26.02.2014 Aufrufe

DER FACHHÄNDLER Faule Kompromisse? (Vorschau)

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Ausgabe 1/2013<br />

Deutschland: 6,99 €<br />

<strong>DER</strong><br />

<strong>FACHHÄNDLER</strong><br />

Händlermagazin für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte<br />

Wir sehen uns auf der<br />

Living Kitchen<br />

vom 14. – 20.01.2013 in Köln<br />

<strong>Faule</strong> <strong>Kompromisse</strong>?<br />

Geschirrspüler und Wäschetrockner –<br />

Energiesparer mit Zeitproblemen<br />

100<br />

Geräte<br />

im Test<br />

Im Fokus<br />

Klangtuning; TV-Geräte:<br />

Trends 2013; Wäschetrockner<br />

im Technikcheck<br />

Im Gespräch<br />

Unternehmensprofil Bose;<br />

Yvonne Unold im Interview;<br />

Rund um die Living Kitchen<br />

Im Test<br />

TV-Geräte; AV-Receiver;<br />

DVB-Receiver; Geschirrspüler;<br />

Mikrowellen u.a.m.


KD20<br />

— Von der Fachpresse empfohlen —<br />

Getestet in c't 22/2012<br />

Ihre Daten, sicher verwahrt<br />

und bei Bedarf auch mobil verfügbar<br />

Der unkomplizierte Netzwerkspeicher für<br />

Arbeitsgruppen, kleine Büros oder daheim.<br />

Machen Sie Daten im Firmenoder<br />

Heimnetzwerk für andere nutzbar.<br />

Sorgen Sie Datenverlust vor und sichern<br />

zugriffsgeschützt alle wichtigen Dateien<br />

an zentraler Stelle ab.<br />

Wann haben SIE eigentlich zuletzt an die<br />

Sicherheit Ihrer Daten gedacht?<br />

Speicherplatz so viel Sie mögen<br />

Zwei interne Laufwerke mit<br />

insgesamt 8 TB Kapazität sind<br />

möglich<br />

Besonders leise und kühl<br />

Dank des Aluminiumgehäuses ist<br />

der eingebaute Lüfter meist inaktiv<br />

Hohe Datensicherheit<br />

Im RAID-1-Modus liegt auf einem<br />

zweiten Laufwerk stets eine<br />

Kopie aller Daten vor<br />

Schnelle Datenübertragung<br />

Gigabit-LAN lässt auch bei<br />

großen Datenmengen keine<br />

Wartezeit aufkommen<br />

Videos, Musik und Fotos überall<br />

DLNA-fähiger Mediaserver<br />

integriert (für PS3, Xbox usw.)<br />

Mobiler Zugriff per App<br />

"OMNINAS"-App für Android<br />

und iOS kostenlos erhältlich<br />

www.alsoactebis.de www.api.de www.bcom.de www.ingrammicro.de www.wave-computer.de www.wortmann.de


Liebe Fachhändler!<br />

Passend zur Living Kitchen möchte ich auf einen Trend<br />

hinweisen, der uns in unseren Testlaboren vor allem<br />

mit dem Blick auf die großen Haushaltsgeräte aus Küche<br />

und Bad sehr oft begegnet: Es wird für die Hersteller<br />

immer schwieriger, ihre Geräte an allem sparen zu lassen,<br />

aber gleichzeitig die Qualitätsversprechen einzuhalten.<br />

An irgendeiner Stelle gibt es immer <strong>Kompromisse</strong>. Ob es<br />

die Programmdauer der Reinigungsgeräte ist oder ob man<br />

Abstriche beim Endergebnis machen muss. So waren die<br />

meisten der als „Ölsparer“ beworbenen Fritteusen nicht<br />

in der Lage, das Frittierprogramm ebenso schmackhaft zu<br />

beenden, wie es die konventionellen Geräte tun. Nicht viel<br />

besser sah es im kleinen Testfeld der Geschirrspüler aus<br />

- zu oft ging das Sparen von Wasser oder Strom zu Lasten<br />

der Reinigungsergebnisse. Das brachte wenig Glanz in die<br />

Küche - und es bringt den Kunden in die Verlegenheit, jetzt<br />

an der richtigen Stelle die notwendigen <strong>Kompromisse</strong> machen<br />

zu müssen. Eine Entscheidung, bei der die Kunden am<br />

POS durch einen gut informierten Fachhändler unterstützt<br />

werden sollten.<br />

Im Übrigen gehört zu unseren guten Vorsätzen für das neue<br />

Jahr auch das Vorhaben, genau zu diesem Thema Hersteller<br />

und Fachhandel an einen Tisch zu bringen, um auch mal<br />

einen Blick hinter die Werbesprüche und Slogans aus den<br />

Datenblättern zu werfen. Seien Sie gespannt!<br />

Die Zeitung für Entscheider.<br />

Insider-Themen auf den<br />

Punkt gebracht.<br />

++ Jeden Monat aktuell ++<br />

++ Nur im Abonnement ++<br />

Brancheninformationen<br />

für die Chefs von heute<br />

und von morgen.<br />

Herzlichst,<br />

Uwe Funk,<br />

Chefredakteur<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

Anzeige<br />

++ Kompetent ++<br />

++ Seriös ++<br />

++ Hintergründig ++<br />

Jetzt testen und Insider werden!<br />

E-Mail: abo@av.de<br />

Telefon: 0341-14955-13


Inhalt<br />

8 | Thema<br />

TV-Trends 2013: Was bleibt, was kommt und<br />

welche Technologien haben ausgedient?<br />

20 | Produktnews<br />

Mit dem Bravia KD-84X9005 will Sony schon bald<br />

seinen ersten 4K-Fernseher in den USA ausliefern.<br />

Unterhaltungselektronik<br />

14 | Thema<br />

Klangtuning zuhause: So erreicht man<br />

den optimalen Klang fürs Wohnzimmer<br />

10 | Unternehmensporträt Bose<br />

Bei dem Spezialisten für Lautsprechersysteme stehen stets Innovationskraft<br />

und Erfindungsreichtum an erster Stelle<br />

Haushalt<br />

45 | Produkttests<br />

6 Geschirrspülmaschinen, 9 Minibacköfen, 16 Fritteusen,<br />

7 Infrarotstrahler, 15 Mikrowellen im Vergleich<br />

4 | 1.2013<br />

Bilder Titel: AEG


Inhalt<br />

24 | Produkttests<br />

9 Flachbildfernseher, 5 D/A-Wandler,<br />

6 Multischalter und 6 DVB-Receiver im Test<br />

12 | Kurzinterviews<br />

Samsung, Metz und Loewe über das Verhältnis<br />

zwischen stationärem Fachhandel und Onlineshops<br />

34 | Interview<br />

Yvonne Unold über die Balance zwischen<br />

Traditionserhalt und Innovationsbestrebung<br />

Unterhaltungselektronik<br />

7 | Kommentar<br />

8 | Thema: TV-Trends 2013: Noch schärfer, noch<br />

kontrastreicher – mit 4K, OLED und IGZO erreicht der<br />

technologische Fortschritt einen neuen Höchststand.<br />

Werden etablierte Techniken vom Markt verdrängt?<br />

10 | Unternehmensporträt: Neugier als Erfolgsrezept beim<br />

Spezialisten für Lautsprechersysteme. Die Firma Bose<br />

setzt auf Innovationen und Erfindungsgeist<br />

12 | Interviews: Entscheider der CE-Branche zum sich<br />

wandelnden Verhältnis zwischen stationärem<br />

Fachhandel und Onlineangeboten<br />

14 | Thema: Klangtuning zuhause – So kommt der perfekte<br />

Sound ins Wohnzimmer<br />

16 | Interviews: Entscheider der Audio-Branche über den<br />

Fachhandel als Erfolgstreiber<br />

19 | Interviews: Händler des Monats vorgestellt<br />

20 | Produktnews: Steigender Absatz von LCD-TVs/Astra:<br />

erste 4K-Ausstrahlung/Sharp in Not/4K-TV von Sony/<br />

Sky Sport News HD mit großem Bekanntheitsgrad<br />

24 | Produkttests: 9 Flachbildfernseher, 5 D/A-Wandler,<br />

6 Multischalter und 6 DVB-Receiver im Test<br />

Haushalt<br />

29 | Kommentar<br />

30 | Thema: Living Kitchen – Die Trendschau der<br />

internationalen Küchenmöbel- und -gerätebranche<br />

öffnet erneut ihre Tore auf der Kölner Messe<br />

32 | Thema: Wäschetrockner – Pro und Kontra der<br />

verschiedenen Technologien<br />

34 | Interview: Yvonne Unold über den Spagat zwischen<br />

Traditionsbewahrung und Innovationen in der<br />

Produktpalette des Familienunternehmens<br />

36 | Interviews: Entscheider der Hausgeräte-Branche<br />

zum sich wandelnden Verhältnis zwischen<br />

stationärem Fachhandel und Onlineangeboten<br />

38 | Thema: Haushalt 2.0 – Wie uns intelligente<br />

Kühlschränke, preisbewusste Geschirrspüler und<br />

mitdenkende Waschmaschinen künftig das Leben<br />

erleichtern<br />

41 | Experten: Geschmack versus Gesundheit – Halten Öl<br />

sparende Fritteusen tatsächlich ihr Geschmacksversprechen?<br />

42 | Produktnews: Jamie Tools von Philips/Red Edition<br />

von Rommelsbacher/iQ 800 eco star Trockner von<br />

Siemens/CM 5200 Silver Edition von Miele/<br />

Erweiterung der Skyline Serie von WMF<br />

45 | Produkttests: 6 Geschirrspülmaschinen,<br />

9 Minibacköfen, 16 Fritteusen, 7 Infrarotstrahler,<br />

15 Mikrowellen im Vergleich<br />

Standards<br />

3 | Editorial<br />

6 | Personalien<br />

44 | Fachhändlerumfrage<br />

50 | <strong>Vorschau</strong><br />

Bilder Inhalt: Advance Acustic, Bauknecht, Bose, DeLonghi, Humax, LG, Loewe, Küppersbusch, Pioneer, Philips, Rommelsbacher, Sony, Unold, Wisi<br />

Der Fachhändler | 5


Personalien/Termine<br />

WMF<br />

Loewe<br />

Martin Grupp,<br />

Leiter Consumer<br />

Kaffeevollautomaten,<br />

WMF<br />

Ab dem kommenden Jahr lanciert die<br />

Sparte der WMF Consumer Kaffeevollautomaten<br />

unter dem Geschäftsbereich<br />

Professionelle Kaffeemaschinen und profi<br />

tiert damit von dem in über 125 Jahren<br />

gewachsenen Fachwissen. Damit erhofft<br />

sich die WMF AG die bessere Nutzung<br />

vorhandener Synergie-Potenziale. Die<br />

Geschäftseinheit Consumer Kaffeevollautomaten<br />

untersteht ab dem 01. Januar<br />

2013 der Leitung von Martin Grupp (43),<br />

der nach eigener Aussage auch weiterhin großen Wert auf eine<br />

fachhandelsorientierte Vertriebsstrategie und eine enge Kooperation<br />

mit dem Vertrieb der WMF Consumer Electric GmbH<br />

legt. Er war seit 2011 mit der Leitung Qualitätsmanagement und<br />

Service der Sparte Elektrokleingeräte betraut und wird künftig<br />

wird die Bereiche Marketing, Vertrieb und Service der neuen<br />

Unit verantworten. Bastian Herbert (36) wechselt als Vertriebsleiter<br />

ebenfalls zum 01. Januar 2013 von WMF CE in die neue<br />

Geschäftseinheit. Er war bisher seit Anfang 2011 als Key Account<br />

Manager Fachhandel unter anderem für die Consumer Kaffeevollautomaten<br />

tätig.<br />

Anton Kathrein,<br />

Alleiniger<br />

Gesellschafter,<br />

Kathrein-Werke KG<br />

Kathrein-Werke KG<br />

Nach dem überraschenden Tod von Kommerzialrat<br />

Prof. Dr. Dr. h. c. Anton Kathrein<br />

übernahm mit sofortiger Wirkung Dipl.-<br />

Ing. Anton Kathrein die Gesellschafterrolle.<br />

Damit tritt der 28-Jährige in dritter<br />

Familiengeneration in die unternehmerische<br />

Verantwortung beim Rosenheimer<br />

Antennenhersteller. Unterstützt wird er<br />

von einer vierköpfi gen Geschäftsleitung,<br />

die Prof. Dr. Kathrein bereits vor einem<br />

Jahr berief. Anton Kathrein steht damit<br />

der Firmengruppe vor, die sich aus 62<br />

Einzelunternehmen zusammensetzt und für das laufende Kalenderjahr<br />

einen Gesamtumsatz von 1,4 Milliarden Euro anpeilt.<br />

Prof. Dr. Dr. h. c. Anton<br />

Kathrein<br />

Nachruf: Anton Kathrein<br />

Der Tod von Prof. Dr. Dr. h. c. Anton<br />

Kathrein hat in der Elektro- und<br />

Empfangstechnik-Branche und weit<br />

darüber hinaus große Bestürzung<br />

ausgelöst. Industrie, Medienwirtschaft<br />

und Politik erinnern sich an Kathrein als<br />

einen herausragenden Unternehmer<br />

mit großem Engagement und sozialem<br />

Gewissen. Mit Anton Kathrein junior<br />

verliert die Branche nicht nur eine der wichtigsten Unternehmerpersönlichkeiten,<br />

sondern auch jemanden, der sich<br />

weit über sein eigenes Unternehmen hinaus einen Namen in<br />

Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gemacht hatte und beispielsweise<br />

als stellvertretender Vorsitzender des Zentralverbandes<br />

Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) großes<br />

Ansehen selbst bei seinen Konkurrenten genoss.<br />

Matthias Harsch,<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Loewe AG<br />

Zum 1. März 2013 verlässt Oliver Seidl<br />

(49) im gegenseitigen Einvernehmen mit<br />

dem Aufsichtsrat den Vorstand der Loewe<br />

AG. „Der Loewe Aufsichtsrat dankt<br />

Oliver Seidl für seine langjährige Arbeit<br />

und sein großes Engagement“, erklärt Loewe<br />

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Rainer<br />

Hecker. Neuer Vorstandsvorsitzender<br />

wird Matthias Harsch (47), der damit die<br />

zentralen Ressorts Marketing und Vertrieb<br />

übernimmt. Bisher verantwortete<br />

Harsch als Geschäftsführer weltweiten Vertrieb und Marketing,<br />

die globalen Wachstums- und Ertragssteigerungsprogramme<br />

sowie die China Operations der Bizerba Gruppe.<br />

Hans-Joachim-Kamp,<br />

Aufsichtsratsvorsitzender<br />

GfU<br />

GfU<br />

Mit der Wahl des neuen Aufsichtsrats<br />

der Gesellschaft für Unterhaltungs- und<br />

Kommunikationselektronik vollzieht<br />

sich ein Wechsel an dessen Spitze:<br />

Hans-Joachim Kamp (Philips) folgt zum<br />

15. November auf Dr. Rainer Hecker,<br />

der das Amt des Vorsitzenden seit 1997<br />

bekleidete. Im Amt bestätigt wurde<br />

Werner Graf (Panasonic), neu in den<br />

Aufsichtsrat gewählt wurde Martin<br />

Winkler (Sony). Für die turnusgemäße<br />

Wahl des gfu-Aufsichtsrats im Herbst 2012 kandidierte Dr.<br />

Hecker nach 15 Jahren im Aufsichtsrat auf eigenen Wunsch<br />

nicht mehr.<br />

Ralph Fürther,<br />

Vice President<br />

Consumer<br />

Communications<br />

Sky<br />

Ralph Fürther ist neuer Vice President<br />

Consumer Communications des Pay-<br />

TV-Anbieters Sky Deutschland. Der<br />

48-Jährige übernimmt diese Position<br />

rückwirkend zum 1. November 2012. In<br />

seinen neuen Arbeitsbereich fallen die<br />

Themenbereiche Product & Content<br />

sowie Sport. Auch in der neuen Position<br />

wird Fürther an Wolfram Winter, Executive<br />

Vice President Communications,<br />

berichten.<br />

Termine Q1/2013<br />

Datum Veranstaltung Ort<br />

14.1. – 20.1.2013 LivingKitchen Köln<br />

16.1. – 18.1.2013 ELTEC Nürnberg<br />

2.2. – 4.2.2013 expert, Frühjahrstagung Hannover<br />

15.2. – 19.2.2013 ambiente Frankfurt<br />

23.2. – 24.2.2013 High End On Tour Nürnberg<br />

1.3. – 3.3.2013 EP Düsseldorf<br />

3.3. – 5.3.2013 Asia-Pacifi c Sourcing Köln<br />

5.3. – 9.3.2013 CeBIT Hannover<br />

18.3. – 20.3.2013 Euronics-Kongress Stuttgart<br />

20.3. – 22.3.2013 eltefa Stuttgart<br />

Bilder: GFU, Kathrein, Loewe, Sky, WMF<br />

6 | 1.2013


Unterhaltungselektronik<br />

8 | Thema<br />

TV-Trends 2013 –<br />

das ist die Zukunft<br />

13 | Interviews<br />

Online-Shopping<br />

oder Fachhandel?<br />

14 | Thema<br />

Die besten Tipps für<br />

den perfekten Sound<br />

20 | Produktnews<br />

Video- und Audio-<br />

Neuheiten im Fokus<br />

Bilder: Advance Acoustic, Auerbach Verlag, Denon, Humax, LG, Philips, Pioneer, Sony, Wisi<br />

Dennis Schirrmacher,<br />

Redakteur<br />

Technik ohne Fortschritt?<br />

Undenkbar!<br />

Beides geht quasi<br />

immer Hand in Hand<br />

und heute gekaufte<br />

Geräte sind morgen<br />

schon wieder<br />

veraltet. Das belebt<br />

natürlich in erster<br />

Linie den Markt, verunsichert<br />

aber auch<br />

potenzielle Käufer. Zum Glück gibt es immer<br />

mehr als genügend stichhaltige Argumente,<br />

die Sie Ihren Kunden präsentieren können.<br />

So bringt <strong>DER</strong> <strong>FACHHÄNDLER</strong> die positiven<br />

Eigenschaften eines Gerätes auf den Punkt,<br />

zeigt Ihnen als Fachhändler aber auch die<br />

negativen Seiten auf, damit Sie Kaufi nteressierte<br />

optimal beraten können. Ein weiteres<br />

überzeugendes Argument: Die aktuellen<br />

LCD- und Plasmafernseher sind mittlerweile<br />

etabliert und technisch gewachsen,<br />

demnach setzt der Käufer in diesem Fall<br />

auf ein sicheres Pferd. Ganz anders sieht<br />

es da noch bei den OLED-TVs aus, deren<br />

Marktstart ein ums andere Mal verschoben<br />

wurde. Darum freuen wir uns doch<br />

einfach auf die Zukunft und und genießen<br />

die ausgereifte und im TV-Alltag bewährte<br />

Unterhaltungselektronik ohne den schalen<br />

Beigeschmack, etwas zu verpassen.<br />

TOP<br />

KDL-55HX955 von Sony<br />

Dank der vollfl ächigen LED-Hinterleuchtung<br />

punktet der Fernseher mit<br />

satten Kontrasten und ein spezieller<br />

Chip lässt selbst<br />

Full-HD-Bilder<br />

noch schärfer<br />

aussehen.<br />

FLOP<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Das Internet ist im Wohnzimmer<br />

angekommen und vor allem Videoangebote<br />

machen hier Sinn. Leider<br />

lassen sich die<br />

Funktionen aber<br />

oft nicht optimal<br />

bedienen.<br />

Der Fachhändler | 7


Unterhaltungselektronik | Thema<br />

Neue Geräte und Technologien für das Wohnzimmer<br />

TV-Trends am Horizont<br />

4K, OLED, IGZO: 2013 erstrahlen Blockbuster noch schärfer und kontrastreicher. Dabei<br />

setzen die Hersteller zum größten Teil auf neue Technologien, aber gehört demnach die<br />

LCD-Technik gleich zum alten Eisen? HD+TV stellt die neuesten Trends vor und lässt<br />

Sonys 4K-LCD-Fernseher gegen LGs-OLED-TV antreten. Doch welche Technik wird sich in<br />

der nahen Zukunft durchsetzen?<br />

Dennis Schirrmacher und Christian Trozinski<br />

Neben den fabulösen Kontrastverhältnissen der OLED-<br />

Fernseher rückt auch Ultra HD (4K) immer mehr in<br />

den Wohnzimmerfokus; geeignete Fernseher bilden<br />

Bilder mit sage und schreibe 3840 x 2160 Bildpunkten ab.<br />

Erste Geräte sind bereits erhältlich, bewegen sich preislich<br />

aber mit Summen von rund 25000 Euro in realitätsfernen<br />

Dimensionen; da erscheint selbst ein OLED-TV mit seinem<br />

Marktpreis von circa 8000 Euro schon fast als Schnäppchen.<br />

Bei den 4K-Fernsehern setzen Sony, Toshiba und LG auf die<br />

etablierte LCD-Technik, um die über acht Millionen Bildpunkte<br />

auf einer Fläche von 84 Zoll (213 Zentimeter) unterzubringen.<br />

Die OLED-Technik eignet sich zu diesem Zeitpunkt hingegen<br />

noch nicht für derartig hohe Aufl ösungen, denn die Ansteuerungselektronik<br />

würde schlicht zu komplex ausfallen.<br />

Zudem ist die Fertigung von OLED-Fernsehern noch nicht<br />

serientauglich (siehe Kasten). Auch ein Plasma-TV-Gerät<br />

kommt für einen 4K-Fernseher nicht infrage, denn da jeder<br />

Bildpunkt aus einer Plasmazelle besteht, die für die Bilderzeugung<br />

gezündet werden muss, würde der Energiebedarf<br />

ins Unermessliche steigen. Auch Sharp zufolge gehört die<br />

LCD-Technologie noch lange nicht zum alten Eisen und die<br />

IGZO-Bauweise soll den Ansatz auf das nächste Level heben.<br />

Dabei vollzieht der Hersteller einen gewagten Schritt in der<br />

Produktion und verzichtet auf das in der Halbleitertechnik<br />

elementare Silizium. Künftig werden Sharps Ingenieuren<br />

zufolge die Leiterbahnen und letztlich die Bildpunkte über die<br />

vier Elemente Indium, Gallium, Zink und Sauerstoff (Oxygen)<br />

angesteuert. Daraus resultiert letztlich auch der etwas<br />

schwerfällige IGZO-Begriff.<br />

Glühwürmchen als Vorbild<br />

Praktisch betrachtet erleichtert die Anpassung des Herstellungsprozesses<br />

die Fertigung von ultra-hochaufl ösenden<br />

Bildschirmen mit einer extremen Pixeldichte. Die IGZO-Verbindung<br />

ermöglicht nämlich eine dichtere Elementeanordnung,<br />

denn die dünneren Schichten lassen sich besonders<br />

gleichmäßig auf das Trägermaterial aufbringen. Demnach<br />

schrumpft auch die Bautiefe von Geräten mit dieser Bildschirmtechnologie.<br />

Zudem ist der IGZO-Halbleiter vollkommen<br />

transparent und lässt das Licht der Hintergrundbeleuch-<br />

Bilder: LG, Sharp, Sony<br />

8 | 3.2012


Thema | Unterhaltungselektronik<br />

tung quasi verlustfrei passieren. Bilder erscheinen so heller und<br />

noch viel wichtiger: Es wird weniger Energie benötigt. Ersten<br />

Berichten zufolge soll der Ansatz rund 30 Prozent weniger Leistung<br />

einfordern als das Display im aktuellen iPhone 5. Sharps<br />

Ingenieure sind derweil nicht die Einzigen, die Bildschirme<br />

noch effizienter und heller erstrahlen lassen wollen und südkoreanische<br />

Wissenschaftler erforschten das Leuchtverhalten von<br />

Glühwürmchen. Dabei fanden Sie heraus, dass der technische<br />

Aufbau einer Leuchtdiode (LED) dem naturgegebenen Konzept<br />

sehr nahe kommt. Nur erstrahlen Glühwürmchen deutlich heller<br />

als eine LED und die Forscher führen diesen Umstand auf<br />

eine Kammstruktur auf der äußeren Hülle der Insekten zurück,<br />

die den Lichtdurchlass optimiert. In ersten Versuchen konnte<br />

dieses Gefüge nachgeahmt werden und die LED erstrahlte<br />

im Labor fast doppelt so hell. Zudem verringert der Herstellungsprozess<br />

die Materialkosten, da aufgrund der neuartigen<br />

Struktur auf eine teure anti-refl ektive Ummantelung der LED<br />

verzichtet werden kann.<br />

Apple (noch nicht) mit an Bord?<br />

Aber nicht nur in puncto Energieeffizeinz und Leuchtkraft will<br />

Sharp Apple Paroli bieten und nach eigenen Angaben soll mit<br />

500 Pixeln pro Zoll (ppi) ein neuer Schärferekord aufgestellt<br />

werden. Zum Vergleich: Das iPhone 5 verfügt über 326 ppi<br />

und bietet somit bereits eine messerscharfe Abbildung. Die<br />

hohe Pixeldichte lässt die Darstellung quasi wie gedruckt<br />

erscheinen, da unsere Augen bei einem dem Smartphone<br />

beziehungsweise Tablet üblichen Betrachtungsabstand von<br />

rund 20 Zentimetern die einzelnen Pixel nicht mehr voneinander<br />

unterscheiden können; daher resulitiert auch Apples<br />

Begriff des Retina Displays. Auf die Spitze treibt es indes die<br />

Firma MicroOLED und stellte jüngst einen 0,61 Zoll (1,6 Zentimeter)<br />

messenden OLED-Bildschirm mit einer Pixeldichte von<br />

sage und schreibe 5374 Pixeln vor. Laut Hersteller hält sich die<br />

Leistungsaufnahme mit nur 0,2 Watt in Grenzen. Eine derartige<br />

Pixelfülle wird aber vorerst nicht bei einem Smartphone<br />

oder Tablet anzutreffen sein und MicroOLED denkt vielmehr<br />

über den professionellen Einsatz in Form eines Brillensystems<br />

in dem Bereich der Medizin nach. In einem derartigen Szenario<br />

könnte sich der Bildschirm während einer Operation in<br />

unmittelbarer Nähe vor den Augen befi nden und die immense<br />

Aufl ösung würde wieder Sinn machen. Die Vorteile der<br />

IGZO-Technologie sprechen wiederum für die mobile Nutzung<br />

und demnach wird man diese Bauweise in naher Zukunft erst<br />

einmal vorwiegend in Smartphones und Tablets fi nden. Zudem<br />

wurde den Entwicklern zufolge die Reaktionszeit um den<br />

OLED erneut mit Startschwierigkeiten<br />

Auf der IFA 2012 feierte sich LG noch als Technologieführer und<br />

versprach, den ersten OLED-Fernseher in 55 Zoll für weniger als<br />

10000 Euro noch dieses Jahr in die Fachhandelsregale zu stellen.<br />

Doch wer den Worten LGs Glauben schenkte, wird nun bitter<br />

enttäuscht, denn der Hersteller stellte die Markteinführung zurück.<br />

Aufgrund zu hoher Produktionskosten sowie zu geringer Ausbeute<br />

verschiebt LG die Markteinführung auf 2013, will aber nach wie vor<br />

mit dem Modell 55EM960V den ersten 55-Zoll-OLED-TV auf den<br />

Markt bringen. Herausforderer Samsung reagierte indes schon<br />

vor Wochen gelassen: Im ersten Halbjahr 2013 wolle man mit dem<br />

55ES9500 in den OLED-TV-Markt einsteigen, massenmarktaugliche<br />

Preise sowie Stückzahlen sieht Samsung aber erst für den<br />

Zeitraum 2014/2015 als realitisch an. In die Riege der OLED-TV-<br />

Produzenten könnten dann auch Panasonic und Sony dazustoßen,<br />

die gemeinsam an kostengünstigen Herstellungsverfahren arbeiten<br />

und im gleichen Zeitraum in den Markt einsteigen wollen.<br />

Dank Sharps IGZO-Technologie werden ultrahohe Aufl ösungen mit<br />

kleinen Display-Größen möglich<br />

Sony hält weiterhin am Crystal-LED-Konzept fest. Dabei verfügt ein<br />

derartiges Gerät über sechs Millionen LEDs<br />

Faktor zehn gesteigert, was sich vor allem bei der Bedienung<br />

über den berührungsempfi ndlichen Bildschirm bemerkbar<br />

machen soll. Gerüchte, dass Apple im iPad mini oder iPhone 5<br />

auf IGZO-Displays setzt, haben sich indes nicht bewahrheitet<br />

und der Konzern setzt auch weiterhin auf die bereits erwähnten<br />

Retina-Displays. Das Gerücht hält sich aber dennoch wacker,<br />

denn mittlerweile brüstet sich Sharp mit einem 7-Zoll-Display<br />

mit 1280 x 800 Pixeln, einem 10-Zoll-Display mit 2560 x 1600<br />

Bildpunkte und einem 32-Zoll-Panel mit 3840 x 2160 Pixeln<br />

(Ultra HD 4K). Aber auch im Wohnzimmer wird die IGZO-<br />

Technologie in absehbarer Zeit Einzug halten, denn es wurden<br />

bereits erste Prototypen eines OLED-Fernsehers mit der neuen<br />

Pixelansteuerung vorgestellt.<br />

Der erste „echte“ LED-TV<br />

Sony bewegt sich indes immer noch auf echtem Neuland und<br />

der Crystal-LED-Fernseher spielt, wie ein Sprecher gegenüber<br />

HD+TV mitteilte, immer noch eine Rolle für das Unternehmen.<br />

Dabei handelt es sich um einen waschechten LED-Flachbildfernseher,<br />

bei dem jeder Bildpunkt (insgesamt über sechs<br />

Millionen) aus einer Leuchtdiode besteht. So werden Bilder<br />

pixelgenau erzeugt und davon soll in erster Linie natürlich das<br />

Kontrastverhältnis profi tieren. Aber auch die Reaktionsgeschwindigkeit,<br />

ein großes Manko der LCD-Technik, dürfte rund<br />

10-mal fl inker ausfallen und der Bildschirm soll sich sehr blickwinkelstabil<br />

geben. Nach eigenen Angaben läuft die Entwickliung<br />

parallel zur OLED-Fertigung.<br />

Der Fachhändler | 9


Unterhaltungselektronik | Thema<br />

Ein aufregender Blick hinter die Kulissen einer Kultmarke<br />

Neugier als Erfolgsrezept<br />

Bose steht vor allem im Audiobereich für innovative Produkte und treibt selbst kleinste<br />

Lautsprecher mithilfe von geschickten Kniffen an das Maximum der Leistungsfähigkeit.<br />

Dabei steht stets die Innovationskraft und der Erfindungsreichtum an erster Stelle.<br />

Christian Trozinski<br />

Kennen Sie Bose? Vermutlich, denn kaum ein anderer<br />

Hersteller von Lautsprechersystemen ist häufger im<br />

Alltag anzutreffen. Ganz gleich, ob im Wohnzimmer, in<br />

Museen, in Vergnügungsparks, im Restaurant oder im Flugzeug:<br />

Lautsprecher und Kopfhörer von Bose sind für viele<br />

das, was das iPhone für die Hosentasche ist, nämlich Notwendigkeit<br />

und Problemlöser zugleich. Doch auch im Bereich<br />

des Marketings sowie durch die Vielzahl an Bose-Stores<br />

kommen Sie um die vier Buchstaben häufg nicht herum, und<br />

genau jene Präsenz bringt Bose nicht nur zufriedene Kunden,<br />

sondern auch eine Vielzahl an kritischen Stimmen ein. Gerade<br />

Hi-Fi-Enthusiasten stehen mit Bose auf Kriegsfuß, eine<br />

sachliche Diskussion in den betreffenden Internetforen ist<br />

häufi g unmöglich. Bose polarisiert und fasziniert wie kaum<br />

eine andere Marke – Grund genug für uns, die Reise nach<br />

Framingham unweit von Boston auf uns zu nehmen und den<br />

Entwicklern der markant gestalteten Lautsprecher<br />

über die Schultern zu schauen. Was wir vor unserem<br />

Abfug aber nicht ahnten: Der Jahrhundertsturm Sandy<br />

sollte unseren Trip gehörig durcheinanderwirbeln.<br />

Bose-Technologie für die Straße<br />

Eigentlich haben wir zum Auftakt unseres Besuchs eine durch<br />

fl otte Marketingsprüche angereicherte Lautsprecherpräsentation<br />

erwartet. Stattdessen erklärt uns Entwickler Jim Parison<br />

anhand einer Automobiltechnologie, dass das Scheitern<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose<br />

10 | 1.2013


Thema | Unterhaltungselektronik<br />

oftmals weit vor dem Erfolg kommt. Dabei spricht er aus guter<br />

Erfahrung, denn während der mehr als zwanzigjährigen<br />

Entwicklung einer intelligenten Federung für Kraftfahrzeuge<br />

mit dem Codenamen „Project Sound“, ist Bose häufg gescheitert<br />

und hat nebenbei etliche Millionen Dollar während<br />

der Entwicklungsphase verbrannt. Doch am Ende sprach das<br />

Ergebnis für sich: Eine aktive Federung, die Straßenunebenheiten<br />

in Echtzeit analysiert und mittels aktiv betriebener<br />

Stoßdämpfer nahezu jede Fahrbahnunebenheit kompensiert.<br />

Obwohl es am Ende nicht zum Einbau in ein Serienfahrzeug<br />

gereicht hat (Automobilhersteller scheuen bis heute die Kosten),<br />

realisierte Bose eine abgespeckte Variante als Fahrersitz<br />

für Lkws. In einem Selbstversuch konnten wir die Vorteile<br />

des Systems testen: Trotz holpriger Fahrt blieb unser Körper<br />

von Erschütterungen verschont, einzig über das Lenkrad<br />

konnten wir die Straßenunebenheiten spüren. Boses Expertise<br />

liegt im blitzschnellen Ansteuern von elektromagnetischen<br />

Systemen, ganz gleich, ob Stoßdämpfer oder Lautsprechermembranen<br />

bewegt werden sollen. Will man Bose-Systeme<br />

auf den kleinsten gemeinsamen Nenner reduzieren, so könnte<br />

dieser lauten: Maximale Effizienz bei minimaler Größe und<br />

minimalem Verbrauch.<br />

Bedarf entdeckt, Bedarf gedeckt<br />

Für Bose stellt sich zunächst immer die Frage nach dem Nutzwert<br />

von neuen Technologien, so auch beim Noise-Cancelling-<br />

Kopfhörer. Außengeräusche werden hierbei mittels aktiv<br />

eingreifender Elektronik vermindert, sodass selbst ein Überseefl<br />

ug nicht von Kopfschmerzen begleitet wird. Auf unseren<br />

Reisen verglichen wir Boses Quietcomfort 15 mit Konkurrenzmodellen<br />

aus dem traditionellen Hi-Fi-Sektor: Die Bose-Kopfhörer<br />

klangen nicht nur am angenehmsten, sondern fi lterten<br />

auch am effektivsten das dröhnende Geräusch der Motoren<br />

heraus, ohne hochfrequente Störgeräusche zu produzieren.<br />

Im Gespräch mit den Entwicklern entgegnete man uns, dass<br />

es sicher Kopfhörer gibt, die noch besser klingen und noch<br />

mehr Umgebungsgeräusche fi ltern, doch Bose setzt auf den<br />

optimalen Kompromiss aus geringem Gewicht, Tragekomfort,<br />

Klang und Noise-Cancelling. Nach unserem Test können wir<br />

diesem Fazit nur beipfl ichten. Boses Entwicklungen beruhen<br />

auf jahrelangen Tests, die mittels des hauseigenen schalltoten<br />

Raums, eines zusätzlichen Hallraums und eines Normwohnzimmers<br />

durchgeführt werden. Durch kompakte Heimkinoanlagen<br />

mit winzigen Lautsprechern wurde Bose weltberühmt, derzeit<br />

sorgt allerdings ein Fernseher auf Aufsehen, der augenscheinlich<br />

über gar keine Lautsprecher verfügt, aber es dennoch<br />

vermag, eine vollwertige 5.1-Anlage zu ersetzen. Möglich macht<br />

dies die Kombination aus versteckt integriertem Bassmodul<br />

und dem sogenannten Phase-Guide, der Schall gerichtet zur<br />

Wand abstrahlt (ähnlich wie ein Laserpointer Licht leitet). Boses<br />

Trick: Die Lautsprecher spielen nicht gegen den Raum, sondern<br />

machen sich die akustischen Vorteile der Umgebung zunutze.<br />

Großen Anteil daran hat auch das automatische Einmesssystem,<br />

das ebenfalls eine Eigenentwicklung darstellt. Wie gut die<br />

Entwickler ihr Handwerk verstehen, können Sie anhand einer<br />

Videowave-Vorführung im Bose-Store nachvollziehen.<br />

Mit eigenen Ideen vorangehen<br />

In den vergangenen Jahrzehnten war der Name Bose untrennbar<br />

mit Amar Gopal Bose, dem Firmengründer, verknüpft, doch<br />

unter Geschäftsführer Bob Maresca, der sich zunächst als<br />

Entwickler bei Philips und Hewlett Packard seine Sporen verdiente,<br />

erscheint Bose geerdeter denn je. Auf die Frage, weshalb<br />

Bose keine Lautsprecher für Laptops oder Smartphones<br />

verkauft, antwortet Maresca, dass Kooperationen angestrebt,<br />

aber verworfen wurden. Die betreffenden Hersteller wollten<br />

keine <strong>Kompromisse</strong> bei der Bautiefe eingehen und der Klang<br />

hätte schlicht nicht Boses Qualitätskriterien erfüllt. Die Gefahr,<br />

den guten Ruf der eigenen Firma zu ruinieren, wäre langfristig<br />

gesehen viel zu groß gewesen. Und auch bei kritischen Fragen<br />

hinsichtlich der verwendeten Materialien (Papiermembranen<br />

und Kunststoffgehäuse) weicht Maresca nicht aus: Papier und<br />

Plastik bieten keinen signifkanten akustischen Nachteil, im Bezug<br />

auf das Gewicht und die Stabilität aber große Vorteile.<br />

Gleichwohl verschließt sich Bose neuen Designtrends nicht,<br />

so zieren das mobile Audiosystem Soundlink freche Farben<br />

und Muster sowie Stoff- und Lederbespannungen, während<br />

das Videowave II mit Metallblenden veredelt wurde. Was nur<br />

wenige wissen: Bose ist kein börsennotiertes Unternehmen,<br />

refi nanziert sich nicht maßgeblich durch Kredite und investiert<br />

Gewinne stets in das eigene Wachstum. Maresca sieht Bose<br />

nicht als sein Lebenswerk, sondern als etwas viel Größeres,<br />

etwas, das auch nach seiner Amtszeit Bestand haben soll. Firmengründer<br />

Amar Gopal Bose sowie alle Geschäftsführer sind<br />

gewissermaßen die Uhrmacher, die das Uhrwerk am Laufen<br />

halten. In den Augen der Kritiker und Konkurrenten beruhen<br />

Boses Erfolge maßgeblich auf dem Marketing, doch wer die<br />

Reise auf sich nimmt und mit den Mitarbeitern und Entwicklern<br />

spricht, wird auf viel Neugier, ungestillten Tatendrang und vor<br />

allem eines treffen: Ideen.<br />

Der Fachhändler | 11


Unterhaltungselektronik | Interview<br />

Stationärer Fachhandel versus Onlineshopping<br />

1. Mit den anstehenden Weihnachtseinkäufen stehen die Kunden vor der Wahl zwischen einem Besuch beim Fachhändler und<br />

dem bequemen Mausklick auf den digitalen Warenkorb eines Onlinehandels. Wie bewerten Sie die Konkurrenz des Onlineshoppings<br />

gegenüber dem klassischen Fachhandel?<br />

2. Welche Rolle spielt der Verkauf per Internet für Sie als Hersteller? Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen zusätzlichen<br />

Vertriebskanal zu nutzen?<br />

3. Wie unterstützen Sie im Gegenzug Ihre Fachhändler, um deren Stellung gegenüber der Konkurrenz aus dem World Wide Web<br />

zu stärken?<br />

4. Welche zukünftigen Entwicklungen erwarten Sie im Verhältnis zwischen Onlineshopping und Fachhandel hinsichtlich des<br />

Umsatzvolumens und der Reputation beim Endkunden?<br />

Dr. Roland Raithel,<br />

Pressesprecher,<br />

Loewe AG<br />

Zu Frage 1:<br />

Nichts kann die individuelle und qualifi -<br />

zierte Beratung im Fachhandel ersetzen.<br />

Manche Kunden kaufen aber mittlerweile<br />

genauso gerne im Internet ein. Das Loewe<br />

Modell des Internet-Vertriebs bringt erstmals<br />

beide Vertriebskanäle zusammen.<br />

Die Online-Bestellung wird vor Ort vom lokalen<br />

Fachhändler ausgeliefert – Onliner<br />

und Händler partizipieren gleichermaßen<br />

am Internet-Geschäft; im September<br />

diesen Jahres gestartet eine Win-win-<br />

Situation für alle.<br />

Zu Frage 2:<br />

Auch im Premium-Markt suchen immer mehr Kunden Produkte<br />

der Consumer Electronics im Internet. Deshalb hat Loewe diesen<br />

zukunftsträchtigen Vertriebsweg im Verbund mit seinen Fachhandelspartnern<br />

konsequent erschlossen. Wir erweitern damit<br />

auch unsere Markenpräsenz und Markenbekanntheit. Über Internet<br />

wird allerdings nur ein Teilsortiment von Loewe angeboten.<br />

Die beratungsintensiven Highend-Geräte sind nach wie vor dem<br />

Fachhandel vorbehalten.<br />

Zu Frage 3:<br />

Der Online-Vertrieb von Loewe ist transparent und sichert<br />

kanalübergreifend die premiumadäquate Vermarktung. Und –<br />

was noch wichtiger ist – er beteiligt den stationären Fachhandel<br />

an der Wertschöpfung, selbst wenn der Kunde das<br />

Produkt online bestellt. Wir stellen sicher, dass der Händler<br />

auch hier seine besondere Service- und Beratungskompetenz<br />

ausspielen kann und damit auch nachhaltig neue Kunden<br />

gewinnt.<br />

Zu Frage 4:<br />

Der stationäre Fachhandel ist bei Loewe das Fundament<br />

der Vertriebsstrategie. Er hat bei vielen Endkunden eine<br />

hohe Reputation. Die Online-Vermarktung ergänzt. Gerade<br />

für einen Premiumhersteller ist dabei wichtig, dass an allen<br />

Kontaktpunkten, an denen der Kunde mit der Marke in Berührung<br />

kommt, ein konsistentes Markenerlebnis vermittelt wird.<br />

Das stellen wir mit strikten Vorgaben sicher. Generell ist aus<br />

unserer Sicht Fachhandel und Online-Vertrieb kein Gegensatz.<br />

Beides kann sich – das Loewe Modell zeigt es – sehr gut<br />

ergänzen.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Dr. Norbert<br />

Kotzbauer<br />

Geschäftsführer,<br />

Metz-Werke GmbH<br />

Zu Frage 1:<br />

Es gibt seit vielen Jahren verschiedene<br />

Vertriebswege, sei es über den<br />

Katalog, das Internet, die Verbrauchermärkte<br />

oder den klassischen<br />

Fachhandel. Diese Vielfalt spiegelt<br />

die unterschiedlichen Bedürfnisse<br />

der Konsumenten wider. Somit haben<br />

alle Vertriebswege eine Berechtigung<br />

und müssen um die Gunst der Konsumenten<br />

„buhlen“<br />

Zu Frage 2:<br />

Bei der Vermarktung von TV-Produkten<br />

setzen wir auf kompetente Beratung, Service und die<br />

Vorführung des Produktes. Dies erfüllt für Metz am besten<br />

der klassische Fachhandel. Daher spielt für uns der Verkauf<br />

per Internet keine Rolle, wohl aber die Möglichkeit, sich hier<br />

vorab umfassendüber ein Produkt zu informieren bzw. einen<br />

Fachhändler ausfi ndig zu machen.<br />

Zu Frage 3:<br />

Der Fachhandel hat erkannt, dass für ihn Beratungs- und Servicekompetenz<br />

in Kombination mit wertigen Produkten und vor allem<br />

technisch sinnvollen und bedienbaren Lösungen die Basis für<br />

eine erfolgreiche Zukunft bilden. Metz ist hier mit den richtigen<br />

Produkten, entsprechendem Produkttraining und einer intensiven<br />

Serviceunterstützung ein starker Partner des Fachhandels.<br />

Zu Frage 4:<br />

Die verschiedenen Vermarktungskanäle hängen zukünftig sehr<br />

stark von den Kundenwünschen ab. Wer allein über den Preis<br />

kauft und wenig Wert auf Zusatzleistungen legt, wird eher nicht<br />

das Gros der Kunden des Fachhandels ausmachen. Der Kundenkreis<br />

des Fachhandels mit dem klaren Wunsch nach Service,<br />

Beratung und einem persönlichen Ansprechpartner wird aus<br />

unserer Sicht sogar wachsen, zumal die Technologie und das<br />

Zusammenspiel verschiedener Geräte immer erklärungsbedürftiger<br />

werden.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Bilder: Loewe, Metz, Sony, TP Vision<br />

12 | 1.2013


Interview | Unterhaltungselektronik<br />

Stefan Holländer,<br />

Marketing Director<br />

Consumer Business,<br />

Sony Deutschland<br />

Zu Frage 1:<br />

Beide Möglichkeiten zum Weihnachtseinkauf<br />

sind heute nicht mehr wegzudenken.<br />

Einen Vorteil, den der Fachhandel<br />

gegenüber dem Internetkauf bietet, ist die<br />

Möglichkeit zur intensiven Beratung. Nur<br />

hier können sich die Kunden verschiedene<br />

Produkte genau ansehen und erklären<br />

lassen. Am POS treffen Interessierte auf<br />

kompetente Helfer, die ihnen mit Rat und<br />

Tat zur Seite stehen.<br />

Zu Frage 2:<br />

Wir bieten den Konsumenten die Möglichkeit, direkt via Sony<br />

Online Store bei uns Produkte zu kaufen. Für uns ist es wichtig, so<br />

direktes Feedback unserer Kunden zu bekommen und auch direkt<br />

mit ihnen in Kontakt zu stehen. Premium-Qualität, Premium-Services<br />

und die Vermarktung nach der Unverbindlichen Preisempfehlung<br />

sind uns hier besonders wichtig.<br />

Zu Frage 3:<br />

Jeder Händler, der im Rahmen unseres Partnerprogramms SERP<br />

(Sony Europe Retail Partner) vertrauensvoll und partnerschaftlich<br />

mit uns zusammenarbeitet, kommt in den Genuss exklusiver<br />

Vorteile. Dazu gehören intensive Produktschulungen oder die<br />

Teilnahme an besonderen Aktionen – wie zum Beispiel die noch<br />

bis Januar laufende James Bond Kampagne, bei der jeder Käufer<br />

eines BRAVIA Fernsehers der HX855-Serie kostenfrei die Anniversary<br />

Edition mit allen James Bond Filmen der letzten 50 Jahre<br />

auf Blu-ray Disc erhält.<br />

Zu Frage 4:<br />

Beide Möglichkeiten einzukaufen haben sich fest etabliert und<br />

werden sich weiterentwickeln. Beide Kanäle haben ihre Stärken.<br />

Der Fachhandel ist aus unserer Sicht gut beraten, auf hochwertige<br />

Produkte zu setzen, deren Vorteile bei der Präsentation vor den<br />

Augen der Kunden voll zutage treten. Das Interesse und gleichzeitig<br />

der Aufklärungsbedarf über innovative und komplexe Technologien<br />

wie zum Beispiel Blu-ray, 3D oder 4K ist groß. Hier kann<br />

besonders der gut informierte Fachhandel im Verkaufsgespräch<br />

punkten. Blu-ray, 3D oder 4K ist groß. Hier kann besonders der<br />

gut informierte Fachhandel im Verkaufsgespräch punkten.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

John Olsen,<br />

Managing Director,<br />

TP Vision DACH<br />

Zu Frage 1:<br />

Der stationäre Fachhandel ist für TVs<br />

der klassische Vertriebskanal, da er<br />

eine hohe Beratungskompetenz und<br />

individuellen Service bietet. Darüber<br />

hinaus werden im Ladengeschäft die<br />

Produkte zum Anfassen und Erleben<br />

präsentiert. Die Vorteile des Online-<br />

Handels sind dagegen der hohe<br />

Einkaufskomfort am heimischen PC und<br />

die Transparenz. Wir unterstützen beide<br />

Kanäle mit spezifi schen Maßnahmen.<br />

Zu Frage 2:<br />

Es zeigt sich, dass die Anteile am Gesamtumsatz mit TVs in den<br />

beiden Kanälen im letzten Jahr stabil geblieben sind: Gut 85<br />

Prozent der Umsätze werden im stationären Fachhandel realisiert.<br />

Die restlichen knapp 15 Prozent sind der Online-Anteil. Wir<br />

sehen uns als Partner für beide Kanäle.<br />

Zu Frage 3:<br />

Als Unterstützung am Point-of-Sale bieten wir spezielle Dekound<br />

Präsentationsmaterialien an. Zusätzlich gibt es für den Fachhandel<br />

auf unseren regelmäßigen Trainingstouren detaillierte<br />

Produktschulungen für ein erfolgreiches Beratungsgespräch.<br />

Zu Frage 4:<br />

Die Umsatzanteile des stationären und Online-Handels für<br />

Fernseher sind zuletzt konstant geblieben. Dabei ist der Anteil<br />

des stationären Handels weiterhin sehr dominant. Anders als bei<br />

anderen Produkten der Unterhaltungselektronik ist ein Fernseher<br />

immer auch ein Einrichtungsgegenstand, dessen Design und<br />

Anmutung bei der Kaufentscheidung wichtig sind. Dies bleibt<br />

auch zukünftig die Gelegenheit für den stationären Handel, den<br />

Kunden für sich zu gewinnen.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Kai Hillebrandt,<br />

Business Director<br />

CE, Samsung Electronics<br />

GmbH<br />

Zu Frage 1:<br />

Online-Shops und der klassische Fachhandel<br />

sind Teil der Handelsstruktur<br />

und stehen damit selbstverständlich<br />

auch untereinander im Wettbewerb.<br />

Dem muss sich der Fachhändler stellen,<br />

kann aber den Fokus auf Beratung und<br />

Services sowie seinen Standortvorteil in<br />

die Waagschale werfen.<br />

Zu Frage 2:<br />

Neben einer intensiven Betreuung<br />

durch unseren Vertrieb und umfassenden<br />

Marketingaktivitäten stellen wir unseren Handelspartnern<br />

online in der Samsung Partner Lounge ein breites<br />

Angebot nützlicher Services, Informationen und Marketingmaterialien<br />

zur Verfügung. Außerdem honorieren wir überdurchschnittliche<br />

Leistungen mit einer entsprechend größeren<br />

Unterstützung.<br />

Zu Frage 3:<br />

Wir unterstützen den qualifizierten Fachhandel durch gezielte<br />

Vertriebsaktivitäten, wie beispielsweise die gerade zu Ende<br />

gegangene Aktion „Fröhliche Zweinachten“. Zudem investieren<br />

wir stark in die TÜV-zertifizierte Ausbildung unserer Fachhändler.<br />

Gerade angesichts der vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten<br />

unserer Produkte sind umfassende Schulungen für<br />

unsere Fachhändler enorm wichtig, um das Umsatzpotenzial<br />

konvergenter Produkte nutzen zu können.<br />

Zu Frage 4:<br />

Wenn sich der stationäre Fachhandel konsequent auf die Wünsche<br />

und Bedürfnisse des Konsumenten einstellt und Dienstleistungen<br />

von hoher Qualität bietet, wird er sich auch künftig<br />

behaupten können.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Der Fachhändler | 13


Unterhaltungselektronik | Thema<br />

Einmesssysteme im Vergleich<br />

Klangtuning zu Hause<br />

Mit dem MCACC-Verfahren von Pioneer tritt dem weitverbreiteten Audyssey-Ansatz eine<br />

ernsthafte Konkurrenz gegenüber. Wir haben die zwei Verfahren verglichen und zeigen<br />

Ihnen, welche Methode den Klang am besten Ihren räumlichen Gegebenheiten anpasst.<br />

Ein justiertes System ist einem nicht eingemessenen in jeder<br />

Hinsicht in der Wiedergabequalität überlegen. Das gilt<br />

sowohl für reine Zweikanalsysteme als auch für Surround-Setups,<br />

wenn die akustischen Rahmenbedingungen ungünstig<br />

ausfallen. Dabei spielt es keine Rolle, wie gut oder schlecht die<br />

Stand- oder Regallautsprecher sind. Einmesssysteme passen<br />

die Abhörmöglichkeiten in ihrer Linearität den akustisch<br />

vorherrschenden Bedingungen an. Sie können eine generelle<br />

raumakustische Optimierung jedoch nicht ersetzen. Wer seine<br />

Lautsprecher nicht ordnungsgemäß installiert, muss somit immer<br />

mit klanglichen Beeinträchtigungen rechnen – und leben.<br />

Ist eine korrekte Lautsprecheranordnung aus Platzgründen<br />

nicht zu realisieren, werden die Abstände mit einem Maßband<br />

bestimmt und durch eine elektronische Verzögerung ausgeglichen.<br />

Die Möglichkeit einer solchen Verzögerung ist in jedem<br />

aktuellen AV-Receiver zu fi nden. Anschließend erfolgt eine<br />

genaue Anpassung sämtlicher Lautsprecherpegel zueinander.<br />

Erneut erfolgt mithilfe eines AVRs eine Analyse der Wohnumgebung<br />

und eine Frequenzgangkorrektur jedes Lautsprechers.<br />

Torsten Pless und Jens Voigt<br />

Zur raumakustischen Einmessung greifen aktuelle AV-Receiver<br />

von Denon, Marantz und Onkyo auf das Korrektursystem Audyssey<br />

MultEQ zurück. Die Einmessung nimmt Einfl uss auf den<br />

Frequenzgang, die Übergangsfrequenz, die Polarität, die Verzögerung<br />

und die Lautstärke zwischen den einzelnen Lautsprechern.<br />

Bis zu elf Kanäle lassen sich auf acht unabhängigen Sitzpositionen<br />

einmessen. Ein beiliegendes Einmessmikrofon wird<br />

dabei auf Ohrhöhe platziert und mit dem AV-Receiver verbunden.<br />

Im Menüpunkt „Endstufenzuweisung“, der auch mögliche<br />

Bi-Wiring-Aufstellungen umfasst, wählt man die aufgebaute<br />

Lautsprecherkonstellation. Die eigentliche Messung erfolgt mit<br />

einem Rauschsignal, das nacheinander aus allen angeschlossenen<br />

Lautsprechern ausgegeben wird. Das Messmikrofon<br />

nimmt die Rauschsignale entgegen, auf deren Grundlage der<br />

AV-Receiver anschließend eine Frequenz-Energieauswertung<br />

vornimmt. Auf weiterführende Impuls- oder Nachhallzeitermittlungen,<br />

wie sie Pioneers AV-Receiver im Zuge des MCACC-<br />

Verfahrens ermitteln, verzichtet das Audyssey-System indes<br />

komplett. Im Vergleich zur Vorgängerversion Audyssey MultEQ<br />

Einmesssysteme im Vergleich<br />

CI-Pioneer MCACC<br />

Audyssey MultEQ XT32<br />

Autoeinmessung<br />

Dauer der Einmessung (1 Position)/Anzahl der Sitzplätze (max.) 11 min/6 4 min/8<br />

Polung/Trennfrequenzen korrekt? Ja/teilweise Ja/teilweise<br />

Lautsprecherabstände/Lautsprechergröße korrekt? max. 4 cm Abweichung/ja max. 10 cm Abweichung/nein<br />

Lautsprecherpegel korrekt? max. 1,5 dB Abweichung max 1,5 dB Abweichung<br />

Klangoptimierung<br />

Anpassung Frequenzgang/Gruppenlaufzeit/stehende Wellen Ja/Ja/Ja Ja/Nein/Nein<br />

Hörvergleich Autoeinmessung<br />

Hochtonwiedergabe/Basswiedergabe<br />

Stimmwiedergabe/Surroundwiedergabe<br />

brillant, aber nicht aufdringlich/sehr ausgeglichen<br />

sehr natürlich/weitreichend, klare Lokalisation<br />

gut, leicht bedeckt/befriedigend, deutlich hervorgehoben<br />

verfärbte Mitten, leicht künstlich/weitreichend, klare Lokalisation<br />

Hörvergleich Höhenkanäle<br />

Film- und Musikwiedergabe unauffällig, aber natürlich, offenes Klangbild (DTS Neo:X) effektvoll, aber Musikklangbild deutlich verschoben (DSX)<br />

Hörvergleich Klangverbesserer<br />

Vergleich Pioneer-Effektprogramme und Audyssey Dynamic EQ EQ kaum färbend, unaufdringlich Färbung im Bass-Tiefmittenbereich, undefinierter Klang<br />

Hörvergleich Dynamikkomprimierung<br />

Vergleich Pioneer ALC und Audyssey Dynamic Volume kein wirksamer Effekt bei Dynamiksprüngen Dynamic Volume unterbindet Lautstärkesprünge effektiv<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Denon, Pioneer<br />

14 | 1.2013


Thema | Unterhaltungselektronik<br />

Eine Einmessprozedur führt durch die einzelnen Schritte der akustischen<br />

Raumanpassung<br />

XT wurde mit dem MultEQ-XT32-Verfahren aber die Filteraufl ö-<br />

sung überarbeitet, was der Präzision des Systems zugute kommt.<br />

Klanglich machen sich die raumakustischen Verbesserungen<br />

besonders im Tiefmitten- und Bassbereich bemerkbar und liegen<br />

damit qualitativ wahrnehmbar über den Ergebnissen von Einstiegsreceivern<br />

ohne MultEQ XT32.<br />

Der Ansatz des Pioneer-Systems unterscheidet sich maßgeblich<br />

vom Audyssey-Verfahren. Die einzelnen Messvorgänge setzen<br />

nicht nur auf die Analyse der Frequenzdaten zur Ermittlung der<br />

Energiedichteverteilung des Schalls im Raum, sondern auch auf<br />

spezielle Aspekte, wie etwa die Erkennung des Hintergrundgeräusches<br />

oder die Ermittlung der Nachhallzeit, die durch jeden<br />

Lautsprecher angeregt wird. Zudem kompensiert MCACC Druckstaueffekte<br />

am Hörplatz, die durch stehende akustische Wellen<br />

im Raum hervorgerufen werden. Weiterhin werden die Gruppenlaufzeiten<br />

für jeden Lautsprecherkanal ermittelt und korrigiert.<br />

Dabei wird das Impulsverhalten bzw. die sogenannte Sprungantwort<br />

des Lautsprechersystems optimiert. Alle Frequenzen<br />

werden nach der Einmessung somit ohne wahrnehmbare zeitliche<br />

Verzögerungen abgestrahlt. Vergleichbar zur Audyssey-<br />

Einmessung werden natürlich auch gängige Parameter wie die<br />

Ermittlung der Entfernung und die korrekte Polung überprüft.<br />

Unterschiede zu Audyssey sind bereits während der Einmessung<br />

zu hören: MCACC sendet Testtöne nicht nur nacheinander für<br />

jeden Lautsprecher aus, sondern kontrolliert auch gegenläufi g<br />

platzierte Front- und Surround-Kanäle.<br />

Ein ähnlich effektives System boten bisher nur High-End-Lösungen<br />

wie der AudioVolver II der Firma Audiodata. Dieses widmet<br />

sich der klanglichen Optimierung von Stereolautsprecheranordnungen<br />

und ist nicht in Seriengeräten der handelsüblichen<br />

Unterhaltungselektronik verbaut. AudioVolver ist ein DSP*-<br />

basierter Prozessor, der zwischen Vorverstärker und Endstufe<br />

geschaltet wird.<br />

Das MCACC-Verfahren von Pioneer bietet viele Eingriffsmöglichkeiten<br />

wie die abgebildete Anpassung der Gruppenlaufzeiten<br />

Pioneers MCACC-Verfahren veranschlagt fast die dreifache Zeit<br />

für den Einrichtungsvorgang. Standardmäßig wird dabei nur<br />

eine Sitzposition gemessen, während Audyssey meist mehrere<br />

Positionen vorschreibt. Das MCACC-Verfahren speichert in<br />

der Advanced-Einmessung Ergebnisse für bis zu sechs unterschiedliche<br />

Sitzpositionen, während bei Audyssey maximal acht<br />

Messungen in Kombination für eine Optimierung aller Sitzplätze<br />

genutzt werden. Beide Verfahren erkennen zielsicher inkorrekt<br />

angeschlossene Lautsprecher und zeigen dies ebenso an. Die<br />

Trennfrequenzen wurden bei beiden Systemen nicht vollständig<br />

korrekt ermittelt, eine erneute Einmessung zeigte zudem<br />

abweichende Ergebnisse. Bei der Ermittlung der Lautsprecherabstände<br />

war MCACC am genauesten, Audyssey wies im Vergleich<br />

größere Abweichungen von bis zu 10 Zentimetern auf. Während<br />

Audyssey nur eine Frequenzganganpassung bietet, ermöglicht<br />

MCACC zusätzlich eine Korrektur stehender akustischer Wellen<br />

und eine Gruppenlaufzeitoptimierung der Lautsprecher. Daraus<br />

ergibt sich in der Praxis ein deutlicher klanglicher Vorsprung für<br />

das MCACC-Verfahren, der sich in einem klareren Klangbild mit<br />

sehr guter Lokalisationsschärfe äußert. Bei Audyssey waren zum<br />

Teil deutliche Verfärbungen und eine schlechtere Lokalisation<br />

von einzelnen Geräuschen zu vernehmen. Hier empfi ehlt sich vor<br />

allem der Verzicht auf den Dynamic EQ. Dagegen ist bei Pioneer<br />

die Dynamikkontrolle ALC unzureichend integriert: Wechselnden<br />

Dynamikspitzen hat das Pioneer-System nichts entgegenzusetzen.<br />

Hier punktet Audyssey mit einer praxistauglichen Dynamikkontrolle<br />

(Dynamic Volume). Für Film- und Musikpuristen führt<br />

dennoch kein Weg an MCACC vorbei.<br />

Oder: Selber messen und hören – das wird noch immer durch<br />

kein System der Welt ersetzt. Denn Ihre persönlichen Vorlieben<br />

kennen nur Sie. Einmesssysteme können Sie bei der Lautsprecheraufstellung<br />

nur unterstützen, nie aber ein geschultes Ohr<br />

ersetzen.<br />

Der VSX-1122 K von Pioneer verfügt über das fortschrittliche MCACC-<br />

Verfahren<br />

Die größte Audyssey-Ausbaustufe MultEQ XT32 ist unter anderem in<br />

Denons 2012er-Modell AVR-4520 zu fi nden<br />

Der Fachhändler | 15


Unterhaltungselektronik | Interview<br />

„Der Händler ist der<br />

wichtigste Ansprechpartner“<br />

Seit fast zwanzig Jahren vertreibt Music<br />

Line unter anderem die Produkte<br />

des High-End-Herstellers Naim<br />

in Deutschland und Österreich. Um den<br />

hohen technischen Standards der vertriebenen<br />

Produkte gerecht zu werden, lässt<br />

der Vertrieb die Mitarbeiter der Technikabteilung<br />

direkt von den Herstellerfi rmen<br />

schulen. Music Line lässt an seinem Wissen<br />

auch teilhaben, weshalb eigens eingerichtete<br />

Schulungsräume für Fachhändler<br />

existieren. Um die Kommunikation schnell<br />

und präzise zu halten, arbeitet Music Line<br />

mit nur wenigen Herstellern zusammen.<br />

Um die Stromversorgung kümmern sich<br />

die hauseigenen Verteilerdosen. Naim<br />

bietet ein breit gefächertes Angebot<br />

an Elektronik-Komponenten aller Art in<br />

höchster Qualität und ergänzt dieses um<br />

Lautsprecher, Racks und Zubehör. Das<br />

Team um Geschäftsführer Andreas Kayser<br />

vertreibt außerdem den Lautsprecherbauer<br />

Focal, der hochklassige Schallwandler mit<br />

extravaganter Optik herstellt.<br />

Andreas Kayser,<br />

Geschäftsführer<br />

music line Vertriebs GmbH<br />

Herr Kayser, welche Rolle beim Absatz Ihrer Produkte nimmt der<br />

Fachhandel ein?<br />

Eine sehr große! Unsere Produkte werden ausschließlich über<br />

geschulte, autorisierte Fachhändler vertrieben, da nur diese kompetente<br />

Beratungsarbeit leisten können. Der Händler ist für unsere<br />

Endkunden der wichtigste Ansprechpartner.<br />

Mit welchen Maßnahmen unterstützen Sie „Ihre“ Fachhändler?<br />

Wir führen zum Beispiel Netzwerk- und Setup-Schulungen sowie<br />

Messen und sonstige Veranstaltungen durch, unterstützen Händler<br />

mit technischem Support, umfassender Produktwerbung und einer<br />

Internetpräsenz mit Produktinfos, sorgen für schnelle Lieferfähigkeit<br />

und fungieren generell als Schnittstelle zwischen Einzelhandel<br />

und Hersteller.<br />

Wie schätzen Sie die Situation des Audiofachhandels in Deutschland<br />

ein?<br />

Die Situation hat sich gebessert. Die neue Generation an vernetzten<br />

Digitalprodukten begeistert Musikfans jeden Alters, bedarf aber<br />

auch hochwertiger Beratung und hervorragenden Services – das<br />

kann nur ein Fachhändler leisten.<br />

Kann der Fachhändler noch<br />

die nötigen Margen erzielen,<br />

um seine beratende Funktion<br />

weiter sinnvoll auszuüben?<br />

Im Vergleich zu früheren<br />

Jahren ist die Gesamtspanne<br />

etwas gesunken, aber bei<br />

seriös vertriebenen Produkten<br />

ist eine vernünftige Marge<br />

realisierbar.<br />

Wie beeinflusst der Internethandel das Fachhandelsgeschäft?<br />

Der Internethandel hat eine Zeit lang für Unruhe gesorgt, allerdings<br />

haben Kunden gemerkt, dass einen das vermeintliche<br />

Schnäppchen aus dem Internet teuer zu stehen kommen kann.<br />

Kompetente Beratung und ein gutes, persönliches Kunden-<br />

Händler-Verhältnis sind gerade bei hochwertigen Produkten<br />

unverzichtbar.<br />

Wie wichtig ist Ihnen, dass der Fachhändler Ihre Produkte auch<br />

vorführbereit bevorratet hat?<br />

„Hochwertige Beratung<br />

– das kann nur ein Fachhändler<br />

leisten.“<br />

Andreas Kayser, Geschäftsführer Music Line<br />

Das halten wir für sehr wichtig, denn nur über eine „akustische<br />

Probefahrt“ kann ein Kunde erkennen, dass sich die Mehrinvestition<br />

in ein hochwertigeres Produkt lohnt. Oft bieten auch<br />

günstigere Produkte umfassende Features, allerdings ist hohe<br />

Klangqualität immer noch der Schlüssel zu echtem Musikgenuss,<br />

und die lässt sich nun mal nicht über eine Broschüre oder eine<br />

Website vermitteln.<br />

Einmessung und Aufstellung sind klassische Serviceleistungen<br />

des Fachhandels. Ist der Kunde heute noch bereit, für diesen<br />

Service zu zahlen?<br />

Eine gesonderte Bezahlung für solche Leistungen lässt sich nur<br />

schwer durchsetzen, aber wenn man guten Service in die Waagschale<br />

wirft, sind Kunden viel eher bereit, den normalen Preis für<br />

ein Produkt zu zahlen und ihrem Händler treu zu bleiben.<br />

Welche Produkte empfehlen Sie dem Fachhändler aus Ihrem<br />

Portfolio für das Weihnachtsgeschäft zu bevorraten?<br />

Für die Bevorratung empfehlen wir beispielsweise Kopfhörer. Viele<br />

Kunden treffen spontane Kaufentscheidungen und möchten dann<br />

nicht lange auf die Ware warten. Aber auch, wenn es um Lautsprecher<br />

oder hochwertige Elektronik geht, die man als Einzelhändler<br />

nicht in großen Mengen bevorraten<br />

kann, bieten wir hervorragenden<br />

Service: In über 80 %<br />

der Fälle erreichen Produkte den<br />

Händler am nächsten, spätestens<br />

übernächsten Tag, wenn die Bestellung<br />

bis 16:00 Uhr eingeht.<br />

Bieten Sie für Ihre Produkte<br />

in den kommenden Wochen<br />

besondere POS-Aktivitäten oder<br />

Schulungen und Vorführungen an?<br />

Andreas Kayser: Ja, bis Weihnachten werden wir mit unseren<br />

Händlern zahlreiche Hausmessen und Workshops veranstaltet<br />

haben. Dabei können wir uns intensiver mit Händlern austauschen<br />

und Anregungen oder Kritik aufgreifen. Hauptsächlich dienen<br />

diese Veranstaltungen aber dazu, Kunden zu informieren und den<br />

persönlichen Kontakt mit ihnen zu pfl egen.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

www.music-line.biz<br />

Bilder: Linn, musicline, TAD-Audiovertrieb<br />

16 | 1.2013


Interview | Unterhaltungselektronik<br />

Fachhandelsmarke des Jahres 2012<br />

Der TAD-Audiovertrieb steht für Vielfalt: Neben der breiten<br />

Produktpalette von Rega fallen auch Hersteller mit<br />

besonders ausgefallenen Produkten in den Aufgabenbereich<br />

des Teams rund um Volker Specht, Mark Sellmann und<br />

Martin Koch im Marketing. So etwa die stylishen Radios von Tivoli<br />

oder Genevas Design-Musiksysteme. Auf der Suche nach<br />

kabellosen Lautsprechern sollte Audio Pro mit seiner Living-Serie nicht vergessen<br />

werden. Wirklich ausgefallen sind die tragbaren Lautsprecher von Ingenious<br />

Audio und richtig modern wird es mit Docking-Lautsprechern von Bayan Audio.<br />

Auf der Suche nach High-End-Elektronik wird man bei Unison Research fündig.<br />

Wenn der Produkthunger bis hierher noch nicht gestillt ist, bietet die Website<br />

des TAD-Audiovertriebs dem Fachhändler einen Überblick über das gesamte<br />

Herstellerfeld.<br />

Herr Koch, welche Rolle<br />

beim Absatz Ihrer Produkte<br />

nimmt der Fachhandel<br />

ein?<br />

Die Stärke der TAD ist die<br />

langfristige, partnerschaftliche<br />

Zusammenarbeit<br />

mit unterschiedlichen<br />

Vertriebskanälen. Diese<br />

befruchten sich gegenseitig.<br />

Der Elektrofachhandel<br />

ist aus der Geschichte der<br />

TAD unser ältester und<br />

zugleich stärkster Partner.<br />

Mit welchen Maßnahmen unterstützen<br />

Sie „Ihre“ Fachhändler?<br />

Die TAD ist von der Jury des Plus X<br />

Award mit der Marke „Tivoli Audio“<br />

Fachhandelsmarke des Jahres 2012<br />

gekürt worden. Wir verstehen diese<br />

Auszeichnung eher als Ansporn für<br />

die Zukunft! Erst einmal suchen wir<br />

attraktive, neue Marken, mit denen sich<br />

unsere Händler im Wettbewerb strategisch<br />

positionieren und vor allem neue<br />

Kundengruppen erschließen können.<br />

Des Weiteren bieten wir die gesamte<br />

Klaviatur an Marketing- und Kommunikationswerkzeugen.<br />

Wie beeinflusst der Internethandel das<br />

Fachhandelsgeschäft?<br />

Im Idealfall befruchten sich On- und Offlinehandel.<br />

Teils wird das Internet als reine<br />

und teils als preisaggressive Resterampe<br />

verschrien,<br />

doch ist es<br />

weit mehr:<br />

Informationsquelle,<br />

Kommunikationsplattform,<br />

Marktübersicht,<br />

Handelsplattform u.v.m. Und schön<br />

ist, dass jeder Fachhändler daran teilnehmen,<br />

sich verwirklichen kann!<br />

Martin Koch,<br />

Marketing- und PR-Manager<br />

TAD-Audiovertrieb GmbH<br />

Wie wichtig ist Ihnen,<br />

dass der Fachhändler<br />

Ihre Produkte auch<br />

vorführbereit bevorratet<br />

hat?<br />

Eine fortwährende,<br />

lebendige, spannende<br />

Präsentation ist ein<br />

extrem wichtiges<br />

Instrument für Verkauf<br />

als auch Markenbildung.<br />

Wir unterstützen alle<br />

Händler mit vielfältigen<br />

POS-Materialien,<br />

was auch eine aktive Gestaltung des<br />

Schaufensters mit einbindet.<br />

Einmessung und Aufstellung sind<br />

klassische Serviceleistungen des<br />

Fachhandels. Ist der Kunde heute<br />

noch bereit, für diesen Service zu<br />

zahlen?<br />

Der Händler ist weit mehr als Boxenschieber,<br />

er ist Dienstleister. Kunden<br />

wissen dies zu schätzen, da bin ich mir<br />

sicher. In Servicebereichen kann ein<br />

Fachhändler sein Profi l schärfen und<br />

sogar Zusatzverkäufe generieren.<br />

Welche Produkte empfehlen Sie dem<br />

Fachhändler aus Ihrem Portfolio, für<br />

das Weihnachtsgeschäft zu bevorraten?<br />

Unsere Radiofamilie von Tivoli Audio<br />

ist seit Jahren ein äußerst attraktives<br />

Präsent! Eine angemessene Lagerhaltung<br />

im letzten Quartal des Jahres<br />

daher absolute<br />

Priorität. Dank<br />

„Im Idealfall befruchten<br />

sich On- und Offlinehandel“<br />

Martin Koch,TAD-Audiovertrieb<br />

Bluetooth<br />

sowie DAB<br />

Plus ist Radio<br />

wieder richtig<br />

spannend!<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

www.tad-audiovertrieb.de<br />

Steigende Verkaufszahlen<br />

bei Linn<br />

Ulrich Michalik,<br />

PR-Manager Linn<br />

Linput Consulting<br />

Herr Michalik,<br />

wie schätzen Sie<br />

die Situation des<br />

Audiofachhandels<br />

in Deutschland<br />

ein?<br />

Klarer Fall:<br />

Händler, die<br />

den Kunden<br />

und nicht den<br />

schnellen Euro<br />

in den Fokus<br />

ihrer Aktivitäten<br />

rücken, sind<br />

wirtschaftlich so<br />

erfolgreich wie<br />

nie zuvor. Andererseits:<br />

Wer in<br />

seinem Verkaufsgebiet weder der Beste noch<br />

der Billigste ist, hat auf Dauer keine Überlebenschance,<br />

wird zwischen Großfl äche und Internetversendern<br />

bzw. jenen Fachhändlern, die<br />

ihren Job verstehen, buchstäblich zerrieben.<br />

Kann der Fachhändler noch die nötigen Margen<br />

erzielen, um seine beratende Funktion<br />

weiter sinnvoll auszuüben?<br />

Bei Linn sind die Margen so bemessen, dass<br />

sie den Händler in die Lage versetzen, die<br />

erstklassige Qualität von Kundenservice zu<br />

bieten, die wir und anspruchsvolle Kunden von<br />

ihm erwarten.<br />

Wie beeinflusst der Internethandel das Fachhandelsgeschäft?<br />

Bei Neuware ist Linn, mit Ausnahme des von<br />

uns dafür freigegebenen Einsteiger-Streamers<br />

Sneaky, vom Internethandel praktisch nicht<br />

betroffen. Zumal unsere Händler wissen, dass<br />

mit professioneller Beratung und Preisstabilität<br />

letztlich allen am besten<br />

gedient ist, dem Kunden, dem<br />

Hersteller und dem Handel<br />

selbst. Andererseits bietet das<br />

Internet natürlich interessante<br />

Möglichkeiten, Kunden zu<br />

gewinnen.<br />

„Die Nachfrage unterliegt weder saisonalen<br />

Schwankungen noch weltwirtschaftlichen<br />

Imponderabilien“<br />

Ulrich Michalik, Linn-PR-Manager Zentraleuropa<br />

Bieten Sie für Ihre Produkte in den kommenden<br />

Wochen besondere POS-Aktivitäten oder Schulungen<br />

und Vorführungen an?<br />

Da die Nachfrage nach Linn-Produkten erfreulicherweise<br />

weder größeren saisonalen Schwankungen<br />

unterliegt noch sonderlich stark am Tropf<br />

weltwirtschaftlicher Imponderabilien hängt,<br />

intensivieren wir zum Weihnachtsgeschäft vor<br />

allem POS-Aktivitäten wie Musical Evenings. Hier<br />

fi ndet der Kunde – häufi g auch außerhalb normaler<br />

Geschäftszeiten – Gelegenheit zum entspannten<br />

Musikhören und zum Fachsimpeln.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

www.linn.co.uk<br />

Der Fachhändler | 17


Unterhaltungselektronik | Interview<br />

„Unsere Erfolge der letzten Jahre haben<br />

wir dem Fachhandel zu verdanken“<br />

Der Hannoveraner Hersteller Quadral<br />

beliefert seit dem Ende der 1970er<br />

Jahre die Hi-Fi-Welt mit Lautsprechern.<br />

Dabei verfolgt der Lautsprecherbauer<br />

die Philosophie, das höchstmögliche<br />

Aufl ösungsvermögen bei Kompatibilität zu<br />

möglichst vielen Verstärkern zu erreichen<br />

und dabei Lautsprecher für alle Musikgenres<br />

zu konzipieren. Da die meisten Leute nicht<br />

unter Vorführraum-Bedingungen Musik hören,<br />

optimiert Quadral seine Schallwandler<br />

für die akustischen Eigenschaften typischer<br />

Wohnzimmer. High End und avantgardistisches<br />

Design bietet Quadral unter dem<br />

Namen „Aurum Phonologue“ an. Zu allen<br />

Fachhändlern Deutschlands fi nden die<br />

Produkte unter Leitung des Vertriebschefs<br />

Stefan Eisenhardt ihren Weg. Doch Quadral<br />

ist mehr als nur Lautsprecher: Durch den<br />

Vertrieb weiterer Produkte werden viele Bereiche<br />

des guten Tons abgedeckt. So fi nden<br />

Verstärker, DACs, Tuner und Lautsprecher<br />

von Advance Akustik ebenso Beachtung wie<br />

AV-Receiver und Blu-ray-/CD-Spieler von<br />

Sherwood. Sollen alle Komponenten über<br />

optimale Verbindungen verfügen, können<br />

Kabel aller Art von Real Cable zum Einsatz<br />

kommen. Bleiben da noch Wünsche offen?<br />

Edmond Semmelhaack,<br />

Geschäftsführer<br />

Quadral<br />

Herr Semmelhaack, welche Rolle beim Absatz Ihrer Produkte nimmt der<br />

Fachhandel ein?<br />

Der Fachhandel steht im Mittelpunkt der Quadral-Vertriebs- und Marketingaktivitäten.<br />

Hier hat der Endverbraucher die Gelegenheit, sich über unsere<br />

Produkte in angemessener Umgebung mit kompetenter Beratung zu informieren<br />

und sie Probezuhören. Nur der Fachhandel bietet dem Endkunden<br />

die Serviceleistung, die unsere hochwertigen Produkte benötigen. Unsere<br />

Erfolge der letzten Jahre haben wir dem Fachhandel zu verdanken.<br />

Mit welchen Maßnahmen unterstützen Sie „Ihre“ Fachhändler?<br />

Durch zahlreiche Produktneuheiten, die wir auf der High End in München<br />

oder auf der IFA vorstellen, die daraus resultierenden Tests in den<br />

Fachmedien und gezielten Marketingaktivitäten steigern wir die Nachfrage<br />

für Quadral-Produkte beim Fachhändler. Insbesondere in den „Saisonmonaten“<br />

präsentieren wir unsere Produkte auf zahlreichen Messen und<br />

Händlerveranstaltungen zum Thema Hi-Fi und Heimkino. Unsere Vertriebsmitarbeiter,<br />

unser Produktmanager und die Entwickler stehen über das<br />

ganze Jahr für Verkäuferschulungen bereit und unterstützen den FH–Partner<br />

ganz direkt vor Ort.<br />

Wie schätzen Sie die Situation<br />

des Audiofachhandels in Deutschland<br />

ein?<br />

Durch neue Medien wie Tablet-<br />

PCs, Multifunktions-Handys und<br />

die Vernetzung der Video- und<br />

Audiomedien im Wohnraum ist das<br />

Thema „Musik“ wieder mehr in das<br />

Bewusstsein der Konsumenten<br />

gerückt; auch viele junge Konsumenten<br />

werden so an das Thema<br />

Hi-Fi herangeführt; das ist eine Riesenchance für den engagierten Fachhändler.<br />

Wir beobachten, dass die Fachhändler, die sich auf diese neuen<br />

Medien spezialisiert haben, die Gewinner am Markt sind.<br />

Kann der Fachhändler noch die nötigen Margen erzielen, um seine beratende<br />

Funktion weiter sinnvoll auszuüben?<br />

Quadral legt großen Wert auf einen „sauberen“ Vertrieb unserer Produkte,<br />

das ist die Grundlage dafür, dass der Fachhändler gute Margen erwirtschaftet.<br />

Mit dem Hi-Fi-Geschäft lassen sich ausgezeichnete Erträge<br />

realisieren.<br />

„Quadral legt großen<br />

Wert auf sauberen<br />

Vertrieb.“<br />

Edmond Semmelhaack, Geschäftsführer Quadral<br />

Wie beeinflusst der Internethandel das Fachhandelsgeschäft?<br />

Das Internetgeschäft muss so konzipiert sein, dass es den Fachhandel<br />

unterstützt und stärkt. So arbeitet Quadral nur mit ausgesuchten Händlern<br />

im Internet zusammen, die unser Konzept unterstützen. Letztlich<br />

hat es der Fachhändler in der Hand, den Konsumenten durch seine<br />

kompetente Beratungsleistung und ein schlüssiges Servicepaket an<br />

sich zu binden.<br />

Wie wichtig ist Ihnen, dass der Fachhändler Ihre Produkte auch vorführbereit<br />

bevorratet hat?<br />

Unsere Produkte verkaufen sich über Emotionen, dafür ist es zwingend<br />

notwendig, dass der Endkunde die Lautsprecher und Hi-Fi–Komponenten<br />

beim Fachhändler hören und erleben kann. Wir unterstützen den<br />

Fachhandel mit Rabatten für die Ausstellungsstücke und interessanten<br />

Finanzierungsmöglichkeiten.<br />

Einmessung und Aufstellung sind klassische Serviceleistungen des<br />

Fachhandels. Ist der Kunde heute noch bereit, für diesen Service zu<br />

zahlen?<br />

Für einen professionellen und fachmännischen Aufbau und Service ist<br />

der Kunde bereit zu zahlen. Allerdings<br />

sollte dieser Service über das<br />

Auspacken und Aufstellen hinausgehen.<br />

Fachhändler sollten beispielsweise<br />

in der Lage sein, das Netzwerk<br />

des Endkunden einzurichten,<br />

Beamer und Leinwand kompetent zu<br />

installieren und Kabel im Wohnraum<br />

verschwinden zu lassen.<br />

Welche Produkte empfehlen Sie<br />

dem Fachhändler aus Ihrem Portfolio für das Weihnachtsgeschäft zu<br />

bevorraten?<br />

Wir haben uns gut auf das Jahresendgeschäft eingestellt, wir empfehlen<br />

unseren Kunden eine auf ihn angepasste Auswahl unserer<br />

Produkte in der Ausstellung zu haben, im Verkaufsfall werden wir<br />

schnellstmöglich liefern.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

www.quadral.com<br />

Bilder: Quadral<br />

18 | 1.2013


Interview | Unterhaltungselektronik<br />

Fachhändler vorgestellt!<br />

In dieser Ausgabe wird im Bereich Audio folgender Fachhändler präsentiert:<br />

Hifisound Lautsprechervertrieb aus Münster<br />

Warum sollten audiophile Kunden zum Fachhändler gehen?<br />

Weil der engagierte Fachhändler mit seiner Erfahrung sicherstellt, dass<br />

der Kunde eine individuell nach seinen Bedürfnissen zusammengestellte<br />

Anlage mit einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis erhält.<br />

Ich verkaufe meinen Kunden gerne analoge Technik, weil...<br />

...deren Klang, speziell der eines Top-Plattenspielers, eine Magie entfaltet,<br />

die digitale Technik nur in Ausnahmefällen erreicht.<br />

Stereo, Surround oder beides?<br />

Das ist längst keine Frage mehr: Beide Techniken haben ihren festen<br />

Platz gefunden.<br />

Ihre Hobbys?<br />

Sinnliches: Musik (gerne auch selbst gemacht), Kochen, Lesen.<br />

Ist Streaming unverzichtbar oder neumodisches Zeug?<br />

Das kann nur der jeweilige Kunde anhand seiner Bedürfnisse beurteilen.<br />

Hifisound Lautsprechervertrieb<br />

Ansprechpartner: Raimund Saerbeck<br />

Jüdefelderstr. 52, Münster<br />

Tel.: (0251) 47 8 28<br />

Internet: www.hifi sound.de<br />

E-Mail: infos@hifi sound.de<br />

Anzahl Hörräume: 1<br />

Produkte: Audium, Boston, Dynaudio, Jamo,<br />

Kef, Klipsch, Piega, Tannoy, Triangle, Denon,<br />

Marantz<br />

Welches Produkt hat Sie zuletzt am meisten begeistert?<br />

Ich beschränke mich auf drei Positionen: Die Audium Comp 5 (Aktiv-<br />

Lautsprecher mit Aufstellungskompensation!), die „V“-Geräte von Musical<br />

Fidelity (was für ein Preis-/Leistungsverhältnis!) und die Dynaudio<br />

Focus 160 (Kompakt-Perle!).<br />

Stellen Sie sich vor!<br />

Sie wollen auch an dieser Stelle präsentiert werden?<br />

Was haben Sie im Angebot, was sind Ihre Stärken,<br />

was empfehlen Sie Ihren Kollegen?<br />

Bilder: ...<br />

Bewerben Sie sich per E-Mail: fachhandel@auerbach-verlag.de<br />

Wir platzieren Sie an der richtigen Stelle!<br />

Der Fachhändler | 19


Unterhaltungselektronik | Produktnews<br />

LCD-TVs 2012 mit steigendem Absatz, Plasmas stark rückläufig<br />

Der Absatz in der Consumer-Electronics-Branche in Deutschland entwickelte<br />

sich in den ersten neun Monaten 2012 überwiegend positiv. Dies geht aus dem<br />

aktuellen Consumer Electronics Marktindex Deutschland (CEMIX) hervor, der in<br />

der vergangenen Woche von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik<br />

(GFU), dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT)<br />

und der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) herausgegeben wurde. Nach<br />

diesem bestätigte sich besonders der Trend beim Absatz von TV-Geräten, wonach<br />

die Nachfrage nach Plasma-Geräten zunehmend zurückgeht, während sich LCD-<br />

Fernseher weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Demnach stieg der Absatz von<br />

LCD-TVS zwischen Januar und September 2012 um 9,4 Prozent im Vergleich zum<br />

Vorjahreszeitraum. Wurden in den ersten neun Monaten 2011 insgesamt 5,892<br />

Millionen Geräte verkauft, so waren es im Vergleichszeitraum des aktuellen Jahres<br />

6,447 Millionen. Bei den Plasma-Fernsehern war der Absatz hingegen im gleichen<br />

Zeitraum um ganze 31,3 Prozent rückläufi g. Wurden 2011 zwischen Januar und<br />

September noch 437 000 Geräte an den Verbraucher gebracht, so waren es 2012<br />

nur 300 000. Dabei blieben die Preise für LCD-Geräte gegenüber dem Vorjahreszeitraum<br />

konstant bei durchschnittlich 611 Euro, während der Durchschnittspreis für<br />

Plasma-TVs von 828 Euro auf 779 Euro sank. Dies entspricht einem Rückgang um<br />

5,9 Prozent. Der Umsatz mit LCD-Geräten stieg dank gleichbleibender Preise im<br />

Vergleich zum Vorjahreszeitraum genau wie der Absatz um 9,4 Prozent auf 3,939<br />

Milliarden Euro. Bei Plasma-Fernsehern war der Umsatz dank sinkender Preise<br />

noch stärker rückläufi g als der Absatz und sank um 35,3 Prozent auf 234 Millionen<br />

Euro. Rechnet man neben LCD- und Plasma-Fernsehern auch sonstige TV-Geräte<br />

und Projektoren mit ein, lag der Absatz in den ersten neun Monaten 2012 bei 6,903<br />

Millionen Geräten und damit um 6,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der<br />

Gesamtumsatz belief sich auf 4,238 Milliarden Euro.<br />

PS<br />

Astra: Erste 4K-Ausstrahlung 2013<br />

Über Astra werden im Jahr 2013 Sendungen in 4K ausgestrahlt werden. Das bestätigte<br />

Astra-Sprecher Dirk Heerdegen am Freitag gegenüber DIGITALFERNSEHEN.de.<br />

Für die Ausstrahlung in ultrahoher Aufl ösung sollen demnach im nächsten Jahr erste<br />

Testläufe stattfi nden. Dabei wird es sich aber vorerst nicht um einen 24-stündigen<br />

Demokanal oder Ähnliches in 4K-Aufl ösung handeln, wie Heerdegen betonte. Viel<br />

wahrscheinlicher sei für den Anfang eine Event-bezogene Übertragung von Signalen<br />

in 4K. Einen konkreten Termin dafür könne das Unternehmen bisher noch nicht<br />

nennen. Auch eine Verbindung der Testläufe mit den neuen Videokompressionsstandards<br />

HEVC oder H.265 konnte noch nicht bestätigt werden. Dafür seien die für 2013<br />

angekündigten Standards aufgrund fehlender Standardisierung derzeit noch nicht weit<br />

genug entwickelt. Um die Wirtschaftlichkeit von 4K-Ausstrahlung zu sichern, brauche<br />

es diese Standards aber, sagte Heerdegen. Die geplanten Test-Ausstrahlungen in 4K-<br />

Aufl ösung seien vorerst nicht an die kommenden Standards gebunden – wenn diese<br />

jedoch testfähig sind, will Astra sie in die Demo-Übertragungen einbeziehen. HJV<br />

Sharp in Not: Foxconn bekommt bessere Konditionen geboten<br />

Der japanische Elektronikkonzern Sharp steckt tief in den roten Zahlen. Nach<br />

Verlusten in Milliardenhöhe musste das Unternehmen sogar Zweifel an seinem<br />

Fortbestand eingestehen. Doch Sharp kämpft und sucht nach Möglichkeiten, die<br />

wirtschaftliche Krisensituation etwas zu entspannen. Daher sind die Japaner gegenüber<br />

dem taiwanesischen Auftragslieferer Foxconn auch zu Zugeständnissen bereit,<br />

denn Sharp will das Unternehmen als neuen Partner gewinnen. Wie ein Manager<br />

gegenüber dem „Wall Street Journal“ erklärte, sei Sharp nun auch dazu bereit, den<br />

Taiwanern mehr als zehn Prozent der Unternehmensanteile zu verkaufen. Damit<br />

gewährt der japanische Hersteller Foxconn bessere Konditionen, als ursprünglich<br />

vereinbart. Diesen zufolge sollte der zu verkaufende Anteil die Zehn-Prozent-Hürde<br />

nicht übersteigen, da Aktionären in Japan ab dieser mehr Rechte zustehen und sie<br />

beispielsweise die Aufl ösung des Unternehmens vor Gericht fordern können. Angesichts<br />

der Entwicklungen auf dem Aktienmarkt sah sich Sharp nun gezwungen, dem<br />

möglichen neuen Partner bessere Konditionen einzuräumen.<br />

FM<br />

Bilder: Astra, Philips, Sharp, Sky, Sony, Xbox<br />

20 | 1.2013


Produktnews | Unterhaltungselektronik<br />

Sony: 4K-Fernseher kommt mit nativen 4K-Filmen<br />

Mit dem Bravia KD-84X9005 will Sony schon in Kürze seinen ersten 4K-<br />

Fernseher an die Kunden in den USA ausliefern. Das 84-Zoll-Gerät soll dabei<br />

nicht nur mit einer Aufl ösung von 3 840 × 2 160 Pixeln und einem 4K-X-Reality-<br />

PRO-Bildprozessor daherkommen, welcher in der Lage ist, normales Bluray-Material<br />

auf 4K-Aufl ösung aufzurechnen, sondern laut Sony-PR-Manager<br />

Ray Hartjen auch mit exklusiven Filmen in nativer 4K-Aufl ösung. Dies teilte<br />

der Sony-Sprecher in der vergangenen Woche in einem offiziellen Unternehmensblog<br />

mit. Demnach soll es sich beim angekündigten Filmmaterial<br />

nicht um kleine Schnipsel und Demo-Aufnahmen handeln, sondern um<br />

„Hollywood-Produktionen in voller Länge“. Die angebotenen Filme, zu denen<br />

Hartjen keine weiteren Angaben machte, sollen dabei exklusiv nur den Käufern<br />

des Bravia KD-84X9005 zur Verfügung stehen. Für potentielle Käufer<br />

des 4K-Fernsehers würden die nativen Videoinhalte in einer Aufl ösung von<br />

3 840 × 2 160 Pixeln auf jeden Fall einen entscheidenden Mehrwert darstellen,<br />

da 4K-Videoinhalte derzeit noch sehr rar gesät sind. Ob das Angebot auch für<br />

Käufer in Deutschland gelten wird, ist derzeit nicht bekannt. Laut aktuellen<br />

Angaben von Sony soll der Bravia KD-84X9005 jedoch ab Anfang Dezember<br />

2012 erhältlich sein. PS<br />

Xbox TV: Plant Microsoft eine eigene Set-Top-Box?<br />

Seit Monaten gibt es Gerüchte um den vermeintlichen Nachfolger der Microsoft<br />

Spielkonsole Xbox 360. Spätestens seit der Hersteller auf der diesjährigen Electronic<br />

Entertainment Expo (E3) im Juni seine Pläne bekannt gegeben hat, die Konsole in<br />

Zukunft stärker zur Unterhaltungsplattform ausbauen zu wollen, gibt es auch Spekulationen<br />

zu den TV- und Multimedia-Funktionen der kommenden Xbox. Wie das US-Magazin<br />

„The Verge“ jetzt erfahren haben will, plant Microsoft neben einem vollwertigen<br />

Nachfolger zur Xbox 360 auch eine weitere Xbox-Version, bei der es sich – ähnlich wie<br />

bei Apples TV-Box Apple TV – um eine Set-Top-Box zur Mediennutzung handeln soll.<br />

Anders als die Xbox 360 und deren möglicher Nachfolger soll die Xbox-TV-Box dabei<br />

keine High-End-Spielkonole sein, sondern neben Entertainment-Services wie Video-<br />

Streaming vor allem sogenannte Causual-Games unterstützen. Damit will Microsoft<br />

dem Konsumenten laut „The Verge“ im kommenden Jahr die Wahl lassen, sich zwischen<br />

einem vollwertigen Xbox-360-Nachfolger und der Xbox-TV-Box zu entscheiden,<br />

die laut Quellenangaben ohne optisches Laufwerk daher kommen soll und auf einer<br />

abgespeckten Version des Windows-8-Betriebsystems laufen soll. Zu einem vollwertigen<br />

Nachfolger der Spielkonsole Xbox 360 gibt es nach wie vor kaum verlässliche<br />

Angaben. Analysten gehen momentan davon aus, dass Microsoft die neue Generation<br />

der Konsole auf der E3 2013 präsentieren könnte. Konkurrent Nintendo hat die neue<br />

Konsolengeneration derweil bereits eingeläutet: Die Wii U ist in Deutschland am 30.<br />

November auf den Markt gekommen. Anders als die Konkurrenz scheint Nintendo aber<br />

einen geringeren Fokus auf Entertainment- und Multimedia-Inhalte zu legen und will<br />

vor allem mit einem neuartigen Tablet-Controller punkten.<br />

PS<br />

Sky Sport News HD: Unter Sportfans weit bekannt<br />

Kurz vor seinem ersten Geburtstag kann sich der 24-Stunden-Sport-Nachrichtensender<br />

aus dem Hause Sky über eine gute Nachricht freuen: In Sachen<br />

Bekanntheit unter den deutschen Sportfans spielt Sky Sport News HD ganz<br />

vorne mit. Wie aus einer aktuellen Studie vom Sport-Informations-Dienst (SID)<br />

hervorgeht, kennen sieben von zehn deutschen Sportfans Sky Sport News<br />

HD. Das gab der Pay-TV-Anbieter am Donnerstag bekannt. Senderchef Roman<br />

Steuer sieht in diesem Ergebnis eine Bestätigung für die Qualität des Senders<br />

und zugleich einen Ansporn dafür, den Erfolgsweg des ersten Sportnachrichtensenders<br />

in Deutschland fortzusetzen. Sky Sport News HD war am 1. Dezember<br />

2011 an den Start gegangen. Die Befragung wurde im Auftrag der SID<br />

von der Plus Marktforschung GmbH als Online-Umfrage durchgeführt, an der<br />

zwischen dem 15. und 20. November 2012 insgesamt 1430 sportinteressierte<br />

Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren teilgenommen haben.<br />

FM<br />

Der Fachhändler | 21


Unterhaltungselektronik | Produktnews<br />

Bose SoundLink: Zwei kabellose Musiklösungen<br />

Ab sofort sind die Systeme SoundLink Air Digital Music System und SoundLink<br />

Bluetooth Mobile Speaker II von Bose erhältlich. Mit dem SoundLink Air System<br />

bringt Bose sein erstes Apple-AirPlay-kompatibles Produkt auf den Markt.<br />

Dank der Verbindung per WLAN und AirPlay ist es dem Benutzer möglich,<br />

sein mobiles Zuspielgerät beim Musikhören weiterhin in vollem Umfang zu<br />

nutzen. Entwicklungen wie die patentierte Bose Acoustic Waveguide Speaker<br />

Technologie und das Bose Digital Signal Processing sorgen für kristallklaren<br />

und unverzerrt natürlichen Klang. Ein optionaler Akku ist für knapp 100 Euro<br />

erhältlich. Der Bluetooth Mobile Speaker II stellt den direkten Nachfolger des<br />

2011 eingeführten Mobile Speakers dar. An der Klangschraube wurde gedreht,<br />

indem verbesserte digitale Algorithmen und neue Neodym-Treiber zum Einsatz<br />

kommen. Für Tiefbass sorgen gegenüber angelegte Passivstrahler. Damit beim<br />

mobilen Einsatz das Gerät nicht beschädigt wird, ist eine faltbare Schutzabdeckung<br />

aus Nylon oder Leder integriert, die zur Standfl äche für den Lautsprecher<br />

umfunktioniert werden kann. Nach Kundenwunsch sind verschiedene<br />

optische Ausführungen erhältlich.<br />

MH<br />

Musical Fidelity mit Hi-Fi-Kopfhörern<br />

Einen besonderen Hintergrund haben die Kopfhörer EB-<br />

50 von Musical Fidelity: Der Solo-Klarinettist und In-Ear-<br />

Liebhaber Antony Michaelson verwirklichte hier seine<br />

Klang- und Designvorstellungen eines Ohrhörers. Das<br />

klangliche Ziel ist Studio-Monitor-Qualität mit sehr geringen<br />

Verzerrungen und einer exzellenten Dynamik. Um dies<br />

zu erreichen, wurden vorhandene Techniken mit Sorgfalt<br />

und Liebe zum Detail umgesetzt. Beim Treiber kommt die<br />

Balanced Armature Technologie zum Einsatz, welche eine<br />

hohe Effizienz und niedrige Verzerrungen ermöglicht. Dabei<br />

kommen viele hauseigene Optimierungen zum Einsatz, um<br />

den Muscial-Fidelity-Standard zu erreichen. Das Gehäuse<br />

ist mehrschichtig konstruiert. Gehäuseresonanzen sollen<br />

so minimiert werden, damit der Treiber sein volles Potential<br />

entfalten kann. Musical Fidelity sieht die EB-50 als ersten<br />

Schritt, ein neues Marktfeld außerhalb der Hardcore-Audiophilen<br />

zu erschließen.<br />

MH<br />

Teufel und Culcha Candela präsentieren neue Standlautsprecher<br />

Ab sofort sind bei Teufel die Nachfolger der Ultima 40 Standlautsprecher<br />

erhältlich: die Ultima 40 MK2. Sie wurden gründlich<br />

überarbeitet, um die erkannten Stärken weiter herauszuarbeiten.<br />

Dabei wurden zum Beispiel neue, hochwertigere<br />

Hochtöner eingebaut, die Gewebemembranen bei Mittel- und<br />

Tieftönern vereinheitlicht und die Chassis optimiert. Der<br />

neue Waveguide des Hochtöners soll das Abstrahlverhalten<br />

verbessern, während der Tiefgang des Basses in hörbar<br />

tiefere Bereiche vordringen möchte. Auch optisch setzt sich<br />

der neue Lautsprecher vom Vorgänger in einigen Details ab.<br />

Die Präsentation der Lautsprecher erfolgte zusammen mit der<br />

Berliner Band Culcha Candela. Die Kooperation entstand aus<br />

der Famous-Kampagne von Teufel, bei der Stars aus Musik<br />

und Film auf Stars von Teufel-Produkten treffen. MH<br />

Bilder: AVM, Bose, Boston Acoustics, Marantz, Music Fidelity, Teufel<br />

22 | 1.2013


Produktnews | Unterhaltungselektronik<br />

Boston Acoustics erweitert M-Serie zum Surround-Set<br />

Die M-Serie aus dem Hause Boston Acoustics besteht bereits<br />

aus den Standlautsprechern M350, M340 sowie dem<br />

Regallautsprecher M25. Diese werden um vier Neuzugänge<br />

erweitert, um ein komplettes Surround-Set zu ermöglichen.<br />

Der Standlautsprecher M250 ist ein 2,5-Wege-System<br />

mit einer 13,3-cm-Mittel-/Tieftönerkombination sowie<br />

einem ebensogroßen Tieftöner. Der Mcenter besitzt duale<br />

11,4-Zentimeter-Tieftöner. Die MSurround-Lautsprecher<br />

bestechen durch ihre fl ache Ausführung, durch welche sie<br />

leicht ins Wohnzimmer zu integrieren sind. Die Lautsprecher<br />

sind allesamt mit dem eigens entwickelten „Lo-Q Cabinet“<br />

ausgestattet, einem schwingungsarmen Gehäuse aus zwei<br />

mit einem akustisch dämpfenden Bindemittel zusammengehaltenen<br />

MDF-Platten. Eine weitere Schlüsseltechnologie<br />

ist der „Balanced Mode Radiator“, der durch einzigartige<br />

Schwingungseigenschaften eine breite Streuung und exakte<br />

akustische Bühne schaffen soll. Der letzte Neuzugang<br />

ist der MSubwoofer, der mit einem 500-Watt-getriebenen<br />

(1000 W Spitze) 25,4-cm-Tieftöner arbeitet und dabei zwei<br />

passive 20,3-cm-Treiber antreibt.<br />

MH<br />

AVM: Digital und analog vereint<br />

Die CD war der große Start der digitalen Musik, die Elektronenröhre<br />

ist der Inbegriff der Analogtechnik. AVM vereint beide<br />

Technologien in dem CD-Spieler Evolution CD5.2. Die symmet-<br />

rischen Hochpegelausgänge sind bestückt mit Röhren des Typs<br />

ECC83. Doch auch vorher wurde großer technischer Aufwand<br />

betrieben: So bearbeiten pro Kanal zwei D/A-Wandler die<br />

digitalen Signale, wodurch der Signalweg von der Wandlung<br />

an symmetrisch verläuft. Das Upsampling ist auf bis zu 192 kHz<br />

einstellbar und erlaubt zwei umschaltbare Filtercharakteristiken.<br />

Der Takt des Datensignals von CD wird vollkommen<br />

neu generiert, womit man den Jitter beim Auslesen praktisch<br />

komplett entfernen möchte. Das PureCD-Laufwerk in Slot-In-<br />

Ausführung ist mittels Federaufhängung vor Vibrationen geschützt.<br />

An digitalen Eingängen stehen jeweils zwei optische<br />

und koaxiale S/PDIF-Anschlüsse und eine AES/EBU-Schnittstelle<br />

zur Verfügung. Auch die Verbindung zum Cumputer<br />

ist per USB möglich – einmal asynchron (192/24) und einmal<br />

treiberlos (48/24). Die XLR- und Cinch-Ausgänge sind voneinander<br />

entkoppelt und können parallel betrieben werden. MH<br />

Marantz: Firmengeschichte neu belebt<br />

Hinter der Consolette steht eine lange Geschichte: „Audio<br />

Consolette“ hieß das erste Gerät, das Firmengründer<br />

Saul P. Marantz entwickelte, um den bestmöglichen Klang<br />

aus einer Mono-LP zu gewinnen. Die neue Consolette<br />

fungiert als Docking-Station und Streaming-Client und<br />

soll hier die gleiche Wirkung erzielen. Die ausgefallene<br />

Form ist nicht nur optisches Design, sondern auch<br />

akustisch funktionell, indem es Vibrationen minimiert. Im<br />

Inneren befi ndet sich ein Zwei-Wege-System aus Balanced-<br />

Mode-Radiator-Treibern, welche ein sehr weites Klangbild<br />

von 180 Grad ermöglichen und somit den Sweetspot<br />

erweitern sollen. Der Tiefton wird von zwei 11-cm-Chassis<br />

übernommen. Die Consolette kann alle aktuellen tragbaren<br />

Apple-Geräte andocken und außerdem Musik per AirPlay<br />

und UPnP streamen. Sie richtet sich an audiophile Hörer und<br />

ist ab November in Deutschland erhältlich.<br />

MH<br />

Der Fachhändler | 23


Unterhaltungselektronik | Produkttests<br />

9 TVs im Test<br />

Das hochwertigste Testfeld aller Zeiten<br />

Sony KDL-55HX955<br />

Samsung UE75ES9090<br />

Philips 46PFL9707S<br />

SEHR GUT<br />

86 % (1,7)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

SEHR GUT<br />

86 % (1,7)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

SEHR GUT<br />

86 % (1,7)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 2 999 Euro<br />

Besonderheiten: Direct-<br />

LED-LCD, umfangreiche<br />

Onlinefunktionen inklusive<br />

Skype, 3D-fähig<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ ausgezeichneter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ ausgezeichnete Bewegtbildschärfe<br />

+ Onlineportal, HbbTV<br />

– Arbeitsweise Dimming sichtbar<br />

– eingeschränkter Blickwinkel<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 7 999 Euro<br />

Besonderheiten: Edge-LED-<br />

LCD, umfangreiche Onlinefunktionen<br />

inklusive Skype,<br />

spezielle Fernbedienung für<br />

Internetfunktionen, 3D-fähig<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Trotz weniger LEDs guter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ sehr gute Bewegtbildschärfe<br />

+ Onlineportal, HbbTV<br />

– Netzwerkstreaming nicht optimal<br />

– eingeschränkter Blickwinkel<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 2 999 Euro<br />

Besonderheiten: Direct-LED-<br />

LCD, umfangreiche Onlinefunktionen<br />

inklusive Skype,<br />

spezielle Fernbedienung für<br />

Internetfunktionen, 3D-fähig<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ ausgezeichneter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ sehr gute Bewegtbildschärfe<br />

+ Onlineportal, HbbTV<br />

– Menü etwas träge<br />

– eingeschränkter Blickwinkel<br />

Panasonic TX-P65VT50E<br />

Loewe Connect ID 55 DR+<br />

Bang & Olufsen Beovision 11<br />

SEHR GUT<br />

87 % (1,7)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

GUT<br />

85 % (1,8)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

SEHR GUT<br />

89 % (1,6)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 3 799 Euro<br />

Besonderheiten: Plasma, umfangreiche<br />

Onlinefunktionen<br />

inklusive Skype, spezielle<br />

Fernbedienung für Internetfunktionen,<br />

3D-fähig<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ ausgezeichneter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ ausgezeichnete Bewegtbildschärfe<br />

+ Onlineportal, HbbTV<br />

– eingeschränkte Leuchtkraft<br />

– hohe Leistungsaufnahme<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 3 699 Euro<br />

Besonderheiten: Edge-<br />

LED-LCD, umfangreiche<br />

Onlinefunktionen, 3D-fähig,<br />

hochwertiges Design und<br />

Verarbeitung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ guter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ sehr gute Bewegtbildschärfe<br />

+ Onlineportal, HbbTV<br />

– kein effektives Dimming<br />

– eingeschränkter Blickwinkel<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 11 099 Euro<br />

Besonderheiten: Edge-<br />

LED-LCD, umfangreiche<br />

Onlinefunktionen, 3D-fähig,<br />

hochwertiges Design und<br />

Verarbeitung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Trotz weniger LEDs guter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ sehr gute Bewegtbildschärfe<br />

+ Onlineportal, HbbTV<br />

– hohe Eingabeverzögerung<br />

– eingeschränkter Blickwinkel<br />

Metz Caleo 47 3D Media twin R<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 3 699 Euro<br />

Besonderheiten: Edge-LED-<br />

LCD, 3D-fähig, hochwertiges<br />

Design und Verarbeitung<br />

SEHR GUT<br />

86 % (1,7)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ sparsam<br />

+ sehr gute Bewegtbildschärfe<br />

+ HbbTV<br />

– Ausleuchtung nicht optimal<br />

– eingeschränkter Blickwinkel<br />

Toshiba 46TL968G<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 1 099 Euro<br />

Besonderheiten: Edge-<br />

LED-LCD, umfangreiche<br />

Onlinefunktionen inklusive<br />

Skype, 3D-fähig<br />

GUT<br />

75 % (2,3)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ guter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

– Durchzeichnung nicht optimal<br />

– eingeschränkter Blickwinkel<br />

– Bewegtbildschärfe nicht optimal<br />

– Verarbeitung<br />

LG 55LM960V<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 3 299 Euro<br />

Besonderheiten: Direct-<br />

LED-LCD, umfangreiche<br />

Onlinefunktionen, spezielle<br />

Fernbedienung für Internetfunktionen,<br />

3D-fähig<br />

GUT<br />

85 % (1,8)<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr guter Kontrast<br />

+ sehr gute Farbtreue<br />

+ gute Bewegtbildschärfe<br />

+ Onlineportal, HbbTV<br />

– Schwarzwert nicht optimal<br />

– Frontscheibe spiegelt stark<br />

Bilder: Bang & Olufsen, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Samsung, Sony, Toshiba<br />

24 | 1.2013


Unterhaltungselektronik | Produkttests<br />

5 Geräte im Test<br />

Zeitlose Wandlung<br />

B.M.C. DAC1<br />

Lake People Electronic GmbH Violectric DAC V800<br />

93,5 % (AUSGEZEICHNET)<br />

AUSGABE 4.2012<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 1 100 Euro<br />

Besonderheiten: keine<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr neutraler Klang, ausgezeichnete<br />

akustische Bühne<br />

+ schaltbares Resampling auch für<br />

digital Out<br />

+ mehrfache analoge Pegelanpassung<br />

sowie auch digital<br />

+ mehrfache analoge Pegelanpassung<br />

+ Ground-Lift<br />

– keine<br />

96 % (AUSGEZEICHNET)<br />

AUSGABE 1.2012<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 3248 Euro<br />

Besonderheiten: Der B.M.C.<br />

DAC1 zeigt eine der ehrlichsten<br />

Herangehensweisen, aus<br />

digitalen Datenströmen Musik<br />

wiederzugeben.<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ modularer Aufbau<br />

+ Single-Ended-Class-A<br />

+ Gain-Management für Endstufen<br />

+ schaltbare Rekonstruktionsfilter<br />

+ schaltbares Oversampling und<br />

Upsampling<br />

+ neueste USB-Hi-Res-Schnittstelle<br />

– keine<br />

Arcam FMJ D33<br />

94 % (AUSGEZEICHNET)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 2 499 Euro<br />

Besonderheiten: Der FMJ D33 steht<br />

nicht für pedantische Musikanalyse,<br />

sondern wandelt Musik auf<br />

höchstem Niveau.<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ druckvoller, warmer Klang<br />

+ ausgezeichnete akustische Bühne<br />

+ umschaltbare digitale<br />

Rekonstruktionsfilter<br />

+ Fernbedienung<br />

+ USB-PC-Treiber für 192-kHz-Betrieb<br />

– keine<br />

Burmester 113 D/A Converter<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 2 490 Euro<br />

Besonderheiten: Wir möchten den Burmester 113 nicht für auf „Radiotauglichkeit“<br />

getrimmte Rock- und Popmusik ohne Dynamik empfehlen, weil ihm mehr liegt als das<br />

Durchschnittliche.<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ hervorragende akustische Bühne<br />

+ klar durchhörbarer Klang dank DC gekoppelter Signalwege für straffe Bässe und<br />

Tiefmitten<br />

+ Bluetooth mit Unterstützung des neuesten Codecs mit deutlich besserem Klang<br />

+ unkomplizierte Bedienbarkeit<br />

– im Moment kein eigener USB-Treiber für Class-2-Audio für PC<br />

94 % (AUSGEZEICHNET)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Advance Acoustic MDA-503<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 849 Euro<br />

Besonderheiten: Der Advance Acoustic MDA-503 ist ein Gerät mit eigenem Klangcharakter,<br />

das die Fähigkeit besitzt, alles groß klingen zu lassen, und das sehr musikalisch<br />

agiert. Der MDA-503 ist nichts für einen anämischen Musikgeschmack.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

86 % (SEHR GUT)<br />

AUSGABE 1.2011<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ höchste Sampleraten mit 384 kHz möglich<br />

+ echter Röhrensound<br />

+ aufwendige Elektronik<br />

– geschmacksabhängiger Klang<br />

Der Fachhändler | 25


Unterhaltungselektronik | Produkttests<br />

6 AV-Receiver im Test<br />

Heimkinozentralen<br />

Denon AVR-3313<br />

Marantz SR6007<br />

GUT<br />

84 % (1,8)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

86 % (SEHR GUT)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 1 000 Euro<br />

Besonderheiten: Aufgeräumte Benutzerführung<br />

+ vereinfachtes Set-up.<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Airplay-Wiedergabe<br />

+ Gapless Playback<br />

+ Spotify<br />

+ schicke Menüführung<br />

– unterste Impedanz 6 Ohm<br />

– Bedienelemente könnten<br />

massiver sein<br />

6.2012<br />

87 %<br />

sehr gut<br />

Testergebnis<br />

GUT<br />

85 % (1,8)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

88 % (SEHR GUT)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 1 300 Euro<br />

Besonderheiten: Mit dem<br />

AVR-3313 ist Denon ein unaufgeregter<br />

Receiver gelungen,<br />

der den Zeitgeist perfekt trifft:<br />

Ein aufgeräumtes Erscheinungsbild<br />

mit tiefgreifender<br />

Essenz trifft auf ausgewogenes<br />

Klangdesign.<br />

6.2012<br />

90 %<br />

ausgezeichnet<br />

Testergebnis<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Gapless Playback<br />

+ Airplay-Wiedergabe<br />

+ Front-USB und -HDMI<br />

+ sehr gute Messergebnisse<br />

– unterste Impedanz 6 Ohm<br />

– einfache Frontabdeckung<br />

Onkyo TX-NR818<br />

GUT<br />

85 % (1,8)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

88 % (SEHR GUT)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

6.2012<br />

91 %<br />

ausgezeichnet<br />

Testsieger<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 1 200 Euro<br />

Besonderheiten: Ein vollausgestatteter<br />

Mittelklasse-AVR, der mit Blick auf den<br />

Funktionsumfang selbst höherpreisigen<br />

Modellen das Wasser reichen kann.<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr stabiler Klangeindruck<br />

+ THX-zertifiziert<br />

+ viele Musikdienste<br />

+ unterste Impedanz 4 Ohm<br />

– kein Gapless Playback<br />

– kein Airplay<br />

Harman Kardon AVR 760<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 2 500 Euro<br />

Besonderheiten: Der AVR 760 ist kein<br />

Ausstattungswunder, überzeugt dafür<br />

aber mit erstklassigem Klang.<br />

Sony STR-DA3700<br />

89 % (SEHR GUT)<br />

AUSGABE 1.2010<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Leistungsstarke Endstufen<br />

+ Dolby Volume<br />

– keine Höhenkanäle<br />

– lauter Lüfter<br />

Arcam AVR600<br />

89 % (SEHR GUT)<br />

AUSGABE 1.2010<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 4 399 Euro<br />

Besonderheiten: Ein ideales Gerät für<br />

Klangpuristen.<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ bis zu drei Subwoofer anschließbar<br />

+ gefälliges Klangbild<br />

– hoher Preis<br />

– flimmernde Konturen im Filmmodus<br />

GUT<br />

79 % (2,1)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

85,5 % (SEHR GUT)<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 1 200 Euro<br />

Besonderheiten: Ein sehr unkompliziertes<br />

Gerät trifft hier<br />

auf ausgewogenen Klang und<br />

vielfältige Streamingoptionen.<br />

Mit eigenem Onlinestore, den<br />

Streamingmöglichkeiten für<br />

Video und der Digital Concert<br />

Hall hebt sich der Receiver<br />

aus der Masse ab.<br />

6.2012<br />

79 %<br />

gut<br />

Testergebnis<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Zugriff auf Berliner Philharmonie<br />

+ Sony Entertainment Network<br />

+ Audio- und Videostreaming<br />

+ Impedanzanpassung bis 4 Ohm<br />

– nur ein HDMI-Ausgang<br />

– keine Mehrkanaleingänge/-ausgänge<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Arcam, Denon, Harman Kardon, Marantz, Onkyo, Sony<br />

26 | 1.2013


Sechs Hybrid-Digitalreceiver<br />

Smart-TV wird salonfähig – hybride Receiver geprüft<br />

Produkttests | Unterhaltungselektronik<br />

Kathrein UFS 935<br />

Alltech SetOne Genius HD<br />

11.2012<br />

80 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

1.2013<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

1.2013<br />

78 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 350 Euro<br />

Besonderheiten: HbbTV integriert,<br />

redaktioneller EPG mit Watchmi, WLAN-<br />

Unterstützung per separatem Stick<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

1.2013<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Lernfunktion Watchmi bringt<br />

Mehrwert<br />

+ Fernbedienung mit QWERTZ-Tastatur<br />

+ ansprechendes Menüdesign<br />

+ Twin-Tuner<br />

+ CI-Plus-Slot integriert<br />

– integrierte Festplatte nicht vorgesehen<br />

SAB Unix Triple HD<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 259 Euro<br />

Besonderheiten: kleine<br />

Bauform, Twin-Tuner,<br />

permanentes Timeshift, HD-<br />

Plus-Kartenleser integriert<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Menü übersichtlich und leicht<br />

Verständlich<br />

+ Umfangreiche Medienunterstützung<br />

+ DLNA-Server integriert<br />

– Antenneneingänge nicht durchgeschleift<br />

10.2012<br />

77 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

1.2013<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 198 Euro<br />

Besonderheiten: Dual-Boot mit Enigma<br />

2 möglich, Triple-Tuner, unbegrenzte<br />

Speicherplätze, WLAN über speziellen<br />

Dongle nachrüstbar<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Sehr schneller Start des Gerätes<br />

+ Dual-Boot für zwei separate Betriebssysteme<br />

+ Triple-Tuner für Kabel und Satellit<br />

– Keine Darstellung von RTL-Digitaltext<br />

über HbbTV<br />

– integrierte Festplatte nicht vorgesehen<br />

Megasat HD950<br />

Xoro HRS 8810Hbb+<br />

8.2012<br />

77 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 199 Euro<br />

Besonderheiten: CI-Slot und Kartenleser<br />

mit integriertem Conax-Verschlüsselungssystem,<br />

optional kann eine<br />

2,5-Zoll-Festplatte eingebaut werden<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

1.2013<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

1.2013<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ drei USB-Schnittstellen<br />

+ Internetanwendungen (Youtube,<br />

Web-Browser etc.)<br />

– aktuelle Firmware ohne PVR-<br />

Funktion<br />

– häufige Abstürze beim Abrufen von<br />

Internetanwendungen<br />

– kein HbbTV<br />

Wisi OR 188<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

12.2012<br />

81 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 279 Euro<br />

Besonderheiten: CI-Plus-Steckplatz,<br />

Unicable-tauglich, Zugang zum<br />

Smart-TV-Portal Foxxum, doppelseitige<br />

Fernbedienung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ vielfältige Internetfeatures<br />

+ vollwertige QWERTZ-Tastatur auf<br />

Rückseite des Signalgebers<br />

– lange Wartezeiten bei EPG und Web-<br />

Browser<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 149 Euro<br />

Besonderheiten: Blindscan,<br />

LCN, DLNA-Nutzung möglich,<br />

HD-Plus-zertifiziert<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ HD-Plus-Karte im Lieferumfang<br />

enthalten<br />

+ HbbTV<br />

+ vorinstallierte Kanalliste<br />

– starke Einschränkungen bei Aufnahmefunktionen<br />

– kein Einzel-EPG<br />

Der Fachhändler | 27


Unterhaltungselektronik | Produkttests<br />

6 Multischalter im Test<br />

Satellitenverteiler für Einfamilienhäuser<br />

Humax HMS 58<br />

Hama 5/8 NTA<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 63 Euro<br />

Besonderheiten: sehr geringe Durchgangsdämpfung<br />

von weniger als 0,2<br />

Dezibel, Anschluss eines Potentialausgleiches<br />

möglich, Quad LNB tauglich<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

2.2012<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

5.2012<br />

80 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ ordnungsgemäße Beschriftung<br />

+ keine Dämpfung<br />

– überdurchschnittlicher<br />

Stromverbrauch<br />

– kein Dämpfungsregler<br />

Durline MS 5/8 HQ<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

2.2012<br />

sehr gut<br />

www.satdigital.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 99 Euro<br />

Besonderheiten: Dämpfungsfreie<br />

Verteilung der<br />

Sat-Signale inkl. Glättung des<br />

Grundrauschens, Anschluss<br />

für Potentialausgleich am<br />

Gehäuse integriert, Standbyschaltung<br />

integriert, Quad<br />

LNB tauglich<br />

5.2012<br />

88 %<br />

sehr gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gute Messergebnisse<br />

+ intelligente Stromsparschaltung<br />

+ gute Beschriftung<br />

– kein Dämpfungsregler am<br />

terrestrischen Eingang<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

2.2012<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

5.2012<br />

75 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 65 Euro<br />

Besonderheiten: Dämpfung des<br />

Ausgangssignales von bis zu einem Dezibel,<br />

terrestrische Einbindung (passiv)<br />

möglich, Quad LNB tauglich<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Gute Beschriftung<br />

+ Gute Anschlussaufteilung<br />

– Stromsparoption fehlt<br />

– Kein Potentialausgleich<br />

– Terrestrisch nur passiv versorgbar<br />

Maximum XO MS 5/8<br />

5.2012<br />

74 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

2.2012<br />

gut<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 69 Euro<br />

Besonderheiten: kompakte Bauform<br />

mit der Einschränkung eng beieinanderliegender<br />

Ausgänge, eindeutige<br />

Beschriftung durch Farbkennzeichnung<br />

der Eingänge, Quad LNB tauglich<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Gute Anschlussbeschriftung<br />

+ Anschlussaufteilung<br />

+ Quad-LNB-tauglich<br />

– Fehlender Potentialausgleich<br />

– Keine Satus-LED<br />

– Anleitung mangelhaft<br />

Smart Oxid MSQ-58<br />

www.satdigital.de<br />

Schwaiger FLS 958 L<br />

5.2012<br />

76 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

2.2012<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 89 Euro<br />

Besonderheiten: extrem kleiner<br />

Schalter mit der Möglichkeit einer<br />

Stromversorgung aus der Ferne, Dämpfungwen<br />

des Eingangssignals von bis<br />

zu 1,3 Dezibel, Quad LNB tauglich<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Kompakte Bauform<br />

+ Gute Beschreibung<br />

– Keine Statusanzeige<br />

– Nur für passive Antennen geeignet<br />

EMPFANG + TECHNIK<br />

2.2012<br />

gut<br />

www.satdigital.de<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 65 Euro<br />

Besonderheiten: stromsparender<br />

Schalter mit geringem<br />

Verbrauch im Betrieb,<br />

Eingangssignaldämpfung bei<br />

rund 0,5 Dezibel, Quad LNB<br />

tauglich<br />

5.2012<br />

76 %<br />

gut<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Gute Empfangsergebnisse<br />

+ Gute Beschriftung<br />

– Kein Zubehör<br />

– Kein Potentialausgleich<br />

– Terrestrisch nur passiv versorgbar<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

28 | 1.2013


Haushalt<br />

32 | Thema<br />

Die Vor- und Nachteile<br />

verschiedener<br />

Trockner-Technologien<br />

34 | Interviews<br />

Yvonne Unold über<br />

den Bogenschlag<br />

zwischen Tradition<br />

und Innovation<br />

41 | Experten<br />

Geschmack vs.<br />

Gesundheit: Heißluftfritteusen<br />

gegen<br />

klassische Geräte<br />

42 | Produktnews<br />

WMFs Skyline-Frühstücksserie<br />

bekommt<br />

glänzende<br />

Gesellschaft<br />

Bilder: AEG, Auerbach Verlag, Bauknecht, De’Longhi, Gastroback, Haier, Küppersbusch, Philips, Rommelsbacher, Unold, WMF<br />

Susan Oehler,<br />

Chefi n vom Dienst<br />

Worin liegt der Sinn<br />

von Warentests? Ist es<br />

der Schutz der unmündigen<br />

Bevölkerung vor<br />

den berechnenden<br />

Machenschaften<br />

einer gewissenlosen<br />

Industrie? Die Kreation<br />

eines schlagkräftigen<br />

Marketinginstruments<br />

in Form von Testsiegen<br />

und Auszeichnungen? Mit der Entwicklung<br />

vom Verkäufer- zum Käufermarkt vor rund 80<br />

Jahren verschärfte sich die Konkurrenzsituation<br />

der einzelnen Hersteller untereinander und<br />

rückte den Kunden in eine heiß umworbene<br />

Zentralposition. Dieser ist er sich jedoch wohl<br />

bewusst! Und nicht nur der Verbraucher betrachtet<br />

die angebotenen Produkte kritischer,<br />

auch der Qualitätsanspruch der Industrie an<br />

die eigenen Waren hat sich entsprechend<br />

erhöht. Was nicht bedeuten soll, dass es keine<br />

schwarzen Schafe mehr gäbe, deren mangelhafte<br />

Fabrikate durch unabhängige Prüfungen<br />

enttarnt und aus dem Verkehr gezogen gehören.<br />

Zu einem dürfen Tests indes nicht werden:<br />

zum Selbstzweck, der allein der Legitimation<br />

und öffentlichkeitswirksamen Imagebildung<br />

staatlich geförderter Institutionen dient. Ich<br />

wünsche Ihnen viel Freude beim Öffnen des<br />

nächsten Adventskalender-Türchens.<br />

TOP<br />

Vita-Spin-Fritteuse von<br />

Gastroback<br />

Ein geschickt gener Bogen zwi-<br />

geschlaschen<br />

Frittiergut mit<br />

vollem Ge schmack<br />

und fettsparender<br />

Ölschleuderfunktion.<br />

FLOP<br />

DW12-PFE8S von Haier<br />

Im Standardprogramm<br />

befriedigende,<br />

im Intensivprogramm<br />

nur mangelhafte Reinigungsleistung<br />

–<br />

Schmutzkruste statt<br />

Kristallglanz!<br />

Der Fachhändler | 29


Haushalt | Thema<br />

Die Living Kitchen ruft nach Köln<br />

Weltneuheiten angekündigt<br />

Frank Haubold,<br />

Geschäftsbereichsleiter,<br />

Messemanagement<br />

der Koelnmesse<br />

Der Start der Living Kitchen vor zwei<br />

Jahren war ja rundherum ein voller Erfolg.<br />

Welche Superlativen, welche Schwerpunkte<br />

warten nun in diesem Jahr auf die<br />

Besucher?<br />

Die zweite Ausgabe der LivingKitchen<br />

wird zu einer Leistungsschau für Küchen<br />

wie man sie so bisher noch nicht erlebt<br />

hat. In Köln messen sich die globalen<br />

Marktführer und stellen sich dem internationalen<br />

Wettbewerb – die Top-Liga der<br />

Küchenmöbel- und Einbaugeräteindustrie<br />

präsentiert sich im Mutterland der Einbauküche.<br />

Insgesamt über 170 Aussteller aus mehr als 20 Ländern<br />

zeigen hier die Trends und Neuheiten für die kommende Saison.<br />

Der Anteil ausländischer Aussteller liegt bei 40 Prozent. Dies ist<br />

ein Signal für die stetig wachsende internationale Bedeutung der<br />

LivingKitchen. Zusammen mit der imm cologne belegen beide<br />

Veranstaltungen mit mehr als 280 000 m 2 das komplette Messegelände.<br />

Insgesamt erwarten wir für die imm cologne und die<br />

LivingKitchen mehr als 140 000 Besucher, davon über 45 000 aus<br />

dem Ausland.<br />

Warum sollten gerade auch die Fachhändler nach Köln kommen,<br />

und welcher Service wird speziell den Fachbesuchern hier geboten?<br />

Die Veranstaltung zeigt das Thema Küche in all seinen Facetten:<br />

An keinem anderen Ort lassen sich moderne Küchen in dieser Intensität,<br />

Tiefe und Vielfalt erleben. Neben Küchenmöbeln werden<br />

die internationalen Hersteller auch Küchengeräte, Spülen, Armaturen,<br />

veredelte Arbeitsplatten, Lichtlösungen und Accessoires<br />

vorstellen. Top-Aussteller, sensationelle Präsentationen, sehr viel<br />

Business. Und das alles in höchster Qualität auf engstem Raum<br />

gebündelt – das sollte sich kein Händler entgehen lassen. Wichtige<br />

Aussteller haben zudem angekündigt, Weltneuheiten im Bereich<br />

der Einbaugeräte auf der LivingKitchen zu präsentieren. Köln ist<br />

2013 also auf jeden Fall eine Reise wert!<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Bilder: Bauknecht, Koelnmesse<br />

30 | 3.2012


Thema | Haushalt<br />

Präsenz auf der Living Kitchen mit neuem Auftritt<br />

Bauknecht mit dem „gewissen Etwas“<br />

Interview mit Marten van der Mei<br />

Marten van der Mei,<br />

Bauknecht<br />

Director Marketing<br />

Continental<br />

Der deutsche Markt für Küchengroßgeräte<br />

und speziell Einbaugeräte<br />

bleibt ein interessanter Markt für viele<br />

Hersteller. Wie sieht sich Bauknecht in<br />

diesem Segment – etwa im Vergleich<br />

zu anderen Marken – aufgestellt, was<br />

sind die Ziele für 2013?<br />

Wir schauen dem Jahr 2013 sehr<br />

positiv entgegen. Denn wir konnten<br />

im letzten Jahr außerordentlich namhafte<br />

Kunden dazu gewinnen, und<br />

unser Fachhandelsprogramm Passion<br />

schreibt zudem weiter Erfolgsgeschichte.<br />

Für eine große Überraschung werden wir auf der<br />

LivingKitchen sorgen: So präsentieren wir Bauknecht mit<br />

einem neuen Markenauftritt unter dem Claim „Bauknecht.<br />

Mehr als Technik“. Kern unseres neuen Markenauftritts ist<br />

die von Anfang an gelebte Fähigkeit, technologische Errungenschaften<br />

mit dem „gewissen Etwas“ zu kombinieren,<br />

damit Kunden stolz auf ihre Bauknecht Geräte sind und sich<br />

verstanden fühlen.<br />

Wir zeigen, dass wir überraschende, smarte Innovationen<br />

bieten, die ein Mehr an Komfort mit dem Besonderen<br />

verknüpfen. Der neue Claim „Bauknecht. Mehr als Technik“<br />

fasst diesen Mehrwert für den Kunden in nur vier Worten<br />

zusammen und steht für die Innovationskraft, Designkompetenz<br />

und Kundenorientierung von Bauknecht. Mit dem<br />

dynamischen, neuen Auftritt positioniert sich die Marke<br />

Bauknecht zudem ansprechender für eine junge, aktive<br />

Käufergruppe.<br />

Die Konkurrenz auf dem Markt wird größer und der Platz am<br />

POS für jeden Hersteller tendenziell geringer. Wie arbeitet<br />

Bauknecht unter diesen Bedingungen mit dem Fachhandel<br />

zusammen, welche speziellen Programme und Maßnahmen<br />

wird es 2013 dazu im Küchenfachhandel oder allgemein im<br />

Elektrofachhandel geben?<br />

Wir setzten auf Qualität und Wertigkeit am POS. Weniger<br />

ist bei uns in diesem Jahr mehr. Die Kommunikation zum<br />

Konsumenten werden wir deutlich verstärken und damit einen<br />

nachhaltigen Pull-Effekt erzielen. Das Fachhandelsprogramm<br />

Passion ist zudem weiterhin mit starken Verkaufsargumenten<br />

ausgestattet. Es werden außerdem Bauknecht<br />

Apps für alle Produktbereiche im App Store angeboten, um<br />

auch unsere Branche ins 21. Jahrhundert zu bringen.<br />

Auch in diesem Jahr wird Bauknecht wieder auf der Living<br />

Kitchen vertreten sein. Was erwarten Sie sich von der Messe,<br />

was werden Sie im Besonderen dort präsentieren und wie<br />

wichtig ist Ihnen die Living Kitchen gerade in Richtung Fachhändler?<br />

Die LivingKitchen ist für uns ein wichtiges Fenster zum<br />

deutschen Markt – sowohl für die Handelspartner als auch<br />

für die Konsumenten. Dieses Jahr werden wir die Besucher<br />

ganz besonders überraschen, da sich unser neuer Markenauftritt<br />

wie ein roter Faden durch den Bauknecht Messestand<br />

ziehen wird.<br />

Wir präsentieren auf unserem Stand – um nur einige unserer<br />

Highlights zu nennen - den ersten Induktionsbackofen,<br />

der bis zu 50 Prozent weniger Energie verbraucht, die<br />

Gerätelinie BlackLine, die in jedes anspruchsvolle Wohnkonzept<br />

perfekt integriert werden kann, sowie die mobile<br />

Hausgerätesteuerung der Zukunft – B live.<br />

Der Fachhändler | 31


Haushalt | Thema<br />

Effizient oder zeitsparend?<br />

Pro und Kontra der<br />

Trocknertechnologien<br />

Die Kaufentscheidung für einen Wäschetrockner fällt nicht nur anhand preislicher Überlegungen,<br />

sondern hängt auch von den gebotenen Ausstattungsfeatures, der Trockenleistung<br />

und der Energieeffizienzklasse ab. Dabei bieten energiesparende Wärmepumpentrockner<br />

Ihren Kunden jedoch nicht ausschließlich Vorteile.<br />

Jan Stoll<br />

Aufgrund der niedrigen Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen,<br />

die zumindest im Winter herrscht, lässt sich<br />

Wäsche auf einer klassischen, kompakten Wäschespinne<br />

prinzipiell sehr gut trocknen. Kein Wunder also, dass<br />

vor allem Single-Haushalte oft mit diesen klappbaren und<br />

günstigen Helfern ausgestattet sind. Spätestens bei einer<br />

Waschladung Bettwäsche oder einer zweiten Person im<br />

Haushalt wird der Trocknungsplatz jedoch knapp, sodass sich<br />

der Kauf eines elektrischen Wäschetrockners empfi ehlt.<br />

Einstiegsklasse Abluft<br />

Der Klassiker, der schon seit einigen Jahrzehnten die Einstiegsklasse<br />

darstellt, ist der Ablufttrockner. Sein Funktionsprinzip<br />

ist simpel und sieht das Einleiten erwärmter Luft in die<br />

Trockentrommel vor, während die feuchte Luft durch einen<br />

Abluftschlauch aus dem Gerät geleitet wird. Die Nachteile<br />

dieser Technik liegen in ihrem hohen Zeitaufwand, der geringen<br />

Energieeffizienz und der Notwendigkeit einer Abluftvorrichtung,<br />

durch welche die feuchte Luft ins Freie geleitet wird.<br />

Die schon für unter 200 Euro erhältlichen Geräte erfüllen<br />

zwar letztlich ihre Funktion, die Handhabungs- und Energiekostennachteile<br />

sind aber nicht zu unterschätzen. Ebenfalls<br />

mit warmer Luft, aber in einem weitgehend geschlossenen<br />

Kreislauf, arbeiten die Kondensationstrockner. Die feuchtwarme<br />

Abluft wird im Inneren des Geräts durch einen Wärmetauscher<br />

geleitet, der die Luft abkühlt. Dabei entsteht sich<br />

absetzendes Kondenswasser und die Luft wird „getrocknet“.<br />

Ab etwa 300 Euro sind Trockner dieser Klasse zu haben.<br />

Effiziente Wärmepumpe<br />

Die derzeitige Spitze der Entwicklung stellen die Wärmepumpentrockner<br />

dar. Diese High- Tech-Geräte erfreuen sich<br />

zunehmender Beliebtheit und verfügen über ein aus der<br />

Kondensationstechnologie weiterentwickeltes Funktionsprinzip.<br />

Kernstück ist die Wärmepumpe, die, ähnlich wie ein<br />

Kühlschrank, mit einem Kältemittelkreislauf arbeitet. Kalter<br />

Luft wird thermische Energie entzogen und diese zusammen<br />

mit der Antriebsenergie zum Erwärmen der Luft genutzt, die<br />

dann durch die feuchte Wäsche strömt. Die Effizienz dieses<br />

Systems kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass<br />

Wärmepumpentrockner eine deutlich geringere Maximalleistung<br />

aufweisen. Statt 2 000 oder gar 2 500 Watt wird nur<br />

die Hälfte benötigt. Einen gewissen Nachteil weist diese<br />

Geräteklasse allerdings auf, da sie langsamer arbeitet als die<br />

älteren Kondensationstrockner. Mit „Energieeffizienz kostet<br />

Bilder: AEG, Bauknecht, Hanseatic, Miele, Panasonic<br />

32 | 1.2013


Thema | Haushalt<br />

Integrierter Duftfl akon: Der auf der IFA 2012 präsentierte Dufttrockner<br />

von Miele macht den Weichspüler als Aromaquelle überfl üssig<br />

Wärmepumpentrockner arbeiten, ähnlich wie ein Kühlschrank, mit<br />

einem Kältemittelkreislauf<br />

Zeit“ lässt es sich auf den Punkt bringen. Der betriebene<br />

technologische Aufwand dieser Geräteklasse schlägt sich<br />

zudem durchaus bei den Anschaffungskosten nieder: So liegt<br />

der Anschaffungspreis für den Kunden für einen Wärmepumpentrockner<br />

durchschnittlich zwischen 500 und 800 Euro.<br />

Da diese Geräteklasse aber gerade für größere Haushalte<br />

intensiv genutzt wird und die Energiekostenersparnis sehr<br />

groß ist, amortisiert sich der höhere Kaufpreis jedoch zügig.<br />

Ausstattungswunder<br />

Gerade die komplexe Wärmepumpentechnologie verleiht<br />

den Herstellern großzügige Spielräume, um die Effizienz zu<br />

steigern, interessante Ausstattungselemente zu integrieren<br />

und für mehr Bedienkomfort zu sorgen. So stellte Miele auf<br />

der IFA 2012 einen Dufttrockner vor, der mithilfe von Parfum-<br />

Flakons die Wäsche gleichmäßig mit feinen Düften versieht<br />

und den Weichspüler als Aromaquelle überfl üssig macht.<br />

Für Haier ist „trocken“ nicht trocken genug, daher sorgt das<br />

Programm „extra trocken“ für besonders stark entfeuchtete<br />

Wäschestücke. In der mit vielen<br />

kleinen, in fl achen Vertiefungen<br />

liegenden Auslasslöchern<br />

versehenen „Diamond<br />

Pfl egetrommel“ von<br />

Samsung soll die Wäsche<br />

besonders schonend<br />

behandelt werden;<br />

in einem speziellen<br />

Trockenkorb lassen<br />

sich außerdem auch<br />

empfi ndliche Wollpullover<br />

ganz sanft trocknen.<br />

Die individuelle<br />

Anpassung an die zu<br />

trocknende Wäsche<br />

wird nicht nur durch<br />

die Länge der Trockenprogramme<br />

realisiert,<br />

sondern auch durch niedrigere Lufttemperaturen, die<br />

teils durch doppelte Temperatursensoren überprüft werden.<br />

Vor allem empfi ndliche Stoffe können auf diese Weise ganz<br />

sanft behandelt werden, zugleich wird hierdurch auch noch<br />

ein niedrigerer Energieverbrauch ermöglicht. Panasonic verbaut<br />

sogar einen Mikroprozessor, der den Trocknungsprozess<br />

permanent überwacht und die Drehzahl des Kompressors regelt,<br />

um die Energieausbeute nochmals zu steigern. Auch die<br />

Belüftung der Wäsche in der Trommel optimiert Panasonic.<br />

So weisen die aktuellen Wärmepumpentrockner eine spezielle<br />

3D-Luftzirkulation auf, die den konstant hohen Luftstrom<br />

von 4 Kubikmetern pro Minute gewährleistet. Neben großen<br />

Digital-Displays, besonders großzügig geschnittenen Einfüllöffnungen<br />

oder auch mit energiesparenden LEDs beleuchteten<br />

Trommeln, wie z. B. bei AEG zu fi nden, bieten einige<br />

Wärmepumpentrockner zusätzlich besondere Programme<br />

an, die für eine deutliche Verkürzung der Trockenzeit sorgen.<br />

Diese Expressmodi laufen allerdings wiederum auf Kosten<br />

der Energieeffizienz.<br />

Nichts zu verstecken: Wäschetrockner integrieren sich in modernem<br />

Design vollständig in das Wohnumfeld<br />

Der Fachhändler | 33


Haushalt | Interview<br />

„Wir werden nicht am Händler vorbei aktiv“<br />

Die Redaktion von „Der Fachhändler“ im Gespräch mit Yvonne Unold, stellvertretende<br />

Vorstandsvorsitzende der Unold AG.<br />

Frau Unold, als Traditionsfirma steht<br />

Unold für Service und Innovationen,<br />

mit denen Sie dem Handel seit mehr<br />

als 45 Jahren eine leistungsstarke<br />

Partnerschaft bieten. Sehen Sie sich<br />

als Familienunternehmen näher am<br />

Händler und am Kunden und dadurch<br />

im Vorteil gegenüber Großkonzernen?<br />

Sie haben den Nagel auf den Kopf<br />

getroffen, denn wir reagieren in wesentlich<br />

kürzerer Zeit auf die Bedürfnisse<br />

des Handels. Und wir reagieren<br />

nicht nur, wir agieren auch. Das heißt,<br />

wir handeln und setzen was in Gang.<br />

Durch unseren Internetshop, der unter<br />

www.unold.de zu fi nden ist, können<br />

Einzelhändler zusätzlichen Umsatz<br />

generieren. Wir<br />

setzen alles daran,<br />

nicht am Händler<br />

vorbei aktiv zu<br />

werden. Und wir<br />

stehen dem Händler<br />

auch bei Fragen zu<br />

unseren Geräten persönlich mit Rat und<br />

Tat zur Seite. Unser Service bezieht sich<br />

auch auf den „after sales service“, da wir<br />

alle Geräte in unserem Haus reparieren<br />

und hierzu auch Ersatz- und Zubehörteile<br />

am Lager haben. Das gibt es kaum noch.<br />

Wir punkten damit.<br />

Yvonne Unold, stellvertretende<br />

Vorstandsvorsitzende der Unold AG<br />

Wie definiert sich die Zusammenarbeit<br />

mit dem Fachhandel? Welche unterstützenden<br />

Programme und Maßnahmen<br />

bieten Sie den Händlern an?<br />

Um es kurz zu machen: Der Fachhandel<br />

ist ein wichtiger Partner für uns. Wir geben<br />

Unterstützung, wo wir können. So werden<br />

wir in den nächsten Wochen erneut einen<br />

Videofi lm, der den neuen Milchaufschäumer<br />

Latte sempre in Aktion zeigt, zur Verfügung<br />

stellen. Im vergangenen Jahr haben wir einen<br />

solchen Film auch für den Bügelautomaten safety<br />

lift herstellen lassen. Der Film war von Aktionsangeboten<br />

begleitet, und das wird auch beim Latte<br />

sempre wieder so sein.<br />

Welchen Stand hat die Marke Unold<br />

beim Fachhandel? Was tun Sie dafür,<br />

um Ihr Image zu pflegen?<br />

Wir sind der Meinung, dass wir einen<br />

sehr guten Draht zum Fachhandel<br />

aufgebaut haben. Durch unser breites<br />

Sortiment erhält der Händler alles,<br />

was man in der modernen Küche so<br />

an Elektro-Kleingeräten braucht, aus<br />

einer Hand. Gerne unterstützen wir den<br />

Handel auch mit Vorführungen vor Ort<br />

oder mit Schulungen der Verkäufer im<br />

Geschäft.<br />

Auf der diesjährigen IFA wurden erneut<br />

20 Produktneuheiten präsentiert. Anhand<br />

welcher Kriterien wird entschieden,<br />

welche Produktsegmente neu in<br />

das Portfolio aufgenommen werden?<br />

Gibt es zu diesen Entscheidungen<br />

einen Dialog mit dem Fachhandel?<br />

Wir haben ein starkes Team im Außendienst,<br />

das stets bei der Produktauswahl<br />

mitentscheidet. Bei unseren<br />

Meetings wird von Hamburg bis München über die aktuelle<br />

Bedürfnis-Lage diskutiert. So wissen wir aus dem Markt, was<br />

gewünscht und was gebraucht wird und auch was die Mitbewerber<br />

vielleicht schon im Markt positioniert haben. Unsere<br />

Außendienstmitarbeiter und auch die Handelsvertreter sind<br />

immer am Puls der Zeit und am Point of Sale. Sie sind petente und zuverlässige Ansprechpartner für den Händler.<br />

kom-<br />

Darauf legen wir großen Wert. Sie sind unsere Visitenkarte<br />

und der heiße Draht zum Fachhandel.<br />

Ein Klassiker im Wandel der Zeit: Der ESGE-Zauberstab® wird seit<br />

1990 von der Unold AG vertrieben<br />

Bilder: Unold AG<br />

34 | 1.2013


Interview | Haushalt<br />

Der Esge „Zauberstab“ gilt seit Jahrzehnten als Küchenklassiker.<br />

Wie schlagen Sie den Bogen zwischen dem Erhalt<br />

dieser Tradition und der Notwendigkeit, das Produkt technisch<br />

immer „up to date“ zu halten?<br />

Der ESGE-Zauberstab® war schon immer up to date. Durch<br />

seinen starken AC-Motor, der stromsparend und langlebig<br />

ist, war und ist dieses Gerät eines der ökologischsten und<br />

ökonomischsten Haushaltsgeräte. Noch immer reparieren wir<br />

Geräte, die aus den Anfangszeiten des ESGE-Zauberstab®<br />

kommen. Der aktuelle ESGE-Zauberstab® m 100 design ist mit<br />

soft-touch-Membranschalter ausgestattet und verfügt über<br />

einen komplett neu konzipierten Griff. Ab Dezember kommt<br />

die neue Zauberbox mit komplettem Zubehör-Set auf den<br />

Markt. Das ist ein Rundum-sorglos-Paket, das auch in Sachen<br />

Aufbewahrung von Klein-Teilen wie Multifunktions-Messer,<br />

Schlagscheibe, etc. Zeichen setzt.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Das vor 46 Jahren von Friedrich Unold gegründete Familienunternehmen<br />

wird heute in zweiter Generation geführt<br />

Prominenter Fan: In den 1950er Jahren warb Miss Bayern für den<br />

ESGE-Zauberstab®<br />

Im Jahr 2010 wurde die Gebäudekapazität auf 1540 Quadratmeter Bürofl äche und 2950 Quadratmeter Lagerfl äche erhöht. Der Firmensitz in<br />

Hockenheim-Talhaus wurde 1999 bezogen<br />

Der Fachhändler | 35


Haushalt | Thema<br />

Fachhandel versus Onlineshopping<br />

Hassliebe mit Zukunft<br />

Gegenseitiger Kundenklau oder befruchtende Synergiewirkungen? Die Zeiten des<br />

durch reines Konkurrenzdenken geprägten Verhältnisses von Online- und stationärem<br />

Fachhandel sind vorbei.<br />

Susan Oehler<br />

Ein Kunde betritt ein Elektrofachgeschäft. Er sieht sich<br />

auf der Fläche um, vergleicht verschiedene Angebote<br />

und lässt sich schließlich von einem Verkäufer zu seinem<br />

favorisierten Gerät ausführlich beraten. Dann bedankt er sich,<br />

verlässt den Laden – und bestellt das Produkt vom heimischen<br />

Rechner aus online! Der Händler bleibt auf den Kosten für<br />

Ladenmiete, Personal und Betriebskosten sitzen, während<br />

die Onlineshops satte Profi te machen. Dieser beschriebene<br />

Albtraum aller stationären Fachhändler spielt sich jedoch in der<br />

Realität weit weniger häufi g ab als befürchtet. Eine Studie der<br />

Agentur Interone aus dem Jahr 2011 belegt, dass zwar tatsächlich<br />

rund 62 Prozent der Online-Käufer sich zuvor im Geschäft<br />

beraten ließen, das Phänomen jedoch in umgekehrter Reihenfolge<br />

sogar noch stärker auftritt. 65 Prozent der 2 500<br />

Befragten gaben an, sich bei geplanten Elektronikkäufen vorab<br />

im Internet zu informieren und das Produkt der Wahl anschließend<br />

im Fachgeschäft zu kaufen. Der qualifizierte Fachhandel<br />

kann also mit persönlicher Beratung und nicht zuletzt der<br />

unmittelbaren Verfügbarkeit seiner Angebote punkten. Warum<br />

sich aber nicht zusätzlich den Feind zum Verbündeten machen<br />

und die zahlreichen Vorteile des allpräsenten World Wide<br />

Webs nutzen? So können Kunden auf Tablet-PCs und Smartphones<br />

direkt im Geschäft nicht verfügbare Produkte per App<br />

des Händlers vorbestellen oder multimediale Informationen zu<br />

einzelnen Geräten abrufen, die ihnen beispielsweise über QR-<br />

Codes neben den Ausstellungsstücken zur Verfügung gestellt<br />

werden. Voraussetzung ist, dass sich der stationäre Fachhandel<br />

den neuen technischen Möglichkeiten öffnet und abseits<br />

des festgefahrenen Konkurrenzdenkens agiert. Auch die Hersteller<br />

haben den Trend erkannt und sind bereit, den Fachhandel<br />

tatkräftig zu unterstützen. Klaus Wührl, Vorsitzender der<br />

Geschäftsleitung Electrolux Deutschland und Österreich:<br />

„Es ist richtig, dass die Bedeutung der Verkäufe via Online-<br />

Shopping in den letzten Jahren zugenommen und mittlerweile<br />

einen deutlich sichtbaren Anteil am Gesamtmarkt eingenommen<br />

hat. Bei Elektro-Großgeräten überwiegen momentan die<br />

freistehenden Produkte – wie etwa Waschmaschinen oder<br />

Kühlschränke – gegenüber Einbaugeräten. Der Trend zeigt allerdings<br />

auch hier, dass der Internet-Verkauf steigt. Wenn sich<br />

der qualifizierte Fachhandel durch das Angebot von Produkten<br />

und den entsprechenden Dienstleistungen gegenüber dem<br />

reinen, hauptsächlich preisorientierten Internethandel abgrenzen<br />

kann, sehen wir durchaus Chancen für den Fachhandel,<br />

an diesem wachsenden Vertriebskanal zu partizipieren. Mit<br />

unseren Vermarktungskonzepten geben wir dem klassischen<br />

Küchen- und Möbelhandel die Möglichkeit, auch bei der Online-Vermarktung<br />

seine Dienstleistungen erfolgreich anzubieten.“<br />

Wie das Verhältnis von Onlinehandel und qualifiziertem<br />

Fachhandel in der übrigen Branche bewertet wird, haben wir<br />

bei den Herstellern erfragt.<br />

Bilder: © Benjamin Thorn/PIXELIO, © Gerd Altmann/PIXELIO, Bosch, Grundig, WMF<br />

36 | 1.2013


Interview | Haushalt<br />

Wilfried Pohl,<br />

Geschäftsführer,<br />

WMF CE<br />

Mit den anstehenden Weihnachtseinkäufen<br />

stehen die Kunden vor der Wahl zwischen<br />

einem Besuch beim Fachhändler und dem<br />

bequemen Mausklick auf den digitalen Warenkorb<br />

eines Onlinehandels. Wie bewerten<br />

Sie die Konkurrenz des Onlineshoppings<br />

gegenüber dem klassischen Fachhandel?<br />

Online-Einkäufe gehören mittlerweile zur<br />

täglichen Auswahl und haben sich etabliert.<br />

Dies ist ein Fakt, an dem weder der Handel<br />

noch die Industrie vorbeikommen. Beide<br />

müssen sich mit entsprechenden Konzepten<br />

damit auseinandersetzen.<br />

Welche Rolle spielt der Verkauf per Internet<br />

für Sie als Hersteller? Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um<br />

diesen zusätzlichen Vertriebskanal zu nutzen?<br />

Von wmf ce gibt es und wird es zukünftig auch keinen direkten Internet-<br />

Vertrieb geben. Wir pfl egen weiterhin unser fachhandelsorientiertes<br />

Vertriebskonzept. Gern unterstützen wir aber bei Bedarf unsere Partner<br />

individuell bei eigenen Konzepten für Online-Shopping.<br />

Wie unterstützen Sie im Gegenzug Ihre Fachhändler, um deren<br />

Stellung gegenüber der Konkurrenz aus dem World Wide Web zu<br />

stärken?<br />

Wir bieten Produkte, die mit ihrem einzigartigen Design, ihrer Wertigkeit<br />

und Anmutung erlebt werden können, ja sogar müssen. Der Handel<br />

kann seine Vorteile bei der Beratungskompetenz und seine Stärken im<br />

Verkauf mit unverwechselbaren und einzigartigen Produkten entsprechend<br />

ausspielen. Dazu gehört natürlich eine adäquate Präsentation<br />

der Produkte am PoS. Vorführung, „look and feel“ und Emotionen mit<br />

riechen und schmecken bleiben dem klassischen Ladengeschäft<br />

vorbehalten.<br />

Welche zukünftigen Entwicklungen erwarten Sie im Verhältnis zwischen<br />

Onlineshopping und Fachhandel hinsichtlich des Umsatzvolumens<br />

und der Reputation beim Endkunden?<br />

Es wird ein Miteinander bleiben. Beide Vertriebswege haben inzwischen<br />

ihre Berechtigung und ihre Stärken, abhängig von der Kundenklientel.<br />

Neben den reinen Internet-Shoppern und den reinen Ladenkäufern wird<br />

es sowohl Kunden geben, die sich im Internet informieren und beim<br />

Handel kaufen, als auch umgekehrt. Ich erwarte aber keine weiteren<br />

gravierenden Bewegungen in der Verteilung des Umsatzvolumens.<br />

Harald Friedrich,<br />

Geschäftsführer,<br />

Robert B osch<br />

Hausgeräte GmbH<br />

Mit den anstehenden Weihnachtseinkäufen<br />

stehen die Kunden vor der Wahl<br />

zwischen einem Besuch beim Fachhändler<br />

und dem bequemen Mausklick auf<br />

den digitalen Warenkorb eines Onlinehandels.<br />

Wie bewerten Sie die Konkurrenz<br />

des Onlineshoppings gegenüber<br />

dem klassischen Fachhandel?<br />

Die Bewertung nimmt eigentlich der<br />

Konsument vor. Mehr als 80–95 Prozent –<br />

je nach Produktkategorie – der Verbraucher<br />

kaufen nach wie vor im stationären<br />

Handel, wo man Produkte in Augenschein<br />

nehmen, anfassen und ausprobieren<br />

kann, sich in einem persönlichen Gespräch<br />

beraten lassen kann und darüber<br />

hinaus auch noch eine Vielzahl weiterer<br />

Dienstleistungen angeboten bekommt. Zunehmend ziehen es Verbraucher<br />

aber auch vor, sich bequem von zuhause per Mausklick<br />

zu informieren und auch außerhalb von Ladenöffnungszeiten und<br />

ohne lange Wege einzukaufen.<br />

Welche Rolle spielt der Verkauf per Internet für Sie als Hersteller?<br />

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen zusätzlichen<br />

Vertriebskanal zu nutzen?<br />

Die Anzahl der Konsumenten, die sich für einen Kauf von Hausgeräten<br />

per Internet entscheiden, ist weiter steigend. Insofern hat für<br />

uns die Qualität und Professionalität, mit der unsere Produkte von<br />

Händlern im Netz angeboten werden, hohe Priorität. Hier unterstützen<br />

wir den Handel mit entsprechenden Online-Werbemitteln.<br />

Wie unterstützen Sie im Gegenzug Ihre Fachhändler, um deren<br />

Stellung gegenüber der Konkurrenz aus dem World Wide Web<br />

zu stärken?<br />

Die Handelslandschaft verändert sich in Richtung Multi-Channel.<br />

Neben dem stationären Geschäft setzen unsere Fachhandelspartner<br />

vermehrt auf den Online-Verkauf von Hausgeräten.<br />

Dementsprechend passen wir auch unsere Maßnahmen, die der<br />

Verkaufsunterstützung dienen, an. Als Hersteller unterstützen wir<br />

den Fachhandel sowohl mit klassischen VKF-Maßnahmen als auch<br />

mit zugkräftigen Online-Marketing-Konzepten.<br />

Welche zukünftigen Entwicklungen erwarten Sie im Verhältnis<br />

zwischen Onlineshopping und Fachhandel hinsichtlich des Umsatzvolumens<br />

und der Reputation beim Endkunden?<br />

Beim Internethandel dürften wir die stärksten Zuwachsraten bereits<br />

hinter uns haben. Händler haben nun die Chance, sich stationär<br />

wie online optimal zu präsentieren und durch die Kombination<br />

beider Kanäle ihre Umsatzchancen zu maximieren.<br />

Michael Geisler,<br />

Director Home Appliances,<br />

Grundig<br />

Mit den anstehenden Weihnachtseinkäufen<br />

stehen die Kunden vor der Wahl<br />

zwischen einem Besuch beim Fachhändler<br />

und dem bequemen Mausklick auf<br />

den digitalen Warenkorb eines Onlinehandels.<br />

Wie bewerten Sie die Konkurrenz<br />

des Onlineshoppings gegenüber<br />

dem klassischen Fachhandel?<br />

In der Tat stellt das Onlineshopping in unserer<br />

zunehmend digitalisierten Gesellschaft<br />

eine sehr komfortable Möglichkeit<br />

des Einkaufens dar. Dahingegen punktet<br />

jedoch der klassische Fachhandel durch<br />

seine Nähe zum Kunden und kann hierbei<br />

kompetente, individuelle und vor allem<br />

persönliche Beratung leisten. Viele mögen<br />

diese Aspekte im kurzfristigen Online-Kaufrausch verdrängen,<br />

werden aber auf lange Sicht die persönliche Komponente<br />

wieder schätzen lernen.<br />

Welche Rolle spielt der Verkauf per Internet für Sie als Hersteller?<br />

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diesen zusätzlichen<br />

Vertriebskanal zu nutzen?<br />

Wir sehen das Internet als Schaufenster für unsere Produkte. Die<br />

damit verbundenen Vorteile – insbesondere die Möglichkeit, Produktinformationen<br />

in verschiedener Form digital zur Verfügung<br />

zu stellen – berücksichtigen wir natürlich im Rahmen unserer<br />

Vertriebsaktivitäten. Denn damit können wir Transparenz schaffen<br />

und zusätzliche Anreize für den Kauf unserer Produkte setzen.<br />

Wie unterstützen Sie im Gegenzug Ihre Fachhändler, um deren<br />

Stellung gegenüber der Konkurrenz aus dem World Wide Web zu<br />

stärken?<br />

Wir unterstützen den Fachhandel einerseits mit aufmerksamkeitsstarken<br />

PoS-Materialien, die dazu beitragen, Kaufi mpulse vor<br />

Ort zu generieren. Darüber hinaus erhalten unsere Fachhandelspartner<br />

attraktive Konditionen, wie beispielsweise eine Garantie<br />

von vier Jahren sowie eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie auf die<br />

Produkte unser Premium Selection. Internethändler können<br />

ihren Kunden im Vergleich dazu lediglich die Hälfte dieser<br />

Garantiezeit anbieten.<br />

Welche zukünftigen Entwicklungen erwarten Sie im Verhältnis<br />

zwischen Onlineshopping und Fachhandel hinsichtlich des Umsatzvolumens<br />

und der Reputation beim Endkunden?<br />

Der klassische Fachhandel wird aus unserer Sicht auch im<br />

Internetzeitalter nicht an Bedeutung verlieren, da Faktoren wie<br />

persönliche Beratung und Nähe zum Kunden nach wie vor eine<br />

wichtige Rolle beim Kauf von Elektrogeräten spielen werden.<br />

Der Fachhändler | 37


Haushalt | Thema<br />

Autopiloten in Küche und Bad<br />

Haushalt der Zukunft<br />

Mitdenkende Kühlschränke, Geschirrspüler mit Preisbewusstsein und intelligente Waschmaschinen<br />

sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Die aktuellen Innovationen der Hausgerätehersteller<br />

lassen uns schon heute die Trends von morgen erahnen.<br />

Susan Oehler<br />

Haushaltsgeräte mit Köpfchen: Die Welt der Weißen<br />

Ware schaut immer weiter über den Tellerrand bloßer<br />

Funktionalität hinaus und verleiht modernen Geräten<br />

vielerlei Zusatznutzen. Eine Waschmaschine, die Ihren<br />

Kunden die Dosierung des Waschmittels selbst überlässt? Wie<br />

umständlich! Ein Backofen, bei dem Temperatur- und Zeitangaben<br />

noch manuell eingestellt werden müssen? Von gestern!<br />

Wer seinen Haushalt heute mit neuen Geräten ausstattet,<br />

erhält auf Wunsch eine Armada intelligenter Produkte, die sich<br />

dem Idealbild perfekter Dienstleister immer mehr nähern.<br />

Sparsam und bequem<br />

Ein bewusster Umgang mit unseren Energieressourcen ist<br />

mittlerweile nicht mehr nur eine Frage des Geldes. Angesichts<br />

explodierender Rohölpreise und der mehr als umstrittenen<br />

Stromgewinnung in Kernkraftwerken fordert die<br />

Gesellschaft von jedem Einzelnen, seinen Energieverbrauch<br />

auch unter Umweltaspekten zu hinterfragen. Doch der<br />

Umwelt zuliebe im Dunkeln sitzen? Aus Rücksicht auf die<br />

eigene Energiebilanz auf den Komfort von Kühlschrank und<br />

Waschmaschine verzichten? Dieser Ansatz einer Rückbesinnung<br />

auf Waschbrett und Dörrfl eisch hätte wohl bei dem<br />

Großteil der Bevölkerung nur geringe Erfolgsaussichten. Ganz<br />

im Gegenteil: Statt auf Großmutters (zugegebenermaßen<br />

Strom sparende, aber auch ungleich anstrengendere) tradierte<br />

Methoden der Haushaltsführung zurückzugreifen, setzen die<br />

Hersteller moderner Haushaltsgeräte auf stetigen Fortschritt.<br />

Energieeffizienz ist eines der wohl stärksten Schlagwörter,<br />

die auf Branchenmessen wie der IFA längst keine Fachtermini<br />

mehr sind. Wer einen Kühlschrank kauft, achtet nicht nur<br />

Bilder: LG, Miele, Siemens, ZVEI<br />

38 | 1.2013


Thema | Haushalt<br />

Hausgerätehersteller Miele zeigt sich zuversichtlich, dass Smart-<br />

Grid-fähige Produkte in den nächsten Jahren einen branchenbestimmenden<br />

Trend auslösen<br />

Nur Kühlschrank war gestern: LG setzt auf smartes Lebensmittelmanagement.<br />

So wird der klassische Einkaufszettel bald überfl üssig<br />

auf Preis, Design und Leistung – auch das Energielabel muss<br />

stimmen! In den letzten Jahren entwickelte sich ein regelrechter<br />

Wettkampf darum, welche Marke mit den besten Ökologiewerten<br />

ihrer Geräte auftrumpfen kann. Allerdings ist der Fortlauf<br />

dieser Spirale von vornherein physikalisch begrenzt: Zumindest<br />

aus heutiger Sicht ist ein Geschirrspüler, der völlig ohne Wasser<br />

auskommt oder ein Staubsauger ohne Energieverbrauch nicht<br />

möglich. Es bedarf also anderer Strategien, um die Stromrechnung<br />

zu senken und dabei dennoch ein hohes Maß an Handhabungskomfort<br />

zu gewährleisten. Denn „smart“ bedeutet bei<br />

Hausgeräten nicht nur Sparsamkeit und Effizienz, sondern auch<br />

eine spürbare Erleichterung der Hausarbeit.<br />

Smart Grid<br />

Seit Beginn des Jahres 2011 sind die Stromanbieter<br />

in Deutschland verpfl ichtet, fl exible<br />

Stromtarife in ihr Angebot aufzunehmen. Zeitgleich<br />

trat die Vorgabe in Kraft, bei Neubauten<br />

digitale Stromzähler, sogenannte Smart<br />

Meter, zu installieren, die den Stromverbrauch<br />

wesentlich detaillierter aufschlüsseln als die<br />

bisher üblichen Messsysteme. Einige Modelle<br />

machen damit sogar die jährliche Zählerablesung<br />

überfl üssig, da die Daten automatisch<br />

an das Energieversorgungsunternehmen<br />

übermittelt werden. Stehen in einem Haushalt<br />

fl exible Stromtarife zur Verfügung, ist damit die erste Voraussetzung<br />

für die Nutzung eines Smart-Grid-Systems erfüllt. Es<br />

handelt sich dabei um eine Kommunikation zwischen Energielieferanten,<br />

digitalem Stromzähler und den Smart-Grid-fähigen,<br />

„intelligenten“ Hausgeräten. Ein in das Smart Meter integriertes<br />

Modul empfängt von der Stromversorgungsgesellschaft ein<br />

Signal über den aktuellen Energiepreis, der markttypisch von<br />

dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt ist.<br />

Diese Botschaft wird an die Steckdosen im Haushalt übermittelt,<br />

von wo aus es die Geräte beziehen und gleichzeitig durch<br />

ein Programm errechnen können, wie sich die Strompreiskurve<br />

in den nächsten Stunden entwickeln wird. In der Praxis heißt<br />

das, dass der Nutzer bei Bedarf seiner Waschmaschine oder<br />

dem Geschirrspüler die Entscheidung überlassen kann, wann<br />

genau diese Geräte ihre Arbeit verrichten. Soll beispielsweise<br />

der preislich günstigere Nachtstrom genutzt werden, kann er<br />

die Waschtrommel am Abend befüllen und seine Maschine so<br />

konfi gurieren, dass sie den Waschvorgang genau dann initiiert,<br />

wenn die Energiepreise in der kommenden Nacht am günstigsten<br />

sind. Natürlich ist es auch möglich, den Zeitraum exakt<br />

zu defi nieren, innerhalb dessen die Waschladung spätestens<br />

fertiggestellt sein muss. Auf diese Weise wird dem Kunden<br />

jegliches mühsame Vergleichen der tageszeitabhängigen Tarife<br />

abgenommen – die Waschmaschine erledigt das von allein.<br />

Führende Hausgerätehersteller wie beispielsweise Bosch, Siemens<br />

und Miele arbeiten bereits seit mehreren Jahren gemeinsam<br />

mit Energieversorgungsunternehmen an der praktischen<br />

Umsetzung und Optimierung der Smart-Grid-Systeme.<br />

Lebensmittelmanager<br />

Doch nicht nur fl exible Strompreise zeugen von der wachsenden<br />

Intelligenz unserer Hausgeräte. Wenn Ihnen Ihr Kunde<br />

demnächst davon berichtet, sich einen neuen Lebensmittelmanager<br />

anschaffen zu wollen, müssen Sie sich nicht nach<br />

dessen Namen erkundigen: Er plant einen Kühlschrankkauf.<br />

Aktuelle Modelle, beispielsweise der Marke LG, haben inzwischen<br />

nämlich einiges mehr zu bieten als „Tür auf, Wurst rein,<br />

Tür zu“. Ein Side-by-side-Gerät der Premiumklasse weist nicht<br />

nur Obst und Gemüse den optimalen Aufbewahrungsort zu,<br />

sondern behält auch eigenständig den Überblick über seinen<br />

aktuellen Inhalt. Dazu gehören neben den Ablaufdaten auch<br />

die Nährwertangaben der momentan vorrätigen Lebensmittel<br />

– der Weg zum Diät unterstützenden Kühlschrank mit kaloriengesteuertem<br />

Schließmechanismus scheint geebnet. Doch das<br />

Modell achtet nicht nur auf die Figur seiner Besitzer, sondern<br />

hilft ihnen auch beim Einkauf. Über ein LC- Display informiert<br />

er über die Mengen der beherbergten Nahrungsmittel und teilt<br />

Ihnen bei Bedarf sogar mobil aufs Smartphone mit, was neu<br />

eingekauft werden muss. Selbstverständlich ist der „Lebensmittelmanager“<br />

sprachgesteuert und hat neben Rezeptideen<br />

auch Musik-, Nachrichten- und Social-Media-Services parat.<br />

Seien Sie also nicht überrascht, wenn sich<br />

demnächst über Twitter verbreitet, wie viele<br />

Eier das Frühstücksomelett Ihrer Kunden<br />

Anzeige<br />

NOCH SCHÖNER: DIE<br />

NEUEN TOP-MODELS<br />

Perfektion für<br />

vollendeten<br />

Kaffeegenuss<br />

www.nivona.com<br />

Neue Lust auf Kaffee.<br />

Der Fachhändler | 39


Haushalt | Thema<br />

Fast schon ein eigener Koch: Smarte Backöfen erkennen automatisch<br />

das Gewicht der Speisen und wählen selbstständig die richtige<br />

Temperatur und Garzeit<br />

Waschmaschinen mit i-Dos-System von Siemens errechnen aus Verschmutzungsgrad,<br />

Wasserhärte und Beladungsmenge millilitergenau<br />

die richtige Waschmitteldosierung<br />

enthielt. Die Bosch-Siemens- Hausgeräte-GmbH verfolgt eine<br />

andere Optimierungsmöglichkeit im Bereich Kühlen: Während<br />

eines Testprojekts wurden in Norddeutschland 500 Haushalte<br />

mit intelligenten Kühlgeräten ausgestattet, die an ein Smart-<br />

Grid-Netz angeschlossen wurden. Den erforderlichen Strom<br />

bezogen die Kühlschränke vor allem aus Windenergie. Hintergrund<br />

der Studie ist die Vision, Kühlgeräte aus erneuerbaren<br />

Energiequellen zu speisen. Da diese jedoch nicht jederzeit in<br />

gleichem Maße zur Verfügung stehen (bei Windkraft drohen<br />

Flauten), müsste der Strom während eines ausreichenden<br />

Angebots in Form von Kälteenergie gespeichert werden, um<br />

einen Vorrat für weniger windige Zeiten anzulegen.<br />

Auf Autopilot<br />

Doch warum nur mit dem Kühlschrank per Smartphone kommunizieren?<br />

Die Zukunft ist vernetzt! So bietet beispielsweise LG<br />

die Möglichkeit, per Smart Access unterwegs mit dem Smartphone<br />

die Waschmaschine zu steuern. Man kann sie starten,<br />

ihren Fortschritt verfolgen und wird über eine Pop-up-Meldung<br />

informiert, sobald die Waschladung fertig ist. Nur das Beladen<br />

kann das Handy Ihren Kunden noch nicht abnehmen. Apropos<br />

Beladen: Egal, welche Flecken Sie dem i-Dos-System von<br />

Siemens zumuten, der Hersteller verspricht gründlich gereinigte<br />

Wäsche – ohne manuelles Dosieren des Waschmittels.<br />

Das wird einfach literweise in einen Vorratstank gefüllt und bei<br />

den bis zu 20 folgenden Waschdurchgängen berechnet das<br />

Gerät automatisch, wie viel davon für den jeweiligen<br />

Verschmutzungsgrad, die Beladungsmenge,<br />

die Wasserhärte und die Textilart benötigt<br />

werden. Natürlich erkennt die Maschine auch<br />

all diese Parameter vollautomatisch. Ist die<br />

Kleidung wieder sauber und trocken, fehlt nur<br />

noch ein Zwischenschritt auf dem Weg zum<br />

Kleiderschrank: das Bügeln! Glücklicherweise<br />

sind auch hier die Zeiten vorbei, in denen der<br />

Kunde sich mit mühsamen Voreinstellungen<br />

des Bügeleisens hinsichtlich Temperatur,<br />

Material und Dampfmenge herumplagen<br />

musste. Philips bietet ein Dampfbügelsystem,<br />

das jegliche Kleidungsstücke aus<br />

einem bügelbaren Textilstoff von Falten<br />

befreien soll – alles mit einer einzigen<br />

Einstellung. Ein SmartControl Prozessor<br />

im Inneren des Geräts kümmert sich um<br />

eine gleichbleibend optimale Kombination von Bügelsohlentemperatur<br />

und Dampfdruck. Welch verlockende Vorstellung:<br />

Alle gut gemeinten mütterlichen Ratschläge zum Vorsortieren<br />

der Bügelwäsche können laut Hersteller getrost in den Wind<br />

geschlagen werden. Außer Kühlschränken und Waschmaschinen<br />

lässt sich aber auch der Backofen per Mobiltelefon<br />

fernsteuern, vorausgesetzt, die Küche Ihrer Kunden ziert der<br />

Smart Oven von Samsung. Dank des integrierten WLAN- Moduls<br />

kann der Nutzer den Backofen per Android-App bedienen<br />

und aus 160 Programmen das geeignete auswählen. Bei Bedarf<br />

antwortet der Ofen sogar und übermittelt die Daten zum Gewicht<br />

der Speise und ihrem Kaloriengehalt an das Smartphone.<br />

Bisher gibt es den Wunderofen allerdings nur im fernen Asien<br />

zu kaufen. Bereits auf dem deutschen Markt erhältlich sind<br />

dagegen intelligente Backöfen, die über Sensoren automatisch<br />

die Menge des Gargutes in der Bratröhre erkennen und ganz<br />

selbstständig die optimale Gartemperatur und -zeit einstellen.<br />

Einige Modelle geben dem Nutzer sogar die richtige Ebene vor,<br />

auf der das Gericht in den Ofen geschoben werden soll.<br />

Per Fingertipp<br />

Tasten, Knöpfe und Drehregler sind im Haushalt der Zukunft<br />

höchstens noch an ausrangierten Erinnerungsstücken zu fi n-<br />

den. Das Touchdisplay erobert nach Notebooks und Mobiltelefonen<br />

zunehmend auch den Markt der Weißen Ware und<br />

fi ndet sich an immer mehr Haushaltsgeräten wieder. Sei es<br />

das Frühstücksset der „Steel Touch“-Serie<br />

von Russell Hobbs, das auf sanften<br />

Fingerdruck Kaffee, Toast oder heißes<br />

Wasser serviert, oder der Einbaubackofen<br />

von Gorenje mit DirecTouch, der<br />

den Hobbykoch mit Sensortechnologie<br />

durch sein Bedienmenü navigiert.<br />

Noch weiter geht die Marke Philips mit<br />

ihrem digitalen Kaffeevollautomaten:<br />

Hier muss der Kunde nicht einmal<br />

mehr den Aufwand betreiben, sich<br />

seinen Lieblingskaffee aus dem Menü<br />

selbst herauszusuchen. Das Gerät<br />

scannt seinen Fingerabdruck und<br />

bereitet das Heißgetränk gemäß der für<br />

die betreffende Person eingespeicherten<br />

Vorlieben zu. Ein echter Luxus für verschlafene<br />

Morgenmuffel!<br />

Bilder: Electrolux, Philips, Siemens<br />

40 | 1.2013


Experten | Haushalt<br />

Geschmack vs. Gesundheit<br />

Gesundheitsbewusstes Kochen steht für vitaminreiche und ausgewogene Kost, die schonend und<br />

mit möglichst wenig Fett zubereitet wird. Frittierte Speisen, die ja wortwörtlich im Öl schwimmen,<br />

repräsentierten bisher das ganze Gegenteil dieser Ernährungsweise. Für alle Fans goldbrauner<br />

Pommes frites versprechen neuartige Fritteusen, die nur noch eine minimale oder gar keine Fettzugabe<br />

mehr benötigen, eine gesunde Alternative. Zweifler allerdings fürchten einen Aromaverlust<br />

ohne den „Geschmacksträger Fett“.<br />

Martin Thielmann,<br />

Marketing Director,<br />

De‘Longhi<br />

Deutschland GmbH<br />

Andreas Kirschenmann,<br />

Prokurist,<br />

Gastroback<br />

Klassisches Frittieren funktioniert nur mit<br />

Öl. Die Ölmenge kann man reduzieren,<br />

ganz darauf verzichten sollte man aber<br />

nicht. Pommes frites zum Beispiel sind nur<br />

knusprig richtig lecker. Dafür sorgt zum<br />

einen 190 Grad heißes Öl, das die Poren<br />

schnell verschließt, und zum anderen mehrmaliges<br />

kurzes Anheben des Frittierkorbs:<br />

Die Abkühlung um wenige Grade und das<br />

erneute Eintauchen ins Öl sorgen für die<br />

krosse Außenschicht des Frittierguts. Eine<br />

ölreduzierte Alternative zur klassischen<br />

Fritteuse ist die Rotofritteuse, die mit 50<br />

Prozent weniger Öl auskommt. Das Gargut wird dabei im schräg<br />

gestellten rotierenden Frittierkorb abwechselnd frittiert und wenige<br />

Sekunden an der Luft abgekühlt.<br />

Nicht nur Experten wissen, dass man beim<br />

Frittieren ausreichend Fett benötigt, damit<br />

die Lebensmittel ihren vollen Geschmack<br />

entfalten können. Herkömmliche Low-Fat-<br />

Fritteusen arbeiten jedoch mit sehr wenig<br />

Fett oder mit Heißluft. Das Ergebnis ist ein<br />

schwacher und fader Geschmack. Um das<br />

Problem des zu hohen Fettanteils beim<br />

klassischen Frittieren zu lösen, hat Gastroback<br />

das Vita-Spin-Verfahren entwickelt.<br />

Die Vita-Spin-Fritteuse ist die erste<br />

Low-Fat-Fritteuse, die Ihre Gerichte wirklich<br />

knusprig bei vollem Geschmack zubereitet und dabei bis zu 55<br />

Prozent Fett einspart. Die neue Technologie besteht aus einem<br />

Zweiphasenprozess: Zuerst wird klassisch frittiert und anschließend<br />

wird der Garkorb angehoben und beginnt zu rotieren.<br />

Svenjan Mol,<br />

Marketing Kitchen<br />

Appliances DACH,<br />

Philips GmbH<br />

Tanja Buhlmann,<br />

Produktmanagerin,<br />

Tefal<br />

Bei der Entwicklung des Philips Airfryer<br />

waren uns hinsichtlich der Ernährung<br />

zwei Punkte wichtig: Zum einen sollen die<br />

Speisen geschmacklich und in ihrer Konsistenz<br />

den entsprechenden Varianten aus<br />

herkömmlichen Fritteusen in nichts nachstehen.<br />

Zum anderen soll mit dem Airfryer<br />

der Fettanteil maximal reduziert werden. So<br />

bereitet er beispielsweise Pommes frites<br />

mit bis zu 80 Prozent weniger Fett zu. Neben<br />

klassischen Fritteusen gerichten bietet<br />

der Philips Airfryer viele weitere Möglichkeiten<br />

der Zubereitung sogar von ganzen<br />

Mahlzeiten. Speisen wie gefüllte Paprika können beispielsweise<br />

schonend gegart werden. Darüber hinaus kann der Konsument mit<br />

einem speziellen Einsatz sogar backen: Der Geschmack<br />

bleibt bei keiner Küchenkreation auf der Strecke.<br />

Vor allem der Geschmack bleibt eben<br />

nicht auf der Strecke, im Gegenteil: Die<br />

Heißluftfritteuse bewahrt den natürlichen<br />

Geschmack der Speisen. Der Trick liegt bei<br />

der Temperatur: Unsere ActiFry reguliert<br />

über Heißluft die Temperatur ständig auf<br />

zirka 150 Grad. Bei dieser Temperatur bleiben<br />

neben Vitaminen auch die natürlichen<br />

Aromen der Speisen optimal erhalten, die<br />

dafür sorgen, dass Pommes frites nicht nur<br />

nach Fett, sondern eben auch nach Kartoffel<br />

schmecken. Außerdem saugt die ActiFry<br />

die heiße Luft auch wieder ab, damit das Gargut knusprig wird. Ein<br />

weiterer Vorteil gegenüber „normalen“ Fritteusen ist die Vielseitigkeit<br />

der Heißluftfritteuse. Sie frittiert nicht nur Pommes, sondern<br />

gart auch kleine Schnitzel knusprig oder bereitet Eintöpfe zu.<br />

Bilder: De‘Longhi, Gastroback, Philips, Stock.xchng, Tefal<br />

Der Fachhändler | 41


Haushalt | Produktnews<br />

Philips präsentiert „Jamie Tools“ für die Küche<br />

Mit Küchenmaschine, Dampfgarer, Stand- und Stabmixer bringt<br />

Philips eine Serie neuer Küchenhelfer auf den Markt, die sowohl<br />

Kochneulingen als auch ambitionierten Hobbyköchen das Leben<br />

erleichtern sollen. Sie sind laut Hersteller sowohl für die Zubereitung<br />

schneller Gerichte als auch für die Kreation komplexer<br />

Festtagsmenüs geeignet und basieren unter anderem auf dem<br />

Fachwissen von Jamie Oliver. Mit dem Stabmixer HR1680 mit<br />

patentierter ProMix-Technologie werden im Handumdrehen<br />

Smoothies oder Suppen zubereitet, die von besonders zarter und<br />

cremiger Konsistenz sein sollen. Im Standmixer HR2172 werden<br />

dagegen mit den titanbeschichteten Messern Teig, Soßen und<br />

Shakes hergestellt. Umfangreiches Zubehör und einen leistungsstarken<br />

1 000 Watt-Motor bringt die Küchenmaschine HR7782<br />

mit, die ihrem Nutzer das Hacken, Mixen, Kneten, Entsaften und<br />

Schlagen abnimmt. Der Dampfgarer DH 9132 sorgt dafür, dass<br />

die Nährstoffe der zubereiteten Speisen erhalten bleiben und<br />

sich die Aromen beim Garen optimal verteilen. Mit dem auf der<br />

IFA 2012 präsentierten Homecooker HR1050 lassen sich verschiedenste<br />

Küchenarbeiten erledigen, da er kochen, braten und<br />

rühren kann. Die komplette Serie ist im Retro-Look designt und<br />

vereint ein weißes Gehäuse mit türkisfarbenen Zierelementen.<br />

Jedes der Geräte wird außerdem mit einem von Jamie Oliver<br />

kreierten Rezeptheft geliefert. Der Homecooker ist seit Oktober<br />

2012 erhältlich, die anderen Geräte sind es ab Dezember. SO<br />

Die Red Edition von Rommelsbacher<br />

Die Red Edition Kaffeemühle EKM 155/R sorgt mit ihren<br />

schnell drehenden, robusten 2-fl ügeligen Edelstahlmessern<br />

im Handumdrehen für individuell fein zerkleinerte Bohnen.<br />

Für ein gleichbleibendes Ergebnis ist die Mahldauer elektronisch<br />

gesteuert und das Gerät schaltet sich automatisch<br />

ab, sobald der Mahlgrad erreicht ist. Mit dem Red Edition<br />

Eierkocher ER 405/R gelingt auch das Frühstücks-Ei schnell<br />

und problemlos. Über den mitgelieferten Messbecher<br />

lässt sich die benötigte Wassermenge einfüllen<br />

und das Ei mit dem integrierten Pick punktieren, um ein Aufplatzen<br />

beim Kochen zu verhindern. Für ein ganz besonderes<br />

Frühstück sorgt das Red Edition Waffeleisen WA 1005/R.<br />

Es soll in nur wenigen Minuten knusprige, heiße Waffeln<br />

zaubern und dabei besonders leicht zu bedienen sein. Die<br />

stufenlose Temperaturregelung sorgt für einen individuellen<br />

Bräunungsgrad. Alle drei metallic-roten Geräte<br />

sind aus pfl egeleichten Materialien<br />

gefertigt und ab<br />

sofort erhältlich.<br />

NR<br />

Shine Therapy Haarglätter von Remington<br />

Die Shine Therapy Technologie des neuen Haarglätters von<br />

Remington besteht aus der hochwertigen Keramikbeschichtung,<br />

die das Haar noch während des Stylings schützt und<br />

pfl egt und ihm durch seine mit marokkanischem Arganöl<br />

angereicherte Oberfl äche<br />

KAFFEEKOCHEN<br />

WIRD SCHÖNER<br />

WERDEN<br />

Perfektion für<br />

vollendeten<br />

Kaffeegenuss<br />

www.nivona.com<br />

Neue Lust auf Kaffee.<br />

Anzeige<br />

einen edlen und gesunden<br />

Glanz verleiht. Eine praktische<br />

Smart-LCD-Anzeige informiert<br />

den Anwender über<br />

die eingestellte Temperatur,<br />

bei der aus neun Stufen<br />

zwischen 150 und 230 Grad<br />

Celsius ausgewählt werden kann. Für einen gleichmäßigen<br />

Druck auf das Haar sorgen die professionellen, federnd<br />

gelagerten Stylingplatten, die innerhalb von nur 15 Sekunden<br />

erhitzt und einsatzbereit sind. Für den Transport kann<br />

der Haarglätter einfach verriegelt werden, zudem wird er<br />

mit einer hitzebeständigen Aufbewahrungstasche geliefert.<br />

Remington gewährt jedem Käufer eine 5-Jahres-Garantie.<br />

NR<br />

Bilder: Miele, Philips, Remington, Rommelsbacher, Siemens, WMF<br />

42 | 1.2013


Produktnews | Haushalt<br />

Kaffeevollautomat CM 5200 Silver Edition von Miele<br />

Hinter dem schicken Silber-Gewand des CM 5200 Silver Edition<br />

Kaffeevollautomaten verbergen sich nicht nur moderne<br />

Technik, sondern auch praktische und komfortable Extras. Mit<br />

dem kinderleichten OneTouch-Bezug werden Kaffeespezialitäten<br />

von Espresso bis Latte macchiato per Knopfdruck zubereitet.<br />

Dabei lässt sich der höhenverstellbare Auslauf ganz<br />

einfach an die Größe der Tasse oder des Glases anpassen.<br />

Dank der praktischen “OneTouch for Two”-Funktion können<br />

sogar zwei Heißgetränke gleichzeitig hergestellt werden. Das<br />

Lieblingsgetränk ist dabei ganz genau an die eigenen Vorlieben<br />

anpassbar, denn Portionsgröße, Mahlgrad, Mahlmenge<br />

und Temperatur lassen sich individuell verstellen. Dank eines<br />

Extraschachtes für bereits gemahlenen Kaffee lassen sich<br />

auch zwei Kaffeesorten gleichzeitig in der Maschine unterbringen.<br />

Das lästige Reinigen des Kaffeevollautomaten wird<br />

dem Kunden von einem Spül- und Reinigungsprogramm<br />

abgenommen, das automatisch beim täglichen Ein- und<br />

Der Siemens iQ 800 eco star Trockner<br />

Nicht nur sparsam, komfortabel und funktionell will sich der iQ 800 ecoStar von<br />

Siemens präsentieren. Der Wärmepumpentrockner mit der neuen Energieeffizienzklasse<br />

A+++ sticht auch optisch durch sein breit in Chrom und Schwarz<br />

abgesetztes Bullauge und das große Klartext-TFT-Display aus der Masse heraus.<br />

Licht und Ton-Elemente sollen den Anwender zuverlässig durch die Programme<br />

führen und so die Bedienung des Spar-Trockners zum Kinderspiel machen.<br />

Mit cleveren Funktionen lässt sich so das Trockenprogramm individuell auf die<br />

Bedürfnisse von Textilien und Verbrauchern einstellen. Drängt beispielsweise<br />

einmal die Zeit und das Arbeitshemd muss rechtzeitig trocken werden, dann<br />

lässt sich das Gerät mit der intelligenten varioPerfekt-Funktion von extrem<br />

energiesparend auf extrem zeitsparend umschalten. Die Komfort-Tür lässt sich<br />

bis zu 180 Grad weit öffnen, um auch das Be- und Entladen zu vereinfachen. Der<br />

Hauptvorteil des iQ 800 ecoStar bleibt jedoch seine Energieeffizienz, die durch<br />

die hocheffiziente Siemens Wärmepumpen-Technologie gewährleistet und z. B.<br />

durch die Reinigungsautomatik des Kondensators unterstützt werden soll. Durch<br />

die automatische Selbstreinigung erspart das neue Modell von Siemens seinem<br />

Besitzer die peinlich genaue Pfl ege und gewährleistet einen gleichbleibend<br />

niedrigen Stromverbrauch.<br />

NR<br />

Ausschalten aktiviert wird. Lediglich das Milchsystem sollte<br />

einmal pro Woche gründlich gereinigt werden, kann dafür<br />

aber ganz bequem im Geschirrspüler verstaut werden. NR<br />

Erweiterung der SKYLINE Serie von WMF<br />

Aushängeschild der WMF-SKYLINE Frühstücksserie ist ihre hochwertige<br />

und edel glänzende Cromargan-Oberfl äche, die nicht nur<br />

einen Hauch von Luxus, sondern auch höchste Qualität ausstrahlen<br />

soll. Dazu kommt, dass die Edelstahllegierung nicht nur<br />

rostfrei, sondern auch resistent gegenüber Speise-Säuren ist und<br />

somit eine lange Lebensdauer der Geräte gewährleistet. Die drei<br />

neuen Modelle, die sich der SKYLINE Serie anschließen, fügen<br />

sich perfekt in das Gesamtbild ein. Sie versuchen nicht nur mit einer<br />

edlen Optik und hochwertigen Materialien, sondern auch mit<br />

komfortabler Bedienung und cleveren Funktionen zu punkten. So<br />

lässt sich die Salz-/Pfeffermühle mit ihrem elektrischen Keramikmahlwerk<br />

ganz einfach mit einer Hand bedienen und bietet einen<br />

variabel verstellbaren Mahlgrad von grob bis fein. Die integrierte<br />

Beleuchtung macht eine optimale Dosierung möglich. Auch<br />

die SKYLINE Kaffeemühle setzt auf innovative Funktionen. Das<br />

aromaschonende Kegelmahlwerk ist in zwölf unterschiedlichen<br />

Mahlgrad-Stufen einstellbar und produziert so Kaffeepulver<br />

von ultra-fein bis grob. Mit seinen 3 000 Watt bringt der SKY-<br />

LINE Wasserkocher Vario das Wasser nicht nur blitzschnell zum<br />

Kochen, sondern auch auf eine wählbare Temperatur. Egal ob<br />

60, 70, 80, 90 oder 100 Grad Celsius, der Vario erfüllt Teeliebhabern<br />

in kürzester Zeit jeden<br />

Wassertemperaturwunsch.<br />

In das Gerät passen bis zu<br />

1,6 Liter Wasser, die dank<br />

der Warmhaltefunktion bis<br />

zu 20 Minuten lang stabil auf<br />

Temperatur gehalten werden<br />

können.<br />

NR<br />

Anzeige<br />

SPITZENKAFFEE<br />

TRIFFT<br />

SPITZENDESIGN<br />

Perfektion für<br />

vollendeten<br />

Kaffeegenuss<br />

www.nivona.com<br />

Neue Lust auf Kaffee.<br />

Der Fachhändler | 43


Ausgabe 1/2013<br />

Deutschland: 6,99 €<br />

Fachhändlerumfrage<br />

<strong>DER</strong><br />

<strong>FACHHÄNDLER</strong><br />

Händlermagazin für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte<br />

Fachhändlerumfrage<br />

Wir sehen uns auf der<br />

vom 14. – 20.01.2013 in Köln<br />

Living Kitchen<br />

1. Wie wichtig sind Ihnen in dieser Publikation folgende Inhalte:<br />

<strong>Faule</strong> <strong>Kompromisse</strong>?<br />

Geschirrspüler und Wäschetrockner –<br />

Energiesparer mit Zeitproblemen<br />

100<br />

Geräte<br />

im Test<br />

1. Meldungen über neue Produkte und Features<br />

weniger wichtig wichtig sehr wichtig<br />

2. Meldungen über Personalia bei Herstellern und im Handel<br />

weniger wichtig wichtig sehr wichtig<br />

3. Fachartikel über neue Produkte und Technologien<br />

weniger wichtig wichtig sehr wichtig<br />

4. Interviews zu Fachhandelsaktivitäten von Herstellern<br />

weniger wichtig wichtig sehr wichtig<br />

5. Präsentation ausgewählter Fachhändler<br />

weniger wichtig wichtig sehr wichtig<br />

6. Testergebnisse<br />

weniger wichtig wichtig sehr wichtig<br />

Im Fokus<br />

Klangtuning; TV-Geräte:<br />

Trends 2013; Wäschetrockner<br />

im Technikcheck<br />

Im Gespräch<br />

Unternehmensprofil Bose;<br />

Yvonne Unold im Interview;<br />

Rund um die Living Kitchen<br />

Im Test<br />

TV-Geräte; AV-Receiver;<br />

DVB-Receiver; Geschirrspüler;<br />

Mikrowe len u.a.m.<br />

Bitte senden Sie den Umfragebogen an:<br />

Per Post:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion: Der Fachhändler<br />

Oststraße 40-44<br />

04317 Leipzig<br />

Per Fax:<br />

0341 / 355 79-111<br />

Per E-Mail:<br />

fachhandel@av.de<br />

2. Wie gut fühlen Sie sich von den Herstellern direkt oder durch die Medien über<br />

neue Produkte und deren technische Hintergründe informiert?<br />

Direkt vom Hersteller:<br />

viel zu wenig etwas zu wenig ausreichend<br />

Über Fachhandelsmedien:<br />

viel zu wenig etwas zu wenig ausreichend<br />

1. Positiv aufgefallene Hersteller/Beispiele:<br />

2. Negativ aufgefallene Hersteller/Beispiele:<br />

3. Regelmäßig gelesene Fachhandelspublikationen:<br />

3. Wo liegt aus Ihrer Erfahrung aktuell der größte Beratungsbedarf beim Kunden?<br />

Video/Audio: 1. Produktgruppen:<br />

2. Features/Einzelfragen:<br />

Haushaltsgeräte: 1. Produktgruppen:<br />

2. Features/Einzelfragen:<br />

Ich möche gern von folgenden Testmagazinen des Auerbach Verlages jeweils ein kostenloses<br />

Probeexemplar (ohne Folgeverpflichtungen) erhalten:<br />

AUDIO TEST<br />

BLU-RAY MAGAZIN<br />

DIGITAL FERNSEHEN<br />

DIGITAL TESTED<br />

HD+TV<br />

HAUS & GARTEN TEST<br />

SATELLIT EMPFANG + TECHNIK<br />

Ihre Anschrift: Firma: Name:<br />

Funktion:<br />

Adresse:<br />

E-Mail:<br />

Telefon:<br />

angebotene Produkte: Video Audio TV-Empfangstechnik Haushaltsgeräte Unterhaltungsmedien<br />

44 | 1.2013


Produkttests | Haushalt<br />

6 Geschirrspülmaschinen im Vergleichstest<br />

Nur die Hälfte der Testmuster spült gründlich<br />

Küppersbusch IGV6509<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 1 699 Euro<br />

Besonderheiten: 13 Maßgedecke, Energieeffizienzklasse<br />

A++, 6 Programme<br />

AEG F78022IM0P<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 789 Euro<br />

Besonderheiten: 12 Maßgedecke, Energieeffizienzklasse<br />

A++, 7 Programme<br />

TESTSIEGER<br />

( 1,8 )<br />

gut<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

Zuverlässige Reinigung und<br />

beste Handhabung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ beste Handhabungsnote<br />

+ hochwertige Verarbeitung<br />

+ sehr gutes Intensivprogramm<br />

+ kurze Programmdauer<br />

+ gute Ökologiewerte<br />

– leichte Schwächen in der Trocknungsleistung<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 1,9 )<br />

gut<br />

Beste Reinigungsergebnisse,<br />

geringer Wasserverbrauch<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ hochwertige Verarbeitung<br />

+ sehr gute Reinigungsleistung im<br />

Standard- und Intensivprogramm<br />

+ gute Ökologiewerte<br />

– leichte Schwächen beim Trocknen<br />

– bei der Selbstreinigung bleiben Reste<br />

zurück<br />

Koenic KDW 64017i-m<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 299 Euro<br />

Besonderheiten: 12 Maßgedecke, Energieeffizienzklasse<br />

A++, 6 Programme<br />

Hanseatic WQP12-J7309E<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 470 Euro<br />

Besonderheiten: 14 Maßgedecke, Energieeffizienzklasse<br />

A++, 7 Programme<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

( 2,0 )<br />

gut<br />

Solide Reinigungsleistungen und<br />

komfortable Handhabung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gute Reinigungsleistung im Standardund<br />

Intensivprogramm<br />

+ gute Ökologiewerte<br />

+ komfortable Bedienung<br />

– leichte Schwächen in der Trocknungsleistung<br />

– keine Programmliste am Gerät<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,3 )<br />

gut<br />

Beste Ökologienoten<br />

und leichte Bedienung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr sparsamer Energieverbrauch<br />

+ effiziente Selbstreinigung<br />

+ verständliches Bedienkonzept<br />

– recht schwache Trocknungsleistung<br />

– Schwächen in der Reinigungsleistung<br />

in beiden Programmen<br />

Hoover DDY 65543FAM<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 599 Euro<br />

Besonderheiten: 15 Maßgedecke, Energieeffizienzklasse<br />

A++, 4 Programme<br />

Haier DW12-PFE8S<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): k.A. Euro<br />

Besonderheiten: 12 Maßgedecke, Energieeffizienzklasse<br />

A+, 8 Programme<br />

Bilder: AEG, Auerbach Verlag, Haier, Hanseatic, Hoover, Koenic, Küppersbusch<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,7 )<br />

befriedigend<br />

Durchwachsene Reinigungsleistung,<br />

recht hoher Wasserverbrauch<br />

Testfazit<br />

Als Vorreiter einer effizienten Arbeitsweise,<br />

die zu glänzend sauberen Ergebnissen führt,<br />

beweist sich der IGV6509 von Küppersbusch.<br />

Damit fährt das Gerät einen verdienten Testsieg<br />

ein und setzt sich knapp vor das Modell<br />

von AEG, dessen Energieverbrauch zwar<br />

geringfügig höher ausfällt, das dafür aber<br />

auch eine noch bessere Reinigungsleistung<br />

abliefert. Auch das Spülergebnis des Koenic<br />

KDW 64017i-m kann überzeugen. Den übrigen<br />

Testkandidaten fällt es dagegen schwer, mit<br />

diesen Leistungen mitzuhalten. So erhält das<br />

Gerät von Hoover für die Reinigungswirkung<br />

seiner Standardprogramme lediglich die Note<br />

„Mangelhaft“, da die Normanschmutzungen<br />

nicht vom Geschirr entfernt werden. Der<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gute Trocknungsleistung<br />

+ kurze Programmdauer<br />

– mangelhafte Reinigung im Standardprogramm<br />

– Schwächen in der Selbstreinigung<br />

– hoher Wasserverbrauch<br />

– erschwerte Handhabung durch<br />

Türspalt<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

Maschine von Haier konstatieren die Tester<br />

sogar eine schlechtere Leistung im Intensivprogramm,<br />

als sie der Standardmodus zu<br />

erbringen vermag. Moderne Geschirrspülmaschinen<br />

benötigen generell mehr Zeit für ihre<br />

Reinigungsprogramme, da sie weniger Wasser<br />

und Energie verbrauchen als ältere Gerätegenerationen.<br />

In unserem Test erzielen die<br />

Modelle von AEG und Küppersbusch die guten<br />

bis sehr guten Ergebnisse innerhalb von 2,5<br />

Stunden. Die schnellsten Geräte im Test sind<br />

die Geschirrspüler von Haier und Hoover, was<br />

sich allerdings negativ in deren Funktionsperformance<br />

niederschlägt. Im Wasserverbrauch<br />

erweisen sich die Maschinen von AEG und<br />

Koenic als sehr sparsam.<br />

( 2,9 )<br />

befriedigend<br />

Ungründliche Reinigung, mäßige<br />

Verbrauchswerte<br />

Komplette Testergebnisse<br />

aus der HAUS & GARTEN TEST 8/2012<br />

Gerätename<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ kürzeste Programmdauer im<br />

Test<br />

+ gute Trocknungsleistung<br />

– mangelhafte Reinigungsleistung im<br />

Intensivprogramm<br />

– schlechte Selbstreinigung<br />

– hoher Wasserverbrauch<br />

Küppersbusch IGV6509<br />

AEG F78022IM0P<br />

Koenic KDW 64017i-m<br />

Hanseatic WQP12-J7309E<br />

Hoover DDY 65543FAM<br />

Haier DW12-PFE8S<br />

Bewertung<br />

1,8 (gut)<br />

1,9 (gut)<br />

2,0 (gut)<br />

2,3 (gut)<br />

2,7 (befriedigend)<br />

2,9 (befriedigend)<br />

Der Fachhändler | 45


Haushalt | Produkttests<br />

9 Minibacköfen im Vergleichstest<br />

Energiesparender als Einbaugeräte, aber auch weniger leistungsfähig?<br />

Rommelsbacher BG 1550<br />

Unold 68817<br />

De’Longhi Pangourmet EOP 2046<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTSIEGER<br />

( 1,9 )<br />

gut<br />

Beste Handhabung und<br />

überzeugendes Backergebnis<br />

SIEGER PREIS LEISTUNG<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

( 2,1 )<br />

gut<br />

Überzeugendes Funktionsergebnis,<br />

gute Grillflächenabdeckung<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,1 )<br />

gut<br />

Umfangreiches Zubehör und guter<br />

Wärmenachschub<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 130 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Handgriff,<br />

Drehspieß, Krümelfangblech<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gute Ökologiewerte<br />

+ hohe Bedienerfreundlichkeit<br />

+ hochwertige Verarbeitung<br />

+ leichte Reinigung<br />

– geringe Grillflächenabdeckung<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 100 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Handgriff,<br />

Drehspieß, Krümelfangblech<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ große aktive Grillfläche<br />

+ simples Bedienkonzept<br />

+ sehr gute Ökologiewerte<br />

– klemmender Grillrost<br />

– ungleichmäßige Erwärmung<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 299 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Gitterroste, Knetform, Messbecher,<br />

Messlöffel<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ umfangreiches Zubehör<br />

+ geringer Energieverbrauch<br />

+ gleichmäßige Erwärmung<br />

– aktive Grillfläche gering<br />

– kein Krümelfach<br />

Ariete Bon Cuisine 250 974<br />

Gastroback Design Bistro Oven Advanced<br />

Steba KB 23<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,2 )<br />

gut<br />

Leichte Reinigung und<br />

solides Backergebnis<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,3 )<br />

gut<br />

Ausgeklügelte Display-Bedienung,<br />

beste Zubereitungsergebnisse<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,3 )<br />

gut<br />

Gute Ökologiewerte,<br />

gleichmäßig gebackene Pizza<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 162 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Fettpfanne, Krümelfangblech,<br />

Handgriff<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ hohe aktive Grillfläche<br />

+ simple Bedienung<br />

+ sehr gute Ökologiewerte<br />

– Umluftfunktion nicht abschaltbar<br />

– ungleichmäßige Bräunung<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 160 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Krümelfangblech,<br />

Handgriff, Pizzablech<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Display / voreingestellte Programme<br />

+ hohe aktive Grillfläche<br />

+ gleichmäßige Erwärmung<br />

– schlecht lesbare Beschriftung<br />

– störender Aufkleber<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 137 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Handgriff, Drehspieß,<br />

Krümelfangblech<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ hohe aktive Grillfläche<br />

+ leicht verständliche Bedienung<br />

+ gleichmäßige Erwärmung<br />

– kein Krümelblech<br />

– Verarbeitungsschwächen<br />

Steba KB 27 U2<br />

Melissa 651-047<br />

Tristar OV-1418<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,4 )<br />

gut<br />

Knusprige Pizza,<br />

guter Energieverbrauch<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,5 )<br />

befriedigend<br />

Ungleichmäßigkeiten<br />

in der Bräunung<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,7 )<br />

befriedigend<br />

Matschiger Pizzaboden und<br />

erschwerte Reinigung<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 110 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Handgriff, Drehspieß<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ geringer Energieverbrauch<br />

+ gute Wärmeverteilung<br />

+ bedienerfreundlich<br />

– geringe aktive Grillfläche<br />

– erschwerte Reinigung<br />

Testfazit<br />

Zwar haben kompakte Minibacköfen einen<br />

geringeren Wirkungsgrad als ihre großen<br />

Einbaukollegen, arbeiten gerade bei kleinen<br />

Portionen aber dennoch energiesparender.<br />

Die besten Backergebnisse gelingen in der<br />

Laborküche mit dem Gastroback Design<br />

Bistro Oven Advanced. Das Normgebäck<br />

bräunt ebenmäßig und geht gleichmäßig auf,<br />

ohne dabei auszutrocknen. Die Bräunung<br />

der Speisen wird maßgeblich von der aktiven<br />

Grillfl äche beeinfl usst, welche in unserem<br />

Test jedoch bei allen Mustern recht gering<br />

ausfällt. Selbst die erst- und zweitplatzierten<br />

Geräte von Rommelsbacher und De’Longhi<br />

erreichen hier weniger als 75 Prozent Abdeckung.<br />

Bei dem Modell von Ariete bräunt<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 70 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Handgriff, Drehspieß,<br />

Pizzastein<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gute Wärmeverteilung<br />

+ sehr gute Ökologiewerte<br />

– geringe aktive Grillfläche<br />

– Verarbeitungsschwächen<br />

– erschwerte Reinigung<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 134 Euro<br />

Besonderheiten: Backblech,<br />

Grillrost, Handgriff, Drehspieß<br />

der vordere obere Heizstab stärker als der<br />

hintere. Dies zaubert Muster auf die Speisen<br />

und führt zu einer ungleichmäßigen Bräunungsverteilung.<br />

Die beste Pizza im Test wird<br />

mit dem Gerät von Rommelsbacher zubereitet.<br />

Sie gelingt gleichmäßig erwärmt und mit<br />

knusprigem, stabilem Boden. Dies sieht nach<br />

der Zubereitung im Modell von Tristar anders<br />

aus: Hier wird der Boden etwas matschig und<br />

nicht vollständig fest. In der Verarbeitungsbewertung<br />

gibt es die meisten Punktabzüge<br />

für Zubehör mit einer schlechten Passform.<br />

So wird bei Tristar und Ariete ein auf allen<br />

Einschubebenen klemmender Grillrost festgestellt,<br />

der sich nur schwer herausziehen<br />

lässt.<br />

Komplette Testergebnisse<br />

aus der HAUS & GARTEN TEST 8/2012<br />

Gerätename<br />

Rommelsbacher<br />

BG 1550<br />

Unold 68817<br />

De’Longhi Pangourmet<br />

EOP 2046<br />

Ariete Bon Cuisine<br />

250 974<br />

Gastroback Design<br />

Bistro Oven Advanced<br />

Steba KB 23<br />

Steba KB 27 U2<br />

Melissa 651-047<br />

Tristar OV-1418<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gute Wärmeverteilung<br />

+ gute Ökologiewerte<br />

– klemmender Grillrost<br />

– geringe aktive Grillfläche<br />

– vorstehende Kante an der Tür<br />

Bewertung<br />

1,9 (gut)<br />

2,1 (gut)<br />

2,1 (gut)<br />

2,2 (gut)<br />

2,3 (gut)<br />

2,3 (gut)<br />

2,4 (gut)<br />

2,5 (befriedigend)<br />

2,7 (befriedigend)<br />

Bilder: Ariete, De’Longhi, Gastroback, Melissa, Rommelsbacher, Steba, Tristar, Unold<br />

46 | 1.2013


16 Fritteusen im Vergleichstest<br />

Produkttests | Haushalt<br />

Gelingen Pommes in ölsparenden Geräten ebenso knusprig wie in klassischen Fritteusen?<br />

Gastroback Vita-Spin-Fritteuse<br />

De‘Longhi F 26237<br />

Steba DF 282<br />

TESTSIEGER<br />

& ( 1,5 )<br />

8 gut<br />

Haus<br />

Garten<br />

Test 2012<br />

Frittiert besser als die gesamte<br />

Konkurrenz<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

( 1,7 )<br />

gut<br />

Preiswert, schnell<br />

und einfach gut<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 1,9 )<br />

gut<br />

Effiziente Fritteuse mit enormer<br />

Leistung<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 130 Euro<br />

Besonderheiten: Geruchsfilter,<br />

Sichtfenster, Timer,<br />

Tropfschale, Ölschleuderfunktion<br />

(2 Geschwindigkeiten)<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ praktische Ölschleuderfunktion<br />

+ kurze Abtropfzeit<br />

+ präzise Temperatureinstellung<br />

+ leicht zu reinigen<br />

+ kurze Frittierdauer<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 95 Euro<br />

Besonderheiten: Geruchsfilter,<br />

Sichtfenster, Timer,<br />

Kabelstaufach<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ Filter leicht zu wechseln<br />

+ kurze Frittierdauer<br />

+ sehr gutes Frittierergebnis<br />

+ Deckel komplett abnehmbar<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 100 Euro<br />

Besonderheiten:Geruchsfilter,<br />

Sichtfenster, Kaltzone,<br />

Kabelstaufach<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ exzellente Frittierqualität<br />

+ funktionale Bedienelemente<br />

+ kurze Frittierdauer<br />

+ sehr gute Ökologiewerte<br />

– Nachholbedarf in der Bedienanlei<br />

tung<br />

Rommelsbacher FRP 2135/E<br />

Philips HD6158<br />

Caso GF 100<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 1,9 )<br />

gut<br />

Tolle Bedienelemente, kurze<br />

Frittierdauer<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,1 )<br />

gut<br />

Schnell frittiert,<br />

schnell gereinigt<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,1 )<br />

gut<br />

Designstück mit sehr gutem<br />

Frittierergebnis<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 150 Euro<br />

Besonderheiten: Geruchsfilter,<br />

Sichtfenster, Timer,<br />

Tropfschale<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ griffige Bedienelemente<br />

+ praktisches Schutzblech<br />

+ gutes Frittierergebnis<br />

– recht lange Aufheizzeit<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 120 Euro<br />

Besonderheiten: Geruchsfilter,<br />

Sichtfenster, Tropfschale<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ kurze Frittierdauer<br />

+ gutes Frittierergebnis<br />

+ gute Ökologiewerte<br />

– ungünstiges Verhältnis zwischen<br />

Frittüre und Frittiergut<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 120 Euro<br />

Besonderheiten: Geruchsfilter,<br />

Kaltzone, Glaskorpus<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gutes Frittierergebnis<br />

+ sehr gute Ökologiewerte<br />

+ kurze Frittierdauer<br />

– eingestellte Temperatur wird nicht<br />

erreicht<br />

– am Griffstück tritt Dampf aus<br />

Rommelsbacher FRT 2145/E<br />

Philips Airfryer (ölsparend)<br />

Tefal Actifry FZ7000 (ölsparend)<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,2 )<br />

gut<br />

Bietet Frittierspaß für die ganze<br />

Familie<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,4 )<br />

gut<br />

Mit heißer Luft zu knusprigen<br />

Pommes<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 3,8 )<br />

ausreichend<br />

Lieber gleich den Backofen<br />

benutzen<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 170 Euro<br />

Besonderheiten: Geruchsfilter,<br />

Sichtfenster, Tropfschale,<br />

3 Frittierkörbe<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ dreigeteilter Korb<br />

+ gutes Frittierergebnis<br />

+ kurze Frittierdauer<br />

– sehr lange Aufheizzeit<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 200 Euro<br />

Besonderheiten: Timer, Kochbuch,<br />

Garraumtrenner<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ exakte Temperatureinstellung<br />

+ leichte Reinigung<br />

+ informative Bedienanleitung<br />

– Pommes werden recht trocken und<br />

kleben aneinander<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 279 Euro<br />

Besonderheiten: Timer,<br />

Kochbuch, Dosierlöffel, automatische<br />

Rührvorrichtung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ leichte Reinigung<br />

– lange Frittierdauer<br />

– Frittiergut trocknet aus<br />

– Pommes brechen beim Rühren<br />

– Anbrenngefahr in heißer Wanne<br />

Bilder: Caso, De‘Longhi, Gastroback, Philips, Rommelsbacher, Tefal<br />

Testfazit<br />

Da der Öl-Temperatursensor nicht mehr<br />

direkt im Geschehen ist, wird die Temperaturmessung<br />

erschwert. Dies sorgt wie im Falle<br />

der HD6158 von Philips dafür, dass das Öl<br />

nicht auf die eingestellten 180 °C erhitzt wird,<br />

sondern auf 192 °C. Auch bei der De‘Longhi<br />

Roto F 28311 wird das Öl zu heiß, stattliche<br />

198 °C werden statt der eingestellten 180 °C<br />

erreicht. Eher zu kühl als zu heiß geht es in<br />

der GF 100 von Caso zu, schon bei 130 °C<br />

Öl-Temperatur schaltet das Thermostat ab,<br />

somit bei 30 Grad weniger als in diesem Fall<br />

eingestellt. Überzeugende Frittierergebnisse<br />

können positiverweise alle klassischen<br />

Fritteusen erreichen, wenn auch teils unter<br />

Nichterfüllung der mitunter deutlich übertriebenen<br />

Füllmengenangaben. Liegen die<br />

Pommes durch eine Überladung zu eng beisammen,<br />

kleben sie aneinander und werden<br />

ungleichmäßig gebräunt. Dieses Problem trat<br />

unter anderem bei der Moulinex Super Uno,<br />

der Rommelsbacher FRT 2145/E oder auch<br />

der HD6158 von Philips auf. Die Ölschleuder<br />

bei der Vita-Spin-Fritteuse von Gastroback<br />

verkürzt die Abtropfzeit der Pommes drastisch<br />

und schleudert tatsächlich auch mehr<br />

Öl von den Pommes weg als durch ein Abtropfen<br />

möglich ist. Gänzlich ohne Frittierfett<br />

überzeugt das Ergebnis allerdings nicht: Die<br />

Pommes trocknen in Tefals Actifry eher aus,<br />

als dass sie knusprig werden, die Garzeit ist<br />

teils sehr lang.<br />

Komplette Testergebnisse<br />

aus Haus & Garten Test 8/2012<br />

Gerätename<br />

Bewertung<br />

Gastroback Vita-Spin-Fritteuse 1,5 (gut)<br />

De‘Longhi F 26237 1,7 (gut)<br />

Steba DF 282<br />

1,9 (gut)<br />

Rommelsbacher FRP 2135/E 1,9 (gut)<br />

Philips HD6158 2,1 (gut)<br />

Caso GF 100<br />

2,1 (gut)<br />

Rommelsbacher FRT 2145/E 2,2 (gut)<br />

Philips Airfryer 2,4 (gut)<br />

Tefal Actifry FZ7000 3,8 (ausreichend)<br />

Moulinex Super Uno 1,7 (gut)<br />

Tefal Filtra One 2,0 (gut)<br />

Melissa 643-213 2,0 (gut)<br />

Severin FR 2404 2,1 (gut)<br />

Tristar FR-6930 2,4 (gut)<br />

Inventum GF630 2,7 (befriedigend)<br />

De‘Longhi Roto F 28311 3,0 (befriedigend)<br />

Der Fachhändler | 47


Haushalt | Produkttests<br />

15 Mikrowellen im Vergleichstest<br />

Stark im Erwärmen, Nachholbedarf bei Pizza und Kuchen<br />

Bauknecht MW 88 SL (mit Heißluft)<br />

Samsung CE107FT-B (mit Heißluft)<br />

Panasonic NN-CF771S (mit Heißluft)<br />

TESTSIEGER<br />

( 1,9 )<br />

gut<br />

Haus<br />

Garten &<br />

7<br />

Test 2012<br />

Einfaches Bedienkonzept, gleichmäßiges<br />

Grillergebnis<br />

Haus<br />

Garten &<br />

7<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 1,9 )<br />

gut<br />

Übersichtliche Bedienung, bereitet<br />

sogar knusprige Pizza<br />

Haus &<br />

Garten<br />

7<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,0 )<br />

gut<br />

Stark im Auftauen, Grillen und<br />

Pizzabacken<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 339 Euro<br />

Besonderheiten: Kurzanleitung,<br />

Rezeptheft, Crisp-Griff,<br />

Crisp-Platte, Grillrost<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gleichmäßiges Grillergebnis<br />

+ gleichmäßiges Auftauen<br />

+ sehr gute Ökologie<br />

– etwas unregelmäßige Temperaturverteilung<br />

im Garraum<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 529 Euro<br />

Besonderheiten: Grillroste,<br />

Crisp-Platte<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ bestes Grillergebnis<br />

+ krosse Pizza mit saftigem Belag<br />

+ sehr gute Ökologie<br />

– Automatikauftauprogramm etwas zu<br />

kurz, Teile bleiben gefroren<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 529 Euro<br />

Besonderheiten: Kochbuch,<br />

Grillrost, Crisp-Platte<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gutes, schnelles Auftauen<br />

+ gleichmäßiges Grillen<br />

+ überzeugt beim Pizzabacken<br />

– unregelmäßiges Garen von Tiefkühlkost<br />

Caso MCG 30 PRO (mit Heißluft)<br />

Privileg EC930ACN (mit Heißluft)<br />

Samsung GE89MST (ohne Heißluft)<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

Haus &<br />

Garten<br />

7<br />

Test 2012<br />

( 2,0 )<br />

gut<br />

Zuverlässiges Auftauen und gleichmäßig<br />

gebräunter Toast<br />

Haus<br />

Garten &<br />

7<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,1 )<br />

gut<br />

Sehr gute Temperaturverteilung<br />

beim Grillen und Auftauen<br />

Haus<br />

Garten &<br />

7<br />

Test 2012<br />

TESTSIEGER<br />

( 1,8 )<br />

gut<br />

Übersichtliche Bedienfläche, stark<br />

im Grillen und Garen<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 220 Euro<br />

Besonderheiten: Grillrost<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gleichmäßiges Grillergebnis<br />

+ gutes Auftauergebnis<br />

+ sehr gute Ökologie<br />

– Pizza bleibt zu kalt und wird nicht<br />

knusprig<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 180 Euro<br />

Besonderheiten: Grillrost<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gleichmäßiges Auftauen<br />

+ sehr gutes Grillergebnis<br />

+ geringer Energieverbrauch<br />

– ungleichmäßige Erwärmung im<br />

Garraum<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 239 Euro<br />

Besonderheiten: Grillroste,<br />

Crisp-Platte<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gleichmäßiges Garen<br />

+ sehr gutes Grillergebnis<br />

+ übersichtliche Bedienoberfläche<br />

– beim Auftauen bleiben Lebensmittelteile<br />

gefroren<br />

Alaska MW 2923 G (ohne Heißluft)<br />

Caso ECO 20 MG (ohne Heißluft)<br />

Bauknecht MW 85 SL (ohne Heißluft)<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

Haus &<br />

Garten<br />

7<br />

Test 2012<br />

( 1,9 )<br />

gut<br />

Kaum Temperaturabweichung<br />

innerhalb des Garraums<br />

TESTURETEIL<br />

Haus &<br />

Garten<br />

7<br />

Test 2012<br />

( 2,1 )<br />

gut<br />

Gart gleichmäßig, taut zuverlässig<br />

auf<br />

Haus &<br />

Garten<br />

7<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,2 )<br />

gut<br />

Gutes Grillergebnis, Temperatur<br />

etwas ungleichmäßig<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 90 Euro<br />

Besonderheiten: Grillrost<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gleichmäßige Erwärmung<br />

+ sehr gleichmäßiges Grillen<br />

+ geringer Energieverbrauch<br />

– Auftauprogramm erfordert etwas<br />

Geduld<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 135 Euro<br />

Besonderheiten: Grillrost<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gutes Grillergebnis<br />

+ gleichmäßiges Garen<br />

+ zuverlässiges Auftauen<br />

– unregelmäßige Erwärmung im<br />

Garraum<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 250 Euro<br />

Besonderheiten: Kurzanleitung,<br />

Rezeptheft, Crisp-Griff,<br />

Crisp-Platte, Grillrost<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ einfaches Bedienkonzept<br />

+ gutes Auftauergebnis<br />

– unregelmäßige Erwärmung<br />

– gart Tiefkühlkost nicht ganz gleichmäßig<br />

Testfazit<br />

Alle Testkandidaten verfügen über eine Grillfunktion,<br />

sieben sind zusätzlich mit Heißluft<br />

ausgestattet. Bei ihrer Kernaufgabe, dem<br />

Erhitzen von Nahrungsmitteln durch in den<br />

Garraum abgegebene Mikrowellen, ist vor<br />

allem ein gleichmäßiges Ergebnis gewünscht.<br />

Allerdings kann keine der Mikrowellen in<br />

dieser Teildisziplin glänzen. Die geringsten<br />

Temperaturunterschiede werden bei den<br />

beiden Modellen von Samsung, dem Gerät<br />

von Alaska und der Severin MW 7849<br />

gemessen, am größten fallen die Temperaturunterschiede<br />

bei der ECO 20 MG von<br />

Caso aus. Auch in den Auftauprogrammen ist<br />

Gleichmäßigkeit nicht selbstverständlich: Die<br />

Modelle von Severin hinterlassen einen noch<br />

gefrorenen Kern, während die Randbereiche<br />

des Garguts stark erwärmt oder sogar bereits<br />

leicht gegart wurden. Fast durchweg überzeugende<br />

Ergebnisse erhalten die Tester dagegen<br />

bei der Prüfung der aktiven Grillfl äche.<br />

Zu über 90 Prozent Grillfl ächenabdeckung<br />

erreichen beide Samsung-Mikrowellen, die<br />

Candy CMC 30D CS, die Severin MW 7803<br />

sowie die Geräte von Alaska, Privileg und<br />

Caso. Mit einer Kombination aus Mikrowellenund<br />

Heißluftfunktion lässt sich sogar Kuchen<br />

backen, der in dem Modell von Panasonic die<br />

beste Struktur erhält. Hier macht sich allerdings<br />

der fehlende Drehteller der Mikrowelle<br />

bemerkbar: Der zur Rückwand weisende Teil<br />

des Kuchens ist verbrannt.<br />

Komplette Testergebnisse<br />

aus der HAUS & GARTEN TEST 7/2012<br />

Gerätename<br />

Bauknecht MW 88 SL<br />

Samsung CE107FT-B<br />

Panasonic NN-CF771S<br />

MCG 30 PRO Caso<br />

Privileg EC930ACN<br />

Candy CMC 30D CS<br />

Severin MW 7803<br />

De‘Longhi MW 900<br />

Severin MW 7849<br />

Candy CMG 25D CS<br />

OK OMW320-S<br />

Samsung GE89MST<br />

Alaska MW 2923 G<br />

Caso ECO 20 MG<br />

Bauknecht MW 85 SL<br />

Bewertung<br />

1,9 (gut)<br />

1,9 (gut)<br />

2,0 (gut)<br />

2,0 (gut)<br />

2,1 (gut)<br />

2,2 (gut)<br />

2,5 (befriedigend)<br />

2,0 (gut)<br />

2,1 (gut)<br />

2,1 (gut)<br />

2,2 (gut)<br />

1,8 (gut)<br />

1,9 (gut)<br />

2,1 (gut)<br />

2,2 (gut)<br />

Bilder: Alaska, Bauknecht, Caso, Panasonic, Privileg, Samsung, Severin<br />

48 | 1.2013


7 Infrarotstrahler im Vergleichstest<br />

Produkttests | Haushalt<br />

Zielt die heilsame Wärme auch auf größere Entfernung präzise auf verspannte Muskeln?<br />

Philips HP 3621<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 60 Euro<br />

Besonderheiten: Neigungseinstellung,<br />

Tragegriff<br />

Beurer IL 50<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 85 Euro<br />

Besonderheiten: Neigungseinstellung,<br />

Tragegriff, Timer (15 Minuten)<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTSIEGER<br />

( 1,6 )<br />

gut<br />

Sorgt großflächig für<br />

Wärme und Entspannung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ besonders stark auf großen Flächen<br />

+ sehr gut auf naher und mittlerer<br />

Entfernung<br />

+ hochwertige Verarbeitung<br />

– leichte Schwächen beim Reflektor<br />

Haus<br />

Garten &<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 1,7 )<br />

gut<br />

Erzeugt eine<br />

perfekte Wärmfläche<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ homogenes Wärmefeld<br />

+ stark auf großen Flächen<br />

+ kurze Aufwärmzeit<br />

– geräuschvoller Lüfter<br />

– Wärmeleistung auf größere Distanz<br />

gering<br />

Philips HP 3616<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 30 Euro<br />

Besonderheiten: Neigungseinstellung,<br />

Kabelaufwicklung<br />

Bosotherm 4100<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 25 Euro<br />

Besonderheiten: Neigungseinstellung<br />

SIEGER PREIS/LEISTUNG<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

( 1,7 )<br />

gut<br />

Leistungsstark und<br />

einfach zu handhaben<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sowohl für punktuelle als auch für<br />

großflächige Anwendungen geeignet<br />

+ leichtgängiger Betriebsschalter<br />

+ sehr gute Wärmeleistung auf nahe<br />

und mittlere Entfernung<br />

– nicht rutschfest<br />

– geräuschvolle Neigungseinstellung<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,3 )<br />

gut<br />

Viel Wärme und Entspannung<br />

für wenig Geld<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ besonders gute Glühlampe<br />

+ sehr gut geeignet für punktuellen<br />

Einsatz<br />

+ sehr gut auf nahe und mittlere<br />

Entfernung<br />

– schwergängige Bedienelemente<br />

– Verarbeitungsschwächen<br />

Medisana IRH 88258<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 18 Euro<br />

Besonderheiten: Neigungseinstellung<br />

Bosotherm 4000<br />

Technische Daten<br />

Preis (UVP): 15 Euro<br />

Besonderheiten: Neigungseinstellung<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,5 )<br />

befriedigend<br />

Sorgt auf kurze Distanz für<br />

punktuelle Entspannung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ sehr gute Wärmeleistung auf kurzen<br />

Distanzen<br />

+ sehr kurze Aufwärmzeit<br />

– ungleichmäßige Wärmeverteilung<br />

– nicht rutschfest<br />

– kein Betriebsschalter<br />

Haus &<br />

Garten<br />

8<br />

Test 2012<br />

TESTURTEIL<br />

( 2,6 )<br />

befriedigend<br />

Gute Wärmeleistung, aber unterdurchschnittliche<br />

Handhabung<br />

Vor-/Nachteile<br />

+ gut geeignet für Behandlung aus der<br />

Nähe<br />

+ sehr kurze Aufwärmzeit<br />

– schwergängige Bedienelemente<br />

– auf größere Distanz nicht präzise<br />

einzusetzen<br />

– teils hohe Gehäusetemperaturen<br />

Bilder: Beurer, Bosotherm, Medisana, Philips<br />

Testfazit<br />

Generell stellen Infrarotstrahler eine effektive<br />

Methode dar, um verspannten Muskeln<br />

Linderung zu verschaffen oder kalte Glieder<br />

zu erwärmen. Die Aufheizzeiten sind angenehm<br />

kurz, im Test erreichten alle Kandidaten<br />

die volle Wirkung binnen 60 Sekunden, die<br />

leistungsschwächeren Strahler waren hierbei<br />

sogar etwas schneller als die der 150-Watt-Liga.<br />

Dass die Bündelung der Strahlen über eingebaute<br />

Refl ektoren gut funktioniert, zeigen unter<br />

anderem Bosotherm 4100 und Medisana IRL.<br />

Die preiswertesten Testkandidaten, Bosotherm<br />

4000 und Medisana IRH, hingegen schwächeln<br />

leicht, statt eines warmen Feldes im Zentrum<br />

entstehen hier sichelmond- und haufenförmige<br />

Wärmeareale. Vor allem die geldbeutelschonenden<br />

Testkandidaten zeichnen sich durch<br />

eines aus: ihre minimalistische Konstruktionsweise.<br />

Mehr als ein Sockel im Format E27 für die<br />

Glühlampe und ein simples Gehäuse samt Neigungswinkeleinstellung<br />

drumherum wird nicht<br />

geboten. Jenseits der simplen Infrarotstrahler<br />

gibt es aber noch Modelle, die dem Nutzer<br />

etwas mehr bieten als nur eine Glühlampe im<br />

simplen Gehäuse. So ähnelt die Philips HP 3621<br />

einer Infrarotheizung aus dem Baumarkt, sie ist<br />

größer und leistungsstärker, überzeugt aber in<br />

erster Linie durch das entstehende Wärmefeld,<br />

welches gleichmäßig und großzügig dimensioniert<br />

ist. Noch ein klein wenig besser schneidet<br />

bei der Funktion die IL 50 von Beurer mit einem<br />

quasi perfekten Refl ektor ab,<br />

Komplette Testergebnisse<br />

aus der HAUS & GARTEN TEST 8/2012<br />

Gerätename<br />

Philips HP 3621<br />

Beurer IL 50<br />

Philips HP 3616<br />

Medisana IRL 88254<br />

Bosotherm 4100<br />

Medisana IRH 88258<br />

Bosotherm 4000<br />

Bewertung<br />

1,6 (gut)<br />

1,7 (gut)<br />

1,7 (gut)<br />

2,0 (gut)<br />

2,3 (gut)<br />

2,5 (befriedigend)<br />

2,6 (befriedigend)<br />

Der Fachhändler | 49


<strong>Vorschau</strong> 2/2013<br />

Impressum<br />

Verleger:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Oststraße 40–44, 04317 Leipzig<br />

Tel. 0341 / 355 79-100 • Fax 0341 / 355 79-111<br />

Bekanntmachung laut § 8 (Offenlegungspfl icht)<br />

des Sächsischen Gesetzes über die Preise:<br />

Gesellschafter des Auerbach Verlages sind zu je<br />

einem Viertel Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir und Florian Pötzsch.<br />

Herausgeber:<br />

Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />

Chefredaktion (ViSdP):<br />

Uwe Funk (UF)<br />

Chefin vom Dienst (CvD):<br />

Susan Oehler (SO)<br />

CES 2013<br />

Viva Las Vegas! Wir besuchen vom 08. bis zum 11. Januar die Consumer Electronics<br />

Show in der Wüstenmetropole Nevadas und begutachten für Sie die<br />

interessantesten Produkt- und Technologie-Highlights der 3000 Hersteller.<br />

<strong>Vorschau</strong> CEBIT 2013<br />

Auf der CEBIT 2013 werden unter dem<br />

Leitthema „Shareconomy“ neue Ideen zur<br />

gemeinsamen Nutzung von Wissen, Ressourcen<br />

und Erfahrungen diskutiert und die<br />

aktuellsten Produktinnovationen vorgestellt.<br />

Living Kitchen 2013<br />

Vom 14. bis zum 20. Januar öffnet die Living<br />

Kitchen ihre Tore auf dem Kölner Messegelände<br />

und zeigt auf international besetztem<br />

Parkett die aktuellsten Küchentrends der<br />

Weißen Ware. Wir sind dabei.<br />

Tests, Tests, Tests<br />

Staubsaugroboter, Flachbildfernseher,<br />

Frühstückssets: Lesen Sie die neuesten<br />

Testergebnisse aus unseren Laboren und<br />

informieren Sie sich über die Qualität der<br />

überprüften Produkte!<br />

Es erscheinen ebenfalls im Auerbach Verlag<br />

Bilder: CES, CEBIT, Koelnmesse, iRobot<br />

Redaktion:<br />

Mike Bauerfeind (MB), Martin Heller (MaH),<br />

Frances Monsheimer (FM), Ricardo Petzold (RP),<br />

Torsten Pless (TP), Dennis Schirrmacher (DS),<br />

Patrick Schulze (PS), Jan Stoll (JS), Nele Reiber (NR),<br />

Christian Trozinski (CT), Hans-Jakob Völkel<br />

(HJV), Jens Voigt (JV)<br />

Grafikdesign:<br />

Bianca Graf, Therèse Herold, Tobias Heymann,<br />

Stephan Krause, Stefan Kretzschmar,<br />

Katharina Schreckenbach (Leitung), Kim Trank,<br />

Annemarie Votrubec<br />

Produktbetreuung:<br />

Mathias Kübler, Eva Ramezanzadeh,<br />

Verena Rottmann (Leitung)<br />

Anschrift:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion Haus & Garten Test<br />

Oststraße 40–44, 04317 Leipzig<br />

leserbriefe@auerbach-verlag.de<br />

www.av.de<br />

Anzeigen:<br />

Denise Göhler, Linda Hartmann, Simone Läßig,<br />

Franziska Lipus, Benjamin Mächler,<br />

Carsten Philipp (Leitung)<br />

Tel. 0341 / 355 79-120<br />

Fax 0341 / 355 79-111<br />

anzeigen@auerbach-verlag.de<br />

Abonnenten:<br />

Cathleen Lobatz, Romy Winkler<br />

Tel. 0341 / 355 79-140<br />

Fax 0341 / 355 79-111<br />

abo@auerbach-verlag.de<br />

Einzelpreis Deutschland: 6,99 EUR<br />

DIGITAL FERNSEHEN<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

HD+TV<br />

www.hdplustv.de<br />

SATELLIT EMPFANG + TECHNIK<br />

www.satdigital.de<br />

AUDIO TEST<br />

www.audiotest.at<br />

HAUS & GARTEN TEST<br />

www.hausgartentest.de<br />

DIGITAL TESTED<br />

www.digitaltested.de<br />

© 2013 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH,<br />

Leipzig. Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln,<br />

Grafiken, Fotos durch jedes Medium ist nur mit<br />

ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlags<br />

gestattet. Es wird darauf verwiesen, dass alle Angaben<br />

in diesen Publikationen trotz sorgfältiger Bearbeitung<br />

ohne Gewähr erfolgen und eine Haftung des Autors oder<br />

des Verlags für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität nicht<br />

übernommen werden kann. Insbesondere wird keinerlei Haftung<br />

übernommen für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die<br />

durch die direkte oder indirekte Nutzung der angebotenen Inhalte<br />

entstehen. Es ist nicht beabsichtigt, mit diesem Haftungsausschluss<br />

gegen geltendes nationales Recht zu verstoßen, noch die<br />

Haftung für Materialien auszuschließen, für die nach diesem Recht<br />

die Haftung nicht ausgeschlossen werden darf. Schutzrechte auf<br />

Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen Artikeln nicht<br />

zwingend erwähnt. Namentliche oder mit Initialen gekennzeichnete<br />

Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion<br />

wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Datenträger und<br />

Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Die Zustimmung zum<br />

Abdruck wird vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung<br />

von Material, dass dieses frei von Rechten Dritter ist. Mit der Honorierung<br />

von Manuskripten, Fotos und anderem Material erwirbt der<br />

Verlag die Rechte daran. Gerichtsstand ist Leipzig.<br />

50 | 1.2013


Jetzt neu im App Store: Die tägliche Frequenzliste mit a len TV-Sendern und Radiostationen über Satellit.<br />

19,2 Grad Ost – Astra 1<br />

28,2 Grad Ost – Astra 2 A/B/D<br />

23,5 Grad Ost – Astra 3A/B<br />

4,8 Grad Ost – Astra 4<br />

31,5 Grad Ost – Astra 5A<br />

13 Grad Ost – Hotbird<br />

16 Grad Ost – Eutelsat W2<br />

42 Grad Ost – Türksat 2A/3A<br />

39 Grad Ost – Hellassat<br />

9 Grad Ost – Eurobird 9A<br />

5 Grad West – Atlantic Bird 3<br />

30 Grad West – Hispasat 1C/1D/1E<br />

0,8 Grad West – Thor 3, 5<br />

Die neue FreqFinder-App!<br />

Täglich aktualisiert erhalten Sie die Übersicht über alle empfangbaren TV-Sender und<br />

Radiostationen über Satellit. Der Frequenzmonitor listet Sendernamen, Frequenz, Polarisation,<br />

Symbolrate, FEC, Modularitätstyp, Modularitätssystem, Provider, SID, VPID und<br />

APID auf. Sortierung nach Sendernamen und Suchfunktion erleichtern das Auffi nden der<br />

Sender. Die Liste kann nach HDTV, Radio, 3D und SD gefi ltert werden.<br />

Hier QR Code scannen oder über den App Store downloaden. Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad.


Design in Serie.<br />

9 Küchengeräte. Ein Stil.<br />

5 Jahre<br />

Zukauf<br />

Garantie<br />

30 Tage<br />

Geld<br />

Zurück<br />

DIE NEUE GRUNDIG BLACK SENSE LINIE.<br />

EIN STIL FÜR ALLE KÜCHENGERÄTE.<br />

• Ein Design – vom Wasserkocher bis zum Mixer<br />

• Innovation und Qualität made by GRUNDIG<br />

• Edles Schwarz und gebürsteter Edelstahl<br />

• Hochwertige Technologie für höchsten Komfort<br />

Mehr Informationen unter: www.design-in-serie.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!