HDTV Test: LED-LCD-Elite (Vorschau)
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NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />
Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />
NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />
TVs und<br />
Projektoren<br />
im Überblick<br />
<strong>HDTV</strong> XXL<br />
Die besten Angebote,<br />
die günstigsten Preise<br />
3-D VERBESSERT<br />
Panasonics VT20-Serie<br />
im kompakten Format<br />
METZ SIRIUS<br />
HD-Tuner, Festplatte und<br />
<strong>LED</strong>-Beleuchtung inklusive<br />
SPARZWANG<br />
Sinn und Unsinn der<br />
EU-Stromsparrichtlinie<br />
LG<br />
<strong>LCD</strong> INTERN<br />
Alles über 400 Hertz,<br />
3-D und <strong>LED</strong>-Backlight<br />
LG EXKLUSIV<br />
3-D-Projektor sorgt für<br />
Premiere im Heimkino<br />
TEST: <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-<strong>Elite</strong><br />
Beste Darstellungsqualität in 2-D und 3-D<br />
Große Bilder, geringer Stromverbrauch<br />
rbrau Metz<br />
Panasonic<br />
Philips<br />
Samsung<br />
Sony<br />
KLANGDOPING<br />
Blu-ray-Komplettsysteme<br />
O<strong>LED</strong> KOMMT<br />
Erste Fernseher vorgestellt<br />
AUF BLU-RAY<br />
Kinoblockbuster im <strong>Test</strong>
DER NEUE BLU-RAY DISC RECORDER.<br />
HD EMPFANGEN. HD AUFNEHMEN. HD WIEDERGEBEN.<br />
Mit dem weiterentwickelten Panasonic Blu-ray Disc <br />
Recorder mit zwei integrierten <strong>HDTV</strong>-Empfängern werden<br />
Sie High Definition in Zukunft mit anderen Augen sehen.<br />
Ob HD-Fernsehen empfangen, aufnehmen oder wiedergeben,<br />
Blu-rays ansehen und brennen oder private<br />
Videoaufnahmen von der Festplatte abspielen: Sie<br />
werden unglaubliche Möglichkeiten entdecken. Und<br />
die neidischen Blicke Ihrer Freunde.<br />
ENDLICH ALLES HD.<br />
endlich-alles-hd.de
EDITORIAL<br />
<strong>LED</strong> im Fokus<br />
Neben den aktuellen High-End-Serien von LG,<br />
Philips und Samsung testen wir in dieser Ausgabe<br />
die brandneuen IFA-Modelle von Metz,<br />
Panasonic und Sony. Gleich fünf Fernseher nutzen<br />
Strom sparende Leuchtdioden, allerdings geht jeder<br />
Anbieter seinen ganz eigenen Weg. Panasonic verfolgt<br />
mit den 3-D-fähigen Plasmafernsehern ebenfalls<br />
ambitionierte Ziele und zeigt, dass die <strong>LCD</strong>-Technologie<br />
noch ausreichend Spielraum für alternative Darstellungstechniken<br />
bietet. Dies sieht die Europäische<br />
Union allerdings ganz anders, denn die neue Stromsparrichtlinie<br />
geht auf Konfrontationskurs mit der Bildqualität.<br />
Was sich hinter dem neuen Energielabel genau verbirgt und wie sehr<br />
sich meine persönliche Einstellung zur Gesetzgebung der EU verändert hat, lesen<br />
Sie in unserem Hintergrundbericht bzw. meinem Kommentar auf der letzten<br />
Seite. Ganz knapp ins vorliegende Heft hat es LGs 3-D-Projektor geschafft, der<br />
eine eben solche Bildqualität wie im großen Kinosaal verspricht. Falls Sie der 3-D-<br />
Entwicklung nicht abgeneigt sind, empfehle ich Ihnen am 12. November die Blicke<br />
am Kiosk zu schärfen, denn dann präsentieren wir Ihnen die zweite Ausgabe<br />
unseres 3-D-Spezialheftes 3D+TV.<br />
Sollten Sie ferner wie wir nicht müde werden, den technologischen Fortschritt<br />
zu begleiten, dann erwarten Sie in den kommenden Monaten und Jahren noch<br />
einige positive Überraschungen. In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig!<br />
CHRISTIAN TROZINSKI,<br />
CHEFREDAKTEUR<br />
Ihre Meinung, Kritik und Wünsche schreiben Sie an:<br />
leserbriefe@hdplustv.de oder<br />
Auerbach Verlag, Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig<br />
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Editorial 3
Mehr vom Bild<br />
Steigende Bildqualität trotz sinkender Bautiefe: Die<br />
neue TV-Generation bringt erschwinglichen Luxus<br />
ins Wohnzimmer<br />
Kinoblockbuster auf Blu-ray<br />
Alte und neue Helden vereint: „Robin Hood“,<br />
„Prince Of Persia“ und „Iron Man 2“ bieten<br />
zielsichere Action- und Unterhaltungskost<br />
Grüner Gedanke<br />
EU-Stromsparrichtlinie auf dem Prüfstand: Was<br />
bringt das Energieeffizienzlogo in der Praxis? Wir<br />
bewerten aktuelle Fernseher nach neuer Messnorm<br />
07 21<br />
XX 44<br />
3-D komplett<br />
Immer mehr Fernseher und Projektoren zeigen auf<br />
Wunsch plastische Bilder. Wir geben Ihnen einen<br />
umfassenden Marktüberblick<br />
Einfach mehr drin<br />
Aufwendige Blu-ray-Sondereditionen versprechen<br />
ein Fest für Sammler und Filmliebhaber. Wir haben<br />
uns drei Sets angesehen<br />
<strong>HDTV</strong> für alle<br />
Ob Pay-TV, Free-TV, IPTV oder Video-on-Demand:<br />
Wir vergleichen Inhalte, Preis-Leistung und<br />
Verfügbarkeit der <strong>HDTV</strong>-Angebote<br />
12<br />
30 47<br />
06 // Kommentar<br />
07 // Vorstellung 3-D-TVs und 3-D-Projektoren<br />
12 // Marktübersicht 3-D<br />
14 // AV-Receiver-Neuheiten<br />
16 // Die Zukunft von 3-D<br />
17 // Die besten Apps fürs Heimkino<br />
18 // Kurzmeldungen<br />
03 // Editorial<br />
39 // HD+TV-Abo-Aktion<br />
59 // Heftnachbestellung<br />
86 // Fachhändlerverzeichnis<br />
88 // <strong>Test</strong>übersicht<br />
92 // <strong>Test</strong>hintergründe<br />
94 // Marktübersicht<br />
96 // Frequenzübersicht <strong>HDTV</strong>-Sender<br />
98 // <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />
20 // Kommentar<br />
21 // Blu-ray-<strong>Test</strong>s<br />
„Bad Lieutenant“<br />
„Iron Man 2“<br />
„Robin Hood“<br />
„Prince Of Persia“<br />
„Der Ghostwriter“<br />
„In meinem Himmel“<br />
„The Book Of Eli“<br />
„Kick-Ass“<br />
„Zweiohrküken“ u . v. a.<br />
29 // Blu-ray 3D<br />
„Kampf der Titanen“<br />
„Grand Canyon“<br />
30 // Blu-ray-Sondereditionen<br />
32 // Spielehöhepunkte<br />
„Castlevania: Lords Of Shadow“<br />
„Halo: Reach“<br />
„The Last Guardian“<br />
34 // Kommentar<br />
35 // <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technologie erklärt<br />
38 // Betrachtungswinkel bei <strong>LCD</strong>s<br />
40 // O<strong>LED</strong>-Technik im Detail<br />
44 // EU-Stromsparrichtlinie<br />
47 // <strong>HDTV</strong>-Angebote im Vergleich<br />
50 // Internetmediatheken<br />
52 // Reinigungssets für Flachbildfernseher<br />
54 // Einstellungshilfen<br />
4 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />
Titelbild: Disney, LG, Kinowelt, Philips, Samsung
Strom sparend und flach trotz XXL-Bilddiagonale<br />
Die neuesten <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Modelle von LG, Metz, Philips, Samsung und Sony im <strong>Test</strong>. Wer hat die<br />
Beleuchtungstechnik am besten im Griff?<br />
LASSEN SIE SICH KEINE<br />
NOTE ENTGEHEN<br />
57<br />
Der ausgezeichnete UD9004 Blu-Ray Player<br />
3-D wie im Kino<br />
LGs 3-D-Projektor CF3D verblüfft mit<br />
plastischen, flimmerfreien Bildern<br />
Gegen flachen Klang<br />
Unauffällig, praktisch, klangstark: drei Blu-ray-<br />
Komplettsysteme fürs Wohnzimmer<br />
82<br />
78<br />
56 // Kommentar<br />
57 // Samsung UE55C9090<br />
60 // Philips 46PFL9705K<br />
64 // LG 47LX9500<br />
66 // Sony KDL-55NX815<br />
68 // Panasonic TX-P42VT20E<br />
70 // Hintergründe 3-D-Technik<br />
72 // Metz Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />
74 // Sony BDV-E970W<br />
76 // Samsung HT-C9959W<br />
78 // Philips HTS9520<br />
80 // Mehrkanalklang im Wohnzimmer<br />
82 // LG CF3D<br />
84 // Onkyo TX-NR3008<br />
Lesen Sie auch DIGITAL FERNSEHEN.<br />
Das Medienmagazin berichtet jeden Monat über<br />
alles Wissenswerte rund um das Digital-TV. Die<br />
aktuelle Ausgabe ist jetzt am Kiosk erhältlich.<br />
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www.marantz.de<br />
Inhalt: LG, Panasonic, Philips, Samsung, Toshiba, T-Online, Universal<br />
In dieser Ausgabe 5
3-D-Projektion im Wohnzimmer<br />
Der nächste Schritt ist getan, künftig können<br />
Sie die plastischen Bilder auch im echten<br />
Großbildformat in Full-HD-Auflösung genießen.<br />
Dennis Schirrmacher<br />
Redakteur<br />
Kleines Bild in Perfektion<br />
Mit lediglich knapp 80 Zentimetern Bildschirmdiagonale<br />
stellte LG jüngst den größten O<strong>LED</strong> der Welt vor<br />
Aus Cell wird Cevo<br />
Toshibas Superfernseher kommt endlich nach Deutschland,<br />
auf dem Weg dahin musste er aber Federn lassen<br />
Auf einen Blick<br />
In unserer Marktübersicht stellen wir Ihnen alle am Markt<br />
verfügbaren 3-D-Fernseher und -Projektoren vor<br />
Den Höhepunkt der diesjährigen IFA<br />
hat für mich Philips in Form eines<br />
Flachbildfernsehers vorgestellt. So<br />
wurde endlich der Nachfolger der<br />
Cinema-21 : 9-Serie präsentiert, über<br />
den Sie Filme ohne Balken im echten<br />
Breitbildformat schauen können.<br />
Dabei punktet das Gerät gleich an<br />
mehreren Stellen: Endlich hat Philips<br />
die Zwischenbildberechnung von<br />
der Bewegungsglättung getrennt,<br />
so werden selbst schnellste Bewegungen<br />
scharf dargestellt, ohne dass<br />
die Kinoästhetik leiden muss. Weiterhin<br />
wurden die Gebete von Kinofans<br />
erhört und Philips hat dem neuen<br />
Breitbild-Flachmann eine vollflächige<br />
<strong>LED</strong>-Hinterleuchtung mit Local Dimming<br />
spendiert. Durch die Zonenansteuerung<br />
und die sogenannten<br />
Bright-Pro-<strong>LED</strong>s entstehen bisher unerreichte<br />
Kontrastwerte. Auch was<br />
die Bildschirmdiagonale angeht, hat<br />
das Gerät zugelegt und protzt mit satten<br />
58 Zoll (147 Zentimeter). Bei der<br />
ganzen Geschichte gibt es nur einen<br />
Haken: Außer Kinofilmen nutzt kaum<br />
ein Medium das süchtig machende<br />
Superbreitbildformat.<br />
Tipp des Monats: Sir Lucious Left Foot<br />
Das Rapduo Outkast<br />
steht für kreative Musik,<br />
fernab von unsympathischen<br />
Hip-Hop-Plattitüden.<br />
Das Soloalbum von<br />
Big Boi steht dem in kreativer<br />
Hinsicht in nichts<br />
nach und wirkt angenehm<br />
erfrischend.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Disney/Pixar, Island Def Jam Music Group LG, Toshiba<br />
6 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Neue TVs und Projektoren<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Epson, JVC, LG, Loewe, Mitsubishi, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />
Kein Cell-TV für Europa – Cevo richtet’s<br />
Der sogenannte Cell-TV ist in Japan schon länger<br />
am Markt, siedelt sich aber aufgrund üppiger<br />
Ausstattung mit rund 7000 Euro im oberen Preissegment<br />
an. Für Deutschland sollte das Modell<br />
zunächst nur angepasst werden, doch nun kommt<br />
der Cell hierzulande gar nicht mehr auf den Markt.<br />
Stattdessen stellte Toshiba auf der IFA die sogenannte<br />
Cevo-Engine (Cell Evolution) vor, die in<br />
Zukunft dem <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> 55ZL1 als Herzstück dient.<br />
Der Prozessor soll auf gleichem Niveau wie der<br />
Cell rechnen und dabei einfacher zu programmieren<br />
sein, wie Sascha Lange, Marketing-Leiter bei<br />
Toshiba Deutschland, gegenüber HD+TV mitteilte.<br />
Die Recheneinheit wurde zudem in den Fernseher<br />
verfrachtet, beim Cell-TV war diese noch in eine<br />
externe Box ausgelagert. Das deutsche Modell verfügt<br />
des Weiteren nicht mehr über einen Achtfachtuner,<br />
hier kommt ein Doppeltuner zum Einsatz.<br />
Auch sind Aufnahmen nur noch über extern<br />
angeschlossene USB-Datenträger möglich. Im<br />
Gegensatz zur Ausstattung wurde die Bildleistung<br />
nicht kastriert: Der Multiprozessor soll vor allem<br />
die 3-D-Darstellung auf ein einzigartiges Niveau<br />
heben, dabei wird ein Kern komplett für die Konvertierung<br />
von 2-D zu 3-D abgestellt. Der Bildverbesserungsalgorithmus<br />
3D Resolution Plus<br />
lebt ebenso von der Leistung. Der Ansatz lässt<br />
selbst 3-D-Blu-rays noch schärfer erscheinen.<br />
Profitieren sollen davon jedoch vor allem 3-D-<br />
Fernsehinhalte, da bei dem Übertragungsverfahren<br />
Side-by-Side lediglich eine Auflösung von<br />
960 × 1 080 Pixeln zur Verfügung steht. Bildtechnisch<br />
verspricht der 55ZL1 viel, denn er verfügt<br />
über die gleiche <strong>LED</strong>-Beleuchtung wie der Cell-TV.<br />
Eine vollflächige <strong>LED</strong>-Hinterleuchtung, die in 512 Zonen<br />
dimmbar ist und sich aus insgesamt 3 072 <strong>LED</strong>s<br />
zusammensetzt, treibt den 55ZL1 an. Vergleichbar<br />
mit der aktuellen Philips-9000er-Serie ermöglichen<br />
die <strong>LED</strong>s eine deutlich gesteigerte Bildhelligkeit,<br />
Marke:<br />
Toshiba<br />
Plastische Wertarbeit<br />
Für Loewe stehen Design und Funktionalität seit<br />
Anbeginn im Fokus. Das Fernseherlebnis hat der<br />
Traditionshersteller mittlerweile perfektioniert –<br />
Zeit, um in neue Dimensionen aufzubrechen.<br />
Loewe hat die Konkurrenz genau beobachtet<br />
und will im ersten Quartal 2011 einen entsprechend<br />
ausgereiften 3-D-Fernseher vermarkten.<br />
Der auf der IFA präsentierte Prototyp verspricht<br />
bereits viel; das plastische Bild zeigte nahezu<br />
keine Doppelkonturen und wies eine beeindruckende<br />
Tiefe auf. Wie die Mitbewerber setzt<br />
Marke:<br />
Loewe<br />
Produkt:<br />
55ZL1<br />
Produkt:<br />
k. A.<br />
Preis:<br />
5 000 Euro<br />
Preis:<br />
k. A.<br />
sodass der Bildkontrast sogar bei Tageslicht beeindruckt.<br />
Auch 3-D-Bilder sollen von der immensen<br />
Leuchtkraft profitieren. Eine erste Sichtung im Zuge<br />
der Messe war vielversprechend. Das Gerät soll im<br />
ersten Quartal 2011 in den Handel kommen.<br />
Besonderheiten: komplexeste <strong>LED</strong>-<br />
Hinterleuchtung aller Zeiten, 3-D<br />
Internet:<br />
www.toshiba.de<br />
Loewe auf aktive Shutter-Brillen bei der Bildtrennung.<br />
Damit Sie die überschaubare Anzahl<br />
an 3-D-Inhalten immer wieder erleben können,<br />
zeichnet der integrierte Festplattenrekorder<br />
neben 2-D- auch 3-D-Fernsehprogramme auf.<br />
Für die Zuspielung von dreidimensionalen Inhalten<br />
in bestmöglicher Auflösung veröffentlicht<br />
Loewe zeitgleich einen 3-D-fähigen Blu-ray-<br />
Player. Typisch für Loewe lassen sich die 3-D-<br />
Geräte natürlich umfangreich individualisieren<br />
und konfigurieren.<br />
Besonderheiten: Aufzeichnung von<br />
3-D-Programmen, 3-D<br />
Internet:<br />
www.loewe.de<br />
Neues 7
Das beste Bild der IFA – in 2-D und 3-D<br />
Unter den Neuheiten einer Messe befinden TV über die Full-HD-Auflösung mit 1 920 × 1 080<br />
sich oft nur wenige echte Höhepunkte. Der Bildpunkten. Für die Trennung der Bilder sollen<br />
Hingucker der IFA 2010 war lediglich 2,9 Millimeter<br />
dünn, verfügt über eine vergleichswei-<br />
wurden noch Polfilterbrillen genutzt. Laut LG ist<br />
Shutter-Brillen zum Einsatz kommen, auf der IFA<br />
se überschaubare Bildschirmdiagonale von 79 im zweiten Quartal 2011 mit dem O<strong>LED</strong> zu rechnen.<br />
Der 15EL9500 ist indes schon zu haben. Ne-<br />
Zentimetern und ist damit trotzdem der größte<br />
O<strong>LED</strong>-Fernseher der Welt. Aus allen Blickwinkeln ben der winzigen Bildschirmdiagonale (15 Zoll)<br />
überzeugt er mit einem perfekten Bild in 2-D und verfügt er nur über die „HD ready“-Auflösung<br />
3-D; vor allem Kontrast und Schwarzwert wissen<br />
zu beeindrucken. Dabei verfügt LGs O<strong>LED</strong>- her ohne 3-D<br />
mit 1366 × 768 Pixeln, zudem muss der Fernse-<br />
auskommen.<br />
Marke:<br />
LG<br />
Produkt: 31-Zoll-O<strong>LED</strong>,<br />
15EL9500<br />
Preis: k. A.,<br />
1 999 Euro<br />
Besonderheiten: perfektes<br />
Bild, hauchdünn, 3-D<br />
Internet:<br />
www.lg.de<br />
Neues <strong>LED</strong>-Level<br />
LGs LEX8-Serie ist mit lediglich 7,8 Millimetern<br />
Tiefe ein echter Hingucker. Trotzdem werden<br />
die Fernseher von einer vollflächigen <strong>LED</strong>-Anordnung<br />
hinterleuchtet und dimmbare Zonen<br />
(Local Dimming) sorgen für knackige Kontraste.<br />
Die schlanke Bauweise wird durch den Verzicht<br />
auf die Licht verteilenden Diffusorplatten ermöglicht,<br />
in den Geräten sorgt hingegen eine<br />
Schicht bestehend aus extrem kleinen Linsen für<br />
eine gleichmäßige Hinterleuchtung. Dabei soll<br />
die Lichtausbeute höher als bei aktuellen Panels<br />
ausfallen und vor allem im 3-D-Modus für brillante<br />
Bilder sorgen. Damit schnelle Bewegungen<br />
nicht verwischen, spendiert LG der LEX8-Serie<br />
eine 400-Hertz-Darstellung. Das neue Topmodell<br />
gibt sich zudem kommunikativ und erlaubt<br />
Ihnen den Zugriff auf Netzwerk und Internet,<br />
auch per WLAN. Somit können Sie Medien direkt<br />
auf den Bildschirm streamen. Online lockt<br />
er mit Youtube und dem Video-on-Demand-<br />
Dienst Maxdome. Der LEX8 soll im vierten Quartal<br />
dieses Jahres erscheinen.<br />
Marke:<br />
LG<br />
Produkt:<br />
LEX8<br />
Preis:<br />
k. A.<br />
Besonderheiten: sehr dünn, vollflächige<br />
<strong>LED</strong>-Hinterleuchtung, 3-D<br />
Internet:<br />
www.lg.de<br />
THX-zertifizierter 3-D-Plasma<br />
LG enthüllte mit dem PX950 eine weitere Weltpremiere.<br />
Dabei handelt es sich um den weltweit<br />
ersten 3-D-fähigen Plasmafernseher, der<br />
mit dem 3-D-Zertifikat von THX ausgezeichnet<br />
wurde. Das Label steht für eine unverfälschte<br />
Bildwiedergabe, die aktuell auch die 3-D-Darstellung<br />
umfasst. Neben der authentischen Farbreproduktion<br />
sorgt die 600-Hertz-Technik für<br />
ein flimmerarmes Bild und Bewegungen stellt<br />
der PX950 – wie für Plasmas typisch – nahezu<br />
ohne Schlieren dar. In den letzten Jahren sank<br />
der Energiebedarf von Flachbildfernsehern kontinuierlich<br />
und so verfügt auch der THX-Plasma<br />
über einen Lichtsensor, der die Leuchtkraft des<br />
Bildschirms automatisch dem Umgebungslicht<br />
anpasst. Ist der Fernseher per Kabel in Ihr Netzwerk<br />
eingebunden, können Sie Medien von<br />
Ihrem Computer abspielen. Im Internet haben<br />
Sie Zugriff auf Youtube und Co. Eine für den<br />
3-D-Betrieb nötige Shutter-Brille liegt dem Gerät<br />
im Übrigen bei. Der 3-D-Plasma ist bereits im<br />
Handel erhältlich.<br />
Marke:<br />
LG<br />
Produkt:<br />
PX950<br />
Preis:<br />
k. A.<br />
Besonderheiten: THX-3-D-<br />
Zertifikat, 3-D<br />
Internet:<br />
www.lg.de<br />
Sharps 3-D-Ausflug<br />
Sharps viertes Subpixel in Form der Farbe Gelb<br />
soll nicht nur die Farbdarstellung von 2-D-Bildern<br />
verbessern, denn mit dem LE925E präsentiert der<br />
Hersteller seinen ersten auf der Quattron-Technologie<br />
basierenden 3-D-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Damit der<br />
plastische Eindruck nicht von Doppelkonturen<br />
geprägt wird, dimmt der LE925E die Edge-<strong>LED</strong>-<br />
Hinterleuchtung zeilenweise, um die saubere<br />
Trennung der zwei für den 3-D-Eindruck nötigen<br />
Bilder zu gewährleisten. Infolge der unüblichen<br />
<strong>LED</strong>-Anordnung im linken und rechten Bildrand<br />
können wandernde Schwarzbalken eingefügt<br />
werden, die nicht benötigte Bildinformationen<br />
ausblenden und so das Übersprechen zwischen<br />
linkem und rechtem Auge weiter minimieren.<br />
Laut Sharp sollen dreidimensionale Bilder fast<br />
doppelt so hell erscheinen wie bei herkömmlichen<br />
RGB-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Auf Wunsch wandelt der<br />
LE925E zweidimensionale Inhalte in greifbare<br />
um. Das Gerät ist ab sofort verfügbar.<br />
Marke:<br />
Sharp<br />
Produkt:<br />
LE925E<br />
Preis: 60 Zoll: 4 999 Euro,<br />
42 Zoll: 2 899 Euro<br />
Besonderheiten: vierte<br />
Primärfarbe, 3-D<br />
Internet:<br />
www.sharp.de<br />
8 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Lang ersehnter Breitbildnachfolger<br />
Fast eineinhalb Jahre hat Philips Cineasten ohne<br />
Projektorambitionen warten lassen, bis der Nachfolger<br />
des Cinema 21 : 9 mit dem außergewöhnlichen,<br />
aber kinoleinwandgetreuen Bildseitenverhältnis<br />
enthüllt wurde. Die Auflösung des Cinema<br />
21 : 9 Platinum beträgt weiterhin 2560 × 1080 Bildpunkte.<br />
Als Spitzenmodell folgt der Kinofernseher<br />
natürlich dem allgemeinen Trend und zeigt<br />
Hollywood-Blockbuster auch in 3-D. Der zur Synchronisation<br />
mit der Shutter-Brille nötige Infrarotsender<br />
ist im Gerät verbaut und zwei 3-D-Brillen<br />
liegen bei. Allerdings erfolgt die plastische Darstellung<br />
nur bei nativer 3-D-Zuspielung, denn<br />
eine Konvertierung von 2-D zu 3-D wurde nicht<br />
integriert. Geisterbildeffekte traten in einer Vorführung<br />
nur vereinzelt zutage und der im 3-D-<br />
Modus gefürchtete Helligkeitsverlust fiel im Vergleich<br />
zu anderen 3-D-TVs geringer aus. Letzteres<br />
verdankt das Kinobreitbildgerät den „Bright<br />
Pro“ getauften Hochleistungsleuchtdioden, die<br />
33 Prozent heller strahlen als regulär verbaute<br />
<strong>LED</strong>s und bereits in der aktuellen 9000er-Serie<br />
zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zum Vorgängermodell,<br />
das sich mit Leuchtstoffröhren als Hintergrundbeleuchtung<br />
begnügen musste, kommt<br />
Marke:<br />
Philips<br />
Produkt:<br />
58PFL9955H<br />
Preis:<br />
4 199 Euro<br />
im 58PFL9955H eine vollflächige <strong>LED</strong>-Hinterleuchtung<br />
mit lokaler Dimmfunktion zum Einsatz.<br />
2 304 Leuchtdioden zusammengefasst in 288 Segmenten<br />
sorgen stets für kontrastreiche und brillante<br />
Bilder. Die Zwischenbildberechnung gewährleistet<br />
mittels Konturnachzeichnung und 400-Hertz-Technologie<br />
(200-Hertz-Panel plus Backlight-Blinking)<br />
im Standbild und in Bewegung eine hohe Detailschärfe<br />
und äußerlich sorgt die aktuelle Ambilight-Beleuchtung<br />
für Stimmung. Das Gerät ist ab<br />
sofort erhältlich.<br />
Besonderheiten: echtes Breitbild<br />
(21 : 9), Ambilight, 3-D<br />
Internet:<br />
www.philips.de<br />
Schöner fernsehen<br />
In der Fernsehabteilung eines Elektronikmarktes<br />
gleichen sich die meisten Geräte wie ein Ei<br />
dem anderen. Dies liegt vor allem am Einheitsschwarz.<br />
Flachbildfernseher nehmen aber eine<br />
immer tragendere Rolle in der Wohnzimmergestaltung<br />
ein und es entsteht ein wachsender<br />
Bedarf an individuell gestalteten Geräten. Diesen<br />
Trend haben bereits einige Unternehmen<br />
erkannt und bieten immer öfter Geräte mit<br />
beispielsweise weißer Gehäusefarbe an. Philips<br />
treibt diesen Ansatz auf die Spitze: „Design<br />
Your TV“ heißt die Aktion, bei der den Kunden<br />
die Gehäusegestaltung in die Hand gegeben<br />
wird. Philips hat dafür eigens eine Internetseite<br />
geschaltet, auf der Sie in vier Schritten Ihren individuellen<br />
TV gestalten können. Zur Auswahl<br />
stehen dabei zwei Gerätegrößen (32 und 42<br />
Zoll), insgesamt acht Rahmenfarben sowie die<br />
Wahl zwischen Standfuß und Wandhalterung<br />
nebst einer Auswahl von drei verschiedenfarbigen<br />
Fernbedienungen. Technisch basieren die<br />
Geräte auf der 7000er-Serie von Philips.<br />
Marke:<br />
Philips<br />
Produkt: 32PFL7605C,<br />
42PFL7605C<br />
Preis: k. A.,<br />
k. A.<br />
Besonderheiten: flexible Gestaltung,<br />
acht Rahmenfarben<br />
Internet: www.philips.com/designyourtv<br />
Günstiger 3-D-Einstieg<br />
Panasonic brachte mit der VT20-Plasmaserie die<br />
ersten 3-D-Fernseher in unsere Wohnzimmer.<br />
Nachdem der Hersteller die Serie im Zuge der diesjährigen<br />
IFA um ein 42- und ein 46-Zoll-Modell<br />
(<strong>Test</strong> ab S. 68) inklusive Konvertierung von 2-D<br />
zu 3-D aufstockte, wurde zudem die gänzlich<br />
neue GT20-Serie aus der Taufe gehoben. Diese<br />
besteht aus lediglich einem Gerät in 42 Zoll,<br />
dem TX-P42GT20, und geht für den vergleichsweise<br />
günstigen Preis von 1 599 Euro über die<br />
Ladentheke. Die Brillen müssen Sie separat erwerben.<br />
Beim Funktionsumfang kann der GT20<br />
voll überzeugen, so sind alle Tuner nebst CI-Plus-<br />
Schnittstelle integriert. Praktisch: Sendungen<br />
nehmen Sie mittels USB-Speichermedien auf.<br />
Der Fernseher ist zudem internetfähig und über<br />
den DLNA-Standard greifen Sie netzwerkbasiert<br />
auf Medien von Ihrem Computer zu. Ein WLAN-<br />
Adapter ist separat erhältlich. Der TX-P42GT20<br />
ist ab sofort verfügbar.<br />
Marke:<br />
Panasonic<br />
Produkt:<br />
TX-P42GT20<br />
Preis:<br />
1 599 Euro<br />
Besonderheiten: 3-D<br />
Internet:<br />
www.panasonic.de<br />
Neues 9
SXRD jetzt in 3-D<br />
Sony schickt mit dem VPL-VW90ES wie gewohnt<br />
ein Gerät mit der eigens entwickelten SXRD-<br />
Technik ins Rennen, neu ist jedoch die Darstellung<br />
dreidimensionaler Bilder. Da schon das Vorgängermodell<br />
VPL-VW85 selbst im kalibrierten<br />
Modus sehr hell war und der VPL-VW90ES über<br />
noch mehr Leuchtkraft verfügt, dürften auch<br />
3-D-Bilder ausreichend kontraststark erscheinen.<br />
Für die Trennung der Bilder setzt Sony auf<br />
die gleichen aktiven Shutter-Brillen, die bei den<br />
hauseigenen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s zum Einsatz kommen.<br />
Der Projektor hat mit den Flachbildfernsehern<br />
aber noch etwas gemein, denn auch er kann aus<br />
2-D-Material plastische Bilder errechnen. Die<br />
200-Hertz-Zwischenbildberechnung sorgt für<br />
klare Bilder, selbst bei schnellen Bewegungen.<br />
Wie viele Brillen dem Gerät beiliegen werden, ist<br />
noch nicht geklärt, in jedem Fall sollen Sie aber<br />
im November dieses Jahres zuhause in die 3-D-<br />
Kinowelt abtauchen können.<br />
Marke:<br />
Sony<br />
Produkt:<br />
VPL-VW90ES<br />
Preis:<br />
7 000 Euro<br />
Besonderheiten: Full-HD-3-D-Projektor,<br />
Konvertierung 2-D zu 3-D<br />
Internet:<br />
www.sony.de<br />
3-D-DLP<br />
Sharps XV-Z1700 ist noch so neu, dass er sich<br />
aktuell im Gehäuse des XV-Z1500 versteckt.<br />
Diesen sehen Sie im Übrigen auch auf unserem<br />
Bild. Als Bilderzeugungstechnologie wird die<br />
DLP-Technik in Form eines 1-Chip-DLPs genutzt.<br />
2-D- und 3-D-Bilder erscheinen knackscharf in<br />
der Full-HD-Auflösung mit 1920 × 1080 Pixeln.<br />
Aktive Shutter-Brillen erzeugen durch ständiges<br />
Öffnen und Schließen der Brillengläser den 3-D-<br />
Eindruck. Der XV-Z1700 stellt Bilder mit einer<br />
Bildwechselfrequenz von 120 Hertz dar, das garantiert<br />
ein nahezu flimmerfreies 3-D-Erlebnis.<br />
Um dies zu erreichen, kann der DLP-Chip den<br />
Reflexionswinkel der einzelnen Mikrospiegel<br />
5 000-mal pro Sekunde anpassen. Laut Hersteller<br />
des Chips, Texas Instruments, ist die Fertigung<br />
jedoch sehr aufwendig und so können<br />
wir frühestens im ersten Quartal 2011 mit dem<br />
Projektor rechnen. Erfreulich: Während einer<br />
Vorführung im Zuge der Messe konnten wir den<br />
für die DLP-Technik typischen Regenbogeneffekt<br />
nicht ausmachen.<br />
Marke:<br />
Sharp<br />
Produkt:<br />
XV-Z1700<br />
Preis:<br />
k. A.<br />
Besonderheiten: Full-HD-3-D-<br />
Projektor<br />
Internet:<br />
www.sharp.de<br />
Plastisches Großbild<br />
Auch Samsung ist voll auf der Höhe der Zeit<br />
und bietet mit dem SP-A8000 ebenfalls einen<br />
3-D-fähigen Full-HD-Projektor an. Wie bei der<br />
Konkurrenz werden die beiden Bilder mittels<br />
aktiver Shutter-Brille getrennt. Samsung setzt<br />
dabei auf die gleichen Modelle, die schon bei<br />
den Flachbildfernsehern des Herstellers genutzt<br />
werden. Der 3-D-Beamer baut auf der A800-<br />
Serie auf und erzeugt Bilder mittels der 1-Chip-<br />
DLP-Technik. Das verbaute Farbrad beinhaltet<br />
alle Primär- und Sekundärfarben (RGBCMY)<br />
und der Projektor soll bereits ab Werk mit exakten<br />
Farben überzeugen. Angenehm: Während<br />
einer ersten Sichtung auf der IFA wurden<br />
wir von den für DLP typischen Farbblitzern<br />
verschont. Die Leuchtkraft ist mit 1 000 Lumen<br />
angegeben, was im 3-D-Modus etwas knapp<br />
bemessen sein könnte, so erschien das Bild<br />
während der Vorführung etwas dunkel. Die<br />
DLP-Chip-Fertigung ist wohl in vollem Gang,<br />
denn der SP-A8000 soll bereits im Handel erhältlich<br />
sein.<br />
Marke:<br />
Samsung<br />
Produkt:<br />
SP-A8000<br />
Preis:<br />
5 500 Euro<br />
Besonderheiten: Full-HD-<br />
3-D-Projektor<br />
Internet:<br />
www.samsung.de<br />
3-D ohne Namen<br />
Das neue 3-D-Flaggschiff von Mitsubishi ist noch<br />
namenlos. Eine griffige Produktbezeichnung<br />
wurde im Zuge der IFA in Form eines Gewinnspiels<br />
von den Besuchern eingefordert. Mitsubishi<br />
will mit dem Titel dann eine gänzlich neue Serie<br />
starten. Bei der bildgebenden Technik setzt<br />
der Hersteller auf die SXRD-Technologie, die von<br />
Sony eingekauft wird. Bilder werden selbstverständlich<br />
mit der Full-HD-Auflösung an die Wand<br />
geworfen, die zwei Millionen Bildpunkte werden<br />
natürlich auch in 3-D voll genutzt. Die Bildhelligkeit<br />
wird mit 1 000 ANSI-Lumen angegeben.<br />
Auf einer Präsentation erschienen Bilder im 3-D-<br />
Modus ziemlich dunkel, denn die verwendeten<br />
Shutter-Brillen schluckten einen Großteil der Helligkeit.<br />
Für einen flackerfreien 3-D-Genuss arbeitet<br />
der Projektor mit 120 Hertz, so erreichen pro<br />
Sekunde 60 Bilder das Auge. Mit der motorisierten<br />
Optik können Sie Fokus und Zoom bequem<br />
vom Sitzplatz aus anpassen.<br />
Marke:<br />
Mitsubishi<br />
Produkt:<br />
k. A.<br />
Preis:<br />
k. A.<br />
Besonderheiten: Full-HD-<br />
3-D-Projektor<br />
Internet:<br />
www.mitsubishi.de<br />
10 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Epson setzt auf LCoS-Projektion<br />
Im Gegensatz zur Konkurrenz spielt 3-D für<br />
Epson vorerst keine Rolle, der Projektorhersteller<br />
feilt derzeit weiter am perfekten 2-D-Bild.<br />
Mit konventioneller <strong>LCD</strong>-Technik ist laut Epson<br />
aber nicht mehr viel qualitativer Spielraum gegeben,<br />
demzufolge machen sich die neuen Modelle<br />
EH-R4000 und EH-R2000 die reflektierenden<br />
Panels der LCoS-Technologie zunutze.<br />
Dabei setzt der Hersteller nicht wie die Konkurrenten<br />
auf Silizium als Reflexionsschicht, stattdessen<br />
kommt ein Quarzsubstrat zum Einsatz.<br />
Beide Geräte verfügen über eine 120-Hertz-<br />
Zwischenbildberechnung, damit auch schnelle<br />
Bewegungen scharf dargestellt werden und<br />
erstmals veredelt der neue HQV-Vida-Videoprozessor<br />
Zuspielungen. Durch die motorisierte<br />
Optik sind die Projektoren in der Aufstellung<br />
flexibel und bequem zu handhaben. Laut<br />
Epson sollen die Geräte ab November dieses<br />
Jahres verfügbar sein.<br />
Marke:<br />
Epson<br />
Produkt: EH-R2000,<br />
EH-R4000<br />
Preis: 3 500 Euro,<br />
5 500 Euro<br />
Besonderheiten: kontraststark,<br />
motorisierte Optik<br />
Internet:<br />
www.epson.de<br />
Gesetz der Serie<br />
Nachdem JVC auf der IFA fernab der Öffentlichkeit<br />
nur einen Prototypen präsentieren konnte,<br />
legte der Projektorspezialist jüngst nach und<br />
zeigte eine komplett neue Serie. In allen 3-D-<br />
Projektoren schlummert eine überarbeitete und<br />
damit die dritte D-ILA-Chipgeneration, die mithilfe<br />
einer potenten Lampe für eine höhere Helligkeitsausbeute<br />
sorgen soll. In Verbindung mit<br />
einer erweiterten optischen Apertur ergeben<br />
sich dadurch nicht nur hohe native Kontraste,<br />
sondern auch ein lichtstarkes, durch wenig Geisterbildeffekte<br />
gestörtes 3-D-Bilderlebnis. Bei<br />
der Bildwiederholrate beschränkt sich JVC auf<br />
48 bzw. 60 Hertz für jedes Auge, zusätzliche<br />
Schwarzphasen sollen Übersprecheffekte mindern.<br />
Der nötige Infrarotemitter ist nicht integriert<br />
und muss ebenso wie die Shutter-Brillen<br />
separat erworben werden. Die Projektoren<br />
sollen ab Dezember dieses Jahres im Handel<br />
erhältlich sein.<br />
Marke:<br />
JVC<br />
Produkt: DLA-X3,<br />
DLA-X7, DLA-X9<br />
Preis: 3 999 Euro,<br />
6 999 Euro, 9 999 Euro<br />
Besonderheiten: Full-<br />
HD-3-D-Projektor<br />
Internet:<br />
jdl.jvc-europe.com<br />
Anzeige<br />
Die streng limitierte A100-Serie<br />
erhalten Sie nur bei folgenden Händlern:<br />
Klangpunkt, Aachen Media Markt, Aachen Audio Box, Achern Klang und<br />
Vision, Ansbach Media Markt, Aschaffenburg Soundcity, Bad Hersfeld <br />
Media Markt, Bad Kreuznach Projekt Akustik, Bad Schwartau Media Markt,<br />
Bamberg Saturn, Bergisch Gladbach Hifi Elements, Berlin HiFi im Hinterhof,<br />
Berlin King Music, Berlin Triangle, Berlin Saturn, Berlin -Alexanderplatz<br />
Saturn, Berlin-Charlottenburg Media Markt, Berlin-Mitte Media Markt,<br />
Bielefeld HiFi Linzbach, Bonn Wyrwas Studio-Technik, Braunschweig Saturn,<br />
Bremen Media Markt, Bruchsal Audio Video Konzept, Burghaun Media<br />
Markt, Chemnitz Media Markt, Cottbus Home Entertainment World, Dachau <br />
Hifi-Profis, Darmstadt Techno-Land, Deizisau Happy Cinema, Delingsdorf <br />
Fernseh Berlet, Dortmund EP:Radio Hanel, Dresden Media Markt, Dresden <br />
Radio Koerner, Dresden Hifi Studio Am Stadttheater, Duisburg Hifi Referenz,<br />
Düsseldorf Hifi-Audio Schmidt, Düsseldorf Hifi Senf, Eisenach Media Markt,<br />
Erfurt Hifi Spezialist Pawlak, Essen Hifi-Profis, Frankfurt Saturn, Frankfurt <br />
Vladimir Golubov, Frankfurt/Oder Saturn, Frankfurt/Main Media Markt, Freiburg<br />
Sound Reference, Gräfelfing Herba electronic, Gronau Saturn, Gummersbach<br />
Fernseh Berlet, Hagen Saturn, Hagen Fidelity , Hamburg Hifi<br />
Studio Am Hofweg, Hamburg Lichtenfeld, Hamburg Saturn, Hamburg Thomas<br />
Electronic, Hamburg Auditorium GmbH, Hamm Art & Voice, Hannover <br />
Media Markt, Hannover Schlegelmilch, Hassfurt Expert-Esch, Heidelberg <br />
Media Markt, Henstedt-Ulzburg Media Markt, Heppenheim Heimkino Aktuell,<br />
Herne Media Markt, Herzogenrath Media Markt, Hildesheim Saturn, Iserlohn<br />
Roehlig Heimelektronik, Jena Saturn, Karlsruhe MD Sound Electronic,<br />
Karsbach/Weyerfeld Sound Brothers, Kassel elektrowelt 24, Köln MSP Hifi<br />
Studio, Köln Saturn, Köln M + K, Landshut Media Markt, Leipzig Uni-Hifi,<br />
Leipzig Saturn, Leverkusen Media Markt, Lübeck Media Markt, Ludwigsburg<br />
Hicke & Hoeppner, Ludwigsfelde Media Markt, Lüneburg Hifi-Profis,<br />
Mainz Expert Galerie, Mannheim Musikhaus Geiermann, Mayen Hi-Art,<br />
Metzingen-Neuhausen Knicker & Wortmann, Minden Hifi Regler, Münchberg <br />
Hifi Concept, München Media Markt, München Saturn, München Auditorium,<br />
Münster Hifi Keller, Murr Saturn, Neckarsulm Media Markt, Nürnberg <br />
Media Markt, Offenburg hifi & hifi, Oldenburg Media Markt, Osnabrück-Belm <br />
Expert Beverungen, Paderborn Sandforth, Paderborn Radio Bruckner, Pirmasens<br />
Octomedia, Rastatt EURONICS XXL, Ratingen O. Moldenhauer, Recklinghausen<br />
Klang Galerie, Regensburg Media Markt, Rostock Media Markt,<br />
Schiffdorf-Spaden HiFi & Wohnen, Schönaich MS-Technik, Simmerath-<br />
Lammersdorf Saturn, Solingen Heimkino, St. Ingbert Saturn, Stuttgart Blang<br />
Elektrowelten, Trier Media Markt, Ulm hifitreff, Warendorf Hifi Senf, Weimar <br />
EP: Electro Coldewey, Westerstede Hifi-Profis, Wiesbaden Hifi Schluderbacher,<br />
Willich Media Markt, Worms Media Markt, Zella-Mehlis<br />
Denon ist ein Warenzeichen oder eingetragenes Warenzeichen von D&M Holdings, Inc.<br />
Erleben Sie die exklusive<br />
100-Jahre-Kollektion von Denon
Auf einen Blick: alle<br />
3-D-TVs und -Projektoren<br />
Anfang dieses Jahres versorgten uns die Hersteller im Zuge der CES in Las Vegas mit den<br />
ersten 3-D-Fernsehern. Auf der diesjährigen IFA folgten nun die Modelle der zweiten<br />
Generation. In Berlin wurden letztlich auch 3-D-Projektoren angekündigt, so können Sie<br />
im großen Stil in plastische Welten abtauchen – natürlich in Full-HD.<br />
VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Hersteller/<br />
Bilderzeugung<br />
3-D-Fernseher<br />
Ansicht<br />
Bildschirmdiagonalen/<br />
Auflösung<br />
3-D-Sensor<br />
integriert<br />
3-D-Brille<br />
beiliegend<br />
Konvertierung<br />
2-D zu 3-D<br />
Verfügbarkeit<br />
Preis<br />
LG LX9500<br />
Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />
47, 55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja<br />
ja,<br />
zwei Stück<br />
nein<br />
erhältlich<br />
55 Zoll: 3 699 Euro,<br />
47 Zoll: 2 999 Euro<br />
LG LEX8<br />
Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />
47, 55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja<br />
ja,<br />
zwei Stück<br />
nein 4. Quartal k. A.<br />
LG LX6500<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />
42, 47 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja ja, eine nein erhältlich<br />
47 Zoll: 2 499 Euro,<br />
42 Zoll: 2 099 Euro<br />
LG LD950<br />
<strong>LCD</strong><br />
47 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein, nicht nötig<br />
ja, vier<br />
(Polfilterbrillen)<br />
nein erhältlich 47 Zoll: 1 999 Euro<br />
LG PX950<br />
Plasma<br />
50, 60 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja ja, eine nein erhältlich k. A.<br />
Panasonic VT20E<br />
Plasma<br />
42, 46, 50, 65 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja<br />
ja,<br />
zwei Stück<br />
ja<br />
(nur 42 und 46 Zoll)<br />
erhältlich<br />
65 Zoll: 4 999 Euro, 50 Zoll: 2 599 Euro,<br />
46 Zoll: 2 199 Euro, 42 Zoll: 1 999 Euro<br />
Panasonic GT20E<br />
Plasma<br />
42 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja nein ja erhältlich 42 Zoll: 1 599 Euro<br />
Philips PFL9955H<br />
Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />
58 Zoll, 21 : 9-Format,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja<br />
ja,<br />
zwei Stück<br />
nein erhältlich 58 Zoll: 4 199 Euro<br />
Philips PFL9705K<br />
Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />
42, 46 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein nein nein erhältlich<br />
46 Zoll: 2 999 Euro,<br />
42 Zoll: 2 599 Euro<br />
Philips PFL8605K<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
40, 46, 52 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein nein nein erhältlich<br />
52 Zoll: 2 899 Euro, 46 Zoll: 2 199 Euro,<br />
40 Zoll: 1 899 Euro<br />
Samsung C9090<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
Samsung C8790<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />
Samsung C7700<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
Samsung C7790<br />
Plasma<br />
Samsung C6970<br />
Plasma<br />
Samsung C687<br />
Plasma<br />
40, 46, 55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
40, 46, 55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
40, 46, 55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
50, 63 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
50 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
50 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja nein ja erhältlich<br />
ja nein ja erhältlich<br />
ja nein ja erhältlich<br />
ja nein ja erhältlich<br />
55 Zoll: 5 999 Euro, 46 Zoll: 4 999 Euro,<br />
40 Zoll: 3 999 Euro<br />
55 Zoll: 3 799 Euro, 46 Zoll: 2 799 Euro,<br />
40 Zoll: 2 299 Euro<br />
55 Zoll: 3 499 Euro, 46 Zoll: 2 399 Euro,<br />
40 Zoll: 1 899 Euro<br />
63 Zoll: 3 499 Euro,<br />
50 Zoll: 1 999 Euro<br />
ja nein ja erhältlich 50 Zoll: 1 699 Euro<br />
ja nein ja erhältlich 50 Zoll: 1 499 Euro<br />
Bilder: LG, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />
12 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Hersteller/<br />
Bilderzeugung<br />
3-D-Fernseher<br />
Ansicht<br />
Bildschirmdiagonalen/<br />
Auflösung<br />
3-D-Sensor<br />
integriert<br />
3-D-Brille<br />
beiliegend<br />
Konvertierung<br />
2-D zu 3-D<br />
Verfügbarkeit<br />
Preis<br />
Sharp LE925E<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />
46, 60 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja ja, eine ja erhältlich<br />
60 Zoll: 4 999 Euro,<br />
46 Zoll: 2 899 Euro<br />
Sony HX905<br />
Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />
46, 52 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein nein ja erhältlich<br />
52 Zoll: 3 899 Euro,<br />
46 Zoll: 2 899 Euro<br />
Sony LX905<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
40, 52, 60 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja ja, eine ja erhältlich<br />
60 Zoll: 4 999 Euro, 52 Zoll: 3 599 Euro,<br />
40 Zoll: 2 499 Euro<br />
Sony HX805<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />
40, 46 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein nein ja erhältlich<br />
46 Zoll: 2 499 Euro<br />
40 Zoll: 2 199 Euro<br />
Sony NX815<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />
55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein ja, eine ja erhältlich 55 Zoll: 3 499 Euro<br />
Sony NX715<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Spaltendimming)<br />
40, 46 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein ja, eine ja erhältlich<br />
46 Zoll: 2 499 Euro,<br />
40 Zoll: 1 999 Euro<br />
Toshiba ZL1<br />
Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> mit Local Dimming<br />
55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja k. A. ja 1. Quartal 2011 k. A.<br />
Toshiba WL768<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
40, 46, 55 Zoll,<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
ja ja, eine nein 4. Quartal 2010<br />
55 Zoll: 3 299 Euro, 46 Zoll: 2 299 Euro,<br />
40 Zoll: 1 999 Euro<br />
Projektoren<br />
LG CF3D<br />
SXRD<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel<br />
nein, nicht nötig<br />
ja, sechs<br />
(Polfilterbrillen)<br />
nein k. A. 12 999 Euro<br />
JVC DLA-X3/X7/X9<br />
D-ILA<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel extern nein nein Dezember 2010<br />
X3: 3 999 Euro, X7: 6 999 Euro,<br />
X9: 9 999 Euro<br />
Mitsubishi<br />
(Name noch unbekannt)<br />
SXRD<br />
Samsung A8000<br />
DLP<br />
Sharp XV-Z1700<br />
DLP<br />
Sony VPL-VW90ES<br />
SXRD<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel ja k. A. k. A. k. A. k. A.<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel k. A. k. A. ja Oktober 2010 5 500 Euro<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />
Full-HD: 1 920 × 1 080 Pixel ja ja, Anzahl k. A. ja November 2010 ca. 7 000 Euro<br />
Anzeige
AV-Receiver-Neuheiten<br />
Denon: Jubiläumsausgabe<br />
Der neueste AV-Receiver aus dem Hause Denon<br />
ist ab sofort verfügbar und hört auf den Namen<br />
AVR-4311 CI. Im Zuge der großen Hundertjahrfeier<br />
ist der Receiver ebenso in einer Jubiläumsedition<br />
unter dem Namen AVR-A100 erhältlich.<br />
Neben der edleren Optik in Hochglanzschwarz<br />
wartet der A100 mit einem optimierten Klangtuning<br />
auf. Beide Versionen beinhalten eine<br />
9-Kanal-Endstufe mit 180 Watt pro Kanal, die<br />
durch einen 11.2-Vorverstärkerausgang ergänzt<br />
wird. Die HDMI-Ein- und Ausgänge tragen das<br />
1.4-Logo und machen den Receiver damit 3-Dready.<br />
Das automatisch ablaufende Audyssey-<br />
Einmesssystem liegt in der neuesten Version<br />
MultEQ XT32 vor und soll von den Kinderkrankheiten<br />
der Konkurrenz befreit sein. Apples iPod<br />
und iPhone finden am USB-Port ihren Platz, die<br />
Gerätebedienung ist nicht nur durch die neue<br />
Fernbedienung mit LC-Display, sondern auch<br />
vom Computer aus möglich.<br />
Hersteller:<br />
Denon<br />
Modell: AVR-4311 CI,<br />
AVR-A100<br />
Preis: AVR-4311 CI: 2 199 Euro,<br />
AVR-A100: 2 499 Euro<br />
Internet:<br />
www.denon.de<br />
Marantz: Digitalsound und Vinyl<br />
Marantz‘ AV-Receiver SR7005 besticht durch<br />
sein edles Design, die Display-Anzeige wanderte<br />
hinter die Frontblende. Lautsprecher werden<br />
durch die 7-Kanal-Endstufe gespeist und finden<br />
unter anderem am XLR-Anschlussterminal ihren<br />
Platz. Externe HD-Zuspieler verbinden Sie mit den<br />
sechs HDMI-1.4-Eingängen. Der Receiver enthält<br />
Decoder für die aktuellen HD-Audioformate<br />
und hat ebenso die Surround-Erweiterungen<br />
Audyssey DSX sowie Dolby Pro Logic IIz an Bord.<br />
Der eingebaute Videoprozessor ABT2015 von<br />
Anchor Bay skaliert Videoinhalte auf eine Auflösung<br />
bis 1 080p hoch und webt Halbbilder<br />
flimmerfrei zusammen. Dank eines integrierten<br />
Netzwerkplayers lassen sich Musik und Bilder<br />
vom Computer aus streamen sowie vom<br />
Handy aus per Bluetooth übertragen, Apples<br />
iPhone nimmt über die USB-Schnittstelle Kontakt<br />
auf. Selbst Vinylfreunde kommen dank des<br />
MM-Phonovorverstärkers auf ihre Kosten.<br />
Hersteller:<br />
Marantz<br />
Modell:<br />
SR7005<br />
Preis:<br />
SR7005: 1 699 Euro<br />
Internet:<br />
www.marantz.com<br />
Onkyo: Ab ins Netzwerk<br />
Ab sofort ist Onkyos 9.2-AV-Receiver TX-<br />
NR5008 die Oberklasse auf dem Markt. Das<br />
Modell ist THX-Ultra2-Plus-zertifiziert, mehrzonenfähig<br />
und verfügt über eine DLNA-Netzwerkoption.<br />
3-D-Inhalte werden über acht<br />
HDMI-1.4-Schnittstellen aufgenommen und an<br />
die beiden Ausgänge weitergegeben. Sämtliche<br />
Videozuspieler werden mithilfe der HQV-Reon-<br />
VX-Technologie auf 1 080p hochskaliert. Für die<br />
korrekte Audiowiedergabe im Heimkinoraum<br />
Hersteller:<br />
Onkyo<br />
Modell: TX-NR5008,<br />
PR-SC5508<br />
sorgt Audysseys neuestes Raumeinmessverfahren<br />
MultEQ XT32, das beim <strong>Test</strong> des kleineren<br />
Modells TX-NR3008 im Auslieferungszustand<br />
aber noch nicht korrekt funktionierte. Auf der<br />
IFA 2010 präsentierte Onkyo zudem den neuen<br />
9.2-Kanal-AV-Controller PR-SC5508. Mit THX-<br />
Ultra2-Zertifizierung, Netzwerkfähigkeit, HDMI<br />
1.4, HQV-Reon-VX-Videoprozessor und ISF-<br />
Bildkalibrierung liegt Onkyo auch hier voll auf<br />
der Höhe der Zeit.<br />
Preis: TX-NR5008: 2 599 Euro,<br />
PR-SC5508: 2 499 Euro<br />
Internet:<br />
www.eu.onkyo.com<br />
Bilder: Denon, Marantz, Onkyo, Philips, Pioneer, Samsung, Sony, Yamaha<br />
14 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Pioneer: Apples Liebling<br />
Zwei 7.1-AV-Receiver der gehobenen Mittelklasse<br />
stellte Pioneer im vergangenen Monat vor.<br />
Die beiden Flaggschiffe SC-LX83 und SC-LX73<br />
setzen dabei auf Pioneers Verstärkerkonzept Direct<br />
Energy HD, um die hochauflösenden Audioformate<br />
so unverfälscht wie möglich wiederzugeben.<br />
Neben einem THX-Zertifikat bauen beide<br />
Audioreceiver auf das Klangtuning der Londoner<br />
Air Studios und außer den aktuellen HD-Audioformaten<br />
unterstützen der SC-LX83 und der<br />
SC-LX73 die Generierung von Höhenkanälen via<br />
Dolby Pro Logic IIz. Statt der beliebten Audyssey-Einmesstechnik<br />
verwendet Pioneer die Eigenentwicklung<br />
MCACC (Multi-Channel Acoustic<br />
Calibration). 3-D-Inhalte sind für die HDMI-1.4-<br />
Anschlüsse kein Problem und analoge Videodateien<br />
profitieren von der integrierten Upscaling-Technologie.<br />
Die AV-Receiver lassen sich<br />
zudem dank Pioneers iPod-App „iControlAV“<br />
über Apples Mobilsysteme steuern.<br />
Hersteller:<br />
Pioneer<br />
Modell: SC-LX83,<br />
SC-LX73<br />
Preis: ASC-LX83: 2 499 Euro,<br />
SC-LX73: 1 699 Euro<br />
Internet:<br />
www.pioneer.de<br />
Samsung: Günstige Einsteiger<br />
Dass aktuelle AV-Receiver mit 3-D-Wiedergabe<br />
nicht teuer sein müssen, beweist Samsung mit<br />
seinen beiden neuen Geräten. Das größere von<br />
beiden, der HW-C700, ist ein 7.2-Kanal-Receiver<br />
mit 120 Watt Ausgangsleistung pro Kanal,<br />
während sich der HW-C500 auf fünf Kanäle<br />
beschränkt. Beide Modelle sind mit ihren vier<br />
HDMI-1.4-Eingängen 3-D-ready und haben<br />
den Audio Return Channel integriert. Auch<br />
Samsungs eigene Verstärkertechnologie Crystal<br />
Amplifier Pro ist in den Modellen vertreten. Der<br />
HW-C700 wird mit einer iPod-Dockingstation<br />
ausgeliefert und kann dank eines zusätzlichen<br />
Vorverstärkerausgangs mit einem zweiten Subwoofer<br />
betrieben werden. Im Gegensatz zum<br />
HW-C500 besitzt sein höherpreisiger Bruder<br />
Decoder für die aktuellen hochauflösenden<br />
Tonformate DTS-HD MA und Dolby True HD.<br />
Dank HDMI-Passthrough leiten beide Geräte<br />
Videosignale auch ohne Bearbeitung weiter.<br />
Hersteller:<br />
Samsung<br />
Modell: HW-C700,<br />
HW-C500<br />
Preis: HW-C700: 399 Euro,<br />
HW-C500: 299 Euro<br />
Internet:<br />
www.samsung.de<br />
Sony: Alles in 3-D<br />
Sonys neuester Streich ist der siebenkanalige<br />
AV-Receiver STR-DA5600ES, der ab sofort erhältlich<br />
ist. Pro Kanal liefert der Receiver eine<br />
Ausgangsleitung von 120 Watt. Dem Zeitgeist<br />
entsprechend setzt das neue Oberklassemodell<br />
auf 3-D-Bild- und HD-Tonübertragung<br />
sowie vielfältige Netzwerkmöglichkeiten. Die<br />
integrierte DLNA-1.5-Unterstützung garantiert<br />
die Kompatibilität mit weiteren Netzwerkprodukten<br />
und lässt Sie Audio-, Foto- und Videomaterial<br />
vom Computer aus streamen. Die sechs<br />
HDMI-1.4-Eingänge sind zum aktuellen 3-D-<br />
Standard kompatibel, SD-Quellen werden auf<br />
1 080p hochskaliert. Während Videoinhalte in<br />
einen zweiten Raum übertragen werden können,<br />
lässt sich Musik sogar in bis zu drei Zimmern<br />
verteilen. Die klangliche Anpassung des<br />
Hauptraumes regelt das integrierte Einmesssystem,<br />
dem eine automatische Phasenkorrektur<br />
der einzelnen Lautsprecher vorangeht.<br />
Hersteller:<br />
Sony<br />
Modell:<br />
STR-DA5600ES<br />
Preis:<br />
STR-DA5600ES: 2 500 Euro<br />
Internet:<br />
www.sony.de<br />
Yamaha: Mehr Rechenleistung<br />
Gleich drei neue Receiver-Modelle präsentierte<br />
Yamaha auf der diesjährigen IFA. Das<br />
größte Gerät ist der siebenkanalige RX-V3067,<br />
der sich mit zusätzlichen Endstufen auf ein<br />
11.2-Heimkinosystem erweitern lässt. Mit 200<br />
Watt Ausgangsleistung pro Kanal weiß das<br />
Gerät auch größere Räume zu beschallen. Die<br />
Verstärkersektion wurde optimiert, um eine<br />
noch bessere Kanaltrennung und einen größeren<br />
Signalrauschabstand zu gewährleisten. Die<br />
Jitter Clock verspricht, Taktschwankungen der<br />
digitalen Eingänge auf ein Minimum zu reduzieren.<br />
Analoge und digitale Sektionen im Inneren<br />
wurden strikt voneinander getrennt. Acht<br />
HDMI-Ein- und zwei -Ausgänge in Version 1.4<br />
bieten ausreichend Platz für die verschiedensten<br />
Zuspieler. Diese sollen vom brandneuen HQV-<br />
Chip VHD1900 profitieren, der laut Hersteller<br />
eine überlegene Bildberechnung im Strom sparenden<br />
Betrieb gewährleistet.<br />
Hersteller:<br />
Yamaha<br />
Modell:<br />
RX-V3067<br />
Preis:<br />
RX-V3067: 1 699 Euro<br />
Internet:<br />
www.yamaha-hifi.de<br />
Neues 15
3-D-Zukunft<br />
Mit einem holografischen Display will Sony den ersten<br />
Schritt zum echten 3-D-Erlebnis wagen. Gleichzeitig forschen<br />
TV-Anbieter weiter an brillenlosen Lösungen für<br />
den Heimgebrauch.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Sonys Raymodeler erzeugt körperhafte Objekte, die von<br />
allen Seiten betrachtet werden können<br />
3-D-Fernsehen ohne Brille versprechen die Display-Prototypen<br />
des Fraunhofer-Instituts<br />
Die Links-/Rechts-Bilder werden mittels Filterschicht in<br />
unterschiedlichen Winkeln zum Betrachter geworfen<br />
Integrierte Kameras erkennen die Augenpositionen und<br />
passen die 3-D-Perspektiven den Zuschauern an<br />
Es hat schon etwas Magisches, wenn<br />
man sich Sonys unscheinbarer schwarzer<br />
Röhre nähert. Im Unterschied zu 3-D-Sequenzen<br />
auf Blu-ray entsteht der räumliche Eindruck<br />
nicht durch flache Bilder für das linke und<br />
rechte Auge, sondern diese besitzen tatsächlich<br />
ein Volumen. Vor unserem Auge entstehen<br />
echte Körper und man fühlt sich unweigerlich<br />
an Science-Fiction-Filme wie „Star Wars“ erinnert.<br />
Als wir uns um den Zylinder herum bewegen,<br />
bleiben die Objekte an Ort und Stelle<br />
und wir können sie aus sämtlichen Perspektiven<br />
betrachten: Wir umrunden die Erdkugel und<br />
blicken einer Dame über die Schulter. Möglich<br />
macht dies eine geschickte <strong>LED</strong>-Anordnung,<br />
die 360 Ansichten gleichzeitig generiert. Mittels<br />
Gestensteuerung drehen wir alle Objekte<br />
nahtlos um die eigene Achse oder spielen mit<br />
angeschlossenem Playstation-Controller eine<br />
Runde „Breakout“, das dank der uneingeschränkten<br />
Perspektive genau die gleiche Faszination<br />
auslöst, wie bei der Erstveröffentlichung<br />
in den 1970er Jahren. Sony betont, dass es sich<br />
lediglich um einen Prototyp handelt, doch der<br />
Raymodeler betitelte Zylinder könnte in vielerlei<br />
Hinsicht die zukünftige Technikwelt bereichern.<br />
Aufgrund des eigenwilligen Formats, niedriger<br />
Auflösung (96 × 128 Bildpunkte) und hoher<br />
Herstellungskosten lässt Sonys Technikpionier<br />
allerdings noch keine Rückschlüsse auf die<br />
Fernsehzukunft zu.<br />
3-D-Fernsehen ohne Brille<br />
Glaubt man den aktuellen Umfragen, so zeigen<br />
die meisten Konsumenten ein großes Interesse<br />
an 3-D, allerdings will die Mehrheit erst umsteigen,<br />
wenn die plastische Bilddarstellung ohne<br />
Brille möglich ist. Auch wenn dieses Zukunftsszenario<br />
noch in weiter Ferne liegt, zeigt das<br />
Fraunhofer-Institut auf der IFA finale Displays,<br />
die dreidimensionale Bilder ohne Brillenzwang<br />
ermöglichen, und dies bereits seit 2006.<br />
Statt als echte 3-D-Signale mit Tiefeninformationen<br />
liegen die Bilder einer 3-D-Blu-ray weiterhin<br />
in 2-D vor, wenn auch in doppelter Form<br />
für das linke und rechte Auge. Das System des<br />
Fraunhofer-Instituts ist – ebenso wie aktuelle<br />
3-D-Fernseher – zu diesem Verfahren kompatibel,<br />
sodass die plastische Bilddarstellung allein<br />
durch die Kombinationen der Links-/Rechts-<br />
Aufnahmen entsteht. Der große Unterschied zu<br />
herkömmlichen TV-Geräten: Die zwei Ansichten<br />
werden für zwei bis drei Betrachter ohne Brille<br />
sichtbar gemacht; mehrere Kameras, die in das<br />
Display integriert sind, erkennen nicht nur die<br />
Gesichter, sondern auch die Augenpositionen.<br />
Anhand eines patentierten Verfahrens werden<br />
die Bildinhalte elektronisch entsprechend den<br />
Positionen der Augen verschoben, und dies nahezu<br />
verzögerungsfrei.<br />
Die perfekte Illusion<br />
Bislang verlangen brillenlose 3-D-Displays nach<br />
einer exakten Sitzposition, was die Aufstellung<br />
eines solchen Fernsehers erschwert. René de<br />
la Barré vom Heinrich-Hertz-Institut erklärt die<br />
Vorteile des Fraunhofer-Systems: „Es werden<br />
zwei Bilder sichtbar gemacht, eines für das<br />
linke und eines für das rechte Auge. Eine geschickt<br />
gewählte Barriere sorgt dafür, dass nur<br />
die passenden Bildinhalte zum jeweiligen Auge<br />
gelangen. Damit das funktioniert, müsste der<br />
Betrachter seinen Kopf beim Zuschauen absolut<br />
ruhig halten. Das macht niemandem Spaß.<br />
Deswegen haben wir das 3-D-Display mit einer<br />
zusätzlichen Technologie gekoppelt, mit einem<br />
elektronischen Head-Tracking. Jede Bewegung<br />
des Kopfes sowie der Augen wird erfasst und<br />
das Display nachgesteuert. Der Zuschauer sieht<br />
immer das ideale 3-D-Bild, ohne sich eine zusätzliche<br />
Brille aufsetzen zu müssen.“<br />
Da aber jeder zusätzliche Betrachter unterschiedlich<br />
gerichtete Bildinformationen verlangt,<br />
reduziert sich die sichtbare Auflösung<br />
mit jedem neuen Zuschauer. Deshalb gestattet<br />
es das Display, die Ausgabe der 3-D-Bilder auf<br />
zwei Ansichten zu begrenzen, um keine Auflösung<br />
zu verschenken. Umgekehrt bedeutet dies<br />
jedoch, dass ultrahochauflösende Displays eine<br />
Grundvoraussetzung für die brillenlose 3-D-<br />
Zukunft mit mehreren Zuschauern sind. Das<br />
Zusammenspiel zwischen Bilderzeugung und<br />
Augenverfolgung ist die größte technische Herausforderung<br />
für zukünftige Entwicklungen,<br />
denn der Markterfolg von 3-D ohne Brille wird<br />
erst einsetzen, wenn die Bildqualität mindestens<br />
mit der aktuellen Brillentechnik gleichauf<br />
liegt und die Preise konkurrenzfähig sind. Mit<br />
Sony und Toshiba kündigten immerhin zwei TV-<br />
Anbieter an, noch dieses Jahr Displays für das<br />
brillenlose 3-D-Vergnügen auf dem japanischen<br />
Markt vorzustellen.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Fraunhofer Institut, Seereal, Sony<br />
16 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Heimkino-Apps<br />
Der App Store von Apple ist prall gefüllt mit beliebten<br />
Minianwendungen, die auch für Heimkinofans die eine<br />
oder andere Überraschung parat halten. Wir stellen<br />
Ihnen die gelungensten Apps vor.<br />
VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Denons „Deremote“-App dient als<br />
Fernsteuerung für die LAN- respektive<br />
WLAN-fähigen AV-Receiver der A1xx-,<br />
33xx-, 38xx-, 43xx- und 53xx-Serie. Die 23xx-<br />
Serie ist nicht geeignet, auch die iPod-Docks<br />
des Herstellers mit LAN-Anschluss bleiben außen<br />
vor. Wenn Ihr AV-Receiver bereits ins Netzwerk<br />
eingebunden ist, müssen Sie lediglich die<br />
App starten und das Gerät wird automatisch<br />
gefunden. Nach der erfolgreichen Einrichtung<br />
steuern Sie etwa die Lautstärke zonenabhängig<br />
oder greifen auf Internetradiosender zu.<br />
Pioneers „iControlAV“-App schlägt in die gleiche<br />
Kerbe und arbeitet mit den AV-Receivern<br />
VSX-1020 und VSX-920 zusammen. Zudem<br />
haben Sie auch Zugriff auf die Blu-ray-Player<br />
BDP-330 und BDP-LX53. Neben der Steuerung<br />
der Grundfunktionen können Sie den Ausgangspegel<br />
von Center-Lautsprecher und Subwoofer<br />
anpassen. Sonys Fernbedienungs-App<br />
eignet sich für viele aktuelle Blu-ray-Player des<br />
Herstellers. Ob Ihr Gerät dazuzählt, erfahren Sie<br />
im Angebotstext bei iTunes – die Playstation 3<br />
ist leider nicht darunter. Die App ist weit mehr<br />
als ein reiner Fernbedienungsersatz. So haben<br />
die Entwickler der Anwendung eine vollwertige<br />
QWERTZ-Tastatur spendiert und dank des<br />
Touchscreen von iPad, iPhone und iPod touch<br />
gehen Texteingaben flink von der Hand.<br />
Apple erobert TV-Segment<br />
Die Minianwendung „DreamOn“ erlaubt die<br />
Steuerung der Dreambox, so haben Sie per<br />
WLAN und Mobilfunk Zugriff und können<br />
Aufnahmen von unterwegs programmieren.<br />
Für alle T-Entertain-Kunden ist der „Programm<br />
Manager“ interessant, der Sie mit einem umfangreichen<br />
EPG versorgt und Sie an Ihre Lieblingssendungen<br />
erinnert. Mit der App können<br />
Sie selbstverständlich auch Aufnahmen planen.<br />
Die App „TV Remote“ trägt die Funktion schon<br />
im Namen und Sie haben den vollen Zugriff<br />
auf die aktuellen Flachbildfernseher der C-Serie<br />
von Samsung. Eine virtuelle QWERTZ-Tastatur<br />
erleichtert Eingaben, zudem ist die Fernbedienung<br />
lernfähig und Sie können Funktionen über<br />
Bewegungen ansteuern. „Remote“ kommt aus<br />
dem Hause Apple und lässt Sie galant über den<br />
Touchscreen Ihre Musik in „iTunes“ verwalten.<br />
Den Videoplayer Apple TV steuern Sie künftig<br />
mit einem Fingerstreich.<br />
App-Vielfalt<br />
Neben den vielen Minianwendungen zur Steuerung<br />
Ihrer Peripherie gibt es auch noch anderweitige<br />
nützliche Heimkinohelferlein. So<br />
können Sie etwa mit der „Decibel“-App Ihre<br />
Umgebung akustisch abtasten, indem Sie den<br />
Schalldruckpegel der <strong>Test</strong>töne Ihres AV-Receivers<br />
auf dem Display anzeigen lassen. Ein Ersatz<br />
für Profigeräte ist dieses Verfahren allerdings<br />
nicht, denn das Mikrofon von Apples Hardware<br />
ist hier der limitierende Faktor. Nichtsdestotrotz<br />
können Sie so Ihr Lautsprechersystem verlässlich<br />
im Pegel angleichen, zur besseren Übersicht<br />
speichert die Anwendung die Werte ab.<br />
Im Folgenden haben wir alle vorgestellten Apps<br />
in einer Kurzübersicht für Sie aufgelistet. Erfreulich:<br />
Ein Großteil der Minianwendungen wird<br />
kostenlos angeboten.<br />
Über Denons „Deremote“-App greifen Sie auf die Grundfunktionen<br />
Ihres AV-Receivers zu und legen etwa die<br />
Lautstärke für verschiedene Zonen fest<br />
Der „Programm Manager“ gibt Ihnen die volle Kontrolle<br />
über Ihren T-Entertain-Receiver, so können Sie etwa Aufnahmen<br />
von unterwegs aus programmieren<br />
Über Samsungs „TV Remote“-App steuern Sie die aktuellen<br />
Fernseher der C-Serie. Neben dem Umschalten haben Sie<br />
zudem Zugriff auf Samsungs Internetangebote<br />
Appname Deremote iControlAV BD Remote for<br />
iPhone<br />
Funktion<br />
Fernbedienungs-<br />
App für Denon-<br />
AV-Receiver<br />
Fernbedienungs-<br />
App für Pioneer-<br />
AV-Receiver und<br />
BD-Player<br />
Fernbedienungs-<br />
App für Sony-Bluray-Player<br />
DreamOn<br />
Fernsteuerung für<br />
Dreamboxen<br />
Programm<br />
Manager<br />
Fernsteuerung<br />
für T-Entertain-<br />
Receiver<br />
Hersteller Denon Pioneer Sony Bernd Bachle Deutsche<br />
Telekom AG<br />
TV Remote Remote Decibel<br />
Fernbedienung<br />
für Samsung-TVs<br />
Samsung<br />
Electronics<br />
Fernbedienung<br />
für iTunes und<br />
Apple TV<br />
Apple Inc.<br />
Schalldruckpegelmesser<br />
Tomas Matuschek<br />
Sprache Englisch Deutsch Englisch Englisch Deutsch Englisch Deutsch Englisch<br />
Verfügbar für<br />
iPhone, iPod<br />
touch und iPad<br />
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Preis 6 Euro gratis gratis 1,60 Euro gratis gratis gratis 0,80 Euro<br />
Neues 17
HbbTV-Allianz<br />
HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) soll<br />
Fernsehen und Internet verschmelzen lassen.<br />
Die Hersteller setzen beim Hybrid-TV derzeit<br />
auf verschiedene Verfahren. So nutzt Panasonic<br />
bei seinen aktuellen Flachbildfernsehern einen<br />
Portalansatz auf Java-Basis und Philips setzt auf<br />
den CE-HTML-Standard, der die Darstellung<br />
von Internetseiten für den Fernsehbildschirm<br />
optimiert. Um weitere „TV-Kleinstaaterei“<br />
zu vermeiden, kündigten Loewe, Philips und<br />
Sharp jüngst auf der IFA eine Allianz an. Dabei<br />
geht es in erster Linie darum, einen Standard<br />
zu schaffen und eine optimale Bedienung zu<br />
garantieren. Die Internetangebote erstrecken<br />
sich über Nachrichtendienste bis hin zum Videostreaming<br />
in HD-Qualität. Allen Flachbildfernsehern<br />
der drei Hersteller ist der integrierte<br />
Opera-Browser gemein. Mit diesem haben Sie<br />
Zugriff auf das normale Internet und können,<br />
wie vom Computer gewohnt, Webseiten abrufen.<br />
Im Zuge der Reform erfährt auch der<br />
alteingesessene Videotext ein Facelift und soll<br />
künftig mit einem Rückkanal und aufgefrischter<br />
Optik aufwarten.<br />
Plastisch filmen<br />
3-D-taugliche Fernseher und Blu-ray-Player<br />
gibt es mittlerweile genügend. Um die Inhalte<br />
steht es hingegen weniger gut, die verfügbaren<br />
3-D-Blu-rays lassen sich an zwei Händen abzählen.<br />
Panasonic will nun die Kreativität der<br />
Konsumenten fördern und kündigte einen 3-D-<br />
Camcorder an. Der HDC-SDT750 kostet 1 399<br />
Euro und ist ein 3MOS-Camcorder, der standardmäßig<br />
zweidimensionale Bilder aufzeichnet<br />
und dank einer speziellen Vorsatzlinse eben<br />
auch plastische Bilder einfängt. Ersteres findet<br />
in der Full-HD-Auflösung mit 1 920 × 1 080 Bildpunkten<br />
und 50 Vollbildern statt. Die 3-D-Aufzeichnung<br />
geht mit einem Auflösungsverlust<br />
einher, so werden greifbare Bilder im Side-by-<br />
Side-Verfahren mit 960 × 1 080 Pixeln auf die<br />
SD-Karte im AVCHD-Format gebannt. Zudem<br />
halbiert sich die Lichtstärke und Sie müssen auf<br />
den Zoom verzichten. Damit Sie die 2-D- und<br />
3-D-Bilder auch schneiden und bearbeiten können,<br />
gab Panasonic die Kooperation mit den<br />
Software-Spezialisten von Magix bekannt, die<br />
mit der Anwendung „Video deluxe 17“ eine geeignete<br />
Lösung im Programm haben.<br />
PS3 zeigt 3-D-Filme<br />
Bereits seit einigen Monaten kann Sonys Spielkonsole<br />
dreidimensionale Spiele ausgeben,<br />
möglich wurde dies mit dem Einspielen der<br />
Firmware 3.30. Wie Sony nun im Zuge der IFA<br />
bekannt gab, soll die schon länger angekündigte<br />
Aktualisierung zum Abspielen von 3-D-Blurays<br />
jetzt kostenlos per Onlineupdate verfügbar<br />
sein. Die plastischen Filme werden mit der Full-<br />
HD-Auflösung (1 920 × 1080 Pixel und 24 Vollbilder)<br />
ausgegeben, eine Einschränkung soll es<br />
dennoch geben. Den Spezifikationen der Bluray<br />
3D zufolge können Spielkonsolen während<br />
einer stereoskopischen Wiedergabe keine BD-<br />
Java-Inhalte wiedergeben. So wird Produzenten<br />
empfohlen, die Startsequenz nicht auf Java-Basis<br />
zu realisieren, denn im schlimmsten Fall könnte<br />
die Disc dann nicht abgespielt werden. Da für<br />
eine 3-D-Wiedergabe zwei 1 080p-Videostreams<br />
vom Hauptkern des Cell-Prozessors<br />
decodiert werden müssen, wird vermutet, dass<br />
die Koprozessoren nicht mehr genügend Leistung<br />
für die Java-Inhalte zur Verfügung stellen<br />
können. Mehr zum Thema lesen Sie in unseren<br />
Labornotizen auf Seite 56.<br />
KDG rüstet sich für DVB-C2<br />
Im deutschen Kabelnetz wird es zunehmend<br />
enger und vor allem <strong>HDTV</strong>-Sender finden aufgrund<br />
hoher Datenraten oft keinen Platz mehr.<br />
Kabel Deutschland (KDG) testete nun in Berlin<br />
mit DVB-C2 den neuen und effizienteren Standard<br />
unter realen Bedingungen. Die DVB-C2-<br />
Norm ist noch sehr jung und wurde erst vor<br />
fünf Monaten durch das Europäische Institut<br />
für Telekommunikationsnormen (ETSI) als EN<br />
302 769 veröffentlicht. Ihr liegt ein aufwendiges<br />
Modulationsverfahren (COFDM) zugrunde,<br />
so beanspruchen qualitativ hochwertige<br />
HD-Sender weit weniger Bandbreite. Zudem<br />
baut die Umstellung die Downstream-Kapazität<br />
von fünf auf acht Gigabit pro Sekunde aus. Wie<br />
auch bei DVB-T2 braucht der Zuschauer in jedem<br />
Fall neue Empfangsgeräte. Diese sollen ab<br />
Mitte 2011 in Form von Kombigeräten (DVB-C/-<br />
C2) bereitstehen. Den aufwendigen Austausch<br />
sieht KDG aufgrund der möglichen Aufwertung<br />
des eigenen Angebots und zusätzlicher Inhalte<br />
aber als gerechtfertigt an, wie Christoph<br />
Schaaf, Bereichsleiter Neue Technologien und<br />
Standards bei KDG, betonte.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Google, Panasonic, Philips, Sony<br />
18 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Google TV weltweit ab 2011<br />
Der Suchmaschinenriese Google hat seine Finger<br />
überall im Spiel und will uns künftig auch<br />
im Wohnzimmer vom Fernseher ausgehend<br />
mit Internetinhalten beglücken. In den USA soll<br />
es bereits im Herbst dieses Jahres losgehen,<br />
der Rest der Welt folgt laut Google-Chef Eric<br />
Schmidt dann im Laufe des Jahres 2011. Als<br />
Betriebssystem kommt Googles Android zum<br />
Einsatz und die Hardware-Basis definiert ein<br />
Atom-CE-4100–Prozessor mit 1,2 Gigahertz.<br />
Den ersten geeigneten Fernseher will indes<br />
Sony produzieren. Eine weitere Partnerschaft<br />
besteht mit dem Hardware-Hersteller Logitech,<br />
der zeitgleich eine Google-TV-Set-Top-Box für<br />
die Nachrüstung Ihres bestehenden Fernsehers<br />
veröffentlichen will. Eine Fernbedienung<br />
mit QWERTZ-Tastatur soll folgen. Medienbegeisterte<br />
können dann künftig über den hauseigenen<br />
Chrome-Browser Internetseiten aufrufen<br />
und selbstverständlich sind auch gängige<br />
Dienste wie das Videoportal Youtube, Wikipedia<br />
oder die Routenplanung von Google Maps<br />
verfügbar. Selbst ein Chat mit Freunden soll<br />
parallel zum Fernsehen möglich sein.<br />
DVB-T2 im Anmarsch<br />
Bisher ist es nicht alltagstauglich, <strong>HDTV</strong> über<br />
digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) zu<br />
verbreiten, das vorhandene Frequenzspektrum<br />
ist schlicht zu eng bemessen. Wie der Ministerpräsident<br />
des Landes Rheinland-Pfalz nun auf<br />
der Medienwoche@IFA mitteilte, soll 2014 ein<br />
harter Umstieg zugunsten von DVB-T2 stattfinden.<br />
Denn die im Standard verankerte Codierung<br />
(MPEG-4 AVC) komprimiert Sender noch<br />
effizienter und schafft Platz im Spektrum. So<br />
soll das hochauflösende Antennenfernsehen<br />
endlich Realität werden. Für den Empfang sind<br />
jedoch zwingend neue Receiver nötig, derzeitig<br />
verfügbare Geräte sind mit dem neuen<br />
Standard nicht kompatibel. Nach Informationen,<br />
die HD+TV vorliegen, sei nur eine kurze<br />
Simulcast-Phase angedacht. Die ersten kompatiblen<br />
Geräte sollen dann ab 2012 verfügbar<br />
sein. In Italien und Großbritannien werden bereits<br />
Inhalte über DVB-T2 verbreitet. Hierzulande<br />
finden seit einem Jahr gemeinsam mit den<br />
öffentlich-rechtlichen Sendern NDR und ZDF<br />
die ersten Feldversuche in Lüneburg und Rosengarten<br />
statt.<br />
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Mit „Iron Man 2”, „Prince Of Persia“ und „Robin Hood“<br />
wird der Herbst im Heimkino ein Fest für alle Freunde des<br />
groß budgetierten Hollywood-Action-Spektakels. Ob neben<br />
der glänzenden Verpackung auch der Inhalt stimmt?<br />
Tiemo Weisenseel<br />
Redakteur<br />
Blu-rays im edlen Gewand<br />
Wir verraten Ihnen, welche der aufwendigen und nicht ganz<br />
billigen Blu-ray-Special-Editions ihr Geld wirklich wert sind<br />
Ein Klassiker kehrt zurück<br />
Mit „Castlevania – Lords Of Shadow“ führt Konami die<br />
Erfolgsgeschichte der Familie Belmont ins HD-Zeitalter<br />
Superhelden mal ganz anders<br />
Auch wenn „Kick-Ass“ an den deutschen Kinokassen enttäuschte:<br />
Diese freche Anarcho-Comicverfilmung lohnt sich<br />
Filme machen Spaß. Filme sind Unterhaltung<br />
und Ablenkung pur. Sie<br />
entführen uns in Fantasie- und Parallelwelten,<br />
wie wir sie uns in unseren<br />
kühnsten Träumen kaum spektakulärer<br />
ausmalen können. Filme waren jahrelang<br />
das unangefochtene Flaggschiff<br />
der Unterhaltungsindustrie. Doch die<br />
Zeiten ändern sich und die Games-<br />
Branche kratzt inzwischen mit digitalen<br />
Megasellern wie „GTA 4“ oder<br />
„World Of Warcraft“ heftig an dieser<br />
Vormachtstellung von Hollywood und<br />
Co. Vielleicht liegt es auch daran, dass<br />
das Arthaus-Kino in letzter Zeit wieder<br />
deutlich mehr Wind in den Segeln hat:<br />
Die Filmemacher besinnen sich darauf,<br />
dass ihr Medium die Spitzenposition<br />
ganz sicher noch nicht verloren hat,<br />
denn die wichtigste Kunstform unserer<br />
Zeit ist nach wie vor der Film. Schaut<br />
man sich die anspruchsvollen Werke<br />
in dieser Ausgabe genauer an, dann<br />
merkt man, wie aufregend, wie divers,<br />
wie lohnend Filmkunst dieser Tage<br />
sein kann. Das sind Filme, die es einem<br />
nicht immer leicht machen, die einen<br />
allerdings reich dafür belohnen, wenn<br />
man sich ernsthaft auf sie einlässt.<br />
Tipp des Monats: Die Fremde<br />
Feo Aladags aufrüttelnder<br />
Film über die fatalen<br />
Auswirkungen des<br />
Ehrbegriffes in der türkischen<br />
Kultur fühlt sich<br />
tief ein in die Befindlichkeiten<br />
eines Volkes.<br />
Sibel Kekillis Leistung ist<br />
einfach atemberaubend.<br />
Bilder: Concorde Home, Konami Digital, Majestic Home, Universal<br />
20 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Blu-ray-Höhepunkte<br />
Ganz gleich, ob man ausgefeilte Geschichten und großartige Schauspielerleistungen sucht<br />
oder doch eher bombastisches Actionkino mit beeindruckenden Effekten bevorzugt: Auf den<br />
folgenden Seiten ist für jeden Filmgeschmack etwas dabei.<br />
VON LYDIA FISCHER, UWE FUNK, FALKO THEUNER UND TIEMO WEISENSEEL<br />
Iron Man 2<br />
Regisseur und Schauspieler<br />
Jon Favreau legte mit „Iron<br />
Man“ vor zwei Jahren wie<br />
aus dem Nichts eine der anerkanntermaßen<br />
besten Comicverfilmungen<br />
überhaupt<br />
vor. Doch wie spinnt man<br />
die Geschichte um den narzisstischen<br />
Milliardär mit der<br />
Vorliebe für sündhaft teure und technisch ausgeklügelte<br />
High-Tech-Anzüge nun weiter? Teil eins endete<br />
mit dem Knalleffekt, dass Tony Stark offen zugab,<br />
der Mann hinter der Maske von Iron Man zu sein. Inzwischen<br />
sieht er sich unter immensem Druck vonseiten<br />
der Regierung, die ihn dazu drängen will, die<br />
mächtigste und fortschrittlichste Waffentechnologie<br />
der Welt mit dem amerikanischen Militär zu teilen.<br />
Die Lage wird schließlich richtig unangenehm,<br />
als sich herausstellt, dass auch seine Gegner mächtig<br />
aufgerüstet haben und mittlerweile über eine<br />
vergleichbare Anzugtechnik verfügen. Das erste<br />
Action-Highlight des Films kommt zu einem ganz<br />
ungünstigen Zeitpunkt, als Stark mehr und mehr<br />
unter dem negativen Einfluss seiner eigenen Erfindung<br />
leidet, da die Energiequelle, die seinem Anzug<br />
den nötigen Saft liefert, seinen Körper langsam<br />
aber sicher vergiftet. Im ersten handfesten Duell des<br />
Films gegen den mit elektrischen Peitschen ausgestatteten<br />
Whiplash gewinnt er folglich auch nur mit<br />
größter Mühe. Doch entgegen aller Erwartung ist<br />
nicht etwa Mickey Rourke der große Gegenspieler<br />
in „Iron Man 2“. Sein Ivan Vanko (alias Whiplash)<br />
ist lediglich Mittel zum Zweck und Erfüllungsgehilfe<br />
für die Großmannssucht von Justin Hammer, der<br />
mit seinem eigenen Waffenunternehmen händeringend<br />
nach Anschluss an die überlegene Technik von<br />
Stark Industries sucht. Sam Rockwell spielt diesen<br />
rücksichtslosen Kapitalisten, der für das große Geld<br />
nicht nur sprichwörtlich über Leichen geht. Mit viel<br />
Elan positioniert er seine Figur als durchaus ernst zu<br />
nehmendes Gegengewicht für einen abermals toll<br />
aufgelegten Robert Downey Jr.<br />
„Iron Man 2“ spart nicht mit Ideen und Einfällen, die<br />
über den Horizont eines in sich geschlossenen und<br />
nach völlig eigenen Regeln funktionierenden Comicuniversums<br />
hinausgehen. Am deutlichsten werden<br />
die Themen Militär- und Kapitalismuskritik herausgearbeitet,<br />
doch auch der Sub-Plot um die Suche<br />
nach einer alternativen Energie für den Anzug lässt<br />
sich als dezenter Hinweis auf eine Menschheit lesen,<br />
die für den technologischen Fortschritt viel zu lange<br />
die negativen Auswirkungen auf die Natur in Kauf<br />
genommen hat, und nun in Form von Klimaerwärmung<br />
und Naturkatastrophen den Preis dafür zahlt.<br />
Die Bilder der Blu-ray sind durchgängig scharf und<br />
detailreich, farblich nicht zu sehr nachbearbeitet,<br />
sodass ein eher realistischer als übertrieben comicähnlicher<br />
Look erzielt wird. Die Actionszenen bieten<br />
jede Menge Futter für die heimische Boxenanlage,<br />
mit krachenden Bässen und sehr guter Signalortung<br />
fühlt man sich bei den Kämpfen des Öfteren mittendrin,<br />
statt nur dabei. Die Special Features bieten<br />
mit Audiokommentar, Making-of, Featurettes zu Figuren<br />
und Hintergründen des Films und entfallenen<br />
Szenen ein ausführliches Angebot.<br />
Bilder: Concorde Home<br />
Vertrieb: Concorde Home<br />
Empfehlenswert, weil: man hier eine<br />
Bildformat: VC-1, 2.35 : 1 pralle Comicverfi lmung mit starker Action<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
und tollen Darstellern bekommt –<br />
die sehr hohen Erwartungen, die Teil<br />
Regie: Jon Favreau eins ausgelöst hat, werden fast zu 100<br />
Darsteller: Robert Downey Jr.,<br />
Gwyneth Paltrow,<br />
Scarlett Johansson<br />
Prozent erfüllt.<br />
Laufzeit: 125 min Bild<br />
FSK: ab 12 Jahren<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Ton<br />
Bonus<br />
Anzahl der Blu-ray Discs Inhalte 21
In meinem Himmel<br />
Pennsylvania, die 1970er Jahre:<br />
Die junge Susie, gerade<br />
auf der Schwelle vom Kind<br />
zur jungen Frau, fällt einem<br />
Triebtäter zum Opfer. Gefangen<br />
in einer Zwischenwelt,<br />
irgendwo zwischen dem Paradies<br />
und der Welt der Lebenden,<br />
beobachtet sie ihre<br />
trauernde Familie und versucht mit allen Mitteln,<br />
ihre Lieben zu erreichen und sie vielleicht sogar auf<br />
die Spur ihres Mörders zu bringen.<br />
Ob „In meinem Himmel“ funktioniert, hängt sicher<br />
stärker als bei anderen Filmen von der Erwartungshaltung<br />
des Zuschauers ab. Kennt man den Roman<br />
von Alice Sebold und erwartet eine vielschichtige<br />
Literaturverfilmung, die auch für kleinste Nuancen<br />
und die psychologische Tiefe des Buches passende<br />
filmische Ideen findet, dann wird man sicher nicht<br />
ganz glücklich mit Peter Jacksons Adaption. Als<br />
Thriller mit starkem Mystery-Überbau punktet die<br />
Geschichte dagegen von Anfang an. Sicher kann<br />
man dem Drehbuch bei der Figurenentwicklung<br />
eine gewisse Eindimensionalität vorwerfen: George<br />
Harvey, dieser unscheinbare Serienmörder von nebenan,<br />
zweifelt keine Sekunde an sich oder seinen<br />
Taten. Doch angesichts des grandios diabolischen<br />
Schauspiels von Stanley Tucci verzeiht man diesen<br />
Schönheitsfehler nur allzu gern.<br />
Der Großteil des Films bietet ausgewogen-hochwertige<br />
Bilder und eine natürliche Farbgebung. Die Szenen<br />
in der Zwischenwelt gefallen mit gelungenem<br />
Color Grading, das die Farben extrem strahlen lässt.<br />
Der Sound ist überzeugend, die atmosphärische<br />
Musik füllt den Raum gut aus, die zahlreichen Effekte<br />
sind immer präzise ortbar. Die beigelegte Bonusdisc<br />
verfolgt in innovativer Weise und über 180<br />
Minuten (!) den Entstehungsprozess des Films.<br />
Vertrieb:<br />
Paramount Home<br />
Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />
Tonformat: DD 5.1, DTS-HD MA<br />
5.1 (engl.)<br />
Regie: Peter Jackson<br />
Darsteller: Saoirse Ronan, Stanley<br />
Tucci, Mark Wahlberg<br />
Laufzeit: 135 min Bild<br />
Empfehlenswert, weil: Peter Jackson<br />
ein visuell berauschender und inhaltlich<br />
überzeugender Mystery-Thriller<br />
mit außergewöhnlichen Schauspielern<br />
gelungen ist. Die Bonusdisc zeigt, wie<br />
interessante Extras aussehen können.<br />
FSK:<br />
ab 12 Jahren<br />
Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
The Book Of Eli<br />
Amerika, das Jahr 2043: Ein<br />
erbarmungsloser Krieg hat<br />
das Land ins Chaos gestürzt.<br />
Es regnet Staub und der Boden<br />
ist mit Leichen übersät.<br />
Einst blühende Landschaften<br />
gleichen einer weitläufigen<br />
Wüsteneinöde. Gesetzlose<br />
Banden herrschen über das,<br />
was von den Städten übrig ist, und überfallen die,<br />
die sich ihnen nicht anschließen wollen.<br />
Auftritt Eli (Denzel Washington), notorischer Einzelgänger<br />
und Prophet wider Willen, beseelt von dem<br />
Gedanken, das geheimnisvolle „Book of Eli“ an seinen<br />
Bestimmungsort zu bringen. Bei seiner Reise<br />
durch das verwüstete Land begegnet er dem Bandenchef<br />
Carnegie (Gary Oldman), der auf der Suche<br />
nach genau diesem Buch ist, auf dessen Einband ein<br />
Kreuz zu sehen ist. Er will seine Herrschaft weiter<br />
Vertrieb:<br />
Universal Home<br />
Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
Regie:<br />
Darsteller:<br />
Albert und Allen Hughes<br />
Denzel Washington,<br />
Gary Oldman<br />
Laufzeit: 118 min Bild<br />
FSK: ab 16 Jahren<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Empfehlenswert, weil: die Hughes-<br />
Brüder einen typischen Endzeitfi lm<br />
gepaart mit viel Action abliefern, der<br />
mit seiner religiösen Hintergrundstory<br />
gleichzeitig allerlei Interpretationsmöglichkeiten<br />
bietet.<br />
Ton<br />
Bonus<br />
ausdehnen, denn das Buch ist eine Waffe, die direkt<br />
auf Herz und Verstand der Schwachen zielt. Doch<br />
Eli gibt das wertvolle Stück nicht so einfach aus den<br />
Händen und ein erbitterter Kampf beginnt.<br />
Bei „The Book Of Eli“ haben wir es mit einem typischen<br />
Endzeitfilm zu tun, dessen Story viele Interpretationsmöglichkeiten<br />
zulässt. Interessant ist<br />
die Widersprüchlichkeit des Hauptcharakters Eli.<br />
Oftmals erscheint er als ruhiger, ausgeglichener<br />
Mensch, doch sobald jemand an seine Bibel möchte,<br />
verwandelt sich sein Gemütszustand in den eines<br />
erbarmungslosen Kämpfers, der seine Gegner skrupellos<br />
mit einem übergroßen Messer aufschlitzt. Als<br />
Rechtfertigung für seine Taten hat er stets einen<br />
passenden Bibelspruch auf den Lippen.<br />
Vor allem optisch hat „The Book Of Eli“ einiges zu<br />
bieten. Um eine authentische postapokalyptische<br />
Atmosphäre zu erschaffen, ist das Bildmaterial in<br />
verblassten Sepiatönen gehalten. Durch den Einsatz<br />
von weichem Licht und Stop-Motion-Sequenzen<br />
wirken die Bilder episch und kunstvoll. Nicht ganz so<br />
gewaltig erscheint hingegen der Sound. Nur wenige<br />
Effekte sind in die Story eingebaut, sodass die hinteren<br />
Boxen selten angesteuert werden. Dafür besticht<br />
die Blu-ray mit zahlreichen Extras in HD-Qualität.<br />
Neben entfernten Szenen, Interviews, einem<br />
Making-of und einer Bild-in-Bild-Funktion befinden<br />
sich auf der Scheibe noch dezent animierte Comic-<br />
Prequels, die den Film erweitern.<br />
Bilder: Paramount Home, Universal Home<br />
22 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Anzeige<br />
„ICH LIEBE ES,<br />
DINGE GROSS KLINGEN ZU LASSEN“<br />
LERNEN SIE HEUTE GEOFF FOSTER KENNEN,<br />
DER SICH FÜR DEN GROSSEN SOUND AUF DER KINOLEINWAND BEGEISTERT.<br />
Geoff Foster produziert Musik für Filme. Er ist Tonmeister<br />
für Filmmusik und seine Devise ist stets: „Ich<br />
versuche, Dinge wirklich perfekt klingen zu lassen“. Und<br />
er gibt sich nicht zufrieden, bis genau dies der Fall ist.<br />
Geoffs Besessenheit geht jedoch über die Musik hinaus:<br />
Er liebt auch die kaum hörbaren, kleinen Bestandteile<br />
des Kinosounds, die die Atmosphäre vermitteln, so wie<br />
bei dem Film „Batman Begins“.<br />
„Filmmusik muss sich gegen eine 20 Meter Leinwand<br />
behaupten. Jeder Ton, und sei er noch so subtil, muss<br />
genau zu der Handlung passen. Für mich geht es dabei<br />
um den kompletten Sound eines Films: ein klangvolles<br />
Zusammenspiel von Musik und Raum.“<br />
Für „Batman Begins“ wollte er der Filmmusik ein<br />
episches, unheimliches Gefühl geben, das den Zuhörer<br />
über Gotham City erhebt. Um ein solches Wechselbad<br />
der Gefühle zu erreichen, nutzte Geoff die Surround-<br />
Tonanlage der imposanten Londoner Air Studios. Doch<br />
das war noch nicht grandios genug.<br />
Er entschloss sich, für die Aufnahme mehr Raum für das<br />
Orchester zu schaffen und verlagerte den Bläsersatz<br />
nach hinten auf eine entfernte Empore. Dann konnte<br />
er es fühlen: ein unglaublich weit reichender Sound mit<br />
einer mitreißenden Dynamik, der die Handlung des<br />
Films perfekt widerspiegelt. „Wenn Sie zu Hause einen<br />
Film gucken, dann möchte ich, dass Sie jedes kleine Detail<br />
wahrnehmen können, das einen Film so einzigartig<br />
macht.“<br />
Wir bei Philips möchten, dass Sie genau wie Geoff diese<br />
kleinen Details nachempfinden können, und haben<br />
anspruchsvolle Surround-Sound Anlagen für Zuhause<br />
entwickelt. Für unsere „Golden Ear“-Sitzungen, die an<br />
höchsten Qualitätsstandards orientiert sind, vertreten<br />
wir die Auffassung, dass kein Prototyp weit genug<br />
entwickelt, kein <strong>Test</strong> zu hart und keine Anstrengung zu<br />
groß sein kann. Wir überprüfen intensiv unsere Home<br />
Cinema-Systeme und stellen dabei sicher, dass wir stets<br />
den Sound liefern, von dem Sie Gänsehaut bekommen.<br />
Ob Sie Filme anschauen, die Sie bewegen, oder dem<br />
Soundtrack Ihres Lebens lauschen: Wir von Philips<br />
bieten Ihnen einen unglaublich detailgetreuen Klang.<br />
Oder in den Worten des Soundarchitekten von<br />
Gotham City: Wir lassen Dinge so richtig gut klingen.<br />
Mehr über Geoff Foster und seine Erfahrungen rund um<br />
den Sound erfahren Sie unter<br />
www.philips.com/sound.<br />
Bestes Heimkino-System<br />
Das Philips Heimkino-Systems HTS9520 wurde<br />
von der EISA Jury zum besten European Home<br />
Theater System 2010-2011 gekürt. Das Gremium<br />
beurteilte es als „attraktives und sehr gut klingendes<br />
System, das für 3D-Wiedergabe und den kabellosen<br />
Anschluss an das eigene Netzwerk vorbereitet<br />
ist.“ Herausgestellt wurde besonders der „Klang,<br />
der den Zuhörer auf neue und aufregende Weise<br />
umgibt!“<br />
BEGEISTERT VON SOUND
Zweiohrküken<br />
Der Beziehungsalltag hat die<br />
Protagonisten aus „Keinohrhasen“<br />
eingeholt. Ludo (Til<br />
Schweiger) und Anna (Nora<br />
Tschirner) leben nun schon<br />
zwei Jahre als Paar, teilen sich<br />
ein Loft und gehen gemeinsam<br />
in den Kindergarten<br />
zum Arbeiten. Während sich<br />
Diskussionen um vergessene Klopapiereinkäufe,<br />
herumliegende Fußballklamotten und nachlassende<br />
Romantik häufen, treten Maria und Ralf, die Expartner<br />
der beiden, wieder in ihr Leben. Der Boden ist<br />
bereitet für amüsante und amouröse Verwicklungen,<br />
aus denen man eine gute Komödie stricken<br />
kann. Und genau die ist Til Schweiger (mit einigen<br />
Abstrichen) wieder gelungen.<br />
Der Humor von „Zweiohrküken“ ist etwas derber<br />
geworden. Was die Hasen kaum hatten, haben die<br />
Vertrieb: Warner Home<br />
Empfehlenswert, weil: die Mischung<br />
Bildformat: VC-1, 2.35 : 1 aus „Manta Manta“ und „Keinohrhasen“<br />
Tonformat: Dolby True HD 5.1 mit einem hinreißend alternden<br />
Schweiger und einer überragenden<br />
Regie: Til Schweiger<br />
Tschirner einen vergnüglich verbrachten<br />
Komödienabend verspricht.<br />
Darsteller: Til Schweiger,<br />
Nora Tschirner<br />
Laufzeit: 124 min Bild<br />
FSK: ab 12 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
Küken nun offensichtlich doppelt. Überhaupt kommen<br />
Drehbuch und Film etwas klischeebehafteter<br />
daher als der Vorgänger. Aber sogar über Klischees<br />
kann man richtig lachen, wenn man sich nur traut.<br />
Und die Mario-Barth-Fans kommen an diesem Film<br />
ohnehin nicht vorbei. Trotzdem können auch die<br />
Liebhaber des Schmunzelns, der leisen Töne und<br />
vor allem Fans von Nora Tschirner aufatmen. Annas<br />
Ansprachen an Ludo und dessen Reaktionen aufs<br />
Älterwerden sind einfach spitze gespielt.<br />
Technisch ist die Bildqualität guter Durchschnitt.<br />
Die Bildschärfe erreicht keine Referenzwerte, das<br />
ständige Fokussieren und viele Close-ups zeichnen<br />
den Film etwas weicher als es die Technik hergeben<br />
könnte. Leichtes bis mittleres Filmkorn zieht<br />
sich durch den ganzen Film, allerdings ohne dass<br />
es störend wirkt. Der Kontrast ist durchgehend gut,<br />
nur in ganz wenigen Szenen einen Tick zu hart, der<br />
Schwarzwert ist in Ordnung. Für eine doch eher<br />
dialoglastige Komödie ist der Ton gut abgemischt.<br />
Die Dialoge sind sehr gut verständlich, was nicht<br />
zuletzt an einer optimal ausgereizten Dynamik der<br />
Abmischung liegt. Die Surround-Boxen haben den<br />
ganzen Film über zu tun, aber vor allem der wirklich<br />
genial ausgesuchte Soundtrack füllt das Heimkino<br />
förmlich aus und macht richtig Spaß. Unterhaltsam<br />
ist es auch, die auf einer zweiten Scheibe beigelegten<br />
Extras zu durchstöbern. Zu empfehlen sind<br />
hier vor allem die Deleted Scenes (Faltenhund!).<br />
Precious<br />
Filme, die soziale Brennpunkte<br />
und den Alltag bildungsferner<br />
Jugendlicher auf<br />
die Leinwand bringen, haben<br />
seit jeher mit einem ganz<br />
großen Problem zu kämpfen:<br />
der Synchronisation der<br />
charakteristischen Jugendsprache,<br />
die eigentlich nur<br />
im jeweiligen Original zu überzeugen weiß. Das<br />
war so bei Larry Clarks Genreklassiker „Kids“ (1994)<br />
oder dem Michelle-Pfeiffer-Rührstück „Dangerous<br />
Minds“ (1995) und setzte sich auch in jüngster<br />
Vergangenheit mit Laurent Cantets hochgelobtem<br />
Experiment „Die Klasse“ (2008) sowie der Oscar®-<br />
Überraschung „Precious“ (2009) nahtlos fort.<br />
Es ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit, die<br />
mannigfaltigen Nuancen, Bedeutungsebenen und<br />
ethnischen Eigenheiten der verschiedenen Slangs<br />
Vertrieb: Eurovideo<br />
Empfehlenswert, weil: Newcomerin<br />
Bildformat: MPEG-4, 1.85 : 1 Gabourey Sidibe glaubwürdig eine<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
Frau porträtiert, die sich gegen alle<br />
Widerstände aus sozialem Abseits und<br />
Regie: Lee Daniels<br />
menschlichem Elend in eine lebenswerte<br />
Zukunft aufschwingt.<br />
Sprecher: Gabourey Sidibe,<br />
Paula Patton<br />
Laufzeit: 110 min Bild<br />
FSK: ab 12 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
in einem Schmelztiegel wie zum Beispiel Harlem<br />
verlustfrei in eine andere Sprache hinüberzuretten.<br />
Und daran krankt die Geschichte um Claireece<br />
Precious Jones (Gabourey Sidibe) am meisten; ihr<br />
schweres Schicksal (geschlagen von der eigenen<br />
Mutter, geschwängert von deren gewalttätigem<br />
Freund, ihr Leben lang ein Außenseiter aufgrund<br />
ihrer immensen Leibesfülle) will einen aufgrund der<br />
Sprachbarriere einfach nicht so intensiv packen, wie<br />
es nötig wäre, um sich ganz auf diesen schwierigen<br />
Film einzulassen. Dabei erkennt man die gelungenen<br />
Zutaten für den Kritikerliebling aus den USA<br />
auf den ersten Blick: eine umwerfende Newcomerin<br />
in der Titelrolle; Authentizität bis ins letzte Detail,<br />
mit viel Mut zur Wahrheit, auch zur Hässlichkeit erzählt;<br />
und eine Geschichte, die sich bei aller Härte<br />
immer einen Funken Hoffnung bewahrt.<br />
Die raue Story wird in passend ungeschliffenen und<br />
dennoch ansprechenden Bildern erzählt. Die unruhige,<br />
pseudo-dokumentarische Kameraführung ist<br />
sicherlich Geschmackssache, unterstreicht aber wirkungsvoll<br />
den Inhalt auf der formalen Ebene. Referenzwerte<br />
werden in keinem Teilbereich erzielt, dafür<br />
ergibt sich ein durchweg guter Gesamteindruck.<br />
Der Sound ist qualitativ leicht überdurchschnittlich,<br />
krankt allerdings an mangelnder Räumlichkeit und<br />
an der misslungenen Synchronisation. Die Extras<br />
beinhalten ein interessantes Interview mit der Autorin<br />
des ursprünglichen Romans.<br />
Bilder: Eurovideo, Warner Home<br />
24 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Unser Tor in eine andere Welt<br />
Der Ghostwriter<br />
Vertrieb: Kinowelt<br />
Empfehlenswert, weil: der furiose<br />
Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1 Mix aus intensivem Kammerspiel und<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
nervenaufreibendem Politthriller mit<br />
großartiger Besetzung, ausgesuchten<br />
Regie: Roman Polanski Bildern und brandaktuellem zeitgeschichtlichem<br />
Darsteller: Ewan McGregor,<br />
Pierce Brosnan<br />
Bezug punktet.<br />
Laufzeit: 128 min Bild<br />
FSK:<br />
ab 12 Jahren<br />
Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
Der britische Ex-Premierminister<br />
Adam Lang (Pierce Brosnan) sucht<br />
händeringend nach einem talentierten<br />
Ghostwriter für seine Memoiren,<br />
die er teuer an einen Verlag<br />
verkauft hat und nun binnen eines<br />
Monats abliefern muss. Die Wahl<br />
fällt auf einen in der Branche nur<br />
als „Geist“ bekannten Autor (Ewan<br />
McGregor), der das finanziell äußerst<br />
lukrative Angebot annimmt, ohne zu<br />
ahnen, auf welches Wagnis er sich<br />
einlässt. Denn er ist nicht der erste<br />
Ghostwriter; sein Vorgänger kam<br />
unter mysteriösen Umständen ums<br />
Leben – offiziell ein Selbstmord,<br />
doch an diese Version glaubt kaum<br />
jemand und der Zuschauer schon<br />
gar nicht.<br />
Der Plot nimmt schnell Fahrt auf, in<br />
die ersten Interviewsessions zwischen<br />
Auftraggeber und „Geist“<br />
platzt wie eine Bombe die Anschuldigung<br />
eines ehemaligen politischen<br />
Gegners: Ihm zufolge war Lang während<br />
seiner Amtszeit in ethisch und<br />
moralisch äußerst fragwürdige Vorgänge<br />
verwickelt. Es geht um Folter<br />
im Namen der Terrorismusbekämpfung,<br />
um stillschweigend in Kauf genommene<br />
Opfer unter den eigenen<br />
Soldaten während des Irakkrieges.<br />
Erfreulicherweise erscheint der ohnehin<br />
starke Film auf einer noch<br />
stärkeren Blu-ray: Die Bilder verbreiten<br />
von Minute eins an perfektes<br />
Kinofeeling, begeistern mit überzeugendem<br />
Schwarzwert, tollem Kontrast<br />
und exzellenter Schärfe. Die<br />
leicht entsättigten Farben unterstreichen<br />
die unterkühlte, zuweilen bis<br />
zum Bersten gespannte Stimmung<br />
des Films ideal. Auch in der Audioabteilung<br />
ist der Gesamteindruck hochwertig,<br />
mit punktuell spektakulärem<br />
Sounddesign (startende Hubschrauber,<br />
gellende Schüsse, wütende Meeresbrandung)<br />
sowie durchgehend<br />
vorbildlich synchronisierten und abgemischten<br />
Dialogen. Das Bonusmaterial<br />
wird fast ausschließlich in HD-<br />
Qualität präsentiert, beinhaltet u. a.<br />
Interviews mit Schauspielern und<br />
Crew sowie eine etwas dröge Berlinale-Pressekonferenz.<br />
Bilder: Kinowelt<br />
Anzeige<br />
Ab 21.10.2010<br />
auf Blu-ray im Steelbook TM<br />
Kinowelt Home Entertainment - A division of Kinowelt GmbH<br />
Anzahl der Blu-ray Discs<br />
Karl-Tauchnitz-Str. 10 · 04107 Leipzig · www.kinowelt.de<br />
Inhalte 25
Robin Hood – Director’s Cut<br />
Ridley Scott und Russell<br />
Crowe: Gerade einmal zehn<br />
Jahre ist es her, dass sie mit<br />
„Gladiator“ dem Sandalenfilm<br />
neues Leben eingehaucht<br />
haben. Ähnlich spektakuläre<br />
und actionreiche<br />
Kost erhoffte man sich im<br />
Vorfeld auch von ihrem neuesten<br />
und mittlerweile bereits fünften gemeinsamen<br />
Projekt „Robin Hood“ – doch ein ebenso großer<br />
Wurf ist ihnen trotz guter Ansätze nicht gelungen.<br />
Mit zweieinhalb Stunden Laufzeit nimmt sich der<br />
opulente Director’s Cut noch mehr Zeit als die ohnehin<br />
lange Kinoversion, um die Geschichte der Verwandlung<br />
des Robin Longstride in den berühmten<br />
Robin Hood zu erzählen. Unglaublich viele Aspekte<br />
werden dabei angedeutet: Es geht um die Kreuzzüge,<br />
den schwelenden Konflikt zwischen England und<br />
Vertrieb: Universal<br />
Empfehlenswert, weil: Ridley Scotts<br />
Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1 mutiges Experiment, aus dem fröhlichen<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
Kämpfer für die Armen und Schwachen<br />
einen eher ernsthaften Actionstar des<br />
Regie: Ridley Scott<br />
Mittelalters zu machen, in weiten Teilen<br />
geglückt ist.<br />
Darsteller: Russell Crowe,<br />
Cate Blanchett<br />
Laufzeit: 140 min/156 min Bild<br />
FSK: ab 12 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
Frankreich sowie um einen unfähigen König, der<br />
sein Volk gegen sich aufbringt und kurz vor einem<br />
handfesten Bürgerkrieg steht. Es geht um die Geburtsstunde<br />
einer Nation, die Verfassung der Magna<br />
Charta – dass die eigentliche Hauptfigur des Robin<br />
Hood bei dieser Flut an Motiven und Story-Elementen<br />
trotzdem immer im Mittelpunkt bleibt, ist vor allem<br />
der routinierten Leistung von Russell Crowe zu verdanken.<br />
Drehbuchautor Brian Helgeland schießt mit<br />
einigen Wendungen und Neuinterpretationen des<br />
Mythos etwas übers Ziel hinaus (die Scharade, als<br />
Robin sich als Lady Marions Ehemann ausgibt; der<br />
überflüssige Handlungsstrang um die lächerliche<br />
Kinderarmee), doch insgesamt bietet der Film gute<br />
Unterhaltung und viel handfeste Mittelalter-Action.<br />
Besonders die Schlachtszenen wissen dabei mit detaillierten<br />
Truppenaufläufen und unglaublich vielen<br />
Einzelheiten in jedem Frame zu gefallen – die Bildqualität<br />
ist bis auf die entsättigte Farbgebung vorbildlich.<br />
Die Soundkulisse überzeugt ebenfalls: Egal,<br />
ob leises Fußgetrippel, wütendes Pferdewiehern,<br />
aggressiver Schlachtenlärm oder surrende Pfeile: Jeder<br />
Effekt ist räumlich gut zuzuordnen und trägt im<br />
Kleinen zur tollen Gesamtatmosphäre bei. Die Extras<br />
locken mit vier umfangreichen kommentierten Bildergalerien<br />
(u. a. Storyboards, Produktionsdesigns,<br />
Kostüme) sowie dem beliebten U-Control-Feature,<br />
das in zahlreichen Bild-in-Bild-Einblendungen den<br />
Entstehungsprozess des Films greifbar macht.<br />
Kick-Ass<br />
Vertrieb: Universal<br />
Empfehlenswert, weil: der Look so<br />
Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1 frisch wirkt. Ansonsten ist das Filmkonzept<br />
Tonformat: DTS 5.1<br />
eher kontrovers zu betrachten:<br />
Ernstes Thema, kunterbunt als Komödie<br />
Regie: Matthew Vaughn<br />
verkleidet, garniert mit einer großen<br />
Portion Action.<br />
Darsteller: Nicolas Cage,<br />
Aaron Johnson<br />
Laufzeit: 118 min Bild<br />
FSK: ab 16 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
Dave Lizewski (Aaron Johnson)<br />
ist ein ganz normaler<br />
Teenager, der seine Nachbarschaft<br />
nach Leibeskräften<br />
sicherer machen möchte,<br />
ganz so, wie es seine Comicvorbilder<br />
Superman und Co.<br />
praktizieren. Dass ihn jedoch<br />
das bei Ebay ersteigerte Kostüm<br />
noch lange nicht zu einem Superhelden macht,<br />
erfährt er schmerzhaft bei seinem ersten Einsatz. Als<br />
ob ein Krankenhausaufenthalt nicht reichen würde,<br />
begibt er sich erneut auf die Straße und mischt<br />
diesmal ein paar Brutalos auf. Ein Zeuge filmt die<br />
Nummer mit seinem Handy und macht Dave damit<br />
über Nacht zum gefeierten Youtube-Star. Natürlich<br />
ist Dave nicht der einzige maskierte Gangsterjäger.<br />
So trifft er auf den schwer bewaffneten Vigilanten<br />
Big Daddy (Nicolas Cage) und seinen brutal vorgehenden<br />
Kompagnon, einen perfekt trainierten Klingenschwinger<br />
mit unstillbarem Blutdurst, dem Hang<br />
zu derben Kraftausdrücken und ... dem Körper eines<br />
elfjährigen Mädchens. Auha! Gewalt und Fäkalausdrücke,<br />
verübt durch eine kleine Schulgängerin namens<br />
Hit-Girl (Chloe Moretz) – also politisch korrekt<br />
ist das natürlich nicht!<br />
Hier scheiden sich dann auch die Geister. Die einen<br />
stoßen sich an der verherrlichten Brutalität, die anderen<br />
an der zu geringen Vigilanten-Kritik. Wiederum<br />
andere denken gar nicht über die Botschaft des<br />
Films nach und sehen ihn einfach als unterhaltsame,<br />
schwarze Komödie. Doch eines kann man „Kick-Ass“<br />
nicht absprechen: Er ist absolut stylish. Im starken<br />
Kontrast zu seinem bisherigen Oeuvre setzt Jungregisseur<br />
Matthew Vaughn („Layer Cake“) auf knallig<br />
bunte Farben und eine helle Umgebung kombiniert<br />
mit total schräger Musik. Fast so, als breche er mit<br />
all seinen bisherigen Stilmitteln, bedient er sich einer<br />
leichten Überbelichtung sowie diverser (Tiefen-)<br />
Unschärfen am Bildrand, die sich manchmal leider<br />
auch über das ganze Bild ziehen. Konturen bleiben<br />
dennoch stets gut sichtbar, dank des behutsam eingepegelten<br />
Kontrasts. Der Audiomix konzentriert<br />
sich auf die Unterhaltungen und wurde mit einer<br />
bemerkenswerten Dynamik ausgestattet. Sehr schön<br />
brennt sich vor allem der eingängige Soundtrack ein<br />
und schraubt den Spaßfaktor der akustisch imposant<br />
umgesetzten Action noch ein paar Stufen höher.<br />
Bilder: Universal<br />
26 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
www.teufel.de<br />
Anzeige<br />
Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen<br />
Detective Terence McDonagh<br />
(Nicolas Cage) ist der Vorzeigeheld<br />
seines Dezernats bei<br />
der Polizei. In den Nachwehen<br />
von Hurrikan Katrina ermittelt<br />
er in den Straßen von<br />
New Orleans in einer hochbrisanten<br />
Mordsache, die die<br />
gesamte örtliche Drogenmafia<br />
zu Fall bringen könnte. Doch hinter der rechtschaffenen<br />
Fassade des arbeitswütigen Gesetzeshüters<br />
verbirgt sich ein Suchender, ein Strauchelnder –<br />
selbst drogenabhängig, wettsüchtig und stets auf<br />
dem schmalen Grat zwischen gesetzeskonformer<br />
Ermittlungsarbeit und ganz eigenen, skrupellosen<br />
Methoden. Einzig die erstaunlich langlebige Liaison<br />
mit einer Edelhure (Eva Mendes) scheint McDonagh<br />
Kraft und seinem Leben Sinn zu geben. Als dieser<br />
letzte Halt zu zerbrechen droht, beginnt der Stru-<br />
del, der sein Dasein langsam in Richtung Abgrund<br />
zieht, eine gefährliche Eigendynamik zu entwickeln.<br />
Von Abel Ferraras Original aus dem Jahre 1992 ist<br />
beim Remake des deutschen Regie-Enfant-terribles<br />
Werner Herzog nur noch herzlich wenig übrig geblieben.<br />
Die eigentliche Krimihandlung ist raffiniert<br />
konstruiert und toll ausgearbeitet; schon für sich<br />
allein genommen formt der Plot einen gelungenen<br />
Film, der über die gesamte Laufzeit fesselt. Doch<br />
Nicolas Cage sieht die Geschichte lediglich als Bühne,<br />
die man ihm bereitet hat und auf der er sich<br />
nach Lust und Laune austoben darf.<br />
Größtes Manko der Blu-ray ist die nur durchschnittliche<br />
Schärfe, auch der Detailgrad im Hintergrund<br />
geht regelmäßig in die Knie. Der perkussionsgetriebene<br />
Score füllt volltönend den Raum und ergänzt<br />
die Bilder und die Geschichte um eine weitere essenzielle<br />
Komponente. Als Zugabe bekommt man<br />
ein Making-of sowie Interviews mit der Crew.<br />
Vertrieb:<br />
Splendid Ent.<br />
Bildformat: VC-1, 1.85 : 1<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
Regie: Werner Herzog<br />
Darsteller: Nicolas Cage, Eva<br />
Mendes, Brad Dourif<br />
Laufzeit: 122 min Bild<br />
Empfehlenswert, weil: Nicolas Cage<br />
in dieser Tour de Force von einem Film<br />
alles aus sich herausholt und Werner<br />
Herzog endlich mal wieder beweist,<br />
dass er nicht nur ein Händchen für außergewöhnliche<br />
Dokus hat.<br />
FSK:<br />
ab 16 Jahren<br />
Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
Bilder: Splendid Entertainment, Universal Pictures<br />
Wolfman – Extended Director‘s Cut<br />
Das Grauen geht um im<br />
beschaulichen Blackmoor,<br />
immer mehr Einwohner des<br />
kleinen Dorfes in der Nähe<br />
von London werden Opfer<br />
brutaler Angriffe. Bald machen<br />
Gerüchte von einer<br />
Bestie halb Mensch, halb<br />
Wolf die Runde und die Jagd<br />
auf die Verdächtigen beginnt. Unterdessen kommt<br />
Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) nach Jahren zurück<br />
auf den Landsitz seines Vaters (Sir Anthony<br />
Hopkins), um das Verschwinden seines Bruders aufzuklären.<br />
Bald kämpft er nicht nur mit den Dämonen<br />
der eigenen Vergangenheit, sondern auch mit<br />
seinem ganz persönlichen Tier im Manne.<br />
„Der Wolfsmensch“, das Original von 1941 (u. a. mit<br />
Horrorlegende Bela Lugosi), ist einer der unverwüstlichen<br />
Klassiker des Horrorgenres und Vorbild für<br />
Vertrieb: Universal Pictures<br />
Empfehlenswert, weil: jeder, der auf<br />
Bildformat: MPEG-4, 1.85 : 1 der Suche nach einem Werwolffi lm<br />
der alten Schule ist, hier bedenkenlos<br />
Tonformat: DTS 5.1, DTS-HD MA<br />
5.1 (engl.)<br />
zuschlagen kann. Eine gelungene Wiederbelebung<br />
des unvergessenen Horrorklassikers<br />
Regie: Joe Johnston<br />
von 1941.<br />
Darsteller: Benicio Del Toro, Hugo<br />
Weaving, Emily Blunt<br />
Laufzeit: 119 min Bild<br />
FSK: ab 16 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
unzählige Varianten und Variationen des Werwolfthemas<br />
im Film. Regisseur Joe Johnston hat sich auf<br />
Initiative von Hauptdarsteller Benicio Del Toro und<br />
im Auftrag von Universal an ein Remake gemacht,<br />
das allen Freunden des gut gemachten Tierhorrors<br />
zwei vergnüglich-gruselige Stunden verspricht.<br />
Auf der Blu-ray befinden sich sowohl die originale<br />
Kinofassung als auch ein circa 17 Minuten längerer<br />
Director‘s Cut. Die Ausstattung der Disc ist vorbildlich:<br />
Neben 50 Minuten an Featurettes gibt es zwei<br />
alternative Enden, geschnittene und erweiterte<br />
Szenen und die Möglichkeit, das Original von 1941<br />
komplett per BD-Live-Stream anzuschauen. Der<br />
Hauptfilm selbst ist geprägt von kühlen, fast monochromen<br />
Blau- und Grüntönen während der Außenaufnahmen<br />
und eher warmen Erdtönen, sobald sich<br />
die Szenerie nach innen verlagert. Der Sound setzt<br />
auf extreme Dynamik – die regelmäßigen Actionsequenzen<br />
sorgen für heftige Schockmomente.<br />
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Anzahl der Blu-ray Discs
Das Bildnis des Dorian Gray<br />
Es gehört schon eine gehörige<br />
Portion Mut dazu, wenn<br />
man sich an die Verfilmung<br />
eines solch bekannten und<br />
komplexen Stücks Literatur<br />
macht, wie es Oscar Wildes<br />
1890 erschienener Roman<br />
„Das Bildnis des Dorian<br />
Gray“ zweifellos darstellt.<br />
Die Adaption von Drehbuchautor Toby Finlay und<br />
Regisseur Oliver Parker versucht, die überbordende<br />
sprachliche Vielschichtigkeit und die mannigfaltigen<br />
Motive der Vorlage durch zahlreiche Simplifizierungen<br />
zu bändigen – das Ergebnis ist ein<br />
Film, der mit Oscar Wildes ambivalentem Gleichnis<br />
über die Vergänglichkeit des Lebens und die Anziehungskraft<br />
der Verführung bis auf den Titel und die<br />
Grundzüge der Handlung nur noch wenig gemein<br />
hat. Die Besetzung des Dorian Gray erweist sich mit<br />
dem wenig charismatischen Ben Barnes als weiterer<br />
eklatanter Stolperstein auf dem Weg zu einer gelungenen<br />
Umsetzung. Die dämonische und alles verzehrende<br />
Leidenschaft seines (Jugend-)Wahns, die<br />
eine rasante Charakterentwicklung vom unschuldigen<br />
Jüngling zum paranoiden Egoisten fordert,<br />
weiß er zu keiner Sekunde überzeugend zu spielen,<br />
geschweige denn wirklich vor der Kamera auszuleben.<br />
Ein Fauxpas, den auch die prächtige Ausstattung<br />
und die gelungene Gothic-Horror-Atmosphäre<br />
nicht mehr wettmachen können. Letztere speist sich<br />
vor allem aus der bläulich unterkühlten Farbgebung<br />
des rekonstruierten London und den unheilvoll<br />
gelb-bräunlichen Tönen der herrschaftlichen Interieurs.<br />
Die Soundkulisse ist mit dröhnenden Bässen<br />
und den direkten Streichern toll aufgestellt, auch<br />
räumliche Highlights, wie zum Beispiel eine Droschke,<br />
die perfekt ortbar von links nach rechts hinter<br />
einem vorbeifährt, werden öfters eingestreut.<br />
Vertrieb: Concorde Home<br />
Empfehlenswert, weil: man hier beispielhaft<br />
Bildformat: VC-1, 1.78 : 1<br />
sehen kann, wie aus einer<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
brillanten literarischen Vorlage eine rein<br />
oberfl ächliche fi lmische Adaption wird,<br />
Regie: Oliver Parker die ausschließlich dem schönen Schein<br />
vertraut.<br />
Darsteller: Ben Barnes,<br />
Rachel Hurd-Wood,<br />
Colin Firth<br />
Laufzeit: 112 min Bild<br />
FSK:<br />
ab 16 Jahren<br />
Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Bonus<br />
Prince Of Persia<br />
Frei nach Ubisofts kultiger<br />
Videospielreihe wird die<br />
dramatische Geschichte des<br />
Straßenjungen Dastan (Jake<br />
Gyllenhaal) erzählt. Vom<br />
Freimut des Jungen berührt,<br />
nimmt ihn der Herrscher<br />
Persiens in seine Obhut und<br />
zählt ihn als den Dritten seiner<br />
Söhne. Jahre später überfallen die drei Prinzen<br />
die heilige Stadt Alamut und nehmen dort die junge<br />
Herrscherin Tamina (Gemma Arterton) gefangen.<br />
Doch eine Intrige wird Dastan zum Verhängnis und<br />
so wird er fortan von seinen zwei Brüdern als Vatermörder<br />
gejagt. Nun benötigt er all sein akrobatisches<br />
Geschick, um seine Unschuld zu beweisen<br />
und den wahren Täter zu überführen.<br />
„Fluch der Karibik“-Produzent Jerry Bruckheimer<br />
ist mit dieser exotischen und actionreichen Hatz ein<br />
Vertrieb: Walt Disney Home<br />
Empfehlenswert, weil: Jerry Bruckheimers<br />
Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1<br />
Wüstenspektakel dem Com-<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
puterspieloriginal von Jordan Mechner<br />
alle Ehre macht und den Zuschauer mit<br />
Regie: Mike Newell klassischer Abenteuerkost in modernem<br />
Darsteller: Jake Gyllenhaal,<br />
Gemma Arterton,<br />
Ben Kingsley<br />
Gewand unterhält.<br />
Laufzeit: 116 min Bild<br />
FSK: ab 12 Jahren<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Ton<br />
Bonus<br />
weiterer unterhaltsamer Wurf im Abenteuergenre<br />
gelungen. Prinzipiell verwendet er hierfür das gleiche<br />
Rezept wie bei seiner Piratenserie und spickt die<br />
Handlung mit allerlei bekannten Motiven aus den<br />
Spielen. Nach dem Abspann hat man das Gefühl,<br />
einen modernen, romantischen Abenteuerfilm gesehen<br />
zu haben. Zwar kommen hier viele computergenerierte<br />
Kulissen, Figuren und offensichtliche<br />
Spezialeffekte zum Zuge, was dem Film ein wenig<br />
von seinem Zauber nimmt – insgesamt wirkt das<br />
visuelle Glanzlicht aber wie aus einem Guss, was<br />
auch am gelungenen Transfer liegt. Sicherlich muss<br />
man sich an den farblich stark verfremdeten Stil erst<br />
einmal gewöhnen – wer mit orange-braunen bis<br />
safran-gelben Farbtönungen so seine Probleme hat,<br />
sei vorgewarnt, viele andere Farben bekommen Sie<br />
hier erst mal nicht zu sehen. Doch die Geschichte<br />
spielt nun mal im Orient, in der Wüste, und zu diesem<br />
Setting passt dieses extreme Stilmittel ausgezeichnet.<br />
Der mächtige Sound in DTS-HD MA 5.1<br />
macht die Scheibe zu einem gelungenen Gesamtpaket.<br />
Die ausgewogene Abmischung findet eine gute<br />
Balance zwischen immer perfekt verständlichen<br />
Dialogen und doch dynamisch ordentlich herausgehobenen<br />
und knalligen Actionsequenzen. Ach ja:<br />
Lassen Sie sich bei den Extras nicht täuschen von<br />
der scheinbar mageren Auswahl – unter dem unauffälligem<br />
Menüpunkt „Sand der Zeit“ verbirgt sich<br />
ein umfangreiches Bonushighlight.<br />
Bilder: Concorde Home, Walt Disney Home<br />
28 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Kampf der Titanen (3-D)<br />
Der Olymp, Quell unterhaltsamer<br />
Intrigen, Betrügereien<br />
und liebestoller Dramen.<br />
Doch der Frieden scheint in<br />
Gefahr, denn die Menschen<br />
bäumen sich gegen die überirdischen<br />
Mächte auf und<br />
bescheren den strahlenden<br />
Göttern eine äußerst unruhige<br />
Zeit. Als irdischen Vertreter des Titanen-Clashs<br />
schicken sie Perseus (Sam Worthington) vor, der die<br />
Monster des Hades das Fürchten lehren soll. Bewaffnet<br />
mit einem leuchtenden Schwert und dem<br />
geflügelten Pegasus zieht er nun gegen alles, was<br />
größer ist als er selbst in den Kampf und beschert<br />
dem Zuschauer mit seiner skurrilen Gefolgschaft<br />
aus Jägern, Nomaden und menschlichen Kriegern<br />
knapp zwei unterhaltsame Stunden. Leider gibt<br />
die Story nicht so viel her, weshalb man die grauen<br />
Vertrieb:<br />
Warner Home<br />
Bildformat: VC-1, 2.35 : 1<br />
Tonformat: DD 5.1,<br />
DTS-HD MA 5.1 (engl.)<br />
Regie: Louis Leterrier<br />
Darsteller: Sam Worthington,<br />
Gemma Arteron<br />
Laufzeit:<br />
FSK:<br />
106 min<br />
ab 12 Jahren<br />
Bild<br />
Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Empfehlenswert, weil: Leterrier der<br />
Action klar den Vorzug gibt und der effektgeladene<br />
Film im Heimkino durchaus<br />
Spaß macht. Jedoch vernachlässigt<br />
er die Dramaturgie der Handlung, was<br />
den Spannungsfaktor mindert.<br />
3-D-<br />
Effekt<br />
Zellen besser auf Durchzug stellt und einfach nur<br />
die Action genießt. Noch einen Tick besser soll die<br />
3-D-Version diese Werte vermitteln. Neben „Wolkig<br />
mit Aussicht auf Fleischbällchen 3-D“ und „Grand<br />
Canyon Adventure 3-D“ ist „Kampf der Titanen“<br />
zurzeit eine der wenigen frei erhältlichen 3-D-Blurays.<br />
Wer also einen 3-D-Blu-ray-Player sowie einen<br />
entsprechend kompatiblen Fernseher (samt Brille)<br />
besitzt, kann sich diese leicht räumlicher gestaltete<br />
Version vom Titanenkampf sichern. Im Gegensatz<br />
zu den bisher getesteten 3-D-Blu-rays lässt sich diese<br />
Scheibe allerdings nicht in 2-D-Playern abspielen<br />
(3-D-Only). Deswegen liegt der Box auch noch die<br />
Standardversion samt Bonusmaterial bei.<br />
Zum Einsatz kommt die zusätzliche Dimension<br />
leider nur sehr dezent, größtenteils in Actionsequenzen,<br />
sobald computergenerierte Effekte wie<br />
z. B. die wild umherfliegenden Harpyien zu sehen<br />
sind. Der schwindelerregende Endkampf mit dem<br />
Kraken hätte aber durchaus mehr Tiefe vertragen<br />
können. Hier verhält sich der 3-D-Gehalt logischerweise<br />
wie bei der nachträglich in 3-D gewandelten<br />
Kinofassung, die ja, wie allseits bekannt ist, auf den<br />
letzten Drücker konvertiert wurde und nicht gerade<br />
für offene Münder sorgte. Ist die 2-D-Blu-ray für<br />
günstige 15 bis 17 Euro zu bekommen, kostet die<br />
3-D-Doppeldisc-Edition knapp 25 Euro. Zudem gibt<br />
es auch noch eine hochwertige Steelbook-Variante<br />
der Standard-Blu-ray für ungefähr 24 Euro.<br />
Grand Canyon Adventure (3-D)<br />
Bilder: Eurovideo, Warner Home<br />
Das in Trier ansässige unabhängige<br />
Authoring-Studio<br />
Imagion produzierte mit<br />
„Grand Canyon Adventure”<br />
unlängst die erste in Europa<br />
finalisierte waschechte 3-D-<br />
Blu-ray. Die rund 45 Minuten<br />
lange Dokumentation dürfte<br />
dem einen oder anderen bekannt<br />
vorkommen, gehört sie doch seit ihrem Start<br />
vor zwei Jahren zum festen Repertoire der IMAX-Kinos.<br />
Das sind natürlich ideale Voraussetzungen für<br />
ein eindrucksvolles 3-D-Erlebnis auch im heimischen<br />
Fernsehsessel, denn die speziellen IMAX-Kameras<br />
erfassen die Bilder in überragender 8K-Qualität und<br />
die Szenen werden größtenteils speziell auf spektakuläre<br />
räumliche Effekte ausgerichtet. Bestes Beispiel<br />
hierfür ist sicherlich die atemberaubende Wildwasserfahrt<br />
auf dem Colorado River: Der Zuschauer<br />
Vertrieb:<br />
Eurovideo<br />
Bildformat: MVC, 2.35 : 1<br />
Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />
Regie: Greg MacGillivray<br />
Darsteller: –<br />
Laufzeit: 45 min Bild<br />
FSK: ab 0 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
3-D-<br />
Effekt<br />
Empfehlenswert, weil: die dritte Dimension<br />
der kurzweiligen Doku in einigen<br />
Szenen entscheidenden Mehrwert<br />
verleiht. Außerdem bietet die abwechslungsreiche<br />
Natur des Grand Canyon<br />
Schauwerte am laufenden Band.<br />
fühlt sich tatsächlich so, als würde er direkt an erster<br />
Position in diesem wild hin und her schwankenden<br />
Schlauchboot sitzen. Man gleitet die Stromschnellen<br />
hinab, die Gischt spritzt direkt ins Gesicht und perlt<br />
an der Kamera hinunter – man schafft es kaum,<br />
dem Reflex zu widerstehen und die Gläser der<br />
3-D-Brille von den fast fühlbaren Wassertropfen zu<br />
befreien. Auch sonst gibt es ab und zu schöne Tiefeneindrücke<br />
und Staffelungseffekte in den vorderen<br />
Bildbereichen, die die majestätische Landschaft des<br />
Grand Canyon zum Greifen nahe erscheinen lassen.<br />
Allerdings war uns der Wechsel von offensichtlich<br />
stark herausgearbeiteten Details und eher flachen<br />
Panoramaszenen dann oftmals doch zu abrupt und<br />
inhomogen. Der manchmal sehr aggressive Einsatz<br />
der 3-D-Effekte provozierte selbst auf unserem leistungsfähigen<br />
<strong>Test</strong>gerät (Panasonic TX-P42VT20E)<br />
ab und zu deutlich sichtbare Geisterbilder, besonders<br />
in dunklen Bildpartien.<br />
Die malerischen Aufnahmen werden durch Songs<br />
der Dave Matthews Band begleitet, was den Film in<br />
eine unterhaltsame Docutainment-Richtung lenkt.<br />
Im sehenswerten Making-of, das leider nur in sehr<br />
bescheidener Bildqualität vorliegt, bekommt man<br />
einen Einblick in die aufwendigen Dreharbeiten<br />
und kann sich davon überzeugen, wie die sündhaft<br />
teuren und sehr schweren IMAX-Kameras mit speziellen<br />
Aufbauten die faszinierend stabilen Bilder zu<br />
Wasser und in der Luft einfangen konnten.<br />
Anzahl der Blu-ray Discs<br />
Inhalte 29
Sondereditionen<br />
Der Herbst ist da und mit ihm naht die alljährliche Frage: Was<br />
schenke ich meinen Lieben bloß dieses Jahr zu Weihnachten?<br />
Wir haben die Antwort!<br />
VON TIEMO WEISENSEEL<br />
Für alle Filmfans mit einer Vorliebe für das Außergewöhnliche<br />
bieten sich da natürlich aufwendige<br />
Blu-ray-Special-Editions an, die mit<br />
kreativer Aufmachung, Unmengen von Bonusmaterial<br />
sowie einfallsreichen Gimmicks um Aufmerksamkeit<br />
und Käufergunst werben. Mit der „Alien<br />
Anthology“, der „Zurück in die Zukunft – 25th<br />
Anniversary Trilogie“ und der Limited Collectors Box<br />
von „Robin Hood“ stellen wir Ihnen drei der aktuellen<br />
Highlights genauer vor.<br />
Das lang erwartete Blu-ray-Release der „Alien“-<br />
Reihe kommt mit einem Paukenschlag daher und<br />
definiert die Maßstäbe in Sachen Extras tatsächlich<br />
neu. Sage und schreibe 60 (!) Stunden Bonusmaterial<br />
verteilt auf sechs Blu-rays sprengen wirklich alle<br />
Grenzen und werden sicher auch den anspruchsvollsten<br />
Hardcore-Fan zufriedenstellen. Dabei hat<br />
man die Qual der Wahl: Die „Facehugger Edition“,<br />
deren Box eine erhabene Reliefprägung des titelgebenden<br />
Alien-Überträgers aus dem Film ziert, wird<br />
ab dem 26. Oktober für circa 50 Euro erhältlich sein.<br />
Ganz tief in die Tasche greifen muss man hingegen<br />
für die „Limited Egg Edition“ – für voraussichtlich<br />
130 Euro bekommt man hier eine große und detailliert<br />
ausgearbeitete Skulptur von einem Alien-Ei,<br />
das per Batterieversorgung leuchtet und zusätzlich<br />
zur „Anthology“ noch vier DVDs mit den Original-Kinofassungen<br />
und den Extended-Versionen<br />
der Filme beinhaltet.<br />
Filmklassiker und Aktuelles<br />
Ein weiteres Franchise, das auch nach 25 Jahren<br />
nichts von seinem unnachahmlichen Charme und<br />
seiner großen Beliebtheit verloren hat und nun auf<br />
Blu-ray seine Premiere feiert, ist „Zurück in die Zukunft“.<br />
Die „25th Anniversary Trilogie“ erscheint<br />
am 28. Oktober und bringt einem für 35 Euro die<br />
komplette Reihe auf drei Blu-ray Discs zum ersten<br />
Mal in vollständig überarbeiteter HD-Qualität ins<br />
Heimkino. Legt man noch 30 Euro drauf, bekommt<br />
man zusätzlich eine Miniaturausgabe des berühmten<br />
DeLorean-Wagens aus dem Film. Die umfangreiche<br />
Extraabteilung gefällt u. a. mit exklusiv<br />
für die Jubiläumsausgabe produzierten Featurettes:<br />
„Die Physik und ‚Zurück in die Zukunft’“ beschäftigt<br />
sich zum Beispiel mit den naturwissenschaftlichen<br />
Aspekten der Trilogie, während „Geschichten aus<br />
der Zukunft“ in sechs Teilen die Macher, Schauspieler<br />
und Produzenten zu Wort kommen lässt.<br />
Passend zum <strong>Test</strong> in dieser Ausgabe (siehe Seite<br />
26) haben wir auch die limitierte Sammlerbox von<br />
Ridley Scotts aktuellem Blockbuster „Robin Hood“<br />
unter die Lupe genommen. Diese punktet weniger<br />
durch den üblichen Bonusoverkill (90 Minuten<br />
auf der Bonus-DVD des enthaltenen Steelbooks),<br />
sondern vielmehr durch viele liebevoll gestaltete<br />
Einzelheiten. So ist die schwere und hochwertige<br />
Verpackung einem altertümlichen Buch mit Silberprägung,<br />
schwarzem Ledereinband und Metallbeschlägen<br />
nachempfunden. Als Zugaben liegen dem<br />
umfangreichen Package ein Notizbuch mit dem<br />
Robin-Hood-Logo, ein Metallschlüsselanhänger<br />
in Münzform, ein Kartenspiel mit den Filmcharakteren,<br />
zwölf Panoramapostkarten und ein Booklet<br />
über die historischen Vorbilder für die Figur des<br />
Robin Hood bei. Die fortlaufend nummerierte und<br />
mit Echtheitszertifikat versehene Box ist für circa<br />
44 Euro bereits im Handel erhältlich.<br />
Bilder: Twentieth Century Fox Home, Universal Pictures<br />
30 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
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3-D-Blu-ray-Festplattenrekorder HR570S mit DVB-T/S2-Tuner von LG<br />
Blu-ray-Genuss in neuer Dimension<br />
Mit dem HR570S erweitert LG sein Portfolio 3-D-fähiger Blu-ray-Player um ein multifunktionales<br />
Premiumgerät, das durch eine breit gefächerte Netzwerkkompatibilität, einen eingebauten<br />
Tuner für hochauflösenden Satellitenempfang und terrestrisches Antennenfernsehen<br />
(DVB-T) sowie eine interne Festplatte mit flexiblen Aufzeichnungsfunktionen besticht.<br />
An erster Stelle ist der HR570S ein hochwertiger<br />
Blu-ray-Player, der es Ihnen ermöglicht,<br />
das neue Blu-ray-3-D-Format<br />
auf einem 3-D-fähigen Fernseher zu genießen. Einfach<br />
die Shutter-Brille aufsetzen, 3-D-Blu-ray in das<br />
Abspielgerät einlegen und in fremde Welten mit bislang<br />
ungekannter Tiefenwirkung abtauchen. Durch<br />
die fortschrittliche Technologie ist ein qualitativ<br />
erstklassiges räumliches Film-erlebnis garantiert –<br />
Farbverfremdungen und Helligkeitsverlust gehören<br />
der Vergangenheit an. Der HR570S schickt die<br />
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Schnittstelle in der vollen 1 080p-Auflösung an das<br />
Endgerät und garantiert dadurch höchsten Sehkomfort.<br />
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2-D-Format angeschaut werden – genauso wie<br />
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stattung, sodass bei anderen Herstellern übliche<br />
Kosten für Zusatzgeräte entfallen und Sie sich HD<br />
aus dem All direkt auf den TV-Schirm holen können.<br />
Um über Satellit ansprechendes TV-Material auf die<br />
500 Gigabyte (GB) umfassende Festplatte zu bannen,<br />
steht ferner eine CI-Plus-Schnittstelle bereit.<br />
Hier schieben Sie einfach das passende Modul samt<br />
HD-Plus-Smartcard ein, und schon steht Ihnen die<br />
hochauflösende Welt der TV-Privatsender offen.<br />
Gleichzeitige Aufnahme und Wiedergabe, Vordatierung<br />
sowie die exakte Abstimmung mit dem EPG<br />
sorgen für intuitiven Aufzeichungskomfort.<br />
Internet-TV und Connectivity<br />
Da Home-Entertainment ohne Internetanbindung<br />
heute nahezu undenkbar erscheint, ermöglicht<br />
auch der HR570S den Zugriff auf<br />
attraktive Online-Inhalte per Ethernet-Schnittstelle –<br />
und natürlich auch kabellos mittels Wi-Fi-zertifizierter<br />
Wireless-Technologie. Mit der sogenannten<br />
Netcast-Funktion werden vor allem führende<br />
Dienste wie Youtube, Picasa und Accu Weather unterstützt,<br />
die Ihren heimischen TV in eine Multimedia-Station<br />
verwandeln. Über das Maxdome-Portal<br />
lassen sich schnell und einfach HD-Videos abrufen<br />
(Video-on-Demand) und in Echtzeit ohne stör-ende<br />
Wartephasen genießen.<br />
Die üppig bemessene 500-GB-Kapazität für ein<br />
mehrere Hundert Stunden umfassendes TV-Archiv<br />
lässt sich über externe Speichermedien sogar noch<br />
erweitern. Ob über den USB-Anschluss oder das<br />
häusliche Netzwerk: Wenige Voreinstellungen genügen<br />
und Sie übertragen die Multimedia-Inhalte von<br />
jeder gewünschten Quelle in den eigenen vier Wänden<br />
zum LG. Die DLNA-Zertifizierung des Players<br />
garantiert die optimale Integration in Ihr vernetztes<br />
Heim. Auf diese Weise ist die Kommunikation mit<br />
anderen High-End-Geräten bzw. das Streamen von<br />
einem Rechner oder NAS-Server nur noch einen<br />
Knopfdruck entfernt. Ebenso können Medien aller<br />
Art direkt von angeschlossenen USB-Sticks oder<br />
Festplatten wiedergegeben werden.<br />
Der 3-D-Blu-ray-Festplattenrekorder von LG ist damit<br />
ein perfektes All-in-one-Gerät für Heimkinofans,<br />
die sich sowohl für zukunftsweisende Technologien<br />
wie 3-D und Blu-ray als auch für komfortable Festplattenaufzeichnung<br />
und attraktive Zusatzinhalte<br />
aus dem weltweiten Datennetz interessieren.
Spielehöhepunkte in HD<br />
„Castlevania: Lords Of Shadows“ erfährt eine Runderneuerung in Sachen Spielmechanik und<br />
Optik und will so der Serie frisches Blut injizieren. Bei „Halo: Reach“ bleibt alles beim Alten,<br />
der Titel nimmt Sie mit zurück an den Anfang und zeigt, wie alles begann. Außerdem wagen<br />
wir einen Blick auf „The Last Guardian“, das einen ganz besonderen Charme versprüht.<br />
VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Castlevania: Lords Of Shadows<br />
Bereits seit 1986 geht der<br />
Belmont-Clan vornehmlich<br />
mit der Peitsche und in 2-D<br />
auf Vampirjagd. 2010 steht<br />
nun mit „Castlevania: Lords<br />
Of Shadows“ ein komplett<br />
neuer Teil ins Haus, bei dem<br />
Grafik und Spielmechanik<br />
generalüberholt wurden. Um<br />
eines gleich vorwegzunehmen: Das neue „Castlevania“<br />
fühlt sich gänzlich anders als gewohnt an,<br />
was aber nichts Schlechtes ist. Konami bedient<br />
sich fleißig an erfolgreichen Spielserien wie „God<br />
Of War“, „Prince Of Persia“ und „Shadow Of The<br />
Colossus“. So schlägt sich Gabriel Belmont wie ein<br />
Derwisch durch Werwolfshorden und fährt mit seiner<br />
Kette weitreichende Flächenangriffe. Zwischen<br />
den Kämpfen balanciert und hangelt er sich durch<br />
die Abschnitte auf dem Weg zu den riesigen Endgegnern.<br />
Um diese zu besiegen, muss Gabriel erneut<br />
seine Kletterkünste unter Beweis stellen und<br />
sich Zugang zu ihren verletzlichen Stellen an Kopf<br />
oder Oberarm verschaffen. Die Kämpfe sind ungemein<br />
dynamisch, über simple Tastenkombinationen<br />
entfachen Sie ein wahres Effektgewitter. Dabei spielt<br />
auch Gabriels Deckung eine große Rolle und nach<br />
etwas Eingewöhnungszeit kommen die Kämpfe<br />
einer Ballettaufführung gleich. Neben der Kreuz-<br />
Eisenkette sind Sie zudem mit Zweitwaffen, etwa<br />
in Form von Dolchen, ausgerüstet und können nach<br />
und nach neue Attacken dazulernen. So plätten Sie<br />
die Gegner auf Ihre individuelle Art Weise, je nachdem,<br />
wie Sie die Attacken kombinieren – etwas<br />
aus den alten „Castlavania“-Teilen hat also doch<br />
noch überlebt. Grafisch beeindrucken vor allem die<br />
knackscharfen Texturen und die ausmodellierten<br />
Charaktermodelle. Letztere muten wie ein Stilmix<br />
aus „Pans Labyrinth“ und „Der Herr der Ringe“<br />
an. Untypisch für „Castlevania“ hält sich die Musik<br />
zurück und ordnet sich eher im klassischen, dramatischen<br />
Genre ein. „Castlevania: Lords Of Shadows“<br />
fühlt sich ambivalent an: Auf der einen Seite blicken<br />
Fans wehmütig auf die Vorgänger zurück und ärgern<br />
sich über die abgekupferte Spielmechanik, andererseits<br />
funktioniert Konamis Gameplay-Cocktail tadellos<br />
und die zusammengeklaubten Elemente formen<br />
ein gänzlich neues „Castlevania“. Ein großer Kritikpunkt<br />
ist jedoch die Kamera, denn diese ist automatisiert<br />
und lässt sich nicht über den rechten Stick des<br />
Controllers steuern. Wenn Gabriel nun läuft, folgt<br />
sie ihm, biegt er jedoch ab, gibt es einen abrupten<br />
Schnitt und die Szenerie erstrahlt aus einem anderen<br />
Winkel. Oft verliert man infolgedessen die Orientierung.<br />
Das erschwert besonders die Suchaufgaben,<br />
etwa nach einem Schlüssel, denn die Struktur der<br />
Levels lässt sich so nur mühsam erfassen. Zudem<br />
wählt die Kamera oft eine ungünstige Perspektive<br />
und manche Zugänge sind nur schwer zu erkennen.<br />
Das frische Blut tut der Serie dennoch gut, denn<br />
die Monsterjagd spielt sich insgesamt stimmig und<br />
weitestgehend flüssig.<br />
Hersteller:<br />
Konami<br />
Bildformat: 16 : 9, 720p<br />
Tonformat: Dolby Digital 5.1<br />
Genre: Action-Adventure<br />
HD-Konsole: Playstation 3,<br />
Xbox 360<br />
Spielzeit: ca. 20 Stunden Bild<br />
USK: ab 16 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Flair<br />
Empfehlenswert, weil: der Aderlass frisches<br />
Blut in die Serie pumpt, zeitgleich<br />
aber auch fl eißig bei Genrevertretern abguckt.<br />
Dennoch spielt es sich bombastisch,<br />
die fi xe Kamera raubt jedoch oft<br />
die Orientierung.<br />
Bilder: Konami<br />
32 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
The Last Guardian<br />
Die Entwickler von Team Ico<br />
schufen mit „Ico“ und „Shadow<br />
Of The Colossus“ ganz<br />
besondere Spiele für die Playstation<br />
2 und die melancholische<br />
Grundstimmung der<br />
Meisterwerke zieht Spieler<br />
auch heute noch auf ganz eigentümliche<br />
Art und Weise in<br />
ihren Bann. Die für Videospiele eher untypische Atmosphäre<br />
wird durch das traumartige Setting ausgelöst<br />
– die Entwickler legen vor allem Wert darauf,<br />
Emotionen bei den Spielern hervorzurufen. Auf der<br />
diesjährigen Tokyo Game Show (TGS) wurde nun<br />
ein HD-Remake der beiden Titel für die Playstation 3<br />
angekündigt. Dabei befinden sich beide Titel auf<br />
einer Blu-ray Disc und sollen mit stabilen 30 Bildern<br />
laufen und dreidimensional erstrahlen. Das Spielpaket<br />
soll ab Frühjahr 2011 in den Regalen stehen. Im<br />
Hersteller:<br />
Sony<br />
Bildformat: k. A.<br />
Tonformat: k. A.<br />
Genre: Action-Adventure<br />
HD-Konsole: Playstation 3<br />
Spielzeit: k. A. Bild VORSCHAU<br />
USK: k. A.<br />
Ton VORSCHAU<br />
Starttermin: Ende 2011<br />
Flair VORSCHAU<br />
Empfehlenswert, weil: man sich der<br />
Stimmung nur schwer entziehen kann<br />
und die Abwechslung vom Action-Einerlei<br />
ungemein erfrischend wirkt. Wir<br />
fordern in jedem Fall: Mehr emotionale<br />
und philosophische Spiele für die PS3!<br />
Zuge der Show wurden auch weitere Details zum<br />
gänzlich neuen Titel „The Last Guardian“ enthüllt.<br />
Dabei geht es vornehmlich um die Beziehung eines<br />
(noch) namenlosen Jungen zu einem riesigen Greifähnlichen<br />
Tier namens Trico. Das zarte Band der<br />
Freundschaft entsteht aber erst nach und nach; als<br />
der Junge einige Speere aus dem Rücken des Tieres<br />
entfernt, baut sich langsam ein beiderseitiges Vertrauen<br />
auf. So setzt sich das ungleiche Paar fortan<br />
zusammen zur Wehr und der Greif unterstützt den<br />
unbewaffneten Jungen gegen die Gegner – Teamwork<br />
ist hier das Schlagwort. Dabei nutzt der Junge<br />
die Instinkte seines tierischen Freundes und lockt ihn<br />
etwa mit Gegenständen an, um die Rätsel zu lösen.<br />
Trico hilft ihm dann unter anderem über scheinbar<br />
unüberwindbare Abgründe. Die Instinkte können<br />
aber auch zu unberechenbaren Handlungen führen.<br />
Wie Team Ico auf der TGS verlauten ließ, seien die<br />
technischen Voraussetzungen geschaffen, man arbeite<br />
nun an der Spielmechanik. Die Levels sollen<br />
sich zudem dynamisch gestalten und damit Einfluss<br />
auf die Rätsel nehmen. Des Weiteren denke man<br />
noch über die Implementierung von 3-D nach. Im<br />
Gegensatz zu den traurigen Enden von „Ico“ und<br />
„Shadow Of The Colossus“ soll „The Last Guardian“<br />
weniger herzzerreißend ausgehen, vielmehr strebt<br />
man ein offenes Ende an, wie Entwickler Fumito<br />
Ueda mitteilte. Das Spiel soll Ende 2011 pünktlich<br />
zum Weihnachtsfest erscheinen.<br />
Halo: Reach<br />
Die „Halo“-Serie ist die Inkarnation<br />
eines First-Person-<br />
Shooters, alle Teile sollten<br />
sich ausnahmslos in der<br />
Sammlung eines jeden Xbox-<br />
360-Besitzers befinden.<br />
„Halo: Reach“ siedelt sich als<br />
klassisches Prequel an und erzählt<br />
die Vorgeschichte zum<br />
ersten Teil „Halo: Kampf um die Zukunft“, welcher<br />
im Jahr 2002 für die Xbox erschien. Fortan war der<br />
Hauptcharakter, der Master Chief, untrennbar mit<br />
Microsofts Konsole verbunden. Das Ende um die<br />
Schlacht des Planeten Reach ist aufgrund der zeitlichen<br />
Ansiedlung des neuen Teils bereits bekannt<br />
und Ihr Vorhaben von Anfang an zum Scheitern<br />
verurteilt. Dies tut der Spannung im Übrigen aber<br />
keinen Abbruch und „Halo: Reach“ legt von Anfang<br />
an richtig los. Ihr Alter Ego im Spiel ist wie ge-<br />
Hersteller:<br />
Microsoft<br />
Bildformat: 16 : 9, 720p<br />
Tonformat: Dolby Digital 5.1<br />
Genre: Shooter<br />
HD-Konsole: Xbox 360<br />
Spielzeit: 8 Stunden Bild<br />
USK: ab 18 Jahren Ton<br />
Starttermin: erhältlich<br />
Flair<br />
Empfehlenswert, weil: das Prequel<br />
den krönenden Abschluss der „Halo“-<br />
Saga bildet. Wobei die Kampagne nur<br />
Beiwerk zum süchtig machenden und<br />
perfekt ausbalancierten Mehrspielermodus<br />
ist.<br />
wohnt ein Supersoldat, diesmal handelt es sich dabei<br />
aber nicht um den Master Chief. Spieltechnisch<br />
bleibt eigentlich alles beim Alten, eingefleischte<br />
„Halo“-Fans können also beruhigt sein. Die neuen<br />
Spezialfähigkeiten, wie etwa die Aktivierung eines<br />
Schildes oder das Jetpack, fügen sich harmonisch<br />
in den Spielfluss ein. Für Neuzugänge ist „Halo:<br />
Reach“ lediglich ein weiterer Shooter, der sich jedoch<br />
durch seine nahezu perfekte Spielbarkeit und<br />
bombastische Inszenierung absetzt. Vor allem die<br />
Möglichkeit, die Kampagne mit vier Freunden abzuschließen,<br />
macht einen großen Reiz des Spiels aus.<br />
Im Kooperationsmodus stempeln Sie dann einen<br />
Mitstreiter zum Fahrer für eines der vielen Gefährte<br />
ab und setzen sich selbst hinter das stationäre<br />
Geschütz – Ballerspaß ist hier vorprogrammiert.<br />
Das Ganze funktioniert auch an einer Konsole im<br />
Splitscreen, in dieser Variante werden die Details<br />
jedoch arg reduziert. Über den Onlinedienst Xbox<br />
Live und in Verbindung mit einem Headset entfaltet<br />
sich dann das maximale Potenzial. Nach dem<br />
Durchspielen kommen Sie nicht zur Ruhe, denn<br />
die „Halo“-Serie steht seit eh und je für packende<br />
Mehrspieler-Gefechte. Über einen Editor können Sie<br />
zudem neue Karten entwerfen. Grafisch ist „Halo:<br />
Reach“ nicht bahnbrechend und bleibt auch hier der<br />
Tradition der Serie treu. Dennoch offenbaren sich<br />
beeindruckende Panoramen inklusive stets flüssig<br />
ablaufender Massenschlachten.<br />
Inhalte 33
WISSEN<br />
Eine neue Bildgeneration<br />
Displays auf O<strong>LED</strong>-Basis vereinen die Vorteile von <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />
und Plasmas in einem Produkt. Wir erläutern die weitreichenden<br />
Möglichkeiten der jungen Darstellungstechnik<br />
EU-Verordnung hinterfragt<br />
Die neue Stromsparrichtlinie soll den Durchblick im TV-<br />
Dschungel wahren. Unser Hintergrundbericht klärt auf<br />
<strong>HDTV</strong> für alle<br />
Wir haben die wichtigsten Angebote auf ihr Preis-Leistungs-<br />
Verhältnis untersucht. Lohnt der Aufpreis für Pay-TV?<br />
Klare Sicht<br />
Wir haben traditionelle und spezialisierte Putzhilfen verglichen.<br />
So haben Verschmutzungen garantiert keine Chance<br />
Christian Trozinski<br />
Chefredakteur<br />
Eine makellose Bildschärfe, optimaler<br />
Kontrast, neutrale Farben und eine<br />
ausgereifte Bildverarbeitung, mehr<br />
braucht es nicht für den perfekten Fernseher.<br />
Der Weg dorthin wird irgendwann<br />
vielleicht mit Technologien wie<br />
O<strong>LED</strong> beschritten worden sein, doch<br />
liest man aktuelle <strong>Test</strong>berichte von<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Fernsehern, scheint<br />
manchem Hersteller bereits 2010 genau<br />
jenes Wunder zu glücken. Mit<br />
Unverständnis lese ich Fachartikel über<br />
jene „<strong>LED</strong>-TVs“, die mit einem „überragenden<br />
Kontrast“, „überragender<br />
Schärfe“ und natürlich „überragender<br />
Bildqualität“ daherkommen – zumindest<br />
in der <strong>Test</strong>tabelle. Im Text vermag<br />
es der <strong>Test</strong>redakteur keinesfalls, mir<br />
diese Quadratur des Kreises näherzubringen.<br />
Auch die gravierenden Unterschiede<br />
zwischen Direct-<strong>LED</strong>s mit Local<br />
Dimming und Edge-<strong>LED</strong>s werden<br />
totgeschwiegen. Dabei ist das Offensichtliche<br />
meist deutlich komplexer als<br />
stichprobenartige Messwerte, die mit<br />
„Schwarz Min“ und „Spitzenweiß“<br />
eine Wahrheit vortäuschen, die es in<br />
der Praxis oftmals nicht gibt.<br />
Tipp des Monats: Zurück in die Zukunft<br />
„Zurück in die Zukunft“ gehört zu meinen<br />
absoluten Klassikerlieblingen, dem zum<br />
Glück eine peinliche<br />
Neuinterpretation<br />
erspart geblieben<br />
ist. Die Sonderausgabe<br />
auf Blu-ray gehört<br />
einfach in jede<br />
Sammlung.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Sharp, T-Online<br />
34 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>LCD</strong>-Technik durchleuchtet<br />
Der technologische Fortschritt schreitet im Flachbild-TV-Bereich vehement voran, doch welche<br />
echten Verbesserungen dahinterstecken, bleibt meist im Verborgenen. Wir haben ins<br />
Innere der aktuellen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Modelle geschaut, um die Geheimnisse zu lüften.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
Zwischenbildberechnungen auf 200-Hz-Basis vervierfachen die Bildfrequenz und<br />
mindern Unschärfen im Idealfall auf ein ansprechendes Niveau. Sony hat die Technik<br />
sehr gut im Griff, allgemein schwankt die Qualität je nach Hersteller<br />
Sonys Direct-<strong>LED</strong>-Serie HX905 kombiniert die 200-Hz-Zwischenbildberechnung<br />
mit wandernden Schwarzbalken. Somit generiert der Fernseher 200 echte Bilder<br />
plus 200 abgestimmte Schwarzbilder – die Bildschärfe steigt auf 400-Hz-Niveau<br />
Wissen 35
In modernen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s sind die Leuchtdioden oftmals nur<br />
im Rahmenbereich integriert und können die Helligkeit<br />
lediglich für das gesamte Bild bzw. spaltenweise steuern<br />
Die Königsdisziplin stellt die Direct-<strong>LED</strong>-Beleuchtung dar<br />
(links). Leuchtdioden werden über die Bildfläche verteilt,<br />
was eine gezielte Helligkeitssteuerung möglich macht<br />
Sonys LX905-Modelle (links) greifen auf Edge-<strong>LED</strong>s zurück,<br />
die HX905-Modelle (rechts) sind dagegen mit Direct-<strong>LED</strong>s<br />
ausgestattet. Äußerlich wirken beide TVs fast baugleich<br />
In Sonys HX905-Serie strahlen die im Hintergrund verteilten<br />
<strong>LED</strong>s nach oben. Das austretende Licht wird durch<br />
Diffusorplatten umgeleitet – dies verringert die Bautiefe<br />
Drei Technologien buhlen derzeit um das<br />
Interesse der <strong>LCD</strong>-Konsumenten: <strong>LED</strong>,<br />
3-D und die Erzeugung der besten Bildschärfe,<br />
plakativ beworben mit 100, 200 oder<br />
gar 400 Hertz (Hz). Im Gegensatz zur Plasmatechnologie<br />
stellen <strong>LCD</strong>-Fernseher Bilder nicht<br />
zeitlich befristet dar (kurzes Aufleuchten und automatisches<br />
„Löschen“), sondern wechseln den<br />
Inhalt erst, wenn das darauffolgende Bild das<br />
vorhergehende ablöst. Dies sorgt für einen flimmerfreien<br />
Eindruck, allerdings ergibt sich infolge<br />
der Schaltzeiten und unserer Wahrnehmung ein<br />
Verschwimmen der einzelnen Bilder.<br />
Beschleunigte Schärfe<br />
Um die bilderzeugenden Flüssigkristalle schneller<br />
in die gewünschte Position zu bewegen,<br />
kann auf eine Overdrive-Technik zurückgegriffen<br />
werden. Hierbei wird eine höhere Spannung<br />
als eigentlich benötigt angelegt, wodurch die<br />
Flüssigkristalle schneller in die entsprechende<br />
Position gezwungen werden. Dies erfordert<br />
eine Analyse des nachfolgenden Bildes, denn<br />
die dargestellte Bildinformation muss am Ende<br />
mit dem gelieferten Signal übereinstimmen.<br />
Durch angepasste Korrekturwerte kann eine<br />
exakte Zeitdauer für die benötigte Überspannung<br />
berechnet werden. Der Nachteil des<br />
Overdrive-Verfahrens ist die Abklingphase, also<br />
das Zurückdrehen der Flüssigkristalle, die im<br />
Gegensatz zur Ansteuerung nicht beschleunigt<br />
erfolgt, denn weniger als keine Spannung kann<br />
nicht angelegt werden. Um feinere Abstufungen<br />
zwischen den gelieferten Signalen zu gewährleisten<br />
und die Ansteuerung der Flüssigkristalle<br />
innerhalb aufeinanderfolgender Bilder präziser<br />
zu gestalten, greifen die meisten Hersteller auf<br />
Zwischenbildberechnungen zurück. Dabei werden<br />
neue Informationen auf Basis der bestehenden<br />
Signale generiert, die ursprünglich nicht im<br />
Videosignal vorhanden sind. Sonys Motionflow<br />
100 verdoppelt die Ausgangsbildfrequenz, je<br />
nach Eingangssignal (z. B. 60 Hz) werden bis<br />
zu 120 Bilder dargestellt. Motionflow 200 vervierfacht<br />
die eingehende Bildfrequenz, was in<br />
der Praxis bis zu 240 Bildern pro Sekunde entspricht<br />
(Zuspielung ebenfalls in 60 Hz). Wichtig:<br />
Das Fernsehprogramm läuft nicht schneller<br />
und meist auch nicht sichtbar flüssiger ab, es<br />
ändert sich allein die Bildschärfe bei schnellen<br />
Bewegungsphasen. Für unsere Wahrnehmung<br />
ist das gelieferte Videosignal mit 50 oder 60 Bildern<br />
völlig ausreichend, um auch während einer<br />
Sportübertragung kein Bildruckeln wahrzunehmen;<br />
die Steigerung auf 200 oder 240 Bilder<br />
erzeugt somit nicht automatisch ruckelfreiere<br />
Bilder. In Kinofilmen sieht es allerdings ganz anders<br />
aus, dort werden nur 24 Bilder pro Sekunde<br />
geliefert, die mittels Motionflow ruckelfreier<br />
wirken. Das bekannte Kinogefühl geht dabei<br />
aber verloren und Filmen haftet ein Videolook<br />
an. Bislang gelingt es keiner Zwischenbildberechnung,<br />
sämtliche Unschärfen zu beseitigen,<br />
denn die Ansteuerung der Flüssigkristalle<br />
bzw. Bildpunkte eines <strong>LCD</strong>-Fernsehers erfolgt<br />
nicht beliebig schnell und unabhängig. Um den<br />
Schärfeeindruck nochmalig zu verbessern, müssen<br />
nicht benötigte Bildinformationen ausgeblendet<br />
werden, was erst durch die Einführung<br />
von Leuchtdioden als Hintergrundbeleuchtung<br />
möglich wurde.<br />
Kontrastplus<br />
Statt Leuchtstoffröhren zur Lichterzeugung einzusetzen,<br />
schlummern in immer mehr <strong>LCD</strong>-TVs<br />
kleine Leuchtdioden, die den Fernsehern eine<br />
schlankere Bauform und bessere Energieeffizienz<br />
bescheren. Der gebräuchliche Name<br />
<strong>LED</strong>-TV ist dabei irreführend, denn die Leuchtdioden<br />
dienen einzig der Lichterzeugung, nicht<br />
aber der gesamten Bilddarstellung. Diese wird<br />
(auch bei den als <strong>LED</strong>-TV gekennzeichneten<br />
Modellen) durch die Kombination der groben<br />
<strong>LED</strong>-Beleuchtung und der Flüssigkristalle als pixelgenaues<br />
Helligkeitsventil gewährleistet. Statt<br />
einer einzigen <strong>LED</strong>-Beleuchtungstechnik setzen<br />
die Hersteller zwei unterschiedliche Verfahren<br />
ein. Die einfachste Variante stellt die Edge-<strong>LED</strong>-<br />
Technik dar, bei der die Leuchtdioden im oberen<br />
und unteren Rahmenbereich angeordnet sind.<br />
Hierbei strahlen die <strong>LED</strong>s meist von der Bildober-<br />
und -unterkante zur Bildmitte, ein Diffusor<br />
verteilt das Licht gleichmäßig. Hinsichtlich der<br />
Bildqualität bieten Edge-<strong>LED</strong>s kaum Vorteile zur<br />
bewährten Leuchtstoffröhre: Der theoretische<br />
Maximalkontrast steigt zwar in schwindelerregende<br />
Höhen, doch in der Praxis bewegt sich die<br />
Bildqualität von Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s auf dem Niveau<br />
„normaler“ <strong>LCD</strong>-Fernseher. Es besteht lediglich<br />
die Möglichkeit, das Bild in seiner Gesamtheit<br />
heller oder dunkler erscheinen zu lassen – eine<br />
gezielte Regulierung einzelner Bereiche durch<br />
die <strong>LED</strong>-Beleuchtung ist nicht möglich. Abhilfe<br />
schafft hier das Spaltendimming: Die jeweils<br />
gegenüberliegenden <strong>LED</strong>s werden zeitgleich<br />
angesteuert, weshalb die linke Bildhälfte, Bildmitte<br />
und rechte Bildhälfte eine abweichende<br />
Helligkeit aufweisen können. Um das maximale<br />
Kontrast- und Schärfepotenzial der <strong>LCD</strong>-Technologie<br />
auszuloten, ist eine Direct-<strong>LED</strong>-Anordnung<br />
vonnöten. Hierbei werden die <strong>LED</strong>s vollflächig<br />
hinter dem <strong>LCD</strong>-Panel verbaut. Mittels intelligenter<br />
Ansteuerung wird die Helligkeit über die<br />
gesamte Bildfläche unabhängig gesteuert. Somit<br />
ist es möglich, in einem Bild das Weltall tiefschwarz<br />
und Planeten hell darzustellen. Sind die<br />
Helligkeitsinformationen nur wenige Bildpunkte<br />
groß, stößt auch die Direct-<strong>LED</strong>-Technik an ihre<br />
Grenzen: Die <strong>LED</strong>s leuchten immer mehrere Bildpunkte<br />
aus, eine pixelgenaue Ansteuerung ist<br />
nicht realisierbar.<br />
<strong>LED</strong>s als Bildschärfemotor<br />
Eine <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung kann nicht<br />
nur den Bildkontrast, sondern auch die Bildschärfe<br />
verbessern. Schaltet man die Leuchtdioden<br />
synchron zum Bildsignal aus und ein (Backlight<br />
Blinking), werden zusätzliche Schwarzphasen<br />
36 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
erzeugt, die ähnlich der Plasmatechnologie den<br />
Bildinhalt „löschen“. Dieser Prozess vermindert<br />
die Bildhelligkeit, die Bildschärfe gestaltet sich<br />
aber mit aktivierter Zwischenbildberechnung<br />
nahezu perfekt. Deren Einsatz ist weiterhin vonnöten,<br />
um die Bildfrequenz auf ein flimmerfreies<br />
Niveau zu steigern; ohne diese würde ein 50-<br />
oder 60-Hz-Flackern bei aktiviertem Backlight<br />
Blinking auftreten. Das Aus- und Einschalten<br />
der <strong>LED</strong>-Segmente ist auch bei Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />
denkbar, allerdings bleibt der erwünschte Erfolg<br />
(eine sichtbare Verbesserung der Bildschärfe)<br />
meist aus. Der Grund: Die Flüssigkristalle eines<br />
<strong>LCD</strong>-Fernsehers werden innerhalb einer Matrix<br />
spalten- und zeilenweise und somit nicht exakt<br />
zeitgleich angesprochen, weshalb die Hintergrundbeleuchtung<br />
diesem Umstand Rechnung<br />
tragen muss. Sonys 400-Hz-Technik schaltet<br />
die Direct-<strong>LED</strong>-Segmente zeilenweise von oben<br />
nach unten in Sekundenbruchteilen aus und ein,<br />
was nachweislich eine sehr gute Bildschärfe garantiert<br />
und allen Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technologien<br />
überlegen ist. Letztere können diesen Effekt nur<br />
simulieren, wenn die <strong>LED</strong>-Segmente am linken<br />
und rechten Bildrand angeordnet sind. Doch<br />
nicht nur im 2-D-Betrieb bietet Sonys Backlight<br />
Blinking Vorteile, auch die dreidimensionale Darstellung<br />
profitiert davon.<br />
Plastisches 3-D-Vergnügen<br />
Um Bilder dreidimensional wahrzunehmen,<br />
müssen zwei unterschiedliche Perspektiven<br />
unsere Augen erreichen – in der Realität geschieht<br />
dies zeitgleich, bei den aktuellen 3-D-<br />
Fernsehern zeitversetzt. Da der Fernseher bzw.<br />
die Display-Fläche die Bilder immer im gleichen<br />
Winkel ausgibt, muss die Trennung der Perspektiven<br />
gesondert erfolgen. Durch 3-D-Shutter-<br />
Brillen werden diese dem linken und rechten<br />
Auge zugewiesen, indem immer nur ein Brillenglas<br />
die abgestimmten Links-/Rechts-Bilder<br />
passieren lässt oder abblockt. Wie im vorigen<br />
Absatz beschrieben, erfolgt der Bildaufbau eines<br />
<strong>LCD</strong>-Fernsehers nicht für jeden Bildpunkt exakt<br />
zeitgleich. Die Links-/Rechts-Bilder zeigen trotz<br />
200-Hz-Bildberechnung ein Übersprechen –<br />
Doppelkonturen und Geisterschatten sind die<br />
Folge. Sony löst dieses Problem durch die Beschleunigung<br />
der Bildfrequenz auf 200 Hz und<br />
eine synchronisierte <strong>LED</strong>-Beleuchtung, im Gegensatz<br />
zum 2-D-Betrieb ist Motionflow aber<br />
deaktiviert. Statt Zwischenbildern werden die<br />
vorhandenen Links-/Rechts-Bilder zeitweise wiederholt,<br />
um eine vollflächige Darstellung zu gewährleisten.<br />
Die Shutter-Brille öffnet die Gläser<br />
zu jenen Zeitpunkten, in denen das gesamte linke<br />
oder rechte Bild dargestellt wird. In Kombination<br />
mit wandernden Schwarzbalken, die nicht<br />
benötigte Bildanteile ausblenden, findet kein<br />
störendes Übersprechen ins andere Bild statt.<br />
Aufgrund der doppelten Bilddarstellung sind<br />
Fehler dennoch nicht ausgeschlossen, meist zeigen<br />
sich unruhige Verläufe während Kameraschwenks,<br />
die wie Schnittmarken anmuten. Rechnerisch<br />
erzeugt Sonys 200-Hz-Technik folgende<br />
Bildfrequenz im 3-D-Modus: 50 Prozent der<br />
dargestellten Inhalte zeigen die Links-/Rechts-<br />
Bilder nicht exakt getrennt und beide Brillengläser<br />
bleiben zu diesen Zeitpunkten geschlossen;<br />
zudem werden die <strong>LED</strong>s deaktiviert – es findet<br />
somit ein doppelter Ausschluss statt. Die verbleibenden<br />
sichtbaren 100 Bilder pro Sekunde<br />
wandern abwechselnd zum linken und rechten<br />
Auge, sodass effektiv nur 50 Bilder je Auge die<br />
Gläser passieren, was zu einem wahrnehmbaren<br />
Flimmern führt. Die vergleichsweise kurzen Öffnungs-<br />
und langen Verschlussphasen der Brillengläser<br />
bedingen einen zweiten Nachteil: Die<br />
Bildhelligkeit sinkt rapide, da die gewünschten<br />
Informationen nur noch kurz aufleuchten. Um<br />
zumindest während der Darstellung der Links-/<br />
Rechts-Bilder die maximal mögliche Helligkeit zu<br />
gewährleisten, steuert Sony die <strong>LED</strong>s mit maximaler<br />
Leistung an.<br />
3-D mit Komfort<br />
Das dreidimensionale Fernsehen entfacht nicht<br />
nur bei Technikbegeisterten eine Sogwirkung,<br />
doch die notwendige 3-D-Brille stellt nach wie<br />
vor eine Hemmschwelle dar. Sonys Ansätze<br />
wirken auf dem Papier plausibel: Neben einer<br />
Abschottung gegenüber äußeren Lichtquellen<br />
verhindern die Brillen ein Bildflackern in Kombination<br />
mit der Raumbeleuchtung. Da Shutter-Brillen<br />
dem Links-rechts-Bildwechsel nicht<br />
nur durch Öffnen und Schließen des jeweiligen<br />
Glases Rechnung tragen, sondern ebenfalls als<br />
Polfilter agieren, wird das Licht der Raumbeleuchtung<br />
gleichfalls blockiert oder hindurchgelassen.<br />
Durch den schnellen Ein-aus-Wechsel<br />
kommt es somit zum wahrnehmbaren Flackern.<br />
Sony umgeht dieses Problem, indem die Brillen<br />
das Licht der Raumbeleuchtung immer hindurchlassen,<br />
während der Bildwechsel getrennt<br />
vollzogen wird. Die Polfilter arbeiten somit nur in<br />
einer Ebene, passend zu den gerichteten Lichtwellen<br />
des Fernsehers. In der Praxis erweist sich<br />
dieser Ansatz aber als noch nicht ausgereift,<br />
denn zum einen flimmert das 3-D-Fernsehbild<br />
aufgrund der niedrigen Bildfrequenz, zum anderen<br />
führen geringe Kopfbewegungen zum<br />
Verlust des 3-D-Effektes, denn die Filter arbeiten<br />
nur bei exakter Ausrichtung mit dem<br />
Fernseher zusammen.<br />
Visueller Fortschritt<br />
Die <strong>LCD</strong>-Technik hat sich in den letzten Jahren<br />
konsequent weiterentwickelt und Verbesserungen<br />
wie eine <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />
mit Local Dimming sowie Zwischenbildberechnungen<br />
samt zeilenweisem Backlight Blinking<br />
verhindern Unschärfen sowie Kontrastverluste.<br />
Der noch jungen 3-D-Technik fehlt es keinesfalls<br />
an visuellen Qualitäten, mit der potenziellen<br />
Nachfolgegeneration sollte das derzeit auftretende<br />
Bildflimmern aber reduziert und die Helligkeit<br />
gesteigert werden, damit 3-D-Spielfilme augenfreundlicher<br />
konsumiert werden können.<br />
Im 3-D-Modus erzeugt Sonys HX905-Serie keine neuen<br />
Zwischenbilder, sondern stellt die vorhandenen doppelt<br />
dar, um die vollflächige Abbildung zu gewährleisten<br />
Dank wandernder Schwarzbalken (nicht mit dem bloßen<br />
Auge sichtbar) erscheinen 3-D-Aufnahmen nahezu frei von<br />
Doppelkonturen – das Bild flimmert jedoch leicht<br />
Durch die langen Schwarzphasen sinkt die Helligkeit im<br />
3-D-Modus rapide. Stellt das Display die Links-/Rechts-Bilder<br />
vollflächig dar, arbeiten die <strong>LED</strong>s kurzzeitig unter Volllast<br />
Fernseher und Shutter-Brillen wirken als eigenständige<br />
Polfilter. Verändern Sie die Ausrichtung der Brille zum<br />
Display, erfolgt die Bildtrennung nicht mehr exakt (rechts)<br />
Wissen 37
Standpunktfrage<br />
Bild ist nicht gleich Bild, besonders wenn man von der<br />
üblichen frontalen Betrachtungsposition abweicht. Wir<br />
haben nicht nur die Herstellerangaben hinterfragt, sondern<br />
auch nach Lösungsansätzen gesucht.<br />
VON CHRISTIAN HILL UND CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Das Bild eines <strong>LCD</strong>-Fernsehers mit VA-Panel vermittelt einen<br />
farbenfrohen und kontrastreichen Eindruck, allerdings<br />
nur bei frontaler Betrachtung<br />
Im Gegensatz dazu wird bei einem seitlichen Schnappschuss<br />
das Ausmaß der Aufhellung und Farbverfälschung<br />
sichtbar – das Bild bleicht aus<br />
Elektrode<br />
Elektrode<br />
dunkel<br />
Flüssigkristalle<br />
(Aus-Zustand)<br />
VA-Panel: Die Flüssigkristalle stehen nahezu senkrecht zwischen<br />
den Glasplatten. Sind diese im angeregten Zustand, wird das<br />
Licht umpolarisiert, sodass es den zweiten Filter passieren kann<br />
Flüssigkristalle<br />
(Aus-Zustand)<br />
dunkel<br />
Elektrode<br />
hell<br />
hell<br />
Polfilter<br />
Polfilter<br />
Flüssigkristalle<br />
(Ein-Zustand)<br />
Elektrisches<br />
Feld<br />
Flüssigkristalle<br />
(Ein-Zustand)<br />
IPS-Panel: Die Flüssigkristalle richten sich parallel zu den<br />
Glasplatten aus und rotieren stets in gleicher Ebene – mit<br />
positivem Einfluss auf den Betrachtungswinkel<br />
<strong>LCD</strong>-Hersteller werben mit Blickwinkeln<br />
von bis zu 178 Grad, doch in der Praxis<br />
bleichen Farben meist ab zehn Grad Abweichung<br />
aus und der Bildkontrast schwindet<br />
auf den seitlichen Sitzplätzen dahin. Somit sind<br />
diese Angaben mit Vorsicht zu genießen, denn<br />
am Rande des Spektrums erfüllt bereits ein<br />
Mindestkontrast von 10 : 1 die Norm, für ein erträgliches<br />
Fernsehbild ist dieser aber absolut unzureichend.<br />
Dabei ist das Blickwinkelphänomen<br />
bei <strong>LCD</strong>-Fernsehern keinesfalls neu und diese<br />
Schwäche seit den Anfangstagen bekannt.<br />
Man könnte meinen, dass seitdem die Panel-<br />
Hersteller Herr des Problems geworden wären.<br />
Tatsächlich existieren einige Lösungsansätze, jedoch<br />
scheinen diese im Kampf um den Kunden<br />
keine Rolle zu spielen. Stattdessen rücken in der<br />
Werbung andere Marketing-Mittel, wie beispielsweise<br />
riesige Kontrastverhältnisangaben,<br />
in den Vordergrund.<br />
Das verdrillte Molekül<br />
Den namensgebenden Werkstoff des <strong>LCD</strong>, den<br />
Flüssigkristall, muss man sich als Molekülkette<br />
vorstellen, die sowohl flüssige als auch kristalline<br />
Eigenschaften aufweist. Aufgrund dieses<br />
Umstands ist er beweglich wie ein Fluid, kann<br />
aber auch einfallendes Licht polarisieren, wie es<br />
für Feststoffe typisch ist. Diese speziellen Eigenschaften<br />
macht man sich für die Bilderzeugung<br />
zunutze, indem die Flüssigkristalle zwischen<br />
zwei Glasplatten in einzelne Zellen eingeschlossen<br />
werden. Diese Zellen entsprechen den einzelnen<br />
Bildpunkten (engl. Pixel), die das Bild<br />
aufbauen. Das Licht der Hintergrundbeleuchtung<br />
wird zunächst durch einen Polarisationsfilter<br />
geleitet, bevor es die Flüssigkristalle erreicht.<br />
Bei einem VA-Panel stehen die Flüssigkristalle<br />
senkrecht und das Licht passiert die Schicht<br />
ungehindert (keine Spannung angelegt). Ist der<br />
zweite Polarisationsfilter senkrecht zum ersten<br />
ausgerichtet, kann das Licht diesen nicht passieren;<br />
steht er parallel zum ersten, geht das Licht<br />
hindurch. Man spricht hierbei von „Normally-<br />
Black“ (Display ist im Ruhezustand dunkel) oder<br />
„Normally-White“ (Display ist im Ruhezustand<br />
hell). Um die Flüssigkristalle in eine abweichende<br />
Ausrichtung zu zwingen, hat man auf den beiden<br />
anliegenden Glasplatten nahezu durchsichtige<br />
Elektroden angebracht. Wird durch diese<br />
nun ein elektrisches Feld angelegt, richten sich<br />
die Flüssigkristalle neu aus und die Umpolarisation<br />
des Lichts findet statt. Mehrere Schwächen<br />
des LC-Displays sorgen für Kontrast- und Farbverluste<br />
bei verändertem Betrachtungswinkel.<br />
So gelingt es, das LC-Panel bei entsprechendem<br />
Blickwinkel zu „durchschauen“ und somit in<br />
die aktivierte Hinterleuchtung des Displays zu<br />
blicken. Eine weitere systembedingte Schwäche<br />
ist in der Ausrichtung der Flüssigkristalle zu<br />
suchen: Je weiter entfernt sich die Kristalle von<br />
der Elektrode befinden, desto ungenauer gerät<br />
die Ansteuerung. So kann es passieren, dass ein<br />
Teil des Lichts zur Seite abgelenkt oder gebrochen<br />
wird, was in farblichen Ungenauigkeiten,<br />
Aufhellungen und Kontrastschwächen oder<br />
eingeschränkten Farbräumen mündet.<br />
Horizonterweiterung<br />
Es existieren bereits verschiedene Lösungsansätze,<br />
die sich dieser Problematik annehmen.<br />
Hersteller versuchen beispielsweise, durch<br />
geschickte Anordnung von Filtern den seitlichen<br />
Blick durch das Panel einzuschränken.<br />
Eine wesentlich effektivere Lösung verspricht<br />
das IPS-Panel: Hierbei sind die Flüssigkristalle<br />
ausschließlich stab- und gleichförmig ausgerichtet.<br />
Die Elektroden sind nur auf einer Seite<br />
der Flüssigkristallschicht angebracht und das<br />
elektrische Feld verläuft nunmehr parallel zu<br />
ihr. Infolgedessen können die Kristalle über<br />
weite Strecken hinweg äußerst gleichmäßig<br />
ausgerichtet werden und das Display erstrahlt<br />
heller, weil eine lichtabsorbierende Elektrodenschicht<br />
entfällt. Dadurch kann sich das Bild<br />
gleichmäßig in alle Richtungen ausbreiten und<br />
von allen Seiten klar und unverfälscht betrachtet<br />
werden. Doch kein Vorteil ohne Nachteil:<br />
Die gleichförmige Ausrichtung der Kristalle<br />
verhindert eine effektive Lichtblockade und<br />
somit auch ein tiefes Schwarz. IPS-Displays<br />
schimmern bläulich, der Kontrasteindruck in<br />
dunklen Räumen kann nicht überzeugen. Um<br />
tiefes Schwarz und einen optimalen Blickwinkel<br />
zu gewährleisten, wäre eine aufwendige<br />
<strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung mit einer Vielzahl<br />
von Segmenten in Kombination mit einem IPS-<br />
Panel vonnöten. Aufgrund des Kostenfaktors<br />
und der eingeschränkten Panel-Verfügbarkeit<br />
wird dieser Aufwand von den Herstellern<br />
aber meist gemieden und stattdessen auf die<br />
Plasmatechnologie verwiesen.<br />
38 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
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Das perfekte Bilderlebnis<br />
Zwei Jahre sind seit unserer letzten großen Berichterstattung zur O<strong>LED</strong>-Technik ins Land gezogen,<br />
zwei Jahre, in denen die <strong>LCD</strong>- und die Plasmatechnologie weiterhin den Markt dominierten.<br />
Nach der IFA begaben wir uns erneut auf Spurensuche und gingen der Frage nach,<br />
wie O<strong>LED</strong>s den Bildbereich zukünftig perfektionieren.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Glass seal<br />
Color filter<br />
Semitransparent cathode<br />
O<strong>LED</strong><br />
Anode<br />
TFT<br />
Glass substrate<br />
Super Top Emission<br />
R G B<br />
G<br />
Jeder Bildpunkt eines O<strong>LED</strong>-Displays ist selbstleuchtend. Sony setzt zur korrekten<br />
Farbdarstellung auf angepasste organische Schichten sowie Farb- und Kontrastfilter.<br />
Die Dicke der O<strong>LED</strong>-Schicht beträgt ein Fünfzigstel eines menschlichen Haares<br />
LG LE9500 Samsung C9090 Sony HX905 Panasonic VT20<br />
Technologie O<strong>LED</strong> Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> Plasma<br />
Bildhelligkeit sehr gut sehr gut sehr gut gut<br />
Bildkontrast ausgezeichnet gut<br />
sehr gut<br />
sehr gut<br />
(>50000: 1) (3600: 1)<br />
(10 000 : 1) (8000: 1)<br />
Blickwinkel uneingeschränkt deutlich<br />
deutlich<br />
uneingeschränkt<br />
eingeschränkt eingeschränkt<br />
Farbdarstellung sehr natürlich natürlich natürlich sehr natürlich<br />
Bildauflösung hoch<br />
sehr hoch sehr hoch sehr hoch<br />
(1 366 × 768) (1 920 × 1080)<br />
(1 920 × 1080)<br />
(1 920 × 1080)<br />
Bildschärfe ausgezeichnet gut sehr gut sehr gut<br />
Bildruhe sehr gut sehr gut sehr gut gut<br />
Bildgröße klein<br />
groß<br />
groß<br />
groß–sehr groß<br />
(15 Zoll)<br />
(40–55 Zoll) (46–52 Zoll) (42–65 Zoll)<br />
Energieaufnahme gering sehr gering gering hoch<br />
Bautiefe<br />
sehr gering sehr gering mittel<br />
mittel<br />
(0,4 cm)<br />
(0,7 cm)<br />
(7 cm)<br />
(9 cm)<br />
Lebenserwartung ungewiss hoch hoch hoch<br />
Verkaufspreis sehr hoch hoch<br />
mittel<br />
niedrig<br />
(133 Euro/Zoll) (109 Euro/Zoll) (75 Euro/Zoll) (52 Euro/Zoll)<br />
Noch ist die O<strong>LED</strong>-Technik kostspielig und die Bilddiagonalen der ersten Displays<br />
fallen gering aus. Dennoch löst O<strong>LED</strong> mehrere technische Probleme, die mit<br />
bestehenden <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>- und Plasma-TVs ungelöst bleiben<br />
Bilder: LG, Panasonic, Philips, Samsung, Sony, Warner „Die Legende der Wächter“ ab sofort im Kino<br />
40 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Sony besitzt einen, LG ebenfalls und weitere<br />
TV-Anbieter wie Samsung werden<br />
bald nachziehen: Die Rede ist von Fernsehern<br />
auf O<strong>LED</strong>-Basis. Dahinter verbirgt sich<br />
der Heilige Gral der Bilddarstellung, denn organische<br />
Leuchtdioden erlauben das, was mit <strong>LCD</strong>s<br />
und Plasmas unmöglich ist: ultraflache, Strom<br />
sparende Fernseher mit einer perfekten Bildqualität.<br />
Möglich wird dies durch die einfache<br />
technische Wirkungsweise des O<strong>LED</strong>-Prinzips.<br />
Organischer Farbstoff wird in einem elektrischen<br />
Feld zum Leuchten gebracht und das erzeugte<br />
Licht tritt durch eine transparente, Strom leitende<br />
Halbleiterverbindung aus. Die Effizienz eines<br />
O<strong>LED</strong>-Displays hängt neben der Lichterzeugung<br />
vom Lichtaustritt ab, nicht selten geht ein<br />
Großteil innerhalb der Bauteile verloren. Dennoch<br />
darf sich die O<strong>LED</strong>-Technologie als echtes<br />
Stromsparwunder rühmen, denn ein Display mit<br />
„HD ready“-Auflösung verbraucht bei einem<br />
Helligkeitsniveau eines <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s lediglich 40<br />
Watt. Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s mit wenigen Leuchtdioden<br />
weisen zwar, gemessen an der möglichen<br />
Bilddiagonale und Pixelanzahl, eine noch bessere<br />
Energiebilanz auf, doch im Gegensatz zur<br />
<strong>LCD</strong>-Technik ist jeder Bildpunkt eines O<strong>LED</strong>-<br />
Displays selbstleuchtend. Somit bieten O<strong>LED</strong>-<br />
Fernseher viele Bildvorteile der konkurrierenden<br />
Plasmatechnologie bei gleichzeitig minimaler<br />
Bautiefe. Der niedrige Energieverbrauch schlägt<br />
sich positiv auf die Abwärme und den Geräuschpegel<br />
nieder, denn O<strong>LED</strong>-Displays werden nur<br />
handwarm und benötigen keine aktive Kühlung.<br />
Warum O<strong>LED</strong>?<br />
Samsungs <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> C9090 ist ultraflach,<br />
Panasonics Plasmafernseher VT20 besitzt einen<br />
perfekten Blickwinkel und Sony demonstrierte<br />
mit dem HX905 eine nahezu makellose Bildschärfe<br />
und sehr gute Bildkontraste im Strom<br />
sparenden Betrieb. Was kann die O<strong>LED</strong>-Technologie<br />
da noch verbessern? In der Praxis werden<br />
sich die Unterschiede zwischen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s,<br />
Plasmas und O<strong>LED</strong>s tatsächlich immer mehr relativieren,<br />
denn viele Probleme wurden bereits<br />
mit den etablierten Technologien ausgemerzt.<br />
Allerdings bietet einzig O<strong>LED</strong> die Möglichkeit,<br />
die Vorteile von Plasmas wie auch <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />
in einem Produkt zu vereinen. Einzelne Bildpunkte<br />
können ähnlich der <strong>LCD</strong>-Technologie<br />
für die gesamte Dauer eines Bildes kontinuierlich<br />
angesprochen werden, weshalb O<strong>LED</strong>-TVs<br />
flimmerfrei arbeiten. Infolge der vielfach schnelleren<br />
Umschaltzeiten sind bei einem Bildwechsel<br />
keine störenden Unschärfen sichtbar. Zudem<br />
hat die ultraflache Bautiefe keine negativen<br />
Auswirkungen auf die Bildqualität, wie es bei<br />
der Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technik derzeit der Fall ist.<br />
Die ultraschnellen Reaktionszeiten garantieren<br />
im 3-D-Zeitalter eine optimale Trennung zwischen<br />
linkem und rechtem Auge, sodass Doppelkonturen<br />
nahezu ausgemerzt werden. Peter<br />
Ludé, Senior Vice President Engineering Sony<br />
Electronics, gab kürzlich zu Protokoll, dass im<br />
Hinblick auf die immer höheren Bildwiederholfrequenzen<br />
sowie die 3-D-Bildverarbeitung<br />
die eingeschränkten Reaktionszeiten eines<br />
LC-Displays die Bildqualität limitieren, sodass<br />
O<strong>LED</strong>-Fernseher den nächsten logischen Schritt<br />
darstellen. Auf der IFA konnten sich die Messebesucher<br />
am LG-Stand überzeugen, dass neben<br />
der 2-D-Qualität auch die 3-D-Darstellung<br />
mit O<strong>LED</strong>-Fernsehern unerreicht ist. Im mobilen<br />
Bereich gestattet die Zukunftstechnologie sogar<br />
flexible, aufrollbare Displays, die kaum noch<br />
Platz in der Hosentasche beanspruchen.<br />
Qualitätsgarantie<br />
Neben einer optimalen Bildschärfe bieten O<strong>LED</strong>s<br />
makellose Bildkontraste: Weiß wird strahlend<br />
hell und Schwarz ohne Aufhellung dargestellt.<br />
Auf dem Papier erzeugen O<strong>LED</strong>-Fernseher<br />
zwar nur eine Bildhelligkeit vergleichbar der<br />
von Local-Dimming-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s, in der Praxis erscheinen<br />
Fernsehbilder aber noch brillanter und<br />
dynamischer. Durch die pixelgenaue Helligkeitsregulierung<br />
reizen O<strong>LED</strong>s den maximalen Kontrastspielraum<br />
in jedem Bild aus, während <strong>LED</strong>-<br />
<strong>LCD</strong>s durch die grobe Hintergrundbeleuchtung<br />
die theoretisch ebenbürtige Brillanz nur selten<br />
erreichen. Die vielfach zitierte perfekte Bildqualität<br />
ist mit O<strong>LED</strong>-Displays aber nicht automatisch<br />
garantiert. In heller Umgebung ist der Kontrastvorteil<br />
kaum sichtbar, ein aufwendiger Kontrastfilter<br />
ist auch im O<strong>LED</strong>-Zeitalter Pflicht. Dabei<br />
achten die Hersteller auf die Energieeffizienz,<br />
denn einfallendes Licht soll blockiert werden,<br />
während das erzeugte möglichst ungehindert<br />
austreten muss. Zudem können sich Farben bei<br />
seitlicher Betrachtung verfärben, Grün erscheint<br />
beispielsweise orange. Um einen optimalen<br />
Blickwinkel zu garantieren, ist eine angepasste<br />
Struktur notwendig, die die ausgegebenen Wellenlängen<br />
unter allen Blickwinkeln aufrecht hält.<br />
Zu guter Letzt bedarf es einer Abkapselung der<br />
O<strong>LED</strong>-Schicht vor äußeren Einflüssen, damit das<br />
Material nicht verkommt. Ungewissheit besteht<br />
noch bei der Frage der Lebensdauer, denn die<br />
blauen O<strong>LED</strong>s weisen eine vielfach geringere<br />
Lebenserwartung und Effizienz auf als rote und<br />
grüne. Somit kann sich im Dauerbetrieb die<br />
Farbbalance verschieben, was eine regelmäßige<br />
Bildkalibrierungen voraussetzt.<br />
Wann kommt O<strong>LED</strong>?<br />
Die zaghaften Markteinführungen im Handy-,<br />
Display- und TV-Bereich sind bereits in diesem<br />
Jahr spürbar, doch eine größere Marktdurchdringung<br />
ist frühestens 2012 zu erwarten. Mit<br />
LGs 15-Zoll-O<strong>LED</strong> LE9500 und Sonys 11-Zoll-<br />
Modell XEL-1 stehen zwei kompakte Fernseher<br />
mit Einstellungskomfort bereit, die abseits der<br />
Bilddiagonalen nicht hinter normalen Fernsehern<br />
zurückstehen. Nils Seib, Produktmanager<br />
von LG Deutschland, zeigte sich im Interview<br />
optimistisch und prognostizierte großformatige,<br />
preiswerte O<strong>LED</strong>-Fernseher in den nächsten drei<br />
bis sechs Jahren.<br />
Sonys 11-Zoll-O<strong>LED</strong> XEL-1 bietet nur eine Auflösung von<br />
960 × 540 Pixeln, ist aktuell statt der veranschlagten 4 300<br />
Euro aber bereits ab 900 Euro erhältlich<br />
LGs EL9500 ist mit 15-Zoll-Bilddiagonale der derzeit größte<br />
O<strong>LED</strong>-TV mit einer Auflösung von 1 366 × 768 Pixeln. Der<br />
Verkaufspreis liegt zwischen 1 600 Euro und 2 000 Euro<br />
Pure Magie: Sony demonstrierte anhand eines rollbaren<br />
4-Zoll-Prototyps (430 × 240 Pixel) bereits die unglaubliche<br />
Flexibilität der neuen Technologie<br />
Philips offeriert im Lichtbereich ebenfalls erste O<strong>LED</strong>-Produkte.<br />
Statt Glühbirnen oder Leuchtdioden liegen zukünftig<br />
hauchdünne, leuchtende Wandelemente im Trend<br />
Wissen 41
Vergleich der Generationen<br />
Grau ist alle Theorie: Wir haben aktuelle Fernseher und die O<strong>LED</strong>-Technologien miteinander<br />
verglichen und zeigen Ihnen die jeweiligen Stärken und Schwächen.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Helle Bildinhalte strahlen mit Edge-<strong>LED</strong>s in voller<br />
Brillanz. Lediglich die ungenaue Ausleuchtung und<br />
Kontrastschwächen im Schwarz fallen negativ auf<br />
Kontraststarke Bildkompositionen erscheinen im<br />
dunklen Wohnzimmer milchig. Dimmt der Fernseher<br />
die Helligkeit, verlieren helle Details an Brillanz<br />
Der Großteil der Edge-<strong>LED</strong>s besitzt einen stark eingeschränkten<br />
Blickwinkel. Das Bild bleicht aus und<br />
Schwarz erscheint Blau-Violett<br />
Dank <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung und Local Dimming<br />
erstrahlen helle Bildinhalte nahezu makellos,<br />
nur die Randbereiche erscheinen minimal dunkler<br />
Je nach Anzahl der <strong>LED</strong>-Blöcke und deren Verteilung,<br />
liefern Local-Dimming-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s auch in schwierigen<br />
Bildkompositionen einen sehr guten Kontrast<br />
Ähnlich der Edge-<strong>LED</strong>-Technologie gilt: Meist bleichen<br />
Farben bei seitlicher Betrachtung aus und der<br />
Kontrasteindruck verschlechtert sich<br />
Plasmafernseher verringern bei vollflächig hellen<br />
Bildinhalten die Helligkeit. Dies reduziert den Energieverbrauch,<br />
aber auch die Bildqualität<br />
Die Paradedisziplin von Plasmas sind dunkle Bildinhalte<br />
mit brillanten Details. Im Heimkino wirkt der<br />
Bildeindruck nahezu makellos<br />
Seitlich betrachtet bleibt der Bildeindruck mit Plasma-TVs<br />
konstant. Lediglich die Bildhelligkeit nimmt<br />
mit steigendem Blickwinkel ab<br />
O<strong>LED</strong><br />
Plasma<br />
Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
EDGE-<strong>LED</strong><br />
Die O<strong>LED</strong>-Technik erlaubt eine ähnliche Brillanz wie<br />
<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Um die Lebensdauer zu verlängern, drosseln<br />
die Hersteller aber meist die Maximalhelligkeit<br />
Das Nonplusultra stellt die O<strong>LED</strong>-Technik bei kontraststarken<br />
Bildinhalten dar: Schwarz zeigt keine<br />
Aufhellung und Weiß brilliert<br />
Seitlich betrachtet bleibt der Bildeindruck auch mit<br />
O<strong>LED</strong>-TVs konstant. Die Bildhelligkeit nimmt, wie<br />
beim Plasma, mit steigendem Blickwinkel ab<br />
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Die EU macht Ernst und Flachbildfernseher werden alsbald in Energieeffizienzklassen eingestuft.<br />
Wir zeigen Ihnen, warum Displays künftig flaue Bilder produzieren könnten und die<br />
<strong>Test</strong>kriterien nicht für alle Bildtechnologien alltagstauglich sind.<br />
VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Diese Klassen erreichen aktuelle Flachbildfernseher<br />
Sony KDL-55NX815 (Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>/140 cm) Panasonic TX-P42VT20E (Plasma/107 cm) Philips 46PFL9705K (Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>/117 cm)<br />
A<br />
B<br />
Werkseinstellungen:<br />
112,5 Watt<br />
36,15 Euro/Jahr<br />
Kalibriert:<br />
131,1 Watt<br />
42,36 Euro/Jahr<br />
D<br />
F<br />
Werkseinstellungen:<br />
171,1 Watt<br />
54,73 Euro/Jahr<br />
Kalibriert:<br />
242,2 Watt<br />
77,48 Euro/Jahr<br />
A<br />
C<br />
Werkseinstellungen:<br />
98,6 Watt<br />
31,54 Euro/Jahr<br />
Kalibriert:<br />
165,5 Watt<br />
52,94 Euro/Jahr<br />
Gemessen wird mit den Werkseinstellungen. Dabei drosseln die Hersteller zugunsten der A-Klasse die Helligkeit um bis zu 35 Prozent. Neben dem Wert haben wir<br />
auch den mittleren Leistungsbedarf der im <strong>Test</strong>labor kalibrierten Geräte angegeben. Die Flachbildfernseher erstrahlen so mit der bestmöglichen Qualität<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic, Philips, Sharp, Sony<br />
44 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Das neue Energieeffizienzlabel für<br />
Flachbildfernseher ist prägnant und<br />
aussagekräftig. So erfahren Sie auf einen<br />
Blick, in welcher Klasse das Gerät rangiert<br />
und wie sich der Jahresleistungsbedarf preislich<br />
einpendelt. Erst Ende des Jahres dürfen Hersteller<br />
Ihre Geräte mit dem Label schmücken, eine<br />
Anpassung im Bereich der Kennzeichnung der<br />
Klassifizierung hat den Start mehrmals verzögert.<br />
Im vierten Quartal 2011 wird das Label<br />
dann verpflichtend. Da es in den Grundzügen<br />
der Kennzeichnung der weißen Ware entspricht,<br />
fällt die Umstellung dem Verbraucher<br />
dementsprechend leicht. Doch wie setzen sich<br />
die Werte zusammen? Wir erläutern die Messmethoden<br />
der EU und stufen anhand der offiziellen<br />
Kriterien aktuelle Flachbildfernseher ein.<br />
Stand-by-Kampf<br />
Das Bewusstsein, verantwortungsvoll mit Energie<br />
umzugehen, formte sich erst nach und<br />
nach. Der medial allgegenwärtige Klimawandel<br />
beschleunigte den Prozess jedoch zunehmend.<br />
Vor 10–20 Jahren hat es niemanden interessiert,<br />
wie hoch der Leistungsbedarf eines Röhrenfernsehers<br />
im Stand-by-Modus ist. Erst 2001<br />
rückte dieser Aspekt vermehrt in den Fokus und<br />
die International Electrotechnical Commission<br />
(IEC) machte in Form eines Reports Nägel mit<br />
Köpfen. 2005 wurde dann der internationale<br />
Standard publiziert und seit Anfang 2010 dürfen<br />
Flachbildfernseher im Stand-by-Modus maximal<br />
1 Watt (W) einfordern. 2013 halbiert sich<br />
die Vorgabe nochmals – bereits heute begnügen<br />
sich aber nahezu alle Geräte mit lediglich<br />
0,1 W. Der Stand-by-Wert spielt beim Energieeffizienzlabel<br />
aber keine Rolle. Hier zählt allein der<br />
Leistungsbedarf im Betrieb, der sich, ausgehend<br />
von der sichtbaren Bildfläche, mithilfe einer Formel<br />
errechnen lässt.<br />
Messverfahren<br />
Für die Messung im Betrieb hat die IEC den sogenannten<br />
62087-Standard ins Leben gerufen.<br />
Dieser besteht aus genormten <strong>Test</strong>bedingungen<br />
und einer zehnminütigen Videosequenz. Das<br />
Material soll einen typischen Fernsehalltag<br />
widerspiegeln und setzt sich aus Dokumentationen,<br />
Studioaufnahmen, Sport und Zeichentrick<br />
zusammen. Die Szenen sind dabei wild<br />
zusammengeschnitten. Die Bilder erstrahlen<br />
ausschließlich vollflächig im 16 : 9-Format und<br />
sind fast durchweg von hellen Szenen geprägt.<br />
Schwerstarbeit für einen Plasmafernseher, dessen<br />
Leistungsbedarf sich nach dem Bildinhalt<br />
richtet: Je heller dieser ist, desto mehr Energie<br />
benötigen die Plasmazellen, um Licht freizusetzen.<br />
Bei Kinofilmen im 21 : 9-Format begnügt<br />
sich die Gerätegattung mit weniger Leistung,<br />
da die schwarzen Balken im Bild den Strombedarf<br />
mindern. Dieses Szenario wird in der<br />
<strong>Test</strong>sequenz jedoch nicht berücksichtigt. Für<br />
den IEC-Standard ist es im Übrigen unerheblich,<br />
ob es sich um einen Plasma, <strong>LCD</strong> oder <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
handelt. Für die Ermittlung der Werte gelten die<br />
Werkseinstellungen der Hersteller. Der Fernseher<br />
wird sozusagen ausgepackt und kann gleich<br />
gemessen werden. Eine Vorgabe gibt es jedoch:<br />
Das Gerät muss sich im sogenannten Heim-Modus<br />
befinden. Der Shop-Modus zieht dank einer<br />
gesteigerten Leuchtkraft die Blicke im Kaufhaus<br />
auf sich und ist für die Messung ungeeignet. Im<br />
Heimmodus wirkt das Display wesentlich dunkler,<br />
wobei die Helligkeit mindestens 65 Prozent<br />
der Maximalleuchtkraft betragen muss. So soll<br />
verhindert werden, dass Hersteller alltagsuntaugliche<br />
Werte voreinstellen, mit denen das<br />
Bild viel zu dunkel erscheint. Des Weiteren muss<br />
ein vorhandener Lichtsensor, der die Leuchtkraft<br />
ja nach der Umgebungshelligkeit regelt, deaktiviert<br />
werden. Während der zehnminütigen Videosequenz<br />
wird dann der Durchschnittsbedarf<br />
gemessen. Dieser Wert wird abschließend durch<br />
einen Maximalwert geteilt, welcher sich anhand<br />
der EU-Formel errechnen lässt. Die Bildschirmfläche<br />
ist hier der maßgebende Faktor. Aus dem<br />
Verhältnis des gemessenen Durchschnittswertes<br />
und der Vorgabe ergibt sich der sogenannte<br />
Energy Efficiency Index (EEI). Bei einem Gerät<br />
mit einer Bildschirmdiagonale von 42 Zoll beträgt<br />
der zulässige Maximalwert 297,5 W, während<br />
sich der durchschnittliche Leistungsbedarf<br />
eines aktuellen Plasmafernsehers bei rund<br />
171 W e inpendelt.<br />
Klasseneinteilung<br />
Was auf dem Papier scheinbar gut klingt, stellt<br />
sich in der Praxis jedoch als KO-Kriterium heraus,<br />
denn der zulässige Maximalwert von 297,5 W<br />
definiert lediglich die schlechteste Energieeffizienzklasse<br />
G. Die höheren Effizienzstufen erklimmt<br />
unser Plasmafernseher nur mühsam, mit<br />
171 W ordnet sich das Gerät in die D-Klasse ein.<br />
Ein Bedarf von 150 W hätte ihm die C-Klasse<br />
beschert und erst ein Durchschnittswert von<br />
rund 90 W verheißt den Eintritt in die A-Klasse.<br />
Dieser ist derzeit der Edge-<strong>LED</strong>-Technik vorbehalten,<br />
deren geringe Leuchtdiodenanzahl den<br />
Strom sparenden Betrieb unabhängig von der<br />
Bilddiagonale sicherstellt. Das sind wahrlich<br />
strenge Anforderungen und die höchste Klasse<br />
(A+++, EEI
sich die A-Klassen natürlich gut, nur sind die<br />
dafür nötigen Bildeinstellungen im eigentlichen<br />
Betrieb oft nicht relevant. Denn wer sich einen<br />
neuen Fernseher kauft, will schließlich auch<br />
die optimale Bildqualität genießen und nicht<br />
aufgrund der Stromsparvorgaben mit dunklen<br />
und kontrastarmen Bildern vorliebnehmen. So<br />
ist etwa bei Philips’ aktuellem Topmodell aus<br />
der 9000er-Serie (<strong>Test</strong> ab Seite 60) das Alleinstellungsmerkmal<br />
in Form der Bright-Pro-<strong>LED</strong>s<br />
von Werk aus deaktiviert. Nach dem Einschalten<br />
erstrahlen Bilder wesentlich kontrastreicher und<br />
bei hellen Bildanteilen maßen wir Helligkeitsrekorde.<br />
So macht Fernsehen auch am sonnigen<br />
Tag richtig Spaß. Der Energiebedarf steigt dadurch<br />
zwar nicht exorbitant an, dennoch würde<br />
das Gerät mit aktivierten Bright-Pro-<strong>LED</strong>s<br />
von der A- in die C-Klasse rutschen. In unserem<br />
<strong>Test</strong>labor haben wir weitere aktuelle Flachbildfernseher<br />
für den bestmöglichen Bildeindruck<br />
kalibriert und mehrere Geräte stürzten ebenfalls<br />
zwei Klassen ab (siehe Grafik S. 44). So ist<br />
das Label für hochwertigen Film- und Fernsehgenuss<br />
nur bedingt aussagekräftig und verliert<br />
nach der Kalibrierung an Bedeutung.<br />
Abrüstung bei Flachbildfernsehern<br />
Neben der Regulierung der Leuchtkraft können<br />
die Hersteller zudem entscheiden, ob etwaige<br />
Zusatzoptionen, wie etwa Netzwerkdienste<br />
oder PVR-Funktionen, von Werk aus aktiviert<br />
sind oder nicht. Gerade Letzteres wird augenscheinlich<br />
niemand im TV-Alltag missen wollen<br />
und die Funktionalität nimmt in der Regel<br />
bei der Kaufentscheidung eine größere Rolle<br />
ein als der Energiebedarf. Die Glaubwürdigkeit<br />
respektive Alltagstauglichkeit des Labels<br />
schrumpft so weiter. Der Ansatz der EU, mit<br />
einem transparenten Energielabel Verbraucher<br />
beim Fernseherkauf zu unterstützen, mag auf<br />
dem Papier löblich erscheinen. In der Praxis haben<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Hersteller aber bereits die<br />
Lücken der EU-Verordnung erkannt und nutzen<br />
diese konsequent aus. Mittels möglichst geringer<br />
Leuchtdiodenanzahl gelingt das scheinbar<br />
Unmögliche: riesige Bilddiagonalen in Kombination<br />
mit einem minimalen Verbrauch. Plasmas<br />
und Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s fordern dagegen<br />
deutlich mehr Energie ein, generieren im direkten<br />
Vergleich aber das plastischere Bild. In<br />
Sachen Kontrast und Schwarzwert müssen sich<br />
die Edge-<strong>LED</strong>s klar geschlagen geben, das Bild<br />
wird meist schlechter ausgeleuchtet und vor<br />
allem Kinofilme im abgedunkelten Heimkino<br />
wirken weit weniger fesselnd. Der EU-Ansatz<br />
bevorzugt damit ungewollt jene Technik mit<br />
den schlechtesten Voraussetzungen für eine<br />
optimale Bildqualität. Das Energieeffizienzlabel<br />
provoziert ein unausgeglichenes Rennen<br />
um die beste Energieeffizienzklasse, in dem<br />
die Darstellung und der Funktionsumfang untergeordnete<br />
Rollen spielen. So könnten in Zukunft<br />
Flachbildfernseher nach dem Auspacken<br />
ein flaues Bild aufweisen und gegebenenfalls<br />
sind gewünschte Funktionen von Werk aus<br />
deaktiviert. Das Streben nach der Energieeffizienzklasse<br />
A zieht somit Kompromisse für die<br />
Verbraucher nach sich, zumindest bis alternative<br />
Methoden wie O<strong>LED</strong> den Massenmarkt erreichen<br />
und die Konsumenten nicht länger in<br />
die Irre führen. Die O<strong>LED</strong>-Technologie arbeitet<br />
schließlich äußerst energieeffizient und produziert<br />
ein nahezu perfektes Bild im Strom sparenden<br />
Betrieb.<br />
Für eine positive Einstufung drosseln die Hersteller die<br />
Leuchtkraft. Flaue Bilder sind die Folge (rechts). Für den<br />
optimalen Sehgenuss kalibrieren wir die Geräte (links)<br />
Philips deaktiviert in der aktuellen 9000er-Serie zugunsten<br />
der A-Klasse von Werk aus die sogenannten Bright-Pro-<br />
<strong>LED</strong>s – ein Alleinstellungsmerkmale der Serie<br />
Herr Raithel, stellt die zukünftige, vereinfachte<br />
Darstellung der Energiebilanz<br />
aus Ihrer Sicht einen Vorteil für die Verbraucher<br />
dar?<br />
Im Prinzip ja, durch die Festlegung des einheitlichen<br />
Energieeffizienzindexes (EEI) kann<br />
der Kunde erkennen, was das jeweilige TV-<br />
Gerät an Strom verbraucht. Dennoch ist die<br />
völlige Transparenz nicht gegeben. Wie Sie<br />
wissen, sind die TV-Geräte hinsichtlich des<br />
Ausstattungsumfangs unterschiedlich. Loewe<br />
verfolgt das Integrationsprinzip, d. h. wir integrieren<br />
die für uns wichtigsten Funktionen<br />
in den TV (z. B. den Funktionsumfang einer<br />
Set-Top-Box für DVB-T/C oder S, Festplatte<br />
für TV-Aufzeichnungen, Radio, WLAN,<br />
Media-Player etc.), die für den Kunden einen<br />
deutlichen Mehrwert und Komfortvorteil<br />
darstellen. Diese diversen Zusatzfunktionen<br />
verbrauchen verständlicherweise Strom,<br />
werden aber im EEI nicht vollständig berücksichtigt<br />
– das ist eine Benachteiligung<br />
für umfangreich aus-gestattete TV-Geräte.<br />
Im Interview<br />
Glauben Sie, die neuen Energielogos<br />
bzw. die Benotungen werden den Verkauf<br />
von Fernsehern maßgeblich beeinflussen?<br />
Die Verbraucher sind das Energielabel bereits<br />
seit Jahren von der weißen Ware her gewöhnt.<br />
Wie stark der Einfluss bei der braunen Ware<br />
sein wird, kann ich aus heutiger Sicht sehr<br />
schlecht einschätzen.<br />
Wird aus Ihrer Sicht eine bestimmte<br />
Display-Technologie bevorteilt oder<br />
benachteiligt?<br />
Die CCFL- und die Plasma-Technologien werden<br />
durch die Kennzeichnung benachteiligt.<br />
<strong>LED</strong>-Geräte werden künftig aufgrund ihres<br />
deutlich niedrigeren Energieverbrauchs dadurch<br />
noch mehr in das Blickfeld der Konsumenten<br />
kommen. Aber auch bei CCFL<br />
gibt es Bestrebungen, den Energieverbrauch<br />
zu reduzieren.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.<br />
Philips’ neue Econova-Serie hat laut Messungen des Herstellers<br />
nach den IEC-62087-Vorgaben beste Chancen auf die<br />
Einstufung A++. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung macht es möglich<br />
Dr. Roland Raithel, Pressesprecher der Loewe AG, betrachtet<br />
die Kriterien der Einstufung kritisch. Vor allem bei der<br />
Beurteilung der Ausstattung herrsche ein Ungleichgewicht<br />
46 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Bilder: Anixe, Apple, Auerbach Verlag, Das Erste, Deutsche Telekom AG, Everystockphoto/Jason Gulledge, Maxdome, Microsoft, Pro Sieben, RTL, Sat 1, Sky, Sony<br />
<strong>HDTV</strong> nach Maß<br />
Es gibt mittlerweile viele Wege, um an die hochauflösenden<br />
Bilder zu gelangen. Wir vergleichen den<br />
klassischen Fernsehempfang mit alternativen Möglichkeiten<br />
und bewerten Quantität und Qualität.<br />
VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Internetangebote haben sich dank aktu-<br />
eller<br />
HD-Filme zu einer echten Alternative<br />
gegenüber Sat und Kabel gemausert<br />
Sky-HD-Sender im Kabel<br />
Alle HD-Sender sehen Sie bei Net Cologne, S+K Servicekabel,<br />
Wilhelm.tel<br />
Sieben HD-Sender sehen Sie bei Kabel Deutschland,<br />
Kabel BW, Tele Columbus, Primacom, Versatel Telekabel,<br />
Marienfeld Multimedia, RFT Kabel Brandenburg<br />
Unitymedia bietet einen HD-Sender nach Wahl<br />
Quelle: Sky.de<br />
Wissen 47
Sky lockt Sportliebhaber mit hochauflösenden Bildern der<br />
Fußballbundesliga. So übertragen sie die jeweiligen Konferenzen<br />
und ausgewählte Topspiele in HD<br />
Bei T-Entertain kommen Sie in den Genuss aller Spiele der<br />
Bundesliga, natürlich in HD. Zudem können Sie dank IPTV<br />
auf zahlreiche interaktive Extras zugreifen<br />
Auch bei den klassischen Empfangswegen wird stetig<br />
nachgelegt, so baute Sky jüngst sein HD-Angebot um drei<br />
weitere Sender aus<br />
Die neuen Sky-Sender sind vor allem für Filmfreunde interessant.<br />
Jüngst liefen alle „Indiana Jones“- und „Terminator“-<br />
Teile. Aber auch das Sportangebot wird ausgebaut<br />
Nach einer langen Dürrephase streift<br />
Deutschland den Titel des <strong>HDTV</strong>-<br />
Entwicklungslandes langsam ab, auch<br />
wenn das Angebot an frei verfügbaren hochauflösenden<br />
Sendern noch sehr beschränkt ist.<br />
Darüber hinaus senden die Öffentlich-Rechtlichen<br />
und Privatsender nur wenig echtes HD-<br />
Material, ein Großteil der Sendungen (rund 80<br />
Prozent) wird lediglich hochskaliert. Wir zeigen<br />
Ihnen, über welche Wege Sie an native HD-<br />
Inhalte gelangen.<br />
Für Sportbegeisterte<br />
Ein Blick auf unsere Übersicht zeigt, dass<br />
Freunde des hochauflösenden Sports zwei<br />
Möglichkeiten haben: Entweder das Angebot<br />
von Sky oder T-Entertain. Die volle Fußballpackung<br />
gibt es nur gegen Bares, der Umfang<br />
fällt je nach Anbieter unterschiedlich opulent aus.<br />
So kommen Sie ausschließlich bei T-Entertain<br />
(„Liga total!“) in den Genuss aller Spiele der 1.<br />
und 2. Bundesliga in HD. Sky bietet das Topspiel<br />
der Woche und die Bundesligakonferenz<br />
hochauflösend an. Darüber hinaus offeriert<br />
der Pay-TV-Anbieter ausgewählte Spiele der<br />
Premier, Champions sowie Europa League und<br />
des DFB-Pokals. Im Gegensatz zu T-Entertain laufen<br />
bei Sky auch weitere hochauflösende Sportangebote<br />
wie etwa Golf oder Tennis. Neben<br />
Sky Sport HD 1 und dem jüngst aufgeschalteten<br />
Sky Sport HD 2 baut Eurosport HD das Portfolio<br />
weiter aus. Die Formel 1 gibt es hingegen nur in<br />
Standardauflösung, dies ist aber den Initiatoren<br />
zuzuschreiben. Das Formula One Management<br />
(FOM) produziert die Rennen noch nicht vollständig<br />
in HD, insbesondere die Minikameras<br />
an den Rennwagen zeigen noch keine zufriedenstellende<br />
Qualität. Den TV-Sendern stehen<br />
gar nur SD-Signale zur Verfügung, sodass beispielsweise<br />
Sky die Bilder anschließend auf die<br />
HD-Auflösung hochskaliert – echte HD-Qualität<br />
wird selbstverständlich nicht erreicht. Bei den<br />
Öffentlich-Rechtlichen sehen Sie nur einige<br />
Fußballspiele, etwa Länderspiele, sowie die<br />
„Sportschau“ hochauflösend. Bei den privaten<br />
HD-Ablegern sieht es sportlich eher mau aus,<br />
Sat 1 sendet ausgewählte Spiele der Champions<br />
League lediglich in SD, RTL HD überzeugt hingegen<br />
mit hochauflösenden Boxkämpfen. Bei<br />
iTunes, Maxdome und den Streaming-Diensten<br />
der Playstation 3 und Xbox 360 müssen Sie<br />
komplett auf Sportinhalte verzichten. Wie aktuellen<br />
Medienberichten zu entnehmen ist, könnte<br />
Letztere aber in absehbarer Zeit mit einem<br />
Sky-Zugang auftrumpfen.<br />
Couchkino<br />
Die IPTV-Anbieter Maxdome, Apple TV, Videoload<br />
(integriert in T-Entertain) und die Videoportale<br />
der Spielkonsolen bieten ausschließlich<br />
Videoinhalte auf Abruf (Video-on-Demand)<br />
an. Die Vielfalt des HD-Angebotes ist eingeschränkt,<br />
aber durchaus aktuell. So hatte jeder<br />
Anbieter aktuelle Filme zum <strong>Test</strong>zeitpunkt im<br />
Angebot. Aber auch ältere Blockbuster wie<br />
zum Beispiel „Spider-Man 2“ sind zu finden.<br />
Im Film- und Serienbereich überzeugt Sky mit<br />
vier HD-Sendern, Disney Cinemagic HD richtet<br />
sich dabei vornehmlich an die Kleinen. Zeigen<br />
die Video-on-Demand-Angebote aktuelle Filme<br />
nahezu zeitgleich zur Veröffentlichung auf Bluray<br />
Disc oder DVD, hinkt Sky etwas hinterher.<br />
Sky Select bietet zwar aktuelle Filme auf Abruf,<br />
sendet aber lediglich in SD. Im Doku-Segment<br />
sorgen bei Sky drei hochauflösende Kanäle für<br />
Abwechslung. Im Gegensatz zu den privaten<br />
HD-Sendern sendet der Pay-TV-Anbieter im Übrigen<br />
ausschließlich natives HD-Material. RTL HD<br />
und Co. setzen auf hochauflösende Kinofilme<br />
und aktuelle US-Serien. Die entsprechenden Lizenzen<br />
erkaufen die Privatsender nicht zuletzt<br />
durch den Aufzeichnungs- und Kopierschutz –<br />
die frei empfangbaren Öffentlich-Rechtlichen<br />
haben bei Hollywood hingegen einen schweren<br />
Stand. Bestes Beispiel war die HD-Ausstrahlung<br />
von „Harry Potter“, die statt echtem HD-Material<br />
nur eine hochskalierte SD-Version beinhaltete.<br />
Hochauflösende Dokus sehen Sie auf ARD und<br />
ZDF dagegen häufiger als bei den Privaten.<br />
Eine Frage des Preises<br />
Egal, über welchen Empfangsweg, Bezahlfernsehen<br />
verlangt nach einer monatlichen Grundgebühr<br />
und die HD-Sender kosten extra. So<br />
Alle Angebote in der Übersicht: Hier sehen Sie <strong>HDTV</strong> ganz nach Ihrem Geschmack<br />
ARD/ZDF HD HD Plus (RTL<br />
HD und Co.)<br />
iTunes Maxdome Playstation 3/<br />
Xbox 360<br />
Sky<br />
T-Entertain<br />
(Videoload)<br />
Fußball<br />
ausgewählte<br />
Spiele (Länderspiele,<br />
„Sportschau“)<br />
ausgewählte<br />
Spiele<br />
Formel 1 nein ja<br />
(hochskaliert)<br />
sonstiger<br />
Sport<br />
ja (etwa<br />
Leichtathletik)<br />
nein nein nein Bundesligakonferenz,<br />
Topspiel der Woche,<br />
ausgewählte Spiele<br />
der Premier League,<br />
Champions, Europa<br />
League, DFB-Pokal-<br />
Spiele<br />
nein nein nein ja (hochskaliert) nein<br />
ja (Boxen) nein nein nein ja (etwa Golf,<br />
Tennis, Radsport)<br />
alle Spiele<br />
der 1. Bundesliga<br />
und<br />
2. Bundesliga<br />
Dokus ja, vereinzelt nein nein ja nein ja ja, aber nur<br />
vereinzelt,<br />
etwa auf<br />
Anixe HD<br />
Filme/<br />
Serien<br />
ja (manche<br />
hochskaliert)<br />
ja (manche<br />
hochskaliert)<br />
ja ja ja ja ja<br />
nein<br />
48 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
liegt allen Sky-Konfigurationen immer das „Sky<br />
Welt“-Paket (16,90 Euro) zugrunde, dem jedoch<br />
neuerdings die HD-Sender Discovery HD,<br />
National Geographic HD, History HD und Eurosport<br />
HD innewohnen. Das Paket ergänzen<br />
Sie auf Wunsch weiter, etwa um „Sky Film“ (16<br />
Euro), die HD-Sender schlagen dann nochmals<br />
mit 10 Euro zu Buche. Bei zwei Paketen halbiert<br />
sich der Aufschlag für HD. Ähnlich verhält es sich<br />
bei T-Entertain. Das „Entertain“-Grundpaket bildet<br />
die Ausgangskonfiguration und neben den<br />
üblichen SD-Sendern beinhaltet es einen Telefonund<br />
Internetanschluss der Deutschen Telekom.<br />
Für die HD-Angebote müssen Sie zusätzlich VDSL<br />
beantragen, das aber längst nicht an allen Orten<br />
verfügbar ist. Außerdem haben Sie bei T-Entertain<br />
Zugriff auf die Onlinevideothek Videoload.<br />
Die verfügbaren Filme sind mit etwa „Kampf der<br />
Titanen“ weitestgehend aktuell. Die Ausleihgebühren<br />
belaufen sich auf maximal 3,99 Euro und<br />
der Film ist nach dem Anschauen für 24 Stunden<br />
abspielbar. Bestimmte HD-Filme können Sie auch<br />
kaufen, diese kosten 9,99 Euro. Nach dem Mieten<br />
oder Kaufen stehen die Filme nahezu sofort<br />
zur Verfügung, der Download findet während<br />
der Wiedergabe im Hintergrund statt.<br />
Qualität im Netz<br />
Maxdome und Apple TV bieten ihre Inhalte<br />
ausschließlich mit 1 280 × 720 Bildpunkten und<br />
Vollbildern an, einzig Microsoft will mit der<br />
1 080p-Auflösung bei Streaming-Angeboten<br />
am Thron der Blu-ray rütteln. Sky und die privaten<br />
HD-Sender setzen indes auf 1 080i, während<br />
die Öffentlich-Rechtlichen aktuell noch an<br />
720p festhalten. Anders als bei der Telekom<br />
ist für das Streaming über die Xbox 360 kein<br />
VDSL-Anschluss nötig, Microsoft schreibt eine<br />
Mindestbandbreite von 4 Megabit pro Sekunde<br />
vor. Das gestreamte Video passt sich während<br />
der Wiedergabe automatisch der vorhandenen<br />
Bandbreite an, das Niveau einer Blu-ray wird<br />
aber auch mit schnellen Leitungen verfehlt.<br />
Freier Empfang in Maßen<br />
Während das HD-Angebot vielfältig ausfällt,<br />
gestaltet sich die Empfangbarkeit eingeschränkt<br />
und Sie sollten einen „Zwangsreceiver“ einkalkulieren.<br />
Beim Anbieter Maxdome stellt der Computer<br />
kaum Ersatz zum hauseigenen Media-Center<br />
dar, denn die meisten HD-Angebote lassen sich<br />
nur über den abgestimmten Receiver abrufen.<br />
Auf Wunsch hat dieser einen digitalen Satellitenempfänger<br />
integriert. Der iTunes-Zugang zu den<br />
hochauflösenden Filmen von Apples Filmportal<br />
ist strikt an die Empfangsbox Apple TV gebunden<br />
und das T-Entertain-Angebot können Sie<br />
ausschließlich über einen speziellen IPTV-Receiver<br />
des Anbieters nutzen. Sky ist immerhin durch<br />
zertifizierte Receiver empfangbar, während Pro<br />
Sieben HD und Co. einen HD-Plus-tauglichen<br />
Receiver oder einen Flachbildfernseher mit CI-<br />
Plus-Slot voraussetzen. In puncto Aufnahme blocken<br />
RTL HD und Co. die Archivierung, bei Sky<br />
und T-Entertain sind hochauflösende Mitschnitte<br />
hingegen kein Problem.<br />
Apple mischt im IPTV-Markt kräftig mit und bietet mit<br />
Apple TV eine hochwertige Hardware an. Die Maximalauflösung<br />
beläuft sich auf 1 280 x 720 Pixel mit Vollbildern<br />
Neben den reinen Streaming-Boxen haben Sie bei Maxdome<br />
die Möglichkeit, das sogenannte Media Center TV<br />
mit eingebautem Satellitenempfänger zu erstehen<br />
<strong>HDTV</strong> komplett: Empfang und Kosten auf einen Blick<br />
Anbieter/Plattform Voraussetzung Inhalte Vorteile Nachteile Kosten<br />
Free TV<br />
Kabel (DVB-C*),<br />
Satellit (DVB-S)<br />
Sport, Dokus,<br />
Filme, Serien<br />
nur wenige Inhalte echtes HD<br />
HD-Plus-Plattform<br />
Kabel (DVB-C**), Satellit<br />
(DVB-S), geeigneter Fernseher<br />
mit CI-Plus-Schnittstelle bzw.<br />
kompatibler DVB-C/S-Receiver<br />
Sport, Dokus,<br />
Filme, Serien<br />
Sportgroßereignisse (EM,<br />
WM) kostenlos in HD,<br />
Öffentlich-Rechtliche bei allen<br />
Kabelanbietern verfügbar,<br />
Dolby Digital 5.1<br />
viele Hollywood-Filme und<br />
US-Serien in HD, Dolby Digital<br />
5.1<br />
nur wenige Inhalte echtes HD,<br />
spezieller HD-Plus-Receiver<br />
oder Fernseher mit CI-Plus-<br />
Schnittstelle nötig<br />
Gebühren für den Kabel- oder<br />
IPTV-Anschluss, GEZ-Gebühr<br />
zusätzlich 50 Euro pro Jahr<br />
Pay-TV<br />
Kabel (DVB-C***), Satellit<br />
(DVB-S), geeignetes Empfangsgerät<br />
Sport, Dokus,<br />
Filme, Serien<br />
umfangreiches Gesamtangebot,<br />
Dolby Digital 5.1<br />
Video on Demand Apple TV, Internetanschluss Filme, Serien viele US-Serien in HD, Dolby<br />
Digital 5.1<br />
eingeschränkte Verfügbarkeit,<br />
hohe Zusatzkosten<br />
Filmangebot eingeschränkt,<br />
aber weitestgehend aktuell,<br />
gibt m aximal 1 280 × 720 Pixel<br />
aus<br />
42,90 Euro bis 59,90 Euro<br />
monatlich (bis Ende des Jahres<br />
günstigere Paketpreise und<br />
HD-Sender ohne Aufpreis<br />
inklusive)<br />
Leihgebühr: 3,99 bis<br />
4,99 Euro,<br />
Kaufpreis: bis 13,99 Euro<br />
spezielle Streaming-Boxen,<br />
Media-Receiver oder Computer,<br />
Internetanschluss<br />
Internetanschluss, PS3,<br />
Xbox 360<br />
Filme, Serien<br />
umfangreiches Serienportfolio<br />
der privaten HD-Sender,<br />
Dolby Digital 5.1<br />
Filme einfache Handhabung, 1 080p,<br />
Dolby Digital 5.1<br />
Filmangebot eingeschränkt,<br />
aber weitestgehend aktuell<br />
gibt m aximal 1 280 × 720 Pixel<br />
aus<br />
Filmangebot eingeschränkt,<br />
aber weitestgehend aktuell<br />
Leihgebühr: 3,99 Euro bis<br />
4,99 Euro,<br />
Kaufpreis: bis 19,99 Euro<br />
Leihgebühr: 3,99 Euro bis<br />
4,99 Euro,<br />
Kaufpreis: bis 19,99 Euro<br />
IPTV<br />
Internetanschluss bei der<br />
Deutschen Telekom, spezieller<br />
IPTV-Receiver<br />
Sport, Dokus,<br />
Filme, Serien<br />
alle Bundesligaspiele in HD,<br />
aktuelle Filme über Videoload<br />
in HD (kostet extra),<br />
Dolby Digital 5.1<br />
Telefon-/Internetanschluss<br />
nicht frei wählbar, VDSL<br />
Pflicht, eingeschränkte Verfügbarkeit<br />
je nach Paket: 37,95 Euro bis<br />
59,95 Euro im Monat (beide<br />
inkl. VDSL 25), alle Bundesligaspiele<br />
in HD (Liga total!<br />
HD) 19,95 Euro zusätzlich,<br />
HD-Inhalte über Videoload<br />
leihen für 24 Stunden 0,99 bis<br />
3,99 Euro,<br />
Kaufpreis: 9,99 Euro<br />
*nur ARD HD und ZDF HD bei allen Kabelnetzbetreibern **nur über Primacom und Tele Columbus ***Verfügbarkeit siehe Kasten S. 47<br />
Wissen 49
Multimediale Bibliotheken<br />
Kaum ausgestrahlt, werden immer mehr Fernsehsendungen gratis im Internet zum Abruf<br />
bereitgestellt. Aber auch Nachrichtenportale bieten tagesaktuelle Inhalte auf Knopfdruck.<br />
Neuerdings können Sie die Mediatheken bequem über Ihren Fernseher abrufen – wir zeigen<br />
Ihnen, welcher Hersteller was bietet.<br />
VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Hersteller Mediatheken Inhalte Tagesaktuell Videoqualität<br />
Loewe<br />
Nachrichten, Informationssendungen,<br />
ja<br />
ausreichend<br />
Reportagen,<br />
Serien<br />
Panasonic<br />
Nachrichten, Informationssendungen,<br />
Reportagen, Sport<br />
Philips Nachrichten, Film, Sport ja gut<br />
Sony<br />
Nachrichten, Informationssendungen,<br />
Reportagen, Serien,<br />
Talkshows<br />
ja<br />
ja<br />
gut<br />
gut<br />
Bilder: Arte, Auerbach Verlag, Bild, BR, Das Erste, Die Welt, Euronews, Eurosport, Focus TV, Loewe, Panasonic, Philips, Pro Sieben, Sat 1, Sony, ZDF<br />
50 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Sendung verpasst? Keine Zeit, aber trotzdem<br />
wissbegierig, was in der Welt vor sich<br />
geht? Abhilfe schaffen hier die Onlinemediatheken<br />
einiger Programmanbieter. In diesen<br />
werden bereits ausgestrahlte Sendungen zum kostenlosen<br />
Abruf bereitgestellt und neben Serien<br />
und Shows erhalten Sie auch Zugriff auf tagesaktuelle<br />
Nachrichten. Diese Angebote sind direkt<br />
über den Fernseher ohne Zuhilfenahme des Computers<br />
abrufbar – 24 Stunden am Tag online und<br />
in der Regel von störenden Werbeblöcken befreit.<br />
Bequemer Couchzugriff<br />
Nahezu alle aktuellen Flachbildfernseher nehmen<br />
per Kabel oder WLAN Kontakt mit dem Internet<br />
auf und neben dem obligatorischen Youtube-<br />
Angebot haben Sie auch Zugriff auf die umfangreich<br />
gefüllten Mediatheken von ZDF und Co.<br />
Die verfügbaren Sendungen werden in der Regel<br />
tagesaktuell nach der Ausstrahlung freigeschaltet.<br />
Bereits 2001 startete das ZDF seine Mediathek<br />
und nimmt somit eine Vorreiterrolle ein. Das<br />
Erste steht dem Gebotenen in nichts nach und<br />
erlaubt das nachträgliche Ansehen der „Tagesschau“<br />
oder den Abruf von Dossiers zu aktuellen<br />
Themen. Dabei verwertet der Sender – ebenso<br />
wie das ZDF – nicht nur ausgestrahlte Sendungen,<br />
sondern produziert extra Zusammenfassungen<br />
der wichtigsten Nachrichten in Kurzform<br />
für die Mediathek. Es stehen Ihnen informative<br />
Inhalte wie „Frontal 21“, aber auch Serien wie<br />
„Unser Charly“ zur Verfügung. Beworben<br />
werden diese nicht selten innerhalb des regulären<br />
TV-Programms. Sätze wie „Weitere<br />
Informationen zum Thema finden Sie unter<br />
www.heute.de“, vernehmen Sie mittlerweile in<br />
jeder Nachrichtensendung.<br />
Die Privaten zogen erst später nach und Sony<br />
sicherte sich die Mediatheken von Pro Sieben,<br />
Sat 1 und Kabel Eins für die aktuelle Bravia-<br />
Serie als exklusiven Internetdienst. Neben Sonys<br />
Flachbildfernseher stellen auch die aktuellen<br />
Blu-ray-Player und Heimkinoanlagen des Herstellers<br />
das Angebot bereit. Die Archive der<br />
Privaten umfassen verschiedene Formate, im<br />
Fall von Pro Sieben Magazine, wie etwa „Galileo“<br />
oder „Popstars“. Sat 1 bietet vornehmlich<br />
Eigenproduktionen in Form von Gerichts- und<br />
Talkshows und Kabel Eins setzt auf Dokusoaps<br />
à la „Achtung Kontrolle“. Ganz im Gegensatz<br />
zur Fernsehausstrahlung wird während<br />
und zwischen den Sendungen keine Werbung<br />
gezeigt. Die Mediathek von Bild.de holt zum<br />
Rundumschlag aus und versorgt Sie nicht nur<br />
mit aktuellen Schlagzeilen in Ticker- und Videoform,<br />
sondern auch mit Beiträgen aus den Bereichen<br />
Kino und Musik. Die Filmchen werden<br />
jedoch regelmäßig von Werbung unterbrochen.<br />
Alternative Angebote von Eurosport und Euronews<br />
sind mehrsprachig und selbstredend tagesaktuell,<br />
erfahren im direkten Vergleich aber weit<br />
weniger Aktualisierungen. Der Onlineauftritt<br />
des Kultursenders Arte ist, ähnlich dem TV-Programm,<br />
prall gefüllt mit Hintergrundberichten<br />
aus den Bereichen Kultur und Dokumentation.<br />
Auf Wunsch können Sie die Sendungen in französischer<br />
Sprache abrufen.<br />
Bedienung und Qualität<br />
Da die Menüs an den Bildschirm angepasst sind,<br />
geht die Navigation mit der Fernbedienung gut<br />
von der Hand. Über Kategorien, wie etwa Sport<br />
und Politik, navigieren Sie zügig zu den gewünschten<br />
Inhalten. Die Eingabe von Suchbegriffen<br />
gestaltet sich mangels Tastatur jedoch<br />
als langwieriges Verfahren. Wie von der elektronischen<br />
Programmzeitschrift (EPG) bei Fernsehgeräten<br />
gewohnt, können Sie für jede Sendung<br />
einen kurzen inhaltlichen Abriss abrufen. Je nach<br />
Angebot und Internetanschluss startet die Wiedergabe<br />
in der Regel nach wenigen Sekunden<br />
und verläuft weitestgehend ruckelfrei. Während<br />
unseres <strong>Test</strong>s kam es lediglich beim Angebot von<br />
Eurosport zu kurzen Aussetzern. Zudem war die<br />
Darstellung in diesem Fall auf das 4 : 3-Format<br />
beschränkt, ebenso wie bei der Mediathek von<br />
Euronews. Alle weiteren Anbieter setzen auf die<br />
16 : 9-Wiedergabe. Die Bildqualität ist meist nur<br />
zufriedenstellend, so erscheinen die Aufnahmen<br />
wesentlich unschärfer als bei einer SD-Fernsehübertragung.<br />
Außerdem nehmen Sie deutliche<br />
Artefakte infolge der starken Komprimierung<br />
wahr. Es ist also durchaus empfehlenswert, den<br />
Vollbildmodus zu vermeiden und die Beiträge im<br />
Fenster abzuspielen. So wirkt das Bild wesentlich<br />
ruhiger und angenehmer. Amüsant: Die Sendungen<br />
der Mediathek von Arte werden eins zu<br />
eins durch die Fernsehausstrahlungen gespeist<br />
und so findet sich trotz verminderter Qualität<br />
die Einblendung „Sie sehen dieses Programm in<br />
<strong>HDTV</strong>-Qualität“.<br />
Nachrichten rund um die Uhr<br />
Beim Angebot der „Tagesschau“ haben Sie die<br />
Möglichkeit, den Stream in einer hohen Qualität<br />
abzuspielen. Dennoch kann das Niveau nicht mit<br />
einer DVB-T-Ausstrahlung konkurrieren, die ihrerseits<br />
weit von einer <strong>HDTV</strong>-Übertragung entfernt<br />
ist. Hier gibt es zudem Schwankungen zwischen<br />
den einzelnen Herstellern sowie in der Güte der<br />
Darstellung von Inhalten. So fällt die Bildqualität<br />
der Mediathek des ZDF je nach TV-Modell mal<br />
passabel oder mehr schlecht als recht aus und erinnert<br />
im schlimmsten Fall an die Video-CD (VCD)<br />
mit ihrem MPEG-1-Codec. In der Regel pendelt<br />
sich die Bildqualität auf MPEG-2-Niveau ein, die<br />
Güte einer DVD wird jedoch nie erreicht, hier sind<br />
die Datenraten schlicht zu niedrig. Für die Zukunft<br />
sollten die Programmanbieter ihren archivierten<br />
Sendungen eine üppigere Bitrate spendieren, in<br />
Zeiten von VDSL-Anschlüssen ist <strong>HDTV</strong>-Qualität<br />
über das Internet keine Utopie mehr. Inhaltlich<br />
stimmt das Angebot bereits und je nach Sendedienst<br />
haben Sie Zugang zu umfangreichen Sammlungen.<br />
So bieten die Mediatheken echten Mehrwert<br />
und bilden eine willkommene und vor allem<br />
kostenlose Programmerweiterung fernab des<br />
regulären TV-Angebots.<br />
Loewes aktuelle <strong>LCD</strong>-Serien erlauben Ihnen den Zugriff<br />
auf drei umfangreich gefüllte, tagesaktuelle Mediatheken.<br />
Jedoch kann die Bildqualität der Streams nicht überzeugen<br />
Vorerst exklusiv: Die Mediatheken der Privatsender Pro<br />
Sieben, Kabel Eins und Sat 1 können Sie ausschließlich auf<br />
Sony-Geräten abrufen<br />
Nein, Sie sehen dieses Programm nicht in <strong>HDTV</strong>. Onlineinhalte<br />
des Anbieters Arte werden eins zu eins aus dem TV-Angebot<br />
übernommen. Die Qualität erreicht nur DVB-T-Niveau<br />
Die Mediathek von Bild.de kommt umfangreich daher und<br />
bietet neben Nachrichten auch Infos aus Film und Sport.<br />
Ärgerlich: Die Videos werden von Werbung unterbrochen<br />
Wissen 51
Spurenbeseitigung<br />
Jeder kennt sie – die unvermeidlichen Flecken auf Display-Oberflächen. Profireiniger versprechen<br />
Abhilfe, sind aber meist kostspielig. Wir haben getestet, ob diese Mittel ihre Versprechen<br />
halten können und wie sie gegenüber klassischen Hausmitteln abschneiden.<br />
VON CHRISTIAN HILL<br />
Produkt Lieferumfang UVP<br />
Fellowes<br />
Deluxe Flat Screen<br />
TV Cleaning and<br />
Protector Kit<br />
Monster Cable<br />
Screenclean<br />
250 ml Reinigungsflüssigkeit,<br />
250 ml<br />
Schutzmittel, 2<br />
Mikrofasertücher<br />
237 ml Reinigungsflüssigkeit<br />
plus kleine<br />
Flasche (45 ml) für<br />
unterwegs, 2 Mikrofasertücher<br />
21 Euro<br />
20 Euro<br />
Solch arge Verschmutzungen treten in Wirklichkeit nur selten auf. Dennoch<br />
mussten sich die Profiputzmittel unserem Härtetest unterziehen, den nicht alle<br />
Reinigungshilfen mit Bravour meisterten<br />
Allsop<br />
Clearview Plus<br />
Oehlbach<br />
Click & Clean<br />
45 ml Reinigungsflüssigkeit,<br />
1 Mikrofaserapplikator<br />
125 ml Reinigungsgel,<br />
2 Mikrofasertücher<br />
13 Euro<br />
25 Euro<br />
Der Lieferumfang der verschiedenen Putzmittel ist sehr unterschiedlich. So reicht<br />
die Menge der beiliegenden Reinigungsflüssigkeit von 45 bis 250 Milliliter. Allen<br />
gemein ist die löbliche Beigabe mindestens eines Mikrofasertuches<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sharp<br />
52 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Verschmutzungen auf der Mattscheibe<br />
sind ein nahezu alltägliches Phänomen,<br />
das durch den Trend zur spiegelnden<br />
Front immer deutlicher zutage tritt. Diese ist eine<br />
willkommene Einladung für feine Staubteilchen,<br />
die wie ein Magnet an der Oberfläche des Panels<br />
anhaften. Die Herkunft der Fingerabdrücke<br />
ist hingegen oftmals ein Mysterium; nicht zuletzt<br />
unbewusstes Berühren des Bildschirms z. B. beim<br />
Anschalten des Geräts oder Zurechtrücken des<br />
Panels lässt schnell die ungeliebten Flecken erscheinen.<br />
Fakt ist, dass die natürliche Fettabscheidung<br />
der Haut ideal an der Display-Oberfläche<br />
haftet und sich an den betroffenen Stellen ein<br />
Schmierfilm bildet, der sich ungleich schwieriger<br />
entfernen lässt, als das lediglich durch schwachen<br />
Elektromagnetismus gehaltene Staubkorn.<br />
Alte Prinzipien<br />
Das wohl älteste Putzmittel der Welt ist das reine<br />
Wasser. Aus diesem Grund haben wir zunächst<br />
einmal versucht, ohne chemische Hilfsmittel unserem<br />
(künstlich) verschmutzten 46-Zoll-Fernseher<br />
wieder eine klare Mattscheibe zu verpassen.<br />
Sehr wichtig ist dabei die Wahl der Putzhilfe.<br />
Die Oberflächen von Flachbildschirmen sind allgemein<br />
sehr anfällig für Kratzer. Daher wird an<br />
dieser Stelle von jeglichen Papier- oder Küchentüchern<br />
abgeraten. Infolge der rauen Oberfläche<br />
greifen diese Schutzschichten aller Art an und<br />
es bilden sich mehr oder weniger tiefe Rillen<br />
im Material. Besser geeignet sind weiche Stofftücher,<br />
wobei sogenannte Mikrofasertücher die<br />
besten Erfolgschancen verheißen. Die besonders<br />
fein verwebten Kunstfasern besitzen wesentlich<br />
mehr Berührungspunkte und sorgen damit für<br />
bessere und materialschonende Putzergebnisse.<br />
Trotzdem sollten Staubrückstände und grobe<br />
Verschmutzungen vorher entfernt werden,<br />
da auch diese zu ungewollten Kratzern auf der<br />
Display-Oberfläche führen können. Soweit die<br />
Grundlagen. Doch wie werden sich die altbewährten<br />
Mittel gegen die Konkurrenz aus dem<br />
Labor behaupten?<br />
Mit Wasser und Mikrofaserputztuch bewaffnet,<br />
zeigten sich bereits sehr gute Ergebnisse. Selbst<br />
arg verschmutzte Stellen strahlten nach einiger<br />
Wischarbeit wieder in altem Glanz. An dieser<br />
Stelle sei erwähnt, dass das Mikrofasertuch keinesfalls<br />
triefend nass sein sollte, ein leichtes Anfeuchten<br />
einer Tuchecke reicht vollkommen aus.<br />
Nach mehreren Minuten intensiver kreisförmiger<br />
Wischbewegungen war die Putzprozedur mit<br />
zufriedenstellendem Ergebnis beendet. Jedoch<br />
offenbarte sich gleich eine auffällige Schwäche:<br />
Die Display-Oberfläche war immer noch statisch<br />
geladen. Bereits nach wenigen Minuten setzten<br />
sich Staubkörner auf der Oberfläche ab. Des Weiteren<br />
waren nach wie vor Schlieren zu erkennen.<br />
Die spezialisierten Kontrahenten versprechen hier<br />
Abhilfe. Den Anfang machte das Produkt der Firma<br />
Monster Cable. Beim <strong>Test</strong> fiel sofort auf, dass<br />
die Front des Gerätes wesentlich schneller wieder<br />
im alten Glanz erstrahlte. Die Reinigungsflüssigkeit<br />
verteilte sich in einem äußerst dünnen Film<br />
auf der Oberfläche und löste sämtliche Fettrückstände<br />
sowie andere Verschmutzungen. Wie von<br />
Zauberhand verschwand der dünne Film ohne<br />
das Hinterlassen größerer Rückstände zeitnah<br />
wieder von der Bildfläche. Jedoch verliert auch<br />
dieses Produkt den Staubtuchtest, denn von einer<br />
antistatischen Wirkung der Flüssigkeit kann<br />
keine Rede sein. In dieser Disziplin soll das Produkt<br />
des britischen Herstellers Fellowes punkten.<br />
Dieser liefert zusätzlich eine zweite Sprühdose<br />
mit der Aufschrift „TV Protector“, deren Inhalt<br />
angeblich die Staubanziehung und eine erneute<br />
Verschmutzung verhindern soll. Tatsächlich hinterlässt<br />
die Schutzflüssigkeit einen nahezu unsichtbaren<br />
Film auf der Oberfläche. Doch auch<br />
dieser blockiert die anziehende Wirkung des<br />
Panels nicht vollständig, sodass immer noch –<br />
wenn auch weitaus weniger – Staubpartikel<br />
haften bleiben. Auf der anderen Seite weist<br />
dieser Schutzfilm wie versprochen das Hautfett<br />
bei Berührung ab.<br />
Temporivalen<br />
Der dritte Anbieter im Bunde ist die irische Firma<br />
Allsop. Deren Reinigungsset bietet die geringste<br />
Menge Reinigungsflüssigkeit und fällt sonst nur<br />
durch den „Applikator“ auf. Dieser ist im Prinzip<br />
ein Mikrofasertuch mit einer Plastikgriffeinfassung.<br />
Im Putzeinsatz konnte der Applikator<br />
weniger überzeugen, da das direkte Putzgefühl<br />
gestört wird. Seine Stärken spielt das Utensil<br />
lediglich bei der Rand- und Eckenreinigung der<br />
Paneleinfassung aus. Anders als bei der Konkurrenz<br />
und wider besseres Wissen wird das<br />
Reinigungsmittel der Firma Oehlbach direkt auf<br />
die zu reinigende Fläche aufgesprüht. Um ein<br />
vorschnelles Ablaufen zu verhindern, hat der Zubehörhersteller<br />
eine Flüssigkeit mit höherer Viskosität<br />
gewählt. Allerdings verreibt sich dieses<br />
Säuberungsgel vergleichsweise schlecht, sodass<br />
der Tempovorsprung gegenüber der Reinigung<br />
mit Wasser dahinschmilzt. Von der beworbenen<br />
Antistatik konnten wir ebenfalls nichts beobachten:<br />
Staubpartikel blieben im <strong>Test</strong> weiterhin unvermindert<br />
an der Panelfront haften.<br />
Remis<br />
Einen übermächtigen Vorteil gegenüber den<br />
üblichen Hausmitteln bieten die spezialisierten<br />
Putzhilfen nicht, besonders an der versprochenen<br />
antistatischen Wirkung hapert es.<br />
Unbestritten besser sind die Profis in der Putzgeschwindigkeit:<br />
Während beim Reinigen mit<br />
Wasser nachpoliert werden muss, verflüchtigten<br />
sich die Putzmittel, ohne größere Spuren<br />
zu hinterlassen. Einzig das Reinigungsgel von<br />
Oehlbach konnte uns in diesem Punkt nicht<br />
überzeugen. Wer also des Öfteren die Mattscheibe<br />
säubern muss, ist mit den Mitteln aus<br />
dem Handel gut beraten. Für gelegentliches<br />
Entfernen von Fingerabdrücken und Staub reichen<br />
aber auch Wasser, ein Mikrofasertuch<br />
und etwas Geduld.<br />
Es reicht aus, das Mikrofasertuch leicht anzufeuchten. Eine<br />
völlige Durchnässung verlängert unnötig das Polieren und<br />
ablaufendes Wasser könnte in die Elektronik eindringen<br />
Mehr als Wasser und ein handelsübliches Mikrofasertuch<br />
ist meist nicht nötig, um verwertbare Säuberungsergebnisse<br />
zu erzielen. Jedoch benötigt diese Methode Zeit<br />
Beim Gebrauch der Mittel ist es wichtig, diese auf das Mikrofasertuch<br />
zu sprühen, da Flüssigkeitsmenge und Sprührichtung<br />
nicht vollständig kontrolliert werden können<br />
Ein häufiges Problem ist das Reinigen der Display-Einfassung.<br />
Mit dem Applikator der Firma Allsop gelingt dies einfacher,<br />
sonst ist das Utensil bei der Reinigung eher hinderlich<br />
Wissen 53
Einstellungshilfen für<br />
Fernseher & Projektoren<br />
Philips 46PFL9705K<br />
Smart Bild<br />
Kino<br />
Kontrast 60–100<br />
Helligkeit 48<br />
Farbe 48<br />
Schärfe 2<br />
Rauschunterdrückung<br />
Farbweiß<br />
Perfect Pixel HD<br />
Perfect Natural<br />
Motion<br />
Aus<br />
Warm oder Personalisiert<br />
(127, 108, 85)<br />
Aus<br />
400 Hz Clear <strong>LCD</strong> Ein<br />
Optimale<br />
Auflösung<br />
Aus<br />
Aus oder Minimum<br />
Optimales Bild<br />
Gamma 0 (alternativ +1)<br />
Weitere<br />
Einstellungen<br />
Lichtsensor<br />
Bildformat<br />
Aus<br />
Je nach Wunsch<br />
Nicht skaliert<br />
Sony KDL-55NX815<br />
Bildmodus<br />
Anwender<br />
Hintergrundlicht<br />
Je nach<br />
Umgebungslicht<br />
Kontrast<br />
Max<br />
Helligkeit 45<br />
Farbe 50<br />
Farbton 0<br />
Farbtemp. Warm 2<br />
Bildschärfe 20<br />
Dynamische<br />
Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
MPEG Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
Motionflow<br />
Klar<br />
Filmmodus Anwender 1<br />
Schwarzkorrektur Aus<br />
Verb.<br />
Kontrastanhebung<br />
Aus (alternativ Niedrig)<br />
Gamma 0<br />
Dyn.<br />
<strong>LED</strong>-Steuerung<br />
Je nach Wunsch<br />
Automatischer<br />
Lichtbegrenzer<br />
Je nach Wunsch<br />
Weißbetonung Aus<br />
Farbbrillanz<br />
Aus<br />
Alle Werte 0 (alternativ<br />
Weißabgleich Rot Gain -7, Blau Gain<br />
–3, Blau Bias +3)<br />
LG 47LX9500<br />
Bildmodus<br />
ISF<br />
Beleuchtung 60–100<br />
Kontrast 95<br />
Helligkeit 48<br />
H. Schärfe 60<br />
V. Schärfe 60<br />
Farbe 50<br />
Tint 0<br />
Dynamic Contrast<br />
Dynamische Hintergrundbeleuchtung<br />
Experteneinstellung<br />
Dynamischer<br />
Kontrast<br />
Aus<br />
Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
Schwarzwert Tief<br />
Echtes Kino<br />
Ein<br />
Trumotion<br />
Ein (Video),<br />
Aus (Film)<br />
<strong>LED</strong>-Local-<br />
Dimming<br />
Farbskala<br />
Konturverstärkung Aus<br />
Farbtemperatur Warm<br />
Gamma 2.2<br />
Ein (je nach Film können<br />
<strong>LED</strong>s störend sichtbar<br />
sein, z. B. „World<br />
Trade Center“ – in<br />
diesem Fall ausschalten)<br />
Standard<br />
54 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
LG CF3D<br />
Rauschreduktion<br />
Bildverbesserung<br />
Bewegungskorrektur<br />
Dyn. Kontrast<br />
Kontrast 95<br />
Helligkeit 45<br />
H. Schärfe 60<br />
V. Schärfe 60<br />
Farbe 45–50<br />
Tint 0<br />
Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
Schwarzwert Tief<br />
Echtes Kino<br />
Ein<br />
Trumotion<br />
Aus (Film), Ein (Video)<br />
Farbtemperatur Warm<br />
Weißabgleich Kalibrierung empfohlen<br />
Alles 0<br />
Farben<br />
(Grün Farbton –25,<br />
Magenta Farbton –5)<br />
Metz Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />
Helligkeit 50<br />
Kontrast 80<br />
Energieschema<br />
Bildqualität,<br />
Bildinhaltsabhängig<br />
Farbstärke 53<br />
Farbeindruck Warm (D65)<br />
Bildschärfe 3–4<br />
Farbton<br />
Colour-Management<br />
P-NR<br />
Aus oder Leicht<br />
Aus<br />
Video (stark),<br />
Film (Aus)<br />
Aus<br />
Dyn. Bildschärfe 0<br />
Samsung UE55C9090<br />
Digitaler<br />
Rauschfilter<br />
MPEG-Rauschfilter<br />
HDMI-Schwarzanp.<br />
Aus<br />
(bei Artefakten Auto)<br />
Aus<br />
Gering<br />
Panasonic TX-P42VT20<br />
Modus<br />
Kontrast 35–60<br />
THX oder Normal<br />
Helligkeit 0<br />
Farbe<br />
30<br />
(26 Bildmodus Normal)<br />
Schärfe 4<br />
Modus<br />
Film<br />
Hintergrundbeleuchtung<br />
Je nach Wunsch<br />
Kontrast 95<br />
Helligkeit 45<br />
Schärfe 20–30<br />
Farbe 50<br />
Farbton (G/R) G50/R50<br />
Schwarzton<br />
Aus<br />
Optimalkontrast Aus<br />
Schattendurchzeichnung<br />
0<br />
Gamma 0<br />
G/B-Offset 24,<br />
Weißabgleich B-Gain 20,<br />
weitere Werte 25<br />
Hautton –5<br />
Kantenglättung Aus<br />
XvYCC<br />
Aus<br />
<strong>LED</strong> Motion Plus Kino<br />
Farbtemperatur Warm 2<br />
Filmmodus Auto 1<br />
200 Hz<br />
Motion Plus<br />
Benutzerdefiniert<br />
Unschärfeminderung<br />
8<br />
Judder-Minderung Aus<br />
Farbraum<br />
Auto<br />
Warm<br />
Aus<br />
Aus<br />
Gamma 2.2<br />
Set-up<br />
Intelligent Frame<br />
Creation<br />
Erweiterte Schärfe<br />
Eco-Modus<br />
Je nach Wunsch<br />
Mittel<br />
Ein<br />
Anzeige<br />
Wissen 55
KAUFBERATUNG<br />
Brillanz, die von innen kommt<br />
Mit Hochleistungs-<strong>LED</strong>s will Philips die kontrastreichsten<br />
Bilder aller Zeiten liefern. Was die Serie 9000 darüber hinaus<br />
so besonders macht, erfahren Sie in unserem XXL-<strong>Test</strong><br />
Aus dem <strong>Test</strong>labor<br />
Produkt Bewertung Seite<br />
AV-Receiver<br />
Onkyo<br />
TX-NR3008<br />
Blu-ray-Systeme<br />
Philips<br />
HTS9520<br />
Samsung<br />
HT-C9959W<br />
Sony<br />
BDV-E970W<br />
Flachbildfernseher<br />
LG<br />
47LX9500<br />
Sehr gut<br />
87<br />
Gut<br />
80<br />
Gut<br />
81<br />
Gut<br />
77<br />
Gut<br />
80<br />
84<br />
78<br />
76<br />
74<br />
64<br />
Produkt Bewertung Seite<br />
Metz<br />
Sirius 42 <strong>LED</strong> 200<br />
Twin R<br />
Panasonic<br />
TX-P42VT20E<br />
Philips<br />
46PFL9705K<br />
Samsung<br />
UE55C9090<br />
Sony<br />
KDL-55NX815<br />
Projektoren<br />
LG<br />
CF3D<br />
Gut<br />
83<br />
Sehr gut<br />
85<br />
Sehr gut<br />
85<br />
Gut<br />
83<br />
Gut<br />
81<br />
Gut<br />
76<br />
72<br />
68<br />
60<br />
57<br />
66<br />
82<br />
Kurz vor Redaktionsschluss erschien<br />
das 3-D-Update für Sonys Playstation 3.<br />
In Kombination mit dem 3-D-Projektor<br />
von LG erschien der Bildeindruck<br />
anstrengend und die Augenbelastung<br />
war unerträglich hoch – dies war mit<br />
spezialisierten 3-D-Playern nicht zu<br />
beobachten. Im Zusammenspiel mit<br />
3-D-Fernsehern, welche die Shutter-<br />
Technik nutzen, wusste die Bildqualität<br />
zu überzeugen. Das Öffnen und<br />
Schließen der <strong>LCD</strong>-Brillen scheint den<br />
negativen Effekt zu maskieren. Weiterhin<br />
gibt die PS3 im 3-D-Modus keine<br />
hochauflösenden Tonspuren aus und<br />
kann grafische Benutzeroberflächen<br />
auf Java-Basis nur eingeschränkt bzw.<br />
gar nicht darstellen.<br />
In unserer <strong>Test</strong>- und Marktübersicht<br />
haben wir Fehler der vergangenen<br />
Ausgaben behoben. So erhält Sharps<br />
XS1 nun die korrekte Bewertung „gut“.<br />
Der Metz Primus wurde fehlerbehaftet<br />
ins neue Wertungsraster übertragen,<br />
das seit der Ausgabe 4/2010 Gültigkeit<br />
besitzt. Die Angaben zur Nachbewertung<br />
wurden nun angepasst.<br />
Gut zu wissen<br />
Was sich hinter den<br />
Messdiagrammen unserer<br />
TV- und Video-<br />
<strong>Test</strong>s verbirgt und welche<br />
Details Sie bei einer<br />
individuellen Bewertung<br />
in der Praxis beachten<br />
sollten, erfahren Sie ab<br />
Seite 92.<br />
Bilder: Auerbach ... Verlag, Philips<br />
56 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
UE55C9090<br />
Samsung UE55C9090<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Schönheitsideal<br />
Hersteller<br />
Samsung<br />
Preis<br />
5999 Euro<br />
Info<br />
www.samsung.de<br />
Bilddiagonale 55 Zoll (140 cm)<br />
Maße (B/H/T) 129,6 × 87,3 × 0,8 cm<br />
Gewicht<br />
25,5 kg<br />
Farben<br />
Silber<br />
Bildtechnologie Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (200 Hz)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />
HDMI 1.4 (ARC) ja<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C<br />
Empfindlichkeit Sat –<br />
DiSEqC –<br />
Unicable –<br />
CI Plus<br />
ja<br />
Festplattenaufz. ja, extern<br />
Bild-in-Bild<br />
ja<br />
DLNA<br />
ja<br />
Wi-Fi<br />
ja (extern über USB,<br />
beiliegend)<br />
Multimedia-Formate AVI, ASF, MKV, MP4, 3GPP,<br />
VOR, VOB, PS, TS, RMVB,<br />
FLV, DivX-3 bis -6, Xvid,<br />
H.264, H263, Windows<br />
Media Video 9, MPEG-1<br />
bis -4, RV3.0/RV4.0, JPEG,<br />
MP3, AAC, WMA, Real<br />
Audio<br />
Internetdienste Google Maps, Twitter,<br />
Skype, Picasa, Ghetty<br />
Images, Youtube<br />
3-D-Darstellung ja, Sender integriert<br />
3-D-Formate Frame-Packing, Side-by-<br />
Side, Top-Bottom, Schachbrett,<br />
Line-by-Line<br />
Mit der ultraflachen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Serie C9090 sorgte Samsung in den vergangenen Wochen für<br />
Aufsehen. Im <strong>Test</strong>labor musste der 55-Zoll-Fernseher den Beweis antreten, dass im Bereich der<br />
Bildqualität keine Magerkost serviert wird.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
Mit rund acht Millimetern Bautiefe ist Samsungs C9090 der derzeit flachste Großbildfernseher der Welt.<br />
Ohne Standfuß bringt das stattliche 55-Zoll-Display lediglich 15 Kilogramm auf die Waage<br />
Kaufberatung 57
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Samsungs diesjährige Produktphilosophie<br />
findet in der Serie 9000 ihren Höhepunkt.<br />
Mit einer Bilddiagonale von<br />
1,4 Metern bietet das Modell UE55C9090 ein<br />
heimkinotaugliches Filmerlebnis, dabei arbeitet<br />
der Fernseher sehr Strom sparend und zeigt<br />
trotz minimaler Bautiefe plastische 3-D-Bilder.<br />
Äußerlich weiß der C9090 Akzente zu setzen:<br />
Das Gehäuse ist komplett aus Metall, der Standfuß<br />
ein echtes Schwergewicht und Details wie<br />
die langsam nach vorn gleitende Bedienleiste<br />
überzeugen auch kritische Premiumkäufer. An<br />
die Grenzen stößt das extravagante Designkonzept<br />
erst beim Blick auf die Rückseite: Die meisten<br />
Anschlüsse sind nur durch Adapterkabel<br />
zugänglich, Kabelkanäle sucht man vergebens<br />
und die Verbindung von Standfuß und Display<br />
wird lediglich durch eine Kunststoffblende mit<br />
Klettverschlüssen kaschiert.<br />
Komprimierte Technik<br />
Aufgrund des minimalen Platzangebots wanderten<br />
sämtliche Anschlüsse und ein Großteil<br />
der Elektronik in den Standfuß. Für diese<br />
Preisklasse unangemessen: Es findet sich kein<br />
Sat-Tuner, der C9090 unterstützt lediglich den<br />
Empfang über DVB-T und DVB-C. Eines der<br />
Aushängeschilder ist dagegen die edle Fernbedienung:<br />
Das Display besitzt eine ausreichende<br />
Auflösung und Farbtreue, um sämtliche Inhalte<br />
überzeugend darzustellen. Parallel zum<br />
laufenden Programm dürfen Sie ein weiteres<br />
auf der Fernbedienung betrachten; dank Doppeltuner<br />
gelingt das Streaming des zweiten<br />
Programms unabhängig von der Anzeige des<br />
Fernsehers. Leider können Sie die Doppeltuner<br />
nicht zur Kanalumschaltung während einer Aufzeichnung<br />
nutzen, diese sind strikt an das Streaming-Konzept<br />
der Fernbedienung gekoppelt.<br />
Sämtliche USB-Datenträger wurden in unserem<br />
<strong>Test</strong> anstandslos erkannt, die Programmaufzeichnung<br />
im Stand-by-Betrieb fällt mit über 40<br />
Watt (W) aber nicht energieeffizient aus. Neben<br />
TV-Programmen können Sie auch angeschlossene<br />
HDMI-Quellen via Fernbedienung darstellen,<br />
der Ton wird über die integrierten Lautsprecher<br />
oder den Kopfhöreranschluss an der<br />
Unterseite der Fernbedienung wiedergegeben.<br />
Mangels echter Tasten fällt die Handhabung<br />
anfangs gewöhnungsbedürftig aus. Aufseiten<br />
der Multimedia-Funktionen schöpft Samsung<br />
aus dem Vollen, bis auf wenige Ausnahmen<br />
(Quicktime) werden nahezu alle exotischen Audio-<br />
und Videodateien unterstützt. Dies gilt allerdings<br />
nicht im Netzwerk, in dem nur wenige<br />
Standardformate abrufbar sind.<br />
Minimale Kompromisse<br />
Samsungs C9090 wirft den Betrachtern ein<br />
farblich neutrales Bild entgegen, sodass kritische<br />
Stimmen schnell verstummen. Die Voreinstellungen<br />
vermeiden überzuckerte Farbtöne<br />
und dunkle Bereiche treten ohne störenden<br />
Blaustich auf. Dank des guten Kontrastfilters<br />
erscheinen Kinofilme auch bei Tageslicht plastisch,<br />
die sichtbare Spiegelung sollte bei der<br />
Aufstellung aber bedacht werden. Im Gegensatz<br />
zum C8790 arbeiten die Rahmen-<strong>LED</strong>s<br />
des C9090 in vierfacher Ausführung und das<br />
Spaltendimming entfällt. Schwarz wirkt unter<br />
geringem Umgebungslicht aufgehellt und die<br />
eigentlich gute Ausleuchtungsgenauigkeit kann<br />
fleckige dunkle Bereiche nicht völlig ausmerzen.<br />
Das Display versucht zwar, durch den automatischen<br />
Helligkeitsabgleich des gesamten Bildes<br />
dunklen Szenen mehr Tiefe zu verleihen, das<br />
raubt den meisten Bildern jedoch die Brillanz.<br />
Aufseiten der Bildschärfe bietet der C9090<br />
nicht die messerscharfe Abbildung manches<br />
Konkurrenten, das natürliche Gesamtergebnis<br />
kann aber auch hier überzeugen. Schnelle Bewegungen<br />
werden mittels 200-Hertz-Bildverarbeitung<br />
von Unschärfen befreit, ohne Artefakte<br />
kommt Samsungs Bildanalyse allerdings nicht<br />
aus. Obwohl Sie mittels zehnstufiger Regler<br />
die Weichheit und Klarheit vorgeben können,<br />
erreicht die Zwischenbildberechnung nicht das<br />
derzeitige Optimum.<br />
Stärken und Schwächen<br />
Der Schwachpunkt des Displays bleibt der eingeschränkte<br />
Betrachtungswinkel: Bereits minimale<br />
Abweichungen von der Bildmitte lassen<br />
Farben ausbleichen und dunkle Bereiche milchig<br />
erscheinen. Außerordentlich gut bereitet<br />
die interne Signalverarbeitung normale SD-<br />
Inhalte auf: Sowohl Video- als auch Filmmaterial<br />
erscheinen meist flimmerfrei und detailreich,<br />
die Rauschminimierung wertet schlechtes<br />
Bildmaterial zusätzlich auf. Unser <strong>Test</strong>modell<br />
wusste sogar im 3-D-Betrieb zu überzeugen,<br />
denn Samsungs aktuelle Firmware reduziert die<br />
anfangs störenden Doppelkonturen sichtbar.<br />
Infolge einer 60-Hertz-Wandlung erscheinen<br />
Kinobilder im 3-D-Modus mit weicheren Bewegungsphasen,<br />
sichtbares Bildflimmern wird<br />
lediglich durch Umgebungslicht hervorgerufen.<br />
Normales 2-D-Material konvertiert der Fernseher<br />
auf Wunsch in Echtzeit, der Bildeindruck<br />
wirkt auf Dauer aber anstrengend. Die minimale<br />
Bautiefe des C9090 zwingt die Tonqualität<br />
in die Knie – die im Standfuß integrierten Lautsprecher<br />
verzerren bereits bei Zimmerlautstärke.<br />
Das Lautsprecherset HT-C9959W gehört somit<br />
zum Pflichtkauf, alternativ lassen sich über<br />
den Audiorückkanal die Tondaten bequem zum<br />
AV-Receiver leiten. Unser Fazit: Trotz minimaler<br />
Bautiefe gehört der UE55C9090 zu den ausgereiftesten<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s am Markt und wird in<br />
der Wiedergabequalität lediglich von der hauseigenen<br />
C8790-Serie knapp geschlagen.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
19/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
16/20<br />
Wiedergabequalität<br />
48/60<br />
Wertung 83 von 100<br />
Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 3600 : 1<br />
Gleichm. Ausleuchtung 85 %<br />
Kontrasteindruck<br />
Blickwinkel 120°/150°<br />
Heimkino/Tageslicht<br />
Kontrastfilterscheibe<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 85 W<br />
ausreichend/ausreichend<br />
gut/sehr gut<br />
kontrastoptimiert, spiegelnd<br />
Neutrale Farbdarstellung (Voreinstellung). Bei seitlicher<br />
Betrachtung bleichen Farben aus (kleines Dreieck)<br />
Exakte Helligkeitsverteilung. Bei seitlicher Betrachtung<br />
bleichen Tief- und Mitteltöne komplett aus (oberer Graph)<br />
Wärmebild<br />
195 W<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by<br />
0,1 W<br />
0 W > 1 W<br />
Neutrale Farbtemperatur ohne Kalibrierung. Bei seitlicher<br />
Betrachtung sichtbare Blauviolett-Färbung (unterer Graph)<br />
Luminanz<br />
± 0 %<br />
+ 5 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
+ 5 %<br />
± 0 %<br />
58 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft
NR. 3 MAI/JUNI 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />
Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />
„Avatar“ auf Blu-ray: <strong>Vorschau</strong> im Heft<br />
NR. 4 JULI/AUGUST 2009 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />
Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60<br />
100 <strong>LCD</strong>-<br />
UND PLASMA-<br />
TVS AUF<br />
EINEN BLICK<br />
Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino<br />
NR. 4 JULI/AUGUST 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />
Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />
NR. 5 SEPTEMBER/OKTOBER 2009 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />
Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />
NR. 5 SEPTEMBER/OKTOBER 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />
Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />
Ausgabe verpasst?<br />
Glück gehabt! Jetzt unseren Nachbestellservice nutzen!<br />
Ausgabe 3.2009<br />
Ausgabe 4.2009<br />
NEUES | INHALTE | WISSEN | KAUFBERATUNG<br />
HDMI-NEUHEIT<br />
Kabellose Bild- und Tonübertragung<br />
vorgestellt<br />
BLU-RAY 2.0<br />
Aktuelle Player mit allen<br />
Funktionen im Vergleich<br />
Kino, Fernsehen, Internet<br />
Flachbildfernseher für jede Gelegenheit im <strong>Test</strong>: Loewe, Panasonic,<br />
Philips, Samsung und Sony erweitern Ihre Ansprüche<br />
Ausgabe 5.2009<br />
NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />
<strong>LCD</strong>- und SCHÄRFE-PLUS BLU-RAY-GENUSS<br />
Plasma-TVs <strong>LCD</strong>-TVs mit 200 Hertz Denons DVD-A1UD genügt<br />
im Überblick von Sony und Toshiba höchsten Ansprüchen<br />
Ausverkauft<br />
Ökotrend: <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s schonen Umwelt und Geldbeutel<br />
CI Plus: Neuer Verschlüsselungsstandard für <strong>HDTV</strong><br />
Ich bestelle die angekreuzten<br />
Hefte der HD+TV und bezahle je<br />
Exemplar fünf Euro per Vorkasse:<br />
bar (den Betrag habe ich in bar<br />
beigelegt)<br />
Banküberweisung (den Betrag<br />
habe ich auf folgendes Konto überwiesen:<br />
Hypovereinsbank Leipzig,<br />
BLZ: 8 60 200 86,<br />
Konto-Nr.: 357 721 300)<br />
Duell des Jahres: Panasonic Plasma<br />
gegen Samsung <strong>LED</strong>-TV<br />
AUF BLU-RAY<br />
„Changeling“, „Frost/Nixon“<br />
AUDIO-MÖBEL<br />
Fernsehklang aufgefrischt<br />
HD-CAMCORDER<br />
Canon und Sony im Duell<br />
Echtes Kinoerlebnis mit dem Philips<br />
Cinema 21:9<br />
AUF BLU-RAY PANASONIC Z1<br />
„Watchmen“, „The Wrestler“ Edel, flach, hochwertig<br />
FÜR FILM & MUSIK<br />
Teufels kompaktes THX-Set<br />
Panasonic Z1: Ultraflacher Plasmafernseher<br />
mit Wireless HDMI<br />
Ihre Daten:<br />
Ausgabe 6.2009<br />
Ausgabe 1.2010<br />
Ausgabe 2.2010<br />
Name<br />
Vorname<br />
Straße, Hausnummer<br />
PLZ, Ort<br />
Stromsparweltmeister: Sharp <strong>LED</strong>-<br />
<strong>LCD</strong> schont Umwelt und Geldbeutel<br />
Ausgabe 3.2010<br />
NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />
PREISTIPP<br />
DENON CARA<br />
Sharp Quattron: Vierfarbtechnik<br />
für <strong>LCD</strong>s<br />
Panasonic mit THX<br />
Player in einem<br />
Referenzplasma von AV-Receiver und Blu-ray-<br />
Gehäuse<br />
3-D-Fernseher im XXL-<strong>Test</strong><br />
Panasonic und Samsung entführen Sie in die dritte Dimension<br />
Player, Brillen, Blu-rays: So starten Sie ins 3-D-Zeitalter<br />
AUF BLU-RAY<br />
„Der Herr der Ringe“ u. v. a.<br />
AUGENÖFFNER<br />
Neue Fernseher von Philips<br />
SONY MONOLITH<br />
TV-Skulptur mit <strong>LED</strong>-Technik<br />
XXL-<strong>Test</strong>: 3-D-TV-Premieren von<br />
Panasonic und Samsung<br />
Unsere Besten: Die Flachbildtestsieger<br />
2009 im HD+TV Vergleich<br />
Ausgabe 4.2010<br />
NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />
HD IM KABEL VIER FARBEN ALLESKÖNNER<br />
Programminhalte und Zeigt Sharps Quattron- Schlank und prall gefüllt:<br />
Anbieter im Vergleich<br />
Technik Vorteile im Bild? Samsung UE46C8790<br />
CI PLUS<br />
Aufzeichnung mit<br />
Hindernissen<br />
HÖRGENUSS<br />
Design und Klang<br />
mit Loewe Reference<br />
3-D-PLAYER<br />
Samsung C6900 und<br />
Panasonic BDT300<br />
<strong>Test</strong>: Stromspar-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s<br />
Bild- und Tonvergleich der superflachen Fernseher<br />
HD-Tuner, Internet, Multimedia und 3-D inklusive<br />
AUF BLU-RAY PANASONIC VT20<br />
„Warner Premium Collection“ Bildprimus in 2-D und 3-D<br />
BESSER ALS KINO<br />
JVC HD950 mit 21:9-Optik<br />
Großer <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Vergleich +<br />
Plasmaprimus von Panasonic<br />
Sie können auch bestellen unter:<br />
www.filmkaufen.de/hdplustv<br />
B&O<br />
LG<br />
Panasonic<br />
Samsung<br />
Sharp<br />
Sony<br />
Toshiba<br />
Alle Hintergründe zum <strong>HDTV</strong>-Programmstart<br />
+ Metz Primus 55 im <strong>Test</strong><br />
Ausgabe 5.2010<br />
NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />
<strong>LCD</strong>- und<br />
KOMPAKTKLASSE THX-FERNSEHER<br />
Plasma-TVs<br />
32-Zoll-<strong>LCD</strong>s von Loewe und Panasonics bester 42-<br />
im Überblick<br />
Philips im Vergleich<br />
Zoll-Plasma im Bildcheck<br />
HD PERFEKT<br />
Bilddiagonale und Sitzabstand<br />
richtig wählen<br />
3-D-SOUND<br />
Denon AVR-3311 mit<br />
HDMI 1.4 und DSX<br />
INTERNET-TV<br />
IPTV und HbbTV verändern<br />
Ihren Fernsehalltag<br />
ENTERTAINER<br />
Loewe Individual Compose<br />
Loewe<br />
Panasonic<br />
Philips<br />
Samsung<br />
Sony<br />
<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s mit 400 Hertz und 3-D-Unterstützung<br />
IFA-Highlights: 13 neue Modelle vorgestellt<br />
TEST: PREMIUM-TVs<br />
<strong>LED</strong> ULTRAFLACH<br />
Samsung UE55C9090<br />
3-D AUF BLU-RAY<br />
Wir testen die ersten Filme<br />
Sonys <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> der Serie HX905<br />
begeistert in 2-D und 3-D<br />
Einfach Coupon ausschneiden, in Druckschrift ausfüllen und per Post einsenden.<br />
Datum, Unterschrift<br />
Bitte gewünschte Ausgabe(n) ankreuzen:<br />
2005<br />
1.2005<br />
2006<br />
1.2006<br />
2.2006<br />
3.2006<br />
4.2006<br />
5.2006<br />
6.2006<br />
2007<br />
1.2007<br />
2.2007<br />
3.2007<br />
4.2007<br />
5.2007<br />
6.2007<br />
2008<br />
2.2008<br />
3.2008<br />
4.2008<br />
5.2008<br />
6.2008<br />
Bitte einsenden an:<br />
Auerbach Verlag<br />
und Infodienste GmbH<br />
– Leserservice –<br />
Lauchstädter Straße 20<br />
04229 Leipzig<br />
2009<br />
1.2009<br />
2.2009<br />
3.2009<br />
4.2009<br />
6.2009<br />
2010<br />
1.2010<br />
2.2010<br />
3.2010<br />
4.2010<br />
5.2010
46PFL9705K<br />
Philips 46PFL9705K<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Hersteller<br />
Philips<br />
Preis<br />
2999 Euro<br />
Info<br />
www.philips.de<br />
Bilddiagonale 46 Zoll (117 cm)<br />
Maße (B/H/T) 108,8 × 70,7 × 6,9 cm<br />
Gewicht<br />
25 kg<br />
Farben<br />
Silber (Aluminium)<br />
Bildtechnologie Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (400 Hz)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />
HDMI 1.4 (ARC) ja<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />
Empfindlichkeit Sat gut (–83 dBm)<br />
DiSEqC 1.0<br />
Unicable<br />
nein<br />
CI Plus<br />
ja<br />
Festplattenaufz. nein<br />
Bild-in-Bild<br />
nein<br />
DLNA<br />
ja<br />
Wi-Fi<br />
ja (intern)<br />
Multimedia-Formate DivX, MPEG-1 bis -4,<br />
WMV, AVI, MKV, JPEG,<br />
MP3, WMA, WAV, AAC<br />
Internetdienste HbbTV, Videoload,<br />
Tagesschau, Bild.de,<br />
Youtube, Wetter.com,<br />
Kino.de, QTom, Arte,<br />
Daily Motion, Tom Tom,<br />
Internetbrowser u. v. a.<br />
3-D-Darstellung ja<br />
3-D-Formate Frame-Packing,<br />
Side-by-Side, Top-Bottom<br />
Lichtdusche<br />
Mit besonders leistungsfähigen <strong>LED</strong>s will Philips der 9000er-Serie zu neuem Glanz verhelfen<br />
und die brillantesten Bilder aller Flachbildfernseher bieten. Wir haben die vielversprechende<br />
Technik inklusive der 3-D-Darstellung unter die Lupe genommen.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Im Gegensatz zum Heimkinofernseher Cinema 21 : 9 Platinum sind die 3-D-Brillen und der Infrarotsender er nicht<br />
im Lieferumfang enthalten. Seine wahren Stärken spielt der Philips dessen ungeachtet im 2-D-Betrieb aus<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />
60 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Ein eleganter Standfuß, der gleichzeitig<br />
als Wandaufhängung dient, ein schlanker<br />
Bildrahmen und Aluminiumblenden,<br />
wohin das Auge reicht: Mit dem Philips<br />
46PFL9705K erstehen Sie ein echtes Vorzeigeobjekt.<br />
An Anschlussvielfalt mangelt es dem<br />
Fernseher nicht, einige Anschlüsse sind allerdings<br />
etwas unglücklich platziert; so wird das<br />
Satellitenkabel seitlich angedockt, was eine<br />
unauffällige Installation erschwert. Die übersichtliche<br />
Struktur und gute Verarbeitung der<br />
Fernbedienung gefallen, zuweilen wünscht<br />
man sich aber mehr Direktwahltasten und eine<br />
eindeutigere Bezeichnung. Praktisch ist hingegen<br />
die elektronische Anleitung, diese wurde<br />
nahtlos in die Benutzeroberfläche integriert.<br />
Entsprechend seiner Bestimmung als derzeit<br />
leuchtstärkstes Display am Markt spendiert<br />
Philips dem <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> ein 3-Wege-Ambilight.<br />
Je nach Bildinhalt beginnen die rückseitig installierten<br />
<strong>LED</strong>s zu leuchten und vermitteln bei<br />
entsprechender Aufstellung ein größeres Bild.<br />
Sogar im ausgeschalteten Zustand lässt sich der<br />
Fernseher als energiesparende Wandbeleuchtung<br />
verwenden. Wünschenswert wäre lediglich<br />
der automatische Helligkeitsabgleich beim<br />
Einsatz des Lichtsensors, dieser nimmt nur auf<br />
die Bildbrillanz Einfluss. Neu ist die Möglichkeit,<br />
das Ambilight auf die eigene Wandfarbe abzustimmen,<br />
sodass bunte Hintergründe ebenfalls<br />
die korrekten Farbtöne reflektieren. Doch nicht<br />
nur optisch hebt sich der 46PFL9705K wohltuend<br />
vom Konkurrenzfeld ab: Neben zwei Mitteltönern<br />
auf der Rückseite sorgt die zierliche<br />
Lautsprecherleiste am unteren Bildrahmen für<br />
einen angenehm neutralen und druckvollen<br />
Klang. Besitzer von AV-Receivern nutzen die<br />
HDMI-1.4-Schnittstelle mit Audiorückkanal zur<br />
komfortablen Übertragung der Tondaten. Die<br />
Energiebilanz des 46-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s fällt vorbildlich<br />
aus: Im Standardbetrieb pendelt sich der<br />
Verbrauch auf durchschnittlich 110 Watt (W)<br />
ein. Wollen Sie die maximale Helligkeit ausnutzen,<br />
steigt der Energiebedarf auf rund 200 W.<br />
Programmvielfalt<br />
Philips‘ integrierter Sat-Empfänger unterstützt<br />
bis zu vier LNBs, die Satelliten Astra 19,2 Grad<br />
Ost, 23,5 Grad Ost, 28,2 Grad Ost und Türksat<br />
42 Grad Ost sind bereits voreingestellt. Der<br />
Sendersuchlauf und die Programminstallation<br />
erfolgen einsteigerfreundlich, aber langwierig.<br />
Abseits der automatischen Einrichtung steht mit<br />
„Satelliten Empfangstest“ eine manuelle Sendersuche<br />
bereit, die allerdings nur im Falle einer Senderaktualisierung<br />
die Speicherung von Programmen<br />
erlaubt. Trotz teilweise missverständlicher<br />
Bezeichnungen können die Fernsehfunktionen<br />
samt vorsortierter Kanalliste und grafisch ansprechendem<br />
elektronischem Programmführer<br />
überzeugen, vermisst haben wir lediglich eine<br />
Bild-in-Bild-Darstellung sowie die Möglichkeit<br />
der Festplattenaufzeichnung über angeschlossene<br />
USB-Datenträger. Weitere Unterhaltungsmöglichkeiten<br />
offenbaren sich bei der Anbindung<br />
des Fernsehers ans Internet. Neben der<br />
kabelgebundenen Vernetzung gestaltet sich der<br />
drahtlose Zugriff dank integriertem WLAN-Modul<br />
einsteigerfreundlich. Philips‘ Internetportal<br />
Net TV glänzt mit attraktiven sowie aktuellen Inhalten<br />
und guter Bildqualität der Videobeiträge,<br />
nur die träge Bedienung erfordert etwas Geduld.<br />
Auf Wunsch durchforsten Sie das World Wide<br />
Web ohne Zwänge im integrierten Browser;<br />
durch die eingeschränkte Formatunterstützung<br />
werden viele Websites aber nur unvollständig<br />
angezeigt. In Kooperation mit Videoload gestattet<br />
Philips, Filme gegen Bezahlung auszuleihen<br />
und diese auf dem Fernseher zu betrachten. Sie<br />
müssen nach der Netzwerkeinrichtung lediglich<br />
eine SD-Karte mit vier oder acht Gigabyte Datenvolumen<br />
zum Formatieren bereithalten, je nachdem,<br />
ob Sie Filme in SD- oder HD-Qualität ausleihen<br />
möchten. Unter der Bezeichnung „iTV“<br />
erlaubt es der Fernseher, die HbbTV-Dienste der<br />
TV-Sender anzuzeigen; leider unterstützte unser<br />
<strong>Test</strong>modell diese Funktion ebenso wie Widgets<br />
(einblendbare Kurzinformationen über das<br />
Internet) noch nicht. Das entsprechende Update<br />
wird zum Erscheinungstermin dieser Ausgabe erhältlich<br />
sein und ist auch zu älteren Philips-TVs<br />
mit Net-TV-Unterstützung kompatibel.<br />
<strong>LED</strong>-Turbo<br />
Philips beschreibt die Bildschärfe mit 400 Hertz,<br />
wobei die Signalverarbeitung 200 Bilder generiert<br />
und die restlichen in Form wandernder<br />
Schwarzbalken hinzufügt. Entgegen der Philips-Tradition<br />
dürfen Sie die artefaktbehaftete<br />
Bewegungsglättung deaktivieren und erleben<br />
dennoch eine gute Bewegtbildschärfe. Zudem<br />
wird die Eingabeverzögerung auf ein angenehmes<br />
Maß reduziert. In der Praxis neigt der<br />
Fernseher in den Voreinstellungen zur Überschärfung,<br />
was mit gedrosseltem Schärferegler<br />
und begrenztem Einsatz der umfangreichen<br />
Bildverarbeitung schnell behoben werden kann.<br />
Auf die mitgelieferten abgespeicherten Vergleichsbilder<br />
und HD-Videos sollten Sie nicht<br />
blind vertrauen, denn diese geben nur wenig<br />
Aufschluss über die tatsächliche Bildqualität. Es<br />
lohnt sich, die Bildeinstellungen manuell mithilfe<br />
von <strong>Test</strong>bildern nachzujustieren. Nicht ganz<br />
auf Referenzniveau ist die Schärfe während der<br />
Bewegtbilddarstellung. Unser <strong>Test</strong>modell neigte<br />
zum leichten Verwischen und es bildeten sich<br />
farbige Nachzieher. Dieser Effekt war allerdings<br />
maßgeblich von der Betriebstemperatur abhängig<br />
– nach einer Stunde Dauerbetrieb verbesserte<br />
sich die Klarheit des Bildes sichtbar. Im<br />
Inneren des 46PFL9705K verrichten rund 1 800<br />
<strong>LED</strong>s, aufgeteilt in 224 unabhängige Segmente,<br />
ihren Dienst. Die Besonderheit: Durch den Einsatz<br />
leistungsfähiger Leuchtdioden ergibt sich in<br />
der Praxis ein Helligkeitsgewinn im Vergleich zu<br />
konkurrierenden Flachbildfernsehern. Im Ausgangszustand<br />
ist davon noch nichts zu sehen,<br />
denn Philips wählte einen energiesparenden<br />
Das 3-D-Starterkit kostet 200 Euro Aufpreis. Der mitgelieferte<br />
Sender findet auf der Rückseite Anschluss und sollte<br />
auf dem Fernseher positioniert werden<br />
Eine Konvertierung von 2-D zu 3-D bietet Philips nicht, Sie<br />
können 3-D-Inhalte lediglich auf Wunsch zweidimensional<br />
darstellen<br />
Net TV bietet umfangreiche Unterhaltungsangebote über<br />
das Internet. Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten,<br />
sind darüber hinaus HbbTV- und Widget-Dienste abrufbar<br />
Dank wählbarer Wandfarbe passt sich das Rundumlicht<br />
Ambilight verschiedenen Hintergründen an, was die Aufstellung<br />
des Fernsehers flexibler gestaltet<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 61
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Kontrast (nativ) Min: 1 000 : 1, Max: 15 000 : 1<br />
Gleichm. Ausleuchtung 75 %<br />
Kontrasteindruck<br />
Blickwinkel 120°/150°<br />
Heimkino/Tageslicht<br />
Kontrastfilterscheibe<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 85 W 200 W<br />
ausreichend/ausreichend<br />
sehr gut/sehr gut<br />
kontrastoptimiert,<br />
leicht spiegelnd<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by 0,1 W<br />
0 W > 1 W<br />
Mustergültige Farbtemperatur, in der Praxis allerdings<br />
etwas schwankend. Seitlich betrachtet kühle Farbgebung<br />
Natürliche Farbabstimmung ab Werk. Von der Seite betrachtet<br />
erscheinen Rottöne violett, Gelbtöne bleichen aus<br />
Gammaverlauf optimal. Seitlich betrachtet bleichen Tiefund<br />
Mitteltöne sichtbar aus (oberer Graph)<br />
Wärmebild<br />
Luminanz<br />
± 0 %<br />
– 5 %<br />
– 10 %<br />
– 5 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
Modus, um die Stromsparrichtlinien der zukünftigen<br />
EU-Norm mustergültig zu erfüllen. Mit<br />
wenigen Handgriffen lässt sich die Bildbrillanz<br />
steigern und im farbkalibrierten Modus erreichte<br />
der Philips abhängig vom Bildinhalt die<br />
zwei- bis sechsfache Helligkeit im Vergleich zu<br />
Plasma-TVs oder Edge-<strong>LED</strong>s mit vollflächiger<br />
Dimmung. Gegenüber herkömmlichen Direct-<br />
<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s steigt die Brillanz immerhin um den<br />
Faktor 1,5 bis 3. Im Praxisbetrieb kann sich der<br />
Philips noch besser in Szene setzen, als es die<br />
Zahlen vermuten lassen. Ganzflächig leuchtstarke<br />
Bilder werden ebenso wie kleine Leuchtpunkte<br />
nahezu gleichbleibend brillant dargestellt,<br />
sodass der Helligkeitsgewinn in jeder<br />
Bildkomposition erhalten bleibt.<br />
Helligkeit ist Trumpf<br />
Aufgrund der nur leicht spiegelnden Kontrastfilterscheibe<br />
und potenten <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />
vermittelt der Philips einen exzellenten<br />
Kontrasteindruck. Bei Tageslicht offeriert<br />
der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> eine unerreichte Bildhelligkeit und<br />
im dunklen Heimkino reizen die <strong>LED</strong>s unsere<br />
Wahrnehmung sowohl im Schwarz- als auch im<br />
Weißbereich vollkommen aus. Dabei verschluckt<br />
der Fernseher keinesfalls Details, sondern wählt<br />
den richtigen Mittelweg aus Durchzeichnung<br />
und satten Schwarztönen. Lediglich komplexe<br />
<strong>Test</strong>sequenzen konnten die <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />
leicht in die Irre führen. Unser <strong>Test</strong>modell<br />
zeigte vollflächige Graustufen mit zehn<br />
Prozent Helligkeit mit wechselhafter Luminanz,<br />
dieser Effekt war im realen TV- und Filmbetrieb<br />
jedoch nicht reproduzierbar und das (verglichen<br />
mit der <strong>LCD</strong>-Schicht) grobe <strong>LED</strong>-Raster trat nie<br />
unangenehm in Erscheinung. Vergleicht man<br />
den 46PFL9705K mit den besten <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s am<br />
Markt, so fällt hier die Brillanz feinster Details<br />
höher und das Überstrahlen in dunkle Bereiche<br />
geringer aus. Einzig kritische Betrachter werden<br />
leichte Schwankungen der Farbtemperatur bei<br />
einheitlichen Flächen wahrnehmen, denn die<br />
Farbgebung ist abhängig von der Größe der<br />
dargestellten Fläche. Zudem gelingt die Ausleuchtung<br />
nicht fehlerfrei: Im unteren Bereich<br />
plagte unser <strong>Test</strong>modell ein schattiger Fleck<br />
und die Homogenität der Ausleuchtung liegt<br />
nur bei guten 75 Prozent. Vor dem Kauf sollten<br />
Sie mittels eines weißen <strong>Test</strong>bildes die Homogenität<br />
der Ausleuchtung überprüfen, denn<br />
produktionsbedingte Schwankungen sind hierbei<br />
nicht ausgeschlossen. Der makellose Kontrasteindruck<br />
ist außerdem jenen vorbehalten,<br />
die exakt auf Augenhöhe und zentral vor dem<br />
Fernseher sitzen, denn der Philips verzeiht keine<br />
Abweichung vom Mittelpunkt. Bereits bei<br />
wenigen Grad Differenz bleichen Farben sowie<br />
Tief- und Mitteltöne sichtbar aus und die <strong>LED</strong>-<br />
Hintergrundbeleuchtung tritt in Erscheinung.<br />
Die interne Bildverarbeitung des Modells kann<br />
schlechte Signalquellen kaum aufwerten, sondern<br />
zeigt jeden Fehler schonungslos. SD-Videoformate<br />
werden mit guter Bildschärfe dargestellt,<br />
meist bleibt jedoch die Bildruhe auf der<br />
Strecke. Wollen Sie das Potenzial des Fernsehers<br />
ausreizen, sollten Sie den internen Tunern<br />
die entsprechenden HD-Kanäle zuweisen und<br />
einen hochwertigen Blu-ray-Player zur Filmzuspielung<br />
nutzen.<br />
3-D vertagt<br />
Lange mussten Philips-Fans auf das 3-D-Update<br />
warten, doch das Ergebnis fällt zwiespältig<br />
aus. Dank der Hochleistungsleuchtdioden ist<br />
die 3-D-Darstellung angenehm hell und fast<br />
flimmerfrei, allerdings waren unsere Ausflüge<br />
in die 3-D-Welt aufgrund von störenden Doppelkonturen<br />
und Geisterbildern nur von kurzer<br />
Dauer. Die Bildtrennung zwischen linkem und<br />
rechtem Auge verlief unbefriedigend, fehlerhafte<br />
Konturen zeigen sich auffälliger als bei<br />
den derzeitigen 3-D-Referenzen. Unsere Messungen<br />
bestätigten den subjektiven Eindruck –<br />
die Intensität des Übersprechens liegt zwischen<br />
vier und acht Prozent. Dennoch besitzt das Philips-System<br />
großes Potenzial, denn die Synchronisation<br />
zwischen Brille und Fernseher gelingt<br />
vollautomatisch und sehr komfortabel. Sämtliche<br />
Bildeinstellungen bleiben im 3-D-Modus<br />
erhalten, eine Konvertierung von 2-D zu 3-D bietet<br />
Philips aber nicht. Neben den Signalen einer<br />
3-D-Blu-ray verarbeitet der Fernseher das Sideby-Side-Format<br />
der ersten 3-D-Programme, das<br />
Sie, im Gegensatz zum Blu-ray-Format, manuell<br />
anwählen müssen. Auf der IFA in Berlin konnten<br />
wir weitere Modelle der 9000er-Serie begutachten,<br />
die eine bessere Bildtrennung gewährleisteten.<br />
Laut Hersteller plagt einige Modelle der<br />
Serie 9000 eine fehlerhafte 3-D-Signalannahme,<br />
sodass die Synchronisation zwischen linkem<br />
und rechtem Auge negativ beeinträchtigt wird.<br />
Die Evolution von <strong>LED</strong><br />
Philips geht konsequent den nächsten Schritt<br />
bei der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Entwicklung und nimmt sich<br />
der vernachlässigten Bildbrillanz an. Während<br />
nahezu jeder Hersteller mit theoretischen Kontrastangaben<br />
im Millionenbereich wirbt, reizt<br />
Philips das Spektrum sichtbar aus. Der Bildeindruck<br />
ist unter Tageslichtbedingungen ebenso<br />
mustergültig wie im dunklen Heimkino – trotz<br />
gesteigerter Helligkeit müssen Filmfans nicht auf<br />
eine exzellente Schwarzdarstellung verzichten.<br />
Von einem Blind- oder Internetkauf sei trotz aller<br />
Euphorie dennoch abgeraten, denn das Modell<br />
sollte vor dem Erwerb auf hochfrequente<br />
Störgeräusche, flackernde <strong>LED</strong>s und eine inhomogene<br />
Ausleuchtung überprüft werden, damit<br />
der Fernsehgenuss am Ende das hält, was unser<br />
<strong>Test</strong>bericht verspricht.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
18/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
14/20<br />
Wiedergabequalität<br />
53/60<br />
Wertung 85 von 100<br />
62 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
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47LX9500<br />
LG 47LX9500<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Hersteller<br />
LG<br />
Preis<br />
2999 Euro<br />
Info<br />
www.lg.de<br />
Bilddiagonale 47 Zoll (119 cm)<br />
Maße (B/H/T) 108,59 × 71,06 × 3,16 cm<br />
Gewicht<br />
26,7 kg<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Bildtechnologie Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (400 Hz)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />
HDMI 1.4 (ARC) ja (nein)<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C<br />
Empfindlichkeit Sat –<br />
DiSEqC –<br />
Unicable<br />
nein<br />
CI Plus<br />
ja<br />
Festplattenaufz. nein<br />
Bild-in-Bild<br />
nein<br />
DLNA<br />
ja<br />
Wi-Fi<br />
ja (extern über USB)<br />
Multimedia-Formate AVCHD, MPEG-4, MPEG-2,<br />
DivX, MKV, H.264, MOV,<br />
JPEG, MP3, LPCM<br />
Internetdienste Youtube, Maxdome,<br />
Picasa, Accuweather<br />
3-D-Darstellung ja<br />
3-D-Formate Frame-Packing, Side-by-<br />
Side, Top-Bottom,<br />
Schachbrett, Frame<br />
Alternative<br />
Einer für alle<br />
3-D, <strong>LED</strong>, 400-Hertz-Technologie: LGs Klassenbester strotzt geradezu vor hochklassigen Ausstattungsdetails.<br />
Trotz ultraflacher Bautiefe sind die Leuchtdioden nicht im Rahmen, sondern<br />
tatsächlich im Hintergrund integriert. Ob der LX9500 alle Bildqualitätsversprechen in der Praxis<br />
hält, zeigt unser ausführlicher <strong>Test</strong>.<br />
VON CHRISTIAN HILL<br />
Nicht nur mit dem neuartigen Bedienkonzept „Magic Motion“ (erste Fernbedienung) will LG den Kunden<br />
verzaubern. Der äußerst schmale Display-Rahmen ist ebenfalls sehr eindrucksvoll<br />
Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />
64 HD+TV | 6.20100 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
LGs LX9500 misst nur etwas mehr als drei<br />
Zentimeter in der Tiefe. Noch schmaler<br />
ist die Einrahmung der Display-Fläche,<br />
dadurch vermittelt der LX9500 im eingeschalteten<br />
Zustand nahezu den Eindruck, als wäre<br />
das Bild nicht in ein enges Korsett gezwängt,<br />
sondern frei schwebend. Vollendet wird das Designkonzept<br />
durch den großzügigen Einsatz von<br />
Glas: angefangen beim Standfuß, der durch sein<br />
Gewicht das Gerät stabilisiert und mittels gummierter<br />
Punkte rutschfest platziert ist, bis hin zur<br />
Frontscheibe, die über den Display-Rahmen hinausreicht.<br />
Die Glasfront unterstreicht zwar die<br />
edle Note des LX9500, birgt jedoch die Gefahr,<br />
durch ihren spiegelnden Charakter den Bildgenuss<br />
zu stören. Für die Aufstellung keinesfalls<br />
unerheblich: Das Stromkabel ist fest am Display<br />
verankert und fällt vergleichsweise kurz aus. Als<br />
besondere Zugabe legt LG dem Gerät die „Magic<br />
Motion“ bei. Dabei handelt es sich um eine<br />
abgespeckte Fernbedienung, mit deren Hilfe<br />
per Funk die wichtigsten Funktionen des Geräts<br />
bedient werden können. Wird sie aktiviert, erscheinen<br />
Menüpunkte und ein Zeiger auf dem<br />
Display, der, ähnlich einem Mauscursor, über<br />
die Bildfläche bewegt wird. Leider hat LG bei<br />
der Tuner-Ausstattung den Satellitenempfänger<br />
eingespart und auf die Option zur Festplattenaufzeichnung<br />
verzichtet. Lediglich Kabel- und<br />
Antennenempfang sind möglich. Nach dem<br />
Suchlauf ist die Programmliste zwar unsortiert,<br />
ein gut durchdachtes und leicht zu erlernendes<br />
System zur Favorisierung und Sortierung sorgt<br />
jedoch schnell für ein heimisches Gefühl.<br />
Gespenstische Erscheinungen<br />
Das wohl wichtigste Merkmal aktueller Fernsehmodelle<br />
dieser Tage ist die Fähigkeit, stereoskopische<br />
Inhalte wiederzugeben. Anders als<br />
konkurrierende 3-D-fähige Geräte beherrscht<br />
der LX9500 keine Konvertierung herkömmlicher<br />
Signale in stereoskopische Bilder. Hingegen ist es<br />
dem LX9500 nahezu egal, über welche Quelle<br />
der Flachbildfernseher mit 3-D-Material gefüttert<br />
wird. Vom internen Media-Player bis hin<br />
zu eingespeisten 3-D-Blu-ray-Signalen: Liegen<br />
die Bilder in 3-D vor, können diese auch entsprechend<br />
auf dem LG wiedergegeben werden.<br />
Das 3-D-Filmformat erkennt der Apparat dabei<br />
automatisch, bei anderen Quellen muss manuell<br />
nachgeholfen werden. Für die Wiedergabe<br />
stehen hier die Methoden Side-by-Side, Top-<br />
Bottom, Schachbrett und Frame Alternative<br />
bereit. Im <strong>Test</strong> konnte der räumliche Eindruck<br />
des 3-D-Modus jedoch nicht überzeugen: Trotz<br />
Zuspielung echter 3-D-Blu-rays zeigte der Flachbildschirm<br />
jederzeit unübersehbare Übersprechungen.<br />
Die Geisterbildeffekte treten im Randbereich<br />
mit einer Intensität von bis zu 15 Prozent<br />
auf, sodass die Augen des Betrachters ungewollt<br />
zu schielen beginnen. LG gestattet dem Anwender<br />
keinen Zugriff auf die Benutzeroberfläche<br />
des Gerätes; Sie haben nur die Möglichkeit, den<br />
3-D-Effekt zu deaktivieren oder die Synchronisation<br />
der Brille umzukehren. Dem LX9500 liegen<br />
zwei Shutter-Brillen bei, der nötige Infrarotemitter<br />
ist in das Gerät integriert. Zudem setzt<br />
LG als erster 3-D-TV-Anbieter einen vollwertigen<br />
Akku ein, der über ein beiliegendes USB-Kabel<br />
geladen wird und somit den Wechsel der sonst<br />
üblichen Knopfzelle überflüssig macht.<br />
Stabiler Horizont<br />
Abseits des räumlichen Bildes präsentiert der<br />
LX9500 seiner Klasse entsprechend sehr zufriedenstellende<br />
<strong>Test</strong>ergebnisse. Dank des THXzertifizierten<br />
Modus geht die Bildkalibrierung<br />
schnell vonstatten. Mit der Option zur ISF-<br />
Kalibrierung kann selbst dies noch übertroffen<br />
werden. In der Farbdarstellung sowie der Farbtemperatur<br />
leistet sich das Panel nur minimale<br />
Abweichungen. Das lokale Abdimmen einzelner<br />
Bildbestandteile zur Erhöhung des Kontrastes<br />
funktioniert ohne merkliche Verzögerung und<br />
der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> ist in der Lage, ein sattes Schwarz<br />
zu erzeugen. Die Ausleuchtung gelingt zwar<br />
präzise, leichte Helligkeitsflecken, ähnlich der<br />
Edge-<strong>LED</strong>-Technologie, sind aber dennoch<br />
zu beobachten.<br />
Großbildmonitor<br />
Infolge der geringen Bautiefe und eingeschränkten<br />
<strong>LED</strong>-Anzahl gelingt die punktgenaue Helligkeitsansteuerung<br />
nicht mit der Präzision vergleichbarer<br />
Local-Dimming-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Helle<br />
Objekte vor dunklem Grund ziert eine Aura, die<br />
<strong>LED</strong>-Blöcke sind teilweise störend sichtbar und<br />
der reale Kontrasteindruck kann nicht an die theoretischen<br />
Maximalkontraste anschließen. Eine<br />
Abweichung des horizontalen Blickwinkels quittiert<br />
der LX9500 keinesfalls mit verblassenden<br />
Farben und schwindenden Kontrasten: Für <strong>LED</strong>-<br />
<strong>LCD</strong>-Verhältnisse bietet LG ein stabiles Blickwinkelverhalten.<br />
Weniger gelungen ist die Bewegtbildschärfe,<br />
denn trotz 400-Hertz-Technologie<br />
sind Nachzieher und Artefakte sichtbar. SD-Videosignale<br />
werden gut in die HD-Auflösung umgerechnet,<br />
Konturen mit einer Kantenglättung<br />
versehen und das Bildrauschen wird unterdrückt.<br />
Nur Filmsignale einer DVD sollten Sie immer in<br />
1 080p zuspielen, denn die interne Elektronik ist<br />
auf 60-Hertz-Signale optimiert. Klanglich bietet<br />
der LG, gemessen an der geringen Bautiefe,<br />
eine ausreichende Leistung, insgesamt fehlt es<br />
allerdings am Fundament; das Stereopanorama<br />
wirkt eingeengt und der Ton erschallt leicht blechern.<br />
Als farbechter Großbildmonitor und mit<br />
hochwertigen Quellen gefüttert fühlt sich der<br />
LX9500 dagegen pudelwohl. Sowohl im 2-D- als<br />
auch im Multimedia-Betrieb bleiben nur wenige<br />
Wünsche unerfüllt.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
16/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
16/20<br />
Wiedergabequalität<br />
48/60<br />
Wertung 80 von 100<br />
Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 6500 : 1<br />
Gleichm. Ausleuchtung 85 %<br />
Kontrasteindruck<br />
Blickwinkel 120°/150°<br />
Heimkino/Tageslicht<br />
Kontrastfilterscheibe<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 60 W 170 W<br />
gut/gut<br />
gut/sehr gut<br />
kontrastoptimiert,<br />
stark spiegelnd<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by<br />
Bei seitlicher Betrachtung (unterer Graph) lediglich leicht<br />
abweichende Farbtemperatur<br />
Dank umfangreicher Kalibrierungsoptionen zeigt der<br />
LX9500 eine nahezu punktgenaue Farbdarstellung<br />
Optimaler Gammaverlauf. Stabiler Bildeindruck bei horizontaler<br />
Blickwinkelveränderung, kein Ausbleichen<br />
Wärmebild<br />
0,1 W<br />
0 W > 1 W<br />
Luminanz<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung 65
KDL-55NX815<br />
Sony KDL-55NX815<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Hersteller<br />
Sony<br />
Preis<br />
3499 Euro<br />
Info<br />
www.sony.de<br />
Bilddiagonale 55 Zoll (140 cm)<br />
Maße (B/H/T) 127,6 × 80,0 ×3,2 cm<br />
Gewicht<br />
32,2 kg<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Bildtechnologie Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (200 Hz)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />
HDMI 1.4 (ARC) ja<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />
Empfindlichkeit Sat sehr gut (–87,5 dBm)<br />
DiSEqC 1.0<br />
Unicable<br />
nein<br />
CI Plus<br />
ja<br />
Festplattenaufz. nein<br />
Bild-in-Bild<br />
ja (eingeschränkt)<br />
DLNA<br />
ja<br />
Wi-Fi<br />
ja (intern)<br />
Multimedia-Formate AVCHD, MP4, MPEG-2,<br />
JPEG, MP3, LPCM<br />
Internetdienste FIFA Channel, Youtube,<br />
Tagesschau, Berliner<br />
Philharmoniker, Bild,<br />
Yahoo, Flickr, Twitter,<br />
Epicurious, Pro-Sieben-<br />
Mediathek, Sat-1-Mediathek,<br />
Yahoo-Widgets<br />
3-D-Darstellung ja<br />
3-D-Formate Frame-Packing,<br />
Side-by-Side, Top-Bottom<br />
3-D-Familiennachwuchs<br />
Nachdem Sonys Topmodelle im Frühsommer bereits mit einem wahrhaft überzeugenden 3-D-<br />
Modus ausgestattet waren, legt der Elektronikriese jetzt nach und wappnet sich auch in der<br />
Mittelklasse für die dreidimensionale Heimkinozukunft.<br />
VON CHRISTIAN HILL<br />
Größere Bildfläche, geringere Bautiefe, schmalerer Rahmen, dimmbare <strong>LED</strong>s und Monolith-Standfuß mit aktiver<br />
Soundbar: Der NX815 offenbart erst auf den zweiten Blick die Unterschiede zu den Vorgängern<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
66 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Das von uns getestete Modell NX815<br />
lässt von Anfang an keinen Zweifel<br />
aufkommen, dass es das Flaggschiff<br />
der nun erweiterten Presence-Serie von Sony<br />
ist. Das Modell kann als einziges mit einer beeindruckenden<br />
Bildschirmdiagonale von 55 Zoll<br />
(140 Zentimeter) erworben werden. Bis auf die<br />
überdimensionale Bildfläche unterscheidet sich<br />
das Design des NX815 jedoch kaum von seinen<br />
älteren Klassenkameraden, das Gehäuse ist allerdings<br />
fast um die Hälfte geschrumpft und<br />
die Paneleinfassung kaum noch sichtbar. Dadurch<br />
wirkt das Bild, als stünde es nahezu frei<br />
im Raum, während im ausgeschalteten Zustand<br />
die Illusion einer einheitlich geschlossenen Front<br />
entsteht. Dem optional erhältlichen Monolith-<br />
Standfuß spendierte Sony ebenfalls eine Überarbeitung.<br />
Während das alte Modell neben seiner<br />
Formschönheit nur die Funktion hatte, passiv die<br />
Töne der im Gerät eingebauten Lautsprecher in<br />
Richtung des Zuschauers zu leiten, ist nun das<br />
hohle Innenleben einem vollwertigen 3.1-Soundsystem<br />
gewichen. Während die Mittel- und<br />
Hochtöner nach vorn abstrahlen, befindet sich<br />
der Tieftöner rückwärtig im Standfußgehäuse,<br />
das auch die nötigen Anschlüsse bereithält.<br />
Aufgrund der sonst nur ausreichenden tonalen<br />
Leistungen des NX815 ist der neue Monolith-<br />
Standfuß Pflicht für Freunde des guten Klangs.<br />
Lichterkreis<br />
Sony hat natürlich im Geräteinneren weiter an<br />
der Qualität gefeilt. Die wohl wichtigste Neuerung<br />
betrifft die Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Diese<br />
ist um das komplette Panel herum angeordnet<br />
und erlaubt eine spaltenweise Regulierung der<br />
Leuchtkraft je nach Bildinhalt. Eine Aktivierung<br />
dieser Funktion zeigte im <strong>Test</strong> nur einen dezenten<br />
Effekt, Schwarzanteile wirkten weniger<br />
aufgehellt, die Bildhelligkeit kann je nach Szene<br />
aber auf 50 Prozent sinken. Das Backlight<br />
spielt darüber hinaus bei der Bildschärfe eine<br />
Rolle. Sony hat beim NX815 auf Motionflow<br />
mit 200-Hertz-Zwischenbildberechnung aufgestockt,<br />
wobei ein Teil der Nachschärfung bei<br />
Bewegungen auf das Konto der rhythmischen<br />
Deaktivierung des Backlights geht. Dies hat den<br />
Nebeneffekt, dass sich die Gesamthelligkeit des<br />
Bildes reduziert. Wollen Sie diesen Umstand<br />
umgehen, liefert der Modus „Klar“ einen guten<br />
Kompromiss aus hoher Bildschärfe und Helligkeit.<br />
Angesichts der imposanten Bildfläche verwundert<br />
es nicht, dass trotz rundum verbauter<br />
Leuchtmittel nur eine mittelmäßige Ausleuchtung<br />
erzielt wird. Dunkle Bildinhalte wirken<br />
leicht fleckig und in den Eckbereichen nimmt die<br />
Leuchtdichte zusehends ab.<br />
Tiefe inklusive<br />
Die wichtigste Ausstattungsneuheit ist natürlich<br />
der 3-D-Modus. Die dazu nötige interne Bildverarbeitung<br />
kann sich dabei auf die Entwicklungsarbeit<br />
und die Erfahrung von Sonys Oberklasse<br />
stützen. Dabei wird dem Zuschauer ein realistisches,<br />
tiefgreifendes Raumgefühl vermittelt,<br />
ohne die Augen des Betrachters überzustrapazieren.<br />
Die einzelnen räumlichen Objektebenen<br />
sind dabei wirklichkeitsnah hintereinander<br />
gestaffelt, fälschliche Überschneidungen und<br />
Positionierungen treten nicht auf. Im Gegensatz<br />
zur HX905-Serie zeigt der NX815-Koloss deutlichere<br />
Übersprecheffekte, der Crosstalk beträgt<br />
zwischen drei und sechs Prozent. Dies ist auf<br />
die indirekt abstrahlende Egde-Beleuchtung zurückzuführen,<br />
die durch ungenaue Flächenausleuchtung<br />
und weniger präzises Dimming den<br />
unangenehmen Nebeneffekt stärker provoziert.<br />
Erfreulich ist hingegen, dass Sony bei der Grundausstattung<br />
der 3-D-fähigen Flachbildfernseher<br />
zugunsten der Kunden einlenkt und bereits ab<br />
Werk den zur Synchronisation nötigen Infrarotemitter<br />
und eine aktive Shutter-Brille beilegt. In<br />
Kombination mit der ebenfalls sehr zufriedenstellend<br />
funktionierenden Konvertierung von<br />
2-D zu 3-D steht dem Start ins räumliche Bilderlebnis<br />
nichts mehr im Weg.<br />
Ungebunden<br />
Die Einrichtung der einzelnen Signalquellen<br />
gestaltet sich problemlos und TV-Sender werden<br />
gut sortiert hinterlegt. An eine Bild-in-<br />
Bild-Funktion wurde ebenfalls gedacht, jedoch<br />
können die beiden Bildhälften in Ermangelung<br />
eines Twin-Tuners nur von unterschiedlichen<br />
Quellen gespeist werden. Bei der Verarbeitung<br />
von SD-Signalen setzt der Sony nur wenige<br />
Ausrufezeichen, eine Referenzbildschärfe wird<br />
nicht erreicht. Gleiches gilt auch bei Zuspielung<br />
von Material mit unterschiedlichen Bildwiederholraten<br />
wie z. B. Video oder Film, die meist<br />
flimmerfrei bleiben, über hochwertige externe<br />
Quellen aber ruhiger und schärfer erscheinen.<br />
Neben dem 3-D-Modus wurde nicht vergessen,<br />
dem NX815 eine würdige Vollausstattung<br />
zu spendieren. Besonders erfreulich ist, dass<br />
das Wi-Fi-Modul in das Gerät integriert wurde.<br />
Eine weitere wesentliche Neuerung ist der<br />
Video-on-Demand-Service Qriosity, der in wenigen<br />
Wochen startet. Hierzu ist jedoch eine<br />
Registrierung nötig, der Dienst ist darüber hinaus<br />
kostenpflichtig. Abseits der vernetzten<br />
Informationswege kann sich der Besitzer des<br />
NX815 über ein durchweg scharfes Bilderlebnis<br />
freuen, auch wenn Ausleuchtungsungenauigkeit<br />
und eingeschränkte Bildbrillanz aufgrund<br />
grober <strong>LED</strong>-Ansteuerung den Kontrasteindruck<br />
gegenüber einem Direct-<strong>LED</strong>-Gerät schmälern.<br />
Dennoch verbirgt sich hinter dem hochwertig<br />
und elegant designten Flachbildgiganten ein<br />
Strom sparender, voll ausgestatteter und somit<br />
lohnenswerter Freizeitunterhalter.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
18/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
15/20<br />
Wiedergabequalität<br />
48/60<br />
Wertung 81 von 100<br />
Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 4000 : 1<br />
Gleichm. Ausleuchtung 70 %<br />
Kontrasteindruck<br />
Blickwinkel 120°/150°<br />
Heimkino/Tageslicht<br />
Kontrastfilterscheibe<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb<br />
Konstante Farbtemperatur, Blauschimmer im Schwarz. seitlich<br />
betrachtet zunehmend (untere Grafik)<br />
Der NX815 erlaubt sich geringe Abweichungen, Rot tendiert<br />
ins Orange. Seitlich betrachtet ausbleichende Farben<br />
Die Gammakurve gestaltet sich kompromisslos genau, das<br />
Bild bleicht jedoch bei seitlicher Betrachtung aus<br />
Wärmebild<br />
60 W 140 W<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by 0,1 W<br />
ausreichend/ausreichend<br />
gut/sehr gut<br />
kontrastoptimiert, spiegelnd<br />
0 W > 1 W<br />
Luminanz<br />
± 0 %<br />
+ 5 %<br />
– 5 %<br />
+ 5 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung 67
TX-P42VT20E<br />
Panasonic TX-P42VT20E<br />
Hersteller<br />
Panasonic<br />
Preis<br />
1999 Euro<br />
Info<br />
www.panasonic.de<br />
Bilddiagonale 42 Zoll (107 cm)<br />
Maße (B/H/T) 103,5 × 69,6 × 8,5 cm<br />
Gewicht<br />
24 kg<br />
Farben<br />
Schwarz-Bronze<br />
Bildtechnologie Plasma (100 Hz/600 Hz sfd)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />
HDMI 1.4 (ARC) ja<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />
Empfindlichkeit Sat sehr gut (–88 dBm)<br />
DiSEqC 1.0<br />
Unicable<br />
ja<br />
CI Plus<br />
ja<br />
Festplattenaufz. ja, extern<br />
Bild-in-Bild<br />
ja<br />
DLNA<br />
ja<br />
Wi-Fi<br />
ja<br />
Multimedia-Formate AVCHD, DivX, MPEG-2,<br />
MKV, JPEG, MP3, AAC<br />
Internetdienste Daily Motion, Tagesschau,<br />
Eurosport, Bild, Skype,<br />
Youtube, Picasa,<br />
Bloomberg, QTom,<br />
Acetrax<br />
3-D-Darstellung ja<br />
3-D-Formate Frame-Packing, Side-by-<br />
Side, Top-Bottom<br />
AUSGABE 6.2010<br />
3-D gemeinsam erleben<br />
Bislang war Panasonics 3-D-Angebot auf die Größenklassen 50 und 65 Zoll beschränkt.<br />
Mit den überarbeiteten VT20-Modellen in 42 und 46 Zoll wagt der Hersteller nun den<br />
Sprung in den Massenmarkt.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Neben en zwei beiliegenden 3-D-Brillen offeriert Panasonic akkubetriebene Modelle (TY-EW3D2) für 149 Euro.<br />
Der TX-P42VT20E beherrscht die Wandlung von 2-D zu 3-D, eine Taste auf der Fernbedienung fehlt<br />
Bilder: 20th Century Fox, Auerbach Verlag, Panasonic<br />
68 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Das Wichtigste vorweg: Panasonics<br />
42-Zoll-Plasmafernseher kombiniert<br />
eine exzellente Bildschärfe mit neutralen<br />
Farben und sehr gutem Bildkontrast<br />
– das Hauptaugenmerk liegt somit weiterhin<br />
auf der 2-D-Bilddarstellung. Optisch wirkt der<br />
Panasonic gediegen, aber schmucklos. Neben<br />
allen HD-Tunern erlaubt der Fernseher die Aufzeichnung<br />
über angeschlossene USB-Festplatten<br />
und ist kompatibel zur Netzwerkeinbindung<br />
sowie dem Internetportal Viera Cast, das neben<br />
Informationsdiensten auch die Videoplattform<br />
Acetrax parat hält. Somit können Sie aktuelle<br />
Filme gegen Bezahlung auf Knopfdruck streamen.<br />
Die Multimedia-Unterstützung erweist<br />
sich als eingeschränkt, mit dem MKV-Format<br />
wurde das Angebot geringfügig erweitert. Einsteiger<br />
freuen sich über die einfache Erstinstallation,<br />
vorsortierte Kanallisten und eine gute<br />
Bedienung. Aufnahmen können Sie direkt aus<br />
dem elektronischen Programmführer heraus<br />
tätigen, während der Aufzeichnung ist ein Programmwechsel<br />
jedoch untersagt.<br />
Der Bildeindruck zählt<br />
Komplexe Bildeinstellungen bleiben Ihnen<br />
dank des sehr guten THX-Modus erspart. Unter<br />
Tageslichtbedingungen lässt die Helligkeit<br />
allerdings zu wünschen übrig, weshalb ein<br />
Wechsel in den brillanten Normalmodus durchaus<br />
legitim ist. Hierbei sollten Sie lediglich den<br />
Farbregler drosseln. Während der THX-Modus<br />
ein nahezu unverfälschtes Filmerlebnis bietet,<br />
verschluckt der Panasonic im Normalmodus geringfügig<br />
Details in dunklen Bereichen. Durch<br />
die brillante Darstellung gepaart mit einem<br />
plastischen Schwarz weiß das Bild dennoch<br />
zu überzeugen. Profis können dank vielseitiger<br />
ISF-Kalibrierung den Bildeindruck auf die<br />
jeweilige Quelle abstimmen, entsprechende<br />
Erfahrung sowie Farb- und Lichtmesser vorausgesetzt.<br />
Nicht nur für eine optimale 2-D-Darstellung,<br />
sondern auch für den 3-D-Betrieb hat<br />
Panasonic das Auftreten farbiger Doppelkonturen<br />
auf ein Minimum reduziert. Dadurch<br />
erscheinen sämtliche Details gleichbleibend<br />
scharf, selbst bei schnellen Bildbewegungen.<br />
Bestehende Nachteile wie Pixelrauschen oder<br />
abgestufte Helligkeitsbereiche bei gleichmäßig<br />
verlaufenden Flächen sind zwar sichtbar, unter<br />
normalen Betrachtungsabständen aber keinesfalls<br />
störend.<br />
Energie!<br />
Unsere anfänglichen Befürchtungen, durch<br />
den Einsatz mehrerer Lüfter könnten Nebengeräusche<br />
unangenehm in den Vordergrund<br />
rücken, bewahrheiteten sich nicht. Einzig die<br />
Energiebilanz fällt ernüchternd aus: Mit rund<br />
200 Watt (W) im durchschnittlichen Betrieb und<br />
bis zu 370 W im Normalmodus verbraucht der<br />
Panasonic das Doppelte eines energiesparenden<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s. Spätestens bei einer<br />
seitlichen Betrachtung erkennen Sie jedoch den<br />
Nutzen der Plasmatechnik: Der Bildeindruck<br />
(auch im 3-D-Modus) ist auf allen Sitzplätzen<br />
gleichwertig und nicht auf ein enges Umfeld<br />
beschränkt. Demgegenüber fällt die Darstellungsqualität<br />
von SD-Quellen nur durchschnittlich<br />
aus. Für ein optimales Ergebnis sollten Sie in<br />
einen guten Blu-ray-Player investieren und statt<br />
der integrierten Tuner externe <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
mit HDMI-Ausgang vorziehen.<br />
Mehr von 3-D<br />
Panasonics 42-Zoll-Modell weist eine entscheidende<br />
Neuerung gegenüber dem 50-Zoll-Erstling<br />
auf: Sie können ab sofort 2-D-Material in<br />
3-D umwandeln. Über einen Tiefenregler legen<br />
Sie die Intensität in drei Stufen fest. Leider erwies<br />
sich die Funktion in der Praxis als wenig<br />
brauchbar, denn der Fernseher stellte räumliche<br />
Elemente im falschen Zusammenhang dar: Vorder-<br />
und Hintergrund wurden häufig auseinandergerissen<br />
und einzelne Bildpunkte schwebten<br />
im Raum. Panasonics Plasma-TV analysiert die<br />
Inhalte anhand von Helligkeits- und Farbwerten:<br />
Wenig bunte Flächen und gleichmäßige Helligkeitsverläufe<br />
bedeuten einen geringen 3-D-Effekt,<br />
farbige Pixel werden dagegen unnatürlich<br />
stark hervorgehoben.<br />
Echtes 3-D<br />
Sieht man von der ernüchternden Wandlung<br />
von 2-D zu 3-D ab, begeistert die Darstellung<br />
bei Zuspielung echter 3-D-Inhalte. Statt Doppelkonturen<br />
erblicken Sie tiefgreifende und plastische<br />
3-D-Aufnahmen, die anstelle von Kopfschmerzen<br />
vorwiegend Begeisterung auslösen<br />
und die Kinoqualität ins Wohnzimmer holen.<br />
Insbesondere bei anspruchsvollen 3-D-Filmen<br />
zieht der Panasonic alle Register und liefert über<br />
die gesamte Lauflänge ein fehlerfreies 3-D-<br />
Erlebnis. Das Übersprechen zwischen linkem<br />
und rechtem Auge beträgt nur ein bis drei<br />
Prozent, was die Betrachtung der 3-D-Aufnahmen<br />
äußerst angenehm gestaltet. Neu ist die<br />
Möglichkeit, eingehende Blu-ray-Filmsignale in<br />
1 080p24 mit einer Zwischenbildberechnung zu<br />
versehen, um das Bildflackern im Zusammenspiel<br />
mit den beiliegenden Shutter-Brillen zu<br />
verringern (60 statt 48 Hertz) und Kameraschwenks<br />
butterweich darzustellen; allerdings können<br />
auftretende Artefakte irritieren. Die Bildhelligkeit<br />
fällt im 3-D-Modus nur noch ausreichend<br />
aus, für ein optimales Ergebnis empfehlen wir,<br />
den Raum abzudunkeln. Im Filmbetrieb und mit<br />
hochwertigen Zuspielen läuft der Plasmafernseher<br />
zur Hochform auf und unterstreicht, dass<br />
das Fernsehvergnügen nicht nur Single-Haushalten<br />
vorbehalten ist.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
18/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
14/20<br />
Wiedergabequalität<br />
53/60<br />
Wertung 85 von 100<br />
Kontrast (nativ) Min: 500 : 1, Max: 8000 : 1<br />
Gleichm. Ausleuchtung 95%<br />
Kontrasteindruck<br />
Blickwinkel 120°/150°<br />
Heimkino/Tageslicht<br />
Kontrastfilterscheibe<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 60W<br />
sehr gut/sehr gut<br />
sehr gut/befriedigend<br />
kontrastoptimiert, spiegelnd<br />
Im THX-Modus beeindruckend neutrale Farbabbildung.<br />
Von der Seite betrachtet keine Qualitätsverluste<br />
Gammaverlauf entspricht Quellsignal, sehr gute Durchzeichnung.<br />
Kein Ausbleichen bei seitlicher Betrachtung<br />
Wärmebild<br />
370W<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by<br />
0,2 W<br />
0 W > 1 W<br />
THX-Voreinstellung neutral. Profis können für ein optimales<br />
Niveau nachjustieren, Einsteiger wählen „Warm“<br />
Luminanz<br />
±0 %<br />
±0 %<br />
±0 %<br />
±0 %<br />
± 0 %<br />
±0 %<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung 69
Hintergründe zur 3-D-Technik<br />
Nahezu alle getesteten Fernseher in dieser Ausgabe sind 3-D-fähig, ein Grund für uns, Ihnen<br />
die neue Technik näherzubringen. Brillenlose Verfahren sind bislang noch nicht für den TV-<br />
Genuss geeignet, weshalb Sie sich zwingend mit den zusätzlichen Nasenaufsätzen anfreunden<br />
müssen.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
In der Realität betrachten wir körperhafte Strukturen zeitgleich aus zwei unterschiedlichen<br />
Blickwinkeln, gemäß unserem Augenabstand. Unser Gehirn setzt die<br />
beiden Aufnahmen zu einem plastischen Gesamtbild zusammen<br />
3-D-TVs stellen die Bilder für das linke und rechte Auge abwechselnd dar, die<br />
Wiedergabe erfolgt zeitversetzt. Die Shutter-Brille filtert die passenden Bilder<br />
für jedes Auge und unser Gehirn kombiniert beide zu einem räumlichen Ganzen<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
70 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
3-D-Effekte<br />
Die erste Grafik zeigt die Voraussetzungen<br />
für den Tiefeneffekt: Dem<br />
linken Auge wird das linke Bild und<br />
dem rechten Auge das rechte Bild<br />
zugeordnet, beide Bilder liegen minimal<br />
voneinander entfernt. Unsere<br />
Augen richten sich so aus, als würden<br />
wir in die Ferne blicken. Als Resultat<br />
sehen wir Bilder, die in den Fernseher<br />
hineinragen, man spricht von der positiven<br />
Parallaxe. Sollen Objekte aus<br />
dem Fernseher herausragen, werden<br />
die Bilder invertiert – das rechte Auge<br />
sieht das linke Bild, das linke Auge<br />
das rechte Bild (negative Parallaxe).<br />
Durch die ungewohnte Trennung von<br />
Konvergenz- und Fokusebene kann<br />
dieser Effekt Schwindelgefühle und<br />
Unwohlsein auslösen.<br />
3-D-Formate<br />
Das sogenannte Frame-Packing<br />
(Bild 1) ermöglicht die volle HD-Auflösung<br />
im 3-D-Zeitalter. Die Bilder<br />
werden übereinandergestapelt und<br />
mit einem Leerraum versehen – der<br />
Empfänger gewährleistet die Trennung<br />
der Links/Rechts-Bilder vollautomatisch.<br />
Außer 3-D-Blu-rays<br />
unterstützen auch Videospiele das<br />
Frame-Packing-Format, Letztere übermitteln<br />
neben den Links/Rechts-Bildern<br />
auch echte Tiefeninformationen.<br />
Die zulässige Auflösung sinkt dabei<br />
auf 720 p. 3-D-Fernsehübertragungen<br />
finden im Side-by-Side-Format statt<br />
(Bild 2). Hierbei liegen die Bilder<br />
nebeneinander und teilen sich die<br />
horizontale Auflösung. Zudem können<br />
Interlace-Artefakte auftreten.<br />
1 920<br />
2-D-Video<br />
960 960<br />
* Interlaced-Format 540 Zeilen pro Bild<br />
1 080<br />
1 920<br />
3-D-Video<br />
1 080 *<br />
2 205<br />
3-D-Verfahren<br />
Beim Polarisationsverfahren (siehe<br />
<strong>Test</strong> LG CF3D) werden beide Bilder mit<br />
unterschiedlichen Welleneigenschaften<br />
projiziert; die passiven Filter in der<br />
Brille leiten nur die jeweils passenden<br />
Informationen an das linke und rechte<br />
Auge weiter. Im Display-Bereich würde<br />
sich die Auflösung halbieren, da ein<br />
passiver Filter am Display die Bildtrennung<br />
zeilen- oder spaltenweise vornehmen<br />
müsste. Bei der alternativen<br />
Shutter-Technik kommen batteriebetriebene<br />
aktive Brillen zum Zuge, die<br />
als Lichtschranke fungieren und die<br />
Gläser bis zu 60-mal in der Sekunde je<br />
Auge öffnen und schließen. Die volle<br />
HD-Auflösung bleibt erhalten, neben<br />
dem Helligkeitsverlust stört meist das<br />
Bildflimmern.<br />
Vom Fernseher zur Brille<br />
Damit die Shutter-Brille die Bilder exakt<br />
filtert, kommuniziert diese über<br />
Infrarotsender des Fernsehers. Sind<br />
die Sender nicht im Gerät integriert,<br />
müssen Sie diese nachträglich erwerben<br />
und über ein Kabel mit dem TV<br />
verbinden. Die Synchronisation mit<br />
den Fernsehern gelingt automatisch,<br />
notfalls hilft ein Knopfdruck an der<br />
Brille oder Sie müssen lediglich die<br />
Bügel aufklappen. Das Sichtfeld der<br />
Sender darf nicht von Gegenständen<br />
verdeckt werden. Derzeit ist es nicht<br />
möglich, Brillen unterschiedlicher Hersteller<br />
zu kombinieren. Ungeachtet<br />
des Anbieters sollte die Brille immer<br />
waagerecht zum Display ausgerichtet<br />
werden, damit der 3-D-Eindruck<br />
makellos erscheint.<br />
60° 60°<br />
Crosstalk<br />
Findet die Bildtrennung nicht exakt<br />
statt, spricht man vom Übersprechen<br />
(Crosstalk). Hierbei gelangen Bildinformationen<br />
zum falschen Auge und<br />
Sie nehmen Doppelkonturen und<br />
Geisterschatten wahr. <strong>LCD</strong>-Fernseher<br />
erzeugen selbst mit 200-Hertz-Bildtechnologien<br />
sichtbaren Crosstalk,<br />
weshalb die Hersteller mit wandernden<br />
Schwarzbalken (Backlight-<br />
Blinking) versuchen, Bildinformationen<br />
zu löschen und damit Geisterbilder<br />
zu vermeiden. Infolgedessen entfällt<br />
bei <strong>LCD</strong>s mit Direct-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />
das Local Dimming im 3-D-Modus.<br />
Plasmas eignen sich aufgrund der impulshaften<br />
Darstellung ideal für die<br />
Shutter-Technik, die Bildhelligkeit lässt<br />
jedoch oft zu wünschen übrig.<br />
Konvertierung von 2-D zu 3-D<br />
Derzeit bieten Panasonic, Samsung<br />
und Sony 3-D-TV-Modelle, die auf<br />
Knopfdruck plastische Bilder zaubern,<br />
ganz gleich, welche Inhalte Sie<br />
zuspielen. Das Resultat unterscheidet<br />
sich von Anbieter zu Anbieter:<br />
Entweder erscheint das Bild in seiner<br />
Gesamtheit in den Bildschirm hinein<br />
versetzt, oder es werden einzelne Bildelemente<br />
plastisch hervorgehoben.<br />
Dies birgt jedoch Probleme, denn die<br />
Konvertierung trifft oftmals fehlerhafte<br />
Entscheidungen, was die Wahrnehmung<br />
stärker belastet. Meist<br />
dürfen Sie durch einen Tiefenregler<br />
die Intensität der Nachbearbeitung<br />
vorgeben. Ein Ersatz für echte 3-D-<br />
Inhalte sind die Nachbearbeitungen<br />
jedoch nicht.<br />
Kaufberatung 71
Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />
Hersteller<br />
Metz<br />
Preis<br />
3999 Euro<br />
Info<br />
www.metz.de<br />
Bilddiagonale 42 Zoll (107 cm)<br />
Maße (B/H/T) 104,6 × 80,2 × 11,7 cm<br />
Gewicht<br />
36 kg<br />
Farben<br />
Schwarz-Silber (Aluminium)<br />
Bildtechnologie Direct-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (200 Hz)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />
HDMI 1.4 (ARC) nein<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />
Empfindlichkeit Sat sehr gut (–86,3 dBm)<br />
DiSEqC 1.0<br />
Unicable<br />
ja<br />
CI Plus<br />
ja<br />
Festplattenaufz. ja (500 GB)<br />
Bild-in-Bild<br />
ja<br />
DLNA<br />
nein<br />
Wi-Fi<br />
nein<br />
Multimedia-Formate JPG<br />
Internetdienste –<br />
3-D-Darstellung nein<br />
3-D-Formate –<br />
Metz Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Blick für das Wesentliche<br />
Während ein Großteil der aktuellen Flachbildfernseher kompatibel zur 3-D-Darstellung und<br />
zum Internet ist, beschränkt sich Metz voll und ganz auf den TV-Empfang. Dass dieser Ansatz<br />
kein Nachteil sein muss, zeigt unser <strong>Test</strong>.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI UND CHRISTIAN HILL<br />
Dank neuer <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung erlebt der Metz Sirius seinen zweiten Frühling. Die Ausstattung<br />
glänzt mit vielseitigen TV-Optionen, geizt jedoch im Bereich Multimedia<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Metz<br />
72 HD+TV |<br />
6.2010 0 |<br />
www.hdplustv.de<br />
w.hdpl
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Wuchtig und elegant zugleich präsentiert<br />
sich Metz‘ überarbeitete<br />
Version der Sirius-Serie. Während<br />
dem 37-Zoll-Modell nur eine Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />
vergönnt ist, schmückt das getestete<br />
42-Zoll-Pendant eine vollwertige <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung,<br />
die abhängig vom Bildinhalt<br />
die Helligkeit in Zonen regelt. Entgegen dem<br />
Trend, Flachbildfernseher immer flacher zu bauen,<br />
erscheint der Sirius mit einer Tiefe von über<br />
zehn Zentimetern etwas klobig, die geschwungenen<br />
Seitenblenden und die tadellose Verarbeitung<br />
samt Glas- und Metalloberflächen vermitteln<br />
dennoch Hochwertigkeit. Dies gilt ebenfalls<br />
für die TV-Ausstattung, denn neben einer üppig<br />
dimensionierten 500-Gigabyte-Festplatte haben<br />
Sie die Wahl zwischen Kabel- oder Satellitentunern<br />
in doppelter Ausführung. Somit können Sie<br />
während einer Programmaufzeichnung den Kanal<br />
wechseln oder zwei Sender zeitgleich (gilt nicht<br />
für <strong>HDTV</strong>-Sender) im Bild-in-Bild-Modus darstellen.<br />
Demgegenüber gibt sich der Fernseher im<br />
Multimedia-Bereich sehr eingeschränkt: Bis auf<br />
eine Fotodiashow bleibt der Bildschirm schwarz.<br />
Schalten Sie den Fernseher bei aktivierter Aufnahme<br />
ab, beträgt der Stand-by-Verbrauch stattliche<br />
48 Watt (W). Interne Aufnahmen lassen sich<br />
über einen USB-Stick bequem kopieren und übertragen,<br />
zumindest solange kein Kopierschutz<br />
bei der Ausstrahlung vorliegt. Apropos Kopierschutz:<br />
Mit einem kompatiblen Modul können<br />
Sie auch die Inhalte der HD-Privatsender darstellen,<br />
sie aufgrund der Restriktionen aber nicht<br />
dauerhaft archivieren.<br />
Empfangsbereit<br />
Im Fernsehalltag lernt man das ausgereifte Bedienkonzept<br />
schnell zu schätzen und eine vorsortierte<br />
Kanalliste, ein programmierbarer EPG<br />
sowie die Anzeige von Pay-TV-Optionskanälen<br />
gehören hier zur Grundausstattung. Sogar an<br />
Details wie die Speisung von aktiven DVB-T-<br />
Antennen wurde gedacht. Mit einer einfachen<br />
Senderprogrammierung, Archivierung und nachträglichen<br />
Schnittmöglichkeiten lässt Metz‘ TV-<br />
Konzept nur wenige Wünsche offen und eignet<br />
sich durch selbsterklärende Hilfeeinblendungen<br />
sowie ausführliche Anleitungen auch für Einsteiger.<br />
Mittels dreistufiger Anpassung dürfen Sie<br />
die Komplexität der Benutzeroberfläche auf den<br />
jeweiligen Anwender zuschneiden.<br />
<strong>LED</strong>-Beleuchtung inklusive<br />
Dank der <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung ist der Sirius<br />
technisch mit der Primus-Reihe gleichauf. Damit<br />
die <strong>LED</strong>s gemäß dem Bildinhalt die Helligkeit<br />
regulieren, müssen Sie lediglich den Punkt „Bildinhaltsabhängig“<br />
im Energiesparmenü wählen.<br />
Alternativ können Sie die lokale Dimmung auch<br />
deaktivieren und dem Raumlichtsensor die Steuerung<br />
der Helligkeit überlassen. Das <strong>LED</strong>-Konzept<br />
unterscheidet sich allerdings von konkurrierenden<br />
Systemen, denn die regulierbaren <strong>LED</strong>-Blöcke<br />
fallen bei Metz gering aus, was gleichfalls Vor-<br />
und Nachteile bedeutet. Positiv fällt der minimale<br />
Hang zur Bildung einer störenden Aura auf, diese<br />
ist nur bei seitlicher Betrachtung erkennbar.<br />
Das Kontrastpotenzial leidet allerdings darunter,<br />
denn pechschwarz erscheinen dunkle Bildinhalte<br />
unter Heimkinobedingungen nie, die Leuchtdioden<br />
schalten sich nicht komplett ab. Nehmen<br />
dunkle Bildbereiche im Verhältnis zu brillanten<br />
Details überhand, reduziert sich die Helligkeit<br />
dieser Elemente ebenfalls. In der Praxis ergibt sich<br />
ein jederzeit fehlerfreier Kontrasteindruck. Wer<br />
allerdings ein deutlich plastischeres Ergebnis im<br />
Vergleich zu Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s erwartet, könnte<br />
leicht enttäuscht sein. Dafür gelingt die Ausleuchtung<br />
nahezu fehlerfrei und Sie bleiben von<br />
störenden Helligkeitsflecken verschont. Die Kontrastfilterscheibe<br />
sorgt für plastische Bilder unter<br />
Tageslichtbedingungen, die mehrfache Spiegelung<br />
der Bildinhalte erscheint nur bei extremen<br />
Blickwinkeln störend.<br />
Audiovisuell<br />
Aufseiten der Farbwiedergabe gibt sich der<br />
Sirius von Metz bereits im Auslieferungszustand<br />
neutral. Lediglich den Farbregler mussten<br />
wir um drei Stufen anheben; fortan zeigte der<br />
Fernseher eine mustergültige, präzise Darstellung.<br />
Positiv fällt der Bildeindruck bei seitlicher<br />
Betrachtung aus, denn der Bildkontrast bleibt<br />
ebenso wie die Farbtreue in horizontaler Ebene<br />
stabil, lediglich die <strong>LED</strong>-Beleuchtung ist in Form<br />
einer Aura stärker sichtbar. HD-Quellen stellt<br />
der Sirius in voller Pracht dar, die Schärfeanhebung<br />
zeichnet Details auf Wunsch prägnanter,<br />
ohne das Gesamtergebnis künstlich erscheinen<br />
zu lassen. In Bewegung verschwimmen dagegen<br />
Details, die Bewegtbildschärfe entspricht<br />
nur einem guten 100-Hertz-Niveau. Immerhin<br />
dürfen Sie die Bildbearbeitung für Filme und<br />
Video getrennt regeln, sodass der Kinoeffekt<br />
erhalten bleibt. Schwächen zeigte der Metz bei<br />
der Aufbereitung von SD-Signalen: Videoquellen<br />
mangelte es an einer Kantenglättung und<br />
die interne Signalverarbeitung erzeugte nur eine<br />
befriedigende Bildschärfe. Filmmaterial webt der<br />
Sirius dagegen zu einem flimmerfreien Ergebnis<br />
zusammen. Noch besser gelingt dem Fernseher<br />
die tonale Untermalung des Geschehens, denn<br />
die Lautsprechermembranen erzeugen druckvolle,<br />
angenehm musikalische Klänge. Die Summe<br />
aller Elemente macht aus dem Sirius einen<br />
hochwertigen <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>, der kaum echte Schwächen<br />
aufweist. Liegt Ihr Fokus auf dem hochauflösenden<br />
Fernsehvergnügen und erwarten Sie<br />
neben einem guten Bild auch überzeugenden<br />
Klang, dann ist der Sirius 42 <strong>LED</strong> 200 Twin R von<br />
Metz eine Empfehlung.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
17/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
16/20<br />
Wiedergabequalität<br />
50/60<br />
Wertung 83 von 100<br />
Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 4500 : 1<br />
Gleichm. Ausleuchtung 80 %<br />
Kontrasteindruck<br />
Blickwinkel 120°/150°<br />
Heimkino/Tageslicht<br />
Kontrastfilterscheibe<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 70 W 175 W<br />
gut/gut<br />
gut/sehr gut<br />
kontrastoptimiert, spiegelnd<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by<br />
Voreinstellung D65 (warm) mit neutralen Graustufen.<br />
Seitlich betrachtet (untere Grafik) leicht wärmer<br />
Extrem genaue Farbdarstellung ab Werk. Bei seitlicher<br />
Betrachtung stabiler Farbeindruck<br />
Tief- und Mitteltöne mit korrekter Durchzeichnung. Bei<br />
horizontaler Blickwinkelabweichung kein Ausbleichen<br />
Wärmebild<br />
0,9 W<br />
0 W > 1 W<br />
Luminanz<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
± 0 %<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung 73
BDV-E970W<br />
Sony BDV-E970W<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Hersteller<br />
Sony<br />
Preis<br />
799 Euro<br />
Info<br />
www.sony.de<br />
Maße<br />
43,0 × 8,5 × 35 cm<br />
Gewicht<br />
4,7 kg<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
HD-Audio-Decoder ja<br />
HD-Audio-Bitstream ja<br />
HDMI 1.4 (ARC) ja<br />
3-D-Ausgabe ja<br />
3-D-Formate<br />
Frame-Packing<br />
DLNA/Wi-Fi<br />
ja/ja (extern über USB,<br />
nicht beiliegend)<br />
BD-Live-Speicher ja (intern)<br />
Disc-Formate Blu-ray/BD-ROM/-R/-RE<br />
DVD-Video/DVD-R/RW/+R/<br />
+RW, CD-Audio/CD-R/<br />
CD-RW, SACD<br />
Datenformate AVI, MKV (1 080p fehlerhaft),<br />
MP4, MPG, M4A, WMV, MP3,<br />
WAV, WMA, JPEG<br />
Internetdienste Berliner Philharmoniker, DFB<br />
Highlights, Pro Sieben, Sat 1,<br />
Kabel Eins, Tape.tv, Youtube<br />
u. v. a.<br />
Lautsprecher 5.1 Kanäle<br />
Kabellänge (F/C/S) ca. 3,6 m/1,8 m/5,3 m<br />
Einmessautomatik ja<br />
Klangregelung nein (nur Presets)<br />
Decoder-Höhenkanäle nein<br />
Auto-Dynamikregelung nein<br />
iPod/USB<br />
ja/ja<br />
Heimkino zum Sparpreis<br />
Dass ein modernes Heimkinosystem mit 3-D-Wiedergabe und Video-on-Demand-Funktion<br />
nicht zwangsläufig teuer sein muss, beweist Sony mit seinem neuesten Komplettset. Ob dabei<br />
auch das Preis-Leistungs-Verhältnis aufgeht, haben wir für Sie getestet.<br />
VON TORSTEN PLESS UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Genau wie an den Lautsprechern sind die Sony-eigenen Anschlüsse an Steuerzentrale und Surround–Empfänger<br />
farbig markiert, um ein versehentlich falsches Anschließen zu vermeiden<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
74 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Mit dem BDV-E970W präsentiert Sony<br />
sein aktuelles Topmodell der E-<br />
Klasse, bestehend aus Receiver und<br />
5.1-Surround-Lautsprechersystem. Das komplette<br />
Set kommt im schlichten Schwarz daher,<br />
wirkt unauffällig und überzeugt mit gelungener<br />
Verarbeitung. Unter dem einzeiligen Display<br />
und den Hauptabspieltasten versteckt sich<br />
ein USB-Port, über den Sie auch iPod-Inhalte<br />
übertragen können. Neben einem zweiten<br />
USB-Anschluss auf der Gehäuserückseite finden<br />
Sie einen analogen Audioeingang sowie<br />
zwei digitale, in optischer und koaxialer Form.<br />
Die drei Bildausgabeformate S-Video, Component<br />
und HDMI 1.4 runden die A/V-Sektion<br />
ab. Auf zusätzliche HDMI-Inputs für externe<br />
Zuspieler muss dagegen verzichtet werden. Der<br />
LAN-Port oder ein optionaler WLAN-Adapter<br />
ermöglichen das DLNA-Streaming und den Zugang<br />
zum hauseigenen Bravia-Internet-Video-<br />
Portal. Während der Blu-ray-, CD-, DVD- und<br />
SACD-Wiedergabe werden Albeninformationen<br />
sowie Cover vom Musik- und Videoerkennungsdienst<br />
Gracenote geladen und auf einem<br />
angeschlossenen Fernsehbildschirm angezeigt.<br />
Funkverbindung<br />
Dank der ausreichenden Beschriftung und farbigen<br />
Markierungen an Steuerzentrale und<br />
Lautsprechern gestaltet sich der Aufbau recht<br />
einfach. Die Anschlusskabel können Sie ins Innere<br />
der Standlautsprecher verlegen, sodass<br />
dem Kabelsalat im Wohnzimmer Einhalt geboten<br />
wird. Augenscheinlich noch eleganter soll<br />
die Verbindung zwischen Steuerzentrale und<br />
den Surround-Lautsprechern sein. Diese findet<br />
kabellos zwischen Sender und Sonys S-Air-Funkempfänger<br />
statt, Kabel müssen aber weiterhin<br />
vom mitgelieferten Empfänger zu den Lautsprechern<br />
quer durch den Raum verlegt werden.<br />
Dadurch nimmt das System mehr Platz ein als<br />
es schafft. Interessant ist hingegen die Option,<br />
mit einem zusätzlichen S-Air-Empfänger Musiksignale<br />
in weitere Hörzonen zu senden oder<br />
ein 7.1-Surround-Set aufzubauen. Bei erster<br />
Inbetriebnahme führt Sie der benutzerfreundliche<br />
Einrichtungsvorgang durch die Internet-,<br />
Schnellstart- und Gracenote-Einstellungen, anschließend<br />
erfolgt eine automatische Raumeinmessung.<br />
Die ermittelten Ergebnisse präsentierten<br />
sich in Sony-typischer guter Qualität mit<br />
maximalen Abstandsabweichungen von gerade<br />
einmal zehn Zentimetern.<br />
Volle Blu-ray-Packung<br />
Für Ungeduldige bietet Sonys BDV-E970W eine<br />
Schnellstartfunktion, nach deren Aktivierung<br />
das Gerät innerhalb von vier Sekunden (s) aus<br />
dem Stand-by-Schlaf erwacht. Im Gegenzug<br />
steigt jedoch der Leistungsbedarf im ausgeschalteten<br />
Zustand auf üppige 9,4 Watt (W).<br />
Sparsame Filmliebhaber deaktivieren die Funktion,<br />
dann pendelt sich der Stand-by-Betrieb bei<br />
0,3 W ein und das Hauptmenü erscheint nach<br />
19 s. Der für die Nutzung von BD-Java-Inhalten<br />
obligatorische Speicher ist intern verbaut und im<br />
<strong>Test</strong> vergingen lediglich 26 s, bis der Player unsere<br />
anspruchsvollen BD-Java-<strong>Test</strong>discs anzeigte.<br />
Die Komplettanlage unterstützt von Werk aus<br />
3-D-Blu-rays und im <strong>Test</strong>labor verlief die Wiedergabe<br />
ohne Beanstandung. Eingelegte DVDs<br />
wertet das Set ansprechend auf und die Skalierung<br />
gelingt fehlerfrei, eine Referenzschärfe<br />
wird allerdings nicht geboten. Beim De-Interlacing<br />
arbeitet die Autoerkennung verlässlich und<br />
stellt sich so auf Film- oder Videomaterial ein.<br />
Ersteres ist die Paradedisziplin des BDV-E970W<br />
und selbst unsere anspruchsvollsten <strong>Test</strong>sequenzen<br />
wurden nahezu flimmerfrei wiedergegeben.<br />
Bei Videomaterial kommt es hingegen<br />
zu Artefakten, außerdem weisen Kanten Treppenstrukturen<br />
auf. Die zuschaltbare Rauschunterdrückung<br />
gliedert sich in drei Punkte und reduziert<br />
nicht nur Bildfehler, sondern bearbeitet<br />
auch Konturen. Das Ergebnis überzeugt, ein minimales<br />
Rauschen ist aber selbst in der höchsten<br />
Stufe noch wahrnehmbar, dafür wird das Bild<br />
nicht in seiner Schärfe beeinträchtigt.<br />
Neutraler Begleiter<br />
Bei der Lautsprecherkonstruktion setzt Sony<br />
auf verschiedene Konzepte: Die Standlautsprecher<br />
arbeiten nach dem Bassreflex-Prinzip, der<br />
Center als Breitbandlautsprecher und der Subwoofer<br />
setzt auf das nach unten abstrahlende<br />
Downfire-Verfahren. Sprecherstimmen waren<br />
kaum verfärbt und wurden im oberen Frequenzbereich<br />
mit einer Natürlichkeit wiedergegeben,<br />
von der sämtliche über den Center ausgegebenen<br />
Signalquellen profitierten. Ab einer Trennfrequenz<br />
von ca. 700 Hertz werden die darunter<br />
liegenden Signalanteile von den beiden Frontkanälen<br />
übernommen. Das etwas eigenwillige<br />
Konzept ist auf die geringe Größe der verbauten<br />
Konusmembran im Center zurückzuführen. Da<br />
die Frontkanäle mit einigen Unausgeglichenheiten<br />
im Sprachbereich zu kämpfen haben, ist<br />
die klangliche Stabilisierung im Zusammenspiel<br />
mit dem Center jedoch als positiv zu bewerten.<br />
Die im Hochtonbereich ausgeglichenen Frontlautsprecher<br />
gefielen vor allem durch ihre gute<br />
Lokalisation im Stereopanorama. Eine etwas zu<br />
vordergründige Präsenzanhebung der beiden<br />
Surround-Kanäle sorgte hingegen für einige<br />
Unausgeglichenheiten im Gesamtklangbild. Gemessen<br />
an der Kombination aus Wiedergabequalität<br />
und Funktionsumfang ist Sony mit dem<br />
BDV-E970W ein wahrer Allrounder gelungen,<br />
der zusammengestellten Einstiegsheimkinosets<br />
klanglich Konkurrenz macht und diese preislich<br />
unterbietet.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
24/30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
22/30<br />
Wiedergabequalität<br />
31/40<br />
Wertung 77 von 100<br />
Lautstärke<br />
sehr leise, bei Datenzugriffen<br />
minimal hörbar<br />
Layer-Wechsel DVD sichtbar<br />
Startvorgang langsam (19 s)<br />
Ladezeit Blu-ray (BD-J) schnell (26 s)<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 23 W 60 W<br />
< 10 W > 100 W<br />
Stand-by<br />
6 dB<br />
0 dB<br />
–6 dB<br />
30 Hz<br />
0,3 W<br />
0 W > 1 W<br />
Box 1<br />
100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />
10kHz 20kHz<br />
Front Subwoofer Center<br />
Der nahezu lineare Frequenzgang des Centers wird durch<br />
das eingeschränkte Frequenzspektrum erkauft<br />
Das On-Screen-Menü auf dem Fernseher ist logisch<br />
aufgebaut und intuitiv bedienbar<br />
Sonys Portal Bravia Internet Video ist eine kostenfreie<br />
Video-on-Demand-Plattform mit zahlreichen Angeboten<br />
Wärmebild<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 75
HT-C9959W<br />
Samsung HT-C9959W<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Hersteller<br />
Samsung<br />
Preis<br />
1999 Euro<br />
Info<br />
www.samsung.de<br />
Maße<br />
49 x 16,4 x 2,9 cm<br />
Gewicht<br />
2,3 kg<br />
Farben<br />
Silber<br />
HD-Audio-Decoder ja<br />
HD-Audio-Bitstream ja<br />
HDMI 1.4 (ARC) ja<br />
3-D-Ausgabe ja<br />
3-D-Formate Frame-Packing<br />
DLNA<br />
ja<br />
Wi-Fi<br />
ja (extern über USB,<br />
beiliegend)<br />
BD-Live-Speicher ja (intern)<br />
Disc-Formate Blu-ray/BD-ROM/-R/-RE<br />
DVD-Video/DVD-R/RW/+R/<br />
+RW, CD-Audio/CD-R/<br />
CD-RW<br />
Datenformate AVI, MKV, WMV, MP4,<br />
MPEG, MP3, WMA, JPEG<br />
Internetdienste Google Maps, Twitter, Youtube,<br />
Facebook, Picasa,<br />
Internetbrowser u. v. a.<br />
Lautsprecher 7.1 Kanäle<br />
Kabellänge (F/C/S) ca. 4,7 m/3,6 m/4,7 m<br />
Einmessautomatik ja<br />
Klangregelung ja<br />
Decoder-Höhenkanäle ja<br />
Auto-Dynamikregelung nein<br />
iPod/USB<br />
ja (Dockingstation) / ja<br />
Schlanke Designanlage<br />
Samsung beweist mit seiner neuesten 3-D-fähigen Komplettanlage eindrucksvoll, dass auch<br />
die dünnsten Lautsprecher großen Klang wiedergeben können. Ob dabei die Bedienung<br />
und Bildwiedergabe mithalten, erfahren Sie im folgenden <strong>Test</strong>.<br />
VON TORSTEN PLESS UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Samsungs Komplettset besteht aus einem Siebenkanallautsprechersystem, bei dem Sie die beiden Rear-Speaker<br />
auch als Höhenkanäle nutzen können. Sämtliche Anschlüsse sind im Subwoofer integriert<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
76 HD+TV<br />
| 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Mit dem HT-C9959W präsentiert<br />
Samsung ein vollwertiges 7.1-Surround-Set,<br />
das neben echtem<br />
Rundumklang auch die plastische Darstellung<br />
von 3-D-Blu-rays beherrscht. Das silberfarbene<br />
Set weiß durch die gebürstete Aluminiumfront<br />
in Design und Verarbeitung zu überzeugen.<br />
Die beiden Front- und Surround-Lautsprecher<br />
sind an massive Stative mit Tellerfüßen gekoppelt.<br />
Die Steuereinheit mit integriertem Player<br />
folgt dieser Optik: Hauptabspielfunktionen und<br />
Quellenauswahl befinden sich auf angenehmer<br />
Höhe und die berührungsempfindliche, ausfahrbare<br />
Oberfläche sorgt für Komfort. Dreht<br />
man an dem kreisrunden Display, wird zeitgleich<br />
die Lautstärke reguliert. Blu-rays, DVDs<br />
und CDs finden an der seitlichen Öffnung ihren<br />
Einschub, keine Laufwerkslade stört das gelungene<br />
Design. Auch die Fernbedienung reiht sich<br />
mit ihrer Chromumrandung äußerlich perfekt in<br />
das Set ein. Aufseiten der Anschlüsse herrscht<br />
dagegen Ebbe: Einem analogen und optischen<br />
Audioeingang sowie zwei HDMI-Inputs steht<br />
nur noch ein HDMI-1.4-Ausgang zur Seite.<br />
Komplettiert wird das Anschlusspanel mit einer<br />
Netzwerkschnittstelle, einem USB-Anschluss<br />
und einem Steckplatz für ein zusätzliches<br />
WLAN-Modul.<br />
Fast kabellos<br />
Leider verzichtet Samsung auf einen bebilderten<br />
Quick-Start-Guide und so gestaltet sich der<br />
Aufbau der zahlreichen Einzelkomponenten<br />
nicht wirklich intuitiv. Für die beiden Rückkanäle<br />
und die Steuerzentrale liegen dem Set zwei Halterungen<br />
zur Wandmontage bei. Als undurchdacht<br />
empfanden wir das Wireless-Rear-Modul,<br />
das eine kabellose Anbindung der rückwärtigen<br />
Lautsprecher erlaubt, aber unausweichlich den<br />
seitlichen Surround-Lautsprechern zugeordnet<br />
ist. Da Sie den linken und rechten Kanal gemeinsam<br />
mit dem Modul verbinden müssen,<br />
bleibt der Kabelsalat nicht aus. Die beiden noch<br />
weiter im Raum angeordneten Rear-Speaker<br />
sind zudem auf eine Verbindung zum Media-<br />
Receiver angewiesen. Einzige Alternative: Dank<br />
integrierter Pro-Logic-IIz-Schaltung lassen sich<br />
die Rücklautsprecher als Höhenkanäle verwenden.<br />
Überzeugen konnte uns der Einrichtungsvorgang,<br />
bestehend aus Bildformatswahl,<br />
automatischer Klangkalibrierung und Netzwerkeinrichtung,<br />
denn das Bedienkonzept ist<br />
schlüssig und die ermittelten Ergebnisse präzise.<br />
Schnellstarter<br />
Kaum ist der Einschaltknopf gedrückt, ist<br />
Samsungs HT-C9959W auch schon einsatzbereit.<br />
Mit einem Startvorgang von zehn Sekunden<br />
(s) setzt die Komplettanlage Bestmarken.<br />
Beim Einlesen einer Blu-ray Disc mit komplexen<br />
BD-Java-Inhalten lässt sich das System hingegen<br />
Zeit und Sie rund 46 s warten – das ist lediglich<br />
ein befriedigender Wert. Der für BD-Java obligatorische<br />
Speicher ist indes intern verbaut. Im<br />
<strong>Test</strong>labor überzeugte das Heimkinosystem mit<br />
tadellosen Messwerten und garantiert durchweg<br />
eine unverfälschte Wiedergabe. Während<br />
des Betriebs unter wohnzimmertauglichen Pegeln<br />
schwankte der Leistungsbedarf zwischen<br />
25 und 40 Watt (W), Heimkinodimensionen<br />
werden bereits ab 75 W erreicht – im Standby-Betrieb<br />
sind es 2 W. Letzterer Wert geht<br />
aufgrund des verbauten Statusdisplays gerade<br />
noch konform mit den Ökodesignrichtlinien der<br />
EU, die Anfang dieses Jahres in Kraft getreten<br />
sind. Neben dem tadellosen Blu-ray-Betrieb gibt<br />
sich das System auch sehr Multimedia-freundlich,<br />
es spielte über einen USB-Stick neben Xvid<br />
in Standardauflösung sogar Full-HD-Material<br />
(1 920 × 1 080 Bildpunkte) im MKV-Container<br />
ab. Lediglich Apples Quicktime-Format bleibt<br />
Ihnen verwehrt. Im <strong>Test</strong> funktionierte die Darstellung<br />
von 3-D-Blu-rays mit allen aktuellen<br />
Filmen problemlos, auf Wunsch können die<br />
3-D-Filme auch in 2-D ausgegeben werden.<br />
Bei der DVD-Zuspielung errechnet das System<br />
effektiv die fehlenden Bildpunkte, um die Full-<br />
HD-Auflösung zu erreichen. Der De-Interlacer<br />
greift bei Filmmaterial nicht konstant und es<br />
kommt vermehrt zu kurzem Kantenflimmern.<br />
Vielschichtige Szenen bringen ihn komplett aus<br />
dem Tritt. Bei der komplexen Zusammensetzung<br />
von Videomaterial schlägt sich das System<br />
stringenter und zeigt fast durchweg ein ruhiges<br />
Bild. An die beiden HDMI-Eingänge angeschlossene<br />
Zuspieler werden lediglich unbearbeitet<br />
weitergereicht und sind von der internen<br />
Veredlung ausgenommen.<br />
Umfassender Raumklang<br />
Während die Front- und seitlichen Surround-<br />
Lautsprecher drei Aluminiummembranen zieren,<br />
kommen im Center zwei und in beiden Rear-<br />
Speakern jeweils ein Mitteltöner zum Einsatz, der<br />
Hochtöner ist dagegen bei allen Lautsprechern<br />
identisch. Sämtliche Lautsprecher werden mit<br />
dem Subwoofer verbunden, der alle Endstufen<br />
beinhaltet. Entgegen dem äußerlich sehr massiven<br />
Auftreten wird der Eindruck durch leichte<br />
Durchschwingungseffekte in der Praxis etwas<br />
getrübt. Klanglich weiß Samsungs Komplettset<br />
dennoch fast ausnahmslos zu überzeugen, denn<br />
die 7.1-Anlage spielt bei tiefen Bassimpulsen dynamisch<br />
auf und gibt feinste Details feinzeichnerisch<br />
wieder. Lediglich eine leichte Färbung führt<br />
zu einer teilweise künstlichen Stimmwiedergabe.<br />
Von kleinen Nachteilen abgesehen, vermag<br />
Samsungs HT-C9959W mehr als eine bloße<br />
Aufwertung des Fernsehtons und macht die anfänglichen<br />
Installationsprobleme durch eine gute<br />
Wiedergabequalität mehr als wett.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
26/30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
21/30<br />
Wiedergabequalität<br />
34/40<br />
Wertung 81 von 100<br />
Lautstärke<br />
sehr leise, bei Datenzugriffen<br />
minimal hörbar<br />
Layer-Wechsel DVD sichtbar<br />
Startvorgang sehr schnell (10 s)<br />
Ladezeit Blu-ray (BD-J) langsam (46 s)<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 26 W 75 W<br />
< 10 W > 100 W<br />
Stand-by 2 W<br />
6 dB<br />
0 dB<br />
–6 dB<br />
30 Hz<br />
0 W > 1 W<br />
Box 1<br />
100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />
10kHz 20kHz<br />
Front Subwoofer Center<br />
Der Frequenzverlauf zeigt sich sehr ausgeglichen mit einer<br />
leichten Anhebung der unteren Mitten<br />
Das Hauptmenü beinhaltet neben den Hauptfunktionen<br />
Top-Internetangebote als Schnellanwahl<br />
Samsungs Internet@TV bietet neben den Standards auch<br />
eigene Anwendungen und Apps<br />
Wärmebild<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 77
Philips HTS9520<br />
AUSGABE 6.2010<br />
HTS9520<br />
Hersteller<br />
Preis<br />
Info<br />
Maße<br />
Gewicht<br />
Farben<br />
HD-Audio-Decoder<br />
HD-Audio-Bitstream<br />
HDMI 1.4<br />
3-D-Ausgabe<br />
3-D-Formate<br />
DLNA<br />
Wi-Fi<br />
BD-Live-Speicher<br />
Disc-Formate<br />
Datenformate<br />
Internetdienste<br />
Lautsprecher<br />
Kabellänge (F/C/S)<br />
Einmessautomatik<br />
Klangregelung<br />
Höhenkanäle<br />
Dynamikanpassung<br />
iPod/USB<br />
Philips<br />
1250 Euro<br />
www.philips.de<br />
43,7 × 7,5 × 34,2 cm<br />
4,2 kg<br />
Silber<br />
ja<br />
ja<br />
ja<br />
ja<br />
Frame-Packing<br />
ja<br />
ja (extern über USB,<br />
nicht beiliegend)<br />
extern (nicht beiliegend)<br />
Blu-ray/BD-ROM/-R/-RE<br />
DVD-Video/DVD-R/RW/+R/<br />
+RW, CD-Audio/CD-R/<br />
CD-RW<br />
AVCHD, DivX Plus HD,<br />
MPEG-2, H.264, MKV,<br />
Xvid, WMV, AAC, MP3,<br />
WMA<br />
Tagesschau, Youtube,<br />
Wetter.com, Kino.de,<br />
Internetbrowser u. v. a.<br />
5.1 Kanäle<br />
ca. 4,3 m/3,3 m/8,6 m<br />
nein<br />
ja<br />
nein<br />
ja<br />
ja (Dockingstation)/ja<br />
Klang von allen Seiten<br />
Aufbau und Betriebsbereitschaft in weniger als fünf Minuten: Was bei einem zusammengewürfelten<br />
Heimkinosystem kaum realisierbar ist, schafft das neueste Komplettset aus dem<br />
Hause Philips spielend.<br />
VON TORSTEN PLESS UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Das 5.1-Lautsprecherset 1L<br />
enthält Front- und Surround-Lautsprecherpärchen, die sowohl frontal als auch seitlich<br />
abstrahlen. Komplettiert wird das Set durch einen Center-Speaker sowie einen passiven Subwoofer<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />
78 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Philips kombiniert mit dem HTS9520 einen<br />
Blu-ray-Player, Mehrkanalverstärker<br />
und 5.1-Surround-Lautsprecher in<br />
einem System. Die Hauptsteuerzentrale und<br />
die Satellitenlautsprecher bestechen durch ihr<br />
Design, hochwertige Aluminiumgehäuse und<br />
saubere Verarbeitung. Die Menüführung erfolgt<br />
entweder über die berührungsempfindliche<br />
Oberfläche direkt am Gerät oder über die äußerst<br />
griffige Fernbedienung. Das Anschlussfeld<br />
zeigt sich spartanisch: Neben zwei analogen<br />
Audioeingängen stehen ein optischer und ein<br />
koaxialer Input bereit. An Ausgängen bietet das<br />
System eine HDMI-Schnittstelle in der Version<br />
1.4. Alternativ stehen Ihnen nur ein Komponenten-<br />
sowie Composite-Videoanschluss zur Verfügung.<br />
Per LAN-Schnittstelle oder über optionalen<br />
WLAN-USB-Adapter lässt sich das System<br />
in das eigene Heimnetzwerk integrieren. Bilder,<br />
Musik und Videos streamen Sie vom Computer<br />
aus (DLNA-Standard). Sobald Sie online sind<br />
können Sie das großzügige Philips-Net-TV-Angebot<br />
nutzen, das eine Vielzahl an Onlineportalen<br />
bereithält.<br />
Ersteinrichtung<br />
Der Aufbau des HTC9520 verläuft ohne Probleme<br />
und ist dank bebildertem Quick-Start-<br />
Guide von jedermann durchführbar. Durch die<br />
farbigen Markierungen und zusätzliche Beschriftungen<br />
an Player und Lautsprechern wird ein<br />
schnelles und verpolungsfreies Anschließen garantiert.<br />
Nach der ersten Inbetriebnahme erfolgt<br />
die Lautsprecher- und Raumanpassung. Diese<br />
wird jedoch nicht vom System automatisch<br />
vorgenommen, sondern muss vom Nutzer manuell<br />
durchgeführt werden. Die genauen Lautsprecherabstände<br />
lassen sich im Hauptmenü<br />
noch nachjustieren. Philips’ Komplettset braucht<br />
nach dem Einschalten rund 33 Sekunden (s), bis<br />
das Hauptmenü erscheint und Sie Zugriff auf die<br />
Blu-ray-Wiedergabe haben oder Einstellungen<br />
vornehmen können. Der längere Startvorgang<br />
ist auf die Verstärkerfunktionen zurückzuführen.<br />
Nach dem Einlegen unserer <strong>Test</strong>-Blu-rays<br />
mit anspruchsvollen BD-Java-Inhalten flimmerten<br />
die ersten Bilder nach 28 s über den Bildschirm.<br />
Erfreulich: Das Laufwerk ist während der<br />
Wiedergabe kaum hörbar. Leider hat die Komplettanlage<br />
keinen internen Speicher für die BD-<br />
Java-Nutzung verbaut und Sie müssen extern<br />
einen USB-Stick mit mindestens einem Gigabyte<br />
anschließen. Typisch für Philips: Sie können die<br />
Untertitel verschieben, sodass Texte außerhalb<br />
der schwarzen Balken angezeigt werden. Die<br />
Wiedergabe von 3-D-Blu-rays war zum <strong>Test</strong>zeitpunkt<br />
noch nicht freigeschaltet, das Update<br />
ist aber ab sofort verfügbar. Die Messungen in<br />
unserem <strong>Test</strong>labor attestieren dem Gerät eine<br />
perfekte Farbwiedergabe nach <strong>HDTV</strong>-Norm.<br />
Findet eine DVD im Laufwerksschacht Platz,<br />
rechnet der Videoprozessor die eingehenden<br />
Signale effizient in die Full-HD-Auflösung mit<br />
1 920 × 1 080 Bildpunkten um. Bei der Vollbildwandlung<br />
schlägt sich das Komplettset wacker<br />
und fügt Filmbilder auf hohem Niveau zusammen.<br />
Lediglich in komplexen Szenen ist der De-<br />
Interlacer überfordert und quittiert die Zuspielung<br />
mit einem Flimmern. Bei der aufwendigen<br />
Wandlung von Videomaterial zeigt das Set leichte<br />
Schwächen und Treppeneffekte an Konturen<br />
mindern den guten Bildeindruck. Im Einstellungsmenü<br />
können Sie die native Ausgabe des<br />
Bildes einstellen, so wird das Signal ohne Weiterbearbeitung<br />
ausgegeben. Detaillierte Bildeinstellungen<br />
bietet das Set nicht, Sie können lediglich<br />
auf einige Voreinstellungen bei der Farbwiedergabe<br />
zurückgreifen.<br />
360Sound<br />
Die kleinen Satelliten bestehen aus vier Lautsprechern,<br />
von denen ein Hoch- und Mitteltöner<br />
nach vorn und zwei weitere Mitteltonmembranen<br />
jeweils um 90 Grad versetzt abstrahlen.<br />
Die von außen identischen Lautsprecher wiesen<br />
im <strong>Test</strong> leichte Differenzen im Hochtonbereich<br />
auf, was zulasten einer neutralen Wiedergabe<br />
geht. Der Subwoofer ist ein Direktstrahler in<br />
einem Bassreflexgehäuse, angetrieben wird er<br />
nicht durch interne Endstufen, sondern wie die<br />
restlichen Lautsprecher durch den Media-Receiver.<br />
Richtig entfalten kann sich das 360Sound-<br />
Prinzip mit der entsprechenden Soundoption,<br />
fortan wird der Klang in alle Richtungen verteilt.<br />
Deaktivieren Sie im Einstellungsmenü 360Sound,<br />
werden nur noch die nach vorn gerichteten<br />
Lautsprecher angesprochen, was je nach Quellmaterial<br />
durchaus sinnvoll sein kann, um den<br />
Diffusschall zu minimieren. Zur individuellen<br />
Klanganpassung bietet das System verschiedene<br />
Voreinstellungen von Action bis Sport, mit bereits<br />
vorkonfigurierten Equalizer-Einstellungen.<br />
Leider lassen sich diese nicht deaktivieren, sodass<br />
immer eine gewisse Klangbeeinflussung<br />
gegeben ist. Das Klassik-Preset zeigte sich dabei<br />
noch am neutralsten. In unserem akustisch optimierten<br />
Hörraum ergab sich ein insgesamt etwas<br />
unausgewogenes Klangverhältnis mit einer<br />
leicht künstlichen Mittenabbildung. Die Überbetonung<br />
sorgte für eine enorme Lautheit des<br />
Komplettsystems, generell kann sich die Dynamikfähigkeit<br />
aber hören lassen. Zusammen mit<br />
dem sehr präsenten Hochtonbereich erscheint<br />
das Set etwas auf Effekthascherei getrimmt,<br />
was aber nur sehr anspruchsvollen Hörern negativ<br />
aufstoßen wird. Die Basswiedergabe lieferte<br />
mit etwas Experimentierfreudigkeit bei der<br />
Subwoofer-Platzierung adäquate Ergebnisse.<br />
Gemessen an der zukunftssicheren Ausstattung<br />
und guten Verarbeitung darf Philips’ HTC9520<br />
als Preistipp angesehen werden.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
25/30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
23/30<br />
Wiedergabequalität<br />
32/40<br />
Wertung 80 von 100<br />
Lautstärke<br />
leise, Datenzugriffe hörbar<br />
Layer-Wechsel DVD unsichtbar<br />
Startvorgang langsam (33 s)<br />
Ladezeit Blu-ray (BD-J) schnell (28 s)<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 28,2 W 75 W<br />
< 10 W > 100 W<br />
Stand-by 0,1 W<br />
6 dB<br />
0 dB<br />
–6 dB<br />
30 Hz<br />
0 W > 1 W<br />
100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />
10kHz 20kHz<br />
Center Subwoofer Front<br />
Die Anhebung in den oberen Mitten und Höhen sorgt für<br />
deren (ungewollt) heftige Durchsetzungskraft<br />
Die korrekte Lautsprecherverbindung lässt sich mittels<br />
<strong>Test</strong>ton nachträglich überprüfen<br />
Philips‘ Onlineangebot lässt kaum noch Wünsche offen<br />
und beinhaltet selbst eine Routennavigation<br />
Wärmebild<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 79
Der Weg zum guten Klang<br />
Heimkinokomplettanlagen liefern mittlerweile sehr gute Ergebnisse zu einem attraktiven<br />
Preis. Wenn es aber um Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit geht, kommen Sie an Einzelkomponenten<br />
kaum vorbei. Wir erklären Ihnen, wie Sie neben hochauflösenden Bildern auch<br />
den guten Ton ins Wohnzimmer holen.<br />
VON TORSTEN PLESS<br />
Den Einstieg zum Kinoklangerlebnis für zu Hause erhalten Sie mit einem Satellitenlautsprecherset,<br />
wie dem KEF KHT3005 und dem Cabasse Eole 2. Der Tieftonbereich<br />
wird komplett vom Subwoofer übernommen<br />
Bereits AV-Receiver ab einem Preis von 400 Euro und Blu-ray-Player ab 200 Euro<br />
werden mit den neuesten Technologien ausgestattet. Die 3-D-Wiedergabe ist für<br />
die aktuellen AV-Modelle kein Problem<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Cabasse, Denon, KEF, Oehlbach, Onkyo, Philips, Real Cable, Sony<br />
80 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
Lautsprecheraufstellung<br />
Die Grundlage einer optimalen<br />
Mehrkanal-Lautsprecheranordnung<br />
folgt der Empfehlung ITU-R BS.775-1<br />
der International Telecommunication<br />
Community. Dabei kommen fünf<br />
Lautsprecher, drei vor dem Hörplatz<br />
und zwei dahinter, zum Einsatz. Bei<br />
idealer Aufstellung entfällt eine anschließende<br />
Abstandskorrektur, da<br />
die Hörentfernung zu allen Speakern<br />
identisch ist. Zu beachten ist<br />
SL<br />
dabei nur, dass die Membranen<br />
auf den Hörplatz ausgerichtet werden.<br />
Das beste Klangbild erzielen Sie,<br />
wenn Sie die Lautsprecher wie rechts<br />
abgebildet anordnen und auf Ohrhöhe<br />
platzieren, dies gilt insbesondere<br />
für die Frontlautsprecher links<br />
und rechts.<br />
SUB1<br />
C<br />
FL<br />
FR<br />
30° 30°<br />
90°<br />
90°<br />
150° 150°<br />
SBL<br />
SBR<br />
SR<br />
Korrekte Verkabelung<br />
Im Gegensatz zu den restlichen<br />
Heimkinokomponenten werden<br />
Lautsprecher noch immer analog<br />
gespeist. Beim Kauf neuer Kabel<br />
sollten Sie auf deren Querschnitt<br />
achten und die Kabellänge auf den<br />
tatsächlich benötigten Abstand anpassen.<br />
Ein Querschnitt von zweieinhalb<br />
Quadratmillimetern ist bei<br />
Satellitensystemen ausreichend. Um<br />
ein verpolungsfreies Anschließen<br />
zu garantieren, sollten Sie vor der<br />
Verkabelung auf eine ausreichende<br />
Markierung des Plus- und Minuspols<br />
achten und diese notfalls noch ergänzen.<br />
Aktuelle AV-Receiver werden<br />
Sie bei einer automatischen Raumeinmessung<br />
zusätzlich über einen<br />
verpolten Anschluss informieren.<br />
Automatische Einmessung<br />
Alle aktuellen AV-Receiver verfügen<br />
über eine automatische Lautsprechereinmessung.<br />
Dazu schließen Sie<br />
das mitgelieferte Einmessmikrofon<br />
an Ihren AV-Receiver an und positionieren<br />
es an Ihrem Haupthörplatz.<br />
Je nach Hersteller und verwendetem<br />
Messverfahren werden nun einzelne<br />
Impulse, weißes Rauschen oder<br />
Musik nacheinander aus jedem<br />
Lautsprecher wiedergegeben. Das<br />
Mikrofon misst dabei die Entfernung<br />
zum Hörplatz, die Lautstärke sowie<br />
den Frequenzgang der Lautsprecher<br />
und berechnet ein zu Ihrem Set-up<br />
passendes Ergebnis. Dabei empfiehlt<br />
sich jedoch immer eine manuelle<br />
Überprüfung und eventuelle Anpassung<br />
der Messergebnisse.<br />
Abstands- und Pegelkorrektur<br />
Nur selten bieten die räumlichen Gegebenheiten<br />
die Möglichkeit einer<br />
korrekten Mehrkanalaufstellung.<br />
Stehen die Surround-Lautsprecher<br />
zu nah am Hörplatz, wirken Effekte<br />
zu direkt und die räumliche Tiefe<br />
eingeschränkt. Abhilfe schafft eine<br />
manuelle Abstandskorrektur: Messen<br />
Sie die Abstände zwischen dem<br />
Hörplatz und den einzelnen Lautsprechern<br />
und tragen Sie diese im<br />
passenden Menü ein. Der AV-Receiver<br />
korrigiert nun auf zeitlicher Ebene<br />
die räumlichen Abweichungen.<br />
Unter Zuhilfenahme eines Schallpegelmessgerätes<br />
sollten Sie die Lautstärkepegel<br />
so einstellen, dass auf<br />
allen Kanälen ein konstanter Wert<br />
angezeigt wird.<br />
Übernahmefrequenz<br />
Die Übernahmefrequenz beschreibt<br />
die unterste Grenze, bis zu der den<br />
Lautsprechern Signale zugeführt<br />
werden. Je nach AV-Receiver haben<br />
Sie die Möglichkeit, Ihre Lautsprecher<br />
als „Large“ oder „Small“ zu bestimmen<br />
und eine exakte Trennfrequenz<br />
anzugeben. Kompakte Lautsprecher<br />
und Minisatelliten sollten aufgrund<br />
ihrer Abmessungen immer auf<br />
„Small“ gestellt werden. Als Trennfrequenz<br />
für kleinere Speaker empfiehlt<br />
sich ein Wert von 80 Hertz (Hz),<br />
Satelliten sollten bei 100 bis 150 Hz<br />
von Bassgeräuschen befreit werden.<br />
Die Übernahmefrequenz am Subwoofer<br />
selbst können Sie umgehen<br />
oder alternativ auf die höchstmögliche<br />
Trennfrequenz einstellen.<br />
Signalzuspielung<br />
Die eleganteste Verbindung zwischen<br />
Blu-ray-Player und AV-Receiver ist<br />
ein HDMI-Kabel, sodass Sie mit nur<br />
einer Leitung HD-Audio- und HD-Videomaterial<br />
übertragen können. Mit<br />
der Einstellung „Bitstream“ wird das<br />
Tonsignal über HDMI ausgegeben<br />
und anschließend vom AV-Receiver<br />
decodiert. Damit kommen Sie in den<br />
Genuss der aktuellen HD-Tonformate<br />
Dolby True HD, DTS-HD MA und<br />
Dolby Digital Plus. Sollte Ihr Receiver<br />
diese Formate nicht decodieren<br />
können, müssen Sie den Ausgang im<br />
Menü auf „PCM“ stellen. Für HD-Video<br />
gilt: Den Player und AV-Receiver<br />
auf „Auto“ oder „1 080p“ konfigurieren,<br />
damit die hochauflösenden<br />
Bilder auch zum Display gelangen.<br />
Kaufberatung 81
CF3D<br />
Hersteller<br />
LG<br />
Preis<br />
12 999 Euro<br />
Info<br />
www.lg.de<br />
Maße (B/H/T) 56 × 19 × 50,1 cm<br />
Gewicht<br />
19,6 kg<br />
Farben<br />
Silber<br />
Bildtechnologie LCoS<br />
Projektionschip 6 × 0,61 Zoll SXRD<br />
Lampe<br />
2 × 220 W<br />
Lebensdauer 3500 h (eco),<br />
3000 h (normal)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
1080p24 ja<br />
Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />
Projektionsabstand 2,7–3,5 m (2 m Bildbreite)<br />
Lens-Shift<br />
35% vertikal<br />
Zoom/Fokus<br />
manuell<br />
HDMI 1.4<br />
ja<br />
Bild-in-Bild<br />
nein<br />
3-D-Darstellung ja<br />
3-D-Formate Frame-Packing, Schachbrett,<br />
Frame Sequential,<br />
Side-by-Side, Top-Bottom<br />
LG CF3D<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Zwei in einem<br />
LG zelebriert mit dem 3-D-tauglichen Full-HD-Projektor CF3D echte Kinoatmosphäre im<br />
Wohnzimmer und erzeugt den räumlichen Eindruck über das augenschonende, flimmerfreie<br />
Polfilterverfahren. Im 2-D-Betrieb glänzt der Bolide vor allem durch leuchtstarke Bilder.<br />
VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Im Gehäuse des wuchtigen Bildwerfers werkeln aufgrund der 3-D-Darstellung zwei Projektoren. Das kommt<br />
dem Prinzip im Kino sehr nahe und wie im Saal setzt LG auch auf Polfilterbrillen. Für die Entstehung plastischer<br />
Bildwelten ist deshalb eine Silberleinwand zwingend notwendig<br />
DISPLAY LINK<br />
Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />
82 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Der CF3D nimmt in Ihrem Wohnzimmer<br />
eine wahrlich dominierende Rolle ein.<br />
Im Gehäuseinneren befinden sich zwei<br />
Projektoren, die sich für die 3-D-Darstellung die<br />
Arbeit gerecht aufteilen. Die beiden Lichtwege<br />
werden jedoch intern zusammengefügt und<br />
dann mit einer Optik zur Leinwand projiziert.<br />
Bei der Bilderzeugung setzt LG auf die SXRD-<br />
Technologie von Sony, es kommen zweimal drei<br />
LCoS-Panels zum Einsatz. Diese arbeiten auf<br />
120-Hertz-Basis und im 3-D-Modus wird jedes<br />
Auge mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde versorgt –<br />
die plastische Darstellung ist somit flackerfrei.<br />
Eins müssen Sie aber berücksichtigen: Für<br />
den 3-D-Betrieb muss Ihr Heimkino zwingend<br />
über eine Silberleinwand verfügen, damit die<br />
Welleneigenschaften des projizierten Lichts<br />
erhalten bleiben.<br />
Gewohnte Darstellung<br />
Zweidimensionale Inhalte profitieren von der<br />
Zwischenbildberechnung, diese können Sie auf<br />
Wunsch in zwei Intensitätsstufen dazuschalten.<br />
In der höchsten Einstellung erscheinen schnelle<br />
Bewegungen wesentlich klarer, die Bildabfolge<br />
von Kinofilmen wirkt jedoch unnatürlich, der<br />
oftmals zitierte Kinolook geht vollständig verloren.<br />
Zudem neigt die Berechnung Trumotion<br />
bei Filmmaterial selbst in der minimalen Stufe<br />
zur vermehrten Artefaktbildung, sodass wir eine<br />
Aktivierung nur bei zugespieltem Videomaterial<br />
empfehlen können. Die Voreinstellungen<br />
sind nicht optimal und die Farbtemperatur provoziert<br />
trotz der „Warm“-Einstellung ein leicht<br />
kühles Bild. Im Expertenmenü können sich Profis<br />
ausleben und dank einer 20-stufigen Graustufenkorrektur<br />
die Farbtemperatur umfassend<br />
optimieren. Trotz erfolgreicher Kalibrierung<br />
sind Bereiche im Tiefschwarz jedoch von einem<br />
starken Blaustich durchzogen. Das stört vor<br />
allem bei Kinofilmen im 21 : 9-Format, da die<br />
Balken oben und unten vornehmlich in dunkleren<br />
Szenen bläulich ins restliche Bild abstrahlen.<br />
Der Farbraum ist von Werk aus leicht erweitert,<br />
lässt sich in den Weiten des Menüs aber weitestgehend<br />
konform auf das HD-Material anpassen.<br />
Die Ausrichtung der LCoS-Panels ist indes nicht<br />
optimal und es kommt an Objekten zu leichten<br />
Farbsäumen, an Helligkeitsverläufen zeigen sich<br />
farbige Abstufungen. Bei der Zuspielung von<br />
SD-Material, etwa in Form einer DVD, überzeugt<br />
neben der Skalierung auf die Full-HD-Auflösung<br />
(1 920 × 1 080 Bildpunkte) auch der De-Interlacer.<br />
Dieser meisterte im <strong>Test</strong> selbst komplexe<br />
Filmszenen verlässlich.<br />
Schwer und hungrig<br />
Da der Projektor rund 20 Kilogramm auf die<br />
Waage bringt, sind Sie in der Aufstellung eingeschränkt.<br />
Steht oder hängt das Gerät erst einmal<br />
sicher, haben Sie dank der Lens-Shift-Funktion<br />
die Möglichkeit, das Bild in vertikaler Richtung<br />
um bis zu 35 Prozent zu verschieben. Die Optik<br />
ist leider nicht motorisiert, Sie müssen die Einstellungen<br />
manuell am Gerät vornehmen. Auch<br />
der Zoom ist nur per Hand regulierbar und lässt<br />
Ihnen wenig Spielraum. Immerhin können Sie<br />
auch bei kleinem Projektionsabstand eine große<br />
Bilddiagonale realisieren. Durch die interne Doppelprojektion<br />
müssen folglich zwei Lampen mit<br />
Leistung versorgt werden und der CF3D genehmigt<br />
sich Spitzenwerte von bis zu 500 Watt. Dafür<br />
erstrahlt er im Gegenzug mit einer immensen<br />
Leuchtkraft. Im 3-D-Betrieb bricht diese jedoch<br />
um rund 65 Prozent ein, durch die vorhandenen<br />
Reserven bleibt das plastische Bild dennoch<br />
angenehm hell. Über drei HDMI-1.4-Eingänge<br />
spielen Sie HD- und 3-D-Filme zu, aber auch<br />
analoge Schnittstellen, wie etwa Component<br />
Video, offeriert LGs 3-D-Koloss.<br />
3-D wie im Kino<br />
Wer greifbare Bilder im Großformat genießen<br />
will, muss zwingend über eine Silberleinwand<br />
verfügen, denn handelsübliche weiße Leinwände<br />
heben die Polarisation des Lichts auf. So ist<br />
die Trennbarkeit mit den mitgelieferten Polfilterbrillen<br />
(sechs an der Zahl) nicht mehr möglich. Im<br />
<strong>Test</strong>labor erwies sich auch eine graue Leinwand<br />
vom Typ Stewart Grayhawk als ungeeignet und<br />
eine kontrastbündelnde Variante (Stewart Firehawk)<br />
war ebenfalls nur eingeschränkt qualifiziert.<br />
Letztendlich wird das Licht nur mit einer<br />
Silberleinwand (<strong>Test</strong>leinwand mit Gain-Faktor<br />
2.0) korrekt reflektiert. Ist diese vorhanden,<br />
kann der plastische Eindruck voll und ganz überzeugen,<br />
vor allem die Leuchtkraft des Projektors<br />
ist maßgeblich für die strahlenden, greifbaren<br />
Bilder verantwortlich. Die gefürchteten Doppelkonturen<br />
konnten wir im <strong>Test</strong> nur vereinzelt<br />
ausmachen und der LG konnte problemlos mit<br />
den besten 3-D-Displays am Markt Schritt halten.<br />
Der Crosstalk liegt zwischen ein und drei<br />
Prozent. Das dreidimensionale Sehen mittels<br />
Polfilterbrillen fällt im Vergleich zu Shutter-Brillen<br />
zudem natürlicher aus, durch den Wegfall<br />
der Lichtschleusen ist der Eindruck angenehm<br />
und flimmerfrei. Da LGs Lösung zirkulär arbeitet,<br />
lassen Kopfdrehungen den 3-D-Eindruck<br />
nicht einbrechen. Die Silberleinwand bedingt im<br />
2-D-Betrieb aber auch Nachteile, denn der hohe<br />
Reflexionsgrad offenbart den mäßigen Schwarzwert.<br />
Da die Leinwand das Licht bündelt, ist die<br />
Ausleuchtung vor allem in den Randbereichen<br />
nicht optimal. Somit eignet sich LGs CF3D ideal,<br />
um die Möglichkeiten des jungen 3-D-Mediums<br />
in bislang unnachahmlicher Art und Weise zu<br />
demonstrieren. Unsere Wertung schildert indes<br />
nur die 2-D-Qualitäten des Projektors, 3-D-Fans<br />
können dagegen blind zuschlagen, falls es die<br />
Geldbörse erlaubt.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
16/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
14/20<br />
Wiedergabequalität<br />
46/60<br />
Wertung 76 von 100<br />
Kontrast (nativ) Min: 300 : 1, Max: 2500 : 1<br />
Gleichm. Ausleuchtung 80 %<br />
Shading<br />
nein<br />
Regenbogeneffekt nein<br />
Betriebsgeräusch hörbar (25-35 dB)<br />
Bildbreite empf. 2–3,5 m<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb<br />
Trotz Kalibrierung leicht schwankende Farbtemperatur.<br />
Starker, störender Blaustich im Tiefschwarz<br />
Auffällige Farbraumerweiterung, die auch durch Kalibrierung<br />
nicht komplett kompensiert werden kann<br />
Der LG CF3D zeigt einen über alle Stufen perfekt abgestimmten<br />
Gammaverlauf<br />
Wärmebild<br />
500 W<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by<br />
0,7 W<br />
0 W > 1 W<br />
Luminanz<br />
± 0 %<br />
+ 5 %<br />
± 0 %<br />
+ 5 %<br />
+ 10 %<br />
± 0 %<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 83
TX-NR3008<br />
Onkyo TX-NR3008<br />
Hersteller<br />
Onkyo<br />
Preis<br />
1799 Euro<br />
Info<br />
www.onkyo.de<br />
Maße<br />
43,5 x 20 x 46,4 cm<br />
Gewicht<br />
25 kg<br />
Farben<br />
Schwarz, Silber<br />
Vorverstärkerausgänge 9.2 Kanäle (Cinch)<br />
Lautsprecheranschlüsse 11 Kanäle<br />
Endstufen<br />
9 Kanäle<br />
Impedanzumschaltung ja (4 Ohm/6 Ohm)<br />
Einmessautomatik Audyssey MultEQ XT32<br />
HD-Audio-Decoder ja (Dolby True HD/Digital<br />
Plus, DTS-HD MA/HR)<br />
Klangregelung Equalizer für alle Kanäle<br />
Decoder-Höhenkanäle ja (Audyssey DSX und<br />
Pro Logic IIz)<br />
Dynamikkomprimierung ja (Audyssey Dynamic<br />
Volume und Dolby Volume)<br />
THX-Zertifikat ja (Ultra 2 Plus)<br />
Multiroom<br />
3 Zonen<br />
(dritte Zone ohne Bild)<br />
HDMI-Ausgänge 2<br />
HDMI-Wandlung ja<br />
HDMI-Skalierung ja<br />
HDMI 1.4<br />
ja<br />
A/V-Synchronisierung ja (bis zu 250 ms)<br />
Bildmenü als Overlay ja (nur Submenü)<br />
DLNA ja (Version 1.5)<br />
Wi-Fi<br />
nein<br />
Internetradio ja<br />
Streaming-Formate MP3, WMA, FLAC, WAV,<br />
Ogg Vorbis, AAC<br />
iPod/USB<br />
ja (mit iPod-Dock)/ja<br />
AUSGABE 6.2010<br />
Onkyos neuester Streich<br />
Mit dem 9.2-Kanal-Receiver TX-NR3008 setzt Onkyo nicht nur auf eine THX-Ultra-2-Plus-Zertifizierung<br />
und 3-D-Videoverarbeitung, sondern ebenfalls auf das brandneue Einmessverfahren<br />
Audyssey MultEQ XT32. Doch was wird wirklich geboten?<br />
VON JENS VOIGT UND DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Wie man es von Onkyo gewohnt ist, sind die Anschlussmöglichkeiten sehr reichhaltig. Übersichtlich gestaltet sich die farbliche Codierung der Lautsprecherterminals und<br />
Vorverstärkerausgänge<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Onkyo<br />
84 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
<strong>Test</strong>ergebnisse<br />
Neben der in dieser Preisklasse unüblichen<br />
Ansteuerung von zwei Subwoofern<br />
steht bei Onkyos TX-NR3008<br />
Audysseys MultEQ XT32 zur Einmessung bereit.<br />
Erfreulich: Vor der automatischen Einmessung<br />
fordert das System Sie auf, den Subwoofer-<br />
Pegel optimal abzustimmen, sodass dröhnende<br />
Bassgewitter der Vergangenheit angehören.<br />
Dank der neun Endstufen können Sie ebenso<br />
viele Lautsprecher betreiben und den Klang<br />
um die dritte Dimension (Höhenkanäle) erweitern.<br />
Die elf Lautsprecherausgänge bieten<br />
weitere Nutzungsmöglichkeiten an: Wichtig<br />
dabei ist, dass der Einsatz der Präsenzlautsprecher<br />
zum Verzicht der hinteren Surround-<br />
Speaker führt. Dagegen sind bis zu drei Zonen<br />
zu beschallen und die Bildausgabe ist auf zwei<br />
Zonen erweiterbar.<br />
Technik im Inneren<br />
Der Onkyo nutzt 24-Bit/192-Kilohertz-Digital-<br />
Analog-Wandler von Burr-Brown und sein<br />
Schaltungsdesign ist klanglich wie messtechnisch<br />
auf gutem Niveau, u. a. dank der drei getrennten<br />
Netzteile im Inneren. Die zahlreichen<br />
Signalprozessoren und die Jitter-Korrektur unterstützen<br />
nachhaltig die Klanggewalt, die sich<br />
aus den DSP-Programmen für Surround- und<br />
Stereoanwendungen ergibt. Bemerkenswert:<br />
Der sogenannte Music Optimizer frischte datenreduzierte<br />
Musiktitel auf und das implementierte<br />
Dolby Volume – zum Ausgleich von<br />
Lautstärkeschwankungen – erreichte in unserem<br />
<strong>Test</strong> überzeugende Ergebnisse. Neben<br />
der optional erhältlichen Dockingstation ist<br />
auch der USB-Eingang mit Produkten von<br />
Apple kompatibel und bietet darüber hinaus<br />
anderen Speichermedien Zugang. Der Netzwerkanschluss<br />
ermöglicht mit eigenem Webinterface<br />
auf Knopfdruck einen unkomplizierten<br />
und schnellen Zugriff auf das Internetradio oder<br />
die vorinstallierten Musikdienste, einzig WLAN<br />
bleibt außen vor. Darüber hinaus streamen Sie<br />
Audiodateien mit dem „Windows Media Player<br />
11“, auf dem die nach DLNA 1.5 spezifizierte<br />
Funktion „Play To“ verfügbar ist. Der AV-Receiver<br />
unterstützt auch das UPnP-Server-Protokoll<br />
und bietet die Möglichkeit, auf eine Netzwerkfestplatte<br />
(NAS) zuzugreifen. Sie können Musik<br />
in allen gängigen Formaten übertragen, dabei<br />
sind maximal 24 Bit und 96 Kilohertz in der Wiedergabe<br />
möglich, nur das angegebene LPCM<br />
wird nicht unterstützt. Dies gilt auch für den<br />
USB-Anschluss.<br />
Einmessung mit Tücken<br />
Gleich zu Beginn des Klangtests herrschte Ernüchterung<br />
im <strong>Test</strong>labor: Die neue Einmessautomatik<br />
Audyssey MultEQ XT32 arbeitete fehlerhaft<br />
und erzeugte lediglich verzerrte Klänge.<br />
Onkyo und Audyssey waren sich des Problems<br />
bewusst, sodass ein Software-Update Abhilfe<br />
schaffte. Das Ergebnis der Einmessung unterschied<br />
sich allerdings kaum von der bisherigen<br />
Audyssey-Routine, sodass wir den Equalizer deaktivierten.<br />
Fortan zeigte der Onkyo ein lebendiges<br />
und detailfreudiges Surround-Erlebnis,<br />
das ohne klangliche Überpräsenzen raumfüllend<br />
wirkte und mit ausgeprägten, gut nachvollziehbaren<br />
Bewegungen im Surround-Bereich beeindruckte.<br />
Die Kanaltrennung bewegt sich mit 55<br />
Dezibel zwischen den Kanälen jedoch nur auf<br />
gutem Niveau. Kreisrunde Bewegungen um den<br />
Zuhörer erhalten damit nicht die räumliche Weite,<br />
die eigentlich möglich wäre. Aufrührende<br />
Szenen bekamen durch straffe Bassimpulse den<br />
exakt definierten Druck. Eine präzise Ortung<br />
der Schallquellen wird durch den stärkeren Anteil<br />
an unharmonischen Verzerrungsprodukten<br />
begünstigt, was den positiven Eindruck des gesteigerten<br />
Auflösungsvermögens unterstreicht.<br />
Die Sprachverständlichkeit des Center-Kanals ist<br />
sehr gut, hier wirken sich die zuvor genannten<br />
Eigenschaften nicht auf eine Überbetonung von<br />
S-Lauten und Konsonanten aus. Die zahlreichen<br />
DSP-Programme laden zum Experimentieren<br />
ein: Alle THX-Modi wiesen leichte Klangverfärbungen<br />
auf und waren bassbetonter; das<br />
Gegenteil stellten die DTS-Neural-Surround-<br />
Programme dar, die mit einer gesteigerten<br />
Räumlichkeit beeindruckten. Unspektakulärer<br />
wirkte das Stereoergebnis: Der Onkyo ist ein<br />
„Rocker“, nicht zu viel Bass, nicht zu viele Höhen<br />
und ein leicht aggressiver Touch in den Mitten.<br />
Das befriedigt Neutralitätsverliebte nicht, dafür<br />
gibt es keine zischelnden Gesangsstimmen oder<br />
hervorstechenden Instrumente.<br />
Videospezialist<br />
Bei der Videozuspielung überzeugt der<br />
TX-NR3008 mit einem HQV-Reon-VX-Chip,<br />
der bei der Skalierung und der Vollbildwandlung<br />
ganze Arbeit leistet. So erstrahlen etwa<br />
DVDs in neuem Glanz und werden durchweg<br />
scharf dargestellt. Beim De-Interlacing erkennt<br />
der Videochip die Zuspielung von Film- und<br />
Videomaterial automatisch und verlässlich. Lediglich<br />
anspruchsvolle Szenen können die Filmerkennung<br />
in die Irre führen. Die komplexe<br />
Vollbildwandlung von Videomaterial gelingt<br />
dem Onkyo sehr gut. So kommt es zu keinerlei<br />
störenden Treppeneffekten, das Bild wirkt<br />
durch die Kantenglättung aber leicht unscharf.<br />
Mittels der effektiven Rauschunterdrückung<br />
werten Sie minderwertiges Material zusätzlich<br />
auf, ohne die Plastizität des Bildes einzuschränken.<br />
Weiterhin können Sie für jeden Eingang die<br />
Einstellungen für Kontrast, Farbe und Helligkeit<br />
separat regeln. Somit trägt der AV-Receiver das<br />
ISF-Siegel zu Recht. Dank HDMI 1.4 leitet der<br />
Onkyo 3-D-Signale anstandslos weiter.<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung<br />
20/20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
16/20<br />
Wiedergabequalität<br />
51/60<br />
Wertung 87 von 100<br />
Verstärkerleistung 105 Watt (1% THD an 8 Ohm)<br />
Frequenzgangabweichung +/– 0,095 dB<br />
SNR bei -20dB<br />
87 dB (HDMI)<br />
Übersprechen<br />
–55 dB (HDMI)<br />
Dynamikverhalten n. AES 17 86 dB<br />
Videoverarbeitung sehr gut (ISF-Kalibrierung)<br />
Höreindruck<br />
sehr gut (Film und Musik)<br />
Stromverbrauch<br />
Betrieb 135 W 260<br />
< 100 W > 400 W<br />
Stand-by<br />
6 dB<br />
0 dB<br />
–6 dB<br />
30 Hz<br />
Wärmebild<br />
0,2 W<br />
0 W > 1 W<br />
Vor Einmessung<br />
100 Hz 250 Hz 500 Hz 1 kHz 4kHz<br />
10kHz 20kHz<br />
Nach Einmessung<br />
Die automatische Einmessung erzeugte eklatante Fehler,<br />
sichtbar am welligen Frequenzgang. Erst ein nachträgliches<br />
Update schaffte Abhilfe<br />
Vor der Einmessung ist eine Vorauswahl der genutzten<br />
Lautsprecheranschlüsse zu treffen, zudem wird der<br />
Subwoofer-Pegel abgeglichen<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 85
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04103 Leipzig<br />
Telefon: (0341) 9 605050<br />
Fax (0341) 9 605060<br />
E-Mail: uni-hifi.leipzig@t-online.de<br />
PLZ 1<br />
Berlin<br />
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Ritterfelddamm 169<br />
14089 Berlin<br />
Telefon: (030) 36 433030<br />
Fax (030) 36 433050<br />
E-Mail: megascreenhome@aol.com<br />
PLZ 2<br />
Delingsdorf<br />
Happy Cinema<br />
Wiesengrund 1<br />
22941 Delingsdorf<br />
Telefon: (04532) 2 679293<br />
URL: www.happycinema.de<br />
Oldenburg<br />
Telepoint<br />
Posthalterweg 2c<br />
26129 Oldenburg<br />
Telefon: (0441) 97 0990<br />
Fax (0441) 97 099101<br />
E-Mail: telepoint.oldenburg@telepoint.de<br />
Leer<br />
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Nüttermoorer Str. 2<br />
26789 Leer<br />
Telefon: (0491) 92 5660<br />
Fax: (0491) 9 256668<br />
E-Mail: telepoint.leer@telepoint.de<br />
PLZ 3<br />
Hannover<br />
Art & Voice Medien GmbH<br />
Heimkinosysteme<br />
Davenstedter Str./Bauweg 5<br />
30453 Hannover<br />
Telefon: (0511) 44 1046<br />
Fax: (0511) 44 1018<br />
PLZ 4<br />
Dormagen<br />
die nadel – HiFi-Zubehör OHG<br />
Kielerstr. 18<br />
41540 Dormagen<br />
Telefon: (02133) 210 433<br />
Fax: (02133) 210 435<br />
URL: www.dienadel.de<br />
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Name/Abteilung<br />
Straße/Hausnummer<br />
PLZ/Ort/Land<br />
BLZ/Geldinstitut<br />
Kontonummer<br />
Kontoinhaber<br />
Telefon/Fax/E-Mail-Adresse<br />
Datum/Ihre Unterschrift<br />
Ort, Datum<br />
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* Das Fachhändlerabo verlängert sich automatisch, wenn nicht per Post oder Fax bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH gekündigt wurde.<br />
86 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de
06<br />
10<br />
LG<br />
Emsdetten<br />
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48282 Emsdetten<br />
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Fax: (02572) 9 239112<br />
URL: www.beamershop24.net<br />
E-Mail: info@beamershop24.net<br />
Essen<br />
Borowski GmbH<br />
Antennen- und Elektrotechnik<br />
Weidkamp 178<br />
45356 Essen<br />
Telefon: (0201) 18 52780<br />
Fax: (0201) 1 8527849<br />
URL: www.borowski.de<br />
E-Mail: info@borowski.de<br />
Gelsenkirchen<br />
Hitseller.de GmbH<br />
Hochkampstr. 68 D<br />
45881 Gelsenkirchen<br />
Telefon: (0209) 15 780929<br />
Fax: (0209) 1 5780939<br />
URL: www.hitseller.de<br />
E-Mail: info@hitseller.de<br />
Herne<br />
Heimkino Aktuell<br />
Hülsstr. 9<br />
44625 Herne<br />
Telefon: (02325) 94 0049<br />
Fax: (02325) 94 0053<br />
URL: www.<strong>HDTV</strong>ision.de<br />
E-Mail: info@heimkinoaktuell.de<br />
PLZ 5<br />
Köln<br />
Euphonia GmbH<br />
An Groß St. Martin 5<br />
50667 Köln<br />
Telefon: (0221) 9 257020<br />
PLZ 6<br />
Offenbach<br />
Hifi im Hinterhof GmbH<br />
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63067 Offenbach<br />
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Gemmrigheim<br />
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Telefon: (07143) 84 1401<br />
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E-Mail: info@scottys-beamer.de<br />
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München<br />
HiFi Concept<br />
Wörthstr. 45<br />
81667 München<br />
Telefon: (089) 4 470774<br />
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In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl bislang getesteter Produkte mit<br />
einer Wortbewertung, welche die Vor- und Nachteile auf den Punkt bringt.<br />
Alle Komponenten sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die Nachfolgeprodukte<br />
ersetzen bei gleicher oder besserer Bewertung ** den Vorgänger.<br />
In dieser Ausgabe im <strong>Test</strong>: Philips 46PFL9705K<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />
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Beovision 7-40<br />
Bang &<br />
Olufsen<br />
Beovision<br />
10–40"<br />
LG<br />
47LX9500<br />
Loewe<br />
Reference 52<br />
Loewe<br />
Individual 40<br />
Compose <strong>LED</strong><br />
400 DR+<br />
Loewe<br />
Xelos 32 SL<br />
DR+<br />
Metz<br />
Primus 55<br />
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Guter Bildkontrast (Local Dimming).<br />
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3 999 Euro 6/2010 www.metz.de<br />
20/15/51<br />
Sehr gut<br />
86<br />
16/15/48<br />
Gut<br />
79<br />
16/16/48<br />
Gut<br />
80<br />
20/16/51<br />
Sehr gut<br />
87<br />
19/16/48<br />
Gut<br />
83<br />
16/16/48<br />
Gut<br />
80<br />
18/15/50<br />
Gut<br />
83<br />
17/16/50<br />
Gut<br />
83<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />
TV-Geräte<br />
Panasonic<br />
TX-P50VT20E<br />
Panasonic<br />
TX-P42VT20E<br />
Panasonic<br />
TX-L42V20<br />
Panasonic<br />
TX-P42V20E<br />
Philips<br />
32PFL9705K<br />
Philips<br />
32PFL8605K<br />
Philips<br />
46PFL9705K<br />
Philips<br />
56PFL9954<br />
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Bildkontrast und Bildschärfe.<br />
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optimal. PVR-Funktion. Triple-Tuner.<br />
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identisch zu 50-Zoll-Modell.<br />
Vergleichsweise hoher Stromverbrauch.<br />
SD-Aufbereitung nicht<br />
optimal. PVR-Funktion. Triple-Tuner.<br />
CI Plus. HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />
1 999 Euro 6/2010 www.panasonic.de<br />
42-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 200<br />
Hertz nur auf 100-Hertz-Niveau.<br />
Stabiler Blickwinkel. Schwächen<br />
bei SD-Zuspielung. Tiefschwarz<br />
mit Blauschimmer. PVR-Funktion.<br />
Triple-Tuner. CI Plus. Internet.<br />
HDMI 1.4 (ARC).<br />
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Bildkontrast. Makelloser Blickwinkel.<br />
Schwächen bei SD-Zuspielung.<br />
PVR-Funktion. Triple-Tuner. CI Plus.<br />
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Exzellentes Local Dimming,<br />
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Gute Tonqualität. Triple-Tuner. CI<br />
Plus. WLAN. Internet. Ambilight.<br />
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18/14/53<br />
Sehr gut<br />
85<br />
18/14/53<br />
Sehr gut<br />
85<br />
16/17/48<br />
Gut<br />
81<br />
16/14/52<br />
Gut<br />
82<br />
17/15/51<br />
Gut<br />
83<br />
16/15/48<br />
Gut<br />
79<br />
18/14/53<br />
Sehr gut<br />
85<br />
16/14/47<br />
Gut<br />
77<br />
88 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />
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Samsung<br />
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Samsung<br />
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Flach. 3-D-fähig (inklusive Konvertierung).<br />
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Gute Ausleuchtung und guter<br />
Kontrast. PVR-Funktion. Triple-Tuner.<br />
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Flach. 3-D-fähig (inklusive Konvertierung).<br />
Gute Bewegtbildschärfe<br />
dank 200 Hertz. Ausleuchtung<br />
und Blickwinkel nicht perfekt.<br />
PVR-Funktion. Triple-Tuner. CI Plus.<br />
HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />
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19/16/48<br />
Gut<br />
83<br />
18/15/49<br />
Gut<br />
82<br />
18/15/48<br />
Gut<br />
81<br />
15/14/52<br />
Gut<br />
81<br />
15/15/46<br />
Gut<br />
76<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />
Blu-ray-Player<br />
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Denon<br />
DBP-4010UD<br />
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Universalplayer für BD, DVD,<br />
DVD-Audio und SACD. Sehr gute,<br />
aber nicht perfekte Bild- und<br />
Tonqualität. Anchor-Bay- statt<br />
HQV-Bildprozessor. Denon Link.<br />
Lange Einlese- und Ladezeiten.<br />
Webcontrol. BD Live. 1 080p24.<br />
1 999 Euro 1/2010 www.denon.de<br />
Blu-ray-Player mit fantastischer<br />
Bild- und Klangqualität. BD<br />
Live, Speicherkarte notwendig.<br />
Unterstützt DVD-Audio und SACD.<br />
Analoge Ausgänge mit guter<br />
Klangbalance. Lange Lade- und<br />
Startzeiten. 1 080p24.<br />
5 499 Euro 1/2010 www.marantz.de<br />
3-D-Blu-ray-Player. Zwei HDMI-<br />
Ausgänge. WLAN-Adapter. BD Live.<br />
Internetfunktionen. Langsame<br />
Zugriffszeiten. Sehr gute Skalierung<br />
und Vollbildkonvertierung. 1 080p24.<br />
HD-Audio-Decoder, analoger Mehrkanalausgang.<br />
499 Euro 4/2010 www.panasonic.de<br />
Blu-ray-Player mit sehr guter<br />
Skalierung und Vollbildkonvertierung.<br />
1 080p24. HD-Audio-Decoder,<br />
analoger Mehrkanalausgang.<br />
Langsame Zugriffszeiten. BD Live.<br />
Internetfunktionen. WLAN optional.<br />
1 080p24.<br />
349 Euro 3/2010 www.panasonic.de<br />
20/13/58<br />
Ausgezeichnet<br />
91<br />
20/13/55<br />
Sehr gut<br />
88<br />
20/13/58<br />
Ausgezeichnet<br />
91<br />
19/17/55<br />
Ausgezeichnet<br />
91<br />
18/16/54<br />
Sehr gut<br />
88<br />
Sony<br />
KDL-40NX805<br />
40-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD.<br />
200 Hertz. Ausleuchtung und<br />
Blickwinkel nicht perfekt.<br />
Energiesparend. Triple-Tuner. CI<br />
Plus. WLAN intergriert. Internet.<br />
HDMI 1.4 (ARC).<br />
16/15/48<br />
Gut<br />
79<br />
Philips<br />
BDP9500<br />
Exzellenter Blu-ray-Player mit<br />
schnellen Ladezeiten. Gute<br />
Bildqualität. HD-Audio-Decoder,<br />
analoger Mehrkanalausgang. BD<br />
Live, integrierter 1-GB-Speicher.<br />
1 080p24. Untertitelverschiebung.<br />
18/18/54<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
Sony<br />
KDL-55NX815<br />
Sony<br />
KDL-46HX905<br />
Toshiba<br />
46SV685<br />
Toshiba<br />
46VL733G<br />
1 699 Euro 3/2010 www.sony.de<br />
55-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong><br />
(Spaltendimming). Full-HD. Flach.<br />
Sehr gute Bildschärfe. Blickwinkel<br />
eingeschränkt, Ausleuchtung ungenau.<br />
3-D-fähig (inklusive Konvertierung),<br />
aber Crosstalk. Triple-Tuner. CI Plus.<br />
HDMI 1.4 (ARC). WLAN. Internet.<br />
3 499 Euro 6/2010 www.sony.de<br />
46-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong> (Local Dimming).<br />
Full-HD. Referenzbildschärfe.<br />
Blickwinkel stark eingeschränkt.<br />
Ausgezeichneter Kontrast. 3-Dfähig,<br />
enorme Tiefenwirkung.<br />
Triple-Tuner. CI Plus. HDMI 1.4<br />
(ARC). WLAN. Internet.<br />
2 899 Euro 5/2010 www.sony.de<br />
46-Zoll-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 200<br />
Hertz. Natürliche Bilddarstellung<br />
nach Kalibrierung. Guter Bildkontrast.<br />
Umfangreiche Bildverarbeitung.<br />
Bildschärfe, Blickwinkel und<br />
Tonqualität könnten besser sein.<br />
DVB-T-, DVB-C-Tuner.<br />
2 499 Euro 1/2010 www.toshiba.de<br />
46-Zoll-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 100<br />
Hertz nicht optimal. Unregelmäßige<br />
Ausleuchtung. Resolution+ sorgt für<br />
gute statische Bildschärfe. DVB-C-,<br />
DVB-T-Tuner. CI Plus im <strong>Test</strong> fehlerhaft.<br />
HDMI 1.4 (ARC). Internet.<br />
18/15/48<br />
Gut<br />
81<br />
17/15/51<br />
Gut<br />
83<br />
14/14/49<br />
Gut<br />
77<br />
13/14/46<br />
Gut<br />
73<br />
Philips<br />
BDP7500B2<br />
Samsung<br />
BD-C6900<br />
Sony<br />
BDP-S5000ES<br />
Sony<br />
BDP-S570<br />
549 Euro 2/2010 www.philips.de<br />
3-D-Blu-ray-Player. Schnelle<br />
Ladezeiten. 3-D-Update notwendig.<br />
Gute Video- und Audioqualität.<br />
HD-Audio-Decoder, analoger<br />
Mehrkanalausgang. WLAN. BD-<br />
Live, 1-GB-Speicher. 1 080p24.<br />
Untertitelverschiebung.<br />
290 Euro 5/2010 www.philips.de<br />
3-D-Blu-ray-Player. Internetfunktionen.<br />
WLAN integriert. BD-Live,<br />
1-GB-Speicher. Umfangreiche Medienwiedergabe.<br />
Schnelle Ladezeiten.<br />
Gute Video- und Audioqualität.<br />
HD-Audio-Decoder, analoger Mehrkanalausgang.<br />
1 080p24.<br />
399 Euro 4/2010 www.samsung.de<br />
Blu-ray-Player mit BD Live.<br />
Zügige Ladezeiten und gute<br />
Bedienbarkeit. Möglichkeiten<br />
zur Bildnachbearbeitung. Alle<br />
HD-Audio-Decoder an Bord.<br />
Audiosektion samt analogen<br />
Schnittstellen erstklassig. 1 080p24.<br />
1 999 Euro 2/2009 www.sony.de<br />
3-D-Blu-ray-Player. Sehr schnelle<br />
Start- und Ladezeiten. Audio- und<br />
Videoverarbeitung tadellos. WLAN.<br />
Kein analoger Mehrkanalausgang.<br />
BD-Live, integrierter Speicher.<br />
1 080p24.<br />
18/17/52<br />
Sehr gut<br />
87<br />
18/17/53<br />
Sehr gut<br />
88<br />
19/16/56<br />
Ausgezeichnet<br />
91<br />
18/17/52<br />
Sehr gut<br />
87<br />
1 899 Euro 4/2010 www.toshiba.de<br />
269 Euro 5/2010 www.sony.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung 89
Klassentreffen<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />
Audio-Video-Receiver/-Verstärker<br />
Arcam<br />
AVR600<br />
Denon<br />
AVR-3311<br />
Denon<br />
AVR-4810<br />
Harman<br />
Kardon<br />
AVR 760<br />
Marantz<br />
AV8003,<br />
MM8003<br />
Onkyo<br />
PR-SC5507/<br />
PA-MC5500<br />
Onkyo<br />
TX-NR3008<br />
Yamaha<br />
DSP-Z7<br />
7-Kanal-AV-Receiver, bis zu drei<br />
Subwoofer anschließbar. Gefällig<br />
neutrales Klangbild in Stereo wie<br />
Mehrkanal. Videoverarbeitung<br />
mit Schwächen. Dolby Volume,<br />
Netzwerk und Internetradio.<br />
4 399 Euro 2/2010 www.arcam.co.uk<br />
Impulsfreudiger 7-Kanal-AV-Receiver.<br />
Warm abgestimmter analoger<br />
Klangcharakter. Höhenkanäle über<br />
Dolby Pro Logic IIz oder Audyssey<br />
DSX. Sehr gute Videoverarbeitung.<br />
Leitet 3-D-Zuspielungen weiter<br />
(HDMI 1.4). DLNA.<br />
1 399 Euro 5/2010 www.denon.de<br />
Leistungsstarker 9-Kanal-AV-Receiver<br />
mit 11-Kanal-Vorstufe.<br />
Audyssey-Einmessung inklusive<br />
Dynamic Volume und EQ. DSX und<br />
Pro Logic IIz für Höhenkanäle.<br />
Umfangreiche Videoverarbeitung.<br />
DLNA.<br />
2 999 Euro 1/2010 www.denon.de<br />
Exzellent klingender 7-Kanal-AV-<br />
Receiver mit fantastischer Stereoqualität.<br />
Leistungsstarke Endstufen.<br />
Variable Bildnachbearbeitung.<br />
Dolby Volume, aber keine Höhenkanäle.<br />
Hoher Stromverbrauch und<br />
vorlauter Lüfter.<br />
2 499 Euro 1/2010 www.harmankardon.de<br />
Vor-/Endstufen-Kombination.<br />
Abstriche bei Bildverarbeitung<br />
und Audyssey-Integration. Tonale<br />
Qualität und Endstufenleistung<br />
hervorragend.<br />
4 500 Euro 6/2008 www.marantz.de<br />
Vor-/Endstufen-Kombination.<br />
Neun Kanäle, zwei Subwoofer-<br />
Anschlüsse. THX Ultra Plus 2. Bild<br />
und Ton aufseiten der Vorstufe<br />
exzellent. Höhenkanäle. Sehr gute<br />
Video-verarbeitung. Internetradio<br />
und Netzwerkstreaming (DLNA).<br />
3 799 Euro 5/2010 www.onkyo.de<br />
9-Kanal-AV-Receiver. THX-Ultra-<br />
Plus-2. Zwei Subwoofer-Anschlüsse.<br />
Exzellentes Bild, Stereoklang etwas<br />
bedeckt. Höhenkanäle über Dolby<br />
Pro Logic IIz oder Audyssey DSX. Internetradio<br />
und Netzwerkstreaming<br />
(DLNA). HDMI 1.4.<br />
1 799 Euro 6/2010 www.onkyo.de<br />
Gelungenes „Downgrade“ des<br />
DSP-Z11 mit sieben Endstufen.<br />
Klangqualität mit und ohne DSP-<br />
Programmen tadellos. Sehr gutes<br />
Einmesssystem bietet Anwendern<br />
volle Kontrolle zur Optimierung.<br />
20/16/53<br />
Sehr gut<br />
89<br />
19/17/50<br />
Sehr gut<br />
86<br />
20/17/52<br />
Sehr gut<br />
89<br />
19/16/54<br />
Sehr gut<br />
89<br />
18/18/52<br />
Sehr gut<br />
88<br />
20/16/54<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
20/16/51<br />
Sehr gut<br />
87<br />
20/17/53<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />
Projektoren<br />
Epson<br />
EH-TW4400<br />
Infocus<br />
SP8602<br />
JVC<br />
DLA-HD950<br />
LG<br />
CF3D<br />
Mitsubishi<br />
HC6800<br />
Optoma<br />
HD82<br />
Panasonic<br />
PT-AE4000<br />
Runco<br />
Q-750i<br />
<strong>LCD</strong>-Projektor. Full-HD. Ausgezeichnete<br />
100-Hertz-Bildverarbeitung.<br />
Wohnzimmertauglich,<br />
sehr hohe Helligkeit. Farbneutral<br />
und leise nur im Kinomodus.<br />
1 080p24 oder Zwischenbildberechnung.<br />
2 800 Euro 2/2010 www.epson.de<br />
Full-HD-DLP-Projektor. Kaum<br />
Regenbogeneffekt. Brillantes und<br />
plastisches Bild. Motorisierte Optik.<br />
Lens-Shift manuell. 21 : 9-Vorverzerrung.<br />
Sehr gute Schärfe bei Standbildern,<br />
Unschärfen bei schnellen<br />
Bildinhalten. 1 080p24.<br />
3 490 Euro 4/2010 www.infocus.de<br />
Full-HD-D-ILA-Projektor. Voll motorisierte<br />
Optik inkl. Lens-Shift. Leise.<br />
THX-Modus. 21: 9-Vorverzerrung.<br />
Extremer Maximalkontrast und<br />
tiefstes Schwarz. Nachzieheffekte<br />
bei Bewegungen, sonst sehr gute<br />
Bildschärfe. 1 080p24.<br />
6 999 Euro 4/2010 jdl.jvc-europe.com<br />
3-D-Projektor. Full-HD. Polfilterverfahren<br />
setzt Silberleinwand voraus.<br />
2-D-Darstellung (Schwarzdarstellung,<br />
Bildschärfe) nicht optimal,<br />
aber sehr gute 3-D-Qualität. HDMI<br />
1.4. Steuerung über Netzwerk<br />
möglich. 1 080p24.<br />
12 999 Euro 6/2010<br />
Full-HD-<strong>LCD</strong>-Projektor. Gute<br />
Schwarzdarstellung durch Blende,<br />
sehr gute maximale Helligkeit.<br />
Leise, komfortabel in der<br />
Aufstellung (motorisierte Optik).<br />
In Schwarz und Weiß erhältlich.<br />
1 080p24.<br />
2 499 Euro 2/2010 www.mitsubishi-evs.de<br />
Full-HD-DLP-Projektor. Leise. Aufstellung<br />
flexibler als bei vergleichbaren<br />
DLPs. Optik nicht motorisiert.<br />
Guter Bildkontrast, gute Bildschärfe.<br />
Farbraum nicht optimal. 1 080p24.<br />
Optionale Bewegungsglättung<br />
erzeugt Bildfehler.<br />
2 999 Euro 4/2009 www.optoma.de<br />
100-Hertz-<strong>LCD</strong>-Projektor.<br />
Verbesserter Bildkontrast und<br />
mehr Bildhelligkeit als AE3000.<br />
Zwischenbildberechnung variabel,<br />
gute Echtzeitblende. Leise, aufstellungsfreundlich.<br />
Speicherbares<br />
Seitenformat. 1 080p24.<br />
2 699 Euro 1/2010 www.panasonic.de<br />
Full-HD-DLP-Projektor. <strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />
Keine sichtbaren Farbblitzer.<br />
Neutrale Bildabstimmung<br />
ab Werk, vielseitig installier- und<br />
einstellbar. Motorisierte Optik<br />
gegen Aufpreis. 1 080p24.<br />
16/16/51<br />
Gut<br />
83<br />
16/12/48<br />
Gut<br />
76<br />
16/17/53<br />
Sehr gut<br />
86<br />
16/14/46<br />
Gut<br />
76<br />
17/16/45<br />
Gut<br />
78<br />
17/12/46<br />
Gut<br />
75<br />
17/16/47<br />
Gut<br />
80<br />
17/17/49<br />
Gut<br />
83<br />
Yamaha<br />
DSP-Z11<br />
2 499 Euro 4/2009 www.yamaha-online.de<br />
Tadellose Video- und Audioverarbeitung<br />
mit einer DSP-Sektion<br />
der Profiklasse. Elf Endstufen für<br />
11.2- oder 4-Zonen-Betrieb. Frei<br />
konfigurierbares Einmesssystem.<br />
20/17/56<br />
Ausgezeichnet<br />
93<br />
Sony<br />
VPL-VW85<br />
16 000 Euro 2/2010 www.image.ag<br />
Full-HD-SXRD-Projektor. Sehr hell,<br />
gute Bildschärfe und plastischer<br />
Bildkontrast. Exakte Farbdarstellung<br />
nach Kalibrierung. Leise, Aufstellung<br />
flexibel. Optik motorisiert. 1 080p24,<br />
optionale Bewegungsglättung. Bildverarbeitung<br />
könnte besser sein.<br />
17/15/51<br />
Gut<br />
83<br />
5 500 Euro 5/2008 www.yamaha-online.de<br />
6 499 Euro 6/2009 www.sony.de<br />
90 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
* Bewertung für: Ausstattung/Verarbeitung, Benutzerfreundlichkeit und Wiedergabequalität
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver mit Festplatte<br />
Dreambox<br />
DM8000<br />
Humax<br />
iCord HD+<br />
<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver. Aufrüstung<br />
durch Festplatten und DVD-Brenner<br />
möglich. Kein HDMI, digitale Bildund<br />
Tonausgabe über DVI, Adapter<br />
liegt bei. Schnelle und flexible Box.<br />
999 Euro 2/2009 www.dream-multimedia.de<br />
<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver mit HD-Plus-<br />
Unterstützung für HD-Privatsender.<br />
1-Terabyte-Festplatte. Zeitgleiche<br />
Aufnahme von zwei HD-Programmen<br />
möglich. Umfangreiche<br />
Onlinefunktionen.<br />
28/35/27<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
25/34/27<br />
Sehr gut<br />
86<br />
Modell Ansicht/Preis/Ausgabe <strong>Test</strong>urteil Wertung*<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver mit Festplatte<br />
Panasonic<br />
DMR-BS750<br />
Reelbox<br />
Avantgarde<br />
<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver mit 250-GB-<br />
Festplatte und eingebautem<br />
Blu-ray-Brenner. Vollwertiger Bluray-Player.<br />
Schnelle Inbetriebnahme.<br />
Twin-Tuner. Aufnahme von zwei<br />
HD-Programmen gleichzeitig. Zwei<br />
CI-Einschübe inkl. CI Plus. Sehr gute<br />
Bildqualität.<br />
999 Euro 3/2010 www.panasonic.de<br />
HD-Linux-Receiver in Sat- oder<br />
Kabeltuner-Ausführung. Bis zu drei<br />
Tuner integriert. DVD-Rekorder<br />
oder Blu-ray-Laufwerk möglich.<br />
Gute Audio-Video-Qualität, vielseitig<br />
einsetzbar.<br />
26/36/27<br />
Sehr gut<br />
89<br />
25/36/27<br />
Sehr gut<br />
88<br />
Kathrein<br />
UFS 922<br />
749 Euro 2/2010 www.humax-digital.de<br />
<strong>HDTV</strong>-Sat-Empfänger mit 500-<br />
GB-Festplatte. Twin-Tuner. Hoher<br />
Benutzerkomfort, redaktionell<br />
aufbereiteter EPG. Kompatibel zu<br />
Alpha- und Omegacrypt-Modulen.<br />
26/35/28<br />
Sehr gut<br />
89<br />
Vantage<br />
VT-1<br />
1 499 Euro 4/2008 www.reel-multimedia.de<br />
Vielseitiger <strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver.<br />
Erster mit 1 080p-Unterstützung.<br />
Einfacher Festplatteneinbau. Flinke<br />
Umschaltzeiten. Sehr gute Bild- und<br />
Tonqualität. MP3-, Foto- und<br />
Videowiedergabe möglich. Legacy-<br />
Modullösung für HD-Privatsender.<br />
28/35/27<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
699 Euro 2/2009 www.kathrein.de<br />
649 Euro 2/2010 www.vantage-digital.de<br />
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Kenntnisse bieten wir Ihnen auch eine fundierte Ausbildung zum Redakteur in unserem Hause<br />
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Straße 20, 04229 Leipzig oder job@auerbach-verlag.de<br />
Schriftliche Bewerbungen werden nur zurückgeschickt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag<br />
beigefügt ist.
Bewertung Bild und Ton<br />
In unseren <strong>Test</strong>s steht die objektive Beurteilung der Audio- und Videoelektronik im Vordergrund.<br />
Auf dieser Seite erläutern wir Ihnen die technischen Hintergründe unserer Infografiken.<br />
Bildkontrast<br />
In unserer aktuellen Bewertung geben wir für alle Wiedergabegeräte<br />
den minimalen und maximalen Bildkontrast<br />
an. Unsere Messungen unterscheiden sich deutlich<br />
von den Angaben der Hersteller, die ihre Werte meist<br />
nicht bei korrekter Farbdarstellung oder Gammakurve<br />
ermitteln. Wir messen immer den nativen Kontrast (auch<br />
In-Bild-Kontrast). Bei dieser Messung werden Schwarzund<br />
Weißfelder gleichzeitig dargestellt. Der maximale<br />
Bildkontrast wird häufi g nur bei dunklen Bildern mit vielen<br />
Schwarzanteilen erreicht. Ein hoher Maximalkontrast<br />
(> 4 000 : 1) ist ein Indiz für eine sehr gute Schwarzdarstellung,<br />
die besonders für Kinofi lme von Bedeutung ist.<br />
Ein niedriger Minimalkontrast weist auf Schwächen bei<br />
der Schwarzdarstellung oder eine eingeschränkte Bildhelligkeit<br />
hin.<br />
Kontrast (nativ) Min: 400 : 1, Max: 6 000 : 1<br />
Kontrasteindruck<br />
Der subjektive Kontrasteindruck hängt, anders als eine<br />
Messung in dunkler Umgebung, nicht nur von einem<br />
möglichst hohen Kontrastwert ab, sondern maßgeblich<br />
von der Raumhelligkeit. Ist diese hoch, bestimmt<br />
die Leuchtkraft des Fernsehers, wie plastisch die Bilder<br />
wirken. Auch die Konstruktionsart der Frontscheibe des<br />
Displays spielt hier eine große Rolle. Erreicht ein Fernseher<br />
einen niedrigen Minimalkontrast und zeigt bei Tageslicht<br />
Schwächen, so ist dies ein klares Indiz, dass die<br />
Bildhelligkeit begrenzt ist. Zeigt unsere Bildkontrastangabe<br />
im Heimkinofeld Schwächen, so ist die Schwarzdarstellung<br />
des Displays nur befriedigend; dunkle Bildbereiche<br />
schimmern bläulich oder wirken aufgehellt.<br />
Zudem versorgen wir Sie mit den nötigen Fakten zur<br />
verbauten Kontrastfi lterscheibe, damit Sie Spiegelungen<br />
und Kontrastdarstellung in heller Umgebung besser einschätzen<br />
können.<br />
Verzerrungsproduktverhältnis<br />
Es entsteht bei der Anregung des Übertragungssystems<br />
mit einer Grundfrequenz von f 1 kHz. Dabei<br />
ergeben sich in der Audioelektronik Verzerrungen im<br />
geradzahligen oder ungeradzahligen Verhältnis, bezeichnet<br />
als harmonische (f2, f4, usw.) bzw. unharmonische<br />
Verzerrungen ( f3, f5 usw.). Ein „warmer“<br />
oder „kühler“ Klangeindruck ist die Folge.<br />
0 dB<br />
–20 dB<br />
–40 dB<br />
–60 dB<br />
–80 dB<br />
–100 dB<br />
–120 dB<br />
–140 dB<br />
0,9970 1 kHz<br />
1,99401 kHz<br />
2,99113 kHz<br />
3,98818 kHz<br />
4,98522 kHz<br />
7f 8f 9f<br />
f 2f 3f 4f 5f 6f 10f<br />
5,98204 kHz<br />
6,97931 kHz<br />
7,97636 kHz<br />
8,97340 kHz<br />
9,97044 kHz<br />
Gammakurve<br />
Die Gammakurve beschreibt die Tonwertverteilung hinsichtlich<br />
Schatten, Mitteltönen und Lichtern. Vordefi -<br />
nierte Gammakurven sollen eine einheitliche Darstellung<br />
des Bildes sicherstellen, bei <strong>HDTV</strong> wird diese mit 2,2<br />
beschrieben. Das Verhältnis ist exponential und die gemessene<br />
Kurve sollte nicht von der gestrichelten Vorgabelinie<br />
im Diagramm abweichen. Ist dies der Fall, bleicht<br />
das Bild entweder aus (kleinerer Wert) oder Details in<br />
dunklen Bereichen sind schlechter erkennbar (größerer<br />
Wert). Abhängig vom Eingangssignal und der Raumbeleuchtung<br />
sind Werte zwischen 2,2 und 2,5 ideal.<br />
Farbtemperatur<br />
Um neutrale Weiß-, Grau- oder Schwarzfl ächen nach D65-<br />
Norm darzustellen, sollten sich alle drei Grundfarben der<br />
mittleren Linie annähern. Im linken Bereich erkennen Sie<br />
die Farbtemperatur von dunklen Bildbereichen (schwarz bis<br />
grau), rechts von hellen (grau bis weiß). Liegt z. B. die blaue<br />
Linie oberhalb der Vorgabe, wirkt das Bild bläulich, liegen<br />
die blaue und rote Linie über der grünen, erscheint das Bild<br />
violett eingefärbt. Unabhängig von unserer Farbtemperaturangabe<br />
erkennen Sie bei dieser Messung Schwankungen,<br />
d. h. ob ein Display in dunklen und hellen Bildbereichen unterschiedliche<br />
Farbtemperaturen aufweist.<br />
Farbraum<br />
Damit die Farbdarstellung am Ende genauso ausfällt, wie<br />
der Produzent seine Bilder gestaltete, muss der vorgegebene<br />
Farbraum eingehalten werden. Für <strong>HDTV</strong>- und Bluray-Bilder<br />
gilt der allgemeine Standard ITU-R BT.709, in<br />
unseren <strong>Test</strong>s anschaulich dargestellt durch ein Farbdreieck.<br />
Liegen die Messpunkte exakt auf den vorgegebenen<br />
Punkten, gelingt die Farbabbildung neutral. Liegen Punkte<br />
außerhalb des Dreiecks, erscheinen Farben übersättigt, liegen<br />
sie innerhalb des Dreiecks, erscheinen sie „ausgewaschen“.<br />
Eine korrekte Farbdarstellung wird weiterhin nur<br />
gewährleistet, wenn die Helligkeit der Farben exakt abgestimmt<br />
ist. Dies ist in<br />
unserer zweidimensionalen<br />
Darstellung nicht<br />
direkt zu erkennen, wir<br />
weisen deshalb im <strong>Test</strong>bericht<br />
auf eventuelle<br />
Fehler hin.<br />
Das <strong>Test</strong>labor des Auerbach Verlages<br />
Die <strong>Test</strong>systeme des Auerbach Verlages erfüllen die Qualitätskriterien<br />
nach DIN EN ISO 9 001 bzw. 14 001 und die Anforderungen<br />
nach AQAP 110 und 150. Neben ausführlichen Vergleichstests wird<br />
jedes Gerät mit umfangreichen Messungen auf Herz und Nieren geprüft.<br />
Für Satelliten- und Fernsehsignale kommt der SFU von Rohde &<br />
Schwarz zum Einsatz. Der Signalgenerator für DVB-T, DVB-S, DVB-C<br />
sowie DVB-H ist <strong>HDTV</strong>-tauglich, sowohl für MPEG-2 als auch MPEG-4<br />
und DVB-S2. Ebenso sorgfältig arbeitet der UPV. Mit ihm messen<br />
die Redakteure den Frequenzgang, die Klirrfaktoren, Leistungen<br />
und weitere Werte für alle Audiokomponenten wie AV-Receiver und<br />
DVD-Player. Komplettiert wird das Trio vom Videomessgerät VSA.<br />
Die Video-Analyseeinheit ist Vektorskop, Oszilloskop und Steuereinheit<br />
in einem. HDMI-Analysen führen wir mit Messgeräten der Firmen<br />
Astro und Audio Precision durch. Bild- wie auch Tondaten können so<br />
verlustfrei analysiert werden. Für Bildschirme und Projektoren setzt<br />
das <strong>Test</strong>labor auf das zertifi zierte Lichtmessgerät CS-200 von Konica<br />
Minolta. Der hochpräzise Messkopf ermittelt die Leuchtdichte und<br />
Farbgenauigkeit von Plasmabildschirmen, <strong>LCD</strong>s und Projektoren.<br />
Sämtliche Geräte werden nach der D65-Norm kalibriert und erst<br />
nach erfolgter Gamma- und Farbkorrektur gemessen. Somit stellen<br />
die <strong>Test</strong>er sicher, dass jeder Fernseher oder Projektor vor den Messungen<br />
die gleichen Voraussetzungen erfüllt und den Videonormen<br />
entspricht. Camcorder testen wir mittels „Imatest“-Software und<br />
zertifi zierter <strong>Test</strong>charts unter genormten Lichtbedingungen. Die<br />
verständliche Aufbereitung der Messergebnisse hat bei uns oberste<br />
Priorität, damit Sie eines nicht verlieren: den Durchblick für das<br />
Wesentliche.<br />
Der Heimkinoraum des Auerbach Verlages Hochsensibles Messsystem mit „SatLive“-Software VSA-Videoanalyzer von Rohde & Schwarz Lichtmessgerät CS-200 von Konica Minolta
Farbabbildung<br />
Unser Messverfahren bestimmt sämtliche Farbwerte innerhalb<br />
eines dreidimensionalen Farbsystems, neben der<br />
Tönung messen wir ebenfalls die Luminanz aller Primärund<br />
Sekundärfarben. Als Vorlage dienen die standardisierten<br />
Vorgaben der internationalen Fernmeldeunion<br />
(ITU), entsprechend der TV-Normen (<strong>HDTV</strong>, PAL, NTSC<br />
usw.). Darüber hinaus bewerten wir die Graustufenabbildung<br />
basierend auf der genormten Farbtemperatur<br />
von 6504 Kelvin. Statt der oftmals ermittelten Zehnstufenskala<br />
messen wir mit einer Präzision von bis zu 256<br />
Graustufen – dies entspricht der Genauigkeit des Quellmaterials.<br />
Ergänzend messen wir die Farb- und Graustufenwerte<br />
bei einer Blickwinkelabweichung von 30 Grad.<br />
SD-Bildverarbeitung<br />
Die Aufbereitung von niedrig aufgelösten Halbbildsignalen<br />
stellt jeden Flachbildfernseher vor besondere Herausforderungen,<br />
denn die fehlenden Bildpunkte müssen<br />
künstlich erzeugt werden. Eine saubere Skalierung<br />
zeichnet sich durch eine hohe Bildschärfe ohne Doppelkonturen<br />
sowie durch klar umrissene Farbkonturen aus.<br />
Die Vollbildkonvertierung erfolgt bei Video- und Filmmaterial<br />
unterschiedlich, weshalb wir die Bewertung<br />
getrennt vornehmen und auf die jeweiligen Schwächen<br />
hinweisen. Komplexe Bildaufbereitungstechnologien<br />
wie eine Kantenglättung bei diagonalen Linienverläufen<br />
oder effektive Rauschminderer wirken sich positiv auf<br />
die Bewertung aus.<br />
Bildschärfe<br />
Wir bewerten nicht nur die statische Bildschärfe, sondern<br />
analysieren auch die Detailabbildung in Bewegungsphasen.<br />
Die Bewegtbildschärfe ist bei <strong>LCD</strong>-Fernsehern<br />
meist an eine Bildverarbeitung gekoppelt, die<br />
mittels neu generierter Zwischenbilder in den Signalfl uss<br />
eingreift. Unser <strong>Test</strong>verfahren erlaubt die Analyse von<br />
Artefakten, Unschärfen und farbigen Nachziehern. Die<br />
resultierende Bildschärfe ist immer die Kombination aus<br />
Leistungsfähigkeit des verbauten Panels und der nachfolgenden<br />
Bildverarbeitung. Greifen unterschiedliche<br />
Hersteller auf das gleiche Panel, aber unterschiedliche<br />
Bildverarbeitungen zurück, kann die Beurteilung der<br />
Bildschärfe ebenso differenziert ausfallen.<br />
Sichttest<br />
Entgegen der Namensgebung nehmen wir auch beim<br />
Sichttest Messungen vor. Unsere Redakteure überprüfen<br />
im Praxistest die Ausleuchtung der Display-Fläche und<br />
bewerten Bildfehler wie Pixelrauschen, False-Contour-<br />
Effekte, Farbblitzer oder stark refl ektierende Kontrastfi<br />
lterscheiben. Der Sichttest dient zudem der Kontrolle<br />
aller gemessenen Farb- und Kontrastwerte und deren<br />
Einfl uss auf die Bildqualität unter verschiedenen Lichtbedingungen.<br />
Somit stellen wir sicher, dass Sie unter<br />
Heimkinobedingungen und bei Tageslicht die bestmögliche<br />
Bildqualität erleben. Die Blickwinkelabhängigkeit<br />
wird ebenfalls auf die Probe gestellt und Messdaten mit<br />
realen Eindrücken verglichen.<br />
Bildkontrast<br />
Die Messung des Bildkontrasts fi ndet nicht nur durch<br />
vollfl ächige Schwarz-Weiß-Flächen oder Schachbrettmuster<br />
statt. Illusorische Maximalkontraste fl ießen bei uns<br />
nicht in die Bewertung ein, alle Displays müssen die maximalen<br />
Bildkontraste unter realistischen Bedingungen<br />
liefern. Hierbei messen wir Schwarz- und Weißfl ächen<br />
immer zeitgleich in einem Bild. Durch eine stufenlose<br />
Variation der Größe der Schwarz-Weiß-Flächen können<br />
wir die Helligkeitswerte unter praxisnahen Bedingungen<br />
ermitteln. Zusätzlich zur frontalen Sitzposition weisen<br />
wir auf Kontrastverluste bei einer seitlichen Betrachtung<br />
hin. Zudem analysieren wir die Kontrastfi lterscheibe auf<br />
Refl exionen und Aufhellung.<br />
Klangqualität<br />
Zusätzlich zur Messung der Bildqualität unterziehen<br />
wir alle Flachbildfernseher einer Messung im akustisch<br />
optimierten Audiotestraum. Wir unterscheiden dabei<br />
zwischen Diffus- und Direktschall. Der ermittelte Frequenzgang<br />
gibt Aufschluss über die Bandbreite der verbauten<br />
Lautsprecher und ob der Hersteller durch Voreinstellungen<br />
lediglich einen voluminösen Klang vorgaukelt.<br />
Neben der Überprüfung der Voreinstellungen kalibrieren<br />
wir die Fernseher auf eine neutrale Wiedergabe und untersuchen<br />
die Lautsprecher auf Verzerrungen und Gehäuseresonanzen<br />
bei hohen Lautstärken. Verfügen Fernseher<br />
über eine automatische Lautstärkeanpassung, fl ießt deren<br />
Qualität ebenfalls in die Bewertung ein.<br />
Bildschärfe, Bildkontrast, Tonwertverteilung und Farbabbildung<br />
sind das Fundament der Bildqualität eines jeden<br />
Fernsehers und gehen in unser Wertungssystem mit der<br />
gleichen Gewichtung ein. Der Großteil der zu vergebenden<br />
Punkte entfällt auf diese Faktoren, denn sie sind<br />
meist nicht durch externe Quellen beeinfl ussbar.<br />
Die Aufbereitung von niedrig aufgelösten SD-Signalen<br />
und die gebotene Klangqualität der integrierten Lautsprecher<br />
werden ebenso streng bewertet wie die restlichen<br />
Faktoren, allerdings fl ießen sie mit einer geringeren<br />
Gewichtung in die Gesamtwertung ein, da die Qualität<br />
durch externe Mittel beeinfl usst werden kann.
Aktuelle <strong>LCD</strong>s und Plasmas<br />
<strong>LCD</strong>s<br />
<strong>LCD</strong>s<br />
LG<br />
55LE8X<br />
400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. <strong>LED</strong>-Backlight mit<br />
Local Dimming. Extrem schlank (7,8 mm).<br />
3-D-fähig. DLNA. WLAN. USB-Schnittstelle<br />
für Medienwiedergabe (DivX HD, MP3, JPEG).<br />
Internetdienste (etwa Youtube). DVB-T- und<br />
DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />
HDMI 1.4.<br />
Panasonic<br />
TX-L37GW20<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Internetfunktionen<br />
(Youtube, Skype usw.). Wi-Fi optional.<br />
DLNA. USB-Schnittstelle für Medienwiedergabe<br />
(DivX, MP3, JPEG). PVR-ready (USB).<br />
SD-Schacht (bis SDXC). DVB-T-, DVB-C- und<br />
DVB-S-Tuner. CI Plus. HD Plus. Vier HDMI-<br />
Eingänge. HDMI 1.4.<br />
k.A. (47 Zoll) – k.A. (55 Zoll)<br />
Bildgrößen: 47, 55 Zoll<br />
899 ¤ (32 Zoll) – 999 ¤ (37 Zoll) Bildgrößen: 32, 37 Zoll<br />
LG<br />
55LX9500<br />
400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. <strong>LED</strong>-Backlight mit Local<br />
Dimming. Geringe Bautiefe (3 cm). 3-D-fähig.<br />
DLNA. WLAN (optional). USB-Schnittstelle<br />
für Medienwiedergabe (DivX HD, MP3, JPEG).<br />
Internetdienste (etwa Youtube). DVB-T- und<br />
DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />
HDMI 1.4.<br />
Panasonic<br />
TX-L42V20E<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />
Internetfunktionen (Youtube, Skype<br />
usw.). Wi-Fi optional. DLNA. USB-Schnittstelle<br />
für Medienwiedergabe (DivX, MP3, JPEG).<br />
PVR-ready (USB). SD-Schacht (bis SDXC).<br />
DVB-T-, DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus. HD<br />
Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
2 999 ¤ (47 Zoll) – 3 699 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 47, 55 Zoll<br />
1 399 ¤ (37 Zoll) –1 499 ¤ (42 Zoll) Bildgrößen: 37, 42 Zoll<br />
Loewe<br />
Individual 55<br />
Compose <strong>LED</strong><br />
400 DR+<br />
Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 400 Hertz. Top-Design<br />
und Verarbeitung. Flach (6 cm Bautiefe). Individuell<br />
zusammenstellbar, etwa mit motorisiertem<br />
Standfuß. USB-Schnittstelle. DLNA. PVR-<br />
Funktion. Festplatte (250 GB). DVB-C-, DVB-T-,<br />
DVB-S-Empfänger. Doppeltuner. Bild-in-Bild. CI<br />
Plus. Netzwerk. WLAN. Internet.<br />
Philips<br />
46PFL7605H<br />
100-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />
Ambilight. Wi-Fi optional. Internetfunktionen<br />
(Youtube, Net TV usw.). DLNA. Umfangreiche<br />
Medienwiedergabe (H.264, MP3, JPEG).<br />
DVB-T-, DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus.<br />
Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
3 200 € (32 Zoll) - 5 800 € (55 Zoll) Bildgrößen: 32, 40, 46, 55 Zoll<br />
749 ¤ (32 Zoll) – 1 599 ¤ (46 Zoll) Bildgrößen: 32, 37, 42, 46 Zoll<br />
Loewe<br />
Connect 40<br />
<strong>LED</strong> 200 DR+<br />
Full-HD-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. 200 Hertz. USB-<br />
Schnittstelle. WLAN. Internetfunktionen.<br />
Alle Tuner integriert. Festplatte, Doppeltuner<br />
möglich. Zwei CI-Plus-Schnittstellen. Drei<br />
HDMI-Eingänge. Lieferbar in Schwarz Hochglanz,<br />
Weiß Hochglanz oder Chromsilber.<br />
Tisch- und Standfuß erhältlich.<br />
Philips<br />
46PFL8605K<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-ready (ab 40 Zoll).<br />
Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Ambilight. Wi-Fi<br />
optional. Internetfunktionen (Youtube, Net<br />
TV usw.). DLNA. Umfangreiche Medienwiedergabe<br />
(H.264, MP3, JPEG). DVB-T-,<br />
DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-<br />
Eingänge. HDMI 1.4.<br />
2 900 ¤ (32 Zoll) – 3 500 ¤ (40 Zoll) Bildgrößen: 32, 40 Zoll<br />
1 099 ¤ (32 Zoll) – 2 199 ¤ (46 Zoll) Bildgrößen: 32, 37, 40, 46 Zoll<br />
Loewe<br />
Reference 52<br />
Full-HD-<strong>LCD</strong>. 200-Hz-Bildverarbeitung. DVB-T-,<br />
DVB-C- und DVB-S-Tuner integriert. CI-Plus-Unterstützung.<br />
Doppeltuner und Festplattenaufzeichnung<br />
(500 GB). Bild-in-Bild. Netzwerk- und<br />
Internetfunktionen, WLAN. Schlankes Design<br />
(6 cm Bautiefe) im Metall- und Glasfinish.<br />
Motorisierter Standfuß. Zwei HDMI-Eingänge.<br />
Philips<br />
58PFL9955H<br />
400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Full-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />
(Local Dimming). 3-D-tauglich. Cinemascope-Bildformat<br />
(21 : 9). DVB-T-, DVB-S- und<br />
DVB-C-Tuner. CI Plus. USB-Schnittstelle für<br />
Fotos (JPEG), Musik (MP3, WMA) und Videos<br />
(H.264). DLNA. Wi-Fi. Internetportal Net TV.<br />
Vier HDMI-Eingänge. Ambilight.<br />
12 000 ¤ Bildgrößen: 52 Zoll<br />
4 199 ¤ Bildgrößen: 58 Zoll<br />
Metz<br />
Caleo 47 <strong>LED</strong><br />
100 Twin R<br />
100-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />
2-Wege-Lautsprecher. USB-Schnittstelle<br />
zur Wiedergabe von Fotos und Videos.<br />
Doppeltuner für DVB-T und DVB-C. DVB-S<br />
optional. PVR-Funktion (500 GB intern). CI<br />
Plus. Drei HDMI-Anschlüsse.<br />
Philips<br />
46PFL9705K<br />
400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-ready (ab 40<br />
Zoll). <strong>LED</strong>-Beleuchtung (Local Dimming).<br />
Ambilight. Wi-Fi. Internetfunktionen<br />
(Youtube, Net TV usw.). DLNA. Umfangreiche<br />
Medienwiedergabe (H.264, MP3, JPEG).<br />
DVB-T-, DVB-C- und DVB-S-Tuner. CI Plus.<br />
Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
3 699 ¤ Bildgrößen: 47 Zoll<br />
1 499 ¤ (32 Zoll) – 2 999 ¤ (46 Zoll) Bildgrößen: 32, 40, 46 Zoll<br />
Metz<br />
Primus 55 <strong>LED</strong><br />
200 Twin R<br />
Full-HD-<strong>LCD</strong>. 200-Hz-Bildverarbeitung. <strong>LED</strong>-<br />
Hintergrundbeleuchtung mit Local Dimming.<br />
Bild-in-Bild. USB-Schnittstelle nur für Fotos<br />
(JPEG). Tischfuß oder Standfuß. DVB-T- und<br />
DVB-C-Tuner. DVB-S-Empfänger optional.<br />
Doppeltuner und Festplattenaufzeichnung<br />
(500 GB). CI Plus. Drei HDMI-Eingänge.<br />
Samsung<br />
UE55C9090<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig. Konvertierung von<br />
2-D zu 3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Geringe Bautiefe<br />
(0,75 cm). Touchscreen-Fernbedienung mit Multimedia-<br />
Funktionen und Wi-Fi. USB-Schnittstelle für Medienwiedergabe<br />
(H.264, MP3, JPEG). Internetfunktionen<br />
(Twitter usw.). DVB-T- und DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier<br />
HDMI-Eingänge. HDMI 1.4. DLNA. PVR-ready. WLAN.<br />
4 400 € (42 Zoll) – 6 400 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 42, 55 Zoll<br />
3 499 ¤ (40 Zoll) – 5 999 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />
Metz<br />
Sirius 42 <strong>LED</strong><br />
200 R<br />
Full-HD-<strong>LCD</strong>. 200-Hz-Bildverarbeitung.<br />
37-Zoll-Modelle mit Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />
und 42-Zoll-Modelle mit <strong>LED</strong>-Backlight<br />
inklusive Local Dimming. Bild-in-Bild. DVB-T-,<br />
DVB-C- und DVB-S-Tuner. Doppeltuner und<br />
Festplattenaufzeichnung möglich. CI Plus.<br />
Samsung<br />
UE55C8790<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig. Konvertierung von 2-D<br />
zu 3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. Geringe Bautiefe (2,3 cm).<br />
Touchscreen-Fernbedienung mit Multimedia-Funktionen<br />
und Wi-Fi separat. USB-Schnittstelle für Medienwiedergabe<br />
(H.264, MP3, JPEG). Internetfunktionen (Twitter usw.).<br />
DVB-T-, DVB-S- und DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-<br />
Eingänge. HDMI 1.4. Skype. DLNA. PVR-ready. WLAN.<br />
3 299 ¤ (37 Zoll) – 3 999 ¤ (42 Zoll) Bildgrößen: 37, 42 Zoll<br />
2 399 ¤ (40 Zoll) – 3 799 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />
Sämtliche auf diesen Seiten angegebenen Preise sind Marktpreise und können deshalb von den UVP-Angaben abweichen.<br />
94 HD+TV | 5.2010 | www.hdplustv.de
<strong>LCD</strong>s<br />
Plasmas<br />
Samsung<br />
UE55C7700<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig. Konvertierung<br />
von 2-D zu 3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung.<br />
Geringe Bautiefe (2,3 cm). USB-Schnittstelle für<br />
Medienwiedergabe (H.264, MP3, JPEG). WLAN.<br />
Internetfunktionen (Twitter usw.). DLNA.<br />
DVB-T-, DVB-S- und DVB-C-Tuner. PVR-ready. CI<br />
Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
LG<br />
60PX950<br />
Full-HD-Plasma, 100-Hz-Bildverarbeitung.<br />
3-D-fähig (zwei aktive Shutter-Brillen<br />
inklusive). Konvertierung von 2-D zu 3-D.<br />
USB-Media-Player (DivX HD, MP3, JPEG).<br />
Internetfunktionen: Youtube usw. WLAN.<br />
DVB-T-, DVB-C-Tuner. DLNA. CI Plus. Vier<br />
HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
2 000 ¤ (40 Zoll) – 3 200 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />
k.A. (50 Zoll) – k.A. (60 Zoll)<br />
Bildgrößen: 50, 60 Zoll<br />
Sharp<br />
LC-60LE925<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>. 3-D-fähig.<br />
Erweiterter Farbraum durch vierte Primärfarbe<br />
(RGBY). USB-Schnittstelle für Fotos, Musik- und<br />
Videowiedergabe (DivX HD, MP3s und JPEGs).<br />
DVB-C-, DVB-S- und DVB-T-Tuner. CI Plus. Time-<br />
Shift-Funktion. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
Panasonic<br />
TX-P54Z1<br />
Ultraflacher Full-HD-Plasma (2,5 cm Gehäusetiefe).<br />
100-Hz-Bildverarbeitung. THX-Zertifizierung<br />
für exakte Bildabstimmung ab Werk. Effektive<br />
Kontrastfilterscheibe. Alle Tuner integriert. SD-<br />
Eingang. Netzwerkfähig. Internetportal Viera<br />
Cast. Vier HDMI-Eingänge. Drahtlose Bild- und<br />
Tonübertragung zur Anschlussbox.<br />
2 899 ¤ (46 Zoll) – 4 999 ¤ (60 Zoll) Bildgrößen: 46, 60 Zoll<br />
3 999 ¤ (46 Zoll) – 4 999 ¤ (54 Zoll) Bildgrößen: 46, 54 Zoll<br />
Sharp<br />
LC-52LE820E<br />
100-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>. Erweiterter Farbraum<br />
durch vierte Primärfarbe (RGBY). USB-<br />
Schnittstelle für Fotos, Musik- und Videowiedergabe<br />
(DivX HD, MP3s und JPEGs). DVB-C- und<br />
DVB-T-Tuner. CI Plus. Time-Shift-Funktion. Vier<br />
HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
Panasonic<br />
TX-P50V20E<br />
Full-HD-Plasma. 100-Hz-Bildverarbeitung. THX-<br />
Zertifizierung für exakte Bildabstimmung ab Werk.<br />
Effektive Kontrastfilterscheibe. DVB-T-, DVB-Cund<br />
DVB-S-Tuner. CI Plus. DLNA. Internetfunktionen<br />
(Skype, Youtube usw.). PVR-ready (USB).<br />
Medienwiedergabe über USB (DivX HD, MP3,<br />
JPEG). WLAN. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
1 599 ¤ (40 Zoll) – 2 699 ¤ (52 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 52 Zoll<br />
1 599 ¤ (42 Zoll) – 1 999 ¤ (50 Zoll) Bildgrößen: 42, 50 Zoll<br />
Sony<br />
KDL-60LX905<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-tauglich (aktive<br />
Shutter-Brille inkl.). Konvertierung von 2-D zu<br />
3-D. Edge-<strong>LED</strong>-Beleuchtung. WLAN. Bravia-<br />
Internet-Video-Plattform und Widgets. USB-<br />
Schnittstelle. Medienwiedergabe (Formate noch<br />
unbekannt). DVB-T-, DVB-S2- und DVB-C-Tuner.<br />
CI Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
Panasonic<br />
TX-P65VT20E<br />
Full-HD-Plasma. 3-D-fähig. 100-Hz-Bildverarbeitung.<br />
THX-Zertifizierung für exakte Bildabstimmung<br />
ab Werk. Effektive Kontrastfilterscheibe. DVB-T-,<br />
DVB-C-, DVB-S-Tuner. CI Plus. DLNA. Internetfunktionen<br />
(Skype, Youtube usw.). PVR-ready (USB).<br />
Medienwiedergabe über USB (DivX HD, MP3,<br />
JPEG). WLAN. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
2 499 € (40 Zoll) – 4 999 € (60 Zoll) Bildgrößen: 40, 52, 60 Zoll<br />
1 999 ¤ (42 Zoll) – 4 999 ¤ (65 Zoll) Bildgrößen: 42, 46, 50, 65 Zoll<br />
Sony<br />
KDL-52HX905<br />
400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Full-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />
(Local Dimming). 3-D-tauglich (aktive<br />
Shutter-Brille separat). Konvertierung von<br />
2-D zu 3-D. WLAN separat. Bravia-Internet-Video-Plattform.<br />
DVB-T-, DVB-S2- und<br />
DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />
HDMI 1.4.<br />
Panasonic<br />
TX-P42GT20E<br />
Günstiger Full-HD-Plasma. 3-D-fähig. DLNA.<br />
WLAN (optional). Internetfunktionen (Skype,<br />
Youtube usw.). PVR-ready (USB). Medienwiedergabe<br />
über USB (DivX HD, MP3, JPEG).<br />
DVB-T-, DVB-C-, DVB-S-Tuner. CI Plus. Vier<br />
HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
2 899 € (46 Zoll) – 3 899 € (52 Zoll) Bildgrößen: 46, 52 Zoll<br />
1 599 ¤ Bildgrößen: 42 Zoll<br />
Sony<br />
KDL-55NX815<br />
200-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Edge-<strong>LED</strong>. 3-D-tauglich<br />
(aktive Shutter-Brille inkl.). Konvertierung<br />
von 2-D zu 3-D. WLAN. Bravia-Internetdienste.<br />
USB-Schnittstelle für Musik, Fotos<br />
und Videos. DVB-T-, DVB-S-2- und DVB-C-<br />
Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />
HDMI 1.4.<br />
Samsung<br />
PS-58C6500<br />
Schlanker Full-HD-Plasma (3,7 cm). 100-Hz-<br />
Bildverarbeitung. Umgebungslichtsensor.<br />
DLNA. WLAN optional. Internetfunktionen<br />
(Samsung-Apps: Twitter, Youtube). DVB-T-,<br />
DVB-C-Tuner. CI Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />
3 499 € Bildgrößen: 55 Zoll<br />
1 500 ¤ (50 Zoll) – 2 500 ¤ (58 Zoll) Bildgrößen: 50, 58 Zoll<br />
Toshiba<br />
55ZL1<br />
400-Hz-<strong>LCD</strong>. Full-HD. Full-<strong>LED</strong>-Beleuchtung<br />
(Local Dimming). 512 dimmbare Zonen.<br />
3-D-fähig. Konvertierung von 2-D zu 3-D. 3D<br />
Resolution Plus. Cevo-Engine (Cell Evolution).<br />
WLAN. Internetdienste. USB-Schnittstelle.<br />
DVB-T, DVB-S und DVB-C-Tuner. Doppeltuner.<br />
HDMI 1.4.<br />
Samsung<br />
PS-50C679<br />
Full-HD-Plasma. 100-Hz-Bildverarbeitung.<br />
Umgebungslichtsensor. DLNA. WLAN<br />
optional. Internetfunktionen (Samsung-Apps:<br />
Twitter, Youtube). DVB-T-, DVB-C-Tuner. CI<br />
Plus. Vier HDMI-Eingänge.<br />
ca. 5 000 €<br />
Bildgrößen: 55 Zoll<br />
1 400 € Bildgrößen: 50 Zoll<br />
Toshiba<br />
55WL768<br />
200-Hz-Edge-<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>. Full-HD. 3-D-fähig<br />
(aktive Shutter-Brille inkl.). 3D Resolution Plus.<br />
WLAN. DLNA. USB-Schnittstelle für Fotos<br />
(JPEG), Musik (MP3) und Videos (H.264).<br />
DVB-T-, DVB-S- und DVB-C-Tuner integriert.<br />
Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
Samsung<br />
PS-63C7790<br />
Flacher Full-HD-Plasma (3,6 cm). 100-Hz-<br />
Bildverarbeitung. 3-D-fähig. Konvertierung<br />
von 2-D zu 3-D. Umgebungslichtsensor.<br />
PVR-ready (USB). DLNA. WLAN optional.<br />
Internetfunktionen (Samsung-Apps: Twitter,<br />
Youtube). DVB-T-, DVB-C-, DVB-S-Tuner. CI<br />
Plus. Vier HDMI-Eingänge. HDMI 1.4.<br />
1 999 ¤ (40 Zoll) – 3 299 ¤ (55 Zoll) Bildgrößen: 40, 46, 55 Zoll<br />
2 000 ¤ (50 Zoll) – 3 500 ¤ (63 Zoll) Bildgrößen: 50, 63 Zoll<br />
Kaufberatung 95
HD-Kanäle via Satellit<br />
In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong><br />
ausgestrahlten Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet.<br />
Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />
Astra 19,2 Grad Ost<br />
Das E rste H D deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />
ZDF HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />
Arte HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 362 horizontal 22000 2/3<br />
Eins Festival HD (Promo) deu MPEG-4/DVB-S – 12 422 horizontal 27500 3/4<br />
Anixe HD, Astra HD deu/eng MPEG-4/DVB-S – 10 832 horizontal 22000 5/6<br />
Servus TV HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 11 303 horizontal 22000 2/3<br />
RTL HD deu/eng MPEG-4/DVB-S Nagravision 10832 horizontal 22000 5/6<br />
Vox HD deu/eng MPEG-4/DVB-S Nagravision 10832 horizontal 22000 5/6<br />
Pro Sieben HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 462 horizontal 22000 2/3<br />
Sat 1 HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 462 horizontal 22000 2/3<br />
Kabel Eins HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 462 horizontal 22000 2/3<br />
ORF HD, ORF 2 HD deu MPEG-4/DVB-S2 Cryptoworks 11 303 horizontal 22000 2/3<br />
National Geo. HD deu MPEG-4/DVB-S Nagravision/NDS 11 026 horizontal 22000 2/3<br />
History HD deu MPEG-4/DVB-S Nagravision/NDS 11 026 horizontal 22000 2/3<br />
Disney Cinemagic HD deu MPEG-4/DVB-S Nagravision/NDS 11 026 horizontal 22000 2/3<br />
Sky Action HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 10773 horizontal 27500 9/10<br />
Sky Cinema Hits HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 10 773 horizontal 22 000 2/3<br />
Sky Cinema HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 22000 2/3<br />
Sky Sport HD 1 deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Sky Sport HD 2 deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 10 773 horizontal 22000 2/3<br />
Eurosport HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Discovery HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision/NDS 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
TVP HD pol MPEG-4/DVB-S Videoguard 10862 horizontal 22000 5/6<br />
Orange Cinema HD, Orange Sport HD fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 11 171 horizontal 22000 2/3<br />
Canal + Spain HD, Canal + Deportes HD, Canal + D Cine HD spa MPEG-4/DVB-S Nagravision 11 436 vertikal 22000 5/6<br />
AXN HD, Canal + Comedia, Disney Cinemagic, Canal + Deportes HD spa MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 10 729 vertikal 22000 2/3<br />
Mezzo Live HD, Canal + 3D spa MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 627 vertikal 22000 2/3<br />
Fox Espana, National Geo., Canal + Action, Eurosport 2 spa MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 10 818 vertikal 22000 2/3<br />
MTV HD fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 11 778 vertikal 27500 3/4<br />
TF 1 HD, France 2 HD, Canal + France HD, National Geo. France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
M6 HD, 13ème Rue, Disney Cinemagic , Cinecinema Premiere, Arte HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 581 vertikal 22000 5/6<br />
Eurosport HD, Ushuaria TV HD, Syfy France HD, Brava HD, Penthouse HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 670 vertikal 22000 2/3<br />
Hot Bird 13 Grad Ost<br />
BBC HD, HBO Polska HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 834 vertikal 27500 3/4<br />
MTV HD pol MPEG-4/DVB-S Mediaguard 11 075 vertikal 27500 3/4<br />
TVP HD, HBO Polska HD, NFilm HD 2 pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 258 vertikal 27500 2/3<br />
National Geo. Wild HD, Eurosport 2 HD, N Film HD, Animal Planet HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 258 vertikal 27500 2/3<br />
Canal + Film HD, Canal + Sport HD, Eurosport HD, Filmbox, Nat Geo HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 278 vertikal 27500 2/3<br />
Discovery HD, N Sport HD, TVN HD, TVN +1 HD pol MPEG-4/DVB-S Conax 11449 horizontal 27500 3/4<br />
National Geo. HD, Fox Italia HD, Fox Crime HD, Sky Calcio ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 758 horizontal 27500 2/3<br />
Sky Calcio, Sky Primafila ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 843 vertikal 27500 2/3<br />
Sky Sport HD, Sky Sport 2 HD, Sky Sport 3 HD, Sky Calcio ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 2/3<br />
Novasport HD, Novacinema HD gre MPEG-4/DVB-S Irdeto 12 130 horizontal 27500 3/4<br />
HBO Polska HD, Polsat Sport HD, Discovery HD, Polsat HD, AXN HD pol MPEG-4/DVB-S Nagravision 12 265 vertikal 27500 3/4<br />
Orange Sport, Orange Cinemax fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 577 horizontal 27500 2/3<br />
Sky Cinema Hits, Sky Cinema Max, Sky Calio 1, Sky Primafila HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 341 vertikal 27500 2/3<br />
Sky Cinema Classics, Sky Cinema +1, Sky Cinema +24, Sky Cinema Family ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 360 horizontal 27500 2/3<br />
Sky Cinema Max+1, Sky Cinema Mania, Sky Cinema Italia ita MPEG-4/DVB-S Videoguard 12 418 vertikal 27500 2/3<br />
HD Suisse deu MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 399 horizontal 27500 3/4<br />
Türksat 42 Grad Ost<br />
Één HD tur MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 054 horizontal 30000 5/6<br />
Kanal D HD, Eurosport HD, HD Smart, Discovery HD, Star TV HD tur MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 932 horizontal 17 500 3/4<br />
Sinema HD, Sinema 2 HD tur MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />
Türksat HD <strong>Test</strong> tur MPEG-4/DVB-S – 11 746 horizontal 27500 5/6<br />
ATV HD tur MPEG-4/DVB-S Biss 11 790 horizontal 16 000 5/6<br />
TRT HD tur MPEG-4/DVB-S – 11 042 vertikal 6400 3/4<br />
Hellassat 39 Grad Ost<br />
Film + HD, Eurosport HD, National Geo. HD, Hobby TV HD, Planeta HD eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 11 012 vertikal 30000 3/4<br />
TVR HD, Pro TV, Sport.ro, Discovery HD Showcase, HBO Romania rum MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 729 vertikal 30000 3/4<br />
Eurobird 33 33 Grad Ost<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S – 11 139 horizontal 12 000 1/2<br />
Astra 5 31,5 Grad Ost<br />
Luxe HD eng MPEG-4/DVB-S – 12 012 vertikal 27500 9/10<br />
Astra 2 28,2 Grad Ost<br />
BBC HD eng MPEG-4/DVB-S – 10847 vertikal 22000 5/6<br />
ITV 1 HD eng MPEG-4/DVB-S – 10832 horizontal 27500 5/6<br />
ITV 1 HD, STV West, ITV central West eng MPEG-4/DVB-S – 10 936 vertikal 27500 5/6<br />
Sky Sports 2 HD, Sky Movies Screen 1, MTV HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 720 horizontal 29500 3/4<br />
Sky Sports 1 HD, Channel 4 HD, Living HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 798 horizontal 29500 3/4<br />
E4UK HD, Sky Arts 2, Eurosport HD, FX UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 856 vertikal 29500 3/4<br />
Sky Movies Family Sky Movies Premium, FX UK, Sky Anytime HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 012 vertikal 29500 3/4<br />
Nickelodeon HD, Comedy Central HD, National Geo. HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 090 vertikal 29500 3/4<br />
Sky Movies Modern Greats, Sky Movies Drama, Sky Movies Sci-Fi &<br />
Horror, Sky Movies Comedy,<br />
Sky Movies Action, Bio HD UK, Crime & Investigation<br />
Network HD UK, History Ch. HD UK, Nat Geo Wild HD<br />
eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 168 vertikal 29 500 3/4<br />
eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 246 vertikal 29 500 3/4<br />
96 HD+TV | 6.2010 | www.hdplustv.de<br />
Frequenzen in MHz, Pol. = Polarisation, SR = Symbolrate, FEC = Fehlerkorrektur,* nur sporadisch aufgeschaltet
Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />
Sky Sports News, ESPN America HD, Five HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 266 horizontal 29500 3/4<br />
Discovery HD, Sky Arts UK, Disney Cinemagic, Sci-Fi UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 324 vertikal 29500 3/4<br />
ESPN HD, National Geo. HD, Sky 1 HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 344 vertikal 29500 3/4<br />
Sky HD Retail Info, Sky Box Office HD 2, Sky Sports HD 3, Sky Box Office HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 363 horizontal 29500 3/4<br />
Sky Movies Indie HD, Sky Anytime HD 3, Sky Movies Classic, Hallmark HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 382 horizontal 29500 3/4<br />
Sky News HD, Sky Anytime HD, Sky Arts HD, Sky 3DTV eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 460 horizontal 29500 3/4<br />
Rush HD eng MPEG-4/DVB-S Videoguard 12 607 vertikal 27500 2/3<br />
Luxe HD eng MPEG-4/DVB-S – 12 643 horizontal 27500 2/3<br />
Badr 4 26 Grad Ost<br />
Dubai Sport HD ara MPEG-4/DVB-S – 12 169 vertikal 27500 3/4<br />
Al Kass HD ara MPEG-4/DVB-S – 12 245 horizontal 27500 3/4<br />
Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />
National Geo. HD, Disney Cinemagic HD, History HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 555 vertikal 28500 9/10<br />
Nederland 2 HD, SBS 6 HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 739 vertikal 27500 5/6<br />
Astra HD Promo, Astra 3D Promo ita MPEG-4/DVB-S2 – 11 778 vertikal 27500 9/10<br />
Discovery HD Europe, National Geo. NL, Brava <strong>HDTV</strong> eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 856 vertikal 27500 5/6<br />
RTL 4 HD , een HD, Nederland HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 11 856 vertikal 27500 5/6<br />
CT 1 HD cze MPEG-4/DVB-S Cryptoworks 11 973 vertikal 27500 3/4<br />
Deluxe HD, Classica HD deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 12 032 horizontal 27500 9/10<br />
Anixe HD, Dance TV HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 032 horizontal 27500 9/10<br />
Nova HD cze MPEG-4/DVB-S Cryptoworks 12 070 horizontal 27500 3/4<br />
Nova HD, Eurosport HD, History HD, Filmbox HD, Nova Sport HD cze MPEG-4/DVB-S2 Cryptoworks 12 110 horizontal 27500 9/10<br />
Ned 3 HD, Film HD, Sport 1 HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 129 vertikal 27500 5/6<br />
RTL 7 HD, RTL 5 HD, NET 5 HD, Ketnet HD, Veronica HD nld MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 188 horizontal 27500 5/6<br />
Eutelsat W2 16 Grad Ost<br />
Supersport HD 1, Supersport HD 2 alb MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 719 vertikal 27500 3/4<br />
Digialb HD 1/2/3 alb MPEG-4/DVB-S2 Conax 10975 horizontal 22500 4/5<br />
National Geo. UK eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 10975 horizontal 22500 4/5<br />
TVR HD rum MPEG-4/DVB-S Viaccess 11 471 vertikal 29950 3/4<br />
Eurobird 9 9 Grad Ost<br />
3D <strong>Test</strong> eng MPEG-4/DVB-S – 11 747 horizontal 27500 3/4<br />
Melody Z en eng MPEG-4/DVB-S Viaccess 11 804 vertikal 27500 3/4<br />
Luxe TV HD eng MPEG-4/DVB-S – 11 804 vertikal 27500 3/4<br />
FTV HD, Bebe HD, HD 1, IConcert HD, Mezzo Life HD, Penthouse HD eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 11 881 vertikal 27500 2/3<br />
M2 HD hun MPEG-4/DVB-S – 11 958 vertikal 27500 3/4<br />
Kinopokaz 2 HD, Kanal Teleputes HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 303 vertikal 26400 2/3<br />
HD Life, National Geo., Eurosport HD, Kinopokaz HD, MTV HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 380 vertikal 26400 2/3<br />
M1 HD, HBO HD, Discovery HD hun MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 034 vertikal 27500 2/3<br />
Penthouse HD 1, Penthous HD 2, Penthous HD 3, 3DV Promo eng MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 054 horizontal 27500 3/4<br />
National Geo. HD, History Channel HD, Filmbox HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 074 vertikal 27500 2/3<br />
Sundance HD eng MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 092 horizontal 27500 3/4<br />
RTL HD, Sat 1 HD, Vox HD, ProSieben HD, Kabel 1 HD deu MPEG-4/DVB-S2 NDS/Conax 12 284 horizontal 27500 2/3<br />
Kinopokaz HD, High Life, Zhenskiy Mir, HD Life, Konopokaz 2 rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 303 vertikal 26400 2/3<br />
HD Sport, Eurosport HD, National geo. National Geo Wild HD, MTV HD rus MPEG-4/DVB-S2 Drecrypt 12 380 vertikal 26400 2/3<br />
Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />
National Geo. HD UK, Moviemax Starz HD, DigiMax HD eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 887 horizontal 30000 2/3<br />
Lig TV HD, Eurosport HD, Sportmax HD, MAX HD, Iz TV tur MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 2 10 886 vertikal 30000 2/3<br />
Sirius 4,8 Grad Ost<br />
NRK HD nor MPEG-4/DVB-S Videoguard 12 014 vertikal 27500 3/4<br />
Viasat Sport HD, MTV HD, TV 2 Sport HD, National Geo. HD UK, DR HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 399 vertikal 27500 2/3<br />
TV 1000 HD, SVT HD, TV 2 HD, TV 3+ div. MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12437 vertikal 27500 2/3<br />
Viasat Sport HD Norge, Viasat Sport HD Sverige div. MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12456 horizontal 27500 2/3<br />
Thor 0,8 Grad West<br />
Rush HD, Silver HD, National Geo. HD, Neolon HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 903 vertikal 25000 3/4<br />
TV 2 Norway nor MPEG-4/DVB-S Conax 10 841 vertikal 24500 7/8<br />
TV 2 Film HD, Nelonen HD, DR HD dan/fin MPEG-4/DVB-S2 Conax 10 934 horizontal 25000 3/4<br />
ESPN Amerika HD, Rush HD, National Geo HD, Silver HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 785 horizontal 30000 3/4<br />
M1 HD, CT HD, TV Nova HD, Nova Sport HD, HBO HD swe MPEG-4/DVB-S2 Cryptoworks 11 843 vertikal 30000 3/4<br />
Eurosport HD, Discovery HD, Kanal 5 HD, BBC HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 015 horizontal 30000 3/4<br />
TV 4 HD, TV Norge HD, History Ch. HD, Animal Planet HD swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 130 horizontal 30000 3/4<br />
Duna TV H D hun MPEG-4/DVB-S – 12 341 vertikal 28 000 7/8<br />
Atlantic Bird 3 5 Grad West<br />
Arte HD, France 2 HD, TF 1 HD, M6 HD fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 096 vertikal 29500 7/8<br />
Orange Foot HD, Orange Cinemax HD fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 471 vertikal 29500 7/8<br />
Hispasat 30 Grad West<br />
AXN HD, Syfy HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 731 horizontal 30000 3/4<br />
Mov HD, National Geo. HD, Sport TV HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 731 vertikal 29000 3/4<br />
RTP HD, Disney Cinemagic HD, TVCine 4 HD, Eurosport HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 731 vertikal 29000 3/4<br />
Canal + Espana, Canal + DCine, Canal + Deportes HD por MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 771 vertikal 30000 3/4<br />
National Geographic HD por MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 012 horizontal 30000 3/4<br />
Syfy HD, Sport TV 1 HD por MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 092 horizontal 30000 3/4<br />
Eurosport HD, AXN HD eng MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 052 horizontal 30000 3/4<br />
Lesen Sie auch: DIGITAL FERNSEHEN DIGITAL TESTED<br />
BLU-RAY MAGAZIN<br />
Die aktuellen Ausgaben sind am<br />
Kiosk erhältlich und beschäftigen<br />
sich mit den Heimkinotrends 2010<br />
und den brandaktuellen Filmen auf<br />
Blu-ray.<br />
www.digitalfernsehen.de<br />
www.digital-tested.de<br />
www.bluray-vision.de<br />
Kaufberatung 97
Ausblick<br />
Öko-Posse<br />
1. 2011<br />
Fragt man Konsumenten nach dem für sie<br />
wichtigsten Kriterium beim Fernseherkauf,<br />
so lautet die Antwort: „Bildqualität“. Blickt<br />
man auf die technischen Angaben der Hersteller, so<br />
sagen diese aber meist nichts über jenes Kriterium<br />
aus. Stattdessen führen Angaben zu Bildkontrast,<br />
Bildschärfe oder Blickwinkel in die Irre. Demgegenüber<br />
müssen die Flachbildhersteller beim Stromverbrauch<br />
bereits heute alle Karten auf den Tisch legen,<br />
man könnte überspitzt sagen, dass die Angabe<br />
zum Stromverbrauch die realistischste Aussage im<br />
gesamten Datenblatt ist. Nun hätte die EU sich diesem<br />
Sachverhalt annehmen und die Konsumenten<br />
vor Falschaussagen der Hersteller schützen können.<br />
Aber: Sie tat es nicht. Alles, was die EU im jahrelangen<br />
Prozess entwickelt hat, ist eine Ausschmückung<br />
von bereits existierenden Fakten, die sich im<br />
Fahrwasser des Ökobooms bewegt – sie erschuf das<br />
neue, revolutionäre Energielogo. Und warum? Bildqualität<br />
hat am Markt keine Lobby und verkommt<br />
zu einer philosophischen Angelegenheit. So argumentiert<br />
übrigens die EU, die den Fernseher nicht<br />
als Übertragungsmedium definiert, sondern als eine<br />
künstlerische Ausdrucksform. Laut der EU könne der<br />
Konsument sehr wohl objektiv die Bildqualität von<br />
Flachbildfernsehern in Verkaufsräumen beurteilen<br />
und die Herstellerinformationen vergleichen – wie<br />
dies in der Praxis allerdings möglich sein soll, verriet<br />
man uns nicht. Öko ist dagegen bei den Herstellern<br />
und Verbrauchern gleichermaßen in. Zudem rannten<br />
die EU-Verantwortlichen durch die Marktdominanz<br />
der <strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>-Technik bei den TV-Anbietern offene<br />
Türen ein, denn diese erhalten den Stromsparsegen<br />
nun direkt von oberster Stelle – eigene, missverständliche<br />
Energielogos entfallen. Im Gegensatz<br />
zur bereits heute existierenden Angabe sehen Sie<br />
auf einen Blick den durchschnittlichen Verbrauch<br />
und müssen fortan nicht selbst zum Taschenrechner<br />
greifen – ein konsumentenfreundlicher Luxus, der<br />
Applaus verdient. Welche Verbesserungen ergeben<br />
sich aber für den Verbraucher, wenn er statt<br />
des Maximalverbrauchs einen bunten Buchstaben<br />
erspäht, der im Praxistest ebenso seine Gültigkeit<br />
verliert, wie die bisherige Kennzeichnung? Und wer<br />
sich für die Plasmatechnik ausspricht, wird sogleich<br />
gerügt: „Wollen Sie, dass Ihre Kinder und Kindeskinder<br />
noch Fernsehen schauen können“ schallte es<br />
mir entgegen, als ich das Wort Plasma in den Mund<br />
nahm. Nein, die EU strebt keine sachliche Diskussion<br />
an, sondern folgt einem einfachen Dogma: Wer<br />
<strong>LED</strong>-<strong>LCD</strong>s kauft, pflanzt einen Baum im Wohnzimmer<br />
und verhindert, dass Grönland von der Landkarte<br />
verschwindet. Wer allerdings zur Plasmatechnik<br />
greift, baut sein ganz eigenes Atomkraftwerk,<br />
handelt rücksichtslos gegenüber der Nachwelt und<br />
muss deshalb mit einem schlechten Energieeffizienzindex<br />
gebrandmarkt werden. Ob Plasmabesitzer<br />
nun tatsächlich mehr Strom verbrauchen und wie<br />
die Energiebilanz in Haushalten mit mehreren energiesparenden<br />
Fernsehern aussieht, damit will sich<br />
die EU nicht beschäftigen. In meinen Augen hätte<br />
man auch die Herstellergarantie auf fünf Jahre<br />
verlängern können, um die Lebensdauer der TVs<br />
künstlich auszuweiten und den immer schnelleren<br />
Produktzyklus inklusive des beschleunigten An- und<br />
Verkaufs einzudämmen. Dies hätte der Umwelt vermutlich<br />
mehr geholfen, schließlich kann ein Strom<br />
sparender Fernseher noch so sparsam sein, solange<br />
die Verbraucher die Endgeräte im Jahrestakt wechseln,<br />
bleibt das unökologische Verhalten bestehen.<br />
Doch es geht hier eben nicht um Umwelt, sondern<br />
um einen Kompromiss zwischen der Wirtschaftlichkeit<br />
des Marktes und der Handlungsfähigkeit der<br />
EU. Man kann sich über all diese Scheinheiligkeit zu<br />
Recht aufregen, man kann der EU aber auch einfach<br />
nur dazu gratulieren, dass sie uns wichtige Entscheidungen<br />
abnimmt und wir ohne nachzudenken<br />
blind den plakativen Aufklebern Glauben schenken<br />
dürfen – Unwissenheit ist und bleibt die bequemste<br />
aller Tugenden.<br />
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am 3. Dezember 2010<br />
Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />
Bilder: Philips<br />
Impressum<br />
Verleger:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (03 41) 1 49 55-11<br />
Herausgeber:<br />
Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />
Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />
Chefredaktion (ViSdP):<br />
Christian Trozinski (CT)<br />
Grafikdesign:<br />
Tobias Heymann, Bianca Graf, Stefan Kretzschmar,<br />
Stefan Mitschke, Katharina Schreckenbach (Leitung),<br />
Kim Trank, Isabell Ulitzka, Annemarie Votrubec<br />
Redaktion:<br />
Uwe Funk (UF), Lydia Fischer (LF) Christian Hill (CH),<br />
Torsten Pless (TP), Dennis Schirrmacher (DS),<br />
Tiemo Weisenseel (TW), Falko Theuner (FT), Jens Voigt (JV)<br />
Lektorat:<br />
Svea Herbst, Thilo Neubacher, Katharina Neumann<br />
Produktbetreuung:<br />
Hirra Hafeez, Verena Rottmann<br />
Anschrift:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Redaktion HD+TV<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
leserbriefe@hdplustv.de<br />
www.hdplustv.de<br />
Anzeigen:<br />
Claudia Fritzsch, Simone Läßig, Katleen Lösch,<br />
Benjamin Mächler, Carsten Philipp (Leitung)<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-0<br />
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Abonnenten:<br />
Katrin Schwede<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-13<br />
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Vertrieb:<br />
MZV Moderner Zeitschriften<br />
Vertrieb GmbH & Co. KG<br />
Breslauer Straße 5, D-85386 Eching<br />
Tel. (0 89) 3 19 06-0, Fax: (0 89) 3 19 06-113<br />
info@mzv.de, www.mzv.de<br />
ISSN: 1861-1737<br />
Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />
Einzelpreis Deutschland: 4,99 Euro<br />
Jahresabo Deutschland: 24,90 Euro<br />
2-Jahresabo Deutschland: 54,90 Euro<br />
Jahresabo Ausland: 39,90 Euro<br />
Druck:<br />
Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG., Kassel<br />
© 2010 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />
Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />
durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />
Genehmigung des Verlags gestattet.<br />
Die Interviews geben die Meinungen der Interviewpartner<br />
wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen.<br />
Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung<br />
übernommen.<br />
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der Angaben übernommen werden. Schutzrechte auf<br />
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nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit Initialen<br />
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anderem Material erwirbt der Verlag die Rechte daran.<br />
Gerichtsstand ist Leipzig.<br />
HD+TV ist offizieller Partner<br />
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