Android User Android und TV (Vorschau)

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01/2013 • Januar 2013 • www.android–user.de

NEXUS 4

Diese Probleme hat

Google verschwiegen

IM FOKUS:

Android

und TV

Sieben Apps für einen perfekten Fernsehabend S.18

Machen Sie Ihr Smartphone oder Tablet zum TV-Gerät S.20

So geht‘s: TV-Sendungen auf das Smartphone streamen S.26

Über 100 APPS im Test!

Tipps & Tricks

n Lösen Sie die Speicher-

Bremse mit SD Boost S.90

n Do it yourself: Handy-Lautsprecher

für 0 Euro S.92

Besser als GMail

Aqua Mail bringt jetzt schon

Features, die Google erst

für Geräte mit Android 4.2

vorgesehen hat. S.50

App zur Party!

Event verpasst? Diese

sieben Apps finden die

besten Partys in Ihrer

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Wissen, wie’s geht.


SERVICE

Editorial

Willkommen bei Android User

Preis-

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

drücker

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Android-Smartphones um 300 Euro galten

eigentlich stets als Mittelklasse. Meistens

waren auch die technischen Daten dieser

Kategorie entsprechend: durchschnittliche

Leistung, durchschnittliches Display und

durchschnittliche Software. Doch nun hat

Google mit dem Nexus 4 alles auf den Kopf

gestellt. Schon für 300 Euro bekam man

am 13. November – sofern man viel Glück

hatte – ein brandneues Nexus 4 mit überdurchschnittlich

guter Hardware.

Neue Spielregeln

Mit den sehr günstigen Preisen für das

Nexus 4, das Nexus 7 und das Nexus 10

stellt Google neue Spielregeln auf. Wer

einfach ein Android-Smartphone kaufen

will, der holt sich das Nexus 4. Sie suchen

ein 7-Zoll-Tablet? Dann holen Sie sich das

Nexus 7. Und wer den 10-Zoll-Formfaktor

schätzt, der kauft sich am besten via

Google Play das neue Nexus 10. Für alle

anderen Geräte braucht man hingegen von

nun an einen Grund. Die Android-Hersteller

müssen sich nun noch besser überlegen,

welche besonderen Fähigkeiten ein

Smartphone besitzen muss, damit es sich

gut verkauft. Zum Glück gibt es aber ein

breites Repertoire, aus dem HTC, Huawei,

Sony und Co. schöpfen können. Dazu gehören

Smartphones mit kleinem Display,

ganz großem Display, einer MicroSD-Speicherkarte,

einer besonders guten Akkulaufzeit

oder nächstes Jahr vermutlich auch

vermehrt Geräte mit LTE-Support. Beim

Nexus 4 hat Google bewusst auf dieses

Feature verzichtet. Vielleicht sehen wir ja

schon bald ein Nexus 4S mit LTE…

2013 – das LG-Jahr?

Wie Samsung stammt auch LG aus Korea.

Die Firma stellt bereits seit Längerem

Smartphones her und hat sich mit dem LG

Chocolate und dem LG Prada (vor allem

beim weiblichen Publikum) einen Namen

gemacht. Wer die Android-Szene etwas

verfolgt hat, kann sich gut an 2011 erinnern.

Damals war HTC der beliebteste Hersteller.

Nicht zuletzt deshalb, weil das erste

Google-Handy — das Nexus One — von

HTC stammte. Danach kam die Erfolgsserie

von Samsung. Zunächst mit dem Galaxy S,

alias Nexus S und anschließend mit den

Modellen S II und S III. Nun liefert LG sein

erstes Nexus-Phone an Google, und ich bin

mir ziemlich sicher, dass LG 2013 mit ein

paar weiteren Erfolgsmodellen durchstarten

wird. Denn viele Nutzer vermissen

beim Nexus 4 einen Speicherkartenslot

und den LTE-Support. Beides wird LG

nachliefern, vermutlich dann gleich zusammen

mit einer weißen Version. Es fragt sich

nur noch, zu welchem Preis…

Welche Features finden Sie bei einem

Smartphone besonders wichtig? Haben

Sie das Nexus 4 gekauft, und sind Sie

damit zufrieden? Ich freue mich auf Ihre

Rückmeldungen an marcel. hilzinger@android-user.

de. Nun wünsche ich Ihnen viel

Lesespaß mit der Ausgabe 01/ 2013 von

Android User.

Marcel Hilzinger

„Nach HTC

und Samsung

wird 2013 LG

als Android-

Hersteller

durchstarten!“

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 3


SERVICE

Inhalt

26

MediaPortal DVB

Aus PC und Android

wird ein Mediacenter

36

LG Optimus L9

Was leistet die

Mittelklasse von LG?

News

6 Android 4.2

10 News

12 Nexus 4

16 Social Android

Service

3 Editorial

4 Inhalt

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

Fokus

18 TV-Apps

Die sieben besten Apps rund ums

Fernsehen

20 DVB-T für Android

Digitales Fernsehen auf dem

Handy oder Tablet

26 MediaPortal mit DVB-T

Der PC als komfortables

Mediacenter

Hardware

32 HTC One X+

Das schnellste aller Android-

Handys im Test

36 LG Optimus L9

Mainstream-Handy in der

Mittelklasse

38 ZTE KIS Plus

Günstiger geht es nicht mehr

40 Last-Minute-Geschenke

Geschenkideen für Android User

42 I’m watch

Android am Handgelenk

4 JANUAR 2013 ANDROID-USER.DE


SERVICE

Inhalt

Einsteiger

88 Kontaktbilder setzen

Endlich gestochen scharfe Bilder

in den Kontakten

Tipps & Tricks

90 SD-Karte tunen

Vollgas für die Speicherkarte

92 Tipps & Tricks

Nützliche Tipps der Redaktion

94 FRITZ!Box VoIP ohne App

VoIP auch ohne FRITZ!App

PowerUser

96 Jelly Bean auf dem Desire HD

Aktualisieren Sie das DHD

98 Paranoid Android

Macht aus dem Handy ein Tablet

102 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs

DevCorner

106 Zugriff auf Google Drive

Google Drive in eigene Apps

integrieren

90

SD-Karte tunen

Holen Sie mehr Speed

aus der SD-Speicherkarte heraus.

SPIELE

76 Neue Spiele

Unsere Spiele-

Vorstellungen

82 Need for Speed

Rasante Verfolgungsjagden

auf heißem Asphalt

86 Fashion-Games

Drei Modespiele für Girls

86 Shadowgun Deadzone

Multiplayer-Modus für

Shadowgun

APPS

56 Event-Apps

44 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

46 App-Neuheiten

Die neuesten Apps bei

Google Play

50 AquaMail

Mail-App für Tablet und Handy

52 Videoschnitt

Video-Clips unter Android zu

Filmen schneiden

Was ist los in Ihrer Stadt?

60 Appseits des Mainstreams

Sechs wenig bekannte aber

sehr nützliche Apps

62 Apps für den S-Pen

Praktische Apps für Android

User mit einem Galaxy Note

64 Adware-Apps blocken

Schluss mit nerviger Werbung

66 Lebensretter-Apps

Apps, die im Notfall Leben

retten können

70 PowerAmp vs. PlayerPro

Zwei starke Audio-Player für

Android im Vergleich

73 LeaveOn

Digitale Grußbotschaften an

Sehenswürdigkeiten

hinterlassen

QR-Code lesen: so geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

JULI 2012


NEWS

Android 4.2

Das ist

bei

NEU

Android 4.2

Hurrikan Sandy hatte zwar

die geplante Präsentation

in New York weggeblasen,

doch der Sturm hinderte

Google nicht daran, Android

4.2 im Netz zu zeigen.

Wir zeigen, was neu ist.

Christoph Langner

Der Name bleibt, doch es ist ein

großer Versionssprung auf 4.2,

den Google Ende Oktober via

Netz verkündet hat. Die nun vorgestellte

Version [LINK 1] nennt sich also weiterhin

Jelly Bean, bringt aber einige neue

und verbesserte Funktionen mit.

Kugelpanoramen

Mit Android 4.0 „Ice Cream Sandwich“

zeigte Google erstmals einen in die Kamera-App

integrierten Panorama-Modus. Er

setzt die während eines Schwenks aufgenommenen

Bilder zu einem Panorama zusammen.

Neu bei 4.2 ist nun eine „Photo

Sphere“ genannte Funktion innerhalb der

Kamera-App, die den Betrachter in das

Zentrum der Aufnahme stellt und ihm

einen nahtlosen Rundumblick ermöglicht.

Wie Sie es vielleicht schon aus Google

Maps kennen, können Sie sich innerhalb

der Aufnahme [LINK 2] beliebig drehen und

die virtuellen Augen zum Himmel oder

gegen den Boden richten. Sie sehen das

Szenario fast genauso, wie der Ersteller der

Aufnahme. Die Foto-Kugeln lassen sich direkt

zu Google Maps hochladen und ergänzen

so über die Android-Community das

Angebot an Kugel-Panoramen.

Neu in der Kamera-App ist auch das Setup

via Daumenmenü, über das Sie sämtliche

Einstellungen wie Blitz An/ Aus, Belichtungsautomatik

oder Bildeffekte bequem

erreichen. Foto-Freunde beeindruckender

Landschaftsaufnahmen werden sich

zudem über den integrierten HDR-Modus

freuen, der zusätzliche HDR-Apps erspart.

Tastatur mit Gestenerkennung

Dass man am virtuellen Keyboard von

And roid-Smartphones oder -Tablets viel

optimieren kann, zeigen die zahlreichen Er-

28.09.2008 30.04.2009 15.09.2009

Android 1.0

• Erste öffentliche Android-Version

• Apps aus dem Android Market

• GMail und YouTube mit an Bord

• Adressbuch und Kalender werden

mit Google synchronisiert

Cupcake 1.5

• Autorotation des Bildschirms

• Virtuelle Keyboards

• Widgets auf den Homescreens

• Aufnahme und Wiedergabe von

Video-Filmen

Donut 1.6

• Mehrere Bildschirmauflösungen

• Virtuelle private Netzwerke (VPN)

konfigurierbar

• Suche auf Kontakte, Bookmarks und

das Web ausgeweitet

6

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


NEWS

Android 4.2

satz-Klaviaturen im Play

Store. Ob Switftkey, Swype

oder Hacker’s Keyboard,

jede Tastatur-App hat ihre

eigenen Stärken. Der aktuelle

Trend geht derzeit

dahin, dass man nicht tippt,

sondern Wörter wischt. Die

Tastatur von Android 4.2 erkennt

solche Gesten ebenfalls.

Ohne Absetzen fahren

Sie über die Buchstaben des

gewünschten Wortes, Android

ergänzt die erkannten

Buchstaben dann automatisch

zu einem vollständigen

Wort, wobei Google nicht

aus einer festen Wortliste

schöpft, sondern in Echtzeit

berechnet, was Sie wohl tippen

möchten. Auch die

Wörterbücher zur Korrektur

von Tippfehlern haben die Android-Entwickler

für Version 4.2 verbessert.

Account-Verwaltung (Tablets)

Während das Smartphone ein sehr persönlicher

Gebrauchsgegenstand ist, wandert

ein Android-Tablet oft durch mehrere

Hände. Die Kinder spielen, die Eltern nutzen

es als E-Book-Reader, und Gäste möchten

schnell mal etwas im Internet nachschlagen.

Es ist daher nicht verwunderlich,

dass Google die Nutzerverwaltung - deren

Spuren sich schon bei Android 4.1 versteckt

im System fanden, nun auch offiziell

unterstützt, wenn auch zunächst nur für

Android-Tablets.

Abb. 1: Nehmen Sie mit dem

neuen Panorama-Modus komplette

Kugelpanoramen auf.

Abb. 2: Die wichtigsten Einstellungen

der Kamera-App liegen nun

immer unter Ihrem Daumen.

Google spricht davon, dass jeder User

seine Bildschirmhintergründe, Homescreens

und Widgets individuell anordnen

kann. Doch die Trennung hört nicht bei den

optischen Details auf. Auch die App-Daten

und Spielstände werden nun pro User separat

gespeichert. Zwischen den Accounts

kann man On-the-fly wechseln, ohne dass

der aktive Nutzer seine gerade laufenden

Apps beenden müsste.

Auf die große Leinwand

In vielen Haushalten befinden sich mittlerweile

große Flachbild-TVs, die mit Inhalten

bespielt werden möchten. Die Inhalte liegen

jedoch meist auf dem Handy, dem

Abb. 3: Das neue Keyboard bietet

Ihnen einen Wisch-Modus ähnlich

wie Swype.

26.10.2009

2.1

12.01.2010

Éclair 2.0 / 2.1

• Google-Maps-Navigation

• Support für Microsoft Exchange

• Animierte Live-Hintergrundbilder

• Digitalzoom und Unterstützung von

Blitzlicht

20.05.2010

Froyo 2.2

• Freigabe der 3G-Verbindung

• Support für Adobe Flash

• Optimierte Speichernutzung

• Auslagern von Apps auf die

MicroSD-Speicherkarte

06.12.2010

Gingerbread 2.3

• Erweiterte Copy&Paste-Funktionen

• NFC-Support

• Unterstützung für Front-Kameras

• Integrierte Unterstützung für SIP-/

VoIP-Telefonie

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 7


NEWS

Android 4.2

möglichst passende Antworten

generieren.

Bei Google Mail gibt es endlich

die Möglichkeit, Texte

innerhalb der App per

Pinch&Zoom zu vergrößern.

Mails lassen sich in der

Übersicht zudem durch

Wischgesten löschen bzw.

ins Archiv verschieben.

Versehentlich gelöschte Benachrichtungen

holen Sie

unter Android 4.2 mit einem

Wisch von oben in das Display

wieder zurück.

Abb. 4: Zum Löschen einer E-Mail

wischen Sie diese einfach nur aus

der Übersicht.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27859

Abb. 5: Das neue GMail hat endlich

das Vergrößern von Texten

gelernt.

Abb. 6: Google Now zeigt nun weitere

Karten wie zum Beispiel die

nächstbesten Photo-Locations an.

Tablet oder in der großen Internet-Cloud

bei YouTube & Co.. Android 4.2 führt daher

jetzt auch Unterstützung für Miracast-Wireless-Displays

ein. So spielen Sie Filme

drahtlos auf einen Fernseher ab, sofern

dieser über den benötigten Wireless-Display-Adapter

verfügt. Auch spielen lässt

sich so ohne HDMI-Kabel.

Überarbeitete Google-Apps

Eine Überarbeitung bekam auch die in

And roid integrierte Google-Suche. Sie

lässt Sie nun via Spracheingabe im Web

suchen, die Ergebnisse werden Ihnen dann

auch gleich über die Sprachausgabe vorgelesen.

Der Knowledge Graph soll dabei

Google Now

Auch der persönliche Assistent

Google Now bekommt

eine Modellpflege. Das Update

zeigt Ihnen nun passende

Karten zu Filmen und

Events Ihrer Lieblingskünstler, informiert

Sie über die Auslieferung von Paketen

oder zeigt Ihnen Photo-Spots in der Umgebung,

wenn Sie die Kamera aktivieren. Die

meisten Features sind aktuell nur verfügbar,

wenn Ihr Android-Gerät auf Englisch

eingestellt ist.

Neuerungen finden sich auch für sehbehinderte

User. In den Accessibility-Einstellungen

lässt sich ein Zoom über den gesamten

Bildschirminhalt aktivieren. Ein Triple-Click

auf das Display vergrößert einen verschiebbaren

Ausschnitt. Blinde können mit Touch-

Gesten durch die Android-Oberfläche steuern

und bekommen Feedback über die

Sprachausgabe.

● ● ●

23.02.2011 15.12.2011 27.06.2012

Honeycomb 3.0

• Optimiert auf Android-Tablets

• Neues bläuliches Holo-Design

• Video-Chats mit Google Talk

• Gmail, Kontakte und andere Apps an

Tablet-Layout angepasst

Ice Cream

Sandwich 4.0

• App-Ordner auf den Homescreens

• Integrierte Screenshot-Funktion

• Face-Unlock-Funktion

• Chrome als Browser verfügbar

Jelly Bean 4.1

• Offline-Spracheingabe

• Benachrichtigungen mit Aktionen

• Google-Now-Integration

• Flotteres System ohne Ruckler dank

„Project Butter“

8

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


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NEWS

Android-News

Android-News

MS Office für Android im Mai 2013

Microsoft hat nach anfänglichen Erfolgen mit Windows Mobile den mobilen

Markt über lange Zeit vernachlässigt. Das Ergebnis: iOS und Android

dominieren derzeit das mobile Internet. Microsoft

möchte sich allerdings nicht kampflos ergeben, mit

Windows Phone wurde schon 2012 die Antwort zu

Android und Co. gestartet. In Zukunft soll auch Microsoft

Office für Android und iOS für Erfolge sorgen.

Dass Microsoft im stillen Kämmerlein an einer

mobilen Version seines Office-Systems gearbeitet

hat, ist kein großes Geheimnis mehr. Nach Medienberichten

plant Microsoft, seinen Office Mobile genannten

Ableger des großen Office-Pakets für iOS

und Android noch im ersten Quartal 2013 zu starten.

Den Anfang wird Ende Februar Office Mobile für iOS machen, die Android-Version

soll dann im Mai folgen.

Neues Facebook-

Phone von HTC

HTC plant ein neues Smartphone, bei dessen

Konstruktion auf die Facebook-Nutzung

spezieller Wert gelegt wurde. Der auf

den Namen Opera UL getaufte Androide

ist nach dem Salsa das zweite Facebook-

Gerät von HTC, diesmal greift man jedoch

etwas tiefer in die Trickkiste. So hat das

Opera UL einen 1,4 GHz-Prozessor, als Betriebssystem

fungiert Android 4.1.1 Jelly

Bean. Welcher Prozessor genau verwendet

wird, ist noch nicht bekannt, nachdem eine

Qualcomm Adreno 305-GPU verbaut wird,

gehen Insider jedoch von einem Snapdragon

S4 Plus aus. Darüber hinaus verwendet

HTC ein Display mit 1280x720 Pixeln.

7-Zoll-LCD mit 2560x1600

Pixeln

Wem HD nicht reicht, für den hat das Unternehmen Japan

Display Inc. bald einen 7-Zoll-Touchscreen mit 2560x1600

Pixeln Auflösung im Programm. Die Japaner überbieten

mit ihrer Neuentwicklung sogar das 2560x1600 Pixel-Display,

das beim Nexus 10 verbaut wird – denn sie bringen

die Pixel auf nur 7 Zoll Bildschirmfläche unter. Ergebnis:

Einer Pixeldichte von 300 ppi (pixel per inch) beim 10 Zoll-

Nexus stehen ganze 431 ppi gegenüber. Japan Display,

ein Joint Venture von Sony, Toshiba und Hitachi, gibt den

Kontrastwert seiner Neuentwicklung mit 2000:1 an, das

Display ist lediglich 1,3mm dünn und hat einen extrem

schmalen, 1,5mm breiten Rand. Angeblich benötigt der

verbrauchsarme 7-Zöller nur die Hälfte der Energie vergleichbarer

Modelle. In welchen Geräten das Display Premiere

feiern wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Drei von vier verkauften

Smartphones mit Android

Android hat auf dem Smartphone-Markt

klar die Nase vorne,

das hat die International Data Cooperation

(IDC) für das dritte

Quartal 2012 ermittelt. Das erste

Mal wurden in einem Quartalszeitraum

mehr als 100 Millionen

Android-Smartphones verkauft,

das entspricht einem Android-

Marktanteil von rund 75 Prozent.

Im Jahresvergleich kommt das einem Zuwachs von 17,4 Prozent

gleich. Apple konnte nur 26,9 Millionen Geräte absetzen,

was 14,9 Prozent Marktanteil entspricht, die restlichen 10,1

Prozent des Smartphone-Kuchens teilen sich die verbleibenden

Betriebssysteme untereinander auf.

Samsung

Asus

iPad-Marktanteil schrumpft

Dauerbrenner iPad hat im Jahresvergleich einige Prozent eingebüßt. Grund für die erfreuliche Entwicklung

sind die Verkaufserfolge bei Android-Tablets wie dem Nexus 7 und dem Kindle Fire. Erreichte

Apple im dritten Quartal 2011 mit seinen Tablets noch einen Marktanteil von 65,5 Prozent,

sind es ein Jahr später nur noch 50,4 Prozent. Samsung meldete im selben Zeitraum einen Verkaufsanstieg

von 115 Prozent. Die Südkoreaner lieferten im dritten Quartal 2012 5,1 Millionen Tablets

aus, der Marktanteil stieg auf 18,4 Prozent. Asus erlebte den wohl rasantesten Tablet-Zuwachs

in seiner Geschichte – 242,7 Prozent Anstieg in nur einem Jahr bedeuten einen Marktanteil

von 8,6 Prozent. Auch bei Amazon knallen die Korken. Der Internethändler landet mit 9 Prozent

Marktanteil nach Apple und Samsung auf Platz drei der erfolgreichsten Tablet-Hersteller.

10

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


NEWS

Android-News

Lenovo IdeaTab S2110A

Nicht stabil genug und überteuert, aber trotzdem zukunftsweisend: Erste Kritiken zu

Lenovos 10-Zöller fallen gemischt aus. Zwar ist das Tablet überaus schlank geraten

und liegt gut in der Hand, das Gehäuse macht jedoch einen filigranen Eindruck.

Das Gerät verfügt über eine Snapdraon Dual Core-CPU mit 1,5 MHz, es hat 1

GByte RAM und wahlweise 16 oder 32GByte internen Speicher. Ein

miniHDMI-Port, SIM-Kartenslot für 3G-Konnektivität und ein mini-

USB-Port für das Aufladen und eine 5 Megapixel-Kamera runden das

Angebot ab. Optional gibt es auch ein Keyboard-Dock für schnelleres

Tippen, dessen Tasten jedoch recht eng beieinander liegen. Hat das

Tablet selbst noch keinen SD-Kartenschacht, so kann man wenigstens

mit dem im Keyboard verbauten SD-Kartenslot den Speicher

erweitern. Der eingebaute Lithium-Polymer-Akku verhilft Nutzern zu

4 Stunden Internet-Surfen, Durchschnittsuser sollen mit dem Gerät

etwa 6 Stunden lang Spaß haben. Der Preis für das Tablet inklusive

Tastatur siedelt sich knapp über der 500-Dollar-Marke an.

Lenovo

Brillanter 5-Zöller: HTC Droid DNA

HTC hat beim US-Provider Verizon seinen ersten 5-Zöller Droid

DNA präsentiert. Mit dem Gerät will HTC speziell

Samsungs Note-Serie etwas entgegensetzen,

was bei einem Blick auf die verbaute Hardware

durchaus gelingen könnte. Das bis jetzt

nur für die USA angekündigte Gerät kann sich

in LTE-Netzwerke einwählen, hat ein mit

1080p auflösendes SuperLCD3-Display mit

einer umwerfenden Pixeldichte von 440ppi

und läuft mit einem auf 1,5 GHz getakteten

Snapdragon S4-Prozessor mit vier Kernen.

Zwei Gigabyte RAM dürften für sehr flüssige

Arbeitsabläufe sorgen. HTC liefert das Droid

DNA mit Android 4.1 Jelly Bean aus, wie

gewohnt verpasst das taiwanesische Unternehmen

dem Gerät seine Haus-UI Sense in

der Version 4+. Verizon hat das Gerät mit

Vertrag für 199 Dollar im Programm.

HTC

LIFX-Glühbirne kurz vor

dem Start

Es sieht so aus, als ob Googles Android at Home-

Projekt nicht nur bei Thermostaten abgehängt

wurde, auch bei der Wohnraumbeleuchtung stehlen

andere Unternehmen Mountain View die

Schau. Das Unternehmen LIFX wollte ursprünglich

nur 100.000 US-Dollar via Kickstarter-Crowdfunding

zusammenbekommen, um die nächsten

Schritte zur Produktion seiner schlauen Glühbirne

einzuleiten, zwölf Tage vor Ende der Funding-Frist

waren allerdings schon 1.315.154 US-Dollar zusammen

gekommen. Im Inneren der Leuchten befinden

sich LEDs in verschiedenen Farben und ein

WiFi-Transmitter, mit dessen Hilfe man die

Leuchtkraft via Android- oder iOS-App auf vielerlei

Weise steuern kann. Eine LIFX-Birne soll zunächst

70 US-Dollar kosten. Mit Hue hat Philips

ein ähnliches Beleuchtungskonzept im Angebot.

Oakley bringt Android auf die Skipiste

2011 präsentierte Recon eine Skibrille, die in Verbindung mit einem Android-

Smartphone Geschwindigkeit, Distanz, Höhenangaben und weitere Daten

einblenden kann. Nun hat der Szene-Hersteller Oakley die Idee aufgegriffen

und verbaut die Recon-Technologie in der „Airwave“, einer

Skibrille für 599 Euro. Zwar bietet die Brille ein eingeschränkteres

Informationsspektrum als Googles Project Glass, für den

Ski-Nutzerkreis reicht es jedoch aus. Mithilfe einer Fernsteuerung

am Handgelenk kann man sich auch Navi-Informationen

wie den eigenen Standort oder den befreundeter

Skifahrern einblenden lassen. Verbindet man sein

Smartphone via App mit der Brille, zeigt sie auch eingehende

SMS und Anrufe an. Noch gibt es keine eingebaute

Kamera, mit der man Abfahrten aufnehmen kann, diese

soll jedoch bei künftigen Versionen verbaut werden.

Oakley

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 11


NEWS

Nexus 4

Erster Eindruck: Google Nexus 4 von LG

Nexus 4

Mit dem Nexus 4 bietet Google ein Rennauto zum Preis eines Mittelklassewagens

an. Wir haben uns einen ersten Eindruck vom neuen

Google-Phone verschafft und zeigen die Vor- und Nachteile auf den

folgenden vier Seiten. Denny Fischer, Marcel Hilzinger

LG

‚„PLUSMINUS

‚ Günstiger Preis

‚ Performance

‚ Drahtloses Aufladen

‚ Verarbeitung

„ Geringer Speicher

„ Kein Headset

„ Kein LTE

GEWUSST?

Die Front und die Rückseite des

Nexus 4 bestehen aus kratzfestem

Gorilla Glas 2. In ersten

Falltests zeigte sich das Nexus 4

recht widerstandsfähig.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27922

Der Launch des Nexus 4 [LINK 1] war

die Überraschung schlechthin, im

positiven wie im negativen Sinn.

Zunächst wurde die große Vorstellung

in New York vom Wirbelsturm Sandy

weggeblasen, dann stellte Google überraschend

sämtliche Informationen ins Netz

und versprach zudem den Start bereits für

Mitte November. Die Vorfreude auf das neue

Nexus-Smartphone trübten jedoch schnell

erste Tests im Netz mit Vorserienmodellen,

die von einer schlechten Akkulaufzeit und

einem recht warmen Nexus 4 berichteten.

Das nächste Hoch folgte dann mit dem

Announce ment, dass es keine Wartelisten

geben werde und die am 13. November bestellten

Geräte gleich verschickt würden.

Doch der Tiefschlag ließ nicht lange auf sich

warten: Innerhalb weniger Minuten waren in

Deutschland sämtliche Geräte ausverkauft

und anstelle der versprochenen Lieferung erhielten

viele Kunden nur eine E-Mail, dass

sich der Versand um ein paar Wochen verzögere.

Nur wenige Kunden erhielten ihr Nexus

4 schon am 15. November. Unter diesen

Glücklichen befand sich auch Denny Fischer,

Betreiber der Webseite SmartDroid.de und

Co-Autor dieses Artikels.

Unboxing und erster Eindruck

Das Nexus 4 kommt ein einer schlichten

Pappschachtel zusammen mit einem USB-

Kabel, einem Spezialwerkzeug für die Micro-

SIM und einem Ladegerät. Kopfhörer suchen

Sie in der Box vergebens. Sie sind vermutlich

dem Rotstift zum Opfer gefallen, beim Galaxy

Nexus war noch ein In-Ear-Headset mit

dabei. Diesen Umstand kann man bei einem

Preis von 299 Euro für die 8-GByte-Version

und bei 349 Euro für die 16-GByte-Version allerdings

verschmerzen. Zum Vergleich: Das

Galaxy Nexus kostete beim Marktstart vor

rund einem Jahr in der 16-GByte-Version

über 550 Euro.

Das Nexus 4 weiß definitiv zu begeistern:

Das fängt schon beim Gehäuse an, welches

zum größten Teil aus Glas gefertigt ist. Das

sieht nicht nur wahnsinnig schick aus, sondern

fasst sich auch noch gut an. Der erste

Eindruck zur äußeren Hülle ist beeindruckend,

selten haben wir ein so gut verarbeitetes

Gerät in der Hand gehalten. Die Rückseite,

die wie ein funkelndes Paillettenkleid

ausschaut, dabei aber edel und keineswegs

kitschig wirkt, verschafft dem Nexus 4 sofort

das gewisse Etwas. Neben dieser Pracht verblassen

selbst die beiden HTC-Smartphones

One X und One S, die jeweils durch ihr Unibody-Gehäuse

überzeugen und für uns zu

den Top-Smartphones 2012 zählen. Das

Nexus 4 wirkt wie aus einem Guss und ist

ein absoluter Hingucker. Es ist dennoch

schlicht, dabei aber nicht langweilig und

zudem auch noch hochwertig.

Das Nexus 4 ist in etwa gleich groß wie

das Galaxy SIII beziehungsweise 0,1-Zoll

größer als das Galaxy Nexus. Das bedingt

eventuell eine Umgewöhnung, wenn man

sich an kompaktere Modelle wie das Razr i

von Motorola gewöhnt hat, das wesentlich

kleiner ist. Doch man kommt auch mit dieser

Größe schnell zurecht, denn das Nexus 4

liegt insgesamt gut in der Hand und hat ein

NEXUS 4 ROOTEN

Das Nexus 4 ist noch keinen Monat alt, schon

gibt es passende Anleitungen zum Rooten und

zur Installation von Custom-ROMs im Netz.

Das Rundum-Sorglos-Paket Nexus-4-Toolkit

[LINK 2] stammt vom gleichen Entwickler, der

auch das Galaxy-Nexus-Toolkit und das Nexus-

7-Toolkit programmiert hat. Es bietet somit

auch den selben Funktionsumfang und hat

zudem noch ein paar interessante Zusatzfeatures.

So lassen sich zum Beispiel die Windows-Treiber

ganz einfach herunterladen.

Zudem kann man damit auch jederzeit wieder

die Original-Firmware installieren.

12

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


NEWS

Nexus 4

Abb. 1: Die Schnelleinstellungen

gehören zu den sichtbaren Neuerungen

von Android 4.2.

Abb. 2: Mit etwas über 10800 Punkten

bleibt das Nexus 4 hinter dem

One X und dem Galaxy SIII zurück.

Abb. 3: Beim Metal-Benchmark

muss sich das Nexus 4 von zwei

Handys geschlagen geben.

Abb. 4: Bei der 8-GByte-Version

bleiben gerade mal 5,7 GByte für

eigene Daten frei.

angenehmes Gewicht, das sich optimal auf

die Gerätefläche verteilt. So hat man das Gefühl,

das Gerät stets gut im Griff zu haben -

ähnlich wie beim Galaxy Nexus.

Soft- und Hardware

Unser Testgerät bringt von Haus aus die Software-Version

JOP40C mit. Nachdem zahlreiche

Vorabberichte mit der Firmware-Version

JOP24G über mangelnde Akkulaufzeit und

starke Erwärmung berichteten, möchten wir

hier zunächst Entwarnung geben. Laut unserem

ersten Eindruck hält der Akku in etwa

gleich lang wie beim Galaxy Nexus, Wärmeprobleme

konnten wir keine feststellen.

Das System arbeitet zwar sehr flüssig, es

traten aber auch ein paar kleine Hänger auf.

Dabei handelt es sich um einen Bug in Android

4.2. Das Problem tritt auch beim Nexus

7 auf (und dort auch erst seit Android 4.2).

Abgesehen davon ist das Nexus 4 wirklich

schnell. Das verwundert uns aber auch

nicht, denn schließlich ist mit dem Qualcomm

Snapdragon S4 Pro einer der schnellsten

Vierkern-Prozessoren für mobile Geräte

verbaut. Dennoch könnte es sein, dass

Google und LG die CPU leicht unter ihren

Möglichkeiten betreiben: So bleibt in unseren

Standard-Benchmarks AnTuTu und Vellamo

das Nexus 4 leicht hinter dem HTC One X

und dem Galaxy SIII von Samsung zurück. In

unseren AnTuTu-Tests brachte es das Gerät

auf lediglich 10830 Zähler. Zum Vergleich:

Das HTC One X+ schafft über 13300 Punkte.

Bei Vellamo zeigen sich ähnliche Differenzen.

Im normalen Betrieb spürt man aber

von diesen Unterschieden nichts: Das Nexus

ist, kurz gesagt, verdammt schnell.

Besser als beim Vorgänger gefiel uns auch

die Audio-Ausgabe: Der externe Lautsprecher

klingt recht gut. Er lässt sich aber wie beim

Galaxy Nexus zu leicht abdecken. Wenn das

Gerät auf einem Tisch liegt, dann reduziert

sich die Lautstärke um mindestens die

Hälfte, was zum Beispiel beim Wecker oder

Musikhören recht unpraktisch ist.

Fazit

Schon bei den ersten Fotos fanden wir Gefallen

am LG-Design. Der positive Eindruck verstärkt

sich noch, wenn man das Gerät in der

Hand hält. Wir hätten bei einem so hochwertigen

Smartphone nie mit einem so günstigen

Preis gerechnet! Für einen ausführlichen Test

war die Zeitspanne vor der Druckabgabe jedoch

etwas zu kurz. Wir liefern Ihnen deshalb

detaillierte Informationen nach. ● ● ●

LG NEXUS 4

Kerndaten

Hersteller

LG

Formfaktor

4,7-Zoll-Smartphone

Auflösung

768x1280 Pixel

Prozessor

1,5 GHz, Quad-Core

Android-Version Android 4.2

Akku

2100 mAh

Laufzeit (Standby/ Gespräch)

390 h/ 15,3 h

Gewicht

139 g

Preis

299 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android-user. de/ lp/ 12260/

Performance

AnTuTu-Benchmark

10830 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

1271/ 574 Punkte

Android-User-Bewertung

4,9 Punkte

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 13



5 Gründe,...

...sich ein Nexus 4 zu kaufen

1

Der Preis: Zum „Google-Preis“ von 299 Euro für die 8-GByte-Version bietet das Nexus 4 ein praktisch unschlagbares Preis-

Leistungs-Verhältnis. Wer das Smartphone in erster Linie zum Telefonieren, chaten, surfen und E-Mails lesen braucht, aber

keine Spiele oder Filme herunterladen will, bekommt ein großartiges Smartphone zu einem kleinen Preis.

Foto: SmartDroid.de


2

3

Der Nexus-Faktor: Als offizielles Google-Smartphone erhält das Nexus 4 sämtliche Updates von Google. Sie müssen

also nicht darauf warten, dass LG ein Update freigibt, sondern nutzen auf dem Nexus 4 stets die neueste Android-Version.

Die Nexus-Geräte sind zudem frei von SIM-Lock und frei von zusätzlichen Apps, die man oft gar nicht benötigt.

Langfristige Updates: Während die meisten Hersteller Ihre Smartphones nur über maximal 12 Monate mit Software-

Updates versorgen, unterstützt Google die Nexus-Reihe deutlich länger. Das Nexus S erschien im Dezember 2010 und

erhielt noch Android 4.1.2 als Update. Kein anderer Hersteller bietet einen so langen Update-Zyklus an.

4Der Coolness-Faktor: Das iPhone war gestern: Das Nexus 4 hat gute Chancen, zum neuen Trendsetter auf dem Smartphone-Markt

zu avancieren. Mit seiner leicht glitzernden Rückseite sorgt es für den nötigen Coolness-Faktor und lässt

Sie garantiert im Mittelpunkt stehen, spätestens wenn Sie Ihren Freunden zeigen, wie Sie es drahtlos aufladen.

5

Community-Support: Nexus-Geräte werden von Android-Entwicklern weltweit geschätzt. Dadurch gibt es viele Entwickler,

die in ihrer Freizeit an speziellen Firmware-Versionen für Nexus-Geräte feilen. So wird es auch für das Nexus 4

bestimmt ganz viele Custom-ROMs geben.

...sich kein Nexus 4 zu kaufen

1

Das Nexus 4 hat keinen MicroSD-Kartenslot. Man kann den internen Speicher somit nicht erweitern. Für Vieltelefonierer

stellt das kein Problem dar, aber wenn Sie viel Musik hören und ab und zu einen Film von Google Play herunterladen

möchten und auch gerne spielen, dann ist selbst die 16-GByte-Version keine gute Wahl.

2

3

Das Nexus 4 unterstützt kein LTE. Auch wenn LTE in Deutschland noch nicht überall verfügbar ist, wird es ziemlich sicher

eine Version des Nexus 4 von LG mit LTE-Modem geben. Natürlich nicht zu diesem Preis. Wenn Sie also jetzt das

Nexus 4 ohne LTE kaufen, dann müssen Sie sich damit abfinden, dass eventuell auch eine LTE-Version erscheint.

Das Nexus 4 ist ein Entwicklergerät. Egal, wie schön es glitzert: Google sieht das Nexus 4 als Entwickler-Handy an und

so gab es denn bereits zum Start ein paar kleine Bugs, die eigentlich auf einem stabilen System nicht vorkommen dürften.

Spätestens mit Android 4.2.1 werden diese Probleme aber der Vergangenheit angehören.

4Das Nexus 4 gibt es aktuell nur von Google. Sie stecken in einem Mobilfunkvertrag fest oder wohnen in der Schweiz

oder Österreich? Dann ist das Nexus 4 nicht die beste Wahl, aktuell gibt es das Gerät nur auf Google Play. Sie können

es daher bei einer Vertragsverlängerung nicht dazubuchen, in den Alpenländern ist es (noch) gar nicht erhältlich.

5

Das Nexus 4 ist nicht das beste Android-Smartphone. Hinsichtlich Ausstattung und Benchmark-Resultate gehört die

Android-Krone weiterhin dem Galaxy SIII von Samsung und dem One X+ von HTC. Diese zwei Geräte haben nicht nur

die schnellere CPU, sie bieten laut unseren aktuellen Testresultaten auch bessere Akkulaufzeiten und mehr Speicher.

14

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


NEWS

Nexus 4

Foto: SmartDroid.de

Nexus 4:

Das müssen Sie wissen

Nicht alles glänzt so hübsch wie die schillernde Rückseite

des neuen Nexus-Smartphones. Wir beleuchten mögliche

Probleme des Google-Handys.

Viel zu wenig Geräte auf Lager

Google hatte zum Launch-Termin des Geräts am 13. November

massive Probleme mit der Webseite und nicht annähernd

genügend Geräte, um dem starken Andrang gerecht

zu werden. Wir vermuten, dass es sich bei den Mitte November

verkauften Geräten um eine erste Charge mit Vorserienstatus

handelte, die LG und Google Zeit verschafften, die

Probleme bis zur Hauptlieferung in den Griff zu bekommen.

LTE-Modem aber kein LTE-Support

Das Nexus 4 hat zwar einen schnellen 3G-Chipsatz, aber es

beherrscht kein LTE. Das schmerzt insofern doppelt, weil das

Nexus 4 eigentlich ein passendes Modem verbaut hat. Es ist

aber keine Antenne daran montiert und auch die entsprechenden

Software-Funktionen fehlen. Aktuell spielt LTE zwar

noch keine so große Rolle, aber schon in wenigen Monaten

wird sich hier viel ändern, sodass Sie den Kauf eines Geräts

ohne LTE eventuell bereuen. Die Entscheidung, LTE wegzulassen,

traf Google in erster Linie auf Grund des Stromverbrauchs:

Da die LTE-Abdeckung noch lange nicht flächendeckend

ist und das Modem so immer zwischen 3G und LTE

hin und her wechseln muss, entsteht ein deutlich höherer

Stromverbrauch, der selbst den größten Akku in die Knie

zwingt. Lediglich bei der stationären Nutzung innerhalb von

Ballungsräumen kommt LTE mit weniger Strom aus.

Kein Headset im Lieferumfang

Auch wenn es sich hier auf den ersten Blick um kein wirkliches

Problem handelt, sollte man beim Preis das fehlende

Headset in die Kalkulation miteinbeziehen. Wer gerne über

ein Headset telefoniert, muss sich so ein zusätzliches kaufen,

das je nach Qualität zwischen 20 und 80 Euro kosten kann.

Zudem ist nicht sichergestellt, ob das Headset perfekt mit

Android zusammenarbeitet, wenn es nicht vom Hersteller

stammt. Das Fehlen eines Headsets relativiert also den

günstigen Preis. Beim Galaxy Nexus lieferte Google noch

ein Headset mit. Hier war aber auch der Preis deutlich höher.

Slimport statt MHL-Anschluss

Sie haben noch nie von MHL oder Slimport gehört? Dann

können Sie diesen Absatz überspringen. Haben Sie sich aber

bereits einen MHL-Adapter gekauft, um Ihr Android-Smartphone

via HDMI-Kabel mit einem Monitor oder TV-Gerät zu

verbinden, dann müssen Sie sich nach einem neuen Adapter

umsehen, da das Nexus 4 keinen MHL-Anschluss mehr

mitbringt. Google hat aus Kostengründen die USB-Buchse

zu einem Slimport-Anschluss [LINK 3] geändert. Denn für diesen

Anschluss fallen – im Unterschied zu MHL – keine Lizenzkosten

an. Dafür müssen Sie nun einen neuen Adapter

kaufen, der mit 30 Dollar nicht gerade günstig ist.

8 GByte sind in Wirklichkeit 5,67 GByte

Wenn Sie mit der 8-GByte-Version liebäugeln, dann sollten

Sie sich vor Augen halten, dass der freie Speicherplatz nicht

einmal 6 GByte beträgt (Abbildung 4 auf Seite 13). Sie können

also auf dem Nexus 4 keinen kompletten Spielfilm in

HD-Qualität herunterladen und auch bei eigenen Videos in

HD-Qualität wird Ihnen das Smartphone recht schnell einen

Warnhinweis bezüglich des freien Speicherplatzes anzeigen.

Grafikintensive Spiele belegen gerne mal mehr als 1 GByte,

kommt noch etwas Musik dazu, dann ist der Speicher voll.

Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Sie auf Dauer mit

5,67 GByte Speicher auskommen, dann sollten Sie die

16-GByte-Version wählen oder ein Handy mit MicroSD-Slot.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 15


NEWS

Social Android

Social Android

Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Möchten Sie sich über Android User

beschweren oder die Redaktion loben? Dann schreiben Sie uns eine

E-Mail oder hinterlassen einen Kommentar auf Facebook oder

Google+. redaktion@android-user.de

Galaxy-Nexus-Nachfolger

Weiß man schon etwas über einen eventuellen

Nachfolger vom Samsung Galaxy

i9250 (Galaxy Nexus)?

Serkan D. via Facebook

Android User: Ja und nein, es gibt von Samsung

ein Galaxy Premier in Planung [LINK 1]. Aber das ist

kein wirklicher Nachfolger für das Galaxy Nexus,

weil das Nexus-Gerät die Software und Updates direkt

von Google bekommt und nicht von Samsung.

Insofern müsste man das neue Nexus 4 (http://

google. com/ nexus) als Nachfolger bezeichnen, das

wiederum von LG produziert wird. Also je nachdem,

ob man mehr an Samsung als Hersteller oder am

Nexus-Brand von Google hängt, lautet der Nachfolger

für das Galaxy Nexus „Galaxy Premier“ oder

„Nexus 4“.

Cloud-Alternativen

Servus, könnt Ihr weitere Clouds (wie Dropbox

oder Drive) empfehlen, die am Smartphone

(Galaxy S2) und am PC laufen?

Andreas L. via Facebook

Android User: Auf unserer Homepage gibt es einen

Artikel zu Dropbox-Alternativen [LINK 3] wie Box, HiDrive

oder Minus. Eine deutsche Alternative auf Open-

Source-Basis ist ownCloud. Auch dafür gibt es Windows-

und Android-Clients, der benötigte Server lässt

sich zudem von Hand einrichten, sodass man seine

Daten nicht in einer fremden Cloud speichern muss.

MicroSD: Notwendiges Übel?

Die Einstellung dieses Herrn Duarte [LINK 2] ist in

meinen Augen ganz schön arrogant und unverschämt.

Micro-SD-Slots machen in meinen

Augen erst Sinn, wenn interne Speicher von mindestens

16 GB die Regel sind. Aber wenn bei einem Phone mit 8

GB der Slot zur Erweiterung fehlt, dann ist das in meinen

Augen nur ein Instrument, dem Verbraucher die Cloud-

Dienste aufzuzwingen.

Thomas Le P. via Google+

Meine persönliche Meinung: 8 GByte ist zu knapp, bei 16

GByte kann ich auf eine MicroSD-Karte verzichten. Cloud-

Dienste nutze ich, aber die tun hier nichts zur Sache, da

meine Internetverbindung für größere/

mehrere Daten

auch zu lahm ist. Filme schau ich auf dem

Fernseher oder auf dem Tablet,

aber selbst hier brauche ich

keine Filmauswahl von 64

GByte. […] Ich denke hier geht

Google den richtigen Weg,

um ein einfaches gutes güns-

tiges System auf den Markt

zu bringen.

Gabriel S. via Google+

Google

Abb. 1: Das Nexus 4 enthält

wie alle Nexus-Vorgänger

keinen MicroSD-Kartenslot.

E-Mail-Icon: Djordje Radivojevic, 123RF

16

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


NEWS

Social Android

Kontakt zu Autoren

Ich lese euer Heft schon seit Längerem. Manchmal

schaue ich auch in andere Hefte wie Android

Magazin und Android Praxis rein, aber die

Android User gefällt mir fast immer am besten. Gut finde

ich die ansprechende Aufmachung, das monatliche Erscheinen

und die abwechslungsreichen Themen. Es

wäre schön, wenn die Autoren von Artikeln direkt für Fragen

kontaktiert werden könnten. Auch mit welchem

Handy der Autor die Apps getestet hat, wäre schön zu

wissen. Und im letzten Heft waren drei Tests von

„Granny Smith“ etwas viel, nach dem zweiten wusste ich

dass das ein gutes Game ist ;-) Das nur so als kleines

Feedback. Ansonsten macht weiter so.

Timo W. via E-Mail

Android User: Vielen Dank für die Rückmeldung. Ja,

das mit Granny Smith ist uns auch aufgefallen. Das

kommt daher, dass die drei Artikel von drei Autoren

stammen, und wir kurz vor Druck nicht noch neue Spieletests

zur Hand hatten. Das werden wir in Zukunft aber

besser koordinieren. Die Autoren kann man jederzeit via

redaktion@android-user.de erreichen. Wir leiten die

Mails dann weiter.

Galaxy S3:

Probleme nach

Update

Hi Android-User-Team

und Community. Ich habe

ein S3 und habe heute

das reguläre Update auf Android

4.1 bekommen. Seit dem Update

baut das gute Stück aber keine

Datenverbindung mehr auf

(WLAN funktioniert). Ist euch da

schon etwas bekannt?

Wüste R. via Facebook

Android User: Manchmal

wirkt ein Neustart Wunder. Funktioniert

die Datenverbindung Abb. 2: Das Update

auch dann nicht, wenn WLAN des Galaxy S3 auf Android 4.1

ausgeschaltet ist? Es gibt auch "Jelly Bean" sorgt bei einigen

einige Apps, die behaupten, es Nutzern für Probleme.

bestehe keine Datenverbindung,

obwohl eine vorhanden ist. Als genereller Fehler

ist uns das Problem beim Galaxy S3 mit Android 4.1

nicht bekannt. Im schlimmsten Fall hilft es, das Telefon

auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen.

Samsung

Sicherheit von WhatsApp

Ich wollte mir die App WhatsApp

holen, doch da ich sehr auf meinen

Daten bedacht bin, möchte

ich nun ein paar Fragen stellen. Dabei handelt

es sich um die Berechtigungen, die

diese App verlangt. Bekannte Konten erkennen:

Bezieht sich diese Berechtigung auf die Appkonten,

oder kann die App alle anderen Konten vom

Handy auch auslesen? Was ist der Unterschied zwischen

Profildaten lesen und Kontaktdaten lesen? Authentifizierungsberechtigungen

für Konten verwenden:

Auf was bezieht sich das? Nur auf die Appkonten

oder auch auf alle anderen auf dem Gerät gespeicherten

Konten? Kontoliste verwalten: Bezieht sich diese

Berechtigung auf die Appkonten, oder kann die App

alle Passwörter von Konten auf dem Handy auslesen

und ändern? Als Konto Authentifizierter agieren: Bezieht

sich diese Berechtigung auf die Appkonten, oder

kann die App alle Passwörter von Konten auf dem

Handy auslesen und ändern? Unterschied zwischen

Kontoliste verwalten und als Konto Authentifizierter

agieren? Sind sehr viele Fragen, wäre aber Euch sehr

dankbar, wenn Ihr sie mir beantworten könntet.

Maximilian S. via E-Mail

Android User: Wenn Sie WhatsApp im Google-Play-

Webstore öffnen [LINK 4], sehen Sie die Rechte mit zum

Teil etwas anderen Erklärungen, vielleicht klärt das

noch etwas weiter auf. Konto auslesen bezieht sich

nur auf das von WhatsApp angelegte Konto. Die Kontaktdaten

sind Ihre Kontakte, also das Adressbuch.

Das Profil ist Ihr Android-Profil bzw. Handy-Profil. Also

zum Beispiel die eigene Telefonnummer. Im Endeffekt

sind das alles normale Rechte. Die App nutzt eben die

Funktionen, die Android bietet, um eben ein Konto ordentlich

zu nutzen. Die Funktion, die bei Whatsapp

„kritisch“ ist, ist dass die App Ihr Adressbuch an den

Dienst übermittelt, um Ihnen andere WhatsApper zu

nennen, die Ihre Telefonnummer gespeichert haben.

Dadurch erspart sich WhatsApp ein eigenes Account-

System.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27862

www.androiduser.de/facebook

www.androiduser.de/google+

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 17


FOKUS

TV-Apps

Smartphones und Tablets

sind die idealen Begleiter für

das heimische TV-Vergnügen.

Wir stellen sieben Apps

für den perfekten Fernsehabend

vor. Marcel Hilzinger

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27850

TV Spielfilm HD

Es gibt viele TV-Programmzeitschriften

bei Google Play,

aber keine ist so gut gemacht

wie die HD-Version von TV-Spielfilm.

Auf Tablets kommt die App nicht nur

viel besser zur Geltung, sondern

sie bietet auch mehr

Funktionen als die

Smartphone-Variante.

So erhalten Sie

je nach Displaygröße

eine bequeme Übersicht

über das komplette

Programm,

und einzelne Sender

lassen sich separat

scrollen. In der Grundeinstellung

sehen Sie

nur das Programm.

Oben rechts lässt sich die Dreispalten-

Ansicht aber auch in eine Ansicht mit

dem Programm zur linken Seite und

den Details zur rechten ändern. Hier

mangelt es aber bei einigen Filmen an

TV Guide Tiviko

Wie man eine wirklich gute

TV-Zeitschriften-App programmiert,

zeigt das tschechische

Entwicklerteam von Tiviko. Nach

dem Start wählen Sie aus, welche Sender

Sie gerne sehen möchten und anschließend

bekommen Sie neun Favoriten

zu sehen. Im Unterschied zu TV

Spielfilm erhalten Sie hier sehr viele Informationen

zu den Sendungen und es

gibt eine Timer und eine Favoriten-

Funktion. Für Smartphones klar die

beste App bei Google Play. Für 2,39

Euro gibt es auch eine Pro-Version

ohne Reklame und mit Widget.

kostenlos

deutsch|Version 1.89|2,9 MByte

★★★★★

Zattoo

Via Internet kann man auch

ohne TV fernsehen. Unter Android

gibt es dazu mehrere

Apps, die am weitesten verbreitete ist

Zattoo aus der Schweiz. Ohne Login

kann man drei Programme frei betrachten,

mit Account werden zahlreiche

weitere Sender freigeschaltet. Leider

ist die Qualität des Streams nicht

wirklich berauschend. Eine bessere

Qualität gibt es mit einem Zattoo-HiQ-

Abo ab 3,75 Euro pro Monat. Ebenfalls

gegen Bezahlung gibt es auch ausländische

Sender aufs Smartphone oder

Tablet. Als Alternative bietet sich die

App Virtualsat an. Das beste TV-Bild erhalten

Sie aber via DVB-T-Adapter

(siehe Artikel ab Seite 20).

kostenlos (Testversion)

deutsch|Version 1.0.8|2,9 MByte

★★★★★

LocalTV

Keine Registrierung, kein Abo

– einfach fernsehen: Das ist

die Devise von LocalTV. Die

App hat sich auf den Empfang von

Lokalsendern spezialisiert und liefert

ein sehr breites Spektrum aus der

Schweiz, aus Österreich und Deutschland.

Dabei bedient sich LocalTV jeweils

des passenden Flash-Streams,

sodass der Flash-Player eine zentrale

Voraussetzung ist. Für Lokalpatrioten

im Ausland ist die App ein wahres

Goldstück, auch wenn nicht immer alle

Angebote funktionieren. Optisch ist

LocalTV leider kein Leckerbissen.

kostenlos

deutsch|Version 1.2.0|1,4 MByte

★★★★★

18

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


FOKUS

TV-Apps

einer ausführlichen Beschreibung.

Ein Klick auf Tipps bringt eine

schön bebilderte Übersicht von

Empfehlungen der TV-Spielfilm-

Redaktion. Hier gibt es zu jedem

Film auch eine kurze Inhaltsangabe

und zusätzliche Infos zum

Film. Leider fehlt der App eine

Watchlist, um Favoriten zu markieren

oder über bevorstehende Sendungen

informiert zu werden.

Auch fallen die Infos

nicht immer gleich

umfangreich aus. Dennoch ist TV

Spielfilm HD mit dem Gebotenen

die beste TV-Zeitschrift für Android

auf Tablets. Für fünf Sterne

reichen die Features aber nicht.

kostenlos

deutsch|Version 1.1|1,2 MByte

★★★★★

Dailyme TV

Sie möchten TV-Sendungen

anschauen, aber nicht live

und nicht per Streaming?

Dann ist Dailyme TV genau die passende

App. Der Serienspezialist lädt

einzelne Folgen und Filme aus dem Internet

herunter und speichert die Filme

auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Der

Download erfolgt auf Wunsch nur per

WLAN aber auch über das Mobilfunknetz.

So können Sie das Programm genießen,

wann immer Sie möchten.

Auch wenn das Angebot nicht besonders

umfangreich ausfällt, sind sehr

viele gute Sendungen dabei.

Schau hin!

Schau hin! von WE DO Berlin

ist keine reine TV-Anwendung.

Die App richtet sich in

erster Linie an Eltern und hilft dabei,

gute Programme für die Kleinsten zu

finden. Dazu gehört neben einem Besuch

auf dem Spielplatz natürlich auch

das TV-Programm. Hier schlägt die

App für Kinder geeignete Sendungen

der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten

vor und gibt zudem nützliche Expertentipps

für den Medienkonsum mit Kindern.

Für Eltern mit Kindern im Grundoder

Vorschulalter ist Schau hin! eine

Pflicht-App.

Z.App 24

Werbung, Werbung, Werbung.

Wohin man auch zappt,

läuft auf den meisten privaten

Kanälen stets Reklame. Und hat man

seine Lieblingsserie einmal gefunden,

dann dauert es nicht lange, bis wieder

Werbung läuft. Mit Z.App können Sie

sich das Zappen sparen. Die App informiert

Sie zuverlässig darüber, ob bei

den sechs großen privaten Kanälen gerade

Reklame läuft und informiert auf

Wunsch per Push-Nachricht, wann die

Werbung zu Ende ist. So verpassen Sie

keine Minute, und die 1,60 Euro für die

App sind gut investiert.

kostenlos

deutsch|12.07.02|3,6 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1,4|16 MByte

★★★★★

1,59 Euro

deutsch|Version 1.1.3|871 KByte

★★★★★

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 19


FOKUS

DVB-T für Android

cowpland, 123RF

Digitales Fernsehen unter Android

Empfangsbereit

Wer mit seinem Tablet

oder Smartphone via

DVB-T fernsehen

möchte, kommt nicht

darum herum, sich das

passende Empfangsgerät

zu besorgen. Wir

stellen Ihnen fünf

davon vor. Thomas Leichtenstern,

Marcel Hilzinger

Neuere Android-Geräte sind durch

hochauflösende Displays geradezu

prädestiniert, um darauf

fernzusehen. Die unkomplizierteste

Lösung dafür bieten zweifellos Streaming-Dienste

via Internet. Doch praktisch

alle mobilen Internetzugänge sind im Datenverbrauch

gedeckelt und das Transfervolumen

solcher Streamingdienste ist nicht unerheblich.

Zudem braucht man eine schnelle

Internetanbindung. Alternativ gibt es die

Möglichkeit, das Fernsehprogramm via

DVB-T zu empfangen, was aber externe

DVB-T IN DEUTSCHLAND

Auch wenn die Abdeckung kontinuierlich ausgebaut

wird, gibt es nach wie vor noch diverse

Regionen in Deutschland, die nur einen begrenzten

oder gar keinen Empfang digital ausgestrahlter

Sendungen zulassen. Informieren

Sie sich deswegen vor dem Kauf eines DVB-T-

Empfängers, ob ein Empfang an dem Ort, an

dem Sie wohnen, möglich ist. Eine detaillierte

Karte samt Regionsuche bietet die Webseite

http:// www. ueberallfernsehen. de.

Hardware voraussetzt. Wir haben die aktuell

verfügbaren DVB-T-Adapter für Android getestet,

die teilweise grundverschiedene Ansätze

mit dem gleichen Ziel verfolgen. Wie

gut sie sich in der Praxis bewähren, zeigt

unser ausführlicher Testbericht.

EyeTV micro

Der erste Prüfling aus dem Hause

01 Elgato nennt sich EyeTV micro

[LINK 1] und kostet rund 70 Euro.

Der DVB-T-USB-Dongle mit Micro-USB-Anschluss

ist mit 2 x 3 cm nur unwesentlich

größer als ein Daumennagel. Im Lieferumfang

enthalten sind neben dem eigentlichen

Gerät eine kleine Teleskop-Antenne und eine

Stabantenne samt Verbindungskabel (2 m).

Um sie auch auf rutschigem Untergrund sicher

zu positionieren, legt der Hersteller

noch einen magnetischen Saugnapf bei. Ein

Micro-USB-to-USB-Adapter erlaubt den Anschluss

am PC oder Mac. Windows 7 erkennt

den Dongle sofort, eine zusätzliche Treiberinstallation

ist nicht nötig. Zum Fernsehen

am PC nutzen Sie den Dongle beispielsweise

mit dem Windows Media Center.

20

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


Als Systemvoraussetzungen für Android-

Geräte nennt Elgato eine Dual-Core-CPU, die

USB-Host-Funktion sowie Android in Version

4.0.3 oder neuer. Den sicheren Betrieb gewährleistet

der Hersteller auf den moderneren

Samsung-Geräten Galaxy S II/ III/ Nexus

und Note sowie dem Asus Nexus 7. Im Test

funktionierte der Empfang aber auch mit den

Archos-Tablets 80 G9 und 101 G9 problemlos.

Da sich auf der Rückseite der Verpackung

ein QR-Code mit der URL zur benötigten App

befindet, gestaltet sich die Installation denkbar

einfach. Manuell finden Sie diese mit der

Suche nach „EyeTV micro“ im Play-Store

[LINK 2]. Stecken Sie den Dongle nach der Installation

der App in das Gerät ein, erscheint

der Hinweis Micro öffnen, wenn dieses USB-

Gerät verbunden ist?. Setzen Sie hier ein Häkchen

bei Standardmäßig für dieses USB-Gerät

verwenden, öffnet sich die App zukünftig automatisch

mit dem Anschluss des Dongles.

Die Funktionen der Verwaltungseinheit beschränken

sich aufs Nötigste: Sender suchen,

Sender sortieren und Timeshift-Puffer. Letzterer

legt fest, wie lange die App eine laufende

Sendung aufzeichnet, um sie später

zeitversetzt wiederzugeben. Das Aufzeichnen

von Sendungen unterstützt die App jedoch

nicht. Im Test gelang es dem Winzling,

im Raum München 24 Kanäle zu empfangen.

Das entspricht dem maximal erreichbaren

Wert für Zimmerantennen.

In der Wiedergabe-Einheit wechseln Sie

durch Wischen nach links und rechts zu den

davor- oder dahinterliegenden Sendern. Alternativ

nutzen Sie die das Drop-Down-Menü

an der oberen Leiste zur Senderauswahl. Am

unteren Bildrand zeigt die App Informationen

zur laufenden und folgenden Sendung

sowie der DVB-T-Signalstärke. Das Anzeigen

weitergehender EPG-Informationen unterstützt

die App jedoch nicht.

Etwas unorthodox gestaltet sich die Bedienung

des Timeshift. Die App zeichnet die

Sendung bis zur eingestellten Grenze (in der

Grundeinstellung 256 MByte) kontinuierlich

auf. Um verpasste Sequenzen anzuzeigen,

drücken Sie im Overlay entweder auf den

DVB AB ANDROID 3.1

doppelten

nach links

gerichteten

Pfeil oder ziehen

den darüber

angezeigten Schieberegler

an die gewünschte

Stelle zurück.

Sowohl Bild- als

auch Tonqualität waren

ohne Fehl und Tadel.

Auf dem Testgerät

Archos 101 G9 Turbo

konsumierte der Dongle

etwa 30 Prozent Akkuleistung

in der Stunde.

EyeTV Netstream DDT

02

01

65 €

Der nächste Kandidat, EyeTV netstream

DDT [LINK 3], wählt eine

komplett andere Produktstrategie

und speist den DVB-T-Stream ins heimische

Netz ein, worüber bis zu zwei Geräte gleichzeitig

mit dem passenden Empfänger ihn

empfangen. Als unverbindliche Preisempfehlung

nennt der Hersteller Elgato auf seiner

Webseite 199 Euro, bei Amazon ist es aber

bereits für etwa 150 Euro zu haben.

Ganz so trivial wie bei den bisherigen

Prüflingen verläuft das Setup der Streambox

jedoch nicht. Als ersten Schritt verbinden Sie

die Box via Ethernetkabel mit ihrem heimischen

Netzwerk, von dem es im Normalfall

automatisch eine IP-Adresse bezieht. Installieren

Sie danach die auf der DVD enthaltene

Software Terra Tec Home Cinema und starten

sie. Im Normalfall erkennt die Software das

Gerät sofort und öffnet den Abschnitt Suchlauf

der Einstellungen. Hier klicken Sie auf

den Button Suchlauf, um die erreichbaren

Sender zu empfangen. Damit wäre das Gerät

FOKUS

DVB-T für Android

Digitaler Fernsehempfang ist erst seit Android

3.1 möglich. Benutzen Sie ein Gerät mit Version

2.3, funktionieren also die hier getesteten

DVB-T-Adapter nicht. Die Geräte EyeTV micro,

Equinux Tizi und iCube Tivizen pico setzen

sogar Android 4.0 als Version voraus. Lediglich

der Elecom-Adapter arbeitet auch mit Honeycomb-Tablets

ab Android 3.1.

Abb. 1: Viel mehr als die Senderwahl und das Anzeigen des Fernsehbildes leistet die App von

EyeTV nicht. Eine TV-Sendung aufzuzeichnen, ist aktuell noch nicht möglich.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 21


FOKUS

DVB-T für Android

02

149 €

TIPP

Die Tizi-Box gibt es auch als

OEM-Version von Belkin zu

einem etwas günstigeren

Preis. Hard- und Software

sind identisch, lediglich die

Verpackung ist anders.

an sich

schon betriebsbereit

– zumindest

für die Verwendung

mit dieser

Software. Damit aber auch

andere Geräte, etwa Smartphones

mit der passenden App,

den Service nutzen können, gilt es, die derliste auf das Gerät zu exportieren.

Sen-

Wechseln Sie dafür zunächst in die Rubrik

Optionen und klicken darin auf Einstellungen.

Im neuen Fenster starten Sie via Senderliste

auf EyeTV Netstream DDT kopieren die

Übertragung. Theoretisch sollten jetzt alle

Geräte den Stream empfangen können – die

Senderliste auf der App blieb aber hartnäckig

leer. Des Rätsels Lösung war die veraltete

Firmware, die sich weigerte, mit der App vernünftig

zu interagieren.

Das Webfrontend, das Sie über die IP-Adresse

der Box erreichen bietet unter Installieren

die notwendige Uploadfunktion, um die

Firmware 1.1.4 [LINK 4] auf die neueste Version

zu heben. Außer Informatives über die

Sender und Empfangsstärke hat die Seite jedoch

nicht viel zu bieten. Wer hofft, darüber

das Gerät verwalten zu können, irrt.

Lediglich im fehlenden Timeshift unterscheiden

sich die Apps von EyeTV micro und

EyeTV Netstream. Entsprechend beschränkt

sich ihre Funktion auf die Wiedergabe und

den Programmwechsel – zusätzliche Features

bietet sie nicht. Was auffällt, ist die vergleichsweise

bescheidene Empfangsleistung

an der beiliegenden Stabantenne. Des Öfteren

kam es zu Rucklern und Aussetzern, die

die anderen Prüflinge in der Art nicht hatten.

Allerdings fand auch dieses Gerät alle 24 verfügbaren

Sender.

Was das Ganze allerdings relativiert, ist die

Tatsache, dass die Box einen ganz normalen

Antenneneingang besitzt, der es Ihnen erlaubt,

mühelos leistungsstärkere Antennen

anzuschließen.

Equinux Tizi

Der nächste Kandidat [LINK 5]

03 kommt von der Firma Equinux.

Das kleine Böxchen mit den

Maßen von 5 x 9 cm enthält neben dem

DVB-T-Empfänger ein WLAN-Modul. Letzteres

arbeitet als Hotspot, an dem sich die Geräte

anmelden, die darüber das TV-Signal

empfangen möchten. Gegenüber der Dongle-

Lösung hat diese Variante gleich mehrere

Vorteile. Zum einen hängt am Tablet oder

Smartphone kein lästiges Zusatzgerät, zum

anderen erlaubt es die Box, sie problemlos

an der Stelle mit dem besten Empfang zu positionieren.

Der Nachteil ist natürlich, dass es

ein weiteres Gerät zu laden gilt.

Da Tizi die Sendungen per WLAN streamt,

ist der Empfang mit praktisch jedem Androiden

ab Version 2.3.3 über die App Tizi Player

[LINK 6] möglich. Vor dem Empfang gilt es, das

WLAN mit dem Tizi-Hotspot tizi.tv zu verbinden.

Beim ersten Kontakt sucht die App

zunächst alle verfügbaren Sender. Auch dieses

Gerät fand die 24 in dieser Region möglichen.

Danach startet sofort die Wiedergabe.

Abb. 2: Das Webfrontend von Netstream DDT beschränkt sich auf die

Anzeige von Informationen. Eine Konfiguration lässt sie nicht zu.

Abb. 3: Die Netstream-App unterscheidet sich nur in wenigen Details von der

micro-Version. Eine Aufnahmemöglichkeit fehlt wie bei der EyeTV-App.

22

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


FOKUS

DVB-T für Android

Negativ fällt auf, dass die Verwaltungseinheit

nur im Hochformat erscheint, das Fernsehbild

dagegen immer im Querformat. Mehr

bietet die App nicht.

Von den auf der Webseite angepriesenen

Funktionen, etwa der EPG-Verwaltung oder

Aufnahme von Sendungen ist weit und breit

nichts zu sehen, diese stehen wohl exklusiv

in den Apple-Apps zur Verfügung. Die Wiedergabe

an sich gab jedoch keinen Anlass

zur Kritik. Weniger gut gefiel dagegen, dass

sich Tizi jeweils nur von einem Gerät nutzen

lässt. Zwar können sich mehrere Clients am

WLAN anmelden, ohne jedoch das Fernsehbild

zu empfangen. Die Akkulaufzeit des

Receivers beschränkt sich auf etwa 2-3 Stunden,

bevor er an die Ladestation muss.

iCube Tivizen pico Android

Der Tivizen pico Android von

04 iCube ist der ausgefallenste Adapter

im Test. Er setzt anstelle einer

üblichen Antenne auf ein lockeres Gummiband

mit innenliegendem Draht. Von der

Größe her entspricht er sonst dem Elgato

EyeTV micro, aber er kommt in Weiß statt

Schwarz und ist auch etwas günstiger.

Der Adapter war ursprünglich für das

Nexus 7 konzipiert, funktioniert nun

aber auf fast jedem Gerät mit Android

4 oder neuer. Allerdings gibt es

zwei Versionen der Tivizen-Mini-

App bei Google Play [LINK 7],

[LINK 8]. Je nachdem, ob Sie ein

Tablet oder ein Smartphone benutzen,

müssen Sie eine andere

App installieren. Bei uns mussten

wir auf dem Nexus 7 die

Smartphone-App installieren,

damit alles klappte.

Der große Vorteil des Tivizen-

Adapters gegenüber der Konkurrenz

liegt in der Aufnahmefunktion.

Damit können Sie problemlos

einen zweistündigen Film

aufnehmen – sofern der Akku

genügend voll ist und genug

freier Speicher vorhanden ist. In

unseren Tests klappte das mehrfach. Allerdings

ist es nicht möglich, eine Sendung aufzuzeichnen

und dabei einen anderen Film

auf dem gleichen Transponder zu schauen,

wie Sie das vielleicht von entsprechenden

Sticks oder Karten für den PC gewohnt sind.

03

79 €

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie Software-Szene" und schulen seit

Jahren im Linuxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:

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* LDAP * LibreOffice * Linux * LPI * m23 * MacOSX * MapFish * Mapserver * Maven * Mikrocontroller * MVS/380 * MySQL *

Nagios * Node.js * OpenBSD * OpenLayers * OpenOffice * openQRM * OpenVPN * OPSI * OSGi * OTRS * Perl * PHP *

Postfix * PostgreSQL * Puppet * Python * QuantumGIS * R * Rails * RedHat * Routing * Request-Tracker RT * Ruby * Samba

* SAN * Scala * Scribus * Shell * Sicherheit * SNMP * Spacewalk * Spamfilter * SQL * Struts * Subversion * SuSE * TCP/IP *

Tomcat * Treiber * TYPO3 * Ubuntu * UML * Unix * Univention * Virenfilter * Virtualisierung * VoIP * WebGIS * Webservices *

Windows Autoinstall * Windowsintegration * x2go * xen * XML * Xpath * Xquery * z/OS * Zabbix * Zend

Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.linuxhotel.de

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


FOKUS

DVB-T für Android

04

59 €

Elecom DVB-T

Receiver

Als einziger DVB-T-

05 Adapter im Testfeld

unterstützt das Elecom-Gerät

auch Tablets mit Android

3.1 oder neuer. So eignet

er sich zum Beispiel für das

recht weit verbreitete Acer

A500 und andere Android-Tablets,

die kein Update auf Ice

Cream Sandwich oder Jelly

Bean bekommen haben. Im Unterschied

zu den vorgestellten

Adaptern arbeitet der Elecom

DVB-T-Receiver zudem auch mit Tablets, die

einen vollwertigen USB-Port besitzen. Ein

passendes Kabel liegt der Verpackung bei.

Auf den ersten Blick sieht der Elecom-

Adapter recht altmodisch aus. Die Verbindung

via Kabel hat jedoch in der Praxis viele

Vorteile. Zudem bringt das Elecom-Gerät

auch die beste Antenne mit, die sich bei

mangelndem Empfang auch durch eine externe

Antenne ersetzen lässt. Achten Sie darauf,

den richtigen MicroUSB-Anschluss zu

benutzen, sonst erkennt das Android-Gerät

den Adapter nicht. Über zwei Schalter an der

Gehäuse-Oberseite ist der Adapter für Firmware-Updates

und weitere Funktionalitäten

gerüstet, ob der Receiver aber tatsächlich Updates

erhalten wird, ist ungewiss.

In puncto Bildqualität und Benutzerfreundlichkeit

der App [LINK 9] gibt es kaum

Unterschiede zur Tivizen-App. Dank EPG

haben Sie das TV-Programm stets vor Augen,

zudem hat Elecom den Wechsel ins Querformat

von allen Herstellern am besten gelöst.

Auch bei diesem Adapter bekommen Sie

einen Aufnahmemodus, der recht zuverlässig

Abb. 4: Fernsehen auf dem Nexus 7 mit Tivizen pico macht wirklich

Spaß. Das Tablet hat den idealen Formfaktor dazu.

funktioniert. Einzig Aufnahmen zu programmieren,

ist nicht möglich.

Fazit

Einen klaren Gewinner unter den Prüflingen

zu küren, ist schwer, weil ihre Ansätze so

grundverschieden sind. Geht es um Kompatibilität

und Empfangsqualität, hat das Tizi die

Nase vorne. Allerdings eignet sich die Android-App

ausschließlich zum TV-Schauen.

Alle anderen Features bleiben den Apple-

05

55 €

Abb. 5: TV-Programm und den laufenden Film im Überblick bei der App Android DVB-T.

Usern vorenthalten. Wer in seinem Zuhause

auch noch im letzten Winkel das Fernsehprogramm

empfangen möchte, für den ist dank

externer Antenne die EyeTV Netstream-Box

das Richtige. Dafür ist die Installation recht

kompliziert. Für alle, die wirklich mobil fernsehen

möchten, empfehlen wir den DVB-T-

Empfänger iCube Tivizen, oder falls Android

3.2 zum Einsatz kommen soll, den Adapter

von Elecom, da man damit auch Sendungen

aufzeichnen kann. Beim EyeTV micro fehlt

diese Funktion leider, was aber nur an der

App liegt, nicht an der Hardware. Eine gute

Bildqualität lieferten alle Testgeräte. ● ● ●

24

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


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FOKUS

Zu Hause überall fernsehen

Sie benutzen Ihren PC

im Wohnzimmer als TV-

Gerät und möchten

den Film gerne im

Schlafzimmer auf dem

Smartphone oder Tablet

zu Ende schauen?

Kein Problem. Unser

Workshop zeigt Ihnen,

wie das funktioniert,

und eine komplette

Media-Center-Lösung

erhalten Sie nebenbei

noch dazu. Martin Lennertz

Zu Hause überall fernsehen mit MediaPortal

Mein TV

Neben den hier in der Fokus-Strecke

vorgestellten TV-Adaptern

können Sie sich natürlich Ihr TV-

Programm auch selbst auf das

Smartphone oder Tablet streamen. Gerade zu

Hause – wo eventuell über eine Dachantenne

ein besonders guter Empfang besteht – oder

mit einer DVB-S- oder DVB-C-Hardware bietet

sich dieses Szenario geradezu an, um

einen Film über das Smartphone oder Tablet

zu schauen.

MediaPortal

Auf Ihrem Windows-Rechner benötigen Sie

die Software MediaPortal [LINK 1], welche

unter anderem die für unser Vorhaben benötigte

TV-Funktion bereitstellt und obendrein

aus Ihrem PC ein modernes Multimedia-Center

macht. Starten Sie die Installation des

MediaPortals durch Doppelklick auf die heruntergeladene

Setup-Datei (MediaPortal_

Setup_1.2.3_FINAL.exe). Das Installationsprogramm

fragt nur wenige Einstellungen ab,

bei denen Sie die voreingestellten Werte

übernehmen können. Achten Sie darauf, im

zweiten Dialog die Checkbox Ja, ich möchte

mit MediaPortal fernsehen zu markieren. Bei

der Warnmeldung zur Windows-Firewall

müssen Sie der Anwendung SetupTV die

Kommunikation in privaten Netzwerken erlauben.

Klicken Sie hierzu auf Zugriff zulassen,

während bei Private Netzwerke, beispielsweise

Heim- oder Arbeitsplatznetzwerk

das Häkchen gesetzt ist.

Für die Bereitstellung des TV-Streams ist

der sogenannte TV-Server verantwortlich,

der zusammen mit dem MediaPortal installiert

wurde. Für das erste Setup mit Sender-

Suchlauf wählen Sie Alle Programme | Team

MediaPortal | MediaPortal TV Server | TV-Server

Configuration aus dem Windows-Startmenü.

Das Fenster des Konfigurationsprogramms

ist so aufgeteilt, dass Sie auf der linken

Seite eine Baumstruktur mit den einzelnen

Abschnitten finden und jeweils auf der

rechten Seite den passenden Inhalt zum ausgewählten

Abschnitt. Manche Einträge innerhalb

der Baumstruktur lassen sich noch weiter

aufklappen, indem Sie auf das +-Zeichen

klicken.

Sergii Teplov, 123RF

26 JANUAR 2013 ANDROID-USER.DE


FOKUS

Zu Hause überall fernsehen

Abb. 1: Achten Sie beim Setup darauf, die Checkbox für das Fernsehen zu

setzen, sonst arbeitet die Software nur als Media-Center.

Abb. 2: Erlauben Sie der Anwendung SetupTV die Kommunikation in private

Netzwerke bei diesem Warnhinweis.

Für den Sendersuchlauf wählen Sie TV Servers|

Name Ihres PCs|Bezeichnung Ihrer TV-

Karte und markieren dann auf der rechten

Seite auf dem Register Scanning unter Country

das Land, in dem Sie sich befinden (üblicherweise

Germany) und unter Region/ Provider

ein passendes Gebiet bzw. einen Anbieter.

Klicken Sie anschließend auf Scan for

Channels, damit über den ausgewählten TV-

Empfänger nach verfügbaren Fernsehkanälen

gesucht wird. Am Ende des Sendersuchlaufs

erscheint die Meldung Scan done… im Statusbereich.

Die empfangenen Sender finden Sie anschließend

unter TV Channels. Die Android-

App aMPdroid zeigt nur diejenigen Sender

an, die sich auf dem TV-Server in einer

Gruppe befinden. Direkt nach dem Suchlauf

gibt es noch keine Gruppen. Sie können zum

Beispiel alle Sender der Gruppe DVB-T zuordnen.

Markieren Sie hierzu alle Sender und

klicken mit der rechten Maustaste in den

markierten Bereich. Im angezeigten Kontextmenü

wählen Sie Add to group und dann

New…. Anschließend geben Sie der neuen

Gruppe einen aussagekräftigen Namen, und

bestätigen durch Klick auf Save. Die Kanäle

befinden sich nun in der neu angelegten

Gruppe. Per Klick auf den für die neue

VORAUSSETZUNGEN

Gruppe angelegten Reiter können Sie die Reihenfolge

oder Sortierung der Kanäle nach

Ihren Wünschen festlegen.

Programmheft

Das Digitalfernsehen bietet unter anderem

auch den Vorteil, dass zu den Sendungen ein

elektronischer Programmführer

(EPG=Electronic Programme Guide) mit

übertragen wird. Sie erhalten darüber kurze

Informationen zur aktuellen und zu kommenden

Sendungen. Achten Sie darauf, dass

im Abschnitt DVB-EPG im Bereich EPG grabbing

while idle das Häkchen bei Enabled gesetzt

ist. Durch diese Einstellung werden die

EPG-Informationen bei Bedarf aktualisiert,

sofern sich der TV-Empfänger im Leerlauf

befindet. Wählen Sie zudem unter DVB-EPG |

TV Epg grabber per Häkchen in der Liste

Grab EPG for these channels alle Sender aus,

für die Sie den EPG erhalten möchten, und

setzen Sie in der Liste Grab EPG for the following

languages für Deutsch ein Häkchen

beim Eintrag German.

Für das Echtzeit-Streaming in höchster

Qualität müssen Sie unter Streaming Server

eine feste IP-Adresse für den Server festlegen.

Sie finden auf der rechten Seite im Bereich

Settings das Auswahlfeld mit der

TIPP

Kein Empfang mehr? Falls

Sie Ihren TV-Stick einmal an

einen anderen USB-Port anschließen,

müssen Sie die

TV-Server Konfiguration

unbedingt aktualisieren!

Sie benötigen für diesen Workshop einen Windows-PC, der sich als

TV-Empfänger eignet und zum selben Netzwerk gehört wie Ihr

Smartphone oder Tablet. Idealerweise haben Sie bereits eine funktionierende

TV-Karte oder einen Stick, mit dem Sie schon einmal an

Ihrem PC ferngesehen haben. Dieser fernsehtaugliche PC fungiert

als „Server“ und stellt im Netzwerk das TV-Programm als Stream

zur Verfügung, sodass Sie es sich auf Ihrem Android-Gerät, welches

in der Regel keine Hardware zum TV-Empfang hat, anschauen

können. Das Ganze funktioniert also nur, wenn bei Ihnen zu Hause

der Server läuft und die WLAN Verbindung nicht abbricht. Mit

etwas Know-how ist es auch möglich, von extern, also aus dem

Mobilfunknetz, auf den Server zuzugreifen. Dafür muss dieser jedoch

öffentlich erreichbar sein, was spezielle Einstellungen in

Ihrem Router erforderlich macht.

In unserer Anleitung verwenden wir eine DVB-T Box, die Terratec

Cinergy T², zusammen mit einer Stabantenne mit Verstärker, der

One for All SV 9310, einen Desktop-PC mit Windows 7 und ein

Samsung Galaxy S 2 mit CyanogenMod 9 als Android-Gegenstück.

Selbstverständlich sind auch andere TV-Empfänger oder Empfangsarten

möglich, wenn Ihre TV-Karte mit dem MediaPortal zusammenarbeitet.

Eine Liste der von MediaPortal unterstützten

Empfänger finden Sie unter [LINK 8]. Ebenso können Sie natürlich

auch Windows XP verwenden und die Anleitung auf einem Smartphone

oder Tablet Ihrer Wahl umsetzen.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 27


FOKUS

Zu Hause überall fernsehen

Abb. 3: Stellen Sie für das RTSP-Streaming die lokale IP-Adresse Ihres

Rechners ein.

Abb. 4: Beim Setup von MPExtended wählen Sie die Variante Singleseat

für die automatische Einrichtung mit TV.

TV-Bilder: ladyann, 123RF

Überschrift IP address used by the server for

RTSP streaming. Hier wählen Sie bitte die IP-

Adresse Ihres Rechners aus, welche zum selben

Netzwerk gehört wie Ihre Android-Geräte

(in der Regel beginnend mit 192.168.

xxx.xxx). Falls Sie nur eine einzige Netzwerkkarte

haben, steht Ihnen im Auswahlfeld

auch nur die IP-Adresse dieser einen

Netzwerkkarte zur Auswahl. Der voreingestellte

Wert (auto) wird in unserem Fall

durch 192.168.0.2 ersetzt. Diese Aktion erfordert

einen Neustart des TVServices. Klicken

Sie hierfür auf Ja. Hierdurch wird nur

der TVService-Dienst innerhalb von Windows

neu gestartet, nicht Ihr Rechner.

Falls Sie auf Ihrem PC das Windows Media

Center verwenden, kann es zu Konflikten mit

dem MediaPortal kommen. Ist das der Fall,

sehen Sie im Abschnitt Additional 3rd

party checks den rot gefärbten Hinweis

Services running. Hier können Sie dann einstellen,

dass die entsprechenden Media-Center-Dienste

nicht gestartet werden, indem Sie

auf den Button Enable policy to prevent services

startup klicken. Falls Sie die Dienste wieder

benötigen, lassen sie sich ebenfalls

an dieser Stelle wieder

aktivieren.

MPExtended

installieren

Die MediaPortal-Erweiterung

MPExtended sorgt

dafür, dass Sie von überall

auf die Dienste des

MediaPortals zugreifen

können. Die Erweiterung

benötigt das .NET-Framework

in Version 4 [LINK 2].

Starten Sie deshalb zunächst die Installation

von .NET, bei der keinerlei Einstellungen

festgelegt werden können, und lassen Sie die

Windows-Update-Funktion nach Aktualisierungen

zu suchen. Erfahrungsgemäß fallen

für das .NET-Framework jede Menge Updates

und Patches an, deren vollständiges Einspielen

Sie unbedingt abwarten sollten, bevor Sie

mit dem nächsten Schritt weitermachen.

Die eigentliche Setup-Datei für MPExtended

[LINK 3] befindet sich in einem Archiv

(MPExtended Service 0.4.3.zip), welches

Sie zunächst entpacken müssen. Die Installation

starten Sie anschließend durch Doppelklick

auf die entpackte Datei (MPExtended.

Installers.Service.msi). Wählen Sie nach

dem Willkommensdialog im nächsten Fenster

die Einrichtungsart Singleseat, und setzen

Sie ein Häkchen bei Automatically start on

Windows startup.

Während der Installation erscheint nach

kurzer Zeit eine Meldung, dass die Anwendung

TVService-Dateien verwendet, die während

der Installation aktualisiert werden sollen.

Wir haben uns für die Variante entschieden,

dass die Anwendung TVService vom

Installationsprogramm geschlossen und anschließend

wieder neu gestartet werden soll

(Close the applications and attempt to restart

them). Dies ist durch Klick auf OK zu bestätigen.

Nach erfolgreicher Installation klicken

Sie auf Finish, wobei Sie das Häkchen bei

Start tray application aktiviert lassen sollten,

denn so erhalten Sie schnellen Zugriff auf die

Erweiterung über ein Symbol in Ihrem Infobereich

der Windows-Taskleiste. Abschließend

meldet sich noch einmal die Windows

Firewall zu Wort. Lassen Sie auch hier wieder

den Zugriff für Private Netzwerke, bei-

28

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


FOKUS

Zu Hause überall fernsehen

Abb. 5: Wir empfehlen, die Verbindung über einen Nutzernamen mit Passwort

zu sichern.

Abb. 6: Die Einstellungsmöglichkeiten für die Sprache und Untertitel fallen

sehr umfangreich aus.

spielsweise Heim- oder Arbeitsplatznetzwerk

zu. Nach erfolgreicher Installation müssen

Sie MPExtended nun konfigurieren.

MPExtended einrichten

Starten Sie die Konfiguration durch Klick auf

das Symbol im Infobereich der Taskleiste

oder aus dem Programmverzeichnis des

Windows Startmenüs (Alle Programme |

MPExtended Configuration). Sie müssen hier

nur in zwei Abschnitten Einstellungen vornehmen.

Zunächst empfiehlt es sich, unter

Authentication die Authentifizierung für den

externen Zugriff auf das MediaPortal zu aktivieren.

Dafür muss das Häkchen bei Enable

authentication (recommended) gesetzt sein,

sodass Benutzername und Passwort erforderlich

sind. Alle berechtigten Benutzer finden

Sie in der Liste im unteren Teil des Fensters.

Löschen Sie zunächst den vorhandenen User

admin, indem Sie mit der rechten Maustaste

auf seine Zeile klicken und Delete account

wählen. Fügen Sie nun einen neuen Benutzer

hinzu. Tippen Sie dafür den gewünschten

Namen und ein sicheres Password in die

Felder Username und Password, und klicken

Sie anschließend auf Add account. Vergessen

Sie nicht, anschließend noch auf Save (den

Button ganz unten rechts) zu klicken, wenn

Sie mit dem Hinzufügen von Benutzern fertig

sind, damit diese neuen Einstellungen auch

tatsächlich gespeichert werden. Sie erhalten

sodann die Meldung, dass der Dienst neu gestartet

werden muss, damit die Änderungen

wirksam werden. Hierfür können Sie den

Stop-/ Start-Button auf der linken Seite direkt

oberhalb des MediaPortal-Logos verwenden,

indem Sie ihn einmal anklicken, um den

Dienst zu stoppen, und nach einer kurzen

Wartezeit noch ein weiteres Mal, um den

Dienst wieder zu starten. Der aktuelle Status

(Service started oder Service stopped) wird

angezeigt.

In einem zweiten Schritt stellen Sie unter

Streaming die Standardsprache

für Audioausgabe

und Untertitel ein. Wählen

Sie dazu im Auswahlfeld

Default audio language

den Eintrag de (Deutsch)

aus. Für die Untertitel verfahren

Sie entsprechend.

Wenn Sie keine Untertitel

haben möchten, wählen

Sie Disable subtitles aus.

Vergessen Sie auch hier

nicht, die Auswahl über

Save zu sichern.

Abb. 7: Der eingehende Zugriff über TCP-Port 4322 muss von der Firewall

innerhalb privater Netze zugelassen werden.

Windows Firewall

Obwohl Sie während der

Installation der Erweiterung

MPExtended bei der

Meldung der Windows

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 29


FOKUS

Zu Hause überall fernsehen

Abb. 8: In der Aufnahmeliste verwalten Sie Ihre Aufzeichnungen. Die Infos

stammen direkt aus dem Elektronischen Programmführer EPG.

Abb. 9: Verwenden Sie in der normalen Streamingvariante die Pausetaste

für Timeshifting.

Abb. 10: Durch Einscannen des QR-

Codes werden automatisch diese

Informationen eingetragen.

Firewall den Zugriff innerhalb privater Netzwerke

zugelassen haben, ist es zusätzlich

nötig, manuell eine Port-basierte Firewall-Regel

hinzuzufügen. Starten Sie hierzu die erweiterte

Konfigurationsoberfläche der Windows

Firewall, indem Sie ins Suchfeld des

Windows Startmenüs den Begriff firewall

eintippen und anschließend das vorgeschlagene

Programm Windows-Firewall mit erweiterter

Sicherheit auswählen. Klicken Sie im

nun gestarteten Konfigurationsprogramm auf

der linken Seite den Abschnitt Eingehende

Regeln und danach auf der rechten Seite bei

den Aktionen den Eintrag Neue Regel… an.

Der Assistent führt Sie nun Schritt für Schritt

durch die Einrichtung einer Regel für

eingehende Verbindungen.

Wählen Sie

den Regeltyp

Port aus, danach

das Protokoll

TCP und

Bestimmte lokale

Ports mit der

Nummer 4322, anschließend

die Aktion Verbindung

zulassen und im 4. Schritt das Profil Privat.

Zuletzt geben Sie der Regel einen Namen

und fügen optional eine Beschreibung hinzu.

Falls Sie statt der integrierten Windows

Firewall eine andere Software verwenden,

legen Sie dort eine entsprechende Regel an,

die eingehende Verbindungen auf dem TCP-

Port 4322 im privaten Netzwerk zulässt.

Endlich Fernsehen mit

aMPdroid

Ihr TV-Server ist nun einsatzbereit, für ein

perfektes Setup können Sie noch die deutschen

Logos installieren [LINK 4]. Nun fehlt

noch der Android-Teil. Installieren Sie über

Google Play die Apps aMPdroid [LINK 5] sowie

den Barcode Scanner [LINK 6] und BS Player

Free [LINK 7]. Dann starten Sie aMPdroid. Vom

Hauptbildschirm aus drücken Sie die

Menütaste und wählen Einstellungen. Direkt

im obersten Abschnitt Clients tippen Sie den

Eintrag Hinzufügen, Bearbeiten und Löschen

von Clients an. Auf der noch leeren Liste der

MediaPortal-Clients müssen Sie wieder die

Menütaste drücken, um einen Client hinzuzufügen.

Die einfachste Methode ist der mittlere

Eintrag: QR Scan. Dabei wird die Barcode

Scanner App aufgerufen, mit welcher

Sie einen passenden QR-Code aus MPExtended

einscannen müssen. Öffnen Sie also das

MPExtended Konfigurationsprogramm auf

dem PC, und klicken Sie dort den Abschnitt

QR-Code an. Am unteren Rand des Fensters

ist Include authentication

for user: mit

„Das MediaPortal ist die

perfekte Streaming-

Lösung für Android!“

einem Häkchen

zu aktivieren,

falls Sie wie

oben beschrieben

bei der Einrichtung

von MPExtended

die Authentifizierung

aktiviert haben. Wählen Sie

aus dem Auswahlfeld daneben den passenden

Benutzer aus. Nach dem Scannen des erzeugten

QR-Codes, sind alle notwendigen

Einstellungen für diese Client-Verbindung in

aMPdroid korrekt eingetragen, sodass Sie nur

noch mit OK bestätigen müssen. Kehren Sie

anschließend wieder auf den Hauptbildschirm

von aMPdroid zurück. Alternativ

können Sie die Einstellung auch von Hand

vornehmen.

Während die anderen Bedienelemente des

Hauptbildschirms zu den weiteren Funktionen

des MediaPortals gehören, erreichen Sie

den Fernsehbereich über den Button TV.

Hier haben Sie Zugriff auf die TV-Funktionen,

durch welche Sie eine Programmzeitschrift,

einen Videorekorder, einen Fernseher

30

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


FOKUS

Zu Hause überall fernsehen

Abb. 11: Aus dem EPG können Sie eine Aufnahme starten, bzw. planen

oder die aktuelle Sendung per Stream ansehen.

Abb. 12: So sieht der RTSP Stream im BS Player aus. Die Steuerungselemente

erscheinen nur bei Bedarf.

und einen Statusmonitor erhalten. Wenn Sie

sich das aktuelle Programm live ansehen

möchten, rufen Sie hierzu entweder die

Funktion EPG oder Kanäle auf. In beiden Fällen

erhalten Sie eine jeweils unterschiedlich

aufbereitete Übersicht aller verfügbaren Sender

mit Angaben zur aktuellen und den späteren

Sendungen. Sobald Sie sich für ein Programm

entschieden haben, halten Sie Ihren

Finger auf die Zeile mit dem Namen des gewünschten

Senders oder der aktuellen Sendung

gedrückt, bis das Kontextmenü erscheint.

Hier tippen Sie dann auf den Button

Streamen. Im neuen Dialog gibt es ein paar

Einstellungen zum Streaming: Soll es direkt

in bester Qualität losgehen, tippen Sie einfach

den Eintrag RTSP Stream starten an, wodurch

ein echter Livestream (RTSP = Real

Time Streaming Protokoll) startet, der sich

am besten mit dem BS Player Free wiedergeben

lässt. Nach einer kurzen Pufferzeit startet

die Sendung. Möchten Sie die Wiedergabe

beenden, drücken Sie an

Ihrem Gerät die Zurück-

Taste. Dies müssen Sie auch

dann tun, wenn Sie auf einen

anderen Sender wechseln

wollen. Lässiges Zappen

durch die Kanäle ist leider

nicht möglich; Sie müssen

immer wieder vom externen

Player zurück in die EPGoder

Kanalübersicht, um dort

gezielt einen anderen Sender

auszuwählen.

Alternativ wählen Sie Eintrag

Abspielen im Stream-

Voreinstellungsmenü. Ohne

externen Player nutzt aMPdroid

eine interne Abspielfunktion,

bei der über die

Menütaste Steuerbefehle für

das MediaPortal, bzw. für

Abb. 13: In den Einstellungen von

aMPdroid legen Sie unter anderem

die Streaming-Qualität fest.

aMPdroid zur Verfügung stehen. Aber auch

hier dauert es wieder ein paar Sekunden, bis

die Wiedergabe losgeht. Der Vorteil dieser

Variante: Sie können die Timeshifting-Funktion

verwenden, um die aktuelle Wiedergabe

zu pausieren und zu einem späteren Zeitpunkt

nahtlos fortzusetzen. Mit RTSP hat das

in unseren Tests nicht funktioniert.

Die EPG-Funktion bietet Ihnen in abgespeckter

Form die gleichen Informationen,

welche Sie aus Ihrer Programmzeitschrift erhalten.

Der Vorteil hierbei ist jedoch, dass Sie

direkt aus dem EPG heraus Ihre Aufnahmen

planen können, ohne eine manuelle Programmierung

vornehmen zu müssen. Eine

entsprechende Ansicht, aus der Sie eine Aufnahme

starten oder planen können, erhalten

Sie über den Eintrag EPG aus dem TV-Menü.

Fazit

Nach umfangreichen Vorbereitungen auf

Ihrem Windows-PC werden Sie schließlich

mit einer Funktionsvielfalt

belohnt, von der wir

hier nur einen kleinen

Teil beleuchten konnten.

Ist das System einmal eingerichtet,

werden Sie

lange Freude damit

haben. Und mit dem MediaPortal

auf Ihrem PC

gibt es noch viel mehr zu

entdecken! Sollte es trotz

der ausführlichen Anleitung

zu Problemen kommen,

finden Sie unter

[LINK 9] eine detaillierte

Installationsanleitung für

Windows XP in Englisch.

Alternativ greifen Sie zu

einem der in der Fokus-

Strecke vorgestellten TV-

Adapter für Android. ● ● ●

ALLE

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www.android- user.de/qr/26986

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 31


HARDWARE

HTC One X+ im Test

HTC One X+ im Test

Aufgefrischt

HTC

Sie suchen ein neues

Android-Handy? Es soll

das schnellste Handy,

mit dem besten Display

und dem größten Speicher

sein? Stellen Sie

Ihre Suche ein, das HTC

One X+ passt exakt in

Ihr Profil, doch lohnt

sich der hohe Preis?

Christoph Langner

‚„PLUSMINUS

‚ Leistung satt

‚ Helles Display

‚ Lange Akkulaufzeit

‚ Gute Kamera

‚ Viel interner Speicher

„ Sehr hoher Preis

Schon das ursprüngliche HTC One

X hatte uns bei seinem Start in

Deutschland vor nur wenigen Monaten

sehr gut gefallen. Mit einem

hellen und brillanten 4,7-Zoll-Display, einem

schnellen NVidia-Tegra-3-Chipsatz mit

1,5-GHz-Quad-Core-CPU und einem großzügig

dimensionierten internem Speicherplatz

von 32 GByte, sicherte sich das One X eine

Top-Platzierung in unseren Charts.

Leistung satt

Das HTC One X+ ist nun eine Weiterentwicklung

des One X – Autobauer würden das

neue Gerät als Facelift mit neuem Motor bezeichnen.

Unter der Haube hat HTC dem One

X+ ein komplett neues Herz verpasst. Statt

wie bisher einen mit 1,5 GHz getakteten

Tegra 3 zu verbauen, schlägt im Facelift nun

ein Tegra 3+ mit 1,7 GHz.

Und auch der GPU wurden

ein paar MHz mehr spendiert,

sie tickt nun mit 520

anstatt 416 MHz.

Das Ergebnis sind Top-

Platzierungen in allen gängigen

Benchmarks (An-

TuTu: 13312, Vellamo

HTML5: 1824, Vellamo

METAL: 524) und eine

Oberfläche, die wirklich

nirgends auch nur einen

Hauch eines Rucklers zeigen

würde.

Damit der neuen Power

nicht zu schnell der Saft

ausgeht, hat HTC auch am

Akku des Smartphones gearbeitet.

Anstatt 1800 mAh

ist dieser nun ganze 2100

Abb. 1: Das HTC One X+ steckt alle

bisherigen Android-Smartphones

in die Tasche.

mAh stark, was nach Angaben der Herstellers

eine Akkulaufzeit jenseits der zwei Tage

ermöglichen sollte. In unserem Test erwiesen

sich die Behauptungen HTCs als korrekt, im

Alltag musste unser Testgerät erst nach mehr

als 48 Stunden wieder ans Netz, obwohl wir

es nicht gerade geschont haben.

Verkapselt

Wie alle Handys aus der One-Reihe HTCs

steckt auch das One X+ in einem Unibody-

Gehäuse. Der Rahmen des Handys ist aus Polycarbonat

gefertigt, was dem Handy viel

Stabilität aber auch ein leichtes Gewicht beschert.

Trotz seiner sehr großen Abmessungen

von 134,36 x 69,9 x 8,9 mm wiegt das

Smartphone nur 135 Gramm.

Der Nachteil am Unibody-Design des One

X+ ist allerdings, dass HTC gerade einmal

Abb. 2: Auch ohne den Energiesparmodus

übersteht das One X+

zwei Arbeitstage.

32

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


HARDWARE

HTC One X+ im Test

eine kleine Schublade für die

SIM-Karte in das Case

schnitzen wollte. Sie können

daher weder den Akku tauschen,

noch nachträglich

den Speicher mit einer

micro-SD-Karte aufrüsten.

Zumindest der zweite Punkt

lässt sich allerdings in Anbetracht

des mit 64 GByte sehr

großzügig dimensionierten

Speichers verkraften.

Schnelle Kamera

Auf der Rückseite finden Sie

wie bisher die 8-Megapixel-

Kamera mit LED-Blitzlicht

und BSI-Sensor (für bessere

Aufnahmen in schwachem

Licht). Videoaufzeichnungen

der Rückkamera sind von Sense bei.

mit Full-HD bei 1080p möglich.

Neu hingegen sind die verbesserte

Frontkamera mit 1,6 Megapixeln, Weitwinkel-Objektiv

und 720p für Videoaufnahmen.

Der dedizierte HTC ImageChip optimiert

die geschossenen Bilder und verpasst den

Aufnahmen auf Wunsch einen leichten

Weichzeichner, der z.B. Hautunebenheiten

aus dem Bild herausrechnet. Video-Chats,

Selbstporträts oder Gruppenphotos sollen so

in deutlich besserer Qualität möglich sein.

Nicht neu, aber nach wie vor ziemlich einzigartig,

ist die Schnellschussfunktion (Kontinuierliche

Aufnahme) der HTC-Kamera. Sie

schießt so lange Bilder in schneller Abfolge,

wie Sie auf dem Auslöser bleiben. Anschließend

suchen Sie sich das beste Bild aus einer

Galerie heraus und löschen die anderen nicht

so gelungenen Bilder.

Jelly Bean und HTC Sense 4+

Wie es sich für ein Top-Modell gehört,

kommt das HTC One X+ mit der (fast) aktuellen

Android-Version 4.1 zu Ihnen. Android

4.2 wurde zwar schon von Google als Nachfolger

präsentiert, doch bis die ersten Handys

oder Tablets von Drittherstellers mit dem

überarbeiteten Jelly Bean auf den Markt

kommen, dauert es noch ein bisschen.

Auf unserem Testgerät läuft Android 4.1.1

zusammen mit HTCs eigener Oberfläche

Sense 4+. Vom Schick der aktuellen Android-Ausgabe

sehen Sie daher nicht viel,

HTC-Fans werden sich allerdings über die

von HTC gewohnte Umgebung ohne großartige

optische Änderungen freuen.

HTC sagt, dass Sense ordentlich abgespeckt

wurde und weniger auf die Leistung

Abb. 3: HTC behält auch beim HTC

One X+ das gewohnte Look&Feel

drückt, was sich durchaus

objektiv nachvollziehen

lässt. Das Handy läuft

weich wie eine frisch geölte

Nähmaschine. Ob das allerdings

an Sense, an Jelly

Beans „Project Butter“ oder

an der extrem schnellen

CPU liegt, lässt sich schwer

nachvollziehen.

Fazit

Das HTC One X+ ist ohne

Zweifel eines der besten

Android-Smartphones auf

dem Markt. Das Handy ist

extrem schnell, der Speicher

riesig, das 1280x720

Pixel starke 4,7-Zoll-Display

hell und knackscharf, die

Ausstattung (bis auf LTE)

komplett. Bei rund 560 Euro

für das 64-GByte-Modell ist das aber auch

eine Pflicht, da die Konkurrenz Ähnliches zu

einem günstigeren Preis anbietet.

HTCs Top-Modell bekommt reichlich Gegenwind

von Googles Nexus 4. Dort bekommen

Sie ebenfalls ein Handy mit 4,7-Zoll bei

1280x720 Pixeln, einer schnellen Quad-Core-

CPU, einen 2100 mAh Akku, einer Kamera

mit 8 MPixeln und vieles mehr – für gerade

einmal 299 Euro (8 GByte Speicher) bzw. 349

Euro (16 GByte Speicher).

Ob den Käufern eine bessere Kamera und

mehr Speicher den saftigen Aufpreis wert ist,

wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

HTC hatte bei der Planung des HTC One X+

ein so günstiges Nexus-Handy mit Sicherheit

nicht auf dem Radar. Uns erwartet im Rennen

um das erfolgreichste Smartphone ein

interessantes Weihnachtsgeschäft.

● ● ●

HTC ONE X+

Abb. 4: Auf dem One X+ läuft trotz

Android „Jelly Bean“ 4.1 nach wie

vor Adobe Flash.

Kerndaten

Hersteller

HTC

Formfaktor

4,7-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280x720

Prozessor 1,7 GHz , Quad Core , Tegra 3+

Android-Version 4.1.1

Akku

2100 mAh

Gewicht

135 g

Preis (Internet)

569 Euro (64 GByte)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android-user. de/ lp/ 12197/

Performance

AnTuTu-Benchmark

13312 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

1824/ 524 Punkte

Android-User-Bewertung

4,8 Punkte

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 33


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HARDWARE

Optimus L9

Im Test: LG P760 Optimus L9

Volks-

Handy?

LG

Mit dem Nexus 4

bekommen Sie von

Google ein LG-Smartphone

mit 8 GByte Speicher,

2 GByte RAM und

Quad-Core-Prozessor

für 300 Euro. Wer zahlt

da noch 300 Euro für

das L9? Wir haben das

LG-Smartphone von 1&1

zum Test bekommen

und beantworten diese

Frage. Marcel Hilzinger

‚„PLUSMINUS

‚ Preisleistung

‚ Akkulaufzeit

‚ MicroSD-Kartenslot

„ Billige Rückabdeckung

„ qHD-Auflösung

Mit der Ankündigung des Nexus 4

haben viele Android-Fans für das

Optimus L9 von LG nur noch ein

Lächeln übrig. Es verfügt nur

über eine vergleichsweise bescheidene Dual-

Core-CPU mit maximal 1 GHz, nur über 1

GByte RAM und nur über 4 GByte internen

Speicher. Davon belegt das System bereits

knapp 2 GByte, sodass Sie also lediglich 2

GByte für Ihre Daten zur Verfügung haben.

Auch die Kamera zieht mit 5 Megapixel

gegen das Nexus 4 den Kürzeren, und zu

guter Letzt löst auch das 4,7-Zoll-Display nur

mit 540x960 Bildpunkten auf. Wer sollte sich

da noch für das Optimus

L9 entscheiden?

Mainstream-

Smartphone

Legt man die Android-Fanbrille

einmal ab, dann sind

die Unterschiede so groß

gar nicht mehr. Das

4,7-Zoll-Display ist gleich

groß. Dass es weniger

Pixel anzeigt, wird den

meisten Nutzern gar nicht

auffallen. Es ist in jedem

Fall scharf und auch sehr

schön ausgeleuchtet. Auch

mit dem schon etwas betagten

Dual-Core-Prozessor

dürfte Otto Normalnutzer

spielend klarkommen.

Das Smartphone reagiert

auf sämtliche Eingaben

Abb. 1: Quick-Memo ist eine Zeichenfunktion

für Screenshots und

durchaus praktisch.

flüssig und bot in den Tests keinen Grund

zur Kritik. Die Benchmark-Werte liegen mit

knapp 5500 Punkten beim AnTuTu-Test und

rund 1100 Punkten beim HTML5-Test von

Vellamo auf dem Level von Tegra-2-Hardware.

Keine Spitzenresultate also, aber

durchaus solide. Das Gleiche können wir

auch von der Kamera sagen. Sie schießt bei

Tageslicht gute Fotos, bei schlechtem Licht

gibt es recht schnell das übliche Rauschen.

Dafür hat LG der Kamera ein paar Extra-Features

spendiert, wie etwa die sprachgesteuerte

Auslösefunktion über „cheese“ oder die

manuelle ISO-Kalibrierung. Videos nimmt

das Smartphone mit Full-HD-

Auflösung auf.

App-Angebot

Bei der App-Auswahl bietet

das L9 gegenüber dem Nexus

4 mit Android 4.2 ein paar

Vorteile. Der Nutzer bekommt

zwar nur Android 4.0.4, und

vermutlich wird es auch bei

dieser Android-Version bleiben,

dafür findet er auf dem

L9 Apps für das Backup mit

Windows, zwei NFC-Tools

und zahlreiche Sondermöglichkeiten

von LG vor (Quick

Memo, QuickTranslator,

Radio). Auch Polaris Office

und ein paar weitere Apps

sind bereits mit an Bord.

Diese praktischen Funktionen

fehlen beim Nexus 4.

36

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


HARDWARE

Optimus L9

Abb. 2: Der Homescreen des Optimus

L9 mit den von LG benutzten

bunten Symbolen.

Abb. 3: Themes verhelfen dem

Optimus L9 zu mehr Eleganz oder

mehr Verspieltheit.

Abb. 4: Durch die Energieverwaltung

lässt sich die Akkulaufzeit

noch zusätzlich verlängern.

Abb. 5: Der Musik-Player von LG

bietet eine sehr gute Audioqualität

und spielt viele Formate ab.

Zwei gute Gründe

Die zwei Hauptvorteile, die für das Optimus

L9 sprechen, sind jedoch die Akkulaufzeit

und der MicroSD-Kartenslot. So lässt sich der

Speicher des L9 problemlos um weitere 32

GByte erweitern, während Sie beim Nexus 4

auf spärlich 8 bzw. 16 GByte beschränkt bleiben.

Nach den aktuellen Benchmarks ist

auch die Akkulaufzeit um Welten besser, als

beim Nexus 4. Kein Wunder, benötigen doch

die 540x960 Pixel und die Zweikern-CPU

deutlich weniger Strom als die 1280x768

Bildpunkte und die vier Kerne des Nexus 4.

Der Akku ist hingegen bei beiden Geräten

gleich groß. Aus praktischer Sicht ist das L9

deshalb die bessere Wahl.

Einen großen Nachteil möchten wir an dieser

Stelle aber auch erwähnen. Das Optimus

L9 ist unglaublich leicht. Ohne Akku hat

man das Gefühl, es fehlt etwas, und selbst

mit eingelegtem Akku bleibt das 4,7-Zoll-Gerät

ein Fliegengewicht. Die Rückabdeckung

wirkt dabei alles andere als hochwertig, was

dem ganzen Smartphone einen haptischen

Dämpfer verpasst. Die Rückabdeckung lässt

sich auch nicht so einfach austauschen, da

darin die NFC-Antenne verbaut ist. Ein weiteres

Problem stellten wir mit dem Home-

Button fest. Der Hardware-Button ragt leicht

über die Oberfläche hinaus (die Buttons für

Zurück und das Kontextmenü sind via Sensor

realisiert) und macht ebenfalls einen

nicht allzu wertigen Eindruck. Wer schon

einmal ein Nexus 4 oder das Optimus 4X in

der Hand hatte, weiß, dass LG das auch

deutlich besser kann. In der Hand wirkt das

L9 billig, auch wenn es recht gut aussieht.

Fazit

Das L9 von LG kann in puncto Verarbeitung

nicht mit dem gleich teuren Nexus 4 mithalten

und dürfte somit bei eingefleischten Android-Fans

einen schweren Stand haben. Legt

man jedoch die Fan-Brille zur Seite und

schaut nur auf die tatsächlichen Vor- und

Nachteile, dann ist das L9 durchaus ein guter

Kauf. So sorgt der große 2100-mAh-Akku für

sehr gute Laufzeiten, und der MicroSD-Slot

bietet eine gewisse Investitionssicherheit.

Dass das Display nur mit 540x960 Pixeln auflöst

und die verbaute Kombination von CPU

und GPU schon fast antik ist, fällt hingegen

im täglichen Betrieb überhaupt nicht auf.

Einzig die Haptik dürfte etwas besser sein.

Unterm Strich erhalten Sie für 300 Euro ein

praktisches Smartphone.

● ● ●

LG P760 OPTIMUS L9

Kerndaten

Hersteller

LG

Formfaktor

4,7-Zoll-Smartphone

Auflösung

540x960 Pixel

Prozessor

1000 MHz, Dual-Core

Android-Version 4.0.4

Akku

2100 mAh

Laufzeit (Standby/ Gespräch)

628 h/ 11,5 h

Gewicht

125 g

Preis

299 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android-user. de/ lp/ 12183/

Performance

AnTuTu-Benchmark

5475 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

1122/ 355 Punkte

Android-User-Bewertung

4,0 Punkte

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 37


HARDWARE

ZTE KIS Plus

Kurztest: ZTE KIS Plus

Zu Tisch,

ZTE!

ZTE wagt einen weiteren Schritt in den deutschen Mobilfunk-Markt

mit einem Android 2.3.6-Smartphone für Anfänger. Im Kurztest

zeigt das 99-Euro-Gerät, ob es sich gegen ähnliche Handys von

der Konkurrenz durchsetzen kann. Arnold Zimprich

ZTE

‚„PLUSMINUS

‚ Günstiger Preis

‚ Gute Verarbeitung

„ Dunkles Display

„ Veraltete Android-Version

ZTE KIS PLUS

Für ein Mittelklasse-

Smartphone muss man

etwa 150-220 Euro hinlegen

– für Preisbewusste

schlicht zu viel. Einige Hersteller haben

daher bereits preiswertere Modelle auf den

Markt gebracht, ein Beispiel ist das Huawei

Ascend Y200 (Testbericht in Android User

09/ 2012). Doch auch ZTE ist diesem Zug aufgesprungen

und hat mit dem KIS Plus ein

Telefon für nur 99 Euro im Programm, das

zunächst exklusiv beim Provider Congstar

als Prepaid-Version angeboten wird.

Gelungenes Gehäuse

Packt man das KIS Plus aus, fällt sofort die

tolle Gehäuseverarbeitung ins Auge. Das

Kerndaten

Hersteller

ZTE

Formfaktor

3,5-Zoll-Smartphone

Auflösung

320x480

Prozessor

800 MHz, Single-Core

Android-Version 2.3.6

Akku

1400 mAh

Laufzeit (Standby/ Gespräch)

250h/ 4h

Gewicht

130g

Preis (Congstar)

99 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android-user. de/ lp/ 12026/

Performance

AnTuTu-Benchmark

2605 Punkte

Vellamo (HTML5/ Metal)

731/ 242 Punkte

Android-User-Bewertung

2,8 Punkte

99-Euro-Phone fasst sich an wie ein Gerät,

das doppelt so viel kostet. Der grifffeste Akkudeckel

lässt es gut in der Hand liegen, das

Bildschirmglas ist laut Firmenangaben kratzfest.

Auch vom Zubehör her kann ZTE punkten

– der Hersteller legt dem Einsteiger-Telefon

ein besonders flaches Reise-Ladegerät

bei, das auch in kleinen Taschen Platz findet.

Dazu bekommt der Käufer filigrane Ohrhörer

geliefert, die für einen recht ausgewogenen

Klang sorgen und mit einer Freisprechtaste

mit Mikrofon ausgestattet sind.

Um den Preis zu drücken, musste ZTE bei

der technischen Ausstattung natürlich sparen.

Die Chinesen haben das Smartphone mit

der inzwischen etwas altbackenen Android-

Version 2.3.6 Gingerbread ausgestattet, ein

Update auf Ice Cream Sandwich ist laut Firmenangaben

nicht geplant. Zudem fällt das

3,5 Zoll große Display mit seinen 320x480

Pixeln etwas dunkel aus. Für anspruchsvolle

Multimediaanwendungen, wie beispielsweise

Spiele, ist der 800MHz-Prozessor in Kombination

mit nur 512MByte internem Speicher

schnell überfordert, bei Alltags-Apps wie Kalender

oder Mailing und für das gelegentliche

Browsen reicht die Leistung jedoch aus. Wer

mag, kann den internen Speicher via SD-Kartenslot

um bis zu 32 GByte erweitern.

Die App-Ausstattung des ZTE KIS Plus hat

uns gut gefallen. Dank Google-Zertifizierung

befindet sich Google Play bereits an Bord,

auf dem neunfach unterteilten Startbildschirm

findet sich reichlich Platz für die eigene

App-Sammlung. ZTE verpasst dem

Gerät die bewährte Office-Suite Docs To Go,

38

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


HARDWARE

ZTE KIS Plus

dazu gibt es recht simple,

aber funktionale

Radio- und Musik-

Apps. Ein wenig enttäuscht

hat uns auch

die grobkörnige Hauptkamera

mit nur 3,2

Megapixeln Auflösung,

die höchstens für

Schnappschüsse ausreicht.

Vergleicht man

das ZTE allerdings mit

dem Huawei Ascend

Y200, das bei ähnlicher

Ausstattung ungefähr

gleich viel kostet,

so hat das KIS Plus die

Nase vorne. Im Gegensatz

zum billig wirkenden

Gehäuse des Huawei

hat uns die Verarbeitungsqualität des

3,5-Zöllers auf Anhieb überzeugt.

Abb. 1: Nur selten findet sich auf neu

präsentierten Smartphones der Android-Oldtimer

2.3.6 Gingerbread.

Abb. 2: Reichlich Platz: ZTE spendiert

dem KIS Plus einen Launcher mit bis

zu neun Teil-Bildschirmen.

Fazit

Wenn Sie auf der Suche nach einem astreinen

Einsteiger-Smartphone sind, können wir

das ZTE KIS Plus uneingeschränkt empfehlen.

Allen, die im Android-Kosmos auf dem

neuesten Stand sein und bleiben wollen,

macht die vorinstallierte Android-Version

2.3.6 Gingerbread jedoch einen Strich durch

die Rechnung. Für 50 Euro mehr bekommt

man beispielsweise bei HTC oder Sony bereits

ein Android-4.0-Smartphone.

● ● ●

Abb. 3: Die App-Ausstattung des KIS

Plus ist umfassend, auch eine Office-

Suite ist mit an Bord.

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HARDWARE

Geschenkideen

Geschenktipps zu Weihnachten

Last Minute

Weihnachten steht kurz vor der Tür, und es fehlen Ihnen noch ein paar

Geschenke? Auf dieser Doppelseite stellen wir Ihnen sechs Geschenkideen

für Technikbegeisterte vor.

Marcel Hilzinger

dariusl, 123RF

ALLE

LINKS>

müssen.

Die rote LED fängt dann an, schnell zu

blinken. Jetzt öffnen Sie die lungen von Android und klicken nach dem

Systemeinstel-

Einschalten von Bluetooth auf das gefundene

Gerät mit dem Joystick-Symbol. Hat alles geklappt,

dann zeigt Android nun den Namen

Droid für den Controller an, und Sie können

das System via Controller steuern.

In unseren Tests hat es mit den Spielen

Cordy und Shadowgun auch sehr gut geklappt,

wobei einzig Shadowgun sämtliche

Buttons erkennt. Eine Liste der offiziell unterstützten

Spielen finden Sie auf der Homepage

des Herstellers [LINK 2]. Beachten Sie,

dass Android Bluetooth-Controller erst ab

Version 3.2 unterstützt.

www.android- user.de/qr/27851

01

Sennheiser CX 275s

Mit dem CX 275s [LINK 1]bringt

01 Sennheiser ein universelles Smartphone-Headset

mit In-Ear-Kopfhörern,

das im Vergleich zur Konkurrenz nicht

nur recht günstig ist, sondern auch über eine

sehr gute Audioqualität verfügt. Im direkten

Vergleich mit dem deutlich teureren mc2 von

Etymotic fällt das Sennheiser-Headset durch

deutlich ausgeprägtere Bässe und eine höhere

Lautstärke auf. Je nach Nutzung kann

das ein Vor- oder Nachteil sein. Das mc2 bietet

in jedem Fall eine neutralere gabe, das CX 275s als besonders basslastig

zu bezeichnen, wäre aber auch fehlerhaft. In

Klangwieder-

jedem Fall besser gefallen hat uns beim

Sennheiser-Headset der Tragekomfort, der

sich nicht nur durch das deutlich geringere

Gewicht bemerkbar macht, sondern auch

durch die weicheren Aufsätze. Von den

Ohradaptern befinden sich drei im Lieferumfang,

ebenfalls in der Box finden Sie ein

kleines Kunststofftäschchen zur Aufbewahrung

des Headsets sowie einen Adapter, der

bei bestimmten Smartphones zum Einsatz

kommt. Das Sennheiser-Headset kostet aktu-

ell rund 60 Euro (Internetpreis) und dürfte

bestimmt bei so manchem Smartphone-Nutzer

für Freude unter dem

Weihnachtsbaum sorgen.

59 €

Snakebyte

idroid:con

Auch wenn die

02 meisten Android-

Spiele auch auf

dem Smartphone Spaß machen:

So richtig zocken

kann man nur am Tablet bzw. am Flachbildschirm-Fernseher

mit einem externen Controller.

Genau an diesen Kontrollern mangelt

es Android aber noch, denn die entsprechenden

Bluetooth-Geräte der Playstation oder

der X-Box lassen sich zwar auch zur Mitarbeit

überreden, aber das ist etwas für Fortgeschrittene.

In die Kategorie „auspacken und

anschließen“ gehört der idroid:con von

Snake byte. Die Bedienungsanleitung ist leider

etwas knapp ausgefallen, deshalb hier

der Hinweis, dass Sie den Controller für die

Koppelung am Tablet so vorbereiten müssen,

dass Sie beim Einschalten den

Power-Button und die X-Taste

zusammen für mindestens 02

fünf Sekunden gedrückt

halten

29 €

40

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


03

45 €

D-Link

Mobile Companion

03

Der Name ist bei diesem praktischen

Smartphone-Accessoire von

D-Link Programm. Wenn Sie

möchten, arbeitet der mobile Begleiter als

Access Point für bis zu fünf Geräte mit einem

eigenen WiFi-Netz oder als Repeater für ein

bestehendes WLAN. Dank Ethernet-Buchse

lässt er sich aber auch als WLAN-Router einsetzen.

Doch damit noch nicht genug: Über

eine USB-Schnittstelle können Sie den kleinen

Stecker auch mit externen Speichermedien

füttern und mit der kostenlos bei Google

Play verfügbaren App SharePort Mobile Ihre

Multimedia-Dateien direkt auf das Smartphone

oder Tablet streamen.

Vorbildlich hat D-Link bei dem Gerät das

Setup gelöst. Der Adapter startet in der

Grundeinstellung einen WiFi-Hotspot mit

WPA-Verschlüsselung. Das Passwort befindet

sich in der Dokumentation auf einem separaten

Kärtchen und auf dem Adapter selbst. So

viele Funktionen in einem so kleinen Gerät

machen den Mobile Companion DIR-505 tatsächlich

zum idealen Begleiter für unterwegs.

Fest installiert eignet sich der Stecker

als Repeater bei schwachem Empfang, mit

einer USB-Festplatte mutiert er zudem zum

Netzwerk-Speicher. Der Mobile Companion

[LINK 3] kostet rund 45 Euro.

Verbatim Dual Battery Pack

Um den Akku eines Android-Tablets

wieder aufzuladen, sind die

04

meisten Akkupacks zu schwach.

Das gilt leider auch für das Dual USB Power

Pack von Verbatim [LINK 4]. Eigentlich dazu

konzipiert, Tablet und Smartphone gleichzeitig

mit Strom zu versorgen, patzte es bei unseren

Tests beim Transformer TF101 und

auch beim Transformer Prime. Dennoch ist

das 10.000-mAh-Pack ein sehr guter Begleiter,

wenn es darum geht, zwei Android-Handys

gleichzeitig zu laden. Blaue Status-LEDs

an der Oberfläche halten Sie immer auf dem

04

45 €

Laufenden, wie viel Kraft

noch in dem Paket steckt.

Mit einem Gewicht von 225

Gramm und seinen Abmessungen

von rund 17x10,5 cm ist das

Pack allerdings kein Accessoire, das

man einfach so mal mit sich he-

rumträgt. Aber wenn es darauf kommt, mit genügend smartem

an-

Strom zu zweit übers Wochenende

zu kommen, dann packt

man das 45 Euro teure Zubehör

gerne ein.

Auvisio MHL-Adapter

MHL? Richtig, das ist

05 dieser Anschluss,

der auf den ersten

Blick wie Micro-USB aussieht,

aber tatsächlich die Vorteile von

Micro-USB mit den Funktionalitäten

eines HDMI-Anschlusses vereint.

Möchten Sie Ihr Smartphone am

heimischen TV anschließen, dann

benötigen Sie dazu einen MHL-

Adapter, zum Beispiel den Auvisio

Video-MHL-Adapter von Pearl [LINK 5], den

Sie als Android-User-Leser zum Sonderpreis

von 4,90 Euro bestellen können. Bekannte

Smartphones mit MHL-Anschluss sind die

Galaxy-Modelle Nexus, SII und SIII von

Samsung und viele Geräte von HTC. Ob Ihr

Smartphone MHL unterstützt, erfahren Sie

vom Hersteller.

Android-User-

Geschenkabo

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06

empfehlen wir Ihnen, Android

User im Abonnement zu lesen

[LINK 6]. So erhalten Sie jeden Monat 116

spannende Seiten zu diversen Android-

Themen, inklusive ausführlicher App-

Besprechungen, Hardware-Tests und

Workshops für Einsteiger, PowerUser

und Entwickler. Das PDF-Abo von Android

User kostet 39,90 Euro. Möchten Sie

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dann gibt es das Jahresabo für 59,90

Euro (Deutschland). Android User ist

jeden Monat kündbar. Sie gehen also

keine langfristige Verpflichtung ein.

Zudem bieten wir die Abos immer wie-

der mit tollen Prämien an. Schüler und

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Erkundigen Sie sich dazu bei unserer

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HARDWARE

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41


HARDWARE

i’m Watch

Die Bluetooth-Uhr i’m Watch – ein Erfahrungsbericht

Coole

Zeit

Vor Ewigkeiten bestellt, halten wir nun endlich dieses

toll gestaltete und auf Android basierende Uhrwerk in

den Händen. Ist es tatsächlich ein Android-System und

wie wird es sich im Alltag schlagen? Martin Messerschmidt

imwatch.it

Mit einem Preis von 299 Euro ist

die i’m Watch [LINK 1] zwar kein

Schnäppchen, aber immerhin

noch erschwinglich. Technik-

Fans interessiert natürlich das Android-System

auf Basis von Android 1.6, und so fällt

der erste Blick auf den Startbildschirm. Dieser

ist hübsch mit Uhr und Wetter gestaltet.

Da das interne Android-System auf eine Auflösung

von 240x240 Pixeln und auf eine

recht schwache IMX233-CPU zugeschnitten

werden musste, beschränkt sich das Gadget

auf eine kleine, aber nützliche Auswahl an

Apps für E-Mail, Facebook, Twitter und ein

paar weitere Helfer.

Wünschenswert wären eine Sprachsteuerung

und Multitouch für den Touchscreen.

Abgesehen davon bewegt man sich aber wie

von Android gewohnt durch Wischgesten

nach rechts oder links über die Oberfläche.

Apps lassen sich durch Gedrückthalten

wechseln, aber nicht verschieben. Mit sechs

Homescreens zu je vier Apps ist das Repertoire

aber auch schon erschöpft. Alle Bewegungen

finden ohne Verzögerung statt. Die

Apps starten schnell, sind gut zu treffen und

einzustellen.

Funktionen

Dem ersten Spaß steht eine Registrierung auf

http:// www. imwatch. it bevor, um alle Funktionen

des i’m Droid genannten Betriebssystems

nutzen zu können. Zu den Hauptfunktionen

gehört die Freisprecheinrichtung für

das Telefon: Nachdem man die Uhr das erste

Mal am PC in Betrieb genommen, ein Update

auf Softwareversion 0.5.0 getätigt und mit

seinem Smartphone über Bluetooth-Tethering

gepaart hat, kann es losgehen. Der erste

Test offenbart dann aber auch die erste Enttäuschung:

Das Klingeln scheppert leicht und

die Sätze des Gesprächspartners sind nur

imwatch.it

Abb. 1: Die i’m Watch spielt nicht nur

Musik, sie zeigt auch Fotos an.

Abb. 2: Der Startbildschirm der i’m Watch bietet drei

App-Starter und das Wetter-Widget.

Abb. 3: Umfangreiche Funktionen werden in der

Statusleiste angezeigt.

42

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


HARDWARE

i’m Watch

Abb. 4: Bei den E-Mails zeigt die i’m Watch nur den

Absender und den Titel an.

Abb. 5: Die Hauptfunktion der i’m Watch in ihrer

schönsten Form.

verzögert zu hören. Wie sich herausstellt

[LINK 2], handelt es sich um einen Bug bei der

Audioleistung über Bluetooth, der sich über

die App Volume+ [LINK 3] beheben lässt.

Für praktisch sämtliche Apps setzt der

Hersteller auf den eigenen Cloud-Dienst, der

– wie nicht anders zu erwarten – i’m Cloud

heißt. Der E-Mail-Dienst kommt nur mit

IMAP-Postfächern klar, deshalb muss man

auch auf dem Handy einen IMAP-Provider

einstellen. POP3-Konten führten bei unseren

Tests zu keinerlei Erfolg. Als Resultat bekommt

man die Mails in Kurzform mit Sender

und Titel angezeigt, kann diese aber

weder öffnen noch beantworten.

Die praktisch gleichen Einschränkungen

gelten auch für i’m fb (die Facebook-App)

und die Termine: Die Uhr spielt bei einem Ereignis

einen Hinweiston ab und zeigt ein

passendes Symbol in der Statusleiste an. Eine

direkte Interaktion ist aber nicht möglich.

Zudem lassen die Nachrichten manchmal

etwas auf sich warten. Selbst bei der manuellen

Synchronisation blieben Facebook-Nachrichten

mal leer oder die Mails stammten

vom Vortag. Das Adressbuch ist schnell synchronisiert,

enthielt aber teilweise dreifache

Einträge und dem Autor bis dato unbekannte

Kontakte, die man nicht entfernen kann. Immerhin

ist es möglich, eine Favoritenliste zu

erstellen, um die Auswahl nach der Synchronisation

dann wesentlich einzuschränken.

Dennoch hinterlässt die i’m Cloud einen

etwas suspekten Eindruck.

Wer ein Picasa-Webalbum hat, kann die

i’m Watch damit synchronisieren und sich

diese in der App i’mages ansehen. Alternativ

gibt es eine Gallery, die mit Fotos von dem

4 GByte großen internen Flashspeicher gespeist

wird. Soll es lieber Musik sein, so ist

auch dafür natürlich ein kleiner, aber einfacher

Abspieler vorhanden. Datum, Uhrzeit,

Lautstärke und Cloud-Updates lassen sich

über die Einstellungen individuell anpassen,

die Klingeltöne sind aber nicht durch eigene

Musik erweiterbar.

Die Smartwatch als Uhr

Im Unterschied zur ähnlichen, aber deutlich

bescheideneren Life-View-Lösung von Sony

(Ericsson) kann man sich bei der i’m Watch

eine Uhr dauerhaft anzeigen. Dabei sollten

Sie aber nicht vergessen, vorher das Display

zu dimmen, weil der Spaß sonst schnell ein

Ende hat. Die Laufzeit des 450-mAh-Akkus

beträgt bei ausgeschaltetem Bluetooth und

kurzer Beleuchtungszeit des Displays maximal

48 Stunden. Bei intensiver Nutzung

schreit die Uhr nach einem halben Tag nach

dem Ladegerät. Hier offenbart sich ein weiterer

Nachteil: Im Auslieferungszustand lässt

sich die Uhr nur über den USB-Stecker eines

Computers laden, da ein Ladegerät fehlt.

Fazit

Die i’m Watch ist zwar eine super Uhr und

ein tolles Gadget, aber die Mankos bei der

Sprachqualität und der Synchronisation sorgen

nach der ersten Freude bei der täglichen

Nutzung dann doch für Ernüchterung. Immerhin

gibt es oft Updates, sodass in vielen

Bereichen mit Besserung zu rechnen ist. ●●●

ACHTUNG KURZSCHLUSSGEFAHR

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27877

Vorsicht sollten Sie walten lassen, wenn es darum geht, die Uhr aufzuladen. Der Klinkenstecker

der Uhr sollte immer vor dem USB-Stecker des Rechners gesteckt werden.

Bei der Klinke besteht die Gefahr, den Stecker schräg anzusetzen und einen Kurzschluss

zu verursachen, was den Netzteil- oder schlimmstenfalls den Festplattentod

im Rechner zur Folge hätte. Genauso ist beim Entfernen der Uhr erst der USB-Stecker

vom Rechner zu trennen. Hier wäre ein üblicher Mini-USB-Anschluss zum Laden und

zur Datenübertragung die bessere Wahl. Zudem ist die Uhr nicht wasserdicht, was bereits

beim Händewaschen ein echtes Problem darstellt.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 43


APPS

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

NFC Task Launcher

kostenlos

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Near Field Communication (NFC) macht den Weg zu neuen Steuerungsmöglichkeiten

via Smartphone frei – und diese App hilft dabei. Sony hat mit seinen Xperia

SmartTags eindrucksvoll gezeigt, welche Möglichkeiten die Anwendung von NFC

im Smartphone-Alltag eröffnet. Mithilfe des NFC Aufgaben Launchers holen Sie sich die

NFC-Vielfalt nun auch auf Ihr Android-Smartphone, auch wenn es von

einem anderen Hersteller als Sony ist.

Eine Liste der mit der App verbundenen NFC-

Konfigurationsmöglichkeiten würde sehr lang

werden, wir beschränken uns daher auf einige

wenige Beispiele. Mithilfe des NFC Aufgaben

Launchers und einzelner NFC-Tags kann man

unter anderem WiFi an- und ausschalten, Bluetooth

sichtbar machen, den Flugmodus aktivieren,

jede beliebige installierte App starten oder

auch die Auto-Synchronisation ein- und ausschalten.

Die Anwendung unterstützt die Formate

NFC-Forum Typ 1, Typ 2, Typ 3 und Typ 3

sowie NFC-Tags von Drittanbietern wie MIFARE

Classic, DESFire, Ultralight und Ultralight C.

Bewertung: ★★★★★

Fast File

Transfer

kostenlos

Die Datenübertragung via Bluetooth ist nicht gerade für ihre Stabilität

berühmt, das wissen viele Anwender, die gerne mit Dateien jonglieren.

Es gibt jedoch Alternativen: Die App Fast File Transfer verwendet

Wi-Fi-Tethering für die Verbindung zwischen zwei Geräten

und benötigt dabei kein Internet. Das ermöglicht eine bis zu 20-fach

schnellere Datenübertragung als bei Bluetooth, der Empfänger

muss die App nicht zwingend installiert haben. Besonders bei großen

Datenmengen ein heißer Tipp! Bewertung: ★★★★★

Weltraumschrott lite

3,99 Euro Testversion kostenlos

Wenn man genau hinsieht, ist am Nachthimmel weit mehr zu sehen als nur Mond und

Sterne, denn auch zahlreiche Satelliten und die internationale Raumstation ISS fliegen

hin- und wieder vorbei. Für das menschliche Auge sind die blechernen Himmelskörper

jedoch nur sehr schwer zu entdecken. Anders mit dieser App, denn sie ist ein Satelliten-

Tracker, zeigt aber auch Planeten, Sterne und Konstellationen an. Wie sieht es aus?

Haben Sie das Hubble-Weltraumteleskop schon gefunden? Bewertung: ★★★★★

44 ANDROID-USER.DE


APPS

App-Empfehlungen

WakeVoice vocal

alarm clock

0,59 Euro Testversion kostenlos

Wer den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray

gesehen hat, weiß um die Unbill, die ewig gleich klingende

Wecker auslösen können. Mit dem WakeVoice-Wecker wird

das Aufstehen nicht so schnell eintönig. Man kann ihn per

Spracheingabe in den Schlummer-Modus versetzen oder sich

von der schlauen App das Wetter und die tagesaktuellen

Nachrichten vorlesen lassen. Bewertung: ★★★★★

Birthdays

1,79 Euro

Testversion kostenlos

Wer an der Wand hängende Geburtstagskalender altmodisch findet und

stets die Facebook-Erinnerungen verpasst, sollte sich diese App schleunigst herunterladen.

Geburtstage können direkt aus den eigenen Kontaktdaten in die

App eingespeist werden, daneben hält einem ein Widget den nächsten Jahrestag

immer vor Augen, damit man niemanden vergisst. Auch über eine Erinnerungsfunktion

zum Geschenkekauf verfügt die App. Bewertung: ★★★★★

Inrix

kostenlos

Standen Sie einmal wieder im Stau

und ärgerten sich, die Verkehrsmeldungen

im Radio ignoriert zu

haben? Das unfreiwillige Stop-and-

Go hätte mit Inrix vermutlich nicht

stattgefunden. Für alle, die kein Navi

im Auto haben, ermittelt die App die

schnellsten Routen nach Hause und

liefert aktuelle Verkehrsinformationen

auf den Smartphone-Bildschirm.

Bewertung: ★★★★★

Open Signal

Maps

kostenlos

Standen Sie auch schon einmal in

der Mobilfunk-Pampa und wunderten

sich, warum der Empfang so

massiv in den Keller ging? Diese

App zeigt Ihnen, in welcher Richtung

der nächste Mobilfunk-Sendemast

steht, welche Signalstärke dieser hat

und teilt dem Smartphone-Nutzer

Details zum Signalstärkeverlauf mit.

Bewertung: ★★★★★

jameda

Arztsuche

kostenlos

In den Wintermonaten werden sich

wieder gemeine Grippe-Viren in der

Atemluft tummeln, zudem könnten

vereiste Gehwege für den ein- oder

anderen Knochenbruch sorgen.

Wohl dem, der in solchen Fällen

schnell ärztlichen Rat einholen kann.

Diese App, die sogar ein TÜV-Zertifikat

erhalten hat, hilft bei der Arztsuche.

Bewertung: ★★★★★

denkst-du-daran Einkaufsliste kostenlos

Einkaufslisten in Papierform sind ein leidiges Thema: Entweder man vergisst sie daheim, hat nicht

alles aufgeschrieben, oder aber sie stecken in der falschen Jackentasche. Mit dieser App haben Sie

Ihre komplette Haushaltung auch beim Einkaufsbummel auf dem Smartphone mit dabei. Man kann

unter anderem Artikel per Spracheingabe hinzufügen, erledigte Einkäufe durch einfaches Antippen

abhaken oder Einkaufslisten mit anderen teilen.

Bewertung: ★★★★★

Coole Events in deiner Stadt!

kostenlos

Bewohner von Großstädten haben es häufig etwas schwer, der

Event-Flut und dem Clubangebot in der City zu folgen. Es ist

schlicht zu viel los, um ständig auf dem Laufenden zu bleiben.

Diese App stellt im Handumdrehen anhand des eigenen Aufenthaltsortes

fest, welche Events in den kommenden Tagen in der

Nähe stattfinden. Sie wendet sich dabei an Smartphone-Nutzer,

die auf eine einfache Gestaltung Wert legen, und verzichtet auf

allzu viel Schnickschnack. Bewertung: ★★★★★

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27767

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 45


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Arnold Zimprich

Neuheiten

Runtastic

Situps Pro

0,89 Euro

Banking 4A

9,99 Euro

Die österreichischen Entwickler von

Runtastic gelten mit Recht als Profis,

wenn es um Apps für Ausdauersport

und Training geht. Bekannt wurde das

Unternehmen mit seiner Lauf-App, es

gibt jedoch auch andere elektronische

Helfer wie diese praktische Anwendung

für das regelmäßige Situp-Training

in den Wintermonaten.

Bewertung: ★★★★★

Haben Sie sich schon einmal gerärgert, weil das

Online-Banking auf dem Androiden schwerfällt?

Banking 4A führt für Sie eine Empfängerdatenbank,

passt auf offene Rechnungen auf und

verwaltet regelmäßige Zahlungen. Umsatzdaten

werden beliebig lange gespeichert und stehen

offline zur Verfügung. Die App unterstützt

Onlinebanking mit mehr als 3000 Banken.

Bewertung: ★★★★★

Aus Omas

Trickkiste

0,89 Euro

Wer bei Alltagsfragen zu allen möglichen

Haushaltsthemen nicht mehr weiterweiß, der

fragt im Idealfall seine Oma. Ist die Großmutter

gerade unabkömmlich, gibt es auf

Google Play die App "Aus Omas Trickkiste",

die Tipps und Tricks von B wie Babycreme

bis Z wie Zwiebelgeruch bereithält.

Bewertung: ★★★★★

Office 2012

PlanMaker Mobile

7,98 Euro

PlanMaker Mobile ist die

einzige Tabellenkalkulation

für Android, mit der

Sie völlig nahtlos alle

Ihre Excel-Arbeitsblätter

öffnen, bearbeiten und

wieder verlustfrei speichern

können. Ihre Dokumente

sehen auf

Ihrem Android-Gerät

exakt wie unter Windows

aus. Sogar Excel-Diagramme

werden

korrekt angezeigt

und aktuali-

siert! Nachdem die App recht feingliedrig

ausfällt und über eine detaillierte Grafik

verfügt, empfehlen wir sie speziell für den

Einsatz auf großen Bildschirmen über 4 Zoll.

Bewertung: ★★★★★

Ugly Booth

kostenlos

Foto-Verzerr-Apps sind ein alter Hut. Trotzdem

möchten wir Ihnen Ugly Booth ans Herz legen,

denn diese Anwendung

wird

Smartphone-Nutzern an kalten

Wintertagen ein

Schmunzeln ins Gesicht

zaubern. Sie haben ja keine

Ahnung, wie gut eine Knollennase

im Konterfei eines

Freundes aussehen kann!

Vom selben Entwickler

gibt es übrigens noch andere

Apps mit weiteren

Verzerr-Effekten.

Bewertung: ★★★★★★

46

DEZEMBER 2012

ANDROID-USER.DE


APPS

Neuheiten

Hotel Suche

HRS 3.0

kostenlos

Sind Sie viel auf Reisen? Mit

dieser App können Sie in

mehr als 250.000 Hotels welt-

weit Zimmer buchen. Sie

sucht tagesaktuelle Best-

preise heraus und findet mit

der GPS-Umkreissuche alle

Hotels in der Nähe. Mehr als

3 Millionen Gästebewertun-

gen erleichtern die Auswahl.

Die Neuversion der App hat

zudem eine verbesserte

Spracheingabe.

Bewertung: ★★★★★

Smart TV

Remote

kostenlos

Couch-Potatoes und TV-Junkies

kennen das Problem: Gerade hat

man es sich vor dem Fernseher

gemütlich gemacht und viel Zeit

investiert, um die müden Knochen

möglichst weich zu betten,

die Fernbedienung ist jedoch

außer Reichweite. Sehr ärgerlich!

Wohl dem, der einen Androiden

hat – denn mit dieser

App kann man die Flimmerkiste

bequem vom Smartphone aus

steuern. Die App funktioniert

mit Samsung-Fernsehern der

B-, C-, D- und E-Serie.

Bewertung: ★★★★★

Kalorien!

kostenlos

Die Vorweihnachtszeit ist

Schlemmer-Zeit. Leider

hat der allzu intensive

Konsum von Plätzchen,

Glühwein und Christstollen

aber auch etwas unangenehme

Nebeneffekte.

Damit Ihnen der

Kalorien-Überblick während

der Feiertage und

zum Jahreswechsel

nicht verloren geht, gibt

es diese praktische App.

Sie zeigt die täglich erreichte Kalorienzahl und

hilft bei der Einhaltung von Ernährungsplänen.

Bewertung: ★★★★★

PicFX: Effekte

für Instagram

kostenlos

Seitdem Instagram von Facebook gekauft

wurde, erfreut sich die vielseitige

Kamera-App einer wachsenden Beliebtheit.

Wem die Standard-Effekte von

Instagram zu langweilig geworden

sind, der wird auf dieser App mit noch

mehr Foto-Verschönerungsmöglichkeiten

versorgt. Sie stellt eine große

Sammlung von Farb-Fotoeffekten zur

Verfügung, daneben gibt es mehr als

20 verschiedene Textstile und mehr

als 15 verschiedene Bilderrahmen.

Bewertung: ★★★★★

Bataria Pro – Battery

Saver

0,76 Euro

Je nach Verwendung entwickeln sich Androiden zu

hungrigen Stromfressern. Wollen Sie einen umfassenden

Blick auf den Stromverbrauch Ihres Smartphones

werfen und Ihre diesbezüglichen Einflussmöglichkeiten

erweitern, dann ist diese App den

Download wert. Mit ihrer Hilfe lassen sich einzelne

Großverbraucher flugs ermitteln und ausschalten.

Bewertung: ★★★★★

ALLE

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www.android- user.de/qr/27766

ANDROID-USER.DE DEZEMBER 2012 47


APPS

Aqua Mail

Aqua Mail für Handys und Tablets

Post-

Andrei Krauchuk, 123RF

bote

Bei Android ist der hauseigene

Freemailer

Gmail erstklassig in das

System integriert. Nicht

jeder möchte Google

Mail nutzen – Aqua Mail

ist eine Alternative für

Android User mit Mail-

Accounts abseits von

GMail. Christoph Langner

Die Android-Gmail-App wird wohl

von den meisten Android-Usern

für E-Mailing benutzt. Sie integriert

den Mail-Dienst von Google

[LINK 1] nahtlos in das System und nutzt viele

Android-Features wie die zentrale Kontenverwaltung

oder das Android-Adressbuch.

Konzeptbedingt funktioniert die App

jedoch nur mit GMail- oder Google-App-

Accounts. Möchten Sie Mails anderer Anbieter

wie zum Beispiel Web.de, GMX oder 1&1

oder den Mailserver Ihres Arbeitgebers über

POP3 oder IMAP abrufen, dann müssen Sie

diese entweder zu GMail oder auf die universelle

Mail-App von Android weiterleiten oder

aber auf Alternativen wie das populäre K-9

Mail [LINK 2] zurückgreifen.

Aqua Mail

Beide Apps haben aber ihre Grenzen. K-9 ist

sehr leistungsfähig und anpassbar, bietet aktuell

allerdings keine für Tablets optimierte

Oberfläche. Das Mail-Programm von Android

hingegen bietet Viel-Mailern wenig Konfigurationsmöglichkeiten.

Mit Aqua Mail gibt es

jedoch eine weitere Mail-App, die die Leistungsfähigkeit

von K-9 Mail mit einer guten

Tablet-Darstellung vereint.

Aqua Mail bekommen Sie kostenlos bei

Google Play [LINK 3]. Die Gratisversion ist allerdings

im Funktionsumfang eingeschränkt.

Um mehr als zwei E-Mail-Konten einzurichten

oder Mails unter einer anderen Identität

bzw. mit einer eigenen Signatur zu versenden,

müssen Sie den 3,82 Euro teuren

Schlüssel [LINK 4] für die Pro-Version kaufen.

Mail einrichten

Das Einrichten von Mail-Konten geht in Aqua

Mail leicht. Die App kennt die Mail-Server

populärer Mail-Anbieter wie Web.de, GMX

Abb. 1: Aqua Mail blendet auf Android-Tablets eine Seitenleiste mit einer

Kontenübersicht ein.

Abb. 2: In den erweiterten Einstellungen lassen sich die Mail-Server individuell

einrichten.

50

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Aqua Mail

Abb. 3: IMAP Push bewirkt, dass Aqua Mail permanent einen Kanal zum

Mail-Server offen hält.

Abb. 4: In der Iconleiste am unteren Rand finden Sie ein Icon zur Anzeige

der Mail im Vollbild.

oder auch von GMail. Sie müssen nur Ihre E-

Mail-Adresse und das Zugangspasswort angeben,

Aqua Mail richtet dann das Konto automatisch

für Sie ein.

Unbekannte Mail-Hoster fügen Sie über

das manuelle Setup in die App ein, dafür

müssen Sie die angesteuerten Mail-Server

kennen. Aqua Mail unterstützt das Abrufen

von Mails via IMAP und POP3, als Verschlüsselungsstandard

werden SSL und STARTTLS

angeboten.

Bedienung

In der linken Spalte finden Sie nun Ihre Mail-

Konten mit allen von Ihnen angelegten Ordnern,

rechts in der Ansicht die im aktuellen

Ordner enthaltenen Mails. Ein Klick auf eine

der Mails schiebt die linke Seitenleiste mit

einer Animation aus dem Bild, sodass der Inhalt

der Mails nun in der rechten Spalte erscheint.

Im Gegensatz zu GMail beherscht

Aqua Mail das Heranzoomen von Mails. In

der Standardeinstellung wird dazu die Lauter-/

Leiser-Taste Ihres Handys oder Tablets

missbraucht. Optional aktivieren Sie in den

Einstellungen unter Mailanzeige die Option

Zoomen, sodass Sie Pinch&Zoom-Gesten zur

Änderung der Schriftgröße nutzen können.

Wenn Sie in den Einstellungen den Einstellungsmodus

auf Erweitert setzen, stehen

Ihnen unzählige Optionen zur Verfügung,

das Programm an Ihre Wünsche anzupassen.

Daher kommt auch die Funktion Sichern &

Wiederherstellen aus dem Menü sehr gelegen,

wenn Sie das Programm auf mehreren

Androiden einsetzen möchten.

Icons zum Erstellen, Beantworten, Verschieben

und Löschen von Mails finden Sie

am unteren Bildschirmrand der Mail-Ansicht.

In der Mail-Übersicht verschieben Sie Nachrichten

auch via Drag&Drop in Unterordnern

Ihres Mail-Accounts. Einen integrieren Spam-

Filter gibt es nicht, hier müssen Sie auf die

Filter Ihres Anbieters vertrauen.

Abb. 5: Bei Bedarf vergrößern Sie mit Pinch&Zoom-Geste die Darstellung

von Text in Ihren Mails.

Fazit

Android-Tablet-Usern steht

mit Aqua Mail eine leistungsfähige

Alternative

zur Mail-App von Android

und K9-Mail zur Verfügung.

Die App vereint die

gute Tablet-GUI der hauseigenen

Android-Mail-App

mit der Konfigurierbarkeit

von K-9 Mail. Wer GMail

nicht benutzen oder noch

weitere Mail-Konten abseits

von Google Mail abrufen

möchte, der sollte

sich Aqua Mail unbedingt

ansehen.

● ● ●

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27702

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 51


APPS

Videoschnitt

denchik, 123RF

Videos mit dem Smartphone schneiden

Und Action!

Langweilige Reisevideos waren gestern. Der aktuelle Urlaub lässt sich

mit dem Android-Handy nicht nur filmen, sondern auch direkt nachbearbeiten

und über das Netz an Freunde verschicken. Doch welche

Apps eignen sich hierfür am besten? Marko Dragicevic

Abb. 1: Das Google Movie Studio

bietet auch Spezialeffekte an.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27361

Google Movie Studio

Weitverbreitet ist die Anwendung

„Google Movie Studio“, welche in

der deutschen Lokalisierung auch

unter dem Titel „Video Studio“ bekannt ist.

Eine Zeit lang wurde diese auf Geräten mitgeliefert,

welche im Auslieferungszustand

die Android-Version „Ice-Cream-Sandwich“

besaßen. Inzwischen scheint Google andere

Präferenzen zu haben: Das neue „Nexus

7“-Tablet verfügt beispielsweise nicht mehr

über die App. Movie Studio bringt ein paar

nette Funktionen mit, um kleine Videos zu

erstellen: Mehrere Clips lassen sich mit diesem

in einer selbst gewählten Reihenfolge zu

einem größeren zusammensetzen. Außerdem

kann der Benutzer am Anfang seines Werkes

Titel einblenden oder zwischen den Clips anstatt

harter Schnitte mit Blendeffekten arbeiten.

Falls Sie auf Ihrem Gerät also noch die

App vorfinden sollten (über den Play Store

ist sie nicht erhältlich), dann prüfen Sie

auch, ob diese Ihrem Geschmack entspricht,

oder ob eher die Funktionalität eines der folgenden

Programme für Ihre Aufnahmen notwendig

ist. Einen ausführlichen Artikel zum

Movie Studio finden Sie auf der Android-

User-Homepage [LINK 1].

VidTrim

Bei VidTrim [LINK 2] ist der Name

Programm: „Trimmen“ bedeutet im

Videoschnitt-Jargon, vom Anfang

und Ende eines Videoclips Teile wegzuschneiden

– hierdrin besteht auch der Hauptzweck

der Anwendung. Nach dem Start

wählt der Nutzer eine Videodatei aus. Anschließend

werden zu dieser Vorschaubilder

angezeigt. Darunter sind weitere Informationen

wie die Anzahl der Bilder pro Sekunde,

die Gesamtspiellänge des Clips oder der verwendete

Codec einzusehen (Abbildung 2).

Letztere Information gibt Ihnen Auskunft darüber,

in welchem Kompressionsformat die

Daten abgelegt wurden. Dies ist dann interessant,

wenn der Nutzer das Video weitergeben,

aber auch sicherstellen will, dass es

beim Empfänger in einem bestimmten Format

ankommt. Die kostenlose Variante von

VidTrim bietet dem Anwender an dieser

52

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Videoschnitt

Stelle an, das Video zu löschen,

an Freunde weiterzuverteilen

(beispielsweise

über Dropbox, Facebook

oder YouTube) oder vom Anfang

und Ende des Clips Teile

zu entfernen (Abbildung 3).

Den neuen Startzeitpunkt

und das neue Ende wählt der

Benutzer dabei mit seinem

Finger auf einer Zeitleiste.

Die Pro-Version der App

enthält zum Preis von 2,19

Euro zwei Zusatzfunktionen:

Zum einen kann diese das

Video über die „Transcode“-

Funktion in ein anderes Format

umwandeln. Darüber hinaus

exportiert sie auf

Wunsch einzelne Frames als

Bilddateien. Insgesamt erledigt VidTrim die

angebotenen Optionen alle zuverlässig und

lässt sich problemlos bedienen. Trotzdem ist

die App eher funktionsarm. Um von der

schnell eingefangenen Aufnahme vorne und

hinten überflüssige Sekunden zu entfernen

und das Ergebnis an YouTube zu senden, mag

sie genügen. Doch es gibt keinerlei Möglichkeiten,

fortgeschrittene Videoschnitt-Funktionen

anzuwenden: So kann beispielsweise

weder die Mitte des Clips geschnitten werden,

noch ist das Einblenden von Titeln oder

Ähnlichem möglich. Die App beschränkt sich

auf das Trimmen und Sharing von Videos.

Movie Editor

Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt

Movie Editor [LINK 3]. So lassen

sich mit dieser App zwar auf intuitive

Weise mehrere Clips zu einem größeren

Video zusammenfügen und auf Wunsch

das Gesamtergebnis mit einer Musikdatei

unterl egen. Auf der anderen Seite sind damit

auch bereits alle Möglichkeiten der App erschöpft.

Es existiert keine einzige weitere Option.

Noch nicht einmal das Schneiden einzelner

Clips ist möglich. Lediglich eine Exportfunktion

bietet das Programm an; jedoch

auch dies nur maximal mit einer mageren

Auflösung von 640x480 Pixeln. Auch wenn

die App fehlerfrei funktioniert, ist fraglich,

ob sie den Preis von 2,05 Euro wert ist.

Abb. 2: Zunächst präsentiert VidTrim

die Eigenschaften eines Videos.

AndroVid Pro

AndroVidPro [LINK 4] fällt durch ein

durchdachtes Bedienkonzept auf.

Nachdem der zu bearbeitende Videoclip

in einem übersichtlichen Menü ausgewählt

wurde, erscheint er in der Editor-Ansicht

(Abbildung 5). Die

Symbole der möglichen

Aktionen werden dabei

transparent in der Leiste

oberhalb des Videos eingeblendet.

Genauso wie

in allen anderen getesteten

Tools ist es möglich,

Anfang und Ende des Videos

wegzuschneiden

(„Trim“), darüber hinaus

verfügt es zusätzlich über

die folgenden Funktionen:

Aufteilen des Videos

in zwei Hälften, Speichern

einzelner Frames

als Bilddateien, Exportieren

der Tonspur als

Sounddatei, sowie die

Anwendung von vier verschiedenen

Effekten. Bei diesen kann zum

Beispiel das Videobild negiert werden, sodass

es in anderen Farben dargestellt wird;

oder der Bildinhalt kann auf Veranlassung

des App-Benutzers gespiegelt werden.

Die Vollversion bietet zum Preis von 1,87

Euro drei weitere Effekte an: Der Videclip

lässt sich in einen Schwarz- Weiß-Film umwandeln,

in Slow- oder Fastmotion abgespielen

(also in Zeitlupe oder Zeitraffer), und es

ist möglich, das Video zu „faden“: Am Anfang

wird in einem durch und durch schwarzen

Bildschirm langsam das Videobild eingeblendet,

während es am Schluss nach einer

Verdunklung wieder schwarz wird. Darüber

hinaus kann der Nutzer der Pro-Version sein

Ergebnis in andere Videoformate konvertieren

oder das Videobild in eine bestimmte

Richtung drehen. Ihre Aufgaben verrichtet

die App zuverlässig. Wer einen der beschrie-

Abb. 4: Übersichtlich, aber leider

auch funktionsarm präsentiert sich

Movie Editor.

Abb. 3: Der gewünschte Videoausschnitt wird bei VidTrim mit zwei Schiebereglern markiert.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 53


APPS

Videoschnitt

Abb. 5: Die wichtigsten Funktionen von AndroVid auf einen Blick.

Abb. 6: Zumindest über die optische Gestaltung von V-Cut Express lässt sich nicht meckern.

Über den Rest leider schon.

benen Effekte beziehungsweise eine der genannten

Funktionen benötigt, ist hier sicherlich

gut beraten. Jedoch ist auch diese App

nicht perfekt: Weder können mehrere Videoclips

zusammengeschnitten werden, noch ist

es beispielsweise möglich, Überblendungen

oder Manipulationen der Tonspur vorzunehmen.

Aber genau diese Funktionen machen

einen guten Editor eigentlich aus.

WARNUNG: AndroMedia Video Editor

An manchen Stellen im Netz finden sich Empfehlungen für die App „AndroMedia

Video Editor“. Diese wirkt auf den ersten Blick auch sehr verlockend: Ohne auch nur

einen Cent zu kosten, kann der Nutzer Clips zusammenfügen oder kürzen. Effekte und

Blenden sollen genauso möglich sein wie Titeleinblendungen… Doch Vorsicht! Diese

Anwendung setzt nicht nur sehr aufdringliche Werbeanzeigen in die Statusleiste des

Smartphones, sondern ändert auch die Startseite und legt ungefragt Werbe-Lesezeichen

an. Darüber hinaus bleibt unklar, warum dieses Videoschnitt-Programm laut Berechtigungsübersicht

die Telefon- und Seriennummer des Telefons auslesen muss.

Wir raten deshalb von einer Installation ab.

V-Cut Express

Die kostenlose Trial-Version von „V-

Cut Express“ [LINK 5] erschreckt zunächst

mit einer gewichtigen Einschränkung:

Es können nur Videos mit einer

Maximallänge von 5 Sekunden als Quellmaterial

genutzt werden. Eine Vollversion ist für

0,72 Euro erhältlich. Die Programmierer bieten

jedoch an, die Beschränkung der kostenlosen

App-Variante für den Ablauf einer Sitzung

aufzuheben, wenn der Nutzer auf eine

Werbefläche klickt — für einen sinnvollen

Test der App durchaus zu verkraften. Anschließend

wird das Quellvideo über einen

externen Dateimanager ausgewählt – auf

diese Weise sind weder Vorschaubilder sichtbar

noch werden Dateien anderen Typs (wie

zum Beispiel Dokumente) ausgeblendet. Sobald

der Nutzer ein Video ausgewählt hat,

zeigt sich die App von ihrer (leider einzigen)

positiven Seite: Die optische Gestaltung weiß

durchaus zu gefallen (Abbildung 6).

Die Zeitleiste wird als Filmstreifen dargestellt,

Start- und Endpunkt des Videos wählen

Sie über verschiebbare Scherensymbole

aus. Danach trimmen Sie den Film per Button-Klick

(also der Anfang und das Ende

weggeschnitten). Der Export des Videos erfolgt

im selben Format wie das Quellmaterial.

Insgesamt gesehen muss man von der

App dennoch abraten. Sie beherrscht einzig

und allein das simple „Trimmen“ von Videos

und dies ohne jede noch so kleine Zusatzfunktion.

Erschwerend kommt hinzu, dass

dieser einzig mögliche Anwendungszweck

selbst in der Vollversion weniger intuitiv

vonstatten geht als etwa bei der kostenlosen

Variante von Vidtrim. Außerdem sollte ein

äußerst lästiger Programmierfehler nicht unerwähnt

bleiben: Wenn die App während der

Bearbeitung vom Nutzer in den Hintergrund

geschickt wird, um ein anderes Programm

aufzurufen, dann erlebt der Nutzer nach seiner

Rückkehr zu V-Cut Express eine Überraschung:

Er findet sich nicht mehr auf dem

Bearbeitungsscreen wieder, sondern im

Hauptmenü – ohne dass irgendein Zwischenstand

gesichert wurde.

Fazit

Keine der vorgestellten Apps bietet auch nur

annähernd dieselbe Funktionsvielfalt wie

professionelle Schnittprogramme auf einem

Desktop-Rechner. Doch dazu eignet sich ein

Smartphone-Bildschirm auch nicht wirklich.

Bei den meisten Apps stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis

nicht wirklich. Gut, dass es

noch das Google Movie Studio gibt, es ist die

einzige All-in-One-Lösung.

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JANUAR 2013

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Event-Apps

Sie haben am Wochenende

einen großen, weißen Fleck

in Ihrem Kalender und fragen

sich, wie Sie das ändern

können? Mit diesen sieben

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Meine Stadt

Mit mehr als 500.000 Downloads

im Play Store kann meinestadt.de

bedenkenlos als

Platzhirsch unter den Event-Apps bezeichnet

werden. Mit Branchenbuch,

News, Kleinanzeigen und dergleichen

kommt sie einer handlichen Lokalzeitung

nahe.

Im Banner-Icon auf der Startseite, das

einem Ortsschild nachempfunden ist,

erscheint bereits der Name Ihrer aktuellen

Stadt. Mit einem Klick darauf können

Sie in der Google-Maps-Ansicht

auch andere Städte virtuell besuchen,

wenn Sie das Saturday-Night-Fever in

die Ferne zieht. 33 Icons auf der Startseite

führen in die vielfältigen Rubriken.

In der Kategorie Veranstaltungen

zum Beispiel finden Sie gleich eine

Liste mit mehr als hundert Vorschlägen

für Ihren Kalender, vorausgesetzt Ihr

Standort oder Ziel liegt in einer Metropole.

Wir haben für den Test Bochum

im Ruhrgebiet gewählt. In der Provinz

sind es natürlich ein paar weniger. Das

Kalender-Symbol in der Titelzeile hilft

bei der Datumswahl, wenn Sie etwas

in die Zukunft planen wollen.

Die Veranstaltungsseite wird nochmals

unterteilt in 16 Unterkategorien. Nach

einer weiteren Selektion erfahren Sie

mehr über Titel, Adresse und die Entfernung

zum gesuchten Highlight.

Auf der letzten Seite Details sind Sie

Ihrem Ziel nahe: Sie macht Lust auf

mehr! Nach einer inhaltlichen Kurzbeschreibung

– gelegentlich mit einem

Foto garniert – können Sie beim Veran-

Eventbrite

Die App startet schon und begnügt

sich mit zwei Eingabemasken.

Unter Heute werden

Wir liefern Ihnen großartige Events…

angekündigt, die dann aber doch spärlich

ausfallen. Die zweite Option in der

Nähe führt zu mehr Treffern. Erst im

zweiten Schritt können Sie zwischen

Heute, Morgen, Wochenende wählen

und einen Filter aktivieren. Ihr Vorhaben

endet aber mit dem coolen Hinweis

Oje! Wir konnten keine Events für

Sie finden. Neben dem Register Events

finden wurde der Focus schwerpunktmäßig

auf das zweite Register Ticketbestellung

gerichtet.

eventseekr

Eventseekr liefert Ganz Großes

Kino! Auf Wunsch scannt

die App Ihre Musikdateien

und liefert nicht nur Tausende von

Infos, News und Fotos Ihrer MP3-Idole,

sondern auch Tourdaten, Festivals und

vieles mehr. Wir konnten uns aus Zeitgründen

nicht zwischen 2000 Konzerterminen

und 3700 Theater-, Cabaret-,

Comedy- und Revueangeboten entscheiden.

Die App ist zwar musiklastig

ausgelegt, bietet aber auch Hunderte

Sportevents, Theater, Circus, Tanz und

Museen an. Leider gibt es die App nur

in Englisch, dafür glänzt sie mit einem

coolen Widget.

JoinJack

Jack bietet eine Registrierung

oder eine Kopplung an Facebook

an. Gestartet wird mit

einer sehr hochauflösenden Kartenansicht.

Wir sind natürlich immer noch

im berüchtigten Bochumer Bermudadreieck

und haben viele der 80 (sic!)

Pubs als Icons schon vor uns. In der

Titelleiste können wir den Standort ändern.

Falls der Account genutzt wird,

können ein Profil eingerichtet, mit Klick

in die Karte ein eigenes Event eingetragen

und persönliche Events eingeblendet

werden. Nach Parties, Gastronomie

und Kultur kann man filtern und in eine

Location hineinzoomen.

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deutsch|Version 2.2.2|2,0 MB

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kostenlos

englisch|Version 3.5.0|3,0 MB

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deutsch|Version 1.3.1|1,3 MB

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56

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Event-Apps

stalter telefonisch reservieren, den Event in

den noch leeren Kalender übertragen, jemandem

per Mail empfehlen, die Location

als Kontakt hinzufügen oder die Webseite

im Browser aufrufen. Ein Klick auf die

Start-Rubrik Sehenswert, offenbart in unserem

Bochumer Beispiel immerhin zehn

Wikipedia-Einträge im Umkreis von knapp

400 Metern und kann damit einen Stadtführer

durchaus ersetzen. Soll das Wochenende

ruhiger verlaufen, führt das

Kino-Icon direkt in die Programm-Vorschau.

Die App ist intuitiv zu bedienen, liefert

ein umfangreiches, ausgewogenes

Angebot und ist zudem auch noch hübsch

gemacht. Eine übersichtliche, logisch aufgebaute

Hierarchie verlockt schon auf dem

Sofa zum Bummeln. Die Kartendarstellung

ist aber ausbaufähig.

kostenlos

deutsch|Version 3.2.4|2,2 MB

★★★★★

Smobber

Smobber zwingt uns nach

einer freiwilligen Registrierung,

mit dem Finger nach

Bochum zu scrollen, da zu Hause

nichts angesagt ist, und ein auswärtiger

Standort nicht eingetippt werden

kann. Im Ruhrpott wächst die Zahl der

Event-Icons langsam, wird aber auch

nach einem Zoom in die City nicht viel

größer. Unterhalb der Karte führt ein

Klick auf die Leiste 91 Events gefunden

dann doch zu einer längeren, überwiegend

kulturellen Liste. Mit Titel, Datum

und Uhrzeit der Events müssen wir uns

begnügen; ein paar davon sind auch

mit einem Foto versehen.

nachz.at

Die österreichische App lockt

mit Konzerten, Bars, Partys,

Clubs und Diskos. In Wien

wartet tatsächlich schon ein Dutzend

Adressen auf uns und zwar im 1-km-

Radius. (Nacht-)Clubs, Theaterbühnen,

Bars und auch mal ein Café oder Museum

bieten Abwechslung. Der Radius

lässt sich per Scrollschieber schrittweise

vergößern. Auch bei nachz.at

können wir Mitglied werden, dann Favoriten

markieren und Events in der

Szene kommentieren. Ein Live-Stream

soll dafür sorgen, dass wir nichts verpassen.

Jeder Eintrag ist mit einem

Foto im Banner versehen.

Eventphant

Mit dieser App tauchen wir in

das Nachtleben von Zürich

ein. Über freiwillige Social Logins

bei Facebook, Twitter & Google+

wird die App (weltweit) mit Events gefüttert

und nicht zuletzt auch durch

viele iOS-Nutzer. Nach direkter Ortseingabe

oder durch Scrollen in der detaillierten

Karte kann zwischen Listenoder

Kartenansicht gewählt werden.

Das Ergebnis deutet nicht darauf hin,

dass es sich noch um eine Beta-Version

handelt. Die Liste ist mega lang,

sodass im Umkreis von 30 km über 170

eventphantastische Möglichkeiten zur

Auswahl stehen.

kostenlos

deutsch|Version 2.0.1|1,2 MB

★★★★★

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österreichisch|Version 2.0.1|1,0 MB

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deutsch|Version Beta|1,2 MB

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ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 57


APPS

Appseits des Mainstreams

Apps für Geeks und Freaks

Gewusst

wie…

Der Löwenanteil an Downloads bei Google Play entfällt

auf relativ wenige, extrem populäre Apps wie

Spiele-Blockbuster, YouTube oder Facebook. Doch

auch Apps, die nicht so im Rampenlicht stehen, entpuppen

sich bisweilen als kleine Highlights. Wir stellen

einige davon vor. Carsten Müller

Iulia Brovchenko, 123RF

Abb. 1: Wenn Apps keine

Speichern-Funktion kennen, hilft

Send to 2D Card.

Zahlreiche Apps fristen in den Untiefen

des Play Stores ein Schattendasein.

Android User ist auf Tauchstation

gegangen und hat ein paar dieser

nützlichen Helferlein an die Oberfläche

gezogen. Die folgenden sechs Apps werden

Ihr Smartphone-Leben verändern!

Copy to Clipboard

Das Teilen von Inhalten gehört zu

den zentralen Funktionen von Android:

Fotos rasch mit den Facebook-

Freunden teilen, ein PDF Dokument per E-

Mail senden, einen Song per Bluetooth verschicken

– sogar das von Android gar nicht

vorgesehene Drucken von Dokumenten wird

bequem mit einer entsprechenden Print-App

über die Teilen-Funktion ermöglicht. Doch es

geht noch genialer.

Die Mini-App Copy to Clipboard [LINK 1] ermöglicht

das Teilen von Text direkt in die

Zwischenablage. Ein Beispiel: Der Google

Play Store bietet in seinem Teilen-Menü das

Weiterleiten der Play-Store-Webadresse einer

App an – etwa zur Weitergabe an Facebook

oder Google+. Wählen Sie hier nun den Eintrag

Clipboard aus, dann wird die URL der

App in die Zwischenablage des Smartphones

gelegt. Dieser Text kann anschließend in

jeder App durch langes Drücken und Auswahl

von Einfügen benutzt werden. Äußerst

praktisch, wenn der Text in einer App benötigt

wird, die für das Teilen solcher Inhalte eigentlich

gar nicht vorbereitet ist.

Send to SD Card

Viele Apps bieten zwar die Möglichkeit,

Dateien mit anderen Apps

zu teilen. Das Speichern der Dateien

auf die SD-Karte indes ist häufig nicht

vorgesehen. Wer zum Beispiel Skitch nutzt,

um Fotos mit witzigen Texten und Grafiken

aufzupeppen, wird sich nicht selten ärgern,

dass das Gesamtkunstwerk nicht lokal gespeichert

werden kann. Ein Fall für die kleine

App Send to SD Card [LINK 2]. Einfach im Teilen-Menü

SD Card auswählen, den Speicherort

bestimmen, und schon liegt das Kunstwerk

sicher verwahrt auf der Speicherkarte!

Directupload Image Sharer

Um Fotos geht es auch bei dieser

kleinen, aber feinen App [LINK 3]. Sie

ermöglicht das kinderleichte Hochladen

von Bildern auf den Server des kostenfreien

Hosting-Dienstes „Directupload“ und

stellt sofort im Anschluss daran Links zum

Online-Foto für die Zwischenablage bereit.

Besonders nützlich sind HTML-formatierte

Links, die sich etwa zum Einfügen des Fotos

bei eBay eignen, sowie BBCode-formatierte

Links, die für Online-Foren nutzbar sind,

zum Beispiel in Tapatalk. Auf Wunsch skaliert

die App das Foto vor dem Upload automatisch

auf ein schlankes Format herunter,

damit sich der Datenverkehr in Grenzen hält

und bei der Ansicht in Foren oder auf eBay

das Bild den Betrachter nicht durch seine

Größe erschlägt. Toll ist, dass für die Nut-

60

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Appseits des Mainstreams

Abb. 2: Send to SD Card klinkt sich

in das Teilen-Menü ein und ermöglicht

so das Speichern einer Datei.

Abb. 3: Directupload Image Sharer

macht das Hochladen von Bildern

extrem leicht.

Abb. 4: Gleich nach dem Upload

stellt die App alle wichtigen Links

zur Verfügung.

Abb. 5: Reduce Photo Size liefert

die drei wichtigsten Funktionen zur

Bildbearbeitung.

zung des „Directupload“-Services kein Benutzerkonto

notwendig ist. Eine unverzichtbare

App für Foren und eBay-Junkies.

Reduce Photo Size

Die App Reduce Photo Size [LINK 4]

beschränkt sich auf drei der häufigsten

Funktionen bei der Bildbearbeitung:

Größe reduzieren, zuschneiden und

drehen. Wahlweise rufen Sie dazu die App

direkt auf oder wählen „Bildgröße reduzieren“

im Teilen-Menü eines Fotos. Die drei

Funktionen stehen dann sofort zur Verfügung,

die Bedienung der App ist selbsterklärend.

Die veränderten Bilder speichert die

App stets als neues Bild ab, das Original

bleibt unverändert erhalten!

AutoTeeth

Die oben vorgestellten Apps drängen

sich nicht in den Vordergrund,

sondern bieten ihre Dienste nur an,

wenn sie gebraucht werden. Es geht jedoch

noch dezenter: Manche Apps bekommt man

fast gar nicht zu Gesicht – sie erledigen ihren

Job still und leise im Hintergrund.

AutoTeeth [LINK 5] ist eine kleine, aber feine

Service-App für Nutzer, die im Büro und zu

Hause das WLAN Netzwerk und unterwegs

eine Freisprecheinrichtung nutzen. Einmal

installiert und aktiviert schaltet AutoTeeth

beim Verlassen eines WLAN die Bluetooth-

Funktion ein. Bucht sich das Gerät wieder in

ein WLAN ein, wird Bluetooth automatisch

wieder abgeschaltet. Ideal für Menschen, die

zu Hause und im Büro über WLAN verfügen

und dort kein Bluetooth benötigen. Beim Verlassen

des WLAN wird Blue tooth eingeschaltet.

Denn dort ist die Wahrscheinlichkeit

groß, dass sich das Gerät im Auto mit der

Freisprecheinrichtung verbinden soll oder

dass ein Headset zum Einsatz kommt. Auto-

Teeth regelt das vollautomatisch und absolut

zuverlässig.

Automatic File Mover

Ordnung ist ja bekanntlich das

halbe Leben. Beim Stöbern im Internet

und beim Herunterladen von

Bildern, Musik, Videos und vielem mehr

kümmert sich der Web Browser oder die App

jedoch meist nicht um die Ordnung auf dem

Telefonspeicher, sondern knallt alles stumpf

in einen /download-Ordner. Oder in einen

sonstigen Ordner, der aber dummerweise

überhaupt nicht der persönlichen Vorstellung

von Verzeichnisordnung entspricht. Hier hilft

die App Automatic File Mover [LINK 6]. Ihr

weisen Sie Aufträge zum Verschieben oder

Kopieren von Dateien zu. Beispiele: Dateien,

die .mp3 enthalten, mögen bitte von /download

nach /Musik verschoben werden. Dateien,

die in ihrem Namen .pdf enthalten,

sollen von /download nach /Dokumente verschoben

werden und so weiter.

Nachdem Sie solche Aufgaben definiert

haben, starten Sie über das Menü der App

den Service. Fortan kümmert sich der Dienst

um die wunschgemäße Verteilung der Dateien.

Sobald in den eingetragenen Verzeichnissen

Dateien auftauchen, die dem Suchkriterium

entsprechen, schnappt sich die App

die Datei und verschiebt oder kopiert sie an

den richtigen Zielort. Wenn Sie viel mit Dateien

jonglieren, dann erspart Ihnen diese

App eine Menge Zeit und Nerven.

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Abb. 6: Automatic File Mover kümmert

sich um die Verteilung von

Dateien in Verzeichnisse.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 61


APPS

Apps für den S-Pen

Die Geräte der Galaxy-Note-

Reihe kommen mit einem

Spezialstift daher, der pixelgenaues

Schreiben und

Zeichnen ermöglicht. Wir

stellen Ihnen sieben optimierte

Apps für den nützlichen

Stylus vor. Jasmin Bauer

ALLE

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www.android- user.de/qr/27098

SketchBook

Unterwegs schnell ein paar

Skizzen oder sogar ein komplettes

Bild zeichnen? Bisher

war dies mit dem Finger oder den herkömmlichen

Gummistiften auf dem

Smartphone und Tablet eher ein frustrierendes

Vorhaben. Mit dem Stylus

hingegen malen und zeichnen Sie so

einfach wie auf Papier. In Kombination

mit dem Zeichenprogramm Sketch-

Book steht Ihrer kreativen Arbeit unterwegs

nun nichts mehr im Weg. Die

App beinhaltet eine große Auswahl an

Werkzeugen und liefert alles, was man

für schnelle Entwürfe oder detailreiche

Bilder benötigt. SketchBook gibt es

kostenlos zum Testen. Die Vollversion

schlägt für das Handy mit 1,54 Euro zu

Buche und für das Tablet mit 3,85 Euro.

Nach dem Öffnen der Anwendung gelangen

Sie direkt in den Arbeitsbereich.

Hier stehen Ihnen unterschiedliche

Werkzeuge zur Verfügung, wie Bleistifte

verschiedener Stärke, Pinsel,

Spraydose und Radierer. Im oberen

Menü legen Sie beim Pinsel-Icon Linienstärke

und Deckkraft für Stifte und

Pinsel fest. Haben Sie sich vertan, machen

Sie den letzten Schritt einfach

wieder rückgängig. Bei missglückten

Bleistiftstrichen hilft der gute alte Radiergummi.

Ein Pinselmalheur hingegen

können Sie mit der Farbe Weiß

wieder übermalen. Die Farbauswahl

dafür finden Sie ebenfalls bei den

Werkzeugeinstellungen. Benötigen Sie

gerade Linien oder Formen, können

Sie dies im oberen Menü auswählen.

My Story

Trauern Sie der Zeit nach, in

der es statt der schnellen Mail

noch handgeschriebene

Briefe gab? Die Anwendung My Story

beinhaltet unterschiedliche Briefvorlagen,

die Sie mit Ihrem S-Pen beschriften,

auf Wunsch mit Bild, Melodie oder

Sprachbotschaft versehen und an Ihre

Kontakte bei My Story senden können.

Zur Registrierung benötigen Sie einen

Code, den Sie per SMS erhalten. Kleiner

Wermutstropfen: Obwohl sich die

App auch via Tastatur nutzen lässt, gibt

es sie nur für das Galaxy Note (II) und

das Galaxy S III.

Magic Pen II

Magic Pen II ist ein teilweise

recht kniffliges Physikspiel,

bei dem Sie mit dem S-Pen

verschiedene Objekte zeichnen müssen.

Ziel des kostenlos bei Google Play

erhältlichen Spiels ist es, einen kleinen

Ball ans Ziel zu befördern. Sobald Sie

einen Gegenstand gezeichnet haben,

folgt dieser den Gesetzen der Physik.

Sie können unter anderem Gegenstände

herunterfallen lassen oder Hilfsmittel

wie Wippen, Rampen oder Pendel

einbauen. Die ersten Spielrunden

sind recht einfach und dienen der Erläuterung

des Spiels. Doch nach und

nach wird es zu einer richtigen Herausforderung,

die süchtig macht.

MyScript

Calculator

Tippen Sie doch einmal folgende

Rechnung in Ihren

Taschenrechner: Wurzel aus

785 geteilt durch 75,5 und das Ganze

multipliziert mit der Zahl 12,5³. Wesentlich

schneller geht dies mit der App

MyScript Calculator. Hier können Sie

alle Rechnungen mit Ihrem S-Pen eintragen.

Die Anwendung erkennt Ihre

Schrift und rechnet Ihnen das Ergebnis

aus. Haben Sie sich verschrieben, machen

Sie das Gleiche, was Sie auch auf

dem Papier tun würden: Sie streichen

es durch. Die einzige Voraussetzung für

das korrekte Ergebnis ist, dass der Taschenrechner

Ihre Schrift lesen kann.

kostenlos

englisch|Version 4.0|46 MByte

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kostenlos

englisch|Version 2.2|11 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.1|2,9 MByte

★★★★★

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JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Apps für den S-Pen

SketchBook bietet Ihnen sogar die Möglichkeit,

Objekte zu spiegeln und dadurch

besondere Effekte zu erzielen. Auch auf

das Lineal müssen Sie nicht verzichten. Mit

den vorhandenen Hilfsmitteln können Sie

problemlos gerade Linien und Kurven einzeichnen.

Dank S-Pen gelingt Ihnen das Zeichnen

pixel genau. Die App erkennt sogar, wie

fest Sie mit dem Stylus aufdrücken, und

liefert Ihnen das entsprechende Ergebnis,

ganz so, als würden Sie auf Papier malen.

Nun haben Sie Ihre Materialien immer mit

an Bord und können Fehler virtuell einfach

wieder ausradieren. SketchBook bietet

Ihnen in Zusammenhang mit dem S-Pen

ein ernst zu nehmendes Zeichenprogramm,

das jede Menge Spaß macht und

sich auch beruflich zeigen kann.

kostenlos

englisch|Version 2.1|9,2 MByte

★★★★★

Smart Decisions

Pizza oder Pasta? Job in Berlin

oder Frankfurt? Das Leben

steckt voller Entscheidungen.

Die kann Ihnen zwar niemand abnehmen,

aber die App Smart Decisions

hilft Ihnen zumindest dabei. Diese Anwendung

kommt mit fünf Listen daher,

die über die traditionelle Pro/ Contra-

Liste hinausgehen. Mit Ihrem S-Pen

schreiben Sie alle Punkte auf, die für

Ihre Entscheidung eine Rolle spielen,

und wägen diese gegeneinander ab.

Sie können die einzelnen Kriterien

sogar unterschiedlich gewichten und

Ihre Listen jederzeit ergänzen. So bleibt

die Gewissheit, eine Entscheidung

wohlüberlegt getroffen zu haben.

ezPDF Reader

Weit und breit steht kein Drucker

zur Verfügung, aber Sie

müssen dringend einen Vertrag

unterzeichnen? Handschriftliche

Zusätze sind mit dem S-Pen und der

App ezPDF Reader kein Problem mehr.

Die Anwendung beinhaltet zudem weitere

nützliche Features wie das Lesen

der Dateien im Nachtmodus, das Hinzufügen

leerer Seiten und das Markieren

oder Durchstreichen von einzelnen

Wörtern. Nach der Bearbeitung können

Sie Ihre Dokumente abspeichern und

versenden. Eine nützliche Business-

App und ein Must-have für PDF-Fans,

die Ihnen auch das Archivieren wichtiger

Unterlagen erlaubt.

Sketch ’Em

Mit Sketch ’Em und dem Stylus

können Sie Zeichnen lernen,

eigene Figuren entwerfen

und selbst Zeichenlektionen erteilen.

Schon das Design der Anwendung

erinnert stark an einen typischen Skizzenblock.

Entscheiden Sie sich für die

Zeichenlektion, haben Sie derzeit die

Auswahl zwischen Anime, Dinosauriern

und Lektionen von Nutzern aus der

Community. Die Bilder zeichnen Sie

mit Ihrem Stift Schritt für Schritt nach.

Sie können die Vorlagen auch variieren

und sich Anregungen und Feedback

für eigene Projekte holen.

kostenlos

englisch|Version 2.3.3|5,73 MByte

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2.50 Euro

englisch|Version 2.1|7,3 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 4.0.3|22 MByte

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ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 63


APPS

Adware-Apps blocken

Schluss mit unerwünschten Popup-Meldungen

Nervige

Werbung

Yury Shchipakin, 123RF

Gehen Ihnen die ständigen Werbebenachrichtigungen mit

dem kleinen Stern oder dem grünen Pluszeichen in der

Notification Bar auf die Nerven? Nicht mehr lange: Mit den

hier vorgestellten Apps entlarven Sie die Übeltäter und

bereiten ihnen den Garaus. Jasmin Bauer

Abb. 1: Durch längeren Fingerzeig

auf die Push-Werbung sehen Sie

die App-Informationen.

Google hat Werbe-Notifications

mittlerweile

verboten und entfernt

konsequent alle zuwiderhandelnden

Apps aus dem

Play Store. Seit Jelly Bean kommen

Nutzer Werbe-Apps durch

langen Fingerzeig auf die Push-Werbung

zudem schneller auf die Schliche und können

die nervigen Anzeigen abschalten (Abbildung

1). Das harte Durchgreifen zeigt bereits

Erfolge. Dennoch tummeln sich weiterhin

viele schwarze Schafe im Play Store. Bei

Apps aus alternativen Markets ist besondere

Vorsicht geboten, da diese dem Verbot von

Google nicht unterliegen.

Adware sind Apps, die unerwünschte Anzeigen

einblenden. Solche Push-Werbung ist

nicht nur lästig, sondern unter Umständen

sogar schädlich, falls die Urheber auch noch

persönliche Daten ausspionieren und weitergeben.

Für unseren Test haben wir Adware-

Programme installiert, die aufdringliche

Push-Werbung schalten und private Daten

ausspähen. Wir verraten Ihnen, welche Anti-

Adware-Lösungen uns überzeugen konnten.

TrustGo Ad Detector

Dieser kostenlose Anti-Adware-

Scanner [LINK 1] durchsucht Ihren

Androiden nach Apps, die private

Daten ausspionieren, unerlaubte Verknüpfungen

auf dem Home-Screen erstellen und

Push-Werbung schalten. Innerhalb weniger

Sekunden nach dem Scanvorgang liefert

Ihnen das Programm eine übersichtliche

Rückmeldung (Abbildung 3). Was weiterhin

mit solchen Apps passiert, entscheidet der

Nutzer. Sie können diese aus dem Programm

heraus direkt über das Kreuz-Symbol deinstallieren.

Doch nicht jede Adware macht Jagd

auf private Daten. Bei Push-Werbung genügt

es daher häufig, in den Anwendungseinstellungen

die Benachrichtigungen zu deaktivieren.

Die Trefferquote in unserem Test war

recht hoch. Wir erfuhren nicht nur, wer für

die Push-Werbung verantwortlich ist, sondern

auch, welche Apps private Daten auslesen

oder unerlaubt SMS versenden.

Lookout Network Detector

Selbst wenn Sie keine Push-Werbung

bekommen, lesen Werbenetzwerke

Ihre Daten für Werbezwecke

aus (siehe Infokasten). Ein Scan mit dem

WERBENETZWERKE

Ohne die Möglichkeit der Werbeeinnahmen

gäbe es nur sehr wenige kostenlose Apps. Der

Verdienst ist dabei unter Umständen sehr gering,

da nur dann Geld fließt, wenn die Nutzer

die Werbung anklicken. Aus diesem Grund

haben sich manche Entwickler dazu entschieden,

Werbenetzwerke in die Anwendung zu integrieren,

die anhand der persönlichen Daten

der Gerätebesitzer personalisierte Anzeigen

schalten. Einige Dienste sammeln zum Beispiel

Informationen darüber, welche Internetseiten

Sie aufrufen oder wo Sie sich befinden. Manche

machen auch vor persönlichen Daten wie

Telefonbucheinträgen nicht halt. Bei vielen

Werbenetzwerken können Sie das Versenden

Ihrer privater Daten unterbinden. Dabei helfen

Ihnen Programme wie der Lookout Network

Detector.

64

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Adware-Apps blocken

Abb. 2: Ab Android 4.1 lassen sich

Benachrichtigungen und somit

auch Push-Anzeigen stoppen.

Abb. 3: Der TrustGo Ad Detector

warnt hier vor zwei riskanten

Anwendungen aus dem Play Store.

Abb. 4: Lookout Mobile fand Werbenetzwerke,

aber nicht alle Urheber

der Push-Werbung.

Abb. 5: Das Deaktivieren der Werbung

funktioniert bei einigen

Diensten durch Opt-out.

Lookout Network Detector [LINK 2] verschafft

Klarheit, ob die installierten Apps solche

Plug ins enthalten. Sie bekommen darüber hinaus

eine detaillierte Auflistung aller verdächtigen

Apps, die Icons auf dem Home

Screen platzieren, Push-Werbung schalten

oder private Daten sammeln (Abbildung 4).

Zusätzlich liefert die App Hintergrundinformationen

darüber, wie die einzelnen Werbenetzwerke

mit Ihren Daten umgehen. In vielen

Fällen haben Sie die Möglichkeit, diese

zu deaktivieren. Dafür wählen Sie im Lookout

Network Detector beim entsprechenden

Werbenetzwerk Opt-out aus. Sie erhalten

dann nur noch allgemeine Werbeanzeigen.

Obwohl auch der Lookout

Network Detector nicht alle

riskanten Apps fand, lohnt

sich ein Scan von Zeit zu

Zeit, damit Sie wissen, welche

Anwendungen sich welcher

Daten bedienen.

Abb. 6: Die Suche beschränkt sich

auf wenige Dienste, wobei AirPush

Detector nicht immer fündig wird.

AirPush Detector

Erhalten Sie nervige

Werbung mit

einem kleinen grünen

Plus-Symbol in der Notification-Bar?

Dies verdanken

Sie dem Werbe-Dienst Airpush,

der Entwicklern saftige

Einnahmen verspricht.

Für diese Art von Push-Werbung

gibt es den speziellen

AirPush Detector [LINK 3]. Bereits

mit dem Öffnen der

App starten Sie den Scanvorgang.

Kurze Zeit später erfahren Sie, welcher

App Sie die aufdringliche Werbung zu verdanken

haben. Findet der AirPush Detector

den Übeltäter nicht, können Sie an die Entwickler

eine Liste Ihrer installierten Anwendungen

senden (Abbildung 6). Vielleicht

konnte der Scanner den Urheber noch nicht

ausfindig machen, weil keine Informationen

über ihn vorlagen. Derzeit findet der Scanner

Anzeigen von Airpush, LeadBolt, Appenda,

IAC und Moolah Media in den Apps.

Fazit

In unserem Test konnten alle drei Anti-Adware-Apps

überzeugen. Die detailreichste

Auflistung lieferte der Lookout

Ad Network Detector,

während der TrustGo Ad

Detector insgesamt mehr

Adware fand. Werbe-Notifications

von AirPush kommen

Sie am besten mit Air-

Push Detector auf die Schliche.

Die Anwendungen

können die Push-Werbung

oder Datenspionage nicht

verhindern. Dafür müssen

Sie die Werbenetzwerke deaktivieren

oder einfach die

schädlichen Apps entfernen.

Es schadet nichts, von

Zeit zu Zeit Ihren Androiden

auch ohne Grund nach

Schädlingen abzusuchen.

So wissen Sie, ob Apps sich

an Ihren privaten Daten zu

schaffen machen.

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LINKS>

www.android- user.de/qr/27852

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 65


APPS

Erste Hilfe

Apps für den Notfall

Lebensretter

Smartphones sind nützliche Begleiter in jeder

Lebenslage. Dies gilt auch für brenzlige und

lebensbedrohliche Situationen. Wir haben die

besten Notfall-Apps für Sie zusammengestellt, die

Ihnen selbst in kritischen Fällen beistehen und

pkdinkar, 123RF

wissen, wie Sie sich verhalten sollen. Jasmin Bauer

Abb. 1: Die Übersichtsseite des

Erste Hilfe Assistenten des DRK.

Auf eisglatter Straße ereignet sich

vor Ihren Augen ein Unfall mit

Schwerverletzten, und Sie wissen

nicht, wo Sie anfangen sollen? Die

meisten wählen sicherlich mit ihrem Handy

zunächst den Notruf. Doch bis jemand da ist,

vergeht Zeit, und Sie möchten schnell helfen.

Wie war das noch gleich mit der Ersten

Hilfe?

DRK Erste Hilfe Assistent

Der DRK Erste Hilfe Assistent [LINK

1] hilft. Die App beinhaltet die vier

Unterpunkte: Erste Hilfe, Notruf

Assistent, Der kleine Lebensretter und DRK

Infodienste (Abbildung 1). Im Untermenü

Erste Hilfe berät Sie eine virtuelle Assistentin,

indem Sie Ihnen Schritt für Schritt genau

sagt, was Sie tun müssen. Sie hören die Anweisungen

und können das Handy neben

sich legen, während Sie den Verletzten helfen.

Bilder unterstützen Sie dabei, die Hilfsmaßnahmen

korrekt auszuführen (Abbildung

2). Die Fragen der Assistentin sorgen

dafür, dass Sie sich der entsprechenden Situation

gemäß verhalten können. Allerdings

kann es dauern, bis Sie in der App die richtige

Stelle finden. Eine Alternative stellt Der

kleine Lebensretter dar. Von diesem Menüpunkt

aus finden Sie alphabetisch sortiert

alle Gefahrensituationen und lesen nach, wie

Sie helfen können (Abbildung 3).

Falsche und ungenaue Angaben für den

Notarzt kosten unter Umständen wertvolle

Zeit. Der Notruf Assistent hilft Ihnen bei der

Standortbestimmung und der Formulierung

der wichtigen Informationen, damit sich die

Rettungskräfte richtig auf den Einsatz vorbereiten

können. Sobald Sie wissen, was Sie

genau sagen müssen, betätigen Sie aus diesem

Menü direkt den Notruf. Informationen

über das Deutsche Rote Kreuz und Blutspende-Termine

in Ihrer Nähe entnehmen Sie

unter DRK Infodienste. So sind Sie immer auf

dem Laufenden und helfen, noch bevor

etwas passiert.

Diese äußerst hilfreiche und beruhigende

App für 0,79 Euro können Sie bei Übungen

und im Notfall einsetzen. Das Geld kommt

der Erste-Hilfe-Ausbildung des Deutschen

Roten Kreuzes zugute.

medTranslate

Stellen Sie sich vor, Sie leiden unter

schrecklichen Schmerzen, aber niemand

kann Ihnen helfen, weil Sie

sich einfach nicht verständlich machen können.

So geht es vielen Personen, die in einem

deutschsprachigen Land medizinische Versorgung

benötigen, aber nicht über ausreichende

Sprachkenntnisse verfügen. Für Rettungskräfte

und Ärzte ist es dann oftmals

nicht leicht, herauszufinden, was zu tun ist.

Aus diesem Grund hat das Österreichische

Rote Kreuz eine Anwendung entwickelt, die

Mitarbeitern im Gesundheitsbereich bei der

Verständigung helfen soll. Die App [LINK 2] unterstützt

derzeit die 16 häufigsten Sprachen,

darunter Englisch, Französisch, Türkisch,

Polnisch und Kroatisch.

66

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Erste Hilfe

Abb. 2: Die Assistentin stellt Ihnen

Fragen, die Sie mit Ja/ Nein beantworten.

Abb. 3: Beim Kleinen Lebensretter

finden Sie Rettungsmaßnahmen

für verschiedene Notsituationen.

Abb. 4: Hier wählen Sie zwischen

16 Sprachen aus und starten

anschließend den Übersetzer.

Abb. 5: Übersicht über die verschiedenen

kommunikativen Situationen.

Zunächst wählen Sie die Zielsprache des Patienten

aus (Abbildung 4). Sie können entweder

Suchbegriffe eingeben oder situationsbedingt

die entsprechenden Sätze auswählen,

die die Anwendung dem Patienten dann

vorliest (Abbildung 5). Die Phrasen dienen

dazu, wichtige Grundinformationen zu liefern

oder wesentliche Fragen zu stellen. Die

angesprochenen Personen können die Fragen

mit Ja/ Nein beantworten, auf schmerzende

Körperstellen zeigen oder bestimmte Dokumente

und Informationen vorlegen. Gibt es

die entsprechende Zielsprache nicht (z. B.

Chinesisch), können Piktogramme weiterhelfen,

bis ein Dolmetscher vor Ort ist. Sie können

die Antworten der Patienten sogar abspeichern.

Allerdings sollten Sie vor jedem

neuen Fall über das Plus-Symbol in der oberen

Leiste ein neues Logfile anlegen, um die

Daten verschiedener Personen

nicht zu mischen.

Die Anwendung eignet

sich für Mitarbeiter im

Gesundheitswesen, aber

auch für Personen mit

geringen Deutschkenntnissen,

die eine medizinische

Versorgung benötigen.

Der Erlös der 1,59

Euro teuren App geht an

Projekte des Österreichischen

Roten Kreuzes. die Patienten nicht (mehr) lesen

Abb. 6: medTranslate liest Sätze in der Zielsprache vor, falls

können.

SoMaker

Office 2012

Mobile für Android

Das einzige Android-Office,

das Microsoſt-Office-Dateien korrekt darstellt

‹‰›

www.soſtmaker.de

Das erste wirklich überzeugende mobile Office-Paket.

Klein, kompakt, leistungsstark und kompatibel mit Microsoſt Office.

Die perfekte Lösung für alle, die unterwegs professionell mit Office-Dokumenten arbeiten.


APPS

Erste Hilfe

Abb. 7: Die Notfall App der Gelben

Seiten bietet mehr als Notruf 112

und Giftnotruf.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27853

Abb. 8: Die ortsgebundene Suche

sorgt für schnelle Hilfe im Fall der

Fälle.

Gelbe Seiten Notfall App

Nicht jeder Notfall erfordert die

Rufnummer 112. Hat ein Kind

etwas geschluckt, von dem Sie vermuten,

dass es giftig sein könnte, wählen Sie

zum Beispiel den Giftnotruf. Oder Sie geraten

durch Zufall in eine prekäre Situation und

benötigen einen Rechtsanwalt oder die Nummer

Ihrer Versicherung. Die Gelbe Seiten

Notfall App [LINK 3] integriert diese und weitere

Notfallnummern. Sie können schnell

nach Daten suchen oder eigene Rufnummern

einspeichern, damit Sie diese im Fall der

Fälle parat haben. Auf der Startseite stehen

die wichtigen Notrufnummern zur Direktwahl

bereit (Abbildung 7). Zudem können

Sie zwischen den vier Notfall-Themen Gesundheit,

Finanzen/ Recht, Haus/ Auto und

Beratung wählen und von dort aus die entsprechende

Telefonnummer recherchieren.

Zur genauen Standortbestimmung wählen

Sie im Menü |Wo bin ich. Ein spezieller

Merkzettel dient zum Notieren wichtiger

Dinge, wie Autokennzeichen bei einem Autounfall,

Adresse und Nummern der Unfallbeteiligten

oder der genauen Bezeichnung eines

vermeintlich giftigen Stoffes.

Ein kleiner Nachteil der App: Die Rufnummer-Suche

benötigt eine Internetverbindung.

Haben Sie keinen Internetzugang, müssen

Sie auf die Nummern zurückgreifen, die Sie

vorab gespeichert haben.

Arznei Aktuell

Sie haben den Beipackzettel verloren

und möchten wissen, welche

Wirkstoffe in einem bestimmten

Abb. 9: Das Informationsportal von

Arznei Aktuell ist sehr umfangreich

und bietet eine Stichwortsuche.

Abb. 10: Die Auflistung der Nebenwirkungen

eines Medikamentes in

Arznei Aktuell.

Medikament drinstecken? Oder Sie sind nicht

sicher, welche Salbe bei Schürfwunden hilft,

und ob Sie den Hustenlöser während der

Schwangerschaft einnehmen können? Die

App Arznei Aktuell [LINK 4] liefert Ihnen die

wichtigsten Informationen zu Medikamenten

aller Art, angefangen von Verwendungszweck

über Dosierung bis hin zu Nebenwirkungen

und Warnhinweisen. Dies alles übersichtlich,

sodass Sie sich nicht erst durch den

Beipackzettel kämpfen müssen.

Die Arzneidatenbank ist äußerst umfangreich.

Zum Herunterladen empfiehlt sich

daher eine WLAN-Verbindung. Anschließend

können Sie jederzeit auf die Auskünfte zugreifen,

selbst wenn Sie gerade offline sind.

Arznei Aktuell verschafft Ihnen einen sehr

guten Überblick über die gängigsten Medikamente

zur Selbstbehandlung oder Informationsbeschaffung.

Aber eine hundertprozentige

Sicherheit kann Sie Ihnen nicht bieten,

und sie ersetzt auf keinen Fall das medizinische

Wissen eines Fachmannes.

Fazit

Helfen im Notfall ist nicht nur eine nette

Geste, sondern Ihre Pflicht. Viele Menschen

befürchten jedoch in solchen Situationen,

etwas falsch zu machen oder geraten in

Panik, statt einzuschreiten. Die genannten

Anwendungen nehmen Ihnen diese Angst

und unterstützen Sie. Die meisten funktionieren

zudem auch offline ohne Probleme, was

bei Notfällen sehr wichtig ist. Mit den hier

vorgestellten Anwendungen sind Sie somit

für alle Notfälle gerüstet – vorausgesetzt der

Akku lässt Sie nicht im Stich.

● ● ●

68

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Alternativen zu Google Play Music

Csuka Laszlo, 123RF

Vergleichstest: Poweramp gegen PlayerPro

Musik-Duell

Zwei Musik-Player stechen

aus dem Play

Store hervor: Poweramp

und PlayerPro. Sie glänzen

mit einem beeindruckenden

Funktionsumfang

und wollen

Google Music in den

Schatten stellen. Wer

hat die Nase vorn?

Thomas Raukamp

G

oogle Music genügt zwar den Basiswünschen

an einen Audio-

Player, im Vergleich zu anderen

Apps hat sie jedoch klar das

Nachsehen. Kein Wunder also, dass es im

Google Play Store vor Alternativen nur so

wimmelt [LINK 1], wobei Poweramp und

Player Pro die audiophile Liste anführen.

Poweramp

Poweramp [LINK 2] wurde mit dem

Anspruch programmiert, den besten

Audioplayer für Android zu

schaffen. Schon bei der Formatauswahl zeigt

sich Poweramp erfreulich vielfältig: Neben

MP3 und den weitverbreiteten Formaten

MP4 und m4a unterstützt die App unter anderem

auch die freie Alternative Ogg Vorbis

sowie die verlustfreien Formate FLAC, ALAC,

AIFF und das Urgestein WAV.

Poweramp gibt es bei Google Play in einer

15 Tage lauffähigen Testversion sowie als

Kaufversion für 3,99 Euro, wobei Letztere die

Testversion nur noch freischaltet. Sie müssen

also auch dann die Testversion installieren,

wenn Sie Poweramp gleich kaufen möchten.

Der Erstkontakt nach der Installation wirkt

etwas verwirrend: Poweramp empfängt seinen

Benutzer mit eingeschalteter Hilfefunktion,

die über eine schwarze Oberfläche mit

weißen Bedienelementen erklärende Texte

legt. Das Ergebnis ist etwas unübersichtlich,

hält aber durchaus ein paar gute Tipps bereit.

Ein Besuch der Einstellungen ist ans

Herz zu legen, denn Poweramp zeigt sich

recht großzügig in der Auswahl der einzulesenden

Musiksammlung und bedient sich

aller aufgefundenen Ordner, was selbst diverse

Systemklänge in der Bibliothek auftauchen

lässt. Eine Beschränkung auf Androids

Standard-Musikordner wäre weitaus ratsamer.

Apropos Einstellungen: Diese verbergen

sich in der zweiten Ebene des doppelt aufklappbaren

Optionsmenüs.

Der Player selbst präsentiert sich zurückhaltender:

Im Mittelpunkt steht das Albumcover

des aktuellen Musiktitels, wobei sich

der Hintergrund an das Farbspektrum des

70

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

Alternativen zu Google Play Music

Titelbilds anpasst. Darunter

und darüber sind die

wichtigsten Bedienelemente

angebracht, die

durch ihre großzügige Gestaltung

auch auf kleinen

Bildschirmen gut erreichbar

sind. Poweramp verzichtet

hingegen auf eine

zusätzliche Bedienungsleiste

für die Bibliothek,

Wiedergabelisten sowie

Künstler- und Genreangaben.

Diese Sortierung finden

Sie per Klick auf das

Icon links von der Titelangabe.

Berührt man das Albumcover

etwas länger,

lässt sich dieses durch im

Internet gefundene Varianten

ersetzen. Mit so vielen

(versteckten) Funktionen setzt Poweramp

durchaus etwas Erkundungswillen voraus,

Google Music und Player Pro sind für Neueinsteiger

einfacher zu erfassen.

Abb. 1: Das Hauptfenster von

Power amp mit den Icons für Equalizer

und Toneinstellungen (oben).

Abb. 2: Poweramp-Nutzer haben

die Auswahl zwischen einer Ordner-

und Bibliotheksdarstellung.

Equalizer und Wischgesten

Das eigentliche Highlight von Poweramp

sind jedoch die Equalizer- und Toneinstellungen.

Poweramp glänzt mit einem 10-Band-

Equalizer inklusive Kontrolle der Vorverstärkung.

Standardmäßig werden 16 Voreinstellungen

für die wichtigsten Musikrichtungen

mitgeliefert, eigene Justierungen können abhängig

von der Klangausgabe (Lautsprecher,

Kabel- oder Bluetooth-Headset) gespeichert

und sogar auf einzelne Songs, Alben und

Playlisten angewendet werden. Höhen,

Bässe, Balance sowie eine Stereospreizung

werden auf einer eigenen Seite komfortabel

mittels virtueller Drehpotis eingestellt – das

Drehen bei laufender Musik macht Spaß.

Intuitiv erfolgt auch das Wechseln der Titel

per Wischgeste. Poweramp bietet zusätzlich

aber auch eine vertikale Wischgeste an, um

gleich zum nächsten Album zu springen und

untermalt diese Auswahl noch mit einer eleganten

Animation. Wie die Benutzeroberfläche

aussieht, bestimmt die in den Voreinstellungen

ausgewählte Skin-Datei. Standardmäßig

liegen bereits vier Designs bei, zahlreiche

weitere finden sich bei Google Play. Sehr erfreulich

ist die Unterstützung für das Scrobbeln

von Titeln zum Internetdienst Last.fm.

Konkurrenzlos gut gelöst ist die Unterstützung

für Kopfhörer: In der Grundeinstellung

startet der Player automatisch, wenn Sie ein

Headset anschließen und stoppt das Playback,

wenn Sie die Hardware vom Smartphone

trennen. Benutzer von Headsets und

Kopfhörern mit integrierten Tasten können

Poweramp zur optimierten Kooperation überreden.

Last but not least lässt sich der Player

auch per Widget vom Android-Desktop aus

bedienen, und Poweramp integriert sich auf

Wunsch auch im Entsperrbildschirm oder ersetzt

diesen gleich komplett. Drei Jahre ist

Poweramp mittlerweile alt – und damit eine

der bewährtesten Android-Apps überhaupt.

Wir können den Audioplayer uneingeschränkt

empfehlen.

3,99 Euro

deutsch|Version 2.0.7|4 MByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 3: Prunkstück von Poweramp

ist der grafische Equalizer inklusive

Höhen- und Basskontrolle.

KEINE LÜCKEN

Besonders Klassikhörer kennen das Problem: Beim Abspielen von Musiktiteln, die nahtlos ineinander

übergehen sollen, also beispielsweise aufeinanderfolgenden Sätzen einer Sinfonie, entstehen

bei digitalen Formaten oft zwar kurze, aber das Vergnügen schmälernde Unterbrechungen. Diese

werden durch das sogenannte Gapless- beziehungsweise Seamless-Playback vermieden, das den

Anfang von Folgetiteln in einen Pufferspeicher lädt und somit weiche Übergänge ermöglicht. Neuere

Audioformate wie Ogg Vorbis und WMA unterstützen diese unterbrechungsfreie Wiedergabe

von Haus aus, verlustfreie Kompressionsverfahren wie FLAC sind konzeptbedingt unterbrechungsfrei.

Sowohl PlayerPro als auch Poweramp haben Gapless-Playback mit an Bord und verschönern

so den Musikgenuss.

Abb. 4: Doppeldecker: Das Optionsmenü

von Poweramp wirkt

reichlich überladen.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 71


APPS

Alternativen zu Google Play Music

Abb. 5: PlayerPro zeigt sich aufgeräumt

und durchdacht. Trotzdem

sind alle Features vorhanden.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27494

Abb. 6: Die Navigationsleiste lässt

den schnellen Zugriff auf Interpreten,

Genre und Titel zu.

Abb. 7: Den grafischen 10-Band-

Equalizer gibt es im kostenfreien

DSP-Zusatzpaket.

PlayerPro Music Player

PlayerPro [LINK 3] steht ähnlich wie

sein Konkurrent Poweramp in einer

kostenlosen Testversion zum eigenen

Ausprobieren im Play Store bereit – die

Evaluierungsphase dauert allerdings nur sieben

Tage. Am besten installieren Sie das kostenfreie

PlayerPro DSP Pack [LINK 4] gleich

mit. Es bringt einen Equalizer, weiche Überblendungen

sowie Gapless Playback.

Bisherigen Google-Musik-Nutzern dürfte

der Erstkontakt mit PlayerPro leichtfallen,

schließlich hält das Programm Alben-,

Genre- und Künstlerinformationen ähnlich

wie die Standard-App am oberen Bildschirmrand

zur schnellen Auswahl bereit. Auch der

unkomplizierte Zugriff auf Playlisten, Musikund

Videoordner sowie die Songbibliothek

ist so möglich. Ähnlich wie bei Poweramp ist

die Oberflächengestaltung von der in den

Voreinstellungen festgelegten Skin-Datei abhängig,

wobei auch hier der Nachschub

durch kostenlose Skins gesichert ist.

Zusätzliche Funktionen hält PlayerPro in

einem Aufspringmenü bereit, wenn der Finger

zum Beispiel länger auf ein Albumcover

gehalten wird. Songtitel werden mit einem

Links- und Rechtswisch gewechselt, ebenso

intuitiv wird ein Titel aus der Musikbibliothek

in eine Playliste oder Wiedergabekette

eingetragen. Spaß macht auch die Bewegungssteuerung:

Ein kurzes Rütteln des

Smartphones reicht, um zum nächsten Titel

zu springen. Allgemein scheint sich Player-

Pro enger an das gewohnte Android-Design

zu halten und in seiner gesamten Gestaltung

besser durchdacht zu sein als Poweramp. So

wirkt das Optionsmenü weitaus übersichtlicher.

Als Preis dafür sind nicht alle Optionen

von jedem Programmteil aus erreichbar: Um

zum Beispiel die Einstellungen zu erreichen,

muss vom Player in die Musikbibliothek zurückgekehrt

werden.

PlayerPro bringt wie Google Musik und

Poweramp ein lokales Song-Bewertungssystem

mit, das Wertungen aus dem Windows

Media Player und Winamp übernimmt. Ist

iSyncr [LINK 5] installiert, klappt auch die Synchronisation

mit iTunes auf Mac und PC. Fast

schon selbstverständlich für einen Player dieser

Güte ist das Scrobbeln von Titeln an Last.

fm, etwas ärgerlich hingegen, dass PlayerPro

in unserem Test Neuankömmlinge im Musikordner

oftmals erst nach einem manuell gestarteten

Medien-Scanning erkannt hat. Das

Programm ist mit einem Headset steuerbar,

allerdings sind die Konfigurationsmöglichkeiten

nicht so opulent wie bei Poweramp.

Äußerst übersichtlich sind die Equalizer-

Einstellungen gelungen. PlayerPro bringt mit

erwähntem DSP-Paket zehn Bänder aufs Parkett

und ebenso viele Voreinstellungen gleich

mit. Als Drehpoti ist ein Bassverstärker realisiert,

auf detaillierte Einstellungen für

Höhen, Balance und die Stereospreizung

müssen Sie allerdings verzichten. Ab Android

2.3 sorgen außerdem sechs verschiedene

Hallarten für zusätzliche Atmosphäre.

PlayerPro ist auch per Widget und als

Lockscreen bedienbar, ein kostenloses zusätzliches

Widget-Paket erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten

nochmals.

3,95 Euro

deutsch|Version 2.44|4 MByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 8: Klar und übersichtlich: Die

reichhaltigen Voreinstellungen von

PlayerPro.

72

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


APPS

LeaveOn

Mit LeaveOn Botschaften hinterlassen

Digitale

Zeichen

Pkruger, r,

r 123RF

Zugegeben, den Namen der Geliebten in eine Parkbank zu ritzen, hat

einen besonderen Reiz. Doch warum nicht auch hier den Sprung ins

digitale Zeitalter wagen, zum Beispiel mit LeaveOn. Wolfgang Niemann

Die Macher von LeaveOn sind im

italienischen Verona zu Hause. Inspiriert

hat sie vielleicht der Hof

in der Via Capello

23 mit dem berühmten

Balkon von Julia.

Viele Besucher hinterlassen

ihren Namen und ihre

Liebeswünsche auf mit

Kaugummi festgeklebten

Zetteln oder schreiben ihr

Anliegen einfach an die

Mauer. Es geht jetzt auch

einfacher, dauerhafter

und umweltfreundlicher.

Die kostenlose App

LeaveOn [LINK 1] ermöglicht

es, Nachrichten an

einem beliebigen Ort zu

hinterlassen, ohne dabei

Parkbänke zu beschmieren

oder Buchstaben in

die Rinde eines Baumes Abb. 1: Die Nachrichten lassen sich

zu ritzen. Damit andere mit einem Foto versehen und als

Nutzer dieser App diese gelesen kennzeichnen.

Nachricht lesen können,

müssen sie sich lediglich an diesem Ort befinden

und die App installiert haben: Das

funktioniert weltweit.

Um an diesem neuen Dienst teilnehmen zu

können, muss man sich einen Account zulegen,

der Namen, Land und E-Mail-Adresse

enthält. Man bekommt sofort eine Bestätigungsmail.

Ein Klick auf den darin enthaltenen

Link schaltet den Account frei. Damit die

Standortangabe möglichst genau wird, sollte

kostenlos

man neben GPS auch das WLAN einschalten.

Eine Verbindung mit einem WLAN-Netz

ist aber nicht notwendig.

Die Nachrichten, die man mit LeaveOn hinterlässt,

werden Balloons genannt und können

Texte und Fotos enthalten. Um einen

Balloon zu verschicken,

wählt man auf dem Homescreen

den Button Leave a

Balloon. Jetzt sind drei Varianten

möglich: Right Here

hinterlässt eine Nachricht,

die alle User lesen können.

Mit Right Here to Me erzeugt

man eigene Balloons. Mit

dieser Methode kann man

zum Beispiel seine Urlaubsreise

mit Koordinaten, Text

und Fotos dokumentieren,

ohne dass andere Nutzer

mitlesen können. Diese Notizen

kann man später auch

unabhängig vom Aufenthaltsort

lesen. Schließlich

hinterlässt man mit Right

Here to Friends einen Balloon

für einen Freund. Dieser bekommt

eine Nachricht, kann

den Balloon jedoch erst

lesen, wenn er sich am Sendeort befindet.

Fazit

LeaveOn macht einen insgesamt guten Eindruck.

Einzig die Darstellung des Balloon-Ortes

auf Google Maps klappte in den Tests mit

Android 4.1.1 nicht. Bevor Sie also demnächst

Ihre Initialen auf einem Stück Holz

verewigen, denken Sie an LeaveOn.

englisch|Version 2.2|3,1 MByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 2: Sie legen fest, ob Sie die

Notizen nur für sich selbst oder auch

für andere sichtbar machen.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27703

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 73


SPIELE

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen jeden Monat ein paar

neue oder aktualisierte

Spiele aus dem Google Play

Store vor, die uns besonders

gut gefallen. Patrick Neef

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27768

Wild Blood

Die große Spieleschmiede

Gameloft, die sich dank qualitativ

hochwertiger Spiele

einen guten Ruf erarbeitet hat, muss

sich auch oft Kritik anhören: Die französischen

Entwickler haben mittlerweile

fast jede Spieleserie kopiert, von Call of

Duty über Uncharted bis zu World of

Warcraft. Außerdem hat Gameloft ei-

nige kostenlose Spiele herausgegeben,

die sehr stark auf In-App-Käufe setzen.

Macht Wild Blood alles besser?

In Wild Blood steuern Sie einen

Helden, der sich gegen Untote,

Drachen und andere Monster

durchsetzen muss. Die Geschichte

borgt sich Elemente aus

der Artussage aus: Als Lanzelot

beginnen Sie eine Affäre mit der

Königin Guinevere, der Frau von

NEU!

bei Google Play

König Artus, und lösen eine Eifersuchtsattacke

bei ihm aus. Artus lässt das

Höllentor öffnen, durch das alle möglichen

dämonischen Monster schlüpfen,

und hetzt Ihnen die mächtige Zauberin

Morgana auf den Hals, die fortan als

Drache Furcht und Schrecken verbreitet.

Sie aber sind ein Held, und so pflügen

Sie sich durch Monsterhorden, ler-

nen dabei immer neue Fähig-

Streaker Run

Nach dem Erfolg von Temple

Run erscheint wöchentlich

mindestens ein Endless Runner.

Streaker Run gehört zu der besseren

Sorte. Die Idee, dass Sie vom Ehemann

Ihrer Geliebten auf frischer Tat

ertappt wurden und nun vor ihm flüchten

müssen, ist ganz lustig. Außerdem

verzeiht das Spiel mehr als Temple

Run, sodass Sie vergleichsweise lange

sprinten dürfen. Mit Geldscheinen

(Bucks) und Edelsteinen schalten Sie

Upgrades frei. Die Fortschrittskurve ist

behutsam umgesetzt worden, was länger

andauernden Spielspaß garantiert.

Cloud & Sheep

Cloud & Sheep ist ein aufdringliches

Spiel: Tippe hier,

klicke da, streichle das Schaf,

wirf es doch mal hoch und guck mal

hier: Jetzt ist es glücklich! Das alles

macht man mit und steckt plötzlich

mitten in einer Tamagotchi-Simulation

mit Schafen, die auf die Fürsorge des

Spielers angewiesen sind. Dabei erreicht

die App schon schnell ein richtiges

Sucht-Potenzial. Wem das Spaß

macht, der bekommt mit dem aktuellen

Update noch putzigere Animationen

und niedlichere Grafik. Uns ist es

jedoch etwas zu aufdringlich. Zudem

nimmt auf kleinen Smartphones die

Reklame zu viel Platz ein.

Jaws Revenge

Jaws Revenge ist nicht gerade

zimperlich. Als blutdurstiger

Weißer Hai zischen Sie durch

das Meer und verschlingen Fische,

Surfer, Taucher und eigentlich alles,

was Ihnen vor die Zähne kommt. Pro

Level erhalten Sie Aufgaben wie etwa

das Zerstören von Booten oder eine

bestimmte Zahl von hohen Sprüngen.

Dabei ist das Spiel völlig überzogen,

aber immer noch brutal genug, um

den ein oder anderen Spieler abzuschrecken.

Ein kurzweiliger Spaß für

zwischendurch – mehr nicht. Jaws Revenge

ist für kleine Kinder und Erwachsene

mit schwachen Nerven defintiv

nicht geeignet.

kostenlos

englisch|Version 1.2.4|29 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.6.4|27 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.6.1|24 MByte

★★★★★

76

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


SPIELE

Neue Spiele

keiten kennen, verteilen

Punkte für Upgrades und

wechseln die Waffen im

Minutentakt.

Das alles ist handwerklich

solide umgesetzt, wie man

es von Gameloft gewohnt ist. Aber

genau da liegt das Problem: Das Spiel

kann sich mit der schwachen Story

und dem plumpen Kampfsystem nicht

vom üblichen Gameloft-Portfolio abheben.

Außerdem ist fraglich, warum

ein Spiel, das zum Vollpreis von über 5

Euro angeboten wird, In-App-Käufe

enthalten muss, die zwar optional

sind, aber schon nach kurzer Zeit locken,

wenn man nämlich am Ende des

ersten Kapitels schon dringend Gesundheitstränke

benötigt. Überhaupt

hätte man hier eine tolle Geschichte

erzählen können, doch letztendlich

haut man für ein paar Goldmünzen

jede noch so belanglose Vase kaputt.

Im Pause-Menü kann man Münzen

ausgeben, im Hauptmenü

upgraden – durch Münzen

–, und Tränke kann man

auch kaufen – genau, mit

Münzen. Runterdosiert hätte

dies das Spiel bereichern

können, aber wenn selbst

die Entwicklung des Charakters

ausschließlich von Münzen abhängt,

die man zwar automatisch

im Spiel erhält, aber auch im Shop

kaufen kann, dann ist das für einen

Vollpreistitel etwas zu viel.

5,49 Euro

deutsch|Version 1.0.8|948 MByte

★★★★★

Flow Free

Flow ist ein Spiel, das Sie vielleicht

in ähnlicher Form schon

einmal gesehen haben könnten.

Auf einem Raster mit Feldern befinden

sich immer zwei gleichfarbige

Punkte. Sie sollen diese Paare nun verbinden,

indem Sie mit dem Finger eine

Linie zeichnen. Dabei dürfen sich die

Linien nie kreuzen, und Sie müssen

alle Felder ausfüllen. Je größer das

Raster, desto schwieriger ist die Aufgabe.

Flow beinhaltet 750 kostenlose

Level, weitere lassen sich kaufen. Flow

Free ist ein gelungenes Denksport-

Spiel für Geduldige.

League of Evil

Man kann es nicht oft genug

betonen: Der Erfolg eines

guten Plattformers steht und

fällt mit der virtuellen Kontrolle des

Helden. Und die funktioniert bei

League of Evil ausgezeichnet. Die Level

sind kurz, motivieren aber dank Sterne-

System (nach Zeit) immer wieder. Das

Spiel wird schnell schwer, bleibt aber

dank der exzellenten Steuerung immer

fair. Auf iOS ist Leage of Evil bereits ein

Hit, der mit einem sehr guten zweiten

Teil gekrönt wurde. Android-Nutzer

müssen zunächst mit Teil 1 auskommen.

Wir sind uns aber sicher, dass

das Spiel auch hier einschlägt, da die

Steuerung einfach Spaß macht.

Blood of the

Zombies

Game Books sind Bücher, die

interaktiv sind: Sie müssen

sich oft entscheiden, wie die

Geschichte weiter verlaufen soll. Je

nach Entscheidung springen Sie so im

Buch immer hin und her, und ewig

droht die Geschichte vorzeitig zu

enden, wenn Sie eine falsche Entscheidung

treffen. Blood of the Zombies erzählt

eine spannende, aber teilweise

klischeebeladene Geschichte, in der

Sie sogar Lebenspunkte sammeln können

und Kämpfe austragen müssen.

Leider nur in Englisch verfügbar.

kostenlos

englisch|Version 1.9|4,5 MByte

★★★★★

0,77 Euro

englisch|Version 1.0.2|20 MByte

★★★★★

4,99 Euro

englisch|Version 1.0.3.0|34 MByte

★★★★★

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 77


SPIELE

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

Death Dome

Falls Sie als Android Spieler

jemals neidisch auf die Infinity

Blade-Reihe auf iOS-Geräten

waren, so haben Sie jetzt keinen Grund

mehr dazu. Denn mit Death Dome gibt

es eine hervorragende Alternative für

Android Geräte, die nicht nur farbenfroher

und verrückter, sondern insge-

samt unter-

haltsamer ist. Doch der Titel

ist kostenlos: Tappt das

Spiel in die In-App-Kauf-

Falle?

Die Story von Death Dome

ist schnell erzählt: Ein Virus

namens „M“ hat eine ganze

Stadt heimgesucht. Die Infi-

zierten wurden in eine Bio-

Kuppel gebracht und unter

Quarantäne gestellt. Dort hat sich der

M-Virus selbstständig gemacht und

von seinem Wirt gelöst: Es entstanden

sogenannte Behemoths, mutierte

Riesenmonster. Erst, wenn

man als Spieler alle Behemoths besiegt,

wird die Kuppel wieder geöffnet.

Von all diesen Story-Schnipseln

kriegen Sie bis auf ein Intro-Video

nicht viel mit, denn Sie werden sofort

in den ersten Kampf geschleudert.

Sie steuern eine weibliche Protagonistin,

die sich dem Kampf gegen die Infizierten

verschworen hat. Eine Auswahl

an Charakterklassen gibt es nicht. Gekämpft

wird aus der Schulterperspektive.

Durch Wischgesten führen Sie

Attacken aus, blocken oder parieren

Angriffe des Gegners oder weichen zur

Seite aus. Ohne gutes Timing kommen

Sie nicht weit, aber die wenigen Ges-

Angry Birds:

Star Wars

Selbst wenn Ihnen der ganze

Hype um Angry Birds zum

Hals raushängt, kann man die

Qualität und den Spaßfaktor dieses Titels

einfach nicht verneinen. Rovio hat

nicht nur ein bisschen Star Wars Flair

ins Spiel gebracht, sondern die Elemente

sehr geschickt in das Spiel

integ riert, mit tollen Fähigkeiten wie

Laserschwertern, Laserpistolen und

Jedi-Fähigkeiten. Das Spiel erzählt

sogar die Geschichte von Episode IV

nach. Ein fantastischer Titel, der auf

Android kostenlos ist und nicht mit

Werbung stört. Für Tablets gibt es eine

HD-Version, die 2,69 Euro kostet.

Robotek

In Robotek kämpfen Sie in

Rundenstrategie-Manier

gegen einen feindlichen

Roboter. Die Spielmechanik ist erfrischend

neu: Sie wählen aus drei verschiedenen

Kategorien aus. Dann

schmeißen Sie eine Art Casino Automat

an, der die entsprechenden Fähigkeiten,

Drohnen oder Angriffe auswählt.

Bei Combos verstärken sich die

Attacken. Trotz des Glücksfaktors ist

das Spiel sehr taktisch. Ein toller Geheimtipp

mit großem Umfang und

schickem Grafikstil. Der Online-Multiplayer-Modus

macht das Spiel zudem

zu einem echten Klassiker, der auf keinem

Handy fehlen darf.

Zombie Frontier

Viele Spiele sind auf den Free-

2Play-Zug aufgesprungen und

würzen ihre Spiele mit Levelund

Upgrade-Funktionen, um die Motivation

hoch zu halten. Bei Zombie

Frontier wird das offensichtlich auf die

Spitze getrieben: In Schießbudenmanier

ballern Sie ohne Bewegungsfreiheit

schwach animierte Zombies ab,

begleitet von lauter Musik. Wer daran

Freude findet, darf die App ruhig installieren

und wird dem Spiel 5 Sterne

geben. Wir empfehlen, um Zombie

Frontier einen weiten Bogen zu machen.

Die vielen positiven Bewertungen

bei Google Play zeigen jedoch,

dass es auch Fans gibt.

kostenlos

englisch|Version 1.0.1|44 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.6.6|9 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.05|18 MByte

★★★★★

78

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


SPIELE

Neue Spiele

ten gehen schnell in

Fleisch und Blut

über. Fast noch

wichtiger ist, dass

Sie Ihre Figur und

die Ausrüstung permanent

upgraden.

Egal, ob Waffe,

Schild, Gesundheitspunkte

oder

Rüstung: Alles muss ständig verbessert werden, damit Sie

in den Kämpfen eine Chance haben. Mit Glu Credits und sogenannten

Skulls stehen sogar zwei Währungen zur Verfügung,

wobei die Glu Credits deutlich wertvoller sind. Erfahrungspunkte

und Charms, das sind Upgrades mit bestimmten

Fähigkeiten, gibt es ebenfalls. Es gibt also vieles, das

man im Blick behalten muss, und leider gerät man schon

sehr früh im Spiel an

einen Punkt, wo man

bessere Waffen gut

gebrauchen könnte.

Grafisch ist der Titel

wirklich top. Der

Look ähnelt dem von

Borderlands und hat

einen Cell-Shading-

Stil, das bedeutet, dass Figuren und

Gegenstände ein wenig wie gezeichnet

aussehen. Die Animationen und Zwischensequenzen

sind absolute Spitzenklasse

und laufen sehr flüssig ab. Fazit:

Ein wirklich erstklassiges Spiel, das zwar

früh die Ingame-Währungskarte zieht,

was aber bei einem Preis von null Euro

voll in Ordnung geht. Schließlich merkt man dem Spiel an

jeder Ecke an, dass darin viel Arbeit steckt.

kostenlos

englisch|Version 1.1.1|458 MByte

★★★★★

X-Runner

X-Runner ist ein weiterer Endless

Runner, der sich dadurch

auszeichnet, dass der Schwierigkeitsgrad

nur langsam und behutsam

anzieht. Einzelne Rennen können

also schon mal einige Minuten dauern.

Durch In-App-Käufe besorgen Sie sich

bei Bedarf Diamanten, mit denen Sie

Upgrades, die Sie während eines Rennens

einsammeln können, verstärken.

Ein gutes Spiel, das leider grafisch

etwas überholt wirkt und wenig Abwechslung

bietet. Die Macher von

Streaker Run (Seite 76) haben den

deutlich besseren Temple-Run-Klon.

Marble Blast 3

Marble Blast ist ein gewöhnlicher

Marble-Shooter, also

ein Spiel, bei dem Sie bunte

Kugeln abfeuern und versuchen, sie

mit gleichfarbigen Kugeln zusammenzubringen,

um sie aufzulösen. Mindestens

drei Kugeln sind dazu nötig, bei

mehr Kugeln gibt es Combopunkte. Ab

und zu locken kleine Sonderkugeln, die

der nächsten Kugel eine tolle Fähigkeit

verschaffen. Die einzelnen Level unterscheiden

sich durch den Verlauf der

Kugelketten. Ein nettes Spiel, das sich

aber kaum von den vielen Alternativen

interessant abheben kann.

Burger

Es gibt bessere Jobs als das

Zusammenbasteln von Hamburgern

in einer Fast-Food-

Kette. Und genauso langweilig ist auf

den ersten Blick auch das passende

Spiel dazu: Oben rechts ist die Bauanleitung

zu einem Burger abgebildet.

Von unten nach oben wählt man die

Zutaten durch Tippen aus. Je schneller

man ist, desto mehr Trinkgeld erhält

man. Im Laufe der Tage kommen

immer mehr Zutaten dazu. Laut Achievement-Liste

dauert der Karriere-Modus

ganze 356 Tage. Burger ist ein ganz

nettes Spiel für zwischendurch, auch

wenn die Spielidee etwas zu viel Geschmacksverstärker

enthält.

kostenlos

englisch|Version 1.0.3|14 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.7|20 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.4|6,5 MByte

★★★★★

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 79


SPIELE

Need for Speed: Most Wanted

Der Rennspiel-Klassiker neu aufgelegt

Need for Speed:

Most Wanted

Need for Speed: Der Name steht

seit vielen Jahren für schnellen

Fahrspaß und rasante Action.

Kann sich die Serie mit Need for

Speed: Most Wanted neu erfinden,

und muss sie das überhaupt?

Patrick Neef

NEED FOR SPEED:

MOST WANTED

6,53 Euro

deutsch|Version 1.0.28|602 MByte

★★★★★

www.android- user.de/qr/27896

Es müsste sich mittlerweile herumgesprochen

haben: Freude der gepflegten

Fahrsimulation machen

einen großen Bogen um die Needfor-Speed-Reihe.

Denn hier ist der Name Programm:

Es geht um Schnelligkeit, nicht um

Realismus. Und Need for Speed: Most Wanted

fängt das Gefühl perfekt ein.

Wenn Sie mit über 300 Sachen die dunklen

Straßen entlangsausen und dann noch den

Nitro zünden, gibt es kein Halten mehr: Die

Sicht verengt sich, alles zieht sich in die

Länge, während der Motor aufheult, und Sie

hoffen, dass die nächste Kurve noch weit

entfernt ist, damit das Tempo noch weiter

ansteigen kann.

Bekanntes neu aufgelegt

Wer die anderen Need-for-Speed-Spiele

kennt, dem dürfte vieles bei Most Wanted

bekannt vorkommen. Als Jungspund treten

Sie in Anfängerkarren in verschiedenen Rennen

gegen andere Fahrer oder die Zeit an.

Für jeden Sieg gibt es Erfahrungspunkte und

Geld. Damit schalten Sie Autos und neue

Strecken frei. Und so haben Sie immer mehr

Zugang zu schnelleren Autos, die Ihnen die

Rennen erleichtern. Leider bedeutet das Freischalten

aber nur, dass die Autos zum Kauf

bereitstehen. Damit Sie die Autos auch fahren

dürfen, müssen Sie die nötige Kohle hinblättern.

Sie zahlen übrigens auch für Upgrades

wie mehr Nitro, eine leichtere Karosserie

oder mehr Geschwindigkeit, und das

pro Rennen. Noch schlimmer: Nach jedem

Rennen sind die Upgrades verbraucht, egal,

ob Sie gewonnen oder verloren haben. Aber

es gibt ja noch einen Ingame-Shop, in dem

Sie Geld nachkaufen dürfen. Das ist ärgerlich,

denn die Kohle ist tatsächlich schnell

weg, und mindestens einmal gab es die Situation,

dass wir eine Mission auch nach mehreren

Anläufen mit Upgrades nicht geschafft

haben. Da dann das Geld weg ist, man aber

für die weiteren Versuche kein Geld erhält,

solange man nicht gewinnt, muss man sein

Geld anderswo verdienen. Oder eben kaufen.

Die Rennen unterscheiden sich durch die

Ziele, die Sie erreichen sollen. Mal müssen

Sie alleine fahren und eine bestimmte Zeit

unterbieten, oder Sie treten gegen sechs andere

Fahrer an und müssen mindestens unter

die ersten drei Plätze landen. Sie absolvieren

jede Rennstrecke mit verschiedenen Herausforderungen,

um dann in der finalen Herausforderung

gegen einen Fahrer im Duell anzutreten.

Wer einfach nur schnell loslegen will,

für den ist die Option Easydrive auf der Karte

ein Segen: Einfach antippen, und schon wer-

82

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


SPIELE

Need for Speed: Most Wanted

den Sie zum nächsten Event gebracht und

müssen sich nicht aktiv um den

Verlauf des Spiels kümmern.

Zu anspruchslos

Spielerisch ist Need for Speed:

Most Wanted etwas zu simpel. Sie

können Gas geben, bremsen und

einen Drift einlegen, der aber nur

selten notwendig ist. Und natürlich

zünden Sie immer wieder den Nitro-

Verbrenner, der sich von selbst füllt.

Damit wird die Abwechslung hauptsächlich

durch die Strecken, die

Herausforderungen und die Autos bestimmt.

Das geht in Ordnung, aber es

könnte auch etwas mehr sein.

Noch enttäuschender ist das Verhalten

der Herausforderer auf der Strecke.

Sie werden feststellen, dass sich die

Gegner ganz auf Ihr Fahrverhalten einstellen.

Krachen Sie in ein Zivilfahrzeug und bremsen

dadurch voll ab, werden plötzlich die

Gegner auch ganz langsam. Und wenn Sie an

einem anderen Auto mit Tempo 320 vorbeiziehen

wollen und den Nitro zünden, ist der

Gegner plötzlich permanent auf gleicher

Höhe. Dieser Effekt ist eigentlich nicht

schlecht, nur wird er hier so stark ausgeführt,

dass die Rennsituation manchmal einfach

nur absurd ist.

Und wenn wir bisher noch kein Wort von

der Polizei erwähnt haben, die Ihnen permanent

auf den Fersen ist und Sie zum „Most

Wanted“ Fahrer macht, dann aus folgendem

Grund: Sie spielt einfach keine Rolle. Die Polizeiwagen

tauchen immer wieder auf, rammen

Sie von hinten oder von der Seite oder

werfen Nagelbänder auf die Straße, die Ihre

Reifen zerstechen – alles egal. Denn nie wird

es wirklich gefährlich, ja meistens setzen

sich die Polizeiwagen selbst außer Gefecht,

ohne dass Sie viel machen müssen. Auch das

ist schade, denn hier wäre viel mehr Spannung

drin gewesen.

Fazit

Need for Speed bringt das rasante Spiel so

schnell auf das Smartphone wie noch nie,

und es macht einfach Spaß. Die Strecken

sind abwechslungsreich, die Grafik ist spitze

und der Spielfortschritt ist motivierend. Für

einen Vollpreistitel steht die Ingame-Währung

aber zu sehr im Vordergrund, und die

Polizei, eigentlich ein Markenzeichen der

Reihe, kann größtenteils einfach ignoriert

werden. Der Spielspaß überwiegt, aber ohne

die Makel hätte das Spiel ein Referenztitel

werden können.

● ● ●

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013


SPIELE

Fashion-Games

Im Test: Drei Modespiele für kleine und große Mädchen

Girls Games

Abb. 1: Welches junge Mädchen träumt nicht von einer eigenen Boutique?

Abb. 2: Für erledigte Aufgaben gibt es Belohnungen.

Als „Girls Games“

bezeichnet man Spiele,

deren Ausrichtung ganz

klar an junge Mädchen

geht und die sich mit

Schönheit, Beauty und

Mode beschäftigen. Wir

haben drei typische

Titel getestet.

Ricarda Riechert

HINWEIS AN DIE ELTERN

Welches Mädchen träumt nicht

davon, sich tolle Kleider zu

kaufen, schön anzuziehen

und passend zu schminken?

Mit den vorgestellten Spielen können Sie diesen

Traum virtuelle Realität werden lassen.

Fashion Story

Sie starten als junge Boutique-Besitzerin

mit einem leeren Shop. Ein

kleines Tutorial klärt Sie über die

grundlegenden Aufgaben innerhalb der Boutique

auf. Als Besitzerin haben Sie dafür

Sorge zu tragen, den Laden mit Ware zu befüllen,

ihn zu vergrößern, zu verschönern

und immer weiter auszubauen, um den eigenen

Gewinn zu erhöhen. Das ist das Spielprinzip

von Fashion Story [LINK 1].

Sie müssen also aus einem großen Sortiment

heraus Ware bestellen und warten, bis

diese geliefert wird. Je nachdem, wie begehrt

und teuer ein Kleidungsstück ist, dauert es

mehr oder weniger lange. Ist die Ware auf

Lager, müssen Sie dafür sorgen, dass es

einen freien Kleiderständer oder Wühltisch

Fashion Story und Fashion Icon sind Freemium-Spiele. Man steigt gratis ein und wird

je länger je mehr dazu getrieben, echtes Geld auszugeben. Die Apps werden zudem

von den Entwicklern mit anderen Freemium-Apps verknüpft, damit man möglichst

viele Spiele installiert und aktiv spielt. Klären Sie Ihre Kinder über dieses Spielprinzip

auf, und nennen Sie Ihren Kindern die Grenzen („wir geben kein Geld aus“ oder „du

darfst etwas von deinem Taschengeld dafür ausgeben“) bevor Sie diese alleine spielen

lassen. Sind Sie und Ihre Kinder sich der möglichen Gefahren von Freemium-

Spielen bewusst, lassen sich die hier vorgestellten und zudem auch sehr gut gemachten

Spiele problemlos genießen.

gibt. Nur dann können Sie die Ware auch in

den Laden räumen und zum Verkauf anbieten.

Die Kunden kommen daraufhin von allein

und reißen Ihnen im besten Fall die

Ware aus den Händen. Damit sich das Spiel

abwechslungsreicher gestaltet, bekommen

Sie zwischendurch neue Aufgaben, welche

neuen Waren sich der Kunde wünscht, und

welche neuen Waren Sie bestellen müssen.

Fashion Story ist in der Basisversion und

auch in der Halloween-Version [LINK 2] ein

kurzweiliges Game, das einen hohen Kitschund

Klischeefaktor besitzt. Die Halloween-

Version geht aber recht aggressiv an die Spielerin

heran, so muss man schon am Anfang

des Spiels als Aufgabe ein weiteres Spiel von

TeamLava Games installieren. Direkt darauf

folgt eine Aufgabe, bei der man weitere Spieler

rekrutieren soll, ebenfalls dieses Spiel zu

spielen. Davon bleibt man zumindest am Anfang

vom Basis-Spiel verschont.

kostenlos

deutsch|Version 1.5.5.1|14 MByte

Bewertung: ★★★★★

Fashion Diva Lite

Dieses Spiel hat zwei Namen: Im

Google Play Store heißt es Fashion

Diva Lite [LINK 3], wenn man es aber

installiert hat, trägt es den Namen Fashion

Superstar. Es handelt sich hierbei um ein

klassisches Dress-Up-Game, also eine virtuelle

Barbiepuppe, der man die Haare verändert

und die man in unzählige Outfits steckt,

um sie in ihrem Aussehen zu verändern.

84

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


SPIELE

Fashion-Games

Zwar läuft das Spiel auf dem

Smartphone, die Buttons

rechts sind allerdings ziemlich

klein, sodass man schnell

einmal daneben drücken

kann. Das Spiel richtet sich

eher ans jüngere Publikum:

Innerhalb von fünf Minuten

hat man die anfangs leicht bekleidete

Dame in bunte und

glitzernde Kleidung gesteckt

und das fertige Werk per

Klick auf das Drucker-Icon in

den Android-Fotos gespeichert.

Zum saftigen Preis von

7,78 Euro gibt es die App

auch ohne Werbung [LINK 4].

Fashion Diva Lite ist ideal als

Barbie-Ersatz, zu mehr taugt

die App nicht wirklich.

kostenlos

deutsch|Version 1.1|11 MByte

Bewertung: ★★★★★

Fashion Icon

Fashion Icon von Gameloft [LINK 5]

ist das umfangreichste Spiel in dieser

Runde. Um shoppen zu können,

gibt es zwei Möglichkeiten, Geld zu verdienen.

Zum einen kann man arbeiten. Hier

macht man aber natürlich keine normalen

Jobs, sondern verdient sein Geld in der

Mode-Branche. Zum anderen kommen hier

auch Männer ins Spiel: Denn was ein angesagtes

IT-Girl sein möchte, muss auch einen

spendablen Freund haben.

Auf Parties oder auf der Straße kann man

Männer kennenlernen und mit ihnen flirten.

Mit ein bisschen Glück kann man dann eine

Beziehung mit ihnen eingehen. Ab jetzt wird

es schwierig, denn natürlich möchte dieser

Mann Aufmerksamkeit bekommen, aber man

braucht auch Zeit, um zu arbeiten, zu shoppen

und auf Parties zu gehen. Schafft man

Abb. 3: Leicht bekleidet startet

man ins Spiel.

es, den Mann lang genug

bei Laune zu halten, bekommt

man ein Geschenk.

Schafft man es nicht,

macht er Schluss.

Um auf Parties zu kommen,

muss man cool

genug sein. Dazu braucht

es spezielle Klamotten, die

man sich erspielen muss.

Auch hier greift das Freemium-Prinzip

und man

kann sich Spielinhalte erkaufen,

um das Spiel zu

vereinfachen. Hat man

sich die passenden Klamotten

für die Party zusammengekauft

und es in

die Disco oder auf eine

Privatparty geschafft, gibt

es rundenbasierte Kämpfe ganz im Mädchenstyle

mit Frisur zerstören, die Figur des anderen

beleidigen und cooler für Fotos posen als

die Gegnerin. Je weiter man im Level aufsteigt,

desto angesagter werden die Parties

und desto angesagter werden aber auch die

Gegnerinnen. Es wird also immer schwerer,

sie zu besiegen, und manchmal muss man

sich auch eingestehen, nicht die Coolste gewesen

zu sein. Also fast wie in einem echten

Mädchen-Leben.

Da das Spiel von allen hier vorgestellten

am umfangreichsten ist, macht es auch recht

lange Spaß, ohne langweilig zu werden. Die

ziemlich überspitzt dargestellte Lebensweise

sollte man natürlich mit einem Augenzwinkern

betrachten, da die vermittelten Werte

nicht wirklich alltagstauglich sind. Wer aber

einmal in die Rolle einer oberflächlichen

„Tussi“ schlüpfen möchte, kann dies in diesem

Spiel perfekt tun – es macht Spaß!

kostenlos

deutsch|Version 1.0.3|48 MByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 4: Mut zur Hässlichkeit. Hier

muss nichts zusammenpassen.

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27875

Abb. 5: Als angesagtes Mädchen ist man auf sein Aussehen bedacht.

Abb. 6: Einen Namen braucht er nicht, er wird eh bald ersetzt.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 85


Multiplayer-Modus für Shadowgun

Netz-Shooter

Computergegner sind in Ballerspielen oft zu dumm oder zu

schlau. Viel besser lässt sich mit echten Menschen spielen,

zum Beispiel in Shadowgun Deadzone, der neuen Mehrspielerversion

von Shadowgun. Marcel Hilzinger

Gute News für alle Freunde von

Ego-Shootern. Das Game gibt es

nun als spezielle Version „Deadzone“

bei Google Play [LINK 1].

Nachdem es in der anfänglichen Testphase

nur für Besitzer eines Tegra-3-Gerätes verfügbar

war, hat das Entwicklerstudio Madfinger

Games Anfang November die Beta tests auf

zahlreiche weitere Geräte ausgeweitet, sodass

sich das Spiel mit praktisch allen aktuellen

Smartphones und Tablets spielen lässt.

So viel vorweg: Auch die neue Shadowgun-

Version bereitet eine Menge Spaß und viele

actionreiche Duelle. Passend zum neuen Icon

haben die Entwickler auch die Farbwelt des

Multiplayer-Spiels etwas angepasst. Die

Menüs sind in Schwarz und Grün gehalten,

die Spielwelten hingegen in einem recht angenehmen

Ambiente.

Account anlegen, losballern

Bevor Sie mit dem Spielen loslegen können,

müssen Sie sich einen Account anlegen. Das

klappt recht benutzerfreundlich und einfach

mit einer E-Mail-Adresse und einem frei

wählbaren Passwort. Achten Sie darauf, die

Checkbox für den Newsletter zu entfernen,

wenn Sie keine Mails von Madfinger-Games

erhalten möchten. Da sich das Spiel aber

Abb. 1: Mit dieser Grundausrüstung ziehen Sie in den Kampf gegen

andere Söldner.

Abb. 2: In der neuen Version sind die Novizen unter sich, fortgeschrittene

Nutzer spielen auf einem anderen Server.

86

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


SPIELE

Shadowgun Deadzome

Abb. 3: Je nach Hardware können Sie die Grafikdetails bis auf Ultrahigh

hochschrauben.

Abb. 4: Gleich kommt ein Gegner ums Eck und versucht, uns eine Ladung

Blei zu verpassen.

noch in der Beta-Phase befindet, können die

E-Mails durchaus auch nützliche Informationen

enthalten.

Nach dem Login starten Sie über Game

eine neue Partie. Dabei landen Sie in der

Grundeinstellung in einem klassischen

Death match – es gewinnt der Spieler, der

überlebt. Etwas mehr Taktik und Erfahrung

ist für den Zone-Control-Modus erforderlich.

Hier gilt es, im Team zu spielen und die gegnerischen

Flaggen zu erobern. Dazu können

Sie über Friends auch eigene Freunde hinzufügen,

mit denen Sie gerne zusammenspielen

möchten. Die Einstellungen für die Region

und den Schwierigkeitsgrad sind in der aktuellen

Beta-Version (Stand Mitte November

2012) noch nicht aktiv. Beim Schwierigkeitsgrad

wird sich daran wohl auch nichts ändern,

da Madfinger mit dem aktuellen Update

die Einstellungen so geändert hat, dass

die Spieler automatisch mit einem Server

verbunden werden, der ihrem Erfahrungsgrad

entspricht. Als neuer Benutzer trifft

man sich also immer mit anderen Novizen

zum Schützenfest, erfahrene Ego-Shooter

bleiben unter sich.

Forschen für Upgrades

Ganz neu in der von uns getesteten Version

vom 6. November ist der Menüpunkt

Research. Hier können Sie die erkämpften

Geldscheine in die Forschung nach Waffen

und anderen nützlichen Gegenständen investieren.

So erhalten Sie bessere Waffen und

Medi packs. Der Shop wartet hingegen noch

auf den Start, sodass Sie Shadowgun Deadzone

weiterhin komplett gratis spielen.

Werfen Sie unbedingt auch einen Blick in

die Einstellungen. So können Sie zum Beispiel

auf Tegra-3-Geräten den Detailmodus

problemlos auf High oder sogar Ultrahigh

stellen. Auch einen verfügbaren Controller

richten Sie hier minuziös Ihren Anforderungen

entsprechend ein.

In unseren Tests zeigten sich die Server

trotz stark ansteigender Benutzerzahl recht

stabil. Dennoch sollten Sie die beim Start angezeigte

Warnung, dass es jederzeit zu Maintenance-Arbeiten

kommen kann, ernst nehmen.

So kam es in den Tests öfter mal dazu,

dass kein Server erreichbar war. Versuchen

Sie es dann einfach ein paar Stunden später

erneut – es lohnt sich!

● ● ●

SHADOWGUN

DEADZONE

kostenlos

englisch|0.3.2b|118 MByte

★★★★★

www.android- user.de/qr/27934

Abb. 5: Als erfolgreicher Kämpfer können Sie sich schon bald bessere

Waffen leisten.

Abb. 6: Ausfälle sind jederzeit möglich: Shadowgun Deadzone befindet

sich in der Beta-Phase.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 87


EINSTEIGER

Kontakt-Bilder setzen

Profilbilder werden hochauflösend synchronisiert

Endlich

scharf!

Seit den Anfangstagen von Android

sind viele Android User von den pixeligen

Profilbildern genervt, die

Google zwischen Gmail und dem

Handy abgleicht. Ein Update bringt

nun endlich knackscharfe Bilder

aufs Handy, wir zeigen Ihnen wie!

Christoph Langner

Sergey Konyakin, 123RF

Abb. 1: Selbst auf einem alten

Handy mit kleinem Profilbild ist die

schlechte Qualität erkennbar.

Es gibt zwei Arten von Handy-

Usern: Die einen klatschen jede

neue Nummer in das Telefonbuch,

ohne sich Gedanken über die Organisation

zu machen, die anderen pflegen das

Adressbuch genauso penibel wie eine ordentliche

Werkstatt. Jede Nummer, jeder Kontakt

hat seinen festen Platz.

Wenn Sie sich bei der Pflege Ihrer Kontakte

viel Mühe geben und für ihre liebsten und

wichtigsten Menschen in Ihrem Leben vielleicht

auch Bilder hinterlegt haben, dann

werden Sie in der Vergangenheit bei einem

Blick auf das Handy enttäuscht gewesen

sein. Anstatt den eigentlich hübschen Fotos,

sahen Sie auf dem Android-Smartphone nur

– entschuldigen Sie bitte den Ausdruck – verwaschene

Pixelgrütze.

Qualitätsverlust

Auf den ersten Androiden

mit kleinen Bildschirmen

und noch kleineren

Kontakt-Bildern in

den Apps fiel die

schlechte Qualität nicht

großartig auf. Doch mit

den heutigen Handys

wie dem Galaxy Nexus

(4,65 Zoll) oder gar dem

Abb. 2: Öffnen Sie Gmail in Ihrem Web-

Browser, und gehen Sie in die Kontaktverwaltung

des Webmailers.

Galaxy Note II (5,5 Zoll) und ihren riesigen

Displays war die Darstellung oft traurig.

Schuld daran war nicht Android selbst, das

beherrscht schon seit Android 4.0 hochauflösende

Profilbilder, sondern die Synchronisierung

zwischen Gmail und Handy. Bei dieser

ging bislang ein Großteil der Bildinformation

verloren. Doch damit ist nun endlich

Schluss: Google unterstützt ab sofort hochauflösende

Profilbilder auf allen Ebenen, es

ist daher an der Zeit, die eigenen Kontakte

mit ordentlichen Bildern zu versehen.

Bequem über den PC

Inzwischen hat Google nun endlich nachgebessert

und ermöglicht hochauflösende Bilder

in Gmail und den Gmail-Kontakten. Allerdings

bleiben die bereits gesetzten Bilder

weiterhin verwaschen. Wer

jetzt endlich hübsche Profil-

Bilder auf dem Handy

haben möchte, der muss

noch einmal alle Bilder

komplett neu setzen. Viel

Arbeit, die sich am Ende allerdings

lohnt, das Auge isst

ja bekanntlich mit.

Am besten gehen Sie

dazu den Weg über das

Web-Frontend von Gmail

88

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


EINSTEIGER

Kontakt-Bilder setzen

Abb. 4: Qualitätssprung: Die gleiche

Fotografie auf demselben

Android-Smartphone vor…

Abb. 5: …und nach dem erneuten

Upload via Gmail. Wie Sie sehen,

ist der Unterschied frappierend.

Abb. 6: Das Profilbild des Kontaktes

lässt sich natürlich auch direkt

über das Handy setzen.

Abb. 7: Mit dem Smartphone

geschossene Bilder bearbeiten Sie

ohne Umweg über den Rechner.

[LINK 1], am PC lassen sich Adressen bequemer

eintippen, und meist haben Sie dort

auch Ihre Bildersammlung auf Lager. Dort

angekommen schalten Sie unter dem Google-

Logo in der linken oberen Ecke der Webseite

zur Kontaktverwaltung von Google (Abbildung

2) um. Diese Kontakte werden über

Ihren Google-Account automatisch, ohne Ihr

Zutun, mit Ihrem Handy synchronisiert.

Hier suchen Sie sich nun Ihre wichtigsten

Kontakte heraus, öffnen sie durch einen

Klick auf den Namen und setzen für das

Musterbild unter Bild ändern ein eigenes

Foto ein. Google macht es Ihnen hier sehr

einfach, ziehen Sie das gewünschte Bild einfach

vom Dateimanager in das graue Kästchen

im Browser. Sie müssen das Bild zudem

vorher auch nicht zurechtschneiden, Gmail

übernimmt das im Anschluss für Sie.

Abb. 3: Das hochgeladene Bild schneiden Sie direkt im Web-Browser auf

das optimale Format zurecht.

Nach dem Setzen des Bildes wird das neue

Foto automatisch mit Ihrem Handy über das

Internet abgeglichen. Das Ergebnis sind nun

endlich Bilder, die es verdienen, auf einem

großen Handy-Display in leuchtenden Farben

zu erscheinen.

Mit dem Handy

Natürlich lassen sich die Bilder auch direkt

über das Android-Handy aktualisieren. Dazu

öffnen Sie die Person in der Kontakte-App

und bearbeiten den jeweiligen Kontakt. Ein

Klick auf das Bild aktiviert einen Dialog, aus

dem Sie direkt ein neues Bild aufnehmen

oder ein bestehendes aus der Galerie des

Handys auswählen können.

Wenn Sie Ihren Kontakt gerade vor sich

haben, wählen Sie den ersten Eintrag und

schießen mit dem Handy sofort ein neues

Profilbild, das Sie dann im

Anschluss bequem auf das

gewünschte Format zurechtschneiden.

Die nun endlich gesicherte

Qualität sollte der

Startschuss für Sie sein, Ihr

Telefonbuch aufzuräumen

und auch die wichtigsten

Kontakte mit einem qualitativ

hochwertigeren Bild

zu versehen. Ein Anruf des

oder der Liebsten ist gleich

viel schöner, wenn ein attraktives

und scharfes Foto

der Person auf dem Display

des eigenen Android-

Smartphones erscheint. ● ● ●

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27674

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 89


TIPPS & TRICKS

SD Card tunen

mechanik, 123RF

Internen und externen Speicher beschleunigen

Speicher-

Booster

Eine lahme SD-Karte

oder ein lahmer interner

Speicher können

schon mal dafür sorgen,

dass das Android-

Gerät träger reagiert als

nötig. Mit den hier vorgestellten

Tools sorgen

Sie für einen Geschwindigkeitsschub

bei Ihrem

Androiden. Marcel Hilzinger

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27932

Bei den MicroSD-Karten und dem

in den Smartphones fest verbauten

Speichern gibt es Qualitätsund

Geschwindigkeitsunterschiede.

Die größte Speed-Bremse ist jedoch

oft das Android-System selbst. In der Grundeinstellung

schreibt es Daten je nach Smartphone

nur mit der bescheidenen Cachegröße

von 4 KByte oder 128 KByte auf den Speicher

oder die MicroSD-Karte. Dabei lässt sich dieser

Wert auf bis zu 4 MByte erhöhen. Mit

den hier vorgestellten Apps finden Sie den

passenden Schreibwert für Ihr Smartphone

und sorgen für einen spürbaren Boost.

SD-Booster

Die App [LINK 1] zeigt beim ersten

Start einen Lizenz- und Warnhinweis

an, den Sie mit Einverstanden

bestätigen. Danach erhalten Sie die obligate

Info, dass die App Root-Rechte benötigt und

den gut gemeinten Tipp, die Cache-Größe

zunächst einmal mit 1024 KByte und 2048

Kbyte zu testen. Die App erlaubt aber sämtliche

Werte zwischen 128 und 8192 KByte.

Im Hauptfenster und zugleich einzigem Dialog

der App sehen Sie nun in Rot oder Grün

die aktuelle Cache-Größe und darunter ein

Eingabefeld. Ein roter Eintrag bedeutet, dass

sich die Werte ziemlich sicher optimieren

lassen. Ein grüner Eintrag deutet darauf hin,

dass die vom Hersteller gewählten Werte

schon recht gut sind. Beim Galaxy Nexus beträgt

die Cache-Größe in der Grundeinstellung

zum Beispiel 128 KByte (verbesserungsfähig),

beim Transformer Prime hingegen

von Haus aus 2048 KByte (optimal).

Tragen Sie nun den gewünschten Wert in

das Eingabefeld ein, und tippen Sie auf Anwenden.

Nun sollten Sie die neuen Einstellungen

mit einem Benchmark testen, wie

weiter unten beschrieben. Treten dabei keine

Probleme auf, und arbeitet der Speicher

deutlich flotter, dann starten Sie SD-Booster

erneut, tragen den getesteten Wert ein und

markieren die Checkbox bei Setze beim Starten

von Android. Alternativ probieren Sie

noch weitere Werte. Laut unseren Tests arbeiten

die meisten aktuellen Geräte mit Werten

von 1024 (1 MByte) oder 2048 (2 MByte)

am besten. Beachten Sie, dass SD-Booster

selbst nicht auf eine MicroSD-Karte ausgelagert

werden darf. Da das Programm lediglich

218 KByte groß ist, sollte das kein Problem

darstellen.

SD Speed Increase

Achten Sie bei der Installation dieser

App darauf, die Anwendung

von Diego Stamigni zu installieren.

NUR MIT ROOT-RECHTEN

Die hier vorgestellten Apps greifen recht tief in

das Android-System ein und funktionieren

deshalb nur mit Root-Rechten.

90

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS

SD Card tunen

Abb. 1: Mit SD-Booster verschaffen

Sie Ihrem Android-Gerät einen

spürbaren Performance-Vorteil.

Abb. 2: SD Speed Increase verfügt

über die schönste Optik und eine

ausführliche Hilfe.

Abb. 3: Mit SD Card Tester messen

wir vor der Optimierung eine

Datenrate von 6,45 MByte/s.

Abb. 4: Gleiches Smartphone nach

der Optimierung mit SD-Booster.

Die Schreibrate jetzt 9,98 MByte/s.

Es gibt bei Google Play eine gleichnamige

App, die keine Root-Rechte benötigt und

somit auch nicht funktionieren kann. Möchten

Sie keinen Placebo-Effekt, sondern echte

Resultate, dann folgen Sie [LINK 2].

Auch SD Speed Increase macht nichts anderes,

als eine Einstellung am Android-System

zu verändern, damit das System beim

Lesen und Schreiben einen größeren Zwischenspeicher

benutzt. Im Unterschied zu

SD-Booster müssen Sie hier den Wert nicht

via Tastatur eingeben, sondern verschieben

einfach bequem den Slider. Die App bringt

zudem über das Menü eine recht ausführliche

Hilfe mit, die fairerweise auch erwähnt,

dass das automatische Setzen des neuen

Werts beim Systemstart nicht immer klappt.

Für 79 Cent gibt es auch eine Version ohne

Reklame, falls Sie den Entwickler unterstützen

möchten.

SD Card Speed Booster

Die App SD Speed Boost vom Entwickler

Jim Weiler [LINK 3] macht

genau das Gleiche, wie die bisher

vorgestellten, kostet aber 99 Cent. Angesichts

der Tatsache, dass das letzte Update vom Februar

2011 stammt, ist die App allerdings

nicht mehr ganz top, was das Design anbelangt.

Verfügen Sie über ein älteres Gerät,

kann es dennoch sinnvoll sein, die 99 Cent

auszugeben, anstatt zu einer der zwei vorgestellten

Gratis-Alternativen zu greifen. Denn

der SD Card Speed Booster ist quasi das Original

und erlaubt auch das Setup von 4

KByte (allerdings erreichen Sie damit garantiert

keinen Speed Boost). Zudem lassen sich

über den Slider die möglichen Werte einfacher

einstellen als per Eingabefeld. Dafür ist

bei dieser App aber bei 4096 KByte Schluss –

2011 gab es noch keine Speicher mit höheren

Cache-Größen.

Resultat messen

Im Optimalfall wirken sich die Änderungen

von SD Booster oder SD

Card Speed Booster spürbar auf Ihr

Smartphone oder Tablet aus. Hat der Hersteller

bereits entsprechende Optimierungen vorgenommen,

dann sind es eventuell nur Nuancen.

Die Resultate lasen sich aber in den

meisten Fällen messen, am einfachsten mit

unserem Standard-Benchmark AnTuTu

[LINK 4]. Alternativ gibt es die App SD Tools

[LINK 5], die aber auf den meisten Smartphones

nur mit der externen MicroSD-Karte klarkommt

und in unseren Tests für die interne

Karte eine Fehlermeldung lieferte. Deutlich

besser arbeitet SD Card Tester [LINK 6]. Die

App misst nicht nur die Geschwindigkeit von

internen und externen MicroSD-Karten, sondern

zeigt Ihnen auch an, ob die 32-GByte-

Karte auch tatsächlich für 32 GByte Daten

Platz bietet.

Fazit

Haben Sie Ihr Smartphone bereits gerootet,

dann lohnt sich die Installation und der Einsatz

der hier vorgestellten Apps in jedem

Fall. Sind Sie sich noch unsicher, lohnt es

sich, mit SD-Booster die aktuelle Cache-

Größe zu ermitteln. Liegt diese unter 1024

KByte, dann können Sie Ihr Android-Gerät

noch spürbar schneller machen.

● ● ●

Abb. 5: Die App SD Card Speed

Booster gewinnt keinen Schönheitspreis,

aber sie funktioniert.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 91


TIPPS & TRICKS

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

tele52, 123RF

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

cool sind. Christoph Langner

Abb. 1: Der Google Play Store

gerät ins Stolpern und weigert

sich, weitere Apps zu installieren.

Google Play wieder

flottmachen

Ab und an melden sich Android

User bei uns, die keine Anwendungen

mehr aus dem Google Play

Store installieren können. Die beschriebenen

Symptome des Problems sind oft unterschiedlich.

Mal behauptet der Play Store,

dass zahlreiche Apps inkompatibel sein. Mal

schweigt sich der ehemalige Android Market

über das Vorhandensein von Updates aus.

Mal zeigt Google Play Meldungen wie Fehler

beim Verarbeiten des Kaufs: [df-bpa-09] (teils

mit einer anderen Nummer) beim Versuch

Apps zu installieren an.

Als Lösungsansatz zeigte

sich bislang immer das Löschen

der Daten des Play

Stores erfolgreich. Öffnen

Sie dazu unter Einstellungen

| Anwendungen | Anwendungen

verwalten (bis

Android 2.3) bzw. unter

Einstellungen | Apps (ab

Android 4.0) den Reiter

Alle und sämtliche Daten

des Google Play Stores und

des Google-Dienste-Frameworks.

Nach einem abschließenden

Neustart des

Android-Smartphones

sollte der Google Play Store

wieder funktionieren.

Daten gehen Ihnen beim

Rücksetzen des Stores übrigens

nicht verloren.

Abb. 2: Öffnen Sie die Einstellungen

des Google Play Stores aus

dem Kontext-Menü heraus.

Fehlende Apps bei Google

Play

Sie vermissen auf einmal diverse

Apps im Google Play Store? Browser

wie Chrome oder Opera lassen

sich nicht finden? Nachrichten-Apps wie n-tv

oder Spiegel Online liefern keine Treffer? In

diesem Fall wurde vermutlich der Jugendschutz-Filter

des Play Stores aktiviert, unter

diesen Fallen generell sämtliche Apps, die

fremde Inhalte anzeigen können.

Aus den Einstellungen des Play Stores heraus

(erreichbar über Menü) finden Sie über

Filter für Inhalte zum Inhaltsfilter des Play

Stores. Nur wenn hier Alle Apps anzeigen aktiviert

ist, und Apps sämtlicher

Stufen zugelassen sind,

erscheinen auch sämtliche

Apps im Play Store.

Sound aus der

Klorolle

Der Sound aus

Ihrem Handy ist ein

kleines bisschen zu

blass und leise? Sie möchten

aber kein Geld für einen externen

Lautsprecher ausgeben?

Dann basteln Sie sich

doch einen passiven Handy-

Verstärker aus der Papphülse

einer aufgebrauchten Klorolle

und vier Pins aus Ihrer Pinnwand.

Schneiden Sie dazu

einen für Ihr Handy passenden

Schlitz aus der Papprolle

92

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS

Tipps & Tricks

die Kopfhörer von brauchbarer Qualität, mal

kommt nur ein müdes Krächzen aus den

Ohrstöpseln. Sehr oft ist auch die Gestaltung

der Kopfhörer mangelhaft. Nicht nur dass sie

schlecht im Ohr sitzen, man kann auch nicht

erkennen, ob der Knopf nun ins rechte oder

linke Ohr gehört. Nur ein kleines aufgedrucktes

„L“ oder „R“ verrät den Platz.

Fehlen Ihnen die zum Entziffern nötigen

Adleraugen, dann machen Sie doch einen

kleinen Knoten in das Ende des Kabels. So

erkennen Sie ohne Hinzusehen mit den Fingerspitzen,

in welches Ohr der jeweilige Ohrstöpsel

denn nun gehört.

Abb. 3: Basteln Sie aus einer Klorolle einen Handy-

Ständer und Passiv-Box zum Nulltarif.

aus, stecken die Pins als Füßchen in die Unterseite,

und fertig ist der Verstärker.

Natürlich verwandelt diese Maßnahme Ihr

Handy nicht in eine kräftige Jukebox, doch

Musik kommt lauter und mit mehr Bass aus

der Rolle. Außerdem haben Sie einen kostenlosen

Handy-Ständer auf dem Schreibtisch.

Mit ein paar bunten Stiften wird aus der

grauen Maus schnell ein optisches Highlight.

Kabellos laden

HP zeigte erstmals beim Palm Pre

oder auch beim HP Touchpad

Smartphones und Tablets in Serie,

die sich ohne das lästige Einstecken von Kabeln

aufladen ließen. Die Touchstone genannten

Ladegeräte übertrugen ihre Energie

kabellos per Induktion in den Akku. Bislang

traute sich kaum ein Hersteller, eine ähnliche

Technik zu integrieren, das neue Nexus 4

und das Galaxy S III sind aber vorbereitet.

Für das Samsung Galaxy S III finden Sie

auf Ebay [LINK 1] fertig vorbereitete Rückendeckel,

mit denen Sie Ihr S3 zusammen mit

einem HP Touchstone [LINK 2] kabellos aufladen.

Die Deckel stammen original von

Samsung, wurden aber vom Händler in

Hongkong mit einer Induktionsspule und

Kontakten ausgestattet, die das Zusammenspiel

mit dem Touchstone ermöglichen. Der

Deckel kostet inklusive Versand etwa 20

Euro, den HP Touchstone bekommen Sie

über Amazon direkt von HP Deutschland für

knapp 15 Euro.

Links oder rechts?

So gut wie jedem Android-Smartphone

liegt ein Headset bei, mit

dem Sie Musik hören oder auch

freisprechend telefonieren können. Mal sind

Sichere Passwörter

Computer-Sicherheit ist relativ, das

perfekt sichere System wurde, wie

wir alle wissen noch nicht erfunden.

Um wichtige Internet-Dienste abzusichern,

sollten Sie daher für jeden Dienst individuelle

und komplexe Passwörter nutzen.

Doch wer kann sich schon etwas wie

OfH+{Pö2]+ als Passwort merken? Und

dann noch für verschiedene Seiten?

Viele User machen sich daher das Leben

einfach und verwenden überall und immer

dasselbe Passwort, im schlimmsten Fall auch

noch etwas Triviales wie Passwort, 12345

oder den eigenen Namen. Was viele nicht

wissen: Mit solchen Passwörtern gesicherte

Accounts sind schnell geknackt, ein Schutz

vor Missbrauch existiert dabei nicht.

Machen Sie sich es doch einfach und sicher!

Angenommen Sie heißen Andy User,

sind 1990 geboren und brauchen ein Passwort

für Ihrem Google-Account. Wie wäre es

dann mit google-90-Añdy? Das Passwort lässt

sich leicht für andere Dienste anpassen, es

ist individuell und enthält Zahlen, Groß-/

Kleinschreibung wie auch Sonderzeichen.

Das „ñ“ geben Sie bei den meisten Android-

Keyboards sehr einfach über einen längeren

Fingerzeig auf das „n“ ein. Gleiches gilt für

Sonderzeichen wie ç der é.

● ● ●

Abb. 4: Ein kleiner Knoten im Kabel markiert jederzeit

fühlbar den rechten Knopf im Ohr.

Abb. 5: Sonderzeichen lassen sich

mit den meisten Android-Keyboards

leicht eingeben.

Abb. 6: Der HP Touchstone lässt

sich mit ein bisschen Aufwand

auch mit anderen Handys nutzen.

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www.android- user.de/qr/27673

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 93


TIPPS & TRICKS

FRITZ!Box-VoIP ohne App

VoIP über die FRITZ!Box ohne extra App

Direkter

Draht

Wer eine FRITZ!Box Fon zu Hause stehen hat, kann den Router nicht nur für

Gespräche über günstige VoIP-Anbieter nutzen, sondern die Box auch als

VoIP-Server für das eigene Android-Handy oder andere SIP-Clients einrichten.

Dazu braucht es nicht einmal eine extra App. Christoph Langner

stockshoppe, 123Rf

Abb. 1: FRITZ!App Fon erntet im

Google Play Store regelmäßig

durchwachsene Kritiken.

Die FRITZ!Box-Familie des deutschen

Herstellers AVM dominiert

schon seit Jahren den DSL-Endgerätemarkt.

Europaweit kommt das

Unternehmen aus Berlin auf einen Marktanteil

von über 20 Prozent. In Deutschland laufen

gar zwei von drei privaten Internet-Anschlüssen

über einen AVM-Router.

Die meisten FRITZ!Box-Besitzer nutzen allerdings

die Möglichkeiten ihrer Box gar

nicht aus, oft fristet die FRITZ!Box gut versteckt

ihr Dasein als reiner DSL-Router. Die

in vielen Modellen eingebauten Medien-Server,

NAS-Funktionen oder auch die VoIP-Telefonie

liegen brach.

AVM FRITZ!Apps

Der Hersteller der FRITZ!Boxen AVM bemüht

sich schon seit längerer Zeit intensiv um die

Android-User. So finden Sie mit FRITZ!App

Fon, FRITZ!App Ticker und FRITZ!App

Media gleich drei Android-Anwendungen im

Play Store [LINK 1], die für Inhaber einer

FRITZ!Box interessant sein könnten.

Mit der Fon-App telefonieren Sie zum Festnetzpreis

über Ihre FRITZ!Box, der Ticker

zeigt Ihnen verpasste Anrufe an, und über

Media streamen Sie Multimedia-Inhalte auf

Ihr Smartphone, wenn Sie den bei vielen aktuellen

Modellen eingebauten Medienserver

der FRITZ!Box aktiviert haben.

Trotz des Potenzials von FRITZ!App Fon

[LINK 2] geben Android User der App im Play

Store jedoch sehr oft schlechte oder nur

durchschnittliche Noten. Viele Kommentatoren

klagen über häufige Abstürze des Programms

oder gar des kompletten Smartphones.

Zudem würde die App das Handy

träger machen und viel Strom verbrauchen.

Manche beschweren sich auch über

schlechte Sprachqualität bei Telefonaten.

Um über Ihre FRITZ!Box Fon mit dem

Handy telefonieren zu können, brauchen Sie

allerdings gar keine extra App. Android und

die Box verstehen sich dank offener Standards

auch so wunderbar.

FRITZ!Box einrichten

Um die FRITZ!Box über Voice-over-IP nutzen

zu können, müssen Sie ein IP-Telefon in

Ihrer VoIP-fähigen FRITZ!Box (zu erkennen

an dem „FON“-Zusatz) einrichten. Öffnen

Sie dazu das Web-Frontend in einem Browser

und gehen im Menü zu Telefonie | Telefoniegeräte.

Dort konfigurieren Sie über Neues

Gerät einrichten | Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter)

| LAN/ WLAN (IP-Telefon)

das neue virtuelle Telefongerät.

Der Name dient lediglich zur Unterscheidung

der einzelnen Telefoniegeräte. Wichtig

sind einzig das von Ihnen gesetzte Zugangspasswort

und die automatisch generierte Login-Nummer.

Sie brauchen beide Daten, um

später Ihren SIP-Client – in diesem Fall eben

das Android-Handy – zu konfigurieren.

Im Gegensatz zu FRITZ!App Fon entdeckt

Android selbst die VoIP-Fähigkeiten Ihres

NICHT NUR FÜRS HANDY

Unser Tipp lässt sich nicht nur auf dem Handy,

sondern auch auf dem PC nutzen. Mit SIP-

Clients wie Blink [LINK 3], PhonerLite [LINK 4],

Ekiga [LINK 5] oder Empathy [LINK 6] verwandeln

Sie Ihren Rechner in ein zusätzliches Endgerät,

ganz egal, welches Betriebssystem Sie nutzen.

94

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS

FRITZ!Box-VoIP ohne App

Abb. 2: Google hat die Telefonie-Einstellungen

gut im Menü der Telefon-

App versteckt.

Routers nicht im WLAN. Sie müssen ein entsprechendes

VoIP-Konto im Handy von Hand

anlegen. Die Einstellungen dafür finden Sie

nicht in den Android-Einstellungen selbst,

sondern in der Telefon-App Androids. Dort

gelangen Sie über das Kontext-Menü bzw.

den Menü-Button Ihres Handys zu den Einstellungen

für Internetanrufe.

VoIP-Konto in Android

Legen Sie dort nun unter Konten ein neues

SIP-Konto an. Als Nutzernamen übernehmen

Sie die dreistellige Nummer, die beim Anlegen

des VoIP-Kontos in der FRITZ!Box automatisch

generiert

wurde, das Passwort

hatten Sie selbst vergeben.

Als Server reicht

es, lediglich fritz.box

einzutragen. Der Name

wird automatisch von

der FRITZ!Box aufgelöst,

wenn Ihr Handy

im WLAN der Box eingeloggt

ist.

Um die FRITZ!Box

nun auch als Telefonie-

Basis nutzen zu können,

sollten Sie noch

die Option Eingehende

Anrufe annehmen in

der VoIP-Kontenverwaltung

setzen. Die

Einstellung beeinträchtigt

jedoch die Akkulaufzeit

negativ, da

Abb. 5: Alle unter den Internetanrufen

hinterlegten Nummern werden

automatisch via VoIP angewählt.

immer ein Kanal zum

VoIP-Server offen gehalten

werden muss.

Sie ist allerdings notwendig,

damit Anrufer

Sie auf dem Handy

über die FRITZ!Box erreichen

können.

Um ausgehende Anrufe

über die Box zu tätigen,

haben Sie die

Möglichkeit, die Einstellung

Internetanrufe

verwenden | Bei jedem

Anruf fragen zu aktivieren

oder in den Android-

bzw. Gmail-Kontakten

das Feld Internetanruf

zu nutzen.

Die erste Option ist

über kurz oder lang

etwas nervig, da vor

jedem ausgehenden

Anruf eine Abfrage erscheint, selbst wenn

Sie gerade gar nicht in Ihrem WLAN stecken

und die FRITZ!Box nutzen könnten.

Belassen Sie es daher am besten bei der

Einstellung Nur für Internetanrufe und nutzen

Sie stattdessen das Feld Internetanruf in

Ihren Android-Kontakten. Dort abgespeicherte

Rufummern werden automatisch über

das primäre VoIP-Konto angewählt, sodass

im besten Fall keine Gesprächskosten aufgrund

Ihres günstigen Festnetzanschlusses

entstehen. VoIP-Anrufe direkt über das Nummernfeld

der Telefonie-App zu tätigen, ist allerdings

bislang noch nicht möglich. ● ● ●

Abb. 3: Richten Sie das VoIP-Konto

der FRITZ!Box auf Ihrem Androiden

ein.

Abb. 6: Während des Rufaufbaus

weist der Text „Internetanruf“ auf die

Art des Anrufes hin.

Abb. 4: Die Daten hatten Sie beim

Anlegen des VoIP-Kontos in der Fritzbox

vergeben.

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ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 95


POWERUSER

JellyBean auf dem DHD

JellyBean auf dem Desire HD

Jelly

Desire

HTC

Android-Geräte, die ein gewisses Alter überschritten haben, werden

vom Hersteller meistens nicht mehr mit offiziellen Systemupdates versorgt.

Doch dank der Arbeit von verschiedenen Programmierern weltweit

tut sich immer wieder mal eine Möglichkeit auf, so auch mit Jelly

Bean für das Desire HD. Tim Fuhrländer

TIPP

Sie sollten ein Backup

immer an zwei verschiedenen

Orten aufbewahren,

falls Sie einmal versehentlich

Ihre SD-Karte formatieren

oder austauschen

Verschiedene Entwicklergruppen

arbeiten zurzeit an der Optimierung

von Android 4.1 bzw. 4.2

„Jelly Bean“ für das HTC Desire

HD. In diesem Artikel erfahren Sie alles über

die Version von Cyanogenmod. Um Jelly

Bean – oder in diesem Fall Cyanogenmod 10

– nutzen zu können, benötigen Sie ein gerootetes

Gerät. Wie Sie Ihr Desire HD rooten, erfahren

Sie im Artikel aus Ausgabe 07/ 2012

von Android User [LINK 1].

It’s Jelly Time

Eine Auflistung der aktuellen JellyBean-Varianten

von Cyanogenmod gibt es bei Google

Code [LINK 2]. Hier finden Sie auch gleich das

passende ROM zum Download (aktuell die

Datei JellyTime_R27.zip) sowie ein paar Alternativen.

Zusätzlich zum ROM benötigen

Sie noch die aktuellen Google-Apps, kurz G-

Apps gapps-jb-20121011-signed.zip [LINK 3].

Fehlt die Datei, schauen Sie einen Tag später

wieder auf dem Server vorbei.

Wenn Sie das ROM und die Google-Apps

heruntergeladen haben, müssen Sie diese auf

die MicroSD-Karte Ihres Smartphones kopieren.

Das ROM sollte eine Größe von rund 180

MByte haben, die G-Apps betragen knapp 90

MByte. Als Nächstes müssen Sie das Desire

HD in den Recovery-Modus booten. Das können

Sie entweder tun, indem Sie auf Neustarten

und dann auf Recovery gehen, oder beim

Einschalten des Smartphones die Powertaste

und die Leiser-Taste gedrückt halten, und anschließend

recovery auswählen.

Backup nicht vergessen

Im Recovery-Modus angekommen, sollten

Sie zunächst ein Backup machen, um für den

Fall der Fälle gewappnet zu sein. Dazu wählen

Sie Backup and restore aus, und bestätigen

anschließend, dass Sie ein Backup machen

wollen. Dies wird auf Ihrer MicroSD-

Karte gespeichert.

Nach dem Backup wählen Sie im Recovery-Menü

den Eintrag Wipe/ format aus und

führen ein Factory reset durch. Dabei werden

sämtliche Daten auf dem Smartphone gelöscht!

Anschließend empfiehlt es sich, über

den Menüpunkt Cache + Dalvik-Wipe auch

den Zwischenspeicher zu leeren. Möchten

Sie später eine andere Version von Cyanogenmod

10 auf dem Desire HD ausprobieren

ist der zweite Schritt nicht mehr notwendig.

Nach dem Factory Reset wechseln Sie zurück

ins Hauptmenü des Recoverys und wählen

dort den Punkt install from SD aus. Im

nächsten Fenster klicken Sie auf choose zip

from SD. Nun sehen Sie eine Liste mit allen

auf Ihrer SD-Karte gespeicherten Dateien. In

dieser Liste befindet sich auch (wahrscheinlich

relativ weit unten) die heruntergeladene

ZIP-Datei mit JellyTime. Diese klicken Sie

nun an und bestätigen. Der folgende Vorgang

kann ein paar Minuten in Anspruch nehmen.

Wird Ihnen anschließend angezeigt, dass das

ROM ordnungsgemäß installiert wurde, ist

alles glatt gelaufen. Ist dies nicht der Fall,

gehen Sie die Anleitung noch einmal Schritt

für Schritt durch. Um alle Google-Funktionen

nutzen zu können, müssen Sie nun noch die

96

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


POWERUSER

JellyBean auf dem DHD

Abb. 1: Kein HTC Sense mehr, dafür

pures Cyanogenmod mit den

aktuellsten Apps.

Abb. 2: Das Wetter finden Sie

schon auf dem Lockscreen, nicht

erst nach dem Entsperren.

Abb. 3: Aktuell steht die Custom-

Firmware noch bei Android 4.1.2,

doch Android 4.2 wird folgen.

Abb. 4: Auch der Akkuverbrauch

von JellyTime kann sich durchaus

sehen lassen.

G-Apps installieren. Das passiert auf demselben

Weg, wie die Installation eines ROMs,

also auch über die Recovery-Funktion und

den Menüpunkt Install from SD. Anschließend

wählen Sie in der Liste die G-Apps.zip-

Datei aus und installieren diese. Wenn auch

dieser Vorgang abgeschlossen ist, starten Sie

das Desire HD mit einem Klick auf reboot

now neu.

Jelly Bean ist flott

Sie werden nun von einer Startanimation begrüßt.

Nachdem Sie sich mit Ihrem Google-

Account angemeldet haben, läuft alles wie

gewohnt. Auf dem Homescreen lassen sich

nach wie vor Widgets, Ordner und Apps ablegen,

um die Bedienung möglichst persönlich

zu gestalten. Am oberen Rand fällt sofort

eine Google-Suchleiste auf, die das direkte

Suchen vom Homescreen aus ermöglicht.

Selbst, wenn mehrere Widgets auf den

Homescreens abgelegt sind, kann man ohne

kleinste Ruckler zwischen den fünf Seiten

hin- und herwechseln.

Außerdem beeindruckt JellyBean mit vielen

netten Animationen. Wenn man die Statusleiste

nach unten zieht, wird die Bildschirmhelligkeit

gedimmt, und der eigentliche

Hintergrund verschwindet fast unbemerkt.

Das sieht nicht nur toll aus, sondern

ist auch wesentlich angenehmer, wenn man

in einem dunklen Raum ist, und sich durch

das langsame Hellerwerden beim Hochschieben

der Statusleiste an die Helligkeit gewöhnen

kann. Eine weitere grafische Verbesserung

bemerkt man, wenn man an das Ende

einer Liste scrollt. Der sogenannte Overscrolleffekt

wurde stark optimiert, sodass das

blaue Glimmen jetzt wirklich einen schönen,

stufenlosen Farbverlauf angenommen hat. Es

gibt jedoch auch Unterschiede zwischen dem

puren Jelly Bean von Google und der Cyanogenmod-Variante.

So bietet CM 10 von Haus

aus eine Funktion an, um die Leistung des

Handys zu steigern. Neben dem Hochtakten

kann man hier auch etwas an der Grafikleistung

schrauben oder das RAM-Modul tunen.

Leider gibt es nicht nur Positives zu berichten.

Oft werden durch Updates über

Nacht Dinge, die schon funktionierten, wieder

unbrauchbar, nur damit andere Dienste

laufen. Zwischenzeitlich gab es in unseren

Tests Fehler bei der Kamera, und in einem

späteren Update funktionierte auf einmal der

Taschenrechner nicht mehr. Auch der Akkuverbrauch

schwankt zurzeit noch sehr stark.

Teilweise ist ein Verbrauch von drei bis vier

Prozent pro Stunde im Standby-Modus aufgetreten.

Solche Fehler sind allerdings oft

einen Tag später schon wieder behoben.

Fazit

Mit dem Jelly-Time-ROM bekommen Sie ein

butterweiches Desire HD. Im Benchmark mit

AnTuTu übertraf sich das Smartphone zwar

mit 3688 Punkten nicht, aber das System

läuft absolut flüssig. Alle Features aus Jelly

Bean sind mit an Board, wie zum Beispiel

Google Now und die neue Sprachsuche.

Wenn die kleinen Fehler behoben werden

und noch ein wenig an der Energieverwaltung

geschraubt wird, blüht das schönste

Android-Smartphone aller Zeiten noch einmal

so richtig auf. So verwundert es auch

nicht, dass der Preis eines Neugeräts inzwischen

wieder auf 400 Euro gestiegen ist. ● ● ●

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www.android- user.de/qr/27906

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 97


POWERUSER

Paranoid Android

Paranoid Android

Das Paranoid-Android-ROM macht das Handy zum Tablet

Doppelt

hält

besser

Die Benutzeroberfläche von Tablets bietet einige Vorteile gegenüber

der Oberfläche von Smartphones. Wäre es nicht schön, einige Elemente

aus der GUI von Tablets auch auf dem Smartphone benutzen

zu können? Florian Schwade, Christoph Langner

Abb. 1: Der GooManager findet

automatisch zu Ihrem Gerät passende

ROMs im Netz.

Seit Android „Honeycomb“ 3.0 verfügt

das Android-System über

eine an Tablets angepasste Benutzeroberfläche.

Seitdem passen

auch immer mehr Entwickler ihre Apps an

die Displays der Android-Tablets an, sodass

diese neben einer besseren Tablet-Optik auch

mehr Bedienkomfort mitbringen.

Manch einem Handy wie dem HTC One XL

oder dem Samsung Galaxy Note 2 mit Displays

um die fünf Zoll würden diese Apps

gut zu Gesicht stehen, doch Android lässt

Ihnen keine Wahl. Smartphones zeigen Apps

im kleinen Schrumpel-Look an, auf Tablets

sehen Sie die App im Tablet-Layout.

Wäre es da nicht schön, die Tablet-Apps

auch auf dem Smartphone benutzen zu können?

Das Paranoid-Android-ROM [LINK 1] ermöglicht

genau das. In den Einstellungen des

ROMs lässt sich gezielt festlegen, welche App

im Tablet-Layout angezeigt und welche normal

dargestellt werden soll. Somit kombinieren

Sie die besten Elemente der Smartphone-

UI mit denen der Tablet-Oberfläche.

Paranoid Android

Paranoid Android bietet nicht als einziges

ROM dieses Feature an, es unterscheidet sich

aber in einem wesentlichen Punkt von anderen

Aftermarket-Firmwares: Es erzwingt die

Tablet-Darstellung nicht über Modifikationen

an der build.prop des ROMs, sondern nutzt

einen echten Hybrid-Modus für die wechselweise

Darstellung beider Benutzeroberflächen

auf dem laufenden System.

Das Umschalten der Darstellung übernimmt

bei Paranoid Android das „Hybrid Engine“

getaufte Framework. So legen Sie auf

Wunsch für jede App, den Lockscreen oder

auch für die Homescreens die Darstellungsweise

fest. Paranoid Android arbeitet unabhängig

vom DPI-Wert des Systems, Neustarts

mit speziellen Einstellungen sind nicht nötig.

Die Entwickler von Paranoid Android erfinden

das Rad nicht komplett neu, sondern

setzen auf die beliebte Aftermarket-Firmware

CyanogenMod [LINK 2]. Aktuell arbeitet man

zweigleisig an der Entwicklung des ROMs.

Der stabile Zweig baut auf CyanogenMod 9

und somit Android „Ice Cream Sandwich“

4.0 auf, der experimentellere Entwicklungszweig

gründet auf CyanogenMod 10 mit Android

„Jelly Bean“ 4.1 als Basis.

Paranoid Android ist für eine Vielzahl von

Geräten verfügbar. Derzeit gibt es über 30

Android-Handys und -Tablets, für die die

Firmware offiziell aus dem Source Code

kompiliert wurde. Für weitere 24 Geräte gibt

es Portierungen des ROMs, die Ports beinhal-

DPI

DPI steht für dots per inch. Dies ist gleichbedeutend

mit Punkte pro Zoll. Die Einheit wird

als Maß für die Detailgenauigkeit visueller Darstellungen

benutzt. DPI geben unter anderem

die Qualität der der Bildwiedergabe an. Im allgemeinen

Sprachgebrauch werden DPI hin

und wieder fälschlicherweise mit der Auflösung

gleichgesetzt.

98

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


POWERUSER

Paranoid Android

ten jedoch oft Fehler oder

sind in der Funktionalität eingeschränkt,

da es für diese

Geräte keine offiziellen Updates

auf Ice Cream Sandwich

oder Jelly Bean gibt. Nähere

Informationen bekommen Sie

in den Threads zu den einzelnen

Ports im XDA-Entwicklerforum.

Eine vollständige Liste

aller unterstützten Geräte finden

Sie im Forum der XDA-

Developers [LINK 3].

Abb. 2: Auf Wunsch laden Sie auch

ältere Versionen über den Goo-

Manager herunter.

Abb. 3: Mit Titanium Backup

sichern Sie vor der Installation

Apps und deren Daten.

Download und

Vorbereitung

Dieser Artikel setzt voraus,

dass Sie Ihr Smartphone bereits

gerootet und mit einem

Custom-Recovery, wie beispielsweise

dem Clockwork-

Mod-Recovery, versehen haben. Falls nicht,

empfehlen wir Ihnen die Lektüre der jeweiligen

Artikel in der PowerUser-Rubrik unserer

früheren Ausgaben oder eine Suche nach Informationen

zum Rooten Ihres Handys in

den einschlägigen Foren zu Ihrem Gerät.

Wie von anderen Firmwares gewohnt,

müssen Sie die zu Ihrem Handy passende

Version des ROMs herunterladen. Zu jedem

Build gibt es bei den XDA-Developers einen

eigenen Beitrag, in dem Sie die entsprechenden

Downloads finden.

Weiterhin müssen Sie noch die Google

Apps separat herunterladen [LINK 4], da diese

nicht in Custom-ROMs integriert werden dürfen.

Falls Sie diese nicht installieren, fehlen

wichtige Bestandteile des Android-Systems

wie zum Beispiel der Google Play Store, die

Gmail-App oder der Kalender.

Nach dem Download des ROMs und der

Google Apps sollten Sie unbedingt die MD5-

Prüfsummen der heruntergeladenen Dateien

kontrollieren, um sicherzugehen, dass der

Download auch wirklich fehlerfrei verlief.

Andernfalls droht im schlimmsten Fall ein

komplett ruiniertes – gebricktes – Handy.

Unter Windows berechnen Sie die Prüfsumme

zum Beispiel mit einem kostenlosen

Tool von Microsoft [LINK 5] oder einer Freeware

mit grafischer Oberfläche wie dem Allin-One

Checksum Utility [LINK 6].

Alternativ lassen sich die meisten Versionen

von Paranoid Android auch über den

GooManager [LINK 7] heruntergeladen. Der

GooManager greift dabei auf den – bei Android-ROM-Entwicklern

sehr populären – Filehoster

Goo.im zurück. Unter Browse Compatible

ROMs finden Sie eine Liste der Entwickler,

die ein mit Ihrem Gerät kompatibles ROM

anbieten. Sie müssen trotzdem in die Auflistung

aller Paranoid-Android-ROMs [LINK 3]

spicken, um den Namen des jeweiligen Entwicklers

zu finden. Mit dem GooManager

lassen sich auch direkt die passenden Google

Apps finden. Weiterhin bietet GooManager

den Vorteil, dass Sie per Push-Benachrichtigung

über Updates informiert werden.

Am Ende der Vorbereitungen sollte immer

ein Backup Ihrer Daten stehen. Mit Titanium

Backup [LINK 8] sichern Sie Ihre Apps inklusive

der Anwendungsdaten. Auf das Backup

der Systemdaten und -Einstellungen sollten

Sie jedoch aus Kompatibilitätsgründen verzichten.

Einige ROM Entwickler raten zudem

auch vom Sichern der Apps ab, sie lassen

sich ja schnell über den Play Store wiederherstellen.

Optional erstellen Sie über das

Recovery-System ein komplettes Backup des

vollständigen Systems. Falls etwas schiefgeht,

stellen Sie so in kürzester Zeit Ihr ursprüngliches

System wieder her.

Installation des ROMs

Sie sollten sich nun im Recovery Modus befinden.

Wählen Sie zunächst Wipe Data/ Factory

Reset aus, und bestätigen Sie die Auswahl.

Dieser Schritt löscht sämtliche Daten

des Systems auf dem internen Speicher des

Handys. Backups, Bilder und sonstige Daten

auf der SD-Speicherkarte bleiben davon natürlich

unberührt.

Anschließend gehen Sie zum Installieren

des neuen ROMs über. Wählen Sie dazu den

Menüpunkt Install zip from sdcard. Flashen

Sie erst das ROM und anschließend die

Google Apps. Ist der Vorgang abgeschlossen,

Abb. 4: Zum Konfigurieren der

Oberfläche bringt Paranoid

Android ein eigenes Tool mit.

Abb. 5: Diese Ansicht der Statusleiste

bekommen Sie sonst nur auf

einem Tablet zu Gesicht.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 99


POWERUSER

Paranoid Android

Abb. 6: Im Menü integriert sind

praktische Schalter zum De-/ Aktivieren

von WLAN und Co.

ALLE

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www.android- user.de/qr/27522

Abb. 9: Die Tablet-Darstellung der

IMDb-App lässt sich nun auch auf

dem Handy aktivieren.

Abb. 7: Bestimmen Sie für jede

App einzeln, in welchem GUI-

Modus sie angezeigt werden soll.

Abb. 8: So sieht der Homescreen

der IMDb-App üblicherweise auf

einem Android-Smartphone aus.

starten Sie das Handy neu. Der erste Boot-

Vorgang dauert oft einen Tick länger als gewohnt.

Abschließend richten Sie Ihr Paranoid-Android-Handy

wieder nach Ihren

Wünschen ein und/ oder spielen die mit Titanium

Backup gesicherten Apps wieder auf.

Paranoid Android

konfigurieren

Die ROM-Einstellungen finden Sie als zusätzlichen

Eintrag in den Systemeinstellungen

von Android unter Paranoid Settings. Über

den Statusbar style legen Sie fest, ob die Statusleiste

wie am Handy gewohnt oben am

Display oder wie beim Tablet unten liegt.

Damit im Zusammenhang steht der vorletzte

Menüpunkt SystemUI DPI. Diese Einstellung

gibt den DPI-Wert an, mit dem die

Status- und Navigationsleiste angezeigt werden.

Auf einem 4 Zoll großen Smartphone-

Touchscreen macht etwa die Statusleiste der

Tablet-UI und die Einstellung Default DPI

eine gute Figur. Eventuell müssen Sie etwas

an den Werten spielen, bis Sie mit der Darstellung

zufrieden sind.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ermöglicht

es die Hybrid Engine, für jede App

beliebig oft zwischen der Tablet-UI und der

Smartphone-UI zu wählen. Am Beispiel der

IMDb-App möchten wir die Möglichkeiten

von Paranoid Android erläutern. Wählen Sie

hier zunächst in den Paranoid Settings den

Punkt List of Apps aus.

Scrollen Sie in der Liste zur IMDb App und

wählen Sie diese aus. Im unteren Bereich, im

Abschnitt Settings, wählen Sie dann die Tablet

UI und die Option Stock DPI (Tablet) aus.

Um die Änderungen zu übernehmen, wählen

Sie Save beziehungsweise

Apply aus. Es dauert ein paar

Sekunden, bis die Änderungen

übernommen wurden.

Danach öffnen Sie die App

und prüfen Sie, ob Sie das Ergebnis

zufriedenstellt.

Da Sie eine für ein großes

Tablet-Display gedachte App

auf ein Smartphone quetschen,

kann es durchaus vorkommen,

dass die Darstellung

mit den Standard-DPI-

Werten nicht optimal ist. In

diesem Fall lässt sich in den

Paranoid Settings für diese

App ein anderer DPI-Wert frei

festlegen. Eventuell müssen

Sie mit verschiedenen Werten

experimentieren. In der Regel

klappt es mit den Einstellungen

für die Tablet UI jedoch problemlos.

Vor zukünftigen Updates müssen Sie keine

Angst haben, da Paranoid Android mit Paranoid

Backup eine eigene Backup-App mitbringt.

Mit ihr sichern Sie vor einem Update

des ROMs die wichtigsten Einstellungen auf

der Speicherkarte. Nach dem erfolgreichen

Update der Firmware spielen Sie Ihre Settings

über die App wieder neu ein. Ein vollständiger

Wipe vor einem erneuten Backup ist im

Normalfall nicht nötig.

Bekannte Probleme

Natürlich wird auch Paranoid Android nicht

von Bugs verschont. Da Paranoid Android

auf der CyanogenMod basiert, enthält das

ROM zwangsläufig auch alle Bugs der CyanogenMod-Grundlage.

Weiterhin stürzen einige

Apps ab, wenn die Default-DPI-Werte verändert

werden. Die meisten dieser Forced Closes

lassen sich aber beheben, indem Sie die

Paranoid Settings öffnen und in der List of

Apps bei den betroffenen Anwendungen

Phone UI und Stock DPI (Phone) auswählen.

Fazit

Paranoid Android erweist sich als innovative

und einzigartige Firmware, die sich in letzter

Zeit immer größerer Beliebtheit erfreut. Das

liegt zum einen daran, dass sich mit Paranoid

Android die immer weiter wachsenden

Smartphone-Displays optimal ausnutzen lassen,

zum anderen aber auch daran, dass die

Entwickler ihre Jelly-Bean-Firmware für

zahlreiche ältere Android-Geräte gebaut

haben. So manch einem älteren Schätzchen

verpassen Sie mithilfe von Paranoid Android

das aktuelle Android 4.1.

● ● ●

100

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


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POWERUSER

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu guten ROMs geben. Christoph Langner

Abb. 1: Die aktuellen Nightly-Builds

von CyanogenMod 10 besitzen nun

eine integrierte Update-Routine.

Jelly Bean für Sony Xperias

Das Sony Ericsson Xperia Arc hat

zwar von Sony noch ein Update auf

Android 4.0 aka Ice Cream Sandwich

bekommen, doch damit endet der Support

seitens des Herstellers für das Gerät.

Android „Jelly Bean“ 4.1 liefert Sony nur

noch für seine Handys aus dem Jahr 2012

aus [LINK 1]. Die Android-Community nimmt

sich der Aufgabe gerne an und zeigt Sony,

dass auf dem Arc sehr wohl JB läuft.

Das FreeXperia Project [LINK 2] arbeitet an

der Portierung von CyanogenMod auf sämtliche

Xperia-Geräte. Aktuell stehen fertige

Builds für das Arc und auch andere Xperias

zum Download bereit. Die Entwickler arbeiten

gleichzeitig an CM9.1 mit Ice Cream

Sandwich als Basis, wie auch an Cyanogen-

Mod 10.0, mit dem Sie Android Jelly Bean

auf Ihr Xperia holen. Am ROM wird aktiv gearbeitet,

und neue Releases des Mutter-Projekts

CyanogenMod werden zügig in das

Free Xperia Project portiert [LINK 3].

Ein bisschen konservativer geht Jelly Sandwich

[LINK 5] an das Vorhaben, Jelly Bean auf

das Xperia Arc (wie auch das Arc s, Pro,

Neo, Neo V oder Ray) zu bringen. Das gerade

in der Version 8.0 veröffentlichte ROM

basiert auf ICS, bedient sich allerdings zahlreicher

Jelly-Bean-Mods und Tricks, um

mehr Leistung und Features in das ROM zu

bannen. Neu sind Lockscreen, Kamera und

Animationen im Jelly-Bean-Stil, zudem

wurde das ROM etwas ausgedünnt, sodass es

nicht mehr so viel Speicher einnimmt.

CyanogenMod-Updater

Wer die aktuellen Nightly-Builds

von CyanogenMod [LINK 5] verfolgt,

der kommt mit dem Updaten des

ROMs auf dem Handy oft nicht mehr hinterher.

Nightlies werden – so wie es der Name

eben schon andeutet – jede einzelne Nacht

neu gebaut. Für Tests ist das ideal, im Alltag

mit der Firmware allerdings auch lästig.

Der aktuelle Entwicklungszweig von CyanogenMod

10 hat daher unter Einstellungen |

Über das Smartphone | CyanogenMod Updates

eine Update-Routine spendiert bekommen,

die Sie über das Eintreffen eines neuen

Nightly-Builds informiert, und Sie das neue

ROM auch gleich herunterladen lässt.

Da der Updater die Installation des neuen

ROMs über den Recovery-Modus noch nicht

anwerfen kann, fehlt der neuen Funktion –

im Vergleich zum ROM Manager [LINK 6] oder

dem GooManager [LINK 7] – allerdings noch

ein wichtiges Komfort-Feature.

Sony

102

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


POWERUSER

ROM-Küche

Android Revolution HD

Besitzer eines Samsung Galaxy

Nexus sind sehr verwöhnt: Ursprünglich

mit Android „Ice Cream

Sandwich“ 4.0 ausgeliefert, spielte Google

zeitnah Jelly Bean 4.1 auf das Handy ein,

und auch das Update auf 4.2 hat nicht lange

auf sich warten lassen. Das Verlangen, andere

ROMs für das Galaxy Nexus zu probieren,

ist daher nicht sonderlich groß.

Es lohnt sich aber durchaus den Dschungel

rund um die Custom-ROMs für das Galaxy

Nexus [LINK 8] zu durchforsten. Unser Tipp für

das nun durch das LG Nexus 4 abgelöste

ehemalige „Google Phone“ ist Android Revolution

HD [LINK 9]. Das ROM baut aktuell auf

der Original-Firmware JZO54K mit Android

4.1.2 für das Samsung Galaxy Nexus GSM

auf und verzichtet vollständig auf eigene optische

Änderungen am System.

Der Lohn der Mühe ist ein deutlich spürbarer

Leistungsschub, den das Galaxy Nexus

durch Android Revolution HD erfährt. Die

Benchmarks AnTuTu und Vellamo zeigen

beide einen deutlichen Leistungszuwachs an,

den Sie auch in der Praxis spüren werden.

BENCHMARKS

Benchmark

Ergebnis

Android 4.1.2

AnTuTu 4650

Vellamo HTML5 1220

Vellamo METAL 255

Android Revolution HD

AnTuTu 6302

Vellamo HTML5 1330

Vellamo METAL 394

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

samsung

CyanogenMod 10 für LG

Die Freigabe des Source-Codes seitens

LG zahlt sich für Besitzer eines

LG-Handys vom Typ Nitro HD, Optimus

Black oder Optimus LTE SKT aus. Seit

dem zweiten Milestone [LINK 10] unterstützt

nun CyanogenMod auch diese Geräte mit fertigen

ROMs des auf Android „Jelly Bean“ 4.1

basierenden CyanogenMod 10.

Die Nachricht ist besonders für Android

User mit einem LG P970 Optimus Black – das

in Deutschland eine Zeit lang sehr populär

war – interessant. LG hatte vor Urzeiten ein

LG

Update auf ICS zugesagt, doch bis heute

nichts geliefert. Von Jelly Bean möchten wir

erst gar nicht reden.

Die Milestone-Builds von CyanogenMod

sind durchweg benutzbar und auch für den

Alltag tauglich. Fehler und Schwächen lassen

sich bei einem Beta-Stand natürlich nicht

ausschließen, doch die CyanogenMod-Entwickler

geben die Builds ganz offiziell zum

Testen heraus.

CyanDelta Updater

Die Nightly-Builds von Cyanogen-

Mod werden tagtäglich frisch von

den Entwicklern aktualisiert. Wer

der Entwicklung zeitnah folgen möchte, der

muss sich daher regelmäßig über 150 MByte

aus dem Internet laden, obwohl eigentlich

nur Kleinigkeiten am ROM geändert wurden.

Über das heimische WLAN sind die Datenmengen

aufgrund günstiger Flatrates durchaus

noch vertretbar, wer allerdings ein Update

über das Mobilfunknetz einspielen

möchte, der sprengt schnell seine vom Mobilfunkanbieter

begrenzte Datenflatrate.

Der CyanDelta Updater [LINK 11] schont nun

Ihr Downloadvolumen, indem er ausgehend

von einem bereits heruntergeladenenen vollständigen

CyanogenMod-Image die Änderungen

zum aktuellen Update ermittelt und

dann nur diese auf das Handy herunterlädt.

Aus der Änderung (dem Delta) und dem ursprünglichen

Archiv wird dann letztendlich

die aktuelle Firmware-Datei generiert. Durch

dieses Vorgehen wird das erzeugte Downloadvolumen

beträchtlich reduziert.

Abb. 2: CyanDelta schrumpft die

CyanogenMod-Downloads deutlich

ein, indem nur die Änderungen geladen

werden.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 103


POWERUSER

ROM-Küche

Samsung

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27680

LiquidSmooth für Samsung

Galaxy S II

Das Samsung Galaxy S II wird zwar

nach Aussagen des Herstellers Ende

November ein Update auf Jelly

Bean bekommen, was aber nicht heißt, dass

die ROM-Köche kein Interesse an dem Handy

hätten. Das LiquidSmooth-ROM [LINK 12] nähert

sich mit seiner RC3 – wie seine Vorbilder

CyanogenMod und AOSP – dem endgültigen

Release seines Jelly-Bean-ROMs.

Im Gegensatz zu anderen ROMs greift LiquidSmooth

stark in die Optik des Systems

ein. Mit Liquid Splasher und Launcher gibt

es eigene Apps und Settings, zudem bedient

sich LiquidSmooth auch bei anderen ROMs

und übernimmt deren

Tweaks wie zum Beispiel

Statusbar-/ Navbar-Mods

und CPU-

Spannungs-Tweaks aus

AOKP. Zudem lässt

sich das ROM durch

Ändern der DPI-Einstellungen

in den Tablet-Modus

zwingen.

Titanium

Backup

Für die meisten

Custom-

ROM-Jongleure

wird Titanium

Backup [LINK 13] ein

alter Bekannter sein.

Die Root-App sichert

unter anderem sämtliche

Apps inklusive

Abb. 3: Das von Titanium Backup

erzeugte Archiv lässt sich direkt aus

dem Recovery Modus flashen.

deren Daten. So gehen Ihnen beim Flashen

eines neuen Custom-ROMs wichtige App-Daten

oder mühsam erspielten Spielstände

nicht verloren. Mit dem Update auf die Version

5.7.0 hat Titanium Backup nun ein Feature

hinzugewonnen, das das Einspielen

einer Sicherung deutlich vereinfacht.

Das Update sichert Ihre Daten nun in einer

update.zip-Datei, die Sie – genauso wie etwa

das Custom-ROM selbst – über Ihr Custom

Recovery (zum Beispiel ClockworkMod) installieren.

Damit ersparen Sie sich das manuelle

Installieren von Titanium Backup und

das langwierige Einspielen der Sicherung

nach dem Flashen Ihres neuen ROMs innerhalb

des laufenden Android-Systems.. ● ● ●

Abb. 4: In den Einstellungen passen

Sie verschiedene Parameter der

Sicherung an Ihre Wünsche an.

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DEV CORNER

Google Drive nutzen

Die hier beschriebene App inklusive

Quellcode gibt es auf der Android-

User-Homepage zum Download.

Den passenden Link [LINK 3] finden

Sie über den QR-Code „Alle Links“

am Ende des Artikels.

Juliana Maria Villalobos Espinosa, 123RF

Zugriff auf Google Drive aus eigenen Apps

Wolkenzauber

Der Zugriff auf aktuelle

Cloud-Speicher wie

Google Drive wird bisher

von den Entwicklern

eher stiefmütterlich

behandelt. Dabei muss

das nicht sein. Google

bietet eine umfassende

Schnittstelle zu seinen

Services. Eine Beispiel-

App soll zeigen, wie es

geht. Harald Wilhelm

ALLE

LINKS>

www.android- user.de/qr/27879

Ob die Sicherung umfangreicher

Datenbestände wie Musik und

Dokumente oder die Synchronisation

dieser Daten über Geräte unterschiedlicher

Plattformen hinweg, Cloud-

Speicher sind in aller Munde. Von Dropbox

bis SkyDrive, von Wuala bis Google Drive –

immer mehr Menschen vertrauen ihre sensiblen

Daten der Wolke an. Dabei haben

diese Dienste nicht nur Vorteile zu bieten.

Der eine Dienst lagert Musik ohne Murren ab

verweigert aber das Abspielen von Musiktiteln

(Google Drive). Der andere bietet einen

äußerst günstigen Tarif (Amazon: 250.000

Dateien für knapp EUR 25/ Jahr) treibt die

Kunden aber durch die Trennung von Musik-

Player und Cloud-Speicher — und der damit

einhergehenden Gängelung — schon fast in

den Wahnsinn.

Wäre es nicht schön, wenn man als Entwickler

einfach von allen Anbietern die besten

Lösungen aufgreifen und die ultimative

Android App für den eigenen Cloud-Speicher

bauen könnte? Geht nicht? Geht doch!

Google Drive

Am Beispiel von Google Drive soll demonstriert

werden, dass viele Einschränkungen

nicht unbedingt ein Systemfehler sind. Vielmehr

sind es die Anwendungen der Cloud-

Anbieter, deren Apps, die einfachen und

praktischen Nutzer-Szenarien verschlossen

sind. Der komplette Source-Code dieser Beispiel-App

finden Sie auf der Android-User-

Homepage zum Download.

Für Kunden des Google-Mail-Dienstes sind

aber die Geschwister Kalender, Kontakte, Picasa

oder auch Google Drive die natürliche

Auswahl. Google Drive bietet eine Speicherung

von bis zu 16TB, wobei 5GB kostenlos

sind, über Geräte und Plattformen hinweg.

Da auf jedem Gerät individuell eingestellt

werden kann, welche Daten durch die Synchronisation

lokal abgespeichert werden sollen,

lässt sich der Cloud-Speicher von Google

als Backup- aber auch als Synchronisationslösung

nutzen.

Da Google zum Beispiel keinen Medien-

Player für gespeicherte Musik-Tracks anbietet,

der Bildbetrachter nur rudimentäre Möglichkeiten

bietet und die hauseigene Android

Drive App darüber hinaus auch nicht mit

weiteren Features glänzt, liegt eine Eigenentwicklung

nahe. Here we go.

Voraussetzungen

Der Entwickler kann bei der Kommunikation

mit Google Drive aus den Vollen schöpfen.

Der Zugriff mittels eines XML API, einer experimentellen

JSON-Schnittstelle sowie eines

106

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


DEV CORNER

Google Drive nutzen

Java-API im Beta-Stadium

ist bereits vorgesehen. Für

viele aktuelle Programmiersprachen

stehen

somit dem Entwickler alle

Möglichkeiten offen.

Das Google Drive Java

SDK [LINK 1] für Android

befindet sich noch in Entwicklung.

Google selbst

bezeichnet das SDK als

Beta. Leider werden in regelmäßigen

Abständen

Klassen wie Methoden

durcheinandergewürfelt.

Mit jeder Veröffentlichung

kann sich deshalb auch

die Methodik der eigenen

Anwendung ändern. Dies

lässt sich aber mit einer

fixen Umgebung bestehend

aus einer festgelegten Android-Konfiguration

sowie passenden externen Libs lösen.

Die aktuelle Version des SDK sehen wir als

sehr stabil an.

Entwickelt wird für Android ab Version 11

(3.0). Es geht auch für frühere Android-Versionen,

aber einige Convenience-Klassen für

den bequemen Zugriff funktionieren erst ab

dieser Version. Das merkt man leider erst,

wenn die App ausgeführt wird. Die hier genutzten

API-Aufrufe schotten mittels Reflection

manche Methoden ab, sodass die Probleme

nicht gleich während der Entwicklung

auftreten. Voraussetzung ist auch ein Entwickler-Konto

– ohne das geht es nicht.

Anmeldung

Der Entwickler muss seine App zunächst für

die Nutzung des Google Drive SDK freischalten.

Hierfür ist die API-Console zuständig

[LINK 2]. Hier müssen Sie unter dem Menüpunkt

Services den Zugriff über das Google

Drive SDK scharfschalten. Man erkennt

gleich, dass mit diesem Service eine Einschränkung

verbunden ist: Maximal 500.000

Requests sind pro Tag erlaubt. Das klingt zunächst

nach einer Menge Zugriffe. Mit einer

erfolgreichen App relativiert sich das aber

schnell. An Hand der Reports, die auf dieser

Seite ebenfalls eingesehen werden können,

ist die Überwachung der Requests möglich

und die Umstellung auf ein Bezahlmodell

unter Umständen empfehlenswert.

Abb. 1: Google API Console – eine Auflistung sämtlicher Dienste.

LISTING 1: Generierung des SHA1-Fingerabdrucks

Unter dem Menüpunkt API Access steht dem

Entwickler sodann ein sogenannter Simple

API Key zur Verfügung. Obwohl aus der App

heraus mittels eines Java API mit Google

Drive kommuniziert werden soll, ist der für

Browser-Zugriffe entwickelte Schlüssel vollkommen

ausreichend. Entwickler werden

oftmals von dieser Möglichkeit verwirrt.

Letztendlich führt die Java-Schnittstelle aber

auch nur HTTP-Requests aus.

Von einer App gibt es normalerweise zwei

Versionen – eine Debug- sowie eine Release-

Version. Beide besitzen einen Keystore. Aus

diesem Grund sollten beide unter API Access

in der API Console eingetragen werden. Die

in der Abbildung 3 sichtbare Einstellung

muss gewählt werden (Installed application,

Android). Tragen Sie für beide Versionen

(Debug, Release) den gleichen Package-

Name ein. Wie Sie den SHA1-Fingerabdruck

ermitteln, zeigt Listing 1.

Das Passwort für den Debug-Schlüssel lautet

wie immer android. Das Passwort für den

Release-Schlüssel hat man selbst bei Erzeugung

des Keystores vergeben. Von der Ausgabe

dieses Befehls ist die SHA1-Zeile relevant.

Diese Zeichenfolge wird in das zweite

Eingabefeld eingetragen.

Eine Besonderheit gibt es aktuell zu bedenken.

Wird mehr als eine App für Google

Drive entwickelt, dann kollidieren die Debug-Schlüssel

der beiden Apps. Der Debug-

Schlüssel ist für zwei unterschiedliche

Debug: keytool -exportcert -alias androiddebugkey -keystore path-to-debug-keystore -list -v

Release: keytool -exportcert -keystore path-to-production-keystore -list -v

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 107


DEV CORNER

Google Drive nutzen

Abb. 2: Google API Console – API Access zur Identifizierung

des Projektes.

Packages identisch, sodass

nur die erste App erfolgreich

zum Testen

durchgelassen wird.

Projektrahmen

Kopieren Sie bitte das

komplette Verzeichnis androidusergdoc

von der

Android-User-Homepage

[LINK 3] in Ihren Eclipse

Workspace. Importieren

Sie dieses Projekt mit File

| Import | General | Existing

Projects into Workspace.

Nach der Einrichtung

dieses neuen Android-

Projektes in seiner Eclipse-

Umgebung müssen ganz

bestimmte externe Libs

diesem Projekt beigefügt

werden.

Fast alle Libs finden sich

in der Datei google-api-

services-drive-v2-rev9-

1.8.0-beta.zip [LINK 4].

Das Drive JAR findet sich

im drive-Ordner dieses

Archivs, benötigte Standard

Libs im Ordner

Abb. 3: Google API Console – hier legen Sie eine Client-ID für

Ihr Projekt an.

drive/libs. Zu dieser

Sammlung gesellt sich

noch die Apache commons-io-2.4.jar [LINK 5].

Letzteres ist ebenfalls der Bequemlichkeit

geschuldet. In der Beispiel-App werden Dateien

aus der Wolke als auch in die Wolke

kopiert. Die Apache Open Source Library

bietet hierzu ein paar interessante Klassen

und Methoden.

Die folgenden Dateien aus diesen Paketen

kopieren Sie bitte in den von Ihnen anzulegenden

libs-Ordner im Projektverzeichnis.

Diese Liste enthält reichlich

BENÖTIGTE LIBS

Beta-Material, das zeigt

schon die Namensgebung.

Zudem muss es

commons-io-2.4.jar

google-api-client-1.11.0-beta.jar

exakt diese Kombination

google-api-client-android-1.11.0-beta.jar

aus Libs sein:

google-api-services-drive-v2-rev9-1.8.0-beta.jar

Die App benötigt einige

google-http-client-1.11.0-beta.jar

Permissions. Diese müssen

in der Manifest Datei

google-http-client-android-1.11.0-beta.jar

google-http-client-gson-1.11.0-beta.jar

eingetragen werden, wie

google-http-client-jackson2-1.11.0-beta.jar in Listing 2 zu sehen.

google-oauth-client-1.11.0-beta.jar

Selbstverständlich benötigt

die App den Zugriff

gson-2.1.jar

auf das Internet und den

guava-11.0.1.jar

externen Speicher. Nur so

jackson-core-2.0.5.jar

können Dateien in die

jsr305-1.3.9.jar

Wolke und aus der Wolke

kopiert werden. Heruntergeladene Dateien

werden auf dem externen Speicher abgelegt.

Die weiteren Permissions behandeln das

Auslesen und Manipulieren der auf dem

Gerät gespeicherten Google-Accounts.

Nur mit diesen ist der Zugriff auf Google

Drive vorgesehen. Diese Accounts werden

dann benutzt, um mittels OAuth2 die Kopplung

zwischen dem Google-Account auf dem

Gerät und dem Account in der Cloud vorzunehmen.

Die Beispiel-App

Die hier vorgestellte Android-App besteht

aus drei Activities. Im ersten Schritt zeigt sie

nach der Accountauswahl die Wurzelordner

von Google Drive in der MainActivity an.

Wird ein Wurzelordner ausgewählt, dann

verzweigt die App zur DirectoryActivity. Mit

der DirectoryActivity kann der Benutzer

mehr oder weniger komplett durch die

Google Drive Ordnerstruktur wandern. Stehen

in Googles Cloud Thumbnails zur Verfügung,

so werden diese mit einem LazyLoader

für Bildmaterial aus dem Web herangezogen.

Liegen keine Thumbnails vor, so werden eigene

Drawables aus dem Standard Android

Repository verwendet.

Mithilfe des Menüknopfes auf der DirectoryActivity

kann eine Datei vom Gerät in den

gerade sichtbaren Google-Drive-Ordner hochgeladen

werden. Um die App nicht allzu sehr

zu verkomplizieren, wird in den Assets eine

Datei mit ausgeliefert und beim ersten Start

der App auf den externen Speicher kopiert.

Beim Hochladen einer Datei wird immer

diese eine Datei verwendet.

Die DirectoryActivity hält auch ein

Context-Menü für die einzelnen Listeneinträge

bereit. Dateien können mithilfe

dieses Menüs heruntergeladen werden. Auch

das Löschen von Elementen ist über dieses

Kontextmenü möglich. Hier wird auch gleich

auf eine Besonderheit von Google Drive

Rücksicht genommen: Zwei verschiedene

Kontextmenü-Einträge erlauben das

permanente Löschen aber auch das

Verschieben in den Papierkorb. Letztere

Daten können über die Web oberfläche

wieder aus dem Trash zurückgeholt werden.

LISTING 2: Benötigte Permissions

android.permission.GET_ACCOUNTS

android.googleapps.permission.GOOGLE_AUTH

android.permission.INTERNET

android.permission.MANAGE_ACCOUNTS

android.permission.USE_CREDENTIALS

android.permission.WRITE_EXTERNAL_STORAGE

108

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


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DEV CORNER

Google Drive nutzen

Abb. 4: MainActivity – die Wurzelverzeichnisse

von Drive.

Abb. 6: DirectoryActivity – durch die

Verzeichnisse navigieren.

Abb. 5: MainActivity – hier müssen Sie einen Account auswählen.

Ein Klick auf eine Bilddatei erzwingt den

Wechsel zur FileActivity, in der das ausgewählte

Bild angezeigt wird.

Erster Start

In der Datei MyConstants.java gibt es einige

Konstanten. Eine dieser Konstanten enthält

den bereits angesprochenen Simple API Key.

Diese Konstante ist nicht gefüllt. Übertragen

Sie bitte als Erstes nach dem Kopieren des

Sourcecodes und dem Einrichten des Android-Projektes

in Eclipse diesen Key aus Ihrer

API-Konsole in den String:

public static final String APIKEY_SIMPLE = "";

Weiterhin benötigt die App einige statische

Variablen. Bei Android-Apps bietet sich hierfür

eine Subclass von Application an (My-

Application). Diese Klasse wird pro App einmal

gestartet und ist während der Laufzeit

der App immer aktiv – und das auch garantiert

nur einmal. Zu den hier abgespeicherten

Daten gehören unter anderem nach dessen

Erzeugung der Zugriffstoken, der LazyLoader

für Bildmaterial aus dem Web, aber auch die

mit dem Token erstellte Instanz des Drive

Objektes. Beim ersten Start wird zudem die

bereits erwähnte Testdatei

aus dem Assets Ordner auf

die externe Speicherkarte

kopiert.

Nach dem Durchlaufen

von MyApplication startet

die erste Activity, die Main-

Activity. Hier geht es nun

richtig los.

Abb. 7: FileActivity – ein Bild wird

angezeigt.

Die Autorisierung

Eine App für Google Drive

funktioniert nur, wenn auf

dem Gerät auch Google

Accounts eingerichtet sind.

Wie man die Liste aller

Google Accounts ausliest,

zeigt Listing 3 auf der folgenden

Seite. Gibt es mehr

als einen Account, dann

wird ein Auswahldialog angezeigt,

ansonsten wird das eine

Konto verwendet. Nach der Festlegung

des Benutzer-Accounts wird

ein Token für den Google Drive Scope

oauth2:https://www.googleapis.com/

auth/drive erzeugt. Mit diesem Scope

sind alle Aktivitäten (Lesen, Schreiben,

…) abgedeckt. Derzeit ermöglicht

das Google Drive SDK noch keine

feinere Einstellung. Der gezeigte

Scope mit globaler Berechtigung ist aber freigeschaltet,

wie Listing 4 (Seite 111) zeigt.

Der ausgewählte Google Account wird in

den Preferences abgespeichert. Beim nächsten

Start der App werden dann alle Google

Accounts gegen den gespeicherten Account

geprüft. Damit ist gewährleistet, dass die

Auswahl des Accounts nur einmal erfolgt,

auch wenn auf dem Gerät mehrere Google-

Benutzerkonten eingetragen sind.

Der folgende Schritt ist kritisch. Eine falsche

Kombination von Lib-Versionen, Klassen

sowie Methoden scheitert exakt jetzt bei

den folgenden Aufrufen. Mithilfe des Tokens

und des Simple API Keys wird nämlich genau

an dieser Stelle die App bei Google Drive

überprüft. Nach einem erfolgreichen Durchlauf

wurde ein Drive Objekt erzeugt mit dessen

Hilfe nun die ganze Welt von Google

Drive der App zu Füßen liegt.

Netzwerkverkehr

Mit dem Tablet-Android 3.0 „Honeycomb“

wurde der StrictMode eingeführt. Das ist ein

kleiner aber bissiger Wachhund, der diverse

Tests während der Laufzeit einer Anwendung

durchführt. Verstößt eine App gegen dessen

Regeln, dann wird sie gnadenlos abgestraft,

und der Benutzer der App

realisiert einen Absturz.

Mit Android Version 4.0 Ice

Cream Sandwich gehört

der Netzwerkverkehr einer

App zum Überwachungs-

Portfolio des StrictMode.

Netzwerkverkehr gehört in

separate Threads und darf

nicht im Haupt-Thread

einer App ausgeführt

werden. Unter Android

bieten sich hierzu unter

anderem AsyncTasks an.

Mit diesen ist gewährleistet,

dass die Benutzeroberfläche

nicht während

des Netzwerkverkehrs

blockiert wird.

In der Beispiel-App wird

selbstverständlich der ge-

110

JANUAR 2013

ANDROID-USER.DE


DEV CORNER

Google Drive nutzen

samte Netzwerkverkehr in AsyncTasks ausgeführt

– jede Aktion gegen Google Drive besitzt

ihren eigenen speziellen AsyncTask.

Damit diese so schlank wie möglich bleiben,

wird mit MyAsyncTask eine Klasse eingeführt,

die sich um den ProgressDialog während

der Wartezeit kümmert. Gleichzeitig

bietet diese Klasse den Activities das Abmelden

und wieder Anmelden während des OrientationChange.

Aufgerufen wird das Laden der Benutzerdaten

durch die Befehlsfolge aus Listing 6. In

diesem Aufruf wird eine TaskId, der Activity-

Context (this) sowie der MyAsyncTaskCompletedListener

übermittelt (ebenfalls this).

Der Listener in der Activity empfängt nach

dem Laden der Daten das Ergebnis und einen

eventuellen Fehlercode. Eine solche typische

Aktion reduziert sich durch die generische

MyAsyncTask-Klasse auf das in Listing 7 gezeigte

Gerüst.

Hier sind gleich einige Besonderheiten zu

erkennen. Eventuelle Fehler in der Schnittstelle

können bequem mithilfe der Exception

ausgelesen werden. Diese Fehler lassen sich

auf genau drei Fehlercodes reduzieren. 401

bedeutet, dass der Token abgelaufen ist. Weitere

errorCodes zeigen das Überschreiten des

Quota, dem Limit der pro Tag erlaubten Requests

an. Diese errorCodes werden zusammen

mit dem Ergebnis des Aufrufs von My-

AsyncTask per Listener an die zuständige Activity

weitergeleitet.

In der betreffenden Activity kann dann je

nach eintreffendem AsyncTask auf dessen Ergebnis

reagiert werden. Im Falle der Benutzerdaten

werden diese für die Laufzeit der

App gespeichert. Der Name des Benutzers

und dessen E-Mail-Adresse werden in der

Activity angezeigt. Anschließend werden die

Wurzel-Verzeichnisse in einem weiteren

Thread von Google Drive gelesen. Das Wort

LISTING 3: Auslesen der Google Accounts

// AccountManager und Liste aller Accounts holen

AccountManager accountManager = new GoogleAccountManager(this);

Account[] accounts = accountManager.getAccounts();

LISTING 4: Zugangstoken

accountManager.getAccountManager().getAuthToken(account,

MyConstants.AUTHTOKENSCOPE_DRIVE, null,

this, new AccountManagerCallback() {

speichern

root ist dabei ein Alias für die Id des Wurzelverzeichnisses.

Suchen und filtern

Das Auslesen von Verzeichnisinhalten gestaltet

sich etwas umständlich, ist aber der Website

von Google Drive geschuldet. Es ist nicht

möglich, in einem Rutsch den gesamten Inhalt

eines größeren Verzeichnis zu ermitteln.

Stattdessen muss seitenweise geblättert werden.

Der Wert der durch Google Drive zu lie-

@Override

public void run(AccountManagerFuture future) {

try {

// Diesen Token in den Preferences

MyApplication.setAuthToken(future.getResult().getString(

AccountManager.KEY_

AUTHTOKEN));

{

}

}, null);

// Zur Weiterverarbeitung

processTokenReceived();

} catch (OperationCanceledException exception)

} catch (AuthenticatorException exception) {

} catch (Exception exception) {

}

GOOGLE PLAY SERVICES

Ende September 2012 hat Google die Google Play Services eingeführt.

Hierbei handelt es sich um eine kleine Library, die Entwickler

ihren Apps beilegen müssen. Weiterhin handelt es sich um eine

Service-Komponente, die Bestandteil der aktuellen Google Play

Store App ist.

Dieser neue Service erlaubt mithilfe einiger bequemer Methoden,

aus einer App heraus die Auswahl des Google Accounts und die

Beschaffung eines Tokens für die Kommunikation mit den Google

Diensten. Dabei werden für die Kommunikation mit dem Benutzer

standardisierte Dialoge verwendet und nicht mehr Eigenkreationen

jedes Entwicklers benötigt.

Dieser Schritt ist richtig und wichtig – besitzt aber einen gravierenden

Nachteil. Die Nutzung dieser neuen Klassen und Methoden ist

von der Existenz der Google Play Store App auf dem Gerät des Benutzers

und – erschwerend – einer aktuellen Version dieser App abhängig.

Diese Voraussetzung ist gerade im Android-Umfeld nicht

praktikabel und zeigt einmal mehr, wie isoliert von der Android-

Realität die Google-Entwickler manchmal agieren. Ein solches zentrales

Feature gehört stattdessen in ein Paket ähnlich dem statischen

Support-Package, welches Android 3.0/ Android 4.0 Features

auch alten Android-Geräten beibringt.

Der Entwickler kann diese Prüfungen (App, App-Version) zwar mit

beigefügten API-Aufrufen vornehmen und dem Benutzer die Installation

bzw. die Aktualisierung der App anraten. Ob der Nutzer das

dann macht, steht auf einem anderen Blatt. Lehnt der Benutzer die

Prüfung aus welchen Gründen auch immer ab, oder sollte das genutzte

Gerät kein Google-Zertifikat besitzen (Stichwort Noname-

China-Tablet), so muss die App des Entwicklers auf herkömmliche

Art mit Google kommunizieren – und genau diese Herangehensweise

zeigen wir in diesem Beitrag.

ANDROID-USER.DE JANUAR 2013 111


DEV CORNER

Google Drive nutzen

LISTING 5: Authorisierung seitens Google Drive

// Die Google Credentials aufbauen

GoogleCredential credential = new GoogleCredential();

// Den Token setzen

credential.setAccessToken(authToken);

HttpTransport transport = AndroidHttp.newCompatibleTransport();

JsonFactory jsonFactory = new AndroidJsonFactory();

// Eine Instanz von Google Drive erzeugen mit dem "Simple API Key"

MyApplication.setDrive(new Drive.Builder(transport, jsonFactory, credential)

.setApplicationName(MyApplication.getAppName())

.setJsonHttpRequestInitializer(

new GoogleKeyInitializer(MyConstants.APIKEY_SIMPLE))

.build());

LISTING 6: Starten einer Anfrage

aboutTask = new AboutAsyncTask(MyConstants.ASYNCTASK_ABOUT, this, this);

aboutTask.execute();

LISTING 7: Die Anfrage im eigenen Thread

public class AboutAsyncTask extends MyAsyncTask {

public AboutAsyncTask(int taskId, Context context,

final MyOnAsyncTaskCompletedListener listener) {

super(taskId, context, listener);

}

@Override

protected About doInBackground(Void... voids) {

About result = null;

try {

// Benutzerdaten von Google Drive holen

result = MyApplication.getDrive().about().get().execute();

} catch (GoogleJsonResponseException exception) {

GoogleJsonError error = exception.getDetails();

errorCode = error.getCode();

} catch (Exception exception) {

//

}

return result;

}

}

LISTING 8: Suchen und filtern

String query = "'root' in parents and trashed=false and mimeType='application/

vnd.google-apps.folder'";

LISTING 9: Kommunikationsfehler

Intent intent = new Intent();

intent.putExtra("ERRORCODE", errorCode);

setResult(RESULT_CANCELED, intent);

finish();

fernden Ergebnisse pro Seite ist konfigurierbar,

entlässt den Entwickler aber nicht aus

der Verantwortung, da niemand weiß, wie

umfangreich die Dateibestände in Verzeichnissen

des Benutzers so sein können.

Um den Netzwerk-Traffic so gering wie

möglich zu halten, erlaubt Google Drive das

Aufsetzen auf ein bestimmtes Verzeichnis

und das Filtern dessen Inhalts. Beides kann

mit der Methode setQ() beim Aufruf übergeben

werden. Die in Listing 8 gezeigte Befehlsfolge

prüft zunächst, ob die Alias-ID

root irgendwo als Parent eingetragen ist und

ob diese Elemente dann auch noch den

MimeType=Verzeichnis besitzen. Diese

Query liefert alle Wurzelverzeichnisse des

betreffenden Users bei Google Drive.

Hinweis: Eine Liste der möglichen Suchfelder

und Operatoren ist im Web einsehbar

[LINK 6]. Leider ist nicht jeder Operator mit

jedem Feld kombinierbar. Der Regeln erscheinen

willkürlich und scheinen sich auch noch

in Entwicklung zu befinden. Ein Blick auf

das ChangeLog jeder neuen Version des SDK

ist aus diesem Grund dringend angeraten.

Im Fehlerfall

Der Fehlerbehandlung sollte man ein paar

Augenblicke zugestehen. In der Beispiel-App

wurde folgender Ansatz gewählt. Tritt ein

Fehler auf, dann wird jede Activity, außer die

MainActivity, sofort beendet, und der Fehlercode

wird an die jeweilige Parent-Activity

durchgereicht. Das kann über mehrere

Schritte hin bis zur MainActivity erfolgen –

der Benutzer merkt das nicht. In der Main-

Activity werden dann die Fehler an zentraler

Stelle bearbeitet (Listing 9).

In der Beispiel-App wird nur ein zeitlich

abgelaufener Token behandelt, alle anderen

Fehler werden dem Benutzer nur ausgegeben.

Damit die App nicht Amok läuft, unternimmt

sie maximal drei Versuche, den Token

zu erneuern.

Fazit

Mit den verfügbaren Schnittstellen zu Google

Drive stehen interessierten Entwicklern alle

Möglichkeiten offen. Googles eigene Drive

App ist nicht gerade mit Features überladen.

Dieses Loch können mithilfe des API [LINK 7]

andere Entwickler nun füllen. Obwohl das

Google Drive SDK sich noch im Beta-Stadium

befindet, ist es erstaunlich stabil. Es bleibt

hingegen zu hoffen, dass die Klassen und

Methoden stabil bleiben. Google ist auf diesem

Gebiet als nicht gerade sehr entwicklerfreundlich

bekannt. Die grobe Ausrichtung

ist aber schon jetzt klar zu erkennen. ● ● ●

112

JANUAR 2013

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Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

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Redaktion

Arnold Zimprich, Christoph Langner,

Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Arnold Zimprich , Carsten Müller, Christoph

Langner, Harald Willhelm, Jasmin Bauer, Marko

Dragicevic, Marcel Hilzinger, Martin Lennertz,

Martin Messerschmidt, Mirko Mahlberg, Patrick

Neef, Peer Kintrup, Ricarda Riechert, Thomas

Raukamp, Thomas Leichtenstern, Tim Fuhrländer,

Wolfgang Niemann

Grafik

Judith Erb (Design und Layout)

Titelgestaltung

Judith Erb, Ausgangsgrafik: cowpland, 123RF

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Sprachlektorat

Elke Knitter

Übersetzungen

Anne Lodyga, Ákos Tóth

Produktionsleitung

Christian Ullrich

Druck

Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG,

97204 Höchberg

Geschäftsleitung

Brian Osborn (Vorstand)


Hermann Plank (Vorstand)


Marketing und Vertrieb

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Anzeigenverkauf

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