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video Super-TVs 2012 (Vorschau)

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TV SAT BLU-RAY HIFI HEIMKINO HIGHEND<br />

5<br />

<strong>2012</strong><br />

Deutschland 4,50 €<br />

Österreich 5,20 € I Schweiz sfr 9,00 I Slowenien 6,10 € I BeNeLux 5,30 €<br />

Italien 6,10 € I Spanien 6,10 € I Finnland 6,65 € I Slowakei 6,10 €<br />

TV • AUDIO • VIDEO<br />

Die heißesten<br />

US-Trends <strong>2012</strong><br />

Look-Back-Fernsehen, Cloud-Kino<br />

„UltraViolet“, Google play u.v.m.<br />

Bestes HD-Bild • Sprachsteuerung • Luxus-Design<br />

SUPER-<strong>TVs</strong><br />

<strong>2012</strong><br />

Erster Test:<br />

LED-<br />

Neuheiten<br />

von 46 bis<br />

55 Zoll<br />

20 SEITEN BLU-RAY<br />

Die neue<br />

Player-Referenz<br />

Bestes Bild, verbesserter Klang:<br />

Panasonic-Flaggschiff für 400 Euro<br />

+ 4 Top-Neuheiten der<br />

180-Euro-Klasse mit Smart TV,<br />

Skype und Apps im Test<br />

+ 40 Film-Hits auf Blu-ray<br />

Im Qualitäts-Check: In Time, Real<br />

Steel, Aushilfsgangster u.v.m.<br />

HDTV-Offensive im Mai<br />

12 neue HD-Sender<br />

• Alle HDTV-Kanäle auf einen Blick<br />

• Tipps & Tricks für besten HD-Empfang<br />

• Sat und Kabel im Vergleich<br />

MEHR TESTS<br />

• 6 Media-Player für Film, Foto<br />

und Musik ab 100 Euro<br />

• Sat-TV aus der Steckdose<br />

devolo-Receiver mit Powerline<br />

• Neuer AV-Receiver:<br />

Onkyo TX-NR414 für 450 Euro<br />

Mehr Spaß mit Streaming<br />

Stereo-Sound<br />

ohne Kabel<br />

Im Test: 4 Drahtlos-Lautsprecher-Sets von<br />

Audio Pro, Canton, Dynaudio und Raumfeld<br />

4 190477<br />

704504<br />

0 5


www.teufel.de<br />

Sound und Bild in bester Gesellschaft<br />

So macht uns Heimkino Spaß<br />

Roman Katzer<br />

Leiter Entwicklung bei Teufel<br />

€699, Euro<br />

Anika Gläser<br />

Versand und Logistik bei Teufel<br />

Blu-ray Heimkino-Anlage Impaq®3000<br />

5.1-Home Entertainment-System mit dem vielfach ausgezeichneten Teufel-Klang. 600-Watt-Leistung für 5 kompakte<br />

Satelliten-Lautsprecher und kraftvollen Subwoofer. High Definition-Receiver mit integriertem Blu-ray-Player und Anschlüssen<br />

für TV, DVB-Empfänger, MediaPlayer, Dock, Konsole und vieles mehr.<br />

Die Teufel Vorteile:<br />

8 Wochen Probe hören mit vollem Umtausch- undRückgaberecht |<br />

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... macht glücklich


ANDREAS<br />

STUMPTNER,<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Diplomatie<br />

der Technik<br />

Für Menschen, die gerne täglich Medien aller Art<br />

nutzen, ist schon die Gegenwart eine goldene Zeit,<br />

und die Zukunft wird gewiss in noch edlerem Glanz<br />

erstrahlen. Die Vielfalt der Angebote ist schon heute unfassbar<br />

groß, und sie wächst unaufhaltsam weiter. Allein<br />

nach der Abschaltung des analogen Satelliten-Fernsehens<br />

am 30. April werden zig TV-Sender erstmals in High Definition<br />

ausgestrahlt, weitere kommen neu hinzu (mehr<br />

dazu ab Seite 18). Zudem explodiert die Menge an individuellen<br />

Inhalten, die per Zuspieler oder Netzwerk-Anschluss<br />

auf den Flatscreen geschickt werden können: ob<br />

unzählige Videokanäle aus dem Internet oder Fotos und<br />

Filme von der eigenen Festplatte.<br />

Die spannende Frage ist: Wie wird sich dieser immense<br />

Informations- und Unterhaltungsstrom künftig kanalisieren<br />

und steuern lassen? Für Kids und Jugendliche ist der<br />

Multi-Channel-Konsum längst eine Selbstverständlichkeit,<br />

andere Generationen müssen den Umgang damit erst<br />

mühsam lernen.<br />

Daher kommen zumindest die neuen Varianten der<br />

Fernbedienung gerade recht. Der Weg über Touchscreens<br />

ist dank Smartphones und Tablet-PCs mittlerweile gut<br />

etabliert, hinzu kommen neuerdings Sprach- und Gestensteuerung:<br />

Nach Inhalten stöbern mithilfe von Handbewegungen,<br />

die Auswahl treffen über einen Sprachbefehl<br />

an den Fernseher oder Computer – diese Optionen dürften<br />

im Lauf der nächsten Jahre zur Gewohnheit werden. Besitzer<br />

von Videospielsystemen wie Nintendos Wii kennen<br />

ähnliche Funktionen bereits, doch mit der Sprachsteuerung<br />

Siri im jüngsten iPhone und den ersten per Stimme<br />

und Winkbewegung dirigierbaren Fernsehern bahnt sich<br />

die neue Technik auch den Weg in den Alltag breiterer Zielgruppen<br />

(Tests dazu finden Sie ab Seite 26).<br />

Nebenbei bemerkt: Für uns Männer stellt sich in diesem<br />

Zusammenhang vielleicht schon bald die Frage, wie sich<br />

angesichts der neuen Technik auch in Zukunft die Fernbedienungshoheit<br />

im Wohnzimmer sichern lässt. Natürlich<br />

dürfen wir auch hier auf Hilfestellung aus den Entwicklungszentren<br />

der Unterhaltungselektronik-Industrie hoffen.<br />

Doch möglicherweise sind an dieser Stelle künftig<br />

einfach nur zwei Dinge gefragt: persönliches Verhand-<br />

lungsgeschick und interfamiliäre Diplomatie.<br />

HDTV-Sat-Receiver<br />

für HD+ und CI+<br />

UFS 932/HD+<br />

Inkl. HD+ Karte für 1 Jahr freigeschaltet<br />

Analogabschaltung<br />

zum 30. April <strong>2012</strong><br />

7.2011<br />

gut<br />

KATHREIN UFS 932<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Empfang von Sky<br />

Sendern über das<br />

Sky CI Plus-Modul<br />

möglich *<br />

Durch die bereits für 1 Jahr<br />

freigeschaltete HD+ Karte<br />

ist mit dem UFS 932/HD+<br />

grenzenloser HDTV-Genuss<br />

möglich. Die integrierte CI+<br />

Schnittstelle garantiert zukunftssicher<br />

auch den<br />

Empfang weiterer Pay-TV<br />

Sender.<br />

Über die USB-Schnittstelle<br />

besteht die Möglichkeit, TVoder<br />

Radioprogramme aufzuzeichnen<br />

und zeitversetzt<br />

fernzusehen (Timeshift).<br />

* ) CI Plus-Modul nicht im Lieferumfang enthalten.<br />

Empfang von Sky über das Sky CI Plus-Modul nur über<br />

Sat und mit einem Abonnement von Sky möglich.<br />

Stand-by-Leistung < 1 Watt<br />

Kathrein-EPG<br />

-Kabel inklusive<br />

Herzlichst, Ihr<br />

Andreas Stumptner<br />

KATHREIN-Werke KG<br />

Postfach 10 04 44<br />

Anton-Kathrein-Str. 1-3<br />

D-83004 Rosenheim<br />

Tel. 08031 184-0<br />

Fax 08031 184-306<br />

http://www.kathrein.de<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

3<br />

Antennen · Electronic


VIDEO-HOMEVISION | INHALT<br />

SEITE 66<br />

DRAHTLOS GLÜCKLICH<br />

Kabellose Stereo-Systeme von Audio Pro,<br />

Canton, Dynaudio und Raumfeld wollen<br />

den TV-Ton aufmöbeln und die Herzen<br />

von Streaming-Fans erobern.<br />

SEITE 18<br />

HD-OFFENSIVE<br />

DER TV-SENDER<br />

Die Abschaltung des analogen<br />

Satelliten-Fernsehens macht Platz<br />

frei für neue HDTV-Sender. Wir<br />

geben einen Überblick über die<br />

neuen hochauflösenden Kanäle,<br />

die im Mai starten, und zeigen<br />

Tipps und Tricks für den Empfang.<br />

NEWS & TRENDS<br />

6 AV-Receiver-Offensive von Sony<br />

Die Japaner revolutionieren die<br />

Heimkino-Zentralen.<br />

7 Aktuelles<br />

Spannende Neuigkeiten, Hintergrundberichte,<br />

Nachrichten und Tipps<br />

16 Händler des Monats<br />

Unsere Händlerempfehlung des Monats:<br />

Reifenrath Media Solutions aus Hamburg<br />

IM FOKUS<br />

18 Neue HDTV-Sender<br />

Die Analogabschaltung macht‘s möglich:<br />

Im Mai starten zwölf neue HD-Sender. Das<br />

können Sie von den neuen Kanälen erwarten<br />

und so empfangen Sie sie.<br />

BILD<br />

24 Aktuelles kompakt<br />

Kleine Action Cams machen zunehmend<br />

ausgewachsenen Kameras Konkurrenz.<br />

26 Test: <strong>Super</strong>-Fernseher <strong>2012</strong><br />

Neue Modelle mit neuen Funktionen wie<br />

Sprach- und Gestensteuerung wollen den<br />

Markt erobern.<br />

39 Wissen: Die TV-Megatrends<br />

Was hat es mit Sprachsteuerung,<br />

Luxus-Design und Smart TV auf sich?<br />

40 Test: Blu-ray-Player der 180-Euro-Klasse<br />

Kompakt, günstig, schnörkellos: der Blu-ray-<br />

Player-Nachwuchs der großen TV-Hersteller<br />

50 Test: Referenz-Blu-ray-Player<br />

So gut ist Panasonics neues Topmodell.<br />

54 Test: Hybrid-Sat-Receiver<br />

Hohe Flexibilität dank offener Software-<br />

Struktur mit dem Topfield SRP 2401 CI+<br />

58 Test: Sat-TV aus der Steckdose<br />

Der neue devolo-Receiver setzt auf Powerline.<br />

TON<br />

60 Aktuelles kompakt<br />

Vorgestellt: die neuen Blu-ray-Anlagen von<br />

LG, Panasonic, Philips, Samsung und Sony<br />

62 Test: AV-Receiver für Online-Fans<br />

Der Einstiegs-Receiver TX-NR414 von Onkyo<br />

für 450 Euro besitzt zahlreiche Online-Talente.<br />

66 Test: Drahtlose Stereosysteme<br />

Vier clevere Audiosysteme wollen ohne<br />

Kabel den ganz großen Sound ins<br />

Wohnzimmer bringen.<br />

4


SEITE 26<br />

SUPER-TVS<br />

<strong>2012</strong><br />

Die revolutionären Fernseher, die <strong>2012</strong> den<br />

Markt beherrschen wollen, sind endlich da.<br />

In unseren Testräumen treten die <strong>Super</strong>-<strong>TVs</strong><br />

mit einer Bildschirmdiagonale von 46 bis 55<br />

Zoll zum ersten Kräftemessen an.<br />

SEITE 122<br />

US-TECHNIK-TRENDS<br />

Die Vereinigten Staaten nehmen eine<br />

Vorreiterrolle ein, wenn es um neue Video-,<br />

Audio- und TV-Technologien geht. Wir werfen<br />

einen Blick über den Großen Teich und sehen,<br />

was wir schon bald hierzulande erwarten dürfen.<br />

ALLE TESTS IN<br />

ALPHABETISCHER<br />

REIHENFOLGE<br />

Fernseher<br />

Hisense LED46K263D 28<br />

LG 47LM760S 30<br />

Panasonic TX-L47DT50 32<br />

Samsung UE55ES8090 34<br />

Sony KDL-46HX755 36<br />

Blu-ray-Player<br />

LG BP620 41<br />

Panasonic DMP-BDT220 44<br />

Panasonic DMP-BDT500 50<br />

Samsung BD-E6100 42<br />

Sony BDP-S590 43<br />

Sat-Receiver<br />

devolo dLAN TV Sat 2400-CI+ 58<br />

Topfield SRP 2401 CI+ 54<br />

AV-Receiver<br />

Onkyo TX-NR414 62<br />

2.0-Wireless-Lautsprecher<br />

Audio Pro Living LV2 67<br />

Canton your_Duo 68<br />

Dynaudio Xeo 3 69<br />

Teufel Raumfeld Speaker M 70<br />

Netzwerk-Media-Player<br />

AC Ryan PlayOn!HD mini 2 78<br />

Dune HD TV-101W 78<br />

Fantec Smart TV Hub Box 78<br />

iconBIT XDS1003D 80<br />

RaidSonic ICY BOX IB-MP3011Plus 80<br />

Western Digital WD TV Live 80<br />

Kurztests<br />

Acer Revo RL70 88<br />

Apple iPad 3 74<br />

Apple TV (3. Gen.) 75<br />

Hama i-FlashDrive 89<br />

LG BP40NS20 89<br />

Loewe AirSpeaker 89<br />

Rollei Bullet 4S 1080P 24<br />

tivizen DVT-T Wi-Fi 88<br />

NETZWERK<br />

72 Aktuelles kompakt<br />

Der beliebte Online-Musikdienst Spotify ist in<br />

Deutschland gestartet und bereichert Receiver,<br />

Player & Co.<br />

74 Test: iPad3 und Apple TV<br />

Mit besserer Bildqualität wollen die jüngsten<br />

Sprosse aus dem Hause Apple punkten.<br />

Wir klären, ob das gelingt.<br />

76 Test: Netzwerk-Media-Player<br />

Sechs smarte Alleskönner für die stressfreie<br />

Video-, Audio- und Foto-Wiedergabe beweisen<br />

ihre Netzwerk- und Heimkino-Tauglichkeit.<br />

84 Umfrage: Online-Dienste in der UE<br />

Wir wollen von Ihnen wissen: Was bringen<br />

Smart <strong>TVs</strong>, Online-Videotheken und andere<br />

TV-Internet-Dienste?<br />

FILME<br />

90 Home Entertainment<br />

40 Blu-ray-Hits im Bild- und Ton-Check. Mit<br />

dabei: In Time, Real Steel, Aushilfsgangster.<br />

REPORT<br />

122 US-Trends <strong>2012</strong><br />

Was schon heute in den USA möglich ist,<br />

könnte bald unsere Wohnzimmer bereichern.<br />

Wir haben uns die heißesten Video-, Audiound<br />

TV-Trends angeschaut.<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial // 86 Forum<br />

88 Kurztests // 112 Bestenliste<br />

120 Impressum // 121 Nostalgie<br />

128 <strong>Vorschau</strong> // 130 Glosse<br />

FILME<br />

Die neuesten Blu-rays und DVDs im<br />

Test. Dazu erhalten Sie Hintergründe,<br />

Kinotipps und News aus der großen<br />

Welt des Entertainments.<br />

Aushilfsgangster 92<br />

Breaking Dawn – Teil 1 98<br />

Cheyenne – This Must Be the Place 98<br />

Die Haut, in der ich wohne 99<br />

Die Höhle der vergessenen Träume 102<br />

In Time – Deine Zeit läuft ab 90<br />

Real Steel 94<br />

Sleepless Night 102<br />

The Texas Chainsaw Massacre 100<br />

The Thing 96<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

5


NEWS & TRENDS<br />

Digitale<br />

Klassiker<br />

Autor: Stefan Schickedanz // Redaktion: Andreas Greil //<br />

Bilder: Hersteller<br />

Die Revolution findet im Verborgenen statt: Sony<br />

nutzt seine Kompetenz in Sachen Online-Dienste<br />

und macht das Sony Entertainment Network über<br />

zwei äußerlich an die Vorgänger angelehnte<br />

Receiver verfügbar. Zu den On-Demand-Services<br />

zählt auch die Digital Concert Hall der Berliner<br />

Philharmonie.<br />

Sony will es wissen: Der japanische<br />

Unterhaltungselektronik-Riese,<br />

der in besten Zeiten<br />

durch Prunkbauten am Potsdamer<br />

Platz von sich reden machte, bündelt<br />

seine Kräfte neu. Früher stand Sony<br />

für hochwertiges Audio, Röhren-<strong>TVs</strong><br />

mit Trinitron-Technologie und mobile<br />

Audiogeräte. Heute verbindet man<br />

den Firmennamen mit Spielkonsolen,<br />

Film- und Musik-Labels oder Kameras.<br />

Dabei waren Sonys Receiver nie<br />

schlecht, dafür sorgte der audiophile<br />

Chefentwickler Eric Kingdon aus dem<br />

Vereinigten Königreich. Aber die AV-<br />

Receiver setzten auch nicht wirklich<br />

Maßstäbe, sie schwammen in Tuchfühlung<br />

zur Spitze im Strom mit.<br />

Das soll sich jetzt ändern. Als Kingdon<br />

trotz schwerer Erkältung selbst<br />

das Konzept der neuen Flaggschiffe<br />

STR-DA5700 ES (2.400 Euro) und DA<br />

3700 ES (1.200 Euro) erläuterte, war<br />

ihm anzumerken, dass er sich ein<br />

neues Design gewünscht hätte. Nicht<br />

etwa, weil das alte schlecht war, sondern<br />

weil sich hinter der bekannten<br />

zeitlos schönen Fassade viel geändert<br />

hat. Das Klang-Tuning der von jeweils<br />

sieben Analog-Endstufen befeuerten<br />

AV-Steuerzentralen macht dabei nur<br />

einen kleinen Teil der neuen Ordnung<br />

aus – sozusagen das i-Tüpfelchen.<br />

Online-Dienste sind integriert<br />

Die eigentliche Revolution findet auf<br />

der Software-Seite statt und knüpft an<br />

die Strategie der aktuellen BRAVIA-<br />

Flatscreens an. Die bieten nämlich via<br />

Netzwerk-Anschluss Zugriff auf eine<br />

6


SAMSUNG<br />

Beam me up,<br />

Samsung!<br />

www.samsung.de //<br />

Preis: noch nicht bekannt<br />

So klein und doch schon ein<br />

Projektor: Das neue Samsung Galaxy<br />

mit dem passenden Beinamen Beam projiziert Videos,<br />

Karten oder Spiele in einer Größe von bis zu 50<br />

Zoll auf Wände in HD. Die maximale Auflösung beträgt<br />

640 x 360 Pixel. Eine eigens dafür kreierte Projektor-App<br />

hilft bei der Content-Auswahl und der einfachen Bedienung<br />

der Beam-Funktion.<br />

Trotz des integrierten Projektors ist das Samsung Galaxy<br />

Beam schlank: Es misst 12,5 Millimeter. Das Smartphone<br />

mit Android 2.3 (Gingerbread) wird von einem starken<br />

1-GHz-Dual-Core-Prozessor angetrieben und ist mit acht<br />

GByte internem Speicher und einem 2.000 mAh starken<br />

Akku ausgestattet.<br />

EA SPORTS<br />

Ab in die Berge!<br />

www.ea.com/de/ssx // 55 Euro<br />

Reihe von Online-Services des Sony Entertainment<br />

Network. Dazu gehören neben<br />

YouTube auch Sony-eigene Videound<br />

Music-on-Demand-Dienste. Damit<br />

kann sich der mit dem Internet verbundene<br />

User Content in sein Wohnzimmer<br />

streamen. Das geht jetzt auch mit den<br />

beiden Receivern, die sich über Apps für<br />

Apple und Android steuern lassen.<br />

Ebenfalls integriert wurde die Digital<br />

Concert Hall, ein neuer Online-Dienst<br />

der Berliner Philharmoniker, zu deren<br />

Sponsoren Sony zählt. Eine Abordnung<br />

aus Japan fing die Akustik von deren legendärem<br />

Berliner Konzertsaal mit Messungen<br />

ein und macht das Ergebnis als<br />

Raumklang-Modus zur Perfektion des<br />

Erlebnisses verfügbar. PC-Fans können<br />

den STR-DA5700 ES übrigens auch als<br />

USB-DAC verwenden.<br />

■<br />

Snowboarden pur: Das neue SSX, das es für PS3 und<br />

Xbox 360 gibt, treibt den Adrenalinspiegel in die Höhe. In<br />

neun riesigen Regionen liefert SSX ein atemberaubendes<br />

Gameplay, bei dem es für die Spieler auf riesigen, offenen<br />

Bergen in jedem Lauf darum geht, zu rasen, zu<br />

tricksen und zu überleben. Basierend auf topografischen<br />

Satellitendaten der NASA bietet SSX den Spielern eine<br />

riesige Welt, die sie erforschen können. Zudem bilden die<br />

neuen Features Erkundung, Global Events und RiderNet<br />

den Mittelpunkt im Online-Modus.<br />

SSX, das Snowboard-Spiel<br />

für<br />

PS3 oder Xbox 360<br />

bringt jede Menge<br />

Spaß und aufregende<br />

Spannung.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

7


NEWS & TRENDS<br />

Sharp: Richtigstellung<br />

In unserer letzten Ausgabe wurde eine große Marktübersicht aller<br />

TV-Geräte mit Satelliten-Tuner veröffentlicht. Dabei hat der Fehlerteufel<br />

zugeschlagen und beim Erstellen der Liste den Hersteller<br />

Sharp gelöscht. Der hat natürlich auch viele Modelle mit Sat-Empfang<br />

im Programm. Hier die fehlenden Geräte:<br />

Wichtiger Hinweis<br />

Die technischen Daten wurden<br />

uns vom Hersteller zur<br />

Verfügung gestellt. Daher<br />

übernimmt die Redak tion<br />

keine Haftung für die Richtigkeit<br />

der Angaben.<br />

Markt-<br />

Übersicht<br />

Sat-<strong>TVs</strong><br />

UVP in Euro<br />

Bilddiagonale in cm<br />

L = LCD / P = Plasma<br />

Wiederholrate (in Hertz) + S<br />

für Scan/Blink Backlight<br />

DVB-S2 (Sat-)Tuner (Anzahl)<br />

CI-Plus-Slots (–, 1, 2)<br />

Einkabellösung (Unicable,<br />

EN 50494)<br />

DiSEqC-Motorsteuerung<br />

SHARP<br />

LC80LE645E k.A. 203 L 100 1 1 – – 1 • – • 4 3 – • n – • • • 2. Quartal<br />

LC70LE835E 4499 177 L 100S 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • – sofort<br />

LC70LE740E k.A. 177 L 100 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • • 2. Quartal<br />

LC60LE840E k.A. 152 L 200S 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • • 2. Quartal<br />

LC60LE740E k.A. 152 L 100 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • • 2. Quartal<br />

LC60LE635E 1799 152 L 100 1 1 – – 1 • – • 4 3 – • n – • • – sofort<br />

LC60LE830E 2999 152 L 100S 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • – sofort<br />

LC52LE830E 1999 132 L 100S 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • – sofort<br />

LC46LE830E 1599 117 L 100S 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • – sofort<br />

LC40LE830E 1199 102 L 100S 1 1 – – 1 • – • 4 3 S • n – • • – sofort<br />

LC46LE732E k.A. 117 L 100 1 1 – – 1 • – • 3 1 – • r • • • • April<br />

LC40LE732E k.A. 102 L 100 1 1 – – 1 • – • 3 1 – • r • • • • April<br />

LC46LE632E 1199 117 L 100 1 1 – – 1 • – • 3 1 – • r • • • – sofort<br />

LC40LE632E 899 102 L 100 1 1 – – 1 • – • 3 1 – • r • • • – sofort<br />

LC32LE632E 699 80 L 100 1 1 – – 1 • – • 3 1 – • r • • • – sofort<br />

Favoritenlisten<br />

Sendersuchlauf löscht Listen<br />

nicht, sondern aktualisiert<br />

Automatische<br />

Sendersortierung (L = LCN)<br />

Multi-Video (Sky-Konferenz)<br />

HDMI-Eingänge<br />

USB-Anschlüsse<br />

3D: P = Polarisation /<br />

S = Shutter / O = ohne Brille<br />

Netzwerk (LAN)<br />

Wi-Fi: n, g, r = ready<br />

(USB-Dongle)<br />

HbbTV<br />

Smart TV<br />

(Extras via Internet)<br />

DLNA-Heimnetzwerk<br />

USB-Recording<br />

(i = integrierte HDD)<br />

Lieferbar ab Monat<br />

(„sofort“, wenn im Handel)<br />

LOEWE<br />

Individuelle Lösungen<br />

www.loewe.de // Wall Stand Flex: 700 Euro // Racks: Preis auf Anfrage<br />

Das Fernsehgerät stilgerecht an die Wand zu lehnen oder dem gesamten<br />

Home Entertainment System genau den richtigen Platz zuzuweisen, das gelingt<br />

mit den neuen Aufstelllösungen von Loewe – dem Loewe Wall Stand<br />

Flex (unten) und den flexiblen Loewe Racks (links). Bei diesen sind die sichtbaren<br />

Oberflächen mit einer Dreischicht-Lackierung veredelt und werden von<br />

Hand in bis zu zwölf Durchgängen hochglanzpoliert.<br />

Für alle, die ihren Fernseher<br />

wie eine Skulptur<br />

einfach an die<br />

Wand lehnen wollen,<br />

eignet sich Loewes<br />

Wall Stand Flex. Das<br />

System wurde mit<br />

dem IFA Preview<br />

Award ausgezeichnet.<br />

8


Smart sind die innovativen<br />

Features der neuen Cinema<br />

3D Smart TV-Generation<br />

von LG. Die Kombination<br />

aus brillantem 3D TV und<br />

innovativem Smart TV in<br />

einem Gerät, batteriefreie<br />

3D-Brillen und die Konvertierung<br />

von 2D zu 3D.<br />

Und das alles mit der<br />

intuitiven Fernbedienung<br />

Magic Remote komfortabel<br />

steuern.<br />

Smart ist...<br />

LG CINEMA 3D Smart TV.<br />

LG LM860V<br />

www.lg.de/LM860V<br />

Mehr Infos:


NEWS & TRENDS<br />

Der Full-HD-Home-Cinema-Projektor H6500 liefert hochauflösende Bilder mit<br />

1.920 x 1.080 Pixeln. Mit der Bildhelligkeit von 2.100 ANSI Lumen und dem<br />

Kontrastverhältnis von 10.000:1 können Heimkino-Freunde auch bei Tageslicht<br />

Multimedia-Entertainment genießen. Dafür sorgt auch die innovative<br />

DynamicBlack-Technologie, die jede Szene analysiert und Frame für Frame<br />

reguliert. Während die ursprüngliche Helligkeit der Weißdarstellungen beibehalten<br />

wird, soll ein verbesserter Schwarzanteil die Farbqualität steigern und<br />

für eine klare Anzeige schattierter und dunkler Bildfolgen sorgen.<br />

HAMA<br />

WISI<br />

ACER<br />

HDTV in der Einsteigerklasse<br />

www.wisi.de // Preis: auf Anfrage<br />

Kompakter<br />

Einstieg<br />

www.acer.de // 999 Euro<br />

Egal, ob Blu-ray-Blockbuster, die Fußball-EM<br />

in HD-Qualität oder aufregende<br />

Computerspiele: Der HD-Projektor<br />

H6500 von Acer soll für jede<br />

Gelegenheit das passende Bild in<br />

bester Qualität liefern.<br />

Hama sorgt<br />

für Action<br />

www.hama.de // 60 Euro<br />

Gerade bei Spielen, die eine hohe<br />

Reaktionszeit erfordern,<br />

kommen die Gamepads der<br />

Spielkonsolen an ihre Grenzen.<br />

Besser geht es mit Maus und<br />

Tastatur. Hama liefert dafür einen<br />

Konverter für Xbox 360<br />

und PS3. Dank Voreinstellung<br />

kann es sofort losgehen. Für die<br />

Maus sind neun Geschwindigkeits-<br />

und Empfindlichkeitsstufen<br />

einstellbar, bei der Tastatur<br />

kann man bis zu elf unterschiedliche<br />

Profile anlegen.<br />

Pünktlich zur Analogabschaltung und zur HD-Offensive von ARD und ZDF<br />

bringt WISI einen Sat-Receiver in der Einsteigerklasse auf den Markt. Der OR<br />

120 ist PVR-ready und gestattet die Aufnahme des TV-Programms auf eine<br />

externe Festplatte via integrierten USB-Anschluss. Der Twin-Tuner des OR<br />

120 ermöglicht zeitgleich die Aufnahme und das Anschauen verschiedener<br />

Programme. Zusätzlich unterstützt der OR 120 das Unicable-Protokoll, damit<br />

er auch in Einkabelanlagen betrieben werden kann. Die beiliegende Universalfernbedienung<br />

steuert nicht nur den Sat-Receiver.<br />

Short<br />

News<br />

SKY DEUTSCHLAND STOCKT AUF<br />

Sky Deutschland erhöht zum 1. Juni <strong>2012</strong> die<br />

Übertragungskapazität bei ASTRA um einen<br />

Transponder auf der Orbitalposition 19,2 Grad<br />

Ost. Den zusätzlichen ASTRA-Transponder<br />

will Sky für den Ausbau des HD-Angebots<br />

nutzen (mehr dazu im Fokus-Thema ab Seite 18).<br />

PANASONIC & TOTALGUIDE<br />

Der TV-Programmführer TotalGuide der Rovi<br />

Corporation ist ab sofort in Deutschland und<br />

weiteren europäischen Ländern auf Panasonics<br />

neuen Smart VIERA-Fernsehern und Bluray-Rekordern<br />

erhältlich. Die Kunden erhalten<br />

mit TotalGuide umfangreiche Suchfunktionen<br />

und Empfehlungen, über die sie neue, interessante<br />

TV-Inhalte entdecken können.<br />

REINE NATUR<br />

TechniSat schaltet das Biowelt-Portal frei.<br />

Über ein automatisches Update wird das<br />

ISIOVision!-Themenportal in den ISIO<br />

Smart <strong>TVs</strong> und Digital-Receivern ab sofort<br />

um das Biowelt-Portal erweitert.<br />

SMARTPHONE & TV<br />

VideoWeb bringt Smartphone und TV zusammen:<br />

Mit dem Android Viewer lässt sich jedes<br />

Android-Smartphone und -Tablet mit HDTV<br />

koppeln. Der VideoWeb TV überträgt Fotos,<br />

Musik und Videoclips per WLAN direkt vom<br />

Mobile Gadget auf den Flachfernseher.<br />

INTERNET IM ELEKTROGERÄT<br />

Die Nachfrage nach Internet-fähiger Unterhaltungselektronik<br />

ist groß. Das zeigt die<br />

aktuelle Studie „Connected Devices – Alle<br />

Wege führen ins Web“ von Yahoo!. Der Trend<br />

zur Web-Nutzung via Mobiltelefon und <strong>TVs</strong><br />

setzt sich fort: So nutzen beispielsweise bereits<br />

74 Prozent der Smartphone-Besitzer ihr<br />

Mobiltelefon zum Surfen. Doch damit nicht<br />

genug: Ein Fünftel der Befragten wünscht<br />

sich darüber hinaus, dass ihre Waschmaschine,<br />

ihre Mikrowelle und auch ihr<br />

Kühlschrank mit dem World Wide Web<br />

verbunden sind.<br />

PREISSENKUNG<br />

Mitsubishi hat die Preise seiner 3D-Projektoren<br />

HC9000 und HC7800 ab sofort reduziert:<br />

HC7800: 2.400 Euro (inklusive zwei Brillen)<br />

Ersparnis: 860 Euro<br />

HC9000: 3.490 Euro Ersparnis: 500 Euro<br />

10


Minimale Größe.<br />

Maximaler Sound.<br />

Sie werden Ihren Augen und Ohren nicht trauen – denn Loewe SoundVision setzt neue<br />

Maßstäbe unter den Audio-Stand-Alone-Anlagen: In einem edlen Aluminiumgehäuse sorgen<br />

sechs Lautsprecher, darunter zwei Subwoofer, für einzigartig authentischen und kraftvollen<br />

Klang. Lassen Sie sich von Loewe SoundVision verzaubern: jetzt bei Ihrem Loewe Fachhändler<br />

– oder im exklusiven Misty-Miller-Video auf www.loewe.de.


NEWS & TRENDS<br />

Termine<br />

Adieu, Analog!<br />

Seit gut einem Jahr hat die deutsche TV-Branche<br />

auf diesen bedeutenden Tag hingefiebert: Am 30.<br />

April wird das gute alte analoge Sat-Signal endgültig<br />

abgeschaltet. Dem digitalen Empfang gehört die<br />

Zukunft – und damit einhergehend auch zahlreichen<br />

neuen HD-Sendern, die ab 1. Mai zu empfangen<br />

sein werden (Infos dazu ab Seite 18).<br />

AVID<br />

Upgrade<br />

www.avidhifi.co.uk/<br />

index_german.htm<br />

AIPTEK<br />

Taschenkino<br />

www.aiptek.de // 250 Euro<br />

Camcorder, Kamera und Projektor in einem Gerät:<br />

Der PocketCinema Z50 ist ein mobiler Pico-Projektor<br />

mit integriertem Full-HD-Camcorder und<br />

5-Megapixel-Kamera. Das Einsatzgebiet ist klar:<br />

Tagsüber nimmt man Urlaubs<strong>video</strong>s in Full HD<br />

(1080p) oder Fotos auf und zeigt sie abends mit<br />

demselben Gerät den Freunden. Der PocketCinema<br />

erlaubt eine Projektion auf bis zu 60 Zoll (150<br />

Zentimeter) Bilddiagonale mit einer Helligkeit von<br />

40 Lumen an jede weiße Wand.<br />

Welcome back, Titanic!<br />

Bis Avatar kam, war James Camerons Kreuzfahrt-<br />

Epos Titanic der erfolgreichste Film aller Zeiten. Ab<br />

5. April erlebt der Hollywood-Schinken mit Leo Di<br />

Caprio und Kate Winslet sein Kino-Comeback – aufwendig<br />

überarbeitet in 3D. Und wer hätte gedacht,<br />

dass das Thema angesichts der Costa Concordia<br />

noch einmal derart an Aktualität gewinnen würde...<br />

Zum Frühjahr <strong>2012</strong> stehen zwei überarbeitete Avid-Plattenspieler bereit: Volvere<br />

SP und Sequel SP. Sie unterscheiden sich von ihren Vorgängern durch<br />

eine dickere, stabilere Basis mit Kabelzug-Entlastung, die wie bisher die Federelemente<br />

fixiert, stabiler ist und nun auch das Tonarmkabel trägt. Beim<br />

Volvere SP geht die Neuerung sogar darüber hinaus: Er verfügt über ein externes<br />

Netzteil und trägt es nicht mehr unter der Basis.<br />

Hallo Frankfurt!<br />

Hausautomation wird immer wichtiger, zumal die<br />

Technik langsam aber sicher auch für Otto Normalverbraucher<br />

erschwinglich wird. Auf der Fachmesse<br />

Light+Building <strong>2012</strong>, die vom 15. bis 20. April in<br />

Frankfurt am Main stattfindet, zeigen mehr als<br />

2.100 Aussteller neue Produkte und Lösungen rund<br />

um das „Connected Home“.<br />

ZAHL DES MONATS<br />

2.300.000<br />

nutzen HD-Plus<br />

Erstmals hat HD-Plus die Zahlen für ein komplettes<br />

Geschäftsjahr vorgelegt. Demnach stieg die Zahl<br />

der aktiven HD-Plus-Haushalte auf 2,3 Millionen.<br />

Die Zahl der zahlenden Kunden konnte HD-Plus<br />

innerhalb eines Jahres mehr als verzehnfachen –<br />

auf über 400.000.<br />

SMART<br />

Perfekte Lösungen<br />

für einfachstes Digitalfernsehen<br />

www.smart-electronic.de<br />

smart electronic liefert maßgeschneiderte Empfangsgeräte zur Sat-Analog-<br />

Abschaltung. Die Empfangsgeräte im Portfolio des Anbieters sind ebenso<br />

verschieden wie die von der Sat-Analog-Abschaltung betroffenen Zuschauergruppen.<br />

Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, individuellen<br />

Ansprüchen gerecht zu werden und Lösungen für alle Bedürfnisse bereitzustellen.<br />

Das fängt beim einfachen SD-Receiver wie dem smart MX02L für klassisches<br />

Digitalfernsehen an, geht über zu HDTV-Receivern wie dem CX01 für Fernseh-Unterhaltung<br />

in High Definition bis hin zu Hybrid-Receivern wie dem<br />

Zappix HD+ für interaktiven Fernsehgenuss mit dem Web-basierten smart-<br />

PORTAL sowie attraktiven Online-Diensten. smart liefert maßgeschneiderte<br />

Empfangslösungen für jeden Haushalt.<br />

12


BANG & OLUFSEN<br />

Perfekter Sound im A3<br />

www.bang-olufsen.com<br />

LG<br />

Wie schon bei den anderen Pkw-Audiosystemen von Bang & Olufsen wurden<br />

bei der Entwicklung des A3-Soundsystems jeder kleinste Aspekt des<br />

Interieurs sowie die exakte Position der einzelnen Lautsprecher berücksichtigt.<br />

Die Leistung von 705 Watt und 14 Aktivlautsprechern, die jeweils<br />

über einen eigenen Verstärkerkanal angesteuert werden, ist in dieser Klasse<br />

führend. Die Funktion GALA plus kompensiert die Fahrzeuggeräusche,<br />

indem ein in den Cockpit-Himmel integriertes Mikrofon den ständig wechselnden<br />

Geräuschpegel misst und die Lautstärke und das Timbre anpasst.<br />

_081CJ_Bose_1_2_Soundlink_Video_5_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);21. Mar <strong>2012</strong> 08:05:52<br />

Für die Ewigkeit<br />

www.lg.de<br />

Millenniata heißt eine neue beschreibbare<br />

Disc mit 4,7 GByte<br />

Speicher auf einer mineralischen<br />

Datenschicht. Wertvolle digitale<br />

Erinnerungen sollen darauf<br />

mehrere Tausend Jahre haltbar<br />

sein – viel länger als auf DVD-R.<br />

Entwickelt wurde sie von LG,<br />

Dell, der NASA und einer US-<br />

Geologie-Behörde. Beschreibbar<br />

ist die Disc auf aktuellen DVDund<br />

Blu-ray-Brennern von LG.<br />

Speichern Sie Ihre Lieblingsmusik auch<br />

in Ihrem Handy? Jetzt können Sie Ihre<br />

Songs immer und überall genießen,<br />

gemeinsam mit anderen und in jeder<br />

Lautstärke. Das Bose ® SoundLink ® ist<br />

ein kabelloses Lautsprechersystem, das<br />

mit Ihrem Smartphone, Ihrem Tablet-<br />

PC oder anderen Bluetooth ® -fähigen<br />

Geräten kompatibel ist. Genießen<br />

Sie Spitzenklang – dank einzigartiger<br />

Technologien, die Ihnen nur Bose bietet.<br />

Erleben Sie den SoundLink ®<br />

Speaker<br />

selbst und hören Sie, wie es klingt, wenn<br />

Sie die Musik auf Ihrem Mobiltelefon<br />

zu neuem Leben erwecken.<br />

Musik.<br />

Immer<br />

und überall.<br />

NEU! SoundLink ® Wireless Mobile Speaker<br />

Kennziffer<br />

12ALVIH014<br />

m.bose.eu/slm_de<br />

Gebührenfrei anrufen:<br />

✆ (08 00)267 31 11<br />

www.bose.de<br />

©<strong>2012</strong> Bose Corporation. Die Bluetooth ® -Wortmarke<br />

und -Logos sind eingetragene Warenzeichen der<br />

Bluetooth SIG, Inc. Jegliche Nutzung durch die<br />

Bose Corporation erfolgt unter Lizenz.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

13


NEWS & TRENDS<br />

JVC<br />

Sound to go<br />

www.jvc.de // 350 Euro<br />

Wer sagt, dass im Auto kein Surround-Sound möglich sein soll? Der AV-<br />

Receiver KW-AV50 von JVC ist eine Klang- und Videomaschine, die im<br />

Doppel-DIN-Format konzipiert wurde und in einem entsprechenden<br />

Schacht im Armaturenbrett Platz findet. Der DVD/CD/USB-Multimedia-<br />

Receiver mit 6,1 Zoll (15,5 cm) WVGA-Touch-Panel bietet viele Verbindungsmöglichkeiten<br />

wie Bluetooth, USB oder iPod/iPhone-Buchse.<br />

TRIAX<br />

Zweimal<br />

Empfang<br />

www.triax-gmbh.de //<br />

230 Euro<br />

Mit dem neuen S-HD 800 TWIN präsentiert Triax einen<br />

umfangreich ausgestatteten Satelliten-Receiver für den<br />

Empfang unverschlüsselter HDTV-Programme. Dank<br />

zweier HD-Tuner sowie Aufnahme- und Timeshift-Funktion<br />

lässt sich eine Sendung anschauen und zugleich eine<br />

weitere über die USB-2.0-Schnittstelle und ein externes<br />

Speichermedium aufzeichnen und – wenn gewünscht –<br />

auch zeitversetzt abspielen. Für Fernseh- und Radioprogramme<br />

sind 6.000 Speicherplätze vorhanden. Über einen<br />

Timer, der auf den Programmführer zugreift, können<br />

bis zu 40 Sendungen programmiert werden. Der schnelle<br />

Videotext-Decoder bietet Speicherplatz für 800 Seiten.<br />

Schlaflos in der Nacht<br />

Sleepless Night ist rasante Action und Hochspannung bis<br />

zur allerletzten Sekunde, kunstvoll in Szene gesetzt von Clint<br />

Eastwoods Kameramann Tom Stern.<br />

Der Polizist Vincent (Tomer Sisley aus Largo Winch) führt ein gefährliches<br />

Doppelleben zwischen Staatsdienst, Korruption und<br />

Drogenhandel. Ein großer Kokain-Deal wird ihm zum Verhängnis,<br />

als der Stoff verloren geht und Vincent zur Zielscheibe der Drogen-Mafia<br />

wird. Die Drogendealer entführen seinen Sohn, um ihn unter Druck zu<br />

setzen. Wird es ihm gelingen, seinen Sohn zu retten?<br />

Gewinnen Sie zum Start des Action-geladenen Hochgeschwindigkeitsthrillers<br />

Sleepless Night eines von zwei tollen Fanpaketen mit Blu-ray, Filmplakat<br />

und einer knallbunten Sili Forever-Uhr von Ice-Watch. Die belgische<br />

Kultmarke Ice-Watch bringt Lifestyle und Farbe ans Handgelenk. Überall,<br />

wo diese Uhren auftauchen, sorgen sie für Begeisterung und gute Laune.<br />

Mehr Infos gibt es unter www.ice-watch.com.<br />

Bei welchem Clint-Eastwood-Film war Tom Stern Kameramann?<br />

A) 1.000-Euro-Kind B) Million Dollar Baby C) Eine Handvoll Yen<br />

Einfach anmelden und Frage beantworten im Internet unter<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/gewinnspiel<br />

Schon sind Sie dabei. Teilnahmeschluss ist der 30. April <strong>2012</strong>.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Ice-Watch-Uhren existieren in allen möglichen<br />

Stilvarianten. Sie passen zu jedem<br />

Anlass. Es gibt sie in verschiedenen Größen<br />

und in mehr als 50 Farben. Gewinnen<br />

Sie eine Ice-Watch Sili Forever.<br />

14


Tschüss analog. Hallo digital.<br />

Wechseln Sie rechtzeitig zum besten<br />

digitalen Fernseherlebnis. Mit Sky.<br />

Am 30.4.<strong>2012</strong> wird der analoge Satellitenempfang deutschlandweit abgeschaltet.<br />

Steigen Sie bequem und rechtzeitig auf das beste digitale Fernsehen um:<br />

Fernsehen für jeden Geschmack: Blockbuster, Serien, Dokus, Live-Sport u. v. m.<br />

Mit 40 HD-Sendern Deutschlands größte Sendervielfalt in HD<br />

(inkl. HD+ Sender und frei empfangbare HD-Sender).<br />

Digitaler Sky+ HD-Festplattenreceiver gratis zur Leihe (für die Dauer Ihres Abonnements).<br />

Der kostenlose Sky Vor-Ort-Service übernimmt die Einrichtung Ihres<br />

Sky Receivers und passt Ihre Satellitenanlage auf digitalen Empfang an.*<br />

Service bis<br />

30.4.<strong>2012</strong><br />

kostenlos.<br />

24 Stunden live und in HD<br />

Alle 612 Spiele der Fußball-Bundesliga<br />

Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten<br />

©2011 DISNEY ENTERPRISES, INC . All Rights Reserved<br />

Jetzt Sky sichern unter<br />

sky.de oder 0180 5 11 00 00.<br />

€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz, max.€0,42/Min. aus dem Mobilfunknetz, powered by BT.<br />

Abbildungsbeispiel<br />

Ich seh was Besseres.<br />

*Angebot gilt bei Buchung von Sky Welt, einem weiteren Paket (Film, Sport oder Fußball Bundesliga) und der passenden HD-Sender (Film Paket: Sky Cinema HD, Disney Cinemagic HD, Sky Action HD und Sky Hits HD; Sport oder Fußball<br />

Bundesliga Paket: Sky Sport HD 1, Sky Sport HD 2, ESPN America HD) im 12-Monats-Abo für€43,90 mtl., zzgl. einmalig € 29 Aktivierungsgebühr und € 9,90 Versandkostenpauschale. Sky stellt einen Sky+ HD-Festplattenreceiver während<br />

der gesamten Laufzeit leihweise zur Verfügung. Die Geräte- und Servicepauschale in Höhe von € 169 entfällt bei dem Angebot. Das Angebot ist gültig bis 30.4.<strong>2012</strong>. Stand Februar <strong>2012</strong>.


NEWS & TRENDS | HÄNDLER DES MONATS<br />

Reifenrath<br />

Media Solutions<br />

Julius-Ertel-Straße 23a<br />

21107 Hamburg<br />

Tel.: 040/420 48 26<br />

Fax: 040/35 71 49 36<br />

info@reifenrath.org<br />

www.reifenrath.org<br />

Service-Angebot<br />

Planung und Konzeption<br />

von Multi-Room-Audiound<br />

-Video-Systemen,<br />

Haussteuerungstechnik,<br />

Installation, Wartung und<br />

Verkauf von AV-Produkten<br />

aller Art<br />

Marken-Highlights<br />

Crestron, Sonos, trivum,<br />

Audionet, Wilson Benesch,<br />

OPPO, Panasonic, purSonic,<br />

Runco, SIM2, Denon, Gryphon,<br />

Image Screens<br />

Autor: Volker Straßburg // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Reifenrath Media Solutions<br />

„ Eine einfache Steuerung<br />

ist die Herausforderung“<br />

Audio- und Video-Bausteine sind bei Reifenrath Media Solutions nur<br />

Teil des Angebots. Die Heimvernetzung ist das eigentliche Produkt.<br />

Neue Wege wollte Stephan<br />

Reifenrath gehen. Es ist<br />

ihm gelungen: 2009 vollzog<br />

er den Schwenk vom<br />

klassischen Audio-Video-Händler zum<br />

Full-Service-Anbieter. Seitdem lautet<br />

das Stichwort „Hausautomation“.<br />

Nicht nur die thematisch enge Verknüpfung<br />

mit der Unterhaltungselektronik,<br />

die er 1985 als Einzelhändler<br />

anzubieten begann, interessierte ihn.<br />

„Die Komplexität der Projekte wie<br />

auch der Komfortgewinn durch Hausautomation<br />

reizten mich.“<br />

Der Erstkontakt mit dem Bereich ergab<br />

sich fast von selbst. „Mehrere<br />

Fernbedienungen für unterschiedliche<br />

Geräte haben mich und meine<br />

Kunden genervt“, schildert Stephan<br />

Reifenrath. Also programmierte er<br />

High-End-Fernbedienungen von Philips<br />

und RTI. „Stellt man sich solch<br />

eine Zentralsteuerung nicht nur für<br />

einen, sondern mehrere Räume vor,<br />

ist man schon bei der Hausautomation<br />

gelandet.“<br />

Heute sind die Konzepte der Hamburger<br />

deutlich verfeinert. Vollautomatisch<br />

stimmen sich Heizung, Lampenhelligkeit<br />

und Jalousien mit dem<br />

Wetter ab. Öffnet sich ein Fenster, fahren<br />

die Thermostaten zurück. All das<br />

spart nicht nur Energie, sondern sorgt<br />

auch für angenehme Lichtstimmung<br />

und das passende Raumklima. Displays<br />

informieren laufend über den<br />

Verbrauch in den einzelnen Räumen.<br />

Auf Knopfdruck wird die Musik abgespielt<br />

– in allen Räumen, per Streaming<br />

von der zentralen Musikan lage.<br />

Auch das TV-Programm und Filme verteilen<br />

sich im ganzen Haus. Wer unterwegs<br />

ist, kann vom Mobilgerät aus Rekorder-Aufnahmen<br />

starten oder der<br />

Heimserver spielt auf Wunsch Filme zu.<br />

Die Wahl der Audio- und Video-Produkte<br />

für den jeweiligen Kunden erfolgt<br />

meist auf Empfehlung des Chefs oder<br />

seiner vier Angestellten. „High End ist<br />

hier in der Regel kein Thema.“ Eher unauffällige,<br />

funktionale Lösungen seien<br />

gefragt. Pflegt der Interessent allerdings<br />

eigene Vorlieben, dann lassen sich<br />

auch bereits vorhandene Spielpartner<br />

ins Konzept einbinden.<br />

„Die Herausforderung ist nicht die<br />

Vernetzung, sondern die Gestaltung<br />

der Bedienung“, lautet das Credo von<br />

Stephan Reifenrath. Daher wird für<br />

jedes Projekt eine individuelle Steuer-<br />

Oberfläche für die Touchscreen-Bedienungen<br />

programmiert. Auch Tablet<br />

und Smartphone können Teil des Bedienkonzepts<br />

werden. So sind der Automation<br />

keine Grenzen gesetzt. ■<br />

Hausautomation bald Standard?<br />

Video-HomeVision: Hausautomation – nur ein Thema für <strong>Super</strong>reiche?<br />

Stephan Reifenrath: Definitiv nicht, wir bieten hochwertige Automationssysteme<br />

zum Beispiel für Lichtsteuerung und Audio Multi-Room schon ab<br />

10.000 bis 20.000 Euro bei einer Wohnungs- oder Hausgröße bis 200 qm.<br />

Natürlich ist dem Preis nach oben je nach Anspruch des Kunden kaum eine Grenze gesetzt.<br />

Video-HomeVision: Lassen sich bereits bestehende Heimkinos ins System einbinden?<br />

Stephan Reifenrath: Alle technischen Produkte eines Heimkinos lassen sich nachträglich in<br />

ein Steuerungssystem einbinden. Es gibt mittlerweile verschiedene Technologien, über die wir<br />

die Steuerungsbefehle etwa über das bestehende Stromnetz schicken können. Natürlich ist es<br />

aber besser, eine feste Verkabelung für die Steuerung zu installieren. So können alle Komponenten<br />

perfekt aufeinander abgestimmt werden.<br />

Video-HomeVision: Audio-Video-Vernetzung und Energiesparen sind ein Trend. Ist Hausautomation<br />

auf dem Weg zum Standard?<br />

Stephan Reifenrath: Die Nachfrage nach Steuerungssystemen steigt kontinuierlich. Eine<br />

intelligente Heizungssteuerung spart deutlich Kosten ein. Auch die Lichtsteuerung und die<br />

Automation bieten erstaunliches Einsparungspotenzial. Da unsere Kunden über ihre Bedienelemente<br />

wie etwa das iPad als Touchpanel Informationen über ihren Energieverbrauch ablesen<br />

können, wird ihnen schneller klar, wo gespart werden kann.<br />

16


Zukunft ist, wenn Fernseher<br />

einen buchstäblich verstehen.<br />

Der neue Samsung Smart TV versteht es, Sie mit zahlreichen Apps<br />

zu unterhalten. Er versteht es, sich kabellos mit vielen Geräten und<br />

damit auch mit Ihren Freunden zu verbinden. Und das Schönste ist:<br />

Er versteht nicht nur Ihre Bedürfnisse – dank seiner Sprachsteuerung<br />

versteht er Sie sogar wortwörtlich.**<br />

Zukunft ist jetzt zuhause. Mit Samsung Smart TV.<br />

Smart Bedienen<br />

Die neue Verständlichkeit ist jetzt<br />

zuhause. Samsung Smart TV erkennt<br />

Sprache *, Handbewegungen<br />

und sogar Gesichter.** Für einfach<br />

angenehme Handhabung.<br />

Smart Verbinden<br />

Weltweiter Austausch ist jetzt<br />

zuhause. Samsung Smart TV<br />

verbindet Geräte kabellos und<br />

grenzenlos. Für einfaches Teilen<br />

von Inhalten.<br />

Smart Entertainen<br />

Unendliche Möglichkeiten sind<br />

jetzt zuhause. Samsung Smart<br />

TV verfügt über 1.000 Apps und<br />

einzig-artige Dienste. Für einfach<br />

mehr Abwechslung.<br />

* Die Sprachsteuerung funktioniert nur mit ausgewählten Sprachen, außerdem werden ausgeprägte Dialekte evtl. nicht erkannt.<br />

** Die Smart Bedienen-Funktionen sind nur auf den neuen Samsung Smart TV-Geräten der 7er- und 8er-Serien anwendbar.


IM FOKUS | HDTV-SENDER<br />

Wussten Sie<br />

schon...?<br />

Satelliten für die TV-Übertragung sind<br />

geostationär: Sie kreisen über einer<br />

Stelle, sonst ließen sich Sat-Antennen<br />

auch nicht ausrichten. Die TV-Satelliten<br />

fliegen in einem Abstand von<br />

über 35.786 Kilometern zur Erde.<br />

Digitales<br />

All-TV<br />

Am 30. April schaltet ASTRA die analogen TV- und Radioprogramme ab. Die<br />

frei werdenden 29 Frequenzen werden nur teils mit neuen Programmen gefüllt.<br />

Dafür starten über zehn neue Sender in bestechender HD-Qualität.<br />

18


Autor: Jan Fleischmann // Redaktion: Andreas Greil // Bilder: Anbieter, Archiv<br />

Neue öffentliche HDTV-Sender<br />

Der Kinderkanal von ARD und ZDF sendet täglich von 6 bis<br />

21 Uhr. Die Zielgruppe sind Kinder von drei bis 13 Jahren.<br />

Das Programm umfasst Spielfilme, Realserien, Kinderkrimis,<br />

Zeichentrickklassiker und Wissenssendungen.<br />

Der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF<br />

legt den Schwerpunkt auf Live-Übertragungen von Bundestagsdebatten<br />

und anderen politischen Ereignissen, Dokumentationen<br />

und Gesprächssendungen.<br />

Der SWR sendet zwei Regionalprogramme für Baden-<br />

Württemberg und Rheinland-Pfalz mit entsprechenden<br />

Nachrichten. Beide Programme bieten den gleichen Rahmen<br />

aus Spielfilmen, Magazinen und Dokumentationen.<br />

3sat ist das Gemeinschaftsprogramm der öffentlich-rechtlichen<br />

Sender des deutschen Sprachraums ARD, ZDF, ORF<br />

und SRG. Die Programmschwerpunkte liegen mit Magazinen<br />

wie Kulturzeit, nano und hitec auf Kultur und Wissenschaft.<br />

Das bayerische Regionalprogramm bietet Klassik, Wissen,<br />

Bildung und Film. Sowohl BR Nord als auch BR Süd senden<br />

via ASTRA in HDTV-Qualität. Der Bildungskanal BR alpha<br />

wird digital weiterhin in Standard-Auflösung übertragen.<br />

Der Jugend- und Retrosender des ZDF wendet sich an<br />

junge und jung gebliebene Zuschauer. Shows wie neo-<br />

Paradise, Late Night oder Bambule mit Sarah Kuttner<br />

sorgen für Abwechslung zu gewohnten TV-Formaten.<br />

Weder sperrig noch verstaubt – der Beiname Kultur muss in<br />

diesem Fall nicht abschrecken. Es laufen Live-Musik-Sendungen<br />

wie TV Noir oder London Live, Kulturmagazine wie<br />

on tape oder die Talkshow Roche & Böhmermann.<br />

Aktuelles, Dokus, Wissens- und Wirtschaftsmagazine sind<br />

Programm. Ein modernes Erscheinungsbild und die Zuschauerbeteiligung<br />

über soziale Netze gehören zum Konzept. Der<br />

elektrische Reporter informiert über Trends im Internet.<br />

Der NDR sendet ein Regionalprogramm für die Länder<br />

Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Schleswig-<br />

Holstein und Hamburg. Alle vier Regionalschienen werden<br />

ab 30. April hochauflösend via ASTRA ausgestrahlt.<br />

Bildung, Kultur, Information und Integration sind Eckpfeiler<br />

des WDR-Regionalprogramms. Alle sieben Lokalfenster<br />

aus Nordrhein-Westfalen sind ab 30. April hochauflösend<br />

über ASTRA zu empfangen.<br />

Alles neu macht der Mai" lautet<br />

der Titel eines Volkslieds. Das<br />

Motto des Wonnemonats gilt<br />

für die Abschaltung der analogen TV-<br />

Programme auf ASTRA nur zum Teil:<br />

Zum Jahreswechsel empfingen bereits<br />

15,8 der 17,5 Millionen Satelliten-TV-<br />

Haushalte ihre Programme digital. Für<br />

90,2 Prozent der Sat-TV-Zuschauer<br />

ändert sich am 30. April also nichts<br />

Grundlegendes. Immerhin müssen<br />

noch 1,7 Millionen Haushalte auf Digitalempfang<br />

um- oder nachrüsten –<br />

sonst bleibt der Bildschirm schwarz.<br />

Tipps zum Umstieg finden Sie auf<br />

Seite 22.<br />

Insgesamt profitieren die Sat-TV-<br />

Zuschauer von der Analog-Abschaltung:<br />

Denn am 30. April starten über<br />

zehn weitere digitale TV-Sender in<br />

gestochen scharfer HDTV-Qualität.<br />

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD<br />

und ZDF senden dann Regional- und<br />

Spartenkanäle mit hochauflösenden<br />

Bildern. RTL hat angekündigt, <strong>Super</strong><br />

RTL ab 1. Mai in HDTV auszustrahlen.<br />

<strong>Super</strong> RLT HD wird im ASTRA-HD-<br />

Angebot HD-Plus ausgestrahlt. Unklar<br />

ist, ob der Sender auch per Kabel zu<br />

empfangen sein wird. Und der Bezahlsender<br />

Sky Deutschland startet im<br />

Mai den HD-Sender Sky Atlantic HD,<br />

der mit TV-Premieren US-amerikanischer<br />

HBO-Serienhits punkten soll.<br />

HDTV per TV-Kabel<br />

Im Kabel gibt es weiterhin analoge<br />

und digitale TV-Sender. Das HDTV-<br />

Programmangebot unterscheidet sich<br />

je nach Kabelnetzbetreiber und damit<br />

je nach Region. Eine Übersicht über<br />

die größten Anbieter finden Sie auf<br />

Seite 21. In den Maschen dieser großen<br />

Kabelnetze tummeln sich viele<br />

kleine Betreiber – bis hin zu Hotels,<br />

Wohnungsbaugesellschaften und ➜<br />

Sat-Empfangsebenen >>>>>>>>>>><br />

ASTRA sendet TV- und Radioprogramme auf vier sogenannten Empfangsebenen.<br />

Die analogen Programme werden ausschließlich im Low-Band ausgestrahlt.<br />

29 deutschsprachige TV-Sender beenden noch bis 30. April die analoge Übertragung.<br />

Dadurch werden 29 Frequenzen frei. Zwölf davon konnte ASTRA bereits<br />

wieder an TV-Sender vermieten.<br />

HDTV-<br />

Übertragung<br />

HDTV-Programme werden<br />

via Satellit und Kabel mit<br />

unterschiedlichen Techniken<br />

gesendet. Per Satellit<br />

heißt der Standard DVB-<br />

S2, im Kabel wird auch für<br />

HDTV die Sendetechnik<br />

DVB-C eingesetzt. Die<br />

Telekom verwendet für<br />

seine IPTV-Verbreitung die<br />

Lösung Microsoft Mediaroom.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

19


IM FOKUS | HDTV-SENDER<br />

Über die ASTRA-1-Satelliten<br />

auf der Position 19,2°<br />

Ost lassen sich alle wesentlichen<br />

deutschsprachigen<br />

TV- und Radioprogramme<br />

empfangen.<br />

Kabel Deutschland hat<br />

rund 8,7 Millionen Kabelkunden<br />

in 13 Bundesländern<br />

wie Bayern, Rheinland-Pfalz,<br />

Niedersachsen<br />

oder Schleswig-Holstein.<br />

HDTV-Programme der Öffentlich-Rechtlichen auf ASTRA<br />

Analoge und digitale TV-Sender werden per Satellit<br />

auf bestimmten Frequenzen übertragen. Jede Frequenz<br />

ist dabei einem Transponder zugeordnet. Das sind die<br />

Sende- und Empfangseinheiten eines TV-Satelliten.<br />

Während ein Transponder nur jeweils ein analoges<br />

TV-Programm übertragen kann, passen digital etwa<br />

bis zu zehn Sender in herkömmlicher und rund vier<br />

Sender in hochauflösender Qualität auf eine Frequenz.<br />

Das spart erhebliche Kosten bei der Programmverbreitung.<br />

Die ARD setzt eine besondere Technik ein, um die<br />

Übertragung von bis zu sieben Lokalfenstern in HD-<br />

Qualität auf einem Transponder zu bewerkstelligen.<br />

Das gelingt mit der sogenannten dynamischen Umschaltung<br />

(Program Map Table, PMT), mit der beispielsweise<br />

die lokalen Angebote von NDR und WDR<br />

gesendet werden. Die meisten Receiver beherrschen<br />

diese Technik.<br />

Transponder Empfangsparameter Programme<br />

19<br />

25<br />

101<br />

111<br />

10<br />

11<br />

Frequenz: 11,494 GHz<br />

Symbolrate: 22 Msym/s<br />

Fehlerschutz (FEC): 2/3<br />

Polarisation: horizontal<br />

Frequenz: 11,582 GHz<br />

Symbolrate: 22 Msym/s<br />

Fehlerschutz (FEC): 2/3<br />

Polarisation: horizontal<br />

Frequenz: 12,422 GHz<br />

Symbolrate: 27,5 Msym/s<br />

Fehlerschutz (FEC): 3/4<br />

Polarisation: horizontal<br />

Frequenz: 12,604 GHz<br />

Symbolrate: 22 Msym/s<br />

Fehlerschutz (FEC): 5/6<br />

Polarisation: horizontal<br />

Frequenz: 11,347 GHz<br />

Symbolrate: 22 Msym/s<br />

Fehlerschutz (FEC): 2/3<br />

Polarisation: vertikal<br />

Frequenz: 11,362 GHz<br />

Symbolrate: 22 Msym/s<br />

Fehlerschutz (FEC): 2/3<br />

Polarisation: horizontal<br />

Das Erste HD, ARTE HD, SWR BW HD,<br />

SWR RP HD<br />

BR Süd HD, BR Nord HD, NDR FS NDS<br />

HD, NDR FS MV HD, NDR FS HH HD,<br />

NDR FS SH HD, Phoenix HD<br />

WDR HD Köln, WDR HD Bielefeld, WDR<br />

HD Dortmund, WDR HD Düsseldorf,<br />

WDR HD Essen, WDR HD Münster,<br />

WDR HD Siegen<br />

WDR HD Aachen, WDR HD Bonn, WDR<br />

HD Duisburg, WDR HD Wuppertal<br />

3sat HD, KiKA HD, ZDFinfo HD<br />

ZDF HD, zdf_neo HD, zdf.kultur HD<br />

Die Tochter des US-Konzerns<br />

Liberty Global versorgt<br />

in Hessen und Nordrhein-Westfalen<br />

rund 4,5<br />

Millionen Haushalte.<br />

Kabel BW beliefert etwa<br />

3,5 Millionen Haushalte in<br />

Baden-Württemberg. Kabel<br />

BW wurde Ende letzten<br />

Jahres von Unitymedia<br />

übernommen.<br />

Der Netzbetreiber betreut<br />

in Berlin und den neuen<br />

Bundesländern etwa 2,1<br />

Millionen angeschlossene<br />

Haushalte.<br />

Deutschlands größtes<br />

Telekommunikations-<br />

Unternehmen beliefert<br />

derzeit rund 1,6 Millionen<br />

Haushalte mit Internet-<br />

Fernsehen (IPTV).<br />

Krankenhäusern. Im Zweifel muss<br />

man beim Vermieter nachfragen, wer<br />

der jeweilige Kabelnetzbetreiber ist.<br />

Auch das Netz eines Anbieters ist<br />

technisch nicht immer auf einem einheitlichen<br />

Stand. Dann ist das jeweilige<br />

HDTV-Angebot nicht flächendeckend<br />

zu empfangen. Nähere Infos<br />

dazu finden Kunden auf der Website<br />

ihres Netzbetreibers.<br />

Zudem gibt es das Internet-Fernsehen<br />

Telekom Entertain der Deutschen<br />

Telekom. Die Voraussetzung für den<br />

Empfang der HDTV-Sender bei der<br />

Telekom war bis Anfang März ein flotter<br />

Internet-Anschluss mit VDSL 25<br />

oder 50. Nun klappt der HDTV-Empfang<br />

auch mit dem langsameren DSL-<br />

16-Plus-Anschluss. Allerdings gelingt<br />

es darüber nicht, gleichzeitig zwei<br />

HD-Programme in unterschiedlichen<br />

Räumen anzuschauen.<br />

Welche HDTV-Sender ab 30. April<br />

im Kabel neu hinzukommen, ist zumindest<br />

bei den großen Netzbetreibern<br />

völlig unklar: Derzeit verhandeln<br />

Kabel Deutschland, UnityMedia und<br />

Kabel BW über die Einspeisung der<br />

neuen öffentlich-rechtlichen HD-Programme.<br />

Doch es geht auch anders: Der kleine<br />

Kabelnetzbetreiber TeleColumbus<br />

hat bereits angekündigt, dass er die<br />

neuen öffentlich-rechtlichen Regional-<br />

und Spartensender überträgt.<br />

Ebenso die Deutsche Telekom: Sie<br />

wird die neuen HDTV-Programme<br />

einspeisen, auch wenn wohl nicht alle<br />

Lokalfenster enthalten sind.<br />

Private HDTV-Sender<br />

HD-Plus verbreitet die HDTV-Programme<br />

der beiden großen deutschen<br />

Privatsender RTL Group und ProSiebenSat.1<br />

über Satellit. Aktuell sind<br />

zwölf HDTV-Programme im HD-Plus-<br />

Programmpaket enthalten, ab 1. Mai<br />

kommt <strong>Super</strong> RTL HD hinzu. Obwohl<br />

ASTRA diese Sender als frei empfangbar<br />

bezeichnet, sind die HD-Plus-Programme<br />

verschlüsselt. Um sie betrachten<br />

zu können, bedarf es einer Smartcard<br />

und eines geeigneten Receivers.<br />

Die Kabel-TV-Kunden werden in<br />

Sachen private HD-Sender höchst unterschiedlich<br />

bedient: Während RTL<br />

HD und Vox HD bei Kabel BW und Tele<br />

Columbus zum Lieferumfang gehören,<br />

verhandeln Kabel Deutschland und<br />

Unitymedia noch fleißig über die Ausstrahlung<br />

dieser HDTV-Sender. Bei<br />

der Deutschen Telekom fehlen die<br />

RTL-HD-Sender ebenfalls. Die drei<br />

HDTV-Programme von ProSieben-<br />

Sat.1 (Sat.1 HD, ProSieben HD und<br />

kabel eins HD) finden sich dagegen in<br />

allen erwähnten Kabelnetzen – und<br />

seit Anfang März auch bei Telekom Entertain.<br />

Im Mai kommen bei der Telekom<br />

drei weitere HD-Sender von Pro-<br />

SiebenSat.1 hinzu: SAT.1 emotions<br />

HD, ProSieben Fun HD sowie kabel<br />

eins Classics HD.<br />

Bezahl-HDTV-Kanäle<br />

Ähnlich sieht es bei den 19 HD-Sendern<br />

von Sky Deutschland aus: Das<br />

komplette Paket lässt sich nur via Satellit<br />

empfangen. Kabel BW und Tele-<br />

Columbus speisen die meisten Sky-<br />

HD-Sender ein, bei Kabel Deutschland<br />

gibt es nur sieben HD-Programme des<br />

Bezahlsenders. Und UnityMedia-Kunden<br />

bekommen mit Sky Sport HD 1<br />

wenigstens die Fußball-Bundesliga<br />

hochaufgelöst serviert. Die Übertragung<br />

über die Deutsche Telekom hatte<br />

Sky bereits im September 2009 eingestellt.<br />

Die Telekom hatte zuvor die<br />

IPTV-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga<br />

erworben und die damaligen<br />

Premiere-Kunden dazu aufgefordert,<br />

zum eigenen Fußballangebot<br />

LIGA total! zu wechseln.<br />

Neben den HD-Kanälen von Sky<br />

Deutschland gibt es viele Sparten- und<br />

kleine Bezahlkanäle in HD-Qualität.<br />

Kabelnetzbetreiber bieten diese Sender<br />

gern in Paketen an. Darunter sind Natur-<br />

und Dokumentationskanäle wie<br />

National Geographic HD oder Planet<br />

HD, Film- und TV-Serienkanäle wie ➜<br />

20


Die Programm-Highlights<br />

Was läuft in hochauflösender Qualität? Die Sendetermine für<br />

die Programm-Highlights ab Mai standen zu Redaktionsschluss<br />

noch nicht genau fest. Video-HomeVision liefert dennoch einen<br />

Vorgeschmack auf die HDTV-Höhepunkte einiger Sender.<br />

Das Erste HD<br />

Burn after Reading – Wer verbrennt sich hier die<br />

Finger? USA 2008, im 3. Quartal, Free-TV-Premiere<br />

Skurril-satirische Komödie um den Ex-CIA-Agenten Cox<br />

(John Malkovich), der plötzlich das Opfer einer Erpressung<br />

wird. Als die Fitness-Trainerin Linda (Frances McDormand)<br />

und ihr Kollege Chad (Brad Pitt) seine Memoiren in der<br />

Umkleide finden, wittern sie das große Geschäft.<br />

NDR HD<br />

Tietjen und Hirschhausen – Talk<br />

In der geselligen Talkshow-Runde des NDR mit<br />

dem Moderatoren-Gespann Bettina Tietjen und<br />

Dr. Eckart von Hirschhausen, die regelmäßig am<br />

späten Freitagabend läuft, treffen sich prominente<br />

Gäste aus Show- und Musik-Business, Kabarett<br />

und Fernsehen.<br />

RTL HD<br />

Avatar – Aufbruch nach Pandora, USA 2009,<br />

Ostersonntag, 8.4., 20:15 Uhr<br />

Der Film des Starregisseurs James Cameron (Titanic) feierte<br />

Ende 2009 und Anfang 2010 als 3D-Produktion einen<br />

sensationellen Erfolg. Zu Ostern zeigt RTL die märchenhafte<br />

Science-Fiction-Geschichte erstmals in HDTV-Qualität<br />

im Free-TV.<br />

SWR HD<br />

Meister der Alltags – Wissensquiz,<br />

ab 30. April um 22:30 Uhr im SWR Fernsehen<br />

Das neue SWR-Wissensquiz mit Florian Weber befasst<br />

sich mit wissenswerten und skurrilen Fragen des Alltags.<br />

Prominente Kandidaten müssen in Zweierteams mit pfiffigen<br />

und originellen Antworten ihre Alltagstauglichkeit<br />

beweisen.<br />

Alle HDTV-<br />

Sender im<br />

Überblick<br />

ASTRA, 19,2° OST<br />

KABEL DEUTSCHLAND<br />

UNITY MEDIA<br />

KABEL BW<br />

TELE COLUMBUS<br />

DEUTSCHE TELEKOM IPTV<br />

ÖFFENTLICH-RECHTLICHE HDTV-SENDER<br />

Das Erste HD • • • • • ▼<br />

ZDF HD • • • • • ▼<br />

ARTE HD • • • – • ▼<br />

Eins Festival HD • – – – – –<br />

Neue öffentlich-rechtliche HDTV-Sender ab 30. April<br />

KiKA HD • ■ ■ ■ • ▼<br />

Phoenix HD • ■ ■ ■ • ▼<br />

SWR HD (BW, RP) • ■ ■ ■ • ▼ **<br />

3sat HD • ■ ■ ■ • ▼<br />

BR HD (Nord, Süd) • ■ ■ ■ • ▼<br />

zdf_neo HD • ■ ■ ■ • ▼<br />

zdf.kultur HD • ■ ■ ■ • ▼<br />

ZDF infokanal HD • ■ ■ ■ • ▼<br />

NDR HD • *** ■ ■ ■ • ▼<br />

WDR HD • *** ■ ■ ■ • *** ▼<br />

PRIVATE HDTV-SENDER 1<br />

SAT.1 HD / ProSieben HD HD+ ▼/▼ ▼/▼ ▼/▼ ▼/▼ ▼/▼<br />

kabel eins HD HD+ ▼ ▼ ▼ ▼ ▼<br />

RTL HD / RTL II HD HD+ – /– – /– ▼/▼ ▼/– – /–<br />

<strong>Super</strong> RTL HD HD+ * – – – – –<br />

VOX HD / N24 HD<br />

HD+ – /– – /– ▼/– ▼/– – /•<br />

Tele 5 HD HD+ – – – – ▼<br />

Sport 1 HD HD+ ▼ ▼ ▼ – ▼<br />

Nickelodeon HD HD+ – – – – ▼<br />

Comedy Central HD HD+ – – – – ▼<br />

sixx HD HD+ ▼ ▼ ▼ ▼ ▼<br />

Anixe HD • – – • – ▼<br />

Sonnenklar TV HD • – – – – –<br />

Servus TV Deutschland HD • ▼ ▼ • – ▼<br />

HSE24 HD • – – – – –<br />

HD Campus TV – – – • – –<br />

QVC HD – – – • – –<br />

ikonoTV HD – – – – – ▼<br />

Neu ab 30. April<br />

glitz HD – ▼ – – – –<br />

SKY DEUTSCHLAND HD-SENDER 2<br />

Sky Sport HD 1 / HD 2 ▲ / ▲ ▲ /– ▲ / ▲ ▲ / ▲ ▲ / ▲ –/–<br />

Sky Sport HD extra ▲ – – ▲ ▲ –<br />

Sky Sport News HD ▲ – – ▲ – –<br />

Sky Cinema HD ▲ ▲ – ▲ ▲ –<br />

Sky Cinema Hits HD ▲ – – ▲ ▲ –<br />

Sky Select HD ▲ – – – – –<br />

Sky Action HD ▲ – – ▲ ▲ –<br />

Discovery HD ▲ ▲ – ▲ ▲ –<br />

Eurosport HD ▲ ▲ – ▲ ▲ –<br />

History Channel HD ▲ ▲ – ▲ ▲ –<br />

Disney Channel HD ▲ – – – – –<br />

Disney Cinemagic HD ▲ ▲ – ▲ ▲ –<br />

ESPN America HD ▲ – – – ▲ –<br />

National Geographic HD ▲ – – ▲ ▲ –<br />

Nat Geo Wild HD ▲ – – ▲ – –<br />

Fox HD ▲ – – – – –<br />

Sky Atlantic HD ▲ * – – – – –<br />

Sky 3D ▲ – – ▲ ▲ –<br />

Blue Movie Nights HD ▲ – – – – –<br />

WEITERE BEZAHLSENDER 3<br />

13th Street Universal HD – ▼ – – – –<br />

Fox HD – ▼ ▼ ▼ – –<br />

National Geographic HD – ▼ ▼ ▼ – –<br />

Planet HD – ▼ – ▼ – ▼<br />

Romance TV HD – ▼ ▼ – – –<br />

Spiegel TV Wissen HD – ▼ ▼ – – ▼<br />

Sport 1+ HD – ▼ ▼ ▼ – ▼<br />

Syfy HD – ▼ ▼ ▼ – ▼<br />

TNT Film HD – ▼ ▼ ▼ – ▼<br />

TNT Serie HD – ▼ ▼ ▼ – ▼<br />

MTV HD – – – – – ▼<br />

MTV Live HD – – ▼ ▼ – ▼<br />

VIVA HD – – – – – ▼<br />

Classica HD – – ▼ ▼ – ▼<br />

Deluxe Lounge HD – – ▼ ▼ – –<br />

auto motor sport HD – – ▼ – – –<br />

BonGusto HD – – ▼ ▼ – –<br />

myZen.tv HD – – – ▼ – –<br />

Penthouse HD (optional) – – – ▼ – ▼<br />

AXN HD – – – – – ▼<br />

LIGA TOTAL! (DEUTSCHE TELEKOM)<br />

LIGA total! HD – – – – – ▼<br />

BVB total! HD – – – – – ▼<br />

HSV total! HD – – – – – ▼<br />

• ja, frei empfangbar<br />

– nein<br />

■ in Verhandlung<br />

▼ verschlüsselt<br />

▲ Sky Deutschland<br />

* Start am 1. Mai (<strong>Super</strong> RTL HD)<br />

/ im Mai (Sky Atlantic HD)<br />

** nur SWR RP<br />

*** Regionalfenster<br />

1<br />

Unitymedia: HD-Option 4 Euro<br />

zum Grundpreis<br />

1<br />

Kabel BW: MeinTV HD<br />

plus 3,90 Euro / Monat<br />

2<br />

Kabel BW: Sky HD 9,90 Euro<br />

(inkl. Penthouse HD 14,90 Euro)<br />

3<br />

Unitymedia: HD-Option<br />

mittleres / Komplett-Paket<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

21


IM FOKUS | HDTV-SENDER<br />

Senderlisten<br />

der Receiver<br />

Die Hersteller von Sat-<br />

Receivern bieten auf ihren<br />

Internet-Seiten Computer-<br />

Software an, mit der sich<br />

die zahlreichen Sat-TVoder<br />

Radiosender bequem<br />

auf den gewünschten Programmplatz<br />

in der Senderliste<br />

verschieben lassen.<br />

Tipps & Tricks: HDTV-Empfang leicht gemacht<br />

Digitalempfang kontrollieren<br />

Schalten Sie auf Das Erste, ZDF, BR, RTL, SAT.1 oder Pro-<br />

Sieben. Starten Sie die Videotextseite 198. Empfangen Sie<br />

Sat-TV analog, erscheint ein entsprechender Hinweis.<br />

Signalstärke und -qualität kontrollieren<br />

Wählen Sie im Menü Ihres Empfängers das Menü für den<br />

Sendersuchlauf – meist unter Installation oder Sendersuche.<br />

Die Signalqualität sollte mindestens 95 Prozent betragen.<br />

Automatischer Sendersuchlauf<br />

Starten Sie die Automatische Suche. Ein Suchlauf dauert<br />

je nach Modell fünf bis zehn Minuten, teils auch länger. Der<br />

Receiver zeigt den Fortschritt sowie die gefundenen Sender.<br />

Manueller Suchlauf<br />

Einzelne Programme lassen sich rasch mit dem manuellen<br />

Suchlauf finden. Die Parameter der neuen öffentlich-rechtlichen<br />

HD-Sender finden Sie oben auf Seite 20.<br />

Empfang von HD-Plus und Sky<br />

Smartcard und CI-Plus-Module sind für<br />

HD-Plus oder Sky notwendig. Die Smartcard<br />

gehört in das CI-Plus-Modul, das wiederum<br />

in einen Steckplatz am Gerät.<br />

Analogabschaltung<br />

Am 30. April wird das analoge<br />

Satellitensignal abgeschaltet.<br />

Was es dabei zu<br />

beachten gibt, lesen Sie im<br />

Internet unter:<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.<br />

de/analogabschaltung<br />

Fox HD oder 13th Street Universal HD,<br />

Musiksender wie MTV HD, VIVA HD<br />

oder Deluxe Lounge HD und HDTV-<br />

Sender deutscher Verlagshäuser wie<br />

Spiegel TV Wissen HD und Autor Motor<br />

und Sport HD.<br />

Empfang für HDTV<br />

Für den Empfang der gestochen<br />

scharfen Programme ist neben dem<br />

TV-Anschluss auch die geeignete Unterhaltungselektronik<br />

nötig. Das Empfangsgerät<br />

und der Fernseher müssen<br />

HDTV-tauglich sein. Alle Flachbildschirme<br />

mit den Logos „HD ready“,<br />

„Full HD“ oder „HD ready 1080p“ können<br />

HDTV-Bilder wiedergeben. Seit<br />

Jahren werden fast nur HDTV-taugliche<br />

Fernsehgeräte verkauft. In vielen<br />

aktuellen TV-Geräten sind Digital- und<br />

HDTV-Empfangsteile eingebaut.<br />

Wo dies nicht der Fall ist, helfen<br />

HDTV-Empfänger. Günstige Modelle<br />

gibt es bereits ab 60 Euro. Doch Vorsicht:<br />

Sie empfangen keine verschlüsselten<br />

Sender wie HD-Plus. Denn für<br />

HD-Plus muss der Receiver einen eingebauten<br />

Kartenleser oder einen<br />

Steckplatz für Bezahl-TV-Module besitzen.<br />

Das Modul von HD-Plus funktioniert<br />

nur in Receivern mit einem<br />

sogenannten CI-Plus-Steckplatz. Der<br />

Vorteil der CI-Plus-Steckplätze: Auch<br />

Sky Deutschland bietet passende Module.<br />

Der Empfang von HD-Plus und<br />

Sky mit einem Receiver ist also möglich.<br />

Zwei CI-Plus-Einschübe am Gerät<br />

ersparen einen Kartentausch.<br />

Kabelnetzbetreiber bieten ihren<br />

Kunden meist passende Receiver an.<br />

TV-Geräte mit eingebautem digitalen<br />

Kabelempfänger (DVB-C) benötigen<br />

zum Empfang verschlüsselter Angebote<br />

einen CI-Plus-Steckplatz. Telekom-Kunden<br />

können sich zurücklehnen:<br />

Das Entschlüsseln<br />

der Programme<br />

erledigt das Gerät. ■<br />

JAN FLEISCHMANN,<br />

HDTV-EXPERTE<br />

22


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BILD | NEWS & TRENDS<br />

Bild<br />

26 Test: <strong>Super</strong>-TVS <strong>2012</strong><br />

Neue Modelle mit neuen Funktionen wie Sprach- und<br />

Gestensteuerung wollen den Markt erobern.<br />

40 Test: Blu-ray-Player<br />

Kompakt, günstig, schnörkellos: der Blu-ray-Player-<br />

Nachwuchs von LG, Panasonic, Samsung und Sony<br />

54 Test: Hybrid-Sat-Receiver<br />

Der Topfield SRP 2401 CI+ verspricht dank seiner offenen<br />

Software-Struktur hohe Flexibilität.<br />

58 Test: Sat-Receiver<br />

devolo verteilt das Sat-Signal über die Steckdose.<br />

50 Test: Panasonic-Blu-ray-Player<br />

Die neue Referenz: der Panasonic DMP-BDT500<br />

Weitere aktuelle News und Trends zum Thema Bild<br />

finden Sie unter www.<strong>video</strong>-homevision.de.<br />

Autor/Redaktion: Andreas Stumptner, Andreas Greil // Bilder: Hersteller<br />

...und Action!<br />

Action Cams sind der letzte Schrei in der Welt der<br />

Videokameras. Während der Camcorder langsam als<br />

aussterbende Spezies Artenschutz beantragen<br />

darf, markiert die neue Kategorie die Zukunft.<br />

ROLLEI BULLET 4S 1080P € 300<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Ein nagelneuer Vertreter der Spezies Action Cams<br />

ist die Bullet 4S 1080p von Rollei. Der kleine Würfel-Camcorder<br />

wird mit vor Staub und Stößen<br />

geschütztem Unterwassergehäuse geliefert, das bis 60<br />

Meter dicht sein soll. Die Rollei macht Fotos mit acht<br />

Megapixeln Auflösung, zeichnet Videos auf und beherrscht<br />

die Auflösungen 1080p30, 960p30 und 720p.<br />

Die Optik arbeitet mit Festbrennweite, Blende F2.8 und<br />

175 Grad Blickwinkel. Die Kamera soll zudem ein Verstellen<br />

des Blickwinkels auf 127 oder 90 Grad zulassen.<br />

Auf Wunsch kann man vierfach digital zoomen.<br />

Die Mini-Cam lässt sich dank diverser mitgelieferter<br />

Halterungen prima an Fahrrädern oder anderen Fahrgeräten<br />

festmachen. Mitgeliefert wird eine kabellose<br />

Funkfernbedienung, die im Praxistest sogar mehr als<br />

die vom Hersteller angegebenen zehn Meter überbrückt.<br />

Die Bildqualität überzeugt bei schnellen Bewegungen<br />

sowohl mit erstaunlicher Schärfe als auch mit extrem<br />

kräftigen Farben. Das zeigte sich bei der Wiedergabe auf<br />

einem großen 55-Zoll-LED-TV.<br />

Zubehör wie Akku, Ladekabel und Transporttaschen<br />

komplettieren das Gesamtpaket. Mountainbiker, Surfer,<br />

Kletterer und viele sonstige Sportler dürften vor allem<br />

im kommenden Sommer davon begeistert sein.<br />

Ein Ersatz für den klassischen Camcorder ist der Videowürfel<br />

allerdings nicht. Rollei feiert damit jedoch<br />

einen gelungenen Einstand in der neuen Produktkategorie<br />

der Action Cams. Auf geht’s, und Action!<br />

24


3.–6.5. <strong>2012</strong> MÜNCHEN<br />

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Der ASUS O!Play TV Pro lässt das Fernsehen im Wohnzimmer zum digitalen<br />

HD-Erlebnis werden. Digitale Programme können sowohl wiedergegeben als<br />

auch aufgenommen werden. Kompatibilität ist ein entscheidendes Kriterium<br />

bei Media-Playern und der O!Play TV Pro soll mit der Unterstützung von<br />

mehr als 50 wichtigen Multimedia-Standards das ideale Rundum-sorglos-Paket<br />

bieten. Dazu gehören ISO, MKV, RM/RMVB, MVA, AVI, MPEG-1/-2/-4 und<br />

MP4. Weiterhin werden mit H.264 MV (TS, M2TS und BD-ISO) auch die<br />

wichtigsten 3D-Formate auf dem Markt unterstützt. Das Gerät verfügt über<br />

einen 3,5 Zoll großen Schacht, in dem handelsübliche Festplatten platziert<br />

werden können. Mit der smarten Box sollen Abspielen, Streamen und Teilen<br />

von HD-Inhalten dank der O!Easy-Technologie noch einfacher sein: Sie<br />

verbindet den O!Play TV Pro mit anderen Geräten und dem Heim-Netzwerk.<br />

nuBox101 Set<br />

Kompakt,<br />

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Plasmatechnologien. Das NeoPDP-Panel gewährleistet eine äußerst<br />

kurze Reaktionszeit und somit eine optimale Wiedergabe sowohl im 3Dals<br />

auch im 2D-Bereich. Der Bildschirm verfügt über zwei Aluminiumprofile,<br />

die V-förmig nach innen geneigt sind und mit dem Bildschirm eine<br />

elegante, äußerst flache Einheit bilden.<br />

Die Automatic Picture Control stellt sicher, dass das Bild stets an die den<br />

Bildschirm umgebenden Lichtverhältnisse angepasst wird. Ein Lichtsensor<br />

am Bildschirm nimmt das Umgebungslicht in einem 360-Grad-Winkel<br />

wahr. Das TV-Gerät enthält vier 80-Watt-ICEpower-Verstärker für die<br />

Mitteltöner sowie einen 40-Watt-Verstärker für die Höhen.<br />

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BILD | TEST: LCD-FERNSEHER<br />

Brandn<br />

Mega-Trend: Gestensteuerung<br />

Interaktivität braucht neue Bedienkonzepte: Je mehr Internet-, Kommunikations-,<br />

und Medienoptionen ein Fernseher bietet, umso weniger reicht die klassische Fernbedienung.<br />

Texteingabe und Mausfunktionen sind gefragt. Die ersten guten Lösungen<br />

mit Gestensteuerung, Spracherkennung und Gyro-Maus sind schon hier im Test.<br />

Mega-Trend: High-End-Design<br />

Innere Schönheit allein reicht nicht: Je größer und dominanter der Fernseher im<br />

Wohnzimmer wird, desto wichtiger wird seine Integration ins Ambiente. Mit ultraflacher<br />

Bauweise und ultraschmalem Rahmen hat Samsung faszinierende Zeichen<br />

gesetzt, die <strong>2012</strong> von LG und Panasonic stilistisch überboten werden können.<br />

Mega-Trend: Smart TV<br />

Der Einzug der neuen Medien ist nicht zu stoppen: Der Fernseher wird vom passiven<br />

Medium immer stärker zum individuellen Unterhaltungszentrum. HbbTV als interaktive<br />

Form der Zusatzinhalte ist bereits unverzichtbar. Und Video on Demand, soziale<br />

Netzwerke, Videotelefonie und viele weitere digitale Dienste werden immer beliebter.<br />

FÜNF LCD-TVS (46 – 55 ZOLL)<br />

HISENSE LED46K263D € 900<br />

LG 47LM760S € 1.800<br />

PANASONIC TX-L47DT50 € 1.800<br />

SAMSUNG UE55ES8090 € 2.800<br />

SONY KDL-46HX755 € 1.400<br />

26


eu<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Endlich sind sie da: die revolutionären<br />

TV-Modelle, die <strong>2012</strong> den Markt<br />

beherrschen wollen. Wir testen die<br />

neuen Geräte der Marktführer LG,<br />

Panasonic, Samsung und Sony sowie<br />

den Preisbrecher von Hisense.<br />

Vor allem neu mussten die Teilnehmer dieses<br />

Tests sein, am besten aber noch groß und<br />

hochwertig. Diese Anforderung an die Hersteller<br />

ergab ein Testfeld aus nicht direkt miteinander<br />

vergleichbaren Geräten. Einzig der<br />

Panasonic TX-L47DT50 und sein Konkurrent LG 47LM760S<br />

sind in der Preisklasse um 1.800 Euro angesiedelt. Sonys<br />

KDL-46HX755 ist schon satte 400 Euro preiswerter und<br />

der LED46K263D von Hisense liegt mit nur 900 Euro nochmals<br />

weit darunter.<br />

Immerhin ist die Bildgröße dieser Geräte vergleichbar.<br />

Samsungs Wunder-TV UE55ES8090 ist nicht nur um einiges<br />

größer, er spielt mit 2.800 Euro auch preislich in einer<br />

höheren Liga.<br />

Vergleichen wir diesmal also Äpfel mit Birnen? Nein,<br />

denn die Geräte treten nicht direkt gegeneinander an, sondern<br />

stehen für sich allein. Die Neuheiten bilden die – weit<br />

zu interpretierende – Klammer um diesen Testbericht. Es<br />

wird keinen Testsieger geben und die Bewertungen sind<br />

nicht in einer gemeinsamen Tabelle aufgeführt.<br />

Viele Features, höchste Qualitätsansprüche<br />

Schaut man sich die neuen Geräte an, fällt eine fast endlose<br />

Liste an technischen Errungenschaften auf, die einen Test<br />

erschweren und eine Übersicht – also eine Vergleichbarkeit<br />

für den potenziellen Käufer – extrem erschweren. Zu<br />

gelernten Attributen wie 3D, USB-Aufnahme, Sat-Tuner<br />

mit CI-Plus, DLNA-Multimedia-Funktionen als Client und<br />

Renderer, Medienwiedergabe über USB, Smart TV, Skype,<br />

WLAN mit WPS, Bluetooth und HbbTV gesellen sich Wireless<br />

Displays, Wi-Fi Direct, MHL (Mobile High Definition<br />

Link), Tablet- und Handy-Kontrolle sowie Infrarot-Blaster,<br />

Sprach-, Gesten- und Maussteuerung. Wer da einigermaßen<br />

durchblickt, kann sich glücklich schätzen. Und wer<br />

genau weiß, was er will – und vor allem, was er wirklich<br />

braucht –, ist zu beneiden. Wir müssen jedenfalls versuchen,<br />

all diese Features zu testen und zu honorieren.<br />

Unser Labor war bei diesen Tests wieder einmal ein heiß<br />

begehrter Motivationsraum für alle Mitarbeiter. Die neuen<br />

Fernseher sind schöner und können mehr als je zuvor. Faszinierende<br />

Features wie Sprachsteuerung oder eine magische<br />

Fernbedienung als Zauberstab muss man einfach<br />

einmal ausprobiert haben. Bleibt aber als oberstes Kaufkriterium<br />

die Bildqualität – und die haben wir wie gewohnt<br />

besonders gründlich analysiert.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

27


BILD | TEST: LCD-FERNSEHER<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,3 m // PAL-DVD:<br />

2,9 m // HD: 2,0 m<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Kontrast: 46 | Helligkeit:<br />

70 | Schärfe: 0 | Farbe: 50<br />

| Farbtemperatur: warm |<br />

DNR: niedrig | Adapt.<br />

Hintergrundlicht: ein |<br />

Hautfarbe: aus | MJC:<br />

niedrig<br />

Der Druckpunkt ist<br />

etwas schwammig,<br />

Menü-/Programmtasten<br />

sind aber<br />

sehr gut angeordnet.<br />

KAUFTIPP<br />

Glänzend sparen<br />

Der chinesische Hersteller Hisense vertreibt seine<br />

Modelle exklusiv bei den Fachhändlern der EP-<br />

Gruppe (Electronic Partner) und will für einen geringen<br />

Preis optimale Qualität liefern. Vergleicht man den<br />

LED46K263D mit seinem in Ausgabe 9/11 (Seite 52/53)<br />

getesteten 32-Zoll-Bruder in puncto Bedienung und Verarbeitung,<br />

so findet man kaum Veränderungen am hübsch<br />

glänzenden Gerät.<br />

Doch es gibt wichtige Neuerungen. Im 46-Zoll-TV wurde<br />

ein hochwertiges, reaktionsschnelles Panel von Samsung<br />

verbaut, das einen exzellenten Farbraum besitzt. In Kombination<br />

mit einer ordentlichen 100-Hz-Bewegungsglättung<br />

und 3D-Shutter-Fähigkeit fügt sich dieses Modell in<br />

die Mittelklasse zwischen deutlich teurere Geräte ein.<br />

Im Vergleich zum preislich ähnlichen Xoro (getestet in<br />

Ausgabe 4/12, Seite 38/39) wird deutlich mehr Bildqualität<br />

geboten. Ohne den kleinen Fehler im Werks-Setup,<br />

der das Bild sehr kalt erscheinen lässt (wir hoffen auf ein<br />

Update), wäre vor allem die Wiedergabe von Blu-rays akzeptabel<br />

– zumindest, wenn man auf den 24p-Kino-Look<br />

keinen Wert legt und eine Filmglättung aktiviert.<br />

Wer von seinem EP-Händler die Farben justiert und eine<br />

vorsortierte Senderliste eingespielt bekommt, erhält ein<br />

gutes Einstiegsgerät. Wie der Vorgänger durchsucht der<br />

46-Zöller Satelliten- und Kabelfrequenzen automatisch,<br />

sortiert die Stationen jedoch nur alphabetisch. Der Export/Import<br />

per USB-Stick klappt: Wir konnten mit dem<br />

dazugehörigen PC-Programm die Senderlisten ordnen. Es<br />

lässt sich jedoch noch nicht von Hisenses Website laden.<br />

Bei optimaler Bildquelle (Blu-ray) sind die Ergebnisse<br />

überraschend gut. Doch minderwertige Sendersignale werden<br />

deutlich schlechter aufpoliert als von teureren <strong>TVs</strong>.<br />

Die 3D-<br />

Brille wird<br />

infrarot getaktet<br />

und<br />

ist über USB<br />

aufladbar.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

HISENSE LED46K263D € 900<br />

günstiger Preis, gutes Panel, 3D,<br />

USB-Aufnahme, Sat-Tuner<br />

sehr kaltes Bild, 24p-Filme nur mit<br />

Pulldown, keine Netzwerk-Funktionen<br />

gut 68 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Hersteller<br />

Hisense<br />

Modell<br />

LED46K263D<br />

Preis<br />

900 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 76% 341<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) gut 30<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) gut 37<br />

High Definition (DVI / HDMI) (75) sehr gut 64<br />

Kontrast (80) sehr gut 67<br />

Schärfe (45) sehr gut 35<br />

Farbdarstellung (45) gut 33<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) gut 40<br />

Bildruhe (45) sehr gut 35<br />

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 62% 37<br />

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte GUT 63% 140<br />

Tuner (60) gut 40<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 67<br />

Multimedia (36) ausreichend 13<br />

Sonstige Extras (40) befriedigend 20<br />

BEDIENUNG max. 95 Punkte BEFRIEDIGEND 54% 51<br />

Menügestaltung (20) befriedigend 10<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) befriedigend 18<br />

Installation (12) gut 8<br />

Fernbedienung (23) gut 15<br />

VERARBEITUNG max. 80 Punkte BEFRIEDIGEND 59% 47<br />

Anmutung (25) gut 15<br />

Material (55) befriedigend 32<br />

TESTURTEIL max. 906 Punkte GUT 68% 616<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

28


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BILD | TEST: LCD-FERNSEHER<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,1 m // PAL-DVD:<br />

2,7 m // HD: 1,8 m<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Kino | Energiesparen:<br />

automatisch |<br />

Min. Leuchtdichte: 50 |<br />

Kontrast: 90 | Helligkeit:<br />

50 | Schärfe: 23 | Farbe:<br />

53, warm | RGB-Offset:<br />

-3, 8, 0 | RGB-Gain: -23, 0,<br />

20 | LED Local Dimming:<br />

tief | TruMotion: Löschen |<br />

<strong>Super</strong> Resolution: ein |<br />

Dyn. Kontrast: aus |<br />

Rauschunterdr.: tief<br />

LG 47LM760S € 1.800<br />

Design, Magic Remote, schöne<br />

Nutzerführung, schärferes Bild,<br />

Dual-Play-Brillen, Flash-Browser<br />

Bezaubernde Technik<br />

Panel nicht mehr matt<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Die klassische Variante<br />

bleibt fast unverändert<br />

im Vergleich<br />

zum Vorjahr,<br />

und das ist gut so.<br />

Schon beim Auspacken wird klar, dass die Evolution<br />

der TV-Technik bei LG besonders gut funktioniert.<br />

Der elegante TV-Körper mit Edelstahl-Einfassung<br />

und Kontrastscheibe schwebt über einem geschwungenen<br />

Fuß, dessen Kunststoffhaut hoch glänzt. Gehäusetiefe und<br />

Rahmendicke sind so schön schmal, wie es jetzt modern<br />

ist. Das Ganze wirkt wertig verarbeitet. Einen weiteren<br />

Schritt nach vorn bemerkt man beim ersten Einschalten.<br />

Die großzügigen, klaren Menüs, die den Käufer begrüßen<br />

und durch die Installation führen, reagieren schnell. Dafür<br />

ist der neue Dual-Core-Prozessor nebst massiv aufgestocktem<br />

Grafikchip verantwortlich.<br />

Während der Erstinstallation erhält man Tipps sowie<br />

eine Einführung in die Funktionen der Magic Remote. Diese<br />

Zweitfernbedienung ist ein echtes Highlight und wird<br />

schnell zum wichtigsten Steuerorgan, weil man ihr Handling<br />

schnell und intuitiv erlernt. Der bewegungssensitive<br />

Zeiger bindet sich perfekt ins System ein und arbeitet äußerst<br />

präzise. So lassen sich Links auf Internet-Seiten<br />

schneller und genauer anfahren als mit der Gestensteuerung<br />

oder dem Touchpad des Konkurrenten Samsung. Allein<br />

die Spracheingabe für Suchtexte oder Facebook-Kommentare<br />

fehlt. Jedenfalls macht es Spaß, mit der Magic<br />

Remote das Home Dashboard (die Startseite der Bonus-<br />

Dienste) mit ihren hübsch animierten Icons und weichen<br />

Scrollern, das Internet oder die interaktive Bedienungsanleitung<br />

zu durchstöbern.<br />

Auch hochwertig: die Ausstattung<br />

Mit vier HDMI- und drei USB-Buchsen kommt man in fast<br />

allen Konfigurationen ans Anschluss-Ziel. Scart RGB und<br />

Komponente werden über Adapter hereingeführt. Wi-Fi<br />

ist bereits integriert, mit vielen Spielarten wie der Direktverbindung<br />

und Screen Share (Wireless Display von Intel).<br />

Die Steuerung über Handys und Tablets wird stetig verbessert.<br />

Der LAN-Anschluss liefert die beste Bandbreite und<br />

erlaubt sicheres Streaming der vielen Apps. Hier ist der<br />

technische Zusammenschluss mit Philips, Sharp und Loewe<br />

nur inhaltlich, jedoch nicht grafisch erkennbar. Bei LG<br />

wirkt alles frischer und schneller. Zudem gibt es viele exklusive<br />

Inhalte, die Maxdome-App verwies zum Testzeitpunkt<br />

jedoch leider erst auf einen späteren Starttermin.<br />

LGs neues hauseigenes Panel zeigt unterm Mikroskop<br />

weniger Schwarz zwischen den Pixelreihen als im letzten<br />

Jahr. Das verbessert die Lichtleistung und ist ein Indiz dafür,<br />

dass sich die Polfilter jetzt präziser aufbringen lassen.<br />

Der vertikale 3D-Blickwinkel leidet kaum darunter, bleibt<br />

aber nicht unkritisch. Mit 0,3 Prozent Übersprechen ist die<br />

Tiefenwirkung bei 3D exzellent, und sitzt man weit genug<br />

entfernt (ab ca. 3,5 m), ist auch die geringere Maximal-<br />

30


Ein echter<br />

Zauberstab<br />

Die zweite Generation der Magic Remote<br />

funktioniert exzellent. Der leichte<br />

Stick reagiert auf Bewegungen und<br />

setzt diese schön präzise als Mauszeiger<br />

auf dem Bildschirm um. Das Scrollrad<br />

inmitten der Richtungstasten hilft<br />

beim Navigieren durchs Internet genauso<br />

wie bei der Senderwahl.<br />

Sprachsteuerung gibt es nur<br />

in den Topmodellen<br />

Das kleine Loch oberhalb des Powerknopfes<br />

verbirgt ein Mikrofon zur Eingabe<br />

von Text – jedoch nicht hier, sondern nur<br />

bei den Topmodellen der 900er-Serie.<br />

Cinema 3D macht‘s möglich. LG liefert direkt sieben Brillen mit.<br />

Neben einem Clip für Brillenträger und einem Party-Pack mit<br />

vier Polfilterbrillen sind zwei Augengläser für Dual-Player-<br />

Games dabei. Dabei sieht jeder Spieler ein eigenes Vollbild.<br />

Sein elegant schmaler Rahmen um die großflächige spiegelarme<br />

Kontrastscheibe wird umfasst von einem wertigen Metallstreifen.<br />

Der gebogene Fuß mit hoch glänzend verchromtem<br />

Plastikkleid macht den edlen Technik-Look perfekt.<br />

schärfe unproblematisch. Durch Deaktivieren der Zwischenbilder<br />

(TruMotion: aus) wird ein Algorithmus zur<br />

Auflösungsverbesserung in 3D aktiviert, dieses Jahr jedoch<br />

ohne Probleme bei der Bewegungsdarstellung. Verbessert<br />

wurde auch die 2D-zu-3D-Konvertierung. Sie wirkt<br />

natürlicher, da sie jetzt sechs statt nur drei Hinweise auf<br />

die Raumtiefe eines Objektes analysiert.<br />

Bei 2D wurde vor allem die Schärfe von Full-HD-Zuspielungen<br />

verbessert. Das Dimmen der Hintergrundbeleuchtung<br />

je nach Filminhalt klappt jetzt besser und der<br />

Raumlichtsensor hat eine sinnvolle Einstellung bekommen.<br />

So wurde ein ordentlicher Schwarzwert erzielt. Von<br />

den beworbenen 800 Hz MCI haben wir jedoch wenig gesehen.<br />

Unsere Highspeed-Kamera offenbart eine 100-Hz-<br />

Zwischenbildberechnung und das Backlight scannt zusätzlich<br />

horizontal von innen nach außen. Insgesamt wirken<br />

der Panasonic und der Sony dank ihrer 200-Hz-Basis flüssiger,<br />

Kino-Feeling verbreitet der LG jedoch genauso gut.<br />

Die Farbdarstellung ist exzellent und lässt sich bis ins<br />

kleinste Detail kalibrieren. Bei der Werkseinstellung Kino<br />

kommt man dem Original jedoch schon sehr nahe, wenn<br />

sie auch etwas zu warm erscheint. Insgesamt liefert LG<br />

mit der Kombi aus edlem Design, vielen interaktiven Features,<br />

einem einzigartigen Bedienkonzept und guter Kinoqualität<br />

ein verführerisches Stück Technik ab.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

LG<br />

47LM760S<br />

1.800 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 86% 385<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 39<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 40<br />

High Definition (DVI / HDMI) (75) überragend 69<br />

Kontrast (80) sehr gut 68<br />

Schärfe (45) überragend 41<br />

Farbdarstellung (45) sehr gut 40<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 50<br />

Bildruhe (45) sehr gut 38<br />

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 68% 41<br />

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 80% 176<br />

Tuner (60) gut 43<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 68<br />

Multimedia (36) überragend 35<br />

Sonstige Extras (40) sehr gut 30<br />

BEDIENUNG max. 95 Punkte ÜBERRAGEND 94% 89<br />

Menügestaltung (20) überragend 20<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 40<br />

Installation (12) sehr gut 9<br />

Fernbedienung (23) sehr gut 20<br />

VERARBEITUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 89% 71<br />

Anmutung (25) überragend 23<br />

Material (55) sehr gut 48<br />

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 84% 762<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

31


BILD | TEST: LCD-FERNSEHER<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,1 m // PAL-DVD:<br />

2,7 m // HD: 1,8 m<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: True Cinema |<br />

Kontrast: 50 | Helligkeit:<br />

0 | Schärfe: 5 | Farbe: 25 |<br />

Eco-Modus: ein | P-NR:<br />

auto | Farbton Grün: 8 |<br />

Sättigung Blau: 10 | R-<br />

Luminanz: 11 | Gamma:<br />

2.2 | Intelligent Frame<br />

Creation: mittel | 16:9<br />

Overscan: aus<br />

PANASONIC TX-L46DT50 € 1.800<br />

exzellenter Blickwinkel, einfachste<br />

Installation, leichte Bedienung,<br />

hochwertiger Look<br />

Ein edler Ritter<br />

Panasonic-Fernseher sind bekannt für ihr sehr natürliches<br />

Bild. Attribute wie Farbwiedergabe, Bewegungsschärfe<br />

und Blickwinkel sollen sich dabei<br />

an der guten veralteten Bildröhre orientieren. Weil dies<br />

alles mit der Plasmatechnik leichter zu erreichen schien,<br />

konzentrierte sich der Konzern lange und mit Gewalt auf<br />

diesen Markt und verwehrte selbst den LCD-Panels aus<br />

eigener Fertigung große Bilddiagonalen. Dabei sind diese<br />

IPS Alpha genannten Schirme hervorragend. Und Panasonic<br />

tut gut daran, diese Fernseher jetzt auch in Größen<br />

bis 55 Zoll zu verkaufen.<br />

Panasonics Panels setzen dort an, wo die LCD-Technik<br />

das größte Manko besitzt: beim Blickwinkel. Und hier<br />

kann der TX-L47DT50 punkten: Wir haben noch niemals<br />

einen so guten Blickwinkel bei einem LCD-Produkt messen<br />

können. Die Darstellung reicht damit fast an die von<br />

Plasma-<strong>TVs</strong> heran. Wichtig beim Thema Blickwinkel ist<br />

nicht nur – wie von der Norm verlangt – den Helligkeits-<br />

Schwarz sollte satter sein<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

abfall zu messen, sondern auch den Verlust des Schwarzwertes<br />

(und damit des Kontrasts) sowie die Verschiebung<br />

(das Ausbleichen) von Farben zu berücksichtigen. Und<br />

diese drei Parameter sind beim neuen Panasonic-Panel<br />

unerreicht gut.<br />

Das hochwertige Panel wurde in ein für Panasonic-Verhältnisse<br />

atemberaubend schönes Gehäuse eingebaut. Es<br />

setzt auf Akzente in Metall, bleibt dabei aber schlank und<br />

wirkt leichtfüßig. Wer das Gerät genauer betrachtet und<br />

anfasst, bemerkt, dass es kein Blender, sondern wirklich<br />

solide verarbeitet ist.<br />

Bestens aufgerüstet<br />

Mit vier HDMI-Eingängen, drei USB-Buchsen und SDXC-<br />

Kartenslot bietet Panasonic ein Quäntchen mehr als viele<br />

Mitbewerber. WLAN ist auch bereits integriert, und Bluetooth<br />

wird allein zur Ansteuerung der 3D-Shutterbrillen<br />

genutzt.<br />

Panasonics Fernbedienung<br />

ist aufgeräumt,<br />

recht groß<br />

und beleuchtbar.<br />

Massiv verarbeitet<br />

waren Panasonics<br />

Oberklasse-<strong>TVs</strong><br />

immer schon, jetzt<br />

sieht auch der Rahmen<br />

sehr gut aus.<br />

Die Kombination<br />

aus gebürstetem<br />

Metall und einer<br />

Kunststoff-Lippe<br />

wirkt dabei fast<br />

verspielt.<br />

Der Standfuß ist flach, stabil und sieht<br />

edel aus. Die zurückgesetzte, angeschrägte<br />

Strebe schafft Offenheit.<br />

32


TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Modell<br />

TX-L47DT50<br />

Preis<br />

1.800 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 85% 381<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 40<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 42<br />

High Definition (DVI / HDMI) (75) sehr gut 67<br />

Kontrast (80) sehr gut 63<br />

Schärfe (45) sehr gut 40<br />

Farbdarstellung (45) sehr gut 40<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 48<br />

Bildruhe (45) überragend 41<br />

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 67% 40<br />

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 78% 173<br />

Tuner (60) gut 43<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 68<br />

Multimedia (36) sehr gut 32<br />

Sonstige Extras (40) sehr gut 30<br />

BEDIENUNG max. 95 Punkte SEHR GUT 84% 80<br />

Menügestaltung (20) sehr gut 15<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 38<br />

Installation (12) überragend 12<br />

Fernbedienung (23) gut 15<br />

VERARBEITUNG max. 80 Punkte ÜBERRAGEND 91% 73<br />

Anmutung (25) überragend 24<br />

Material (55) sehr gut 49<br />

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 82% 747<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Multimedial ist Panasonic ebenfalls sehr aktiv und bietet<br />

neben den üblichen DLNA-Funktionalitäten auch die Bedienung<br />

über Handy an (via VIERA Remote App). Kommende<br />

Versionen werden Videos an den Fernseher schicken<br />

können und sollen etwa auch den EPG auslagern.<br />

Die Bildqualität wurde im Vergleich zum Vorjahr gut<br />

überarbeitet. Wir können dem TX-L47DT50 Bewegungszyklen<br />

in echten 200 Hz bescheinigen, die sogar bei richtiger<br />

Einstellung recht filmartig wirken. Die Farben kommen<br />

klar herüber und lassen sich ausgiebig nachjustieren,<br />

der Kontrast leidet jedoch im dunklen Raum an der nur<br />

geringfügigen Dimmung von Schwarz in den Kinomodi.<br />

Blu-rays und TV-Material wirken genauso kräftig wie brillant<br />

und sind bei leicht schrägem Blickwinkel der Konkurrenz<br />

weit voraus. 3D kann trotz langer Schwarzphasen der<br />

Hinterleuchtung kein sehr gutes Übersprechen erzielen.<br />

Einfache Bedienung und solider Look werden Panasonic<br />

viele neue Freunde verschaffen.<br />

Panasonics neue Shutterbrillen sind extrem<br />

leicht und benötigen keine Batterien.<br />

Sie werden über USB geladen.<br />

DIE ERLEBNISMESSE FÜR EXZELLENTE<br />

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<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong> 33


BILD | TEST: LCD-FERNSEHER<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,4 m // PAL-DVD:<br />

3,0 m // HD: 2,0 m<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Film | Hintergrundbel.:<br />

20 | Kontrast:<br />

100 | Helligkeit: 45 |<br />

Schärfe: 17 | Farbe: 53 |<br />

Farbton: warm2 | RGB-<br />

Offset: 19, 24, 25 | RGB-<br />

Gain: 25, 24, 21 | 2x<br />

Rauschfilter: auto | Motion<br />

Plus: klar | Motion<br />

Plus LED: ein | Öko-Sensor:<br />

ein | min. Hintergr.<br />

bel.: 8<br />

HIGHLIGHT<br />

Hallo Smart TV!<br />

SAMSUNG UE55ES8090 € 2.800<br />

Sprach- und Gestensteuerung,<br />

Multimedia satt, scharfes Bild, tolle<br />

Aufbereitung schwacher Quellen<br />

ein Top-TV sollte LEDs lokal dimmen<br />

sehr gut 89 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Samsungs Fernbedienung<br />

ist leichter<br />

geworden, die Drücker<br />

lassen sich besser<br />

erfühlen.<br />

Der Jäger der Unterhaltungselektronik wird zum<br />

Gejagten. In den letzten Jahren hat Samsung mit<br />

LED-Technik, ultraschlanken Geräten, gutem Design,<br />

viel Multimedia und schneller 3D-Technik den Markt<br />

erobert. Jetzt ist die Firma selbst das Ziel der Konkurrenz.<br />

Ihre Konzepte werden nachgeahmt und verbessert.<br />

Dass die Entwickler aber noch einiges in der Hinterhand<br />

haben, zeigte sich, als die ersten Gerüchte über den Apple-<br />

Fern seher auftauchten. Er soll eine intelligente Gestenund<br />

Sprachsteuerung anbieten, hieß es – wie die Mobiltelefone<br />

mit dem „i“. Samsung hatte solche Features bereits<br />

in den Schubladen und konnte sie auf der CES im Januar<br />

sogar betriebsfertig präsentieren. Jetzt sind sie also<br />

da, die ersten Fernseher mit Gesten- und Sprachsteuerung.<br />

Der Nutzer kann in eine völlig neue Welt der Interaktion<br />

mit seinem Wohnzimmer-Unterhalter eintauchen.<br />

„Hi TV“: Das ist das Zauberwort, auf das die neuen Samsung-Fernseher<br />

hören. Es aktiviert die Sprachauswahl und<br />

weiter geht es mit Lautstärkeregelung, Ausschalten, Kanalwechsel<br />

(Skip) oder gar dem Ansagen einer bis zu vierstelligen<br />

Kanalnummer. Das Gerät lässt sich sogar mit einem<br />

Sprachbefehl einschalten und benötigt dazu nur 0,7 Watt<br />

im Standby-Betrieb. Verlangt man dann „mehr“, können<br />

gar Webbrowser, Skype oder weitere interaktive Spielarten<br />

der Kommunikation genutzt werden. Das alles funktioniert<br />

recht zuverlässig mit den Raummikrofonen der<br />

eingebauten Kamera. Nutzt man das Mikro an der Touchpad-Fernsteuerung,<br />

ist das Signal besser – es lässt sich sogar<br />

zur Spracheingabe für die Browser-Suche oder Chats<br />

nutzen. Die Erkennung klappt recht gut, nur mit Eigennamen<br />

hat das System wie erwartet Schwierigkeiten. Wer<br />

nur selten umschaltet und sich Programmzahlen merken<br />

kann, vollzieht durchaus gern seine Senderwahl mittels<br />

direkter Ansprache.<br />

Hat man seine Fernbedienung verlegt, gibt es eine weitere<br />

Möglichkeit, den Kanal zu wechseln, ohne aufstehen<br />

zu müssen: die Gestensteuerung. Winkt man dem Samsung<br />

kurz zu, erscheint ein Mauszeiger auf dem Schirm,<br />

den man mit der flachen Hand kontrollieren kann. Macht<br />

man eine Faust, wird selektiert (geklickt). Im TV-Modus<br />

dient das zum Anpassen der Lautstärke und Wechseln des<br />

Kanals (Skip), der Internet-Browser (jetzt auch Flash-fähig)<br />

wird wie mit einer echten Maus kontrolliert. Nach ein<br />

paar Minuten kann der Arm dabei jedoch richtig schwer<br />

werden, und die Kontrolle ist längst nicht so präzise wie<br />

mit dem mitgelieferten Touchpad.<br />

Ein wahrer Alleskönner<br />

Um dem Ruf der Referenzen gerecht zu werden, hat Samsung<br />

in das aktuelle Topmodell wieder alles eingepflanzt,<br />

was möglich war. Nicht mehr dabei sind die vierte HDMI-<br />

Buchse und der analoge VGA-Computer-Eingang.<br />

Dafür sind mit Wi-Fi Direct und MHL neue Varianten<br />

von Signaleingängen vorhanden. MHL ermöglicht das direkte<br />

Verbinden spezieller Smartphones mit dem HDMI-<br />

Eingang des Fernsehers. Ein besonderes Highlight stellt<br />

der Smart Evolution Slot dar: Er soll zukünftig Boards mit<br />

schnelleren Prozessoren und Systemerweiterungen auf-<br />

34


TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

UE55ES8090<br />

Preis<br />

2.800 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte ÜBERRAGEND 92% 415<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 43<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 44<br />

High Definition (DVI / HDMI) (75) überragend 72<br />

Kontrast (80) überragend 75<br />

Schärfe (45) überragend 45<br />

Farbdarstellung (45) überragend 43<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 50<br />

Bildruhe (45) überragend 43<br />

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte SEHR GUT 77% 46<br />

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 84% 186<br />

Tuner (60) gut 43<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 70<br />

Multimedia (36) überragend 35<br />

Sonstige Extras (40) überragend 38<br />

BEDIENUNG max. 95 Punkte ÜBERRAGEND 93% 88<br />

Menügestaltung (20) gut 14<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 40<br />

Installation (12) überragend 11<br />

Fernbedienung (23) überragend 23<br />

VERARBEITUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 85% 68<br />

Anmutung (25) sehr gut 22<br />

Material (55) sehr gut 46<br />

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 89% 803<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Samsungs Smart Hub-Startseite (interaktive Dienste) wirkt jetzt<br />

aufgeräumter. Video on Demand von bald mehreren Anbietern ist<br />

ein wichtiges Feature, mit Family Story setzt das Unternehmen auf<br />

geschlossene Sozialfunktionen.<br />

Zwei dieser leichten,<br />

batteriebetriebenen<br />

Brillen<br />

liegen dem<br />

TV bei. Sie<br />

passen recht<br />

gut über<br />

echte Brillen,<br />

der Sichtbereich<br />

wird jedoch<br />

durch das<br />

kleine Fenster eingeschränkt.<br />

Bedienung 2.0: Der<br />

zweite Handsender<br />

verfügt über ein<br />

Touchpad und wird<br />

bald voll universell.<br />

nehmen, um die Hardware des Fernsehers den Anforderungen<br />

der multimedialen Zukunft anzupassen. Bei Samsung<br />

gibts es eben nichts, was es nicht gibt.<br />

Die erste Stufe der Prozessor-Revolution haben die<br />

Samsung-<strong>TVs</strong> bereits durchlebt. Die aktuellen Modelle<br />

setzen auf Dual Core und lassen sich dadurch deutlich<br />

schneller bedienen als die Vorjahres-<strong>TVs</strong>.<br />

Unterschiedliche Reaktionen in unserer Redaktion haben<br />

das neue Gehäuse und vor allem der mächtige Ständer<br />

ausgelöst: Er ist deutlich dominanter als der Kreuzfuß der<br />

alten Modelle, führt jedoch designtechnisch die Formgebung<br />

von Kamera und Logo-Auge fort. An der Wand montiert<br />

(zu sehen in unserem Aufmacherbild auf Seite 26),<br />

wirkt er durch den schmalen Rahmen sehr dezent.<br />

Bildtechnisch scheint sich nur wenig geändert zu haben.<br />

Die Ausleuchtung ist deutlich besser als vor einem Jahr,<br />

Banding spielt kaum eine Rolle. Auch die Lichtkegel aus<br />

den Ecken nebst Wolkenbildung im dunklen Raum wurden<br />

leicht verbessert. Hier ist der Öko-Sensor Pflicht, der das<br />

Hintergrundlicht abdunkelt. Aber nur echtes Local Dimming<br />

könnte den High-End-Freund zufriedenstellen. Exzellent<br />

poliert wurde schlechtes Filmmaterial: ob Analog-<br />

Video, DVB-T oder schwach gemastertes SDTV. Das Bild<br />

ist sagenhaft scharf und brillant – vor allem im hellen<br />

Raum. Samsung setzt auf echte 200 Hertz und scannt die<br />

Hinterleuchtung feinfühlig. Auch 3D bleibt ruckelfrei und<br />

zeigt kaum Übersprechen (0,9 Prozent). Aufgrund der vielen<br />

Neuerungen und der überzeugenden Qualität haben<br />

wir Samsung mit einem Highlight-Logo ausgezeichnet.<br />

Bei Samsungs eingebauter HD-Kamera lässt sich der Höhenwinkel<br />

einstellen. Sie ist gleichzeitig für die Gesten- und Sprachsteuerung<br />

verantwortlich sowie für die Videotelefonie über Skype.<br />

Der Infrarot-Blaster wird bei<br />

Samsungs neuen Top-<strong>TVs</strong><br />

ebenfalls mitgeliefert. Über<br />

ihn soll die Touchpad-Fernbedienung<br />

beliebige UE-Geräte<br />

steuern. Er wandelt<br />

die Bluetooth-Signale in<br />

Infrarot-Impulse um. Man<br />

kann ihn beliebig in<br />

Sichtlinie vor den zu<br />

steuernden Geräten<br />

platzieren, denn er<br />

wird mit Batterien betrieben.<br />

Bei unseren<br />

Tests waren die Datenbanken<br />

der Gerätelisten<br />

leider noch<br />

leer.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

35


BILD | TEST: LCD-FERNSEHER<br />

Sonys Neuer ist<br />

nicht ultraflach, sondern<br />

er lässt etwas<br />

Platz für Lautsprecher-Volumen<br />

und<br />

echte Eingangsbuchsen.<br />

Tiefer gelegt<br />

und geneigt,<br />

hängt er an seinem<br />

spartanischen Fuß.<br />

Sonys Fernbedienung<br />

ist kompakt<br />

und sehr leicht. Das<br />

Tastenlayout ist<br />

übersichtlich.<br />

KAUFTIPP<br />

Richtig schräg<br />

Kaum hat man sich vom Schock<br />

der Abschaltung des analogen<br />

Satellitensignals erholt, da<br />

kommt der nächste Hammer: Wer<br />

glaubt, dass die aktuellen TV-Geräte<br />

mit dreifachem HD-Tuner zukunftssicher<br />

seien, muss sich jetzt neuen Tatsachen<br />

stellen. Die magische „2“ hinter<br />

den digitalen Empfangswegen<br />

DVB-S (Satellit), DVB-T (Terres trik)<br />

und DVB-C (Kabel) droht, mit neuen<br />

Modulationsverfahren alte Tuner inkompatibel<br />

zu machen. Während<br />

DVB-S2 bereits mit der Einführung<br />

von HDTV einherging, wurden die anderen<br />

Empfangswege in Deutschland<br />

konventionell belassen. DVB-T2 läuft<br />

in einigen Ländern Europas bereits,<br />

weshalb viele <strong>TVs</strong> es auch bei uns bereits<br />

heimlich unterstützen.<br />

Dass DVB-C2, die nächste Generation<br />

der Kabel-TV-Technik, aber bereits<br />

einsatzbereit ist, verblüfft selbst<br />

Fachleute. Und dass im hier getesteten<br />

Sony-TV wie in allen seinen großen<br />

neuen Brüdern bereits der passende<br />

Tuner integriert ist, ist eine echte<br />

Überraschung. Eine Ablösung von<br />

DVB-C durch DVB-C2 und damit eine<br />

„Digitalabschaltung“ ist zwar nicht<br />

konkret geplant, doch da beide Systeme<br />

koexistieren können, ließen sich<br />

etwa neue Video-on-Demand-Dienste<br />

mit dem verbesserten System abbilden,<br />

das die Datenkapazität des Kabels<br />

um über die Hälfte erhöht.<br />

Genügend Anschlüsse<br />

Bedenkt man, dass der Sony deutlich<br />

preiswerter ist als seine hier getesteten<br />

Mitbewerber von Panasonic und LG,<br />

fragt man sich, worauf die japanischen<br />

Entwickler verzichtet haben, und man<br />

muss schon lange suchen. Auf Anschlussbuchsen<br />

wohl kaum, denn vier<br />

HDMI-, zwei USB- und einige analoge<br />

Anschlüsse sind großzügig bemessen.<br />

Und auch WLAN inklusive Wi-Fi Direct<br />

erwartet man eigentlich erst von<br />

teureren Modellen.<br />

Auch für Interaktivität liefert der<br />

Sony genügend Spielraum. Sowohl im<br />

DLNA-Heimnetz als auch weltweit<br />

kann auf eine Menge Unterhaltung<br />

zugegriffen werden: Video Unlimited,<br />

Music Unlimited, Sony Entertainment<br />

Network, Widgets, Skype (eine Kamera<br />

fehlt) und ein freier Browser stehen<br />

SONY KDL-46HX755 € 1.400<br />

gute Bewegungsdarstellung,<br />

natürliche Farben, viele Extras, leichte<br />

Einrichtung, erster TV mit DVB-C2-Tuner<br />

zähe Bedienung<br />

sehr gut 81 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

zur Verfügung. Beim Zugriff auf soziale<br />

Netze wird das laufende TV-Bild<br />

verkleinert, damit man in Ruhe interagieren<br />

kann. Besonders komfortabel<br />

kann man auch diesen Sony mit einer<br />

App vom Smartphone aus steuern –<br />

besonders zu empfehlen für die Eingabe<br />

von Texten.<br />

Vierfach-Tuner, die drei digitalen<br />

DVB-HD-Varianten dabei in der zukunftssichersten<br />

Variante, Unterstützung<br />

von CI-Plus-Modulen, Aufnahme<br />

auf eine USB-Festplatte, 3D – die Ausstattung<br />

scheint wirklich nichts auszulassen.<br />

Nutzt man sie jedoch intensiv,<br />

wird man schnell bemerken, dass<br />

die moderne Menühandhabung langsamer<br />

vonstatten geht und auch vor<br />

allem die Geschwindigkeit der Zusatzdienste<br />

deutlich geringer ist als bei<br />

den teuren Top-<strong>TVs</strong> mit Doppelkern-<br />

Prozessoren.<br />

Sehr gut funktionieren bei Sony die<br />

klassischen Attribute Ersteinrichtung<br />

(Senderprogrammierung) und das<br />

tägliche Handling fürs eigentliche<br />

Fernsehen. Hinzu kommt, dass der optimalen<br />

Bildqualität und den hochwertigen<br />

Methoden zur Aufbereitung<br />

36


TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell<br />

KDL-46HX755<br />

Preis<br />

1.400 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 84% 379<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 40<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 41<br />

High Definition (DVI / HDMI) (75) sehr gut 66<br />

Kontrast (80) sehr gut 63<br />

Schärfe (45) überragend 41<br />

Farbdarstellung (45) sehr gut 40<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 48<br />

Bildruhe (45) sehr gut 40<br />

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 70% 42<br />

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 77% 171<br />

Tuner (60) gut 44<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 66<br />

Multimedia (36) sehr gut 31<br />

Sonstige Extras (40) sehr gut 30<br />

BEDIENUNG max. 95 Punkte SEHR GUT 84% 80<br />

Menügestaltung (20) sehr gut 15<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 37<br />

Installation (12) überragend 11<br />

Fernbedienung (23) gut 17<br />

VERARBEITUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 78% 62<br />

Anmutung (25) sehr gut 20<br />

Material (55) sehr gut 42<br />

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 81% 734<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Sender am PC sortieren<br />

Ab sofort stellt Sony die PC-Software Sony Editor kostenlos<br />

unter www.sony.de/service zum Download bereit.<br />

Schnell lassen sich Senderlisten mit ihren Tausenden<br />

Satellitenprogrammen am TV auf einen USB-Stick exportieren,<br />

am PC bearbeiten und wieder einspielen. Durch<br />

Klicken und Schieben mit der Maus kann der Nutzer Sender<br />

verschieben und den Favoriten zuweisen.<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Anwender |<br />

Hintergrundlicht: max. |<br />

Kontrast: max. | Helligkeit:<br />

50 | Schärfe: 50 |<br />

Farbe: 50 | Farbtemperatur:<br />

warm2 | RGB-Offset:<br />

0, 0, 0 | RGB-Gain: -2, 0, 0<br />

| Rauschunterdrückungen:<br />

autom. | Lichtsensor:<br />

ein<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,1 m // PAL-DVD:<br />

2,7 m // HD: 1,8 m<br />

schlechter Bildquellen viel Aufmerksamkeit<br />

geschenkt wurde. Die Bildqualität<br />

ist immer noch Kaufkriterium<br />

Nummer eins und hier wird einiges<br />

geboten. Sonys LCD-Panel wird durch<br />

Rand-LEDs beleuchtet, die allerdings<br />

in Abhängigkeit vom Bildinhalt nur<br />

wenig dimmen, um den Kontrast zu<br />

erhöhen. Der ist<br />

nativ mit 800:1<br />

schon beachtlich.<br />

Nur im dunklen<br />

Raum könnte der<br />

Schwarzwert<br />

besser sein. Der<br />

Lichtsensor senkt<br />

netterweise das<br />

Backlight abends<br />

auf ein Drittel der<br />

Intensität herab.<br />

Was die Angabe<br />

der Bildwiederholfrequenz betrifft,<br />

darf man ja keinem Hersteller mehr<br />

trauen. Wir verlassen uns auf unsere<br />

Highspeed-Kamera mit 1.200 Bildern<br />

pro Sekunde, die bei Sonys Einstellung<br />

zum weichen Motionflow drei<br />

Zwischenbilder dokumentiert, also<br />

echtes 200 Hz. Wahlweise wird eine<br />

Sonys Shutterbrille ist aufladbar, aber<br />

recht schwer. Die gute 3D-Helligkeit<br />

wird durch den Verzicht auf eine Polarisationsschicht<br />

erzielt. Daher sollte man<br />

den Kopf bei 3D-TV gerade halten.<br />

schwächere Aktivglättung mit einigen<br />

Varianten des LED-Blinkens kombiniert,<br />

bis hin zu Impuls: Bei dieser Variante<br />

flackern kurze Lichtzyklen so<br />

stark wie eine Bildröhre. Hier findet<br />

jeder seinen Lieblings-Look.<br />

Die Einstellungsoptionen sind ambitioniert<br />

professionell, aber alles hat<br />

sinnvolle Auswirkungen<br />

auf den<br />

Bildeindruck. Im<br />

Kinomodus war<br />

unser Testmuster<br />

äußerst normnah<br />

voreingestellt –<br />

lobenswert.<br />

Zurück zum anfangs<br />

erwähnten<br />

Sparkurs, dessen<br />

Auswirk u ngen<br />

wir bislang nicht<br />

spüren konnten. So sind es hauptsächlich<br />

Design und Verarbeitung, bei denen<br />

der Rotstift angesetzt wurde. Edles<br />

Metall am vergleichsweise breiten<br />

Rahmen suchen wir vergebens, und<br />

der pfiffige Standfuß ist Geschmackssache.<br />

Aber was wirklich zählt, ist<br />

doch das gute Bild, oder? ■<br />

Mit echter Scart-<br />

Buchse, Cinch für<br />

Komponente und<br />

VGA kommen<br />

analoge Signale<br />

sauber herein.<br />

Vier HDMI-, eine<br />

LAN- und zwei<br />

USB-Buchsen sorgen<br />

für digitale<br />

Genüsse.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

37


BILD | TEST: LCD-FERNSEHER<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

KAUFTIPP<br />

HIGHLIGHT<br />

KAUFTIPP<br />

Hersteller Hisense LG Panasonic Samsung Sony<br />

Modell LED46K263D 47LM760S TX-L47DT50 UE55ES8090 KDL-46HX755<br />

Preis in Euro 900 1.800 1.800 2.800 1.400<br />

Internet: www. hisense.de lg.de panasonic.de samsung.de sony.de<br />

Klasse 46-Zoll-LCD-TV 47-Zoll-LCD-TV 47-Zoll-LCD-TV 55-Zoll-LCD-TV 46-Zoll-LCD-TV<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) 109 x 73 x 29 (3,9) cm 107 x 70 x 27 (3,4) cm 107 x 67 x 27 (2,7) cm 123 x 77 x21 (3,1) cm 95 x 60 x 24 (6) cm<br />

Bilddiagonale / Gewicht 117 cm / 19 kg 119 cm / 17 kg 119 cm / 17 kg 139 cm / 19 kg 117 cm / 14 kg<br />

Auflösung / Seitenverhältnis 1.920 x 1.080 / 16:9 1.920 x 1.080 / 16:9 1.920 x 1.080 / 16:9 1.920 x 1.080 / 16:9 1.920 x 1.080 / 16:9<br />

Kontrast nativ / in-Bild / dynamisch 1.100:1 / 1.900:1 / 9.300:1 600:1 / 1.100:1 / 4.300:1 600:1 / 1.000:1 / 1.000:1 1.000:1 / 3.100:1 / 1.000.000:1 750:1 / 850:1 / 1.800:1<br />

Schwarzwert / Flächen- / Spitzenweiß 0,04 / 371 / 224 cd 0,06 / 258 / 214 cd 0,38 / 377 / 378 cd 0,001 / 344 / 344 cd 0,21 / 391 / 381 cd<br />

Gamma* / Abweichung zur Idealkurve** 2,2 / 3,3% 2,15 / 4,5% 2,12 / 4,9% 2,31 / 6,7% 2,18 / 2,9%<br />

Farbtemperatur Voreinstellungen**** 10.300, 12.300, 15.300 K 6.500, 8.300, 10.800 K 6.500, 7.500, 11.800 K 6.500, 7.800, 10.000, 14.900 K 6.400, 8.100, 9.600, 12.200 K<br />

… kalibriert**** / Abweichung** 9.900K / 3,7% 6.600K / 3,4% 6.700 K / 3,9% 6.500 K / 4% 6.400 K / 1,6%<br />

Ausleuchtung / Farbverteilung*** 96,7% / 97,8% 95,8 / 95,4 % 94,3% / 99,0% 94,0% / 99,2% 97,1% / 98,2%<br />

Blickwinkelfehler / Dunkelabweichung 13,3% / 27,5% 29,2%/ 1,8% 9,8% / 2,1% 12,2% / 31,8% 11,4% / 31,9%<br />

Stromverbr. max. / Film / Standby / aus 109 / 85 / 0,15 / 0 W 102 / 59 / 0,05 / – W 99 / 60 / 0,53 / – W 135 / 88 / 0,01 / – W 114 / 60 / 0,15 / – W<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Tuner analog / DVB-T /-C / -S 1 / 1 / HD / HD 1 / 1 / HD / HD 1 / 1 / HD / HD 1 / 1 / HD / HD 1 / 1 / HD / HD<br />

HDMI / Komponente / VGA 4 / 1 / 1 4 / 1 / 1 4 / 1 / 1 3 / 1 / – 4 / 1 / 1<br />

Scart / davon RGB 1 / 1 1 / 1 1 / 1 1 / 1 1 / 1<br />

USB / Speicherkarten-Slot / Netzwerk 1 / – / – 3 / – / 1 3 / SDXC / 1 3 / – / 1 2 / – / 1<br />

Front- bzw. Seitenanschlüsse CI-Plus, Kopfhörer, AV CI-Plus, Audio-In, Kopfhörer Kopfhörer, CI-Plus Kopfhörer, CI-Plus Audio-In, Kopfhörer<br />

Besonderheiten PC-Audio-In, optischer AV-In, optischer Digitalton- Bluetooth, WLAN, AV-In, Bluetooth, WLAN, AV-In, PC-Audio-In, optischer<br />

Digitalton-Ausgang Ausgang, WLAN optischer Digitalton-Ausgang optischer Digitalton-Ausgang, Digitalton-Ausgang<br />

Audio-In, Evo-Kit<br />

AUSSTATTUNG<br />

3D / Brillen mitgeliefert / 2D zu 3D Shutter / 1 / • Polarisation / 6 / • Shutter / 0 / • Shutter / 2 / • Shutter / 2 / •<br />

Hintergrundbeleuchtung / regelbar Rand-LED / – Rand-LED / • Rand-LED / • Rand-LED / • Rand-LED / •<br />

… via Lichtsensor / via Bildinhalt –/ • • / • • / • • / • • / •<br />

Farbraum- / Farbtemperatur-Einstellung –/ 3 Vorgaben • / • • / • • / • • / •<br />

… RGB Offset / Gain – / – • / • • / • • / • • / •<br />

Gamma-Einstellung – • • • •<br />

Rauschfilter / Artefaktfilter •/ – • / • • / – • / • • / •<br />

Autom. Kontrast.- / Farbnachbesserung •/ – • / • • / • • / • • / •<br />

Voreinstellungen / Speicher / je Eingang –/ 1 / – 7 / 1 / • 7 / 1 / • 4 / 1 / • 2 / 1 / •<br />

Bildformate / Pixel-to-Pixel / WSS (auto) 6 / • / • 8 / • / • 9 / • / • 6 / • / • 5 / • / •<br />

100 Hz / 200 Hz / Backlight Blinking •/ – / • • / – / Scan – / • / • – / • / Scan – / • / •<br />

HDMI-CEC-Grundfunktionen / erweitert –/ – • / • • / • • / • • / •<br />

HDMI DeepColor / x.v.Color / ARC / LAN •/ – / - / – • / • / • / – • / • / • / – • / • / • / – • / • / • / –<br />

Medienwiederg. über USB o. Kartenslot Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik<br />

Medienwiederg. über DLNA-Netzwerk – Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik<br />

HbbTV / Internet-Inhalte – / – • / • • / • • / • • / •<br />

Festplatte für Aufnahmen / über USB –/ • – / • – / • – / • – / •<br />

Fernbedienung universal / beleuchtet –/ – • / – – / • – / • • / –<br />

EPG / AV-Link • / – • / • • / • • / • • / •<br />

Sleep Timer / Wecker / Kindersicherung •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / • • / • / •<br />

Bild-in-Bild / Bild-in-Videotext –/ – – / – – / • • / • – / •<br />

Wandhalterung dabei / VESA-Bohrung – / 40 x 40 cm – / 40 x 40 cm – / 40 x 30 cm – / 40 x 40 cm – / 30 x 30 cm<br />

Standfuß dreh- / schwenkbar •/ – • / – • / – – / – • / –<br />

Zubehör – Magic-Motion-Fernbedienung, – Pad-Fernbedienung, IR-Blaster –<br />

Gamer-Brillen<br />

Besonderheiten kein 24p, Senderlisten-Editor (PC) Wi-Fi ScreenShare, WiDi, – Sprachsteuerung, Gestensteuerung, erster DVB-C2-Tuner,<br />

Bluetooth (für Remote) Evolution-Slot, Sendersortierungs- Sendersortierungs-Software<br />

Software<br />

• = ja // – = nein // Alle ermittelten Messwerte beziehen sich auf die von uns ermittelten Optimalwerte // *optimal: 2,2 // **optimal: 0 Prozent // ***optimal: 100 Prozent // ****optimal: 6.500 Kelvin<br />

Standpunkt<br />

ROLAND SEIBT,<br />

TV-TESTCHEF<br />

Ist das wirklich alles nötig? Diese Frage stellt man sich<br />

immer, wenn es neue Features gibt, die ein Konzept abrunden<br />

sollen. So sind die Nutzwerte von 3D und Smart<br />

TV immer noch in der Diskussion, werden aber schon<br />

überschattet vom Anbruch einer neuen Ära der alternativen<br />

Bedienkonzepte.<br />

Das erste Herumspielen mit Sprach- und Gestensteuerung<br />

macht einen höllischen Spaß, und wenn sich der<br />

Fernseher mit „Hi TV: Einschalten“ aktiviert, ist das ein<br />

echter Überraschungseffekt für Gäste. Die klassische<br />

Fernbedienung möchte man beim Fernsehen dann aber<br />

doch nicht aus der Hand legen.<br />

Gut, dass alle Hersteller immer weiter an der Verbesserung<br />

von Bild- und Tonqualität, am Design sowie an<br />

der Beschleunigung und Vereinfachung der klassischen<br />

Bedienung arbeiten – ohne das so massiv zu kommunizieren<br />

wie ihre Unterstützung neuer Medien. Hier Abstriche<br />

zu machen wäre am falschen Ende gespart.<br />

38


Aus dem Messlabor<br />

Blickwinkel<br />

Unsere Messung des horizontalen Blickwinkels bewertet drei Fakten: 1. Helligkeitsverlust von Weiß (weiße Linie).<br />

2. Kontrastverlust (schwarze Linie). 3. Abweichung dunkler Bildinhalte: fürs Verblassen von Farben verantwortlich (grau).<br />

Panasonic (l.) zeigt das mit Abstand historisch beste Ergebnis eines LCD-<strong>TVs</strong>, bei Samsung (r.) verblassen die Farben.<br />

Ausleuchtung<br />

Der Panasonic-TV wird durch seitliches Hintergrundlicht<br />

beleuchtet, konzentriert seine Helligkeit jedoch in der<br />

Bildmitte. Das sieht fast so aus wie bei einer Bildröhre.<br />

LCD-Panel unter dem Mikroskop<br />

Eine 200-fache Vergrößerung genügt, um uns die Herkunft<br />

des Panels eines TV-Geräts zu verraten. Mit<br />

diesem Blick hinter die Kulissen können wir auch eine<br />

erste Schätzung über die Lichteffizienz angeben (dünnere<br />

Elektrodenstränge lassen mehr Licht durch) und<br />

sehen, ob eventuelle Probleme beim Farbraum erst<br />

durch die Ansteuerung entstehen. Dann glühen bei<br />

reinen Grundfarben andere Pixel leicht mit.<br />

Hisense<br />

Das Panel sieht exakt<br />

so aus wie ein Samsung-Panel<br />

von 2011.<br />

LG<br />

Das IPS-Panel besitzt<br />

größere Farbflächen<br />

als im letzten Jahr.<br />

Panasonic<br />

So sehen sehr hohe<br />

Lichtausbeute und ein<br />

toller Blickwinkel aus.<br />

Samsung<br />

Die neue Generation<br />

erscheint zackiger als<br />

im letzten Jahr.<br />

Sony<br />

Kommen die Panels<br />

von Hisense auch aus<br />

Sonys Fabrik?<br />

Gamma<br />

Die Gammafunktion (Graustufen-Intensität, rote Kurve)<br />

zeigt Hisense optimal bei 2,2. Farben (blau) sind viel zu kalt.<br />

Die volle<br />

Kontrolle<br />

Farbsegel<br />

Die Grundfarben des LG-<br />

<strong>TVs</strong> (links) liegen schon ab<br />

Werk so optimal auf dem<br />

Soll-Dreieck, dass man es<br />

darunter kaum erkennen<br />

kann. Bei Hisenses TV<br />

(rechts) liegt das Dreieck<br />

ordentlich, die Sekundärfarben<br />

Gelb, Cyan und Magenta<br />

weichen jedoch ab.<br />

Sprach- und Gestensteuerung müssen<br />

beim Samsung UE55ES8090 erst richtig<br />

installiert und abgeglichen werden, um<br />

möglichst fehlerfreie Ergebnisse zu erzielen.<br />

Für die Spracheingabe wird der<br />

Geräuschpegel im Raum gemessen und<br />

dann die Rückwirkung der TV-Tonausgabe<br />

analysiert – je nachdem, ob vielleicht<br />

eine externe Soundanlage genutzt<br />

wird. Dann geht es schon ans Probesprechen<br />

des Schlüsselwortes „Hi TV“. Der<br />

Vorgang wird verständlich erklärt und<br />

durch Bildschirm menüs unterstützt.<br />

Das Setup der Gestensteuerung klappt<br />

ähnlich schnell und reibungslos. Hier ist<br />

es wichtig, die neigbare Kamera möglichst<br />

gut auf die Sitzposition einzustellen,<br />

bevor man beginnt, dem TV-Gerät zuzuwinken.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

39


BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

Verborgene<br />

Talente<br />

Kompakt, günstiger Preis, schnörkelloses<br />

Design: Der Blu-ray-Player-Nachwuchs von<br />

LG, Panasonic, Samsung und Sony wirkt nur<br />

auf den ersten Blick unspektakulär. Ein Blick<br />

ins Innenleben und auf die <strong>2012</strong>er-Modelle.<br />

IM TEST<br />

VIER BLU-RAY-PLAYER<br />

LG BP620 € 180<br />

PANASONIC DMP-BDT220 € 180<br />

SAMSUNG BD-E6100 € 180<br />

SONY BDP-S590 € 170<br />

D<br />

er Konkurrenz mindestens<br />

einen Schritt voraus sein:<br />

Das wollen auch die Entwickler<br />

von Unterhaltungselektronik-Produkten.<br />

Deshalb holen<br />

sie Jahr für Jahr ein Ass aus dem Ärmel,<br />

um die Konkurrenz zu überraschen.<br />

Ein Jahr später ziehen die Mitbewerber<br />

nach und das Spiel beginnt<br />

von vorn. Daher verwundert es nicht,<br />

dass sich Blu-ray-Player, die zum gleichen<br />

Preis angeboten werden, grundsätzlich<br />

ähneln.<br />

Unsere vier Testkandidaten sind<br />

laut Preisliste für 170 bis 180 Euro erhältlich.<br />

Die Player von LG, Panasonic,<br />

Samsung und Sony sind die Vorhut<br />

für viele weitere Blu-ray-Player, die<br />

wir in diesem Jahr von den großen<br />

TV-Herstellern erwarten dürfen. Wir<br />

sind also gespannt: Die Software-<br />

Funktionen unserer Testgeräte finden<br />

sich mehr oder weniger in allen kommenden<br />

Produkten wieder.<br />

Betrachtet man den Preis von maximal<br />

180 Euro, ist klar, dass die Hersteller<br />

knallhart kalkulieren müssen.<br />

Das zeigt sich etwa an der Rückseite,<br />

wo sich immer weniger Anschlüsse<br />

befinden. Ein Komponenten-Ausgang<br />

wird immer seltener, einen analogen<br />

Mehrkanalton-Ausgang findet man<br />

bei keinem der getesteten Player und<br />

der Samsung BD-E6100 verzichtet<br />

sogar ganz auf Analogton. Wenn Bild<br />

und Ton per HDMI zum Verstärker<br />

und zum TV-Gerät gelangen, wirkt<br />

sich dieser Minimalismus jedoch<br />

nicht nachteilig aus.<br />

40


LG BP620 € 180<br />

schneller Player mit kurzen<br />

Ladezeiten, Online-Angebot, WLAN<br />

kein Decodieren von Dolby<br />

TrueHD zu Mehrkanal-PCM<br />

sehr gut 78 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Was einem beim LG BP620<br />

sofort auffällt, ist dessen<br />

Schnelligkeit: Ob man durch<br />

die Bildschirm- und Disc-Menüs navigiert,<br />

Discs geladen werden (Blu-rays<br />

in 13 Sekunden) oder man sich interaktive<br />

BD-Java-Menüs anzeigen lässt, in<br />

dieser Disziplin macht ihm lediglich der<br />

Samsung-Player in diesem Testfeld Konkurrenz.<br />

Dieser Geschwindigkeitsrausch hat<br />

auch einen Nachteil: Beim Laden von<br />

Discs macht sich der BP620 leise bemerkbar<br />

und die Disc-Lade erweist sich<br />

beim Schließen etwas grobmotorisch.<br />

Auch bei der Wiedergabe von Scheiben<br />

ist ein leises Surren wahrnehmbar,<br />

wenn man nah vor dem Player steht.<br />

Außer der Schnelligkeit gibt es nur<br />

geringfügige Unterschiede zum Vorgängermodell<br />

BD670 (getestet in Ausgabe<br />

5/11, Seite 59). Das ist kein Makel, denn<br />

der Vorgänger war in Sachen Multimedialität<br />

und Vernetzung fast allen Mitbewerbern<br />

voraus. Features, die LG im<br />

letzten Jahr schon hatte, findet man<br />

jetzt erst bei der Konkurrenz: Wi-Fi Direct<br />

etwa.<br />

Das Web-Angebot wurde aber kontinuierlich<br />

ausgebaut. So hat der Nutzer<br />

jetzt die Wahl zwischen den Online-<br />

Videotheken Maxdome, Acetrax und<br />

Viewster. Musik aus dem Web gibt es<br />

von vTuner oder AUPEO!. Außerdem<br />

kann der Nutzer Apps installieren. Wenn<br />

es um die Formatkompatibilität geht,<br />

unterstützt der Player wie gehabt die<br />

gängigsten Formate.<br />

Was jedoch manche Nutzer stören<br />

könnte: Anmders als beim Vorgänger<br />

ist mit dem neuen Gerät nicht mehr<br />

der Zugriff auf Netzwerk-Freigaben<br />

möglich. Zudem kann der Player Dolby-<br />

TrueHD-Ton auf Blu-rays zwar unverändert<br />

per HDMI ausgeben, jedoch<br />

nicht in ein Mehrkanal-PCM-Signal<br />

wandeln. Wer einen AV-Receiver ohne<br />

Dolby-TrueHD-Decoder besitzt, muss<br />

sich daher mit Stereo begnügen.<br />

Die starke Bildverarbeitung wurde<br />

leicht verbessert, auch wenn manch<br />

anderer Player etwas präziser zu Werke<br />

geht und noch mehr Details aus einer<br />

DVD-Vorlage holt. Dafür ist das Bild<br />

stets sauber, da der Bildchip nahezu<br />

fehlerfrei bei der Vollbildwandlung und<br />

beim Skalieren arbeitet. Eine überzeugende<br />

Vorstellung also vom neuesten<br />

LG-Player, der sich nur kleine Schwächen<br />

erlaubt.<br />

Über Apps kann der Nutzer das Web-Angebot des Players<br />

er weitern, etwa mit Spielen, Nachrichten oder Videoclips. Auf<br />

www.lgappstv.com finden Sie eine Übersicht über erhältliche<br />

Zusatzdienste.<br />

Sehr übersichtlich<br />

und ergonomisch ist<br />

die Fernbedienung<br />

gestaltet. Hilfreich<br />

sind außerdem die<br />

fluoreszierenden<br />

Laufwerkstasten.<br />

Auch bei der Verarbeitung haben<br />

sich die Hersteller in dieser Preisklasse<br />

beschränkt. Das zeigt sich etwa an<br />

der Disk-Lade aus dünnem Kunststoff,<br />

die alle vier Player besitzen und die<br />

nicht für höchste Stabilität steht.<br />

Beim Funktionsumfang gibt es dagegen<br />

kaum Einschränkungen, was<br />

vor allem den vernetzten Heimcineasten<br />

zugutekommt. Alle vier Scheibendreher<br />

besitzen ein Web-Portal,<br />

das Video- und Audio-Inhalte aus<br />

dem Internet ins Wohnzimmer bringt.<br />

Damit dafür keine Kabel notwendig<br />

sind, ist in allen Fällen ein WLAN-<br />

Modul an Bord.<br />

Der Netzwerk-Zugang dient zudem<br />

dem Zugriff per UPnP auf Medien im<br />

Heimnetz, die auf Computern oder<br />

speziellen Servern ruhen. Alle vier<br />

Player sind auch Media-Renderer: Sie<br />

können also über das Netzwerk vom<br />

Computer oder Smartphone mit Filmen,<br />

Musik und Fotos beschickt werden.<br />

Oder man installiert eine App auf<br />

iPod touch, iPhone, iPad, Android-<br />

Smartphone oder -Tablet-PC, um den<br />

Player über das Heimnetz zu steuern.<br />

Verbesserungen im Detail<br />

Probleme, mit denen sich Besitzer von<br />

Blu-ray-Playern lange herumärgern<br />

mussten, gehören mittlerweile der<br />

Vergangenheit an. Lange Ladezeiten<br />

für Blu-rays etwa: Alle vier Player<br />

schaffen das mittlerweile in einer Zeit<br />

von weniger als 20 Sekunden. Dabei<br />

kann es sich auch um 3D-Scheiben<br />

handeln. Die getesteten Player ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

41


BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

SAMSUNG BD-E6100 € 180<br />

schneller Player, Web-Browser mit<br />

Flash, USB-Tastatur anschließbar<br />

kein Decodieren von HD-Ton, kein<br />

Analogton-Ausgang, Standby-Verbrauch<br />

sehr gut 78 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Die größtenteils<br />

schwarze Fernbedienung<br />

mit einer Länge<br />

von gerade einmal<br />

17 cm bleibt auf<br />

dem Wohnzimmertisch<br />

recht unauffällig.<br />

Der Bedienung<br />

ist das jedoch nicht<br />

zuträglich.<br />

Ließe man den LG BP620 und den<br />

Samsung BD-E6100 in einem<br />

Wettlauf gegeneinander antreten,<br />

so würden sie gleichzeitig die Ziellinie<br />

überqueren und die Konkurrenz hinter<br />

sich lassen. Denn auch der zweite koreanische<br />

Player punktet mit seiner Geschwindigkeit.<br />

Dafür ist er mit einem<br />

Energieverbrauch von 8,6 Watt der<br />

Hungrigste in diesem Vergleich. Bei<br />

aktiviertem Schnellstart-Modus ist er<br />

im Standby-Betrieb nicht viel sparsamer<br />

und benötigt immer noch 7,8 Watt.<br />

Wenn man durch die Menüs flitzt,<br />

sieht man aber gern darüber hinweg.<br />

Darin gelangt der Nutzer künftig auch<br />

zu Fotos und Musik, die er online beim<br />

Cloud-Dienst SugarSync gespeichert<br />

hat. Schon jetzt kann er einen Web-<br />

Browser nutzen, der in der Lage ist,<br />

Flash-Inhalte darzustellen. Dann ist jedoch<br />

die schnelle Geschwindigkeit dahin.<br />

Wer gerne surft, sollte sich überlegen,<br />

eine USB-Tastatur mit Mausfunktion<br />

anzuschließen, um den Browser zu<br />

steuern. Jedoch ist dann die einzige<br />

USB-Schnittstelle belegt und Medien<br />

auf externen Speichern müssen draußen<br />

bleiben.<br />

Dreht sich eine Scheibe im Player, ist<br />

wie beim LG-Pendant direkt vor dem<br />

Gerät ein leises Surren wahrnehmbar.<br />

Was die Bildverarbeitung in dieser Zeit<br />

mit Bildquellen macht, ist klasse. Der<br />

BD-E6100 überschärft nicht, was minimale<br />

Doppelkonturen zur Folge hätte.<br />

Er geht dagegen sehr behutsam mit<br />

DVDs um, die es gilt, auf Full HD zu skalieren<br />

und gegebenenfalls deren Halbin<br />

Vollbilder zu wandeln. Mit der Schärfe<br />

des Panasonic-Players kann er dagegen<br />

nicht ganz mithalten.<br />

Soll während der Wiedergabe einer<br />

Blu-ray HD-Audio-Ton decodiert werden,<br />

muss sich der Besitzer mit Stereo-<br />

PCM-Ton am HDMI-Ausgang begnügen.<br />

Das ist zu verschmerzen, solange der<br />

Besitzer einen AV-Receiver mit Digitaleingängen<br />

und HD-Audio-Decodern<br />

besitzt. Denn auch ein analoger Tonausgang<br />

fehlt.<br />

Vorsichtig sollte der Besitzer mit der<br />

Oberfläche des Players umgehen. Die<br />

schicke Oberseite besteht aus Kunststoff<br />

und ist anfällig für Kratzer. Dennoch<br />

ist der BD-E6100 ein Player, mit<br />

dem wohl jeder seine Freude haben<br />

wird, der ganz und gar in der digitalen<br />

Unterhaltungselektronik-Welt angekommen<br />

ist.<br />

Das Web-Portal lässt sich mit zahlreichen installierbaren Apps<br />

erweitern. Leider fanden wir darin keine Online-Videotheken,<br />

dafür Fitness-Trainer und Inhalte speziell für Kinder.<br />

Mehr Anschlüsse<br />

sind heute nicht nötig,<br />

wenn man auf<br />

Flachbildfernseher<br />

und AV-Receiver mit<br />

HDMI-Eingängen<br />

setzt.<br />

von Panasonic und Sony begnügen<br />

sich jedoch nicht mit der reinen Wiedergabe.<br />

Sie erlauben dem Nutzer, die<br />

3D-Tiefe zu regeln – um sie etwa zu<br />

reduzieren, wenn es der Regisseur etwas<br />

zu gut gemeint hat mit der Tiefenwirkung<br />

und darum 3D mehr anstrengt<br />

als nützt. Zusätzlich können<br />

Besitzer der beiden Player 2D-Inhalte<br />

in drei Bilddimensionen wandeln.<br />

Samsung geht mit dem BD-E6100<br />

an anderer Stelle einen Schritt weiter<br />

und hat einen Web-Browser integriert,<br />

der sogar animierte Flash-Inhalte anzeigt.<br />

So kann der Nutzer beispielsweise<br />

Filme aus der ARD-Mediathek<br />

über den Web-Browser abrufen. Damit<br />

das Surfen auch wirklich Spaß<br />

macht, lässt sich eine USB-Tastatur<br />

mit integrierter Maus anschließen.<br />

Der Web-Ausbau soll bei Samsung<br />

sogar noch weiter gehen: über den<br />

Cloud-Dienst SugarSync. Der Nutzer<br />

kann damit künftig Fotos und Musik<br />

aus der Online-Datenwolke abrufen.<br />

Nicht nur die Verbindung zum Online-Speicher,<br />

auch die Vernetzung<br />

mit anderen WLAN-Produkten wird<br />

immer leichter: So können über Wi-Fi<br />

42


Qualität statt Quantität: Sony konzentriert sich bei den<br />

Online-Angeboten auf Filme und Musik. Dazu zählen<br />

3D-Inhalte, Konzertmitschnitte und Nachrichten.<br />

Viele Neuerungen finden heute<br />

nicht mehr auf der Hardware-,<br />

sondern auf der Software-Seite<br />

statt. Der Vorteil für den Hersteller:<br />

Funktionen lassen sich später nachreichen.<br />

Wie etwa PlayMemories: Der<br />

Besitzer des Sony BDP-S590 kann so<br />

künftig auf einen Online-Speicher zugreifen,<br />

auf dem er vorher mit seinem<br />

Computer oder Smartphone Medien<br />

abgelegt hat.<br />

Die Innovationen des Players offenbaren<br />

sich erst beim zweiten Blick, da<br />

sie sich hinter der XrossMediaBar<br />

verbergen, auf die Sony bereits seit<br />

Jahren setzt. Und sie haben viel mit den<br />

vernetzten Möglichkeiten des Players<br />

zu tun. Da wäre etwa der Party Mode,<br />

der für Multi-Room-Audiolösungen<br />

praktisch ist. Verschiedene Sony-Produkte<br />

im Heimnetz können so synchronisiert<br />

werden, damit Musik in mehreren<br />

Räumen gleichzeitig startet. Musik lässt<br />

sich dabei auch vor- und zurückspulen<br />

– eigentlich nichts Besonderes, doch<br />

der Samsung- und der Panasonic-Player<br />

lassen diese Funktion vermissen.<br />

Dazu kommen hochwertige Online-<br />

Dienste. Video Unlimited etwa ist eine<br />

Online-Videothek. Music Unlimited erlaubt<br />

gegen Bezahlung den Zugriff auf<br />

über zehn Milllionen Songs. Zusätzlich<br />

gibt es zahlreiche kostenlose Dienste<br />

wie etwa Moshcam, der den Abruf von<br />

Video-Konzertmitschnitten von den Pretenders,<br />

Public Enemy oder der kanadischen<br />

Indie-Band Tegan and Sara<br />

erlaubt. Bei all der Multimedialität des<br />

BDP-S590 vermisst man nur die Wiedergabe<br />

von DivX-Filmen.<br />

Auch in seiner Kernaufgabe, der<br />

Disc-Wiedergabe, versteht er sein<br />

Handwerk. Er ist zwar nicht der<br />

schärfste seiner Art. Dafür besitzt er<br />

eine hervorragende Rausch- und Artefakt-Reduktion,<br />

seine Vollbildwandlung<br />

ist auf Spitzen-Niveau und er ergänzt<br />

intelligent fehlende Farbinformationen<br />

einer DVD oder Blu-ray.<br />

Bei der Frage, ob man den Schnellstart-Modus<br />

aktivieren oder deaktivieren<br />

soll, muss man entweder einen<br />

Standby-Verbrauch von 4,4 Watt oder<br />

eine Ladezeit von 30 Sekunden bis zum<br />

Home-Menü einkalkulieren. Auch die<br />

etwas windige Kunststoff-Abdeckung<br />

an der Oberseite kann uns nicht begeistern.<br />

Für diesen Preis, diesen Funktionsumfang<br />

und diese Bildqualität<br />

verschmerzt man das aber gerne.<br />

SONY BDP-S590 € 170<br />

Bildqualität, 2D-3D-Konvertierung,<br />

SACD-Wiedergabe<br />

keine Wiedergabe von DivX-<br />

Filmen, hoher Standby-Verbrauch<br />

sehr gut 81 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Sony setzt auf seine<br />

bewährte Fernbedienung,<br />

die sinnvoll<br />

gegliedert und<br />

dank kleiner Erhöhungen<br />

auf wichtigen<br />

Tasten blind<br />

bedienbar ist.<br />

Direct beispielsweise Smartphone und<br />

Player per WLAN direkt Medien austauschen.<br />

Mehr Funktionen<br />

für Musik-Fans<br />

LG, Panasonic und Samung haben in<br />

diesem Jahr auch die Liebhaber hochwertiger<br />

Tonkost im Visier. So lässt<br />

sich jetzt auch das beliebte FLAC-Format<br />

abspielen, das die Datenmenge<br />

von Musik reduziert, ohne Infor mationen<br />

zu verwerfen. Um Streaming-<br />

Freunde vollständig zufriedenzustellen,<br />

fehlt allerdings noch die Wiedergabe<br />

von Alben ohne Pause zwischen<br />

den einzelnen Stücken.<br />

Auch Panasonic hat einige Trümpfe<br />

im Ärmel. Als Einziger im Testfeld<br />

spielt der DMP-BDT220 3D-Full-HD-<br />

Camcorder-Aufnahmen ab. Zudem erlaubt<br />

der Mehrbenutzer-Modus eine<br />

Individualisierung des Players für einzelne<br />

Familienmitglieder.<br />

Der Bildverbesserung haben sich<br />

die Hersteller nur am Rande gewidmet<br />

und lediglich kleine Optimierungen<br />

vorgenommen. Dennoch besitzen<br />

alle vier Player eine ausgezeichnete<br />

Bildqualität.<br />

Fazit<br />

Die Unterschiede zwischen den Blu-ray-<br />

Playern der großen TV-Hersteller werden<br />

zunehmend geringer. Als Testsieger<br />

konnte sich dennoch der Panasonic<br />

DMP-BDT220 durchsetzen: mit einem<br />

für diesen Preis kaum schlagbaren Gesamtpaket.<br />

■<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

43


BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

Ausführlicher<br />

Test in der 04/<strong>2012</strong><br />

PANASONIC DMP-BDT220 € 180<br />

erstklassige Bildqualität, 2D-3D-<br />

Konvertierung, großes Online-Portal<br />

eingeschränkte Medienvielfalt<br />

beim Netzwerk-Streaming<br />

sehr gut 81 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

TESTSIEGER<br />

P<br />

anasonic bietet Innovationen<br />

satt: Der DMP-BDT220 greift<br />

auf das Online-Portal VIERA<br />

Connect zu, das bislang nur auf den<br />

Fernsehern der Japaner verfügbar war.<br />

Damit potenziert sich die Zahl der wählbaren<br />

Online-Dienste. Verbessert worden<br />

sind auch die Streaming-Qualitäten.<br />

Der Player kann jetzt etwa FLAC-Dateien<br />

von UPnP-Servern, Netzwerk-<br />

Freigaben oder USB-Speichern abspielen.<br />

Ansonsten geht er jedoch recht<br />

selektiv mit Medien um.<br />

Das Thema 3D hat Panasonic nicht<br />

aus den Augen verloren: Der BDT220<br />

spielt als erster Player in unseren Räumen<br />

AVCHD-3D-Camcorder-Aufnahmen<br />

mit voller Auflösung ab. Zudem wandelt<br />

er Videoquellen von Blu-rays, USB-<br />

Speicher oder aus dem Online-Portal<br />

von zwei in drei Bilddimensionen um.<br />

Optimiert hat Panasonic auch die Wiedergabe<br />

von Original-3D-Filmen mit dem<br />

neuen Uniphier Pro²-Prozessor. Sie wirken<br />

jetzt noch einen Tick schärfer und<br />

detailreicher – ebenso wie auf Full HD<br />

skalierte DVDs.<br />

Innovationen <strong>2012</strong><br />

In ihrer Grundausstattung gleichen sich vieler Player. Die<br />

Hersteller setzen allerdings verschiedene Schwerpunkte.<br />

Wir stellen sie Ihnen vor.<br />

Streaming aus der Datenwolke<br />

Samsung und Sony erlauben es in Kürze,<br />

über ihre Blu-ray-Player auf die Cloud<br />

zuzugreifen. Damit sind Medien überall<br />

verfügbar: auf Fernsehern, PCs oder<br />

Smartphones, zu Hause und unterwegs,<br />

wenn der Zugriff auf das Internet möglich ist. Für ausreichend<br />

Speicherplatz fallen jedoch Zusatzkosten an.<br />

Web-Browser mit Flash<br />

Einen eingebauten Web-Browser gibt es<br />

schon länger auf vereinzelten Blu-ray-<br />

Playern. Jetzt unterstützt Samsung mit<br />

dem BD-E6900 auch Flash. Diese Fähigkeit<br />

ist nicht zu unterschätzen, nutzen doch<br />

viele Internet-Seiten die Technologie, um Videos zu streamen:<br />

etwa die Seiten von YouTube und der ARD-Mediathek.<br />

Wi-Fi Direct<br />

Sollen Fotos vom Smartphone über den<br />

Blu-ray-Player angezeigt werden, leistet<br />

Wi-Fi Direct hilfreiche Dienste. Der Player<br />

macht in dieserm Fall einen WLAN-Router<br />

überflüssig und die Fotos lassen sich<br />

direkt vom Smartphone zum Blu-ray-Player übertragen. Dazu<br />

muss ein UPnP-Server auf dem Smartphone installiert sein.<br />

Skalieren auf 4K<br />

In diesem Testfeld besitzt noch kein<br />

Player diese Funktion. Doch Sony und<br />

Philips haben entsprechende Geräte angekündigt.<br />

Full-HD-Quellen lassen sich<br />

mit ihnen auf die vierfache Auflösung<br />

hochrechnen. Bisher können jedoch nur sehr wenige Displays<br />

diese Auflösung entgegennehmen und darstellen.<br />

AVCHD 3D<br />

Mit dem Camcorder in Full HD 3D zu filmen<br />

ist das eine, sie wiederzugeben das andere.<br />

Denn bislang machen das nur die<br />

neuen 3D-Blu-ray-Player von Panasonic<br />

möglich. Passenderweise besitzen sie<br />

einen Einschub für SD-Karten, um die 3D-Filme vom Camcorder<br />

ohne Umkopieren abzuspielen.<br />

Mehrbenutzer-Modus<br />

Nun lassen sich auch die ersten Blu-ray-<br />

Player individualisieren. Der Panasonic<br />

DMP-BDT220 erlaubt es, das Aussehen,<br />

die Einstellungen oder Web-Dienste für<br />

verschiedene Benutzer anzupassen. Die<br />

Auswahl des richtigen Nutzers klappt sogar per Gesichtserkennung,<br />

wenn man die optionale Skype-Kamera besitzt.<br />

44


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BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller LG Panasonic Samsung Sony<br />

Modell BP620 DMP-BDT220 BD-E6100 BDP-S590<br />

Preis in Euro 180 180 180 170<br />

Internet: www. lg.de panasonic.de samsung.de sony.de<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht 43 x 4,4 x 19,7 cm / 1,8 kg 43 x 3,8 x 18,5 cm / 1,5 kg 43 x 3,7 x 19,5 cm / 1,8 kg 43 x 4 x 19,3 cm / 1,4 kg<br />

Ausgangsspannung / -Impedanz (Ton) 2,1 Volt / 1.040 Ohm 1,9 Volt / 884 Ohm – / – 2,0 Volt / 780 Ohm<br />

Rauschabstand / Dynamikumfang 110 dB / 93 dB 101 dB / 98 dB – / – 111 dB / 87 dB<br />

Klirrfaktor DVD / CD 0,0098 % / 0,0108 % 0,0080 % / 0,0080 % – / – 0,0087 % / 0,0014 %<br />

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby 13 / 8 / 8 / 4 (bis Menü 9) Sek. 15 / 15 / 15 / 2 (bis Menü 2) Sek. 12 / 9 / 8 / 4 (bis Menü 3) Sek. 19 / 11 / 11/ 2 (bis Menü 3) Sek.<br />

Stromverbr. Betrieb / Standby / Spar 5,1 / 0,0 / – Watt 4,8 / 3,2 / 0,0 Watt 8,6 / 7,8 / 0,0 Watt 5,5 / 4,4 / 0,1 Watt<br />

WIEDERGABE<br />

BDAV / BDMV / BD 3D / AVCHD •/ • / • / • • / • / • / • • / • / • / • • / • / • / •<br />

Internet: Videos / Audio / Fotos •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / –<br />

DVD-Audio / SACD / Audio-CD –/ – / • – / – / • – / – / • – / • / •<br />

Medienwiederg. über USB / SD / UPnP •/ – / • • / • / • • / – / • • / – / •<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / – • 1 / • 1 / • / • / – / • / – • / • / • / • / • / • / • • / • / • / • / • / • / –<br />

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG-2 •/ • / • / • / • • / – / • 1 / • 1 / • • / • / • / • / • • / • / – / • / •<br />

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC •/ • / • / • / • • 1, 3 / – / – / • 1 / • 1, 3 •/ • / • / – / • • / • / • / • / –<br />

AVCHD / AVCHD 3D / M2TS / MPO / JPG •/ – / • / – / • • 1, 2 / • 2 / • 1 / • 1, 2 / • • / – / • / • / • • / – / • / • / •<br />

Besonderheiten DivX HD, UPnP-Renderer DivX HD, UPnP-Renderer DivX HD, UPnP-Renderer UPnP-Renderer<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Ausgang: HDMI / Komponente / Video • / – / • • / – / • • / – / – • / – / •<br />

Tonausgang opt. / elektr. / analog • / – / Stereo • / – / Stereo – / • / – • / • / Stereo<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte • / WLAN-b, -g, -n / 1x 2.0 / – • / WLAN-b,-g,-n / 2x 2.0 / SDXC • / WLAN-b, -g, -n / 1x 2.0 / – • / WLAN -b, -g, -n / 2x 2.0 / –<br />

Sonstige Wi-Fi Direct Wi-Fi Direct Wi-Fi Direct –<br />

FUNKTIONEN<br />

HDMI-CEC / -Ethernet-Channel •/ – • / – • / – • / –<br />

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung –/ – • / • – / – • / •<br />

Interner BD-Live-Speicher – – • –<br />

Farbübertragung wählbar YCbCr, RGB YCbCr 4:4:4/4:2:2, RGB std./erw. Auto, YCbCr 4:4:4, RGB std./erw. Auto, YCbCr 4:4:4/4:2:2, RGB std./erw.<br />

Bilder: Zoom / Verschieben / Auto-Rotieren •/ • / • – / – / • • / • / • – / – / •<br />

Diashow / Übergangseffekte / mit Musik •/ 3 / • • / 3 / • • / 6 / • • / 3 / •<br />

Sprung zu Titel / Kapitel / Zeit •/ • / • • / – / – • / • / • • / • / –<br />

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover –/ – • / – • / • • / –<br />

Musik: Programm (St.) / Zufallswiederg. –/ • – / • • / • – / –<br />

Audio-Decoder 7.1 DTS HD MA, Dolby Digital 7.1 DTS HD MA, Dolby TrueHD DTS, Dolby Digital 7.1 DTS HD MA, Dolby TrueHD<br />

Ton über HDMI PCM-Stereo/Multi, Bitstream, PCM, Bitstream Stereo-PCM, Bitstream, DTS/ Auto, PCM, DSD<br />

DTS-Neucodierung<br />

Dolby-Digital-Umcodierung<br />

Man. Lip Sync (Tonverzögerung) – 0 – 250 ms – 0 – 120 ms<br />

Dynamikbegrenzung • • • •<br />

Lieferumfang Nero Media 4 Home Essentials – – AV<br />

Besonderheiten Gracenote Skype per opt. Kamera CD-Ripping Gracenote<br />

• = ja // – = nein // BD = Blu-ray Disc // 1 per USB // 2 per SD // 3 per DLNA<br />

Aus dem Messlabor<br />

1 2 3 4<br />

1 Die Analyse des HDMI-Bildsignals ergab mittels des<br />

Vektorskops, dass alle Player Farben normgerecht ausgeben.<br />

Beispielhaft haben wir das Messdiagramm des LG BP620 im<br />

HD-Betrieb abgebildet.<br />

2 Beim Skalieren von SD-Quellen auf Full HD überschärft<br />

der Panasonic ein wenig. Das führt zu minimalen Doppelkonturen.<br />

Engegenwirken kann man, indem man den Schärferegler<br />

zurückdreht.<br />

3 Farben haben wir zusätzlich bei verschiedenen Pegeln<br />

untersucht. Dabei zeigten sich etwa beim Samsung BD-E6100<br />

bei SD- und HD-Quellen (Bild) minimalste Abweichungen<br />

von der Norm.<br />

4 Helligkeits- (schwarz) und Farbfrequenzgang (rot) sind<br />

beim Sony BDP-S590 mustergültig. Sie fallen erst spät ab und<br />

werden sanft abgefiltert. Die anderen Player zeigten bei<br />

HD-Quellen ein ähnliches Verhalten.<br />

46


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also der SAT-Receiver, ausgetauscht werden.<br />

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WK 2010 E05B


BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

TESTERGEBNISSE<br />

TESTSIEGER<br />

Hersteller LG Panasonic Samsung Sony<br />

Modell BP620 DMP-BDT220 BD-E6100 BDP-S590<br />

Preis in Euro 180 180 180 170<br />

BILDQUALITÄT max. 273 Punkte ÜBERRAGEND 92% 251 ÜBERRAGEND 99% 270 ÜBERRAGEND 95% 259 ÜBERRAGEND 96% 261<br />

Brillanz (52) überragend 47 überragend 52 überragend 50 überragend 48<br />

Farben (59) sehr gut 52 überragend 58 überragend 55 überragend 57<br />

Schärfe (97) überragend 91 überragend 96 überragend 92 überragend 94<br />

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (65) überragend 61 überragend 64 überragend 62 überragend 62<br />

KLANGQUALITÄT max. 113 Punkte GUT 69% 78 GUT 72% 81 SEHR GUT 75% 48* GUT 69% 78<br />

digital (64) sehr gut 51 sehr gut 53 sehr gut 48 sehr gut 52<br />

analog (49) befriedigend 27 befriedigend 28 - befriedigend 26<br />

AUSSTATTUNG max. 180 Punkte GUT 63% 113 GUT 66% 118 BEFRIEDIGEND 58% 104 GUT 71% 128<br />

Anschlüsse (32) gut 21 gut 22 befriedigend 16 sehr gut 24<br />

Medienvielfalt (64) gut 46 gut 41 gut 46 sehr gut 50<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (28) gut 17 gut 18 ausreichend 11 gut 17<br />

Funktionen (Software) (56) befriedigend 29 gut 37 befriedigend 31 gut 37<br />

BEDIENUNG max. 49 Punkte SEHR GUT 88% 43 SEHR GUT 78% 38 SEHR GUT 82% 40 SEHR GUT 76% 37<br />

Bildschirmmenüs (18) überragend 18 sehr gut 16 überragend 18 überragend 17<br />

Fernbedienung (15) sehr gut 13 gut 11 gut 10 gut 10<br />

Bedienung am Gerät (5) gut 3 befriedigend 2 gut 3 ausreichend 1<br />

Installation (5) sehr gut 4 sehr gut 4 sehr gut 4 sehr gut 4<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (6) sehr gut 5 sehr gut 5 sehr gut 5 sehr gut 5<br />

VERARBEITUNG max. 57 Punkte GUT 68% 39 GUT 68% 39 GUT 65% 37 GUT 65% 37<br />

Anmutung (24) sehr gut 19 sehr gut 19 sehr gut 19 sehr gut 19<br />

Material (33) gut 20 gut 20 befriedigend 18 befriedigend 18<br />

TESTURTEIL max. 672 Punkte SEHR GUT 78% 524 SEHR GUT 81% 546 SEHR GUT 78% 488** SEHR GUT 81% 541<br />

PREIS / LEISTUNG GUT SEHR GUT GUT SEHR GUT<br />

* max. 64 // ** max. 623 Punkte, da kein Analogton-Ausgang<br />

Neue Player und Rekorder<br />

Viele große TV-Hersteller haben bereits den Vorhang gelüftet und ihre Neuheiten<br />

für <strong>2012</strong> angekündigt. Wir präsentieren Ihnen die interessantesten Blu-ray-Produkte.<br />

Neue Aufnahmekünstler von LG<br />

Mit dem HR929S und dem HR925S kommen zwei neue Kombigeräte<br />

auf den Markt, die außer Player auch DVB-S-HD-Empfänger<br />

sind und eine Festplatte zum Aufzeichnen besitzen.<br />

Abbildung<br />

ähnlich<br />

Erster Bluray-Rekorder<br />

mit DVB-C<br />

Für die IFA <strong>2012</strong> ist der erste Blu-ray-Rekorder von<br />

Panasonic mit einem DVB-C-Tuner angekündigt. Damit bleibt<br />

das Brennen auf Blu-ray nicht mehr Sat-Nutzern vorbehalten.<br />

Philips bietet 4K<br />

Nur 200 Euro soll der BDP7700 kosten. Versprochen hat Philips<br />

das Skalieren auf 4K-Auflösung, 2D-3D-Konvertierung<br />

und die Möglichkeit zu skypen.<br />

Vierfache<br />

Auflösung für Sony-Player<br />

Mit dem BDP-S790 bringen die Japaner ebenfalls einen Player<br />

auf den Markt, der Quellen auf 4K hochrechnen kann. Für einen<br />

Preis von 250 Euro gibt es zudem zwei HDMI-Ausgänge.<br />

Samsung auf Schrumpfkur<br />

Die Koreaner setzen mit der<br />

ES-Linie auf schickes Design.<br />

Dazu gehören die beiden<br />

Blu-ray-Player BD-ES6000<br />

(Bild) und BD-ES7009 für<br />

230 bzw. 380 Euro.<br />

HDTV-Rekorder für alle Ansprüche<br />

Neue Samsung-Rekorder gibt es mit DVB-S2- oder DVB-C-<br />

Tuner, mit oder ohne Festplatte. Das Top-Produkt ist der BD-<br />

E8909S (650 Euro) mit Twin-Tuner und 1-TByte-Festplatte.<br />

48


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BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Powerplay<br />

REFERENZ<br />

Edel, kräftig und stark: Panasonic setzt einen Kontrapunkt zum Trend immer<br />

kompakter und preisgünstiger werdender Blu-ray-Player. Das neue Topmodell<br />

DMP-BDT500 steht für Wertarbeit und ausgeklügelte Rechenpower.<br />

Die Suche nach dem besten Blu-ray-Player werden<br />

die meisten Nutzer bei den teuersten Geräten beginnen.<br />

Es werden sich Geräte bewerben, die über<br />

10.000 Euro kosten und die hinsichtlich Aussehen und Gewicht<br />

eher einem ausgewachsenen AV-Receiver als einem<br />

kompakten Blu-ray-Player gleichen. Ihr Bestreben ist es,<br />

mit allen Mitteln der Ingenieurskunst besten Klang zu erzeugen.<br />

Ist ein möglichst preisgünstiger Player gefragt,<br />

erhält der Suchende bereits für 150 Euro ein Gerät mit<br />

einem guten Bild und vielen Online- und Multimedia-<br />

Funktionen. Die Hersteller sparen bei diesen Produkten<br />

jedoch zuerst bei der Verarbeitung und beim Analogton.<br />

Ein Gerät, das einen idealen Mittelweg aus Preis und<br />

Leistung verspricht, ist der brandneue Panasonic DMP-<br />

BDT500 für 400 Euro. Er steht wie weitaus teurere Player<br />

auf vier massiven Füßen. Er trägt außen eine solide und<br />

edel schimmernde Oberfläche. Und er besitzt eine massiv<br />

gearbeitete Klappe mit Aluminiumeinlage an seiner Vorderseite,<br />

die Disc-Laufwerk, Fotokarten-Einschub und<br />

USB-Schnittstelle versteckt. Von preisgünstigeren Playern<br />

wie dem Panasonic DMP-BDT220 (siehe Seite 44) geerbt<br />

hat er die etwas leichte und dünne Disk-Lade.<br />

Schraubt der Interessierte schließlich den Deckel des<br />

Players ab, bekommt er eine Ahnung davon, warum dieser<br />

Player besser klingt als günstigere Modelle (siehe Kasten<br />

unten). Im Detail hängt das auch mit dem High Clarity<br />

Sound (im Bildschirmmenü als hohe Klangbarkeit bezeichnet)<br />

zusammen. Darunter versteht man die Fähigkeit<br />

des Players, nicht benötigte Teile des zentralen Prozessors<br />

namens UniPhier abzuschalten. Aktiviert der Nutzer hohe<br />

Klangbarkeit, wird derjenige Teil deaktiviert, der für die<br />

Bildausgabe über den Video-Ausgang (FBAS) zuständig<br />

ist. Die Einstellung hohe Klangbarkeit plus schaltet alle<br />

Teile ab, die für die Bildverarbeitung zuständig sind. Der<br />

TV bleibt also schwarz, und darum ist dieser Modus für<br />

die Wiedergabe von Audio-CDs und Musikdateien über<br />

das Netzwerk oder von USB-Speichern gedacht.<br />

Für den guten Analogton sind auch gute Digital-Analog-<br />

Konverter notwendig. Panasonic setzt auf Burr-Brown-<br />

Wandler, die bei einer Abtastfrequenz von 192 kHz mit<br />

Austausch mit<br />

den Entwicklern<br />

Für ihr Spitzenprodukt, den DMP-BDT500, kamen die Entwickler<br />

und Produktplaner von Panasonic selbst nach Deutschland.<br />

Taisuke Ohtsuka (Product Planning Team Home AV, im Bild<br />

links), Tetsuya Itani (Chef-Entwickler für Videoprodukte, 2. v.<br />

links) und Takaaki Nishimura (Lautsprecher-Entwickler) erklärten<br />

in unseren Räumen Redakteur Andreas Frank (2. v. rechts)<br />

Ansatz und Technik des Spitzen-Players (siehe rechts).<br />

Im Gepäck hatten sie auch das Micro-Hi-Fi-System PMX5<br />

(im Bild links) und die 5.1-Blu-ray-Komplettanlage SC-BTT590<br />

(siehe auch Seite 60), die wir in der kommenden Ausgabe testen<br />

werden. Neben den technischen Details zu den Produkten<br />

war den japanischen Gästen wichtig, Feedback zu den neuen<br />

Produkten zu erhalten, um sie bereits für das kommende Jahr<br />

weiter zu verbessern.<br />

50


PANASONIC DMP-BDT500 € 400<br />

erstklassige Bildqualität, überzeugender<br />

Klang, gute Verarbeitung<br />

eingeschränkte Medienvielfalt<br />

beim Netzwerk-Streaming<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: normal |<br />

Chrominanz-Prozess:<br />

erweitert | Detailschärfe:<br />

0 | <strong>Super</strong>-Auflösung: 1 |<br />

Progressiv: auto<br />

32-Bit-Genauigkeit arbeiten. Vier Wandler sind im Player<br />

verbaut, die die acht Kanäle des 7.1-Ausgangs versorgen.<br />

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Der Panasonic klingt<br />

rund und detailverliebt. High Clarity Plus kann das noch<br />

leicht toppen: Diese Einstellung nimmt einen hauchdünnen<br />

Schleier von der Musik weg.<br />

Auch die digitale Tonausgabe per HDMI hat Panasonic<br />

verbessert. Jitter Purifier nennt sich die Technologie, die<br />

etwa auch im DMP-BDT220 zum Einsatz kommt. Für die<br />

minimalen Taktschwankungen (Jitter) ist HDMI sehr anfällig.<br />

Ein aufwendiger Algorithmus minimiert dieses<br />

Taktzittern jedoch, was ein präziseres Klangbild bewirkt.<br />

Eigene Entwicklungsarbeit steckt auch im dreistufigen<br />

Remaster-Algorithmus, der versucht, Klangquellen aufzupeppen.<br />

Und Röhrenklang-Fans können aus sechs Sounds<br />

wählen. Sie simulieren die künstlich erzeugten Oberwellen,<br />

basierend auf der Vermessung von Originalröhren.<br />

Audio-Freunden wird der Player gefallen. Sie müssen<br />

jedoch über zwei kleine Einschränkungen hinwegsehen:<br />

Beim Abspielen von Musik via Netzwerk kann er nicht ➜<br />

Das Herz des DMP-BDT500:<br />

Das Board enthält alle für<br />

die Video- und Audioverarbeitung<br />

entscheidenden<br />

Prozessoren.<br />

sehr gut 87 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Modell<br />

DMP-BDT500<br />

Preis<br />

400 Euro<br />

Internet<br />

www.panasonic.de<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht 43 x 5,9 x 24,5 cm / 2,6 kg<br />

Ausgangsspannung / -Impedanz (Ton) 2,2 Volt / 1.180 Ohm<br />

Rauschabstand / Dynamikumfang<br />

99 dB / 99 dB<br />

Klirrfaktor DVD / CD 0,0011 % / 0,0013 %<br />

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby 15 / 15 / 15 / 2 (bis Menü 2) Sek.<br />

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 6,4 / 3,8 / 0,0 Watt<br />

WIEDERGABE<br />

BDAV / BDMV / BD 3D / AVCHD<br />

• / • / • / •<br />

Internet: Videos / Audio / Fotos<br />

• / • / •<br />

… Web-Browser / Flash – / –<br />

DVD-RAM / -RW (VR) / -R (VR)<br />

– / • / •<br />

DVD-Audio / SACD / Audio-CD<br />

– / – / •<br />

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ • / •<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV • 1 / • 1 / • / • / – / • / –<br />

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG-2 •/ – / • 1 / • 1 / •<br />

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC • 1, 3 / – / – / • 1 / • 1, 3<br />

AVCHD / AVCHD 3D / M2TS / MPO / JPG • 1, 2 / • 2 / • 1 / • 1, 2 / •<br />

Besonderheiten<br />

DivX HD, UPnP-Renderer<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Ausgang: HDMI / Komponente / Video 2 / – / •<br />

Tonausgang opt. / elektr. / analog •/ • / 7.1<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte<br />

• / WLAN-b, -g, -n / 2x 2.0 / SDXC<br />

Sonstige<br />

Wi-Fi Direct<br />

FUNKTIONEN<br />

HDMI-CEC / -Ethernet-Channel • / –<br />

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung<br />

• / •<br />

Interner BD-Live-Speicher –<br />

Farbübertragung wählbar<br />

YcbCr 4:4:4/4:2:2, RGB std./erw.<br />

Bilder: Zoom / Verschieben / Auto-Rotieren –/ – / •<br />

Diashow / Übergangseffekte / mit Musik •/ 3 / •<br />

Sprung zu Titel / Kapitel / Zeit • / – / –<br />

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ –<br />

Musik: Programm (Stücke) / Zufallswiederg. –/ •<br />

Audio-Decoder<br />

7.1 DTS HD MA, Dolby TrueHD<br />

Decoder: LS-Pegel / Abstand / Größe – / – / –<br />

Ton über HDMI<br />

PCM, Bitstream<br />

Man. Lip Sync (Tonverzögerung)<br />

0 – 250 ms<br />

Dynamikbegrenzung / Dialoganhebung •/ •<br />

Firmware-Update per Internet<br />

•<br />

Getestete Firmware-Version 1.23<br />

Lieferumfang –<br />

Besonderheiten<br />

Skype per opt. Kamera, Digital Tube<br />

Sound, Mehrbenutzer-Modus<br />

Aus dem Messlabor<br />

In allen Ton- und Bildmessungen demonstrierte der Panasonic<br />

DMP-BDT500 ein nahezu tadelloses Verhalten. Unten zeigen<br />

wir exemplarisch das Ergebnis der HDMI-Analyse bei der Wiedergabe<br />

einer HD-Quelle, das einen mustergültigen Frequenzgang<br />

für Helligkeit (schwarz) und Farbe (rot) offenbart.<br />

Kabeltipp<br />

Das NF 14 von Oehlbach<br />

ist das Kabel der Wahl für<br />

unsere Beurteilung der<br />

Analog-Ausgänge von<br />

Playern. Dank einer soliden<br />

Verarbeitung ist das Cinchkabel<br />

recht stabil. Ein symmetrischer<br />

Aufbau und das<br />

Ausschalten von Mantelströmen<br />

sorgen für guten<br />

Klang. Der Preis für ein<br />

Paar mit einem Meter<br />

Länge beträgt 100 Euro.<br />

• = ja // – = nein // BD =<br />

Blu-ray Disc // VR = Video<br />

Recording Format<br />

(Schnittlisten) // 1 per USB //<br />

2<br />

per SD // 3 per DLNA<br />

Alles vereint: Der zentrale<br />

Prozessor Uniphier integriert<br />

u.a. Video-Audio-Decoder,<br />

Signal-Prozessor, CPU und<br />

Speicher-Controller.<br />

Um den Klang<br />

zu verbessern, setzen<br />

die japanischen Entwickler auf<br />

Folienkondensatoren mit audiophilen<br />

Eigenschaften.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

51


BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

Das steckt dahinter: Links sorgt das Netzteil für den<br />

passenden Strom. Das Disc-Laufwerk in der Mitte<br />

ist fest fixiert, um Vibrationen vorzubeugen. Rechts<br />

hinten befindet sich das Video- und Audio-Verarbeitungsboard,<br />

vorne die Platine für die USB- und<br />

SD-Karten-Schnittstelle.<br />

Alles an Bord: Die USB-Buchse links nimmt die<br />

optional erhältliche Skype-Kamera entgegen. Der<br />

LAN-Anschluss sorgt für eine sichere Verbindung<br />

zum Heimnetz. Zwei HDMI-Ausgänge erhöhen<br />

die Flexibilität. Ein optischer und ein elektrischer<br />

S/PDIF-Ausgang sowie ein analoger<br />

7.1-Ausgang erlauben das Einbinden jedes<br />

denkbaren Verstärkers.<br />

Die übersichtlichen Bildschirmmenüs erlauben die schnelle Auswahl<br />

von Quellen und das Ändern von Einstellungen. Wem das<br />

Standard-Layout nicht gefällt, der kann die Hintergrundfarbe an<br />

die eigenen Ansprüche anpassen.<br />

Das Web-Portal VIERA Connect ist ebenfalls individualisierbar.<br />

Der Nutzer kann wählen, welche Dienste er installieren will und<br />

die Anordnung der Apps festlegen. Dazu zählen unter anderem<br />

die Online-Videothek Acetrax, die ARTE Mediathek und Facebook.<br />

Das Touchpad hilft<br />

vor allem beim<br />

schnellen Scrollen<br />

durch Listen. Unten<br />

lässt sich eine<br />

Klappe öffnen, um<br />

schnell Bildeinstellungen<br />

vorzunehmen.<br />

52<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Panasonic<br />

DMP-BDT500<br />

400 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 273 Punkte ÜBERRAGEND 99% 270<br />

Brillanz (52) überragend 52<br />

Farben (59) überragend 58<br />

Schärfe (97) überragend 96<br />

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (65) überragend 64<br />

KLANGQUALITÄT max. 113 Punkte SEHR GUT 87% 98<br />

digital (64) sehr gut 56<br />

analog (49) sehr gut 42<br />

AUSSTATTUNG max. 182 Punkte GUT 69% 126<br />

Anschlüsse (34) sehr gut 29<br />

Medienvielfalt (64) gut 41<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (28) gut 18<br />

Funktionen (Software) (56) gut 38<br />

BEDIENUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 82% 41<br />

Bildschirmmenüs (18) sehr gut 16<br />

Fernbedienung (16) sehr gut 14<br />

Bedienung am Gerät (5) befriedigend 2<br />

Installation (5) sehr gut 4<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (6) sehr gut 5<br />

VERARBEITUNG max. 57 Punkte SEHR GUT 88% 50<br />

Anmutung (24) überragend 23<br />

Material (33) sehr gut 27<br />

TESTURTEIL max. 675 Punkte SEHR GUT 87% 585<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

spulen, und für die Steuerung der CD-Wiedergabe direkt<br />

am Player fehlen die notwendigen Laufwerkstasten.<br />

Auch im Bildverarbeitungsteil des UniPhier steckt viel<br />

Ingenieursleistung. Fehlende Farbinformationen, die etwa<br />

jede Blu-ray besitzt, werden intelligent aus den umliegenden<br />

Bildpunkten errechnet. Mehrstufige Filter minimieren<br />

störende Moiré-Effekte. Auch Web-Inhalten rückt<br />

der Chip zu Leibe, damit mehr Bilddetails erkennbar sind.<br />

Um Ruckeln zu verhindern, versucht er, falsch codierte<br />

24p-Filme im Originalformat wiederzugeben. Bei 3D-Blurays<br />

kann der Nutzer zudem die 3D-Tiefe regeln. Und 2D-<br />

Inhalten verleiht er Tiefenwirkung. Die Bildqualität ist<br />

in dieser Preisklasse unschlagbar. Einziger Wermutstropfen:<br />

Filme in 24p aus dem Heimnetz oder von USB-Speichern<br />

spielt der Panasonic nicht nativ ab.<br />

Mit WLAN, DLNA, Skype und einem Web-Portal lässt er<br />

auch in puncto Multimedia-Features kaum etwas vermissen<br />

(siehe dazu auch den Test des diesbezüglich ähnlichen<br />

Panasonic DMP-BDT220 in VHV 4/12, Seite 50/51).<br />

Fazit<br />

Der Panasonic DMP-BDT500 ist zwar nicht der Player mit<br />

der besten Bild- und Tonqualität. Dafür ist sein Gesamtpaket<br />

unschlagbar und damit ist er unsere neue Referenz. ■


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BILD | TEST: HYBRID-RECEIVER<br />

Den SRP 2401 CI+<br />

gibt es im Bundle mit<br />

einem CI-Plus-Modul und einer<br />

HD-Plus-Karte, die für ein Jahr frei<br />

geschaltet ist.<br />

TOPFIELD SRP 2401 CI+ € 610<br />

Autor/Redaktion: Andreas Greil<br />

Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Receiver<br />

mit offener Tür<br />

sehr gute Bild- und Tonqualität,<br />

offen für Zusatzprogramme<br />

kein HbbTV, zu kleine Tasten bei<br />

der Fernbedienung<br />

sehr gut 85 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Mit dem SRP 2401 CI+ hat Topfield einen Hybrid-Sat-Receiver auf den Markt<br />

gebracht, der hohe Flexibilität verspricht. Die offene Software-Schnittstelle<br />

sorgt dafür, dass der Receiver an eigene Bedürfnisse angepasst werden kann.<br />

Sat-Receiver ist nicht gleich Sat-Receiver. Dieser Devise<br />

folgt das Unternehmen Topfield schon seit längerer<br />

Zeit und bietet immer wieder neue interessante<br />

Modelle an – so auch den SRP-2401 CI+. Das Modell<br />

ist in der gehobenen Klasse anzusiedeln und verspricht<br />

mehr Flexibilität beim täglichen Gebrauch.<br />

Mit zwei Tunern und einer eingebauten 1-Terabyte-<br />

Festplatte ist der Receiver mehr als alltagstauglich: Er<br />

kann bis zu vier Programme gleichzeitig aufzeichnen,<br />

während man ein bereits aufgenommenes abspielt. Das<br />

bedeutet: Das Gerät verarbeitet bis zu fünf Streams auf<br />

einen Schlag – das ist eine Glanzleistung. Das zeitversetzte<br />

Fernsehen ist dank Timeshift ebenfalls keine Hürde für<br />

den Empfangsprofi.<br />

Bei der Ausstattung sprich den Anschlüssen zeigt sich<br />

der Receiver alles andere als mager. Wem die Speicherkapazität<br />

der eingebauten Festplatte nicht ausreicht, der<br />

kann über USB oder eSATA externe Laufwerke an das Gerät<br />

binden und damit den verfügbaren Speicherplatz erhöhen.<br />

Über diese beiden Ports kommen dann auch Videos,<br />

Musik oder Fotos bequem zum bzw. ins Gerät.<br />

Der digitale Anschluss an das TV-Gerät oder den AV-<br />

Receiver erfolgt per HDMI-Schnittstelle. Für eine einwandfreie<br />

Verbindung im analogen Bereich sorgen zwei<br />

Scart-Buchsen. Darüber gelangt das Videosignal in FBASoder<br />

S-Video-Qualität zum Bildschirm. Wer im analogen<br />

Bereich das Komponentensignal bevorzugt, wird mit entsprechenden<br />

separaten Ausgangsbuchsen bedient.<br />

Der Doppel-Tuner besitzt jeweils zwei Ausgänge, um<br />

das Sat-Signal zu anderen Endgeräten weiterzugeben.<br />

Bei der gemessenen Empfangsstärke verfehlt der Receiver<br />

mit 24 dBµV nur knapp den Referenzwert von 22<br />

dBµV und ist damit hervorragend mit Reserven versorgt,<br />

falls der Empfang wegen schlechten Wetters mal nicht<br />

so optimal sein sollte.<br />

Bedienung und Menüs<br />

Die Bedienung des Receivers ist schnell erlernt. Die Fernbedienung<br />

liegt gut in der Hand, besitzt aber etwas zu<br />

kleine Knöpfe – das gilt insbesondere für den Bereich, der<br />

die Festplatte steuert, mit seinen Wiedergabe-, Stop-, Vorund<br />

Rücklauf- sowie Aufnahmetasten.<br />

54


Dank des CI-Plus-Moduls ist der Receiver tauglich für den Empfang<br />

von HD-Plus. Der große Knopf sorgt für perfekte Bedienung auch<br />

ohne Fernbedienung.<br />

Alle Anschlüsse, die man sich wünscht, sind vorhanden.<br />

Für Freunde des perfekten Analogsignals stehen separate<br />

Komponentenausgänge zur Verfügung.<br />

Der elektronische Programmführer ist übersichtlich gestaltet.<br />

Aufnahmen lassen sich per Knopfdruck programmieren. Ein<br />

roter senkrechter Balken zeigt den Verlauf der Sendung an.<br />

Über Zusatzprogramme (TAPs) lässt sich die Funktionalität<br />

des SRP 2401 erweitern. Das Programm MovieCutter erlaubt<br />

beispielsweise das Schneiden von Aufzeichnungen.<br />

Sollte die Fernbedienung ausfallen, stellt der SRP 2401<br />

ein großes Kippelement in Form eines Knopfes an der Gehäusefront<br />

zur Verfügung, mit dem sich nahezu alle Funktionen<br />

des Receivers mithilfe des Bildschirmmenüs anwählen<br />

lassen.<br />

Das Hauptmenü der Receiver-Software zeigt sich spartanisch<br />

und wirkt daher sehr aufgeräumt. Lediglich fünf<br />

Menüpunkte sind vorhanden: Aufnahmen, Unterhaltung,<br />

Einstellungen, Installation und Information. Die Feinheiten<br />

und vielfältigen Funktionen verbergen sich hinter den<br />

Menüpunkten, und da kann der SRP 2401 punkten.<br />

Der Menüpunkt Unterhaltung erlaubt den Zugriff aufs<br />

Heimnetzwerk. Per DLNA werden dann Videos, Fotos oder<br />

Musik zum Receiver und damit auf den TV-Schirm übertragen.<br />

Aber auch die Verbindung zu YouTube ist in diesem<br />

Menüunterpunkt untergebracht. Leider wird nur die englische<br />

Version des Internet-Portals bedient. Das zeigt sich<br />

vor allem bei der Auswahl der beliebtesten Videos.<br />

Wer gerne Musik per Radio hört, ist bei SHOUTcast gut<br />

aufgehoben. Zahlreiche Internet-Radios mit zum Teil sehr<br />

differenzierter Ausrichtung stehen zur Verfügung, sodass<br />

für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Bei den Einstellungen<br />

lässt sich der Media-Highway EPG an- oder ausschalten.<br />

Da dieser Service nur für Nutzer des ausländischen<br />

Pay-TV-Senders Canal+ interessant ist, sollte diese<br />

Funktion deaktiviert bleiben.<br />

Unter Installation verbirgt sich die komplette Einrichtung<br />

des Receivers nebst Kanalsuchlauf und Kanallistenbearbeitung.<br />

Leider kann der SRP-2401 keinen Sendersuchlauf<br />

über mehrere Satelliten wie ASTRA oder Hotbird<br />

auf einmal durchführen. Will man die Sender dieser Anbieter<br />

empfangen, muss für jeden Satelliten separat ein<br />

Suchlauf gestartet werden.<br />

Offene Tür<br />

Der „Topf“ – so werden die Receiver aus dem Hause Topfield<br />

von der eingeschworenen Fangemeinde genannt –<br />

ist offen, was zusätzliche Funktionen betrifft. Dank der<br />

offenen Software-Schnittstelle – das Gerät arbeitet mit<br />

dem Linux-Betriebssystem – können sogenannte TAPs<br />

(Topfield Application Programs) in das Gerät geholt werden.<br />

Die Auswahl ist sehr groß: Mehr als 100 Zusatz- ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

55


BILD | TEST: HYBRID-RECEIVER<br />

Die Fernbedienung<br />

liegt zwar<br />

gut in der Hand,<br />

die Tasten sind<br />

aber ein wenig<br />

zu klein geraten.<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Internet<br />

MESSWERTE<br />

Topfield<br />

SRP 2401 CI+<br />

610 Euro<br />

www.topfield-europe.com<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht<br />

38 x 6 x 26,6 cm / 3,1 kg<br />

Tuner-Empfindlichkeit / nutzbarer Rauschabstand 24 dBµV / 7 dB<br />

Einschaltzeit Standby ARD HD / Netz-Aus 25 Sek. / 3 Sek.<br />

Kanalwechselzeit / … mit Transponderwechsel 1,6 Sek. / 1,6 Sek.<br />

… ASTRA Hotbird / … SD HD<br />

1,5 Sek. / 2,4 Sek.<br />

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 25,2 / 6,9 / 0,3 Watt<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Tuner / Durchschleifen / Modulator 2 / • / –<br />

Scart • (2)<br />

…Composite / RGB / S-Video / YUV über Scart •/ – / • / –<br />

HDMI / YUV / S-Video / Video-Ausgang •/ • / – / •<br />

Digitalausgang Ton optisch / elektrisch •/ •<br />

Stereo-Tonausgang Cinch (Mixed)<br />

•<br />

USB / eSATA / LAN / RS-232 • / • / • / –<br />

Kopfhörerbuchse / Lautstärkeregler – / –<br />

Common Interface (CI+) / Smartcard / weitere •/ • / –<br />

FUNKTIONEN<br />

Festplatte / Aufnahme über USB / eSATA / LAN •(1 TByte) / • / • / •<br />

Timeshift / Hintergrundaufnahme<br />

• / •<br />

Wiedergabe während Aufnahme / Timer •/ •<br />

Parallele Aufn./ Timeshift während Aufn. •/ •<br />

Aufzeichnung: Tonspuren / Untertitel / Infos •/ • / •<br />

Werbung schneiden / Bookmarks<br />

– / •<br />

Bild-im-Bild / Wiedergabe ab letzte Position –/ •<br />

DiSEqC / Einkabelsystem<br />

• / •<br />

Entschlüsselung integriert (CA)<br />

•<br />

Sender vorprogrammiert<br />

•<br />

Favoritenlisten / Now & Next / Detailinfos •<br />

EPG / Multikanal / Übersicht<br />

• / • / •<br />

… nur Favoritensender / Genres • / –<br />

Timer / aus EPG<br />

• / •<br />

...tägl. / wöchentl. / Mo. – Fr.<br />

• / • / •<br />

…Vorlauf / Nachlauf<br />

• / •<br />

Jugendschutz<br />

•<br />

Fernbedienung universal / lernfähig • / –<br />

Alphanumerisches Display<br />

•<br />

HDMI-Auflösung<br />

•<br />

TESTERGEBNISSE<br />

BILDQUALITÄT max. 230 Punkte ÜBERRAGEND 92% 212<br />

Brillanz (30) überragend 28<br />

Farben (30) überragend 27<br />

Schärfe (70) überragend 64<br />

Bildfehler (40) überragend 38<br />

Empfangsstärke (60) überragend 55<br />

KLANGQUALITÄT max. 50 Punkte ÜBERRAGEND 90% 45<br />

Klang Digitalausgang / HDMI (30) überragend 27<br />

Klang Analogausgang / Scart (20) überragend 18<br />

AUSSTATTUNG max. 160 Punkte SEHR GUT 76% 122<br />

Anschlüsse (36) sehr gut 27<br />

Hardware (Baugruppen) (44) gut 30<br />

Funktionen (Software) (45) sehr gut 37<br />

Web-Portal (35) sehr gut 28<br />

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 80% 80<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (30) sehr gut 24<br />

Fernbedienung (30) gut 22<br />

Bedienung am Gerät / Display (10) sehr gut 8<br />

Installation (20) überragend 18<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) sehr gut 8<br />

VERARBEITUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 82% 41<br />

Anmutung (20) sehr gut 17<br />

Material (30) sehr gut 24<br />

TESTURTEIL max. 590 Punkte SEHR GUT 85% 500<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

GUT<br />

Über den Web-Browser eines Computers lässt sich der Topfield-<br />

Receiver verwalten. Man kann aufgenommene Sendungen downloaden<br />

oder den Timer für Aufnahmen programmieren.<br />

programme stehen zur Verfügung. Die Palette reicht vom<br />

verbesserten EPG (elektronischer Programmführer) über<br />

die Wettervorhersage bis hin zu so nützlichen Tools wie<br />

NAS Mount, mit dem sich Sendungen direkt auf einem<br />

im Heimnetzwerk vorhandenen NAS-Server aufzeichnen<br />

lassen.<br />

Hervorzuheben ist auch das Programm MovieCutter,<br />

mit dem Aufnahmen bearbeitet werden können. So lassen<br />

sich beispielsweise Teile herausschneiden, ausgewählte<br />

Segmente speichern oder sogenannte Bookmarks setzen.<br />

Um die TAPs zu verwenden bzw. zu installieren, muss<br />

das Programm TAPtoDate im Receiver vorhanden sein.<br />

Die Voraussetzung dafür ist, dass das Gerät mit dem Netzwerk<br />

und dem Internet verbunden ist. Über den Web-<br />

Browser eines Computers lässt sich durch Eingabe der IP-<br />

Adresse des Receivers dessen eigene Website anzeigen.<br />

Darüber kann unter anderem auch TAPtoDate eingespielt<br />

werden. Ist es dann erst einmal installiert und ak tiviert,<br />

lassen sich darüber die anderen TAPs ins Gerät holen. Das<br />

klingt komplizierter, als es ist. Der Vorgang ist in wenigen<br />

Schritten erledigt. Eine genaue Anleitung dazu gibt es zudem<br />

im Netz. Ebenfalls vorhanden sind Beschreibungen zu<br />

den einzelnen TAPs.<br />

Aber die Anbindung an den Web-Browser des Computers<br />

kann noch mehr. Insbesondere lassen sich die Dateien<br />

der aufgenommenen Sendungen auf der Computer-Festplatte<br />

speichern. Eine wichtige Funktion ist auch die Möglichkeit,<br />

den Receiver vom Web-Browser aus zu programmieren.<br />

Hat man auch von außerhalb Zugriff auf sein<br />

Heimnetzwerk, lässt sich der Sat-Receiver von jedem beliebigen<br />

Rechner verwalten. Das ist praktisch, wenn man<br />

vergessen hat, das Gerät zu programmieren – man erledigt<br />

das einfach vom Arbeitsplatz aus.<br />

Fazit<br />

Die Marke Topfield steht schon seit längerer Zeit für hoch<br />

qualitative und innovative Sat-Receiver. Der SRP 2401 CI+<br />

steht diesem Anspruch in nichts nach. Dank seiner offenen<br />

Software-Struktur und der beiden Tuner bleibt eigentlich<br />

kaum ein Wunsch offen. Lediglich die zu kleinen Tasten der<br />

Fernbe dienung stören das überzeugende Gesamtbild ein<br />

wenig.<br />

■<br />

56


Digitale Fotografie<br />

So enstehen<br />

perfekte Fotos!<br />

Dieses Buch beschreibt mehr als nur den Umgang mit der Kamera.<br />

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ISBN 978-3-645-60132-0<br />

39,95 EUR [D]<br />

FRANZIS<br />

www.franzis.de


BILD | TEST: SAT-RECEIVER<br />

Die beiden Netzadapter<br />

sorgen für<br />

die Verbreitung des<br />

Signals. In der zusätzlichen<br />

Dose<br />

wird das Netzteil<br />

des jeweiligen Gerätes<br />

eingesteckt.<br />

Der Sat-Receiver besitzt eine<br />

USB-Buchse, über die eine<br />

externe Festplatte angeschlossen<br />

werden kann.<br />

DEVOLO DLAN TV SAT 2400-CI+ € 400<br />

leichte Installation, sehr gute<br />

Bild- und Tonqualität, CI-Plus<br />

langsam beim Programmwechsel,<br />

CI-Schacht auf der Rückseite<br />

sehr gut 75 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Autor/Redaktion: Andreas Greil // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

TV aus der Dose<br />

Satelliten-Fernsehen im ganzen Haus, ohne Kabel zu verlegen: Mit dem<br />

devolo-Set dLAN TV Sat 2400-CI+ wird das TV-Signal über die Stromleitung<br />

verteilt. Jede Steckdose im Haus mutiert so zum TV-Sender.<br />

Die Fernbedienung<br />

präsentiert sich<br />

aufgeräumt. Die<br />

Tasten sind angenehm<br />

groß und<br />

der Druckpunkt ist<br />

sehr gut.<br />

Bereits die erste Version des Satelliten-Fernsehens<br />

aus der Steckdose konnte überzeugen (siehe Ausgabe<br />

6/10, Seite 24). Nun gibt es das Nachfolge modell<br />

mit erweiterter Funktionalität.<br />

Die Empfangseinheit ist unverändert: Sie nimmt das Satellitensignal<br />

direkt vom LNB der Schüssel und vom Multischalter<br />

auf. Erfahrungsgemäß wird diese Einheit auf<br />

dem Dachboden in der Nähe der Satellitenschüssel platziert.<br />

Im Paket sind Schrauben und Dübel vorhanden, um<br />

den Tuner an einer Wand zu befestigen. Per Ethernet-Kabel<br />

wird der Tuner dann mit dem Stromnetz-Adapter verbunden.<br />

Den Receiver schließt man auf die gleiche Weise an:<br />

Stromadapater in die Steckdose und Ethernet-Kabel in<br />

beide Einheiten (Adapter und Receiver) stecken.<br />

Die komplette Installation ist in wenigen Schritten erledigt.<br />

Ein selbsterklärender Assistent auf dem Bildschirm<br />

des angeschlossenen TV-Geräts führt durch die weitere<br />

Konfiguration wie Sendersuchlauf und Bildanpassungen.<br />

Frischzellenkur für den Receiver<br />

Der Receiver hat im Vergleich zum Vorgängermodell eine<br />

Auffrischung erfahren. Er präsentiert sich jetzt schlanker<br />

und mit einer CI-Plus-Schnittstelle. Mit entsprechendem<br />

Modul und Smartcard ist er für den Empfang von Pay-TV<br />

oder HD-Plus bereit. Der CI-Plus-Schacht ist leider an der<br />

Rückseite des Gerätes untergebracht, sodass das Gerät<br />

jedes Mal, wenn das Modul oder die Karte gewechselt<br />

werden soll, aus seiner Position im Regal bewegt werden<br />

muss. Da aber mittlerweile auch Sky seinen Abonnenten<br />

HD-Plus anbietet, dürfte das eher selten vorkommen.<br />

Der Stromverbrauch wurde gesenkt. Das Gerät verbraucht<br />

im Gegensatz zum Vorgänger nun deutlich weniger<br />

Energie. Positiv: Es gibt einen Stromsparmodus, der<br />

den Verbrauch nahezu auf null senkt.<br />

Digitaler Videorekorder<br />

Der 2400-CI+ kann auch digitaler Videorekorder sein. Er<br />

besitzt zwei USB-Buchsen, jeweils an der Vorder- und<br />

Rückseite des Gerätes. Als Aufzeichnungsmedium kommt<br />

eine Festplatte oder ein USB-Stick infrage. Für größere<br />

Archive ist eine Festplatte zu empfehlen. Der Receiver erkennt<br />

das angeschlossene Medium selbstständig und fordert<br />

eventuell zur Formatierung auf. Es sollten sich daher<br />

keine Daten auf dem Speichermedium befinden. Während<br />

das Vorgängermodell noch Festplatten mit eigener Stromversorgung<br />

verlangte, kann der Nachfolger darauf verzichten<br />

und steuert das USB-Speichermedium direkt an.<br />

Eine Aufnahme zu programmieren ist ein einfaches Unterfangen.<br />

Die integrierte elektronische Programmzeitschrift<br />

(EPG) erlaubt die Planung aller Aufnahmen. Selbst unerfahrenen<br />

Anwendern erschließt sich die Bedienung dank<br />

intuitiver grafischer Benutzerführung über das angeschlossene<br />

TV-Gerät sofort. Allerdings kann man nur bedingt ein<br />

Programm aufzeichnen, während man ein anderes betrachtet.<br />

Dazu müssen die gewählten Sender auf demselben<br />

Transponder liegen.<br />

58


Die Empfangseinheit nimmt das Satellitensignal direkt von<br />

der Schüssel oder einem Multiswitch auf und gibt es über<br />

den Netzadapter (siehe links) per Ethernet-Kabel an das<br />

Stromnetz weiter.<br />

Der Medienbrowser bringt Video, Musik oder Fotos auf den TV-<br />

Schirm. Gut ist die kleine <strong>Vorschau</strong> in der rechten Hälfte des<br />

Fens ters. Im Foto-Bereich lässt sich eine Diashow starten. Über<br />

Gleitintervall wechseln kann die Anzeigedauer definiert werden.<br />

Die Bildschirmmenüs sind ansprechend, modern und<br />

wirken nicht überladen, sondern aufgeräumt. Vor allem der<br />

Media-Browser liefert eine gute Übersicht aller Videos, Musik<br />

und Bilder, die auf dem USB-Medium schlummern. Ein<br />

wenig mehr Unterstützung bei den verschiedenen Videound<br />

Musikformaten wäre allerdings wünschenswert, um<br />

den Receiver noch flexibler im multimedialen Bereich zu<br />

machen. So konnte das Gerät etwa keine DivX-Videos spielen.<br />

Auch WMA und WMV bleiben leider außen vor.<br />

Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Selbst das HDTV-<br />

Signal kommt klar über die Steckdose. Bei der Empfangsstärke<br />

könnte der Tuner zulegen. Mit im Labor gemessenen<br />

33 dBµV liegt die Empfangseinheit im Mittelfeld.<br />

Ist der Receiver über Powerline zusätzlich am heimischen<br />

Netzwerk angeschlossen, kann er auch HbbTV verarbeiten.<br />

Mit UPnP- und DLNA-Zertifizierung eignet sich der Receiver<br />

zudem hervorragend für die Wiedergabe von Videos,<br />

Bildern und Filmen aus dem Heimnetzwerk.<br />

Fazit<br />

Das devolo dLAN TV Sat 2400-CI+ bringt Flexibilität beim<br />

Empfang von Satelliten-Fernsehen. Kabelziehen gehört damit<br />

der Vergangenheit an. Mithilfe der Powerline-Technik<br />

kommt das TV-Signal über das hauseigene Stromnetz zu<br />

jeder Steckdose und kann dort abgegriffen werden. Das<br />

Ganze funktioniert erstaunlich gut, lediglich Steckerleisten<br />

sollte man, wenn möglich, vermeiden. Der Receiver zeigt sich<br />

dank DLNA-Fähigkeit sehr Multimedia-freundlich. ■<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Devolo<br />

Modell<br />

dLAN TV Sat 2400-CI+<br />

Preis<br />

400 Euro<br />

Internet<br />

www.devolo.de<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht<br />

30 x 6,2 x 18,5 cm / 1,3 kg<br />

Tuner-Empfindlichkeit / nutzbarer Rauschabstand 33 dBµV / 7 dB<br />

Einschaltzeit Standby ARD HD / Netz-Aus 6 Sek. / 4 Sek.<br />

Kanalwechselzeit / … mit Transponderwechsel 2,9 Sek. / 4,1 Sek.<br />

… ASTRA Hotbird / … SD HD<br />

4,8 Sek. / 4,9 Sek.<br />

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 10,1 / 8,8 / 0,5 Watt<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Tuner / Durchschleifen / Modulator 1 / – / –<br />

Scart<br />

•<br />

…Composite / RGB / S-Video / YUV über Scart •/ • / – / –<br />

HDMI / YUV / S-Video- / Video-Ausgang •/ – / – / –<br />

Digitalausgang Ton optisch /elektrisch •/ –<br />

Stereo-Tonausgang Cinch (Mixed)<br />

•<br />

USB / e-SATA / LAN / RS232<br />

• / – / – / •<br />

Kopfhörerbuchse / Lautstärkeregler – / –<br />

Common Interface (CI) / Smartcard / weitere •/ – / –<br />

FUNKTIONEN<br />

Festplatte / Aufnahme über USB / eSATA / LAN –/ • / – / –<br />

Timeshift / Hintergrundaufnahme<br />

• / •<br />

Wiedergabe während Aufnahme / Timer •/ •<br />

Parallele Aufn./ Timeshift während Aufn. •/ •<br />

Aufzeichnung: Tonspuren / Untertitel / Infos •/ • / •<br />

Werbung schneiden / Bookmarks – / –<br />

Bild-im-Bild / Wiedergabe ab letzte Position –/ •<br />

DiSEqC / Einkabelsystem<br />

• / •<br />

Entschlüsselung integriert (CA) –<br />

Sender vorprogrammiert<br />

•<br />

Favoritenlisten / Now & Next / Detailinfos •/ • / •<br />

EPG / Multikanal / Übersicht • / • / –<br />

… nur Favoritensender / Genres<br />

• / •<br />

Timer / aus EPG<br />

• / •<br />

...tägl. / wöchentl. / Mo. – Fr.<br />

• / • / •<br />

…Vorlauf / Nachlauf – / –<br />

Jugendschutz<br />

•<br />

Fernbedienung universal / lernfähig – / –<br />

Alphanumerisches Display<br />

•<br />

HDMI-Auflösung<br />

•<br />

• = ja // – = nein<br />

TESTERGEBNISSE<br />

BILDQUALITÄT max. 230 Punkte SEHR GUT 79% 182<br />

Brillanz (30) sehr gut 26<br />

Farben (30) sehr gut 24<br />

Schärfe (70) sehr gut 61<br />

Bildfehler (40) sehr gut 31<br />

Empfangsstärke (60) gut 40<br />

KLANGQUALITÄT max. 50 Punkte SEHR GUT 80% 40<br />

Klang Digitalausgang / HDMI (30) sehr gut 24<br />

Klang Analogausgang / Scart (20) sehr gut 16<br />

AUSSTATTUNG max. 112 Punkte BEFRIEDIGEND 54% 61<br />

Anschlüsse (36) ausreichend 16<br />

Hardware (Baugruppen) (42) befriedigend 19<br />

Funktionen (Software) (34) sehr gut 26<br />

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 83% 83<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (30) sehr gut 24<br />

Fernbedienung (30) überragend 27<br />

Bedienung am Gerät / Display (10) gut 7<br />

Installation (20) sehr gut 17<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) sehr gut 8<br />

VERARBEITUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 78% 39<br />

Anmutung (20) sehr gut 16<br />

Material (30) sehr gut 23<br />

TESTURTEIL max. 542 Punkte SEHR GUT 75% 405<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

GUT<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

59


TON | NEWS & TRENDS<br />

Ton<br />

Weitere aktuelle News und Trends zum Thema<br />

Ton finden Sie unter www.<strong>video</strong>-homevision.de.<br />

62 Test: AV-Receiver für Online-Fans<br />

Der Einstiegs-Receiver TX-NR414 von Onkyo<br />

für 450 Euro besitzt zahlreiche Online-Talente.<br />

66 Test: Drahtlose Stereosysteme<br />

Vier clevere Audiosysteme wollen ohne Kabel<br />

großen Sound ins Wohnzimmer bringen.<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller<br />

Alles komplett?<br />

Röhrenklang, Membranen aus Bambuskohle und ultraflache Lautsprecher: Die<br />

neuen Blu-ray-Komplettanlagen der TV-Hersteller bringen viele neue Highlights<br />

und zeigen, dass sie anscheinend bislang doch noch nicht ganz komplett waren.<br />

Eine neue Fernseher-Generation bedeutet meist nicht nur neue Technik,<br />

sondern auch ein neues Design. Doch die TV-Geräte sind nicht allein.<br />

Die hauseigenen Blu-ray-Anlagen sollen perfekt mit<br />

den Fernsehern harmonieren. Und so erhalten<br />

sie jedes Jahr ein Face-Lifting. Die Bedienung per HDMI-<br />

CEC ist ohnehin aufeinander abgestimmt. Aber auch an<br />

der Technik haben die Hersteller gefeilt, wie die Verlautbarungen<br />

von Samsung, LG, Panasonic, Philips, Sony<br />

und LG zeigen.<br />

Samsung etwa setzt bei der Anlage HT-E6759W (1.300 Euro, Bild oben) und<br />

beider HT-E6500 (700 Euro) auf den Klang von Röhren in den Vorstufen, um<br />

Musik wärmer erklingen zu lassen. Es ist auch optisch ein Highlight, wenn<br />

Röhren im Betrieb rot leuchten. Die HT-E6759W ist mit den auch nach oben<br />

abstrahlenden Front-Lautsprechern und der drahtlosen Versorgung der Rücklautsprecher<br />

das Premium-Modell von Samsung.<br />

Kompakter geht es mit der BH5320F (zweites Bild) bei den Landsleuten von<br />

LG zu. Dennoch besitzt die Anlage alles, was sie braucht: ein 3D-Blu-ray-Laufwerk,<br />

400 Watt Leisung und einen UKW-Tuner. Gleichzeitig ist das aus Würfeln<br />

bestehende 2.1-Set ein Blickfang in jedem Wohn- und Schlafzimmer, wo es<br />

gerne als Mini-Hi-Fi-Anlage dient.<br />

Auf beste Klangqualität legt Panasonic bei der SC-BTT590 (600 Euro, drittes<br />

Bild) großen Wert. Dafür setzen die Japaner in den Front-, Center- und Surround-Lautsprechern<br />

auf ein neuartiges Membran-Material: Bambuskohle. Für<br />

mächtigen Basssound soll ein Downfire-Subwoofer sorgen. Die Gesamtleistung<br />

beträgt laut Datenblatt starke 1.000 Watt. In einem ersten Hörtest konnte das<br />

System bereits überzeugen.<br />

Auf genauso viel Leistung mittels eines Digitalverstärkers setzt Philips bei<br />

der HTS5563 (ca. 400 Euro, viertes Bild). Damit trotz der kleinen Lautsprecher<br />

auch tiefe Frequenzen nicht vernachlässigt werden, nutzen die Niederländer<br />

ein Bassreflexsystem mit zwei Bassröhren.<br />

Im Mai dürfen sich Design-Liebhaber auf die 2.1-Blu-ray-Anlage Sony BDV-<br />

NF620 (Bild unten) freuen. Die Zentrale mit Verstärker und Player orientiert<br />

sich am Design der PlayStation 3, während die flachen Lautsprecher perfekt<br />

zum TV passen: an der Wand befestigt oder seitlich auf dem Regal platziert.<br />

Auch sonst lesen sich die Ankündigungen und Datenblätter der neuen Bluray-Anlagen<br />

vielversprechend. Umfangreiche Online-Funktionen mit WLAN,<br />

DLNA oder Online-Portal sind etwa für die meisten Geräte angekündigt.<br />

SAMSUNG<br />

LG<br />

PANASONIC<br />

PHILIPS<br />

SONY<br />

60


BOSTON ACOUSTICS<br />

Für alle Fälle<br />

www.bostona.eu // 150 Euro<br />

Mit dem Bravo 20 bringt Boston Acoustics einen<br />

kompakten Mehrzweck-Lautsprecher auf den Markt.<br />

Mehrzweck deshalb, da sich der Bravo 20 an Wänden,<br />

in Ecken und anderen schwer zugänglichen Stellen<br />

wohl fühlt – an Positionen also, die dem Anwender<br />

von herkömmlichen Lautsprechersystemen sonst<br />

versagt bleiben. Ein anpassungsfähiger Montagebügel<br />

ermöglicht es, den Lautsprecher flexibel zu integrieren.<br />

Das zylindrische und zugleich keilförmige<br />

Gehäuse des Bravo 20 enthält einen 115-mm-Tieftöner<br />

und einen 25-mm-VR-Aluminium-Hochtöner mit AMD<br />

zur Optimierung der Frequenz-Charakteristik.<br />

Wird ein Boxenpaar vertikal<br />

in den Ecken eines Raumes<br />

platziert, soll der Bravo 20<br />

eine überraschend große<br />

Bühne erzeugen. Ein geführter<br />

Luftkanal trägt zur<br />

Belüftung des Lautsprechers<br />

bei. Sein dünnes<br />

Metallprofil ermöglicht es<br />

dem Lautsprecher, offen zu<br />

„atmen“.<br />

BEYERDYNAMIC<br />

Raumklang<br />

www.beyerdynamic.de // ab 830 Euro<br />

Raumklang ganz ohne Lautsprecher: beyerdynamic<br />

bietet mit seiner Kombination aus Kopfhörer und Prozessor<br />

Surround-Sound direkt auf die Ohren. Mit dem<br />

Headzone-Konfigurator startet die Firma nun einen<br />

Online-Shop, in dem Klang-Enthusiasten ihr persönliches<br />

Surround-Set individuell zusammenstellen können.<br />

Die Basisstation H 1 wurde im Preis auf 890 bzw.<br />

830 Euro gesenkt und lässt sich nun mit verschiedenen<br />

Kopfhörern des Heilbronner Audiospezialisten kombinieren.<br />

Die Palette reicht vom Gaming Headset MMX 300<br />

über den Klassiker DT 880 bis hin zum audiophilen T 1<br />

mit der revolutionären Tesla-Technologie. Wer mag, kann<br />

die Steuerzentrale Headzone H 1 auch einzeln bestellen<br />

und an seinen eigenen, bereits vorhandenen Kopfhörer<br />

anschließen.<br />

PHILIPS<br />

FIRMA<br />

Eine ganz tolle Head<br />

www.internet.de // 000 Euro<br />

Für die City<br />

www.philips // 100 Euro<br />

Mit der CitiScape-Kollektion<br />

bietet Philips Kopfhörer an, die<br />

von und für Stadtmenschen<br />

konzipiert sind. Bei der Entwicklung<br />

der Kollektion hat sich Philips von sechs<br />

dynamischen Weltmetropolen und musikbegeisterten<br />

Stadtmenschen inspirieren lassen. Über hundert kreative<br />

Köpfe aus New York, London, Berlin, Shanghai, Paris und<br />

Tokio haben bei der technologischen Entwicklung sowie<br />

der Gestaltung mitgewirkt und ihren Stil einfließen<br />

lassen. Das Ergebnis ist eine Kopfhörer-Kollektion, die<br />

zum urbanen Look der jeweiligen Metropole passt. Um<br />

den Geräuschpegel des Großstadtdschungels zu<br />

reduzieren, sind die Kopfhörer mit Technologien<br />

zur Schallabstrahlung ausgestattet. Momentan<br />

gibt es drei Modelle mit Kopfbügeln: den Uptown,<br />

den Downtown sowie den Shibuya.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

61


TON | TEST: AV-RECEIVER<br />

Autor: Reinhard Otter // Redaktion: Andreas Greil // Bilder: Hersteller<br />

Online-Bewerbung<br />

Das Jobprofil eines AV-Receivers hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Selbst<br />

von “Berufseinsteigern” wie dem Onkyo TX-NR414 erwartet man neben klassischen<br />

Talenten Internet-Kenntnisse, Networking-Talente und Datenmanagement-Skills.<br />

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe<br />

ich mich um die Stelle als AV-Receiver in Ihrem<br />

Wohnzimmer. Erlauben Sie mir, für meine künftige<br />

Tätigkeit die Funktionsbezeichnung Data Manager Music<br />

in der Abteilung Private Network zu wählen, denn sicher<br />

erwarten Sie von mir mehr als nur Kino-Raumklang.“<br />

Der Surround-Receiver wird zum Networker<br />

So, wie es heute keine Automechaniker mehr gibt, sondern<br />

„Mechatroniker, Fachrichtung Automotive“ ausgebildet<br />

werden, sterben auch die klassischen Hi-Fi- und AV-Komponenten<br />

nach und nach aus. CD-Player werden zu Streaming-Clients<br />

für HD-Audioformate, UKW-Tuner zu Webradio-Empfängern.<br />

AV-Receiver heißen zwar weiterhin<br />

AV-Receiver, doch bei ihnen verhält es sich so wie mit den<br />

Ingenieuren der Elektrotechnik: Die lernten früher mal,<br />

wie man Hi-Fi-Verstärker entwickelt. Heute programmieren<br />

sie eher die Firmware zur Steuerung von HD-Decodern<br />

und Videowandlern, um mal im Bild der Unterhaltungselektronik<br />

zu bleiben. Hier wie dort hat das Auswirkungen<br />

auf das Beschäftigungsprofil: Kaum ein Ingenieur<br />

findet noch einen Job, wenn er nur Analogtechnik beherrscht<br />

– ebenso wie AV-Receiver ohne Netzwerk-Funktionen<br />

weniger Chancen auf den Verkaufserfolg haben.<br />

Der Onkyo TX-NR414 ist der erste Vertreter des Jahrgangs<br />

<strong>2012</strong> und derzeit einer der preisgünstigsten AV-<br />

Receiver mit Netzwerk- und Internet-Funktionen überhaupt<br />

– genau das richtige Gerät also für den Einstieg in<br />

Webradio, DLNA-Streaming und Cloud-Musikdienste im<br />

Wohnzimmer. Von diesen Features hat er eine Menge an<br />

Bord. Zum Beispiel Spotify: Er kam quasi zeitgleich mit<br />

dem Start dieser Musik-Flatrate in Deutschland auf den<br />

Markt und bietet so als erste Surround-Komponente einen<br />

Zugang dafür – ebenso zu Last.fm, AUPEO!, vTuner und<br />

MP3tunes.com: Die gesammelten Funktionen sind auf den<br />

Seiten 63 und 65 in der rechten Spalte illustriert.<br />

Alle fünf Netzwerkdienste lassen sich am TX-NR414 auf<br />

einfache Weise nutzen: Netzwerk-Menü aufrufen, Dienst<br />

wählen, und schon geht es los – im Zweifel mit der Anmeldung.<br />

Das Ganze läuft flüssig, aber wenig ästhetisch, weil<br />

das zeichenorientierte Menü kaum schlichter ausfallen<br />

könnte.<br />

62


Die Netzwerk-Funktionen<br />

Alle Onkyo-Receiver mit NR im Namen verfügen über einen<br />

Netzwerk-Anschluss, über den sie verschiedene Onlineund<br />

Streaming-Dienste aufrufen. Der TX-NR414 ist das<br />

preisgünstigste Modell mit LAN-Anschluss, das Netzwerk-<br />

Menü ist sehr spartanisch gestaltet.<br />

Teurere Modelle bieten laut Onkyo eine grafische Benutzeroberfläche,<br />

die auch Album-Cover anzeigt. In puncto Netzwerk-Musikfunktionen<br />

liegt der neue Onkyo-Player mit den<br />

edleren Receivern gleichauf. Auf der Fernbedienung wird<br />

das Netzwerk-Menü wie ein Zuspieler aufgerufen, danach<br />

lässt es sich auf dem TV-Schirm oder über das Front-Display<br />

steuern.<br />

Der USB-Anschluss<br />

an der Front spielt<br />

Musik von Speichersticks<br />

oder Festplatten<br />

ab und steuert<br />

iPod oder iPhone.<br />

ONKYO TX-NR414 € 450<br />

viele HDMI-Anschlüsse, USB,<br />

Netzwerk, iPod-/iPhone-Steuerung<br />

wenige pegelfeste Endstufen,<br />

minimalistisches Menü, dünner Bass<br />

gut 60 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Netzwerk-Menü: Einfacher geht‘s kaum – mit dem Cursorkreuz ruft man die<br />

jeweilige Funktion auf und drückt auf ok, dann startet die nächste Ebene. Bei<br />

einigen Diensten muss man sich anmelden, um alle Funktionen nutzen zu können.<br />

Das erfolgt über eine sehr schlichte Bildschirmtastatur.<br />

Die nächstgrößeren Modelle TX-NR515 und 616 sollen<br />

die gleichen Online-Funktionen bieten, dazu aber ein<br />

grafisches Menü. Das soll neben Songtiteln etwa auch Album-Cover<br />

anzeigen. Zum Testzeitpunkt waren diese Geräte<br />

aber noch nicht verfügbar.<br />

Talente vor Ort sind gefragt<br />

Neben Musik aus der Wolke oder Radio aus dem Web ist<br />

auch vor Ort universelle Medienkompetenz gefragt. Der<br />

TX-NR414 enttäuscht trotz seiner geringen „Gage“ nicht:<br />

Er spielt Musik in allen üblichen Formaten von USB-Speichern<br />

oder per DLNA-Medienabruf über das lokale Netzwerk.<br />

Neben MP3, WMA, AAC und unkomprimierten<br />

PCM-Tracks verarbeitet er auch Ogg Vorbis und das bei<br />

Hi-Fi-Fans beliebte, verlustfreie FLAC-Format mit Digitalauflösungen<br />

bis 192 Kilohertz und 24 Bit. Das ist unter<br />

Netzwerk-Receivern nicht selbstverständlich.<br />

Daneben lässt sich aber auch ein iPod oder ein iPhone<br />

über den USB-Anschluss und ein Apple-Dock anschließen<br />

und bei der Musikwiedergabe per Fernbedienung steuern.<br />

Apples Streaming-Protokoll AirPlay beherrscht der ➜<br />

AUPEO! stellt nach Stimmungen, Genres oder eigenen<br />

Bewertungen sortiert ein individuelles Musikprogramm<br />

zusammen. Vorgegebene Stimmungs- oder Genrekanäle<br />

lassen sich auch ohne Anmeldung im Menü wählen.<br />

Last.fm ist der Klassiker unter den individuellen Radiodiensten.<br />

Als angemeldeter Nutzer kann man Lieblingskünstler<br />

oder Genres sowie laufende Stücke bewerten<br />

und bekommt dann passende Musik vorgestellt.<br />

05_<strong>2012</strong><br />

63


TON | TEST: AV-RECEIVER<br />

Die kompakte Fernbedienung<br />

hat sinnvoll<br />

gegliederte Tasten,<br />

die allerdings<br />

etwas schwammig<br />

reagieren.<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Internet<br />

MESSWERTE<br />

Onkyo<br />

TX-NR414<br />

450 Euro<br />

www.onkyo.de<br />

Abmessungen (B x H x T)<br />

43,5 x 17,4 x 32,8 cm<br />

Gewicht<br />

9,0 kg<br />

Sinusleistung Stereo 8/4 Ohm 2 x 27 / 48 W (kurzz.: 99/139 W)<br />

Sinusleistung Surround 8/4 Ohm 5 x 22 / 22 W (68/64 W)<br />

Stromverbrauch Standby / Betrieb<br />

0,1 / 48,6 W<br />

Garantie<br />

2 Jahre<br />

AUSSTATTUNG<br />

Hochpegel- / Phono-Eingänge 6 / –<br />

Hochpegel-Ausgänge<br />

1x SW + Z2<br />

6-Kanal-Eingang –<br />

6-Kanal-Vorverstärker-Ausgang –<br />

8-Kanal-Eingang –<br />

8-Kanal-Vorverstärker-Ausgang –<br />

Ls. Front / Center / Rear / Surr. Back 2 / 1 / 2<br />

Tuner UKW / MW / DAB / Internet-Radio •/ • / – / •<br />

Koaxial-Digital-Eingänge / -Ausgänge 2 / –<br />

Optische Digital-Eingänge / -Ausgänge 2 / –<br />

USB-Anschlüsse<br />

•<br />

Dolby Digital / EX / Dolby Pro Logic 2 / 2 x •/ – / • / –<br />

DTS / DTS ES / Discrete / 96–24<br />

• / – / • / •<br />

Dolby TrueHD / DTS-HD<br />

• / •<br />

Einmess-Automatik –<br />

Lip Sync Delay<br />

•<br />

Fernbed. lernfähig / programmierbar<br />

–/ •<br />

Trennfrequenzen fix / var. / Stufen – / • / 10<br />

HDMI-Eingänge / -Ausgänge 6 / 1<br />

Video-Eingänge / -Ausgänge 5 / 1<br />

S-Video-Eingänge / -Ausgänge – / –<br />

Video-Komp.-Eingänge / -Ausgänge 2 / 1<br />

Video-Konverter –<br />

Besonderheiten<br />

ARC, iPod-Direkt-Eingang,<br />

Ethernet, Last.fm, Spotify,<br />

• = ja // – = nein<br />

AUPEO!, MP3tunes.com etc.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

KLANGQUALITÄT max. 300 Punkte BEFRIEDIGEND 56% 169<br />

Stereo (150) befriedigend 77<br />

Surround (150) gut 92<br />

AUSSTATTUNG max. 165 Punkte BEFRIEDIGEND 58% 96<br />

Audio (100) gut 62<br />

Video (65) befriedigend 34<br />

BEDIENUNG max. 75 Punkte GUT 71% 53<br />

am Gerät (30) gut 20<br />

via Fernbedienung (45) gut 33<br />

VERARBEITUNG max. 60 Punkte GUT 68% 41<br />

Anmutung (30) gut 20<br />

Material (30) gut 21<br />

TESTURTEIL max. 600 Punkte GUT 60% 359<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

GUT<br />

Damit wurde<br />

getestet<br />

Adeles Album 21 verkörpert umwerfend<br />

die Vielfalt dieser mitreißenden Sängerin.<br />

Ihre Stimme ist der Beweis dafür, dass<br />

die Musik allein – ohne Dramen, Drogenexzesse<br />

und viel Show – die Massen<br />

bewegen kann. Adeles Gesang zwingt<br />

Verstärker zu Höchstleistungen, damit<br />

diese Vielfalt herüberkommen kann.<br />

Player dagegen nicht. Von Apple-Geräten über das lokale<br />

Netzwerk streamen kann im Hause Onkyo derzeit nur der<br />

NetzwerkTuner T-4070. Kein Wunder: Apple verlangt satte<br />

Lizenzgebühren.<br />

Wie steht‘s mit klassischen Qualitäten?<br />

Trotz aller Online-Talente dürfen Basisfunktionen eines<br />

AV-Receivers nicht unter den Tisch fallen. Für digitale Zuspieler<br />

bietet der TX-NR414 sechs HDMI-Eingänge – Bluray-Player,<br />

HDTV-Receiver, Spielkonsolen und weitere<br />

HD-Quellen können diese nutzen. Daneben warten je zwei<br />

optische und koaxiale Digitaleingänge und sechs Cinch-<br />

Buchsenpaare auf Input. Allerdings ist die Zuordnung der<br />

Anschlüsse begrenzt: Der Receiver kann ein halbes Dutzend<br />

Zuspieler verwalten.<br />

Was Ausgänge betrifft, ist der TX-NR414 ein 5.1-Receiver<br />

mit einzelnen Boxenanschlüssen. Umschaltbare Frontboxen<br />

oder die Nutzung der Rear-Endstufen für die Nebenraum-Beschallung<br />

sieht er nicht vor. Immerhin hat er eine<br />

Zone-2-Funktion mit Stereo-Vorverstärker-Ausgängen.<br />

Abschlussprüfung mit Musik und Filmton<br />

Ingenieure lernten früher unter anderem, Hi-Fi-Verstärker<br />

zur Perfektion zu bringen. Zu diesen Perfektionisten gehört<br />

auch der Audio-Messtechniker Michael Götzinger<br />

von der TESTfactory (unser verlagseigenes Testlabor und<br />

darüber hinaus ein unabhängiges, international anerkannte<br />

Prüflabor). Er testete die Musikleistung des TX-NR414.<br />

Auf zwei und fünf Kanälen, also der Richtschnur für die<br />

Dauerbelastbarkeit des Receivers, lieferte der Player 82<br />

Watt an vier und 69 Watt an acht Ohm im Surround- sowie<br />

156 und 111 Watt im Stereo-Betrieb – für kleine bis mittelgroße<br />

Räume sind das akzeptable Werte. Allerdings konnte<br />

der Player in der Sinusleistungsmessung kein dauerhaft<br />

sauberes Signal mit voller Leistung liefern: Im Stereo-Betrieb<br />

mussten die Techniker ihn nach wenigen Sekunden<br />

64


MP3tunes.com ist ein Musik-Cloud-Dienst mit eigenem<br />

Online-Speicher, den man mieten kann. Dort lädt<br />

man seine MP3-Sammlung hoch und kann die Musik<br />

dann nach Genres, Künstlern oder Alben sortiert aufrufen.<br />

Je sechs HDMI-und Cinch-Hochpegel-Eingänge sowie vier Digitalbuchsen<br />

warten auf Zuspieler. Allerdings sind insgesamt nur<br />

sechs Quellgeräte wählbar – einige Buchsen bleiben ungenutzt.<br />

von 139 auf 41 Watt herunterregeln, im 5.1-Betrieb von 64<br />

auf 22 Watt, um ein sauberes Sinussignal zu erhalten. Das<br />

muss sich klanglich nicht direkt auswirken, spricht aber<br />

auch nicht für ein besonders stabiles Endstufenlayout.<br />

Beim Hörtest bildeten ein günstiger Denon-Receiver<br />

vom Typ AVR-1611 und der Vorvorgänger TX-SR507 von<br />

Onkyo den Vergleichsmaßstab. Im Stereodurchgang<br />

spielte der TX-NR414 spritzig auf und intonierte etwa Popmusik<br />

oder Rock-Klassiker mit schöner Dynamik. Der Denon<br />

verlieh im Vergleich dazu Stimmen eine rundere Note,<br />

während der TX-SR507 einen etwas knackigeren Bass-<br />

Punch bot. Als Adeles Welthit Rolling in the Deep erklang,<br />

konnte der neue Onkyo klanglich nicht ganz mit den ehemals<br />

gleich teuren Nicht-Netzwerkern mithalten.<br />

Im Surround-Durchgang relativierte sich der Unterschied:<br />

Kinoeffekte und Dialoge kamen schön zur Geltung.<br />

HD-Soundtracks von Blu-ray Discs mit feinen klanglichen<br />

Nuancen in der Raumatmosphäre oder subtile Basseffekte<br />

wirkten vom TX-NR414 dennoch weniger plastisch als etwa<br />

vom TX-SR507. Dabei klang der Neuling aber nie wirklich<br />

nervig, nur eben nicht ganz so feinsinnig und einen<br />

Tick weniger dynamisch.<br />

Fazit<br />

Die Talente des TX-NR414 in neuen Medien sind beeindruckend.<br />

Doch auch Onkyo kann die Gesetze des Marktes nicht<br />

aushebeln: Was er an Netzwerk-Talenten hat, das fehlt dem<br />

Player beim Sound: Er klingt nicht schlecht, nur eben weniger<br />

mitreißend als so mancher Konkurrent. Wer damit leben<br />

kann und möglichst viele Funktionen möglichst günstig<br />

sucht, der kann getrost zuschlagen. Alle anderen<br />

sollten die größeren Geschwister oder<br />

die Bewerber der Konkurrenz abwarten. ■<br />

REINHARD OTTER,<br />

AV-RECEIVER-EXPERTE<br />

Spotify bietet gegen eine monatliche Gebühr Zugang zu<br />

über 16 Millionen Songs, verwaltet diese in Playlists<br />

und teilt Freunden auf Wunsch über Facebook mit, was<br />

gerade läuft. Am AV-Receiver sind Playlists gut nutzbar.<br />

vTuner ist eines der bekanntesten Internet-Radio-Verzeichnisse.<br />

Hier sind fast alle Webradio-Stationen nach<br />

Regionen, Genres und Beliebtheit gelistet. Mit einem<br />

Login kann man eigene Favoritenlisten pflegen.<br />

Internet-Radio-Favoritenliste: Internet-Radiostationen lassen sich über einen<br />

eigenen Account bei vTuner speichern. Einfacher und ohne Anmeldung ist aber die<br />

Favoritenliste im Receiver selbst: Bis zu 40 Sender lassen sich hier aus dem laufenden<br />

Programm heraus per Knopfdruck als Favoriten speichern.<br />

05_<strong>2012</strong><br />

65


TON | TEST: 2.0-WIRELESS-LAUTSPRECHER<br />

IM TEST<br />

2.0-WIRELESS-LAUTSPRECHER<br />

AUDIO PRO LIVING LV2 € 800<br />

CANTON YOUR_STICK/YOUR_DUO € 600<br />

DYNAUDIO XEO 3 € 1.500<br />

TEUFEL RAUMFELD SPEAKER M € 600<br />

Autor: Michael Jansen // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller<br />

Drahtlos glücklich<br />

„Streaming“ ist das Zauberwort und die Zukunft des Musikhörens und Heimkinos.<br />

Wir haben uns vier interessante Stereo-Lösungen angeschaut und angehört. Dabei<br />

offenbarte sich eine schöne neue Audiowelt.<br />

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Fernseher<br />

wäre ein Soundbar mit einem<br />

so guten Klang integriert, dass Sie<br />

über die eingebauten Lautsprecher<br />

auch erstklassig Musik hören könnten. Ihr<br />

Fernseher besäße eine eingebaute Festplatte<br />

für Ihre Musik- und Filmsammlung und würde<br />

zudem noch Internet-Streaming möglich<br />

machen. Außerdem könnte das Multitalent<br />

noch in mehrere Zimmer den Ton streamen,<br />

wo es von Aktivlautsprechern wiedergegeben<br />

würde. Wofür bräuchten Sie dann noch<br />

monströse AV-Receiver und antiquierte CD-<br />

Spieler, geschweige denn große Standboxen<br />

sowie Center und Rear-Speaker? Eine schöne<br />

neue Welt, oder? Doch so weit ist es leider<br />

noch nicht. Genau genommen fehlt es lediglich<br />

an der guten Schallwandlung – der Rest<br />

ist eigentlich schon Stand der Technik.<br />

Was gibt es heute schon, um mit wenig<br />

Hardware guten Ton in viele Räume zu bekommen?<br />

Schon – oder sollte man besser sagen:<br />

noch – ist der Computer das Zentrum,<br />

das Musikorgan. Immer mehr Konsumenten<br />

hören von der Festplatte und spielen den Ton<br />

bestenfalls über eine große Hi-Fi-Anlage ab.<br />

Doch was wäre, wenn Ihr Laptop oder Smartphone<br />

die Musik aus dem Internet drahtlos<br />

an diverse Aktivboxen in der Wohnung streamen<br />

würde, von denen ein Pärchen den Fernsehton<br />

zudem analog entgegennehmen und<br />

aufpäppeln könnte? Minimalistisch und einfach,<br />

aber gut.<br />

66


TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Audio Pro<br />

Living LV2<br />

800 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 700 Punkte BEFRIEDIGEND 56% 391<br />

Natürlichkeit (100) befriedigend 54<br />

Auflösungsvermögen (100) befriedigend 58<br />

Räumliche Abbildung (100) befriedigend 57<br />

Spielfreude (100) befriedigend 58<br />

Basspräzision (100) befriedigend 55<br />

Tiefgang (100) gut 61<br />

Pegelfestigkeit (100) befriedigend 48<br />

AUSSTATTUNG max. 70 Punkte SEHR GUT 76% 53<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte GUT 69% 166<br />

Anmutung (120) gut 83<br />

Material (120) gut 83<br />

TESTURTEIL max. 1010 Punkte GUT 60% 610<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Im roten Leder-Outfit machen die LV2-Boxen<br />

eine gute Figur. Dank Bass-Entzerrung spielen<br />

sie für ihre Größe recht bassstark. Zudem sind<br />

sie tadellos verarbeitet.<br />

Auch bei Audio Pro aus Schweden<br />

hat in den letzten Jahren<br />

ein Umdenken stattgefunden.<br />

Man setzt nicht mehr nur auf die klassische<br />

Hi-Fi-Anlage mit CD-Player,<br />

Verstärker und Boxen, sondern vielmehr<br />

auf ein neues Konzept: Audio<br />

Pro sieht in Dongles als drahtlose Tonsender<br />

in Verbindung mit kleinen,<br />

aber feinen Aktivboxen die Zukunft<br />

der Audio-Wiedergabe. Audio Pro ist<br />

überzeugt: Heute hört man Musik von<br />

der Festplatte, es fehlt nur die Schnittstelle<br />

zur guten Audio-Übertragung.<br />

Dongles zum Funken<br />

Die Grundkonfiguration der Audio-<br />

Pro-Idee bildet ein Paar LV2-Aktivlautsprecher<br />

und der Sende-Dongle<br />

TX-100 für drahtloses Streaming. Ob<br />

über den Weg Computer, WLAN, Air-<br />

Port Express und TX-100 oder besser<br />

mit weniger DA/AD-Wandlung vom<br />

Computer direkt über den USB-Port<br />

via TX-100-Sender zu den Aktivboxen,<br />

mehr braucht man nicht für eine gute<br />

Musikwiedergabe. In beiden Fällen<br />

bieten sich passende Apps wie Remote<br />

oder Splashtop an, um etwa mit dem<br />

iPhone als Fernbedienung die gesamte<br />

Musikbibliothek des Rechners zu verwalten.<br />

Natürlich darf auch der Equalizer<br />

von iTunes zum Einsatz kommen,<br />

wenn etwa eine Party eine sattere<br />

Sound-Abstimmung erfordert.<br />

Sogar ein Range Extender gehört<br />

zum Audio-Pro-Programm. Auch unter<br />

schwierigen Sende- und Empfangsbedingungen<br />

etwa in Häusern mit dicken<br />

Stahlbetonwänden hält dieser<br />

den Funkkontakt aufrecht.<br />

Die mitgelieferte Fernbedienung<br />

kann bis zu drei Zonen verwalten, um<br />

etwa in drei verschiedenen Räumen<br />

die Lautstärke der Aktivboxen getrennt<br />

zu regeln. Möchte man auch<br />

den Fernsehton zu einem Paar Boxen<br />

senden, nutzt man einfach den Line-<br />

Out des Fernsehers und verbindet ihn<br />

mit dem Analogeingang des TX-100-<br />

Senders – schon ist auch der TV-Ton<br />

in guter Qualität hörbar.<br />

Für den guten Ton haben die Schweden<br />

in die kleinen Zwei-Wege-Boxen<br />

einiges an Technik verpflanzt: Zwei<br />

25 Watt starke Digitalverstärker treiben<br />

einen 11 Zentimeter großen Tief-/<br />

Mitteltöner und eine 25-Millimeter-<br />

Gewebekalotte an. Die Frequenzweiche<br />

ist konsequenterweise auch digital,<br />

was neben einer steilen Filterung<br />

bei 4.000 Hertz auch Eingriffe in die<br />

Übertragungsfunktion erlaubt, um etwa<br />

Korrekturen vorzunehmen und<br />

dem Bass auf die Sprünge zu helfen.<br />

Apropos Bass: Obwohl die LV2 die<br />

kleinste Box in diesem Vergleichstest<br />

ist, spielte sie – wenn auch zulasten<br />

des möglichen Maximalpegels – am<br />

tiefsten in den Frequenzkeller. Stimmen<br />

wirkten direkt, zuweilen fehlte<br />

nur etwas Grundtonwärme.<br />

Hinter der magnetisch<br />

haftenden Frontbespannung<br />

verbergen<br />

sich gute Chassis sowie<br />

der Infrarot-Empfänger<br />

für die Fernbedienungssignale.<br />

Wem das Basspotenzial der LV2 nicht reicht, der darf einen<br />

passenden Funk-Subwoofer von Audio Pro hinzustellen. Als<br />

Grundkonfiguration werden die Boxen mit Fernbedienung und<br />

einem Sende-Dongle TX-100 geliefert. Möchte man die Musik<br />

zudem drahtlos zu einer vorhandenen Stereoanlage funken,<br />

findet man bei Audio Pro auch passende Empfangs-Dongles.<br />

Funktionalität: Mit beliebig vielen Sendeund<br />

Empfangs-Dongles respektive Funk-<br />

Boxen lässt sich das Audio-Pro-Set<br />

zu einem komplexen Multi-<br />

Room-System ausbauen.<br />

| 05_<strong>2012</strong><br />

67


TON | TEST: 2.0-WIRELESS-LAUTSPRECHER<br />

your_Stick ist eine<br />

USB-Soundkarte<br />

mit Funk-Funktionalität.<br />

Damit kann die<br />

Musik vom Rechner<br />

zu den Boxen gesendet<br />

werden. Ein<br />

zusätzlicher Analogeingang<br />

nimmt zudem<br />

Tonsignale etwa<br />

vom iPhone entgegen.<br />

Mit dem your_Sub,<br />

einem ebenfalls<br />

drahtlos ansteuerbaren<br />

Subwoofer,<br />

lässt sich der Frequenzbereich<br />

der<br />

your_Duo- oder<br />

your_Solo-Boxen<br />

um fast eine Oktave<br />

nach unten ausbauen.<br />

Der Würfel mit<br />

einer Kantenlänge<br />

von ca. 30 Zentimetern<br />

kommt ab August<br />

in den Handel.<br />

Die Qual der Wahl:<br />

Cantons your_Duo<br />

gibt es in Hochglanz-<br />

Weiß oder -Schwarz.<br />

Die übersichtliche,<br />

gut in der Hand liegende<br />

Fernbedienung<br />

kann neben<br />

Lautstärke, Mute<br />

und Sender auch<br />

das Musik-Menü<br />

des iPhone steuern.<br />

Für gerade mal 600 Euro stellt<br />

Canton mit dem your_Duo und<br />

dem your_ Stick eine schicke,<br />

kleine Wireless-Beschallung zur Verfügung.<br />

Cantons Drahtlos-Offensive<br />

bietet aber noch mehr Komponenten,<br />

die sich in das System einbinden lassen.<br />

So ist etwa das your_ Dock, eine<br />

Docking-Station mit Ladefunktion<br />

und separatem analogen Cinch-Ausgang<br />

sowie Mini-Klinkeneingang, eine<br />

gute Investition (150 Euro), wenn<br />

Sie Ihren iPod oder Ihr iPhone mitspielen<br />

lassen wollen. Der Ausgang<br />

darf bei Bedarf gern die Musik des<br />

iPhone an die „alte“ Anlage leiten,<br />

während der Eingang etwa den Fernsehton<br />

entgegennimmt und zum<br />

your_Duo funkt.<br />

Mit iPhone-Steuerung<br />

Die dem your_ Duo-Set beigelegte<br />

Fernbedienung liegt gut in der Hand<br />

und dient sowohl zur Steuerung von<br />

iPhone und iPod als auch der Lautstärkeregelung<br />

sowie der Stummschaltung<br />

der Boxen. Um eine Quelle<br />

wie das your_ Dock oder den USB-<br />

Dongle your_Stick mit einem Boxenpaar<br />

zu synchronisieren, drückt man<br />

die entsprechende Taste auf der Fernbedienung.<br />

Damit lassen sich drei verschiedene<br />

Kanäle auswählen: An jedem<br />

Sender wird eine Farbe (Grün,<br />

Rot oder Blau) eingestellt. Schaltet<br />

man via Fernbedienung den Eingangskanal<br />

mit der entsprechenden<br />

Farbe um, kann man zwischen den<br />

Quellen wechseln.<br />

Die Funkfrequenzen der Sender,<br />

mit denen das Tonsignal in CD-Qualität<br />

gesendet wird, liegen – je nach<br />

Kanaleinstellung – um 2,4 GHz. Die<br />

A/D-Wandlung des analogen Ein-<br />

gangs von your_ Dock<br />

und your_Stick<br />

geht sogar mit 24 Bit/48 kHz vonstat-<br />

ten. Die Signalverarbeitung in den Ak-<br />

tivboxen intern ist konsequenterweise<br />

ebenfalls digital. Zwei Endstufen sorgen<br />

für den nötigen Antrieb der beiden<br />

Chassis. Verbaut ist Cantons SC-<br />

Technologie, die auch noch die letzten<br />

paar Hertz Tiefgang aus den Boxen<br />

herauskitzelt.<br />

Das Canton your_Duo hat einen direkten,<br />

gut auflösenden und für seine<br />

Größe bassstarken Klang. Diana Kralls<br />

Stimme im Song The Girl in the Other<br />

Room wird sehr klar und offen reproduziert<br />

und die Perkussion wirkt authentisch.<br />

Auch die möglichen Maximalpegel<br />

können überzeugen und reichen<br />

für den normalen Musikgenuss<br />

allemal aus.<br />

Das your_ Duo-Set wird seine Anhänger<br />

finden. Und zwar jene, die<br />

über das Klangniveau von Fernsehern<br />

hinaus gute Qualität gewohnt sind<br />

und sowohl Fernsehton als auch Musik<br />

mit guter Hi-Fi-Qualität genießen<br />

wollen, ohne gleich einen ganzen Hi-<br />

Fi-Turm aufstellen zu müssen.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Canton<br />

your_Stick/your_Duo<br />

600 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 700 Punkte BEFRIEDIGEND 57% 400<br />

Natürlichkeit (100) befriedigend 56<br />

Auflösungsvermögen (100) gut 62<br />

Räumliche Abbildung (100) befriedigend 58<br />

Spielfreude (100) befriedigend 59<br />

Basspräzision (100) befriedigend 56<br />

Tiefgang (100) befriedigend 55<br />

Pegelfestigkeit (100) befriedigend 54<br />

AUSSTATTUNG max. 70 Punkte SEHR GUT 76% 53<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte GUT 68% 162<br />

Anmutung (120) gut 81<br />

Material (120) gut 81<br />

TESTURTEIL max. 1010 Punkte GUT 61% 615<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

68


Die Xeo 3-Konstruktion ist von der Studiomonitor-Abteilung<br />

abgeschaut – mit Chassis eigener Fertigung sowie Aktivelektronik.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Dynaudio<br />

Modell Xeo 3<br />

Preis<br />

1.500 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 700 Punkte BEFRIEDIGEND 59% 415<br />

Natürlichkeit (100) gut 62<br />

Auflösungsvermögen (100) gut 60<br />

räumliche Abbildung (100) gut 60<br />

Spielfreude (100) befriedigend 58<br />

Basspräzision (100) gut 60<br />

Tiefgang (100) gut 60<br />

Pegelfestigkeit (100) befriedigend 55<br />

AUSSTATTUNG max. 70 Punkte SEHR GUT 86% 60<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte GUT 71% 170<br />

Anmutung (120) gut 85<br />

Material (120) gut 85<br />

TESTURTEIL max. 1010 Punkte GUT 64% 645<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Unplug and Play“ empfiehlt<br />

Dynaudio und will sagen:<br />

„Verkaufen Sie Ihre alte Anlage<br />

und streamen Sie Ihre Musik zu<br />

Xeo-Lautsprechern. Vergessen Sie<br />

CD-Player, D/A-Wandler, Vorverstärker,<br />

Endverstärker und Lautsprecherkabel,<br />

mit den Xeo-Wireless-Aktivboxen<br />

genügt Ihr Smartphone, um erstklassige<br />

Musik zu hören.“ Wer auf<br />

seine „alten“ Quellen nicht verzichten<br />

möchte, kann etwa auch einen CD-<br />

Player an den Transmitter anschließen.<br />

Es stehen zwei analoge und ein<br />

digitaler Toneingäng zur Verfügung<br />

sowie ein USB-Eingang für den direkten<br />

Draht zum Computer.<br />

Die mitgelieferte Fernbedienung<br />

verwaltet bis zu drei Räume und jeweils<br />

drei Eingänge. Sie können also<br />

im Wohnzimmer eine Klaviersonate<br />

von Mozart vom CD-Player hören, im<br />

Arbeitszimmer Pink Floyd als Internet-Stream<br />

und im Schlafzimmer<br />

Norah Jones vom iPhone – oder in allen<br />

drei Räumen dieselbe Musik.<br />

Der direkte Draht<br />

Basierend auf Dynaudios professionellen<br />

Monitoren für Tonstudios dürfen<br />

auch die Xeo-Schallwandler auf<br />

bewährte Technik zurückgreifen. Mit<br />

Xeo haben Sie also quasi den direktesten<br />

Draht zur Musik, denn das<br />

Tonstudio nimmt mit vergleichbaren<br />

Monitoren auf, und Xeo empfängt,<br />

verarbeitet und verstärkt das Signal<br />

digital. Sie hören nahezu verlustfrei<br />

das, was auch der Toningenieur bei<br />

der Abmischung gehört hat. Die drahtlose<br />

Übertragung findet in 16 Bit Auflösung<br />

und mit 48 kHz Sampling-Rate<br />

statt. Zwei 50-Watt-Verstärker treiben<br />

Dynaudios 28 Millimeter große Gewebekalotte<br />

und den 12 Zentimeter<br />

großen Tief-/Mitteltöner an.<br />

Der Anschluss der Xeos ist spielend<br />

leicht: Lautsprecher aufstellen, Stromkabel<br />

anschließen, den Transmitter<br />

dort aufstellen, wo ihre Quellen verfügbar<br />

sind, und losstreamen. Die<br />

beste Qualität ist sicherlich über den<br />

digitalen Eingang verfügbar, da man<br />

sich hier eine A/D-Wandlung spart.<br />

Unsere Ideal-Konfiguration war:<br />

iMac als Musik-Server via AirPort Express<br />

und Toslink-Kabel zum Transmitter.<br />

Dieser Übertragungsweg hat<br />

zudem den Charme, dass Ihr iPod<br />

oder iPhone via Remote-App als Fernbedienung<br />

der gesamten Musikbibliothek<br />

zu verwenden ist.<br />

Der Klang ist beeindruckend. Dank<br />

Bass-Entzerrung verfügen die Xeos<br />

über ein sattes, gut differenziertes<br />

Bassfundament. Die Mitten und Höhen<br />

sind gut aufgelöst. Unser Tipp:<br />

Stellen Sie die Boxen neben Ihren<br />

Fernseher, damit auch der vom Xeo-<br />

Klang profitiert. Und damit können<br />

Sie auch Filme in guter Hi-Fi-Qualität<br />

genießen.<br />

Dynaudios Transmitter kann die Signale von bis zu vier Quellen<br />

– von zwei analogen und zwei digitalen (einer davon über<br />

USB) – entgegennehmen und mit 16 Bit Auflösung sowie 48<br />

kHz Sampling-Rate auf 2,4 GHz Sendefrequenz an die Boxen<br />

funken.<br />

Dynaudio-Qualität:<br />

Die Verarbeitungsqualität<br />

lässt keine<br />

Wünsche offen. Der<br />

Kunde hat die Wahl:<br />

Hochglanz-Schwarz<br />

oder -Weiß. Je nach<br />

Aufstellung der Xeo<br />

3-Boxen helfen die<br />

mitgelieferte Sockelbleche,<br />

um eine Ausrichtung<br />

auf Ohrhöhe<br />

zu gewährleisten.<br />

HIGHLIGHT<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

69


TON | TEST: 2.0-WIRELESS-LAUTSPRECHER<br />

Ausbaufähig: Wer gestreamte Musik<br />

zur vorhandenen Anlage schicken<br />

möchte, darf sich den Connector<br />

(rechts) zulegen, mit der Base (links)<br />

lässt sich zudem ein WLAN-fähiger<br />

Musik-Server mit 160 GByte einbinden.<br />

Hingucker: Der Raumfeld-Controller<br />

mit Farbdisplay leitet spielend durch<br />

die Installation und dient als Fernbedienung<br />

sämtlicher Musikbibliotheken.<br />

Die Raumfeld Speaker<br />

M gibt es sowohl<br />

in Schleiflack-<br />

Schwarz als auch in<br />

Weiß. Praktisch: Die<br />

Lautstärke lässt sich<br />

auch an einer der<br />

beiden Boxen regeln.<br />

Teufel geht einen etwas anderen<br />

TWeg. Die Kooperation mit<br />

TRaumfeld zeigt Früchte: Die<br />

Raumfeld Speaker M sind ein WLANfähiges<br />

System, das alle Musikquellen<br />

wie etwa NAS-Server im heimischen<br />

Netzwerk oder Internet-Radio einbindet.<br />

Hierin unterscheidet sich das Berliner<br />

Drahtlos-Set von den Mitstreitern,<br />

die alle ihr eigenes proprietäres<br />

Funknetz für die Musik-Übertragung<br />

nutzen.<br />

Die Installation des Bundles Raumfeld<br />

Speaker M und Controller ist<br />

denkbar einfach: Beim ersten Start<br />

des Controllers wird den Komponenten<br />

Zugang zum heimischen WLAN-<br />

Netz gewährt, der Hörzone ein Name<br />

gegeben, und schon kann man Inter-<br />

net-Radio hören. Ist etwa ein NAS-<br />

Server im Netz, kann auch dieser angewählt<br />

werden, und damit steht die<br />

gesamte Musikbibliothek zur Verfügung.<br />

Wer ein iPhone oder einen iPod<br />

besitzt, kann sich die 400 Euro für den<br />

Controller sparen, denn über eine kostenlose<br />

App haben auch die Apple-<br />

Produkte Kontrolle über die Musikdaten<br />

und die Installation.<br />

Hinter Raumfeld steht allerdings<br />

noch mehr als nur ein paar Wireless<br />

Speaker plus Controller. Das Portfolio<br />

weist zusätzliche Komponenten wie<br />

einen kleineren und auch größeren<br />

Lautsprecher aus sowie Connector<br />

und Base, mit denen sich eine Multi-<br />

Room-Streaming-Anlage inklusive<br />

Musik-Server aufbauen lässt.<br />

All in One<br />

Die gesamte Elektronik inklusive Verstärker<br />

der Raumfeld M steckt in einer<br />

der beiden Boxen, die andere be-<br />

kommt die Musik über ein Lautspre-<br />

cherkabel zugespielt. Ein Line-Ein-<br />

gang erlaubt zudem den Zugang einer<br />

analogen Quelle. In den Boxen geben<br />

jeweils ein 13 Zentimeter großer<br />

Tief-/Mitteltöner und eine 25 Milli-<br />

meter große Gewebekalotte den Ton<br />

an, während eine Bassreflex-Öffnung<br />

an der Rückseite für mehr Druck in<br />

den Tiefen sorgt.<br />

Im Hörtest erwies sich das Berliner<br />

Set als großer Herausforderer. Bis auf<br />

Dynaudios Drahtlos-Schallwandler<br />

konnte keiner der Testkandidaten im<br />

Maximalpegel vor allem im Bass mithalten.<br />

Die Raumfeld M klingen allemal<br />

größer, als sie sind. Dabei hat der<br />

warme Grundtonbereich einen großen<br />

Anteil am Eindruck. Die Mitten<br />

und Höhen sind nicht überzeichnet,<br />

sodass entspanntes Musikhören auch<br />

über längere Zeit möglich ist.<br />

Unterm Strich muss man Raumfeld<br />

Speaker M eine gute Klangnote attestieren.<br />

Bringt man selbst etwa ein<br />

iPhone mit, dann bekommt man bei<br />

Teufel schon für 600 Euro eine Streaming-fähige<br />

Beschallung, die auch<br />

stabil funktioniert.<br />

■<br />

KAUFTIPP<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Teufel<br />

Raumfeld Speaker M<br />

600 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 700 Punkte BEFRIEDIGEND 58% 403<br />

Natürlichkeit (100) befriedigend 58<br />

Auflösungsvermögen (100) befriedigend 58<br />

Räumliche Abbildung (100) befriedigend 59<br />

Spielfreude (100) befriedigend 56<br />

Basspräzision (100) befriedigend 58<br />

Tiefgang (100) befriedigend 56<br />

Pegelfestigkeit (100) befriedigend 58<br />

AUSSTATTUNG max. 70 Punkte SEHR GUT 84% 59<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte GUT 67% 160<br />

Anmutung (120) gut 80<br />

Material (120) gut 80<br />

TESTURTEIL max. 1010 Punkte GUT 62% 622<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

70


DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller Audio Pro Canton Dynaudio Teufel<br />

Modell Living LV2 your_Stick / your_Duo Xeo 3 Raumfeld Speaker M<br />

Preis in Euro 800 600 1.500 600<br />

Internet: www. audiopro.com canton.de dynaudio.com teufel.de<br />

DATEN & FAKTEN<br />

Lautsprecher (B x H x T) / Gewicht 14,5 x 21 x 18 cm / 2,9 kg 14 x 24 x 16 cm / 2,9 kg 17 x 28,1 x 26,2 cm / 6,4 kg 17,2 x 28,5 x 19 cm / 5,8 kg<br />

Subwoofer (B x H x T) / Gewicht – – – –<br />

Oberflächen Echtleder Hochglanzlack Klavierlack Schleiflack<br />

Farben Weiß, Schwarz, Rot Weiß, Schwarz Weiß, Schwarz Weiß, Schwarz<br />

Besonderheiten beliebig viele Quellen und Starter-Pack mit Stick-Duo mit Digitaleingang Controller optional<br />

Boxen kombinierbar<br />

TECHNIK LAUTSPRECHER<br />

Bauart Bassreflex Bassreflex Bassreflex Bassreflex<br />

Anzahl Wege 2 2 2 2<br />

Magnetisch geschirmt – – – –<br />

Besonderheiten aktiv aktiv aktiv aktiv<br />

TECHNIK TRANSMITTER<br />

Sender 2,4 GHz 2,4 GHz 2,4 GHz WLAN IEEE 802.11 g Client<br />

Auflösung 16 bit / 48 kHz 16 bit / 48 kHz 16 bit / 48 kHz 16 bit / 48 kHz<br />

Eingänge digital / analog – / 1 – / 1 1 / 2 – / 1<br />

USB Sender/Empfänger-Dongle your_Stick-Sende-Dongle 1 1<br />

Ethernet – – – 1<br />

Besonderheiten Subwoofer optional Subwoofer optional – –<br />

MESSWERTE<br />

Maximalpegel 85 dB 94 dB 97 dB 100,5 dB<br />

Untere Grenzfrequenz (– 6 dB) 46 Hz 60 Hz 44 Hz 57 Hz<br />

• = ja // – = nein<br />

Schon der erste Blick auf die Über -<br />

tragungsfunktionen lässt erahnen,<br />

welches Potenzial in den Aktivboxen<br />

steckt: Die Tonalität ist bei allen ohne<br />

Fehl und Tadel. Dank aktiver Entzerrung<br />

schaffen selbst Kleinboxen beachtliche<br />

untere Grenzfrequenzen. Dabei ist die<br />

minimale Bass-Anhebung aller Probanden<br />

erlaubt, nur so wirken die „Kleinen“<br />

wirklich bassstark.<br />

Die Audio Pro Living LV2-Boxen<br />

into nieren bis unter 50 Hz –<br />

allerdings zulasten des<br />

möglichen Maximalpegels.<br />

Die minimale Mittenanhebung<br />

des Canton-Sets zeichnet für<br />

die offene, direkte Spielart<br />

verantwortlich.<br />

HIGHLIGHT<br />

Bewährte Chassis-Technik und<br />

Aktivelektronik machen‘s<br />

möglich: eine vorbildliche<br />

Übertragungsfunktion.<br />

KAUFTIPP<br />

Bis auf eine sehr schmalbandige<br />

Mittenbetonung, die aber<br />

kaum hörbar ist, zeigt Raumfeld<br />

M keine Schwächen.<br />

Wireless Aktiv-Lautsprecher –<br />

ja oder nein?<br />

Musik streamen, ob aus dem Internet oder vom Musik-Server<br />

im eigenen WLAN-Netz, das ist die Zukunft. Auch wenn alle<br />

Systeme im Test zuweilen ein paar Sekunden brauchten, bis<br />

sie scharf gestellt waren, um Musik wiederzugeben. Stellt<br />

man den Nutzen gegenüber, so sind das nur kleine Bugs, an<br />

denen noch gefeilt werden müsste. Erst recht, wenn man<br />

bedenkt, dass man sich ganze Hi-Fi-Türme spart.<br />

Großes Potenzial<br />

Mit Aktivboxen, die das Tonsignal empfangen und bis zum<br />

Chassis digital führen und bearbeiten, ist ein großer Sprung<br />

in Sachen Klangqualität möglich. Und es werden sicherlich<br />

noch viele Anbieter auf den Wireless-Aktivboxen-Zug aufspringen<br />

– von den Billigmarken im Discounter<br />

bis zu namhaften High-End-Edelboxen-Herstellern.<br />

Schon dieses Testfeld hat gezeigt,<br />

welches Potenzial in dem Konzept steckt.<br />

Allen voran ließ Dynaudios Xeo 3 mehr als<br />

nur feinen Klang erahnen:<br />

Diese Zwei-Wege-<br />

Boxen mit dem Erbgut<br />

von Dynaudios Profischiene<br />

machten deutlich, was in<br />

dieser Boxengröße möglich ist: nicht nur Bassdruck und<br />

tonale Ausgewogenheit, sondern auch Auflösungsvermögen<br />

und mithin die Wiedergabe feinster Details.<br />

Die Raumfeld Speaker M konnten mit den Dänen nahezu<br />

mithalten. Das Bassvermögen war ähnlich potent, die Tonalität<br />

ähnlich ausgeglichen, nur die Feinzeichnung – der Raum<br />

um die Instrumente – war etwas weniger ausgeprägt.<br />

Cantons your_Duo schaffte für sein Format eine beeindruckende<br />

Bassleistung. Hinzu kam die Detailverliebtheit,<br />

mit der die Lautsprecher auch feinste Nuancen an die Oberfläche<br />

holten.<br />

Und das kleinste und schickste Set im Bunde? Das stylische<br />

Audio Pro Living LV 2 in rotem Leder spielt ähnlich wie<br />

Cantons your_Duo, nur der Maximalpegel ist etwas begrenzt.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

71


NETZWERK | NEWS & TRENDS<br />

Netzwerk<br />

74 Test: iPad 3 und Apple TV<br />

Mit besserer Bildqualität wollen die jüngsten Sprosse<br />

aus dem Hause Apple punkten. Gelingt das?<br />

76 Test: Netzwerk-Media-Player<br />

Sechs smarte Streaming-Spezialisten beweisen ihre<br />

Netzwerk- und Heimkino-Tauglichkeit.<br />

84 Umfrage: Online-Dienste in der UE<br />

Wir wollen wissen: Was bringen Smart <strong>TVs</strong>,<br />

Online-Videotheken und andere TV-Internet-Dienste?<br />

Weitere aktuelle News und Trends zum Thema<br />

Netzwerk finden Sie unter www.<strong>video</strong>-homevision.de<br />

Autor: Reinhard Otter // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller<br />

Voll vernetzt Musik hören<br />

Kein anderer Online-Musikdienst verbindet Musik, Nutzer und Musikmedien so einfach wie Spotify. Seit<br />

Mitte März ist der Streaming-Dienst auch in Deutschland verfügbar. Wir zeigen auf, warum er so beliebt ist.<br />

Premium-Abonnenten<br />

können Spotify<br />

an Computern,<br />

Smartphones und<br />

Netzwerk-Anlagen<br />

nutzen – allerdings<br />

nicht zeitgleich auf<br />

zwei Geräten.<br />

Spotify ist vergleichbar mit anderen Streaming-<br />

Diensten wie simfy oder Napster. Das Prinzip: Für<br />

eine monatliche Gebühr stehen 16 Millionen<br />

Songs online zum Abspielen bereit – ebenso viele<br />

wie bei simfy, eine Million mehr als bei Napster. Die Musik<br />

ist am PC verfügbar und lässt sich im Spotify Premium-<br />

Angebot auch auf Smartphones und vernetzte Anlagen<br />

wie etwa Onkyo-AV-Receiver, Philips Streamium-Anlagen<br />

oder Sonos-Multi-Room-Systeme streamen. Playlists lassen<br />

sich auch aufs Smartphone herunterladen und offline<br />

hören. Neben den Bezahl-Abos für 4,99 (Wiedergabe am<br />

PC) und 9,99 Euro (mit Smartphones und anderen Geräten)<br />

gibt es Spotify auch gratis. Dabei laufen alle Musiktitel<br />

am PC, allerdings mit Werbeunterbrechungen. In anderen<br />

Ländern beschränkt Spotify das Gratis-Zeitbudget pro<br />

Monat, hierzulande könnte das später auch kommen.<br />

Das Besondere an Spotify sind die Möglichkeiten, sich<br />

über Musik auszutauschen: Der Spotify-Account ist mit<br />

dem eigenen Facebook-Konto vernetzt, sodass automatisch<br />

auf der Facebook-Pinnwand des Nutzers steht, was er gerade<br />

hört. Freunde können dort direkt mithören und die<br />

Musik kommentieren. Die Funktion lässt sich deaktivieren,<br />

in Spotify selbst kann man aber unabhängig davon auch<br />

die Tracks und Playlists von Freunden mitverfolgen.<br />

Und Spotify integriert andere Medien. Man kann Musikrezensionen<br />

aus dem Rolling Stone oder von Motor.de im<br />

Programm lesen und die Musik dabei anhören. Spotify<br />

überträgt (scrobbelt) auf Wunsch auch Playlists automatisch<br />

an Last.fm, damit kann man die dort künftigen Radio-Sessions<br />

mitbestimmen. Musik vom Computer des<br />

Nutzers wird ebenfalls genutzt: Lieder, die dort ohne Kopierschutz<br />

gespeichert sind, übernimmt Spotify in die online<br />

verfügbare Sammlung. Die legendären Beatles oder<br />

Die Ärzte, die bei Spotify fehlen, werden so ergänzt.<br />

Über den Abgleich mit der Festplatte des Nutzers dürfte<br />

Spotify auch Urheberrechtsabgaben sparen. Die eigenen<br />

Titel des Nutzers wurden schließlich schon einmal als<br />

Download oder auf CD gekauft. Allerdings stand Spotify<br />

zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch in Verhandlungen<br />

über einen Vertrag mit der GEMA. Die verlangt für<br />

jede Wiedergabe eines Musikstücks eine Gebühr im Bereich<br />

von Cent-Bruchteilen – die Frage ist, wie viel.<br />

72


NETGEAR<br />

Powerline im Mini-Format<br />

www.netgear.de // 129 Euro<br />

So einfach lassen sich Fernseher, Player oder Receiver<br />

ins Netzwerk bringen: Die unauffälligen Powerline 500<br />

Nano-Adapter von Netgear sind nicht einmal 7 cm hoch<br />

und setzen trotzdem auf optimale Leistung. Die angegebene<br />

Maximal-Geschwindigkeit, mit der das Set Netzwerk-Daten<br />

durch die Stromleitung schickt, beträgt 500<br />

Mbit/s – ist also ausreichend, um auch hochauflösende<br />

Filme zu streamen. Versprochen sind auch eine kinderleichte<br />

Einrichtung und die Sicherung vor illegalem<br />

Zugriff. Die Adapter sollen – ganz energiefreundlich –<br />

weniger als 0,5 Watt im Standby-Betrieb verbrauchen.<br />

SYNOLOGY<br />

Zentral gespeichert<br />

www.synology.de // 130 Euro<br />

Netzwerk-Festplatten-Spezialist Synology tut etwas für<br />

Heimanwender. Mit der DS112j für 130 Euro kommt ein<br />

NAS auf den Markt, das perfekt ins vernetzte Heim passt.<br />

Denn mit nur einem Festplatten-Einschub ist das System<br />

äußerst kompakt. Gleichzeitig ist der DiskStation Manager<br />

4.0 jetzt offiziell verfügbar, der nicht nur die Installation<br />

und Konfiguration einfacher machen soll, sondern<br />

etwa auch mehr Cloud-Dienste und mobile Apps bringt.<br />

Unsere App-Empfehlungen des Monats machen<br />

Smartphones, Fernseher, Player und Receiver<br />

intelligenter: einfach im jeweiligen App Store<br />

suchen und installieren.<br />

IMDb<br />

Alle Infos zu Filmen, Schauspielern<br />

und Crew immer dabei.<br />

Verfügbar auf: iPhone, iPod,<br />

iPad und Android //<br />

Preis: kostenlos<br />

Die Internet Movie Database kennt sie alle: die schrägsten<br />

B-Movies, die Besetzung der kleinsten Nebenrollen, aber<br />

auch die größten Blockbuster. Wenn einem unterwegs<br />

der Titel eines Films nicht mehr einfällt, hilft diese App<br />

garantiert weiter. Oder man steht vor dem Kino und muss<br />

sich für einen Film entscheiden. Trailer, Bewertung und<br />

Inhaltsangaben geben einem sicherlich Orientierung. Außerdem<br />

kann der Nutzer Listen anlegen, damit er keinen<br />

Film vergisst, den er noch sehen will.<br />

radio.de<br />

Web-Radio für Smartphones<br />

und Tablet-PCs.<br />

Verfügbar auf: iPhone, iPod,<br />

iPad, Android und Squeezebox //<br />

Preis: kostenlos<br />

Warum auf die lokalen Sender beschränken, wenn einem<br />

Radio aus der ganzen Welt offensteht? Die App von radio.<br />

de macht portable Begleiter fit fürs Web-Radio. Über<br />

5.400 Sender stehen derzeit zum Empfang bereit. Damit<br />

sich der Nutzer dennoch zurechtfindet, sind sie logisch<br />

sortiert: etwa nach lokalen Sendern, den Top 100 oder<br />

Empfehlungen von radio.de. Aber Vorsicht: Zu langer Konsum<br />

außerhalb des WLAN kann die übertragene Datenmenge<br />

und damit auch die Kosten in die Höhe treiben.<br />

Viewster<br />

Filme für Smartphone, Player<br />

und Fernseher.<br />

Verfügbar auf: Android, TV-<br />

Portalen, Playern, Set-Top-<br />

Boxen // Preis: kostenlos<br />

Gratis-Filme gefällig? Dann sollten Sie diese App ausprobieren.<br />

Zwar gehören dazu nicht die großen Blockbuster,<br />

aber ein paar nette Filme finden sich schon im Angebot.<br />

Dazu kommt eine Auswahl an kostenpflichtigen Filmen<br />

zum Preis ab 2,49 Euro. Die App ist relativ weit verbreitet,<br />

etwa auf den Smart-TV-Portalen von Grundig, LG, Loewe,<br />

Panasonic, Philips, Samsung, Sharp und Toshiba, Set-Top-<br />

Boxen von TechniSat sowie Android-Smartphones und<br />

Tablets. Nur Apple-Produkte fehlen bislang.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_2011<br />

73


BILD | TEST: APPLE IPAD<br />

Autoren: David Göhler,<br />

Andreas Frank // Redaktion: Andreas Frank<br />

Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

APPLE IPAD 3 AB € 480<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Extrascharfes Display<br />

Das Display macht den Unterschied zwischen dem neuen iPad und dem Vorgänger aus. Der<br />

Rest ist reine Evolution: ein etwas schnelleres Netz, eine bessere Kamera, etwas schnellere<br />

Grafik. Grund genug, sich das von Apple Retina getaufte Display genauer anzuschauen.<br />

Wer schon ein Tablet besitzt,<br />

hatte bisher keine besonderen<br />

Bedürfnisse nach mehr<br />

Pixeln und höherer Auflösung. Ob bei<br />

Asus, Samsung oder Apple: Etwa ein<br />

Megapixel – das reicht für eine Diagonale<br />

von 10 Zoll aus und übertrifft<br />

meist sogar die Auflösung hochwertiger<br />

TFT-LCD-Monitoren. Die sind<br />

jedoch beim Betrachten weiter vom<br />

Auge entfernt. Und das ist der Punkt:<br />

Wenn man Texte liest, sind Schärfe<br />

und Klarheit anders als auf bedrucktem<br />

Papier noch deutlich erkennbar.<br />

Schon als Apple beim iPhone 4 sein<br />

hochauflösendes Retina-Display eingeführt<br />

hat, war der Unterschied „augenfällig“:<br />

Die Pixel waren weg – einfach<br />

nicht mehr sichtbar. Selbst superkleine<br />

Texte konnte man noch lesen<br />

(gute Augen vorausgesetzt).<br />

Beim neuen iPad (den Zusatz „3“<br />

vermeidet Apple, es heißt schlicht nur<br />

„das neue iPad“) ist der Effekt der gleiche:<br />

Texte sehen wie gedruckt aus.<br />

Bilder sind ultrascharf – allerdings<br />

nur, wenn auch das Original-Bild genügend<br />

Pixel besitzt. Selbst bei Apps,<br />

die noch nicht an das neue Retina-<br />

Display angepasst sind, ergibt sich ein<br />

deutlich besseres Bild, so als würde<br />

Apple eine Anti-Aliasing-Technik anwenden,<br />

was mit dem Grafik-Chip<br />

durchaus denkbar ist.<br />

Zum Einsatz kommt eine völlig neue<br />

Technik, <strong>Super</strong> High Aperture (SHA)<br />

genannt, die Sharp maßgeblich entwickelt<br />

hat. Sie erhöht die Lichtausbeute<br />

beträchtlich, was sich beim neuen<br />

iPad deutlich erkennen lässt: Die<br />

Farben wirken kräftiger. Wohlgemerkt:<br />

Das Display wird nicht einfach<br />

mit mehr Licht beleuchtet, sondern<br />

das vorhandene Licht wird besser genutzt<br />

(Stichwort: Ausbeute). Apple<br />

kann wohl auch deshalb versprechen,<br />

dass das neue iPad genauso lange läuft<br />

wie ein iPad 1. Der um etwa 70 Prozent<br />

leis tungsfähigere Akku hat daran<br />

natürlich auch seinen Anteil.<br />

SHA ermöglicht überhaupt erst diese<br />

enorme Pixeldichte. Werden die<br />

Strukturen des Displays sehr klein,<br />

steigt die Gefahr des Übersprechens<br />

von Signalleitungen und anderer kapazitiver<br />

Effekte, weil die Leitungen<br />

so nahe beieinander liegen. Bisher<br />

wurden die notwendigen Metalloxid-<br />

Schichten, die zusammen die Funktion<br />

eines Transistors bilden, einfach<br />

aufeinander aufgebracht. Das wäre bei<br />

der iPad 3-Auflösung zu klein und zu<br />

nah. Die Pixel würden „ausfransen“.<br />

Die SHA-Technik schiebt daher eine<br />

3 µm dicke, durchsichtige Arcylharz-<br />

Schicht über die Leitungen. Erst darauf<br />

kommt die durchsichtige Indium-<br />

Zinnoxid-Schicht (ITO genannt), die<br />

das ganze Konstrukt zu einem funktionierenden<br />

Transistor macht. Damit<br />

sind die Leitungen weit genug voneinander<br />

entfernt.<br />

Diese Technik hat Sharp schon vor<br />

Jahren entwickelt. Da sie aber aufwendiger<br />

und teurer als andere Fertigungsverfahren<br />

ist, kam sie bisher<br />

kaum zum Einsatz. Beim iPad ist das<br />

aber erforderlich, weil Apple sonst<br />

keine so hohe Auflösung im Display<br />

realisieren könnte.<br />

Viermal so viele Pixel<br />

Die Vervierfachung der Auflösung auf<br />

2.048 x 1.536 Pixel hat für Apple viele<br />

Vorteile. Einer ist, dass bestehende<br />

Apps nicht angepasst werden müssen.<br />

Alle „alten“ Apps laufen problemlos<br />

auf dem iPad 3, ohne dass sie nur noch<br />

briefmarkengroß in der Mitte des Retina-Displays<br />

zu sehen wären. Das iOS<br />

74


Aus dem Messlabor<br />

Das neue iPad stellt im Gegensatz zum<br />

Vorgänger die Farben des Farbraums<br />

fast ideal dar (links oben). Bei der Helligkeit<br />

konnten wir 310 Candela für das<br />

iPad 2 und 340 Candela für das neue<br />

messen – gute Werte, die aber noch<br />

nicht für die pralle Sonne reichen. Das<br />

Kontrastverhältnis ist mit 1:775 beim<br />

2er und 1:810 beim 3er etwa gleich.<br />

Auffällig beim iPad 3 sind die vergleichsweise<br />

kleinen Pixel (rechts) und,<br />

dass der Anteil der schwarzen Flächen<br />

(für die Leitungen der Schalttransistoren)<br />

größer als beim Vorgänger<br />

ist. Das bedeutet, dass man mehr Licht<br />

durch eine kleinere Fläche schicken<br />

muss, um die gleiche Lichtausbeute zu<br />

bekommen – was den Stromverbrauch<br />

nach oben treibt. Beim iPad 2 sind die<br />

nicht leuchtenden Farbflächen noch<br />

größer. Apple kompensiert das mit<br />

einem deutlich größeren Akku, der 70<br />

Prozent mehr Kapazität als der alte hat.<br />

sorgt dafür, dass solche Anwendungen<br />

einfach hochskaliert werden. Diese<br />

Apps nutzen natürlich nicht die hohe<br />

Auflösung des neuen iPad.<br />

Das stimmt allerdings nur bedingt<br />

und gilt vor allem für Bilder und Grafiken,<br />

die die Apps einsetzen. Wenn<br />

Apps für die Ausgabe von Texten die<br />

iOS-Funktionen verwenden, profitieren<br />

sie automatisch auch vom neuen<br />

Display und von der hohen Auflösung.<br />

Die gilt auch für den Webbrowser Safari:<br />

Alles, was er an Text auf den<br />

Schirm zaubert, ist knackscharf.<br />

Nachrichten-Junkies, die schon seit<br />

Längerem andere Tools als Safari verwenden,<br />

kommen auch auf ihre Kosten:<br />

Die Apps Flipboard und Pulse sind<br />

schon in einer angepassten Variante<br />

als Update zu haben und stellen gerade<br />

Texte sehr fein dar. Die Tagesschau<br />

lässt sich noch Zeit mit einer angepassten<br />

Version, aber auch hier sind<br />

die Texte schon deutlich schärfer.<br />

Für Web-Videos in mieser Qualität<br />

bringt das neue Display wenig. Full-<br />

HD-Filme profitieren jedoch deutlich<br />

von der höheren Auflösung.<br />

Auch iPhone-Apps kann man auf<br />

dem iPad nutzen. Dazu gibt es die<br />

Möglichkeit, diese doppelt so groß<br />

darzustellen, damit sie den ganzen<br />

Schirm füllen. Dabei stellt sich das<br />

neue iPad deutlich geschickter an:<br />

Texte und Bilder werden sauber hochskaliert<br />

und sehen fast nativ aus.<br />

Gefühlt ist das neue iPad genauso<br />

schnell wie das alte. Wenn man von<br />

Spielen absieht, spielt die vierfache<br />

Pixelmenge scheinbar überhaupt keine<br />

Rolle und wird von der neuen A5X-<br />

CPU mit vierfachem Grafikkern wieder<br />

wettgemacht. Die Bedienung und<br />

die Reaktion des Tablets auf Scrollen,<br />

Swipe und Zoom-Gesten sind wie<br />

schon beim iPad 2 absolut ruckelfrei<br />

und vielen Android-Tablets immer<br />

noch überlegen.<br />

Fazit<br />

Im Hinblick auf den Bildschirm ist das<br />

neue iPad ein klarer Gewinn. Wer noch<br />

gar kein Tablet besitzt oder noch mit<br />

einem iPad 1 unterwegs ist, sollte zum<br />

neuen Modell greifen. Für einen iPad<br />

2-Nutzer ist der Umstieg nicht zwingend.<br />

Wer jedoch einmal dessen Farben<br />

und Auflösung genossen hat, wird einen<br />

harten Kampf mit dem inneren<br />

Schweinehund führen müssen. ■<br />

Mehr Auflösung<br />

Gleichzeitig mit der neuen Version<br />

des iPad wird Apple TV schärfer. Die<br />

dritte Generation kann jetzt auch Videos<br />

in Full HD per HDMI zum Fernseher<br />

schicken. Die Beschränkung<br />

auf eine Bildwiederholrate von 60 ist<br />

jedoch geblieben. Filme in 24p besitzen<br />

so ein leichtes Ruckeln. Als Medienquelle<br />

dient der iTunes Store mit<br />

einem immensen Angebot an Filmen<br />

und Musik. Alternativ versorgt sich<br />

das kleine schwarze Kästchen aus<br />

dem Web mit Videos von YouTube<br />

oder Vimeo, mit Fotos von der iCloud<br />

oder mit Musik von iTunes Match.<br />

Die Bedienung vereinfachen neue<br />

Bildschirmmenüs sowie eine App<br />

Remote für iPhone, iPod touch und<br />

iPad.<br />

APPLE TV € 110<br />

gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Verbesserungen im<br />

Detail: Das neue<br />

iPad ist minimal<br />

schlanker.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

75


NETZWERK | TEST: NETZWERK-MEDIA-PLAYER<br />

IM TEST<br />

SECHS NETZWERK-MEDIAPLAYER<br />

AC RYAN PLAYON!HD MINI 2 € 109<br />

DUNE HD TV-101(W) € 109<br />

FANTEC SMART TV HUB BOX € 190<br />

ICONBIT XDS1003D € 200<br />

RAIDSONIC ICY BOX IB-MP3011PLUS € 150<br />

WESTERN DIGITAL WD TV LIVE € 100<br />

76


Autoren: Michael Seemann, Andreas Frank // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick, Archiv<br />

Spielgefährten<br />

Ein Media-Player ist eine funktionale und günstige Lösung, wenn man alle seine<br />

Multimedia-Dateien komfortabel im Wohnzimmer abspielen möchte. Wir haben<br />

sechs aktuellen Modellen unter 200 Euro auf den Zahn gefühlt.<br />

Wer Film-, Foto- oder Musikdateien nicht nur<br />

am PC, sondern auch am Fernseher im Wohnzimmer<br />

genießen möchte, muss dazu glücklicherweise<br />

keine DVD- oder CD-Rohlinge<br />

mehr brennen. Ein Media-Player, auch „Media-Client“<br />

genannt, spielt beinahe alle Multimedia-Formate direkt<br />

von der angeschlossenen Festplatte ab – oder alternativ<br />

über das Heimnetz.<br />

Wir haben sechs aktuelle Media Player zwischen 90<br />

und 190 Euro auf ihre Abspielfähigkeiten, Bedienbarkeit<br />

und Ausstattung untersucht.<br />

Kino im Wohnzimmer<br />

Wie erwartet, kommen alle der hier getesteten Media Clients<br />

mit auf Festplatte gesicherten Film-DVDs klar und<br />

zeigen auch das zugehörige DVD-Menü an. Ob die Filme<br />

als DVD-Verzeichnis oder als ISO-Abbild vorliegen, spielt<br />

keine Rolle. Die Wiedergabe funktionierte sowohl von der<br />

am Player angeschlossenen USB-Festplatte als auch von<br />

einem Freigabe-Ordner aus dem Heimnetz (Windows-<br />

Freigabe, NAS).<br />

Interessant: Mit einem zusätzlich angeschlossenen<br />

USB-DVD-Laufwerk ließen sich alle Media-Clients – mit<br />

Ausnahme des WD TV Live – wie herkömmliche DVD-<br />

Player verwenden. Sie erkannten das angeschlossene Laufwerk<br />

und spielten eine eingelegte Film-DVD (kopiergeschützt)<br />

einwandfrei ab. Nur der iconBIT stoppte den<br />

eingelegten Film nach Anzeige des DVD-Menüs, was sich<br />

in einer kommenden Firmware sicher beheben lässt. Der<br />

Dune HD TV-101 erkannte sogar ein externes Blu-ray-<br />

Laufwerk und zeigte das Verzeichnis eines eingelegten<br />

Blu-ray-Films an – der sich dann aber leider nicht abspielen<br />

ließ (wegen eines „ungültigen Dateiformats“).<br />

HD-Videos bis zur Blu-ray-Auflösung 1080p/24 spielte<br />

ebenfalls jeder Player ab, egal ob die Filme mit H.264/<br />

AVC, MPEG-2 oder VC-1 codiert waren. Auch was die Unterstützung<br />

von Video-Container-Formaten angeht, allen<br />

voran (M2)TS und MKV, zeigten sich die Media Clients<br />

von ihrer besten Seite. Einen kleinen Patzer erlaubte sich<br />

nur der Dune HD TV-101, der als einziger Testkandidat<br />

keine Flash-Videos (FLV) von der Festplatte abspielte.<br />

Im ISO-Format 1:1 auf Festplatte gesicherte Film-Blurays<br />

(BD-ISO) konnte jeder Player wiedergeben – zumin-<br />

dest den darin befindlichen Hauptfilm. Bis auf den WD TV<br />

Live unterstützten alle Testkandidaten die BD Lite-Funktion,<br />

mit der man etwa Kapitelsprünge im Hauptfilm des<br />

ISO-Abbilds durchführen kann. Hingegen zeigte kein<br />

Player aus unserem Testfeld animierte BD-Java-Menüs<br />

an. Der AC Ryan Playon!HD und die RaidSonic ICY BOX<br />

schlampten zudem bei der Anzeige der Untertitel innerhalb<br />

einer BD-ISO. Einmal aktiviert, ließen sich die Untertitel<br />

zwar ändern, aber nicht mehr abschalten. Manchmal<br />

waren die Untertitel schon beim Filmstart aktiviert. Auch<br />

hier wäre eine nachträgliche Korrektur wünschenswert.<br />

HD-Audio-Formate<br />

Bei einem Media-Player immer wieder für Verwirrung<br />

sorgt die Ausgabe oder die Weiterleitung digitaler Mehrkanal-Audioformate<br />

wie Dolby Digital, DTS, DTS-HD<br />

Master Audio oder Dolby TrueHD. So kommt es vor, dass<br />

die Lautsprecher an Fernsehern oder Verstärkern stumm<br />

bleiben, weil beispielsweise der Media-Client das entsprechende<br />

Audioformat einer Filmtonspur entweder gar nicht<br />

unterstützt, nicht decodieren oder einfach nur 1:1 an ein<br />

entsprechendes Audiowiedergabegerät weiterleiten kann.<br />

Manchmal liegt es auch an den falschen Audio-Einstellungen<br />

im Setup-Menü des Media-Players.<br />

Alle Player in unserem Testfeld kamen mit den „herkömmlichen“<br />

5.1-Kanal-Formaten DTS und Dolby Digital<br />

zurecht. Entsprechende Tonspuren können je nach Einstellung<br />

im Media-Player in ein decodiertes<br />

PCM-Signal gewandelt und so direkt<br />

am Fernsehlautsprecher ausgegeben<br />

werden.<br />

Wer aber echten Raumklang<br />

über mehrere Lautsprecher<br />

hören möchte,<br />

weist den Media-Player<br />

an, die digitale Tonspur<br />

direkt und ohne<br />

Decodierung an einen<br />

AV-Receiver<br />

weiterzuleiten. Diese<br />

Übertragung ohne<br />

Decodierung der Audiospur<br />

wird im ➜<br />

Marktübersicht<br />

Media-Player<br />

Welche Spieler gibt es, um Filme, Musik<br />

und Fotos im Netzwerk zu streamen? Wir<br />

haben alle Produkte mit ihren wichtigsten<br />

Ausstattungsmerkmalen zusammengetragen.<br />

Sie finden anhand des reichhaltigen<br />

Angebots auf unserer Website sicherlich<br />

das zu Ihnen passende Gerät:<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/mediaplayer<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

77


NETZWERK | VERGLEICHSTEST: NETZWERK-MEDIA-PLAYER<br />

AC Ryans Player ist dank des mitgelieferten<br />

HDMI-Kabels sofort einsatzbereit. Er spielt Videos<br />

bis 1080p inklusive der verlustfreien HD-<br />

Audioformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master<br />

Audio ab, die er in ein Stereo signal umwandelt<br />

(Downsampling) oder als Bitstream an den<br />

AV-Receiver weiterleitet. Beim Abspielen von BD-<br />

ISOs lassen sich eingeblendete Untertitel nicht mehr deaktivieren.<br />

Die großzügig angelegte Fernbedienung ist schwergängig, was zusammen<br />

mit der langsamen Reaktionszeit der Benutzeroberfläche oft zu Bedienfehlern<br />

führt. Auch liegen die beiden rückseitig angebrachten USB-Hosts sehr<br />

eng zusammen, was zu Problemen bei Vollbelegung führen könnte. Dafür ist<br />

der Playon!HD mini 2 mit weniger als vier Watt Leistungsaufnahme im Betrieb<br />

ein echter Stromsparer.<br />

AC RYAN PLAYON!HD MINI 2 € 109<br />

Wiedergabe von HD-Audio,<br />

geringer Stromverbrauch<br />

etwas lange Reaktionszeiten<br />

gut 70 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Obwohl er ein Winzling ist, hat der TV-101W<br />

neben dem LAN-Port auch ein WLAN-Modul<br />

intus. Dafür muss man sich mit nur einem<br />

USB-Host begnügen, ebenso entfällt ein digitaler<br />

Audio-Ausgang (optisch oder koaxial).<br />

Mit seinem leistungsstarken Sigma-DSP<br />

kommt der Player selbst bei BD-ISOs nicht ins<br />

Straucheln, die Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD MA<br />

werden durchgereicht oder „downgemixt“.<br />

Flash-Videos (FLV-Container) und einfache TIF-Fotos zeigt er hingegen<br />

nicht an. Auch eine Diashow mit Hintergrundmusik ließ sich nicht einrichten.<br />

Sortieren lässt sich nur innerhalb eines Verzeichnisses (keine Medienbibliothek).<br />

Und die eigentlich sehr gute Fernbedienung besitzt noch einen<br />

Bug beim Wechsel zwischen „Springen“ und „Lautstärke“. Das russischsprachige<br />

Support-Forum wird vielen keine Hilfe sein.<br />

DUNE HD TV-101W € 109<br />

geringe Abmessungen, WLAN,<br />

schnelle Reaktionszeiten<br />

wenige Anschlüsse<br />

gut 69 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Beim Starten öffnet sich in der S m a r t T V H u b<br />

Box das „Portal“ mit einem üppigen Online-Angebot<br />

an diversen Informations-, Musik- oder<br />

Unterhaltungsinhalten, darunter die ARD-Mediathek<br />

und die gesamte Ausgabe der Comedy-<br />

Serie Stromberg. Neben der Standardausstattung<br />

besitzt die Hub Box auch einen SD-Karten-Slot und Bedienungstasten<br />

am Gerät. Als echter Media-Player unterstützt die Box alle wichtigen<br />

HD-Video-Formate und spielt auch BD-ISO-Dateien von der Festplatte ab –<br />

inklusive Kapitelsprüngen. Springt man nach der Unterbrechung eines Full-<br />

HD-Videos wieder zum Film zurück, kommt der Player jedoch manchmal ins<br />

Straucheln, indem er die Tonspur „verliert“. Zur Ausgabe von Dolby TrueHD<br />

ist ein HD-fähiger AV-Receiver erforderlich, da der Fantec-Player dieses<br />

Tonformat zwar als Bitstream weiterleiten, jedoch nicht downmixen kann.<br />

FANTEC SMART TV HUB BOX € 190<br />

umfangreiches Web-Portal,<br />

Einschub für Fotospeicherkarten,<br />

Anschluss für DVD-Laufwerk<br />

kein Dolby TrueHD Downmix<br />

gut 72 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

78


Das Web-Portal bietet schon jetzt Zugriff auf<br />

YouTube oder Picasa, ist allerdings noch<br />

ausbaufähig. Die Fernbedienung ist zweckmäßig,<br />

wenngleich nicht immer intuitiv verständlich.<br />

Beim Player von Dune HD kann der Nutzer<br />

selbst entscheiden, welche Applikationen<br />

er installieren will. Das Angebot an Web-<br />

Diensten ist jedoch begrenzt. Die Fernbedienung<br />

ist mit nicht einmal 15 cm Länge winzig<br />

und besitzt entsprechend winzige Tasten.<br />

Der Smart TV Hub bietet eine riesige Auswahl<br />

an Online-TV-Angeboten. Jedoch ist kein<br />

Web-Browser an Bord. Der Geber besitzt<br />

vorbildlich große Tasten, die einer Fehlbedienung<br />

vorbeugen.<br />

Player-Menü auch häufig mit einem der Begriffe „RAW“,<br />

„Bitstream“ oder „Passthrough“ umschrieben.<br />

Besonders interessant wird es, wenn es um die Wiedergabe<br />

verlustloser HD-Audio-Formate wie Dolby TrueHD<br />

oder DTS-HD Master Audio geht. Wer diese Formate in<br />

bester Qualität genießen möchte, muss seinen Player per<br />

HDMI-Kabel mit einem modernen AV-Receiver verbinden<br />

und in den Audio-Einstellungen des Players RAW oder<br />

Bitstream wählen. Hat man keinen solchen HD-Audio-Receiver<br />

zur Hand, muss der Player die digitale HD-Tonspur<br />

in ein PCM-Signal umwandeln, damit der Receiver diese<br />

wiedergeben kann.<br />

In unserem Testfeld beherrschen die Player von iconBIT,<br />

AC Ryan, RaidSonic und Dune HD beide Alternativen für<br />

alle genannten digitalen Mehrkanalformate. Sie können<br />

ein solches Audioformat demnach als Bitstream (RAW<br />

oder Passthrough) an den Receiver weiterreichen oder<br />

das Format in ein PCM-Signal wandeln.<br />

Der WD TV Live von Western Digital spielte bei Filmen<br />

mit DTS-HD-MA-Tonspur nur die für ihn sichtbare Kernkomponente<br />

DTS 5.1 ab, während die Fantec Smart TV<br />

Hub Box eine Tonspur im Dolby-TrueHD-Format zwar als<br />

Bitstream weiterleiten, nicht aber decodieren kann.<br />

Ins Heimnetz einbinden<br />

Im WD TV Live und im Dune HD TV-101(W) ist neben der<br />

Ethernet-Anbindung auch WLAN integriert. Für einen<br />

Media-Player im Wohnzimmer ist das grundsätzlich sehr<br />

praktisch, da das Gerät auch ohne zusätzliche Kabel auf<br />

Online-Dienste wie YouTube, Picasa, Facebook und andere<br />

Angebote zugreifen kann. Bei Western Digitals Player<br />

klappt die Verbindung zum Router per WPS-WLAN sogar<br />

besonders flott. Alle anderen Player lassen sich gegen Aufpreis<br />

mit einem WLAN-Adapter nachrüsten, der dann<br />

jedoch eine freie USB-Buchse belegt.<br />

Sobald der Media-Client per Kabel oder WLAN mit<br />

dem Router im Heimnetz verbunden ist, kann dieser auch<br />

auf entsprechende Netzwerk-Freigaben von Windows<br />

oder Freigabeordnern von Netzlaufwerken zugreifen und<br />

darin abgelegte Filme, Fotos oder Musikdateien über das<br />

Netzwerk abspielen („streamen“).<br />

Doch Vorsicht: Der Zugriff auf eine Freigabe unter<br />

Windows Vista oder Windows 7 funktioniert in der Regel<br />

nur über einen Benutzer, der als solcher in der Benutzerverwaltung<br />

des jeweiligen Windows-Rechners eingetragen<br />

ist. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst einen beliebigen<br />

Benutzer samt Passwort auf dem Rechner mit der<br />

Freigabe anzulegen (im Menü Systemsteuerung/Benutzerkonten).<br />

Anschließend fügt man diesen Benutzer im freigegebenen<br />

Ordner als Person hinzu. Greift man dann erstmalig<br />

vom Media-Client auf die Freigabe zu, müssen Benutzername<br />

und Benutzerpasswort eingegeben werden.<br />

Wenn Sie diese unkomfortable Eingabe über die Fernbedienung<br />

und die Bildschirmtastatur nicht bei jedem Zugriff<br />

auf den Freigabeordner wiederholen möchten, sollten<br />

Sie den Zugriff als Shortcut oder Bookmark im Media-<br />

Player speichern.<br />

➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

79


NETZWERK | VERGLEICHSTEST: NETZWERK-MEDIA-PLAYER<br />

Der XDS1003D kommt mit allen gängigen HD-Videound<br />

-Audio-Formaten klar, wobei er letztere wahlweise<br />

als Bitstream an den AV-Receiver weitergibt<br />

oder in ein PCM-Signal decodiert. Als einziges Gerät<br />

im Testfeld kommt der iconBIT-Player auch mit dem<br />

MVC-Codec zurecht und spielt somit auch Sicherheitskopien aktueller<br />

3D-Blu-rays im Full-HD-3D-Format ab. Für beste Verständigung mit<br />

3D-<strong>TVs</strong> sorgt dabei die im XDS1003D integrierte HDMI-1.4-Schnittstelle.<br />

Wer möchte, kann den Player zusätzlich mit einer internen 3,5-Zoll-Festplatte<br />

ausstatten, die sich flott über die USB-3.0-Device-Schnittstelle samt<br />

mitgeliefertem Kabel füllen lässt. Schade nur, dass der aktive Lüfter auch<br />

ohne eingebaute Platte läuft. Ein nettes Gimmick ist das zusätzlich integrierte<br />

Android-OS, wobei viele der installierbaren (Smartphone-)Apps nur bedingt<br />

nutzbar sind.<br />

ICONBIT XDS1003D € 200<br />

Blu-ray-3D-fähig, Wiedergabe von<br />

HD-Audio, Festplattenschacht, USB<br />

3.0 zur Verbindung mit einem Computer<br />

Lüfter läuft auch ohne Festplatte<br />

gut 72 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

TESTSIEGER<br />

Die ICY BOX spielt alle HD-Formate unseres<br />

großen Test-Pools zuverlässig ab. Nur bei BD-<br />

ISO-Dateien hat der RaidSonic-Player ähnlich<br />

wie der Playon!HD mini 2 von AC Ryan Probleme<br />

beim Wiederausblenden von Untertitelzeilen.<br />

Digitale Mehrkanaltonformate inklusive<br />

Dolby TrueHD und DTS-HD MA reicht die ICY BOX<br />

je nach Bedarf als Bitstream an den Receiver weiter oder decodiert sie.<br />

Ebenso wie der iconBIT XDS1003D lässt sich auch die RaidSonic ICY BOX<br />

mit einer internen 3,5-Zoll-Festplatte nachrüsten, die auf Wunsch dann auch<br />

als NAS-Laufwerk im Heimnetz verfügbar ist. Der interne Speicher lässt sich<br />

dann ebenso mit einer schnellen USB-3.0-Verbindung (ein Kabel liegt bei)<br />

direkt am PC füllen. Im Gegensatz zu iconBIT verzichtet RaidSonic dabei auf<br />

einen aktiven Lüfter und bleibt damit – wenn man vom Surren der eingebauten<br />

Platte absieht – lautlos.<br />

RAIDSONIC<br />

ICY BOX IB-MP3011PLUS € 150<br />

Festplattenschacht, USB 3.0,<br />

hochwertige Verarbeitung<br />

kleines Web-Portal<br />

gut 73 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

KAUFTIPP<br />

Der Media-Player von Western Digital bietet neben<br />

den Standardschnittstellen auch einen integrierten<br />

WLAN-n-Anschluss – inklusive WPS für<br />

komfortablen Verbindungsaufbau. Die Benutzeroberfläche<br />

des Players ist gelungen und reagiert<br />

schnell, neue Firmware-Updates werden direkt aus dem Netz<br />

geladen. Angeschlossene Datenträger und Netzwerk-Freigaben – Schreibrechte<br />

vorausgesetzt – werden in einer Medienbibliothek erfasst, die sich<br />

nach diversen Kriterien sortieren lässt. Der Player kommt mit allen HD-Formaten<br />

klar und spielt auch den Hauptfilm einer als ISO-Datei gesicherten<br />

Blu-ray Disc ab. Beim Format DTS-HD MA reicht der Player allerdings nur<br />

die DTS-Core-Komponente an den Verstärker weiter.<br />

Leider fehlen auf der Fernbedienung die Lautstärketasten. Auch ein externes<br />

DVD-Laufwerk wird vom WD TV Live nicht erkannt.<br />

WD TV LIVE STREAMING<br />

MEDIA PLAYER € 100<br />

Bildschirmmenüs, Aufbereitung<br />

der Medienbibliothek, WLAN<br />

keine Lautstärkeregelung<br />

gut 70 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

80


Der iconBIT-Player setzt auf Android. Das<br />

ermöglicht den Zugriff auf rund 5.000 installierbare<br />

Apps. Das Layout der Fernbedienung<br />

ist ergonomisch. Die Tasten besitzen einen<br />

präzisen Druckpunkt.<br />

Die ICY BOX von RaidSonic hat ein eher spartanisches<br />

Online-Angebot. Immerhin ist ein<br />

Web-Browser an Bord, der das freie Surfen<br />

im Internet erlaubt. Die Fernbedienung gleicht<br />

dem Geber des iconBIT-Players und steuert<br />

ihn zum Teil auch.<br />

Der Western-Digital-Player punktet mit seinen<br />

übersichtlichen, hübschen Menüs. Viele<br />

Web-Dienste setzen jedoch solide Englisch-<br />

Kenntnisse voraus. Die Fernbedienung ist<br />

solide verarbeitet und liegt gut in der Hand.<br />

Bedienung<br />

Die Bedienung der Media-Clients läuft fast ausschließlich<br />

über die mitgelieferten Fernbedienungen. Negativ fällt<br />

hier der AC Ryan auf, da die Fernbedienung extrem zäh<br />

reagiert. In Kombination mit dem ebenfalls recht träge reagierenden<br />

Menü des Players führt dies zwangsweise zu<br />

Fehlbedienungen, da man die Fernbedienung zu fest oder<br />

zu oft hintereinander drückt.<br />

Dune HD liefert seinen TV-101 mit einer recht kleinen<br />

Fernbedienung aus, wobei manche Tasten auch mehrfach<br />

belegt sind: zum Beispiel die Lautstärketasten. Wechselt<br />

der Nutzer zurück zur Lautstärke, so wird diese automatisch<br />

auf 100 Prozent gesetzt, auch wenn sie zuvor nur auf<br />

10 oder 20 Prozent eingestellt war. Auch solche Bugs sind<br />

dringend zu beheben.<br />

Western Digital wiederum verzichtet bei der Fernbedienung<br />

seines WD TV Live komplett auf die Lautstärke, was<br />

sich vor allem bei der analogen Tonausgabe als Nachteil<br />

bemerkbar macht. Immerhin spendieren Dune HD und<br />

Western Digital ihren Playern ein automatisches Firmware-Update<br />

über das Netzwerk, das mit wenigen Tastendrücken<br />

gestartet werden kann. Bei allen anderen Playern<br />

muss man das Firmware-Image zunächst herunterladen,<br />

entpacken, auf einen USB-Stick kopieren, diesen dann an<br />

den USB-Host des Players anschließen und das Update<br />

in der Player-Oberfläche schließlich starten.<br />

Drei Dimensionen<br />

Der einzige Player im Test, der auch ISO-Dateien von 3D-<br />

Blu-rays mit Full-HD-Auflösung an einem 3D-fähigen<br />

Fernseher abspielen kann, ist der iconBIT XDS1003D. Der<br />

Signal-Prozessor des Players muss hierzu den MVC-Codec<br />

unterstützen, der auf allen 3D-Blu-rays zum Einsatz kommt<br />

und eine Erweiterung des AVC- beziehungsweise H.264-<br />

Codecs darstellt. Achtung: Die Wiedergabe einer 3D-BD-<br />

ISO klappt nur dann, wenn man in den Einstellungen des<br />

XDS1003D die BD-Lite-Unterstützung ausschaltet.<br />

3D-Filme, die beispielsweise im Side-by-Side-Verfahren<br />

vorliegen, werden hingegen von allen Playern abgespielt.<br />

Sie lassen sich dann auf dem 3D-fähigen Fernseher über<br />

eine entsprechende Menü-Einstellung ebenfalls räumlich<br />

genießen.<br />

Fazit<br />

Wer auch für die Wiedergabe von 3D-BD-ISOs gewappnet<br />

sein möchte, sollte sich den iconBIT XDS1003D näher ansehen.<br />

Wem DTS-HD MA auch als DTS genügt, der findet im<br />

WD TV Live ein gut ausgestattetes Gerät mit einer gelungenen<br />

Benutzeroberfläche. Die RaidSonic ICY BOX bietet<br />

das beste Gesamtpaket mit einem internen Festplattenschacht,<br />

einem USB-3.0-Anschluss und solider<br />

Verarbeitung zum attraktiven Preis. ■<br />

MICHAEL SEEMANN,<br />

EXPERTE FÜR HEIMVERNETZUNG<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

81


NETZWERK | TEST: NETZWERK-MEDIA-PLAYER<br />

82<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller AC Ryan Dune HD Fantec iconBIT<br />

Modell Playon!HD mini 2 TV-101 (W) Smart TV Hub Box XDS1003D<br />

Preis in Euro 109 109 190 200<br />

Internet: www. acryan.com dune-hd.com fantec.de de.iconbit.com<br />

BILDQUALITÄT max. 208 Punkte GUT 67% 140 GUT 73% 151 GUT 71% 147 GUT 67% 140<br />

Brillanz (42) gut 29 gut 31 gut 31 gut 29<br />

Farben (42) gut 28 gut 31 gut 30 gut 28<br />

Schärfe (72) gut 47 gut 51 gut 50 gut 47<br />

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (52) gut 36 gut 38 gut 36 gut 36<br />

KLANGQUALITÄT max. 200 Punkte GUT 70% 140 GUT 70% 139 GUT 67% 134 GUT 66% 132<br />

digital (120) sehr gut 94 sehr gut 94 sehr gut 94 sehr gut 94<br />

analog (80) befriedigend 46 befriedigend 45 befriedigend 40 befriedigend 38<br />

AUSSTATTUNG max. 150 Punkte GUT 71% 107 GUT 66% 99 SEHR GUT 75% 113 SEHR GUT 86% 129<br />

Anschlüsse (30) gut 21 befriedigend 17 gut 22 überragend 30<br />

Medienvielfalt (50) gut 34 gut 33 gut 33 sehr gut 38<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (10) gut 6 ausreichend 3 ausreichend 2 befriedigend 4<br />

Funktionen (Software) (60) sehr gut 46 sehr gut 46 überragend 56 überragend 57<br />

BEDIENUNG max. 125 Punkte SEHR GUT 75% 94 GUT 66% 83 GUT 73% 91 GUT 73% 91<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (40) sehr gut 35 sehr gut 34 sehr gut 30 sehr gut 33<br />

Fernbedienung (40) gut 28 gut 28 sehr gut 30 sehr gut 30<br />

Bedienung am Gerät / Display (10) befriedigend 5 ausreichend 1 gut 6 gut 6<br />

Installation (20) sehr gut 15 gut 13 sehr gut 15 sehr gut 15<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (15) gut 11 befriedigend 7 gut 10 befriedigend 7<br />

VERARBEITUNG max. 50 Punkte GUT 70% 35 GUT 72% 36 SEHR GUT 84% 42 SEHR GUT 78% 39<br />

Anmutung (30) gut 22 sehr gut 23 sehr gut 25 sehr gut 24<br />

Material (20) gut 13 gut 13 sehr gut 17 sehr gut 15<br />

TESTURTEIL max. 733 Punkte GUT 70% 516 GUT 69% 508 GUT 72% 527 GUT 72% 531<br />

PREIS / LEISTUNG ÜBERRAGEND SEHR GUT GUT GUT<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht 15,1 x 4,2 x 10,5 cm / 0,4 kg 11 x 2,6 x 7,7 cm / 0,2 kg 16 x 3,6 x 12,2 cm / 0,3 kg 20,1 x 7 x 14,5 cm / 0,9 kg<br />

Ausgangsspannung / -Impedanz (Ton) 1,0 Volt / 215 Ohm 2,2 Volt / 553 Ohm 1,0 Volt / 217 Ohm 0,3 Volt / 725 Ohm<br />

Dynamikumfang / Klirrfaktor 95 dB / 0,0030 % 93 dB / 0,0050 % 88 dB / 0,0036 % 84 dB / 0,0045 %<br />

Startzeit Standby / Spar 32 / – Sek. 49 / – Sek. 43 / – Sek. 32 / – Sek.<br />

Stromverbr. Betrieb / Standby / Spar 3,6 / 0,3 / – Watt 4,6 / 0,0 / – Watt 4,3 / 0,8 / – Watt 7,6 / 0,3 / – Watt<br />

ANSCHLÜSSE<br />

HDMI- / Komponente- / Video-Ausgang •/ • / • • / – / • • / – / • • / • / •<br />

Tonausg. dig. opt. / dig. elektr. / analog •/ – / Stereo – / – / Stereo • / – / Stereo • / • / Stereo<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte max. 1000 Mbit/s / opt. / 2x / – max. 100 Mbit/s / • / 1x / – max. 1000 Mbit/s /n opt. / 2x / SDHC max. 1000 Mbit/s / opt. / 2x / SDHC<br />

Sonstige – wechselbare WLAN-Antenne – USB 3.0 für Computer<br />

WIEDERGABE<br />

Streaming von UPnP-Server • • • •<br />

Zugriff auf Netzwerk-Freigaben • • • •<br />

DVD: ISO / mit Menü / aus Verzeichnis •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / •<br />

Blu-ray: ISO / mit Menü /<br />

aus Verzeichnis / 3D • / • / • / – • / – / • / – • / nur Kapitel / • / – • / • / • / •<br />

AVCHD / Auto-Erkennung •/ • • / • • / • • / •<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / • • / • / • / • / • / • / • • / • / • / • / • / • / • • / • / • / • / • / • / •<br />

H.264 / VC-1 / DivX /<br />

DivX DRM / XviD / MPEG-2 •/ • / • / – / • / • • / • / • / – / • / • • / • / • / – / • / • • / • / • / – / • / •<br />

MP3 / AAC / WMA / FLAC / WAV •/ • / • / • / • • / • / • / • / • • / • / • / • / • • / • / • / • / •<br />

Dolby Digital / D. D. Plus / D. TrueHD •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / •<br />

DTS / DTS HD / DTS HD MA •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / •<br />

JPG / BMP / MPO • / • / – • / • / – • / • / – • / • / –<br />

Besonderheiten – – – –<br />

FUNKTIONEN<br />

Steuer-App für Smartphones – iPhone, iPad, Android – –<br />

Medien-Server / -Renderer (Play to) •/ • • / – • / • • / •<br />

Internet-Radio / -Video / -Browser •/ • / – • / • / • • / • / – • / • / •<br />

1080p24 / Frame-Rate Auto-Umschaltung •/ – • / • • / • • / –<br />

Springen in Video / zu Titel / Kapitel / Zeit •/ • / • / • •/ – / – / • • / • / • / • • / • / • / •<br />

Anzeige ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ • • / – • / • • / •<br />

Musik: lückenlose / Zufallswiederg. –/ • – / • – / • – / •<br />

HD-JPG / Auto-Rotieren / Miniaturansicht •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / •<br />

Diaschau / mit Musik • / • • / – • / • • / •<br />

Lieferumfang (Kabel) AV, HDMI AV – AV, USB 3.0<br />

Besonderheiten Jukebox Erweiterung der GUI mit Yadis riesiges Smart-TV-Angebot Android mit ca. 5.000 Apps<br />

• = ja // – = nein


RaidSonic<br />

Western Digital<br />

ICY BOX IB-MP3011Plus WD TV Live Streaming Media Player<br />

150 100<br />

raidsonic.de<br />

wdc.com/de<br />

GUT 67% 140 GUT 69% 144<br />

gut 29 gut 31<br />

gut 28 gut 31<br />

gut 47 gut 46<br />

gut 36 gut 36<br />

GUT 70% 140 GUT 65% 130<br />

sehr gut 92 gut 88<br />

gut 48 befriedigend 42<br />

SEHR GUT 79% 118 GUT 69% 103<br />

überragend 28 gut 21<br />

gut 34 gut 31<br />

sehr gut 8 ausreichend 2<br />

sehr gut 48 sehr gut 49<br />

GUT 74% 92 SEHR GUT 78% 97<br />

sehr gut 33 überragend 38<br />

gut 28 sehr gut 30<br />

gut 6 ausreichend 1<br />

sehr gut 15 sehr gut 16<br />

gut 10 sehr gut 12<br />

SEHR GUT 88% 44 GUT 72% 36<br />

sehr gut 26 sehr gut 23<br />

überragend 18 gut 13<br />

GUT 73% 534 GUT 70% 510<br />

SEHR GUT<br />

TESTSIEGER<br />

ÜBERRAGEND<br />

19 x 4 x 22,8 cm / 0,9 kg 12,5 x 3 x 10 cm / 0,19 kg<br />

2,0 Volt / 503 Ohm 1,5 Volt / 874 Ohm<br />

97 dB / 0,0100 % 94 dB / 0,0020 %<br />

32 / – Sek. 49 / – Sek.<br />

3,6 / 0,3 / – Watt 6,3 / 0,4 / – Watt<br />

• / • / • • / – / •<br />

• / – / Stereo<br />

• / – / Stereo<br />

max. 1000 Mbit/s / opt. / 2x / SDHC max. 100 Mbit/s / • / 2x / –<br />

USB 3.0 für Computer WLAN mit WPS<br />

• •<br />

• •<br />

• / • / • • / • / •<br />

• / nur Kapitel / • / – • / – / • / –<br />

• / • • / –<br />

• / • / • / • / • / • / • • / • / • / • / • / • / •<br />

• / • / • / – / • / • • / • / • / – / • / •<br />

• / • / • / • / • • / • / • / • / •<br />

• / • / • • / • / •<br />

• / • / • • / – / –<br />

• / • / – • / • / –<br />

Untertitel bei BD-ISO –<br />

KAUFTIPP<br />

– iPhone, iPad, Android<br />

• / • • / •<br />

• / • / • • / • / –<br />

• / – • / –<br />

• / • / • / • – / – / – / •<br />

• / • • / •<br />

– / • – / •<br />

• / • / • • / • / •<br />

• / • • / •<br />

HDMI, Komp., AV, USB 3.0 AV<br />

Jukebox<br />

Aussparungen f. Wandbefestigung<br />

Aus dem Messlabor<br />

Die Analyse des HDMI-Ausgangs der getesteten Media-Player zeigt:<br />

Bereits aktuelle Mittelklasse-Blu-ray-Player besitzen bessere Bildprozessoren.<br />

Das zeigt sich insbesondere, wenn es um das Skalieren<br />

von Quellen in Standard Definition auf Full HD geht. Das Ergebnis ist<br />

weniger scharf, und zum Teil machen die Player bei der nötigen<br />

Farbraumkonvertierung Fehler, was zu leichten Farbverschiebungen<br />

führt. Auch die Vollbildwandlung von Interlaced-Quellen lässt sich<br />

op timieren. Bei HD-Quellen arbeiten die Player demgegenüber auf<br />

einem hohen Niveau.<br />

Auf einen hochwertigen Analogton-Ausgang legte keiner der Hersteller<br />

großen Wert. Die digitale Ausgabe ist bei jedem Player vorzuziehen.<br />

Der AC Ryan Playon!HD<br />

mini 2 nimmt es mit den<br />

Farben nicht ganz genau,<br />

wenn es um das Skalieren<br />

von SD-Quellen geht. Die<br />

Ecken liegen nicht auf den<br />

definierten Punkten im<br />

Farb raum.<br />

Skaliert die Fantec Smart<br />

TV Hub Box auf HD, stimmen<br />

die Farben nicht exakt.<br />

Das zeigt etwa die<br />

Pegelanalyse, wenn Rot,<br />

Grün und Blau nicht auf<br />

den vorher definierten<br />

Zehnermarken liegen.<br />

So soll es sein: Egal, ob<br />

SD- oder HD-Quellen, beim<br />

Western Digital TV Live<br />

stimmen die Farben. Für<br />

das beste Bild muss der<br />

Nutzer jedoch die Bildwiederholfrequenz<br />

manuell<br />

bestimmen.<br />

Der Dune HD TV-101W filtert<br />

Helligkeit (schwarz)<br />

und Farbe (rot), wenn auch<br />

etwas früh, sauber ab,<br />

wenn SD-Quellen skaliert<br />

werden. Es kommt zu keinen<br />

großen Farbverschiebungen<br />

(nicht im Bild).<br />

Beim iconBIT zeigen die<br />

Frequenzgänge von Helligkeit<br />

und Farbe im HD-Betrieb<br />

Einbrüche und fallen<br />

relativ früh ab. Die Folgen<br />

sind leichte Doppelkonturen<br />

an Kanten und ein verminderter<br />

Schärfeeindruck.<br />

Helligkeit- (schwarz) und<br />

Farbfrequenzgang (rot)<br />

sind bei der RaidSonic ICY<br />

BOX im HD-Betrieb vorbildlich<br />

(Bild). Jedoch stimmen<br />

auch bei skalierten<br />

SD-Quellen die Farben<br />

nicht exakt (nicht im Bild).<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

83


NETZWERK | LESERUMFRAGE<br />

Autor: Reinhard Otter // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller<br />

Stimmungsbild<br />

Smart <strong>TVs</strong>, Online-Videotheken und andere TV-Internet-Dienste sind auf dem<br />

Vormarsch – zumindest, was das Angebot angeht. Doch wie beliebt sind die<br />

Features? Wir lassen die beste Jury Deutschlands zu Wort kommen: unsere Leser.<br />

Traue keiner Statistik, die Du<br />

nicht selbst gefälscht hast“, soll<br />

einst Winston Churchill gesagt<br />

haben. Auch in der Unterhaltungselektronik<br />

wird häufig mit Zahlen<br />

kommuniziert. So jubelt etwa die TV-<br />

Branche derzeit, Smart TV und die<br />

zugehörigen Internet-Dienste seien<br />

der aktuelle Megatrend. Der Zentralverband<br />

der Elektroindustrie (ZVEI)<br />

etwa meldete im März, 2011 sei schon<br />

jeder dritte Flat-TV mit Internet-Funktionen<br />

verkauft worden. Für <strong>2012</strong> erwartet<br />

man über 50 Prozent Smart-<br />

TV-Anteil, bei Großbildmodellen ab<br />

50 Zoll gar 90 Prozent. Bereits sechs<br />

Millionen Online-Fernseher sollen bei<br />

TV-Zuschauern stehen.<br />

Wer nutzt die Dienste?<br />

Ein verkaufter Smart TV bedeutet<br />

aber längst nicht, dass Kunden die<br />

neuen Online-Portale am TV-Schirm<br />

auch nutzen. Handys mit Internet-<br />

Zugang gab es schließlich auch schon<br />

vor der Jahrtausendwende, doch erst<br />

2007 begann mit dem iPhone der Siegeszug<br />

des mobilen Internets.<br />

Verkaufszahlen sagen also wenig<br />

über die Beliebtheit einer neuen Technologie<br />

aus. Der Käufer eines hochwertigen<br />

Großbild-Flat-<strong>TVs</strong> wird sein<br />

edles Wunschgerät ja nicht deshalb im<br />

Laden stehen lassen, weil es auch ein<br />

Smart-TV-Portal bietet – neben dem<br />

schmalen Rand, perfekter Bildqualität<br />

und unzähligen HDMI-Eingängen.<br />

Das lässt sich statistisch untermauern:<br />

Der IT-Branchenverband BITKOM<br />

präsentierte im November 2011 eine<br />

GfK-Studie, der zufolge nur 13 Prozent<br />

aller Smart-TV-Besitzer zumindest gelegentlich<br />

Internet-Inhalte mit dem<br />

Fernseher aufrufen. Andererseits will<br />

Samsung herausgefunden haben, dass<br />

50 Prozent aller Smart <strong>TVs</strong> des Herstellers<br />

schon einmal mit dem Web<br />

verbunden waren; der Erfolg von Online-Videotheken<br />

nimmt ebenfalls<br />

stark zu (siehe Grafiken unten) – laut<br />

Anbietern auch auf Smart <strong>TVs</strong>.<br />

Welche Statistik trifft also zu?<br />

Wahrscheinlich jede ein bisschen. Natürlich<br />

kann das Internet im Wohnzimmer<br />

ebenso gute Dienste leisten<br />

wie am PC oder auf dem Smartphone.<br />

Dienste und Apps müssen eben Spaß<br />

machen, reibungslos funktionieren<br />

und einfach bedienbar sein. Über den<br />

Erfolg stimmt dann der Nutzer ab –<br />

mal per Mausklick, mal per Fernbedienung.<br />

Mit dem Finger<br />

abstimmen<br />

Wir wollen es genau wissen: Was halten<br />

Sie vom Smart-TV-Trend? Welche<br />

Dienste haben Sie schon einmal genutzt,<br />

welche gefallen Ihnen und worauf<br />

können Smart-<strong>TVs</strong> nach Ihrer<br />

Meinung verzichten?<br />

Video-HomeVision möchte von seinen<br />

Lesern wissen, wie wichtig solche<br />

Themen sind – und nebenbei auch<br />

Herstellern und Diensteanbietern ein<br />

qualifiziertes Feedback liefern.<br />

Bitte nehmen Sie sich fünf Minuten<br />

Zeit und machen Sie mit bei unserer<br />

gro ßen Online-Umfrage zum Thema<br />

Smart TV. Es lohnt sich: Unter allen<br />

Teilnehmern verlosen wir drei Top-<br />

Geräte, die allesamt über Netzwerk-<br />

Funktionen verfügen, aber auch prima<br />

ohne Internet-Anschluss arbeiten.<br />

Filmreife Zahlenspiele<br />

10<br />

5<br />

2009 2010 2011<br />

10<br />

5<br />

2009 2010 2011<br />

Online-Verkäufe<br />

Laut Statistik des Bundesverbandes<br />

Audiovisuelle Medien (BVV) wurden<br />

2011 4,2 Millionen Filme online verkauft.<br />

Das sind drei Prozent aller Filmverkäufe<br />

und 44 Prozent mehr als 2011<br />

(2,9 Millionen).<br />

Online-Filmverleih<br />

Online-Videotheken sind noch erfolgreicher:<br />

2011 wurden 9,4 Millionen<br />

Filme digital via Internet verliehen. Das<br />

entspricht etwa 9 Prozent aller Verleih-<br />

Transaktionen und über 50 Prozent<br />

Wachstum (2011: 6,1 Millionen).<br />

84


Große<br />

Leserumfrage<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/<br />

leserumfrage<br />

Das können<br />

Sie gewinnen!<br />

Machen Sie mit bei der großen Leserumfrage zur Internet-Nutzung im Wohnzimmer!<br />

Teilnehmen können Sie auf unserer Homepage unter www.<strong>video</strong>-homevision.<br />

de/leserumfrage. Unter allen Teilnehmern verlosen wir diese drei wertvollen<br />

Preise für perfektes Home Entertainement – mit oder ohne Internet-Anschluss.<br />

Denon AVR-1713 (500 Euro)<br />

Der neue „Everyceiver“ von Denon bietet feinste<br />

5.1-Verstärkertechnik mit diskret aufgebauten Endstufen,<br />

fünf HDMI-Eingänge, alle HD-Tonformate<br />

und eine automatische Einmessfunktion. Daneben<br />

beherrscht er AirPlay und spielt Musik via Internet-<br />

Radio, von Medienservern und Last.fm.<br />

Samsung BD-D6900S (300 Euro)<br />

Der 3D-Blu-ray-Player mit HDTV-Sat-Tuner von<br />

Samsung ist ein echtes Multitalent. Er gibt HD-Film-<br />

Discs wieder, empfängt HDTV und schneidet das<br />

laufende Programm auf USB-Datenträger mit. Wer<br />

will, der kann mit dem BD-D6900S seinen Fernseher<br />

zum Smart TV aufrüsten. Er holt auf Wunsch Samsung<br />

Smart Hub mit Online-Diensten und TV-Apps<br />

auf den TV-Schirm.<br />

Toshiba 40TL933 (1.000 Euro)<br />

Der brandneue Toshiba-LED-TV bietet alles, was<br />

einen Flat-TV des Jahrgangs <strong>2012</strong> ausmacht: 3D-<br />

Bilder mit Shuttertechnik und 2D/3D-Wandlung,<br />

vier HDMI-Eingänge und Digital-Tuner für Kabelund<br />

Antennenempfang sowie ein schickes Design<br />

in gebürsteter Aluminium-Optik. Über das Online-<br />

Menü Toshiba Places holt er auch die neuesten<br />

Smart-TV-Funktionen ins Wohnzimmer.<br />

05 _2011<br />

85


FORUM | 05_<strong>2012</strong><br />

Forum<br />

Forum: <strong>video</strong>-homevision.de/forum<br />

Twitter: twitter.com/<strong>video</strong>homevision<br />

Facebook: Suchwort „Video-HomeVision“<br />

Rufen Sie uns an!<br />

Leser fragen – Experten antworten! Am Donnerstag, 12.<br />

April, von 14 bis 16 Uhr stehen die Redakteure von<br />

Video-HomeVision für Ihre persönlichen Technikfragen<br />

zur Verfügung – egal, ob es um Probleme mit Geräten, dem TV-Empfang<br />

oder dem Heimnetzwerk geht.<br />

Telefon: 089 / 255 56 – 1111<br />

Schreiben Sie uns!<br />

Sie haben Fragen oder möchten einfach Ihre Meinung<br />

äußern? Dann schreiben Sie uns.<br />

Video-HomeVision: „Forum“<br />

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar.<br />

Oder schicken Sie einfach eine E-Mail an:<br />

redaktion@<strong>video</strong>- homevision.de<br />

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Sie fragen – wir antworten<br />

Leserbrief:<br />

Kaum HD-Sender über Kabel<br />

chigen Sender in HD-Qualität einzuspeisen,<br />

die frei empfangbar sind. Viele wären sicher<br />

3D-Aufnahmen von Sky können sehr wohl aufgezeichnet<br />

werden. Die Ausstrahlung erfolgt im Side-<br />

Erst im vergangenen Jahr habe ich<br />

auch bereit, einen gewissen Obolus dafür zu<br />

by-Side-Format, was jeder HDTV-Receiver unter-<br />

mir einen Plasma-TV der VT30-Serie von Pa-<br />

eintrichten.<br />

stützt. Gleichzeitig zum 3D-Bild wird jedoch ein ent-<br />

Rufen Sie uns zur Lesersprechstunde<br />

am 12.<br />

April zwischen 14 und<br />

16 Uhr direkt über den<br />

QR-Code an.<br />

nasonic zugelegt. Nun stehen die Geräte mit<br />

neuen Bildverbesserern in den Startlöchern.<br />

Die Pixelzahlen verdoppeln sich.<br />

Aber all diese Geräte mit ihren sicher hervorragenden<br />

Bildern, wie auch mein VT30, sind<br />

Zum Schluss etwas anderes: Können Sie mir<br />

sagen, ob es ein Hardware-Software-Upgrade<br />

plus 3D Edition für den DVD-A1UD von Denon<br />

geben wird?<br />

Elko Adam (Erfurt)<br />

sprechendes Flag gesendet, das besagt, dass es<br />

sich um 3D im Side-by-Side-Format handelt.<br />

Dieses Flag zeichnet nicht jeder TV-Receiver auf.<br />

Auch nicht jeder Fernseher kann es auswerten.<br />

Dieses Flag bewirkt, dass der TV automatisch die<br />

ausschließlich in ihrer Technik für den HD-<br />

3D-Anzeige startet. Wird das Flag vom TV-Receiver<br />

Empfang gebaut, um ihre Vorzüge zu entfalten.<br />

Vielen Dank für Ihre deutlichen Worte. Den größten<br />

nicht aufgezeichnet oder vom Fernseher nicht aus-<br />

Wohl dem, der da eine Sat-Anlage hat.<br />

Einfluss auf die Kabelanbieter haben immer noch<br />

gewertet, kann der Nutzer trotzdem die Sendungen<br />

Aber wie sieht das mit den vielen Kabelkunden<br />

ihre Kunden, indem sie ihr Abo kündigen. Und dank<br />

in 3D anschauen, er muss nur manuell in den 3D-<br />

aus? Ein Wirrwarr von Anbietern, und HD-Ein-<br />

IPTV gibt es mittlerweile einen dritten TV-Verbrei-<br />

Modus wechseln.<br />

Mit diesem QR-Code können<br />

Sie mit Ihrem Smartphone<br />

auch von unterwegs<br />

direkt unsere Facebook-<br />

Seite aufrufen.<br />

speisungen sind rar. Man kann sich ja, anders<br />

als beim Telefon, die Anbieter nicht aussuchen.<br />

So hat die Firma Tele Columbus, bei der<br />

wir sind, gerade mal zehn HD-Sender eingespeist.<br />

Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen<br />

zum Beispiel nach der Abschaltung des<br />

analogen Signals HD auch auf Spartensender<br />

ausweiten. Wie lange werden wir warten<br />

tungsweg, der in der Lage ist, HD-Inhalte zu übertragen.<br />

Früher oder später werden die Kabelanbieter<br />

deshalb in Zugzwang kommen. Welche HD-Sender<br />

Sie heute und in Zukunft per Kabel empfangen<br />

können, zeigen wir Ihnen übersichtlich auf Seite 21<br />

in dieser Ausgabe.<br />

Bezüglich Ihres Blu-ray-Players DVD-A1UD: Uns ist<br />

nicht bekannt, dass es für das Gerät ein 3D-Update<br />

Leserbrief:<br />

Apps für den Cloud-Dienst<br />

Dropbox<br />

[ Zum Beitrag „Über den Wolken“<br />

in VHV 4/12, ab Seite 94 ]<br />

Für „Dropbox“ gibt es schon ewig Apps für<br />

Smartphones. Bitte besser recherchieren!<br />

müssen, um sie in HD zu empfangen? In man-<br />

geben wird wie für die Vorstufe und den AV-Recei-<br />

Michael Mencke (per E-Mail)<br />

chen Regionen klappt das besser. So waren<br />

ver der A1-Reihe.<br />

etwa vor Jahren die Sender Servus HD und<br />

Anixe HD noch eingespeist – dann wieder<br />

weg. Wenn wir nach Österreich fahren, sind<br />

Leseranruf:<br />

Sky 3D aufzeichnen<br />

Sie haben Recht. Wir nutzen selbst die Dropbox<br />

App auf dem iPhone. Allerdings ging es in der Geschichte<br />

in erster Linie um Cloud-Dienste auf dem<br />

ARD und ZDF HD im Kabelnetz zu sehen, bei<br />

Mein Händler hat mir erzählt, dass<br />

TV, und da ist Dropbox nicht als App verfügbar.<br />

uns sucht man die öffentlich-rechtlichen Sen-<br />

ich das 3D-Programm von Sky nicht aufzeich-<br />

Nicht ganz komplett war die Einleitung insofern,<br />

der von ORF vergebens.<br />

nen kann. Jetzt bin ich sehr verunsichert. Die<br />

als Dropbox als Beispiel eines Cloud-Speichers<br />

Sie sind ein Twitter-Fan?<br />

Auch wir twittern mit. Den<br />

Direktzugang gibt‘s über<br />

diesen QR-Code.<br />

Es wäre schön, wenn Sie dieses Thema ansprechen<br />

würden und die Hersteller von Fernsehgeräten<br />

auch mal den Kabelgesellschaften<br />

Druck machen, wenigstens die deutschspra-<br />

Möglichkeit, Sendungen aufzuzeichnen, ist für<br />

mich eine wichtige Funktion, auf die ich nur<br />

ungern verzichte. Hat mein Händler Recht?<br />

Andreas Ludwig (Dingolfing)<br />

am Computer erwähnt wird, obwohl man Dropbox-Mediendateien<br />

(und andere Dateitypen) auch<br />

am Smartphone aufrufen und verwalten kann.<br />

86


VideoHomeVision hilft Lesern:<br />

Petition: Terminator 1 auf Blu-ray<br />

Es geht um folgendes Anliegen: Das Label Fox<br />

hat verlauten lassen, dass der Kultfilm Terminator 1 mit Arnold<br />

Schwarzenegger auf Blu-ray erscheint. Fans warten<br />

schon lange auf diesen Film und wollen natürlich die bestmögliche<br />

Fassung erhalten. Im Laufe der Zeit haben sich allerdings<br />

diverse Fehler in die Tonspur eingeschlichen, die<br />

das Gesamtbild des Films etwas schädigen. Aus diesem<br />

Grund haben sich Fans zusammengetan und eine Petition zur<br />

Rekonstruktion der Original-Tonspur ins Leben gerufen (inklusive<br />

Aufzählung aller Fehlstellen).<br />

Das Label Fox ist auf diese Petition auch schon aufmerksam geworden, bezieht aber noch keine<br />

klare Stellung dazu. Deshalb wäre es schön, wenn Sie auf diese Petition aufmerksam machen<br />

und sie auf diese Weise unterstützen würden.<br />

Der Link zur Petition: http://petitionbureau.org/Terminator1984Bluray<br />

Michael Stieglbauer (per E-Mail)<br />

Wir freuen uns, dass sich so viele Terminator-Fans engagiert für ihren Film einsetzen. Die Petition zu Terminator<br />

ist uns bekannt und wir werden versuchen, diese Anregungen der Fans bei der neuen BD-Produktion<br />

zu berücksichtigen. Da dabei nicht nur die deutsche Tonfassung, sondern auch die internationale Effekttonspur<br />

involviert sind, können wir noch nicht versprechen, welche Änderungen es geben wird. Aber<br />

wir arbeiten wie immer daran, das bestmögliche Produkt zu veröffentlichen. Vielen Dank an die Fans für<br />

ihren Input!<br />

Clemens Hoh, Fox-Pressesprecher<br />

Smart TV für den Fernseher<br />

Gewinnen Sie eine von drei VideoWeb TV-Boxen im Wert von je<br />

150 Euro und machen Sie Ihren TV ein großes Stück intelligenter.<br />

So einfach geht‘s: Verbinden Sie die VideoWeb TV-Box mit dem Netzwerk<br />

und dem Fernseher, und schon stehen zig Web-Inhalte bereit:<br />

Über Mediatheken können Sie auf ausgestrahlte Sendungen von<br />

ARD, ZDF, RTL und SAT.1 zugreifen. Maxdome dient als Online-Videothek.<br />

Mit Zattoo können Sie über 50 Sender live verfolgen. Und YouTube, Musikdienste<br />

und Nachrichtenportale gibt es obendrein. Beantworten Sie folgende<br />

Frage, und eine VideoWeb TV-Box könnte bald Ihnen gehören.<br />

Wie nennt sich ein drahtloses Heimnetzwerk?<br />

A) ELAN B) WLAN C) CELAN<br />

Einfach anmelden und Frage beantworten im Internet unter<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/gewinnspiel<br />

Schon sind Sie dabei. Teilnahmeschluss ist der 30. April <strong>2012</strong>.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

UNSERE REDAKTION<br />

ANDREAS<br />

FRANK<br />

Der Crack für Blu-ray-<br />

Player, Medien-Receiver<br />

und Home Server<br />

ANDREAS<br />

GREIL<br />

Der Spezialist für alles rund<br />

um Video: Camcorder,<br />

Videoschnitt und Sat-Receiver<br />

ROLAND<br />

SEIBT<br />

Der Technik-Crack und<br />

Spezialist für HD-Medien,<br />

TV, Sat und Video<br />

MICHAEL<br />

JANSEN<br />

Der Experte für alle<br />

Fragen zu Lautsprechern<br />

und Subwoofern<br />

REINHARD<br />

OTTER<br />

Der Video-HomeVision-Fachmann<br />

für Video-, Recordingund<br />

Online-Themen<br />

STEFAN<br />

SCHICKEDANZ<br />

Der Spezialist für das Thema<br />

Surround in all seinen<br />

Facetten<br />

VOLKER<br />

STRAßBURG<br />

Der Fachmann für alle<br />

Bildthemen und Video-<br />

HomeVision-Trendscout<br />

MARKUS<br />

WÖLFEL<br />

Der erfahrene Experte für alle<br />

Fragen zum Thema Fernseher<br />

und TV-Empfang.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

87


KURZTESTS<br />

Kurz & knapp<br />

An dieser Stelle unterziehen wir neue Unterhaltungselektronik-Produkte<br />

einem Schnelltest und bewerten sie nach Qualität, Praxistauglichkeit und<br />

Preis. Darunter fallen auch Produkte, die uns kurz vor Redaktionschluss<br />

erreichten. Ausführliche Tests zu einem späteren Zeitpunkt sind nicht<br />

ausgeschlossen.<br />

Wer den Acer-PC im<br />

Wohnzimmer verstecken<br />

will, kann<br />

ihn hinter dem TV-<br />

Schirm befestigen.<br />

Die Halterung des<br />

Revo RL70 ist VESAkompatibel.<br />

Klein und kompakt<br />

www.acer.de // ab 400 Euro<br />

PC im Wohnzimmer: Der Acer Revo RL70 ist ein Computer mit ultrakompaktem<br />

Formfaktor, der sich sogar an der Rückseite von Displays oder<br />

LCD-<strong>TVs</strong> mit VESA-Anschluss befestigen lässt. Dank seiner vielfältigen Talente<br />

ist der kleine Alleskönner ausgesprochen flexibel einsetzbar. Er eignet sich<br />

etwa als klein formatiger Home-PC ideal zum Surfen im Internet, zum Bearbeiten<br />

von E-Mails, zur Textverarbeitung oder für die Wiedergabe von Videos<br />

und Bildern in Full-HD-Auflösung. Den Revo gibt es mit und ohne BD-Laufwerk.<br />

Mit Laufwerk fällt das Gehäuse außerordentlich schlank aus. Bis zu 4 GByte<br />

RAM und die integrierte AMD Radeon HD 6320-Onboard-Grafiklösung sorgen<br />

auch bei Multimedia-Inhalten in Full HD für eine flüssige Wiedergabe.<br />

Die Festplatte bietet eine Kapazität von 750 GByte. Mit Schnittstellen ist der<br />

Revo RL70 gut bestückt: HDMI- und VGA-Anschluss, sechs USB-2.0-Ports und<br />

ein S/PDIF-Anschluss garantieren eine schnelle und einfache Einbindung in<br />

die heimische Entertainment-Umgebung.<br />

ACER REVO RL70 € 400<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Ein <strong>Super</strong>-Tablet sieht fern<br />

www.samsung.de // 629 Euro<br />

SAMSUNG GALAXY TAB 10.1N € 630<br />

überragend<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Samsungs schlankes, leistungsfähiges Android-Tablet<br />

sollte im November auf den Markt kommen,<br />

wurde aber von Apple gerichtlich gestoppt. Jetzt haben<br />

die Koreaner den Lizenzstreit doch für sich entscheiden<br />

können, dem Verkauf steht also nichts mehr im Wege.<br />

Um ihn anzukurbeln, plant Samsung laut unbestätigten<br />

Gerüchten, jedem verkauften Gerät einen Gutschein<br />

für einen tivizen DVB-T Wi-Fi der Firma Elgato beizulegen.<br />

Dieser eigentlich 129 Euro teure Kasten ist ein<br />

per Akku betriebener DVB-T-Empfänger und WLAN-<br />

Sender, der normalerweise Apple-Produkten den Zugang<br />

zum DVB-T-Fernsehen ermöglicht. Wir haben die<br />

Kombination getestet.<br />

Das Einrichten ist schnell erledigt: die App herunterladen<br />

(sie ist bereits online), das Wunderkästchen einschalten<br />

und die eingebaute Antenne herausziehen.<br />

Beim Starten der App sucht das Galaxy Tab den WLAN-<br />

Knoten des tivizen und verbindet sich. Nach Auswahl<br />

des Landes erfolgt ein Sendersuchlauf, und schon schaut<br />

man DVB-T. Die erste Version der Android-App kann<br />

bereits Sendungen aufzeichnen, der EPG ist jedoch<br />

noch nicht verfügbar und die Sendersortierung ließe<br />

sich verbessern. Die angegebene Akkulaufzeit von 3,5<br />

Stunden können wir bestätigen.<br />

Das Galaxy Tab ist das beste Tablet, das wir bisher<br />

getestet haben, auch wenn es noch auf Android 3.2<br />

läuft. Die flache Bauform, die hohe Leistung bei langer<br />

Laufzeit, viele Funktionen und der Preisvorteil durch<br />

den externen DVB-T-Tuner sind einmalig.<br />

88


Zukunftsträchtig<br />

www.lg.de // 110 Euro<br />

Klein, stylisch, extern – so präsentiert sich der LG-<br />

Blu-ray-Brenner BP40NS20. Der Sechsfach-<br />

Brenner unterstützt Medien der zweiten Blu-ray-<br />

Generation (BDXL). Er ist zudem der erste Bluray-Brenner,<br />

der M-Discs (Millenniata, vgl.<br />

Seite 13), BD-R- und BD-RE-Formate verarbeitet<br />

und damit die neuen vierlagigen Blu-ray-Medien<br />

mit bis zu 128 GByte beschreiben kann.<br />

Das Gerät gibt auch 3D-Blu-ray-Filme wieder. Während<br />

des Brennvorgangs passt die Silent-Play-Technologie automatisch<br />

die Lesegeschwindigkeit der Discs an. Zusätzlich sind die Geräte mit<br />

der Jamless-Play-Technologie ausgestattet, die dafür sorgt, dass beschädigte<br />

Teile des Datenträgers automatisch übersprungen werden.<br />

Mit dabei ist ein umfangreiches Software-Paket von Cyberlink. Es enthält<br />

PowerDVD 10, PowerProducer und Power2Go.<br />

Loewe zelebriert AirPlay<br />

www.loewe.de // 750 Euro<br />

Bei Fans von Apples iDevices ist die kabellose Musikübertragung via AirPlay<br />

längst ein großer Hit. Loewe steuert mit dem AirSpeaker einen besonders<br />

edlen Lautsprecher für die Multi-Room-fähige Technik bei. Zwar ist Loewe<br />

bislang vor alles als Lieferant hochkarätiger Fernseher bekannt, doch mittlerweile<br />

sind die Franken aus Kronach auch ein Big Player im Audiomarkt. Der<br />

AirSpeaker stellt diese Position einmal mehr unter Beweis.<br />

Selbst AirPlay-Einsteiger, die bislang keine Musik ohne Kabel vom iPhone<br />

oder iPad auf einen Lautsprecher übertragen haben, werden fasziniert sein von<br />

der einfachen Installation und Bedienung. Kurz per Netzwerkkabel ans Heimnetzwerk<br />

oder den PC angeschlossen, ist der Sound-Würfel nach ein paar wenigen<br />

Klicks einsatzbereit und wird von AirPlay-Zuspielern erkannt. Die Lautstärke<br />

kann sowohl am Speaker als auch am Zuspieler eingestellt werden. Per<br />

Taste S (Source) wählt man die Quelle aus: Der AirPlay-Modus leuchtet violett,<br />

der USB-Eingang blau. Auch musikalisch überzeugt der Würfel: Der Klang<br />

wirkt überraschend stark und klar, ein großes Wohnzimmer lässt sich mit der<br />

Loewe-Box locker beschallen. Auch tiefe Bässe meistert der vielseitige Franke.<br />

Und optisch ist der silbergraue Alu-Designhit, dessen Intarsien in verschiedenen<br />

Farben erhältlich sind, sowieso ein purer Genuss.<br />

LOEWE AIRSPEAKER € 750<br />

überragend<br />

Preis/Leistung: befriedigend<br />

LG BP40NS20 € 110<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

USB-Stick für<br />

iPhone und iPad<br />

www.hama.de // 100 Euro<br />

Dieser kleine Begleiter dürfte<br />

für manche iPod-, iPhoneoder<br />

iPad-Nutzer durchaus eine<br />

positive Überraschung darstellen.<br />

Bislang war es bei Apple verpönt,<br />

externe Speicher an die mobile<br />

Geräteflotte anzudocken. Doch<br />

Zubehörgigant Hama bietet mit<br />

dem i-FlashDrive von PhotoFast<br />

nun den ersten USB-Stick für die<br />

i-Geräte an. Auf 16 GByte Speicher<br />

lassen sich Fotos, Videos und<br />

Musik ablegen, die dann etwa auf<br />

dem iPad über den Musik-Player<br />

oder auch die kostenlos erhältliche<br />

i-FlashDrive App abgespielt<br />

werden. Übertragen werden die<br />

Audio-Formate MP3, WAV, AAC,<br />

AIF, AIFF, CAF und M4A sowie<br />

die Video-Standards M4V, MP4<br />

und MOV.<br />

Der Nachteil: In die iTunes-Bibliothek<br />

lässt sich der Inhalt nicht<br />

integrieren. Der Stick bleibt also<br />

trotz der flexiblen Einsatzmöglichkeiten,<br />

wozu auch der Datentransfer<br />

zwischen Apple-Geräten<br />

direkt gehört, eine externe Insellösung.<br />

Dennoch: Wer bei der Datenübertragung<br />

nicht immer den<br />

stationären PC oder Mac nutzen<br />

will, der ist mit dem i-FlashDrive<br />

auf jeden Fall gut bedient.<br />

HAMA I-FLASHDRIVE € 100<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: befriedigend<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

89


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILM<br />

IN TIME – DEINE ZEIT LÄUFT AB<br />

Science Fiction / USA 2011 / O-Titel In Time /<br />

109 Min. FSK 12 Regie Andrew Niccol mit Amanda<br />

Seyfried, Justin Timberlake, Cillian Murphy Disc BD<br />

50 Bild 2,35:1 (1080p24, AVC) Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Engl.), DTS 5.1 (Deutsch, Russ., Franz., Span.), Dolby<br />

Digital 5.1 (Por., Tsch., Thai, Türk., Ukrain., Span.)<br />

Untertitel Deutsch, Engl., Franz., Dän., Arab. u.a.<br />

Extras Featurette, Entfallene Szenen, Digitale Kopie,<br />

BD Live Vertrieb Fox VÖ: 13.04.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

90


Zeit ist<br />

Leben<br />

Jede Sekunde zählt: In der Zukunft wird mit<br />

Lebenszeit bezahlt. Doch die ist im fantastisch<br />

aussehenden SciFi-Thriller “In Time – Deine Zeit<br />

läuft ab” äußerst knapp.<br />

Wie Bonnie und Clyde:<br />

Will (Justin Timberlake)<br />

und Sylvia (Amanda<br />

Seyfried) sind Gangsterund<br />

Liebespärchen mit<br />

ewigem Zeitproblem.<br />

Zeit ist Geld, und zwar buchstäblich: In der Zukunft ist jeder<br />

Mensch potenziell unsterblich. Aber nur die ersten 25 Jahre<br />

sind gratis. Danach hören die Menschen zwar auf zu altern,<br />

müssen sich aber jede weitere Lebenssekunde hart erarbeiten. Oder<br />

reich sein. Die Lebenszeit der Menschen wird mit einer Digitalanzeige<br />

im Arm abgerechnet. Miete und Lebensmittel werden mit Stunden<br />

bezahlt, man kann Zeit verschenken oder stehlen, indem man zwei<br />

Arme aneinander hält. Steht die Lebensuhr auf Null, stirbt man.<br />

Betroffen sind davon vorrangig die Bewohner von Gettos. Die haben<br />

selten mehr als 24 Stunden im Portemonnaie. So wie Will (Justin<br />

Timberlake), ein sympathischer Überlebenskünstler. Während er<br />

hart arbeiten muss, um zu überleben, genießen die Menschen auf der<br />

anderen Seite der Gettogrenze ihre Unsterblichkeit. Sie sind reich<br />

geboren und wollen den Wohlstand nicht teilen. Will bricht aus dem<br />

Getto aus und kidnappt die Tochter eines Multimillionärs: Sylvia<br />

(Amanda Seyfried) ist von ihrem smarten Entführer ganz angetan<br />

und erkennt die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft.<br />

Als wäre Robin Hood der Vater von Bonnie und Clyde und Will und<br />

Sylvia seine Enkel, ziehen die beiden in dem Weltverbesserungsfilm<br />

mit viel Pathos, Parolen und Phrasen durchs Land. Sie rauben Banken<br />

aus und verschenken die Beute an Bedürftige. Regisseur und Drehbuchautor<br />

Andrew Niccol baut seinen Science-Fiction-Thriller auf<br />

einer pfiffigen Idee auf. Aber: „In Time“ ist ein ziemlich derber Occupy-Film<br />

im Science-Fiction-Gewand: Er ruft zum Widerstand auf,<br />

bietet aber keine Lösungsvorschläge an. Am Ende bleibt von einem<br />

klugen Konzept nur ein Allerweltsthriller, der in den Logiklöchern<br />

eines holprigen Drehbuchs versinkt. Bei all den Revolutionsfantasien<br />

nimmt sich Niccol kaum Zeit für die wirklich spannenden Fragen.<br />

Könnten wir Menschen mit der Unsterblichkeit umgehen? Steckten<br />

in ewig knackigen Körpern nicht trotzdem irgendwann Greise?<br />

TECHNIK: Mit großer Klarheit und ausgezeichneter Schärfe präsentiert<br />

das AVC-Bild der Blu-ray Disc eine angenehm natürliche Zeichnung.<br />

Der schmuddelig-futuristische Look des Films wird detailreich,<br />

mit exzellent abgestuften Schwarztönen und ohne Rauschen wiedergegeben.<br />

Dem steht der wunderbar dynamische und präzise abgemischte<br />

DTS-Sound in nichts nach und entwickelt vor allem in der<br />

englischen HD-Version einen vorzüglichen Raumklang mit knackigen<br />

Surroundeffekten. Im durchschnittlichen Bonusmaterial ist vor<br />

allem der Beitrag „Eine Gesellschaft unter Zeitdruck“ spannend. Interessant:<br />

Über die BD Live-Funktion lassen sich aus dem Internet<br />

Darstellerinformationen zu den gerade laufenden Szenen auf den<br />

Bildschirm holen. Einige zusätzliche Szenen sowie eine digitale Kopie<br />

des Films komplettieren die Extras.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

91


HOME ENTERTAINMENT | KOMÖDIEN<br />

AUSHILFSGANGSTER<br />

Die Hausangestellten<br />

gehen bei<br />

Ganove Slide<br />

(Eddie Murphy,<br />

vorne) in die<br />

Lehre. Schließlich<br />

muss der Coup<br />

glatt laufen.<br />

30 MINUTEN ODER WENIGER<br />

FILM: Action ohne Tempo: Pizzabote<br />

Nick wird von zwei Möchtegern-Kriminellen<br />

dazu gezwungen, einen Raub<br />

durchzuziehen. Andernfalls jagen sie<br />

ihn mittels Fernzünder und der<br />

Sprengstoffweste, die er am Leib trägt,<br />

in die Luft. Langatmige Dialoge und<br />

ein teils talentfreier Cast machen „30<br />

Komödie / USA 2011 / Minuten oder weniger“ zu einer eher<br />

O-Titel 30 Minutes Or beschaulichen Gangsterkomödie.<br />

Less / 83 Min. FSK 16<br />

TECHNIK: Einzig der bombastische<br />

Regie Ruben Fleischer<br />

mit Jesse Eisenberg, Sound bringt ordentlich Drive in die<br />

Danny McBride, Aziz dahinplätschernde Darbietung. Eine<br />

Ansari Disc BD 50 Bild satte, dynamische Surroundkulisse<br />

2,40:1 (1080p24, AVC) und der wuchtige Bass machen gehörig<br />

Rabatz im Heimkino. Das klare<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch,<br />

Französisch) Untertitel<br />

Bild überzeugt mit satten, bunten Farben,<br />

die jedoch nicht zu knallig wir-<br />

Dt., Engl. u.a. Extras<br />

Bild-im-Bild-Kommentar, ken. Kontrast und Schärfe sind top,<br />

Featurettes, Entfallene und auch die Detailzeichnung stimmt.<br />

und verpatzte Szenen Nur der Bonusteil enttäuscht ein wenig:<br />

Bis auf den Bild-im-Bild-Kommen-<br />

Vertrieb Sony<br />

VÖ: 12.04.<br />

tar gibt es kaum Lohnenswertes.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

FILM: Dem großartigen Cast ist es zu verdanken,<br />

dass „Aushilfsgangster“ zumindest streckenweise<br />

gut unterhält: Kleinganove Slide (Eddie Murphy)<br />

soll den Hausangestellten einer New Yorker<br />

Luxuswohnanlage helfen. Die dienstbaren<br />

Geister rund um den Manager Josh Kovacs (Ben<br />

Stiller) vertrauten dem Spekulanten Arthur Shaw<br />

(Alan Alda) ihre gesamten Ersparnisse an und<br />

bereuen ihre Entscheidung schon bald. Shaw hat<br />

Komödie / USA 2011 /<br />

O-Titel Tower Heist / sich nämlich ordentlich verzockt und den Pensionsfonds<br />

platzen lassen. Doch die Zimmermäd-<br />

104 Min. FSK 12 Regie<br />

Brett Ratner mit Ben chen, Liftboys und Portiers geben nicht so schnell<br />

Stiller, Eddie Murphy, klein bei. Die sympathische Truppe ersinnt einen<br />

Matthew Broderick Disc Plan, der durchführbar scheint: Sie wollen in<br />

BD 50 Bild 2,40:1<br />

Shaws Apartment eindringen und seinen vermeintlich<br />

gut gefüllten Safe knacken.Treffsicher<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-HD MA 5.1 (Englisch),<br />

DTS 5.1 (Deutsch, platzierte Gags und das dynamische Zusammenspiel<br />

von Stiller und Murphy machen die Komö-<br />

Französisch u.a.) Untertitel<br />

Deutsch, Englisch u.a. die in der ersten Hälfte zu einer kurzweiligen Angelegenheit<br />

– bis plötzlich Drehbuch und Schnitt<br />

Extras Audiokommentar,<br />

Entfallene und verpatzte<br />

jeglicher Logik entbehren: Am Tag des großen<br />

Szenen u.a. Vertrieb Universal<br />

VÖ: im Handel Coups startet Slide einen Alleingang. Bei der Inszenierung<br />

des rasanten Wettlaufs zwischen ihm<br />

und der Gruppe um Kovacs schießt Regisseur<br />

Brett Ratner weit über das Ziel hinaus: Eine absurde<br />

Stuntsequenz reiht sich an die andere, und<br />

Zusammenhänge werden zur Nebensache. Starken<br />

Sidekicks wie Gabourey Sidibe („Precious“)<br />

oder Casey Affleck ist es zu verdanken, dass die<br />

Story nicht allzu viel Tempo verliert.<br />

TECHNIK: Immerhin macht die abgehobene Geschichte<br />

auf Blu-ray Disc optisch durchgehend<br />

eine gute Figur: Das Bild punktet mit satten, gedeckten<br />

Farben und sehr guten Kontrasten. Auch<br />

Schärfe und Detailzeichnung wurden ordentlich<br />

herausgearbeitet, die Schwarzwerte gut ausdifferenziert.<br />

Der dynamische, druckvolle DTS-<br />

Sound der deutschsprachigen Tonspur fordert<br />

den Subwoofer angemessen heraus und bietet<br />

eine angenehme Surroundkulisse. Auch die Höhen<br />

werden klar wiedergegeben. Im Bonusteil<br />

der Disc gibt es eine Menge unterhaltsame entfallene<br />

Szenen, zwei alternative Enden und verpatzte<br />

Sequenzen. Insbesondere die 50-minütige<br />

Dokumentation über die Entstehung des Films<br />

ist sehenswert.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

THE GUARD – EIN IRE SIEHT SCHWARZ<br />

FILM: Ausgerüstet mit viel schwarzem<br />

Humor versuchen ein ausgebuffter<br />

Provinz-Polizist und ein überkorrekter<br />

Großstadt-Cop, dem Drogenschmuggel<br />

an Irlands Küste Herr zuwerden.<br />

Political Correctness ist ihnen<br />

in ihren schlagfertigen Wortgefechten<br />

völlig egal. Doch trotz aller<br />

Differenzen müssen die beiden Querköpfe<br />

lernen, an einem Strang zu zie-<br />

Komödie / Irland 2011 /<br />

O-Titel The Guard / 96<br />

hen – andernfalls gewinnen die Kriminellen<br />

die Oberhand.<br />

Min. FSK 16 Regie John<br />

Michael McDonagh mit<br />

Brendan Gleeson, Don TECHNIK: Die natürliche Optik der<br />

Cheadle, Liam Cunningham<br />

Disc BD 25 Bild gen Eindruck von der Trostlosigkeit<br />

Blu-ray Disc vermittelt einen lebendi-<br />

2,35:1 (1080p24, AVC)<br />

der Landschaft, in der sich die Figuren<br />

bewegen. Satt leuchtende Farb-<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch tupfer setzen gelegentlich Akzente im<br />

Extras Making Of, Entfallene<br />

und verpatzte tende Sound ist angenehm ausbalan-<br />

kontrastreichen Bild. Der zurückhal-<br />

Szenen, Interviews, u.a. ciert und bietet sauberen Raumklang.<br />

Vertrieb Ascot Elite<br />

Der üppige Bonusteil enthält einige<br />

VÖ: im Handel<br />

interessante Beiträge.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

SO TESTET VIDEO-HOMEVISION<br />

Kontrast, Schärfe, Farbwiedergabe, Schwarzwerte – an<br />

das Blu-ray-Bild stellen wir höchste Ansprüche. In<br />

unserem Heimkino spielen wir die Discs mit einem Full-<br />

HD-Projektor ab und achten genau auf eventuelle Störfaktoren<br />

(Artefakte, Nachzieheffekte). Der Sound wird<br />

via HDMI von einem 7.1-Denon-System ausgegeben.<br />

Wir testen die deutsche Tonspur und ziehen zum Vergleich<br />

die Originalversion heran. Beurteilt werden Dynamik,<br />

Surrounderlebnis sowie Verständlichkeit der Dialoge.<br />

Die Wertung der Extras bezieht sich nicht nur<br />

auf den Umfang, sondern vor allem auf Qualität und interaktive<br />

Möglichkeiten. 3D-Blu-rays testen wir auf<br />

Panasonic-Equipment (aktive Shutterbrillen, Plasma-TV:<br />

TX-P50VT30, Blu-ray-Player: DMP-BDT 310). Dabei achten<br />

wir auf den homogenen Aufbau der räumlichen Tiefe,<br />

Pop-out-Effekte und störendes Ghosting.<br />

DER GANZ NORMALE WAHNSINN<br />

FILM: Zwischen Kindergeburtstag und<br />

Karriere: Kate ist Investmentmanagerin<br />

und Mutter und demzufolge im<br />

Dauerstress. Als würde das übliche<br />

Chaos nicht schon genügen, verdreht<br />

ihr der attraktive neue Boss auch noch<br />

den Kopf. Witzige Dialoge und eine<br />

amüsante Story reichen allerdings<br />

nicht aus, wenn vornehmlich stereotype,<br />

klischeehafte Figuren Büro und<br />

Komödie / USA 2011 /<br />

O-Titel I Don‘t Know How Haushalt bevölkern.<br />

She Does It / 89 Min. TECHNIK: In satten, bonbonbunten<br />

FSK 6 Regie Douglas<br />

Farben tobt Kate durchs Geschäfts-<br />

McGrath mit Sarah<br />

Jessica Parker, Pierce<br />

und Familienleben. Die Schwarzwerte<br />

wirken gelegentlich etwas matschig,<br />

Brosnan, Greg Kinnear<br />

Disc BD 50 Bild 1,78:1 Kontrast und Schärfe wurden jedoch<br />

(1080p24, AVC) Ton gut herausgearbeitet. Der dynamische<br />

DTS-HD MA 5.1 Sound bedient vornehmlich die Frontboxen,<br />

nur gelegentlich wird eine sanf-<br />

(Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch,<br />

Englisch Extras Hinter te Surroundkulisse eingesetzt. Dialoge<br />

bleiben stets klar verständlich. Der<br />

den Kulissen, Interview<br />

Vertrieb Universal dünne Bonusteil enthält nur zwei belanglose<br />

Beiträge.<br />

VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Kate (Sarah<br />

Jessica Parker)<br />

lächelt Stress<br />

einfach souverän<br />

weg.<br />

92


PROMOTION<br />

Filmtipp<br />

des Monats<br />

Präsentiert von<br />

Der Olymp ist in<br />

Aufruhr: Ein machthungriger<br />

König<br />

zettelt einen „Krieg<br />

der Götter“ an, den<br />

Theseus (Henry<br />

Cavill, Mitte) mit<br />

aller Macht<br />

verhindern soll.<br />

Der Olymp bebt<br />

Die “300”-Macher melden sich mit einer epochalen Saga zurück und<br />

entfesseln im antiken Griechenland den “Krieg der Götter”, der auf<br />

Blu-ray Disc zu einem atemberaubenden 3D-Spektakel wird.<br />

Offensichtlich hatten einige<br />

„300“-Produzenten noch<br />

nicht genug von antiken<br />

Blutbädern und zetteln nun<br />

einen „Krieg der Götter“ an: Im alten<br />

Griechenland wird also wieder gemetzelt.<br />

Für das 3D-Schlachtepos wurde<br />

Tarsem Singh als Regisseur verpflichtet,<br />

der sich mit „The Cell“ (2000) und<br />

„The Fall“ (2006) als Meister opulenter,<br />

fantasievoller Bilderwelten einen<br />

Namen machte. Nun kommandiert<br />

er den Olymp, der wegen eines<br />

machthungrigen Schurken in heller<br />

Aufruhr ist.<br />

Auf der Suche nach einer sagenumwobenen<br />

Waffe räumt König Hyperion<br />

(Mickey Rourke) gnadenlos alles<br />

und jeden aus dem Weg. Um ihm und<br />

seinen Truppen Einhalt zu gebieten,<br />

wählt Göttervater Zeus (Luke Evans)<br />

einen Krieger aus, der sich im Namen<br />

der Götter dem Tyrannen entgegenstellen<br />

soll: Theseus (Henry Cavill).<br />

Dass der durchtrainierte Jüngling<br />

seine Mission erfüllt, ist natürlich<br />

klar: Allerdings hat der 3D-Film einige<br />

hübsche Überraschungen auf Lager.<br />

Sie machen „Krieg der Götter“ zu<br />

einem echten Hingucker mit opulenten<br />

Bildern und imposanten Actionsequenzen<br />

in sanft schimmernden<br />

Bronzetönen.<br />

Technik:<br />

Dass Bild und Sound göttlich sind,<br />

versteht sich von selbst: Die räumliche<br />

Tiefe der sauber umgesetzten 3D-Fassung<br />

ist atemberaubend. Detailzeichnung<br />

und Farbsättigung sind fantastisch.<br />

Dazu fegt ein effektvoller HD-<br />

Mix durch die Boxen –<br />

als solle der Olymp in<br />

den Grundfesten erschüttert<br />

werden.<br />

Krieg der Götter 3D<br />

Action / USA 2011 / 111 Min.<br />

FSK 16 Regie Tarsem Singh mit<br />

Henry Cavill, Mickey Rourke, Freida<br />

Pinto Disc BD 50 Bild 2,35<br />

(1080p24, AVC / MVC) Ton DTS-<br />

HD HiRes 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch Extras Entfallene Szenen, Alternativer<br />

Anfang, Alternative Enden, Hinter den Kulissen, Darstellerinformationen,<br />

Interviews, Featurettes: „Krieg der Götter<br />

– Special“, „Es ist kein Mythos“, Vertrieb Highlight /<br />

Constantin VÖ: 05.04.<br />

VERLOSUNG<br />

Fünf Steelbooks zu gewinnen!<br />

Zum Blu-ray-Start von „Krieg der Götter“ verlosen<br />

wir fünfmal die Steelbook-Edition. Exklusiv<br />

bei Media Markt erhältlich, enthält sie das<br />

gigantische Schlachtenepos in der 3D-Fassung<br />

und in der 2D-Version. Teilnahme unter:<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/verlosung<br />

Teilnahmeschluss ist der 2. Mai.


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILME<br />

TEXTTEXT<br />

Von wegen Schrott<br />

Auge in Auge mit<br />

„Atom“: Charlie<br />

(Hugh Jackman) erklärt<br />

seinem Roboterschützling,<br />

was er<br />

im Ring zu tun hat.<br />

Sohn Max (Dakota<br />

Goyo, hinten) freut<br />

es, dass sein Vater<br />

neuerdings so viel<br />

Engagement zeigt.<br />

Klitschko, Abraham und Sturm sind bald Schnee von<br />

gestern: Die neuen Helden des Boxsports tragen<br />

Namen wie Atom, Noisy Boy oder Midas. In nicht<br />

allzu ferner Zukunft werden Boxkämpfe nämlich von Robotern<br />

ausgetragen. Das prophezeit<br />

jedenfalls „Real Steel“, der<br />

neueste Actionfilm mit Hugh Jackman.<br />

Der Australier spielt einen<br />

ehemalige Profiboxer, der auf ganzer<br />

Linie versagt hat – als Unternehmer,<br />

als Robotertrainer und<br />

nicht zuletzt als Vater. Als er die<br />

Fürsorge für seinen Sohn Max<br />

REAL STEEL<br />

übernehmen soll, ist er nicht begeistert. Was als Vater-<br />

Sohn-Geschichte beginnt, wandelt sich zum actionreichen<br />

Underdog-Sportfilm. Dass die futuristisch angehauchte<br />

Geschichte in einer realen Welt platziert wurde, macht es<br />

leicht, sich mit den Figuren zu identifizieren. Selbst die<br />

Roboter haben eine Persönlichkeit. Wer hätte gedacht,<br />

dass ein Haufen Schrott so unterhaltsam sein kann.<br />

TECHNIK: Mit hervorragenden Kontrasten und knackiger<br />

Schärfe macht die Blu-ray-Optik des sympathischen Metallmärchens<br />

eine ausgesprochen<br />

Action / USA, Indien 2011 / 127 Min. FSK 12<br />

Regie Shawn Levy mit Hugh Jackman, Dakota<br />

Goyo, Evangeline Lilly Disc BD 50 Bild 2,35:1<br />

(1080p24, AVC) Ton DTS-HD HiRes 7.1 (Deutsch),<br />

DTS-HD MA 7.1 (Englisch), Dolby Digital 5.1 (Türk).<br />

Untertitel Deu., Engl., Türk., Bulg., Rumän. Extras<br />

Audiokommentar, Entfallene und verpatzte Szenen,<br />

Featurettes: Countdown zum Kampf, Metal Valley,<br />

Roboter, Boxtraining Vertrieb Disney VÖ: 12.04.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

gute Figur. Die Details sind fein<br />

herausgearbeitet, die Farben satt.<br />

Lediglich die Schwarztöne wirken<br />

in den dunkleren Sequenzen etwas<br />

schwammig. Der im 7.1-Format<br />

abgespeicherte, sehr homogene<br />

HD-Sound ist raumgreifend<br />

und präzise abgemischt. Trotz<br />

wuchtiger Bässe und effektvollem Surroundeinsatz bleiben<br />

die Dialoge klar. Das ordentliche Bonusmaterial besteht<br />

aus einem unterhaltsamen Audiokommentar und 60<br />

Minuten interessanter Kurzbeiträge über die Hintergründe<br />

und die Entstehung des Films.<br />

ELITE SQUAD – IM SUMPF DER KORRUPTION<br />

FILM: Karneval, Copacabana, Zuckerhut<br />

– das sind Rios schöne Seiten. In<br />

den Slums sieht die Welt ganz anders<br />

aus. Mord, Drogenhandel und Raub<br />

stehen auf der Tagesordnung: „Im<br />

Sumpf der Korruption“ profitieren<br />

auch Polizisten von den Machenschaften.<br />

Bis sich ein ehrgeiziger Beamter<br />

in einem fiebrigen, etwas wirr erzählten<br />

Thriller den Gangstern auf beiden<br />

Action / Brasilien 2011<br />

/ O-Titel Tropa de Elite 2<br />

– O inimigo agora é outro Seiten des Gesetzes entgegenstellt.<br />

/ 114 Min. FSK 16 Regie<br />

José Padilha mit Disc einige Schwächen auf: Die<br />

TECHNIK: Optisch weist die Blu-ray<br />

Wagner Moura, Irandhir Schwarzwerte sind schwammig, leichte<br />

Unschärfen deutlich erkennbar. Zu-<br />

Santos, André Ramiro<br />

Disc BD 25 Bild 1,85:1<br />

dem hat das Bild einen Gelbstich. Der<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-HD MA 5.1 wuchtige Sound stimmt allerdings versöhnlich:<br />

Eine angenehme Surround-<br />

(Deutsch, Portugiesisch)<br />

Untertitel Deutsch kulisse begleitet die Handlung, an den<br />

Extras Making Of, BD passenden Stellen setzen Effekte Akzente.<br />

Als Extra gibt es ein 56-minü-<br />

Live Vertrieb Universum<br />

VÖ: im Handel<br />

tiges Making Of, das zwar ausführlich,<br />

aber nur mäßig interessant ist.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

TYRANNOSAUR<br />

FILM: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“<br />

– so sieht das Leben aus in der tristen<br />

Gegend, in der Joseph sein Dasein fristet,<br />

in der er säuft und sich prügelt.<br />

Unkontrollierbare Wutausbrüche, Gewaltexzesse,<br />

unflätige Schimpftiraden<br />

strukturieren seine Tage. Das<br />

preisgekrönte Drama „Tyrannosaur“<br />

erzählt schonungslos von Frust und<br />

flüchtigem Glück in einer englischen<br />

Drama / GB 2011 / 92<br />

Arbeitersiedlung – und ist dabei ein<br />

Min. FSK 16 Regie<br />

Paddy Considine mit überwältigender Liebesfilm.<br />

Peter Mullan, Olivia TECHNIK: Natürliche Farben und ein<br />

Colman, Eddie Marsan leichter Grauschleier dominieren die<br />

Disc BD 25 + DVD Bild Optik. Der Transfer entspricht der Kinovorlage,<br />

was kleinere Schwächen<br />

2,35:1 (1080p24, AVC)<br />

Ton DTS-HD MA 5.1 (D,<br />

E) Untertitel D, E Extras<br />

bei Schärfe und Detailtiefe zur Folge<br />

Broschüre, Kurzfilm, hat. Der klare Sound bindet die Surroundboxen<br />

für eine stimmungsvolle<br />

Audiokommentar, Entfallene<br />

Szenen, Bildergalerie<br />

Vertrieb Kino Kontrofilm,<br />

Audiokommentar, entfallene Sze-<br />

Atmosphäre immer wieder ein. Kurzvers<br />

/ Bavaria Medien<br />

nen und eine hintergründiges Booklet<br />

– die Extras sind spannend.<br />

VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Grandiose Vorstellung:<br />

Peter Mullan spielt den<br />

vom Leben frustrierten<br />

Wutbürger Joseph.<br />

FILMTIPP<br />

94


Flintenweib: Amy<br />

(Kate Bosworth)<br />

verteidigt sich und<br />

ihren Mann.<br />

STRAW DOGS – WER GEWALT SÄT<br />

FILM: Wer sich in einem kleinen Ort<br />

niederlässt, wird erst einmal skeptisch<br />

beäugt. Hollywoodsternchen Amy und<br />

ihrem Ehemann David geht es nicht<br />

anders. Doch auf die Blicke folgen bald<br />

immer brutaler werdende Angriffe.<br />

Trotz gelungener Dramaturgie zündet<br />

das Psychothriller-Remake nicht. Den<br />

Thriller / USA 2011 / Hauptdarstellern gelingt es nicht, ihren<br />

Figuren Leben einzuhauchen.<br />

O-Titel Straw Dogs / 110<br />

Min. FSK 16 Regie Rod<br />

TECHNIK: Mit umso mehr Intensität<br />

Lurie mit James Marsden,<br />

Kate Bosworth, besticht die Optik: Der Transfer auf<br />

Alexander Skarsgård Blu-ray ist auf hohem Niveau gelungen.<br />

Die Farben sind schwer und satt<br />

Disc BD 25 Bild 2,40:1<br />

(1080p24,AVC) Ton und ergeben mit dem steilen Kontrast<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

ein knackiges, wuchtiges Bild. Nur selten<br />

ist leichtes Rauschen zu erkennen.<br />

(Deutsch, Englisch,<br />

Französisch) Untertitel<br />

Deutsch, Englisch u.a. Der Ton ist ebenso gut arrangiert.Die<br />

Extras Audiokommentar, HD-Spur ist äußerst dynamisch, sehr<br />

Featurettes, BD Live räumlich, und die Dialoge sind gut<br />

Vertrieb Sony VÖ: 12.04. verständlich. Der Bonusteil überzeugt<br />

mit diversen aufschlussreichen Dokumentationen<br />

und BD-Live-Zugang.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Lucy (Emily<br />

Browning) gewöhnt<br />

sich an<br />

ihre neue Arbeitskleidung.<br />

SLEEPING BEAUTY<br />

FILM: Die attraktive Studentin Lucy<br />

hält sich mit diversen Nebenjobs über<br />

Wasser. Mit einer neuen Stelle soll sich<br />

ihr Leben verändern: Zunächst kellnert<br />

die junge Frau nur in Dessous.<br />

Später wird sie das Bett mit alten Männern<br />

und deren sexuellen Fantasien<br />

teilen. Der Film wirkt dabei nie voyeuristisch,<br />

die überwältigende Hauptdarstellerin<br />

Emily Browning trägt ihn<br />

Drama / Australien<br />

2011 / 102 Min. FSK 16<br />

Regie Julia Leigh mit<br />

mit Würde und Eleganz.<br />

Emily Browning, Rachael TECHNIK: Das kunstvolle Erotik-Drama<br />

ist eine wahre Augenweide: Das<br />

Blake, Michael Dorman<br />

Disc BD 25 Bild 1,85:1 pastellfarbe Bild wirkt wie gemalt. Die<br />

(1080p24, AVC) Ton in langen Einstellungen gedrehten<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

Szenen weisen gute Schwarzwerte,<br />

(Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch, knackige Schärfe und hervorragende<br />

Englisch Extras Interviews<br />

mit Cast und Crew tailreich und für den mysteriösen Film<br />

Kontraste auf. Der HD-Sound ist de-<br />

Vertrieb Alive angemessen kühl. Die Extras werden<br />

VÖ: im Handel dem guten Gesamteindruck nicht gerecht:<br />

Die Interviews mit Cast und<br />

Crew bieten wenig Mehrwert.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

THE NINES<br />

FILM: Was, wenn Gott einer von uns<br />

wäre? Das Episodendrama lädt zu einem<br />

Gedankenexperiment ein, das<br />

angenehm verwirrt: In drei Kapiteln<br />

ist Ryan Reynolds als Schauspieler Gary,<br />

TV-Produzent Gavin und Videospiel-Designer<br />

Gabriel zu sehen. Auf<br />

mysteriöse Weise sind deren Leben<br />

miteinander verwoben. So spannend<br />

Drama / USA 2007 / 100<br />

diese einzelnen Geschichten sind –<br />

Min. FSK 16 Regie John<br />

August mit Ryan Reynolds,<br />

Melissa McCarthy, TECHNIK: Die drei Handlungssträn-<br />

das Finale enttäuscht dann doch.<br />

Hope Davis Disc BD 50 ge unterscheiden sich auch optisch,<br />

Bild 1,85:1 (1080p24, weshalb viele vermeintliche Mängel<br />

AVC) Ton DTS-HD MA wie ausgewaschene Farben oder Unschärfen<br />

bei Handkameraeinsatz oft<br />

5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Making Of, Audiokommentare,<br />

Inter-<br />

weist das Bild gute Schwarzwerte und<br />

nur Stilmittel sind. Abgesehen davon<br />

view mitJohn August, eine klare Detailzeichnung auf. Die<br />

Kurzfilm, Bildgalerie, satte HD-Spur steuert die Boxen präzise<br />

an. Im hervorragend ausgestatte-<br />

Entfallene Szenen<br />

Vertrieb Koch Media<br />

ten Bonusteil ist der wunderbare Kurzfilm<br />

„God“ zu empfehlen.<br />

VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

AMER<br />

FILM: Was ist Angst, was Begierde?<br />

Der belgisch-französische Thriller<br />

zeigt drei düstere und zugleich verführerische<br />

Stationen im Leben von<br />

Ana: Als Kind erschrickt sie vor ihrem<br />

aufgebahrten Opa, macht als Teenager<br />

erste erotische Erfahrungen und<br />

kehrt als Erwachsene in ihr Elternhaus<br />

zurück. Bizarre Bilder und ein-<br />

Thriller / Frankreich<br />

2009 / 90 Min. FSK 16 schneidende Klänge sorgen für Horror<br />

ohne plumpe Schockeffekte.<br />

Regie Hélène Cattet,<br />

Bruno Forzani mit Marie TECHNIK: Knarrende Türen, flüsternder<br />

Wind, knackende Fingerknöchel:<br />

Bos, Charlotte Eugène-<br />

Guibbaud, Cassandra<br />

Die intensive Geräuschkulisse von<br />

Forêt Disc BD 25 Bild<br />

2,35:1 (1080p24, AVC) Anas Welt wurde eindringlich, fast<br />

Ton DTS-HD MA 5.1 schon gruselig detailreich auf Disc gebannt.<br />

Ebenso ausgefeilt ist die Optik<br />

(Deutsch, Französisch)<br />

Untertitel Deutsch der surrealen Giallo-Hommage: Das<br />

Extras Kurzfilme HD-Bild ist scharf und gibt natürliche<br />

Vertrieb Koch Media<br />

Farben ebenso brillant wieder wie die<br />

VÖ: im Handel.<br />

künstlichen Lichteffekte. Der Bonusteil<br />

bietet vier Kurzfilme, die ebenso<br />

verstören wie der Hauptfilm.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

DER KILLER<br />

FILM: Und wieder ein mysteriöser<br />

Mörder im Wald: Diesmal lauert er<br />

nicht unschuldigen Teenies, sondern<br />

sechs Gangstern auf, die sich in einer<br />

Hütte von ihrem Raubzug erholen.<br />

Am nächsten Morgen sind Geld und<br />

Auto weg, dafür lauert ein schwerbewaffneter<br />

Kriegsveteran auf die Männer.<br />

Wirklich bedrohliche Züge nimmt<br />

Horror / Kanada <strong>2012</strong> /<br />

O-Titel Skeleton Lake /<br />

der Häscher jedoch nicht an. Ein überflüssiger,<br />

unorigineller Slasher.<br />

96 Min. FSK 18 Regie<br />

Neil Mackay mit Bryan TECHNIK: Ist die Handlung auch enttäuschend,<br />

aus technischer Sicht ist<br />

Larkin, Hugh Lambe, Bob<br />

Cymbalski Disc BD 25 die Blu-ray Disc ein Erlebnis. Die<br />

Bild 2,35:1 (1080p24,<br />

7.1-HD-Spur baut eine sensationell<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

7.1 (Deutsch, Englisch) dynamische, räumliche Klangkulisse<br />

Untertitel Deutsch mit bombastischem Subwoofereinsatz<br />

Extras Keine auf. Die Bildqualität ist rundum gelungen.<br />

Die Schärfe sitzt auch in<br />

Vertrieb Sunfilm<br />

VÖ: im Handel. schnellen Actionsequenzen, und die<br />

Farbsättigung ist tadellos. Punktabzug<br />

gibt es allerdings wegen des<br />

fehlenden Bonusmaterials.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

APOLLO 18<br />

FILM: Auf der Mondmission von<br />

Nathan Walker, Benjamin Anderson<br />

und John Grey häufen sich merkwürdige<br />

Vorkommnisse: Seltsame Schatten<br />

huschen an den omnipräsenten<br />

Kameras vorbei. Sichergestellte Bodenproben<br />

machen sich selbstständig.<br />

Doch selbst als im All der Überlebenskampf<br />

für die Astronauten beginnt,<br />

Science Fiction / USA mangelt es der Mockumentary an<br />

2011 / 87 Min. FSK 16<br />

überzeugenden Schockmomenten.<br />

Regie Gonzalo López-<br />

Gallego mit Warren TECHNIK: Technisch ist der Film hingegen<br />

äußerst gelungen. Das ver-<br />

Christie, Ryan Robbins,<br />

Lloyd Owen Disc BD 25 meintlich auf dem Mond gedrehte,<br />

Bild 1,85:1 (1080p24, dokumentarische Filmmaterial ist gut<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

gefaked: Das Bild ist entsprechend<br />

5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch<br />

körnig, teilweise verwaschen. Der Ton<br />

Extras Audiokommentar, rauscht, die Dialoge klingen blechern.<br />

Entfallene Szenen, Dagegen sind die Surroundeffekte<br />

Alternatives Ende zwar präzise gesetzt, aber zu blass.<br />

Vertrieb Universum Nur der Bass grummelt stets bedrohlich.<br />

Im Bonusteil finden sich in ers-<br />

VÖ: im Handel.<br />

ter Linie zurecht entfallene Szenen.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

95


HOME ENTERTAINMENT | HORROR / THRILLER<br />

THE THING<br />

Die Paläontologin<br />

Dr. Kate Lloyd (Mary<br />

Elizabeth Winstead)<br />

rückt dem Alien mit<br />

reichlich Feuerkraft<br />

zu Leibe.<br />

FILM: „The Thing“ ist ein bisschen Remake, sicher<br />

ein Prequel, vor allem aber eine lobende Reminiszenz<br />

an einen Klassiker, die 120.000 Zuschauer<br />

in den deutschen Kinos fand. Die Idee<br />

fußt auf einer Novelle aus dem Jahr 1938 und<br />

wurde 1951 erstmals verfilmt. Populär ist jedoch<br />

vor allem die Interpretation des Themas aus dem<br />

Jahr 1982, als Regisseur John Carpenter mit Kurt<br />

Russell in der Hauptrolle „Das Ding aus einer anderen<br />

Welt“ schuf. Damals ging es um eine Grup-<br />

Horror / USA 2011 / 103<br />

Min. FSK 16 Regie<br />

Matthijs van Heijningen pe von Wissenschaftlern, die in der Antarktis von<br />

Jr. mit Mary Elizabeth einem Alien angegriffen werden. Es kann in den<br />

Winstead, Joel Edgerton, Körper eines jeden Lebewesens schlüpfen und<br />

Ulrich Thomsen Disc BD ihn detailgenau kopieren. Die Forscher hatten eine<br />

norwegische Station in Augenschein genom-<br />

50 Bild 2,35:1 (1080p24,<br />

VC-1) Ton DTS-HD MA<br />

5.1 (Englisch), DTS 5.1 men, deren Mitarbeiter ganz offensichtlich durch<br />

(Deutsch, Spanisch u.a.) das „Ding“ hingerichtet wurden. Eben die Geschichte<br />

jener Norweger erzählt nun das Prequel<br />

Untertitel Deutsch,<br />

Englisch u.a. Extras „The Thing“. Regisseur Matthijs van Heijningen<br />

Featurettes, Audiokommentar,<br />

Bild-in-Bild-Fea-<br />

bedient sich zweifellos bekannter Stilmittel: Geschickte<br />

Kameraführung und bedrohliche Musik<br />

turettes u.a. Vertrieb<br />

Universal VÖ: im Handel gehören dazu. In vielen Sequenzen verneigt sich<br />

der Regisseur tief vor dem Original, bis hin zu<br />

den Spezialeffekten. Aus der Tatsache, dass die<br />

Zuschauer von Anfang an nicht nur um die Gefährlichkeit<br />

und die besondere Fähigkeit des Aliens<br />

wissen, sondern auch um das tragische Ende<br />

des Forschungsteams, entwickelt sich eine eiskalte,<br />

klaustrophobische Angst auf und vor dem<br />

Bildschirm.<br />

TECHNIK: Technisch wird die Anspannung ebenfalls<br />

gut transportiert: Die Blu-ray Disc beeindruckt<br />

mit effektvollem, dynamischem Sound.<br />

Dank des geschickten Einsatzes der Surroundboxen<br />

und der präzisen Effekte entwickelt sich<br />

eine bedrohliche Atmosphäre. Die DTS-Spuren<br />

der BD (im englischen Original sogar in HD-Qualität)<br />

präsentieren sich dabei satt und basslastig.<br />

Die weiche, organisch wirkende Optik ist von satten<br />

Schwarztönen gekennzeichnet und bringt die<br />

Details gut zur Geltung. Mit einem spannenden<br />

Audiokommentar, zwei unterhaltsamen Kurzdokus<br />

und zusätzlichen Szenen ist der Bonusteil ordentlich<br />

ausgestattet. Die Bild-in-Bild-Featurettes<br />

sind interessant, der BD Live-Zugang ist hingegen<br />

wie so oft nur eine Werbeveranstaltung.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

SOUNDTIPP<br />

INCITE MILL<br />

FILM: Zehn Probanden werden in einem<br />

<strong>video</strong>überwachten Raum eingesperrt<br />

und haben nur eine Aufgabe:<br />

überleben. Allerdings liegen in dem<br />

Kämmerlein auch Waffen herum, um<br />

die Sache aufregender zu gestalten –<br />

jedoch nur für die Protagonisten. Vor<br />

dem Bildschirm hält sich die Anspannung<br />

dank einer zähen Story in überschaubaren<br />

Grenzen.<br />

Thriller / Japan 2010 /<br />

O-Titel Inshite miru:<br />

7-kakan no desu gêmu / TECHNIK: Auch optisch macht der<br />

107 Min. FSK 16 Regie Thriller nicht viel her: Das Bild rauscht<br />

Hideo Nakata mit Haruka stark und wirkt darüber hinaus zu<br />

Ayase, Tatsuya Fujiwara, weich und unscharf. Darunter leidet<br />

Satomi Ishihara Disc BD<br />

auch die Detailzeichnung. Die Farbsättigung<br />

ist ebenfalls nicht sonder-<br />

25 Bild 1,85:1 (1080p24,<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

7.1 (Deutsch, Englisch) lich gut gelungen. Dafür beeindruckt<br />

Untertitel Deutsch der sauber arrangierte 7.1-HD-Mix mit<br />

Extras Making Of einem guten Raumklang. Dialoge bleiben<br />

auch in opulenteren Geräuschku-<br />

Vertrieb Sunfilm<br />

VÖ: im Handel<br />

lissen gut verständlich. Der Bonusteil<br />

enthält lediglich ein mäßig spannendes<br />

Making Of.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

URBAN EXPLORER<br />

FILM: Eine Gruppe internationaler<br />

Backpacker geht in den Eingeweiden<br />

Berlins auf Entdeckungstour. Dort ist<br />

es nicht nur finster, sondern es lauert<br />

auch ein mordlüsterner, ehemaliger<br />

DDR-Grenzer in den unterirdischen<br />

Gängen. Blut fließt, Knochen brechen,<br />

Körper werden gehäutet. Eine ganz<br />

schöne Sauerei, die sich an Vorbildern<br />

Horror / Deutschland<br />

wie „Hostel“ (2005) orientiert.<br />

2011 / 94 Min. FSK 18<br />

Regie Andy Fetscher mit TECHNIK: Letztlich sind es nicht immer<br />

originelle, aber kurzweilige 90<br />

Nathalie Kelley, Nick<br />

Eversman, Max Riemelt Minuten, die Andy Fetscher in klaustrophobische<br />

Bilder verpackt hat. Die<br />

Disc BD 25 Bild 2,35:1<br />

(1080p24, AVC) Ton ungewöhnliche Hauptstadttour wurde<br />

in satten, gedeckten Farben auf<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch) Untertitel<br />

Deutsch Extras Making Blu-ray Disc gebannt. Der Surroundsound<br />

ist gelungen, die Effekte der<br />

Of, BD Live<br />

Vertrieb Universum Film HD-Spur setzen präzise Akzente. Grausig:<br />

Im Bonusteil findet sich lediglich<br />

VÖ: im Handel<br />

ein blutleeres, vierminütiges Making<br />

Of nebst sehr langweiligem BD-Live-<br />

Zugang.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

KILL LIST<br />

FILM: Profikiller Jay hat sein blutiges<br />

Handwerk seit einem Jahr nicht mehr<br />

ausgeübt. Doch die Haushaltskasse ist<br />

leer und seine Ehefrau demzufolge<br />

unzufrieden – daher muss er actionund<br />

kunstblutreich wieder ein paar<br />

Leute umlegen. Allerdings läuft die<br />

ganze Sache aus dem Ruder, als Jay<br />

erfährt, wer hinter den Namen auf seiner<br />

Tötungsliste steckt. Der Auftrag<br />

Thriller / Großbritannien<br />

2011 / 96 Min. FSK<br />

18 Regie Ben Wheatley<br />

wird zum brutalen Rachefeldzug.<br />

mit Ben Crompton, TECHNIK: Die knallharte Story wird<br />

Damien Thomas, Harry in vergleichsweise nüchternen Bildern<br />

Simpson Disc BD 50 wiedergegeben, die sich vornehmlich<br />

Bild 2,35:1 (1080p24, entsättigter Farben bedienen. Die<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

Schärfe ist sehr gut herausgearbeitet,<br />

5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch der Kontrast recht steil angelegt. Die<br />

Extras Making Of, Interviews,<br />

BD Live, lisse sorgt für eine angespannte Grund-<br />

stetige, unaufdringliche Surroundku-<br />

Audiokommentare, stimmung und setzt mit Effekten an<br />

Vertrieb Universum den passenden Stellen Akzente. Das<br />

VÖ: im Handel<br />

Making Of und die Interviews sind sehenswerte<br />

Extras.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

96<br />

ALL BEAUTY MUST DIE<br />

FILM: Exzellent gespielter Psychoterror:<br />

David (Frauenschwarm Ryan Gosling)<br />

und Katie (Kirsten Dunst) scheinen<br />

auf den ersten Blick ein Traumpaar<br />

zu sein. Doch der nach außen<br />

hin nette, reiche Erbe einer Dynastie<br />

von Immobilien-Investoren hat eine<br />

abgrundtiefe, dunkle Seite: In David<br />

schlummern ungeahnte Aggressionen.<br />

Er beginnt, seine Frau zu miss-<br />

Thriller / USA 2010 /<br />

O-Titel All Good Things /<br />

96 Min. FSK 16 Regie<br />

handeln und zu terrorisieren.<br />

Andrew Jarecki mit Ryan TECHNIK: Bild- und Tongestaltung<br />

Gosling, Kirsten Dunst, unterstreichen die düstere Atmosphäre,<br />

die sich nach und nach aufbaut,<br />

Frank Langella Disc BD<br />

25 Bild 1,78:1 (1080p24, gekonnt: Der detailreiche Surroundsound<br />

der Blu-ray Disc verteilt sich<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch präzise auf die Boxen. Dialoge werden<br />

klar wiedergegeben. Bildschärfe,<br />

Extras Audiokommentare,<br />

Entfallene Szenen, Kontrast und Farbsättigung sind solide.<br />

Herausragend ist das fast zwei-<br />

Dokumentationen, Interview<br />

Vertrieb Ascot Elite stündige Bonusmaterial, das den nach<br />

VÖ: im Handel<br />

wie vor ungeklärten, wahren Fall hinter<br />

der Fiktion aufarbeitet.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Das Märchen wird zum Albtraum:<br />

Katie (Kirsten Dunst)<br />

fürchtet Davids unberechenbare<br />

Aggressionen.


DAS BILDGEWALTIGSTE<br />

SCHLACHTENEPOS DES JAHRES!<br />

© Constantin Film Verleih GmbH · 80802 München<br />

Jetzt auf DVD,<br />

Blu-ray, 3D Blu-ray &<br />

als Video on Demand.<br />

www.kriegdergoetter.de


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILME<br />

TOURNEE<br />

FILM: Der ehemalige TV-Produzent<br />

Joachim stellt in den USA eine Gruppe<br />

Burlesque-Tänzerinnen zusammen,<br />

um in Frankreich eine Show auf die<br />

Bühne zu bringen. Doch statt wie versprochen<br />

nach Paris, geht es zunächst<br />

durch die Provinz. Neben allen dramatischen<br />

Momenten feiert der Film<br />

die Exzentrik, die Freiheit und die Körper<br />

seiner Hauptdarstellerinnen.<br />

Drama / Frankreich<br />

2010 / 115 Min. FSK 12<br />

Regie Mathieu Amalric TECHNIK: Die Blu-ray Disc gibt die<br />

mit Mathieu Amalric, Burlesque-Welt in satten, brillanten<br />

Miranda Colclasure, Farben wieder. Abseits der Bühne bestimmen<br />

erdige Töne das Bild. Immer<br />

Suzanne Ramsey Disc<br />

BD 25 Bild 1,85:1 wieder schleicht sich ein leichtes Rauschen<br />

ein, das sich negativ auf den<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Französisch) Schärfeeindruck auswirkt. Der Ton ist<br />

Untertitel Deutsch in puncto Musik, Effekte und Räumlichkeit<br />

gut. Die deutsche Synchroni-<br />

Extras Keine Vertrieb<br />

Lighthouse sation ist hingegen lieblos geraten. Die<br />

VÖ: im Handel Stimmen klingen blechern, die Dialoge<br />

verlieren in der Übersetzung viel<br />

Charme. Extras gibt es nicht.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

DER ENGEL MIT DEN DUNKLEN FLÜGELN<br />

FILM: 1808 im Burgund: Wein und<br />

Weiber bestimmen den Alltag des Bauern<br />

Sorban. Als ihm jedoch der Engel<br />

Xas begegnet, nimmt sein Leben eine<br />

Wendung. Fortan treffen sich die beiden<br />

jedes Jahr am gleichen Tag, um<br />

über Gott und die Welt zu sinnieren.<br />

Auf Dauer ist die dialogreiche Romanadaption<br />

sehr zäh und verzettelt sich<br />

Drama / Neuseeland,<br />

in Melodramatik und Klischees.<br />

Frankreich 2009 /<br />

O-Titel The Vintner‘s<br />

TECHNIK: Die poetischen Landschaftsaufnahmen,<br />

die in Neuseeland und<br />

Luck /126 Min. FSK 12<br />

Regie Niki Caro mit Frankreich entstanden sind, gibt die<br />

Jérémie Renier, Keisha Blu-ray Disc nicht in ihrer ganzen<br />

Castle-Hughes, Gaspard Pracht wieder: Die Schärfe des Bildes<br />

Ulliel Disc BD 25 Bild<br />

schwankt vor allem in dunken Szenen.<br />

Viele Szenen trübt ein Blauschim-<br />

1,85:1 (1080p24, AVC)<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch), DTS 5.1 (Englisch)<br />

Untertitel Deutsch los. Die detailreiche Geräuschkulisse,<br />

mer. Die Tonqualität ist jedoch tadel-<br />

Extras Making Of, die atmosphärische Musik sowie die<br />

Bildergalerie klar verständlichen Dialoge sind gut<br />

Vertrieb Capelight<br />

ausbalanciert. Im Bonusteil findet sich<br />

VÖ: im Handel<br />

ein informatives Making Of.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Na endlich: Edward<br />

(Robert Pattinson) und<br />

Bella (Kristen Stewart)<br />

sind verheiratet – und<br />

freuen sich auf ihre<br />

Hochzeitsnacht.<br />

Beiß mich, Baby!<br />

Endlich wird auch mal zugebissen,<br />

freilich erst nach der Hochzeit:<br />

Nach ihrer pompös inszenierten<br />

Eheschließung haben Menschentochter<br />

Bella (Kristen Stewart) und Vampirsohn<br />

Edward (Robert Pattinson)<br />

tatsächlich den ersten Sex, der auch<br />

gleich eine Schwangerschaft zur Folge<br />

hat. Viel mehr passiert allerdings nicht<br />

im ersten Teil des Vampir-Finales<br />

„Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der<br />

Nacht“. Trotzdem wurden in Deutschland<br />

fast 3,5 Millionen Kinokarten verkauft.<br />

800 Seiten umfasst die Taschenbuchausgabe<br />

von Stephenie Meyers<br />

Romanvorlage des letzten „Twilight“-<br />

Bandes. Ausreichend Stoff, um daraus<br />

zwei einigermaßen spannende Filme<br />

zu machen, ist das allerdings nicht. Außer<br />

der Hochzeit, dem ersten Sex und<br />

Bellas Schwangerschaft gibt es in Teil<br />

eins nur noch ein paar Rangordnungskämpfe<br />

im Rudel des befreundeten<br />

Werwolfs Jacob (Taylor Lautner). In<br />

117 sehr, sehr langen Minuten fällt immerhin<br />

ins Auge, dass in Sachen Make-<br />

Sean Penn begibt sich als Rockstar-Kunstfigur Cheyenne<br />

auf einen Trip mit interessanten Begegnungen.<br />

CHEYENNE – THIS MUST BE THE PLACE<br />

FILM: Die Umsetzung der Maxime<br />

„schnell leben und früh sterben“ hat<br />

der ehemals erfolgreiche Rockstar<br />

Cheyenne verpasst. Jetzt sitzt er auf<br />

einem Anwesen in Irland und weiß<br />

nicht viel mit sich und seiner Zeit anzufangen.<br />

Der italienische Regisseur<br />

Paolo Sorrentino hat rund um diese<br />

bizarre Figur ein spannendes Road-<br />

Drama / Irland, Italien,<br />

Movie mit einem grandiosen Sean<br />

Frankreich, 2011 /<br />

O-Titel This Must Be The<br />

Penn in der Hauptrolle gestrickt.<br />

Place / 118 Min. FSK 12 TECHNIK: Die Musik, die den Film bestimmt,<br />

gibt die Blu-ray Disc mit sat-<br />

Regie Paolo Sorrentino<br />

mit Sean Penn, Judd ten Klängen wieder. Die 5.1-Spur ist<br />

Hirsch, Frances McDormand<br />

Disc BD 50 Bild<br />

sehr räumlich, Effekte steuern die Boxen<br />

präzise an. Auch die Optik ist gelungen:<br />

Die Farben sind brillant, die<br />

2,35:1 (1080p24, AVC)<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch) Schwarztöne intensiv, auch wenn dadurch<br />

in dunklen Bereichen biswei-<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Interviews mit len Konturen untergehen. An Schärfe<br />

büßt das Bild nur in schnellen Ka-<br />

Cast und Crew<br />

Vertrieb Delphi<br />

meraschwenks ein. Als Bonus gibt es<br />

VÖ: im Handel<br />

diverse aufschlussreiche Interviews.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

LE HAVRE<br />

FILM: Der ehemalige Poet Marcel Marx<br />

hat den Stift niedergelegt und lebt im<br />

Exil in der Provinz. Hier verdingt er<br />

sich als Schuhputzer. Als eines Tages<br />

der schwarze Flüchtlingsjunge Idrissa<br />

in der Stadt auftaucht, zögert Marcel<br />

nicht lange und versteckt ihn bei<br />

sich. In einem der erfolgreichsten Arthouse-Filme<br />

des letzten Jahres beginnt<br />

Komödie / Finnland,<br />

ein wunderbares modernes Märchen<br />

Frankreich, Deutschland<br />

2011 / 93 Min. FSK TECHNIK: Die technische Umsetzung<br />

mit Herz, Hirn und Humor.<br />

0 Regie Aki Kaurismäki der Blu-ray Disc ist durchaus gelungen.<br />

Die Optik überzeugt mit ihren<br />

mit André Wilms, Kati<br />

Outinen, Blondin Miguel<br />

satten Farben und ausgewogenen Kontrasten,<br />

die Bilder sind scharf, und nur<br />

Disc BD 25 Bild 1,85:1<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

Dolby Digital 5.1 /2.0 in den Hintergründen verschwimmen<br />

(Deutsch, Französisch) die Details etwas. Der Sound hat seine<br />

Stärken im vorderen Bereich. Dia-<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Keine Vertrieb loge und die Filmmusik werden klar<br />

Pandora<br />

wiedergeben, die Surroundboxen nur<br />

VÖ: im Handel<br />

selten für eine räumliche Atmosphäre<br />

genutzt. Extras gibt es nicht.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

98


up große Fortschritte gemacht wurden:<br />

Die bleichen Vampire sehen nur<br />

noch ein kleines bisschen komisch aus.<br />

Allerdings bleibt die schauspielerische<br />

Leistung weiterhin recht dürftig. Es<br />

kann nur besser werden, wenn am 22.<br />

November im Kino der zweite Teil des<br />

Finales anläuft.<br />

TECHNIK: Spannender als der Film ist<br />

das exzellente Bonusmaterial der Bluray<br />

Disc. Ein ausführliches Making Of<br />

in sechs Teilen kann als Bild-in-Bild-<br />

Kommentar zugeschaltet werden. Dazu<br />

gibt es einen Audiokommentar, Featurettes<br />

und BD-Live-Featurettes, die<br />

sich lohnen. Der dynamische HD-<br />

Sound ist in allen Boxen präsent und<br />

schafft eine saftige Surroundkulisse.<br />

Die weiche, griffige Optik wird von erdigen<br />

Farben und satten Schwarztönen<br />

geprägt. Die Detailzeichnung ist hervorragend,<br />

Schärfe und Kontrast sind<br />

nahe am Optimum.<br />

BREAKING DAWN – TEIL 1<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Fantasy / USA 2011 / 117 Min. FSK 12<br />

Regie Bill Condon mit Kristen Stewart,<br />

Robert Pattinson, Taylor Lautner Disc BD<br />

50 Bild 2,40:1 (1080p24, AVC) Ton DTS-<br />

HD MA 5.1 (Deutsch, Englisch) Untertitel<br />

Deutsch Extras Audiokommentar, Making<br />

Of (mit Bild-in-Bild-Funktion), BD Live mit<br />

Interviews, Quiz u.a., Featurettes u.a.<br />

Vertrieb Concorde VÖ: im Handel<br />

Extras:<br />

Film:<br />

DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN<br />

FILM: Der Roman, auf dem der Film<br />

basiert, ist vielleicht einer der einfühlsamsten,<br />

die je geschrieben wurden.<br />

Mattia und Alice, ein Junge und ein<br />

Mädchen, voneinander getrennt und<br />

einander verbunden, wandeln durch<br />

ihr Leben. Beide wurden als Kinder<br />

von traumatischen Ereignissen geprägt.<br />

Mit beeindruckenden Schauspielern<br />

überzeugt das sensible Lie-<br />

Drama / Italien,<br />

Deutschland, Frankreich<br />

2010 / O-Titel La besdrama auch in der Verfilmung.<br />

solitudine dei numeri TECHNIK: Die traurige Geschichte erzählt<br />

der Film in bunten Bildern, die<br />

primi / 114 Min. FSK 12<br />

Regie Saverio Costanzo die Disc manchmal verwaschen und<br />

mit Alba Rohrwacher,<br />

oft rotstichig wiedergibt. Die an sich<br />

Luca Marinelli, Isabella<br />

Rossellini Disc BD 50<br />

sauber gezeichneten Details und scharfen<br />

Konturen verschwimmen in dunk-<br />

Bild 2,35:1 (1080i50) Ton<br />

DTS-HD MA 5.1 (Dt.) len Szenen. Der HD-Sound wurde angenehm<br />

atmosphärisch arrangiert.<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Making Of u.a. Gegenüber dem knackigen Soundtrack<br />

muten die Dialoge dünn an. Der<br />

Vertrieb NFP<br />

VÖ: im Handel<br />

übersichtliche Bonusteil bietet ein<br />

spannendes Making Of.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

DREIVIERTELMOND<br />

FILM: Taxifahrer Hartmut hat es nicht<br />

leicht: Nach 35 Jahren Ehe verlässt<br />

ihn seine Frau wegen eines Anderen.<br />

Ausgerechnet in diesem Moment des<br />

Scheiterns begegnet dem Grantler die<br />

kleine Hayat. Das Mädchen ist mit ihrer<br />

Mutter gerade erst aus der Türkei<br />

nach Nürnberg gekommen, als es<br />

plötzlich ganz allein in der fremden<br />

Komödie / Deutschland<br />

2011 / 95 Min. FSK 6<br />

Stadt ist. Aus dem Clash zweier Generationen<br />

und Kulturen erwächst eine<br />

Regie Christian Zübert<br />

mit Elmar Wepper, Mercan<br />

Türkoglu, Ivan Ander-<br />

TECHNIK: Der gefühlvoll inszenierte<br />

wunderbare Freundschaft.<br />

son Disc BD 25 Bild Film überzeugt auf Blu-ray mit exzellenter<br />

Optik: Die warmen Farben<br />

2,35:1 (1080p24, AVC)<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch) Untertitel strahlen brillant, das Bild ist gestochen<br />

scharf und sehr plastisch. Die<br />

Keine Extras Making Of,<br />

Audiokommentar, sauber arrangierte HD-Spur gibt die<br />

Interviews, Casting, Geräuschkulisse auch über die hinteren<br />

Boxen detailreich und klar wie-<br />

Featurettes, Bildgalerie<br />

Vertrieb Fox<br />

der. Der Bonusteil ist ausführlich und<br />

VÖ: im Handel<br />

informativ bestückt. Besonders das<br />

kurzweilige Making Of begeistert.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

DIE HAUT, IN DER ICH WOHNE<br />

FILM: Pedro Almodóvar wagte sich<br />

auf neues Terrain: Der Meister des Melodrams<br />

zeigte sich in seinem 18. Werk<br />

nicht etwa milder, sondern härter. Er<br />

drehte einen Horrorthriller und lotete<br />

die Grenzen des Genres – ohne<br />

Schreie und Terror – aus: Der plastische<br />

Chirurg Robert Ledgard hat sich<br />

auf die Entwicklung künstlicher, besonders<br />

belastbarer Haut spezialisiert.<br />

Thriller / Spanien 2011<br />

/ O-Titel La piel que<br />

habito / 120 Min. FSK Doch die Beziehung zu seiner Patientin<br />

nimmt beängstigende Züge an.<br />

16 Regie Pedro Almodóvar<br />

mit Antonio Banderas,<br />

Elena Anaya, Marisa Film in gedeckten Farben und etwas<br />

TECHNIK: Die Blu-ray Disc gibt den<br />

Paredes Disc BD 50 Bild blassen Schwarztönen wieder. Die<br />

1,85:1 (1080p24, AVC)<br />

Schärfe ist gut, nur szenenweise wirkt<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Spanisch) das Bild weichgezeichnet. Der Ton<br />

Untertitel Deutsch macht einen recht dumpfen Eindruck:<br />

Extras Making Of, Interviews,<br />

Featurette stimmungsvollen Musik oft gedämpft.<br />

Die Dialoge klingen gegenüber der<br />

Vertrieb Universum Das knapp zweiminütige Making Of<br />

VÖ: im Handel<br />

und die kurzen Interviews im Bonusteil<br />

sind ziemlich nichtssagend.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

99


HOME ENTERTAINMENT | HORRORKLASSIKER<br />

Ölt die<br />

EXTRASTIPP<br />

FILMTIPP<br />

ERASERHEAD<br />

Knatternde Kettensäge,<br />

Maske aus Menschenhaut,<br />

massiger<br />

Körper, Gnadenlosigkeit:<br />

Schlächter<br />

Leatherface (Gunnar<br />

Hansen) ist eine<br />

Kultfigur des modernen<br />

Horrorkinos.<br />

Motorsäge!<br />

Dass sein Filmprojekt „The Texas Chainsaw<br />

Massacre“ hier und da anecken würde, war Regisseur<br />

Tobe Hooper 1974 vermutlich bewusst.<br />

Dass es jedoch nur wenige Jahre später, 1982, wegen<br />

der darin gezeigten Gewalt in Deutschland auf dem<br />

Index landen würde, hätte er wohl nicht gedacht. Über<br />

mehrere Jahre hinweg stritt der Verleih Turbine<br />

Medien, derzeitiger Rechteinhaber, vor Gericht,<br />

um die Indizierung aufheben zu lassen.<br />

Im Dezember 2011 hatte das Landgericht<br />

Frankfurt am Main ein Einsehen und gab den Horrorklassiker<br />

wieder frei. Sicherlich ist „The Texas Chainsaw<br />

Massacre“ keine leichte Kost: Der Film spielt subtil<br />

mit der Fantasie und Ängsten, stellt Werte in Frage,<br />

zeigt das brutal Unmenschliche als Nischenelement<br />

einer eigentlich funktionierenden Gesellschaft. Die<br />

kannibalistische, degenerierte Redneck-Sippe, der<br />

fünf arglose Teenager auf ihrem Roadtrip fast vollständig<br />

zum Opfer fallen, ist das genaue Gegenteil<br />

zur sauberen, amerikanischen Vorzeige-Familie. Gemessen<br />

an heutigen Horror-Standards ist die Gewalt,<br />

die in Hoopers Slasher-Urgestein gezeigt wird, aber<br />

beinahe als harmlos zu bezeichnen.<br />

TECHNIK: Auf Blu-ray Disc macht der restaurierte<br />

Kultfilm eine gute Figur: Das Bild rauscht nicht, nur<br />

gelegentlich ist ein leichtes Korn zu erkennen. Während<br />

die Kontraste durchweg klar bleiben, zeigt die<br />

Schärfe hier und da Schwächen. Die erdigen Farben<br />

leuchten satt, und auch die Schwarzwerte wurden ordentlich<br />

ausdifferenziert. Die satte HD-Spur ist großteils<br />

frontlastig, setzt aber an den richtigen Stellen<br />

Surroundeffekte ein. Der originale 2.0-Dolby-Digital-<br />

Mix klingt hingegen etwas blechern. Wirklich gelungen<br />

ist der üppige Bonusteil: Zahlreiche Dokumentationen<br />

geben einen interessanten Einblick in die<br />

Entstehungsgeschichte und Hintergründe des Films.<br />

Lediglich die Diskussion über die Indizierung in<br />

Deutschland ist ein wenig dröge – das ausführliche<br />

Booklet, das der Edition beiliegt, informiert bereits<br />

umfangreich über den Rechtsstreit.<br />

THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE<br />

Horror / USA 1974 / 83 Min. FSK 18 Regie Tobe<br />

Hooper mit Gunnar Hansen, Marilyn Burns, Teri<br />

McMinn Discs BD 25 + 3 DVDs Bild 1,78:1 (1080p24,<br />

AVC) Ton DTS-HD MA 5.1 (Deutsch, Englisch), Dolby<br />

Digital 2.0 (Deutsch, Englisch) Untertitel Deutsch,<br />

Englisch Extras Dokumentationen, Entfallene und<br />

verpatzte Szenen, Marketing, Featurette, Diskussionsrunde,<br />

Booklet, Audiokommentare, Vertrieb Turbine<br />

Medien VÖ: Im Handel<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

Henry Spencer<br />

(Jack Nance) lebt<br />

sein Leben in<br />

einer Art Trance.<br />

FILM: Surreales Experiment, Herausforderung<br />

an Wahrnehmung und Logik<br />

– all das bettet David Lynch in seinem<br />

Erstling in ein verstörendes Handlungsrudiment:<br />

Henry Spencer und<br />

seine Freundin Mary X bekommen ein<br />

entstelltes Kind. Weil Mary überfordert<br />

abhaut, muss sich Henry allein<br />

um das Mutantenwesen kümmern,<br />

Horror / USA 1977 / 89<br />

das sich in seine Träume schleicht und<br />

Min. FSK 16 Regie<br />

David Lynch mit Jack<br />

ihn schließlich zum Mörder macht.<br />

Nance, Charlotte TECHNIK: Die Blu-ray-Veröffentlichung<br />

enthält lediglich die OmU-Ver-<br />

Stewart, Allen Joseph<br />

Disc BD 25 Bild 1,85:1 sion des Films. Der Sound wurde als<br />

(1080p24, AVC) Ton plärrende LPCM-Stereospur abgelegt,<br />

Linear PCM 2.0 (Englisch)<br />

was angesichts der Kakophonie des<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Dokumentation Films vortrefflich passt. Das AVC-kodierte<br />

Bild fällt in der Tiefe deutlich<br />

„Eraserhead-Stories“<br />

Vertrieb Capelight ab und ist oft grau verschleiert. Die<br />

VÖ: im Handel Kontrastwerte lassen zu wünschen übrig.<br />

Als einziges Extra bietet die BD eine<br />

Dokumentation. Die ist jedoch<br />

hochgradig interessant.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

NIGHT OF THE LIVING DEAD<br />

FILM: Regisseur George A. Romero<br />

ist der Pionier der Zombie-Filme. Sein<br />

Klassiker „Night Of The Living Dead“,<br />

der nun ungeschnitten auf Blu-ray<br />

Disc erscheint, hat bis heute nichts an<br />

Schrecken verloren: Die Geschichte<br />

von Barbara und ihrem Bruder Johnny,<br />

die sich in einem Provinzstädtchen<br />

mit hungrigen Untoten konfrontiert<br />

Horror / USA 1968 / 96 sehen, lässt auch nach fast 60 Jahren<br />

Min. FSK 16 Regie noch die Haare zu Berge stehen – die<br />

George A. Romero mit einsame Farm, auf der Barbara nach<br />

Judith O‘Dea, Russell<br />

einer Zombie-Attacke Zuflucht sucht,<br />

Steiner, Duane Jones<br />

Disc BD 50 Bild 1,66:1 entpuppt sich nicht als Refugium, sondern<br />

als potenziell tödliche Falle.<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-HD MA 5.1 TECHNIK: Dem Bildmaterial sieht man<br />

(Deutsch, Englisch) sein Alter durchaus noch an, die Restauration<br />

ist jedoch insgesamt gut ge-<br />

Untertitel Deutsch,<br />

Niederländisch Extras<br />

Making Of, Fan Of The<br />

lungen: Farben, Konturen und<br />

Dead Vertrieb Splendid Schwarzwerte kommen recht gut zur<br />

VÖ: im Handel Geltung. Auch der Sound wurde angemessen<br />

instandgesetzt. Der Bonusteil<br />

enthält zwei Beiträge.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

100


HOME ENTERTAINMENT | KLASSIKER<br />

CONAN DER BARBAR<br />

FILM: Von Anfang an war Mister Universum<br />

Arnold Schwarzenegger Kandidat<br />

Nummer eins für die Hauptrolle<br />

in „Conan der Barbar“. Es ging darum,<br />

dem stählernen Schwert des Helden<br />

noch einen stählernen Körper hinzuzufügen.<br />

Und es ging um die Schaffung<br />

eines neuen Idols. Der Coup<br />

gelang: Das Metzel-Epos, das allerdings<br />

nicht mit platten Dialogen geizt,<br />

Fantasy / USA 1982 /<br />

O-Titel Conan the Barbarian<br />

/ 129 Min. FSK 16 Schwarzeneggers.<br />

legte den Grundstein für die Karriere<br />

Regie John Milius mit TECHNIK: Das nicht ganz rauschfreie<br />

Arnold Schwarzenegger, Bild der Blu-ray Disc wirkt trotz solider<br />

Farbwiedergabe insgesamt etwas<br />

James Earl Jones, Sandahl<br />

Bergman Disc BD<br />

25 Bild 2,35:1 (1080p24, blass. Detailzeichnung und Schärfe<br />

AVC) Ton DTS-HD MA wurden gut umgesetzt, lediglich in<br />

5.1 (Deutsch, Englisch) dunkleren Szenen mutet das Bild mangels<br />

Kontrasten ein wenig schwam-<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Audiokommentar, mig an. Die HD-Tonspur bedient vornehmlich<br />

die Frontboxen und klingt<br />

Making Of, Entfallene<br />

Szenen u.a. Vertrieb<br />

Concorde VÖ: im Handel etwas schwachbrüstig, was zum Teil<br />

am kaum eingesetzten Bass liegt.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

IM WESTEN NICHTS NEUES<br />

Der Krieg ist<br />

für Bäumler<br />

(Lew Ayres)<br />

längst nicht<br />

mehr so heroisch,<br />

wie er<br />

einst dachte.<br />

FILMTIPP<br />

MISS DAISY UND IHR CHAUFFEUR<br />

FILM: Nachdem die starrköpfige, alte<br />

Jüdin Miss Daisy ihr Auto zu Schrott<br />

gefahren hat, engagiert ihr Sohn den<br />

Schwarzen Hoke als Daisys Chauffeur.<br />

Zunächst prägen amüsant-bissige<br />

Wortgefechte die Beziehung der beiden,<br />

und Daisy schikaniert ihren Helfer,<br />

wo sie nur kann. Doch über die<br />

Jahre entwickelt sich über alle Religions-<br />

und Rassengrenzen hinweg eine<br />

Drama / USA 1989 /<br />

O-Titel Driving Miss<br />

Daisy / 95 Min. FSK 12 tiefe, aufrichtige Freundschaft.<br />

Regie Bruce Beresford TECHNIK: Das rauschfreie Bild leuchtet<br />

in satten, bunten Farben und weist<br />

mit Morgan Freeman,<br />

Jessica Tandy, Dan keine Artefakte auf. Schärfe und Kontrast<br />

sind in Ordnung, gelegentlich<br />

Aykroyd Disc BD 50 Bild<br />

1,78:1 (1080p50,<br />

MPEG-2) Ton Dolby wirkt die Optik jedoch etwas zu weich.<br />

Digital 5.1 (Deutsch, Der Sound ist dynamisch und wurde<br />

Englisch) Untertitel gut arrangiert, bedient aber vornehmlich<br />

die Frontboxen. Nur ab und zu er-<br />

Deutsch Extras Making<br />

Of, Featurettes, Audiokommentafolgt<br />

sanfter Surroundeinsatz. Der Bonusteil<br />

ist nicht sehr üppig, punktet<br />

Vertrieb Concorde<br />

VÖ: im Handel aber mit zwei äußerst liebevoll gestalteten<br />

Featurettes.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

FILM: „Dieses Buch soll weder eine Anklage noch<br />

ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen,<br />

über eine Generation zu berichten, die vom<br />

Kriege zerstört wurde – auch wenn sie seinen<br />

Granaten entkam.“ – So beginnt Erich Maria Remarques<br />

Roman „Im Westen nichts Neues“, der<br />

als Vorlage für den gleichnamigen Antikriegsfilm<br />

(1930) diente. Remarque schildert in seinem<br />

Buch die Erlebnisse junger Soldaten, die während<br />

des Ersten Weltkrieges an der Front dienen.<br />

Kriegsfilm / USA 1930 /<br />

O-Titel All Quiet On The Er selbst wertet sein Werk als unpolitisch – seine<br />

Western Front / 133 Min. Leser hingegen sehen in der Geschichte eine Abrechnung<br />

mit den Gräueln in den Schützengrä-<br />

FSK 12 Regie Lewis<br />

Milestone mit Lew<br />

Ayres, Louis Wolheim, ben. So intensiv und aufwühlend wie die Buchvorlage<br />

wirkte auch Lewis Milestones meister-<br />

John Wray Disc BD 50<br />

Bild 1,33:1 (1080p24, hafte Verfilmung. Zwei Oscars erhielt „Im Westen<br />

nichts Neues“: als bester Film und für die bes-<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

2.0 (Englisch), DTS 2.0 te Regie. Vom cineastischen Standpunkt aus betrachtet<br />

gehört das Drama aufgrund seiner<br />

(Deutsch, Spanisch u.a.)<br />

Untertitel Deutsch,<br />

Englisch u.a. schonungslosen Darstellung der Realitäten an<br />

Extras Intro, Dokus der Front zu den wichtigsten Antikriegsfilmen.<br />

Vertrieb Universal Die Erlebnisse des Gymnasiasten Paul Bäumler<br />

VÖ: im Handel (Lew Ayres) stehen stellvertretend für die Erfahrungen<br />

und Traumata, die Millionen von Soldaten<br />

im starren Stellungskrieg durchlitten – und<br />

die sie für den Rest ihres zerstörten Lebens quälten<br />

und verfolgten.<br />

TECHNIK: In bedrückenden, auf das Wesentliche<br />

reduzierten Bildern vermittelt Milestone, wie<br />

aus dem siegessicheren Schüler ein gebrochener<br />

Mann wird. Die Überarbeitung für das HD-Format<br />

gelang – gemessen am Alter des Materials –<br />

relativ gut. An den Bildrändern und bei Panorama-Aufnahmen<br />

sind Unschärfen wahrnehmbar,<br />

ein leichtes Korn lässt das Bild griffig wirken.<br />

Dunkle Szenen muten etwas verwaschen an, hin<br />

und wieder sind Artefakte zu sehen. Der Ton liegt<br />

nur in der englischsprachigen Spur als 2.0-HD-<br />

Mix vor, alle anderen Fassungen kommen als<br />

2.0-DTS-Spur daher. Bei beiden Arrangements<br />

klingen Musik und Gesang etwas blechern, die<br />

Dialoge wurden jedoch gut instandgesetzt. Allerdings<br />

ist stets ein leichtes Rauschen zu hören.<br />

Im mageren Bonusteil finden sich lediglich zwei<br />

PR-lastige Dokumentationen und ein kurzer Vorspann<br />

zum Film.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

DIE RITTER DER KOKOSNUSS<br />

FILM: Die Monty-Python-Version der<br />

Artussage ist zweifelsohne ein Klassiker:<br />

Schräge Figuren wie der tollkühne<br />

Schwarze Ritter oder das blutrünstige<br />

Kaninchen, das den Heiligen Gral<br />

bewacht, sind inzwischen Kult. Die<br />

Komiker-Truppe scheut sich nicht, das<br />

englische Sagengut gnadenlos durch<br />

Komödie / Großbritannien<br />

1975 / O-Titel<br />

den Kakao zu ziehen und mit einer gehörigen<br />

Portion derben, schwarzen<br />

Monty Python and the<br />

Holy Grail / 92 Min. FSK Humors zu garnieren.<br />

12 Regie Terry Gilliam, TECHNIK: Das Alter der Komödie ist<br />

Terry Jones mit John dem Bild durchweg anzusehen: Ein<br />

Cleese, Eric Idle, Graham starkes Rauschen begleitet die Titelhelden<br />

über die gesamte Filmlänge.<br />

Chapman Disc BD 50<br />

Bild 1,66:1 (1080p24,<br />

Die Farben wurden jedoch sehr gut<br />

AVC) Ton DTS-HD MA<br />

5.1 (Engl.), Dolby Digital restauriert und leuchten satt. Bei der<br />

5.1 (Dt. u.a.) Untertitel Instandsetzung des Tons gab man sich<br />

Dt., Engl. u.a. Extras weniger Mühe: Die Dolby-Digital-Spur<br />

Dokus, Audiokommentare,<br />

Fotogalerie u.a. onal. Der Bonusteil wurde mehr als<br />

bleibt recht stumpf und zweidimensi-<br />

Vertrieb Sony<br />

üppig bestückt und wartet mit vielen<br />

VÖ: im Handel<br />

spannenden Beiträgen auf.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 05_<strong>2012</strong><br />

101


HOME ENTERTAINMENT | 3D-FILME<br />

DIE HÖHLE DER VERGESSENEN TRÄUME<br />

Dokumentarfilm / Deutschland, Frankreich,<br />

USA, Kanada 2010 / 90 Min. FSK 6 Regie Werner<br />

Herzog Disc BD 25 Bild 1,85:1 (1080p24, AVC /<br />

MVC) Ton DTS-HD MA 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deutsch Extras Making Of Vertrieb<br />

Ascot Elite VÖ: im Handel<br />

BILDTIPP<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

Sehr lebendige Urzeit<br />

Der deutsche Regisseur<br />

Werner Herzog<br />

empfindet die Zeichnungen<br />

in der Chauvet-Höhle<br />

in Frankreich<br />

als „vollkommene<br />

Kunst“. Unter<br />

schwierigen Bedingungen<br />

filmte der<br />

69-Jährige die Höhlenmalerei,<br />

die über<br />

30.000 Jahre alt ist.<br />

Rund 20.000 Jahre war die<br />

Chauvet-Höhle nach einem<br />

Felssturz versiegelt. Ein Platz,<br />

wie vakuumverpackt. 1994 wurde sie<br />

von Hobbyforschern entdeckt: Seither<br />

hatten nur einige Wissenschaftler Zutritt.<br />

Werner Herzog durfte „Die Höhle<br />

der vergessenen Träume“ als Erster<br />

filmen: Was dort zu sehen ist, vermag<br />

man kaum zu glauben. Der 69-jährige<br />

Regisseur nahm viele persönliche<br />

Strapazen in Kauf und wagte sich sogar<br />

auf ein Terrain, dem er sich bisher<br />

bewusst noch nicht zugewendet hatte:<br />

Er filmte in 3D. Und das sieht fantastisch<br />

aus. Herzog erzählt kurz und<br />

knapp, steigt sofort in die Thematik<br />

ein. Er zeigt die Höhle von außen,<br />

dann von innen, zoomt auf die ersten<br />

Tierzeichnungen. Was, fragt man sich<br />

nach drei Minuten, kann jetzt noch<br />

kommen? – Kleine und große Entdeckungen,<br />

für die der Regisseur ein<br />

Auge und ein Ohr hat. Tatsächlich gibt<br />

es eine Menge zu sehen: Bilder, die<br />

Werner Herzog mit Musik lebendig<br />

gestaltet, Bilder, die aber auch für sich<br />

sprechen. Es ist schwer zu begreifen,<br />

dass es vor so langer Zeit schon Künstler<br />

gab, und dass diese den Nacken<br />

eines Bisons absichtlich auf eine Ausbuchtung<br />

im Fels zeichneten, um alles<br />

plastischer erscheinen zu lassen.<br />

TECHNIK: „Die Höhle der vergessenen<br />

Träume“ ist ein interessanter und<br />

kurzweiliger Film: Beeindruckend ist<br />

vor allem die 3D-Umsetzung auf der<br />

Blu-ray Disc. Besser kann man die<br />

räumliche Tiefe in einem Film nicht<br />

nutzen. Herzog verwendete die Möglichkeiten<br />

der modernen Technik, um<br />

seine Geschichte zu erzählen. Die<br />

steinzeitlichen Bilder werden dank<br />

sauberer Tiefenstaffelung lebendig,<br />

die räumliche Wirkung ist atemberaubend,<br />

aber nicht auf billige Effekte<br />

aus. Insgesamt ist die Optik scharf<br />

und trotz behelfsmäßiger Lichtquellen<br />

in der Höhle kontrastreich. Der<br />

Sound wurde als opulenter 5.1-Mix<br />

abgelegt, in dem die Surroundboxen<br />

für die wuchtige Musikuntermalung<br />

eingesetzt werden. Ein vierminütiges<br />

Making Of ist das einzige Extra.<br />

RITTER DES HEILIGEN GRALS<br />

FILM: Irgendwie aus der Zeit gefallen<br />

sind die „Ritter des heiligen Grals“: In<br />

einem antiquierten, unfreiwillig komischen<br />

Abenteuerepos tummeln sich<br />

wackere Helden, schöne Prinzessinnen<br />

und böse Zauberinnen. Sie suchen<br />

nach einem magischen Kelch,<br />

der in die falschen Hände zu fallen<br />

droht. Hört sich langweilig an? Ist es<br />

Abenteuer / Spanien<br />

2011 / O-Titel El Capitán auch! Ganz abgesehen davon, dass es<br />

Trueno y el Santo Grial / selten abgedroschenere Dialoge über<br />

112 Min. FSK 12 Regie Ruhm und Ehre zu hören gab.<br />

Antonio Hernández mit TECHNIK: Wenigstens gibt es ab und<br />

Sergio Peris-Mencheta, zu ein paar hübsche Landschaftsaufnahmen<br />

zu bewundern. Die sind in<br />

Natasha Yarovenko, Gary<br />

Piquer Disc BD 25 Bild<br />

2,35:1 (1080p24, AVC / der 2D-Version sogar scharf, kontrastreich<br />

und farbenprächtig. Die Konver-<br />

MVC) Ton DTS-HD MA<br />

7.1 (Deutsch, Spanisch) tierung in 3D war allerdings so unnötig<br />

wie ein Kropf. Tiefenwirkung? Fehl-<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Keine Vertrieb anzeige. Dass der Sound trotz 7.1-Abmischung<br />

breiig und frontlastig bleibt,<br />

Sunfilm VÖ: im Handel<br />

stört da auch nicht weiter. Extras gibt<br />

es übrigens nicht.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

SLEEPLESS NIGHT<br />

FILM: Manche Filme laufen unter<br />

Wert: „Sleepless Night“ gehört dazu.<br />

Die französische Blu-ray-Premiere begleitet<br />

einen Cop auf Abwegen durch<br />

eine Nacht voller Albträume. Polizist<br />

Vincent hatte sich am Kokain eines<br />

Gangsterkartells vergriffen, die Drogenbosse<br />

daraufhin seinen Sohn entführt.<br />

Beängstigend, düster, hart: Vincent<br />

kämpft sich durch eine Nacht vol-<br />

Thriller / Frankreich,<br />

Belgien, Luxemburg /<br />

O-Titel Nuit Blanche / ler Adrenalinschübe, um das Leben<br />

2011 / 102 Min. FSK 16 seines Sohnes zu retten. Ein Hollywood-Remake<br />

ist in Planung.<br />

Regie Frederic Jardin<br />

mit Tomer Sisley, Joey TECHNIK: So spannend der Film, so<br />

Starr, Julien Boisselier<br />

schwach ist die technische Umsetzung.<br />

Disc BD 25 Bild 1,85:1<br />

(1080p24, AVC / MVC) Vor allem die konvertierte 3D-Version<br />

der Blu-ray Disc enttäuscht. Die<br />

Ton DTS-HD MA 7.1<br />

(Deutsch, Französisch) Räumlichkeit ist hier nur ein Alibi auf<br />

Untertitel Deutsch der Verpackung. Insgesamt ist die Optik<br />

reichlich schwammig und kont-<br />

Extras Keine Vertrieb<br />

Sunfilm VÖ: 05.04.<br />

rastarm. Immerhin bringt der HD-<br />

Sound einen knackigen Bass und ordentliche<br />

Surroundeffekte mit.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Kann die mysteriöse<br />

Schöne dem verzweifelten<br />

Vincent (Tomer<br />

Sisley) helfen?<br />

102


HOME ENTERTAINMENT | SERIEN & VORSCHAU<br />

Starkes Team:<br />

Jon Hamm (links)und<br />

das Ensemble der<br />

US-Serie „Mad Men“.<br />

LUTHER – STAFFEL 2<br />

FILM: Nichts für Freunde von Schwarz-<br />

Weiß-Malerei: Der Londoner Mord-<br />

Ermittler „Luther“, brillant verkörpert<br />

von Idris Elba, ist gewalttätig, psychotisch<br />

und nicht unbedingt gesetzestreu.<br />

Oft weiß man in dieser düsteren<br />

Krimi-Serie nicht, wer eigentlich der<br />

Böse ist – doch genau das macht die<br />

britische Produktion so reizvoll. Staffel<br />

zwei besteht zwar nur aus vier Fol-<br />

Krimi-Serie / Großbritannien<br />

2010 / 205 Min.<br />

FSK 16 Regie Sam gen, die haben es aber in sich.<br />

Miller mit Idris Elba, TECHNIK: Die Disc macht technisch<br />

Warren Brown, Ruth kaum Kompromisse: Der HD-Sound<br />

Wilson Disc BD 50 Bild baut mit knackiger Musik und klaren<br />

1,78:1 (1080p24) Ton<br />

Details eine gute Surroundkulisse auf.<br />

DTS-HD MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch)<br />

Idris Elbas sonore Stimme dringt eindringlich<br />

aus den Boxen. Die Bild-<br />

Untertitel Keine Extras<br />

Keine Vertrieb Polyband schärfe ist in allen Lichtverhältnissen<br />

VÖ: im Handel. tadellos. Allein die teilweise etwas<br />

schwammigen Schwarzwerte sind ausbaufähig.<br />

Schade nur, dass es zu dieser<br />

preisgekrönten Produktion gar<br />

kein Bonusmaterial gibt.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

MAD MEN – STAFFEL 3<br />

FILM: Er kann es nicht lassen: Frauen,<br />

Zigaretten und Alkohol – Don Draper<br />

gibt sich weiter zügellos den schönen<br />

Dingen des Lebens hin. Obwohl<br />

seine Frau mit dem dritten Kind<br />

schwanger ist. Mehr Kopfzerbrechen<br />

bereitet dem Werbetexter in der dritten<br />

Staffel der Erfolgsserie „Mad Men“<br />

dagegen der Beruf: Seine Agentur wurde<br />

an eine britische Firma verkauft.<br />

Drama-Serie / USA<br />

2009 / 569 Min. FSK 12 TECHNIK: Die Werbewelt der 60er-<br />

Regie Phil Abraham u.a. Jahre wird in warmen Farben dargestellt.<br />

Das DVD-Bild gefällt mit kna-<br />

mit Jon Hamm, Elisabeth<br />

Moss, Aaron Staton ckiger Schärfe und gut ausbalanciertem<br />

Kontrastverhältnis. Einzig das ge-<br />

Disc 4 x DVD Bild 1,78:1<br />

(anamorph) Ton Dolby Digital<br />

5.1 (Deutsch), Dolby<br />

legentlich starke Graining fällt negativ<br />

ins Gewicht. Die deutsche 5.1-Spur<br />

Digital 2.0 (Englisch)<br />

Untertitel Deutsch, wurde ordentlich gemischt und gibt<br />

Englisch Extras Featurettes<br />

Vertrieb Universal material enthält neben vielen Hinter-<br />

die Dialoge sauber wieder. Das Bonus-<br />

VÖ: im Handel grundinfos zur Serie auch eine interessante<br />

Dokumentation über „Die Geschichte<br />

der Zigarettenwerbung“.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

BREAKING BAD – STAFFEL 2<br />

FILM: Walter White war mal ein ganz<br />

gewöhnlicher Chemielehrer, der sich<br />

und seine Schüler langweilte. Bis er<br />

die Diagnose Krebs bekam. Aus Geldnot<br />

avanciert der Antiheld der US-<br />

Hitserie „Breaking Bad“ zum Drogenkoch.<br />

Walters Stoff ist gefragt, und so<br />

gerät sein Leben im Sumpf der Kriminalität<br />

allmählich vollends aus den<br />

Drama-Serie / USA<br />

2009 / 615 Min. FSK 16 Fugen. Dabei stets glaubwürdig:<br />

Regie Adam Bernstein Hauptdarsteller Bryan Cranston.<br />

u.a. mit Bryan Cranston, TECHNIK: Das moralisch abgründige<br />

Aaron Paul, Anna Gunn Drama geben die Blu-rays mit satten<br />

Disc 3 x BD 50 Bild Farben und steilen Kontrasten wieder.<br />

1,78:1 (1080p24, AVC)<br />

Eine starke Körnung beeinträchtigt<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

(Engl.), Dolby Digital 5.1 das scharfe Bild der Disc jedoch.<br />

(Dt., Franz., Span.) Untertitel<br />

Dt., Engl., Franz. sche HD-Tonspur auf hohem Niveau.<br />

Klanglich bewegt sich nur die engli-<br />

u.a. Extras Episodenkommentare,<br />

Making Of, nen nicht überzeugen und bieten we-<br />

Die übrigen 5.1-Sprachfassungen kön-<br />

Featurettes u.a.<br />

der eine gute Dynamik, noch eine klare<br />

räumliche Aufteilung. Der Bonus-<br />

Vertrieb Sony<br />

VÖ: im Handel<br />

teil ist hervorragend ausgestattet.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Bryan Cranston<br />

bekam für seine<br />

Darstellung<br />

bereits vier<br />

Emmys.<br />

SUPERNATURAL – STAFFEL 5<br />

FILM: Einmal Hölle und zurück: Die<br />

jungen Dämonenjäger Sam und Dean<br />

haben schon diverse übernatürliche<br />

Schlachten geschlagen. Doch in Staffel<br />

fünf von „<strong>Super</strong>natural“ erwartet<br />

sie ihre bislang größte Herausforderung.<br />

Sie stehen erst den Reitern der<br />

Apokalypse und am Ende dem Teufel<br />

gegenüber. Drehbuchautoren und Special-Effects-Crew<br />

haben sich in den 22<br />

Mysteryserie / USA<br />

2009 / 1004 Min. FSK 16<br />

Regie Robert Singer u.a. Folgen richtig ins Zeug gelegt.<br />

mit Jared Padalecki, Jensen<br />

Ackles, Jim Beaver Serie auf Disc ein Spektakel. Obwohl<br />

TECHNIK: Akustisch ist die Mystery-<br />

Disc 4 x BD 50 + DVD die deutsche Sprachversion nur als<br />

Bild 1,78:1 (1080p24, Stereospur geliefert wird: Effekte und<br />

VC-1) Ton Dolby Digital<br />

Musik krachen, wobei die Dialoge in<br />

5.1 (Engl.), Dolby Digital<br />

2.0 (Dt., Franz., Span.) der üppigen Klangkulisse stets gut zu<br />

Untertitel Dt., Engl., verstehen sind. Die düstere, etwas verwaschene<br />

Optik wird scharf, aber oft<br />

Franz. u.a. Extras Making<br />

Of, Entfallene Szenen,<br />

Featurettes u.a.<br />

kontrastarm wiedergegeben. Die Extras<br />

fallen üppig aus. Vor allem die Bonus-DVD<br />

mit einem Special zur 100.<br />

Vertrieb Warner<br />

VÖ: im Handel.<br />

Folge dürfte Fans glücklich machen.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

VORSCHAU | HEFT 6_<strong>2012</strong><br />

NEU IM KINO<br />

THE AVENGERS<br />

Marvels <strong>Super</strong>helden vereint in einem<br />

Actionfilm: Thor, Captain America<br />

und Co. retten die Welt. – Start: 26.04