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HDTV Generationswechsel (Vorschau)

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NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2008 www.hdplustv.de Deutschland: 4,90 Österreich: 5,65 Schweiz: SFR 9,80 BeNeLux: 5,80<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,60 Griechenland: 7,50<br />

NEUES | INHALTE | WISSEN | KAUFBERATUNG<br />

Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino<br />

100 LCD-<br />

UND PLASMA-<br />

TVS AUF<br />

EINEN BLICK<br />

BLU-RAY-PLAYER<br />

Panasonic schlägt sie alle<br />

<strong>Generationswechsel</strong><br />

Ultra-Slim-TVs verändern die Fernsehwelt<br />

Philips LED-Lux-LCD im großen Testbericht<br />

TV EINSTELLEN<br />

In wenigen Schritten zur<br />

richtigen Abstimmung<br />

3-D-FERNSEHEN<br />

Der Traum wird Realität<br />

HEIMKINO PUR<br />

Klanggenuss von Marantz und Denon<br />

Sony-Projektor mit Xenon-Lampe<br />

BLU-RAYS, SPIELE UND<br />

TV-HÖHEPUNKTE IN HD


Der erste Fernseher der Welt,<br />

der Welten verbindet.<br />

Ein <strong>HDTV</strong>-Gerät, vernetzt wie ein Computer. Das ist Loewe Connect.<br />

Schließen Sie Ihre Digitalkamera oder Ihren MP3-Player an, greifen Sie<br />

per LAN oder W-LAN auf Ihren PC zu. Entdecken Sie, was nur Loewe<br />

und Sie können: auf www.loewe.de


EDITORIAL<br />

Überraschung, Überraschung<br />

Es war ein wenig wie Weihnachten, als die Flachbild-TV-<br />

Anbieter die neuen Produkte für das Endjahresgeschäft<br />

präsentierten. Obwohl sämtliche Hersteller die Produktion<br />

von flacheren, LED-betriebenen LCDs lange bestritten,<br />

ist die Katze endlich aus dem Sack. Bis Ende des Jahres<br />

dürfen Sie bildschöne, schlanke, energiesparende und in<br />

der Bildqualität deutlich bessere LCD-Fernseher bestaunen.<br />

Den Anfang des technischen Wettstreits eröffnet in<br />

diesem Monat Philips mit dem ersten 100-Hertz-LED-LCD.<br />

Alle Blu-ray-Fans, die nach dem Ende der HD DVD den<br />

Siegeszug des Formates erwarteten, wurden von der<br />

europäischen Blu-ray Group auf den Boden der Tatsachen<br />

zurückgeholt. Das Format erfreut sich zwar wachsender Beliebtheit, doch der Durchbruch<br />

wird vermutlich erst im kommenden Jahr gelingen. Panasonic zeigt mit dem<br />

Blu-ray-Player „DMP-BD35“ schon einmal, wie das Format trotz günstiger Preise<br />

präsentiert werden sollte.<br />

Für den Aufreger des Monats sorgten die öffentlich-rechtlichen Sender. Mit einer inhaltlich<br />

einseitigen Berichterstattung wurde pünktlich zur IFA die aktuelle Generation<br />

der Flachbildfernseher schlechtgeredet. Die Schlussfolgerung des ARD-Artikels: Nicht<br />

die mangelhafte Qualität der eigenen Ausstrahlung bedingt die unschönen Bildfehler,<br />

sondern die durchwachsene Bilddarstellung bei LCDs und Plasmas. Dass die<br />

Qualität der ersten <strong>HDTV</strong>-Testausstrahlung noch mit argen Problemen zu kämpfen<br />

hatte, verschweigen wir an dieser Stelle und wünschen Ihnen stattdessen viel Spaß<br />

beim Lesen dieser hoffentlich nicht einseitigen Lektüre.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Anzeige


IN DIESER AUSGABE<br />

NEUES<br />

Schlanke Versuchung<br />

fürs Wohnzimmer<br />

Ultra-Slim-Fernseher und weitere<br />

Produktneuheiten im Überblick<br />

INHALTE<br />

Filmhöhepunkte auf<br />

Blu-ray<br />

Von Maschinen und Monstern: „Iron<br />

Man“, „Cloverfield“ u.v.a.m.<br />

WISSEN<br />

Feintuning für Ihren<br />

Flachbild-TV<br />

Schritt für Schritt zum natürlichen Bild<br />

7<br />

26 37<br />

Als die Bilder fliegen<br />

lernten<br />

Dreidimensionale Bilderzeugung im Fokus:<br />

Kommt der 3-D-Fernseher wirklich?<br />

Programmhöhepunkte<br />

in <strong>HDTV</strong><br />

Eine Spinne gefangen im eigenen Netz:<br />

„Spider-Man 3“ auf Premiere HD<br />

Mit oder ohne Kabel:<br />

HDMI hinterfragt<br />

Die moderne Schnittstelle auf dem Prüfstand:<br />

Sind teure Kabel wirklich besser?<br />

16<br />

34<br />

40<br />

06 // Kommentar<br />

07 // Produktneuheiten<br />

14 // Sony auf der GC 2008<br />

16 // 3-D-Fernsehen<br />

STANDARDS<br />

03 // Editorial<br />

90 // Testübersicht<br />

93 // Anschlusstabelle<br />

94 // Marktübersicht/Inserenten<br />

96 // Frequenzen aller <strong>HDTV</strong>-Sender<br />

98 // <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

22 // Kommentar<br />

23 // Neue Spiele in HD:<br />

„Too Human“<br />

„Star Wars–The Force Unleashed“<br />

„Infinite Undiscovery“<br />

26 // Blu-ray-Tests<br />

„Iron Man“<br />

„Cloverfield“<br />

„Nightmare Before Christmas“<br />

„Zodiac“ u.v.a.m.<br />

34 // <strong>HDTV</strong>-Höhepunkte<br />

36 // Kommentar<br />

37 // Bildeinstellung für Einsteiger<br />

40 // Hintergrund: HDMI-Schnittstelle<br />

43 // Multifunktionale Steuerungslösungen<br />

46 // Audioeinmessung selbst gemacht<br />

48 // Bildschärfe bei Bewegungsdarstellung<br />

50 // Vollbilder kontra Halbbilder<br />

52 // Einstellungshilfen aller getesteten Geräte<br />

4 www.hdplustv.de<br />

Titelbild: Activision, Concorde, Denon, Marantz, Panasonic, Philips, Sony, Warner Bros.


KAUFBERATUNG<br />

Kontrastwunder<br />

Philips‘ LED-Lux-LCD im Test: Liefert der „42PFL9803“ das beste Bild der Welt?<br />

55<br />

<br />

<br />

<br />

Highlight und Testsieger<br />

nuBox 311 Set <br />

<br />

<br />

1054,-<br />

nuBox 311 Set <br />

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1104,-<br />

„Sexy Design“<br />

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nuBox 511 Set <br />

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<br />

1874,-<br />

Günstiger und besser<br />

Denon, Panasonic und Samsung mit neuen<br />

Blu-ray-Playern – der kleinste gewinnt<br />

72<br />

Scharf, schärfer, Sony<br />

HD-Camcorder „HDR-CX11E“ liefert beeindruckende<br />

Bilder<br />

74<br />

„Echtes Schnäppchen“<br />

<br />

<br />

nuLine WS-12 Set <br />

<br />

<br />

1756,-<br />

250,-<br />

54 // Kommentar<br />

55 // Philips LED-LCD „42PFL9803“<br />

58 // Sony Projektor „VPL-VW200“<br />

60 // Panasonic Blu-ray-Player „DMP-BD35“<br />

62 // Samsung Blu-ray-Player „BD-P1500“<br />

64 // Denon Blu-ray-Player „DVD-2500BT“<br />

66 // <strong>HDTV</strong>-Receiver Nanoxx „9500HD-C“<br />

68 // <strong>HDTV</strong>-Receiver Inverto „Scena 5“<br />

70 // <strong>HDTV</strong>-Receiver Ferguson „FK-8500 HD“<br />

72 // HD-Camcorder Panasonic „HS100“<br />

74 // HD-Camcorder Sony „HDR-CX11E“<br />

76 // Marantz Vor-, Endstufe „AV8003“,<br />

„MM8003“<br />

80 // Denon Audioreceiver „AVR-2809“<br />

82 // Samsung Blu-ray-Komplettset „HT-BD2“<br />

84 // Dali „Mentor“ 5.1-Lautsprecher<br />

86 // Jamo „A 400“ 5.1-Lautsprecher<br />

Besser zu zweit<br />

Marantz Vor- und Endstufe bietet Klangfarben<br />

satt<br />

Inhalt: Auerbach Verlag, Burosch, Charisma, Marantz, Panasonic, Paramount, Philips, Seereal, Sony, Sony Pictures<br />

76<br />

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Referenz-Set<br />

nuLine 82 Set <br />

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Ehrliche Lautsprecher<br />

2559,-<br />

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0800-6823780


NEUES<br />

Schlankheitskur<br />

LCD-Fernseher werden endlich flach<br />

Christian Trozinski<br />

Chefredakteur<br />

Mehr vom Bild<br />

Projektorenanbieter steigern Bildkontrast<br />

Spieltrieb<br />

Sony auf der Games Convention 2008<br />

Erlebniswelt<br />

Ein Blick in die Zukunft des Fernsehens<br />

Im letzten Monat habe ich die IFA-<br />

Leitung samt den Ausstellern kritisiert,<br />

in diesem Monat muss ich alle<br />

Beteiligten loben: Es war mit Abstand<br />

die beste, bunteste, abwechslungsreichste<br />

und interessanteste Messe<br />

der letzten Jahre. Leider habe ich bei<br />

meinem viertätigen Aufenthalt eines<br />

vermisst: Sie! Anscheinend haben die<br />

wenig einladenden Messestände der<br />

Vorjahre Eindruck hinterlassen, anders<br />

kann ich mir nicht erklären, wie<br />

selbst am Sonntag kaum eine Menschenseele<br />

im Sommergarten oder<br />

an den zahlreichen Ständen anzutreffen<br />

war, die nicht ein Fachbesucherschild<br />

trug. Natürlich bildete die Wetterlage<br />

samt Ferienende nicht gerade<br />

den besten Rahmen für einen Besuch<br />

im Irrgarten aus Beton, schade fand<br />

ich es trotzdem, denn die Anbieter<br />

zeigten mit einer einfallsreichen<br />

Produktpalette Mut zur Innovation.<br />

Sollte sich das rundum zufriedenstellende<br />

Klima der Branche im nächsten<br />

Jahr positiv auf die Besucherzahlen<br />

niederschlagen, wäre nicht nur<br />

hinsichtlich der Themen <strong>HDTV</strong> und<br />

Blu-ray der Knoten geplatzt. Selbst<br />

die GEZ-finanzierten Sendeanstalten<br />

werden hoffentlich mit dem neuen<br />

Bildstandard werben, anstatt wie in<br />

jüngster Zeit mit fragwürdiger Polemik<br />

dagegen zu wettern.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Epson, Philips, Sony Computer Entertainment<br />

6 www.hdplustv.de


NEUES<br />

Anspruch und<br />

Wirklichkeit<br />

<strong>HDTV</strong> ist in aller Munde und die TV-Hersteller steigern<br />

mit technischen Innovationen die Bildschärfe und Bewegungsdarstellung.<br />

Dass der Durchbruch aber noch auf<br />

sich warten lässt, war auch auf der IFA 2008 zu spüren.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Der erste erhältliche 200-Hertz-Fernseher von Sony<br />

sorgt für eine beeindruckende Bildschärfe und heißt<br />

schlicht „KDL-40Z4500“.<br />

Bilder: ARD, Panasonic, Sony, Stock.xchng<br />

Der Titel „Erster 200-Hertz-Fernseher“<br />

schmückte sowohl Samsungs als auch<br />

Sonys IFA-Stand, doch nur der japanische<br />

Hersteller veröffentlicht in diesem Jahr ein<br />

fertiges Produkt. Der Sony „KDL-40Z4500“ verdoppelt<br />

die bislang üblichen 100 bzw. 120 Bilder<br />

pro Sekunde und erzeugt damit um 50 Prozent<br />

verringerte Nachzieher bei Bewegungen. Sollte<br />

es Sony gelingen, die zusätzlich berechneten<br />

Zwischenbilder exakt darzustellen, liefert der<br />

40-Zoll-LCD-TV für 2199 Euro die schärfste Bewegtbildwiedergabe<br />

in diesem Jahr.<br />

Zwischen Fernseher und dem Zuschauer steht<br />

meist ein Element, das besondere Berührungsängste<br />

mit der Technik schürt: die Fernbedienung.<br />

Statt einer Steuerung via Tastendruck<br />

zeigten Lösungsansätze mit berührungsempfindlicher<br />

Oberfläche oder Gestenerkennung<br />

den spielerischen Umgang mit komplexen Eingabebefehlen.<br />

Langsam aber stetig<br />

Statt einen beispiellosen Siegeszug auf das internationale<br />

Parkett der IFA 2008 hinzulegen,<br />

konnte das Thema Blu-ray nur bedingt überzeugen.<br />

Zwar bieten viele Hersteller mindestens ein<br />

aktuelles Abspielgerät und nahezu alle Fernseher<br />

wurden auf der Messe mit Bildern von Bluray-Playern<br />

gespeist, doch aufsehenerregend<br />

waren die Demonstrationen nicht. Größere<br />

Wellen schlug hingegen der Auftritt Monica<br />

Juniels, ihres Zeichens Werbestrategin des Filmstudios<br />

Warner. Mit deutlichen Worten drückte<br />

sie ihre Unzufriedenheit über die Film- und<br />

Player-Verkäufe aus und prangerte die enttäuschenden<br />

Präsentationen im Fachhandel an. Auf<br />

Rückfragen, weshalb gerade Warner bei den<br />

eigenen Filmen auf die maximale Bilddatenrate<br />

sowie synchronisierte HD-Tonspuren verzichte,<br />

entgegnete sie zurückhaltender: „Wir arbeiten<br />

daran.“<br />

Panasonic und Sony gehörten zu den wenigen<br />

Anbietern, die dem Format größere Aufmerksamkeit<br />

schenkten. Für den deutschen Markt<br />

interessant sind die günstigen Panasonic-Bluray-Player<br />

„DMP-BD35“ (349 Euro) und „BD55“<br />

(499 Euro). Besonders das kleinere Modell überrascht<br />

mit Profile-2.0-Unterstützung sowie allen<br />

HD-Decodern. Der „DMP-BD55“ bietet zusätzlich<br />

einen analogen Mehrkanal-Tonausgang. In<br />

Anbetracht der verschwindend geringen Anzahl<br />

an <strong>HDTV</strong>-Sendern in Deutschland glich die Ankündigung<br />

des ersten Blu-ray-Rekorders von<br />

Panasonic einer offenen Kritik an den hiesigen<br />

Programmanbietern. Statt in Deutschland erscheint<br />

das Produkt ausschließlich in Frankreich,<br />

um den Zuschauern die HD-Aufzeichnung über<br />

DVB-T zu ermöglichen. Neben dem Blu-ray-<br />

Brenner integriert der Hersteller eine 500-GB-<br />

Festplatte, SD-Kartenleser und Doppeltuner für<br />

DVB-T. Natürlich kann der Rekorder auch als<br />

reiner Blu-ray-Player genutzt werden und bietet<br />

die vom „DMP-BD50“ bekannten Decoder, Bildverbesserer<br />

und eine Internetunterstützung für<br />

BD-Live. Sonys neuer Stern am Player-Himmel<br />

ist der „BDP-S5000ES“. Statt eines günstigen<br />

Verkaufspreises offeriert der Koloss eine umfangreiche<br />

Bildnachbearbeitung, sämtliche Audiodecoder<br />

und eine edle Verarbeitung. Ebenso<br />

integriert ist ein Netzwerkanschluss und BD-<br />

Live-Funktionalität.<br />

ARD schießt Eigentor<br />

Wenige Tage vor dem Start der IFA präsentierte<br />

die durch öffentliche Gelder finanzierte ARD<br />

einen inhaltlich einseitigen Internetbericht zum<br />

Thema Flachbildfernseher und <strong>HDTV</strong>. Beschreibungen<br />

wie: „Der Fernseher der Zukunft (LCD<br />

und Plasma, Anm. d. Red.) entpuppte sich als<br />

schwammige und flimmernde Mattscheibe<br />

mit verzerrter Schrift und schlechtem Bild“,<br />

oder: „Die neue Technik, die die gewünschten<br />

scharfen Bilder im HD-Format möglich macht,<br />

kommt erst 2010 ins Haus. (Man kann) immer<br />

noch auf den guten, alten Röhrenbildschirm<br />

zurückgreifen“, stehen im krassen Gegensatz<br />

zu den aktuellen technischen Fortschritten und<br />

globalen Marktentwicklungen. Auch ein Bildvergleich<br />

anhand des ARD-Logos geriet irreführend,<br />

weshalb der Artikel einzig zeigte, dass der<br />

Sender den verspäteten <strong>HDTV</strong>-Start 2010 kaum<br />

noch zu rechtfertigen weiß.<br />

Edel statt günstig: Sonys Blu-ray-Player „BDP-S5000ES“<br />

richtet sich mit tadelloser Verarbeitung und erstklassiger<br />

Bild- und Tonqualität an echte Genießer.<br />

Schelte für Deutschland: Panasonics Blu-ray-Rekorder<br />

„DMR-BW500“ erscheint mangels <strong>HDTV</strong>-Ausstrahlung<br />

nur in Frankreich.<br />

Ein computergeneriertes Logo (links) und abfotografiertes<br />

PAL-Bild (rechts) soll laut ARD die schlechte<br />

Bildqualität bei LCDs und Plasmas verdeutlichen.<br />

Neues | HD+TV | 6.2008 7


NEUES<br />

Die nächste<br />

Generation<br />

Zur IFA 2008 präsentierten die Hersteller<br />

brandneue Fernseher, die technisch und optisch<br />

einen deutlichen Schritt nach vorn machen.<br />

Hauchdünne Fernseher sind in diesem<br />

Jahr kein Zukunftsmärchen, sondern Realität.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Mitte 2009 will Loewe anspruchsvollen Zuschauern beweisen, dass Bild und<br />

Ton trotz flacher Bauweise überzeugen können. Das Media-Center der<br />

„Reference“-Linie unterstützt auch Blu-ray<br />

Sharp kombiniert in der „XS1“-Serie modernste LED-Hintergrundbeleuchtung,<br />

ein zweieinhalb Zentimeter flaches<br />

Gehäuse und hochwertige Materialien<br />

Bilder: Loewe, Panasonic, Philips, Sony, Sharp<br />

8 www.hdplustv.de


NEUES<br />

LCD-Fernseher mit schmalem Gehäuse<br />

entwickeln sich zum echten Trend: Bautiefen<br />

zwischen einem und fünf Zentimetern<br />

erleichtern die Wandmontage sowie<br />

den Transport, denn flache Fernseher wiegen<br />

nur die Hälfte im Vergleich zu bisherigen Modellen<br />

gleicher Größe. Statt alle Funktionen in<br />

ein Gerät zu integrieren, statten die Hersteller<br />

ihre Displays mit externen Boxen für die Bildund<br />

Stromzufuhr aus.<br />

Falls Sie bislang alle Kabel externer Geräte wie<br />

Sat-Receiver oder Blu-ray-Player zum Fernseher<br />

führen, müssen Sie in Zukunft lediglich kurze<br />

Strecken bis zur Media-Box überbrücken, die<br />

im Idealfall bei den Signallieferanten aufgestellt<br />

wird. In technischer Hinsicht bieten die „abgespeckten“<br />

LCD-Fernseher ansonsten keine Vorteile<br />

zu bisherigen Modellen.<br />

Sharps Premiumserie „XS1“ verknüpft als einzige<br />

Baureihe in diesem Jahr die flache Bauweise<br />

mit fortschrittlicher partieller LED-Hintergrundbeleuchtung.<br />

Dadurch ist eine sehr gute<br />

Schwarzdarstellung samt hohen Bildkontrasten<br />

trotz des modernen Designs keine Illusion<br />

mehr. Statt weißer LEDs nutzt Sharp eine RGB-<br />

LED-Schaltung, um besonders farbechte Bilder<br />

zu garantieren. Eine Gewichtersparnis bieten<br />

Sharps „XS1“-Modelle in den Bildgrößen 65,<br />

52 und 42 Zoll allerdings nicht. Die aus gebürstetem<br />

Aluminium gefertigte robuste Rahmenkonstruktion<br />

und Haptik des Fernsehers suchen<br />

dagegen ihres gleichen. Dies könnte ferner für<br />

den Verkaufspreis gelten, denn Angaben hierzu<br />

wurden bislang noch nicht gemacht. Wie<br />

bei den Ultra-Slim-Modellen der Konkurrenz<br />

übermittelt eine externe Box die eingehenden<br />

Signale. Der unterhalb des LED-LCDs angebrachte<br />

Lautsprecher greift auf Pioneer-Technologie<br />

zurück und sorgt für eine druckvolle<br />

Klangkulisse. Für Fernsehfreunde interessant:<br />

Die „XS1“-Modelle haben sämtliche Digitaltuner<br />

bereits integriert.<br />

Die Konkurrenz schläft nicht<br />

Keine LED-Hintergrundbeleuchtung, aber<br />

schlanke Gehäusemaße mit einer Bautiefe von<br />

vier Zentimeter zeigt Philips mit der „Essence“-<br />

Serie. Die Verarbeitung ist dank des Aluminiumrahmens<br />

erstklassig und das Design gefällt<br />

durch seine Zurückhaltung. Mit einem Gewicht<br />

von 17 Kilogramm ist der 42-Zoll-LCD ein echtes<br />

Leichtgewicht und eignet sich hervorragend für<br />

eine Wandmontage. Bei der Bildqualität sollte<br />

das Niveau der 9700er-Serie eingehalten werden.<br />

Einziger Wermutstropfen: Das markentypische<br />

Ambilight fehlt beim Bilderrahmen-TV.<br />

Dafür ist der Verkaufspreis für das 42-Zoll-Modell<br />

inklusive Standfuß und Lautsprecher fair<br />

bemessen: 2 500 Euro kostet der Einstieg in die<br />

Welt der Bilderrahmen-TVs.<br />

Den Weltrekord bei flachen LCD-TVs dürfte<br />

Sonys LCD-Fernseher „KDL-40ZX1“ aufstellen.<br />

Am Randbereich misst die Gehäusetiefe nur<br />

noch einen Zentimeter, im Mittenbereich steigt<br />

die Bautiefe jedoch sichtbar an. Die Hintergrundbeleuchtung<br />

besteht zwar aus LEDs, allerdings<br />

liegen die Leuchtdioden nur in geringer<br />

Anzahl vor und sind nicht unabhängig voneinander<br />

dimmbar. Durch die Anbringung der LEDs<br />

an den Randbereichen zeigte das präsentierte<br />

Modell noch Schwächen: Ein heller Rahmen war<br />

deutlich an den Bildkanten sichtbar. Neben einer<br />

Kabellösung für die externe Anschlussbox<br />

empfängt der Fernseher HD-Signale bis 1 080i<br />

drahtlos. Preislich rangiert der flachste LCD seiner<br />

Klasse deutlich oberhalb seiner Mitbewerber,<br />

bislang veranschlagt Sony über 4 000 Euro<br />

für das 40-Zoll-Modell.<br />

Samsungs „Serie 8“ baut technisch auf der<br />

erfolgreichen „Serie 6“ auf und zeigt dank Internetverbindung<br />

aktuelle Börsen-, Nachrichten-<br />

und Wetterdaten auf Knopfdruck. Preislich<br />

beginnt der Einstieg bei 2 500 Euro (40 Zoll) und<br />

endet bei 3 699 Euro (52 Zoll). Mit superschlanken<br />

4,4 Zentimeter wirkt die „Serie 8“ deutlich<br />

graziler als vergleichbare Samsung-LCDs. Speziell<br />

das Topmodell mit 52-Zoll-Bilddiagonale<br />

wird so zum Blickfang für das Wohnzimmer.<br />

Zukunftsvision 2009<br />

Das zierlichste Display der Welt ist Sonys erster<br />

OLED-Fernseher: Lediglich drei Millimeter<br />

misst die Rahmentiefe, die Bilddiagonale ist mit<br />

knapp 28 Zentimetern allerdings ebenso eingeschränkt.<br />

Der Verkaufspreis von über 2 500 Euro<br />

wird vermutlich nur wenige dazu bewegen, der<br />

Zukunftstechnologie bereits im Januar 2009 die<br />

Treue zu schwören.<br />

Ebenfalls im kommenden Jahr veröffentlicht<br />

Loewe die Antwort auf alle Design-Fragen. Die<br />

„Reference“-Linie vereint flache Lautsprecher<br />

auf Elektrostatenbasis, Multimedia-Center und<br />

ein sechs Zentimeter dünnes 52-Zoll-LCD (Tuner<br />

plus Festplatte inklusive). Statt auf Sharp-LED-<br />

LCD-Panels zurückzugreifen, nutzt Loewes „Reference“-Serie<br />

weiterhin eine konventionelle<br />

Hintergrundbeleuchtung.<br />

Design kontra Kosten<br />

Die flachsten LCD-Fernseher aller Zeiten stehen<br />

pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bereit.<br />

Überraschend vielseitig präsentieren nahezu<br />

alle Hersteller mindestens ein Produkt, das die<br />

Gehäusetiefe und das Gewicht signifikant zum<br />

Vorjahresmodell reduziert. Dennoch bleibt der<br />

Trend zu schlanken Geräten zunächst den Zahlungswilligen<br />

unter Ihnen vorbehalten, denn<br />

Preisaufschläge von teilweise 100 Prozent verdeutlichen<br />

den Prestige-Anspruch.<br />

Eine bessere Bildqualität liefern die schlanken<br />

Fernseher, mit Ausnahme des Sharp-Modells,<br />

gegenüber den „normalen“ LCDs nicht. Wer<br />

auf der IFA jedoch ausschließlich die schmalen<br />

Fernseher zu Gesicht bekam, stellte erschrocken<br />

fest, dass „schlank“ weit mehr bedeutet als ein<br />

kurzfristiger Trend und der Design-Fokus der<br />

Industrie keineswegs einen ungesunden Beigeschmack<br />

trägt.<br />

Philips reduziert mit dem 42-Zoll-LCD „Essence“ Bautiefe<br />

und Gewicht. Eine externe Box liefert die Bilddaten<br />

und Stromzufuhr.<br />

Sonys „KDL-40ZX1“ ist am Randbereich schmal wie<br />

eine Blu-ray-Hülle. Zur Mitte steigt die Bautiefe auf<br />

knapp drei Zentimeter an.<br />

Flacher geht es kaum noch: Sonys OLED-Fernseher ist<br />

drei Millimeter dünn, aber nur 11 Zoll groß.<br />

Während schlanke LCD-Fernseher bereits Realität sind,<br />

zeigen Plasma-Anbieter wie Panasonic und Pioneer in<br />

diesem Jahr ausschließlich Prototypen.<br />

Neues | HD+TV | 6.2008 9


NEUES<br />

Heimkinotrends<br />

Für Heimkinoliebhaber hielt die IFA 2008 ein paar<br />

besondere Höhepunkte bereit. So zeigten Hersteller<br />

von Projektoren durch die 100-Hertz-Bildverarbeitung<br />

noch schärfere Filmdarstellungen. Anwenderfreundliche<br />

Lösungen für Bild und Ton erfreuten wiederum<br />

Einsteiger und Profis.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Onkyos „TX-<br />

NR906“ (oben),<br />

Yamahas „DSP-Z7“<br />

(Mitte) und Harman<br />

Kardons „AVR 755“<br />

(unten) bieten zeitgemäße<br />

Videoverarbeitung<br />

und<br />

aktuelle HD-Audiodecoder<br />

„Star Wars“ lässt grüßen: Sonys Lautsprecher<br />

„Sountina“ verblüfft mit ungewohntem<br />

Design und 360-Grad-Klangfeld.<br />

Beim Preis von 10 000 Euro wird die<br />

Macht aber nicht mit allen sein<br />

Bilder: Epson, Harman Kardon, JVC, Onkyo, Panasonic, Revox, Sony, Yamaha<br />

10 www.hdplustv.de


NEUES<br />

Wie jedes Jahr präsentierten die<br />

Heimkinoanbieter ihre aktuellen<br />

LCD-Produkte. Epson und Panasonic<br />

verbessern neben dem Bildkontrast die<br />

Bewegungsschärfe. Wie bei LCD-Fernsehern<br />

minimieren neu errechnete Zwischenbilder<br />

Nachzieheffekte oder erzeugen flüssigere Bewegungsabläufe.<br />

Epson überarbeitete zudem<br />

die Echtzeitblende und das Gehäuse, wodurch<br />

die Bildqualität des „TW-5000“ (2 999 Euro) gesteigert<br />

und das Betriebsgeräusch gesenkt wurde.<br />

Ein „HQV“-Bildprozessor wertet eingehende<br />

Quellen effizient auf.<br />

Weitaus beeindruckender als theoretische Zahlenspiele<br />

bei den Kontrastangaben empfanden<br />

wir Panasonics einfache wie geniale Lösung,<br />

dem Kinoformat gerecht zu werden. Mit dem<br />

LCD-Projektor „PT-AE3000“ ist die formatfüllende<br />

Darstellung von Filmen nur einen Tastendruck<br />

entfernt. Zunächst installieren Sie<br />

eine Leinwand im 21 : 9-Format im Heimkino.<br />

Im zweiten Schritt richten Sie das 16 : 9-Bild<br />

des Projektors in der Höhe passgenau ein und<br />

speichern die Werte der motorisierten Optik ab.<br />

Zuletzt vergrößern Sie das Bild, bis die schwarzen<br />

Balken außerhalb der Leinwand liegen und<br />

speichern das angepasste Bild ein zweites Mal<br />

ab. Nun reicht ein Tastendruck auf das jeweilige<br />

Bildformat und der Projektor passt vollautomatisch<br />

Schärfe, Vergrößerung und Format Ihrer<br />

Leinwand an. Mit einer vollständig motorisierten<br />

Optik, erweiterten Bildeinstellungen zur Farbjustierung<br />

und einem überarbeiteten Gehäuse will<br />

JVC mit den „HD350“ (5 999 Euro) und „HD150“<br />

(3 999 Euro) getauften Nachfolgern die Erfolge<br />

des „HD1“ und „HD100“ wiederholen.<br />

Tonmeister<br />

Mit insgesamt 33 Neuheiten schmückte Yamaha<br />

den eigenen Stand. Das für Heimkinoenthusiasten<br />

wohl interessanteste Gerät ist der AV-Receiver<br />

„DSP-Z7“ für 2 499 Euro. Dieser schließt<br />

gekonnt die Lücke zwischen oberer Mittelklasse<br />

und High-End-Bereich und bietet integrierte<br />

Netzwerkfunktionalität, zwei simultan nutzbare<br />

HDMI-Ausgänge, eine digitale Videobearbeitung<br />

sowie verbesserte Autoeinmessung.<br />

Bei Denon blieb dank umfangreicher Neuheiten<br />

kein Auge trocken. So können sich Heimkinofreunde<br />

über ein breit angelegtes Produkt-<br />

Upgrade freuen. Für Nutzer des „AVR-3808“<br />

oder „AVR-4308“ steht die Implementierung<br />

von Audyssey Dynamic Volume und Audyssey<br />

MultEQ bereit. Die netzwerkfähigen Boliden<br />

„AVP-A1HD“ und „AVC-A1HD“ profitieren<br />

ebenfalls von Audyssey Dynamic Volume, um<br />

unterschiedliche Signalpegel automatisch anzugleichen.<br />

Dieses Feature unterstützt auch<br />

Harman Kardons „AVR 755“ dank Integration<br />

von Dolby Volume. Mit reichhaltiger Videooptimierung<br />

und modernerer Optik schickt der<br />

neue Bolide das Vorgängermodell „AVR 745“ in<br />

Rente. Onkyo überraschte zur diesjährigen IFA<br />

mit prall gefüllten Audioreceivern zum kleinen<br />

Preis. So wurde das obere Ende der Produktpalette<br />

um die zwei Audio-Video-Giganten „TX-SR<br />

876“ und „TX-NR 906“ erweitert. Die mit der<br />

ISF-Bildkalibrierung ausgerüsteten Heimkinoverstärker<br />

können jedes anliegende Videosignal frei<br />

bearbeiten und abspeichern.<br />

Klang mal anders<br />

Der Installations- und Audiospezialist Revox<br />

präsentierte neben raffinierten Einbausystemen<br />

für das vernetzte Heim den Prototypen<br />

„Re:system M100“. Das modular aufgebaute<br />

System, das aus einer CD-/DVD-Grundeinheit<br />

besteht, kann nahtlos mit unterschiedlichen Modulen,<br />

wie einem Blu-ray-Laufwerk, erweitert<br />

werden. Das vielversprechende Baukastensystem<br />

kommt 2009 in den Handel. Zu guter Letzt<br />

konnte am Sony-Stand einer der ausgefallensten<br />

Lautsprecher der letzten Jahre begutachtet werden.<br />

Die „Sountina“ getaufte Lichtsäule richtet<br />

sich vorrangig an Ausstellungs- und Verkaufsräume,<br />

würde aber auch im modernen Wohnzimmer<br />

eine gute Figur machen – wenn nur der<br />

Preis von knapp 10 000 Euro nicht wäre.<br />

Wächst mit den Ansprüchen: Das modulare Revox System<br />

„Re:system M100“ kann beliebig mit Funktionseinheiten<br />

erweitert werden.<br />

Kinobilder ohne schwarze Balken: Die vollautomatische<br />

Formatanpassung des Panasonic „PT-AE3000“<br />

macht Kinoträume wahr.<br />

Neues Gehäuse, bewährte Technik: JVC überarbeitet<br />

in diesem Jahr Benutzerführung und Design. Die technischen<br />

Daten blieben fast unverändert erhalten.<br />

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NEUES<br />

Hinter den Kulissen<br />

Nicht immer drehte sich die IFA-Welt um Blu-ray, Fernseher und Heimkinotechnik.<br />

Neben reichlich Prominenz gab es kleine Geschichten, die so wohl nur das Leben<br />

schreiben kann. Vorhang auf für die unterhaltsamen und nicht ganz ernst gemeinten<br />

Momente der IFA 2008.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Versteigerung unmöglich: Das<br />

Pflichtbewusstsein der Reinigungskraft<br />

war stärker<br />

Tarnung geglückt: Auerbach-<br />

Mitarbeiter infiltrierten die<br />

Hochburg der HD-Verweigerer<br />

Kurt Krömers Gesicht spricht<br />

Bände: Das hochauflösende Fernsehen<br />

lässt weiter auf sich warten<br />

Trotz toller Programme und zahlreicher<br />

Produkthighlights blieb<br />

der Besucheransturm aus<br />

Monica Juniel (Warner) sprach<br />

Klartext und ließ am Blu-ray-Format<br />

kein gutes Haar<br />

Auf den Pressekonferenzen wurde<br />

meist jedes Wort abgelesen,<br />

spontane Reden Fehlanzeige<br />

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Im hübschen Bühnen-Wohnzimmer<br />

konnte man schon einmal<br />

leicht schläfrig werden<br />

Der Saal platzt aus allen Nähten,<br />

die Augen starren gebannt auf<br />

die Bühne und wir sehen ...<br />

12 www.hdplustv.de<br />

... eine Kaffeemaschine! Ist doch<br />

viel geschmackvoller als die langweiligen<br />

Fernseher<br />

„Ist der nicht ziemlich klein?“<br />

„Nein, nein, wenn Sie direkt davor<br />

sitzen, wird das Bild so groß“<br />

Sonys IFA-Stand verblüffte mit<br />

surrealen Kunstbäumen und<br />

spiegelnden Wänden<br />

Bilder: Auerbach Verlag, IFA Berlin 2008


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NEUES<br />

Time To Say<br />

Goodbye<br />

Zum letzten Mal strömten Gamer aus der<br />

ganzen Welt nach Leipzig, um auf dem Messegelände<br />

der Games Convention die Spieleneuheiten<br />

des Jahres anzutesten. Während sich<br />

viele Anbieter in Zurückhaltung übten, sorgte<br />

vor allem Sony dafür, dass der Abschluss in<br />

einem Feuerwerk mündete.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Die Oberfläche von „Play TV“: Zeitversetztes<br />

Fernsehen ist ebenso möglich wie die Multibildvorschau<br />

für 28 Sendungen<br />

Bilder: Games Convention Leipzig, Sony<br />

14 www.hdplustv.de<br />

Mit der „Play TV“-Erweiterung (links) für 99 Euro wird die Playstation 3<br />

zum TV-Empfänger. Die neue PSP 3000 (oben) bietet einen verbesserten<br />

Bildschirm samt Mikrofon


NEUES<br />

Seit 2002 gehört die Games Convention<br />

nicht nur hierzulande, sondern auch<br />

weltweit zu den größten und erfolgreichsten<br />

Spielemessen. Während ihrer sechsjährigen<br />

Geschichte konnte sie sich gegenüber<br />

Fachmessen wie der E3 in Los Angeles durchsetzen<br />

und rangiert hinter der Tokyo Game<br />

Show auf Platz zwei der Publikumsmessen für<br />

Games. Im kommenden Jahr übernimmt die<br />

GamesCom in Köln das Ruder von Europas<br />

Spielemesse Nummer eins. Sony bedankte sich<br />

bei den Leipzigern mit einer amüsanten Aktion:<br />

Passend zum innovativen Baukastenspiel „Little<br />

Big Planet“ zierte neben einer bemalten Hausfassade<br />

eine überlebensgroße Figur des Spiels<br />

das Stadtzentrum.<br />

Herzlicher Empfang<br />

Statt einer hermetisch abgeriegelten Showbühne<br />

und den hochmütigen Auftritten der<br />

Vergangenheit stellte Sonys Europa-Chef David<br />

Reeves im offenen, fast lockeren Umfeld klar:<br />

„Wir haben Fehler gemacht, doch wir haben<br />

daraus gelernt.“ Anhand eines Zitats von Bob<br />

Dylan gestand er sogar ein, dass Sony im Spielemarkt<br />

derzeit nur die dritte Geige spielt, doch<br />

wie im Song „The Times They Are A-Changin‘“<br />

soll aus dem derzeitigen Verlierer der zukünftige<br />

Gewinner werden. Mit einer Kombination<br />

aus frischen Erweiterungen für die Playstation 3<br />

und interessanter Software könnte das Konzept<br />

bereits zum Weihnachtsgeschäft Früchte<br />

tragen. Mit dem Titel „Play TV“ wird die Bluray-Spielekonsole<br />

mit einem DVB-T-Empfänger<br />

erweitert. Das Programm ermöglicht zeitverzögerte<br />

Aufnahmen oder eine Echtzeit-Multibildvorschau.<br />

Durch zwei Tuner können Sie ein<br />

Programm schauen und ein zweites aufzeichnen<br />

oder während der Aufnahme Blu-rays bzw.<br />

Spiele genießen. Schade, dass hochauflösende<br />

Sendungen via DVB-T hierzulande noch nicht<br />

empfangen werden können. Das neue Filmportal<br />

im Internet, das in den USA bereits erfolgreich<br />

anläuft, startet in Europa erst im kommenden<br />

Jahr. Die 40-GB-Variante der Playstation 3<br />

ist in einer neuen 80-GB-Version erhältlich, der<br />

Preis bleibt bei 399 Euro. Für 449 Euro ist die<br />

Playstation 3 mit einer 160-GB-Festplatte und<br />

einem 70-Euro-Gutschein für das hauseigene<br />

Onlineportal in limitierter Anzahl erhältlich. Allen<br />

neuen Konsolen liegt der verbesserte Controller<br />

„Dualshock 3“ mit Rüttelfunktion bei.<br />

Treuer Begleiter<br />

Die portable Variante der Playstation namens<br />

PSP erhält ebenfalls eine Frischzellenkur. Ein<br />

reflexionsarmes, kontraststarkes und reaktionsschnelles<br />

LCD-Display sowie ein eingebautes<br />

Mikrofon sollen Zweifler vom Kauf überzeugen.<br />

Mit Navigationssoftware und dem Internettelefondienst<br />

„Skype“ ist die PSP weit mehr als<br />

ein Spielegerät für zwischendurch. Unterstützung<br />

erhält die PSP durch Einbindung in Download-Dienste<br />

der Playstation 3. Mit „Vidzone“<br />

sicherte sich Sony einen Musikvideo-Dienst, der<br />

neben den Inhalten aus dem Internet die Daten<br />

auch auf die PSP übermitteln kann. Über „Play<br />

TV“ greifen Sie wiederum auf gespeicherte<br />

Fernsehsendungen Ihrer Playstation 3 zu. Für<br />

die Zukunft ebenfalls spannend: Filme auf Bluray<br />

können von der Playstation 3 auf die PSP<br />

kopiert und unterwegs angeschaut werden. Ob<br />

diese Funktion nur für bestimmte Filme zur Verfügung<br />

steht, muss die Zukunft zeigen.<br />

Spaß am Spiel<br />

Neben dem Karaoke-Ableger „Singstar“ stand<br />

das Baukastenspiel „Little Big Planet“ im Fokus.<br />

Selbst Stefan-Raab-Zögling Elton ließ sich zum<br />

Auftritt bitten und war vom kreativen Ansatz<br />

des Titels ebenso angetan wie die zahlreichen<br />

Messebesucher. Mit „Heavy Rain“ versuchen<br />

die französischen Entwickler von Quantic Dream<br />

dagegen, den bis dato kaum realisierten Spagat<br />

zwischen Film und Spiel. Entwicklerchef David<br />

Cage bezeichnet seine Konkurrenten sogar als<br />

billige Gewaltpornos, schließlich gäbe es in Spielen<br />

meist nur die Entscheidung zu rennen oder<br />

zu schießen. Mit abwechslungsreichen Emotionen,<br />

einer verschachtelten Krimigeschichte<br />

und lebensecht animierten Charakteren hofft<br />

das Studio, den ersten Videospielfilm zu kreieren,<br />

der dem Kinovorbild auch inhaltlich Paroli<br />

bieten kann. Die ersten Spielszenen versprechen<br />

Spannung pur: In einem akkurat modellierten<br />

Wohnhaus können Sie nicht nur eine fotorealistische<br />

Grafik bewundern, sondern auch jeden<br />

Gegenstand in aller Ruhe unter die Lupe nehmen.<br />

Zumindest so lange, bis der vermeintliche<br />

mordlustige Herr des Hauses eintrifft und den<br />

Adrenalinpegel in die Höhe schraubt. Da Sie in<br />

„Heavy Rain“ kein rennender und schießender<br />

Superheld sind, ist Einfallsreichtum gefragt: Ob<br />

Sie die Konfrontation suchen, durch das Fenster<br />

nach draußen fliehen oder sich geschickt verstecken,<br />

liegt ganz an Ihnen. „Heavy Rain“ wird in<br />

kleinen Episoden ähnlich einer TV-Serie präsentiert<br />

werden, wobei das Gesamtspiel auf eine<br />

Dauer von 15–20 Stunden kommt. Dass Spiele<br />

und Filme immer mehr zusammenwachsen,<br />

zeigte die Pressekonferenz des „Hellboy 2“-Regisseurs<br />

Guillermo del Toro, der auch im neuen<br />

„Herr der Ringe“-Teil „Der Hobbit“ Regie führen<br />

wird. Der Fantasy- und Videospielfan hielt<br />

mit seiner Kritik zum Hobby und dem kürzlich<br />

erschienenen Hellboy-Videospiel nicht hinter<br />

dem Berg: Neben inhaltlichen Schwächen rügt<br />

der Filmemacher auch die Erzählstruktur und<br />

Charakterdarstellung. Wollen wir hoffen, dass<br />

zumindest das sehnlichst erwartete Filmprojekt<br />

den Erwartungen standhalten kann. Alle<br />

Erwartungen übertroffen haben die Publikumszahlen,<br />

denn erstmals strömten über 200 000<br />

Besucher aus aller Welt zur Games Convention<br />

und die Veranstalter geben sich zuversichtlich,<br />

dass dies nicht die letzte Games-Messe in Leipzig<br />

war. Trotz Kölner Konkurrenz-Messe soll die<br />

GC 2009 vom 19. bis 23. August stattfinden.<br />

Spiel-Film-Hoffnung: Der Videospiel-Thriller „Heavy<br />

Rain“ ist Sonys Zugpferd für die Playstation 3 im kommenden<br />

Jahr.<br />

Spielspaß für Jung und Alt: Ähnlich wie mit einem<br />

Lego-Baukasten kreieren Sie in „Little Big Planet“ Ihre<br />

eigene Welt.<br />

Mit Vollgas über Stock und Stein: Im zweiten Teil von<br />

„Motorstorm“ machen Sie Dschungel- und Vulkanlandschaften<br />

unsicher.<br />

Regisseur Guillermo del Toro stellte seinen aktuellen<br />

Film „Hellboy 2“ vor. Die Presse interessierte sich allerdings<br />

vorwiegend für den neuen „Herr der Ringe“-Teil.<br />

Neues | HD+TV | 6.2008 15


NEUES<br />

Bilder: Aboutpixel.de/mp3_master/Kaufdex, Charisma, Epson, Philips, Seereal, Universität von Kalifornien<br />

Zum Greifen nah<br />

Für nur 18 000 Euro ist dieser 52-Zoll-3-D-LCD<br />

von Philips Ihr Eigentum. Der 3-D-Effekt wird<br />

ohne Brille erzeugt, der richtige Blickwinkel<br />

muss aber eingehalten werden<br />

Die technische Entwicklung schreitet<br />

mit großen Schritten voran,<br />

doch die Grenzen der Bilderzeugung<br />

sind absehbar. Die optimale<br />

Schärfe ist erreicht, eine echte<br />

Schwarzdarstellung stellt nur noch<br />

selten ein Problem dar. Die echte<br />

Revolution im TV-Sektor steht<br />

noch in den Sternen, doch sie wird<br />

kommen: das 3-D-Fernsehen.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Der Charsima-TV erzeugt zwar keine Bilder,<br />

die aus dem Bildschirm herausragen (wie<br />

in diesem Pressefoto), die Bildtiefe nimmt<br />

dennoch spürbar zu<br />

16 www.hdplustv.de


NEUES<br />

Blickt man eines Tages zurück auf die<br />

Geschichte des Fernsehens, so werden<br />

vermutlich zwei Entwicklungen im Gedächtnis<br />

bleiben: Die Erfindung des Röhren-TVs<br />

samt den bewegten Schwarz-Weiß-Bildern und<br />

das 3-D-Fernsehen. Sicher, Evolutionen wie das<br />

Farbfernsehen oder <strong>HDTV</strong> sind wichtige Schritte<br />

zur hochwertigen Bildqualität, doch die Art des<br />

Sehens ändert sich dadurch kaum. Obwohl das<br />

Thema um die dritte Dimension jedes Jahr eine<br />

Renaissance erlebt, scheint ein Ende der Wartezeit<br />

absehbar: Bereits 2010 sollen Fernseher<br />

der Bildrevolution Rechnung tragen, doch nicht<br />

jeder Ansatz klingt vielversprechend.<br />

Andere Perspektive<br />

Um Bilder greifbar und körperhaft abzubilden,<br />

muss bereits bei der Produktion umgedacht<br />

werden. Statt der bislang eingesetzten Kameras<br />

mit nur einem Objektiv zeichnen im Idealfall<br />

zwei Kameras versetzte Aufnahmen für jede<br />

Bildszene auf. Ähnlich wie die menschliche<br />

Wahrnehmung entsteht die Plastizität von Objekten<br />

erst durch die Auswertung von zwei aus<br />

unterschiedlichen Winkeln registrierten Bildern.<br />

Werden die zwei Aufnahmen dann vom Zuschauer<br />

wahrgenommen, erscheinen vormals<br />

flache Bilder plötzlich räumlich.<br />

Für Fernseher ohne Hilfsmittel, wie z. B. eine<br />

3-D-Brille, besteht durch die unterschiedlich<br />

gerichtete Abstrahlung der Bildpunkte die<br />

Möglichkeit, räumliche Darstellungen für einen<br />

großen Zuschauerkreis zugänglich zu machen.<br />

Je nach verwendeter Technik reduziert sich dadurch<br />

allerdings die Auflösung der abgestrahlten<br />

Bilder und nicht selten kann 3-D-Fernsehen<br />

Übelkeit auslösen. Es besteht zwar die Möglichkeit,<br />

sich das „andere Sehen“ anzutrainieren,<br />

im Sinne eines entspannten Fernsehabends ist<br />

dieser Aufwand allerdings nicht.<br />

Stress im Gehirn<br />

Blicken Sie in der Realität auf einen Gegenstand,<br />

so fixieren beide Augen diesen nicht<br />

nur, auch die Scharfstellung der Augen reagiert<br />

im Gleichklang. Bei einem 3-D-Fernseher, der<br />

mittels zweier unterschiedlicher Bilder dem Gehirn<br />

Räumlichkeit vorgaukelt, sind diese zwei<br />

Ebenen (Konvergenz und Fokus) getrennt. Die<br />

Augen fixieren weiterhin die Bildfläche, selbst<br />

wenn einzelne Elemente scheinbar aus dem<br />

Fernseher herausragen. Unser Gehirn ist an die<br />

räumliche Trennung nicht gewöhnt und der<br />

Körper reagiert im Extremfall mit Warnsignalen<br />

wie Schwindelgefühlen oder Übelkeit. Somit ist<br />

das 3-D-Fernsehen zwar beeindruckend, aber<br />

vom Empfinden nicht natürlicher als konventionelles<br />

TV, das keine greifbaren Bilder erzeugt,<br />

aber die Konvergenz- und Fokusebene wie<br />

in der Realität auf einem Punkt fixiert. Streng<br />

genommen sind bisherige 3-D-Ansätze die geschickte<br />

Verknüpfung zweier konventioneller<br />

Bilder, die durch Tricks der menschlichen Wahrnehmung<br />

räumlich erscheinen, aber im Grunde<br />

ohne echte Tiefe bleiben. Mit nur einem Auge<br />

betrachtet verliert der 3-D-Effekt vollständig<br />

seine Wirkung.<br />

Nein zur Brille<br />

Was im Ausland in Versuchsaufbauten wie Verkaufshäusern<br />

oder Vergnügungsparks bereits<br />

erfolgreich anläuft, würde in den Wohnzimmern<br />

höchstens für einen Achtungserfolg reichen,<br />

denn weder scheint eine Lösung mit Brille<br />

praxistauglich noch gibt es ausreichend 3-D-<br />

Bildquellen. Selbst bei einem Blick in die Kristallkugel<br />

erscheint es unwahrscheinlich, dass<br />

in zehn Jahren die meisten Datenströme in 3-D<br />

vorliegen. Bisherige Ansätze mit Rot-Grün-Brillen<br />

lassen wir bewusst außen vor, da weder der<br />

Bildeffekt noch die zusätzliche Brille echtem 3-D<br />

nahekommen. Was also tun? Mit beträchtlicher<br />

Rechenkraft versuchen Firmen wie Philips, aus<br />

dem bestehenden 2-D-Material greifbare Bilder<br />

zu erzeugen. Neben der bereits bekannten<br />

Schärfeanalyse des Bildes kommt eine zweite<br />

Funktion hinzu: Die Auswertung der Helligkeitsinformationen<br />

gibt im Zusammenhang mit<br />

fokussierten Elementen einen Hinweis auf die<br />

räumliche Darstellung. Werden die analysierten<br />

Elemente neu berechnet, erscheinen sie stärker<br />

voneinander abgegrenzt und können sogar<br />

scheinbar aus dem Fernseher herausragen.<br />

Das Problem aller 3-D-Anwendungen auf Basis<br />

flacher 2-D-Bilder: Der Effekt ähnelt einem<br />

Scherenschnittmuster, bei dem flache Objekte<br />

im Raum verteilt werden. Der 3-D-Effekt ist<br />

deutlich sichtbar, aber die Körperhaftigkeit der<br />

einzelnen Elemente nicht erkennbar. Muss der<br />

Fernseher aus herkömmlichen Aufnahmen ein<br />

3-D-Bild erzeugen, zeigen sich außerdem fehlerhaft<br />

im Raum angeordnete Bildelemente. Die<br />

natürliche 3-D-Darstellung aus 2-D-Bildern ist<br />

langfristig das größte Problem der zukünftigen<br />

Fernseher. Doch auch die Bilderzeugung auf Basis<br />

zweier kombinierter Bilder ist aufgrund von<br />

möglichen Stressreaktionen für längere Filmabende<br />

kaum zu empfehlen. Nach dem anfänglichen<br />

Staunen über die greifbaren Bilder nutzt<br />

sich die Euphorie rapide ab.<br />

Vorreiter Philips<br />

Mit der „Wowvx“-Technologie präsentierte<br />

Philips zur diesjährigen IFA neben dem Fraunhofer-Institut<br />

eines der ersten 3-D-Systeme ohne<br />

Brille. Auf Bildschirmen unterschiedlicher Größe<br />

konnten die Messebesucher Filme, Werbespots<br />

und Computeranimationen bewundern, die<br />

scheinbar aus den Bildschirmen herausragten.<br />

Philips wendet hierbei das Prinzip einer Filterscheibe<br />

an, die unterschiedliche Bilder nach<br />

links und rechts ablenkt und so jedes Auge mit<br />

eigenständigen Bildinformationen versorgt.<br />

Steht man direkt vor dem Fernseher, wirkt das<br />

Bild stark verschwommen. Im richtigen Winkel<br />

kombinieren sich die unterschiedlichen Bilder<br />

allerdings zu einem räumlichen Ganzen: Gegenstände<br />

schweben vermeintlich schwerelos<br />

Die Analyse der unterschiedlichen<br />

Helligkeitsinformationen<br />

kommt dem räumlichen Eindruck<br />

zugute, einzelne Objekte<br />

bleiben allerdings flach.<br />

Wer 2-D-Aufnahmen nachträglich in 3-D-ähnliche<br />

Aufnahmen umwandeln möchte, muss jedes Einzelbild<br />

optimieren. Abgestimmte Computersoftware<br />

wird deshalb ein wichtiger Teil des 3-D-Booms.<br />

Zugespieltes 3-D-Material wirkt mit Philips’ „Wowvx“-<br />

Technologie zwar nicht immer natürlich, aber deutlich<br />

besser als konvertierte Bilder aus einer 2-D-Vorlage.<br />

Heutiger Standard: 3-D-Projektion mit Brillen ermöglicht<br />

die räumliche Darstellung von Objekten auf einer<br />

normalen Leinwand.<br />

Neues | HD+TV | 6.2008 17


NEUES<br />

So könnte „Findet Nemo“ auf<br />

einem 3-D-System wirken:<br />

Animationsfilme eignen sich<br />

aufgrund ihrer Produktionsweise<br />

perfekt für eine Neuauflage<br />

in 3-D<br />

Die Darstellung zweier<br />

unterschiedlicher Bilder,<br />

die erst von unserem<br />

Gehirn zu einer körperhaften<br />

Aufnahme kombiniert<br />

wird, erzeugt<br />

Stressreaktionen wie<br />

Kopfschmerzen und<br />

Übelkeit<br />

Einfache Objekte lassen sich bereits heute als Hologramm<br />

darstellen (siehe nächste Seite).<br />

Mittels einer Filterscheibe erzeugen 3-D-Fernseher Bilder, die in abweichenden Winkeln<br />

zum Auge des Betrachters wandern. Je nach Modell kann der Filter auf Knopfdruck deaktiviert<br />

werden<br />

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NEUES<br />

Eine Hochgeschwindigkeitsapparatur (siehe Bild rechts)<br />

erzeugt körperhafte Objekte, die von allen Seiten ohne<br />

Brille frei begutachtet werden können und scheinbar im<br />

Raum schweben.<br />

Einfach anders: An der Universität von Kalifornien erzeugt man holografische Bilder, indem ein Projektor<br />

knapp 5 000 Abbildungen (pro Sekunde) auf einen rotierenden Spiegel wirft<br />

Werbeindustrie auf<br />

dem Vormarsch: Am<br />

Computer erstellte<br />

Werbespots können<br />

bereits heute<br />

kostengünstig in 3-D<br />

angeboten werden<br />

20 www.hdplustv.de


NEUES<br />

im Raum. Neben der Problematik des eingeschränkten<br />

Sitzplatzes erzeugen die Bilder die<br />

bereits beschriebenen Stressreaktionen, denn<br />

die Wahrnehmung wird getäuscht und das<br />

Gehirn muss Schwerstarbeit leisten. Trotz des<br />

abgestimmten Videomaterials wirkt der Bildeindruck<br />

nicht immer angenehm. Obwohl der<br />

Raumeindruck überzeugt, erscheinen einzelne<br />

Objekte weiterhin flach. Richtig spektakulär<br />

sind hingegen Szenen, in denen einzelne Objekte<br />

scheinbar Richtung Zuschauer fliegen.<br />

Bilder mit Charisma<br />

Ein guter Kompromiss zwischen 2-D und 3-D ist<br />

der Charisma-TV. Dieser vermag es zwar nicht,<br />

einzelne Elemente aus dem Fernseher herausragen<br />

zu lassen, eine verstärkte räumliche Tiefe<br />

besitzen die Bilder dennoch. Das große Plus gegenüber<br />

3-D-Systemen anderer Anbieter: Sämtliche<br />

Bilddaten können verarbeitet werden und<br />

der Bildeindruck erscheint jederzeit natürlich<br />

und plastisch. Als Basis dienen herkömmliche<br />

Display-Technologien wie LCD, Plasma oder<br />

OLED; Charisma nutzt derzeit Plasmafernseher<br />

von Pioneer. Wie der Hersteller normale Bilder<br />

in räumliche Abbildungen verwandelt, bleibt<br />

ein großes Geheimnis. Leider peilt das Unternehmen<br />

aus Oldenburg mit Preisen von über<br />

10 000 Euro nicht den Massenmarkt, sondern<br />

vorrangig professionelle Anwendungen an.<br />

Kinostart 2009<br />

Während Computerspiele und Animationsfilme<br />

bereits in wenigen Jahren vollständig auf<br />

3-D-Fernseher abgestimmt sein könnten, ist der<br />

Aufwand bei der Realfilmproduktion ungleich<br />

höher. Weiterhin fraglich sind die Erfolgsaussichten<br />

mit den bislang verbreiteten Darstellungsmöglichkeiten<br />

in 3-D. Komplexe Echtzeitberechnungen<br />

steigern die Bildtiefe zwar<br />

signifikant, ob der Zusatz an räumlicher Darstellung<br />

allerdings ausreicht, um Konsumenten zum<br />

erneuten Kauf eines Flachbild-TVs zu überreden,<br />

ist ungewiss. Eines ist jedoch bereits heute<br />

sicher: Lösungen mit 3-D-Brillen sind in ihren<br />

Einsatzmöglichkeiten beschränkt und im Wohnzimmer<br />

keine Alternative zum entspannten<br />

regulären Fernsehen. Mit dem ersten echten<br />

3-D-Kinofilm des „Titanic“- und „Terminator“-<br />

Regisseurs James Cameron beginnt Ende 2009<br />

das neue Zeitalter der Bilddarstellung zumindest<br />

in den 3-D-Kinos. Nach knapp 100 Jahren Geschichte<br />

der Bewegtbilderzeugung lernen die<br />

Aufnahmen nicht länger laufen, sondern fliegen.<br />

Die Zuschauer werden entscheiden, ob der<br />

Jungfernflug der aufwendigsten und teuersten<br />

Spielfilmproduktion aller Zeiten glückt, oder das<br />

3-D-Erlebnis eine Bruchlandung erlebt.<br />

Holodeck<br />

Mit einer gehörigen Portion Science-Fiction<br />

scheint die Realisierung eines Fernsehers auf<br />

Hologramm-Basis gespickt. Die Zukunft ist allerdings<br />

näher als man denkt, denn in Dresden<br />

existiert dieser bereits, wenn auch nur im Labor<br />

von Seereal. Im Unterschied zu konventionellen<br />

3-D-Fernsehern, die in den kommenden Jahren<br />

Einzug halten werden, erzeugt ein holografisches<br />

Display keine flachen Bilder, die vom Gehirn<br />

mühevoll zusammengesetzt werden müssen,<br />

sondern das komplette Objekt selbst. Die<br />

körperhafte Form entsteht somit nicht durch<br />

Sinnestäuschung, sondern ist „tatsächlich“<br />

vorhanden, selbst wenn man die Bilder mit nur<br />

einem Auge betrachtet. Eines der Hauptprobleme<br />

– Übelkeit bei großformatiger Darstellung<br />

– wird so geschickt umgangen. Um ein komplettes<br />

Bild dreidimensional aufzubauen, bedarf<br />

es allerdings enormer Rechenkraft und einer<br />

Unmenge an Bildpunkten. Weder wirtschaftlich<br />

noch technisch lässt sich solch ein System im<br />

Massenmarkt fertigen, weshalb Seereal einen<br />

anderen Weg geht.<br />

In Blickweite<br />

Seereals Ansatz besteht darin, dass das körperhafte<br />

Objekt einzig an den für unser Schärfesehen<br />

relevanten Punkten rekonstruiert wird,<br />

anstatt das komplette Modell zu berechnen.<br />

Sensoren dienen zur Lokalisierung des Sichtfeldes.<br />

Außerhalb der Sensorreichweite sehen<br />

Sie nichts, außer einen schwarzen Bildschirm.<br />

Die Bestandteile des neuartigen Fernsehers<br />

klingen auf dem Papier vertraut: Ein LCD-Panel<br />

kümmert sich mit Linsensystemen um die<br />

exakte Bilddarstellung im TV-Bereich, während<br />

gängige Projektionschips den Großbildmarkt<br />

bedienen. Für einen in diesem Jahr vorgestellten<br />

PC-Monitor reicht ein gewöhnliches LCD-Panel<br />

mit rund zwei Millionen Bildpunkten aus, um<br />

in einem eingeschränkten Betrachtungswinkel<br />

eine 3-D-Abbildung zu ermöglichen. Seereal<br />

plant nach eigenen Angaben, die vielversprechende<br />

Technologie allen Anbietern per Lizenz<br />

zugänglich zu machen. Von einer eigenen Fertigung<br />

sieht man ab. Ob das ehrgeizige Konzept<br />

der holografischen Bilderzeugung und Sichtfelderkennung<br />

in der Praxis auch mit mehreren Zuschauern<br />

aufgeht, erfahren wir frühestens in<br />

zwei bis drei Jahren, dann sollen laut den Entwicklern<br />

die ersten echten 3-D-Fernseher vom<br />

Band laufen.<br />

Falls Sie nun denken, dass die Entwicklung damit<br />

abgeschlossen sei, müssen wir Sie leider<br />

enttäuschen. Fernseher für die sechste Dimension<br />

sind bereits in der Entwicklung. Diese stellen<br />

Objekte nicht nur körperhaft dar, sondern beziehen<br />

die Raumbeleuchtung in die Berechnung<br />

mit ein. Haben Sie beispielsweise ein 3-D-Foto<br />

von einem Glas geschossen, stellt ein „6-D“-<br />

Fernseher den Gegenstand räumlich dar und<br />

bezieht das einfallende Licht in die Darstellung<br />

mit ein. Das Glas reagiert wie der reale Gegenstand<br />

und spiegelt oder reflektiert realistisch die<br />

Lichtstrahlen. Klingt verrückt? Vermutlich, doch<br />

wer hätte es sich im 19. Jahrhundert träumen<br />

lassen, dass eines Tages Bilder in einem kleinen<br />

Flimmerkasten laufen lernen.<br />

Hightech aus Dresden: Statt einer optischen Täuschung<br />

durch Kombination zweier flacher Bilder setzen die<br />

Entwickler von Seereal auf Hologramme.<br />

Das holografische Display „Visio 20“ erzeugt körperhafte<br />

Strukturen, als wären diese real.<br />

Durch eine Sichtfelderkennung an beiden Rändern<br />

werden nur die Bildinformationen im Blickfeld berechnet.<br />

Bereits 2010 denkbar: Holografische Fernseher für<br />

mehrere Zuschauer für das echte 3-D-Erlebnis ohne<br />

Nebenwirkungen oder Zusatzbrillen. Einzig der Blickwinkel<br />

ist eingeschränkt.<br />

Neues | HD+TV | 6.2008 21


INHALTE<br />

Charmante Blechdose<br />

Robert Downey Jr. in der Comic-Action-Verfilmung „Iron Man“<br />

Ricardo Petzold<br />

Redakteur<br />

Keinohrhasen<br />

Der Kino-Sommerhit von und mit<br />

Til Schweiger auf Blu-ray<br />

Star Wars–The Force Unleashed<br />

Aufwendige Technik trifft auf monotonen Spielablauf<br />

Hier kommt der Spider-Man<br />

Teil drei der erfolgreichen Comicadaption<br />

auf Premiere HD<br />

Die größten Sportevents sind mit<br />

Olympia sowie der EM vorbei und<br />

das Resümee für Deutschland fällt<br />

schlecht aus. Neben Tschechien und<br />

Belgien sind wir die einzige mitteleuropäische<br />

Nation, in der es weder das<br />

eine noch das andere Event hochauflösend<br />

zu bewundern gab.<br />

Dabei konnten unsere öffentlichrechtlichen<br />

Sender auf die <strong>HDTV</strong>-<br />

Zuführung der EBU zugreifen und<br />

hätten kaum zusätzlichen Aufwand<br />

gehabt. Dass dies reibungslos klappen<br />

kann, bewiesen Länder wie<br />

Ungarn oder auch die Türkei. Den<br />

Höhepunkt erreichte das Desaster<br />

allerdings zur IFA, als die ARD bewies,<br />

dass sie HD-Inhalte sehr wohl<br />

ausstrahlen kann. Pünktlich mit dem<br />

Erlöschen der olympischen Flamme in<br />

Peking schaltete das GEZ-finanzierte<br />

Programm mit Eins Festival HD einen<br />

Sender auf, der den Zuschauern eine<br />

Woche zeigen sollte, dass öffentlich-rechtliches<br />

<strong>HDTV</strong> machbar ist.<br />

Für mich war dies der blanke Hohn:<br />

Zur Messe wird beweisen, dass man<br />

genau das kann, was man Wochen<br />

vorher immer wieder verneinte. Dem<br />

Gebührenzahler wäre es gewiss lieber<br />

gewesen, olympische Ereignisse<br />

in <strong>HDTV</strong> zu bewundern, als sich eine<br />

Woche später „Lindenstraßen“-Nostalgiefolgen<br />

ansehen zu müssen.<br />

Bilder: Activision, Auerbach Verlag, Concorde, Sony Pictures, Warner Bros.<br />

22 www.hdplustv.de


Spielehöhepunkte in HD<br />

INHALTE<br />

Die Grafik der Next-Gen-Konsolen hat inzwischen eine Stufe erreicht, auf der die Unterschiede<br />

zwischen Film- und Spielewelt sichtlich verwischen. Diesen Monat dürfen sich Science-<br />

Fiction-Fans besonders über die cineastische „Star Wars“-Umsetzung „The Force Unleashed“<br />

und das an „Dune“ erinnernde „Too Human“ freuen.<br />

VON FALKO THEUNER<br />

Too Human<br />

Kennen Sie noch die Spieleschmiede Silicon<br />

Knights? Richtig, das sind diese kanadischen Jungs,<br />

die schon für Konsolengigant Nintendo innovative,<br />

wenn auch grafisch nicht ganz so gut aussehende<br />

Spiele hergestellt haben. Dazu gehören Perlen wie<br />

„Ethernal Darkness“ und die aufgepeppte Game-<br />

Cube-Fassung des Millionensellers „Metal Gear<br />

Solid“. Genauso wie Rare arbeitet nun auch diese<br />

Spieleschmiede exklusiv für Microsoft. Ihr erstes<br />

Spiel für die Xbox 360 lässt sich am besten als eine<br />

Mischung aus altnordischer Mythologie und der Science-Fiction-Welt<br />

von „Dune“ beschreiben. In der<br />

fernen Zukunft entwickeln Maschinen ein Eigenleben<br />

und beginnen, sich von Menschen zu ernähren.<br />

Spielfigur Lord Baldur stellt sich dem Ganzen als kybernetisch<br />

optimierter Krieger mit Schwert, Lanze,<br />

Pistole, Granaten, Gewehr und Hammer entgegen.<br />

In der dritten Person rennen Sie durch verschneite<br />

Höhlen sowie Hightech-Areale und metzeln sich<br />

durch riesige Monsterhorden. Je mehr Sie erledigen,<br />

desto höher steigt Ihr Fähigkeiten-Level. Die<br />

individuelle Entwicklung der Hauptfigur hängt davon<br />

ab, für welche Kämpferart Sie sich zu Anfang<br />

entscheiden. Nach der ersten großen Mission stellt<br />

man Sie zudem vor die Wahl, den menschlichen<br />

Weg zu gehen oder die Vorteile der Maschinenwelt<br />

zu genießen. Nebenbei werden Sie mit Rüstungsteilen<br />

überhäuft, die Sie Ihrem Helden nach Belieben<br />

anlegen können. Spezielle Aktivitäten sind über<br />

Kampfschreie oder die mechanische Spinne auf Ihrem<br />

Rücken einsetzbar.<br />

Das Design des Ambientes ist zweifellos gelungen.<br />

Uns stieß beim Test nur die oft sehr mäßige<br />

Umsetzung von atmosphärisch dichten Konzepten<br />

auf. Erwartet man z. B. einen extremen Knalleffekt,<br />

wenn das Transportmittel unsanft auf den Boden<br />

aufsetzt, passiert dies eben nicht. Und auch die fliegenden<br />

Sägeblätter des ersten großen Endgegners<br />

treffen scheinbar wirkungslos auf ihre Opfer. Störend<br />

treten häufig sehr hohe Töne auf, die eher an<br />

den Zahnarzt erinnern, als dass sie die Atmosphäre<br />

unterstützen. Trotz der guten Story und Regie, die<br />

manchmal sogar mitten im Kampf eine erklärende<br />

Rückblende einbaut, ist das Gameplay recht eintönig.<br />

Letzten Endes spielt sich in den teils mager<br />

texturierten Räumlichkeiten immer das Gleiche ab,<br />

wobei Sie vielleicht hier und da Schwierigkeiten mit<br />

dem ungenauen Anvisieren bekommen. Da hilft<br />

auch all das schmückende Drumherum nicht viel.<br />

Aber möglicherweise ändert sich das ja noch bei<br />

den angekündigten zwei Fortsetzungen.<br />

Bildqualität<br />

Bilder: Mircosoft Game Studios<br />

Tonqualität<br />

Empfehlung<br />

Hersteller Silicon Knights/Microsoft<br />

Game Studios<br />

Genre<br />

Action<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2008 23


INHALTE<br />

Infinite Undiscovery<br />

Rundenbasierte Rollenspiele sind schon lange out.<br />

Heute läuft alles hektischer ab, in Echtzeit. Aus<br />

Strategie wird Taktik und die Spieler haben kaum<br />

noch Zeit nachzudenken. Dass dieses Prinzip nicht<br />

bei jedem Fantasy-Spiel funktioniert, beweist<br />

„Infinite Undiscovery“. Bei einem Gegner mag es<br />

noch einfach sein, ein anderes Gruppenmitglied als<br />

den Helden zu einer Attacke zu bewegen. Sobald<br />

mehr Gegner auf das Grüppchen zustürmen, bleibt<br />

dem Spieler allerdings nichts anderes übrig, als jeden<br />

Befehlsversuch fallen zu lassen und nur noch<br />

draufzuhauen. Selbst wenn das Menü aufgeschlagen<br />

ist, können sich Feinde nähern.<br />

Der Anfang gestaltet sich nicht einfach: Nach etlichen<br />

unmotivierenden Tutorien, die man am liebsten<br />

überblättern möchte, nerven die langweilig<br />

gestalteten Fluchtpassagen. Ganz recht – Kämpfen<br />

macht hier noch keinen Sinn. Zwei Stunden später<br />

gewinnt das Spiel deutlich an Fahrt und es macht<br />

langsam Spaß, den Begleitern beim Kampfgetümmel<br />

zuzuschauen.<br />

Die Grafik erinnert an die auch in westlichen Gefilden<br />

sehr beliebte „Final Fantasy“-Reihe. Sie ist<br />

an den Stil japanischer Animationsfilme angelehnt.<br />

Es stört noch nicht einmal, dass sämtliche Figuren<br />

archetypische Rollenspielcharaktere sind und die<br />

Geschichte nach dem altbewährten Bäumchenwechsel-dich-Schema<br />

gestrickt ist. Allerdings sind<br />

die weitläufigen Level mit sehr monotonen Texturen<br />

ausgestattet und auch ihr Design gefällt nicht immer.<br />

Fans von solider Fantasy-Kost dürfen trotz aller<br />

Kritik zu dem solide umgesetzten Spiel greifen.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Empfehlung<br />

Hersteller Square Enix, Kochmedia<br />

Genre<br />

Adventure/RPG<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Rock Band<br />

Einmal so richtig abrocken, ohne teure Instrumente<br />

besitzen zu müssen, geschweige denn, Musikstunden<br />

genommen zu haben, ist nun kein unerfüllbarer<br />

Traum mehr. „Rock Band“ liefert eine Gitarre,<br />

ein Schlagzeug und ein Mikrofon für Ihre kleine<br />

Wohnzimmergruppierung. Einzig die Bassgitarre<br />

liegt dem Bundle nicht bei, weshalb diese bei einer<br />

vierköpfigen Band nachgekauft werden muss. Ziel<br />

ist es, allseits bekannte Rock- und Popsongs so gut<br />

wie möglich nachzuspielen und dem Publikum eine<br />

großartige Show zu bieten. Auf einem visuellen Gitarrenhals<br />

werden vier bis fünf erzeugbare Töne als<br />

verschiedenfarbige Symbole dargestellt. Farbe und<br />

Position geben bei der Gitarre die zu haltende Saite<br />

an. Passiert das Symbol die Taktlinie, wird mit der<br />

rechten Hand die Saite angeschlagen. Ähnlich funktioniert<br />

das Schlagzeug. Dort besteht die Schwierigkeit<br />

darin, den schnellen Rhythmus zu halten und<br />

die beiden Drumsticks sowie die Fußmaschine richtig<br />

zu koordinieren.<br />

Der Schwierigkeitsgrad variiert mit den Songs. Ist<br />

Radioheads „Creep“ noch sehr leicht nachzuvollziehen,<br />

sollten sich nur wahre Profis an dem asymmetrischen<br />

Song „Won’t Get Fooled Again“ von The<br />

Who wagen. Wer den Spaßfaktor von „Rock Band“<br />

noch nicht kennengelernt hat, muss es unbedingt<br />

einmal ausprobieren. Einziger Wermutstropfen ist<br />

das gute Geld, das dafür hingeblättert wird. Neben<br />

dem Spiel für rund 70 Euro kostet das Dreierset Plastikinstrumente<br />

170 Euro.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Empfehlung<br />

Hersteller EA<br />

Genre<br />

Musikspiel<br />

HD-Konsole PS3, Xbox 360<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bilder: EA, Kochmedia, Lucas Arts<br />

24 www.hdplustv.de


Star Wars – The Force Unleashed<br />

www.hdplustv.de<br />

Was wäre, wenn es in Zukunft gar keine Kinofilme<br />

mehr gäbe und stattdessen nur noch cineastische<br />

Spiele wie dieses hier herauskämen? Der<br />

Welt würde wohl etwas fehlen. Es spricht natürlich<br />

nicht viel dagegen, eine geniale Handlung aus<br />

dem „Star Wars“-Universum zu nehmen und sie<br />

dann mit spielbaren Sequenzen aufzufüllen. So ist<br />

„The Force Unleashed“ konstruiert und das Ganze<br />

klappt hervorragend. Das Feeling ist das gleiche<br />

wie bei den Filmen. Beim Level-Design allerdings<br />

haben die Entwickler ein klein wenig geschlampt.<br />

Ständig wiederkehrende Designs lassen innerhalb<br />

einer Level-Karte viele Orte gleich aussehen. Wäre<br />

da nicht die Allmacht des Helden, bestünde das<br />

Spiel also hauptsächlich aus frustrierend langweiligen<br />

Kampf- und Sprungsequenzen. Richtig genial<br />

wird der Titel erst, wenn man die Kräfte des Jedi jagenden<br />

Starkillers kreativ umsetzt. Objekte können<br />

dank Digital Molecular Matter (DMM) physikalisch<br />

korrekt bewegt, verbogen und zerstört werden.<br />

Machtgriff, -blitz, -sprung und -schub sind handlich<br />

auf einzelne Tasten verteilt und können mit der Zeit<br />

beliebig mit dem Lichtschwert oder anderen Bewegungen<br />

kombiniert werden. Lichtschwertwurf,<br />

Rückstoß und Blitzschild ergänzen die Fähigkeiten.<br />

Die Umgebung ist außerdem so dynamisch gestaltet,<br />

dass jeder Spieler seinen individuellen Weg zur<br />

Problemlösung finden kann. Instinktiv reagieren die<br />

Gegnerscharen unterschiedlich auf den geheimen<br />

Schüler Darth Vaders. Manche laufen in ihrer Angst<br />

davon, während die Großzahl natürlich mit allem angreift,<br />

was zur Verfügung steht. Unterstützt wird die<br />

sehr realistisch wirkende künstliche Intelligenz von<br />

„Euphoria“, einem System, das jedes Wesen dynamisch<br />

auf die Umgebung reagieren lässt. Durch die<br />

Luft gewirbelte Startrooper halten sich so beispielsweise<br />

am nächsten greifbaren Objekt fest. Wer die<br />

Jedi-Kämpfe auf Leben und Tod übersteht, wird am<br />

Ende mächtiger sein als der dunkle Lord selbst. Und<br />

das macht einen Heidenspaß!<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Empfehlung<br />

Die<br />

Website<br />

für das<br />

bessere<br />

Fernsehen<br />

Hersteller Lucas Arts<br />

Genre<br />

Action<br />

HD-Konsole PS3, Xbox 360<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Anzeige


INHALTE<br />

Blu-ray-Höhepunkte<br />

Der Kinosommer 2008 war heiß und nach und nach trudeln sämtliche Highlights auf Blu-ray<br />

Disc ein. Wer den einen oder anderen Film im Kino verpasst hat, macht es sich zur kalten<br />

Jahreszeit vor seiner heimischen Leinwand mit „Iron Man“, „Cloverfield“, „Shine A Light“,<br />

„Keinohrhasen“ oder „Jumper“ gemütlich.<br />

VON FALKO THEUNER<br />

Iron Man<br />

Nicht die Waffen töten Menschen – Menschen töten<br />

Menschen. Das denkt sich Waffenproduzent<br />

Tony Stark (Robert Downey Jr.). In Afghanistan präsentiert<br />

er sein neustes Kind, die Cluster-Missile<br />

„Jericho“, und daraufhin wird auch prompt von einer<br />

Terrorgruppe entführt. Stark werden die Augen<br />

geöffnet, als er erkennt, wofür man seine Produkte<br />

nutzt. Mithilfe des ebenfalls gefangenen Physikers<br />

Dr. Yinsen (Shaun Toub) baut er eine neuartige Superrüstung<br />

für die Flucht. Wieder in der Heimat angekommen,<br />

wird aus dem<br />

Playboy Stark die verantwortungsbewusste<br />

Kampfmaschine<br />

Iron Man.<br />

Die Scheibe glänzt wie der<br />

metallene Anzug des Superhelden<br />

mit einem fast<br />

makellosen Bild und beeindruckenden<br />

Sound. Durch<br />

die gelungene Verschmelzung<br />

von mechanischen und computergenerierten<br />

Modellen wirken die Spezialeffekte nicht allzu<br />

künstlich. Kräftiges Metallicrot schimmert genauso<br />

in die Kamera wie die natürlichen Hautfarben. Einziger<br />

Wermutstropfen ist der mäßige Schwarzwert<br />

in einigen dunklen Szenen, wie z. B. bei Starks Gefangenschaft<br />

in Afghanistan. Weite Wüstenpanoramen<br />

beeindrucken mit knackscharfen Details.<br />

Sowohl der durchdringende Bass der stampfenden<br />

Maschinen als auch die hohen Töne erlangen auf<br />

der DTS-HD-5.1-Tonspur eine neue Güteklasse. Eine<br />

Auswahl an interessanten HD-Extras komplettiert<br />

die luxuriöse Disc, während die aktuellen BD-Live-<br />

Features nicht wirklich erwähnenswert sind.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Concorde<br />

Genre<br />

Comicverfilmung<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 2,35 : 1<br />

Ton DTS-HD 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bilder: Concorde, EMS, Warner Home<br />

26 www.hdplustv.de


Zodiac (DC)<br />

Als Abgesang auf die genialen Film-Killer Hollywoods<br />

stellt David Finchers Thriller schon fast dokumentarisch<br />

das mörderische Treiben Zodiacs<br />

und dessen Auswirkungen auf die amerikanische<br />

Bevölkerung in den 1970ern nach. Ein mysteriöser<br />

Brief fordert gleich mehrere Tageszeitungen auf,<br />

ein Rätsel abzudrucken, das ganz San Francisco in<br />

Atem halten soll. Angestrengt versuchen Cartoonist<br />

Graysmith (Jake Gyllenhaal), Enthüllungsjournalist<br />

Paul Avery (Robert Downey Jr.) und Inspektor Dave<br />

Toschi (Mark Ruffalo), das Geheimnis zu lüften.<br />

Die exzellente Schärfe<br />

macht das Bild zu einem<br />

wahren Augenschmaus.<br />

Farblich orientiert sich der<br />

Streifen an einem blassen,<br />

ins Bräunliche abdriftenden<br />

Look. Trotz dieses klassischen<br />

Elements wirken die<br />

Töne nie milchig. Gleichzeitig<br />

sind Kontrast und Schwarzwert hervorragend.<br />

Obwohl dynamische und räumliche Sounds eher<br />

die Ausnahme bilden, sind sie doch an den richtigen<br />

Stellen vorhanden. Regen auf den Straßen,<br />

Schreibmaschinengeräusche in der Redaktion und<br />

Telefongeläute im Polizeipräsidium – der Zuschauer<br />

befindet sich immer mitten im räumlichen Geschehen,<br />

wenn es die Geschichte verlangt.<br />

Für jeden, der sich nach dem Film noch zusätzlich<br />

mit dem Mysterium der echten Zodiac-Morde befassen<br />

möchte, bietet die Blu-ray Disc zahllose Beiträge<br />

über das Werk und die wahren Hintergründe in HD-,<br />

aber auch in SD-Qualität. Making-ofs klären über<br />

die visuellen Effekte auf. Fans dürften ebenso wie<br />

alle anderen Käufer der Blu-ray Disc mit diesem Bonus-Paket<br />

wunschlos glücklich sein.<br />

INHALTE<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Warner Home<br />

Genre<br />

Thriller<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 2,35 : 1<br />

Ton DD 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

11 : 14 – E levenfourteen Der Sturm<br />

Zwei Unfälle ereignen sich zur selben Zeit (dem Titel<br />

entsprechend um 11.14 Uhr) in einer Kleinstadt.<br />

Gleich mehrere Schicksale überschneiden sich zu diesem<br />

Zeitpunkt und sind mehr zufällig als gewollt miteinander<br />

verknüpft. Doch nichts ist, wie es scheint,<br />

und irgendwie hat jede Figur mindestens eine Leiche<br />

im Keller, sei es z. B. Patrick Swayze („Dirty Dancing“)<br />

als überaus besorgter Vater oder Henry Thomas<br />

(„E.T.“) als tollpatschiger Pechvogel.<br />

Dunkle Hintergründe und unnatürliches Kunstlicht<br />

sind nicht gerade die besten<br />

Voraussetzungen, um klare<br />

Bilder mit kräftigen Farben<br />

zu erhalten. Während der<br />

Schwarzwert durchgängig<br />

noch etwas niedriger hätte<br />

sein können, schwankt die<br />

Schärfe unregelmäßig. Als<br />

Sichtbehinderung könnte<br />

schon fast das extreme Bildrauschen bezeichnet werden.<br />

Wie ein vom Unwetter bedingtes, leicht gestörtes<br />

Fernsehbild kriselt es vor sich hin.<br />

Viele Vorteile besitzt die Blu-ray gegenüber der DVD-<br />

Fassung nicht. Das Bild arbeitet nur an manchen Stellen<br />

Details heraus, die in SD nicht erkennbar sind. Auf<br />

Extras wurde ganz verzichtet. Nur die Tonqualität<br />

könnte zum Kauf der Blu-ray-Variante bewegen.<br />

Ein kleines Fischerteam aus Massachusetts, bestehend<br />

aus dem Kapitän Billy Tyne (George Clooney)<br />

und seiner Crew, begibt sich das letzte Mal in der<br />

Saison aufs Meer. Niemand ahnt, welche Katastrophe<br />

in Form eines Sturms auf die Gruppe zukommt.<br />

Mit der Schärfe hat diese Blu-ray Disc ein eindeutiges<br />

Problem. Schon in der Anfangssequenz, wenn<br />

die Boote in den Hafen fahren, ist die eingeblendete<br />

Schrift das einzig Deutliche am Bild. Alles andere<br />

wirkt extrem verschwommen. Ähnlich enttäuschend<br />

sind die Farben, die mal zu<br />

blass, mal zu unnatürlich<br />

herüberkommen. Die krachenden<br />

Effekte des Originals<br />

ertönen auf der deutschen<br />

Tonspur zu artig aus<br />

den Boxen. Am Höhepunkt<br />

wird das Ganze räumlicher<br />

und dynamischer.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih EMS<br />

Genre<br />

Drama/Komödie<br />

Format Blu-ray, BD 25<br />

Bild VC-1, 1,85 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Warner Home<br />

Genre<br />

Katastrophenfilm<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 2,35 : 1<br />

Ton D True HD 5.1 (engl.), DD 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Blu-ray Disc<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2008 27


INHALTE<br />

Cloverfield<br />

„Filmst du immer noch?“ – „Ja, die Leute werden<br />

wissen wollen, wie alles den Bach runter ging.“ –<br />

„Du kannst es ihnen doch einfach erzählen, Hud.“<br />

– „Nein, das wird nicht funktionieren. Die Menschen<br />

müssen das sehen, verstehst du?“ Eine Explosion erschüttert<br />

Manhattan. Menschen fliehen in völliger<br />

Panik. Doch wo sollen sie überhaupt hin? Niemand<br />

weiß, was die Bedrohung ausgelöst hat. Eine Welle<br />

aus Staub nähert sich durch die Straßen dem Kameramann.<br />

Er bringt sich in dem Laden von nebenan<br />

in Sicherheit. Als die Erschütterungen immer stärker<br />

werden, bricht selbst dem Zuschauer der kalte<br />

Schweiß aus. Passiert das alles<br />

gerade wirklich? „Cloverfield“<br />

pocht auf Realismus<br />

und wurde aus diesem Grund<br />

mit einer stets von Hand geführten<br />

Digitalkamera („F23-<br />

CineAlta“) aufgenommen.<br />

Dadurch entfaltet sich ein<br />

Dokumentarstil, der den<br />

Zuschauer in seinen Bann zieht. Gleichzeitig ist die<br />

Bildqualität absichtlich schlechter als in den meisten<br />

anderen aktuellen Filmen. In dunklen Szenen wurde<br />

z. B. auf eine zusätzliche Filmbeleuchtung verzichtet,<br />

weshalb sich ausschließlich rötliche bis orangefarbene<br />

Töne zusammen mit dem sehr guten Schwarz<br />

auf die Bildfläche trauen. Auch die Details halten<br />

sich in Grenzen, dafür ist die Schärfe in den meisten<br />

Szenen gegeben. Nur wenn blanke Panik ausbricht,<br />

ist das Bild kaum zumutbar. Haben die visuellen<br />

Ruckeleien noch eine unverwechselbare Heimvideo-<br />

Note, entschied sich Paramount beim Ton für eine<br />

erstklassige Audiowiedergabe. Wie die Filmemacher<br />

das geschafft haben, ist unklar, aber die Soundkulisse<br />

holt durch ihre realistischen Effekte das Publikum<br />

so intensiv wie nie ins Geschehen.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Paramount<br />

Genre<br />

Katastrophenfilm<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 1,78 : 1<br />

Ton D True HD 5.1 (engl.), DD 5.1,<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Wächter des Tages Jumper<br />

In der Welt von „Dnevnoy Dozor“ existiert eine Dimension,<br />

die nur von den „Hellen“ bzw. den „Dunklen“<br />

betreten werden kann. Anton (MTV-Ikone Konstantin<br />

Khabensky) ist einer der Wächter der Nacht<br />

und wird durch seinen unehelichen Sohn Jegor unfreiwillig<br />

in ein finsteres Komplott hineingezogen.<br />

Der im ersten Teil begonnene Plan des Unterweltfürsten<br />

und seiner Gemahlin vernachlässigt jedoch<br />

einen Faktor: Antons Wächter-Praktikantin Svetlana.<br />

Alle Spezialeffekte verdichten<br />

die Atmosphäre und<br />

erhalten auch durch die hervorragende<br />

Schärfe keinen<br />

Dämpfer. Verdunkelt sich das<br />

Bild oder ist es großflächig<br />

hell, macht sich verstärktes<br />

Bildrauschen bemerkbar. Die<br />

russischen Rock- und Metal-<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih 20th Century Fox<br />

Genre<br />

Fantasy-Horror<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild MPEG-4, 2 ,35: 1<br />

Ton D True HD 5.1 (russ.), DTS 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Einlagen werden von fröhlich-kitschigen Jingles unterbrochen,<br />

was nicht jedermanns Sache ist. Trotz<br />

basslastiger Musik und Soundeffekte bleiben die Dialoge<br />

stets verständlich. Für einen Actionfilm wirkt die<br />

räumliche Verteilung der Sounds ziemlich monoton.<br />

Flattert mal ein Rabe dynamisch am Zuschauer vorbei,<br />

so geschieht dies nur auf den vorderen Boxen.<br />

Als Boni wurden lediglich ein Trailer und das Makingof<br />

auf die Scheibe gepresst.<br />

David (Hayden Christensen) kann in Sekundenbruchteilen<br />

an jeden beliebigen Ort springen. In<br />

seinem jugendlichen Leichtsinn raubt er Banken<br />

aus und erweckt dadurch die Aufmerksamkeit des<br />

Jumper-Jägers Roland (Samuel L. Jackson), der David<br />

und seinen Leidensgenossen Griffin (Jamie Bell)<br />

gnadenlos jagd. Die Basis eines guten Kontrasts ist<br />

ein makelloses Schwarz. Jumper variiert in diesem<br />

Wert, worunter auch der Kontrast zu leiden hat.<br />

An den Personen sind zahlreiche<br />

Feinheiten erkennbar,<br />

weite Einstellungen wissen<br />

in diesem Punkt weniger zu<br />

begeistern. Alle Boxen werden<br />

durchgängig genutzt<br />

und Hintergrundgeräusche<br />

sind permanent vorhanden.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Kinowelt<br />

Genre<br />

Action<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 2,35 : 1<br />

Ton DTS-HD 7.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bilder: 20th Century Fox, Kinowelt, Paramount<br />

28 www.hdplustv.de


Ausgerüstet mit neuester Technologie.<br />

Der weltweit<br />

erste 200 Hertz<br />

LCD-Fernseher.<br />

Der neue BRAVIA Z4500<br />

40"- 52" mit unglaublicher<br />

Bewegungsschärfe<br />

und herausragender<br />

Bildqualität.<br />

www.sony.de/bravia<br />

AB 6. NOVEMBER IM KINO<br />

Quantum of Solace © 2008 Danjaq, United Artists, CPII. 007 and<br />

related James Bond Trademarks, TM Danjaq.<br />

„Sony”, „like.no.other” und „BRAVIA” sind Marken oder eingetragene<br />

Marken der Sony Corporation, Japan. Alle anderen<br />

Marken sind eingetragene Marken ihrer jeweiligen Eigentümer.


INHALTE<br />

Keinohrhasen<br />

Schmierblattreporter haben’s schwer. Unfähig,<br />

eine feste Beziehung zu führen, mogelt sich Ludo<br />

(Til Schweiger) durch das harte Journalistenleben,<br />

bestimmt von Intrigen und Oberflächlichkeit. Anna<br />

(Nora Tschirner) ist da schon ganz anders. Sie steht<br />

der Welt kritisch gegenüber und hält mit ihrem Handeln<br />

als Kindergärtnerin jegliches Böse von sich fern.<br />

Beide hassen einander seit Kindertagen, kommen<br />

sich durch einen dummen Zufall aber doch irgendwie<br />

näher. Aufgrund eines fahrlässigen Klatschberichtes<br />

wird Ludo gerichtlich zu 300 Tagen Strafarbeit<br />

in einer Kindertagesstätte verdonnert. Und da<br />

wartet auch schon Anna mit<br />

unbezwingbaren Rachegelüsten.<br />

Was das Ganze mit<br />

ohrlosen und bedeppert<br />

dreinblickenden Hasen zu<br />

tun hat, erfahren Sie nur,<br />

wenn Sie den Film schauen<br />

Grundsätzlich ist die Bildund<br />

Tonqualität guter Standard.<br />

Bildrauschen, alternierender Kontrast, mäßige<br />

Spezialeffekte und ein sich durch den ganzen Film<br />

ziehender Braunton lassen uns weder Luftsprünge<br />

machen noch einen Abgesang anstimmen. Zweifellos<br />

frei von jeglichem Makel sind nur die bedingungslose<br />

Schärfe und der saubere Klang der deutschen<br />

DTS-HD-5.1-Kanal-Tonspur. Sehbehinderte<br />

Menschen haben außerdem die Möglichkeit, auf<br />

eine deutsche Audiodeskription umzuschalten. Unzählige<br />

Extras erwarten den geneigten Zuschauer in<br />

der Doppeldisc-Edition. Als besondere Zugabe legt<br />

Warner eine zusätzliche Digital-Copy-Scheibe bei,<br />

was für „Keinohrhasen“-Fans bedeutet, dass sie<br />

den Film in SD-Qualität bis August 2009 kostenlos<br />

auf ihren Laptop oder PC mit Windows Vista speichern<br />

dürfen.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Warner Home<br />

Genre<br />

Beziehungskomödie<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 2.35 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Der Teufel trägt Prada<br />

Natural Born Killers<br />

Die Hölle existiert – und zwar direkt in der Glamour-<br />

Redaktion von „Runway“ unter der Leitung Miranda<br />

Priestlys (Meryl Streep). Ohne zu wissen, worauf sie<br />

sich einlässt, beginnt Mauerblümchen Andy (Anne<br />

Hathaway) ihre Stelle als Mirandas Assistentin. Dem<br />

täglichen Stress ausgesetzt, den ihre Vorgesetzte<br />

so an den Tag legt, gewöhnt sie sich an die Bedingungen<br />

und avanciert zu einer angesehenen Modejournalistin.<br />

Doch ihr einnehmender Beruf wirkt<br />

sich auch auf ihr Privatleben aus. Bildlich gesprochen<br />

durchläuft Andy eine kunterbunte<br />

Accessoire-Sammlung<br />

in sehr kräftigen Farben, die<br />

schon fast unnatürlich in ansonsten<br />

neutrale Bildbereiche<br />

strahlen. Die klaren Formen<br />

der hellen Umgebung wissen<br />

dank der guten Schärfe zu<br />

gefallen, ersetzen aber nicht<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih 20th Century Fox<br />

Genre<br />

Tragikomödie<br />

Format Blu-ray, BD 25<br />

Bild MPEG-4, 2 ,35: 1<br />

Ton DTS-HD 5.1 (englisch), DTS 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

den Wow-Effekt von anderen, detailreicheren Blurays.<br />

Zu dezent werden außerdem die hinteren Lautsprecher<br />

angesteuert, weshalb sich alles an der Front<br />

abspielt. Und obwohl sämtliche Extras mit HD-Auflösung<br />

punkten, hätte es neben nicht verwendeten<br />

Szenen und einem Zusammenschnitt der verpatzten<br />

Einstellungen ruhig noch mehr Boni geben dürfen.<br />

Mickey (Woody Harrelson) und Mallory (Juliette<br />

Lewis) sind ein Verbrecherpärchen wie Bonny und<br />

Clyde, nur verrückter und skrupelloser als ihre<br />

geistigen Vorbilder. Wegen des ständigen Wechsels<br />

zwischen unterschiedlichen Filmstilen fällt es<br />

schwer, Bild- und Tonqualität zu bewerten. Körnige<br />

Schwarz-Weiß-Aufnahmen wechseln mit hochgeregelten<br />

Sitkom-Kontrasten, monochromen Hippie-<br />

Bildern und dem für US-Serien der 1990er Jahre typischen<br />

weichen Licht. Unter Zuhilfenahme der DVD<br />

stellen wir jedoch einen tadellosen<br />

Datentransfer fest,<br />

der passable Kontraste, einen<br />

räumlich-tiefen Schwarzwert<br />

und kräftige Farben bietet.<br />

Teils unverständliche Dialoge<br />

sowie fehlende Räumlichkeit<br />

sind dem über 14 Jahre alten<br />

Quellmaterial geschuldet.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Warner Home<br />

Genre<br />

Drama<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 1,85 : 1<br />

Ton D True HD 5.1 (engl.), DD 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bilder: 20th Century Fox, Buena Vista, Kinowelt, Warner Home<br />

30 www.hdplustv.de


Nightmare Before Christmas<br />

Halloween mit Weihnachten zu<br />

kreuzen kann nur einem Querkopf<br />

wie Tim Burton einfallen. Das herrlich<br />

makabre Musical dreht sich um<br />

den Herrn der längsten Herbstnacht,<br />

Jack Skellington. Frustriert von seiner<br />

eintönigen Arbeit, sucht er nach etwas<br />

Neuem, etwas Inspirierendem,<br />

etwas, das ihn von seiner großen<br />

Depression befreit. In einem geheimnisumwitterten<br />

Wald findet er<br />

schließlich einen Zugang zur Weihnachtswelt.<br />

Überrascht von dem<br />

bunten und lebensbejahenden Treiben<br />

kehrt er nach Halloweentown<br />

zurück ... mit Reformgedanken.<br />

Wussten Sie eigentlich, dass Jack<br />

Skellingtons Gesang von dem erfolgreichen<br />

Hollywood-Komponisten<br />

Danny Elfman selber stammt? Und<br />

damit meinen wir die Stimme selbst.<br />

Aber keine Sorge, die deutsche Synchronstimme<br />

macht ihren Job auch<br />

sehr gut und gliedert sich in die<br />

wunderschön zusammengestellte<br />

5.1-Filmmusik ein. Disney nahm das<br />

Filmmaterial von 1993, restaurierte<br />

es und machte „Nightmare Before<br />

Christmas“ damit für die Blu-ray besonders<br />

attraktiv.<br />

So werden die Puppen mit stimmungsvollen<br />

Farben und einem<br />

äußerst plastischen Kontrast zum<br />

Leben erweckt. Halloweentown<br />

bleibt natürlich vorzüglich grau und<br />

ist auch meist in weiches Licht getaucht.<br />

Umso greller erscheinen die<br />

Lichterketten der Weihnachtswelt<br />

sowie Mr. Boogies rhythmischer<br />

Auftritt. Wir können nur jedem empfehlen,<br />

seine Sammlung mit diesem<br />

Meisterwerk aufzuwerten.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Buena Vista<br />

Genre<br />

Animation/Musical<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild MPEG-4, 1,66 : 1<br />

Ton D True HD 7.1 (engl.), DTS 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Mr. & Mrs. Smith<br />

Im Hause Smith herrscht dicke Luft.<br />

Ihre anfänglich so leidenschaftliche<br />

Beziehung ist zu einer alltäglichen,<br />

langweiligen Ehe geworden. Zum<br />

Glück kennen Mr. und Mrs. Smith<br />

(Brad Pitt und Angelina Jolie) noch<br />

nicht jede Seite ihres Partners. Beide<br />

arbeiten als Agenten für jeweils<br />

konkurrierende Unternehmen. Als<br />

sie aufeinander angesetzt werden,<br />

kommt wieder Schwung in die Ehe ...<br />

mit Schusswaffen und Sprengsätzen<br />

wohlgemerkt.<br />

Sehr gelungen wurde bei der Produktion<br />

mit Farben und Kontrasten<br />

gespielt. So ist z. B. die erste Begegnung<br />

des tödlichen Pärchens in<br />

sehr helle Bilder mit überzogenen<br />

Kontrasten getaucht. Der Ehe-Alltag<br />

Bildqualität<br />

sieht da schon düsterer aus. Detailgrad<br />

und Schärfe bleiben gehobener<br />

Standard, wie der erste Schusswechsel<br />

der Topagenten in der unebenen<br />

Steinwüste zeigt.<br />

Wegen der häufigen Action lohnt sich<br />

der 7.1-Kanal-Ton der DTS-HD-Spur<br />

mit einer konstanten Übertragungsrate<br />

von zwei Megabit je Sekunde.<br />

John Powells genialer Soundtrack<br />

rasselt rhythmisch von allen Seiten<br />

und geht sofort ins Blut. Manchmal<br />

übertönt er sehr leicht die Dialoge.<br />

Umgekehrt hätten die Explosionen<br />

ein bisschen mehr Wumms vertragen.<br />

Alles in allem versprüht die<br />

Scheibe mit ihrem legeren und leicht<br />

luxuriösen Auftreten den vollen<br />

Charme der beiden Hauptakteure.<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Kinowelt<br />

Genre<br />

Agenten-Komödie<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild VC-1, 2,35 : 1<br />

Ton DTS-HD 7.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Anzeige<br />

Der Filmstar im Taschenformat:<br />

Xacti HD1010 mit Full HD<br />

HD1010 | 1.920 x 1.080 Bildpunkte im 1080p-Format | MPEG-4-AVC-Technologie<br />

Die Xacti HD1010 begeistert mit brillanten Videos in Full HD-Qualität (1.920 x 1.080<br />

Bildpunkte, 1080p) und speichert sie auf SD- oder SDHC-Speicherkarten. Dazu ist<br />

sie äußerst kompakt und leicht, also ideal für unterwegs. Der CMOS-Sensor und<br />

die 100-fache Zoompower aus 10-fach optischem und digitalem Zoom erfassen<br />

kleinste Details. Das zeigen auch die scharfen 4-Megapixel-Fotos. Die »Xacti<br />

Library« Funktion macht das Archivieren und Abspielen komfortabel – und die<br />

integrierte HDMI-Schnittstelle sorgt für beste Bild- und Ton-Übertragung.<br />

www.dreh-dein-ding.de<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2008 31


INHALTE<br />

Wildes China<br />

Das umfangreiche Blu-ray-Paket beinhaltet sechs<br />

Folgen mit jeweils 60 Minuten Lauflänge. Damit ist<br />

diese Version vier Stunden länger als die auf ARD<br />

gezeigte BBC-Dokumentation. Jede Folge ist wiederum<br />

in sechs leicht bekömmliche Portionen unterteilt.<br />

Die Aufnahmen stammen von 1996 und sind<br />

deshalb leider visuell nicht so hochwertig wie z. B.<br />

die ebenfalls von Polyband vertriebene Naturdoku<br />

„Galapagos“. Die an und für sich wunderschönen<br />

Aufnahmen sind weniger scharf und kontrastreich.<br />

Das Schwarz wird mit der Zeit<br />

besser. Größte Stärke sind<br />

die ausgeprägten Farben der<br />

grünen Landschaften, bunten<br />

Tier- und Pflanzenwelt sowie<br />

der prächtigen Kostüme.<br />

Düster und unheilvoll senkt<br />

sich die Stimme des Sprechers<br />

auf die geheimnisvollen<br />

Bilder nieder. An einigen Stellen setzt der deutsche<br />

Sprecher kurzzeitig aus und lässt dem englischen<br />

Original den Vortritt. Zudem klingt die Aussprache<br />

der Synchronisation teilweise zu engagiert und übertrieben<br />

angestrengt. Die DTS-HD-Tonspur verteilt die<br />

natürlichen und im Studio nachgebesserten Umgebungsgeräusche<br />

ausgewogen auf die Kanäle. Als<br />

Bonus wartet ein 26-minütiges Making-of zur Serie<br />

in SD-Auflösung.<br />

Home Of The Brave<br />

Für vier amerikanische Soldaten werden die letzten<br />

Tage ihres Irakeinsatzes zur Hölle. Nach einem blutigen<br />

Anschlag kehrt jeder mit seinem eigenen Trauma<br />

nach Hause zurück. Ein „Flags Of Our Fathers“<br />

ist „Home Of The Brave“ nun wirklich nicht, denn<br />

schauspielerische Glanzleistungen sucht man vergeblich.<br />

Die HD-Auflösung offenbart sehr deutlich<br />

die Green-Screen-Aufnahmen, was zur Entzauberung<br />

beiträgt. Ansonsten ist das Bild sehenswert.<br />

Exzellente Detaildarstellungen gehen einher mit<br />

stilistischen Mitteln wie<br />

übertriebenem Kontrast und<br />

digital zu Türkis verkühlten<br />

Farben. Ungewollte Fehler<br />

wie das variierende Schwarz<br />

trüben die Optik. Auffällig<br />

milde fällt der Bass-Einsatz in<br />

dem traumatischen Schusswechsel<br />

am Anfang aus.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Polyband<br />

Genre<br />

Dokumentation<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild MPEG-4, 1,78 : 1<br />

Ton DTS-HD 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih ems<br />

Genre<br />

Drama<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Ton DTS-HD 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Shine A Light<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Kinowelt/Arthaus<br />

Genre<br />

Dokumentation<br />

Format Blu-ray, BD 50<br />

Bild MPEG-4, 1.85 : 1<br />

Ton DTS-HD 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Eine echte Erleuchtung für Stones-Fans dürfte Martin<br />

Scorseses IMAX-Dokumentation mit dem Zusammenschnitt<br />

zweier Manhattan-Konzerte sein.<br />

Welche Schwierigkeiten Scorsese mit den Altrockern<br />

beim Dreh hatte, zeigen die ersten Momente des<br />

Films. Nur wenige Minuten und ein paar Close-ups<br />

von Jaggers und Richards faltigen Gesichtern reichen<br />

aus, um dieses unverwechselbare Stones-Feeling<br />

zu erhalten. Körniger Film, Orangetöne, häufiger<br />

Schwarz-Weiß-Einsatz und eingeschnipselte<br />

Interview-Ausschnitte aus über 45 Jahren Bandgeschichte<br />

geben dem Streifen<br />

seinen Kultcharakter. „Denken<br />

Sie, Sie legen auch mit<br />

über 60 so einen Auftritt hin<br />

wie heute?“, wird dort der<br />

junge Mick Jagger gefragt,<br />

woraufhin er antwortet:<br />

„Ja, ich denke schon.“ Wieder<br />

im Hier und Jetzt angelangt,<br />

blenden die Lichter auf und die Stones rocken<br />

die Bühne, stärker und besser als zum Zeitpunkt des<br />

Interviews. Gaststars wie Christina Aguilera lockern<br />

das Programm auf. Bühnenaufbau und Beleuchtung<br />

machen das Gesamtbild zum kleinen Kunstwerk. In<br />

detailverliebter Abmischung streicheln die Klänge<br />

des Zuhörers Ohr. Der Luxus der DTS-HD-5.1-Spur<br />

liegt in den hohen Tönen, die selbst die eine oder<br />

andere falsch gespielte Note Keith Richards’ aufdecken.<br />

Sorgsam wurde das Publikum und jedes<br />

einzelne Instrument deutlich wahrnehmbar eingemischt.<br />

Die Macher dieser Scheibe beherrschen ihren<br />

Job genauso gut wie die alten Hasen der Rolling<br />

Stones.<br />

Bilder: ems, Kinowelt/Arthaus, Polyband, Warner Home<br />

32 www.hdplustv.de


News aus der HD-Welt<br />

Sudokia<br />

Als erstes Java-basiertes Blu-ray-Spiel der Welt bietet<br />

„Sudokia“ eine nahezu unendliche Anzahl von<br />

Sudoku-Rätseln. Untermalt mit entspannenden Hintergrundgeräuschen,<br />

die man auch abstellen kann,<br />

und neun animierten Rahmen entsteht ein asiatisch<br />

angehauchtes Ambiente. Die Steuerung erfolgt bequem<br />

über die Fernbedienung des Blu-ray-Players.<br />

Per Steuerkreuz wählen Sie die einzelnen Felder an,<br />

über die Nummern-Buttons geben Sie die Zahlen<br />

ein. Die wichtigste Option unter den anwählbaren<br />

Menüpunkten ist das in handliche Kapitel gegliederte<br />

Tutorium. Es macht<br />

selbst aus Spielern, die noch<br />

nie davon gehört haben,<br />

Schritt für Schritt wahre Sudoku-Meister.<br />

Stufenweise<br />

erklärt das Programm sehr<br />

verständlich das Scanning<br />

und Ausschlussverfahren<br />

bis hin zu der komplexeren<br />

Wahrscheinlichkeitsauswahl. Im Übungsmodus<br />

kann dieses Wissen dann auf drei Schwierigkeitsgraden<br />

erprobt werden. Das richtige Spiel findet in<br />

Turnieren statt, bei denen bis zu fünf Spieler ihre<br />

Bestzeiten miteinander vergleichen können. Inwiefern<br />

eine Full-HD-Auflösung samt 5.1-Sound bei<br />

einem Sudoku-Spiel Sinn macht, bleibt fraglich. Wer<br />

jedoch ein Sudoku-Fan ist und bereits einen Blu-ray-<br />

Player zu Hause stehen hat, wird seinen Spaß mit<br />

dieser Software haben.<br />

In Zukunft können PS3-Besitzer über den<br />

„Life with Playstation“-Dienst Nachrichten<br />

und Wetterdaten aus dem Netz beziehen.<br />

Eine Umfrage der japanischen Spiele- und<br />

Hardware-Plattform Kakaku.com ergab,<br />

dass über 50 Prozent der befragten Konsumenten<br />

am Kauf eines Blu-ray-Rekorders<br />

interessiert sind.<br />

Japanisches Pioneer-Labor entwickelt erste<br />

20-Layer-Blu-ray Disc mit einem Speichervolumen<br />

von 500 Gigabyte.<br />

Nachtests<br />

Acht Blickwinkel<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Der Goldene Kompass<br />

INHALTE<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Anzeige<br />

Applaus von allen Seiten:<br />

Europas bestes High End<br />

Heimkino-Produkt.<br />

AVC-A1HD // THX Ultra2 zertifi zierter Multi-Kanal/-Zonen A/V-Vollverstärker. Stehende Ovationen<br />

von Europas härtestem Publikum: Die Experten der EISA Jury haben den DENON AVC-A1HD zum<br />

besten Produkt 2008-2009 im Bereich High-End Heimkino gewählt. Denn sowohl Technologie, als<br />

auch Benutzerfreundlichkeit und Verarbeitung sind unerreicht. Und er zeigt eindrucksvoll, was der<br />

Begriff “Heimkino” bedeuten kann. Der AVC-A1HD – die Defi nition von High Defi nition. Erleben Sie<br />

den Preisträger live bei Ihrem DENON Händler oder unter www.denon.de<br />

DENON ist ein Warenzeichen oder eingetragenes Warenzeichen von D&M Holdings, Inc.<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2008 33<br />

Spielt die Hauptrolle in jedem Heimkino.


INHALTE<br />

In den nächsten Wochen auf den HD-Kanälen von Premiere, Arte, Anixe HD, HD Suisse, ORF 1<br />

PROGRAMMHÖHEPUNKTE<br />

SPIDER-MAN 3<br />

LUISA MILLER VON GIUSEPPE VERDI<br />

Filmhöhepunkte<br />

Kultur<br />

Premiere HD<br />

SPIDER-MAN 3<br />

Classica HD<br />

LUISA MILLER VON GIUSEPPE VERDI<br />

Action<br />

Spider-Man alias Peter Parker plant mit seiner<br />

Oper<br />

In den 1840er Jahren beschäftigte sich Verdi mit<br />

So. 19.10., 20.15 Uhr<br />

großen Liebe Mary Jane die Zukunft. Da machen ihm<br />

Mo. 13.10., 20.25 Uhr<br />

Schillers Drama „Luisa Miller“ („Kabale und Liebe“);<br />

mächtige Bösewichter schon wieder das Leben schwer.<br />

die Musik der Luisa Miller gehört zu den schönsten<br />

ORF 1 HD<br />

Gaunerkomödie<br />

So. 19.10., 20.15 Uhr<br />

Premiere HD<br />

Science-Fiction<br />

Sa. 11.10., 01.50 Uhr<br />

OCEAN‘S TWELVE<br />

Danny Ocean und seine Crew müssen Benedict die<br />

gestohlenen Millionen wiederbeschaffen. Dabei<br />

kommt ihnen ein französischer Rivale in die Quere.<br />

CHILDREN OF MEN<br />

2027: Die Menschheit ist unfruchtbar. Das Leben des<br />

depressiven Beamten Theo ändert sich schlagartig,<br />

HD Suisse<br />

Oper<br />

Fr. 10.10., 11 Uhr<br />

Fr. 10.10., 20 Uhr<br />

Fr. 17.10., 20 Uhr<br />

Opern.<br />

MOZART – TRILOGIE<br />

Die Salzburger Festspiele präsentierten im Mozartjahr<br />

2006 eine Trilogie, die Mozarts kaum bekannten und<br />

fragmentarischen Werken gewidmet ist.<br />

IRRFAHRTEN I: LA FINTA SEMPLICE<br />

IRRFAHRTEN II: ABENDEMPFINDUNG AUS SALZBURG<br />

IRRFAHRTEN III: REX TREMENDUS<br />

ORF 1 HD<br />

Thriller<br />

als er ein geheimnisvolles Mädchen über die Grenze<br />

schmuggeln soll.<br />

THE DA VINCI CODE – SAKRILEG<br />

Der Direktor des Louvre ist ermordet worden.<br />

Arte HD<br />

Konzert<br />

So. 12.10., 19 Uhr<br />

DIE STIMME DES BAROCKS – SIMONE KERMES UND LE<br />

MUSICHE NOVE – SCHWETZINGER FESTSPIELE 2008<br />

Simone Kermes interpretiert Werke von Vivaldi und<br />

Zeitgenossen.<br />

So. 12.10., 20.15 Uhr<br />

Symbolforscher Robert Langdon und die Kryptologin<br />

sowie Enkelin des Direktors Sophie Neveu versuchen,<br />

das mysteriöse und gefährliche Rätsel zu lösen.<br />

Anixe HD<br />

Oper<br />

So. 12.10., 10.50 Uhr<br />

ROSSINI: LA CENERENTOLA<br />

Die abwechslungsreiche Oper ist voll von spritzigen<br />

Melodien. Sie behandelt Märchenstoffe.<br />

Arte HD<br />

Drama<br />

Mo. 13.10., 00.25 Uhr<br />

ORF 1 HD<br />

Drama<br />

Sa. 18.10., 22 Uhr<br />

Anixe HD<br />

Thriller<br />

Mi. 22.10., 15 Uhr<br />

Arte HD<br />

Drama<br />

Fr. 24.10., 21 Uhr<br />

Premiere HD<br />

Komödie<br />

Mi. 29.10., 22 Uhr<br />

Arte HD<br />

Thriller<br />

Fr. 07.11., 21 Uhr<br />

NEW WAVE<br />

Der zurückhaltende Éric lernt den extrovertierten<br />

Punk Romain kennen. Eine tolle Freundschaft, bis zu<br />

einem tragischen Vorfall in Romains Familie.<br />

DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE<br />

Emily hat Visionen und epileptische Anfälle. Pfarrer<br />

Richard Moore hält einen Exorzismus für angebracht.<br />

Bei der Teufelsaustreibung stirbt Emily.<br />

EXPECT TO DIE<br />

Computergenie Dr. McIntyre hat ein mörderisches<br />

Cyberspace-Spiel entwickelt: Es tötet die Verlierer. Die<br />

Cops Blake und Stone müssen McIntyre aufhalten.<br />

LIEBE UND REVOLUTION<br />

Zweiteiler über die 68er-Revolution in Frankreich.<br />

Catherine, Yves und Hervé wollen ihre Utopie leben.<br />

Ihre Kinder suchen ihren eigenen Lebensstil.<br />

DIE HISTORY BOYS – FÜRS LEBEN LERNEN<br />

Acht Jungs aus der Arbeiterklasse büffeln für<br />

die Aufnahme an Elite-Unis und begegnen dabei<br />

prägenden Lehrergestalten.<br />

STÖRFALL<br />

Um dem indischen Delegierten vor dem Kauf von vier<br />

französischen Atomkraftwerken die Sicherheit zu<br />

demonstrieren, wird im Reaktor eine Notabschaltung<br />

simuliert. Doch diese gerät schnell außer Kontrolle.<br />

Classica HD<br />

Oper<br />

So. 12.10., 19 Uhr<br />

Anixe HD<br />

Oper<br />

So. 19.10., 10.40 Uhr<br />

Arte HD<br />

Konzert<br />

So. 19.10., 19 Uhr<br />

Classica HD<br />

Oper<br />

Di. 21.10., 20.35 Uhr<br />

Arte HD<br />

Messe<br />

So. 02.11., 19 Uhr<br />

Arte HD<br />

Oper<br />

Do. 06.11., 21 Uhr<br />

TOSCA VON GIACOMO PUCCINI<br />

Die Opernfestspiele von Verona finden in der 2000-<br />

jährigen Arena statt. Im Mittelpunkt steht neben den<br />

Spitzensängern eine aufwendige Bühnendekoration.<br />

IL BARBIERE DI SEVILLA – ROSSINI<br />

Rosina, ein bürgerliches Mädchen, das eine reiche Erbschaft<br />

erwartet, wird von zwei Männern umworben.<br />

LANG LANG SPIELT BEETHOVENS KLAVIERKONZERT NR. 1<br />

Christoph Eschenbach und Lang Lang sind ein<br />

eingespieltes Team: Der Stardirigent war es, der dem<br />

chinesischen Pianisten 1999 zum Durchbruch verhalf.<br />

SERGEJ PROKOFJEW<br />

Ist es Liebe oder Spielsucht, Geldgier oder Lust an der<br />

Macht? Keiner Figur in Prokofjews Oper nach dem<br />

Roman von Fjodor Dostojewski ist ganz zu trauen.<br />

GABRIEL FAURÉ: REQUIEM<br />

Faurés „Requiem“ bringt das ehemalige<br />

Druckwerklager der Pariser Nationalbibliothek zum<br />

Erklingen.<br />

ROBERTO ALAGNA UND ANGELA GHEORGHIU<br />

SINGEN „MARIUS UND FANNY“<br />

Marcel Pagnol ist einer der beliebtesten französischen<br />

Schriftsteller und Vladimir Cosma ist – nicht nur in<br />

Frankreich – einer der gefragtesten Komponisten von<br />

Filmmusik. In der Oper „Marius und Fanny“ kommen<br />

alle Stärken des kongenialen Duos zusammen.<br />

Bilder: Columbia Pictures Industries, DISCOVERY HD / STEVEN ST. JOHN, Marco Kraner/PIXELO, Stock.xchng<br />

34 www.hdplustv.de


IN <strong>HDTV</strong><br />

INHALTE<br />

IRONMAN HAWAII 08<br />

PLANET GREEN: GREENSBURG – EINE STADT ERFINDET SICH NEU<br />

Sport<br />

Dokumentation<br />

ORF 1 HD<br />

Triathlon<br />

So. 19.10., 13.55 Uhr<br />

IRONMAN HAWAII 08<br />

Am 11. Oktober ist es soweit: Die extremsten Sportler<br />

der Welt treten wieder zum Ironman auf Hawaii an.<br />

Der Triathlon gilt als die härteste Sportart überhaupt<br />

und verlangt von den Teilnehmern absolute<br />

Höchstleistungen.<br />

Discovery HD<br />

Dokumentation<br />

So. 19.10., 19.25 Uhr<br />

PLANET GREEN: GREENSBURG – EINE STADT ERFINDET<br />

SICH NEU<br />

Am 4. Mai 2007 zerstörte ein verheerender<br />

Tornado die Stadt Greensburg in Kansas. Danach<br />

errichteten die Bürger die erste Stadt nach komplett<br />

ökologischen Standards.<br />

ORF 1 HD<br />

Formel 1<br />

Fr. 10.10., 07.30 Uhr<br />

FORMEL 1: GROSSER PREIS VON JAPAN<br />

Formel-1-Training live aus Fuji<br />

FORMEL 1: GROSSER PREIS VON CHINA<br />

HD Suisse<br />

Dokumentation<br />

Sa. 11.10., 11 Uhr<br />

GLETSCHERSCHWUND IN GRINDELWALD<br />

Das Klima erwärmt sich, die Gletscher ziehen sich<br />

zurück. Die Folgen sind Felsstürze und Hochwasser.<br />

Grindelwald ist ein Modellfall für diese Entwicklung.<br />

Fr. 17.10., 08.30 Uhr<br />

HD Suisse<br />

Damentennis<br />

Di. 14.10., 17.50 Uhr<br />

Mi. 15.10., 17.50 Uhr<br />

Do. 16.10., 17.50 Uhr<br />

Fr. 17.10., 17.50 Uhr<br />

Sa. 18.10., 13.30 Uhr<br />

So. 19.10., 13.30 Uhr<br />

Premiere HD<br />

Fußball<br />

Formel-1-Training live aus Shanghai<br />

ZURICH OPEN, 14.–19.10.2008<br />

Vorrunde (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />

Vorrunde (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />

Vorrunde (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />

Viertelfinale (deutscher Kommentar ab 18 Uhr)<br />

Halbfinale (deutscher Kommentar ab 13 Uhr)<br />

Finale (deutscher Kommentar ab 13.30 Uhr)<br />

LIVE-FUSSBALL: BUNDESLIGA<br />

Discovery HD<br />

Dokumentation<br />

So. 12.10., 17.50 Uhr<br />

Arte HD<br />

Dokumentationsreihe<br />

Mi. 15.10., 20.15 Uhr<br />

UNENDLICHE WEITEN – EIN RAUMSCHIFF VERÄNDERT<br />

DIE WELT<br />

William Shatner, kultisch verehrt als Captain Kirk,<br />

ist sich sicher: „Raumschiff Enterprise“ hat die Welt<br />

verändert. Amüsant schildert Shatner, welchen<br />

Eindruck seine Nachfolger hinterlassen haben.<br />

UNTERWEGS IN AMERIKA: VON NEVADA AN DIE<br />

KALIFORNISCHE WESTKÜSTE<br />

Viele Europäer glauben, Amerika und seine<br />

Bewohner zu kennen. Aber was denken die<br />

Amerikaner wirklich?<br />

Fr. 17.10., 20.15 Uhr<br />

So. 19.10., 16.35 Uhr<br />

Di. 21.10., 20.15 Uhr<br />

Sa. 25.10., 15 Uhr<br />

So. 26.10., 16.35 Uhr<br />

Di. 28.10., 19.40 Uhr<br />

Mi. 29.10., 19.40 Uhr<br />

Fr. 31.10., 20.15 Uhr<br />

VfL Bochum – Borussia Mönchengladbach, 8. Spieltag<br />

Hamburger SV – FC Schalke 04, 8. Spieltag<br />

FC Bayern München – AC Florenz, Gruppenphase,<br />

Champions League 3. Spieltag<br />

Top-Spiel, 9. Spieltag<br />

Top-Spiel, 9. Spieltag<br />

Top-Spiel, 10. Spieltag<br />

Top-Spiel, 10. Spieltag<br />

Top-Spiel, 11. Spieltag<br />

Discovery HD<br />

Dokumentation<br />

Do. 16.10., 18.45 Uhr<br />

HD Suisse<br />

Dokumentation<br />

Sa. 18.10., 11 Uhr<br />

STALINGRAD<br />

Rund 670000 Soldaten fielen bei Stalingrad im Winter<br />

1942 / 43. Die Dokumentation schildert die Schicksale<br />

dreier Überlebender.<br />

DOKTOR ROTSCHNAUZ SETZT AUF BENY<br />

Die Geschichte von zwei Schweizern bei einem<br />

außergewöhnlichen Radsportanlass – dem<br />

ostafrikanischen Mehretappenrennen Giro d‘Eritrea.<br />

ORF 1 HD<br />

Motorsport<br />

So. 19.10., 10.50 Uhr<br />

DRIVE! DAS MOTORSPORTMAGAZIN<br />

HD Suisse<br />

Dokumentation<br />

Sa. 25.10., 19 Uhr<br />

DIE BASEJUMPER VON LAUTERBRUNNEN: SPORTLER,<br />

SPINNER, SÜCHTIGE<br />

„Werde ich beim Basejumpen sterben? Vermutlich<br />

schon.“ Basejumper (Extremfallschirmspringer) haben<br />

„Drive“ Motorsportmagazin:<br />

Das Magazin liefert die<br />

neuesten Ergebnisse des<br />

motorisierten Sports und ist<br />

für alle Fans ein unverzichtbares<br />

Muss<br />

Discovery HD<br />

Dokumentation<br />

Di. 28.10., 20.15 Uhr<br />

eine eigene Art, die Welt zu betrachten.<br />

EYENGUI - DSCHUNGELGOTT DER PYGMÄEN<br />

Die Baku, ein Pygmäenvolk, leben in den tropischen<br />

Regenwäldern von Kamerun. Trophäenjäger,<br />

Wilderer und die Abholzung des Regenwalds<br />

bedrohen ihre Heimat.<br />

Arte HD<br />

SOLAL – JAZZ NEVER ENDS<br />

Dokumentation<br />

Als Jazzpianist und Komponist der Musik zu Jean-Luc<br />

Mo. 03.11., 22.45 Uhr<br />

Godards Filmklassiker „Außer Atem“ wurde Martial<br />

Solal international bekannt. Außer Atem ist der<br />

umtriebige Musiker auch mit 81 Jahren noch nicht.<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2008 35


WISSEN<br />

Im Blickpunkt<br />

Stellen Sie Ihren Fernseher in wenigen Schritten optimal ein<br />

Tim Luft<br />

Redakteur<br />

Mit oder ohne Kabel<br />

Was leistet die HDMI-Schnittstelle?<br />

Alles im Griff<br />

Vereinfachte Steuerung von komplexer Elektronik<br />

Detailgrad<br />

Bildschärfe bei LCDs und Plasmas<br />

HDMI-Kabel – was verbinden Sie persönlich<br />

mit diesem Wort? Denken Sie<br />

dabei an 60-Zoll-Flachbildfernseher,<br />

Blu-ray und Dolby True HD oder löst<br />

der Begriff bei Ihnen auch ein leichtes<br />

Unbehagen aus – so wie etwas,<br />

das in goldenes Papier gewickelt ist,<br />

aber nicht ausgepackt werden darf?<br />

Wie viel Unsicherheit bei den Verbrauchern<br />

noch zum Thema HDMI<br />

besteht, haben wir bei der Recherche<br />

zu diesem Heft feststellen können.<br />

Definitiv unterliegt der Standard<br />

schon seit seiner Einführung einer<br />

sehr gespaltenen öffentlichen Meinung:<br />

Bejubelt als Hightech-Schnittstelle<br />

der Zukunft einerseits und<br />

kritisiert als teure Technikkrücke mit<br />

Kopierschutzzwang andererseits. Mir<br />

wurde schließlich bewusst, dass die<br />

Schnittstelle irgendwie geheimnisvoll<br />

auf viele Verbraucher wirkt, genauer<br />

gesagt: wirken soll! Letztlich kann ein<br />

bisschen Mystik sowieso nicht schaden,<br />

wenn die Wirtschaft ein teures<br />

Kabel an den Mann bringen will. Mein<br />

Fazit: Wer auch künftig glauben will,<br />

sollte von Praxistests Abstand nehmen<br />

und weiterhin in theoretischen<br />

Abhandlungen schwelgen. Die Wahrheit<br />

ist nämlich schwerer zu ertragen<br />

als die vermeintliche Gewissheit, das<br />

Geld gewinnbringend angelegt zu<br />

haben.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Monstercable, Sharp, Panasonic<br />

36 www.hdplustv.de


WISSEN<br />

Erscheinungsbild<br />

Einen neu erworbenen Flachbildfernseher korrekt<br />

einzustellen, ist für die meisten Nutzer ein Buch mit<br />

sieben Siegeln. Dank frei verfügbarer Testbilder der<br />

Firma Burosch und ein wenig Zeit gelingt die Kalibrierung<br />

jedoch spielend. Wir zeigen Ihnen wie.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Burosch, Philips<br />

Ist die Helligkeit zu hoch eingestellt, hellt sich der schwarze Hintergrund<br />

auf und Sie verschenken Bildkontrast. Dieser Effekt kann ebenfalls<br />

bei einem falsch eingestellten HDMI-Schwarzwert auftreten.<br />

Bei zu niedriger Helligkeit oder fehlerhafter HDMI-Einstellung können<br />

dunkle Abstufungen nicht mehr unterschieden werden. Achten<br />

Sie neben den grauen Kästen auch auf die Haare der rechten Dame.<br />

Wissen | HD+TV | 6.2008 37


WISSEN<br />

Ist der Kontrast zu hoch eingestellt, bilden die weißen<br />

Felder eine einheitliche Fläche und können nicht mehr<br />

unterschieden werden. Die Glanzpunkte der Haut wirken<br />

stark betont und unnatürlich.<br />

Der Kontrast ist zu niedrig, wenn Weiß gräulich wirkt.<br />

Plasma-TVs im Stromsparmodus können bei diesem<br />

Testbild trotz optimaler Kontrasteinstellung ebenfalls<br />

Brillanz vermissen lassen.<br />

Mit Vorsicht zu genießen: Funktionen wie der „Optimalkontrast“<br />

verändern die Gamma-Werte und verschlucken<br />

oftmals helle und dunkle Abstufungen (Details<br />

der Haare beachten).<br />

Das abschließende Testbild dient zur Kontrolle aller<br />

getätigten Einstellungen und liefert einen schnellen<br />

Einblick in abweichende Bildwerte.<br />

Nachdem wir Ihnen in der letzten Ausgabe<br />

einen Einblick in die Bildnormen<br />

gegeben haben, folgt nun die praktische<br />

Umsetzung. Unter der Internetadresse<br />

www.burosch.de finden Sie zahlreiche Bildbeispiele,<br />

die für eine Beurteilung der Bildqualität<br />

vonnöten sind. In unserem Artikel beziehen wir<br />

uns dabei ausschließlich auf die kostenlos verfügbaren<br />

Testbilder. Diese stehen als Foto- und<br />

DVD-kompatible Dateien bereit.<br />

Bevor Sie starten, müssen Sie lediglich die Daten<br />

herunterladen und auf einen Datenträger<br />

bannen. Besitzer einer Playstation 3 oder eines<br />

Players mit Fotowiedergabe greifen auf die<br />

hochauflösenden Bilddaten zurück, für normale<br />

DVD-Player eignen sich die DVD-Daten. Beachten<br />

Sie, dass die Bilddaten in niedriger Auflösung<br />

sowohl vom Player als auch vom Fernseher<br />

nachbearbeitet werden. Versuchen Sie immer<br />

das richtige Seitenverhältnis zu wählen und die<br />

Auflösung der Bildausgabe möglichst genau mit<br />

der Auflösung des Fernsehers abzustimmen.<br />

Voreinstellung prüfen<br />

Nahezu jedes Fernsehmodell bietet vorgefertigte<br />

Einstellungen, die mit „Dynamik“<br />

(auch „Kühl“), „Standard“ oder „Kino“ (auch<br />

„Weich“) bezeichnet werden. „Dynamik“ ist<br />

der Modus mit der größten Leuchtkraft, das<br />

Bild wirkt hell und brillant, Farben, Kontraste<br />

sowie Schärfe sind dagegen maßlos überbetont.<br />

In diesem Modus arbeiten die Fernseher<br />

vorrangig in Elektronikfachmärkten. „Standard“<br />

wirkt im direkten Vergleich milder und<br />

kommt dem natürlichen Abbild der Wirklichkeit<br />

deutlich näher. „Kino“ bietet den neutralsten<br />

Eindruck, das Bild wirkt anfangs aber kontrastschwächer<br />

und dunkler.<br />

In unserem Einstiegsbild haben wir zwei Voreinstellungen<br />

gegenübergestellt, die verdeutlichen,<br />

wie stark sich der Bildeindruck des identischen<br />

Fernsehmodells unterscheiden kann, je nachdem,<br />

welche Einstellung Sie treffen. Die Vorauswahl<br />

beeinflusst sowohl die einstellbaren Werte<br />

als auch versteckte Bildparameter, die oftmals<br />

nicht für den Nutzer erkennbar sind. Die richtige<br />

Voreinstellung ist somit der erste große Schritt<br />

zum neutralen Bild.<br />

Hat ein Hersteller seine Hausaufgaben besonders<br />

gut gemacht, sind Sie mit der Wahl der richtigen<br />

Voreinstellung bereits am Ende der Kalibrierung<br />

angelangt. Allerdings trifft dieser Optimalfall<br />

sehr selten zu, weshalb wir uns auf die einzelnen<br />

Parameter stürzen.<br />

Helligkeit<br />

Entgegen der Namensgebung benötigen Sie ein<br />

Testbild mit dunklen Bildanteilen, um die Helligkeit<br />

richtig einzustellen. Der Helligkeitsregler<br />

beeinflusst die Differenzierung der Schwarzbereiche:<br />

Ist die Helligkeit zu niedrig, sehen Sie<br />

keinerlei Abstufungen in dunklen Szenen, alles<br />

versinkt im tiefsten Schwarz. Eine zu hohe Regelung<br />

des Helligkeitswertes reduziert hingegen<br />

den Kontrast, denn dunkle Bereiche wirken milchig<br />

und grau. Die richtige Helligkeit ist dann erzielt,<br />

wenn der Hintergrund des Burosch-Kontrast-Testbildes<br />

sowie die letzte Graustufe tiefschwarz<br />

erscheinen und alle weiteren Kästen<br />

voneinander zu unterscheiden sind.<br />

Haben Sie Bildquelle und Fernseher mittels<br />

HDMI-Kabel verbunden, kann das Helligkeitstestbild<br />

Hinweise auf eine fehlerhafte<br />

HDMI-Abstimmung geben. Der sogenannte<br />

HDMI-Schwarzwert beeinflusst die Anzahl der<br />

abgebildeten Graustufen. Im Modus „Erweitert“<br />

liefert die Bildquelle mehr Abstufungen,<br />

als der Fernseher im eingeschränkten Bereich<br />

verarbeitet. Die Folge: Dunkle wie helle Bereiche<br />

werden verschluckt. Umgekehrt wirkt Schwarz<br />

gräulich, falls der HDMI-Schwarzwert des Fernsehers<br />

erweitert wird, die Bildquelle jedoch im<br />

eingeschränkten Modus arbeitet.<br />

Die richtige Abstimmung von Bildquelle und Fernseher<br />

sollte immer den gleichen Wertebereich<br />

aufweisen. Können Sie den HDMI-Schwarzwert<br />

weder bei der Bildquelle noch bei Ihrem Fernseher<br />

beeinflussen, ist der HDMI-Schwarzwert<br />

automatisch auf den eingeschränkten Videobereich<br />

abgestimmt.<br />

Kontraste<br />

Je kontraststärker das Bild, desto besser der<br />

Eindruck. In der Praxis neigt die Bildelektronik<br />

allerdings zu unfairen Mitteln, um die Bildtiefe<br />

zu steigern: Helle Bereiche verlieren Details. Mit<br />

dem Burosch-Kontrast-Testbild kommen Sie trügerischen<br />

Kontrasten auf die Schliche. Drehen<br />

Sie den Regler zunächst herunter: Weiß tendiert<br />

allmählich zum Grau und das Bild verliert<br />

seine Brillanz. Erhöhen Sie nun den Kontrast so<br />

lange, bis das Bild plastisch erscheint und alle<br />

hellen Graustufen gleichzeitig sichtbar bleiben.<br />

Die letzten beiden Weißfelder müssen sich gut<br />

voneinander abgrenzen.<br />

Ein Hinweis an alle Plasma-TV-Besitzer: Betreiben<br />

Sie Ihr Modell im Stromsparmodus, nehmen<br />

Sie unter Umständen einen etwas flauen Bildeindruck<br />

wahr. Durch die Vielzahl an weißen Flächen<br />

reduziert die Elektronik die Helligkeit, um<br />

Energie zu sparen.<br />

Viele Fernseher bieten die Möglichkeit, eine<br />

Funktion namens „Optimalkontrast“ einzuschalten.<br />

Diese Nachbearbeitung ist mit Vorsicht zu<br />

genießen, denn ähnlich wie bei einem überhöhten<br />

Kontrast gehen Details in hellen und<br />

dunklen Bereichen verloren. Für eine Beurteilung<br />

der Qualität eignet sich das Farbtestbild.<br />

Schalten Sie den „Optimalkontrast“ ein und<br />

betrachten Sie die farbigen und grauen Balken.<br />

Werden Abstufungen in hellen wie dunklen<br />

Bereichen verschluckt, arbeitet der „Optimalkontrast“<br />

fehlerhaft.<br />

Der wichtigste Wert für eine ideale Graustufendarstellung<br />

ist der Gamma-Wert. Dieser<br />

beschreibt das Verhältnis der Graustufen<br />

zueinander. Leider bleiben Eingriffe in die<br />

Gamma-Korrektur den Nutzern meist verwehrt<br />

Bilder: Burosch<br />

38 www.hdplustv.de


WISSEN<br />

und ohne teures Messequipment ist die exakte<br />

Gamma-Kurve nicht zu bestimmen. Anhand<br />

des Burosch-Testbildes können Sie die Darstellung<br />

der Graustufen dennoch grob beurteilen:<br />

Sämtliche Felder, von Schwarz über Grau bis<br />

zu Weiß, müssen gut voneinander zu unterscheiden<br />

sein. Im tiefsten Schwarzbereich sollten<br />

sich die letzten beiden Felder jedoch nur<br />

schwach abgrenzen.<br />

Ist der Gamma-Wert zu hoch, vermischen sich<br />

die schwarzen Felder. Bei einem niedrigen Gamma-Wert<br />

grenzen sich die schwarzen Felder<br />

übermäßig stark voneinander ab oder helle Bereiche<br />

sind nicht voneinander zu unterscheiden.<br />

Farben<br />

Bevor Sie mit dem Farbregler die richtige Intensität<br />

einstellen, gilt es, drei Dinge zu beachten.<br />

Der Farbregler verändert nur die Farbsättigung,<br />

also die „Menge“ der Farbe. Unverändert bleibt<br />

die Farbdeckung, also die Frage, welche Tönung<br />

Rot, Grün und Blau sowie alle weiteren Mischfarben<br />

aufweisen. Zu guter Letzt bleibt auch die<br />

Mischung der Farben gleich. Um die Farbsättigung<br />

richtig einzustellen, sollten Sie die Farbe<br />

zunächst reduzieren: Das Burosch-Farbtestbild<br />

erscheint in Schwarz-Weiß. Nun muss der Farbregler<br />

so weit nach rechts justiert werden, bis<br />

alle Farben klar erkennbar sind, die Ränder der<br />

Kästen aber nicht verschwimmen. Die Farbsättigung<br />

ist dann zu hoch, wenn die Abgrenzungen<br />

der mittleren Farbkästen nicht mehr sichtbar<br />

sind. Haben Sie die Farbsättigung genau justiert,<br />

kann es je nach Modell vorkommen, dass<br />

nicht alle Kästen der drei Balken Rot, Grün und<br />

Blau gleichmäßig erkennbar sind, sondern z. B.<br />

Kästen der Farbe Grün ineinanderlaufen. Dies<br />

deutet auf eine abweichende Farbdeckung<br />

hin. Grün ist oftmals erweitert bzw. übersättigt,<br />

während Rot und Blau mit der Quelle<br />

übereinstimmen.<br />

Einige Modelle bieten die Wahl des Farbraums<br />

zwischen „Normal“ und „Erweitert“ (auch<br />

x. v.Color). Letzterer weist nahezu immer eine<br />

Übersättigung im Grünbereich auf, zusätzlich<br />

ändert sich der Farbton. Der „normale“ Farbraum<br />

bietet dagegen die Anpassung an Videostandards<br />

und zeigt die korrekten Farben, was<br />

zum Beispiel Naturaufnahmen zu mehr Natürlichkeit<br />

verhilft.<br />

Einige Modelle bieten zwar die Möglichkeit,<br />

sämtliche Farben anzugleichen, doch ohne<br />

Messsystem fischen Sie hier im Trüben.<br />

Das Mischverhältnis der drei Grundfarben ist<br />

maßgeblich für die neutrale Graustufendarstellung<br />

verantwortlich. Rot, Grün und Blau im<br />

gleichen Verhältnis ergeben je nach Helligkeit<br />

Weiß, Grau oder Schwarz. Wird das Mischverhältnis<br />

nicht eingehalten, färben sich Graustufen<br />

in der jeweiligen Farbe. Mit den Burosch-Testbildern<br />

„Helligkeit“ und „Kontrast“ können Sie<br />

dies leicht überprüfen. Stellen Sie am Fernseher<br />

zunächst die wärmste Farbtemperatur ein. Im<br />

Idealfall entsprechen Schwarz, Grau und Weiß<br />

der Quelle. Wechseln Sie nun auf die Farbtemperatur<br />

„Normal“ oder „Kalt“. Sie werden einen<br />

deutlichen Blauüberschuss bemerken. Abweichungen<br />

können aber ebenfalls in grünen und<br />

rötlichen Bereichen oder den jeweiligen Mischfarben<br />

erkennbar sein. Für eine neutrale Darstellung<br />

der Quelle ist eine Farbtemperatur von rund<br />

6 500 Kelvin Pflicht, was meist der Voreinstellung<br />

„Warm“ oder „Warm2“ entspricht. Häufig<br />

erlauben die Hersteller die stufenlose Anpassung<br />

der Farbtemperatur, doch eine exakte Justierung<br />

ist ohne Messhilfen kaum möglich.<br />

Schärfe<br />

Neben der Anzahl der Bildpunkte trägt die<br />

richtige Schärfeeinstellung maßgeblich zum<br />

überzeugenden Bildeindruck bei. Übermäßige<br />

Ausnutzung des betreffenden Reglers führt<br />

allerdings zu Doppelkonturen: Feine Details<br />

schmückt ein weißer Rand. Mit dem Burosch-<br />

Schärfetestbild können Sie den Mittelweg zwischen<br />

Schärfe und Natürlichkeit finden.<br />

Drehen Sie zunächst den Regler nach links: Das<br />

Bild wird unscharf. Erhöhen Sie nun die Schärfe,<br />

bis feine Linien die erwähnten weißen Ränder<br />

zeigen. Reduzieren Sie daraufhin die Schärfe, bis<br />

die weißen Ränder verschwinden. Je nach Sehstärke<br />

kann die Schärfeeinstellung variieren. Um<br />

die Quelle möglichst genau abzubilden, empfiehlt<br />

es sich, die Schärfe direkt am Fernseher<br />

statt vom Sitzplatz aus einzustellen.<br />

Falls Sie die Testbilder via DVD zum Fernseher<br />

weiterleiten, gilt es zu beachten, dass die Signalverarbeitung<br />

maßgeblichen Einfluss auf die Bildung<br />

von Doppelkonturen hat. Je nach Qualität<br />

des Players oder Fernsehers können die weißen<br />

Ränder bereits bei niedriger Schärfeeinstellung<br />

sichtbar sein. Würden Sie das Bild in HD-Qualität<br />

zuspielen, könnte der Schärferegler unter Umständen<br />

stärker ausgereizt werden, ohne dass<br />

sich Doppelkonturen bilden.<br />

Vorteile abwägen<br />

Ein neutrales Bild bedeutet, dass alle Details<br />

der eingespielten Vorlage umgesetzt werden.<br />

Je nach Leistungsfähigkeit des Fernsehers ist<br />

ein neutrales Bild jedoch nicht immer das beste.<br />

Weist ein LCD oder Plasma große Defizite<br />

im realen Bildkontrast auf, kann eine nachträgliche<br />

Kontrastverstärkung trotz Detailverlusten<br />

in der Praxis einen angenehmeren Bildeindruck<br />

bewirken.<br />

Auch die Qualität der eingespeisten Bilder spielt<br />

eine große Rolle. Während Kinofilme dank sorgfältiger<br />

Nachbearbeitung auf neutralen Geräten<br />

passend zur Geltung kommen, weisen Live-<br />

Übertragungen meist große Schwächen auf.<br />

Hier können Nachbearbeitungen durchaus eine<br />

Steigerung der Bildqualität bewirken. Dennoch<br />

sollten Sie zunächst versuchen, ein annähernd<br />

neutrales Bild mittels der aufgeführten Testbilder<br />

zu realisieren, denn nur im kalibrierten Zustand<br />

lässt sich die Güte der Bildquelle eindeutig<br />

beurteilen.<br />

Per Farbregler justieren Sie die Sättigung. Verhindern<br />

Sie dabei, dass die Gesichter wie im Bild künstlich betont<br />

und Farbabstufungen in der Mitte der Balken verschluckt<br />

werden.<br />

Ist die Farbtemperatur von der Norm abweichend,<br />

färbt sich das Bild in der entsprechenden Farbe. Hier<br />

produziert der Fernseher einen deutlichen Grünüberschuss.<br />

Überstrapazieren Sie die Schärfeeinstellung, bilden<br />

sich weiße Ränder um feine Linien. Die Gesichter<br />

und Haarstrukturen wirken stark abgegrenzt und<br />

künstlich.<br />

Ist die Schärfe zu gering, grenzen sich die feinen Linien<br />

nicht voneinander ab, sondern gehen ineinander<br />

über. Auch die Haarstruktur wirkt verschwommen.<br />

Wissen | HD+TV | 6.2008 39


WISSEN<br />

Die Mär vom Kabel<br />

HDMI ist toll! Oder haben Sie vielleicht etwas auszusetzen an der Multimedia-Schnittstelle?<br />

Wir stellen immer wieder fest, dass die Strippe ein Auslöser für hitzige<br />

Diskussionen ist. Deshalb beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe einmal näher mit<br />

dem Mythos HDMI-Kabel und seiner möglichen Zukunft.<br />

VON TIM LUFT UND CHRISTIAN TROZINSKI<br />

19 Kabelstränge belegen die Komplexität des HDMI-Kabels. Drei Hauptschlagadern<br />

(TMDS-Kanäle, im Bild rot, grün und blau) übertragen die<br />

Bild- und Tondaten, ein vierter TMDS-Kanal weist den richtigen Takt zu.<br />

Neben den vier Hauptschlagadern für Bild, Ton und deren Taktung überträgt<br />

das HDMI-Kabel auch Steuersignale (Consumer Electronics Control),<br />

Erkennungsdaten und Kopierschutzschlüssel.<br />

Bilder: Sony, Auerbach Verlag, Monstercable, Fraunhofer, Pulse Link, Oehlbach<br />

40 www.hdplustv.de


WISSEN<br />

Die Thematik ist alt und die Meinungskluft<br />

groß: Hat die Güte des HDMI-<br />

Kabels einen signifikanten Einfluss<br />

auf die zu erwartende Bild- und Tonqualität?<br />

Wird das Bild mit besserem Kabel wirklich<br />

schärfer und brillanter? Fragen dieser Art haben<br />

ihre Berechtigung, denn angesichts von<br />

Preisunterschieden im zweistelligen Bereich für<br />

eine Strippe gewinnen Begriffe wie Güte und<br />

Bildqualität eine neue Dimension. Dabei gibt<br />

es scheinbar immer noch keine einhellige Meinung<br />

zum Thema Kabelqualität und preisliche<br />

Angemessenheit. Puristen lachen über die Auffassung<br />

einiger Profis und Fachmagazine, das<br />

Bild sei unter Verwendung eines 180-Euro-Kabels<br />

schärfer, bunter, einfach besser. Qualitätsfetischisten<br />

wiederum staunen über die naive<br />

Behauptung, die digitale Übermittlung berge<br />

nicht die Gefahr von Signalverfälschungen<br />

und Qualitätseinbußen. Der einzige objektive<br />

Konsens in dieser Auseinandersetzung: Alle<br />

haben Recht. Es gibt sehr wohl Faktoren, die<br />

die Qualität des digitalen Signals auf der Strecke<br />

stören können: „Dämpfung“, „Übersprechen“<br />

und „Jitter“ heißen sie und können im<br />

Extremfall zur Verfälschung oder zum Verlust<br />

ganzer Datenpakete führen. Doch anders als<br />

in der analogen Welt machen sich verfälschte<br />

Signale über HDMI nicht durch unterschwellige<br />

Qualitätsmängel bemerkbar, sondern vielmehr<br />

durch klare Anzeichen wie Bild- und Tonaussetzer,<br />

Pixelblitzen oder Artefaktbildung. Doch<br />

wovon hängt der Qualitätsanspruch an das<br />

neue HDMI-Kabel überhaupt ab?<br />

Störquellen<br />

Zunächst spielt die Informationsdichte der<br />

Übertragung eine Rolle. Der Informationsfluss,<br />

den eine DVD erzeugt, ist um einiges kleiner<br />

als der einer Blu-ray Disc. Die Gefahr des Übersprechens<br />

und der gegenseitigen Beeinflussung<br />

der Hauptschlagadern (TMDS-Kanäle) steigt<br />

mit zunehmender Bandbreite. Das bedeutet:<br />

Je höher die Informationslast im Kanal, desto<br />

störanfälliger sind Bild und Ton.<br />

Ein beliebtes Messsystem von Kabelanbietern<br />

als Beweis für die technische Überlegenheit der<br />

eigenen Kabel ist der sogenannte HDMI-Augen-Test.<br />

Hierbei wird vereinfacht ausgedrückt<br />

die Signalreinheit des Kabels anhand von Phase,<br />

Amplitude sowie Anstiegs- und Abfallzeit<br />

des eingespeisten Signals veranschaulicht. Je<br />

schlechter die Kabelqualität, desto geschlossener<br />

erscheint das „Auge“. Das Problem dieser<br />

und vieler anderer Messungen: Obwohl in<br />

solchen Tests deutliche Unterschiede bei der<br />

Signalqualität von Kabeln dargestellt werden<br />

können, treffen diese Messergebnisse keine<br />

eindeutige Aussage über die Qualität des vom<br />

Fernseher dargestellten Bildes. Die Signalverarbeitung<br />

sowie Fehlerkorrektur der verbundenen<br />

Geräte hat einen starken Einfluss darauf,<br />

ob Bild und Ton fehlerfrei ausgegeben werden.<br />

Treten messbare Schwächen bei einem HDMI-<br />

Kabel auf, bedeutet dies nicht zwangsweise,<br />

dass diese Schwächen später auch sicht- oder<br />

hörbar sind. Die pauschale Aussage, dass teure<br />

Kabel ein besseres Bild- und Tonerlebnis bieten,<br />

ist somit falsch. Praxistests, bei denen nicht nur<br />

die HDMI-Kabel gemessen, sondern auch die<br />

Bildqualität am Endgerät überprüft wird, sprechen<br />

eine andere Sprache als reine Kabeltests.<br />

Obwohl teils gravierende Signalstörungen (bei<br />

billigen und teuren Kabeln) auftreten, zeigen<br />

Fernseher am Ende der Kette ein fehlerfreies<br />

Bild. Generell gelten Kabellängen unter drei<br />

Metern als unkritisch, problematisch fallen dagegen<br />

Kabelverbindungen ab zehn Meter aus.<br />

Ist die Datenrate des Signals besonders hoch,<br />

kann es bereits ab fünf Metern zu Bild- und Tonaussetzern<br />

kommen.<br />

Einfachste Lösung<br />

Bei all dem Für und Wider in der HDMI-Diskussion<br />

können wir Ihnen nur eines raten: Ausprobieren!<br />

In der Regel sind nur längere Signalstrecken<br />

kritisch, weshalb es immer sinnvoll ist, das<br />

neue Kabel so kurz wie möglich zu halten.<br />

Ein Kriterium, das Sie vor einem Kauf zumindest<br />

bedenken sollten, ist der Anspruch an die Verarbeitung<br />

des Kabels. Nach unserer Erfahrung<br />

entstehen Probleme mit billigen HDMI-Kabeln<br />

oftmals durch verbogene oder gebrochene<br />

Pins. Häufiges Umstecken des Kabels belastet<br />

den Stecker zusätzlich. Vergoldete Stecker sorgen<br />

in diesem Zusammenhang übrigens nicht<br />

für eine höhere Stabilität oder Übertragungsqualität,<br />

sondern für Korrosionsschutz.<br />

Aufgrund der Diskrepanz zwischen messbaren<br />

Signalstörungen im Kabel und der letztendlichen<br />

Bildqualität am Ende der Wiedergabekette,<br />

steht das Motto „Nur teure Kabel sind<br />

gute Kabel“ gerade bei spezialisierten Herstellern<br />

hoch im Kurs. Wie bei allen Anschaffungen<br />

gilt: Es sollte weder das teuerste noch das billigste<br />

Kabel sein. Durch den komplexen inneren<br />

Aufbau mit 19 Leitern ist es für die Anbieter<br />

ein Leichtes, mit ausgewählten Materialien die<br />

Preise in astronomische Höhen schnellen zu<br />

lassen. Ein ordentliches HDMI-Kabel, das auch<br />

den Anforderungen an Haltbarkeit und Verarbeitung<br />

genügt, bekommen Sie derzeit zum<br />

Meterpreis von etwa 25 bis 50 Euro.<br />

Zusammen mit der Einführung von HDMI 1.3<br />

im Sommer 2006 wurde eine Kategorisierung<br />

der HDMI-Kabel vorgenommen. So sollen Kabel<br />

der Kategorie 2 entsprechend der aktuellen<br />

Spezifikation Daten mit bis zu 10,2 Gigabit pro<br />

Sekunde (Gbit/s) übertragen können, während<br />

Kabel der Kategorie 1 nur maximal fünf Gigabit<br />

pro Sekunde leisten müssen. Nach unserer<br />

Erfahrung ist der Kauf eines Kategorie-2-zertifizierten<br />

Kabels nur in den seltensten Fällen<br />

notwendig, da selbst das Format 1 080p60<br />

noch innerhalb der ersten Kategorie liegt. Erst<br />

zukünftige Anwendungen wie „Deep Color“<br />

werden die Datenraten und damit auch die Anforderungen<br />

an das Kabel erhöhen. Doch sind<br />

Die Anforderungen an das Kabel steigen mit der zu<br />

übertragenden Datenmenge. Zeigt ein günstiges<br />

HDMI-Kabel mit DVD-Zuspielung ein fehlerfreies Bild,<br />

kann es mit Blu-rays bereits zu Problemen kommen.<br />

Kontakte und HDMI-Stecker sind besonders empfindlich,<br />

hochwertige Lösungen mit Schraubverbindung<br />

dagegen noch selten verbreitet.<br />

Das „Augendiagramm“ zeigt Signalstörungen bei der<br />

Übertragung im Kabel. Rückschlüsse auf die Bildqualität<br />

am Ende der Kette lässt es aber nur bedingt zu.<br />

Kabellängen unter drei Metern sind unkritisch, während<br />

zehn Meter selbst anspruchsvolle HDMI-Strippen<br />

an ihre Grenze führen.<br />

Wissen | HD+TV | 6.2008 41


WISSEN<br />

Sonys LCD-TV-Serie „KDL-XE1“ ermöglicht die drahtlose<br />

HDMI-Übertragung von 1 080i-Signalen für bis zu<br />

30 Meter.<br />

Wireless-Alternative: Für die Datenübermittlung eignen<br />

sich je nach Technologie ein herkömmliches Koax-<br />

Kabel oder das Stromnetz.<br />

Ist kein Drahtlos-Empfänger im Fernseher integriert,<br />

müssen Sie auf externe Boxen zurückgreifen.<br />

Während „Wireless Home Digital Interface“ (WHDI)<br />

höhere Übertragungsraten ermöglicht, sendet die<br />

Konkurrenztechnologie „Wireless HD“ (WiHD) Bildund<br />

Tondaten sogar durch Wände.<br />

Kabel heutzutage überhaupt noch zeitgemäß<br />

und wirtschaftlich? Speziell die Verarbeitung<br />

des HDMI-Steckers ist seit dessen Einführung<br />

Kritik ausgesetzt: „Zu wackelig, zu empfindlich,<br />

zu teuer“ lauten die Vorwürfe gegen die<br />

schnittige Multimedia-Schnittstelle. Zusammen<br />

mit den äußerst strengen Kopierschutzmechanismen<br />

wird HDMI von vielen deshalb eher als<br />

Übel denn als Verbesserung angesehen. Doch<br />

schon bald könnte der Frust ein Ende haben,<br />

denn HDMI soll nächstes Jahr endgültig vom<br />

Kabel befreit werden.<br />

HDMI-Luftbrücke<br />

Wireless Home Entertainment ist nicht neu.<br />

Schon seit längerer Zeit sind Abspielgeräte<br />

im Angebot, die Multimedia-Daten wie MP3s<br />

oder DivX-Filme per WLAN-Funkstandard von<br />

einem Media-Server herunterladen bzw. streamen<br />

können. Auch im Audiobereich schreitet<br />

die drahtlose Übertragung voran, zum Beispiel<br />

in Form von 5.1-Systemen, deren Surround-Boxen<br />

per Funk angesprochen werden. Allerdings<br />

sind solche Verbindungen mit heutiger Technik<br />

leichter zu realisieren, da Audiodaten nur wenig<br />

Bandbreite benötigen und Video bisher immer<br />

in komprimierter, sprich datenreduzierter<br />

Form an den Player geschickt wird. Hochauflösende<br />

Multimedia-Daten liegen bei einer<br />

HDMI-Übermittlung aber in unkomprimierter<br />

Form vor. Das schraubt die Anforderungen an<br />

einen HDMI-tauglichen Funkstandard bis an<br />

die Grenzen des Machbaren. Zudem sind Kopierschutzmechanismen<br />

zu berücksichtigen,<br />

die eine bidirektionale, das heißt gegenseitige<br />

Kommunikation der Geräte verlangen.<br />

Die ersten Systeme für kabelloses HDMI beruhten<br />

auf dem Ansatz, den Datenstrom vor<br />

der Übertragung zu komprimieren, um dann<br />

mit konventioneller Funktechnik wie WLAN zu<br />

senden. Verfahren dieser Art haben sich in der<br />

Vergangenheit als äußerst problematisch herausgestellt.<br />

Zum einen sorgt der Vorgang des<br />

Komprimierens für eine zeitliche Verzögerung<br />

in der Bildübertragung, zum anderen geht die<br />

Komprimierung zulasten der Bildqualität und<br />

kann im Falle von Übertragungsfehlern zu Artefakten<br />

oder Bildaussetzern führen.<br />

Überfunk<br />

Die Weiterentwicklung der digitalen Funktechnik<br />

macht in jüngster Zeit endlich auch<br />

die Übertragung von unkomprimierten HD-<br />

Inhalten möglich. Mit „Wireless Home Digital<br />

Interface“ (WHDI) und „Wireless HD“ (WiHD)<br />

entstanden in der Folge zwei Systeme, die nun –<br />

ähnlich Blu-ray und HD DVD – um Standardisierung<br />

wetteifern. Beide Systeme arbeiten mit<br />

neuen, jedoch verschiedenen Breitband-Funktechniken,<br />

die auf kurze Distanzen sehr hohe<br />

Datenraten zulassen.<br />

Wireless HD nutzt zur Übertragung das 60-Gigahertz-Band<br />

und erreicht Transferraten von<br />

bis zu vier Gigabit pro Sekunde. Bei einer maximalen<br />

Reichweite von etwa zehn Metern sollen<br />

so Inhalte mit Auflösungen bis 1 080p übertragen<br />

werden. Das Wireless-HD-Konsortium, zusammengesetzt<br />

aus Firmen wie Sony, LG, Matsushita<br />

und Intel, hat im Januar 2008 die erste<br />

Version der WiHD-Spezifkation verabschiedet.<br />

Geräte mit Wireless-HD-Unterstützung sollen<br />

2009 auf den Markt kommen.<br />

Flankiert wird Wireless HD in jüngster Zeit von<br />

einem alternativen System der israelischen<br />

Firma Amimon, dem „Wireless Home Digital<br />

Interface“ (WHDI). Für die Standardisierung<br />

der Technik hat sich Amimon unter anderem<br />

Motorola, Samsung, Sharp sowie Sony ins<br />

Boot geholt. Sony sitzt zwar bereits im WiHD-<br />

Konsortium, sieht aber offensichtlich große<br />

Vorteile im konkurrierenden System, das im 5-<br />

GHz-Band operiert und Entfernungen von bis<br />

zu 30 Metern überbrücken kann. Im Gegensatz<br />

zu Wireless HD funkt WHDI auch durch Zimmerwände<br />

hindurch, was die Zahl der Anwendungsmöglichkeiten<br />

drastisch erhöht. Der Haken:<br />

Die Transferrate fällt mit drei Gigabit pro<br />

Sekunde um ein Viertel kleiner aus als beim<br />

Konkurrenten Wireless HD. Das erste TV-Gerät<br />

mit WHDI steht bereits in den Startlöchern und<br />

erscheint im Januar 2009. Hersteller Sony garantiert<br />

für die eigenen LCD-TVs allerdings nur<br />

Auflösungen bis 1 080i .<br />

Um die Verwirrung beim Konsumenten komplett<br />

zu machen, entwickelte das US-Unternehmen<br />

Pulse Link heimlich, still und leise eine eigene<br />

Version der drahtlosen HDMI-Übertragung.<br />

Im Gegensatz zu den großen Konkurrenztechnologien<br />

ist Pulse Link bereits am US-Markt<br />

vertreten und kann funktionsfähige Produkte<br />

vorweisen. Ob sich der Anbieter auf lange Sicht<br />

gegen die großen Konkurrenten durchsetzen<br />

kann, ist jedoch mehr als zweifelhaft.<br />

Wettstreitereien<br />

Der Konkurrenzdruck zwischen WHDI und<br />

WiHD ist groß, das Geschäft lukrativ und hinter<br />

beiden Standards stehen namhafte Hersteller.<br />

Doch wie in der Auseinandersetzung zwischen<br />

Blu-ray und HD DVD kann es am Ende nur einen<br />

geben. Entscheidend wird sein, wer als erster<br />

den Markt erreicht und Kunden für sich gewinnen<br />

kann. WHDI sitzt mit seiner Reichweite von<br />

30 Metern sprichwörtlich am längeren Hebel,<br />

denn Wireless HD schafft bisher nur Übertragungen<br />

bis zehn Meter. Für Wireless HD spricht<br />

wiederum die höhere Datenrate von vier statt<br />

drei Gigabit pro Sekunde.<br />

Dass die kabellose HDMI-Übertragung kommt,<br />

ist unumstritten. Bleibt für uns Kunden nur zu<br />

hoffen, dass die Technik bei ihrer Einführung<br />

auch wirklich ausgereift ist. Computerbesitzer<br />

kennen die Tücken einer drahtlosen und anfälligen<br />

Übermittlung von Signalen. Werden die<br />

Kinderkrankheiten bis zum Erscheinungstermin<br />

nicht behoben, sind die Kabel zwar aus dem<br />

Wohnzimmer verschwunden, doch der HDMI-<br />

Frust bleibt.<br />

Bilder: Stock.xchng/lakes of northern Poland<br />

42 www.hdplustv.de


WISSEN<br />

Nur einen<br />

Tastendruck<br />

entfernt<br />

Modernes Home Entertainment ist Fluch und Segen zugleich. Gut ist, dass wir unsere<br />

heimische Unterhaltungselektronik modular zusammenstellen können. Schlecht ist,<br />

dass mit zunehmender Menge an Komponenten die Steuerung der Geräte zur Wissenschaft<br />

verkommt. Wir erläutern zwei Wege aus dem Bedienchaos.<br />

VON TIM LUFT<br />

HDMI 1.3<br />

CEC-Signal<br />

Signal<br />

Intelligenter Geräteverbund: CEC ermöglicht den Austausch von<br />

Steuersignalen zwischen Home-Entertainment-Komponenten<br />

und könnte in Zukunft ihre Bedienung deutlich vereinfachen.<br />

Moderne Universalfernbedienungen ermöglichen eine komplexe<br />

und bequeme Steuerung des Heimkinos dank innovativer<br />

Technik und programmierbarer Makros.<br />

Wissen | HD+TV | 6.2008 43


Die Funktionsweise von CEC<br />

WISSEN<br />

Component<br />

Signal<br />

Der Standardfall: Zwei Geräte, per Komponentenkabel<br />

verbunden, benötigen jeweils eine Fernbedienung.<br />

Mit CEC können ab HDMI 1.3 theoretisch mehrere Geräte<br />

mit nur einer Fernbedienung gesteuert werden.<br />

Anzeige<br />

HDMI 1.3<br />

CEC-Signal<br />

Signal<br />

HDMI 1.3<br />

Signal<br />

CEC in Aktion: Das Drücken der Wiedergabetaste am<br />

Player schaltet automatisch den Fernseher ein.<br />

Wäre das nicht schön: Die Disc<br />

liegt schon im Laufwerk, die<br />

Füße bereits auf dem Sofa, das<br />

Knabbergebäck und die Fernbedienung gerade<br />

so in Reichweite. Der Finger tippt auf den<br />

Abspielknopf und fast gleichzeitig erwachen<br />

die Anzeigen von Blu-ray-Player, Fernseher und<br />

AV-Receiver zum Leben. Ohne weiteres Zutun<br />

starten alle nötigen Geräte, wechseln Fernseher<br />

und Receiver auf die richtige Quelle, beginnt<br />

der Film.<br />

Unkontrolliert<br />

Mit der Implementierung von „Consumer Electronic<br />

Control“ (CEC) in die HDMI-Spezifikation<br />

wurde vor einiger Zeit der Weg für die herstellerübergreifende<br />

Gerätekontrolle geebnet. So<br />

könnten zukünftig alle per HDMI verbundenen<br />

Geräte Steuersignale über das Kabel austauschen<br />

– gelenkt von einer einzigen Fernbedienung.<br />

Das ist auch bitter nötig, denn immer<br />

mehr heimelektronische Geräte brachten uns<br />

in den letzten Jahren außer ungeahnten Möglichkeiten<br />

eine ungeahnte Menge an Fernbedienungen<br />

ins Wohnzimmer. Diese liegen bekanntermaßen<br />

jeweils in verschiedenen Ecken<br />

des Zimmers und haben gemeinsam an die 100<br />

Tasten.<br />

Turmbau zu Babel<br />

Die Idee, Steuersignale über das Kabel auszutauschen,<br />

ist keinesfalls neu. Bereits in den<br />

1990er Jahren wurde von Philips das sogenannte<br />

„AV.Link“, ein Protokoll zum Austausch<br />

von Steuersignalen, in die Scartschnittstelle<br />

implementiert. Im einfachsten Fall konnte so<br />

die Wiedergabe eines Videofilms allein mittels<br />

TV-Fernbedienung gestartet werden, wobei<br />

der Fernseher den Startbefehl per Scartkabel an<br />

den Videorekorder weiterleitete. Auf dieses einfache,<br />

aber effektive System bauen die neuen<br />

HDMI-CEC-Funktionen auf. Nur sind die Möglichkeiten<br />

für den Verbund von Heimelektronik<br />

dieser Tage sehr viel komplexer als in Zeiten von<br />

VHS und Scart. Dieser Umstand erhöht einerseits<br />

die Notwendigkeit für intelligente Gerätesteuerungen,<br />

macht andererseits aber die Entwicklung<br />

einer einheitlichen Sprache sowie deren<br />

Implementierung schwieriger. Denn die Basis<br />

eines solchen Standards ist die unbedingte<br />

Verständigung aller Geräte, auch über Herstellergrenzen<br />

hinweg. Doch welcher Hersteller<br />

weiß schon gern seinen Blu-ray-Player mit einer<br />

fremden Fernbedienung angetrieben?<br />

So ist das CEC-Repertoire seit HDMI 1.2 zwar<br />

beständig erweitert worden, doch tun sich<br />

die meisten Hersteller noch immer schwer, ihren<br />

Geräten mehr als ein paar gemeinsame<br />

„Grundbegriffe“ des CEC-Protokolls beizubringen.<br />

Stattdessen mündet der eigentlich industrieweite<br />

Standard bei den einzelnen Herstellern<br />

in proprietäre Lösungen, bei denen zwar<br />

die Verständigung zwischen eigenen Geräten<br />

klappt, darüber hinaus aber nichts garantiert<br />

werden kann.<br />

Alle für einen<br />

Panasonic zum Beispiel liefert unter der Bezeichnung<br />

„Viera Link“ eine der ausgereifteren,<br />

CEC-basierten Lösungen, die zumindest im Zusammenspiel<br />

mit anderen Panasonic-Komponenten<br />

zeigt, was mit CEC möglich ist. Über die<br />

Fernbedienung des Fernsehers können mittels<br />

„Viera Link“ Camcorder, Heimkinosysteme oder<br />

Blu-ray-Player gleichermaßen gestartet und bedient<br />

werden – wenn sie denn per HDMI verkabelt<br />

sind. Für diese Geräte stehen zusätzliche<br />

Bildschirmmenüs bereit, die Zugriff auf Einstellungen<br />

und erweiterte Funktionen bieten.<br />

Auch andere große Hersteller bieten immer<br />

mehr Produkte mit CEC-Unterstützung an.<br />

Mit einem Druck auf die Abspieltaste des<br />

Sony-Blu-ray-Players zum Beispiel erwachen<br />

Fernseher und AV-Receiver nicht nur zum Le-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, www.hdmi.org, http://ir2bt.com, Logitech, Onkyo, Panasonic, Stockx.chng/alitarid<br />

Anzeige<br />

Liebe Frauen<br />

Euer Mann denkt gerade darüber nach, wie er Euch am besten beibringt,<br />

daß er einen großen, schwarzen Heimkino-Receiver im Wohnzimmer<br />

aufstellen will. Sagt ihm einfach, das geht in Ordnung, wenn Ihr<br />

auch einen Wunsch erfüllt bekommt. Oder zwei.<br />

Wer selbst mal nachlesen möchte, was<br />

ihn da so fasziniert: www.onkyo.de


WISSEN<br />

ben, sondern schalten zusätzlich automatisch<br />

auf die richtige Signalquelle (One-Touch-Play).<br />

Das Beispiel zeigt, dass es in einem funktionierenden<br />

CEC-Verbund prinzipiell gleichgültig<br />

ist, welche Taste man an welchem Gerät<br />

drückt. Doch trotz der langen Liste der standardisierten<br />

CEC-Funktionen zeigen herstellerspezifische<br />

Bezeichnungen wie „Viera Link“<br />

(Panasonic), „Anynet+“ (Samsung), „Simplink“<br />

(LG), „Kuro Link“ (Pioneer) oder „Regza Link“<br />

(Toshiba) implizit, dass die Unternehmen abseits<br />

ihrer proprietären Lösungen eine volle CEC-<br />

Funktionalität eben nicht garantieren können –<br />

oder wollen.<br />

Gottes Finger<br />

CEC wird sich entwickeln und manch einer<br />

kann bereits heute einen gut funktionierenden<br />

Geräteverbund sein Eigen nennen. Für all jene,<br />

die auch ohne CEC etwas mehr Komfort in der<br />

Bedienung ihres Equipments verlangen, könnte<br />

das Thema Universalfernbedienung von Interesse<br />

sein.<br />

In diesem Bereich gibt es mittlerweile Geräte,<br />

die aufgrund ihres Funktionsumfangs selbst<br />

komplexe Systemsteuerungen auf intuitive<br />

Weise ermöglichen. Mittels sogenannter Makros<br />

lassen sich mit einer guten Universalfernbedienung<br />

gleich mehrere Befehle durch<br />

einen einzigen Tastendruck an verschiedenste<br />

Geräte wie Fernseher oder Receiver übermitteln.<br />

Damit steht diese Steuerungslösung dem<br />

zuvor erläuterten HDMI-CEC eigentlich in<br />

nichts nach.<br />

Kontrollfreak<br />

Logitecs „Harmony One“ zählt sicherlich zu den<br />

höherwertigen und somit teueren Produkten<br />

ihrer Art, wird aber von Fans und der Presse<br />

gleichermaßen gelobt. Die Fernbedienung bietet<br />

zwei Funktionen, die der Einrichtung und<br />

Benutzbarkeit als zentrale Gerätesteuerung<br />

wesentlich zugutekommen: Programmierung<br />

per PC-Software und zusätzliche Touchscreen-<br />

Steuerung.<br />

Mithilfe der Software lassen sich zunächst die<br />

notwendigen Infrarot-Codes für nahezu jedes<br />

heimische Gerät aus einer Onlinedatenbank<br />

auf die Fernbedienung holen. Das macht die<br />

Grundeinrichtung der „Harmony One“ sehr<br />

einfach. Die Erstellung von Makros erfolgt<br />

ebenfalls über die Software und ist am Bildschirm<br />

natürlich recht komfortabel. Mit ein paar<br />

Mausklicks würde sich dann zum Beispiel das<br />

folgende Makro erstellen lassen: Im Modus für<br />

den DVD-Player bewirkt ein Druck auf die Abspieltaste<br />

zunächst das Anschalten von Fernseher<br />

und Receiver. Anschließend werden diese<br />

Geräte auf die DVD-Quelle geschaltet. Schließlich<br />

wird noch ein bestimmter Audiopegel am<br />

Receiver eingestellt und letztlich die Wiedergabe<br />

gestartet.<br />

Spezielle Makros sowie eigene Funktionsknöpfe<br />

lassen sich per Software auf den Touchscreen der<br />

Fernbedienung legen. Damit wird die Bedienbarkeit<br />

zusätzlich erhöht und die Steuerung<br />

individualisiert. Ein Tipp für PS3-Besitzer: Im<br />

Handel ist ein Konverter erhältlich, der die Infrarotsignale<br />

einer Universalfernbedienung in<br />

die Bluetooth-Signale für die PS3 übersetzt. Die<br />

Einbindung der Konsole in die Steuerzentrale ist<br />

also ebenfalls möglich.<br />

Fakt ist, dass sich das Bedienchaos mit einer<br />

Universalfernbedienung ordnen lässt. Aber<br />

jeder Komfort hat seinen Preis. Hersteller wie<br />

Logitech bieten deshalb meist mehrere Ausführungen<br />

mit gestaffeltem Funktionsumfang an.<br />

Überlegen Sie also vor der Anschaffung, wie<br />

viel Bedienluxus Sie wirklich brauchen. Für die<br />

Zukunft bleibt noch zu hoffen, dass mit CEC<br />

eine grundsätzliche Erleichterung in der Bedienung<br />

von Home-Entertainment-Komponenten<br />

Einzug halten wird. Denn Bedienbarkeit sollte<br />

kein Luxus sein, sondern ein Grundprinzip.<br />

Über eine optionale Datenleitung können im HDMI-<br />

Kabel CEC-Signale transportiert werden.<br />

Moderne Universalfernbedienungen bieten viel Komfort,<br />

zum Beispiel mit frei gestaltbaren Touchscreens.<br />

Ein spezieller Bluetooth-Konverter ermöglicht die<br />

Steuerung einer PS3 via Universalfernbedienung.<br />

Übrigens, Euer Mann hat Recht: Beim Klang sollte man keine Kompromisse machen.<br />

TX-SR606


WISSEN<br />

Im Mikrofonfuß<br />

befindet sich die<br />

integrierte Soundkarte,<br />

die Ausgänge<br />

für den Subwoofer<br />

bzw. Verstärker<br />

bereitstellt und<br />

den Anschluss für<br />

das mitgelieferte<br />

Messmikrofon ermöglicht.<br />

Die Ansicht des Bassverlaufs und der stehenden Wellen<br />

können auch ohne physikalische Kenntnisse ermittelt<br />

und analysiert werden. Eine lineare Ausgabe stellt<br />

hierbei das Optimum dar.<br />

Die Spektralansicht verdeutlicht noch schneller, wo im<br />

Raum sich stehende Wellen befinden. Rot steht dabei<br />

für eine starke Überhöhung, Blau hingegen für eine<br />

lineare Wiedergabe.<br />

In der Liveansicht kann das gesamte Frequenzspektrum<br />

untersucht werden. Hierbei sind deutliche Spitzen<br />

bei der Ausgabe der Rauschsignale erkennbar.<br />

Anhand dieser Darstellung kann man z. B. Einmesssysteme<br />

überprüfen oder frei konfigurieren.<br />

Der Bass-Profi<br />

Fast jeder Heimkinoverstärker ist heutzutage mit einem<br />

automatischen Einmesssystem ausgerüstet. Die Firma<br />

XTZ geht noch einen Schritt weiter, denn ab sofort können<br />

Sie Ihren Raum eigenständig vermessen.<br />

Schon bevor sich der Name „Audyssey“<br />

im Heimkinobereich etabliert hatte, war<br />

bekannt, dass guter Klang unmittelbar<br />

mit den akustischen Gegebenheiten eines<br />

Raumes in Verbindung steht. Grundsätzlich sollte<br />

man also nicht nur Elektronik und Lautsprecher<br />

betrachten, sondern vor allem die Akustik<br />

eines Hörraumes bzw. Heimkinos. Mit dem<br />

„Room Analyzer“ bringt XTZ ein Werkzeug auf<br />

den Markt, das sehr anwenderfreundlich und<br />

einfach komplexe akustische Zusammenhänge<br />

aufzeigt und begreifbar macht. Im Set befindet<br />

sich alles, um sofort und unkompliziert<br />

mit der Einmessung loszulegen. Dabei wird das<br />

mitgelieferte Messmikrofon per USB an einen<br />

Rechner angeschlossen, der die eingehenden<br />

Signale auswertet. Dieser Rechner stellt auch<br />

die Messtöne zur Verfügung und gibt diese an<br />

den Standfuß des Mikrofons weiter, Verstärker<br />

oder Subwoofer werden wiederum mit den<br />

analogen Ausgängen der integrierten Soundkarte<br />

verbunden. Wahlweise können nun zwei<br />

Arten von Messungen durchgeführt werden.<br />

Zum einen besteht die Möglichkeit, die tiefen<br />

Frequenzen im Bereich zwischen acht und 300<br />

Hertz zu betrachten. In dieser Messfunktion<br />

werden auftretende Raummoden für bis zu<br />

drei unterschiedliche Messpunkte automatisch<br />

angezeigt. Die zweite Messfunktion, die die<br />

Software bereitstellt, besteht aus einer Live-<br />

Ansicht über das komplette Frequenzspektrum.<br />

Hierbei können Sie Frequenzen oberhalb<br />

von 300 Hertz begutachten. Die wahren Stärken<br />

des gesamten Systems liegen aber in der<br />

Bassmessung. Die Software zeigt die Auswirkungen<br />

der unterschiedlichen Subwoofer- und<br />

Messpositionen detailliert an. Ein kompletter<br />

Messvorgang findet an drei unterschiedlichen<br />

Messpositionen statt und dauert ca. zehn Minuten.<br />

Die geglättete Kurve zeigt anschaulich,<br />

wo sich bestimmte Frequenzspitzen befinden.<br />

Zudem analysiert das Programm stehende<br />

Wellen, die mit Frequenz und Pegel in einer<br />

Tabelle sowie als Spektrogrammansicht<br />

angezeigt werden.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Praxis<br />

Die Anzeige von Raummoden unterschiedlicher<br />

Frequenzen ist recht einfach gestaltet. So kann<br />

selbst ein Laie innerhalb kürzester Zeit seinen<br />

Raum akustisch vermessen und die Ergebnisse<br />

auswerten. Bevor Sie an Ihrem AV-Receiver einen<br />

automatischen oder manuellen Equalizer<br />

bemühen, sollten Sie zunächst immer die Aufstellung<br />

der Lautsprecher und die räumlichen<br />

Gegebenheiten optimieren. Das Programm ist<br />

in dieser Hinsicht ein hervorragender Helfer.<br />

Durch die simple Bedienung können innerhalb<br />

kürzester Zeit viele verschiedene Messpunkte<br />

untersucht und abgespeichert werden. Danach<br />

sollte man sich an eine Optimierung der<br />

Raumakustik wagen, indem einfach bestimmte<br />

Möbelstücke, wie ein Regal oder ein Sessel, in<br />

der Position verändert werden. Am Ende dieser<br />

Kette kann der Equalizer in der eigenen Heimkinoelektronik<br />

bemüht werden. Dieser glättet die<br />

letzten Beulen aus einer ungünstigen Frequenzkurve.<br />

Doch Vorsicht: Starke Anhebungen und<br />

Absenkungen schmälern das akustische Vergnügen<br />

meist mehr, als es der begradigte Frequenzgang<br />

verspricht. Je weniger der Equalizer<br />

im AV-Receiver leisten muss, desto angenehmer<br />

ist am Ende oftmals das Gesamtklangbild.<br />

Erfahrungswerte<br />

Nicht nur die akustische Optimierung des eigenen<br />

Raumes ist sinnvoll, sondern auch die Kontrolle<br />

der Autoeinmessung und die manuelle<br />

Justierung des Equalizers. Man muss sich also<br />

nie wieder nur auf das Gehör verlassen, wenn<br />

es um Anpassungen der Frequenzen und einzelnen<br />

Klangparameter an einem AV-Receiver<br />

geht. Speziell bei Receivern mit vollautomatischer<br />

Audyssey-Einmessung ist eine Kontrolle<br />

mittels eigenständiger Messung besser<br />

als blindes Vertrauen. Die Messsoftware zeigt<br />

den veränderten Frequenzgang im Raum recht<br />

zuverlässig an und gibt somit Aufschluss über<br />

die geänderten Werte. So kann man punktuell<br />

seinen Heimkinoverstärker nachträglich justieren.<br />

Wer nun denkt, dass Raumakustik ein<br />

unlösbares Rätsel zu sein scheint und zudem<br />

nur mit monströser Messtechnik zu bändigen<br />

ist, der irrt. Der XTZ „Room Analyzer“ bietet<br />

zwar nicht die Möglichkeiten, die in komplexen<br />

Systemen stecken, jedoch zeigt das Programm<br />

gerade im kritischen Basssegment, wie sich die<br />

Schallwellen ausbreiten. Die Einsatzmöglichkeiten<br />

sind durch die Software leider begrenzt,<br />

doch stellt dieses System einen guten Einstieg<br />

in die Akustikwelt dar. Selbst ohne tiefgreifende<br />

Kenntnisse macht dieses System von Anfang<br />

an Spaß und zeigt das Heimkino von einer ganz<br />

anderen Seite.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Thegoldenmane, XTZ<br />

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Auerbach Verlag<br />

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5.2008


WISSEN<br />

Im Bann der Schärfe<br />

Seit der Einführung von LCD-Fernsehern gilt die Bewegungsschärfe als großes Kaufkriterium.<br />

Mit ausgefeilten 100-Hertz-Technologien versuchen die LCD-Hersteller,<br />

bestehende Mankos auszumerzen, doch nicht immer garantieren die Lösungen den<br />

vollendeten Bildgenuss.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Sonys LCD-Modell „KDL-40Z4500“ berechnet bis zu 240 Bilder<br />

pro Sekunde und bietet eine Bewegungsschärfe, die sich mit<br />

Röhren-TVs messen kann.<br />

Die Flüssigkristalle bei LCD-TVs agieren wie eine Lichtschranke und zeigen<br />

die Bildinformation dauerhaft, bis ein neuer Impuls (z. B. ein neues Bild) sie<br />

in eine neue Lage zwingt. Je nach Qualität der Bildberechnung steigt die<br />

Schärfe bei Bewegtbildern deutlich.<br />

Bilder: Sony<br />

48 www.hdplustv.de


WISSEN<br />

LCD-Fernseher gelten fast als Synonym<br />

für hochauflösende Bildqualität. Kein<br />

Wunder, versprechen die Hersteller mit<br />

Full-HD und zwei Millionen Bildpunkten selbst<br />

bei kleinen Bilddiagonalen das optimale Schärfeerlebnis.<br />

Diese Marketingaussage wird in der<br />

Praxis nicht durchgehend erfüllt, denn richtig<br />

scharf erscheinen Bilder mit vielen LCD-TVs<br />

nur, wenn die Kamera stillsteht oder Fotos präsentiert<br />

werden. Sobald Kameraschwenks und<br />

schnelle Bewegungen die Darstellung prägen,<br />

wirkt das Bild weicher. Neben der Qualität des<br />

Fernsehers beeinflussen noch zwei weitere Faktoren<br />

die empfundene Schärfe: die Bildquelle<br />

und unsere Wahrnehmung.<br />

Nur die Hälfte<br />

Sollten Sie noch im Besitz eines Röhrenfernsehers<br />

sein, werden Sie von Schärfeproblemen<br />

nur selten etwas bemerken. Das Signal der<br />

TV-Ausstrahlungen und die Arbeitsweise der<br />

Röhrentechnologie sind perfekt aufeinander<br />

abgestimmt, was die Nachteile des Übertragungsstandards<br />

sichtbar minimiert. Anstelle<br />

von Vollbildern erblicken Sie im täglichen TV-<br />

Programm Halbbilder. Röhrenfernseher tragen<br />

dieser Übermittlung Rechnung und zeigen pro<br />

Einzelbild ebenfalls nur die Hälfte der Bildzeilen.<br />

Durch den schnellen Bildauf- und -abbau<br />

ist bis auf ein Flimmern meist kein weiterer<br />

Nachteil sichtbar. Erst bei genauerer Beobachtung<br />

können Sie schwarze Linien ausmachen,<br />

die kurzzeitig im Bild auftauchen. Da nicht das<br />

komplette Bild gesendet wird, sondern nur die<br />

Hälfte der Bildzeilen pro Bild, fällt die Schärfe<br />

vor allem bei bewegten Bildinhalten um fast<br />

50 Prozent ab. Mehr zu den unterschiedlichen<br />

Übertragungsstandards lesen Sie auf der nächsten<br />

Seite. LCD-Fernseher wie Plasmas zeigen zu<br />

jedem Zeitpunkt Vollbilder, d. h., es sind weder<br />

schwarze Linien noch ein Auflösungsverlust erkennbar.<br />

So zumindest die Theorie, denn halbierte<br />

TV-Signale in voller Schärfe bei schnellen<br />

Bewegungen zu präsentieren, überfordert selbst<br />

die beste Bildumwandlung. Die Darstellung von<br />

TV-Signalen auf einem Flachbildfernseher ist<br />

deshalb immer mit Kompromissen verbunden.<br />

Vorgetäuscht<br />

Ein wesentliches Problem, unter dem LCD-Fernseher<br />

stärker zu leiden haben als Röhren-TVs<br />

und Plasmas, ist unsere Wahrnehmung. Einfach<br />

ausgedrückt löscht sowohl die Röhren- als<br />

auch Plasmatechnologie jedes dargestellte Bild,<br />

nachdem es angezeigt wurde. Für unseren Sehsinn<br />

begünstigt das kurzzeitige Aufblitzen einer<br />

Bildinformation die wahrgenommene Schärfe<br />

beträchtlich, je nach Helligkeit ist aber ein Bildflimmern<br />

sichtbar. LCD-Fernseher zeigen jedes<br />

Bild so lange, bis das darauf folgende dieses ablöst;<br />

die Bilder sind deshalb flimmerfrei. Dadurch<br />

erscheinen sie allerdings vermeintlich verbunden<br />

und die Darstellung wirkt verschwommen.<br />

Gegen Nachzieheffekte der LCD-Technologie<br />

versuchten die Hersteller in der Vergangenheit,<br />

mit eingefügten Schwarzbildern oder der Echtzeitdimmung<br />

der Hintergrundbeleuchtung die<br />

Funktionsweise eines Röhren- und Plasma-TVs<br />

zu imitieren. Auftretendes Bildflimmern und<br />

eine geringe Helligkeitsausbeute begruben jedoch<br />

die technischen Ansätze.<br />

Etabliert hat sich bis heute eine einzige Variante,<br />

um die Schärfedarstellung bei LCDs zu erhöhen:<br />

die Darstellung zusätzlicher Bilder. Da LCDs ein<br />

Bild so lange aufrechterhalten, bis das darauf<br />

folgende erscheint, können neu hinzugefügte<br />

Bilder die Ansprechzeit der Flüssigkristalle dramatisch<br />

verkürzen. Für aktuelle 100/120-Hertz-<br />

LCDs bedeutet dies, dass doppelt so viele Bilder<br />

wie bislang erzeugt und die Unschärfen um 50<br />

Prozent reduziert werden.<br />

Für Videospieler birgt das Verfahren der zusätzlich<br />

berechneten Zwischenbilder einen großen<br />

Nachteil: Die Eingabekommandos werden zeitversetzt<br />

dargestellt. Verzögerungen im Millisekundenbereich<br />

sind für den Film- und Fernsehabend<br />

unerheblich, doch bei reaktionsschnellen<br />

Videospielen entscheiden auch die Bruchteile<br />

einer Sekunde über Erfolg und Misserfolg.<br />

Genau kalkuliert<br />

Im Fernsehbetrieb flimmern je nach Eingangssignal<br />

zwischen 50 und 60 Einzelbilder mit bis<br />

zu zwei Millionen Bildpunkten über den Schirm.<br />

Ein 100/120-Hertz-Fernseher berechnet in Echtzeit<br />

bis zu 60 weitere Bilder und fügt diese nach<br />

jedem Einzelbild hinzu. Dabei muss der Fernseher<br />

aufeinanderfolgende Bilder zwischenspeichern,<br />

um exakte Übergangsphasen berechnen<br />

zu können. Je nach Qualität der Bildverarbeitung<br />

geschieht dies nur auf einer Bewegungsebene,<br />

im Optimalfall jedoch für horizontal,<br />

vertikal und diagonal verlaufende Bildpunkte.<br />

Fehlerhaft erzeugte Zwischenbilder provozieren<br />

Doppelkonturen, wodurch die Darstellung<br />

unschärfer erscheint als eine saubere 50/60-<br />

Hertz-Wiedergabe.<br />

Intelligenter Prozess<br />

Mit ausgeklügelten Verfahren ist es den Herstellern<br />

weitestgehend gelungen, die zusätzlichen<br />

Bewegungsphasen optimal auf das Eingangssignal<br />

abzustimmen. Sollten Sie auf der<br />

Suche nach einem reaktionsschnellen Fernseher<br />

mit geringen Nachzieheffekten sein, heißt es<br />

abzuwägen. Eine sehr gute 100-Hertz-Bildverarbeitung<br />

lässt nur noch wenige Wünsche offen<br />

und stellt Bewegtbilder ähnlich detailreich dar,<br />

wie Sie es von einem Röhrenfernseher gewohnt<br />

sind. Nachteile bestehen einzig bei Videospielen,<br />

die schnelle Reaktionen erfordern. Plasmas<br />

zeigen sich in der Bewegungsdarstellung<br />

ebenbürtig, das Nachleuchten des Phosphors<br />

bedingt in den meisten Fällen allerdings farbige<br />

Geisterschatten. Das Rennen um den schnellsten<br />

Flachbildfernseher geht bereits in diesem<br />

Jahr weiter, denn der erste 200-Hertz-LCD steht<br />

in den Startlöchern.<br />

Röhrenfernseher zeigen schnell bewegte Objekte in<br />

voller Schärfe. Durch die impulshafte Darstellung „verschwindet“<br />

jedes Bild, bevor das nächste auftaucht.<br />

LCD-Fernseher stellen Einzelbilder so lange dar, bis das<br />

darauf folgende erscheint. Die jeweiligen Bilder wirken<br />

miteinander verknüpft und unscharf.<br />

LCD-Fernseher mit 100-Hertz-Technologie erzeugen<br />

Zwischenbilder und minimieren so die Unschärfen. Je<br />

nach Qualität erreicht das Ergebnis fast Röhrenniveau.<br />

Plasmafernseher besitzen eine ähnlich gute Schärfeabbildung<br />

wie Röhrenfernseher. Durch das Nachleuchten<br />

des Phosphors bildet sich aber oftmals ein Schweif.<br />

Wissen | HD+TV | 6.2008 49


WISSEN<br />

Momentaufnahme<br />

Die Schlagworte „Bildqualität in HD“ oder „<strong>HDTV</strong>“ lesen<br />

Sie mittlerweile in allen Medien. In der Praxis zeigen<br />

aber nur wenige Quellen den vollendeten Bildgenuss.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bei ruhenden Aufnahmen zeigt die Bilddarstellung in<br />

1 080i (links) eine bessere Detailschärfe als Aufnahmen<br />

in 720p (rechts).<br />

In Bewegung fällt die Schärfe bei 1 080i-Aufnahmen<br />

(links) deutlich ab, Konturen neigen zum Ausfransen.<br />

720p-Aufnahmen (rechts) behalten ihre ursprüngliche<br />

Schärfe.<br />

Die Ursache des Problems: Aufnahmen und Ausstrahlungen<br />

im Halbbildformat zeigen nur 50 Prozent des<br />

Bildes. Die Positionen des Autos sind in jedem Bild verschieden.<br />

Flachbildfernseher beseitigen zwar die schwarzen Linien,<br />

bewegte Objekte wirken jedoch ausgefranst (Bild<br />

oben). Steht das Auto still, ist die Bildschärfe deutlich<br />

besser (Bild unten).<br />

Fußballübertragungen in bester HD-Qualität<br />

sind eine feine Sache. Dank der<br />

HD-Auflösung in 1 080i können Sie jeden<br />

Zuschauer und Grashalm einzeln erkennen.<br />

Trikotnummern der Spieler oder Gesichter der<br />

Fußballstars sind ebenfalls aus der Ferne auszumachen.<br />

Doch was ist das? Sobald sich die Kamera<br />

bewegt, wirkt die Rasenfläche matschig,<br />

die Zuschauer verschwommen und Tornetze<br />

flimmern. Steht die Kamera still, ist die opulente<br />

Detailschärfe und Bildruhe wiederhergestellt.<br />

Halb voll oder halb leer<br />

Übertragungen im TV-Bereich nutzen seit der<br />

Einführung des Fernsehens den Halbbildstandard.<br />

Dieser sieht vor, dass nur die Hälfte der<br />

Bildinformation pro Einzelbild gesendet wird.<br />

Die Angabe 1 080i ergibt rein rechnerisch eine<br />

Million Bildpunkte (1 920 Bildpunkte mal 540<br />

Bildzeilen pro Einzelbild). Die Abkürzung „i“ für<br />

„interlaced“ bedeutet, dass abwechselnd eine<br />

Bildzeile erkennbar und die darauf folgende<br />

schlicht schwarz ist. Wurde ein Bild übertragen,<br />

wechselt dieser Vorgang, das heißt, alle schwarzen<br />

Linien enthalten nun Bildinformationen, die<br />

jeweils angrenzenden dagegen nicht. Aus 1 080<br />

Bildzeilen entstehen durch diesen Vorgang 540<br />

pro Einzelbild. In Deutschland senden die Programmanbieter<br />

50 Aufnahmen pro Sekunde,<br />

weshalb Sie in der Regel die schwarzen Streifen<br />

nicht wahrnehmen können. Ein weiterer<br />

unangenehmer Effekt, der durch die Halbbildübertragung<br />

verursacht wird, ist das Kantenflimmern.<br />

Diagonale Linien wirken gestuft und<br />

Tornetze sowie Kreideumrisse auf dem Fußballfeld<br />

flackern. Der Vorteil des gestutzten Bildes:<br />

Die Datenmenge halbiert sich im Vergleich zur<br />

Vollbildausstrahlung, statt zwei HD-Sendern<br />

pro Transponder können vier gesendet werden.<br />

Hin und wieder zurück<br />

Wenn TV-Bilder in 1 080i nur eine Million Bildpunkte<br />

pro Einzelbild zeigen, wäre das Format<br />

720p theoretisch die bessere Alternative, denn<br />

dieses bietet eine gleichwertige Auflösung samt<br />

Vollbildern. In der Praxis ist die Wahl des Formates<br />

eine Frage des Materials, denn 1 080i<br />

hat durchaus seine Stärken. Flachbildfernseher<br />

füllen die schwarzen Linien selbständig aus und<br />

zeigen am Ende immer Vollbilder. Steht die Kamera<br />

bei einem Fußballspiel still, kann die Elektronik<br />

sehr leicht die schwarzen Bildpunkte auffüllen<br />

und das Bild wirkt so detailreich, als würde<br />

es in 1 080p gesendet. Bei starken Schwenks ist<br />

die Bildelektronik aber überfordert und kann<br />

keine klare Aussage über die Zuordnung der<br />

Bildpunkte treffen, weshalb die Übertragung an<br />

Schärfe verliert. In 720p bleibt das Bild jederzeit<br />

scharf, ganz gleich, wie schnell die Aufnahmen<br />

ablaufen. Obwohl ARD und ZDF sich auf den<br />

720p-Standard einigten, sind bereits in Testausstrahlungen<br />

Bildmängel festzustellen. Liegt das<br />

Aufnahmematerial nur in 1 080i vor, bringt eine<br />

720p-Ausstrahlung keine Vorteile, im Gegenteil:<br />

Das Bild wird in der Auflösung reduziert,<br />

womöglich fehlerhaft in Vollbilder gewandelt<br />

und anschließend vom HD-Fernseher auf zwei<br />

Millionen Bildpunkte aufgebläht. 720p macht<br />

nur dann Sinn, wenn die Aufnahme auch in<br />

720p oder 1 080p vorliegt, also in Vollbildern<br />

gespeichert wurde.<br />

Ausnahme Film<br />

Bei der Ausstrahlung eines Spielfilms zeigt das<br />

Bildformat 1 080i keinen Schärfeverlust, da<br />

zwei aufeinanderfolgende Bilder ein vollständiges<br />

Ganzes ergeben. Stellen Sie sich einfach<br />

ein fahrendes Auto vor, das sich von links nach<br />

rechts bewegt. Eine Filmkamera zeichnet 24<br />

Bilder pro Sekunde auf, eine TV-Kamera 50.<br />

Zwei halbierte Videoaufnahmen unseres Autos<br />

können nicht zu einer kompletten zusammengefügt<br />

werden, da sich der Wagen vom ersten<br />

zum zweiten Bild bereits bewegt hat. Filmaufnahmen<br />

können dagegen halbiert übertragen<br />

und anschließend zusammengebaut werden,<br />

denn das Auto befindet sich bei beiden Halbbildern<br />

an der gleichen Stelle. Filmmaterial erzeugt<br />

bei schnellen Schwenks allerdings leichte<br />

Bildruckler, da 24 Aufnahmen nicht ausreichen,<br />

um jederzeit geschmeidige Bewegungen zu erzeugen.<br />

Blu-ray und dann?<br />

Wenn Sie die optimale Bildschärfe Ihres HD-<br />

Fernsehers auskosten möchten, sind Bilder im<br />

Vollbildformat Pflicht. Derzeit liefert lediglich<br />

das Blu-ray-Format Full-HD in Vollbildern, meist<br />

jedoch nur mit 24 Bildern pro Sekunde. TV-<br />

Ausstrahlungen fallen in der Bildqualität bereits<br />

ab, denn weder 1 080i noch 720p können den<br />

ebenbürtigen Detailgrad aufweisen. Noch ernüchternder<br />

sind die HD-Angebote im Internet.<br />

Diese weisen zwar durchweg Vollbilder in 720p<br />

oder 1 080p auf, doch die starke Komprimierung<br />

provoziert meist Klötzchen- und Artefaktbildung.<br />

HD steht somit nicht stellvertretend<br />

für eine gleichbleibend hohe Bildqualität. Ausschlaggebend<br />

ist, wie hochwertig die Quelle<br />

produziert und das Bildmaterial ausgegeben<br />

wird. Solange die Kapazitätsprobleme ungelöst<br />

bleiben, müssen Sie mit wechselnden Detailgraden<br />

während der TV-Ausstrahlungen auch im<br />

HD-Zeitalter vorliebnehmen.<br />

50 www.hdplustv.de


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Erhalt des 11 Heftes per Post oder Fax bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig, gekündigt habe.<br />

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Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung ohne Begründung bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20,<br />

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!<br />

WISSEN<br />

Einstellungshilfen für<br />

Fernseher & Projektoren<br />

!<br />

Erweiterte Bildeinstellungen<br />

RCP Farbe Farbton<br />

Rot 8 13<br />

Grün 9 – 21<br />

Blau 14 17<br />

Zyan 7 3<br />

Sony VPL-VW200<br />

Gelb 10 0<br />

Magenta 11 – 8<br />

!<br />

!<br />

Bildmodus<br />

Kino<br />

Kinoschwarz Plus<br />

Erweiterte Blende Auto 2 oder Auto 1<br />

Empfindlichkeit<br />

Schnell<br />

Motionflow<br />

Filmprojektion<br />

Bewegungsverst.<br />

Alternativ<br />

Filmprojektion<br />

Kontrast 90<br />

Helligkeit 50<br />

Modus 1 (beste<br />

Schärfe, aber<br />

Bildflimmern)<br />

Niedrig<br />

Aus (beste Helligkeit,<br />

flimmerfrei, aber<br />

Unschärfen)<br />

Farbraum<br />

Overscan<br />

Normal<br />

Aus<br />

Experteneinstellung<br />

Filmmodus Auto 2<br />

Schwarzwert Aus<br />

Gamma-Korrektur Aus<br />

x.v.Color<br />

Aus<br />

Installationsmenü<br />

Panel-Abgleich<br />

!<br />

Aus (Farbverschiebung<br />

tritt trotz<br />

Panel-Abgleich<br />

weiterhin auf)<br />

!<br />

!<br />

!<br />

Farbe 45<br />

!<br />

Farbton 50<br />

Farbtemperatur Mittel (alternativ<br />

Gamma- und<br />

Farbkorrektur via<br />

Software)<br />

Schärfe 10<br />

!<br />

52 www.hdplustv.de<br />

!<br />

Bilder: Phillips, Sony<br />

!


!<br />

!<br />

!<br />

!<br />

!<br />

! !<br />

WISSEN<br />

!<br />

Philips 42PFL9803<br />

Bildkontrast<br />

75 (alternativ je nach<br />

Umgebungshelligkeit,<br />

Werte für Helligkeit<br />

und Farbe müssen<br />

entsprechend<br />

angepasst werden)<br />

Helligkeit 52<br />

Farbe 37<br />

Schärfe 2<br />

Rauschminderung Aus (bei starkem<br />

Bildrauschen Mittel)<br />

Farbweiß<br />

Personalisiert<br />

RWP 115<br />

GWP 101<br />

R-BL 9<br />

G-BL 8<br />

!<br />

Pixel Perfect HD<br />

HD Natural Motion<br />

Je nach Wunsch<br />

(Maximum für beste<br />

Bildschärfe, Aus<br />

erzeugt Bildruckler<br />

bei Blu-rays)<br />

100 Hertz Clear LCD Ein<br />

Erweiterte Schärfe Aus<br />

Dynamic Contrast Aus (Film), Minimum<br />

(TV-Aufnahmen und<br />

Liveübertragungen)<br />

Dyn.<br />

Optimales Bild<br />

Hintergrundbel.<br />

MPEG-<br />

Artefaktunterdr.<br />

Farboptimierung<br />

Active Control<br />

Lichtsensor<br />

!<br />

!<br />

!<br />

Aus (Ein bei starker<br />

Artefaktbildung)<br />

Aus<br />

Ein<br />

Aus (für beste<br />

Helligkeit), Ein<br />

(für verringerten<br />

Energiebedarf)<br />

!<br />

!<br />

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KAUFBERATUNG<br />

Licht und Schatten<br />

Philips‘ LED-Lux-LCD erzeugt eine beeindruckende Bildtiefe<br />

Martin Günther<br />

Redakteur<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

AV-Receiver<br />

Denon AVR-2809<br />

Sehr gut<br />

86<br />

80<br />

Marantz AV8003,<br />

MM8003<br />

Blu-ray-Player<br />

Denon DVD-2500BT<br />

Panasonic DMP-BD35<br />

Samsung BD-P1500<br />

Flachbildfernseher<br />

Philips 42PFL9803<br />

HD-Camcorder<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Gut<br />

74<br />

Gut<br />

84<br />

Gut<br />

76<br />

Gut<br />

83<br />

Panasonic HS100 Gut 72<br />

Sony HDR-CX11E Gut 74<br />

76<br />

64<br />

60<br />

62<br />

55<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Ferguson FK-8500 HD<br />

Gut<br />

77<br />

70<br />

Inverto Scena 5<br />

Nanoxx 9500HD-C<br />

Komplettset<br />

Samsung HT-BD2<br />

Lautsprecher 5.1<br />

Dali Mentor<br />

Jamo A 400<br />

Projektoren<br />

Sony VPL-VW200<br />

Gut<br />

83<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Gut<br />

70<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Gut<br />

73<br />

Gut<br />

76<br />

68<br />

66<br />

82<br />

84<br />

86<br />

58<br />

Hören Sie eigentlich noch den Unterschied?<br />

Kürzlich wurden die aktuellen<br />

Trends durch die große Dampfmaschine<br />

IFA weiter angeheizt. Der<br />

Kurs geht klar in Richtung Rundumsorglos-Paket.<br />

Als Konsument erwartet<br />

man eine Komplettlösung, egal<br />

ob es um Bild oder Ton geht. Ein Karton<br />

mit Lautsprechern, Player, Anleitung<br />

und passender Verkabelung. So<br />

erfüllen sich Konsumenten ganz unkompliziert<br />

den Traum vom eigenen<br />

Heimkino – im Instant-Verfahren.<br />

Doch der Weisheit letzter Schluss<br />

ist dieses Aufgebot einer Komplettlösung<br />

wohl nicht. Viel zu oft findet<br />

man unnötige Funktionen mit mittelmäßiger<br />

Wiedergabequalität zu<br />

einem eigentlich viel zu hohen Preis.<br />

Da wird ganz klar ausgenutzt, dass<br />

man sich schnell auf solcherlei Angebote<br />

stürzt – meist ohne zu überlegen.<br />

Doch gerade in der heutigen<br />

Zeit sollte man genau vergleichen<br />

und nach den persönlichen Bedürfnissen<br />

abwägen. Die Zusammenstellung<br />

aus einzelnen Komponenten<br />

kostet Sie zwar mehr Zeit, allerdings<br />

ist man meistens besser bedient. Sicherlich<br />

sind die Verlockungen groß,<br />

wenn alle Technik auf einen Rutsch<br />

das Wohnzimmer schmückt. Doch<br />

prüfe, wer sich zu schnell bindet.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

54 www.hdplustv.de


KAUFBERATUNG<br />

Im siebten Fernsehhimmel<br />

Als erstem Hersteller gelingt es Philips, einen LCD-Fernseher zu präsentieren, der auf fortschrittlicher<br />

LED-Hintergrundbeleuchtung aufbaut und über eine 100-Hertz-Bildverarbeitung<br />

verfügt. Wir haben uns das technologische Wunder ausführlich angeschaut.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Per Netzwerkschnittstelle<br />

greifen Sie<br />

auf Foto-,<br />

Video- und<br />

Musikdaten<br />

vom PC zu<br />

Der manuelle Farbabgleich ermöglicht eine<br />

neutrale Graustufenabbildung. Lediglich<br />

in sehr dunklen und hellen Bereichen sind<br />

geringe Verfärbungen sichtbar<br />

Blickwinkel<br />

150 ˚<br />

150 ˚<br />

120 ˚<br />

120 ˚<br />

90 ˚<br />

40 % 40 %<br />

70 %<br />

70 %<br />

Bildkontrast<br />

100 %<br />

Der etwas erweiterte Farbraum erzeugt<br />

teilweise kräftige Farben, die nicht immer<br />

natürlich wirken. Durch die gleichmäßige<br />

Erweiterung ist dies aber nur im Vergleich<br />

mit einem Referenzgerät sichtbar<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 55


KAUFBERATUNG<br />

Das faszinierende „Ambilight“ passt sich in Windeseile<br />

dem Bildinhalt an und vergrößert den Bildeindruck,<br />

strahlt beim „42PFL9803“ aber leider nur seitlich ab.<br />

So etwas haben Sie noch nie gesehen: Perfekte Kontrastwerte<br />

und eine makellose Schwarzdarstellung<br />

erfreuen das Auge, selbst in schwierigen Bildszenen.<br />

Kleine Mankos: Die Bewegungsglättung begünstigt<br />

Doppelkonturen (links), die Kontrastoptimierung legt<br />

unterbelichtete Stellen samt Bildfehlern frei (rechts).<br />

Nur in seltenen Fällen oder bei seitlicher Betrachtung<br />

sichtbar: Die Wirkungsweise der Hintergrundbeleuchtung<br />

mit auftretendem „Heiligenschein“.<br />

Nach bester Philips-Manier zeigt sich<br />

das Äußere des „42PFL9803“ gewohnt<br />

modern und punktet zusätzlich<br />

mit einer Blende aus gebürstetem Aluminium.<br />

Das reichhaltige Anschlussfeld bietet<br />

neben vier HDMI-Eingängen eine USB- und<br />

Netzwerkbuchse. Kleine Detailschwächen offenbaren<br />

sich erst bei genauerem Hinsehen.<br />

So erzeugt das firmeneigene Markenzeichen<br />

„Ambilight“ nur ein seitliches Lichterspiel,<br />

statt wie beim Vorbild „Aurea“ in alle Richtungen<br />

abzustrahlen. Neben dem DVB-T-Tuner<br />

schlummert im Inneren noch ein Empfangsweg<br />

für das digitale Kabel, der leider nur in<br />

den skandinavischen Ländern genutzt werden<br />

kann. Die beigelegte Fernbedienung ist zwar<br />

hochwertig, doch das leichtgängige Drehrad<br />

stellt nach unserem Ermessen keinen Gewinn<br />

dar. Die Eingaben werden verzögert umgesetzt<br />

und je nach gewähltem Bildmenü bewirkt eine<br />

Drehung gegen oder mit dem Uhrzeigersinn<br />

eine unterschiedliche Richtungsumsetzung.<br />

Das Benutzerhandbuch geht auf alle wichtigen<br />

Funktionen ein. Wer mehr über die Netzwerkeinbindung<br />

erfahren möchte, muss von der<br />

Philips-Website das erweiterte Hintergrundmaterial<br />

herunterladen. Diese kleinen Kritikpunkte<br />

sind allerdings schnell vergessen, wenn der<br />

Fernseher zum ersten Mal in Betrieb genommen<br />

wird. Mit seinem drehbaren Standfuß wirkt der<br />

42-Zoll-LCD wie aus einem Guss, das seitlich<br />

abstrahlende Licht vergrößert den wahrgenommenen<br />

Bildeindruck. Die Frontscheibe spiegelt<br />

kaum und verbessert in heller Umgebung den<br />

Bildkontrast. Die Installation führt Sie gewissenhaft<br />

durch den Sendersuchlauf und erleichtert<br />

die Einstellung durch gespeicherte Vergleichsbilder<br />

und -töne. Für versierte Nutzer steht im<br />

Nachgang eine umfassende Bildkalibrierung<br />

bereit, Einsteiger greifen auf die vorgegebenen<br />

Bildmodi zurück. Im Gegensatz zu zahlreichen<br />

Mitbewerbern stellt der „42PFL9803“ eine gelungene<br />

Symbiose aus Bild und Ton dar. Die geschickt<br />

integrierten Lautsprecher erzeugen ein<br />

angenehmes Klangbild, das weder blechern<br />

noch auffällig verfärbt klingt.<br />

Fernsehen trifft PC<br />

Über den USB-Eingang verarbeitet der Philips<br />

zugespielte Fotos im JPEG-Format, MP3-Musikdateien<br />

sowie Filme in MPEG-1 und MPEG-<br />

2. Via Computer und Netzwerkverknüpfung<br />

können Sie den Fernseher zur Wiedergabe<br />

weiterer Bild- und Tondaten einsetzen, ohne<br />

den PC im Wohnzimmer betreiben zu müssen.<br />

Der Ordnerzugriff auf freigegebene Bild- und<br />

Tondateien klappte im Test fehlerfrei.<br />

Fotos können auf Wunsch in einer eigenen<br />

Bilderschau mit sanften Übergängen und variablen<br />

Zeiträumen angezeigt werden. Neben<br />

den Multimedia-Anwendungen überzeugt der<br />

Fernseher mit seinem 7-Tage-EPG (elektronischer<br />

Programmführer), editierbaren Favoritenlisten<br />

und flinkem Videotext. Die Formatwahl<br />

über HDMI ist leider stark eingeschränkt,<br />

immerhin hilft das Autoformat bei der Vergrößerung<br />

von Bildern im 4 : 3-Format. Praktisch:<br />

Sowohl die Bildformate als auch die Eingänge<br />

werden übersichtlich aufgelistet und sind einzeln<br />

anwählbar, ein mühsames Durchschalten<br />

entfällt.<br />

LED-Power<br />

Das Kaufkriterium des neuen Philips’ ist weniger<br />

seine Ausstattung, als vielmehr die verbaute<br />

Technik. Statt auf herkömmliche Leuchtstoffröhren<br />

zur Hintergrundbeleuchtung zu<br />

setzen, verwendet Philips eine Vielzahl an LEDs.<br />

Diese kleinen Leuchtdioden sind ähnlich einem<br />

Schachbrettmuster über die gesamte Bildfläche<br />

verteilt. Der Clou versteckt sich hinter der Option<br />

„Dynamische Beleuchtung“: Auf Wunsch<br />

dimmt der Fernseher in Echtzeit einzelne LED-<br />

Gruppen je nach vorherrschender Bildhelligkeit.<br />

In unserem Paradebeispiel, einem Fisch vor<br />

schwarzem Hintergrund, schaltet der Fernseher<br />

sämtliche LEDs aus, die nicht in der Nähe des<br />

beleuchteten Objektes sind. Das Resultat: Der<br />

schwarze Hintergrund erscheint pechschwarz,<br />

kein Nachleuchten oder aufgehelltes Grau minderen<br />

den Kontrast. Gleichzeitig ist der Fisch<br />

perfekt ausgeleuchtet und scheint im Raum zu<br />

schweben. Ohne einfallendes Licht ist der Fernseher<br />

als solcher nicht mehr zu orten.<br />

Im Filmbeispiel „World Trade Center“ zieht der<br />

Philips-LED-LCD ebenfalls alle Register. Die verschütteten<br />

Feuerwehrmänner harren in völliger<br />

Dunkelheit der ungewissen Dinge und die tiefschwarze<br />

Hölle wird so überzeugend wie noch<br />

nie zuvor präsentiert. In einem direkten Vergleich<br />

mit den besten Plasma-Referenzgeräten konnte<br />

der Philips die Stimmung noch besser einfangen:<br />

Kein Nachleuchten im Schwarz und kein<br />

Detailverlust – selbst in schwierigen Szenen –<br />

überzeugen auch die schärfsten LCD-Gegner.<br />

Wechselt der Bildinhalt auf leuchtstarke Sequenzen,<br />

brilliert der Philips ebenfalls. Wie von<br />

herkömmlichen LCDs gewohnt, zeigen sich<br />

helle Bilder in voller Brillanz. Bei angemessener<br />

Helligkeit schwankt der Verbrauch je nach<br />

Bildmaterial zwischen 70 und 170 Watt. Dies<br />

entspricht einer Einsparung zwischen 30 – 60<br />

Prozent gegenüber einer herkömmlichen LCD-<br />

Hintergrundbeleuchtung und rund 100 Prozent<br />

im Vergleich zu einem Full-HD-Plasma.<br />

LED-Manko<br />

Sind durch die LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

alle Probleme in der Bilddarstellung gelöst?<br />

Nein. Je kleiner die Bilddetails ausfallen und je<br />

weniger großflächige Schwarzflächen vertreten<br />

sind, desto mehr schwindet der Kontrast.<br />

Dass Philips die Einschränkungen der Technik<br />

jedoch im Griff hat, beweisen schwierige Sequenzen<br />

wie ein Feuerwerk. Obwohl kleine<br />

Leuchtpunkte vor schwarzem Hintergrund die<br />

Möglichkeiten der groben LED-Anordnung<br />

übersteigen, sind kaum Kontrastverluste in-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

56 www.hdplustv.de


folge aufgehellter Bereiche sichtbar. Nur in<br />

Extremsituationen erscheint um helle Objekte<br />

eine Art Heiligenschein oder die Leuchtkraft<br />

eines Objektes verändert sich auffällig. Taucht<br />

beispielsweise ein herannahender Stern inmitten<br />

des Weltalls auf, steigert sich seine Helligkeit,<br />

je mehr seine Größe zunimmt, während<br />

sich das Weltall ebenfalls aufhellt. Je größer<br />

der Blickwinkel, desto stärker erkennen Sie die<br />

Arbeitsweise der LEDs. Der seitliche Betrachtungswinkel<br />

ist für LCD-Verhältnisse zwar gut,<br />

doch verblassende Farben und das Überstrahlen<br />

heller Bereiche geben Blickwinkeln nahe 90<br />

Grad den Vorzug. Die größte Frage, nämlich<br />

die, ob Philips’ LED-LCD nun kontraststärker ist<br />

als die besten Plasmas, bleibt unbeantwortet.<br />

Wenn Sequenzen viele Schwarzflächen ohne<br />

Details aufweisen, reduziert der LED-Lux die<br />

Leuchtkraft auf null und es ist kein Restlicht<br />

mehr sicht- oder messbar. Dabei kann es allerdings<br />

vorkommen, dass helle Bildbereiche<br />

ebenso an Leuchtkraft einbüßen, im Extremfall<br />

reduziert sich die Helligkeit auf 25 Prozent gegenüber<br />

der maximalen Bildhelligkeit. Je ausgeglichener<br />

das Verhältnis der Schwarz- und<br />

Weißflächen ist, desto weniger profitieren Sie<br />

von der LED-Beleuchtung. Es kann somit je<br />

nach Bildinhalt vorkommen, dass Plasmas weiterhin<br />

das plastischere Bild liefern. Umgekehrt<br />

gibt es Sequenzen, die mit dem LED-Lux so<br />

atemberaubend wirken, dass alle Vergleichsmodelle<br />

dagegen blass aussehen. Dramatischer<br />

fällt der Vergleich mit herkömmlichen<br />

LCDs ohne LED-Hintergrundbeleuchtung aus:<br />

Diese können dem „42PFL9803“ zu keiner Zeit<br />

das Wasser reichen. Pluspunkte sammelt der<br />

Fernseher durch seine gute Kontrastscheibe<br />

und Leuchtkraft, wodurch die exzellente Bildqualität<br />

sowohl am Tage als auch abends ausgekostet<br />

werden kann.<br />

Philips-Technologie<br />

Natürlich erzeugt der LED-Lux seine Bilder nicht<br />

ohne die bekannten Philips-Bildverbesserer. Als<br />

wichtigstes Merkmal gilt hier die 100-Hertz-<br />

Bilddarstellung, die sämtlichen Nachzieheffekten<br />

und Unschärfen den Kampf ansagt.<br />

Durch einen gewaltigen Rechenaufwand fügt<br />

die Bildelektronik zusätzliche Bilder ein, um<br />

die Bewegungsschärfe signifikant zu steigern.<br />

Dies klappt bei maximaler Ausnutzung<br />

der Bewegungsglättung so gut, dass sich der<br />

„42PFL9803“ in die Riege der schärfsten Flachbildfernseher<br />

am Markt einreihen kann.<br />

Spielen Sie Filmmaterial von Blu-ray oder DVD<br />

ab, erzeugen die zusätzlichen Bewegungsphasen<br />

einen anderen Bildeindruck. Tatsächlich ähneln<br />

Filmaufnahmen mit Bewegungsglättung<br />

eher einer TV-Übertragung. Das filmtypische<br />

Ruckeln wird ebenso vermieden wie Unschärfen<br />

bei Kameraschwenks. Sollten Sie jederzeit<br />

alle Details wahrnehmen wollen, ist die Bewegungsglättung<br />

der Heilige Gral. In wenigen<br />

Szenen macht die Nachbearbeitung aber durch<br />

fehlerhafte Konturen auf sich aufmerksam und<br />

flüssige Kameraschwenks wechseln sich für Sekundenbruchteile<br />

mit stockenden Bewegungsabläufen<br />

ab.<br />

Ohne Zuhilfenahme der Bewegungsglättung<br />

zeigen 1 080 p24-Signale ein leichtes Bewegungsruckeln,<br />

was auf eine interne Konvertierung<br />

schließen lässt. Videospieler stehen<br />

ebenso vor der Qual der Wahl: Die Nachbearbeitung<br />

erzeugt eine spürbare Eingabeverzögerung,<br />

ohne Nachbearbeitung wirkt das Bild<br />

verschwommener.<br />

Weitere Bildverbesserungen, wie eine Schärfeanhebung<br />

und Farboptimierung, bewirken nur<br />

selten den gewünschten Effekt und verfremden<br />

die Bildkomposition. Eine nicht abschaltbare<br />

Kontrastanhebung provoziert außerdem<br />

geringe Differenzierungsmängel in dunklen<br />

Bildbereichen sowie das Hervorheben von Details<br />

im mittleren Helligkeitsbereich, wodurch<br />

Belichtungsschwächen bei Filmaufnahmen<br />

stärker hervortreten und sich die subjektive<br />

Bildtiefe leicht verringert.<br />

Die Farbwiedergabe ist größtenteils gelungen,<br />

nur in sehr hellen und dunklen Bildbereichen<br />

machen sich Verfärbungen bemerkbar. Zum<br />

Teil wirken auch einzelne Farbtöne wie Rot zu<br />

stark betont oder weisen ein abweichendes<br />

Farbspektrum auf.<br />

Schwächeres Bildmaterial profitiert von einer<br />

sauberen Rauschfilterung und guten Skalierung.<br />

Zwar erscheint das Bild dezent weicher<br />

als bei einer 1 080p-Zuspielung, flimmernde<br />

Kanten und Artefakte werden aber gut unterdrückt.<br />

Richtig fesselnd wirkt HD-Material<br />

von Blu-ray. Hier kann der „42PFL9803“ ein<br />

eindrucksvolles und meist dreidimensionales<br />

Ergebnis zaubern.<br />

Im Kreise der Besten<br />

Lange galt die LCD-Technologie im Bereich des<br />

Bildkontrastes als zweitklassig. Weder konnte<br />

die Bildtiefe mit Plasmas noch mit Röhren-<br />

Fernsehern gleichziehen. Mittels der leistungsstarken<br />

sowie intelligenten LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

wandelt sich dieser Umstand.<br />

Sowohl in hellen Szenen als auch vorwiegend<br />

dunklen Bildkompositionen zieht Philips' LED-<br />

LCD an allen konkurrierenden Bildtechnologien<br />

vorbei. Dem LED-Lux deshalb nur ein gutes Bild<br />

zu bescheinigen, würde die Leistungen des<br />

Fernsehers untergraben.<br />

Bei entsprechendem Bildmaterial zaubert der<br />

Philips eine Qualität zum Zuschauer, die bis<br />

dato unerreicht ist. Exzellente Schärfe, pures<br />

Schwarz und eine aufwendige Bildnachbearbeitung<br />

erzeugen einen Sogeffekt. Dass das<br />

Potenzial nicht immer sichtbar, der Blickwinkel<br />

weiterhin eingeschränkt und manche Nachbearbeitung<br />

Geschmackssache ist, schmälert die<br />

sehr guten Leistungen kaum. Wenn Sie im dunklen<br />

Raum zum ersten Mal die faszinierende<br />

Bildtiefe des Fernsehers bewundern, bleibt nur<br />

noch ein Gefühl zurück: Zufriedenheit.<br />

LED-LCD<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Philips<br />

Modell<br />

42PFL9803<br />

Preis<br />

2999 Euro<br />

Info<br />

www.philips.de<br />

Typ<br />

LED-LCD<br />

Maße (B/H/T) 102,7 × 69,8 × 10,8 cm<br />

Gewicht<br />

30,8 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

Betrieb/Stand-by 70 – 160 W/0,1 W<br />

Kontrast 3500 : 1<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

1080p24 ja<br />

100/120 Hertz ja<br />

Frontscheibe kontrastoptimiert<br />

Formatwahl (HDMI) eingeschränkt<br />

gleichmäßige 80 %<br />

Ausleuchtung<br />

Geeignet für<br />

Film<br />

Fernsehen<br />

Zimmerbeleuchtung<br />

Philips 42PFL9803<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 17 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

51 von 60<br />

Gesamt 83 von 100<br />

Philips 42PFL9803<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Die Quellenwahl listet<br />

alle Eingänge auf,<br />

die Bildformate sind<br />

bei HDMI-Zuspielung<br />

hingegen nur eingeschränkt<br />

wählbar<br />

Die leichtgängige<br />

Drehscheibe rotiert<br />

etwas zu forsch und<br />

der Fernseher registriert<br />

die Eingaben<br />

verzögert<br />

Das bietet kein<br />

anderer: Das Hintergrundlicht<br />

kann<br />

in Intensität, Farbe<br />

und Schnelligkeit<br />

stufenlos angepasst<br />

werden<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 57


KAUFBERATUNG<br />

Vorreiterrolle<br />

Vor fünf Jahren definierte Sonys „Qualia“-Serie den neuen Maßstab im Heimkino.<br />

Unter der schlichten Namensgebung „Qualia 004“ erschien ein 30 000 Euro teurer<br />

Edelprojektor, der seinesgleichen suchte. Mit dem „Bravia VPL-VW200“ steht nun der<br />

jüngste Nachfolger des Prestigeobjekts bereit.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Der Farbabgleich ermöglicht neutrale Graustufen,<br />

helle wie dunkle Bereiche tendieren<br />

dagegen zur Verfärbung. Per Gamma-Korrektur-Software<br />

ist dieser Makel schnell<br />

behoben<br />

Das Anschlussfeld auf der linken Seite ist etwas umständlich zu erreichen, bietet aber mit einer Netzwerkbuchse und<br />

RS-232-Schnittstelle sinnvolle Detaillösungen fürs Profiheimkino<br />

58 www.hdplustv.de<br />

TV-Norm oder Kinostandard: Mittels Feinabstimmung<br />

nähern Sie den Farbraum jeder<br />

Vorgabe passgenau an, auch die Leuchtkraft<br />

der Farben stimmt<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony


Das kernige Gewicht von 20 Kilogramm,<br />

ein extravagantes Design,<br />

üppige Maße und die selten anzutreffende<br />

Xenon-Beleuchtung lassen viele Elemente<br />

des großen „Qualia“-Vorbildes erkennen.<br />

Beim Auspacken dürften die Augen der Besitzer<br />

immer glänzender leuchten, denn kaum ein<br />

Projektor für den Heimkinogebrauch wirkt edler.<br />

Die vollständig motorisierte Optik mit Gläsern<br />

von Carl Zeiss gehorcht auf Tastendruck,<br />

nur die Blende aus Kunststoff hätte in Metall<br />

noch hochwertiger gewirkt.<br />

Das Bild kann um 100 Prozent vertikal verschoben<br />

werden, horizontal ist nur ein kleiner Spielraum<br />

gegeben, der zudem mühsame Handarbeit<br />

voraussetzt. Der Lüfter verrichtet nahezu<br />

unhörbar seine Dienste, die Luftzirkulation ist<br />

angesichts der immensen Größe optimal gewährleistet.<br />

Auf Wunsch können Sie den Projektor<br />

bequem mit Ihrem Computer fernsteuern<br />

oder Feineinstellungen vornehmen. Selbstverständlich<br />

für diese Preisklasse sind zwei HDMI-<br />

Eingänge sowie eine 12-Volt-Buchse zur Leinwandsteuerung.<br />

Vertrautes Zuhause<br />

Sollten Sie Erfahrungen mit Sony-TV-Modellen<br />

besitzen, so werden Sie sich im Menü des<br />

„VPL-VW200“ schnell zurechtfinden. Auf die<br />

neumodische „XMB“-Oberfläche der aktuellen<br />

Generation müssen Sie zwar verzichten, doch<br />

dank sinnvoller Gliederung und meist selbsterklärender<br />

Begriffe sind die richtigen Einstellungen<br />

schnell gefunden.<br />

Die millimetergenaue Abstimmung der Panels<br />

für die drei Grundfarben ist für eine optimale<br />

Schärfe Pflicht. Um etwaige Abweichungen im<br />

Nachhinein ausgleichen zu können, gibt Ihnen<br />

Sony ein ausgefeiltes Justierungsmenü mit auf<br />

den Weg. Sollte am linken oberen Bildrand<br />

eine Farbverschiebung erkennbar sein, können<br />

Sie diese mit wenigen Handgriffen eliminieren.<br />

Leider erweist sich das System in der Praxis als<br />

trügerisch: Trotz perfekter Justierung des Testbildes<br />

können weiterhin Farbverschiebungen<br />

auftreten. Ähnliche Probleme bereitet die manuelle<br />

Einstellung der Farbtemperatur. Zwar<br />

können für Rot, Grün und Blau getrennte Feinjustierungen<br />

vorgenommen werden, doch im<br />

Spitzenweiß und bei Schwarzflächen zeigt die<br />

Korrektur keine Wirkung. Die Folge: Mittlere<br />

Graustufen wirken neutral, Schwarz und Weiß<br />

erscheinen verfärbt. Eine bessere, weil über alle<br />

Bereiche eingreifende Nachbearbeitung bietet<br />

die beiliegende Gamma-Software.<br />

Genial im Detail<br />

Sonys Koloss erzeugt mittels eingefügter Zusatzbilder<br />

auf Wunsch weichere Aufnahmen<br />

und nimmt den Kinofilmen das typische Ruckeln<br />

(Film-Judder). In zwei Stufen können Sie<br />

die Nachbearbeitung dosieren, die niedrige Einstellung<br />

reduziert das Kinoruckeln und bewahrt<br />

dennoch den Filmeindruck. Je nach Bildszene<br />

kann es allerdings vorkommen, dass die Nachbearbeitung<br />

nicht sofort anspricht und ein kurzes<br />

Zittern der geglätteten Bewegung vorangeht.<br />

Um neben der Bewegung die Bildschärfe signifikant<br />

zu verbessern, greift Sony zu einem zweiten<br />

Trick: Auf jedes Bild folgt ein Schwarzbild.<br />

Pluspunkt für unsere Wahrnehmung: Selbst bei<br />

starken Schwenks bleiben alle Details sichtbar,<br />

Unschärfen im Bild treten nicht auf. Dennoch<br />

birgt dieser Vorteil ein großes Manko: Das Bild<br />

flimmert stark und verliert an Leuchtkraft. Für<br />

entspannte Filmabende und große Bilddiagonalen<br />

ist die verbesserte Bewegungsdarstellung<br />

damit nur die zweite Wahl. Schalten Sie<br />

die Filmprojektion aus, wirkt das Geschehen<br />

flimmerfrei und leuchtstark, aber Bewegungen<br />

erscheinen verschwommen.<br />

Ohne Kritikpunkte zeigt sich die Farbabbildung.<br />

Wer viel Geduld und Messerfahrung mitbringt,<br />

kann alle Primär- und Sekundärfarben dem<br />

gewünschten Standard angleichen. Sogar die<br />

Leuchtkraft der Farben konnten wir binnen weniger<br />

Minuten exakt auf das Eingangsmaterial<br />

abstimmen und staunten über die angenehmste<br />

Farbabbildung aller Zeiten.<br />

Die Achillesferse des Projektors ist die Qualität<br />

der Schwarzdarstellung und damit die des<br />

Bildkontrastes. Sonys Konzept einer ausgefeilten<br />

Iris, die sich in dunklen Bildszenen schließt<br />

und Restlicht minimiert, klappt zwar ordentlich,<br />

richtig plastisch wirkt der Bildeindruck aber nur<br />

selten. Zeigt sich die maximale Helligkeit prädestiniert<br />

für große Bilddiagonalen, schrumpft<br />

die sinnvolle Bildbreite angesichts des Lichtverlustes<br />

durch die Iris und der Schwarzbildeinfügung<br />

stark zusammen.<br />

Es wird zwar nur wenige Nutzer geben, die den<br />

Projektor nicht mundgerecht in 1 080p oder<br />

1 080p24 zuspielen, doch für diesen Fall konvertiert<br />

der „VPL-VW200“ alle Aufnahmen in<br />

beeindruckender Schärfe auf die zwei Millionen<br />

Bildpunkte. Videomaterial profitiert von einer<br />

angemessenen Kantenglättung, Filmaufnahmen<br />

in 50 Hertz zeigen sich sichtlich nervöser.<br />

Mit Ecken und Kanten<br />

Sonys „VPL-VW200“ ist in jedweder Hinsicht als<br />

extrem einzustufen. Das Quäntchen mehr an<br />

Farbtreue durch die Xenon-Beleuchtung wird<br />

teuer erkauft. Mit 560 Watt im Betrieb und<br />

1 000 Euro Kosten für eine Ersatzlampe setzt<br />

der „Qualia“-Thronerbe einen zahlungsfähigen<br />

Kundenkreis voraus, der die Anfangsinvestition<br />

von 10 000 Euro tatsächlich nur als Anzahlung<br />

versteht.<br />

Was dem „VPL-VW200“ letztendlich fehlt, ist<br />

die Summe seiner in Teilbereichen exzellenten<br />

Stärken, um sich ganz nach vorn zu katapultieren.<br />

Ein faszinierendes Stück Technik, fernab<br />

jeder Vernunftfrage, ist der „VPL-VW200“<br />

dennoch. Den Geist der ehemals unerschwinglichen<br />

„Qualia“-Reihe trägt der Projektor stolz<br />

in seinem Inneren – hier entscheidet das Bauchgefühl<br />

über den Kauf, nicht der Kopf.<br />

Projektor<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell<br />

VPL-VW200<br />

Preis<br />

9999 Euro<br />

Info<br />

www.sony.de<br />

Typ<br />

SXRD<br />

Maße (B/H/T) 50 × 17,5 × 57,8 cm<br />

Gewicht<br />

20 kg<br />

Farben<br />

Silber/Dunkelblau<br />

Betrieb/Stand-by 560 W/6,4 W<br />

empfohlene 1,8–2,4 m<br />

Bildbreite<br />

Kontrast 700 : 1<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

1080p24 ja<br />

Sony VPL-VW200<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 19 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

10 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

47 von 60<br />

Gesamt 76 von 100<br />

Sony VPL-VW200<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Die Beleuchtung<br />

für alle Tasten ist im<br />

dunklen Heimkino<br />

eine Wohltat, die Eingangswahl<br />

erschwert<br />

mangels Quellenliste<br />

den Durchblick<br />

Zoom, Fokus und<br />

Bildlage steuern Sie<br />

vom Sitzplatz. Bilder<br />

in Cinemascope sind<br />

per Vorsatzoptik<br />

möglich<br />

Wichtige Funktionen<br />

können ohne<br />

Umwege aufgerufen<br />

werden, drei<br />

Speicherplätze stehen<br />

Ihnen für eigene<br />

Bildabstimmungen<br />

zur Verfügung<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 59


KAUFBERATUNG<br />

Energiebewusst genießen<br />

Nur wenige Monate nach dem Start der Modelle „BD30“ und „BD50“ stellt Panasonic eine überarbeitete<br />

Version seiner Player bereit. Der „DMP-BD35“ ist dabei die interessanteste Neuvorstellung,<br />

denn als erstes Modell unter 400 Euro bietet der Blu-ray-Player Vollausstattung pur.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Ist die Internetverbindung hergestellt und steckt eine SD-Karte im Slot,<br />

gelingt der BD-Live-Zugriff in wenigen Sekunden<br />

Der „DMP-BD35“ erzeugt trotz minimaler Abmessungen und kontinuierlich arbeitendem Lüfter<br />

kaum wahrnehmbare Betriebsgeräusche. Das Laufwerk liegt nun mittig<br />

Bilder: Auerbach Verlag,Panasonic, Stockx.chng/miamiamia<br />

60 www.hdplustv.de


Panasonics aktuelle Player-Generation<br />

gehört zu den grazilsten Blu-ray-Playern<br />

ihrer Art. Mit knapp 2,5 Kilogramm Gewicht<br />

und einer Bauhöhe von fünf Zentimetern<br />

passt der „BD35“ in die kleinste Heimkinolücke.<br />

Die Ausstattung hat gegenüber dem Vorgänger<br />

weiter zugenommen. Der Netzwerkanschluss<br />

auf der Rückseite deutet es an: Panasonics Neuzugang<br />

unterstützt nicht nur Bild-in-Bild-Funktionen<br />

nach dem BD-Standard Profile 1.1, sondern<br />

auch den Internetzugriff via Profile 2.0. Weiterhin<br />

sind alle aktuellen Decoder für Dolby True HD<br />

und DTS-HD Master Audio integriert, der Player<br />

leitet die Signale via Bitstream oder uncodiert<br />

im 7.1-PCM-Format über die HDMI-Schnittstelle<br />

zum Audioreceiver. Bei letzterer Übertragung<br />

stehen Ihnen drei Nachbearbeitungsprogramme<br />

zur Auswahl, die dem Quellmaterial behutsam<br />

zu mehr Lebendigkeit verhelfen. Gerade bei mäßig<br />

produzierten Musikscheiben ist dies zu empfehlen.<br />

Auf einen analogen Mehrkanal- sowie<br />

digitalen Koaxialausgang müssen Sie verzichten,<br />

ein USB-Eingang würde die Ausstattung<br />

zusätzlich abrunden.<br />

Zügig unterwegs<br />

Innerhalb weniger Monate hat sich die Geschwindigkeit<br />

der Blu-ray-Player dramatisch erhöht.<br />

Der „BD35“ startet aufwendige Bildscheiben<br />

binnen 60 Sekunden und stellt Bonusspiele<br />

in angemessener Geschwindigkeit dar. Das<br />

Laufwerk verkraftet selbst stark beanspruchte<br />

Scheiben und lässt sich nicht durch Aussetzer<br />

aus der Ruhe bringen. Die Startzeit und Navigation<br />

könnten dagegen ein wenig flotter vonstattengehen.<br />

Der Geräuschpegel des Laufwerks<br />

ist nur während des Einleseprozesses auffällig,<br />

im Betrieb ist der Player nur aus nächster Nähe<br />

zu orten. Die Vorgänger konnten mittels einer<br />

Kunststoffblende die Geräusche allerdings etwas<br />

effektiver dämmen. Den geringen Durchschnittsverbrauch<br />

von unter 20 Watt verdankt<br />

der Player seinem neuen Hauptprozessor, der<br />

nun alle verarbeitenden Funktionen in sich<br />

vereint. An der Bedienstruktur hat sich nichts<br />

geändert, das Menü wirkt dezent veraltet und<br />

könnte neben grafischen Symbolen eine bessere<br />

Auflösung an den Tag legen. Die Tastenbelegung<br />

der Fernbedienung und Abstimmung des<br />

Bildmenüs sind nicht immer logisch. Im DVD-<br />

Betrieb vermissten wir eine Titelmenü-Taste,<br />

die neben dem Hauptmenü auch die entsprechenden<br />

Unterseiten öffnet. Weiterhin unnötig<br />

erscheint uns der knapp bemessene Speicher,<br />

der für BD-Live-Anwendungen eine SD-Karte<br />

zwingend voraussetzt.<br />

Fehlerfrei in Bild und Ton<br />

Mögen Freunde von metallenen Ungetümen<br />

angesichts der Kunststoff-Leichtbauweise des<br />

„BD35“ die Nase rümpfen – weder in Sachen<br />

Bild- noch Tonqualität gibt sich der Player<br />

eine Blöße. Die DVD-Darstellung erfreut mit<br />

exzellenter Schärfe und hoher Bildruhe. Filmszenen<br />

kombiniert der Player meist automatisch<br />

zu einem flimmerfreien Ganzen. Sollte<br />

die Bildelektronik aus dem Takt geraten, hilft<br />

das Erzwingen des Filmmodus. Videomaterial<br />

wird zwar merklich verbessert, doch leichtes<br />

Kantenflimmern und Konturprobleme<br />

ziehen gegenüber der Filmdarstellung den<br />

Kürzeren. Bei Blu-rays zeigt der „BD35“ sein<br />

ganzes Können und liefert butterweiche<br />

und detailgetreue Kinosequenzen in bester<br />

1 080p24-Qualität. Liegt das Ausgangsmaterial<br />

nur in 1 080i vor, neigen Konturen zum leichten<br />

Ausfransen.<br />

Stark im Detail<br />

Messtechnisch gibt es nichts zu bemängeln,<br />

die Farbtreue und Graustufenabbildung entsprechen<br />

der eingespeisten Quelle. Ähnlich<br />

Sonys Playstation 3 wandelt der Panasonic die<br />

8-Bit-Farbtiefe der Filmscheiben auf zwölf Bit,<br />

um weichere Farbabstufungen zu generieren.<br />

Vorteile bringt dies in der Praxis kaum, da aktuelle<br />

Flachbildfernseher eine gleichwertige Nachbearbeitung<br />

vornehmen. Tonal gibt sich das<br />

schlanke Abspielgerät absolut neutral und weder<br />

über Bitstream noch mittels interner PCM-<br />

Wandlung sind Schwächen hör- oder messbar.<br />

Fast schon selbstverständlich produziert der<br />

Player mustergültige Frequenzgänge und kaum<br />

noch messbare Klirrfaktoren. Wer sich von der<br />

etwas biederen Optik nicht beirren lässt, wird<br />

selbst für deutlich mehr Geld keinen besseren<br />

Datenlieferanten finden. Verbesserungspotenzial<br />

besitzt die Qualität der Nachbearbeitung. Der<br />

Player gibt Ihnen zwar den Freiraum, Farbtreue,<br />

Kontrast und Schärfe zu beeinflussen, doch eine<br />

intelligente Bildverarbeitung könnte die Dinge in<br />

Zukunft noch vereinfachen. Speziell die Rauschfilter<br />

wirken nicht effektiv genug und erzeugen<br />

eine verminderte Detailschärfe. Hier haben spezialisierte<br />

Bildprozessoren die Nase vorn. Erste<br />

Gehversuche mit BD-Live erwiesen sich als wenig<br />

aufregend, was hauptsächlich dem unspektakulären<br />

Bonusmaterial der aktuellen Scheiben<br />

geschuldet ist. Die passende SD-Karte vorausgesetzt,<br />

spielte der „BD35“ alle Bonuselemente<br />

fehlerfrei ab.<br />

Mehr als ein Facelifting<br />

Während Besitzer des Panasonic „DMP-BD50“<br />

nicht neidisch auf den neuen „BD35“ blicken<br />

müssen, stellt der Nachfolger des „BD30“ seinen<br />

Vorgänger in den Schatten. In der Bild- und<br />

Tonqualität ist die neue und alte Generation<br />

zwar gleichauf, doch die kompakteren Maße<br />

und der verschwindend geringe Energiebedarf<br />

ist für einen Blu-ray-Player einmalig. Falls Sie<br />

sich bislang noch nicht zum Kauf eines reinen<br />

Abspielgerätes für den DVD-Nachfolger durchringen<br />

konnten, ist hier die uneingeschränkte<br />

Einstiegsempfehlung. Ihre alte Filmsammlung<br />

brauchen Sie zudem nicht auszusortieren, denn<br />

DVDs zeigt Panasonics Blu-ray-Wunder ebenfalls<br />

von der schillerndsten Seite.<br />

Blu-ray-Player<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Modell<br />

DMP-BD35<br />

Preis<br />

349 Euro<br />

Info<br />

www.panasonic.de<br />

Typ<br />

Blu-ray-Player<br />

Maße (B/H/T) 43 × 4,9 × 24,4 cm<br />

Gewicht<br />

2,6 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 16 – 22/0 W<br />

Format<br />

Blu-ray/BD-Rom/-R/-RE<br />

CD-Audio/CD-R/-RW<br />

DVD-Video/DVD-R/<br />

-RW/+R/+RW<br />

JPEG, MP3<br />

DivX, AVCHD<br />

HDMI 1.3, SD-Card,<br />

Sonstiges<br />

HD-Audiodecoder<br />

Profile-Version 2.0<br />

1080p24 ja<br />

Geeignet für<br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

DVD-Wiedergabe<br />

weitere Medien<br />

Panasonic DMP-BD35<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 16 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

53 von 60<br />

Gesamt 84 von 100<br />

Panasonic DMP-BD35<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Über HDMI-CEC und<br />

Panasonics eigenen<br />

Viera Link steuern<br />

Sie mit der Fernbedienung<br />

des Players<br />

Ihren Flachbildfernseher<br />

„Top-Menu“ ruft den<br />

Hauptbildschirm bei<br />

DVDs und Blu-rays<br />

auf. Eine eigene Titelmenü-Taste<br />

fehlt, die<br />

Taste „Pop-Up-Menu“<br />

zeigt nur bei Blu-rays<br />

Wirkung<br />

Per Setup-Taste<br />

regeln Sie die<br />

Grundeinstellungen.<br />

Bildnachbearbeitungen<br />

sind hingegen<br />

über die Display-Taste<br />

während des Betriebs<br />

abrufbar<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 61


KAUFBERATUNG<br />

Lautloses Filmvergnügen<br />

In Zeiten von immer komplexeren Abspielgeräten stellt Samsung mit dem „BD-P1500“<br />

eine Alternative bereit, die beste Bild- und Tonqualität vor die Ausstattung stellt. Kann<br />

der erste lüfterlose Blu-ray-Player tatsächlich punkten?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Mit Profile 1.1 ermöglicht der Samsung die<br />

Bild-in-Bild-Darstellung mit Blu-rays wie<br />

„CSI Miami“ oder „Batman Begins“<br />

Der USB- und Netzwerkanschluss dient einzig<br />

dem Aufspielen aktueller Software. Der Player<br />

kommt ohne Lüfter aus<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung, Stock.xchng/thanx<br />

62 www.hdplustv.de


Die Preise für den DVD-Nachfolger sind<br />

zumindest bei den Playern am Massenmarkt<br />

angekommen. Während im<br />

vorigen Jahr fast alle Produkte im vierstelligen<br />

Bereich lagen, ist der „BD-P1500“ ein echtes<br />

Schnäppchen. Für nur 379 Euro erhalten Sie die<br />

aktuelle Blu-ray-Generation mit Profile 1.1. Auf<br />

eine Internetanbindung müssen Sie im Filmbetrieb<br />

verzichten, denn die Schnittstelle ist nur<br />

für Software-Updates vorgesehen. Dies trifft<br />

ebenfalls auf den USB-Eingang zu, der leider<br />

nicht zur Multimeadia-Wiedergabe von Bildern<br />

und Musik dient. Samsung kündigte allerdings<br />

ein Update an, das BD-Live sowie die MP3- und<br />

DivX-Wiedergabe ermöglichen soll. Einen Test<br />

dieser Funktionen reichen wir im kommenden<br />

Heft nach. Im Karton finden Sie neben der Hardware<br />

die Blu-ray Discs „Könige der Wellen“ sowie<br />

„Das Streben nach Glück“, beide vom Filmstudio<br />

Sony Pictures. Bei der Optik erwartet Sie<br />

das bewährte Samsung-Design mit spiegelnd<br />

schwarzem Kunststoff. Der Fernbedienung wurde<br />

leider keine Überarbeitung zuteil, weshalb<br />

Tasteneingaben nicht immer intuitiv vonstattengehen.<br />

Speziell die Zuordnung des Haupt- und<br />

Titelmenüs wurde etwas unglücklich gewählt.<br />

Überschaubar<br />

Neben der Wiedergabe von Blu-rays, DVDs<br />

und CDs werden keine weiteren Datenträger<br />

unterstützt. Auch bei den Formaten<br />

gibt sich der Player wählerisch: Fotodateien<br />

sind ebenso tabu wie komprimierte Musikdaten<br />

oder exotische Videoformate. Die Einstellungen<br />

sind damit überschaubar. Im Optionsmenü gilt<br />

es lediglich die Auflösung und 24-Hertz-Kinodarstellung<br />

anzupassen, um Blu-rays in voller<br />

Qualität zu genießen. Die Tonausgabe richtet<br />

sich nach dem hoffentlich vorhandenen Audioreceiver.<br />

Ältere Geräte profitieren von einer<br />

Wandlung aller eingelesenen Signale in den<br />

DTS-Datenstrom. Falls Filmscheiben beispielsweise<br />

eine unkomprimierte PCM-Spur aufweisen,<br />

kann der Player diese im Mehrkanalformat<br />

im reduzierten DTS-Signalstrom ausgeben, statt<br />

nur ein Stereosignal über den optischen Datenleiter<br />

zu versenden. Diese Restriktionen gelten<br />

für Besitzer von HDMI-Receivern natürlich nicht.<br />

Je nach Einstellung schickt der Player alle neuen<br />

Tonformate codiert zum HDMI-1.3-Empfänger<br />

oder entschlüsselt sie als PCM-Strom. Bei letzterer<br />

Übertragung bleibt DTS-HD Master Audio<br />

aber außen vor. Einen analogen Mehrkanalausgang<br />

bietet der Player nicht. Während unserer<br />

Tests klappte die interne Entschlüsselung und<br />

Ausgabe als PCM-Format nicht immer perfekt,<br />

denn statt einer raumfüllenden 5.1-Wiedergabe<br />

erzeugte der Player mit manchen Filmscheiben<br />

nur ein Stereo Signal. Wer auf Nummer sicher<br />

gehen will, sollte die Tonausgabe auf Bitstream<br />

stellen. Ein weiterer Schwachpunkt ist das verbaute<br />

Laufwerk, das im Einlesevorgang zu laut<br />

ist und nur eine mäßige Fehlerkorrektur aufweist.<br />

Zerkratzte Filmscheiben aus der Videothek<br />

können den Player in die Knie zwingen. Die<br />

Bild-in-Bild-Darstellung mit speziell angepassten<br />

Blu-rays funktionierte tadellos. Probleme<br />

bereitete uns hingegen das Software-Update,<br />

das trotz mehrfacher Versuche nicht über den<br />

Netzwerkeingang installierbar war. Nach wiederholten<br />

Abstürzen zogen wir die Installation<br />

via USB-Stick vor, was nach kurzer Wartezeit<br />

hervorragend gelang. Apropos warten: Die<br />

Ladezeiten variieren je nach Komplexität der<br />

eingelegten Bildscheibe – anspruchsvolle Blurays<br />

starten erst nach rund 70 Sekunden. Aufwendig<br />

gestaltete Bonusspiele laufen zudem<br />

nicht durchweg flüssig. Der Verzicht auf einen<br />

Lüfter ist lobenswert, denn im Betrieb ist der<br />

„BD-P1500“ nahezu lautlos. Dagegen steigt die<br />

Temperatur des Player speziell auf der Unterseite<br />

stark an, Probleme bei der Betriebsstabilität<br />

stellten wir aber nicht fest.<br />

Extrascharf<br />

Mit eingelegten Blu-rays erzeugt der Samsung<br />

einen gewohnt souveränen Bildeindruck. Bildschärfe<br />

sowie Farbdarstellung sind den bereits<br />

erhältlichen Playern ebenbürtig. Das Kinoformat<br />

1 080p24 wird butterweich ausgegeben.<br />

Die DVD-Darstellung überzeugt ebenfalls mit<br />

einer tadellosen Bildschärfe und Detailtreue.<br />

Videoaufnahmen profitieren von einer sauberen<br />

Kantenglättung, die feine Linienverläufe<br />

ansehnlicher gestaltet. Flimmernde Bildkanten<br />

kann der Bildchip nicht immer vermeiden, unter<br />

Umständen sind selbst bei Standbildern<br />

zitternde Linien auszumachen. Einfluss auf die<br />

Art der Bildnachbearbeitung haben Sie leider<br />

nicht, alles läuft vollautomatisch ab. Die Bildelektronik<br />

benötigt oftmals ein paar Sekunden,<br />

um den geeigneten Darstellungsmodus zu finden.<br />

An unserem HDMI-Messgerät konnten wir<br />

geringe Abweichungen sowohl bei der Farbtreue<br />

als auch bei der Graustufendarstellung<br />

ermitteln. Dieser Makel ist in der Praxis jedoch<br />

ohne große Bedeutung, da bereits eine minimal<br />

veränderte TV-Einstellung größeren Einfluss auf<br />

das Bild ausübt als die gerade noch messbaren<br />

Detailschwächen des „BD-P1500“. Die neutrale<br />

Tonausgabe gefällt ebenso wie die Bildwiedergabe<br />

und rundet das gute Gesamtpaket nahezu<br />

fehlerfrei ab.<br />

Idealer Einstieg<br />

Samsungs „BD-P1500“ gehört zu den günstigsten<br />

Blu-ray-Playern und kann in fast allen Belangen<br />

überzeugen. Die Bild- und Tonwiedergabe<br />

steht den teureren Modellen in nichts nach,<br />

sämtliche Multimedia-Funktionen, die auf einer<br />

Blu-ray Disc zu finden sind, werden dargestellt.<br />

Wenn Sie auf einen Internetzugang verzichten<br />

können und ein Abspielgerät einzig für Filme<br />

und CDs benötigen, ist der Samsung ein echter<br />

Preistipp. Alle anderen Nutzer sollten Player der<br />

Konkurrenz nicht außen vor lassen, denn in der<br />

Ausstattung und in Detailfragen der Bedienung<br />

zeigt sich mancher Player ausgereifter.<br />

Blu-ray-Player<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

BD-P1500<br />

Preis<br />

379 Euro<br />

Info<br />

www.samsung.de<br />

Typ<br />

Blu-ray-Player<br />

Maße (B/H/T) 43 × 5,9 × 27,1 cm<br />

Gewicht<br />

2,9 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 24/0,5 W<br />

Formate<br />

Blu-ray/BD-Rom/-R/-RE/<br />

CD-Audio/CD-R/-RW/<br />

DVD-Video/DVD-R/-RW<br />

Sonstiges<br />

HDMI 1.3, HD-Audio via<br />

Bitstream<br />

1080p24 ja<br />

Profile-Version 1.1 (2.0 angekündigt)<br />

Geeignet für<br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

DVD-Wiedergabe<br />

weitere Medien<br />

Etwas verwirrend:<br />

Die Taste „Menu“<br />

ruft nicht das DVD-<br />

Menü auf, sondern<br />

die Einstellungen des<br />

Players. Haupt- und<br />

Untermenü für die<br />

Bildscheiben liegen<br />

unterhalb des Steuerkreuzes<br />

Samsung BD-P1500<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 12 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

13 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

51 von 60<br />

Gesamt 76 von 100<br />

Samsung BD-P1500<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Dank CEC-Kompatibilität<br />

über HDMI<br />

steuert die Fernbedienung<br />

auch angeschlossene<br />

Fernseher<br />

Lesezeichen sowie<br />

die Darstellung der<br />

Bild-in-Bild-Funktion<br />

erzwingen Sie per<br />

Tastendruck<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 63


KAUFBERATUNG<br />

Blu-ray-Diva<br />

Lange haben Heimkinoliebhaber auf den ersten Blu-ray-Player von Denon warten<br />

müssen, fast zwölf Monate gingen nach der ersten Ankündigung des Herstellers<br />

ins Land. Nun steht der „DVD-2500BT“ in den Startlöchern, ein vollwertiger Player<br />

ist der Neue aber nicht geworden.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Das Innere bietet keinerlei Überraschungen, einzig die Verarbeitungsqualität<br />

des Gehäuses (Bild rechts) setzt sich von den günstigeren Konkurrenten ab<br />

Äußerlich macht der „DVD-2500BT“ eine Menge her. Leider<br />

besitzt die Bildverarbeitung einige Ungereimtheiten<br />

Bilder: Denon<br />

64 www.hdplustv.de


Auf der Front prangt der Name „Bluray<br />

Transport“, was soviel wie Datenlieferant<br />

bedeutet. Ein Blick auf die<br />

Rückseite lässt die Ursache für den ungewöhnlichen<br />

Namenszusatz schnell erkennen: Bis auf<br />

einen HDMI-Ausgang gibt es keine weiteren<br />

Bild- und Tonausgänge. Einzig eine RS-232-Verbindung<br />

und Buchsen für eine Denon-eigene<br />

Fernsteuerung zieren die leere Rückseite. Dieser<br />

Ansatz macht auf dem Papier durchaus Sinn,<br />

denn der „DVD-2500BT“ soll zum idealen Spielpartner<br />

von AV-Receivern avancieren, die eine<br />

potente Videoelektronik und HD-Audiodecoder<br />

bereits eingebaut haben.<br />

Die Frontpartie überzeugt mit der für Denon<br />

typischen Verarbeitungsqualität: Eine hochwertige<br />

Anmutung trifft hier auf ein schönes Display<br />

samt reichhaltigem Tastenfeld. Der SD-Karten-<br />

Eingang vereinfacht die Zuspielung von Fotos<br />

und Musik, muss aber erst umständlich aktiviert<br />

werden. Entgegen dem aktuellen Trend unterstützt<br />

Denons Blu-ray-Einstieg nur das Profile<br />

1.1. Bild-in-Bild-Inhalte sind damit problemlos<br />

darstellbar, auf einen Internetzugriff müssen Sie<br />

hingegen verzichten.<br />

Haptik statt Plastik<br />

Mit seiner bestechenden Verarbeitung und<br />

Optik ist der Denon „DVD-2500BT“ einer der<br />

edelsten Player am Markt. Ein Blick ins Innere<br />

dämpft die anfängliche Euphorie, denn neben<br />

dem hermetisch abgeriegelten Laufwerk, das<br />

beim Herausfahren deutlich stabiler als die<br />

Schubladen bisheriger Blu-ray-Player wirkt, erblicken<br />

Sie lediglich den Hauptprozessor aus der<br />

Fertigung von Panasonic.<br />

Obwohl das Laufwerk durch seine opulente<br />

Haptik beeindruckt, könnte es im Praxisbetrieb<br />

mit einer besseren Fehlerkorrektur aufwarten.<br />

Die Anlaufzeit für aufwendige Blu-ray<br />

Discs beläuft sich auf bis zu 80 Sekunden und<br />

die Betriebsgeräusche sind trotz starker Optik<br />

wahrnehmbar. Die Navigation innerhalb der<br />

Menüs gerät schleppend, dies gilt für Blu-rays<br />

und DVDs gleichermaßen. Bonuselemente auf<br />

Blu-ray vermitteln deshalb nur wenig Spaß am<br />

Spiel.<br />

Detailfragen<br />

Wer von einem knapp zehn Kilogramm<br />

schweren und rund 1 100 Euro teuren Abspielgerät<br />

bessere Messwerte als von einem Mittelklasseplayer<br />

erwartet, wird vom Denon enttäuscht<br />

sein. Die Graustufendarstellung zeigt<br />

eine minimale Zurückhaltung im Rot und eine<br />

leichte Betonung der Farbe Grün. Diese Messschwächen<br />

sind zwar so gering, dass eine praxisnahe<br />

Einordnung schwerfällt, dennoch ist es<br />

eine Enttäuschung, dass Denon in den theoretischen<br />

Werten teilweise hinter die günstigeren<br />

Konkurrenten zurückfällt.<br />

Weitere Detailmängel machen sich bei der<br />

Formatwahl der Auflösung bemerkbar. Statt<br />

einer Signalweiterleitung stehen Ihnen nur<br />

festgelegte Auflösungen zur Verfügung.<br />

Im Klartext: Stellen Sie das Blu-ray-Format<br />

1 080p24 ein, werden DVDs ebenfalls in 1 080p<br />

angezeigt. Damit wird der Sinn des Players<br />

als Datenlieferant untergraben. Würde der<br />

Player die DVD-Signale unbearbeitet in 576i<br />

an einen AV-Receiver mit potenter Videoverarbeitung<br />

weiterleiten, könnte dieser die<br />

Signale fehlerfrei aufbereiten. Leider müssen Sie<br />

dazu umständlich die Videoauflösung manuell<br />

ändern, was bei einem steten Wechselspiel mit<br />

Blu-rays und DVDs schnell ermüdet.<br />

Durch die nur befriedigende Vollbildkonvertierung<br />

ist der vollendete Filmgenuss bei DVDs<br />

nicht gegeben. Die interne Signalverarbeitung<br />

des Blu-ray-Spielers zeigt im Videomodus leicht<br />

unruhige Konturverläufe und in Filmen häufiges<br />

Kantenflimmern. Eine Einstellung, die den Filmmodus<br />

erzwingt und so das Problem löst, suchen<br />

Sie ebenso vergeblich wie eine intelligente<br />

Nachbearbeitung. Die Rauschreduktion mindert<br />

beispielsweise die Detailschärfe und vermag es<br />

nicht, Rauschmuster effektiv zu unterdrücken.<br />

Die Gammakorrektur kann leider nur in eine<br />

Richtung bemüht werden. Bei den integrierten<br />

Audiodecodern herrscht ebenso Sparzwang,<br />

denn hochauflösende Tonspuren werden lediglich<br />

als abgespeckte Dolby-Digital- oder DTS-Signale<br />

in PCM-Form weitergereicht.<br />

Falls Sie über einen Audioreceiver mit integrierten<br />

Decodern für Dolby True HD und DTS-<br />

HD Master Audio verfügen, sollten Sie der<br />

reinen Weiterleitung des digitalen Datenstroms<br />

den Vorzug geben, um die Tonformate der Bluray<br />

verlustfrei zu Gehör zu bringen.<br />

Harter Kern<br />

Denons Blu-ray-Einstieg hätte für viele Heimkinobesitzer<br />

und Freunde hochwertig verarbeiteter<br />

Elektronik zum echten Geheimtipp<br />

werden können. Mit seinem stabilen<br />

Korpus und dem aufwendigen Aufbau macht der<br />

„DVD-2500BT“ eine Menge her. Alternativ<br />

auch in Schwarz erhältlich, ist der Blu-ray-Spieler<br />

wie für das Heimkino geschaffen.<br />

Dass es am Ende nicht zur uneingeschränkten<br />

Empfehlung gereicht hat, liegt neben der mageren<br />

Ausstattung an den unerwarteten Detailmängeln.<br />

Die Bediengeschwindigkeit bei<br />

der Menü-Navigation samt Bonusspielen ist<br />

zäh, die Bildbearbeitung nicht auf dem Niveau<br />

der hauseigenen DVD-Player mit HQV-Chip,<br />

die Fehlerkorrektur des Laufwerks mäßig und<br />

die Messwerte nicht besser als bei den deutlich<br />

günstigeren Konkurrenten. Dass sich der<br />

„DVD-2500BT“ bei der Graustufendarstellung<br />

sogar kleine Fehler erlaubt, ist angesichts des<br />

Verkaufspreises verwunderlich.<br />

Als Ergänzung zum AV-Receiver-Portfolio des<br />

Herstellers mag der Zuspieler gute Dienste verrichten,<br />

mangels unbearbeiteter Signalweiterleitung<br />

gelingt ihm aber auch dies nicht ohne<br />

Makel. Der Preis erscheint uns trotz der Verarbeitungsqualität<br />

deshalb zu hoch angesetzt.<br />

Blu-ray-Player<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Denon<br />

Modell<br />

DVD-2500BT<br />

Preis<br />

1099 Euro<br />

Info<br />

www.denon.de<br />

Typ<br />

Blu-ray-Player<br />

Maße (B/H/T) 43,4 × 13,9 × 39,1 cm<br />

Gewicht<br />

9,2 kg<br />

Farben<br />

Silber, Premium Silber,<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 23–32/0 W<br />

Formate<br />

Blu-ray/-R/-RE, CD-<br />

Audio/CD-R/-RW, DVD-<br />

Video/DVD-R/-RW, JPEG,<br />

MP3, DivX<br />

Sonstiges<br />

HDMI 1.3, SD-Card<br />

Profile-Version 1.1<br />

1080p24 ja<br />

Geeignet für<br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

DVD-Wiedergabe<br />

weitere Meiden<br />

Denon DVD-2500BT<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 11 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

12 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

51 von 60<br />

Gesamt 74 von 100<br />

Denon DVD-2500BT<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Die Tasten überzeugen<br />

durch angenehme<br />

Druckpunkte und eine<br />

selbstleuchtende<br />

Oberfläche. Eine<br />

aktive Hintergrundbeleuchtung<br />

fehlt<br />

Erfreulich: Neben der<br />

Funktion „Pop-Up-<br />

Menu“ für Blu-rays<br />

ruft die entsprechende<br />

Taste Untermenüs<br />

bei DVDs auf<br />

Die Taste „Mode“ ruft<br />

während des Betriebs<br />

Bildeinstellungen wie<br />

Farbe, Kontrast und<br />

Gamma auf<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 65


KAUFBERATUNG<br />

Sind Sie schon PVR-ready?<br />

Vorbei sind die Zeiten, in denen mit dem Videorekorder qualitativ mehr schlechte<br />

als rechte Aufnahmen getätigt wurden. Mithilfe von PVR-ready-Receivern lassen<br />

sich bessere Aufnahmen vornehmen und das Platzproblem ist auch gelöst. Umso<br />

erfreulicher, dass immer mehr Geräte für den <strong>HDTV</strong>-Empfang verfügbar sind.<br />

VON FRANZISKA DRACHE<br />

Die Features der Front befinden sich gut geschützt hinter der Klappe. Dabei handelt<br />

es sich um zwei Common-Interface-Schnittstellen sowie einen Conax/Xcrypt-<br />

Smartcard-Einschub<br />

Im EPG kann von der übersichtlichen Multikanalübersicht<br />

in die genauere Einzelansicht<br />

gewechselt werden<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Nanoxx, Stock.xchng<br />

66 www.hdplustv.de


Nachdem das deutsche Unternehmen<br />

Matrixx Systems vor einiger Zeit den<br />

Satellitenreceiver „9500HD-S“ einführte,<br />

ist nun das Pendant für den Kabelempfang<br />

im Handel erhältlich.<br />

Beim Auspacken erfreut uns der „9500HD-C“<br />

mit einem beiliegenden HDMI-Kabel. So steht<br />

dem raschen Anschluss nichts im Weg. Neben<br />

dem HDMI-Anschluss bietet das Heck des<br />

<strong>HDTV</strong>-Empfängers auch einen Komponentenanschluss<br />

sowie zwei Scartbuchsen und einen<br />

S-Video-Anschluss. Für den passenden Audioklang<br />

stehen wahlweise ein koaxialer bzw. ein<br />

optischer Digitalausgang zur Verfügung. Wer<br />

seinen Receiver auf dem neuesten Stand halten<br />

möchte, kann die Software des „9500HD-C“<br />

über den RS-232-Anschluss oder über die am<br />

Heck befindliche USB-Schnittstelle aktualisieren.<br />

Letztere eignet sich zusätzlich, um eine externe<br />

Festplatte an der Kabelbox anzuschließen<br />

und Aufnahmen zu tätigen. Wer noch komfortabler<br />

aufzeichnen möchte, bindet den Nanoxx<br />

einfach über die LAN-Schnittstelle ins heimische<br />

Netzwerk ein.<br />

Installation<br />

Nach dem Anschluss über HDMI erscheint das<br />

Erstinstallationsmenü, in dem wir zunächst eine<br />

der unzähligen Sprachen sowie das Land wählen<br />

können. Bei der Erstinstallation wird eine<br />

automatische Kanalsuche gestartet. Im Nachgang<br />

ist natürlich auch der manuelle Suchlauf<br />

und überraschenderweise ein Blindscan möglich.<br />

Damit sticht der Nanoxx aus der Riege der<br />

Kabelempfangsgeräte deutlich heraus. Nach<br />

einem zügigen automatischen Sendersuchlauf<br />

präsentiert der Kabelreceiver eine annähernd<br />

sortierte Kanalliste. Die verfügbaren Sender lassen<br />

sich ganz einfach nach Anbieter, Frequenz,<br />

HD-Programmen oder alphabetisch sortieren.<br />

Wem das zu unübersichtlich erscheint, der kann<br />

sich Favoritenlisten anlegen, mit denen die<br />

Lieblingssender noch schneller zu finden sind.<br />

Angenehm überrascht sind wir von der „Last“-<br />

Taste auf der Fernbedienung, denn diese zeigt<br />

eine Liste der zuletzt angesehenen Sender an.<br />

So lässt sich z. B. in der Werbepause einfacher<br />

zwischen Sendern navigieren. Dies macht bei<br />

einer Umschaltzeit von knapp einer Sekunde<br />

besonderen Spaß.<br />

Das Menü besticht durch die übersichtliche Anordnung<br />

der jeweiligen Optionen. Vor einem<br />

blauen Hintergrund spannt sich eine Art Sternbild,<br />

wobei jeder der Sterne für eines der sieben<br />

Untermenüs steht. Im oberen rechten Eck<br />

bleibt dabei genügend Platz für einen kleinen<br />

Bildschirm, der uns das laufende Programm<br />

weiterverfolgen lässt. Die Anwahl im Menü erfolgt<br />

mit dem Steuerkreuz der Fernbedienung.<br />

Was vorher bereits beim Zappen auffiel, bestätigt<br />

sich nun erneut: Die Druckpunkte des<br />

Steuerkreuzes sowie der Programm- und Lautstärke-Tasten<br />

sind ein wenig kräftig angelegt,<br />

was das Drücken auf die Dauer etwas mühsam<br />

werden lässt. Der elektronische Programmführer<br />

(EPG) bietet eine Fülle an Informationen und<br />

der Wechsel zwischen den zwei Anzeigemodi<br />

ist mit einem Tastendruck möglich. Im Menü<br />

des Receivers kann je nach Vorliebe eingestellt<br />

werden, ob zunächst in den Einzelkanal- oder<br />

Multikanal-modus gewechselt werden soll.<br />

Dank der automatischen Time-Shift-Funktion,<br />

die stets im Hintergrund mitläuft, ist das<br />

Vor- bzw. Zurückspulen bei laufender Sendung<br />

machbar. Da der Nanoxx einen kleinen<br />

integrierten Speicher besitzt, steht diese Option<br />

auch dann zur Verfügung, wenn keine<br />

externe Festplatte oder ein USB-Speicherstick<br />

angeschlossen ist. Allerdings beläuft sich die<br />

Länge auf lediglich zwei Minuten. Mit angeschlossener<br />

Festplatte verlängert sich die Dauer<br />

um die verfügbare Speichergröße. Die im Test<br />

angeschlossenen Festplatten wurden anstandslos<br />

erkannt. Trotzdem der Receiver nur über<br />

einen Tuner verfügt, sind zwei Aufnahmen auf<br />

einem Transponder gleichzeitig realisierbar. Der<br />

Nanoxx warnt, wenn man auf einen anderen<br />

Transponder umschalten möchte. Zusätzlich<br />

werden nur die Sender des Transponders, auf<br />

dem gerade aufgenommen wird, in der Programmliste<br />

fett dargestellt. Weiterhin können<br />

Sie sich einen dritten Sender ansehen, sogar<br />

Time-Shift ist dann noch möglich. Erfreut sind<br />

wir von der Tatsache, dass im Premiere-Direkt-<br />

Portal das Setzen des Timers machbar ist, sodass<br />

auch von den Optionskanälen komfortabel<br />

Aufzeichnungen gemacht werden können. Der<br />

USB-2.0-Anschluss ist, neben dem Anschließen<br />

einer externen Festplatte, nützlich zum Abspielen<br />

von Fotos oder MP3-Dateien von einem<br />

Speicherstick.<br />

CI-Verarbeitung<br />

Die in unserem Test verwendeten CI-Module zur<br />

Entschlüsselung von Pay-TV wurden einwandfrei<br />

erkannt und selbst die Umschaltzeiten im CI-<br />

Betrieb müssen sich mit ca. 1,8 Sekunden nicht<br />

verstecken. Da der Kabelreceiver von Nanoxx<br />

Alphacrypt-Module verträgt, kommt dieses<br />

Gerät auch für Premiere-Abonnenten infrage.<br />

Bei der Entschlüsselung von <strong>HDTV</strong>-Kanälen via<br />

CI-Modul sollte jedoch darauf geachtet werden,<br />

dass das Modul auf dem neuesten Stand<br />

ist. Leider ist es nicht möglich, die Karten am<br />

„9500HD-C“ direkt zu updaten, allerdings<br />

kann dies über die USB-Schnittstelle realisiert<br />

werden. Der integrierte Smartcard-Einschub<br />

liest sowohl Conax-Karten, z. B. für den Kabelkiosk,<br />

als auch Xcrypt-Karten. Beide werden im<br />

Test einwandfrei verarbeitet.<br />

Die Bildqualität der zur Verfügung stehenden<br />

Anschlüsse lässt im Test keine Schwächen erkennen.<br />

Dies wird von unseren Messergebnissen<br />

bestätigt, bei denen alle Werte innerhalb<br />

des Toleranzbereichs liegen. Zusammen mit<br />

einer externen Festplatte, die ab 50 Euro erhältlich<br />

ist, steht dem dauerhaften TV-Vergnügen<br />

mit dem Nanoxx nichts im Wege.<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Nanoxx<br />

Modell<br />

9500HD-C<br />

Preis<br />

379 Euro<br />

Info<br />

www.nanoxx.info<br />

Typ<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver DVB-C,<br />

PVR-ready<br />

Maße (B/H/T) 37,5 × 6 × 23 cm<br />

Gewicht<br />

3,5 kg<br />

Farben<br />

Schwarz/Silber<br />

Betrieb/Stand-by 14/2 Watt<br />

Umschaltzeit < 1,25 s<br />

Bildauflösung 576i, 576p, 720p, 1080i<br />

integriertes CA 1 Kartenleser<br />

(Conax/Xcrypt)<br />

Common Interface 2 ×<br />

Nanoxx 9500HD-C<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 24 von 30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

34 von 40<br />

Wiedergabequalität<br />

27 von 30<br />

Gesamt 85 von 100<br />

Nanoxx 9500HD-C<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Einziges Problem der<br />

Fernbedienung ist der<br />

etwas kräftige Druckpunkt<br />

der Tasten<br />

Dafür ist der Controller<br />

sehr durchdacht<br />

und logisch aufgebaut.<br />

Alle notwendigen<br />

Tasten lassen<br />

sich bequem mit dem<br />

Daumen anwählen<br />

Farblich abgesetzt,<br />

befinden sich im<br />

unteren Block die<br />

Bedienknöpfe für den<br />

PVR-Betrieb<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 67


KAUFBERATUNG<br />

Multimedia fürs<br />

Wohnzimmer<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver dienen längst nicht mehr ausschließlich dem Empfang<br />

der Programme, sondern bieten einige Zusatzfunktionen.<br />

Mit dem „Scena 5“ bringt Inverto nun ein Gerät auf den Markt,<br />

das diese Vorteile in sich vereint.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Zusätzlich zur horizontalen Positionierung können Sie<br />

den „Scena 5“ senkrecht aufstellen. Die dazu nötigen<br />

Standfüße sind im Lieferumfang enthalten<br />

Die CI-Module lassen sich einfach in das Gerät stecken und<br />

dank Auswurftaste auch wieder problemlos entnehmen<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Stock.xchng<br />

68 www.hdplustv.de


Bereits bei den SDTV-Geräten überzeugte<br />

die Firma FTA Communication<br />

aus Luxemburg mit innovativen Produkten.<br />

Dies trifft auch auf den neuen <strong>HDTV</strong>-<br />

Empfänger zu. Die kleine bronzefarbige Box<br />

kann sowohl waagerecht als auch senkrecht<br />

aufgestellt werden, für die senkrechte Montage<br />

sind dem Produkt zwei Standfüße beigelegt.<br />

FTA hat auf keine der Standardschnittstellen verzichtet.<br />

Daher wundert es nicht, dass neben den<br />

für den <strong>HDTV</strong>-Empfang wichtigen Schnittstellen<br />

HDMI und YUV die analogen Videoausgänge<br />

Scart und Cinch am Receiver vorhanden sind.<br />

Für den Datentransfer stehen zwei USB-Schnittstellen<br />

bereit. Leider erlaubt der im „Scena 5“<br />

verbaute Chipsatz nur die Nutzung eines USB-<br />

Anschlusses. Im Menü können Sie selbst festlegen,<br />

ob die Frontbuchse oder die Schnittstelle<br />

an der Rückseite zum Einsatz kommen soll.<br />

An der Front zeigt ein alphanumerisches VFD-<br />

Display bei TV- und Radiokanälen den Sendernamen<br />

an. Dank des dezent gewählten blauen<br />

Farbtons wirkt dieses selbst beim Heimkinovergnügen<br />

nicht störend. Hinter einer Frontklappe<br />

erspähen wir zudem zwei CI-Schnittstellen, die<br />

den Pay-TV-Genuss mit dem Inverto-Gerät erlauben.<br />

Sortierung nötig<br />

Das uns zur Verfügung gestellte Testgerät<br />

überzeugt bei der Inbetriebnahme nur auf den<br />

ersten Blick. Zwar ist ein Installationsmenü vorhanden<br />

und eine aktuelle Senderliste im Gerät<br />

verfügbar, allerdings ist Letztere für den deutschen<br />

Markt eher unbrauchbar. Um Freude mit<br />

der Box zu haben, sollten Sie noch einmal selbst<br />

Hand anlegen.<br />

Im Alltagsmodus kann der Luxemburger durch<br />

eine übersichtliche Menüführung und den gut<br />

strukturierten Programmführer punkten. Dieser<br />

steht in der Einzel- und Mehrkanalansicht zur<br />

Verfügung. Bei der Timer-Steuerung trumpft<br />

der HD-Neuling mit einer Reihe von Zusatzfunktionen<br />

auf. Neben der einmaligen Aufnahme<br />

können Sie wählen, ob eine Sendung<br />

täglich, werktäglich, wöchentlich oder als Serie<br />

aufgenommen werden soll. Bei „Serie“ sucht<br />

das Gerät selbstständig die passende Anfangsund<br />

Endzeit heraus. Der Timer kann daraus<br />

programmiert werden, wobei der Inverto eine<br />

automatische Timer-Verlängerung unterstützt.<br />

Diese kann vorab im Hauptmenü eingestellt<br />

werden.<br />

Mit 1,5 bis zwei Sekunden sind die Umschaltzeiten<br />

bei SDTV-Kanälen etwas zu hoch. Bleibt<br />

zu hoffen, dass dieses Manko mit künftigen<br />

Updates beseitigt wird. Derzeit erscheinen diese<br />

Software-Verbesserungen in regelmäßigen<br />

Abständen und sind per Satelliten-Update oder<br />

USB-Verbindung abrufbar.<br />

Dank der CI-Unterstützung besteht die Möglichkeit,<br />

neben frei empfangbaren Sendern<br />

die HD-Programme von Premiere und anderen<br />

Pay-TV-Anbietern zu nutzen. Bei der Aufnahme<br />

gilt zu beachten, dass während dieser kein<br />

anderes Programm abspielbar ist, gleichzeitig<br />

die Inhalte aber uncodiert gespeichert werden.<br />

Somit können Sie bei der Wiedergabe auf eine<br />

Karte samt Modul verzichten. Vermisst wird von<br />

uns im Pay-TV-Betrieb einzig die Unterstützung<br />

der Premiere-Unterkanäle. Speziell Nutzer des<br />

Sport- oder Direkt-Portals müssen die entsprechenden<br />

Kanäle aufwendig innerhalb der Senderliste<br />

suchen und bekommen diese nicht wie<br />

gewohnt nach einem Druck der Options-Taste<br />

angezeigt.<br />

Multimedia-Wunder<br />

Zuverlässig speichert das Gerät alle von uns<br />

einprogrammierten Sendungen auf einer externen<br />

Festplatte ab. Die fünf von uns getesteten<br />

2,5-Zoll-Speichermedien verschiedener Hersteller<br />

konnten ohne zusätzliche Stromversorgung<br />

betrieben werden. Wer auf größere Platten<br />

setzt und somit auf 3,5-Zoll-Datenträger zurückgreifen<br />

muss, kann dies bedenkenlos tun.<br />

Selbst eine 750-Gigabyte-Samsung-Festplatte<br />

wurde sofort erkannt. Zu beachten ist allerdings,<br />

dass der Datenträger im FAT-32-Format<br />

angelegt sein muss, da ihn die Box sonst<br />

nicht erkennt. Wahlweise kann er auch direkt<br />

formatiert werden.<br />

Im Wiedergabemenü befinden sich noch einige<br />

zusätzliche Funktionen. Mit der Box schneiden<br />

Sie z. B. Werbung direkt, das heißt ohne Zuhilfenahme<br />

des PCs, heraus. Das Setzen von<br />

Markern erleichtert die Wiedergabe. Wenn Sie<br />

zu einer bestimmten Stelle einer Aufnahme<br />

vorrücken möchten, können Sie diese minutengenau<br />

angeben. Neben den aufgezeichneten<br />

Filmen besteht des Weiteren die Möglichkeit,<br />

DivX-, AVI- und XVid-Dateien wiederzugeben.<br />

Somit können Sie Ihre ganz persönliche Videosammlung<br />

abspielen. Weiterhin werden MP3-<br />

und JPEG-Formate vom „Scena 5“ unterstützt.<br />

Die eigene Diashow am heimischen Flachbildfernseher<br />

wird so ein Vergnügen für die ganze<br />

Familie. Musikliebhaber werden gleichermaßen<br />

die integrierte Jukebox lieben, immerhin passen<br />

auf handelsübliche Datenträger mit zehn Gigabyte<br />

Speicherplatz knapp 1 000 Alben.<br />

Scharfe Bilder<br />

Die Bildwiedergabe bewältigt der kleine Receiver<br />

fehlerfrei. Unser HDMI-Analyzer kann beim<br />

ausgegeben Material keine Fehler diagnostizieren.<br />

Die Detailschärfe sowie die Farbtreue meistert<br />

die Box sehr gut. Wer das Gerät noch über<br />

einen Röhrenfernseher betreiben möchte, kann<br />

dort mit einer akzeptablen Qualität rechnen.<br />

Am Videoanalyzer „VSA“ erkennen wir nur geringe<br />

Abweichungen von den Idealwerten. Alle<br />

Werte liegen im Toleranzbereich.<br />

Neben der 1 080i-Auflösung ist es möglich,<br />

720p und 576p zu wählen. Im Test hat sich allerdings<br />

die 1 080i-Ausgabe selbst bei Sendern<br />

wie Arte HD, der in 720p ausgestrahlt wird, als<br />

beste erwiesen.<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Inverto<br />

Modell Scena 5<br />

Preis<br />

259 Euro<br />

Info<br />

www.inverto.tv<br />

Typ<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />

Maße (B/H/T) 28,0 × 5,0 × 25,0 cm<br />

Gewicht<br />

2,2 kg<br />

Farben<br />

Bronze/Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 15/11 W<br />

Umschaltzeit ca. 1,5 s<br />

Bildauflösung 576p, 720p, 1080i<br />

integriertes CA –<br />

Common Interface 2 ×<br />

Inverto Scena 5<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 24 von 30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

32 von 40<br />

Wiedergabequalität<br />

27 von 30<br />

Gesamt 83 von 100<br />

Inverto Scena 5<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Die Fernbedienung<br />

des Inverto-Gerätes<br />

wirkt sehr hochwertig<br />

und liegt gut in der<br />

Hand. Dank angenehmer<br />

Druckpunkte<br />

macht die Bedienung<br />

des Gerätes Spaß<br />

Wie bei vielen anderen<br />

Herstellern befindet<br />

sich das Steuerkreuz<br />

in der Mitte<br />

der Fernbedienung.<br />

Neben der Kanalumschaltung<br />

beinhaltet<br />

es Funktionstasten<br />

für die Lautstärkereglung<br />

sowie die<br />

EPG-Nutzung<br />

Ergänzend zur der<br />

Aufnahmesteuerung<br />

verbergen sich hier<br />

die Multimedia-Funktionen<br />

des „Scena 5“.<br />

Die Dateiliste können<br />

Sie über die „Libary“-<br />

Taste aufrufen<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 69


KAUFBERATUNG<br />

<strong>HDTV</strong>-Preiskracher<br />

<strong>HDTV</strong>-Empfangsgeräte werden immer erschwinglicher. Eine neue Runde im Preiskampf<br />

hat nun der polnische Hersteller Ferguson eingeläutet. Das Einsteigermodell mit optionaler<br />

Aufnahmefunktion ist im Fachhandel bereits für 159 Euro erhältlich. Ob die<br />

Qualität dabei auf der Strecke bleibt, zeigt unser Test.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Trotz des geringen Preises besitzt der Empfänger ein alphanumerisches<br />

Display<br />

Mithilfe eines CI-Modules können Sie neben frei empfangbaren Sendern auch<br />

kostenpflichtige Programme empfangen. Leider besitzt die Box nur einen CI-<br />

Steckplatz<br />

Sollte die Fernbedienung einmal ausfallen, können Sie den Receiver<br />

dank zahlreicher Grundbedienelemente an der Front steuern<br />

Das Design des Gerätes wirkt außergewöhnlich,<br />

da Ferguson nicht auf eine flache Front<br />

setzt. Besonders Nutzer, die den Empfänger<br />

von oben bedienen, wird dies freuen<br />

70 www.hdplustv.de


Ferguson ist wahrlich kein Einsteiger,<br />

wenn es um <strong>HDTV</strong>-Receiver geht. Der<br />

„FK-8500 HD“ ist nunmehr das dritte<br />

HD-Gerät, das der Hersteller im Programm hat.<br />

An der Front steht bei dem preiswerten Modell<br />

ein alphanumerisches Display zur Verfügung,<br />

hinter der Frontklappe versteckt sich zudem<br />

der CI-Schacht. Hier müssen Sie erste Abstriche<br />

machen, denn ein zweiter Schacht wurde aus<br />

Kostengründen weggelassen. Wer trotzdem<br />

zwei Pay-TV-Anbieter sehen möchte, findet mit<br />

Twin-Modulen eine Alternative. Neben dem Alphacrypt-<br />

bieten die Omegacrypt-Module eine<br />

solche Wahlmöglichkeit an.<br />

Die größten Unterschiede im Vergleich zu anderen,<br />

bereits von unserer Redaktion getesteten<br />

HD-Receivern diagnostizieren wir an der Heckpartie.<br />

Während eine HDMI-Schnittstelle, ein<br />

YUV-Set sowie ein Cinch-Audio-Videoanschluss<br />

vorhanden sind, verzichtet der Hersteller auf<br />

Scart- und S-Video-Anschlüsse. Dies stellt unserer<br />

Meinung nach allerdings keinen Nachteil<br />

dar, Flachbildfernseher können trotz alledem<br />

optimal mit dem Receiver verbunden werden.<br />

Bei den Datenschnittstellen müssen Sie keine<br />

Kompromisse eingehen: Eine RS-232-Schnittstelle<br />

finden Sie ebenso wie einen USB-Anschluss<br />

für den Betrieb mit externen Festplatten.<br />

Im Gegensatz zu vielen anderen HD-Receivern<br />

steht der USB-Anschluss nur an der Rückseite<br />

zur Verfügung. Eine versteckte Anbringung der<br />

Festplatte ist somit möglich, jedoch wird ein<br />

schneller Tausch der Datenträger verhindert.<br />

Digitale Klänge bekommen Sie wahlweise über<br />

die HDMI-Schnittstelle oder einen optischen<br />

Tonausgang geboten. Dadurch profitieren neue<br />

wie ältere Audioreceiver vom „FK-8500 HD“.<br />

Nutzerfreundlichkeit<br />

Sowohl auf ein Installationsmenü als auch auf<br />

eine vorkonfigurierte Kanalliste müssen Sie bei<br />

dem Ferguson-Receiver nicht verzichten. Der<br />

Hersteller liefert alle Geräte mit einer gut sortierten<br />

Programmliste aus, die auf den deutschen<br />

Markt abgestimmt ist. Den Suchlauf können<br />

Sie somit bei der Erstinstallation erst einmal<br />

unberücksichtigt lassen, sofern Sie mit der Vielfalt<br />

auf Astra 19,2 Grad Ost zufrieden sind. Wollen<br />

Sie hingegen beispielsweise BBC auf Astra 2<br />

in optimaler Qualität sehen, kommen Sie um<br />

den Scan nicht herum.<br />

Keinen Grund zur Freude bieten die Umschaltzeiten.<br />

Zwischen zwei und 2,5 Sekunden benötigt<br />

der Kanalwechsel, Zapping-Hungrige werden<br />

mit dem Gerät also nicht sehr viel Spaß<br />

haben. Besser sieht das Testergebnis beim Programmführer<br />

aus, auch wenn Ferguson hier<br />

nur die Einzelkanalansicht bereitstellt. Diese<br />

wird sehr übersichtlich dargestellt und bietet<br />

Zusatzfunktionen wie die automatische Timer-<br />

Übernahme an. Folglich können ausgewählte<br />

Sendungen unkompliziert in den Aufgabenspeicher<br />

übernommen werden, um sie später<br />

vom Receiver aufzeichnen zu lassen. Ordnung<br />

herrscht ebenso innerhalb der Menüs. Der Nutzer<br />

erkennt sofort, in welchem Untermenü sich<br />

welche Zusatzfunktion versteckt. Einzig die<br />

Darstellung bietet Kritikpunkte. Teilweise wirken<br />

die Menüs zu verspielt, was speziell Heimkinofreunde<br />

abschrecken wird.<br />

Einfache Aufnahme<br />

Die Aufnahmefunktion hat Ferguson erst nachträglich<br />

in die Software des Gerätes implementiert.<br />

Trotz alledem meistert die Box die<br />

Mitschnitte im Test sehr zuverlässig. Unsere<br />

USB-Datenträger wurden problemlos erkannt.<br />

Timer können direkt aus dem EPG heraus programmiert<br />

werden, wie es von den meisten<br />

DVB-Boxen bekannt ist. Leider steht in der<br />

aktuellen Firmware noch keine automatische<br />

Verlängerungsoption zur Verfügung. Darum<br />

empfehlen wir zumindest bei Livesendungen,<br />

die Eingabe nachträglich noch einmal zu modifizieren,<br />

um im Nachhinein nicht feststellen<br />

zu müssen, dass die Box den Mitschnitt zu früh<br />

beendet hat.<br />

Während der Aufnahme können Sie zwischen<br />

den Programmen eines Transponders zappen.<br />

In der Praxis bedeutet dies, dass Sie während einer<br />

Aufnahme von Anixe HD zeitgleich Classica<br />

HD, Premiere HD oder Discovery HD ansehen<br />

können.<br />

Die Wiedergabe der Aufnahmen realisiert<br />

Ferguson im USB-Menü. Dieses erreichen Sie<br />

über die „USB/PVR“-Taste auf der Fernbedienung.<br />

Außer den Aufnahmen können Sie<br />

hier MP3- und Bilddaten wiedergeben. DivX-<br />

Freunde müssen sich hingegen noch etwas<br />

gedulden. Für das beliebte Videoformat zur<br />

Filmarchivierung bietet der Receiver leider noch<br />

keine Abspielmöglichkeit an, mit den fest eingeplanten<br />

zukünftigen Updates sollen diese<br />

und weitere Zusatzfunktionen implementiert<br />

werden. Updates können dem Gerät wahlweise<br />

direkt über einen Satellitendownload oder per<br />

USB-Stick zugeführt werden.<br />

Wiedergabe<br />

Fehlerfrei präsentiert sich der Ferguson-Receiver<br />

beim abschließenden Test am Messequipment<br />

von Rohde & Schwarz. Die ausgegebenen Daten<br />

überzeugen mit Schärfe und Detailgenauigkeit,<br />

das HDMI-Protokoll wird gut verarbeitet.<br />

Wahlweise kann die Auflösung auf 576p, 720p<br />

und 1 080i gestellt werden. Realisiert wird diese<br />

Umschaltung über die separate Taste auf<br />

der Fernbedienung des Gerätes. Bei der Tuner-<br />

Leistung erzielt der Empfänger einen Platz im<br />

Mittelfeld. Bis auf einen Wert von 85 Dezibel<br />

konnten wir das Signal drosseln, bevor Fehler<br />

sichtbar wurden. Neben dem Standardprotokoll<br />

DiSEqC 1.0 stehen auch die Drehanlagensteuerungen<br />

1.2 und USALS bereit. Das Unicable-Protokoll<br />

ist leider nicht integriert. Sollten Sie also<br />

ein zweites Empfangsgerät an Ihrem Standort<br />

nutzen, muss dieses auf eine separate Zuleitung<br />

zurückgreifen.<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Ferguson<br />

Modell<br />

FK-8500 HD<br />

Preis<br />

159 Euro<br />

Info<br />

www.ferguson-digital.<br />

eu/de/<br />

Typ<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />

Maße (B/H/T) 29,4 × 6,4 × 24,0 cm<br />

Gewicht<br />

2,5 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

Betrieb/Stand-by 13/9 W<br />

Umschaltzeit ca. 2 s<br />

Bildauflösung 576p, 720p, 1080i<br />

integriertes CA –<br />

Common Interface 1 ×<br />

Ferguson FK-8500 HD<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 22 von 30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

29 von 40<br />

Wiedergabequalität<br />

26 von 30<br />

Gesamt 77 von 100<br />

Ferguson FK-8500 HD<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Zusätzlich zum<br />

Nummernfeld stehen<br />

Zusatzfunktionen<br />

wie die Auswahl des<br />

Satellitensystems und<br />

die Formatumschalttaste<br />

zur Verfügung<br />

Die Kanalwahl erfolgt<br />

über das Steuerkreuz,<br />

optional stehen separate<br />

Kanalwahltasten<br />

zur Verfügung<br />

Trotzdem die Aufnahmefunktionen<br />

erst nachträglich<br />

eingebaut wurden,<br />

besitzt die Fernbedienung<br />

des Gerätes ein<br />

eigenes Tastenfeld zur<br />

Aufnahmesteuerung<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 71


KAUFBERATUNG<br />

Schritt zurück nach vorn<br />

Nachdem die letzten AVCHD-Camcorder von Panasonic das Maximum an Kleinwuchs<br />

boten, ist nun erstmal Entspannung angesagt. Die neuen Modelle besitzen wieder<br />

mehr Grundausstattung und zusätzliche Funktionen. Zudem<br />

soll neue Bildwandlertechnik die Lichtempfindlichkeit<br />

entscheidend verbessern. Wir haben der „HS100”<br />

mit 60-GB-Festplatte auf den Zahn gefühlt.<br />

VON TIM LUFT<br />

Gut getarnt: Das klassische „Leica<br />

Dicomar“-Objektiv wird durch<br />

einen multifunktionalen Fokusring<br />

erweitert<br />

Aktive Seite: Unter dem Display liegen die meisten<br />

Bedienelemente sowie der SD-Karten-Slot<br />

Die „HS100“ liegt gut in der Hand und bietet u. a. Neuauflagen<br />

der Klassiker Sucher und Moduswahlrad<br />

Die ungünstige Platzierung der Menüsteuerung<br />

(blau) an der Seitenfront und die Versenkung<br />

wichtiger Anschlüsse im Akkuschacht wären zu<br />

verhindern gewesen<br />

Bilder: Panasonic, Stock.xchng/abstract light trails 1<br />

72 www.hdplustv.de


Als Anfang des Sommers die ersten<br />

Informationen zu Panasonics neuen<br />

AVCHD-Camcordern durchsickerten,<br />

lieferte das Kunstwort „3MOS“ die Grundlage<br />

für Spekulationen. Dass sich hinter „3MOS“<br />

eigentlich nur ein neues Aufzeichnungssystem<br />

mit drei CMOS-Sensoren verbergen konnte, war<br />

schnell klar. Vom Hersteller mit angeheizt, machte<br />

sich die Hoffnung breit, eine Übertragung<br />

von Panasonics erfolgreichem 3CCD-System<br />

auf CMOS-Technologie könnte die Lichtempfindlichkeit<br />

der neuen Camcorder entscheidend<br />

verbessern. Nun hat die 3MOS-Technik keine<br />

Revolution ausgelöst und trotzdem hat sich viel<br />

getan seit der letzten AVCHD-Generation.<br />

Renaissancen<br />

Der Befreiung des kompakten Full-HD-Aufzeichners<br />

aus der Pappschachtel folgen Momente andächtigen<br />

Staunens. Nicht nur, dass das Objektiv<br />

plötzlich von einem ausgewachsenen Multifunktionsring<br />

gekrönt wird – nein, auch ein waschechter<br />

Sucher ist endlich wieder dabei, nachdem<br />

er im Zuge des Miniaturisierungswahns<br />

„wegrationalisiert“ worden war. Die berechtigte<br />

Kritik an dieser Einsparung ist bei Panasonic offensichtlich<br />

auf offene Ohren gestoßen und der<br />

Zugeständnisse nicht genug, spendiert Panasonic<br />

der „HS100“ sogar noch einen Mikrofoneingang.<br />

Eine solche Grundausstattung kann sich<br />

wirklich sehen lassen.<br />

Leider wurde ein bereits bekanntes Manko der<br />

letzten AVCHD-Modelle nicht aus der Welt<br />

geschafft: Die Menüsteuerung ist auch bei der<br />

„HS100“ ungünstig links unter dem LCD positioniert.<br />

Die damit erschwerte Bedienführung steht<br />

in krassem Widerspruch zu früherer Panasonic-<br />

Ergonomie, die mit intuitiver Daumensteuerung<br />

am Camcorder-Heck punkten konnte. Dass eine<br />

Renaissance dieses Elements prinzipiell möglich<br />

gewesen wäre, zeigt allein das wiedergeborene<br />

Moduswahlrad an der Rückseite der „HS100“.<br />

Zumindest lässt sich der Joystick selbst etwas<br />

besser bedienen als am letzten Modell, sodass<br />

sich nach einiger Zeit durchaus Routine einstellt.<br />

Ansonsten macht die äußere Erscheinung der<br />

„HS100“ einen guten Eindruck. Kurz hinter dem<br />

neu eingeführten Multifunktionsring liegen die<br />

wichtigsten Bedienelemente für dessen Einsatz.<br />

Ein kleiner Hebel stellt die Kamera vom vollautomatischen<br />

in den halbautomatischen bzw.<br />

Fokus-Modus um. Der Knopf darunter aktiviert<br />

ein Auswahlmenü für die drei erweiterten Ringfunktionen:<br />

Verschlusszeit, Blende und Weißabgleich.<br />

Standardmäßig lassen sich mit dem Ring<br />

entweder Zoom oder Fokus justieren.<br />

Funktionstüchtig<br />

Das Menü offenbart reichhaltige Einstellungsmöglichkeiten,<br />

zumindest wenn man den<br />

Camcorder im manuellen Modus betreibt. Zebrafunktion,<br />

intelligente Hilfe oder „25p-Digital<br />

Cinema“-Aufnahme, wahlweise im erweiterten<br />

xvYCC-Farbraum, wurden von den letzten Modellen<br />

übernommen. Auch die Gesichtserkennung<br />

sowie Vorpuffer-Funktion für zeitkritische<br />

Aufnahmen sind bei der „HS100“ wieder dabei.<br />

Mit einem neuen Set an zusätzlichen Bildfunktionen<br />

geht Panasonic sogar noch einen Schritt<br />

weiter. Histogrammanzeige oder erweiterte<br />

Justierungen für Schärfe, Sättigung und Belichtungskorrektur<br />

braucht sicher nicht jeder,<br />

ihr Vorhandensein dürfte jedoch so manchen<br />

Enthusiasten überzeugen. Ihre Einsteigerfreundlichkeit<br />

beweist die „HS100“ dagegen mit einem<br />

kleinen, aber feinen Detail im Menü: Ein Lauftext<br />

am unteren Rand informiert jederzeit verständlich<br />

über die Funktion des gerade angewählten<br />

Menüpunktes.<br />

Von der Bildqualität des „3MOS“-Systems hatten<br />

wir uns mehr erhofft. Der Eindruck der neuen<br />

„HS100“ entspricht ziemlich genau dem Bild<br />

der zuletzt von uns getesteten „SD9“. Gute Dynamik<br />

und Farbe zaubern ein stimmiges Bild mit<br />

ordentlichen Kontrasten, doch bei der Schärfe<br />

lässt die „HS100“ zu wünschen übrig. Auffällig<br />

ist ein gewisser Hang zur Artefaktbildung, vor<br />

allem an kontraststarken Kanten, sowie ein unterschwelliges,<br />

aber stets existentes Bildrauschen<br />

in dunkler Umgebung, was sich am ehesten mit<br />

klassischer Filmkörnung vergleichen lässt. Hier<br />

fordern die vergleichsweise kleinen Bildwandler,<br />

die per Pixelshift-Verfahren HD-Auflösungen generieren,<br />

ihren Tribut. Je nach Motiv oder Stimmung<br />

kann dieser Effekt subjektiv entweder als<br />

angenehm oder störend empfunden werden.<br />

Im Schwachlichtbereich hat die „HS100“ dafür<br />

deutlich zugelegt. Unter Zimmerbeleuchtung<br />

gehen dank CMOS-Bildwandlung und neuem<br />

Bildprozessor kaum Details verloren. Zunehmende<br />

Dunkelheit quittiert das System jedoch<br />

mit starkem Rauschen.<br />

Kabelsalat<br />

Im praktischen Einsatz überzeugt die „HS100“<br />

in den meisten Disziplinen. Die Automatik des<br />

Camcorders reagiert sauber auf wechselnde Szenen-<br />

und Lichtverhältnisse. Der Autofokus leistet<br />

selbst unter schlechten Lichtverhältnissen sehr<br />

gute Arbeit. Viele Szenenprogramme und umfangreiche<br />

Einstellungsmöglichkeiten machen<br />

aus der „HS100“ einen verlässlichen Allrounder.<br />

Getrübt wird der ansonsten gute Eindruck vom<br />

optischen Bildstabilisator, der bei diesem Modell<br />

nicht überzeugen kann. Die Audioabteilung verbucht<br />

dafür eindeutig Pluspunkte. Das Klangbild<br />

des internen 5.1-Mikrofons geht absolut in<br />

Ordnung und der zusätzliche Mikrofonanschluss<br />

freut uns sehr.<br />

Nach wie vor unverständlich bleibt Panasonics<br />

Anschlussphilosophie. Sowohl USB- als auch<br />

Mini-HDMI-Port liegen tief im Akkuschacht begraben<br />

und lassen sich damit nur im Netzbetrieb<br />

anstöpseln. Die beigelegte Software „HD-Writer“<br />

bietet leider nur Grundfunktionen zur Weiterverarbeitung<br />

der Clips am PC, das Handbuch<br />

dagegen glänzt durch Verständlichkeit und<br />

Umfang.<br />

Licht und Schatten haben dank guter Dynamik viel<br />

Spielraum.<br />

Eine künstliche Nachzeichnung begünstigt das Auftreten<br />

von Artefakten (Bildausschnitt vergrößert).<br />

HD-Camcorder<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Info<br />

Typ<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht mit Akku<br />

Farben<br />

Aufnahmeformat<br />

Aufnahmedauer<br />

Akku/Datenträger<br />

Speichermedium<br />

Auflösung<br />

1080p ja<br />

Panasonic<br />

HDC-HS100<br />

1199 Euro<br />

www.panasonic.de<br />

Hybrid<br />

7,4 × 7,6 × 13,8 cm<br />

482 g<br />

Schwarz<br />

AVCHD<br />

70/460 min<br />

SD-Karte,<br />

60-GB-Festplatte<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Panasonic HDC-HS100<br />

AUSGABE 6.2008<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 73


KAUFBERATUNG<br />

Bitte lächeln<br />

Sonys neue Kompaktklasse kommt ohne integrierten Speicher aus und schluckt nur<br />

teure Memorysticks. Wer sich daran nicht stört, erhält mit der „CX11E“ einen Camcorder<br />

im Mini-Format, der hinsichtlich Bildqualität und Bedienung zu den ganz Großen<br />

zählt. Lachende Gesichter fotografiert der Camcorder außerdem von selbst.<br />

VON TIM LUFT<br />

Die kompakte „CX11“ bietet<br />

mit „Cam Control“-Regler<br />

und Touchscreen eine wirklich<br />

hochwertige Ausstattung<br />

Mit großem CMOS-Sensor und modernem Bildprozessor<br />

gelingen der „CX11“ brillante Bilder<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

74 www.hdplustv.de


Dank des mitgelieferten 4-Gigabyte-<br />

Memorysticks lassen sich etwa 30<br />

Minuten Video aufzeichnen, was<br />

nicht unbedingt viel ist, aber für die ersten<br />

Schritte mit dem neuen Camcorder ausreichen<br />

sollte. Bei der Inbetriebnahme müssen zunächst<br />

ein paar Grundeinstellungen vorgenommen<br />

werden. Der Touchscreen sorgt dabei für eine<br />

äußerst angenehme Bedienung, allerdings wurde<br />

an einem hochauflösenden Display, wie es<br />

Sonys „SR11“ und „SR12“ besitzen, gespart.<br />

Übernommen wurde dagegen der „Cam Control“-Regler<br />

neben dem Objektiv, mit dem sich<br />

Fokus, Belichtung und Weißabgleich auf bequeme<br />

Weise justieren lassen. Neu dabei ist,<br />

dass nach einem zweisekündigen Druck auf<br />

den Reglerknopf ein kleines Menü zur Funktionsauswahl<br />

angezeigt wird. Der Umweg über<br />

das Hauptmenü entfällt also.<br />

Die „CX11“ bietet dank „Cam Control“-Regler<br />

zwar jede Menge Komfort bei der manuellen<br />

Einstellung des Bildes, leider ist die Zahl der<br />

Bildparameter aber stark begrenzt. So gibt es<br />

neben der manuellen Justierung des Weißabgleichs<br />

nur einen Parameter für die Bildhelligkeit<br />

sowie eine achtstufige Belichtungskorrektur<br />

(„Aperture Shift“). Getrennte Einstellungen<br />

für Verschluss, Blende oder Gain gibt es an Sonys<br />

Camcordern im 1 000-Euro-Bereich nicht,<br />

ebenso fehlt die Werteanzeige für diese Parameter.<br />

Enthusiasten dürfte dieser Umstand gehörig<br />

die Suppe versalzen, während Einsteiger<br />

sich an der einfachen Bedienung erfreuen.<br />

Das Layout der „CX11“ orientiert sich ansonsten<br />

stark an den Festplattenaufzeichnern „SR11“<br />

bzw. „SR12“. Der Drehknopf am Heck dient<br />

zum Einschalten des Camcorders sowie zum<br />

Wechsel zwischen Foto- und Videomodus. Die<br />

kleine Taste „Quick On“ schaltet die „CX11“ in<br />

einen Stromsparmodus, der eine schnelle Reaktivierung<br />

erlaubt. Die Zoomwippe erfordert aufgrund<br />

ihres kurzen Kippweges durchaus Fingerspitzengefühl,<br />

sonst gibt es an der Haptik nichts<br />

auszusetzen. Die Zahl äußerer Bedienelemente<br />

ist sowieso schnell erschöpft. Außer Gegenlicht-<br />

und Nightshot-Funktion werden sämtliche<br />

Eingaben über den Touchscreen getätigt.<br />

Beschäftigungstherapie<br />

Das Menü der „CX11“ bedarf trotz intuitiver<br />

Fingerbedienung einiger Praxis, bis sich Routine<br />

einstellt. Die Menge der Knöpfe und Symbole<br />

dürfte gerade Einsteiger leicht überfordern.<br />

Leider hilft auch das viel zu knappe Handbuch<br />

selten weiter, sodass bei Sonys „CX11“ sprichwörtlich<br />

Probieren über Studieren geht. Hat man<br />

sich jedoch eingearbeitet, belohnt die „CX11“<br />

mit einem sehr ausgewogenen Funktionsumfang.<br />

Zebra-Schraffierung, xvYCC-Farbraum,<br />

Hilfslinienanzeige oder Sonys Nightshot-Modus<br />

bilden dabei eine solide Basis. Einige Extras machen<br />

den Umgang mit dem Filmzwerg jedoch<br />

zu einem echten Erlebnis. Eine besondere Fähigkeit<br />

der „CX11“ besteht darin, Fokus oder<br />

Belichtung der Szene anhand eines selbst gewählten<br />

Bildpunktes bzw. Objektes per Touchscreen<br />

festzulegen. Will man zum Beispiel den<br />

Baumstumpf im Vordergrund der Szene scharf<br />

stellen, tippt man diesen einfach auf dem Bildschirm<br />

an. Szenische Filmer, aber ebenso Anfänger<br />

dürften an dieser intuitiven Art der Bildkontrolle<br />

ihre Freude haben.<br />

Als erster Camcorder überhaupt wurde die<br />

„CX11“ mit einer „Lächelautomatik“ ausgerüstet.<br />

Die Erweiterung der Gesichtserkennung<br />

ermöglicht es der Kamera, während der Videoaufzeichnung<br />

automatisch Fotos zu machen,<br />

sobald lachende Gesichter in der Szene erkannt<br />

werden. Die „Grinseautomatik“ ist ein nettes<br />

Gimmick und hat in unserer Testredaktion wirklich<br />

für Spaß gesorgt. Die Zeitlupenfunktion der<br />

„CX11“, die drei Sekunden Video flüssig auf<br />

zwölf Sekunden streckt, besitzt dagegen einen<br />

höheren praktischen Nutzen.<br />

Glanzlicht<br />

In der Bildqualität zählt die „CX11“ für uns zu<br />

den besten Speicherkarten-Cams des Jahres<br />

und könnte höchstens noch von Canons aktuellen<br />

Modellen überholt werden. Selbst auf<br />

großer Leinwand wirken Schärfe und Detailreichtum<br />

bestechend, sind die Farben akkurat<br />

und Bewegungen sauber. Störende Artefakte<br />

oder künstliche Nachzeichnung von Kanten<br />

konnten wir nicht feststellen. Rauscharm verhält<br />

sich die „CX11“ unter Tageslicht und Zimmerbeleuchtung.<br />

Mit zunehmender Dunkelheit<br />

zeigt sie dieselben Schwächen wie die Konkurrenz:<br />

Rauschen und verblassende Farben stören<br />

dann zunehmend den Bildeindruck. Immerhin<br />

bleiben Details und Schärfe noch bis zu einem<br />

gewissen Grad erhalten.<br />

Während das Bild unter entsprechenden Lichtverhältnissen<br />

mit kompromissloser Qualität<br />

glänzt, geben die Audiofähigkeiten der „CX11“<br />

Anlass zur Kritik. Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse<br />

sind nicht vorhanden, die Pegeljustierung<br />

bewegt sich mit gerade einmal zwei möglichen<br />

Stufen auf unterstem Niveau. Da hilft<br />

auch die optionale 5-Kanal-Aufnahme und der<br />

ansonsten ordentliche Klang wenig – die Audioabteilung<br />

ist schlicht unterbesetzt.<br />

Abgesehen davon ist die „CX11“ für den<br />

praktischen Einsatz gut gerüstet. Die Automatik<br />

passt Weißabgleich und Belichtung meist<br />

schnell und unauffällig an, der Bildstabilisator<br />

funktioniert sehr gut, nur der Fokus braucht in<br />

dunklen Umgebungen teils etwas länger. Die<br />

Ports an der „CX11“ sind gut erreichbar und<br />

vorbildlich verarbeitet. Allerdings benötigt man<br />

für USB – und nur dafür – die mitgelieferte<br />

Dockingstation, was unlogisch erscheint. Die<br />

Übertragung der Clips auf den PC läuft zügig,<br />

was fehlt, ist eine Videobearbeitung. Alles<br />

in allem bringt Sony mit der „CX11“ ein praxistaugliches<br />

Bildwunder, das passionierteren<br />

Filmern allerdings etwas zu selbstständig sein<br />

könnte.<br />

Schärfe und Detailgrad der Aufnahmen liegen auf<br />

höchstem Niveau.<br />

Auf dem Touchscreen lassen sich Referenzpunkte für<br />

Fokus und Belichtung einfach antippen.<br />

HD-Camcorder<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Info<br />

Typ<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Aufnahmeformat<br />

Speichermedium<br />

Auflösung<br />

Full-HD (1080p)<br />

Aufnahmedauer<br />

Akku/Datenträger<br />

Sony<br />

HDR-CX11E<br />

899 Euro<br />

www.sony.de<br />

Speicherkarte<br />

6,9 × 6,7 × 12,9 cm<br />

450 g<br />

Schwarz<br />

AVCHD<br />

Memorystick Duo<br />

(4 GB mitgeliefert)<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

nein<br />

60/30 min<br />

Sony HDR-CX11E<br />

AUSGABE 6.2008<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 75


KAUFBERATUNG<br />

Denker und Lenker<br />

Wahre High-Ender mögen es gerne groß und massiv, wenn es um den guten Ton geht.<br />

So erfreuen sich Vor-Endstufenkombinationen zwar einer relativ schmalen Käuferschicht,<br />

bieten aber unglaublich viele Vorteile. Auch Marantz hat mit den beiden<br />

Geräten „AV8003“ und „MM8003“ ein solches Audio-Video-Monster im Programm.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Die reichlich bestückte Rückseite bietet Anschluss für alle gängigen Audio- und<br />

Videosignale. Auch in puncto HDMI kommen Sie nicht zu kurz<br />

Die Ansteuerung der Endstufensektion ist wahlweise über XLR oder Cinch möglich.<br />

Ein kleiner Wahlschalter legt dabei die jeweiligen Eingänge fest<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Marantz<br />

76 www.hdplustv.de


Wer bislang dachte, dass bei einem<br />

AV-Receiver alles in einem Gerät<br />

sein muss, der wird spätestens<br />

durch Marantz vom Gegenteil überzeugt. Mit<br />

der Vor-Endstufenkombination gelingt nicht nur<br />

der Spagat zwischen Design und Funktionalität,<br />

sondern ebenfalls zwischen Leistung und<br />

Signalverarbeitung. Die Sektionen für die Bildund<br />

Tonsignalverarbeitung befinden sich nebst<br />

Vorverstärkern im „AV8003“.<br />

Die insgesamt acht Endstufen findet man im<br />

zweiten Gerät, dem „MM8003“. Der getrennte<br />

Aufbau sorgt dafür, dass in Optik und Gewicht<br />

nur wenige Kompromisse eingegangen werden.<br />

Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die Luftzufuhr<br />

und die Lebensdauer der empfindlichen<br />

Bauteile aus.<br />

Die Vorstufe<br />

Alles, was der Heimkinonutzer von seinem klassischen<br />

AV-Receiver kennt, ist im ersten Gehäuse<br />

untergebracht. Neben einem hochwertigen<br />

„Anchor Bay VRS“-Bildverarbeitungschip finden<br />

sich ebenfalls vier HDMI-Ein- und zwei -Ausgänge,<br />

Audyssey-Einmesssystem und professionelle<br />

XLR-Anschlüsse wieder.<br />

Die Vorstufensektion verbinden Sie wahlweise<br />

per Cinch- oder XLR-Kabel mit den Endstufen.<br />

Dabei sei angemerkt, dass die Ankopplung mit<br />

professionellen XLR-Kabeln vorzuziehen ist,<br />

da eine symmetrische Kabelführung weniger<br />

Störungen verursacht. Achten Sie darauf, die<br />

Kabellängen so kurz wie möglich zu halten. Da<br />

Marantz die Verbindungskabel nicht mitliefert,<br />

können Sie die Kabel selbst konfektionieren und<br />

auf die ganz persönlichen Bedürfnisse anpassen.<br />

Neben zahlreichen weiteren Ein- und Ausgängen<br />

für analoge und digitale Tonformate bietet<br />

der „AV8003“ noch Upscaling für analoge<br />

Videosignale bis 1 080p, digitale Zuspielungen<br />

können nicht aufgewertet werden.<br />

Über die beiden Fernbedienungen steuern<br />

Sie bequem alle Funktionen der Vorstufe. Der<br />

Hauptgeber bietet mit einem LC-Display den<br />

notwendigen Überblick über die wichtigsten<br />

Anwendungen, Quellen und Einstellmöglichkeiten<br />

für den Tonbetrieb. Sie sollten jedoch<br />

vorher ein wenig die Bedienungsanleitung studieren,<br />

da die Vielfalt der Bedienelemente und<br />

Spezialfunktionen schnell überfordern kann.<br />

Doch nicht allein die technischen Merkmale<br />

machen Lust auf mehr, auch der innere Aufbau<br />

wird seiner Klasse gerecht. Durch die Auslagerung<br />

aller Endstufen bietet der „AV8003“ genügend<br />

Platz für Video- und Audioplatinen sowie<br />

eine gut dimensionierte Stromversorgung aller<br />

wichtigen Bauteile.<br />

Unsere Messungen der Vorstufe zeigen, dass die<br />

Klirr- und Rauschabstände hervorragend sind,<br />

ebenso wie der perfekte Frequenzgang. Das<br />

Herzstück für den unkomplizierten Klang bildet<br />

die Audyssey-Automatikeinmessung, die nach<br />

bekannten Vorgaben funktioniert. Dafür wird<br />

das mitgelieferte Messmikrofon an der Front<br />

angeschlossen. Leider startet die Einmessung<br />

nicht automatisch – Sie müssen den Punkt umständlich<br />

im Menü aufrufen. Insgesamt kann die<br />

Marantz-Vorstufe sechs Messpositionen erfassen.<br />

Ein kompletter Durchlauf ist innerhalb von<br />

ca. 20 Minuten erledigt. Wie für Audyssey typisch<br />

sind die Resultate unkompliziert als Preset<br />

abgespeichert. Zudem haben Sie die Möglichkeit,<br />

zwischen Front-, Flat- und Audyssey-Preset<br />

zu wählen.<br />

Die ermittelte Klangkurve kann unter dem entsprechenden<br />

Menüpunkt angesehen werden.<br />

Zusätzlich steht Ihnen noch ein manueller Equalizer<br />

zur Verfügung, mit dem Sie für festgelegte<br />

Bänder in einer vorgegebenen Güte einzelne<br />

Frequenzen anheben oder absenken können.<br />

Eine Copy-Paste-Funktion, die den Audyssey-<br />

Equalizer auf den manuellen Entzerrer überträgt,<br />

ist leider nicht vorhanden. Dennoch lassen sich<br />

anhand der Kontrollfunktion die veränderten<br />

Frequenzen ermitteln und einzelne Parameter<br />

per Hand nachjustieren.<br />

Ein großes Manko, das wir im Test festgestellt<br />

haben, besteht darin, dass die Marantz-Vorstufe<br />

bei den HD-Tonformaten den Audyssey-EQ<br />

ausschließlich im PCM-Modus aktiviert. Dies bedeutet,<br />

dass der Zuspieler Dolby True HD oder<br />

DTS-HD Master Audio decodieren muss und<br />

den digitalen Ton im PCM-Modus an das Gerät<br />

weiterleiten sollte. Besitzen Sie einen Player, der<br />

nur Bitstream beherrscht, müssen Sie wohl oder<br />

übel auf den Audyssey-Equalizer des Marantz<br />

verzichten. Angesichts der Tatsache, dass die<br />

Vorstufe als Heimkinoschaltzentrale zum Einsatz<br />

kommt, sollte der Hersteller hier schleunigst Abhilfe<br />

schaffen, da solch eine Einschränkung nicht<br />

mehr zeitgemäß ist.<br />

Eine weitere Funktion erlaubt es, Filme, Musik<br />

und Bilder über die Netzwerkschnittstelle zu<br />

streamen. Hierfür benötigen Sie ein DLNA-fähiges<br />

(Digital Living Network Alliance) Endgerät,<br />

das ins heimische Netzwerk eingebunden ist.<br />

Diese Geräte verfügen über ein spezielles Protokoll<br />

zur Bereitstellung digitaler Medien in einem<br />

Netzwerk, was eine Übertragung von HD-Material<br />

im WMV-Format ermöglicht. Eine Ausgabe<br />

von hochauflösenden Filmen ist jedoch nur bis<br />

1 080i möglich. Dafür können über Universal<br />

Plug and Play Medieninhalte direkt vom PC (mit<br />

Media Center) gelesen und dargestellt werden.<br />

Alle anderen kompatiblen Server-Programme,<br />

wie z. B. Twonky Media, übertragen Filme, Bilder<br />

und Musik von nahezu jedem Betriebssystem<br />

auf den Marantz. Die Vorstufe spielt alle<br />

Formate des kompatiblen Medienplayers ab:<br />

AVI, DivX, MPEG und WMV-Videodateien sowie<br />

MP3, WAV und diverse andere Formate stellen<br />

kein Problem dar. Wahlweise können Sie die<br />

Netzwerkschnittstelle ohne zusätzlichen Router<br />

betreiben. Hierfür benötigen Sie ein gekreuztes<br />

Netzwerkkabel, um NAS-Festplatten und Ihren<br />

Rechner direkt mit der Vorstufe zu verbinden.<br />

Sie besitzen somit nicht nur einen modernen<br />

Das Menü zur Netzwerkeinrichtung wird über die Fernbedienung<br />

aufgerufen. Sowohl eine automatische als<br />

auch manuelle Konfiguration sind möglich.<br />

Nach erfolgreichem Einrichten der Netzwerkverbindung<br />

können über den Microsoft-Mediaplayer Filme,<br />

Bilder und Musik übertragen werden.<br />

Durch die Auslagerung der Endstufensektion finden<br />

die empfindlichen Bauteile reichlich Platz im Gehäuse.<br />

Eine gute Belüftung schont das Innenleben.<br />

Das Herz des Kraftprotzes: acht mal 140 Watt (acht<br />

Ohm) geballte Leistung für Ihr Heimkino. Gute Belüftung<br />

und Leistungsreserven inklusive.<br />

KAUFBERATUNG<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 77


KAUFBERATUNG<br />

und leistungsfähigen AV-Receiver der Oberklasse,<br />

sondern ein komplettes Media-Center.<br />

Einzig eine USB-Schnittstelle hätte das Multimedia-Angebot<br />

noch komplettiert. Die Bedienung<br />

der Vorstufe funktioniert nach etwas Eingewöhnungszeit<br />

mittels der Fernbedienung recht<br />

zügig. Dabei wirkt zwar das Menü des Marantz<br />

ein wenig altbacken, gliedert sich jedoch gut in<br />

verständliche Unterpunkte.<br />

Der eigentliche Clou besteht im Hauptgeber.<br />

Diesen können Sie mittels einer mitgelieferten<br />

Software am PC relativ einfach per USB andocken<br />

und selbst programmieren. Dank einer umfangreichen<br />

Gerätedatenbank lassen sich neben<br />

dem AV-Receiver zahlreiche andere Geräte im<br />

Heimkino steuern sowie umfangreiche Makros<br />

anlegen.<br />

Blickkontakt<br />

Videoseitig sind unsere Testredakteure ein wenig<br />

enttäuscht. Die Tatsache, dass im Innern einer<br />

der besten Bildchips am Markt aus dem Hause<br />

Anchor Bay werkelt, kann leider nicht darüber<br />

hinwegtrösten, dass in puncto Bildverarbeitung<br />

noch Luft nach oben herrscht. Obwohl der<br />

„AV8003“ zwei HDMI-Ausgänge besitzt, können<br />

Sie diese leider nicht gleichzeitig nutzen.<br />

Das Upscaling beherrscht der Bolide einzig von<br />

den analogen Videoschnittstellen auf HDMI.<br />

Ein anliegendes HDMI-Signal in z. B. 576i kann<br />

nicht auf 1 080p skaliert werden. Doch auch<br />

an den analogen Videoeingängen herrscht ein<br />

wenig Unzufriedenheit beim Upscaling. So ermöglicht<br />

der Marantz nicht die Konvertierung<br />

von 720p- und 1 080i-Signalen in HDMI 1 080p.<br />

Erschwerend kommt hinzu, dass die Vollbildkonvertierung<br />

leider nur mäßig funktioniert.<br />

Speziell bei Filmmaterial diagnostizierten wir<br />

Kantenflimmern. Bedauerlicherweise bietet der<br />

Hersteller keinerlei Eingriffe in die Videoelektronik.<br />

Lediglich die Skalierung funktioniert gut<br />

und zeigt nur bei einer Farbskalierung leicht ausfransende<br />

Konturen.<br />

Die Endstufe<br />

Der eigentliche Kraftprotz versteckt sich in der<br />

knapp 18 Kilogramm schweren Endstufensektion.<br />

Das Gehäuse bietet dank des großzügigen<br />

Aufbaus genügend Ventilation für eine gute<br />

Wärmeableitung. Besonders im Mehrkanalbetrieb<br />

können schnell die Temperaturen der Endstufen<br />

steigen.<br />

Für eine stabile Spannungsversorgung befindet<br />

sich ein großer Ringkerntrafo in der Mitte<br />

des Gerätes. Er versorgt die acht Endstufen mit<br />

genügend Spannungsreserven, was sich in der<br />

Leistungsmessung derselben niederschlägt. Bis<br />

zu 280 Watt leistet der Bolide an einem Kanal<br />

bei vier Ohm. Das sollte für ausreichend Lautstärke<br />

und Kraft im Heimkino sorgen.<br />

Bei den elektrischen Messungen der Endstufen<br />

spiegelte sich der solide und durchdachte Aufbau<br />

wider. So kann der „MM8003“ mit hervorragenden<br />

Klirr- und Übertragungswerten punk-<br />

ten. Mit diesem Verstärker-Boliden sollte man<br />

bestens für die Zukunft gerüstet sein.<br />

Der Klangeindruck bestätigt die sehr guten Messergebnisse.<br />

Dank ausrechender Reserven entlocken<br />

dem Verstärker selbst laute Filmpassagen<br />

nur ein müdes Lächeln. Hierbei sollten jedoch<br />

die Lautsprecher etwas üppiger dimensioniert<br />

sein – schnell spielen die meisten Vertreter der<br />

Schallwandlerzunft an ihrer Leistungsgrenze.<br />

Durch die hochwertige Spannungsversorgung<br />

überrascht der Marantz-Verstärker mit einer<br />

sehr feinen Dynamik in lauteren Passagen. Sowohl<br />

Musik als auch Filmklänge können den Beschallungsprofi<br />

so schnell nicht in Verlegenheit<br />

bringen.<br />

Zusammenspiel<br />

Wenn man auch Abstriche in der Videosektion<br />

machen muss, so gelingt das Miteinander der<br />

Vor- und Endstufe hervorragend. Klanglich liegt<br />

man mit dem Marantz-Set sehr weit vorn. Die<br />

sinnvoll dimensionierten Verstärker und eine<br />

saubere Signalverarbeitung machen Lust auf<br />

mehr. Allein die Audyssey-Einmessung könnte<br />

ein Update vertragen. Wenige Presets und die<br />

fehlende Kopierfunktion für den manuellen<br />

Equalizer machen die akustische Integration<br />

für Einmess-Freaks ein wenig komplizierter.<br />

Dafür funktioniert der integrierte Equalizer<br />

hervorragend und lässt per Hand Einstellungen<br />

mit festgelegter Güte zu. Der Verzicht auf<br />

die Klangkorrektur von HD-Tonsignalen bei<br />

Bitstream-Übertragung hingegen macht keine<br />

gute Figur.<br />

Videoseitig verspielt der Marantz seine Führungsrolle.<br />

Eine nicht mehr zeitgemäße, eingeschränkte<br />

Verarbeitung anliegender HDMI- und<br />

Analogsignale sorgt für ein wenig Unmut. Besser<br />

dagegen die Talente als Multimedia-Center:<br />

Dank einer Netzwerkschnittstelle müssen Sie<br />

auf moderne Streaming-Lösungen für Film, Musik<br />

und Fotos nicht verzichten.<br />

Wahre Heimkinoprofis sollten eine Verkabelung<br />

zwischen Vor- und Endstufe über XLR-Kabel<br />

vorziehen. Diese Variante ist wesentlich weniger<br />

anfällig für Störungen als eine Cinch-Verbindung<br />

und sorgt mit einer symmetrischen Übertragung<br />

für die beste Qualität.<br />

Der Klangcharakter der Marantz-Kombination<br />

richtet sich klar an den ambitionierten Kinobesitzer<br />

und passionierten Musikhörer. Ein sehr<br />

druckvolles und ausgewogenes Klangbild lässt<br />

die Elektronik vergessen und man kann sich<br />

gänzlich auf das Geschehen auf der Leinwand<br />

konzentrieren. Besonders die kraftvollen Endstufen<br />

wären schon die Investition wert. Wer<br />

bereits hochwertige Zuspieler sein Eigen nennt,<br />

der wird über die tonale Unterstützung sehr erfreut<br />

sein. Mit einer Aufwertung und Bearbeitung<br />

von zugespielten Videosignalen tut sich<br />

das Gerät hingegen schwer. Durch die Media-<br />

Center-Funktion und kraftvollen Endstufen ist<br />

die Marantz-Kombination als Steuerzentrale allerdings<br />

des Heimkinos neuer Liebling.<br />

Vor-Endstufe<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Info<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Besonderheiten<br />

Geeignet für<br />

Film<br />

Musik<br />

Über das<br />

integrierte LC-<br />

Display werden<br />

auch versteckte<br />

Systemfunktionen<br />

aufgerufen<br />

Die Druckpunkte<br />

des zentralen<br />

Steuerkreuzes<br />

und der wichtigsten<br />

Tasten<br />

sind sehr gut<br />

Unterhalb des<br />

Ziffernblocks<br />

finden Sie den<br />

USB-Anschluss<br />

für die Programmierung<br />

via PC<br />

Marantz<br />

AV8003, MM8003<br />

2 800 Euro (AV8003),<br />

1700 Euro (MM8003)<br />

www.marantz.de<br />

44 × 18,5 × 42,5 cm<br />

11,6 kg (AV8003),<br />

17,9 kg (MM8003)<br />

Schwarz<br />

LAN-Anschluss,<br />

4 HDMI-1.3a-Eingänge,<br />

2 HDMI-Ausgänge<br />

Marantz AV8003, MM8003<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 18 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

52 von 60<br />

Gesamt 88 von 100<br />

Marantz AV8003, MM8003<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Marantz<br />

78 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


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KAUFBERATUNG<br />

Klasse statt Masse<br />

Obwohl der Begriff „Mittelklasse“ schon ein wenig in die Jahre gekommen ist, schaffen<br />

es einige Hersteller, ihn immer wieder neu zu definieren. Auch Denon platziert in<br />

diesem Jahr mit dem „AVR-2809“ einen Heimkinoverstärker zwischen Einsteiger- und<br />

Oberklasse – ein AV-Receiver mit Format.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Unter einer Metall-Frontklappe verbergen sich die speziellen<br />

Bedienelemente. Das zweizeilige Display lässt sich gut ablesen<br />

Neben HDMI-Anschlüssen stehen auch ausreichend analoge Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Die<br />

Lautsprecherterminals sind solide ausgeführt<br />

Bilder: Denon<br />

80 www.hdplustv.de


Klare Linien, solide Konstruktion und<br />

moderne Audio- und Videoverarbeitung<br />

– Schlagworte, die bei Denon<br />

ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Dieses<br />

einfache, aber effektive Konzept wurde im<br />

„AVR-2809“ umgesetzt. Der AV-Receiver beinhaltet<br />

einen Faroudja-DCDi-Videoprozessor,<br />

der es ermöglicht, sämtliche analogen Signale<br />

in 1 080p zu konvertieren. Burr-Brown-Wandler<br />

und gleich zwei 32-Bit-Sharc-Fließkomma-DSPs<br />

sorgen sich um die Aufbereitung der Audiosignale.<br />

Chipseitig ist man somit auf dem neusten<br />

Stand der Technik. Neben vier HDMI-Eingängen<br />

und einem -Ausgang finden sich insgesamt<br />

sieben Endstufen, die das Heimkino mit einer<br />

Leistung von bis zu 150 Watt pro Kanal befeuern<br />

können. Zudem beherrscht der Denon die<br />

aktuelle Version von Audysseys MultEQ XT und<br />

Dynamic EQ. Für die automatische Lautstärkebegrenzung<br />

greift der Hersteller auf Audyssey<br />

Dynamic Volume zurück. Dank dieser Maßnahmen<br />

können Sie 5.1- oder 7.1-Beschallungsaufgaben<br />

mit den neuen Tonformaten selbst in<br />

einem kompliziertem Umfeld realisieren. Für den<br />

Mehrzonenbetrieb stehen ebenfalls genügend<br />

Konfigurationen der Endstufen und Eingänge<br />

zur Verfügung. Neben der Hauptfernbedienung,<br />

die mit Touchpanel daherkommt, steht noch<br />

eine zweite für den 2-Zonen-Betrieb bereit.<br />

Nicht zu unterschätzen<br />

Wer das Audyssey-Einmesssystem kennt, der<br />

weiß, dass sich Raumklang kaum einfacher bändigen<br />

lässt. Die hervorragende Implementierung<br />

in die Denon-Produktlinie lässt sich problemlos<br />

bedienen und macht besonders klanglich etwas<br />

her. Sie müssen lediglich das mitgelieferte<br />

Messmikrofon einstecken und die Messungen<br />

beginnen automatisch. Per On-Screen-Display<br />

navigieren Sie sicher durch die einzelnen Messpositionen.<br />

Nach Beendigung des Einmessvorgangs<br />

speichert der Receiver die ermittelten<br />

Daten ab und sie stehen in Form von drei abweichenden<br />

Vorgaben zur Verfügung. Die bekannten<br />

Flat-, Front- und Audyssey-Equalizer<br />

sind jedoch nicht alles. Mittels Copy-Paste-Funktion<br />

kann die ermittelte Kurve des Flat-Presets in<br />

den manuellen EQ kopiert werden. Somit stehen<br />

Ihnen alle Bearbeitungsmöglichkeiten offen.<br />

Das Klangbild kann im Stereo- und Mehrkanalbetrieb<br />

punkten. Wenn auch die Endstufen bei<br />

hohen Lautstärken nicht mehr ganz so lässig<br />

spielen und das Klangbild ein wenig zu pumpen<br />

beginnt – für die meisten Anwendungen sollte<br />

die gebotene Leistung mehr als ausreichend sein.<br />

Besonders in puncto Räumlichkeit macht sich<br />

die gute Wiedergabequalität und Einmessung<br />

schnell bemerkbar. Die weiteren Funktionen,<br />

wie der Dynamic EQ oder Dynamic Volume, die<br />

über das Menü wahlweise aktiviert oder deaktiviert<br />

werden können, runden das Angebot an<br />

klanglichen Möglichkeiten ab. Besonders Dynamic<br />

Volume dürfte so manchem Mieter in einem<br />

Mehrfamilienhaus den Heimkinogenuss erst ermöglichen:<br />

In drei verschiedenen Stufen können<br />

Sie die Dynamik bei gleichbleibender Lautstärke<br />

senken. Das schont nicht nur die Nerven der<br />

anderen Mieter, sondern sorgt vor allem für einen<br />

stressfreien Filmgenuss. Dynamic EQ gleicht<br />

dagegen die einzelnen Frequenzen passend<br />

zur gewählten Lautstärke dem menschlichen<br />

Hörempfinden an, um bei geringen Pegeln einer<br />

Mittenbetonung entgegen zu wirken. Aus<br />

Sicht des klanglichen Spektrums kann man den<br />

„AVR-2809“ mit dem in die Jahre gekommenen<br />

„AVR-2807“ kaum noch vergleichen. Der neue<br />

klingt selbst im Pure-Direct-Modus frischer im<br />

Hochton- und zupackender im Tieftonbereich.<br />

Zuweilen drängt sich allerdings der Verdacht<br />

auf, dass neben der technischen Verbesserung<br />

noch ein wenig nachgeholfen wurde –<br />

dem Film- und Musikvergnügen ist die neu entdeckte<br />

Lebendigkeit jedoch nur zuträglich.<br />

Bandbreite<br />

Im Herzen der Videoverarbeitung werkelt ein<br />

bekannter Faroudja-Videoprozessor, der für<br />

das gesamte Upscaling zum Einsatz kommt.<br />

Sollte sich in Ihrem Heimkino noch bessere Bildelektronik<br />

befinden, lässt sich der Chip auch<br />

ohne Weiteres für die Eingänge am AV-Receiver<br />

deaktivieren. Dies ist aber nur selten notwendig,<br />

denn weder bei Video- noch Filmmaterial<br />

zeigt der Denon echte Schwächen. Analoge<br />

TV-Signale profitieren von einer detailreichen<br />

Skalierung samt angenehmer Kantenglättung.<br />

Flimmernde Konturen werden damit gut unterbunden.<br />

Filmaufnahmen auf DVD vermag der<br />

Chip ebenfalls vollautomatisch zusammenzufügen<br />

und nur in seltenen Fällen gerät die Verarbeitung<br />

aus dem Takt. Während Sie analoge<br />

Signale umwandeln können (bis 1 080p), ist für<br />

die digitale Bildzuspielung nur die Weiterleitung<br />

vorgesehen.<br />

Wegbegleiter<br />

Mit dem neuen „AVR-2809“ bringt Denon ein<br />

Gerät in die Wohnzimmer, das sich in Sachen<br />

Ausstattung und Verarbeitung auf der Höhe der<br />

Zeit bewegt. Die Elektronik schafft den Spagat<br />

zwischen moderner DSP-Verarbeitung und solider<br />

und anwenderfreundlicher Beschaffenheit.<br />

Klangtechnisch kann der Denon anderen seiner<br />

Klasse locker das Wasser reichen und schließt<br />

zu seinen teureren Brüdern aus dem Vorjahr<br />

auf. Vergleicht man den „AVR-2809“ mit zwei<br />

Jahre alten Receivern bis 1 500 Euro, wird man<br />

verwundert die Ohren spitzen und bislang ungehörten<br />

Details lauschen. Mit einer ordentlichen<br />

Endstufenleistung bildet er das perfekte<br />

Bindeglied zwischen Einsteiger- und Oberklasse.<br />

Videoseitig bietet der „AVR-2809“ alles, was<br />

man von einem solchen Gerät erwartet: Eine<br />

gekonnte Wandlung von analogen Bildsignalen<br />

auf HDMI 1 080p geht Hand in Hand mit reichhaltigen<br />

Anschlüssen. In Verbindung mit Ihrer<br />

Heimkinoelektronik sollten Sie so für die kommenden<br />

Eventualitäten gerüstet sein.<br />

AV-Receiver<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Info<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Besonderheiten<br />

Geeignet für<br />

Film<br />

Musik<br />

Denon<br />

AVR-2809<br />

1099 Euro<br />

www.denon.de<br />

43,4 × 17,1 × 41,4 cm<br />

12,8 kg<br />

Silber, Schwarz<br />

Audyssey MultEQ XT,<br />

Audyssey Dynamic<br />

Volume/EQ,<br />

1080p-Scaler<br />

Denon AVR-2809<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 18 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

50 von 60<br />

Gesamt 86 von 100<br />

Denon AVR-2809<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Gewohnte Denon-<br />

Optik – das Touchpanel<br />

erlaubt eine<br />

unkomplizierte<br />

Doppelbelegung.<br />

Leider auf Kosten des<br />

Druckpunkts<br />

Die mittlere Zone des<br />

Gebers beherbergt<br />

das Steuerkreuz. Sowohl<br />

Druckpunkt als<br />

auch Erreichbarkeit<br />

gehen in Ordnung<br />

Über den Ziffernblock<br />

wählen Sie bequem<br />

die Signalquellen an<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 81


KAUFBERATUNG<br />

System-exklusiv<br />

Kompakte Systeme lagen bereits zu DVD-Zeiten voll im Trend, dank der<br />

Blu-ray gibt es nun einen neuen technologischen Aufschwung. Samsung<br />

präsentiert eine Surround-Kompaktanlage inklusive eines Blu-ray-<br />

Players, der gleich alle Endstufen für den Musikgenuss integriert hat.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Das Herzstück des Systems beherbergt neben einem<br />

Slot-In-Laufwerk die Endstufensektion für alle<br />

Kanäle<br />

Die schlanken Frontboxen sind durchgängig aus<br />

Kunststoff gefertigt. Die hinteren Surround-Back-<br />

Lautsprecher eignen sich für die Wandmontage<br />

Eine satte Basswiedergabe ist mit dem System-Subwoofer<br />

garantiert. Die Aktivelektronik bietet auch<br />

bei impulsfreudigen Titeln genügend Leistung<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung, Stock.xchng<br />

82 www.hdplustv.de


Wer kennt sie nicht, die Komplettsysteme<br />

für den ambitionierten<br />

Heimkinoeinsteiger? Bereits in<br />

den vorhergehenden Ausgaben testeten wir<br />

solche Systeme, die sich aber bislang auf den<br />

reinen Musikgenuss oder die Kombination mit<br />

einem DVD-Player beschränkten. In diesem<br />

Fall verläuft der Test ein wenig moderner – mit<br />

dem Samsung „HT-BD 2“. Das Paket beinhaltet<br />

nicht nur eine komplette Versorgung für<br />

7.1-Klang, sondern auch ein Blu-ray-Laufwerk,<br />

das imstande ist, die modernen, hochauflösenden<br />

Scheiben abzuspielen.<br />

Allein die Verpackung unterstreicht das All-in-<br />

One-Konzept deutlich. Kurz nach dem Auspacken<br />

des großen Kartons fallen die Standlautsprecher<br />

ins Auge, die vollständig in Kunststoff<br />

gekleidet sind. Der Standfuß bietet einen<br />

sicheren Halt und der Subwoofer scheint allein<br />

optisch für ein gesundes Bassfundament zu sorgen.<br />

Der Anschluss geht dank farbig sortierten<br />

Anschlussfeldern und allen mitgelieferten Kabeln<br />

sehr zügig vonstatten.<br />

Klangraum<br />

Nach dem Zusammenschrauben der Standlautsprecher<br />

kann man sich ans Einrichten und Aufstellen<br />

wagen. Bei insgesamt sieben Kanälen<br />

und dem zusätzlichen Subwoofer sollte man für<br />

eine korrekte Aufstellung die Bedienungsanleitung<br />

zur Hand nehmen. Die Surround-Back-<br />

Lautsprecher bieten die Möglichkeit, bequem<br />

an einer Wand aufgehängt zu werden. Leider<br />

muss der Heimkinofreund ohne automatische<br />

Einmessung auskommen. Diese wäre angesichts<br />

der Lautsprecher und komplexen Aufstellsituationen<br />

dem Gesamtklangbild dienlich<br />

gewesen, immerhin kann der Nutzer im Menü<br />

Einstellungen für Abstände, Pegel und Klang<br />

per Hand anpassen.<br />

Beim ersten Hörtest mit einer Blu-ray kommt<br />

man nicht umhin, den Subwoofer mit der Hand<br />

nachzupegeln, ein Drehregler auf der Rückseite<br />

kann den Tiefton im Zaum halten. Der kleine,<br />

aber kräftige Subwoofer verlangt ein wenig<br />

Fingerspitzengefühl, bis der richtige Pegel eingestellt<br />

ist. Der Höreindruck und die räumliche<br />

Abbildung gehen für eine Anlage in dieser<br />

Klasse in Ordnung. Auch wenn sich bereits bei<br />

Wohnzimmerlautstärke die Höhen überspitzt<br />

und der gesamte Mittenbereich ein wenig verwaschen<br />

anhört, so kann man das Komplettset<br />

für den Filmbetrieb in Betracht ziehen. Klangliche<br />

Höchstleistungen im Stereoeinsatz sollten<br />

Sie hingegen nicht erwarten, denn durch die<br />

Verfärbung der Standlautsprecher will beim<br />

Musikhören so recht keine Freude aufkommen.<br />

Sinnvollerweise läuft auch im Stereobetrieb der<br />

Subwoofer mit, denn die Standlautsprecher<br />

spielen für eine saubere Basswiedergabe nicht<br />

tief genug.<br />

Der Blu-ray-Player beherbergt alle digitalen<br />

Endstufen und lässt sich im Mehrkanalbetrieb<br />

ausschließlich mit dem mitgelieferten Boxenset<br />

betreiben. An der HDMI-Schnittstelle kann nur<br />

Zweikanalton im HDMI-Audiomodus ausgegeben<br />

werden, um beispielsweise die Fernsehlautsprecher<br />

mit Klängen zu versorgen. Auch<br />

bietet die Rückseite des Gerätes keine weiteren<br />

Tonausgänge in digitaler Form an. Einzig<br />

optische Audiosignale und analoges Stereo<br />

können via Cinch zugespielt werden.<br />

Blaulicht<br />

Die Ausstattung gehört nicht zu den Stärken<br />

des Media-Centers, denn flexible Anschlussmöglichkeiten<br />

oder USB-Schnittstellen suchen<br />

Sie vergebens. Der Player verfügt zwar<br />

über einen Netzwerkeingang, über den laut<br />

Samsung später die aktuelle Profile-Version<br />

2.0 heruntergeladen werden kann, zum Zeitpunkt<br />

des Tests bewahrheitete sich dies aber<br />

nicht. Trotz der neuesten Firmware unterstützt<br />

Samsungs Media-Center weder Bild-in-Bild-<br />

Inhalte noch den Internetzugriff der Blu-ray-<br />

Scheiben. Die Ladezeiten fallen mit nahezu<br />

allen Medien zu lang aus. Speziell aufwendige<br />

Blu-ray Discs benötigen über zwei Minuten Anlaufzeit.<br />

Der durchgängig rotierende Lüfter ist<br />

bei ungünstiger Aufstellung zu hören.<br />

Bei der Darstellung von Videomaterial profitiert<br />

der Nutzer von einer sauberen Vollbildkonvertierung<br />

und reduziertem Kantenflimmern.<br />

Unflexibel zeigt sich der Player bei<br />

den Bildeinstellungen, denn es gibt praktisch<br />

keine. Schwächeres Bildmaterial muss damit<br />

vom Fernseher ausgebessert werden. Die Bildschärfe<br />

ist mit DVDs gut, allerdings weist der<br />

Player Schwächen in der Filmdarstellung auf,<br />

die neben regelmäßigem Kantenflimmern mit<br />

Detailverlusten zu kämpfen hat. Zur Hochform<br />

läuft der Samsung mit eingelegten Blu-rays auf.<br />

Das Kinoformat 1 080p24 wird ruckelfrei in bester<br />

Qualität weitergeleitet und zeigt keinerlei<br />

Schwächen. HD-Aufnahmen in 1 080i vermag<br />

die Bildelektronik nur unzureichend ins Vollbildformat<br />

zu wandeln.<br />

Komplettprogramm<br />

Wer das Komplettset, wie von Samsung gewünscht,<br />

als Einheit betreibt und vorrangig<br />

Filme auf Blu-rays schaut, wird von der Qualität<br />

angenehm überrascht sein. Neben der fehlerfreien<br />

1 080p24-Darstellung decodiert das<br />

Media-Center alle HD-Tonformate. Wie so oft<br />

stecken die Mängel im Detail. Separate Player<br />

zeigen nicht nur bessere Qualitäten bei DVDs,<br />

sondern agieren deutlich zügiger, aktuelle Bluray-Player<br />

bieten hingegen alle Multimedia-<br />

Funktionen der neuen Filmscheiben.<br />

Das 7.1-Set bietet vorrangig im Mehrkanalbetrieb<br />

eine ausreichende Klangqualität. Der<br />

Subwoofer unterstützt mit sauberer und tieftonreicher<br />

Wiedergabe gekonnt die schlanken<br />

Standlautsprecher. Alles in allem ein gelungenes<br />

Einsteigerset, das sich speziell an Leute richtet,<br />

die sich nicht mit der mühseligen Ausstattung<br />

ihres Heimkinos auseinandersetzen wollen.<br />

Komplettsystem<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell HT-BD 2<br />

Preis<br />

1649 Euro<br />

Info<br />

www.samsung.de<br />

Typ<br />

2-Wege-Bassreflex (Front)<br />

Maße (B/H/T) Center: 55 × 13,7 × 8,5 cm<br />

Sat Rear: 10 × 27 × 9,7 cm<br />

Sub: 31,1 × 37,8 × 44,3 cm<br />

Gewicht<br />

Front/Sat: 6,3 kg<br />

Center: 2,2 kg<br />

Sat Rear: 1,3 kg<br />

Sub: 16 kg<br />

Farbe<br />

Schwarz<br />

Impedanz<br />

3 Ohm<br />

Geeignet für<br />

Film<br />

Musik<br />

Samsung HT-BD 2<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 8 von 10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

8 von 10<br />

Wiedergabequalität<br />

54 von 80<br />

Gesamt 70 von 100<br />

Samsung HT-BD 2<br />

AUSGABE 6.2008<br />

Die Bedienung der<br />

Steuerung für den<br />

Blu-ray-Player ist im<br />

oberen Segment ein<br />

wenig unglücklich<br />

gelegen<br />

Das Herz des Gebers<br />

mit Lautstärkereglern<br />

und Steuerkreuz<br />

gestaltet sich vom<br />

Druckpunkt recht<br />

angenehm und ist gut<br />

zu erreichen<br />

Sonderfunktionen<br />

und Einstellungen<br />

verschwinden auf der<br />

Unterseite. Wenige<br />

Doppelbelegungen<br />

vereinfachen die<br />

Handhabung<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 83


KAUFBERATUNG<br />

Dänische Delikatessen<br />

Als Mentor bezeichnet man normalerweise einen geistigen<br />

Anführer, der einen Unwissenden lehrt bzw. anführt. Der<br />

dänische Hersteller Dali zeigt mit der „Mentor LCR“-<br />

Serie, dass man dieses Prinzip durchaus auf einen Lautsprecher<br />

übertragen kann.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Massive Aufhängungen sorgen dafür, dass der Lautsprecher sicher an der Wand Halt findet. Die qualitativ hochwertigen<br />

Anschlussterminals nehmen auch höhere Leiterquerschnitte entgegen<br />

Ein Beschichtungsverfahren der Papiermembran<br />

erzeugt den Braunton<br />

Bilder: Dali Mentor, Stock.xchng/dark ripples<br />

84 www.hdplustv.de


Klarer Fall – die Fernseher werden immer<br />

flacher, dies zeigte der aktuelle<br />

Entwicklungsstand auf der diesjährigen<br />

IFA. Selbst bei vielen Lautsprecherschmieden<br />

setzt sich nach und nach ein Trend durch,<br />

den man so eigentlich nicht erwartet hat: Kompakte<br />

2.1- und 3.1-Systeme stehen in der Gunst<br />

der Hersteller ganz oben. Das ist zum Teil der<br />

Tatsache geschuldet, dass die immer schlanker<br />

werdenden Displays mit zunehmend schlechterem<br />

Klang einhergehen. Dali will mit einem<br />

kompakten Heimkinosystem, das nicht nur guten<br />

Klang verspricht, sondern obendrein noch<br />

modular erweiterbar ist, die akustischen Löcher<br />

stopfen. Die „Mentor LCR“-Serie besteht, wie<br />

es der Name bereits verrät, aus drei identischen<br />

Lautsprechern für die vorderen drei Kanäle. Diese<br />

können sowohl stehend als auch liegend<br />

betrieben werden. Dem Nutzer bleibt es dabei<br />

selbst überlassen, ob er noch um zusätzliche<br />

Surround-Boxen für die rückwärtigen Kanäle<br />

aufstockt.<br />

Duales Prinzip<br />

Kurz nach dem Auspacken fällt sofort die Kombination<br />

aus Hochtonkalotte und Bändchenhochtöner<br />

ins Auge. Für den tiefen und mittleren<br />

Tonbereich sorgt das im klassischen Braun<br />

gehaltene Chassis. Diese Färbung kommt durch<br />

ein spezielles Tränkungsverfahren der Papiermembran<br />

zustande, wobei zusätzlich Holzspäne<br />

beigemischt werden. Diese mechanischen<br />

Feinheiten sorgen für eine hohe Steifigkeit bei<br />

gleichzeitig geringem Gewicht. Das exakte Impulsverhalten,<br />

das das Tief-Mitteltonchassis an<br />

den Tag legen kann, bestätigt sich im späteren<br />

Hörtest.<br />

Die eigentliche Besonderheit besteht in dem<br />

eher unklassischen Aufbau von Gewebekalottenhochtöner<br />

in Kombination mit einem Bändchenhochtöner.<br />

Die durch eine ausgeklügelte<br />

Frequenzweiche erreichte Teilung der hohen<br />

Signalanteile sorgt so für ein sehr breites Abstrahlverhalten<br />

im Hochtonbereich und ist für<br />

den Einsatz im Heimkino nahezu ideal. Die<br />

Lautsprecher können sowohl liegend als auch<br />

stehend betrieben werden und eignen sich für<br />

die Installation an einer Wand bzw. neben, über<br />

oder unter dem Fernseher oder der Leinwand.<br />

Für den liegenden Betrieb kann das Bändchentöner-Chassis<br />

gedreht werden, da nur so ein<br />

optimales Abstrahlverhalten erreicht wird. Der<br />

Bändchenhochtöner übernimmt die hohen Frequenzen<br />

ab ca. zwölf Kilohertz, was dem kritischen<br />

Abstrahlbereich auf angenehme Weise<br />

deutlich entgegenwirkt.<br />

Im Tieftonbereich sorgt der serieneigene Subwoofer<br />

für das richtige Fundament im Heimkino<br />

sowie für die Tieftonunterstützung der<br />

restlichen „Mentor“-Lautsprecher. Bei der Aufstellung<br />

der Boxen zeigt sich in unserem Test,<br />

dass man die stehende Variante aufgrund der<br />

symmetrischen Chassis-Anordnung bevorzugen<br />

sollte. Beim Center spielt dieser Punkt eine eher<br />

untergeordnete Rolle. Die dafür vorgesehenen<br />

Halterungen und Anschlussterminals machen<br />

einen sehr soliden und langlebigen Eindruck.<br />

Integrierte Kabelkanäle verbergen die Signalzuführung,<br />

Bananenstecker sind aufgrund der<br />

schlanken Bauweise nicht zu empfehlen, da die<br />

Wandmontage unter Umständen durch abstehende<br />

Steckerverbindungen verhindert wird.<br />

Spektrum<br />

Gleich bei den ersten Hörtests bestätigt sich die<br />

sehr gute Richtungsabstrahlung des gesamten<br />

Systems. Dabei muss nicht zwangsläufig der<br />

Lautsprecher auf den Hörplatz angewinkelt<br />

werden. Der sogenannte Sweetspot versorgt<br />

ein recht großes Gebiet, was im Mehrkanalbetrieb<br />

deutlich das Vergnügen aller Beteiligten<br />

hebt.<br />

Bei reinen Stereosignalen – natürlich mit Unterstützung<br />

des Subwoofers – bemerkt man<br />

schnell, dass der Bändchenhochtöner sehr<br />

genau auflöst. Die Höhen treten bei einigen<br />

Musikstücken sehr deutlich zutage, was stellenweise<br />

etwas überdimensioniert erscheint. Trotz<br />

einer strukturierten Auflösung fehlt es den Dalis<br />

ein wenig an Tiefenstaffelung. Bei der sehr<br />

sauberen Abbildung des Stereobereichs kann<br />

man diesen Punkt jedoch verschmerzen. Natürlich<br />

kommen die „Mentor LCR“ nicht ohne<br />

Subwoofer aus, da der untere Frequenzbereich<br />

trotz Bassreflexkonstruktion nicht sonderlich<br />

viele Tiefbassanteile liefern kann. Der 300 Watt<br />

starke Subwoofer, welcher mit einem 10-Zoll-<br />

Treiber bestückt ist, bietet eine vernünftige<br />

Versorgung für die Bereiche zwischen 30 bis<br />

200 Hertz. Druckvoll und mit einer sehr guten<br />

Leistungsreserve verrichtet der schwarze<br />

Würfel seinen Dienst. Auch wenn bei einigen<br />

Musikstellen der Tiefbass ein wenig schwammig<br />

wirkt, so geht das Gesamtklangbild in Ordnung.<br />

Bei korrekter Einstellung des Subwoofers<br />

und in Kombination mit einem leistungsfähigen<br />

AV-Receiver machen die kleinen Dalis selbst<br />

großen Standboxen Konkurrenz. Lobend hervorzuheben:<br />

Dank des integrierten Displays und<br />

der Fernbedienung kann der Basslautsprecher<br />

bequem vom Sitzplatz eingerichtet werden.<br />

Exklusives System<br />

Die Dali „Mentor LCR“ richten sich in Verbindung<br />

mit dem System-Subwoofer klar an den<br />

ambitionierten Heimkinofan, der nicht nur für<br />

Filme eine geeignete tonale Unterstützung<br />

sucht. Die sehr saubere Wiedergabe, die auch<br />

nicht bei komplexen Musikstücken schlapp<br />

macht, kann sich durchaus hören lassen. Vor<br />

allem die sorgenfreien Aufstellungsvarianten<br />

und die gewohnt hochwertige Verarbeitung<br />

machen optisch eine gute Figur. Wer sein Kino<br />

später aufrüsten möchte, der kann mit weiteren<br />

Lautsprechern der „Mentor“-Reihe zu einem<br />

Heimkinosystem erster Klasse nahtlos aufstocken.<br />

Die Produktpalette lässt dabei kaum<br />

Wünsche offen.<br />

Die Kombination aus Gewebekalottenhochtöner und<br />

Bändchenhochtöner sorgt für eine optimierte Abstrahlcharakteristik.<br />

Die Übernahmefrequenzen sind<br />

bei 3,5 und zwölf Kilohertz angesetzt.<br />

Die Rückseite des Subwoofers beherbergt eine 300-<br />

Watt-Endstufe. Die wichtigsten Parameter, wie Übernahmefrequenz,<br />

Pegel und Phase, können auch per<br />

Fernbedienung eingestellt werden.<br />

Lautsprecher<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Info<br />

Typ<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Impedanz<br />

Geeignet für<br />

Film<br />

Musik<br />

Dali<br />

Mentor LCR<br />

4 036 Euro<br />

(getestetes Set)<br />

www.dali-deutschland.de<br />

3-Wege-Bassreflex<br />

Front/Center:<br />

66 × 16,5 × 15 cm<br />

Sub: 33,5 × 33 × 33 cm<br />

Front/Center: 6,2 kg<br />

Sub: 24,2 kg<br />

Schwarz, Weiß, Esche<br />

6 Ohm<br />

Dali Mentor LCR<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 10 von 10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

10 von 10<br />

Wiedergabequalität<br />

65 von 80<br />

Gesamt 85 von 100<br />

Dali Mentor LCR<br />

AUSGABE 6.2008<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 85


KAUFBERATUNG<br />

Klangliches Kalkül<br />

Bei genauer Betrachtung des Lautsprechersektors könnte man meinen,<br />

dass die Dänen die heimlichen Marktführer im Lautsprecherbau sind.<br />

Wahrscheinlich wird man nie herausbekommen, warum gerade dort so<br />

viele hochwertige Boxenschmieden beheimatet sind. Auch der dänische<br />

Hersteller Jamo ist im Surround-Segment mit einem kompakten System –<br />

dem „A 400“ – vertreten.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Die schmalen Standlautsprecher<br />

finden schnell einen optimalen<br />

Platz im Wohnzimmer<br />

Der kräftige Subwoofer sorgt für ein solides<br />

Bassfundament und unterstützt die Tieftonwiedergabe<br />

der Standlautsprecher<br />

Mit der praktischen Wandhalterung des Center-Lautsprechers lässt sich<br />

dieser einfach unter einer Leinwand positionieren. Doch auch liegend<br />

macht die Box eine gute Figur<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Jamo<br />

86 www.hdplustv.de


Im Jahre 1968 gründeten Preben Jacobsen<br />

und sein Schwager Julius Mortensen die<br />

Firma Jamo. Seitdem wurden Lautsprecher<br />

mit Anspruch konstruiert und gefertigt. Bereits<br />

zehn Jahre später lief der millionste Lautsprecher<br />

vom Band und bis zum heutigen Tage ist Jamo<br />

ein Begriff in der Hi-Fi- und Heimkinowelt. Um<br />

den ambitionierten Einsteigern soliden Heimkinoklang<br />

zu eröffnen, produziert Jamo ein neu<br />

entwickeltes Komplettset für den 5.1-Betrieb.<br />

Der modulare Aufbau der „A 400“-Reihe kann<br />

in verschiedenen Ausbaustufen erweitert werden<br />

und ermöglicht so eine recht große Vielfalt<br />

an Kombinationen, um das Wohnzimmer ins<br />

Heimkino zu verwandeln.<br />

Das von uns getestete System besteht aus zwei<br />

großen Standlautsprechern, zwei kleinen Satellitenboxen,<br />

dem kompakten Center für die<br />

Wandmontage und dem Subwoofer. Die Halterungen<br />

der Kompaktboxen befinden sich im<br />

Lieferumfang und ermöglichen problemlos die<br />

Veränderung der Neigung und des Winkels, um<br />

das System perfekt abzustimmen.<br />

Bereits der erste optische Eindruck hinterlässt<br />

ein positives Gefühl. Ein solider und sauberer<br />

Aufbau bereitet den Ohren und Augen gleichermaßen<br />

Freude. Ein kleiner Wermutstropfen<br />

bleibt allerdings, denn die Anschlüsse der<br />

Lautsprecher sind nur als Klemmen ausgeführt<br />

und können keine großen Leiterquerschnitte<br />

aufnehmen.<br />

Kinofreuden<br />

Da sich das kompakte System unscheinbar in<br />

das Wohnumfeld integrieren lässt, sind etwaige<br />

Meinungsverschiedenheiten schnell<br />

ausgeräumt. Dank der ausführlichen Bedienungsanleitung<br />

sind Sie für nahezu jede Beschallungssituation<br />

gewappnet. Detailliert und<br />

sehr gut bebildert kann selbst ein unerfahrener<br />

Nutzer die Lautsprecher auf die Wohnbedürfnisse<br />

abstimmen. Das gute Abstrahlverhalten<br />

ermöglicht eine unkomplizierte Aufstellung im<br />

Wohnzimmer.<br />

Doch nicht nur die Konfiguration der Lautsprecher<br />

geht sehr zügig von der Hand, sondern<br />

auch die Tieftonversorgung. Der Subwoofer<br />

verfügt über alle wichtigen Parameter, um die<br />

unteren Oktaven zu kontrollieren. So bietet er<br />

neben einem Pegelsteller die Frequenzübernahme<br />

und eine Phasenanpassung. Sollte man<br />

sich nicht ganz sicher sein, wie das Set richtig<br />

justiert wird, so hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung<br />

weiter. Für die meisten Wohnsituationen<br />

sind die richtigen Einstellungen abgedruckt<br />

– das freut den Neuling.<br />

Bereits bei den ersten Klängen unseres Referenzmaterials<br />

wird deutlich, dass man sich bei<br />

diesem Set wirklich ins Zeug gelegt hat. Zwar<br />

verlangt der Subwoofer ein wenig Einstellmühe,<br />

der Rest jedoch spielt rund und räumlich auf.<br />

Die Einstellungsmöglichkeiten des Subwoofers<br />

bieten dabei zahlreiche Kombinationen für die<br />

Ortsanpassung. Im Surround-Betrieb machen<br />

die kleinen Frontlautsprecher ordentlich Dampf.<br />

Selbst bei lauten Passagen und mitreißenden<br />

Explosionen machen die Jamos noch lange<br />

nicht schlapp. Besonders in Dialogszenen kann<br />

sich der Center-Lautsprecher mit einer deutlichen<br />

und angenehmen Sprachverständlichkeit<br />

hören lassen. Die Surround-Lautsprecher bieten<br />

für die Tiefenstaffelung im Mehrkanalbetrieb<br />

einen vernünftigen Übertragungsbereich. Hören<br />

Sie viel Mehrkanalmusik, wäre jedoch die<br />

Bestückung aus vier Standlautsprechern die<br />

bessere Lösung.<br />

Klangspektrum<br />

Die Tieftonversorgung ist besonders bei den<br />

schmalen Frontlautsprechern notwendig, da<br />

der Bassbereich aufgrund der Größe auf der<br />

Strecke bleibt. Haben Sie die richtige Einstellung<br />

gefunden, so kommt im Mehrkanalbetrieb<br />

schnell Freude auf. Selbst die unauffälligen<br />

Surround-Lautsprecher bereichern den Klangteppich<br />

ungemein. Im Zweikanalbetrieb zeigen<br />

sich die üblichen Schwächen von Kompaktsystemen.<br />

Die Dynamik bleibt nur bis knapp über<br />

Heimkinolautstärke erhalten. Wenn dieser<br />

Punkt überschritten ist, verlieren die Lautsprecher<br />

an Haltung und agieren hörbar nervös. Der<br />

Subwoofer verkraftet wie das gesamte System<br />

keine großen Pegelspitzen. Normale Filmeffekte<br />

und angemessene Partylautstärke können dem<br />

„A 400“-System dagegen nichts anhaben.<br />

Selbst die sonst üblichen unschönen Verfärbungen<br />

im Hoch- und Mitteltonbereich bleiben<br />

fast aus. Generell klingt das Jamo-System angesichts<br />

der Größe der Boxen recht erwachsen.<br />

Dimensionen<br />

Das Set besteht aus einer sinnvollen Zusammenstellung<br />

von Lautsprechern, die dem Heimkinofreund<br />

nicht gleich kubikmeterweise Platz<br />

abverlangen. Für ambitionierte Einsteiger, die<br />

zu gleichen Teilen Klangqualität und Kompaktheit<br />

bevorzugen, scheint dieses System ideal.<br />

Bis auf kleine Abstriche bei den Anschlussklemmen<br />

glänzt Jamo auch von dieser Seite mit<br />

einer hochwertigen Verarbeitung. Ein weiterer<br />

Pluspunkt besteht in der Installationsmöglichkeit<br />

an einer Wand. Durch die integrierten<br />

Befestigungsvarianten können Sie die Lautsprecher<br />

ohne große Mühe an einer Wand anbringen.<br />

So verschwinden Center- und Surround-<br />

Lautsprecher schnell unter der Leinwand bzw.<br />

hinter dem Sofa.<br />

Im Heimkinobetrieb macht das System ausreichend<br />

Dampf, nur der Subwoofer ringt im<br />

echten Tieftonsegment ein wenig um Fassung.<br />

Dem entgegen stehen wiederum vielseitige Einstellmöglichkeiten<br />

auf der Rückseite des Subs.<br />

Durch eine umfangreiche Dokumentation in der<br />

Bedienungsanleitung kann selbst der unerfahrene<br />

Laie schnell die richtige Einstellung finden.<br />

Im reinen Stereobetrieb kann die Anlage durchaus<br />

punkten, die wahren Stärken finden Sie<br />

aber erst im Mehrkanalbetrieb.<br />

Die Wandhalterung<br />

bereits im<br />

Gepäck – eine<br />

unproblematische<br />

Installation ist<br />

durch die ausgeklügelte<br />

Schwenktechnik<br />

garantiert<br />

Ein kleiner Subwoofer mit der Rückseite<br />

eines großen. Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten<br />

bieten eine sinnvolle Anpassung<br />

Lautsprecher 5.1<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Jamo<br />

Modell A 400<br />

Preis<br />

1099 Euro<br />

Info<br />

www.jamo.de<br />

Typ<br />

2-Wege geschlossen<br />

Maße (B/H/T) Front: 12,8 × 98 × 12,4 cm<br />

Cent.: 46 × 12,8 × 12,4 cm<br />

Sat: 12,8 × 46 × 12,4 cm<br />

Sub: 30,9 × 33 × 30,9 cm<br />

Gewicht<br />

Front: 4,8 kg<br />

Center: 2,6 kg<br />

Sat: 1 kg<br />

Sub: 8,9 kg<br />

Farbe<br />

Schwarz/Silber<br />

Impedanz<br />

6 Ohm<br />

Geeignet für<br />

Film<br />

Musik<br />

Jamo A 400<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 8 von 10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

8 von 10<br />

Wiedergabequalität<br />

57 von 80<br />

Gesamt 73 von 100<br />

Jamo A 400<br />

AUSGABE 6.2008<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 87


KAUFBERATUNG<br />

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PLZ 0<br />

Leipzig<br />

Heimkino Klohs<br />

Eugertstr. 8 HH, PLZ 04177<br />

Telefon: (03 41) 9405077, Fax: (03 41) 9 405017<br />

Leipzig<br />

UNI-HIFI Vertriebs GmbH<br />

Goldschmidtstr. 14, PLZ 04103<br />

Telefon: (03 41) 9605050, Fax: (03 41) 9 605060<br />

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PLZ 1<br />

Berlin<br />

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Delingsdorf<br />

Happy Cinema<br />

Wiesengrund 1, PLZ 22941<br />

Telefon: (0 4532) 2679293<br />

Oldenburg<br />

Telepoint<br />

Posthalterweg 2c, PLZ 26129<br />

Telefon: (04 41) 970990, Fax: (04 41) 97 099101<br />

telepoint.oldenburg@telepoint.de<br />

Leer<br />

Telepoint<br />

Nüttermoorer Str. 2, PLZ 26789<br />

Telefon: (04 91) 925660, Fax: (04 91) 9 256668<br />

telepoint.leer@telepoint.de<br />

PLZ 3<br />

Hannover<br />

Auditorium GmbH Ziese & Giese<br />

Berliner Allee 9–11, PLZ 30175<br />

Telefon: (05 11) 32 44 30, Fax: (05 11) 32 98 21<br />

info@ziesegiese.de<br />

Hannover<br />

Art & Voice Medien GmbH<br />

Heimkinosysteme<br />

Davenstedter Str./Bauweg 5, PLZ 30453<br />

Telefon: (0511) 441046, Fax: (0511) 441018<br />

Magdeburg<br />

Hai-End.com<br />

Liebknechtstr. 35, PLZ 39108<br />

Telefon: (03 91) 5 06 76 39, Fax: (03 91) 5 06 78 85<br />

www.hai-end.com, info@hai-end.com<br />

PLZ 4 und 5<br />

Dormagen<br />

die nadel – HiFi-Zubehöhr OHG<br />

Kielerstr. 18, PLZ 41540<br />

Telefon: (02133) 210433, Fax: (02133) 210435<br />

www.dienadel.de, info@dienadel.de<br />

Gelsenkirchen<br />

Hitseller.de GmbH<br />

Hochkampstr. 68 D, PLZ 45881<br />

Telefon: (02 09) 15 78 09 29, Fax: (02 09) 15 78 09 39<br />

www.hitseller.de, info@hitseller.de<br />

Herne<br />

Heimkino Aktuell<br />

Hülsstr. 9, PLZ 44625<br />

Telefon: (02325) 940049, Fax: (02325) 940053<br />

www.<strong>HDTV</strong>ision.de, info@heimkinoaktuell.de<br />

Köln<br />

Euphonia GmbH<br />

An Groß St. Martin 5, PLZ 50667<br />

Telefon: (0221) 9257020<br />

Bergisch Gladbach<br />

<strong>HDTV</strong> Haas<br />

Schlossstraße 65, PLZ 51429<br />

Telefon: (0 22 04) 48 07 85, Fax: (0 22 04) 48 37 80<br />

hdtv@hdtv-haas.de<br />

BESTELLFORMULAR<br />

PLZ 6<br />

Offenbach<br />

Hifi im Hinterhof GmbH<br />

Geleitstr. 50, PLZ 63067<br />

Telefon: (069) 88 86 09<br />

PLZ 7<br />

Bretten Büchig<br />

SelectWare<br />

Im Teich 12, PLZ 75015<br />

Telefon: (07252) 947450, Fax: (07252) 947460<br />

www.easy-ware.de, info@easy-ware.de<br />

Gemmrigheim<br />

Scottys – Beamer<br />

Hauptstr. 49, PLZ 74376<br />

Telefon: (0 71 43) 84 14 01, Fax: (0 71 43) 84 14 00<br />

info@scottys-beamer.de<br />

PLZ A-1<br />

Wien<br />

d-world Ltd.<br />

Wilhelmstr. 18, PLZ A-1120<br />

Telefon: (00 43) 12 36 75 93, Fax: (00 43) 7 20 55 01 66<br />

www.dworld.at<br />

Wien<br />

Astrosat Handels GmbH<br />

Stumpergasse 48, PLZ A-1060<br />

Telefon: (00 43) 6 99 11 77 07 70,<br />

Fax: (0043) 2 68 33 04 74<br />

www.austrosat.at, office@austrosat.at<br />

Ja, ich möchte das Magazin HD+TV in meinem Geschäft verkaufen. Meine Adresse wird ab der nächstmöglichen<br />

Ausgabe im Fachhandelsverzeichnis geführt. Bitte liefern Sie mir ab der nächstmöglichen Ausgabe<br />

_______ Exemplare der HD+TV (Verkaufspreis 4,90 Euro).<br />

Mindestbestellmenge 5 Exemplare. Bei Ausgaben mit CD/DVD bitte den eventuell erhöhten Heftpreis beachten.<br />

Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der hohen Rabatte kein Remissionsrecht bieten können.<br />

Es gelten folgende Sonderkonditionen:<br />

Kein Risiko: Sie können die Belieferung jederzeit kündigen.*<br />

Menge/Preis (inkl. Porto/Versand) 5 Hefte 17,09 Euro (25% Rabatt)<br />

10 Hefte 31,90 Euro (30% Rabatt)<br />

15 Hefte 44,43 Euro (35% Rabatt)<br />

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise.<br />

Formular ausschneiden,<br />

ausfüllen und einsenden an:<br />

Auerbach Verlag<br />

und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Str. 20<br />

04229 Leipzig<br />

oder schnell per Fax<br />

(03 41) 1 49 55-11<br />

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Firma<br />

per Lastschrift<br />

halbjährlich (2,5 % Rabatt)<br />

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jährlich (5 % Rabatt)<br />

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Straße/Hausnummer<br />

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* Der Eintrag verlängert sich automatisch, wenn nicht per Post oder Fax bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH gekündigt wurde.


Kamera-Wochen bei<br />

hai-end.com<br />

Panasonic DMC-FZ28<br />

Digitalkamera, schwarz 359 €<br />

Panasonic DMC-FZ28<br />

Panasonic Lumix DMC-TZ4<br />

Panasonic Lumix DMC-TZ4<br />

Panasonic Lumix DMC-TZ5<br />

Panasonic Lumix DMC-TZ5<br />

Panasonic DMC-FZ18<br />

Digitalkamera, silber<br />

Digitalkamera, schwarz<br />

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359 €<br />

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Alle Preise sind Abholpreise.<br />

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Laufzeit bis 36 Monate, ohne Anzahlung<br />

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* 0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz


KAUFBERATUNG<br />

Klassentreffen<br />

In dieser Ausgabe im Test: Philips „42PFL9803“<br />

In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl bislang getesteter Produkte mit<br />

einer Wortbewertung, welche die Vor- und Nachteile auf den Punkt bringt.<br />

Alle Komponenten sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die Nachfolgeprodukte<br />

ersetzen bei gleicher oder besserer Bewertung den Vorgänger.<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />

Lautsprecher 5.1<br />

Dali<br />

Mentor LCR<br />

Elac<br />

Line 240<br />

4 036 Euro 06/2008<br />

Kompaktes System mit<br />

ungewöhnlicher Kombination<br />

aus Kalotten- und Bändchenhochtöner.<br />

Gut abgestimmtes<br />

Lautsprecherset mit leicht überbetonten<br />

Höhen und kraftvollem<br />

Subwoofer.<br />

www.dali-deutschland.de<br />

Sehr gut abgestimmtes Lautsprecherset,<br />

sowohl im Stereo- als<br />

auch im Surround-Betrieb. Sehr<br />

gute Räumlichkeit. Edles Finish.<br />

www.elac.de<br />

7 300 Euro 05/2008<br />

10/10/65<br />

Sehr gut<br />

85<br />

10/10/70<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />

Marantz<br />

AV8003, MM8003<br />

Onkyo<br />

TX-NR905<br />

4 500 Euro 06/2008<br />

1 999 Euro 02/2008<br />

Vor-Endstufen-Kombination.<br />

Abstriche bei Bildverarbeitung<br />

und Audssey-Integration. Tonale<br />

Qualität und Endstufenleistung<br />

hervorragend.<br />

www.marantz.de<br />

Multimediales Kraftpaket. Hochwertige<br />

Klangeigenschaften.<br />

Erstklassige Videoverarbeitung,<br />

vier HDMI-1.3a- Eingänge, zwei<br />

Ausgänge. Ethernet- und USB-<br />

Buchsen.<br />

www.onkyo.de<br />

18/18/52<br />

Sehr gut<br />

88<br />

19/18/52<br />

Sehr gut<br />

89<br />

Mordaunt-Short<br />

Performance<br />

Komplettsysteme<br />

KEF<br />

Kit530<br />

13 000 Euro 05/2008<br />

2 999 Euro 04/2008<br />

Im Stereobetrieb eher farblos<br />

und matt mit typisch britischem<br />

Mittenbereich. Im Surround-<br />

Betrieb duch leistungsstarken Sub<br />

und guten Center ausgeglichener.<br />

www.mordaunt-short.com<br />

5.1-Subwoofer-Satelliten-System<br />

mit HDMI-DVD-Player. USB-Eingang.<br />

Spielt auch WMV-HD-Dateien.<br />

Kommt großen Lautsprechern<br />

gefährlich nahe. Homogen<br />

aufspielendes Coax-Chassis.<br />

www.kef-audio.de<br />

10/10/65<br />

Sehr gut<br />

85<br />

10/5/64<br />

Gut<br />

79<br />

Yamaha<br />

DSP-Z11<br />

Yamaha<br />

RX-V3800<br />

Blu-ray-Player<br />

5 500 Euro 05/2008<br />

1 599 Euro 03/2008<br />

Tadellose Video- und Audioverarbeitung<br />

mit einer DSP-Sektion<br />

der Profiklasse. Elf Endstufen für<br />

11.2- oder 4-Zonen-Betrieb. Frei<br />

konfigurierbares Einmesssystem.<br />

www.yamaha-online.de<br />

Vielseitiger AV-Receiver mit<br />

HDMI-1.3-Decoder für HD-Tonformate.<br />

Sehr gute Einmessung,<br />

flexibel einsetzbar. Hervorragender<br />

Klang.<br />

www.yamaha-online.de<br />

20/18/56<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

19/18/51<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Onkyo<br />

HT-S990THX<br />

999 Euro 04/2008<br />

Audio-Video-Receiver/-Verstärker<br />

Denon<br />

AVR-2809<br />

1 099 Euro 06/2008<br />

THX-Select-zertifiziertes 7.1-<br />

Komplettsystem. AV-Receiver<br />

ohne Autoeinmessung und<br />

HDMI. Effektgeladener Filmklang,<br />

Schwächen bei Musik und sehr<br />

hohen Pegeln.<br />

www.onkyo.de<br />

Heimkino-Schaltzentrale mit<br />

ungewöhnlich erwachsener<br />

Tonwiedergabe. Gute Aufbereitung<br />

von analogen Bildsignalen.<br />

Luftiger Klang und moderne<br />

Audyssey-Einmessung (Dynamic<br />

EQ und Volume).<br />

www.denon.de<br />

7/9/56<br />

Gut<br />

72<br />

18/18/50<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Panasonic<br />

DMP-BD50<br />

Panasonic<br />

DMP-BD35<br />

599 Euro 05/2008<br />

349 Euro 06/2008<br />

Profile 2.0; SD-Karte aufgrund<br />

geringen internen Speichers<br />

Pflicht. Sehr gut in Bild und Ton,<br />

leise. 1 080p24, HD-Audioformate<br />

per Bitstream oder PCM.<br />

www.panasonic.de<br />

Profile 2.0. SD-Karte bei BD-Live<br />

Pflicht. Sehr gut in Bild und Ton.<br />

Minimale Abmessungen und<br />

Leistungsaufnahme. 1080p24.<br />

HD-Audio per Bitstream oder<br />

PCM.<br />

www.panasonic.de<br />

17/15/53<br />

Sehr gut<br />

85<br />

16/15/53<br />

Gut<br />

84<br />

Denon<br />

AVC-A1HD<br />

5 999 Euro 04/2008<br />

Perfekt ausgestatteter 7.3-<br />

AV-Verstärker. Dynamische<br />

Spielweise bei allen Pegeln<br />

(Audyssey Dynamic EQ). Sehr<br />

gute Autoeinmessung. HQV-<br />

Realta-Videochip, HDMI-1.3.<br />

www.denon.de<br />

20/18/56<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

Samsung<br />

BD-P1500<br />

379 Euro 06/2008<br />

Erster lüfterloser Blu-ray-Player<br />

mit Profile 1.1. Videoverarbeitung<br />

unflexibel, DVD-Darstellung<br />

mit Schwächen. Kein DTS-HD-<br />

MA-Decoder. 1 080p24.<br />

www.samsung.de<br />

12/13/51<br />

Gut<br />

76<br />

Denon<br />

AVR-4308<br />

2 499 Euro 06/2007<br />

Ausstattungskrösus mit exzellent<br />

ausgewogener Tonwiedergabe.<br />

Ausgereiftes GUI sowie vier<br />

HDMI-1.3-Ein- und zwei -Ausgänge.<br />

Netzwerkfähig.<br />

www.denon.de<br />

20/18/51<br />

Sehr Gut<br />

89<br />

Sony<br />

Playstation 3<br />

399 Euro 04/2008<br />

Nach Update 2.3 nahezu perfekter<br />

Blu-ray-Player. Profile 2.0.<br />

Netzwerkfähig. Umfangreiche<br />

Medienwiedergabe. Schnell,<br />

leise. Hohe Energieaufnahme.<br />

1 080p24.<br />

www.playstation.de<br />

19/17/53<br />

Sehr gut<br />

89<br />

090 www.hdplustv.de<br />

* Bewertung für: Ausstattung, Benutzerfreundlichkeit und Wiedergabequalität. Neue Testkriterien für Fernseher, AV-Receiver; Lautsprecher und Projektoren ab Ausgabe 05/08


KAUFBERATUNG<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />

TV-Geräte<br />

Loewe<br />

Individual 46<br />

Compose Full<br />

HD100+<br />

Loewe<br />

Connect 37<br />

Panasonic<br />

TH-42PZ800<br />

Panasonic<br />

TX-37LZD800<br />

Panasonic<br />

TH-42PZ85<br />

Philips<br />

42PFL9803<br />

5 800 Euro 04/2008<br />

3 400 Euro 02/2008<br />

2 299 Euro 05/2008<br />

1 699 Euro 05/2008<br />

1 799 Euro 04/2008<br />

2 999 Euro 06/2008<br />

Exzellent verarbeiteter 46-Zoll-<br />

Full-HD-LCD. Sämtliche Tuner<br />

integriert. Festplatte. Bilddarstellung<br />

ausgewogen. Kaum<br />

manuelle Eingriffe möglich.<br />

Lichtsensor. 1 080p24.<br />

www.loewe.de<br />

37-Zoll-LCD-TV. Zweifachtuner<br />

für alle Empfangswege sowie<br />

Festplatte. Media-Center zur<br />

Netzwerkanbindung. Exakte Farben,<br />

hervorragend voreingestellt.<br />

1 080p24.<br />

www.loewe.de<br />

42-Zoll-Full-HD-Plasma. Hohe<br />

Helligkeit und guter Schwarzwert.<br />

Je nach Einstellung hoher<br />

Stromverbrauch. 1 080p24.<br />

Frontscheibe nicht kontrastoptimiert.<br />

www.panasonic.de<br />

37-Zoll-Full-HD-LCD. Sehr guter<br />

Blickwinkel, einfache Bedienung.<br />

Farbwiedergabe mit Violettfärbung.<br />

Exzellente Bildschärfe<br />

(100-Hertz). 1 080p24 nicht<br />

fehlerfrei.<br />

www.panasonic.de<br />

42-Zoll-Full-HD-Plasma mit<br />

hohem Kontrast. Sehr gute<br />

Helligkeit. Anfällig gegenüber<br />

einfallendem Licht. Einfach zu<br />

bedienen. Nahezu flimmerfrei<br />

dank 100 Hertz. 1 080p24.<br />

www.panasonic.de<br />

42-Zoll-Full-HD-LED-LCD. Bemerkenswerte<br />

Bildtiefe mit sattem<br />

Schwarzwert. Spektakulärer<br />

Bildeindruck. Wirkt aber nicht<br />

immer natürlich. Bewegungsglättung,<br />

Ambilight.<br />

www.philips.de<br />

20/14/46<br />

Gut<br />

80<br />

20/15/43<br />

Gut<br />

78<br />

18/13/48<br />

Gut<br />

79<br />

18/17/43<br />

Gut<br />

78<br />

17/13/48<br />

Gut<br />

78<br />

17/15/51<br />

Gut<br />

83<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />

Samsung<br />

LE-40A656<br />

Samsung<br />

LE-52F96BD<br />

Sharp<br />

LC-42X2E<br />

Sony<br />

KDL-40E4000<br />

Sony<br />

KDL-40X3000<br />

Toshiba<br />

46ZF355D<br />

Projektoren<br />

2 299 Euro 03/2008<br />

4 999 Euro 02/2008<br />

2 499 Euro 03/2008<br />

1 650 Euro 05/2008<br />

2 898 Euro 01/2008<br />

2 999 Euro 01/2008<br />

40-Zoll-Full-HD-LCD. Exzellente<br />

Bildschärfe dank 100/120-Hertz-<br />

Technologie. Violette Bildfärbung<br />

in dunklen Bereichen. Guter<br />

Bildkontrast. Kunstoffgehäuse in<br />

Rubinrot. 1 080p24.<br />

www.samsung.de<br />

52-Zoll-LCD mit revolutionärer<br />

LED-Beleuchtung. Verbesserungen<br />

in Bildtiefe sowie Leistungsaufnahme.<br />

Videoelektronik<br />

mit Schwächen. 1 080p24.<br />

www.samsung.de<br />

42-Zoll-Full-HD-LCD. Hohe<br />

Bildschärfe. Farben nicht neutral.<br />

100-Hertz-Darstellung mit<br />

kleinen Mängeln. Sehr guter<br />

Helligkeitssensor. 1 080p24.<br />

www.sharp.de<br />

40-Zoll-LCD, Full-HD. Neutrale<br />

Bildabstimmung auf Knopfdruck,<br />

flexible Beleuchtung, hohe<br />

Schärfe bei ruhenden Bildern.<br />

Keine 100-Hertz-Darstellung.<br />

1 080p24.<br />

www.sony.de<br />

40-Zoll-Full-HD-LCD-TV mit<br />

reichhaltigen Einstellungsmöglichkeiten.<br />

Ruckelfrei bei Blu-rays<br />

und HD DVDs (120-Hertz).<br />

Neutrale Farbdarstellung.<br />

www.sony.de<br />

46-Zoll-Full-HD-LCD. Farbwiedergabe<br />

etwas kühl. Ruckelfrei<br />

bei Blu-rays und HD DVDs<br />

(120-Hertz). Selbst bei 60-Hertz-<br />

Signalen keine Bildwackler.<br />

www.toshiba.de<br />

17/13/47<br />

Gut<br />

77<br />

17/13/46<br />

Gut<br />

76<br />

15/15/44<br />

Gut<br />

74<br />

18/16/45<br />

Gut<br />

79<br />

17/14/46<br />

Gut<br />

77<br />

15/14/45<br />

Gut<br />

74<br />

Philips<br />

42PFL9703<br />

2 899 Euro 04/2008<br />

42-Zoll-Full-HD-LCD. Verbesserte<br />

100-Hertz-Darstellung und Ambilight.<br />

Bewegungsglättung. Bildeindruck<br />

nicht immer natürlich.<br />

Netzwerk- und USB-Anschluss.<br />

www.philips.de<br />

17/15/46<br />

Gut<br />

78<br />

Epson<br />

TW2000<br />

3 499 Euro 03/2008<br />

Full-HD-LCD-Projektor. Sehr<br />

gute Schwarzdarstellung durch<br />

verbesserte Filter. Gute Farbtreue,<br />

sehr gute Voreinstellung. Leichtes<br />

Shading. 1 080p24.<br />

www.epson.de<br />

15/16/45<br />

Gut<br />

76<br />

Pioneer<br />

PDP-LX5090<br />

3 399 Euro 05/2008<br />

50-Zoll-Plasma, Full-HD. Nahezu<br />

perfekte Farbdarstellung, sehr<br />

guter Schwarzwert. Kontrastoptimierte<br />

Scheibe. Geringe<br />

Helligkeit. 1 080p24.<br />

www.pioneer.de<br />

18/12/53<br />

Gut<br />

83<br />

JVC<br />

DLA HD100<br />

7 499 Euro 02/2008<br />

D-ILA-Projektor mit zwei Millionen<br />

Bildpunkten. Hervorragende<br />

Schwarzdarstellung. Farben<br />

brillant, aber nicht neutral.<br />

1 080p24.<br />

www.jvc.de<br />

16/14/51<br />

Gut<br />

81<br />

Pioneer<br />

PDP-508XD<br />

3 199 Euro 05/2007<br />

50-Zoll-Plasma mit hervorragender<br />

Bildtiefe. Exzellente<br />

Farbwiedergabe. Komplex in<br />

der Bedienung. Fehlerfrei bei<br />

1 080p24-Signalen.<br />

www.pioneer.de<br />

18/12/50<br />

Gut<br />

80<br />

Marantz<br />

VP-15S1<br />

7 999 Euro 03/2008<br />

Full-HD-DLP-Projektor. Hervorragende<br />

Bildschärfe, exzellente<br />

Optik. Guter Kontrast, stimmige<br />

Farbwiedergabe. Könnte leiser<br />

und komfortabler sein. 1080p24.<br />

www.marantz.de<br />

16/11/48<br />

Gut<br />

75<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 091


KAUFBERATUNG<br />

Klassentreffen<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe Testurteil Wertung*<br />

Mitsubishi<br />

HC6000<br />

Full-HD-LCD-Projektor. Sehr leise,<br />

motorisierte Optik. Sehr hohe<br />

Bildschärfe. Könnte kontraststärker<br />

sein. 1 080p24.<br />

www.mitsubishi-evs.de<br />

16/16/44<br />

Gut<br />

76<br />

Topfield<br />

TF 7700 HCCI<br />

Leistungsfähiger <strong>HDTV</strong>-Receiver.<br />

Ausschließlich für Kabel geeignet.<br />

Einfache Bedienung sowie<br />

gute Bildqualität.<br />

www.topfield-europe.com<br />

22/35/27<br />

Gut<br />

84<br />

3 299 Euro 03/2008<br />

299 Euro 05/2008<br />

Panasonic<br />

PT-AE2000<br />

Pioneer<br />

KRF-9000D<br />

Planar<br />

PD8150<br />

Sony<br />

VPL-VW200<br />

Sony<br />

VPL VW60<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

2 699 Euro 03/2008<br />

7 499 Euro 05/2008<br />

6 499 Euro 05/2008<br />

9 999 Euro 06/2008<br />

4 999 Euro 04/2008<br />

Full-HD-LCD-Projektor. Exzellente<br />

Farbdarstellung. Präzise zu kalibrieren.<br />

Flexibel aufstellbar, leise.<br />

Mäßiger Bildkontrast, sichtbares<br />

Shading. 1 080p24.<br />

www.panasonic.de<br />

Full-HD-D-ILA-Projektor. Exzellente<br />

Schwarz- und Kontrastdarstellung.<br />

Farbwiedergabe leicht<br />

überbetont. Könnte leiser sein.<br />

1 080p24.<br />

www.pioneer.de<br />

Full-HD-DLP-Projektor. Kaum<br />

DLP-typische Artefakte, verminderte<br />

Farbblitzer. 1 080p24.<br />

Könnte leiser sein, wählerisch in<br />

der Aufstellung.<br />

www.planar.com<br />

Full-HD-SXRD-Projektor.<br />

Natürliche Farbdarstellung mit<br />

aufwendiger Xenon-Beleuchtung.<br />

Hohe Energieaufnahme, teure Ersatzlampe.<br />

Mäßiger Bildkontrast<br />

und Schwarzwert trotz Blende.<br />

www.sony.de<br />

Full-HD-SXRD-Projektor. Nahezu<br />

fehlerfreies Bild, exzellente Farbdarstellung.<br />

Optik motorisiert.<br />

Nur durchschnittlicher Kontrast.<br />

1 080p24.<br />

www.sony.de<br />

16/15/42<br />

Gut<br />

73<br />

16/14/51<br />

Gut<br />

81<br />

17/10/48<br />

Gut<br />

75<br />

19/10/47<br />

Gut<br />

76<br />

16/15/45<br />

Gut<br />

76<br />

Vantage<br />

HD 7100S<br />

459 Euro 02/2008<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver mit Festplatte<br />

Homecast<br />

HS8100 CI PVR<br />

Humax<br />

iCord<br />

Lyngbox<br />

HD<br />

Reelbox<br />

Avantgarde<br />

629 Euro 01/2008<br />

499 Euro 01/2008<br />

679 Euro 03/2008<br />

1 499 Euro 04/2008<br />

Perfekt ausgestatteter HD-Receiver<br />

für den Satellitenempfang.<br />

Festplattenvorbereitet dank<br />

SATA- und USB-Schnittstellen.<br />

www.vantage-digital.de<br />

Schnelle Inbetriebnahme, Aufnahme<br />

von zwei HD-Programmen<br />

gleichzeitig. EPG könnte<br />

aufwendiger sein. Gute Bild- und<br />

Tonqualität.<br />

www.homecast.de<br />

Schnelle Umschaltzeiten, gute<br />

Verarbeitung, günstig. Aufnahme<br />

von bis zu vier HD-Programmen<br />

gleichzeitig. MP3- und Fotowiedergabe<br />

möglich.<br />

www.humax-digital.de<br />

<strong>HDTV</strong>-Sat-Empfänger mit guter<br />

Benutzerführung und Wiedergabequalität.<br />

160-GB-Festplatte.<br />

Mehrere Aufzeichnungen von<br />

nur einem Transponder.<br />

www.lyngbox.com<br />

HD-Linux-Receiver in Sat- oder<br />

Kabeltuner-Ausführung. Bis<br />

zu drei Tuner integriert. DVD-<br />

Rekorder oder Blu-ray-Laufwerk<br />

möglich. Gute Audio-Video-Qualität,<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

www.reel-multimedia.de<br />

25/32/27<br />

Gut<br />

84<br />

25/34/27<br />

Sehr gut<br />

86<br />

25/34/28<br />

Sehr gut<br />

87<br />

23/33/27<br />

Gut<br />

83<br />

25/36/27<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Ferguson<br />

FK-8500HD<br />

Einfach bedienbarer, preisgünstiger<br />

<strong>HDTV</strong>-Einstiegs-Receiver<br />

mit externer Aufnahmefunktion.<br />

Gute Bild- und Tonqualität.<br />

www.ferguson-digital.eu/de<br />

22/29/26<br />

Gut<br />

77<br />

Technisat<br />

Digicorder HD S2<br />

Gute Verarbeitung sowie<br />

Bild- und Tonqualität. Nur eine<br />

HD-Aufnahme möglich. Einfache<br />

Benutzerführung.<br />

www.technisat.de<br />

24/33/27<br />

Gut<br />

84<br />

159 Euro 06/2008<br />

599 Euro 01/2008<br />

Inverto<br />

Scena 5<br />

Satellitenempfänger mit großem<br />

Funktionsumfang. Aufnahmemöglichkeit<br />

über externe Festplatte.<br />

DivX-Daten-kompatibel.<br />

www.inverto.tv<br />

259 Euro 06/2008<br />

24/32/27<br />

Gut<br />

83<br />

Topfield<br />

TF7700 HDPVR<br />

669 Euro 01/2008<br />

Aufnahme von zwei HD-Programmen<br />

gleichzeitig. Wiedergabe<br />

von Musik, Filmen und<br />

Fotos. Bedienmenüs könnten<br />

übersichtlicher sein.<br />

www.skyvision.de<br />

24/33/28<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Nanoxx<br />

9500HD-C<br />

Leistungsfähiger und einfach zu<br />

bedienender <strong>HDTV</strong>-Kabelreceiver<br />

mit USB-Aufnahmemöglichkeit.<br />

Gute Bild- und Tonqualität.<br />

www.nanoxx.info<br />

379 Euro 06/2008<br />

24/34/27<br />

Sehr Gut<br />

85<br />

Vantage<br />

HD 8000<br />

549 Euro 05/2008<br />

Flotte Umschaltzeiten, einfache<br />

Bedienung, Mehrfachaufnahme<br />

möglich. Festplatte optional ab<br />

160 GB. Reichhaltige Anschlussausstattung.<br />

www.vantage-digital.de<br />

27/34/27<br />

Sehr gut<br />

88<br />

092 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

* Bewertung für: Ausstattung, Benutzerfreundlichkeit und Wiedergabequalität. Neue Testkriterien für Fernseher, AV-Receiver; Lautsprecher und Projektoren ab Ausgabe 05/08


Glossar<br />

Für einen besseren und bequemeren Überblick stellen wir Ihnen auf dieser Seite alle wichtigen Anschlüsse vor. Die Erklärungen<br />

der jeweiligen Anschlussgrafiken auf den Testseiten finden sich alle in dieser Tabelle wieder. Ob HDMI, Komponente<br />

oder die gängigen Audioanschlüsse, mit der Übersicht der HD+TV verlieren Sie garantiert nie den Anschluss.<br />

KAUFBERATUNG<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Tunereingänge<br />

multimediale Anschlüsse<br />

Videoanschlüsse<br />

Audioanschlüsse<br />

Antenne<br />

SD-Card<br />

Analog<br />

Digital<br />

LNB<br />

USB<br />

Component<br />

Video<br />

(YUV)<br />

S/P-DIF<br />

koaxial<br />

12 Volt<br />

Ethernet/<br />

Netzwerk<br />

S/P-DIF optisch<br />

(auch<br />

TOSLINK)<br />

Stromanschlüsse<br />

AC IN<br />

iLink bzw.<br />

Firewire<br />

RS-232<br />

(serielle<br />

Schnittstelle)<br />

Video<br />

PC<br />

Denon Link<br />

Analog<br />

Euro<br />

multimediale Anschlüsse<br />

Common<br />

Interface<br />

Memoryschacht<br />

Smartcard-<br />

Reader<br />

Festplatte/<br />

S ATA<br />

Videoanschlüsse<br />

Digital<br />

HDMI<br />

DVI<br />

S-Video<br />

(auch Y/C)<br />

Scart<br />

Audio<br />

Kopfhörer<br />

Mikrofon<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Bildqualität bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen<br />

Bildkontrast bei unterschiedlichen Blickwinkeln<br />

Mond: dunkles<br />

Zimmer<br />

Sonne: helles<br />

Zimmer<br />

Zimmerbeleuchtung<br />

Gelb: unter<br />

85%<br />

Rot: unter<br />

50%<br />

150 ° 150 °<br />

120 ° 90 ° 120 °<br />

30 %<br />

30 %<br />

60 %<br />

100 %<br />

60 %<br />

Ein roter Bereich deutet auf starke Kontrastverluste im Vergleich zum grünen Bereich hin. Die richtige Kombination aus Lichtverhältnissen im Wohnraum, Blickwinkel und<br />

Flachbildfernseher sichert Ihnen das optimale Bildergebnis<br />

Das Testlabor des Auerbach Verlages<br />

Die Testsysteme des Auerbach Verlages erfüllen die gen und weitere Werte für alle Audiokomponenten wie<br />

Qualitätskriterien nach DIN EN ISO 9001 bzw. 14 001 AV-Receiver und DVD-Player. Komplettiert wird das Trio<br />

und die Anforderungen nach AQAP 110 und 150. Neben vom Videomessgerät „VSA“. Die Video-Analyseeinheit<br />

ausführlichen Vergleichstests wird jedes Gerät mit umfangreichen<br />

Messungen auf Herz und Nieren geprüft. Für Bildschirme und Projektoren setzt das Testlabor<br />

ist Vektorskop, Oszilloskop und Steuereinheit in einem.<br />

Für Satelliten- und Fernsehsignale kommt der „SFU“ von auf das zertifizierte Lichtmessgerät „CS-200“ von Konica<br />

Minolta. Der hochpräzise Messkopf ermittelt die<br />

Rohde & Schwarz zum Einsatz. Der Signalgenerator für<br />

DVB-T, DVB-S, DVB-C sowie DVB-H ist <strong>HDTV</strong>-tauglich, Leuchtdichte und Farbgenauigkeit von Plasmabildschirmen,<br />

LCDs und Projektoren. Sämtliche Geräte werden<br />

sowohl für MPEG-2 als auch MPEG-4 und DVB-S2. Ebenso<br />

sorgfältig arbeitet der „UPV“. Mit ihm messen die Redakteure<br />

den Frequenzgang, die Klirrfaktoren, Leistun-<br />

Gamma- und Farbkorrektur gemessen. Somit stellen<br />

nach der D65-Norm kalibriert und erst nach erfolgter<br />

die<br />

Tester sicher, dass jeder Fernseher oder Projektor vor<br />

den Messungen die gleichen Voraussetzungen erfüllt<br />

und den Videonormen entspricht. Unsere angegebenen<br />

Werte unterscheiden sich deshalb gravierend von den<br />

Angaben der Hersteller, die ihre Daten meist unabhängig<br />

von Videostandards ermitteln.<br />

Die verständliche und übersichtliche Aufbereitung der<br />

Messergebnisse hat bei uns oberste Priorität, damit Sie<br />

eines nicht verlieren: den Durchblick für das Wesentliche.<br />

Der Heimkinoraum des Auerbach Verlags<br />

„UPV“-Audioanalyzer von Rohde & Schwarz<br />

„VSA“-Videoanalyzer von Rohde & Schwarz<br />

Lichtmessgerät „CS-200“ von Konica Minolta<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2008 93


KAUFBERATUNG<br />

Marktübersicht 100 ×<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Flachbildschirme LCD<br />

Preis<br />

in €<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Anschluss<br />

HD-Tuner/<br />

HDD<br />

USB/<br />

Netzwerk<br />

Diagonale<br />

Farben<br />

Maße<br />

B/H/T in cm<br />

Grundig Fine Arts 37 2 999 1 × HDMI/DVI –/– –/– 37 Zoll Silber 98,5 × 73,3 × 11,3 32,8<br />

Grundig Fine Arts 42 3 999 1 × HDMI/DVI –/– –/– 42 Zoll Silber 111,5 × 81,8 × 12,5 41<br />

Grundig Lenaro 42 FHD 2 999 1 × HDMI/DVI –/– –/– 42 Zoll Grau 108,2 × 80,7 × 12,3 31,1<br />

Grundig 42-9870 T 1 999 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Schwarz 101,8 × 73,7 × 11,5 26,8<br />

Hitachi UT37MX70 2 000 1 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 93,6 × 60,7 × 3,5 17,4<br />

Hitachi UT32MH70 1 500 1 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz 81,4 × 53,8 × 3,5 13,5<br />

JVC LT-42DS9BU 1 799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 98,2 × 62,7 × 7,4 k. A.<br />

JVC LT-46DS9BU 2 299 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 107,1 × 68,0 × 7,4 k. A.<br />

JVC LT-42DR9BU 1 799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 101,4 × 64,6 × 10,9 26<br />

LG 52LG5000 2 499 3 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 129,1 × 81,7 × 11,5 34,9<br />

LG 42LG6000 1 699 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Rot/Schwarz 103,7 × 74,7 × 8,1 24,1<br />

LG 47LG6000 1 999 4 × HDMI –/– +/– 47 Zoll Rot/Schwarz 115,2 × 82,1 × 7,9 32,6<br />

LG 42LG7000 1 999 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Schwarz/Rot 102,6 × 73,4 × 11,1 22,4<br />

LG 47LG7000 2 499 4 × HDMI –/– +/– 47 Zoll Schwarz/Rot 114 × 76,4 × 12,9 30,1<br />

Loewe Connect 37 2 500 – 3 400 2 × HDMI +/+ +/+ 37 Zoll Schwarz, Weiß, Silber 95,9 × 63,2 × 12,1 20,7<br />

Loewe Connect 42 2900 – 3800 2 × HDMI +/+ +/+ 42 Zoll Schwarz, Weiß, Silber 106,9 × 69,4 × 12,1 31,2<br />

Loewe Individual 46<br />

5800 2 × HDMI +/+ +/– 46 Zoll Schwarz, Silber, 114 × 74,5 × 11,4 35,7<br />

Compose HD 100<br />

Bronze, Titan, Cream<br />

Loewe Individual 52<br />

Compose HD 100<br />

6800 2 × HDMI +/+ +/– 52 Zoll Schwarz, Silber,<br />

Bronze, Titan, Cream<br />

Gewicht<br />

in kg<br />

130,8 × 84,1 × 12,8 52<br />

Loewe Spheros R32 HD 4200 2 × HDMI +/+ +/– 32 Zoll Platin, Basalt 84,5 × 62,6 × 9 29,7<br />

Loewe<br />

Spheros R37<br />

4800 2 × HDMI +/+ +/– 37 Zoll Platin, Basalt 99 × 71,6 × 9 38<br />

Full-HD<br />

Metz Linus 42 F<strong>HDTV</strong> R 3699 3 × HDMI/DVI +/+ +/– 42 Zoll Schwarz, Silber 103,6 × 74,9 × 11,2 22<br />

Metz Primus 42<br />

4499 3 × HDMI/DVI +/+ +/– 42 Zoll Schwarz 115,5 × 78,3 × 27 53<br />

F<strong>HDTV</strong> R<br />

Metz Sirius 42<br />

4299 3 × HDMI +/+ +/– 42 Zoll Schwarz 104,6 × 74,9 × 11,2 30<br />

FHTDV 100 R<br />

Panasonic TX-32LZD80F 1199 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Klavierlack-Schwarz 83,1 × 53,8 × 10,3 18<br />

Panasonic TX-37LZD80F 1399 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Klavierlack-Schwarz 94,3 × 60,6 × 10,8 22,5<br />

Panasonic TX-32LZD85F 1299 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz 83,1 × 53,8 × 10,3 18<br />

Panasonic TX-37LZD85F 1499 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 94,3 × 60,6 × 10,8 23<br />

Panasonic TX-37LZD800F 1699 4 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 96,1 × 61,3 × 10,7 23,5<br />

Philips 37PFL7603D 1499 4 × HDMI –/– +/– 37 Zoll Schwarz 94,0 × 58,5 × 12,5 23,2<br />

Philips 42PFL7603D 1699 4 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Schwarz 104,6 × 64,4 × 11,1 27<br />

Philips 47PFL7603D 1999 4 × HDMI –/– +/– 47 Zoll Schwarz 116,3 × 71,2 × 11,7 36,5<br />

Philips 42PFL9703D 2899 4 × HDMI –/– +/+ 42 Zoll Schwarz 105,4 × 65,8 × 10 32,5<br />

Philips 47PFL9703D 3499 4 × HDMI –/– +/+ 47 Zoll Schwarz 116,7 × 72,2 × 10,1 40,5<br />

Philips 52PFL9703D 3699 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Schwarz 130 × 80,3 × 12,7 49<br />

Philips 52PFL9703D 3699 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Schwarz 130 × 80,3 × 12,7 50,2<br />

Philips 42PES0001D 2499 3 × HDMI –/– +/+ 42 Zoll Schwarz 98,2 × 68,5 × 4,9 20<br />

Philips 42PFL9803H 3000 4 × HDMI –/– +/+ 42 Zoll Silber 114,2 × 90,6 × 10,8 30,8<br />

Philips 42PFL9900D 4000 3 × HDMI –/– +/– 42 Zoll Weiß 112,1 × 81 × 12,9 39,6<br />

Samsung LE40A557P 1699 3 × HDMI –/– +/– 40 Zoll Rubinrot/Schwarz 64,14 × 99,7 × 9,2 21,2<br />

Samsung LE46A557P 2499 3 × HDMI –/– +/– 46 Zoll Rubinrot/Schwarz 71,57 × 112,7 × 10 27,6<br />

Samsung LE52A557P 3499 3 × HDMI –/– +/– 52 Zoll Rubinrot/Schwarz 80,5 × 126,8 × 10,9 32,3<br />

Samsung LE37A659A 1799 4 × HDMI –/– +/– 37 Zoll Rubinrot/Schwarz 59,7 × 92,3 × 8,4 18,2<br />

Samsung LE40A659A 2199 4 × HDMI –/– +/– 40 Zoll Rubinrot/Schwarz 63,8 × 99,8 × 8,3 20,2<br />

Samsung LE46A659A 2899 4 × HDMI –/– +/– 46 Zoll Rubinrot/Schwarz 71,4 × 113,1 × 9,4 26,6<br />

Samsung LE52A659A 3799 4 × HDMI –/– +/– 52 Zoll Rubinrot/Schwarz 80,6 × 127,6 × 10,5 34,8<br />

Samsung LE46A759R 1799 4 × HDMI –/– +/+ 46 Zoll Rubinschwarz 117,2 × 76,6 × 9,8 29,4<br />

Samsung LE52A759R 2399 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Rubinschwarz 132,1 × 86,1 × 10,7 36,6<br />

Samsung LE40A789R 2299 4 × HDMI –/– +/– 40 Zoll Tiefseeblau 104 × 68,8 × 9,4 24<br />

Samsung LE46A859S 3229 4 × HDMI –/– +/+ 46 Zoll Rubinschwarz 111,9 × 74,7 × 4,4 24,5<br />

Samsung LE52A859S 3 599 4 × HDMI –/– +/+ 52 Zoll Rubinschwarz 126,3 × 83,3 × 4,4 31,2<br />

Samsung LE46A956D 2699 4 × HDMI –/– +/+ 46 Zoll Schwarz 116 × 75,9 × 10,8 31,4<br />

Samsung LE55A956D 3999 4 × HDMI –/– +/+ 55 Zoll Schwarz 136,4 × 88,2 × 11,2 41,4<br />

Sharp LC-46XL1E 2799 2 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 113,7 × 79,3 × 12 32<br />

Sharp LC-52XL1E 3799 2 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 127,3 × 87,5 × 12 36<br />

Sharp LC-37XL8E 1599 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 89,8 × 63,8 × 9,4 21<br />

94 www.hdplustv.de


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Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

in €<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Anschluss<br />

HD-Tuner/<br />

HDD<br />

USB/<br />

Netzwerk<br />

Diagonale<br />

Farben<br />

Maße<br />

B/H/T in cm<br />

Gewicht<br />

in kg<br />

Sharp LC-42XL2E 1799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 100,4 × 70,8 × 9,5 27<br />

Sharp LC-46XL2E 2499 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 110,1 × 76 × 9,5 30,5<br />

Sharp LC-52XL2E 3499 3 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 123,7 × 83,6 × 9,5 34<br />

Sharp LC-32X20E 1199 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz 77,6 × 51,7 × 9,5 18<br />

Sharp LC-37X20E 1399 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz 89,8 × 58,1 × 9,5 22<br />

Sharp LC-42X20E 1399 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 100,4 × 69,8 × 9,6 30<br />

Sharp LC-46X20E 1999 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 110,1 × 76 × 9,5 30<br />

Sharp LC-46D65E 1 599 3 × HDMI –/– +/– 46 Zoll Schwarz 111,3 × 70,4 × 9,5 24<br />

Sharp LC-52D65E 2299 3 × HDMI –/– +/– 52 Zoll Schwarz 125,2 × 79,6 × 9,5 28<br />

Sony KDL-32E4000 1299 3 × HDMI DVB-C/– +/– 32 Zoll Weiß 81,4 × 54,0 × 10,4 15,5<br />

Sony KDL-40E4000 1799 3 × HDMI DVB-C/– +/– 40 Zoll Weiß 100,6 × 64,5 × 11,4 22<br />

Sony KDL-46V3000 1999 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 113,5 × 77,9 × 12,2 30<br />

Sony KDL-46W4500 2299 3 × HDMI +/– +/+ 46 Zoll Schwarz 112,0 × 78,2 × 11,5 31<br />

Sony KDL-52W4500 2799 3 × HDMI +/– +/+ 52 Zoll Schwarz 126,2 × 87,1 × 11,9 39,5<br />

Sony KDL-52EX 1 3999 4 × HDMI +/– +/– 52 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Sony KDL-46X4500 4500 4 × HDMI +/– +/+ 46 Zoll Schwarz 125,9 × 68,5 × 14,4 38<br />

Sony KDL-55X4500 6300 4 × HDMI +/– +/+ 55 Zoll Schwarz 148,6 × 85,5 × 14,7 54<br />

Toshiba 32XV505D 1199 3 × HDMI –/– –/– 32 Zoll Schwarz/Silber 78,6 × 52,5 × 8,7 15,3<br />

Toshiba 37XV505D 1299 3 × HDMI –/– –/– 37 Zoll Schwarz/Silber 90,2 × 59,0 × 9,4 19,1<br />

Toshiba 42XV505D 1499 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz/Silber 100,9 × 64,9 × 9,4 23,2<br />

Toshiba 42XV556D 1199 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Toshiba 42RV555D 1299 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Toshiba 46RV555D 1899 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Toshiba 40ZF355D 2199 3 × HDMI –/– –/– 40 Zoll Schwarz 93,4 × 57,8 × 13 29,6<br />

Toshiba 46ZF355D 2899 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 107 × 65,9 × 13,5 29,9<br />

Toshiba 52ZF355D 3699 3 × HDMI –/– –/– 52 Zoll Schwarz 121,4 × 74,7 × 14,9 36,6<br />

Toshiba 40ZF575D 1699 4 × HDMI –/– –/– 40 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Flachbildschirme Plasma<br />

LG 50PG7000 2299 4 × HDMI –/– +/– 50 Zoll Schwarz 123,6 × 84,9 × 8 45,7<br />

LG 60PG7000 3799 4 × HDMI –/– +/– 60 Zoll Schwarz 145,5 × 98,5 × 8,4 62,4<br />

Panasonic TH-46PZ80E 1999 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Schwarz 115,8 × 74,7 × 10,0 40<br />

Panasonic TH-50PZ80E 2499 3 × HDMI –/– –/– 50 Zoll Schwarz 124,4 × 79,0 × 10,0 43<br />

Panasonic TH-42PZ85E 1799 3 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Klavierlack-Schwarz 106,4 × 67,4 × 9,2 30<br />

Panasonic TH-46PZ85E 2199 3 × HDMI –/– –/– 46 Zoll Klavierlack-Schwarz 116,8 × 73,8 × 9,3 35<br />

Panasonic TH-42PZ800E 2299 4 × HDMI –/– –/– 42 Zoll Schwarz 107,8 × 68,5 × 10,4 37<br />

Panasonic TH-50PZ800E 2999 4 × HDMI –/– –/– 50 Zoll Schwarz 126,7 × 79,4 × 10,4 46<br />

Panasonic TH-58PZ800E 5999 4 × HDMI –/– –/– 58 Zoll Schwarz 144,5 × 89,8 × 10,4 59<br />

Panasonic TH-65PZ800E 7999 4 × HDMI –/– –/– 65 Zoll Schwarz 159,9 × 99,3 × 10,9 73<br />

Pioneer KRP-500A 4299 4 × HDMI +/– +/+ 50 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Pioneer KRP-600A 6999 4 × HDMI +/– +/+ 60 Zoll Schwarz 146,5 × 87,6 × 6,4 49,9<br />

Pioneer PDP-LX5090 3399 3 × HDMI –/– +/– 50 Zoll Schwarz 123,3 × 72,3 × 9,3 33,5<br />

Pioneer PDP-LX5090H 3 599 3 × HDMI +/– +/+ 50 Zoll Schwarz 123,3 × 72,3 × 9,3 33,9<br />

Pioneer PDP-LX508D 5199 3 × HDMI –/– +/– 50 Zoll Schwarz 123,2 × 72,2 × 12 38,3<br />

Pioneer PDP-LX6090 5999 3 × HDMI –/– +/– 60 Zoll Schwarz 146,5 × 87,6 × 9,3 50,8<br />

Pioneer PDP-LX6090H 6299 3 × HDMI +/– +/+ 60 Zoll Schwarz 146,5 × 87,6 × 9,3 51,2<br />

Inserenten<br />

DENON Deutschland 33<br />

DIGITAL TESTED 19<br />

Hai-End.com 89<br />

hdplustv.de 25<br />

Homecast Europe GmbH<br />

U3<br />

iMusic TV GmbH 79<br />

Lautsprecher Teufel GmbH 3<br />

Loewe Opta GmbH<br />

U2<br />

Nurbert Electronic GmbH 5<br />

Onkyo Europe Electronics GmbH 44/45<br />

Samsung Electronics Germany GmbH U4<br />

Sanyo Fisher Sales (Europe) GmbH 31<br />

Sony Deutschland GmbH 29<br />

VANTAGE Digital GmbH 53<br />

Yamaha Elektronik Europa GmbH 11<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 95


KAUFBERATUNG<br />

HD-Kanäle via Satellit<br />

In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong><br />

ausgestrahlten Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet.<br />

Neuaufschaltungen werden zur besseren Übersicht markiert.<br />

Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />

Astra 19,2 Grad Ost<br />

ORF HD deu/eng MPEG-4/DVB-S Cryptoworks 10832 horizontal 22000 5/6<br />

Arte HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />

Canal + Spain HD spa MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 436 vertikal 22000 5/6<br />

Anixe HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Astra HD-Promo deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Premiere HD Film deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Discovery HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Canal + High Tech fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

National Geo. France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

TF 1 HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

M6 H D fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 5/6<br />

Cinecinema Premiere fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 2/3<br />

13ème R ue fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 2/3<br />

Disney Cinemagic France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 2/3<br />

France 2 HD fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

Hot Bird 13 Grad Ost<br />

MTV HD pol MPEG 4/DVB-S Mediaguard 11 075 vertikal 27500 3/4<br />

Canal + Film HD/Sport HD/HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />

National Geo HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />

HBO Polska HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />

Eurosport HD div. MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 278 vertikal 27500 2/3<br />

Discovery HD Europe pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />

MGM HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />

N Sport pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />

Nonstop Kino HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />

TVN H D pol MPEG-4/DVB-S – 11 523 vertikal 5000 7/8<br />

National Geo HD ita MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 2/3<br />

Next HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />

Sky Cinema HD/Sky Sport HD 1 + 2 ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />

HBO Polska HD pol MPEG 4/DVB-S Nagravision 12265 vertikal 27500 3/4<br />

Polsat HD pol MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 12 265 vertikal 27500 3/4<br />

HD suisse deu MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 399 horizontal 27500 3/4<br />

Intelsat 12 45 Grad Ost<br />

Discovery HD eng MPEG-4/DVB-S PowerVU 11 591 horizontal 6666 3/4<br />

Türksat 42 Grad ost<br />

Kanal D HD tür MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />

Eurosport HD tür MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />

HD Smart tür MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />

Discovery HD Europe eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 862 horizontal 27500 5/6<br />

Hellassat 39 Grad Ost<br />

Film + HD eng MPEG 4/DVB-S2 Irdeto 12 577 horizontal 10000 5/6<br />

Eurosport HD bul MPEG 4/DVB-S2 Irdeto 12 577 horizontal 10000 5/6<br />

Luxe H D eng MPEG-4/DVB-S – 12 717 horizontal 10 000 7/8<br />

Eutelsat Sesat 36 Grad Ost<br />

Sport HD eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 111 horizontal 26500 3/4<br />

HD Kino/HD Life/HD Sport rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 – 27500 3/4<br />

Astra 2 28,2 Grad Ost<br />

BBC HD eng MPEG 4/DVB-S – 10 847 vertikal 22000 5/6<br />

ITV HD eng MPEG 4/DVB-S – 11 428 vertikal 27500 2/3<br />

Sky Sports HD 1,Sky Sports HD 2 eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 720 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Movies Screen HD 1, Channel 4 HD, Sky Anytime HD 1 eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 798 horizontal 29500 3/4<br />

Sky Movies Premiere HD, Sky Sports HD 3, FX HD UK eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 11 856 vertikal 29500 3/4<br />

Discovery HD , Sky Box Office HD 2, Sky Retail HD, Sky Arts eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 12 324 vertikal 29500 3/4<br />

Sky 1 UK , Sky Movies Screen HD 2, Sky Anytime HD 2 eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 12 344 horizontal 29500 3/4<br />

History Channel HD, National Geo. HD UK eng MPEG 4/DVB-S2 Videoguard 12 363 vertikal 28250 3/4<br />

Rush HD eng MPEG 4/DVB-S – 12 607 vertikal 27500 2/3<br />

Luxe HD eng MPEG 4/DVB-S – 12 643 horizontal 27500 2/3<br />

Badr 4 26 Grad Ost<br />

HD Visio TV eng MPEG-4/DVB-S – 11 958 horizontal 27500 3/4*<br />

Luxe HD fra MPEG-4/DVB-S – 11 958 horizontal 27500 3/4<br />

Melody Z en H D – MPEG-4/DVB-S – 11 958 horizontal 27500 3/4<br />

96 www.hdplustv.de<br />

Frequenzen i n MHz, Pol. = Polarisation, SR = Symbolrate, FEC = Fehlerkorrektur,<br />

Neuaufschaltungen, * nur sporadisch aufgeschaltet


Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

Exqi nld MPEG-4/DVB-S Irdeto 10 758 vertikal 22000 7/8<br />

HD 5 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

Equi Sport HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 10758 vertikal 22000 7/8<br />

Discovery HD Europe eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />

National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />

Brava HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />

Voom HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 778 vertikal 27500 9/10<br />

Luxe T V H D eng MPEG-4/DVB-S2 – 12 032 horizontal 27500 9/10<br />

Een H D nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 032 horizontal 27500 9/10<br />

Eutelsat W2 16 Grad Ost<br />

Digialb HD 1/2/3/4 alb MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 975 horizontal 22500 4/5<br />

Supersport HD 1/2 alb MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 975 horizontal 22500 4/5<br />

TVR H D rum MPEG-4/DVB-S Viaccess 11 471 vertikal 29950 3/4<br />

Eurobird 9 9 Grad Ost<br />

Luxe TV UK eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />

Melody Zen eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />

Luxe TV HD eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />

Kinopokaz HD/Eurosport HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 11 958 vertikal 26400 2/3<br />

HD Life/National Geo HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 11 958 vertikal 26400 2/3<br />

HBO H ungary HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />

Musicmax HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />

Eurosport HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />

M1 HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12034 vertikal 27500 2/3<br />

Filmbox H D hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />

National Geo HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />

History Channel HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />

Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />

Exqi nld MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

Exqi SD eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

MAX HD tur MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />

National Geo. HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />

Lig T V H D tur MPEG-4/DVB-S2 – 10 928 horizontal 30000 2/3<br />

Eurosport HD tür MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />

Sportmax tür MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10928 horizontal 30000 2/3<br />

Sirius 4,8 Grad Ost<br />

Viasat Sport HD Promo eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />

National Geo. HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />

TV 1000 HD div. MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 437 vertikal 27500 2/3<br />

TV 2 Spot HD dan MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />

SVT HD swe MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 437 vertikal 27500 2/3<br />

Thor 0,8 Grad West<br />

Eurosport HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

Yel Peking HD fin MPEG-4/DVB-S2 – 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

TV 4 HD fin MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

Silver HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />

The History Channel UK eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />

Thor 1 Grad West<br />

Canal + Sport HD swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 421 horizontal 25000 3/4<br />

Canal + Film HD swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 421 horizontal 25000 3/4<br />

SVT H D swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 421 horizontal 25000 3/4<br />

Voom HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 434 vertikal 25000 3/4<br />

National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 11 434 vertikal 25000 3/4<br />

Kanal 5 HD dan MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

Eurosport HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

TV Norge HD nor MPEG-4/DVB-S 2 – 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

Discovery HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

TV 4 HD swe MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />

Silver HD eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />

The History Channel UK eng MPEG-4/DVB-S 2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />

Atlantic Bird 3 5 Grad West<br />

Arte H D fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 554 vertikal 30000 7/8<br />

Atlantic Bird 1 12,5 Grad West<br />

National Geo. HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 – 11 185 vertikal 13 657 2/3<br />

Hispasat 30 Grad West<br />

National Geo. HD por MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 731 vertikal 27500 3/4<br />

Mov por MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 731 vertikal 27500 3/4<br />

Sport TV HD por MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 731 vertikal 27500 3/4<br />

National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 012 horizontal 30000 3/4<br />

Eurosport HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 052 horizontal 30000 3/4<br />

Canal + Spain HD spa MPEG-4/DVB-S Nagravision 12 149 vertikal 27500 3/4<br />

KAUFBERATUNG<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2008 97


Blaulicht<br />

Impressum<br />

Im Gespräch<br />

mit Frank Simonis, Vorsitzender der Blu-ray Disc Association Europa (BDA)<br />

Frank Simonis, Blu-ray Disc<br />

Association Europa<br />

Herr Simonis, wie ist Ihr Standpunkt<br />

zu Warners Kritik am Medium?<br />

Warner hat geglaubt, dass durch ihre Stellungnahme,<br />

nun endgültig auf Blu-ray zu setzen,<br />

das Wachstum schneller voranschreiten<br />

würde. Leider haben sie ihre Entscheidungen<br />

in der Niedrigverkaufssaison getroffen. Im<br />

ersten Halbjahr setzen wir auch im Geräteverkauf<br />

meistens nur 40 Prozent ab, 60 Prozent<br />

im letzten Teil des Jahres. Ich glaube dennoch,<br />

dass die Kritik wichtig und richtig war.<br />

Ist Blu-ray neben TV und Internet nur<br />

die dritte Kraft für HD-Inhalte?<br />

Wir als Blu-ray Disc Association glauben, dass<br />

Blu-ray die beste High-Definition-Quelle ist.<br />

Alle anderen Quellen werden etwas HD-ähnliches<br />

bieten, aber sie sind noch lange nicht<br />

auf einer Ebene. Blu-ray bietet 1 080p, also<br />

Vollbilder bei maximaler Auflösung, 7.1-Surround-Sound<br />

ohne Komprimierungsverluste<br />

und die Interaktivität.<br />

Wer von Technik keine Ahnung hat,<br />

könnte dies aber anders empfinden.<br />

Wir sehen das Problem. Deshalb bestreiten<br />

wir als BDA es auch, wenn andere Medien<br />

behaupten, sie seien ähnlich wie Blu-ray.<br />

Solange wir den A-B-Vergleich machen, können<br />

wir zeigen, was Blu-ray wirklich bietet.<br />

Dann kauft der Konsument unser Medium<br />

ohne Probleme.<br />

Es scheint, als gäbe es jährlich eine<br />

neue Blu-ray-Version.<br />

Wir haben schon zum Start gesagt, dass wir<br />

zwei Funktionen auf den Markt bringen:<br />

Bonusview für Bild-in-Bild und BD-Live. Da<br />

haben wir mit offenen Karten gespielt. Die<br />

<strong>Vorschau</strong><br />

Der DVD-Nachfolger entwickelt sich<br />

erfolgreich, doch die Kritik am Medium<br />

reißt nicht ab. HD+TV sprach mit<br />

Frank Simonis über die Blu-ray-Entwicklung<br />

der nächsten Monate.<br />

1. 2009<br />

Abspielmöglichkeit von Kinofilmen ist aber<br />

bei allen Geräten gleich. Es ist wie in der<br />

Automobilindustrie: Man baut heute ein Auto<br />

und morgen hat das gleiche Auto andere<br />

Extrafunktionen.<br />

Wie wichtig ist die Internetunterstützung<br />

via BD-Live?<br />

In vielen Wohnzimmern muss man zunächst<br />

fragen: Gibt es überhaupt einen Internetanschluss?<br />

Und wenn ja, ist er dann nah am TV-<br />

Gerät? Da wird es schon schwieriger. Bislang<br />

muss der Endverbraucher alles zusammenflicken,<br />

damit es wirklich perfekt funktioniert.<br />

Deshalb machen wir bestimmte Sachen stufenweise.<br />

Man kann alle Technologie auf den<br />

Konsumenten werfen, weglaufen und sagen:<br />

Das ist Blu-ray. Wir denken jedoch, man muss<br />

zusammen mit dem Endverbraucher in diesem<br />

Bereich zusammenwachsen.<br />

In den USA ist Blu-ray bereits ein<br />

Selbstläufer, in Deutschland noch<br />

nicht. Warum?<br />

Der deutsche Konsument ist sehr viel vorsichtiger,<br />

als wir glauben. Es gibt eine Gruppe<br />

von Leuten, die kauft immer das Neueste.<br />

Wenn diese Gruppe darüber redet und sagt<br />

„Das ist gut“, dann geht erst die zweite<br />

Gruppe los. Wir sind eigentlich erst etwas<br />

mehr als ein Jahr hier im deutschen Markt<br />

tätig und wir sehen schon sehr gute Verkaufszahlen.<br />

Vor einem Jahr gab es nur rund<br />

70 Filmtitel, heutzutage gibt es zwischen 300<br />

und 400 in deutscher Sprache. Wir glauben,<br />

dass wir im nächsten Jahr einen unheimlichen<br />

Schritt nach vorn machen werden.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Der neue Maßstab?<br />

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den Umstieg<br />

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Wir prämieren die besten<br />

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Bilder: BDA, Sharp, Stock.xchng/vrancarc<br />

Verleger:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (03 41) 1 49 55-11<br />

Herausgeber:<br />

Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />

Chefredaktion (ViSdP):<br />

Christian Trozinski (CT)<br />

Grafikdesign:<br />

Janine Hirsch, Steffi Köhler, Stefan Kretzschmar,<br />

Stefan Mitschke, Katharina Schreckenbach (Leitung),<br />

Sabine Vlach, Annemarie Votrubec, Linda Wenzel<br />

Redaktion:<br />

Franziska Drache (FD), Martin Günther (MG),<br />

Tim Luft (TL), Ricardo Petzold (RP), Claus Schoen (CS),<br />

Falko Theuner (FT), Jeannine Völkel (JV)<br />

Newsredaktion:<br />

Uwe Gajowski (Leitung), Robert Kühne,<br />

Thomas Meyer, Sandra Rescher, Melanie Schreer,<br />

Annette Vogt<br />

Lektorat:<br />

Katharina Neumann<br />

Produktbetreuung:<br />

Hirra Hafeez, Sabrina Herber, Simone Hassels<br />

Anschrift:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion HD+TV<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

leserbriefe@hdplustv.de<br />

www.hdplustv.de<br />

Anzeigen:<br />

Carsten Philipp (Leitung), Nadine Helbig,<br />

Simone Läßig, Benjamin Mächler<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0<br />

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Abonnenten:<br />

Stephanie Kurz<br />

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Vertrieb:<br />

MZV Moderner Zeitschriften<br />

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Breslauer Straße 5, D-85386 Eching<br />

Tel. (0 89) 3 19 06-0, Fax: (0 89) 3 19 06-113<br />

info@mzv.de, www.mzv.de<br />

ISSN: 1861-1737<br />

Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />

Einzelpreis Deutschland: 4,90 Euro<br />

Jahresabo Deutschland: 24,90 Euro<br />

Jahresabo Ausland: 39,90 Euro<br />

Druck:<br />

Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG., Kassel<br />

© 2008 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />

Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />

durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlags gestattet.<br />

Die Interviews geben die Meinungen der Interviewpartner<br />

wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen.<br />

Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung<br />

übernommen.<br />

Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die Richtigkeit<br />

der Angaben übernommen werden. Schutzrechte auf<br />

Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen Artikeln<br />

nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit Initialen<br />

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der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Die<br />

Zustimmung zum Abdruck wird vorausgesetzt. Der Autor erklärt<br />

mit der Einsendung von Material, dass dieses frei von Rechten<br />

Dritter ist. Mit der Honorierung von Manuskripten, Fotos und<br />

anderem Material erwirbt der Verlag die Rechte daran.<br />

Gerichtsstand ist Leipzig.<br />

98 www.hdplustv.de<br />

Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />

Die nächste Ausgabe erscheint am 05. Dezember 2008.<br />

HD+TV ist offizieller Partner<br />

des Plus X Awards


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