es die Geschichte verlangt.<br />
Für jeden, der sich nach dem Film noch zusätzlich<br />
mit dem Mysterium der echten Zodiac-Morde befassen<br />
möchte, bietet die Blu-ray Disc zahllose Beiträge<br />
über das Werk und die wahren Hintergründe in HD-,<br />
aber auch in SD-Qualität. Making-ofs klären über<br />
die visuellen Effekte auf. Fans dürften ebenso wie<br />
alle anderen Käufer der Blu-ray Disc mit diesem Bonus-Paket<br />
wunschlos glücklich sein.<br />
INHALTE<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Warner Home<br />
Genre<br />
Thriller<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 2,35 : 1<br />
Ton DD 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
11 : 14 – E levenfourteen Der Sturm<br />
Zwei Unfälle ereignen sich zur selben Zeit (dem Titel<br />
entsprechend um 11.14 Uhr) in einer Kleinstadt.<br />
Gleich mehrere Schicksale überschneiden sich zu diesem<br />
Zeitpunkt und sind mehr zufällig als gewollt miteinander<br />
verknüpft. Doch nichts ist, wie es scheint,<br />
und irgendwie hat jede Figur mindestens eine Leiche<br />
im Keller, sei es z. B. Patrick Swayze („Dirty Dancing“)<br />
als überaus besorgter Vater oder Henry Thomas<br />
(„E.T.“) als tollpatschiger Pechvogel.<br />
Dunkle Hintergründe und unnatürliches Kunstlicht<br />
sind nicht gerade die besten<br />
Voraussetzungen, um klare<br />
Bilder mit kräftigen Farben<br />
zu erhalten. Während der<br />
Schwarzwert durchgängig<br />
noch etwas niedriger hätte<br />
sein können, schwankt die<br />
Schärfe unregelmäßig. Als<br />
Sichtbehinderung könnte<br />
schon fast das extreme Bildrauschen bezeichnet werden.<br />
Wie ein vom Unwetter bedingtes, leicht gestörtes<br />
Fernsehbild kriselt es vor sich hin.<br />
Viele Vorteile besitzt die Blu-ray gegenüber der DVD-<br />
Fassung nicht. Das Bild arbeitet nur an manchen Stellen<br />
Details heraus, die in SD nicht erkennbar sind. Auf<br />
Extras wurde ganz verzichtet. Nur die Tonqualität<br />
könnte zum Kauf der Blu-ray-Variante bewegen.<br />
Ein kleines Fischerteam aus Massachusetts, bestehend<br />
aus dem Kapitän Billy Tyne (George Clooney)<br />
und seiner Crew, begibt sich das letzte Mal in der<br />
Saison aufs Meer. Niemand ahnt, welche Katastrophe<br />
in Form eines Sturms auf die Gruppe zukommt.<br />
Mit der Schärfe hat diese Blu-ray Disc ein eindeutiges<br />
Problem. Schon in der Anfangssequenz, wenn<br />
die Boote in den Hafen fahren, ist die eingeblendete<br />
Schrift das einzig Deutliche am Bild. Alles andere<br />
wirkt extrem verschwommen. Ähnlich enttäuschend<br />
sind die Farben, die mal zu<br />
blass, mal zu unnatürlich<br />
herüberkommen. Die krachenden<br />
Effekte des Originals<br />
ertönen auf der deutschen<br />
Tonspur zu artig aus<br />
den Boxen. Am Höhepunkt<br />
wird das Ganze räumlicher<br />
und dynamischer.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih EMS<br />
Genre<br />
Drama/Komödie<br />
Format Blu-ray, BD 25<br />
Bild VC-1, 1,85 : 1<br />
Ton DTS-HD MA 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Warner Home<br />
Genre<br />
Katastrophenfilm<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 2,35 : 1<br />
Ton D True HD 5.1 (engl.), DD 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Blu-ray Disc<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2008 27
INHALTE<br />
Cloverfield<br />
„Filmst du immer noch?“ – „Ja, die Leute werden<br />
wissen wollen, wie alles den Bach runter ging.“ –<br />
„Du kannst es ihnen doch einfach erzählen, Hud.“<br />
– „Nein, das wird nicht funktionieren. Die Menschen<br />
müssen das sehen, verstehst du?“ Eine Explosion erschüttert<br />
Manhattan. Menschen fliehen in völliger<br />
Panik. Doch wo sollen sie überhaupt hin? Niemand<br />
weiß, was die Bedrohung ausgelöst hat. Eine Welle<br />
aus Staub nähert sich durch die Straßen dem Kameramann.<br />
Er bringt sich in dem Laden von nebenan<br />
in Sicherheit. Als die Erschütterungen immer stärker<br />
werden, bricht selbst dem Zuschauer der kalte<br />
Schweiß aus. Passiert das alles<br />
gerade wirklich? „Cloverfield“<br />
pocht auf Realismus<br />
und wurde aus diesem Grund<br />
mit einer stets von Hand geführten<br />
Digitalkamera („F23-<br />
CineAlta“) aufgenommen.<br />
Dadurch entfaltet sich ein<br />
Dokumentarstil, der den<br />
Zuschauer in seinen Bann zieht. Gleichzeitig ist die<br />
Bildqualität absichtlich schlechter als in den meisten<br />
anderen aktuellen Filmen. In dunklen Szenen wurde<br />
z. B. auf eine zusätzliche Filmbeleuchtung verzichtet,<br />
weshalb sich ausschließlich rötliche bis orangefarbene<br />
Töne zusammen mit dem sehr guten Schwarz<br />
auf die Bildfläche trauen. Auch die Details halten<br />
sich in Grenzen, dafür ist die Schärfe in den meisten<br />
Szenen gegeben. Nur wenn blanke Panik ausbricht,<br />
ist das Bild kaum zumutbar. Haben die visuellen<br />
Ruckeleien noch eine unverwechselbare Heimvideo-<br />
Note, entschied sich Paramount beim Ton für eine<br />
erstklassige Audiowiedergabe. Wie die Filmemacher<br />
das geschafft haben, ist unklar, aber die Soundkulisse<br />
holt durch ihre realistischen Effekte das Publikum<br />
so intensiv wie nie ins Geschehen.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Paramount<br />
Genre<br />
Katastrophenfilm<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 1,78 : 1<br />
Ton D True HD 5.1 (engl.), DD 5.1,<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Wächter des Tages Jumper<br />
In der Welt von „Dnevnoy Dozor“ existiert eine Dimension,<br />
die nur von den „Hellen“ bzw. den „Dunklen“<br />
betreten werden kann. Anton (MTV-Ikone Konstantin<br />
Khabensky) ist einer der Wächter der Nacht<br />
und wird durch seinen unehelichen Sohn Jegor unfreiwillig<br />
in ein finsteres Komplott hineingezogen.<br />
Der im ersten Teil begonnene Plan des Unterweltfürsten<br />
und seiner Gemahlin vernachlässigt jedoch<br />
einen Faktor: Antons Wächter-Praktikantin Svetlana.<br />
Alle Spezialeffekte verdichten<br />
die Atmosphäre und<br />
erhalten auch durch die hervorragende<br />
Schärfe keinen<br />
Dämpfer. Verdunkelt sich das<br />
Bild oder ist es großflächig<br />
hell, macht sich verstärktes<br />
Bildrauschen bemerkbar. Die<br />
russischen Rock- und Metal-<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih 20th Century Fox<br />
Genre<br />
Fantasy-Horror<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild MPEG-4, 2 ,35: 1<br />
Ton D True HD 5.1 (russ.), DTS 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Einlagen werden von fröhlich-kitschigen Jingles unterbrochen,<br />
was nicht jedermanns Sache ist. Trotz<br />
basslastiger Musik und Soundeffekte bleiben die Dialoge<br />
stets verständlich. Für einen Actionfilm wirkt die<br />
räumliche Verteilung der Sounds ziemlich monoton.<br />
Flattert mal ein Rabe dynamisch am Zuschauer vorbei,<br />
so geschieht dies nur auf den vorderen Boxen.<br />
Als Boni wurden lediglich ein Trailer und das Makingof<br />
auf die Scheibe gepresst.<br />
David (Hayden Christensen) kann in Sekundenbruchteilen<br />
an jeden beliebigen Ort springen. In<br />
seinem jugendlichen Leichtsinn raubt er Banken<br />
aus und erweckt dadurch die Aufmerksamkeit des<br />
Jumper-Jägers Roland (Samuel L. Jackson), der David<br />
und seinen Leidensgenossen Griffin (Jamie Bell)<br />
gnadenlos jagd. Die Basis eines guten Kontrasts ist<br />
ein makelloses Schwarz. Jumper variiert in diesem<br />
Wert, worunter auch der Kontrast zu leiden hat.<br />
An den Personen sind zahlreiche<br />
Feinheiten erkennbar,<br />
weite Einstellungen wissen<br />
in diesem Punkt weniger zu<br />
begeistern. Alle Boxen werden<br />
durchgängig genutzt<br />
und Hintergrundgeräusche<br />
sind permanent vorhanden.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Kinowelt<br />
Genre<br />
Action<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 2,35 : 1<br />
Ton DTS-HD 7.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bilder: 20th Century Fox, Kinowelt, Paramount<br />
28 www.hdplustv.de
Ausgerüstet mit neuester Technologie.<br />
Der weltweit<br />
erste 200 Hertz<br />
LCD-Fernseher.<br />
Der neue BRAVIA Z4500<br />
40"- 52" mit unglaublicher<br />
Bewegungsschärfe<br />
und herausragender<br />
Bildqualität.<br />
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AB 6. NOVEMBER IM KINO<br />
Quantum of Solace © 2008 Danjaq, United Artists, CPII. 007 and<br />
related James Bond Trademarks, TM Danjaq.<br />
„Sony”, „like.no.other” und „BRAVIA” sind Marken oder eingetragene<br />
Marken der Sony Corporation, Japan. Alle anderen<br />
Marken sind eingetragene Marken ihrer jeweiligen Eigentümer.
INHALTE<br />
Keinohrhasen<br />
Schmierblattreporter haben’s schwer. Unfähig,<br />
eine feste Beziehung zu führen, mogelt sich Ludo<br />
(Til Schweiger) durch das harte Journalistenleben,<br />
bestimmt von Intrigen und Oberflächlichkeit. Anna<br />
(Nora Tschirner) ist da schon ganz anders. Sie steht<br />
der Welt kritisch gegenüber und hält mit ihrem Handeln<br />
als Kindergärtnerin jegliches Böse von sich fern.<br />
Beide hassen einander seit Kindertagen, kommen<br />
sich durch einen dummen Zufall aber doch irgendwie<br />
näher. Aufgrund eines fahrlässigen Klatschberichtes<br />
wird Ludo gerichtlich zu 300 Tagen Strafarbeit<br />
in einer Kindertagesstätte verdonnert. Und da<br />
wartet auch schon Anna mit<br />
unbezwingbaren Rachegelüsten.<br />
Was das Ganze mit<br />
ohrlosen und bedeppert<br />
dreinblickenden Hasen zu<br />
tun hat, erfahren Sie nur,<br />
wenn Sie den Film schauen<br />
Grundsätzlich ist die Bildund<br />
Tonqualität guter Standard.<br />
Bildrauschen, alternierender Kontrast, mäßige<br />
Spezialeffekte und ein sich durch den ganzen Film<br />
ziehender Braunton lassen uns weder Luftsprünge<br />
machen noch einen Abgesang anstimmen. Zweifellos<br />
frei von jeglichem Makel sind nur die bedingungslose<br />
Schärfe und der saubere Klang der deutschen<br />
DTS-HD-5.1-Kanal-Tonspur. Sehbehinderte<br />
Menschen haben außerdem die Möglichkeit, auf<br />
eine deutsche Audiodeskription umzuschalten. Unzählige<br />
Extras erwarten den geneigten Zuschauer in<br />
der Doppeldisc-Edition. Als besondere Zugabe legt<br />
Warner eine zusätzliche Digital-Copy-Scheibe bei,<br />
was für „Keinohrhasen“-Fans bedeutet, dass sie<br />
den Film in SD-Qualität bis August 2009 kostenlos<br />
auf ihren Laptop oder PC mit Windows Vista speichern<br />
dürfen.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Warner Home<br />
Genre<br />
Beziehungskomödie<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 2.35 : 1<br />
Ton DTS-HD MA 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Der Teufel trägt Prada<br />
Natural Born Killers<br />
Die Hölle existiert – und zwar direkt in der Glamour-<br />
Redaktion von „Runway“ unter der Leitung Miranda<br />
Priestlys (Meryl Streep). Ohne zu wissen, worauf sie<br />
sich einlässt, beginnt Mauerblümchen Andy (Anne<br />
Hathaway) ihre Stelle als Mirandas Assistentin. Dem<br />
täglichen Stress ausgesetzt, den ihre Vorgesetzte<br />
so an den Tag legt, gewöhnt sie sich an die Bedingungen<br />
und avanciert zu einer angesehenen Modejournalistin.<br />
Doch ihr einnehmender Beruf wirkt<br />
sich auch auf ihr Privatleben aus. Bildlich gesprochen<br />
durchläuft Andy eine kunterbunte<br />
Accessoire-Sammlung<br />
in sehr kräftigen Farben, die<br />
schon fast unnatürlich in ansonsten<br />
neutrale Bildbereiche<br />
strahlen. Die klaren Formen<br />
der hellen Umgebung wissen<br />
dank der guten Schärfe zu<br />
gefallen, ersetzen aber nicht<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih 20th Century Fox<br />
Genre<br />
Tragikomödie<br />
Format Blu-ray, BD 25<br />
Bild MPEG-4, 2 ,35: 1<br />
Ton DTS-HD 5.1 (englisch), DTS 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
den Wow-Effekt von anderen, detailreicheren Blurays.<br />
Zu dezent werden außerdem die hinteren Lautsprecher<br />
angesteuert, weshalb sich alles an der Front<br />
abspielt. Und obwohl sämtliche Extras mit HD-Auflösung<br />
punkten, hätte es neben nicht verwendeten<br />
Szenen und einem Zusammenschnitt der verpatzten<br />
Einstellungen ruhig noch mehr Boni geben dürfen.<br />
Mickey (Woody Harrelson) und Mallory (Juliette<br />
Lewis) sind ein Verbrecherpärchen wie Bonny und<br />
Clyde, nur verrückter und skrupelloser als ihre<br />
geistigen Vorbilder. Wegen des ständigen Wechsels<br />
zwischen unterschiedlichen Filmstilen fällt es<br />
schwer, Bild- und Tonqualität zu bewerten. Körnige<br />
Schwarz-Weiß-Aufnahmen wechseln mit hochgeregelten<br />
Sitkom-Kontrasten, monochromen Hippie-<br />
Bildern und dem für US-Serien der 1990er Jahre typischen<br />
weichen Licht. Unter Zuhilfenahme der DVD<br />
stellen wir jedoch einen tadellosen<br />
Datentransfer fest,<br />
der passable Kontraste, einen<br />
räumlich-tiefen Schwarzwert<br />
und kräftige Farben bietet.<br />
Teils unverständliche Dialoge<br />
sowie fehlende Räumlichkeit<br />
sind dem über 14 Jahre alten<br />
Quellmaterial geschuldet.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Warner Home<br />
Genre<br />
Drama<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 1,85 : 1<br />
Ton D True HD 5.1 (engl.), DD 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bilder: 20th Century Fox, Buena Vista, Kinowelt, Warner Home<br />
30 www.hdplustv.de
Nightmare Before Christmas<br />
Halloween mit Weihnachten zu<br />
kreuzen kann nur einem Querkopf<br />
wie Tim Burton einfallen. Das herrlich<br />
makabre Musical dreht sich um<br />
den Herrn der längsten Herbstnacht,<br />
Jack Skellington. Frustriert von seiner<br />
eintönigen Arbeit, sucht er nach etwas<br />
Neuem, etwas Inspirierendem,<br />
etwas, das ihn von seiner großen<br />
Depression befreit. In einem geheimnisumwitterten<br />
Wald findet er<br />
schließlich einen Zugang zur Weihnachtswelt.<br />
Überrascht von dem<br />
bunten und lebensbejahenden Treiben<br />
kehrt er nach Halloweentown<br />
zurück ... mit Reformgedanken.<br />
Wussten Sie eigentlich, dass Jack<br />
Skellingtons Gesang von dem erfolgreichen<br />
Hollywood-Komponisten<br />
Danny Elfman selber stammt? Und<br />
damit meinen wir die Stimme selbst.<br />
Aber keine Sorge, die deutsche Synchronstimme<br />
macht ihren Job auch<br />
sehr gut und gliedert sich in die<br />
wunderschön zusammengestellte<br />
5.1-Filmmusik ein. Disney nahm das<br />
Filmmaterial von 1993, restaurierte<br />
es und machte „Nightmare Before<br />
Christmas“ damit für die Blu-ray besonders<br />
attraktiv.<br />
So werden die Puppen mit stimmungsvollen<br />
Farben und einem<br />
äußerst plastischen Kontrast zum<br />
Leben erweckt. Halloweentown<br />
bleibt natürlich vorzüglich grau und<br />
ist auch meist in weiches Licht getaucht.<br />
Umso greller erscheinen die<br />
Lichterketten der Weihnachtswelt<br />
sowie Mr. Boogies rhythmischer<br />
Auftritt. Wir können nur jedem empfehlen,<br />
seine Sammlung mit diesem<br />
Meisterwerk aufzuwerten.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Buena Vista<br />
Genre<br />
Animation/Musical<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild MPEG-4, 1,66 : 1<br />
Ton D True HD 7.1 (engl.), DTS 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Mr. & Mrs. Smith<br />
Im Hause Smith herrscht dicke Luft.<br />
Ihre anfänglich so leidenschaftliche<br />
Beziehung ist zu einer alltäglichen,<br />
langweiligen Ehe geworden. Zum<br />
Glück kennen Mr. und Mrs. Smith<br />
(Brad Pitt und Angelina Jolie) noch<br />
nicht jede Seite ihres Partners. Beide<br />
arbeiten als Agenten für jeweils<br />
konkurrierende Unternehmen. Als<br />
sie aufeinander angesetzt werden,<br />
kommt wieder Schwung in die Ehe ...<br />
mit Schusswaffen und Sprengsätzen<br />
wohlgemerkt.<br />
Sehr gelungen wurde bei der Produktion<br />
mit Farben und Kontrasten<br />
gespielt. So ist z. B. die erste Begegnung<br />
des tödlichen Pärchens in<br />
sehr helle Bilder mit überzogenen<br />
Kontrasten getaucht. Der Ehe-Alltag<br />
Bildqualität<br />
sieht da schon düsterer aus. Detailgrad<br />
und Schärfe bleiben gehobener<br />
Standard, wie der erste Schusswechsel<br />
der Topagenten in der unebenen<br />
Steinwüste zeigt.<br />
Wegen der häufigen Action lohnt sich<br />
der 7.1-Kanal-Ton der DTS-HD-Spur<br />
mit einer konstanten Übertragungsrate<br />
von zwei Megabit je Sekunde.<br />
John Powells genialer Soundtrack<br />
rasselt rhythmisch von allen Seiten<br />
und geht sofort ins Blut. Manchmal<br />
übertönt er sehr leicht die Dialoge.<br />
Umgekehrt hätten die Explosionen<br />
ein bisschen mehr Wumms vertragen.<br />
Alles in allem versprüht die<br />
Scheibe mit ihrem legeren und leicht<br />
luxuriösen Auftreten den vollen<br />
Charme der beiden Hauptakteure.<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Kinowelt<br />
Genre<br />
Agenten-Komödie<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild VC-1, 2,35 : 1<br />
Ton DTS-HD 7.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
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Der Filmstar im Taschenformat:<br />
Xacti HD1010 mit Full HD<br />
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sie äußerst kompakt und leicht, also ideal für unterwegs. Der CMOS-Sensor und<br />
die 100-fache Zoompower aus 10-fach optischem und digitalem Zoom erfassen<br />
kleinste Details. Das zeigen auch die scharfen 4-Megapixel-Fotos. Die »Xacti<br />
Library« Funktion macht das Archivieren und Abspielen komfortabel – und die<br />
integrierte HDMI-Schnittstelle sorgt für beste Bild- und Ton-Übertragung.<br />
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Inhalte | HD+TV | 6.2008 31
INHALTE<br />
Wildes China<br />
Das umfangreiche Blu-ray-Paket beinhaltet sechs<br />
Folgen mit jeweils 60 Minuten Lauflänge. Damit ist<br />
diese Version vier Stunden länger als die auf ARD<br />
gezeigte BBC-Dokumentation. Jede Folge ist wiederum<br />
in sechs leicht bekömmliche Portionen unterteilt.<br />
Die Aufnahmen stammen von 1996 und sind<br />
deshalb leider visuell nicht so hochwertig wie z. B.<br />
die ebenfalls von Polyband vertriebene Naturdoku<br />
„Galapagos“. Die an und für sich wunderschönen<br />
Aufnahmen sind weniger scharf und kontrastreich.<br />
Das Schwarz wird mit der Zeit<br />
besser. Größte Stärke sind<br />
die ausgeprägten Farben der<br />
grünen Landschaften, bunten<br />
Tier- und Pflanzenwelt sowie<br />
der prächtigen Kostüme.<br />
Düster und unheilvoll senkt<br />
sich die Stimme des Sprechers<br />
auf die geheimnisvollen<br />
Bilder nieder. An einigen Stellen setzt der deutsche<br />
Sprecher kurzzeitig aus und lässt dem englischen<br />
Original den Vortritt. Zudem klingt die Aussprache<br />
der Synchronisation teilweise zu engagiert und übertrieben<br />
angestrengt. Die DTS-HD-Tonspur verteilt die<br />
natürlichen und im Studio nachgebesserten Umgebungsgeräusche<br />
ausgewogen auf die Kanäle. Als<br />
Bonus wartet ein 26-minütiges Making-of zur Serie<br />
in SD-Auflösung.<br />
Home Of The Brave<br />
Für vier amerikanische Soldaten werden die letzten<br />
Tage ihres Irakeinsatzes zur Hölle. Nach einem blutigen<br />
Anschlag kehrt jeder mit seinem eigenen Trauma<br />
nach Hause zurück. Ein „Flags Of Our Fathers“<br />
ist „Home Of The Brave“ nun wirklich nicht, denn<br />
schauspielerische Glanzleistungen sucht man vergeblich.<br />
Die HD-Auflösung offenbart sehr deutlich<br />
die Green-Screen-Aufnahmen, was zur Entzauberung<br />
beiträgt. Ansonsten ist das Bild sehenswert.<br />
Exzellente Detaildarstellungen gehen einher mit<br />
stilistischen Mitteln wie<br />
übertriebenem Kontrast und<br />
digital zu Türkis verkühlten<br />
Farben. Ungewollte Fehler<br />
wie das variierende Schwarz<br />
trüben die Optik. Auffällig<br />
milde fällt der Bass-Einsatz in<br />
dem traumatischen Schusswechsel<br />
am Anfang aus.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Polyband<br />
Genre<br />
Dokumentation<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild MPEG-4, 1,78 : 1<br />
Ton DTS-HD 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih ems<br />
Genre<br />
Drama<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild MPEG-4, 2.35 : 1<br />
Ton DTS-HD 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Shine A Light<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Kinowelt/Arthaus<br />
Genre<br />
Dokumentation<br />
Format Blu-ray, BD 50<br />
Bild MPEG-4, 1.85 : 1<br />
Ton DTS-HD 5.1<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Eine echte Erleuchtung für Stones-Fans dürfte Martin<br />
Scorseses IMAX-Dokumentation mit dem Zusammenschnitt<br />
zweier Manhattan-Konzerte sein.<br />
Welche Schwierigkeiten Scorsese mit den Altrockern<br />
beim Dreh hatte, zeigen die ersten Momente des<br />
Films. Nur wenige Minuten und ein paar Close-ups<br />
von Jaggers und Richards faltigen Gesichtern reichen<br />
aus, um dieses unverwechselbare Stones-Feeling<br />
zu erhalten. Körniger Film, Orangetöne, häufiger<br />
Schwarz-Weiß-Einsatz und eingeschnipselte<br />
Interview-Ausschnitte aus über 45 Jahren Bandgeschichte<br />
geben dem Streifen<br />
seinen Kultcharakter. „Denken<br />
Sie, Sie legen auch mit<br />
über 60 so einen Auftritt hin<br />
wie heute?“, wird dort der<br />
junge Mick Jagger gefragt,<br />
woraufhin er antwortet:<br />
„Ja, ich denke schon.“ Wieder<br />
im Hier und Jetzt angelangt,<br />
blenden die Lichter auf und die Stones rocken<br />
die Bühne, stärker und besser als zum Zeitpunkt des<br />
Interviews. Gaststars wie Christina Aguilera lockern<br />
das Programm auf. Bühnenaufbau und Beleuchtung<br />
machen das Gesamtbild zum kleinen Kunstwerk. In<br />
detailverliebter Abmischung streicheln die Klänge<br />
des Zuhörers Ohr. Der Luxus der DTS-HD-5.1-Spur<br />
liegt in den hohen Tönen, die selbst die eine oder<br />
andere falsch gespielte Note Keith Richards’ aufdecken.<br />
Sorgsam wurde das Publikum und jedes<br />
einzelne Instrument deutlich wahrnehmbar eingemischt.<br />
Die Macher dieser Scheibe beherrschen ihren<br />
Job genauso gut wie die alten Hasen der Rolling<br />
Stones.<br />
Bilder: ems, Kinowelt/Arthaus, Polyband, Warner Home<br />
32 www.hdplustv.de
News aus der HD-Welt<br />
Sudokia<br />
Als erstes Java-basiertes Blu-ray-Spiel der Welt bietet<br />
„Sudokia“ eine nahezu unendliche Anzahl von<br />
Sudoku-Rätseln. Untermalt mit entspannenden Hintergrundgeräuschen,<br />
die man auch abstellen kann,<br />
und neun animierten Rahmen entsteht ein asiatisch<br />
angehauchtes Ambiente. Die Steuerung erfolgt bequem<br />
über die Fernbedienung des Blu-ray-Players.<br />
Per Steuerkreuz wählen Sie die einzelnen Felder an,<br />
über die Nummern-Buttons geben Sie die Zahlen<br />
ein. Die wichtigste Option unter den anwählbaren<br />
Menüpunkten ist das in handliche Kapitel gegliederte<br />
Tutorium. Es macht<br />
selbst aus Spielern, die noch<br />
nie davon gehört haben,<br />
Schritt für Schritt wahre Sudoku-Meister.<br />
Stufenweise<br />
erklärt das Programm sehr<br />
verständlich das Scanning<br />
und Ausschlussverfahren<br />
bis hin zu der komplexeren<br />
Wahrscheinlichkeitsauswahl. Im Übungsmodus<br />
kann dieses Wissen dann auf drei Schwierigkeitsgraden<br />
erprobt werden. Das richtige Spiel findet in<br />
Turnieren statt, bei denen bis zu fünf Spieler ihre<br />
Bestzeiten miteinander vergleichen können. Inwiefern<br />
eine Full-HD-Auflösung samt 5.1-Sound bei<br />
einem Sudoku-Spiel Sinn macht, bleibt fraglich. Wer<br />
jedoch ein Sudoku-Fan ist und bereits einen Blu-ray-<br />
Player zu Hause stehen hat, wird seinen Spaß mit<br />
dieser Software haben.<br />
In Zukunft können PS3-Besitzer über den<br />
„Life with Playstation“-Dienst Nachrichten<br />
und Wetterdaten aus dem Netz beziehen.<br />
Eine Umfrage der japanischen Spiele- und<br />
Hardware-Plattform Kakaku.com ergab,<br />
dass über 50 Prozent der befragten Konsumenten<br />
am Kauf eines Blu-ray-Rekorders<br />
interessiert sind.<br />
Japanisches Pioneer-Labor entwickelt erste<br />
20-Layer-Blu-ray Disc mit einem Speichervolumen<br />
von 500 Gigabyte.<br />
Nachtests<br />
Acht Blickwinkel<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Der Goldene Kompass<br />
INHALTE<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
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Applaus von allen Seiten:<br />
Europas bestes High End<br />
Heimkino-Produkt.<br />
AVC-A1HD // THX Ultra2 zertifi zierter Multi-Kanal/-Zonen A/V-Vollverstärker. Stehende Ovationen<br />
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Spielt die Hauptrolle in jedem Heimkino.
INHALTE<br />
In den nächsten Wochen auf den HD-Kanälen von Premiere, Arte, Anixe HD, HD Suisse, ORF 1<br />
PROGRAMMHÖHEPUNKTE<br />
SPIDER-MAN 3<br />
LUISA MILLER VON GIUSEPPE VERDI<br />
Filmhöhepunkte<br />
Kultur<br />
Premiere HD<br />
SPIDER-MAN 3<br />
Classica HD<br />
LUISA MILLER VON GIUSEPPE VERDI<br />
Action<br />
Spider-Man alias Peter Parker plant mit seiner<br />
Oper<br />
In den 1840er Jahren beschäftigte sich Verdi mit<br />
So. 19.10., 20.15 Uhr<br />
großen Liebe Mary Jane die Zukunft. Da machen ihm<br />
Mo. 13.10., 20.25 Uhr<br />
Schillers Drama „Luisa Miller“ („Kabale und Liebe“);<br />
mächtige Bösewichter schon wieder das Leben schwer.<br />
die Musik der Luisa Miller gehört zu den schönsten<br />
ORF 1 HD<br />
Gaunerkomödie<br />
So. 19.10., 20.15 Uhr<br />
Premiere HD<br />
Science-Fiction<br />
Sa. 11.10., 01.50 Uhr<br />
OCEAN‘S TWELVE<br />
Danny Ocean und seine Crew müssen Benedict die<br />
gestohlenen Millionen wiederbeschaffen. Dabei<br />
kommt ihnen ein französischer Rivale in die Quere.<br />
CHILDREN OF MEN<br />
2027: Die Menschheit ist unfruchtbar. Das Leben des<br />
depressiven Beamten Theo ändert sich schlagartig,<br />
HD Suisse<br />
Oper<br />
Fr. 10.10., 11 Uhr<br />
Fr. 10.10., 20 Uhr<br />
Fr. 17.10., 20 Uhr<br />
Opern.<br />
MOZART – TRILOGIE<br />
Die Salzburger Festspiele präsentierten im Mozartjahr<br />
2006 eine Trilogie, die Mozarts kaum bekannten und<br />
fragmentarischen Werken gewidmet ist.<br />
IRRFAHRTEN I: LA FINTA SEMPLICE<br />
IRRFAHRTEN II: ABENDEMPFINDUNG AUS SALZBURG<br />
IRRFAHRTEN III: REX TREMENDUS<br />
ORF 1 HD<br />
Thriller<br />
als er ein geheimnisvolles Mädchen über die Grenze<br />
schmuggeln soll.<br />
THE DA VINCI CODE – SAKRILEG<br />
Der Direktor des Louvre ist ermordet worden.<br />
Arte HD<br />
Konzert<br />
So. 12.10., 19 Uhr<br />
DIE STIMME DES BAROCKS – SIMONE KERMES UND LE<br />
MUSICHE NOVE – SCHWETZINGER FESTSPIELE 2008<br />
Simone Kermes interpretiert Werke von Vivaldi und<br />
Zeitgenossen.<br />
So. 12.10., 20.15 Uhr<br />
Symbolforscher Robert Langdon und die Kryptologin<br />
sowie Enkelin des Direktors Sophie Neveu versuchen,<br />
das mysteriöse und gefährliche Rätsel zu lösen.<br />
Anixe HD<br />
Oper<br />
So. 12.10., 10.50 Uhr<br />
ROSSINI: LA CENERENTOLA<br />
Die abwechslungsreiche Oper ist voll von spritzigen<br />
Melodien. Sie behandelt Märchenstoffe.<br />
Arte HD<br />
Drama<br />
Mo. 13.10., 00.25 Uhr<br />
ORF 1 HD<br />
Drama<br />
Sa. 18.10., 22 Uhr<br />
Anixe HD<br />
Thriller<br />
Mi. 22.10., 15 Uhr<br />
Arte HD<br />
Drama<br />
Fr. 24.10., 21 Uhr<br />
Premiere HD<br />
Komödie<br />
Mi. 29.10., 22 Uhr<br />
Arte HD<br />
Thriller<br />
Fr. 07.11., 21 Uhr<br />
NEW WAVE<br />
Der zurückhaltende Éric lernt den extrovertierten<br />
Punk Romain kennen. Eine tolle Freundschaft, bis zu<br />
einem tragischen Vorfall in Romains Familie.<br />
DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE<br />
Emily hat Visionen und epileptische Anfälle. Pfarrer<br />
Richard Moore hält einen Exorzismus für angebracht.<br />
Bei der Teufelsaustreibung stirbt Emily.<br />
EXPECT TO DIE<br />
Computergenie Dr. McIntyre hat ein mörderisches<br />
Cyberspace-Spiel entwickelt: Es tötet die Verlierer. Die<br />
Cops Blake und Stone müssen McIntyre aufhalten.<br />
LIEBE UND REVOLUTION<br />
Zweiteiler über die 68er-Revolution in Frankreich.<br />
Catherine, Yves und Hervé wollen ihre Utopie leben.<br />
Ihre Kinder suchen ihren eigenen Lebensstil.<br />
DIE HISTORY BOYS – FÜRS LEBEN LERNEN<br />
Acht Jungs aus der Arbeiterklasse büffeln für<br />
die Aufnahme an Elite-Unis und begegnen dabei<br />
prägenden Lehrergestalten.<br />
STÖRFALL<br />
Um dem indischen Delegierten vor dem Kauf von vier<br />
französischen Atomkraftwerken die Sicherheit zu<br />
demonstrieren, wird im Reaktor eine Notabschaltung<br />
simuliert. Doch diese gerät schnell außer Kontrolle.<br />
Classica HD<br />
Oper<br />
So. 12.10., 19 Uhr<br />
Anixe HD<br />
Oper<br />
So. 19.10., 10.40 Uhr<br />
Arte HD<br />
Konzert<br />
So. 19.10., 19 Uhr<br />
Classica HD<br />
Oper<br />
Di. 21.10., 20.35 Uhr<br />
Arte HD<br />
Messe<br />
So. 02.11., 19 Uhr<br />
Arte HD<br />
Oper<br />
Do. 06.11., 21 Uhr<br />
TOSCA VON GIACOMO PUCCINI<br />
Die Opernfestspiele von Verona finden in der 2000-<br />
jährigen Arena statt. Im Mittelpunkt steht neben den<br />
Spitzensängern eine aufwendige Bühnendekoration.<br />
IL BARBIERE DI SEVILLA – ROSSINI<br />
Rosina, ein bürgerliches Mädchen, das eine reiche Erbschaft<br />
erwartet, wird von zwei Männern umworben.<br />
LANG LANG SPIELT BEETHOVENS KLAVIERKONZERT NR. 1<br />
Christoph Eschenbach und Lang Lang sind ein<br />
eingespieltes Team: Der Stardirigent war es, der dem<br />
chinesischen Pianisten 1999 zum Durchbruch verhalf.<br />
SERGEJ PROKOFJEW<br />
Ist es Liebe oder Spielsucht, Geldgier oder Lust an der<br />
Macht? Keiner Figur in Prokofjews Oper nach dem<br />
Roman von Fjodor Dostojewski ist ganz zu trauen.<br />
GABRIEL FAURÉ: REQUIEM<br />
Faurés „Requiem“ bringt das ehemalige<br />
Druckwerklager der Pariser Nationalbibliothek zum<br />
Erklingen.<br />
ROBERTO ALAGNA UND ANGELA GHEORGHIU<br />
SINGEN „MARIUS UND FANNY“<br />
Marcel Pagnol ist einer der beliebtesten französischen<br />
Schriftsteller und Vladimir Cosma ist – nicht nur in<br />
Frankreich – einer der gefragtesten Komponisten von<br />
Filmmusik. In der Oper „Marius und Fanny“ kommen<br />
alle Stärken des kongenialen Duos zusammen.<br />
Bilder: Columbia Pictures Industries, DISCOVERY HD / STEVEN ST. JOHN, Marco Kraner/PIXELO, Stock.xchng<br />
34 www.hdplustv.de
IN <strong>HDTV</strong><br />
INHALTE<br />
IRONMAN HAWAII 08<br />
PLANET GREEN: GREENSBURG – EINE STADT ERFINDET SICH NEU<br />
Sport<br />
Dokumentation<br />
ORF 1 HD<br />
Triathlon<br />
So. 19.10., 13.55 Uhr<br />
IRONMAN HAWAII 08<br />
Am 11. Oktober ist es soweit: Die extremsten Sportler<br />
der Welt treten wieder zum Ironman auf Hawaii an.<br />
Der Triathlon gilt als die härteste Sportart überhaupt<br />
und verlangt von den Teilnehmern absolute<br />
Höchstleistungen.<br />
Discovery HD<br />
Dokumentation<br />
So. 19.10., 19.25 Uhr<br />
PLANET GREEN: GREENSBURG – EINE STADT ERFINDET<br />
SICH NEU<br />
Am 4. Mai 2007 zerstörte ein verheerender<br />
Tornado die Stadt Greensburg in Kansas. Danach<br />
errichteten die Bürger die erste Stadt nach komplett<br />
ökologischen Standards.<br />
ORF 1 HD<br />
Formel 1<br />
Fr. 10.10., 07.30 Uhr<br />
FORMEL 1: GROSSER PREIS VON JAPAN<br />
Formel-1-Training live aus Fuji<br />
FORMEL 1: GROSSER PREIS VON CHINA<br />
HD Suisse<br />
Dokumentation<br />
Sa. 11.10., 11 Uhr<br />
GLETSCHERSCHWUND IN GRINDELWALD<br />
Das Klima erwärmt sich, die Gletscher ziehen sich<br />
zurück. Die Folgen sind Felsstürze und Hochwasser.<br />
Grindelwald ist ein Modellfall für diese Entwicklung.<br />
Fr. 17.10., 08.30 Uhr<br />
HD Suisse<br />
Damentennis<br />
Di. 14.10., 17.50 Uhr<br />
Mi. 15.10., 17.50 Uhr<br />
Do. 16.10., 17.50 Uhr<br />
Fr. 17.10., 17.50 Uhr<br />
Sa. 18.10., 13.30 Uhr<br />
So. 19.10., 13.30 Uhr<br />
Premiere HD<br />
Fußball<br />
Formel-1-Training live aus Shanghai<br />
ZURICH OPEN, 14.–19.10.2008<br />
Vorrunde (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />
Vorrunde (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />
Vorrunde (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />
Viertelfinale (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />
Halbfinale (deutscher Kommentar ab 13 Uhr)<br />
Finale (deutscher Kommentar ab 13.30 Uhr)<br />
LIVE-FUSSBALL: BUNDESLIGA<br />
Discovery HD<br />
Dokumentation<br />
So. 12.10., 17.50 Uhr<br />
Arte HD<br />
Dokumentationsreihe<br />
Mi. 15.10., 20.15 Uhr<br />
UNENDLICHE WEITEN – EIN RAUMSCHIFF VERÄNDERT<br />
DIE WELT<br />
William Shatner, kultisch verehrt als Captain Kirk,<br />
ist sich sicher: „Raumschiff Enterprise“ hat die Welt<br />
verändert. Amüsant schildert Shatner, welchen<br />
Eindruck seine Nachfolger hinterlassen haben.<br />
UNTERWEGS IN AMERIKA: VON NEVADA AN DIE<br />
KALIFORNISCHE WESTKÜSTE<br />
Viele Europäer glauben, Amerika und seine<br />
Bewohner zu kennen. Aber was denken die<br />
Amerikaner wirklich?<br />
Fr. 17.10., 20.15 Uhr<br />
So. 19.10., 16.35 Uhr<br />
Di. 21.10., 20.15 Uhr<br />
Sa. 25.10., 15 Uhr<br />
So. 26.10., 16.35 Uhr<br />
Di. 28.10., 19.40 Uhr<br />
Mi. 29.10., 19.40 Uhr<br />
Fr. 31.10., 20.15 Uhr<br />
VfL Bochum – Borussia Mönchengladbach, 8. Spieltag<br />
Hamburger SV – FC Schalke 04, 8. Spieltag<br />
FC Bayern München – AC Florenz, Gruppenphase,<br />
Champions League 3. Spieltag<br />
Top-Spiel, 9. Spieltag<br />
Top-Spiel, 9. Spieltag<br />
Top-Spiel, 10. Spieltag<br />
Top-Spiel, 10. Spieltag<br />
Top-Spiel, 11. Spieltag<br />
Discovery HD<br />
Dokumentation<br />
Do. 16.10., 18.45 Uhr<br />
HD Suisse<br />
Dokumentation<br />
Sa. 18.10., 11 Uhr<br />
STALINGRAD<br />
Rund 670000 Soldaten fielen bei Stalingrad im Winter<br />
1942 / 43. Die Dokumentation schildert die Schicksale<br />
dreier Überlebender.<br />
DOKTOR ROTSCHNAUZ SETZT AUF BENY<br />
Die Geschichte von zwei Schweizern bei einem<br />
außergewöhnlichen Radsportanlass – dem<br />
ostafrikanischen Mehretappenrennen Giro d‘Eritrea.<br />
ORF 1 HD<br />
Motorsport<br />
So. 19.10., 10.50 Uhr<br />
DRIVE! DAS MOTORSPORTMAGAZIN<br />
HD Suisse<br />
Dokumentation<br />
Sa. 25.10., 19 Uhr<br />
DIE BASEJUMPER VON LAUTERBRUNNEN: SPORTLER,<br />
SPINNER, SÜCHTIGE<br />
„Werde ich beim Basejumpen sterben? Vermutlich<br />
schon.“ Basejumper (Extremfallschirmspringer) haben<br />
„Drive“ Motorsportmagazin:<br />
Das Magazin liefert die<br />
neuesten Ergebnisse des<br />
motorisierten Sports und ist<br />
für alle Fans ein unverzichtbares<br />
Muss<br />
Discovery HD<br />
Dokumentation<br />
Di. 28.10., 20.15 Uhr<br />
eine eigene Art, die Welt zu betrachten.<br />
EYENGUI - DSCHUNGELGOTT DER PYGMÄEN<br />
Die Baku, ein Pygmäenvolk, leben in den tropischen<br />
Regenwäldern von Kamerun. Trophäenjäger,<br />
Wilderer und die Abholzung des Regenwalds<br />
bedrohen ihre Heimat.<br />
Arte HD<br />
SOLAL – JAZZ NEVER ENDS<br />
Dokumentation<br />
Als Jazzpianist und Komponist der Musik zu Jean-Luc<br />
Mo. 03.11., 22.45 Uhr<br />
Godards Filmklassiker „Außer Atem“ wurde Martial<br />
Solal international bekannt. Außer Atem ist der<br />
umtriebige Musiker auch mit 81 Jahren noch nicht.<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2008 35
WISSEN<br />
Im Blickpunkt<br />
Stellen Sie Ihren Fernseher in wenigen Schritten optimal ein<br />
Tim Luft<br />
Redakteur<br />
Mit oder ohne Kabel<br />
Was leistet die HDMI-Schnittstelle?<br />
Alles im Griff<br />
Vereinfachte Steuerung von komplexer Elektronik<br />
Detailgrad<br />
Bildschärfe bei LCDs und Plasmas<br />
HDMI-Kabel – was verbinden Sie persönlich<br />
mit diesem Wort? Denken Sie<br />
dabei an 60-Zoll-Flachbildfernseher,<br />
Blu-ray und Dolby True HD oder löst<br />
der Begriff bei Ihnen auch ein leichtes<br />
Unbehagen aus – so wie etwas,<br />
das in goldenes Papier gewickelt ist,<br />
aber nicht ausgepackt werden darf?<br />
Wie viel Unsicherheit bei den Verbrauchern<br />
noch zum Thema HDMI<br />
besteht, haben wir bei der Recherche<br />
zu diesem Heft feststellen können.<br />
Definitiv unterliegt der Standard<br />
schon seit seiner Einführung einer<br />
sehr gespaltenen öffentlichen Meinung:<br />
Bejubelt als Hightech-Schnittstelle<br />
der Zukunft einerseits und<br />
kritisiert als teure Technikkrücke mit<br />
Kopierschutzzwang andererseits. Mir<br />
wurde schließlich bewusst, dass die<br />
Schnittstelle irgendwie geheimnisvoll<br />
auf viele Verbraucher wirkt, genauer<br />
gesagt: wirken soll! Letztlich kann ein<br />
bisschen Mystik sowieso nicht schaden,<br />
wenn die Wirtschaft ein teures<br />
Kabel an den Mann bringen will. Mein<br />
Fazit: Wer auch künftig glauben will,<br />
sollte von Praxistests Abstand nehmen<br />
und weiterhin in theoretischen<br />
Abhandlungen schwelgen. Die Wahrheit<br />
ist nämlich schwerer zu ertragen<br />
als die vermeintliche Gewissheit, das<br />
Geld gewinnbringend angelegt zu<br />
haben.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Monstercable, Sharp, Panasonic<br />
36 www.hdplustv.de
WISSEN<br />
Erscheinungsbild<br />
Einen neu erworbenen Flachbildfernseher korrekt<br />
einzustellen, ist für die meisten Nutzer ein Buch mit<br />
sieben Siegeln. Dank frei verfügbarer Testbilder der<br />
Firma Burosch und ein wenig Zeit gelingt die Kalibrierung<br />
jedoch spielend. Wir zeigen Ihnen wie.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Burosch, Philips<br />
Ist die Helligkeit zu hoch eingestellt, hellt sich der schwarze Hintergrund<br />
auf und Sie verschenken Bildkontrast. Dieser Effekt kann ebenfalls<br />
bei einem falsch eingestellten HDMI-Schwarzwert auftreten.<br />
Bei zu niedriger Helligkeit oder fehlerhafter HDMI-Einstellung können<br />
dunkle Abstufungen nicht mehr unterschieden werden. Achten<br />
Sie neben den grauen Kästen auch auf die Haare der rechten Dame.<br />
Wissen | HD+TV | 6.2008 37
WISSEN<br />
Ist der Kontrast zu hoch eingestellt, bilden die weißen<br />
Felder eine einheitliche Fläche und können nicht mehr<br />
unterschieden werden. Die Glanzpunkte der Haut wirken<br />
stark betont und unnatürlich.<br />
Der Kontrast ist zu niedrig, wenn Weiß gräulich wirkt.<br />
Plasma-TVs im Stromsparmodus können bei diesem<br />
Testbild trotz optimaler Kontrasteinstellung ebenfalls<br />
Brillanz vermissen lassen.<br />
Mit Vorsicht zu genießen: Funktionen wie der „Optimalkontrast“<br />
verändern die Gamma-Werte und verschlucken<br />
oftmals helle und dunkle Abstufungen (Details<br />
der Haare beachten).<br />
Das abschließende Testbild dient zur Kontrolle aller<br />
getätigten Einstellungen und liefert einen schnellen<br />
Einblick in abweichende Bildwerte.<br />
Nachdem wir Ihnen in der letzten Ausgabe<br />
einen Einblick in die Bildnormen<br />
gegeben haben, folgt nun die praktische<br />
Umsetzung. Unter der Internetadresse<br />
www.burosch.de finden Sie zahlreiche Bildbeispiele,<br />
die für eine Beurteilung der Bildqualität<br />
vonnöten sind. In unserem Artikel beziehen wir<br />
uns dabei ausschließlich auf die kostenlos verfügbaren<br />
Testbilder. Diese stehen als Foto- und<br />
DVD-kompatible Dateien bereit.<br />
Bevor Sie starten, müssen Sie lediglich die Daten<br />
herunterladen und auf einen Datenträger<br />
bannen. Besitzer einer Playstation 3 oder eines<br />
Players mit Fotowiedergabe greifen auf die<br />
hochauflösenden Bilddaten zurück, für normale<br />
DVD-Player eignen sich die DVD-Daten. Beachten<br />
Sie, dass die Bilddaten in niedriger Auflösung<br />
sowohl vom Player als auch vom Fernseher<br />
nachbearbeitet werden. Versuchen Sie immer<br />
das richtige Seitenverhältnis zu wählen und die<br />
Auflösung der Bildausgabe möglichst genau mit<br />
der Auflösung des Fernsehers abzustimmen.<br />
Voreinstellung prüfen<br />
Nahezu jedes Fernsehmodell bietet vorgefertigte<br />
Einstellungen, die mit „Dynamik“<br />
(auch „Kühl“), „Standard“ oder „Kino“ (auch<br />
„Weich“) bezeichnet werden. „Dynamik“ ist<br />
der Modus mit der größten Leuchtkraft, das<br />
Bild wirkt hell und brillant, Farben, Kontraste<br />
sowie Schärfe sind dagegen maßlos überbetont.<br />
In diesem Modus arbeiten die Fernseher<br />
vorrangig in Elektronikfachmärkten. „Standard“<br />
wirkt im direkten Vergleich milder und<br />
kommt dem natürlichen Abbild der Wirklichkeit<br />
deutlich näher. „Kino“ bietet den neutralsten<br />
Eindruck, das Bild wirkt anfangs aber kontrastschwächer<br />
und dunkler.<br />
In unserem Einstiegsbild haben wir zwei Voreinstellungen<br />
gegenübergestellt, die verdeutlichen,<br />
wie stark sich der Bildeindruck des identischen<br />
Fernsehmodells unterscheiden kann, je nachdem,<br />
welche Einstellung Sie treffen. Die Vorauswahl<br />
beeinflusst sowohl die einstellbaren Werte<br />
als auch versteckte Bildparameter, die oftmals<br />
nicht für den Nutzer erkennbar sind. Die richtige<br />
Voreinstellung ist somit der erste große Schritt<br />
zum neutralen Bild.<br />
Hat ein Hersteller seine Hausaufgaben besonders<br />
gut gemacht, sind Sie mit der Wahl der richtigen<br />
Voreinstellung bereits am Ende der Kalibrierung<br />
angelangt. Allerdings trifft dieser Optimalfall<br />
sehr selten zu, weshalb wir uns auf die einzelnen<br />
Parameter stürzen.<br />
Helligkeit<br />
Entgegen der Namensgebung benötigen Sie ein<br />
Testbild mit dunklen Bildanteilen, um die Helligkeit<br />
richtig einzustellen. Der Helligkeitsregler<br />
beeinflusst die Differenzierung der Schwarzbereiche:<br />
Ist die Helligkeit zu niedrig, sehen Sie<br />
keinerlei Abstufungen in dunklen Szenen, alles<br />
versinkt im tiefsten Schwarz. Eine zu hohe Regelung<br />
des Helligkeitswertes reduziert hingegen<br />
den Kontrast, denn dunkle Bereiche wirken milchig<br />
und grau. Die richtige Helligkeit ist dann erzielt,<br />
wenn der Hintergrund des Burosch-Kontrast-Testbildes<br />
sowie die letzte Graustufe tiefschwarz<br />
erscheinen und alle weiteren Kästen<br />
voneinander zu unterscheiden sind.<br />
Haben Sie Bildquelle und Fernseher mittels<br />
HDMI-Kabel verbunden, kann das Helligkeitstestbild<br />
Hinweise auf eine fehlerhafte<br />
HDMI-Abstimmung geben. Der sogenannte<br />
HDMI-Schwarzwert beeinflusst die Anzahl der<br />
abgebildeten Graustufen. Im Modus „Erweitert“<br />
liefert die Bildquelle mehr Abstufungen,<br />
als der Fernseher im eingeschränkten Bereich<br />
verarbeitet. Die Folge: Dunkle wie helle Bereiche<br />
werden verschluckt. Umgekehrt wirkt Schwarz<br />
gräulich, falls der HDMI-Schwarzwert des Fernsehers<br />
erweitert wird, die Bildquelle jedoch im<br />
eingeschränkten Modus arbeitet.<br />
Die richtige Abstimmung von Bildquelle und Fernseher<br />
sollte immer den gleichen Wertebereich<br />
aufweisen. Können Sie den HDMI-Schwarzwert<br />
weder bei der Bildquelle noch bei Ihrem Fernseher<br />
beeinflussen, ist der HDMI-Schwarzwert<br />
automatisch auf den eingeschränkten Videobereich<br />
abgestimmt.<br />
Kontraste<br />
Je kontraststärker das Bild, desto besser der<br />
Eindruck. In der Praxis neigt die Bildelektronik<br />
allerdings zu unfairen Mitteln, um die Bildtiefe<br />
zu steigern: Helle Bereiche verlieren Details. Mit<br />
dem Burosch-Kontrast-Testbild kommen Sie trügerischen<br />
Kontrasten auf die Schliche. Drehen<br />
Sie den Regler zunächst herunter: Weiß tendiert<br />
allmählich zum Grau und das Bild verliert<br />
seine Brillanz. Erhöhen Sie nun den Kontrast so<br />
lange, bis das Bild plastisch erscheint und alle<br />
hellen Graustufen gleichzeitig sichtbar bleiben.<br />
Die letzten beiden Weißfelder müssen sich gut<br />
voneinander abgrenzen.<br />
Ein Hinweis an alle Plasma-TV-Besitzer: Betreiben<br />
Sie Ihr Modell im Stromsparmodus, nehmen<br />
Sie unter Umständen einen etwas flauen Bildeindruck<br />
wahr. Durch die Vielzahl an weißen Flächen<br />
reduziert die Elektronik die Helligkeit, um<br />
Energie zu sparen.<br />
Viele Fernseher bieten die Möglichkeit, eine<br />
Funktion namens „Optimalkontrast“ einzuschalten.<br />
Diese Nachbearbeitung ist mit Vorsicht zu<br />
genießen, denn ähnlich wie bei einem überhöhten<br />
Kontrast gehen Details in hellen und<br />
dunklen Bereichen verloren. Für eine Beurteilung<br />
der Qualität eignet sich das Farbtestbild.<br />
Schalten Sie den „Optimalkontrast“ ein und<br />
betrachten Sie die farbigen und grauen Balken.<br />
Werden Abstufungen in hellen wie dunklen<br />
Bereichen verschluckt, arbeitet der „Optimalkontrast“<br />
fehlerhaft.<br />
Der wichtigste Wert für eine ideale Graustufendarstellung<br />
ist der Gamma-Wert. Dieser<br />
beschreibt das Verhältnis der Graustufen<br />
zueinander. Leider bleiben Eingriffe in die<br />
Gamma-Korrektur den Nutzern meist verwehrt<br />
Bilder: Burosch<br />
38 www.hdplustv.de
WISSEN<br />
und ohne teures Messequipment ist die exakte<br />
Gamma-Kurve nicht zu bestimmen. Anhand<br />
des Burosch-Testbildes können Sie die Darstellung<br />
der Graustufen dennoch grob beurteilen:<br />
Sämtliche Felder, von Schwarz über Grau bis<br />
zu Weiß, müssen gut voneinander zu unterscheiden<br />
sein. Im tiefsten Schwarzbereich sollten<br />
sich die letzten beiden Felder jedoch nur<br />
schwach abgrenzen.<br />
Ist der Gamma-Wert zu hoch, vermischen sich<br />
die schwarzen Felder. Bei einem niedrigen Gamma-Wert<br />
grenzen sich die schwarzen Felder<br />
übermäßig stark voneinander ab oder helle Bereiche<br />
sind nicht voneinander zu unterscheiden.<br />
Farben<br />
Bevor Sie mit dem Farbregler die richtige Intensität<br />
einstellen, gilt es, drei Dinge zu beachten.<br />
Der Farbregler verändert nur die Farbsättigung,<br />
also die „Menge“ der Farbe. Unverändert bleibt<br />
die Farbdeckung, also die Frage, welche Tönung<br />
Rot, Grün und Blau sowie alle weiteren Mischfarben<br />
aufweisen. Zu guter Letzt bleibt auch die<br />
Mischung der Farben gleich. Um die Farbsättigung<br />
richtig einzustellen, sollten Sie die Farbe<br />
zunächst reduzieren: Das Burosch-Farbtestbild<br />
erscheint in Schwarz-Weiß. Nun muss der Farbregler<br />
so weit nach rechts justiert werden, bis<br />
alle Farben klar erkennbar sind, die Ränder der<br />
Kästen aber nicht verschwimmen. Die Farbsättigung<br />
ist dann zu hoch, wenn die Abgrenzungen<br />
der mittleren Farbkästen nicht mehr sichtbar<br />
sind. Haben Sie die Farbsättigung genau justiert,<br />
kann es je nach Modell vorkommen, dass<br />
nicht alle Kästen der drei Balken Rot, Grün und<br />
Blau gleichmäßig erkennbar sind, sondern z. B.<br />
Kästen der Farbe Grün ineinanderlaufen. Dies<br />
deutet auf eine abweichende Farbdeckung<br />
hin. Grün ist oftmals erweitert bzw. übersättigt,<br />
während Rot und Blau mit der Quelle<br />
übereinstimmen.<br />
Einige Modelle bieten die Wahl des Farbraums<br />
zwischen „Normal“ und „Erweitert“ (auch<br />
x. v.Color). Letzterer weist nahezu immer eine<br />
Übersättigung im Grünbereich auf, zusätzlich<br />
ändert sich der Farbton. Der „normale“ Farbraum<br />
bietet dagegen die Anpassung an Videostandards<br />
und zeigt die korrekten Farben, was<br />
zum Beispiel Naturaufnahmen zu mehr Natürlichkeit<br />
verhilft.<br />
Einige Modelle bieten zwar die Möglichkeit,<br />
sämtliche Farben anzugleichen, doch ohne<br />
Messsystem fischen Sie hier im Trüben.<br />
Das Mischverhältnis der drei Grundfarben ist<br />
maßgeblich für die neutrale Graustufendarstellung<br />
verantwortlich. Rot, Grün und Blau im<br />
gleichen Verhältnis ergeben je nach Helligkeit<br />
Weiß, Grau oder Schwarz. Wird das Mischverhältnis<br />
nicht eingehalten, färben sich Graustufen<br />
in der jeweiligen Farbe. Mit den Burosch-Testbildern<br />
„Helligkeit“ und „Kontrast“ können Sie<br />
dies leicht überprüfen. Stellen Sie am Fernseher<br />
zunächst die wärmste Farbtemperatur ein. Im<br />
Idealfall entsprechen Schwarz, Grau und Weiß<br />
der Quelle. Wechseln Sie nun auf die Farbtemperatur<br />
„Normal“ oder „Kalt“. Sie werden einen<br />
deutlichen Blauüberschuss bemerken. Abweichungen<br />
können aber ebenfalls in grünen und<br />
rötlichen Bereichen oder den jeweiligen Mischfarben<br />
erkennbar sein. Für eine neutrale Darstellung<br />
der Quelle ist eine Farbtemperatur von rund<br />
6 500 Kelvin Pflicht, was meist der Voreinstellung<br />
„Warm“ oder „Warm2“ entspricht. Häufig<br />
erlauben die Hersteller die stufenlose Anpassung<br />
der Farbtemperatur, doch eine exakte Justierung<br />
ist ohne Messhilfen kaum möglich.<br />
Schärfe<br />
Neben der Anzahl der Bildpunkte trägt die<br />
richtige Schärfeeinstellung maßgeblich zum<br />
überzeugenden Bildeindruck bei. Übermäßige<br />
Ausnutzung des betreffenden Reglers führt<br />
allerdings zu Doppelkonturen: Feine Details<br />
schmückt ein weißer Rand. Mit dem Burosch-<br />
Schärfetestbild können Sie den Mittelweg zwischen<br />
Schärfe und Natürlichkeit finden.<br />
Drehen Sie zunächst den Regler nach links: Das<br />
Bild wird unscharf. Erhöhen Sie nun die Schärfe,<br />
bis feine Linien die erwähnten weißen Ränder<br />
zeigen. Reduzieren Sie daraufhin die Schärfe, bis<br />
die weißen Ränder verschwinden. Je nach Sehstärke<br />
kann die Schärfeeinstellung variieren. Um<br />
die Quelle möglichst genau abzubilden, empfiehlt<br />
es sich, die Schärfe direkt am Fernseher<br />
statt vom Sitzplatz aus einzustellen.<br />
Falls Sie die Testbilder via DVD zum Fernseher<br />
weiterleiten, gilt es zu beachten, dass die Signalverarbeitung<br />
maßgeblichen Einfluss auf die Bildung<br />
von Doppelkonturen hat. Je nach Qualität<br />
des Players oder Fernsehers können die weißen<br />
Ränder bereits bei niedriger Schärfeeinstellung<br />
sichtbar sein. Würden Sie das Bild in HD-Qualität<br />
zuspielen, könnte der Schärferegler unter Umständen<br />
stärker ausgereizt werden, ohne dass<br />
sich Doppelkonturen bilden.<br />
Vorteile abwägen<br />
Ein neutrales Bild bedeutet, dass alle Details<br />
der eingespielten Vorlage umgesetzt werden.<br />
Je nach Leistungsfähigkeit des Fernsehers ist<br />
ein neutrales Bild jedoch nicht immer das beste.<br />
Weist ein LCD oder Plasma große Defizite<br />
im realen Bildkontrast auf, kann eine nachträgliche<br />
Kontrastverstärkung trotz Detailverlusten<br />
in der Praxis einen angenehmeren Bildeindruck<br />
bewirken.<br />
Auch die Qualität der eingespeisten Bilder spielt<br />
eine große Rolle. Während Kinofilme dank sorgfältiger<br />
Nachbearbeitung auf neutralen Geräten<br />
passend zur Geltung kommen, weisen Live-<br />
Übertragungen meist große Schwächen auf.<br />
Hier können Nachbearbeitungen durchaus eine<br />
Steigerung der Bildqualität bewirken. Dennoch<br />
sollten Sie zunächst versuchen, ein annähernd<br />
neutrales Bild mittels der aufgeführten Testbilder<br />
zu realisieren, denn nur im kalibrierten Zustand<br />
lässt sich die Güte der Bildquelle eindeutig<br />
beurteilen.<br />
Per Farbregler justieren Sie die Sättigung. Verhindern<br />
Sie dabei, dass die Gesichter wie im Bild künstlich betont<br />
und Farbabstufungen in der Mitte der Balken verschluckt<br />
werden.<br />
Ist die Farbtemperatur von der Norm abweichend,<br />
färbt sich das Bild in der entsprechenden Farbe. Hier<br />
produziert der Fernseher einen deutlichen Grünüberschuss.<br />
Überstrapazieren Sie die Schärfeeinstellung, bilden<br />
sich weiße Ränder um feine Linien. Die Gesichter<br />
und Haarstrukturen wirken stark abgegrenzt und<br />
künstlich.<br />
Ist die Schärfe zu gering, grenzen sich die feinen Linien<br />
nicht voneinander ab, sondern gehen ineinander<br />
über. Auch die Haarstruktur wirkt verschwommen.<br />
Wissen | HD+TV | 6.2008 39
WISSEN<br />
Die Mär vom Kabel<br />
HDMI ist toll! Oder haben Sie vielleicht etwas auszusetzen an der Multimedia-Schnittstelle?<br />
Wir stellen immer wieder fest, dass die Strippe ein Auslöser für hitzige<br />
Diskussionen ist. Deshalb beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe einmal näher mit<br />
dem Mythos HDMI-Kabel und seiner möglichen Zukunft.<br />
VON TIM LUFT UND CHRISTIAN TROZINSKI<br />
19 Kabelstränge belegen die Komplexität des HDMI-Kabels. Drei Hauptschlagadern<br />
(TMDS-Kanäle, im Bild rot, grün und blau) übertragen die<br />
Bild- und Tondaten, ein vierter TMDS-Kanal weist den richtigen Takt zu.<br />
Neben den vier Hauptschlagadern für Bild, Ton und deren Taktung überträgt<br />
das HDMI-Kabel auch Steuersignale (Consumer Electronics Control),<br />
Erkennungsdaten und Kopierschutzschlüssel.<br />
Bilder: Sony, Auerbach Verlag, Monstercable, Fraunhofer, Pulse Link, Oehlbach<br />
40 www.hdplustv.de
WISSEN<br />
Die Thematik ist alt und die Meinungskluft<br />
groß: Hat die Güte des HDMI-<br />
Kabels einen signifikanten Einfluss<br />
auf die zu erwartende Bild- und Tonqualität?<br />
Wird das Bild mit besserem Kabel wirklich<br />
schärfer und brillanter? Fragen dieser Art haben<br />
ihre Berechtigung, denn angesichts von<br />
Preisunterschieden im zweistelligen Bereich für<br />
eine Strippe gewinnen Begriffe wie Güte und<br />
Bildqualität eine neue Dimension. Dabei gibt<br />
es scheinbar immer noch keine einhellige Meinung<br />
zum Thema Kabelqualität und preisliche<br />
Angemessenheit. Puristen lachen über die Auffassung<br />
einiger Profis und Fachmagazine, das<br />
Bild sei unter Verwendung eines 180-Euro-Kabels<br />
schärfer, bunter, einfach besser. Qualitätsfetischisten<br />
wiederum staunen über die naive<br />
Behauptung, die digitale Übermittlung berge<br />
nicht die Gefahr von Signalverfälschungen<br />
und Qualitätseinbußen. Der einzige objektive<br />
Konsens in dieser Auseinandersetzung: Alle<br />
haben Recht. Es gibt sehr wohl Faktoren, die<br />
die Qualität des digitalen Signals auf der Strecke<br />
stören können: „Dämpfung“, „Übersprechen“<br />
und „Jitter“ heißen sie und können im<br />
Extremfall zur Verfälschung oder zum Verlust<br />
ganzer Datenpakete führen. Doch anders als<br />
in der analogen Welt machen sich verfälschte<br />
Signale über HDMI nicht durch unterschwellige<br />
Qualitätsmängel bemerkbar, sondern vielmehr<br />
durch klare Anzeichen wie Bild- und Tonaussetzer,<br />
Pixelblitzen oder Artefaktbildung. Doch<br />
wovon hängt der Qualitätsanspruch an das<br />
neue HDMI-Kabel überhaupt ab?<br />
Störquellen<br />
Zunächst spielt die Informationsdichte der<br />
Übertragung eine Rolle. Der Informationsfluss,<br />
den eine DVD erzeugt, ist um einiges kleiner<br />
als der einer Blu-ray Disc. Die Gefahr des Übersprechens<br />
und der gegenseitigen Beeinflussung<br />
der Hauptschlagadern (TMDS-Kanäle) steigt<br />
mit zunehmender Bandbreite. Das bedeutet:<br />
Je höher die Informationslast im Kanal, desto<br />
störanfälliger sind Bild und Ton.<br />
Ein beliebtes Messsystem von Kabelanbietern<br />
als Beweis für die technische Überlegenheit der<br />
eigenen Kabel ist der sogenannte HDMI-Augen-Test.<br />
Hierbei wird vereinfacht ausgedrückt<br />
die Signalreinheit des Kabels anhand von Phase,<br />
Amplitude sowie Anstiegs- und Abfallzeit<br />
des eingespeisten Signals veranschaulicht. Je<br />
schlechter die Kabelqualität, desto geschlossener<br />
erscheint das „Auge“. Das Problem dieser<br />
und vieler anderer Messungen: Obwohl in<br />
solchen Tests deutliche Unterschiede bei der<br />
Signalqualität von Kabeln dargestellt werden<br />
können, treffen diese Messergebnisse keine<br />
eindeutige Aussage über die Qualität des vom<br />
Fernseher dargestellten Bildes. Die Signalverarbeitung<br />
sowie Fehlerkorrektur der verbundenen<br />
Geräte hat einen starken Einfluss darauf,<br />
ob Bild und Ton fehlerfrei ausgegeben werden.<br />
Treten messbare Schwächen bei einem HDMI-<br />
Kabel auf, bedeutet dies nicht zwangsweise,<br />
dass diese Schwächen später auch sicht- oder<br />
hörbar sind. Die pauschale Aussage, dass teure<br />
Kabel ein besseres Bild- und Tonerlebnis bieten,<br />
ist somit falsch. Praxistests, bei denen nicht nur<br />
die HDMI-Kabel gemessen, sondern auch die<br />
Bildqualität am Endgerät überprüft wird, sprechen<br />
eine andere Sprache als reine Kabeltests.<br />
Obwohl teils gravierende Signalstörungen (bei<br />
billigen und teuren Kabeln) auftreten, zeigen<br />
Fernseher am Ende der Kette ein fehlerfreies<br />
Bild. Generell gelten Kabellängen unter drei<br />
Metern als unkritisch, problematisch fallen dagegen<br />
Kabelverbindungen ab zehn Meter aus.<br />
Ist die Datenrate des Signals besonders hoch,<br />
kann es bereits ab fünf Metern zu Bild- und Tonaussetzern<br />
kommen.<br />
Einfachste Lösung<br />
Bei all dem Für und Wider in der HDMI-Diskussion<br />
können wir Ihnen nur eines raten: Ausprobieren!<br />
In der Regel sind nur längere Signalstrecken<br />
kritisch, weshalb es immer sinnvoll ist, das<br />
neue Kabel so kurz wie möglich zu halten.<br />
Ein Kriterium, das Sie vor einem Kauf zumindest<br />
bedenken sollten, ist der Anspruch an die Verarbeitung<br />
des Kabels. Nach unserer Erfahrung<br />
entstehen Probleme mit billigen HDMI-Kabeln<br />
oftmals durch verbogene oder gebrochene<br />
Pins. Häufiges Umstecken des Kabels belastet<br />
den Stecker zusätzlich. Vergoldete Stecker sorgen<br />
in diesem Zusammenhang übrigens nicht<br />
für eine höhere Stabilität oder Übertragungsqualität,<br />
sondern für Korrosionsschutz.<br />
Aufgrund der Diskrepanz zwischen messbaren<br />
Signalstörungen im Kabel und der letztendlichen<br />
Bildqualität am Ende der Wiedergabekette,<br />
steht das Motto „Nur teure Kabel sind<br />
gute Kabel“ gerade bei spezialisierten Herstellern<br />
hoch im Kurs. Wie bei allen Anschaffungen<br />
gilt: Es sollte weder das teuerste noch das billigste<br />
Kabel sein. Durch den komplexen inneren<br />
Aufbau mit 19 Leitern ist es für die Anbieter<br />
ein Leichtes, mit ausgewählten Materialien die<br />
Preise in astronomische Höhen schnellen zu<br />
lassen. Ein ordentliches HDMI-Kabel, das auch<br />
den Anforderungen an Haltbarkeit und Verarbeitung<br />
genügt, bekommen Sie derzeit zum<br />
Meterpreis von etwa 25 bis 50 Euro.<br />
Zusammen mit der Einführung von HDMI 1.3<br />
im Sommer 2006 wurde eine Kategorisierung<br />
der HDMI-Kabel vorgenommen. So sollen Kabel<br />
der Kategorie 2 entsprechend der aktuellen<br />
Spezifikation Daten mit bis zu 10,2 Gigabit pro<br />
Sekunde (Gbit/s) übertragen können, während<br />
Kabel der Kategorie 1 nur maximal fünf Gigabit<br />
pro Sekunde leisten müssen. Nach unserer<br />
Erfahrung ist der Kauf eines Kategorie-2-zertifizierten<br />
Kabels nur in den seltensten Fällen<br />
notwendig, da selbst das Format 1 080p60<br />
noch innerhalb der ersten Kategorie liegt. Erst<br />
zukünftige Anwendungen wie „Deep Color“<br />
werden die Datenraten und damit auch die Anforderungen<br />
an das Kabel erhöhen. Doch sind<br />
Die Anforderungen an das Kabel steigen mit der zu<br />
übertragenden Datenmenge. Zeigt ein günstiges<br />
HDMI-Kabel mit DVD-Zuspielung ein fehlerfreies Bild,<br />
kann es mit Blu-rays bereits zu Problemen kommen.<br />
Kontakte und HDMI-Stecker sind besonders empfindlich,<br />
hochwertige Lösungen mit Schraubverbindung<br />
dagegen noch selten verbreitet.<br />
Das „Augendiagramm“ zeigt Signalstörungen bei der<br />
Übertragung im Kabel. Rückschlüsse auf die Bildqualität<br />
am Ende der Kette lässt es aber nur bedingt zu.<br />
Kabellängen unter drei Metern sind unkritisch, während<br />
zehn Meter selbst anspruchsvolle HDMI-Strippen<br />
an ihre Grenze führen.<br />
Wissen | HD+TV | 6.2008 41
WISSEN<br />
Sonys LCD-TV-Serie „KDL-XE1“ ermöglicht die drahtlose<br />
HDMI-Übertragung von 1 080i-Signalen für bis zu<br />
30 Meter.<br />
Wireless-Alternative: Für die Datenübermittlung eignen<br />
sich je nach Technologie ein herkömmliches Koax-<br />
Kabel oder das Stromnetz.<br />
Ist kein Drahtlos-Empfänger im Fernseher integriert,<br />
müssen Sie auf externe Boxen zurückgreifen.<br />
Während „Wireless Home Digital Interface“ (WHDI)<br />
höhere Übertragungsraten ermöglicht, sendet die<br />
Konkurrenztechnologie „Wireless HD“ (WiHD) Bildund<br />
Tondaten sogar durch Wände.<br />
Kabel heutzutage überhaupt noch zeitgemäß<br />
und wirtschaftlich? Speziell die Verarbeitung<br />
des HDMI-Steckers ist seit dessen Einführung<br />
Kritik ausgesetzt: „Zu wackelig, zu empfindlich,<br />
zu teuer“ lauten die Vorwürfe gegen die<br />
schnittige Multimedia-Schnittstelle. Zusammen<br />
mit den äußerst strengen Kopierschutzmechanismen<br />
wird HDMI von vielen deshalb eher als<br />
Übel denn als Verbesserung angesehen. Doch<br />
schon bald könnte der Frust ein Ende haben,<br />
denn HDMI soll nächstes Jahr endgültig vom<br />
Kabel befreit werden.<br />
HDMI-Luftbrücke<br />
Wireless Home Entertainment ist nicht neu.<br />
Schon seit längerer Zeit sind Abspielgeräte<br />
im Angebot, die Multimedia-Daten wie MP3s<br />
oder DivX-Filme per WLAN-Funkstandard von<br />
einem Media-Server herunterladen bzw. streamen<br />
können. Auch im Audiobereich schreitet<br />
die drahtlose Übertragung voran, zum Beispiel<br />
in Form von 5.1-Systemen, deren Surround-Boxen<br />
per Funk angesprochen werden. Allerdings<br />
sind solche Verbindungen mit heutiger Technik<br />
leichter zu realisieren, da Audiodaten nur wenig<br />
Bandbreite benötigen und Video bisher immer<br />
in komprimierter, sprich datenreduzierter<br />
Form an den Player geschickt wird. Hochauflösende<br />
Multimedia-Daten liegen bei einer<br />
HDMI-Übermittlung aber in unkomprimierter<br />
Form vor. Das schraubt die Anforderungen an<br />
einen HDMI-tauglichen Funkstandard bis an<br />
die Grenzen des Machbaren. Zudem sind Kopierschutzmechanismen<br />
zu berücksichtigen,<br />
die eine bidirektionale, das heißt gegenseitige<br />
Kommunikation der Geräte verlangen.<br />
Die ersten Systeme für kabelloses HDMI beruhten<br />
auf dem Ansatz, den Datenstrom vor<br />
der Übertragung zu komprimieren, um dann<br />
mit konventioneller Funktechnik wie WLAN zu<br />
senden. Verfahren dieser Art haben sich in der<br />
Vergangenheit als äußerst problematisch herausgestellt.<br />
Zum einen sorgt der Vorgang des<br />
Komprimierens für eine zeitliche Verzögerung<br />
in der Bildübertragung, zum anderen geht die<br />
Komprimierung zulasten der Bildqualität und<br />
kann im Falle von Übertragungsfehlern zu Artefakten<br />
oder Bildaussetzern führen.<br />
Überfunk<br />
Die Weiterentwicklung der digitalen Funktechnik<br />
macht in jüngster Zeit endlich auch<br />
die Übertragung von unkomprimierten HD-<br />
Inhalten möglich. Mit „Wireless Home Digital<br />
Interface“ (WHDI) und „Wireless HD“ (WiHD)<br />
entstanden in der Folge zwei Systeme, die nun –<br />
ähnlich Blu-ray und HD DVD – um Standardisierung<br />
wetteifern. Beide Systeme arbeiten mit<br />
neuen, jedoch verschiedenen Breitband-Funktechniken,<br />
die auf kurze Distanzen sehr hohe<br />
Datenraten zulassen.<br />
Wireless HD nutzt zur Übertragung das 60-Gigahertz-Band<br />
und erreicht Transferraten von<br />
bis zu vier Gigabit pro Sekunde. Bei einer maximalen<br />
Reichweite von etwa zehn Metern sollen<br />
so Inhalte mit Auflösungen bis 1 080p übertragen<br />
werden. Das Wireless-HD-Konsortium, zusammengesetzt<br />
aus Firmen wie Sony, LG, Matsushita<br />
und Intel, hat im Januar 2008 die erste<br />
Version der WiHD-Spezifkation verabschiedet.<br />
Geräte mit Wireless-HD-Unterstützung sollen<br />
2009 auf den Markt kommen.<br />
Flankiert wird Wireless HD in jüngster Zeit von<br />
einem alternativen System der israelischen<br />
Firma Amimon, dem „Wireless Home Digital<br />
Interface“ (WHDI). Für die Standardisierung<br />
der Technik hat sich Amimon unter anderem<br />
Motorola, Samsung, Sharp sowie Sony ins<br />
Boot geholt. Sony sitzt zwar bereits im WiHD-<br />
Konsortium, sieht aber offensichtlich große<br />
Vorteile im konkurrierenden System, das im 5-<br />
GHz-Band operiert und Entfernungen von bis<br />
zu 30 Metern überbrücken kann. Im Gegensatz<br />
zu Wireless HD funkt WHDI auch durch Zimmerwände<br />
hindurch, was die Zahl der Anwendungsmöglichkeiten<br />
drastisch erhöht. Der Haken:<br />
Die Transferrate fällt mit drei Gigabit pro<br />
Sekunde um ein Viertel kleiner aus als beim<br />
Konkurrenten Wireless HD. Das erste TV-Gerät<br />
mit WHDI steht bereits in den Startlöchern und<br />
erscheint im Januar 2009. Hersteller Sony garantiert<br />
für die eigenen LCD-TVs allerdings nur<br />
Auflösungen bis 1 080i .<br />
Um die Verwirrung beim Konsumenten komplett<br />
zu machen, entwickelte das US-Unternehmen<br />
Pulse Link heimlich, still und leise eine eigene<br />
Version der drahtlosen HDMI-Übertragung.<br />
Im Gegensatz zu den großen Konkurrenztechnologien<br />
ist Pulse Link bereits am US-Markt<br />
vertreten und kann funktionsfähige Produkte<br />
vorweisen. Ob sich der Anbieter auf lange Sicht<br />
gegen die großen Konkurrenten durchsetzen<br />
kann, ist jedoch mehr als zweifelhaft.<br />
Wettstreitereien<br />
Der Konkurrenzdruck zwischen WHDI und<br />
WiHD ist groß, das Geschäft lukrativ und hinter<br />
beiden Standards stehen namhafte Hersteller.<br />
Doch wie in der Auseinandersetzung zwischen<br />
Blu-ray und HD DVD kann es am Ende nur einen<br />
geben. Entscheidend wird sein, wer als erster<br />
den Markt erreicht und Kunden für sich gewinnen<br />
kann. WHDI sitzt mit seiner Reichweite von<br />
30 Metern sprichwörtlich am längeren Hebel,<br />
denn Wireless HD schafft bisher nur Übertragungen<br />
bis zehn Meter. Für Wireless HD spricht<br />
wiederum die höhere Datenrate von vier statt<br />
drei Gigabit pro Sekunde.<br />
Dass die kabellose HDMI-Übertragung kommt,<br />
ist unumstritten. Bleibt für uns Kunden nur zu<br />
hoffen, dass die Technik bei ihrer Einführung<br />
auch wirklich ausgereift ist. Computerbesitzer<br />
kennen die Tücken einer drahtlosen und anfälligen<br />
Übermittlung von Signalen. Werden die<br />
Kinderkrankheiten bis zum Erscheinungstermin<br />
nicht behoben, sind die Kabel zwar aus dem<br />
Wohnzimmer verschwunden, doch der HDMI-<br />
Frust bleibt.<br />
Bilder: Stock.xchng/lakes of northern Poland<br />
42 www.hdplustv.de
WISSEN<br />
Nur einen<br />
Tastendruck<br />
entfernt<br />
Modernes Home Entertainment ist Fluch und Segen zugleich. Gut ist, dass wir unsere<br />
heimische Unterhaltungselektronik modular zusammenstellen können. Schlecht ist,<br />
dass mit zunehmender Menge an Komponenten die Steuerung der Geräte zur Wissenschaft<br />
verkommt. Wir erläutern zwei Wege aus dem Bedienchaos.<br />
VON TIM LUFT<br />
HDMI 1.3<br />
CEC-Signal<br />
Signal<br />
Intelligenter Geräteverbund: CEC ermöglicht den Austausch von<br />
Steuersignalen zwischen Home-Entertainment-Komponenten<br />
und könnte in Zukunft ihre Bedienung deutlich vereinfachen.<br />
Moderne Universalfernbedienungen ermöglichen eine komplexe<br />
und bequeme Steuerung des Heimkinos dank innovativer<br />
Technik und programmierbarer Makros.<br />
Wissen | HD+TV | 6.2008 43
Die Funktionsweise von CEC<br />
WISSEN<br />
Component<br />
Signal<br />
Der Standardfall: Zwei Geräte, per Komponentenkabel<br />
verbunden, benötigen jeweils eine Fernbedienung.<br />
Mit CEC können ab HDMI 1.3 theoretisch mehrere Geräte<br />
mit nur einer Fernbedienung gesteuert werden.<br />
Anzeige<br />
HDMI 1.3<br />
CEC-Signal<br />
Signal<br />
HDMI 1.3<br />
Signal<br />
CEC in Aktion: Das Drücken der Wiedergabetaste am<br />
Player schaltet automatisch den Fernseher ein.<br />
Wäre das nicht schön: Die Disc<br />
liegt schon im Laufwerk, die<br />
Füße bereits auf dem Sofa, das<br />
Knabbergebäck und die Fernbedienung gerade<br />
so in Reichweite. Der Finger tippt auf den<br />
Abspielknopf und fast gleichzeitig erwachen<br />
die Anzeigen von Blu-ray-Player, Fernseher und<br />
AV-Receiver zum Leben. Ohne weiteres Zutun<br />
starten alle nötigen Geräte, wechseln Fernseher<br />
und Receiver auf die richtige Quelle, beginnt<br />
der Film.<br />
Unkontrolliert<br />
Mit der Implementierung von „Consumer Electronic<br />
Control“ (CEC) in die HDMI-Spezifikation<br />
wurde vor einiger Zeit der Weg für die herstellerübergreifende<br />
Gerätekontrolle geebnet. So<br />
könnten zukünftig alle per HDMI verbundenen<br />
Geräte Steuersignale über das Kabel austauschen<br />
– gelenkt von einer einzigen Fernbedienung.<br />
Das ist auch bitter nötig, denn immer<br />
mehr heimelektronische Geräte brachten uns<br />
in den letzten Jahren außer ungeahnten Möglichkeiten<br />
eine ungeahnte Menge an Fernbedienungen<br />
ins Wohnzimmer. Diese liegen bekanntermaßen<br />
jeweils in verschiedenen Ecken<br />
des Zimmers und haben gemeinsam an die 100<br />
Tasten.<br />
Turmbau zu Babel<br />
Die Idee, Steuersignale über das Kabel auszutauschen,<br />
ist keinesfalls neu. Bereits in den<br />
1990er Jahren wurde von Philips das sogenannte<br />
„AV.Link“, ein Protokoll zum Austausch<br />
von Steuersignalen, in die Scartschnittstelle<br />
implementiert. Im einfachsten Fall konnte so<br />
die Wiedergabe eines Videofilms allein mittels<br />
TV-Fernbedienung gestartet werden, wobei<br />
der Fernseher den Startbefehl per Scartkabel an<br />
den Videorekorder weiterleitete. Auf dieses einfache,<br />
aber effektive System bauen die neuen<br />
HDMI-CEC-Funktionen auf. Nur sind die Möglichkeiten<br />
für den Verbund von Heimelektronik<br />
dieser Tage sehr viel komplexer als in Zeiten von<br />
VHS und Scart. Dieser Umstand erhöht einerseits<br />
die Notwendigkeit für intelligente Gerätesteuerungen,<br />
macht andererseits aber die Entwicklung<br />
einer einheitlichen Sprache sowie deren<br />
Implementierung schwieriger. Denn die Basis<br />
eines solchen Standards ist die unbedingte<br />
Verständigung aller Geräte, auch über Herstellergrenzen<br />
hinweg. Doch welcher Hersteller<br />
weiß schon gern seinen Blu-ray-Player mit einer<br />
fremden Fernbedienung angetrieben?<br />
So ist das CEC-Repertoire seit HDMI 1.2 zwar<br />
beständig erweitert worden, doch tun sich<br />
die meisten Hersteller noch immer schwer, ihren<br />
Geräten mehr als ein paar gemeinsame<br />
„Grundbegriffe“ des CEC-Protokolls beizubringen.<br />
Stattdessen mündet der eigentlich industrieweite<br />
Standard bei den einzelnen Herstellern<br />
in proprietäre Lösungen, bei denen zwar<br />
die Verständigung zwischen eigenen Geräten<br />
klappt, darüber hinaus aber nichts garantiert<br />
werden kann.<br />
Alle für einen<br />
Panasonic zum Beispiel liefert unter der Bezeichnung<br />
„Viera Link“ eine der ausgereifteren,<br />
CEC-basierten Lösungen, die zumindest im Zusammenspiel<br />
mit anderen Panasonic-Komponenten<br />
zeigt, was mit CEC möglich ist. Über die<br />
Fernbedienung des Fernsehers können mittels<br />
„Viera Link“ Camcorder, Heimkinosysteme oder<br />
Blu-ray-Player gleichermaßen gestartet und bedient<br />
werden – wenn sie denn per HDMI verkabelt<br />
sind. Für diese Geräte stehen zusätzliche<br />
Bildschirmmenüs bereit, die Zugriff auf Einstellungen<br />
und erweiterte Funktionen bieten.<br />
Auch andere große Hersteller bieten immer<br />
mehr Produkte mit CEC-Unterstützung an.<br />
Mit einem Druck auf die Abspieltaste des<br />
Sony-Blu-ray-Players zum Beispiel erwachen<br />
Fernseher und AV-Receiver nicht nur zum Le-<br />
Bilder: Auerbach Verlag, www.hdmi.org, http://ir2bt.com, Logitech, Onkyo, Panasonic, Stockx.chng/alitarid<br />
Anzeige<br />
Liebe Frauen<br />
Euer Mann denkt gerade darüber nach, wie er Euch am besten beibringt,<br />
daß er einen großen, schwarzen Heimkino-Receiver im Wohnzimmer<br />
aufstellen will. Sagt ihm einfach, das geht in Ordnung, wenn Ihr<br />
auch einen Wunsch erfüllt bekommt. Oder zwei.<br />
Wer selbst mal nachlesen möchte, was<br />
ihn da so fasziniert: www.onkyo.de
WISSEN<br />
ben, sondern schalten zusätzlich automatisch<br />
auf die richtige Signalquelle (One-Touch-Play).<br />
Das Beispiel zeigt, dass es in einem funktionierenden<br />
CEC-Verbund prinzipiell gleichgültig<br />
ist, welche Taste man an welchem Gerät<br />
drückt. Doch trotz der langen Liste der standardisierten<br />
CEC-Funktionen zeigen herstellerspezifische<br />
Bezeichnungen wie „Viera Link“<br />
(Panasonic), „Anynet+“ (Samsung), „Simplink“<br />
(LG), „Kuro Link“ (Pioneer) oder „Regza Link“<br />
(Toshiba) implizit, dass die Unternehmen abseits<br />
ihrer proprietären Lösungen eine volle CEC-<br />
Funktionalität eben nicht garantieren können –<br />
oder wollen.<br />
Gottes Finger<br />
CEC wird sich entwickeln und manch einer<br />
kann bereits heute einen gut funktionierenden<br />
Geräteverbund sein Eigen nennen. Für all jene,<br />
die auch ohne CEC etwas mehr Komfort in der<br />
Bedienung ihres Equipments verlangen, könnte<br />
das Thema Universalfernbedienung von Interesse<br />
sein.<br />
In diesem Bereich gibt es mittlerweile Geräte,<br />
die aufgrund ihres Funktionsumfangs selbst<br />
komplexe Systemsteuerungen auf intuitive<br />
Weise ermöglichen. Mittels sogenannter Makros<br />
lassen sich mit einer guten Universalfernbedienung<br />
gleich mehrere Befehle durch<br />
einen einzigen Tastendruck an verschiedenste<br />
Geräte wie Fernseher oder Receiver übermitteln.<br />
Damit steht diese Steuerungslösung dem<br />
zuvor erläuterten HDMI-CEC eigentlich in<br />
nichts nach.<br />
Kontrollfreak<br />
Logitecs „Harmony One“ zählt sicherlich zu den<br />
höherwertigen und somit teueren Produkten<br />
ihrer Art, wird aber von Fans und der Presse<br />
gleichermaßen gelobt. Die Fernbedienung bietet<br />
zwei Funktionen, die der Einrichtung und<br />
Benutzbarkeit als zentrale Gerätesteuerung<br />
wesentlich zugutekommen: Programmierung<br />
per PC-Software und zusätzliche Touchscreen-<br />
Steuerung.<br />
Mithilfe der Software lassen sich zunächst die<br />
notwendigen Infrarot-Codes für nahezu jedes<br />
heimische Gerät aus einer Onlinedatenbank<br />
auf die Fernbedienung holen. Das macht die<br />
Grundeinrichtung der „Harmony One“ sehr<br />
einfach. Die Erstellung von Makros erfolgt<br />
ebenfalls über die Software und ist am Bildschirm<br />
natürlich recht komfortabel. Mit ein paar<br />
Mausklicks würde sich dann zum Beispiel das<br />
folgende Makro erstellen lassen: Im Modus für<br />
den DVD-Player bewirkt ein Druck auf die Abspieltaste<br />
zunächst das Anschalten von Fernseher<br />
und Receiver. Anschließend werden diese<br />
Geräte auf die DVD-Quelle geschaltet. Schließlich<br />
wird noch ein bestimmter Audiopegel am<br />
Receiver eingestellt und letztlich die Wiedergabe<br />
gestartet.<br />
Spezielle Makros sowie eigene Funktionsknöpfe<br />
lassen sich per Software auf den Touchscreen der<br />
Fernbedienung legen. Damit wird die Bedienbarkeit<br />
zusätzlich erhöht und die Steuerung<br />
individualisiert. Ein Tipp für PS3-Besitzer: Im<br />
Handel ist ein Konverter erhältlich, der die Infrarotsignale<br />
einer Universalfernbedienung in<br />
die Bluetooth-Signale für die PS3 übersetzt. Die<br />
Einbindung der Konsole in die Steuerzentrale ist<br />
also ebenfalls möglich.<br />
Fakt ist, dass sich das Bedienchaos mit einer<br />
Universalfernbedienung ordnen lässt. Aber<br />
jeder Komfort hat seinen Preis. Hersteller wie<br />
Logitech bieten deshalb meist mehrere Ausführungen<br />
mit gestaffeltem Funktionsumfang an.<br />
Überlegen Sie also vor der Anschaffung, wie<br />
viel Bedienluxus Sie wirklich brauchen. Für die<br />
Zukunft bleibt noch zu hoffen, dass mit CEC<br />
eine grundsätzliche Erleichterung in der Bedienung<br />
von Home-Entertainment-Komponenten<br />
Einzug halten wird. Denn Bedienbarkeit sollte<br />
kein Luxus sein, sondern ein Grundprinzip.<br />
Über eine optionale Datenleitung können im HDMI-<br />
Kabel CEC-Signale transportiert werden.<br />
Moderne Universalfernbedienungen bieten viel Komfort,<br />
zum Beispiel mit frei gestaltbaren Touchscreens.<br />
Ein spezieller Bluetooth-Konverter ermöglicht die<br />
Steuerung einer PS3 via Universalfernbedienung.<br />
Übrigens, Euer Mann hat Recht: Beim Klang sollte man keine Kompromisse machen.<br />
TX-SR606
WISSEN<br />
Im Mikrofonfuß<br />
befindet sich die<br />
integrierte Soundkarte,<br />
die Ausgänge<br />
für den Subwoofer<br />
bzw. Verstärker<br />
bereitstellt und<br />
den Anschluss für<br />
das mitgelieferte<br />
Messmikrofon ermöglicht.<br />
Die Ansicht des Bassverlaufs und der stehenden Wellen<br />
können auch ohne physikalische Kenntnisse ermittelt<br />
und analysiert werden. Eine lineare Ausgabe stellt<br />
hierbei das Optimum dar.<br />
Die Spektralansicht verdeutlicht noch schneller, wo im<br />
Raum sich stehende Wellen befinden. Rot steht dabei<br />
für eine starke Überhöhung, Blau hingegen für eine<br />
lineare Wiedergabe.<br />
In der Liveansicht kann das gesamte Frequenzspektrum<br />
untersucht werden. Hierbei sind deutliche Spitzen<br />
bei der Ausgabe der Rauschsignale erkennbar.<br />
Anhand dieser Darstellung kann man z. B. Einmesssysteme<br />
überprüfen oder frei konfigurieren.<br />
Der Bass-Profi<br />
Fast jeder Heimkinoverstärker ist heutzutage mit einem<br />
automatischen Einmesssystem ausgerüstet. Die Firma<br />
XTZ geht noch einen Schritt weiter, denn ab sofort können<br />
Sie Ihren Raum eigenständig vermessen.<br />
Schon bevor sich der Name „Audyssey“<br />
im Heimkinobereich etabliert hatte, war<br />
bekannt, dass guter Klang unmittelbar<br />
mit den akustischen Gegebenheiten eines<br />
Raumes in Verbindung steht. Grundsätzlich sollte<br />
man also nicht nur Elektronik und Lautsprecher<br />
betrachten, sondern vor allem die Akustik<br />
eines Hörraumes bzw. Heimkinos. Mit dem<br />
„Room Analyzer“ bringt XTZ ein Werkzeug auf<br />
den Markt, das sehr anwenderfreundlich und<br />
einfach komplexe akustische Zusammenhänge<br />
aufzeigt und begreifbar macht. Im Set befindet<br />
sich alles, um sofort und unkompliziert<br />
mit der Einmessung loszulegen. Dabei wird das<br />
mitgelieferte Messmikrofon per USB an einen<br />
Rechner angeschlossen, der die eingehenden<br />
Signale auswertet. Dieser Rechner stellt auch<br />
die Messtöne zur Verfügung und gibt diese an<br />
den Standfuß des Mikrofons weiter, Verstärker<br />
oder Subwoofer werden wiederum mit den<br />
analogen Ausgängen der integrierten Soundkarte<br />
verbunden. Wahlweise können nun zwei<br />
Arten von Messungen durchgeführt werden.<br />
Zum einen besteht die Möglichkeit, die tiefen<br />
Frequenzen im Bereich zwischen acht und 300<br />
Hertz zu betrachten. In dieser Messfunktion<br />
werden auftretende Raummoden für bis zu<br />
drei unterschiedliche Messpunkte automatisch<br />
angezeigt. Die zweite Messfunktion, die die<br />
Software bereitstellt, besteht aus einer Live-<br />
Ansicht über das komplette Frequenzspektrum.<br />
Hierbei können Sie Frequenzen oberhalb<br />
von 300 Hertz begutachten. Die wahren Stärken<br />
des gesamten Systems liegen aber in der<br />
Bassmessung. Die Software zeigt die Auswirkungen<br />
der unterschiedlichen Subwoofer- und<br />
Messpositionen detailliert an. Ein kompletter<br />
Messvorgang findet an drei unterschiedlichen<br />
Messpositionen statt und dauert ca. zehn Minuten.<br />
Die geglättete Kurve zeigt anschaulich,<br />
wo sich bestimmte Frequenzspitzen befinden.<br />
Zudem analysiert das Programm stehende<br />
Wellen, die mit Frequenz und Pegel in einer<br />
Tabelle sowie als Spektrogrammansicht<br />
angezeigt werden.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Praxis<br />
Die Anzeige von Raummoden unterschiedlicher<br />
Frequenzen ist recht einfach gestaltet. So kann<br />
selbst ein Laie innerhalb kürzester Zeit seinen<br />
Raum akustisch vermessen und die Ergebnisse<br />
auswerten. Bevor Sie an Ihrem AV-Receiver einen<br />
automatischen oder manuellen Equalizer<br />
bemühen, sollten Sie zunächst immer die Aufstellung<br />
der Lautsprecher und die räumlichen<br />
Gegebenheiten optimieren. Das Programm ist<br />
in dieser Hinsicht ein hervorragender Helfer.<br />
Durch die simple Bedienung können innerhalb<br />
kürzester Zeit viele verschiedene Messpunkte<br />
untersucht und abgespeichert werden. Danach<br />
sollte man sich an eine Optimierung der<br />
Raumakustik wagen, indem einfach bestimmte<br />
Möbelstücke, wie ein Regal oder ein Sessel, in<br />
der Position verändert werden. Am Ende dieser<br />
Kette kann der Equalizer in der eigenen Heimkinoelektronik<br />
bemüht werden. Dieser glättet die<br />
letzten Beulen aus einer ungünstigen Frequenzkurve.<br />
Doch Vorsicht: Starke Anhebungen und<br />
Absenkungen schmälern das akustische Vergnügen<br />
meist mehr, als es der begradigte Frequenzgang<br />
verspricht. Je weniger der Equalizer<br />
im AV-Receiver leisten muss, desto angenehmer<br />
ist am Ende oftmals das Gesamtklangbild.<br />
Erfahrungswerte<br />
Nicht nur die akustische Optimierung des eigenen<br />
Raumes ist sinnvoll, sondern auch die Kontrolle<br />
der Autoeinmessung und die manuelle<br />
Justierung des Equalizers. Man muss sich also<br />
nie wieder nur auf das Gehör verlassen, wenn<br />
es um Anpassungen der Frequenzen und einzelnen<br />
Klangparameter an einem AV-Receiver<br />
geht. Speziell bei Receivern mit vollautomatischer<br />
Audyssey-Einmessung ist eine Kontrolle<br />
mittels eigenständiger Messung besser<br />
als blindes Vertrauen. Die Messsoftware zeigt<br />
den veränderten Frequenzgang im Raum recht<br />
zuverlässig an und gibt somit Aufschluss über<br />
die geänderten Werte. So kann man punktuell<br />
seinen Heimkinoverstärker nachträglich justieren.<br />
Wer nun denkt, dass Raumakustik ein<br />
unlösbares Rätsel zu sein scheint und zudem<br />
nur mit monströser Messtechnik zu bändigen<br />
ist, der irrt. Der XTZ „Room Analyzer“ bietet<br />
zwar nicht die Möglichkeiten, die in komplexen<br />
Systemen stecken, jedoch zeigt das Programm<br />
gerade im kritischen Basssegment, wie sich die<br />
Schallwellen ausbreiten. Die Einsatzmöglichkeiten<br />
sind durch die Software leider begrenzt,<br />
doch stellt dieses System einen guten Einstieg<br />
in die Akustikwelt dar. Selbst ohne tiefgreifende<br />
Kenntnisse macht dieses System von Anfang<br />
an Spaß und zeigt das Heimkino von einer ganz<br />
anderen Seite.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Thegoldenmane, XTZ<br />
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Mehr als Fernsehen: Loewe Connect<br />
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Ausgabe 5.2008<br />
IFA 2008: LED-LCDs verbessern<br />
Bildqualität und Energiebedarf<br />
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Auerbach Verlag<br />
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Lauchstädter Straße 20<br />
04229 Leipzig<br />
2008<br />
1.2008<br />
2.2008<br />
3.2008<br />
4.2008<br />
5.2008
WISSEN<br />
Im Bann der Schärfe<br />
Seit der Einführung von LCD-Fernsehern gilt die Bewegungsschärfe als großes Kaufkriterium.<br />
Mit ausgefeilten 100-Hertz-Technologien versuchen die LCD-Hersteller,<br />
bestehende Mankos auszumerzen, doch nicht immer garantieren die Lösungen den<br />
vollendeten Bildgenuss.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Sonys LCD-Modell „KDL-40Z4500“ berechnet bis zu 240 Bilder<br />
pro Sekunde und bietet eine Bewegungsschärfe, die sich mit<br />
Röhren-TVs messen kann.<br />
Die Flüssigkristalle bei LCD-TVs agieren wie eine Lichtschranke und zeigen<br />
die Bildinformation dauerhaft, bis ein neuer Impuls (z. B. ein neues Bild) sie<br />
in eine neue Lage zwingt. Je nach Qualität der Bildberechnung steigt die<br />
Schärfe bei Bewegtbildern deutlich.<br />
Bilder: Sony<br />
48 www.hdplustv.de
WISSEN<br />
LCD-Fernseher gelten fast als Synonym<br />
für hochauflösende Bildqualität. Kein<br />
Wunder, versprechen die Hersteller mit<br />
Full-HD und zwei Millionen Bildpunkten selbst<br />
bei kleinen Bilddiagonalen das optimale Schärfeerlebnis.<br />
Diese Marketingaussage wird in der<br />
Praxis nicht durchgehend erfüllt, denn richtig<br />
scharf erscheinen Bilder mit vielen LCD-TVs<br />
nur, wenn die Kamera stillsteht oder Fotos präsentiert<br />
werden. Sobald Kameraschwenks und<br />
schnelle Bewegungen die Darstellung prägen,<br />
wirkt das Bild weicher. Neben der Qualität des<br />
Fernsehers beeinflussen noch zwei weitere Faktoren<br />
die empfundene Schärfe: die Bildquelle<br />
und unsere Wahrnehmung.<br />
Nur die Hälfte<br />
Sollten Sie noch im Besitz eines Röhrenfernsehers<br />
sein, werden Sie von Schärfeproblemen<br />
nur selten etwas bemerken. Das Signal der<br />
TV-Ausstrahlungen und die Arbeitsweise der<br />
Röhrentechnologie sind perfekt aufeinander<br />
abgestimmt, was die Nachteile des Übertragungsstandards<br />
sichtbar minimiert. Anstelle<br />
von Vollbildern erblicken Sie im täglichen TV-<br />
Programm Halbbilder. Röhrenfernseher tragen<br />
dieser Übermittlung Rechnung und zeigen pro<br />
Einzelbild ebenfalls nur die Hälfte der Bildzeilen.<br />
Durch den schnellen Bildauf- und -abbau<br />
ist bis auf ein Flimmern meist kein weiterer<br />
Nachteil sichtbar. Erst bei genauerer Beobachtung<br />
können Sie schwarze Linien ausmachen,<br />
die kurzzeitig im Bild auftauchen. Da nicht das<br />
komplette Bild gesendet wird, sondern nur die<br />
Hälfte der Bildzeilen pro Bild, fällt die Schärfe<br />
vor allem bei bewegten Bildinhalten um fast<br />
50 Prozent ab. Mehr zu den unterschiedlichen<br />
Übertragungsstandards lesen Sie auf der nächsten<br />
Seite. LCD-Fernseher wie Plasmas zeigen zu<br />
jedem Zeitpunkt Vollbilder, d. h., es sind weder<br />
schwarze Linien noch ein Auflösungsverlust erkennbar.<br />
So zumindest die Theorie, denn halbierte<br />
TV-Signale in voller Schärfe bei schnellen<br />
Bewegungen zu präsentieren, überfordert selbst<br />
die beste Bildumwandlung. Die Darstellung von<br />
TV-Signalen auf einem Flachbildfernseher ist<br />
deshalb immer mit Kompromissen verbunden.<br />
Vorgetäuscht<br />
Ein wesentliches Problem, unter dem LCD-Fernseher<br />
stärker zu leiden haben als Röhren-TVs<br />
und Plasmas, ist unsere Wahrnehmung. Einfach<br />
ausgedrückt löscht sowohl die Röhren- als<br />
auch Plasmatechnologie jedes dargestellte Bild,<br />
nachdem es angezeigt wurde. Für unseren Sehsinn<br />
begünstigt das kurzzeitige Aufblitzen einer<br />
Bildinformation die wahrgenommene Schärfe<br />
beträchtlich, je nach Helligkeit ist aber ein Bildflimmern<br />
sichtbar. LCD-Fernseher zeigen jedes<br />
Bild so lange, bis das darauf folgende dieses ablöst;<br />
die Bilder sind deshalb flimmerfrei. Dadurch<br />
erscheinen sie allerdings vermeintlich verbunden<br />
und die Darstellung wirkt verschwommen.<br />
Gegen Nachzieheffekte der LCD-Technologie<br />
versuchten die Hersteller in der Vergangenheit,<br />
mit eingefügten Schwarzbildern oder der Echtzeitdimmung<br />
der Hintergrundbeleuchtung die<br />
Funktionsweise eines Röhren- und Plasma-TVs<br />
zu imitieren. Auftretendes Bildflimmern und<br />
eine geringe Helligkeitsausbeute begruben jedoch<br />
die technischen Ansätze.<br />
Etabliert hat sich bis heute eine einzige Variante,<br />
um die Schärfedarstellung bei LCDs zu erhöhen:<br />
die Darstellung zusätzlicher Bilder. Da LCDs ein<br />
Bild so lange aufrechterhalten, bis das darauf<br />
folgende erscheint, können neu hinzugefügte<br />
Bilder die Ansprechzeit der Flüssigkristalle dramatisch<br />
verkürzen. Für aktuelle 100/120-Hertz-<br />
LCDs bedeutet dies, dass doppelt so viele Bilder<br />
wie bislang erzeugt und die Unschärfen um 50<br />
Prozent reduziert werden.<br />
Für Videospieler birgt das Verfahren der zusätzlich<br />
berechneten Zwischenbilder einen großen<br />
Nachteil: Die Eingabekommandos werden zeitversetzt<br />
dargestellt. Verzögerungen im Millisekundenbereich<br />
sind für den Film- und Fernsehabend<br />
unerheblich, doch bei reaktionsschnellen<br />
Videospielen entscheiden auch die Bruchteile<br />
einer Sekunde über Erfolg und Misserfolg.<br />
Genau kalkuliert<br />
Im Fernsehbetrieb flimmern je nach Eingangssignal<br />
zwischen 50 und 60 Einzelbilder mit bis<br />
zu zwei Millionen Bildpunkten über den Schirm.<br />
Ein 100/120-Hertz-Fernseher berechnet in Echtzeit<br />
bis zu 60 weitere Bilder und fügt diese nach<br />
jedem Einzelbild hinzu. Dabei muss der Fernseher<br />
aufeinanderfolgende Bilder zwischenspeichern,<br />
um exakte Übergangsphasen berechnen<br />
zu können. Je nach Qualität der Bildverarbeitung<br />
geschieht dies nur auf einer Bewegungsebene,<br />
im Optimalfall jedoch für horizontal,<br />
vertikal und diagonal verlaufende Bildpunkte.<br />
Fehlerhaft erzeugte Zwischenbilder provozieren<br />
Doppelkonturen, wodurch die Darstellung<br />
unschärfer erscheint als eine saubere 50/60-<br />
Hertz-Wiedergabe.<br />
Intelligenter Prozess<br />
Mit ausgeklügelten Verfahren ist es den Herstellern<br />
weitestgehend gelungen, die zusätzlichen<br />
Bewegungsphasen optimal auf das Eingangssignal<br />
abzustimmen. Sollten Sie auf der<br />
Suche nach einem reaktionsschnellen Fernseher<br />
mit geringen Nachzieheffekten sein, heißt es<br />
abzuwägen. Eine sehr gute 100-Hertz-Bildverarbeitung<br />
lässt nur noch wenige Wünsche offen<br />
und stellt Bewegtbilder ähnlich detailreich dar,<br />
wie Sie es von einem Röhrenfernseher gewohnt<br />
sind. Nachteile bestehen einzig bei Videospielen,<br />
die schnelle Reaktionen erfordern. Plasmas<br />
zeigen sich in der Bewegungsdarstellung<br />
ebenbürtig, das Nachleuchten des Phosphors<br />
bedingt in den meisten Fällen allerdings farbige<br />
Geisterschatten. Das Rennen um den schnellsten<br />
Flachbildfernseher geht bereits in diesem<br />
Jahr weiter, denn der erste 200-Hertz-LCD steht<br />
in den Startlöchern.<br />
Röhrenfernseher zeigen schnell bewegte Objekte in<br />
voller Schärfe. Durch die impulshafte Darstellung „verschwindet“<br />
jedes Bild, bevor das nächste auftaucht.<br />
LCD-Fernseher stellen Einzelbilder so lange dar, bis das<br />
darauf folgende erscheint. Die jeweiligen Bilder wirken<br />
miteinander verknüpft und unscharf.<br />
LCD-Fernseher mit 100-Hertz-Technologie erzeugen<br />
Zwischenbilder und minimieren so die Unschärfen. Je<br />
nach Qualität erreicht das Ergebnis fast Röhrenniveau.<br />
Plasmafernseher besitzen eine ähnlich gute Schärfeabbildung<br />
wie Röhrenfernseher. Durch das Nachleuchten<br />
des Phosphors bildet sich aber oftmals ein Schweif.<br />
Wissen | HD+TV | 6.2008 49
WISSEN<br />
Momentaufnahme<br />
Die Schlagworte „Bildqualität in HD“ oder „<strong>HDTV</strong>“ lesen<br />
Sie mittlerweile in allen Medien. In der Praxis zeigen<br />
aber nur wenige Quellen den vollendeten Bildgenuss.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bei ruhenden Aufnahmen zeigt die Bilddarstellung in<br />
1 080i (links) eine bessere Detailschärfe als Aufnahmen<br />
in 720p (rechts).<br />
In Bewegung fällt die Schärfe bei 1 080i-Aufnahmen<br />
(links) deutlich ab, Konturen neigen zum Ausfransen.<br />
720p-Aufnahmen (rechts) behalten ihre ursprüngliche<br />
Schärfe.<br />
Die Ursache des Problems: Aufnahmen und Ausstrahlungen<br />
im Halbbildformat zeigen nur 50 Prozent des<br />
Bildes. Die Positionen des Autos sind in jedem Bild verschieden.<br />
Flachbildfernseher beseitigen zwar die schwarzen Linien,<br />
bewegte Objekte wirken jedoch ausgefranst (Bild<br />
oben). Steht das Auto still, ist die Bildschärfe deutlich<br />
besser (Bild unten).<br />
Fußballübertragungen in bester HD-Qualität<br />
sind eine feine Sache. Dank der<br />
HD-Auflösung in 1 080i können Sie jeden<br />
Zuschauer und Grashalm einzeln erkennen.<br />
Trikotnummern der Spieler oder Gesichter der<br />
Fußballstars sind ebenfalls aus der Ferne auszumachen.<br />
Doch was ist das? Sobald sich die Kamera<br />
bewegt, wirkt die Rasenfläche matschig,<br />
die Zuschauer verschwommen und Tornetze<br />
flimmern. Steht die Kamera still, ist die opulente<br />
Detailschärfe und Bildruhe wiederhergestellt.<br />
Halb voll oder halb leer<br />
Übertragungen im TV-Bereich nutzen seit der<br />
Einführung des Fernsehens den Halbbildstandard.<br />
Dieser sieht vor, dass nur die Hälfte der<br />
Bildinformation pro Einzelbild gesendet wird.<br />
Die Angabe 1 080i ergibt rein rechnerisch eine<br />
Million Bildpunkte (1 920 Bildpunkte mal 540<br />
Bildzeilen pro Einzelbild). Die Abkürzung „i“ für<br />
„interlaced“ bedeutet, dass abwechselnd eine<br />
Bildzeile erkennbar und die darauf folgende<br />
schlicht schwarz ist. Wurde ein Bild übertragen,<br />
wechselt dieser Vorgang, das heißt, alle schwarzen<br />
Linien enthalten nun Bildinformationen, die<br />
jeweils angrenzenden dagegen nicht. Aus 1 080<br />
Bildzeilen entstehen durch diesen Vorgang 540<br />
pro Einzelbild. In Deutschland senden die Programmanbieter<br />
50 Aufnahmen pro Sekunde,<br />
weshalb Sie in der Regel die schwarzen Streifen<br />
nicht wahrnehmen können. Ein weiterer<br />
unangenehmer Effekt, der durch die Halbbildübertragung<br />
verursacht wird, ist das Kantenflimmern.<br />
Diagonale Linien wirken gestuft und<br />
Tornetze sowie Kreideumrisse auf dem Fußballfeld<br />
flackern. Der Vorteil des gestutzten Bildes:<br />
Die Datenmenge halbiert sich im Vergleich zur<br />
Vollbildausstrahlung, statt zwei HD-Sendern<br />
pro Transponder können vier gesendet werden.<br />
Hin und wieder zurück<br />
Wenn TV-Bilder in 1 080i nur eine Million Bildpunkte<br />
pro Einzelbild zeigen, wäre das Format<br />
720p theoretisch die bessere Alternative, denn<br />
dieses bietet eine gleichwertige Auflösung samt<br />
Vollbildern. In der Praxis ist die Wahl des Formates<br />
eine Frage des Materials, denn 1 080i<br />
hat durchaus seine Stärken. Flachbildfernseher<br />
füllen die schwarzen Linien selbständig aus und<br />
zeigen am Ende immer Vollbilder. Steht die Kamera<br />
bei einem Fußballspiel still, kann die Elektronik<br />
sehr leicht die schwarzen Bildpunkte auffüllen<br />
und das Bild wirkt so detailreich, als würde<br />
es in 1 080p gesendet. Bei starken Schwenks ist<br />
die Bildelektronik aber überfordert und kann<br />
keine klare Aussage über die Zuordnung der<br />
Bildpunkte treffen, weshalb die Übertragung an<br />
Schärfe verliert. In 720p bleibt das Bild jederzeit<br />
scharf, ganz gleich, wie schnell die Aufnahmen<br />
ablaufen. Obwohl ARD und ZDF sich auf den<br />
720p-Standard einigten, sind bereits in Testausstrahlungen<br />
Bildmängel festzustellen. Liegt das<br />
Aufnahmematerial nur in 1 080i vor, bringt eine<br />
720p-Ausstrahlung keine Vorteile, im Gegenteil:<br />
Das Bild wird in der Auflösung reduziert,<br />
womöglich fehlerhaft in Vollbilder gewandelt<br />
und anschließend vom HD-Fernseher auf zwei<br />
Millionen Bildpunkte aufgebläht. 720p macht<br />
nur dann Sinn, wenn die Aufnahme auch in<br />
720p oder 1 080p vorliegt, also in Vollbildern<br />
gespeichert wurde.<br />
Ausnahme Film<br />
Bei der Ausstrahlung eines Spielfilms zeigt das<br />
Bildformat 1 080i keinen Schärfeverlust, da<br />
zwei aufeinanderfolgende Bilder ein vollständiges<br />
Ganzes ergeben. Stellen Sie sich einfach<br />
ein fahrendes Auto vor, das sich von links nach<br />
rechts bewegt. Eine Filmkamera zeichnet 24<br />
Bilder pro Sekunde auf, eine TV-Kamera 50.<br />
Zwei halbierte Videoaufnahmen unseres Autos<br />
können nicht zu einer kompletten zusammengefügt<br />
werden, da sich der Wagen vom ersten<br />
zum zweiten Bild bereits bewegt hat. Filmaufnahmen<br />
können dagegen halbiert übertragen<br />
und anschließend zusammengebaut werden,<br />
denn das Auto befindet sich bei beiden Halbbildern<br />
an der gleichen Stelle. Filmmaterial erzeugt<br />
bei schnellen Schwenks allerdings leichte<br />
Bildruckler, da 24 Aufnahmen nicht ausreichen,<br />
um jederzeit geschmeidige Bewegungen zu erzeugen.<br />
Blu-ray und dann?<br />
Wenn Sie die optimale Bildschärfe Ihres HD-<br />
Fernsehers auskosten möchten, sind Bilder im<br />
Vollbildformat Pflicht. Derzeit liefert lediglich<br />
das Blu-ray-Format Full-HD in Vollbildern, meist<br />
jedoch nur mit 24 Bildern pro Sekunde. TV-<br />
Ausstrahlungen fallen in der Bildqualität bereits<br />
ab, denn weder 1 080i noch 720p können den<br />
ebenbürtigen Detailgrad aufweisen. Noch ernüchternder<br />
sind die HD-Angebote im Internet.<br />
Diese weisen zwar durchweg Vollbilder in 720p<br />
oder 1 080p auf, doch die starke Komprimierung<br />
provoziert meist Klötzchen- und Artefaktbildung.<br />
HD steht somit nicht stellvertretend<br />
für eine gleichbleibend hohe Bildqualität. Ausschlaggebend<br />
ist, wie hochwertig die Quelle<br />
produziert und das Bildmaterial ausgegeben<br />
wird. Solange die Kapazitätsprobleme ungelöst<br />
bleiben, müssen Sie mit wechselnden Detailgraden<br />
während der TV-Ausstrahlungen auch im<br />
HD-Zeitalter vorliebnehmen.<br />
50 www.hdplustv.de
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Bitte beachten Sie: Die Auslieferung des Abos und der Prämie erfolgt erst nach Zahlungseingang. Angebot gilt nur in Deutschland.<br />
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Daten für die Zahlung per Bankeinzug:<br />
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Auerbach Verlag<br />
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04229 Leipzig<br />
Name des Karteninhabers<br />
Kartennummer<br />
Kontoinhaber<br />
oder per Fax an:<br />
(0341) 14955-11<br />
Kartenprüfnummer<br />
Gültigkeit der Karte<br />
Kontonummer<br />
Bankleitzahl<br />
Geldinstitut<br />
oder schnell im Internet:<br />
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Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung ohne Begründung bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20,<br />
04229 Leipzig, per Post oder Fax widerrufen kann. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />
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!<br />
WISSEN<br />
Einstellungshilfen für<br />
Fernseher & Projektoren<br />
!<br />
Erweiterte Bildeinstellungen<br />
RCP Farbe Farbton<br />
Rot 8 13<br />
Grün 9 – 21<br />
Blau 14 17<br />
Zyan 7 3<br />
Sony VPL-VW200<br />
Gelb 10 0<br />
Magenta 11 – 8<br />
!<br />
!<br />
Bildmodus<br />
Kino<br />
Kinoschwarz Plus<br />
Erweiterte Blende Auto 2 oder Auto 1<br />
Empfindlichkeit<br />
Schnell<br />
Motionflow<br />
Filmprojektion<br />
Bewegungsverst.<br />
Alternativ<br />
Filmprojektion<br />
Kontrast 90<br />
Helligkeit 50<br />
Modus 1 (beste<br />
Schärfe, aber<br />
Bildflimmern)<br />
Niedrig<br />
Aus (beste Helligkeit,<br />
flimmerfrei, aber<br />
Unschärfen)<br />
Farbraum<br />
Overscan<br />
Normal<br />
Aus<br />
Experteneinstellung<br />
Filmmodus Auto 2<br />
Schwarzwert Aus<br />
Gamma-Korrektur Aus<br />
x.v.Color<br />
Aus<br />
Installationsmenü<br />
Panel-Abgleich<br />
!<br />
Aus (Farbverschiebung<br />
tritt trotz<br />
Panel-Abgleich<br />
weiterhin auf)<br />
!<br />
!<br />
!<br />
Farbe 45<br />
!<br />
Farbton 50<br />
Farbtemperatur Mittel (alternativ<br />
Gamma- und<br />
Farbkorrektur via<br />
Software)<br />
Schärfe 10<br />
!<br />
52 www.hdplustv.de<br />
!<br />
Bilder: Phillips, Sony<br />
!
!<br />
!<br />
!<br />
!<br />
!<br />
! !<br />
WISSEN<br />
!<br />
Philips 42PFL9803<br />
Bildkontrast<br />
75 (alternativ je nach<br />
Umgebungshelligkeit,<br />
Werte für Helligkeit<br />
und Farbe müssen<br />
entsprechend<br />
angepasst werden)<br />
Helligkeit 52<br />
Farbe 37<br />
Schärfe 2<br />
Rauschminderung Aus (bei starkem<br />
Bildrauschen Mittel)<br />
Farbweiß<br />
Personalisiert<br />
RWP 115<br />
GWP 101<br />
R-BL 9<br />
G-BL 8<br />
!<br />
Pixel Perfect HD<br />
HD Natural Motion<br />
Je nach Wunsch<br />
(Maximum für beste<br />
Bildschärfe, Aus<br />
erzeugt Bildruckler<br />
bei Blu-rays)<br />
100 Hertz Clear LCD Ein<br />
Erweiterte Schärfe Aus<br />
Dynamic Contrast Aus (Film), Minimum<br />
(TV-Aufnahmen und<br />
Liveübertragungen)<br />
Dyn.<br />
Optimales Bild<br />
Hintergrundbel.<br />
MPEG-<br />
Artefaktunterdr.<br />
Farboptimierung<br />
Active Control<br />
Lichtsensor<br />
!<br />
!<br />
!<br />
Aus (Ein bei starker<br />
Artefaktbildung)<br />
Aus<br />
Ein<br />
Aus (für beste<br />
Helligkeit), Ein<br />
(für verringerten<br />
Energiebedarf)<br />
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Philips‘ LED-Lux-LCD erzeugt eine beeindruckende Bildtiefe<br />
Martin Günther<br />
Redakteur<br />
Produkt Bewertung Seite<br />
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Denon AVR-2809<br />
Sehr gut<br />
86<br />
80<br />
Marantz AV8003,<br />
MM8003<br />
Blu-ray-Player<br />
Denon DVD-2500BT<br />
Panasonic DMP-BD35<br />
Samsung BD-P1500<br />
Flachbildfernseher<br />
Philips 42PFL9803<br />
HD-Camcorder<br />
Sehr gut<br />
88<br />
Gut<br />
74<br />
Gut<br />
84<br />
Gut<br />
76<br />
Gut<br />
83<br />
Panasonic HS100 Gut 72<br />
Sony HDR-CX11E Gut 74<br />
76<br />
64<br />
60<br />
62<br />
55<br />
Produkt Bewertung Seite<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
Ferguson FK-8500 HD<br />
Gut<br />
77<br />
70<br />
Inverto Scena 5<br />
Nanoxx 9500HD-C<br />
Komplettset<br />
Samsung HT-BD2<br />
Lautsprecher 5.1<br />
Dali Mentor<br />
Jamo A 400<br />
Projektoren<br />
Sony VPL-VW200<br />
Gut<br />
83<br />
Sehr gut<br />
85<br />
Gut<br />
70<br />
Sehr gut<br />
85<br />
Gut<br />
73<br />
Gut<br />
76<br />
68<br />
66<br />
82<br />
84<br />
86<br />
58<br />
Hören Sie eigentlich noch den Unterschied?<br />
Kürzlich wurden die aktuellen<br />
Trends durch die große Dampfmaschine<br />
IFA weiter angeheizt. Der<br />
Kurs geht klar in Richtung Rundumsorglos-Paket.<br />
Als Konsument erwartet<br />
man eine Komplettlösung, egal<br />
ob es um Bild oder Ton geht. Ein Karton<br />
mit Lautsprechern, Player, Anleitung<br />
und passender Verkabelung. So<br />
erfüllen sich Konsumenten ganz unkompliziert<br />
den Traum vom eigenen<br />
Heimkino – im Instant-Verfahren.<br />
Doch der Weisheit letzter Schluss<br />
ist dieses Aufgebot einer Komplettlösung<br />
wohl nicht. Viel zu oft findet<br />
man unnötige Funktionen mit mittelmäßiger<br />
Wiedergabequalität zu<br />
einem eigentlich viel zu hohen Preis.<br />
Da wird ganz klar ausgenutzt, dass<br />
man sich schnell auf solcherlei Angebote<br />
stürzt – meist ohne zu überlegen.<br />
Doch gerade in der heutigen<br />
Zeit sollte man genau vergleichen<br />
und nach den persönlichen Bedürfnissen<br />
abwägen. Die Zusammenstellung<br />
aus einzelnen Komponenten<br />
kostet Sie zwar mehr Zeit, allerdings<br />
ist man meistens besser bedient. Sicherlich<br />
sind die Verlockungen groß,<br />
wenn alle Technik auf einen Rutsch<br />
das Wohnzimmer schmückt. Doch<br />
prüfe, wer sich zu schnell bindet.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />
54 www.hdplustv.de
KAUFBERATUNG<br />
Im siebten Fernsehhimmel<br />
Als erstem Hersteller gelingt es Philips, einen LCD-Fernseher zu präsentieren, der auf fortschrittlicher<br />
LED-Hintergrundbeleuchtung aufbaut und über eine 100-Hertz-Bildverarbeitung<br />
verfügt. Wir haben uns das technologische Wunder ausführlich angeschaut.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Per Netzwerkschnittstelle<br />
greifen Sie<br />
auf Foto-,<br />
Video- und<br />
Musikdaten<br />
vom PC zu<br />
Der manuelle Farbabgleich ermöglicht eine<br />
neutrale Graustufenabbildung. Lediglich<br />
in sehr dunklen und hellen Bereichen sind<br />
geringe Verfärbungen sichtbar<br />
Blickwinkel<br />
150 ˚<br />
150 ˚<br />
120 ˚<br />
120 ˚<br />
90 ˚<br />
40 % 40 %<br />
70 %<br />
70 %<br />
Bildkontrast<br />
100 %<br />
Der etwas erweiterte Farbraum erzeugt<br />
teilweise kräftige Farben, die nicht immer<br />
natürlich wirken. Durch die gleichmäßige<br />
Erweiterung ist dies aber nur im Vergleich<br />
mit einem Referenzgerät sichtbar<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 55
KAUFBERATUNG<br />
Das faszinierende „Ambilight“ passt sich in Windeseile<br />
dem Bildinhalt an und vergrößert den Bildeindruck,<br />
strahlt beim „42PFL9803“ aber leider nur seitlich ab.<br />
So etwas haben Sie noch nie gesehen: Perfekte Kontrastwerte<br />
und eine makellose Schwarzdarstellung<br />
erfreuen das Auge, selbst in schwierigen Bildszenen.<br />
Kleine Mankos: Die Bewegungsglättung begünstigt<br />
Doppelkonturen (links), die Kontrastoptimierung legt<br />
unterbelichtete Stellen samt Bildfehlern frei (rechts).<br />
Nur in seltenen Fällen oder bei seitlicher Betrachtung<br />
sichtbar: Die Wirkungsweise der Hintergrundbeleuchtung<br />
mit auftretendem „Heiligenschein“.<br />
Nach bester Philips-Manier zeigt sich<br />
das Äußere des „42PFL9803“ gewohnt<br />
modern und punktet zusätzlich<br />
mit einer Blende aus gebürstetem Aluminium.<br />
Das reichhaltige Anschlussfeld bietet<br />
neben vier HDMI-Eingängen eine USB- und<br />
Netzwerkbuchse. Kleine Detailschwächen offenbaren<br />
sich erst bei genauerem Hinsehen.<br />
So erzeugt das firmeneigene Markenzeichen<br />
„Ambilight“ nur ein seitliches Lichterspiel,<br />
statt wie beim Vorbild „Aurea“ in alle Richtungen<br />
abzustrahlen. Neben dem DVB-T-Tuner<br />
schlummert im Inneren noch ein Empfangsweg<br />
für das digitale Kabel, der leider nur in<br />
den skandinavischen Ländern genutzt werden<br />
kann. Die beigelegte Fernbedienung ist zwar<br />
hochwertig, doch das leichtgängige Drehrad<br />
stellt nach unserem Ermessen keinen Gewinn<br />
dar. Die Eingaben werden verzögert umgesetzt<br />
und je nach gewähltem Bildmenü bewirkt eine<br />
Drehung gegen oder mit dem Uhrzeigersinn<br />
eine unterschiedliche Richtungsumsetzung.<br />
Das Benutzerhandbuch geht auf alle wichtigen<br />
Funktionen ein. Wer mehr über die Netzwerkeinbindung<br />
erfahren möchte, muss von der<br />
Philips-Website das erweiterte Hintergrundmaterial<br />
herunterladen. Diese kleinen Kritikpunkte<br />
sind allerdings schnell vergessen, wenn der<br />
Fernseher zum ersten Mal in Betrieb genommen<br />
wird. Mit seinem drehbaren Standfuß wirkt der<br />
42-Zoll-LCD wie aus einem Guss, das seitlich<br />
abstrahlende Licht vergrößert den wahrgenommenen<br />
Bildeindruck. Die Frontscheibe spiegelt<br />
kaum und verbessert in heller Umgebung den<br />
Bildkontrast. Die Installation führt Sie gewissenhaft<br />
durch den Sendersuchlauf und erleichtert<br />
die Einstellung durch gespeicherte Vergleichsbilder<br />
und -töne. Für versierte Nutzer steht im<br />
Nachgang eine umfassende Bildkalibrierung<br />
bereit, Einsteiger greifen auf die vorgegebenen<br />
Bildmodi zurück. Im Gegensatz zu zahlreichen<br />
Mitbewerbern stellt der „42PFL9803“ eine gelungene<br />
Symbiose aus Bild und Ton dar. Die geschickt<br />
integrierten Lautsprecher erzeugen ein<br />
angenehmes Klangbild, das weder blechern<br />
noch auffällig verfärbt klingt.<br />
Fernsehen trifft PC<br />
Über den USB-Eingang verarbeitet der Philips<br />
zugespielte Fotos im JPEG-Format, MP3-Musikdateien<br />
sowie Filme in MPEG-1 und MPEG-<br />
2. Via Computer und Netzwerkverknüpfung<br />
können Sie den Fernseher zur Wiedergabe<br />
weiterer Bild- und Tondaten einsetzen, ohne<br />
den PC im Wohnzimmer betreiben zu müssen.<br />
Der Ordnerzugriff auf freigegebene Bild- und<br />
Tondateien klappte im Test fehlerfrei.<br />
Fotos können auf Wunsch in einer eigenen<br />
Bilderschau mit sanften Übergängen und variablen<br />
Zeiträumen angezeigt werden. Neben<br />
den Multimedia-Anwendungen überzeugt der<br />
Fernseher mit seinem 7-Tage-EPG (elektronischer<br />
Programmführer), editierbaren Favoritenlisten<br />
und flinkem Videotext. Die Formatwahl<br />
über HDMI ist leider stark eingeschränkt,<br />
immerhin hilft das Autoformat bei der Vergrößerung<br />
von Bildern im 4 : 3-Format. Praktisch:<br />
Sowohl die Bildformate als auch die Eingänge<br />
werden übersichtlich aufgelistet und sind einzeln<br />
anwählbar, ein mühsames Durchschalten<br />
entfällt.<br />
LED-Power<br />
Das Kaufkriterium des neuen Philips’ ist weniger<br />
seine Ausstattung, als vielmehr die verbaute<br />
Technik. Statt auf herkömmliche Leuchtstoffröhren<br />
zur Hintergrundbeleuchtung zu<br />
setzen, verwendet Philips eine Vielzahl an LEDs.<br />
Diese kleinen Leuchtdioden sind ähnlich einem<br />
Schachbrettmuster über die gesamte Bildfläche<br />
verteilt. Der Clou versteckt sich hinter der Option<br />
„Dynamische Beleuchtung“: Auf Wunsch<br />
dimmt der Fernseher in Echtzeit einzelne LED-<br />
Gruppen je nach vorherrschender Bildhelligkeit.<br />
In unserem Paradebeispiel, einem Fisch vor<br />
schwarzem Hintergrund, schaltet der Fernseher<br />
sämtliche LEDs aus, die nicht in der Nähe des<br />
beleuchteten Objektes sind. Das Resultat: Der<br />
schwarze Hintergrund erscheint pechschwarz,<br />
kein Nachleuchten oder aufgehelltes Grau minderen<br />
den Kontrast. Gleichzeitig ist der Fisch<br />
perfekt ausgeleuchtet und scheint im Raum zu<br />
schweben. Ohne einfallendes Licht ist der Fernseher<br />
als solcher nicht mehr zu orten.<br />
Im Filmbeispiel „World Trade Center“ zieht der<br />
Philips-LED-LCD ebenfalls alle Register. Die verschütteten<br />
Feuerwehrmänner harren in völliger<br />
Dunkelheit der ungewissen Dinge und die tiefschwarze<br />
Hölle wird so überzeugend wie noch<br />
nie zuvor präsentiert. In einem direkten Vergleich<br />
mit den besten Plasma-Referenzgeräten konnte<br />
der Philips die Stimmung noch besser einfangen:<br />
Kein Nachleuchten im Schwarz und kein<br />
Detailverlust – selbst in schwierigen Szenen –<br />
überzeugen auch die schärfsten LCD-Gegner.<br />
Wechselt der Bildinhalt auf leuchtstarke Sequenzen,<br />
brilliert der Philips ebenfalls. Wie von<br />
herkömmlichen LCDs gewohnt, zeigen sich<br />
helle Bilder in voller Brillanz. Bei angemessener<br />
Helligkeit schwankt der Verbrauch je nach<br />
Bildmaterial zwischen 70 und 170 Watt. Dies<br />
entspricht einer Einsparung zwischen 30 – 60<br />
Prozent gegenüber einer herkömmlichen LCD-<br />
Hintergrundbeleuchtung und rund 100 Prozent<br />
im Vergleich zu einem Full-HD-Plasma.<br />
LED-Manko<br />
Sind durch die LED-Hintergrundbeleuchtung<br />
alle Probleme in der Bilddarstellung gelöst?<br />
Nein. Je kleiner die Bilddetails ausfallen und je<br />
weniger großflächige Schwarzflächen vertreten<br />
sind, desto mehr schwindet der Kontrast.<br />
Dass Philips die Einschränkungen der Technik<br />
jedoch im Griff hat, beweisen schwierige Sequenzen<br />
wie ein Feuerwerk. Obwohl kleine<br />
Leuchtpunkte vor schwarzem Hintergrund die<br />
Möglichkeiten der groben LED-Anordnung<br />
übersteigen, sind kaum Kontrastverluste in-<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />
56 www.hdplustv.de
folge aufgehellter Bereiche sichtbar. Nur in<br />
Extremsituationen erscheint um helle Objekte<br />
eine Art Heiligenschein oder die Leuchtkraft<br />
eines Objektes verändert sich auffällig. Taucht<br />
beispielsweise ein herannahender Stern inmitten<br />
des Weltalls auf, steigert sich seine Helligkeit,<br />
je mehr seine Größe zunimmt, während<br />
sich das Weltall ebenfalls aufhellt. Je größer<br />
der Blickwinkel, desto stärker erkennen Sie die<br />
Arbeitsweise der LEDs. Der seitliche Betrachtungswinkel<br />
ist für LCD-Verhältnisse zwar gut,<br />
doch verblassende Farben und das Überstrahlen<br />
heller Bereiche geben Blickwinkeln nahe 90<br />
Grad den Vorzug. Die größte Frage, nämlich<br />
die, ob Philips’ LED-LCD nun kontraststärker ist<br />
als die besten Plasmas, bleibt unbeantwortet.<br />
Wenn Sequenzen viele Schwarzflächen ohne<br />
Details aufweisen, reduziert der LED-Lux die<br />
Leuchtkraft auf null und es ist kein Restlicht<br />
mehr sicht- oder messbar. Dabei kann es allerdings<br />
vorkommen, dass helle Bildbereiche<br />
ebenso an Leuchtkraft einbüßen, im Extremfall<br />
reduziert sich die Helligkeit auf 25 Prozent gegenüber<br />
der maximalen Bildhelligkeit. Je ausgeglichener<br />
das Verhältnis der Schwarz- und<br />
Weißflächen ist, desto weniger profitieren Sie<br />
von der LED-Beleuchtung. Es kann somit je<br />
nach Bildinhalt vorkommen, dass Plasmas weiterhin<br />
das plastischere Bild liefern. Umgekehrt<br />
gibt es Sequenzen, die mit dem LED-Lux so<br />
atemberaubend wirken, dass alle Vergleichsmodelle<br />
dagegen blass aussehen. Dramatischer<br />
fällt der Vergleich mit herkömmlichen<br />
LCDs ohne LED-Hintergrundbeleuchtung aus:<br />
Diese können dem „42PFL9803“ zu keiner Zeit<br />
das Wasser reichen. Pluspunkte sammelt der<br />
Fernseher durch seine gute Kontrastscheibe<br />
und Leuchtkraft, wodurch die exzellente Bildqualität<br />
sowohl am Tage als auch abends ausgekostet<br />
werden kann.<br />
Philips-Technologie<br />
Natürlich erzeugt der LED-Lux seine Bilder nicht<br />
ohne die bekannten Philips-Bildverbesserer. Als<br />
wichtigstes Merkmal gilt hier die 100-Hertz-<br />
Bilddarstellung, die sämtlichen Nachzieheffekten<br />
und Unschärfen den Kampf ansagt.<br />
Durch einen gewaltigen Rechenaufwand fügt<br />
die Bildelektronik zusätzliche Bilder ein, um<br />
die Bewegungsschärfe signifikant zu steigern.<br />
Dies klappt bei maximaler Ausnutzung<br />
der Bewegungsglättung so gut, dass sich der<br />
„42PFL9803“ in die Riege der schärfsten Flachbildfernseher<br />
am Markt einreihen kann.<br />
Spielen Sie Filmmaterial von Blu-ray oder DVD<br />
ab, erzeugen die zusätzlichen Bewegungsphasen<br />
einen anderen Bildeindruck. Tatsächlich ähneln<br />
Filmaufnahmen mit Bewegungsglättung<br />
eher einer TV-Übertragung. Das filmtypische<br />
Ruckeln wird ebenso vermieden wie Unschärfen<br />
bei Kameraschwenks. Sollten Sie jederzeit<br />
alle Details wahrnehmen wollen, ist die Bewegungsglättung<br />
der Heilige Gral. In wenigen<br />
Szenen macht die Nachbearbeitung aber durch<br />
fehlerhafte Konturen auf sich aufmerksam und<br />
flüssige Kameraschwenks wechseln sich für Sekundenbruchteile<br />
mit stockenden Bewegungsabläufen<br />
ab.<br />
Ohne Zuhilfenahme der Bewegungsglättung<br />
zeigen 1 080 p24-Signale ein leichtes Bewegungsruckeln,<br />
was auf eine interne Konvertierung<br />
schließen lässt. Videospieler stehen<br />
ebenso vor der Qual der Wahl: Die Nachbearbeitung<br />
erzeugt eine spürbare Eingabeverzögerung,<br />
ohne Nachbearbeitung wirkt das Bild<br />
verschwommener.<br />
Weitere Bildverbesserungen, wie eine Schärfeanhebung<br />
und Farboptimierung, bewirken nur<br />
selten den gewünschten Effekt und verfremden<br />
die Bildkomposition. Eine nicht abschaltbare<br />
Kontrastanhebung provoziert außerdem<br />
geringe Differenzierungsmängel in dunklen<br />
Bildbereichen sowie das Hervorheben von Details<br />
im mittleren Helligkeitsbereich, wodurch<br />
Belichtungsschwächen bei Filmaufnahmen<br />
stärker hervortreten und sich die subjektive<br />
Bildtiefe leicht verringert.<br />
Die Farbwiedergabe ist größtenteils gelungen,<br />
nur in sehr hellen und dunklen Bildbereichen<br />
machen sich Verfärbungen bemerkbar. Zum<br />
Teil wirken auch einzelne Farbtöne wie Rot zu<br />
stark betont oder weisen ein abweichendes<br />
Farbspektrum auf.<br />
Schwächeres Bildmaterial profitiert von einer<br />
sauberen Rauschfilterung und guten Skalierung.<br />
Zwar erscheint das Bild dezent weicher<br />
als bei einer 1 080p-Zuspielung, flimmernde<br />
Kanten und Artefakte werden aber gut unterdrückt.<br />
Richtig fesselnd wirkt HD-Material<br />
von Blu-ray. Hier kann der „42PFL9803“ ein<br />
eindrucksvolles und meist dreidimensionales<br />
Ergebnis zaubern.<br />
Im Kreise der Besten<br />
Lange galt die LCD-Technologie im Bereich des<br />
Bildkontrastes als zweitklassig. Weder konnte<br />
die Bildtiefe mit Plasmas noch mit Röhren-<br />
Fernsehern gleichziehen. Mittels der leistungsstarken<br />
sowie intelligenten LED-Hintergrundbeleuchtung<br />
wandelt sich dieser Umstand.<br />
Sowohl in hellen Szenen als auch vorwiegend<br />
dunklen Bildkompositionen zieht Philips' LED-<br />
LCD an allen konkurrierenden Bildtechnologien<br />
vorbei. Dem LED-Lux deshalb nur ein gutes Bild<br />
zu bescheinigen, würde die Leistungen des<br />
Fernsehers untergraben.<br />
Bei entsprechendem Bildmaterial zaubert der<br />
Philips eine Qualität zum Zuschauer, die bis<br />
dato unerreicht ist. Exzellente Schärfe, pures<br />
Schwarz und eine aufwendige Bildnachbearbeitung<br />
erzeugen einen Sogeffekt. Dass das<br />
Potenzial nicht immer sichtbar, der Blickwinkel<br />
weiterhin eingeschränkt und manche Nachbearbeitung<br />
Geschmackssache ist, schmälert die<br />
sehr guten Leistungen kaum. Wenn Sie im dunklen<br />
Raum zum ersten Mal die faszinierende<br />
Bildtiefe des Fernsehers bewundern, bleibt nur<br />
noch ein Gefühl zurück: Zufriedenheit.<br />
LED-LCD<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Philips<br />
Modell<br />
42PFL9803<br />
Preis<br />
2999 Euro<br />
Info<br />
www.philips.de<br />
Typ<br />
LED-LCD<br />
Maße (B/H/T) 102,7 × 69,8 × 10,8 cm<br />
Gewicht<br />
30,8 kg<br />
Farben<br />
Silber<br />
Betrieb/Stand-by 70 – 160 W/0,1 W<br />
Kontrast 3500 : 1<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
1080p24 ja<br />
100/120 Hertz ja<br />
Frontscheibe kontrastoptimiert<br />
Formatwahl (HDMI) eingeschränkt<br />
gleichmäßige 80 %<br />
Ausleuchtung<br />
Geeignet für<br />
Film<br />
Fernsehen<br />
Zimmerbeleuchtung<br />
Philips 42PFL9803<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 17 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
15 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
51 von 60<br />
Gesamt 83 von 100<br />
Philips 42PFL9803<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Die Quellenwahl listet<br />
alle Eingänge auf,<br />
die Bildformate sind<br />
bei HDMI-Zuspielung<br />
hingegen nur eingeschränkt<br />
wählbar<br />
Die leichtgängige<br />
Drehscheibe rotiert<br />
etwas zu forsch und<br />
der Fernseher registriert<br />
die Eingaben<br />
verzögert<br />
Das bietet kein<br />
anderer: Das Hintergrundlicht<br />
kann<br />
in Intensität, Farbe<br />
und Schnelligkeit<br />
stufenlos angepasst<br />
werden<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 57
KAUFBERATUNG<br />
Vorreiterrolle<br />
Vor fünf Jahren definierte Sonys „Qualia“-Serie den neuen Maßstab im Heimkino.<br />
Unter der schlichten Namensgebung „Qualia 004“ erschien ein 30 000 Euro teurer<br />
Edelprojektor, der seinesgleichen suchte. Mit dem „Bravia VPL-VW200“ steht nun der<br />
jüngste Nachfolger des Prestigeobjekts bereit.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Der Farbabgleich ermöglicht neutrale Graustufen,<br />
helle wie dunkle Bereiche tendieren<br />
dagegen zur Verfärbung. Per Gamma-Korrektur-Software<br />
ist dieser Makel schnell<br />
behoben<br />
Das Anschlussfeld auf der linken Seite ist etwas umständlich zu erreichen, bietet aber mit einer Netzwerkbuchse und<br />
RS-232-Schnittstelle sinnvolle Detaillösungen fürs Profiheimkino<br />
58 www.hdplustv.de<br />
TV-Norm oder Kinostandard: Mittels Feinabstimmung<br />
nähern Sie den Farbraum jeder<br />
Vorgabe passgenau an, auch die Leuchtkraft<br />
der Farben stimmt<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony
Das kernige Gewicht von 20 Kilogramm,<br />
ein extravagantes Design,<br />
üppige Maße und die selten anzutreffende<br />
Xenon-Beleuchtung lassen viele Elemente<br />
des großen „Qualia“-Vorbildes erkennen.<br />
Beim Auspacken dürften die Augen der Besitzer<br />
immer glänzender leuchten, denn kaum ein<br />
Projektor für den Heimkinogebrauch wirkt edler.<br />
Die vollständig motorisierte Optik mit Gläsern<br />
von Carl Zeiss gehorcht auf Tastendruck,<br />
nur die Blende aus Kunststoff hätte in Metall<br />
noch hochwertiger gewirkt.<br />
Das Bild kann um 100 Prozent vertikal verschoben<br />
werden, horizontal ist nur ein kleiner Spielraum<br />
gegeben, der zudem mühsame Handarbeit<br />
voraussetzt. Der Lüfter verrichtet nahezu<br />
unhörbar seine Dienste, die Luftzirkulation ist<br />
angesichts der immensen Größe optimal gewährleistet.<br />
Auf Wunsch können Sie den Projektor<br />
bequem mit Ihrem Computer fernsteuern<br />
oder Feineinstellungen vornehmen. Selbstverständlich<br />
für diese Preisklasse sind zwei HDMI-<br />
Eingänge sowie eine 12-Volt-Buchse zur Leinwandsteuerung.<br />
Vertrautes Zuhause<br />
Sollten Sie Erfahrungen mit Sony-TV-Modellen<br />
besitzen, so werden Sie sich im Menü des<br />
„VPL-VW200“ schnell zurechtfinden. Auf die<br />
neumodische „XMB“-Oberfläche der aktuellen<br />
Generation müssen Sie zwar verzichten, doch<br />
dank sinnvoller Gliederung und meist selbsterklärender<br />
Begriffe sind die richtigen Einstellungen<br />
schnell gefunden.<br />
Die millimetergenaue Abstimmung der Panels<br />
für die drei Grundfarben ist für eine optimale<br />
Schärfe Pflicht. Um etwaige Abweichungen im<br />
Nachhinein ausgleichen zu können, gibt Ihnen<br />
Sony ein ausgefeiltes Justierungsmenü mit auf<br />
den Weg. Sollte am linken oberen Bildrand<br />
eine Farbverschiebung erkennbar sein, können<br />
Sie diese mit wenigen Handgriffen eliminieren.<br />
Leider erweist sich das System in der Praxis als<br />
trügerisch: Trotz perfekter Justierung des Testbildes<br />
können weiterhin Farbverschiebungen<br />
auftreten. Ähnliche Probleme bereitet die manuelle<br />
Einstellung der Farbtemperatur. Zwar<br />
können für Rot, Grün und Blau getrennte Feinjustierungen<br />
vorgenommen werden, doch im<br />
Spitzenweiß und bei Schwarzflächen zeigt die<br />
Korrektur keine Wirkung. Die Folge: Mittlere<br />
Graustufen wirken neutral, Schwarz und Weiß<br />
erscheinen verfärbt. Eine bessere, weil über alle<br />
Bereiche eingreifende Nachbearbeitung bietet<br />
die beiliegende Gamma-Software.<br />
Genial im Detail<br />
Sonys Koloss erzeugt mittels eingefügter Zusatzbilder<br />
auf Wunsch weichere Aufnahmen<br />
und nimmt den Kinofilmen das typische Ruckeln<br />
(Film-Judder). In zwei Stufen können Sie<br />
die Nachbearbeitung dosieren, die niedrige Einstellung<br />
reduziert das Kinoruckeln und bewahrt<br />
dennoch den Filmeindruck. Je nach Bildszene<br />
kann es allerdings vorkommen, dass die Nachbearbeitung<br />
nicht sofort anspricht und ein kurzes<br />
Zittern der geglätteten Bewegung vorangeht.<br />
Um neben der Bewegung die Bildschärfe signifikant<br />
zu verbessern, greift Sony zu einem zweiten<br />
Trick: Auf jedes Bild folgt ein Schwarzbild.<br />
Pluspunkt für unsere Wahrnehmung: Selbst bei<br />
starken Schwenks bleiben alle Details sichtbar,<br />
Unschärfen im Bild treten nicht auf. Dennoch<br />
birgt dieser Vorteil ein großes Manko: Das Bild<br />
flimmert stark und verliert an Leuchtkraft. Für<br />
entspannte Filmabende und große Bilddiagonalen<br />
ist die verbesserte Bewegungsdarstellung<br />
damit nur die zweite Wahl. Schalten Sie<br />
die Filmprojektion aus, wirkt das Geschehen<br />
flimmerfrei und leuchtstark, aber Bewegungen<br />
erscheinen verschwommen.<br />
Ohne Kritikpunkte zeigt sich die Farbabbildung.<br />
Wer viel Geduld und Messerfahrung mitbringt,<br />
kann alle Primär- und Sekundärfarben dem<br />
gewünschten Standard angleichen. Sogar die<br />
Leuchtkraft der Farben konnten wir binnen weniger<br />
Minuten exakt auf das Eingangsmaterial<br />
abstimmen und staunten über die angenehmste<br />
Farbabbildung aller Zeiten.<br />
Die Achillesferse des Projektors ist die Qualität<br />
der Schwarzdarstellung und damit die des<br />
Bildkontrastes. Sonys Konzept einer ausgefeilten<br />
Iris, die sich in dunklen Bildszenen schließt<br />
und Restlicht minimiert, klappt zwar ordentlich,<br />
richtig plastisch wirkt der Bildeindruck aber nur<br />
selten. Zeigt sich die maximale Helligkeit prädestiniert<br />
für große Bilddiagonalen, schrumpft<br />
die sinnvolle Bildbreite angesichts des Lichtverlustes<br />
durch die Iris und der Schwarzbildeinfügung<br />
stark zusammen.<br />
Es wird zwar nur wenige Nutzer geben, die den<br />
Projektor nicht mundgerecht in 1 080p oder<br />
1 080p24 zuspielen, doch für diesen Fall konvertiert<br />
der „VPL-VW200“ alle Aufnahmen in<br />
beeindruckender Schärfe auf die zwei Millionen<br />
Bildpunkte. Videomaterial profitiert von einer<br />
angemessenen Kantenglättung, Filmaufnahmen<br />
in 50 Hertz zeigen sich sichtlich nervöser.<br />
Mit Ecken und Kanten<br />
Sonys „VPL-VW200“ ist in jedweder Hinsicht als<br />
extrem einzustufen. Das Quäntchen mehr an<br />
Farbtreue durch die Xenon-Beleuchtung wird<br />
teuer erkauft. Mit 560 Watt im Betrieb und<br />
1 000 Euro Kosten für eine Ersatzlampe setzt<br />
der „Qualia“-Thronerbe einen zahlungsfähigen<br />
Kundenkreis voraus, der die Anfangsinvestition<br />
von 10 000 Euro tatsächlich nur als Anzahlung<br />
versteht.<br />
Was dem „VPL-VW200“ letztendlich fehlt, ist<br />
die Summe seiner in Teilbereichen exzellenten<br />
Stärken, um sich ganz nach vorn zu katapultieren.<br />
Ein faszinierendes Stück Technik, fernab<br />
jeder Vernunftfrage, ist der „VPL-VW200“<br />
dennoch. Den Geist der ehemals unerschwinglichen<br />
„Qualia“-Reihe trägt der Projektor stolz<br />
in seinem Inneren – hier entscheidet das Bauchgefühl<br />
über den Kauf, nicht der Kopf.<br />
Projektor<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Sony<br />
Modell<br />
VPL-VW200<br />
Preis<br />
9999 Euro<br />
Info<br />
www.sony.de<br />
Typ<br />
SXRD<br />
Maße (B/H/T) 50 × 17,5 × 57,8 cm<br />
Gewicht<br />
20 kg<br />
Farben<br />
Silber/Dunkelblau<br />
Betrieb/Stand-by 560 W/6,4 W<br />
empfohlene 1,8–2,4 m<br />
Bildbreite<br />
Kontrast 700 : 1<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
1080p24 ja<br />
Sony VPL-VW200<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 19 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
10 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
47 von 60<br />
Gesamt 76 von 100<br />
Sony VPL-VW200<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Die Beleuchtung<br />
für alle Tasten ist im<br />
dunklen Heimkino<br />
eine Wohltat, die Eingangswahl<br />
erschwert<br />
mangels Quellenliste<br />
den Durchblick<br />
Zoom, Fokus und<br />
Bildlage steuern Sie<br />
vom Sitzplatz. Bilder<br />
in Cinemascope sind<br />
per Vorsatzoptik<br />
möglich<br />
Wichtige Funktionen<br />
können ohne<br />
Umwege aufgerufen<br />
werden, drei<br />
Speicherplätze stehen<br />
Ihnen für eigene<br />
Bildabstimmungen<br />
zur Verfügung<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 59
KAUFBERATUNG<br />
Energiebewusst genießen<br />
Nur wenige Monate nach dem Start der Modelle „BD30“ und „BD50“ stellt Panasonic eine überarbeitete<br />
Version seiner Player bereit. Der „DMP-BD35“ ist dabei die interessanteste Neuvorstellung,<br />
denn als erstes Modell unter 400 Euro bietet der Blu-ray-Player Vollausstattung pur.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Ist die Internetverbindung hergestellt und steckt eine SD-Karte im Slot,<br />
gelingt der BD-Live-Zugriff in wenigen Sekunden<br />
Der „DMP-BD35“ erzeugt trotz minimaler Abmessungen und kontinuierlich arbeitendem Lüfter<br />
kaum wahrnehmbare Betriebsgeräusche. Das Laufwerk liegt nun mittig<br />
Bilder: Auerbach Verlag,Panasonic, Stockx.chng/miamiamia<br />
60 www.hdplustv.de
Panasonics aktuelle Player-Generation<br />
gehört zu den grazilsten Blu-ray-Playern<br />
ihrer Art. Mit knapp 2,5 Kilogramm Gewicht<br />
und einer Bauhöhe von fünf Zentimetern<br />
passt der „BD35“ in die kleinste Heimkinolücke.<br />
Die Ausstattung hat gegenüber dem Vorgänger<br />
weiter zugenommen. Der Netzwerkanschluss<br />
auf der Rückseite deutet es an: Panasonics Neuzugang<br />
unterstützt nicht nur Bild-in-Bild-Funktionen<br />
nach dem BD-Standard Profile 1.1, sondern<br />
auch den Internetzugriff via Profile 2.0. Weiterhin<br />
sind alle aktuellen Decoder für Dolby True HD<br />
und DTS-HD Master Audio integriert, der Player<br />
leitet die Signale via Bitstream oder uncodiert<br />
im 7.1-PCM-Format über die HDMI-Schnittstelle<br />
zum Audioreceiver. Bei letzterer Übertragung<br />
stehen Ihnen drei Nachbearbeitungsprogramme<br />
zur Auswahl, die dem Quellmaterial behutsam<br />
zu mehr Lebendigkeit verhelfen. Gerade bei mäßig<br />
produzierten Musikscheiben ist dies zu empfehlen.<br />
Auf einen analogen Mehrkanal- sowie<br />
digitalen Koaxialausgang müssen Sie verzichten,<br />
ein USB-Eingang würde die Ausstattung<br />
zusätzlich abrunden.<br />
Zügig unterwegs<br />
Innerhalb weniger Monate hat sich die Geschwindigkeit<br />
der Blu-ray-Player dramatisch erhöht.<br />
Der „BD35“ startet aufwendige Bildscheiben<br />
binnen 60 Sekunden und stellt Bonusspiele<br />
in angemessener Geschwindigkeit dar. Das<br />
Laufwerk verkraftet selbst stark beanspruchte<br />
Scheiben und lässt sich nicht durch Aussetzer<br />
aus der Ruhe bringen. Die Startzeit und Navigation<br />
könnten dagegen ein wenig flotter vonstattengehen.<br />
Der Geräuschpegel des Laufwerks<br />
ist nur während des Einleseprozesses auffällig,<br />
im Betrieb ist der Player nur aus nächster Nähe<br />
zu orten. Die Vorgänger konnten mittels einer<br />
Kunststoffblende die Geräusche allerdings etwas<br />
effektiver dämmen. Den geringen Durchschnittsverbrauch<br />
von unter 20 Watt verdankt<br />
der Player seinem neuen Hauptprozessor, der<br />
nun alle verarbeitenden Funktionen in sich<br />
vereint. An der Bedienstruktur hat sich nichts<br />
geändert, das Menü wirkt dezent veraltet und<br />
könnte neben grafischen Symbolen eine bessere<br />
Auflösung an den Tag legen. Die Tastenbelegung<br />
der Fernbedienung und Abstimmung des<br />
Bildmenüs sind nicht immer logisch. Im DVD-<br />
Betrieb vermissten wir eine Titelmenü-Taste,<br />
die neben dem Hauptmenü auch die entsprechenden<br />
Unterseiten öffnet. Weiterhin unnötig<br />
erscheint uns der knapp bemessene Speicher,<br />
der für BD-Live-Anwendungen eine SD-Karte<br />
zwingend voraussetzt.<br />
Fehlerfrei in Bild und Ton<br />
Mögen Freunde von metallenen Ungetümen<br />
angesichts der Kunststoff-Leichtbauweise des<br />
„BD35“ die Nase rümpfen – weder in Sachen<br />
Bild- noch Tonqualität gibt sich der Player<br />
eine Blöße. Die DVD-Darstellung erfreut mit<br />
exzellenter Schärfe und hoher Bildruhe. Filmszenen<br />
kombiniert der Player meist automatisch<br />
zu einem flimmerfreien Ganzen. Sollte<br />
die Bildelektronik aus dem Takt geraten, hilft<br />
das Erzwingen des Filmmodus. Videomaterial<br />
wird zwar merklich verbessert, doch leichtes<br />
Kantenflimmern und Konturprobleme<br />
ziehen gegenüber der Filmdarstellung den<br />
Kürzeren. Bei Blu-rays zeigt der „BD35“ sein<br />
ganzes Können und liefert butterweiche<br />
und detailgetreue Kinosequenzen in bester<br />
1 080p24-Qualität. Liegt das Ausgangsmaterial<br />
nur in 1 080i vor, neigen Konturen zum leichten<br />
Ausfransen.<br />
Stark im Detail<br />
Messtechnisch gibt es nichts zu bemängeln,<br />
die Farbtreue und Graustufenabbildung entsprechen<br />
der eingespeisten Quelle. Ähnlich<br />
Sonys Playstation 3 wandelt der Panasonic die<br />
8-Bit-Farbtiefe der Filmscheiben auf zwölf Bit,<br />
um weichere Farbabstufungen zu generieren.<br />
Vorteile bringt dies in der Praxis kaum, da aktuelle<br />
Flachbildfernseher eine gleichwertige Nachbearbeitung<br />
vornehmen. Tonal gibt sich das<br />
schlanke Abspielgerät absolut neutral und weder<br />
über Bitstream noch mittels interner PCM-<br />
Wandlung sind Schwächen hör- oder messbar.<br />
Fast schon selbstverständlich produziert der<br />
Player mustergültige Frequenzgänge und kaum<br />
noch messbare Klirrfaktoren. Wer sich von der<br />
etwas biederen Optik nicht beirren lässt, wird<br />
selbst für deutlich mehr Geld keinen besseren<br />
Datenlieferanten finden. Verbesserungspotenzial<br />
besitzt die Qualität der Nachbearbeitung. Der<br />
Player gibt Ihnen zwar den Freiraum, Farbtreue,<br />
Kontrast und Schärfe zu beeinflussen, doch eine<br />
intelligente Bildverarbeitung könnte die Dinge in<br />
Zukunft noch vereinfachen. Speziell die Rauschfilter<br />
wirken nicht effektiv genug und erzeugen<br />
eine verminderte Detailschärfe. Hier haben spezialisierte<br />
Bildprozessoren die Nase vorn. Erste<br />
Gehversuche mit BD-Live erwiesen sich als wenig<br />
aufregend, was hauptsächlich dem unspektakulären<br />
Bonusmaterial der aktuellen Scheiben<br />
geschuldet ist. Die passende SD-Karte vorausgesetzt,<br />
spielte der „BD35“ alle Bonuselemente<br />
fehlerfrei ab.<br />
Mehr als ein Facelifting<br />
Während Besitzer des Panasonic „DMP-BD50“<br />
nicht neidisch auf den neuen „BD35“ blicken<br />
müssen, stellt der Nachfolger des „BD30“ seinen<br />
Vorgänger in den Schatten. In der Bild- und<br />
Tonqualität ist die neue und alte Generation<br />
zwar gleichauf, doch die kompakteren Maße<br />
und der verschwindend geringe Energiebedarf<br />
ist für einen Blu-ray-Player einmalig. Falls Sie<br />
sich bislang noch nicht zum Kauf eines reinen<br />
Abspielgerätes für den DVD-Nachfolger durchringen<br />
konnten, ist hier die uneingeschränkte<br />
Einstiegsempfehlung. Ihre alte Filmsammlung<br />
brauchen Sie zudem nicht auszusortieren, denn<br />
DVDs zeigt Panasonics Blu-ray-Wunder ebenfalls<br />
von der schillerndsten Seite.<br />
Blu-ray-Player<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Panasonic<br />
Modell<br />
DMP-BD35<br />
Preis<br />
349 Euro<br />
Info<br />
www.panasonic.de<br />
Typ<br />
Blu-ray-Player<br />
Maße (B/H/T) 43 × 4,9 × 24,4 cm<br />
Gewicht<br />
2,6 kg<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 16 – 22/0 W<br />
Format<br />
Blu-ray/BD-Rom/-R/-RE<br />
CD-Audio/CD-R/-RW<br />
DVD-Video/DVD-R/<br />
-RW/+R/+RW<br />
JPEG, MP3<br />
DivX, AVCHD<br />
HDMI 1.3, SD-Card,<br />
Sonstiges<br />
HD-Audiodecoder<br />
Profile-Version 2.0<br />
1080p24 ja<br />
Geeignet für<br />
Blu-ray-Wiedergabe<br />
DVD-Wiedergabe<br />
weitere Medien<br />
Panasonic DMP-BD35<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 16 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
15 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
53 von 60<br />
Gesamt 84 von 100<br />
Panasonic DMP-BD35<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Über HDMI-CEC und<br />
Panasonics eigenen<br />
Viera Link steuern<br />
Sie mit der Fernbedienung<br />
des Players<br />
Ihren Flachbildfernseher<br />
„Top-Menu“ ruft den<br />
Hauptbildschirm bei<br />
DVDs und Blu-rays<br />
auf. Eine eigene Titelmenü-Taste<br />
fehlt, die<br />
Taste „Pop-Up-Menu“<br />
zeigt nur bei Blu-rays<br />
Wirkung<br />
Per Setup-Taste<br />
regeln Sie die<br />
Grundeinstellungen.<br />
Bildnachbearbeitungen<br />
sind hingegen<br />
über die Display-Taste<br />
während des Betriebs<br />
abrufbar<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 61
KAUFBERATUNG<br />
Lautloses Filmvergnügen<br />
In Zeiten von immer komplexeren Abspielgeräten stellt Samsung mit dem „BD-P1500“<br />
eine Alternative bereit, die beste Bild- und Tonqualität vor die Ausstattung stellt. Kann<br />
der erste lüfterlose Blu-ray-Player tatsächlich punkten?<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Mit Profile 1.1 ermöglicht der Samsung die<br />
Bild-in-Bild-Darstellung mit Blu-rays wie<br />
„CSI Miami“ oder „Batman Begins“<br />
Der USB- und Netzwerkanschluss dient einzig<br />
dem Aufspielen aktueller Software. Der Player<br />
kommt ohne Lüfter aus<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung, Stock.xchng/thanx<br />
62 www.hdplustv.de
Die Preise für den DVD-Nachfolger sind<br />
zumindest bei den Playern am Massenmarkt<br />
angekommen. Während im<br />
vorigen Jahr fast alle Produkte im vierstelligen<br />
Bereich lagen, ist der „BD-P1500“ ein echtes<br />
Schnäppchen. Für nur 379 Euro erhalten Sie die<br />
aktuelle Blu-ray-Generation mit Profile 1.1. Auf<br />
eine Internetanbindung müssen Sie im Filmbetrieb<br />
verzichten, denn die Schnittstelle ist nur<br />
für Software-Updates vorgesehen. Dies trifft<br />
ebenfalls auf den USB-Eingang zu, der leider<br />
nicht zur Multimeadia-Wiedergabe von Bildern<br />
und Musik dient. Samsung kündigte allerdings<br />
ein Update an, das BD-Live sowie die MP3- und<br />
DivX-Wiedergabe ermöglichen soll. Einen Test<br />
dieser Funktionen reichen wir im kommenden<br />
Heft nach. Im Karton finden Sie neben der Hardware<br />
die Blu-ray Discs „Könige der Wellen“ sowie<br />
„Das Streben nach Glück“, beide vom Filmstudio<br />
Sony Pictures. Bei der Optik erwartet Sie<br />
das bewährte Samsung-Design mit spiegelnd<br />
schwarzem Kunststoff. Der Fernbedienung wurde<br />
leider keine Überarbeitung zuteil, weshalb<br />
Tasteneingaben nicht immer intuitiv vonstattengehen.<br />
Speziell die Zuordnung des Haupt- und<br />
Titelmenüs wurde etwas unglücklich gewählt.<br />
Überschaubar<br />
Neben der Wiedergabe von Blu-rays, DVDs<br />
und CDs werden keine weiteren Datenträger<br />
unterstützt. Auch bei den Formaten<br />
gibt sich der Player wählerisch: Fotodateien<br />
sind ebenso tabu wie komprimierte Musikdaten<br />
oder exotische Videoformate. Die Einstellungen<br />
sind damit überschaubar. Im Optionsmenü gilt<br />
es lediglich die Auflösung und 24-Hertz-Kinodarstellung<br />
anzupassen, um Blu-rays in voller<br />
Qualität zu genießen. Die Tonausgabe richtet<br />
sich nach dem hoffentlich vorhandenen Audioreceiver.<br />
Ältere Geräte profitieren von einer<br />
Wandlung aller eingelesenen Signale in den<br />
DTS-Datenstrom. Falls Filmscheiben beispielsweise<br />
eine unkomprimierte PCM-Spur aufweisen,<br />
kann der Player diese im Mehrkanalformat<br />
im reduzierten DTS-Signalstrom ausgeben, statt<br />
nur ein Stereosignal über den optischen Datenleiter<br />
zu versenden. Diese Restriktionen gelten<br />
für Besitzer von HDMI-Receivern natürlich nicht.<br />
Je nach Einstellung schickt der Player alle neuen<br />
Tonformate codiert zum HDMI-1.3-Empfänger<br />
oder entschlüsselt sie als PCM-Strom. Bei letzterer<br />
Übertragung bleibt DTS-HD Master Audio<br />
aber außen vor. Einen analogen Mehrkanalausgang<br />
bietet der Player nicht. Während unserer<br />
Tests klappte die interne Entschlüsselung und<br />
Ausgabe als PCM-Format nicht immer perfekt,<br />
denn statt einer raumfüllenden 5.1-Wiedergabe<br />
erzeugte der Player mit manchen Filmscheiben<br />
nur ein Stereo Signal. Wer auf Nummer sicher<br />
gehen will, sollte die Tonausgabe auf Bitstream<br />
stellen. Ein weiterer Schwachpunkt ist das verbaute<br />
Laufwerk, das im Einlesevorgang zu laut<br />
ist und nur eine mäßige Fehlerkorrektur aufweist.<br />
Zerkratzte Filmscheiben aus der Videothek<br />
können den Player in die Knie zwingen. Die<br />
Bild-in-Bild-Darstellung mit speziell angepassten<br />
Blu-rays funktionierte tadellos. Probleme<br />
bereitete uns hingegen das Software-Update,<br />
das trotz mehrfacher Versuche nicht über den<br />
Netzwerkeingang installierbar war. Nach wiederholten<br />
Abstürzen zogen wir die Installation<br />
via USB-Stick vor, was nach kurzer Wartezeit<br />
hervorragend gelang. Apropos warten: Die<br />
Ladezeiten variieren je nach Komplexität der<br />
eingelegten Bildscheibe – anspruchsvolle Blurays<br />
starten erst nach rund 70 Sekunden. Aufwendig<br />
gestaltete Bonusspiele laufen zudem<br />
nicht durchweg flüssig. Der Verzicht auf einen<br />
Lüfter ist lobenswert, denn im Betrieb ist der<br />
„BD-P1500“ nahezu lautlos. Dagegen steigt die<br />
Temperatur des Player speziell auf der Unterseite<br />
stark an, Probleme bei der Betriebsstabilität<br />
stellten wir aber nicht fest.<br />
Extrascharf<br />
Mit eingelegten Blu-rays erzeugt der Samsung<br />
einen gewohnt souveränen Bildeindruck. Bildschärfe<br />
sowie Farbdarstellung sind den bereits<br />
erhältlichen Playern ebenbürtig. Das Kinoformat<br />
1 080p24 wird butterweich ausgegeben.<br />
Die DVD-Darstellung überzeugt ebenfalls mit<br />
einer tadellosen Bildschärfe und Detailtreue.<br />
Videoaufnahmen profitieren von einer sauberen<br />
Kantenglättung, die feine Linienverläufe<br />
ansehnlicher gestaltet. Flimmernde Bildkanten<br />
kann der Bildchip nicht immer vermeiden, unter<br />
Umständen sind selbst bei Standbildern<br />
zitternde Linien auszumachen. Einfluss auf die<br />
Art der Bildnachbearbeitung haben Sie leider<br />
nicht, alles läuft vollautomatisch ab. Die Bildelektronik<br />
benötigt oftmals ein paar Sekunden,<br />
um den geeigneten Darstellungsmodus zu finden.<br />
An unserem HDMI-Messgerät konnten wir<br />
geringe Abweichungen sowohl bei der Farbtreue<br />
als auch bei der Graustufendarstellung<br />
ermitteln. Dieser Makel ist in der Praxis jedoch<br />
ohne große Bedeutung, da bereits eine minimal<br />
veränderte TV-Einstellung größeren Einfluss auf<br />
das Bild ausübt als die gerade noch messbaren<br />
Detailschwächen des „BD-P1500“. Die neutrale<br />
Tonausgabe gefällt ebenso wie die Bildwiedergabe<br />
und rundet das gute Gesamtpaket nahezu<br />
fehlerfrei ab.<br />
Idealer Einstieg<br />
Samsungs „BD-P1500“ gehört zu den günstigsten<br />
Blu-ray-Playern und kann in fast allen Belangen<br />
überzeugen. Die Bild- und Tonwiedergabe<br />
steht den teureren Modellen in nichts nach,<br />
sämtliche Multimedia-Funktionen, die auf einer<br />
Blu-ray Disc zu finden sind, werden dargestellt.<br />
Wenn Sie auf einen Internetzugang verzichten<br />
können und ein Abspielgerät einzig für Filme<br />
und CDs benötigen, ist der Samsung ein echter<br />
Preistipp. Alle anderen Nutzer sollten Player der<br />
Konkurrenz nicht außen vor lassen, denn in der<br />
Ausstattung und in Detailfragen der Bedienung<br />
zeigt sich mancher Player ausgereifter.<br />
Blu-ray-Player<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Samsung<br />
Modell<br />
BD-P1500<br />
Preis<br />
379 Euro<br />
Info<br />
www.samsung.de<br />
Typ<br />
Blu-ray-Player<br />
Maße (B/H/T) 43 × 5,9 × 27,1 cm<br />
Gewicht<br />
2,9 kg<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 24/0,5 W<br />
Formate<br />
Blu-ray/BD-Rom/-R/-RE/<br />
CD-Audio/CD-R/-RW/<br />
DVD-Video/DVD-R/-RW<br />
Sonstiges<br />
HDMI 1.3, HD-Audio via<br />
Bitstream<br />
1080p24 ja<br />
Profile-Version 1.1 (2.0 angekündigt)<br />
Geeignet für<br />
Blu-ray-Wiedergabe<br />
DVD-Wiedergabe<br />
weitere Medien<br />
Etwas verwirrend:<br />
Die Taste „Menu“<br />
ruft nicht das DVD-<br />
Menü auf, sondern<br />
die Einstellungen des<br />
Players. Haupt- und<br />
Untermenü für die<br />
Bildscheiben liegen<br />
unterhalb des Steuerkreuzes<br />
Samsung BD-P1500<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 12 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
13 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
51 von 60<br />
Gesamt 76 von 100<br />
Samsung BD-P1500<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Dank CEC-Kompatibilität<br />
über HDMI<br />
steuert die Fernbedienung<br />
auch angeschlossene<br />
Fernseher<br />
Lesezeichen sowie<br />
die Darstellung der<br />
Bild-in-Bild-Funktion<br />
erzwingen Sie per<br />
Tastendruck<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 63
KAUFBERATUNG<br />
Blu-ray-Diva<br />
Lange haben Heimkinoliebhaber auf den ersten Blu-ray-Player von Denon warten<br />
müssen, fast zwölf Monate gingen nach der ersten Ankündigung des Herstellers<br />
ins Land. Nun steht der „DVD-2500BT“ in den Startlöchern, ein vollwertiger Player<br />
ist der Neue aber nicht geworden.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Das Innere bietet keinerlei Überraschungen, einzig die Verarbeitungsqualität<br />
des Gehäuses (Bild rechts) setzt sich von den günstigeren Konkurrenten ab<br />
Äußerlich macht der „DVD-2500BT“ eine Menge her. Leider<br />
besitzt die Bildverarbeitung einige Ungereimtheiten<br />
Bilder: Denon<br />
64 www.hdplustv.de
Auf der Front prangt der Name „Bluray<br />
Transport“, was soviel wie Datenlieferant<br />
bedeutet. Ein Blick auf die<br />
Rückseite lässt die Ursache für den ungewöhnlichen<br />
Namenszusatz schnell erkennen: Bis auf<br />
einen HDMI-Ausgang gibt es keine weiteren<br />
Bild- und Tonausgänge. Einzig eine RS-232-Verbindung<br />
und Buchsen für eine Denon-eigene<br />
Fernsteuerung zieren die leere Rückseite. Dieser<br />
Ansatz macht auf dem Papier durchaus Sinn,<br />
denn der „DVD-2500BT“ soll zum idealen Spielpartner<br />
von AV-Receivern avancieren, die eine<br />
potente Videoelektronik und HD-Audiodecoder<br />
bereits eingebaut haben.<br />
Die Frontpartie überzeugt mit der für Denon<br />
typischen Verarbeitungsqualität: Eine hochwertige<br />
Anmutung trifft hier auf ein schönes Display<br />
samt reichhaltigem Tastenfeld. Der SD-Karten-<br />
Eingang vereinfacht die Zuspielung von Fotos<br />
und Musik, muss aber erst umständlich aktiviert<br />
werden. Entgegen dem aktuellen Trend unterstützt<br />
Denons Blu-ray-Einstieg nur das Profile<br />
1.1. Bild-in-Bild-Inhalte sind damit problemlos<br />
darstellbar, auf einen Internetzugriff müssen Sie<br />
hingegen verzichten.<br />
Haptik statt Plastik<br />
Mit seiner bestechenden Verarbeitung und<br />
Optik ist der Denon „DVD-2500BT“ einer der<br />
edelsten Player am Markt. Ein Blick ins Innere<br />
dämpft die anfängliche Euphorie, denn neben<br />
dem hermetisch abgeriegelten Laufwerk, das<br />
beim Herausfahren deutlich stabiler als die<br />
Schubladen bisheriger Blu-ray-Player wirkt, erblicken<br />
Sie lediglich den Hauptprozessor aus der<br />
Fertigung von Panasonic.<br />
Obwohl das Laufwerk durch seine opulente<br />
Haptik beeindruckt, könnte es im Praxisbetrieb<br />
mit einer besseren Fehlerkorrektur aufwarten.<br />
Die Anlaufzeit für aufwendige Blu-ray<br />
Discs beläuft sich auf bis zu 80 Sekunden und<br />
die Betriebsgeräusche sind trotz starker Optik<br />
wahrnehmbar. Die Navigation innerhalb der<br />
Menüs gerät schleppend, dies gilt für Blu-rays<br />
und DVDs gleichermaßen. Bonuselemente auf<br />
Blu-ray vermitteln deshalb nur wenig Spaß am<br />
Spiel.<br />
Detailfragen<br />
Wer von einem knapp zehn Kilogramm<br />
schweren und rund 1 100 Euro teuren Abspielgerät<br />
bessere Messwerte als von einem Mittelklasseplayer<br />
erwartet, wird vom Denon enttäuscht<br />
sein. Die Graustufendarstellung zeigt<br />
eine minimale Zurückhaltung im Rot und eine<br />
leichte Betonung der Farbe Grün. Diese Messschwächen<br />
sind zwar so gering, dass eine praxisnahe<br />
Einordnung schwerfällt, dennoch ist es<br />
eine Enttäuschung, dass Denon in den theoretischen<br />
Werten teilweise hinter die günstigeren<br />
Konkurrenten zurückfällt.<br />
Weitere Detailmängel machen sich bei der<br />
Formatwahl der Auflösung bemerkbar. Statt<br />
einer Signalweiterleitung stehen Ihnen nur<br />
festgelegte Auflösungen zur Verfügung.<br />
Im Klartext: Stellen Sie das Blu-ray-Format<br />
1 080p24 ein, werden DVDs ebenfalls in 1 080p<br />
angezeigt. Damit wird der Sinn des Players<br />
als Datenlieferant untergraben. Würde der<br />
Player die DVD-Signale unbearbeitet in 576i<br />
an einen AV-Receiver mit potenter Videoverarbeitung<br />
weiterleiten, könnte dieser die<br />
Signale fehlerfrei aufbereiten. Leider müssen Sie<br />
dazu umständlich die Videoauflösung manuell<br />
ändern, was bei einem steten Wechselspiel mit<br />
Blu-rays und DVDs schnell ermüdet.<br />
Durch die nur befriedigende Vollbildkonvertierung<br />
ist der vollendete Filmgenuss bei DVDs<br />
nicht gegeben. Die interne Signalverarbeitung<br />
des Blu-ray-Spielers zeigt im Videomodus leicht<br />
unruhige Konturverläufe und in Filmen häufiges<br />
Kantenflimmern. Eine Einstellung, die den Filmmodus<br />
erzwingt und so das Problem löst, suchen<br />
Sie ebenso vergeblich wie eine intelligente<br />
Nachbearbeitung. Die Rauschreduktion mindert<br />
beispielsweise die Detailschärfe und vermag es<br />
nicht, Rauschmuster effektiv zu unterdrücken.<br />
Die Gammakorrektur kann leider nur in eine<br />
Richtung bemüht werden. Bei den integrierten<br />
Audiodecodern herrscht ebenso Sparzwang,<br />
denn hochauflösende Tonspuren werden lediglich<br />
als abgespeckte Dolby-Digital- oder DTS-Signale<br />
in PCM-Form weitergereicht.<br />
Falls Sie über einen Audioreceiver mit integrierten<br />
Decodern für Dolby True HD und DTS-<br />
HD Master Audio verfügen, sollten Sie der<br />
reinen Weiterleitung des digitalen Datenstroms<br />
den Vorzug geben, um die Tonformate der Bluray<br />
verlustfrei zu Gehör zu bringen.<br />
Harter Kern<br />
Denons Blu-ray-Einstieg hätte für viele Heimkinobesitzer<br />
und Freunde hochwertig verarbeiteter<br />
Elektronik zum echten Geheimtipp<br />
werden können. Mit seinem stabilen<br />
Korpus und dem aufwendigen Aufbau macht der<br />
„DVD-2500BT“ eine Menge her. Alternativ<br />
auch in Schwarz erhältlich, ist der Blu-ray-Spieler<br />
wie für das Heimkino geschaffen.<br />
Dass es am Ende nicht zur uneingeschränkten<br />
Empfehlung gereicht hat, liegt neben der mageren<br />
Ausstattung an den unerwarteten Detailmängeln.<br />
Die Bediengeschwindigkeit bei<br />
der Menü-Navigation samt Bonusspielen ist<br />
zäh, die Bildbearbeitung nicht auf dem Niveau<br />
der hauseigenen DVD-Player mit HQV-Chip,<br />
die Fehlerkorrektur des Laufwerks mäßig und<br />
die Messwerte nicht besser als bei den deutlich<br />
günstigeren Konkurrenten. Dass sich der<br />
„DVD-2500BT“ bei der Graustufendarstellung<br />
sogar kleine Fehler erlaubt, ist angesichts des<br />
Verkaufspreises verwunderlich.<br />
Als Ergänzung zum AV-Receiver-Portfolio des<br />
Herstellers mag der Zuspieler gute Dienste verrichten,<br />
mangels unbearbeiteter Signalweiterleitung<br />
gelingt ihm aber auch dies nicht ohne<br />
Makel. Der Preis erscheint uns trotz der Verarbeitungsqualität<br />
deshalb zu hoch angesetzt.<br />
Blu-ray-Player<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Denon<br />
Modell<br />
DVD-2500BT<br />
Preis<br />
1099 Euro<br />
Info<br />
www.denon.de<br />
Typ<br />
Blu-ray-Player<br />
Maße (B/H/T) 43,4 × 13,9 × 39,1 cm<br />
Gewicht<br />
9,2 kg<br />
Farben<br />
Silber, Premium Silber,<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 23–32/0 W<br />
Formate<br />
Blu-ray/-R/-RE, CD-<br />
Audio/CD-R/-RW, DVD-<br />
Video/DVD-R/-RW, JPEG,<br />
MP3, DivX<br />
Sonstiges<br />
HDMI 1.3, SD-Card<br />
Profile-Version 1.1<br />
1080p24 ja<br />
Geeignet für<br />
Blu-ray-Wiedergabe<br />
DVD-Wiedergabe<br />
weitere Meiden<br />
Denon DVD-2500BT<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 11 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
12 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
51 von 60<br />
Gesamt 74 von 100<br />
Denon DVD-2500BT<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Die Tasten überzeugen<br />
durch angenehme<br />
Druckpunkte und eine<br />
selbstleuchtende<br />
Oberfläche. Eine<br />
aktive Hintergrundbeleuchtung<br />
fehlt<br />
Erfreulich: Neben der<br />
Funktion „Pop-Up-<br />
Menu“ für Blu-rays<br />
ruft die entsprechende<br />
Taste Untermenüs<br />
bei DVDs auf<br />
Die Taste „Mode“ ruft<br />
während des Betriebs<br />
Bildeinstellungen wie<br />
Farbe, Kontrast und<br />
Gamma auf<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 65
KAUFBERATUNG<br />
Sind Sie schon PVR-ready?<br />
Vorbei sind die Zeiten, in denen mit dem Videorekorder qualitativ mehr schlechte<br />
als rechte Aufnahmen getätigt wurden. Mithilfe von PVR-ready-Receivern lassen<br />
sich bessere Aufnahmen vornehmen und das Platzproblem ist auch gelöst. Umso<br />
erfreulicher, dass immer mehr Geräte für den <strong>HDTV</strong>-Empfang verfügbar sind.<br />
VON FRANZISKA DRACHE<br />
Die Features der Front befinden sich gut geschützt hinter der Klappe. Dabei handelt<br />
es sich um zwei Common-Interface-Schnittstellen sowie einen Conax/Xcrypt-<br />
Smartcard-Einschub<br />
Im EPG kann von der übersichtlichen Multikanalübersicht<br />
in die genauere Einzelansicht<br />
gewechselt werden<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Nanoxx, Stock.xchng<br />
66 www.hdplustv.de
Nachdem das deutsche Unternehmen<br />
Matrixx Systems vor einiger Zeit den<br />
Satellitenreceiver „9500HD-S“ einführte,<br />
ist nun das Pendant für den Kabelempfang<br />
im Handel erhältlich.<br />
Beim Auspacken erfreut uns der „9500HD-C“<br />
mit einem beiliegenden HDMI-Kabel. So steht<br />
dem raschen Anschluss nichts im Weg. Neben<br />
dem HDMI-Anschluss bietet das Heck des<br />
<strong>HDTV</strong>-Empfängers auch einen Komponentenanschluss<br />
sowie zwei Scartbuchsen und einen<br />
S-Video-Anschluss. Für den passenden Audioklang<br />
stehen wahlweise ein koaxialer bzw. ein<br />
optischer Digitalausgang zur Verfügung. Wer<br />
seinen Receiver auf dem neuesten Stand halten<br />
möchte, kann die Software des „9500HD-C“<br />
über den RS-232-Anschluss oder über die am<br />
Heck befindliche USB-Schnittstelle aktualisieren.<br />
Letztere eignet sich zusätzlich, um eine externe<br />
Festplatte an der Kabelbox anzuschließen<br />
und Aufnahmen zu tätigen. Wer noch komfortabler<br />
aufzeichnen möchte, bindet den Nanoxx<br />
einfach über die LAN-Schnittstelle ins heimische<br />
Netzwerk ein.<br />
Installation<br />
Nach dem Anschluss über HDMI erscheint das<br />
Erstinstallationsmenü, in dem wir zunächst eine<br />
der unzähligen Sprachen sowie das Land wählen<br />
können. Bei der Erstinstallation wird eine<br />
automatische Kanalsuche gestartet. Im Nachgang<br />
ist natürlich auch der manuelle Suchlauf<br />
und überraschenderweise ein Blindscan möglich.<br />
Damit sticht der Nanoxx aus der Riege der<br />
Kabelempfangsgeräte deutlich heraus. Nach<br />
einem zügigen automatischen Sendersuchlauf<br />
präsentiert der Kabelreceiver eine annähernd<br />
sortierte Kanalliste. Die verfügbaren Sender lassen<br />
sich ganz einfach nach Anbieter, Frequenz,<br />
HD-Programmen oder alphabetisch sortieren.<br />
Wem das zu unübersichtlich erscheint, der kann<br />
sich Favoritenlisten anlegen, mit denen die<br />
Lieblingssender noch schneller zu finden sind.<br />
Angenehm überrascht sind wir von der „Last“-<br />
Taste auf der Fernbedienung, denn diese zeigt<br />
eine Liste der zuletzt angesehenen Sender an.<br />
So lässt sich z. B. in der Werbepause einfacher<br />
zwischen Sendern navigieren. Dies macht bei<br />
einer Umschaltzeit von knapp einer Sekunde<br />
besonderen Spaß.<br />
Das Menü besticht durch die übersichtliche Anordnung<br />
der jeweiligen Optionen. Vor einem<br />
blauen Hintergrund spannt sich eine Art Sternbild,<br />
wobei jeder der Sterne für eines der sieben<br />
Untermenüs steht. Im oberen rechten Eck<br />
bleibt dabei genügend Platz für einen kleinen<br />
Bildschirm, der uns das laufende Programm<br />
weiterverfolgen lässt. Die Anwahl im Menü erfolgt<br />
mit dem Steuerkreuz der Fernbedienung.<br />
Was vorher bereits beim Zappen auffiel, bestätigt<br />
sich nun erneut: Die Druckpunkte des<br />
Steuerkreuzes sowie der Programm- und Lautstärke-Tasten<br />
sind ein wenig kräftig angelegt,<br />
was das Drücken auf die Dauer etwas mühsam<br />
werden lässt. Der elektronische Programmführer<br />
(EPG) bietet eine Fülle an Informationen und<br />
der Wechsel zwischen den zwei Anzeigemodi<br />
ist mit einem Tastendruck möglich. Im Menü<br />
des Receivers kann je nach Vorliebe eingestellt<br />
werden, ob zunächst in den Einzelkanal- oder<br />
Multikanal-modus gewechselt werden soll.<br />
Dank der automatischen Time-Shift-Funktion,<br />
die stets im Hintergrund mitläuft, ist das<br />
Vor- bzw. Zurückspulen bei laufender Sendung<br />
machbar. Da der Nanoxx einen kleinen<br />
integrierten Speicher besitzt, steht diese Option<br />
auch dann zur Verfügung, wenn keine<br />
externe Festplatte oder ein USB-Speicherstick<br />
angeschlossen ist. Allerdings beläuft sich die<br />
Länge auf lediglich zwei Minuten. Mit angeschlossener<br />
Festplatte verlängert sich die Dauer<br />
um die verfügbare Speichergröße. Die im Test<br />
angeschlossenen Festplatten wurden anstandslos<br />
erkannt. Trotzdem der Receiver nur über<br />
einen Tuner verfügt, sind zwei Aufnahmen auf<br />
einem Transponder gleichzeitig realisierbar. Der<br />
Nanoxx warnt, wenn man auf einen anderen<br />
Transponder umschalten möchte. Zusätzlich<br />
werden nur die Sender des Transponders, auf<br />
dem gerade aufgenommen wird, in der Programmliste<br />
fett dargestellt. Weiterhin können<br />
Sie sich einen dritten Sender ansehen, sogar<br />
Time-Shift ist dann noch möglich. Erfreut sind<br />
wir von der Tatsache, dass im Premiere-Direkt-<br />
Portal das Setzen des Timers machbar ist, sodass<br />
auch von den Optionskanälen komfortabel<br />
Aufzeichnungen gemacht werden können. Der<br />
USB-2.0-Anschluss ist, neben dem Anschließen<br />
einer externen Festplatte, nützlich zum Abspielen<br />
von Fotos oder MP3-Dateien von einem<br />
Speicherstick.<br />
CI-Verarbeitung<br />
Die in unserem Test verwendeten CI-Module zur<br />
Entschlüsselung von Pay-TV wurden einwandfrei<br />
erkannt und selbst die Umschaltzeiten im CI-<br />
Betrieb müssen sich mit ca. 1,8 Sekunden nicht<br />
verstecken. Da der Kabelreceiver von Nanoxx<br />
Alphacrypt-Module verträgt, kommt dieses<br />
Gerät auch für Premiere-Abonnenten infrage.<br />
Bei der Entschlüsselung von <strong>HDTV</strong>-Kanälen via<br />
CI-Modul sollte jedoch darauf geachtet werden,<br />
dass das Modul auf dem neuesten Stand<br />
ist. Leider ist es nicht möglich, die Karten am<br />
„9500HD-C“ direkt zu updaten, allerdings<br />
kann dies über die USB-Schnittstelle realisiert<br />
werden. Der integrierte Smartcard-Einschub<br />
liest sowohl Conax-Karten, z. B. für den Kabelkiosk,<br />
als auch Xcrypt-Karten. Beide werden im<br />
Test einwandfrei verarbeitet.<br />
Die Bildqualität der zur Verfügung stehenden<br />
Anschlüsse lässt im Test keine Schwächen erkennen.<br />
Dies wird von unseren Messergebnissen<br />
bestätigt, bei denen alle Werte innerhalb<br />
des Toleranzbereichs liegen. Zusammen mit<br />
einer externen Festplatte, die ab 50 Euro erhältlich<br />
ist, steht dem dauerhaften TV-Vergnügen<br />
mit dem Nanoxx nichts im Wege.<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Nanoxx<br />
Modell<br />
9500HD-C<br />
Preis<br />
379 Euro<br />
Info<br />
www.nanoxx.info<br />
Typ<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver DVB-C,<br />
PVR-ready<br />
Maße (B/H/T) 37,5 × 6 × 23 cm<br />
Gewicht<br />
3,5 kg<br />
Farben<br />
Schwarz/Silber<br />
Betrieb/Stand-by 14/2 Watt<br />
Umschaltzeit < 1,25 s<br />
Bildauflösung 576i, 576p, 720p, 1080i<br />
integriertes CA 1 Kartenleser<br />
(Conax/Xcrypt)<br />
Common Interface 2 ×<br />
Nanoxx 9500HD-C<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 24 von 30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
34 von 40<br />
Wiedergabequalität<br />
27 von 30<br />
Gesamt 85 von 100<br />
Nanoxx 9500HD-C<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Einziges Problem der<br />
Fernbedienung ist der<br />
etwas kräftige Druckpunkt<br />
der Tasten<br />
Dafür ist der Controller<br />
sehr durchdacht<br />
und logisch aufgebaut.<br />
Alle notwendigen<br />
Tasten lassen<br />
sich bequem mit dem<br />
Daumen anwählen<br />
Farblich abgesetzt,<br />
befinden sich im<br />
unteren Block die<br />
Bedienknöpfe für den<br />
PVR-Betrieb<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 67
KAUFBERATUNG<br />
Multimedia fürs<br />
Wohnzimmer<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver dienen längst nicht mehr ausschließlich dem Empfang<br />
der Programme, sondern bieten einige Zusatzfunktionen.<br />
Mit dem „Scena 5“ bringt Inverto nun ein Gerät auf den Markt,<br />
das diese Vorteile in sich vereint.<br />
VON RICARDO PETZOLD<br />
Zusätzlich zur horizontalen Positionierung können Sie<br />
den „Scena 5“ senkrecht aufstellen. Die dazu nötigen<br />
Standfüße sind im Lieferumfang enthalten<br />
Die CI-Module lassen sich einfach in das Gerät stecken und<br />
dank Auswurftaste auch wieder problemlos entnehmen<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Stock.xchng<br />
68 www.hdplustv.de
Bereits bei den SDTV-Geräten überzeugte<br />
die Firma FTA Communication<br />
aus Luxemburg mit innovativen Produkten.<br />
Dies trifft auch auf den neuen <strong>HDTV</strong>-<br />
Empfänger zu. Die kleine bronzefarbige Box<br />
kann sowohl waagerecht als auch senkrecht<br />
aufgestellt werden, für die senkrechte Montage<br />
sind dem Produkt zwei Standfüße beigelegt.<br />
FTA hat auf keine der Standardschnittstellen verzichtet.<br />
Daher wundert es nicht, dass neben den<br />
für den <strong>HDTV</strong>-Empfang wichtigen Schnittstellen<br />
HDMI und YUV die analogen Videoausgänge<br />
Scart und Cinch am Receiver vorhanden sind.<br />
Für den Datentransfer stehen zwei USB-Schnittstellen<br />
bereit. Leider erlaubt der im „Scena 5“<br />
verbaute Chipsatz nur die Nutzung eines USB-<br />
Anschlusses. Im Menü können Sie selbst festlegen,<br />
ob die Frontbuchse oder die Schnittstelle<br />
an der Rückseite zum Einsatz kommen soll.<br />
An der Front zeigt ein alphanumerisches VFD-<br />
Display bei TV- und Radiokanälen den Sendernamen<br />
an. Dank des dezent gewählten blauen<br />
Farbtons wirkt dieses selbst beim Heimkinovergnügen<br />
nicht störend. Hinter einer Frontklappe<br />
erspähen wir zudem zwei CI-Schnittstellen, die<br />
den Pay-TV-Genuss mit dem Inverto-Gerät erlauben.<br />
Sortierung nötig<br />
Das uns zur Verfügung gestellte Testgerät<br />
überzeugt bei der Inbetriebnahme nur auf den<br />
ersten Blick. Zwar ist ein Installationsmenü vorhanden<br />
und eine aktuelle Senderliste im Gerät<br />
verfügbar, allerdings ist Letztere für den deutschen<br />
Markt eher unbrauchbar. Um Freude mit<br />
der Box zu haben, sollten Sie noch einmal selbst<br />
Hand anlegen.<br />
Im Alltagsmodus kann der Luxemburger durch<br />
eine übersichtliche Menüführung und den gut<br />
strukturierten Programmführer punkten. Dieser<br />
steht in der Einzel- und Mehrkanalansicht zur<br />
Verfügung. Bei der Timer-Steuerung trumpft<br />
der HD-Neuling mit einer Reihe von Zusatzfunktionen<br />
auf. Neben der einmaligen Aufnahme<br />
können Sie wählen, ob eine Sendung<br />
täglich, werktäglich, wöchentlich oder als Serie<br />
aufgenommen werden soll. Bei „Serie“ sucht<br />
das Gerät selbstständig die passende Anfangsund<br />
Endzeit heraus. Der Timer kann daraus<br />
programmiert werden, wobei der Inverto eine<br />
automatische Timer-Verlängerung unterstützt.<br />
Diese kann vorab im Hauptmenü eingestellt<br />
werden.<br />
Mit 1,5 bis zwei Sekunden sind die Umschaltzeiten<br />
bei SDTV-Kanälen etwas zu hoch. Bleibt<br />
zu hoffen, dass dieses Manko mit künftigen<br />
Updates beseitigt wird. Derzeit erscheinen diese<br />
Software-Verbesserungen in regelmäßigen<br />
Abständen und sind per Satelliten-Update oder<br />
USB-Verbindung abrufbar.<br />
Dank der CI-Unterstützung besteht die Möglichkeit,<br />
neben frei empfangbaren Sendern<br />
die HD-Programme von Premiere und anderen<br />
Pay-TV-Anbietern zu nutzen. Bei der Aufnahme<br />
gilt zu beachten, dass während dieser kein<br />
anderes Programm abspielbar ist, gleichzeitig<br />
die Inhalte aber uncodiert gespeichert werden.<br />
Somit können Sie bei der Wiedergabe auf eine<br />
Karte samt Modul verzichten. Vermisst wird von<br />
uns im Pay-TV-Betrieb einzig die Unterstützung<br />
der Premiere-Unterkanäle. Speziell Nutzer des<br />
Sport- oder Direkt-Portals müssen die entsprechenden<br />
Kanäle aufwendig innerhalb der Senderliste<br />
suchen und bekommen diese nicht wie<br />
gewohnt nach einem Druck der Options-Taste<br />
angezeigt.<br />
Multimedia-Wunder<br />
Zuverlässig speichert das Gerät alle von uns<br />
einprogrammierten Sendungen auf einer externen<br />
Festplatte ab. Die fünf von uns getesteten<br />
2,5-Zoll-Speichermedien verschiedener Hersteller<br />
konnten ohne zusätzliche Stromversorgung<br />
betrieben werden. Wer auf größere Platten<br />
setzt und somit auf 3,5-Zoll-Datenträger zurückgreifen<br />
muss, kann dies bedenkenlos tun.<br />
Selbst eine 750-Gigabyte-Samsung-Festplatte<br />
wurde sofort erkannt. Zu beachten ist allerdings,<br />
dass der Datenträger im FAT-32-Format<br />
angelegt sein muss, da ihn die Box sonst<br />
nicht erkennt. Wahlweise kann er auch direkt<br />
formatiert werden.<br />
Im Wiedergabemenü befinden sich noch einige<br />
zusätzliche Funktionen. Mit der Box schneiden<br />
Sie z. B. Werbung direkt, das heißt ohne Zuhilfenahme<br />
des PCs, heraus. Das Setzen von<br />
Markern erleichtert die Wiedergabe. Wenn Sie<br />
zu einer bestimmten Stelle einer Aufnahme<br />
vorrücken möchten, können Sie diese minutengenau<br />
angeben. Neben den aufgezeichneten<br />
Filmen besteht des Weiteren die Möglichkeit,<br />
DivX-, AVI- und XVid-Dateien wiederzugeben.<br />
Somit können Sie Ihre ganz persönliche Videosammlung<br />
abspielen. Weiterhin werden MP3-<br />
und JPEG-Formate vom „Scena 5“ unterstützt.<br />
Die eigene Diashow am heimischen Flachbildfernseher<br />
wird so ein Vergnügen für die ganze<br />
Familie. Musikliebhaber werden gleichermaßen<br />
die integrierte Jukebox lieben, immerhin passen<br />
auf handelsübliche Datenträger mit zehn Gigabyte<br />
Speicherplatz knapp 1 000 Alben.<br />
Scharfe Bilder<br />
Die Bildwiedergabe bewältigt der kleine Receiver<br />
fehlerfrei. Unser HDMI-Analyzer kann beim<br />
ausgegeben Material keine Fehler diagnostizieren.<br />
Die Detailschärfe sowie die Farbtreue meistert<br />
die Box sehr gut. Wer das Gerät noch über<br />
einen Röhrenfernseher betreiben möchte, kann<br />
dort mit einer akzeptablen Qualität rechnen.<br />
Am Videoanalyzer „VSA“ erkennen wir nur geringe<br />
Abweichungen von den Idealwerten. Alle<br />
Werte liegen im Toleranzbereich.<br />
Neben der 1 080i-Auflösung ist es möglich,<br />
720p und 576p zu wählen. Im Test hat sich allerdings<br />
die 1 080i-Ausgabe selbst bei Sendern<br />
wie Arte HD, der in 720p ausgestrahlt wird, als<br />
beste erwiesen.<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Inverto<br />
Modell Scena 5<br />
Preis<br />
259 Euro<br />
Info<br />
www.inverto.tv<br />
Typ<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />
Maße (B/H/T) 28,0 × 5,0 × 25,0 cm<br />
Gewicht<br />
2,2 kg<br />
Farben<br />
Bronze/Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 15/11 W<br />
Umschaltzeit ca. 1,5 s<br />
Bildauflösung 576p, 720p, 1080i<br />
integriertes CA –<br />
Common Interface 2 ×<br />
Inverto Scena 5<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 24 von 30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
32 von 40<br />
Wiedergabequalität<br />
27 von 30<br />
Gesamt 83 von 100<br />
Inverto Scena 5<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Die Fernbedienung<br />
des Inverto-Gerätes<br />
wirkt sehr hochwertig<br />
und liegt gut in der<br />
Hand. Dank angenehmer<br />
Druckpunkte<br />
macht die Bedienung<br />
des Gerätes Spaß<br />
Wie bei vielen anderen<br />
Herstellern befindet<br />
sich das Steuerkreuz<br />
in der Mitte<br />
der Fernbedienung.<br />
Neben der Kanalumschaltung<br />
beinhaltet<br />
es Funktionstasten<br />
für die Lautstärkereglung<br />
sowie die<br />
EPG-Nutzung<br />
Ergänzend zur der<br />
Aufnahmesteuerung<br />
verbergen sich hier<br />
die Multimedia-Funktionen<br />
des „Scena 5“.<br />
Die Dateiliste können<br />
Sie über die „Libary“-<br />
Taste aufrufen<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 69
KAUFBERATUNG<br />
<strong>HDTV</strong>-Preiskracher<br />
<strong>HDTV</strong>-Empfangsgeräte werden immer erschwinglicher. Eine neue Runde im Preiskampf<br />
hat nun der polnische Hersteller Ferguson eingeläutet. Das Einsteigermodell mit optionaler<br />
Aufnahmefunktion ist im Fachhandel bereits für 159 Euro erhältlich. Ob die<br />
Qualität dabei auf der Strecke bleibt, zeigt unser Test.<br />
VON RICARDO PETZOLD<br />
Trotz des geringen Preises besitzt der Empfänger ein alphanumerisches<br />
Display<br />
Mithilfe eines CI-Modules können Sie neben frei empfangbaren Sendern auch<br />
kostenpflichtige Programme empfangen. Leider besitzt die Box nur einen CI-<br />
Steckplatz<br />
Sollte die Fernbedienung einmal ausfallen, können Sie den Receiver<br />
dank zahlreicher Grundbedienelemente an der Front steuern<br />
Das Design des Gerätes wirkt außergewöhnlich,<br />
da Ferguson nicht auf eine flache Front<br />
setzt. Besonders Nutzer, die den Empfänger<br />
von oben bedienen, wird dies freuen<br />
70 www.hdplustv.de
Ferguson ist wahrlich kein Einsteiger,<br />
wenn es um <strong>HDTV</strong>-Receiver geht. Der<br />
„FK-8500 HD“ ist nunmehr das dritte<br />
HD-Gerät, das der Hersteller im Programm hat.<br />
An der Front steht bei dem preiswerten Modell<br />
ein alphanumerisches Display zur Verfügung,<br />
hinter der Frontklappe versteckt sich zudem<br />
der CI-Schacht. Hier müssen Sie erste Abstriche<br />
machen, denn ein zweiter Schacht wurde aus<br />
Kostengründen weggelassen. Wer trotzdem<br />
zwei Pay-TV-Anbieter sehen möchte, findet mit<br />
Twin-Modulen eine Alternative. Neben dem Alphacrypt-<br />
bieten die Omegacrypt-Module eine<br />
solche Wahlmöglichkeit an.<br />
Die größten Unterschiede im Vergleich zu anderen,<br />
bereits von unserer Redaktion getesteten<br />
HD-Receivern diagnostizieren wir an der Heckpartie.<br />
Während eine HDMI-Schnittstelle, ein<br />
YUV-Set sowie ein Cinch-Audio-Videoanschluss<br />
vorhanden sind, verzichtet der Hersteller auf<br />
Scart- und S-Video-Anschlüsse. Dies stellt unserer<br />
Meinung nach allerdings keinen Nachteil<br />
dar, Flachbildfernseher können trotz alledem<br />
optimal mit dem Receiver verbunden werden.<br />
Bei den Datenschnittstellen müssen Sie keine<br />
Kompromisse eingehen: Eine RS-232-Schnittstelle<br />
finden Sie ebenso wie einen USB-Anschluss<br />
für den Betrieb mit externen Festplatten.<br />
Im Gegensatz zu vielen anderen HD-Receivern<br />
steht der USB-Anschluss nur an der Rückseite<br />
zur Verfügung. Eine versteckte Anbringung der<br />
Festplatte ist somit möglich, jedoch wird ein<br />
schneller Tausch der Datenträger verhindert.<br />
Digitale Klänge bekommen Sie wahlweise über<br />
die HDMI-Schnittstelle oder einen optischen<br />
Tonausgang geboten. Dadurch profitieren neue<br />
wie ältere Audioreceiver vom „FK-8500 HD“.<br />
Nutzerfreundlichkeit<br />
Sowohl auf ein Installationsmenü als auch auf<br />
eine vorkonfigurierte Kanalliste müssen Sie bei<br />
dem Ferguson-Receiver nicht verzichten. Der<br />
Hersteller liefert alle Geräte mit einer gut sortierten<br />
Programmliste aus, die auf den deutschen<br />
Markt abgestimmt ist. Den Suchlauf können<br />
Sie somit bei der Erstinstallation erst einmal<br />
unberücksichtigt lassen, sofern Sie mit der Vielfalt<br />
auf Astra 19,2 Grad Ost zufrieden sind. Wollen<br />
Sie hingegen beispielsweise BBC auf Astra 2<br />
in optimaler Qualität sehen, kommen Sie um<br />
den Scan nicht herum.<br />
Keinen Grund zur Freude bieten die Umschaltzeiten.<br />
Zwischen zwei und 2,5 Sekunden benötigt<br />
der Kanalwechsel, Zapping-Hungrige werden<br />
mit dem Gerät also nicht sehr viel Spaß<br />
haben. Besser sieht das Testergebnis beim Programmführer<br />
aus, auch wenn Ferguson hier<br />
nur die Einzelkanalansicht bereitstellt. Diese<br />
wird sehr übersichtlich dargestellt und bietet<br />
Zusatzfunktionen wie die automatische Timer-<br />
Übernahme an. Folglich können ausgewählte<br />
Sendungen unkompliziert in den Aufgabenspeicher<br />
übernommen werden, um sie später<br />
vom Receiver aufzeichnen zu lassen. Ordnung<br />
herrscht ebenso innerhalb der Menüs. Der Nutzer<br />
erkennt sofort, in welchem Untermenü sich<br />
welche Zusatzfunktion versteckt. Einzig die<br />
Darstellung bietet Kritikpunkte. Teilweise wirken<br />
die Menüs zu verspielt, was speziell Heimkinofreunde<br />
abschrecken wird.<br />
Einfache Aufnahme<br />
Die Aufnahmefunktion hat Ferguson erst nachträglich<br />
in die Software des Gerätes implementiert.<br />
Trotz alledem meistert die Box die<br />
Mitschnitte im Test sehr zuverlässig. Unsere<br />
USB-Datenträger wurden problemlos erkannt.<br />
Timer können direkt aus dem EPG heraus programmiert<br />
werden, wie es von den meisten<br />
DVB-Boxen bekannt ist. Leider steht in der<br />
aktuellen Firmware noch keine automatische<br />
Verlängerungsoption zur Verfügung. Darum<br />
empfehlen wir zumindest bei Livesendungen,<br />
die Eingabe nachträglich noch einmal zu modifizieren,<br />
um im Nachhinein nicht feststellen<br />
zu müssen, dass die Box den Mitschnitt zu früh<br />
beendet hat.<br />
Während der Aufnahme können Sie zwischen<br />
den Programmen eines Transponders zappen.<br />
In der Praxis bedeutet dies, dass Sie während einer<br />
Aufnahme von Anixe HD zeitgleich Classica<br />
HD, Premiere HD oder Discovery HD ansehen<br />
können.<br />
Die Wiedergabe der Aufnahmen realisiert<br />
Ferguson im USB-Menü. Dieses erreichen Sie<br />
über die „USB/PVR“-Taste auf der Fernbedienung.<br />
Außer den Aufnahmen können Sie<br />
hier MP3- und Bilddaten wiedergeben. DivX-<br />
Freunde müssen sich hingegen noch etwas<br />
gedulden. Für das beliebte Videoformat zur<br />
Filmarchivierung bietet der Receiver leider noch<br />
keine Abspielmöglichkeit an, mit den fest eingeplanten<br />
zukünftigen Updates sollen diese<br />
und weitere Zusatzfunktionen implementiert<br />
werden. Updates können dem Gerät wahlweise<br />
direkt über einen Satellitendownload oder per<br />
USB-Stick zugeführt werden.<br />
Wiedergabe<br />
Fehlerfrei präsentiert sich der Ferguson-Receiver<br />
beim abschließenden Test am Messequipment<br />
von Rohde & Schwarz. Die ausgegebenen Daten<br />
überzeugen mit Schärfe und Detailgenauigkeit,<br />
das HDMI-Protokoll wird gut verarbeitet.<br />
Wahlweise kann die Auflösung auf 576p, 720p<br />
und 1 080i gestellt werden. Realisiert wird diese<br />
Umschaltung über die separate Taste auf<br />
der Fernbedienung des Gerätes. Bei der Tuner-<br />
Leistung erzielt der Empfänger einen Platz im<br />
Mittelfeld. Bis auf einen Wert von 85 Dezibel<br />
konnten wir das Signal drosseln, bevor Fehler<br />
sichtbar wurden. Neben dem Standardprotokoll<br />
DiSEqC 1.0 stehen auch die Drehanlagensteuerungen<br />
1.2 und USALS bereit. Das Unicable-Protokoll<br />
ist leider nicht integriert. Sollten Sie also<br />
ein zweites Empfangsgerät an Ihrem Standort<br />
nutzen, muss dieses auf eine separate Zuleitung<br />
zurückgreifen.<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Ferguson<br />
Modell<br />
FK-8500 HD<br />
Preis<br />
159 Euro<br />
Info<br />
www.ferguson-digital.<br />
eu/de/<br />
Typ<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />
Maße (B/H/T) 29,4 × 6,4 × 24,0 cm<br />
Gewicht<br />
2,5 kg<br />
Farben<br />
Silber<br />
Betrieb/Stand-by 13/9 W<br />
Umschaltzeit ca. 2 s<br />
Bildauflösung 576p, 720p, 1080i<br />
integriertes CA –<br />
Common Interface 1 ×<br />
Ferguson FK-8500 HD<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 22 von 30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
29 von 40<br />
Wiedergabequalität<br />
26 von 30<br />
Gesamt 77 von 100<br />
Ferguson FK-8500 HD<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Zusätzlich zum<br />
Nummernfeld stehen<br />
Zusatzfunktionen<br />
wie die Auswahl des<br />
Satellitensystems und<br />
die Formatumschalttaste<br />
zur Verfügung<br />
Die Kanalwahl erfolgt<br />
über das Steuerkreuz,<br />
optional stehen separate<br />
Kanalwahltasten<br />
zur Verfügung<br />
Trotzdem die Aufnahmefunktionen<br />
erst nachträglich<br />
eingebaut wurden,<br />
besitzt die Fernbedienung<br />
des Gerätes ein<br />
eigenes Tastenfeld zur<br />
Aufnahmesteuerung<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 71
KAUFBERATUNG<br />
Schritt zurück nach vorn<br />
Nachdem die letzten AVCHD-Camcorder von Panasonic das Maximum an Kleinwuchs<br />
boten, ist nun erstmal Entspannung angesagt. Die neuen Modelle besitzen wieder<br />
mehr Grundausstattung und zusätzliche Funktionen. Zudem<br />
soll neue Bildwandlertechnik die Lichtempfindlichkeit<br />
entscheidend verbessern. Wir haben der „HS100”<br />
mit 60-GB-Festplatte auf den Zahn gefühlt.<br />
VON TIM LUFT<br />
Gut getarnt: Das klassische „Leica<br />
Dicomar“-Objektiv wird durch<br />
einen multifunktionalen Fokusring<br />
erweitert<br />
Aktive Seite: Unter dem Display liegen die meisten<br />
Bedienelemente sowie der SD-Karten-Slot<br />
Die „HS100“ liegt gut in der Hand und bietet u. a. Neuauflagen<br />
der Klassiker Sucher und Moduswahlrad<br />
Die ungünstige Platzierung der Menüsteuerung<br />
(blau) an der Seitenfront und die Versenkung<br />
wichtiger Anschlüsse im Akkuschacht wären zu<br />
verhindern gewesen<br />
Bilder: Panasonic, Stock.xchng/abstract light trails 1<br />
72 www.hdplustv.de
Als Anfang des Sommers die ersten<br />
Informationen zu Panasonics neuen<br />
AVCHD-Camcordern durchsickerten,<br />
lieferte das Kunstwort „3MOS“ die Grundlage<br />
für Spekulationen. Dass sich hinter „3MOS“<br />
eigentlich nur ein neues Aufzeichnungssystem<br />
mit drei CMOS-Sensoren verbergen konnte, war<br />
schnell klar. Vom Hersteller mit angeheizt, machte<br />
sich die Hoffnung breit, eine Übertragung<br />
von Panasonics erfolgreichem 3CCD-System<br />
auf CMOS-Technologie könnte die Lichtempfindlichkeit<br />
der neuen Camcorder entscheidend<br />
verbessern. Nun hat die 3MOS-Technik keine<br />
Revolution ausgelöst und trotzdem hat sich viel<br />
getan seit der letzten AVCHD-Generation.<br />
Renaissancen<br />
Der Befreiung des kompakten Full-HD-Aufzeichners<br />
aus der Pappschachtel folgen Momente andächtigen<br />
Staunens. Nicht nur, dass das Objektiv<br />
plötzlich von einem ausgewachsenen Multifunktionsring<br />
gekrönt wird – nein, auch ein waschechter<br />
Sucher ist endlich wieder dabei, nachdem<br />
er im Zuge des Miniaturisierungswahns<br />
„wegrationalisiert“ worden war. Die berechtigte<br />
Kritik an dieser Einsparung ist bei Panasonic offensichtlich<br />
auf offene Ohren gestoßen und der<br />
Zugeständnisse nicht genug, spendiert Panasonic<br />
der „HS100“ sogar noch einen Mikrofoneingang.<br />
Eine solche Grundausstattung kann sich<br />
wirklich sehen lassen.<br />
Leider wurde ein bereits bekanntes Manko der<br />
letzten AVCHD-Modelle nicht aus der Welt<br />
geschafft: Die Menüsteuerung ist auch bei der<br />
„HS100“ ungünstig links unter dem LCD positioniert.<br />
Die damit erschwerte Bedienführung steht<br />
in krassem Widerspruch zu früherer Panasonic-<br />
Ergonomie, die mit intuitiver Daumensteuerung<br />
am Camcorder-Heck punkten konnte. Dass eine<br />
Renaissance dieses Elements prinzipiell möglich<br />
gewesen wäre, zeigt allein das wiedergeborene<br />
Moduswahlrad an der Rückseite der „HS100“.<br />
Zumindest lässt sich der Joystick selbst etwas<br />
besser bedienen als am letzten Modell, sodass<br />
sich nach einiger Zeit durchaus Routine einstellt.<br />
Ansonsten macht die äußere Erscheinung der<br />
„HS100“ einen guten Eindruck. Kurz hinter dem<br />
neu eingeführten Multifunktionsring liegen die<br />
wichtigsten Bedienelemente für dessen Einsatz.<br />
Ein kleiner Hebel stellt die Kamera vom vollautomatischen<br />
in den halbautomatischen bzw.<br />
Fokus-Modus um. Der Knopf darunter aktiviert<br />
ein Auswahlmenü für die drei erweiterten Ringfunktionen:<br />
Verschlusszeit, Blende und Weißabgleich.<br />
Standardmäßig lassen sich mit dem Ring<br />
entweder Zoom oder Fokus justieren.<br />
Funktionstüchtig<br />
Das Menü offenbart reichhaltige Einstellungsmöglichkeiten,<br />
zumindest wenn man den<br />
Camcorder im manuellen Modus betreibt. Zebrafunktion,<br />
intelligente Hilfe oder „25p-Digital<br />
Cinema“-Aufnahme, wahlweise im erweiterten<br />
xvYCC-Farbraum, wurden von den letzten Modellen<br />
übernommen. Auch die Gesichtserkennung<br />
sowie Vorpuffer-Funktion für zeitkritische<br />
Aufnahmen sind bei der „HS100“ wieder dabei.<br />
Mit einem neuen Set an zusätzlichen Bildfunktionen<br />
geht Panasonic sogar noch einen Schritt<br />
weiter. Histogrammanzeige oder erweiterte<br />
Justierungen für Schärfe, Sättigung und Belichtungskorrektur<br />
braucht sicher nicht jeder,<br />
ihr Vorhandensein dürfte jedoch so manchen<br />
Enthusiasten überzeugen. Ihre Einsteigerfreundlichkeit<br />
beweist die „HS100“ dagegen mit einem<br />
kleinen, aber feinen Detail im Menü: Ein Lauftext<br />
am unteren Rand informiert jederzeit verständlich<br />
über die Funktion des gerade angewählten<br />
Menüpunktes.<br />
Von der Bildqualität des „3MOS“-Systems hatten<br />
wir uns mehr erhofft. Der Eindruck der neuen<br />
„HS100“ entspricht ziemlich genau dem Bild<br />
der zuletzt von uns getesteten „SD9“. Gute Dynamik<br />
und Farbe zaubern ein stimmiges Bild mit<br />
ordentlichen Kontrasten, doch bei der Schärfe<br />
lässt die „HS100“ zu wünschen übrig. Auffällig<br />
ist ein gewisser Hang zur Artefaktbildung, vor<br />
allem an kontraststarken Kanten, sowie ein unterschwelliges,<br />
aber stets existentes Bildrauschen<br />
in dunkler Umgebung, was sich am ehesten mit<br />
klassischer Filmkörnung vergleichen lässt. Hier<br />
fordern die vergleichsweise kleinen Bildwandler,<br />
die per Pixelshift-Verfahren HD-Auflösungen generieren,<br />
ihren Tribut. Je nach Motiv oder Stimmung<br />
kann dieser Effekt subjektiv entweder als<br />
angenehm oder störend empfunden werden.<br />
Im Schwachlichtbereich hat die „HS100“ dafür<br />
deutlich zugelegt. Unter Zimmerbeleuchtung<br />
gehen dank CMOS-Bildwandlung und neuem<br />
Bildprozessor kaum Details verloren. Zunehmende<br />
Dunkelheit quittiert das System jedoch<br />
mit starkem Rauschen.<br />
Kabelsalat<br />
Im praktischen Einsatz überzeugt die „HS100“<br />
in den meisten Disziplinen. Die Automatik des<br />
Camcorders reagiert sauber auf wechselnde Szenen-<br />
und Lichtverhältnisse. Der Autofokus leistet<br />
selbst unter schlechten Lichtverhältnissen sehr<br />
gute Arbeit. Viele Szenenprogramme und umfangreiche<br />
Einstellungsmöglichkeiten machen<br />
aus der „HS100“ einen verlässlichen Allrounder.<br />
Getrübt wird der ansonsten gute Eindruck vom<br />
optischen Bildstabilisator, der bei diesem Modell<br />
nicht überzeugen kann. Die Audioabteilung verbucht<br />
dafür eindeutig Pluspunkte. Das Klangbild<br />
des internen 5.1-Mikrofons geht absolut in<br />
Ordnung und der zusätzliche Mikrofonanschluss<br />
freut uns sehr.<br />
Nach wie vor unverständlich bleibt Panasonics<br />
Anschlussphilosophie. Sowohl USB- als auch<br />
Mini-HDMI-Port liegen tief im Akkuschacht begraben<br />
und lassen sich damit nur im Netzbetrieb<br />
anstöpseln. Die beigelegte Software „HD-Writer“<br />
bietet leider nur Grundfunktionen zur Weiterverarbeitung<br />
der Clips am PC, das Handbuch<br />
dagegen glänzt durch Verständlichkeit und<br />
Umfang.<br />
Licht und Schatten haben dank guter Dynamik viel<br />
Spielraum.<br />
Eine künstliche Nachzeichnung begünstigt das Auftreten<br />
von Artefakten (Bildausschnitt vergrößert).<br />
HD-Camcorder<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Info<br />
Typ<br />
Maße (B/H/T)<br />
Gewicht mit Akku<br />
Farben<br />
Aufnahmeformat<br />
Aufnahmedauer<br />
Akku/Datenträger<br />
Speichermedium<br />
Auflösung<br />
1080p ja<br />
Panasonic<br />
HDC-HS100<br />
1199 Euro<br />
www.panasonic.de<br />
Hybrid<br />
7,4 × 7,6 × 13,8 cm<br />
482 g<br />
Schwarz<br />
AVCHD<br />
70/460 min<br />
SD-Karte,<br />
60-GB-Festplatte<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
Panasonic HDC-HS100<br />
AUSGABE 6.2008<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 73
KAUFBERATUNG<br />
Bitte lächeln<br />
Sonys neue Kompaktklasse kommt ohne integrierten Speicher aus und schluckt nur<br />
teure Memorysticks. Wer sich daran nicht stört, erhält mit der „CX11E“ einen Camcorder<br />
im Mini-Format, der hinsichtlich Bildqualität und Bedienung zu den ganz Großen<br />
zählt. Lachende Gesichter fotografiert der Camcorder außerdem von selbst.<br />
VON TIM LUFT<br />
Die kompakte „CX11“ bietet<br />
mit „Cam Control“-Regler<br />
und Touchscreen eine wirklich<br />
hochwertige Ausstattung<br />
Mit großem CMOS-Sensor und modernem Bildprozessor<br />
gelingen der „CX11“ brillante Bilder<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
74 www.hdplustv.de
Dank des mitgelieferten 4-Gigabyte-<br />
Memorysticks lassen sich etwa 30<br />
Minuten Video aufzeichnen, was<br />
nicht unbedingt viel ist, aber für die ersten<br />
Schritte mit dem neuen Camcorder ausreichen<br />
sollte. Bei der Inbetriebnahme müssen zunächst<br />
ein paar Grundeinstellungen vorgenommen<br />
werden. Der Touchscreen sorgt dabei für eine<br />
äußerst angenehme Bedienung, allerdings wurde<br />
an einem hochauflösenden Display, wie es<br />
Sonys „SR11“ und „SR12“ besitzen, gespart.<br />
Übernommen wurde dagegen der „Cam Control“-Regler<br />
neben dem Objektiv, mit dem sich<br />
Fokus, Belichtung und Weißabgleich auf bequeme<br />
Weise justieren lassen. Neu dabei ist,<br />
dass nach einem zweisekündigen Druck auf<br />
den Reglerknopf ein kleines Menü zur Funktionsauswahl<br />
angezeigt wird. Der Umweg über<br />
das Hauptmenü entfällt also.<br />
Die „CX11“ bietet dank „Cam Control“-Regler<br />
zwar jede Menge Komfort bei der manuellen<br />
Einstellung des Bildes, leider ist die Zahl der<br />
Bildparameter aber stark begrenzt. So gibt es<br />
neben der manuellen Justierung des Weißabgleichs<br />
nur einen Parameter für die Bildhelligkeit<br />
sowie eine achtstufige Belichtungskorrektur<br />
(„Aperture Shift“). Getrennte Einstellungen<br />
für Verschluss, Blende oder Gain gibt es an Sonys<br />
Camcordern im 1 000-Euro-Bereich nicht,<br />
ebenso fehlt die Werteanzeige für diese Parameter.<br />
Enthusiasten dürfte dieser Umstand gehörig<br />
die Suppe versalzen, während Einsteiger<br />
sich an der einfachen Bedienung erfreuen.<br />
Das Layout der „CX11“ orientiert sich ansonsten<br />
stark an den Festplattenaufzeichnern „SR11“<br />
bzw. „SR12“. Der Drehknopf am Heck dient<br />
zum Einschalten des Camcorders sowie zum<br />
Wechsel zwischen Foto- und Videomodus. Die<br />
kleine Taste „Quick On“ schaltet die „CX11“ in<br />
einen Stromsparmodus, der eine schnelle Reaktivierung<br />
erlaubt. Die Zoomwippe erfordert aufgrund<br />
ihres kurzen Kippweges durchaus Fingerspitzengefühl,<br />
sonst gibt es an der Haptik nichts<br />
auszusetzen. Die Zahl äußerer Bedienelemente<br />
ist sowieso schnell erschöpft. Außer Gegenlicht-<br />
und Nightshot-Funktion werden sämtliche<br />
Eingaben über den Touchscreen getätigt.<br />
Beschäftigungstherapie<br />
Das Menü der „CX11“ bedarf trotz intuitiver<br />
Fingerbedienung einiger Praxis, bis sich Routine<br />
einstellt. Die Menge der Knöpfe und Symbole<br />
dürfte gerade Einsteiger leicht überfordern.<br />
Leider hilft auch das viel zu knappe Handbuch<br />
selten weiter, sodass bei Sonys „CX11“ sprichwörtlich<br />
Probieren über Studieren geht. Hat man<br />
sich jedoch eingearbeitet, belohnt die „CX11“<br />
mit einem sehr ausgewogenen Funktionsumfang.<br />
Zebra-Schraffierung, xvYCC-Farbraum,<br />
Hilfslinienanzeige oder Sonys Nightshot-Modus<br />
bilden dabei eine solide Basis. Einige Extras machen<br />
den Umgang mit dem Filmzwerg jedoch<br />
zu einem echten Erlebnis. Eine besondere Fähigkeit<br />
der „CX11“ besteht darin, Fokus oder<br />
Belichtung der Szene anhand eines selbst gewählten<br />
Bildpunktes bzw. Objektes per Touchscreen<br />
festzulegen. Will man zum Beispiel den<br />
Baumstumpf im Vordergrund der Szene scharf<br />
stellen, tippt man diesen einfach auf dem Bildschirm<br />
an. Szenische Filmer, aber ebenso Anfänger<br />
dürften an dieser intuitiven Art der Bildkontrolle<br />
ihre Freude haben.<br />
Als erster Camcorder überhaupt wurde die<br />
„CX11“ mit einer „Lächelautomatik“ ausgerüstet.<br />
Die Erweiterung der Gesichtserkennung<br />
ermöglicht es der Kamera, während der Videoaufzeichnung<br />
automatisch Fotos zu machen,<br />
sobald lachende Gesichter in der Szene erkannt<br />
werden. Die „Grinseautomatik“ ist ein nettes<br />
Gimmick und hat in unserer Testredaktion wirklich<br />
für Spaß gesorgt. Die Zeitlupenfunktion der<br />
„CX11“, die drei Sekunden Video flüssig auf<br />
zwölf Sekunden streckt, besitzt dagegen einen<br />
höheren praktischen Nutzen.<br />
Glanzlicht<br />
In der Bildqualität zählt die „CX11“ für uns zu<br />
den besten Speicherkarten-Cams des Jahres<br />
und könnte höchstens noch von Canons aktuellen<br />
Modellen überholt werden. Selbst auf<br />
großer Leinwand wirken Schärfe und Detailreichtum<br />
bestechend, sind die Farben akkurat<br />
und Bewegungen sauber. Störende Artefakte<br />
oder künstliche Nachzeichnung von Kanten<br />
konnten wir nicht feststellen. Rauscharm verhält<br />
sich die „CX11“ unter Tageslicht und Zimmerbeleuchtung.<br />
Mit zunehmender Dunkelheit<br />
zeigt sie dieselben Schwächen wie die Konkurrenz:<br />
Rauschen und verblassende Farben stören<br />
dann zunehmend den Bildeindruck. Immerhin<br />
bleiben Details und Schärfe noch bis zu einem<br />
gewissen Grad erhalten.<br />
Während das Bild unter entsprechenden Lichtverhältnissen<br />
mit kompromissloser Qualität<br />
glänzt, geben die Audiofähigkeiten der „CX11“<br />
Anlass zur Kritik. Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse<br />
sind nicht vorhanden, die Pegeljustierung<br />
bewegt sich mit gerade einmal zwei möglichen<br />
Stufen auf unterstem Niveau. Da hilft<br />
auch die optionale 5-Kanal-Aufnahme und der<br />
ansonsten ordentliche Klang wenig – die Audioabteilung<br />
ist schlicht unterbesetzt.<br />
Abgesehen davon ist die „CX11“ für den<br />
praktischen Einsatz gut gerüstet. Die Automatik<br />
passt Weißabgleich und Belichtung meist<br />
schnell und unauffällig an, der Bildstabilisator<br />
funktioniert sehr gut, nur der Fokus braucht in<br />
dunklen Umgebungen teils etwas länger. Die<br />
Ports an der „CX11“ sind gut erreichbar und<br />
vorbildlich verarbeitet. Allerdings benötigt man<br />
für USB – und nur dafür – die mitgelieferte<br />
Dockingstation, was unlogisch erscheint. Die<br />
Übertragung der Clips auf den PC läuft zügig,<br />
was fehlt, ist eine Videobearbeitung. Alles<br />
in allem bringt Sony mit der „CX11“ ein praxistaugliches<br />
Bildwunder, das passionierteren<br />
Filmern allerdings etwas zu selbstständig sein<br />
könnte.<br />
Schärfe und Detailgrad der Aufnahmen liegen auf<br />
höchstem Niveau.<br />
Auf dem Touchscreen lassen sich Referenzpunkte für<br />
Fokus und Belichtung einfach antippen.<br />
HD-Camcorder<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Info<br />
Typ<br />
Maße (B/H/T)<br />
Gewicht<br />
Farben<br />
Aufnahmeformat<br />
Speichermedium<br />
Auflösung<br />
Full-HD (1080p)<br />
Aufnahmedauer<br />
Akku/Datenträger<br />
Sony<br />
HDR-CX11E<br />
899 Euro<br />
www.sony.de<br />
Speicherkarte<br />
6,9 × 6,7 × 12,9 cm<br />
450 g<br />
Schwarz<br />
AVCHD<br />
Memorystick Duo<br />
(4 GB mitgeliefert)<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
nein<br />
60/30 min<br />
Sony HDR-CX11E<br />
AUSGABE 6.2008<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 75
KAUFBERATUNG<br />
Denker und Lenker<br />
Wahre High-Ender mögen es gerne groß und massiv, wenn es um den guten Ton geht.<br />
So erfreuen sich Vor-Endstufenkombinationen zwar einer relativ schmalen Käuferschicht,<br />
bieten aber unglaublich viele Vorteile. Auch Marantz hat mit den beiden<br />
Geräten „AV8003“ und „MM8003“ ein solches Audio-Video-Monster im Programm.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Die reichlich bestückte Rückseite bietet Anschluss für alle gängigen Audio- und<br />
Videosignale. Auch in puncto HDMI kommen Sie nicht zu kurz<br />
Die Ansteuerung der Endstufensektion ist wahlweise über XLR oder Cinch möglich.<br />
Ein kleiner Wahlschalter legt dabei die jeweiligen Eingänge fest<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Marantz<br />
76 www.hdplustv.de
Wer bislang dachte, dass bei einem<br />
AV-Receiver alles in einem Gerät<br />
sein muss, der wird spätestens<br />
durch Marantz vom Gegenteil überzeugt. Mit<br />
der Vor-Endstufenkombination gelingt nicht nur<br />
der Spagat zwischen Design und Funktionalität,<br />
sondern ebenfalls zwischen Leistung und<br />
Signalverarbeitung. Die Sektionen für die Bildund<br />
Tonsignalverarbeitung befinden sich nebst<br />
Vorverstärkern im „AV8003“.<br />
Die insgesamt acht Endstufen findet man im<br />
zweiten Gerät, dem „MM8003“. Der getrennte<br />
Aufbau sorgt dafür, dass in Optik und Gewicht<br />
nur wenige Kompromisse eingegangen werden.<br />
Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die Luftzufuhr<br />
und die Lebensdauer der empfindlichen<br />
Bauteile aus.<br />
Die Vorstufe<br />
Alles, was der Heimkinonutzer von seinem klassischen<br />
AV-Receiver kennt, ist im ersten Gehäuse<br />
untergebracht. Neben einem hochwertigen<br />
„Anchor Bay VRS“-Bildverarbeitungschip finden<br />
sich ebenfalls vier HDMI-Ein- und zwei -Ausgänge,<br />
Audyssey-Einmesssystem und professionelle<br />
XLR-Anschlüsse wieder.<br />
Die Vorstufensektion verbinden Sie wahlweise<br />
per Cinch- oder XLR-Kabel mit den Endstufen.<br />
Dabei sei angemerkt, dass die Ankopplung mit<br />
professionellen XLR-Kabeln vorzuziehen ist,<br />
da eine symmetrische Kabelführung weniger<br />
Störungen verursacht. Achten Sie darauf, die<br />
Kabellängen so kurz wie möglich zu halten. Da<br />
Marantz die Verbindungskabel nicht mitliefert,<br />
können Sie die Kabel selbst konfektionieren und<br />
auf die ganz persönlichen Bedürfnisse anpassen.<br />
Neben zahlreichen weiteren Ein- und Ausgängen<br />
für analoge und digitale Tonformate bietet<br />
der „AV8003“ noch Upscaling für analoge<br />
Videosignale bis 1 080p, digitale Zuspielungen<br />
können nicht aufgewertet werden.<br />
Über die beiden Fernbedienungen steuern<br />
Sie bequem alle Funktionen der Vorstufe. Der<br />
Hauptgeber bietet mit einem LC-Display den<br />
notwendigen Überblick über die wichtigsten<br />
Anwendungen, Quellen und Einstellmöglichkeiten<br />
für den Tonbetrieb. Sie sollten jedoch<br />
vorher ein wenig die Bedienungsanleitung studieren,<br />
da die Vielfalt der Bedienelemente und<br />
Spezialfunktionen schnell überfordern kann.<br />
Doch nicht allein die technischen Merkmale<br />
machen Lust auf mehr, auch der innere Aufbau<br />
wird seiner Klasse gerecht. Durch die Auslagerung<br />
aller Endstufen bietet der „AV8003“ genügend<br />
Platz für Video- und Audioplatinen sowie<br />
eine gut dimensionierte Stromversorgung aller<br />
wichtigen Bauteile.<br />
Unsere Messungen der Vorstufe zeigen, dass die<br />
Klirr- und Rauschabstände hervorragend sind,<br />
ebenso wie der perfekte Frequenzgang. Das<br />
Herzstück für den unkomplizierten Klang bildet<br />
die Audyssey-Automatikeinmessung, die nach<br />
bekannten Vorgaben funktioniert. Dafür wird<br />
das mitgelieferte Messmikrofon an der Front<br />
angeschlossen. Leider startet die Einmessung<br />
nicht automatisch – Sie müssen den Punkt umständlich<br />
im Menü aufrufen. Insgesamt kann die<br />
Marantz-Vorstufe sechs Messpositionen erfassen.<br />
Ein kompletter Durchlauf ist innerhalb von<br />
ca. 20 Minuten erledigt. Wie für Audyssey typisch<br />
sind die Resultate unkompliziert als Preset<br />
abgespeichert. Zudem haben Sie die Möglichkeit,<br />
zwischen Front-, Flat- und Audyssey-Preset<br />
zu wählen.<br />
Die ermittelte Klangkurve kann unter dem entsprechenden<br />
Menüpunkt angesehen werden.<br />
Zusätzlich steht Ihnen noch ein manueller Equalizer<br />
zur Verfügung, mit dem Sie für festgelegte<br />
Bänder in einer vorgegebenen Güte einzelne<br />
Frequenzen anheben oder absenken können.<br />
Eine Copy-Paste-Funktion, die den Audyssey-<br />
Equalizer auf den manuellen Entzerrer überträgt,<br />
ist leider nicht vorhanden. Dennoch lassen sich<br />
anhand der Kontrollfunktion die veränderten<br />
Frequenzen ermitteln und einzelne Parameter<br />
per Hand nachjustieren.<br />
Ein großes Manko, das wir im Test festgestellt<br />
haben, besteht darin, dass die Marantz-Vorstufe<br />
bei den HD-Tonformaten den Audyssey-EQ<br />
ausschließlich im PCM-Modus aktiviert. Dies bedeutet,<br />
dass der Zuspieler Dolby True HD oder<br />
DTS-HD Master Audio decodieren muss und<br />
den digitalen Ton im PCM-Modus an das Gerät<br />
weiterleiten sollte. Besitzen Sie einen Player, der<br />
nur Bitstream beherrscht, müssen Sie wohl oder<br />
übel auf den Audyssey-Equalizer des Marantz<br />
verzichten. Angesichts der Tatsache, dass die<br />
Vorstufe als Heimkinoschaltzentrale zum Einsatz<br />
kommt, sollte der Hersteller hier schleunigst Abhilfe<br />
schaffen, da solch eine Einschränkung nicht<br />
mehr zeitgemäß ist.<br />
Eine weitere Funktion erlaubt es, Filme, Musik<br />
und Bilder über die Netzwerkschnittstelle zu<br />
streamen. Hierfür benötigen Sie ein DLNA-fähiges<br />
(Digital Living Network Alliance) Endgerät,<br />
das ins heimische Netzwerk eingebunden ist.<br />
Diese Geräte verfügen über ein spezielles Protokoll<br />
zur Bereitstellung digitaler Medien in einem<br />
Netzwerk, was eine Übertragung von HD-Material<br />
im WMV-Format ermöglicht. Eine Ausgabe<br />
von hochauflösenden Filmen ist jedoch nur bis<br />
1 080i möglich. Dafür können über Universal<br />
Plug and Play Medieninhalte direkt vom PC (mit<br />
Media Center) gelesen und dargestellt werden.<br />
Alle anderen kompatiblen Server-Programme,<br />
wie z. B. Twonky Media, übertragen Filme, Bilder<br />
und Musik von nahezu jedem Betriebssystem<br />
auf den Marantz. Die Vorstufe spielt alle<br />
Formate des kompatiblen Medienplayers ab:<br />
AVI, DivX, MPEG und WMV-Videodateien sowie<br />
MP3, WAV und diverse andere Formate stellen<br />
kein Problem dar. Wahlweise können Sie die<br />
Netzwerkschnittstelle ohne zusätzlichen Router<br />
betreiben. Hierfür benötigen Sie ein gekreuztes<br />
Netzwerkkabel, um NAS-Festplatten und Ihren<br />
Rechner direkt mit der Vorstufe zu verbinden.<br />
Sie besitzen somit nicht nur einen modernen<br />
Das Menü zur Netzwerkeinrichtung wird über die Fernbedienung<br />
aufgerufen. Sowohl eine automatische als<br />
auch manuelle Konfiguration sind möglich.<br />
Nach erfolgreichem Einrichten der Netzwerkverbindung<br />
können über den Microsoft-Mediaplayer Filme,<br />
Bilder und Musik übertragen werden.<br />
Durch die Auslagerung der Endstufensektion finden<br />
die empfindlichen Bauteile reichlich Platz im Gehäuse.<br />
Eine gute Belüftung schont das Innenleben.<br />
Das Herz des Kraftprotzes: acht mal 140 Watt (acht<br />
Ohm) geballte Leistung für Ihr Heimkino. Gute Belüftung<br />
und Leistungsreserven inklusive.<br />
KAUFBERATUNG<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 77
KAUFBERATUNG<br />
und leistungsfähigen AV-Receiver der Oberklasse,<br />
sondern ein komplettes Media-Center.<br />
Einzig eine USB-Schnittstelle hätte das Multimedia-Angebot<br />
noch komplettiert. Die Bedienung<br />
der Vorstufe funktioniert nach etwas Eingewöhnungszeit<br />
mittels der Fernbedienung recht<br />
zügig. Dabei wirkt zwar das Menü des Marantz<br />
ein wenig altbacken, gliedert sich jedoch gut in<br />
verständliche Unterpunkte.<br />
Der eigentliche Clou besteht im Hauptgeber.<br />
Diesen können Sie mittels einer mitgelieferten<br />
Software am PC relativ einfach per USB andocken<br />
und selbst programmieren. Dank einer umfangreichen<br />
Gerätedatenbank lassen sich neben<br />
dem AV-Receiver zahlreiche andere Geräte im<br />
Heimkino steuern sowie umfangreiche Makros<br />
anlegen.<br />
Blickkontakt<br />
Videoseitig sind unsere Testredakteure ein wenig<br />
enttäuscht. Die Tatsache, dass im Innern einer<br />
der besten Bildchips am Markt aus dem Hause<br />
Anchor Bay werkelt, kann leider nicht darüber<br />
hinwegtrösten, dass in puncto Bildverarbeitung<br />
noch Luft nach oben herrscht. Obwohl der<br />
„AV8003“ zwei HDMI-Ausgänge besitzt, können<br />
Sie diese leider nicht gleichzeitig nutzen.<br />
Das Upscaling beherrscht der Bolide einzig von<br />
den analogen Videoschnittstellen auf HDMI.<br />
Ein anliegendes HDMI-Signal in z. B. 576i kann<br />
nicht auf 1 080p skaliert werden. Doch auch<br />
an den analogen Videoeingängen herrscht ein<br />
wenig Unzufriedenheit beim Upscaling. So ermöglicht<br />
der Marantz nicht die Konvertierung<br />
von 720p- und 1 080i-Signalen in HDMI 1 080p.<br />
Erschwerend kommt hinzu, dass die Vollbildkonvertierung<br />
leider nur mäßig funktioniert.<br />
Speziell bei Filmmaterial diagnostizierten wir<br />
Kantenflimmern. Bedauerlicherweise bietet der<br />
Hersteller keinerlei Eingriffe in die Videoelektronik.<br />
Lediglich die Skalierung funktioniert gut<br />
und zeigt nur bei einer Farbskalierung leicht ausfransende<br />
Konturen.<br />
Die Endstufe<br />
Der eigentliche Kraftprotz versteckt sich in der<br />
knapp 18 Kilogramm schweren Endstufensektion.<br />
Das Gehäuse bietet dank des großzügigen<br />
Aufbaus genügend Ventilation für eine gute<br />
Wärmeableitung. Besonders im Mehrkanalbetrieb<br />
können schnell die Temperaturen der Endstufen<br />
steigen.<br />
Für eine stabile Spannungsversorgung befindet<br />
sich ein großer Ringkerntrafo in der Mitte<br />
des Gerätes. Er versorgt die acht Endstufen mit<br />
genügend Spannungsreserven, was sich in der<br />
Leistungsmessung derselben niederschlägt. Bis<br />
zu 280 Watt leistet der Bolide an einem Kanal<br />
bei vier Ohm. Das sollte für ausreichend Lautstärke<br />
und Kraft im Heimkino sorgen.<br />
Bei den elektrischen Messungen der Endstufen<br />
spiegelte sich der solide und durchdachte Aufbau<br />
wider. So kann der „MM8003“ mit hervorragenden<br />
Klirr- und Übertragungswerten punk-<br />
ten. Mit diesem Verstärker-Boliden sollte man<br />
bestens für die Zukunft gerüstet sein.<br />
Der Klangeindruck bestätigt die sehr guten Messergebnisse.<br />
Dank ausrechender Reserven entlocken<br />
dem Verstärker selbst laute Filmpassagen<br />
nur ein müdes Lächeln. Hierbei sollten jedoch<br />
die Lautsprecher etwas üppiger dimensioniert<br />
sein – schnell spielen die meisten Vertreter der<br />
Schallwandlerzunft an ihrer Leistungsgrenze.<br />
Durch die hochwertige Spannungsversorgung<br />
überrascht der Marantz-Verstärker mit einer<br />
sehr feinen Dynamik in lauteren Passagen. Sowohl<br />
Musik als auch Filmklänge können den Beschallungsprofi<br />
so schnell nicht in Verlegenheit<br />
bringen.<br />
Zusammenspiel<br />
Wenn man auch Abstriche in der Videosektion<br />
machen muss, so gelingt das Miteinander der<br />
Vor- und Endstufe hervorragend. Klanglich liegt<br />
man mit dem Marantz-Set sehr weit vorn. Die<br />
sinnvoll dimensionierten Verstärker und eine<br />
saubere Signalverarbeitung machen Lust auf<br />
mehr. Allein die Audyssey-Einmessung könnte<br />
ein Update vertragen. Wenige Presets und die<br />
fehlende Kopierfunktion für den manuellen<br />
Equalizer machen die akustische Integration<br />
für Einmess-Freaks ein wenig komplizierter.<br />
Dafür funktioniert der integrierte Equalizer<br />
hervorragend und lässt per Hand Einstellungen<br />
mit festgelegter Güte zu. Der Verzicht auf<br />
die Klangkorrektur von HD-Tonsignalen bei<br />
Bitstream-Übertragung hingegen macht keine<br />
gute Figur.<br />
Videoseitig verspielt der Marantz seine Führungsrolle.<br />
Eine nicht mehr zeitgemäße, eingeschränkte<br />
Verarbeitung anliegender HDMI- und<br />
Analogsignale sorgt für ein wenig Unmut. Besser<br />
dagegen die Talente als Multimedia-Center:<br />
Dank einer Netzwerkschnittstelle müssen Sie<br />
auf moderne Streaming-Lösungen für Film, Musik<br />
und Fotos nicht verzichten.<br />
Wahre Heimkinoprofis sollten eine Verkabelung<br />
zwischen Vor- und Endstufe über XLR-Kabel<br />
vorziehen. Diese Variante ist wesentlich weniger<br />
anfällig für Störungen als eine Cinch-Verbindung<br />
und sorgt mit einer symmetrischen Übertragung<br />
für die beste Qualität.<br />
Der Klangcharakter der Marantz-Kombination<br />
richtet sich klar an den ambitionierten Kinobesitzer<br />
und passionierten Musikhörer. Ein sehr<br />
druckvolles und ausgewogenes Klangbild lässt<br />
die Elektronik vergessen und man kann sich<br />
gänzlich auf das Geschehen auf der Leinwand<br />
konzentrieren. Besonders die kraftvollen Endstufen<br />
wären schon die Investition wert. Wer<br />
bereits hochwertige Zuspieler sein Eigen nennt,<br />
der wird über die tonale Unterstützung sehr erfreut<br />
sein. Mit einer Aufwertung und Bearbeitung<br />
von zugespielten Videosignalen tut sich<br />
das Gerät hingegen schwer. Durch die Media-<br />
Center-Funktion und kraftvollen Endstufen ist<br />
die Marantz-Kombination als Steuerzentrale allerdings<br />
des Heimkinos neuer Liebling.<br />
Vor-Endstufe<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Info<br />
Maße (B/H/T)<br />
Gewicht<br />
Farben<br />
Besonderheiten<br />
Geeignet für<br />
Film<br />
Musik<br />
Über das<br />
integrierte LC-<br />
Display werden<br />
auch versteckte<br />
Systemfunktionen<br />
aufgerufen<br />
Die Druckpunkte<br />
des zentralen<br />
Steuerkreuzes<br />
und der wichtigsten<br />
Tasten<br />
sind sehr gut<br />
Unterhalb des<br />
Ziffernblocks<br />
finden Sie den<br />
USB-Anschluss<br />
für die Programmierung<br />
via PC<br />
Marantz<br />
AV8003, MM8003<br />
2 800 Euro (AV8003),<br />
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11,6 kg (AV8003),<br />
17,9 kg (MM8003)<br />
Schwarz<br />
LAN-Anschluss,<br />
4 HDMI-1.3a-Eingänge,<br />
2 HDMI-Ausgänge<br />
Marantz AV8003, MM8003<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 18 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
18 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
52 von 60<br />
Gesamt 88 von 100<br />
Marantz AV8003, MM8003<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Marantz<br />
78 www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft
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KAUFBERATUNG<br />
Klasse statt Masse<br />
Obwohl der Begriff „Mittelklasse“ schon ein wenig in die Jahre gekommen ist, schaffen<br />
es einige Hersteller, ihn immer wieder neu zu definieren. Auch Denon platziert in<br />
diesem Jahr mit dem „AVR-2809“ einen Heimkinoverstärker zwischen Einsteiger- und<br />
Oberklasse – ein AV-Receiver mit Format.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Unter einer Metall-Frontklappe verbergen sich die speziellen<br />
Bedienelemente. Das zweizeilige Display lässt sich gut ablesen<br />
Neben HDMI-Anschlüssen stehen auch ausreichend analoge Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Die<br />
Lautsprecherterminals sind solide ausgeführt<br />
Bilder: Denon<br />
80 www.hdplustv.de
Klare Linien, solide Konstruktion und<br />
moderne Audio- und Videoverarbeitung<br />
– Schlagworte, die bei Denon<br />
ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Dieses<br />
einfache, aber effektive Konzept wurde im<br />
„AVR-2809“ umgesetzt. Der AV-Receiver beinhaltet<br />
einen Faroudja-DCDi-Videoprozessor,<br />
der es ermöglicht, sämtliche analogen Signale<br />
in 1 080p zu konvertieren. Burr-Brown-Wandler<br />
und gleich zwei 32-Bit-Sharc-Fließkomma-DSPs<br />
sorgen sich um die Aufbereitung der Audiosignale.<br />
Chipseitig ist man somit auf dem neusten<br />
Stand der Technik. Neben vier HDMI-Eingängen<br />
und einem -Ausgang finden sich insgesamt<br />
sieben Endstufen, die das Heimkino mit einer<br />
Leistung von bis zu 150 Watt pro Kanal befeuern<br />
können. Zudem beherrscht der Denon die<br />
aktuelle Version von Audysseys MultEQ XT und<br />
Dynamic EQ. Für die automatische Lautstärkebegrenzung<br />
greift der Hersteller auf Audyssey<br />
Dynamic Volume zurück. Dank dieser Maßnahmen<br />
können Sie 5.1- oder 7.1-Beschallungsaufgaben<br />
mit den neuen Tonformaten selbst in<br />
einem kompliziertem Umfeld realisieren. Für den<br />
Mehrzonenbetrieb stehen ebenfalls genügend<br />
Konfigurationen der Endstufen und Eingänge<br />
zur Verfügung. Neben der Hauptfernbedienung,<br />
die mit Touchpanel daherkommt, steht noch<br />
eine zweite für den 2-Zonen-Betrieb bereit.<br />
Nicht zu unterschätzen<br />
Wer das Audyssey-Einmesssystem kennt, der<br />
weiß, dass sich Raumklang kaum einfacher bändigen<br />
lässt. Die hervorragende Implementierung<br />
in die Denon-Produktlinie lässt sich problemlos<br />
bedienen und macht besonders klanglich etwas<br />
her. Sie müssen lediglich das mitgelieferte<br />
Messmikrofon einstecken und die Messungen<br />
beginnen automatisch. Per On-Screen-Display<br />
navigieren Sie sicher durch die einzelnen Messpositionen.<br />
Nach Beendigung des Einmessvorgangs<br />
speichert der Receiver die ermittelten<br />
Daten ab und sie stehen in Form von drei abweichenden<br />
Vorgaben zur Verfügung. Die bekannten<br />
Flat-, Front- und Audyssey-Equalizer<br />
sind jedoch nicht alles. Mittels Copy-Paste-Funktion<br />
kann die ermittelte Kurve des Flat-Presets in<br />
den manuellen EQ kopiert werden. Somit stehen<br />
Ihnen alle Bearbeitungsmöglichkeiten offen.<br />
Das Klangbild kann im Stereo- und Mehrkanalbetrieb<br />
punkten. Wenn auch die Endstufen bei<br />
hohen Lautstärken nicht mehr ganz so lässig<br />
spielen und das Klangbild ein wenig zu pumpen<br />
beginnt – für die meisten Anwendungen sollte<br />
die gebotene Leistung mehr als ausreichend sein.<br />
Besonders in puncto Räumlichkeit macht sich<br />
die gute Wiedergabequalität und Einmessung<br />
schnell bemerkbar. Die weiteren Funktionen,<br />
wie der Dynamic EQ oder Dynamic Volume, die<br />
über das Menü wahlweise aktiviert oder deaktiviert<br />
werden können, runden das Angebot an<br />
klanglichen Möglichkeiten ab. Besonders Dynamic<br />
Volume dürfte so manchem Mieter in einem<br />
Mehrfamilienhaus den Heimkinogenuss erst ermöglichen:<br />
In drei verschiedenen Stufen können<br />
Sie die Dynamik bei gleichbleibender Lautstärke<br />
senken. Das schont nicht nur die Nerven der<br />
anderen Mieter, sondern sorgt vor allem für einen<br />
stressfreien Filmgenuss. Dynamic EQ gleicht<br />
dagegen die einzelnen Frequenzen passend<br />
zur gewählten Lautstärke dem menschlichen<br />
Hörempfinden an, um bei geringen Pegeln einer<br />
Mittenbetonung entgegen zu wirken. Aus<br />
Sicht des klanglichen Spektrums kann man den<br />
„AVR-2809“ mit dem in die Jahre gekommenen<br />
„AVR-2807“ kaum noch vergleichen. Der neue<br />
klingt selbst im Pure-Direct-Modus frischer im<br />
Hochton- und zupackender im Tieftonbereich.<br />
Zuweilen drängt sich allerdings der Verdacht<br />
auf, dass neben der technischen Verbesserung<br />
noch ein wenig nachgeholfen wurde –<br />
dem Film- und Musikvergnügen ist die neu entdeckte<br />
Lebendigkeit jedoch nur zuträglich.<br />
Bandbreite<br />
Im Herzen der Videoverarbeitung werkelt ein<br />
bekannter Faroudja-Videoprozessor, der für<br />
das gesamte Upscaling zum Einsatz kommt.<br />
Sollte sich in Ihrem Heimkino noch bessere Bildelektronik<br />
befinden, lässt sich der Chip auch<br />
ohne Weiteres für die Eingänge am AV-Receiver<br />
deaktivieren. Dies ist aber nur selten notwendig,<br />
denn weder bei Video- noch Filmmaterial<br />
zeigt der Denon echte Schwächen. Analoge<br />
TV-Signale profitieren von einer detailreichen<br />
Skalierung samt angenehmer Kantenglättung.<br />
Flimmernde Konturen werden damit gut unterbunden.<br />
Filmaufnahmen auf DVD vermag der<br />
Chip ebenfalls vollautomatisch zusammenzufügen<br />
und nur in seltenen Fällen gerät die Verarbeitung<br />
aus dem Takt. Während Sie analoge<br />
Signale umwandeln können (bis 1 080p), ist für<br />
die digitale Bildzuspielung nur die Weiterleitung<br />
vorgesehen.<br />
Wegbegleiter<br />
Mit dem neuen „AVR-2809“ bringt Denon ein<br />
Gerät in die Wohnzimmer, das sich in Sachen<br />
Ausstattung und Verarbeitung auf der Höhe der<br />
Zeit bewegt. Die Elektronik schafft den Spagat<br />
zwischen moderner DSP-Verarbeitung und solider<br />
und anwenderfreundlicher Beschaffenheit.<br />
Klangtechnisch kann der Denon anderen seiner<br />
Klasse locker das Wasser reichen und schließt<br />
zu seinen teureren Brüdern aus dem Vorjahr<br />
auf. Vergleicht man den „AVR-2809“ mit zwei<br />
Jahre alten Receivern bis 1 500 Euro, wird man<br />
verwundert die Ohren spitzen und bislang ungehörten<br />
Details lauschen. Mit einer ordentlichen<br />
Endstufenleistung bildet er das perfekte<br />
Bindeglied zwischen Einsteiger- und Oberklasse.<br />
Videoseitig bietet der „AVR-2809“ alles, was<br />
man von einem solchen Gerät erwartet: Eine<br />
gekonnte Wandlung von analogen Bildsignalen<br />
auf HDMI 1 080p geht Hand in Hand mit reichhaltigen<br />
Anschlüssen. In Verbindung mit Ihrer<br />
Heimkinoelektronik sollten Sie so für die kommenden<br />
Eventualitäten gerüstet sein.<br />
AV-Receiver<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Info<br />
Maße (B/H/T)<br />
Gewicht<br />
Farben<br />
Besonderheiten<br />
Geeignet für<br />
Film<br />
Musik<br />
Denon<br />
AVR-2809<br />
1099 Euro<br />
www.denon.de<br />
43,4 × 17,1 × 41,4 cm<br />
12,8 kg<br />
Silber, Schwarz<br />
Audyssey MultEQ XT,<br />
Audyssey Dynamic<br />
Volume/EQ,<br />
1080p-Scaler<br />
Denon AVR-2809<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 18 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
18 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
50 von 60<br />
Gesamt 86 von 100<br />
Denon AVR-2809<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Gewohnte Denon-<br />
Optik – das Touchpanel<br />
erlaubt eine<br />
unkomplizierte<br />
Doppelbelegung.<br />
Leider auf Kosten des<br />
Druckpunkts<br />
Die mittlere Zone des<br />
Gebers beherbergt<br />
das Steuerkreuz. Sowohl<br />
Druckpunkt als<br />
auch Erreichbarkeit<br />
gehen in Ordnung<br />
Über den Ziffernblock<br />
wählen Sie bequem<br />
die Signalquellen an<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 81
KAUFBERATUNG<br />
System-exklusiv<br />
Kompakte Systeme lagen bereits zu DVD-Zeiten voll im Trend, dank der<br />
Blu-ray gibt es nun einen neuen technologischen Aufschwung. Samsung<br />
präsentiert eine Surround-Kompaktanlage inklusive eines Blu-ray-<br />
Players, der gleich alle Endstufen für den Musikgenuss integriert hat.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Das Herzstück des Systems beherbergt neben einem<br />
Slot-In-Laufwerk die Endstufensektion für alle<br />
Kanäle<br />
Die schlanken Frontboxen sind durchgängig aus<br />
Kunststoff gefertigt. Die hinteren Surround-Back-<br />
Lautsprecher eignen sich für die Wandmontage<br />
Eine satte Basswiedergabe ist mit dem System-Subwoofer<br />
garantiert. Die Aktivelektronik bietet auch<br />
bei impulsfreudigen Titeln genügend Leistung<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung, Stock.xchng<br />
82 www.hdplustv.de
Wer kennt sie nicht, die Komplettsysteme<br />
für den ambitionierten<br />
Heimkinoeinsteiger? Bereits in<br />
den vorhergehenden Ausgaben testeten wir<br />
solche Systeme, die sich aber bislang auf den<br />
reinen Musikgenuss oder die Kombination mit<br />
einem DVD-Player beschränkten. In diesem<br />
Fall verläuft der Test ein wenig moderner – mit<br />
dem Samsung „HT-BD 2“. Das Paket beinhaltet<br />
nicht nur eine komplette Versorgung für<br />
7.1-Klang, sondern auch ein Blu-ray-Laufwerk,<br />
das imstande ist, die modernen, hochauflösenden<br />
Scheiben abzuspielen.<br />
Allein die Verpackung unterstreicht das All-in-<br />
One-Konzept deutlich. Kurz nach dem Auspacken<br />
des großen Kartons fallen die Standlautsprecher<br />
ins Auge, die vollständig in Kunststoff<br />
gekleidet sind. Der Standfuß bietet einen<br />
sicheren Halt und der Subwoofer scheint allein<br />
optisch für ein gesundes Bassfundament zu sorgen.<br />
Der Anschluss geht dank farbig sortierten<br />
Anschlussfeldern und allen mitgelieferten Kabeln<br />
sehr zügig vonstatten.<br />
Klangraum<br />
Nach dem Zusammenschrauben der Standlautsprecher<br />
kann man sich ans Einrichten und Aufstellen<br />
wagen. Bei insgesamt sieben Kanälen<br />
und dem zusätzlichen Subwoofer sollte man für<br />
eine korrekte Aufstellung die Bedienungsanleitung<br />
zur Hand nehmen. Die Surround-Back-<br />
Lautsprecher bieten die Möglichkeit, bequem<br />
an einer Wand aufgehängt zu werden. Leider<br />
muss der Heimkinofreund ohne automatische<br />
Einmessung auskommen. Diese wäre angesichts<br />
der Lautsprecher und komplexen Aufstellsituationen<br />
dem Gesamtklangbild dienlich<br />
gewesen, immerhin kann der Nutzer im Menü<br />
Einstellungen für Abstände, Pegel und Klang<br />
per Hand anpassen.<br />
Beim ersten Hörtest mit einer Blu-ray kommt<br />
man nicht umhin, den Subwoofer mit der Hand<br />
nachzupegeln, ein Drehregler auf der Rückseite<br />
kann den Tiefton im Zaum halten. Der kleine,<br />
aber kräftige Subwoofer verlangt ein wenig<br />
Fingerspitzengefühl, bis der richtige Pegel eingestellt<br />
ist. Der Höreindruck und die räumliche<br />
Abbildung gehen für eine Anlage in dieser<br />
Klasse in Ordnung. Auch wenn sich bereits bei<br />
Wohnzimmerlautstärke die Höhen überspitzt<br />
und der gesamte Mittenbereich ein wenig verwaschen<br />
anhört, so kann man das Komplettset<br />
für den Filmbetrieb in Betracht ziehen. Klangliche<br />
Höchstleistungen im Stereoeinsatz sollten<br />
Sie hingegen nicht erwarten, denn durch die<br />
Verfärbung der Standlautsprecher will beim<br />
Musikhören so recht keine Freude aufkommen.<br />
Sinnvollerweise läuft auch im Stereobetrieb der<br />
Subwoofer mit, denn die Standlautsprecher<br />
spielen für eine saubere Basswiedergabe nicht<br />
tief genug.<br />
Der Blu-ray-Player beherbergt alle digitalen<br />
Endstufen und lässt sich im Mehrkanalbetrieb<br />
ausschließlich mit dem mitgelieferten Boxenset<br />
betreiben. An der HDMI-Schnittstelle kann nur<br />
Zweikanalton im HDMI-Audiomodus ausgegeben<br />
werden, um beispielsweise die Fernsehlautsprecher<br />
mit Klängen zu versorgen. Auch<br />
bietet die Rückseite des Gerätes keine weiteren<br />
Tonausgänge in digitaler Form an. Einzig<br />
optische Audiosignale und analoges Stereo<br />
können via Cinch zugespielt werden.<br />
Blaulicht<br />
Die Ausstattung gehört nicht zu den Stärken<br />
des Media-Centers, denn flexible Anschlussmöglichkeiten<br />
oder USB-Schnittstellen suchen<br />
Sie vergebens. Der Player verfügt zwar<br />
über einen Netzwerkeingang, über den laut<br />
Samsung später die aktuelle Profile-Version<br />
2.0 heruntergeladen werden kann, zum Zeitpunkt<br />
des Tests bewahrheitete sich dies aber<br />
nicht. Trotz der neuesten Firmware unterstützt<br />
Samsungs Media-Center weder Bild-in-Bild-<br />
Inhalte noch den Internetzugriff der Blu-ray-<br />
Scheiben. Die Ladezeiten fallen mit nahezu<br />
allen Medien zu lang aus. Speziell aufwendige<br />
Blu-ray Discs benötigen über zwei Minuten Anlaufzeit.<br />
Der durchgängig rotierende Lüfter ist<br />
bei ungünstiger Aufstellung zu hören.<br />
Bei der Darstellung von Videomaterial profitiert<br />
der Nutzer von einer sauberen Vollbildkonvertierung<br />
und reduziertem Kantenflimmern.<br />
Unflexibel zeigt sich der Player bei<br />
den Bildeinstellungen, denn es gibt praktisch<br />
keine. Schwächeres Bildmaterial muss damit<br />
vom Fernseher ausgebessert werden. Die Bildschärfe<br />
ist mit DVDs gut, allerdings weist der<br />
Player Schwächen in der Filmdarstellung auf,<br />
die neben regelmäßigem Kantenflimmern mit<br />
Detailverlusten zu kämpfen hat. Zur Hochform<br />
läuft der Samsung mit eingelegten Blu-rays auf.<br />
Das Kinoformat 1 080p24 wird ruckelfrei in bester<br />
Qualität weitergeleitet und zeigt keinerlei<br />
Schwächen. HD-Aufnahmen in 1 080i vermag<br />
die Bildelektronik nur unzureichend ins Vollbildformat<br />
zu wandeln.<br />
Komplettprogramm<br />
Wer das Komplettset, wie von Samsung gewünscht,<br />
als Einheit betreibt und vorrangig<br />
Filme auf Blu-rays schaut, wird von der Qualität<br />
angenehm überrascht sein. Neben der fehlerfreien<br />
1 080p24-Darstellung decodiert das<br />
Media-Center alle HD-Tonformate. Wie so oft<br />
stecken die Mängel im Detail. Separate Player<br />
zeigen nicht nur bessere Qualitäten bei DVDs,<br />
sondern agieren deutlich zügiger, aktuelle Bluray-Player<br />
bieten hingegen alle Multimedia-<br />
Funktionen der neuen Filmscheiben.<br />
Das 7.1-Set bietet vorrangig im Mehrkanalbetrieb<br />
eine ausreichende Klangqualität. Der<br />
Subwoofer unterstützt mit sauberer und tieftonreicher<br />
Wiedergabe gekonnt die schlanken<br />
Standlautsprecher. Alles in allem ein gelungenes<br />
Einsteigerset, das sich speziell an Leute richtet,<br />
die sich nicht mit der mühseligen Ausstattung<br />
ihres Heimkinos auseinandersetzen wollen.<br />
Komplettsystem<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Samsung<br />
Modell HT-BD 2<br />
Preis<br />
1649 Euro<br />
Info<br />
www.samsung.de<br />
Typ<br />
2-Wege-Bassreflex (Front)<br />
Maße (B/H/T) Center: 55 × 13,7 × 8,5 cm<br />
Sat Rear: 10 × 27 × 9,7 cm<br />
Sub: 31,1 × 37,8 × 44,3 cm<br />
Gewicht<br />
Front/Sat: 6,3 kg<br />
Center: 2,2 kg<br />
Sat Rear: 1,3 kg<br />
Sub: 16 kg<br />
Farbe<br />
Schwarz<br />
Impedanz<br />
3 Ohm<br />
Geeignet für<br />
Film<br />
Musik<br />
Samsung HT-BD 2<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 8 von 10<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
8 von 10<br />
Wiedergabequalität<br />
54 von 80<br />
Gesamt 70 von 100<br />
Samsung HT-BD 2<br />
AUSGABE 6.2008<br />
Die Bedienung der<br />
Steuerung für den<br />
Blu-ray-Player ist im<br />
oberen Segment ein<br />
wenig unglücklich<br />
gelegen<br />
Das Herz des Gebers<br />
mit Lautstärkereglern<br />
und Steuerkreuz<br />
gestaltet sich vom<br />
Druckpunkt recht<br />
angenehm und ist gut<br />
zu erreichen<br />
Sonderfunktionen<br />
und Einstellungen<br />
verschwinden auf der<br />
Unterseite. Wenige<br />
Doppelbelegungen<br />
vereinfachen die<br />
Handhabung<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 83
KAUFBERATUNG<br />
Dänische Delikatessen<br />
Als Mentor bezeichnet man normalerweise einen geistigen<br />
Anführer, der einen Unwissenden lehrt bzw. anführt. Der<br />
dänische Hersteller Dali zeigt mit der „Mentor LCR“-<br />
Serie, dass man dieses Prinzip durchaus auf einen Lautsprecher<br />
übertragen kann.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Massive Aufhängungen sorgen dafür, dass der Lautsprecher sicher an der Wand Halt findet. Die qualitativ hochwertigen<br />
Anschlussterminals nehmen auch höhere Leiterquerschnitte entgegen<br />
Ein Beschichtungsverfahren der Papiermembran<br />
erzeugt den Braunton<br />
Bilder: Dali Mentor, Stock.xchng/dark ripples<br />
84 www.hdplustv.de
Klarer Fall – die Fernseher werden immer<br />
flacher, dies zeigte der aktuelle<br />
Entwicklungsstand auf der diesjährigen<br />
IFA. Selbst bei vielen Lautsprecherschmieden<br />
setzt sich nach und nach ein Trend durch,<br />
den man so eigentlich nicht erwartet hat: Kompakte<br />
2.1- und 3.1-Systeme stehen in der Gunst<br />
der Hersteller ganz oben. Das ist zum Teil der<br />
Tatsache geschuldet, dass die immer schlanker<br />
werdenden Displays mit zunehmend schlechterem<br />
Klang einhergehen. Dali will mit einem<br />
kompakten Heimkinosystem, das nicht nur guten<br />
Klang verspricht, sondern obendrein noch<br />
modular erweiterbar ist, die akustischen Löcher<br />
stopfen. Die „Mentor LCR“-Serie besteht, wie<br />
es der Name bereits verrät, aus drei identischen<br />
Lautsprechern für die vorderen drei Kanäle. Diese<br />
können sowohl stehend als auch liegend<br />
betrieben werden. Dem Nutzer bleibt es dabei<br />
selbst überlassen, ob er noch um zusätzliche<br />
Surround-Boxen für die rückwärtigen Kanäle<br />
aufstockt.<br />
Duales Prinzip<br />
Kurz nach dem Auspacken fällt sofort die Kombination<br />
aus Hochtonkalotte und Bändchenhochtöner<br />
ins Auge. Für den tiefen und mittleren<br />
Tonbereich sorgt das im klassischen Braun<br />
gehaltene Chassis. Diese Färbung kommt durch<br />
ein spezielles Tränkungsverfahren der Papiermembran<br />
zustande, wobei zusätzlich Holzspäne<br />
beigemischt werden. Diese mechanischen<br />
Feinheiten sorgen für eine hohe Steifigkeit bei<br />
gleichzeitig geringem Gewicht. Das exakte Impulsverhalten,<br />
das das Tief-Mitteltonchassis an<br />
den Tag legen kann, bestätigt sich im späteren<br />
Hörtest.<br />
Die eigentliche Besonderheit besteht in dem<br />
eher unklassischen Aufbau von Gewebekalottenhochtöner<br />
in Kombination mit einem Bändchenhochtöner.<br />
Die durch eine ausgeklügelte<br />
Frequenzweiche erreichte Teilung der hohen<br />
Signalanteile sorgt so für ein sehr breites Abstrahlverhalten<br />
im Hochtonbereich und ist für<br />
den Einsatz im Heimkino nahezu ideal. Die<br />
Lautsprecher können sowohl liegend als auch<br />
stehend betrieben werden und eignen sich für<br />
die Installation an einer Wand bzw. neben, über<br />
oder unter dem Fernseher oder der Leinwand.<br />
Für den liegenden Betrieb kann das Bändchentöner-Chassis<br />
gedreht werden, da nur so ein<br />
optimales Abstrahlverhalten erreicht wird. Der<br />
Bändchenhochtöner übernimmt die hohen Frequenzen<br />
ab ca. zwölf Kilohertz, was dem kritischen<br />
Abstrahlbereich auf angenehme Weise<br />
deutlich entgegenwirkt.<br />
Im Tieftonbereich sorgt der serieneigene Subwoofer<br />
für das richtige Fundament im Heimkino<br />
sowie für die Tieftonunterstützung der<br />
restlichen „Mentor“-Lautsprecher. Bei der Aufstellung<br />
der Boxen zeigt sich in unserem Test,<br />
dass man die stehende Variante aufgrund der<br />
symmetrischen Chassis-Anordnung bevorzugen<br />
sollte. Beim Center spielt dieser Punkt eine eher<br />
untergeordnete Rolle. Die dafür vorgesehenen<br />
Halterungen und Anschlussterminals machen<br />
einen sehr soliden und langlebigen Eindruck.<br />
Integrierte Kabelkanäle verbergen die Signalzuführung,<br />
Bananenstecker sind aufgrund der<br />
schlanken Bauweise nicht zu empfehlen, da die<br />
Wandmontage unter Umständen durch abstehende<br />
Steckerverbindungen verhindert wird.<br />
Spektrum<br />
Gleich bei den ersten Hörtests bestätigt sich die<br />
sehr gute Richtungsabstrahlung des gesamten<br />
Systems. Dabei muss nicht zwangsläufig der<br />
Lautsprecher auf den Hörplatz angewinkelt<br />
werden. Der sogenannte Sweetspot versorgt<br />
ein recht großes Gebiet, was im Mehrkanalbetrieb<br />
deutlich das Vergnügen aller Beteiligten<br />
hebt.<br />
Bei reinen Stereosignalen – natürlich mit Unterstützung<br />
des Subwoofers – bemerkt man<br />
schnell, dass der Bändchenhochtöner sehr<br />
genau auflöst. Die Höhen treten bei einigen<br />
Musikstücken sehr deutlich zutage, was stellenweise<br />
etwas überdimensioniert erscheint. Trotz<br />
einer strukturierten Auflösung fehlt es den Dalis<br />
ein wenig an Tiefenstaffelung. Bei der sehr<br />
sauberen Abbildung des Stereobereichs kann<br />
man diesen Punkt jedoch verschmerzen. Natürlich<br />
kommen die „Mentor LCR“ nicht ohne<br />
Subwoofer aus, da der untere Frequenzbereich<br />
trotz Bassreflexkonstruktion nicht sonderlich<br />
viele Tiefbassanteile liefern kann. Der 300 Watt<br />
starke Subwoofer, welcher mit einem 10-Zoll-<br />
Treiber bestückt ist, bietet eine vernünftige<br />
Versorgung für die Bereiche zwischen 30 bis<br />
200 Hertz. Druckvoll und mit einer sehr guten<br />
Leistungsreserve verrichtet der schwarze<br />
Würfel seinen Dienst. Auch wenn bei einigen<br />
Musikstellen der Tiefbass ein wenig schwammig<br />
wirkt, so geht das Gesamtklangbild in Ordnung.<br />
Bei korrekter Einstellung des Subwoofers<br />
und in Kombination mit einem leistungsfähigen<br />
AV-Receiver machen die kleinen Dalis selbst<br />
großen Standboxen Konkurrenz. Lobend hervorzuheben:<br />
Dank des integrierten Displays und<br />
der Fernbedienung kann der Basslautsprecher<br />
bequem vom Sitzplatz eingerichtet werden.<br />
Exklusives System<br />
Die Dali „Mentor LCR“ richten sich in Verbindung<br />
mit dem System-Subwoofer klar an den<br />
ambitionierten Heimkinofan, der nicht nur für<br />
Filme eine geeignete tonale Unterstützung<br />
sucht. Die sehr saubere Wiedergabe, die auch<br />
nicht bei komplexen Musikstücken schlapp<br />
macht, kann sich durchaus hören lassen. Vor<br />
allem die sorgenfreien Aufstellungsvarianten<br />
und die gewohnt hochwertige Verarbeitung<br />
machen optisch eine gute Figur. Wer sein Kino<br />
später aufrüsten möchte, der kann mit weiteren<br />
Lautsprechern der „Mentor“-Reihe zu einem<br />
Heimkinosystem erster Klasse nahtlos aufstocken.<br />
Die Produktpalette lässt dabei kaum<br />
Wünsche offen.<br />
Die Kombination aus Gewebekalottenhochtöner und<br />
Bändchenhochtöner sorgt für eine optimierte Abstrahlcharakteristik.<br />
Die Übernahmefrequenzen sind<br />
bei 3,5 und zwölf Kilohertz angesetzt.<br />
Die Rückseite des Subwoofers beherbergt eine 300-<br />
Watt-Endstufe. Die wichtigsten Parameter, wie Übernahmefrequenz,<br />
Pegel und Phase, können auch per<br />
Fernbedienung eingestellt werden.<br />
Lautsprecher<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Info<br />
Typ<br />
Maße (B/H/T)<br />
Gewicht<br />
Farben<br />
Impedanz<br />
Geeignet für<br />
Film<br />
Musik<br />
Dali<br />
Mentor LCR<br />
4 036 Euro<br />
(getestetes Set)<br />
www.dali-deutschland.de<br />
3-Wege-Bassreflex<br />
Front/Center:<br />
66 × 16,5 × 15 cm<br />
Sub: 33,5 × 33 × 33 cm<br />
Front/Center: 6,2 kg<br />
Sub: 24,2 kg<br />
Schwarz, Weiß, Esche<br />
6 Ohm<br />
Dali Mentor LCR<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 10 von 10<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
10 von 10<br />
Wiedergabequalität<br />
65 von 80<br />
Gesamt 85 von 100<br />
Dali Mentor LCR<br />
AUSGABE 6.2008<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 85
KAUFBERATUNG<br />
Klangliches Kalkül<br />
Bei genauer Betrachtung des Lautsprechersektors könnte man meinen,<br />
dass die Dänen die heimlichen Marktführer im Lautsprecherbau sind.<br />
Wahrscheinlich wird man nie herausbekommen, warum gerade dort so<br />
viele hochwertige Boxenschmieden beheimatet sind. Auch der dänische<br />
Hersteller Jamo ist im Surround-Segment mit einem kompakten System –<br />
dem „A 400“ – vertreten.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Die schmalen Standlautsprecher<br />
finden schnell einen optimalen<br />
Platz im Wohnzimmer<br />
Der kräftige Subwoofer sorgt für ein solides<br />
Bassfundament und unterstützt die Tieftonwiedergabe<br />
der Standlautsprecher<br />
Mit der praktischen Wandhalterung des Center-Lautsprechers lässt sich<br />
dieser einfach unter einer Leinwand positionieren. Doch auch liegend<br />
macht die Box eine gute Figur<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Jamo<br />
86 www.hdplustv.de
Im Jahre 1968 gründeten Preben Jacobsen<br />
und sein Schwager Julius Mortensen die<br />
Firma Jamo. Seitdem wurden Lautsprecher<br />
mit Anspruch konstruiert und gefertigt. Bereits<br />
zehn Jahre später lief der millionste Lautsprecher<br />
vom Band und bis zum heutigen Tage ist Jamo<br />
ein Begriff in der Hi-Fi- und Heimkinowelt. Um<br />
den ambitionierten Einsteigern soliden Heimkinoklang<br />
zu eröffnen, produziert Jamo ein neu<br />
entwickeltes Komplettset für den 5.1-Betrieb.<br />
Der modulare Aufbau der „A 400“-Reihe kann<br />
in verschiedenen Ausbaustufen erweitert werden<br />
und ermöglicht so eine recht große Vielfalt<br />
an Kombinationen, um das Wohnzimmer ins<br />
Heimkino zu verwandeln.<br />
Das von uns getestete System besteht aus zwei<br />
großen Standlautsprechern, zwei kleinen Satellitenboxen,<br />
dem kompakten Center für die<br />
Wandmontage und dem Subwoofer. Die Halterungen<br />
der Kompaktboxen befinden sich im<br />
Lieferumfang und ermöglichen problemlos die<br />
Veränderung der Neigung und des Winkels, um<br />
das System perfekt abzustimmen.<br />
Bereits der erste optische Eindruck hinterlässt<br />
ein positives Gefühl. Ein solider und sauberer<br />
Aufbau bereitet den Ohren und Augen gleichermaßen<br />
Freude. Ein kleiner Wermutstropfen<br />
bleibt allerdings, denn die Anschlüsse der<br />
Lautsprecher sind nur als Klemmen ausgeführt<br />
und können keine großen Leiterquerschnitte<br />
aufnehmen.<br />
Kinofreuden<br />
Da sich das kompakte System unscheinbar in<br />
das Wohnumfeld integrieren lässt, sind etwaige<br />
Meinungsverschiedenheiten schnell<br />
ausgeräumt. Dank der ausführlichen Bedienungsanleitung<br />
sind Sie für nahezu jede Beschallungssituation<br />
gewappnet. Detailliert und<br />
sehr gut bebildert kann selbst ein unerfahrener<br />
Nutzer die Lautsprecher auf die Wohnbedürfnisse<br />
abstimmen. Das gute Abstrahlverhalten<br />
ermöglicht eine unkomplizierte Aufstellung im<br />
Wohnzimmer.<br />
Doch nicht nur die Konfiguration der Lautsprecher<br />
geht sehr zügig von der Hand, sondern<br />
auch die Tieftonversorgung. Der Subwoofer<br />
verfügt über alle wichtigen Parameter, um die<br />
unteren Oktaven zu kontrollieren. So bietet er<br />
neben einem Pegelsteller die Frequenzübernahme<br />
und eine Phasenanpassung. Sollte man<br />
sich nicht ganz sicher sein, wie das Set richtig<br />
justiert wird, so hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung<br />
weiter. Für die meisten Wohnsituationen<br />
sind die richtigen Einstellungen abgedruckt<br />
– das freut den Neuling.<br />
Bereits bei den ersten Klängen unseres Referenzmaterials<br />
wird deutlich, dass man sich bei<br />
diesem Set wirklich ins Zeug gelegt hat. Zwar<br />
verlangt der Subwoofer ein wenig Einstellmühe,<br />
der Rest jedoch spielt rund und räumlich auf.<br />
Die Einstellungsmöglichkeiten des Subwoofers<br />
bieten dabei zahlreiche Kombinationen für die<br />
Ortsanpassung. Im Surround-Betrieb machen<br />
die kleinen Frontlautsprecher ordentlich Dampf.<br />
Selbst bei lauten Passagen und mitreißenden<br />
Explosionen machen die Jamos noch lange<br />
nicht schlapp. Besonders in Dialogszenen kann<br />
sich der Center-Lautsprecher mit einer deutlichen<br />
und angenehmen Sprachverständlichkeit<br />
hören lassen. Die Surround-Lautsprecher bieten<br />
für die Tiefenstaffelung im Mehrkanalbetrieb<br />
einen vernünftigen Übertragungsbereich. Hören<br />
Sie viel Mehrkanalmusik, wäre jedoch die<br />
Bestückung aus vier Standlautsprechern die<br />
bessere Lösung.<br />
Klangspektrum<br />
Die Tieftonversorgung ist besonders bei den<br />
schmalen Frontlautsprechern notwendig, da<br />
der Bassbereich aufgrund der Größe auf der<br />
Strecke bleibt. Haben Sie die richtige Einstellung<br />
gefunden, so kommt im Mehrkanalbetrieb<br />
schnell Freude auf. Selbst die unauffälligen<br />
Surround-Lautsprecher bereichern den Klangteppich<br />
ungemein. Im Zweikanalbetrieb zeigen<br />
sich die üblichen Schwächen von Kompaktsystemen.<br />
Die Dynamik bleibt nur bis knapp über<br />
Heimkinolautstärke erhalten. Wenn dieser<br />
Punkt überschritten ist, verlieren die Lautsprecher<br />
an Haltung und agieren hörbar nervös. Der<br />
Subwoofer verkraftet wie das gesamte System<br />
keine großen Pegelspitzen. Normale Filmeffekte<br />
und angemessene Partylautstärke können dem<br />
„A 400“-System dagegen nichts anhaben.<br />
Selbst die sonst üblichen unschönen Verfärbungen<br />
im Hoch- und Mitteltonbereich bleiben<br />
fast aus. Generell klingt das Jamo-System angesichts<br />
der Größe der Boxen recht erwachsen.<br />
Dimensionen<br />
Das Set besteht aus einer sinnvollen Zusammenstellung<br />
von Lautsprechern, die dem Heimkinofreund<br />
nicht gleich kubikmeterweise Platz<br />
abverlangen. Für ambitionierte Einsteiger, die<br />
zu gleichen Teilen Klangqualität und Kompaktheit<br />
bevorzugen, scheint dieses System ideal.<br />
Bis auf kleine Abstriche bei den Anschlussklemmen<br />
glänzt Jamo auch von dieser Seite mit<br />
einer hochwertigen Verarbeitung. Ein weiterer<br />
Pluspunkt besteht in der Installationsmöglichkeit<br />
an einer Wand. Durch die integrierten<br />
Befestigungsvarianten können Sie die Lautsprecher<br />
ohne große Mühe an einer Wand anbringen.<br />
So verschwinden Center- und Surround-<br />
Lautsprecher schnell unter der Leinwand bzw.<br />
hinter dem Sofa.<br />
Im Heimkinobetrieb macht das System ausreichend<br />
Dampf, nur der Subwoofer ringt im<br />
echten Tieftonsegment ein wenig um Fassung.<br />
Dem entgegen stehen wiederum vielseitige Einstellmöglichkeiten<br />
auf der Rückseite des Subs.<br />
Durch eine umfangreiche Dokumentation in der<br />
Bedienungsanleitung kann selbst der unerfahrene<br />
Laie schnell die richtige Einstellung finden.<br />
Im reinen Stereobetrieb kann die Anlage durchaus<br />
punkten, die wahren Stärken finden Sie<br />
aber erst im Mehrkanalbetrieb.<br />
Die Wandhalterung<br />
bereits im<br />
Gepäck – eine<br />
unproblematische<br />
Installation ist<br />
durch die ausgeklügelte<br />
Schwenktechnik<br />
garantiert<br />
Ein kleiner Subwoofer mit der Rückseite<br />
eines großen. Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten<br />
bieten eine sinnvolle Anpassung<br />
Lautsprecher 5.1<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Jamo<br />
Modell A 400<br />
Preis<br />
1099 Euro<br />
Info<br />
www.jamo.de<br />
Typ<br />
2-Wege geschlossen<br />
Maße (B/H/T) Front: 12,8 × 98 × 12,4 cm<br />
Cent.: 46 × 12,8 × 12,4 cm<br />
Sat: 12,8 × 46 × 12,4 cm<br />
Sub: 30,9 × 33 × 30,9 cm<br />
Gewicht<br />
Front: 4,8 kg<br />
Center: 2,6 kg<br />
Sat: 1 kg<br />
Sub: 8,9 kg<br />
Farbe<br />
Schwarz/Silber<br />
Impedanz<br />
6 Ohm<br />
Geeignet für<br />
Film<br />
Musik<br />
Jamo A 400<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 8 von 10<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
8 von 10<br />
Wiedergabequalität<br />
57 von 80<br />
Gesamt 73 von 100<br />
Jamo A 400<br />
AUSGABE 6.2008<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 87
KAUFBERATUNG<br />
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PLZ 0<br />
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Heimkino Klohs<br />
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Leipzig<br />
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Goldschmidtstr. 14, PLZ 04103<br />
Telefon: (03 41) 9605050, Fax: (03 41) 9 605060<br />
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Oldenburg<br />
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Posthalterweg 2c, PLZ 26129<br />
Telefon: (04 41) 970990, Fax: (04 41) 97 099101<br />
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Leer<br />
Telepoint<br />
Nüttermoorer Str. 2, PLZ 26789<br />
Telefon: (04 91) 925660, Fax: (04 91) 9 256668<br />
telepoint.leer@telepoint.de<br />
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Hannover<br />
Auditorium GmbH Ziese & Giese<br />
Berliner Allee 9–11, PLZ 30175<br />
Telefon: (05 11) 32 44 30, Fax: (05 11) 32 98 21<br />
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Telefon: (0511) 441046, Fax: (0511) 441018<br />
Magdeburg<br />
Hai-End.com<br />
Liebknechtstr. 35, PLZ 39108<br />
Telefon: (03 91) 5 06 76 39, Fax: (03 91) 5 06 78 85<br />
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PLZ 4 und 5<br />
Dormagen<br />
die nadel – HiFi-Zubehöhr OHG<br />
Kielerstr. 18, PLZ 41540<br />
Telefon: (02133) 210433, Fax: (02133) 210435<br />
www.dienadel.de, info@dienadel.de<br />
Gelsenkirchen<br />
Hitseller.de GmbH<br />
Hochkampstr. 68 D, PLZ 45881<br />
Telefon: (02 09) 15 78 09 29, Fax: (02 09) 15 78 09 39<br />
www.hitseller.de, info@hitseller.de<br />
Herne<br />
Heimkino Aktuell<br />
Hülsstr. 9, PLZ 44625<br />
Telefon: (02325) 940049, Fax: (02325) 940053<br />
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Köln<br />
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Bergisch Gladbach<br />
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Telefon: (07252) 947450, Fax: (07252) 947460<br />
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Gemmrigheim<br />
Scottys – Beamer<br />
Hauptstr. 49, PLZ 74376<br />
Telefon: (0 71 43) 84 14 01, Fax: (0 71 43) 84 14 00<br />
info@scottys-beamer.de<br />
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Wien<br />
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Wilhelmstr. 18, PLZ A-1120<br />
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Digitalkamera, schwarz 359 €<br />
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KAUFBERATUNG<br />
Klassentreffen<br />
In dieser Ausgabe im Test: Philips „42PFL9803“<br />
In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl bislang getesteter Produkte mit<br />
einer Wortbewertung, welche die Vor- und Nachteile auf den Punkt bringt.<br />
Alle Komponenten sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die Nachfolgeprodukte<br />
ersetzen bei gleicher oder besserer Bewertung den Vorgänger.<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />
Lautsprecher 5.1<br />
Dali<br />
Mentor LCR<br />
Elac<br />
Line 240<br />
4 036 Euro 06/2008<br />
Kompaktes System mit<br />
ungewöhnlicher Kombination<br />
aus Kalotten- und Bändchenhochtöner.<br />
Gut abgestimmtes<br />
Lautsprecherset mit leicht überbetonten<br />
Höhen und kraftvollem<br />
Subwoofer.<br />
www.dali-deutschland.de<br />
Sehr gut abgestimmtes Lautsprecherset,<br />
sowohl im Stereo- als<br />
auch im Surround-Betrieb. Sehr<br />
gute Räumlichkeit. Edles Finish.<br />
www.elac.de<br />
7 300 Euro 05/2008<br />
10/10/65<br />
Sehr gut<br />
85<br />
10/10/70<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />
Marantz<br />
AV8003, MM8003<br />
Onkyo<br />
TX-NR905<br />
4 500 Euro 06/2008<br />
1 999 Euro 02/2008<br />
Vor-Endstufen-Kombination.<br />
Abstriche bei Bildverarbeitung<br />
und Audssey-Integration. Tonale<br />
Qualität und Endstufenleistung<br />
hervorragend.<br />
www.marantz.de<br />
Multimediales Kraftpaket. Hochwertige<br />
Klangeigenschaften.<br />
Erstklassige Videoverarbeitung,<br />
vier HDMI-1.3a- Eingänge, zwei<br />
Ausgänge. Ethernet- und USB-<br />
Buchsen.<br />
www.onkyo.de<br />
18/18/52<br />
Sehr gut<br />
88<br />
19/18/52<br />
Sehr gut<br />
89<br />
Mordaunt-Short<br />
Performance<br />
Komplettsysteme<br />
KEF<br />
Kit530<br />
13 000 Euro 05/2008<br />
2 999 Euro 04/2008<br />
Im Stereobetrieb eher farblos<br />
und matt mit typisch britischem<br />
Mittenbereich. Im Surround-<br />
Betrieb duch leistungsstarken Sub<br />
und guten Center ausgeglichener.<br />
www.mordaunt-short.com<br />
5.1-Subwoofer-Satelliten-System<br />
mit HDMI-DVD-Player. USB-Eingang.<br />
Spielt auch WMV-HD-Dateien.<br />
Kommt großen Lautsprechern<br />
gefährlich nahe. Homogen<br />
aufspielendes Coax-Chassis.<br />
www.kef-audio.de<br />
10/10/65<br />
Sehr gut<br />
85<br />
10/5/64<br />
Gut<br />
79<br />
Yamaha<br />
DSP-Z11<br />
Yamaha<br />
RX-V3800<br />
Blu-ray-Player<br />
5 500 Euro 05/2008<br />
1 599 Euro 03/2008<br />
Tadellose Video- und Audioverarbeitung<br />
mit einer DSP-Sektion<br />
der Profiklasse. Elf Endstufen für<br />
11.2- oder 4-Zonen-Betrieb. Frei<br />
konfigurierbares Einmesssystem.<br />
www.yamaha-online.de<br />
Vielseitiger AV-Receiver mit<br />
HDMI-1.3-Decoder für HD-Tonformate.<br />
Sehr gute Einmessung,<br />
flexibel einsetzbar. Hervorragender<br />
Klang.<br />
www.yamaha-online.de<br />
20/18/56<br />
Ausgezeichnet<br />
94<br />
19/18/51<br />
Sehr gut<br />
88<br />
Onkyo<br />
HT-S990THX<br />
999 Euro 04/2008<br />
Audio-Video-Receiver/-Verstärker<br />
Denon<br />
AVR-2809<br />
1 099 Euro 06/2008<br />
THX-Select-zertifiziertes 7.1-<br />
Komplettsystem. AV-Receiver<br />
ohne Autoeinmessung und<br />
HDMI. Effektgeladener Filmklang,<br />
Schwächen bei Musik und sehr<br />
hohen Pegeln.<br />
www.onkyo.de<br />
Heimkino-Schaltzentrale mit<br />
ungewöhnlich erwachsener<br />
Tonwiedergabe. Gute Aufbereitung<br />
von analogen Bildsignalen.<br />
Luftiger Klang und moderne<br />
Audyssey-Einmessung (Dynamic<br />
EQ und Volume).<br />
www.denon.de<br />
7/9/56<br />
Gut<br />
72<br />
18/18/50<br />
Sehr gut<br />
86<br />
Panasonic<br />
DMP-BD50<br />
Panasonic<br />
DMP-BD35<br />
599 Euro 05/2008<br />
349 Euro 06/2008<br />
Profile 2.0; SD-Karte aufgrund<br />
geringen internen Speichers<br />
Pflicht. Sehr gut in Bild und Ton,<br />
leise. 1 080p24, HD-Audioformate<br />
per Bitstream oder PCM.<br />
www.panasonic.de<br />
Profile 2.0. SD-Karte bei BD-Live<br />
Pflicht. Sehr gut in Bild und Ton.<br />
Minimale Abmessungen und<br />
Leistungsaufnahme. 1080p24.<br />
HD-Audio per Bitstream oder<br />
PCM.<br />
www.panasonic.de<br />
17/15/53<br />
Sehr gut<br />
85<br />
16/15/53<br />
Gut<br />
84<br />
Denon<br />
AVC-A1HD<br />
5 999 Euro 04/2008<br />
Perfekt ausgestatteter 7.3-<br />
AV-Verstärker. Dynamische<br />
Spielweise bei allen Pegeln<br />
(Audyssey Dynamic EQ). Sehr<br />
gute Autoeinmessung. HQV-<br />
Realta-Videochip, HDMI-1.3.<br />
www.denon.de<br />
20/18/56<br />
Ausgezeichnet<br />
94<br />
Samsung<br />
BD-P1500<br />
379 Euro 06/2008<br />
Erster lüfterloser Blu-ray-Player<br />
mit Profile 1.1. Videoverarbeitung<br />
unflexibel, DVD-Darstellung<br />
mit Schwächen. Kein DTS-HD-<br />
MA-Decoder. 1 080p24.<br />
www.samsung.de<br />
12/13/51<br />
Gut<br />
76<br />
Denon<br />
AVR-4308<br />
2 499 Euro 06/2007<br />
Ausstattungskrösus mit exzellent<br />
ausgewogener Tonwiedergabe.<br />
Ausgereiftes GUI sowie vier<br />
HDMI-1.3-Ein- und zwei -Ausgänge.<br />
Netzwerkfähig.<br />
www.denon.de<br />
20/18/51<br />
Sehr Gut<br />
89<br />
Sony<br />
Playstation 3<br />
399 Euro 04/2008<br />
Nach Update 2.3 nahezu perfekter<br />
Blu-ray-Player. Profile 2.0.<br />
Netzwerkfähig. Umfangreiche<br />
Medienwiedergabe. Schnell,<br />
leise. Hohe Energieaufnahme.<br />
1 080p24.<br />
www.playstation.de<br />
19/17/53<br />
Sehr gut<br />
89<br />
090 www.hdplustv.de<br />
* Bewertung für: Ausstattung, Benutzerfreundlichkeit und Wiedergabequalität. Neue Testkriterien für Fernseher, AV-Receiver; Lautsprecher und Projektoren ab Ausgabe 05/08
KAUFBERATUNG<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />
TV-Geräte<br />
Loewe<br />
Individual 46<br />
Compose Full<br />
HD100+<br />
Loewe<br />
Connect 37<br />
Panasonic<br />
TH-42PZ800<br />
Panasonic<br />
TX-37LZD800<br />
Panasonic<br />
TH-42PZ85<br />
Philips<br />
42PFL9803<br />
5 800 Euro 04/2008<br />
3 400 Euro 02/2008<br />
2 299 Euro 05/2008<br />
1 699 Euro 05/2008<br />
1 799 Euro 04/2008<br />
2 999 Euro 06/2008<br />
Exzellent verarbeiteter 46-Zoll-<br />
Full-HD-LCD. Sämtliche Tuner<br />
integriert. Festplatte. Bilddarstellung<br />
ausgewogen. Kaum<br />
manuelle Eingriffe möglich.<br />
Lichtsensor. 1 080p24.<br />
www.loewe.de<br />
37-Zoll-LCD-TV. Zweifachtuner<br />
für alle Empfangswege sowie<br />
Festplatte. Media-Center zur<br />
Netzwerkanbindung. Exakte Farben,<br />
hervorragend voreingestellt.<br />
1 080p24.<br />
www.loewe.de<br />
42-Zoll-Full-HD-Plasma. Hohe<br />
Helligkeit und guter Schwarzwert.<br />
Je nach Einstellung hoher<br />
Stromverbrauch. 1 080p24.<br />
Frontscheibe nicht kontrastoptimiert.<br />
www.panasonic.de<br />
37-Zoll-Full-HD-LCD. Sehr guter<br />
Blickwinkel, einfache Bedienung.<br />
Farbwiedergabe mit Violettfärbung.<br />
Exzellente Bildschärfe<br />
(100-Hertz). 1 080p24 nicht<br />
fehlerfrei.<br />
www.panasonic.de<br />
42-Zoll-Full-HD-Plasma mit<br />
hohem Kontrast. Sehr gute<br />
Helligkeit. Anfällig gegenüber<br />
einfallendem Licht. Einfach zu<br />
bedienen. Nahezu flimmerfrei<br />
dank 100 Hertz. 1 080p24.<br />
www.panasonic.de<br />
42-Zoll-Full-HD-LED-LCD. Bemerkenswerte<br />
Bildtiefe mit sattem<br />
Schwarzwert. Spektakulärer<br />
Bildeindruck. Wirkt aber nicht<br />
immer natürlich. Bewegungsglättung,<br />
Ambilight.<br />
www.philips.de<br />
20/14/46<br />
Gut<br />
80<br />
20/15/43<br />
Gut<br />
78<br />
18/13/48<br />
Gut<br />
79<br />
18/17/43<br />
Gut<br />
78<br />
17/13/48<br />
Gut<br />
78<br />
17/15/51<br />
Gut<br />
83<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />
Samsung<br />
LE-40A656<br />
Samsung<br />
LE-52F96BD<br />
Sharp<br />
LC-42X2E<br />
Sony<br />
KDL-40E4000<br />
Sony<br />
KDL-40X3000<br />
Toshiba<br />
46ZF355D<br />
Projektoren<br />
2 299 Euro 03/2008<br />
4 999 Euro 02/2008<br />
2 499 Euro 03/2008<br />
1 650 Euro 05/2008<br />
2 898 Euro 01/2008<br />
2 999 Euro 01/2008<br />
40-Zoll-Full-HD-LCD. Exzellente<br />
Bildschärfe dank 100/120-Hertz-<br />
Technologie. Violette Bildfärbung<br />
in dunklen Bereichen. Guter<br />
Bildkontrast. Kunstoffgehäuse in<br />
Rubinrot. 1 080p24.<br />
www.samsung.de<br />
52-Zoll-LCD mit revolutionärer<br />
LED-Beleuchtung. Verbesserungen<br />
in Bildtiefe sowie Leistungsaufnahme.<br />
Videoelektronik<br />
mit Schwächen. 1 080p24.<br />
www.samsung.de<br />
42-Zoll-Full-HD-LCD. Hohe<br />
Bildschärfe. Farben nicht neutral.<br />
100-Hertz-Darstellung mit<br />
kleinen Mängeln. Sehr guter<br />
Helligkeitssensor. 1 080p24.<br />
www.sharp.de<br />
40-Zoll-LCD, Full-HD. Neutrale<br />
Bildabstimmung auf Knopfdruck,<br />
flexible Beleuchtung, hohe<br />
Schärfe bei ruhenden Bildern.<br />
Keine 100-Hertz-Darstellung.<br />
1 080p24.<br />
www.sony.de<br />
40-Zoll-Full-HD-LCD-TV mit<br />
reichhaltigen Einstellungsmöglichkeiten.<br />
Ruckelfrei bei Blu-rays<br />
und HD DVDs (120-Hertz).<br />
Neutrale Farbdarstellung.<br />
www.sony.de<br />
46-Zoll-Full-HD-LCD. Farbwiedergabe<br />
etwas kühl. Ruckelfrei<br />
bei Blu-rays und HD DVDs<br />
(120-Hertz). Selbst bei 60-Hertz-<br />
Signalen keine Bildwackler.<br />
www.toshiba.de<br />
17/13/47<br />
Gut<br />
77<br />
17/13/46<br />
Gut<br />
76<br />
15/15/44<br />
Gut<br />
74<br />
18/16/45<br />
Gut<br />
79<br />
17/14/46<br />
Gut<br />
77<br />
15/14/45<br />
Gut<br />
74<br />
Philips<br />
42PFL9703<br />
2 899 Euro 04/2008<br />
42-Zoll-Full-HD-LCD. Verbesserte<br />
100-Hertz-Darstellung und Ambilight.<br />
Bewegungsglättung. Bildeindruck<br />
nicht immer natürlich.<br />
Netzwerk- und USB-Anschluss.<br />
www.philips.de<br />
17/15/46<br />
Gut<br />
78<br />
Epson<br />
TW2000<br />
3 499 Euro 03/2008<br />
Full-HD-LCD-Projektor. Sehr<br />
gute Schwarzdarstellung durch<br />
verbesserte Filter. Gute Farbtreue,<br />
sehr gute Voreinstellung. Leichtes<br />
Shading. 1 080p24.<br />
www.epson.de<br />
15/16/45<br />
Gut<br />
76<br />
Pioneer<br />
PDP-LX5090<br />
3 399 Euro 05/2008<br />
50-Zoll-Plasma, Full-HD. Nahezu<br />
perfekte Farbdarstellung, sehr<br />
guter Schwarzwert. Kontrastoptimierte<br />
Scheibe. Geringe<br />
Helligkeit. 1 080p24.<br />
www.pioneer.de<br />
18/12/53<br />
Gut<br />
83<br />
JVC<br />
DLA HD100<br />
7 499 Euro 02/2008<br />
D-ILA-Projektor mit zwei Millionen<br />
Bildpunkten. Hervorragende<br />
Schwarzdarstellung. Farben<br />
brillant, aber nicht neutral.<br />
1 080p24.<br />
www.jvc.de<br />
16/14/51<br />
Gut<br />
81<br />
Pioneer<br />
PDP-508XD<br />
3 199 Euro 05/2007<br />
50-Zoll-Plasma mit hervorragender<br />
Bildtiefe. Exzellente<br />
Farbwiedergabe. Komplex in<br />
der Bedienung. Fehlerfrei bei<br />
1 080p24-Signalen.<br />
www.pioneer.de<br />
18/12/50<br />
Gut<br />
80<br />
Marantz<br />
VP-15S1<br />
7 999 Euro 03/2008<br />
Full-HD-DLP-Projektor. Hervorragende<br />
Bildschärfe, exzellente<br />
Optik. Guter Kontrast, stimmige<br />
Farbwiedergabe. Könnte leiser<br />
und komfortabler sein. 1080p24.<br />
www.marantz.de<br />
16/11/48<br />
Gut<br />
75<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 091
KAUFBERATUNG<br />
Klassentreffen<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />
Mitsubishi<br />
HC6000<br />
Full-HD-LCD-Projektor. Sehr leise,<br />
motorisierte Optik. Sehr hohe<br />
Bildschärfe. Könnte kontraststärker<br />
sein. 1 080p24.<br />
www.mitsubishi-evs.de<br />
16/16/44<br />
Gut<br />
76<br />
Topfield<br />
TF 7700 HCCI<br />
Leistungsfähiger <strong>HDTV</strong>-Receiver.<br />
Ausschließlich für Kabel geeignet.<br />
Einfache Bedienung sowie<br />
gute Bildqualität.<br />
www.topfield-europe.com<br />
22/35/27<br />
Gut<br />
84<br />
3 299 Euro 03/2008<br />
299 Euro 05/2008<br />
Panasonic<br />
PT-AE2000<br />
Pioneer<br />
KRF-9000D<br />
Planar<br />
PD8150<br />
Sony<br />
VPL-VW200<br />
Sony<br />
VPL VW60<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
2 699 Euro 03/2008<br />
7 499 Euro 05/2008<br />
6 499 Euro 05/2008<br />
9 999 Euro 06/2008<br />
4 999 Euro 04/2008<br />
Full-HD-LCD-Projektor. Exzellente<br />
Farbdarstellung. Präzise zu kalibrieren.<br />
Flexibel aufstellbar, leise.<br />
Mäßiger Bildkontrast, sichtbares<br />
Shading. 1 080p24.<br />
www.panasonic.de<br />
Full-HD-D-ILA-Projektor. Exzellente<br />
Schwarz- und Kontrastdarstellung.<br />
Farbwiedergabe leicht<br />
überbetont. Könnte leiser sein.<br />
1 080p24.<br />
www.pioneer.de<br />
Full-HD-DLP-Projektor. Kaum<br />
DLP-typische Artefakte, verminderte<br />
Farbblitzer. 1 080p24.<br />
Könnte leiser sein, wählerisch in<br />
der Aufstellung.<br />
www.planar.com<br />
Full-HD-SXRD-Projektor.<br />
Natürliche Farbdarstellung mit<br />
aufwendiger Xenon-Beleuchtung.<br />
Hohe Energieaufnahme, teure Ersatzlampe.<br />
Mäßiger Bildkontrast<br />
und Schwarzwert trotz Blende.<br />
www.sony.de<br />
Full-HD-SXRD-Projektor. Nahezu<br />
fehlerfreies Bild, exzellente Farbdarstellung.<br />
Optik motorisiert.<br />
Nur durchschnittlicher Kontrast.<br />
1 080p24.<br />
www.sony.de<br />
16/15/42<br />
Gut<br />
73<br />
16/14/51<br />
Gut<br />
81<br />
17/10/48<br />
Gut<br />
75<br />
19/10/47<br />
Gut<br />
76<br />
16/15/45<br />
Gut<br />
76<br />
Vantage<br />
HD 7100S<br />
459 Euro 02/2008<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver mit Festplatte<br />
Homecast<br />
HS8100 CI PVR<br />
Humax<br />
iCord<br />
Lyngbox<br />
HD<br />
Reelbox<br />
Avantgarde<br />
629 Euro 01/2008<br />
499 Euro 01/2008<br />
679 Euro 03/2008<br />
1 499 Euro 04/2008<br />
Perfekt ausgestatteter HD-Receiver<br />
für den Satellitenempfang.<br />
Festplattenvorbereitet dank<br />
SATA- und USB-Schnittstellen.<br />
www.vantage-digital.de<br />
Schnelle Inbetriebnahme, Aufnahme<br />
von zwei HD-Programmen<br />
gleichzeitig. EPG könnte<br />
aufwendiger sein. Gute Bild- und<br />
Tonqualität.<br />
www.homecast.de<br />
Schnelle Umschaltzeiten, gute<br />
Verarbeitung, günstig. Aufnahme<br />
von bis zu vier HD-Programmen<br />
gleichzeitig. MP3- und Fotowiedergabe<br />
möglich.<br />
www.humax-digital.de<br />
<strong>HDTV</strong>-Sat-Empfänger mit guter<br />
Benutzerführung und Wiedergabequalität.<br />
160-GB-Festplatte.<br />
Mehrere Aufzeichnungen von<br />
nur einem Transponder.<br />
www.lyngbox.com<br />
HD-Linux-Receiver in Sat- oder<br />
Kabeltuner-Ausführung. Bis<br />
zu drei Tuner integriert. DVD-<br />
Rekorder oder Blu-ray-Laufwerk<br />
möglich. Gute Audio-Video-Qualität,<br />
vielseitig einsetzbar.<br />
www.reel-multimedia.de<br />
25/32/27<br />
Gut<br />
84<br />
25/34/27<br />
Sehr gut<br />
86<br />
25/34/28<br />
Sehr gut<br />
87<br />
23/33/27<br />
Gut<br />
83<br />
25/36/27<br />
Sehr gut<br />
88<br />
Ferguson<br />
FK-8500HD<br />
Einfach bedienbarer, preisgünstiger<br />
<strong>HDTV</strong>-Einstiegs-Receiver<br />
mit externer Aufnahmefunktion.<br />
Gute Bild- und Tonqualität.<br />
www.ferguson-digital.eu/de<br />
22/29/26<br />
Gut<br />
77<br />
Technisat<br />
Digicorder HD S2<br />
Gute Verarbeitung sowie<br />
Bild- und Tonqualität. Nur eine<br />
HD-Aufnahme möglich. Einfache<br />
Benutzerführung.<br />
www.technisat.de<br />
24/33/27<br />
Gut<br />
84<br />
159 Euro 06/2008<br />
599 Euro 01/2008<br />
Inverto<br />
Scena 5<br />
Satellitenempfänger mit großem<br />
Funktionsumfang. Aufnahmemöglichkeit<br />
über externe Festplatte.<br />
DivX-Daten-kompatibel.<br />
www.inverto.tv<br />
259 Euro 06/2008<br />
24/32/27<br />
Gut<br />
83<br />
Topfield<br />
TF7700 HDPVR<br />
669 Euro 01/2008<br />
Aufnahme von zwei HD-Programmen<br />
gleichzeitig. Wiedergabe<br />
von Musik, Filmen und<br />
Fotos. Bedienmenüs könnten<br />
übersichtlicher sein.<br />
www.skyvision.de<br />
24/33/28<br />
Sehr gut<br />
85<br />
Nanoxx<br />
9500HD-C<br />
Leistungsfähiger und einfach zu<br />
bedienender <strong>HDTV</strong>-Kabelreceiver<br />
mit USB-Aufnahmemöglichkeit.<br />
Gute Bild- und Tonqualität.<br />
www.nanoxx.info<br />
379 Euro 06/2008<br />
24/34/27<br />
Sehr Gut<br />
85<br />
Vantage<br />
HD 8000<br />
549 Euro 05/2008<br />
Flotte Umschaltzeiten, einfache<br />
Bedienung, Mehrfachaufnahme<br />
möglich. Festplatte optional ab<br />
160 GB. Reichhaltige Anschlussausstattung.<br />
www.vantage-digital.de<br />
27/34/27<br />
Sehr gut<br />
88<br />
092 www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
* Bewertung für: Ausstattung, Benutzerfreundlichkeit und Wiedergabequalität. Neue Testkriterien für Fernseher, AV-Receiver; Lautsprecher und Projektoren ab Ausgabe 05/08
Glossar<br />
Für einen besseren und bequemeren Überblick stellen wir Ihnen auf dieser Seite alle wichtigen Anschlüsse vor. Die Erklärungen<br />
der jeweiligen Anschlussgrafiken auf den Testseiten finden sich alle in dieser Tabelle wieder. Ob HDMI, Komponente<br />
oder die gängigen Audioanschlüsse, mit der Übersicht der HD+TV verlieren Sie garantiert nie den Anschluss.<br />
KAUFBERATUNG<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Tunereingänge<br />
multimediale Anschlüsse<br />
Videoanschlüsse<br />
Audioanschlüsse<br />
Antenne<br />
SD-Card<br />
Analog<br />
Digital<br />
LNB<br />
USB<br />
Component<br />
Video<br />
(YUV)<br />
S/P-DIF<br />
koaxial<br />
12 Volt<br />
Ethernet/<br />
Netzwerk<br />
S/P-DIF optisch<br />
(auch<br />
TOSLINK)<br />
Stromanschlüsse<br />
AC IN<br />
iLink bzw.<br />
Firewire<br />
RS-232<br />
(serielle<br />
Schnittstelle)<br />
Video<br />
PC<br />
Denon Link<br />
Analog<br />
Euro<br />
multimediale Anschlüsse<br />
Common<br />
Interface<br />
Memoryschacht<br />
Smartcard-<br />
Reader<br />
Festplatte/<br />
S ATA<br />
Videoanschlüsse<br />
Digital<br />
HDMI<br />
DVI<br />
S-Video<br />
(auch Y/C)<br />
Scart<br />
Audio<br />
Kopfhörer<br />
Mikrofon<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Bildqualität bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen<br />
Bildkontrast bei unterschiedlichen Blickwinkeln<br />
Mond: dunkles<br />
Zimmer<br />
Sonne: helles<br />
Zimmer<br />
Zimmerbeleuchtung<br />
Gelb: unter<br />
85%<br />
Rot: unter<br />
50%<br />
150 ° 150 °<br />
120 ° 90 ° 120 °<br />
30 %<br />
30 %<br />
60 %<br />
100 %<br />
60 %<br />
Ein roter Bereich deutet auf starke Kontrastverluste im Vergleich zum grünen Bereich hin. Die richtige Kombination aus Lichtverhältnissen im Wohnraum, Blickwinkel und<br />
Flachbildfernseher sichert Ihnen das optimale Bildergebnis<br />
Das Testlabor des Auerbach Verlages<br />
Die Testsysteme des Auerbach Verlages erfüllen die gen und weitere Werte für alle Audiokomponenten wie<br />
Qualitätskriterien nach DIN EN ISO 9001 bzw. 14 001 AV-Receiver und DVD-Player. Komplettiert wird das Trio<br />
und die Anforderungen nach AQAP 110 und 150. Neben vom Videomessgerät „VSA“. Die Video-Analyseeinheit<br />
ausführlichen Vergleichstests wird jedes Gerät mit umfangreichen<br />
Messungen auf Herz und Nieren geprüft. Für Bildschirme und Projektoren setzt das Testlabor<br />
ist Vektorskop, Oszilloskop und Steuereinheit in einem.<br />
Für Satelliten- und Fernsehsignale kommt der „SFU“ von auf das zertifizierte Lichtmessgerät „CS-200“ von Konica<br />
Minolta. Der hochpräzise Messkopf ermittelt die<br />
Rohde & Schwarz zum Einsatz. Der Signalgenerator für<br />
DVB-T, DVB-S, DVB-C sowie DVB-H ist <strong>HDTV</strong>-tauglich, Leuchtdichte und Farbgenauigkeit von Plasmabildschirmen,<br />
LCDs und Projektoren. Sämtliche Geräte werden<br />
sowohl für MPEG-2 als auch MPEG-4 und DVB-S2. Ebenso<br />
sorgfältig arbeitet der „UPV“. Mit ihm messen die Redakteure<br />
den Frequenzgang, die Klirrfaktoren, Leistun-<br />
Gamma- und Farbkorrektur gemessen. Somit stellen<br />
nach der D65-Norm kalibriert und erst nach erfolgter<br />
die<br />
Tester sicher, dass jeder Fernseher oder Projektor vor<br />
den Messungen die gleichen Voraussetzungen erfüllt<br />
und den Videonormen entspricht. Unsere angegebenen<br />
Werte unterscheiden sich deshalb gravierend von den<br />
Angaben der Hersteller, die ihre Daten meist unabhängig<br />
von Videostandards ermitteln.<br />
Die verständliche und übersichtliche Aufbereitung der<br />
Messergebnisse hat bei uns oberste Priorität, damit Sie<br />
eines nicht verlieren: den Durchblick für das Wesentliche.<br />
Der Heimkinoraum des Auerbach Verlags<br />
„UPV“-Audioanalyzer von Rohde & Schwarz<br />
„VSA“-Videoanalyzer von Rohde & Schwarz<br />
Lichtmessgerät „CS-200“ von Konica Minolta<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2008 93
KAUFBERATUNG<br />
Marktübersicht 100 ×<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Flachbildschirme LCD<br />
Preis<br />
in €<br />
<strong>HDTV</strong>-<br />
Anschluss<br />
HD-Tuner/<br />
HDD<br />
USB/<br />
Netzwerk<br />
Diagonale<br />
Farben<br />
Maße<br />
B/H/T in cm<br />
Grundig Fine Arts 37 2 999 1 × HDMI/DVI –/– –/– 37 Zoll Silber 98,5 × 73,3 × 11,3 32,8<br />
Grundig Fine Arts 42 3 999 1 × HDMI/DVI –/– –/– 42 Zoll Silber 111,5 × 81,8 × 12,5 41<br />
Grundig Lenaro 42 FHD 2 999 1 × HDMI/DVI –/– –/– 42 Zoll Grau 108,2 × 80,7 × 12,3 31,1<br />
Grundig 42-9870 T 1 999 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Schwarz 101,8 × 73,7 × 11,5 26,8<br />
Hitachi UT37MX70 2 000 1 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 93,6 × 60,7 × 3,5 17,4<br />
Hitachi UT32MH70 1 500 1 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz 81,4 × 53,8 × 3,5 13,5<br />
JVC LT-42DS9BU 1 799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 98,2 × 62,7 × 7,4 k. A.<br />
JVC LT-46DS9BU 2 299 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 107,1 × 68,0 × 7,4 k. A.<br />
JVC LT-42DR9BU 1 799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 101,4 × 64,6 × 10,9 26<br />
LG 52LG5000 2 499 3 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 129,1 × 81,7 × 11,5 34,9<br />
LG 42LG6000 1 699 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Rot/Schwarz 103,7 × 74,7 × 8,1 24,1<br />
LG 47LG6000 1 999 4 × HDMI –/– +/– 47 Zoll Rot/Schwarz 115,2 × 82,1 × 7,9 32,6<br />
LG 42LG7000 1 999 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Schwarz/Rot 102,6 × 73,4 × 11,1 22,4<br />
LG 47LG7000 2 499 4 × HDMI –/– +/– 47 Zoll Schwarz/Rot 114 × 76,4 × 12,9 30,1<br />
Loewe Connect 37 2 500 – 3 400 2 × HDMI +/+ +/+ 37 Zoll Schwarz, Weiß, Silber 95,9 × 63,2 × 12,1 20,7<br />
Loewe Connect 42 2900 – 3800 2 × HDMI +/+ +/+ 42 Zoll Schwarz, Weiß, Silber 106,9 × 69,4 × 12,1 31,2<br />
Loewe Individual 46<br />
5800 2 × HDMI +/+ +/– 46 Zoll Schwarz, Silber, 114 × 74,5 × 11,4 35,7<br />
Compose HD 100<br />
Bronze, Titan, Cream<br />
Loewe Individual 52<br />
Compose HD 100<br />
6800 2 × HDMI +/+ +/– 52 Zoll Schwarz, Silber,<br />
Bronze, Titan, Cream<br />
Gewicht<br />
in kg<br />
130,8 × 84,1 × 12,8 52<br />
Loewe Spheros R32 HD 4200 2 × HDMI +/+ +/– 32 Zoll Platin, Basalt 84,5 × 62,6 × 9 29,7<br />
Loewe<br />
Spheros R37<br />
4800 2 × HDMI +/+ +/– 37 Zoll Platin, Basalt 99 × 71,6 × 9 38<br />
Full-HD<br />
Metz Linus 42 F<strong>HDTV</strong> R 3699 3 × HDMI/DVI +/+ +/– 42 Zoll Schwarz, Silber 103,6 × 74,9 × 11,2 22<br />
Metz Primus 42<br />
4499 3 × HDMI/DVI +/+ +/– 42 Zoll Schwarz 115,5 × 78,3 × 27 53<br />
F<strong>HDTV</strong> R<br />
Metz Sirius 42<br />
4299 3 × HDMI +/+ +/– 42 Zoll Schwarz 104,6 × 74,9 × 11,2 30<br />
FHTDV 100 R<br />
Panasonic TX-32LZD80F 1199 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Klavierlack-Schwarz 83,1 × 53,8 × 10,3 18<br />
Panasonic TX-37LZD80F 1399 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Klavierlack-Schwarz 94,3 × 60,6 × 10,8 22,5<br />
Panasonic TX-32LZD85F 1299 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz 83,1 × 53,8 × 10,3 18<br />
Panasonic TX-37LZD85F 1499 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 94,3 × 60,6 × 10,8 23<br />
Panasonic TX-37LZD800F 1699 4 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 96,1 × 61,3 × 10,7 23,5<br />
Philips 37PFL7603D 1499 4 × HDMI –/– +/– 37 Zoll Schwarz 94,0 × 58,5 × 12,5 23,2<br />
Philips 42PFL7603D 1699 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Schwarz 104,6 × 64,4 × 11,1 27<br />
Philips 47PFL7603D 1999 4 × HDMI –/– +/– 47 Zoll Schwarz 116,3 × 71,2 × 11,7 36,5<br />
Philips 42PFL9703D 2899 4 × HDMI –/– +/+ 42 Zoll Schwarz 105,4 × 65,8 × 10 32,5<br />
Philips 47PFL9703D 3499 4 × HDMI –/– +/+ 47 Zoll Schwarz 116,7 × 72,2 × 10,1 40,5<br />
Philips 52PFL9703D 3699 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Schwarz 130 × 80,3 × 12,7 49<br />
Philips 52PFL9703D 3699 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Schwarz 130 × 80,3 × 12,7 50,2<br />
Philips 42PES0001D 2499 3 × HDMI –/– +/+ 42 Zoll Schwarz 98,2 × 68,5 × 4,9 20<br />
Philips 42PFL9803H 3000 4 × HDMI –/– +/+ 42 Zoll Silber 114,2 × 90,6 × 10,8 30,8<br />
Philips 42PFL9900D 4000 3 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Weiß 112,1 × 81 × 12,9 39,6<br />
Samsung LE40A557P 1699 3 × HDMI –/– +/– 40 Zoll Rubinrot/Schwarz 64,14 × 99,7 × 9,2 21,2<br />
Samsung LE46A557P 2499 3 × HDMI –/– +/– 46 Zoll Rubinrot/Schwarz 71,57 × 112,7 × 10 27,6<br />
Samsung LE52A557P 3499 3 × HDMI –/– +/– 52 Zoll Rubinrot/Schwarz 80,5 × 126,8 × 10,9 32,3<br />
Samsung LE37A659A 1799 4 × HDMI –/– +/– 37 Zoll Rubinrot/Schwarz 59,7 × 92,3 × 8,4 18,2<br />
Samsung LE40A659A 2199 4 × HDMI –/– +/– 40 Zoll Rubinrot/Schwarz 63,8 × 99,8 × 8,3 20,2<br />
Samsung LE46A659A 2899 4 × HDMI –/– +/– 46 Zoll Rubinrot/Schwarz 71,4 × 113,1 × 9,4 26,6<br />
Samsung LE52A659A 3799 4 × HDMI –/– +/– 52 Zoll Rubinrot/Schwarz 80,6 × 127,6 × 10,5 34,8<br />
Samsung LE46A759R 1799 4 × HDMI –/– +/+ 46 Zoll Rubinschwarz 117,2 × 76,6 × 9,8 29,4<br />
Samsung LE52A759R 2399 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Rubinschwarz 132,1 × 86,1 × 10,7 36,6<br />
Samsung LE40A789R 2299 4 × HDMI –/– +/– 40 Zoll Tiefseeblau 104 × 68,8 × 9,4 24<br />
Samsung LE46A859S 3229 4 × HDMI –/– +/+ 46 Zoll Rubinschwarz 111,9 × 74,7 × 4,4 24,5<br />
Samsung LE52A859S 3 599 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Rubinschwarz 126,3 × 83,3 × 4,4 31,2<br />
Samsung LE46A956D 2699 4 × HDMI –/– +/+ 46 Zoll Schwarz 116 × 75,9 × 10,8 31,4<br />
Samsung LE55A956D 3999 4 × HDMI –/– +/+ 55 Zoll Schwarz 136,4 × 88,2 × 11,2 41,4<br />
Sharp LC-46XL1E 2799 2 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 113,7 × 79,3 × 12 32<br />
Sharp LC-52XL1E 3799 2 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 127,3 × 87,5 × 12 36<br />
Sharp LC-37XL8E 1599 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 89,8 × 63,8 × 9,4 21<br />
94 www.hdplustv.de
KAUFBERATUNG<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
in €<br />
<strong>HDTV</strong>-<br />
Anschluss<br />
HD-Tuner/<br />
HDD<br />
USB/<br />
Netzwerk<br />
Diagonale<br />
Farben<br />
Maße<br />
B/H/T in cm<br />
Gewicht<br />
in kg<br />
Sharp LC-42XL2E 1799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 100,4 × 70,8 × 9,5 27<br />
Sharp LC-46XL2E 2499 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 110,1 × 76 × 9,5 30,5<br />
Sharp LC-52XL2E 3499 3 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 123,7 × 83,6 × 9,5 34<br />
Sharp LC-32X20E 1199 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz 77,6 × 51,7 × 9,5 18<br />
Sharp LC-37X20E 1399 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 89,8 × 58,1 × 9,5 22<br />
Sharp LC-42X20E 1399 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 100,4 × 69,8 × 9,6 30<br />
Sharp LC-46X20E 1999 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 110,1 × 76 × 9,5 30<br />
Sharp LC-46D65E 1 599 3 × HDMI –/– +/– 46 Zoll Schwarz 111,3 × 70,4 × 9,5 24<br />
Sharp LC-52D65E 2299 3 × HDMI –/– +/– 52 Zoll Schwarz 125,2 × 79,6 × 9,5 28<br />
Sony KDL-32E4000 1299 3 × HDMI DVB-C/– +/– 32 Zoll Weiß 81,4 × 54,0 × 10,4 15,5<br />
Sony KDL-40E4000 1799 3 × HDMI DVB-C/– +/– 40 Zoll Weiß 100,6 × 64,5 × 11,4 22<br />
Sony KDL-46V3000 1999 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 113,5 × 77,9 × 12,2 30<br />
Sony KDL-46W4500 2299 3 × HDMI +/– +/+ 46 Zoll Schwarz 112,0 × 78,2 × 11,5 31<br />
Sony KDL-52W4500 2799 3 × HDMI +/– +/+ 52 Zoll Schwarz 126,2 × 87,1 × 11,9 39,5<br />
Sony KDL-52EX 1 3999 4 × HDMI +/– +/– 52 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Sony KDL-46X4500 4500 4 × HDMI +/– +/+ 46 Zoll Schwarz 125,9 × 68,5 × 14,4 38<br />
Sony KDL-55X4500 6300 4 × HDMI +/– +/+ 55 Zoll Schwarz 148,6 × 85,5 × 14,7 54<br />
Toshiba 32XV505D 1199 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz/Silber 78,6 × 52,5 × 8,7 15,3<br />
Toshiba 37XV505D 1299 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz/Silber 90,2 × 59,0 × 9,4 19,1<br />
Toshiba 42XV505D 1499 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz/Silber 100,9 × 64,9 × 9,4 23,2<br />
Toshiba 42XV556D 1199 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Toshiba 42RV555D 1299 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Toshiba 46RV555D 1899 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Toshiba 40ZF355D 2199 3 × HDMI –/– –/– 40 Zoll Schwarz 93,4 × 57,8 × 13 29,6<br />
Toshiba 46ZF355D 2899 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 107 × 65,9 × 13,5 29,9<br />
Toshiba 52ZF355D 3699 3 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 121,4 × 74,7 × 14,9 36,6<br />
Toshiba 40ZF575D 1699 4 × HDMI –/– –/– 40 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Flachbildschirme Plasma<br />
LG 50PG7000 2299 4 × HDMI –/– +/– 50 Zoll Schwarz 123,6 × 84,9 × 8 45,7<br />
LG 60PG7000 3799 4 × HDMI –/– +/– 60 Zoll Schwarz 145,5 × 98,5 × 8,4 62,4<br />
Panasonic TH-46PZ80E 1999 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 115,8 × 74,7 × 10,0 40<br />
Panasonic TH-50PZ80E 2499 3 × HDMI –/– –/– 50 Zoll Schwarz 124,4 × 79,0 × 10,0 43<br />
Panasonic TH-42PZ85E 1799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Klavierlack-Schwarz 106,4 × 67,4 × 9,2 30<br />
Panasonic TH-46PZ85E 2199 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Klavierlack-Schwarz 116,8 × 73,8 × 9,3 35<br />
Panasonic TH-42PZ800E 2299 4 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 107,8 × 68,5 × 10,4 37<br />
Panasonic TH-50PZ800E 2999 4 × HDMI –/– –/– 50 Zoll Schwarz 126,7 × 79,4 × 10,4 46<br />
Panasonic TH-58PZ800E 5999 4 × HDMI –/– –/– 58 Zoll Schwarz 144,5 × 89,8 × 10,4 59<br />
Panasonic TH-65PZ800E 7999 4 × HDMI –/– –/– 65 Zoll Schwarz 159,9 × 99,3 × 10,9 73<br />
Pioneer KRP-500A 4299 4 × HDMI +/– +/+ 50 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Pioneer KRP-600A 6999 4 × HDMI +/– +/+ 60 Zoll Schwarz 146,5 × 87,6 × 6,4 49,9<br />
Pioneer PDP-LX5090 3399 3 × HDMI –/– +/– 50 Zoll Schwarz 123,3 × 72,3 × 9,3 33,5<br />
Pioneer PDP-LX5090H 3 599 3 × HDMI +/– +/+ 50 Zoll Schwarz 123,3 × 72,3 × 9,3 33,9<br />
Pioneer PDP-LX508D 5199 3 × HDMI –/– +/– 50 Zoll Schwarz 123,2 × 72,2 × 12 38,3<br />
Pioneer PDP-LX6090 5999 3 × HDMI –/– +/– 60 Zoll Schwarz 146,5 × 87,6 × 9,3 50,8<br />
Pioneer PDP-LX6090H 6299 3 × HDMI +/– +/+ 60 Zoll Schwarz 146,5 × 87,6 × 9,3 51,2<br />
Inserenten<br />
DENON Deutschland 33<br />
DIGITAL TESTED 19<br />
Hai-End.com 89<br />
hdplustv.de 25<br />
Homecast Europe GmbH<br />
U3<br />
iMusic TV GmbH 79<br />
Lautsprecher Teufel GmbH 3<br />
Loewe Opta GmbH<br />
U2<br />
Nurbert Electronic GmbH 5<br />
Onkyo Europe Electronics GmbH 44/45<br />
Samsung Electronics Germany GmbH U4<br />
Sanyo Fisher Sales (Europe) GmbH 31<br />
Sony Deutschland GmbH 29<br />
VANTAGE Digital GmbH 53<br />
Yamaha Elektronik Europa GmbH 11<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 95
KAUFBERATUNG<br />
HD-Kanäle via Satellit<br />
In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong><br />
ausgestrahlten Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet.<br />
Neuaufschaltungen werden zur besseren Übersicht markiert.<br />
Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />
Astra 19,2 Grad Ost<br />
ORF HD deu/eng MPEG-4/DVB-S Cryptoworks 10832 horizontal 22000 5/6<br />
Arte HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />
Canal + Spain HD spa MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 436 vertikal 22000 5/6<br />
Anixe HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Astra HD-Promo deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Premiere HD Film deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Discovery HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Canal + High Tech fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
National Geo. France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
TF 1 HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
M6 H D fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 5/6<br />
Cinecinema Premiere fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 2/3<br />
13ème R ue fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 2/3<br />
Disney Cinemagic France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 2/3<br />
France 2 HD fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
Hot Bird 13 Grad Ost<br />
MTV HD pol MPEG 4/DVB-S Mediaguard 11 075 vertikal 27500 3/4<br />
Canal + Film HD/Sport HD/HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />
National Geo HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />
HBO Polska HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />
Eurosport HD div. MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 278 vertikal 27500 2/3<br />
Discovery HD Europe pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />
MGM HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />
N Sport pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />
Nonstop Kino HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />
TVN H D pol MPEG-4/DVB-S – 11 523 vertikal 5000 7/8<br />
National Geo HD ita MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 2/3<br />
Next HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />
Sky Cinema HD/Sky Sport HD 1 + 2 ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />
HBO Polska HD pol MPEG 4/DVB-S Nagravision 12265 vertikal 27500 3/4<br />
Polsat HD pol MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 12 265 vertikal 27500 3/4<br />
HD suisse deu MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 399 horizontal 27500 3/4<br />
Intelsat 12 45 Grad Ost<br />
Discovery HD eng MPEG-4/DVB-S PowerVU 11 591 horizontal 6666 3/4<br />
Türksat 42 Grad ost<br />
Kanal D HD tür MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />
Eurosport HD tür MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />
HD Smart tür MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />
Discovery HD Europe eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />
Hellassat 39 Grad Ost<br />
Film + HD eng MPEG 4/DVB-S2 Irdeto 12 577 horizontal 10000 5/6<br />
Eurosport HD bul MPEG 4/DVB-S2 Irdeto 12 577 horizontal 10000 5/6<br />
Luxe H D eng MPEG-4/DVB-S – 12 717 horizontal 10 000 7/8<br />
Eutelsat Sesat 36 Grad Ost<br />
Sport HD eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 111 horizontal 26500 3/4<br />
HD Kino/HD Life/HD Sport rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 – 27500 3/4<br />
Astra 2 28,2 Grad Ost<br />
BBC HD eng MPEG 4/DVB-S – 10 847 vertikal 22000 5/6<br />
ITV HD eng MPEG 4/DVB-S – 11 428 vertikal 27500 2/3<br />
Sky Sports HD 1,Sky Sports HD 2 eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 720 horizontal 28250 3/4<br />
Sky Movies Screen HD 1, Channel 4 HD, Sky Anytime HD 1 eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 798 horizontal 29500 3/4<br />
Sky Movies Premiere HD, Sky Sports HD 3, FX HD UK eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 856 vertikal 29500 3/4<br />
Discovery HD , Sky Box Office HD 2, Sky Retail HD, Sky Arts eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 12 324 vertikal 29500 3/4<br />
Sky 1 UK , Sky Movies Screen HD 2, Sky Anytime HD 2 eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 12 344 horizontal 29500 3/4<br />
History Channel HD, National Geo. HD UK eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 12 363 vertikal 28250 3/4<br />
Rush HD eng MPEG 4/DVB-S – 12 607 vertikal 27500 2/3<br />
Luxe HD eng MPEG 4/DVB-S – 12 643 horizontal 27500 2/3<br />
Badr 4 26 Grad Ost<br />
HD Visio TV eng MPEG-4/DVB-S – 11 958 horizontal 27500 3/4*<br />
Luxe HD fra MPEG-4/DVB-S – 11 958 horizontal 27500 3/4<br />
Melody Z en H D – MPEG-4/DVB-S – 11 958 horizontal 27500 3/4<br />
96 www.hdplustv.de<br />
Frequenzen i n MHz, Pol. = Polarisation, SR = Symbolrate, FEC = Fehlerkorrektur,<br />
Neuaufschaltungen, * nur sporadisch aufgeschaltet
Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />
Exqi nld MPEG-4/DVB-S Irdeto 10 758 vertikal 22000 7/8<br />
HD 5 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />
Equi Sport HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 10758 vertikal 22000 7/8<br />
Discovery HD Europe eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />
National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />
Brava HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />
Voom HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />
Luxe T V H D eng MPEG-4/DVB-S2 – 12 032 horizontal 27500 9/10<br />
Een H D nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 032 horizontal 27500 9/10<br />
Eutelsat W2 16 Grad Ost<br />
Digialb HD 1/2/3/4 alb MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 975 horizontal 22500 4/5<br />
Supersport HD 1/2 alb MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 975 horizontal 22500 4/5<br />
TVR H D rum MPEG-4/DVB-S Viaccess 11 471 vertikal 29950 3/4<br />
Eurobird 9 9 Grad Ost<br />
Luxe TV UK eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />
Melody Zen eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />
Luxe TV HD eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />
Kinopokaz HD/Eurosport HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 11 958 vertikal 26400 2/3<br />
HD Life/National Geo HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 11 958 vertikal 26400 2/3<br />
HBO H ungary HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />
Musicmax HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />
Eurosport HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />
M1 HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12034 vertikal 27500 2/3<br />
Filmbox H D hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />
National Geo HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />
History Channel HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />
Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />
Exqi nld MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
Exqi SD eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
MAX HD tur MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />
National Geo. HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />
Lig T V H D tur MPEG-4/DVB-S2 – 10 928 horizontal 30000 2/3<br />
Eurosport HD tür MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />
Sportmax tür MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />
Sirius 4,8 Grad Ost<br />
Viasat Sport HD Promo eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />
National Geo. HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />
TV 1000 HD div. MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 437 vertikal 27500 2/3<br />
TV 2 Spot HD dan MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />
SVT HD swe MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 437 vertikal 27500 2/3<br />
Thor 0,8 Grad West<br />
Eurosport HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
Yel Peking HD fin MPEG-4/DVB-S2 – 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
TV 4 HD fin MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
Silver HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />
The History Channel UK eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />
Thor 1 Grad West<br />
Canal + Sport HD swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 421 horizontal 25000 3/4<br />
Canal + Film HD swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 421 horizontal 25000 3/4<br />
SVT H D swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 421 horizontal 25000 3/4<br />
Voom HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 434 vertikal 25000 3/4<br />
National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 434 vertikal 25000 3/4<br />
Kanal 5 HD dan MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
Eurosport HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
TV Norge HD nor MPEG-4/DVB-S 2 – 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
Discovery HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
TV 4 HD swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />
Silver HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />
The History Channel UK eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />
Atlantic Bird 3 5 Grad West<br />
Arte H D fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 554 vertikal 30000 7/8<br />
Atlantic Bird 1 12,5 Grad West<br />
National Geo. HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 – 11 185 vertikal 13 657 2/3<br />
Hispasat 30 Grad West<br />
National Geo. HD por MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 731 vertikal 27500 3/4<br />
Mov por MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 731 vertikal 27500 3/4<br />
Sport TV HD por MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 731 vertikal 27500 3/4<br />
National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 012 horizontal 30000 3/4<br />
Eurosport HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 052 horizontal 30000 3/4<br />
Canal + Spain HD spa MPEG-4/DVB-S Nagravision 12 149 vertikal 27500 3/4<br />
KAUFBERATUNG<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 97
Blaulicht<br />
Impressum<br />
Im Gespräch<br />
mit Frank Simonis, Vorsitzender der Blu-ray Disc Association Europa (BDA)<br />
Frank Simonis, Blu-ray Disc<br />
Association Europa<br />
Herr Simonis, wie ist Ihr Standpunkt<br />
zu Warners Kritik am Medium?<br />
Warner hat geglaubt, dass durch ihre Stellungnahme,<br />
nun endgültig auf Blu-ray zu setzen,<br />
das Wachstum schneller voranschreiten<br />
würde. Leider haben sie ihre Entscheidungen<br />
in der Niedrigverkaufssaison getroffen. Im<br />
ersten Halbjahr setzen wir auch im Geräteverkauf<br />
meistens nur 40 Prozent ab, 60 Prozent<br />
im letzten Teil des Jahres. Ich glaube dennoch,<br />
dass die Kritik wichtig und richtig war.<br />
Ist Blu-ray neben TV und Internet nur<br />
die dritte Kraft für HD-Inhalte?<br />
Wir als Blu-ray Disc Association glauben, dass<br />
Blu-ray die beste High-Definition-Quelle ist.<br />
Alle anderen Quellen werden etwas HD-ähnliches<br />
bieten, aber sie sind noch lange nicht<br />
auf einer Ebene. Blu-ray bietet 1 080p, also<br />
Vollbilder bei maximaler Auflösung, 7.1-Surround-Sound<br />
ohne Komprimierungsverluste<br />
und die Interaktivität.<br />
Wer von Technik keine Ahnung hat,<br />
könnte dies aber anders empfinden.<br />
Wir sehen das Problem. Deshalb bestreiten<br />
wir als BDA es auch, wenn andere Medien<br />
behaupten, sie seien ähnlich wie Blu-ray.<br />
Solange wir den A-B-Vergleich machen, können<br />
wir zeigen, was Blu-ray wirklich bietet.<br />
Dann kauft der Konsument unser Medium<br />
ohne Probleme.<br />
Es scheint, als gäbe es jährlich eine<br />
neue Blu-ray-Version.<br />
Wir haben schon zum Start gesagt, dass wir<br />
zwei Funktionen auf den Markt bringen:<br />
Bonusview für Bild-in-Bild und BD-Live. Da<br />
haben wir mit offenen Karten gespielt. Die<br />
<strong>Vorschau</strong><br />
Der DVD-Nachfolger entwickelt sich<br />
erfolgreich, doch die Kritik am Medium<br />
reißt nicht ab. HD+TV sprach mit<br />
Frank Simonis über die Blu-ray-Entwicklung<br />
der nächsten Monate.<br />
1. 2009<br />
Abspielmöglichkeit von Kinofilmen ist aber<br />
bei allen Geräten gleich. Es ist wie in der<br />
Automobilindustrie: Man baut heute ein Auto<br />
und morgen hat das gleiche Auto andere<br />
Extrafunktionen.<br />
Wie wichtig ist die Internetunterstützung<br />
via BD-Live?<br />
In vielen Wohnzimmern muss man zunächst<br />
fragen: Gibt es überhaupt einen Internetanschluss?<br />
Und wenn ja, ist er dann nah am TV-<br />
Gerät? Da wird es schon schwieriger. Bislang<br />
muss der Endverbraucher alles zusammenflicken,<br />
damit es wirklich perfekt funktioniert.<br />
Deshalb machen wir bestimmte Sachen stufenweise.<br />
Man kann alle Technologie auf den<br />
Konsumenten werfen, weglaufen und sagen:<br />
Das ist Blu-ray. Wir denken jedoch, man muss<br />
zusammen mit dem Endverbraucher in diesem<br />
Bereich zusammenwachsen.<br />
In den USA ist Blu-ray bereits ein<br />
Selbstläufer, in Deutschland noch<br />
nicht. Warum?<br />
Der deutsche Konsument ist sehr viel vorsichtiger,<br />
als wir glauben. Es gibt eine Gruppe<br />
von Leuten, die kauft immer das Neueste.<br />
Wenn diese Gruppe darüber redet und sagt<br />
„Das ist gut“, dann geht erst die zweite<br />
Gruppe los. Wir sind eigentlich erst etwas<br />
mehr als ein Jahr hier im deutschen Markt<br />
tätig und wir sehen schon sehr gute Verkaufszahlen.<br />
Vor einem Jahr gab es nur rund<br />
70 Filmtitel, heutzutage gibt es zwischen 300<br />
und 400 in deutscher Sprache. Wir glauben,<br />
dass wir im nächsten Jahr einen unheimlichen<br />
Schritt nach vorn machen werden.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.<br />
Der neue Maßstab?<br />
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Verleger:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (03 41) 1 49 55-11<br />
Herausgeber:<br />
Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />
Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />
Chefredaktion (ViSdP):<br />
Christian Trozinski (CT)<br />
Grafikdesign:<br />
Janine Hirsch, Steffi Köhler, Stefan Kretzschmar,<br />
Stefan Mitschke, Katharina Schreckenbach (Leitung),<br />
Sabine Vlach, Annemarie Votrubec, Linda Wenzel<br />
Redaktion:<br />
Franziska Drache (FD), Martin Günther (MG),<br />
Tim Luft (TL), Ricardo Petzold (RP), Claus Schoen (CS),<br />
Falko Theuner (FT), Jeannine Völkel (JV)<br />
Newsredaktion:<br />
Uwe Gajowski (Leitung), Robert Kühne,<br />
Thomas Meyer, Sandra Rescher, Melanie Schreer,<br />
Annette Vogt<br />
Lektorat:<br />
Katharina Neumann<br />
Produktbetreuung:<br />
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Die nächste Ausgabe erscheint am 05. Dezember 2008.<br />
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