Android User Root & Custom-ROM (Vorschau)

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USER

SMArTpHoNeS | TAbleTS | AppS | TippS & TrickS | TeSTS

03/2014 • März 2014 • www.android–user.de

Neu: über 8000 Handys!

root & custom-roM

Alle ANTworTeN

ZuM THeMA rooT

pluS: CyanogenMod-Installer, KitKat für Galaxy Nexus

rooT-workSHopS

Root-Anleitungen für Samsung Galaxy S3, S4, Note 3,

S3 Mini, HTC, Moto G, Nexus 4/5/7 und viele mehr...

iM TeST

Allview vivA Q8

Günstiges 8-Zoll-Tablet aus

Rumänien im iPad-Format

iM TeST

Zwei 6-Zoll-GiGANTeN

• Asus Fonepad Note 6

• Acer Liquid S2

7 TelefoN-AppS

Damit macht Telefonieren Spaß

Über 10 Seiten Tipps & Tricks

n Versteckte Funktionen in Chrome

n Playlisten von Spotify portieren

n Handy ohne Touchscreen zurücksetzen

n Rufnummer unterdrücken

MoTo G fÜr profiS:

Holen Sie alles aus ihrem

Motorola Moto G heraus

n Aufgeblähte Apps entschlacken

n Screenshots erstellen bei Samsung

n Standort-Ortung ausschalten

n Musiktipps für Google Play

EUR 5,90*

* Deutschland

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A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


service

Editorial

Willkommen bei Android User

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Spielzeit

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Rechtzeitig zum Bundesligastart Ende Januar

schreibe ich diese Zeilen. Der Ball rollt

wieder und endlich gibt es am Stammtisch

nach dem NSA-Skandal wieder ein Thema,

zu dem alle etwas beitragen können. So

ähnlich verhält es sich auch mit dem

Thema Root & Custom-ROM unter Android-Fans:

Jeder Nutzer bevorzugt ein bestimmtes

ROM oder ein bestimmtes Root-

Tool. Und natürlich ist das Custom-ROM

„xyz“ viel besser als das Custom-ROM

„abc“. Die Gründe dafür verstehen Außenstehende,

die sich nicht für das Thema interessieren,

wohl kaum – genau wie beim

Fußball.

Ernstes Spiel

Man muss Custom-ROMs nicht mögen.

Viele Hersteller bringen von Haus aus ausgereifte

Android-Versionen mit, sodass alternative

Firmwares oft zu einer reinen

Spielerei verkommen. Aber das Thema

Root“ ist durchaus eine ernste Angelegenheit,

der Sie mehr als bloß fünf Minuten

widmen sollten. Mit dem eigenen

Smartphone alles machen zu können, was

technisch möglich ist, gehört zwar nicht zu

den Grundrechten, stellt Android aber klar

über andere mobile Betriebssysteme. Doch

mit großer Macht geht auch große Verantwortung

einher. Achten Sie deshalb unbedingt

auf alle roten Hinweise, die sich über

die komplette Fokusstrecke ziehen. Da sich

Android in rasantem Tempo weiterentwickelt,

kann es durchaus sein, dass die eine

oder andere Anleitung bis zur Drucklegung

nicht mehr hundertprozentig zutrifft oder

überhaupt nicht mehr funktioniert. Zögern

Sie nicht, sich in einem solchen Fall an

„unseren Andy“ zu wenden (siehe Artikel

auf Seite 92). Gerne nehmen wir auch Vorschläge

zu Custom-ROMs und Root-Werkzeugen

entgegen, die uns bisher entgangen

sind.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Die Fokusstrecke fällt dieses Mal etwas

umfangreicher aus als üblich. Wir sind deshalb

auf Ihre Meinung zum Heft gespannt.

Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten

Zeit, um unsere Leserumfrage auf Survey-

Monkey.com [LINK 1] zu beantworten. Sie

helfen uns damit, das Heft noch besser auf

Ihre Interessen zuzuschneiden und können

dabei auch noch eines von fünf Jahresabos

von Android User gewinnen.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit der

aktuellen Ausgabe von Android User.

Happy Rooting!

Marcel Hilzinger

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31774

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Android-usEr.dE März 2014 3


Service

Inhalt

Viele neue Root-Guides

Root &

Custom-Rom

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 News

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratisartikel

online lesen!

Fokus

10 Das ist Root

So funktioniert der Root-Zugriff

unter Android

14 Root-Tools

Diese Apps rooten Ihr Handy

oder Tablet

18 Samsung Galaxy S* Root

Root-Anleitung für Samsung

Galaxy S3, S4 und Note 3

24 Nexus-Geräte rooten

Das Nexus Root Toolkit sperrt

Google-Handys und -Tablets auf

28 Root für das Moto G

So bekommen Sie das

Motorola Moto G aufgesperrt

102 Root-App-

Geheimtipps

App-Perlen, die Root-

Rechte brauchen

Fokus

32 KitKat auf dem Galaxy Nexus

Kein KitKat für das GNex? Mit

CyanogenMod schon!

36 CyanogenMod Installer

Der Assistent hilft Ihnen

bei der Installation

Hardware

40 Acer Liquid S2

Das 6-Zoll-Handy mit

4K-Videokamera im Test

42 Asus Fonepad Note 6

Wir testen den 6-Zoll-Riesen zum

Schnäppchenpreis

44 Zopo C2 Platinum

Full-HD-Display und

Quad-Core-CPU für wenig Geld

46 Simvalley 2X.Slim

Der Flachmann

für Selbst-Schrauber

4 März 2014

AndroId-User.de


Hardware

48 Allview Viva Q8

Günstiges Allview-Tablet

im iPad-Format

50 Durovis Dive

Virtual Reality per Handy

Einsteiger

84 Youtube

TV war gestern:

YouTube für Einsteiger

Tipps & Tricks

86 Musiktipps

Neue Musik von Judith Holofernes

und Bruce Springsteen

90 Portify

Playlisten von Spotify

zu Play Music übertragen

92 Frag Andy

Andy beantwortet deine Fragen

rund um Android und mehr!

94 Tipps & Tricks

Praktische Tipps aus

unserer Redaktion

70 SPIELE

Neue Spiele

Unsere Spielevorstellungen

74 Galaxy Legend

Kampf- und Aufbauspiel im

unendlichen All

76 Puddle

Bringen Sie Ihre Pfützen

unter Kontrolle

78 Empire: Four Kingdoms

Schaffe, schaffe,

Bürglein baue!

PowerUser

098 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

102 Root-App-Geheimtipps

Tolle Root-Apps für

Android-Poweruser

106 Moto-G-Mods

Tweaks, Mods und

ROMs für das

Motorola Moto G

APPS

52 App-Empfehlungen

Die App-Favoriten der

Android-User-Redaktion

58 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

60 Dialer-Apps

7 alternative Telefon-Apps

im Vergleich

62 Schlaf-Apps

Diesen Apps überwachen

Ihren Schlaf und

wecken Sie sanft

66 Aviate Launcher

Das taugt der von

Yahoo! gekaufte

ortsabhängige

Launcher

Service

80 Angry Birds Go!

Die Vögel gehen auf die

Rennstrecke

82 Grand Theft Auto

San Andreas

Rockstar portiert GTA:SA

komplett auf Android

83 Assassin’s Creed Pirates

Der PC- und Konsolenknüller

auf dem Handy

110 Root auf dem

Galaxy S3 mini

Das beliebte S3 mini

mit einem Klick

rooten

50

Durovis Dive

3D-Erlebnis mit

VR-Brille, Apps

und Handy

Inhalt

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

JUlI 2012


News

Android-News

Android-News

Sony Xperia Z1 Compact

Bei den meisten Flagschiffhandys gilt aktuell vor allem

eines: Größe ist durch nichts zu ersetzen. Kaum noch ein

Top-Handy wird mit einem Display von weniger als 5 Zoll

vorgestellt. Doch viele Kunden

wünschen sich gut ausgestattete

Geräte mit kleineren Displays,

„Mini“-Versionen wie das Galaxy

S4 mini oder das HTC One mini

sind daher ebenfalls im Trend.

Nun bedient auch Sony diesen

Kundenwunsch, das 499 Euro

(UVP) teure Xperia Z1 Compact

wird ab März im Handel sein.

Statt 5 Zoll wie beim Xperia Z1

ist der Bildschirm des Xperia Z1

Compact nur 4,3 Zoll groß. Die

Auflösung des Displays liegt

bei 1280 x 720 Pixeln. Praktisch

am Display des Z1 Compact

ist, dass sich der Bildschirm

auch mit normalen

Handschuhen bedienen lässt.

Im Vergleich mit dem Galaxy

S4 mini von Samsung ist das

Sony Xperia Z1 Compact

üppig mit Hardware ausgestattet.

Genau wie beim großen Bruder arbeitet im Inneren

des Geräts ein Snapdragon-800-Vierkernprozessor,

der mit 2,2 GHz taktet. Der Arbeitsspeicher des Smartphones

ist 2 GByte groß, der interne Speicher verfügt

über 16 GByte und lässt sich mit einer MicroSD-karte

um bis zu 64 GByte erweitern. Auch

die Hauptkamera des Xperia Z1 Compact steht der

des Z1 in nichts nach und löst ebenfalls mit 20,7

Megapixeln auf. Nur der Akku musste aufgrund

des kompakteren Gehäuses mitschrumpfen, statt

3000 mAh bietet er nur eine Kapazität von 2300

mAh. Aufgrund des kleineren Displays sollte sich

an der Akkulaufzeit jedoch nicht viel ändern.

Sony

Polaroid Socialmatic

Die digitale Revolution hat viele Dinge aus unserem Leben

verdrängt. Dazu gehört auch die Sofortbildkamera, die in Sekundenschnelle

Fotos schießt und entwickelt. Dieses Jahr

soll sie nun aber ein Revival erleben: An das gute alte

Polaroid erinnert dabei allerdings nur noch der

Name, die Technologien sind komplett neu und

auch die Firmen, die dahinterstehen (PLR IP Holdings,

C&A Licensing, Socialmatic und ZINK Imaging),

haben mit dem ehemaligen Unternehmen

nichts mehr zu tun.

Die Socialmatic genannte Kamera soll noch dieses

Jahr für rund 299 US-Dollar in die Läden kommen.

Für den doch recht hohen Preis bekommt der Käufer

ein Android-System mit 14-Megapixel-Kamera

(Frontkamera in diesem Fall), integriertem WLAN-

Modul und Zink-Drucker (Zero-Ink-Technologie).

Eine 2-Megapixel-Kamera für Videochats ist ebenfalls

verbaut. Die Socialmatic-Kamera verfügt über 4 GByte

internen Speicher, der sich via MicroSD-Karte erweitern

lässt. Welches Android-System genau vorinstalliert ist, steht

aktuell noch nicht fest, erste Bilder des 4,5-Zoll-Touchscreens

lassen aber auf Version 4.1 bis 4.3 schließen.

Polaroid

6

März 2014

ANdroid-User.de


Blackphone

Geeksphone aus Madrid kennt man hierzu-

lande eventuell durch den Launch des ersten

europäischen Android-Smartphones 2009

und durch das erste Firefox-Handy 2013. Nun

hat sich die Firma ein neues Ziel gesetzt: Es

heißt Blackphone und soll für deutlich mehr

Sicherheit sorgen. Dieses Mal geht Geeksphone

aber nicht alleine an den Start: Im

Team rund um das Blackphone-Handy befindet

sich auch die US-Firma Silent Circle,

die sich auf das Thema verschlüsselte Kommunikation

spezialisiert hat. Zu den Gründern

von Silent Circle gehört Phil Zimmermann,

der die Verschlüsselung mit PGP erfunden

hat.

Entsprechend der Ankündigung wird das

Blackphone auf einer speziellen Android-

Version namens PrivatOS laufen und provider-

sowie herstellerunabhängig sein. Das

Blackphone soll zudem laut Homepage alle

Tools enthalten, die man braucht „um die Kontrolle

über Ihre mobile Präsenz und Ihren digitalen

Fußabdruck zu behalten und sicherzustellen, dass mand ohne Ihr Wissen Zugriff auf Ihre Daten hat.“ Zudem

nieverspricht

der Hersteller, Telefonate, SMS-Kurznachrichten und Datenverbindungen

zu verschlüsseln, zudem soll man über ein in das System integriertes

VPN anonym im Internet surfen können.

Ausführliche Details nannte Blackphone in seinen ersten Ankündigungen jedoch

nicht, so gibt es weder technische Daten zum geplanten Smartphone

noch konkrete Angaben, wie das alles funktionieren soll. Das Krypto-Handy soll

jedoch bereits Ende März im Rahmen des Mobile World Congress vorgestellt

werden, ab dem 24. Februar möchte es Blackphone Interessenten ermöglichen,

Vorbestellungen für das Handy abzugeben.

Blackphone

Samsung Galaxy Tab 3 Lite

Mit dem Galaxy Tab 3 Lite bekommt Samsungs Galaxy-Familie weiteren Zuwachs,

der sich als günstige Erweiterung zum Handy anbieten soll. Wie das

ausgewachsene Galaxy Tab 3 baut auch die Lite-Version auf einem 7-Zoll-Display

auf, das mit 1024 mal 600 Pixeln jedoch nicht gerade hoch auflöst. Auch

der Prozessor des Galaxy Tab 3 Lite ist mit dem der Standard-Version identisch.

Im Inneren des Geräts arbeitet ein Dual-Core-Prozessor, der mit 1,2 GHz taktet

und von 1 GByte RAM unterstützt wird. Der interne Speicher der Lite-Version

ist mit nur 8 GByte recht knapp bemessen, mit einer SDHC-Speicherkarte lässt

sich dieser aber preisgünstig um bis zu 32 GByte erweitern.

Im Unterschied zum Galaxy Tab 3 bringt die abgespeckte Version des Geräts

nur eine 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite mit. Wie beim ersten Nexus 7

fehlt beim Lite-Modell die nach vorne gerichtete Kamera für Videochats oder

Selbstaufnahmen. Und nicht nur bei den Kameras wurde gespart, auch ein

leistungsstarker Akku fiel dem Rotstift des Herstellers zum Opfer. Statt starken

4000 mAh speichert die Batterie des Tab 3 Lite nur noch 3600 mAh.

Die restliche Ausstattung blieb jedoch weitestgehend unverändert: GPS-Satellitenortung,

Bluetooth 4.0, WLAN-Funk und Wi-Fi Direct sind nach wie vor im

Gerät eingebaut. Als Betriebssystem kommt ein Android 4.2 mit Samsungs

TouchWiz-Oberfläche zum Einsatz. Zu Preisen, Verfügbarkeit und etwaigen Updates

auf KitKat wollte sich Samsung bisher jedoch noch nicht äußern.

ANdroid-User.de


News

Android-News

Update-News von Sony und HTC

Über seinen Twitter-Account hat Sony

bekannt gegeben, dass Anfang des

Jahres weitere Sony-Smartphones aus

der Xperia-Familie ein Update auf Android

4.3 erhalten werden. Im Moment

laufen die letzten Vorbereitungen,

damit die Verteilung schnellstmöglich

beginnen kann. An der Reihe sind nun

die Modelle Xperia T, Xperia TX, Xperia

V und Xperia SP. Zudem erhält das

Xperia L ab sofort ein Update auf Android

4.2.

Die Neuerungen des Betriebssystem-Updates

werden denen

der bereits veröffentlichten Updates

entsprechen. So ist im

Firmware-Update zum Beispiel

die Social-Kamera-App enthalten.

Mit dieser erhalten die Nutzer

Zugang zu den Xperia-Kamera-Anwendungen.

Auch die

eigenen Anwendungen des Unternehmens

werden mit diesem

Update aktualisiert. Dazu gehören:

die Messaging-, die MyXperia-

sowie die Smart-Connectund

Media-Apps. Und auch Xperia-Themes

wird mit der neuen

HTC

Firmware eingeführt, damit lässt sich

das Aussehen der Benutzeroberfläche

verändern.

Im Gegensatz zu Sony meldet HTC Unerfreuliches.

Bisher war es unklar, ob

die HTC-Geräte One X und One X+

noch ein Update auf Android 4.3 erhalten

würden. Nun bezieht HTC jedoch

Stellung und verkündet, dass es für die

beiden Geräte keine Versions-Updates

mehr geben wird. Sowohl auf dem

HTC One X als auch auf dem HTC One

X+ läuft im Moment Android 4.2.2

„Jelly Bean“ mit HTC Sense 5. Somit

wurden auch diese Hoffnungen zerschlagen,

dass die Geräte zumindest

noch ein Update auf Android 4.3 erhalten

werden. Besonders beim One X+

ist dies ärgerlich, da das Gerät erst vor

15 Monaten vorgestellt wurde.

Sony

Google kauft Bitspin

Die Angestellten des kleinen Schweizer Start-up-Unternehmens Bitspin,

das vor allem durch den attraktiv gestallteten Timely-Wecker

bekannt wurde, werden in Zukunft einen prominenten Arbeitgeber

haben. Wie Bitspin in einer Pressemitteilung vermeldete, wird in Zukunft

Google die Geschicke des Zürcher Unternehmens leiten. Zur Feier der Übernahme

gibt es die bisher kostenpflichtigen Pro-Features wie die Synchronisation

von Weckzeiten über das Netz oder zusätzliche Rätsel zum Deaktivieren

des Alarms für notorische Langschläfer gratis.

Timely konnte vor allem durch seine zeitgemäßen

Grundfunktionen Uhr, Wecker, Countdown und

Stoppuhr punkten, die in einem aufwändig gestalteten

Kleid daherkommen, das man in dieser Form

zuvor noch nicht gesehen hat. Außerdem zeichnet

sich die App durch gute Bedienbarkeit und innovative

Features aus. Neben der Alarm-App entwickelt

das Zürcher Startup auch die Aufgabenverwaltung

Tasks, die ihre Daten mit der To-do-Liste

aus Gmail synchronisieren kann. In Zukunft wird

das komplette Bitspin-Entwicklerteam für Google

an neuen Produkten arbeiten, an den Apps selber

aber hatte Google wohl weniger Interesse: ein

klassisches „Aquire to hire“.

Abb. 1: Timely gibt es nach der Übernahme durch Google

nun mit vollem Funktionsumfang gratis im Play Store.

KnockOn per Update

auch für ältere LGs

LG hat die Knock-Funktion, mit der sich LG-

Geräte durch zweifaches Klopfen auf das

Display aufwecken lassen, erstmals beim

LG G2 unter dem Namen „KnockOn“ gezeigt.

Bei den LG-Usern kam dieses Feature

so gut an, dass auch das G Pad 8.3

und das G Flex mit dieser Funktion ausgestattet

wurden und auch neue LG-Geräte in

Zukunft generell per Anklopfen aufgeweckt

werden können. Doch nicht nur neue LGs

kommen in den

Genuss des

Features. Im

Januar sollen

die Geräte der

L-II-Reihe, also

das Optimus

L3 II, L5 II und

L7 II ein Update

erhalten,

das die Aktivierung

per

Doppeltap ermöglicht.

LG

Google

ANdroid-User.de


Fokus

Superuser

So funktioniert der Root-Zugriff unter Android

Die Wurzel

Cienpies Design, 123RF

Ein Smartphone ohne

Root-Zugriff ist wie ein

Auto mit versiegelter

Motorhaube. Sie können

es zwar benutzen,

werden aber nie das

Maximum aus dem

Gerät herausholen und

auch nie verstehen, was

im Innern genau vor

sich geht.

Marcel Hilzinger

Als „Rooten“ bezeichnet man den

Vorgang, mit dem man die Rechte

des Benutzers Root freischalten

kann. Wenn Sie im Internet, bei

Google oder in einem Handy-Shop ein neues

Smartphone oder Tablet kaufen, dann ist dieses

Gerät so eingestellt, dass Sie keinen Root-

Zugriff haben. Die Gründe dafür sind vielfältig:

Während Sie als User Ihr Smartphone

softwareseitig nicht kaputtmachen können,

ist es als Root-Nutzer ein Leichtes, etwa die

Telefon-Software zu beschädigen oder sogar

unbrauchbar zu machen. Im Notfall könnten

Sie nicht mehr telefonieren. Auch Hardware-

Parameter lassen sich nur per Root ändern.

Was passiert beim Rooten?

Das Rooten wird oft als etwas Böses oder gar

Illegales verstanden. Dem ist aber nicht so. Je

nach Handy und Hersteller gibt es unterschiedliche

Möglichkeiten, um an die Root-

Rechte zu gelangen, von

ganz einfach bis

sehr kom

pliziert. Im besten Fall spielen Sie die Root-

Rechte über ein Custom-Recovery (siehe Artikel

auf Seite 28) ein. Dazu wird der Teil des

Android-Systems, der für den Boot-Vorgang

verantwortlich ist, durch eine identische, aber

speziell präparierte Version mit Schreibzugriff

ersetzt. Ist dies geschehen, muss man lediglich

noch eine Superuser-App installieren, um

die Root-Rechte auch tatsächlich nutzen zu

können. Mit der Superuser-App kann man

einzelnen Apps Root-Rechte erteilen und auch

wieder entziehen (mehr dazu weiter unten).

Bei einigen Herstellern (Google, Motorola,

HTC, Sony) muss man dazu zunächst den

Bootloader entsperren. Die erwähnten Unternehmen

bieten entsprechende Tools oder Anleitungen

für die meisten Geräte online an. Es

ist also sauber und völlig legal, sein Handy

auf diese Art zu rooten.

Einige weniger bekannte Hersteller bieten

ihre Smartphones sogar mit entsperrtem

Bootloader an. Im Gegensatz dazu verwehren

andere den Zugriff auf das Boot-System

und bieten auch keine Tools an, um diese

Sperre zu umgehen (Samsung ist hier als bekanntestes

Negativbeispiel zu erwähnen). In

diesen Fällen benötigen Sie für das Rooten

eine Sicherheitslücke im System, durch die

sich die Root-Rechte ergattern lassen. Ein

Gerät, das sich auf diese Art rooten lässt,

ist somit in gewisser Hinsicht nicht sicher.

Sämtliche aktuell bekannten Sicherheitslücken

für das Rooten setzen

darauf auf, dass sich das Gerät

im Debugging-Modus befindet und

man direkten Zugriff darauf über

einen Computer hat. Sie müssen

also keine Angst haben, dass ein

Angreifer aus dem Internet Ihr

Smartphone einfach so rooten

könnte. Der Debugging-Modus ist

zudem in der Grundeinstellung deaktiviert.

Aber es gibt auch keine Garantie

dafür, dass nicht doch ein Remote

Exploit (Sicherheitslücke, die sich via Internet

nutzen lässt) existiert. So ließ sich

zum Beispiel das iPhone 4 durch eine speziell

präparierte PDF-Datei auf jailbreakme.

com via Download im Browser rooten, was

einem Remote Exploit recht nahe kommt.

10

März 2014

Android-USer.de


Fokus

Superuser

Das Handy via Sicherheitslücke zu rooten ist

legal, aber nicht ganz sauber.

Die dritte Methode, an Root-Rechte zu gelangen

besteht darin, die Firmware des Geräts

zu ersetzen. Dabei installiert man ein

Custom-ROM, also ein neues Android-System,

das bereits über Root-Rechte und die

benötigte Superuser-App verfügt – das also

quasi von Haus aus gerootet ist. Auch diese

Installationsart ist absolut legal und sauber.

Wiederum aus Sicherheitsgründen ist nicht

jedes Custom-ROM mit Root-Rechten versehen.

Erkundigen Sie sich deshalb vor dem

Einspielen, ob die Firmware gleich mit Root-

Rechten kommt. Das Handy zu rooten, um

ein Custom-ROM zu installieren, ist eigentlich

nie notwendig.

Zusammengefasst kann man den sauberen

Root-Vorgang also auf die folgenden drei

Schritte beschränken:

• Bootloader entsperren

• Modifiziertes Boot-System oder Custom-

ROM installieren

• Superuser-App installieren

Der „unsaubere“ Root-Vorgang besteht aus

folgenden Schritten:

• System auf Sicherheitslücken prüfen

• Sicherheitslücke ausnutzen

• Superuser-App installieren

Welche Methode wählen?

Wann immer möglich, sollten Sie die Methode

via modifiziertem Bootloader wählen.

Das ist zwar nicht die einfachste, aber die sicherste,

weil kein Programm und keine App

am System herumfummelt. In den meisten

Fällen funktioniert auf diese Art auch das

Android-Update OTA weiterhin. Alternativ

setzen Sie gleich auf ein Custom-ROM, auch

damit gibt es später keine Probleme bei Updates

aufgrund des Root-Zugangs. Besteht

eine solche Möglichkeit nicht, dann wählen

Sie die unsaubere Methode via Sicherheitslücke.

Dabei müssen Sie einkalkulieren, dass

Woher stammt der Name?

Root kann eine Benutzer oder ein Objekt sein.

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet

schlicht „Wurzel“. Eingeführt wurde er

vor über 40 Jahren mit den ersten Unix-Computersystemen.

Im Unterschied zu Windows benutzte

man hier für Laufwerke keine Buchstaben

wie A oder C, sondern eine hierarchische

Struktur, bei der jedes Laufwerk und jede Partition

ein eigenes Verzeichnis besaß. Diese Struktur

taufte man Verzeichnisbaum und das erste

aller Verzeichnisse nannte man die Wurzel, also

Root. Es wird durch einen einfachen Schrägstrich

dargestellt (/).

der Root-Zugriff mit dem ersten Update des

Herstellers wieder verschwinden wird oder

das Handy sich sogar weigert, das Update zu

installieren. Das muss nicht sein, ist aber in

vielen Fällen so. Bei einigen Geräten müssen

Sie den Bootloader entsperren, ein modifi-

ziertes Boot-System installieren und eine cherheitslücke ausnutzen, um an die Root-

Rechte zu gelangen. Zudem können sich die

Methoden sogar innerhalb einer Modellfamilie

unterscheiden. So lässt sich zum Beispiel

Sidas

Samsung Galaxy Ace i nicht über die

gleiche Lücke rooten wie das Modell ohne

den Zusatz i. Auch für das Samsung Galaxy

S4 mit Samsung-Prozessor brauchen Sie eine

andere Methode als für die Version mit Qualcomm-CPU.

Das erschwert die Übersicht und

sorgt für Fehlerquellen.

Im Internet gibt es sehr viele Tools teils

zweifelhafter Herkunft, sodass Sie eigentlich

keiner EXE-Datei vertrauen sollten, die verspricht,

Ihr Handy in wenigen Minuten zu

rooten. Eine Übersicht über ein paar solcher

One-Click-Tools für Windows mit Hinweisen

zu den potenziellen Risiken gibt der folgende

Artikel mit Empfehlungen zu Root-Tools.

Rooten und die Garantie

Im Gegensatz zur oft verbreiteten Behauptung

bedeutet das Rooten nicht automatisch,

dass Sie sämtliche Garantieansprüche verlieren.

Denn dieser Vorgang nimmt keinerlei

Änderungen an der Hardware vor. In vielen

Fällen lässt es auch die Software praktisch

unverändert. Gibt also zum Beispiel der interne

Lautsprecher seinen Geist auf, dann

müssen Sie innerhalb der ersten sechs Monate

keine Angst haben, dass Sie dafür aufkommen

müssen. Es sei denn, Sie haben mit

den Root-Rechten die Lautsprecher-Einstellungen

so verändert, dass die Hardware dadurch

zu Schaden kann.

Auch wenn das Rooten in den meisten Fällen

keine komplizierte Angelegenheit ist, be-

Außer auf die Wurzel des Verzeichnisses wanderte

der Begriff Root dann auch auf den Benutzer

über, der die Rechte an diesem Verzeichnis

besitzt und somit auch alle Rechte an den Unterverzeichnissen.

Er ist (der) Root, wird aber oft

auch Superuser oder einfach nur Administrator

genannt. Bei Unix- und Linux-Systemen ist das

heute noch so und da Android ein Linux-System

ist, hat sich diese Terminologie auch bei

Android gehalten. Die Ähnlichkeiten zu Linux-/

Unix-Systemen bestehen bis heute. Das erkennt

man im Dateimanager an den Namen der

Verzeichnisse im Hauptordner.

Abb. 1: Google kennt inzwischen die

meisten Apps, die versuchen, eine

Schwachstelle auszunutzen.

Android-USer.de März 2014 11


Fokus

Superuser

Die Installation einer Superuser-App

gehört also bei einem

Root-Vorgang immer dazu.

Finden Sie die Superuser-App

nach einem Root-Versuch

unter den Apps, dann ist das

ein starkes Indiz dafür, dass

alles geklappt hat – aber

keine Garantie. Die Superuser-App

selbst hat nichts mit

dem Root-Vorgang zu tun.

Eine solche App auf ein nicht

gerootetes System zu laden,

bewirkt rein gar nichts.

Abb. 2: Die Verzeichnisnamen von

Android sind Linux- und Unix-Nutzern

vertraut.

keiN Weg zurück?

Viele One-Click-Tools bieten

auch eine Unroot-Option an, die

im Wesentlichen darin besteht,

das kleine Programm su wieder

vom Handy/ Tablet zu löschen. In

vielen Fällen ist es aber nicht

ohne Weiteres möglich, das

Handy in den ursprünglichen

Zustand zurückzusetzen.

alle

liNks>

www.android- user.de/qr/31962

Abb. 3: Auf Google Play gibt es

eine große Auswahl anSuperuser-

Apps, relevant sind aber nur drei.

Abb. 4: Jede App, die mit den

Rechten des Superusers arbeiten

will, muss um Erlaubnis bitten.

steht dennoch die Gefahr, dass Sie einen

Schritt überlesen oder falsch ausführen. Dadurch

kann Ihr Smartphone/ Tablet im

schlimmsten Fall so beschädigt werden, dass

es nicht mehr startet. In einem solchen Fall

ist der Hersteller tatsächlich von den Garantieansprüchen

befreit. Sie müssen die Reparatur

(sofern überhaupt noch möglich) also

selbst bezahlen. Lesen Sie dazu auch unseren

ausführlichen Beitrag auf der Android-

User-Homepage [LINK 1].

Nach dem Root-Vorgang

Ist das Smartphone erst einmal gerootet

(siehe dazu unsere Anleitungen auf den folgenden

Seiten), dann haben Sie durch die

Root-Rechte die volle Kontrolle über das System

und können nach Lust und Laune Dateien

ändern, aber auch alles löschen. Sie

haben nun die Macht, das System zu verbessern

oder kaputt zu machen. Damit das nicht

passiert, gibt es als Sicherheitsvorkehrung

die Superuser-App. Ohne diese können die

anderen Apps nicht mit Root-Rechten agieren.

Es gibt zahlreiche Superuser-Apps bei

Google Play und auch außerhalb des Play

Stores. Die drei bekanntesten sind:

• SuperSU von Chainfire [LINK 2]

• Superuser von ChainsDD [LINK 3]

• Superuser von ClockworkMod [LINK 4]

Beachten Sie aber, dass immer nur eine Superuser-App

auf Ihrem Handy installiert sein

sollte, weil mehrere sich in die Quere kommen

würden. Am besten übernehmen Sie die

App, die auch beim Root-Vorgang installiert

wurde. Die Funktionalitäten unterscheiden

sich nicht sehr voneinander.

Was macht die

Superuser-App?

Wenn Sie eine App aus

Google Play installieren, müssen

Sie ihr vor dem Herunterladen

bestimmte Rechte gewähren.

Es gibt dabei aber

keine Berechtigung „Als Root arbeiten“ oder

ähnlich. Jede App kann Root-Rechte verlangen:

Bei einer solchen Anfrage startet automatisch

die installierte Superuser-App und

Sie werden gefragt, ob Sie die Rechte gewähren

möchten. Dieses Recht lässt sich temporär

oder dauerhaft erteilen. In den Einstellungen

der Superuser-App können Sie die Root-

Rechte aber jederzeit auch wieder entziehen.

Alle Apps, die mit Root-Rechten arbeiten

wollen, sind also gezwungen, bei der Superuser-App

nachzufragen. Somit haben Sie

trotz Root weiterhin die Kontrolle über alle

Apps, und ein ungewolltes Ausführen im

Hintergrund ohne jegliche Interaktion ist bei

den drei aufgeführten Root-Apps ausgeschlossen.

Sie sollten aber bei jeder App, die

Root-Rechte verlangt, Herkunft und Funktion

prüfen (und schon gar nicht Apps aus unbekannten

Quellen installieren, die Root-Rechte

fordern). So halten Sie Ihr System sicher.

Verwechseln Sie die Superuser-App nicht

mit den Root-Apps. Als Root-Apps bezeichnet

man Android-Anwendungen, die von den

Root-Rechten Gebrauch machen.

Fazit

Android zu rooten, ist legal und je nach der

gewählten Methode ein absolut sauberer Vorgang.

Der Begriff stammt aus der Unix-Welt

und steht für den Root-Benutzer und das

Stammverzeichnis. Die Superuser-App wacht

darüber, dass Ihr Handy trotz Root-Rechten

sicher bleibt. Installieren Sie keine Apps, die

Root-Rechte verlangen, ohne dass Sie Herkunft

und Funktion vorher genau überprüfen.

Happy Rooting!

● ● ●

12

März 2014

Android-USer.de


Fokus

Übersicht Root-Tools

Mit diesen Tools rooten Sie über 8000 verschiedene Android-Geräte

3,2,1...

Root!

Manchmal ist es beim

Rooten das Schwierigste,

die passende

Anleitung oder wenigstens

die richtige Software

zu finden. Dieser

Artikel bietet einen

Überblick über aktuell

funktionierende Tools

und zeigt, für welche

Geräte Sie am schnellsten

fündig werden.

Marcel Hilzinger

Abb. 1: Es ist beruhigend zu sehen,

dass Google viele Gefahren bei

der Installation blockiert.

Für die am weitesten

verbreiteten

Android-Geräte

gibt es massenweise Root-

Anleitungen im Internet. Doch was

tun, wenn sich für das eigene Handy

weder Anleitung noch Tool findet? Android

User listet hier einige generische

Root-Werkzeuge auf und zeigt, welches

Sie am besten wählen.

Framaroot

Dieses Tool [LINK 1] gehört zur klassischen

Sorte der One-Klick-Root-Anwendungen.

Nach dem Download

von [LINK 2] (momentan ist Version 1.8.1 aktuell)

kopieren Sie die knapp 1 MByte große

APK-Datei auf das Smartphone, genehmigen

die Installation aus Quellen unbekannter

Herkunft und installieren die App. Je nach

Software und Einstellungen zeigt Ihr Smartphone

dabei den Hinweis, dass es sich bei

der App eventuell um Schadsoftware handelt.

Ignorieren Sie diese eigentlich hilfreiche

Abb. 2: Beim Moto G führte keiner

der Exploits zum gewünschten

Ergebnis. Dieses Handy ist sicher.

Abb. 3: Beim SP-2X.SLIM brachte

das Rooten mit dem Boromir-Exploit

den gewünschten Erfolg.

Warnung (Abbildung 1) und markieren Sie

die Checkbox Ich verstehe, dass diese App

Schaden anrichten kann zur Installation. Je

nach Smartphone sehen Sie bereits nach kurzer

Zeit entweder die Meldung, dass das

Rooten geklappt hat oder eine Fehlermeldung,

dass das Handy für keine der Sicherheitslücken

anfällig ist. In den meisten Fällen

erscheint jedoch eine Auswahlliste, mit welcher

Brechstange man an die Root-Rechte gelangen

könnte. Probieren Sie einfach alle

Möglichkeiten durch. Die einzelnen

Schwachstellen sind nach Protagonisten aus

„Herr der Ringe“ benannt. Tippen Sie also

auf Gandalf, Aragon, Legolas oder einen anderen

Namen, den das Tool

vorschlägt. Viel passieren

kann dabei nicht. Im besten

Fall ist das Android-Gerät anschließend

gerootet, im

schlimmsten erhalten Sie eine

Fehlermeldung.

In unseren Tests mit relativ

aktuellen Android-Geräten

hatten wir nur bei dem für

diese Ausgabe getesteten

Pearl-Handy Erfolg (SP-X2.

SLIM), und zwar mit dem

Boromir-Exploit. Dazu

musste aber eine MicroSD-

Karte im Handy stecken. Auf

dem Galaxy S3 mini, dem

Moto G und dem HTC One

X+ versuchten wir den Hack

vergeblich. Die Liste der unterstützten

Geräte ist aber

Rafael Torres Castaño, 123RF

14

MäRz 2014

AndRoid-UseR.de


Fokus

Übersicht Root-Tools

weiterhin recht lang. Wenn Sie ein Handy

mit MediaTek-Prozessor, ein Huawei oder ein

ZTE besitzen oder noch Android 4.0/ 4.1 zum

Einsatz kommt, dann stehen die Chancen

recht gut. Da das Rooten mit Framaroot wirklich

einfach ist, sollten Sie immer zunächst

diese Methode ausprobieren.

Je nach Ergebnis müssen Sie die SuperSU-

App nach einem Reboot noch von Hand installieren

oder Framaroot hat die App bereits

eingerichtet. In seltenen Fällen ist es nötig,

mit etwas Handarbeit nachzuhelfen. Framaroot

eignet sich auch dazu, den Rootvorgang

wieder rückgängig zu machen.

Xperia rootkitZ

Sony-Nutzer hatten es wahrlich

nicht immer leicht, ein passendes

Root-Tool zu finden. Mit der App

rootkitZ [LINK 3] vom japanischen Entwickler

Cube klappt es bei recht vielen Modellen. Die

2 MByte große ZIP-Datei [LINK 4] enthält eine

Batch-Datei für Windows sowie die benötigten

Tools. Das Script lässt sich mit leichten

Anpassungen auch unter Linux und Mac OS

ausführen. Das Xperia Z1 und das Z-Modell

mit der allerneuesten Firmware lassen sich

mit dem Tool nicht mehr rooten, bei älteren

Sony-Modellen aus 2012 und 2013 haben Sie

aber gute Chancen: Dazu gehören die Xperia-

Geräte V, Miro, J, Z Ultra, Z, L, VL, SX und

auch das Tablet Z. Als Vorbereitung müssen

USB-Debugging und die Installation aus

Quellen unbekannter Herkunft aktiviert sein.

Zudem müssen Sie unter Windows die entsprechenden

Gerätetreiber installiert haben.

Anschließend starten Sie das Skript install.

bat und folgen den Anweisungen.

Kingo Android Root

Kingo Android Root stammt von

chinesischen Entwicklern und hat

eine grafische Oberfläche für Windows,

die sehr viele unterschiedliche Exploits

bereithält. Die meisten davon sind bekannt,

Kingo betont aber auf seiner Webseite,

dass man auch bislang unbekannte

auF eigene geFahr

Wir haben die Anleitungen und Tools für diese

Ausgabe sorgfältig recherchiert und aufbereitet.

Dennoch können uns Fehler unterlaufen

sein und auch Ihnen können Fehler passieren.

Deshalb gilt für alle Anleitungen in dieser Ausgabe

von Android User: Sie rooten auf eigene

Gefahr! Android User lehnt jede Haftung für

eventuelle Schäden ab, die durch den Root-

Vorgang entstehen können.

Schwachstellen in Android

nutze und die App

deshalb (noch) nicht

als freie Software veröffentlichen

wolle. Aktuell

arbeiten die Entwickler

daran, dass die

Exploits auch unter Android

4.3 und 4.4 funktionieren,

bis Android

4.2 dürften Sie mit

Kingo Android Root bei

vielen Geräten Erfolg

haben. Als Vorbereitung

müssen das USB-

das unkomplizierte Rooten von mehreren hundert Smartphones

Abb. 4: Das One-Click-Tool Kingo Android Root versteht sich auf

Debugging aktiv und

und Tablets – wenn der Bootloader bereits entsperrt ist.

die Installation aus

Quellen unbekannter Herkunft erlaubt sein.

Kingo bietet sich als erste Wahl an, wenn

Sie ein Gerät von HTC besitzen, aber noch

nicht das Update auf Android 4.2 eingespielt

haben (oder Ihr Gerät kein Update auf diese

Version mehr erhält). Die Liste der unterstützten

Geräte ist sehr lang und umfasst

unter anderem: HTC One, One X, One S

(beide Versionen), One V, Wildfire, Salsa,

Rhyme, Evo 4G, Desire und viele mehr. Aber

auch einige Samsung-Geräte und sehr viele

Modelle von LG, Sony, Huawei und Alcatel original-usB-kaBel

Bel

finden sich in der Liste [LINK 5]. Für diese Aus-

Micro-USB ist nicht gleich Micro-USB!

Viele Hersteller ändern

gabe haben wir das Samsung Galaxy S3 mini

mit dem Tool erfolgreich gerootet. Wir ver-

die Spezifikationen ihrer Kabel

zichten an dieser Stelle auf eine detaillierte

und Stecker leicht ab, um bestimmte

Fähigkeiten zu bieten.

Anleitung. Lesen Sie stattdessen am besten

den Artikel zum S3 mini ab Seite 110. Neben

Benutzen Sie deshalb für kritische

Aufgaben wie das Rooten

dem All-in-One-Root-Tool [LINK 6] bietet Kingo-App

auch zwei Windows-Programme an,

oder Installieren einer neuen

über die Sie den Bootloader von HTC- und

Firmware möglichst immer das

Sony-Geräten entsperren können [LINK 7],

Originalkabel des Herstellers.

[LINK 8]. Die App nutzt dazu keine Schwachstellen

oder Hintertürchen, sondern bietet lediglich

ein hübsches und einfach zu bedienendes

grafisches Frontend für die offiziellen

Tools der beiden Hersteller.

Beachten Sie,

dass beim Entsperren

des Bootloaders alle

Daten gelöscht werden.

Da die Webserver

von Kingo Android

Root in China stehen,

lässt die Bandbreite

manchmal etwas zu

wünschen übrig.

Haben Sie einfach Geduld

und versuchen Sie

es zu einem späteren

Zeitpunkt noch einmal. Abb. 5: Kingoapp.com bietet neben dem Root-Tool auch eine

Kingo Android Root hat praktische Oberfläche, um den Bootloader zu entsperren.

AndRoid-UseR.de MäRz 2014 15


Fokus

Übersicht Root-Tools

Abb. 6: Weniger hübsch, aber ebenso funktionell: Heimdall ist

Odin für Linux und Mac OS X.

Malware?

Die Grenzen zwischen einem

Root-Tool und einer Schadsoft-

ware sind manchmal nicht ganz

klar zu ziehen. Einer Software,

die beliebige Anwendungen auf

Ihrem Handy installieren kann

und dazu noch die komplette

Kontrolle über das Gerät besitzt

(dank frisch erlangter Root-

Rechte), sollten Sie nie ver-

trauen. Denn wer garantiert

Ihnen, dass das Root-Werkzeug

nicht gleichzeitig ein echtes

Root-Kit installiert (also eine

Software, die Ihr Handy prak-

tisch aus der Ferne steuerbar

macht)? Vor allem bei Windows-

Programmen sollten Sie äußerst

vorsichtig sein, welche Anwen-

dung Sie installieren! Nutzen

Sie wenn möglich eine virtuelle

Maschine.

alle

links>

www.android- user.de/qr/32020

in einer früheren Version

die IMEI-Nummern

der Handys abgegriffen.

Ab Version

1.1.2 liest das Programm

aber keine

IMEI-Nummern mehr

mit. Details dazu finden

Sie im Kasten

„Malware?“.

Odin und

Heimdall

Odin [LINK 9]

dürfte

Samsung-Nutzern

ein Begriff sein. Das Programm kommt

auch in den Root-Anleitungen für Samsung-

Geräte ab Seite 18 zum Einsatz. Da Odin jedoch

keine freie Software und nur für Windows

verfügbar ist, haben ein paar Entwickler

die Open-Source-Alternative Heimdall

[LINK 10] programmiert.

Bei Odin und Heimdall handelt es sich

streng genommen nicht um Root-Tools, Odin

selbst ist eine offizielle Anwendung von

Samsung. Mit diesen beiden Programmen

können Sie alternative Firmware-Dateien auf

Samsung-Geräte installieren. Dazu steht auf

den Smartphones und Tablets von Samsung

die Software Loki bereit. Wie in unserem

Root-Artikel erklärt, gehört es zu einem sauberen

Root-Vorgang, das Handy einfach mit

einer Firmware auszustatten, die von Haus

aus über Root-Rechte verfügt. Sie spielen

also die benötigte CF-Root-Datei ein und

damit ist das System ohne Exploit gerootet.

vRoot

Das noch recht junge chinesische

All-in-One-Tool vRoot des Entwicklerteams

Mgyun aus Shenzhen

steht aktuell bei XDA-Developers in Missgunst

[LINK 11], weil die Software

nicht nur die IMEI-Nummern der

angeschlossenen Smartphones nach

Hause telefoniert, sondern angeblich

auch ein paar Veränderungen

an der Windows-Registry vornimmt.

Sie sollten vRoot deshalb

nur dann einsetzen, wenn alle anderen

Root-Versuche misslungen

sind. Immerhin gibt es die Sofware

seit kurzer Zeit auch auf Englisch,

sodass wir uns für diese Ausgabe

trauen, sie auch unseren Lesern

vorzustellen. Zudem betreibt

Mgyun ein recht großes Forum und

die Software ist auch in China sehr

beliebt. Wir sehen deshalb keinen Grund,

vRoot mehr zu misstrauen als irgendeinem

anderen geschlossenen Root-Tool. Aber auch

hier gilt: Sie rooten auf eigene Gefahr!

Die Entwickler von vRoot behaupten, ihr

Tool könne über 8000 Handys rooten [LINK 12].

Dazu gehört auch das Samsung Galaxy S4

mit Android 4.3. Die neueste Version 1.7.4 ist

zudem eines der wenigen Root-Tools, die

auch auf Android-Geräten mit Intel-Prozessor

funktionieren. Explizit erwähnt das Entwicklerteam

auf der Homepage die Lenovo-

Modelle K900 und K860. Als einzige Voraussetzung

für die erfolgreiche Nutzung von

vRoot muss das USB-Debugging installiert

sein. Den Rest (Treiber-Download, Exploits

installieren) übernimmt vRoot.

Wie vRoot genau funktioniert, darüber

schweigen sich die Entwickler allerdings aus.

Da vRoot aber auf sehr vielen Handys und

Tablets funktioniert, haben die Entwickler

vermutlich eine kritische Lücke in Android

gefunden. Bei einigen Modellen soll sogar

ein Rooten ohne Entsperren des Bootloaders

möglich sein. Den erfolgreichen Root-Vorgang

erkennen Sie auch bei diesem Tool

daran, dass eine Superuser-App installiert ist

– allerdings eine chinesische. Sie lässt sich

durch eine beliebige Superuser-App ersetzen,

falls Sie das stört [LINK 13]. Achten Sie dabei

aber unbedingt darauf, zuerst die neue Superuser-App

zu installieren und dieser die Superuser-Rechte

zu übertragen, bevor Sie die

chinesische Version löschen oder einfrieren.

Fazit

Mit einem der hier vorgestellten Tools sollte

sich auch Ihr Androide rooten lassen. Wir

freuen uns über Feedback, wenn es geklappt

hat. Sie dürfen uns aber auch gerne schreiben,

wenn Ihr Gerät sämtlichen Root-Versuchen

widerstanden hat, wie unser Moto G

und das Nexus 5 mit Android 4.4.

● ● ●

Abb. 7: vRoot ist ein waschechtes All-in-One-Tool, das auch die

Treiberinstallation für Sie übernimmt.

16

MäRz 2014

AndRoid-UseR.de


Fokus

Samsung Galaxy rooten

Root-Anleitung: Samsung Galaxy S3, S4 und Note 3

Meine Galaxie

Das Rooten eines

Smartphones gehört für

viele Android-Nutzer

einfach dazu. Wie Sie

das Galaxy S3, Galaxy

S4 und Note 3 von seinen

Banden befreien

und es im Notfall wieder

mit der Original-Firmware

ausstatten, erklärt

Ihnen unser Artikel.

Samuel Groesch

Wenn Sie tiefer in die Materie

Ihres Android-Smartphones

eintauchen möchten, kommen

Sie am Thema Rooten nicht

vorbei. Beim Rooten erhalten Sie vollen Zugriff

auf das System, der Ihnen sonst verwehrt

bleibt.

Trotz vieler positiver Aspekte sollten Sie

nicht vergessen, dass mit großer Macht auch

große Verantwortung einhergeht – schließlich

greifen Sie tief in das System ein. Aus

diesem Grund kann in einigen Fällen die

vom Hersteller gegebene Garantie erlöschen,

wenn das Gerät gerootet wird oder gerootet

wurde. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die aktuellen

Spitzenmodelle von Samsung (Galaxy

S3, Galaxy S4, Note 3) rooten und wie Sie

diesen Schritt auch wieder rückgängig machen.

Wir empfehlen Ihnen dringend, sich

zuerst einmal den kompletten Artikel durchzulesen

und erst danach die Anweisungen

Schritt für Schritt auszuführen, so bleiben

Ihnen böse Überraschungen erspart.

Galaxy S3 rooten

Zunächst müssen Sie auf der Downloadseite

von Chainfire [LINK 1] die aktuelle Version von

CF Root für das Galaxy S3 herunterladen

[LINK 2]. Entpacken Sie das Archiv einmal, sodass

Sie eine Datei mit der Endung .tar erhalten.

Laden Sie sich dann von [LINK 3] die

aktuellste Version des Flashtools Odin herunter,

entpacken Sie die 7z-Datei und starten

Sie anschließend die darin enthaltene EXE-

Datei als Administrator (Rechtsklick auf die

EXE-Datei und Auswahl von Als Administrator

ausführen).

Nach dem Start von Odin klicken Sie auf

PDA und wählen anschließend die Tar-Datei

aus, die Sie von Chainfire heruntergeladen

und einmal entpackt haben. Aktuell ist das

die Datei CF‐Root‐SGS3‐v6.4.tar.

Samsung

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März 2014

Android-USer.de


Fokus

Samsung Galaxy rooten

Abb. 1: Mit dem Flashtool Odin rooten Sie Ihr Samsung-Gerät deutlich komfortabler

als über die Kommandozeile von Windows.

Nun müssen Sie in den Downloadmodus

wechseln (Abbildung 2). Dazu schalten Sie

Ihr S3 aus und halten gleichzeitig [Leiser],

[Home] und [Power] gedrückt, bis ein Menü

erscheint. Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage

mit der Taste [Lauter]. Schließen Sie

das Gerät jedoch noch nicht an den PC an.

Damit Ihr Computer das S3 erkennt, müssen

Sie in diesem Zustand nun die passenden

Treiber installieren. Laden Sie hierzu die

Samsung USB Driver Exe [LINK 4] herunter

und installieren Sie dieses Paket. Überprüfen

Sie vor dem Flashen mit dem Task-Manager,

ob eventuell Samsung Kies im Hintergrund

läuft, und beenden Sie es gegebenenfalls.

Nun können Sie Ihr Galaxy S3 mit dem

Computer verbinden. Wenn Odin Ihr Gerät

erkennt, leuchtet im Odin-Fenster der Eintrag

ID:COM blau auf. Ist dies nicht der Fall, läuft

im Hintergrund ziemlich sicher noch

Samsung Kies. Falls in Odin bei Re-Partition

ein Häkchen gesetzt ist, entfernen Sie es. Die

restlichen Standardeinstellungen können Sie

unverändert belassen.

kein RecoveRymodus?

Wenn auch mehrfaches Flashen von CF-Root

nicht den gewünschten Erfolg bringt, entfernen

Sie in Odin das Häkchen in der Checkbox

Auto Reboot und flashen Sie erneut. Entfernen

Sie allerdings diesmal nach dem Flash-Vorgang

(wenn Odin PASS oder FAIL angezeigt

hat) die Batterie, setzen Sie sie wieder ein und

booten Sie manuell mit der Tastenkombination

[Lauter], [Home] und [Power] in den Recovery-

Modus. Dadurch wird der Root-Vorgang ebenfalls

gestartet, und Ihr S3 sollte wie gewünscht

die Superuser-App sowie das Clockwork Mod

Recovery an Bord haben.

Klicken Sie jetzt auf

Start und warten Sie,

bis der Root-Vorgang

vollständig abgeschlossen

ist. Normalerweise

dauert das etwa 30 Sekunden.

Das Ende des

Vorgangs erkennen Sie

zum einen an der Fortschrittsanzeige

in

Odin, zum anderen

aber auch daran, dass

das S3 neu startet.

Hat alles geklappt,

ist Ihr Galaxy S3 gerootet

und Superuser-App

sowie ein Custom-Recovery

sind installiert.

Mit dem Clockwork

Mod Recovery können

Sie weiterreichende Änderungen, wie zum

Beispiel das Flashen eines Custom-ROMs,

vornehmen. Zur Superuser-App finden Sie

einen Artikel am Anfang der Fokusstrecke.

Root entfernen

Das Entfernen des Root-Zugangs ist bei

Samsung-Smartphones im Vergleich zu anderen

Geräten recht schwierig, da Samsung

einen sogenannten Custom Binary Counter

in seine Geräte verbaut, der zählt, ob und

wie oft ein Gerät modifiziert wurde. Um diesen

Zählmechanismus wieder zurückzusetzen,

gibt es eine von Chainfire entwickelte

App namens TriangleAway [LINK 5]. Lesen Sie

die Anleitung zuerst komplett durch, bevor

Sie sie ausführen.

Zunächst laden Sie die TriangleAway-App

kostenpflichtig aus dem Play Store oder gratis

aus dem XDA Developers Thread [LINK 6]

herunter. Installieren Sie die App und starten

Sie sie. Falls die App Superuser fragt, ob Sie

der App Root-Rechte einräumen möchten,

bejahen Sie dies. Klicken Sie in der TriangleAway-App

auf Reset Flash Counter. Damit

Wichtig!

Die folgenden Root-Anleitungen beziehen sich

auf die europäischen Versionen der Geräte

unter Windows. Damit Ihnen bei etwaigen Problemen

nicht der Saft ausgeht, sollte der Akku

des Gerätes vor dem Rooten voll aufgeladen

sein. Wenn Sie eine andere Version des Modells

oder ein anderes Samsung-Smartphone

besitzen, gilt diese Anleitung für Sie nicht. Auf

der Downloadseite von Odin finden Sie Informationen,

wie das Rooten unter Mac OS X und

unter Linux funktioniert.

Wichtig

Trennen Sie die Verbindung erst,

wenn der Vorgang wirklich vollständig

abgeschlossen ist, das

heißt, Odin PASS angezeigt hat

und Sie zur PIN-Abfrage gelangen,

sonst können Sie Ihr Smartphone

irreparabel beschädigen!

Abb. 2: Über das Drücken der Kombination

von Volume Up-, Power- und

Home-Taste gelangen Sie in den

Downloadmodus Ihres Gerätes.

Android-USer.de März 2014 19


Fokus

Samsung Galaxy rooten

Abb. 3: Trennen Sie auf keinen Fall das Gerät vom Computer, während es sich aktiv im Downloadmodus

befindet.

WaRnung

Beim Flashen eines Stock ROMs

gehen immer alle Dateien, wie

Apps, Nachrichten, Bilder etc.,

die auf dem internen Speicher

abgelegt sind, verloren. Erstellen

Sie aus diesem Grund bei

Bedarf ein Backup, bevor Sie die

offizielle Firmware flashen.

wird der Flash-Counter zurückgesetzt, sodass

keine Änderungen mehr sichtbar sind.

Danach müssen Sie das S3 in den Recovery-Modus

versetzen. Schalten Sie es dazu

aus und drücken Sie [Lauter], [Home] und

[Power], bis Sie in das beim Rooten installierte

Clockwork Mod Recovery gelangen.

Führen Sie nun einen Data/ Factory Reset

durch. Hierbei gehen sämtliche Daten verloren!

Mit den Lautstärke-Tasten können Sie

durch das Menü navigieren, mit dem Power-

Button bestätigen Sie Ihre Auswahl.

Wenn das Gerät neu starten möchte, entnehmen

Sie sofort den Akku, um einen Neustart

zu verhindern. Laden Sie sich von

Samsung die Stock Firmware für Deutschland

herunter [LINK 7] und entpacken Sie das

Archiv, sodass Sie eine Datei mit der Endung

.tar.md5 erhalten. Starten Sie nun Odin und

wählen Sie diese Datei als PDA-Datei aus.

Abb. 4: Via ClockworkMod Recovery können Sie alternative Firmware-Dateien installieren.

Jetzt müssen Sie das S3 in den Downloadmodus

versetzen. Setzen Sie die Batterie wieder

ein und betätigen Sie zum Einschalten die

Tastenkombination [Leiser], [Home] und

[Power], bis eine Sicherheitsabfrage erscheint,

die Sie mit [Lauter] bestätigen. Sie

sehen jetzt eine grüne Android-Figur und

den Text Downloading…. Hat es soweit geklappt,

schließen Sie als Nächstes das Gerät

via USB an den Computer an und achten Sie

darauf, dass die Checkbox Re-Partition in

Odin nicht markiert ist (falls ja, Häkchen entfernen).

Wurden beim Rooten alle Treiber

korrekt installiert, dann leuchtet links oben

in Odin der Eintrag ID:COM blau. Falls das

nicht der Fall ist, stellen Sie mit dem Task-

Manager sicher, dass Kies nicht im Hintergrund

läuft.

Klicken Sie in Odin auf Start und warten

Sie, bis der Vorgang komplett abgeschlossen

ist. Ziehen Sie auf keinen Fall während des

Prozesses das USB-Kabel heraus! Wenn das

Flashen vollständig abgeschlossen ist und

die PIN-Abfrage erscheint, können Sie Ihr S3

vom Computer trennen. Dann haben Sie es

geschafft. Ihr S3 wurde komplett auf den

Werkszustand zurückgesetzt, und Sie können

es in diesem Zustand beispielsweise zur

Reparatur einsenden.

Galaxy S4 rooten

Beim Galaxy S4 ab Android 4.2.2 (Firmware-

Version I9505XXUDMGG) hat Samsung einen

neuen Counter eingebaut, der dafür sorgt,

dass sofort erkennbar ist, ob das Gerät modifiziert

wurde oder nicht. Dieser sogenannte

„KNOX Warranty Counter“ ist standardmäßig

auf 0x0 gesetzt und verändert sich beim Flashen

oder Rooten auf 0x1. Bisher hat es kein

Entwickler geschafft, dieses Flag zurückzusetzen.

Bei Hardware-Defekten können Sie

trotz Rooten in den ersten sechs Monaten auf

der gesetzlichen Gewährleistung bestehen!

Anschließend müssen Sie dem Samsung-Service

klarmachen, dass das Handy nicht

durch das Rooten kaputt ging.

Die Anleitung unterscheidet sich nicht sonderlich

von der für das Galaxy S3, allerdings

brauchen Sie andere Software-Pakete. Die benötigte

Odin-Version laden Sie sich unter

[LINK 8] herunter. Zum Rooten benötigen Sie

außerdem die CF-Auto-Root-Datei, die Sie für

Ihr Galaxy S4 bei Chainfire unter [LINK 9]

downloaden können. Entpacken Sie das Archiv

einmal, sodass Sie eine Datei mit der

Endung .tar erhalten.

Laden Sie sich nun von der Samsung-Webseite

[LINK 10] unter Software die passende

Kies-Version herunter und installieren Sie via

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März 2014

Android-USer.de


Fokus

Samsung Galaxy rooten

Kies die USB-Treiber für Ihr Galaxy S4. Anschließend

müssen Sie den Kies-Prozess mit

dem Task-Manager beenden.

Starten Sie nun Odin und drücken Sie auf

PDA. Wählen Sie die heruntergeladene .tar-

Datei aus und stellen Sie sicher, dass die

Checkbox Re-Partition nicht aktiv ist und

alles wie in Abbildung 6 aussieht (bis auf die

Pfadangabe hinter PDA). Fahren Sie nun Ihr

Galaxy S4 herunter und starten Sie es neu,

indem Sie die Tastenkombination

[Leiser]+[Home]+[Power] gedrückt halten,

bis das S4 in den Downloadmodus wechselt.

Die Sicherheitsabfrage bestätigen Sie mit

[Lauter]. Jetzt können Sie das Smartphone

per USB-Kabel mit dem Computer verbinden.

Hat alles geklappt, leuchtet links oben der

Eintrag ID:COM gelb auf. Klicken Sie auf

Start, damit Odin mit dem Einspielen der

Software beginnt.

Nach dem erfolgreichen Flash-Vorgang erscheint

im Odin-Fenster die Meldung PASS.

Ab sofort ist Ihr Galaxy S4 gerootet!

Galaxy S4 unrooten

Um Ihr Galaxy S4 zurücksetzen und somit

vom Root zu befreien, setzen Sie zunächst

den Custom Binary Flash Counter zurück.

Dieser zählt die Flashvorgänge auf einem

Gerät. Damit er auch wieder auf 0 steht,

müssen Sie, falls Sie ein Custom Recovery

oder einen Custom Kernel installiert haben,

jeweils die Stock-Version installieren. Das

Stock Recovery können Sie unter [LINK 11], den

Stock Kernel unter [LINK 12] herunterladen.

Flashen Sie im gegebenen Fall die Dateien

nach dem Vorgang, wie oben in der Root-Anleitung

beschrieben (Odin, als PDA auswählen,

flashen).

Laden Sie anschließend die TriangleAway-

App kostenpflichtig aus dem Play Store oder

gratis aus dem XDA Developers Thread

[LINK 6] herunter. Mit ihr setzen Sie nun den

Flash Counter problemlos auf 0 zurück.

Hierzu betätigen Sie in der TriangleAway-

App „Reset Flash Counter“. Ihr S4 booten Sie

in den bereits bekannten Downloadmodus.

Halten Sie dann den Powerbutton 10 Sekunden

lang gedrückt. Das Smartphone startet

daraufhin einen Modus, in dem Sie bestätigen

müssen, dass der Counter zurückgesetzt

werden soll. Tun Sie dies mit [Lauter]. Der

Counter wird dadurch auf 0 zurückgesetzt.

Wichtig!

Trennen Sie die Verbindung zum PC erst, wenn

der Boot-Prozess beendet ist und die PIN-Abfrage

oder der Lockscreen erscheint!

Der letzte Schritt besteht in einem abschließenden

Flashen des Stock ROMs von

Samsung. Sie erhalten die Firmware für Ihr

Modell und Ihre Region auf [LINK 13] zum

Download. Wenn Sie diese Datei heruntergeladen

haben, entpacken Sie sie, sodass Sie

eine .tar Datei erhalten. Flashen Sie die

Datei via Odin. Bringen Sie Ihr S4 wieder in

den Downloadmodus ([Home], [Power] und

[Leiser], mit [Lauter] die Sicherheitsabfrage

bestätigen). Achten Sie darauf, dass kein

Kies-Prozess im Hintergrund läuft, gegebenenfalls

beenden Sie diesen mit dem Task-

Manager. Wichtig ist zudem, dass auch beim

Flashen des Stock ROMs in Odin kein Häkchen

bei Re-Partition gesetzt ist. Die Treiber

sind noch vom Root-Prozess installiert, somit

sollte ID:COM blau aufleuchten, und Sie können

mit Start den Vorgang in die Wege leiten.

Trennen Sie auch hier das S4 erst vom Computer,

wenn die PIN-Eingabe erscheint und

in Odin „PASS“ anzeigt. Mit diesem abgeschlossenen

Schritt ist Ihr S4 wieder auf den

Werkszustand zurückgesetzt und der Root-

Zugriff vollständig entfernt.

Note 3 rooten

Der Rootvorgang des Samsung Note 3 ist im

Grunde der gleiche wie beim S3 und beim

S4. Sie benötigen zum Rooten einmal die

Datei CF-ROOT [LINK 14] für Ihr passendes Modell

und noch Odin zum Flashen der CF-Datei.

Samsung vertreibt zwei verschiedene Varianten

des Note 3. Die eine mit einem

Abb. 5: Über diese Tastenkombination

bringen Sie Ihr S4 in den

zum Flashen erforderlichen

Downloadmode.

WaRnung

Beachten Sie, dass beim Entfernen

der Root-Rechte Ihr Gerät

auf den Werkszustand zurückgesetzt

wird und somit alle Daten

verlorengehen!

Android-USer.de März 2014 21


Fokus

Samsung Galaxy rooten

alle

links>

www.android- user.de/qr/31902

Abb. 6: Stellen Sie Odin bitte genauso ein, wie auf dem Screenshot gezeigt.

Ansonsten kann es zu Komplikationen kommen.

Exynos Chip und die andere mit einem Qualcomm

Chip. In der LTE-Variante kommt der

Chip Qualcomm zum Einsatz, in der GSM-

Version der Exynos von Samsung selbst. Die

entsprechende CF-Datei für die Qualcomm-

Version erhalten Sie unter [LINK 15] und die benötigte

Datei für den Samsung-Chip unter

[LINK 16]. Entpacken Sie das Archiv einmal, sodass

Sie eine Datei mit der Endung .tar erhalten.

Die angesprochene Odin-Software

steht unter [LINK 8] zum Download bereit.

Wenn Sie alle benötigten Dateien heruntergeladen

haben, starten Sie Odin, bringen Sie

Ihr Note 3 über die bekannte Tastenkombination

in den Downloadmodus und verbinden

Sie es mit dem Computer. Falls das Gerät

nicht richtig erkannt werden sollte, installieren

Sie die Treiber manuell durch Kies

[LINK 10]. Beim Flashen ist wie auch beim Rooten

des S3 und S4 zu beachten, dass Kies

nicht im Hintergrund läuft (evtl. per Task-

Manager beenden) und kein Häkchen bei Re-

Partition gesetzt ist. Durch die CF-Root-Datei

bringen Sie Root auf Ihr Note 3. Außerdem

wird bei dem Flashvorgang automatisch die

SuperSU-App installiert, mit der Sie anschließend

im Android-System die Root-Rechte an

Ihre Apps komfortabel vergeben können.

Note 3 unrooten

Beim Note 3 ist bisher die

zum Zurücksetzen des

Flash Counter genutzte

Anwendung „Triangle

Away“ nicht verfügbar.

Laut dem Entwickler

Chainfire wird die Anwendung

mit der Exynos-

Variante, also der normalen

GSM-Version, auch

in Zukunft nicht funktionieren.

An der Kompatibilität

mit dem

Qualcomm-Modell arbeitet

er noch. Aus diesem

Grund ist es Ihnen

beim Note 3 nicht

möglich, den Zähler

zurückzusetzen.

Durch diese Einschränkung

besteht

bisher nicht die Möglichkeit,

Ihr Gerät komplett

wieder auf den

Werkszustand zurückzusetzen.

Selbstverständlich

erreichen Sie

aber durch das Flashen

des Stock ROMs die

Entfernung des Rootzugriffs. Hier ist die Vorgehensweise

dieselbe wie bei den zwei anderen

Geräten. Laden Sie sich unter [LINK 13] die

Stock Firmware für Ihr Modell herunter.

Entpacken Sie das Archiv einmal, sodass

Sie eine Datei mit der Endung .tar erhalten

und starten Sie Odin. Achten Sie darauf, dass

Kies nicht läuft und Re-Partition nicht angehakt

ist. Wählen Sie die entpackte Firmware-

Datei aus. Klicken Sie im Anschluss auf Start

und warten Sie ab, bis Odin PASS anzeigt

und die PIN-Eingabe auf dem Smartphone

erscheint. Nach diesem Vorgang ist Ihr Note

3 komplett auf den Werkszustand zurückgesetzt,

und der Root-Zugriff besteht auch

nicht mehr. Lediglich der Counter verrät

noch, dass das Gerät gerootet war.

Fazit

Das Rooten mit Odin erscheint zwar auf den

ersten Blick etwas komplizierter als mit den

typischen One-Click-Lösungen, es hat aber

den Vorteil, dass der Vorgang schon seit Jahren

bewährt und recht sicher ist. Einem Root-

Vorgang steht somit nur die nötige Vorarbeit

im Wege, wirklich schwierig ist der Vorgang

nicht. Zudem gibt es die Odin-Lösung auch

für andere Samsung-Geräte.

● ● ●

Abb. 7: Auf sammobile.com bekommen Sie immer die neusten Firmware-

Versionen für Samsung-Geräte angeboten.

22

März 2014

Android-USer.de


Fokus

Nexus 4/ 5/ 7 rooten

Unlock- und Root-Anleitung für alle aktuellen Nexus-Geräte

Nexus-

Rootkits

Die Nexus-Geräte von

Google gehören zu

den Smartphones, die

sich am einfachsten

und sichersten entsperren

und rooten lassen.

Wir zeigen Ihnen, wie

das funktioniert.

Samuel Groesch,

Marcel Hilzinger

Nexus-Geräte lassen sich dank

Googles Offenheit und einem

Toolkit für das Nexus 4, 5, 7 (2012

& 2013) und Galaxy Nexus sowie

das Nexus 10 relativ einfach und schnell rooten.

Dennoch sollten gerade Anfänger ein

paar wichtige Hinweise beachten. Der wichtigste

Schritt ist das Entsperren des Bootloaders.

Dieser kann bei allen Nexus-Geräten

recht einfach über die Kommandozeile oder

mit dem hier vorgestellten Tool erfolgen.

Dabei wird das Gerät in jedem Fall auf die

Werkseinstellungen zurückgesetzt und alle

Daten gelöscht. Fertigen Sie daher bei allen

Root-Anleitungen Backups Ihrer Daten an!

Nexus-Geräte rooten

Als Universallösung für alle Nexus-Geräte

gilt das Nexus Root Toolkit von WugFresh.

Wir beschreiben das Tool hier am Beispiel

Nexus 5. Sie können es aber auch mit dem

Nexus 4, Nexus 7 (2012 & 2013) und Nexus

10 nutzen. Die folgende Anleitung ist allgemein

gehalten und auf allen Geräten gleich

auszuführen. Die aktuelle Toolkit-Version

1.8.0 lädt die benötigten Dateien aus dem Internet

nach, sodass man – im besten Fall –

immer die aktuelle Software hat. Das Nexus

Root Toolkit gibt es nur für Windows-Computer.

Arbeiten Sie mit Mac OS X oder mit

Linux, dann müssen Sie auf die manuelle

Methode zurückgreifen.

Das Nexus Root Toolkit ist ein gewöhnliches

Windows-Programm, für dessen Bedienung

Sie nicht viel Fachwissen benötigen. Es

kommt lediglich darauf an, in der richtigen

Reihenfolge auf die richtigen Knöpfe zu drücken.

Zur Installation laden Sie von der

24

März 2014

ANdroid-User.de


Fokus

Nexus 4/ 5/ 7 rooten

Abb. 1: Die Schaltzentrale des Nexus Root Toolkits

lässt kaum Wünsche offen.

Homepage des Entwicklers [LINK[

1] die Datei

NRT_v1.8.0.sfx.exe herunter (70,9 MByte)

und starten Sie sie per Doppelklick. Windows

wird einen Warnhinweis anzeigen,

dass die Datei aus dem Internet heruntergeladen

wurde. Diesen Hinweis können Sie ignorieren.

Anschließend installieren Sie das

Toolkit mit dem Installer wie jedes andere

Windows-Programm auch. Im ersten Dialog

fragt das Tool nach dem Modellnamen des

Smartphones und dem Build, mit dem es aktuell

arbeitet. Den finden Sie in den Android-

Systemeinstellungen in der Kategorie Über

das Telefon bzw. Über das Tablet. Dort steht

ganz unten die Build-Nummer. Falls Ihre

Build-Nummer nicht zur Auswahl steht, klicken

Sie einfach auf Any Build.

Damit die folgende Anleitung funktioniert,

muss ab sofort in den Entwickleroptionen

USB-Debugging aktiviert sein. Dazu schalten

Sie zunächst die Entwickleroptionen frei,

indem Sie in den Einstellungen zu Über das

Telefon bzw. Über das Tablet navigieren und

sieben Mal schnell hintereinander auf die

Build-Nummer klicken. Danach erscheint in

den Einstellungen die neue Kategorie Entwickleroptionen.

Schalten Sie diese mit dem

An- und Aus-Switch oben als erstes ein und

aktivieren Sie dann mit einem Haken das

USB-Debugging. Als nächstes schließen Sie

Ihr Nexus-Smartphone an den Computer an.

Sobald ein Dialog mit dem Fingerprint des

Computers erscheint, setzen Sie einen Haken

bei Dieser Verbindung immer trauen und bestätigen

mit OK.

Nachdem die Einrichtung am Computer

mit OK abgeschlossen wurde und das Toolkit

gegebenenfalls speziell für Ihr Nexus benötigte

Dateien heruntergeladen hat, öffnet sich

das eigentliche Programmfenster der Anwendung.

Darin stehen alle Funktionen des Toolkits

zentral zur Verfügung.

Bootloader unlocken

Beginnen Sie nun mit dem Unlocken des

Bootloaders von Ihrem Smartphone. Das ist

die Basis für alle weiteren Modifikationen,

Root eingeschlossen. Bei diesem Vorgang

wird Ihr Gerät komplett auf den Werkszustand

zurückgesetzt, machen Sie deshalb

vorher unbedingt Backups Ihrer Daten. (Das

ist auch mit dem Toolkit möglich, einfach

unter der Kategorie BACKUP + RESTORE

nachsehen). Das Entsperren beginnt mit

einem Klick auf Unlock in der Übersicht. Im

Toolkit müssen Sie diese Aktion mit OK und

einem Klick auf Yes autorisieren. Das Gerät

bootet nun in den Bootloader und zeigt dann

eine Sicherheitswarnung an. Nutzen Sie die

Lautstärkewippe, um Yes auszuwählen. Die

WARNuNG!

Halten Sie sich strikt an die Anleitungen.

Beim Unlocken des

Bootloaders sowie beim Zurücksetzen

des Geräts werden alle

auf dem Smartphone gespeicherten

Daten gelöscht! Android

User übernimmt keine Verantwortung

für gelöschte Daten

oder defekte Smartphones.

Abb. 2: Das Toolkit lädt alle benötigten

Dateien vollkommen automatisch

aus dem Internet herunter.

Dadurch arbeiten Sie immer mit der

neusten Version.


Fokus

Nexus 4/ 5/ 7 rooten

Abb. 4: Von der SuperSU-App aus

verteilen Sie den Root-Zugriff an

andere Apps.

Bestätigung mit der Power-Taste

führt dazu,

dass sich das Gerät entsperrt

und anschließend

in neuer Frische normal

startet. Da Ihr Nexus von

nun an entsperrt ist, können

Sie mit dem Rooten

fortfahren.

Rooten

Zum Rooten führen Sie

die oben aufgeführten

Schritte zum Aktivieren

des USB-Debugging aus

und schließen Ihr Google-Smartphone erneut

an den Computer an. Im Toolkit klicken Sie

aber nicht auf Unlock, sondern auf Root. Wer

mag, kann bei diesem Schritt gleich ein Custom

Recovery (im Toolkit standardmäßig das

TeamWin-Recovery Project) mitinstallieren.

Dies hat den Vorteil, dass Sie es später nicht

manuell aufspielen müssen. Weil ein Custom

Recovery in Kombination mit Root eine sehr

gute Basis für Modifikationen ist, empfehlen

wir, den Haken zu setzen. Beim Klick auf

Root erscheint wieder ein Dialogfenster, das

den Prozess erklärt. Die Bestätigung mit OK

startet den Root-Prozess, der in der Regel wenige

Sekunden dauert.

Nun können Sie sich wieder Ihrem Smartphone

zuwenden und die neu installierte SuperSU-App

starten, sodass diese einmal ausgeführt

wird. Nach dem Schließen von SuperSU

öffnen Sie die ebenfalls neu installierte

App „BusyBox Free“. Im erscheinenden Dialog

genehmigen Sie der App Root-Zugriff und

warten dann, bis sie den Smart Installer vollständig

instanziiert hat. Das Toolkit empfiehlt,

den Installationsort von /system/bin

auf /system/xbin zu verändern. Tippen Sie

auf Install und Smart Install. Die BusyBox

zeigt eine Erfolgsmeldung mit der Information,

dass das Smartphone gerootet wurde.

Gratulation!

Abb. 3: Wählen Sie Ihren Build aus der

Liste aus, damit das Toolkit die benötigten

Dateien für Ihre Umgebung laden kann.

Manuelles Rooten – Nexus 4

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten,

was bei einem Root-Vorgang eigentlich

vor sich geht, dann empfehlen wir die manuelle

Methode. Dazu erforderlich sind zunächst

das Isecure Boot Image aus dem XDA

Developer Thread [LINK 2] sowie die Root-Dateien

unter [LINK 3], die in ein beliebiges Verzeichnis

entpackt werden können. Danach

navigieren Sie auf Ihrem Nexus 4 unter den

Einstellungen zum Menü Über das Telefon

und klicken sieben Mal auf die Build-Nummer.

Aktivieren Sie nun in den eben freigeschalteten

Entwickleroptionen

den Punkt USB-

Debugging.

Als nächstes verbinden

Sie das Nexus 4 über ein

USB Kabel mit dem Computer

und installieren –

falls noch nicht geschehen

– zuvor die passenden

Treiber von [LINK 4].

Laden Sie danach die

adb- und fastboot-Dateien

von [LINK 5] herunter

und entpacken das Archiv.

Anschließend

geben Sie in der Windows-Suche im Startmenü

cmd.exe ein, machen einen Rechtsklick

auf den Eintrag und wählen Als Administrator

ausführen. Im erscheinenden Konsolenfenster

geben Sie den Befehl cd [Pfad zu den

extrahierten Dateien] ein und bestätigen

die Eingabe mit [Enter]. Schalten Sie jetzt Ihr

Nexus aus und starten es mit der Tastenkombination

[Power]+[Leiser] in den Bootloader-Modus

(alternativ über den Befehl adb

reboot bootloader). Um den Bootloader zu

entsperren, geben Sie in der Windows-Konsole

fastboot oem unlock ein. Dieser Schritt

bewirkt einen kompletten Reset des Geräts

und alle vorhandenen Dateien werden gelöscht!

Am Nexus 4 wird eine Sicherheitswarnung

erscheinen, die Sie bejahen müssen. Nach

der Rückkehr in den Bootloader legen Sie die

heruntergeladene Datei boot.img sowie die

Dateien aus Root_Files.zip in das Verzeichnis,

das beim Entpacken der Fastboot bzw.

ADB-Dateien entstanden ist. Booten Sie als

nächstes mit dem Befehl fastboot boot

boot.img provisorisch das heruntergeladene

Boot-Abbild boot.img. Hat das geklappt,

geben Sie die Befehle aus Listing 1 ein und

warten nach jedem einzelnen, bis er ausgeführt

wurde. Nach dem letzten Exit-Befehl

ListiNG 1: Manuelles Rooten

adb shell mount ‐o remount,rw /system

adb push su /system/bin/

adb push Superuser.apk /system/app/

adb push busybox /system/xbin/

adb shell

chmod 06755 /system/bin/su

chmod 0644 /system/app/Superuser.apk

chmod 04755 /system/xbin/busybox

cd /system/xbin

busybox ‐install /system/xbin/

exit

26

März 2014

ANdroid-User.de


Fokus

Nexus 4/ 5/ 7 rooten

Abb. 7: Die Befehle geben Sie in die (Windows-)Kommandozeile ein.

Abb. 5: Um die BusyBox zu installieren,

müssen Sie der Installationsapp

Root-Rechte gewähren.

startet das Nexus 4 neu und die Superuser-

App ist unter den Anwendungen gelistet.

Original-Firmware einspielen

Bei allen Nexus-Geräten lässt sich jederzeit

die Original-Firmware wieder einspielen. Die

passenden Firmware-Dateien stehen auf den

Google-Entwicklerseiten zum Download

[LINK 6] bereit. Unter Windows benötigen Sie

zudem die passenden Plattform-Tools (ADB

und Fastboot), die man unter [LINK 4] herunterladen

kann. Alternativ installieren Sie das

komplette SDK, das ist auch die beste Vorgehensweise

unter Linux und Mac OS X. Dabei

ist zu beachten, dass der Bootloader für diesen

Vorgang entsperrt sein muss! Versuchen

Sie also nicht, eine Nexus-Firmware von

Hand zu flashen, wenn der Bootloader noch

gesperrt ist. Auch bei diesem Vorgang werden

sämtliche Daten auf dem Gerät gelöscht.

Vor dem Flashen überprüfen Sie am besten,

ob fastboot und adb richtig funktionieren.

Das Gerät muss den Aufruf von fastboot

devices auf der Kommandozeile anzeigen

und beim Befehl adb reboot bootloader direkt

den Bootloader-Modus auf Ihrem Nexus-

Gerät starten. Dazu muss es per USB-Kabel

mit dem Rechner verbunden sein und in den

Entwicklereinstellungen muss die Debugging-Option

aktiviert sein.

Laden Sie von der Google-Seite [LINK 6] die

passende Firmware herunter. Für sämtliche

hier beschriebenen Nexus-Geräte ist das aktuell

(Stand Anfang Januar 2014) Version Android

4.4.2 (KOT49H). Beachten Sie, dass die

3G-Version des Nexus 7 (2013 & 2014) eine

separate Firmware benötigt (nakasig bzw.

razorg statt nakasi bzw. razorg).

Abb. 6: Der Klick auf Install startet

den letzten Schritt zum gerooteten

Nexus-Handy oder -Tablet.

Entpacken Sie diese Datei,

bis Sie ein Verzeichnis mit

der Bezeichnung Ihres Geräts

(siehe Tabelle „Codenames“)

und der Firmware-Version

erhalten. Für

das Nexus 5 also hammerhead‐kot49h.

Wechseln Sie

in dieses Verzeichnis und führen Sie unter

Windows die Datei flash‐all.bat aus.

Linux- und Mac-Nutzer rufen das Script

flash‐all.sh auf. Das Skript erledigt nun

sämtliche Arbeit selbstständig und nach rund

einer Minute startet das Nexus-Gerät mit der

Original-Firmware neu. Um den Bootloader

wieder zu versperren, rufen Sie einfach den

Befehl fastboot oem lock auf (bei aktiviertem

USB Debugging). Ihr Nexus befindet sich

nun wieder im Auslieferungszustand.

Fazit

Obwohl Einsteiger das Rooten auf den ersten

Blick für sehr kompliziert halten, ist es dank

Toolkits auch weniger erfahrenen Usern

möglich, in den Genuss von Root-Features zu

kommen. Dennoch sollten Sie Vorsicht walten

lassen, denn wenn Sie bösartigen Apps

Root-Zugriff gewähren, können diese erheblichen

Schaden an Ihrem Gerät verursachen.

Informieren Sie sich also immer, welche

Root-App Sie installieren, und meiden Sie

Quellen außerhalb von Google Play. ● ● ●

CodeNAmes

ALLe

LiNks>

www.android- user.de/qr/31989

Gerät Codename Aktuelle Firmware

Galaxy Nexus yakju JWR66Y

Nexus 4 occam KOT49H

Nexus 5 hammerhead KOT49H

Nexus 7 nakasi KOT49H

Nexus 7 3G nakasig KOT49H

Nexus 7 [2013] razor KOT49H

Nexus 7 3G [2013] razorg KOT49H

Nexus 10 mantaray KOT49H

ANdroid-User.de März 2014 27


Fokus

Custom-Recovery

Custom-Recovery und Root-Anleitung für Motorola Moto G

Individuell

Motorola Mobility

Wer sein Handy nicht nur

rooten, sondern auch

eine alternative Firmware

nutzen möchte,

kommt um ein Custom-

Recovery nicht herum.

Dieser Artikel erklärt, was

es damit auf sich hat

und zeigt, wie Sie das

Motorola Moto G rooten.

Samuel Groesch

Android ist ein offenes System, das

von Haus aus viele Möglichkeiten

bietet. Doch irgendwann stoßen

anspruchsvolle Nutzer bei der Original-Firmware

an Grenzen. Dann ist es Zeit,

sich tiefer in den Android-Dschungel zu begeben,

das Gerät zu rooten und es mit einem

Custom-Recovery auszustatten. Diese beiden

Komponenten sind ideale Voraussetzungen,

um als Poweruser durchzustarten.

Ein Custom-Recovery wie das TeamWin

Recovery (TWRP) oder das ClockworkMod

Recovery (CWM) gibt Ihnen die Möglichkeit,

ROMs, Tweaks und viele Modifikationen einzuspielen

und mit Ihrem Gerät zu nutzen.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel anhand

des Moto G erklären, wie Sie ein Custom-Recovery

installieren und das Smartphone

anschließend über dieses

Recovery-System mithilfe von

SuperSu rooten. Die folgenden

Anleitungen zur Installation

eines Custom-ROMs gelten für

viele Modelle, aber nicht für

alle. Informieren Sie sich deshalb

vorher im Internet, ob

sich Ihr Smartphone mit SuperSu

rooten lässt.

Kommunikation mit

dem Handy

Um ein Custom-Recovery-System

auf Ihrem Gerät zu installieren,

ist das Android SDK

(Software Development Kit)

notwendig (oder zumindest

bestimmte Teile davon). Dieses

bringt die erforderlichen

Tools mit, um das Recovery

zu überschreiben. Damit dies

überhaupt klappt, benötigt

Ihr Gerät einen offenen bzw.

einen entsperrten Bootloader.

Anleitungen hierzu sind

leicht im Internet zu finden.

Je nach Gerätehersteller ist es

unterschiedlich kompliziert,

den Bootloader zu entsperren,

beim Moto G ist dies

nicht schwer: Das Android

SDK können Sie gratis unter [LINK 1] herunterladen.

Entpacken Sie die ZIP-Datei. Anschließend

öffnen Sie die Eingabeaufforderung.

Unter Windows betätigen Sie hierzu die Windows-Taste

+ R und geben in das erscheinende

Fenster cmd.exe ein. Bestätigen Sie mit

[Enter] öffnet sich die Konsole. Unter Mac OS

öffnen Sie das Terminal einfach durch das

Launchpad. In beiden Eingabeaufforderungen

müssen Sie nun in den Ordner platform‐tools

navigieren, der sich in der obersten

Ebene des Android SDK befindet. Tippen

Sie cd und den vollen Pfad des Ordners ein.

Haben Sie das SDK unter Windows auf dem

Desktop entpackt, dann lautet der Befehl

zum Beispiel

cd C:\Users\IHR‐BENUTZERNAME\Desktop\

adt‐bundle‐windows‐x86‐20131030\

adt‐bundle‐windows‐x86‐20131030\sdk\

platform‐tools

Unter Mac OS und Linux unterscheidet sich

die Pfadangabe ein wenig voneinander.

Möchten Sie sich die komplette Installation

des SDK ersparen, dann gibt es auch ein

Paket, das nur die benötigten zwei Befehle

adb und fastboot enthält. Wie man dieses installiert,

entnehmen Sie unserem Artikel aus

Android User 08/ 2013 [LINK 2].

Der Fastboot-Modus

Schalten Sie Ihr Smartphone aus und booten

Sie es anschließend in den Fastboot-Modus.

Bei Nexus-Geräten erreichen Sie diesen,

indem Sie gleichzeitig [Leiser] und [Power]

Custom-ReCoveRy

Das Custom-Recovery ist ein kleines – vom installierten

Android unabhängiges – System auf

dem Handy oder Tablet. Sie stellen es sich am

einfachsten als Kombination aus BIOS, Bootloader

und Wiederherstellungspartition vor.

Durch das Ersetzen des Custom-Recoverys erhalten

Sie direkten Zugriff auf das System,

ohne das vorinstallierte Android-System damit

zu verändern. Voraussetzung dafür ist allerdings

ein entsperrter Bootloader. Aus diesem

Grund ist die Installation nicht auf allen Handys

und Tablets möglich.

28

MäRz 2014

AndRoid-UseR.de


Fokus

samsung Galaxy rooten

drücken. Die Tastenkombination, mit der Sie

in den Fastboot-Modus gelangen, ist von Hersteller

zu Hersteller und von Gerät zu Gerät

unterschiedlich. Die für Ihr Smartphone oder

Ihren Tablet passende Kombination finden

Sie leicht im Internet. Das Moto G booten Sie

mit der gleichen Kombination wie die Nexus-

Geräte in den Fastboot-Modus: Leiser-Taste

gedrückt halten und dann den Einschaltknopf

betätigen. Sobald dieser Modus aktiv

ist, verbinden Sie Ihr Smartphone mit dem

Computer über das originale USB-Kabel.

Der folgende Abschnitt behandelt die Entsperrung

des Bootloaders beispielhaft am

Moto G. Wenn Sie ein anderes Gerät besitzen,

befolgen Sie diesen Abschnitt nicht. Anleitungen

zum Entsperren des Bootloaders

für Ihr Gerät lassen sich einfach im Internet

finden. Die folgenden Befehle, die am PC

ausgeführt werden müssen, sind unter Windows,

Linux und Mac OS X gleich, unter Mac

OS X müssen Sie jedoch vor jeden Befehl

noch ein „./ “ stellen.

Entsperren des Bootloaders

Wenn Ihr Moto G nun via USB-Kabel am

Computer angeschlossen und die Eingabeaufforderung

geöffnet ist, überprüfen Sie

über den Befehl fastboot devices, ob das

Gerät richtig erkannt wurde. Falls ja, ist es

unter der Ausgabe des Befehls aufgeführt.

Andernfalls müssen Sie die korrekte Treiberinstallation

überprüfen (nur Windows).

Geben Sie nun den Befehl fastboot oem get_

unlock_data ein und bestätigen Sie den

Schritt mit [Enter]. Auf dem Bildschirm erscheint

eine fünfzeilige Zeichenkette mit insgesamt

125 Stellen (siehe Kasten „Unlock-

Beispiel“). Diesen Schlüssel benötigen Sie,

um den Entsperrcode bei Motorola anzufordern.

Wie oben erwähnt: Wenn Sie ein anderes

Handy benutzen, dann müssen Sie den

Bootloader auf andere Weise entsperren.

Melden Sie sich unter [LINK 3] auf der Motorola-Webseite

an. Zum Login können Sie

Ihren Google-Account verwenden. Setzen Sie

die fünf Zeilen zusammen, sodass Sie eine

Folge aus 125 Zeichen erhalten. Diese fügen

Sie auf der Motorola-Seite unter Can my device

be unlocked? ein und klicken auf den

blauen Button. Scrollen Sie dann bis zum

Ende der Seite, setzen Sie einen Haken bei I

Agree und klicken Sie auf Request Unlock

Key. Sie erhalten in den nächsten Minuten

eine E-Mail von Motorola mit dem Unlock-

Key. Diesen kopieren Sie in die Zwischenablage

und kehren dann wieder in die Eingabeaufforderung

zurück. Tippen Sie hier den Befehl

fastboot oem unlock IHR‐UNLOCK‐CODE

Abb. 1: Bei fast allen Geräten ist der Fastboot-Modus

im Bootloader aktiv.

ein. Dabei gehen alle Daten auf dem Gerät

verloren! Ihr Moto G startet nun neu und ist

ab sofort entsperrt! Trennen Sie es aber noch

nicht vom Computer und lassen Sie auch die

Konsole offen, beide werden zur Installation

des Custom-Recoverys noch benötigt.

Custom-Recovery installieren

Nachdem der Bootloader entsperrt ist, fahren

Sie mit der Installation des TeamWin Recoverys

fort. Theoretisch könnten Sie auch das

ClockworkMod Recovery installieren, das

TeamWin Recovery gilt jedoch als fortschrittlicher.

Die passende Version für Ihr Smartphone

müssen Sie in den Ordner mit dem

Namen platform‐tools kopieren. Die benötigte

Datei für die offiziell von TWRP unterstützten

Geräte finden Sie unter [LINK 4]. Für

manche Modelle gibt es zwar offiziell keinen

Support, aber die Community hat es geschafft,

auch für diese Geräte funktionie-

unloCk-Beispiel

$ fastboot oem get_unlock_data

(bootloader)

0A40040192024205#4C4D3556313230

(bootloader)

30373731363031303332323239#BD00

(bootloader)

8A672BA3434C2CE02328A2AC0C39F95

(bootloader)

1A3E5#1F53280002000000000000000

(bootloader) 0000000

AChtung!

Beim Entsperren des Bootloaders

gehen sämtliche Dateien

und Einstellungen auf Ihrem

Handy verloren. Machen Sie

deshalb unbedingt ein Backup

wichtiger Daten wie Bilder, Anruflisten

oder SMS! Nutzen Sie

für Mails, Termine und Kontakte

die Google-Cloud, so werden

diese automatisch nach dem

Einrichten Ihres Google-Kontos

wiederhergestellt.

AndRoid-UseR.de MäRz 2014 29


Fokus

Custom-Recovery

moto-g-ReCoveRy

Bei der inoffiziellen Version für

das Motorola Moto G gibt es

bisher noch einige kleinere

Bugs. Der auffälligste ist hierbei,

dass das Gerät im Recovery-Modus

erst auf Eingaben reagiert,

nachdem der Bildschirm einmal

kurz in den Standby-Modus gegangen

ist und Sie das Gerät

wieder aufgeweckt haben. Booten

Sie deshalb ins Recovery,

warten Sie eine Minute, bis der

Bildschirm schwarz wird, und

schalten Sie danach das Display

über die Power-Taste wieder ein.

Nun können Sie das Recovery

ganz normal benutzen.

Webseite des Entwicklers Chainfire vorhandenen

Version rooten Sie auch gleich Ihr

Gerät. Laden Sie sich unter [LINK 6] die neuste

Version der SuperSU-ZIP-Datei herunter und

legen Sie sie im internen Speicher Ihres Handys

oder Tablets ab (via Dateimanager oder –

falls Sie schon etwas Erfahrung haben – mit

adb push). Booten Sie in das installierte Custom-Recovery

und flashen Sie die geladene

ZIP-Datei. Im TeamWin Recovery klicken Sie

hierzu auf Install und wählen die heruntergeladene

ZIP-Datei aus. Bestätigen Sie die

Aktion, indem Sie den blauen Slider nach

rechts ziehen. Ihr Recovery-System beginnt

nun, die Datei in Ihr Android-System zu integrieren

(flashen). Den aktuellen Fortschritt

können Sie auf dem Bildschirm beobachten.

Nachdem der Vorgang abgeschlossen ist,

müssen Sie lediglich das Gerät neu starten.

Schon steht der Root-Zugriff und Ihr Moto G

ist bereit, ein Custom-ROM zu installieren

oder einen anderen Kernel auszuprobieren.

Abb. 3: Die SuperSU-App dient dazu,

im normalen Android-System Rootberechtigungen

zu erteilen und zu

managen.

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31904

Abb. 2: Im TeamWin Recovery können Sie neue

Dateien flashen, Backups erstellen und zurückspielen

oder Ihr Gerät löschen (Wipe).

rende Builds zu erstellen. Auch das Moto G

gehört nicht zu den offiziell unterstützten

Smartphones, Sie erhalten allerdings eine inoffizielle

Variante des TWRP Recoverys unter

[LINK 5]. In der noch offenen Konsole geben

Sie nun den Befehl fastboot flash recovery

NAME‐DER‐RECOVERY‐DATEI.img ein. Durch die

Bestätigung mit [Enter] beginnt der Computer,

das vorhandene Recovery-System (Stock

Recovery) zu überschreiben. Dieser Prozess

dauert nur wenige Sekunden. Danach können

Sie das Gerät vom Computer trennen

und Ihr neues Custom-Recovery in Betrieb

nehmen. Am Moto G starten Sie dazu über

die Leiser-Taste und den Einschaltknopf in

den Fastboot-Modus und wechseln mit [Leiser]

zwischen den Menüpunkten. Mit

[Power] bestätigen Sie Ihre Auswahl.

Rooten mit SuperSU

Für die meisten Smartphones gibt es spezielle

Anleitungen zum Rooten. Die Grundlagen

dafür entnehmen Sie unserem Einführungsartikel.

Doch es ist nicht immer notwendig,

diese komplizierten Vorgänge auszuführen.

Der XDA-Developer Chainfire hat mit

SuperSU ein Tool entwickelt, das auf sehr

vielen Handys funktioniert, sobald ein Custom-Recovery

installiert ist.

SuperSu an sich ist lediglich eine App zum

Verwalten der erteilten Rootrechte von Apps

im Android-System. Doch mit der auf der

Fazit

Sie haben mit dieser Anleitung den Grundstein

für die volle Nutzung Ihres Smartphones

gelegt. Ab sofort stehen Ihnen die Weiten

des Moddings offen, sodass Sie auch tiefer

im System Änderungen vornehmen oder einfach

mal ein paar Root-Apps ausprobieren

können. Es gibt so viele nützliche Apps, die

Rootzugriff verlangen und nur darauf warten,

von Ihnen genutzt zu werden.

● ● ●

Abb. 4: Erfolg! Nach dem Neustart des Handys

haben Sie sich den vollen Rootzugang auf Ihrem

Motorola Moto G installiert.

30

MäRz 2014

AndRoid-UseR.de


Fokus

KitKat für das Galaxy Nexus

So installieren Sie KitKat mit CyanogenMod 11 auf dem Galaxy Nexus

Have a break!

Das Nexus 5 lockt mit

guter Akkulaufzeit, verbesserter

Kamera und

natürlich mit Android

4.4 „KitKat“. Auch wenn

Google für den Vorvorgänger

Galaxy Nexus

kein Update mehr liefern

wird, mit den CyanogenMod

11 Nightlies

installieren Sie schon

jetzt KitKat auf dem ehemaligen

Top-Handy.

Christoph Langner

Google verspricht, seine Nexus-Geräte

18 Monate lang mit Updates

auf die jeweils neuste Android-

Versionen zu versorgen. An dieses

Versprechen hat sich das Unternehmen bisher

auch immer gehalten. Allerdings ist

Google nicht so gnädig, über das Versprechen

hinaus ein wenig mehr zu tun – überschreitet

ein Nexus-Gerät das besagte Alter,

war’s das mit Updates!

Die 18-Monats-Grenze trifft bei Android

4.4 jetzt das Samsung Galaxy Nexus. Das

erste Dual-Core-Nexus bekommt von nun an

nur noch Software-Updates bei eklatanten Sicherheitslücken,

die Android-Version bleibt

jedoch – wenn es nach Google geht – für

immer bei 4.3 stehen. Wer das neue KitKat

auf seinem Galaxy Nexus installieren

möchte, dem bleibt nur noch der Weg über

ein Custom-ROM.

Bootloader des GNex öffnen

CyanogenMod ist nicht ohne Grund eines der

am weitesten verbreiteten Custom-ROMs.

Eine große Entwicklercommunity sorgt dafür,

dass es das ROM für zahlreiche Geräte gibt.

Natürlich wird von CM auch das Galaxy

Nexus mit fertigen ROM-Images versorgt.

Mithilfe des CyanogenMod Installers ist das

ROM auch schnell auf dem GNex installiert

(einen Artikel dazu finden Sie in diesem

Heft), doch die Installationsroutine spielt

immer nur die letzte offiziell freigegebene

Version ein – im Falle des Galaxy Nexus ist

das eben „nur“ CyanogenMod 10.2.0 auf

Basis von Android 4.3, für KitKat müssen Sie

selbst Hand anlegen.

Sollte Ihr Galaxy Nexus bisher noch mit

dem „Original-Android“ laufen und sollte der

Bootloader des Geräts von Ihnen auch noch

nicht entsperrt worden sein, dann führt der

einfachste Weg zu KitKat erst einmal dennoch

über den CyanogenMod Installer –

auch wenn das vom Assistenten installierte

System nur eine Zwischenstation darstellt.

Wer schon mit Custom-ROMs experimentiert

hat, der kann sich diesen Schritt sparen.

Nach der Installation des CyanogenMod-

Systems halten Sie sich daher nicht lange mit

dem Einrichten auf – Sie setzen zum Abschluss

der KitKat-Installation das System sowieso

wieder komplett zurück. Wichtig ist,

dass der Installer ohne großes Zutun den

Bootloader des Handys entsperrt und ein

Custom-Recovery installiert, sodass Sie anschließend

mit der eigentlichen KitKat-Installation

fortfahren können.

Besser komplett

neu starten

Theoretisch bietet CyanogenMod eine Updateroutine

an, über die Sie auch Nightly

Builds und somit eben auch KitKat installieren

könnten. Dazu müssten Sie in den Einstellungen

unter Über das Telefon | CyanogenMod-Updates

die Update-Typen auf Neue

Versionen (inkl- Nightlies) einstellen.

Anschließend listet der Updater die Nightly

Builds in der Form „cm-11-20131216-

NIGHTLY“ auf. Per Klick auf das Icon neben

dem Eintrag lassen sich diese CM-Nightlies

dann direkt auf das Handy herunterladen

und einspielen – dabei gehen nicht einmal

Daten auf dem Handy verloren. Bilder, SMS

32

März 2014

ANdroid-User.de


Fokus

KitKat für das Galaxy Nexus

oder Apps und deren

Daten bleiben erhalten.

Das Upgrade über den Update-Manager

hätte daher

einige Vorteile, doch wir

möchten Ihnen von diesem

Weg abraten. Auf unserem

Testgerät, das zuvor

mit CyanogenMod 10.2

problemlos funktionierte,

zeigten sich die Tücken

dieses Update-Pfads. So

passen direkt nach dem

Update die schon installierten

und eigentlich für

CM 10.2 gedachten

Google-Apps nicht mehr

zu CyanogenMod 11, diese

müssen nach dem Neustart

wieder von Hand eingespielt

werden.

Bei uns hatte dies zur

Konsequenz, dass sämtliche Google-Anwendung

beim Start ohne Gnade abstürzten. Erst

nach Löschen und Neuinstallation von

Gmail, Hangouts und Co. funktionierten

diese Apps wieder, aber auch nur in Grenzen.

Play Music quittierte zum Beispiel auch

danach noch den Download von Musik auf

das Handy mit der Meldung, dass keine Verbindung

zum Internet bestünde. Trotz aller

Versuche konnten wir Google Music nicht

dazu bringen wieder unsere Musik auf das

Handy zu laden.

Abb. 1: Nutzen Sie den Cyanogen-

Mod Installer, um eine Ausgangsbasis

für KitKat zu schaffen.

Android 4.4 „KitKat“

installieren

Installieren Sie daher KitKat am besten von

Hand über den Recovery-Modus des Handys;

so spielen Sie nach dem ROM auch direkt die

Abb. 2: Vermeiden Sie das

Upgrade über die in Cyanogen-

Mod enthaltene Update-Routine.

Google-Apps ein und setzen das Gerät gleich

zurück in den Werkszustand („Factory

Reset“). Dann geht mit dem Update nichts

schief und das Handy läuft mit KitKat reibungslos

– so wie wir es in der Redaktion getestet

haben.

Bevor Sie in den Recovery-Modus booten,

laden Sie sich die aktuelle Nightly Build

[LINK 1] und das dazugehörige Google-Apps-

Paket [LINK 2] von den CyanogenMod-Seiten.

Die Dateien cm‐11‐DATUM‐NIGHTLY‐maguro.

zip und gapps‐kk‐DATUM.zip kopieren Sie anschließend

in den Speicher Ihres Galaxy

Nexus; von dort lassen sich die Firmware-

Dateien direkt flashen.

In das Recovery-Menü gelangen Sie anschließend

am einfachsten über den Fastboot-Modus.

Dazu schalten Sie Ihr Galaxy

CWM-ReCoveRy

Sollten Sie zuvor schon mit Custom-ROMs

auf Ihrem Galaxy

Nexus gearbeitet haben, dann

befindet sich bereits ein Custom-Recovery

auf Ihrem Handy.

Beachten Sie bitte, dass Sie für

das Update zwingend das ClockworkMod

Recovery in Version

6.0.4.3 [LINK 3] oder neuer benötigen,

sonst bricht die Installation

mit der Meldung „set_metadata

recursive some changes failed“

ab. Das TWRP-Recovery ist bisher

noch komplett inkompatibel.

Abb. 3: Über den Fastboot-Modus des Handys laden Sie zum Einspielen

des ROMs das zuvor installierte Custom-Recovery.

Abb. 4: Im Recovery-Menü installieren Sie das KitKat-Image von CyanogenMod

und auch gleich die Google-Apps.

ANdroid-User.de März 2014 33


Fokus

KitKat für das Galaxy Nexus

BenChMaRk-eRgeBnisse

Benchmark

Abb. 5: Im AnTuTu-Benchmark

überholt das CM11-GNex die Original-Firmware

wie auch CM 10.2.

Ergebnis

Original-Android 4.3.1

AnTuTu 10019

Vellamo (HTML5) 1344

Vellamo (METAL) 393

CyanogenMod 10.2

AnTuTu 9986

Vellamo (HTML5) 1728

Vellamo (METAL) 404

CyanogenMod 11 Nightly vom 8.12.2013

AnTuTu 8589

Vellamo (HTML5) 1198

Vellamo (METAL) 402

CyanogenMod 11 Nightly vom 19.01.2014

AnTuTu 10159

Vellamo (HTML5) 1223

Vellamo (METAL) 403

Werte über drei Wiederholungen gemittelt.

Abb. 6: Beim HTML5-Test von Vellamo

zeigt die KitKat-Firmware

jedoch noch Schwächen.

Nexus ab und starten es dann wieder, indem

Sie gleichzeitig die Lauter- und Leiser-Tasten

zusammen mit dem An-Aus-Taster drücken.

Im Fastboot-Mode wählen Sie über Lauter/

Leiser den „Recovery Mode“ aus, per An-

Aus-Knopf laden Sie diesen.

Im Recovery-Modus installieren Sie die

zuvor auf das Handy kopierten Daten wie

von anderen Custom-ROMs gewohnt. Über

Install ZIP | Choose ZIP from /sdcard installieren

Sie mit der cm‐11‐DATUM‐NIGHTLY‐maguro.zip

zuerst CyanogenMod selbst, anschließend

wiederholen

Sie den Schritt mit den

Google-Apps in Form der

gapps‐kk‐DATUM.zip. Jetzt

setzen Sie mittels Wipe

data/ factory Reset das

Gerät komplett zurück und

löschen über Wipe cache

partition gleich noch den

App-Cache des Handys.

Reboot system now startet

dann Ihr Galaxy Nexus mit

KitKat neu.

Das Galaxy

Nexus unter

KitKat

Auch wenn sich die Bezeichnung

„Nightly Build“

nach einem extrem instabilen

System anhört, müssen

Sie keine große Angst

vor Abstürzen oder gar Datenverlusten

haben. Auszuschließen ist das bei Testversionen

nie, doch CyanogenMod-Nightlies arbeiten

meist genauso stabil und zuverlässig wie

die offiziell freigegebene CyanogenMod-Version.

Schließlich setzt CyanogenMod ja

„nur“ auf den bereits intensiv getesteten

Quellcode von Android auf. Wenn, dann

zeigt sich der Baustellencharakter meist nur

an fehlenden Übersetzungen in den von CyanogenMod

gemachten Änderungen.

Von der Optik her erinnert das Cyanogen-

Mod 11 auf dem Galaxy Nexus an ein aktuelles

Nexus 5. Die Benachrichtigungsleiste am

Kopf des Displays und auch die virtuellen

Buttons erscheinen halb transparent, bei aktuellen

Fullscreen-Apps fährt die obere Leiste

aus dem Bild und kann per Wisch vom oberen

Bildschirmrand nach unten wieder hervorgeholt

werden.

Durch die Installation der Google-Apps

landet auch der „Google Experience Launcher“

auf dem Gerät. Dieser stellt App-Icons

generell deutlich größer dar und bindet

Google Now als ersten Homescreen auf der

linken Seite ein. Auch die Menüleiste erscheint

dann transparent, sodass mehr Platz

für Inhalte auf dem Display bleibt.

Schlechtere Benchmarks

In Bezug auf die Performance der KitKat-

Testversionen zeigt sich noch ein etwas

durchwachsenes Bild. Während die Nightly

vom 19.01.2013 das aktuell „offizielle“ CyanogenMod

10.2 beim AnTuTu-Benchmark inzwischen

leicht abhängt, hinkt die Leistung

im HTML5-Leistungstest von Vellamo noch

34

März 2014

ANdroid-User.de


Fokus

KitKat für das Galaxy Nexus

Abb. 7: Über die in CyanogenMod integrierte

Updateroutine halten Sie Ihr CM-Galaxy-Nexus fortlaufend

auf einem aktuellen Stand.

beobachten, einzig die Kamera-App ließ uns

anfangs im Stich und wollte beim Start neu

gestartet werden, das Problem wurde inzwischen

jedoch behoben. Positiv überraschte

uns die nun deutlich verbesserte Akkulaufzeit:

Mit CM 10.2 überlebte unser Galaxy

Nexus kaum einen Arbeitstag, mit Cyanogen-

Mod 11 musste es erst nach über 25 Stunden

wieder an die Steckdose.

kräftig hinterher – wenn auch etwas weniger

als im Vergleich zu den ersten Nightlies.

Nackte Benchmark-Zahlen sind jedoch nur

die eine Seite, was am Ende zählt ist, wie

sich das Handy in der Praxis bedient. Auch

wenn das CM-11-GNex beim Vellamo-Benchmark

langsamere Werte liefert, in der Hand

fühlt sich das Gerät eher schneller an.

In rund sechs Wochen Dauertest zeigte

sich unser KitKat-Handy von der stabilen

Seite, unerwartete Abstürze konnten wir nie

Fazit

Auch wenn bei den Benchmarks noch ein

wenig Luft nach oben bleibt, es lohnt sich,

den CyanogenMod-Nightlies und damit auch

KitKat auf dem Samsung Galaxy Nexus eine

Chance zu geben.

Funktionell bleibt alles beim Alten, auch

die Akkulaufzeit der CM11-ROMs überzeugt.

Als Bonus erhalten Sie ein brandaktuelles

System mit allen Features, die man auch vom

Nexus 5 kennt – ausgenommen Intels kabellose

Streaminglösung WiDi und HDR+-Aufnahmen,

das gibt die Hardware des Galaxy

Nexus nicht her.

Und auch vor den täglich neu erstellten

Daily Builds müssen Sie keine Angst haben.

Diese lassen sich zum einen sehr bequem

über die CyanogenMod-Updates direkt vom

Handy aus unter Einstellungen | Über das Telefon

installieren, zum anderen müssen Sie

bei diesen nicht noch mal das Handy zurücksetzen.

Beim Einspielen der Updates bleiben

all Ihre Apps und Daten erhalten.

● ● ●

alle

links>

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Android 4.4

CyanogenMod 11Nightly Build

ANdroid-User.de März 2014

35


Fokus

CyanogenMod Installer

Mit dem CyanogenMod Installer gelingt die Installation

Step by Step

Ein Custom-ROM wie

CyanogenMod zu installieren

ist nur etwas für

erfahrene Android-Bastler?

Dank des CyanogenMod

Installers gilt

diese Aussage nur noch

eingeschränkt – unterstützte

Geräte wie die

Galaxy-S-Handys oder

Nexus-Geräte flashen

Sie mit einem Klick.

Christoph Langner

Ein Custom-ROM zu installieren, ist

für Einsteiger keine ganz leichte

Aufgabe. Alte ROM-Füchse mögen

das Vorgehen vielleicht als simple

Fingerübung abtun, doch alleine die typischen

Begriffe wie „Recovery-Modus“,

„Bootloader“, „Entwickleroptionen“ oder

Android Debug Bridge“ dürften vielen Lesern

den Schweiß auf die Stirn treiben – „Ich

bin doch kein Informatiker!“.

Um ein Custom-ROM auf Ihrem Handy zu

installieren, müssen Sie das aber auch nicht

Backups!

Durch das Freischalten des Bootloaders und

Einspielen des ROMs verlieren Sie alle auf

dem Handy gespeicherten Daten. Sichern Sie

daher vor Nutzung des Installers wichtige

SMS, Anruflisten oder mit dem Handy geschossene

Bilder und Videos. E-Mails, Kontakte

und Termine werden nach der Installation

von CyanogenMod und Einrichten Ihres schon

bestehenden Google-Accounts automatisch

wieder aus dem Netz geladen.

sein! Halten Sie das richtige Android-Gerät in

Ihren Händen, dann gelingt die Installation

des beliebten CyanogenMod-ROMs dank

einer Installationsroutine mitsamt passender

App fürs Handy ohne tiefgreifende Kenntnisse

in weniger als einer Stunde.

Was ist CyanogenMod?

Wer sich ein wenig in der Android-ROM-

Szene umsieht, der stolpert immer wieder

über den Namen CyanogenMod [LINK 1]. Kein

Wunder! Mit inzwischen über fünf Millionen

Installationen [LINK 2] ist CyanogenMod das

am weitesten verbreitete ROM überhaupt.

Der Grund für diese Beliebtheit ist zum einen

die große Anzahl von über 200 offiziell unterstützten

Geräten und zum anderen die

große Community rund um das ROM. Zahlreiche

kleine ROM-Entwickler nutzen CyanogenMod

als Basis für eigene Arbeiten, so

steigt die Zahl der CyanogenMod-Geräte auf

insgesamt knapp zehn Millionen.

Zu dieser großen Verbreitung trägt inzwischen

auch ein Installationsassistent [LINK 3]

bei, mit dessen Hilfe Sie CyanogenMod auf

36

März 2014

AndroId-User.de


Fokus

CyanogenMod Installer

einer ganzen Reihe weit verbreiteter Geräte

installieren können. Voraussetzung für die

Nutzung des Installers sind ein passendes

Handy oder Tablet (siehe Kasten „Unterstützte

Geräte“) und ein Windows-PC. Ihr

Handy muss nicht gerootet sein und auch ein

entsperrter Bootloader ist nicht Pflicht.

Damit der Installer Ihr Handy jedoch erkennt,

muss die Original-Firmware installiert

sein. Wer bereits ein Custom-ROM auf dem

Handy hat, der braucht den Installer wohl

aber auch nicht.

CM-Installation per Assistent

Der CyanogenMod Installer besteht aus zwei

Teilen: Eine App auf dem Handy hilft Ihnen,

eine Reihe von tief vergrabenen Einstellungen

unter Android zu setzen, ein PC-Programm

für Windows Vista, 7 und 8 lädt dann

das zu Ihrem Handy passende Cyanogen-

Mod-Image herunter, sperrt den Bootloader

des Geräts auf und spielt das neue Image abschließend

auf dem Gerät ein. Vor kryptischen

Befehlen oder zweifelhaften Downloads

müssen Sie keine Angst haben, der Installer

ist ein Rundum-sorglos-Paket.

Ursprünglich war es einmal angedacht,

dass Sie den Installer wie eine normale App

aus dem Play Store installieren können. Doch

Google bat die CyanogenMod-Entwickler, die

App wieder aus dem Android Market zu entfernen,

da der Installer zum einen gegen die

Play-Store-Bedingungen verstößt und zum

anderen Garantieansprüche des Users gegen

den Hersteller verloren gehen.

Sie müssen den CyanogenMod Installer

daher von Hand auf Ihr Handy laden. Dazu

erlauben Sie unter Einstellungen | Sicherheit

die Installation von Apps Unbekannter Herkunft,

laden die OneClick.apk [LINK 4] aus

dem Internet und installieren das Programm

dann aus Ihren Downloads heraus per Hand

– viel komplizierter als der Weg über den

Play Store ist das auch nicht.

CyanogenMod-OneClick-

Installer

Den CyanogenMod Installer finden Sie nach

der Installation zwischen Ihren Apps in der

App-Schublade des Systems. Rufen Sie ihn

unterstützte Geräte

Gerät Codename CM-Version Android-

Version

Google/ Nexus

Nexus S crespo 10.2.0 4.3.1

Galaxy Nexus maguro 10.2.0 4.3.1

Nexus 4 mako 10.2.0 4.3.1

Nexus 7 2012 WiFi grouper 10.2.0 4.3.1

Nexus 7 2012 GSM tilapia 10.2.0 4.3.1

Nexus 7 2013 WiFi flo 10.2.0 4.3.1

Nexus 10 manta 10.2.0 4.3.1

Samsung

Galaxy S2 i9100 10.1.3 4.2.2

Galaxy S3 i9300 10.2.0 4.3.1

Galaxy S4 jfltexx 10.2.0 4.3.1

Galaxy Note n7000 10.1.3 4.2.2

Galaxy Note2 t0lte 10.2.0 4.3.1

HTC

One m7ul 10.2.0 4.3.1

Stand: Mitte Januar 2014

CyanogenMod Installer - Vorbereitungen

So geht'S

AndroId-User.de März 2014

37


Fokus

CyanogenMod Installer

alle

links>

www.android- user.de/qr/31826

So geht'S

auf, leitet Sie die Anwendung Schritt für

Schritt durch die nötigen Konfigurationen.

Der Installer hilft Ihnen beim Aktivieren des

USB-Debugging-Modus in den Entwickleroptionen

und beim Umstellen der PC-Datenverbindung

auf das PTP-Protokoll.

Am Ende fordert Sie der CyanogenMod-Assistent

auf, den Windows-Part der Installationsroutine

aus dem Internet zu laden, den

CyanogenMod Installer –

Installation

dazu nötigen Download-Link [LINK 5] blendet

Ihnen die App auf dem Display ein.

Das Installationstool laden Sie am Computer

in Form der Datei CMInstaller.msi herunter.

Bedenken Sie, dass das Programm nur

unter Windows Vista/ 7/ 8 arbeitet, wer noch

Windows XP nutzt, muss sich einen aktuellen

Rechner suchen. Da die Anwendung auf

dem PC nicht installiert werden muss, kann

dies auch gut der Computer eines Bekannten

sein. Der Arbeitsplatzrechner im Büro eignet

sich meist nicht, da Ihr Benutzer über administrative

Rechte verfügen muss.

Zur Installation von CyanogenMod rufen

Sie die zuvor heruntergeladene Datei CMInstaller.msi

auf und folgen der bebilderten

Anleitung auf dem Bildschirm. Lediglich für

die Erlaubnis, per USB-Debugging zugreifen

zu dürfen, müssen Sie noch einmal zum

Handy greifen. Setzen Sie an dieser Stelle

auch gleich den Haken bei Von diesem Computer

immer zulassen. Anschließend erkennt

das Installationsprogramm Ihr Handy oder

Tablet und lädt die entsprechenden Firmware-Daten

aus dem Internet.

Via Windows auf das Handy

Ist alles vorbereitet, müssen Sie im nächsten

Schritt nur noch auf Install klicken. Der Installer

sperrt dann in einem Rutsch den Bootloader

auf, installiert ein Custom-Recovery

und anschließend die aktuelle offizielle CyanogenMod-Version

für das vorliegende Gerät

mitsamt dem Google-Framework inklusive

dem Play Store.

Während der Installation achten Sie bitte

peinlich genau darauf, das USB-Kabel nicht

Was ist mit kitkat?

Offiziell steht CyanogenMod bei der Version

10.2 auf Basis von Android 4.3. Doch dank gut

funktionierender Testversionen („Nightly

Builds“) von CM 11 lässt sich auch Android 4.4

„KitKat“ bereits auf zahlreichen Geräten wie

dem Galaxy Nexus installieren – dazu finden

Sie hier im Heft einen eigenen Artikel. Der Installer

bietet jedoch keine Option an, die Version

auszuwählen, er installiert lediglich die jeweils

letzte offizielle CyanogenMod-Version für das

Gerät (siehe Kasten „Unterstützte Geräte“).

KitKat müssten Sie nach der Installation der offiziellen

CyanogenMod-Version entweder von

Hand über den Recovery-Modus auf Ihr Handy

flashen oder aber Sie nutzen die in Cyanogen-

Mod eingebaute Update-Routine. Diese bietet

auch die Installation von Nightly-Builds an,

wenn Sie diese unter Einstellungen | Über das

Telefon | CyanogenMod-Updates | Update-Typen

aktivieren.

38 März 2014 AndroId-User.de


Abb. 1: Erlauben Sie die Installation

von Apps unbekannter Herkunft

am Play Store vorbei.

Abb. 2: Erlauben Sie dem Installer,

auf die USB-Debugging-Schnittstelle

zuzugreifen.

von Handy oder Computer abzustecken und auch die Batterie

auf keinen Fall zu entfernen. Zudem sollten Sie für das Flashen

keinen USB-Hub verwenden, sondern ihr Handy direkt

an einen freien USB-Port ihres Computer anschließen. Ein

Verbindungsabbruch während des Datentransfers des Custom-ROMs

könnte dazu führen, dass sich das Handy gar nicht

mehr booten lässt.

Nach ein paar Neustarts zeigt Ihnen ein CyanogenMod-

Logo während des Bootens nun an, dass das neue Betriebssystem

von jetzt an statt des „Standard-Androids“ geladen

wird. Ein eigens entwickelter Setup-Assistent nimmt Sie

gleich nach dem Start in Empfang und hilft Ihnen beim Einrichten

Ihres CyanogenMod-Handys.

Fazit

Viel einfacher als mit dem CyanogenMod Installer lässt sich

ein Custom-ROM eigentlich nicht installieren. Wer schon einmal

ein Windows auf seinem Desktop-PC oder Notebook installiert

hat, sollte eigentlich auch mit dem Installationsprogramm

von CyanogenMod in der Kombination aus App und

Windows-Tool zurechtkommen.

Generell haben es besonders Besitzer von Nexus-Geräten

leicht. Google wirft dem User bei diesen Geräten keine Knüppel

zwischen die Beine, interessierte Entwickler können den

Bootloader problemlos aufsperren und eigene ROMs installieren.

Anders sieht es bei Samsung oder HTC aus, hier scheitert

es allzu oft schon alleine an der Kommunikation zwischen

Computer und Handy.

Sollte der Installer bei Samsung-Handys mit „We couldn’t

talk to your phone“ melden, dass er keine Verbindung zum

Gerät aufbauen konnte, dann prüfen Sie Ihr System auf Treiber,

die mit der Samsung-Software Kies auf Ihrem Computer

eingespielt wurde. Deinstallieren Sie bei Problemen daher am

besten Samsung Kies und alle anderen herstellereigenen Treiber

und probieren Sie danach den CyanogenMod Installer auf

einem sauberen System. Weitere Hilfen finden Sie auf der

Wiki-Seite [LINK 6] des CyanogenMod-Projekts.

● ● ●

AndroId-User.de


Hardware

Acer Liquid S2

Im Test: Acer Liquid S2

Roter

Riese

Acer

Acer bringt mit dem

Liquid S2 einen 6-Zöller

heraus, der mit 4K-

Qualitäten punkten soll.

Lesen Sie auf den

folgenden zwei Seiten,

wie der Quad-Core-

Riese im Praxistest

abgeschnitten hat.

Arnold Zimprich

‚„Plusminus

‚ 4K-Videoaufnahme

‚ Display

‚ Flinker Prozessor

‚ App-Auswahl

„ Gewicht

„ Akkulaufzeit

6-Zöller befinden sich

auf dem Vormarsch –

denn ihre Vorteile liegen

im wahrsten Sinne

des Wortes auf der Hand: übersichtliches

Display mit viel Platz für

Apps, praktisch für Präsentationen und bei

der Darstellung von Grafikprogrammen.

Doch auch im Privatbereich machen die

großformatigen Smartphones jede Menge

Spaß: beim Gaming, zum Betrachten der Urlaubsbilder

oder als Mal-Plattform für den

Nachwuchs. Nutzt man bisher allerdings

leichtgewichtige 4,5- oder 5-Zöller, muss

man sich an die großformatigen Kollegen erst

gewöhnen – so auch an das Acer Liquid S2.

Mit 232 Gramm Gewicht und einer Abmessung

von 16,6 x 8,6 x 0,9 cm sprengt es eindeutig

das Hosentaschenformat.

Hält man das Liquid S2 das erste Mal in

der Hand und haucht ihm echtes User-Leben

ein, übertrifft das Full-HD-Display (1920 x

1080 Pixel) sämtliche Erwartungen. Egal ob

auf dem Homescreen, bei Schnappschüssen

oder Grafiken: Die über 2

Millionen Pixel sehen auch

auf 6-Zoll-Größe knackig

scharf aus und machen Lust

auf mehr. Die eingebauten

16 GByte Speicher bieten

Platz für eine erste Auswahl

an Musik und Filmen. Wer

mehr benötigt, schiebt eine

SD-Karte ins Handy.

Angesichts der Leistungsfähigkeit

des Acer rieben

wir uns sprichwörtlich die

Augen. Locker überspringt

das Liquid S2 mit seinem

2,2 GHz schnellen Snapdragon-800-Prozessor

von

Qualcomm beim AnTuTu-

Benchmark die Marke von

30.000 Punkten. Damit lässt

es beispielsweise das Nexus

Abb. 1: Die Dolby-App mit Klangfarben

für Musik oder Spiele kann

besonders Musikfans begeistern.

5 (Durchschnittswert: 27.489 AnTuTu-

Punkte) deutlich hinter sich.

Programmwahl

Zwar hat man es beim Liquid S2 nicht mit

einem Vanilla-Android zu tun, Acer hält sich

jedoch zurück, wenn es um Anpassungen

geht. Android-Puristen werden an dem Gerät

mehr Freude haben als etwa an vergleichbaren

Samsung-Boliden, die durch TouchWiz

stark von der unverfälschten Android-Experience

abweichen. So hat uns der schnelle

Launcher gut gefallen, auch bei der App-Auswahl

beweist Acer ein sorgfältiges Händchen.

Unter den Highlights befindet sich zum

Beispiel die Dolby-App, mit der sich die

Sound-Parameter für Spiele,

Filme, Musik oder Sprachwiedergabe

separat verändern

lassen. Die verschiedenen

Effekte sind deutlich

spürbar und holen mehr aus

den Tracks heraus. Acer installiert

darüber hinaus den

Moodagent, der je nach

Stimmung Wiedergabelisten

aus den vorhandenen Medieninhalten

erstellt. Daneben

finden sich Standard-

Apps wie Acer Print, die

WLAN-Drucker direkt ansteuert,

und Acers eigenes

Cloud-Storage-Angebot Acer

Cloud. Sehr gut gefallen hat

uns auch die App Live

Screen, mit der sich im

Handumdrehen Screenshots

40

März 2014

Android-USer.de


Hardware

Acer Liquid S2

erstellen und auf verschiedene

Arten bearbeiten, markieren

und teilen lassen.

4K-Filmstudio

Das Liquid S2 ist das erste

großformatige Smartphone,

das Videos in 4K-Auflösung

aufnehmen kann. Zwar hat

Samsung dem Note 3 ebenfalls

4K-Qualitäten verpasst

und Sony soll in Form des

Xperia Z2 bald einen weiteren

4K-Kandidaten präsentieren,

sehr viel mehr tut sich auf

dem Markt bisher aber nicht.

4K steht für 3840 x 2160 Pixel

Auflösung und damit vier Mal

soviel wie bei Full HD.

Während eines Tests im

Freien haben wir diesem Feature

auf den Zahn gefühlt. Ergebnis: Licht

und Schatten. Zwar gibt es an der Videofunktion

nur wenig auszusetzen, um jedoch die

hochauflösenden Filme auch in 4K-Qualität

genießen zu können, braucht es einen 4K-

Bildschirm – und den hat das Acer-Gerät

nicht zu bieten. Man sollte sich also genau

überlegen, ob der Zusatz „4K“ als Kaufargument

ausreicht; das Liquid S2 ist in dieser

Hinsicht eher eine Investition in die Zukunft.

Die Fotoqualitäten der 13-MP-Kamera mit

ihren vier kreisrund zum Blitz angeordneten

LEDs sind bei hellem Licht für ein Smartphone

hervorragend und werden der Preisklasse

gerecht – allein der etwas langsame

Autofokus und die Auslöseverzögerung lassen

das Liquid S2 hinter das HTC One und

das Sony Xperia Z1 zurückfallen. Es ist kein

Smartphone für schnelle Schnappschüsse.

Klang, Haptik, Akku

Im Lieferumfang finden sich Ohrhörer mit

Mikrofon und Fernbedienung, die für einen

satten Klang sorgen und auch eingefleischte

Musikfans zufriedenstellen dürften. Im Rahmen

seiner Dolby-Digital-Plus-Ausstattung

verfügt das Liquid S2 über zwei Lautsprecher,

die uns im Test überzeugen konnten.

Das sehr hochwertig verarbeitete Gehäuse

weist nur geringe Spaltmaße auf und liegt

dank seiner rauen Rückseite sehr gut in der

Hand. Die Lautstärkewippe und der Power-

Button reagieren mit einem knackig definierten

Druckpunkt und sind gut zu bedienen.

Gibt man sich bei leicht gedimmtem Bildschirm

mit gelegentlichem Schreiben von

Mails und sporadischer WLAN-Nutzung zufrieden,

liegt die Akkulaufzeit bei bis zu vier

Abb. 2: Mit Live Screen lassen sich

Screenshots und Bilder im Nu markieren,

bearbeiten und teilen.

Tagen. Betrachtet man jedoch

Videos bei voller Helligkeit

und lässt den Prozessor

durch Spiele heiß

laufen, ist der Akku nach

wenigen Stunden leer. Allgemein

lässt sich sagen:

Bei gemischter und intensiver

Nutzung bietet der

Akku eine Laufzeit von

maximal 12 Stunden – für

ein echtes Business-Gerät

ist das zu wenig.

Fazit

Acer setzt mit seinem Liquid

S2 ein echtes Ausrufezeichen

in der 6-Zoll-

Klasse. Dank 4K-Videos

und LTE ist das Handy gut

für die Zukunft gerüstet.

Bei alldem liefert Acer eine moderat angepasste

Android-Oberfläche. Sind Sie also auf

der Suche nach einem Handy mit 4K-Aufnahmefunktion,

dann gehört das Acer Liquid S2

in die engere Wahl. Im Vergleich zur Highend-Konkurrenz

ist es aber etwas zu schwer

und zu teuer, zudem gehört Acer nicht zu

den Firmen, die ihren Geräten regelmäßig

und langfristig Android-Updates verpassen.

In Deutschland kostet das Handy rund 580

Euro, in Frankreich ist es schon für weniger

als 500 Euro zu haben – zu diesem Preis können

wir es auch generell empfehlen. ● ● ●

acer liquid s2

Abb. 3: Das knackig scharfe Display

kommt besonders beim Lesen

langer Texten zur Geltung.

Kerndaten

Hersteller

Acer

Formfaktor

6-Zoll-Smartphone

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Prozessor 2,20 GHz, Quad-Core, Snapdragon 800

Speicher

16 GByte

Kamera (Front/ Haupt)

2 MP / 13 MP

Android-Version 4.2.2

Akku

3300 mAh

Laufzeit (Standby)

700 h

Gewicht

232 Gramm

Preis (Internet)

580 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 28942

Performance

AnTuTu-Benchmark

30968 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

2663/ 1170 Punkte

Android-User-Bewertung

4,4 Punkte

Android-USer.de März 2014 41


Hardware

Asus Fonepad Note 6

Im Test: Asus Fonepad Note 6

Gut und

günstig

Asus

Ein 6-Zoll-Smartphone

mit Intel-Prozessor,

Smart-Pen und Full-HD-

Display für unter 350

Euro: Asus liefert mit

dem Fonepad Note 6

ein Gerät zum außergewöhnlich

günstigen

Preis. Was kann das

Low-Budget-Fonepad?

Arnold Zimprich

‚„Plusminus

‚ Preis

Android-Experience

‚ Display

„ Klangqualität

„ Ruckler

„ Gehäuseverarbeitung

Ein Internetpreis von 320 Euro

ist für einen 6-Zöller mit Stylus,

Intel-Atom-Dual-Core-SoC

und Full-HD-Display eine klare

Ansage. Entsprechend gespannt packten wir

das Asus Fonepad Note 6 aus – und waren

zunächst ein wenig enttäuscht.

Preiswertes Zeichenbrett

Denn im Vergleich zum Acer Liquid S2 – dem

ebenfalls in diesem Heft vorgestellten 6-Zöller

in der 600-Euro-Klasse – fasst sich das Fonepad

tatsächlich billig an. Zwar fällt es für

einen Androiden dieser Größe mit 210

Gramm leicht aus, das Gehäuse wirkt jedoch

etwas lieblos verarbeitet. Auf der Metalleinfassung

des Displays zeigten sich kleine Bläschen

und das Gerät gibt schon bei leichter

Verwindung Knarzgeräusche von sich.

Kurzum: Einen grundsoliden Eindruck wie

das Acer Liquid S2 hinterlässt das Acer Fonepad

Note 6 nicht gerade.

Was sein Full-HD-Display angeht, waren

wir hingegen positiv überrascht:

Die 1080 x 1920 Pixel

zaubern eine satte Farbpalette

auf den Bildschirm, allein

das Hintergrundbild

hätte Asus geschickter wählen

können – denn es erweckt

den Anschein, als

verfüge das Gerät über eine

unscharfe Darstellung. Mit

der vorinstallierten App

„Splendid“ (oder in den Einstellungen)

lässt sich dies

jedoch im Handumdrehen

ändern.

Boombox

Die zwei prominent an der

Ober- und Unterkante des

Displays angebrachten Lautsprecher,

die durch Asus’

Abb. 1: Mit „Splendid“ lassen sich

Farben und die Darstellung nach

Lust und Laune verändern.

TesTerGebnis

★★★★★

gut

www.android-user.de

hauseigenes

Sonic Master-

Soundsystem beschallt

werden, klingen bei basslastigeren

Musikstücken leider etwas blechern. Auch

die Sprachqualität und -klarheit bei Telefongesprächen

lässt ein wenig zu wünschen

übrig. Die mitgelieferten In-Ear-Ohrhörer

sind zudem nicht sehr hochwertig verarbeitet.

Rüstet man mit eigenen Ohrhörern auf,

kann dieser kleine Mangel behoben werden.

Die verbaute Hauptkamera mit 8 Megapixel

muss ohne Blitz auskommen und geht im

besten Fall als Schnappschussknipse durch.

Man merkt eben doch: Asus musste bei der

Ausstattung hie und da sparen, um das Preisniveau

niedrig zu halten. Trotzdem sollte

man im Hinterkopf behalten, dass sich das

Gerät in der 6-Zoll-Klasse mit fast doppelt so

teuren Konkurrenzmodellen messen muss.

Zeichenbrett

Das Fonepad hätte nicht den

Zusatz „Note“ im Namen,

wenn nicht auch ein Smart-

Pen zum Lieferumfang gehören

würde. Entfernt man

den Stift aus dem Gehäuse,

öffnet sich automatisch die

Notiz-App SuperNote. Mit

dieser lassen sich Notizen

oder Zeichnungen auf verschiedenerlei

linierten Hintergründen

anlegen, kurze

Memos verfassen und sogar

ein Tagebuch führen.

Die weitere App-Auswahl

auf dem Fonepad Note 6

weiß ebenfalls zu gefallen.

So hat Asus beispielsweise

Amazons Kindle-App vorin-

42

März 2014

ANdroid-User.de


Hardware

Asus Fonepad Note 6

stalliert. Daneben finden sich

ein App Locker, der beliebige

Apps vor dem Zugriff Dritter

schützen kann, und der

Audio Wizard, mit dem sich

einzelne Soundparameter

konfigurieren lassen. Manko:

Nutzer haben keine Möglichkeit,

den Equalizer nach Gutdünken

einzurichten; die App

liefert bloß eine Auswahl.

Für Eltern, die den Zugriff

ihres Nachwuchses auf das

Fonepad Note 6 kontrollieren

wollen, hat Asus zudem eine

passwortgeschützte Kindersicherungs-App

auf dem Gerät

installiert. Mit ihrer Hilfe

kann man tages- und minutengenaue

Sperrzeiten für das

Fonepad einrichten. Mit Polaris

Office 4.0 hat das Fonepad

App SuperNote.

Note 6 eine leistungstarke Office Suite mit an

Bord, die in Zusammenarbeit mit dem großen

Bildschirm auch die Bearbeitung aufwändiger

Tabellen zum Kinderspiel macht.

Flipboard und Zinio machen dem Fonepad-

Besitzer die verschiedensten Online-Magazine

und Blogs schmackhaft – hier ist wirklich

für jeden etwas dabei!

Gut hat uns auch die im vierteiligen Launcher

integrierte Sortierung in Alles, Heruntergeladen

und Häufig gefallen, die bessere

Übersicht in das eigene App-Sammelsurium

bringt und von Beginn an einen schnelleren

Zugriff ermöglicht. Die Android-Experience

fällt insgesamt recht positiv aus und dürfte

Fans von Vanilla-Android auf Nexus-Geräten

gut gefallen. Asus hat Android 4.2.2 „Jelly

Bean“ mit Bedacht an Intels SoC-Architektur

angepasst, die Bedienoberfläche wirkt nicht

überladen und ist benutzerfreundlich.

Mittelmaß

In Sachen Leistungsfähigkeit erreicht das Fonepad

Note 6 gehobenes Mittelmaß. Im An-

TuTu-Benchmark punktet es mit einem Wert

von 20.049, bei Vellamo sieht es mit 1970

(HTML5) respektive 730 Zählern (Metal)

ähnlich aus. In der Praxis stören lediglich

Ruckler bei aufwändigeren Spielen, ganz so

flüssig wie bei der Qualcomm-Konkurrenz

läuft es mit Intels Atom Z2580 System-on-a-

Chip jedenfalls nicht. Das Fonepad Note 6

ist aber alles andere als ein langsames Smartphone,

was durch die verbauten 2 Gigabyte

RAM eindrucksvoll unterstrichen wird. Asus

bietet das Gerät mit 16 oder 32 GByte Flashspeicher

an (via MicroSD-Karte erweiterbar).

Abb. 2: Entnimmt man den Stylus,

öffnet sich automatisch die Notiz-

Abb. 3: Weggesperrt: Mit dem App

Locker lassen sich einzelne

Anwendungen schützen.

Fazit

Das Asus Fonepad Note 6 hat zu einem Preis

von wenig mehr als 300 Euro eine Menge toller

Features und Funktionen an Bord: Full-

HD-Display, Stylus, tolle Software und ein

hübsch angepasstes Android 4.2.2 „Jelly

Bean“ kosten normalerweise deutlich mehr

Geld. Sparfüchse sollten sich von den Nachteilen,

die hauptsächlich kosmetischer Natur

sind, nicht abschrecken lassen, denn Asus

liefert mit dem Fonepad Note 6 ein durchaus

gelungenes Smartphone ab!

● ● ●

asus FonePad note 6

Abb. 4: Mit der Kindersicherungs-

App kann man den Zugriff auf das

Fonepad Note 6 steuern.

Kerndaten

Hersteller

Asus

Formfaktor

6-Zoll-Smartphone

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Prozessor

2 GHz, Dual-Core, Intel Atom Z2580 (SoC)

Speicher

16/ 32 GByte (erweiterbar)

Kamera (Front/ Haupt)

1,2 MP / 8 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

3200 mAh

Laufzeit (Standby/ Gespräch) 480 h/ 23 h

Gewicht

210 Gramm

Preis (Internet)

320 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 32630

Performance

AnTuTu-Benchmark

20049 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

1970/ 730 Punkte

Android-User-Bewertung

4,0 Punkte

ANdroid-User.de März 2014 43


Hardware

Zopo C2

Im Test: Zopo ZP980 C2 Platinum mit 32 GByte Speicher

Zopo C2

Zopo ist ein chinesischer

Smartphonehersteller,

der seine Produkte

auch außerhalb

Chinas zu vergleichsweise

günstigen Preisen

vertreibt. Was taugen

diese Geräte im Alltag?

Wir testeten das Modell

C2 Platinum.

Patrick Grete

‚„Plusminus

‚ 8-MP-Frontkamera

‚ Preis

‚ Schnelle CPU

„ Smartkey-Beleuchtung

„ Speicheraufteilung

„ Beschränktes Android 4.2

Eine Frage, die sich vermutlich jeder

stellt, der ein „Chinaphone“ bestellt,

bezieht sich auf den günstigen

Preis: Sind die Geräte einfach

günstiger, weil sie direkt vom Hersteller vertrieben

werden und die Marge geringer ist,

oder ist auch die Qualität deutlich schlechter?

Für das Zopo C2 können wir Ihnen diese

Frage beantworten.

Die Fakten

Das C2 Platinum ist eine verbesserte Variante

des C2. Es kommt mit einem 5 Zoll großen

Full-HD-Display (1920 x 1080 Bildpunkte),

einem auf 1,5 GHz getakteten Quad-Core-

Prozessor von Mediatek, 32 GByte internem

Speicher (via microSD-Karte erweiterbar)

und stattlichen 2 GByte RAM. Das C2 Platinum

besitzt zwei Kameras, die Rückkamera

inklusive Fotoleuchte löst mit 13 Megapixeln

auf, die Frontkamera verfügt über außerordentlich

üppige 8 Megapixel. Von den verbauten

32 GByte Speicher stehen lediglich

1,5 GByte für Apps zur Verfügung.

Wie die meisten Chinaphones – und alle

Geräte von Zopo – hat das C2 Platinum zwei

SIM-Kartenslots: einen normalen Slot und

einen Micro-SIM-Einschub. Der herausnehmbare

Akku besitzt eine Kapazität von 2000

mAh und hält bei normaler

Beanspruchung knapp zwei

Tage durch. Wer viel spielt

oder Videos schaut, kann

mit den üblichen 15 bis 18

Stunden zwischen dem Aufladen

rechnen. An Sensoren

bringt das Smartphone

neben GPS einen Annäherungs-,

Lage-, Helligkeitsund

Beschleunigungssensor

mit. Dank Magnetometer

lässt es sich auch als Kompass

nutzen.

Auf dem C2 läuft Android

4.2.1 ohne weitere Zusätze.

Allerdings hat Zopo auch

ein paar Features entfernt:

So fehlt die Möglichkeit zur

Verschlüsselung des internen

Speichers, und auch

Abb. 1: Das C2 Platinum gibt sich

selbst als ZP 980 aus. Beachten Sie

den internen Speicher!

Widgets für den Sperrbildschirm sind keine

möglich. Über Updates auf Android 4.3 oder

4.4 gibt es keine offiziellen Informationen, es

hat sich aber bereits eine recht aktive Community

um das Handy gebildet.

Das C2 gibt es in Schwarz und in Weiß. Es

besitzt eine metallisch glänzende Umrandung.

Die Rückwand ist aus weichem Plastik.

Die Verarbeitung ist einwandfrei. Die

komplett plane Frontseite wird am unteren

Rand durch Smartkeys abgeschlossen. Diese

arbeiten zwar sehr reaktionsfreudig, glimmen

allerdings nur sehr schwach, statt zu

leuchten. Das C2 verfügt auch über eine

mehrfarbige Benachrichtigungs-LED. Mit

einer Dicke von 8,5 mm gehört es eher zu

den schlanken Handys, ist aber mit 150 g

etwas schwerer als der Durchschnitt im

5-Zoll-Feld.

Bedienung und Leistung

Mit seinen vier Kernen läuft das C2 flüssig

und problemlos. Das Full-HD-Display zeigt

satte Farben und leuchtet

recht hell. Es unterstützt bis

zu fünf Finger bei der Eingabe.

Auch grafisch anspruchsvolle

Spiele laufen

ruckelfrei.

Überzeugt hat das C2 in

den Tests auch bei der

Sprachqualität. Ebenso gefällt

der GPS-Sensor, der den

eigenen Standort schnell

findet; Google Maps navigiert

dann problemlos zum

Ziel. Die 13-MP-Hauptkamera

macht scharfe Bilder

und mit den 8 Megapixeln

der Frontkamera kann man

seinem Gesprächspartner

per Videotelefonie auch

Buchseiten zum Lesen zeigen.

Wenn allerdings kein

Zopo

44

MärZ 2014

Android-User.de


Hardware

Zopo C2

schnelles Internet vorhanden

ist, dann sind die 8 MP

eher hinderlich. Dafür eignet

sich das C2 perfekt für

hochwertige Selfies.

Der Micro-USB-Port

kommt von Haus aus mit

einer Hostfunktion. USB-

Sticks, externe Festplatten,

DVB-T-Tuner und weitere

Geräte können problemlos

angeschlossen und mit dem

C2 benutzt werden.

Abb. 2: Dem C2 fehlen wichtige

Funktionen wie die Gerätever-

Kritikpunkte

An die Sensortasten auf der

Frontseite muss man sich

gewöhnen, da sie durch das

schwache Glimmen kaum

sichtbar sind und lange vor

dem Bildschirm verlöschen. schlüsselung.

Man muss das C2 also oft

blind bedienen. Die Akkulaufzeit könnte

etwas üppiger ausfallen, 2000 mAh sind für

ein 5-Zoll-Gerät mit Full-HD-Display nicht

viel, auch wenn die Mediatek-CPU äußerst

stromsparend arbeitet. Sehr irreführend sind

die Angaben zum internen Speicher: Zwar

existieren die 32 GByte, aber für Apps sind

nur 1,5 GByte verfügbar. Der Rest ist Telefonspeicher,

den nicht alle Apps nutzen können.

Zopo C2 Platinum oder

Zopo ZP 980?

Es gibt praktisch keinen Unterschied zwischen

dem ZP980 und dem C2 Platinum. Wer

sich auf der Verkaufsseite von Zopo umschaut,

wird feststellen, dass das ZP 980 mit

den gleichen Spezifikationen deutlich mehr

kostet. In einigen Foreneinträgen wird spekuliert,

dass das ZP 980 auch für den Export

bestimmt war und das C2 nur für den chinesischen

Markt. Was auch immer der Hintergrund

ist: Das C2 Platinum und das ZP 980

verfügen über die gleichen Eigenschaften,

was auch bei der Suche nach Custom-ROMs

von Vorteil ist. Der einzige offensichtliche

Unterschied besteht darin, dass die rückseitige

Kamera beim C2 in der Ecke angeordnet

ist, beim ZP980 befindet sie sich in der Mitte.

Root und Custom-ROM

Da es sich um ein chinesisches Gerät handelt,

gibt es im europäischen Raum relativ

wenige Custom-ROMs, es sind aber durchaus

welche vorhanden. Zum Rooten gibt es das

Windows-Tool Eroot, das Sie unter http:// bit.

ly/ 19YBUho zum Download finden. Aktivieren

Sie in den Einstellungen unter den Entwickleroptionen

USB-Debugging,

starten Sie Eroot und

warten Sie, bis es das Handy

erkennt. Anschließend drücken

Sie auf den grünen

Knopf mit der Aufschrift

Root und warten, bis vier

grüne Häkchen zu sehen

sind. Der Vorgang dauert

keine Minute. Über das gleiche

Tool können Sie das C2

auch unrooten. Wir mussten

unser C2 zunächst auf

den Werkszustand zurücksetzen,

damit das Rooten

funktionierte.

Fazit

Das C2 Platinum ist ein leistungsstarkes

Gerät für Android-Puristen,

die ein relativ

günstiges Gerät der gehobenen

Mittelklasse, aber nicht von der Stange

suchen. Wer sich nicht scheut, im Ausland

zu bestellen (mit entsprechendem Einfluss

auf die Gewährleistung) und mit einem

puren Android 4.2 zufrieden ist, der wird

seine Freude am Zopo C2 haben. Verzichten

müssen Sie auf NFC, LTE oder Stereolautsprecher.

Wirklich bemerkenswert ist die

8-MP-Frontkamera. Zum aktuellen Internetpreis

von 230 Euro bekommen Sie kein besseres

5-Zoll-Gerät mit Full-HD-Display. ● ● ●

ZOPO ZP980 (v7) C2 Platinum

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Speicher

Kamera (Front/ Haupt)

Android-Version 4.2.1

Akku

Laufzeit

Gewicht

Preis (Internet)

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 28931

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo (HTML5/ Metal)

Android-User-Bewertung

Abb. 3: Beim AnTuTu-Benchmark

erreicht das C2 Platinum gute

15485 Punkte.

Zopo

5-Zoll-Handy (Dual-SIM)

1920 x 1080 Pixel

1,5 GHz, Quad-Core, MediaTek MT6589T

32 GByte ROM (1,5 GB für Apps),

microSD-Slot vorhanden, 2 GByte RAM

8 MP/ 13 MP

2000 mAh

130 - 200 Std.

150 Gramm

230 Euro

15485 Punkte

1554/ 572 Punkte

3,8 Punkte

Android-User.de MärZ 2014 45


Hardware

Simvalley 2X.Slim

Im Test: Pearl Simvalley SP-X2.SLIM

Schickes

Bastelset

Pearl hat mit der ersten

richtigen Android-

Smartwatch gezeigt,

dass Simvalley mehr als

ein bloßer China-Brand

ist. Gespannt warteten

wir denn auch auf

unser Testgerät des

dünnsten Smartphones

der Welt.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Formfaktor

‚ Akkulaufzeit

‚ Verarbeitung

„ Display

„ MicroSD-Slot

„ Audioausgang

Pearl trug auf der IFA 2013 dick auf

und stellte „das dünnste Android-

Smartphone der Welt“ vor. Diesen

Titel haben schon mehrere Hersteller

für sich beansprucht, meistens folgten

dann aber keine brauchbaren Produkte.

Nicht so beim Pearl-Handy: Es ist schon seit

ein paar Monaten im Verkauf und kostet aktuell

169,90 Euro.

Kleine Überraschung

Das kleine Simvalley überrascht beim ersten

Hands-on mit einer durchaus soliden Verarbeitung,

einer Rückseite aus Aluminium und

natürlich dem Formfaktor. Das SP-X2.SLIM

ist wirklich verdammt dünn und lediglich

halb so hoch wie das Moto G oder das Galaxy

S3 mini von Samsung. Im Lieferumfang

der etwas überdimensionierten Box befinden

sich neben dem Handy auch das Netzgerät,

ein spezielles USB-Kabel, ein Headset und

ein kleiner Schraubendreher.

Der recht gute erste Eindruck hält auch

nach dem Einschalten an. Das von einem 1,3

GHz schnellen Dual-Core-Prozessor von MediaTek

angetriebene Handy arbeitet flott und

reagiert prompt auf Eingaben. Lediglich die

drei Sensortasten enttäuschen:

Sie leuchten zu wenig und

gehen auch zu früh aus.

Schwächen auf den

zweiten Blick

Nach der ersten Begeisterung

stellte sich dann aber doch

recht schnell auch Ernüchterung

ein: Das AMOLED-Display

zeigt zwar brillante Farben, und

nach etwas Feinjustierung

stimmte auch die Helligkeit (es

gibt keinen Lichtsensor), aber

die Pixeldichte von 160 ppi

lässt doch stark zu wünschen

übrig. Auch macht die Abdeckung

für die SIM-Karte keinen

sehr soliden Eindruck. Sie ist zwar ebenfalls

aus Metall, liegt aber nicht komplett plan auf

und lässt sich auch nicht wirklich festmachen.

Hier hätte Pearl besser auf die kleine

Abdeckung verzichtet und den Einschub sicher

unter der Rückabdeckung angebracht.

Große Enttäuschung machte sich bei der Audioqualität

und bei den beiden Kameras

breit. Die zwei Knipsen sind nicht wirklich

zu gebrauchen, als Kopfhörer müssen Sie

mangels 3,5-mm-Klinkenstecker das von

Pearl mitgelieferte Modell benutzen und sich

ein deutliches Rauschen über die beiden

Lautsprecher gefallen lassen. Beachten Sie

auch, dass Sie stets das mitgelieferte USB-Kabel

einsetzen, da sonst der Zugriff auf den

internen Speicher nicht funktioniert.

Jetzt geht’s ans Eingemachte

Beim Versuch, eine MicroSD-Karte in das

Handy einzusetzen, bemerkten wir dann

auch, wozu der Schraubendreher mitgeliefert

Abb. 1: Möchten Sie eine MicroSD-Karte in das Handy einsetzen,

dann brauchen Sie viel Fingerspitzengefühl.

Pearl

46

März 2014

Android-USer.de


Hardware

Simvalley 2X.Slim

Abb. 2: Die Schnelleinstellungen

des Pearl-Handys lassen kaum

Wünsche übrig.

Abb. 3: Software de Luxe: Beim

mobilen Hotspot lässt sich die

Bandbreite pro Nutzer regeln.

Abb. 4: Die Akkulaufzeit ist gut. Nur

unter Last als mobiler Hotspot fällt

die Kurve steil ab.

Abb. 5: Zu den vorinstallierten Apps

gehört auch eine Backup-Software

für Einstellungen und Apps.

wird: Sie müssen das Pearl-Handy tatsächlich

auseinanderschrauben und die Plastikabdeckung

über der Kamera entfernen, um

den Speicherchip einsetzen zu können. Das

benötigt viel Fingerspitzengefühl. Nehmen

Sie also den Hinweis „Achten Sie auch darauf,

den Ein/ Aus-Schalter (3) nicht zu verlieren“

auf Seite 19 der Gebrauchsanweisung

ernst. Ein Blick auf unser Foto dürfte klarmachen,

dass dieses Handy nicht für jedermann

geeignet ist.

Interessante Software

Auf dem kleinen Pearl-Schmuckstück ist Android

4.2.2 vorinstalliert. Die Software entspricht

mehr oder minder einem unmodifizierten

Android. Allerdings sind uns die Einstellungen

zur SIM-Verwaltung aufgefallen.

Diese sehen üblicherweise nur bei Dual-SIM-

Geräten so aus. Apps und Einstellungen lassen

sich mit einer speziellen vorinstallierten

App auf die MicroSD-Karte sichern und so

zum Beispiel nach einem Werksreset wiederherstellen.

Ein wirklich tolles Feature des

Pearl-Smartphones ist die Bandbreitenbeschränkung

beim mobilen Hotspot. Für jeden

der unterstützten fünf Benutzer können Sie

ein Limit festlegen. Das hat in den Tests auch

recht gut geklappt. Beim mobilen Hotspot

zeigte das schicke Pearl-Handy zudem, dass

es in puncto Akkulaufzeit durchaus mit anderen

Geräten mithalten kann. Absolut kurios

ist die Liste der Verbindungsmöglichkeiten

via USB. Neben dem von Android 4 bekannten

MTP und PTP bietet das Pearl-

Handy auch das traditionelle USB-Massenspeicher,

Nur laden und die Verbindung als

CD-ROM-Laufwerk an. Als CD-ROM-Laufwerk

mit dem Rechner verbunden, erhalten

Sie aber nicht etwa Zugriff auf die Windows-

Treiber, sondern auf ein Handbuch über die

microUSB-Spezifikationen vom April 2007.

Fazit

Wenn ein Handy 169 Euro kostet, dann muss

es sich zwangsläufig dem Duell mit dem

Moto G stellen. Dieses Duell gewinnt das

Pearl-Handy zwar hinsichtlich der Eleganz

und des Coolness-Faktors, am Moto G werden

Sie aber langfristig deutlich mehr Freude

haben — auch ohne Schraubendreher. ● ● ●

Pearl simvalley sP-X2.slim

Kerndaten

Hersteller

Pearl

Formfaktor

4.0-Zoll-Tablet/ Smartphone

Auflösung

360 x 640 Pixel

Prozessor

1,3 GHz, Dual Core, MediaTek MT6572

Speicher

4 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/ Haupt)

2 MP (interpoliert)/ 5 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

1300 mAh

Laufzeit (Standby/ Gespräch) k.A./ k.A.

Gewicht

120 Gramm

Preis (Internet)

170 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 32694

Performance

AnTuTu-Benchmark

11170 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

1663/ 521 Punkte

Android-User-Bewertung

3,3 Punkte

Android-USer.de März 2014 47


HArdwAre

Allview Viva Q8

Im Test: Allview Viva Q8

Viva

Romania

Allview

Der rumänische Hersteller Allview hat bereits in der Vergangenheit

recht gute Android-Geräte nach Deutschland

gebracht. Hier unser Test zum Viva Q8. Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Preisleistung

‚ Verarbeitung

„ Kein Bluetooth

„ Audioqualität

Allview vivA Q8

Wozu knapp 300 Euro für ein

iPad mini ausgeben, wenn es

das praktisch gleiche Tablet

auch für 149 Euro mit Android

gibt? Das hat sich vermutlich auch Allview

beim Viva Q8 gedacht und ein Tablet auf den

Markt gebracht, das – abgesehen vom Home-

Button – dem kleinen iPad zum Verwechseln

ähnlich sieht.

Die Hardware

Auch das Viva Q8 bringt einen Home-Button

mit. Dieser befindet sich allerdings – wie der

Einschaltkopf – auf der schmalen Oberseite

Kerndaten

Hersteller

Allview

Formfaktor

7,9-Zoll-Tablet

Auflösung

1024 x 768 Pixel

Prozessor

1 GHz, Quad-Core, Allwinner A31

Speicher

8 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/ Haupt)

0,3 MP/ 5 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

4000 mAh

Laufzeit (Standby/ Gespräch) 130h/ 4h

Gewicht

375 Gramm

Preis (Internet)

149 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 32754

Performance

AnTuTu-Benchmark

12509 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

1185/ 369 Punkte

Android-User-Bewertung

3,8 Punkte

des Tablets. Hier hat Allview auch die restlichen

Anschlüsse untergebracht: Micro-USB,

Micro-HDMI und 3,5-mm-Audioausgang. Der

MicroSD-Slot sitzt rechts oben, auf der Unterseite

finden sich zwei Lautsprecher. Sehr gut

gefallen hat in den Tests die 5-Megapixel-Kamera,

die für ein Billig-Tablet recht gute

Fotos schießt. Im Lieferumfang befindet sich

auch ein USB-OTG-Kabel, um zum Beispiel

einen USB-Stick an das Tablet anzuschließen.

Software

Mit dem Allview-Tablet erhalten Sie ein recht

puritanisches Android-4.2-System im Sinne

von Google. Zu den vorinstallierten Apps gehört

die Security-Suite von Bitdefender, der

auch ein entsprechender Registrierungscode

in der Verpackung beiliegt. Mit an Bord sind

zudem ein PDF-Betrachter, eine Office-Suite

und ein Soundrecorder sowie der ES Datei

Explorer und der ES Task Manager.

Am besten gefallen hat uns am Allview-Tablet

die Grafikleistung. Im PowerVR-Chipsatz

„SGX 544MP“ steckt ordentlich Leistungspotenzial,

sodass Sie alle Spiele bei Google Play

ruckelfrei genießen können. Das hängt natürlich

auch damit zusammen, dass das Display

mit bescheidenen 1024 x 768 Pixeln auflöst.

Schwächen und Fazit

Die Akkulaufzeit fällt mit vier Stunden reiner

Displayzeit nicht allzu üppig aus. Nicht gefallen

hat uns, dass Allview auf eine Lautstärkewippe

verzichtet hat. Ungenügend ist

zudem die Soundqualität über den Kopfhörerausgang.

Unterm Strich bleibt das Viva Q8

von Allview aber ein tolles Android-Tablet zu

einem tollen Preis für Freunde des 4:3-Formats,

aber nicht für Musikfans.

● ● ●

48

März 2014

Android-User.de


Hardware

VR-Brille Durovis Dive

Durovis Dive: Die virtuelle Smartphone-Brille im Test

3D-Brille

Mithilfe einer einfachen

VR-Brille trickst ein beliebiges

Android-Handy

den menschlichen

Wahrnehmungsapparat

aus und entführt den

Nutzer in virtuelle Realitäten.

Wir haben die

Durovis Dive getestet.

Marko Dragicevic

Abb. 1: So einfach ist es: App starten,

Handy ins Gestell einlegen, virtuelle

Brille aufsetzen.

Virtual-Reality-Brillen vermitteln

uns ein bis dato unbekanntes Realismus-Gefühl

bei Spielen und

Multimedia-Anwendungen. Die in

diesem Artikel getestete Brille „Durovis

Dive“ der deutschen Firma Shoogee GmbH

ist eines der ersten für die breite Masse erhältlichen

Produkte.

Durovis Dive ist eigentlich nur ein cleveres

Brillengestell für das Handy, das Sie für 56

Euro direkt auf der Herstellerwebseite [LINK 1]

kaufen können. Zur Nutzung schiebt man

sein Smartphone vor die beiden Linsen. In

die Halterung passen alle Handys bis zu

einer maximalen Bildschirmgröße von 5,0

Zoll. Anschließend starten Sie eine kompatible

App (siehe unten), klappen das Gestell

zu und setzen die Brille auf.

So funktioniert es

In der Brille befinden sich Lupen, die dafür

sorgen, dass sich das auf dem Smartphone

dargestellte Bild direkt vor den Augen des

Nutzers befindet. Außerdem berechnen die

Dive-Apps auf der linken und der rechten

Hälfte des Handy-Displays für beide Augen

jeweils eine eigene Ansicht des Geschehens,

sodass dem Nutzer in diesem Moment alles

dreidimensional und plastisch erscheint. Ein

besonderes Feature stellt das Headtracking

dar: Durch Abfrage des Gyroskops und des

Beschleunigungssensors erkennen Anwendungen,

in welche Richtung der Nutzer seinen

Kopf gerade dreht. Dadurch können

Apps genau den Teil einer simulierten Welt

darstellen, die zu sehen sein soll, wenn die

Spielfigur genau dorthin schaut. So wird das

Gehirn getäuscht und im Idealfall entsteht

die Illusion, man befände sich gerade „mittendrin“

in dieser virtuellen Welt.

Apps

Findige Entwickler haben bereits einige Android-Apps

für die VR-Brille Dive entwickelt.

Im Folgenden stellen wir eine Auswahl der

interessantesten Ideen vor. Bei der App Go

Show [LINK 2] findet man sich in einem Kinosaal

wieder. Vor dem Start wählt der Nutzer

eine auf dem Smartphone gespeicherte Videodatei

aus, die anschließend auf einer großen

virtuellen Leinwand zu sehen ist.

Dreht man den Kopf zur Seite, sieht man

plastisch einen dreidimensionalen, jedoch

leider nur virtuellen Popcorn-Becher vor

sich. Wenn das eigene Handy mindestens

über Full-HD-Auflösung verfügt, macht Go

Show besonders viel Spaß. Auf diese Weise

lassen sich auch lange Fahrten im Fernbus

oder Langstreckenflüge cineastisch verkürzen

– wenn auch der Sitznachbar rätseln

dürfte, was für ein seltsames Gerät man da

auf dem Kopf trägt. Für die Vollversion werden

2,92 Euro fällig. Das kostenlose Go Show

Free [LINK 3] dient nur zum Ausprobieren und

Shoogee GmbH

Shoogee GmbH

50 MäRz 2014


Hardware

VR-Brille Durovis Dive

kann deswegen ausschließlich einen vorgegebenen

Demo-Film wiedergeben.

Dive City Rollercoaster [LINK 4] ersetzt die

Fahrt zum Vergnügungspark: Man sitzt in

einer virtuellen Achterbahn, die inmitten

einer Großstadt steht. An sich eine sehr nette

Idee und während der Fahrt entsteht durchaus

ein gewisser räumlicher Sinneseindruck.

Doch leider ist es schlecht um die Immersion

(siehe Kasten) bestellt: Man hat nicht wirklich

die Illusion, in dieser Attraktion drin zu

sitzen. Mangels Nervenkitzel und Kribbeln

im Bauch fährt eine echte Achterbahn.

Divestreetview [LINK 5] greift auf Google

Streetview zurück und beamt den Nutzer

nach New York oder an einen anderen entfernten

Ort seiner Wahl. Diese App beeindruckte

im Test am meisten. Man kann sich

an der jeweiligen Lokalität fast genauso umschauen,

als wäre man tatsächlich vor Ort.

Die Einrichtung der Anwendung erfordert

etwas Vorarbeit, die Arbeit lohnt sich jedoch!

Über die hier vorgestellten Apps hinaus

sind noch eine Reihe von Virtual-Reality-

Spielen erhältlich, auf die hier aus Platzgründen

jedoch leider nicht eingegangen werden

kann. Suchen Sie einfach im Play Store nach

Apps des Entwicklers Dive Games [LINK 6].

Pros und Cons

Insgesamt weiß die VR-Brille Durovis Dive

zu gefallen. Zwar ist die virtuelle Täuschung

angesichts der derzeit erhältlichen Displays

mit Full-HD-Auflösung noch nicht perfekt,

aber die Dive ist zukunftskompatibel: Wenn

2014 die ersten Android-Smartphones mit Ultra-HD-Auflösung

herauskommen, schiebt

ImmersIon: Richtig eintauchen

Der Spaß an VR-Anwendungen steht und fällt

mit dem Umstand, wie realistisch das Gefühl

ist, sich inmitten einer anderen Welt zu befinden.

Der Fachbegriff hierfür lautet „Immersion“.

Diese hängt zum einen von der Qualität

der verwendeten Apps ab. Aber auch die eingesetzte

Hardware spielt eine Rolle: Die Auflösung

des Smartphones sollte so groß wie nur

möglich sein. Da für jedes Auge ein eigenes

Bild gerendert wird, steht de facto nur die

halbe tatsächliche Bildschirmauflösung des

Handys zur Verfügung, die zudem noch mithilfe

von Lupen vergrößert wird. Wer etwa ein

Handy mit 1280 x 720 Bildschirmpunkten besitzt,

wird alle Dinge leicht verpixelt sehen.

Auch sollte man nicht zu stark zum Rand schielen,

da sonst das Brillengestell zu sehen ist. Zu

guter Letzt ist es hilfreich, in einem abgedunkelten

Raum zu spielen, damit keine einfallenden

Lichtstrahlen die Immersion stören.

Abb. 2: Für jedes Auge rendern die mit Dive kompatiblen Apps eigene Ansichten.

man einfach eines dieser neuen Modelle in

die Brille und erhöht so den Realismusgrad

der virtuellen Welt.

Für den PC soll Ende 2014 die technisch

überlegene Konkurrenz-Brille „Oculus Rift“

auf den Markt kommen. Doch diese wird

nicht nur ein Vielfaches der Dive kosten, da

sie nicht die Hardware eines bereits vorhandenen

Mobiltelefons mitbenutzt, sondern

stattdessen alle benötigten Komponenten

selbst an Bord haben muss. Außerdem ist sie

derzeit auch nur in einer frühen Entwicklerversion

erhältlich. VR-Interessierte können

also guten Gewissens zur günstigen Dive-

Brille greifen.

Fazit

Die Durovis Dive bietet eine sehr günstige

Gelegenheit, um in die virtuelle Welt einzutauchen.

Wenn Sie ein Handy mit Full-HD-

Auflösung besitzen, sollten Sie sich den Spaß

unbedingt gönnen, zumal es auch regelmäßig

neue Apps für die Hardware gibt! ● ● ●

alle

lInks>

Abb. 3: Das virtuelle Streetview macht mit der Durovis Dive am meisten Spaß.

www.android- user.de/qr/31988

AnDRoiD-useR.De MäRz 2014 51


Apps

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In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zwanzig Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Diana Hahn

Android-User-App-Empfehlungen

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App geöffnet haben, zeigt Ihnen diese auch gleich empfohlene Angebote an. Über die Reiter wechseln

Sie zwischen den verschiedenen Kategorien. Unter anderem gehören Restaurants, Casual Dining,

Ausflüge oder auch Reisen und Urlaub dazu. Wenn Sie sich für eine Kategorie entschieden

haben, werden die Angebote dieser Kategorie aufgelistet.

Bewertung: ★★★★★

52

März 2014

Android-UsEr.dE


Apps

App-Empfehlungen

Friday

kostenlos

Damit Ihnen keine wichtigen Erinnerungen mehr verloren gehen gibt es die App Friday.

Die Anwendung hält Ereignisse aus Ihrem Leben fest. Friday sichert aber nicht nur

blanke Daten, sondern trägt Informationen zusammen. Neben Orten, Menschen und

Kontakten merkt sich die App außerdem Musik, Bilder, Feeds von sozialen Netzwerken,

Anrufe, Nachrichten und E-Mails. Ihre Aktivitäten lassen sich mit der App entweder nur

aufzeichnen oder auch mit anderen teilen.

Bewertung: ★★★★★

Quip

kostenlos

Die Anwendung bietet Ihnen die Möglichkeit eine Unterhaltung mit

anderen zu beginnen, ein Dokument zu erstellen und dieses gemeinsam in Echtzeit

zu bearbeiten. Dazu sieht jeder der Beteiligten, den selben Text. Werden Veränderungen

am Text vorgenommen, zeigt die App diese jedem der Teilnehmer in Echtzeit

an. Diese Form der Zusammenarbeit heißt in der App Thread. Zu einem Thread

lässt sich eine unbegrenzte Teilnehmerzahl hinzufügen.

Bewertung: ★★★★★

instructables

kostenlos

Schlummert in Ihnen das Herz eines Erfinders? Macht es Ihnen Spaß, andere an Ihren neuesten

Ideen oder lustigen Kreationen teilhaben zu lassen? Dann sind Sie bei Instructables haargenau

an der richtigen Adresse. Denn in der Anwendung finden Sie die unterschiedlichsten Dinge. Angefangen

bei nützlichen Anleitungen über tolle neue Rezepte bis hin zu mehr oder weniger sinnvollen

Erfindungen oder den unterschiedlichsten Do-it-yourself-Projekten. In dieser Anwendung

dokumentieren und teilen Sie Ihre eigenen Kreationen und Erfindungen oder lassen sich von

den verrückten Ideen der anderen User inspirieren.

Bewertung: ★★★★★

snapPea

kostenlos

Mit SnapPea übertragen Sie drahtlos Fotos, Adressen, Musik

und Videos von Ihrem Smartphone auf Ihr Tablet, Ihren Windows-

oder Mac-PC. Aber auch umgekehrt. Voraussetzung: Sie

müssen sich im selben WLAN-Netz befinden. Neben dem Erstellen

von Back-ups können Sie mit dieser App auch SMS bequem

am PC schreiben. Verbinden lassen sich Ihre Geräte über

die App oder über den Web-Browser auf web.snappea.com.

Bewertung: ★★★★★

Alle

links> >

www.android- user.de/qr/31772

Formelsammlung Duden

5,99 Euro

Wie lautet nochmal die Formel um den Flächeninhalt eines Trapez zu berechnen? Und

um was ging es bei den Newtonschen Gesetzen gleich noch? Wer sich solche Dinge

nicht merken kann (und wer kann das schon), diese aber immer wieder benötigt, sollte

sich die App Formelsammlung von Duden genauer anschauen. In der Anwendung

sind alle Formeln und Wertetabellen für die Fächer Mathematik, Physik, Astronomie,

Chemie, Biologie und Informatik enthalten, die in Deutschland von der siebten Klasse

bis zum Abitur hin benötigt werden. Natürlich gibt es diese Formelsammlung auch in

gedruckter Form. Die App bietet aber zwei entscheidende Vorteile: Zum einen lassen

sich Lesezeichen setzen, zum anderen bietet die Anwendung eine Suchfunktion in die

Sie den gesuchten Begriff einfach eingeben.

Bewertung: ★★★★★

TEsTERgEBnis

★★★★★

ausgezeichnet

Android-UsEr.dE März 2014 53


Apps

App-Empfehlungen

Ortovox Bergtouren App

kostenlos

Für jeden Bergsportler in den Alpen ist die Ortovox Bergtouren App bestens geeignet.

Die Anwendung bringt eine Vielzahl an Bergtouren für Sommer und Winter

mit. Außerdem hat die Applikation topografische Karten und auch viele andere

praktische Tools im Gepäck. Nach dem Start der Anwendung kann es ohne Anmeldung

direkt losgehen. Unter dem Menüpunkt Touren, gelangen Sie zum Tourenangebot,

dass die App bereits mitbringt. Im nächsten Schritt entscheiden Sie sich dann, je nach

Jahreszeit, für Sommer oder Winter. Nachdem Sie diese Aus-

wahl getroffen haben, stehen Ihnen im Winter

die Optionen Skitour, Schneeschutour oder auch

Freeride zur Verfügung. Im Sommer hingegen

haben Sie die Wahl zwischen: Wanderung,

Hochtour, Klettersteig oder Mountainbike.

Wenn Sie sich für eine der angebotenen Optio-

nen entschieden haben, zeigt Ihnen die An-

wendung, welche Touren sie für Ihre Auswahl

im Angebot hat. Diese lassen Sie sich dann

entweder in einer Liste oder auf einer Karte

anzeigen. Auch eine Anzeige nach der Ent-

fernung zu Ihrem Standort oder der Dauer

der Tour ist möglich. Wollen Sie sich eine

Tour genauer anschauen, öffnen Sie mit

einem Klick darauf die Einzelansicht.Dort

erhalten Sie neben einer Beschreibung

der Tour unter anderem Informationen

zum Schwierigkeitsgrad, der Dauer und

welche Ausrüstung Sie benötigen.

Bewertung: ★★★★★

TEsTERgEBnis

★★★★★

ausgezeichnet

KeeChat

Messenger

kostenlos

Mit der Anwendung KeeChat Messenger chatten Sie mit einem oder mehren

Kontakten und versenden schnell und vor allem kostenlos Bilder,

Sprachnachrichten und auch kurze Videos an Ihre Freunde, die diese Anwendung

ebenfalls nutzen. Durch die Zustellbestätigung, die in die Applikation

integriert ist, wissen Sie auch immer ganz genau, wann und ob Ihr

Kontakt Ihre Nachricht erhalten hat. Mit dem KeeChat Messenger können

Sie aber nicht nur ganz einfach chatten und Nachrichten versenden: Mit

der Anwendung bearbeiten Sie außerdem auch Ihre Bilder und versehen

diese mit verschiedenen Effekten.

Bewertung: ★★★★★

Repix

kostenlos

Mit Repix lassen sich Ihre normalen und manchmal langweiligen Fotos in ganz

besondere Kunstwerke verwandeln. Mit Hilfe von einigen Farbfiltern zum Beispiel

Schwarz-Weiß oder Sepia verändern Sie Ihre Fotos. Mit verschiedenen

Pinseln wenden Sie Farb- oder Kunsteffekte auf Ihre Fotos an. Die Applikation

wendet nicht alle Filter flächendeckend auf Ihr Bild an, sondern lässt Sie Ihren

Finger wie einen Stift einsetzen und mit diesem einzelne Highlights setzen. Die

so entstandenen Kunstwerke können Sie dann ganz bequem via Google+ oder

Facebook mit Ihren Freunden teilen.

Bewertung: ★★★★★

Android-UsEr.dE


Apps

App-Empfehlungen

AndrOpen

Office

kostenlos

Mit AndrOpen Office lassen sich Textdokumente, Tabellen und Präsentationen

auch von unterwegs aus bearbeiten. Die Formate DOC und DOCX,

XLS und XLSX, PPT und PPTX sowie OpenDocument-Dateien lassen sich

mit der Anwendung öffnen. Über die Menüleiste stehen Ihnen alle Funktionen

der Office-Suite zur Verfügung. In einem zusätzlichen Menü lassen

sich Funktionen wie Kopieren, Ausschneiden, Einfügen und Zoom bequem

ein- und ausblenden.

Bewertung: ★★★★★

solmail

kostenlos

Verwalten Sie mehrere E-Mail-Konten auf Ihrem mobilen

Gerät? Damit das leichter ist und nicht in Chaos ausartet,

legen sich viele User einen speziellen Mail-Client zu. Eine

einfach zu bedienende App dieser Art für Smartphones und Tablets ist Solmail.

Dabei spielt es keine Rolle ob Sie Ihr Konto bei Gmail, GMX oder Web.de

haben. Die eingehenden Mails aller Konten landen bei Solmail. Damit Sie aber

wissen, aus welchem Account die Mail ursprünglich stammt, trennt die App

diese farblich. In die Anwendung ist ein Dateimanager integriert, der Fotos, Dokumente

und Anhänge verwaltet.

Bewertung: ★★★★★

stumbleUpon

kostenlos

Mit StumbleUpon speichern Sie coole und spannende Dinge

über die Sie im Internet gestolpert sind. Mit der App lassen sich

schnell spannende Dinge finden, die zu Ihren Interessen passen.

Wenn Sie Ihre Entdeckungen teilen möchten, ist das mit den integrierten

Social-Media-Tools kein Problem. Wenn Sie sich auf

der Startseite der App befinden finden Sie bereits einige Kategorien

vor, aus welchen Sie wählen können. Bevor Sie loslegen

ist eine Registrierung via Facebook, Google+ oder mit Ihrer E-

Mailadresse notwendig.

Bewertung: ★★★★★

goodreads

kostenlos

In Goodreads haben sich Leseratten aus aller Herren

Länder zusammengetan und versorgen sich

gegenseitig mit Buchtipps und interessanten Informationen zu Lesestoff.

Auch ein Bibliotheksverzeichnis lässt sich in dieser App anlegen. Nach

dem Start legen Sie Ihre favorisierten Genres fest, damit die App gezielt

die passende Lektüre vorschlagen kann.

Bewertung: ★★★★★

Ladenzeile.de

kostenlos

Mit der App Ladenzeile.de shoppen Sie bequem von zu Hause aus, oder informieren

sich beim bummeln in der Stadt ob Sie das favorisierte Kleidungsstück online günstiger

finden. Die Inhalte vieler populärer Anwendungen wie ebay Kleinanzeigen, Amazon,

Asos, Otto, Vente-Privee, New Yorker, Douglas, Mango aber auch Lidl, Aldi, Edeka,

Rewe, Penny und Netto stehen in Ladenzeile.de zur Verfügung. Über die Suche finden

Sie ganz einfach Ihre gewünschten Artikel. Geben Sie die Artikelbezeichnung oder die

Marke in das Suchfeld ein. Die App listet dann die Treffer auf. Die Ergebnisse lassen sich

dann auch noch nach dem Preis sortieren oder nach bestimmten Kriterien filtern.

In der App finden Sie unter anderem Artikel aus den Bereichen Mode, Kosmetik, Tierbedarf

oder Spirituosen. Mit einem Klick auf die Kategorie öffnet sich ein Fenster in dem

Sie wiederum aus verschiedenen Unterkategorien auswählen. Haben Sie ein Produkt

gefunden, öffnen Sie mit einem Klick die Einzelansicht. Bewertung: ★★★★★

TEsTERgEBnis

★★★★★

ausgezeichnet

Android-UsEr.dE März 2014 55


Apps

App-Empfehlungen

12Hours

kostenlos

Die Applikation 12Hours ist eine Kombination aus Analog-Uhr und Tagesplaner.

Die Anwendung sticht besonders durch ihr sehr auffälliges Design hervor. Alle

Kalenderereignisse der nächsten 12 Stunden werden Ihnen als farblich markierte

Zonen auf einer Uhr angezeigt. So sehen Sie auf einen Blick, wann der nächste Termin

ansteht, ohne das Sie dafür auch nur Ihre Kalender-App öffnen müssen. So sehen Sie mit

nur einem Blick, ob in nächster Zeit Termine anstehen. Verwenden Sie mehrere Kalender

haben Sie die Möglichkeit das Farbschema von diesen zu übernehmen. So wissen Sie

dann auch gleich, ob der Termin privater oder geschäftlicher Natur ist. Die Synchronisation

Ihrer Termine übernimmt die App. Dazu wählen Sie nach der Installation einfach den

oder die Kalender aus, die zur Synchroniation verwendet werden sollen. Sollten Sie mal

nicht mehr wissen um welchen Termin es sich handelt, öffnen Sie mit einem Klick auf

das Widget Ihre Kalender-App. Insgesamt bringt die sehr leicht zu bedienende dung vier Widgets, in verschiedenen Größen, mit. Bewertung: Anwen-

★★★★★

TEsTERgEBnis

★★★★★

ausgezeichnet

Delicious

kostenlos

Damit Sie keinen Link mehr verlieren, gibt es Anwendungen wie Delicious.

Dieser Dienst erlaubt es Ihnen persönliche Lesezeichen anzulegen und diese

mit Schlagwörtern oder Tags zu versehen. Nach der Installation der Anwendung

ist eine Anmeldung erforderlich. Dafür nutzen Sie entweder einen

Google+, Twitter- oder Facebook-Account. Alternativ lässt sich auch mit Ihrer

E-Mailadresse ein neues Konto erstellen. Neben den Links die Sie selbst gespeichert

haben, können Sie mit der App auch die Links Ihrer Freunde nach

interessanten Themen durchsuchen.

Bewertung: ★★★★★

ErgsArt Art gallery Art Museum

kostenlos

Die App ErgsArt ist eine virtuelle Galerie, mit mehr als 6000 Kunstwerken in der Datenbank.

Neben Abbildungen der Kunstwerke erhalten Sie auch noch die wichtigsten Informationen zu

den Werken. Vertreten sind unter anderem Künstler wie Michelangelo, Monet, Van Gogh oder

Picasso. Wenn Sie Spaß an der Kunst haben können Sie die Kunstwerke in der App kommentieren

oder mit anderen Kunstliebhabern darüber diskutieren. Die Bilder lassen sich außerdem

auch ganz einfach mit Freunden teilen.

Bewertung: ★★★★★

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31772

streambels AirPlay

3,49 Euro

Mit der Anwendung Streambels AirPlay streamen Sie Musik,

Fotos und auch Videos von Ihrem Androiden an Airplay- oder

DLNA-Empfänger. Die Applikation mit eleganter Oberfläche

scannt nach dem Start das WLAN-Netzwerk nach kompatiblen

Geräten. Die passende Hardware wird Ihnen dann in einer Liste

angezeigt. Nach der Installation können Sie die Anwendung fünf

Tage lang ohne Einschränkungen nutzen. Nach Ablauf dieser

Frist stellt das Programm die Funktion ein. Sollten Sie die App

dann weiter nutzen wollen, müssen Sie durch einen In-App-Kauf

eine Lizenz erwerben.

Bewertung: ★★★★★

56

März 2014

Android-UsEr.dE


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Diana Hahn

Neuheiten

TesTerGebNIs

★★★★★

ausgezeichnet

Das Haushaltsbuch

kostenlos

Glo Full: Icon

Pack

1,20 Euro

Das Haushaltsbuch führt Ihnen vor Augen, wofür Sie

Ihr Geld ausgeben und wie viel Sie noch übrig

haben. Dazu richten Sie nach dem Start der App ein-

fach einen Account ein, in den Sie Ihren Kontostand

sowie alle Einnahmen und Ausgaben eintragen. Mit

einem Klick auf das Pluszeichen am oberen Bild-

schirmrand erstellen Sie einen neuen Eintrag.

Bewertung: ★★★★★

Wenn Sie genug von den immer glei-

chen langweiligen Icons haben, dann

sollten Sie schleunigst für Abwechslung

auf Ihrem Smartphone sorgen. Mit Glo

Full holen Sie sich ein frisches Icon

Pack auf Ihr Gerät, das viele bekannte

Launcher unterstützt. Die Pro-Version

der Anwendung bringt über 580 hochauflösende

Icons sowie sechs per mit. Bewertung: Wallpa-

★★★★★

AllCast Premium

3,65 Euro

Mit der App AllCast lassen sich Videos vom

Smartphone auf DLNA-fähige Geräte wie

Smart-TVs, oder PlayStation streamen. Die

Handhabung der App ist einfach, denn die All-

Cast-App integriert sich automatisch in das

Sharing-Menü aller Medieninhalte. Alle Emp-

fangsgeräte tauchen per Knopfdruck in

einem separaten Fenster auf. Mit einem Klick

auf eines der Geräte startet das Streaming.

Bewertung: ★★★★★

Der große

Mondkalender

1,99 Euro

Der große Mondkalender informiert Sie darüber,

in welcher Phase und Sternzeichen der

Mond gerade steht. In der Anwendung schlagen

Sie nach, welche Arbeiten in Haus und

Garten Sie in der momentanen Phase erledigen

sollten oder wann

Sie sich am besten um

Ihre Gesundheit küm-

mern. Nach dem Start

landen Sie in der Tages-

ansicht. Hier erfahren

Sie welche Auswirkun-

gen der Mondstand auf

120 Aktivitäten in Le-

bensbereichen wie Allgemeines,

Gesundheit,

Haushalt & Garten hat.

Bewertung: ★★★★★

richtig-tanken.de

kostenlos

Mit der App richtig-tanken.de finden Sie die

Tankstelle mit den niedrigsten Spritpreisen in

Ihrer Umgebung. Ihren Standort ermittelt die

Anwendung mit Hilfe von

GPS. In den Suchoptionen

geben Sie ein, wel-

chen Kraftstoff Sie tanken

möchten. Die App filtert

die Tankstellen in Ihrer

Umgebung dann nach

diesem Kriterium und

zeigt Ihnen diese sortiert

nach dem Preis (von

günstig zu teuer) oder

der Entfernung an.

Bewertung:

★★★★★

TesTerGebNIs

★★★★★

ausgezeichnet

58

März 2014

ANdroid-User.de


APPS

Neuheiten

Datei

Manager

Pro

1,99 Euro

Der Datei Manager verwaltet

Ihre Ordner und Dateien bequem

auf dem Smartphone. Um sich auf dem

Display Dateien anzeigen zu lassen, verwenden

Sie meistens die Galerie oder die Musik-App.

Wenn es aber darum geht, mehrere Bilddateien

in eine ZIP-Datei zu packen, sind die Grenzen

dieser App erreicht. Für solche Fälle gibt es den

Datei Manager. Mit der integrierten Oberfläche

lassen sich Dateien ganz einfach kopieren, ausschneiden,

verschieben oder in ZIP-Ordnern zusammenfassen.

Bewertung: ★★★★★

Keepy – Die bilder

Ihrer Kleinen

kostenlos

Kinder werden viel zu schnell groß. Am liebsten

würde man jeden Sprechversuch und

jedes Kunstwerk der Kleinen für die Ewigkeit

konservieren, damit man sich auch noch

Jahre später an die schöne Zeit erinnert. Um

so viele Erinnerungen wie möglich zu bewahren,

gibt es die App Keepy. Mit ihr halten

Sie in Bildern, Videos und Audioaufnahmen

die ersten Geh- oder Sprechversuche und

andere Ereignisse Ihrer Kinder, Enkel oder

Nichten und Neffen fest.

Bewertung: ★★★★★

Jelly

kostenlos

Jelly ist eine Anwendung, deren Nutzer sich gegenseitig

helfen. Mit dieser App können Sie Ihre

Freunde aus sozialen Netzwerken mit Fragen zu

verschiedensten Themen löchern. Nach der An-

meldung über Twitter oder

Facebook kann es gleich los-

gehen: Nun haben Sie die

Möglichkeit, über Jelly eine

Frage an Ihre Freunde bei

Twitter und Facebook zu

richten. Im Mittelpunkt die-

ser App stehen Bilder. Sie

posten zum Beispiel ein

Foto einer Pflanze oder

eines Gegenstands und

stellen Ihren Freunden

dazu eine Frage.

Bewertung: ★★★★★

Pin Drop

kostenlos

Waren Sie vor Kurzem an einem besonders interessanten

oder schönen Ort? Wenn Sie diesen

auf jeden Fall wiederfinden möchten, ist

Pin Drop die perfekte Anwendung für Sie. Wie

der Name der Anwendung schon verrät, lassen

sich mit ihr Pins in einer Karte verteilen, um

besondere Plätze und Orte zu markieren. Nach

dem Start der Applikation legen Sie zunächst

ein Benutzerkonto an. Dazu verwenden Sie

entweder einen Benutzernamen und Ihre E-

Mail-Adresse oder Sie melden sich einfach mit

den Daten Ihres Facebook-Accounts an. Danach

öffnet sich direkt ein Schnellstart-Fenster.

Darin können Sie zwischen mehreren Optionen

wählen. Zu den Auswahlmöglichkeiten

gehören Freunde finden oder Pin droppen.

Bewertung: ★★★★★

TesTerGebNIs

★★★★★

ausgezeichnet

bring! einkaufsliste

2,69 Euro

Apps, mit denen man Einkaufslisten führen kann, gibt es viele im Play Store.

Aber mit wohl keiner App geht das einfacher als mit Bring! Einkaufsliste. Nach

dem Start wählen Sie eine Kategorie aus, in die der Artikel gehört, den Sie einkaufen

wollen. Mit einem Klick auf die Kategorie öffnen sich Bilder der betreffenden

Produkte. Sobald Sie das Gewünschte anklicken, erscheint es auf Ihrer

Liste. Tippen Sie länger auf den Artikel, lässt sich auch die Menge eintragen.

Bewertung: ★★★★★

Alle

linkS>

www.android- user.de/qr/31771

ANdroid-User.de März 2014 59


Apps

Dialer-Apps

Sie finden die Telefon-App

von Android unpraktisch

oder möchten etwas Neues

testen? Unser Artikel zeigt

Ihnen sieben Alternativen.

Peer Kintrup

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31730

Rocket Dial

Dialer & Contacts

Die App mit dem sperrigen Namen cketDial Dialer & Contacts liegt mit

Romehr

als 100.000 Downloads an der

Spitze der Download-Charts. Nach erfolgter tallation heften sich zwei Icons auf den Homescreen.

Der RocketDial-Telefonhörer öffnet statt

Ins-

des Standard-Hörers seine Ansicht der Nummerntastatur

und das Contacts-Symbol führt

direkt in die Kontakt-Auswahl. Beide Icons führen

zur gleichen Bedienoberfläche, nur zu unterschiedlichen

Registerkarten.

Das Raketen-Telefon wurde für größere Phones

optimiert wie – beispielhaft vom Anbieter

genannt – das Note 3. Wir haben die Anwendung

außer auf dem Note 3 auch auf dem

Galaxy S4 installiert und sie sieht genauso

gut aus, geradezu exzellent!

TeSTeRgebniS

★★★★★

ausgezeichnet

www.android-user.de

Dialer+

Nicht ganz so viele Funktionen

und Einstellungen bringt die

kostenlose Anwendung Dialer+

mit, dafür hat die Anwendung aber

ein sehr aufgeräumtes Design mit

dabei. Und das erstrahlt im schönsten

Holo-Look. Die reduzierten Optionen

der Anwendung verhindern außerdem,

dass man sich zu einer Reise in tief verschachtelte

Menüs verleiten lässt. In

dieser Anwendung lassen sich außerdem

Accounts hinzuschalten. Zu diesen

gehören neben den Google-Kontakten

auch Twitter, LinkedIn, Forsquare

und natürlich Facebook.

Old Phone Dialer

Retro statt Holo: Die Generation

Ü50 mag Wählscheiben

für nostalgisch halten, für

Nerds sind sie aber einfach nur trendy!

Bereits in den Einstellungen können

Sie zwischen sechs richtig tollen Layouts

wählen, angefangen von dem Original-Bakelit-Schwarz

über eine Holzscheibe

bis zum Alu-Look. Ein Wow-Effekt

ist die realistische Akustik, die eine

jüngere Nutzerin im Play Store mit

„Komisches Geräusch!“ kommentierte.

Die nervigen Leadbolt-Anzeigen

machen die tolle App allerdings zunichte.

Simple Dialer

Widget

Das Widget stellt ein typisches

Dialer-Layout direkt auf Ihrem

Homescreen dar und erlaubt

den schnellen Zugriff auf die Telefonfunktionen.

In den Einstellungen der

Anwendung lassen sich außerdem

viele Details konfigurieren. Diese Konfiguration

ist zu empfehlen, um die

Wähltasten an die Screengröße und

die Auflösung des Displays anzupassen.

Ob ein Widget gegenüber einer zu

öffnenden Telefon-App von Vorteil sein

kann, muss jeder Vieltelefonierer für

sich entscheiden.

kostenlos

Deutsch|Version 1.6|955 KByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 2.2|5,1 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.5.2|120 KByte

★★★★★

60

März 2014

AnDroiD-User.De


Apps

Dialer-Apps

Natürlich ist auch die

T9-Funktion dabei.

Damit wählen Sie

einen Namen, ohne

im SMS-typischen

Stil eine Ziffer zwei-

oder gar dreimal

drücken zu müs-

sen. Zu den zahlrei-

chen außerge-

wöhnlichen Funk-

tionen gehört die

Wahl von Kontakt-

listen aus mehreren

Accounts.

Neben dem

Google-Account,

Skydrive und selbst angelegten

Kontakten gehört hier auch Facebook

dazu. Nach dem kostenlosen Downlaod

der Erweiterung Rocket Blocker tragen Sie

„schwarze Schafe“ einfach in eine Blacklist

ein. Dieses Plugin beinhaltet umfangreiche

Features wie das Definieren bestimmter

Uhrzeiten, zu denen

die ausgewählten Anrufer

dann blockiert

werden sollen. Mit der

Rocket-Backup-App

können Sie Kontakte,

Anruflisten und SMS sichern

und natürlich bei

Bedarf wiederherstellen.

Rocket-Widget legt

eine bebilderte Kontaktliste

auf den Screen.

Wie bei kaum einem anderen

Dialer lässt sich

das überaus ansprechend

gestaltete Layout

sehr vielseitig konfigurieren. Zahlreiche

weitere – zumeist kostenlose –

Themes für diese Anwendung gibt es

im Google Play Store.

kostenlos

Deutsch|Version 3.6.6|3,2 MByte

★★★★★

espier Dialer

Diese Telefon-App gehört auf

jedes Handy, das wie ein

iPhone aussehen soll. Dem

Dialerpad steht im typischen iOS-Stil

das volle Display zur Verfügung, weil

die eingehenden Telefonate auf einer

weiteren Seite separat angezeigt werden.

Hier wählen Sie in den beiden

oberen Registerkarten, ob alle Anrufe

oder nur die entgangenen angezeigt

werden sollen. Natürlich gibt es in der

Anwendung auch die übliche Kontaktlistenansicht.

Sonderfunktionen oder

andere nennenswerte Einstellungen

sucht man jedoch vergeblich.

Dialer One

TeSTeRgebniS

★★★★★

ausgezeichnet

www.android-user.de

Die Dialer One-App bietet dem

Nutzer zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten,

die sehr

sinnvoll sind. So können Sie in der Anwendung

unter anderem zwischen fünf

verschiedenen Themes wählen, die

Darstellung Ihrer Kontakte vielfältig beeinflussen,

Gesten nutzen, Farben verändern

und vieles mehr. Erfreulich ist

außerdem, dass Sie nicht tiefer als

zwei Ebenen in das Menü hinein müssen,

alle Funktionen der Anwendung

selbsterklärend sind und so auch nicht

das Gefühl entsteht, eine dieser Einstellungen

sei überflüssig.

big Dialer –

big buttons

Der Big Dialer ist eine gute Lösung

für alle, die immer wieder

mit den kleinen Tasten

von Smartphones oder einer Sehschwäche

zu kämpfen haben. Die Anwendung

ist sehr schlicht aufgebaut

und ermöglicht dem Nutzer lediglich

den Zugriff auf die Wählfunktion und

das Anrufprotokoll. Ein eigenes Adressbuch

bringt die Anwendung also

nicht mit. Der Rufaufbau erfolgt über

die Standard-Telefon-App. Im Gegenzug

benötigt die Telefon-App aber auch

keine fragwürdigen Berechtigungen.

kostenlos

Deutsch|Version 4.0|2 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 2.1.9|2,4 MByte

★★★★★

0,66 Euro

Englisch|Version 1.2|280 KByte

★★★★★

AnDroiD-User.De März 2014 61


Apps

schlaf-Apps

Vergleichstest: Schlaf-Apps gegen Schlaf-Tracker

Android

wacht

Es gibt Menschen, die

sehr unruhig schlafen,

andere wiederum liegen

kaum im Bett,

schon sind sie tief und

fest eingeschlummert.

Aber woran liegt das?

Und wie gut ist Ihr

Schlaf? Mit der passenden

App oder Hardware

lässt sich das

messen.

Kathrin Schmitt

Apps wie Sleep as Android [LINK 1]

mit der Erweiterungs-App SleepStats

[LINK 2] und SleepBot [LINK 3]

zeichnen Ihre Schlafphasen auf

und analysieren Ihren Schlaf. So können Sie

ganz einfach herausfinden, ob Sie beispielsweise

zu wenig Tiefschlafphasen in der

Nacht haben oder generell zu wenig Stunden

schlafen. Wir haben die beiden Anwendungen

im Test mit dem Sportarmband fitbit Flex

von fitbit [LINK 4] verglichen.

Sleep as Android

Um Ihren Schlaf mit der App Sleep

as Android zu messen, müssen Sie

zunächst den Wecker einstellen. Sie

finden ihn als ersten Menüpunkt oben links.

Wenn Sie die Funktion Schlaues wecken nutzen,

die Sie unter den Wecker-Einstellungen

auswählen, bestimmt die App den Zeitpunkt,

in dem es entsprechend Ihrem Biorhythmus

am besten ist, aufzustehen. Dabei legen Sie

fest, innerhalb welcher Zeitspanne nach dem

eingestellten Zeitpunkt Sie spätestens aufgeweckt

werden möchten. Das Minimum beträgt

30 Minuten Toleranz. In unserem Test

klingelte der Wecker meistens in den ersten

zehn Minuten der Toleranzphase.

Unter den Wecker-Einstellungen finden Sie

auch den Punkt Es ist Zeit, ins Bett zu gehen.

Damit legen Sie fest, ob die App Sie abends

daran erinnern soll, schlafen zu gehen.

Damit die App richtig funktioniert, muss das

Handy übrigens die Nacht über neben Ihrem

Kopf liegen. Wenn die Messung klappt,

zeichnet die Anwendung bis zum nächsten

Morgen Ihre Schlafphasen auf und zeigt

Ihnen in einem Diagramm an, zu welcher

Uhrzeit Sie im Leichtschlaf oder Tiefschlaf

waren. Pro Nacht durchleben Sie etwa vier

bis sechs Schlafzyklen. Oben links finden Sie

den Anteil Ihrer Tiefschlafphasen in Prozent

und die Anzahl Ihrer Schlafzyklen. Und diese

Werte sind entscheidend: Je länger Sie im

Tiefschlaf waren, desto besser sollten Sie

sich am Morgen fühlen.

Die ersten Zyklen sollten von leichtem

Schlaf geprägt sein, dann folgen Tiefschlafphasen

und Traumphasen, zum Morgen hin

wird der Schlaf leichter. Wie Sie sich in der

Nacht oder nach dem Aufwachen fühlen,

können Sie vor dem Speichern der Aufzeichnung

dazuschreiben und Sterne von 1 bis 5

vergeben. Eine detaillierte Aufzeichnung liefert

die Erweiterung von Sleep as Android,

SleepStats. Aber auch hier liegt das Smartphone

die ganze Nacht neben Ihrem Kopf.

SleepBot

Die kostenlose App SleepBot liefert

keine so detaillierten Auswertungen.

Sie verfügt über vier Symbole

im Menü. Wenn Sie auf das erste Symbol klicken,

einen Halbmond, haben Sie die Möglichkeit,

über den Button going to sleep das

Schlaftracking zu starten. Darunter wählen

Sie aus, ob Sie mittels Alarm über den

schlauen Wecker wach werden möchten

(identisch mit der Funktion, die auch die

App Sleep as Android bietet), ob die App

Ihre Bewegungen in der Nacht aufzeichnen

und/ oder Geräusche, wie zum Beispiel

Schnarchen, aufnehmen soll. Die Aufnahme

von Bewegungen funktioniert allerdings nur,

wenn Sie sich lediglich geringfügig vom

Smartphone entfernen; das Aufnehmen von

Hermin Utomo, 123RF

62

März 2014

Android-User.de


Apps

schlaf-Apps

Abb. 1: Der Wecker der App Sleep

as Android klingelt, wenn es für

Ihren Biorhythmus am besten ist.

Abb. 2: Mit einem Kommentar und

der Vergabe von Sternen führen

Sie ein Schlaftagebuch.

Abb. 3: Auch über Ihr persönliches

Schlafdefizit informiert Sie die

Anwendung SleepStats.

Abb. 4: Die App SleepBot hat im

Dezember ein komplett neues Layout

spendiert bekommen.

Geräuschen hat in unserem Test überhaupt

nicht geklappt. Über das zweite Symbol,

einen Notizblock, erhalten Sie ein Protokoll,

das zeigt, an welchem Tag Sie wie lange geschlafen

haben und ob die Schlafdauer zu

lang oder zu kurz gewesen ist. SleepBot

empfiehlt acht Stunden Schlaf.

Klicken Sie auf das Diagramm-Symbol im

Menü, zeigt Ihnen die App anhand einer

Linie in einem Schaubild (vertikal die Zeitangabe

in Stunden, horizontal die Zeitangabe

nach Datum), ob Sie im Verlauf mehr (die

Anzeige


Apps

schlaf-Apps

Abb. 5: Wenn Sie zu Bett gehen, klicken

Sie in der App von fitbit auf

Schlaf jetzt beginnen.

Abb. 6: Das Fitbit-Armband überwacht

nicht nur Ihren Schlaf, sondern

zählt auch Ihre Schritte..

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31958

Linie geht nach oben) oder weniger (die

Linie geht nach unten) schlafen. Ein Fragezeichen

in einer Sprechblase bildet den letzten

Menüpunkt. Anstelle einer individuellen

Auswertung liefert die App nur allgemeine

Tipps. Um sich daran erinnern zu lassen,

wann es Zeit ist, zu Bett zu gehen, tippen Sie

unter den Wecker-Einstellungen auf Schlafenszeit!

Erinnerung und setzen entsprechende

Häkchen. Fazit: Die App kann mit

Sleep as Android nicht mithalten.

Hardware als Schlaftracker

Die beste Methode, um den Schlaf zu protokollieren,

bot in unserem Test das Sportarmband

fitbit Flex von fitbit. Es besteht aus

einem Tracker und einem Gummiarmband.

Bestellen können Sie es unter www.fitbit.

com oder bei Amazon in unterschiedlichen

Farben von Blau bis Pink zum Preis von rund

90 Euro. Geliefert wird das Armband mit

einem kleinen WLAN-Dongle. Über diesen

USB-Stick übertragen Sie die gemessenen

Daten auf einen Windows-PC bzw. in die

Cloud. Von der Cloud aus landen dann die

Daten in der Android-App. Alternativ versteht

sich das Fitbit-Band auch direkt mit

dem Android-Smartphone, sofern Ihr Handy

über Bluetooth-4.0-Support verfügt (Low

Energy). Laden Sie sich dann die App fitbit

[LINK 5] aus dem Play Store herunter. Wenn Sie

das Armband nutzen möchten, um Ihren

Schlaf digital zu verfolgen, klicken Sie in der

App auf den Menüpunkt Schlaf und anschließend

oben rechts auf das Pluszeichen. Es öffnet

sich ein Feld mit dem Text Schlaf jetzt beginnen.

Wenn Sie diese Funktion wählen, ist

der Schlaftracker aktiv. Am nächsten Morgen

klicken Sie auf Ich bin wach. Ohne App steuern

Sie die Aufzeichnung über Ihr Armband,

indem Sie vor dem Zubettgehen

ein bis zwei Sekunden

darauf drücken, bis das

Flex vibriert und zwei der

fünf Lämpchen aufleuchten.

Am Morgen tippen Sie erneut

für ein bis zwei Sekunden

auf das Armband, um

den Schlaftracker zu beenden.

Das Band vibriert und

alle Lämpchen leuchten auf.

In der fitbit-App lesen Sie

dann nach, wie lange Sie geschlafen

haben, und sehen

sich Ihren in die verschiedenen

Phasen unterteilten

Schlafrhythmus an. Die App

sagt Ihnen so, wie viele Minuten

Sie insgesamt ruhelos

Abb. 7: Der fitbit Flex Tracker misst

nicht nur Ihren Schlaf, sondern

auch Ihre sportlichen Aktivitäten.

oder wach waren. Das Armband ermöglicht

– im Vergleich zu den anderen Schlaf-Apps –

eine deutlich praktikablere und genauere

Messung sowie zusätzliche Features. Der Tracker

zählt beispielsweise Ihre Schritte, misst

Ihren Kalorienverbrauch und die Distanzen,

die Sie über den Tag hinweg zurücklegen. Sie

können Ziele definieren, zum Beispiel, Gewicht

zu verlieren, dazu einen Ernährungsplan

erstellen und täglich überprüfen, welche

Fortschritte Sie gemacht haben. Natürlich

gibt es auch (kostenlose) Apps mit diesen

Funktionen im Play Store. Mit dem Armband

haben Sie allerdings all diese Funktionen gebündelt

und müssen nicht stets Ihr Smartphone

am Körper tragen. Ähnliche Funktionen

wie fitbit Flex bietet das Sportarmband

UP von Jawbone [LINK 6], das in Android User

09/ 2013 getestet wurde [LINK 7]. Mit 129 Euro

ist es etwas teurer. Als zweite Alternative eignet

sich das Misfit Shine [LINK 8] (Testbericht

in dieser Ausgabe von Android User) zum

Preis von rund 110 Euro.

Schlafen mit dem Handy?

Wegen der Strahlenbelastung und der Störung

durch SMS oder Anrufe in der Nacht

empfiehlt es sich, den Flugmodus des Smartphones

einzuschalten, wenn Sie eine Schlaf-

App nutzen möchten. Um eine genaue Messung

zu erhalten, müssen Sie das Gerät –

und das gilt für alle Schlaf-Apps – so nah wie

möglich neben Ihrem Kopf platzieren. Außerdem

sollte der Akku voll aufgeladen sein, im

günstigsten Fall schließen Sie Ihr Smartphone

an eine Steckdose an, damit es sich

nicht mitten in der Nacht ausschaltet. Nicht

nur für Menschen, die sich viel im Schlaf bewegen,

ist das keine praktikable Lösung. Das

Handy stört im Bett. Die hier vorgestellten

Apps eignen sich also nur

dazu, sporadisch den Schlaf

zu überprüfen. Einfacher

und praktischer sind

Sportarmbänder wie das Exemplar

von fitbit. Die Armbänder

sind nicht nur bequemer,

sondern die Messungen

auch genauer, egal

wie oft Sie sich drehen. Der

Akku des fitbit Flex hält

etwa eine Woche, wenn Sie

das Armband Tag und Nacht

tragen. Laut Beschreibung

können Sie es sogar beim

Duschen anbehalten. Noch

längere Laufzeiten schafft

das ebenfalls wasserfeste

Misfit Shine.

● ● ●

64

März 2014

Android-User.de


apps

Aviate Launcher

Aviate Launcher passt sich automatisch an

Aviate

Beta

Sie suchen einen neuen Launcher, der nicht in erster Linie auf Design

und Aussehen spezialisiert ist, sondern tolle Funktionen bietet, und Sie

haben kein Problem damit, wenn diese App englisch spricht? Dann

holen Sie sich Aviate! Viet Anh Nguyen, Marcel Hilzinger

Aviate ist ein komplett neuer Homescreen-Ersatz

für Android. Die seit

Januar zu Yahoo gehörende App

[LINK 1], [LINK 2] verfügt über keine

allzu großen Personalisierungsmöglichkeiten

und ist deshalb nicht für die Zielgruppe der

Modder oder Theme-Fans gedacht. Aviate

punktet dafür aber mit anderen Stärken: Der

Launcher ist so aufgebaut, dass er sich automatisch

an Ihre Umgebung und Ihre Bedürfnisse

anpasst und Ihnen stets den passenden

Homescreen und die benötigten Anwendungen

präsentiert.

Je nach Tageszeit

So passt sich der Aviate Launcher automatisch

der Tageszeit und Ihrem Standort an.

Wenn Sie morgens beispielsweise aufstehen

und Ihr Smartphone aktivieren, zeigt Ihnen

der Homescreen das Wetter, Termine, Nachrichten

und Apps an. Sind Sie dagegen unterwegs,

liefert Ihnen der Launcher passende

Applikationen für unterwegs und zeigt Ihnen

Orte in der Nähe an. Dazu zählen unter anderem

Restaurants, Geschäfte, Bibliotheken,

öffentliche Gebäude und noch vieles mehr.

Die entsprechenden Informationen holt sich

die App bei Foursquare [LINK 3].

Befinden Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz,

erhalten Sie Schnellzugriffe auf wichtige Anwendungen,

die Sie für Ihre Arbeit benötigen,

etwa zum Erstellen von Terminen oder

Schreiben von E-Mails. Am Abend und bis in

die Nacht zeigt Ihnen der Launcher dann

schließlich Anwendungen für den Abend

und natürlich die Wecker-App an. Dies alles

gilt für den Homescreen.

Nur mit EiNladuNg

Aviate befindet sich aktuell (Stand Mitte Januar

2014) noch in einer geschlossenen Betaphase.

Sie brauchen eine Einladung, um den

Launcher nutzen zu können. Wenden Sie sich

per E-Mail an die Redaktion, wenn Sie eine Einladung

erhalten möchten.

66

März 2014

Android-User.de


apps

Aviate Launcher

Erster Start

Beim ersten Start müssen

Sie sich registrieren und

den für die Betaversion nötigen

Code eingeben (siehe

Kasten). Eine Einladung

erhalten Sie auch, wenn

Sie sich auf der Webseite

registrieren. Hat alles geklappt,

startet der Launcher

und zeigt Ihnen eine

kurze Einleitung der verschiedenen

Funktionen an,

die gut bebildert ist.

Anschließend erscheint

der Systemdialog zur Abfrage

des Standardprogramms

für den Homescreen.

In der Anleitung

wird Ihnen bereits gezeigt,

wie Sie Aviate als neuen Standard-Homescreen

festlegen: Tippen Sie dazu das Aviate-

Symbol an und anschließend die Schaltfläche

Immer. Somit müssen Sie nicht jedes Mal erneut

Aviate auswählen, wenn Sie auf den

Homebutton des Smartphones tippen. Anschließend

landen Sie auf dem Homescreen

und bekommen eine zweite kurze Einführung

zum Launcher.

Möchten Sie später wieder zum ursprünglichen

Standard-Launcher Ihres Smartphones

wechseln, dann öffnen Sie die Einstellungen,

wählen den Eintrag Apps aus und klicken auf

Aviate. Scrollen Sie etwas nach unten, finden

Sie einen Button Standardeinstellung zurücksetzen.

Einmal angetippt, erscheint beim

Drücken des Homebuttons erneut der Abfragedialog

für den Launcher. Hier lässt sich

nun wieder Ihr alter Launcher einstellen.

Der Homescreen von Aviate zeigt zehn für

Sie vorgeschlagene Apps

und ein Foto-Widget an.

Wenn Sie den Bildschirm

von unten nach oben ziehen,

sehen Sie das Foto-

Widget und Ihre favorisierten

Anwendungen für den

jeweiligen Arbeitsbereich

(voreingestellt ist Home).

Um neue Apps hinzuzufügen,

wischen Sie nach

rechts, bis Sie zur App-

Übersicht gelangen, und ziehen

Sie die gewünschte App

auf den Startbildschirm.

Per Wischgeste nach

unten oder durch Drücken

der Home-Taste öffnen Sie

das Wetter-Widget und die

Abb. 1: Aviate zeigt Ihnen anfangs

eine kleine Anleitung dazu, wie

der Launcher aufgebaut ist.

Abb. 3: Ein Überblick über die

Anwendungen, die den Kategorien

passend zugeordnet wurden.

Abb. 2: Wechseln Sie ganz leicht

von Aviate zurück zu Ihrem alten

Launcher.

App-Auswahl für Home. Hier fällt Ihnen vermutlich

zuerst auf, dass das Wetter viel zu

warm ist. Das liegt daran, dass Aviate Ihnen

die Temperatur in Fahrenheit statt Celsius anzeigt.

Halten Sie das Wiget mit dem Finger

gedrückt, um zwischen den beiden Einheiten

zu wechseln. Das schlichte Widget zeigt

Ihnen auch die zu erwartenden Höchst- und

Tiefsttemperaturen für den aktuellen Tag an.

Oben links stellen Sie den Wecker und über

das Symbol oben rechts schalten Sie Ihr

Smartphone stumm. Dazwischen befinden

sich die Icons für den Arbeitsbereich Home.

Auch hier lassen sich per Drag&Drop ganz

einfach neue Applikationen hinzufügen.

Aviate besteht aus drei verschiedenen

Screens: Rechts vom Homescreen befindet

sich die Seite Collections, eine nach Kategorien

sortierte App-Sammlung. Aviate scannt

Ihre installierten Apps und ordnet Sie automatisch

in passenden Kategorien.

Eine Neusortierung

ist möglich, über das Zahnradsymbol

oben rechts legen

Sie fest, welche Kategorien

der Launcher überhaupt anzeigen

soll.

Gehen Sie einen Bildschirm

weiter nach rechts

und Aviate zeigt Ihnen alle

installierten Apps in alphabetischer

Reihenfolge an.

Das sorgt für den nötigen

Überblick. Von hier aus können

Sie Ihre gewünschten

Anwendungen durch

Drag&Drop auf dem Homescreen

platzieren oder in die

App-Sammlung ziehen und

Android-User.de März 2014 67


apps

Aviate Launcher

aber auch bequem wieder

deinstallieren.

Eine Besonderheit des

Aviate Launchers sind die

App-Empfehlungen. Klicken

Sie bei einer Collection

auf das Viereck mit

dem Pluszeichen, dann

schlägt Ihnen der Launcher

eine passende Anwendung

zur Installation

vor. Auf diesem Weg lassen

sich wirklich einfach

tolle neue Apps finden.

Abb. 4: Alle installierten Apps in

alphabetischer Reihenfolge – das

sorgt für Klarheit.

allE

liNks>

www.android- user.de/qr/31971

Arbeitsbereiche

Ganz links findet sich das

Seitenmenü, über das Sie

zwischen den „Spaces“

(Arbeitsbereichen) Home,

Morning, Work und Going zeigten Spaces.

somewhere hin und her

wechseln. Hier finden Sie auch die Aviate-

Einstellungen und Orte in Ihrer Nähe. Befinden

Sie sich zum Beispiel gerade am Karlsplatz

(Stachus) in München und klicken auf

Nearby, teilt Ihnen die Anwendung mit, was

sich nun alles in Ihrer Umgebung befindet.

Ein Fingertipp auf den Karlsplatz-Eintrag

zeigt Ihnen Tipps zur Location an. Diese holt

sich Aviate von Foursquare. So gelangen Sie

zum Beispiel in einem Hotel an das Passwort

für das verschlüsselte WiFi oder andere Nutzer

warnen Sie davor, in einem Restaurant

ein bestimmtes Gericht zu essen.

Widgets

Auf den ersten Blick nicht ersichtlich, unterstützt

Aviate sämtliche Widgets von Android.

Vorinstalliert ist aber nur

das Fotorahmen-Widget.

Halten Sie dieses länger gedrückt,

erscheint ein Auswahldialog

für das Foto.

Hier tippen Sie oben rechts

auf Add Widgets, um eines

der typischen Android-Miniprogramme

hinzuzufügen.

Über den Homebutton gelangen

Sie schnell wieder

zur Übersicht zurück.

Personalisierung

von Aviate

Aviate ist kein Launcher mit

vielen Anpassungsmöglichkeiten

wie andere Launcher

und bezweckt dies auch gar

nicht. Aviate überzeugt

Abb. 5: Im Seitenmenü wechseln

Sie manuell zwischen den ange-

Abb. 7: Entscheiden Sie sich zwischen

einem hellen und einem

dunklen Design.

Abb. 6: Aviate zeigt Ihnen Fotos

sowie Informationen zu Ihrer

Umgebung an.

durch die schnelle und einfache Nutzung.

Dennoch lassen sich ein paar Kleinigkeiten

einstellen. So können Sie in den Einstellungen

zwischen einem hellen (Standard) und

einem dunklen Design wählen. Zudem finden

Sie hier einen Button, der den Energiesparmodus

aktiviert. Dieser Modus schaltet

Bluetooth und das WiFi aus, reduziert die

Synchronisation im Hintergrund und verringert

die Bildschirmhelligkeit.

Fazit

Im Test haben wir Aviate auf dem Samsung

Galaxy S3, dem Nexus 5/ 7 und auch dem

HTC One X+ ausprobiert und waren generell

sehr zufrieden mit dem Launcher. Er ist vor

allem für Nutzer mit sehr vielen Anwendungen

eine äußerst nützliches

Hilfsmittel. Die schnelle und

einfache Art von Aviate hat

uns überzeugt. Auch die

Kontextinformationen, die

Aviate liefert, sind nützlich

und machen Google Now in

vielen Fällen überflüssig.

Leider kam es beim Aviate

Launcher auf dem Galaxy

S3 wiederholt zu Hängern

und das Handy fror komplett

ein, sodass wir den

Akku aus dem Handy herausnehmen

mussten. Der

Launcher befindet sich aber

noch in der Betaphase. Auf

den anderen Testgeräten

verrichtete die Aviate-App

ihre Arbeit einwandfrei. ● ● ●

68 März 2014


spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31777

Gemini Rue

TeSTeRGebniS

★★★★★

ausgezeichnet

Gemini Rue ist ein Adventure Game der alten

Schule, nur ohne Humor. Denn Gemini Rue ist

todernst. In diesem Spiel geht es um Leben und Tod, um die Zukunft,

um Gedächtnislücken, Drogen, Verbrecher und Verschwörungen. Sie spielen

eine Figur mit dem Namen Azriel, die auf einem Planeten nach einer Person

namens Matthius Howard sucht. Dieser kann Azriel vermutlich dabei helfen, seinen

Bruder zu finden, der als vermisst gilt. Natürlich gibt es auch einen Bösewicht

und dieser tritt in Form der Verbrecherorganisation Boryokudan auf. Diese scheint

den Planeten, auf dem Azriel gelandet ist, zu kontrollieren und ihn an seinen

Nachforschungen zu hindern. Das

Spiel nimmt eine interessante Wendung,

wenn man plötzlich eine zweite

Figur steuern kann. Diese Figur heißt

Delta-Six, sie befindet sich in einem

Rehabilitationszentrum für Kriminelle

und hat ihr Gedächtnis verloren. Wie

sich schnell herausstellt, hat Delta-Six

schon einige Ausbruchsversuche hinter

sich. Er freundet sich mit Giselle

an, die sich an den „alten“ Delta-Six

TeSTeRGebniS

★★★★★

ausgezeichnet

The Cave

Ein guter Name macht noch

kein grandioses Spiel. Ein

gutes hingegen schon. Wie

The Cave, das von der Entwicklerlegende

Ron Gilbert kreiert wurde. The

Cave ist ein ansehnliches Adventure, in

dem man drei von sieben Figuren aussucht

und mit ihnen eine Höhle durchkämmt.

Typischer Ron-Gilbert-Humor

und eine charmante Grafik heben das

Spiel von anderen Adventures ab,

doch die Rätsel sind manchmal unlogisch,

die Steuerung ist unpräzise und

der Humor ist oft zu dick aufgetragen.

Es ist leider nicht der Abenteuer-Meilenstein,

den man sich gewünscht

hätte, aber dennoch sehr interessant.

Knightmare Tower

Das Spiel ist ein Knaller!

Knightmare Tower ist, als

hätte man Doodle Jump auf

den Kopf gestellt. Ein Ritter rast mit

einer Rakete einen Turm empor. Er will

die Prinzessinnen retten, die dort eingesperrt

sind. Er verliert an Schubkraft,

also schwingt man ihn per Fingertipp

in Richtung der Monster. Man

schwenkt das Handy und bewegt ihn

so nach links und rechts. Jeder Hieb

treibt ihn weiter nach oben. Doch de

Zahl der Hiebe ist begrenzt und je

höher man gelangt, desto widerspenstiger

werden die Monster. Sehr motivierend

ist die Menge an Upgrades, die

man im Laufe des Spiels erhält.

Solar Flux HD

Solar Flux ist ein Geschicklichkeitsspiel

im All. Eine Raumsonde

fliegt durch den Weltraum,

mit einer begrenzten Menge

Treibstoff. Auf dem Weg sollen Sie

Plasmateilchen einsammeln und anschließend

auf die Sonnen schießen,

um diese auf 100 Prozent zu bringen.

Das ist ganz schön knifflig, denn die

Sonde lässt sich nur schwer steuern.

Geraten Sie in die Umlaufbahn von

Planeten, müssen Sie der Sonde aber

im richtigen Augenblick einen Schub

versetzen, um Ihre Reise fortzusetzen.

Ein nettes, manchmal etwas frustrierendes

Spiel, das mehr Charme und

Atmosphäre vertragen könnte.

3,62 Euro

Deutsch|Version 1.1.3|1,23 GByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.02|35 MByte

★★★★★

1,48 Euro

Deutsch|Version 1.0.3|167 MByte

★★★★★

70

März 2014

ANdroid-USer.de


spiele

Neue Spiele

erinnert und ihm dabei hilft, einen erneuten

Ausbruch zu planen und die

Tests zu bestehen, die die Insassen absolvieren

müssen.

Die Story hinter dem Spiel ist also

richtig ernst. Die Atmosphäre die erzeugt

wird, entspricht einer Mischung

aus dunklen Sci-Fi-Klassikern wie

Blade Runner, gewürzt mit einer Prise

Film Noir. Das wird von der dunklen,

farblosen Pixelgrafik sehr gut eingefangen.

Dunkle Gassen, heruntergekommene

Wohnungen, verregnete

Nächte und Neonlichter kreieren eine

wunderbar düstere Stimmung. Das ist

also kein Spiel für Freunde von Wortspielen,

albernem Humor und

quietschbunten Hintergrundgrafiken.

Hier überzeugen eine gute, wendungsreiche

Story, interessante Dialoge,

spannende Schauplätze und die

bereits erwähnte, zum Schneiden

dicke Atmosphäre.

Perfekt ist Gemini Rue allerdings

nicht. Die Grafik ist zwar stimmungsvoll

und passend. Das ist aber keine

Entschuldigung dafür, dass das Spiel

ständig nur einen Teil des Bildschirms

nutzt. Die Steuerung ist außerdem

nicht immer präzise, in manchen Bereichen

wird das Ganze zur Geduldsprobe.

Und auch das Interface hätte

man moderner gestalten können.

Die Icons und Schriftzüge wirken doch

sehr altbacken, zumal die Symbole

auch nicht immer eindeutig sind – der

Entwickler hat sich für die Symbole

Hand, Auge, Sprechblase und Fuß

(treten) entschieden. Doch daran hat

man sich schnell gewöhnt. Das Spiel

lebt von der Geschichte und der Stimmung

und in dieser Hinsicht ist Gemini

Rue eine klare Empfehlung.

3,63 Euro

Englisch|Version 1.1|215 MByte

★★★★★

naught 2

„Naught“ bedeutet „nichts“,

„null“ oder „vergebens“. Und

genauso dunkel wie das Wort

ist auch das Spiel. Sie steuern eine silhouettenartige

Figur durch eine

dunkle, bedrohliche Welt. Doch im Gegensatz

zu Spielen wie Limbo oder

Badland ist die Atmosphäre nicht beklemmend,

sondern stylisch und cool.

Der grafische Stil ist sehr modern. Leider

ist das Gameplay wie beim Vorgänger,

Geschmackssache: Man steuert

nicht die Figur, sondern kippt die Spielwelt

nach links oder rechts und die

Figur rennt. Nette Idee, hat aber mit

Jump ’n’ Run so gut wie nichts zu tun.

Ausprobieren lohnt sich trotzdem!

Lyne

Lyne ist ein hervorragendes

Puzzlespiel. Es ist so simpel

und doch so verzwackt. Sie

sollen eine oder mehrere Linien ziehen,

und zwar zwischen Anfangs- und Endsymbol.

Dabei müssen Sie manche

Punkte mehrfach überqueren, andere

nur einmal. Lyne trifft dabei genau die

richtige Mitte zwischen Frust und Langeweile:

Es ist nie zu schwer, aber auch

selten zu leicht. Das Spiel punktet vor

allem mit seinem klaren Design. Die

gesamte Atmosphäre ist nicht stressig,

sondern sehr beruhigend. Für Puzzle-

Fans ist Lyne ein ganz großer Tipp!

Colossatron

Colossatron ist ein für den

Entwickler Halfbrick ungewöhnliches

Spiel. Das Gameplay

ist so schlicht wie möglich: Ein

Riesenmetallwurm aus dem Weltall

gerät auf die Erde und will alles zerstören.

Sie können den Wurm nicht steuern,

können ihm aber farbige Teilstücke

hinzufügen. Damit bestimmen Sie, wie

der Wurm aufgebaut ist. Die farbigen

Teile summieren sich zu stärkeren Objekten.

Das ist anfangs zwar etwas ernüchternd,

doch das Spiel entwickelt

später einen besonderen taktischen

Tiefgang, den man anfangs gar nicht

erwartet. Darüber hinaus ist die Präsentation

hervorragend.

0,89 Euro

Englisch|Version1.0.2|45 MByte

★★★★★

1,99 Euro

Englisch|Version1.0.1|8,5 MByte

★★★★★

0,69 Euro

Deutsch|Version1.0|42 MByte

★★★★★

ANdroid-USer.de März 2014 71


spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31777

badland

TeSTeRGebniS

★★★★★

ausgezeichnet

Badland ist ein außergewöhnliches Spiel. Es

ist deshalb außergewöhnlich, weil es mit nur einer Aktion

des Spielers auskommt, dafür aber eine Vielfalt an spielerischen Inhalten

liefert. Das ist genau die Sorte Spiel, die moderne Touchscreens „versteht“ und

daher kann Badland auf ganzer Linie überzeugen. In Badland steuert man ein Tier,

eine Silhouette, die wie eine Mischung aus Igel und Stacheltier aussieht, durch bizarre

Welten voller Gefahren. Das

Vieh kann mit den Flügeln schlagen,

und zwar immer dann, wenn

Sie auf den Bildschirm tippen.

Dann fliegt es hoch, und wenn

man den Finger wieder wegnimmt,

sinkt es wieder ab. Aus

Sicht des Gameplays war das

schon alles, was das Spiel zu bieten

hat. Aber gerade die Wechselwirkung

mit der Spielwelt, die

physikalischen Reaktionen und

die Hindernisse – das ist das, was

Hoplite

TeSTeRGebniS

★★★★★

ausgezeichnet

Wenn Sie in den nächsten

Wochen noch arbeiten,

Freunde treffen und Kinder erziehen

wollen, dann laden Sie sich um

Gottes willen nicht Hoplite herunter!

Denn mit Hoplite kann man nur sehr

schwer wieder aufhören. Es ist ein rundenbasiertes

Strategiespiel, das sich

sehr wie ein Rogue-like spielt, manchmal

aber an klassische Brettspiele erinnert.

Ach was, laden Sie sich das Spiel

auf jeden Fall herunter, wer braucht

schon Freizeit! Das Spiel ist kostenlos,

per In-App-Kauf schaltet man eine Premium-Version

frei.

Kami

Bei Kami ist es Ihre Aufgabe,

das angebotene Feld in so wenigen

Schritten wie möglich

in eine Farbe zu verwandeln. Das ist

ganz leicht: Man wählt eine Farbe am

rechten Rand aus und tippt einen farbigen

Bereich auf dem Spielfeld an, der

sich dann in die Farbe verwandelt, die

man gewählt hat. Die Herausforderung

besteht darin, dafür nur wenige

Schritte zu benötigen. Das Spiel hat

einen tollen Stil. Der Effekt, dass die

Felder wie Origami-Papier umfalten, ist

besonders hübsch anzusehen. Eine

klare Empfehlung für Puzzle-Fans.

Detective Grimoire

Detective Grimoire passt am

ehesten in das Genre der

immer beliebter werdenden

Crime-Spiele. Als Detektiv versucht

man, einen Fall zu lösen. Was anfangs

wie ein typisches Point ’n’ Click-Adventure

aussieht, entpuppt sich schnell als

pfiffiges Kombinationsspiel, bei dem

man durch Kombinationen von Gegenständen

und Wörtern eigene Überlegungen

anstellt. Das ist klug gemacht

und in dieser Form wirklich neu. Nur

Englisch muss man können, und zwar

gut, sonst geht der ganze Spielwitz an

einem vorbei. Wer Spiele wie Ace Attorney

oder Devil’s Attorney mag, der

wird Detective Grimoire lieben.

kostenlos

Englisch|Version 2.2.1|6,3 MByte

★★★★★

0,82 Euro

Englisch|Version 1.0.10|40 MByte

★★★★★

2,92 Euro

Englisch|Version 1.0.1|129 MByte

★★★★★

72

März 2014

ANdroid-USer.de


spiele

Neue Spiele

besonders viel Spaß macht. Denn wie

schon bei dem Spiel Limbo, von dem

sich Badland mit Sicherheit einiges in

Sachen Atmosphäre abgeguckt hat,

ist diese Spielwelt ebenfalls voller Gefahren:

Kreissägen, Dornen, herabfallende

Steine und Äste, die Wege blockieren,

wollen die Kreatur aufhalten.

Bleiben Sie irgendwo stecken oder geraten

Sie links aus dem Bild, müssen

Sie einen neuen Versuch wagen.

Hinzu kommen lauter Bälle, die das

Verhalten des Tieres ändern, wenn

man sie einsammelt, was sich nur selten

vermeiden lässt. Dann wird das

Tier plötzlich kleiner, größer, langsamer,

schneller oder teilt sich in zig Varianten

auf, von denen dann fast alle

in der Kreissäge oder irgendeiner anderen

Falle landen. Es macht wirklich

Spaß, die Figur durch all diese Hindernisse

zu steuern und schwierige Passagen

zu meistern. Man wird in diesem

Spiel unweigerlich oft sterben,

aber das macht nichts. Die Checkpoints

sind fair gesetzt, man startet

fast immer vor der Passage, in der

man gestorben ist. Dann versucht

man es einfach noch einmal. Manchmal

haben die Entwickler den Schwierigkeitsgrad

nicht so ganz im Griff gehabt,

so scheint es, denn manche Abschnitte

sind sehr schwer und frustrierend,

während andere wiederum viel

zu leicht sind. Aber auch das verzeiht

man dem Spiel leicht, denn es gibt

keine Stellen, an denen man lange

hängen bleibt. Wo Physik im Spiel ist,

da regiert auch der Zufall, und wenn

man Pech hat, stirbt man an einer bestimmten

Stelle sehr oft, und dann

klappt es plötzlich irgendwann. Langweilig

wird es jedenfalls nie.

kostenlos

Englisch|Version 1.7088|252 MByte

★★★★★

Clash of Puppets

Clash of Puppets ist ein Abenteuer

aus isometrischer Perspektive

(Bastion, Diablo), das

die Entwickler als Hack ’n’ Slash-Plattformer

einstufen, was nichts anderes

heißt als Metzeln und Knobeln. Das

macht das Spiel ganz solide, mit abwechslungsreicher

Spielwelt und guter

Grafik. Trotzdem bleibt das Spiel blass,

da man alles irgendwie schon einmal

gesehen hat: Gegner verhauen, Hebel

umlegen, Tore öffnen, über Kisten

springen und so weiter. Die Story sucht

man auch vergebens – wer sich also

fragt, warum er das alles macht, der

findet keine richtige Antwort. Nur für

Fans des Genres.

Dokuro

Dokuro ist eine Mischung aus

Jump ’n’ Run und Rätselspiel,

gerne auch Puzzle Plattformer

genannt, mit einem ganz eigenen Stil.

Die Figuren und die Spielwelt wirken

wie handgezeichnet. Das klingt eigentlich

positiv, ist es aber im Falle von Dokuro

nicht immer, denn manchmal

wirkt das Spiel ein wenig uninspiriert.

Die Rätsel und das Gameplay sind leider

nur Standardkost, lediglich der

ganz individuelle Stil hebt dieses Spiel

von anderen ab. Dokuro hätte einen

professionelleren Touch gebrauchen

können, so hingegen ist das Spiel

etwas störrisch und manchmal einfach

nur seltsam.

Omicron

Omicron ist ein einfach gehaltenes

Spiel, das dennoch eine

Menge Spaß macht. Ziel ist

es, so viele farbige Felder wie möglich

anzutippen, und zwar in der Farbe, die

das Spiel vorgibt. Alle paar Sekunden

wechseln die Felder jedoch, sodass

man immer mal wieder danebentippt

oder einfach nur zu spät reagiert. Diese

Ungewissheit, ob man es doch noch

rechtzeitig schafft oder nicht, genau

das macht den Reiz aus. Dieser Reiz

hält im Solospiel nicht lange an, doch

im Multiplayer-Duell an einem Gerät

macht das sogar noch mehr Spaß. Allerdings

sollte man dafür mindestens

ein 7 Zoll großes Tablet besitzen.

2,21 Euro

Englisch|Version 1.0.2|127 MByte

★★★★★

2,69 Euro

Deutsch|Version 1.0.2|41 MByte

★★★★★

0,74 Euro

Englisch|Version 2.1.2|25 MByte

★★★★★

ANdroid-USer.de März 2014 73


Spiele

Galaxy Legend


LI TZU CHIEN, 123RF

Galaxy Legend: Aufbauspiel im Weltall

All-Spiel

Es gibt Spiele, die eignen

sich besonders gut

für die kalte, dunkle

Jahreszeit. Auch das

Weltraum-Kampfspiel

Galaxy Legend gehört

dazu. Bauen Sie sich

eine Flotte auf, besiegen

Sie die Weltraumpiraten

und sorgen Sie für

eine blühende Galaxie!

Marcel Hilzinger






74 März 2014


Nirgends ist es kälter und dunkler

als im Weltall. Bei Galaxy Legend

von Tap4Fun [LINK 1] steigen Sie

als regenerierter Weltraumkommandant

ins Spielgeschehen ein. Ihre Flotte

wurde in einer Schlacht von Trifid Nebula

zerstört, Sie haben nur knapp überlebt. Jetzt

geht es darum, es den Piraten heimzuzahlen

und sich auf die großen Schlachten vorzubereiten.

Dazu fliegen Sie mit Ihrem Raumschiff

und später mit einer ganzen Flotte von

Planet zu Planet und kämpfen gegen feindliche

Schiffe. Dieses Element von Galaxy Legend

ist zu Beginn des Spiels etwas zu dominant

(die vielen Kämpfe werden recht schnell

monoton). Je länger Sie aber spielen, desto

mehr kommt der Aufbaucharakter von Galaxy

Legend zum Zug.

Bewährtes Prinzip,

aber besser

Galaxy Legend reiht sich nahtlos in die Gilde

der Aufbauspiele im Stil von FarmVille & Co.

ein. Die App macht aber einige Dinge besser.

So benötigen Sie für Galaxy Legend keinen

besonderen Account. Sie können nach dem

Download der 45 MByte großen Datei gleich

loslegen, auch fällt das Tutorial deutlich kürzer

und schmerzloser aus als bei anderen

Spielen des gleichen Genres. Last but not

least spielen bei Galaxy Legend auch die In-

App-Käufe eine deutlich weniger dominante

Rolle. Es gibt zwar auch hier Timeouts, sodass

Sie nicht stundenlang spielen können,

ohne echtes Geld auszugeben. Der Zeitfaktor

ist aber weniger stark zu spüren als zum Beispiel

bei Empire: Four Kingdoms.

Flotte aufbauen

Zu Beginn stehen Sie also alleine mit Ihrem

Raumschiff da und müssen in den Weiten

des Alls nach Piraten und allerlei Weltraumtrümmern

Ausschau halten. Die Kämpfe laufen

dabei immer nach dem gleichen Schema

ab und wenn Sie nicht wirklich etwas falsch

machen, dann gehen Sie aus den ersten 20

Schlachten als Sieger hervor. Ergeht es Ihnen

wie uns, dann schließt sich nach den ersten

paar Leveln ein Kapitän eines feindlichen

Schiffs Ihrer Truppe an, um Sie bei den




Kämpfen zu unterstützen. Je nachdem, wie

gut Sie sich in den Schlachten schlagen,

müssen Sie früher oder später wieder zurück

zum Heimatplaneten, um das Raumschiff reparieren

und ausbessern zu lassen. Hier gibt

es einen Timeout. Sie können also eventuell

nicht alle Reparaturen sofort durchführen.

Diese Zeit lässt sich mit In-Game-Bezahlung

verkürzen, notwendig ist das aber nicht.

Planet ausbauen

Parallel zu den Schlachten im Weltall bauen

Sie Ihren Planeten aus, auf dem sich anfänglich

nur die Zitadelle befindet. Dieser Ausbau

ist nötig, um an neue Technologien zu

gelangen, die dann wiederum neue, bessere

Raumschiffe möglich machen. Irgendwann

zwischen Level 15 und 25 werden Sie zum

ersten Mal einen oder mehrere Kämpfe verlieren.

Jetzt gilt es, die Flotte so auszubauen,

dass diese den feindlichen Truppen überlegen

ist. So wechseln Sie zwischen Weltraumkampf

und Aufbauspiel hin und her

und das macht richtig Spaß.

In den ersten Spielrunden benötigen Sie

für den Ausbau lediglich die reichlich vorhandenen

Cubits und Zeit. Später werden

auch noch Wissenschafts- und Versorgungspunkte

notwendig. Für die zentralen Dinge

kommen Sie aber nicht um Leptons herum.

An Leptons gelangen Sie im himmlischen

Tor, indem Sie die gesammelte Energie einlösen.

Energie können Sie mit Cubits kaufen.

Haben Sie die nötige Menge Leptons gesammelt,

kaufen Sie sich einen weiteren

Kommandanten dazu, um die erste große

Schlacht zu gewinnen. Überstürzen Sie diesen

Schritt nicht, da Sie zu Beginn nur eine

beschränkte Anzahl an Plätzen für den

Kampf bekommen und die restlichen Schiffe

quasi auf der Warteposition stehen müssen.

Als Belohnung für gewonnene Kämpfe erhalten

Sie Cubits und Erfahrungspunkte. Die

Erfahrungspunkte benötigen Sie, um zum

nächsten Level zu gelangen.




Abb. 1: Zu Beginn des Spiels starten Sie mit einem Raumschiff und einem

Kommandanten.

Abb. 2: Bauen Sie Ihren Planeten so gut wie möglich aus, um an bessere

Technologien zu gelangen.


Neben den blauen Leptons gibt es noch eine

wertvollere Währung: Quarks. Diese können

Sie im Verhältnis 1:10 einwechseln oder am

himmlischen Tor sammeln. Allerdings lässt

sich pro Tag nur eine gewisse Summe einlösen.

Soll es schneller gehen, benötigen Sie

einen VIP-Level. Der kostet in der günstigsten

Version 3,74 Euro. Erspielen können Sie

sich einen VIP-Level nicht.

Kritikpunkte

In den ersten paar Leveln sind die Kämpfe

deutlich zu einfach. Zudem konnten wir

auch nie richtig nachvollziehen, warum wir

nun einen Kampf gewonnen oder verloren

hatten. Das kurze Tutorial ist zwar ein Pluspunkt

gegenüber anderen Spielen, viele

Dinge bleiben aber auch später unerklärt bis

unverständlich. Dazu trägt auch die in einigen

Bereichen mangelhafte deutsche Übersetzung

bei. Wer aber etwas Erfahrung mit

Spielen dieser Art hat, wird sich recht schnell

zurechtfinden. Viele Dinge werden verständlich,

nachdem man sie ein paarmal gemacht

hat. So zum Beispiel das Sammeln von Energie,

um an Leptons zu gelangen. Die Preise

für In-App-Käufe sind recht hoch. Hier wäre

★ ★




Spiele

Galaxy Legend

es schön, wenn man den ersten VIP-Level

zum Beispiel für 99 Cent oder 1,99 Euro erhalten

könnte. Auch die 74,98 Euro für 15000

VIP-Punkte sind recht happig. Positiv hervorheben

müssen wir an dieser Stelle den

Spielablauf bei In-App-Käufen. Wertvolle Gegenstände

werden nicht einfach vom Konto

abgebucht, sondern es erscheint stets ein

entsprechender Warnhinweis: „Willst du

wirklich?“ So hat man nie das Gefühl, einen

dummen Fehler gemacht oder auf den falschen

Button geklickt zu haben.

Etwas nervig ist auch die Steuerung. Über

den Zurück-Button von Android verlassen

Sie das Spiel. Immerhin: Bevor Sie Galaxy

Legend per Zufall beenden könnten, erscheint

stets ein Hinweis, sodass ein versehentliches

Schließen kaum möglich ist.

Fazit

Galaxy Legend ist ein tolles Spiel für den

winterlichen Zeitvertreib. Wir haben uns in

unseren Tests bis Level 26 zum Hauptgefreiten

gespielt und mussten dabei keinen Cent

ausgeben. Im späteren Verlauf können Sie

auch mit anderen Spielern Allianzen eingehen

und an globalen Events teilnehmen. ● ● ●



Alle

linkS>

www.android- user.de/qr/31776


Abb. 3: Die Kämpfe sind manchmal etwas undurchsichtig. Solange man Abb. 4: In höheren Leveln werden die Gegner deutlich stärker und Sie

gewinnt, ist das kein Problem.

müssen die Flotte aufrüsten.



Android-user.de März 2014 75


Spiele

Puddle

Mit Puddle spritzige Rätsel lösen

Kleckserei

Iulia Brovchenko, 123RF

Puddle bedeutet Pfütze.

Das Spiel hat aber

wenig mit Pfützen zu

tun, dafür umso mehr

mit allerlei Flüssigkeiten:

Wasser, Öl und andere

Flüssigkeiten müssen

hier von Anfang bis

Ende befördert werden,

und das ist gar nicht so

einfach!

Patrick Neef

4,99 Euro

Englisch|Version 1.5|113 MByte

★★★★★

Um die Flüssigkeiten von A nach B

zu bringen haben Sie nur zwei

Dinge zur Verfügung: Zum einen

können Sie die Spielwelt ganz

leicht mit den Fingern nach links oder rechts

neigen, zum anderen hilft die Gravitation

dabei, die Flüssigkeiten zu stoppen, zu beschleunigen

oder generell immer nach unten

zu leiten. Das Besondere an diesem Spiel ist,

mit wie wenig Einführung und Erklärung es

auskommt. Es geht sofort los, die Flüssigkeit

bewegt sich hin und her, man entdeckt, dass

man mit den Fingern die Welt neigen kann,

indem man den Finger links oder rechts auf

dem Bildschirm gedrückt hält, und das

war’s! Man ist sofort im Spiel, versteht sofort,

was es zu tun gibt und kann sich ganz

auf das Spielerlebnis konzentrieren.

Eine simple Steuerung bedeutet natürlich

nicht, dass auch das Spiel simpel ist, im Gegenteil:

Die Level von Puddle sind sehr abwechslungsreich

gestaltet und herausfordernd.

Immer wieder muss man genau hinschauen

und abwägen, ob man die Flüssigkeit

lieber beschleunigt und über den Ast jagt

oder langsam und behutsam den Abhang hinunter

tropfen lässt. In den über 40 Leveln

muss man außerdem verschiedene Flüssigkeiten

wie zum Beispiel Lava, Wasser, Pflanzenschutzmittel

oder Nitroglyzerin steuern,

was den Entwicklern die Möglichkeit

gab, sich kreativ

voll auszutoben. Je

nach Flüssigkeit ändert sich nämlich das

Aussehen der einzelnen Level und natürlich

auch die Dinge, die es zu vermeiden gilt

(Feuerstellen bei Wasser, Pflanzen bei Pflanzenschutzmittel

usw.).

Man merkt dem Spiel manchmal sein Alter

an, den bestimmte Menüpunkte wie Optionen

oder Zurück zum Hauptmenü sowie der

Zugriff auf die Einstellung der Grafikqualität

sind noch enthalten und wirken für ein sonst

so leicht bedienbares Spiel etwas unpassend.

Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau

und lediglich etwas, das gestandenen

mobilen Spielern auffallen könnte. Puddle

gibt es auch als THD Variante für Tegra-Geräte.

Es sieht aber bereits in der normalen

Version auf dem Nexus 7 hervorragend aus.

Lediglich die etwas träge Animation der Flüssigkeit

kann mit der angepriesenen realistischen

Physiksimulation nicht mithalten.

Fazit

Puddle ist ein optisch sehr ansprechendes

Spiel, das auch genügend Umfang besitzt

und leicht zu steuern ist. Der Verzicht auf

eine Tiltsteuerung tut dem entspannten Spielen

gut, und der Schwierigkeitsgrad ist jederzeit

ausgewogen.

● ● ●

Alle

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www.android- user.de/qr/31682

76

März 2014

TesTergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

www.android-user.de

Android-User.de


Spiele

Empire: Four Kingdoms

Mit Empire: Four Kingdoms bauen Sie Ihr Königreich auf!

neyro2008, 123RF

Vier Königreiche

LI TZU CHIEN, 123RF

Schauen Sie oft TV, dann ist Ihnen Empire: Four Kingdoms bestimmt

schon begegnet. In unserem Artikel lesen Sie, worum es im Spiel geht

und warum es Spaß macht eine Ritterwelt aufzubauen. Viet Anh Nguyen

Mit Empire: Four Kingdoms [LINK 1]

erstellen Sie ein virtuelles Reich

im Mittelalter mit Burgen, Rittern

und allem Drum und Dran.

Erweitern Sie Ihre Festungen, sammeln Sie

die dafür nötigen Rohstoffe, führen Sie

Kriege und lösen Sie nebenbei Quests.

Leichter Einstieg

Bei dem kostenlosen Spiel fangen Sie ganz

unten an und arbeiten sich nach oben. Selbst

komplette Neulinge, die noch nie zuvor ein

solches Spiel gespielt haben, finden sich

schnell zurecht. Anfangs wird jeder einzelne

Schritt durch Pfeile, markierte Stellen und

Sprechblasen erklärt. Und ehe man sichs versieht,

sind keine Hilfsanzeigen mehr da und

Sie beherrschen das Spiel ohne große

Schwierigkeiten. Die Grafik ist gut, könnte

aber gern noch etwas besser

sein. Empire: Four

Kingdoms fesselt den Spieler

schneller als erwartet

und motiviert dazu, die eigene

Burg zu verbessern.

Für das Game brauchen

Sie Geduld, da Sie bei

jeder Aktion wie zum Beispiel

dem Bau eines

Wohnhauses eine bestimmte

Zeit abwarten

müssen, bis Sie den nächsten

Schritt tun können.

Auch ist es nicht möglich,

mehrere Häuser oder andere

Gebäude gleichzeitig

zu bauen. Sie können aber

während der Wartezeit

etwas anderes machen

Abb. 1: Pfeile, markierte Stellen

und Sprechblasen machen das

Spiel leicht verständlich.

und das Spiel im Hintergrund laufen lassen.

Mit Rubinen lässt sich die Wartezeit verkürzen

oder komplett überspringen. Außerdem

können Sie mit Rubinen einen von insgesamt

drei zusätzlichen Bauslots kaufen.

Dadurch lassen sich bis zu drei Items gleichzeitig

bauen. Dieses Feature hat aber eine

Zeitbegrenzung von bis zu sieben Tagen.

Meist reichen die Rubine, über die Sie verfügen,

nicht aus. Die App bietet Ihnen dann

via In-App-Kauf Rubine für echtes Geld an.

Die Preise sind nicht gerade niedrig. Beispielsweise

bekommen Sie momentan beim

kleinsten Angebot 2.200 Rubine für 1,79

Euro; das größte Angebot umfasst 87.500 Rubine

plus einen Bonus, der aber nicht immer

dabei sein muss. Es gibt immer wieder Aktionen

mit Extraprozenten, bei denen Sie für Ihr

Geld mehr Rubine bekommen. Wenn Sie

Abb. 2: Die Bauprozesse im Spiel

sind mit Wartezeiten. Mit Rubinen

blassen sich diese beschleunigen.

78 März 2014 Android-UsEr.dE


Spiele

Empire: Four Kingdoms

Abb. 3: Bauen Sie bis zu drei Items

gleichzeitig mit einer siebentägigen

Bausloterweiterung.

Abb. 4: Die Preise für Rubine beginnen

bei 1,79 Euro. Damit kommen

Sie aber nicht weit.

Abb. 5: In zwei Stunden Spielzeit

konnten wir uns bis zum achten

Level hocharbeiten.

Abb. 6: Damit Sie auch alles verstehen,

werden sämtliche Aufgaben

einzeln erklärt.

genug Geduld aufbringen, können Sie das

Spiel aber auch ohne echtes Geld spielen.

In rund zwei Stunden Spielzeit auf dem

Nexus 7 erreichten wir Level 8 ohne große

Schwierigkeiten. Denn bis zu diesem Level

bietet das Spiel keine große Herausforderung,

da man nur den Anweisungen folgen

muss. Dies ändert sich im Laufe des Spiels,

wenn Sie höhere Level erreichen. Ohne die

Wartezeiten hätte sich die Spielzeit vermutlich

auf eine Stunde reduziert.

Vom Dorf zum Imperium

Zu Beginn ist Ihr Dorf klein.Sie müssen es

verbessern und vergrößern. Am Anfang

brauchen Sie erst einmal Rohstoffe. Um Holz

dazuzugewinnen, bauen Sie einen Holzfäller,

der Ihnen dann konstant pro Stunde eine gewisse

Anzahl Holz bringt.

Das gilt auch für den Steinbruch,

um an Steine zu

kommen. Für bestimmte

Aktionen brauchen Sie

Münzen. Das ist die Basis

im Spiel, damit Sie überhaupt

etwas bauen oder

ausführen können. Je mehr

Sie davon haben, desto

mehr Rohstoffe gewinnen

Sie dazu.Auf Ihre Verteidigung

achten Sie, indem Sie

auf die Türme gehen und

auf „Ausbauen“ klicken.

Ihr zunächst kleines Dorf

wächst so sehr schnell. Deshalb

müssen Sie Ihre Burg

vergrößern. Durch den Bau

von Wohnhäusern, in denen

Abb. 7: Für jede erfüllte Quest

erhalten Sie Belohnungen wie XP,

Münzen und Holz.

die Bewohner Steuern zahlen müssen, verdienen

Sie sich Münzen dazu.

Richtig viele Münzen, Rubine, Steine und

weitere Items erhalten Sie vor allem durch

das Erfüllen von Quests und durch das Aufsteigen

von Level zu Level.

Etwas nervig sind die Benachrichtigungen

die Sie durch das Spiel erhalten. Im Testzeitraum

mussten wir bestimmt 30 Meldungen

wegklicken. Diese lassen sich abschalten,

indem Sie im Game die untere Menüleiste

nach links ziehen und unter Einstellungen

auf das Ausrufezeichen klicken und dort das

Gewünschte ab- oder ankreuzen.

Fazit

Empire: Four Kingdoms ist ein tolles Gratisspiel

und erzeugt bereits nach den ersten

paar Leveln einen Suchtfaktor.

Das einzige Problem

dabei: Die teilweise recht

langen Wartezeiten bei den

Bauzeitprozessen. Auf den

Geldbeutel ungeduldiger

Spieler setzt auch das Geschäftsmodell

der Entwickler.

Doch das sollte Sie als

coolen Android-Nutzer

nicht abschrecken, das Spiel

auszuprobieren. Der Reiz,

seine eigene Burg immer

mehr zu verbessern, hat bei

uns während der Tests genauso

wenig abgenommen

wie unsere Geldbörse. Empire:

Four Kingdoms ist

somit für Gamer ein Must-

Have-Spiel.

● ● ●

Abb. 8: Hier ein kleiner Vorgeschmack

darauf, wie viele Benachrichtigungen

erscheinen können.

Alle

linkS>

www.android- user.de/qr/32021

Android-UsEr.dE März 2014 79


spiele

Angry Birds Go!

dvarg, 123RF

Angry Birds Go! Das Rennen der wütenden Vögel

Vogel-

wild

Nach mehr als drei

Titeln derselben Machart

musste sich Rovio

etwas einfallen lassen,

um die Angry Birds neu

zu beleben.

Herausgekommen ist

ein 3D-Rennspiel der

besseren Art. Den

Actionspaß trüben

jedoch In-App-Käufe,

die es in sich haben!

Christoph Langner

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31733

Mit Angry Birds hat Rovio ein Imperium

geschaffen. Ob das nal, Angry Birds Space, Angry

Origi-

Birds Rio oder Angry Birds Star

Wars, viel weiter kann man das Prinzip des

Klassikers nicht mehr ausreizen. Um die

Marke nun fortzusetzen, startet Rovio mit

Angry Birds Go! ein komplett neu gestaltetes

Rennspiel mit 3D-Grafiken.

Auch bei Angry Birds Go! [LINK 1] greift

Rovio an vielen Stellen auf bekannte Elemente

zurück. So startet das Seifenkistenrennen

auf Piggy Island über eine Steinschleuder

und auf der Strecke finden Sie viele alte

Bekannte wie quaderförmige Eisblöcke.

Ab auf die Rennstrecke!

Ihren vogelwilden Renner steuern Sie über

ein virtuelles Gamepad auf dem Display oder

durch Neigen des Handys. In unserem Test

klappte das recht gut, schnell bekommt man

Kontrolle über die eigene Klapperkiste. Per

Katapultstart geht es im Rennmodus auf die

Strecke: Jeder Vogel hat Spezialkräfte, die Sie

strategisch einsetzen sollten.

Damit das Spiel Abwechslung bietet,

haben Sie die Wahl zwischen fünf verschiedenen

Rennmodi und

vier Strecken. Sie können

gegen die Uhr fahren,

im Früchtemodus

möglichst viel Obst einsammeln,

im Versusmodus

direkt gegen

einen Gegner fahren, in

der Championjagd gezielt

einen Gegner ver-

folgen oder ein

ganz „normales“

Rennen

um die besten

Plätze bestreiten.

Nach Zieleinlauf wird in

alter Angry-Birds-Manier abgerechnet: Je

weiter vorne Sie landen und je mehr Münzen

Sie sammeln, desto mehr Punkte bekommen

Sie. Die Münzen können Sie in der Werkstatt

in Ihren Flitzer investieren. Upgrades

liefern einen höheren Topspeed

oder lassen den Kart besser durch die

Kurven rauschen. Alternativ können Sie

auch andere Seifenkisten kaufen.

Rennwagen für fast 50 Euro

An dieser Stelle merken Sie jedoch, dass

Rovio das neue Spiel trotz der kostenlosen

Installation nicht herschenkt. Die ersten Upgrades

lassen sich noch aus den eingesammelten

Münzen finanzieren. Doch ein hochgezüchteter

Angry-Birds-Rennwagen lässt

sich kaum noch kostenlos erspielen, für diesen

müssen Sie Goldmünzen per In-App-

Kauf hinzukaufen.

Erstaunlich sind die Preiswünsche: Die

Top-Renner kosten jeweils über 45 Euro!

Auch sonst lässt Rovio keinen Marketingdeal

aus, im Handel finden Sie Angry Birds Go!

Telepods-Spielfiguren, die Sie mit der Handykamera

einscannen und ins Spiel „beamen“.

Doch auch wenn man sich nicht auf die In-

App-Käufe einlässt, macht das Spiel Spaß.

Die Animationen und 3D-Grafiken machen

sich am besten auf einem leistungsfähigen

Handy, aber auch auf 1-GHz-Dual-Core-Handys

läuft Angry Birds Go! flüssig. Beim Preis

sollte Rovio jedoch noch mal in sich gehen –

wer alle Renner kaufen möchte, bezahlt

schnell über 100 Euro.

● ● ●

80


spiele

GTA San Andreas

Im Test: Grand Theft Auto San Andreas

Sex, Drugs

& Radio

Carl Johnson ist wieder

da und muss sich auf

den Straßen von Los

Santos allerlei bösen

Herausforderungen

stellen. Schafft er es

trotz Bandenkriegen,

Drogen und Korruption,

seine Familie zu retten

und zu überleben?

Patrick Neef

5,99 Euro

Englisch|Version 1.0|2,4 GByte

★★★★★

Alle

links>

www.android- user.de/qr/32036

Wer die mobilen Geräte als Spieleplattform

immer noch nicht

ernst nimmt, der sollte sich

einmal Grand Theft Auto San

Andreas anschauen. Das ist das volle, uneingeschränkte

GTA-Erlebnis mit zig Spielstunden

und ohne Kürzungen am Inhalt. Man

kann es kaum glauben: Das Spiel, das vor

knapp 10 Jahren auf der Playstation 2 einen

Riesenerfolg feierte, findet jetzt seinen Platz

in der Hosentasche.

GTA San Andreas spielt in der Stadt Los

Santos, die im Staat San Andreas liegt. Die

Stadt ist Los Angeles nachempfunden und

dient auch dem aktuellsten GTA-Spiel, GTA V,

als Schauplatz.

Un gewohnter Manier ist auch GTA San

Andreas ein weitreichendes Open-World-

Spiel. Das bedeutet, dass Sie zwar Aufträge

erhalten, die die Geschichte weitertragen. Sie

können aber auch Nebenquests erledigen,

Ihren Charakter entwickeln oder einfach nur

Unfug in der Stadt anstellen. Die Missionen

sind alle abwechslungsreich und reichen

vom einfachen Diebstahl bis hin zu komplexen

Überfällen mit schwerer Bewaffnung. Je

weiter CJ in den Strudel aus Korruption und

Gewalt gerät, desto härter werden die Missionen.

Wie es sich für ein GTA-Spiel gehört,

kauft man sich in der ganzen Spielwelt Immobilien

und Autos und wird schon bald zur

beeindruckendsten Persönlichkeit

in Los Santos.

Als Weiterentwicklung

von GTA Vice City macht

San Andreas vieles anders.

Zum einen ist die Geschichte

noch ernster

und

besser geschrieben, zum

anderen ist das Spiel grafisch

deutlich weiter. Leider

ist die Performance selbst

auf Top-Geräten alles andere

als flüssig. Auf dem

aktuellen Nexus 7

läuft GTA-SA nur mit

den empfohlenen Einstellungen glatt, und

die sehen nicht besonders toll aus. Mit Schatten,

maximalen Texturen und hoher Weitsicht

wird das Spiel unspielbar.

Die Steuerung dagegen ist viel besser: Die

Autos lassen sich leichter steuern und die

Gefechte, in denen manuelles Zielen ohnehin

nicht möglich ist, laufen jetzt noch optimierter

ab, das heißt, die Gegner werden noch

leichter automatisch erfasst.

Zum Glück gibt es viele kleine Änderungen,

die dem Spiel gutgetan haben. Da wäre

einerseits die Speicherfunktion über den

Rockstar Social Club, dank derer man das

Spiel auch anderen Geräten weiterspielen

kann. Andererseits ist da noch die Unterstützung

von Gamecontrollern. Auch sehr gut

sind die vielen neuen Checkpoints, die verhindern,

dass man Missionen nach dem

Scheitern von vorne beginnen muss.

GTA San Andreas ist ein episches Abenteuer

mit viel Story: Ein Spiel, in dem man

den Hauptcharakter so stark entwickeln

kann wie in keinem anderen Spiel und in

dem man so unglaublich viel machen kann,

dass man Monate damit zu tun hat. Es hätte

grafisch noch besser sein können, aber vielleicht

legt Rockstar ja noch einen Performance-Patch

nach.

● ● ●

thecutedesignstudio, 123RF

82


Assassin’s Creed Pirates im Test

Die Piraten

kommen

spiele

Assassin’s Creed Pirates

Jeffrey Thompson , 123RF

Es wird noch Zeit brauchen, bis wir

das ganze Assassin’s-Creed-Spielerlebnis

auf mobilen Geräten bekommen

werden. Die Vorlage aus

der PC- und Konsolenwelt ist ein Erlebnis mit

vielen Quests, toller Story und riesigem Umfang.

Eine erfolgreiche Portierung auf Android-Geräte

in dieser Dimension – das ist bisher

nur der GTA-Reihe gelungen. Und dabei

hat selbst das aktuellste Android-Spiel GTA

San Andreas fast zehn Jahre auf dem Buckel.

Wer also ein volles Assassin’s-Creed-Erlebnis

für Mobilgeräte erwartet hat, der kann

nur enttäuscht sein. Ubisoft hat es aber wie

schon bei Rayman Jungle Run klug gemacht

und den Kern des Spielerlebnisses und die

Atmosphäre für Mobilgeräte beibehalten,

dafür aber verzichtbare Teile weggelassen.

Ubisoft hat so das Beste der letzten beiden

Assassin’s-Creed-Spiele kombiniert: Die

überaus beliebten Seeschlachten aus Teil III

und das Karibik-Setting aus Teil IV.

Auf Schatzsuche

Sie schlüpfen in die Haut des Seefahrers

Alonzo, der nach einem kurzen Intro-Gefecht

auf die raue See losgelassen wird und auf der

Suche nach La Buse, einem sagenumwobenen

Schatz, ist. Auf See können Sie viele

Quests bestreiten, Gebiete erkunden, gegen

andere Schiffe in den Kampf ziehen und viele

andere Aufgaben lösen. Sie steuern dabei ihr

Schiff entweder aus isometrischer Perspektive

oder aus der Sicht des Steuermanns.

Durch Wischen steuern Sie nach Back- oder

Steuerbord, zusätzlich können Sie die Segel

trimmen, um das Schiff schneller über das

Meer gleiten zu lassen. Manche Quests spielen

sich wie Mini-Aufgaben, zum Beispiel

wenn man aus der Vogelperspektive eine

Linie auf dem Wasser zeichnen und die gegnerischen

Schiffe umfahren soll.

Spielerisch ist das leichte Kost – und genau

hier könnte man die meiste Kritik anbringen:

Die Gefechte sind immer gleich! Was dem

Spiel an Abwechslung fehlt, das macht es

durch seinen Umfang wieder wett. Die Spielwelt

ist sehr groß und mit all den Haupt- und

Nebenquests hat man viel zu tun. Außerdem

ist das Upgrade-System des Schiffes sehr ausgefuchst,

hier kann man sich als Talentbaum-

Fan ordentlich austoben. Je höher die eigene

Stufe, desto weiter kann man auf der Seekarte

vordringen – es gibt einfach überall

etwas zu tun. Sogar alte Quests kann man

wiederholen, um etwas Beute zu machen.

Fazit

Alles in allem ist Assassin’s Creed Pirates ein

sehr unterhaltsames Spiel, das dem

Assassin’s-Creed-Universum eine neue Facette

hinzufügt. Auch wenn das Gameplay

nicht gerade abwechslungsreich und fordernd

ist, so leidet der Spielspaß überhaupt

nicht darunter.

● ● ●

Seefahrer

Alonzo ist

auf der Suche nach

dem sagenumwobenen

Schatz La Buse.

Kämpfen Sie mit ihm

auf hoher See und feuern

Sie Ihre Kanonen

auf die gegnerischen

Schiffe ab. Patrick Neef

4,49 Euro

Deutsch|Version 1.1.1|835 MByte

★★★★★

Alle

links>

www.android- user.de/qr/32037

TesTergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

www.android-user.de

83


EinstEigEr

Youtube-Grundlagen

YouTube für Einsteiger

TV war

gestern

YouTube ist die bekannteste

und die beliebteste

Videoplattform im

Internet und die You-

Tube-App zählt zu den

meist genutzten Android-Apps.

Dank

Google ist sie perfekt

an das Android-System

angepasst und ihr

Design für dieses

Betriebssystem optimiert.

Wir stellen Ihnen

die App vor

und erklären, wie Sie

von Ihrem Smartphone

aus ein Video

veröffentlichen.

Samuel Groesch

Praktisch alle Android-Smartphones dergabefenster blenden Sie die Steuerungs-

elemente ein. Am unteren Rand haben Sie

und -Tablets haben die YouTube-

App ab Werk installiert. Falls dies die Timeline, die über den aktuellen Stand

bei Ihnen nicht der Fall sein sollte, der Wiedergabe informiert. Der graue Bereich

können Sie die App kostenlos aus dem

Google Play Store herunterladen [LINK 1].

Wenn Sie sich beim ersten Start mit Ihrem

Google-Konto anmelden, synchronisiert die

App Ihre Einstellungen und Abonnements.

Beim Start der Anwendung öffnet sich die

Kategorie Empfohlene Videos. Darin finden

Sie Vorschläge, die YouTube auf Basis Ihrer

bisherigen Suchanfragen und angesehenen

Clips auswählt. Das Blättern darin lohnt sich

wirklich immer wieder, denn der Google-Algorithmus

trifft oft den Geschmack des Nutzers.

Durch Swipen vom linken Displayrand

öffnen Sie die Sidebar für die Navigation.

Ganz oben finden Sie alle Punkte, die mit

Ihrem Konto zusammenhängen. Sie haben

Zugriff auf Ihre Uploads, auf den Verlauf,

Ihre Favoriten, auf die angelegten Playlists

und auch auf die Später ansehen-Liste.

Darunter befinden sich zwei wichtige

Punkte. Mit Empfohlene Videos

sind Sie gerade gestartet,

Meine Abos zeigt Ihnen

eine Übersicht der Titel, die

von Ihren Kanälen hochgeladen

wurden. Um die

neusten Beiträge Ihrer Abos

zu sehen, einfach auf diesen

Menüpunkt klicken.

Als letzten Bereich finden

Sie in der Sidebar außerdem

noch eine Auflistung

der von Ihnen abonnierten

Kanäle, diese lassen sich

mit einem Fingertipp von

Ihnen direkt anwählen.

Klicken Sie auf ein beliebiges

Video, dieses öffnet

zeigt an, wie weit die den Film bereits

geladen hat. In der Mitte des Fensters ist der

Button zum Starten und Pausieren des Videos,

ein einfacher Klick darauf genügt.

Mit dem Plus-Symbol in der oberen rechten

Ecke können Sie das aktuelle Video Ihren

Playlisten hinzufügen und einsortieren. Direkt

neben dem Plus sehen Sie das Androidtypische

Teilen-Icon mit dem Sie Empfehlungen

an Freunde senden können. Eins weiter

rechts befindet sich der Button zum Verändern

der Qualität. Wenn Sie auf die drei

Punkte tippen, öffnet sich über der aktuellen

Wiedergabe ein Fenster. Darin sind zwei Optionen

versteckt: Mit der rechten können Sie

zwischen HD und nicht-HD wechseln. Gerade

unterwegs im mobilen Datennetz kann

es wegen der riesigen Dateigrößen oder aufgrund

geringerer Übertragungsraten nützlich

sein, bei der Qualität des Videos Kompromisse

einzugehen.

Gleich daneben können

Sie die Untertitel aktivieren.

YouTube bietet mit der

Funktion Audio Captions

eine Möglichkeit an, nicht

vorhandene Untertitel

durch automatisch generierte

zu ersetzen, was bei

fremdsprachlichen Clips

hilfreich sein kann. Unterhalb

des Videofensters sind

überdies Informationen

zum gerade abgespielten

Video zu finden. Die Beschreibung

können Sie

durch einen Klick auf das

Icon in der oberen rechten

sich und beginnt automatisch

mit der Wiedergabe.

Mit einem Tipp in das Wie-

Abb. 1: Übersichtlich und im Android-

Style, so kommt die Anwendung von-

YouTube daher.

Ecke öffnen. Kommentare

sind selbstverständlich

auch möglich, scrollen Sie

84

März 2014

Android-User.de


EinstEigEr

Youtube-Grundlagen

dazu unter die Vorschläge. Dort können Sie

kommentieren.

Mit der letzten großen Aktualisierung hat

ein tolles und innovatives Feature Einzug in

die YouTube-App gehalten: Ziehen Sie das

Wiedergabefenster nach unten in die Ecke,

verkleinert es sich und Sie können in der

App navigieren und weitere Vorschläge suchen,

während ein Video läuft. Zum Vergrößern

des Wiedergabefensters ziehen Sie es

einfach erneut auf. Zum Beenden reicht ein

Wisch nach links aus.

Doch die YouTube-App beschränkt sich

nicht nur auf den Konsum von Videos. Mit

ihr können Sie eigene Clips auf Ihrem Kanal

veröffentlichen – und das sogar mobil! Sie

nehmen wie gewohnt ein Video mit Ihrer Kamera-App

auf. Anschließend öffnen Sie die

YouTube-App und navigieren zum Punkt Uploads.

Dort angelangt, sehen Sie eine Liste

mit allen von Ihnen bisher hochgeladenen

Filmen. Klicken Sie für den Upload auf das

entsprechende Icon der Menüleiste und wählen

Sie dann den Clip aus. Auch die Videoinformationen

lassen sich bearbeiten. Füllen

Sie alle Felder aus, damit die Tags Benutzer

zu Ihren Videos führen können.

Welcher Personenkreis Zugriff auf das

Video erhalten soll, definieren Sie unter Datenschutz.

Wenn Sie es als Öffentlich einstellen,

ist es für jedermann sichtbar, bei Nicht

gelistet können es nur Personen ansehen, die

den Link zum Video kennen, und bei Privat

nur Sie selbst. Danach klicken Sie auf Hochladen.

Die YouTube-App startet den Upload.

Je nach Qualität der Internetverbindung

kann dies einige Minuten dauern. Bedenken

Sie, dass die Dateigröße des Videos beim

Abb. 2: HD-Videos sehen auch mobil richtig gut aus. Im mobilen Datennetz kann es passieren,

dass Sie wegen der Dateigrößen Kompromisse, in Bezug auf die Qualität, eingehen müssen.

Hochladen über das Mobilfunknetz zu Lasten

Ihres Flatrate-Volumens geht. Nun können

Sie Ihr eigenes Video teilen, fertig!

Die Einstellungen der YouTube-App erreichen

Sie nicht über die Sidebar, sondern über

die von Android bekannten drei Punkte in

der Menüleiste. Hier nehmen Sie in den verschiedenen

Kategorien Einstellungen zum

Verhalten der App vor. Im Reiter Allgemein

verändern Sie unter anderem die Schriftgröße

der Untertitel oder aktivieren Push-Benachrichtigungen

beim Erscheinen neuer

Clips. Eine interessante Funktion verbirgt

sich in der Kategorie Vorab laden: Manchmal

möchten Sie ein Video unterwegs ansehen,

aber der Empfang ist einfach zu schlecht.

Unter Vorab laden stellen Sie ein, dass Ihre

Abos und/oder Ihre Später sehen-Liste bei

aktiver WLAN-Verbindung automatisch geladen

werden. Diese Videos

stehen dann jederzeit auch

offline zur Verfügung.

Abb. 3: Dank des Uploadbereichs

können Sie auch unterwegs problemlos

ein Video veröffentlichen.

Abb. 4: In den Einstellungen der

App können Sie das nützliche Feature

Vorab laden aktivieren.

Fazit

Die YouTube-App ist eine

sehr leicht zu bedienende

Anwendung, die es ermöglicht,

auch auf dem Smartphone

auf das umfassende

Angebot der Videoplattform

zuzugreifen. Wir

gehen fest davon aus, dass

bis zum Erscheinen dieses

Magazins bereits eine neue

Version der App erhältlich

sein wird, die dann auch

den Download kompletter

Filme erlaubt und nicht

nur das Vorab-Laden abonnierter

Kanäle.

● ● ●

AllE

links>

www.android- user.de/qr/31938

Android-User.de März 2014 85


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

2014 kommt langsam auf Touren und bringt neue Musik aus allen Genres. Das Beste stellen wir Ihnen hier vor.

Über Anregungen und Feedback freuen wir uns immer. Werfen Sie auch einen Blick auf android-user.de, dort

stellen wir jeden Freitag das Album der Woche vor! Christian Ullrich

Judith Holofernes:

Ein leichtes

Schwert

Die Frontfrau von Wir Sind Helden nutzt die

Auszeit ihrer Band, um weit weg von jeglichen

Regularien Musik zu schreiben. Herausgekommen

ist ein von allen Genres losgelöstes

Album. Eines, das sich nicht zu ernst nimmt

und daraus seine große Stärke gewinnt. Konventionell

ist „Ein leichtes Schwert“ daher

nicht, aber genau deswegen ist es auch so

herrlich locker, leicht. Judith schreibt einfach

ungewöhnliche Musik

– inklusive Ukulele und

Opossum. Testen Sie

die Single unter [LINK 1].

FourMusic

Genre: Pop

Für Fans von:

Wir sind Helden

Label: Four Music

SonyMusic

Broken Bells:

After The Disco

Wenn Produzentenlegende Danger Mouse (Beck, Gorillaz)

gemeinsam mit James Mercer (The Shins) musiziert, können

nur Songs der Extraklasse entstehen. Auf „After The

Disco“ versammeln sich deren elf. Es sind Lieder,

die den 80er-Pop auf ein selten erreichtes Niveau

heben. Falsettgesang, der sich in höchste

Höhen schraubt, und Synthesizer, die im siebten

Himmel schweben. Luftige 80er-Sounds verbinden

sich mit der Leichtigkeit des Pops zu Liedern,

die man lieben muss. Spätestens

nach dem dritten Durchlauf ist es so weit

[LINK 2]!

Genre: 80ies-Pop

Für Fans von: Beach Boys

Label: Sony

86 März 2014


Marteria:

Zum Glück in die Zukunft

Eine zurückhaltende Produktion, die markant, aber nie aufdringlich

die Bühne für Marteria errichtet, bildet die Grundlage für dieses

überragende Album. Dazu kommen groovende Beats, die,

minimiert bis aufs Gerüst, sich nicht den Strophe-Refrain-Regeln

unterwerfen. Musikalisch ist „Zum Glück in die Zukunft 2“ daher

über jeden Zweifel erhaben. Textlich zählt Marteria einfach zu

den besten deutschen Rappern. Auf den Punkt flowen seine

Reime, bei denen es sich lohnt, auch zwischen den Zeilen zu

lesen und der vielschichtigen Bedeutung einzelner Wörter

nachzuspüren. Keine Frage: Marteria gelingt das erste große

Highlight im Jahr 2014 [LINK 3].

HiGHLiGHT

Musik

Paul Ripke

Genre: Hip-Hop

Für Fans von: Prinz Pi

Label: Four Music

Bohren &

Der Club of Gore:

Piano Nights

Entschleunigung mit

Tönen, die klingen,

nicht um Melodien zu

formen, sondern des

Klangs wegen –

„Piano Nights“[LINK 4]

ist genau das. Mit

Vibraphon, Orgel,

Saxophon und Klavier

erschafft das Quartett einen Rausch

aus Tönen, die viel Zeit bekommen, um

sich zu entfalten. Die Entschleunigung der

Geschwindigkeit mit maximaler

Ästhetik ohne das die Musik im Ambient

zu verschwinden droht. Wir empfehlen

daher jedem der gestresst ist vom Alltag,

„Piano Nights“ über Kopfhörer zu hören

und zu spüren, wie der Ruhepuls zurückkehrt.

Diese Musik ist atemberaubend!

Genre: Doom Jazz

Für Fans von: Sigur Rós

Label: PIAS Recordings

Sophie Muller

Sophie Ellis-Bextor:

Wanderlust

Nach ihrem Hit „Murder On The Dancefloor“

wurde es still um Sophie Ellis-Bextor.

Mit „Wanderlust“ [LINK 5] greift sie

nun wieder an. Sie lässt die Beats wie

auch die fette Produktion beiseite und

legt den Fokus auf die Kunst des Songwriting.

Sie spielt Kammerpop mit Klavier

und Streichern, Indiepop mit fetzigen

Gitarren und Folkpop mit viel Gefühl.

All diese Songs verbindet sie zu

einem Album, das den Pop ehrt, die Melodie

liebt und dem Hörer Musik offenbart,

die zwar leicht zu konsumieren,

aber nie simpel ist. Ein reife Leistung!

Genre: Pop

Für Fans von:

PJ Harvey

Label: EBGBS

Android-user.de


Bruce

Springsteen:

High Hopes

Keine Frage, Bruce Springsteen ist eine

lebende Legende, einer der wichtigsten

Musiker der Gegenwart und Held der Arbeiterklasse.

Zusammen mit Tom Morello

(Rage Against The Machine, Audioslave)

hat er neue und alte Songs unter dem Banner „High

Hopes“ [LINK 6] zusammengefasst. Diese entspringen der

Mitte Amerikas, dort, wo Pop, Rock und Blues ihren Anfang

nahmen, und enden bei den Gitarreneffekt-Tricks von Tom

Morello. Der Klassiker "The Ghost Of Tom Joad" wird so zu

einem musikalischen Ungeheuer. Im Gesamten klingt "High

Hopes" sehr ordentlich, enthält aber leider ein paar Füller,

die den guten Gesamteindruck etwas trüben.

Sony Music

Genre: Blues Rock

Für Fans von: Tom Petty

Label:Sony

Mogwai: rave Tapes

ShaneMcCauley

1. Schandmaul

Magische Mittelalter-Melodien

2. Warpaint

Kunstvolle Indie-Träume

3. Blitz Kids

Hymnische Punkhits

4. Flo Mega

Deutsche Soulhoffnung

5. Die Nerven

Tone Steine Scherben anno 2014

Auf „Rave Tapes“ [LINK 7] werden musikalische

Muster entwickelt, fortgeführt und erweitert, bis

die Emotionen punktgenau beim Hörer ankommen.

Melancholie und Euphorie sind hier die zentralen

Kontraste. Der große Knalleffekt bleibt meist

aus, und doch sind Mogwai Meister darin, Span-

nungsbögen bis an die Grenzen zu treiben. Welches

Genre das nun genau ist, ist schwer zu de-

finieren. Wer will, könnte Mogwai zwischen

Elektro und Rock einordnen, dort, wo alle Gren-

zen verschwinden und die beiden Genres ver-

schmelzen.

Genre: Art Rock

Für Fans von: Pink Floyd

Label: Pias Recordings

WEiTErE HiGHLiGHTSGHTS

AuS DEM PLAy STorE

88

März 2014

Android-user.de


Musik

Musik-app des MonaTs

kostenlos

Soundrop

Endlich ist Soundrop auch im Play Store angekommen.

Ursprünglich als Spotify-Erweiterung an den

Start gegangen, feiert das Programm inzwischen

seinen Siegeszug um die ganze Welt. In Verbindung

mit Spotify oder Deezer öffnet sich für Fans

des Streamings eine riesige Welt der Musik. In virtuellen

Räumen, nach Themen oder Genres sortiert,

lassen sich Lieblingssongs hören oder neue

Highlights entdecken. Wer zudem mit seinem Facebook-Account

verbunden ist, kann mit Freunden

oder der Welt kommunizieren, den nächsten Song

mitbestimmen oder sich einfach nur berieseln lassen.

Soundrop benötigt mindestens Android 4.0.3.

Bleibt nur zu sagen: LastFM war das Radio der Zukunft.

Soundrop [LINK 8] ist das LastFM der Zukunft.

Absolute Empfehlung!

kostenlos

David Sandonato , 123RF

Hardware des MonaTs

Creative Hitz MA350"

Es erklingt ein ganzes Orchester aus Bässen, das weder die

Höhen noch die Mitten schluckt. Das ermöglicht allen Pop-, Rockund

Rap-Fans ein vergnügliches Musikerlebnis. Wer mehr will,

muss auch tiefer in die Tasche greifen. Das Flachkabel hilft gegen

lästiges Entwirren, die Geräuschdämmung gegen den Lärm der

Umwelt. Die Steuerung wirkt nicht nur billig, sie ist es auch. Das

zeigt sich deutlich bei der Lautstärkeregelung. Wer diese gern und

oft benutzt, sollte lieber einen anderen Kopfhörer kaufen. Wer nur

auf die Musik hört, darf hier gern zugreifen. [LINK 9]

40 €

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31819

März 2014

89


Tipps & Tricks

Portify

12124574, 123RF

Portify: Spotify Playlisten zu Play Music kopieren

Musik-

Umzug

Spotify-Nutzer, die auf den Streaming-Dienst Play Music All-

Inclusive von Google umsteigen, können ihre Playlisten einfach

mitnehmen. Portify sei Dank. Wir stellen den kostenlosen

Dienst vor. Christian Ullrich

Streaming-Dienste, die Musik aus

der Cloud auf den Desktop oder

auf das mobile Gerät übertragen,

sind mittlerweile in diversen Varianten

auch in Deutschland verfügbar. Die

Vorteile eines Musik-Abos liegen auf der

Hand: Sie brauchen keine CDs ode r MP3s

mehr zu kaufen, da Sie (fast) alle Alben –

egal ob Klassiker oder Neuheit – jederzeit

und so oft wie gewünscht anhören können:

bei den meisten Alben ab dem Tag der Veröffentlichung.

Mit diesen Diensten kann kaum

eine private Sammlung mithalten.

Play Music All-Inclusive

oder Spotify?

Einer der beliebtesten Streaming-Dienste auf

dem Markt ist Spotify, der mit seiner riesigen

Bibliothek, seinen Erweiterungen, Mini-Programmen

und sozialen Funktionen viele Nutzer

überzeugt. Für monatlich 9,99 Euro bietet

der Dienst nicht nur werbefreies Streaming,

sondern seit Kurzem auch unbegrenzten

mobilen Zugriff. Genau das bietet Google

auch, jedoch bringt Play Music All-Inclusive

zwei entscheidende Vorteile: Der erste Monat

nach Anmeldung ist umsonst und wer sich

zu Beginn angemeldet hat, bezahlt nur 7,99

Euro pro Monat. Zudem besteht die Möglichkeit,

auf den Google-Servern 20.000 eigene

MP3s zu sichern, die man dann ebenfalls

streamen kann und die nach Ablauf des Abos

weiterhin verfügbar sind. Auch über Google

Play Music gekaufte Alben sind direkt über

die Cloud verfügbar. Google Play Music All-

Inclusive verbindet daher den Nutzen von

Spotify mit den Vorteilen von Amazon MP3

zu einem mächtigen Streaming-Dienst.

Wer diese Möglichkeiten ausschöpfen will

und von Spotify zu Play Music All-Inclusive

wechseln möchte, steht vor dem Problem,

die unter Umständen aufwendig zusammengetragenen

Playlists neu erstellen zu müssen.

Für viele Nutzer ist das ein Grund, den

Dienst nicht zu wechseln. Mit Portify fällt

diese Hürde. Das Tool erleichtert den Wechsel

zu Play Music All-Inclusive enorm.

Portify benutzen

Das Programm Portify ist für Mac-, Windows-

und Linux-Rechner verfügbar [LINK 1].

Laden Sie sich die für das jeweilige System

bereitgestellte Anwendung herunter oder

kompilieren Sie das freie Tool von Hand, falls

Sie über die nötige Erfahrung verfügen. Nach

dem Öffnen folgen Sie den Anweisungen von

Portify zur Installation.

Nach dem Start des Tools müssen Sie sich

mit Ihrem Google-Account anmelden. Dazu

benötigen Sie ein aktives Abo von Play Music

All-Inclusive [LINK 2]. Im zweiten Schritt erfolgt

die Anmeldung bei Spotify. Wenn das

Spotify-Konto über Ihren Facebook-Account

läuft, finden Sie im Kasten „Spotify und Facebook“

die nötige Hilfestellung um mit dem

Programm fortzufahren. Nach der erfolgreichen

Anmeldung führt Portify alle Playlisten

übersichtlich auf. Über die Checkboxen wählen

Sie einzelne oder alle Playlisten aus und

verschieben diese über den Button Start

Transfer zu Google Play Music. Nach Beendigung

sind alle ausgewählten Playlists

auch bei Google verfügbar.

90

März 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Portify

Abb. 1: Der Start-Screen von Portify

erklärt Ihnen, dass Sie das Tool auf

eigenes Risiko benutzen.

Abb. 2: Im zweiten Schritt melden

Sie sich mit Ihrem Google-Konto

an. Ein All-Inclusive Abo ist Pflicht.

Abb. 3: Die Spotify Anmeldung: Sie

müssen über einen passenden

Premium-Account verfügen.

Abb. 4: Auswahl der Playlisten.

Wählen Sie unten links select all

und anschließend Start Transfer.

Probleme

Da Spotify und Google mit unterschiedlichen

Musikbibliotheken arbeiten (nicht mit den

spoTify und facebook

Wenn Sie für den Login bei Spotify Ihren Facebook-Account

nutzen, müssen Sie ein spezifisches

Spotify-Passwort erstellen.

1. Öffnen Sie einen Browser und melden Sie

sich mit Ihrem Facebook-Login bei Spotify an.

Über [LINK 3] gelangen Sie auf die Seite bei

Spotify. 2. Die Zahlenkombination (Device

Name) nutzen Sie bei Portify als Nutzername.

3. Dann generieren und schicken sie ein Zufallspasswort

an eine E-Mail-Adresse Ihrer Wahl.

4. Mit dem Passwort und der Zahlenkombination

melden sie sich bei Portify an.

gleichen Songs), kann es vorkommen, dass

einzelne Lieder bei Play Music All-Inclusive

nicht zu finden sind. Diese Titel zeigt Portify

an. Für den Fall, dass Sie einen davon schon

in der privaten Sammlung haben, laden Sie

ihn einfach in die Cloud von Google hoch,

um das Problem zu beheben. Eine detaillierte

Erklärung zur Nutzung des Tools gibt

es auch auf YouTube [LINK 4].

Fazit

Portify lässt sich sehr einfach bedienen und

ist ser übersichtlich gestaltet. Das Programm

leistet nicht viel, das aber schnell und effektiv.

Wenn Sie viel Zeit in Ihre Playlists investiert

haben, lohnt sich der Aufwand in jedem

Fall. Portify macht den Wechsel von Spotify

zu Play Music All-Inclusive kinderleicht. ● ● ●

alle

links>

www.android- user.de/qr/31967


Hallo Luca, wenn Google eine neue Android-

Version veröffentlicht, heißt das leider noch

nicht, dass diese umgehend auch für dein

Gerät zur Verfügung steht. Für ein Update

der Firmware muss der Hersteller den Android-Quellcode

nehmen, diesen für seine Geräte

anpassen (z. B. Treiber für die Hardware

integrieren), eigene Entwicklungen wie

TouchWiz einbauen und das Ganze auf Herz

und Nieren testen.

Damit ist es aber nicht getan, Google und

auch Aufsichtsbehörden wie die FCC möchten/

müssen ebenfalls die neue Firmware

prüfen und zertifizieren. Erst wenn alle Seiten

ihr Okay geben, rollt das Update auch

zum Kunden aus. Der gesamte Vorgang kann

sich Monate hinziehen, daher kommen Uptipps

& triCks

Frag Andy

Andy beantwortet deine Fragen rund um Android, Handys, Tarife und Apps

Frag Andy

Du suchst nach einem Handy? Die

beste App für einen bestimmten Zweck?

Einen neuen Tarif? Dein Handy streikt,

und du brauchst Hilfe? Ich gebe mein

Bestes, um Fragen verständlich, ehrlich

und unabhängig zu beantworten. Du

kannst mich jederzeit per E-Mail unter

andy@android-user.de erreichen!

Marcel Hilzinger

DMClient wurDe

gesChlossen

Luca F. via E-Mail: Ich habe bei euch im Heft

gelesen, dass die neue Android-Version 4.3

herausgekommen ist. Nun wollte ich auf meinem

Asus Transformer Pad TF300T die Version

installieren. Aber es zeigt immer „DMClient

wurde geschlossen“ an. Könnt ihr mir

weiterhelfen? Das Gerät müsste doch eigentlich

noch ein Update bekommen.

Thatchakon Hinngoen, 123RF

Hallo, mein Name

ist Andy und ich

beschäftige mich

schon seit Jahren

beruflich und privat mit

Handy- und Mobilfunk-Themen.

Davon sollt auch Ihr nun

profitieren. Ob Handys, Apps

oder Tarife, ich möchte für eure

Fragen und Probleme eine Antwort

finden. Zur Seite steht mir

das Redaktions-Team der Android

User. Gemeinsam

lösen wir euer

Problem,

Euer Andy!

92

März 2014

Android-User.de


tipps & triCks

Frag Andy

dates oftmals nur zögerlich

auf Handys und Tablets.

Bezüglich eines Updates

des Asus Transformer Pad

TF300T auf Android 4.3 finden

sich bisher nur Gerüchte

im Internet. Eine offizielle

Aussage von Asus gibt es

nicht. Die einzig konkrete

Antwort, die ich dir geben

kann, ist, dass es noch kein

Update auf 4.3 gibt. Wenn

Asus für das Tablet noch ein

Update auf den Markt

schiebt, dann würde ich auf

das erste Quartal 2014 tippen.

Das Problem mit Updater

und der Meldung „DMClient

wurde geschlossen“ kommt

gar nicht so selten vor. Die

Meldung lässt sich zeitweilig

beseitigen, öffne dazu die

Einstellungen und gehe zu den Apps, dort

wischst du dich nach rechts zu „allen“ Apps

durch. Such nun den Eintrag mit dem „DMN-

Client“ heraus, stoppe die Anwendung und

lösche alle Daten sowie den Cache. Dann

sollte die Meldung zumindest eine Zeit lang

nicht mehr erscheinen.

Das galaxy tab 2 10.1

piepst niCht Mehr

Werner K. via E-Mail: Nach dem letzten großen

Update von Android auf meinem

Samsung Galaxy Tab 2 10.1 schaffe ich es nun

nicht mehr, die Tastentöne des Geräts zu aktivieren.

Der Schalter befand sich bisher immer

unter Einstellungen | Gerät | Töne, doch an

dieser Stelle ist er bei dem nun aktualisierten

Android 4.2.2 nicht mehr zu finden. Wie

schaffe ich es dennoch, den kurzen Tastenpiep

wieder zu aktivieren?

Hallo Werner, Samsung hat bei der neuen

Firmware diese Einstellung in der Tat verschoben.

Du musst nun unter

Sprache&Eingabe | Samsung-Tastatur nachschauen

und hier das Einstellungssymbol antippen.

Die Checkbox bei Ton bei Tastendruck

aktiviert dann wieder wie gewünscht

den Tastenbeep.

eingabetaste bei sMs

Lena G. via E-Mail: Möglich, dass ich mich

verguckt hab, aber beim SMS-Schreiben ist

mir aufgefallen, dass die Tastatur keine Enter-

Taste besitzt. Kann das sein?

Abb. 1: Bei Samsung muss man die

Tastentöne in der Einstellung zur

Samsung-Tastatur einschalten.

Hallo Lena, Beim SMS-schreiben gibt es in

Apps, die nur SMS verschicken können, tatsächlich

keine Enter-Taste, weil man in klassischen

SMS-Nachrichten keinen Zeilenumbruch

schreiben kann. Einfach auf Senden

klicken, um die Nachricht zu verschicken.

Alternativ kannst du Google Hangouts installieren

und als SMS-App benutzen. Dann hast

du auch viele Emoticons zur Auswahl. Hangouts

[LINK 1] funktioniert wie eine normale

Chat-App, so wie auch WhatsApp, ChatOn

etc. ist auch Google Hangouts gratis.

orDner aus appsyMbolen

Abb. 2: Bei klassischen SMS-Kurznachrichten

gibt es keinen Zeilenumbruch.

Jörg K. via Facebook: Hallo, ich hab da mal

’ne Frage. Ich habe vor Kurzem ein Huawei

G510 geschenkt bekommen, neu und nur mit

einigen von mir selbst installierten Apps (über

40). Jetzt die Frage: Besteht die Möglichkeit,

mit einer App auf den Homescreens mehrere

Ordner zu erstellen, damit ich meine Verknüpfungen

sortiert speichern kann und nicht laufend

über den Bildschirm wischen muss, bis

ich die gesuchte App gefunden habe? Und

wenn ja, geht das auch ohne Root?

Hallo Jörg, eigentlich ist es ganz einfach: Du

musst lediglich ein App-Symbol auf ein anderes

ziehen. Dann entsteht automatisch ein

Ordner auf dem Homescreen, in der App-

Schublade geht dies jedoch meist nicht. ● ● ●

Abb. 3: Ab Android 4.1 kann man

App-Symbole ganz einfach zu Ordnern

machen.

alle

links>

www.android- user.de/qr/31781

Sergey Ko

Ko

K nyakin,

123RF

Android-User.de März 2014 93


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps,

die das Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-

Gerät einfacher und angenehmer machen oder

die Gesamtübersicht unter dem Eintrag Speicher

in den Einstellungen. Dort sehen Sie, ob

Apps, Musik, Videos, Musik, Downloads

oder Sonstiges für einen hohen Speicherverbrauch

verantwortlich sind. Die einzelnen

Einträge lassen sich antippen und öffnen

eine genauere Auflistung der Kategorien.

Darin können Sie übrigens mit nur einem

Tippen den gesamten Cache des Gerätes löschen.

In der Liste der Apps, die meist die größten

Speicherfresser enthält, wählen Sie – falls

nicht bereits geschehen – mit der Menütaste

den Punkt Nach Größe sortieren aus, um die

dicksten Apps zu finden. Dabei entdeckt

man manchmal vergessene Apps, die ein Gigabyte

und mehr verschlingen. Tippen Sie

einzelne Einträge an, um bei Bedarf die enttele52,

123RF

einfach nur cool sind. Patrick Neef

Aufgeblähte Apps

entschlacken

Es gibt einige Apps, die im Laufe

der Zeit immer mehr Speicherplatz

beanspruchen, ohne dass die gehorteten

Daten dem Nutzer zur Verfügung

stehen. Dazu gehören vor allem Daten im

Cache oder Miniaturansichten, die zwar

dafür sorgen, dass Daten schneller geladen

werden, im Offline-Modus aber gar nicht verfügbar

sind. Facebook und Dropbox sind

zwei Kandidaten, die im Laufe der Zeit eine

Menge Speicherplatz belegen, ohne dass

man davon großen Nutzen hat. Hier kann

man also bedenkenlos den Cache leeren.

Dazu navigiert man zu den Einstellungen,

tippt den Eintrag Speicher an und sucht sich

die entsprechende App aus. Dort gibt es

dann einen Punkt namens

Cache leeren, mit dem man

genau das tun kann. Bei

manchen Apps reduziert

sich der genutzte Speicherplatz

um 50 Prozent und

mehr, und das ohne Funktionseinbußen.

Abb. 1: Mit dem Löschen des

Caches macht man je nach App

einige Megabyte Speicher frei.

Speicherplatz

schaffen

Wollen Sie noch

etwas mehr Platz

schaffen, dann

empfiehlt es sich vor

allem, die Liste der besonders

großen Apps zu studieren

und hier die Brechstange

anzusetzen. Als

erste Orientierung dient

Abb. 2: Hoppla! Hier sind doch

glatt ein paar Spiele dabei, die

mehrere Gigabyte belegen.

Abb. 3: Die Liste der Optionen in

der Beta-Version von Chrome ist

recht unübersichtlich.

94

März 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

sprechende App zu deinstallieren.

Beachten Sie aber

dabei, dass der Cache in

vielen Fällen wieder neu

aufgebaut wird, was je nach

Handy recht viel CPU-Leistung

kostet.

Chrome oder

Chrome Beta?

Android-Geräte

mit Stock Android,

also der „reinen“

Version von Android, kommen

mit dem Chrome-Browser

daher. Alle anderen Nutzer

können Chrome kostenlos

aus dem Google Play

Store laden. Doch neben

dem regulären Chrome-

Browser gibt es auch eine

Beta-Version. Diese wird von Google ständig

aktualisiert und immer wieder mit neuen experimentellen

Funktionen versehen. Einige

davon schaffen es nach einer Weile in den

normalen Browser, andere werden nicht weiterentwickelt.

Wenn Sie also experimentierfreudig

sind und ein paar der kommenden

Chrome-Features testen wollen, werfen Sie

doch mal einen Blick auf die Beta-Version

von Chrome. Tippen Sie dort chrome://flags

ein, erhalten Sie Zugriff auf ein- und ausschaltbare

Features.

Chrome: Bandbreite

einschränken

Die neue Version vom Chrome-

Browser hat aus der Beta-Version

ein Feature übernommen, mit dem

man die Bandbreite bei der Verwendung des

Mobilfunknetzes einschränken kann. Im

Klartext: Sobald der Chrome-Browser erkennt,

dass Sie über das mobile Netz surfen,

kann er die Bandbreite deutlich verringern

und damit den Datenverkehr reduzieren,

ohne die Surfgeschwindigkeit wesentlich zu

beeinträchtigen. Diese Option wird Ihnen

normalerweise direkt nach der Installation

angeboten, sonst können Sie sie in den Einstellungen

des Chrome-Browsers jederzeit

vornehmen.

Chrome: Gesten nutzen

Sicherlich kennen Sie diese Geste

bereits: Tippen Sie doppelt auf

einen Text, vergrößert der Browser

ihn so stark, dass er exakt die Breite des Bildschirms

beansprucht. Damit holt man sich

den Text von Webseiten, die noch nicht für

Abb. 4: Nach einer Weile sehen Sie

hier ganz genau, wie viele Daten

Sie mit Chrome verbrauchen.

mobile Browser optimiert

sind, schnell auf einen gut

lesbaren Abstand heran. Die

gleiche Geste hilft Ihnen,

um einen weiteren Befehl

auszuführen: Lassen Sie den

Finger beim zweiten Tippen

auf dem Bildschirm ruhen.

Wenn Sie ihn dann hoch

oder runter schieben, zoomen

Sie in die angezeigte

Webseite hinein oder aus ihr

heraus. Sehr praktisch,

wenn man die Pinch-to-

Zoom-Geste nicht so gerne

verwendet.

Screenshot mit

der Handkante

erstellen

Viele Android-Nutzer

kennen das:

Man will einen

Screenshot aufnehmen, doch sobald man die

unbequeme Tastenkombination drückt, hat

man entweder den richtigen Moment verpasst

oder versehentlich die Lautstärketaste

berührt, sodass der virtuelle Regler mit aufs

Bild kommt. Besitzer eines Galaxy S4 haben

es da einfacher: Wenn sie mit der Handkante

über das Display wischen – ganz so, als

wolle man ein paar Krümel wegwischen –

geben sie dem Gerät den Befehl, einen

Screenshot zu erstellen. Das lässt sich selbst

im hektischsten Spiel ganz schnell zwischendurch

erledigen. Sie müssen diese Funktion

allerdings erst aktivieren. Öffnen Sie dazu die

Einstellungen und navigieren Sie zu Mein

Gerät | Bewegungen und Gesten | Bewegung

der Handfläche. Aktivieren Sie dort den

Punkt Aufnehmen durch Wischen mit der

Handkante. Das funktioniert übrigens nicht

nur beim Galaxy S4, sondern auch bei den

neueren Tablets wie den Galaxy-Tab-3-Modellen.

Factory-Reset ohne Display

Man kann jedes Android Gerät über

einen entsprechenden Eintrag in

den Einstellungen zurücksetzen. In

den meisten Fällen findet man diesen unter

Einstellungen | Sichern & zurücksetzen.

Manchmal muss man sich aber anders behelfen,

zum Beispiel, wenn das Display nicht

mehr auf Berührung reagiert. Dann hilft eine

Tastenkombination, die jedoch von Gerät zu

Gerät verschieden ist. Mit dieser gelangt man

in das Recovery-Menü. Hier navigieren Sie

mit der Leiser-/ Lauter-Taste zum Eintrag

Android-User.de

März 2014 95


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 5: Auf Tablets sind die Schnelloptionen

rechts, bei Handys

wischen Sie mit zwei Fingern.

wipe data/ factory reset und bestätigen mit

der Home-Taste oder mit dem Ein-/ Aus-

Schalter. Dies sind die Tastenkombinationen

für einige weit verbreitete Smartphones:

• Samsung Galaxy S4 mini: Lauter-Taste +

Ein-/ Aus-Taste + Home-Taste gedrückt

halten

• Samsung Galaxy S3 mini: Lauter-Taste +

Ein-/ Aus-Schalter + Home-Taste gedrückt

halten

• Samsung Galaxy S3: Lauter-Taste + Ein-/

Aus-Taste + Home-Taste gedrückt halten

• Samsung Galaxy Note 3: Lauter-Taste +

Ein-/ Aus-Schalter + Home-Taste gedrückt

halten

• Motorola Moto G: Lauter-Taste + Leiser-

Taste + Ein-/ Aus-Taste gedrückt halten

• HTC One: Leiser-Taste länger gedrückt halten,

anschließend Ein-/ Aus-Taste länger

gedrückt halten

• Sony Xperia Z: Lauter-Taste und Ein-/ Aus-

Taste gedrückt halten, bis das Gerät dreimal

vibriert hat, dann loslassen

• Huawei Ascend Y300: Lauter-Taste +

Ein-/ Aus-Taste gedrückt halten

• Asus Padfone 2: Leiser-Taste + Ein-/ Aus-

Taste gedrückt halten

• LG G2: Leiser-Taste + Ein-/ Aus-Taste gedrückt

halten, bis das Logo erscheint, dann

loslassen, dann erneut beide Tasten gedrückt

halten, bis Hardware Reset angezeigt

wird. Mit Ein-/ Aus-Taste bestätigen

Fix zu den Schnelloptionen

Bei den meisten Smartphones mit

Stock Android öffnet man durch

Wischen mit dem Finger von der

Benachrichtigungsleiste nach unten das Benachrichtigungszentrum.

Von hier sind die

Schnelloptionen nur einen Fingertipp entfernt,

nämlich direkt rechts neben dem Symbol,

mit dem man alle Nachrichten löscht. Es

geht aber noch schneller: Man streicht einfach

mit zwei Fingern von der Benachrichtigungsleiste

nach unten, dann öffnen sich sofort

die Schnelleinstellungen. Bei Tablets mit

Android 4.3 und höher ist das nicht nötig.

Hier wischt man einfach auf der linken Seite

nach unten, um die Benachrichtigungszentrale

zu öffnen, oder man führt die Wischbewegung

auf der rechten Seite aus und gelangt

damit zu den Schnelleinstellungen.

Vollbildmodus von Apps

beenden

Seit Android 4.4 nutzen manche

Apps den Vollbildmodus. Darin

sind allerdings die Software-Tasten

nicht mehr zu erkennen – nicht einmal mehr

als kleine weiße Punkte. Wenn Sie dann dort

hin tippen, wo zuvor die Software-Tasten

waren, passiert nichts. Doch keine Angst, Sie

kommen ganz leicht aus dem Vollbildmodus

heraus. Wischen Sie dazu einfach vom oberen

Bildschirmrand nach unten – und schon

sind Benachrichtigungsleiste und Software-

Tasten wieder sichtbar.

Akkuprozentanzeige

nachrüsten

Unter Android 4.4 gibt es keine

Möglichkeit mehr, den Akkustand

in Prozent anzeigen zu lassen. Eine

etwas eingeschränkte Abhilfe schafft die App

Akku-Prozentanzeige für KitKat von kroegerama.

Sie aktiviert die Prozentanzeige wieder.

Allerdings ist diese weiß, ebenso wie das

Symbol für den Akku. Das führt dazu, dass

man sie erst dann sieht, wenn der Akku

nicht mehr ganz voll ist, da das Symbol dann

nicht mehr durchgehend weiß ist. Das lässt

sich leider nicht ändern, da Google unter Kit-

Kat die Farbe Weiß für die Benachrichtigungsleiste

festgelegt hat. Die App ändert

eine versteckte Systemeinstellung. Daran

sollten Sie denken, bevor Sie die App deinstallieren,

denn auch nach der Deinstallation

ist die Prozentanzeige noch aktiv. Wenn Sie

diese Angabe also wieder entfernen wollen,

müssen Sie die App erneut installieren.

Abb. 6: So sieht es aus, wenn der Vollbildmodus aktiviert ist und man mit dem Finger von oben

nach unten wischt: Benachrichtigungsleiste und Software-Tasten erscheinen transparent.

Ortungsdienste manuell

einschalten

Die Ortung ist auf manchen Geräten

für einen hohen Stromverbrauch

verantwortlich, bei älteren

Geräten kann sie den Akku sogar in wenigen

Stunden leer saugen. Abhilfe schafft zwar ein

Neustart, doch auch im Normalzustand ver-

96

März 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Browserfensters nach links

oder rechts. Das ist etwas

ungewohnt, vor allem,

weil sich das Interface des

Browsers nicht verändert.

Sie dürfen den Finger anfangs

nicht zu lange auf

der Adresszeile ruhen lassen,

sonst öffnet sich das

Kontextmenü zum Bearbeiten

von Text, weil das

Betriebssystem „denkt“,

Sie wollten den Inhalt der

Adresszeile bearbeiten.

Abb. 7: Hier ist die Anzeige kaum

zu erkennen, weil der Akku noch

zu voll ist.

ursacht diese Funktion auf einigen Geräten

einen hohen Energieverbrauch. Das ist vor

allem dann ärgerlich, wenn man die Ortungsfunktion

nur gelegentlich benutzt. Unser

Tipp: Legen Sie eine Verknüpfung zu den Ortungseinstellungen

auf den Homescreen an,

und schalten Sie die Funktion manuell nur

dann kurzfristig ein, wenn Sie sie benötigen.

Die Verknüpfung setzen Sie ganz leicht: Bei

vielen Android-Geräten mit modifizierter

Oberfläche wie Touchwiz oder Moto Blur

oder auch alternativen Launchern gibt es

dazu eine Option: Wenn Sie den Finger auf

einem Homescreen gedrückt halten, können

Sie ganz leicht eine Verknüpfung zu einer

Funktion erstellen. Suchen Sie den Eintrag

Ortungsdienste in der Liste aus, dann wird

dieser Eintrag erstellt. Bei der Stock-Android-

Version finden Sie diese Art Verknüpfung bei

den Widgets als Einstellungsverknüpfung.

Hier heißt der Eintrag nicht Ortungsdienste,

sondern Standort.

Chrome: Zwischen Tabs

wechseln per Adressleiste

Tabs werden bei Chrome für Android

unterschiedlich dargestellt. Auf

dem Tablet sieht man die einzelnen

Tabs, ganz so wie bei der Desktop-Variante.

Auf Smartphones hingegen reicht der Platz

nicht aus, um alle Tabs darzustellen, also

verstecken sie sich hinter einem Symbol, das

gleichzeitig die Zahl der vorhandenen Tabs

anzeigt. Und doch wechselt man bei beiden

Varianten mit einem Trick ganz leicht durch

die Tabs, ohne sie manuell anzuklicken, und

zwar so: Drücken Sie ganz kurz auf die Adressleiste

und wischen Sie nach links oder

rechts. Dann schieben Sie den Inhalt des

Abb. 8: Unter Stock Android findet

man die Einstellungsverknüpfung

bei den Widgets.

Chrome: Tabs

organisieren

Die Darstellung

der Tabs auf

Smartphones und

Tablets ist unterschiedlich. Bei Smartphones

verstecken sich die Tabs hinter dem entsprechenden

Symbol. Tippt man es an, werden

sie wie Karteikarten in einer 3D-Ansicht angezeigt.

Es geht aber auch schneller: Wischen

Sie einfach von der Adresszeile ausgehend

mit dem Finger nach unten, dann öffnet

sich diese 3D-Ansicht und Sie können sofort

per Fingertipp zwischen den einzelnen

Tabs wechseln.

Auf dem Smartphone funktioniert eine

weitere nette Geste: Tabs schließt man ganz

fix, indem man sie nach links oder rechts

wischt, ganz so, als wollte man sie aus dem

Bildschirm „herauswischen“. Das funktioniert

allerdings nur auf dem Smartphone,

nicht aber auf dem Tablet, auf dem die Tabs

durch Reiter oberhalb der Adresszeile angezeigt

werden. Hier tippen Sie einfach auf das

X, das der aktive Tab anzeigt.

Chrome: Google-Suche

per Sprache

Immer angezeigt, aber oft übersehen

ist das Mikrofon-Symbol in der

Adresszeile des Chrome-Browsers.

Damit kann man ganz einfach eine Google-

Suche per Spracheingabe starten. Das Ergebnis

der Spracheingabe wird dann in der Adresszeile

eingetragen, die Suche aber noch

nicht gestartet. Das gibt Ihnen Zeit, den

Suchbegriff zu ändern, die Spracheingabe zu

wiederholen oder ein paar der vorgeschlagenen

Ergebnisse unterhalb der Adresszeile anzutippen.

Auf Tablets ist das Mikrofon-Symbol

permanent sichtbar, auf dem Smartphone

ruft man es auf, indem man in die Adresszeile

tippt, so als wolle man eine neue Adresse

eingeben.

● ● ●

Abb. 9: Suchen Sie den entsprechenden

Eintrag in der Einstellungsverknüpfung

aus.

Abb. 10: Hat man sich erst einmal

an diese Chrome-Geste gewöhnt,

will man sie nicht mehr missen.

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31780

Android-User.de März 2014 97


PoweruSer

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu ROMs und neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

Multiboot für das Nexus 5

Was ist das beste ROM für das Google Nexus

5? CyanogenMod, Paranoid Android, Omni-

ROM oder doch die Original-Firmware? Jeder

Power-User wird hier eine andere Vorliebe

haben und auch gerne einmal ein neues

ROM probieren wollen. Doch so einfach ist

das Austesten neuer ROMs gar nicht, schließlich

muss jedes Mal das Handy komplett zurückgesetzt

und neu eingerichtet werden –

viel Arbeit für eifrige ROM-Jongleure.

Abhilfe schafft hier der Multiboot-Mod

MultiROM, den es nun auch für das Google

Nexus 5 gibt [LINK 1]. Mit MultiROM las-

sen sich neben dem Hauptsystem weitere

ROMs mit jeweils eigenen Datenständen

booten. Die ROM-Images müssen

dabei gar nicht auf Android basieren,

es lassen sich auch andere Betriebssysteme

wie Linux oder auch Ubuntu

Touch starten, wenn sie entsprechend

für das Nexus 5 aufgearbeitet wurden.

Experimentierfreudige Android-Bastler

werden an dem praktischen Mod viel

Freude haben.

KitKat auf dem Galaxy S

Das erste Samsung Galaxy S

feiert im Juni 2014 bereits seinen

vierten Geburtstag und

trotzdem gehört es noch lange nicht

zum alten Eisen – erst recht nicht,

wenn Sie mit Hilfe eines Custom-ROMs

Android 4.4 „KitKat“ auf dem Handy-

Veteran installieren. Bedenkt man,

dass das Gerät ursprünglich mit Android

2.1 „Eclair“ ausgeliefert wurde

und dass das letzte Update auf Basis

von Android 2.3 schon viel Staub an-

Abb. 1: Multiboot ermöglicht es, verschie-

dene ROMs ohne Datenverlust auf dem

Nexus 5 zu booten.

gesetzt hat, ist das für Besitzer dieses Handys

eine tolle Entwicklung.

KitKat-ROMs für das Galaxy S bekommen

Sie unter anderem von CyanogenMod. Eine

offizielle Version von dem auf Android 4.4

basierenden CM 11 gibt es zwar noch nicht,

doch die Nightly Builds [LINK 2] zeigten bei

uns im Test keine Auffälligkeiten. Da KitKat

von Google für schwächere Low-Cost-Geräte

mit wenig CPU-Leistung und Arbeitsspeicher

optimiert wurde, verleiht Android 4.4 dem

Galaxy S (mit einer betagten 1-GHz-Single-

Core-CPU und nur etwa 380 MByte RAM)

ebenfalls noch mal einen deutlichen Leistungsschub.

Im direkten Vergleich zwischen der letzten

offiziellen Firmware auf Basis von Android

2.3.5 und der Nightly Build von Cyanogen-

Mod 11 vom 17.12.2013 hat sich die Leistung

im AnTuTu-Benchmark – der einen guten

Eindruck von der Bedienbarkeit des Geräts

vermittelt – knapp verdoppelt, auch gegenüber

von CyanogenMod 10.2 hat sich das Kit-

Kat-ROM einen deutlichen Vorsprung heraus-

SamSung galaxy S I9000

Benchmark

Ergebnis

Android 2.3.6, GINGERBREAD.XXJVU

AnTuTu 3034

Vellamo HTML5 521

Vellamo METAL 217

CyanogenMod 10.2, Android 4.3.1

AnTuTu 4827

Vellamo HTML5 1119

Vellamo METAL 247

CyanogenMod 11, Android 4.4.2

AnTuTu 5401

Vellamo HTML5 824

Vellamo METAL 241

98

MäRz 2014

AndROid-UseR.de


PoweruSer

ROM-Küche

gearbeitet. Informationen zum Rooten und

Installieren von Custom-ROMs auf dem Galaxy

S finden Sie in Android User 02/ 2013

[LINK 3], die Root-Anleitung hat auch heute

noch ihre Gültigkeit.

AppOpsXposed und

RootCloak (Xposed)

Was auch Android-Fans immer wieder

am Android-System bemängeln,

ist die Tatsache, dass der User keinen

Einfluss auf den Rechtehunger von Apps

nehmen kann. Entweder Sie nicken die angeforderten

Rechte bei der Installation ab, oder

Sie verzichten auf die App – eine Möglichkeit,

diese nachträglich einzuschränken, gibt

es auch in der aktuellen Android-Version

noch nicht.

Google weiß selbst, dass

diese Situation nicht optimal

ist, daher arbeitet man in

Mountain View schon länger

an einer Lösung. Seit

Android 4.3 gibt es mit den

App Ops einen Weg, in die

Rechteverwaltung Androids

von Hand einzugreifen –

ganz ohne Root. Das Einstellungsmenü

ist nur versteckt,

diverse Apps im Play

Store [LINK 4] bringen es jedoch

ans Licht. Mit Android

4.4.2 hat Google App Ops

nun aber wieder komplett

deaktiviert, angeblich weil

es von Google nur für interne

Tests vorgesehen war.

Ganz verschwunden sind

die App Ops jedoch auch

Abb. 2: RootCloak versteckt den

Root-Zugang vor sich sträubenden

Apps wie Watchever.

bei Android 4.4.2 nicht, sie lassen sich auf

jedem gerooteten Gerät mithilfe des Xposed-

Modding-Frameworks [LINK 5] ] wieder aktivieren,

egal welches ROM bei Ihnen zum Einsatz

kommt. Dazu müssen Sie das Xposed-

Framework auf Ihrem KitKat-Handy installieren,

neu booten und anschließend das pOpsXposed-Modul [LINK 6] über die integrierte

Modulverwaltung einspielen. Ein abermaliger

Neustart schließt die Installation ab.

Anschließend finden Sie die App Ops direkt

in den Einstellungen in der Nutzersektion.

In eine ähnliche Kerbe schlägt das noch

Ap-

recht junge Xposed-Modul RootCloak [LINK 7].

Es ist für die Poweruser wichtig, die mit

Apps arbeiten möchten, welche sich wei-

gern, auf gerooteten Geräten zu starten. Ein

Kandidat dafür wäre etwa die Android-Anwendung

des Videostreaming-Dienstes

Watchever.

Diese startet zwar auch trotz

Root, doch spätestens beim

Abspielen eines Videos

bricht sie ab. Um Root nicht

gleich komplett deaktivieren

zu müssen, lässt es sich mit

RootCloak vor Watchever

und anderen Apps gezielt

verstecken.

Neues von Omni

Android bringt von

Haus aus keinen

Dateimanager mit,

was meist nicht unangenehm

auffällt. Apps wie

Bildbearbeitungen oder Medienplayer

finden häufig

selbstständig Ihre Daten,

Abb. 3: AppOpsXposed reaktiviert

die von Google abgeschaltete

Rechteverwaltung App Opps.

Android 4.4

CyanogenMod 11 für das Samsung Galaxy S

AndROid-UseR.de MäRz 2014

99


PoweruSer

ROM-Küche

dates auch bei CyanogenMod ebenfalls deutlich

einschränken.

Sowohl DocumentsUI wie auch OpenDelta

wurden unter die GPL gestellt, sodass andere

ROMs die Arbeit in Zukunft in ihre Firmware

übernehmen können. Neu in der Familie der

von Omni unterstützten Geräte [LINK 10] ist

jetzt das Samsung Galaxy S4. Für dieses bietet

Omni nun auch Nightly Builds auf Basis

von Android 4.4.2 an, die Imagedateien finden

Sie wie auch bei anderen Geräten im

Downloadbereich des Projekts [LINK 11].

Abb. 4: Das OmniROM bringt nun mit

DocumentsUI einen fest integrierten

Dateimanager mit.

alle

lInkS>

auch wenn diese nicht fein säuberlich in

einer Verzeichnisstruktur abgelegt wurden.

Dass aber ab und an doch ein Dateimanager

auch auf dem Handy nützlich ist, zeigt die

Beliebtheit von ES Datei Explorer, Solid Explorer

oder dem ASTRO File Manager.

Um es dem User einfacher zu machen,

Daten zu finden, integriert das OmniROM

[LINK 8] nun mit DocumentsUI auch einen eigenhändig

entwickelten Dateimanager. Dieser

ist nicht nur eine eigenständige App, sondern

auch ein vollständiges Framework.

Möchten Sie zum Beispiel eine Mail mit

einem Dateianhang versehen, lässt sich dieser

über DocumentsUI sehr bequem heraussuchen.

Neben lokal gespeicherten Daten

bindet DocumentsUI auch bei Google Drive

gespeicherte Daten nahtlos ein.

Als weiteres Novum bietet Omni nun mit

OpenDelta inkrementelle Delta-Updates an.

Bei diesen muss für System-Updates nicht

jedes Mal das komplette ROM mit etwa 200

MByte Daten heruntergeladen werden, es

reicht, die Änderungen zwischen der aktuell

installierten und der aktualisierten

Version zu

übertragen.

Bei oft nur etwa 10

MByte Datenvolumen

lässt sich das ROM

daher dann auch über

eine mobile Datenleitung

aktuell halten. CyanogenMod

kennt dieses

Feature bislang noch

nicht offiziell, allerdings

lässt sich mit der externen

App CyanDelta Updater

[LINK 9] das Downloadvolumen

bei Up-

Updates über die

Abb. 5: Inkrementelle Updates ermöglichen nun auch datensparsame ROM-

3G-Datenleitung.

www.android- user.de/qr/31775

Mirror streamt auf Apple TV

Inzwischen gibt es diverse Technologien

auf dem Markt, mit denen

Sie das, was Sie auf dem Handy

sehen, auf ein Display oder einen Fernseher

streamen können. So können Sie etwa die

mit dem Handy geschossenen Bilder oder Videos

ganz bequem auf dem TV Ihren Freunden

oder Verwandten zeigen oder auch einen

YouTube- oder Watchever-Film auf dem großen

Bildschirm genießen. Ob nun Miracast

oder WiDi: Das Problem ist, dass nur wenige

Fernseher von Haus aus einen geeigneten

Empfänger mitbringen. Erst recht nicht,

wenn der eigene Flachbild-TV schon ein paar

Jahre älter ist.

Mit Apple TV gibt es jedoch schon eine

Streaming-Technologie, die es in diverse

Wohnzimmer geschafft hat – nur stammt die

Lösung von dem „falschen“ Hersteller. Mit

Mirror vom CyanogenMod-Entwickler Koushik

Dutta ist es aber dennoch möglich, das

Handybild drahtlos auf den Fernseher zu beamen.

Zur Installation der noch im Beta-Stadion

befindlichen App müssen Sie auf

Google+ der ClockworkMod-Community

beitreten [LINK 12] und am Beta-Programm der

App [LINK 13] teilnehmen, anschließend lässt

sich Mirror unkompliziert über den Play

Store [LINK 14] installieren.

● ● ●

100

MäRz 2014

AndROid-UseR.de


PowerUser

root-Apps

Die besten Root-Apps: Teil 2

Root-

Perlen

Veronika Pavlova, 123RF

Auch im zweiten Teil

unserer Root-Apps-

Serie stellen wir Ihnen

vier tolle Apps vor, mit

denen Sie Ihren Rootzugriff

auf das Handy

oder Tablet optimal

nutzen.

Samuel Groesch

Root-Apps eignen sich nicht nur

dazu, die CPU des Handys zu

übertakten oder mit Titanium ein

Backup zu erstellen.

WiFi Key Recovery

Das WLAN-Passwort braucht man meistens

genau dann, wenn man den Zettel, auf den

man es einst notiert hatte, gerade in die Altpapiersammlung

gegeben hat. Da das

WLAN-Kennwort aber meist lang und komplex

ist, wissen es die wenigsten auswendig.

Was sollte man also tun, wenn Freunde zu

Besuch kommen, die über das heimische

WiFi die schönen Fotos vom Abendessen

posten möchten? Mit WiFi Key Recovery

[LINK 1] greifen Sie ganz einfach auf die Passwörter

aller gespeicherten WLAN-Netzwerke

zu. Die Anwendung steht kostenlos und werbefrei

im Play Store zum Download bereit.

Nach der Installation müssen Sie der App

Root-Rechte gewähren, damit diese in der

Lage ist, die gespeicherten WLAN-Konfigurationen

auszulesen. Sie bekommen in einer

Liste alle WLAN-Netzwerke angezeigt, mit

denen Sie sich je verbunden haben. Über die

Suchfunktion oberhalb der Liste finden Sie

anhand des Netzwerknamens (SSID) schnell

eine bestimmte Verbindung. Das Passwort

und die Verschlüsselungsart erscheinen dann

im Klartext. Durch einen Klick auf einen bestimmten

Eintrag öffnet sich ein Pop-up-

Menü, in dem Sie das Passwort oder alle Informationen

in die Zwischenablage kopieren.

Des weiteren gibt es einen Punkt Show QR

Code, der besonders nützlich ist: Dieses Feature

generiert einen QR-Code, der beim

Scannen dafür sorgt, dass sich das Gerät,

mit dem Sie den Code lesen, automatisch

mit dem Netzwerk verbindet.

Somit fällt das lästige Eintippen

des langen Passworts

weg. Über die Menütaste

erreichen Sie die Möglich-

102

März 2014

Android-User.de


PowerUser

root-Apps

keit zum Export aller gespeicherten

Verbindungen. Entweder

legen Sie die generierte

Textdatei im Klartext

auf der SD-Karte ab oder

versenden die Datei über

das Teilen-Menü von Android.

Dabei ist zu beachten,

dass die App die Daten beim

Export nicht verschlüsselt.

SoftKeyZ root

SoftKeyZ root [LINK 2] erlaubt

es, Ihre Navigationstasten

zu verändern und durch eigene

oder von der Community

bereitgestellte zu ersetzen.

Dabei gibt es keinerlei

Grenzen, das Angebot ist

sehr vielfältig: von bunt und

verspielt bis hin zu schlichten

Farben und Formen. Für 1,99 Euro erhalten

Sie die Root-App, die die komplette Installation

der alternativen Navigationsicons

übernimmt.

Beim ersten Start führt Sie die App kurz in

die Bedienung ein. Der Hauptscreen zeigt die

Abb. 1: WiFi Key Recovery macht

das Auslesen von gespeicherten

WLAN-Passwörtern zum Kinderspiel.

komplette Auswahl über

alle verfügbaren Features.

Im oberen Bereich sind die

Android-typischen Buttons

(Home, Zurück, Letzte

Apps, Suchen und Menü) zu

sehen. Sie symbolisieren die

aktuelle Belegung, die Sie

ganz einfach durch die Wahl

eines alternativen Icons aus

der unteren Liste ersetzen

können. Kombinierte Designs

sichern Sie mit dem

Speicherbutton auf der SD-

Karte, sodass Sie auch später

schnell wieder an Ihre

Konfiguration gelangen. Ihre

Wahl bestätigen Sie einfach

mit einem Klick auf den

Haken. Dadurch startet die

Anwendung mit der Installation,

die durch einen Neustart abgeschlossen

wird. Ihre neuen Navigationsicons können

Sie nach dem Reboot ganz normal verwenden

und bewundern. Die Auswahlliste

ist sehr groß und umfasst eine Unmenge an

verschiedenen Designs und Farben.

Abb. 2: Mit SoftKeyZ passen Sie die

Navigationsleiste beliebig an Ihre

Wünsche an.


PowerUser

root-Apps

Abb. 3: Simpel, aber effektiv – die

App RegionLock Away.

Alle

links>

www.android- user.de/qr/31981

Die Online-Galerie erweitert den Designumfang

noch einmal immens. Aus dieser Galerie

laden Sie sich von der Community bereitgestellte

Icons herunter und verwenden diese

für Ihre Navigationsleiste. Wenn Sie einmal

daneben gegriffen haben, spielen Sie über

den Menüpunkt Backup die ursprünglichen

Icons wieder zurück. Neben dem Backup-

Menüpunkt gibt es mit Import Buttons noch

die Möglichkeit, eigene Grafiken als Navigationsbuttons

zu verwenden.

RegionLock Away

Samsung stattet neue Geräte seit September

mit einer zusätzlichen Sperre namens Region

Lock aus. Als erstes Gerät war das Note 3

davon betroffen. Diese Sperre sorgt dafür,

dass die Samsung-Geräte nur in der Region

benutzt werden können, in der sie gekauft

wurden. So ist es zum Beispiel nicht möglich,

ein in Korea gekauftes Gerät mit einer

deutschen SIM-Karte zu benutzen. Das

brachte dem Hersteller einen Shitstorm ein,

der wiederum dafür sorgte, dass er den Prozess

zur Aufhebung der Sperre transparenter

machte. Aktuell genügt ein fünfminütiges Telefonat

mit dem Service, um diese regionale

SIM-Sperre zu lösen. Allerdings klappt dieses

Verfahren nicht immer und der Freischaltprozess

bei Samsung ist nicht gerade unkompliziert.

Der bekannte Android-Entwickler

Chainfire hat sich der Sache angenommen

und eine App herausgebracht, die das Entsperren

erledigt [LINK 3]. Bisher ist die Anwendung

nur mit dem Note 3 kompatibel und

kann für 2,49 Euro aus dem Play Store heruntergeladen

werden.

Zum Entsperren Ihres Note 3 öffnen Sie

RegionLock Away und klicken auf den Menüpunkt

Region Unlock. Die

Anwendung fragt nach dem

Root-Zugriff, den Sie ihr gewähren

müssen. Danach

beginnt die App mit dem

Einspielen des Patchs. Sobald

dieser Vorgang abgeschlossen

ist, starten Sie Ihr

Smartphone mit Reboot now

neu. Von diesem Neustart

an ist Region Lock auf

Ihrem Note 3 Geschichte

und Sie können es mit beliebigen

SIM-Karten benutzen.

Flashify (for root

users)

Zum Flashen von Dateien

und möglichst einfachen

Komplett-Backups bietet

Abb. 4: Wer Listen zum Abarbeiten

anlegt, spart viel Zeit beim Flashen.

sich ein Custom-Recovery an. Mit der App

Flashify stellt Christian Göllner die Custom-

Recovery-Welt auf den Kopf. Seine App führt

im normalen Android-System die Befehle

und Anweisungen aus, die normalerweise

ein Custom-Recovery erledigt. Die App flasht

die Dateien zwar nicht selbst, übernimmt

aber das komplette Handling. Sie wählen die

gewünschte Aktion aus und schon bootet

Flashify ins Recovery-System und erledigt

den Rest. Im Vergleich zu normalen Recovery-Systemen

ist Flashify aber zusätzlich in

der Lage, auch tiefere Bestandteile zu flashen,

darunter das Recovery-System selbst.

Bisher brauchten Sie dafür einen Computer,

um von dort ein Custom-Recovery einzuspielen.

Die kostenfreie Version der App kommt

mit einem Limit von drei Aktionen pro Tag

daher [LINK 4]. Per In-App-Kauf für 2,45 Euro

lässt sich diese Beschränkung aufheben.

Die App ist sehr übersichtlich gestaltet und

hält die Hauptfunktionen in zwei Tabs bereit.

Im Flash-Tab booten Sie in ein Image, das

sich auf dem Smartphone befindet, ersetzen

das Recovery-System oder flashen eine normale

ZIP-Datei. Auf dem zweiten Reiter gibt

es die Möglichkeit, den aktuellen Kernel oder

das aktuelle Recovery-System zu sichern.

Eine sehr nützliche Funktion verbirgt sich

hinter dem Plus-Symbol in der Menüleiste:

Hier legen Sie eine Reihe von Aktionen hintereinander

an. Damit müssen Sie nicht warten,

bis eine Aktion ausgeführt ist, um die

nächste zu starten, sondern legen fest, dass

das Gerät zum Beispiel zunächst einmal den

Dalvik-Cache wipen, danach eine Datei flashen,

den normalen Cache wipen und dann

die Google-Apps flashen soll. Flashify sorgt

dafür, dass die von Ihnen angegebenen Aktionen

hintereinander ausgeführt

werden.

Mit dem Haken in der

rechten oberen Ecke bootet

die App in das Recovery-

System und führt die Reihe

an Befehlen aus. Das macht

den Flash-Vorgang ungemein

bequem. In der

Premium version sichert die

Android-App Ihre Backups

zusätzlich in der Cloud

(Dropbox, Box oder Google

Drive). Dadurch sind Ihre

Backups auch bei einem

Full-Wipe des Geräts sicher.

Flashify ist ideal für Vielflasher,

die bisher viel Zeit im

Recovery-System des Handys

verbracht haben. ● ● ●

104

März 2014

Android-User.de


PowerUSer

Moto G Mods

Tweaks, Mods und Custom-ROM für das Motorola Moto G

Moto-Mods

Motorola

Das Moto G erfreut sich

unter Android-Entwicklern

recht großer

Beliebtheit. So gibt es

inzwischen auch viele

Root-Tweaks für das

Handy. Wir stellen Ihnen

die besten vor.

Samuel Groesch

Wenn Sie bereits die volle Macht

über Ihr Motorola Moto G besitzen,

dann möchten Sie

damit vermutlich auch etwas

sinnvolles anfangen! Root-Apps bekomen Sie

aus dem Play Store, wir stellen Ihnen in diesem

Artikel zusätzlich die besten Mods und

Tweaks mitsamt Installationsanleitung für Ihr

Motorola-Smartphone vor.

Bootloader-Warnung

entfernen

Mit dem Aufsperren des Bootloaders

schleicht sich eine unschöne Warnung in ihr

Moto G ein, die bei jedem Start des Handys

eingeblendet wird. Doch diese Meldung können

Sie ganz leicht mit nur einem Kommando

entfernen.

Dazu laden Sie aus dem XDA-Thread

[LINK 1] das Motorola-Logo herunter,

entpacken die ZIP-Datei und

kopieren die darin enthaltenen Dateien

in den platform‐tools-Ordner

des Android SDK (siehe Kasten

„SDK installieren“). Schalten

Sie nun das Moto G aus und booten

Sie es in den Bootloader-Modus.

Dazu halten Sie die Leiser-

Taste und den Power-Button für

drei Sekunden gleichzeitig gedrückt

und lassen dann beide los.

Schließen Sie das Moto G mit

dem mitgelieferten USB-Kabel an

den Computer an und tippen Sie

anschließend in der Eingabeaufforderung

im platform‐tools-

Ordner des SDK den Befehl

fastboot flash logo logo.bin

ein. Hat mit dem Flashen des

Logos alles geklappt, erscheint

eine Ausgabe, die den Vorgang

bestätigt:

target reported max download size

of 536870912 bytes

sending 'logo' (619 KB)...

OKAY [ 0.054s]

writing 'logo'...

OKAY [ 0.105s]

finished. total time: 0.159s

Beim nächsten Start Ihres Moto G erscheint

anstelle der eindringlichen Bootloader-Warnung

ein hübsch gestaltetes Motorola-Logo.

Netzbetreiber aus der

Statusleiste entfernen

Motorola setzt beim Moto G anders als viele

Hersteller auf ein fast pures Android. Motorola

macht sich so viele Android-User zum

Freund, die mit den angepassten Android-

Oberflächen wie Samsungs TouchWiz oder

HTC Sense nicht warm werden. Eine Modifikation

stört allerdings viele Anwender: Die

linke Ecke der Statusleiste zeigt permanent

den Namen des Netzbetreibers an. Das

nimmt viel Platz für etwaige Benachrichtigungen

wie neue Mails oder SMS weg. Doch

auch hier sorgt ein Mod für Abhilfe, falls Ihr

Moto G bereits gerootet ist.

Damit die folgende Anleitung funktioniert,

muss in den Entwickleroptionen das USB-Debugging

aktiviert sein. Dazu schalten Sie zunächst

die Entwickleroptionen frei: Gehen

Sie in die Einstellungen zum Punkt Über das

Telefon und tippen Sie sieben Mal hinterein-

SDK inStallieren

Um Mods auf Ihrem Moto G zu installieren, benötigen

Sie einen bestimmten Teil des Android

SDK. Das Software Development Kit für Ihr Betriebssystem

steht unter [LINK 2] zum kostenfreien

Download bereit. Entpacken Sie die ZIP-

Datei. Anschließend öffnen Sie die Eingabeaufforderung

unter Windows mit der Tastenkombination

[Windows]+[R] und geben in das

erscheinende Fenster den Befehl cmd.exe ein.

Nach der Bestätigung mit [Enter] öffnet sich

die Konsole. Unter Mac OS lässt sich das Terminal

einfach mit dem Launchpad öffnen. In

beiden Eingabeaufforderungen müssen Sie

nun in den platform‐tools-Ordner navigieren.

Dieser befindet sich in der obersten Ebene des

entpackten Android SDK. Tippen Sie cd ein,

fügen Sie den vollständigen Pfad des Ordners

an und bestätigen Sie anschließend mit

[Enter]. Beispielsweise sieht unter Windows

das Kommando so aus: cd C:\Users\IHR‐BE‐

NUTZERNAME\Desktop\adt‐bundle‐windows‐x86‐20131030\adt‐bundle‐windows‐x86‐20131030\sdk\platform‐tools.

106

März 2014

Android-User.de


PowerUSer

Moto G Mods

ander auf die Buildnummer.

Danach erscheint in

den Einstellungen die nun

neue Kategorie Entwickleroptionen.

Schalten Sie

diese mit dem An- und

Aus-Switch oben als erstes

ein und aktivieren Sie dann

mit einem Häkchen das

USB-Debugging. Als nächstes

schließen Sie Ihr Moto

G per USB-Kabel an Ihren

Computer an. Ist dies geschehen,

taucht ein Dialog

mit dem Fingerprint Ihres

Computers auf. Markieren

Sie darin die Checkbox bei

Dieser Verbindung immer

trauen und bestätigen Sie

diesen Schritt mit OK.

Zum Entfernen des Netzbetreibers

müssen Sie die

Datei SystemUI.apk ersetzen.

Die bereinigte Version ohne Providereinblendung

für Android 4.3 liegt unter [LINK 3]

(BHR-Version). Läuft auf Ihrem Gerät bereits

KitKat, befindet sich die passende Datei bei

[LINK 4]. Nennen Sie die heruntergeladene

Datei in SystemUI.apk um, kopieren Sie die

APK-Datei in den platform‐tools-Ordner des

Android SDK und schließen Sie Ihr Smartphone

an den Computer an. Öffnen Sie dann

auf Ihrem Computer ein Terminalfenster und

schieben die Datei mit Hilfe des folgenden

Befehl auf Ihr Handy.

Abb. 1: Nach der Installation des

Mods ist Ihre Statusbar frei für

ankommende Benachrichtigungen.

Musiksteuerung

über die

Lautstärketasten

In vielen ROMs ist es möglich,

durch längeres Drücken

auf die Lauter- oder

Leiser-Buttons der Lautstärkewippe

zum nächsten

oder vorherigen Song zu

springen – auch wenn das

Display gerade ausgeschaltet

ist. Mit einem kleinen

Mod aus dem Android-

Hilfe-Forum ist dieses praktische

Feature für Musik-

Fans auch auf Ihrem Moto

G verfügbar.

Diese Modifikation benötigt

Root und zusätzlich

aber auch eine Deodex-

Firmware [LINK 5]. Bei der

offiziellen Firmware von

Motorola sind, wie bei

praktisch allen anderen Herstellern, die Programmbibliotheken

in ODEX-Dateien ausgelagert

(ODEX = Optimized Dalvik Executable

Format). Deshalb ist es nicht möglich,

diesen Tweak mit der offiziellen Firmware

des Moto G zu verwenden.

Läuft auf Ihrem Gerät jedoch ein Deodexed-System,

laden Sie aus dem Thread

liSting 1: Provider ausblenden

Code für Android 4.3 „Jelly Bean“

adb shell

adb push SystemUI.apk /sdcard/

Nun sind einige Zeilen Code über die ADB-

Shell auf dem Handy einzugeben, um die

neue Datei in das System zu integrieren. Bestätigen

Sie nach jeder Zeile mit [Enter] und

warten Sie, bis der Befehl ausgeführt wurde.

Die einzelnen Schritte finden Sie getrennt

nach Firmware-Version in Listing 1.

Bei der Eingabe des kurzen su-Befehls meldet

sich üblicherweise die SuperSU-App auf

dem Moto G und fragt, ob der ADB-Shell-

Rootzugriff genehmigt werden soll. Diesen

Zugriff müssen Sie gestatten, sonst bleibt

Ihnen der Zugang zu den Tiefen des Dateisystems

verwehrt.

Mit der Ausführung des Reboot-Befehls

startet das am USB-Kabel angeschlossene

Moto G neu und das Netzbetreiberlogo ist

von nun an Geschichte. Benachrichtungsicons

für neue E-Mails oder auch die Status-

Icons während der Navigation haben nun

mehr Platz auf dem Display.

su

stop

mount ‐o rw,remount /system/ /system/

mv /system/app/SystemUI.apk /system/app/SystemUI.apk.bak

mv /system/app/SystemUI.odex /system/app/SystemUI.odex.bak

cp /sdcard/SystemUI.apk /system/app/

rm /system/app/SystemUI.odex

chmod 644 /system/app/SystemUI.apk

mount ‐o ro,remount /system/ /system/

reboot

Code für Android 4.4 „KitKat“

adb shell

su

stop

mount ‐o rw,remount /system/ /system/

mv /system/priv‐app/SystemUI.apk /system/priv‐app/SystemUI.apk.bak

mv /system/priv‐app/SystemUI.odex /system/priv‐app/SystemUI.odex.bak

cp /sdcard/SystemUI.apk /system/priv‐app/

rm /system/priv‐app/SystemUI.odex

chmod 644 /system/priv‐app/SystemUI.apk

mount ‐o ro,remount /system/ /system/

reboot

Android-User.de März 2014 107


PowerUSer

Moto G Mods

Abb. 2: Mit dem Nexus G ROM wird

Ihr Moto G zu einem Nexus! Zumindest

was die Software betrifft.

alle

linKS>

www.android- user.de/qr/31992

Abb. 3: Das Infusion-ROM erweitert

das normale Android-System um

viele Funktionen und Features.

unter [LINK 6] die Datei apj.zip herunter, entpacken

das Archiv und verschieben anschließend

die erhaltene android.policy.jar-Datei

in den platform‐tools-Ordner des Android

SDK. Starten Sie nun wieder eine Eingabeaufforderung

wie im Kasten beschrieben. An

Ihrem Moto G müssen Sie USB-Debugging

aktivieren und es dann via USB mit dem

Computer verbinden. Im Konsolenfenster

geben Sie den Befehl adb push android.policy.jar

/sdcard/ ein und bestätigen mit

[Enter]. Als nächstes sind die Befehle aus

Listing 2 einzugeben. Nach dem letzten Befehl

startet das Handy automatisch neu und

der Tweak ist aktiv.

Modifikation mit

Custom-ROMs

Der Inbegriff von Mods und Tweaks sind

selbstverständlich Custom-ROMs, die viele

kleine Features und Modifikationen unter

einer Haube vereinen. Da das Motorola Moto

G noch relativ neu auf dem Markt ist, gibt es

noch nicht sonderlich viele ROMs. Die „großen“

ROMs wie CyanogenMod oder Paranoid

Android unterstützen das Gerät bislang noch

liSting 2: Musiksteuerung

adb shell

su

stop

mount ‐o rw,remount /system/ /system/

cp /sdcard/android.policy.jar /system/ U

framework/

mount ‐o ro,remount /system/ /system/

reboot

Abb. 4: Im Infusion-ROM sind auch

Anpassungen wie die Änderung

der Taktfrequenz möglich.

nicht offiziell. Wir zeigen

Ihnen trotzdem zwei Kandidaten,

mit denen Ihr Moto G

auf einen Schlag viele neuen

Funktionen erhält.

Beim Nexus G ROM ist der

Name Programm. Der Entwickler

hat alle Nexus-spezifischen

Features gesammelt

und sie in ein ROM für das

Moto G gepackt. Sie erhalten

also pures Nexus-Feeling

durch Nexus-Sounds, eine

Nexus-Boot-Animation, die

Nexus-Telefon-App, den typischen

Google Experience

Launcher mit auf dem Homescreen

integrierten Google

Now und die System-Apps

von Nexus-Geräten.

Das ROM steht im XDA-Thread

[LINK 7] zum Download

bereit. Sie können es dann problemlos mit

einem Custom-Recovery flashen (Setzen Sie

jedoch vorher Data, Cache und Dalvik-Cache

per Factory Reset zurück). Die Entwicklung

steckt noch in den Kinderschuhen, hier und

da funktionieren noch einzelne Sachen nicht

oder stürzen manchmal ab. Der Entwickler

behebt aber die meisten Probleme recht

schnell, sodass dem puren Nexus-Feeling auf

Ihrem Moto G nichts im Wege steht.

Das Infusion-ROM bringt viele kleine Features

auf Ihr Moto G. So ist der aus dem CyanogenMod

bekannte DSP-Manager mit an

Bord und die Firmware bringt Miracast-Support

zum Streamen des Displayinhalts auf

entsprechende Empfänger mit. Von Haus aus

sind außerdem Busybox und der Nova Launcher

als Launcher im System installiert.

Die Motorola-Apps wurden dagegen vom

Entwickler komplett aus dem System entfernt,

das schont die Ressourcen des Handys

und macht Platz für Apps frei, die man auch

wirklich auf dem Handy haben möchte.

Zudem ist das System deodexed, wodurch

sich Mods wie die zuvor genannte Musiksteuerung

über die Lautstärkewippe des Handys

nutzen lassen.

Trotz des Custom-ROMs bleibt weiterhin

die Möglichkeit bestehen, Updates over the

Air zu erhalten, was Systemaktualisierungen

immens vereinfacht. Außerdem sind erweiterte

Einstellmöglichkeiten zu Performanceund

System-Tweaks enthalten. Die Installation

läuft wie beim Nexus-G-ROM ab, im

XDA-Thread [LINK 8] bekommen Sie die jeweils

neuste Version, die sich bequem über das

Custom-Recovery einspielen lässt.

● ● ●

108

März 2014

Android-User.de


PowerUser

Galaxy S3 mini rooten

So rooten Sie das Samsung Galaxy S3 mini

One-Click-

Root

Das Samsung Galaxy S3 mini kommt zwar technisch nicht an die aktuellen

Android-Spitzenmodelle heran, es bringt aber auf kleinstem Format

alles mit, was ein wirklich gutes Smartphone ausmacht. Wir zeigen

Ihnen mit dieser Anleitung, wie Sie das S3 mini mit dem One-Click-Tool

Kingo Root unter Ihre Kontrolle bringen. Marcel Hilzinger

Wenn von Samsung und Root

die Rede ist, dann fällt üblicherweise

sofort das Stichwort

„Odin“. Mit diesem Tool, das

wir auch in der Fokusstrecke der aktuellen

Ausgabe beschreiben, erhalten Sie auf den

aktuellen Topmodellen von Samsung und

vielen weiteren Samsung-Handys und -Tablets

Root-Rechte. Doch das Odin-Werkzeug

zu benutzen, ist nicht ganz trivial, und Sie

müssen aufpassen, bei den Schritten keinen

Fehler zu machen. Auch das S3 mini von

Samsung lässt sich via Odin rooten. Wir beschreiben

hier aber einen deutlich einfacheren

Weg, der allerdings nur unter Windows

funktioniert.

Samsung

Kingo Android Root

Kingo Android Root [LINK 1] ist eines von zwei

relativ neuen Rooting-Tools aus China. Gegenüber

dem deutlich bekannteren VRoot

hat es den Vorteil, dass es auch eine englische

Version der Software gibt. Zudem ist

Kingo Root aus Datenschutz- und Malware-

Sicht unbedenklich, während bei VRoot hier

noch einige Zweifel bestehen. Wie dem auch

sei: Wir haben Kingo Root mit mehreren Geräten

zusammen verwendet und keine negativen

Auswirkungen unter Windows oder gar

auf dem Smartphone festgestellt. Für diesen

Artikel benutzten wir die Version 1.1.7 von

der Kingoapp-Webseite [LINK 2]; da die Webseite

aber je nach Tageszeit und Wochentag

manchmal nur sehr langsam reagiert, finden

Sie auch einen alternativen Download auf

Cnet.com [LINK 3].

Kingo Root ist keine wirkliche One-Click-

Lösung, wie sie noch unter Android 2.3 mit

diversen Apps funktionierten, aber eine typische

Windows-Anwendung, bei der Sie einfach

immer wieder auf Next klicken müssen.

Der Root-Vorgang setzt keinerlei spezielle

Kenntnisse voraus und er funktioniert auch

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März 2014

Android-USer.de


PowerUser

Galaxy S3 mini rooten

Abb. 1: Unter Windows 8 müssen Sie das Programm

mit Administratorrechten ausführen.

unter Windows 8. Als einzige Voraussetzung

müssen Sie auf dem Samsung Galaxy S3 mini

die Funktion für das USB-Debugging einschalten.

Dazu öffnen Sie die Einstellungen

und navigieren zum Punkt Entwickleroptionen.

Hier setzen Sie einen Haken bei der

Checkbox USB-Debugging. Zudem empfehlen

wir Ihnen, das mit dem Samsung Galaxy S3

mini mitgelieferte USB-Kabel bereitzuhalten,

da es je nach Kabel zu Problemen kommen

kann. Damit sind sämtliche Vorbereitungen

getroffen.

Treiber via Kingoapp

Starten Sie zunächst den Installationsassistenten

der App via Doppelklick auf die heruntergeladene

Datei android_root.exe. Lassen

Sie sich von den kryptisch anmutenden

Zeichen des Installers nicht irritieren. Nach

der Installation startet die Windows-Anwendung

sogleich. Unter Windows 8 müssen Sie

Ist das sIcher?

Das Rooten eines Android-Handys oder -Tablets

ist vom Hersteller nicht vorgesehen. Jeder

Root-Vorgang nutzt somit immer eine

Schwachstelle im System aus. Im Unterschied

zu anderen Root-Tools, die bekannte Schwachstellen

ausnutzen, aber dafür nur für eine bestimmte

Zeit funktionieren (bis der Hersteller

die Lücke gestopft hat), setzt Kingo Android

Root laut seiner Website auf nicht veröffentlichte

Schwachstellen in Android. Deshalb ist

die Software auch nicht als Open-Source-Lösung

verfügbar. Kingo Android Root wurde

von XDA Developers zunächst auf eine Liste

von Schadsoftware gesetzt. Die aktuelle – hier

benutzte – Version übermittelt keine IMEI-Daten

mehr und gilt als sauber. Dennoch ist ein

gewisses Restrisiko wie bei jeder unbekannten

Sicherheitslücke nicht auszuschließen. Sie nutzen

das Tool auf eigene Gefahr!

Kingo Root aber als Administrator

ausführen. Beenden

Sie also die Software

und klicken Sie anschließend

mit der rechten

Maustaste auf Das Kingo-

Android-Root-Icon. Hier

wählen Sie den Eintrag Als

Administrator ausführen

zum Start des Programms.

Nach dem ersten Start

verbinden Sie Ihr Samsung

Galaxy S3 mini mit dem

Windows-Rechner. Hatten

Sie das Handy bereits in

Betrieb und die entsprechenden

USB-Treiber installiert,

dann sollte gleich

das Fenster mit dem großen

Root-Button erscheinen.

Handelt es sich um

ein neues Windows-System,

auf dem noch keine

Samsung-Treiber installiert

sind, dann beginnt die Anwendung

jetzt mit dem

Download der benötigten

USB-Treiber. Das kann

ziemlich lange dauern. Erscheint

kein richtiger Fortschrittshinweis

und meldet

das Programm immer

wieder Connecting… gefolgt

von Downloading…,

dann sind die Kingo-Server

für den Download

nicht richtig erreichbar.

Probieren Sie es dann einfach

später noch einmal

oder starten Sie die Anwendung/

Windows neu.

Alternativ können Sie die

benötigten Treiber auch

von [LINK 4] herunterladen

und zuerst installieren. In

unseren Tests war das

aber nicht notwendig. Allerdings

klappte der

Download erst beim vierten

Versuch.

Haben Sie das Handy

mit dem Windows-Computer

verbunden und verlief

der Download erfolgreich,

dann erscheint der

Dialog aus Abbildung 5.

Hier klicken Sie einfach

auf den schön großen

Root-Button und warten

Abb. 2: Achten Sie auf den Fortschritt bei Downloading

device driver software von Kingo Android Root.

Abb. 3: War bereits ein Treiber vorinstalliert, aber nicht der

neueste/ die passende Version, lädt das Programm den

benötigten aus dem Internet nach.

Abb. 4: Befolgen Sie die Anweisungen zum Verbinden und

Trennen des Handys, um die Treiber fertig zu installieren.

Abb. 5: Erst wenn die Treiber installiert wurden, erscheint der

Button, um das Samsung Galaxy S3 mini zu rooten.

Android-USer.de März 2014 111


PowerUser

Galaxy S3 mini rooten

Abb. 6: Während des Root-Vorgangs probiert das Programm

nacheinander mehrere Schwachstellen durch.

Abb. 7: Hat alles geklappt, erscheint dieser Dialog, das

Handy startet dann automatisch neu.

nun, bis der Vorgang erfolgreich

durchgelaufen

ist. Da sich mit Kingo Android

Root nicht nur das

Samsung Galaxy S3 mini

rooten lässt, sondern auch

eine Reihe weiterer Handys,

dauert auch dieser

Vorgang eine Weile. Die

Software probiert diverse

Hacks aus, um an die

Root-Rechte zu gelangen.

Auch wenn die Liste in der

neuesten Version von

Kingo Android Root bereits

etwas schneller arbeitet,

als in früheren Versionen,

müssen Sie ein paar

Minuten einplanen. Eventuell

erscheint auch ein

Hinweis, dass Sie das

Handy vom PC trennen

und wieder anschließen

sollen. Befolgen Sie diese

Anweisung.

Hat alles funktioniert,

erscheint am Schluss der

Dialog aus Abbildung 7.

Sind Fehler aufgetreten,

dann versuchen Sie es einfach

noch einmal. Da sich

einige Schwachstellen

nicht reproduzierbar ausnutzen

lassen, ist manchmal

ein zweiter Durchgang

notwendig. In unseren

Tests mit einem unveränderten

Android 4.1.2

hat es im ersten Anlauf direkt

geklappt.

Dazu versucht die App APK-Dateien auf

Ihrem Handy zu installieren. In unseren Tests

waren diese APKs mit bekannten Sicherheitsproblemen:

MtkCamera und Diaggetroot. Auf

dem von uns getesteten Samsung Galaxy S3

mini war die Installation dieser Dateien aber

nicht notwendig.

Dass auch wirklich alles geklappt hat, erkennen

Sie daran, dass sich nun eine neue

App SuperSU auf dem Galaxy S3 mini befindet.

Sie regelt, welche App wie lange mit Administratorrechten

arbeiten darf. Als zusätzliche

Kontrolle können Sie eine der diversen

Rootprüf-Apps aus dem Play Store installieren,

zum Beispiel Root Checker Basic [LINK 5].

Genau so einfach wie das Rooten erledigen

Sie auch das Unrooting, also den Zustand vor

dem Rooten. Dazu schließend Sie Ihr Handy

erneut an den Windows-Rechner an und

wählen nach dem Start von Kingo Android

Root den Button Unroot aus.

Fazit

Das Rooten mit Kingo Android Root ist wirklich

ein Kinderspiel und verlangt keinerlei

technisches Wissen. Unser Samsung Galaxy

S3 hat nach dem Rooten genauso gut wie

vorher funktioniert. Was Sie mit den erlangten

Root-Rechten so alles anstellen können,

lesen Sie im Artikel „Die besten Root-Apps“

in dieser Ausgabe von Android User. ● ● ●

Abb. 8: Nach dem Root-Vorgang möchte das Kingoapp-

Programm Zugriff auf die Shell via ADB erhalten. Dieser

Schritt ist nicht notwendig.

alle

lInks>

www.android- user.de/qr/31906

Der Neustart

Nach dem erfolgreichen

Root-Vorgang startet das

Galaxy S3 mini automatisch

neu. Kingo Android

Root will nun noch eine Veränderung am

System vornehmen, um den Root-Status stabiler

zu machen. Dazu sollen Sie auf dem

Handy in der neu installierten SuperUser-

App den Zugriff auf adb shell als Root-Nutzer

erlauben. Bei unseren Tests verschwand

der entsprechende Dialog auf dem Handy

aufgrund eines Timeouts. Dennoch traten

keinerlei Probleme mit dem Root-Zugriff auf.

Ja, selbst ein Software-Update des S3 mini

überlebte der Root-Zugriff.

Je nach Handy muss Kingo Android Root

auch zu ein paar unschönen Kniffen greifen.

Abb. 9: Dass der Root-Vorgang tatsächlich erfolgreich

verlief, bestätigt Ihnen zum Beispiel die App

Root Checker Basic.

112

März 2014

Android-USer.de


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Oliver Nitzschke, Samuel Groesch, Diana Hahn,

Arnold Zimprich, Patrick Grete, Christoph Langner,

Marko Dragicevic, Marcel Hilzinger, Peer Kintrup,

Kathrin Schmitt, Viet Anh Nguyen, Patrick Neef,

Christian Ullrich

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