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HDTV Test: LED-LCD-Elite (Vorschau)

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NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />

TVs und<br />

Projektoren<br />

im Überblick<br />

<strong>HDTV</strong> XXL<br />

Die besten Angebote,<br />

die günstigsten Preise<br />

3-D VERBESSERT<br />

Panasonics VT20-Serie<br />

im kompakten Format<br />

METZ SIRIUS<br />

HD-Tuner, Festplatte und<br />

<strong>LED</strong>-Beleuchtung inklusive<br />

SPARZWANG<br />

Sinn und Unsinn der<br />

EU-Stromsparrichtlinie<br />

LG<br />

<strong>LCD</strong> INTERN<br />

Alles über 400 Hertz,<br />

3-D und <strong>LED</strong>-Backlight<br />

LG EXKLUSIV<br />

3-D-Projektor sorgt für<br />

Premiere im Heimkino<br />

TEST: <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-<strong>Elite</strong><br />

Beste Darstellungsqualität in 2-D und 3-D<br />

Große Bilder, geringer Stromverbrauch<br />

rbrau Metz<br />

Panasonic<br />

Philips<br />

Samsung<br />

Sony<br />

KLANGDOPING<br />

Blu-ray-Komplettsysteme<br />

O<strong>LED</strong> KOMMT<br />

Erste Fernseher vorgestellt<br />

AUF BLU-RAY<br />

Kinoblockbuster im <strong>Test</strong>


DER NEUE BLU-RAY DISC RECORDER.<br />

HD EMPFANGEN. HD AUFNEHMEN. HD WIEDERGEBEN.<br />

Mit dem weiterentwickelten Panasonic Blu-ray Disc <br />

Recorder mit zwei integrierten <strong>HDTV</strong>-Empfängern werden<br />

Sie High Definition in Zukunft mit anderen Augen sehen.<br />

Ob HD-Fernsehen empfangen, aufnehmen oder wiedergeben,<br />

Blu-rays ansehen und brennen oder private<br />

Videoaufnahmen von der Festplatte abspielen: Sie<br />

werden unglaubliche Möglichkeiten entdecken. Und<br />

die neidischen Blicke Ihrer Freunde.<br />

ENDLICH ALLES HD.<br />

endlich-alles-hd.de


EDITORIAL<br />

<strong>LED</strong> im Fokus<br />

Neben den aktuellen High-End-Serien von LG,<br />

Philips und Samsung testen wir in dieser Ausgabe<br />

die brandneuen IFA-Modelle von Metz,<br />

Panasonic und Sony. Gleich fünf Fernseher nutzen<br />

Strom sparende Leuchtdioden, allerdings geht jeder<br />

Anbieter seinen ganz eigenen Weg. Panasonic verfolgt<br />

mit den 3-D-fähigen Plasmafernsehern ebenfalls<br />

ambitionierte Ziele und zeigt, dass die <strong>LCD</strong>-Technologie<br />

noch ausreichend Spielraum für alternative Darstellungstechniken<br />

bietet. Dies sieht die Europäische<br />

Union allerdings ganz anders, denn die neue Stromsparrichtlinie<br />

geht auf Konfrontationskurs mit der Bildqualität.<br />

Was sich hinter dem neuen Energielabel genau verbirgt und wie sehr<br />

sich meine persönliche Einstellung zur Gesetzgebung der EU verändert hat, lesen<br />

Sie in unserem Hintergrundbericht bzw. meinem Kommentar auf der letzten<br />

Seite. Ganz knapp ins vorliegende Heft hat es LGs 3-D-Projektor geschafft, der<br />

eine eben solche Bildqualität wie im großen Kinosaal verspricht. Falls Sie der 3-D-<br />

Entwicklung nicht abgeneigt sind, empfehle ich Ihnen am 12. November die Blicke<br />

am Kiosk zu schärfen, denn dann präsentieren wir Ihnen die zweite Ausgabe<br />

unseres 3-D-Spezialheftes 3D+TV.<br />

Sollten Sie ferner wie wir nicht müde werden, den technologischen Fortschritt<br />

zu begleiten, dann erwarten Sie in den kommenden Monaten und Jahren noch<br />

einige positive Überraschungen. In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig!<br />

CHRISTIAN TROZINSKI,<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Ihre Meinung, Kritik und Wünsche schreiben Sie an:<br />

leserbriefe@hdplustv.de oder<br />

Auerbach Verlag, Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig<br />

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Editorial 3


Mehr vom Bild<br />

Steigende Bildqualität trotz sinkender Bautiefe: Die<br />

neue TV-Generation bringt erschwinglichen Luxus<br />

ins Wohnzimmer<br />

Kinoblockbuster auf Blu-ray<br />

Alte und neue Helden vereint: „Robin Hood“,<br />

„Prince Of Persia“ und „Iron Man 2“ bieten<br />

zielsichere Action- und Unterhaltungskost<br />

Grüner Gedanke<br />

EU-Stromsparrichtlinie auf dem Prüfstand: Was<br />

bringt das Energieeffizienzlogo in der Praxis? Wir<br />

bewerten aktuelle Fernseher nach neuer Messnorm<br />

07 21<br />

XX 44<br />

3-D komplett<br />

Immer mehr Fernseher und Projektoren zeigen auf<br />

Wunsch plastische Bilder. Wir geben Ihnen einen<br />

umfassenden Marktüberblick<br />

Einfach mehr drin<br />

Aufwendige Blu-ray-Sondereditionen versprechen<br />

ein Fest für Sammler und Filmliebhaber. Wir haben<br />

uns drei Sets angesehen<br />

<strong>HDTV</strong> für alle<br />

Ob Pay-TV, Free-TV, IPTV oder Video-on-Demand:<br />

Wir vergleichen Inhalte, Preis-Leistung und<br />

Verfügbarkeit der <strong>HDTV</strong>-Angebote<br />

12<br />

30 47<br />

06 // Kommentar<br />

07 // Vorstellung 3-D-TVs und 3-D-Projektoren<br />

12 // Marktübersicht 3-D<br />

14 // AV-Receiver-Neuheiten<br />

16 // Die Zukunft von 3-D<br />

17 // Die besten Apps fürs Heimkino<br />

18 // Kurzmeldungen<br />

03 // Editorial<br />

39 // HD+TV-Abo-Aktion<br />

59 // Heftnachbestellung<br />

86 // Fachhändlerverzeichnis<br />

88 // <strong>Test</strong>übersicht<br />

92 // <strong>Test</strong>hintergründe<br />

94 // Marktübersicht<br />

96 // Frequenzübersicht <strong>HDTV</strong>-Sender<br />

98 // <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

20 // Kommentar<br />

21 // Blu-ray-<strong>Test</strong>s<br />

„Bad Lieutenant“<br />

„Iron Man 2“<br />

„Robin Hood“<br />

„Prince Of Persia“<br />

„Der Ghostwriter“<br />

„In meinem Himmel“<br />

„The Book Of Eli“<br />

„Kick-Ass“<br />

„Zweiohrküken“ u . v. a.<br />

29 // Blu-ray 3D<br />

„Kampf der Titanen“<br />

„Grand Canyon“<br />

30 // Blu-ray-Sondereditionen<br />

32 // Spielehöhepunkte<br />

„Castlevania: Lords Of Shadow“<br />

„Halo: Reach“<br />

„The Last Guardian“<br />

34 // Kommentar<br />

35 // <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technologie erklärt<br />

38 // Betrachtungswinkel bei <strong>LCD</strong>s<br />

40 // O<strong>LED</strong>-Technik im Detail<br />

44 // EU-Stromsparrichtlinie<br />

47 // <strong>HDTV</strong>-Angebote im Vergleich<br />

50 // Internetmediatheken<br />

52 // Reinigungssets für Flachbildfernseher<br />

54 // Einstellungshilfen<br />

4 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />

Titelbild: Disney, LG, Kinowelt, Philips, Samsung


Strom sparend und flach trotz XXL-Bilddiagonale<br />

Die neuesten <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Modelle von LG, Metz, Philips, Samsung und Sony im <strong>Test</strong>. Wer hat die<br />

Beleuchtungstechnik am besten im Griff?<br />

LASSEN SIE SICH KEINE<br />

NOTE ENTGEHEN<br />

57<br />

Der ausgezeichnete UD9004 Blu-Ray Player<br />

3-D wie im Kino<br />

LGs 3-D-Projektor CF3D verblüfft mit<br />

plastischen, flimmerfreien Bildern<br />

Gegen flachen Klang<br />

Unauffällig, praktisch, klangstark: drei Blu-ray-<br />

Komplettsysteme fürs Wohnzimmer<br />

82<br />

78<br />

56 // Kommentar<br />

57 // Samsung UE55C9090<br />

60 // Philips 46PFL9705K<br />

64 // LG 47LX9500<br />

66 // Sony KDL-55NX815<br />

68 // Panasonic TX-P42VT20E<br />

70 // Hintergründe 3-D-Technik<br />

72 // Metz Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />

74 // Sony BDV-E970W<br />

76 // Samsung HT-C9959W<br />

78 // Philips HTS9520<br />

80 // Mehrkanalklang im Wohnzimmer<br />

82 // LG CF3D<br />

84 // Onkyo TX-NR3008<br />

Lesen Sie auch DIGITAL FERNSEHEN.<br />

Das Medienmagazin berichtet jeden Monat über<br />

alles Wissenswerte rund um das Digital-TV. Die<br />

aktuelle Ausgabe ist jetzt am Kiosk erhältlich.<br />

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www.marantz.de<br />

Inhalt: LG, Panasonic, Philips, Samsung, Toshiba, T-Online, Universal<br />

In dieser Ausgabe 5


3-D-Projektion im Wohnzimmer<br />

Der nächste Schritt ist getan, künftig können<br />

Sie die plastischen Bilder auch im echten<br />

Großbildformat in Full-HD-Auflösung genießen.<br />

Dennis Schirrmacher<br />

Redakteur<br />

Kleines Bild in Perfektion<br />

Mit lediglich knapp 80 Zentimetern Bildschirmdiagonale<br />

stellte LG jüngst den größten O<strong>LED</strong> der Welt vor<br />

Aus Cell wird Cevo<br />

Toshibas Superfernseher kommt endlich nach Deutschland,<br />

auf dem Weg dahin musste er aber Federn lassen<br />

Auf einen Blick<br />

In unserer Marktübersicht stellen wir Ihnen alle am Markt<br />

verfügbaren 3-D-Fernseher und -Projektoren vor<br />

Den Höhepunkt der diesjährigen IFA<br />

hat für mich Philips in Form eines<br />

Flachbildfernsehers vorgestellt. So<br />

wurde endlich der Nachfolger der<br />

Cinema-21 : 9-Serie präsentiert, über<br />

den Sie Filme ohne Balken im echten<br />

Breitbildformat schauen können.<br />

Dabei punktet das Gerät gleich an<br />

mehreren Stellen: Endlich hat Philips<br />

die Zwischenbildberechnung von<br />

der Bewegungsglättung getrennt,<br />

so werden selbst schnellste Bewegungen<br />

scharf dargestellt, ohne dass<br />

die Kinoästhetik leiden muss. Weiterhin<br />

wurden die Gebete von Kinofans<br />

erhört und Philips hat dem neuen<br />

Breitbild-Flachmann eine vollflächige<br />

<strong>LED</strong>-Hinterleuchtung mit Local Dimming<br />

spendiert. Durch die Zonenansteuerung<br />

und die sogenannten<br />

Bright-Pro-<strong>LED</strong>s entstehen bisher unerreichte<br />

Kontrastwerte. Auch was<br />

die Bildschirmdiagonale angeht, hat<br />

das Gerät zugelegt und protzt mit satten<br />

58 Zoll (147 Zentimeter). Bei der<br />

ganzen Geschichte gibt es nur einen<br />

Haken: Außer Kinofilmen nutzt kaum<br />

ein Medium das süchtig machende<br />

Superbreitbildformat.<br />

Tipp des Monats: Sir Lucious Left Foot<br />

Das Rapduo Outkast<br />

steht für kreative Musik,<br />

fernab von unsympathischen<br />

Hip-Hop-Plattitüden.<br />

Das Soloalbum von<br />

Big Boi steht dem in kreativer<br />

Hinsicht in nichts<br />

nach und wirkt angenehm<br />

erfrischend.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Disney/Pixar, Island Def Jam Music Group LG, Toshiba<br />

6 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Neue TVs und Projektoren<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Epson, JVC, LG, Loewe, Mitsubishi, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />

Kein Cell-TV für Europa – Cevo richtet’s<br />

Der sogenannte Cell-TV ist in Japan schon länger<br />

am Markt, siedelt sich aber aufgrund üppiger<br />

Ausstattung mit rund 7000 Euro im oberen Preissegment<br />

an. Für Deutschland sollte das Modell<br />

zunächst nur angepasst werden, doch nun kommt<br />

der Cell hierzulande gar nicht mehr auf den Markt.<br />

Stattdessen stellte Toshiba auf der IFA die sogenannte<br />

Cevo-Engine (Cell Evolution) vor, die in<br />

Zukunft dem <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> 55ZL1 als Herzstück dient.<br />

Der Prozessor soll auf gleichem Niveau wie der<br />

Cell rechnen und dabei einfacher zu programmieren<br />

sein, wie Sascha Lange, Marketing-Leiter bei<br />

Toshiba Deutschland, gegenüber HD+TV mitteilte.<br />

Die Recheneinheit wurde zudem in den Fernseher<br />

verfrachtet, beim Cell-TV war diese noch in eine<br />

externe Box ausgelagert. Das deutsche Modell verfügt<br />

des Weiteren nicht mehr über einen Achtfachtuner,<br />

hier kommt ein Doppeltuner zum Einsatz.<br />

Auch sind Aufnahmen nur noch über extern<br />

angeschlossene USB-Datenträger möglich. Im<br />

Gegensatz zur Ausstattung wurde die Bildleistung<br />

nicht kastriert: Der Multiprozessor soll vor allem<br />

die 3-D-Darstellung auf ein einzigartiges Niveau<br />

heben, dabei wird ein Kern komplett für die Konvertierung<br />

von 2-D zu 3-D abgestellt. Der Bildverbesserungsalgorithmus<br />

3D Resolution Plus<br />

lebt ebenso von der Leistung. Der Ansatz lässt<br />

selbst 3-D-Blu-rays noch schärfer erscheinen.<br />

Profitieren sollen davon jedoch vor allem 3-D-<br />

Fernsehinhalte, da bei dem Übertragungsverfahren<br />

Side-by-Side lediglich eine Auflösung von<br />

960 × 1 080 Pixeln zur Verfügung steht. Bildtechnisch<br />

verspricht der 55ZL1 viel, denn er verfügt<br />

über die gleiche <strong>LED</strong>-Beleuchtung wie der Cell-TV.<br />

Eine vollflächige <strong>LED</strong>-Hinterleuchtung, die in 512 Zonen<br />

dimmbar ist und sich aus insgesamt 3 072 <strong>LED</strong>s<br />

zusammensetzt, treibt den 55ZL1 an. Vergleichbar<br />

mit der aktuellen Philips-9000er-Serie ermöglichen<br />

die <strong>LED</strong>s eine deutlich gesteigerte Bildhelligkeit,<br />

Marke:<br />

Toshiba<br />

Plastische Wertarbeit<br />

Für Loewe stehen Design und Funktionalität seit<br />

Anbeginn im Fokus. Das Fernseherlebnis hat der<br />

Traditionshersteller mittlerweile perfektioniert –<br />

Zeit, um in neue Dimensionen aufzubrechen.<br />

Loewe hat die Konkurrenz genau beobachtet<br />

und will im ersten Quartal 2011 einen entsprechend<br />

ausgereiften 3-D-Fernseher vermarkten.<br />

Der auf der IFA präsentierte Prototyp verspricht<br />

bereits viel; das plastische Bild zeigte nahezu<br />

keine Doppelkonturen und wies eine beeindruckende<br />

Tiefe auf. Wie die Mitbewerber setzt<br />

Marke:<br />

Loewe<br />

Produkt:<br />

55ZL1<br />

Produkt:<br />

k. A.<br />

Preis:<br />

5 000 Euro<br />

Preis:<br />

k. A.<br />

sodass der Bildkontrast sogar bei Tageslicht beeindruckt.<br />

Auch 3-D-Bilder sollen von der immensen<br />

Leuchtkraft profitieren. Eine erste Sichtung im Zuge<br />

der Messe war vielversprechend. Das Gerät soll im<br />

ersten Quartal 2011 in den Handel kommen.<br />

Besonderheiten: komplexeste <strong>LED</strong>-<br />

Hinterleuchtung aller Zeiten, 3-D<br />

Internet:<br />

www.toshiba.de<br />

Loewe auf aktive Shutter-Brillen bei der Bildtrennung.<br />

Damit Sie die überschaubare Anzahl<br />

an 3-D-Inhalten immer wieder erleben können,<br />

zeichnet der integrierte Festplattenrekorder<br />

neben 2-D- auch 3-D-Fernsehprogramme auf.<br />

Für die Zuspielung von dreidimensionalen Inhalten<br />

in bestmöglicher Auflösung veröffentlicht<br />

Loewe zeitgleich einen 3-D-fähigen Blu-ray-<br />

Player. Typisch für Loewe lassen sich die 3-D-<br />

Geräte natürlich umfangreich individualisieren<br />

und konfigurieren.<br />

Besonderheiten: Aufzeichnung von<br />

3-D-Programmen, 3-D<br />

Internet:<br />

www.loewe.de<br />

Neues 7


Das beste Bild der IFA – in 2-D und 3-D<br />

Unter den Neuheiten einer Messe befinden TV über die Full-HD-Auflösung mit 1 920 × 1 080<br />

sich oft nur wenige echte Höhepunkte. Der Bildpunkten. Für die Trennung der Bilder sollen<br />

Hingucker der IFA 2010 war lediglich 2,9 Millimeter<br />

dünn, verfügt über eine vergleichswei-<br />

wurden noch Polfilterbrillen genutzt. Laut LG ist<br />

Shutter-Brillen zum Einsatz kommen, auf der IFA<br />

se überschaubare Bildschirmdiagonale von 79 im zweiten Quartal 2011 mit dem O<strong>LED</strong> zu rechnen.<br />

Der 15EL9500 ist indes schon zu haben. Ne-<br />

Zentimetern und ist damit trotzdem der größte<br />

O<strong>LED</strong>-Fernseher der Welt. Aus allen Blickwinkeln ben der winzigen Bildschirmdiagonale (15 Zoll)<br />

überzeugt er mit einem perfekten Bild in 2-D und verfügt er nur über die „HD ready“-Auflösung<br />

3-D; vor allem Kontrast und Schwarzwert wissen<br />

zu beeindrucken. Dabei verfügt LGs O<strong>LED</strong>- her ohne 3-D<br />

mit 1366 × 768 Pixeln, zudem muss der Fernse-<br />

auskommen.<br />

Marke:<br />

LG<br />

Produkt: 31-Zoll-O<strong>LED</strong>,<br />

15EL9500<br />

Preis: k. A.,<br />

1 999 Euro<br />

Besonderheiten: perfektes<br />

Bild, hauchdünn, 3-D<br />

Internet:<br />

www.lg.de<br />

Neues <strong>LED</strong>-Level<br />

LGs LEX8-Serie ist mit lediglich 7,8 Millimetern<br />

Tiefe ein echter Hingucker. Trotzdem werden<br />

die Fernseher von einer vollflächigen <strong>LED</strong>-Anordnung<br />

hinterleuchtet und dimmbare Zonen<br />

(Local Dimming) sorgen für knackige Kontraste.<br />

Die schlanke Bauweise wird durch den Verzicht<br />

auf die Licht verteilenden Diffusorplatten ermöglicht,<br />

in den Geräten sorgt hingegen eine<br />

Schicht bestehend aus extrem kleinen Linsen für<br />

eine gleichmäßige Hinterleuchtung. Dabei soll<br />

die Lichtausbeute höher als bei aktuellen Panels<br />

ausfallen und vor allem im 3-D-Modus für brillante<br />

Bilder sorgen. Damit schnelle Bewegungen<br />

nicht verwischen, spendiert LG der LEX8-Serie<br />

eine 400-Hertz-Darstellung. Das neue Topmodell<br />

gibt sich zudem kommunikativ und erlaubt<br />

Ihnen den Zugriff auf Netzwerk und Internet,<br />

auch per WLAN. Somit können Sie Medien direkt<br />

auf den Bildschirm streamen. Online lockt<br />

er mit Youtube und dem Video-on-Demand-<br />

Dienst Maxdome. Der LEX8 soll im vierten Quartal<br />

dieses Jahres erscheinen.<br />

Marke:<br />

LG<br />

Produkt:<br />

LEX8<br />

Preis:<br />

k. A.<br />

Besonderheiten: sehr dünn, vollflächige<br />

<strong>LED</strong>-Hinterleuchtung, 3-D<br />

Internet:<br />

www.lg.de<br />

THX-zertifizierter 3-D-Plasma<br />

LG enthüllte mit dem PX950 eine weitere Weltpremiere.<br />

Dabei handelt es sich um den weltweit<br />

ersten 3-D-fähigen Plasmafernseher, der<br />

mit dem 3-D-Zertifikat von THX ausgezeichnet<br />

wurde. Das Label steht für eine unverfälschte<br />

Bildwiedergabe, die aktuell auch die 3-D-Darstellung<br />

umfasst. Neben der authentischen Farbreproduktion<br />

sorgt die 600-Hertz-Technik für<br />

ein flimmerarmes Bild und Bewegungen stellt<br />

der PX950 – wie für Plasmas typisch – nahezu<br />

ohne Schlieren dar. In den letzten Jahren sank<br />

der Energiebedarf von Flachbildfernsehern kontinuierlich<br />

und so verfügt auch der THX-Plasma<br />

über einen Lichtsensor, der die Leuchtkraft des<br />

Bildschirms automatisch dem Umgebungslicht<br />

anpasst. Ist der Fernseher per Kabel in Ihr Netzwerk<br />

eingebunden, können Sie Medien von<br />

Ihrem Computer abspielen. Im Internet haben<br />

Sie Zugriff auf Youtube und Co. Eine für den<br />

3-D-Betrieb nötige Shutter-Brille liegt dem Gerät<br />

im Übrigen bei. Der 3-D-Plasma ist bereits im<br />

Handel erhältlich.<br />

Marke:<br />

LG<br />

Produkt:<br />

PX950<br />

Preis:<br />

k. A.<br />

Besonderheiten: THX-3-D-<br />

Zertifikat, 3-D<br />

Internet:<br />

www.lg.de<br />

Sharps 3-D-Ausflug<br />

Sharps viertes Subpixel in Form der Farbe Gelb<br />

soll nicht nur die Farbdarstellung von 2-D-Bildern<br />

verbessern, denn mit dem LE925E präsentiert der<br />

Hersteller seinen ersten auf der Quattron-Technologie<br />

basierenden 3-D-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Damit der<br />

plastische Eindruck nicht von Doppelkonturen<br />

geprägt wird, dimmt der LE925E die Edge-<strong>LED</strong>-<br />

Hinterleuchtung zeilenweise, um die saubere<br />

Trennung der zwei für den 3-D-Eindruck nötigen<br />

Bilder zu gewährleisten. Infolge der unüblichen<br />

<strong>LED</strong>-Anordnung im linken und rechten Bildrand<br />

können wandernde Schwarzbalken eingefügt<br />

werden, die nicht benötigte Bildinformationen<br />

ausblenden und so das Übersprechen zwischen<br />

linkem und rechtem Auge weiter minimieren.<br />

Laut Sharp sollen dreidimensionale Bilder fast<br />

doppelt so hell erscheinen wie bei herkömmlichen<br />

RGB-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Auf Wunsch wandelt der<br />

LE925E zweidimensionale Inhalte in greifbare<br />

um. Das Gerät ist ab sofort verfügbar.<br />

Marke:<br />

Sharp<br />

Produkt:<br />

LE925E<br />

Preis: 60 Zoll: 4 999 Euro,<br />

42 Zoll: 2 899 Euro<br />

Besonderheiten: vierte<br />

Primärfarbe, 3-D<br />

Internet:<br />

www.sharp.de<br />

8 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Lang ersehnter Breitbildnachfolger<br />

Fast eineinhalb Jahre hat Philips Cineasten ohne<br />

Projektorambitionen warten lassen, bis der Nachfolger<br />

des Cinema 21 : 9 mit dem außergewöhnlichen,<br />

aber kinoleinwandgetreuen Bildseitenverhältnis<br />

enthüllt wurde. Die Auflösung des Cinema<br />

21 : 9 Platinum beträgt weiterhin 2560 × 1080 Bildpunkte.<br />

Als Spitzenmodell folgt der Kinofernseher<br />

natürlich dem allgemeinen Trend und zeigt<br />

Hollywood-Blockbuster auch in 3-D. Der zur Synchronisation<br />

mit der Shutter-Brille nötige Infrarotsender<br />

ist im Gerät verbaut und zwei 3-D-Brillen<br />

liegen bei. Allerdings erfolgt die plastische Darstellung<br />

nur bei nativer 3-D-Zuspielung, denn<br />

eine Konvertierung von 2-D zu 3-D wurde nicht<br />

integriert. Geisterbildeffekte traten in einer Vorführung<br />

nur vereinzelt zutage und der im 3-D-<br />

Modus gefürchtete Helligkeitsverlust fiel im Vergleich<br />

zu anderen 3-D-TVs geringer aus. Letzteres<br />

verdankt das Kinobreitbildgerät den „Bright<br />

Pro“ getauften Hochleistungsleuchtdioden, die<br />

33 Prozent heller strahlen als regulär verbaute<br />

<strong>LED</strong>s und bereits in der aktuellen 9000er-Serie<br />

zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zum Vorgängermodell,<br />

das sich mit Leuchtstoffröhren als Hintergrundbeleuchtung<br />

begnügen musste, kommt<br />

Marke:<br />

Philips<br />

Produkt:<br />

58PFL9955H<br />

Preis:<br />

4 199 Euro<br />

im 58PFL9955H eine vollflächige <strong>LED</strong>-Hinterleuchtung<br />

mit lokaler Dimmfunktion zum Einsatz.<br />

2 304 Leuchtdioden zusammengefasst in 288 Segmenten<br />

sorgen stets für kontrastreiche und brillante<br />

Bilder. Die Zwischenbildberechnung gewährleistet<br />

mittels Konturnachzeichnung und 400-Hertz-Technologie<br />

(200-Hertz-Panel plus Backlight-Blinking)<br />

im Standbild und in Bewegung eine hohe Detailschärfe<br />

und äußerlich sorgt die aktuelle Ambilight-Beleuchtung<br />

für Stimmung. Das Gerät ist ab<br />

sofort erhältlich.<br />

Besonderheiten: echtes Breitbild<br />

(21 : 9), Ambilight, 3-D<br />

Internet:<br />

www.philips.de<br />

Schöner fernsehen<br />

In der Fernsehabteilung eines Elektronikmarktes<br />

gleichen sich die meisten Geräte wie ein Ei<br />

dem anderen. Dies liegt vor allem am Einheitsschwarz.<br />

Flachbildfernseher nehmen aber eine<br />

immer tragendere Rolle in der Wohnzimmergestaltung<br />

ein und es entsteht ein wachsender<br />

Bedarf an individuell gestalteten Geräten. Diesen<br />

Trend haben bereits einige Unternehmen<br />

erkannt und bieten immer öfter Geräte mit<br />

beispielsweise weißer Gehäusefarbe an. Philips<br />

treibt diesen Ansatz auf die Spitze: „Design<br />

Your TV“ heißt die Aktion, bei der den Kunden<br />

die Gehäusegestaltung in die Hand gegeben<br />

wird. Philips hat dafür eigens eine Internetseite<br />

geschaltet, auf der Sie in vier Schritten Ihren individuellen<br />

TV gestalten können. Zur Auswahl<br />

stehen dabei zwei Gerätegrößen (32 und 42<br />

Zoll), insgesamt acht Rahmenfarben sowie die<br />

Wahl zwischen Standfuß und Wandhalterung<br />

nebst einer Auswahl von drei verschiedenfarbigen<br />

Fernbedienungen. Technisch basieren die<br />

Geräte auf der 7000er-Serie von Philips.<br />

Marke:<br />

Philips<br />

Produkt: 32PFL7605C,<br />

42PFL7605C<br />

Preis: k. A.,<br />

k. A.<br />

Besonderheiten: flexible Gestaltung,<br />

acht Rahmenfarben<br />

Internet: www.philips.com/designyourtv<br />

Günstiger 3-D-Einstieg<br />

Panasonic brachte mit der VT20-Plasmaserie die<br />

ersten 3-D-Fernseher in unsere Wohnzimmer.<br />

Nachdem der Hersteller die Serie im Zuge der diesjährigen<br />

IFA um ein 42- und ein 46-Zoll-Modell<br />

(<strong>Test</strong> ab S. 68) inklusive Konvertierung von 2-D<br />

zu 3-D aufstockte, wurde zudem die gänzlich<br />

neue GT20-Serie aus der Taufe gehoben. Diese<br />

besteht aus lediglich einem Gerät in 42 Zoll,<br />

dem TX-P42GT20, und geht für den vergleichsweise<br />

günstigen Preis von 1 599 Euro über die<br />

Ladentheke. Die Brillen müssen Sie separat erwerben.<br />

Beim Funktionsumfang kann der GT20<br />

voll überzeugen, so sind alle Tuner nebst CI-Plus-<br />

Schnittstelle integriert. Praktisch: Sendungen<br />

nehmen Sie mittels USB-Speichermedien auf.<br />

Der Fernseher ist zudem internetfähig und über<br />

den DLNA-Standard greifen Sie netzwerkbasiert<br />

auf Medien von Ihrem Computer zu. Ein WLAN-<br />

Adapter ist separat erhältlich. Der TX-P42GT20<br />

ist ab sofort verfügbar.<br />

Marke:<br />

Panasonic<br />

Produkt:<br />

TX-P42GT20<br />

Preis:<br />

1 599 Euro<br />

Besonderheiten: 3-D<br />

Internet:<br />

www.panasonic.de<br />

Neues 9


SXRD jetzt in 3-D<br />

Sony schickt mit dem VPL-VW90ES wie gewohnt<br />

ein Gerät mit der eigens entwickelten SXRD-<br />

Technik ins Rennen, neu ist jedoch die Darstellung<br />

dreidimensionaler Bilder. Da schon das Vorgängermodell<br />

VPL-VW85 selbst im kalibrierten<br />

Modus sehr hell war und der VPL-VW90ES über<br />

noch mehr Leuchtkraft verfügt, dürften auch<br />

3-D-Bilder ausreichend kontraststark erscheinen.<br />

Für die Trennung der Bilder setzt Sony auf<br />

die gleichen aktiven Shutter-Brillen, die bei den<br />

hauseigenen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s zum Einsatz kommen.<br />

Der Projektor hat mit den Flachbildfernsehern<br />

aber noch etwas gemein, denn auch er kann aus<br />

2-D-Material plastische Bilder errechnen. Die<br />

200-Hertz-Zwischenbildberechnung sorgt für<br />

klare Bilder, selbst bei schnellen Bewegungen.<br />

Wie viele Brillen dem Gerät beiliegen werden, ist<br />

noch nicht geklärt, in jedem Fall sollen Sie aber<br />

im November dieses Jahres zuhause in die 3-D-<br />

Kinowelt abtauchen können.<br />

Marke:<br />

Sony<br />

Produkt:<br />

VPL-VW90ES<br />

Preis:<br />

7 000 Euro<br />

Besonderheiten: Full-HD-3-D-Projektor,<br />

Konvertierung 2-D zu 3-D<br />

Internet:<br />

www.sony.de<br />

3-D-DLP<br />

Sharps XV-Z1700 ist noch so neu, dass er sich<br />

aktuell im Gehäuse des XV-Z1500 versteckt.<br />

Diesen sehen Sie im Übrigen auch auf unserem<br />

Bild. Als Bilderzeugungstechnologie wird die<br />

DLP-Technik in Form eines 1-Chip-DLPs genutzt.<br />

2-D- und 3-D-Bilder erscheinen knackscharf in<br />

der Full-HD-Auflösung mit 1920 × 1080 Pixeln.<br />

Aktive Shutter-Brillen erzeugen durch ständiges<br />

Öffnen und Schließen der Brillengläser den 3-D-<br />

Eindruck. Der XV-Z1700 stellt Bilder mit einer<br />

Bildwechselfrequenz von 120 Hertz dar, das garantiert<br />

ein nahezu flimmerfreies 3-D-Erlebnis.<br />

Um dies zu erreichen, kann der DLP-Chip den<br />

Reflexionswinkel der einzelnen Mikrospiegel<br />

5 000-mal pro Sekunde anpassen. Laut Hersteller<br />

des Chips, Texas Instruments, ist die Fertigung<br />

jedoch sehr aufwendig und so können<br />

wir frühestens im ersten Quartal 2011 mit dem<br />

Projektor rechnen. Erfreulich: Während einer<br />

Vorführung im Zuge der Messe konnten wir den<br />

für die DLP-Technik typischen Regenbogeneffekt<br />

nicht ausmachen.<br />

Marke:<br />

Sharp<br />

Produkt:<br />

XV-Z1700<br />

Preis:<br />

k. A.<br />

Besonderheiten: Full-HD-3-D-<br />

Projektor<br />

Internet:<br />

www.sharp.de<br />

Plastisches Großbild<br />

Auch Samsung ist voll auf der Höhe der Zeit<br />

und bietet mit dem SP-A8000 ebenfalls einen<br />

3-D-fähigen Full-HD-Projektor an. Wie bei der<br />

Konkurrenz werden die beiden Bilder mittels<br />

aktiver Shutter-Brille getrennt. Samsung setzt<br />

dabei auf die gleichen Modelle, die schon bei<br />

den Flachbildfernsehern des Herstellers genutzt<br />

werden. Der 3-D-Beamer baut auf der A800-<br />

Serie auf und erzeugt Bilder mittels der 1-Chip-<br />

DLP-Technik. Das verbaute Farbrad beinhaltet<br />

alle Primär- und Sekundärfarben (RGBCMY)<br />

und der Projektor soll bereits ab Werk mit exakten<br />

Farben überzeugen. Angenehm: Während<br />

einer ersten Sichtung auf der IFA wurden<br />

wir von den für DLP typischen Farbblitzern<br />

verschont. Die Leuchtkraft ist mit 1 000 Lumen<br />

angegeben, was im 3-D-Modus etwas knapp<br />

bemessen sein könnte, so erschien das Bild<br />

während der Vorführung etwas dunkel. Die<br />

DLP-Chip-Fertigung ist wohl in vollem Gang,<br />

denn der SP-A8000 soll bereits im Handel erhältlich<br />

sein.<br />

Marke:<br />

Samsung<br />

Produkt:<br />

SP-A8000<br />

Preis:<br />

5 500 Euro<br />

Besonderheiten: Full-HD-<br />

3-D-Projektor<br />

Internet:<br />

www.samsung.de<br />

3-D ohne Namen<br />

Das neue 3-D-Flaggschiff von Mitsubishi ist noch<br />

namenlos. Eine griffige Produktbezeichnung<br />

wurde im Zuge der IFA in Form eines Gewinnspiels<br />

von den Besuchern eingefordert. Mitsubishi<br />

will mit dem Titel dann eine gänzlich neue Serie<br />

starten. Bei der bildgebenden Technik setzt<br />

der Hersteller auf die SXRD-Technologie, die von<br />

Sony eingekauft wird. Bilder werden selbstverständlich<br />

mit der Full-HD-Auflösung an die Wand<br />

geworfen, die zwei Millionen Bildpunkte werden<br />

natürlich auch in 3-D voll genutzt. Die Bildhelligkeit<br />

wird mit 1 000 ANSI-Lumen angegeben.<br />

Auf einer Präsentation erschienen Bilder im 3-D-<br />

Modus ziemlich dunkel, denn die verwendeten<br />

Shutter-Brillen schluckten einen Großteil der Helligkeit.<br />

Für einen flackerfreien 3-D-Genuss arbeitet<br />

der Projektor mit 120 Hertz, so erreichen pro<br />

Sekunde 60 Bilder das Auge. Mit der motorisierten<br />

Optik können Sie Fokus und Zoom bequem<br />

vom Sitzplatz aus anpassen.<br />

Marke:<br />

Mitsubishi<br />

Produkt:<br />

k. A.<br />

Preis:<br />

k. A.<br />

Besonderheiten: Full-HD-<br />

3-D-Projektor<br />

Internet:<br />

www.mitsubishi.de<br />

10 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Epson setzt auf LCoS-Projektion<br />

Im Gegensatz zur Konkurrenz spielt 3-D für<br />

Epson vorerst keine Rolle, der Projektorhersteller<br />

feilt derzeit weiter am perfekten 2-D-Bild.<br />

Mit konventioneller <strong>LCD</strong>-Technik ist laut Epson<br />

aber nicht mehr viel qualitativer Spielraum gegeben,<br />

demzufolge machen sich die neuen Modelle<br />

EH-R4000 und EH-R2000 die reflektierenden<br />

Panels der LCoS-Technologie zunutze.<br />

Dabei setzt der Hersteller nicht wie die Konkurrenten<br />

auf Silizium als Reflexionsschicht, stattdessen<br />

kommt ein Quarzsubstrat zum Einsatz.<br />

Beide Geräte verfügen über eine 120-Hertz-<br />

Zwischenbildberechnung, damit auch schnelle<br />

Bewegungen scharf dargestellt werden und<br />

erstmals veredelt der neue HQV-Vida-Videoprozessor<br />

Zuspielungen. Durch die motorisierte<br />

Optik sind die Projektoren in der Aufstellung<br />

flexibel und bequem zu handhaben. Laut<br />

Epson sollen die Geräte ab November dieses<br />

Jahres verfügbar sein.<br />

Marke:<br />

Epson<br />

Produkt: EH-R2000,<br />

EH-R4000<br />

Preis: 3 500 Euro,<br />

5 500 Euro<br />

Besonderheiten: kontraststark,<br />

motorisierte Optik<br />

Internet:<br />

www.epson.de<br />

Gesetz der Serie<br />

Nachdem JVC auf der IFA fernab der Öffentlichkeit<br />

nur einen Prototypen präsentieren konnte,<br />

legte der Projektorspezialist jüngst nach und<br />

zeigte eine komplett neue Serie. In allen 3-D-<br />

Projektoren schlummert eine überarbeitete und<br />

damit die dritte D-ILA-Chipgeneration, die mithilfe<br />

einer potenten Lampe für eine höhere Helligkeitsausbeute<br />

sorgen soll. In Verbindung mit<br />

einer erweiterten optischen Apertur ergeben<br />

sich dadurch nicht nur hohe native Kontraste,<br />

sondern auch ein lichtstarkes, durch wenig Geisterbildeffekte<br />

gestörtes 3-D-Bilderlebnis. Bei<br />

der Bildwiederholrate beschränkt sich JVC auf<br />

48 bzw. 60 Hertz für jedes Auge, zusätzliche<br />

Schwarzphasen sollen Übersprecheffekte mindern.<br />

Der nötige Infrarotemitter ist nicht integriert<br />

und muss ebenso wie die Shutter-Brillen<br />

separat erworben werden. Die Projektoren<br />

sollen ab Dezember dieses Jahres im Handel<br />

erhältlich sein.<br />

Marke:<br />

JVC<br />

Produkt: DLA-X3,<br />

DLA-X7, DLA-X9<br />

Preis: 3 999 Euro,<br />

6 999 Euro, 9 999 Euro<br />

Besonderheiten: Full-<br />

HD-3-D-Projektor<br />

Internet:<br />

jdl.jvc-europe.com<br />

Anzeige<br />

Die streng limitierte A100-Serie<br />

erhalten Sie nur bei folgenden Händlern:<br />

Klangpunkt, Aachen Media Markt, Aachen Audio Box, Achern Klang und<br />

Vision, Ansbach Media Markt, Aschaffenburg Soundcity, Bad Hersfeld <br />

Media Markt, Bad Kreuznach Projekt Akustik, Bad Schwartau Media Markt,<br />

Bamberg Saturn, Bergisch Gladbach Hifi Elements, Berlin HiFi im Hinterhof,<br />

Berlin King Music, Berlin Triangle, Berlin Saturn, Berlin -Alexanderplatz<br />

Saturn, Berlin-Charlottenburg Media Markt, Berlin-Mitte Media Markt,<br />

Bielefeld HiFi Linzbach, Bonn Wyrwas Studio-Technik, Braunschweig Saturn,<br />

Bremen Media Markt, Bruchsal Audio Video Konzept, Burghaun Media<br />

Markt, Chemnitz Media Markt, Cottbus Home Entertainment World, Dachau <br />

Hifi-Profis, Darmstadt Techno-Land, Deizisau Happy Cinema, Delingsdorf <br />

Fernseh Berlet, Dortmund EP:Radio Hanel, Dresden Media Markt, Dresden <br />

Radio Koerner, Dresden Hifi Studio Am Stadttheater, Duisburg Hifi Referenz,<br />

Düsseldorf Hifi-Audio Schmidt, Düsseldorf Hifi Senf, Eisenach Media Markt,<br />

Erfurt Hifi Spezialist Pawlak, Essen Hifi-Profis, Frankfurt Saturn, Frankfurt <br />

Vladimir Golubov, Frankfurt/Oder Saturn, Frankfurt/Main Media Markt, Freiburg<br />

Sound Reference, Gräfelfing Herba electronic, Gronau Saturn, Gummersbach<br />

Fernseh Berlet, Hagen Saturn, Hagen Fidelity , Hamburg Hifi<br />

Studio Am Hofweg, Hamburg Lichtenfeld, Hamburg Saturn, Hamburg Thomas<br />

Electronic, Hamburg Auditorium GmbH, Hamm Art & Voice, Hannover <br />

Media Markt, Hannover Schlegelmilch, Hassfurt Expert-Esch, Heidelberg <br />

Media Markt, Henstedt-Ulzburg Media Markt, Heppenheim Heimkino Aktuell,<br />

Herne Media Markt, Herzogenrath Media Markt, Hildesheim Saturn, Iserlohn<br />

Roehlig Heimelektronik, Jena Saturn, Karlsruhe MD Sound Electronic,<br />

Karsbach/Weyerfeld Sound Brothers, Kassel elektrowelt 24, Köln MSP Hifi<br />

Studio, Köln Saturn, Köln M + K, Landshut Media Markt, Leipzig Uni-Hifi,<br />

Leipzig Saturn, Leverkusen Media Markt, Lübeck Media Markt, Ludwigsburg<br />

Hicke & Hoeppner, Ludwigsfelde Media Markt, Lüneburg Hifi-Profis,<br />

Mainz Expert Galerie, Mannheim Musikhaus Geiermann, Mayen Hi-Art,<br />

Metzingen-Neuhausen Knicker & Wortmann, Minden Hifi Regler, Münchberg <br />

Hifi Concept, München Media Markt, München Saturn, München Auditorium,<br />

Münster Hifi Keller, Murr Saturn, Neckarsulm Media Markt, Nürnberg <br />

Media Markt, Offenburg hifi & hifi, Oldenburg Media Markt, Osnabrück-Belm <br />

Expert Beverungen, Paderborn Sandforth, Paderborn Radio Bruckner, Pirmasens<br />

Octomedia, Rastatt EURONICS XXL, Ratingen O. Moldenhauer, Recklinghausen<br />

Klang Galerie, Regensburg Media Markt, Rostock Media Markt,<br />

Schiffdorf-Spaden HiFi & Wohnen, Schönaich MS-Technik, Simmerath-<br />

Lammersdorf Saturn, Solingen Heimkino, St. Ingbert Saturn, Stuttgart Blang<br />

Elektrowelten, Trier Media Markt, Ulm hifitreff, Warendorf Hifi Senf, Weimar <br />

EP: Electro Coldewey, Westerstede Hifi-Profis, Wiesbaden Hifi Schluderbacher,<br />

Willich Media Markt, Worms Media Markt, Zella-Mehlis<br />

Denon ist ein Warenzeichen oder eingetragenes Warenzeichen von D&M Holdings, Inc.<br />

Erleben Sie die exklusive<br />

100-Jahre-Kollektion von Denon


Auf einen Blick: alle<br />

3-D-TVs und -Projektoren<br />

Anfang dieses Jahres versorgten uns die Hersteller im Zuge der CES in Las Vegas mit den<br />

ersten 3-D-Fernsehern. Auf der diesjährigen IFA folgten nun die Modelle der zweiten<br />

Generation. In Berlin wurden letztlich auch 3-D-Projektoren angekündigt, so können Sie<br />

im großen Stil in plastische Welten abtauchen – natürlich in Full-HD.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Hersteller/<br />

Bilderzeugung<br />

3-D-Fernseher<br />

Ansicht<br />

Bildschirmdiagonalen/<br />

Auflösung<br />

3-D-Sensor<br />

integriert<br />

3-D-Brille<br />

beiliegend<br />

Konvertierung<br />

2-D zu 3-D<br />

Verfügbarkeit<br />

Preis<br />

LG LX9500<br />

Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />

47, 55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja<br />

ja,<br />

zwei Stück<br />

nein<br />

erhältlich<br />

55 Zoll: 3 699 Euro,<br />

47 Zoll: 2 999 Euro<br />

LG LEX8<br />

Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />

47, 55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja<br />

ja,<br />

zwei Stück<br />

nein 4. Quartal k. A.<br />

LG LX6500<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />

42, 47 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja ja, eine nein erhältlich<br />

47 Zoll: 2 499 Euro,<br />

42 Zoll: 2 099 Euro<br />

LG LD950<br />

<strong>LCD</strong><br />

47 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein, nicht nötig<br />

ja, vier<br />

(Polfilterbrillen)<br />

nein erhältlich 47 Zoll: 1 999 Euro<br />

LG PX950<br />

Plasma<br />

50, 60 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja ja, eine nein erhältlich k. A.<br />

Panasonic VT20E<br />

Plasma<br />

42, 46, 50, 65 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja<br />

ja,<br />

zwei Stück<br />

ja<br />

(nur 42 und 46 Zoll)<br />

erhältlich<br />

65 Zoll: 4 999 Euro, 50 Zoll: 2 599 Euro,<br />

46 Zoll: 2 199 Euro, 42 Zoll: 1 999 Euro<br />

Panasonic GT20E<br />

Plasma<br />

42 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja nein ja erhältlich 42 Zoll: 1 599 Euro<br />

Philips PFL9955H<br />

Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />

58 Zoll, 21 : 9-Format,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja<br />

ja,<br />

zwei Stück<br />

nein erhältlich 58 Zoll: 4 199 Euro<br />

Philips PFL9705K<br />

Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />

42, 46 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein nein nein erhältlich<br />

46 Zoll: 2 999 Euro,<br />

42 Zoll: 2 599 Euro<br />

Philips PFL8605K<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

40, 46, 52 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein nein nein erhältlich<br />

52 Zoll: 2 899 Euro, 46 Zoll: 2 199 Euro,<br />

40 Zoll: 1 899 Euro<br />

Samsung C9090<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

Samsung C8790<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />

Samsung C7700<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

Samsung C7790<br />

Plasma<br />

Samsung C6970<br />

Plasma<br />

Samsung C687<br />

Plasma<br />

40, 46, 55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

40, 46, 55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

40, 46, 55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

50, 63 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

50 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

50 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja nein ja erhältlich<br />

ja nein ja erhältlich<br />

ja nein ja erhältlich<br />

ja nein ja erhältlich<br />

55 Zoll: 5 999 Euro, 46 Zoll: 4 999 Euro,<br />

40 Zoll: 3 999 Euro<br />

55 Zoll: 3 799 Euro, 46 Zoll: 2 799 Euro,<br />

40 Zoll: 2 299 Euro<br />

55 Zoll: 3 499 Euro, 46 Zoll: 2 399 Euro,<br />

40 Zoll: 1 899 Euro<br />

63 Zoll: 3 499 Euro,<br />

50 Zoll: 1 999 Euro<br />

ja nein ja erhältlich 50 Zoll: 1 699 Euro<br />

ja nein ja erhältlich 50 Zoll: 1 499 Euro<br />

Bilder: LG, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />

12 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Hersteller/<br />

Bilderzeugung<br />

3-D-Fernseher<br />

Ansicht<br />

Bildschirmdiagonalen/<br />

Auflösung<br />

3-D-Sensor<br />

integriert<br />

3-D-Brille<br />

beiliegend<br />

Konvertierung<br />

2-D zu 3-D<br />

Verfügbarkeit<br />

Preis<br />

Sharp LE925E<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />

46, 60 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja ja, eine ja erhältlich<br />

60 Zoll: 4 999 Euro,<br />

46 Zoll: 2 899 Euro<br />

Sony HX905<br />

Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />

46, 52 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein nein ja erhältlich<br />

52 Zoll: 3 899 Euro,<br />

46 Zoll: 2 899 Euro<br />

Sony LX905<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

40, 52, 60 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja ja, eine ja erhältlich<br />

60 Zoll: 4 999 Euro, 52 Zoll: 3 599 Euro,<br />

40 Zoll: 2 499 Euro<br />

Sony HX805<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />

40, 46 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein nein ja erhältlich<br />

46 Zoll: 2 499 Euro<br />

40 Zoll: 2 199 Euro<br />

Sony NX815<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />

55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein ja, eine ja erhältlich 55 Zoll: 3 499 Euro<br />

Sony NX715<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />

40, 46 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein ja, eine ja erhältlich<br />

46 Zoll: 2 499 Euro,<br />

40 Zoll: 1 999 Euro<br />

Toshiba ZL1<br />

Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />

55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja k. A. ja 1. Quartal 2011 k. A.<br />

Toshiba WL768<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

40, 46, 55 Zoll,<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

ja ja, eine nein 4. Quartal 2010<br />

55 Zoll: 3 299 Euro, 46 Zoll: 2 299 Euro,<br />

40 Zoll: 1 999 Euro<br />

Projektoren<br />

LG CF3D<br />

SXRD<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />

nein, nicht nötig<br />

ja, sechs<br />

(Polfilterbrillen)<br />

nein k. A. 12 999 Euro<br />

JVC DLA-X3/X7/X9<br />

D-ILA<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel extern nein nein Dezember 2010<br />

X3: 3 999 Euro, X7: 6 999 Euro,<br />

X9: 9 999 Euro<br />

Mitsubishi<br />

(Name noch unbekannt)<br />

SXRD<br />

Samsung A8000<br />

DLP<br />

Sharp XV-Z1700<br />

DLP<br />

Sony VPL-VW90ES<br />

SXRD<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel ja k. A. k. A. k. A. k. A.<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel k. A. k. A. ja Oktober 2010 5 500 Euro<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />

Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel ja ja, Anzahl k. A. ja November 2010 ca. 7 000 Euro<br />

Anzeige


AV-Receiver-Neuheiten<br />

Denon: Jubiläumsausgabe<br />

Der neueste AV-Receiver aus dem Hause Denon<br />

ist ab sofort verfügbar und hört auf den Namen<br />

AVR-4311 CI. Im Zuge der großen Hundertjahrfeier<br />

ist der Receiver ebenso in einer Jubiläumsedition<br />

unter dem Namen AVR-A100 erhältlich.<br />

Neben der edleren Optik in Hochglanzschwarz<br />

wartet der A100 mit einem optimierten Klangtuning<br />

auf. Beide Versionen beinhalten eine<br />

9-Kanal-Endstufe mit 180 Watt pro Kanal, die<br />

durch einen 11.2-Vorverstärkerausgang ergänzt<br />

wird. Die HDMI-Ein- und Ausgänge tragen das<br />

1.4-Logo und machen den Receiver damit 3-Dready.<br />

Das automatisch ablaufende Audyssey-<br />

Einmesssystem liegt in der neuesten Version<br />

MultEQ XT32 vor und soll von den Kinderkrankheiten<br />

der Konkurrenz befreit sein. Apples iPod<br />

und iPhone finden am USB-Port ihren Platz, die<br />

Gerätebedienung ist nicht nur durch die neue<br />

Fernbedienung mit LC-Display, sondern auch<br />

vom Computer aus möglich.<br />

Hersteller:<br />

Denon<br />

Modell: AVR-4311 CI,<br />

AVR-A100<br />

Preis: AVR-4311 CI: 2 199 Euro,<br />

AVR-A100: 2 499 Euro<br />

Internet:<br />

www.denon.de<br />

Marantz: Digitalsound und Vinyl<br />

Marantz‘ AV-Receiver SR7005 besticht durch<br />

sein edles Design, die Display-Anzeige wanderte<br />

hinter die Frontblende. Lautsprecher werden<br />

durch die 7-Kanal-Endstufe gespeist und finden<br />

unter anderem am XLR-Anschlussterminal ihren<br />

Platz. Externe HD-Zuspieler verbinden Sie mit den<br />

sechs HDMI-1.4-Eingängen. Der Receiver enthält<br />

Decoder für die aktuellen HD-Audioformate<br />

und hat ebenso die Surround-Erweiterungen<br />

Audyssey DSX sowie Dolby Pro Logic IIz an Bord.<br />

Der eingebaute Videoprozessor ABT2015 von<br />

Anchor Bay skaliert Videoinhalte auf eine Auflösung<br />

bis 1 080p hoch und webt Halbbilder<br />

flimmerfrei zusammen. Dank eines integrierten<br />

Netzwerkplayers lassen sich Musik und Bilder<br />

vom Computer aus streamen sowie vom<br />

Handy aus per Bluetooth übertragen, Apples<br />

iPhone nimmt über die USB-Schnittstelle Kontakt<br />

auf. Selbst Vinylfreunde kommen dank des<br />

MM-Phonovorverstärkers auf ihre Kosten.<br />

Hersteller:<br />

Marantz<br />

Modell:<br />

SR7005<br />

Preis:<br />

SR7005: 1 699 Euro<br />

Internet:<br />

www.marantz.com<br />

Onkyo: Ab ins Netzwerk<br />

Ab sofort ist Onkyos 9.2-AV-Receiver TX-<br />

NR5008 die Oberklasse auf dem Markt. Das<br />

Modell ist THX-Ultra2-Plus-zertifiziert, mehrzonenfähig<br />

und verfügt über eine DLNA-Netzwerkoption.<br />

3-D-Inhalte werden über acht<br />

HDMI-1.4-Schnittstellen aufgenommen und an<br />

die beiden Ausgänge weitergegeben. Sämtliche<br />

Videozuspieler werden mithilfe der HQV-Reon-<br />

VX-Technologie auf 1 080p hochskaliert. Für die<br />

korrekte Audiowiedergabe im Heimkinoraum<br />

Hersteller:<br />

Onkyo<br />

Modell: TX-NR5008,<br />

PR-SC5508<br />

sorgt Audysseys neuestes Raumeinmessverfahren<br />

MultEQ XT32, das beim <strong>Test</strong> des kleineren<br />

Modells TX-NR3008 im Auslieferungszustand<br />

aber noch nicht korrekt funktionierte. Auf der<br />

IFA 2010 präsentierte Onkyo zudem den neuen<br />

9.2-Kanal-AV-Controller PR-SC5508. Mit THX-<br />

Ultra2-Zertifizierung, Netzwerkfähigkeit, HDMI<br />

1.4, HQV-Reon-VX-Videoprozessor und ISF-<br />

Bildkalibrierung liegt Onkyo auch hier voll auf<br />

der Höhe der Zeit.<br />

Preis: TX-NR5008: 2 599 Euro,<br />

PR-SC5508: 2 499 Euro<br />

Internet:<br />

www.eu.onkyo.com<br />

Bilder: Denon, Marantz, Onkyo, Philips, Pioneer, Samsung, Sony, Yamaha<br />

14 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Pioneer: Apples Liebling<br />

Zwei 7.1-AV-Receiver der gehobenen Mittelklasse<br />

stellte Pioneer im vergangenen Monat vor.<br />

Die beiden Flaggschiffe SC-LX83 und SC-LX73<br />

setzen dabei auf Pioneers Verstärkerkonzept Direct<br />

Energy HD, um die hochauflösenden Audioformate<br />

so unverfälscht wie möglich wiederzugeben.<br />

Neben einem THX-Zertifikat bauen beide<br />

Audioreceiver auf das Klangtuning der Londoner<br />

Air Studios und außer den aktuellen HD-Audioformaten<br />

unterstützen der SC-LX83 und der<br />

SC-LX73 die Generierung von Höhenkanälen via<br />

Dolby Pro Logic IIz. Statt der beliebten Audyssey-Einmesstechnik<br />

verwendet Pioneer die Eigenentwicklung<br />

MCACC (Multi-Channel Acoustic<br />

Calibration). 3-D-Inhalte sind für die HDMI-1.4-<br />

Anschlüsse kein Problem und analoge Videodateien<br />

profitieren von der integrierten Upscaling-Technologie.<br />

Die AV-Receiver lassen sich<br />

zudem dank Pioneers iPod-App „iControlAV“<br />

über Apples Mobilsysteme steuern.<br />

Hersteller:<br />

Pioneer<br />

Modell: SC-LX83,<br />

SC-LX73<br />

Preis: ASC-LX83: 2 499 Euro,<br />

SC-LX73: 1 699 Euro<br />

Internet:<br />

www.pioneer.de<br />

Samsung: Günstige Einsteiger<br />

Dass aktuelle AV-Receiver mit 3-D-Wiedergabe<br />

nicht teuer sein müssen, beweist Samsung mit<br />

seinen beiden neuen Geräten. Das größere von<br />

beiden, der HW-C700, ist ein 7.2-Kanal-Receiver<br />

mit 120 Watt Ausgangsleistung pro Kanal,<br />

während sich der HW-C500 auf fünf Kanäle<br />

beschränkt. Beide Modelle sind mit ihren vier<br />

HDMI-1.4-Eingängen 3-D-ready und haben<br />

den Audio Return Channel integriert. Auch<br />

Samsungs eigene Verstärkertechnologie Crystal<br />

Amplifier Pro ist in den Modellen vertreten. Der<br />

HW-C700 wird mit einer iPod-Dockingstation<br />

ausgeliefert und kann dank eines zusätzlichen<br />

Vorverstärkerausgangs mit einem zweiten Subwoofer<br />

betrieben werden. Im Gegensatz zum<br />

HW-C500 besitzt sein höherpreisiger Bruder<br />

Decoder für die aktuellen hochauflösenden<br />

Tonformate DTS-HD MA und Dolby True HD.<br />

Dank HDMI-Passthrough leiten beide Geräte<br />

Videosignale auch ohne Bearbeitung weiter.<br />

Hersteller:<br />

Samsung<br />

Modell: HW-C700,<br />

HW-C500<br />

Preis: HW-C700: 399 Euro,<br />

HW-C500: 299 Euro<br />

Internet:<br />

www.samsung.de<br />

Sony: Alles in 3-D<br />

Sonys neuester Streich ist der siebenkanalige<br />

AV-Receiver STR-DA5600ES, der ab sofort erhältlich<br />

ist. Pro Kanal liefert der Receiver eine<br />

Ausgangsleitung von 120 Watt. Dem Zeitgeist<br />

entsprechend setzt das neue Oberklassemodell<br />

auf 3-D-Bild- und HD-Tonübertragung<br />

sowie vielfältige Netzwerkmöglichkeiten. Die<br />

integrierte DLNA-1.5-Unterstützung garantiert<br />

die Kompatibilität mit weiteren Netzwerkprodukten<br />

und lässt Sie Audio-, Foto- und Videomaterial<br />

vom Computer aus streamen. Die sechs<br />

HDMI-1.4-Eingänge sind zum aktuellen 3-D-<br />

Standard kompatibel, SD-Quellen werden auf<br />

1 080p hochskaliert. Während Videoinhalte in<br />

einen zweiten Raum übertragen werden können,<br />

lässt sich Musik sogar in bis zu drei Zimmern<br />

verteilen. Die klangliche Anpassung des<br />

Hauptraumes regelt das integrierte Einmesssystem,<br />

dem eine automatische Phasenkorrektur<br />

der einzelnen Lautsprecher vorangeht.<br />

Hersteller:<br />

Sony<br />

Modell:<br />

STR-DA5600ES<br />

Preis:<br />

STR-DA5600ES: 2 500 Euro<br />

Internet:<br />

www.sony.de<br />

Yamaha: Mehr Rechenleistung<br />

Gleich drei neue Receiver-Modelle präsentierte<br />

Yamaha auf der diesjährigen IFA. Das<br />

größte Gerät ist der siebenkanalige RX-V3067,<br />

der sich mit zusätzlichen Endstufen auf ein<br />

11.2-Heimkinosystem erweitern lässt. Mit 200<br />

Watt Ausgangsleistung pro Kanal weiß das<br />

Gerät auch größere Räume zu beschallen. Die<br />

Verstärkersektion wurde optimiert, um eine<br />

noch bessere Kanaltrennung und einen größeren<br />

Signalrauschabstand zu gewährleisten. Die<br />

Jitter Clock verspricht, Taktschwankungen der<br />

digitalen Eingänge auf ein Minimum zu reduzieren.<br />

Analoge und digitale Sektionen im Inneren<br />

wurden strikt voneinander getrennt. Acht<br />

HDMI-Ein- und zwei -Ausgänge in Version 1.4<br />

bieten ausreichend Platz für die verschiedensten<br />

Zuspieler. Diese sollen vom brandneuen HQV-<br />

Chip VHD1900 profitieren, der laut Hersteller<br />

eine überlegene Bildberechnung im Strom sparenden<br />

Betrieb gewährleistet.<br />

Hersteller:<br />

Yamaha<br />

Modell:<br />

RX-V3067<br />

Preis:<br />

RX-V3067: 1 699 Euro<br />

Internet:<br />

www.yamaha-hifi.de<br />

Neues 15


3-D-Zukunft<br />

Mit einem holografischen Display will Sony den ersten<br />

Schritt zum echten 3-D-Erlebnis wagen. Gleichzeitig forschen<br />

TV-Anbieter weiter an brillenlosen Lösungen für<br />

den Heimgebrauch.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Sonys Raymodeler erzeugt körperhafte Objekte, die von<br />

allen Seiten betrachtet werden können<br />

3-D-Fernsehen ohne Brille versprechen die Display-Prototypen<br />

des Fraunhofer-Instituts<br />

Die Links-/Rechts-Bilder werden mittels Filterschicht in<br />

unterschiedlichen Winkeln zum Betrachter geworfen<br />

Integrierte Kameras erkennen die Augenpositionen und<br />

passen die 3-D-Perspektiven den Zuschauern an<br />

Es hat schon etwas Magisches, wenn<br />

man sich Sonys unscheinbarer schwarzer<br />

Röhre nähert. Im Unterschied zu 3-D-Sequenzen<br />

auf Blu-ray entsteht der räumliche Eindruck<br />

nicht durch flache Bilder für das linke und<br />

rechte Auge, sondern diese besitzen tatsächlich<br />

ein Volumen. Vor unserem Auge entstehen<br />

echte Körper und man fühlt sich unweigerlich<br />

an Science-Fiction-Filme wie „Star Wars“ erinnert.<br />

Als wir uns um den Zylinder herum bewegen,<br />

bleiben die Objekte an Ort und Stelle<br />

und wir können sie aus sämtlichen Perspektiven<br />

betrachten: Wir umrunden die Erdkugel und<br />

blicken einer Dame über die Schulter. Möglich<br />

macht dies eine geschickte <strong>LED</strong>-Anordnung,<br />

die 360 Ansichten gleichzeitig generiert. Mittels<br />

Gestensteuerung drehen wir alle Objekte<br />

nahtlos um die eigene Achse oder spielen mit<br />

angeschlossenem Playstation-Controller eine<br />

Runde „Breakout“, das dank der uneingeschränkten<br />

Perspektive genau die gleiche Faszination<br />

auslöst, wie bei der Erstveröffentlichung<br />

in den 1970er Jahren. Sony betont, dass es sich<br />

lediglich um einen Prototyp handelt, doch der<br />

Raymodeler betitelte Zylinder könnte in vielerlei<br />

Hinsicht die zukünftige Technikwelt bereichern.<br />

Aufgrund des eigenwilligen Formats, niedriger<br />

Auflösung (96 × 128 Bildpunkte) und hoher<br />

Herstellungskosten lässt Sonys Technikpionier<br />

allerdings noch keine Rückschlüsse auf die<br />

Fernsehzukunft zu.<br />

3-D-Fernsehen ohne Brille<br />

Glaubt man den aktuellen Umfragen, so zeigen<br />

die meisten Konsumenten ein großes Interesse<br />

an 3-D, allerdings will die Mehrheit erst umsteigen,<br />

wenn die plastische Bilddarstellung ohne<br />

Brille möglich ist. Auch wenn dieses Zukunftsszenario<br />

noch in weiter Ferne liegt, zeigt das<br />

Fraunhofer-Institut auf der IFA finale Displays,<br />

die dreidimensionale Bilder ohne Brillenzwang<br />

ermöglichen, und dies bereits seit 2006.<br />

Statt als echte 3-D-Signale mit Tiefeninformationen<br />

liegen die Bilder einer 3-D-Blu-ray weiterhin<br />

in 2-D vor, wenn auch in doppelter Form<br />

für das linke und rechte Auge. Das System des<br />

Fraunhofer-Instituts ist – ebenso wie aktuelle<br />

3-D-Fernseher – zu diesem Verfahren kompatibel,<br />

sodass die plastische Bilddarstellung allein<br />

durch die Kombinationen der Links-/Rechts-<br />

Aufnahmen entsteht. Der große Unterschied zu<br />

herkömmlichen TV-Geräten: Die zwei Ansichten<br />

werden für zwei bis drei Betrachter ohne Brille<br />

sichtbar gemacht; mehrere Kameras, die in das<br />

Display integriert sind, erkennen nicht nur die<br />

Gesichter, sondern auch die Augenpositionen.<br />

Anhand eines patentierten Verfahrens werden<br />

die Bildinhalte elektronisch entsprechend den<br />

Positionen der Augen verschoben, und dies nahezu<br />

verzögerungsfrei.<br />

Die perfekte Illusion<br />

Bislang verlangen brillenlose 3-D-Displays nach<br />

einer exakten Sitzposition, was die Aufstellung<br />

eines solchen Fernsehers erschwert. René de<br />

la Barré vom Heinrich-Hertz-Institut erklärt die<br />

Vorteile des Fraunhofer-Systems: „Es werden<br />

zwei Bilder sichtbar gemacht, eines für das<br />

linke und eines für das rechte Auge. Eine geschickt<br />

gewählte Barriere sorgt dafür, dass nur<br />

die passenden Bildinhalte zum jeweiligen Auge<br />

gelangen. Damit das funktioniert, müsste der<br />

Betrachter seinen Kopf beim Zuschauen absolut<br />

ruhig halten. Das macht niemandem Spaß.<br />

Deswegen haben wir das 3-D-Display mit einer<br />

zusätzlichen Technologie gekoppelt, mit einem<br />

elektronischen Head-Tracking. Jede Bewegung<br />

des Kopfes sowie der Augen wird erfasst und<br />

das Display nachgesteuert. Der Zuschauer sieht<br />

immer das ideale 3-D-Bild, ohne sich eine zusätzliche<br />

Brille aufsetzen zu müssen.“<br />

Da aber jeder zusätzliche Betrachter unterschiedlich<br />

gerichtete Bildinformationen verlangt,<br />

reduziert sich die sichtbare Auflösung<br />

mit jedem neuen Zuschauer. Deshalb gestattet<br />

es das Display, die Ausgabe der 3-D-Bilder auf<br />

zwei Ansichten zu begrenzen, um keine Auflösung<br />

zu verschenken. Umgekehrt bedeutet dies<br />

jedoch, dass ultrahochauflösende Displays eine<br />

Grundvoraussetzung für die brillenlose 3-D-<br />

Zukunft mit mehreren Zuschauern sind. Das<br />

Zusammenspiel zwischen Bilderzeugung und<br />

Augenverfolgung ist die größte technische Herausforderung<br />

für zukünftige Entwicklungen,<br />

denn der Markterfolg von 3-D ohne Brille wird<br />

erst einsetzen, wenn die Bildqualität mindestens<br />

mit der aktuellen Brillentechnik gleichauf<br />

liegt und die Preise konkurrenzfähig sind. Mit<br />

Sony und Toshiba kündigten immerhin zwei TV-<br />

Anbieter an, noch dieses Jahr Displays für das<br />

brillenlose 3-D-Vergnügen auf dem japanischen<br />

Markt vorzustellen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Fraunhofer Institut, Seereal, Sony<br />

16 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Heimkino-Apps<br />

Der App Store von Apple ist prall gefüllt mit beliebten<br />

Minianwendungen, die auch für Heimkinofans die eine<br />

oder andere Überraschung parat halten. Wir stellen<br />

Ihnen die gelungensten Apps vor.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Denons „Deremote“-App dient als<br />

Fernsteuerung für die LAN- respektive<br />

WLAN-fähigen AV-Receiver der A1xx-,<br />

33xx-, 38xx-, 43xx- und 53xx-Serie. Die 23xx-<br />

Serie ist nicht geeignet, auch die iPod-Docks<br />

des Herstellers mit LAN-Anschluss bleiben außen<br />

vor. Wenn Ihr AV-Receiver bereits ins Netzwerk<br />

eingebunden ist, müssen Sie lediglich die<br />

App starten und das Gerät wird automatisch<br />

gefunden. Nach der erfolgreichen Einrichtung<br />

steuern Sie etwa die Lautstärke zonenabhängig<br />

oder greifen auf Internetradiosender zu.<br />

Pioneers „iControlAV“-App schlägt in die gleiche<br />

Kerbe und arbeitet mit den AV-Receivern<br />

VSX-1020 und VSX-920 zusammen. Zudem<br />

haben Sie auch Zugriff auf die Blu-ray-Player<br />

BDP-330 und BDP-LX53. Neben der Steuerung<br />

der Grundfunktionen können Sie den Ausgangspegel<br />

von Center-Lautsprecher und Subwoofer<br />

anpassen. Sonys Fernbedienungs-App<br />

eignet sich für viele aktuelle Blu-ray-Player des<br />

Herstellers. Ob Ihr Gerät dazuzählt, erfahren Sie<br />

im Angebotstext bei iTunes – die Playstation 3<br />

ist leider nicht darunter. Die App ist weit mehr<br />

als ein reiner Fernbedienungsersatz. So haben<br />

die Entwickler der Anwendung eine vollwertige<br />

QWERTZ-Tastatur spendiert und dank des<br />

Touchscreen von iPad, iPhone und iPod touch<br />

gehen Texteingaben flink von der Hand.<br />

Apple erobert TV-Segment<br />

Die Minianwendung „DreamOn“ erlaubt die<br />

Steuerung der Dreambox, so haben Sie per<br />

WLAN und Mobilfunk Zugriff und können<br />

Aufnahmen von unterwegs programmieren.<br />

Für alle T-Entertain-Kunden ist der „Programm<br />

Manager“ interessant, der Sie mit einem umfangreichen<br />

EPG versorgt und Sie an Ihre Lieblingssendungen<br />

erinnert. Mit der App können<br />

Sie selbstverständlich auch Aufnahmen planen.<br />

Die App „TV Remote“ trägt die Funktion schon<br />

im Namen und Sie haben den vollen Zugriff<br />

auf die aktuellen Flachbildfernseher der C-Serie<br />

von Samsung. Eine virtuelle QWERTZ-Tastatur<br />

erleichtert Eingaben, zudem ist die Fernbedienung<br />

lernfähig und Sie können Funktionen über<br />

Bewegungen ansteuern. „Remote“ kommt aus<br />

dem Hause Apple und lässt Sie galant über den<br />

Touchscreen Ihre Musik in „iTunes“ verwalten.<br />

Den Videoplayer Apple TV steuern Sie künftig<br />

mit einem Fingerstreich.<br />

App-Vielfalt<br />

Neben den vielen Minianwendungen zur Steuerung<br />

Ihrer Peripherie gibt es auch noch anderweitige<br />

nützliche Heimkinohelferlein. So<br />

können Sie etwa mit der „Decibel“-App Ihre<br />

Umgebung akustisch abtasten, indem Sie den<br />

Schalldruckpegel der <strong>Test</strong>töne Ihres AV-Receivers<br />

auf dem Display anzeigen lassen. Ein Ersatz<br />

für Profigeräte ist dieses Verfahren allerdings<br />

nicht, denn das Mikrofon von Apples Hardware<br />

ist hier der limitierende Faktor. Nichtsdestotrotz<br />

können Sie so Ihr Lautsprechersystem verlässlich<br />

im Pegel angleichen, zur besseren Übersicht<br />

speichert die Anwendung die Werte ab.<br />

Im Folgenden haben wir alle vorgestellten Apps<br />

in einer Kurzübersicht für Sie aufgelistet. Erfreulich:<br />

Ein Großteil der Minianwendungen wird<br />

kostenlos angeboten.<br />

Über Denons „Deremote“-App greifen Sie auf die Grundfunktionen<br />

Ihres AV-Receivers zu und legen etwa die<br />

Lautstärke für verschiedene Zonen fest<br />

Der „Programm Manager“ gibt Ihnen die volle Kontrolle<br />

über Ihren T-Entertain-Receiver, so können Sie etwa Aufnahmen<br />

von unterwegs aus programmieren<br />

Über Samsungs „TV Remote“-App steuern Sie die aktuellen<br />

Fernseher der C-Serie. Neben dem Umschalten haben Sie<br />

zudem Zugriff auf Samsungs Internetangebote<br />

Appname Deremote iControlAV BD Remote for<br />

iPhone<br />

Funktion<br />

Fernbedienungs-<br />

App für Denon-<br />

AV-Receiver<br />

Fernbedienungs-<br />

App für Pioneer-<br />

AV-Receiver und<br />

BD-Player<br />

Fernbedienungs-<br />

App für Sony-Bluray-Player<br />

DreamOn<br />

Fernsteuerung für<br />

Dreamboxen<br />

Programm<br />

Manager<br />

Fernsteuerung<br />

für T-Entertain-<br />

Receiver<br />

Hersteller Denon Pioneer Sony Bernd Bachle Deutsche<br />

Telekom AG<br />

TV Remote Remote Decibel<br />

Fernbedienung<br />

für Samsung-TVs<br />

Samsung<br />

Electronics<br />

Fernbedienung<br />

für iTunes und<br />

Apple TV<br />

Apple Inc.<br />

Schalldruckpegelmesser<br />

Tomas Matuschek<br />

Sprache Englisch Deutsch Englisch Englisch Deutsch Englisch Deutsch Englisch<br />

Verfügbar für<br />

iPhone, iPod<br />

touch und iPad<br />

iPhone, iPod<br />

touch und iPad<br />

iPhone, iPod<br />

touch und iPad<br />

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touch und iPad<br />

Preis 6 Euro gratis gratis 1,60 Euro gratis gratis gratis 0,80 Euro<br />

Neues 17


HbbTV-Allianz<br />

HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) soll<br />

Fernsehen und Internet verschmelzen lassen.<br />

Die Hersteller setzen beim Hybrid-TV derzeit<br />

auf verschiedene Verfahren. So nutzt Panasonic<br />

bei seinen aktuellen Flachbildfernsehern einen<br />

Portalansatz auf Java-Basis und Philips setzt auf<br />

den CE-HTML-Standard, der die Darstellung<br />

von Internetseiten für den Fernsehbildschirm<br />

optimiert. Um weitere „TV-Kleinstaaterei“<br />

zu vermeiden, kündigten Loewe, Philips und<br />

Sharp jüngst auf der IFA eine Allianz an. Dabei<br />

geht es in erster Linie darum, einen Standard<br />

zu schaffen und eine optimale Bedienung zu<br />

garantieren. Die Internetangebote erstrecken<br />

sich über Nachrichtendienste bis hin zum Videostreaming<br />

in HD-Qualität. Allen Flachbildfernsehern<br />

der drei Hersteller ist der integrierte<br />

Opera-Browser gemein. Mit diesem haben Sie<br />

Zugriff auf das normale Internet und können,<br />

wie vom Computer gewohnt, Webseiten abrufen.<br />

Im Zuge der Reform erfährt auch der<br />

alteingesessene Videotext ein Facelift und soll<br />

künftig mit einem Rückkanal und aufgefrischter<br />

Optik aufwarten.<br />

Plastisch filmen<br />

3-D-taugliche Fernseher und Blu-ray-Player<br />

gibt es mittlerweile genügend. Um die Inhalte<br />

steht es hingegen weniger gut, die verfügbaren<br />

3-D-Blu-rays lassen sich an zwei Händen abzählen.<br />

Panasonic will nun die Kreativität der<br />

Konsumenten fördern und kündigte einen 3-D-<br />

Camcorder an. Der HDC-SDT750 kostet 1 399<br />

Euro und ist ein 3MOS-Camcorder, der standardmäßig<br />

zweidimensionale Bilder aufzeichnet<br />

und dank einer speziellen Vorsatzlinse eben<br />

auch plastische Bilder einfängt. Ersteres findet<br />

in der Full-HD-Auflösung mit 1 920 × 1 080 Bildpunkten<br />

und 50 Vollbildern statt. Die 3-D-Aufzeichnung<br />

geht mit einem Auflösungsverlust<br />

einher, so werden greifbare Bilder im Side-by-<br />

Side-Verfahren mit 960 × 1 080 Pixeln auf die<br />

SD-Karte im AVCHD-Format gebannt. Zudem<br />

halbiert sich die Lichtstärke und Sie müssen auf<br />

den Zoom verzichten. Damit Sie die 2-D- und<br />

3-D-Bilder auch schneiden und bearbeiten können,<br />

gab Panasonic die Kooperation mit den<br />

Software-Spezialisten von Magix bekannt, die<br />

mit der Anwendung „Video deluxe 17“ eine geeignete<br />

Lösung im Programm haben.<br />

PS3 zeigt 3-D-Filme<br />

Bereits seit einigen Monaten kann Sonys Spielkonsole<br />

dreidimensionale Spiele ausgeben,<br />

möglich wurde dies mit dem Einspielen der<br />

Firmware 3.30. Wie Sony nun im Zuge der IFA<br />

bekannt gab, soll die schon länger angekündigte<br />

Aktualisierung zum Abspielen von 3-D-Blurays<br />

jetzt kostenlos per Onlineupdate verfügbar<br />

sein. Die plastischen Filme werden mit der Full-<br />

HD-Auflösung (1 920 × 1080 Pixel und 24 Vollbilder)<br />

ausgegeben, eine Einschränkung soll es<br />

dennoch geben. Den Spezifikationen der Bluray<br />

3D zufolge können Spielkonsolen während<br />

einer stereoskopischen Wiedergabe keine BD-<br />

Java-Inhalte wiedergeben. So wird Produzenten<br />

empfohlen, die Startsequenz nicht auf Java-Basis<br />

zu realisieren, denn im schlimmsten Fall könnte<br />

die Disc dann nicht abgespielt werden. Da für<br />

eine 3-D-Wiedergabe zwei 1 080p-Videostreams<br />

vom Hauptkern des Cell-Prozessors<br />

decodiert werden müssen, wird vermutet, dass<br />

die Koprozessoren nicht mehr genügend Leistung<br />

für die Java-Inhalte zur Verfügung stellen<br />

können. Mehr zum Thema lesen Sie in unseren<br />

Labornotizen auf Seite 56.<br />

KDG rüstet sich für DVB-C2<br />

Im deutschen Kabelnetz wird es zunehmend<br />

enger und vor allem <strong>HDTV</strong>-Sender finden aufgrund<br />

hoher Datenraten oft keinen Platz mehr.<br />

Kabel Deutschland (KDG) testete nun in Berlin<br />

mit DVB-C2 den neuen und effizienteren Standard<br />

unter realen Bedingungen. Die DVB-C2-<br />

Norm ist noch sehr jung und wurde erst vor<br />

fünf Monaten durch das Europäische Institut<br />

für Telekommunikationsnormen (ETSI) als EN<br />

302 769 veröffentlicht. Ihr liegt ein aufwendiges<br />

Modulationsverfahren (COFDM) zugrunde,<br />

so beanspruchen qualitativ hochwertige<br />

HD-Sender weit weniger Bandbreite. Zudem<br />

baut die Umstellung die Downstream-Kapazität<br />

von fünf auf acht Gigabit pro Sekunde aus. Wie<br />

auch bei DVB-T2 braucht der Zuschauer in jedem<br />

Fall neue Empfangsgeräte. Diese sollen ab<br />

Mitte 2011 in Form von Kombigeräten (DVB-C/-<br />

C2) bereitstehen. Den aufwendigen Austausch<br />

sieht KDG aufgrund der möglichen Aufwertung<br />

des eigenen Angebots und zusätzlicher Inhalte<br />

aber als gerechtfertigt an, wie Christoph<br />

Schaaf, Bereichsleiter Neue Technologien und<br />

Standards bei KDG, betonte.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Google, Panasonic, Philips, Sony<br />

18 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Google TV weltweit ab 2011<br />

Der Suchmaschinenriese Google hat seine Finger<br />

überall im Spiel und will uns künftig auch<br />

im Wohnzimmer vom Fernseher ausgehend<br />

mit Internetinhalten beglücken. In den USA soll<br />

es bereits im Herbst dieses Jahres losgehen,<br />

der Rest der Welt folgt laut Google-Chef Eric<br />

Schmidt dann im Laufe des Jahres 2011. Als<br />

Betriebssystem kommt Googles Android zum<br />

Einsatz und die Hardware-Basis definiert ein<br />

Atom-CE-4100–Prozessor mit 1,2 Gigahertz.<br />

Den ersten geeigneten Fernseher will indes<br />

Sony produzieren. Eine weitere Partnerschaft<br />

besteht mit dem Hardware-Hersteller Logitech,<br />

der zeitgleich eine Google-TV-Set-Top-Box für<br />

die Nachrüstung Ihres bestehenden Fernsehers<br />

veröffentlichen will. Eine Fernbedienung<br />

mit QWERTZ-Tastatur soll folgen. Medienbegeisterte<br />

können dann künftig über den hauseigenen<br />

Chrome-Browser Internetseiten aufrufen<br />

und selbstverständlich sind auch gängige<br />

Dienste wie das Videoportal Youtube, Wikipedia<br />

oder die Routenplanung von Google Maps<br />

verfügbar. Selbst ein Chat mit Freunden soll<br />

parallel zum Fernsehen möglich sein.<br />

DVB-T2 im Anmarsch<br />

Bisher ist es nicht alltagstauglich, <strong>HDTV</strong> über<br />

digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) zu<br />

verbreiten, das vorhandene Frequenzspektrum<br />

ist schlicht zu eng bemessen. Wie der Ministerpräsident<br />

des Landes Rheinland-Pfalz nun auf<br />

der Medienwoche@IFA mitteilte, soll 2014 ein<br />

harter Umstieg zugunsten von DVB-T2 stattfinden.<br />

Denn die im Standard verankerte Codierung<br />

(MPEG-4 AVC) komprimiert Sender noch<br />

effizienter und schafft Platz im Spektrum. So<br />

soll das hochauflösende Antennenfernsehen<br />

endlich Realität werden. Für den Empfang sind<br />

jedoch zwingend neue Receiver nötig, derzeitig<br />

verfügbare Geräte sind mit dem neuen<br />

Standard nicht kompatibel. Nach Informationen,<br />

die HD+TV vorliegen, sei nur eine kurze<br />

Simulcast-Phase angedacht. Die ersten kompatiblen<br />

Geräte sollen dann ab 2012 verfügbar<br />

sein. In Italien und Großbritannien werden bereits<br />

Inhalte über DVB-T2 verbreitet. Hierzulande<br />

finden seit einem Jahr gemeinsam mit den<br />

öffentlich-rechtlichen Sendern NDR und ZDF<br />

die ersten Feldversuche in Lüneburg und Rosengarten<br />

statt.<br />

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Das bedeutet, der Receiver verbraucht weniger als 1 Watt im Standby.<br />

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Blockbuster in Hülle und Fülle<br />

Mit „Iron Man 2”, „Prince Of Persia“ und „Robin Hood“<br />

wird der Herbst im Heimkino ein Fest für alle Freunde des<br />

groß budgetierten Hollywood-Action-Spektakels. Ob neben<br />

der glänzenden Verpackung auch der Inhalt stimmt?<br />

Tiemo Weisenseel<br />

Redakteur<br />

Blu-rays im edlen Gewand<br />

Wir verraten Ihnen, welche der aufwendigen und nicht ganz<br />

billigen Blu-ray-Special-Editions ihr Geld wirklich wert sind<br />

Ein Klassiker kehrt zurück<br />

Mit „Castlevania – Lords Of Shadow“ führt Konami die<br />

Erfolgsgeschichte der Familie Belmont ins HD-Zeitalter<br />

Superhelden mal ganz anders<br />

Auch wenn „Kick-Ass“ an den deutschen Kinokassen enttäuschte:<br />

Diese freche Anarcho-Comicverfilmung lohnt sich<br />

Filme machen Spaß. Filme sind Unterhaltung<br />

und Ablenkung pur. Sie<br />

entführen uns in Fantasie- und Parallelwelten,<br />

wie wir sie uns in unseren<br />

kühnsten Träumen kaum spektakulärer<br />

ausmalen können. Filme waren jahrelang<br />

das unangefochtene Flaggschiff<br />

der Unterhaltungsindustrie. Doch die<br />

Zeiten ändern sich und die Games-<br />

Branche kratzt inzwischen mit digitalen<br />

Megasellern wie „GTA 4“ oder<br />

„World Of Warcraft“ heftig an dieser<br />

Vormachtstellung von Hollywood und<br />

Co. Vielleicht liegt es auch daran, dass<br />

das Arthaus-Kino in letzter Zeit wieder<br />

deutlich mehr Wind in den Segeln hat:<br />

Die Filmemacher besinnen sich darauf,<br />

dass ihr Medium die Spitzenposition<br />

ganz sicher noch nicht verloren hat,<br />

denn die wichtigste Kunstform unserer<br />

Zeit ist nach wie vor der Film. Schaut<br />

man sich die anspruchsvollen Werke<br />

in dieser Ausgabe genauer an, dann<br />

merkt man, wie aufregend, wie divers,<br />

wie lohnend Filmkunst dieser Tage<br />

sein kann. Das sind Filme, die es einem<br />

nicht immer leicht machen, die einen<br />

allerdings reich dafür belohnen, wenn<br />

man sich ernsthaft auf sie einlässt.<br />

Tipp des Monats: Die Fremde<br />

Feo Aladags aufrüttelnder<br />

Film über die fatalen<br />

Auswirkungen des<br />

Ehrbegriffes in der türkischen<br />

Kultur fühlt sich<br />

tief ein in die Befindlichkeiten<br />

eines Volkes.<br />

Sibel Kekillis Leistung ist<br />

einfach atemberaubend.<br />

Bilder: Concorde Home, Konami Digital, Majestic Home, Universal<br />

20 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Blu-ray-Höhepunkte<br />

Ganz gleich, ob man ausgefeilte Geschichten und großartige Schauspielerleistungen sucht<br />

oder doch eher bombastisches Actionkino mit beeindruckenden Effekten bevorzugt: Auf den<br />

folgenden Seiten ist für jeden Filmgeschmack etwas dabei.<br />

VON LYDIA FISCHER, UWE FUNK, FALKO THEUNER UND TIEMO WEISENSEEL<br />

Iron Man 2<br />

Regisseur und Schauspieler<br />

Jon Favreau legte mit „Iron<br />

Man“ vor zwei Jahren wie<br />

aus dem Nichts eine der anerkanntermaßen<br />

besten Comicverfilmungen<br />

überhaupt<br />

vor. Doch wie spinnt man<br />

die Geschichte um den narzisstischen<br />

Milliardär mit der<br />

Vorliebe für sündhaft teure und technisch ausgeklügelte<br />

High-Tech-Anzüge nun weiter? Teil eins endete<br />

mit dem Knalleffekt, dass Tony Stark offen zugab,<br />

der Mann hinter der Maske von Iron Man zu sein. Inzwischen<br />

sieht er sich unter immensem Druck vonseiten<br />

der Regierung, die ihn dazu drängen will, die<br />

mächtigste und fortschrittlichste Waffentechnologie<br />

der Welt mit dem amerikanischen Militär zu teilen.<br />

Die Lage wird schließlich richtig unangenehm,<br />

als sich herausstellt, dass auch seine Gegner mächtig<br />

aufgerüstet haben und mittlerweile über eine<br />

vergleichbare Anzugtechnik verfügen. Das erste<br />

Action-Highlight des Films kommt zu einem ganz<br />

ungünstigen Zeitpunkt, als Stark mehr und mehr<br />

unter dem negativen Einfluss seiner eigenen Erfindung<br />

leidet, da die Energiequelle, die seinem Anzug<br />

den nötigen Saft liefert, seinen Körper langsam<br />

aber sicher vergiftet. Im ersten handfesten Duell des<br />

Films gegen den mit elektrischen Peitschen ausgestatteten<br />

Whiplash gewinnt er folglich auch nur mit<br />

größter Mühe. Doch entgegen aller Erwartung ist<br />

nicht etwa Mickey Rourke der große Gegenspieler<br />

in „Iron Man 2“. Sein Ivan Vanko (alias Whiplash)<br />

ist lediglich Mittel zum Zweck und Erfüllungsgehilfe<br />

für die Großmannssucht von Justin Hammer, der<br />

mit seinem eigenen Waffenunternehmen händeringend<br />

nach Anschluss an die überlegene Technik von<br />

Stark Industries sucht. Sam Rockwell spielt diesen<br />

rücksichtslosen Kapitalisten, der für das große Geld<br />

nicht nur sprichwörtlich über Leichen geht. Mit viel<br />

Elan positioniert er seine Figur als durchaus ernst zu<br />

nehmendes Gegengewicht für einen abermals toll<br />

aufgelegten Robert Downey Jr.<br />

„Iron Man 2“ spart nicht mit Ideen und Einfällen, die<br />

über den Horizont eines in sich geschlossenen und<br />

nach völlig eigenen Regeln funktionierenden Comicuniversums<br />

hinausgehen. Am deutlichsten werden<br />

die Themen Militär- und Kapitalismuskritik herausgearbeitet,<br />

doch auch der Sub-Plot um die Suche<br />

nach einer alternativen Energie für den Anzug lässt<br />

sich als dezenter Hinweis auf eine Menschheit lesen,<br />

die für den technologischen Fortschritt viel zu lange<br />

die negativen Auswirkungen auf die Natur in Kauf<br />

genommen hat, und nun in Form von Klimaerwärmung<br />

und Naturkatastrophen den Preis dafür zahlt.<br />

Die Bilder der Blu-ray sind durchgängig scharf und<br />

detailreich, farblich nicht zu sehr nachbearbeitet,<br />

sodass ein eher realistischer als übertrieben comicähnlicher<br />

Look erzielt wird. Die Actionszenen bieten<br />

jede Menge Futter für die heimische Boxenanlage,<br />

mit krachenden Bässen und sehr guter Signalortung<br />

fühlt man sich bei den Kämpfen des Öfteren mittendrin,<br />

statt nur dabei. Die Special Features bieten<br />

mit Audiokommentar, Making-of, Featurettes zu Figuren<br />

und Hintergründen des Films und entfallenen<br />

Szenen ein ausführliches Angebot.<br />

Bilder: Concorde Home<br />

Vertrieb: Concorde Home<br />

Empfehlenswert, weil: man hier eine<br />

Bildformat: VC-1, 2.35 : 1 pralle Comicverfi lmung mit starker Action<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

und tollen Darstellern bekommt –<br />

die sehr hohen Erwartungen, die Teil<br />

Regie: Jon Favreau eins ausgelöst hat, werden fast zu 100<br />

Darsteller: Robert Downey Jr.,<br />

Gwyneth Paltrow,<br />

Scarlett Johansson<br />

Prozent erfüllt.<br />

Laufzeit: 125 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Ton<br />

Bonus<br />

Anzahl der Blu-ray Discs Inhalte 21


In meinem Himmel<br />

Pennsylvania, die 1970er Jahre:<br />

Die junge Susie, gerade<br />

auf der Schwelle vom Kind<br />

zur jungen Frau, fällt einem<br />

Triebtäter zum Opfer. Gefangen<br />

in einer Zwischenwelt,<br />

irgendwo zwischen dem Paradies<br />

und der Welt der Lebenden,<br />

beobachtet sie ihre<br />

trauernde Familie und versucht mit allen Mitteln,<br />

ihre Lieben zu erreichen und sie vielleicht sogar auf<br />

die Spur ihres Mörders zu bringen.<br />

Ob „In meinem Himmel“ funktioniert, hängt sicher<br />

stärker als bei anderen Filmen von der Erwartungshaltung<br />

des Zuschauers ab. Kennt man den Roman<br />

von Alice Sebold und erwartet eine vielschichtige<br />

Literaturverfilmung, die auch für kleinste Nuancen<br />

und die psychologische Tiefe des Buches passende<br />

filmische Ideen findet, dann wird man sicher nicht<br />

ganz glücklich mit Peter Jacksons Adaption. Als<br />

Thriller mit starkem Mystery-Überbau punktet die<br />

Geschichte dagegen von Anfang an. Sicher kann<br />

man dem Drehbuch bei der Figurenentwicklung<br />

eine gewisse Eindimensionalität vorwerfen: George<br />

Harvey, dieser unscheinbare Serienmörder von nebenan,<br />

zweifelt keine Sekunde an sich oder seinen<br />

Taten. Doch angesichts des grandios diabolischen<br />

Schauspiels von Stanley Tucci verzeiht man diesen<br />

Schönheitsfehler nur allzu gern.<br />

Der Großteil des Films bietet ausgewogen-hochwertige<br />

Bilder und eine natürliche Farbgebung. Die Szenen<br />

in der Zwischenwelt gefallen mit gelungenem<br />

Color Grading, das die Farben extrem strahlen lässt.<br />

Der Sound ist überzeugend, die atmosphärische<br />

Musik füllt den Raum gut aus, die zahlreichen Effekte<br />

sind immer präzise ortbar. Die beigelegte Bonusdisc<br />

verfolgt in innovativer Weise und über 180<br />

Minuten (!) den Entstehungsprozess des Films.<br />

Vertrieb:<br />

Paramount Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DD 5.1, DTS-HD MA<br />

5.1 (engl.)<br />

Regie: Peter Jackson<br />

Darsteller: Saoirse Ronan, Stanley<br />

Tucci, Mark Wahlberg<br />

Laufzeit: 135 min Bild<br />

Empfehlenswert, weil: Peter Jackson<br />

ein visuell berauschender und inhaltlich<br />

überzeugender Mystery-Thriller<br />

mit außergewöhnlichen Schauspielern<br />

gelungen ist. Die Bonusdisc zeigt, wie<br />

interessante Extras aussehen können.<br />

FSK:<br />

ab 12 Jahren<br />

Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

The Book Of Eli<br />

Amerika, das Jahr 2043: Ein<br />

erbarmungsloser Krieg hat<br />

das Land ins Chaos gestürzt.<br />

Es regnet Staub und der Boden<br />

ist mit Leichen übersät.<br />

Einst blühende Landschaften<br />

gleichen einer weitläufigen<br />

Wüsteneinöde. Gesetzlose<br />

Banden herrschen über das,<br />

was von den Städten übrig ist, und überfallen die,<br />

die sich ihnen nicht anschließen wollen.<br />

Auftritt Eli (Denzel Washington), notorischer Einzelgänger<br />

und Prophet wider Willen, beseelt von dem<br />

Gedanken, das geheimnisvolle „Book of Eli“ an seinen<br />

Bestimmungsort zu bringen. Bei seiner Reise<br />

durch das verwüstete Land begegnet er dem Bandenchef<br />

Carnegie (Gary Oldman), der auf der Suche<br />

nach genau diesem Buch ist, auf dessen Einband ein<br />

Kreuz zu sehen ist. Er will seine Herrschaft weiter<br />

Vertrieb:<br />

Universal Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie:<br />

Darsteller:<br />

Albert und Allen Hughes<br />

Denzel Washington,<br />

Gary Oldman<br />

Laufzeit: 118 min Bild<br />

FSK: ab 16 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: die Hughes-<br />

Brüder einen typischen Endzeitfi lm<br />

gepaart mit viel Action abliefern, der<br />

mit seiner religiösen Hintergrundstory<br />

gleichzeitig allerlei Interpretationsmöglichkeiten<br />

bietet.<br />

Ton<br />

Bonus<br />

ausdehnen, denn das Buch ist eine Waffe, die direkt<br />

auf Herz und Verstand der Schwachen zielt. Doch<br />

Eli gibt das wertvolle Stück nicht so einfach aus den<br />

Händen und ein erbitterter Kampf beginnt.<br />

Bei „The Book Of Eli“ haben wir es mit einem typischen<br />

Endzeitfilm zu tun, dessen Story viele Interpretationsmöglichkeiten<br />

zulässt. Interessant ist<br />

die Widersprüchlichkeit des Hauptcharakters Eli.<br />

Oftmals erscheint er als ruhiger, ausgeglichener<br />

Mensch, doch sobald jemand an seine Bibel möchte,<br />

verwandelt sich sein Gemütszustand in den eines<br />

erbarmungslosen Kämpfers, der seine Gegner skrupellos<br />

mit einem übergroßen Messer aufschlitzt. Als<br />

Rechtfertigung für seine Taten hat er stets einen<br />

passenden Bibelspruch auf den Lippen.<br />

Vor allem optisch hat „The Book Of Eli“ einiges zu<br />

bieten. Um eine authentische postapokalyptische<br />

Atmosphäre zu erschaffen, ist das Bildmaterial in<br />

verblassten Sepiatönen gehalten. Durch den Einsatz<br />

von weichem Licht und Stop-Motion-Sequenzen<br />

wirken die Bilder episch und kunstvoll. Nicht ganz so<br />

gewaltig erscheint hingegen der Sound. Nur wenige<br />

Effekte sind in die Story eingebaut, sodass die hinteren<br />

Boxen selten angesteuert werden. Dafür besticht<br />

die Blu-ray mit zahlreichen Extras in HD-Qualität.<br />

Neben entfernten Szenen, Interviews, einem<br />

Making-of und einer Bild-in-Bild-Funktion befinden<br />

sich auf der Scheibe noch dezent animierte Comic-<br />

Prequels, die den Film erweitern.<br />

Bilder: Paramount Home, Universal Home<br />

22 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Anzeige<br />

„ICH LIEBE ES,<br />

DINGE GROSS KLINGEN ZU LASSEN“<br />

LERNEN SIE HEUTE GEOFF FOSTER KENNEN,<br />

DER SICH FÜR DEN GROSSEN SOUND AUF DER KINOLEINWAND BEGEISTERT.<br />

Geoff Foster produziert Musik für Filme. Er ist Tonmeister<br />

für Filmmusik und seine Devise ist stets: „Ich<br />

versuche, Dinge wirklich perfekt klingen zu lassen“. Und<br />

er gibt sich nicht zufrieden, bis genau dies der Fall ist.<br />

Geoffs Besessenheit geht jedoch über die Musik hinaus:<br />

Er liebt auch die kaum hörbaren, kleinen Bestandteile<br />

des Kinosounds, die die Atmosphäre vermitteln, so wie<br />

bei dem Film „Batman Begins“.<br />

„Filmmusik muss sich gegen eine 20 Meter Leinwand<br />

behaupten. Jeder Ton, und sei er noch so subtil, muss<br />

genau zu der Handlung passen. Für mich geht es dabei<br />

um den kompletten Sound eines Films: ein klangvolles<br />

Zusammenspiel von Musik und Raum.“<br />

Für „Batman Begins“ wollte er der Filmmusik ein<br />

episches, unheimliches Gefühl geben, das den Zuhörer<br />

über Gotham City erhebt. Um ein solches Wechselbad<br />

der Gefühle zu erreichen, nutzte Geoff die Surround-<br />

Tonanlage der imposanten Londoner Air Studios. Doch<br />

das war noch nicht grandios genug.<br />

Er entschloss sich, für die Aufnahme mehr Raum für das<br />

Orchester zu schaffen und verlagerte den Bläsersatz<br />

nach hinten auf eine entfernte Empore. Dann konnte<br />

er es fühlen: ein unglaublich weit reichender Sound mit<br />

einer mitreißenden Dynamik, der die Handlung des<br />

Films perfekt widerspiegelt. „Wenn Sie zu Hause einen<br />

Film gucken, dann möchte ich, dass Sie jedes kleine Detail<br />

wahrnehmen können, das einen Film so einzigartig<br />

macht.“<br />

Wir bei Philips möchten, dass Sie genau wie Geoff diese<br />

kleinen Details nachempfinden können, und haben<br />

anspruchsvolle Surround-Sound Anlagen für Zuhause<br />

entwickelt. Für unsere „Golden Ear“-Sitzungen, die an<br />

höchsten Qualitätsstandards orientiert sind, vertreten<br />

wir die Auffassung, dass kein Prototyp weit genug<br />

entwickelt, kein <strong>Test</strong> zu hart und keine Anstrengung zu<br />

groß sein kann. Wir überprüfen intensiv unsere Home<br />

Cinema-Systeme und stellen dabei sicher, dass wir stets<br />

den Sound liefern, von dem Sie Gänsehaut bekommen.<br />

Ob Sie Filme anschauen, die Sie bewegen, oder dem<br />

Soundtrack Ihres Lebens lauschen: Wir von Philips<br />

bieten Ihnen einen unglaublich detailgetreuen Klang.<br />

Oder in den Worten des Soundarchitekten von<br />

Gotham City: Wir lassen Dinge so richtig gut klingen.<br />

Mehr über Geoff Foster und seine Erfahrungen rund um<br />

den Sound erfahren Sie unter<br />

www.philips.com/sound.<br />

Bestes Heimkino-System<br />

Das Philips Heimkino-Systems HTS9520 wurde<br />

von der EISA Jury zum besten European Home<br />

Theater System 2010-2011 gekürt. Das Gremium<br />

beurteilte es als „attraktives und sehr gut klingendes<br />

System, das für 3D-Wiedergabe und den kabellosen<br />

Anschluss an das eigene Netzwerk vorbereitet<br />

ist.“ Herausgestellt wurde besonders der „Klang,<br />

der den Zuhörer auf neue und aufregende Weise<br />

umgibt!“<br />

BEGEISTERT VON SOUND


Zweiohrküken<br />

Der Beziehungsalltag hat die<br />

Protagonisten aus „Keinohrhasen“<br />

eingeholt. Ludo (Til<br />

Schweiger) und Anna (Nora<br />

Tschirner) leben nun schon<br />

zwei Jahre als Paar, teilen sich<br />

ein Loft und gehen gemeinsam<br />

in den Kindergarten<br />

zum Arbeiten. Während sich<br />

Diskussionen um vergessene Klopapiereinkäufe,<br />

herumliegende Fußballklamotten und nachlassende<br />

Romantik häufen, treten Maria und Ralf, die Expartner<br />

der beiden, wieder in ihr Leben. Der Boden ist<br />

bereitet für amüsante und amouröse Verwicklungen,<br />

aus denen man eine gute Komödie stricken<br />

kann. Und genau die ist Til Schweiger (mit einigen<br />

Abstrichen) wieder gelungen.<br />

Der Humor von „Zweiohrküken“ ist etwas derber<br />

geworden. Was die Hasen kaum hatten, haben die<br />

Vertrieb: Warner Home<br />

Empfehlenswert, weil: die Mischung<br />

Bildformat: VC-1, 2.35 : 1 aus „Manta Manta“ und „Keinohrhasen“<br />

Tonformat: Dolby True HD 5.1 mit einem hinreißend alternden<br />

Schweiger und einer überragenden<br />

Regie: Til Schweiger<br />

Tschirner einen vergnüglich verbrachten<br />

Komödienabend verspricht.<br />

Darsteller: Til Schweiger,<br />

Nora Tschirner<br />

Laufzeit: 124 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Küken nun offensichtlich doppelt. Überhaupt kommen<br />

Drehbuch und Film etwas klischeebehafteter<br />

daher als der Vorgänger. Aber sogar über Klischees<br />

kann man richtig lachen, wenn man sich nur traut.<br />

Und die Mario-Barth-Fans kommen an diesem Film<br />

ohnehin nicht vorbei. Trotzdem können auch die<br />

Liebhaber des Schmunzelns, der leisen Töne und<br />

vor allem Fans von Nora Tschirner aufatmen. Annas<br />

Ansprachen an Ludo und dessen Reaktionen aufs<br />

Älterwerden sind einfach spitze gespielt.<br />

Technisch ist die Bildqualität guter Durchschnitt.<br />

Die Bildschärfe erreicht keine Referenzwerte, das<br />

ständige Fokussieren und viele Close-ups zeichnen<br />

den Film etwas weicher als es die Technik hergeben<br />

könnte. Leichtes bis mittleres Filmkorn zieht<br />

sich durch den ganzen Film, allerdings ohne dass<br />

es störend wirkt. Der Kontrast ist durchgehend gut,<br />

nur in ganz wenigen Szenen einen Tick zu hart, der<br />

Schwarzwert ist in Ordnung. Für eine doch eher<br />

dialoglastige Komödie ist der Ton gut abgemischt.<br />

Die Dialoge sind sehr gut verständlich, was nicht<br />

zuletzt an einer optimal ausgereizten Dynamik der<br />

Abmischung liegt. Die Surround-Boxen haben den<br />

ganzen Film über zu tun, aber vor allem der wirklich<br />

genial ausgesuchte Soundtrack füllt das Heimkino<br />

förmlich aus und macht richtig Spaß. Unterhaltsam<br />

ist es auch, die auf einer zweiten Scheibe beigelegten<br />

Extras zu durchstöbern. Zu empfehlen sind<br />

hier vor allem die Deleted Scenes (Faltenhund!).<br />

Precious<br />

Filme, die soziale Brennpunkte<br />

und den Alltag bildungsferner<br />

Jugendlicher auf<br />

die Leinwand bringen, haben<br />

seit jeher mit einem ganz<br />

großen Problem zu kämpfen:<br />

der Synchronisation der<br />

charakteristischen Jugendsprache,<br />

die eigentlich nur<br />

im jeweiligen Original zu überzeugen weiß. Das<br />

war so bei Larry Clarks Genreklassiker „Kids“ (1994)<br />

oder dem Michelle-Pfeiffer-Rührstück „Dangerous<br />

Minds“ (1995) und setzte sich auch in jüngster<br />

Vergangenheit mit Laurent Cantets hochgelobtem<br />

Experiment „Die Klasse“ (2008) sowie der Oscar®-<br />

Überraschung „Precious“ (2009) nahtlos fort.<br />

Es ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit, die<br />

mannigfaltigen Nuancen, Bedeutungsebenen und<br />

ethnischen Eigenheiten der verschiedenen Slangs<br />

Vertrieb: Eurovideo<br />

Empfehlenswert, weil: Newcomerin<br />

Bildformat: MPEG-4, 1.85 : 1 Gabourey Sidibe glaubwürdig eine<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Frau porträtiert, die sich gegen alle<br />

Widerstände aus sozialem Abseits und<br />

Regie: Lee Daniels<br />

menschlichem Elend in eine lebenswerte<br />

Zukunft aufschwingt.<br />

Sprecher: Gabourey Sidibe,<br />

Paula Patton<br />

Laufzeit: 110 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

in einem Schmelztiegel wie zum Beispiel Harlem<br />

verlustfrei in eine andere Sprache hinüberzuretten.<br />

Und daran krankt die Geschichte um Claireece<br />

Precious Jones (Gabourey Sidibe) am meisten; ihr<br />

schweres Schicksal (geschlagen von der eigenen<br />

Mutter, geschwängert von deren gewalttätigem<br />

Freund, ihr Leben lang ein Außenseiter aufgrund<br />

ihrer immensen Leibesfülle) will einen aufgrund der<br />

Sprachbarriere einfach nicht so intensiv packen, wie<br />

es nötig wäre, um sich ganz auf diesen schwierigen<br />

Film einzulassen. Dabei erkennt man die gelungenen<br />

Zutaten für den Kritikerliebling aus den USA<br />

auf den ersten Blick: eine umwerfende Newcomerin<br />

in der Titelrolle; Authentizität bis ins letzte Detail,<br />

mit viel Mut zur Wahrheit, auch zur Hässlichkeit erzählt;<br />

und eine Geschichte, die sich bei aller Härte<br />

immer einen Funken Hoffnung bewahrt.<br />

Die raue Story wird in passend ungeschliffenen und<br />

dennoch ansprechenden Bildern erzählt. Die unruhige,<br />

pseudo-dokumentarische Kameraführung ist<br />

sicherlich Geschmackssache, unterstreicht aber wirkungsvoll<br />

den Inhalt auf der formalen Ebene. Referenzwerte<br />

werden in keinem Teilbereich erzielt, dafür<br />

ergibt sich ein durchweg guter Gesamteindruck.<br />

Der Sound ist qualitativ leicht überdurchschnittlich,<br />

krankt allerdings an mangelnder Räumlichkeit und<br />

an der misslungenen Synchronisation. Die Extras<br />

beinhalten ein interessantes Interview mit der Autorin<br />

des ursprünglichen Romans.<br />

Bilder: Eurovideo, Warner Home<br />

24 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Unser Tor in eine andere Welt<br />

Der Ghostwriter<br />

Vertrieb: Kinowelt<br />

Empfehlenswert, weil: der furiose<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1 Mix aus intensivem Kammerspiel und<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

nervenaufreibendem Politthriller mit<br />

großartiger Besetzung, ausgesuchten<br />

Regie: Roman Polanski Bildern und brandaktuellem zeitgeschichtlichem<br />

Darsteller: Ewan McGregor,<br />

Pierce Brosnan<br />

Bezug punktet.<br />

Laufzeit: 128 min Bild<br />

FSK:<br />

ab 12 Jahren<br />

Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Der britische Ex-Premierminister<br />

Adam Lang (Pierce Brosnan) sucht<br />

händeringend nach einem talentierten<br />

Ghostwriter für seine Memoiren,<br />

die er teuer an einen Verlag<br />

verkauft hat und nun binnen eines<br />

Monats abliefern muss. Die Wahl<br />

fällt auf einen in der Branche nur<br />

als „Geist“ bekannten Autor (Ewan<br />

McGregor), der das finanziell äußerst<br />

lukrative Angebot annimmt, ohne zu<br />

ahnen, auf welches Wagnis er sich<br />

einlässt. Denn er ist nicht der erste<br />

Ghostwriter; sein Vorgänger kam<br />

unter mysteriösen Umständen ums<br />

Leben – offiziell ein Selbstmord,<br />

doch an diese Version glaubt kaum<br />

jemand und der Zuschauer schon<br />

gar nicht.<br />

Der Plot nimmt schnell Fahrt auf, in<br />

die ersten Interviewsessions zwischen<br />

Auftraggeber und „Geist“<br />

platzt wie eine Bombe die Anschuldigung<br />

eines ehemaligen politischen<br />

Gegners: Ihm zufolge war Lang während<br />

seiner Amtszeit in ethisch und<br />

moralisch äußerst fragwürdige Vorgänge<br />

verwickelt. Es geht um Folter<br />

im Namen der Terrorismusbekämpfung,<br />

um stillschweigend in Kauf genommene<br />

Opfer unter den eigenen<br />

Soldaten während des Irakkrieges.<br />

Erfreulicherweise erscheint der ohnehin<br />

starke Film auf einer noch<br />

stärkeren Blu-ray: Die Bilder verbreiten<br />

von Minute eins an perfektes<br />

Kinofeeling, begeistern mit überzeugendem<br />

Schwarzwert, tollem Kontrast<br />

und exzellenter Schärfe. Die<br />

leicht entsättigten Farben unterstreichen<br />

die unterkühlte, zuweilen bis<br />

zum Bersten gespannte Stimmung<br />

des Films ideal. Auch in der Audioabteilung<br />

ist der Gesamteindruck hochwertig,<br />

mit punktuell spektakulärem<br />

Sounddesign (startende Hubschrauber,<br />

gellende Schüsse, wütende Meeresbrandung)<br />

sowie durchgehend<br />

vorbildlich synchronisierten und abgemischten<br />

Dialogen. Das Bonusmaterial<br />

wird fast ausschließlich in HD-<br />

Qualität präsentiert, beinhaltet u. a.<br />

Interviews mit Schauspielern und<br />

Crew sowie eine etwas dröge Berlinale-Pressekonferenz.<br />

Bilder: Kinowelt<br />

Anzeige<br />

Ab 21.10.2010<br />

auf Blu-ray im Steelbook TM<br />

Kinowelt Home Entertainment - A division of Kinowelt GmbH<br />

Anzahl der Blu-ray Discs<br />

Karl-Tauchnitz-Str. 10 · 04107 Leipzig · www.kinowelt.de<br />

Inhalte 25


Robin Hood – Director’s Cut<br />

Ridley Scott und Russell<br />

Crowe: Gerade einmal zehn<br />

Jahre ist es her, dass sie mit<br />

„Gladiator“ dem Sandalenfilm<br />

neues Leben eingehaucht<br />

haben. Ähnlich spektakuläre<br />

und actionreiche<br />

Kost erhoffte man sich im<br />

Vorfeld auch von ihrem neuesten<br />

und mittlerweile bereits fünften gemeinsamen<br />

Projekt „Robin Hood“ – doch ein ebenso großer<br />

Wurf ist ihnen trotz guter Ansätze nicht gelungen.<br />

Mit zweieinhalb Stunden Laufzeit nimmt sich der<br />

opulente Director’s Cut noch mehr Zeit als die ohnehin<br />

lange Kinoversion, um die Geschichte der Verwandlung<br />

des Robin Longstride in den berühmten<br />

Robin Hood zu erzählen. Unglaublich viele Aspekte<br />

werden dabei angedeutet: Es geht um die Kreuzzüge,<br />

den schwelenden Konflikt zwischen England und<br />

Vertrieb: Universal<br />

Empfehlenswert, weil: Ridley Scotts<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1 mutiges Experiment, aus dem fröhlichen<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Kämpfer für die Armen und Schwachen<br />

einen eher ernsthaften Actionstar des<br />

Regie: Ridley Scott<br />

Mittelalters zu machen, in weiten Teilen<br />

geglückt ist.<br />

Darsteller: Russell Crowe,<br />

Cate Blanchett<br />

Laufzeit: 140 min/156 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Frankreich sowie um einen unfähigen König, der<br />

sein Volk gegen sich aufbringt und kurz vor einem<br />

handfesten Bürgerkrieg steht. Es geht um die Geburtsstunde<br />

einer Nation, die Verfassung der Magna<br />

Charta – dass die eigentliche Hauptfigur des Robin<br />

Hood bei dieser Flut an Motiven und Story-Elementen<br />

trotzdem immer im Mittelpunkt bleibt, ist vor allem<br />

der routinierten Leistung von Russell Crowe zu verdanken.<br />

Drehbuchautor Brian Helgeland schießt mit<br />

einigen Wendungen und Neuinterpretationen des<br />

Mythos etwas übers Ziel hinaus (die Scharade, als<br />

Robin sich als Lady Marions Ehemann ausgibt; der<br />

überflüssige Handlungsstrang um die lächerliche<br />

Kinderarmee), doch insgesamt bietet der Film gute<br />

Unterhaltung und viel handfeste Mittelalter-Action.<br />

Besonders die Schlachtszenen wissen dabei mit detaillierten<br />

Truppenaufläufen und unglaublich vielen<br />

Einzelheiten in jedem Frame zu gefallen – die Bildqualität<br />

ist bis auf die entsättigte Farbgebung vorbildlich.<br />

Die Soundkulisse überzeugt ebenfalls: Egal,<br />

ob leises Fußgetrippel, wütendes Pferdewiehern,<br />

aggressiver Schlachtenlärm oder surrende Pfeile: Jeder<br />

Effekt ist räumlich gut zuzuordnen und trägt im<br />

Kleinen zur tollen Gesamtatmosphäre bei. Die Extras<br />

locken mit vier umfangreichen kommentierten Bildergalerien<br />

(u. a. Storyboards, Produktionsdesigns,<br />

Kostüme) sowie dem beliebten U-Control-Feature,<br />

das in zahlreichen Bild-in-Bild-Einblendungen den<br />

Entstehungsprozess des Films greifbar macht.<br />

Kick-Ass<br />

Vertrieb: Universal<br />

Empfehlenswert, weil: der Look so<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1 frisch wirkt. Ansonsten ist das Filmkonzept<br />

Tonformat: DTS 5.1<br />

eher kontrovers zu betrachten:<br />

Ernstes Thema, kunterbunt als Komödie<br />

Regie: Matthew Vaughn<br />

verkleidet, garniert mit einer großen<br />

Portion Action.<br />

Darsteller: Nicolas Cage,<br />

Aaron Johnson<br />

Laufzeit: 118 min Bild<br />

FSK: ab 16 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Dave Lizewski (Aaron Johnson)<br />

ist ein ganz normaler<br />

Teenager, der seine Nachbarschaft<br />

nach Leibeskräften<br />

sicherer machen möchte,<br />

ganz so, wie es seine Comicvorbilder<br />

Superman und Co.<br />

praktizieren. Dass ihn jedoch<br />

das bei Ebay ersteigerte Kostüm<br />

noch lange nicht zu einem Superhelden macht,<br />

erfährt er schmerzhaft bei seinem ersten Einsatz. Als<br />

ob ein Krankenhausaufenthalt nicht reichen würde,<br />

begibt er sich erneut auf die Straße und mischt<br />

diesmal ein paar Brutalos auf. Ein Zeuge filmt die<br />

Nummer mit seinem Handy und macht Dave damit<br />

über Nacht zum gefeierten Youtube-Star. Natürlich<br />

ist Dave nicht der einzige maskierte Gangsterjäger.<br />

So trifft er auf den schwer bewaffneten Vigilanten<br />

Big Daddy (Nicolas Cage) und seinen brutal vorgehenden<br />

Kompagnon, einen perfekt trainierten Klingenschwinger<br />

mit unstillbarem Blutdurst, dem Hang<br />

zu derben Kraftausdrücken und ... dem Körper eines<br />

elfjährigen Mädchens. Auha! Gewalt und Fäkalausdrücke,<br />

verübt durch eine kleine Schulgängerin namens<br />

Hit-Girl (Chloe Moretz) – also politisch korrekt<br />

ist das natürlich nicht!<br />

Hier scheiden sich dann auch die Geister. Die einen<br />

stoßen sich an der verherrlichten Brutalität, die anderen<br />

an der zu geringen Vigilanten-Kritik. Wiederum<br />

andere denken gar nicht über die Botschaft des<br />

Films nach und sehen ihn einfach als unterhaltsame,<br />

schwarze Komödie. Doch eines kann man „Kick-Ass“<br />

nicht absprechen: Er ist absolut stylish. Im starken<br />

Kontrast zu seinem bisherigen Oeuvre setzt Jungregisseur<br />

Matthew Vaughn („Layer Cake“) auf knallig<br />

bunte Farben und eine helle Umgebung kombiniert<br />

mit total schräger Musik. Fast so, als breche er mit<br />

all seinen bisherigen Stilmitteln, bedient er sich einer<br />

leichten Überbelichtung sowie diverser (Tiefen-)<br />

Unschärfen am Bildrand, die sich manchmal leider<br />

auch über das ganze Bild ziehen. Konturen bleiben<br />

dennoch stets gut sichtbar, dank des behutsam eingepegelten<br />

Kontrasts. Der Audiomix konzentriert<br />

sich auf die Unterhaltungen und wurde mit einer<br />

bemerkenswerten Dynamik ausgestattet. Sehr schön<br />

brennt sich vor allem der eingängige Soundtrack ein<br />

und schraubt den Spaßfaktor der akustisch imposant<br />

umgesetzten Action noch ein paar Stufen höher.<br />

Bilder: Universal<br />

26 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


www.teufel.de<br />

Anzeige<br />

Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen<br />

Detective Terence McDonagh<br />

(Nicolas Cage) ist der Vorzeigeheld<br />

seines Dezernats bei<br />

der Polizei. In den Nachwehen<br />

von Hurrikan Katrina ermittelt<br />

er in den Straßen von<br />

New Orleans in einer hochbrisanten<br />

Mordsache, die die<br />

gesamte örtliche Drogenmafia<br />

zu Fall bringen könnte. Doch hinter der rechtschaffenen<br />

Fassade des arbeitswütigen Gesetzeshüters<br />

verbirgt sich ein Suchender, ein Strauchelnder –<br />

selbst drogenabhängig, wettsüchtig und stets auf<br />

dem schmalen Grat zwischen gesetzeskonformer<br />

Ermittlungsarbeit und ganz eigenen, skrupellosen<br />

Methoden. Einzig die erstaunlich langlebige Liaison<br />

mit einer Edelhure (Eva Mendes) scheint McDonagh<br />

Kraft und seinem Leben Sinn zu geben. Als dieser<br />

letzte Halt zu zerbrechen droht, beginnt der Stru-<br />

del, der sein Dasein langsam in Richtung Abgrund<br />

zieht, eine gefährliche Eigendynamik zu entwickeln.<br />

Von Abel Ferraras Original aus dem Jahre 1992 ist<br />

beim Remake des deutschen Regie-Enfant-terribles<br />

Werner Herzog nur noch herzlich wenig übrig geblieben.<br />

Die eigentliche Krimihandlung ist raffiniert<br />

konstruiert und toll ausgearbeitet; schon für sich<br />

allein genommen formt der Plot einen gelungenen<br />

Film, der über die gesamte Laufzeit fesselt. Doch<br />

Nicolas Cage sieht die Geschichte lediglich als Bühne,<br />

die man ihm bereitet hat und auf der er sich<br />

nach Lust und Laune austoben darf.<br />

Größtes Manko der Blu-ray ist die nur durchschnittliche<br />

Schärfe, auch der Detailgrad im Hintergrund<br />

geht regelmäßig in die Knie. Der perkussionsgetriebene<br />

Score füllt volltönend den Raum und ergänzt<br />

die Bilder und die Geschichte um eine weitere essenzielle<br />

Komponente. Als Zugabe bekommt man<br />

ein Making-of sowie Interviews mit der Crew.<br />

Vertrieb:<br />

Splendid Ent.<br />

Bildformat: VC-1, 1.85 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Werner Herzog<br />

Darsteller: Nicolas Cage, Eva<br />

Mendes, Brad Dourif<br />

Laufzeit: 122 min Bild<br />

Empfehlenswert, weil: Nicolas Cage<br />

in dieser Tour de Force von einem Film<br />

alles aus sich herausholt und Werner<br />

Herzog endlich mal wieder beweist,<br />

dass er nicht nur ein Händchen für außergewöhnliche<br />

Dokus hat.<br />

FSK:<br />

ab 16 Jahren<br />

Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Bilder: Splendid Entertainment, Universal Pictures<br />

Wolfman – Extended Director‘s Cut<br />

Das Grauen geht um im<br />

beschaulichen Blackmoor,<br />

immer mehr Einwohner des<br />

kleinen Dorfes in der Nähe<br />

von London werden Opfer<br />

brutaler Angriffe. Bald machen<br />

Gerüchte von einer<br />

Bestie halb Mensch, halb<br />

Wolf die Runde und die Jagd<br />

auf die Verdächtigen beginnt. Unterdessen kommt<br />

Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) nach Jahren zurück<br />

auf den Landsitz seines Vaters (Sir Anthony<br />

Hopkins), um das Verschwinden seines Bruders aufzuklären.<br />

Bald kämpft er nicht nur mit den Dämonen<br />

der eigenen Vergangenheit, sondern auch mit<br />

seinem ganz persönlichen Tier im Manne.<br />

„Der Wolfsmensch“, das Original von 1941 (u. a. mit<br />

Horrorlegende Bela Lugosi), ist einer der unverwüstlichen<br />

Klassiker des Horrorgenres und Vorbild für<br />

Vertrieb: Universal Pictures<br />

Empfehlenswert, weil: jeder, der auf<br />

Bildformat: MPEG-4, 1.85 : 1 der Suche nach einem Werwolffi lm<br />

der alten Schule ist, hier bedenkenlos<br />

Tonformat: DTS 5.1, DTS-HD MA<br />

5.1 (engl.)<br />

zuschlagen kann. Eine gelungene Wiederbelebung<br />

des unvergessenen Horrorklassikers<br />

Regie: Joe Johnston<br />

von 1941.<br />

Darsteller: Benicio Del Toro, Hugo<br />

Weaving, Emily Blunt<br />

Laufzeit: 119 min Bild<br />

FSK: ab 16 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

unzählige Varianten und Variationen des Werwolfthemas<br />

im Film. Regisseur Joe Johnston hat sich auf<br />

Initiative von Hauptdarsteller Benicio Del Toro und<br />

im Auftrag von Universal an ein Remake gemacht,<br />

das allen Freunden des gut gemachten Tierhorrors<br />

zwei vergnüglich-gruselige Stunden verspricht.<br />

Auf der Blu-ray befinden sich sowohl die originale<br />

Kinofassung als auch ein circa 17 Minuten längerer<br />

Director‘s Cut. Die Ausstattung der Disc ist vorbildlich:<br />

Neben 50 Minuten an Featurettes gibt es zwei<br />

alternative Enden, geschnittene und erweiterte<br />

Szenen und die Möglichkeit, das Original von 1941<br />

komplett per BD-Live-Stream anzuschauen. Der<br />

Hauptfilm selbst ist geprägt von kühlen, fast monochromen<br />

Blau- und Grüntönen während der Außenaufnahmen<br />

und eher warmen Erdtönen, sobald sich<br />

die Szenerie nach innen verlagert. Der Sound setzt<br />

auf extreme Dynamik – die regelmäßigen Actionsequenzen<br />

sorgen für heftige Schockmomente.<br />

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Anzahl der Blu-ray Discs


Das Bildnis des Dorian Gray<br />

Es gehört schon eine gehörige<br />

Portion Mut dazu, wenn<br />

man sich an die Verfilmung<br />

eines solch bekannten und<br />

komplexen Stücks Literatur<br />

macht, wie es Oscar Wildes<br />

1890 erschienener Roman<br />

„Das Bildnis des Dorian<br />

Gray“ zweifellos darstellt.<br />

Die Adaption von Drehbuchautor Toby Finlay und<br />

Regisseur Oliver Parker versucht, die überbordende<br />

sprachliche Vielschichtigkeit und die mannigfaltigen<br />

Motive der Vorlage durch zahlreiche Simplifizierungen<br />

zu bändigen – das Ergebnis ist ein<br />

Film, der mit Oscar Wildes ambivalentem Gleichnis<br />

über die Vergänglichkeit des Lebens und die Anziehungskraft<br />

der Verführung bis auf den Titel und die<br />

Grundzüge der Handlung nur noch wenig gemein<br />

hat. Die Besetzung des Dorian Gray erweist sich mit<br />

dem wenig charismatischen Ben Barnes als weiterer<br />

eklatanter Stolperstein auf dem Weg zu einer gelungenen<br />

Umsetzung. Die dämonische und alles verzehrende<br />

Leidenschaft seines (Jugend-)Wahns, die<br />

eine rasante Charakterentwicklung vom unschuldigen<br />

Jüngling zum paranoiden Egoisten fordert,<br />

weiß er zu keiner Sekunde überzeugend zu spielen,<br />

geschweige denn wirklich vor der Kamera auszuleben.<br />

Ein Fauxpas, den auch die prächtige Ausstattung<br />

und die gelungene Gothic-Horror-Atmosphäre<br />

nicht mehr wettmachen können. Letztere speist sich<br />

vor allem aus der bläulich unterkühlten Farbgebung<br />

des rekonstruierten London und den unheilvoll<br />

gelb-bräunlichen Tönen der herrschaftlichen Interieurs.<br />

Die Soundkulisse ist mit dröhnenden Bässen<br />

und den direkten Streichern toll aufgestellt, auch<br />

räumliche Highlights, wie zum Beispiel eine Droschke,<br />

die perfekt ortbar von links nach rechts hinter<br />

einem vorbeifährt, werden öfters eingestreut.<br />

Vertrieb: Concorde Home<br />

Empfehlenswert, weil: man hier beispielhaft<br />

Bildformat: VC-1, 1.78 : 1<br />

sehen kann, wie aus einer<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

brillanten literarischen Vorlage eine rein<br />

oberfl ächliche fi lmische Adaption wird,<br />

Regie: Oliver Parker die ausschließlich dem schönen Schein<br />

vertraut.<br />

Darsteller: Ben Barnes,<br />

Rachel Hurd-Wood,<br />

Colin Firth<br />

Laufzeit: 112 min Bild<br />

FSK:<br />

ab 16 Jahren<br />

Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Prince Of Persia<br />

Frei nach Ubisofts kultiger<br />

Videospielreihe wird die<br />

dramatische Geschichte des<br />

Straßenjungen Dastan (Jake<br />

Gyllenhaal) erzählt. Vom<br />

Freimut des Jungen berührt,<br />

nimmt ihn der Herrscher<br />

Persiens in seine Obhut und<br />

zählt ihn als den Dritten seiner<br />

Söhne. Jahre später überfallen die drei Prinzen<br />

die heilige Stadt Alamut und nehmen dort die junge<br />

Herrscherin Tamina (Gemma Arterton) gefangen.<br />

Doch eine Intrige wird Dastan zum Verhängnis und<br />

so wird er fortan von seinen zwei Brüdern als Vatermörder<br />

gejagt. Nun benötigt er all sein akrobatisches<br />

Geschick, um seine Unschuld zu beweisen<br />

und den wahren Täter zu überführen.<br />

„Fluch der Karibik“-Produzent Jerry Bruckheimer<br />

ist mit dieser exotischen und actionreichen Hatz ein<br />

Vertrieb: Walt Disney Home<br />

Empfehlenswert, weil: Jerry Bruckheimers<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1<br />

Wüstenspektakel dem Com-<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

puterspieloriginal von Jordan Mechner<br />

alle Ehre macht und den Zuschauer mit<br />

Regie: Mike Newell klassischer Abenteuerkost in modernem<br />

Darsteller: Jake Gyllenhaal,<br />

Gemma Arterton,<br />

Ben Kingsley<br />

Gewand unterhält.<br />

Laufzeit: 116 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Ton<br />

Bonus<br />

weiterer unterhaltsamer Wurf im Abenteuergenre<br />

gelungen. Prinzipiell verwendet er hierfür das gleiche<br />

Rezept wie bei seiner Piratenserie und spickt die<br />

Handlung mit allerlei bekannten Motiven aus den<br />

Spielen. Nach dem Abspann hat man das Gefühl,<br />

einen modernen, romantischen Abenteuerfilm gesehen<br />

zu haben. Zwar kommen hier viele computergenerierte<br />

Kulissen, Figuren und offensichtliche<br />

Spezialeffekte zum Zuge, was dem Film ein wenig<br />

von seinem Zauber nimmt – insgesamt wirkt das<br />

visuelle Glanzlicht aber wie aus einem Guss, was<br />

auch am gelungenen Transfer liegt. Sicherlich muss<br />

man sich an den farblich stark verfremdeten Stil erst<br />

einmal gewöhnen – wer mit orange-braunen bis<br />

safran-gelben Farbtönungen so seine Probleme hat,<br />

sei vorgewarnt, viele andere Farben bekommen Sie<br />

hier erst mal nicht zu sehen. Doch die Geschichte<br />

spielt nun mal im Orient, in der Wüste, und zu diesem<br />

Setting passt dieses extreme Stilmittel ausgezeichnet.<br />

Der mächtige Sound in DTS-HD MA 5.1<br />

macht die Scheibe zu einem gelungenen Gesamtpaket.<br />

Die ausgewogene Abmischung findet eine gute<br />

Balance zwischen immer perfekt verständlichen<br />

Dialogen und doch dynamisch ordentlich herausgehobenen<br />

und knalligen Actionsequenzen. Ach ja:<br />

Lassen Sie sich bei den Extras nicht täuschen von<br />

der scheinbar mageren Auswahl – unter dem unauffälligem<br />

Menüpunkt „Sand der Zeit“ verbirgt sich<br />

ein umfangreiches Bonushighlight.<br />

Bilder: Concorde Home, Walt Disney Home<br />

28 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Kampf der Titanen (3-D)<br />

Der Olymp, Quell unterhaltsamer<br />

Intrigen, Betrügereien<br />

und liebestoller Dramen.<br />

Doch der Frieden scheint in<br />

Gefahr, denn die Menschen<br />

bäumen sich gegen die überirdischen<br />

Mächte auf und<br />

bescheren den strahlenden<br />

Göttern eine äußerst unruhige<br />

Zeit. Als irdischen Vertreter des Titanen-Clashs<br />

schicken sie Perseus (Sam Worthington) vor, der die<br />

Monster des Hades das Fürchten lehren soll. Bewaffnet<br />

mit einem leuchtenden Schwert und dem<br />

geflügelten Pegasus zieht er nun gegen alles, was<br />

größer ist als er selbst in den Kampf und beschert<br />

dem Zuschauer mit seiner skurrilen Gefolgschaft<br />

aus Jägern, Nomaden und menschlichen Kriegern<br />

knapp zwei unterhaltsame Stunden. Leider gibt<br />

die Story nicht so viel her, weshalb man die grauen<br />

Vertrieb:<br />

Warner Home<br />

Bildformat: VC-1, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DD 5.1,<br />

DTS-HD MA 5.1 (engl.)<br />

Regie: Louis Leterrier<br />

Darsteller: Sam Worthington,<br />

Gemma Arteron<br />

Laufzeit:<br />

FSK:<br />

106 min<br />

ab 12 Jahren<br />

Bild<br />

Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: Leterrier der<br />

Action klar den Vorzug gibt und der effektgeladene<br />

Film im Heimkino durchaus<br />

Spaß macht. Jedoch vernachlässigt<br />

er die Dramaturgie der Handlung, was<br />

den Spannungsfaktor mindert.<br />

3-D-<br />

Effekt<br />

Zellen besser auf Durchzug stellt und einfach nur<br />

die Action genießt. Noch einen Tick besser soll die<br />

3-D-Version diese Werte vermitteln. Neben „Wolkig<br />

mit Aussicht auf Fleischbällchen 3-D“ und „Grand<br />

Canyon Adventure 3-D“ ist „Kampf der Titanen“<br />

zurzeit eine der wenigen frei erhältlichen 3-D-Blurays.<br />

Wer also einen 3-D-Blu-ray-Player sowie einen<br />

entsprechend kompatiblen Fernseher (samt Brille)<br />

besitzt, kann sich diese leicht räumlicher gestaltete<br />

Version vom Titanenkampf sichern. Im Gegensatz<br />

zu den bisher getesteten 3-D-Blu-rays lässt sich diese<br />

Scheibe allerdings nicht in 2-D-Playern abspielen<br />

(3-D-Only). Deswegen liegt der Box auch noch die<br />

Standardversion samt Bonusmaterial bei.<br />

Zum Einsatz kommt die zusätzliche Dimension<br />

leider nur sehr dezent, größtenteils in Actionsequenzen,<br />

sobald computergenerierte Effekte wie<br />

z. B. die wild umherfliegenden Harpyien zu sehen<br />

sind. Der schwindelerregende Endkampf mit dem<br />

Kraken hätte aber durchaus mehr Tiefe vertragen<br />

können. Hier verhält sich der 3-D-Gehalt logischerweise<br />

wie bei der nachträglich in 3-D gewandelten<br />

Kinofassung, die ja, wie allseits bekannt ist, auf den<br />

letzten Drücker konvertiert wurde und nicht gerade<br />

für offene Münder sorgte. Ist die 2-D-Blu-ray für<br />

günstige 15 bis 17 Euro zu bekommen, kostet die<br />

3-D-Doppeldisc-Edition knapp 25 Euro. Zudem gibt<br />

es auch noch eine hochwertige Steelbook-Variante<br />

der Standard-Blu-ray für ungefähr 24 Euro.<br />

Grand Canyon Adventure (3-D)<br />

Bilder: Eurovideo, Warner Home<br />

Das in Trier ansässige unabhängige<br />

Authoring-Studio<br />

Imagion produzierte mit<br />

„Grand Canyon Adventure”<br />

unlängst die erste in Europa<br />

finalisierte waschechte 3-D-<br />

Blu-ray. Die rund 45 Minuten<br />

lange Dokumentation dürfte<br />

dem einen oder anderen bekannt<br />

vorkommen, gehört sie doch seit ihrem Start<br />

vor zwei Jahren zum festen Repertoire der IMAX-Kinos.<br />

Das sind natürlich ideale Voraussetzungen für<br />

ein eindrucksvolles 3-D-Erlebnis auch im heimischen<br />

Fernsehsessel, denn die speziellen IMAX-Kameras<br />

erfassen die Bilder in überragender 8K-Qualität und<br />

die Szenen werden größtenteils speziell auf spektakuläre<br />

räumliche Effekte ausgerichtet. Bestes Beispiel<br />

hierfür ist sicherlich die atemberaubende Wildwasserfahrt<br />

auf dem Colorado River: Der Zuschauer<br />

Vertrieb:<br />

Eurovideo<br />

Bildformat: MVC, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Greg MacGillivray<br />

Darsteller: –<br />

Laufzeit: 45 min Bild<br />

FSK: ab 0 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

3-D-<br />

Effekt<br />

Empfehlenswert, weil: die dritte Dimension<br />

der kurzweiligen Doku in einigen<br />

Szenen entscheidenden Mehrwert<br />

verleiht. Außerdem bietet die abwechslungsreiche<br />

Natur des Grand Canyon<br />

Schauwerte am laufenden Band.<br />

fühlt sich tatsächlich so, als würde er direkt an erster<br />

Position in diesem wild hin und her schwankenden<br />

Schlauchboot sitzen. Man gleitet die Stromschnellen<br />

hinab, die Gischt spritzt direkt ins Gesicht und perlt<br />

an der Kamera hinunter – man schafft es kaum,<br />

dem Reflex zu widerstehen und die Gläser der<br />

3-D-Brille von den fast fühlbaren Wassertropfen zu<br />

befreien. Auch sonst gibt es ab und zu schöne Tiefeneindrücke<br />

und Staffelungseffekte in den vorderen<br />

Bildbereichen, die die majestätische Landschaft des<br />

Grand Canyon zum Greifen nahe erscheinen lassen.<br />

Allerdings war uns der Wechsel von offensichtlich<br />

stark herausgearbeiteten Details und eher flachen<br />

Panoramaszenen dann oftmals doch zu abrupt und<br />

inhomogen. Der manchmal sehr aggressive Einsatz<br />

der 3-D-Effekte provozierte selbst auf unserem leistungsfähigen<br />

<strong>Test</strong>gerät (Panasonic TX-P42VT20E)<br />

ab und zu deutlich sichtbare Geisterbilder, besonders<br />

in dunklen Bildpartien.<br />

Die malerischen Aufnahmen werden durch Songs<br />

der Dave Matthews Band begleitet, was den Film in<br />

eine unterhaltsame Docutainment-Richtung lenkt.<br />

Im sehenswerten Making-of, das leider nur in sehr<br />

bescheidener Bildqualität vorliegt, bekommt man<br />

einen Einblick in die aufwendigen Dreharbeiten<br />

und kann sich davon überzeugen, wie die sündhaft<br />

teuren und sehr schweren IMAX-Kameras mit speziellen<br />

Aufbauten die faszinierend stabilen Bilder zu<br />

Wasser und in der Luft einfangen konnten.<br />

Anzahl der Blu-ray Discs<br />

Inhalte 29


Sondereditionen<br />

Der Herbst ist da und mit ihm naht die alljährliche Frage: Was<br />

schenke ich meinen Lieben bloß dieses Jahr zu Weihnachten?<br />

Wir haben die Antwort!<br />

VON TIEMO WEISENSEEL<br />

Für alle Filmfans mit einer Vorliebe für das Außergewöhnliche<br />

bieten sich da natürlich aufwendige<br />

Blu-ray-Special-Editions an, die mit<br />

kreativer Aufmachung, Unmengen von Bonusmaterial<br />

sowie einfallsreichen Gimmicks um Aufmerksamkeit<br />

und Käufergunst werben. Mit der „Alien<br />

Anthology“, der „Zurück in die Zukunft – 25th<br />

Anniversary Trilogie“ und der Limited Collectors Box<br />

von „Robin Hood“ stellen wir Ihnen drei der aktuellen<br />

Highlights genauer vor.<br />

Das lang erwartete Blu-ray-Release der „Alien“-<br />

Reihe kommt mit einem Paukenschlag daher und<br />

definiert die Maßstäbe in Sachen Extras tatsächlich<br />

neu. Sage und schreibe 60 (!) Stunden Bonusmaterial<br />

verteilt auf sechs Blu-rays sprengen wirklich alle<br />

Grenzen und werden sicher auch den anspruchsvollsten<br />

Hardcore-Fan zufriedenstellen. Dabei hat<br />

man die Qual der Wahl: Die „Facehugger Edition“,<br />

deren Box eine erhabene Reliefprägung des titelgebenden<br />

Alien-Überträgers aus dem Film ziert, wird<br />

ab dem 26. Oktober für circa 50 Euro erhältlich sein.<br />

Ganz tief in die Tasche greifen muss man hingegen<br />

für die „Limited Egg Edition“ – für voraussichtlich<br />

130 Euro bekommt man hier eine große und detailliert<br />

ausgearbeitete Skulptur von einem Alien-Ei,<br />

das per Batterieversorgung leuchtet und zusätzlich<br />

zur „Anthology“ noch vier DVDs mit den Original-Kinofassungen<br />

und den Extended-Versionen<br />

der Filme beinhaltet.<br />

Filmklassiker und Aktuelles<br />

Ein weiteres Franchise, das auch nach 25 Jahren<br />

nichts von seinem unnachahmlichen Charme und<br />

seiner großen Beliebtheit verloren hat und nun auf<br />

Blu-ray seine Premiere feiert, ist „Zurück in die Zukunft“.<br />

Die „25th Anniversary Trilogie“ erscheint<br />

am 28. Oktober und bringt einem für 35 Euro die<br />

komplette Reihe auf drei Blu-ray Discs zum ersten<br />

Mal in vollständig überarbeiteter HD-Qualität ins<br />

Heimkino. Legt man noch 30 Euro drauf, bekommt<br />

man zusätzlich eine Miniaturausgabe des berühmten<br />

DeLorean-Wagens aus dem Film. Die umfangreiche<br />

Extraabteilung gefällt u. a. mit exklusiv<br />

für die Jubiläumsausgabe produzierten Featurettes:<br />

„Die Physik und ‚Zurück in die Zukunft’“ beschäftigt<br />

sich zum Beispiel mit den naturwissenschaftlichen<br />

Aspekten der Trilogie, während „Geschichten aus<br />

der Zukunft“ in sechs Teilen die Macher, Schauspieler<br />

und Produzenten zu Wort kommen lässt.<br />

Passend zum <strong>Test</strong> in dieser Ausgabe (siehe Seite<br />

26) haben wir auch die limitierte Sammlerbox von<br />

Ridley Scotts aktuellem Blockbuster „Robin Hood“<br />

unter die Lupe genommen. Diese punktet weniger<br />

durch den üblichen Bonusoverkill (90 Minuten<br />

auf der Bonus-DVD des enthaltenen Steelbooks),<br />

sondern vielmehr durch viele liebevoll gestaltete<br />

Einzelheiten. So ist die schwere und hochwertige<br />

Verpackung einem altertümlichen Buch mit Silberprägung,<br />

schwarzem Ledereinband und Metallbeschlägen<br />

nachempfunden. Als Zugaben liegen dem<br />

umfangreichen Package ein Notizbuch mit dem<br />

Robin-Hood-Logo, ein Metallschlüsselanhänger<br />

in Münzform, ein Kartenspiel mit den Filmcharakteren,<br />

zwölf Panoramapostkarten und ein Booklet<br />

über die historischen Vorbilder für die Figur des<br />

Robin Hood bei. Die fortlaufend nummerierte und<br />

mit Echtheitszertifikat versehene Box ist für circa<br />

44 Euro bereits im Handel erhältlich.<br />

Bilder: Twentieth Century Fox Home, Universal Pictures<br />

30 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Anzeige<br />

3-D-Blu-ray-Festplattenrekorder HR570S mit DVB-T/S2-Tuner von LG<br />

Blu-ray-Genuss in neuer Dimension<br />

Mit dem HR570S erweitert LG sein Portfolio 3-D-fähiger Blu-ray-Player um ein multifunktionales<br />

Premiumgerät, das durch eine breit gefächerte Netzwerkkompatibilität, einen eingebauten<br />

Tuner für hochauflösenden Satellitenempfang und terrestrisches Antennenfernsehen<br />

(DVB-T) sowie eine interne Festplatte mit flexiblen Aufzeichnungsfunktionen besticht.<br />

An erster Stelle ist der HR570S ein hochwertiger<br />

Blu-ray-Player, der es Ihnen ermöglicht,<br />

das neue Blu-ray-3-D-Format<br />

auf einem 3-D-fähigen Fernseher zu genießen. Einfach<br />

die Shutter-Brille aufsetzen, 3-D-Blu-ray in das<br />

Abspielgerät einlegen und in fremde Welten mit bislang<br />

ungekannter Tiefenwirkung abtauchen. Durch<br />

die fortschrittliche Technologie ist ein qualitativ<br />

erstklassiges räumliches Film-erlebnis garantiert –<br />

Farbverfremdungen und Helligkeitsverlust gehören<br />

der Vergangenheit an. Der HR570S schickt die<br />

doppelte Bildinformation dank schneller HDMI-1.4-<br />

Schnittstelle in der vollen 1 080p-Auflösung an das<br />

Endgerät und garantiert dadurch höchsten Sehkomfort.<br />

Natürlich können die 3-D-Scheiben auch im<br />

2-D-Format angeschaut werden – genauso wie<br />

der Player herkömmliche Blu-ray Discs abspielt.<br />

Der schnelle Systemstart verhindert lange Wartezeiten<br />

und startet augenblicklich das eingelegte<br />

Medium. Durch das automatische Upscaling<br />

erleben Sie auch Ihre DVD-Sammlung in höchstmöglicher<br />

Bildqualität. So vergrößert der potente<br />

Videochip des LG-Flaggschiffs das SD-Bild<br />

auf die fast fünffache Größe. Neben DVDs und<br />

CDs aller Art meistert das Multitalent auch noch<br />

eine Vielzahl an Audio- (MP3, WMA), Video-<br />

(DivX, DivX HD, AVCHD, MPEG-4, VC-1, MKV) sowie<br />

Bildformaten (PNG, JPEG, GIF).<br />

Zukunftssicheres Aufnahmegerät<br />

Zu den herausragendsten Eigenschaften des<br />

HR570S gehört zweifelsohne seine Funktion<br />

als zuverlässiger Festplattenrekorder für jede<br />

Gelegenheit. Sowohl DVB-T-Tuner als auch<br />

DVB-S2-tauglicher Satellitenempfänger für<br />

pures <strong>HDTV</strong>-Vergnügen gehören zur Grundaus-<br />

stattung, sodass bei anderen Herstellern übliche<br />

Kosten für Zusatzgeräte entfallen und Sie sich HD<br />

aus dem All direkt auf den TV-Schirm holen können.<br />

Um über Satellit ansprechendes TV-Material auf die<br />

500 Gigabyte (GB) umfassende Festplatte zu bannen,<br />

steht ferner eine CI-Plus-Schnittstelle bereit.<br />

Hier schieben Sie einfach das passende Modul samt<br />

HD-Plus-Smartcard ein, und schon steht Ihnen die<br />

hochauflösende Welt der TV-Privatsender offen.<br />

Gleichzeitige Aufnahme und Wiedergabe, Vordatierung<br />

sowie die exakte Abstimmung mit dem EPG<br />

sorgen für intuitiven Aufzeichungskomfort.<br />

Internet-TV und Connectivity<br />

Da Home-Entertainment ohne Internetanbindung<br />

heute nahezu undenkbar erscheint, ermöglicht<br />

auch der HR570S den Zugriff auf<br />

attraktive Online-Inhalte per Ethernet-Schnittstelle –<br />

und natürlich auch kabellos mittels Wi-Fi-zertifizierter<br />

Wireless-Technologie. Mit der sogenannten<br />

Netcast-Funktion werden vor allem führende<br />

Dienste wie Youtube, Picasa und Accu Weather unterstützt,<br />

die Ihren heimischen TV in eine Multimedia-Station<br />

verwandeln. Über das Maxdome-Portal<br />

lassen sich schnell und einfach HD-Videos abrufen<br />

(Video-on-Demand) und in Echtzeit ohne stör-ende<br />

Wartephasen genießen.<br />

Die üppig bemessene 500-GB-Kapazität für ein<br />

mehrere Hundert Stunden umfassendes TV-Archiv<br />

lässt sich über externe Speichermedien sogar noch<br />

erweitern. Ob über den USB-Anschluss oder das<br />

häusliche Netzwerk: Wenige Voreinstellungen genügen<br />

und Sie übertragen die Multimedia-Inhalte von<br />

jeder gewünschten Quelle in den eigenen vier Wänden<br />

zum LG. Die DLNA-Zertifizierung des Players<br />

garantiert die optimale Integration in Ihr vernetztes<br />

Heim. Auf diese Weise ist die Kommunikation mit<br />

anderen High-End-Geräten bzw. das Streamen von<br />

einem Rechner oder NAS-Server nur noch einen<br />

Knopfdruck entfernt. Ebenso können Medien aller<br />

Art direkt von angeschlossenen USB-Sticks oder<br />

Festplatten wiedergegeben werden.<br />

Der 3-D-Blu-ray-Festplattenrekorder von LG ist damit<br />

ein perfektes All-in-one-Gerät für Heimkinofans,<br />

die sich sowohl für zukunftsweisende Technologien<br />

wie 3-D und Blu-ray als auch für komfortable Festplattenaufzeichnung<br />

und attraktive Zusatzinhalte<br />

aus dem weltweiten Datennetz interessieren.


Spielehöhepunkte in HD<br />

„Castlevania: Lords Of Shadows“ erfährt eine Runderneuerung in Sachen Spielmechanik und<br />

Optik und will so der Serie frisches Blut injizieren. Bei „Halo: Reach“ bleibt alles beim Alten,<br />

der Titel nimmt Sie mit zurück an den Anfang und zeigt, wie alles begann. Außerdem wagen<br />

wir einen Blick auf „The Last Guardian“, das einen ganz besonderen Charme versprüht.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Castlevania: Lords Of Shadows<br />

Bereits seit 1986 geht der<br />

Belmont-Clan vornehmlich<br />

mit der Peitsche und in 2-D<br />

auf Vampirjagd. 2010 steht<br />

nun mit „Castlevania: Lords<br />

Of Shadows“ ein komplett<br />

neuer Teil ins Haus, bei dem<br />

Grafik und Spielmechanik<br />

generalüberholt wurden. Um<br />

eines gleich vorwegzunehmen: Das neue „Castlevania“<br />

fühlt sich gänzlich anders als gewohnt an,<br />

was aber nichts Schlechtes ist. Konami bedient<br />

sich fleißig an erfolgreichen Spielserien wie „God<br />

Of War“, „Prince Of Persia“ und „Shadow Of The<br />

Colossus“. So schlägt sich Gabriel Belmont wie ein<br />

Derwisch durch Werwolfshorden und fährt mit seiner<br />

Kette weitreichende Flächenangriffe. Zwischen<br />

den Kämpfen balanciert und hangelt er sich durch<br />

die Abschnitte auf dem Weg zu den riesigen Endgegnern.<br />

Um diese zu besiegen, muss Gabriel erneut<br />

seine Kletterkünste unter Beweis stellen und<br />

sich Zugang zu ihren verletzlichen Stellen an Kopf<br />

oder Oberarm verschaffen. Die Kämpfe sind ungemein<br />

dynamisch, über simple Tastenkombinationen<br />

entfachen Sie ein wahres Effektgewitter. Dabei spielt<br />

auch Gabriels Deckung eine große Rolle und nach<br />

etwas Eingewöhnungszeit kommen die Kämpfe<br />

einer Ballettaufführung gleich. Neben der Kreuz-<br />

Eisenkette sind Sie zudem mit Zweitwaffen, etwa<br />

in Form von Dolchen, ausgerüstet und können nach<br />

und nach neue Attacken dazulernen. So plätten Sie<br />

die Gegner auf Ihre individuelle Art Weise, je nachdem,<br />

wie Sie die Attacken kombinieren – etwas<br />

aus den alten „Castlavania“-Teilen hat also doch<br />

noch überlebt. Grafisch beeindrucken vor allem die<br />

knackscharfen Texturen und die ausmodellierten<br />

Charaktermodelle. Letztere muten wie ein Stilmix<br />

aus „Pans Labyrinth“ und „Der Herr der Ringe“<br />

an. Untypisch für „Castlevania“ hält sich die Musik<br />

zurück und ordnet sich eher im klassischen, dramatischen<br />

Genre ein. „Castlevania: Lords Of Shadows“<br />

fühlt sich ambivalent an: Auf der einen Seite blicken<br />

Fans wehmütig auf die Vorgänger zurück und ärgern<br />

sich über die abgekupferte Spielmechanik, andererseits<br />

funktioniert Konamis Gameplay-Cocktail tadellos<br />

und die zusammengeklaubten Elemente formen<br />

ein gänzlich neues „Castlevania“. Ein großer Kritikpunkt<br />

ist jedoch die Kamera, denn diese ist automatisiert<br />

und lässt sich nicht über den rechten Stick des<br />

Controllers steuern. Wenn Gabriel nun läuft, folgt<br />

sie ihm, biegt er jedoch ab, gibt es einen abrupten<br />

Schnitt und die Szenerie erstrahlt aus einem anderen<br />

Winkel. Oft verliert man infolgedessen die Orientierung.<br />

Das erschwert besonders die Suchaufgaben,<br />

etwa nach einem Schlüssel, denn die Struktur der<br />

Levels lässt sich so nur mühsam erfassen. Zudem<br />

wählt die Kamera oft eine ungünstige Perspektive<br />

und manche Zugänge sind nur schwer zu erkennen.<br />

Das frische Blut tut der Serie dennoch gut, denn<br />

die Monsterjagd spielt sich insgesamt stimmig und<br />

weitestgehend flüssig.<br />

Hersteller:<br />

Konami<br />

Bildformat: 16 : 9, 720p<br />

Tonformat: Dolby Digital 5.1<br />

Genre: Action-Adventure<br />

HD-Konsole: Playstation 3,<br />

Xbox 360<br />

Spielzeit: ca. 20 Stunden Bild<br />

USK: ab 16 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Flair<br />

Empfehlenswert, weil: der Aderlass frisches<br />

Blut in die Serie pumpt, zeitgleich<br />

aber auch fl eißig bei Genrevertretern abguckt.<br />

Dennoch spielt es sich bombastisch,<br />

die fi xe Kamera raubt jedoch oft<br />

die Orientierung.<br />

Bilder: Konami<br />

32 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


The Last Guardian<br />

Die Entwickler von Team Ico<br />

schufen mit „Ico“ und „Shadow<br />

Of The Colossus“ ganz<br />

besondere Spiele für die Playstation<br />

2 und die melancholische<br />

Grundstimmung der<br />

Meisterwerke zieht Spieler<br />

auch heute noch auf ganz eigentümliche<br />

Art und Weise in<br />

ihren Bann. Die für Videospiele eher untypische Atmosphäre<br />

wird durch das traumartige Setting ausgelöst<br />

– die Entwickler legen vor allem Wert darauf,<br />

Emotionen bei den Spielern hervorzurufen. Auf der<br />

diesjährigen Tokyo Game Show (TGS) wurde nun<br />

ein HD-Remake der beiden Titel für die Playstation 3<br />

angekündigt. Dabei befinden sich beide Titel auf<br />

einer Blu-ray Disc und sollen mit stabilen 30 Bildern<br />

laufen und dreidimensional erstrahlen. Das Spielpaket<br />

soll ab Frühjahr 2011 in den Regalen stehen. Im<br />

Hersteller:<br />

Sony<br />

Bildformat: k. A.<br />

Tonformat: k. A.<br />

Genre: Action-Adventure<br />

HD-Konsole: Playstation 3<br />

Spielzeit: k. A. Bild VORSCHAU<br />

USK: k. A.<br />

Ton VORSCHAU<br />

Starttermin: Ende 2011<br />

Flair VORSCHAU<br />

Empfehlenswert, weil: man sich der<br />

Stimmung nur schwer entziehen kann<br />

und die Abwechslung vom Action-Einerlei<br />

ungemein erfrischend wirkt. Wir<br />

fordern in jedem Fall: Mehr emotionale<br />

und philosophische Spiele für die PS3!<br />

Zuge der Show wurden auch weitere Details zum<br />

gänzlich neuen Titel „The Last Guardian“ enthüllt.<br />

Dabei geht es vornehmlich um die Beziehung eines<br />

(noch) namenlosen Jungen zu einem riesigen Greifähnlichen<br />

Tier namens Trico. Das zarte Band der<br />

Freundschaft entsteht aber erst nach und nach; als<br />

der Junge einige Speere aus dem Rücken des Tieres<br />

entfernt, baut sich langsam ein beiderseitiges Vertrauen<br />

auf. So setzt sich das ungleiche Paar fortan<br />

zusammen zur Wehr und der Greif unterstützt den<br />

unbewaffneten Jungen gegen die Gegner – Teamwork<br />

ist hier das Schlagwort. Dabei nutzt der Junge<br />

die Instinkte seines tierischen Freundes und lockt ihn<br />

etwa mit Gegenständen an, um die Rätsel zu lösen.<br />

Trico hilft ihm dann unter anderem über scheinbar<br />

unüberwindbare Abgründe. Die Instinkte können<br />

aber auch zu unberechenbaren Handlungen führen.<br />

Wie Team Ico auf der TGS verlauten ließ, seien die<br />

technischen Voraussetzungen geschaffen, man arbeite<br />

nun an der Spielmechanik. Die Levels sollen<br />

sich zudem dynamisch gestalten und damit Einfluss<br />

auf die Rätsel nehmen. Des Weiteren denke man<br />

noch über die Implementierung von 3-D nach. Im<br />

Gegensatz zu den traurigen Enden von „Ico“ und<br />

„Shadow Of The Colossus“ soll „The Last Guardian“<br />

weniger herzzerreißend ausgehen, vielmehr strebt<br />

man ein offenes Ende an, wie Entwickler Fumito<br />

Ueda mitteilte. Das Spiel soll Ende 2011 pünktlich<br />

zum Weihnachtsfest erscheinen.<br />

Halo: Reach<br />

Die „Halo“-Serie ist die Inkarnation<br />

eines First-Person-<br />

Shooters, alle Teile sollten<br />

sich ausnahmslos in der<br />

Sammlung eines jeden Xbox-<br />

360-Besitzers befinden.<br />

„Halo: Reach“ siedelt sich als<br />

klassisches Prequel an und erzählt<br />

die Vorgeschichte zum<br />

ersten Teil „Halo: Kampf um die Zukunft“, welcher<br />

im Jahr 2002 für die Xbox erschien. Fortan war der<br />

Hauptcharakter, der Master Chief, untrennbar mit<br />

Microsofts Konsole verbunden. Das Ende um die<br />

Schlacht des Planeten Reach ist aufgrund der zeitlichen<br />

Ansiedlung des neuen Teils bereits bekannt<br />

und Ihr Vorhaben von Anfang an zum Scheitern<br />

verurteilt. Dies tut der Spannung im Übrigen aber<br />

keinen Abbruch und „Halo: Reach“ legt von Anfang<br />

an richtig los. Ihr Alter Ego im Spiel ist wie ge-<br />

Hersteller:<br />

Microsoft<br />

Bildformat: 16 : 9, 720p<br />

Tonformat: Dolby Digital 5.1<br />

Genre: Shooter<br />

HD-Konsole: Xbox 360<br />

Spielzeit: 8 Stunden Bild<br />

USK: ab 18 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Flair<br />

Empfehlenswert, weil: das Prequel<br />

den krönenden Abschluss der „Halo“-<br />

Saga bildet. Wobei die Kampagne nur<br />

Beiwerk zum süchtig machenden und<br />

perfekt ausbalancierten Mehrspielermodus<br />

ist.<br />

wohnt ein Supersoldat, diesmal handelt es sich dabei<br />

aber nicht um den Master Chief. Spieltechnisch<br />

bleibt eigentlich alles beim Alten, eingefleischte<br />

„Halo“-Fans können also beruhigt sein. Die neuen<br />

Spezialfähigkeiten, wie etwa die Aktivierung eines<br />

Schildes oder das Jetpack, fügen sich harmonisch<br />

in den Spielfluss ein. Für Neuzugänge ist „Halo:<br />

Reach“ lediglich ein weiterer Shooter, der sich jedoch<br />

durch seine nahezu perfekte Spielbarkeit und<br />

bombastische Inszenierung absetzt. Vor allem die<br />

Möglichkeit, die Kampagne mit vier Freunden abzuschließen,<br />

macht einen großen Reiz des Spiels aus.<br />

Im Kooperationsmodus stempeln Sie dann einen<br />

Mitstreiter zum Fahrer für eines der vielen Gefährte<br />

ab und setzen sich selbst hinter das stationäre<br />

Geschütz – Ballerspaß ist hier vorprogrammiert.<br />

Das Ganze funktioniert auch an einer Konsole im<br />

Splitscreen, in dieser Variante werden die Details<br />

jedoch arg reduziert. Über den Onlinedienst Xbox<br />

Live und in Verbindung mit einem Headset entfaltet<br />

sich dann das maximale Potenzial. Nach dem<br />

Durchspielen kommen Sie nicht zur Ruhe, denn<br />

die „Halo“-Serie steht seit eh und je für packende<br />

Mehrspieler-Gefechte. Über einen Editor können Sie<br />

zudem neue Karten entwerfen. Grafisch ist „Halo:<br />

Reach“ nicht bahnbrechend und bleibt auch hier der<br />

Tradition der Serie treu. Dennoch offenbaren sich<br />

beeindruckende Panoramen inklusive stets flüssig<br />

ablaufender Massenschlachten.<br />

Inhalte 33


WISSEN<br />

Eine neue Bildgeneration<br />

Displays auf O<strong>LED</strong>-Basis vereinen die Vorteile von <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />

und Plasmas in einem Produkt. Wir erläutern die weitreichenden<br />

Möglichkeiten der jungen Darstellungstechnik<br />

EU-Verordnung hinterfragt<br />

Die neue Stromsparrichtlinie soll den Durchblick im TV-<br />

Dschungel wahren. Unser Hintergrundbericht klärt auf<br />

<strong>HDTV</strong> für alle<br />

Wir haben die wichtigsten Angebote auf ihr Preis-Leistungs-<br />

Verhältnis untersucht. Lohnt der Aufpreis für Pay-TV?<br />

Klare Sicht<br />

Wir haben traditionelle und spezialisierte Putzhilfen verglichen.<br />

So haben Verschmutzungen garantiert keine Chance<br />

Christian Trozinski<br />

Chefredakteur<br />

Eine makellose Bildschärfe, optimaler<br />

Kontrast, neutrale Farben und eine<br />

ausgereifte Bildverarbeitung, mehr<br />

braucht es nicht für den perfekten Fernseher.<br />

Der Weg dorthin wird irgendwann<br />

vielleicht mit Technologien wie<br />

O<strong>LED</strong> beschritten worden sein, doch<br />

liest man aktuelle <strong>Test</strong>berichte von<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Fernsehern, scheint<br />

manchem Hersteller bereits 2010 genau<br />

jenes Wunder zu glücken. Mit<br />

Unverständnis lese ich Fachartikel über<br />

jene „<strong>LED</strong>-TVs“, die mit einem „überragenden<br />

Kontrast“, „überragender<br />

Schärfe“ und natürlich „überragender<br />

Bildqualität“ daherkommen – zumindest<br />

in der <strong>Test</strong>tabelle. Im Text vermag<br />

es der <strong>Test</strong>redakteur keinesfalls, mir<br />

diese Quadratur des Kreises näherzubringen.<br />

Auch die gravierenden Unterschiede<br />

zwischen Direct-<strong>LED</strong>s mit Local<br />

Dimming und Edge-<strong>LED</strong>s werden<br />

totgeschwiegen. Dabei ist das Offensichtliche<br />

meist deutlich komplexer als<br />

stichprobenartige Messwerte, die mit<br />

„Schwarz Min“ und „Spitzenweiß“<br />

eine Wahrheit vortäuschen, die es in<br />

der Praxis oftmals nicht gibt.<br />

Tipp des Monats: Zurück in die Zukunft<br />

„Zurück in die Zukunft“ gehört zu meinen<br />

absoluten Klassikerlieblingen, dem zum<br />

Glück eine peinliche<br />

Neuinterpretation<br />

erspart geblieben<br />

ist. Die Sonderausgabe<br />

auf Blu-ray gehört<br />

einfach in jede<br />

Sammlung.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Sharp, T-Online<br />

34 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>LCD</strong>-Technik durchleuchtet<br />

Der technologische Fortschritt schreitet im Flachbild-TV-Bereich vehement voran, doch welche<br />

echten Verbesserungen dahinterstecken, bleibt meist im Verborgenen. Wir haben ins<br />

Innere der aktuellen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Modelle geschaut, um die Geheimnisse zu lüften.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

Zwischenbildberechnungen auf 200-Hz-Basis vervierfachen die Bildfrequenz und<br />

mindern Unschärfen im Idealfall auf ein ansprechendes Niveau. Sony hat die Technik<br />

sehr gut im Griff, allgemein schwankt die Qualität je nach Hersteller<br />

Sonys Direct-<strong>LED</strong>-Serie HX905 kombiniert die 200-Hz-Zwischenbildberechnung<br />

mit wandernden Schwarzbalken. Somit generiert der Fernseher 200 echte Bilder<br />

plus 200 abgestimmte Schwarzbilder – die Bildschärfe steigt auf 400-Hz-Niveau<br />

Wissen 35


In modernen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s sind die Leuchtdioden oftmals nur<br />

im Rahmenbereich integriert und können die Helligkeit<br />

lediglich für das gesamte Bild bzw. spaltenweise steuern<br />

Die Königsdisziplin stellt die Direct-<strong>LED</strong>-Beleuchtung dar<br />

(links). Leuchtdioden werden über die Bildfläche verteilt,<br />

was eine gezielte Helligkeitssteuerung möglich macht<br />

Sonys LX905-Modelle (links) greifen auf Edge-<strong>LED</strong>s zurück,<br />

die HX905-Modelle (rechts) sind dagegen mit Direct-<strong>LED</strong>s<br />

ausgestattet. Äußerlich wirken beide TVs fast baugleich<br />

In Sonys HX905-Serie strahlen die im Hintergrund verteilten<br />

<strong>LED</strong>s nach oben. Das austretende Licht wird durch<br />

Diffusorplatten umgeleitet – dies verringert die Bautiefe<br />

Drei Technologien buhlen derzeit um das<br />

Interesse der <strong>LCD</strong>-Konsumenten: <strong>LED</strong>,<br />

3-D und die Erzeugung der besten Bildschärfe,<br />

plakativ beworben mit 100, 200 oder<br />

gar 400 Hertz (Hz). Im Gegensatz zur Plasmatechnologie<br />

stellen <strong>LCD</strong>-Fernseher Bilder nicht<br />

zeitlich befristet dar (kurzes Aufleuchten und automatisches<br />

„Löschen“), sondern wechseln den<br />

Inhalt erst, wenn das darauffolgende Bild das<br />

vorhergehende ablöst. Dies sorgt für einen flimmerfreien<br />

Eindruck, allerdings ergibt sich infolge<br />

der Schaltzeiten und unserer Wahrnehmung ein<br />

Verschwimmen der einzelnen Bilder.<br />

Beschleunigte Schärfe<br />

Um die bilderzeugenden Flüssigkristalle schneller<br />

in die gewünschte Position zu bewegen,<br />

kann auf eine Overdrive-Technik zurückgegriffen<br />

werden. Hierbei wird eine höhere Spannung<br />

als eigentlich benötigt angelegt, wodurch die<br />

Flüssigkristalle schneller in die entsprechende<br />

Position gezwungen werden. Dies erfordert<br />

eine Analyse des nachfolgenden Bildes, denn<br />

die dargestellte Bildinformation muss am Ende<br />

mit dem gelieferten Signal übereinstimmen.<br />

Durch angepasste Korrekturwerte kann eine<br />

exakte Zeitdauer für die benötigte Überspannung<br />

berechnet werden. Der Nachteil des<br />

Overdrive-Verfahrens ist die Abklingphase, also<br />

das Zurückdrehen der Flüssigkristalle, die im<br />

Gegensatz zur Ansteuerung nicht beschleunigt<br />

erfolgt, denn weniger als keine Spannung kann<br />

nicht angelegt werden. Um feinere Abstufungen<br />

zwischen den gelieferten Signalen zu gewährleisten<br />

und die Ansteuerung der Flüssigkristalle<br />

innerhalb aufeinanderfolgender Bilder präziser<br />

zu gestalten, greifen die meisten Hersteller auf<br />

Zwischenbildberechnungen zurück. Dabei werden<br />

neue Informationen auf Basis der bestehenden<br />

Signale generiert, die ursprünglich nicht im<br />

Videosignal vorhanden sind. Sonys Motionflow<br />

100 verdoppelt die Ausgangsbildfrequenz, je<br />

nach Eingangssignal (z. B. 60 Hz) werden bis<br />

zu 120 Bilder dargestellt. Motionflow 200 vervierfacht<br />

die eingehende Bildfrequenz, was in<br />

der Praxis bis zu 240 Bildern pro Sekunde entspricht<br />

(Zuspielung ebenfalls in 60 Hz). Wichtig:<br />

Das Fernsehprogramm läuft nicht schneller<br />

und meist auch nicht sichtbar flüssiger ab, es<br />

ändert sich allein die Bildschärfe bei schnellen<br />

Bewegungsphasen. Für unsere Wahrnehmung<br />

ist das gelieferte Videosignal mit 50 oder 60 Bildern<br />

völlig ausreichend, um auch während einer<br />

Sportübertragung kein Bildruckeln wahrzunehmen;<br />

die Steigerung auf 200 oder 240 Bilder<br />

erzeugt somit nicht automatisch ruckelfreiere<br />

Bilder. In Kinofilmen sieht es allerdings ganz anders<br />

aus, dort werden nur 24 Bilder pro Sekunde<br />

geliefert, die mittels Motionflow ruckelfreier<br />

wirken. Das bekannte Kinogefühl geht dabei<br />

aber verloren und Filmen haftet ein Videolook<br />

an. Bislang gelingt es keiner Zwischenbildberechnung,<br />

sämtliche Unschärfen zu beseitigen,<br />

denn die Ansteuerung der Flüssigkristalle<br />

bzw. Bildpunkte eines <strong>LCD</strong>-Fernsehers erfolgt<br />

nicht beliebig schnell und unabhängig. Um den<br />

Schärfeeindruck nochmalig zu verbessern, müssen<br />

nicht benötigte Bildinformationen ausgeblendet<br />

werden, was erst durch die Einführung<br />

von Leuchtdioden als Hintergrundbeleuchtung<br />

möglich wurde.<br />

Kontrastplus<br />

Statt Leuchtstoffröhren zur Lichterzeugung einzusetzen,<br />

schlummern in immer mehr <strong>LCD</strong>-TVs<br />

kleine Leuchtdioden, die den Fernsehern eine<br />

schlankere Bauform und bessere Energieeffizienz<br />

bescheren. Der gebräuchliche Name<br />

<strong>LED</strong>-TV ist dabei irreführend, denn die Leuchtdioden<br />

dienen einzig der Lichterzeugung, nicht<br />

aber der gesamten Bilddarstellung. Diese wird<br />

(auch bei den als <strong>LED</strong>-TV gekennzeichneten<br />

Modellen) durch die Kombination der groben<br />

<strong>LED</strong>-Beleuchtung und der Flüssigkristalle als pixelgenaues<br />

Helligkeitsventil gewährleistet. Statt<br />

einer einzigen <strong>LED</strong>-Beleuchtungstechnik setzen<br />

die Hersteller zwei unterschiedliche Verfahren<br />

ein. Die einfachste Variante stellt die Edge-<strong>LED</strong>-<br />

Technik dar, bei der die Leuchtdioden im oberen<br />

und unteren Rahmenbereich angeordnet sind.<br />

Hierbei strahlen die <strong>LED</strong>s meist von der Bildober-<br />

und -unterkante zur Bildmitte, ein Diffusor<br />

verteilt das Licht gleichmäßig. Hinsichtlich der<br />

Bildqualität bieten Edge-<strong>LED</strong>s kaum Vorteile zur<br />

bewährten Leuchtstoffröhre: Der theoretische<br />

Maximalkontrast steigt zwar in schwindelerregende<br />

Höhen, doch in der Praxis bewegt sich die<br />

Bildqualität von Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s auf dem Niveau<br />

„normaler“ <strong>LCD</strong>-Fernseher. Es besteht lediglich<br />

die Möglichkeit, das Bild in seiner Gesamtheit<br />

heller oder dunkler erscheinen zu lassen – eine<br />

gezielte Regulierung einzelner Bereiche durch<br />

die <strong>LED</strong>-Beleuchtung ist nicht möglich. Abhilfe<br />

schafft hier das Spaltendimming: Die jeweils<br />

gegenüberliegenden <strong>LED</strong>s werden zeitgleich<br />

angesteuert, weshalb die linke Bildhälfte, Bildmitte<br />

und rechte Bildhälfte eine abweichende<br />

Helligkeit aufweisen können. Um das maximale<br />

Kontrast- und Schärfepotenzial der <strong>LCD</strong>-Technologie<br />

auszuloten, ist eine Direct-<strong>LED</strong>-Anordnung<br />

vonnöten. Hierbei werden die <strong>LED</strong>s vollflächig<br />

hinter dem <strong>LCD</strong>-Panel verbaut. Mittels intelligenter<br />

Ansteuerung wird die Helligkeit über die<br />

gesamte Bildfläche unabhängig gesteuert. Somit<br />

ist es möglich, in einem Bild das Weltall tiefschwarz<br />

und Planeten hell darzustellen. Sind die<br />

Helligkeitsinformationen nur wenige Bildpunkte<br />

groß, stößt auch die Direct-<strong>LED</strong>-Technik an ihre<br />

Grenzen: Die <strong>LED</strong>s leuchten immer mehrere Bildpunkte<br />

aus, eine pixelgenaue Ansteuerung ist<br />

nicht realisierbar.<br />

<strong>LED</strong>s als Bildschärfemotor<br />

Eine <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung kann nicht<br />

nur den Bildkontrast, sondern auch die Bildschärfe<br />

verbessern. Schaltet man die Leuchtdioden<br />

synchron zum Bildsignal aus und ein (Backlight<br />

Blinking), werden zusätzliche Schwarzphasen<br />

36 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


erzeugt, die ähnlich der Plasmatechnologie den<br />

Bildinhalt „löschen“. Dieser Prozess vermindert<br />

die Bildhelligkeit, die Bildschärfe gestaltet sich<br />

aber mit aktivierter Zwischenbildberechnung<br />

nahezu perfekt. Deren Einsatz ist weiterhin vonnöten,<br />

um die Bildfrequenz auf ein flimmerfreies<br />

Niveau zu steigern; ohne diese würde ein 50-<br />

oder 60-Hz-Flackern bei aktiviertem Backlight<br />

Blinking auftreten. Das Aus- und Einschalten<br />

der <strong>LED</strong>-Segmente ist auch bei Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />

denkbar, allerdings bleibt der erwünschte Erfolg<br />

(eine sichtbare Verbesserung der Bildschärfe)<br />

meist aus. Der Grund: Die Flüssigkristalle eines<br />

<strong>LCD</strong>-Fernsehers werden innerhalb einer Matrix<br />

spalten- und zeilenweise und somit nicht exakt<br />

zeitgleich angesprochen, weshalb die Hintergrundbeleuchtung<br />

diesem Umstand Rechnung<br />

tragen muss. Sonys 400-Hz-Technik schaltet<br />

die Direct-<strong>LED</strong>-Segmente zeilenweise von oben<br />

nach unten in Sekundenbruchteilen aus und ein,<br />

was nachweislich eine sehr gute Bildschärfe garantiert<br />

und allen Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technologien<br />

überlegen ist. Letztere können diesen Effekt nur<br />

simulieren, wenn die <strong>LED</strong>-Segmente am linken<br />

und rechten Bildrand angeordnet sind. Doch<br />

nicht nur im 2-D-Betrieb bietet Sonys Backlight<br />

Blinking Vorteile, auch die dreidimensionale Darstellung<br />

profitiert davon.<br />

Plastisches 3-D-Vergnügen<br />

Um Bilder dreidimensional wahrzunehmen,<br />

müssen zwei unterschiedliche Perspektiven<br />

unsere Augen erreichen – in der Realität geschieht<br />

dies zeitgleich, bei den aktuellen 3-D-<br />

Fernsehern zeitversetzt. Da der Fernseher bzw.<br />

die Display-Fläche die Bilder immer im gleichen<br />

Winkel ausgibt, muss die Trennung der Perspektiven<br />

gesondert erfolgen. Durch 3-D-Shutter-<br />

Brillen werden diese dem linken und rechten<br />

Auge zugewiesen, indem immer nur ein Brillenglas<br />

die abgestimmten Links-/Rechts-Bilder<br />

passieren lässt oder abblockt. Wie im vorigen<br />

Absatz beschrieben, erfolgt der Bildaufbau eines<br />

<strong>LCD</strong>-Fernsehers nicht für jeden Bildpunkt exakt<br />

zeitgleich. Die Links-/Rechts-Bilder zeigen trotz<br />

200-Hz-Bildberechnung ein Übersprechen –<br />

Doppelkonturen und Geisterschatten sind die<br />

Folge. Sony löst dieses Problem durch die Beschleunigung<br />

der Bildfrequenz auf 200 Hz und<br />

eine synchronisierte <strong>LED</strong>-Beleuchtung, im Gegensatz<br />

zum 2-D-Betrieb ist Motionflow aber<br />

deaktiviert. Statt Zwischenbildern werden die<br />

vorhandenen Links-/Rechts-Bilder zeitweise wiederholt,<br />

um eine vollflächige Darstellung zu gewährleisten.<br />

Die Shutter-Brille öffnet die Gläser<br />

zu jenen Zeitpunkten, in denen das gesamte linke<br />

oder rechte Bild dargestellt wird. In Kombination<br />

mit wandernden Schwarzbalken, die nicht<br />

benötigte Bildanteile ausblenden, findet kein<br />

störendes Übersprechen ins andere Bild statt.<br />

Aufgrund der doppelten Bilddarstellung sind<br />

Fehler dennoch nicht ausgeschlossen, meist zeigen<br />

sich unruhige Verläufe während Kameraschwenks,<br />

die wie Schnittmarken anmuten. Rechnerisch<br />

erzeugt Sonys 200-Hz-Technik folgende<br />

Bildfrequenz im 3-D-Modus: 50 Prozent der<br />

dargestellten Inhalte zeigen die Links-/Rechts-<br />

Bilder nicht exakt getrennt und beide Brillengläser<br />

bleiben zu diesen Zeitpunkten geschlossen;<br />

zudem werden die <strong>LED</strong>s deaktiviert – es findet<br />

somit ein doppelter Ausschluss statt. Die verbleibenden<br />

sichtbaren 100 Bilder pro Sekunde<br />

wandern abwechselnd zum linken und rechten<br />

Auge, sodass effektiv nur 50 Bilder je Auge die<br />

Gläser passieren, was zu einem wahrnehmbaren<br />

Flimmern führt. Die vergleichsweise kurzen Öffnungs-<br />

und langen Verschlussphasen der Brillengläser<br />

bedingen einen zweiten Nachteil: Die<br />

Bildhelligkeit sinkt rapide, da die gewünschten<br />

Informationen nur noch kurz aufleuchten. Um<br />

zumindest während der Darstellung der Links-/<br />

Rechts-Bilder die maximal mögliche Helligkeit zu<br />

gewährleisten, steuert Sony die <strong>LED</strong>s mit maximaler<br />

Leistung an.<br />

3-D mit Komfort<br />

Das dreidimensionale Fernsehen entfacht nicht<br />

nur bei Technikbegeisterten eine Sogwirkung,<br />

doch die notwendige 3-D-Brille stellt nach wie<br />

vor eine Hemmschwelle dar. Sonys Ansätze<br />

wirken auf dem Papier plausibel: Neben einer<br />

Abschottung gegenüber äußeren Lichtquellen<br />

verhindern die Brillen ein Bildflackern in Kombination<br />

mit der Raumbeleuchtung. Da Shutter-Brillen<br />

dem Links-rechts-Bildwechsel nicht<br />

nur durch Öffnen und Schließen des jeweiligen<br />

Glases Rechnung tragen, sondern ebenfalls als<br />

Polfilter agieren, wird das Licht der Raumbeleuchtung<br />

gleichfalls blockiert oder hindurchgelassen.<br />

Durch den schnellen Ein-aus-Wechsel<br />

kommt es somit zum wahrnehmbaren Flackern.<br />

Sony umgeht dieses Problem, indem die Brillen<br />

das Licht der Raumbeleuchtung immer hindurchlassen,<br />

während der Bildwechsel getrennt<br />

vollzogen wird. Die Polfilter arbeiten somit nur in<br />

einer Ebene, passend zu den gerichteten Lichtwellen<br />

des Fernsehers. In der Praxis erweist sich<br />

dieser Ansatz aber als noch nicht ausgereift,<br />

denn zum einen flimmert das 3-D-Fernsehbild<br />

aufgrund der niedrigen Bildfrequenz, zum anderen<br />

führen geringe Kopfbewegungen zum<br />

Verlust des 3-D-Effektes, denn die Filter arbeiten<br />

nur bei exakter Ausrichtung mit dem<br />

Fernseher zusammen.<br />

Visueller Fortschritt<br />

Die <strong>LCD</strong>-Technik hat sich in den letzten Jahren<br />

konsequent weiterentwickelt und Verbesserungen<br />

wie eine <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />

mit Local Dimming sowie Zwischenbildberechnungen<br />

samt zeilenweisem Backlight Blinking<br />

verhindern Unschärfen sowie Kontrastverluste.<br />

Der noch jungen 3-D-Technik fehlt es keinesfalls<br />

an visuellen Qualitäten, mit der potenziellen<br />

Nachfolgegeneration sollte das derzeit auftretende<br />

Bildflimmern aber reduziert und die Helligkeit<br />

gesteigert werden, damit 3-D-Spielfilme augenfreundlicher<br />

konsumiert werden können.<br />

Im 3-D-Modus erzeugt Sonys HX905-Serie keine neuen<br />

Zwischenbilder, sondern stellt die vorhandenen doppelt<br />

dar, um die vollflächige Abbildung zu gewährleisten<br />

Dank wandernder Schwarzbalken (nicht mit dem bloßen<br />

Auge sichtbar) erscheinen 3-D-Aufnahmen nahezu frei von<br />

Doppelkonturen – das Bild flimmert jedoch leicht<br />

Durch die langen Schwarzphasen sinkt die Helligkeit im<br />

3-D-Modus rapide. Stellt das Display die Links-/Rechts-Bilder<br />

vollflächig dar, arbeiten die <strong>LED</strong>s kurzzeitig unter Volllast<br />

Fernseher und Shutter-Brillen wirken als eigenständige<br />

Polfilter. Verändern Sie die Ausrichtung der Brille zum<br />

Display, erfolgt die Bildtrennung nicht mehr exakt (rechts)<br />

Wissen 37


Standpunktfrage<br />

Bild ist nicht gleich Bild, besonders wenn man von der<br />

üblichen frontalen Betrachtungsposition abweicht. Wir<br />

haben nicht nur die Herstellerangaben hinterfragt, sondern<br />

auch nach Lösungsansätzen gesucht.<br />

VON CHRISTIAN HILL UND CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Das Bild eines <strong>LCD</strong>-Fernsehers mit VA-Panel vermittelt einen<br />

farbenfrohen und kontrastreichen Eindruck, allerdings<br />

nur bei frontaler Betrachtung<br />

Im Gegensatz dazu wird bei einem seitlichen Schnappschuss<br />

das Ausmaß der Aufhellung und Farbverfälschung<br />

sichtbar – das Bild bleicht aus<br />

Elektrode<br />

Elektrode<br />

dunkel<br />

Flüssigkristalle<br />

(Aus-Zustand)<br />

VA-Panel: Die Flüssigkristalle stehen nahezu senkrecht zwischen<br />

den Glasplatten. Sind diese im angeregten Zustand, wird das<br />

Licht umpolarisiert, sodass es den zweiten Filter passieren kann<br />

Flüssigkristalle<br />

(Aus-Zustand)<br />

dunkel<br />

Elektrode<br />

hell<br />

hell<br />

Polfilter<br />

Polfilter<br />

Flüssigkristalle<br />

(Ein-Zustand)<br />

Elektrisches<br />

Feld<br />

Flüssigkristalle<br />

(Ein-Zustand)<br />

IPS-Panel: Die Flüssigkristalle richten sich parallel zu den<br />

Glasplatten aus und rotieren stets in gleicher Ebene – mit<br />

positivem Einfluss auf den Betrachtungswinkel<br />

<strong>LCD</strong>-Hersteller werben mit Blickwinkeln<br />

von bis zu 178 Grad, doch in der Praxis<br />

bleichen Farben meist ab zehn Grad Abweichung<br />

aus und der Bildkontrast schwindet<br />

auf den seitlichen Sitzplätzen dahin. Somit sind<br />

diese Angaben mit Vorsicht zu genießen, denn<br />

am Rande des Spektrums erfüllt bereits ein<br />

Mindestkontrast von 10 : 1 die Norm, für ein erträgliches<br />

Fernsehbild ist dieser aber absolut unzureichend.<br />

Dabei ist das Blickwinkelphänomen<br />

bei <strong>LCD</strong>-Fernsehern keinesfalls neu und diese<br />

Schwäche seit den Anfangstagen bekannt.<br />

Man könnte meinen, dass seitdem die Panel-<br />

Hersteller Herr des Problems geworden wären.<br />

Tatsächlich existieren einige Lösungsansätze, jedoch<br />

scheinen diese im Kampf um den Kunden<br />

keine Rolle zu spielen. Stattdessen rücken in der<br />

Werbung andere Marketing-Mittel, wie beispielsweise<br />

riesige Kontrastverhältnisangaben,<br />

in den Vordergrund.<br />

Das verdrillte Molekül<br />

Den namensgebenden Werkstoff des <strong>LCD</strong>, den<br />

Flüssigkristall, muss man sich als Molekülkette<br />

vorstellen, die sowohl flüssige als auch kristalline<br />

Eigenschaften aufweist. Aufgrund dieses<br />

Umstands ist er beweglich wie ein Fluid, kann<br />

aber auch einfallendes Licht polarisieren, wie es<br />

für Feststoffe typisch ist. Diese speziellen Eigenschaften<br />

macht man sich für die Bilderzeugung<br />

zunutze, indem die Flüssigkristalle zwischen<br />

zwei Glasplatten in einzelne Zellen eingeschlossen<br />

werden. Diese Zellen entsprechen den einzelnen<br />

Bildpunkten (engl. Pixel), die das Bild<br />

aufbauen. Das Licht der Hintergrundbeleuchtung<br />

wird zunächst durch einen Polarisationsfilter<br />

geleitet, bevor es die Flüssigkristalle erreicht.<br />

Bei einem VA-Panel stehen die Flüssigkristalle<br />

senkrecht und das Licht passiert die Schicht<br />

ungehindert (keine Spannung angelegt). Ist der<br />

zweite Polarisationsfilter senkrecht zum ersten<br />

ausgerichtet, kann das Licht diesen nicht passieren;<br />

steht er parallel zum ersten, geht das Licht<br />

hindurch. Man spricht hierbei von „Normally-<br />

Black“ (Display ist im Ruhezustand dunkel) oder<br />

„Normally-White“ (Display ist im Ruhezustand<br />

hell). Um die Flüssigkristalle in eine abweichende<br />

Ausrichtung zu zwingen, hat man auf den beiden<br />

anliegenden Glasplatten nahezu durchsichtige<br />

Elektroden angebracht. Wird durch diese<br />

nun ein elektrisches Feld angelegt, richten sich<br />

die Flüssigkristalle neu aus und die Umpolarisation<br />

des Lichts findet statt. Mehrere Schwächen<br />

des LC-Displays sorgen für Kontrast- und Farbverluste<br />

bei verändertem Betrachtungswinkel.<br />

So gelingt es, das LC-Panel bei entsprechendem<br />

Blickwinkel zu „durchschauen“ und somit in<br />

die aktivierte Hinterleuchtung des Displays zu<br />

blicken. Eine weitere systembedingte Schwäche<br />

ist in der Ausrichtung der Flüssigkristalle zu<br />

suchen: Je weiter entfernt sich die Kristalle von<br />

der Elektrode befinden, desto ungenauer gerät<br />

die Ansteuerung. So kann es passieren, dass ein<br />

Teil des Lichts zur Seite abgelenkt oder gebrochen<br />

wird, was in farblichen Ungenauigkeiten,<br />

Aufhellungen und Kontrastschwächen oder<br />

eingeschränkten Farbräumen mündet.<br />

Horizonterweiterung<br />

Es existieren bereits verschiedene Lösungsansätze,<br />

die sich dieser Problematik annehmen.<br />

Hersteller versuchen beispielsweise, durch<br />

geschickte Anordnung von Filtern den seitlichen<br />

Blick durch das Panel einzuschränken.<br />

Eine wesentlich effektivere Lösung verspricht<br />

das IPS-Panel: Hierbei sind die Flüssigkristalle<br />

ausschließlich stab- und gleichförmig ausgerichtet.<br />

Die Elektroden sind nur auf einer Seite<br />

der Flüssigkristallschicht angebracht und das<br />

elektrische Feld verläuft nunmehr parallel zu<br />

ihr. Infolgedessen können die Kristalle über<br />

weite Strecken hinweg äußerst gleichmäßig<br />

ausgerichtet werden und das Display erstrahlt<br />

heller, weil eine lichtabsorbierende Elektrodenschicht<br />

entfällt. Dadurch kann sich das Bild<br />

gleichmäßig in alle Richtungen ausbreiten und<br />

von allen Seiten klar und unverfälscht betrachtet<br />

werden. Doch kein Vorteil ohne Nachteil:<br />

Die gleichförmige Ausrichtung der Kristalle<br />

verhindert eine effektive Lichtblockade und<br />

somit auch ein tiefes Schwarz. IPS-Displays<br />

schimmern bläulich, der Kontrasteindruck in<br />

dunklen Räumen kann nicht überzeugen. Um<br />

tiefes Schwarz und einen optimalen Blickwinkel<br />

zu gewährleisten, wäre eine aufwendige<br />

<strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung mit einer Vielzahl<br />

von Segmenten in Kombination mit einem IPS-<br />

Panel vonnöten. Aufgrund des Kostenfaktors<br />

und der eingeschränkten Panel-Verfügbarkeit<br />

wird dieser Aufwand von den Herstellern<br />

aber meist gemieden und stattdessen auf die<br />

Plasmatechnologie verwiesen.<br />

38 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


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Das perfekte Bilderlebnis<br />

Zwei Jahre sind seit unserer letzten großen Berichterstattung zur O<strong>LED</strong>-Technik ins Land gezogen,<br />

zwei Jahre, in denen die <strong>LCD</strong>- und die Plasmatechnologie weiterhin den Markt dominierten.<br />

Nach der IFA begaben wir uns erneut auf Spurensuche und gingen der Frage nach,<br />

wie O<strong>LED</strong>s den Bildbereich zukünftig perfektionieren.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Glass seal<br />

Color filter<br />

Semitransparent cathode<br />

O<strong>LED</strong><br />

Anode<br />

TFT<br />

Glass substrate<br />

Super Top Emission<br />

R G B<br />

G<br />

Jeder Bildpunkt eines O<strong>LED</strong>-Displays ist selbstleuchtend. Sony setzt zur korrekten<br />

Farbdarstellung auf angepasste organische Schichten sowie Farb- und Kontrastfilter.<br />

Die Dicke der O<strong>LED</strong>-Schicht beträgt ein Fünfzigstel eines menschlichen Haares<br />

LG LE9500 Samsung C9090 Sony HX905 Panasonic VT20<br />

Technologie O<strong>LED</strong> Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> Plasma<br />

Bildhelligkeit sehr gut sehr gut sehr gut gut<br />

Bildkontrast ausgezeichnet gut<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

(>50000: 1) (3600: 1)<br />

(10 000 : 1) (8000: 1)<br />

Blickwinkel uneingeschränkt deutlich<br />

deutlich<br />

uneingeschränkt<br />

eingeschränkt eingeschränkt<br />

Farbdarstellung sehr natürlich natürlich natürlich sehr natürlich<br />

Bildauflösung hoch<br />

sehr hoch sehr hoch sehr hoch<br />

(1 366 × 768) (1 920 × 1080)<br />

(1 920 × 1080)<br />

(1 920 × 1080)<br />

Bildschärfe ausgezeichnet gut sehr gut sehr gut<br />

Bildruhe sehr gut sehr gut sehr gut gut<br />

Bildgröße klein<br />

groß<br />

groß<br />

groß–sehr groß<br />

(15 Zoll)<br />

(40–55 Zoll) (46–52 Zoll) (42–65 Zoll)<br />

Energieaufnahme gering sehr gering gering hoch<br />

Bautiefe<br />

sehr gering sehr gering mittel<br />

mittel<br />

(0,4 cm)<br />

(0,7 cm)<br />

(7 cm)<br />

(9 cm)<br />

Lebenserwartung ungewiss hoch hoch hoch<br />

Verkaufspreis sehr hoch hoch<br />

mittel<br />

niedrig<br />

(133 Euro/Zoll) (109 Euro/Zoll) (75 Euro/Zoll) (52 Euro/Zoll)<br />

Noch ist die O<strong>LED</strong>-Technik kostspielig und die Bilddiagonalen der ersten Displays<br />

fallen gering aus. Dennoch löst O<strong>LED</strong> mehrere technische Probleme, die mit<br />

bestehenden <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>- und Plasma-TVs ungelöst bleiben<br />

Bilder: LG, Panasonic, Philips, Samsung, Sony, Warner „Die Legende der Wächter“ ab sofort im Kino<br />

40 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Sony besitzt einen, LG ebenfalls und weitere<br />

TV-Anbieter wie Samsung werden<br />

bald nachziehen: Die Rede ist von Fernsehern<br />

auf O<strong>LED</strong>-Basis. Dahinter verbirgt sich<br />

der Heilige Gral der Bilddarstellung, denn organische<br />

Leuchtdioden erlauben das, was mit <strong>LCD</strong>s<br />

und Plasmas unmöglich ist: ultraflache, Strom<br />

sparende Fernseher mit einer perfekten Bildqualität.<br />

Möglich wird dies durch die einfache<br />

technische Wirkungsweise des O<strong>LED</strong>-Prinzips.<br />

Organischer Farbstoff wird in einem elektrischen<br />

Feld zum Leuchten gebracht und das erzeugte<br />

Licht tritt durch eine transparente, Strom leitende<br />

Halbleiterverbindung aus. Die Effizienz eines<br />

O<strong>LED</strong>-Displays hängt neben der Lichterzeugung<br />

vom Lichtaustritt ab, nicht selten geht ein<br />

Großteil innerhalb der Bauteile verloren. Dennoch<br />

darf sich die O<strong>LED</strong>-Technologie als echtes<br />

Stromsparwunder rühmen, denn ein Display mit<br />

„HD ready“-Auflösung verbraucht bei einem<br />

Helligkeitsniveau eines <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s lediglich 40<br />

Watt. Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s mit wenigen Leuchtdioden<br />

weisen zwar, gemessen an der möglichen<br />

Bilddiagonale und Pixelanzahl, eine noch bessere<br />

Energiebilanz auf, doch im Gegensatz zur<br />

<strong>LCD</strong>-Technik ist jeder Bildpunkt eines O<strong>LED</strong>-<br />

Displays selbstleuchtend. Somit bieten O<strong>LED</strong>-<br />

Fernseher viele Bildvorteile der konkurrierenden<br />

Plasmatechnologie bei gleichzeitig minimaler<br />

Bautiefe. Der niedrige Energieverbrauch schlägt<br />

sich positiv auf die Abwärme und den Geräuschpegel<br />

nieder, denn O<strong>LED</strong>-Displays werden nur<br />

handwarm und benötigen keine aktive Kühlung.<br />

Warum O<strong>LED</strong>?<br />

Samsungs <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> C9090 ist ultraflach,<br />

Panasonics Plasmafernseher VT20 besitzt einen<br />

perfekten Blickwinkel und Sony demonstrierte<br />

mit dem HX905 eine nahezu makellose Bildschärfe<br />

und sehr gute Bildkontraste im Strom<br />

sparenden Betrieb. Was kann die O<strong>LED</strong>-Technologie<br />

da noch verbessern? In der Praxis werden<br />

sich die Unterschiede zwischen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s,<br />

Plasmas und O<strong>LED</strong>s tatsächlich immer mehr relativieren,<br />

denn viele Probleme wurden bereits<br />

mit den etablierten Technologien ausgemerzt.<br />

Allerdings bietet einzig O<strong>LED</strong> die Möglichkeit,<br />

die Vorteile von Plasmas wie auch <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />

in einem Produkt zu vereinen. Einzelne Bildpunkte<br />

können ähnlich der <strong>LCD</strong>-Technologie<br />

für die gesamte Dauer eines Bildes kontinuierlich<br />

angesprochen werden, weshalb O<strong>LED</strong>-TVs<br />

flimmerfrei arbeiten. Infolge der vielfach schnelleren<br />

Umschaltzeiten sind bei einem Bildwechsel<br />

keine störenden Unschärfen sichtbar. Zudem<br />

hat die ultraflache Bautiefe keine negativen<br />

Auswirkungen auf die Bildqualität, wie es bei<br />

der Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technik derzeit der Fall ist.<br />

Die ultraschnellen Reaktionszeiten garantieren<br />

im 3-D-Zeitalter eine optimale Trennung zwischen<br />

linkem und rechtem Auge, sodass Doppelkonturen<br />

nahezu ausgemerzt werden. Peter<br />

Ludé, Senior Vice President Engineering Sony<br />

Electronics, gab kürzlich zu Protokoll, dass im<br />

Hinblick auf die immer höheren Bildwiederholfrequenzen<br />

sowie die 3-D-Bildverarbeitung<br />

die eingeschränkten Reaktionszeiten eines<br />

LC-Displays die Bildqualität limitieren, sodass<br />

O<strong>LED</strong>-Fernseher den nächsten logischen Schritt<br />

darstellen. Auf der IFA konnten sich die Messebesucher<br />

am LG-Stand überzeugen, dass neben<br />

der 2-D-Qualität auch die 3-D-Darstellung<br />

mit O<strong>LED</strong>-Fernsehern unerreicht ist. Im mobilen<br />

Bereich gestattet die Zukunftstechnologie sogar<br />

flexible, aufrollbare Displays, die kaum noch<br />

Platz in der Hosentasche beanspruchen.<br />

Qualitätsgarantie<br />

Neben einer optimalen Bildschärfe bieten O<strong>LED</strong>s<br />

makellose Bildkontraste: Weiß wird strahlend<br />

hell und Schwarz ohne Aufhellung dargestellt.<br />

Auf dem Papier erzeugen O<strong>LED</strong>-Fernseher<br />

zwar nur eine Bildhelligkeit vergleichbar der<br />

von Local-Dimming-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s, in der Praxis erscheinen<br />

Fernsehbilder aber noch brillanter und<br />

dynamischer. Durch die pixelgenaue Helligkeitsregulierung<br />

reizen O<strong>LED</strong>s den maximalen Kontrastspielraum<br />

in jedem Bild aus, während <strong>LED</strong>-<br />

<strong>LCD</strong>s durch die grobe Hintergrundbeleuchtung<br />

die theoretisch ebenbürtige Brillanz nur selten<br />

erreichen. Die vielfach zitierte perfekte Bildqualität<br />

ist mit O<strong>LED</strong>-Displays aber nicht automatisch<br />

garantiert. In heller Umgebung ist der Kontrastvorteil<br />

kaum sichtbar, ein aufwendiger Kontrastfilter<br />

ist auch im O<strong>LED</strong>-Zeitalter Pflicht. Dabei<br />

achten die Hersteller auf die Energieeffizienz,<br />

denn einfallendes Licht soll blockiert werden,<br />

während das erzeugte möglichst ungehindert<br />

austreten muss. Zudem können sich Farben bei<br />

seitlicher Betrachtung verfärben, Grün erscheint<br />

beispielsweise orange. Um einen optimalen<br />

Blickwinkel zu garantieren, ist eine angepasste<br />

Struktur notwendig, die die ausgegebenen Wellenlängen<br />

unter allen Blickwinkeln aufrecht hält.<br />

Zu guter Letzt bedarf es einer Abkapselung der<br />

O<strong>LED</strong>-Schicht vor äußeren Einflüssen, damit das<br />

Material nicht verkommt. Ungewissheit besteht<br />

noch bei der Frage der Lebensdauer, denn die<br />

blauen O<strong>LED</strong>s weisen eine vielfach geringere<br />

Lebenserwartung und Effizienz auf als rote und<br />

grüne. Somit kann sich im Dauerbetrieb die<br />

Farbbalance verschieben, was eine regelmäßige<br />

Bildkalibrierungen voraussetzt.<br />

Wann kommt O<strong>LED</strong>?<br />

Die zaghaften Markteinführungen im Handy-,<br />

Display- und TV-Bereich sind bereits in diesem<br />

Jahr spürbar, doch eine größere Marktdurchdringung<br />

ist frühestens 2012 zu erwarten. Mit<br />

LGs 15-Zoll-O<strong>LED</strong> LE9500 und Sonys 11-Zoll-<br />

Modell XEL-1 stehen zwei kompakte Fernseher<br />

mit Einstellungskomfort bereit, die abseits der<br />

Bilddiagonalen nicht hinter normalen Fernsehern<br />

zurückstehen. Nils Seib, Produktmanager<br />

von LG Deutschland, zeigte sich im Interview<br />

optimistisch und prognostizierte großformatige,<br />

preiswerte O<strong>LED</strong>-Fernseher in den nächsten drei<br />

bis sechs Jahren.<br />

Sonys 11-Zoll-O<strong>LED</strong> XEL-1 bietet nur eine Auflösung von<br />

960 × 540 Pixeln, ist aktuell statt der veranschlagten 4 300<br />

Euro aber bereits ab 900 Euro erhältlich<br />

LGs EL9500 ist mit 15-Zoll-Bilddiagonale der derzeit größte<br />

O<strong>LED</strong>-TV mit einer Auflösung von 1 366 × 768 Pixeln. Der<br />

Verkaufspreis liegt zwischen 1 600 Euro und 2 000 Euro<br />

Pure Magie: Sony demonstrierte anhand eines rollbaren<br />

4-Zoll-Prototyps (430 × 240 Pixel) bereits die unglaubliche<br />

Flexibilität der neuen Technologie<br />

Philips offeriert im Lichtbereich ebenfalls erste O<strong>LED</strong>-Produkte.<br />

Statt Glühbirnen oder Leuchtdioden liegen zukünftig<br />

hauchdünne, leuchtende Wandelemente im Trend<br />

Wissen 41


Vergleich der Generationen<br />

Grau ist alle Theorie: Wir haben aktuelle Fernseher und die O<strong>LED</strong>-Technologien miteinander<br />

verglichen und zeigen Ihnen die jeweiligen Stärken und Schwächen.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Helle Bildinhalte strahlen mit Edge-<strong>LED</strong>s in voller<br />

Brillanz. Lediglich die ungenaue Ausleuchtung und<br />

Kontrastschwächen im Schwarz fallen negativ auf<br />

Kontraststarke Bildkompositionen erscheinen im<br />

dunklen Wohnzimmer milchig. Dimmt der Fernseher<br />

die Helligkeit, verlieren helle Details an Brillanz<br />

Der Großteil der Edge-<strong>LED</strong>s besitzt einen stark eingeschränkten<br />

Blickwinkel. Das Bild bleicht aus und<br />

Schwarz erscheint Blau-Violett<br />

Dank <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung und Local Dimming<br />

erstrahlen helle Bildinhalte nahezu makellos,<br />

nur die Randbereiche erscheinen minimal dunkler<br />

Je nach Anzahl der <strong>LED</strong>-Blöcke und deren Verteilung,<br />

liefern Local-Dimming-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s auch in schwierigen<br />

Bildkompositionen einen sehr guten Kontrast<br />

Ähnlich der Edge-<strong>LED</strong>-Technologie gilt: Meist bleichen<br />

Farben bei seitlicher Betrachtung aus und der<br />

Kontrasteindruck verschlechtert sich<br />

Plasmafernseher verringern bei vollflächig hellen<br />

Bildinhalten die Helligkeit. Dies reduziert den Energieverbrauch,<br />

aber auch die Bildqualität<br />

Die Paradedisziplin von Plasmas sind dunkle Bildinhalte<br />

mit brillanten Details. Im Heimkino wirkt der<br />

Bildeindruck nahezu makellos<br />

Seitlich betrachtet bleibt der Bildeindruck mit Plasma-TVs<br />

konstant. Lediglich die Bildhelligkeit nimmt<br />

mit steigendem Blickwinkel ab<br />

O<strong>LED</strong><br />

Plasma<br />

Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

EDGE-<strong>LED</strong><br />

Die O<strong>LED</strong>-Technik erlaubt eine ähnliche Brillanz wie<br />

<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Um die Lebensdauer zu verlängern, drosseln<br />

die Hersteller aber meist die Maximalhelligkeit<br />

Das Nonplusultra stellt die O<strong>LED</strong>-Technik bei kontraststarken<br />

Bildinhalten dar: Schwarz zeigt keine<br />

Aufhellung und Weiß brilliert<br />

Seitlich betrachtet bleibt der Bildeindruck auch mit<br />

O<strong>LED</strong>-TVs konstant. Die Bildhelligkeit nimmt, wie<br />

beim Plasma, mit steigendem Blickwinkel ab<br />

42 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


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Ferngesteuerte Bildqualität<br />

Die EU macht Ernst und Flachbildfernseher werden alsbald in Energieeffizienzklassen eingestuft.<br />

Wir zeigen Ihnen, warum Displays künftig flaue Bilder produzieren könnten und die<br />

<strong>Test</strong>kriterien nicht für alle Bildtechnologien alltagstauglich sind.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Diese Klassen erreichen aktuelle Flachbildfernseher<br />

Sony KDL-55NX815 (Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>/140 cm) Panasonic TX-P42VT20E (Plasma/107 cm) Philips 46PFL9705K (Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>/117 cm)<br />

A<br />

B<br />

Werkseinstellungen:<br />

112,5 Watt<br />

36,15 Euro/Jahr<br />

Kalibriert:<br />

131,1 Watt<br />

42,36 Euro/Jahr<br />

D<br />

F<br />

Werkseinstellungen:<br />

171,1 Watt<br />

54,73 Euro/Jahr<br />

Kalibriert:<br />

242,2 Watt<br />

77,48 Euro/Jahr<br />

A<br />

C<br />

Werkseinstellungen:<br />

98,6 Watt<br />

31,54 Euro/Jahr<br />

Kalibriert:<br />

165,5 Watt<br />

52,94 Euro/Jahr<br />

Gemessen wird mit den Werkseinstellungen. Dabei drosseln die Hersteller zugunsten der A-Klasse die Helligkeit um bis zu 35 Prozent. Neben dem Wert haben wir<br />

auch den mittleren Leistungsbedarf der im <strong>Test</strong>labor kalibrierten Geräte angegeben. Die Flachbildfernseher erstrahlen so mit der bestmöglichen Qualität<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic, Philips, Sharp, Sony<br />

44 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Das neue Energieeffizienzlabel für<br />

Flachbildfernseher ist prägnant und<br />

aussagekräftig. So erfahren Sie auf einen<br />

Blick, in welcher Klasse das Gerät rangiert<br />

und wie sich der Jahresleistungsbedarf preislich<br />

einpendelt. Erst Ende des Jahres dürfen Hersteller<br />

Ihre Geräte mit dem Label schmücken, eine<br />

Anpassung im Bereich der Kennzeichnung der<br />

Klassifizierung hat den Start mehrmals verzögert.<br />

Im vierten Quartal 2011 wird das Label<br />

dann verpflichtend. Da es in den Grundzügen<br />

der Kennzeichnung der weißen Ware entspricht,<br />

fällt die Umstellung dem Verbraucher<br />

dementsprechend leicht. Doch wie setzen sich<br />

die Werte zusammen? Wir erläutern die Messmethoden<br />

der EU und stufen anhand der offiziellen<br />

Kriterien aktuelle Flachbildfernseher ein.<br />

Stand-by-Kampf<br />

Das Bewusstsein, verantwortungsvoll mit Energie<br />

umzugehen, formte sich erst nach und<br />

nach. Der medial allgegenwärtige Klimawandel<br />

beschleunigte den Prozess jedoch zunehmend.<br />

Vor 10–20 Jahren hat es niemanden interessiert,<br />

wie hoch der Leistungsbedarf eines Röhrenfernsehers<br />

im Stand-by-Modus ist. Erst 2001<br />

rückte dieser Aspekt vermehrt in den Fokus und<br />

die International Electrotechnical Commission<br />

(IEC) machte in Form eines Reports Nägel mit<br />

Köpfen. 2005 wurde dann der internationale<br />

Standard publiziert und seit Anfang 2010 dürfen<br />

Flachbildfernseher im Stand-by-Modus maximal<br />

1 Watt (W) einfordern. 2013 halbiert sich<br />

die Vorgabe nochmals – bereits heute begnügen<br />

sich aber nahezu alle Geräte mit lediglich<br />

0,1 W. Der Stand-by-Wert spielt beim Energieeffizienzlabel<br />

aber keine Rolle. Hier zählt allein der<br />

Leistungsbedarf im Betrieb, der sich, ausgehend<br />

von der sichtbaren Bildfläche, mithilfe einer Formel<br />

errechnen lässt.<br />

Messverfahren<br />

Für die Messung im Betrieb hat die IEC den sogenannten<br />

62087-Standard ins Leben gerufen.<br />

Dieser besteht aus genormten <strong>Test</strong>bedingungen<br />

und einer zehnminütigen Videosequenz. Das<br />

Material soll einen typischen Fernsehalltag<br />

widerspiegeln und setzt sich aus Dokumentationen,<br />

Studioaufnahmen, Sport und Zeichentrick<br />

zusammen. Die Szenen sind dabei wild<br />

zusammengeschnitten. Die Bilder erstrahlen<br />

ausschließlich vollflächig im 16 : 9-Format und<br />

sind fast durchweg von hellen Szenen geprägt.<br />

Schwerstarbeit für einen Plasmafernseher, dessen<br />

Leistungsbedarf sich nach dem Bildinhalt<br />

richtet: Je heller dieser ist, desto mehr Energie<br />

benötigen die Plasmazellen, um Licht freizusetzen.<br />

Bei Kinofilmen im 21 : 9-Format begnügt<br />

sich die Gerätegattung mit weniger Leistung,<br />

da die schwarzen Balken im Bild den Strombedarf<br />

mindern. Dieses Szenario wird in der<br />

<strong>Test</strong>sequenz jedoch nicht berücksichtigt. Für<br />

den IEC-Standard ist es im Übrigen unerheblich,<br />

ob es sich um einen Plasma, <strong>LCD</strong> oder <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

handelt. Für die Ermittlung der Werte gelten die<br />

Werkseinstellungen der Hersteller. Der Fernseher<br />

wird sozusagen ausgepackt und kann gleich<br />

gemessen werden. Eine Vorgabe gibt es jedoch:<br />

Das Gerät muss sich im sogenannten Heim-Modus<br />

befinden. Der Shop-Modus zieht dank einer<br />

gesteigerten Leuchtkraft die Blicke im Kaufhaus<br />

auf sich und ist für die Messung ungeeignet. Im<br />

Heimmodus wirkt das Display wesentlich dunkler,<br />

wobei die Helligkeit mindestens 65 Prozent<br />

der Maximalleuchtkraft betragen muss. So soll<br />

verhindert werden, dass Hersteller alltagsuntaugliche<br />

Werte voreinstellen, mit denen das<br />

Bild viel zu dunkel erscheint. Des Weiteren muss<br />

ein vorhandener Lichtsensor, der die Leuchtkraft<br />

ja nach der Umgebungshelligkeit regelt, deaktiviert<br />

werden. Während der zehnminütigen Videosequenz<br />

wird dann der Durchschnittsbedarf<br />

gemessen. Dieser Wert wird abschließend durch<br />

einen Maximalwert geteilt, welcher sich anhand<br />

der EU-Formel errechnen lässt. Die Bildschirmfläche<br />

ist hier der maßgebende Faktor. Aus dem<br />

Verhältnis des gemessenen Durchschnittswertes<br />

und der Vorgabe ergibt sich der sogenannte<br />

Energy Efficiency Index (EEI). Bei einem Gerät<br />

mit einer Bildschirmdiagonale von 42 Zoll beträgt<br />

der zulässige Maximalwert 297,5 W, während<br />

sich der durchschnittliche Leistungsbedarf<br />

eines aktuellen Plasmafernsehers bei rund<br />

171 W e inpendelt.<br />

Klasseneinteilung<br />

Was auf dem Papier scheinbar gut klingt, stellt<br />

sich in der Praxis jedoch als KO-Kriterium heraus,<br />

denn der zulässige Maximalwert von 297,5 W<br />

definiert lediglich die schlechteste Energieeffizienzklasse<br />

G. Die höheren Effizienzstufen erklimmt<br />

unser Plasmafernseher nur mühsam, mit<br />

171 W ordnet sich das Gerät in die D-Klasse ein.<br />

Ein Bedarf von 150 W hätte ihm die C-Klasse<br />

beschert und erst ein Durchschnittswert von<br />

rund 90 W verheißt den Eintritt in die A-Klasse.<br />

Dieser ist derzeit der Edge-<strong>LED</strong>-Technik vorbehalten,<br />

deren geringe Leuchtdiodenanzahl den<br />

Strom sparenden Betrieb unabhängig von der<br />

Bilddiagonale sicherstellt. Das sind wahrlich<br />

strenge Anforderungen und die höchste Klasse<br />

(A+++, EEI


sich die A-Klassen natürlich gut, nur sind die<br />

dafür nötigen Bildeinstellungen im eigentlichen<br />

Betrieb oft nicht relevant. Denn wer sich einen<br />

neuen Fernseher kauft, will schließlich auch<br />

die optimale Bildqualität genießen und nicht<br />

aufgrund der Stromsparvorgaben mit dunklen<br />

und kontrastarmen Bildern vorliebnehmen. So<br />

ist etwa bei Philips’ aktuellem Topmodell aus<br />

der 9000er-Serie (<strong>Test</strong> ab Seite 60) das Alleinstellungsmerkmal<br />

in Form der Bright-Pro-<strong>LED</strong>s<br />

von Werk aus deaktiviert. Nach dem Einschalten<br />

erstrahlen Bilder wesentlich kontrastreicher und<br />

bei hellen Bildanteilen maßen wir Helligkeitsrekorde.<br />

So macht Fernsehen auch am sonnigen<br />

Tag richtig Spaß. Der Energiebedarf steigt dadurch<br />

zwar nicht exorbitant an, dennoch würde<br />

das Gerät mit aktivierten Bright-Pro-<strong>LED</strong>s<br />

von der A- in die C-Klasse rutschen. In unserem<br />

<strong>Test</strong>labor haben wir weitere aktuelle Flachbildfernseher<br />

für den bestmöglichen Bildeindruck<br />

kalibriert und mehrere Geräte stürzten ebenfalls<br />

zwei Klassen ab (siehe Grafik S. 44). So ist<br />

das Label für hochwertigen Film- und Fernsehgenuss<br />

nur bedingt aussagekräftig und verliert<br />

nach der Kalibrierung an Bedeutung.<br />

Abrüstung bei Flachbildfernsehern<br />

Neben der Regulierung der Leuchtkraft können<br />

die Hersteller zudem entscheiden, ob etwaige<br />

Zusatzoptionen, wie etwa Netzwerkdienste<br />

oder PVR-Funktionen, von Werk aus aktiviert<br />

sind oder nicht. Gerade Letzteres wird augenscheinlich<br />

niemand im TV-Alltag missen wollen<br />

und die Funktionalität nimmt in der Regel<br />

bei der Kaufentscheidung eine größere Rolle<br />

ein als der Energiebedarf. Die Glaubwürdigkeit<br />

respektive Alltagstauglichkeit des Labels<br />

schrumpft so weiter. Der Ansatz der EU, mit<br />

einem transparenten Energielabel Verbraucher<br />

beim Fernseherkauf zu unterstützen, mag auf<br />

dem Papier löblich erscheinen. In der Praxis haben<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Hersteller aber bereits die<br />

Lücken der EU-Verordnung erkannt und nutzen<br />

diese konsequent aus. Mittels möglichst geringer<br />

Leuchtdiodenanzahl gelingt das scheinbar<br />

Unmögliche: riesige Bilddiagonalen in Kombination<br />

mit einem minimalen Verbrauch. Plasmas<br />

und Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s fordern dagegen<br />

deutlich mehr Energie ein, generieren im direkten<br />

Vergleich aber das plastischere Bild. In<br />

Sachen Kontrast und Schwarzwert müssen sich<br />

die Edge-<strong>LED</strong>s klar geschlagen geben, das Bild<br />

wird meist schlechter ausgeleuchtet und vor<br />

allem Kinofilme im abgedunkelten Heimkino<br />

wirken weit weniger fesselnd. Der EU-Ansatz<br />

bevorzugt damit ungewollt jene Technik mit<br />

den schlechtesten Voraussetzungen für eine<br />

optimale Bildqualität. Das Energieeffizienzlabel<br />

provoziert ein unausgeglichenes Rennen<br />

um die beste Energieeffizienzklasse, in dem<br />

die Darstellung und der Funktionsumfang untergeordnete<br />

Rollen spielen. So könnten in Zukunft<br />

Flachbildfernseher nach dem Auspacken<br />

ein flaues Bild aufweisen und gegebenenfalls<br />

sind gewünschte Funktionen von Werk aus<br />

deaktiviert. Das Streben nach der Energieeffizienzklasse<br />

A zieht somit Kompromisse für die<br />

Verbraucher nach sich, zumindest bis alternative<br />

Methoden wie O<strong>LED</strong> den Massenmarkt erreichen<br />

und die Konsumenten nicht länger in<br />

die Irre führen. Die O<strong>LED</strong>-Technologie arbeitet<br />

schließlich äußerst energieeffizient und produziert<br />

ein nahezu perfektes Bild im Strom sparenden<br />

Betrieb.<br />

Für eine positive Einstufung drosseln die Hersteller die<br />

Leuchtkraft. Flaue Bilder sind die Folge (rechts). Für den<br />

optimalen Sehgenuss kalibrieren wir die Geräte (links)<br />

Philips deaktiviert in der aktuellen 9000er-Serie zugunsten<br />

der A-Klasse von Werk aus die sogenannten Bright-Pro-<br />

<strong>LED</strong>s – ein Alleinstellungsmerkmale der Serie<br />

Herr Raithel, stellt die zukünftige, vereinfachte<br />

Darstellung der Energiebilanz<br />

aus Ihrer Sicht einen Vorteil für die Verbraucher<br />

dar?<br />

Im Prinzip ja, durch die Festlegung des einheitlichen<br />

Energieeffizienzindexes (EEI) kann<br />

der Kunde erkennen, was das jeweilige TV-<br />

Gerät an Strom verbraucht. Dennoch ist die<br />

völlige Transparenz nicht gegeben. Wie Sie<br />

wissen, sind die TV-Geräte hinsichtlich des<br />

Ausstattungsumfangs unterschiedlich. Loewe<br />

verfolgt das Integrationsprinzip, d. h. wir integrieren<br />

die für uns wichtigsten Funktionen<br />

in den TV (z. B. den Funktionsumfang einer<br />

Set-Top-Box für DVB-T/C oder S, Festplatte<br />

für TV-Aufzeichnungen, Radio, WLAN,<br />

Media-Player etc.), die für den Kunden einen<br />

deutlichen Mehrwert und Komfortvorteil<br />

darstellen. Diese diversen Zusatzfunktionen<br />

verbrauchen verständlicherweise Strom,<br />

werden aber im EEI nicht vollständig berücksichtigt<br />

– das ist eine Benachteiligung<br />

für umfangreich aus-gestattete TV-Geräte.<br />

Im Interview<br />

Glauben Sie, die neuen Energielogos<br />

bzw. die Benotungen werden den Verkauf<br />

von Fernsehern maßgeblich beeinflussen?<br />

Die Verbraucher sind das Energielabel bereits<br />

seit Jahren von der weißen Ware her gewöhnt.<br />

Wie stark der Einfluss bei der braunen Ware<br />

sein wird, kann ich aus heutiger Sicht sehr<br />

schlecht einschätzen.<br />

Wird aus Ihrer Sicht eine bestimmte<br />

Display-Technologie bevorteilt oder<br />

benachteiligt?<br />

Die CCFL- und die Plasma-Technologien werden<br />

durch die Kennzeichnung benachteiligt.<br />

<strong>LED</strong>-Geräte werden künftig aufgrund ihres<br />

deutlich niedrigeren Energieverbrauchs dadurch<br />

noch mehr in das Blickfeld der Konsumenten<br />

kommen. Aber auch bei CCFL<br />

gibt es Bestrebungen, den Energieverbrauch<br />

zu reduzieren.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Philips’ neue Econova-Serie hat laut Messungen des Herstellers<br />

nach den IEC-62087-Vorgaben beste Chancen auf die<br />

Einstufung A++. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung macht es möglich<br />

Dr. Roland Raithel, Pressesprecher der Loewe AG, betrachtet<br />

die Kriterien der Einstufung kritisch. Vor allem bei der<br />

Beurteilung der Ausstattung herrsche ein Ungleichgewicht<br />

46 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Bilder: Anixe, Apple, Auerbach Verlag, Das Erste, Deutsche Telekom AG, Everystockphoto/Jason Gulledge, Maxdome, Microsoft, Pro Sieben, RTL, Sat 1, Sky, Sony<br />

<strong>HDTV</strong> nach Maß<br />

Es gibt mittlerweile viele Wege, um an die hochauflösenden<br />

Bilder zu gelangen. Wir vergleichen den<br />

klassischen Fernsehempfang mit alternativen Möglichkeiten<br />

und bewerten Quantität und Qualität.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Internetangebote haben sich dank aktu-<br />

eller<br />

HD-Filme zu einer echten Alternative<br />

gegenüber Sat und Kabel gemausert<br />

Sky-HD-Sender im Kabel<br />

Alle HD-Sender sehen Sie bei Net Cologne, S+K Servicekabel,<br />

Wilhelm.tel<br />

Sieben HD-Sender sehen Sie bei Kabel Deutschland,<br />

Kabel BW, Tele Columbus, Primacom, Versatel Telekabel,<br />

Marienfeld Multimedia, RFT Kabel Brandenburg<br />

Unitymedia bietet einen HD-Sender nach Wahl<br />

Quelle: Sky.de<br />

Wissen 47


Sky lockt Sportliebhaber mit hochauflösenden Bildern der<br />

Fußballbundesliga. So übertragen sie die jeweiligen Konferenzen<br />

und ausgewählte Topspiele in HD<br />

Bei T-Entertain kommen Sie in den Genuss aller Spiele der<br />

Bundesliga, natürlich in HD. Zudem können Sie dank IPTV<br />

auf zahlreiche interaktive Extras zugreifen<br />

Auch bei den klassischen Empfangswegen wird stetig<br />

nachgelegt, so baute Sky jüngst sein HD-Angebot um drei<br />

weitere Sender aus<br />

Die neuen Sky-Sender sind vor allem für Filmfreunde interessant.<br />

Jüngst liefen alle „Indiana Jones“- und „Terminator“-<br />

Teile. Aber auch das Sportangebot wird ausgebaut<br />

Nach einer langen Dürrephase streift<br />

Deutschland den Titel des <strong>HDTV</strong>-<br />

Entwicklungslandes langsam ab, auch<br />

wenn das Angebot an frei verfügbaren hochauflösenden<br />

Sendern noch sehr beschränkt ist.<br />

Darüber hinaus senden die Öffentlich-Rechtlichen<br />

und Privatsender nur wenig echtes HD-<br />

Material, ein Großteil der Sendungen (rund 80<br />

Prozent) wird lediglich hochskaliert. Wir zeigen<br />

Ihnen, über welche Wege Sie an native HD-<br />

Inhalte gelangen.<br />

Für Sportbegeisterte<br />

Ein Blick auf unsere Übersicht zeigt, dass<br />

Freunde des hochauflösenden Sports zwei<br />

Möglichkeiten haben: Entweder das Angebot<br />

von Sky oder T-Entertain. Die volle Fußballpackung<br />

gibt es nur gegen Bares, der Umfang<br />

fällt je nach Anbieter unterschiedlich opulent aus.<br />

So kommen Sie ausschließlich bei T-Entertain<br />

(„Liga total!“) in den Genuss aller Spiele der 1.<br />

und 2. Bundesliga in HD. Sky bietet das Topspiel<br />

der Woche und die Bundesligakonferenz<br />

hochauflösend an. Darüber hinaus offeriert<br />

der Pay-TV-Anbieter ausgewählte Spiele der<br />

Premier, Champions sowie Europa League und<br />

des DFB-Pokals. Im Gegensatz zu T-Entertain laufen<br />

bei Sky auch weitere hochauflösende Sportangebote<br />

wie etwa Golf oder Tennis. Neben<br />

Sky Sport HD 1 und dem jüngst aufgeschalteten<br />

Sky Sport HD 2 baut Eurosport HD das Portfolio<br />

weiter aus. Die Formel 1 gibt es hingegen nur in<br />

Standardauflösung, dies ist aber den Initiatoren<br />

zuzuschreiben. Das Formula One Management<br />

(FOM) produziert die Rennen noch nicht vollständig<br />

in HD, insbesondere die Minikameras<br />

an den Rennwagen zeigen noch keine zufriedenstellende<br />

Qualität. Den TV-Sendern stehen<br />

gar nur SD-Signale zur Verfügung, sodass beispielsweise<br />

Sky die Bilder anschließend auf die<br />

HD-Auflösung hochskaliert – echte HD-Qualität<br />

wird selbstverständlich nicht erreicht. Bei den<br />

Öffentlich-Rechtlichen sehen Sie nur einige<br />

Fußballspiele, etwa Länderspiele, sowie die<br />

„Sportschau“ hochauflösend. Bei den privaten<br />

HD-Ablegern sieht es sportlich eher mau aus,<br />

Sat 1 sendet ausgewählte Spiele der Champions<br />

League lediglich in SD, RTL HD überzeugt hingegen<br />

mit hochauflösenden Boxkämpfen. Bei<br />

iTunes, Maxdome und den Streaming-Diensten<br />

der Playstation 3 und Xbox 360 müssen Sie<br />

komplett auf Sportinhalte verzichten. Wie aktuellen<br />

Medienberichten zu entnehmen ist, könnte<br />

Letztere aber in absehbarer Zeit mit einem<br />

Sky-Zugang auftrumpfen.<br />

Couchkino<br />

Die IPTV-Anbieter Maxdome, Apple TV, Videoload<br />

(integriert in T-Entertain) und die Videoportale<br />

der Spielkonsolen bieten ausschließlich<br />

Videoinhalte auf Abruf (Video-on-Demand)<br />

an. Die Vielfalt des HD-Angebotes ist eingeschränkt,<br />

aber durchaus aktuell. So hatte jeder<br />

Anbieter aktuelle Filme zum <strong>Test</strong>zeitpunkt im<br />

Angebot. Aber auch ältere Blockbuster wie<br />

zum Beispiel „Spider-Man 2“ sind zu finden.<br />

Im Film- und Serienbereich überzeugt Sky mit<br />

vier HD-Sendern, Disney Cinemagic HD richtet<br />

sich dabei vornehmlich an die Kleinen. Zeigen<br />

die Video-on-Demand-Angebote aktuelle Filme<br />

nahezu zeitgleich zur Veröffentlichung auf Bluray<br />

Disc oder DVD, hinkt Sky etwas hinterher.<br />

Sky Select bietet zwar aktuelle Filme auf Abruf,<br />

sendet aber lediglich in SD. Im Doku-Segment<br />

sorgen bei Sky drei hochauflösende Kanäle für<br />

Abwechslung. Im Gegensatz zu den privaten<br />

HD-Sendern sendet der Pay-TV-Anbieter im Übrigen<br />

ausschließlich natives HD-Material. RTL HD<br />

und Co. setzen auf hochauflösende Kinofilme<br />

und aktuelle US-Serien. Die entsprechenden Lizenzen<br />

erkaufen die Privatsender nicht zuletzt<br />

durch den Aufzeichnungs- und Kopierschutz –<br />

die frei empfangbaren Öffentlich-Rechtlichen<br />

haben bei Hollywood hingegen einen schweren<br />

Stand. Bestes Beispiel war die HD-Ausstrahlung<br />

von „Harry Potter“, die statt echtem HD-Material<br />

nur eine hochskalierte SD-Version beinhaltete.<br />

Hochauflösende Dokus sehen Sie auf ARD und<br />

ZDF dagegen häufiger als bei den Privaten.<br />

Eine Frage des Preises<br />

Egal, über welchen Empfangsweg, Bezahlfernsehen<br />

verlangt nach einer monatlichen Grundgebühr<br />

und die HD-Sender kosten extra. So<br />

Alle Angebote in der Übersicht: Hier sehen Sie <strong>HDTV</strong> ganz nach Ihrem Geschmack<br />

ARD/ZDF HD HD Plus (RTL<br />

HD und Co.)<br />

iTunes Maxdome Playstation 3/<br />

Xbox 360<br />

Sky<br />

T-Entertain<br />

(Videoload)<br />

Fußball<br />

ausgewählte<br />

Spiele (Länderspiele,<br />

„Sportschau“)<br />

ausgewählte<br />

Spiele<br />

Formel 1 nein ja<br />

(hochskaliert)<br />

sonstiger<br />

Sport<br />

ja (etwa<br />

Leichtathletik)<br />

nein nein nein Bundesligakonferenz,<br />

Topspiel der Woche,<br />

ausgewählte Spiele<br />

der Premier League,<br />

Champions, Europa<br />

League, DFB-Pokal-<br />

Spiele<br />

nein nein nein ja (hochskaliert) nein<br />

ja (Boxen) nein nein nein ja (etwa Golf,<br />

Tennis, Radsport)<br />

alle Spiele<br />

der 1. Bundesliga<br />

und<br />

2. Bundesliga<br />

Dokus ja, vereinzelt nein nein ja nein ja ja, aber nur<br />

vereinzelt,<br />

etwa auf<br />

Anixe HD<br />

Filme/<br />

Serien<br />

ja (manche<br />

hochskaliert)<br />

ja (manche<br />

hochskaliert)<br />

ja ja ja ja ja<br />

nein<br />

48 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


liegt allen Sky-Konfigurationen immer das „Sky<br />

Welt“-Paket (16,90 Euro) zugrunde, dem jedoch<br />

neuerdings die HD-Sender Discovery HD,<br />

National Geographic HD, History HD und Eurosport<br />

HD innewohnen. Das Paket ergänzen<br />

Sie auf Wunsch weiter, etwa um „Sky Film“ (16<br />

Euro), die HD-Sender schlagen dann nochmals<br />

mit 10 Euro zu Buche. Bei zwei Paketen halbiert<br />

sich der Aufschlag für HD. Ähnlich verhält es sich<br />

bei T-Entertain. Das „Entertain“-Grundpaket bildet<br />

die Ausgangskonfiguration und neben den<br />

üblichen SD-Sendern beinhaltet es einen Telefonund<br />

Internetanschluss der Deutschen Telekom.<br />

Für die HD-Angebote müssen Sie zusätzlich VDSL<br />

beantragen, das aber längst nicht an allen Orten<br />

verfügbar ist. Außerdem haben Sie bei T-Entertain<br />

Zugriff auf die Onlinevideothek Videoload.<br />

Die verfügbaren Filme sind mit etwa „Kampf der<br />

Titanen“ weitestgehend aktuell. Die Ausleihgebühren<br />

belaufen sich auf maximal 3,99 Euro und<br />

der Film ist nach dem Anschauen für 24 Stunden<br />

abspielbar. Bestimmte HD-Filme können Sie auch<br />

kaufen, diese kosten 9,99 Euro. Nach dem Mieten<br />

oder Kaufen stehen die Filme nahezu sofort<br />

zur Verfügung, der Download findet während<br />

der Wiedergabe im Hintergrund statt.<br />

Qualität im Netz<br />

Maxdome und Apple TV bieten ihre Inhalte<br />

ausschließlich mit 1 280 × 720 Bildpunkten und<br />

Vollbildern an, einzig Microsoft will mit der<br />

1 080p-Auflösung bei Streaming-Angeboten<br />

am Thron der Blu-ray rütteln. Sky und die privaten<br />

HD-Sender setzen indes auf 1 080i, während<br />

die Öffentlich-Rechtlichen aktuell noch an<br />

720p festhalten. Anders als bei der Telekom<br />

ist für das Streaming über die Xbox 360 kein<br />

VDSL-Anschluss nötig, Microsoft schreibt eine<br />

Mindestbandbreite von 4 Megabit pro Sekunde<br />

vor. Das gestreamte Video passt sich während<br />

der Wiedergabe automatisch der vorhandenen<br />

Bandbreite an, das Niveau einer Blu-ray wird<br />

aber auch mit schnellen Leitungen verfehlt.<br />

Freier Empfang in Maßen<br />

Während das HD-Angebot vielfältig ausfällt,<br />

gestaltet sich die Empfangbarkeit eingeschränkt<br />

und Sie sollten einen „Zwangsreceiver“ einkalkulieren.<br />

Beim Anbieter Maxdome stellt der Computer<br />

kaum Ersatz zum hauseigenen Media-Center<br />

dar, denn die meisten HD-Angebote lassen sich<br />

nur über den abgestimmten Receiver abrufen.<br />

Auf Wunsch hat dieser einen digitalen Satellitenempfänger<br />

integriert. Der iTunes-Zugang zu den<br />

hochauflösenden Filmen von Apples Filmportal<br />

ist strikt an die Empfangsbox Apple TV gebunden<br />

und das T-Entertain-Angebot können Sie<br />

ausschließlich über einen speziellen IPTV-Receiver<br />

des Anbieters nutzen. Sky ist immerhin durch<br />

zertifizierte Receiver empfangbar, während Pro<br />

Sieben HD und Co. einen HD-Plus-tauglichen<br />

Receiver oder einen Flachbildfernseher mit CI-<br />

Plus-Slot voraussetzen. In puncto Aufnahme blocken<br />

RTL HD und Co. die Archivierung, bei Sky<br />

und T-Entertain sind hochauflösende Mitschnitte<br />

hingegen kein Problem.<br />

Apple mischt im IPTV-Markt kräftig mit und bietet mit<br />

Apple TV eine hochwertige Hardware an. Die Maximalauflösung<br />

beläuft sich auf 1 280 x 720 Pixel mit Vollbildern<br />

Neben den reinen Streaming-Boxen haben Sie bei Maxdome<br />

die Möglichkeit, das sogenannte Media Center TV<br />

mit eingebautem Satellitenempfänger zu erstehen<br />

<strong>HDTV</strong> komplett: Empfang und Kosten auf einen Blick<br />

Anbieter/Plattform Voraussetzung Inhalte Vorteile Nachteile Kosten<br />

Free TV<br />

Kabel (DVB-C*),<br />

Satellit (DVB-S)<br />

Sport, Dokus,<br />

Filme, Serien<br />

nur wenige Inhalte echtes HD<br />

HD-Plus-Plattform<br />

Kabel (DVB-C**), Satellit<br />

(DVB-S), geeigneter Fernseher<br />

mit CI-Plus-Schnittstelle bzw.<br />

kompatibler DVB-C/S-Receiver<br />

Sport, Dokus,<br />

Filme, Serien<br />

Sportgroßereignisse (EM,<br />

WM) kostenlos in HD,<br />

Öffentlich-Rechtliche bei allen<br />

Kabelanbietern verfügbar,<br />

Dolby Digital 5.1<br />

viele Hollywood-Filme und<br />

US-Serien in HD, Dolby Digital<br />

5.1<br />

nur wenige Inhalte echtes HD,<br />

spezieller HD-Plus-Receiver<br />

oder Fernseher mit CI-Plus-<br />

Schnittstelle nötig<br />

Gebühren für den Kabel- oder<br />

IPTV-Anschluss, GEZ-Gebühr<br />

zusätzlich 50 Euro pro Jahr<br />

Pay-TV<br />

Kabel (DVB-C***), Satellit<br />

(DVB-S), geeignetes Empfangsgerät<br />

Sport, Dokus,<br />

Filme, Serien<br />

umfangreiches Gesamtangebot,<br />

Dolby Digital 5.1<br />

Video on Demand Apple TV, Internetanschluss Filme, Serien viele US-Serien in HD, Dolby<br />

Digital 5.1<br />

eingeschränkte Verfügbarkeit,<br />

hohe Zusatzkosten<br />

Filmangebot eingeschränkt,<br />

aber weitestgehend aktuell,<br />

gibt m aximal 1 280 × 720 Pixel<br />

aus<br />

42,90 Euro bis 59,90 Euro<br />

monatlich (bis Ende des Jahres<br />

günstigere Paketpreise und<br />

HD-Sender ohne Aufpreis<br />

inklusive)<br />

Leihgebühr: 3,99 bis<br />

4,99 Euro,<br />

Kaufpreis: bis 13,99 Euro<br />

spezielle Streaming-Boxen,<br />

Media-Receiver oder Computer,<br />

Internetanschluss<br />

Internetanschluss, PS3,<br />

Xbox 360<br />

Filme, Serien<br />

umfangreiches Serienportfolio<br />

der privaten HD-Sender,<br />

Dolby Digital 5.1<br />

Filme einfache Handhabung, 1 080p,<br />

Dolby Digital 5.1<br />

Filmangebot eingeschränkt,<br />

aber weitestgehend aktuell<br />

gibt m aximal 1 280 × 720 Pixel<br />

aus<br />

Filmangebot eingeschränkt,<br />

aber weitestgehend aktuell<br />

Leihgebühr: 3,99 Euro bis<br />

4,99 Euro,<br />

Kaufpreis: bis 19,99 Euro<br />

Leihgebühr: 3,99 Euro bis<br />

4,99 Euro,<br />

Kaufpreis: bis 19,99 Euro<br />

IPTV<br />

Internetanschluss bei der<br />

Deutschen Telekom, spezieller<br />

IPTV-Receiver<br />

Sport, Dokus,<br />

Filme, Serien<br />

alle Bundesligaspiele in HD,<br />

aktuelle Filme über Videoload<br />

in HD (kostet extra),<br />

Dolby Digital 5.1<br />

Telefon-/Internetanschluss<br />

nicht frei wählbar, VDSL<br />

Pflicht, eingeschränkte Verfügbarkeit<br />

je nach Paket: 37,95 Euro bis<br />

59,95 Euro im Monat (beide<br />

inkl. VDSL 25), alle Bundesligaspiele<br />

in HD (Liga total!<br />

HD) 19,95 Euro zusätzlich,<br />

HD-Inhalte über Videoload<br />

leihen für 24 Stunden 0,99 bis<br />

3,99 Euro,<br />

Kaufpreis: 9,99 Euro<br />

*nur ARD HD und ZDF HD bei allen Kabelnetzbetreibern **nur über Primacom und Tele Columbus ***Verfügbarkeit siehe Kasten S. 47<br />

Wissen 49


Multimediale Bibliotheken<br />

Kaum ausgestrahlt, werden immer mehr Fernsehsendungen gratis im Internet zum Abruf<br />

bereitgestellt. Aber auch Nachrichtenportale bieten tagesaktuelle Inhalte auf Knopfdruck.<br />

Neuerdings können Sie die Mediatheken bequem über Ihren Fernseher abrufen – wir zeigen<br />

Ihnen, welcher Hersteller was bietet.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Hersteller Mediatheken Inhalte Tagesaktuell Videoqualität<br />

Loewe<br />

Nachrichten, Informationssendungen,<br />

ja<br />

ausreichend<br />

Reportagen,<br />

Serien<br />

Panasonic<br />

Nachrichten, Informationssendungen,<br />

Reportagen, Sport<br />

Philips Nachrichten, Film, Sport ja gut<br />

Sony<br />

Nachrichten, Informationssendungen,<br />

Reportagen, Serien,<br />

Talkshows<br />

ja<br />

ja<br />

gut<br />

gut<br />

Bilder: Arte, Auerbach Verlag, Bild, BR, Das Erste, Die Welt, Euronews, Eurosport, Focus TV, Loewe, Panasonic, Philips, Pro Sieben, Sat 1, Sony, ZDF<br />

50 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Sendung verpasst? Keine Zeit, aber trotzdem<br />

wissbegierig, was in der Welt vor sich<br />

geht? Abhilfe schaffen hier die Onlinemediatheken<br />

einiger Programmanbieter. In diesen<br />

werden bereits ausgestrahlte Sendungen zum kostenlosen<br />

Abruf bereitgestellt und neben Serien<br />

und Shows erhalten Sie auch Zugriff auf tagesaktuelle<br />

Nachrichten. Diese Angebote sind direkt<br />

über den Fernseher ohne Zuhilfenahme des Computers<br />

abrufbar – 24 Stunden am Tag online und<br />

in der Regel von störenden Werbeblöcken befreit.<br />

Bequemer Couchzugriff<br />

Nahezu alle aktuellen Flachbildfernseher nehmen<br />

per Kabel oder WLAN Kontakt mit dem Internet<br />

auf und neben dem obligatorischen Youtube-<br />

Angebot haben Sie auch Zugriff auf die umfangreich<br />

gefüllten Mediatheken von ZDF und Co.<br />

Die verfügbaren Sendungen werden in der Regel<br />

tagesaktuell nach der Ausstrahlung freigeschaltet.<br />

Bereits 2001 startete das ZDF seine Mediathek<br />

und nimmt somit eine Vorreiterrolle ein. Das<br />

Erste steht dem Gebotenen in nichts nach und<br />

erlaubt das nachträgliche Ansehen der „Tagesschau“<br />

oder den Abruf von Dossiers zu aktuellen<br />

Themen. Dabei verwertet der Sender – ebenso<br />

wie das ZDF – nicht nur ausgestrahlte Sendungen,<br />

sondern produziert extra Zusammenfassungen<br />

der wichtigsten Nachrichten in Kurzform<br />

für die Mediathek. Es stehen Ihnen informative<br />

Inhalte wie „Frontal 21“, aber auch Serien wie<br />

„Unser Charly“ zur Verfügung. Beworben<br />

werden diese nicht selten innerhalb des regulären<br />

TV-Programms. Sätze wie „Weitere<br />

Informationen zum Thema finden Sie unter<br />

www.heute.de“, vernehmen Sie mittlerweile in<br />

jeder Nachrichtensendung.<br />

Die Privaten zogen erst später nach und Sony<br />

sicherte sich die Mediatheken von Pro Sieben,<br />

Sat 1 und Kabel Eins für die aktuelle Bravia-<br />

Serie als exklusiven Internetdienst. Neben Sonys<br />

Flachbildfernseher stellen auch die aktuellen<br />

Blu-ray-Player und Heimkinoanlagen des Herstellers<br />

das Angebot bereit. Die Archive der<br />

Privaten umfassen verschiedene Formate, im<br />

Fall von Pro Sieben Magazine, wie etwa „Galileo“<br />

oder „Popstars“. Sat 1 bietet vornehmlich<br />

Eigenproduktionen in Form von Gerichts- und<br />

Talkshows und Kabel Eins setzt auf Dokusoaps<br />

à la „Achtung Kontrolle“. Ganz im Gegensatz<br />

zur Fernsehausstrahlung wird während<br />

und zwischen den Sendungen keine Werbung<br />

gezeigt. Die Mediathek von Bild.de holt zum<br />

Rundumschlag aus und versorgt Sie nicht nur<br />

mit aktuellen Schlagzeilen in Ticker- und Videoform,<br />

sondern auch mit Beiträgen aus den Bereichen<br />

Kino und Musik. Die Filmchen werden<br />

jedoch regelmäßig von Werbung unterbrochen.<br />

Alternative Angebote von Eurosport und Euronews<br />

sind mehrsprachig und selbstredend tagesaktuell,<br />

erfahren im direkten Vergleich aber weit<br />

weniger Aktualisierungen. Der Onlineauftritt<br />

des Kultursenders Arte ist, ähnlich dem TV-Programm,<br />

prall gefüllt mit Hintergrundberichten<br />

aus den Bereichen Kultur und Dokumentation.<br />

Auf Wunsch können Sie die Sendungen in französischer<br />

Sprache abrufen.<br />

Bedienung und Qualität<br />

Da die Menüs an den Bildschirm angepasst sind,<br />

geht die Navigation mit der Fernbedienung gut<br />

von der Hand. Über Kategorien, wie etwa Sport<br />

und Politik, navigieren Sie zügig zu den gewünschten<br />

Inhalten. Die Eingabe von Suchbegriffen<br />

gestaltet sich mangels Tastatur jedoch<br />

als langwieriges Verfahren. Wie von der elektronischen<br />

Programmzeitschrift (EPG) bei Fernsehgeräten<br />

gewohnt, können Sie für jede Sendung<br />

einen kurzen inhaltlichen Abriss abrufen. Je nach<br />

Angebot und Internetanschluss startet die Wiedergabe<br />

in der Regel nach wenigen Sekunden<br />

und verläuft weitestgehend ruckelfrei. Während<br />

unseres <strong>Test</strong>s kam es lediglich beim Angebot von<br />

Eurosport zu kurzen Aussetzern. Zudem war die<br />

Darstellung in diesem Fall auf das 4 : 3-Format<br />

beschränkt, ebenso wie bei der Mediathek von<br />

Euronews. Alle weiteren Anbieter setzen auf die<br />

16 : 9-Wiedergabe. Die Bildqualität ist meist nur<br />

zufriedenstellend, so erscheinen die Aufnahmen<br />

wesentlich unschärfer als bei einer SD-Fernsehübertragung.<br />

Außerdem nehmen Sie deutliche<br />

Artefakte infolge der starken Komprimierung<br />

wahr. Es ist also durchaus empfehlenswert, den<br />

Vollbildmodus zu vermeiden und die Beiträge im<br />

Fenster abzuspielen. So wirkt das Bild wesentlich<br />

ruhiger und angenehmer. Amüsant: Die Sendungen<br />

der Mediathek von Arte werden eins zu<br />

eins durch die Fernsehausstrahlungen gespeist<br />

und so findet sich trotz verminderter Qualität<br />

die Einblendung „Sie sehen dieses Programm in<br />

<strong>HDTV</strong>-Qualität“.<br />

Nachrichten rund um die Uhr<br />

Beim Angebot der „Tagesschau“ haben Sie die<br />

Möglichkeit, den Stream in einer hohen Qualität<br />

abzuspielen. Dennoch kann das Niveau nicht mit<br />

einer DVB-T-Ausstrahlung konkurrieren, die ihrerseits<br />

weit von einer <strong>HDTV</strong>-Übertragung entfernt<br />

ist. Hier gibt es zudem Schwankungen zwischen<br />

den einzelnen Herstellern sowie in der Güte der<br />

Darstellung von Inhalten. So fällt die Bildqualität<br />

der Mediathek des ZDF je nach TV-Modell mal<br />

passabel oder mehr schlecht als recht aus und erinnert<br />

im schlimmsten Fall an die Video-CD (VCD)<br />

mit ihrem MPEG-1-Codec. In der Regel pendelt<br />

sich die Bildqualität auf MPEG-2-Niveau ein, die<br />

Güte einer DVD wird jedoch nie erreicht, hier sind<br />

die Datenraten schlicht zu niedrig. Für die Zukunft<br />

sollten die Programmanbieter ihren archivierten<br />

Sendungen eine üppigere Bitrate spendieren, in<br />

Zeiten von VDSL-Anschlüssen ist <strong>HDTV</strong>-Qualität<br />

über das Internet keine Utopie mehr. Inhaltlich<br />

stimmt das Angebot bereits und je nach Sendedienst<br />

haben Sie Zugang zu umfangreichen Sammlungen.<br />

So bieten die Mediatheken echten Mehrwert<br />

und bilden eine willkommene und vor allem<br />

kostenlose Programmerweiterung fernab des<br />

regulären TV-Angebots.<br />

Loewes aktuelle <strong>LCD</strong>-Serien erlauben Ihnen den Zugriff<br />

auf drei umfangreich gefüllte, tagesaktuelle Mediatheken.<br />

Jedoch kann die Bildqualität der Streams nicht überzeugen<br />

Vorerst exklusiv: Die Mediatheken der Privatsender Pro<br />

Sieben, Kabel Eins und Sat 1 können Sie ausschließlich auf<br />

Sony-Geräten abrufen<br />

Nein, Sie sehen dieses Programm nicht in <strong>HDTV</strong>. Onlineinhalte<br />

des Anbieters Arte werden eins zu eins aus dem TV-Angebot<br />

übernommen. Die Qualität erreicht nur DVB-T-Niveau<br />

Die Mediathek von Bild.de kommt umfangreich daher und<br />

bietet neben Nachrichten auch Infos aus Film und Sport.<br />

Ärgerlich: Die Videos werden von Werbung unterbrochen<br />

Wissen 51


Spurenbeseitigung<br />

Jeder kennt sie – die unvermeidlichen Flecken auf Display-Oberflächen. Profireiniger versprechen<br />

Abhilfe, sind aber meist kostspielig. Wir haben getestet, ob diese Mittel ihre Versprechen<br />

halten können und wie sie gegenüber klassischen Hausmitteln abschneiden.<br />

VON CHRISTIAN HILL<br />

Produkt Lieferumfang UVP<br />

Fellowes<br />

Deluxe Flat Screen<br />

TV Cleaning and<br />

Protector Kit<br />

Monster Cable<br />

Screenclean<br />

250 ml Reinigungsflüssigkeit,<br />

250 ml<br />

Schutzmittel, 2<br />

Mikrofasertücher<br />

237 ml Reinigungsflüssigkeit<br />

plus kleine<br />

Flasche (45 ml) für<br />

unterwegs, 2 Mikrofasertücher<br />

21 Euro<br />

20 Euro<br />

Solch arge Verschmutzungen treten in Wirklichkeit nur selten auf. Dennoch<br />

mussten sich die Profiputzmittel unserem Härtetest unterziehen, den nicht alle<br />

Reinigungshilfen mit Bravour meisterten<br />

Allsop<br />

Clearview Plus<br />

Oehlbach<br />

Click & Clean<br />

45 ml Reinigungsflüssigkeit,<br />

1 Mikrofaserapplikator<br />

125 ml Reinigungsgel,<br />

2 Mikrofasertücher<br />

13 Euro<br />

25 Euro<br />

Der Lieferumfang der verschiedenen Putzmittel ist sehr unterschiedlich. So reicht<br />

die Menge der beiliegenden Reinigungsflüssigkeit von 45 bis 250 Milliliter. Allen<br />

gemein ist die löbliche Beigabe mindestens eines Mikrofasertuches<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sharp<br />

52 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Verschmutzungen auf der Mattscheibe<br />

sind ein nahezu alltägliches Phänomen,<br />

das durch den Trend zur spiegelnden<br />

Front immer deutlicher zutage tritt. Diese ist eine<br />

willkommene Einladung für feine Staubteilchen,<br />

die wie ein Magnet an der Oberfläche des Panels<br />

anhaften. Die Herkunft der Fingerabdrücke<br />

ist hingegen oftmals ein Mysterium; nicht zuletzt<br />

unbewusstes Berühren des Bildschirms z. B. beim<br />

Anschalten des Geräts oder Zurechtrücken des<br />

Panels lässt schnell die ungeliebten Flecken erscheinen.<br />

Fakt ist, dass die natürliche Fettabscheidung<br />

der Haut ideal an der Display-Oberfläche<br />

haftet und sich an den betroffenen Stellen ein<br />

Schmierfilm bildet, der sich ungleich schwieriger<br />

entfernen lässt, als das lediglich durch schwachen<br />

Elektromagnetismus gehaltene Staubkorn.<br />

Alte Prinzipien<br />

Das wohl älteste Putzmittel der Welt ist das reine<br />

Wasser. Aus diesem Grund haben wir zunächst<br />

einmal versucht, ohne chemische Hilfsmittel unserem<br />

(künstlich) verschmutzten 46-Zoll-Fernseher<br />

wieder eine klare Mattscheibe zu verpassen.<br />

Sehr wichtig ist dabei die Wahl der Putzhilfe.<br />

Die Oberflächen von Flachbildschirmen sind allgemein<br />

sehr anfällig für Kratzer. Daher wird an<br />

dieser Stelle von jeglichen Papier- oder Küchentüchern<br />

abgeraten. Infolge der rauen Oberfläche<br />

greifen diese Schutzschichten aller Art an und<br />

es bilden sich mehr oder weniger tiefe Rillen<br />

im Material. Besser geeignet sind weiche Stofftücher,<br />

wobei sogenannte Mikrofasertücher die<br />

besten Erfolgschancen verheißen. Die besonders<br />

fein verwebten Kunstfasern besitzen wesentlich<br />

mehr Berührungspunkte und sorgen damit für<br />

bessere und materialschonende Putzergebnisse.<br />

Trotzdem sollten Staubrückstände und grobe<br />

Verschmutzungen vorher entfernt werden,<br />

da auch diese zu ungewollten Kratzern auf der<br />

Display-Oberfläche führen können. Soweit die<br />

Grundlagen. Doch wie werden sich die altbewährten<br />

Mittel gegen die Konkurrenz aus dem<br />

Labor behaupten?<br />

Mit Wasser und Mikrofaserputztuch bewaffnet,<br />

zeigten sich bereits sehr gute Ergebnisse. Selbst<br />

arg verschmutzte Stellen strahlten nach einiger<br />

Wischarbeit wieder in altem Glanz. An dieser<br />

Stelle sei erwähnt, dass das Mikrofasertuch keinesfalls<br />

triefend nass sein sollte, ein leichtes Anfeuchten<br />

einer Tuchecke reicht vollkommen aus.<br />

Nach mehreren Minuten intensiver kreisförmiger<br />

Wischbewegungen war die Putzprozedur mit<br />

zufriedenstellendem Ergebnis beendet. Jedoch<br />

offenbarte sich gleich eine auffällige Schwäche:<br />

Die Display-Oberfläche war immer noch statisch<br />

geladen. Bereits nach wenigen Minuten setzten<br />

sich Staubkörner auf der Oberfläche ab. Des Weiteren<br />

waren nach wie vor Schlieren zu erkennen.<br />

Die spezialisierten Kontrahenten versprechen hier<br />

Abhilfe. Den Anfang machte das Produkt der Firma<br />

Monster Cable. Beim <strong>Test</strong> fiel sofort auf, dass<br />

die Front des Gerätes wesentlich schneller wieder<br />

im alten Glanz erstrahlte. Die Reinigungsflüssigkeit<br />

verteilte sich in einem äußerst dünnen Film<br />

auf der Oberfläche und löste sämtliche Fettrückstände<br />

sowie andere Verschmutzungen. Wie von<br />

Zauberhand verschwand der dünne Film ohne<br />

das Hinterlassen größerer Rückstände zeitnah<br />

wieder von der Bildfläche. Jedoch verliert auch<br />

dieses Produkt den Staubtuchtest, denn von einer<br />

antistatischen Wirkung der Flüssigkeit kann<br />

keine Rede sein. In dieser Disziplin soll das Produkt<br />

des britischen Herstellers Fellowes punkten.<br />

Dieser liefert zusätzlich eine zweite Sprühdose<br />

mit der Aufschrift „TV Protector“, deren Inhalt<br />

angeblich die Staubanziehung und eine erneute<br />

Verschmutzung verhindern soll. Tatsächlich hinterlässt<br />

die Schutzflüssigkeit einen nahezu unsichtbaren<br />

Film auf der Oberfläche. Doch auch<br />

dieser blockiert die anziehende Wirkung des<br />

Panels nicht vollständig, sodass immer noch –<br />

wenn auch weitaus weniger – Staubpartikel<br />

haften bleiben. Auf der anderen Seite weist<br />

dieser Schutzfilm wie versprochen das Hautfett<br />

bei Berührung ab.<br />

Temporivalen<br />

Der dritte Anbieter im Bunde ist die irische Firma<br />

Allsop. Deren Reinigungsset bietet die geringste<br />

Menge Reinigungsflüssigkeit und fällt sonst nur<br />

durch den „Applikator“ auf. Dieser ist im Prinzip<br />

ein Mikrofasertuch mit einer Plastikgriffeinfassung.<br />

Im Putzeinsatz konnte der Applikator<br />

weniger überzeugen, da das direkte Putzgefühl<br />

gestört wird. Seine Stärken spielt das Utensil<br />

lediglich bei der Rand- und Eckenreinigung der<br />

Paneleinfassung aus. Anders als bei der Konkurrenz<br />

und wider besseres Wissen wird das<br />

Reinigungsmittel der Firma Oehlbach direkt auf<br />

die zu reinigende Fläche aufgesprüht. Um ein<br />

vorschnelles Ablaufen zu verhindern, hat der Zubehörhersteller<br />

eine Flüssigkeit mit höherer Viskosität<br />

gewählt. Allerdings verreibt sich dieses<br />

Säuberungsgel vergleichsweise schlecht, sodass<br />

der Tempovorsprung gegenüber der Reinigung<br />

mit Wasser dahinschmilzt. Von der beworbenen<br />

Antistatik konnten wir ebenfalls nichts beobachten:<br />

Staubpartikel blieben im <strong>Test</strong> weiterhin unvermindert<br />

an der Panelfront haften.<br />

Remis<br />

Einen übermächtigen Vorteil gegenüber den<br />

üblichen Hausmitteln bieten die spezialisierten<br />

Putzhilfen nicht, besonders an der versprochenen<br />

antistatischen Wirkung hapert es.<br />

Unbestritten besser sind die Profis in der Putzgeschwindigkeit:<br />

Während beim Reinigen mit<br />

Wasser nachpoliert werden muss, verflüchtigten<br />

sich die Putzmittel, ohne größere Spuren<br />

zu hinterlassen. Einzig das Reinigungsgel von<br />

Oehlbach konnte uns in diesem Punkt nicht<br />

überzeugen. Wer also des Öfteren die Mattscheibe<br />

säubern muss, ist mit den Mitteln aus<br />

dem Handel gut beraten. Für gelegentliches<br />

Entfernen von Fingerabdrücken und Staub reichen<br />

aber auch Wasser, ein Mikrofasertuch<br />

und etwas Geduld.<br />

Es reicht aus, das Mikrofasertuch leicht anzufeuchten. Eine<br />

völlige Durchnässung verlängert unnötig das Polieren und<br />

ablaufendes Wasser könnte in die Elektronik eindringen<br />

Mehr als Wasser und ein handelsübliches Mikrofasertuch<br />

ist meist nicht nötig, um verwertbare Säuberungsergebnisse<br />

zu erzielen. Jedoch benötigt diese Methode Zeit<br />

Beim Gebrauch der Mittel ist es wichtig, diese auf das Mikrofasertuch<br />

zu sprühen, da Flüssigkeitsmenge und Sprührichtung<br />

nicht vollständig kontrolliert werden können<br />

Ein häufiges Problem ist das Reinigen der Display-Einfassung.<br />

Mit dem Applikator der Firma Allsop gelingt dies einfacher,<br />

sonst ist das Utensil bei der Reinigung eher hinderlich<br />

Wissen 53


Einstellungshilfen für<br />

Fernseher & Projektoren<br />

Philips 46PFL9705K<br />

Smart Bild<br />

Kino<br />

Kontrast 60–100<br />

Helligkeit 48<br />

Farbe 48<br />

Schärfe 2<br />

Rauschunterdrückung<br />

Farbweiß<br />

Perfect Pixel HD<br />

Perfect Natural<br />

Motion<br />

Aus<br />

Warm oder Personalisiert<br />

(127, 108, 85)<br />

Aus<br />

400 Hz Clear <strong>LCD</strong> Ein<br />

Optimale<br />

Auflösung<br />

Aus<br />

Aus oder Minimum<br />

Optimales Bild<br />

Gamma 0 (alternativ +1)<br />

Weitere<br />

Einstellungen<br />

Lichtsensor<br />

Bildformat<br />

Aus<br />

Je nach Wunsch<br />

Nicht skaliert<br />

Sony KDL-55NX815<br />

Bildmodus<br />

Anwender<br />

Hintergrundlicht<br />

Je nach<br />

Umgebungslicht<br />

Kontrast<br />

Max<br />

Helligkeit 45<br />

Farbe 50<br />

Farbton 0<br />

Farbtemp. Warm 2<br />

Bildschärfe 20<br />

Dynamische<br />

Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

MPEG Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Motionflow<br />

Klar<br />

Filmmodus Anwender 1<br />

Schwarzkorrektur Aus<br />

Verb.<br />

Kontrastanhebung<br />

Aus (alternativ Niedrig)<br />

Gamma 0<br />

Dyn.<br />

<strong>LED</strong>-Steuerung<br />

Je nach Wunsch<br />

Automatischer<br />

Lichtbegrenzer<br />

Je nach Wunsch<br />

Weißbetonung Aus<br />

Farbbrillanz<br />

Aus<br />

Alle Werte 0 (alternativ<br />

Weißabgleich Rot Gain -7, Blau Gain<br />

–3, Blau Bias +3)<br />

LG 47LX9500<br />

Bildmodus<br />

ISF<br />

Beleuchtung 60–100<br />

Kontrast 95<br />

Helligkeit 48<br />

H. Schärfe 60<br />

V. Schärfe 60<br />

Farbe 50<br />

Tint 0<br />

Dynamic Contrast<br />

Dynamische Hintergrundbeleuchtung<br />

Experteneinstellung<br />

Dynamischer<br />

Kontrast<br />

Aus<br />

Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Schwarzwert Tief<br />

Echtes Kino<br />

Ein<br />

Trumotion<br />

Ein (Video),<br />

Aus (Film)<br />

<strong>LED</strong>-Local-<br />

Dimming<br />

Farbskala<br />

Konturverstärkung Aus<br />

Farbtemperatur Warm<br />

Gamma 2.2<br />

Ein (je nach Film können<br />

<strong>LED</strong>s störend sichtbar<br />

sein, z. B. „World<br />

Trade Center“ – in<br />

diesem Fall ausschalten)<br />

Standard<br />

54 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


LG CF3D<br />

Rauschreduktion<br />

Bildverbesserung<br />

Bewegungskorrektur<br />

Dyn. Kontrast<br />

Kontrast 95<br />

Helligkeit 45<br />

H. Schärfe 60<br />

V. Schärfe 60<br />

Farbe 45–50<br />

Tint 0<br />

Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Schwarzwert Tief<br />

Echtes Kino<br />

Ein<br />

Trumotion<br />

Aus (Film), Ein (Video)<br />

Farbtemperatur Warm<br />

Weißabgleich Kalibrierung empfohlen<br />

Alles 0<br />

Farben<br />

(Grün Farbton –25,<br />

Magenta Farbton –5)<br />

Metz Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />

Helligkeit 50<br />

Kontrast 80<br />

Energieschema<br />

Bildqualität,<br />

Bildinhaltsabhängig<br />

Farbstärke 53<br />

Farbeindruck Warm (D65)<br />

Bildschärfe 3–4<br />

Farbton<br />

Colour-Management<br />

P-NR<br />

Aus oder Leicht<br />

Aus<br />

Video (stark),<br />

Film (Aus)<br />

Aus<br />

Dyn. Bildschärfe 0<br />

Samsung UE55C9090<br />

Digitaler<br />

Rauschfilter<br />

MPEG-Rauschfilter<br />

HDMI-Schwarzanp.<br />

Aus<br />

(bei Artefakten Auto)<br />

Aus<br />

Gering<br />

Panasonic TX-P42VT20<br />

Modus<br />

Kontrast 35–60<br />

THX oder Normal<br />

Helligkeit 0<br />

Farbe<br />

30<br />

(26 Bildmodus Normal)<br />

Schärfe 4<br />

Modus<br />

Film<br />

Hintergrundbeleuchtung<br />

Je nach Wunsch<br />

Kontrast 95<br />

Helligkeit 45<br />

Schärfe 20–30<br />

Farbe 50<br />

Farbton (G/R) G50/R50<br />

Schwarzton<br />

Aus<br />

Optimalkontrast Aus<br />

Schattendurchzeichnung<br />

0<br />

Gamma 0<br />

G/B-Offset 24,<br />

Weißabgleich B-Gain 20,<br />

weitere Werte 25<br />

Hautton –5<br />

Kantenglättung Aus<br />

XvYCC<br />

Aus<br />

<strong>LED</strong> Motion Plus Kino<br />

Farbtemperatur Warm 2<br />

Filmmodus Auto 1<br />

200 Hz<br />

Motion Plus<br />

Benutzerdefiniert<br />

Unschärfeminderung<br />

8<br />

Judder-Minderung Aus<br />

Farbraum<br />

Auto<br />

Warm<br />

Aus<br />

Aus<br />

Gamma 2.2<br />

Set-up<br />

Intelligent Frame<br />

Creation<br />

Erweiterte Schärfe<br />

Eco-Modus<br />

Je nach Wunsch<br />

Mittel<br />

Ein<br />

Anzeige<br />

Wissen 55


KAUFBERATUNG<br />

Brillanz, die von innen kommt<br />

Mit Hochleistungs-<strong>LED</strong>s will Philips die kontrastreichsten<br />

Bilder aller Zeiten liefern. Was die Serie 9000 darüber hinaus<br />

so besonders macht, erfahren Sie in unserem XXL-<strong>Test</strong><br />

Aus dem <strong>Test</strong>labor<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

AV-Receiver<br />

Onkyo<br />

TX-NR3008<br />

Blu-ray-Systeme<br />

Philips<br />

HTS9520<br />

Samsung<br />

HT-C9959W<br />

Sony<br />

BDV-E970W<br />

Flachbildfernseher<br />

LG<br />

47LX9500<br />

Sehr gut<br />

87<br />

Gut<br />

80<br />

Gut<br />

81<br />

Gut<br />

77<br />

Gut<br />

80<br />

84<br />

78<br />

76<br />

74<br />

64<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

Metz<br />

Sirius 42 <strong>LED</strong> 200<br />

Twin R<br />

Panasonic<br />

TX-P42VT20E<br />

Philips<br />

46PFL9705K<br />

Samsung<br />

UE55C9090<br />

Sony<br />

KDL-55NX815<br />

Projektoren<br />

LG<br />

CF3D<br />

Gut<br />

83<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Gut<br />

83<br />

Gut<br />

81<br />

Gut<br />

76<br />

72<br />

68<br />

60<br />

57<br />

66<br />

82<br />

Kurz vor Redaktionsschluss erschien<br />

das 3-D-Update für Sonys Playstation 3.<br />

In Kombination mit dem 3-D-Projektor<br />

von LG erschien der Bildeindruck<br />

anstrengend und die Augenbelastung<br />

war unerträglich hoch – dies war mit<br />

spezialisierten 3-D-Playern nicht zu<br />

beobachten. Im Zusammenspiel mit<br />

3-D-Fernsehern, welche die Shutter-<br />

Technik nutzen, wusste die Bildqualität<br />

zu überzeugen. Das Öffnen und<br />

Schließen der <strong>LCD</strong>-Brillen scheint den<br />

negativen Effekt zu maskieren. Weiterhin<br />

gibt die PS3 im 3-D-Modus keine<br />

hochauflösenden Tonspuren aus und<br />

kann grafische Benutzeroberflächen<br />

auf Java-Basis nur eingeschränkt bzw.<br />

gar nicht darstellen.<br />

In unserer <strong>Test</strong>- und Marktübersicht<br />

haben wir Fehler der vergangenen<br />

Ausgaben behoben. So erhält Sharps<br />

XS1 nun die korrekte Bewertung „gut“.<br />

Der Metz Primus wurde fehlerbehaftet<br />

ins neue Wertungsraster übertragen,<br />

das seit der Ausgabe 4/2010 Gültigkeit<br />

besitzt. Die Angaben zur Nachbewertung<br />

wurden nun angepasst.<br />

Gut zu wissen<br />

Was sich hinter den<br />

Messdiagrammen unserer<br />

TV- und Video-<br />

<strong>Test</strong>s verbirgt und welche<br />

Details Sie bei einer<br />

individuellen Bewertung<br />

in der Praxis beachten<br />

sollten, erfahren Sie ab<br />

Seite 92.<br />

Bilder: Auerbach ... Verlag, Philips<br />

56 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


UE55C9090<br />

Samsung UE55C9090<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Schönheitsideal<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Preis<br />

5999 Euro<br />

Info<br />

www.samsung.de<br />

Bilddiagonale 55 Zoll (140 cm)<br />

Maße (B/H/T) 129,6 × 87,3 × 0,8 cm<br />

Gewicht<br />

25,5 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

Bildtechnologie Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (200 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C<br />

Empfindlichkeit Sat –<br />

DiSEqC –<br />

Unicable –<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. ja, extern<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja (extern über USB,<br />

beiliegend)<br />

Multimedia-Formate AVI, ASF, MKV, MP4, 3GPP,<br />

VOR, VOB, PS, TS, RMVB,<br />

FLV, DivX-3 bis -6, Xvid,<br />

H.264, H263, Windows<br />

Media Video 9, MPEG-1<br />

bis -4, RV3.0/RV4.0, JPEG,<br />

MP3, AAC, WMA, Real<br />

Audio<br />

Internetdienste Google Maps, Twitter,<br />

Skype, Picasa, Ghetty<br />

Images, Youtube<br />

3-D-Darstellung ja, Sender integriert<br />

3-D-Formate Frame-Packing, Side-by-<br />

Side, Top-Bottom, Schachbrett,<br />

Line-by-Line<br />

Mit der ultraflachen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Serie C9090 sorgte Samsung in den vergangenen Wochen für<br />

Aufsehen. Im <strong>Test</strong>labor musste der 55-Zoll-Fernseher den Beweis antreten, dass im Bereich der<br />

Bildqualität keine Magerkost serviert wird.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

Mit rund acht Millimetern Bautiefe ist Samsungs C9090 der derzeit flachste Großbildfernseher der Welt.<br />

Ohne Standfuß bringt das stattliche 55-Zoll-Display lediglich 15 Kilogramm auf die Waage<br />

Kaufberatung 57


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Samsungs diesjährige Produktphilosophie<br />

findet in der Serie 9000 ihren Höhepunkt.<br />

Mit einer Bilddiagonale von<br />

1,4 Metern bietet das Modell UE55C9090 ein<br />

heimkinotaugliches Filmerlebnis, dabei arbeitet<br />

der Fernseher sehr Strom sparend und zeigt<br />

trotz minimaler Bautiefe plastische 3-D-Bilder.<br />

Äußerlich weiß der C9090 Akzente zu setzen:<br />

Das Gehäuse ist komplett aus Metall, der Standfuß<br />

ein echtes Schwergewicht und Details wie<br />

die langsam nach vorn gleitende Bedienleiste<br />

überzeugen auch kritische Premiumkäufer. An<br />

die Grenzen stößt das extravagante Designkonzept<br />

erst beim Blick auf die Rückseite: Die meisten<br />

Anschlüsse sind nur durch Adapterkabel<br />

zugänglich, Kabelkanäle sucht man vergebens<br />

und die Verbindung von Standfuß und Display<br />

wird lediglich durch eine Kunststoffblende mit<br />

Klettverschlüssen kaschiert.<br />

Komprimierte Technik<br />

Aufgrund des minimalen Platzangebots wanderten<br />

sämtliche Anschlüsse und ein Großteil<br />

der Elektronik in den Standfuß. Für diese<br />

Preisklasse unangemessen: Es findet sich kein<br />

Sat-Tuner, der C9090 unterstützt lediglich den<br />

Empfang über DVB-T und DVB-C. Eines der<br />

Aushängeschilder ist dagegen die edle Fernbedienung:<br />

Das Display besitzt eine ausreichende<br />

Auflösung und Farbtreue, um sämtliche Inhalte<br />

überzeugend darzustellen. Parallel zum<br />

laufenden Programm dürfen Sie ein weiteres<br />

auf der Fernbedienung betrachten; dank Doppeltuner<br />

gelingt das Streaming des zweiten<br />

Programms unabhängig von der Anzeige des<br />

Fernsehers. Leider können Sie die Doppeltuner<br />

nicht zur Kanalumschaltung während einer Aufzeichnung<br />

nutzen, diese sind strikt an das Streaming-Konzept<br />

der Fernbedienung gekoppelt.<br />

Sämtliche USB-Datenträger wurden in unserem<br />

<strong>Test</strong> anstandslos erkannt, die Programmaufzeichnung<br />

im Stand-by-Betrieb fällt mit über 40<br />

Watt (W) aber nicht energieeffizient aus. Neben<br />

TV-Programmen können Sie auch angeschlossene<br />

HDMI-Quellen via Fernbedienung darstellen,<br />

der Ton wird über die integrierten Lautsprecher<br />

oder den Kopfhöreranschluss an der<br />

Unterseite der Fernbedienung wiedergegeben.<br />

Mangels echter Tasten fällt die Handhabung<br />

anfangs gewöhnungsbedürftig aus. Aufseiten<br />

der Multimedia-Funktionen schöpft Samsung<br />

aus dem Vollen, bis auf wenige Ausnahmen<br />

(Quicktime) werden nahezu alle exotischen Audio-<br />

und Videodateien unterstützt. Dies gilt allerdings<br />

nicht im Netzwerk, in dem nur wenige<br />

Standardformate abrufbar sind.<br />

Minimale Kompromisse<br />

Samsungs C9090 wirft den Betrachtern ein<br />

farblich neutrales Bild entgegen, sodass kritische<br />

Stimmen schnell verstummen. Die Voreinstellungen<br />

vermeiden überzuckerte Farbtöne<br />

und dunkle Bereiche treten ohne störenden<br />

Blaustich auf. Dank des guten Kontrastfilters<br />

erscheinen Kinofilme auch bei Tageslicht plastisch,<br />

die sichtbare Spiegelung sollte bei der<br />

Aufstellung aber bedacht werden. Im Gegensatz<br />

zum C8790 arbeiten die Rahmen-<strong>LED</strong>s<br />

des C9090 in vierfacher Ausführung und das<br />

Spaltendimming entfällt. Schwarz wirkt unter<br />

geringem Umgebungslicht aufgehellt und die<br />

eigentlich gute Ausleuchtungsgenauigkeit kann<br />

fleckige dunkle Bereiche nicht völlig ausmerzen.<br />

Das Display versucht zwar, durch den automatischen<br />

Helligkeitsabgleich des gesamten Bildes<br />

dunklen Szenen mehr Tiefe zu verleihen, das<br />

raubt den meisten Bildern jedoch die Brillanz.<br />

Aufseiten der Bildschärfe bietet der C9090<br />

nicht die messerscharfe Abbildung manches<br />

Konkurrenten, das natürliche Gesamtergebnis<br />

kann aber auch hier überzeugen. Schnelle Bewegungen<br />

werden mittels 200-Hertz-Bildverarbeitung<br />

von Unschärfen befreit, ohne Artefakte<br />

kommt Samsungs Bildanalyse allerdings nicht<br />

aus. Obwohl Sie mittels zehnstufiger Regler<br />

die Weichheit und Klarheit vorgeben können,<br />

erreicht die Zwischenbildberechnung nicht das<br />

derzeitige Optimum.<br />

Stärken und Schwächen<br />

Der Schwachpunkt des Displays bleibt der eingeschränkte<br />

Betrachtungswinkel: Bereits minimale<br />

Abweichungen von der Bildmitte lassen<br />

Farben ausbleichen und dunkle Bereiche milchig<br />

erscheinen. Außerordentlich gut bereitet<br />

die interne Signalverarbeitung normale SD-<br />

Inhalte auf: Sowohl Video- als auch Filmmaterial<br />

erscheinen meist flimmerfrei und detailreich,<br />

die Rauschminimierung wertet schlechtes<br />

Bildmaterial zusätzlich auf. Unser <strong>Test</strong>modell<br />

wusste sogar im 3-D-Betrieb zu überzeugen,<br />

denn Samsungs aktuelle Firmware reduziert die<br />

anfangs störenden Doppelkonturen sichtbar.<br />

Infolge einer 60-Hertz-Wandlung erscheinen<br />

Kinobilder im 3-D-Modus mit weicheren Bewegungsphasen,<br />

sichtbares Bildflimmern wird<br />

lediglich durch Umgebungslicht hervorgerufen.<br />

Normales 2-D-Material konvertiert der Fernseher<br />

auf Wunsch in Echtzeit, der Bildeindruck<br />

wirkt auf Dauer aber anstrengend. Die minimale<br />

Bautiefe des C9090 zwingt die Tonqualität<br />

in die Knie – die im Standfuß integrierten Lautsprecher<br />

verzerren bereits bei Zimmerlautstärke.<br />

Das Lautsprecherset HT-C9959W gehört somit<br />

zum Pflichtkauf, alternativ lassen sich über<br />

den Audiorückkanal die Tondaten bequem zum<br />

AV-Receiver leiten. Unser Fazit: Trotz minimaler<br />

Bautiefe gehört der UE55C9090 zu den ausgereiftesten<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s am Markt und wird in<br />

der Wiedergabequalität lediglich von der hauseigenen<br />

C8790-Serie knapp geschlagen.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

19/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16/20<br />

Wiedergabequalität<br />

48/60<br />

Wertung 83 von 100<br />

Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 3600 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 85 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 85 W<br />

ausreichend/ausreichend<br />

gut/sehr gut<br />

kontrastoptimiert, spiegelnd<br />

Neutrale Farbdarstellung (Voreinstellung). Bei seitlicher<br />

Betrachtung bleichen Farben aus (kleines Dreieck)<br />

Exakte Helligkeitsverteilung. Bei seitlicher Betrachtung<br />

bleichen Tief- und Mitteltöne komplett aus (oberer Graph)<br />

Wärmebild<br />

195 W<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by<br />

0,1 W<br />

0 W > 1 W<br />

Neutrale Farbtemperatur ohne Kalibrierung. Bei seitlicher<br />

Betrachtung sichtbare Blauviolett-Färbung (unterer Graph)<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

+ 5 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

+ 5 %<br />

± 0 %<br />

58 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


NR. 3 MAI/JUNI 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

„Avatar“ auf Blu-ray: <strong>Vorschau</strong> im Heft<br />

NR. 4 JULI/AUGUST 2009 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60<br />

100 <strong>LCD</strong>-<br />

UND PLASMA-<br />

TVS AUF<br />

EINEN BLICK<br />

Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino<br />

NR. 4 JULI/AUGUST 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

NR. 5 SEPTEMBER/OKTOBER 2009 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

NR. 5 SEPTEMBER/OKTOBER 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

Ausgabe verpasst?<br />

Glück gehabt! Jetzt unseren Nachbestellservice nutzen!<br />

Ausgabe 3.2009<br />

Ausgabe 4.2009<br />

NEUES | INHALTE | WISSEN | KAUFBERATUNG<br />

HDMI-NEUHEIT<br />

Kabellose Bild- und Tonübertragung<br />

vorgestellt<br />

BLU-RAY 2.0<br />

Aktuelle Player mit allen<br />

Funktionen im Vergleich<br />

Kino, Fernsehen, Internet<br />

Flachbildfernseher für jede Gelegenheit im <strong>Test</strong>: Loewe, Panasonic,<br />

Philips, Samsung und Sony erweitern Ihre Ansprüche<br />

Ausgabe 5.2009<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />

<strong>LCD</strong>- und SCHÄRFE-PLUS BLU-RAY-GENUSS<br />

Plasma-TVs <strong>LCD</strong>-TVs mit 200 Hertz Denons DVD-A1UD genügt<br />

im Überblick von Sony und Toshiba höchsten Ansprüchen<br />

Ausverkauft<br />

Ökotrend: <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s schonen Umwelt und Geldbeutel<br />

CI Plus: Neuer Verschlüsselungsstandard für <strong>HDTV</strong><br />

Ich bestelle die angekreuzten<br />

Hefte der HD+TV und bezahle je<br />

Exemplar fünf Euro per Vorkasse:<br />

bar (den Betrag habe ich in bar<br />

beigelegt)<br />

Banküberweisung (den Betrag<br />

habe ich auf folgendes Konto überwiesen:<br />

Hypovereinsbank Leipzig,<br />

BLZ: 8 60 200 86,<br />

Konto-Nr.: 357 721 300)<br />

Duell des Jahres: Panasonic Plasma<br />

gegen Samsung <strong>LED</strong>-TV<br />

AUF BLU-RAY<br />

„Changeling“, „Frost/Nixon“<br />

AUDIO-MÖBEL<br />

Fernsehklang aufgefrischt<br />

HD-CAMCORDER<br />

Canon und Sony im Duell<br />

Echtes Kinoerlebnis mit dem Philips<br />

Cinema 21:9<br />

AUF BLU-RAY PANASONIC Z1<br />

„Watchmen“, „The Wrestler“ Edel, flach, hochwertig<br />

FÜR FILM & MUSIK<br />

Teufels kompaktes THX-Set<br />

Panasonic Z1: Ultraflacher Plasmafernseher<br />

mit Wireless HDMI<br />

Ihre Daten:<br />

Ausgabe 6.2009<br />

Ausgabe 1.2010<br />

Ausgabe 2.2010<br />

Name<br />

Vorname<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ, Ort<br />

Stromsparweltmeister: Sharp <strong>LED</strong>-<br />

<strong>LCD</strong> schont Umwelt und Geldbeutel<br />

Ausgabe 3.2010<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />

PREISTIPP<br />

DENON CARA<br />

Sharp Quattron: Vierfarbtechnik<br />

für <strong>LCD</strong>s<br />

Panasonic mit THX<br />

Player in einem<br />

Referenzplasma von AV-Receiver und Blu-ray-<br />

Gehäuse<br />

3-D-Fernseher im XXL-<strong>Test</strong><br />

Panasonic und Samsung entführen Sie in die dritte Dimension<br />

Player, Brillen, Blu-rays: So starten Sie ins 3-D-Zeitalter<br />

AUF BLU-RAY<br />

„Der Herr der Ringe“ u. v. a.<br />

AUGENÖFFNER<br />

Neue Fernseher von Philips<br />

SONY MONOLITH<br />

TV-Skulptur mit <strong>LED</strong>-Technik<br />

XXL-<strong>Test</strong>: 3-D-TV-Premieren von<br />

Panasonic und Samsung<br />

Unsere Besten: Die Flachbildtestsieger<br />

2009 im HD+TV Vergleich<br />

Ausgabe 4.2010<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />

HD IM KABEL VIER FARBEN ALLESKÖNNER<br />

Programminhalte und Zeigt Sharps Quattron- Schlank und prall gefüllt:<br />

Anbieter im Vergleich<br />

Technik Vorteile im Bild? Samsung UE46C8790<br />

CI PLUS<br />

Aufzeichnung mit<br />

Hindernissen<br />

HÖRGENUSS<br />

Design und Klang<br />

mit Loewe Reference<br />

3-D-PLAYER<br />

Samsung C6900 und<br />

Panasonic BDT300<br />

<strong>Test</strong>: Stromspar-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />

Bild- und Tonvergleich der superflachen Fernseher<br />

HD-Tuner, Internet, Multimedia und 3-D inklusive<br />

AUF BLU-RAY PANASONIC VT20<br />

„Warner Premium Collection“ Bildprimus in 2-D und 3-D<br />

BESSER ALS KINO<br />

JVC HD950 mit 21:9-Optik<br />

Großer <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Vergleich +<br />

Plasmaprimus von Panasonic<br />

Sie können auch bestellen unter:<br />

www.filmkaufen.de/hdplustv<br />

B&O<br />

LG<br />

Panasonic<br />

Samsung<br />

Sharp<br />

Sony<br />

Toshiba<br />

Alle Hintergründe zum <strong>HDTV</strong>-Programmstart<br />

+ Metz Primus 55 im <strong>Test</strong><br />

Ausgabe 5.2010<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />

<strong>LCD</strong>- und<br />

KOMPAKTKLASSE THX-FERNSEHER<br />

Plasma-TVs<br />

32-Zoll-<strong>LCD</strong>s von Loewe und Panasonics bester 42-<br />

im Überblick<br />

Philips im Vergleich<br />

Zoll-Plasma im Bildcheck<br />

HD PERFEKT<br />

Bilddiagonale und Sitzabstand<br />

richtig wählen<br />

3-D-SOUND<br />

Denon AVR-3311 mit<br />

HDMI 1.4 und DSX<br />

INTERNET-TV<br />

IPTV und HbbTV verändern<br />

Ihren Fernsehalltag<br />

ENTERTAINER<br />

Loewe Individual Compose<br />

Loewe<br />

Panasonic<br />

Philips<br />

Samsung<br />

Sony<br />

<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s mit 400 Hertz und 3-D-Unterstützung<br />

IFA-Highlights: 13 neue Modelle vorgestellt<br />

TEST: PREMIUM-TVs<br />

<strong>LED</strong> ULTRAFLACH<br />

Samsung UE55C9090<br />

3-D AUF BLU-RAY<br />

Wir testen die ersten Filme<br />

Sonys <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> der Serie HX905<br />

begeistert in 2-D und 3-D<br />

Einfach Coupon ausschneiden, in Druckschrift ausfüllen und per Post einsenden.<br />

Datum, Unterschrift<br />

Bitte gewünschte Ausgabe(n) ankreuzen:<br />

2005<br />

1.2005<br />

2006<br />

1.2006<br />

2.2006<br />

3.2006<br />

4.2006<br />

5.2006<br />

6.2006<br />

2007<br />

1.2007<br />

2.2007<br />

3.2007<br />

4.2007<br />

5.2007<br />

6.2007<br />

2008<br />

2.2008<br />

3.2008<br />

4.2008<br />

5.2008<br />

6.2008<br />

Bitte einsenden an:<br />

Auerbach Verlag<br />

und Infodienste GmbH<br />

– Leserservice –<br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig<br />

2009<br />

1.2009<br />

2.2009<br />

3.2009<br />

4.2009<br />

6.2009<br />

2010<br />

1.2010<br />

2.2010<br />

3.2010<br />

4.2010<br />

5.2010


46PFL9705K<br />

Philips 46PFL9705K<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Hersteller<br />

Philips<br />

Preis<br />

2999 Euro<br />

Info<br />

www.philips.de<br />

Bilddiagonale 46 Zoll (117 cm)<br />

Maße (B/H/T) 108,8 × 70,7 × 6,9 cm<br />

Gewicht<br />

25 kg<br />

Farben<br />

Silber (Aluminium)<br />

Bildtechnologie Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (400 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

Empfindlichkeit Sat gut (–83 dBm)<br />

DiSEqC 1.0<br />

Unicable<br />

nein<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. nein<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja (intern)<br />

Multimedia-Formate DivX, MPEG-1 bis -4,<br />

WMV, AVI, MKV, JPEG,<br />

MP3, WMA, WAV, AAC<br />

Internetdienste HbbTV, Videoload,<br />

Tagesschau, Bild.de,<br />

Youtube, Wetter.com,<br />

Kino.de, QTom, Arte,<br />

Daily Motion, Tom Tom,<br />

Internetbrowser u. v. a.<br />

3-D-Darstellung ja<br />

3-D-Formate Frame-Packing,<br />

Side-by-Side, Top-Bottom<br />

Lichtdusche<br />

Mit besonders leistungsfähigen <strong>LED</strong>s will Philips der 9000er-Serie zu neuem Glanz verhelfen<br />

und die brillantesten Bilder aller Flachbildfernseher bieten. Wir haben die vielversprechende<br />

Technik inklusive der 3-D-Darstellung unter die Lupe genommen.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Im Gegensatz zum Heimkinofernseher Cinema 21 : 9 Platinum sind die 3-D-Brillen und der Infrarotsender er nicht<br />

im Lieferumfang enthalten. Seine wahren Stärken spielt der Philips dessen ungeachtet im 2-D-Betrieb aus<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

60 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Ein eleganter Standfuß, der gleichzeitig<br />

als Wandaufhängung dient, ein schlanker<br />

Bildrahmen und Aluminiumblenden,<br />

wohin das Auge reicht: Mit dem Philips<br />

46PFL9705K erstehen Sie ein echtes Vorzeigeobjekt.<br />

An Anschlussvielfalt mangelt es dem<br />

Fernseher nicht, einige Anschlüsse sind allerdings<br />

etwas unglücklich platziert; so wird das<br />

Satellitenkabel seitlich angedockt, was eine<br />

unauffällige Installation erschwert. Die übersichtliche<br />

Struktur und gute Verarbeitung der<br />

Fernbedienung gefallen, zuweilen wünscht<br />

man sich aber mehr Direktwahltasten und eine<br />

eindeutigere Bezeichnung. Praktisch ist hingegen<br />

die elektronische Anleitung, diese wurde<br />

nahtlos in die Benutzeroberfläche integriert.<br />

Entsprechend seiner Bestimmung als derzeit<br />

leuchtstärkstes Display am Markt spendiert<br />

Philips dem <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> ein 3-Wege-Ambilight.<br />

Je nach Bildinhalt beginnen die rückseitig installierten<br />

<strong>LED</strong>s zu leuchten und vermitteln bei<br />

entsprechender Aufstellung ein größeres Bild.<br />

Sogar im ausgeschalteten Zustand lässt sich der<br />

Fernseher als energiesparende Wandbeleuchtung<br />

verwenden. Wünschenswert wäre lediglich<br />

der automatische Helligkeitsabgleich beim<br />

Einsatz des Lichtsensors, dieser nimmt nur auf<br />

die Bildbrillanz Einfluss. Neu ist die Möglichkeit,<br />

das Ambilight auf die eigene Wandfarbe abzustimmen,<br />

sodass bunte Hintergründe ebenfalls<br />

die korrekten Farbtöne reflektieren. Doch nicht<br />

nur optisch hebt sich der 46PFL9705K wohltuend<br />

vom Konkurrenzfeld ab: Neben zwei Mitteltönern<br />

auf der Rückseite sorgt die zierliche<br />

Lautsprecherleiste am unteren Bildrahmen für<br />

einen angenehm neutralen und druckvollen<br />

Klang. Besitzer von AV-Receivern nutzen die<br />

HDMI-1.4-Schnittstelle mit Audiorückkanal zur<br />

komfortablen Übertragung der Tondaten. Die<br />

Energiebilanz des 46-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s fällt vorbildlich<br />

aus: Im Standardbetrieb pendelt sich der<br />

Verbrauch auf durchschnittlich 110 Watt (W)<br />

ein. Wollen Sie die maximale Helligkeit ausnutzen,<br />

steigt der Energiebedarf auf rund 200 W.<br />

Programmvielfalt<br />

Philips‘ integrierter Sat-Empfänger unterstützt<br />

bis zu vier LNBs, die Satelliten Astra 19,2 Grad<br />

Ost, 23,5 Grad Ost, 28,2 Grad Ost und Türksat<br />

42 Grad Ost sind bereits voreingestellt. Der<br />

Sendersuchlauf und die Programminstallation<br />

erfolgen einsteigerfreundlich, aber langwierig.<br />

Abseits der automatischen Einrichtung steht mit<br />

„Satelliten Empfangstest“ eine manuelle Sendersuche<br />

bereit, die allerdings nur im Falle einer Senderaktualisierung<br />

die Speicherung von Programmen<br />

erlaubt. Trotz teilweise missverständlicher<br />

Bezeichnungen können die Fernsehfunktionen<br />

samt vorsortierter Kanalliste und grafisch ansprechendem<br />

elektronischem Programmführer<br />

überzeugen, vermisst haben wir lediglich eine<br />

Bild-in-Bild-Darstellung sowie die Möglichkeit<br />

der Festplattenaufzeichnung über angeschlossene<br />

USB-Datenträger. Weitere Unterhaltungsmöglichkeiten<br />

offenbaren sich bei der Anbindung<br />

des Fernsehers ans Internet. Neben der<br />

kabelgebundenen Vernetzung gestaltet sich der<br />

drahtlose Zugriff dank integriertem WLAN-Modul<br />

einsteigerfreundlich. Philips‘ Internetportal<br />

Net TV glänzt mit attraktiven sowie aktuellen Inhalten<br />

und guter Bildqualität der Videobeiträge,<br />

nur die träge Bedienung erfordert etwas Geduld.<br />

Auf Wunsch durchforsten Sie das World Wide<br />

Web ohne Zwänge im integrierten Browser;<br />

durch die eingeschränkte Formatunterstützung<br />

werden viele Websites aber nur unvollständig<br />

angezeigt. In Kooperation mit Videoload gestattet<br />

Philips, Filme gegen Bezahlung auszuleihen<br />

und diese auf dem Fernseher zu betrachten. Sie<br />

müssen nach der Netzwerkeinrichtung lediglich<br />

eine SD-Karte mit vier oder acht Gigabyte Datenvolumen<br />

zum Formatieren bereithalten, je nachdem,<br />

ob Sie Filme in SD- oder HD-Qualität ausleihen<br />

möchten. Unter der Bezeichnung „iTV“<br />

erlaubt es der Fernseher, die HbbTV-Dienste der<br />

TV-Sender anzuzeigen; leider unterstützte unser<br />

<strong>Test</strong>modell diese Funktion ebenso wie Widgets<br />

(einblendbare Kurzinformationen über das<br />

Internet) noch nicht. Das entsprechende Update<br />

wird zum Erscheinungstermin dieser Ausgabe erhältlich<br />

sein und ist auch zu älteren Philips-TVs<br />

mit Net-TV-Unterstützung kompatibel.<br />

<strong>LED</strong>-Turbo<br />

Philips beschreibt die Bildschärfe mit 400 Hertz,<br />

wobei die Signalverarbeitung 200 Bilder generiert<br />

und die restlichen in Form wandernder<br />

Schwarzbalken hinzufügt. Entgegen der Philips-Tradition<br />

dürfen Sie die artefaktbehaftete<br />

Bewegungsglättung deaktivieren und erleben<br />

dennoch eine gute Bewegtbildschärfe. Zudem<br />

wird die Eingabeverzögerung auf ein angenehmes<br />

Maß reduziert. In der Praxis neigt der<br />

Fernseher in den Voreinstellungen zur Überschärfung,<br />

was mit gedrosseltem Schärferegler<br />

und begrenztem Einsatz der umfangreichen<br />

Bildverarbeitung schnell behoben werden kann.<br />

Auf die mitgelieferten abgespeicherten Vergleichsbilder<br />

und HD-Videos sollten Sie nicht<br />

blind vertrauen, denn diese geben nur wenig<br />

Aufschluss über die tatsächliche Bildqualität. Es<br />

lohnt sich, die Bildeinstellungen manuell mithilfe<br />

von <strong>Test</strong>bildern nachzujustieren. Nicht ganz<br />

auf Referenzniveau ist die Schärfe während der<br />

Bewegtbilddarstellung. Unser <strong>Test</strong>modell neigte<br />

zum leichten Verwischen und es bildeten sich<br />

farbige Nachzieher. Dieser Effekt war allerdings<br />

maßgeblich von der Betriebstemperatur abhängig<br />

– nach einer Stunde Dauerbetrieb verbesserte<br />

sich die Klarheit des Bildes sichtbar. Im<br />

Inneren des 46PFL9705K verrichten rund 1 800<br />

<strong>LED</strong>s, aufgeteilt in 224 unabhängige Segmente,<br />

ihren Dienst. Die Besonderheit: Durch den Einsatz<br />

leistungsfähiger Leuchtdioden ergibt sich in<br />

der Praxis ein Helligkeitsgewinn im Vergleich zu<br />

konkurrierenden Flachbildfernsehern. Im Ausgangszustand<br />

ist davon noch nichts zu sehen,<br />

denn Philips wählte einen energiesparenden<br />

Das 3-D-Starterkit kostet 200 Euro Aufpreis. Der mitgelieferte<br />

Sender findet auf der Rückseite Anschluss und sollte<br />

auf dem Fernseher positioniert werden<br />

Eine Konvertierung von 2-D zu 3-D bietet Philips nicht, Sie<br />

können 3-D-Inhalte lediglich auf Wunsch zweidimensional<br />

darstellen<br />

Net TV bietet umfangreiche Unterhaltungsangebote über<br />

das Internet. Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten,<br />

sind darüber hinaus HbbTV- und Widget-Dienste abrufbar<br />

Dank wählbarer Wandfarbe passt sich das Rundumlicht<br />

Ambilight verschiedenen Hintergründen an, was die Aufstellung<br />

des Fernsehers flexibler gestaltet<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 61


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Kontrast (nativ) Min: 1 000 : 1, Max: 15 000 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 75 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 85 W 200 W<br />

ausreichend/ausreichend<br />

sehr gut/sehr gut<br />

kontrastoptimiert,<br />

leicht spiegelnd<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by 0,1 W<br />

0 W > 1 W<br />

Mustergültige Farbtemperatur, in der Praxis allerdings<br />

etwas schwankend. Seitlich betrachtet kühle Farbgebung<br />

Natürliche Farbabstimmung ab Werk. Von der Seite betrachtet<br />

erscheinen Rottöne violett, Gelbtöne bleichen aus<br />

Gammaverlauf optimal. Seitlich betrachtet bleichen Tiefund<br />

Mitteltöne sichtbar aus (oberer Graph)<br />

Wärmebild<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

– 5 %<br />

– 10 %<br />

– 5 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

Modus, um die Stromsparrichtlinien der zukünftigen<br />

EU-Norm mustergültig zu erfüllen. Mit<br />

wenigen Handgriffen lässt sich die Bildbrillanz<br />

steigern und im farbkalibrierten Modus erreichte<br />

der Philips abhängig vom Bildinhalt die<br />

zwei- bis sechsfache Helligkeit im Vergleich zu<br />

Plasma-TVs oder Edge-<strong>LED</strong>s mit vollflächiger<br />

Dimmung. Gegenüber herkömmlichen Direct-<br />

<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s steigt die Brillanz immerhin um den<br />

Faktor 1,5 bis 3. Im Praxisbetrieb kann sich der<br />

Philips noch besser in Szene setzen, als es die<br />

Zahlen vermuten lassen. Ganzflächig leuchtstarke<br />

Bilder werden ebenso wie kleine Leuchtpunkte<br />

nahezu gleichbleibend brillant dargestellt,<br />

sodass der Helligkeitsgewinn in jeder<br />

Bildkomposition erhalten bleibt.<br />

Helligkeit ist Trumpf<br />

Aufgrund der nur leicht spiegelnden Kontrastfilterscheibe<br />

und potenten <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />

vermittelt der Philips einen exzellenten<br />

Kontrasteindruck. Bei Tageslicht offeriert<br />

der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> eine unerreichte Bildhelligkeit und<br />

im dunklen Heimkino reizen die <strong>LED</strong>s unsere<br />

Wahrnehmung sowohl im Schwarz- als auch im<br />

Weißbereich vollkommen aus. Dabei verschluckt<br />

der Fernseher keinesfalls Details, sondern wählt<br />

den richtigen Mittelweg aus Durchzeichnung<br />

und satten Schwarztönen. Lediglich komplexe<br />

<strong>Test</strong>sequenzen konnten die <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />

leicht in die Irre führen. Unser <strong>Test</strong>modell<br />

zeigte vollflächige Graustufen mit zehn<br />

Prozent Helligkeit mit wechselhafter Luminanz,<br />

dieser Effekt war im realen TV- und Filmbetrieb<br />

jedoch nicht reproduzierbar und das (verglichen<br />

mit der <strong>LCD</strong>-Schicht) grobe <strong>LED</strong>-Raster trat nie<br />

unangenehm in Erscheinung. Vergleicht man<br />

den 46PFL9705K mit den besten <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s am<br />

Markt, so fällt hier die Brillanz feinster Details<br />

höher und das Überstrahlen in dunkle Bereiche<br />

geringer aus. Einzig kritische Betrachter werden<br />

leichte Schwankungen der Farbtemperatur bei<br />

einheitlichen Flächen wahrnehmen, denn die<br />

Farbgebung ist abhängig von der Größe der<br />

dargestellten Fläche. Zudem gelingt die Ausleuchtung<br />

nicht fehlerfrei: Im unteren Bereich<br />

plagte unser <strong>Test</strong>modell ein schattiger Fleck<br />

und die Homogenität der Ausleuchtung liegt<br />

nur bei guten 75 Prozent. Vor dem Kauf sollten<br />

Sie mittels eines weißen <strong>Test</strong>bildes die Homogenität<br />

der Ausleuchtung überprüfen, denn<br />

produktionsbedingte Schwankungen sind hierbei<br />

nicht ausgeschlossen. Der makellose Kontrasteindruck<br />

ist außerdem jenen vorbehalten,<br />

die exakt auf Augenhöhe und zentral vor dem<br />

Fernseher sitzen, denn der Philips verzeiht keine<br />

Abweichung vom Mittelpunkt. Bereits bei<br />

wenigen Grad Differenz bleichen Farben sowie<br />

Tief- und Mitteltöne sichtbar aus und die <strong>LED</strong>-<br />

Hintergrundbeleuchtung tritt in Erscheinung.<br />

Die interne Bildverarbeitung des Modells kann<br />

schlechte Signalquellen kaum aufwerten, sondern<br />

zeigt jeden Fehler schonungslos. SD-Videoformate<br />

werden mit guter Bildschärfe dargestellt,<br />

meist bleibt jedoch die Bildruhe auf der<br />

Strecke. Wollen Sie das Potenzial des Fernsehers<br />

ausreizen, sollten Sie den internen Tunern<br />

die entsprechenden HD-Kanäle zuweisen und<br />

einen hochwertigen Blu-ray-Player zur Filmzuspielung<br />

nutzen.<br />

3-D vertagt<br />

Lange mussten Philips-Fans auf das 3-D-Update<br />

warten, doch das Ergebnis fällt zwiespältig<br />

aus. Dank der Hochleistungsleuchtdioden ist<br />

die 3-D-Darstellung angenehm hell und fast<br />

flimmerfrei, allerdings waren unsere Ausflüge<br />

in die 3-D-Welt aufgrund von störenden Doppelkonturen<br />

und Geisterbildern nur von kurzer<br />

Dauer. Die Bildtrennung zwischen linkem und<br />

rechtem Auge verlief unbefriedigend, fehlerhafte<br />

Konturen zeigen sich auffälliger als bei<br />

den derzeitigen 3-D-Referenzen. Unsere Messungen<br />

bestätigten den subjektiven Eindruck –<br />

die Intensität des Übersprechens liegt zwischen<br />

vier und acht Prozent. Dennoch besitzt das Philips-System<br />

großes Potenzial, denn die Synchronisation<br />

zwischen Brille und Fernseher gelingt<br />

vollautomatisch und sehr komfortabel. Sämtliche<br />

Bildeinstellungen bleiben im 3-D-Modus<br />

erhalten, eine Konvertierung von 2-D zu 3-D bietet<br />

Philips aber nicht. Neben den Signalen einer<br />

3-D-Blu-ray verarbeitet der Fernseher das Sideby-Side-Format<br />

der ersten 3-D-Programme, das<br />

Sie, im Gegensatz zum Blu-ray-Format, manuell<br />

anwählen müssen. Auf der IFA in Berlin konnten<br />

wir weitere Modelle der 9000er-Serie begutachten,<br />

die eine bessere Bildtrennung gewährleisteten.<br />

Laut Hersteller plagt einige Modelle der<br />

Serie 9000 eine fehlerhafte 3-D-Signalannahme,<br />

sodass die Synchronisation zwischen linkem<br />

und rechtem Auge negativ beeinträchtigt wird.<br />

Die Evolution von <strong>LED</strong><br />

Philips geht konsequent den nächsten Schritt<br />

bei der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Entwicklung und nimmt sich<br />

der vernachlässigten Bildbrillanz an. Während<br />

nahezu jeder Hersteller mit theoretischen Kontrastangaben<br />

im Millionenbereich wirbt, reizt<br />

Philips das Spektrum sichtbar aus. Der Bildeindruck<br />

ist unter Tageslichtbedingungen ebenso<br />

mustergültig wie im dunklen Heimkino – trotz<br />

gesteigerter Helligkeit müssen Filmfans nicht auf<br />

eine exzellente Schwarzdarstellung verzichten.<br />

Von einem Blind- oder Internetkauf sei trotz aller<br />

Euphorie dennoch abgeraten, denn das Modell<br />

sollte vor dem Erwerb auf hochfrequente<br />

Störgeräusche, flackernde <strong>LED</strong>s und eine inhomogene<br />

Ausleuchtung überprüft werden, damit<br />

der Fernsehgenuss am Ende das hält, was unser<br />

<strong>Test</strong>bericht verspricht.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

14/20<br />

Wiedergabequalität<br />

53/60<br />

Wertung 85 von 100<br />

62 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


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47LX9500<br />

LG 47LX9500<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Hersteller<br />

LG<br />

Preis<br />

2999 Euro<br />

Info<br />

www.lg.de<br />

Bilddiagonale 47 Zoll (119 cm)<br />

Maße (B/H/T) 108,59 × 71,06 × 3,16 cm<br />

Gewicht<br />

26,7 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (400 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja (nein)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C<br />

Empfindlichkeit Sat –<br />

DiSEqC –<br />

Unicable<br />

nein<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. nein<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja (extern über USB)<br />

Multimedia-Formate AVCHD, MPEG-4, MPEG-2,<br />

DivX, MKV, H.264, MOV,<br />

JPEG, MP3, LPCM<br />

Internetdienste Youtube, Maxdome,<br />

Picasa, Accuweather<br />

3-D-Darstellung ja<br />

3-D-Formate Frame-Packing, Side-by-<br />

Side, Top-Bottom,<br />

Schachbrett, Frame<br />

Alternative<br />

Einer für alle<br />

3-D, <strong>LED</strong>, 400-Hertz-Technologie: LGs Klassenbester strotzt geradezu vor hochklassigen Ausstattungsdetails.<br />

Trotz ultraflacher Bautiefe sind die Leuchtdioden nicht im Rahmen, sondern<br />

tatsächlich im Hintergrund integriert. Ob der LX9500 alle Bildqualitätsversprechen in der Praxis<br />

hält, zeigt unser ausführlicher <strong>Test</strong>.<br />

VON CHRISTIAN HILL<br />

Nicht nur mit dem neuartigen Bedienkonzept „Magic Motion“ (erste Fernbedienung) will LG den Kunden<br />

verzaubern. Der äußerst schmale Display-Rahmen ist ebenfalls sehr eindrucksvoll<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />

64 HD+TV | 6.20100 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

LGs LX9500 misst nur etwas mehr als drei<br />

Zentimeter in der Tiefe. Noch schmaler<br />

ist die Einrahmung der Display-Fläche,<br />

dadurch vermittelt der LX9500 im eingeschalteten<br />

Zustand nahezu den Eindruck, als wäre<br />

das Bild nicht in ein enges Korsett gezwängt,<br />

sondern frei schwebend. Vollendet wird das Designkonzept<br />

durch den großzügigen Einsatz von<br />

Glas: angefangen beim Standfuß, der durch sein<br />

Gewicht das Gerät stabilisiert und mittels gummierter<br />

Punkte rutschfest platziert ist, bis hin zur<br />

Frontscheibe, die über den Display-Rahmen hinausreicht.<br />

Die Glasfront unterstreicht zwar die<br />

edle Note des LX9500, birgt jedoch die Gefahr,<br />

durch ihren spiegelnden Charakter den Bildgenuss<br />

zu stören. Für die Aufstellung keinesfalls<br />

unerheblich: Das Stromkabel ist fest am Display<br />

verankert und fällt vergleichsweise kurz aus. Als<br />

besondere Zugabe legt LG dem Gerät die „Magic<br />

Motion“ bei. Dabei handelt es sich um eine<br />

abgespeckte Fernbedienung, mit deren Hilfe<br />

per Funk die wichtigsten Funktionen des Geräts<br />

bedient werden können. Wird sie aktiviert, erscheinen<br />

Menüpunkte und ein Zeiger auf dem<br />

Display, der, ähnlich einem Mauscursor, über<br />

die Bildfläche bewegt wird. Leider hat LG bei<br />

der Tuner-Ausstattung den Satellitenempfänger<br />

eingespart und auf die Option zur Festplattenaufzeichnung<br />

verzichtet. Lediglich Kabel- und<br />

Antennenempfang sind möglich. Nach dem<br />

Suchlauf ist die Programmliste zwar unsortiert,<br />

ein gut durchdachtes und leicht zu erlernendes<br />

System zur Favorisierung und Sortierung sorgt<br />

jedoch schnell für ein heimisches Gefühl.<br />

Gespenstische Erscheinungen<br />

Das wohl wichtigste Merkmal aktueller Fernsehmodelle<br />

dieser Tage ist die Fähigkeit, stereoskopische<br />

Inhalte wiederzugeben. Anders als<br />

konkurrierende 3-D-fähige Geräte beherrscht<br />

der LX9500 keine Konvertierung herkömmlicher<br />

Signale in stereoskopische Bilder. Hingegen ist es<br />

dem LX9500 nahezu egal, über welche Quelle<br />

der Flachbildfernseher mit 3-D-Material gefüttert<br />

wird. Vom internen Media-Player bis hin<br />

zu eingespeisten 3-D-Blu-ray-Signalen: Liegen<br />

die Bilder in 3-D vor, können diese auch entsprechend<br />

auf dem LG wiedergegeben werden.<br />

Das 3-D-Filmformat erkennt der Apparat dabei<br />

automatisch, bei anderen Quellen muss manuell<br />

nachgeholfen werden. Für die Wiedergabe<br />

stehen hier die Methoden Side-by-Side, Top-<br />

Bottom, Schachbrett und Frame Alternative<br />

bereit. Im <strong>Test</strong> konnte der räumliche Eindruck<br />

des 3-D-Modus jedoch nicht überzeugen: Trotz<br />

Zuspielung echter 3-D-Blu-rays zeigte der Flachbildschirm<br />

jederzeit unübersehbare Übersprechungen.<br />

Die Geisterbildeffekte treten im Randbereich<br />

mit einer Intensität von bis zu 15 Prozent<br />

auf, sodass die Augen des Betrachters ungewollt<br />

zu schielen beginnen. LG gestattet dem Anwender<br />

keinen Zugriff auf die Benutzeroberfläche<br />

des Gerätes; Sie haben nur die Möglichkeit, den<br />

3-D-Effekt zu deaktivieren oder die Synchronisation<br />

der Brille umzukehren. Dem LX9500 liegen<br />

zwei Shutter-Brillen bei, der nötige Infrarotemitter<br />

ist in das Gerät integriert. Zudem setzt<br />

LG als erster 3-D-TV-Anbieter einen vollwertigen<br />

Akku ein, der über ein beiliegendes USB-Kabel<br />

geladen wird und somit den Wechsel der sonst<br />

üblichen Knopfzelle überflüssig macht.<br />

Stabiler Horizont<br />

Abseits des räumlichen Bildes präsentiert der<br />

LX9500 seiner Klasse entsprechend sehr zufriedenstellende<br />

<strong>Test</strong>ergebnisse. Dank des THXzertifizierten<br />

Modus geht die Bildkalibrierung<br />

schnell vonstatten. Mit der Option zur ISF-<br />

Kalibrierung kann selbst dies noch übertroffen<br />

werden. In der Farbdarstellung sowie der Farbtemperatur<br />

leistet sich das Panel nur minimale<br />

Abweichungen. Das lokale Abdimmen einzelner<br />

Bildbestandteile zur Erhöhung des Kontrastes<br />

funktioniert ohne merkliche Verzögerung und<br />

der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> ist in der Lage, ein sattes Schwarz<br />

zu erzeugen. Die Ausleuchtung gelingt zwar<br />

präzise, leichte Helligkeitsflecken, ähnlich der<br />

Edge-<strong>LED</strong>-Technologie, sind aber dennoch<br />

zu beobachten.<br />

Großbildmonitor<br />

Infolge der geringen Bautiefe und eingeschränkten<br />

<strong>LED</strong>-Anzahl gelingt die punktgenaue Helligkeitsansteuerung<br />

nicht mit der Präzision vergleichbarer<br />

Local-Dimming-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Helle<br />

Objekte vor dunklem Grund ziert eine Aura, die<br />

<strong>LED</strong>-Blöcke sind teilweise störend sichtbar und<br />

der reale Kontrasteindruck kann nicht an die theoretischen<br />

Maximalkontraste anschließen. Eine<br />

Abweichung des horizontalen Blickwinkels quittiert<br />

der LX9500 keinesfalls mit verblassenden<br />

Farben und schwindenden Kontrasten: Für <strong>LED</strong>-<br />

<strong>LCD</strong>-Verhältnisse bietet LG ein stabiles Blickwinkelverhalten.<br />

Weniger gelungen ist die Bewegtbildschärfe,<br />

denn trotz 400-Hertz-Technologie<br />

sind Nachzieher und Artefakte sichtbar. SD-Videosignale<br />

werden gut in die HD-Auflösung umgerechnet,<br />

Konturen mit einer Kantenglättung<br />

versehen und das Bildrauschen wird unterdrückt.<br />

Nur Filmsignale einer DVD sollten Sie immer in<br />

1 080p zuspielen, denn die interne Elektronik ist<br />

auf 60-Hertz-Signale optimiert. Klanglich bietet<br />

der LG, gemessen an der geringen Bautiefe,<br />

eine ausreichende Leistung, insgesamt fehlt es<br />

allerdings am Fundament; das Stereopanorama<br />

wirkt eingeengt und der Ton erschallt leicht blechern.<br />

Als farbechter Großbildmonitor und mit<br />

hochwertigen Quellen gefüttert fühlt sich der<br />

LX9500 dagegen pudelwohl. Sowohl im 2-D- als<br />

auch im Multimedia-Betrieb bleiben nur wenige<br />

Wünsche unerfüllt.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16/20<br />

Wiedergabequalität<br />

48/60<br />

Wertung 80 von 100<br />

Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 6500 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 85 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 60 W 170 W<br />

gut/gut<br />

gut/sehr gut<br />

kontrastoptimiert,<br />

stark spiegelnd<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by<br />

Bei seitlicher Betrachtung (unterer Graph) lediglich leicht<br />

abweichende Farbtemperatur<br />

Dank umfangreicher Kalibrierungsoptionen zeigt der<br />

LX9500 eine nahezu punktgenaue Farbdarstellung<br />

Optimaler Gammaverlauf. Stabiler Bildeindruck bei horizontaler<br />

Blickwinkelveränderung, kein Ausbleichen<br />

Wärmebild<br />

0,1 W<br />

0 W > 1 W<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung 65


KDL-55NX815<br />

Sony KDL-55NX815<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Preis<br />

3499 Euro<br />

Info<br />

www.sony.de<br />

Bilddiagonale 55 Zoll (140 cm)<br />

Maße (B/H/T) 127,6 × 80,0 ×3,2 cm<br />

Gewicht<br />

32,2 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (200 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

Empfindlichkeit Sat sehr gut (–87,5 dBm)<br />

DiSEqC 1.0<br />

Unicable<br />

nein<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. nein<br />

Bild-in-Bild<br />

ja (eingeschränkt)<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja (intern)<br />

Multimedia-Formate AVCHD, MP4, MPEG-2,<br />

JPEG, MP3, LPCM<br />

Internetdienste FIFA Channel, Youtube,<br />

Tagesschau, Berliner<br />

Philharmoniker, Bild,<br />

Yahoo, Flickr, Twitter,<br />

Epicurious, Pro-Sieben-<br />

Mediathek, Sat-1-Mediathek,<br />

Yahoo-Widgets<br />

3-D-Darstellung ja<br />

3-D-Formate Frame-Packing,<br />

Side-by-Side, Top-Bottom<br />

3-D-Familiennachwuchs<br />

Nachdem Sonys Topmodelle im Frühsommer bereits mit einem wahrhaft überzeugenden 3-D-<br />

Modus ausgestattet waren, legt der Elektronikriese jetzt nach und wappnet sich auch in der<br />

Mittelklasse für die dreidimensionale Heimkinozukunft.<br />

VON CHRISTIAN HILL<br />

Größere Bildfläche, geringere Bautiefe, schmalerer Rahmen, dimmbare <strong>LED</strong>s und Monolith-Standfuß mit aktiver<br />

Soundbar: Der NX815 offenbart erst auf den zweiten Blick die Unterschiede zu den Vorgängern<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

66 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Das von uns getestete Modell NX815<br />

lässt von Anfang an keinen Zweifel<br />

aufkommen, dass es das Flaggschiff<br />

der nun erweiterten Presence-Serie von Sony<br />

ist. Das Modell kann als einziges mit einer beeindruckenden<br />

Bildschirmdiagonale von 55 Zoll<br />

(140 Zentimeter) erworben werden. Bis auf die<br />

überdimensionale Bildfläche unterscheidet sich<br />

das Design des NX815 jedoch kaum von seinen<br />

älteren Klassenkameraden, das Gehäuse ist allerdings<br />

fast um die Hälfte geschrumpft und<br />

die Paneleinfassung kaum noch sichtbar. Dadurch<br />

wirkt das Bild, als stünde es nahezu frei<br />

im Raum, während im ausgeschalteten Zustand<br />

die Illusion einer einheitlich geschlossenen Front<br />

entsteht. Dem optional erhältlichen Monolith-<br />

Standfuß spendierte Sony ebenfalls eine Überarbeitung.<br />

Während das alte Modell neben seiner<br />

Formschönheit nur die Funktion hatte, passiv die<br />

Töne der im Gerät eingebauten Lautsprecher in<br />

Richtung des Zuschauers zu leiten, ist nun das<br />

hohle Innenleben einem vollwertigen 3.1-Soundsystem<br />

gewichen. Während die Mittel- und<br />

Hochtöner nach vorn abstrahlen, befindet sich<br />

der Tieftöner rückwärtig im Standfußgehäuse,<br />

das auch die nötigen Anschlüsse bereithält.<br />

Aufgrund der sonst nur ausreichenden tonalen<br />

Leistungen des NX815 ist der neue Monolith-<br />

Standfuß Pflicht für Freunde des guten Klangs.<br />

Lichterkreis<br />

Sony hat natürlich im Geräteinneren weiter an<br />

der Qualität gefeilt. Die wohl wichtigste Neuerung<br />

betrifft die Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Diese<br />

ist um das komplette Panel herum angeordnet<br />

und erlaubt eine spaltenweise Regulierung der<br />

Leuchtkraft je nach Bildinhalt. Eine Aktivierung<br />

dieser Funktion zeigte im <strong>Test</strong> nur einen dezenten<br />

Effekt, Schwarzanteile wirkten weniger<br />

aufgehellt, die Bildhelligkeit kann je nach Szene<br />

aber auf 50 Prozent sinken. Das Backlight<br />

spielt darüber hinaus bei der Bildschärfe eine<br />

Rolle. Sony hat beim NX815 auf Motionflow<br />

mit 200-Hertz-Zwischenbildberechnung aufgestockt,<br />

wobei ein Teil der Nachschärfung bei<br />

Bewegungen auf das Konto der rhythmischen<br />

Deaktivierung des Backlights geht. Dies hat den<br />

Nebeneffekt, dass sich die Gesamthelligkeit des<br />

Bildes reduziert. Wollen Sie diesen Umstand<br />

umgehen, liefert der Modus „Klar“ einen guten<br />

Kompromiss aus hoher Bildschärfe und Helligkeit.<br />

Angesichts der imposanten Bildfläche verwundert<br />

es nicht, dass trotz rundum verbauter<br />

Leuchtmittel nur eine mittelmäßige Ausleuchtung<br />

erzielt wird. Dunkle Bildinhalte wirken<br />

leicht fleckig und in den Eckbereichen nimmt die<br />

Leuchtdichte zusehends ab.<br />

Tiefe inklusive<br />

Die wichtigste Ausstattungsneuheit ist natürlich<br />

der 3-D-Modus. Die dazu nötige interne Bildverarbeitung<br />

kann sich dabei auf die Entwicklungsarbeit<br />

und die Erfahrung von Sonys Oberklasse<br />

stützen. Dabei wird dem Zuschauer ein realistisches,<br />

tiefgreifendes Raumgefühl vermittelt,<br />

ohne die Augen des Betrachters überzustrapazieren.<br />

Die einzelnen räumlichen Objektebenen<br />

sind dabei wirklichkeitsnah hintereinander<br />

gestaffelt, fälschliche Überschneidungen und<br />

Positionierungen treten nicht auf. Im Gegensatz<br />

zur HX905-Serie zeigt der NX815-Koloss deutlichere<br />

Übersprecheffekte, der Crosstalk beträgt<br />

zwischen drei und sechs Prozent. Dies ist auf<br />

die indirekt abstrahlende Egde-Beleuchtung zurückzuführen,<br />

die durch ungenaue Flächenausleuchtung<br />

und weniger präzises Dimming den<br />

unangenehmen Nebeneffekt stärker provoziert.<br />

Erfreulich ist hingegen, dass Sony bei der Grundausstattung<br />

der 3-D-fähigen Flachbildfernseher<br />

zugunsten der Kunden einlenkt und bereits ab<br />

Werk den zur Synchronisation nötigen Infrarotemitter<br />

und eine aktive Shutter-Brille beilegt. In<br />

Kombination mit der ebenfalls sehr zufriedenstellend<br />

funktionierenden Konvertierung von<br />

2-D zu 3-D steht dem Start ins räumliche Bilderlebnis<br />

nichts mehr im Weg.<br />

Ungebunden<br />

Die Einrichtung der einzelnen Signalquellen<br />

gestaltet sich problemlos und TV-Sender werden<br />

gut sortiert hinterlegt. An eine Bild-in-<br />

Bild-Funktion wurde ebenfalls gedacht, jedoch<br />

können die beiden Bildhälften in Ermangelung<br />

eines Twin-Tuners nur von unterschiedlichen<br />

Quellen gespeist werden. Bei der Verarbeitung<br />

von SD-Signalen setzt der Sony nur wenige<br />

Ausrufezeichen, eine Referenzbildschärfe wird<br />

nicht erreicht. Gleiches gilt auch bei Zuspielung<br />

von Material mit unterschiedlichen Bildwiederholraten<br />

wie z. B. Video oder Film, die meist<br />

flimmerfrei bleiben, über hochwertige externe<br />

Quellen aber ruhiger und schärfer erscheinen.<br />

Neben dem 3-D-Modus wurde nicht vergessen,<br />

dem NX815 eine würdige Vollausstattung<br />

zu spendieren. Besonders erfreulich ist, dass<br />

das Wi-Fi-Modul in das Gerät integriert wurde.<br />

Eine weitere wesentliche Neuerung ist der<br />

Video-on-Demand-Service Qriosity, der in wenigen<br />

Wochen startet. Hierzu ist jedoch eine<br />

Registrierung nötig, der Dienst ist darüber hinaus<br />

kostenpflichtig. Abseits der vernetzten<br />

Informationswege kann sich der Besitzer des<br />

NX815 über ein durchweg scharfes Bilderlebnis<br />

freuen, auch wenn Ausleuchtungsungenauigkeit<br />

und eingeschränkte Bildbrillanz aufgrund<br />

grober <strong>LED</strong>-Ansteuerung den Kontrasteindruck<br />

gegenüber einem Direct-<strong>LED</strong>-Gerät schmälern.<br />

Dennoch verbirgt sich hinter dem hochwertig<br />

und elegant designten Flachbildgiganten ein<br />

Strom sparender, voll ausgestatteter und somit<br />

lohnenswerter Freizeitunterhalter.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15/20<br />

Wiedergabequalität<br />

48/60<br />

Wertung 81 von 100<br />

Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 4000 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 70 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb<br />

Konstante Farbtemperatur, Blauschimmer im Schwarz. seitlich<br />

betrachtet zunehmend (untere Grafik)<br />

Der NX815 erlaubt sich geringe Abweichungen, Rot tendiert<br />

ins Orange. Seitlich betrachtet ausbleichende Farben<br />

Die Gammakurve gestaltet sich kompromisslos genau, das<br />

Bild bleicht jedoch bei seitlicher Betrachtung aus<br />

Wärmebild<br />

60 W 140 W<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by 0,1 W<br />

ausreichend/ausreichend<br />

gut/sehr gut<br />

kontrastoptimiert, spiegelnd<br />

0 W > 1 W<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

+ 5 %<br />

– 5 %<br />

+ 5 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung 67


TX-P42VT20E<br />

Panasonic TX-P42VT20E<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Preis<br />

1999 Euro<br />

Info<br />

www.panasonic.de<br />

Bilddiagonale 42 Zoll (107 cm)<br />

Maße (B/H/T) 103,5 × 69,6 × 8,5 cm<br />

Gewicht<br />

24 kg<br />

Farben<br />

Schwarz-Bronze<br />

Bildtechnologie Plasma (100 Hz/600 Hz sfd)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

Empfindlichkeit Sat sehr gut (–88 dBm)<br />

DiSEqC 1.0<br />

Unicable<br />

ja<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. ja, extern<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja<br />

Multimedia-Formate AVCHD, DivX, MPEG-2,<br />

MKV, JPEG, MP3, AAC<br />

Internetdienste Daily Motion, Tagesschau,<br />

Eurosport, Bild, Skype,<br />

Youtube, Picasa,<br />

Bloomberg, QTom,<br />

Acetrax<br />

3-D-Darstellung ja<br />

3-D-Formate Frame-Packing, Side-by-<br />

Side, Top-Bottom<br />

AUSGABE 6.2010<br />

3-D gemeinsam erleben<br />

Bislang war Panasonics 3-D-Angebot auf die Größenklassen 50 und 65 Zoll beschränkt.<br />

Mit den überarbeiteten VT20-Modellen in 42 und 46 Zoll wagt der Hersteller nun den<br />

Sprung in den Massenmarkt.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Neben en zwei beiliegenden 3-D-Brillen offeriert Panasonic akkubetriebene Modelle (TY-EW3D2) für 149 Euro.<br />

Der TX-P42VT20E beherrscht die Wandlung von 2-D zu 3-D, eine Taste auf der Fernbedienung fehlt<br />

Bilder: 20th Century Fox, Auerbach Verlag, Panasonic<br />

68 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Das Wichtigste vorweg: Panasonics<br />

42-Zoll-Plasmafernseher kombiniert<br />

eine exzellente Bildschärfe mit neutralen<br />

Farben und sehr gutem Bildkontrast<br />

– das Hauptaugenmerk liegt somit weiterhin<br />

auf der 2-D-Bilddarstellung. Optisch wirkt der<br />

Panasonic gediegen, aber schmucklos. Neben<br />

allen HD-Tunern erlaubt der Fernseher die Aufzeichnung<br />

über angeschlossene USB-Festplatten<br />

und ist kompatibel zur Netzwerkeinbindung<br />

sowie dem Internetportal Viera Cast, das neben<br />

Informationsdiensten auch die Videoplattform<br />

Acetrax parat hält. Somit können Sie aktuelle<br />

Filme gegen Bezahlung auf Knopfdruck streamen.<br />

Die Multimedia-Unterstützung erweist<br />

sich als eingeschränkt, mit dem MKV-Format<br />

wurde das Angebot geringfügig erweitert. Einsteiger<br />

freuen sich über die einfache Erstinstallation,<br />

vorsortierte Kanallisten und eine gute<br />

Bedienung. Aufnahmen können Sie direkt aus<br />

dem elektronischen Programmführer heraus<br />

tätigen, während der Aufzeichnung ist ein Programmwechsel<br />

jedoch untersagt.<br />

Der Bildeindruck zählt<br />

Komplexe Bildeinstellungen bleiben Ihnen<br />

dank des sehr guten THX-Modus erspart. Unter<br />

Tageslichtbedingungen lässt die Helligkeit<br />

allerdings zu wünschen übrig, weshalb ein<br />

Wechsel in den brillanten Normalmodus durchaus<br />

legitim ist. Hierbei sollten Sie lediglich den<br />

Farbregler drosseln. Während der THX-Modus<br />

ein nahezu unverfälschtes Filmerlebnis bietet,<br />

verschluckt der Panasonic im Normalmodus geringfügig<br />

Details in dunklen Bereichen. Durch<br />

die brillante Darstellung gepaart mit einem<br />

plastischen Schwarz weiß das Bild dennoch<br />

zu überzeugen. Profis können dank vielseitiger<br />

ISF-Kalibrierung den Bildeindruck auf die<br />

jeweilige Quelle abstimmen, entsprechende<br />

Erfahrung sowie Farb- und Lichtmesser vorausgesetzt.<br />

Nicht nur für eine optimale 2-D-Darstellung,<br />

sondern auch für den 3-D-Betrieb hat<br />

Panasonic das Auftreten farbiger Doppelkonturen<br />

auf ein Minimum reduziert. Dadurch<br />

erscheinen sämtliche Details gleichbleibend<br />

scharf, selbst bei schnellen Bildbewegungen.<br />

Bestehende Nachteile wie Pixelrauschen oder<br />

abgestufte Helligkeitsbereiche bei gleichmäßig<br />

verlaufenden Flächen sind zwar sichtbar, unter<br />

normalen Betrachtungsabständen aber keinesfalls<br />

störend.<br />

Energie!<br />

Unsere anfänglichen Befürchtungen, durch<br />

den Einsatz mehrerer Lüfter könnten Nebengeräusche<br />

unangenehm in den Vordergrund<br />

rücken, bewahrheiteten sich nicht. Einzig die<br />

Energiebilanz fällt ernüchternd aus: Mit rund<br />

200 Watt (W) im durchschnittlichen Betrieb und<br />

bis zu 370 W im Normalmodus verbraucht der<br />

Panasonic das Doppelte eines energiesparenden<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Spätestens bei einer<br />

seitlichen Betrachtung erkennen Sie jedoch den<br />

Nutzen der Plasmatechnik: Der Bildeindruck<br />

(auch im 3-D-Modus) ist auf allen Sitzplätzen<br />

gleichwertig und nicht auf ein enges Umfeld<br />

beschränkt. Demgegenüber fällt die Darstellungsqualität<br />

von SD-Quellen nur durchschnittlich<br />

aus. Für ein optimales Ergebnis sollten Sie in<br />

einen guten Blu-ray-Player investieren und statt<br />

der integrierten Tuner externe <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

mit HDMI-Ausgang vorziehen.<br />

Mehr von 3-D<br />

Panasonics 42-Zoll-Modell weist eine entscheidende<br />

Neuerung gegenüber dem 50-Zoll-Erstling<br />

auf: Sie können ab sofort 2-D-Material in<br />

3-D umwandeln. Über einen Tiefenregler legen<br />

Sie die Intensität in drei Stufen fest. Leider erwies<br />

sich die Funktion in der Praxis als wenig<br />

brauchbar, denn der Fernseher stellte räumliche<br />

Elemente im falschen Zusammenhang dar: Vorder-<br />

und Hintergrund wurden häufig auseinandergerissen<br />

und einzelne Bildpunkte schwebten<br />

im Raum. Panasonics Plasma-TV analysiert die<br />

Inhalte anhand von Helligkeits- und Farbwerten:<br />

Wenig bunte Flächen und gleichmäßige Helligkeitsverläufe<br />

bedeuten einen geringen 3-D-Effekt,<br />

farbige Pixel werden dagegen unnatürlich<br />

stark hervorgehoben.<br />

Echtes 3-D<br />

Sieht man von der ernüchternden Wandlung<br />

von 2-D zu 3-D ab, begeistert die Darstellung<br />

bei Zuspielung echter 3-D-Inhalte. Statt Doppelkonturen<br />

erblicken Sie tiefgreifende und plastische<br />

3-D-Aufnahmen, die anstelle von Kopfschmerzen<br />

vorwiegend Begeisterung auslösen<br />

und die Kinoqualität ins Wohnzimmer holen.<br />

Insbesondere bei anspruchsvollen 3-D-Filmen<br />

zieht der Panasonic alle Register und liefert über<br />

die gesamte Lauflänge ein fehlerfreies 3-D-<br />

Erlebnis. Das Übersprechen zwischen linkem<br />

und rechtem Auge beträgt nur ein bis drei<br />

Prozent, was die Betrachtung der 3-D-Aufnahmen<br />

äußerst angenehm gestaltet. Neu ist die<br />

Möglichkeit, eingehende Blu-ray-Filmsignale in<br />

1 080p24 mit einer Zwischenbildberechnung zu<br />

versehen, um das Bildflackern im Zusammenspiel<br />

mit den beiliegenden Shutter-Brillen zu<br />

verringern (60 statt 48 Hertz) und Kameraschwenks<br />

butterweich darzustellen; allerdings können<br />

auftretende Artefakte irritieren. Die Bildhelligkeit<br />

fällt im 3-D-Modus nur noch ausreichend<br />

aus, für ein optimales Ergebnis empfehlen wir,<br />

den Raum abzudunkeln. Im Filmbetrieb und mit<br />

hochwertigen Zuspielen läuft der Plasmafernseher<br />

zur Hochform auf und unterstreicht, dass<br />

das Fernsehvergnügen nicht nur Single-Haushalten<br />

vorbehalten ist.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

14/20<br />

Wiedergabequalität<br />

53/60<br />

Wertung 85 von 100<br />

Kontrast (nativ) Min: 500 : 1, Max: 8000 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 95%<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 60W<br />

sehr gut/sehr gut<br />

sehr gut/befriedigend<br />

kontrastoptimiert, spiegelnd<br />

Im THX-Modus beeindruckend neutrale Farbabbildung.<br />

Von der Seite betrachtet keine Qualitätsverluste<br />

Gammaverlauf entspricht Quellsignal, sehr gute Durchzeichnung.<br />

Kein Ausbleichen bei seitlicher Betrachtung<br />

Wärmebild<br />

370W<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by<br />

0,2 W<br />

0 W > 1 W<br />

THX-Voreinstellung neutral. Profis können für ein optimales<br />

Niveau nachjustieren, Einsteiger wählen „Warm“<br />

Luminanz<br />

±0 %<br />

±0 %<br />

±0 %<br />

±0 %<br />

± 0 %<br />

±0 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung 69


Hintergründe zur 3-D-Technik<br />

Nahezu alle getesteten Fernseher in dieser Ausgabe sind 3-D-fähig, ein Grund für uns, Ihnen<br />

die neue Technik näherzubringen. Brillenlose Verfahren sind bislang noch nicht für den TV-<br />

Genuss geeignet, weshalb Sie sich zwingend mit den zusätzlichen Nasenaufsätzen anfreunden<br />

müssen.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

In der Realität betrachten wir körperhafte Strukturen zeitgleich aus zwei unterschiedlichen<br />

Blickwinkeln, gemäß unserem Augenabstand. Unser Gehirn setzt die<br />

beiden Aufnahmen zu einem plastischen Gesamtbild zusammen<br />

3-D-TVs stellen die Bilder für das linke und rechte Auge abwechselnd dar, die<br />

Wiedergabe erfolgt zeitversetzt. Die Shutter-Brille filtert die passenden Bilder<br />

für jedes Auge und unser Gehirn kombiniert beide zu einem räumlichen Ganzen<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

70 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


3-D-Effekte<br />

Die erste Grafik zeigt die Voraussetzungen<br />

für den Tiefeneffekt: Dem<br />

linken Auge wird das linke Bild und<br />

dem rechten Auge das rechte Bild<br />

zugeordnet, beide Bilder liegen minimal<br />

voneinander entfernt. Unsere<br />

Augen richten sich so aus, als würden<br />

wir in die Ferne blicken. Als Resultat<br />

sehen wir Bilder, die in den Fernseher<br />

hineinragen, man spricht von der positiven<br />

Parallaxe. Sollen Objekte aus<br />

dem Fernseher herausragen, werden<br />

die Bilder invertiert – das rechte Auge<br />

sieht das linke Bild, das linke Auge<br />

das rechte Bild (negative Parallaxe).<br />

Durch die ungewohnte Trennung von<br />

Konvergenz- und Fokusebene kann<br />

dieser Effekt Schwindelgefühle und<br />

Unwohlsein auslösen.<br />

3-D-Formate<br />

Das sogenannte Frame-Packing<br />

(Bild 1) ermöglicht die volle HD-Auflösung<br />

im 3-D-Zeitalter. Die Bilder<br />

werden übereinandergestapelt und<br />

mit einem Leerraum versehen – der<br />

Empfänger gewährleistet die Trennung<br />

der Links/Rechts-Bilder vollautomatisch.<br />

Außer 3-D-Blu-rays<br />

unterstützen auch Videospiele das<br />

Frame-Packing-Format, Letztere übermitteln<br />

neben den Links/Rechts-Bildern<br />

auch echte Tiefeninformationen.<br />

Die zulässige Auflösung sinkt dabei<br />

auf 720 p. 3-D-Fernsehübertragungen<br />

finden im Side-by-Side-Format statt<br />

(Bild 2). Hierbei liegen die Bilder<br />

nebeneinander und teilen sich die<br />

horizontale Auflösung. Zudem können<br />

Interlace-Artefakte auftreten.<br />

1 920<br />

2-D-Video<br />

960 960<br />

* Interlaced-Format 540 Zeilen pro Bild<br />

1 080<br />

1 920<br />

3-D-Video<br />

1 080 *<br />

2 205<br />

3-D-Verfahren<br />

Beim Polarisationsverfahren (siehe<br />

<strong>Test</strong> LG CF3D) werden beide Bilder mit<br />

unterschiedlichen Welleneigenschaften<br />

projiziert; die passiven Filter in der<br />

Brille leiten nur die jeweils passenden<br />

Informationen an das linke und rechte<br />

Auge weiter. Im Display-Bereich würde<br />

sich die Auflösung halbieren, da ein<br />

passiver Filter am Display die Bildtrennung<br />

zeilen- oder spaltenweise vornehmen<br />

müsste. Bei der alternativen<br />

Shutter-Technik kommen batteriebetriebene<br />

aktive Brillen zum Zuge, die<br />

als Lichtschranke fungieren und die<br />

Gläser bis zu 60-mal in der Sekunde je<br />

Auge öffnen und schließen. Die volle<br />

HD-Auflösung bleibt erhalten, neben<br />

dem Helligkeitsverlust stört meist das<br />

Bildflimmern.<br />

Vom Fernseher zur Brille<br />

Damit die Shutter-Brille die Bilder exakt<br />

filtert, kommuniziert diese über<br />

Infrarotsender des Fernsehers. Sind<br />

die Sender nicht im Gerät integriert,<br />

müssen Sie diese nachträglich erwerben<br />

und über ein Kabel mit dem TV<br />

verbinden. Die Synchronisation mit<br />

den Fernsehern gelingt automatisch,<br />

notfalls hilft ein Knopfdruck an der<br />

Brille oder Sie müssen lediglich die<br />

Bügel aufklappen. Das Sichtfeld der<br />

Sender darf nicht von Gegenständen<br />

verdeckt werden. Derzeit ist es nicht<br />

möglich, Brillen unterschiedlicher Hersteller<br />

zu kombinieren. Ungeachtet<br />

des Anbieters sollte die Brille immer<br />

waagerecht zum Display ausgerichtet<br />

werden, damit der 3-D-Eindruck<br />

makellos erscheint.<br />

60° 60°<br />

Crosstalk<br />

Findet die Bildtrennung nicht exakt<br />

statt, spricht man vom Übersprechen<br />

(Crosstalk). Hierbei gelangen Bildinformationen<br />

zum falschen Auge und<br />

Sie nehmen Doppelkonturen und<br />

Geisterschatten wahr. <strong>LCD</strong>-Fernseher<br />

erzeugen selbst mit 200-Hertz-Bildtechnologien<br />

sichtbaren Crosstalk,<br />

weshalb die Hersteller mit wandernden<br />

Schwarzbalken (Backlight-<br />

Blinking) versuchen, Bildinformationen<br />

zu löschen und damit Geisterbilder<br />

zu vermeiden. Infolgedessen entfällt<br />

bei <strong>LCD</strong>s mit Direct-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />

das Local Dimming im 3-D-Modus.<br />

Plasmas eignen sich aufgrund der impulshaften<br />

Darstellung ideal für die<br />

Shutter-Technik, die Bildhelligkeit lässt<br />

jedoch oft zu wünschen übrig.<br />

Konvertierung von 2-D zu 3-D<br />

Derzeit bieten Panasonic, Samsung<br />

und Sony 3-D-TV-Modelle, die auf<br />

Knopfdruck plastische Bilder zaubern,<br />

ganz gleich, welche Inhalte Sie<br />

zuspielen. Das Resultat unterscheidet<br />

sich von Anbieter zu Anbieter:<br />

Entweder erscheint das Bild in seiner<br />

Gesamtheit in den Bildschirm hinein<br />

versetzt, oder es werden einzelne Bildelemente<br />

plastisch hervorgehoben.<br />

Dies birgt jedoch Probleme, denn die<br />

Konvertierung trifft oftmals fehlerhafte<br />

Entscheidungen, was die Wahrnehmung<br />

stärker belastet. Meist<br />

dürfen Sie durch einen Tiefenregler<br />

die Intensität der Nachbearbeitung<br />

vorgeben. Ein Ersatz für echte 3-D-<br />

Inhalte sind die Nachbearbeitungen<br />

jedoch nicht.<br />

Kaufberatung 71


Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />

Hersteller<br />

Metz<br />

Preis<br />

3999 Euro<br />

Info<br />

www.metz.de<br />

Bilddiagonale 42 Zoll (107 cm)<br />

Maße (B/H/T) 104,6 × 80,2 × 11,7 cm<br />

Gewicht<br />

36 kg<br />

Farben<br />

Schwarz-Silber (Aluminium)<br />

Bildtechnologie Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (200 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

HDMI 1.4 (ARC) nein<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

Empfindlichkeit Sat sehr gut (–86,3 dBm)<br />

DiSEqC 1.0<br />

Unicable<br />

ja<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. ja (500 GB)<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA<br />

nein<br />

Wi-Fi<br />

nein<br />

Multimedia-Formate JPG<br />

Internetdienste –<br />

3-D-Darstellung nein<br />

3-D-Formate –<br />

Metz Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Blick für das Wesentliche<br />

Während ein Großteil der aktuellen Flachbildfernseher kompatibel zur 3-D-Darstellung und<br />

zum Internet ist, beschränkt sich Metz voll und ganz auf den TV-Empfang. Dass dieser Ansatz<br />

kein Nachteil sein muss, zeigt unser <strong>Test</strong>.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI UND CHRISTIAN HILL<br />

Dank neuer <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung erlebt der Metz Sirius seinen zweiten Frühling. Die Ausstattung<br />

glänzt mit vielseitigen TV-Optionen, geizt jedoch im Bereich Multimedia<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Metz<br />

72 HD+TV |<br />

6.2010 0 |<br />

www.hdplustv.de<br />

w.hdpl


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Wuchtig und elegant zugleich präsentiert<br />

sich Metz‘ überarbeitete<br />

Version der Sirius-Serie. Während<br />

dem 37-Zoll-Modell nur eine Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />

vergönnt ist, schmückt das getestete<br />

42-Zoll-Pendant eine vollwertige <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung,<br />

die abhängig vom Bildinhalt<br />

die Helligkeit in Zonen regelt. Entgegen dem<br />

Trend, Flachbildfernseher immer flacher zu bauen,<br />

erscheint der Sirius mit einer Tiefe von über<br />

zehn Zentimetern etwas klobig, die geschwungenen<br />

Seitenblenden und die tadellose Verarbeitung<br />

samt Glas- und Metalloberflächen vermitteln<br />

dennoch Hochwertigkeit. Dies gilt ebenfalls<br />

für die TV-Ausstattung, denn neben einer üppig<br />

dimensionierten 500-Gigabyte-Festplatte haben<br />

Sie die Wahl zwischen Kabel- oder Satellitentunern<br />

in doppelter Ausführung. Somit können Sie<br />

während einer Programmaufzeichnung den Kanal<br />

wechseln oder zwei Sender zeitgleich (gilt nicht<br />

für <strong>HDTV</strong>-Sender) im Bild-in-Bild-Modus darstellen.<br />

Demgegenüber gibt sich der Fernseher im<br />

Multimedia-Bereich sehr eingeschränkt: Bis auf<br />

eine Fotodiashow bleibt der Bildschirm schwarz.<br />

Schalten Sie den Fernseher bei aktivierter Aufnahme<br />

ab, beträgt der Stand-by-Verbrauch stattliche<br />

48 Watt (W). Interne Aufnahmen lassen sich<br />

über einen USB-Stick bequem kopieren und übertragen,<br />

zumindest solange kein Kopierschutz<br />

bei der Ausstrahlung vorliegt. Apropos Kopierschutz:<br />

Mit einem kompatiblen Modul können<br />

Sie auch die Inhalte der HD-Privatsender darstellen,<br />

sie aufgrund der Restriktionen aber nicht<br />

dauerhaft archivieren.<br />

Empfangsbereit<br />

Im Fernsehalltag lernt man das ausgereifte Bedienkonzept<br />

schnell zu schätzen und eine vorsortierte<br />

Kanalliste, ein programmierbarer EPG<br />

sowie die Anzeige von Pay-TV-Optionskanälen<br />

gehören hier zur Grundausstattung. Sogar an<br />

Details wie die Speisung von aktiven DVB-T-<br />

Antennen wurde gedacht. Mit einer einfachen<br />

Senderprogrammierung, Archivierung und nachträglichen<br />

Schnittmöglichkeiten lässt Metz‘ TV-<br />

Konzept nur wenige Wünsche offen und eignet<br />

sich durch selbsterklärende Hilfeeinblendungen<br />

sowie ausführliche Anleitungen auch für Einsteiger.<br />

Mittels dreistufiger Anpassung dürfen Sie<br />

die Komplexität der Benutzeroberfläche auf den<br />

jeweiligen Anwender zuschneiden.<br />

<strong>LED</strong>-Beleuchtung inklusive<br />

Dank der <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung ist der Sirius<br />

technisch mit der Primus-Reihe gleichauf. Damit<br />

die <strong>LED</strong>s gemäß dem Bildinhalt die Helligkeit<br />

regulieren, müssen Sie lediglich den Punkt „Bildinhaltsabhängig“<br />

im Energiesparmenü wählen.<br />

Alternativ können Sie die lokale Dimmung auch<br />

deaktivieren und dem Raumlichtsensor die Steuerung<br />

der Helligkeit überlassen. Das <strong>LED</strong>-Konzept<br />

unterscheidet sich allerdings von konkurrierenden<br />

Systemen, denn die regulierbaren <strong>LED</strong>-Blöcke<br />

fallen bei Metz gering aus, was gleichfalls Vor-<br />

und Nachteile bedeutet. Positiv fällt der minimale<br />

Hang zur Bildung einer störenden Aura auf, diese<br />

ist nur bei seitlicher Betrachtung erkennbar.<br />

Das Kontrastpotenzial leidet allerdings darunter,<br />

denn pechschwarz erscheinen dunkle Bildinhalte<br />

unter Heimkinobedingungen nie, die Leuchtdioden<br />

schalten sich nicht komplett ab. Nehmen<br />

dunkle Bildbereiche im Verhältnis zu brillanten<br />

Details überhand, reduziert sich die Helligkeit<br />

dieser Elemente ebenfalls. In der Praxis ergibt sich<br />

ein jederzeit fehlerfreier Kontrasteindruck. Wer<br />

allerdings ein deutlich plastischeres Ergebnis im<br />

Vergleich zu Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s erwartet, könnte<br />

leicht enttäuscht sein. Dafür gelingt die Ausleuchtung<br />

nahezu fehlerfrei und Sie bleiben von<br />

störenden Helligkeitsflecken verschont. Die Kontrastfilterscheibe<br />

sorgt für plastische Bilder unter<br />

Tageslichtbedingungen, die mehrfache Spiegelung<br />

der Bildinhalte erscheint nur bei extremen<br />

Blickwinkeln störend.<br />

Audiovisuell<br />

Aufseiten der Farbwiedergabe gibt sich der<br />

Sirius von Metz bereits im Auslieferungszustand<br />

neutral. Lediglich den Farbregler mussten<br />

wir um drei Stufen anheben; fortan zeigte der<br />

Fernseher eine mustergültige, präzise Darstellung.<br />

Positiv fällt der Bildeindruck bei seitlicher<br />

Betrachtung aus, denn der Bildkontrast bleibt<br />

ebenso wie die Farbtreue in horizontaler Ebene<br />

stabil, lediglich die <strong>LED</strong>-Beleuchtung ist in Form<br />

einer Aura stärker sichtbar. HD-Quellen stellt<br />

der Sirius in voller Pracht dar, die Schärfeanhebung<br />

zeichnet Details auf Wunsch prägnanter,<br />

ohne das Gesamtergebnis künstlich erscheinen<br />

zu lassen. In Bewegung verschwimmen dagegen<br />

Details, die Bewegtbildschärfe entspricht<br />

nur einem guten 100-Hertz-Niveau. Immerhin<br />

dürfen Sie die Bildbearbeitung für Filme und<br />

Video getrennt regeln, sodass der Kinoeffekt<br />

erhalten bleibt. Schwächen zeigte der Metz bei<br />

der Aufbereitung von SD-Signalen: Videoquellen<br />

mangelte es an einer Kantenglättung und<br />

die interne Signalverarbeitung erzeugte nur eine<br />

befriedigende Bildschärfe. Filmmaterial webt der<br />

Sirius dagegen zu einem flimmerfreien Ergebnis<br />

zusammen. Noch besser gelingt dem Fernseher<br />

die tonale Untermalung des Geschehens, denn<br />

die Lautsprechermembranen erzeugen druckvolle,<br />

angenehm musikalische Klänge. Die Summe<br />

aller Elemente macht aus dem Sirius einen<br />

hochwertigen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>, der kaum echte Schwächen<br />

aufweist. Liegt Ihr Fokus auf dem hochauflösenden<br />

Fernsehvergnügen und erwarten Sie<br />

neben einem guten Bild auch überzeugenden<br />

Klang, dann ist der Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R von<br />

Metz eine Empfehlung.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16/20<br />

Wiedergabequalität<br />

50/60<br />

Wertung 83 von 100<br />

Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 4500 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 80 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 70 W 175 W<br />

gut/gut<br />

gut/sehr gut<br />

kontrastoptimiert, spiegelnd<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by<br />

Voreinstellung D65 (warm) mit neutralen Graustufen.<br />

Seitlich betrachtet (untere Grafik) leicht wärmer<br />

Extrem genaue Farbdarstellung ab Werk. Bei seitlicher<br />

Betrachtung stabiler Farbeindruck<br />

Tief- und Mitteltöne mit korrekter Durchzeichnung. Bei<br />

horizontaler Blickwinkelabweichung kein Ausbleichen<br />

Wärmebild<br />

0,9 W<br />

0 W > 1 W<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung 73


BDV-E970W<br />

Sony BDV-E970W<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Preis<br />

799 Euro<br />

Info<br />

www.sony.de<br />

Maße<br />

43,0 × 8,5 × 35 cm<br />

Gewicht<br />

4,7 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

HD-Audio-Decoder ja<br />

HD-Audio-Bitstream ja<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

3-D-Ausgabe ja<br />

3-D-Formate<br />

Frame-Packing<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja (extern über USB,<br />

nicht beiliegend)<br />

BD-Live-Speicher ja (intern)<br />

Disc-Formate Blu-ray/BD-ROM/-R/-RE<br />

DVD-Video/DVD-R/RW/+R/<br />

+RW, CD-Audio/CD-R/<br />

CD-RW, SACD<br />

Datenformate AVI, MKV (1 080p fehlerhaft),<br />

MP4, MPG, M4A, WMV, MP3,<br />

WAV, WMA, JPEG<br />

Internetdienste Berliner Philharmoniker, DFB<br />

Highlights, Pro Sieben, Sat 1,<br />

Kabel Eins, Tape.tv, Youtube<br />

u. v. a.<br />

Lautsprecher 5.1 Kanäle<br />

Kabellänge (F/C/S) ca. 3,6 m/1,8 m/5,3 m<br />

Einmessautomatik ja<br />

Klangregelung nein (nur Presets)<br />

Decoder-Höhenkanäle nein<br />

Auto-Dynamikregelung nein<br />

iPod/USB<br />

ja/ja<br />

Heimkino zum Sparpreis<br />

Dass ein modernes Heimkinosystem mit 3-D-Wiedergabe und Video-on-Demand-Funktion<br />

nicht zwangsläufig teuer sein muss, beweist Sony mit seinem neuesten Komplettset. Ob dabei<br />

auch das Preis-Leistungs-Verhältnis aufgeht, haben wir für Sie getestet.<br />

VON TORSTEN PLESS UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Genau wie an den Lautsprechern sind die Sony-eigenen Anschlüsse an Steuerzentrale und Surround–Empfänger<br />

farbig markiert, um ein versehentlich falsches Anschließen zu vermeiden<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

74 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Mit dem BDV-E970W präsentiert Sony<br />

sein aktuelles Topmodell der E-<br />

Klasse, bestehend aus Receiver und<br />

5.1-Surround-Lautsprechersystem. Das komplette<br />

Set kommt im schlichten Schwarz daher,<br />

wirkt unauffällig und überzeugt mit gelungener<br />

Verarbeitung. Unter dem einzeiligen Display<br />

und den Hauptabspieltasten versteckt sich<br />

ein USB-Port, über den Sie auch iPod-Inhalte<br />

übertragen können. Neben einem zweiten<br />

USB-Anschluss auf der Gehäuserückseite finden<br />

Sie einen analogen Audioeingang sowie<br />

zwei digitale, in optischer und koaxialer Form.<br />

Die drei Bildausgabeformate S-Video, Component<br />

und HDMI 1.4 runden die A/V-Sektion<br />

ab. Auf zusätzliche HDMI-Inputs für externe<br />

Zuspieler muss dagegen verzichtet werden. Der<br />

LAN-Port oder ein optionaler WLAN-Adapter<br />

ermöglichen das DLNA-Streaming und den Zugang<br />

zum hauseigenen Bravia-Internet-Video-<br />

Portal. Während der Blu-ray-, CD-, DVD- und<br />

SACD-Wiedergabe werden Albeninformationen<br />

sowie Cover vom Musik- und Videoerkennungsdienst<br />

Gracenote geladen und auf einem<br />

angeschlossenen Fernsehbildschirm angezeigt.<br />

Funkverbindung<br />

Dank der ausreichenden Beschriftung und farbigen<br />

Markierungen an Steuerzentrale und<br />

Lautsprechern gestaltet sich der Aufbau recht<br />

einfach. Die Anschlusskabel können Sie ins Innere<br />

der Standlautsprecher verlegen, sodass<br />

dem Kabelsalat im Wohnzimmer Einhalt geboten<br />

wird. Augenscheinlich noch eleganter soll<br />

die Verbindung zwischen Steuerzentrale und<br />

den Surround-Lautsprechern sein. Diese findet<br />

kabellos zwischen Sender und Sonys S-Air-Funkempfänger<br />

statt, Kabel müssen aber weiterhin<br />

vom mitgelieferten Empfänger zu den Lautsprechern<br />

quer durch den Raum verlegt werden.<br />

Dadurch nimmt das System mehr Platz ein als<br />

es schafft. Interessant ist hingegen die Option,<br />

mit einem zusätzlichen S-Air-Empfänger Musiksignale<br />

in weitere Hörzonen zu senden oder<br />

ein 7.1-Surround-Set aufzubauen. Bei erster<br />

Inbetriebnahme führt Sie der benutzerfreundliche<br />

Einrichtungsvorgang durch die Internet-,<br />

Schnellstart- und Gracenote-Einstellungen, anschließend<br />

erfolgt eine automatische Raumeinmessung.<br />

Die ermittelten Ergebnisse präsentierten<br />

sich in Sony-typischer guter Qualität mit<br />

maximalen Abstandsabweichungen von gerade<br />

einmal zehn Zentimetern.<br />

Volle Blu-ray-Packung<br />

Für Ungeduldige bietet Sonys BDV-E970W eine<br />

Schnellstartfunktion, nach deren Aktivierung<br />

das Gerät innerhalb von vier Sekunden (s) aus<br />

dem Stand-by-Schlaf erwacht. Im Gegenzug<br />

steigt jedoch der Leistungsbedarf im ausgeschalteten<br />

Zustand auf üppige 9,4 Watt (W).<br />

Sparsame Filmliebhaber deaktivieren die Funktion,<br />

dann pendelt sich der Stand-by-Betrieb bei<br />

0,3 W ein und das Hauptmenü erscheint nach<br />

19 s. Der für die Nutzung von BD-Java-Inhalten<br />

obligatorische Speicher ist intern verbaut und im<br />

<strong>Test</strong> vergingen lediglich 26 s, bis der Player unsere<br />

anspruchsvollen BD-Java-<strong>Test</strong>discs anzeigte.<br />

Die Komplettanlage unterstützt von Werk aus<br />

3-D-Blu-rays und im <strong>Test</strong>labor verlief die Wiedergabe<br />

ohne Beanstandung. Eingelegte DVDs<br />

wertet das Set ansprechend auf und die Skalierung<br />

gelingt fehlerfrei, eine Referenzschärfe<br />

wird allerdings nicht geboten. Beim De-Interlacing<br />

arbeitet die Autoerkennung verlässlich und<br />

stellt sich so auf Film- oder Videomaterial ein.<br />

Ersteres ist die Paradedisziplin des BDV-E970W<br />

und selbst unsere anspruchsvollsten <strong>Test</strong>sequenzen<br />

wurden nahezu flimmerfrei wiedergegeben.<br />

Bei Videomaterial kommt es hingegen<br />

zu Artefakten, außerdem weisen Kanten Treppenstrukturen<br />

auf. Die zuschaltbare Rauschunterdrückung<br />

gliedert sich in drei Punkte und reduziert<br />

nicht nur Bildfehler, sondern bearbeitet<br />

auch Konturen. Das Ergebnis überzeugt, ein minimales<br />

Rauschen ist aber selbst in der höchsten<br />

Stufe noch wahrnehmbar, dafür wird das Bild<br />

nicht in seiner Schärfe beeinträchtigt.<br />

Neutraler Begleiter<br />

Bei der Lautsprecherkonstruktion setzt Sony<br />

auf verschiedene Konzepte: Die Standlautsprecher<br />

arbeiten nach dem Bassreflex-Prinzip, der<br />

Center als Breitbandlautsprecher und der Subwoofer<br />

setzt auf das nach unten abstrahlende<br />

Downfire-Verfahren. Sprecherstimmen waren<br />

kaum verfärbt und wurden im oberen Frequenzbereich<br />

mit einer Natürlichkeit wiedergegeben,<br />

von der sämtliche über den Center ausgegebenen<br />

Signalquellen profitierten. Ab einer Trennfrequenz<br />

von ca. 700 Hertz werden die darunter<br />

liegenden Signalanteile von den beiden Frontkanälen<br />

übernommen. Das etwas eigenwillige<br />

Konzept ist auf die geringe Größe der verbauten<br />

Konusmembran im Center zurückzuführen. Da<br />

die Frontkanäle mit einigen Unausgeglichenheiten<br />

im Sprachbereich zu kämpfen haben, ist<br />

die klangliche Stabilisierung im Zusammenspiel<br />

mit dem Center jedoch als positiv zu bewerten.<br />

Die im Hochtonbereich ausgeglichenen Frontlautsprecher<br />

gefielen vor allem durch ihre gute<br />

Lokalisation im Stereopanorama. Eine etwas zu<br />

vordergründige Präsenzanhebung der beiden<br />

Surround-Kanäle sorgte hingegen für einige<br />

Unausgeglichenheiten im Gesamtklangbild. Gemessen<br />

an der Kombination aus Wiedergabequalität<br />

und Funktionsumfang ist Sony mit dem<br />

BDV-E970W ein wahrer Allrounder gelungen,<br />

der zusammengestellten Einstiegsheimkinosets<br />

klanglich Konkurrenz macht und diese preislich<br />

unterbietet.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

24/30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

22/30<br />

Wiedergabequalität<br />

31/40<br />

Wertung 77 von 100<br />

Lautstärke<br />

sehr leise, bei Datenzugriffen<br />

minimal hörbar<br />

Layer-Wechsel DVD sichtbar<br />

Startvorgang langsam (19 s)<br />

Ladezeit Blu-ray (BD-J) schnell (26 s)<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 23 W 60 W<br />

< 10 W > 100 W<br />

Stand-by<br />

6 dB<br />

0 dB<br />

–6 dB<br />

30 Hz<br />

0,3 W<br />

0 W > 1 W<br />

Box 1<br />

100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />

10kHz 20kHz<br />

Front Subwoofer Center<br />

Der nahezu lineare Frequenzgang des Centers wird durch<br />

das eingeschränkte Frequenzspektrum erkauft<br />

Das On-Screen-Menü auf dem Fernseher ist logisch<br />

aufgebaut und intuitiv bedienbar<br />

Sonys Portal Bravia Internet Video ist eine kostenfreie<br />

Video-on-Demand-Plattform mit zahlreichen Angeboten<br />

Wärmebild<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 75


HT-C9959W<br />

Samsung HT-C9959W<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Preis<br />

1999 Euro<br />

Info<br />

www.samsung.de<br />

Maße<br />

49 x 16,4 x 2,9 cm<br />

Gewicht<br />

2,3 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

HD-Audio-Decoder ja<br />

HD-Audio-Bitstream ja<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

3-D-Ausgabe ja<br />

3-D-Formate Frame-Packing<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja (extern über USB,<br />

beiliegend)<br />

BD-Live-Speicher ja (intern)<br />

Disc-Formate Blu-ray/BD-ROM/-R/-RE<br />

DVD-Video/DVD-R/RW/+R/<br />

+RW, CD-Audio/CD-R/<br />

CD-RW<br />

Datenformate AVI, MKV, WMV, MP4,<br />

MPEG, MP3, WMA, JPEG<br />

Internetdienste Google Maps, Twitter, Youtube,<br />

Facebook, Picasa,<br />

Internetbrowser u. v. a.<br />

Lautsprecher 7.1 Kanäle<br />

Kabellänge (F/C/S) ca. 4,7 m/3,6 m/4,7 m<br />

Einmessautomatik ja<br />

Klangregelung ja<br />

Decoder-Höhenkanäle ja<br />

Auto-Dynamikregelung nein<br />

iPod/USB<br />

ja (Dockingstation) / ja<br />

Schlanke Designanlage<br />

Samsung beweist mit seiner neuesten 3-D-fähigen Komplettanlage eindrucksvoll, dass auch<br />

die dünnsten Lautsprecher großen Klang wiedergeben können. Ob dabei die Bedienung<br />

und Bildwiedergabe mithalten, erfahren Sie im folgenden <strong>Test</strong>.<br />

VON TORSTEN PLESS UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Samsungs Komplettset besteht aus einem Siebenkanallautsprechersystem, bei dem Sie die beiden Rear-Speaker<br />

auch als Höhenkanäle nutzen können. Sämtliche Anschlüsse sind im Subwoofer integriert<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

76 HD+TV<br />

| 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Mit dem HT-C9959W präsentiert<br />

Samsung ein vollwertiges 7.1-Surround-Set,<br />

das neben echtem<br />

Rundumklang auch die plastische Darstellung<br />

von 3-D-Blu-rays beherrscht. Das silberfarbene<br />

Set weiß durch die gebürstete Aluminiumfront<br />

in Design und Verarbeitung zu überzeugen.<br />

Die beiden Front- und Surround-Lautsprecher<br />

sind an massive Stative mit Tellerfüßen gekoppelt.<br />

Die Steuereinheit mit integriertem Player<br />

folgt dieser Optik: Hauptabspielfunktionen und<br />

Quellenauswahl befinden sich auf angenehmer<br />

Höhe und die berührungsempfindliche, ausfahrbare<br />

Oberfläche sorgt für Komfort. Dreht<br />

man an dem kreisrunden Display, wird zeitgleich<br />

die Lautstärke reguliert. Blu-rays, DVDs<br />

und CDs finden an der seitlichen Öffnung ihren<br />

Einschub, keine Laufwerkslade stört das gelungene<br />

Design. Auch die Fernbedienung reiht sich<br />

mit ihrer Chromumrandung äußerlich perfekt in<br />

das Set ein. Aufseiten der Anschlüsse herrscht<br />

dagegen Ebbe: Einem analogen und optischen<br />

Audioeingang sowie zwei HDMI-Inputs steht<br />

nur noch ein HDMI-1.4-Ausgang zur Seite.<br />

Komplettiert wird das Anschlusspanel mit einer<br />

Netzwerkschnittstelle, einem USB-Anschluss<br />

und einem Steckplatz für ein zusätzliches<br />

WLAN-Modul.<br />

Fast kabellos<br />

Leider verzichtet Samsung auf einen bebilderten<br />

Quick-Start-Guide und so gestaltet sich der<br />

Aufbau der zahlreichen Einzelkomponenten<br />

nicht wirklich intuitiv. Für die beiden Rückkanäle<br />

und die Steuerzentrale liegen dem Set zwei Halterungen<br />

zur Wandmontage bei. Als undurchdacht<br />

empfanden wir das Wireless-Rear-Modul,<br />

das eine kabellose Anbindung der rückwärtigen<br />

Lautsprecher erlaubt, aber unausweichlich den<br />

seitlichen Surround-Lautsprechern zugeordnet<br />

ist. Da Sie den linken und rechten Kanal gemeinsam<br />

mit dem Modul verbinden müssen,<br />

bleibt der Kabelsalat nicht aus. Die beiden noch<br />

weiter im Raum angeordneten Rear-Speaker<br />

sind zudem auf eine Verbindung zum Media-<br />

Receiver angewiesen. Einzige Alternative: Dank<br />

integrierter Pro-Logic-IIz-Schaltung lassen sich<br />

die Rücklautsprecher als Höhenkanäle verwenden.<br />

Überzeugen konnte uns der Einrichtungsvorgang,<br />

bestehend aus Bildformatswahl,<br />

automatischer Klangkalibrierung und Netzwerkeinrichtung,<br />

denn das Bedienkonzept ist<br />

schlüssig und die ermittelten Ergebnisse präzise.<br />

Schnellstarter<br />

Kaum ist der Einschaltknopf gedrückt, ist<br />

Samsungs HT-C9959W auch schon einsatzbereit.<br />

Mit einem Startvorgang von zehn Sekunden<br />

(s) setzt die Komplettanlage Bestmarken.<br />

Beim Einlesen einer Blu-ray Disc mit komplexen<br />

BD-Java-Inhalten lässt sich das System hingegen<br />

Zeit und Sie rund 46 s warten – das ist lediglich<br />

ein befriedigender Wert. Der für BD-Java obligatorische<br />

Speicher ist indes intern verbaut. Im<br />

<strong>Test</strong>labor überzeugte das Heimkinosystem mit<br />

tadellosen Messwerten und garantiert durchweg<br />

eine unverfälschte Wiedergabe. Während<br />

des Betriebs unter wohnzimmertauglichen Pegeln<br />

schwankte der Leistungsbedarf zwischen<br />

25 und 40 Watt (W), Heimkinodimensionen<br />

werden bereits ab 75 W erreicht – im Standby-Betrieb<br />

sind es 2 W. Letzterer Wert geht<br />

aufgrund des verbauten Statusdisplays gerade<br />

noch konform mit den Ökodesignrichtlinien der<br />

EU, die Anfang dieses Jahres in Kraft getreten<br />

sind. Neben dem tadellosen Blu-ray-Betrieb gibt<br />

sich das System auch sehr Multimedia-freundlich,<br />

es spielte über einen USB-Stick neben Xvid<br />

in Standardauflösung sogar Full-HD-Material<br />

(1 920 × 1 080 Bildpunkte) im MKV-Container<br />

ab. Lediglich Apples Quicktime-Format bleibt<br />

Ihnen verwehrt. Im <strong>Test</strong> funktionierte die Darstellung<br />

von 3-D-Blu-rays mit allen aktuellen<br />

Filmen problemlos, auf Wunsch können die<br />

3-D-Filme auch in 2-D ausgegeben werden.<br />

Bei der DVD-Zuspielung errechnet das System<br />

effektiv die fehlenden Bildpunkte, um die Full-<br />

HD-Auflösung zu erreichen. Der De-Interlacer<br />

greift bei Filmmaterial nicht konstant und es<br />

kommt vermehrt zu kurzem Kantenflimmern.<br />

Vielschichtige Szenen bringen ihn komplett aus<br />

dem Tritt. Bei der komplexen Zusammensetzung<br />

von Videomaterial schlägt sich das System<br />

stringenter und zeigt fast durchweg ein ruhiges<br />

Bild. An die beiden HDMI-Eingänge angeschlossene<br />

Zuspieler werden lediglich unbearbeitet<br />

weitergereicht und sind von der internen<br />

Veredlung ausgenommen.<br />

Umfassender Raumklang<br />

Während die Front- und seitlichen Surround-<br />

Lautsprecher drei Aluminiummembranen zieren,<br />

kommen im Center zwei und in beiden Rear-<br />

Speakern jeweils ein Mitteltöner zum Einsatz, der<br />

Hochtöner ist dagegen bei allen Lautsprechern<br />

identisch. Sämtliche Lautsprecher werden mit<br />

dem Subwoofer verbunden, der alle Endstufen<br />

beinhaltet. Entgegen dem äußerlich sehr massiven<br />

Auftreten wird der Eindruck durch leichte<br />

Durchschwingungseffekte in der Praxis etwas<br />

getrübt. Klanglich weiß Samsungs Komplettset<br />

dennoch fast ausnahmslos zu überzeugen, denn<br />

die 7.1-Anlage spielt bei tiefen Bassimpulsen dynamisch<br />

auf und gibt feinste Details feinzeichnerisch<br />

wieder. Lediglich eine leichte Färbung führt<br />

zu einer teilweise künstlichen Stimmwiedergabe.<br />

Von kleinen Nachteilen abgesehen, vermag<br />

Samsungs HT-C9959W mehr als eine bloße<br />

Aufwertung des Fernsehtons und macht die anfänglichen<br />

Installationsprobleme durch eine gute<br />

Wiedergabequalität mehr als wett.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

26/30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

21/30<br />

Wiedergabequalität<br />

34/40<br />

Wertung 81 von 100<br />

Lautstärke<br />

sehr leise, bei Datenzugriffen<br />

minimal hörbar<br />

Layer-Wechsel DVD sichtbar<br />

Startvorgang sehr schnell (10 s)<br />

Ladezeit Blu-ray (BD-J) langsam (46 s)<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 26 W 75 W<br />

< 10 W > 100 W<br />

Stand-by 2 W<br />

6 dB<br />

0 dB<br />

–6 dB<br />

30 Hz<br />

0 W > 1 W<br />

Box 1<br />

100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />

10kHz 20kHz<br />

Front Subwoofer Center<br />

Der Frequenzverlauf zeigt sich sehr ausgeglichen mit einer<br />

leichten Anhebung der unteren Mitten<br />

Das Hauptmenü beinhaltet neben den Hauptfunktionen<br />

Top-Internetangebote als Schnellanwahl<br />

Samsungs Internet@TV bietet neben den Standards auch<br />

eigene Anwendungen und Apps<br />

Wärmebild<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 77


Philips HTS9520<br />

AUSGABE 6.2010<br />

HTS9520<br />

Hersteller<br />

Preis<br />

Info<br />

Maße<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

HD-Audio-Decoder<br />

HD-Audio-Bitstream<br />

HDMI 1.4<br />

3-D-Ausgabe<br />

3-D-Formate<br />

DLNA<br />

Wi-Fi<br />

BD-Live-Speicher<br />

Disc-Formate<br />

Datenformate<br />

Internetdienste<br />

Lautsprecher<br />

Kabellänge (F/C/S)<br />

Einmessautomatik<br />

Klangregelung<br />

Höhenkanäle<br />

Dynamikanpassung<br />

iPod/USB<br />

Philips<br />

1250 Euro<br />

www.philips.de<br />

43,7 × 7,5 × 34,2 cm<br />

4,2 kg<br />

Silber<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

Frame-Packing<br />

ja<br />

ja (extern über USB,<br />

nicht beiliegend)<br />

extern (nicht beiliegend)<br />

Blu-ray/BD-ROM/-R/-RE<br />

DVD-Video/DVD-R/RW/+R/<br />

+RW, CD-Audio/CD-R/<br />

CD-RW<br />

AVCHD, DivX Plus HD,<br />

MPEG-2, H.264, MKV,<br />

Xvid, WMV, AAC, MP3,<br />

WMA<br />

Tagesschau, Youtube,<br />

Wetter.com, Kino.de,<br />

Internetbrowser u. v. a.<br />

5.1 Kanäle<br />

ca. 4,3 m/3,3 m/8,6 m<br />

nein<br />

ja<br />

nein<br />

ja<br />

ja (Dockingstation)/ja<br />

Klang von allen Seiten<br />

Aufbau und Betriebsbereitschaft in weniger als fünf Minuten: Was bei einem zusammengewürfelten<br />

Heimkinosystem kaum realisierbar ist, schafft das neueste Komplettset aus dem<br />

Hause Philips spielend.<br />

VON TORSTEN PLESS UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Das 5.1-Lautsprecherset 1L<br />

enthält Front- und Surround-Lautsprecherpärchen, die sowohl frontal als auch seitlich<br />

abstrahlen. Komplettiert wird das Set durch einen Center-Speaker sowie einen passiven Subwoofer<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

78 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Philips kombiniert mit dem HTS9520 einen<br />

Blu-ray-Player, Mehrkanalverstärker<br />

und 5.1-Surround-Lautsprecher in<br />

einem System. Die Hauptsteuerzentrale und<br />

die Satellitenlautsprecher bestechen durch ihr<br />

Design, hochwertige Aluminiumgehäuse und<br />

saubere Verarbeitung. Die Menüführung erfolgt<br />

entweder über die berührungsempfindliche<br />

Oberfläche direkt am Gerät oder über die äußerst<br />

griffige Fernbedienung. Das Anschlussfeld<br />

zeigt sich spartanisch: Neben zwei analogen<br />

Audioeingängen stehen ein optischer und ein<br />

koaxialer Input bereit. An Ausgängen bietet das<br />

System eine HDMI-Schnittstelle in der Version<br />

1.4. Alternativ stehen Ihnen nur ein Komponenten-<br />

sowie Composite-Videoanschluss zur Verfügung.<br />

Per LAN-Schnittstelle oder über optionalen<br />

WLAN-USB-Adapter lässt sich das System<br />

in das eigene Heimnetzwerk integrieren. Bilder,<br />

Musik und Videos streamen Sie vom Computer<br />

aus (DLNA-Standard). Sobald Sie online sind<br />

können Sie das großzügige Philips-Net-TV-Angebot<br />

nutzen, das eine Vielzahl an Onlineportalen<br />

bereithält.<br />

Ersteinrichtung<br />

Der Aufbau des HTC9520 verläuft ohne Probleme<br />

und ist dank bebildertem Quick-Start-<br />

Guide von jedermann durchführbar. Durch die<br />

farbigen Markierungen und zusätzliche Beschriftungen<br />

an Player und Lautsprechern wird ein<br />

schnelles und verpolungsfreies Anschließen garantiert.<br />

Nach der ersten Inbetriebnahme erfolgt<br />

die Lautsprecher- und Raumanpassung. Diese<br />

wird jedoch nicht vom System automatisch<br />

vorgenommen, sondern muss vom Nutzer manuell<br />

durchgeführt werden. Die genauen Lautsprecherabstände<br />

lassen sich im Hauptmenü<br />

noch nachjustieren. Philips’ Komplettset braucht<br />

nach dem Einschalten rund 33 Sekunden (s), bis<br />

das Hauptmenü erscheint und Sie Zugriff auf die<br />

Blu-ray-Wiedergabe haben oder Einstellungen<br />

vornehmen können. Der längere Startvorgang<br />

ist auf die Verstärkerfunktionen zurückzuführen.<br />

Nach dem Einlegen unserer <strong>Test</strong>-Blu-rays<br />

mit anspruchsvollen BD-Java-Inhalten flimmerten<br />

die ersten Bilder nach 28 s über den Bildschirm.<br />

Erfreulich: Das Laufwerk ist während der<br />

Wiedergabe kaum hörbar. Leider hat die Komplettanlage<br />

keinen internen Speicher für die BD-<br />

Java-Nutzung verbaut und Sie müssen extern<br />

einen USB-Stick mit mindestens einem Gigabyte<br />

anschließen. Typisch für Philips: Sie können die<br />

Untertitel verschieben, sodass Texte außerhalb<br />

der schwarzen Balken angezeigt werden. Die<br />

Wiedergabe von 3-D-Blu-rays war zum <strong>Test</strong>zeitpunkt<br />

noch nicht freigeschaltet, das Update<br />

ist aber ab sofort verfügbar. Die Messungen in<br />

unserem <strong>Test</strong>labor attestieren dem Gerät eine<br />

perfekte Farbwiedergabe nach <strong>HDTV</strong>-Norm.<br />

Findet eine DVD im Laufwerksschacht Platz,<br />

rechnet der Videoprozessor die eingehenden<br />

Signale effizient in die Full-HD-Auflösung mit<br />

1 920 × 1 080 Bildpunkten um. Bei der Vollbildwandlung<br />

schlägt sich das Komplettset wacker<br />

und fügt Filmbilder auf hohem Niveau zusammen.<br />

Lediglich in komplexen Szenen ist der De-<br />

Interlacer überfordert und quittiert die Zuspielung<br />

mit einem Flimmern. Bei der aufwendigen<br />

Wandlung von Videomaterial zeigt das Set leichte<br />

Schwächen und Treppeneffekte an Konturen<br />

mindern den guten Bildeindruck. Im Einstellungsmenü<br />

können Sie die native Ausgabe des<br />

Bildes einstellen, so wird das Signal ohne Weiterbearbeitung<br />

ausgegeben. Detaillierte Bildeinstellungen<br />

bietet das Set nicht, Sie können lediglich<br />

auf einige Voreinstellungen bei der Farbwiedergabe<br />

zurückgreifen.<br />

360Sound<br />

Die kleinen Satelliten bestehen aus vier Lautsprechern,<br />

von denen ein Hoch- und Mitteltöner<br />

nach vorn und zwei weitere Mitteltonmembranen<br />

jeweils um 90 Grad versetzt abstrahlen.<br />

Die von außen identischen Lautsprecher wiesen<br />

im <strong>Test</strong> leichte Differenzen im Hochtonbereich<br />

auf, was zulasten einer neutralen Wiedergabe<br />

geht. Der Subwoofer ist ein Direktstrahler in<br />

einem Bassreflexgehäuse, angetrieben wird er<br />

nicht durch interne Endstufen, sondern wie die<br />

restlichen Lautsprecher durch den Media-Receiver.<br />

Richtig entfalten kann sich das 360Sound-<br />

Prinzip mit der entsprechenden Soundoption,<br />

fortan wird der Klang in alle Richtungen verteilt.<br />

Deaktivieren Sie im Einstellungsmenü 360Sound,<br />

werden nur noch die nach vorn gerichteten<br />

Lautsprecher angesprochen, was je nach Quellmaterial<br />

durchaus sinnvoll sein kann, um den<br />

Diffusschall zu minimieren. Zur individuellen<br />

Klanganpassung bietet das System verschiedene<br />

Voreinstellungen von Action bis Sport, mit bereits<br />

vorkonfigurierten Equalizer-Einstellungen.<br />

Leider lassen sich diese nicht deaktivieren, sodass<br />

immer eine gewisse Klangbeeinflussung<br />

gegeben ist. Das Klassik-Preset zeigte sich dabei<br />

noch am neutralsten. In unserem akustisch optimierten<br />

Hörraum ergab sich ein insgesamt etwas<br />

unausgewogenes Klangverhältnis mit einer<br />

leicht künstlichen Mittenabbildung. Die Überbetonung<br />

sorgte für eine enorme Lautheit des<br />

Komplettsystems, generell kann sich die Dynamikfähigkeit<br />

aber hören lassen. Zusammen mit<br />

dem sehr präsenten Hochtonbereich erscheint<br />

das Set etwas auf Effekthascherei getrimmt,<br />

was aber nur sehr anspruchsvollen Hörern negativ<br />

aufstoßen wird. Die Basswiedergabe lieferte<br />

mit etwas Experimentierfreudigkeit bei der<br />

Subwoofer-Platzierung adäquate Ergebnisse.<br />

Gemessen an der zukunftssicheren Ausstattung<br />

und guten Verarbeitung darf Philips’ HTC9520<br />

als Preistipp angesehen werden.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

25/30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

23/30<br />

Wiedergabequalität<br />

32/40<br />

Wertung 80 von 100<br />

Lautstärke<br />

leise, Datenzugriffe hörbar<br />

Layer-Wechsel DVD unsichtbar<br />

Startvorgang langsam (33 s)<br />

Ladezeit Blu-ray (BD-J) schnell (28 s)<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 28,2 W 75 W<br />

< 10 W > 100 W<br />

Stand-by 0,1 W<br />

6 dB<br />

0 dB<br />

–6 dB<br />

30 Hz<br />

0 W > 1 W<br />

100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />

10kHz 20kHz<br />

Center Subwoofer Front<br />

Die Anhebung in den oberen Mitten und Höhen sorgt für<br />

deren (ungewollt) heftige Durchsetzungskraft<br />

Die korrekte Lautsprecherverbindung lässt sich mittels<br />

<strong>Test</strong>ton nachträglich überprüfen<br />

Philips‘ Onlineangebot lässt kaum noch Wünsche offen<br />

und beinhaltet selbst eine Routennavigation<br />

Wärmebild<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 79


Der Weg zum guten Klang<br />

Heimkinokomplettanlagen liefern mittlerweile sehr gute Ergebnisse zu einem attraktiven<br />

Preis. Wenn es aber um Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit geht, kommen Sie an Einzelkomponenten<br />

kaum vorbei. Wir erklären Ihnen, wie Sie neben hochauflösenden Bildern auch<br />

den guten Ton ins Wohnzimmer holen.<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Den Einstieg zum Kinoklangerlebnis für zu Hause erhalten Sie mit einem Satellitenlautsprecherset,<br />

wie dem KEF KHT3005 und dem Cabasse Eole 2. Der Tieftonbereich<br />

wird komplett vom Subwoofer übernommen<br />

Bereits AV-Receiver ab einem Preis von 400 Euro und Blu-ray-Player ab 200 Euro<br />

werden mit den neuesten Technologien ausgestattet. Die 3-D-Wiedergabe ist für<br />

die aktuellen AV-Modelle kein Problem<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Cabasse, Denon, KEF, Oehlbach, Onkyo, Philips, Real Cable, Sony<br />

80 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


Lautsprecheraufstellung<br />

Die Grundlage einer optimalen<br />

Mehrkanal-Lautsprecheranordnung<br />

folgt der Empfehlung ITU-R BS.775-1<br />

der International Telecommunication<br />

Community. Dabei kommen fünf<br />

Lautsprecher, drei vor dem Hörplatz<br />

und zwei dahinter, zum Einsatz. Bei<br />

idealer Aufstellung entfällt eine anschließende<br />

Abstandskorrektur, da<br />

die Hörentfernung zu allen Speakern<br />

identisch ist. Zu beachten ist<br />

SL<br />

dabei nur, dass die Membranen<br />

auf den Hörplatz ausgerichtet werden.<br />

Das beste Klangbild erzielen Sie,<br />

wenn Sie die Lautsprecher wie rechts<br />

abgebildet anordnen und auf Ohrhöhe<br />

platzieren, dies gilt insbesondere<br />

für die Frontlautsprecher links<br />

und rechts.<br />

SUB1<br />

C<br />

FL<br />

FR<br />

30° 30°<br />

90°<br />

90°<br />

150° 150°<br />

SBL<br />

SBR<br />

SR<br />

Korrekte Verkabelung<br />

Im Gegensatz zu den restlichen<br />

Heimkinokomponenten werden<br />

Lautsprecher noch immer analog<br />

gespeist. Beim Kauf neuer Kabel<br />

sollten Sie auf deren Querschnitt<br />

achten und die Kabellänge auf den<br />

tatsächlich benötigten Abstand anpassen.<br />

Ein Querschnitt von zweieinhalb<br />

Quadratmillimetern ist bei<br />

Satellitensystemen ausreichend. Um<br />

ein verpolungsfreies Anschließen<br />

zu garantieren, sollten Sie vor der<br />

Verkabelung auf eine ausreichende<br />

Markierung des Plus- und Minuspols<br />

achten und diese notfalls noch ergänzen.<br />

Aktuelle AV-Receiver werden<br />

Sie bei einer automatischen Raumeinmessung<br />

zusätzlich über einen<br />

verpolten Anschluss informieren.<br />

Automatische Einmessung<br />

Alle aktuellen AV-Receiver verfügen<br />

über eine automatische Lautsprechereinmessung.<br />

Dazu schließen Sie<br />

das mitgelieferte Einmessmikrofon<br />

an Ihren AV-Receiver an und positionieren<br />

es an Ihrem Haupthörplatz.<br />

Je nach Hersteller und verwendetem<br />

Messverfahren werden nun einzelne<br />

Impulse, weißes Rauschen oder<br />

Musik nacheinander aus jedem<br />

Lautsprecher wiedergegeben. Das<br />

Mikrofon misst dabei die Entfernung<br />

zum Hörplatz, die Lautstärke sowie<br />

den Frequenzgang der Lautsprecher<br />

und berechnet ein zu Ihrem Set-up<br />

passendes Ergebnis. Dabei empfiehlt<br />

sich jedoch immer eine manuelle<br />

Überprüfung und eventuelle Anpassung<br />

der Messergebnisse.<br />

Abstands- und Pegelkorrektur<br />

Nur selten bieten die räumlichen Gegebenheiten<br />

die Möglichkeit einer<br />

korrekten Mehrkanalaufstellung.<br />

Stehen die Surround-Lautsprecher<br />

zu nah am Hörplatz, wirken Effekte<br />

zu direkt und die räumliche Tiefe<br />

eingeschränkt. Abhilfe schafft eine<br />

manuelle Abstandskorrektur: Messen<br />

Sie die Abstände zwischen dem<br />

Hörplatz und den einzelnen Lautsprechern<br />

und tragen Sie diese im<br />

passenden Menü ein. Der AV-Receiver<br />

korrigiert nun auf zeitlicher Ebene<br />

die räumlichen Abweichungen.<br />

Unter Zuhilfenahme eines Schallpegelmessgerätes<br />

sollten Sie die Lautstärkepegel<br />

so einstellen, dass auf<br />

allen Kanälen ein konstanter Wert<br />

angezeigt wird.<br />

Übernahmefrequenz<br />

Die Übernahmefrequenz beschreibt<br />

die unterste Grenze, bis zu der den<br />

Lautsprechern Signale zugeführt<br />

werden. Je nach AV-Receiver haben<br />

Sie die Möglichkeit, Ihre Lautsprecher<br />

als „Large“ oder „Small“ zu bestimmen<br />

und eine exakte Trennfrequenz<br />

anzugeben. Kompakte Lautsprecher<br />

und Minisatelliten sollten aufgrund<br />

ihrer Abmessungen immer auf<br />

„Small“ gestellt werden. Als Trennfrequenz<br />

für kleinere Speaker empfiehlt<br />

sich ein Wert von 80 Hertz (Hz),<br />

Satelliten sollten bei 100 bis 150 Hz<br />

von Bassgeräuschen befreit werden.<br />

Die Übernahmefrequenz am Subwoofer<br />

selbst können Sie umgehen<br />

oder alternativ auf die höchstmögliche<br />

Trennfrequenz einstellen.<br />

Signalzuspielung<br />

Die eleganteste Verbindung zwischen<br />

Blu-ray-Player und AV-Receiver ist<br />

ein HDMI-Kabel, sodass Sie mit nur<br />

einer Leitung HD-Audio- und HD-Videomaterial<br />

übertragen können. Mit<br />

der Einstellung „Bitstream“ wird das<br />

Tonsignal über HDMI ausgegeben<br />

und anschließend vom AV-Receiver<br />

decodiert. Damit kommen Sie in den<br />

Genuss der aktuellen HD-Tonformate<br />

Dolby True HD, DTS-HD MA und<br />

Dolby Digital Plus. Sollte Ihr Receiver<br />

diese Formate nicht decodieren<br />

können, müssen Sie den Ausgang im<br />

Menü auf „PCM“ stellen. Für HD-Video<br />

gilt: Den Player und AV-Receiver<br />

auf „Auto“ oder „1 080p“ konfigurieren,<br />

damit die hochauflösenden<br />

Bilder auch zum Display gelangen.<br />

Kaufberatung 81


CF3D<br />

Hersteller<br />

LG<br />

Preis<br />

12 999 Euro<br />

Info<br />

www.lg.de<br />

Maße (B/H/T) 56 × 19 × 50,1 cm<br />

Gewicht<br />

19,6 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

Bildtechnologie LCoS<br />

Projektionschip 6 × 0,61 Zoll SXRD<br />

Lampe<br />

2 × 220 W<br />

Lebensdauer 3500 h (eco),<br />

3000 h (normal)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

1080p24 ja<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

Projektionsabstand 2,7–3,5 m (2 m Bildbreite)<br />

Lens-Shift<br />

35% vertikal<br />

Zoom/Fokus<br />

manuell<br />

HDMI 1.4<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

3-D-Darstellung ja<br />

3-D-Formate Frame-Packing, Schachbrett,<br />

Frame Sequential,<br />

Side-by-Side, Top-Bottom<br />

LG CF3D<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Zwei in einem<br />

LG zelebriert mit dem 3-D-tauglichen Full-HD-Projektor CF3D echte Kinoatmosphäre im<br />

Wohnzimmer und erzeugt den räumlichen Eindruck über das augenschonende, flimmerfreie<br />

Polfilterverfahren. Im 2-D-Betrieb glänzt der Bolide vor allem durch leuchtstarke Bilder.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Im Gehäuse des wuchtigen Bildwerfers werkeln aufgrund der 3-D-Darstellung zwei Projektoren. Das kommt<br />

dem Prinzip im Kino sehr nahe und wie im Saal setzt LG auch auf Polfilterbrillen. Für die Entstehung plastischer<br />

Bildwelten ist deshalb eine Silberleinwand zwingend notwendig<br />

DISPLAY LINK<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />

82 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Der CF3D nimmt in Ihrem Wohnzimmer<br />

eine wahrlich dominierende Rolle ein.<br />

Im Gehäuseinneren befinden sich zwei<br />

Projektoren, die sich für die 3-D-Darstellung die<br />

Arbeit gerecht aufteilen. Die beiden Lichtwege<br />

werden jedoch intern zusammengefügt und<br />

dann mit einer Optik zur Leinwand projiziert.<br />

Bei der Bilderzeugung setzt LG auf die SXRD-<br />

Technologie von Sony, es kommen zweimal drei<br />

LCoS-Panels zum Einsatz. Diese arbeiten auf<br />

120-Hertz-Basis und im 3-D-Modus wird jedes<br />

Auge mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde versorgt –<br />

die plastische Darstellung ist somit flackerfrei.<br />

Eins müssen Sie aber berücksichtigen: Für<br />

den 3-D-Betrieb muss Ihr Heimkino zwingend<br />

über eine Silberleinwand verfügen, damit die<br />

Welleneigenschaften des projizierten Lichts<br />

erhalten bleiben.<br />

Gewohnte Darstellung<br />

Zweidimensionale Inhalte profitieren von der<br />

Zwischenbildberechnung, diese können Sie auf<br />

Wunsch in zwei Intensitätsstufen dazuschalten.<br />

In der höchsten Einstellung erscheinen schnelle<br />

Bewegungen wesentlich klarer, die Bildabfolge<br />

von Kinofilmen wirkt jedoch unnatürlich, der<br />

oftmals zitierte Kinolook geht vollständig verloren.<br />

Zudem neigt die Berechnung Trumotion<br />

bei Filmmaterial selbst in der minimalen Stufe<br />

zur vermehrten Artefaktbildung, sodass wir eine<br />

Aktivierung nur bei zugespieltem Videomaterial<br />

empfehlen können. Die Voreinstellungen<br />

sind nicht optimal und die Farbtemperatur provoziert<br />

trotz der „Warm“-Einstellung ein leicht<br />

kühles Bild. Im Expertenmenü können sich Profis<br />

ausleben und dank einer 20-stufigen Graustufenkorrektur<br />

die Farbtemperatur umfassend<br />

optimieren. Trotz erfolgreicher Kalibrierung<br />

sind Bereiche im Tiefschwarz jedoch von einem<br />

starken Blaustich durchzogen. Das stört vor<br />

allem bei Kinofilmen im 21 : 9-Format, da die<br />

Balken oben und unten vornehmlich in dunkleren<br />

Szenen bläulich ins restliche Bild abstrahlen.<br />

Der Farbraum ist von Werk aus leicht erweitert,<br />

lässt sich in den Weiten des Menüs aber weitestgehend<br />

konform auf das HD-Material anpassen.<br />

Die Ausrichtung der LCoS-Panels ist indes nicht<br />

optimal und es kommt an Objekten zu leichten<br />

Farbsäumen, an Helligkeitsverläufen zeigen sich<br />

farbige Abstufungen. Bei der Zuspielung von<br />

SD-Material, etwa in Form einer DVD, überzeugt<br />

neben der Skalierung auf die Full-HD-Auflösung<br />

(1 920 × 1 080 Bildpunkte) auch der De-Interlacer.<br />

Dieser meisterte im <strong>Test</strong> selbst komplexe<br />

Filmszenen verlässlich.<br />

Schwer und hungrig<br />

Da der Projektor rund 20 Kilogramm auf die<br />

Waage bringt, sind Sie in der Aufstellung eingeschränkt.<br />

Steht oder hängt das Gerät erst einmal<br />

sicher, haben Sie dank der Lens-Shift-Funktion<br />

die Möglichkeit, das Bild in vertikaler Richtung<br />

um bis zu 35 Prozent zu verschieben. Die Optik<br />

ist leider nicht motorisiert, Sie müssen die Einstellungen<br />

manuell am Gerät vornehmen. Auch<br />

der Zoom ist nur per Hand regulierbar und lässt<br />

Ihnen wenig Spielraum. Immerhin können Sie<br />

auch bei kleinem Projektionsabstand eine große<br />

Bilddiagonale realisieren. Durch die interne Doppelprojektion<br />

müssen folglich zwei Lampen mit<br />

Leistung versorgt werden und der CF3D genehmigt<br />

sich Spitzenwerte von bis zu 500 Watt. Dafür<br />

erstrahlt er im Gegenzug mit einer immensen<br />

Leuchtkraft. Im 3-D-Betrieb bricht diese jedoch<br />

um rund 65 Prozent ein, durch die vorhandenen<br />

Reserven bleibt das plastische Bild dennoch<br />

angenehm hell. Über drei HDMI-1.4-Eingänge<br />

spielen Sie HD- und 3-D-Filme zu, aber auch<br />

analoge Schnittstellen, wie etwa Component<br />

Video, offeriert LGs 3-D-Koloss.<br />

3-D wie im Kino<br />

Wer greifbare Bilder im Großformat genießen<br />

will, muss zwingend über eine Silberleinwand<br />

verfügen, denn handelsübliche weiße Leinwände<br />

heben die Polarisation des Lichts auf. So ist<br />

die Trennbarkeit mit den mitgelieferten Polfilterbrillen<br />

(sechs an der Zahl) nicht mehr möglich. Im<br />

<strong>Test</strong>labor erwies sich auch eine graue Leinwand<br />

vom Typ Stewart Grayhawk als ungeeignet und<br />

eine kontrastbündelnde Variante (Stewart Firehawk)<br />

war ebenfalls nur eingeschränkt qualifiziert.<br />

Letztendlich wird das Licht nur mit einer<br />

Silberleinwand (<strong>Test</strong>leinwand mit Gain-Faktor<br />

2.0) korrekt reflektiert. Ist diese vorhanden,<br />

kann der plastische Eindruck voll und ganz überzeugen,<br />

vor allem die Leuchtkraft des Projektors<br />

ist maßgeblich für die strahlenden, greifbaren<br />

Bilder verantwortlich. Die gefürchteten Doppelkonturen<br />

konnten wir im <strong>Test</strong> nur vereinzelt<br />

ausmachen und der LG konnte problemlos mit<br />

den besten 3-D-Displays am Markt Schritt halten.<br />

Der Crosstalk liegt zwischen ein und drei<br />

Prozent. Das dreidimensionale Sehen mittels<br />

Polfilterbrillen fällt im Vergleich zu Shutter-Brillen<br />

zudem natürlicher aus, durch den Wegfall<br />

der Lichtschleusen ist der Eindruck angenehm<br />

und flimmerfrei. Da LGs Lösung zirkulär arbeitet,<br />

lassen Kopfdrehungen den 3-D-Eindruck<br />

nicht einbrechen. Die Silberleinwand bedingt im<br />

2-D-Betrieb aber auch Nachteile, denn der hohe<br />

Reflexionsgrad offenbart den mäßigen Schwarzwert.<br />

Da die Leinwand das Licht bündelt, ist die<br />

Ausleuchtung vor allem in den Randbereichen<br />

nicht optimal. Somit eignet sich LGs CF3D ideal,<br />

um die Möglichkeiten des jungen 3-D-Mediums<br />

in bislang unnachahmlicher Art und Weise zu<br />

demonstrieren. Unsere Wertung schildert indes<br />

nur die 2-D-Qualitäten des Projektors, 3-D-Fans<br />

können dagegen blind zuschlagen, falls es die<br />

Geldbörse erlaubt.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

14/20<br />

Wiedergabequalität<br />

46/60<br />

Wertung 76 von 100<br />

Kontrast (nativ) Min: 300 : 1, Max: 2500 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 80 %<br />

Shading<br />

nein<br />

Regenbogeneffekt nein<br />

Betriebsgeräusch hörbar (25-35 dB)<br />

Bildbreite empf. 2–3,5 m<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb<br />

Trotz Kalibrierung leicht schwankende Farbtemperatur.<br />

Starker, störender Blaustich im Tiefschwarz<br />

Auffällige Farbraumerweiterung, die auch durch Kalibrierung<br />

nicht komplett kompensiert werden kann<br />

Der LG CF3D zeigt einen über alle Stufen perfekt abgestimmten<br />

Gammaverlauf<br />

Wärmebild<br />

500 W<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by<br />

0,7 W<br />

0 W > 1 W<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

+ 5 %<br />

± 0 %<br />

+ 5 %<br />

+ 10 %<br />

± 0 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 83


TX-NR3008<br />

Onkyo TX-NR3008<br />

Hersteller<br />

Onkyo<br />

Preis<br />

1799 Euro<br />

Info<br />

www.onkyo.de<br />

Maße<br />

43,5 x 20 x 46,4 cm<br />

Gewicht<br />

25 kg<br />

Farben<br />

Schwarz, Silber<br />

Vorverstärkerausgänge 9.2 Kanäle (Cinch)<br />

Lautsprecheranschlüsse 11 Kanäle<br />

Endstufen<br />

9 Kanäle<br />

Impedanzumschaltung ja (4 Ohm/6 Ohm)<br />

Einmessautomatik Audyssey MultEQ XT32<br />

HD-Audio-Decoder ja (Dolby True HD/Digital<br />

Plus, DTS-HD MA/HR)<br />

Klangregelung Equalizer für alle Kanäle<br />

Decoder-Höhenkanäle ja (Audyssey DSX und<br />

Pro Logic IIz)<br />

Dynamikkomprimierung ja (Audyssey Dynamic<br />

Volume und Dolby Volume)<br />

THX-Zertifikat ja (Ultra 2 Plus)<br />

Multiroom<br />

3 Zonen<br />

(dritte Zone ohne Bild)<br />

HDMI-Ausgänge 2<br />

HDMI-Wandlung ja<br />

HDMI-Skalierung ja<br />

HDMI 1.4<br />

ja<br />

A/V-Synchronisierung ja (bis zu 250 ms)<br />

Bildmenü als Overlay ja (nur Submenü)<br />

DLNA ja (Version 1.5)<br />

Wi-Fi<br />

nein<br />

Internetradio ja<br />

Streaming-Formate MP3, WMA, FLAC, WAV,<br />

Ogg Vorbis, AAC<br />

iPod/USB<br />

ja (mit iPod-Dock)/ja<br />

AUSGABE 6.2010<br />

Onkyos neuester Streich<br />

Mit dem 9.2-Kanal-Receiver TX-NR3008 setzt Onkyo nicht nur auf eine THX-Ultra-2-Plus-Zertifizierung<br />

und 3-D-Videoverarbeitung, sondern ebenfalls auf das brandneue Einmessverfahren<br />

Audyssey MultEQ XT32. Doch was wird wirklich geboten?<br />

VON JENS VOIGT UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Wie man es von Onkyo gewohnt ist, sind die Anschlussmöglichkeiten sehr reichhaltig. Übersichtlich gestaltet sich die farbliche Codierung der Lautsprecherterminals und<br />

Vorverstärkerausgänge<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Onkyo<br />

84 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


<strong>Test</strong>ergebnisse<br />

Neben der in dieser Preisklasse unüblichen<br />

Ansteuerung von zwei Subwoofern<br />

steht bei Onkyos TX-NR3008<br />

Audysseys MultEQ XT32 zur Einmessung bereit.<br />

Erfreulich: Vor der automatischen Einmessung<br />

fordert das System Sie auf, den Subwoofer-<br />

Pegel optimal abzustimmen, sodass dröhnende<br />

Bassgewitter der Vergangenheit angehören.<br />

Dank der neun Endstufen können Sie ebenso<br />

viele Lautsprecher betreiben und den Klang<br />

um die dritte Dimension (Höhenkanäle) erweitern.<br />

Die elf Lautsprecherausgänge bieten<br />

weitere Nutzungsmöglichkeiten an: Wichtig<br />

dabei ist, dass der Einsatz der Präsenzlautsprecher<br />

zum Verzicht der hinteren Surround-<br />

Speaker führt. Dagegen sind bis zu drei Zonen<br />

zu beschallen und die Bildausgabe ist auf zwei<br />

Zonen erweiterbar.<br />

Technik im Inneren<br />

Der Onkyo nutzt 24-Bit/192-Kilohertz-Digital-<br />

Analog-Wandler von Burr-Brown und sein<br />

Schaltungsdesign ist klanglich wie messtechnisch<br />

auf gutem Niveau, u. a. dank der drei getrennten<br />

Netzteile im Inneren. Die zahlreichen<br />

Signalprozessoren und die Jitter-Korrektur unterstützen<br />

nachhaltig die Klanggewalt, die sich<br />

aus den DSP-Programmen für Surround- und<br />

Stereoanwendungen ergibt. Bemerkenswert:<br />

Der sogenannte Music Optimizer frischte datenreduzierte<br />

Musiktitel auf und das implementierte<br />

Dolby Volume – zum Ausgleich von<br />

Lautstärkeschwankungen – erreichte in unserem<br />

<strong>Test</strong> überzeugende Ergebnisse. Neben<br />

der optional erhältlichen Dockingstation ist<br />

auch der USB-Eingang mit Produkten von<br />

Apple kompatibel und bietet darüber hinaus<br />

anderen Speichermedien Zugang. Der Netzwerkanschluss<br />

ermöglicht mit eigenem Webinterface<br />

auf Knopfdruck einen unkomplizierten<br />

und schnellen Zugriff auf das Internetradio oder<br />

die vorinstallierten Musikdienste, einzig WLAN<br />

bleibt außen vor. Darüber hinaus streamen Sie<br />

Audiodateien mit dem „Windows Media Player<br />

11“, auf dem die nach DLNA 1.5 spezifizierte<br />

Funktion „Play To“ verfügbar ist. Der AV-Receiver<br />

unterstützt auch das UPnP-Server-Protokoll<br />

und bietet die Möglichkeit, auf eine Netzwerkfestplatte<br />

(NAS) zuzugreifen. Sie können Musik<br />

in allen gängigen Formaten übertragen, dabei<br />

sind maximal 24 Bit und 96 Kilohertz in der Wiedergabe<br />

möglich, nur das angegebene LPCM<br />

wird nicht unterstützt. Dies gilt auch für den<br />

USB-Anschluss.<br />

Einmessung mit Tücken<br />

Gleich zu Beginn des Klangtests herrschte Ernüchterung<br />

im <strong>Test</strong>labor: Die neue Einmessautomatik<br />

Audyssey MultEQ XT32 arbeitete fehlerhaft<br />

und erzeugte lediglich verzerrte Klänge.<br />

Onkyo und Audyssey waren sich des Problems<br />

bewusst, sodass ein Software-Update Abhilfe<br />

schaffte. Das Ergebnis der Einmessung unterschied<br />

sich allerdings kaum von der bisherigen<br />

Audyssey-Routine, sodass wir den Equalizer deaktivierten.<br />

Fortan zeigte der Onkyo ein lebendiges<br />

und detailfreudiges Surround-Erlebnis,<br />

das ohne klangliche Überpräsenzen raumfüllend<br />

wirkte und mit ausgeprägten, gut nachvollziehbaren<br />

Bewegungen im Surround-Bereich beeindruckte.<br />

Die Kanaltrennung bewegt sich mit 55<br />

Dezibel zwischen den Kanälen jedoch nur auf<br />

gutem Niveau. Kreisrunde Bewegungen um den<br />

Zuhörer erhalten damit nicht die räumliche Weite,<br />

die eigentlich möglich wäre. Aufrührende<br />

Szenen bekamen durch straffe Bassimpulse den<br />

exakt definierten Druck. Eine präzise Ortung<br />

der Schallquellen wird durch den stärkeren Anteil<br />

an unharmonischen Verzerrungsprodukten<br />

begünstigt, was den positiven Eindruck des gesteigerten<br />

Auflösungsvermögens unterstreicht.<br />

Die Sprachverständlichkeit des Center-Kanals ist<br />

sehr gut, hier wirken sich die zuvor genannten<br />

Eigenschaften nicht auf eine Überbetonung von<br />

S-Lauten und Konsonanten aus. Die zahlreichen<br />

DSP-Programme laden zum Experimentieren<br />

ein: Alle THX-Modi wiesen leichte Klangverfärbungen<br />

auf und waren bassbetonter; das<br />

Gegenteil stellten die DTS-Neural-Surround-<br />

Programme dar, die mit einer gesteigerten<br />

Räumlichkeit beeindruckten. Unspektakulärer<br />

wirkte das Stereoergebnis: Der Onkyo ist ein<br />

„Rocker“, nicht zu viel Bass, nicht zu viele Höhen<br />

und ein leicht aggressiver Touch in den Mitten.<br />

Das befriedigt Neutralitätsverliebte nicht, dafür<br />

gibt es keine zischelnden Gesangsstimmen oder<br />

hervorstechenden Instrumente.<br />

Videospezialist<br />

Bei der Videozuspielung überzeugt der<br />

TX-NR3008 mit einem HQV-Reon-VX-Chip,<br />

der bei der Skalierung und der Vollbildwandlung<br />

ganze Arbeit leistet. So erstrahlen etwa<br />

DVDs in neuem Glanz und werden durchweg<br />

scharf dargestellt. Beim De-Interlacing erkennt<br />

der Videochip die Zuspielung von Film- und<br />

Videomaterial automatisch und verlässlich. Lediglich<br />

anspruchsvolle Szenen können die Filmerkennung<br />

in die Irre führen. Die komplexe<br />

Vollbildwandlung von Videomaterial gelingt<br />

dem Onkyo sehr gut. So kommt es zu keinerlei<br />

störenden Treppeneffekten, das Bild wirkt<br />

durch die Kantenglättung aber leicht unscharf.<br />

Mittels der effektiven Rauschunterdrückung<br />

werten Sie minderwertiges Material zusätzlich<br />

auf, ohne die Plastizität des Bildes einzuschränken.<br />

Weiterhin können Sie für jeden Eingang die<br />

Einstellungen für Kontrast, Farbe und Helligkeit<br />

separat regeln. Somit trägt der AV-Receiver das<br />

ISF-Siegel zu Recht. Dank HDMI 1.4 leitet der<br />

Onkyo 3-D-Signale anstandslos weiter.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

20/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16/20<br />

Wiedergabequalität<br />

51/60<br />

Wertung 87 von 100<br />

Verstärkerleistung 105 Watt (1% THD an 8 Ohm)<br />

Frequenzgangabweichung +/– 0,095 dB<br />

SNR bei -20dB<br />

87 dB (HDMI)<br />

Übersprechen<br />

–55 dB (HDMI)<br />

Dynamikverhalten n. AES 17 86 dB<br />

Videoverarbeitung sehr gut (ISF-Kalibrierung)<br />

Höreindruck<br />

sehr gut (Film und Musik)<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 135 W 260<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by<br />

6 dB<br />

0 dB<br />

–6 dB<br />

30 Hz<br />

Wärmebild<br />

0,2 W<br />

0 W > 1 W<br />

Vor Einmessung<br />

100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />

10kHz 20kHz<br />

Nach Einmessung<br />

Die automatische Einmessung erzeugte eklatante Fehler,<br />

sichtbar am welligen Frequenzgang. Erst ein nachträgliches<br />

Update schaffte Abhilfe<br />

Vor der Einmessung ist eine Vorauswahl der genutzten<br />

Lautsprecheranschlüsse zu treffen, zudem wird der<br />

Subwoofer-Pegel abgeglichen<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 85


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Leipzig<br />

Heimkino Klohs<br />

Engertstr. 8 HH<br />

04177 Leipzig<br />

Telefon: (0341) 9 405077<br />

Fax: (0341) 9 405017<br />

UNI-HIFI Vertriebs GmbH<br />

Goldschmidtstr. 14<br />

04103 Leipzig<br />

Telefon: (0341) 9 605050<br />

Fax (0341) 9 605060<br />

E-Mail: uni-hifi.leipzig@t-online.de<br />

PLZ 1<br />

Berlin<br />

Megascreen <strong>HDTV</strong><br />

Ritterfelddamm 169<br />

14089 Berlin<br />

Telefon: (030) 36 433030<br />

Fax (030) 36 433050<br />

E-Mail: megascreenhome@aol.com<br />

PLZ 2<br />

Delingsdorf<br />

Happy Cinema<br />

Wiesengrund 1<br />

22941 Delingsdorf<br />

Telefon: (04532) 2 679293<br />

URL: www.happycinema.de<br />

Oldenburg<br />

Telepoint<br />

Posthalterweg 2c<br />

26129 Oldenburg<br />

Telefon: (0441) 97 0990<br />

Fax (0441) 97 099101<br />

E-Mail: telepoint.oldenburg@telepoint.de<br />

Leer<br />

Telepoint<br />

Nüttermoorer Str. 2<br />

26789 Leer<br />

Telefon: (0491) 92 5660<br />

Fax: (0491) 9 256668<br />

E-Mail: telepoint.leer@telepoint.de<br />

PLZ 3<br />

Hannover<br />

Art & Voice Medien GmbH<br />

Heimkinosysteme<br />

Davenstedter Str./Bauweg 5<br />

30453 Hannover<br />

Telefon: (0511) 44 1046<br />

Fax: (0511) 44 1018<br />

PLZ 4<br />

Dormagen<br />

die nadel – HiFi-Zubehör OHG<br />

Kielerstr. 18<br />

41540 Dormagen<br />

Telefon: (02133) 210 433<br />

Fax: (02133) 210 435<br />

URL: www.dienadel.de<br />

E-Mail: info@dienadel.de<br />

BESTELLFORMULAR<br />

Ja, ich möchte das Magazin HD+TV in meinem Geschäft verkaufen. Meine Adresse wird ab der nächstmöglichen<br />

Ausgabe im Fachhandelsverzeichnis geführt. Bitte liefern Sie mir ab der nächstmöglichen Ausgabe<br />

_______ Exemplare der HD+TV (Verkaufspreis 4,99 Euro).<br />

Mindestbestellmenge 5 Exemplare. Bei Ausgaben mit CD/DVD bitte den eventuell erhöhten Heftpreis beachten.<br />

Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der hohen Rabatte kein Remissionsrecht bieten können.<br />

Es gelten folgende Sonderkonditionen:<br />

Kein Risiko: Sie können die Belieferung jederzeit kündigen.*<br />

Menge/Preis (inkl. Porto/Versand) 5 Hefte 17,40 Euro (25% Rabatt) monatlich<br />

10 Hefte 32,48 Euro (30% Rabatt) monatlich<br />

15 Hefte 45,35 Euro (35% Rabatt) monatlich<br />

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise.<br />

Formular ausschneiden,<br />

ausfüllen und einsenden an:<br />

Auerbach Verlag<br />

und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Str. 20<br />

04229 Leipzig<br />

oder schnell per Fax<br />

(03 41) 1 49 55-11<br />

Ihre Rechnungsanschrift:<br />

Bezahlung:<br />

Firma<br />

per Lastschrift<br />

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jährlich (5 % Rabatt)<br />

Name/Abteilung<br />

Straße/Hausnummer<br />

PLZ/Ort/Land<br />

BLZ/Geldinstitut<br />

Kontonummer<br />

Kontoinhaber<br />

Telefon/Fax/E-Mail-Adresse<br />

Datum/Ihre Unterschrift<br />

Ort, Datum<br />

Unterschrift<br />

* Das Fachhändlerabo verlängert sich automatisch, wenn nicht per Post oder Fax bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH gekündigt wurde.<br />

86 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


06<br />

10<br />

LG<br />

Emsdetten<br />

Beamershop24.net<br />

Gutenbergstr. 2<br />

48282 Emsdetten<br />

Telefon: (02572) 9 239120<br />

Fax: (02572) 9 239112<br />

URL: www.beamershop24.net<br />

E-Mail: info@beamershop24.net<br />

Essen<br />

Borowski GmbH<br />

Antennen- und Elektrotechnik<br />

Weidkamp 178<br />

45356 Essen<br />

Telefon: (0201) 18 52780<br />

Fax: (0201) 1 8527849<br />

URL: www.borowski.de<br />

E-Mail: info@borowski.de<br />

Gelsenkirchen<br />

Hitseller.de GmbH<br />

Hochkampstr. 68 D<br />

45881 Gelsenkirchen<br />

Telefon: (0209) 15 780929<br />

Fax: (0209) 1 5780939<br />

URL: www.hitseller.de<br />

E-Mail: info@hitseller.de<br />

Herne<br />

Heimkino Aktuell<br />

Hülsstr. 9<br />

44625 Herne<br />

Telefon: (02325) 94 0049<br />

Fax: (02325) 94 0053<br />

URL: www.<strong>HDTV</strong>ision.de<br />

E-Mail: info@heimkinoaktuell.de<br />

PLZ 5<br />

Köln<br />

Euphonia GmbH<br />

An Groß St. Martin 5<br />

50667 Köln<br />

Telefon: (0221) 9 257020<br />

PLZ 6<br />

Offenbach<br />

Hifi im Hinterhof GmbH<br />

Geleitstr. 50<br />

63067 Offenbach<br />

Telefon: (069) 88 8609<br />

PLZ 7<br />

Gemmrigheim<br />

Scottys – Beamer<br />

Hauptstr. 49<br />

74376 Gemmrigheim<br />

Telefon: (07143) 84 1401<br />

Fax: (07143) 84 1400<br />

E-Mail: info@scottys-beamer.de<br />

PLZ 8<br />

München<br />

HiFi Concept<br />

Wörthstr. 45<br />

81667 München<br />

Telefon: (089) 4 470774<br />

Fax: (089) 4 487718<br />

URL: www.hificoncept.de<br />

E-Mail: info@hifi-concept.com<br />

PLZ 9<br />

Siegburg<br />

HiFi Liebl<br />

Anzenbichelstr. 66<br />

93354 Siegenburg<br />

Telefon: (09444) 98 1782<br />

Fax: (09444) 97 5845<br />

URL: www.hifi-liebl.de<br />

E-Mail: info@hifi-liebl.de<br />

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Panasonic<br />

Philips<br />

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Klassentreffen<br />

In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl bislang getesteter Produkte mit<br />

einer Wortbewertung, welche die Vor- und Nachteile auf den Punkt bringt.<br />

Alle Komponenten sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die Nachfolgeprodukte<br />

ersetzen bei gleicher oder besserer Bewertung ** den Vorgänger.<br />

In dieser Ausgabe im <strong>Test</strong>: Philips 46PFL9705K<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

TV-Geräte<br />

Bang &<br />

Olufsen<br />

Beovision 7-40<br />

Bang &<br />

Olufsen<br />

Beovision<br />

10–40"<br />

LG<br />

47LX9500<br />

Loewe<br />

Reference 52<br />

Loewe<br />

Individual 40<br />

Compose <strong>LED</strong><br />

400 DR+<br />

Loewe<br />

Xelos 32 SL<br />

DR+<br />

Metz<br />

Primus 55<br />

<strong>LED</strong> 200<br />

Twin R<br />

Metz<br />

Sirius 42 <strong>LED</strong><br />

200 Twin R<br />

40-Zoll-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 100 Hertz.<br />

Erstklassige Bildschärfe. Referenzverarbeitung.<br />

Integrierter Blu-ray-<br />

Player. Gute SD-Bildverarbeitung<br />

nach Update. Referenzklang.<br />

DVB-T-, DVB-C-Tuner.<br />

12 810 Euro 1/2010 www.bang-olufsen.de<br />

40-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD.<br />

Gute Bewegtbildschärfe dank 200<br />

Hertz. Ausleuchtung könnte besser<br />

sein. Erstklassige Verarbeitung.<br />

Toller Sound. Motorisierter Standfuß.<br />

DVB-T-, DVB-C- und optional<br />

DVB-S-Tuner.<br />

5 730 Euro 4/2010 www.bang-olufsen.de<br />

47-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Flach.<br />

3-D-fähig, aber Crosstalk. Local<br />

Dimming nicht fehlerfrei. Exzellente<br />

Farbtreue. Bildschärfe auf 100-Hz-<br />

Niveau. Stabiler Blickwinkel. DVB-Cund<br />

-T-Tuner. CI Plus. Multimedia-<br />

Ass. HDMI 1.4 ohne ARC.<br />

2 999 Euro 6/2010 www.lg.de<br />

52-Zoll-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Sehr gute<br />

Bildschärfe dank 200 Hertz.<br />

Referenzverarbeitung. Radio.<br />

PVR-Funktion (500-GB-Festplatte).<br />

Doppeltuner für alle Empfangswege.<br />

WLAN. Internet. CI Plus.<br />

12 000 Euro 6/2009 www.loewe.de<br />

40-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Sehr<br />

gute Bildschärfe. Eingeschränkter<br />

Blickwinkel, Blaustich im Schwarz.<br />

Exzellente Verarbeitung. Flexibel im<br />

Netzwerk. PVR-Funktion (250-GB-<br />

Festplatte). Doppeltuner. CI Plus.<br />

WLAN. Internet.<br />

ab 4 000 Euro 5/2010 www.loewe.de<br />

32-Zoll-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Sehr gute<br />

Bildschärfe (100 Hertz). Neutrale<br />

Farbdarstellung und stabiler Blickwinkel.<br />

Schwarzdarstellung mäßig.<br />

PVR-ready (250-GB-Festplatte).<br />

DVB-C- und DVB-T-Tuner. DVB-S<br />

optional. CI Plus.<br />

ab 2 000 Euro 5/2010 www.loewe.de<br />

55-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Bildschärfe<br />

auf 100-Hz-Niveau. Gute<br />

Farbtreue, stabiler Blickwinkel.<br />

Guter Bildkontrast (Local Dimming).<br />

Umfangreiche PVR-Funktion<br />

(500-GB-Festplatte). Doppeltuner<br />

für Satellit oder Kabel. CI Plus<br />

6 500 Euro 2/2010 www.metz.de<br />

42-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Bildschärfe<br />

auf 100-Hz-Niveau. Gute<br />

Farbtreue, stabiler Blickwinkel.<br />

Guter Bildkontrast (Local Dimming).<br />

Umfangreiche PVR-Funktion<br />

(500-GB-Festplatte). Doppeltuner<br />

für Satellit oder Kabel. CI Plus.<br />

3 999 Euro 6/2010 www.metz.de<br />

20/15/51<br />

Sehr gut<br />

86<br />

16/15/48<br />

Gut<br />

79<br />

16/16/48<br />

Gut<br />

80<br />

20/16/51<br />

Sehr gut<br />

87<br />

19/16/48<br />

Gut<br />

83<br />

16/16/48<br />

Gut<br />

80<br />

18/15/50<br />

Gut<br />

83<br />

17/16/50<br />

Gut<br />

83<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

TV-Geräte<br />

Panasonic<br />

TX-P50VT20E<br />

Panasonic<br />

TX-P42VT20E<br />

Panasonic<br />

TX-L42V20<br />

Panasonic<br />

TX-P42V20E<br />

Philips<br />

32PFL9705K<br />

Philips<br />

32PFL8605K<br />

Philips<br />

46PFL9705K<br />

Philips<br />

56PFL9954<br />

** Neue <strong>Test</strong>kriterien für Fernseher ab Ausgabe 4/10<br />

50-Zoll-Plasma. Full-HD. 3-D-fähig.<br />

Perfekter Blickwinkel. Sehr guter<br />

Bildkontrast und Bildschärfe.<br />

Vergleichsweise hoher Stromverbrauch.<br />

SD-Aufbereitung nicht<br />

optimal. PVR-Funktion. Triple-Tuner.<br />

CI Plus. HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />

2 599 Euro 4/2010 www.panasonic.de<br />

42-Zoll-Plasma. Full-HD. 3-D-fähig.<br />

2-D-zu-3-D-Konvertierung. Bildeindruck<br />

identisch zu 50-Zoll-Modell.<br />

Vergleichsweise hoher Stromverbrauch.<br />

SD-Aufbereitung nicht<br />

optimal. PVR-Funktion. Triple-Tuner.<br />

CI Plus. HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />

1 999 Euro 6/2010 www.panasonic.de<br />

42-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 200<br />

Hertz nur auf 100-Hertz-Niveau.<br />

Stabiler Blickwinkel. Schwächen<br />

bei SD-Zuspielung. Tiefschwarz<br />

mit Blauschimmer. PVR-Funktion.<br />

Triple-Tuner. CI Plus. Internet.<br />

HDMI 1.4 (ARC).<br />

1 499 Euro 4/2010 www.panasonic.de<br />

42-Zoll-Plasma. Full-HD. THX-Modus.<br />

Sehr gute Bildschärfe, minimal<br />

farbige Doppelkonturen. Toller<br />

Bildkontrast. Makelloser Blickwinkel.<br />

Schwächen bei SD-Zuspielung.<br />

PVR-Funktion. Triple-Tuner. CI Plus.<br />

WLAN. Internet. HDMI 1.4 (ARC).<br />

1 599 Euro 5/2010 www.panasonic.de<br />

32-Zoll-Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Local<br />

Dimming. Hohe Bildschärfe (200<br />

Hertz). Sehr gute Ausleuchtung und<br />

Kontrast. Blickwinkel eingeschränkt.<br />

Gute Tonqualität. Triple-Tuner. CI<br />

Plus. WLAN. Internet. Ambilight.<br />

HDMI 1.4 (ARC).<br />

1 499 Euro 5/2010 www.philips.de<br />

32-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD.<br />

Gute Bildschärfe. Gleichmäßige<br />

Ausleuchtung trotz Edge-<strong>LED</strong>.<br />

Schwarzwert nicht optimal,<br />

seitlicher Bildeindruck stabil. Triple-<br />

Tuner. CI Plus. WLAN. Internet.<br />

Ambilight. HDMI 1.4 (ARC).<br />

1 299 Euro 5/2010 www.philips.de<br />

46-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig<br />

(Brillen und Sender extern). Crosstalk.<br />

Exzellentes Local Dimming,<br />

brillantes Bild. Blickwinkel instabil.<br />

Gute Tonqualität. Triple-Tuner. CI<br />

Plus. WLAN. Internet. Ambilight.<br />

HDMI 1.4 (ARC).<br />

2 999 Euro 6/2010 www.philips.de<br />

56-Zoll-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 21 : 9-Format.<br />

Gute Bewegtbildschärfe dank<br />

200 Hertz. Gute Farbdarstellung.<br />

Bildkontrast könnte besser sein.<br />

DVB-T-, DVB-C-Tuner. CI Plus.<br />

Internet. Ambilight.<br />

3 999 Euro 4/2009 www.philips.de<br />

18/14/53<br />

Sehr gut<br />

85<br />

18/14/53<br />

Sehr gut<br />

85<br />

16/17/48<br />

Gut<br />

81<br />

16/14/52<br />

Gut<br />

82<br />

17/15/51<br />

Gut<br />

83<br />

16/15/48<br />

Gut<br />

79<br />

18/14/53<br />

Sehr gut<br />

85<br />

16/14/47<br />

Gut<br />

77<br />

88 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />

* Bewertung für: Ausstattung/Verarbeitung, Benutzerfreundlichkeit und Wiedergabequalität


Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

TV-Geräte<br />

Samsung<br />

UE55C9090<br />

Samsung<br />

UE46C8790<br />

Samsung<br />

UE46C7700<br />

Sharp<br />

LC-52XS1<br />

Sharp<br />

LC-46LE820E<br />

55-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Ultraflach.<br />

Fernbedienung als Zweitmonitor.<br />

3-D-fähig (inklusive Konvertierung).<br />

Blickwinkel instabil. Gute Farbwiedergabe<br />

und Bildschärfe. Tonqualität unbefriedigend.<br />

PVR-Funktion. Triple-Tuner.<br />

CI Plus. HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />

5 999 Euro 6/2010 www.samsung.de<br />

46-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD.<br />

Flach. 3-D-fähig (inklusive Konvertierung).<br />

Gute Bewegtbildschärfe<br />

dank 200 Hertz. Instabiler Blickwinkel.<br />

Gute Ausleuchtung und guter<br />

Kontrast. PVR-Funktion. Triple-Tuner.<br />

CI Plus. HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />

2 799 Euro 4/2010 www.samsung.de<br />

46-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD.<br />

Flach. 3-D-fähig (inklusive Konvertierung).<br />

Gute Bewegtbildschärfe<br />

dank 200 Hertz. Ausleuchtung<br />

und Blickwinkel nicht perfekt.<br />

PVR-Funktion. Triple-Tuner. CI Plus.<br />

HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />

2 499 Euro 3/2010 www.samsung.de<br />

Ultraflacher 52-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-<br />

HD. Herausragender Bildkontrast.<br />

Verarbeitung und Design superb.<br />

Schwächen bei der Bildverarbeitung.<br />

Externer Bildprozessor<br />

empfohlen. Triple-Tuner. Tuner-<br />

Steuerung umständlich.<br />

9 000 Euro 1/2009 www.sharp.de<br />

46-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 100<br />

Hertz nicht optimal. Vierte Primärfarbe<br />

(Gelb) zu dominant, Grüntöne<br />

zu dunkel. Blickwinkel instabil.<br />

Brillantes Bild. Glasscheibe spiegelt.<br />

DVB-C-, DVB-T-Tuner. CI Plus. HDMI<br />

1.4 (ARC).<br />

1 999 Euro 4/2010 www.sharp.de<br />

19/16/48<br />

Gut<br />

83<br />

18/15/49<br />

Gut<br />

82<br />

18/15/48<br />

Gut<br />

81<br />

15/14/52<br />

Gut<br />

81<br />

15/15/46<br />

Gut<br />

76<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

Blu-ray-Player<br />

Denon<br />

DVD-A1UD<br />

Denon<br />

DBP-4010UD<br />

Marantz<br />

UD9004<br />

Panasonic<br />

DMP-BDT300<br />

Panasonic<br />

DMP-BD85<br />

Superbe Verarbeitung und<br />

Bildqualität. Zwei HDMI-Ausgänge.<br />

Detaillierte Klangeinstellungen.<br />

Spielt auch SACD und DVD-Audio.<br />

BD Live nach Update. Speicherkarte<br />

notwendig. Lange Ladezeiten.<br />

1 080p24.<br />

4 999 Euro 5/2009 www.denon.de<br />

Universalplayer für BD, DVD,<br />

DVD-Audio und SACD. Sehr gute,<br />

aber nicht perfekte Bild- und<br />

Tonqualität. Anchor-Bay- statt<br />

HQV-Bildprozessor. Denon Link.<br />

Lange Einlese- und Ladezeiten.<br />

Webcontrol. BD Live. 1 080p24.<br />

1 999 Euro 1/2010 www.denon.de<br />

Blu-ray-Player mit fantastischer<br />

Bild- und Klangqualität. BD<br />

Live, Speicherkarte notwendig.<br />

Unterstützt DVD-Audio und SACD.<br />

Analoge Ausgänge mit guter<br />

Klangbalance. Lange Lade- und<br />

Startzeiten. 1 080p24.<br />

5 499 Euro 1/2010 www.marantz.de<br />

3-D-Blu-ray-Player. Zwei HDMI-<br />

Ausgänge. WLAN-Adapter. BD Live.<br />

Internetfunktionen. Langsame<br />

Zugriffszeiten. Sehr gute Skalierung<br />

und Vollbildkonvertierung. 1 080p24.<br />

HD-Audio-Decoder, analoger Mehrkanalausgang.<br />

499 Euro 4/2010 www.panasonic.de<br />

Blu-ray-Player mit sehr guter<br />

Skalierung und Vollbildkonvertierung.<br />

1 080p24. HD-Audio-Decoder,<br />

analoger Mehrkanalausgang.<br />

Langsame Zugriffszeiten. BD Live.<br />

Internetfunktionen. WLAN optional.<br />

1 080p24.<br />

349 Euro 3/2010 www.panasonic.de<br />

20/13/58<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

20/13/55<br />

Sehr gut<br />

88<br />

20/13/58<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

19/17/55<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

18/16/54<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Sony<br />

KDL-40NX805<br />

40-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD.<br />

200 Hertz. Ausleuchtung und<br />

Blickwinkel nicht perfekt.<br />

Energiesparend. Triple-Tuner. CI<br />

Plus. WLAN intergriert. Internet.<br />

HDMI 1.4 (ARC).<br />

16/15/48<br />

Gut<br />

79<br />

Philips<br />

BDP9500<br />

Exzellenter Blu-ray-Player mit<br />

schnellen Ladezeiten. Gute<br />

Bildqualität. HD-Audio-Decoder,<br />

analoger Mehrkanalausgang. BD<br />

Live, integrierter 1-GB-Speicher.<br />

1 080p24. Untertitelverschiebung.<br />

18/18/54<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

Sony<br />

KDL-55NX815<br />

Sony<br />

KDL-46HX905<br />

Toshiba<br />

46SV685<br />

Toshiba<br />

46VL733G<br />

1 699 Euro 3/2010 www.sony.de<br />

55-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />

(Spaltendimming). Full-HD. Flach.<br />

Sehr gute Bildschärfe. Blickwinkel<br />

eingeschränkt, Ausleuchtung ungenau.<br />

3-D-fähig (inklusive Konvertierung),<br />

aber Crosstalk. Triple-Tuner. CI Plus.<br />

HDMI 1.4 (ARC). WLAN. Internet.<br />

3 499 Euro 6/2010 www.sony.de<br />

46-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Local Dimming).<br />

Full-HD. Referenzbildschärfe.<br />

Blickwinkel stark eingeschränkt.<br />

Ausgezeichneter Kontrast. 3-Dfähig,<br />

enorme Tiefenwirkung.<br />

Triple-Tuner. CI Plus. HDMI 1.4<br />

(ARC). WLAN. Internet.<br />

2 899 Euro 5/2010 www.sony.de<br />

46-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 200<br />

Hertz. Natürliche Bilddarstellung<br />

nach Kalibrierung. Guter Bildkontrast.<br />

Umfangreiche Bildverarbeitung.<br />

Bildschärfe, Blickwinkel und<br />

Tonqualität könnten besser sein.<br />

DVB-T-, DVB-C-Tuner.<br />

2 499 Euro 1/2010 www.toshiba.de<br />

46-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 100<br />

Hertz nicht optimal. Unregelmäßige<br />

Ausleuchtung. Resolution+ sorgt für<br />

gute statische Bildschärfe. DVB-C-,<br />

DVB-T-Tuner. CI Plus im <strong>Test</strong> fehlerhaft.<br />

HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />

18/15/48<br />

Gut<br />

81<br />

17/15/51<br />

Gut<br />

83<br />

14/14/49<br />

Gut<br />

77<br />

13/14/46<br />

Gut<br />

73<br />

Philips<br />

BDP7500B2<br />

Samsung<br />

BD-C6900<br />

Sony<br />

BDP-S5000ES<br />

Sony<br />

BDP-S570<br />

549 Euro 2/2010 www.philips.de<br />

3-D-Blu-ray-Player. Schnelle<br />

Ladezeiten. 3-D-Update notwendig.<br />

Gute Video- und Audioqualität.<br />

HD-Audio-Decoder, analoger<br />

Mehrkanalausgang. WLAN. BD-<br />

Live, 1-GB-Speicher. 1 080p24.<br />

Untertitelverschiebung.<br />

290 Euro 5/2010 www.philips.de<br />

3-D-Blu-ray-Player. Internetfunktionen.<br />

WLAN integriert. BD-Live,<br />

1-GB-Speicher. Umfangreiche Medienwiedergabe.<br />

Schnelle Ladezeiten.<br />

Gute Video- und Audioqualität.<br />

HD-Audio-Decoder, analoger Mehrkanalausgang.<br />

1 080p24.<br />

399 Euro 4/2010 www.samsung.de<br />

Blu-ray-Player mit BD Live.<br />

Zügige Ladezeiten und gute<br />

Bedienbarkeit. Möglichkeiten<br />

zur Bildnachbearbeitung. Alle<br />

HD-Audio-Decoder an Bord.<br />

Audiosektion samt analogen<br />

Schnittstellen erstklassig. 1 080p24.<br />

1 999 Euro 2/2009 www.sony.de<br />

3-D-Blu-ray-Player. Sehr schnelle<br />

Start- und Ladezeiten. Audio- und<br />

Videoverarbeitung tadellos. WLAN.<br />

Kein analoger Mehrkanalausgang.<br />

BD-Live, integrierter Speicher.<br />

1 080p24.<br />

18/17/52<br />

Sehr gut<br />

87<br />

18/17/53<br />

Sehr gut<br />

88<br />

19/16/56<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

18/17/52<br />

Sehr gut<br />

87<br />

1 899 Euro 4/2010 www.toshiba.de<br />

269 Euro 5/2010 www.sony.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 89


Klassentreffen<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

Audio-Video-Receiver/-Verstärker<br />

Arcam<br />

AVR600<br />

Denon<br />

AVR-3311<br />

Denon<br />

AVR-4810<br />

Harman<br />

Kardon<br />

AVR 760<br />

Marantz<br />

AV8003,<br />

MM8003<br />

Onkyo<br />

PR-SC5507/<br />

PA-MC5500<br />

Onkyo<br />

TX-NR3008<br />

Yamaha<br />

DSP-Z7<br />

7-Kanal-AV-Receiver, bis zu drei<br />

Subwoofer anschließbar. Gefällig<br />

neutrales Klangbild in Stereo wie<br />

Mehrkanal. Videoverarbeitung<br />

mit Schwächen. Dolby Volume,<br />

Netzwerk und Internetradio.<br />

4 399 Euro 2/2010 www.arcam.co.uk<br />

Impulsfreudiger 7-Kanal-AV-Receiver.<br />

Warm abgestimmter analoger<br />

Klangcharakter. Höhenkanäle über<br />

Dolby Pro Logic IIz oder Audyssey<br />

DSX. Sehr gute Videoverarbeitung.<br />

Leitet 3-D-Zuspielungen weiter<br />

(HDMI 1.4). DLNA.<br />

1 399 Euro 5/2010 www.denon.de<br />

Leistungsstarker 9-Kanal-AV-Receiver<br />

mit 11-Kanal-Vorstufe.<br />

Audyssey-Einmessung inklusive<br />

Dynamic Volume und EQ. DSX und<br />

Pro Logic IIz für Höhenkanäle.<br />

Umfangreiche Videoverarbeitung.<br />

DLNA.<br />

2 999 Euro 1/2010 www.denon.de<br />

Exzellent klingender 7-Kanal-AV-<br />

Receiver mit fantastischer Stereoqualität.<br />

Leistungsstarke Endstufen.<br />

Variable Bildnachbearbeitung.<br />

Dolby Volume, aber keine Höhenkanäle.<br />

Hoher Stromverbrauch und<br />

vorlauter Lüfter.<br />

2 499 Euro 1/2010 www.harmankardon.de<br />

Vor-/Endstufen-Kombination.<br />

Abstriche bei Bildverarbeitung<br />

und Audyssey-Integration. Tonale<br />

Qualität und Endstufenleistung<br />

hervorragend.<br />

4 500 Euro 6/2008 www.marantz.de<br />

Vor-/Endstufen-Kombination.<br />

Neun Kanäle, zwei Subwoofer-<br />

Anschlüsse. THX Ultra Plus 2. Bild<br />

und Ton aufseiten der Vorstufe<br />

exzellent. Höhenkanäle. Sehr gute<br />

Video-verarbeitung. Internetradio<br />

und Netzwerkstreaming (DLNA).<br />

3 799 Euro 5/2010 www.onkyo.de<br />

9-Kanal-AV-Receiver. THX-Ultra-<br />

Plus-2. Zwei Subwoofer-Anschlüsse.<br />

Exzellentes Bild, Stereoklang etwas<br />

bedeckt. Höhenkanäle über Dolby<br />

Pro Logic IIz oder Audyssey DSX. Internetradio<br />

und Netzwerkstreaming<br />

(DLNA). HDMI 1.4.<br />

1 799 Euro 6/2010 www.onkyo.de<br />

Gelungenes „Downgrade“ des<br />

DSP-Z11 mit sieben Endstufen.<br />

Klangqualität mit und ohne DSP-<br />

Programmen tadellos. Sehr gutes<br />

Einmesssystem bietet Anwendern<br />

volle Kontrolle zur Optimierung.<br />

20/16/53<br />

Sehr gut<br />

89<br />

19/17/50<br />

Sehr gut<br />

86<br />

20/17/52<br />

Sehr gut<br />

89<br />

19/16/54<br />

Sehr gut<br />

89<br />

18/18/52<br />

Sehr gut<br />

88<br />

20/16/54<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

20/16/51<br />

Sehr gut<br />

87<br />

20/17/53<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

Projektoren<br />

Epson<br />

EH-TW4400<br />

Infocus<br />

SP8602<br />

JVC<br />

DLA-HD950<br />

LG<br />

CF3D<br />

Mitsubishi<br />

HC6800<br />

Optoma<br />

HD82<br />

Panasonic<br />

PT-AE4000<br />

Runco<br />

Q-750i<br />

<strong>LCD</strong>-Projektor. Full-HD. Ausgezeichnete<br />

100-Hertz-Bildverarbeitung.<br />

Wohnzimmertauglich,<br />

sehr hohe Helligkeit. Farbneutral<br />

und leise nur im Kinomodus.<br />

1 080p24 oder Zwischenbildberechnung.<br />

2 800 Euro 2/2010 www.epson.de<br />

Full-HD-DLP-Projektor. Kaum<br />

Regenbogeneffekt. Brillantes und<br />

plastisches Bild. Motorisierte Optik.<br />

Lens-Shift manuell. 21 : 9-Vorverzerrung.<br />

Sehr gute Schärfe bei Standbildern,<br />

Unschärfen bei schnellen<br />

Bildinhalten. 1 080p24.<br />

3 490 Euro 4/2010 www.infocus.de<br />

Full-HD-D-ILA-Projektor. Voll motorisierte<br />

Optik inkl. Lens-Shift. Leise.<br />

THX-Modus. 21: 9-Vorverzerrung.<br />

Extremer Maximalkontrast und<br />

tiefstes Schwarz. Nachzieheffekte<br />

bei Bewegungen, sonst sehr gute<br />

Bildschärfe. 1 080p24.<br />

6 999 Euro 4/2010 jdl.jvc-europe.com<br />

3-D-Projektor. Full-HD. Polfilterverfahren<br />

setzt Silberleinwand voraus.<br />

2-D-Darstellung (Schwarzdarstellung,<br />

Bildschärfe) nicht optimal,<br />

aber sehr gute 3-D-Qualität. HDMI<br />

1.4. Steuerung über Netzwerk<br />

möglich. 1 080p24.<br />

12 999 Euro 6/2010<br />

Full-HD-<strong>LCD</strong>-Projektor. Gute<br />

Schwarzdarstellung durch Blende,<br />

sehr gute maximale Helligkeit.<br />

Leise, komfortabel in der<br />

Aufstellung (motorisierte Optik).<br />

In Schwarz und Weiß erhältlich.<br />

1 080p24.<br />

2 499 Euro 2/2010 www.mitsubishi-evs.de<br />

Full-HD-DLP-Projektor. Leise. Aufstellung<br />

flexibler als bei vergleichbaren<br />

DLPs. Optik nicht motorisiert.<br />

Guter Bildkontrast, gute Bildschärfe.<br />

Farbraum nicht optimal. 1 080p24.<br />

Optionale Bewegungsglättung<br />

erzeugt Bildfehler.<br />

2 999 Euro 4/2009 www.optoma.de<br />

100-Hertz-<strong>LCD</strong>-Projektor.<br />

Verbesserter Bildkontrast und<br />

mehr Bildhelligkeit als AE3000.<br />

Zwischenbildberechnung variabel,<br />

gute Echtzeitblende. Leise, aufstellungsfreundlich.<br />

Speicherbares<br />

Seitenformat. 1 080p24.<br />

2 699 Euro 1/2010 www.panasonic.de<br />

Full-HD-DLP-Projektor. <strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />

Keine sichtbaren Farbblitzer.<br />

Neutrale Bildabstimmung<br />

ab Werk, vielseitig installier- und<br />

einstellbar. Motorisierte Optik<br />

gegen Aufpreis. 1 080p24.<br />

16/16/51<br />

Gut<br />

83<br />

16/12/48<br />

Gut<br />

76<br />

16/17/53<br />

Sehr gut<br />

86<br />

16/14/46<br />

Gut<br />

76<br />

17/16/45<br />

Gut<br />

78<br />

17/12/46<br />

Gut<br />

75<br />

17/16/47<br />

Gut<br />

80<br />

17/17/49<br />

Gut<br />

83<br />

Yamaha<br />

DSP-Z11<br />

2 499 Euro 4/2009 www.yamaha-online.de<br />

Tadellose Video- und Audioverarbeitung<br />

mit einer DSP-Sektion<br />

der Profiklasse. Elf Endstufen für<br />

11.2- oder 4-Zonen-Betrieb. Frei<br />

konfigurierbares Einmesssystem.<br />

20/17/56<br />

Ausgezeichnet<br />

93<br />

Sony<br />

VPL-VW85<br />

16 000 Euro 2/2010 www.image.ag<br />

Full-HD-SXRD-Projektor. Sehr hell,<br />

gute Bildschärfe und plastischer<br />

Bildkontrast. Exakte Farbdarstellung<br />

nach Kalibrierung. Leise, Aufstellung<br />

flexibel. Optik motorisiert. 1 080p24,<br />

optionale Bewegungsglättung. Bildverarbeitung<br />

könnte besser sein.<br />

17/15/51<br />

Gut<br />

83<br />

5 500 Euro 5/2008 www.yamaha-online.de<br />

6 499 Euro 6/2009 www.sony.de<br />

90 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

* Bewertung für: Ausstattung/Verarbeitung, Benutzerfreundlichkeit und Wiedergabequalität


Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver mit Festplatte<br />

Dreambox<br />

DM8000<br />

Humax<br />

iCord HD+<br />

<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver. Aufrüstung<br />

durch Festplatten und DVD-Brenner<br />

möglich. Kein HDMI, digitale Bildund<br />

Tonausgabe über DVI, Adapter<br />

liegt bei. Schnelle und flexible Box.<br />

999 Euro 2/2009 www.dream-multimedia.de<br />

<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver mit HD-Plus-<br />

Unterstützung für HD-Privatsender.<br />

1-Terabyte-Festplatte. Zeitgleiche<br />

Aufnahme von zwei HD-Programmen<br />

möglich. Umfangreiche<br />

Onlinefunktionen.<br />

28/35/27<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

25/34/27<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver mit Festplatte<br />

Panasonic<br />

DMR-BS750<br />

Reelbox<br />

Avantgarde<br />

<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver mit 250-GB-<br />

Festplatte und eingebautem<br />

Blu-ray-Brenner. Vollwertiger Bluray-Player.<br />

Schnelle Inbetriebnahme.<br />

Twin-Tuner. Aufnahme von zwei<br />

HD-Programmen gleichzeitig. Zwei<br />

CI-Einschübe inkl. CI Plus. Sehr gute<br />

Bildqualität.<br />

999 Euro 3/2010 www.panasonic.de<br />

HD-Linux-Receiver in Sat- oder<br />

Kabeltuner-Ausführung. Bis zu drei<br />

Tuner integriert. DVD-Rekorder<br />

oder Blu-ray-Laufwerk möglich.<br />

Gute Audio-Video-Qualität, vielseitig<br />

einsetzbar.<br />

26/36/27<br />

Sehr gut<br />

89<br />

25/36/27<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Kathrein<br />

UFS 922<br />

749 Euro 2/2010 www.humax-digital.de<br />

<strong>HDTV</strong>-Sat-Empfänger mit 500-<br />

GB-Festplatte. Twin-Tuner. Hoher<br />

Benutzerkomfort, redaktionell<br />

aufbereiteter EPG. Kompatibel zu<br />

Alpha- und Omegacrypt-Modulen.<br />

26/35/28<br />

Sehr gut<br />

89<br />

Vantage<br />

VT-1<br />

1 499 Euro 4/2008 www.reel-multimedia.de<br />

Vielseitiger <strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver.<br />

Erster mit 1 080p-Unterstützung.<br />

Einfacher Festplatteneinbau. Flinke<br />

Umschaltzeiten. Sehr gute Bild- und<br />

Tonqualität. MP3-, Foto- und<br />

Videowiedergabe möglich. Legacy-<br />

Modullösung für HD-Privatsender.<br />

28/35/27<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

699 Euro 2/2009 www.kathrein.de<br />

649 Euro 2/2010 www.vantage-digital.de<br />

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8 Wir stellen ein: <strong>Test</strong>redakteur(in) Audio/Video<br />

Der Auerbach Verlag hat sich auf Special-Interest-Titel im Bereich digitale Unterhaltungselektronik<br />

und Medien spezialisiert. Mit unseren Publikationen und Internetauftritten erreichen wir<br />

ca. 2,5 Millionen Leser. Wir verlegen u. a.:<br />

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In unserem hochmodernen <strong>Test</strong>labor testen wir mit Equipment von Rohde & Schwarz, Astro<br />

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Wir suchen zum Berufseinstieg 1. Dezember 2010<br />

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gern und präzise, gehen sicher mit der deutschen Sprache um und können unsere Leser mit Ihren<br />

Berichten begeistern. Sie sehen das Thema Unterhaltungselektronik nicht als berufliche Pflicht,<br />

sondern als Berufung. Idealerweise haben Sie auch schon das „Schreiben“ gelernt, Praktika in<br />

diversen Verlagen geleistet und erste Berufserfahrungen gesammelt. Je nach Stand Ihrer<br />

Kenntnisse bieten wir Ihnen auch eine fundierte Ausbildung zum Redakteur in unserem Hause<br />

an.<br />

Wir suchen engagierte Mitarbeiter, die mit uns gemeinsam in einem unabhängigen Verlag<br />

wachsen wollen. Dabei gehen Sie, wenn es sein muss, auch an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit.<br />

Persönlicher Einsatz an Wochenenden und Feiertagen sowie auf Messen und Fachveranstaltungen<br />

ist Ihnen nicht fremd.<br />

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Ihren Gehaltsvorstellungen an:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Personalabteilung, z. H. Frau Hummel, Lauchstädter<br />

Straße 20, 04229 Leipzig oder job@auerbach-verlag.de<br />

Schriftliche Bewerbungen werden nur zurückgeschickt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag<br />

beigefügt ist.


Bewertung Bild und Ton<br />

In unseren <strong>Test</strong>s steht die objektive Beurteilung der Audio- und Videoelektronik im Vordergrund.<br />

Auf dieser Seite erläutern wir Ihnen die technischen Hintergründe unserer Infografiken.<br />

Bildkontrast<br />

In unserer aktuellen Bewertung geben wir für alle Wiedergabegeräte<br />

den minimalen und maximalen Bildkontrast<br />

an. Unsere Messungen unterscheiden sich deutlich<br />

von den Angaben der Hersteller, die ihre Werte meist<br />

nicht bei korrekter Farbdarstellung oder Gammakurve<br />

ermitteln. Wir messen immer den nativen Kontrast (auch<br />

In-Bild-Kontrast). Bei dieser Messung werden Schwarzund<br />

Weißfelder gleichzeitig dargestellt. Der maximale<br />

Bildkontrast wird häufi g nur bei dunklen Bildern mit vielen<br />

Schwarzanteilen erreicht. Ein hoher Maximalkontrast<br />

(> 4 000 : 1) ist ein Indiz für eine sehr gute Schwarzdarstellung,<br />

die besonders für Kinofi lme von Bedeutung ist.<br />

Ein niedriger Minimalkontrast weist auf Schwächen bei<br />

der Schwarzdarstellung oder eine eingeschränkte Bildhelligkeit<br />

hin.<br />

Kontrast (nativ) Min: 400 : 1, Max: 6 000 : 1<br />

Kontrasteindruck<br />

Der subjektive Kontrasteindruck hängt, anders als eine<br />

Messung in dunkler Umgebung, nicht nur von einem<br />

möglichst hohen Kontrastwert ab, sondern maßgeblich<br />

von der Raumhelligkeit. Ist diese hoch, bestimmt<br />

die Leuchtkraft des Fernsehers, wie plastisch die Bilder<br />

wirken. Auch die Konstruktionsart der Frontscheibe des<br />

Displays spielt hier eine große Rolle. Erreicht ein Fernseher<br />

einen niedrigen Minimalkontrast und zeigt bei Tageslicht<br />

Schwächen, so ist dies ein klares Indiz, dass die<br />

Bildhelligkeit begrenzt ist. Zeigt unsere Bildkontrastangabe<br />

im Heimkinofeld Schwächen, so ist die Schwarzdarstellung<br />

des Displays nur befriedigend; dunkle Bildbereiche<br />

schimmern bläulich oder wirken aufgehellt.<br />

Zudem versorgen wir Sie mit den nötigen Fakten zur<br />

verbauten Kontrastfi lterscheibe, damit Sie Spiegelungen<br />

und Kontrastdarstellung in heller Umgebung besser einschätzen<br />

können.<br />

Verzerrungsproduktverhältnis<br />

Es entsteht bei der Anregung des Übertragungssystems<br />

mit einer Grundfrequenz von f 1 kHz. Dabei<br />

ergeben sich in der Audioelektronik Verzerrungen im<br />

geradzahligen oder ungeradzahligen Verhältnis, bezeichnet<br />

als harmonische (f2, f4, usw.) bzw. unharmonische<br />

Verzerrungen ( f3, f5 usw.). Ein „warmer“<br />

oder „kühler“ Klangeindruck ist die Folge.<br />

0 dB<br />

–20 dB<br />

–40 dB<br />

–60 dB<br />

–80 dB<br />

–100 dB<br />

–120 dB<br />

–140 dB<br />

0,9970 1 kHz<br />

1,99401 kHz<br />

2,99113 kHz<br />

3,98818 kHz<br />

4,98522 kHz<br />

7f 8f 9f<br />

f 2f 3f 4f 5f 6f 10f<br />

5,98204 kHz<br />

6,97931 kHz<br />

7,97636 kHz<br />

8,97340 kHz<br />

9,97044 kHz<br />

Gammakurve<br />

Die Gammakurve beschreibt die Tonwertverteilung hinsichtlich<br />

Schatten, Mitteltönen und Lichtern. Vordefi -<br />

nierte Gammakurven sollen eine einheitliche Darstellung<br />

des Bildes sicherstellen, bei <strong>HDTV</strong> wird diese mit 2,2<br />

beschrieben. Das Verhältnis ist exponential und die gemessene<br />

Kurve sollte nicht von der gestrichelten Vorgabelinie<br />

im Diagramm abweichen. Ist dies der Fall, bleicht<br />

das Bild entweder aus (kleinerer Wert) oder Details in<br />

dunklen Bereichen sind schlechter erkennbar (größerer<br />

Wert). Abhängig vom Eingangssignal und der Raumbeleuchtung<br />

sind Werte zwischen 2,2 und 2,5 ideal.<br />

Farbtemperatur<br />

Um neutrale Weiß-, Grau- oder Schwarzfl ächen nach D65-<br />

Norm darzustellen, sollten sich alle drei Grundfarben der<br />

mittleren Linie annähern. Im linken Bereich erkennen Sie<br />

die Farbtemperatur von dunklen Bildbereichen (schwarz bis<br />

grau), rechts von hellen (grau bis weiß). Liegt z. B. die blaue<br />

Linie oberhalb der Vorgabe, wirkt das Bild bläulich, liegen<br />

die blaue und rote Linie über der grünen, erscheint das Bild<br />

violett eingefärbt. Unabhängig von unserer Farbtemperaturangabe<br />

erkennen Sie bei dieser Messung Schwankungen,<br />

d. h. ob ein Display in dunklen und hellen Bildbereichen unterschiedliche<br />

Farbtemperaturen aufweist.<br />

Farbraum<br />

Damit die Farbdarstellung am Ende genauso ausfällt, wie<br />

der Produzent seine Bilder gestaltete, muss der vorgegebene<br />

Farbraum eingehalten werden. Für <strong>HDTV</strong>- und Bluray-Bilder<br />

gilt der allgemeine Standard ITU-R BT.709, in<br />

unseren <strong>Test</strong>s anschaulich dargestellt durch ein Farbdreieck.<br />

Liegen die Messpunkte exakt auf den vorgegebenen<br />

Punkten, gelingt die Farbabbildung neutral. Liegen Punkte<br />

außerhalb des Dreiecks, erscheinen Farben übersättigt, liegen<br />

sie innerhalb des Dreiecks, erscheinen sie „ausgewaschen“.<br />

Eine korrekte Farbdarstellung wird weiterhin nur<br />

gewährleistet, wenn die Helligkeit der Farben exakt abgestimmt<br />

ist. Dies ist in<br />

unserer zweidimensionalen<br />

Darstellung nicht<br />

direkt zu erkennen, wir<br />

weisen deshalb im <strong>Test</strong>bericht<br />

auf eventuelle<br />

Fehler hin.<br />

Das <strong>Test</strong>labor des Auerbach Verlages<br />

Die <strong>Test</strong>systeme des Auerbach Verlages erfüllen die Qualitätskriterien<br />

nach DIN EN ISO 9 001 bzw. 14 001 und die Anforderungen<br />

nach AQAP 110 und 150. Neben ausführlichen Vergleichstests wird<br />

jedes Gerät mit umfangreichen Messungen auf Herz und Nieren geprüft.<br />

Für Satelliten- und Fernsehsignale kommt der SFU von Rohde &<br />

Schwarz zum Einsatz. Der Signalgenerator für DVB-T, DVB-S, DVB-C<br />

sowie DVB-H ist <strong>HDTV</strong>-tauglich, sowohl für MPEG-2 als auch MPEG-4<br />

und DVB-S2. Ebenso sorgfältig arbeitet der UPV. Mit ihm messen<br />

die Redakteure den Frequenzgang, die Klirrfaktoren, Leistungen<br />

und weitere Werte für alle Audiokomponenten wie AV-Receiver und<br />

DVD-Player. Komplettiert wird das Trio vom Videomessgerät VSA.<br />

Die Video-Analyseeinheit ist Vektorskop, Oszilloskop und Steuereinheit<br />

in einem. HDMI-Analysen führen wir mit Messgeräten der Firmen<br />

Astro und Audio Precision durch. Bild- wie auch Tondaten können so<br />

verlustfrei analysiert werden. Für Bildschirme und Projektoren setzt<br />

das <strong>Test</strong>labor auf das zertifi zierte Lichtmessgerät CS-200 von Konica<br />

Minolta. Der hochpräzise Messkopf ermittelt die Leuchtdichte und<br />

Farbgenauigkeit von Plasmabildschirmen, <strong>LCD</strong>s und Projektoren.<br />

Sämtliche Geräte werden nach der D65-Norm kalibriert und erst<br />

nach erfolgter Gamma- und Farbkorrektur gemessen. Somit stellen<br />

die <strong>Test</strong>er sicher, dass jeder Fernseher oder Projektor vor den Messungen<br />

die gleichen Voraussetzungen erfüllt und den Videonormen<br />

entspricht. Camcorder testen wir mittels „Imatest“-Software und<br />

zertifi zierter <strong>Test</strong>charts unter genormten Lichtbedingungen. Die<br />

verständliche Aufbereitung der Messergebnisse hat bei uns oberste<br />

Priorität, damit Sie eines nicht verlieren: den Durchblick für das<br />

Wesentliche.<br />

Der Heimkinoraum des Auerbach Verlages Hochsensibles Messsystem mit „SatLive“-Software VSA-Videoanalyzer von Rohde & Schwarz Lichtmessgerät CS-200 von Konica Minolta


Farbabbildung<br />

Unser Messverfahren bestimmt sämtliche Farbwerte innerhalb<br />

eines dreidimensionalen Farbsystems, neben der<br />

Tönung messen wir ebenfalls die Luminanz aller Primärund<br />

Sekundärfarben. Als Vorlage dienen die standardisierten<br />

Vorgaben der internationalen Fernmeldeunion<br />

(ITU), entsprechend der TV-Normen (<strong>HDTV</strong>, PAL, NTSC<br />

usw.). Darüber hinaus bewerten wir die Graustufenabbildung<br />

basierend auf der genormten Farbtemperatur<br />

von 6504 Kelvin. Statt der oftmals ermittelten Zehnstufenskala<br />

messen wir mit einer Präzision von bis zu 256<br />

Graustufen – dies entspricht der Genauigkeit des Quellmaterials.<br />

Ergänzend messen wir die Farb- und Graustufenwerte<br />

bei einer Blickwinkelabweichung von 30 Grad.<br />

SD-Bildverarbeitung<br />

Die Aufbereitung von niedrig aufgelösten Halbbildsignalen<br />

stellt jeden Flachbildfernseher vor besondere Herausforderungen,<br />

denn die fehlenden Bildpunkte müssen<br />

künstlich erzeugt werden. Eine saubere Skalierung<br />

zeichnet sich durch eine hohe Bildschärfe ohne Doppelkonturen<br />

sowie durch klar umrissene Farbkonturen aus.<br />

Die Vollbildkonvertierung erfolgt bei Video- und Filmmaterial<br />

unterschiedlich, weshalb wir die Bewertung<br />

getrennt vornehmen und auf die jeweiligen Schwächen<br />

hinweisen. Komplexe Bildaufbereitungstechnologien<br />

wie eine Kantenglättung bei diagonalen Linienverläufen<br />

oder effektive Rauschminderer wirken sich positiv auf<br />

die Bewertung aus.<br />

Bildschärfe<br />

Wir bewerten nicht nur die statische Bildschärfe, sondern<br />

analysieren auch die Detailabbildung in Bewegungsphasen.<br />

Die Bewegtbildschärfe ist bei <strong>LCD</strong>-Fernsehern<br />

meist an eine Bildverarbeitung gekoppelt, die<br />

mittels neu generierter Zwischenbilder in den Signalfl uss<br />

eingreift. Unser <strong>Test</strong>verfahren erlaubt die Analyse von<br />

Artefakten, Unschärfen und farbigen Nachziehern. Die<br />

resultierende Bildschärfe ist immer die Kombination aus<br />

Leistungsfähigkeit des verbauten Panels und der nachfolgenden<br />

Bildverarbeitung. Greifen unterschiedliche<br />

Hersteller auf das gleiche Panel, aber unterschiedliche<br />

Bildverarbeitungen zurück, kann die Beurteilung der<br />

Bildschärfe ebenso differenziert ausfallen.<br />

Sichttest<br />

Entgegen der Namensgebung nehmen wir auch beim<br />

Sichttest Messungen vor. Unsere Redakteure überprüfen<br />

im Praxistest die Ausleuchtung der Display-Fläche und<br />

bewerten Bildfehler wie Pixelrauschen, False-Contour-<br />

Effekte, Farbblitzer oder stark refl ektierende Kontrastfi<br />

lterscheiben. Der Sichttest dient zudem der Kontrolle<br />

aller gemessenen Farb- und Kontrastwerte und deren<br />

Einfl uss auf die Bildqualität unter verschiedenen Lichtbedingungen.<br />

Somit stellen wir sicher, dass Sie unter<br />

Heimkinobedingungen und bei Tageslicht die bestmögliche<br />

Bildqualität erleben. Die Blickwinkelabhängigkeit<br />

wird ebenfalls auf die Probe gestellt und Messdaten mit<br />

realen Eindrücken verglichen.<br />

Bildkontrast<br />

Die Messung des Bildkontrasts fi ndet nicht nur durch<br />

vollfl ächige Schwarz-Weiß-Flächen oder Schachbrettmuster<br />

statt. Illusorische Maximalkontraste fl ießen bei uns<br />

nicht in die Bewertung ein, alle Displays müssen die maximalen<br />

Bildkontraste unter realistischen Bedingungen<br />

liefern. Hierbei messen wir Schwarz- und Weißfl ächen<br />

immer zeitgleich in einem Bild. Durch eine stufenlose<br />

Variation der Größe der Schwarz-Weiß-Flächen können<br />

wir die Helligkeitswerte unter praxisnahen Bedingungen<br />

ermitteln. Zusätzlich zur frontalen Sitzposition weisen<br />

wir auf Kontrastverluste bei einer seitlichen Betrachtung<br />

hin. Zudem analysieren wir die Kontrastfi lterscheibe auf<br />

Refl exionen und Aufhellung.<br />

Klangqualität<br />

Zusätzlich zur Messung der Bildqualität unterziehen<br />

wir alle Flachbildfernseher einer Messung im akustisch<br />

optimierten Audiotestraum. Wir unterscheiden dabei<br />

zwischen Diffus- und Direktschall. Der ermittelte Frequenzgang<br />

gibt Aufschluss über die Bandbreite der verbauten<br />

Lautsprecher und ob der Hersteller durch Voreinstellungen<br />

lediglich einen voluminösen Klang vorgaukelt.<br />

Neben der Überprüfung der Voreinstellungen kalibrieren<br />

wir die Fernseher auf eine neutrale Wiedergabe und untersuchen<br />

die Lautsprecher auf Verzerrungen und Gehäuseresonanzen<br />

bei hohen Lautstärken. Verfügen Fernseher<br />

über eine automatische Lautstärkeanpassung, fl ießt deren<br />

Qualität ebenfalls in die Bewertung ein.<br />

Bildschärfe, Bildkontrast, Tonwertverteilung und Farbabbildung<br />

sind das Fundament der Bildqualität eines jeden<br />

Fernsehers und gehen in unser Wertungssystem mit der<br />

gleichen Gewichtung ein. Der Großteil der zu vergebenden<br />

Punkte entfällt auf diese Faktoren, denn sie sind<br />

meist nicht durch externe Quellen beeinfl ussbar.<br />

Die Aufbereitung von niedrig aufgelösten SD-Signalen<br />

und die gebotene Klangqualität der integrierten Lautsprecher<br />

werden ebenso streng bewertet wie die restlichen<br />

Faktoren, allerdings fl ießen sie mit einer geringeren<br />

Gewichtung in die Gesamtwertung ein, da die Qualität<br />

durch externe Mittel beeinfl usst werden kann.


Aktuelle <strong>LCD</strong>s und Plasmas<br />

<strong>LCD</strong>s<br />

<strong>LCD</strong>s<br />

LG<br />

55LE8X<br />

400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. <strong>LED</strong>-Backlight mit<br />

Local Dimming. Extrem schlank (7,8 mm).<br />

3-D-fähig. DLNA. WLAN. USB-Schnittstelle<br />

für Medienwiedergabe (DivX HD, MP3, JPEG).<br />

Internetdienste (etwa Youtube). DVB-T- und<br />

DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />

HDMI 1.4.<br />

Panasonic<br />

TX-L37GW20<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Internetfunktionen<br />

(Youtube, Skype usw.). Wi-Fi optional.<br />

DLNA. USB-Schnittstelle für Medienwiedergabe<br />

(DivX, MP3, JPEG). PVR-ready (USB).<br />

SD-Schacht (bis SDXC). DVB-T-, DVB-C- und<br />

DVB-S-Tuner. CI Plus. HD Plus. Vier HDMI-<br />

Eingänge. HDMI 1.4.<br />

k.A. (47 Zoll) – k.A. (55 Zoll)<br />

Bildgrößen: 47, 55 Zoll<br />

899 ¤ (32 Zoll) – 999 ¤ (37 Zoll) Bildgrößen: 32, 37 Zoll<br />

LG<br />

55LX9500<br />

400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. <strong>LED</strong>-Backlight mit Local<br />

Dimming. Geringe Bautiefe (3 cm). 3-D-fähig.<br />

DLNA. WLAN (optional). USB-Schnittstelle<br />

für Medienwiedergabe (DivX HD, MP3, JPEG).<br />

Internetdienste (etwa Youtube). DVB-T- und<br />

DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />

HDMI 1.4.<br />

Panasonic<br />

TX-L42V20E<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />

Internetfunktionen (Youtube, Skype<br />

usw.). Wi-Fi optional. DLNA. USB-Schnittstelle<br />

für Medienwiedergabe (DivX, MP3, JPEG).<br />

PVR-ready (USB). SD-Schacht (bis SDXC).<br />

DVB-T-, DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus. HD<br />

Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

2 999 ¤ (47 Zoll) – 3 699 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 47, 55 Zoll<br />

1 399 ¤ (37 Zoll) –1 499 ¤ (42 Zoll) Bildgrößen: 37, 42 Zoll<br />

Loewe<br />

Individual 55<br />

Compose <strong>LED</strong><br />

400 DR+<br />

Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 400 Hertz. Top-Design<br />

und Verarbeitung. Flach (6 cm Bautiefe). Individuell<br />

zusammenstellbar, etwa mit motorisiertem<br />

Standfuß. USB-Schnittstelle. DLNA. PVR-<br />

Funktion. Festplatte (250 GB). DVB-C-, DVB-T-,<br />

DVB-S-Empfänger. Doppeltuner. Bild-in-Bild. CI<br />

Plus. Netzwerk. WLAN. Internet.<br />

Philips<br />

46PFL7605H<br />

100-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />

Ambilight. Wi-Fi optional. Internetfunktionen<br />

(Youtube, Net TV usw.). DLNA. Umfangreiche<br />

Medienwiedergabe (H.264, MP3, JPEG).<br />

DVB-T-, DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus.<br />

Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

3 200 € (32 Zoll) - 5 800 € (55 Zoll) Bildgrößen: 32, 40, 46, 55 Zoll<br />

749 ¤ (32 Zoll) – 1 599 ¤ (46 Zoll) Bildgrößen: 32, 37, 42, 46 Zoll<br />

Loewe<br />

Connect 40<br />

<strong>LED</strong> 200 DR+<br />

Full-HD-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. 200 Hertz. USB-<br />

Schnittstelle. WLAN. Internetfunktionen.<br />

Alle Tuner integriert. Festplatte, Doppeltuner<br />

möglich. Zwei CI-Plus-Schnittstellen. Drei<br />

HDMI-Eingänge. Lieferbar in Schwarz Hochglanz,<br />

Weiß Hochglanz oder Chromsilber.<br />

Tisch- und Standfuß erhältlich.<br />

Philips<br />

46PFL8605K<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-ready (ab 40 Zoll).<br />

Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Ambilight. Wi-Fi<br />

optional. Internetfunktionen (Youtube, Net<br />

TV usw.). DLNA. Umfangreiche Medienwiedergabe<br />

(H.264, MP3, JPEG). DVB-T-,<br />

DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-<br />

Eingänge. HDMI 1.4.<br />

2 900 ¤ (32 Zoll) – 3 500 ¤ (40 Zoll) Bildgrößen: 32, 40 Zoll<br />

1 099 ¤ (32 Zoll) – 2 199 ¤ (46 Zoll) Bildgrößen: 32, 37, 40, 46 Zoll<br />

Loewe<br />

Reference 52<br />

Full-HD-<strong>LCD</strong>. 200-Hz-Bildverarbeitung. DVB-T-,<br />

DVB-C- und DVB-S-Tuner integriert. CI-Plus-Unterstützung.<br />

Doppeltuner und Festplattenaufzeichnung<br />

(500 GB). Bild-in-Bild. Netzwerk- und<br />

Internetfunktionen, WLAN. Schlankes Design<br />

(6 cm Bautiefe) im Metall- und Glasfinish.<br />

Motorisierter Standfuß. Zwei HDMI-Eingänge.<br />

Philips<br />

58PFL9955H<br />

400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Full-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />

(Local Dimming). 3-D-tauglich. Cinemascope-Bildformat<br />

(21 : 9). DVB-T-, DVB-S- und<br />

DVB-C-Tuner. CI Plus. USB-Schnittstelle für<br />

Fotos (JPEG), Musik (MP3, WMA) und Videos<br />

(H.264). DLNA. Wi-Fi. Internetportal Net TV.<br />

Vier HDMI-Eingänge. Ambilight.<br />

12 000 ¤ Bildgrößen: 52 Zoll<br />

4 199 ¤ Bildgrößen: 58 Zoll<br />

Metz<br />

Caleo 47 <strong>LED</strong><br />

100 Twin R<br />

100-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />

2-Wege-Lautsprecher. USB-Schnittstelle<br />

zur Wiedergabe von Fotos und Videos.<br />

Doppeltuner für DVB-T und DVB-C. DVB-S<br />

optional. PVR-Funktion (500 GB intern). CI<br />

Plus. Drei HDMI-Anschlüsse.<br />

Philips<br />

46PFL9705K<br />

400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-ready (ab 40<br />

Zoll). <strong>LED</strong>-Beleuchtung (Local Dimming).<br />

Ambilight. Wi-Fi. Internetfunktionen<br />

(Youtube, Net TV usw.). DLNA. Umfangreiche<br />

Medienwiedergabe (H.264, MP3, JPEG).<br />

DVB-T-, DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus.<br />

Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

3 699 ¤ Bildgrößen: 47 Zoll<br />

1 499 ¤ (32 Zoll) – 2 999 ¤ (46 Zoll) Bildgrößen: 32, 40, 46 Zoll<br />

Metz<br />

Primus 55 <strong>LED</strong><br />

200 Twin R<br />

Full-HD-<strong>LCD</strong>. 200-Hz-Bildverarbeitung. <strong>LED</strong>-<br />

Hintergrundbeleuchtung mit Local Dimming.<br />

Bild-in-Bild. USB-Schnittstelle nur für Fotos<br />

(JPEG). Tischfuß oder Standfuß. DVB-T- und<br />

DVB-C-Tuner. DVB-S-Empfänger optional.<br />

Doppeltuner und Festplattenaufzeichnung<br />

(500 GB). CI Plus. Drei HDMI-Eingänge.<br />

Samsung<br />

UE55C9090<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig. Konvertierung von<br />

2-D zu 3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Geringe Bautiefe<br />

(0,75 cm). Touchscreen-Fernbedienung mit Multimedia-<br />

Funktionen und Wi-Fi. USB-Schnittstelle für Medienwiedergabe<br />

(H.264, MP3, JPEG). Internetfunktionen<br />

(Twitter usw.). DVB-T- und DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier<br />

HDMI-Eingänge. HDMI 1.4. DLNA. PVR-ready. WLAN.<br />

4 400 € (42 Zoll) – 6 400 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 42, 55 Zoll<br />

3 499 ¤ (40 Zoll) – 5 999 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />

Metz<br />

Sirius 42 <strong>LED</strong><br />

200 R<br />

Full-HD-<strong>LCD</strong>. 200-Hz-Bildverarbeitung.<br />

37-Zoll-Modelle mit Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />

und 42-Zoll-Modelle mit <strong>LED</strong>-Backlight<br />

inklusive Local Dimming. Bild-in-Bild. DVB-T-,<br />

DVB-C- und DVB-S-Tuner. Doppeltuner und<br />

Festplattenaufzeichnung möglich. CI Plus.<br />

Samsung<br />

UE55C8790<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig. Konvertierung von 2-D<br />

zu 3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Geringe Bautiefe (2,3 cm).<br />

Touchscreen-Fernbedienung mit Multimedia-Funktionen<br />

und Wi-Fi separat. USB-Schnittstelle für Medienwiedergabe<br />

(H.264, MP3, JPEG). Internetfunktionen (Twitter usw.).<br />

DVB-T-, DVB-S- und DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-<br />

Eingänge. HDMI 1.4. Skype. DLNA. PVR-ready. WLAN.<br />

3 299 ¤ (37 Zoll) – 3 999 ¤ (42 Zoll) Bildgrößen: 37, 42 Zoll<br />

2 399 ¤ (40 Zoll) – 3 799 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />

Sämtliche auf diesen Seiten angegebenen Preise sind Marktpreise und können deshalb von den UVP-Angaben abweichen.<br />

94 HD+TV | 5.2010 | www.hdplustv.de


<strong>LCD</strong>s<br />

Plasmas<br />

Samsung<br />

UE55C7700<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig. Konvertierung<br />

von 2-D zu 3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />

Geringe Bautiefe (2,3 cm). USB-Schnittstelle für<br />

Medienwiedergabe (H.264, MP3, JPEG). WLAN.<br />

Internetfunktionen (Twitter usw.). DLNA.<br />

DVB-T-, DVB-S- und DVB-C-Tuner. PVR-ready. CI<br />

Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

LG<br />

60PX950<br />

Full-HD-Plasma, 100-Hz-Bildverarbeitung.<br />

3-D-fähig (zwei aktive Shutter-Brillen<br />

inklusive). Konvertierung von 2-D zu 3-D.<br />

USB-Media-Player (DivX HD, MP3, JPEG).<br />

Internetfunktionen: Youtube usw. WLAN.<br />

DVB-T-, DVB-C-Tuner. DLNA. CI Plus. Vier<br />

HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

2 000 ¤ (40 Zoll) – 3 200 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />

k.A. (50 Zoll) – k.A. (60 Zoll)<br />

Bildgrößen: 50, 60 Zoll<br />

Sharp<br />

LC-60LE925<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>. 3-D-fähig.<br />

Erweiterter Farbraum durch vierte Primärfarbe<br />

(RGBY). USB-Schnittstelle für Fotos, Musik- und<br />

Videowiedergabe (DivX HD, MP3s und JPEGs).<br />

DVB-C-, DVB-S- und DVB-T-Tuner. CI Plus. Time-<br />

Shift-Funktion. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

Panasonic<br />

TX-P54Z1<br />

Ultraflacher Full-HD-Plasma (2,5 cm Gehäusetiefe).<br />

100-Hz-Bildverarbeitung. THX-Zertifizierung<br />

für exakte Bildabstimmung ab Werk. Effektive<br />

Kontrastfilterscheibe. Alle Tuner integriert. SD-<br />

Eingang. Netzwerkfähig. Internetportal Viera<br />

Cast. Vier HDMI-Eingänge. Drahtlose Bild- und<br />

Tonübertragung zur Anschlussbox.<br />

2 899 ¤ (46 Zoll) – 4 999 ¤ (60 Zoll) Bildgrößen: 46, 60 Zoll<br />

3 999 ¤ (46 Zoll) – 4 999 ¤ (54 Zoll) Bildgrößen: 46, 54 Zoll<br />

Sharp<br />

LC-52LE820E<br />

100-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>. Erweiterter Farbraum<br />

durch vierte Primärfarbe (RGBY). USB-<br />

Schnittstelle für Fotos, Musik- und Videowiedergabe<br />

(DivX HD, MP3s und JPEGs). DVB-C- und<br />

DVB-T-Tuner. CI Plus. Time-Shift-Funktion. Vier<br />

HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

Panasonic<br />

TX-P50V20E<br />

Full-HD-Plasma. 100-Hz-Bildverarbeitung. THX-<br />

Zertifizierung für exakte Bildabstimmung ab Werk.<br />

Effektive Kontrastfilterscheibe. DVB-T-, DVB-Cund<br />

DVB-S-Tuner. CI Plus. DLNA. Internetfunktionen<br />

(Skype, Youtube usw.). PVR-ready (USB).<br />

Medienwiedergabe über USB (DivX HD, MP3,<br />

JPEG). WLAN. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

1 599 ¤ (40 Zoll) – 2 699 ¤ (52 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 52 Zoll<br />

1 599 ¤ (42 Zoll) – 1 999 ¤ (50 Zoll) Bildgrößen: 42, 50 Zoll<br />

Sony<br />

KDL-60LX905<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-tauglich (aktive<br />

Shutter-Brille inkl.). Konvertierung von 2-D zu<br />

3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. WLAN. Bravia-<br />

Internet-Video-Plattform und Widgets. USB-<br />

Schnittstelle. Medienwiedergabe (Formate noch<br />

unbekannt). DVB-T-, DVB-S2- und DVB-C-Tuner.<br />

CI Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

Panasonic<br />

TX-P65VT20E<br />

Full-HD-Plasma. 3-D-fähig. 100-Hz-Bildverarbeitung.<br />

THX-Zertifizierung für exakte Bildabstimmung<br />

ab Werk. Effektive Kontrastfilterscheibe. DVB-T-,<br />

DVB-C-, DVB-S-Tuner. CI Plus. DLNA. Internetfunktionen<br />

(Skype, Youtube usw.). PVR-ready (USB).<br />

Medienwiedergabe über USB (DivX HD, MP3,<br />

JPEG). WLAN. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

2 499 € (40 Zoll) – 4 999 € (60 Zoll) Bildgrößen: 40, 52, 60 Zoll<br />

1 999 ¤ (42 Zoll) – 4 999 ¤ (65 Zoll) Bildgrößen: 42, 46, 50, 65 Zoll<br />

Sony<br />

KDL-52HX905<br />

400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Full-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />

(Local Dimming). 3-D-tauglich (aktive<br />

Shutter-Brille separat). Konvertierung von<br />

2-D zu 3-D. WLAN separat. Bravia-Internet-Video-Plattform.<br />

DVB-T-, DVB-S2- und<br />

DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />

HDMI 1.4.<br />

Panasonic<br />

TX-P42GT20E<br />

Günstiger Full-HD-Plasma. 3-D-fähig. DLNA.<br />

WLAN (optional). Internetfunktionen (Skype,<br />

Youtube usw.). PVR-ready (USB). Medienwiedergabe<br />

über USB (DivX HD, MP3, JPEG).<br />

DVB-T-, DVB-C-, DVB-S-Tuner. CI Plus. Vier<br />

HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

2 899 € (46 Zoll) – 3 899 € (52 Zoll) Bildgrößen: 46, 52 Zoll<br />

1 599 ¤ Bildgrößen: 42 Zoll<br />

Sony<br />

KDL-55NX815<br />

200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>. 3-D-tauglich<br />

(aktive Shutter-Brille inkl.). Konvertierung<br />

von 2-D zu 3-D. WLAN. Bravia-Internetdienste.<br />

USB-Schnittstelle für Musik, Fotos<br />

und Videos. DVB-T-, DVB-S-2- und DVB-C-<br />

Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />

HDMI 1.4.<br />

Samsung<br />

PS-58C6500<br />

Schlanker Full-HD-Plasma (3,7 cm). 100-Hz-<br />

Bildverarbeitung. Umgebungslichtsensor.<br />

DLNA. WLAN optional. Internetfunktionen<br />

(Samsung-Apps: Twitter, Youtube). DVB-T-,<br />

DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />

3 499 € Bildgrößen: 55 Zoll<br />

1 500 ¤ (50 Zoll) – 2 500 ¤ (58 Zoll) Bildgrößen: 50, 58 Zoll<br />

Toshiba<br />

55ZL1<br />

400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Full-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />

(Local Dimming). 512 dimmbare Zonen.<br />

3-D-fähig. Konvertierung von 2-D zu 3-D. 3D<br />

Resolution Plus. Cevo-Engine (Cell Evolution).<br />

WLAN. Internetdienste. USB-Schnittstelle.<br />

DVB-T, DVB-S und DVB-C-Tuner. Doppeltuner.<br />

HDMI 1.4.<br />

Samsung<br />

PS-50C679<br />

Full-HD-Plasma. 100-Hz-Bildverarbeitung.<br />

Umgebungslichtsensor. DLNA. WLAN<br />

optional. Internetfunktionen (Samsung-Apps:<br />

Twitter, Youtube). DVB-T-, DVB-C-Tuner. CI<br />

Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />

ca. 5 000 €<br />

Bildgrößen: 55 Zoll<br />

1 400 € Bildgrößen: 50 Zoll<br />

Toshiba<br />

55WL768<br />

200-Hz-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig<br />

(aktive Shutter-Brille inkl.). 3D Resolution Plus.<br />

WLAN. DLNA. USB-Schnittstelle für Fotos<br />

(JPEG), Musik (MP3) und Videos (H.264).<br />

DVB-T-, DVB-S- und DVB-C-Tuner integriert.<br />

Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

Samsung<br />

PS-63C7790<br />

Flacher Full-HD-Plasma (3,6 cm). 100-Hz-<br />

Bildverarbeitung. 3-D-fähig. Konvertierung<br />

von 2-D zu 3-D. Umgebungslichtsensor.<br />

PVR-ready (USB). DLNA. WLAN optional.<br />

Internetfunktionen (Samsung-Apps: Twitter,<br />

Youtube). DVB-T-, DVB-C-, DVB-S-Tuner. CI<br />

Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />

1 999 ¤ (40 Zoll) – 3 299 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />

2 000 ¤ (50 Zoll) – 3 500 ¤ (63 Zoll) Bildgrößen: 50, 63 Zoll<br />

Kaufberatung 95


HD-Kanäle via Satellit<br />

In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong><br />

ausgestrahlten Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet.<br />

Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />

Astra 19,2 Grad Ost<br />

Das E rste H D deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />

ZDF HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />

Arte HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />

Eins Festival HD (Promo) deu MPEG-4/DVB-S – 12 422 horizontal 27500 3/4<br />

Anixe HD, Astra HD deu/eng MPEG-4/DVB-S – 10 832 horizontal 22000 5/6<br />

Servus TV HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 303 horizontal 22000 2/3<br />

RTL HD deu/eng MPEG-4/DVB-S Nagravision 10832 horizontal 22000 5/6<br />

Vox HD deu/eng MPEG-4/DVB-S Nagravision 10832 horizontal 22000 5/6<br />

Pro Sieben HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 462 horizontal 22000 2/3<br />

Sat 1 HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 462 horizontal 22000 2/3<br />

Kabel Eins HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 462 horizontal 22000 2/3<br />

ORF HD, ORF 2 HD deu MPEG-4/DVB-S2 Cryptoworks 11 303 horizontal 22000 2/3<br />

National Geo. HD deu MPEG-4/DVB-S Nagravision/NDS 11 026 horizontal 22000 2/3<br />

History HD deu MPEG-4/DVB-S Nagravision/NDS 11 026 horizontal 22000 2/3<br />

Disney Cinemagic HD deu MPEG-4/DVB-S Nagravision/NDS 11 026 horizontal 22000 2/3<br />

Sky Action HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 10773 horizontal 27500 9/10<br />

Sky Cinema Hits HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 10 773 horizontal 22 000 2/3<br />

Sky Cinema HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 22000 2/3<br />

Sky Sport HD 1 deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Sky Sport HD 2 deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 10 773 horizontal 22000 2/3<br />

Eurosport HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Discovery HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

TVP HD pol MPEG-4/DVB-S Videoguard 10862 horizontal 22000 5/6<br />

Orange Cinema HD, Orange Sport HD fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 11 171 horizontal 22000 2/3<br />

Canal + Spain HD, Canal + Deportes HD, Canal + D Cine HD spa MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 436 vertikal 22000 5/6<br />

AXN HD, Canal + Comedia, Disney Cinemagic, Canal + Deportes HD spa MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 10 729 vertikal 22000 2/3<br />

Mezzo Live HD, Canal + 3D spa MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 627 vertikal 22000 2/3<br />

Fox Espana, National Geo., Canal + Action, Eurosport 2 spa MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 10 818 vertikal 22000 2/3<br />

MTV HD fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 11 778 vertikal 27500 3/4<br />

TF 1 HD, France 2 HD, Canal + France HD, National Geo. France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

M6 HD, 13ème Rue, Disney Cinemagic , Cinecinema Premiere, Arte HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 5/6<br />

Eurosport HD, Ushuaria TV HD, Syfy France HD, Brava HD, Penthouse HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 670 vertikal 22000 2/3<br />

Hot Bird 13 Grad Ost<br />

BBC HD, HBO Polska HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 834 vertikal 27500 3/4<br />

MTV HD pol MPEG-4/DVB-S Mediaguard 11 075 vertikal 27500 3/4<br />

TVP HD, HBO Polska HD, NFilm HD 2 pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 258 vertikal 27500 2/3<br />

National Geo. Wild HD, Eurosport 2 HD, N Film HD, Animal Planet HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 258 vertikal 27500 2/3<br />

Canal + Film HD, Canal + Sport HD, Eurosport HD, Filmbox, Nat Geo HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />

Discovery HD, N Sport HD, TVN HD, TVN +1 HD pol MPEG-4/DVB-S Conax 11449 horizontal 27500 3/4<br />

National Geo. HD, Fox Italia HD, Fox Crime HD, Sky Calcio ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 758 horizontal 27500 2/3<br />

Sky Calcio, Sky Primafila ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 843 vertikal 27500 2/3<br />

Sky Sport HD, Sky Sport 2 HD, Sky Sport 3 HD, Sky Calcio ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 2/3<br />

Novasport HD, Novacinema HD gre MPEG-4/DVB-S Irdeto 12 130 horizontal 27500 3/4<br />

HBO Polska HD, Polsat Sport HD, Discovery HD, Polsat HD, AXN HD pol MPEG-4/DVB-S Nagravision 12 265 vertikal 27500 3/4<br />

Orange Sport, Orange Cinemax fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 577 horizontal 27500 2/3<br />

Sky Cinema Hits, Sky Cinema Max, Sky Calio 1, Sky Primafila HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 341 vertikal 27500 2/3<br />

Sky Cinema Classics, Sky Cinema +1, Sky Cinema +24, Sky Cinema Family ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 360 horizontal 27500 2/3<br />

Sky Cinema Max+1, Sky Cinema Mania, Sky Cinema Italia ita MPEG-4/DVB-S Videoguard 12 418 vertikal 27500 2/3<br />

HD Suisse deu MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 399 horizontal 27500 3/4<br />

Türksat 42 Grad Ost<br />

Één HD tur MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 054 horizontal 30000 5/6<br />

Kanal D HD, Eurosport HD, HD Smart, Discovery HD, Star TV HD tur MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 932 horizontal 17 500 3/4<br />

Sinema HD, Sinema 2 HD tur MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />

Türksat HD <strong>Test</strong> tur MPEG-4/DVB-S – 11 746 horizontal 27500 5/6<br />

ATV HD tur MPEG-4/DVB-S Biss 11 790 horizontal 16 000 5/6<br />

TRT HD tur MPEG-4/DVB-S – 11 042 vertikal 6400 3/4<br />

Hellassat 39 Grad Ost<br />

Film + HD, Eurosport HD, National Geo. HD, Hobby TV HD, Planeta HD eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 11 012 vertikal 30000 3/4<br />

TVR HD, Pro TV, Sport.ro, Discovery HD Showcase, HBO Romania rum MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 729 vertikal 30000 3/4<br />

Eurobird 33 33 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S – 11 139 horizontal 12 000 1/2<br />

Astra 5 31,5 Grad Ost<br />

Luxe HD eng MPEG-4/DVB-S – 12 012 vertikal 27500 9/10<br />

Astra 2 28,2 Grad Ost<br />

BBC HD eng MPEG-4/DVB-S – 10847 vertikal 22000 5/6<br />

ITV 1 HD eng MPEG-4/DVB-S – 10832 horizontal 27500 5/6<br />

ITV 1 HD, STV West, ITV central West eng MPEG-4/DVB-S – 10 936 vertikal 27500 5/6<br />

Sky Sports 2 HD, Sky Movies Screen 1, MTV HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 720 horizontal 29500 3/4<br />

Sky Sports 1 HD, Channel 4 HD, Living HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 798 horizontal 29500 3/4<br />

E4UK HD, Sky Arts 2, Eurosport HD, FX UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 856 vertikal 29500 3/4<br />

Sky Movies Family Sky Movies Premium, FX UK, Sky Anytime HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 012 vertikal 29500 3/4<br />

Nickelodeon HD, Comedy Central HD, National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 090 vertikal 29500 3/4<br />

Sky Movies Modern Greats, Sky Movies Drama, Sky Movies Sci-Fi &<br />

Horror, Sky Movies Comedy,<br />

Sky Movies Action, Bio HD UK, Crime & Investigation<br />

Network HD UK, History Ch. HD UK, Nat Geo Wild HD<br />

eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 168 vertikal 29 500 3/4<br />

eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 246 vertikal 29 500 3/4<br />

96 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />

Frequenzen in MHz, Pol. = Polarisation, SR = Symbolrate, FEC = Fehlerkorrektur,* nur sporadisch aufgeschaltet


Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />

Sky Sports News, ESPN America HD, Five HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 266 horizontal 29500 3/4<br />

Discovery HD, Sky Arts UK, Disney Cinemagic, Sci-Fi UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 324 vertikal 29500 3/4<br />

ESPN HD, National Geo. HD, Sky 1 HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 344 vertikal 29500 3/4<br />

Sky HD Retail Info, Sky Box Office HD 2, Sky Sports HD 3, Sky Box Office HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 363 horizontal 29500 3/4<br />

Sky Movies Indie HD, Sky Anytime HD 3, Sky Movies Classic, Hallmark HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 382 horizontal 29500 3/4<br />

Sky News HD, Sky Anytime HD, Sky Arts HD, Sky 3DTV eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 460 horizontal 29500 3/4<br />

Rush HD eng MPEG-4/DVB-S Videoguard 12 607 vertikal 27500 2/3<br />

Luxe HD eng MPEG-4/DVB-S – 12 643 horizontal 27500 2/3<br />

Badr 4 26 Grad Ost<br />

Dubai Sport HD ara MPEG-4/DVB-S – 12 169 vertikal 27500 3/4<br />

Al Kass HD ara MPEG-4/DVB-S – 12 245 horizontal 27500 3/4<br />

Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />

National Geo. HD, Disney Cinemagic HD, History HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 555 vertikal 28500 9/10<br />

Nederland 2 HD, SBS 6 HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 739 vertikal 27500 5/6<br />

Astra HD Promo, Astra 3D Promo ita MPEG-4/DVB-S2 – 11 778 vertikal 27500 9/10<br />

Discovery HD Europe, National Geo. NL, Brava <strong>HDTV</strong> eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 856 vertikal 27500 5/6<br />

RTL 4 HD , een HD, Nederland HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 856 vertikal 27500 5/6<br />

CT 1 HD cze MPEG-4/DVB-S Cryptoworks 11 973 vertikal 27500 3/4<br />

Deluxe HD, Classica HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 12 032 horizontal 27500 9/10<br />

Anixe HD, Dance TV HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 032 horizontal 27500 9/10<br />

Nova HD cze MPEG-4/DVB-S Cryptoworks 12 070 horizontal 27500 3/4<br />

Nova HD, Eurosport HD, History HD, Filmbox HD, Nova Sport HD cze MPEG-4/DVB-S2 Cryptoworks 12 110 horizontal 27500 9/10<br />

Ned 3 HD, Film HD, Sport 1 HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 129 vertikal 27500 5/6<br />

RTL 7 HD, RTL 5 HD, NET 5 HD, Ketnet HD, Veronica HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 188 horizontal 27500 5/6<br />

Eutelsat W2 16 Grad Ost<br />

Supersport HD 1, Supersport HD 2 alb MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 719 vertikal 27500 3/4<br />

Digialb HD 1/2/3 alb MPEG-4/DVB-S2 Conax 10975 horizontal 22500 4/5<br />

National Geo. UK eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 10975 horizontal 22500 4/5<br />

TVR HD rum MPEG-4/DVB-S Viaccess 11 471 vertikal 29950 3/4<br />

Eurobird 9 9 Grad Ost<br />

3D <strong>Test</strong> eng MPEG-4/DVB-S – 11 747 horizontal 27500 3/4<br />

Melody Z en eng MPEG-4/DVB-S Viaccess 11 804 vertikal 27500 3/4<br />

Luxe TV HD eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />

FTV HD, Bebe HD, HD 1, IConcert HD, Mezzo Life HD, Penthouse HD eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 11 881 vertikal 27500 2/3<br />

M2 HD hun MPEG-4/DVB-S – 11 958 vertikal 27500 3/4<br />

Kinopokaz 2 HD, Kanal Teleputes HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 303 vertikal 26400 2/3<br />

HD Life, National Geo., Eurosport HD, Kinopokaz HD, MTV HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 380 vertikal 26400 2/3<br />

M1 HD, HBO HD, Discovery HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />

Penthouse HD 1, Penthous HD 2, Penthous HD 3, 3DV Promo eng MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 054 horizontal 27500 3/4<br />

National Geo. HD, History Channel HD, Filmbox HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />

Sundance HD eng MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 092 horizontal 27500 3/4<br />

RTL HD, Sat 1 HD, Vox HD, ProSieben HD, Kabel 1 HD deu MPEG-4/DVB-S2 NDS/Conax 12 284 horizontal 27500 2/3<br />

Kinopokaz HD, High Life, Zhenskiy Mir, HD Life, Konopokaz 2 rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 303 vertikal 26400 2/3<br />

HD Sport, Eurosport HD, National geo. National Geo Wild HD, MTV HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 380 vertikal 26400 2/3<br />

Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />

National Geo. HD UK, Moviemax Starz HD, DigiMax HD eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 887 horizontal 30000 2/3<br />

Lig TV HD, Eurosport HD, Sportmax HD, MAX HD, Iz TV tur MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 886 vertikal 30000 2/3<br />

Sirius 4,8 Grad Ost<br />

NRK HD nor MPEG-4/DVB-S Videoguard 12 014 vertikal 27500 3/4<br />

Viasat Sport HD, MTV HD, TV 2 Sport HD, National Geo. HD UK, DR HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />

TV 1000 HD, SVT HD, TV 2 HD, TV 3+ div. MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12437 vertikal 27500 2/3<br />

Viasat Sport HD Norge, Viasat Sport HD Sverige div. MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12456 horizontal 27500 2/3<br />

Thor 0,8 Grad West<br />

Rush HD, Silver HD, National Geo. HD, Neolon HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 903 vertikal 25000 3/4<br />

TV 2 Norway nor MPEG-4/DVB-S Conax 10 841 vertikal 24500 7/8<br />

TV 2 Film HD, Nelonen HD, DR HD dan/fin MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 934 horizontal 25000 3/4<br />

ESPN Amerika HD, Rush HD, National Geo HD, Silver HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 785 horizontal 30000 3/4<br />

M1 HD, CT HD, TV Nova HD, Nova Sport HD, HBO HD swe MPEG-4/DVB-S2 Cryptoworks 11 843 vertikal 30000 3/4<br />

Eurosport HD, Discovery HD, Kanal 5 HD, BBC HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />

TV 4 HD, TV Norge HD, History Ch. HD, Animal Planet HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />

Duna TV H D hun MPEG-4/DVB-S – 12 341 vertikal 28 000 7/8<br />

Atlantic Bird 3 5 Grad West<br />

Arte HD, France 2 HD, TF 1 HD, M6 HD fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 096 vertikal 29500 7/8<br />

Orange Foot HD, Orange Cinemax HD fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 471 vertikal 29500 7/8<br />

Hispasat 30 Grad West<br />

AXN HD, Syfy HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 731 horizontal 30000 3/4<br />

Mov HD, National Geo. HD, Sport TV HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 731 vertikal 29000 3/4<br />

RTP HD, Disney Cinemagic HD, TVCine 4 HD, Eurosport HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 731 vertikal 29000 3/4<br />

Canal + Espana, Canal + DCine, Canal + Deportes HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 771 vertikal 30000 3/4<br />

National Geographic HD por MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 012 horizontal 30000 3/4<br />

Syfy HD, Sport TV 1 HD por MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 092 horizontal 30000 3/4<br />

Eurosport HD, AXN HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 052 horizontal 30000 3/4<br />

Lesen Sie auch: DIGITAL FERNSEHEN DIGITAL TESTED<br />

BLU-RAY MAGAZIN<br />

Die aktuellen Ausgaben sind am<br />

Kiosk erhältlich und beschäftigen<br />

sich mit den Heimkinotrends 2010<br />

und den brandaktuellen Filmen auf<br />

Blu-ray.<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

www.digital-tested.de<br />

www.bluray-vision.de<br />

Kaufberatung 97


Ausblick<br />

Öko-Posse<br />

1. 2011<br />

Fragt man Konsumenten nach dem für sie<br />

wichtigsten Kriterium beim Fernseherkauf,<br />

so lautet die Antwort: „Bildqualität“. Blickt<br />

man auf die technischen Angaben der Hersteller, so<br />

sagen diese aber meist nichts über jenes Kriterium<br />

aus. Stattdessen führen Angaben zu Bildkontrast,<br />

Bildschärfe oder Blickwinkel in die Irre. Demgegenüber<br />

müssen die Flachbildhersteller beim Stromverbrauch<br />

bereits heute alle Karten auf den Tisch legen,<br />

man könnte überspitzt sagen, dass die Angabe<br />

zum Stromverbrauch die realistischste Aussage im<br />

gesamten Datenblatt ist. Nun hätte die EU sich diesem<br />

Sachverhalt annehmen und die Konsumenten<br />

vor Falschaussagen der Hersteller schützen können.<br />

Aber: Sie tat es nicht. Alles, was die EU im jahrelangen<br />

Prozess entwickelt hat, ist eine Ausschmückung<br />

von bereits existierenden Fakten, die sich im<br />

Fahrwasser des Ökobooms bewegt – sie erschuf das<br />

neue, revolutionäre Energielogo. Und warum? Bildqualität<br />

hat am Markt keine Lobby und verkommt<br />

zu einer philosophischen Angelegenheit. So argumentiert<br />

übrigens die EU, die den Fernseher nicht<br />

als Übertragungsmedium definiert, sondern als eine<br />

künstlerische Ausdrucksform. Laut der EU könne der<br />

Konsument sehr wohl objektiv die Bildqualität von<br />

Flachbildfernsehern in Verkaufsräumen beurteilen<br />

und die Herstellerinformationen vergleichen – wie<br />

dies in der Praxis allerdings möglich sein soll, verriet<br />

man uns nicht. Öko ist dagegen bei den Herstellern<br />

und Verbrauchern gleichermaßen in. Zudem rannten<br />

die EU-Verantwortlichen durch die Marktdominanz<br />

der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technik bei den TV-Anbietern offene<br />

Türen ein, denn diese erhalten den Stromsparsegen<br />

nun direkt von oberster Stelle – eigene, missverständliche<br />

Energielogos entfallen. Im Gegensatz<br />

zur bereits heute existierenden Angabe sehen Sie<br />

auf einen Blick den durchschnittlichen Verbrauch<br />

und müssen fortan nicht selbst zum Taschenrechner<br />

greifen – ein konsumentenfreundlicher Luxus, der<br />

Applaus verdient. Welche Verbesserungen ergeben<br />

sich aber für den Verbraucher, wenn er statt<br />

des Maximalverbrauchs einen bunten Buchstaben<br />

erspäht, der im Praxistest ebenso seine Gültigkeit<br />

verliert, wie die bisherige Kennzeichnung? Und wer<br />

sich für die Plasmatechnik ausspricht, wird sogleich<br />

gerügt: „Wollen Sie, dass Ihre Kinder und Kindeskinder<br />

noch Fernsehen schauen können“ schallte es<br />

mir entgegen, als ich das Wort Plasma in den Mund<br />

nahm. Nein, die EU strebt keine sachliche Diskussion<br />

an, sondern folgt einem einfachen Dogma: Wer<br />

<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s kauft, pflanzt einen Baum im Wohnzimmer<br />

und verhindert, dass Grönland von der Landkarte<br />

verschwindet. Wer allerdings zur Plasmatechnik<br />

greift, baut sein ganz eigenes Atomkraftwerk,<br />

handelt rücksichtslos gegenüber der Nachwelt und<br />

muss deshalb mit einem schlechten Energieeffizienzindex<br />

gebrandmarkt werden. Ob Plasmabesitzer<br />

nun tatsächlich mehr Strom verbrauchen und wie<br />

die Energiebilanz in Haushalten mit mehreren energiesparenden<br />

Fernsehern aussieht, damit will sich<br />

die EU nicht beschäftigen. In meinen Augen hätte<br />

man auch die Herstellergarantie auf fünf Jahre<br />

verlängern können, um die Lebensdauer der TVs<br />

künstlich auszuweiten und den immer schnelleren<br />

Produktzyklus inklusive des beschleunigten An- und<br />

Verkaufs einzudämmen. Dies hätte der Umwelt vermutlich<br />

mehr geholfen, schließlich kann ein Strom<br />

sparender Fernseher noch so sparsam sein, solange<br />

die Verbraucher die Endgeräte im Jahrestakt wechseln,<br />

bleibt das unökologische Verhalten bestehen.<br />

Doch es geht hier eben nicht um Umwelt, sondern<br />

um einen Kompromiss zwischen der Wirtschaftlichkeit<br />

des Marktes und der Handlungsfähigkeit der<br />

EU. Man kann sich über all diese Scheinheiligkeit zu<br />

Recht aufregen, man kann der EU aber auch einfach<br />

nur dazu gratulieren, dass sie uns wichtige Entscheidungen<br />

abnimmt und wir ohne nachzudenken<br />

blind den plakativen Aufklebern Glauben schenken<br />

dürfen – Unwissenheit ist und bleibt die bequemste<br />

aller Tugenden.<br />

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Ausgabe 1.2011 erscheint<br />

am 3. Dezember 2010<br />

Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />

Bilder: Philips<br />

Impressum<br />

Verleger:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (03 41) 1 49 55-11<br />

Herausgeber:<br />

Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />

Chefredaktion (ViSdP):<br />

Christian Trozinski (CT)<br />

Grafikdesign:<br />

Tobias Heymann, Bianca Graf, Stefan Kretzschmar,<br />

Stefan Mitschke, Katharina Schreckenbach (Leitung),<br />

Kim Trank, Isabell Ulitzka, Annemarie Votrubec<br />

Redaktion:<br />

Uwe Funk (UF), Lydia Fischer (LF) Christian Hill (CH),<br />

Torsten Pless (TP), Dennis Schirrmacher (DS),<br />

Tiemo Weisenseel (TW), Falko Theuner (FT), Jens Voigt (JV)<br />

Lektorat:<br />

Svea Herbst, Thilo Neubacher, Katharina Neumann<br />

Produktbetreuung:<br />

Hirra Hafeez, Verena Rottmann<br />

Anschrift:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion HD+TV<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

leserbriefe@hdplustv.de<br />

www.hdplustv.de<br />

Anzeigen:<br />

Claudia Fritzsch, Simone Läßig, Katleen Lösch,<br />

Benjamin Mächler, Carsten Philipp (Leitung)<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0<br />

Fax (03 41) 1 49 55-11<br />

anzeigen@hdplustv.de<br />

Abonnenten:<br />

Katrin Schwede<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-13<br />

Fax (03 41) 1 49 55-11<br />

abo@hdplustv.de<br />

Vertrieb:<br />

MZV Moderner Zeitschriften<br />

Vertrieb GmbH & Co. KG<br />

Breslauer Straße 5, D-85386 Eching<br />

Tel. (0 89) 3 19 06-0, Fax: (0 89) 3 19 06-113<br />

info@mzv.de, www.mzv.de<br />

ISSN: 1861-1737<br />

Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />

Einzelpreis Deutschland: 4,99 Euro<br />

Jahresabo Deutschland: 24,90 Euro<br />

2-Jahresabo Deutschland: 54,90 Euro<br />

Jahresabo Ausland: 39,90 Euro<br />

Druck:<br />

Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG., Kassel<br />

© 2010 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />

Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />

durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlags gestattet.<br />

Die Interviews geben die Meinungen der Interviewpartner<br />

wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen.<br />

Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung<br />

übernommen.<br />

Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die Richtigkeit<br />

der Angaben übernommen werden. Schutzrechte auf<br />

Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen Artikeln<br />

nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit Initialen<br />

gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung<br />

der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Die<br />

Zustimmung zum Abdruck wird vorausgesetzt. Der Autor erklärt<br />

mit der Einsendung von Material, dass dieses frei von Rechten<br />

Dritter ist. Mit der Honorierung von Manuskripten, Fotos und<br />

anderem Material erwirbt der Verlag die Rechte daran.<br />

Gerichtsstand ist Leipzig.<br />

HD+TV ist offizieller Partner<br />

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98 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de


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