connect Die neuen Power-Phones (Vorschau)

186061.u4ou5

www.connect.de

8/2012

Deutschland € 4,50

Europas größtes Magazin zur Telekommunikation

Österreich € 5,20

Schweiz sfr. 9,00

Benelux € 5,30

Italien € 6,10

Spanien € 6,10

Finnland € 6,65

Griechenland € 7,00

Slowakei € 6,10

Jetzt muss sich Apple warm anziehen!

Die neuen

Power-

Phones

TEST

SAMSUNG GALAXY S III

SONY XPERIA S, P UND U

NOKIA LUMIA 900

MUSIK-

ULTRA-

BOOKS

18 Modelle mit brandneuem

Prozessor +

Edel-Samsung im Test

Mobilfunk-Shops

im Beratungstest

FAIR

F ODER

FIES?

CLOUDS

Kostenlos streamen:

Überall Zugriff auf die

eigene Musiksammlung

18

Smartphones

mit XL-Display

Endlich Platz für Web & Co!

SPEZIAL

TK-Lösungen für

kleinere Büros und

Selbstständige


Smartphones

endlich für alle leistbar.

• 1.000 Minuten

• 1.000 SMS

• Unbegrenztes Internet *

Im Tarif 3Comfort Plus um nur 15 €/Monat. 24 Monate Mindestvertragsdauer, 20 € Servicepauschale/Jahr, 49 € Aktivierungsentgelt.

*1GB ungedrosselt, danach 64 kbit / Sek. Details: www.drei.at


2012

Deutschland 4,50 €

Awakening“

1

0 8

Editorial

Die Kraft

der Reformen

connect passt seine Testbedingungen der

Marktentwicklung an und präsentiert eine

neue Nummer 1 der Bestenliste


Gut Ding will Weile haben. Und deshalb machten sich

unsere Hardwaretester schon vor Monaten ans Werk, um

das Smartphone-Testverfahren der connect zu überarbeiten. Das

Ziel: Allzeit reproduzierbare Tests am Puls der Zeit, ganz nah am

Anwender und an dessen Gewohnheiten. Deshalb ist connect

noch giftiger bei der Beurteilung von Akkulaufzeiten geworden,

belohnt nur noch Topdisplays mit der Note gut oder besser und

achtet noch genauer darauf, wie sich die Smartphones bedienen

lassen und wie brillant die Bildqualität der Kamera unter verschiedenen

Praxisbedingungen wirklich ist. Daraus resultieren

einige Verschiebungen in der Bestenliste – und damit wird es

für Smartphones insgesamt deutlich schwerer, die Abschlussnote

„Gut“ zu erreichen, die sich nach wie vor gemittelt aus Hunderten

von Praxis- und Labortests in der connect-Datenbank ergibt.

Ein Newcomer hat es dennoch bis ganz nach oben in der Bestenliste

geschafft: Samsungs Galaxy S III – und das sowohl nach

altem wie neuem Testverfahren. Den Test lesen Sie ab Seite 14.

Auf Ihr Feedback zum Heft und zum Testverfahren freuen wir

uns unter redaktion@connect.de.

Sonderheft Tablets

Auch wenn das iPad die Tablet-Welt

dominiert, so haben auch andere

Firmen schöne Töchter respektive

Flachrechner. connect stellt den

Marktführer und seine Mitbewerber

in seinem Sonderheft vor, klärt, wann

ein Smartphone zum Tablet wird und

verrät vom Tarif

über die Hardware

bis hin zum Zubehör

Tipps & Tricks

rund um das

Trendthema.

Ab Mitte Juli

finden Sie das

Heft am Kiosk.

connect Freestyle

Unser Magazin für junge Leute nähert

sich auch 2012 den Themen Smartphone,

Musik, Fotografie, Web und

Community auf die etwas lässigere

Art. In der aktuellen Ausgabe geht’s

unter anderem um

preiswerte Tablets,

die besten Smartphones

für jeden

Anwendungsfall,

um Apps, die im

Urlaub oder auf

dem Mountain-

bike nützlich sind.

Jetzt am Kiosk!

Mehr Lesefutter

Nur

2,90 €

HANDY GAMES PHOTO MUSIC WEB&CO.

SAMSUNG

GALAXY S3

Vergiss

das

iPhone!

Was Facebook

nicht bringt

Xing, StayFriends

und Co. bieten

oft viel mehr

Dein neues

Smartphone

Die Besten für

Internet, Musik

& Chat

Schon

gecheckt!

www.connect.de 3/2012

Deutschland € 2,90

Öste reich € 3,35 / Schweiz sfr. 5,80

Benelux € 3,45

Gewinne

die PS

Vita!

TABLET-

GEHEIMTIPP

iPad-Feeling

für 230 Euro

Total

abgefahren

Cams und Apps

für den Urlaub

Dirk Waasen,

Bereichsleiter Telekommunikation

und Chefredakteur connect

video sorgt für Durchblick

Die nächste Generation der TV-Auflösung

steht vor der Tür: Unsere Kollegen

von video erklären den Standard

UltraHD, verraten, was die Aufkleber

auf den TV-Verpackungen wirklich

bedeuten und

stellen die brandneuen

Blu-ray-

Player von Philips

und Sony vor, die

heiße Technik

schon ab 200 Euro

bieten. Das alles

und noch viel

mehr in Heft 8.

8

T V S AT B L U - R AY H I F I H E I M K I N O H I G H E N D

Die ersten Geräte, der erste Film in 4K

• Beste Tiefenschärfe ganz ohne 3D

OLED

TEST

4x

schärfer

als HDTV

ULTRA HD

DESIGN-TVs

TEST

von 46 bis 60 Zoll

• 3D-TV ohne Brille

• 4K-Blu-ray-Player

• 5.1-Boxen-Sets

• AV-Subwoofer

Samsung gegen lG:

Wer hat die bessere

TV-Technik?

Neuheiten

Öste reich 5,20 € I Schweiz sfr 9, 0 I Slowenien 6,10 € I BeNeLux 5,30 €

Italien 6,10 € I Spanien 6,10 € I Fi nland 6,65 € I Slowakei 6,10 €

Kate Beckinsale

in „Underworld

EXKLUSIV FÜR

VIDEO-LESER

22 Heimkino-

Online-TV-

Rekorder

40

NEUE BLU-RAYS

im BilD-TeST

4 1 9 0 4 7 7 7 0 4 5 0 4

GRATIS!

IKEA-TV

AV-System UPPleVA im Check

edle TV-möbel-Alternativen

von Spectral & Co.

3


Inhalt

Samsung Galaxy S III:

Der große Auftritt

14

Aktuell

Tablets, Smartphones,

MacBook Pro und vieles

mehr ab Seite 6

Mobilfunk

Samsung Galaxy S III ...................................... 14

Top-Display, überragende Ausdauer – das

Galaxy S III trumpft auch im Volltest auf.

Nokia Lumia 900 .................................................. 22

Mix Radio, E-Books: Das Nokia-Flaggschiff

hat mehr in petto als seine tolle Optik.

Windows Phone 8 ............................................... 25

Weltweit kostenlose Navigation, keine Speicherbeschränkung

– das neue Betriebssystem bietet viel.

Vier mal Sony Xperia ....................................... 26

Wie geht’s Sony ohne Ericsson? Die Sony-

Smartphones Xperia S, P, Sola und U im Test.

Mobiles LTE von O2 .......................................... 36

Wer in Dresden oder Nürnberg wohnt, kann bei O2

ab sofort mit dem Daten turbo LTE mobil surfen.

Samsung vs. Motorola ................................... 38

Gehobene Smartphones unter sich: Samsung

Galaxy S Advance und Motorola Motoluxe im Test.

Testreform Smartphones ........................... 42

Smartphones und ihr Gebrauch ändern sich –

unser neuer Smartphone-Test bildet das ab.

Musik in der Cloud ............................................ 46

So können Sie Ihre Lieblingslieder überall hören.

Smartphones mit großem Screen .... 52

Von 4,3 bis 5,3 Zoll – die besten Riesen-Phones.

Wie gut sind Mobilfunk-Shops? .......... 62

Beratung oder Abzocke – connect hat 34 Läden in

München, Frankfurt und Stuttgart getestet.

Die besten

Smartphones

mit Mega-Display

Ausblick:

Das bringen

die neuen

Ultrabooks

132

52

Navi

mit Stau

Umfahrung –

Tomtom top

4

connect 8/2012


Immer mehr Buchkäufer steigen auf digitale

Lektüre um und haben so ihren Lesestoff auf

Smartphone, Tablet oder E-Book-Reader

überall dabei. Den Trend will auch Google

nicht verpassen und bietet nach Apple mit

iBook und Amazon mit Kindle nun auch deutschen

Android- und Apple-Nutzern E-Books

zum Kauf an. Mit der Google-Play-Books-

App, die gratis in Googles Play Store und in

iTunes zum Download bereitsteht, lässt sich

der Dienst bequem nutzen. Die App stellt die

geladenen Bücher übersichtlich dar. Schriftgröße

und Zeilenabstand sind variabel einstellbar.

Zudem werden Lesezeichen übertragen,

sodass man auch auf anderen

mobilen Geräten an der vorgemerkten Stelle

weiterlesen kann. Bei der Auswahl sollte

Google allerdings zulegen, das Angebot an

aktuellen Bestsellern fällt bei Apple und Amazon

üppiger aus. Einschränkung für Apple-

Nutzer: Während Android-User ihre E-Books

direkt über die Play-Books-App kaufen können,

ist der Erwerb für iPhone- und iPad-

Nutzer nur über den Webbrowser möglich.

Im Test

Vier Sony-

Xperia-Smartphones

Nokia

Lumia 900

Was kann das

Topmodell?

22

26

SCHNELLFINDER

SMARTPHONES

HTC Desire C ..........................................72

HTC One S ..............................................54

HTC One X ..............................................57

HTC Sensation XL ..................................58

HTC Titan ................................................58

Huawei Ascend G300 ..............................71

LG Optimus 3D Max ...............................56

LG Optimus 4x HD....................................8

LG Optimus L7 ........................................13

LG Prada Phone 3.0 .................................55

Motorola Motoluxe ..................................40

Motorola Razr ..........................................55

Nokia 808 Pureview .................................13

Nokia Lumia 610 .....................................73

Nokia Lumia 900 ...............................22, 56

Samsung Galaxy Nexus ...........................58

Samsung Galaxy Note .............................60

Samsung Galaxy S III ........................14, 57

Samsung Galaxy S Advance ....................39

Sony Xperia P ..........................................30

Sony Xperia S .................................... 28, 54

Sony Xperia Sola .....................................33

Sony Xperia U .........................................32

ZTE Tania ................................................56

ULTRABOOKS

Acer Aspire S3 .......................................134

Acer Aspire S5 .......................................134

Acer TimelineU M5 ...............................134

Asus Zenbook Prime UX21A + UX31A .135

Dell Inspiron 15z ...................................134

Fujitsu Lifebook U722 ...........................135

Fujitsu Lifebook UH572........................135

HP Envy 6..............................................133

HP Spectre XT.......................................133

Lenovo Ideapad U310............................133

Lenovo Ideapad U410............................133

Samsung Serie 5 Ultra

...........................134

Samsung Serie 9 900X3B

......................130

Sony Vaio T13

.................................. 12, 135

Toshiba Portégé Z930

............................135

DECT-TELEFONE

AVM Fritzfon M2 ..................................142

Telekom Speedphone 100......................142

NAVIGATION

Becker Professional 50 LMU.................139

Garmin nüvi 2585TV.............................137

Tomtom Start 60 Europe Traffic ............139

Tomtom Via 135 Europe Traffic.............138

SCHALTBARE STECKDOSE

Qgate .......................................................13

WLAN-FESTSPEICHER

Kingston Wi-Drive...................................12

Titelfoto: © grandriver – shutterstock.de

Google

benefit

Dienste ❘ Tarife ❘ Tools

sorgt für Lesespaß

Benefit

E-Books von Google ...............................127

Günstige Prepaid-Flats von der Telekom, Vodafone

und O2; kostenlos telefonieren mit Yuilop;

günstig im Ausland surfen; Mobilfunkanbieter

muss vor hohen Kosten warnen

Smartphones ab 160 Euro ........................ 70

Im Test: Nokia Lumia 610, HTC Desire C und

Huawei Ascend G300.

Angriff aus Fernost ........................................... 78

Huawei und ZTE: in großem Stil nach Europa.

Spezial TK-Anlagen

Die richtige Telefonanlage ........................ 84

Das können System-Telefone ................ 92

Telefonieren in der Cloud ........................... 96

Das vernetzte Haus ........................................102

Mobile Computing

Notebook Samsung Serie 9 ...................130

Was kann das edle Samsung-Teil?

Fotos: © Ambrophoto / © Robert Adrian Hillman – shutterstock.com

127

Im Test:

Mobilfunk-

Shops

Die neuen Ultrabooks ..................................132

Die flachen Rechner haben mehr Power denn je.

Navigation & Auto

Vier neue Navigationssysteme .........136

Routenführer von Becker, Garmin und Tomtom.

s

-

!

FAIR

ODER

FIES?

4862

Music-Cloud

So haben Sie

Ihre Musik

immer dabei.

46

home connect

Besser telefonieren .......................................142

HD-Telefone von der Telekom und AVM.

Standards

Bestenliste ............................................. 106

Tarifdurchblick ................................... 120

Impressum/Vorschau ................. 146

5


aktuell

8/12

Von Microsoft

platt gemacht ...

... wird Windows 8 im wahrsten Sinne des Wortes: Mit

zwei Tablets will der Konzern neues Terrain erobern.

Die auf den Namen Surface getauften Flachrechner sind in zwei Versionen verfügbar:

Eines basiert auf Windows RT, einer Variante des kommenden Windows

8, die an die in Smartphones üblichen ARM-Prozessoren angepasst ist und von

Haus aus MS-Office-Apps mitbringt. Das RT-Modell wird mit 10,6-Zoll-HD-Dis-

play 676 Gramm wiegen. Darüber hat Microsoft ein 10,6-Zoll-Full-HD-Tablet

mit Windows 8 Pro auf Intel-Core-i-Prozessor platziert, das es mit 25 Prozent

größerem Akku auf 903 Gramm bringt. Eine Besonderheit beider

Tablets sind die smarten Cover, die gleichzeitig als Tastatur dienen.

Die RT-Version soll zum Marktstart von Windows 8 verfügbar sein,

die Pro-Version etwa drei Monate später. Wo die Preise liegen und ob

die Starttermine auch für Deutschland gelten, ist noch offen.

Drei auf einen Schlag

Sony erweitert seine Xperia-Reihe um drei kompakte und günstige

Smartphones. Das Xperia Miro (219 Euro, rechts) wird über einen

3,5-Zoll-Touchscreen bedient und arbeitet wie alle drei Neuheiten

mit Android 4.0. Noch etwas kleiner und nur 100 Gramm schwer

präsentiert sich das Xperia Tipo (169 Euro, links). Sein Display

misst 3,2 Zoll. Wie beim Miro übernimmt ein 800-MHz-Prozessor

den Antrieb, statt einer 5- gibt’s eine 3,2-Megapixel-Kamera. Die

harte Tour fährt das Sony Xperia Go (279 Euro, vorne) – ein spritzwasser-

und staubgeschütztes Outdoor-Smartphone mit 3,5-Zoll-

Bildschirm, Dual-Core-Prozessor und 5-Megapixel-Kamera. Im

dritten Quartal soll das Trio in den Handel kommen.

6

connect 8/2012


Mit der Serie Sound

BlasterAxx geht Creative

auf Tuchfühlung

mit Phones und Tablets.

Die drei Modelle liefern

aus einem Gehäuse Stereosound

und Freisprechfunktion

für Smartphones, Tablets, PCs

und Macs. Die Stromversorgung

erfolgt per USB-Anschluss

via Rechner, Netzteil oder optionalem

Akku. Den Einstieg stellt das

kompakte SBX 8 für 99 Euro dar, das

per Klinkenkabel angedockt wird. Die

zwei größeren Modelle SBX10 (149 Euro)

und SBX 20 (199 Euro; Foto) haben zudem

ein Bluetooth-Modul intus und lassen

sich bequem per App steuern. Auch

sollen die beiden mit Mikrofon-Array und

Crystal-Voice-Funktion für eine besonders

gute Akustik sorgen.

Kabelloser

Soundturm

Google

serviert Nexus-7-Tablet

Nicht gegen iPad und Galaxy-

Tab positioniert sich Google

mit seinem ersten eigenen Ta-

blet – sondern gegen Amazons

Kindle Fire. Das macht der Preis von

200 Dollar ebenso klar wie der Umstand,

dass man im Play Now Store neben E-Books

auch Magazine anbieten möchte. Vorgestellt

wurde das mit neuem Android 4.1 laufende

7-Zoll-Tablet auf der Google-Entwicklerkonferenz

in San Francisco. Es bietet eine Auf-

lösung von 1200 x 800 Pixeln. Für Tempo

sorgt ein Tegra-3-Vier kern-Prozessor von

Nvidia mit 1 Gigabyte RAM. Gefertigt wird

das Tablet von Asus und soll 340 Gramm

wiegen. Ebenfalls verbaut ist eine Frontkamera

für Videochats. Schon im Juli wird

das Nexus 7 in den USA, Kanada, Australien

und Großbritannien angeboten, zur deutschen

Markteinführung gibt es noch keine

Infos. Das Warten könnte sich jedoch lohnen:

Zumindest steigt die Chance, mit einem

Google-Tablet schneller in den Genuss von

Betriebssystem-Updates zu kommen.

Pixel im Quadrat

Foto: © Alena Ozerova – shutterstock.com

Nach iPhone und iPad bekommt nun auch das Mac-

book Pro von Apple ein sogenanntes Retina-Dis-

play. Das trägt 221 dpi (Punkte pro Zoll), entsprechend 2880 x 1800 Pixel

auf 15,4 Zoll Diagonale, zur Schau. Bei dieser Auflösung müsste ein Mensch

mit guten Augen schon auf 40 Zentimeter an das Display rücken, um Pixel-

strukturen zu sehen, ergonomisch empfehlenswert sind Abstände von 55

bis 60 Zentimetern. Für nicht von Apple stammende Software, die nicht an

das hochauflösende Display angepasst ist, werden jeweils vier Pixel zu

einem zusammengefasst, damit reduziert sich die Auflösung auf Normal-

maß. Bei der Ausstattung gibt sich das zwei Kilo schwere Macbook Pro zum

Teil spartanisch, so sind nur zwei USB-3.0-Anschlüsse vorhanden,

auch auf ein DVD- oder BD-Laufwerk verzichtet Apple. Zu haben

ist das Macbook Pro mit Retina-Display ab 2280 Euro.

7


aktuell

Breitband-Studie

Die Bundesnetzagentur will es wissen:

Auf www.initiative-netzqualität.de lässt

sich die Surfgeschwindigkeit messen.

connect ist als Partner dabei. Die Ergebnisse

der Messung fließen in eine Studie zur Dienstequalität von

Internetzugängen in Deutschland ein. Die Kampagne, die

connect als Partner begleitet, läuft bis zum Jahresende.

Die Messung wird von der zafaco GmbH durchgeführt, mit

der auch connect seinen deutschlandweit einzigartigen

Festnetztest schon seit 2009 durchführt und der einen Überblick

über die Leistungsfähigkeit der Netze der verschiedenen Provider

gibt. Die aus dieser Zusammenarbeit gewonnenen Erfahrungen

sind mit in die Realisierung der Messungen eingeflossen. Der

Unterschied zwischen der dem Anschluss zugeordneten und der

tatsächlichen Datenrate ist auch beim connect-Netztest ein

wichtiger Bestandteil. Die bei der Initiative Netztest für alle Internetnutzer

durchführbare standortunabhängige Messung gibt einen

noch feinmaschigeren Überblick.

Teambuilding

connect sucht die

beliebteste Online-

Community. Wo gibt’s die besten

Tipps, wo die schnellste Hilfe,

wer hat die besten Infos und wo

finden sich die kompetentesten Diskussionspartner

rund um Smartphones,

Tablets, Telekommunikation

und Navigation?

Der connect Community

Award kürt die beliebtesten

Foren, Facebook-Seiten und

Blogs. Im Juli startet die Nominierungsphase,

nennen Sie uns auf

der folgenden Seite ganz einfach

Ihre Favoriten, die zur Wahl stellt werden sollen. www.connect.

ge-

de/community-des-jahres.

LG Optimus 4x HD

Konkurrenz fürs Samsung Galaxy S III:

Das LG Optimus 4x HD mit Quad-Core-Prozessor zeigt

sich in Sachen Hardware als ebenbürtiger High-End-

Bolide. Unser weißes Testgerät ist etwas kantiger geformt

als das S III, aber ebenfalls tadellos verarbeitet –

und ebenfalls komplett aus Kunststoff gefertigt. Dass

der Touchscreen beim LG Optimus 4x HD nur 4,7 statt

4,8 Zoll misst – geschenkt! Auch das LG zeigt brillante

720 x 1280 Pixel, die Farben wirken zwar nicht ganz so

knallig und die Anzeige nicht ganz so kontrastreich, für

sich genommen aber eine Augenweide. Auch bei den

Benchmark-Tests liegt das LG Optimus 4x HD nur einen

Hauch hinter dem S III und weit vor den meisten Konkurrenten.

Im Praxistest reagierte das Smartphone verzögerungsfrei.

Die Ausstattung

ist nahezu lückenlos.

Praxistest

LG Optimus 4X HD

Preis ab 480 Euro

Maße 133 x 69 x 10 Millimeter; 142 Gramm

Pro Quad-Core-Prozessor; großer, brillanter

Touchscreen; 12 GB erweiterbarer

Speicher; schnelles Internet per HSPA+;

mächtige Ausstattung samt NFC,

8-Megapixel-Kamera und HD-Videos

Contra Kunststoffgehäuse wirkt nicht besonders

edel; die Größe macht es etwas

unhandlich

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

„Smartphone ist der Kern“

Dennis van Schie, Global Corporate

Vice President, Sony Mobile

Dennis van Schie, seit Mai die

Nummer zwei bei Sony Mobile

Communications, über das

Zusammenwachsen mit Sony.

Wie entwickelt sich Sony Mobile

in Deutschland?

Im Moment sind wir hier auf

Platz drei, wir gewinnen Marktanteile.

Obwohl wir uns in einer

Übergangsphase befinden, um

Sony Mobile zu werden, funktioniert

die Neuausrichtung auch

dank der Xperia-Serie sehr gut.

Sony Mobile setzt auf Android.

Ist es damit möglich, sich von der

Konkurrenz zu differenzieren?

Ich weiß, dass das Smartphone in

absehbarer Zukunft ein Gebrauchsgegenstand

werden wird,

aber bis dahin wird noch sehr

viel Technologie in die Geräte

wandern. Wir glauben, dass

unsere Chance zum einen in den

Kerntechnologien des Sony-Konzerns

liegen, seien es Displays,

Akkutechnologien oder auch

Kameras oder Spielkonsolen.

Hinzu kommt das Thema

Konvergenz. Sony hat Sony

Ericsson komplett übernommen

und das Smartphone ins Zentrum

der Strategie gestellt, weil genau

das Konvergenz erst zum Leben

erwecken wird. Wir wollen

vermitteln, dass es von einem

Sony-Smartphone nur ein kleiner

Schritt zu einem Bravia-Fernseher,

einem Sony-Tablet oder

zur Playstation ist.

Interview

Wie wollen Sie das erreichen?

Um es konkret zu machen: Die

Bedienung wird in Zukunft über

mehrere Produktkategorien hinweg

die gleiche sein. Das wird

etwas Zeit brauchen, doch immer

mehr Produkte aus der Sony-Familie

werden auf Android basieren.

Und selbst wenn nicht alle

Geräte Android nutzen werden,

müssen wir sicherstellen, dass

grundlegende Anwendungen wie

SMS, Messaging, der Musikoder

Videoplayer gleich aussehen

und sich gleich anfühlen. Es

muss erkennbar sein, wenn man

in die Sony-Welt eintritt. Bis Ende

diesen Jahres werden etwa

Mediaplayer auf Smartphones

und Tablets vereinheitlicht.

Ist Windows Phone eine Option?

Es gibt im Moment bei den

Endkunden keinen Trend hin zu

Windows Phone, das ist kein Geheimnis.

Aber unsere Kunden,

die Netzbetreiber und Service

Provider, sehen ganz klar die

Notwendigkeit, ein Gegengewicht

zu den zwei dominierenden

Plattformen zu schaffen. Auch

das ist kein Geheimnis. Wir werden

mit Nachdruck gebeten, eine

Alternative neben Android und

iOS anzubieten. Wenn der Aufbau

des Unternehmens weiterhin

so solide weitergeht, würde ich

es nicht ausschließen, dass wir

uns langfristig zusätzlich bei

Windows Phone engagieren.

Sind denn die Entscheidungswege

nach Auflösung des Joint

Venture kürzer geworden?

Wenn man ein Unternehmen mit

7000 Mitarbeitern in einen Konzern

mit 180 000 Mitarbeitern

integriert, kommen natürlich ein

paar Hierarchie-Ebenen hinzu.

Was mich positiv überrascht:

Ich bin einmal im Monat in Tokio

und dort stehen wirklich alle Türen

offen. Für Sony ist es sehr

wichtig, dass das Smartphone-

Geschäft erfolgreich ist. Das

Smartphone ist der Kern und der

Schlüssel zum Wiedererstarken

von Sony Consumer Electronics.

8

connect 8/2012


LTE: das Turbo-Internet für unterwegs.

Vodafone. Mehr Freiheit im Netz von morgen.

* LTE-Verfügbarkeitsprüfung für Ihre Wohnadresse im Shop oder unter vodafone.de/turbo-internet.


aktuell

Die Navigation stellt zur

Wahl, ob man zu Fuß, im Auto

oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln

unterwegs ist.

Für eine geruhsame

Nachtruhe oder ungestörte

Unterhaltung findet sich im

Einstellungsmenü ein entsprechender

Schalter.

Apple hat die nächste Version seines Betriebssystems für iPhone

und iPad vorgestellt: Bei iOS 6 wird Facebook tief im System

verankert und der Kartendienst zur Navigation ausgebaut.

6

iOS

Flyover: Die beindruckende

fotorealistische

3-D-Darstellung ist im

Moment nur für wenige

Städte verfügbar. Hier

fliegen wir über Montreal.

Das iPhone

wird zur vollwertigen

Navi.

Das Kartenmaterial

holt

sich das Gerät

unterwegs aus

dem Internet.

b Herbst wird iOS 6 für Endkunden

verfügbar sein – dann

vielleicht auch mit einem neuen iPhone.

200 Neuerungen verspricht Apple,

wir haben uns die wichtigsten mit

einer Beta-Version für Entwickler bereits

angeschaut.

Navigation inklusive

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft

die Kartenanwendung. Apple

beendet die Zusammenarbeit mit

Google und nimmt künftig die Dienste

des Navispezialisten Tomtom in

Anspruch. Entsprechend wurde die

Funktion von Grund auf neu gestaltet

und beherrscht jetzt die sprachgeführte

Navigation. Ähnlich wie mit

Google Maps für An droid wird es

also möglich sein, das iPhone ohne

Zusatzprogramme als vollwertiges

Navigationsgerät fürs Auto oder den

Fußmarsch zu verwenden – eine Onlineverbindung

vorausgesetzt. Dabei

wird man mit einer hübschen 3-D-

Ansicht durch die Straßen gelotst,

aktuelle Verkehrsmeldungen sollen

ebenfalls berücksichtigt werden.

Ein weiteres Highlight der Kartenanwendung

ist die dreidimensionale

Ansicht von wichtigen Orten. Mit der

sogenannten Flyover-Funktion wird

die Umgebung fotorea-

listisch auf iPhone und

iPad eingeblendet.

Siri kommt ins Auto

Auch die Sprachsteue-

rung Siri wird auf den

Einsatz im Auto ge-

trimmt. Apple erweitert

Facebook wird mit iOS 6 in

die Plattform integriert, ähnlich

wie das mit Twitter bereits

vollzogen ist.

die Fähigkeiten der digitalen

Sprachassistentin, sie kann etwa aktuelle

Sportereignisse anzeigen und

nicht nur Restaurants in der Nähe

vorschlagen, sondern auch gleich einen

Tisch ordern. Vorausgesetzt, die

Restaurants bieten eine Onlinereservierung

– im ersten Test haben wir in

der Nähe der Redaktion nichts Entsprechendes

gefunden.

Spannender ist die Integration des

iPhones ins Auto. In Kooperation unter

anderem mit BMW, General Motors,

Mercedes, Audi und Toyota wird

eine Funktion namens „Eyes Free“ in

neue Autos eingebaut: Ein Knopf in

der Nähe des Lenkrads erlaubt es, Siri

zu starten, ohne die Hände vom

Steuer zu nehmen. Erste Autos sollen

in den kommenden zwölf Monaten

auf den Markt kommen.

Facebook wird tief integriert

Facebook wird genauso in iOS 6 verankert

wie Twitter in der Vorgängerversion

iOS 5. Man kann Links und

Fotos direkt im Browser oder der Fotogalerie

teilen, ohne die Facebook-

App starten zu müssen. Über eine

neue Schnittstelle (API) können Entwickler

Facebook ebenfalls unkompliziert

in ihre Apps integrieren.

Nicht stören!

Um nicht ständig vom iPhone oder

iPad abgelenkt zu werden, bringt

Apple die „Nicht stören“-Funktion.

In diesem zeitgesteuerten Schlafmodus

können zwar noch Nachrichten

empfangen werden, aber dabei

bleibt das Gerät stumm und das Display

ausgeschaltet.

Weitere Neuheiten

Facetime-Telefonate werden künftig

auch über das Mobilfunknetz möglich

sein; bisher funktionieren sie

nur per WLAN. Der Safari-Browser

zeigt im Querformat alle Inhalte im

Vollbildformat an und beim Ablehnen

von Anrufen kann man mit

einem Fingerwisch eine SMS mit

vordefiniertem Text an den Anrufer

schicken.

Foto: © Edyta Pawlowska – shutterstock.com

10

connect 8/2012


www.md.de

GEMEINSAM

GEHT

MEHR.

10%

Tarifrabatt*

Das mobilcom-debitel Prinzip:

Mit der Kraft von 14 Millionen Kunden

holen wir mehr für Sie raus.

*

Alle Infos unter www.md.de

Gemeinsam geht mehr.


aktuell

Smarte Sache

Praxistest

Vodafone Smart II

Preis 99 Euro mit Callya Smartphone Fun

Maße 109 x 58 x 14 Millimeter; 122 g

Pro solide Smartphone-Ausstattung;

3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus;

HSDPA, WLAN, Bluetooth und UKW-

Radio; erweiterbarer Speicher

Contra reagiert teils sehr langsam; Start der

Kamera dauert drei Sekunden; 3,2 Zoll

kleiner, grob auflösender Touchscreen

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

Android für kleine Taschen und kleine Geldbeutel:

Das Smart II, das Vodafone für 99 Euro mit Prepaid-Tarif verkauft, ist tadellos

verarbeitet. Selbst die typischen Schwachstellen wie Akkudeckel

oder Displayabdeckung machen eine robusten Eindruck. Aufgrund des

kompakten, wenn auch dicken Gehäuses ist das Gerät angenehm zu halten

und lässt sich problemlos

mit einer Hand steuern. Für

eine elegante Bedienung ist

das Display etwas zu klein, der

Prozessor etwas zu schwach,

und doch bekommt man viel

Smartphone fürs Geld. Das

Smart II arbeitet mit Android

2.3.7, bringt sämtliche Googledienste

mit und hat mit WLAN,

HSDPA, GPS und Bluetooth alles

an Bord, was für eine ver-

nünftige Smartphone-

Nutzung nötig ist.

WLAN-Festspeicher

Das Wi-Drive von Kingston ist ein SSD-Speicher, auf den man mit drei Geräten

gleichzeitig zugreifen kann. Dazu verbindet man sich per Smartphone oder

Tablet mit dem vom Wi-Drive aufgespannten WLAN. Über eine Bridge-Funktion

lässt sich das Wi-Drive zudem mit einem vorhandenen WLAN verbandeln, um

ins Web zu gelangen. Das funktionierte im Test, allerdings nicht auf Anhieb.

Ansonsten kann man via iOS- oder Android-App auf die Daten der Platte zugreifen

und sie sogar auf den lokalen Speicher kopieren. Sämtliche Daten lassen

sich nach Ordnern sortieren oder in die Kategorien Foto, Video und Musik

unterteilen; letztere leider nicht nach ID-Tags sortiert. Der Akku hält laut Hersteller

etwa vier Stunden, optimal für den mobilen Einsatz wäre die bei Handys

mittlerweile als Standard gesetzte Microstatt

der Mini-USB-Buchse gewesen.

Praxistest

Kingston Wi-Drive

Preis 115 Euro (64 GB)

Maße 62 x 121 x 10 Millimeter; 84 g

Pro einfache Verbindung mit dem Wi-Drive

per WLAN; bis zu drei Geräte gleichzeitig;

kopieren von Daten von SSD auf

Device und umgekehrt möglich; Passwort

für Zugang setzbar

Contra Bridge-Funktion funktionierte nicht auf

Anhieb; keine Tag-Sortierung bei Musik

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

Router auf Reisen

Mit dem DIR-505 bringt D-Link für

70 Euro einen Pocket-Router auf den

Markt. An einer Steckdose angebracht,

fungiert er wahlweise als Router, Access

Point oder Repeater mit WLAN-

Bridge-Funktion. Dazu besitzt er neben

WLAN b/g/n auch einen LAN-Anschluss.

Klinkt er sich in öffentliche

Hotspots ein, schützt seine Firewall

die eingebundenen Gerätschaften.

Über seinen USB-Anschluss stellt er

eine Ladefunktion wie auch Inhalte

auf angeschlossenen Speichermedien

bereit, mit der Share-Port-App auch

für Android- oder iOS-Smartphones

und Tablets.

Handy-

Nachschub

Samsung und Nokia bringen

noch echte Handys.

Das Samsung C3780 (rechts hinten)

für 139 Euro wird klassisch per Tastatur

bedient, bietet eine 3-Megapixel-

Kamera, erweiterbaren Speicher und

verzichtet auf UMTS. Die beiden Ashas

von Nokia versprühen einen Hauch von

Smartphone, werden über einen 3-Zoll-

Touchscreen gesteuert und beherrschen

WLAN. Im Vergleich zum einfacher

ausgestatteten Asha 306 (80 Euro,

links hinten) bietet das 311 (110 Euro)

UMTS und eine 3,2- statt einer 2-Megapixel-Kamera.

Das C3780 ist verfügbar,

die Ashas sind für Q3 angekündigt.

Erster Zweiter

Mit dem Vaio T13 schafft es Sony als Erster, uns ein

Ultrabook der zweiten Generation zur Verfügung

zu stellen. Das 1,5 Kilo leichte Vaio T13 gefällt mit einem schlanken,

sauber verarbeiteten Alugehäuse. In der Grafikleistung kann es sich deutlich

von Ultrabooks der ersten Generation mit Intel-Grafik absetzen (siehe

Seite 132): Ein Plus von etwa 60 Prozent ist deutlich spürbar, reicht aber

nicht, um dedizierten Grafikchips Paroli zu bieten. Bei der Systemleistung

sind die Unterschiede deutlich geringer, wobei unser Testgerät durch star-

ke Lüfteraktivität thermische Begrenzung nicht ganz ausschließen lässt.

Grenzenlos scheint die Ausdauer: Im Praxistest lief das T13 über sieben

Stunden. Das ist ein sehr guter Wert, der aber erst noch im Volltest durch

einen standardisierten Benchmark verifiziert werden muss. Bemerkens-

wert: Als Festspeicher ist eine mechanisch praktisch unzerstörbare und

dabei schnelle 128-GB-SSD eingebaut.

Dafür ist das Vaio T13 mit

knapp 900 Euro recht günstig.

Praxistest

Sony Vaio T13 (11W1ES)

Preis 899 Euro

Maße 323 x 226 x 18 Millimeter; 1,5 kg

Pro Intel-Core-i5-Prozessor der dritten

Generation; effektive HD-4000-Grafik;

SSD-Festspeicher; leichte 1,5 Kilo;

hochwertiges Magnesium-Chassis;

HDMI- und VGA-Anschluss

Contra teilweise etwas lautes Lüftergeräusch,

Touchpad ohne abgesetzte Tasten;

mit 128 Gigabyte knapper Festspeicher

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

Fotos: © Diego Cervo (1) / Yuri Arcurs (1) – shutterstock.com

12

connect 8/2012


Praxistest

Qgate

Preis

Internet

Pro

Contra

250 Euro

www.qgate.com

Temperatursensor; Mikrofon für

Akus tiksensorik; Helligkeitssensor;

Stromverbrauchsmessung; zahlreiche

Apps, die auf Sensorinfos zugreifen;

sendet Infos per SMS, Mail, Twitter oder

Facebook

relativ teuer; Nutzbarkeit abhängig von

der Mobilfunknetzqualität am Standort

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

Shooting Star

Nokias 808 Pureview ist ein echter Kamera-

Bolide. Xenon-Blitz, Carl-Zeiss-Optik und ein riesiger 41-Megapixel-Sensor

– schon die Eckdaten machen Eindruck. Am Anfang

reizt es natürlich, mit voller 41-Megapixel-Auflösung zu fotografieren,

doch gedacht ist die Nutzung

der Kamera mit einer Standard-Auflösung

von 5 oder 8 Megapixeln.

Dann ermöglicht der große Sensor

digitales Zoomen ohne Qualitätsverlust.

Wird nicht gezoomt, kann das

Pureview aufgrund der vielen Bildinformationen

das typische Bildrauschen

sichtbar verringern – die

Bildqualität ist beeindruckend. Wer in

den Genuss der derzeit wohl besten

Smartphone-Kamera kommen will,

muss sich allerdings mit Symbian

anfreunden.

Die intelligente

Steckdose

Der Qgate ist mehr als eine schaltbare

Steckdose: Sensoren sorgen für Zusatzfunktionen.

Kommuniziert wird mit dem Qgate dank

integrierter SIM-Karte per Mobilfunk. Die europaweit gültige

Datenverbindung sorgt auch für den stolzen Preis von

250 Euro, inklusive 36-monatiger Flatrate. Weitere Tarife

sind in Vorbereitung. Nach Installation und Anmeldung am

Qgate-Server ließen sich diverse Apps nutzen. Der Zugang

ist browserbasiert, funktioniert also auch von unterwegs

per Smartphone. Von einfachen Apps wie Qswitch,

die nur ein- und ausschalten, bis zu Apps, die den Temperatur-,

Helligkeits- und Akkustiksensor miteinbeziehen,

ist vieles möglich, zum Beispiel die Überwachung der

Ferienwohnung. Für reine Spaßanwendungen ist der

Qgate zu teuer, aber für manches Problem eine Lösung.

Hingucker

LG startet mit dem Optimus L7 seine Designserie. Neben

dem schicken Gehäuse sticht vor allem das knackig scharfe Display ins Auge. Die

4,3 Zoll große Anzeige löst mit 480 x 800 Pixeln auf und bietet mit 346 cd/m 2 einen

guten Helligkeitswert. Einen guten Eindruck hinterlässt neben dem Display auch

die LG-eigene Benutzeroberfläche Optimus

UI 3.0. Sie ist einfach zu bedienen

und erfreut mit hübsch animierten Übergängen

beim Wechsel der Ebenen. Nicht

ganz so optimal zeigte sich das L7 beim

Thema Geschwindigkeit, denn hier und

da genehmigte sich das Android-4.0-

Modell trotz 1-GHz-Prozessor eine Gedenksekunde,

vor allem beim Starten von

Apps. Angesichts des günstigen Preises

von 299 Euro kann man das dem L7 aber

nicht wirklich vorwerfen. Der Labortest

folgt in der nächsten Ausgabe.

Praxistest

Nokia 808 Pureview

Preis 629 Euro

Maße 1247 x 60 x 18 Millimeter; 173 g

Pro mächtige Kameraausstattung mit

Xenon-Blitz, Autofokus und Carl-Zeiss-

Linse; gute Smartphone-Ausstattung

samt NFC, HDMI-Anschluss und erweiterbarem

Speicher

Contra recht schweres und rund um die

Kamera dickes Gehäuse; Symbian als

Betriebssystem ist ein Auslaufmodell

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

Praxistest

LG Optimus L7

Preis 299 Euro; verfügbar

Maße 126 x 67 x 9 Millimeter; 125 g

Pro attraktive Optik; günstiger Preis;

einfache Bedienung; tolle Benutzeroberfläche;

Android 4.0; scharfes

4,3-Zoll-Display; 2,5 GB freier interner

Speicher; Wechselspeicherslot

Contra etwas träge Reaktionen beim Bedienen;

Sensortasten reagieren nicht immer

optimal

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

SUPERGÜNSTIG

MOBIL

SURFEN

6 MONATE

0,

–*


www.1und1.de

02602/9696

sonst ab

9,99 €/Monat*

1&1 NOTEBOOK-FLAT:

Internet-Flatrate

per HSDPA/UMTS

Mit bis zu

14.400 kBit/s

Beste D-Netz-

Qualität

*1&1 Notebook-Flat ab dem 4. Monat6Monate für 0,– €, sonst 9,99 €/Monat.

Ab einem Datenvolumen von1GB steht eine Bandbreite von max. 64kBit/s zur

Verfügung. 29,90 € Bereitstellungsgebühr. 24 Monate Mindestvertragslaufzeit.


Mobilfunk

E

inen Mordshype um ein Telefon können

auch andere Firmen als Apple lostreten,

wie Samsung eindrucksvoll bewiesen hat. Kein

Modell wurde in den vergangenen Wochen so

heiß diskutiert und so sehnlich erwartet wie das

Galaxy S III. Jetzt ist die Stunde der Wahrheit

gekommen: Nach dem Praxistest im letzten Heft

muss sich der 699 Euro teure Super-Androide

nun dem connect-Labortest stellen. Und das unter

verschärften Bedingungen: Um der rasanten

Entwicklung im Smartphone-Markt Rechnung

zu tragen, haben wir unser Testverfahren überarbeitet

und deutlich härter gefasst (s. Seite 42).

Smarter Auftritt von Kopf bis Fuß

Rein äußerlich ist jedenfalls schon mal ein Fortschritt

auszumachen: Kam das Vorgängermodell

Galaxy S II noch im tristen schwarzen Plastikgehäuse

daher, setzt das S III mit seinem gigantischen

4,8-Zoll-AMOLED-Display modische

Akzente. Das Topmodell ist in Weiß oder elegantem

Dunkelblau zu haben, wobei sich das

Polycarbonat-Gehäuse im Test als weitgehend

resistent gegen Kratzer erwies und mit den Varianten

von Nokia und HTC eindeutig zu den

besten Vertretern der Kunststoffzunft gehört.

Der Werkstoff ermöglicht auch das angesichts

der üppigen Dimensionen niedrige Gesamtgewicht

von 133 Gramm. Zum Vergleich: Ein

iPhone 4S wiegt trotz kleinerem Akku und deutlich

kleinerem Display sieben Gramm mehr.

Wobei auch gesagt werden muss: An die Haptik

und Wertigkeit des Apple-Phones reicht das

Samsung bei Weitem nicht heran. Gottlob ist der

unschöne Buckel, der noch die Rückseite des

S II verunstaltete, verschwunden – und auch

Mit dem Galaxy S III hat Samsung die Mobilfunkwelt

auf den Kopf gestellt: Das Smartphone

ist derart präsent, dass einem das iPhone fast

Den Dreh raus

schon wie ein alter Hut vorkommt. Doch kann

es die hohen Erwartungen erfüllen?

14

connect 8/2012


Gadgets

sonst gibt’s an der Verarbeitung nichts zu mäkeln:

Spaltmaße sind kaum zu erkennen, das

Gehäuse knarzt an keiner Stelle. Dank der runden

Formen ist das Galaxy S III auch überraschend

griffig, für die Bedienung muss man

aber in der Regel beide Hände bemühen.

Viel Tempo, aber knapper Speicher

In die Vollen geht Samsung dann beim Thema

Leistung. Der hauseigene Quad-Core-Prozessor

Exynos 4412 mit bis zu 1400 MHz sorgte im

Test für perfektes Multitasking und traumhafte

Werte bei den Tempo-Benchmarks Quadrant

und Vellamo. Die vier Kerne können einzeln

angesteuert und je nach Anwendung auf 200

MHz heruntergetaktet werden, um kostbare Akkuenergie

zu sparen. Auch beim Browser-

Benchmark Browsermark setzt das Galaxy S III

Docking Station

40 Euro kostet die Halteschale

EDD-D200BE. Die bietet neben

einem Micro-USB-Anschluss einen

3,5-mm-Klinkenausgang für einen

Lautsprecher. Ob dieser Ausgang

oder der interne Lautsprecher des

S III genutzt werden soll, lässt

sich im Menü einstellen.

Flip Cover

Wer sein kostbares Galaxy S III

schützen will, kann dem Top-Smartphone

ein praktisches Flipcover für

22,50 Euro gönnen. Die Displayabdeckung

trägt außen Kunstleder und

innen Velour und wird einfach anstelle

des Original-Akkudeckels angebracht.

Die Abdeckung ist in beiden Gehäusefarben

lieferbar.

Allshare Cast Hub

Die kleine Blackbox EAD-T10 (Preis

noch offen) dient als drahtlose Schnittstelle

zu HDMI-kompatiblen Geräten wie

Flatscreens. So lassen sich Fotos, Videos

und Filme, die auf dem Galaxy S III gespeichert

sind, auf dem TV ansehen.

Sounddock

Zwei Breitbandlautsprecher sollen beim Soundsystem

DA-E550 (180 Euro) für guten Klang sorgen. Als Besonderheit

bringt das System neben dem Micro-USBauch

einen Dock-Anschluss für Apples iOS-Produkte

mit, auf der Rückseite findet sich zudem ein Klinkenanschluss.

Das Dock lässt sich einschieben.

15


Mobilfunk

einen

neuen

Standard. Dagegen

gibt es

sich in Sachen

Speicher eher

knickrig: Bei

unseren 16

Gigabyte fassenden

Exemplaren

waren

nur rund 11

GB frei nutzbar.

Die angekündigten

32-

und

64-GB-

Varianten sind

bis auf Weiteres

nicht erhältlich

– hier

klafft eine Lücke

zum iPhone

4S. Als

Trumpf kann

das

Samsung

aber

seinen

Micro-SD-Slot

ins Feld führen,

der unter der Akkuhaube

sitzt und

auch den Umgang mit 64-GB-Karten

beherrschen soll. Zudem ist

ein Client für den Onlinespeicher

Dropbox vorinstalliert, über den

Samsung dem Nutzer zusätzliche

50 GB für zwei Jahre zum Nulltarif

spendiert. Ansonsten hat das Galaxy

S III bis auf LTE alle aktuellen

Topfunktionen wie NFC, Wi-Fi

Direct und HSDPA mit bis zu 21

Mbit/s an Bord. Beim Datenverkehr

legt die Koreaflunder also je

nach Netzausbau ein schnelles bis

rasantes Tempo an den Tag.

Nicht alle Neuheiten überzeugen

Doch potente Hardware hat auch

die Konkurrenz zur Genüge im Angebot,

und so setzt Samsung den

Fokus auf clevere Bedienhilfen

und praktische Funktionen. Allerdings

nicht immer mit Erfolg. Als

Schwachstelle entpuppte sich ausgerechnet

die Sprachsteuerung

S Voice (siehe Seite 18). Auch die

Gesichtserkennung namens Buddy

Photo Share, die einen Abgleich

von Gesichtern auf Fotos mit den

eigenen Kontakten durchführen

und diese dann anzeigen soll,

konnte im Test nicht wirklich überzeugen.

Doch es gibt auch Positives

von der Innovationsfront zu

berichten: So funktioniert Direct

Call tadellos – schreibt man eine

SMS oder E-Mail und merkt, dass

Fotos: © mmarcol – shutterstock.de / © like.eis.in.the.sunshine (2) – Photocase / Peter Fenyvesi (1)

Das Display

Der Touchscreen des Galaxy S III gehört zu den besten

Anzeigen am Markt. Kleine Kritikpunkte gibt es dennoch.

Das S III ist mit einem 4,8 Zoll großen, selbstleuchtenden

AMOLED-Display mit PenTile-Matrix ausgestattet

und besitzt damit nach dem Galaxy Note mit 5,3 Zoll

die zweitgrößte Anzeige im Smartphone-Portfolio der

Koreaner. Der Touchscreen bietet mit 720 x 1280 Bild-

punkten HD-Auflösung und eine üppige Pixeldichte von

306 dpi. Geschützt wird die Anzeige durch eine

Schicht kratzfestes Gorilla-Glas des Herstellers

Corning. Doch Vorsicht, sturzfest ist dieser

Schutz leider nicht.

Die kontrast- sowie farbstarke Anzeige spielt

ihre OLED-Vorteile vor allem beim Betrachten

von Fotos oder Videos aus. Dazu gesellt sich

eine hervorragende Bewegungsdarstellung,

wie sie etwa bei Rennspielen oder Actionfilmen

wichtig ist. So gibt es in der connect-Redaktion

auch keine zwei Meinungen – das Display des

Samsung Galaxy S III gehört zum Besten, was

der Markt aktuell hergibt.

Fast perfekt

Diesen hervorragenden subjektiven

Eindruck unterstreichen größtenteils

auch die Messwerte aus dem Labor.

Als Schwachpunkt entpuppte sich,

Chromaticity Graph

No

1

2

3

4

5

Scheme

DC

DC

DC

DC

MPX

1

1

1

1

Bias

1.00

1.00

1.00

1.00

man sein Anliegen doch lieber

telefonisch übermitteln möchte,

hält man einfach das Handy ans

Ohr, schon wird die entsprechende

Nummer gewählt (vorausgesetzt,

man hat vorher den Empfänger der

Mail eingegeben). Auch S Beam,

die Datenübertragung mittels NFC

und Wi-Fi Direct von einem Gerät

Farbraum: Das graue Dreieck zeigt

den großen Farbraum in der Einstellung

„Standard“. Wird dagegen „Video“ oder

„Natürlich“ (schwarz) angewählt, sind die

Farben deutlich zurückhaltender.

S

-

-

-

-

Freq.

100.0

100.0

100.0

100.0

VStart

4.800

4.800

5.000

4.800

VEnd

5.100

5.100

(null)

5.100

VInc D

0.100 U

0.100 U

(null)

0.100 U

Delay

1.00

1.00

5.00

1.00

Temp

20.0

20.0

20.0

20.0

wie bereits erwartet, die maue Helligkeit, die zwangsweise

mit der OLED-Technik einhergeht. Hier erreicht

das Galaxy S III mit 241 cd/m 2 einen eher durchschnittlichen

Wert. Dieses Manko ist vor allem bei direkter

Sonneneinstrahlung störend, da man kaum noch etwas

erkennen kann. Im Videobetrieb findet sich für

diesen Fall eine spezielle

Einstellung unter „Optio-

nen“, die auch tatsächlich

eine kleine Verbes-

serung bietet.

Ansonsten gibt es wenig auszusetzen

an dem Display des Galaxy S III. Der Kont-

rast reicht von 1:2260 bei Dunkelheit (


Daheim-Agent 7390

Im Dienste Ihrer Heimvernetzung

IFA 2012

vom 31. August – 5. September

Besuchen Sie AVM

Halle 17 • Stand 115

NEU

FRITZ!Powerline

Heimnetz an jeder Steckdose

Mit FRITZ!Powerline erweitern Sie Ihr

Heimnetz komfortabel und sicher über

die Stromleitung. Jede Steckdose

im Haus wird dabei im Handumdrehen

zum Netzwerkanschluss:

einstecken, verbinden, fertig!

Mehr unter www.avm.de/

fritzpowerline

FRITZ!Box Fon WLAN 7390 –

der Auftrag: Internet, Telefon, digitale Medien

Willkommen in der Breitband-Zentrale–Ihrem Zuhause!

Die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 ist ein eindrucksvolles Multitalent,

denn sie läuft an jedem Anschluss, verbindet alle Ihre

Endgeräte und bringt Sie mit phänomenaler Geschwindigkeit

ins Internet.

ADSL und VDSL für Top-Performance bis zu 100 MBit/s

Dual-WLANNfür gleichzeitigen 2,4-GHz- und 5-GHz-Einsatz

Integrierte TK-Anlage und DECT-Basisstation

Interner Netzwerkspeicher mit NAS-Funktionalität

Mediaserver für Musik, Bilder und Filme im Netzwerk

Gigabit-Ethernet und zwei USB 2.0-Anschlüsse

Was die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 noch alles kann, erfahren

Sie im guten Fachhandel, überall, wo es Computer gibt und

unter www.avm.de

TESTSIEGER

GUT (1,6)

FRITZ!Box

7390

ImTest:

12 WLAN-Router

Ausgabe

03/2012

03/2011

„Der derzeit beste

WLAN-Router“

12/009

www.avm.de

AVM GmbH · Alt-Moabit 95 · 10559 Berlin · Telefon 030 39976-0·info@avm.de


Mobilfunk

kostenlose App „Light Flow Lite“

kann man sogar definieren, welche

Farbe die LED bei welcher Funktion

annehmen soll. Ebenso praktisch:

Passt ein eingehendes Gespräch

mal nicht in den Kram, kann

man mit einem Wisch aus mehreren

vorgefertigten Antworten eine

SMS auswählen und sie dem Anrufer

zukommen lassen.

Flotte Bedienung

Als Benutzeroberfläche kommt erneut

Touchwiz zum Einsatz, was

beim Galaxy S III einige Individualisierungsmöglichkeiten,

jedoch

kaum eigene Funktionalität bietet.

Etwas ärgerlich ist zudem das Fehlen

des Social Hub, der bislang bei

den Galaxy-Modellen sämtliche

Nachrichten – egal ob SMS, Facebook-Info

oder E-Mail – an zentraler

Stelle bündelte. Ansonsten gelingt

die Bedienung durchweg

problemlos, flott und ohne Ruckler.

Auch der Touchscreen reagiert

sehr fein auf Berührungen, etwa

beim Zwei-Finger-Zoom.

Dass der aktuelle Softwarestand

der Testgeräte jedoch noch mit heißer

Nadel gestrickt wurde, zeigen

nicht nur die Schwachstellen bei

der Sprachsteuerung, sondern auch

die doch häufigen Übersetzungsfehler,

die mit ihrem Kauderwelsch

für einige Lacher im Test sorgten.

Hier wie da dürfte ein Update diese

Probleme aus der Welt schaffen.

Multimedia-Offensive

Keine Probleme gibt es in der Multimedia-Abteilung.

Nicht nur Fotound

Videofans kommen voll auf

ihre Kosten, auch Musikliebhaber

werden verwöhnt. So bringt das

Samsung nicht nur gut klingende

In-Ear-Hörer mit, sondern auch einen

leistungsfähigen Musicplayer.

Neben einem konfigurierbaren

7-Band-Equalizer bietet er fünf

Raumanpassungen, dazu gesellen

sich 14 Klangvoreinstellungen. Da

sich das S III auch bei den Audiomessungen

von seiner besten Seite

zeigte, gehört es musikalisch zur

Elite.

Zudem gibt es gleich drei verschiedene

Hubs für Spiele, Music

und Video. Der Game Hub bietet

eine Auswahl an interessanten

Spielen, die in zwei Kategorien unterteilt

sind. Auch bereits auf dem

Smartphone installierte Games lassen

sich hier direkt starten. Der

Video Hub ist eine Art Videothek,

in der man Filme leihen und kaufen

kann. Hinter dem Music Hub steckt

der Shop von 7digital. Für knapp

Galaxy S III vs. S II

Das Galaxy S II gehört noch lange nicht

zum alten Eisen.

Wer auf die neuen Features und das größere Display

verzichten kann, bekommt mit dem Vorgängermodell ein

top Smartphone zum fairen Preis. Das Galaxy S II bietet

immer noch satte 4,3 Zoll und kommt mit dem letzten

Update sogar in den Genuss von Android 4.0. Aktuell liegt

der Marktpreis bei etwa 365 Euro. Aufgepasst: In der

Modellreihe mit dem Zusatz I9000G hat Samsung einen

anderen Prozessor verbaut als beim connect-Testgerät.

Laut Samsung soll die Leistung aber ebenbürtig sein.

Die Sprachsteuerung

S Voice des Galaxy S III

präsentierte sich im Test

noch etwas unausgereift.

Die Sprachsteuerung

Mit S Voice hat Samsung dem S III eine umfangreiche Sprachsteuerung mit auf

den Weg gegeben, die Apples Siri Paroli bieten soll. Das gelingt Stand heute noch

nicht so recht: Zwar beherrscht S Voice ein üppiges Portfolio an Befehlen, dennoch

konnte der Dienst im connect-Test noch nicht wirklich überzeugen. So geht

S Voice für unseren Geschmack etwas herb zur Sache und erinnert vom Tonfall

her hin und wieder an die Ansagen einer Domina. Auch ist die deutsche Version

unzureichend implementiert und hat nicht nur mit Übersetzungsfehlern, sondern

auch mit Problemen bei der Stimmerkennung zu kämpfen. Mit Umlauten etwa

konnte S Voice im Test einige Male nichts anfangen. „Navigiere nach München“

musste dann als „Navigiere nach Munchen“ gesprochen werden. Wird dagegen

die englische Version genutzt, gelingt die Spracherkennung um einiges besser;

hier kommuniziert das S III wohl mit einem anderen Server. Generell benötigt das

Smartphone für die Spracherkennung grundsätzlich eine Datenverbindung.

S Voice tut sich mit

Deutsch noch etwas

schwer. Dennoch

gefällt der Funktionsumfang

der

Sprachsteuerung.

Hoffen auf das Update

Wirklich schade, denn der Funktionsumfang von S Voice kann sich wahrlich

sehen lassen. Neben Sprachwahl, SMS, Kontaktsuche, Navigation und Wettervorhersagen

gibt es auch die Möglichkeit, Notizen, Aufgaben oder Termine zu

erstellen sowie Musik wiederzugeben, Informationen im Web zu suchen und

einige Funktionen wie WLAN ein- und auszuschalten. Auch Anwendungen kann

S Voice starten. Das Gute bei aller berechtigten Kritik: Die genannten Schwachstellen

lassen sich mit einem Update von Gerät und Server beheben. Bis dahin

gilt jedoch weiterhin Apples Siri als Benchmark.

18

connect 8/2012


Nurjetzt: Die

magischgünstige

4+

Flatrate

Im øShop

0800 33 55 006

www.o2.de

*O2 Blue Select (1 Wahl-Flat): Mtl. Paketpreis 19,99 €. 24 Mon. Mindestvertragslaufzeit. Anschlusspreis 29,99 €. Standardgespräche im dt. O2 Mobilfunknetz und in 1 weiteres dt. Netz Ihrer Wahl (Festnetz, Telekom-, Vodafone- oder E-Plus-

Mobilfunknetz) enthalten. Gespräche in nicht enthaltene Netze 0,29 € pro angebrochener Min. (Sonderrufnummern/Rufumleitungen ausgenommen). Mobiles Internet: Surfen mit max. 7,2 MBit/s bis 300 MB/Abrechnungsmonat, danach 64 KBit/s;

gilt nur für paketvermittelte nationale Datenverbindungen, keine Sprachtelefonie(Voice over IP)-, Videotelefonie(Video over IP)- und Peer-to-Peer-Dienste. Nationale Standard-SMS und 1 Festnetznummer für eingehende Gespräche aus Deutschland

zu Festnetzkonditionen im Umkreis einer ausgewählten Adresse (ca. 2 km) enthalten. SIM-Karte ist in einem Handy ohne SIM-/Net-Lock nutzbar.


Mobilfunk

zehn Euro im Monat kann man hier

auch einen Premiumdienst für Musik

und Radio abonnieren.

Durchmarsch an die Spitze

Doch genug gespielt, jetzt kommt

der Ernst des Lebens. Wie schlägt

sich das S III bei den Labormessungen?

Machen wir’s kurz: her-

vorragend. Vor allem die Kondition

ist beeindruckend. Aus dem Akku,

der mit 2076 mAh Kapazität ziem-

lich genau die Herstellerangabe

von 2100 mAh erreicht, holt der

Bolide das Maximum und erreicht

so die volle Punktzahl bei den Aus-

dauermessungen. Im Detail: Im

typischen Mischbetrieb aus Scrol-

len, Surfen und Telefonieren bleibt

das S III 6:38 Stunden aktiv, Quas-

selstrippen freuen sich über die

üppigen Gesprächszeiten von 20

Stunden im E-Netz und knapp

sieben Stunden im UMTS-Einsatz

– nur der Kollege Samsung Galaxy

Note beweist in diesen Disziplinen

einen noch längeren Atem. Die

Akustik ist ebenfalls top, der Frei-

sprecher wunderbar verständlich.

Lediglich der UMTS-Empfang

könnte noch besser sein – doch das

ist Klagen auf einem sehr hohen

Niveau.

Unterm Strich katapultiert sich

das Galaxy S III mit dieser rundum

überzeugenden Leistung an die

Spitze der connect-Bestenliste –

und das trotz der neuen, strengeren

Testbedingungen. Harte Zeiten für

die Konkurrenz …

FAZIT

Michael Peuckert,

connect-Redakteur

Was für ein Smartphone! Samsung

setzt mit dem Galaxy S III die Messlatte

für kommende Modelle, allen voran für

das nächste iPhone, verdammt hoch.

Dass hier und da noch der Feinschliff

fehlt, etwa bei der Sprachsteuerung

oder der Übersetzung mancher Menüpunkte,

sieht man der neuen Nummer

eins gerne nach. An die üppigen Abmessungen

hat man sich nach kurzer

Zeit gewöhnt: Auch wenn man oft beide

Greifer für die Bedienung braucht

– die Vorzüge des gro ßen, exzellenten

Touchscreens liegen dafür buchstäblich

auf der Hand. Ein großer Pluspunkt

ist auch die überragende Ausdauer –

die ist im mobilen Alltag Gold wert.

Die Kamera

Besonders viel Augen-

merk hat Samsung auf

die Foto- und Videofunk-

tionalität des Galaxy S III

gelegt. Hat sich der Auf-

wand gelohnt?

Wie generell bei der Handhabung des

Galaxy S III haben die koreanischen

Ingenieure auch bei den Foto- und

Videofunktionen einiges an Gehirnschmalz

einfließen lassen. Die solide

Basis für den Bilderspaß liefert die

8-Megapixel-Kamera mit Fotolicht,

die dank ausgefuchster Features zum

Fotokünstler avanciert. So kann die

Kamera über eine einfache Geste –

den Finger bei aktiver Bildschirmsperre

auf das Display legen und vom

Hoch- in das Querformat kippen –

direkt aus dem aktiven Sperrbildschirm

heraus gestartet werden. Mit

der Serienbildfunktion kann der Nutzer

innerhalb von rund drei Sekunden

20 Aufnahmen anfertigen. Als Sonderfunktion

findet sich hier zudem die

Option Best Photo: Ist diese aktiviert,

schießt das Galaxy S III in schneller

Folge acht Fotos eines Motivs und

empfiehlt dann das Exemplar mit der

besten Qualität. Gefällt einem ein anderes

besser, ist das auch kein Problem,

denn die übrigen Fotos bleiben

im Speicher. Auch sonst hat das Galaxy

S III einige Goodies im Kamerabereich

zu bieten. Der Autofokus bietet

eine Voreinstellung zur Gesichtserkennung

und für Makroaufnahmen.

Dazu gesellen sich insgesamt neun

Aufnahme- und 14 Szenenmodi.

Eine ISO-Einstellung und ein Bildstabilisator

dürfen ebenfalls nicht

fehlen. Und da die Vorlieben der Nutzer

unterschiedlich sind, können vier

der fünf Schnellzugriffe individuell

angepasst werden.

Die Kamera schießt gute

Bilder und bringt auch

zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten

mit.

Beeindruckende Qualität

Soweit die Theorie, doch wie sieht es

mit der Bildqualität aus? Schlicht und

einfach sehr gut. Außenaufnahmen

glänzen mit feiner Schärfe und kraftvollen

Farben. Bei Kunstlicht gilt tendenziell

dieselbe Bewertung, allerdings

schleicht sich ein kleiner Rotstich

ein. Überraschend gut fällt die

Bildqualität im Dunkeln aus, das Fotolicht

leuchtet in der Nähe befindliche

Objekte gut aus.

Dem steht die Videofunktion kaum

nach. So nimmt das Galaxy S III Bewegtbilder

in Full-HD mit 1920 x

1080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde

auf. Dabei gefallen nicht nur

Farben und Schärfe, sondern auch die

relativ geringe Bewegungsunschärfe

bei Schwenks. Sehr nett: Während

der Videoaufnahme kann man sogar

Fotos schießen.

Auch der Videoplayer hat ein paar

Überraschungen in petto. So zeigt die

Galerie im Modus „Miniaturansicht“

Der Videoplayer

offeriert einige

Optionen, etwa den

Zugriff auf Filme

im Heimnetzwerk.

Mit dem Bild-in-Bild-

Feature „Pop Up

Play“ bietet das

S III ein Alleinstellungsmerkmal.

20

connect 8/2012


Fotobeispiele

Scannen Sie den

QR-Code mit einer

entsprechenden

App, etwa Barcoo,

dann sehen Sie

Beispielfotos des

Galaxy S III.

kleine Trailer der einzelnen Filme. Läuft

ein Video, kann man über die Optionen-

Taste eine Kapitelvorschau anwählen,

nach Futter auf Multimediafestplatten

suchen oder unter „Einstellungen“ die

Videohelligkeit variieren, den Klang

einstellen, Untertitel auswählen oder

den Farbton anpassen. Das Highlight ist

jedoch ohne Zweifel das Feature „Pop-

Up Play“. Das entsprechende Icon

findet der Nutzer während der Videowiedergabe

im rechten unteren Bildbereich.

Wird dieses aktiviert, erscheint

ein kleines Videofenster, ähnlich der

Bild-in-Bild-Funktion beim heimischen

TV. Dieses Fenster überlagert nun fast

jeden Inhalt. So kann der Nutzer seinen

Film anschauen, während er im Web

surft, einen Termin erstellt oder eine

E-Mail schreibt. Dabei passt sich das

Fenster der Lage des Smartphones an.

Dank der potenten Hardware gelingt

dies dem Galaxy S III einfach perfekt –

weder Ruckler noch Tonaussetzer sind

hier wahrzunehmen.

AUSSTATTUNG

MARKE

Samsung

Modell

Galaxy S III

I9300

SYSTEM

Betriebssystem Android 4.0.4

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)

Samsung Exynos

4412/4/1400

interner Speicher (MB) 11350

Steckplatz für Speicherkarte

MicroSD

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch Í/Å/Å

Akku-Typ/wechselbar

Li-Ionen/Å

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel

hochwertiges In-Ear-

Headset/Å

Größe Speicherkarte

Í

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto

Í/Í

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900

Å/Å/Å/Å

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

Å/Å/Å/Í

HSDPA/HSUPA 21,0/5,76

WLAN-Standard

802.11b/g/n

Bluetooth...

Å

...Headset/Handsfree/A2DP

Å/Å/Å

...Object Push/OBEX/AVRCP

Å/Å/Å

...Phone Book/SIM Access/HID

Å/Í/Å

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion Å/Å/Å

DISPLAY

Typ/Diagonale (Zoll) OLED/4,8

Auflösung (Pixel) 720 x 1280

Anzahl der Farben

16,7 Mio.

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl

Å/Å

Makeln

Å

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm 3/Å/Å

Freisprechen/Stummschalten

Å/Å

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML

Å/Å/Å/Å

SMS/MMS

Å/Å

PIM

Kontaktverwaltung

Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum

Å/Å/Å

Terminverwaltung

Å

Tages-/Wochen-/Monatsansicht

Å/Å/Å

wöchentliche/jährliche Termine

Å/Å

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät

Í

Sync: Outlook/Mac

optional/Å

Notizen: Outlook-Sync

Í

To-do-List

Å

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten

Å/Í

Excel betrachten/bearbeiten

Å/Í

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo Å/Å/Å

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting

Å/Å/Í/Å

Flash/https/Home/Favoriten

Å/Å/Å/Å

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC

Å/Å/Å/Å

Videoplayer/Vollbild-Darstellung

Å/Å

Video-Format: 3GP/MP4/WMV

Å/Å/Å

Kamera integriert

Å

Auflösung (Megapixel) 8

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS

Å/Å

Navi-Software/onboard/offboard

Google Maps

Navigation/Í/Å

Navi-Lizenz/Routenplaner

Vollversion/Å

MESSWERTE

MARKE

Modell

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Das Referenzdiagramm

rechts

zeigt, wie gleichmäßig

stark in

alle Richtungen

ein Handy senden

sollte. Die Diagramme

rechts

daneben zeigen

die real abgestrahlte Leistung. Sie basieren

auf den Messwerten, die in der Angabe effektive

Strahlungsleistung zusammengefasst

sind.

Samsung

Galaxy S III I9300

D-Netz (GSM 900)

E-Netz (GSM 1800)

UMTS-Netz

D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 20,9 20,0 12,7

relativeEmpfindlichkeit -13 -9 -10

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert -0,54/0,342

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören) 13,8/22,3 13,6/21,7

Lautstärkewert (dB) 2,6

Geräuschunterdrückung Senden Straße 1,7

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe -33,9/-38,5 -34,9/-35,8

Verzerrungen (dB) -66,6/-54,1 -67,3/-54,4

Ruherauschen (Dezibel) 4/4 5/4

Frequenzgang (Punkte v. 5)

Echo und Störgeräusche 44,3 44,6

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 16,2 15,9

Übersprechen (dB)

AUSDAUER 14:44 20:00 6:53

Gesprächszeit (Stunden) 6:38

typ. Ausdauer (Stunden)

DISPLAY 241

Helligkeit (cd/m²)

GRÖSSE UND GEWICHT 137 x 71 x 9

Abmessungen (L x B x H in mm) 133

Gewicht (Gramm) 133

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist eine Herstellerangabe.

TESTERGEBNISSE

MARKE

Samsung

Modell

Galaxy S III I9300

Preis (Euro) 1 699

AUSDAUER max. 100 überragend (100)

Ausdauer Gespräch 35 35

Ausdauer Display-Betrieb 65 65

AUSSTATTUNG max. 170 gut (136)

System 15 14

Lieferumfang 10 5

Display 40 34

Connectivity 15 13

Telefonfunktionen 10 10

Messaging 15 12

PIM 15 11

Office 5 3

Web-Browser 15 13

Kamera 15 9

Musik und Video 10 10

Navigation 5 2

HANDHABUNG max. 140 gut (117)

Handlichkeit 50 36

User Interface 65 61

Verarbeitungsqualität 25 20

MESSWERTE max. 90 gut (72)

Akustik-Messungen Senden 15 14

Akustik-Messungen Empfangen 15 14

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 24

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 20

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

URTEIL max. 500

425

sehr gut

21


Mobilfunk

Steckbrief

Nokia Lumia 900

UVP/Straßenpreis: 579/500 Euro

Maße/Gewicht: 128 x 69 x 12 mm/164 g

gut verarbeitetes, hochwertiges

Polycarbonat-Gehäuse

sehr gute Vernetzung von Nachrichten,

Kontakten, sozialen Medien und Apps

25 GB kostenloser Onlinespeicher in

der Skydrive-Cloud von Microsoft

8-MP-Kamera mit guter Fotoqualität

Hardware-Ausstattung (Display und

Prozessor) nicht auf Topniveau

Akku fest verbaut, Ausdauer ist mäßig

nicht erweiterbarer Speicher

kein Update auf Windows Phone 8

Senkrechtstarter

mit Verspätung

High-End-Ausstattung

bietet Nokias Lumia 900

zwar nicht, hat aber trotzdem

viel auf dem Kasten.

D

er Zeitpunkt ist zumindest

unglücklich: Gerade ist Nokias

Hoffnungsträger in Deutschland

gestartet, da kündigt Microsoft

sein neues Betriebssystem Windows

Phone 8 an (WP8, siehe Seite

25). Und das wird auf dem Lumia

900 nicht laufen. Ist das nun ein

K.o.-Kriterium? Wir sagen: nicht

unbedingt. Erstens, weil Nokia bereits

versprochen hat, einige WP8-

Funktionen per Feature-Update

nachzurüsten. Und zweitens, weil

das Lumia 900 mit derart vielen

Anwendungen und Diensten ausgestattet

ist wie kaum ein anderes

Smartphone. Early Adopters und

Geeks wird das vielleicht nicht

ausreichen, wenn Sie aber Wert auf

ein gut abgestimmtes Ökosystem

legen und nicht unbedingt die aktuellste

Technik in Ihrem Smartphone

brauchen, kann das 900 einige

Pluspunkte verbuchen.

Schicke Schale, gutes Display

Das erste Argument ist schon mal

sein Äußeres. Auch wenn Design

letztlich Geschmacksache bleibt,

gehört das Lumia 900 eindeutig in

die Kategorie „optisches Highlight“.

Das Gehäuse ist aus einem

Stück Polycarbonat gefräst und in

den Farben Schwarz, Weiß oder

Blau lackiert. Es gibt keine sichtbar

zusammengesteckten Teile,

keinen knarzenden Akkudeckel

und kaum Spaltmaße. Das einzige

beweg liche Teil ist der Halter für

die Micro-SIM-Karte, der aber

stirnseitig fest verankert ist und

sich nur über das mitgelieferte

Werkzeug entriegeln und ausfahren

lässt. Daneben sind Micro-

USB-Anschluss und 3,5-Mil-limeter-Klinkenbuchse

platziert, ansonsten

ist die Konnektivität etwas

eingeschränkt: kein HDMI, kein

NFC, kein Micro-SD-Slot – der

lokale Speicher von rund 13 Gigabyte

(plus 25 GB Online speicher

auf Microsofts Skydrive) muss

ausreichen.

Dank seiner abgerundeten Kanten

liegt das Gerät angenehm in der

Hand, auch wenn es insgesamt

doch recht groß und vergleichsweise

schwer ausfällt. Es ist nicht klobig,

aber auch nicht besonders

handlich. Auf jeden Fall passt es in

nicht allzu enge Hosentaschen und

lässt sich auch problemlos und

schnell mit einer Hand bedienen.

Der kapazitive 4,3-Zoll-Touchscreen

reagiert zügig und sehr zuverlässig

auf jede Berührung;

Fehleingaben gehörten während

unseres Tests zur Ausnahme. Zwar

ist die Displayauflösung von 480 x

800 Pixel mittlerweile der Mindeststandard,

in der Praxis aber

durchaus ausreichend. Vor allem

weil die OLED-Anzeige mit kräftigen

Farben und starkem Kontrast

vollauf überzeugt und auch von der

Seite noch gut ablesbar bleibt. Und

obwohl im Inneren „nur“ ein Einkernprozessor

mit 1,4 GHz taktet,

gibt es auch an der Arbeitsgeschwindigkeit

des 900er nichts zu

meckern. Ob beim Scrollen durch

die Menüs, Surfen im Web oder

Starten von Apps – alles läuft glatt

und geschmeidig.

22

connect 8/2012


Exklusive Apps

Nokia und sonst niemand: Die Finnen schicken ihr neues Flaggschiff mit einem üppigen

Software-Paket ins Rennen, das Windows-Phone-Modelle anderer Hersteller nicht bieten.

Nokia Mix Radio

Nokia eBooks

Nokia Bus & Bahn

Nokia Navigation

Musikstreaming liegt derzeit im

Trend, mit Mix Radio hat Nokia

seinen eigenen Dienst am Start.

Der Client greift auf über 15 Millionen

Titel zu und sortiert sie

nach Genre oder den persönlichen

Vorlieben. Die Wiedergabe

der automatisch generierten

Playlists ist kostenlos. Um Datenvolumen

zu sparen, lassen

sich diese auch herunterladen

und 30 Tage lang offline hören.

Ob auf dem Weg zur Arbeit, im

Urlaub oder sonst wo: Wer mit

dem 900 Bücher digital lesen

möchte, findet im installierten

Nokia E-Book-Store Belletristik-

Bestseller, Biographien, historische

Romane oder auch Sachbücher

zuhauf – der Download

klappt aber nur mit Nokia-Konto

und Kreditkarte. Die Lektüreauswahl

ist ordentlich, fast alle aktuellen

Bestseller sind am Start.

Wer häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln

unterwegs ist, kann

hier Fahrzeiten und -pläne verschiedener

Linien in Echtzeit

abrufen. Durch Streckenabschnitte,

die Sie zu Fuß zurücklegen

müssen, navigiert Sie

Nokia Maps. In Deutschland

standen für die Echtzeitrouten

zum Testzeitpunkt nur Berlin und

Potsdam zur Verfügung, weitere

Städte sollen bald folgen.

Echter Mehrwert im Vergleich

zur Konkurrenz: Die vollwertige

Turn-by-turn-Navigation bieten

nur Nokia-Modelle – und zwar

kostenlos. Es steht Kartenmaterial

von 95 Ländern zur Verfügung,

die Sie am besten eingebucht

in einem WLAN herunterladen,

um Datenvolumen zu sparen.

Dann können Sie die Navi

auch im Ausland ohne Roaming-

Gebühren nutzen.

Fotos: © Peter Fenyvesi (3)

Kein Update auf WP8

Für das Lumia 900 wird es

aus technischen Gründen

kein Software-Update auf

Windows Phone 8 geben.

Die Meldung hat auch bei

unseren Lesern und Freunden

auf facebook.de/connect.

magazin wenig Anklang gefunden.

Jörg Dettler meint: „Diese

Ankündigung wird sicher nicht

zur Steigerung der Popularität

von Windows Phone beitragen.“

Und Markus Kirsch setzt noch

einen drauf: „Auf diese Weise

schießt sich Nokia selbst aus

dem Markt; Microsoft macht

sich ebensowenig Freunde.

Aber die Altkunden spielen in

diesem Markt anscheinend

sowieso keine Rolle mehr.“

Intelligentes OS, gutes Telefon

Dass es kein Update auf WP8 geben

wird, ist freilich nicht optimal.

Aber auch mit der installierten Version

7.5 kann man Spaß haben.

Windows Phone zeichnet sich vor

allem durch seine Vernetzungskünste

aus. Statusmeldungen und

Tweets aus sozialen Netzwerken

stehen im Adressbuch neben dem

entsprechenden Kontakt, neue Fotos

von Freunden aus Onlineportalen

liegen neben den lokal gespeicherten

Aufnahmen in der Mediengalerie

– die Grenzen zwischen

On- und Offlinewelten schwinden,

beide ergänzen sich vorbildlich.

Selbst aus dem Marketplace heruntergeladene

Apps verknüpft Windows

Phone thematisch miteinander.

So sind beispielsweise alle

Apps rund ums Thema Musik im

Musik- und-Videos-Hub integriert.

Dreh- und Angelpunkt für die

Übertragung von Multimedia-Dateien

zwischen PC und Lumia ist

die Microsoft-Software Zune. Darüber

gelangen übrigens auch Fotos

vom Lumia auf den Rechner.

Das 8-Megapixel-Objektiv stammt

aus dem Hause Carl Zeiss, die

Bildqualität ist in heller Umgebung

sehr gut, im Dunkeln sorgt der erstaunlich

helle Doppel-LED-Blitz

für anständige Aufnahmen.

Was noch? Ach ja, Telefonie!

Die Sprach- und Empfangsqualitäten

sind im Labor positiv aufgefallen,

die Akustik ist klar und das

Handy praktisch immer in Bereitschaft

– wenn denn der Akku nicht

vorher schlappmacht, denn die

Laufzeit ist mager. 4:16 Stunden

im typischen Nutzungsmix sind

hart an der Grenze, Poweruser sollten

das Ladekabel sicherheitshalber

stets griffbereit halten.

Keine Superlative, aber solide

Wir fassen zusammen: Das Lumia

900 ist technisch nicht auf dem

neuesten Stand: Einkernprozessor,

Displayauflösung, nicht erweiterbarer

Speicher, kein NFC, kein

LTE, kein WP8. In der Praxis ist

das aber kein Nachteil: Die Performance

ist flüssig, der Bildschirm

überzeugend, das Ökosystem aus

exklusiven Diensten und Apps

schlüssig. Nicht zu vergessen: Die

oft stiefmütterlich behandelten

Telefonieeigenschaften sind sehr

ordentlich. ATHANASSIOS KALIUDIS

23


Mobilfunk

Begleiter fürs Lumia

Sound-Gigant

Das ohraufliegende und zusammenklappbare

Stereo-Headset

Nokia Purity HD-by Monster sorgt

für dynamischen Klang, wiegt nur

180 Gramm, beherrscht Anrufund

Musiksteuerung und ist in den

Trendfarben Blau, Weiß, Pink und

Schwarz zu haben; etwa auf

Amazon.de für rund 120 Euro.

Energielieferant

Damit auch bei der komfortablen

Navigation mit den kostenlosen

Nokia Karten im Auto der Strom

nicht knapp wird, gibt’s verschiedene

Kfz-Ladekabel. Etwa das

Nokia DC-6 auf jacob-computer.de

für nur sechs Euro.

Festgehalten

Der mit wenigen Handgriffen installierte

Universal-Gerätehalter Nokia

CR-123 macht im Cockpit eine gute

Figur und krallt sich an der Windschutzscheibe

fest. Darin verankert,

lässt sich das Lumia 900 samt

Nokia Navigation perfekt nutzen.

Auf Amazon.de für knapp 23 Euro.

Schicker Stöpsel

Das Bluetooth-Headset

Nokia J ist mit seiner

luxuriösenEdelstahlhülle

ein Design-Statement,

überzeugt aber

auch durch seine inneren

Werte wie die automatische

Echounterdrückung.

Unter anderem

auf Amazon.de für rund

65 Euro zu haben.

AUSSTATTUNG

MARKE

Nokia

Modell Lumia 900

SYSTEM

Betriebssystem Windows Phone 7.5

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)

Qualcomm

MDM920/1/1400

interner Speicher (MB) 13230

Steckplatz für Speicherkarte

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch

Akku-Typ/wechselbar

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel

Größe Speicherkarte

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900

Í

Í/Å/Å

Li-Ionen/Í

Stereo-Headset/Å

Í

Í/Í

Å/Å/Å/Å

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

Å/Å/Å/Í

HSDPA/HSUPA 21,0/5,76

WLAN-Standard

802.11b/g/n

Bluetooth...

...Headset/Handsfree/A2DP

...Object Push/OBEX/AVRCP

...Phone Book/SIM Access/HID

Å

Å/Å/Å

Í/Í/Å

Å/Í/Í

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion

Å/Í/Å

DISPLAY

Typ/Diagonale (Zoll) OLED/4,3

Auflösung (Pixel) 480x800

Anzahl der Farben

16,7 Mio.

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl

Makeln

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm

Freisprechen/Stummschalten

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML

SMS/MMS

PIM

Kontaktverwaltung

Å/Å

Å

2/Å/Å

Å/Å

Å/Å/Å/Å

Å/Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum

Å/Å/Å

Terminverwaltung

Å

Tages-/Wochen-/Monatsansicht

Å/Í/Å

wöchentliche/jährliche Termine

Å/Å

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät

Í

Sync: Outlook/Mac

Í/Í

Notizen: Outlook-Sync

Í

To-do-List

Å

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten

Å/Å

Excelbetrachten/bearbeiten

Å/Å

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo Í/Å/Å

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting

Å/Å/Í/Å

Flash/https/Home/Favoriten

Í/Å/Í/Å

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC

Å/Å/Å/Í

Videoplayer/Vollbild-Darstellung

Å/Å

Video-Format: 3GP/MP4/WMV

Í/Å/Å

Kamera integriert

Å

Auflösung (Megapixel) 8

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS

Å/Å

Navi-Software/onboard/offboard

Nokia Navigation/Å/Å

Navi-Lizenz/Routenplaner

Vollversion/Å

Å

MESSWERTE

MARKE

Nokia

Modell Lumia 900

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Das Referenzdiagramm

rechts

zeigt, wie gleichmäßig

stark in

alle Richtungen

D-Netz (GSM 900)

ein Handy senden

sollte. Die Diagramme

rechts

daneben zeigen die real abgestrahlte

Leistung. Sie basieren auf den Messwerten,

die in der Angabe effektive Strahlungsleistung

zusammengefasst

E-Netz (GSM 1800)

sind.

UMTS-Netz

D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 21,1 22,1 14,8

relativeEmpfindlichkeit -12 -7 -10

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert 0,34/1,330

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 7,6/24,9 7,7/25,1

Geräuschunterdrückung Senden Straße 3,8

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe 2,6

Verzerrungen (dB) -40,3/-45,2 -38,9/-47,3

Ruherauschen (Dezibel) -67,1/-61,8 -67,6/-65,0

Frequenzgang (Punkte v. 5) 4/4 4/4

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 45,5 45,4

Übersprechen (dB) 17,5 17,6

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 9:19 11:50 3:42

typ. Ausdauer (Stunden) 4:16

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 236

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (LxBxHinmm) 128x69x12

Gewicht (Gramm) 164

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist eine Herstellerangabe.

TESTERGEBNISSE

MARKE

Nokia

Modell Lumia 900

Preis (Euro) 1 579

AUSDAUER max. 100 gut (79)

Ausdauer Gespräch 35 29

Ausdauer Display-Betrieb 65 50

AUSSTATTUNG max. 170 befriedigend (113)

System 15 5

Lieferumfang 10 3

Display 40 29

Connectivity 15 10

Telefonfunktionen 10 9

Messaging 15 12

PIM 15 11

Office 5 4

Web-Browser 15 10

Kamera 15 9

Musik und Video 10 8

Navigation 5 3

HANDHABUNG max. 140 gut (108)

Handlichkeit 50 29

User Interface 65 55

Verarbeitungsqualität 25 24

MESSWERTE max. 90 gut (75)

Akustik-Messungen Senden 15 12

Akustik-Messungen Empfangen 15 14

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 26

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 23

URTEIL max. 500

375

gut

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

24

connect 8/2012


Fortschritt

Microsoft hat sein

mobiles Smartphone-

Betriebssystem

erfolgreich weiterentwickelt.

Windows

Phone 8 ist in beinahe

jeder Hinsicht flexibler

als sein Vorgänger.

D

as neue Windows-Zeitalter beginnt

im Herbst 2012. Zeitgleich mit der

Einführung des PC-Betriebssystems Windows

8 kommt auch das Smartphone-OS

Windows Phone 8 auf den Markt. Das sind

die wichtigsten Neuerungen:

Gemeinsamer Systemkern

für PCs und Smartphones

Microsofts Smartphone-OS Windows Phone

arbeitete bisher mit einem speziellen

Betriebssystemkern für mobile Geräte. Ab

der nächsten Windows-8-Generation wird

es so sein, dass beide Betriebssystem-Varianten

einen gemeinsamen Systemkern nutzen,

den sogenannten Shared Windows

Core. Das erleichtert nicht nur die Zusammenarbeit

zwischen mobilen Geräten und

Desktop-PCs, sondern vereinfacht auch die

Arbeit der App-Entwickler.

Bessere Hardware dank

gelockerter Restriktionen

Mit Windows Phone 8 lockert Microsoft

endlich auch die Hardware-Restriktionen

für die Hersteller. Bisher lautete Microsofts

Dogma: Einkernprozessor, kein Speicherkartenslot

und feste Displayauflösung von

480 x 800 Pixeln. Von diesen strikten Vorgaben

durfte kein Handybauer abweichen,

weshalb sich WP-Modelle hardwareseitig

bisher kaum unterscheiden. Bei WP8 ist

die Anzahl der Prozessorkerne nicht beschränkt,

es werden also auch Zwei- oder

Mehrkernprozessoren möglich sein. Außerdem

sind drei Displayauflösungen erlaubt:

neben den 800ern auch 768 x 1280 und 720

x 1280 Pixel. Ganz wichtig: Die unsinnige

Speicherbeschränkung ist ebenfalls Geschichte.

Hersteller können nun also Micro-

SD-Slots verbauen, wie sie lustig sind.

Flexibler Startbildschirm,

Skype und Karten für alle

Was auf den ersten Blick auffällt, ist der

überarbeitete Startbildschirm. Die Live-

Kacheln bestimmen zwar nach wie vor das

Bild, sind jetzt aber flexibler. Sie lassen

sich etwa in drei Stufen vergrößern oder

verkleinern und in bis zu vier Reihen nebeneinander

anordnen. Außerdem wird es

künftig mehr Themes geben; die Farben der

Kacheln können auch bunt gemixt werden.

Ein Quantensprung dürfte der neue Internet

Explorer 10 werden. Er soll vor allem

bei der Java-Script-Verarbeitung zugelegt

haben und erweiterte HTML5-Unterstützung

sowie Anti-Phishing-Filter bieten.

Und jetzt aufgehorcht: Nokia Karten, bisher

exklusiv auf den Lumia-Phones von

Nokia, wird fester Bestandteil von WP8!

Das heißt: Weltweit kostenlose Navigation

für alle WP8-Nutzer. Auch Skype wird tief

ins System integriert; der VoIP-Dienst ist

fest mit der Telefonanwendung verknüpft.

Die bittere Pille kommt zum Schluss: Aktuelle

Windows-Phone-Modelle mit der

OS-Version 7 oder 7.5 bekommen aus technischen

Gründen kein vollwertiges Update

auf WP8. Nokia hat immerhin für seine

Lumia-Phones ein Feature-Update mit einigen

WP8-Funktionen angekündigt. Erste

Modelle mit dem neuen OS sollen im Herbst

2012 erhältlich sein. ATHANASSIOS KALIUDIS

Business-Hub: Firmen

können einen eigenen

Hub gestalten und hier

Apps für Mitarbeiter

und andere Unternehmensinformationen

ablegen.

Digitale Geldbörse: Wallet

verwaltet Kreditkarten,

Tickets, Kundenkarten und

Gutscheine. Dank NFC-Unterstützung

ist WP8 bereit für

bargeldloses Bezahlen.

Skype im System:

Der VoIP-Dienst

ist tief im System

integriert und mit

der Telefon-App

verknüpft.

25


Mobilfunk

Am

Scheideweg

Nach der Trennung von Ericsson

schickt Sony vier Android-Smartphones

unter eigener Flagge ins Rennen.

Ist der Neustart gelungen?

Xperia U S. 32

Xperia P S. 30

Xperia S S. 28

Xperia Sola S. 33

26

connect 8/2012


S

ony und Ericsson haben lange Zeit gemeinsam

sehr erfolgreich Handys gebaut und diese

massenhaft verkauft. Doch als Smartphones immer

populärer wurden, wurde Sony Ericsson immer unpopulärer.

Trotz vielversprechender Ansätze gelang

es dem Unternehmen nicht, in dem neuen Markt

Fuß zu fassen. Die Folge? Mitte Februar 2012

hat Sony das Joint Venture komplett übernommen

und will nun unter eigener Flagge

verlorenen Boden gutmachen. Einfache

Handys sind dabei kein Thema

mehr, von Sony werden wir in Zukunft

nur noch Smartphones

sehen. Die ersten vier

Modelle – Xperia S, P,

U und Sola – sind

bereits auf dem

Markt, vom

High-End-

Entertainer über

den soliden Allrounder

bis zum Einsteigergerät

ist alles dabei.

Und jedes Modell

kommt mit seinem ganz speziellen

Wow-Effekt. Klarer Fall: Sony möchte ein

möglichst breites Publikum bedienen und begeistern.

Die neue Nähe zum Mutterkonzern leistet ihren Beitrag

dazu: Analog zu den Sony-TVs sind die Smartphone-Displays

mit der mobilen Version der hauseigenen

Bravia Engine ausgestattet, die durch softwareseitige

Anpassungen die Wiedergabequalität

merklich verbessert. Und über den auf den Geräten

installierten Sony-Dienst Music Unlimited stehen

dem Nutzer gegen Abogebühr über 15 Millionen

Musiktitel zur Auswahl.

Spaßkiller Stromverbrauch

Sonnige Aussichten also, die nur durch einen Umstand

getrübt werden: In unserem Labor haben wir

bei allen neuen Sony-Modellen einen sehr hohen

Stromverbrauch gemessen. Insbesondere in dem für

mobiles Surfen wichtigen UMTS-Betrieb ist der

Energiehunger der Xperia-Smartphones immens.

Große Bandbreite: Vom High-End-

Entertainer über den soliden Allrounder

bis zum Einsteigergerät ist alles dabei.

Sonys Ingenieure werden also noch einmal in Klausur

gehen müssen, denn die Konkurrenz zeigt, dass

das besser geht. Ansonsten aber versprühen die Newcomer

mit ihrem ausgefallenen Design und ihren

individuellen Features eine Menge Charme.

ATHANASSIOS KALIUDIS

Update angekündigt

Sony bringt seine neuen Modelle mit dem älteren Android 2.3 an den

Start. Das Update auf die aktuelle 4er-Version ist aber versprochen.

Spaßbremse oder nicht? Dass die

neuen Sonys mit der angestaubten

Android-Version 2.3 Gingerbread

ausgeliefert werden, dürfte

vielen potenziellen Käufern nicht

schmecken. Wer möchte schon

ein neues Smartphone mit veraltetem

Betriebssystem kaufen?

Ist aber alles halb so wild, denn

zum einen ist das Update auf 4.0

Ice Cream Sandwich (ICS) für alle

vier bereits versprochen, der Rollout

fürs Xperia S hat bereits begonnen.

Zum anderen hat Sony

ein ordentliches Software-Paket

geschürt, sodass die neuen

Modelle trotz betagter Android-

Version konkurrenzfähig sind und

kaum Wünsche offen lassen. So

ist beispielsweise eine Testversion

des Wisepilot installiert, mit der

man auch ohne die bei der Google

Navigation obligatorische Datenverbindung

navigieren kann.

Außerdem lassen sich soziale

Netzwerke über ein Widget direkt

auf dem Startbildschirm nutzen.

Und vor allem rund ums Thema

Musik wird einiges geboten, etwa

der von Sony Ericsson bekannte

Music- und Spielestore Playnow,

Sonys Streamingdienst Music

Unlimited, der Musikerkennungsdienst

Track-ID, ein RDS-fähiges

UKW-Radio und regelbare Frequenzbänder

für den Player.

Fotos: © ryasick – istockphoto.com / Peter Fenyvesi (1)

27


Mobilfunk

Sony Xperia

Ein tolles Multimedia-Smartphone mit guter Kamera, außergewöhnlichem

Design und brillantem 4,3-Zoll-Touchscreen.

Steckbrief

Sony Xperia S

UVP/Straßenpreis: 499/385 Euro

Maße/Gewicht: 128 x 64 x 11 mm/143 g

xxx Euro

sehr gutes xx x xx 4,3-Zoll-HD-Display x xx Millimeter; xxx gmit

enorm hoher Pixeldichte (342 ppi)

flüssiges Arbeitstempo

12-Megapixel-Kamera liefert sehr

ordentliche Fotoqualität

Full-HD-Aufnahme und -Wiedergabe

clevere NFC-Funktionen

sehr gute, natürliche Akustik

Android 2.3

nicht erweiterbarer Speicher

Akku fest verbaut, Ausdauer ist mäßig

Sensortasten etwas schwergängig

Daumen hoch: Die Hauptkamera

liefert mit satten 12 Megapixeln

beim Filmen wie beim Fotografieren

selbst bei schlechten Lichtverhältnissen

detailreiche und farbtreue

Aufnahmen. Die unscheinbar

wirkende LED reicht im Dustern

fast zwei Meter weit.

Ein NFC-Chip ist ebenfalls an

Bord, der sich mithilfe von sogenannten

Smart Tags (siehe Zubehör

Seite 32) sofort

im privaten

Umfeld einsetzen

lässt – etwa

um auf dem

Nachttisch automatisch

die

Weckfunktion zu

aktivieren und

WLAN abzuschalten.

Oder

im Auto Bluetooth

anzuwerfen.

Die Tags

kann man direkt

über das Phone

programmieren,

zwei Stück sind enthalten, ein Viererpack

kostet 15 Euro.

Mäßige Ausdauer, guter Klang

Sony verspricht also nicht zu viel:

Mit seinen ausgereiften HD-Qualitäten,

der üppigen Software-Bestückung

rund ums Thema Musik

(siehe Kasten Seite 27) und dem

25 Gigabyte großen, allerdings

nicht erweiterbaren Speicher empfiehlt

sich das Xperia S als talentiertes

Multimedia-Gerät. Allein

die mäßige Ausdauer im typischen

Nutzungsmix und die durchwachsenen

Funkeigenschaften im

UMTS-Netz verhageln ihm ein

besseres Testergebnis. Dafür klappt

Telefonieren akustisch gesehen

hervor ragend, die Gesprächs partner

klingen auf beiden Seiten sehr

natürlich. Und wer einen großen

Touchscreen zu schätzen weiß,

kann mit dem S viel Spaß haben.

connect-Urteil

gut (383 Punkte)

Das Xperia S ist das

größte, teuerste und am

besten ausgestattete Smartphone

der neuen NXT-Serie von

Sony. Sein Versprechen: Alles

in HD-Qualität. Das beginnt

beim großen 4,3-Zoll-Display,

das mit stattlichen 720 x 1280

Pixeln auflöst und mit 342 ppi

die bisher höchste Pixeldichte

aller von connect getesteten

Smartphones erreicht. Mit bloßem

Auge sind hier wirklich

keine einzelnen Bildpunkte

mehr zu erkennen, selbst feinste

Details und kleinste Schriften

wirken gestochen scharf. Die

hauseigene Mobile Bravia Engine

sorgt für eine kräftige und

dennoch natürliche Darstellung,

und da die Anzeige mit weit

über 400 cd/m2 schön hell

strahlt, ist sie auch bei Sonnenlicht

noch vergleichsweise gut

ablesbar. Mit kräftigen Farben

DAS FLAGGSCHIFF

und starkem Kontrast ist der

TFT-Bildschirm eine echte

Wucht, Inhalte sind selbst aus

schrägem Blickwinkel problemlos

zu erkennen.

HD-Kamera vorne und hinten

Ideale Voraussetzungen also

zum Videos gucken, gerne auch

im Full-HD-Format (1080p).

Die bequemere Alternative:

das Xperia S über den seitlich

im Gehäuse untergebrachten

HDMI-Anschluss mit einem

kompatiblen Fernseher verbinden

und das Ganze im Großformat

genießen. Schade: Ein passendes

HDMI-Kabel legt Sony

nicht mit in den Karton.

Auch die beiden Kameras

verstehen sich auf HD: Das

rückseitig verbaute Objektiv

zeichnet Full-HD-Videos auf,

die Frontkamera schafft immerhin

HD-Auflösung (720p).

Smart Tag verwenden: einfach den mitgelieferten

NFC-Tag an das S halten und

die gewünschten Aktionen auswählen.

Up to Date bleiben: Die Anwendung

Timescape bringt Statusmeldungen und

Tweets direkt auf den Startbildschirm.

28

connect 8/2012


Überragende Kamera.

Spektakulärer Sound.

Aufgenommen von Nick,

der während seines ersten Mode–

Shootings mit einer Geschwindigkeit

von über 200 Kilometern pro

Stunde vom Himmel fällt.

Absolut

empfehlenswert

Nick Jojola

Fotograf des

Action-Fashion-Shootings.

Hat alles und spezielle Highlights, die andere nicht haben:

ü 11,9 cm bruch- und kratzfestes Gorilla® Glas HD-Super-Display

ü 8MP Kamera, schnappschussbereit in nur 0,7 Sekunden, mit Serienaufnahme-Modus und

gleichzeitig verfügbarer 1080p HD Videofunktion für super-hochauflösende Videos und Fotos

ü Mit Media Link HD kannst Du Filme zuhause auch auf einem großen Bildschirm ansehen und

dank Dual-Screen-Modus dabei sogar im Internet surfen oder Nachrichten schreiben


Mobilfunk

Schicker Allrounder mit superhellem, gut ablesbarem Display und

flottem Arbeitstempo – dem aber zu schnell die Luft ausgeht.

Sony Xperia

Stromverbrauch senken:

Die Helligkeitsautomatik dimmt in Innenräumen

die Hintergrundbeleuchtung.

Funktionsumfang erweitern:

Im Google Play Store stehen über

600 000 Apps zum Download bereit.

Wie hell strahlen

die anderen?

Das Xperia P ist der neue

Strahlemann von Sony. Es

ist ausgesprochen handlich, schön

kompakt, mit einer Hand hervorragend

zu bedienen und wartet mit

einem sehr guten und vergleichsweise

sehr hellen Display auf. Dahinter

steckt die „White Magic“

genannte Displaytechnologie, bei

der laut Sony der typische Aufbau

eines LC-Displays aus drei Subpixeln

(Rot, Grün, Blau) pro Bildpunkt

um ein weiteres, weißes

Subpixel ergänzt wird. Das bringt

zwei Vorteile: Das Display ist so

hell, dass es sich auch in direktem

Sonnenlicht gut ablesen lässt.

Dreht man die Helligkeit allerdings

auf Anschlag, wirken die Farben in

dunklerer Umgebung überstrahlt.

Daher unsere Empfehlung: Lassen

Sie die Helligkeitsautomatik aktiv,

denn nur so kommt auch der zweite

Vorteil zum Tragen: Drinnen

oder am Abend kann das Xperia P

aufgrund des weißen Subpixels die

Hintergrundbeleuchtung stark herunterregeln.

Das soll den Energieverbrauch

senken – zumindest in

der Theorie.

Für Poweruser ungeeignet

In der Praxis sieht es leider so aus,

dass wir Powerusern von diesem

Gerät abraten müssen. Denn die

Akkuleistung ist mit gerade einmal

zweieinhalb Stunden im Nutzungsmix

indiskutabel. Auch die Gesprächszeiten

fallen vergleichsweise

gering aus. Aber wie gesagt:

Das gilt für Poweruser. Wenn Sie

nur ab und zu im Web surfen, ein,

zwei Gespräche am Tag führen und

hin und wieder Ihre Mails checken,

DER STRAHLEMANN

Steckbrief

Sony Xperia P

UVP/Straßenpreis: 449/330 Euro

Maße/Gewicht: 122 x 60 x 11 mm/120 g

xxx Euro

extrem xx helles x xx x und xx Millimeter; auch an Sonnentagen

gut ablesbares 4-Zoll-Display

xxx g

mit knapp 900 cd/m²

ordentliches Arbeitstempo

kompaktes, sehr handliches Format

liegt angenehm in der Hand

clevere NFC-Funktionen

sehr schwache Akkulaufzeit, für

Poweruser nicht zu empfehlen

Akku ist fest verbaut

nicht erweiterbarer Speicher

Android 2.3

ist die Lage wieder entspannter.

Zumal das Xperia P dank 1 Gigahertz

schneller Doppelkern-

CPU ein gutes Arbeitstempo an

den Tag legt und abgesehen von

einem leisen Rauschen beim Telefonieren

insgesamt ordentliche

Funk- und Akustikwerte

aufweist. Ganz klar: Die Akkuleistung

des P ist kritisch,

ansonsten weiß der kompakte

Allrounder aber durchaus zu

gefallen. Mit einem sehr guten

Display, zeitgemäßer

Ausstattung, angenehmer Bedienung

und solider 8-Megapixel-Kamera

wird daraus

eine runde Sache – für nicht allzu

gehobene Ansprüche.

connect-Urteil

befr. (354 Punkte)

Das Display des Xperia P ist

mit knapp 900 cd/m² überdurchschnittlich

hell. Zum

Vergleich zeigen wir die Werte

konkurrierender Modelle.

ZTE Tania

Mit nur 175 cd/m²

gehört der TFT-Screen

des Tania zu den

leuchtschwächsten

Exemplaren. Die Lesbarkeit

in heller Umgebung

leidet spürbar.

Samsung Galaxy S II

Im Mittelfeld bewegen

sich OLED-Displays,

die technologiebedingt

nicht so hell sind wie

TFTs. Der Screen des

S II bringt es immerhin

auf gute 303 cd/m².

Apple iPhone 4S

Mit 590 cd/m² gehört

das sogenannte

Retina-TFT-Display

zu den hellsten

Exemplaren, was

besonders an Sonnentagen

von Vorteil ist.

30

connect 8/2012


Bestes Netz. Beste Handys.

Besser geht nicht.

Wer uns zum besten Anbieter wählt, hat auch die besten Angebote verdient.

Samsung Galaxy S III

1,–€ 1

1.

Internet- und

Netzbetreiber-

Telefonie-Anbieter 1. Prepaid-Karten

des Jahres 2012

des Jahres 2012

Mobilfunk-

Netzbetreiber

1.

Platz des Jahres 2012 Platz

Laut connect-Leserwahl Heft 07/2012

Platz

1) Der Tarif Special Complete Mobil ist bis zum 30.12.2012 buchbar. Einmaliger Bereitstellungspreis 29,95 €. Monatlicher Grundpreis 54,95 € (mit Handy). Inlandsverbindungen außerhalb der Telekom Mobilfunk-Flat

bzw. der gewählten Alternativoption 0,29 €/Min. Ab einem Datenvolumen von 200 MB wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf max. 64 kbit/s (Download) und 16 kbit/s (Upload) beschränkt. VoIP (Voice over IP) und

Instant Messaging sind nicht Gegenstand des Vertrages. Die HotSpot Flatrate gilt nur für die Nutzung an deutschen HotSpots (WLAN) der Deutschen Telekom.


Mobilfunk

Sony Xperia

Das handliche 3,5-Zoll-Modell glänzt mit guter Ausstattung für

kleines Geld, hat jedoch auch an der Akkulaufzeit zu knabbern.

DAS KOMPAKTE

Mit seinem vergleichsweise

kleinen 3,5-Zoll-Display

ist das Xperia U der kleinste und

gleichzeitig auch günstigste Sony-

Newcomer. Er komplettiert das

Trio der NXT-Serie, die Sie an der

transparenten Leiste zwischen Gehäuse

und Antennenteil erkennen

können. Beim U leuchtet diese so-

gar in verschiedenen Farben, je

nach Displayinhalt. Eine nette

Spielerei, die sich freilich auch abschalten

lässt. Was das Xperia U

auszeichnet, ist sein kompaktes

Format. Es passt praktisch in jede

Hosen- und Jackentasche, jede

Ecke des Bildschirms ist bequem

und ohne Daumenspagat zu errei-

Steckbrief

Sony Xperia U

UVP/Straßenpreis: 259/210 Euro

Maße/Gewicht: 112 x 54 x 12 mm/112 g

xxx Euro

kompaktes, xx x xx sehr x xx Millimeter; handliches xxx Format g

gute, kontraststarke 3,5-Zoll-Anzeige

Display dank Mineralglas geschützt

solide Gehäuseverarbeitung

ordentliches Arbeitstempo

solide 5-MP-Kamera macht HD-Videos

angestaubtes Android 2.3

interner Speicher mit unter sechs Gigabyte

ziemlich knapp bemessen

nicht erweiterbarer Speicher

schwache Ausdauerwerte

Akku fest verbaut

chen. Und auch wenn die

Schriften oft recht klein aus-

fallen, lässt sich die Android-

Oberfläche dank der praxis-

gerechten Displayauflösung

von 480 x 854 Pixeln sicher

bedienen. Selbst das Tippen

von Nachrichten im Hochformat

klappt erstaunlich gut. Nur das

Surfen auf Webseiten, die keine

mobile Ansicht bieten, artet schnell

in lästiges Dauerscrollen aus.

Die Ausstattung ist weitestgehend

komplett: Der Zweikernprozessor

sorgt für ein ordentliches

Arbeitstempo, nur bei schnellen

Eingaben kommt er gelegentlich

ins Schwitzen. Dass kein NFC-

Chip verbaut ist – Schwamm drüber.

Schwerer zu verdauen ist der

nicht erweiterbare Speicher, denn

die verfügbaren knapp 6 Gigabyte

sind mit ein paar Songs und Videos

schnell gefüllt.

Gute Akustik, schwacher Akku

Ansonsten ist das U ideal für jeden,

der ab und an seine Mails lesen,

gerne auch mit Apps hantieren und

auf sozialen Netzwerken unterwegs

sein möchte, ohne ein riesiges

Gerät mit sich zu führen. Wenn

Sie sich selbst allerdings als Smartphone-Enthusiasten

bezeichnen,

raten wir Ihnen eher zum Xperia S.

Auch, weil das U mit seinem kleineren

Akku bei intensiver Nutzung

kaum einen Tag durchhält: Unser

Labor hat eine typische Ausdauer

von nicht einmal drei Stunden ermittelt

– ein schwaches Ergebnis.

Dafür sind die Funkeigenschaften

sehr solide und die Telefongespräche

klingen in beide Richtungen

sehr klar.

connect-Urteil

befr. (343 Punkte)

Perfekte Partner

NFC Smart Tags

Platzieren Sie NFC-Tags zu

Hause, im Büro oder im Auto

und legen Sie Ihr Xperia kurz

darauf, um etwa automatisch

GPS einzuschalten.

Ein 4er-Pack kostet 15 Euro.

Sie wollen sich und Ihrem Xperia-Smartphone

etwas Gutes tun? Mit dem richtigen Zubehör verwöhnt

Sie Ihr Begleiter mit cleveren Funktionen.

Smart Watch

Die Android-Uhr verbindet sich per

Bluetooth mit dem Xperia und zeigt

eingehende Anrufe, Tweets oder das

Wetter an. Im Play Store gibt’s sogar

spezielle Apps dafür. Preis: 129 Euro.

Smart Wireless

Headset Pro

Das Bluetooth-Headset

ist MP3-Player, UKW-

Radio und Freisprecher

zugleich und zeigt

Titel sowie Anrufer

auf dem Screen.

Preis: 100 Euro.

32 connect 8/2012


Das kompakte Sola verblüfft mit einer neuen Displayfunktion, die

echten Mehrwert bieten kann, aber noch nicht voll ausgereift ist.

Sony Xperia

„Floating Touch“ heißt

das Highlight des Xperia

Sola. Dabei handelt es sich

um eine neue Displaytechnik,

bei der Sie den Touchscreen bedienen

können, ohne ihn zu berühren.

Wozu das gut sein soll?

Das Sola hat einen 3,7 Zoll großen

Bildschirm, der zwar mit

hoher Auflösung, guter Schärfe

und stabilem Blickwinkel zu

gefallen weiß, aber nicht unbedingt

mit Übersicht bei Ausflügen

ins Internet. Beim Surfen

auf Webseiten hilft Floating

Touch dabei, eng beieinanderliegende

Links auf dem kompakten

Screen sicher zu treffen.

Und das geht so: Sie halten Ihren

Finger etwa einen Zentimeter

über den Bildschirm. Der

superempfindliche, kapazitive

Touchscreen erkennt, wo genau

sich Ihr Finger befindet und

hebt den darunterliegenden

Link hervor. Sobald der gewünschte

Verweis markiert ist,

müssen Sie nur noch mit dem

Finger den Touchscreen berühren

– fertig. Im Test hat das

neue Feature gut funktioniert, allerdings

nur auf Webseiten, die ihre

Links deutlich erkennbar hervorheben.

Heißt im Umkehrschluss:

Floating Touch bringt nicht immer

den erhofften Vorteil und kann daher

auch nicht das entscheidende

Kaufargument sein. Zumal sich die

Funktion derzeit nur auf das Auswählen

von Weblinks beschränkt.

Sony hat uns aber verraten, dass die

Technik weiterentwickelt wird, sodass

in Zukunft auch andere Operationen

berührungslos ausführbar

sein sollen. Welche das sind und

wie genau das aussehen wird,

bleibt noch abzuwarten.

Abseits von Floating Touch kann

das Sola aber auch weitere Qualitäten

ins Feld führen. Die rückseitig

verbaute 5-Megapixel-Kamera

beispielsweise fertigt selbst bei

mäßigem Licht gute Aufnahmen

mit kräftigen und doch natürlichen

DAS BESONDERE

Farben. Wenn es

allerdings zu dunkel

ist, lässt die

Bildqualität spürbar

nach, da kann

auch die kleine

Foto-LED nicht

mehr helfen. Positiv:

Anders als bei

seinen Schwestermodellen

aus der

NXT-Reihe lässt

sich der interne

Speicher des Sola

(knapp 6 Gigabyte)

per Micro-

SD-Karte um maximal

32 Gigabyte

erweitern.

Einen guten

Job macht auch

der Doppelkernprozessor;

die Arbeitsgeschwindigkeit

des Sola ist

zwar nicht rekordverdächtig,

für ein

Mittelklasse-Modell

aber doch sehr

ordentlich.

Fairer Preis, gute Alternative

Was sagen die Laborergebnisse?

Schwachpunkt ist auch hier der hohe

Stromverbrauch. Bei intensiver

Nutzung ist der Akku nach rund

drei Stunden leergesaugt. Gelegenheitsnutzer

kommen damit hin,

Dauerdaddler nicht. Beim Telefonieren

haben wir ein leises Rauschen

vernommen, der Klang ist

insgesamt aber solide. Die Empfangsqualitäten

im 2G-Betrieb sind

gut, bei UMTS verbesserungswürdig.

Also kaufen oder nicht?

Ein Überflieger ist das Sola nicht,

aber ein ordentliches Mittelklasse-

Modell mit guter Ausstattung und

praxistauglicher Kamera – zum

fairen Preis kein schlechter Deal.

connect-Urteil

befr. (353 Punkte)

Floating Touch aktivieren: Wollen Sie

das Display-Feature nutzen, schalten Sie

es in den Webbrowser-Einstellungen ein.

Steckbrief

Sony Xperia Sola

UVP/Straßenpreis: 349/250 Euro

Maße/Gewicht: 116 x 59 x 11 mm/106 g

xxx Euro

handliches xx x xx Format, x xx Millimeter; geringes xxx Gewicht g

kontraststarkes, blickwinkelstabiles

3,7-Zoll-TFT-Display

Bildschirm ist kratzfest

clevere NFC-Funktionen

erweiterbarer Speicher per Micro-SD

angenehmes Arbeitstempo

Android 2.3

interner Speicher mit weniger als

6 Gigabyte ziemlich knapp bemessen

schwache Ausdauerwerte

Akku fest verbaut

Floating Touch nutzen: Wenn Sie nun mit

Ihrem Finger über einem Link schweben,

wird dieser entsprechend markiert.

33


Mobilfunk

FAZIT

Athanassios Kaliudis,

connect-Redakteur

Der hohe Stromverbrauch ist das große

Manko der neuen Xperia-Modelle. Beim

S ist das nicht ganz so tragisch, weil die

Akkukapazität vergleichsweise groß ist.

P, U und Sola jedoch scheiden aufgrund

ihrer geringen Laufzeit für Powernutzer

aus. Dafür hat jedes Modell seinen ganz

besonderen Reiz: Das Flaggschiff Xperia

S besticht mit seinem großen Display,

seiner sehr guten Kamera und dem gehaltenen

Versprechen „Alles in HD-Qualität“

als potentes Multimedia-Smartphone.

Dennoch hat sich das Xperia P zu

unserem Geheimfavoriten gemausert –

weil es kompakter, handlicher und in

seinem Alugehäuse wertiger daherkommt

als das S, ohne dem Käufer dabei nennenswerte

Einbußen abzuverlangen, von

der bereits erwähnten Akkuschwäche

einmal abgesehen. Wer enge Taschen

und einen kleinen Geldbeutel hat, ist mit

dem Xperia U gut bedient. Mit nahezu

lückenloser Ausstattung und praxisgerechter

Displayauflösung bekommt man

hier alles, was auch ein höherklassiges

Smartphone zu bieten hat – nur eben

etwas kompakter. Noch besser ist das

Preis-Leistungs-Verhältnis beim Sola:

Es bewegt sich zwischen den Modellen

P und U und bietet Floating Touch als

Alleinstellungsmerkmal. Seine eigentlichen

Stärken sind aber die grundsolide

Ausstattung, gepaart mit flotter Performance

und guter Kamera in einem handlichen,

gut verarbeiteten Gehäuse.

AUSSTATTUNG

MARKE Sony Sony Sony Sony

Modell Xperia S Xperia P Xperia Sola Xperia U

SYSTEM

Betriebssystem Android 2.3 Android 2.3 Android 2.3 Android 2.3

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)

Qualcomm

MSM8260/2/1500

STE-U8500/2/1000 STE-U8500/2/1000 STE-U8500/2/1000

interner Speicher (MB) 26000 12700 5800 5800

Steckplatz für Speicherkarte Í Í MicroSD Í

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch Í/Å/Å Í/Å/Å Í/Å/Å Í/Å/Å

Akku-Typ/wechselbar Li-Ionen/Í Li-Ionen/Í Li-Ionen/Í Li-Ionen/Í

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel Stereo-Headset/Å Stereo-Headset/Å Stereo-Headset/Å Stereo-Headset/Å

Größe Speicherkarte Í Í Í Í

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto Í/Í Í/Í Í/Í Í/Í

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900 Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

HSDPA/HSUPA

WLAN-Standard

Bluetooth...

...Headset/Handsfree/A2DP

...Object Push/OBEX/AVRCP

...Phone Book/SIM Access/HID

Elisi Ulputat. Å/Å/Å/Í Iduisis num zzrit Å/Å/Å/Í dipsumsandre duis Å/Å/Å/Í ad

ero eugue feugiatue 14,4/5,76 diat, velent 14,4/5,76 alis aliquis niam, 14,4/5,76 vulput

vel in ver 802.11b/g/n si bla alis augait 802.11b/g/n irilla consealiquis 802.11b/g/n molorercin

henim Åquat num at. Ut autolobor Å in henim Å

zzriliquis u erggioa Å/Å/Å rciliquatet accum Å/Å/Å quatuer ad ea Å/Å/Å

consioa rciliquatet Å/Í/Å accum quatuer Å/Í/Å ad ea consioa consioa

rciliquatet Å/Í/Í a zzriliquis u erggioa Å/Í/Írciliquatet ac-

Å/Í/Í

Å/Í/Å

Å/Å/Å/Í

14,4/5,76

802.11b/g/n

Å

Å/Å/Å

Å/Í/Å

Å/Í/Í

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktioncum quatuer Å/Å/Å ad ea tet accum quatuer Å/Å/Åad ea consioa Å/Å/Å Å/Å/Å

DISPLAY

Typ/Diagonale

Auflösung

rciliquatet accum quatuer ad ea consioa rciliquatet

accum (Zoll) quatuer TFT/4,3 ad ea consioa rciliquatet TFT/4 accum quatuer

(Pixel) ad ea consioa 720 x 1280 consioa rciliquatet 540 x 960 quatuer ad ea 480 con-

x 854

TFT/3,7 TFT/3,5

480 x 854

Anzahl der Farben seniat. quatuer 16,7 ad Mio. ea consio. 16,7 Mio. 16,7 Mio. 16,7 Mio.

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í

Makeln Å Å Å Å

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm 2/Å/Å 2/Å/Å 2/Å/Å 2/Å/Å

Freisprechen/Stummschalten Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

SMS/MMS Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

PIM

Kontaktverwaltung Å Å Å Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3 7/3/3 7/3/3 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Terminverwaltung Å Å Å Å

Tages-/Wochen-/Monatsansicht Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

wöchentliche/jährliche Termine Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät Í Í Í Í

Sync: Outlook/Mac Í/Í Í/Í Í/Í Í/Í

Notizen: Outlook-Sync Í Í Í Í

To-Do-List Í Í Í Í

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í

Excel betrachten/bearbeiten Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting Å/Å/Í/Å Å/Å/Í/Å Å/Å/Í/Å Å/Å/Í/Å

Flash/https/Home/Favoriten Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC Å/Í/Å/Å Å/Í/Å/Å Å/Í/Å/Å Å/Í/Å/Å

Videoplayer/Vollbild-Darstellung Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Video-Format: 3GP/MP4/WMV Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í

Kamera integriert Å Å Å Å

Auflösung (Megapixel) 12 8 5 5

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Navi-Software/onboard/offboard Wisepilot/Å/Å Wisepilot/Å/Å Wisepilot/Å/Å Wisepilot/Å/Å

Navi-Lizenz/Routenplaner Vollversion/Å Vollversion/Å Vollversion/Å Vollversion/Å

34

connect 8/2012


MESSWERTE

MARKE Sony Sony Sony Sony

Modell Xperia S Xperia P Xperia Sola Xperia U

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Das Referenzdiagramm

rechts

zeigt, wie gleichmäßig

stark in

alle Richtungen

ein Handy senden

D-Netz (GSM 900) D-Netz (GSM 900) D-Netz (GSM 900) D-Netz (GSM 900)

sollte. Die Diagramme

rechts

daneben zeigen

die real abgestrahlte Leistung. Sie basieren

auf den Messwerten, die in der Angabe effektive

E-Netz (GSM 1800) E-Netz (GSM 1800) E-Netz (GSM 1800) E-Netz (GSM 1800)

Strahlungsleistung zusammengefasst

sind.

UMTS-Netz UMTS-Netz UMTS-Netz UMTS-Netz

D-Netz E-Netz UMTS D-Netz E-Netz UMTS D-Netz E-Netz UMTS D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 21,5 19,6 14,3 20,3 18,2 12,5 21,3 18,8 13,1 20,9 20,2 13,3

relative Empfindlichkeit -12 -10 -12 -13 -11 -10 -11 -11 -9 -12 -11 -9

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert (Herstellerangabe) 0,51/1,300 0,19/0,780 0,52/1,250 0,63/1,220

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 11,1/20,3 12,0/22,5 5,1/20,8 7,2/19,2 4,1/15,2 5,2/17,1 10,0/17,3 9,6/16,8

Geräuschunterdrückung Senden Straße k.A. 3,2 3,3 3,3

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe k.A. 2,4 2,5 2,5

Verzerrungen (dB) -27,6/-30,3 -32,0/-35,5 -36,8/-48,8 -39,7/-48,6 -32,9/-48,8 -33,3/-50,1 -39,5/-44,3 -43,1/-44,8

Ruherauschen (Dezibel) -66,3/-31,6 -66,9/-37,0 -69,2/-59,1 -68,6/-59,9 -70,9/-59,2 -70,3/-59,7 -72,0/-62,1 -72,9/-57,6

Frequenzgang (Punkte v. 5) 4/3 4/4 4/3 4/3 4/3 4/3 4/3 4/3

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 45,0 48,6 42,5 44,1 46,1 50,5 46,8 48,9

Übersprechen (dB) 15,3 15,8 16,9 16,9 17,7 18,0 16,7 17,1

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 10:32 12:40 4:12 7:09 8:55 2:14 8:24 9:32 2:36 7:41 9:14 2:21

typ. Ausdauer (Stunden) 4:18 2:34 3:03 2:47

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 461 867 384 388

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (L x B x H in mm) 128 x 64 x 11 122 x 60 x 11 116 x 59 x 11 112 x 54 x 12

Gewicht (Gramm) 143 120 106 112

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist eine Herstellerangabe.

TESTERGEBNISSE

MARKE Sony Sony Sony Sony

Moell Xperia S Xperia P Xperia Sola Xperia U

Preis (Euro) 1 499 449 349 259

AUSDAUER max. 100 gut (78) mangelhaft (47) ausreichend (57) ausreichend (51)

Ausdauer Gespräch 35 32 18 21 19

Ausdauer Display-Betrieb 65 46 29 36 32

AUSSTATTUNG max. 170 befriedigend (120) befriedigend (118) befriedigend (112) ausreichend (106)

System 15 8 6 9 4

Lieferumfang 10 3 3 3 3

Display 40 30 29 26 25

Connectivity 15 13 13 12 11

Telefonfunktionen 10 8 8 7 8

Messaging 15 12 12 12 12

PIM 15 9 9 9 9

Office 5 3 3 3 3

Web-Browser 15 13 11 10 10

Kamera 15 10 9 6 6

Musik und Video 10 6 10 10 10

Navigation 5 5 5 5 5

HANDHABUNG max. 140 gut (113) sehr gut (122) gut (115) gut (115)

Handlichkeit 50 35 45 46 46

User Interface 65 56 55 52 51

Verarbeitungsqualität 25 22 22 17 18

MESSWERTE max. 90 gut (72) befriedigend (67) gut (69) gut (71)

Akustik-Messungen Senden 15 13 11 11 13

Akustik-Messungen Empfangen 15 13 14 13 13

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 25 22 24 24

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 21 20 21 21

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

URTEIL max. 500

383

gut

354

befriedigend

353

befriedigend

343

befriedigend

35


Mobilfunk

O2 macht

LTE mobil

Jetzt rollen auch die Münchner

den Datenturbo in Städten aus.

connect zeigt Tarife und Hardware.

S

eit 3. Juli bietet auch O2 mobiles Surfen via

LTE an. Die Münchner versorgen zunächst

Dresden und Nürnberg mit Highspeed, im August sollen

München und Leipzig folgen. Danach will der

Netzbetreiber Hamburg, Hannover, Berlin sowie das

Ruhrgebiet und Frankfurt abdecken. Bis Ende 2012

sollen 200 Städte und Gemeinden den schnellen Mobilfunk

nutzen können. Die Tarife: Die O2-Go-Datenpakete

für Tablet- und Laptop-Nutzer sind mit verschiedenen

Geschwindigkeiten zwischen 14,99 und

44,99 Euro zu haben. Smartphone-Kunden können die

bestehenden Blue-Pakete für zehn oder 20 Euro Aufpreis

mit LTE aufrüsten. An Hardware bieten die Bayern

die 4G-Smartphones HTC One XL und LG True

HD LTE, das Asus-Tablet Transformer 300 sowie einen

ZTE-Surfstick.

JOSEFINE MILOSEVIC

O2-LTE-TARIFE FÜR SMARTPHONES

TARIF Blue M mit LTE Blue L mit LTE

Gesamter Monatspreis mit LTE 49,98 €/59,98 € 69,98 €

…davon Aufpreis für LTE pro Monat 9,99 € /19,99 € 9,99 €

Sprachflat 1 /SMS-Flat 2 Å/Å 3 Å/Å 3

Datenflat mit bis zu 21,1 Mbit/s/21,1 Mbit/s 50 Mbit/s

Datendrosselung ab 3 GB/5 GB 3 GB

Vertragslaufzeit 0/24 Monate 0/24 Monate

Alle Angaben ohne Gewähr. 1 Sprachflat in alle deutschen Netze. 2 SMS-Flat in alle deutschen Handynetze. 3 Gilt nur bei 2-jähriger Vertragslaufzeit.

O2-LTE-TARIFE FÜR TABLETS UND LAPTOPS

O2 go

Tarif M L XL XXL

Monatspreis 14,99 € 24,99 € 34,99 € 44,99 €

Datenflat mit bis zu / Datendrosselung ab 3,6 Mbit/s / 1 GB 7,2 Mbit/s / 5 GB 21,1 Mbit/s / 7,5 GB 50 Mbit/s / 10 GB

Vertragslaufzeit 0/24 Monate 1 0/24 Monate 1 0/24 Monate 1 0/24 Monate 1

Alle Angaben ohne Gewähr. 1 Bei 2-jähriger Vertragslaufzeit sind die ersten beiden Monate kostenlos.

„Effizienteste Methode, LTE auszurollen“

Andrea Folgueiras,

Managing Director Network

Technology Telefónica Germany

Sie setzen auch in den Städten

auf die 800er-Frequenzen. Welchen

Vorteil versprechen Sie sich

mit den niedrigeren Frequenzen?

Wir nutzen damit die effizienteste

Methode deutschlandweit, LTE

auszurollen – egal ob in der Stadt

oder auf dem Land. Mit den

800er-Frequenzen können wir

hervorragend große Gebiete mit

LTE versorgen. Man benötigt somit

deutlich weniger Standorte

für Basisstationen.

Wann kommen die 2,6-GHz-

Frequenzen zum Einsatz?

Diese eignen sich besonders gut,

um zusätzliche Kapazitäten im

LTE-Netz zu schaffen, vor allem

in den Hotspots wie Stadtzentren,

Bahnhöfen oder Flughäfen. Wir

werden sie dann einsetzen, wenn

LTE sich mehr und mehr zum

Massenmarkt entwickelt. Damit

können wir dann den Verkehr im

800er-Bereich optimieren.

Und wann wird LTE zum Massenthema

werden?

LTE wird sich deutlich schneller

als bisherige Mobilfunktechnologien

zum Massenmarkt entwickeln.

Wir gehen davon aus, dass

das 2015 der Fall sein wird.

Derzeit lässt sich mit LTE-Smartphones

nur surfen. Woran hapert

es bei der Telefonie und wann

werden Gespräche möglich sein?

Bisher gibt es noch keinen Übertragungsstandard

für Telefonie

über LTE. Deshalb greifen die

LTE-Endgeräte noch auf den sogenannten

„circuit switched fallback“

zu. Telefonate erfolgen

über das GSM- oder UMTS-

Netz. Für mobiles Internet wird

das schnellere LTE-Netz genutzt.

Wann Voice over LTE kommt,

können wir derzeit nicht sagen.

Wird man die aktuellen LTE-

Geräte für die VoIP-Funktion

aufrüsten können?

Wir sind in Gesprächen mit den

Hardware-Herstellern und gehen

davon aus, dass es eine entsprechende

Firmware geben wird.

Wie können Sie Ihren LTE-Nutzern

garantieren, dass die Datenübertragung

beim Wechsel vom 4Gins

3G-Netz nicht abbricht?

Wir haben in unseren Pilotnetzen

in Halle und Umgebung sowie in

München und im Ebersberger

Land vor dem LTE-Start alle

Anwenderszenarien ausführlich

getestet, sodass wir jetzt im

Regelbetrieb unseren Kunden

optimale Bedingungen im LTE-

Netz anbieten können.

Foto: © AdamRadosavljevic – istockphoto.de

36

connect 8/2012


JETZT IM HANDEL!

NEU!

NUR €3,90

INKLUSIVE VERSANDKOSTEN

BEI DIREKTBESTELLUNG

❯❯ SOFORT BESTELLEN UNTER SHOP.MAGNUS.DE/CONNECTED-HOME ❮❮


Mobilfunk

Smartphones der

gehobenen Klasse

bieten echten

Mehrwert. Auch

die Newcomer

Motorola Motoluxe

und Samsung

Galaxy S Advance?

MICHAEL PEUCKERT

Voll

im Bild!

38

connect 8/2012


Samsung Galaxy S Advance

Das Multitalent

Das Galaxy S Advance brilliert mit tollem Display,

starker Hardware und langer Ausdauer.

Fotos: © BONINSTUDIO, Ke Wang – shutterstock.com

Mit dem Galaxy S Advance schickt

Samsung nach dem Galaxy S Super

Clear LCD und dem Galaxy S

Plus nun bereits die dritte Variante

des berühmten Vorgängers Galaxy

S I9000 ins Rennen. Was es alles

kann, muss es im Test zeigen.

Tolle Anzeige, potente Hardware

Für das Galaxy S Advance I9070

rufen die Koreaner stolze 494 Euro

auf, für die getestete Variante mit

NFC (I9070P) sind es 5 Euro mehr.

Im Web werden diese Preise wie

üblich jedoch deutlich unterboten.

Dort ist das Smartphone mit Android

2.3.6 – ein Update auf die

Version 4.0 ist noch ungewiss – bereits

ab 290 Euro zu haben, mit

NFC für 325 Euro.

Für sein Geld bekommt der Käufer

ein eher zurückhaltend designtes

Smartphone in einem einfachen

Plastikgehäuse. Top ist dagegen

das 4 Zoll große AMOLED-Display

mit einer Auflösung von 480 x

800 Pixeln. Die Anzeige begeistert

mit einer scharfen und kontrastreichen

Darstellung, die besonders

bei Fotos, Videos und vor allem bei

Spielen Spaß macht. Leider ist die

Farbdarstellung hin und wieder ein

wenig zu kräftig. Auch die Helligkeit

fällt mit 224 cd/m2 ein bisschen

zu knapp aus, um eine gute

Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung

zu gewährleisten.

Dennoch – dieses Display verdient

sich ein Extralob.

Auch sonst ist die technische

Ausstattung bestens. So sorgt ein

Dual-Core-Prozessor mit 1 GHz

für ein schnelles Bedientempo –

Wartezeiten gibt’s beim Galaxy S

Advance kaum. Der verfügbare

Speicher beträgt üppige 5,7 GB

und lässt sich dank Micro-SD-Slot

problemlos erweitern. Außerdem

beherrscht das Samsung HSPA und

schnelles n-WLAN inklusive Wi-

Fi Direct. Ein zackiger Datentransfer

ist also gesichert, sowohl unterwegs

als auch zu Hause.

Schnell und individuell

Die gelungene Benutzeroberfläche

Touchwiz 4.0 des Galaxy S Advance

lässt sich intuitiv bedienen

und hat reichlich Möglichkeiten

zur Individualisierung in petto.

Das Sam sung bietet sieben Startscreens,

auf denen man sich austoben

kann; auch die Anordnung im

Menü lässt sich nach Gusto bestimmen.

Hier wie da kann der

Nutzer die einzelnen Ebenen durch

Das Samsung hat die Polaris Office Suite

an Bord, mit der sich Dokumente erstellen

und bearbeiten lassen.

Mit Kies Air lassen sich alle Smartphone-

Daten per WLAN am Rechner verwalten.

Berühren der im unteren Bildschirmbereich

aufgeführten Ebenensymbole

direkt anwählen; er

kann auch rasant durchzappen, indem

er den Finger auf eines der

Symbole hält und es nach links

oder rechts bewegt. Hier spielt das

Galaxy S Advance seine Dual-

Core-Power richtig aus. Einen

Mehrwert bietet auch der Social

Hub, der sämtliche Nachrichten

und Social Feeds wie in einem

Sammelbecken zusammenführt.

Unverständlich, dass Samsung dieses

praktische Feature beim Topmodell

Galaxy S III (Test ab Seite

14) nicht mehr anbietet.

Für den Bereich Unterhaltung

gibt’s eine 5-Megapixel-Kamera,

die jedoch nicht so recht zu überzeugen

weiß. Sie liefert lediglich

Schnappschussqualität und trotz

Fotolicht nur eine schwache Aus-

leuchtung im Dunkeln. Da-

für überzeugen Music- und

Videoplayer. Das mitgelie-

ferte In-Ear-Headset sorgt

noch dazu für einen kraft-

vollen Sound.

Top Ausdauerwerte

Wie schaut es beim Galaxy

S Advance nun mit der

Ausdauer aus? Schlicht und

Steckbrief

Samsung Galaxy S Advance

Preis: 499 Euro

Maße: 124 x 63 x 10 mm; 118 Gramm

starke Hardware-Ausstattung mit

flottem Prozessor

AMOLED-Display mit brillanter

Darstellung

einfach und schnell bedienbar über die

Benutzeroberfläche Touchwiz 4.0

sehr gute Ausdauerwerte

starke Soundperformance

voraussichtlich kein Update auf

Android 4.0

einfaches Plastikgehäuse

durchschnittliche Kamera

einfach hervorragend, denn das

neue Samsung nutzt die Energie

des Akkus mit seinen 1500 mAh

sehr gut aus. So erreicht es 5:16

Stunden im Mischbetrieb und bietet

bis zu 13:26 Stunden im GSM-

Einsatz. Ein dickes Lob gibt’s auch

für die gute, klar verständ liche

Akustik des Smartphones. Nicht

ganz so toll fallen hingegen die

Empfangswerte aus, was im stadtnahen

Bereich jedoch kein Problem

darstellt.

connect-Urteil

gut (394 Punkte)

39


Mobilfunk

Das Menü des Motoluxe ist etwas

unübersichtlich geraten und lässt sich

nicht individualisieren.

Motorola Motoluxe

Designerware

Für kleines Geld hat das Motoluxe einen enormen Gegenwert

zu bieten. Bei der Ausstattung gibt es jedoch Abstriche.

Der Browser gerät beim Scrollen

durchaus schon mal ins Ruckeln.

Mit dem Motoluxe hat Motorola

ein besonders attraktives Smartphone

im Portfolio. Das Android-

Modell ist in schwarz und weiß

lieferbar und kostet schlanke 279

Euro ohne Vertrag; bei Amazon

gibt es das Motoluxe sogar bereits

ab 225 Euro.

Edle Optik mit einfacher Technik

Die Anfassqualität hält, was der

gute optische Eindruck verspricht:

So ertasten die Finger des Nutzers

einen matten und samtigen Oberflächenüberzug,

der eine gute Griffigkeit

bietet. Dazu passen der aus

Metall gefertigte Akkudeckel, die

elegante Lautsprecherabdeckung

auf der Rückseite und die solide,

knarzfreie Verarbeitung.

Pluspunkte sammelt das Motoluxe

auch in Sachen Benachrichtigung,

denn im linken Bereich unterhalb

des Displays gibt es eine

praktische optische Benachrichtigungsanzeige

in Form einer LED.

Ihr Leuchten ist auch zu sehen,

wenn das Smartphone mit dem

Display nach unten auf dem Tisch

liegt. Sie signalisiert zum Beispiel

die Akkuladung und blinkt bei

SMS oder Anrufen.

In puncto Technik muss das Motorola

allerdings Federn lassen. So

arbeitet hier ein Prozessor mit lediglich

800 MHz, und auch beim

Speicher knausern die Amerikaner

– mit 238 MB lockt man heute keinen

Hund mehr hinter dem Ofen

hervor. Da bringt es nur wenig,

dass dem Motoluxe eine Micro-

SD-Speicherkarte mit 2 GB beiliegt.

Ansonsten hat das Motorola

noch HSPA und n-WLAN für flotten

Datenverkehr an Bord.

Gut bedienbar, wenig Features

Die eher schwache technische Basis

macht sich hier und da bemerkbar

– bei der Bedienung treten kurze

Wartezeiten auf, etwa beim Aufrufen

von Programmen oder beim

Zappen durch die zahlreichen

Menüpunkte. Dies stört im Alltag

jedoch nur wenig.

Bedienen lässt sich das Motorola

wirklich gut – die angepasste

Android-Oberfläche MotoSwitch

und der gut rea gie rende, mit 321

cd/m 2 schön helle 4-Zoll-Touchscreen

machen ihren Job. Zahlreiche

Widgets, etwa für die meistgenutzten

Apps oder die wichtigsten

Kontakte, vereinfachen den Umgang

mit dem Motoluxe. Außerdem

gibt es eine Reihe von Personalisierungs

möglichkeiten für die

sieben Startscreen-Ebenen.

Steckbrief

Motorola Motoluxe

Preis: 279 Euro

Maße: 118 x 61 x 10 mm; 125 Gramm

gelungene Benutzeroberfläche mit

praktischen Funktionen

gute Verarbeitung mit hochwertigen

Materialien

ordentliche Kamera mit Fotolicht

gute Multimediavernetzung

günstiger Preis

reduzierte Ausstattung

schwache Geschwindigkeitsperformance

wenig Speicher

schwaches Headset

Während die Handhabung des

Motoluxe überzeugt, gibt es in

puncto Ausstattung doch einige

Lücken zu entdecken. Neben dem

erwähnten knappen Speicher sind

das zum Beispiel das etwas langsame

HSDPA und der schwache

Browser-Benchmark. Das schlägt

sich in der Punktewertung nieder.

Doch es gibt auch Positives zu

vermelden, etwa über die Kamera.

Sie löst mit 7,7 Megapixeln auf,

lässt sich über eine eigene Taste

starten und bringt ein Fotolicht mit.

Die Bildqualität geht bei guten

Lichtverhältnissen in Ordnung.

Auch der eigene Musicplayer –

der native Android-Player ist unverständlicherweise

ebenfalls an

Bord – gefällt mit direkter Anbindung

an das Webradio Shoutcast,

an TuneWiki (Songtexte) und mit

direkter Youtube-Suche. Schnell

ersetzt werden sollten allerdings

die wenig klangstarken Kopf hörer

des Motoluxe.

Im Labor zeigte das Motorola

zwei Seiten: Während die Ausdauer

mit 4:45 Stunden im praxisnahen

Mischbetrieb absolut im grünen

Bereich liegt, fällt vor allem

der UMTS-Empfang deutlich ab,

während der GSM-Betrieb gut

funktioniert. Auch die leicht verrauschte

und etwas leise Akustik

überzeugt nicht so recht. Designfans

und Individualisten sollten

sich das Motoluxe dennoch einmal

näher anschauen, denn zu diesem

Preis ist das Motorola schon eine

Überlegung wert.

connect-Urteil

gut (377 Punkte)

40

connect 8/2012


AUSSTATTUNG

MARKE Samsung Motorola

Modell

Galaxy S Advance

I9070P

Motoluxe

SYSTEM

Betriebssystem Android 2.3.6 Android 2.3.7

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz) ARM Cortex A9/2/1000

Qualcomm MS-

M7227A/1/800

interner Speicher (MB) 5740 238

Steckplatz für Speicherkarte MicroSD MicroSD

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch Í/Å/Å Í/Å/Å

Akku-Typ/wechselbar Li-Ionen/Å Li-Ionen/Å

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel Stereo-Headset/Å Stereo-Headset/Å

Größe Speicherkarte Í 2 GB

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto Í/Í Í/Í

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900 Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

GPRS/EDGE/UMTS/LTE Å/Å/Í/Í Å/Å/Í/Í

HSDPA/HSUPA 14,4/5,76 7,2/5,76

WLAN-Standard 802.11b/g/n 802.11b/g/n

Bluetooth... Å Å

...Headset/Handsfree/A2DP Å/Å/Å Å/Å/Å

...Object Push/OBEX/AVRCP Å/Å/Å Å/Í/Å

...Phone Book/SIM Access/HID Å/Í/Å Å/Í/Í

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion Å/Å/Å Å/Å/Å

DISPLAY

Typ/Diagonale (Zoll) OLED/4 TFT/4

Auflösung (Pixel) 480 x 800 480 x 854

Anzahl der Farben 16,7 Mio. 16,7 Mio.

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl Å/Å Å/Å

Makeln Å Å

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm 3/Å/Å 3/Å/Å

Freisprechen/Stummschalten Å/Å Å/Å

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

SMS/MMS Å/Å Å/Å

PIM

Kontaktverwaltung Å Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum Å/Å/Å Å/Å/Å

Terminverwaltung Å Å

Tages-/Wochen-/Monatsansicht Å/Å/Å Å/Å/Å

wöchentliche/jährliche Termine Å/Å Å/Å

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät Í Í

Sync: Outlook/Mac optional/Å optional/Í

Notizen: Outlook-Sync Å Å

To-do-Liste Å Í

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten Å/Å Å/Í

Excel betrachten/bearbeiten Å/Å Å/Í

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo Å/Å/Å Å/Å/Å

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting Å/Å/Í/Å Å/Å/Í/Å

Flash/https/Home/Favoriten Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

Videoplayer/Vollbild-Darstellung Å/Å Å/Å

Video-Format: 3GP/MP4/WMV Å/Å/Å Å/Å/Å

Kamera integriert Å Å

Auflösung (Megapixel) 5 7,7

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS Å/Å Å/Å

Navi-Software/onboard/offboard

Google Maps Navigation/

Í/Å

Google Maps Navigation/

Í/Å

Navi-Lizenz/Routenplaner Vollversion/Å Vollversion/Å

MESSWERTE

MARKE Samsung Motorola

Modell

Galaxy S Advance

I9070P

Motoluxe

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Das Referenzdiagramm

rechts

zeigt, wie gleichmäßig

stark in alle

Richtungen ein

Handy senden

sollte. Die Diagramme

rechts

daneben zeigen

die real abgestrahlte Leistung. Sie basieren

auf den Messwerten, die in der Angabe

effektive Strahlungsleistung zusammengefasst

sind.

D-Netz (GSM 900) D-Netz (GSM 900)

E-Netz (GSM 1800) E-Netz (GSM 1800)

UMTS-Netz

UMTS-Netz

D-Netz E-Netz UMTS D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 18,7 18,2 12,4 20,1 19,7 11,4

relativeEmpfindlichkeit -15 -10 -8 -13 -10 -8

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert -0,04/0,431 -0,26/0,464

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 11,3/16,2 11,4/16,5 9,7/18,1 9,8/17,8

Geräuschunterdrückung Senden Straße 3,2 3,7

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe 2,4 2,6

Verzerrungen (dB) -40,6/-39,5 -43,5/-42,9 -41,7/-44,5 -45,9/-45,3

Ruherauschen (Dezibel) -67,4/-65,7 -67,7/-64,0 -73,1/-58,1 -73,0/-59,9

Frequenzgang (Punkte v. 5) 4/4 5/4 4/3 5/3

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 42,4 43,8 47,3 49,9

Übersprechen (dB) 17,2 17,5 15,6 15,4

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 11:21 13:26 4:46 8:27 9:24 4:14

typ. Ausdauer (Stunden) 5:16 4:45

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 224 323

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (L x B x H in mm) 124 x 63 x 10 118 x 61 x 10

Gewicht (Gramm) 119 125

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist eine Herstellerangabe.

TESTERGEBNISSE

MARKE Samsung Motorola

Modell

Galaxy S Advance

I9070P

Motoluxe

Preis (Euro) 1 499 279

AUSDAUER max. 100 überragend (95) sehr gut (87)

Ausdauer Gespräch 35 35 30

Ausdauer Display-Betrieb 65 60 57

AUSSTATTUNG max. 170 befriedigend (121) ausreichend (110)

System 15 12 9

Lieferumfang 10 3 4

Display 40 28 25

Connectivity 15 12 10

Telefonfunktionen 10 10 9

Messaging 15 12 12

PIM 15 11 10

Office 5 4 4

Web-Browser 15 10 9

Kamera 15 7 9

Musik und Video 10 10 7

Navigation 5 2 2

HANDHABUNG max. 140 gut (112) gut (113)

Handlichkeit 50 41 44

User Interface 65 53 47

Verarbeitungsqualität 25 18 22

MESSWERTE max. 90 befriedigend (66) befriedigend (67)

Akustik-Messungen Senden 15 14 13

Akustik-Messungen Empfangen 15 13 13

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 20 23

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 19 18

URTEIL max. 500

394

gut

377

gut

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

41


Mobilfunk

Weil Smartphones immer komplexer

werden und zunehmend als Surf-

Maschinen dienen, hat connect das

Testverfahren angepasst. Alles über

die große Smartphone-Testreform.

V

erlässlichkeit ist eine gute

Sache, Vergleichbarkeit ist

auch nicht zu verachten. Das gilt

besonders für ein Testmagazin, das

nicht sein Mäntelchen nach dem

Wind hängen darf. Doch mit der

Zeit ändern sich die Dinge und die

Maßstäbe. So tauchten aus dem

Meer der Handys zunächst vereinzelt

Smartphones auf; mittlerweile

haben sie ihre Vorgänger aber weitgehend

abgelöst.

Immer mehr Menschen telefonieren,

texten und surfen heutzutage

mit Smartphones, die von Generation

zu Generation immer besser

werden und immer mehr können.

Grund genug für connect,

nach mehr als zwei Jahren Kontinuität

alle bewerteten Kriterien

und Maßstäbe unseres Smartphone-Testverfahrens

eingehend

zu prüfen und sie den gegenwärtigen

Ansprüchen anzupassen. Was

sich dabei getan hat, wollen wir

hier im Detail erklären.

Neue Gewichtung

Geblieben ist es bei der Aufteilung

der Smartphone-Tests in die vier

Kategorien Ausdauer, Ausstattung,

Handhabung und Messwerte. Bei

der Aufteilung der Punkte hingegen

hat es leichte Verschiebungen

Wir erfassen

alle

Messwerte

und Features

eines

Smartphones

in

unserer

Datenbank.

gegeben. So wird die Handhabung

jetzt mit mehr Punkten einen größeren

Einfluss auf das Testurteil

bekommen, die Ausdauer wird hingegen

nur noch mit 100 statt 115

von 500 Punkten veranschlagt. Das

würdigt den Einfluss langer Laufzeiten

auf das Gesamtergebnis jedoch

keineswegs herab, wie wir im

Folgenden zeigen werden.

Ausdauer

Bei der Bewertung der Ausdauer

werden ab sofort zwei Nutzungsvarianten

getrennt betrachtet. Da

ist erstens die Gesprächszeit, für

die die Ausdauer in D-, E- und

UMTS-Netzen gemessen wird. Zur

Bewertung wird ein gewichteter

Mittelwert berechnet, der im Gegensatz

zum alten Testverfahren

einen deutlich höheren UMTS-

Anteil einschließt. Das trägt der

Tatsache Rechnung, dass die Netzbetreiber

mittlerweile deutlich weniger

Gespräche vom UMTS- ins

GSM-Netz verschieben.

Die zweite Nutzungsvariante ist

die Displaynutzung. Mit ihr wird

beurteilt, wie lange das Smartphone

bei typischen Arten der Displaybedienung

durchhält. Sie

schließt Lesen, Schreiben, Surfen

und viele andere Aufgaben ein, die

die Menschen heute mit ihrem Mobiltelefon

erledigen.

Da der Anteil der Aufgaben, die

eine aktive Datenverbindung erfordern

(Browsing, Youtube, Facebook

…), seit der letzten Testreform

kontinuierlich gestiegen ist,

haben wir diesen Umstand jetzt

berücksichtigt. Entsprechend geringer

ist bei allen Smartphones die

aus einem durchschnittlichen Anwendungsmix

berechnete typische

Ausdauer geworden. Sie liefert eine

Orientierung darüber, wie lange

42

connect 8/2012


Strahlung

Wer ein strahlungsarmes Telefon

sucht, bekommt Hilfe von connect

den Strahlungsfaktor.

„Ich bin wegen der Strahlung verunsichert, aber ein

Handy für Notfälle halte ich dennoch für sinnvoll. Welches

empfehlen Sie mir?“ Es gibt wohl keinen connect-Redakteur,

der nicht schon solch einen Anruf bekommen hätte.

Um ängstlichen Menschen bei der Auswahl eines strahlungsarmen

Handys zu helfen, publiziert connect den von

allen Herstellern nach einem festgelegten Verfahren

gemessenen SAR-Wert. Da dieser die maximale Strahlenbelastung

repräsentiert, ist er leider nur etwa so aussagekräftig

wie die Angabe zum Spritverbrauch eines

Autos bei Höchstgeschwindigkeit. Im Alltag fährt das

Auto langsamer, das Handy reduziert im Betrieb seine

Sendeleistung immer auf das gerade nötige Maß.

Im täglichen Einsatz ist entscheidend, wie gut das

Mobiltelefon die Sendeenergie vom Kopf weg in Richtung

Mobilfunkzellen-Antenne richtet, wo ein bestimmter

Mindestpegel vorhanden sein muss, damit die Verständigung

klappt. Um die Strahlungsbelastung im normalen

Betrieb darzustellen, berechnet connect aus Labormessungen

und dem SAR-Wert den normierten Strahlungsfaktor.

Er ist ein Maß dafür, wie stark ein Smartphone

unter typischen Empfangsbedingungen strahlt.

Um das Ergebnis leicht interpretierbar zu machen, ist

der ausgegebene Wert so umgerechnet, dass ein durchschnittlich

strahlendes Mobiltelefon genau bei Null landet.

Werte über Null bedeuten also, dass das Gerät überdurchschnittlich

strahlt. Negative Werte, also Werte unter

Null, weisen ein unterdurchschnittlich strahlendes Telefon

aus. Die strahlungsärmsten Smartphones liegen

unterhalb von -0,5.

das Smartphone am Stück aktiv gebraucht

werden kann, bevor der

Akku wieder ans Ladegerät muss.

Bei konservativem Einsatz mit

wenig Bildschirm bewegung und

seltenen Datenverbindungen werden

hier logischerweise höhere

Werte erreicht.

Eine große Rolle spielte in unserem

alten Testverfahren die Standby-Zeit.

Sie zeigt, wie lange ein

Smart phone mit einer Akkuladung

ohne jegliche Nutzung einsatz fähig

bleibt. Im modernen Alltag haben

solche Bereitschaftszeiten, die viele

Tage währen, keine Bedeutung

mehr, da viele Menschen ihr Smartphone

bewusst so benutzen, dass

der Akku des Mobiltelefons nicht

vor dem Erreichen der Steckdose

am Abend völlig ausgelaugt ist.

Aus diesem Grund hat sich connect

bei der Arbeit an der Testreform

dazu entschlossen, Standby-Zeiten

nicht weiter mitzubewerten.

Eine detaillierte Studie über den

Einfluss typischer Nutzungsprofile

auf die Ausdauer von Smartphones

hat unser Netztestpartner P3 communications

zusammen mit dem

amerikanischen Netzbetreiber Verizon

erstellt. Wir haben vor, diese

Studie in der nächsten Ausgabe

(connect 9/12) zu präsentieren.

Beim Telefonieren geht ein Teil der zur Datenübertragung

nötigen Funkwellen ins Kopfgewebe.

Belastung und Zellendichte

Die für eine gute Verbindung nötigen Signalpegel führen

dazu, dass die Strahlenbelastung für den Handybenutzer

umso geringer ist, je näher er einer Mobilfunkzelle

kommt: Bei fallender Distanz muss das Gerät weniger

stark senden und strahlt dann auch weniger in Richtung

Nutzer. In diesem Sinne vermindert ein dicht ausgebautes

Mobilfunknetz die Strahlenbelastung. Nicht umsonst

kommen die Zellen hier mit 2 Watt aus, während etwa für

weitmaschig aufgestellte TV-Sender um die 50 Kilowatt

ganz normal sind.

Ausstattung

Ein Feature, das bei der Beurteilung

der Ausstattung jetzt eine größere

Rolle spielt, ist das Display.

Nicht nur, dass die Bedeutung der

Anzeige deutlich stärker in die Gesamtpunktzahl

einfließt – der Bildschirm

muss nun auch wesentlich

höhere Ansprüche in Bezug auf

Größe, Auflösung und Qualität erfüllen,

um die volle Punktzahl zu

bekommen.

Auch in Bezug auf den Browser

spielt die Displayauflösung nun

eine Rolle bei der Bewertung.

Schließlich muss der Vermittler

des World Wide Web Internetseiten

Sende- und Empfangsqualität misst

connect in einem gegen äußere Einflüsse

geschirmten, reflexionsarmen Raum.

nicht nur richtig umsetzen können,

er braucht auch die nötigen Pixel,

um sie möglichst komplett darzustellen.

Ob es mit der Umsetzung

klappt, prüfen wir im neuen Verfahren

anhand einer größeren Anzahl

an Web-Standards – schließlich

soll das Internet idealerweise

ohne Einschränkungen im Browser

zu sehen sein.

In die Bewertung der Multimedia-Ausstattung

geht von nun

an auch der Kopfhörerausgang ein.

Diesen Ausgang haben wir schon

seit langer Zeit bei Smart phones

mitgemessen – schließlich nützt

der beste Audio- oder Videoplayer

nichts, wenn der am Gerät ausgegebene

Klang dünn, blechern oder

gar verzerrt ist.

Auch bei der Kamera wird neben

den reinen Features die Qualität

mitbeurteilt. Dazu wird neben

den üblichen Praxistestfotografien

ein vorgegebenes, fest installiertes

Motiv einmal im Dunkeln mit Blitz

fotografiert und einmal im hellerleuchteten

Raum ohne Blitz. Mithilfe

der ausgebildeten Fotografen

im Redaktionsteam haben wir Einstufungen

entwickelt, die zur Beurteilung

der Bilder dienen. Hier be-

Fotos: © Igor Kovalchuk, koya 979 – shutterstock.de / Silke Schwell (5)

43


Mobilfunk

Die Punkte, die connect für ein Merkmal vergibt, sind über Formeln in der Datenbank

unbestechlich festgelegt – hier etwa für die Smartphone-Größe.

kommt also die Qualität der Ausstattung

mehr Gewicht als die reine

Quantität. Dass neuere Standards

wie NFC, LTE und Ähnliches nun

ebenfalls erfasst werden, versteht

sich von selbst.

Handhabung

Höheren Wert legt connect jetzt

auch auf die Handlichkeit der

Smartphones. Der Grund dafür:

Gerade bei Touchscreen-Modellen

der Oberklasse neigen manche

Hersteller dazu, eher ungünstig

gestaltete Benutzeroberflächen

durch große Bildschirme besser

bedienbar zu machen. Weil beim

Telefonieren, bei der mitunter nötigen

Einhand-Bedienung aber allzu

ausladende Gehäuse Probleme bereiten

und weil ein dickes Smartphone

im Sakko oder in der Hosentasche

ganz schön stören kann,

sind harte Maßstäbe hier durchaus

berechtigt.

Das gilt umso mehr, als nun auch

die Größe des Displays in die Beurteilung

des User Interfaces eingeht.

Hier wurden viele Parameter

neu bewertet – unter Einbeziehung

der Erfahrungen, die wir mit der

Touchscreen-Entwicklung in den

letzten Jahren gemacht haben.

Härter bewertet wird daher auch

die Systemgeschwindigkeit, denn

schließlich führt ein zu langsam

reagierendes User Interface zu

häufigen Fehleingaben, während

ein schnelles den Smart phone-

Spaß auf eine neue Stufe hebt.

Differenzierter betrachtet wird

auch die Verarbeitung – die Bandbreite

von Low-Budget-Modellen

mit dünnen Plastikschalen bis zu

edlen Unibody-Metallgehäusen ist

sehr groß geworden.

Messwerte

Bei der Beurteilung technischer

Eigenschaften setzen wir weiterhin

Der Funkmessplatz

von connect

(links) besteht

aus dem

CMU200 (unten)

und aus vielen

anderen teuren

Komponenten.

auf unser verlagseigenes Labor, die

TESTfactory. Das hat zur Erfüllung

unserer Neugier inzwischen

drei Messsender des Typs Rohde &

Schwarz CMU200 am Start – dieser

Apparat kostet in der Grundausstattung

um die 60 000 Euro.

Der erste Messsender dient in

einem schallisolierten, reflexionsarmen

Raum zur Erhebung der

akustischen Qualitäten beim Telefonieren

(siehe Kasten rechts), der

zweite kommt für Strommessungen

zur Ausdauerbestimmung zum

Einsatz. Mit dem dritten messen

wir die Sende- und Empfangsqualitäten

des Mobiltelefons im D-,

E- und UMTS-Netz in jeweils 216

in alle Richtungen gehenden Positionen.

Hierzu ist das Mobiltelefon

an der Kopfattrappe Speag SAM

4.5 montiert und kann ferngesteuert

um die horizontale und die vertikale

Achse gedreht werden, während

über zwei Hornantennen die

Messung vorgenommen wird.

Damit normale Mobilfunkstrahlung

die Messungen nicht verfälscht,

steht die Vorrichtung in

einer vollständig abgeschirmten

Kammer von 3,5 x 3,5 x 3 Metern,

die zur Absorption von Reflexionen

an den Wänden mit langen

Keilen aus Spezialschaumstoff

ausgekleidet ist. Für diese Messung

reicht ein CMU200-Messsender

alleine nicht: Hinzu kommen

neben der Steuerungsvorrichtung

für den Zweiachsen-Drehteller

noch die Messsteuerung TS9970

und der Spektrumsanalysator

FSP03, beide ebenfalls von Rohde

Für Akustikmessungen wird das Telefon

in exakter Position und mit festgelegtem

Druck ans künstliche Ohr gebracht.

& Schwarz. Bei der Beurteilung

der Messwerte haben wir im neuen

Testverfahren UMTS und GSM

gleich gewichtet. Bisher konnte

GSM mehr Punkte einheimsen, um

die Wichtigkeit der Tatsache zu

unterstreichen, dass man auch in

kritischen Fällen zumindest ein

Telefonat führen kann. Doch mit

steigender Datennutzung ist ein

Smartphone, das auch bei schwachen

Empfangsbedingungen eine

UMTS-Verbindung aufrechterhalten

kann, klar im Vorteil.

Datenbank

Am Ende allen Messens und Testens

wandern die Daten in unsere

Produktdatenbank. Hier ist nicht

nur festgelegt, welche Daten für

den Smartphone-Test erfasst werden

müssen. Auch wie sie bewertet

werden und wie die Tabellen auszusehen

haben, die später bei den

Tests und in der Bestenliste erscheinen,

wird hier definiert. So

besteht dann eine Testreform wie

die hier vorgestellte im Festlegen

neuer Merkmale, im Anpassen von

Formeln und den Vorgaben für die

Tabellen. Ist das geschafft, spuckt

die Datenbank bei korrekt eingegebenen

Testdaten das Ergebnis zu

einem Smartphone am Ende von

44

connect 8/2012


Klangdetails

Um messen zu können, wie gut High-End-Telefone die

Umgebungsgeräusche ausblenden, setzt connect auf

ein Messsystem von Head Acoustics.

Die Messgeräte für

Sprachtelefonie stammen

von Head Acoustics.

Wie stark der technische Fortschritt unsere Ansprüche

steigert, lässt sich an ganz einfachen Dingen

beobachten, etwa an der Sprachtelefonie. In Zeiten

der Analogtechnik war es lange selbstverständlich,

die Nummer per Wählscheibe einzugeben. Wurde

man angerufen, konnte man die Distanz zum

Gesprächspartner sehr einfach abschätzen, zum

Beispiel an der Lautstärke der Störgeräusche und

der Anzahl anderer Gespräche, die man per Übersprechen

mithören konnte. Heute ist störungsfreier

Klang selbst bei Anrufen aus Amerika oder Japan

eher die Regel als die Ausnahme. Dank digitaler

Übertragung müssen beide Gesprächspartner

eigentlich nur eine gute Verbindung zu ihrer Mobilfunkzelle

haben.

Alles bestens also? Zwei Bereiche gibt es

dennoch, in denen Steigerungsmöglichkeiten existieren:

HD Voice und Noise Cancellation. Diese

werden in den kommenden Jahren so an Bedeutung

gewinnen, dass connect 120 000 Euro in die

Umrüstung des Akustik-Messplatzes investiert. Das

aus mehreren Komponenten bestehende Acqua-

System des renommierten deutschen Spezialisten

Head Acoustics hängt nun am künstlichen Kopf,

der wiederum in einem mit reflexionsdämpfendem

Material ausgekleideten und schalldicht isolierten

Akustikmessraum steht.

HD Voice

Um auf einer Leitung oder einem Funkkanal

möglichst viele Gespräche übertragen zu können,

waren Übertragungsrate und Bandbreite von

Sprachverbindungen bisher auf das Nötigste

begrenzt – alles, was nicht der Verständlichkeit

diente, wurde gekappt. So gilt eine Über tragung

von 300 bis 3400 Hertz als Standard, obwohl der

Mensch etwa von 20 bis 20 000 Hertz hört. Das

bisher nur im Mobilfunknetz der Telekom realisierte

HD Voice nimmt sich den erweiterten Frequenzbereich

zum Vorbild und ermöglicht so nicht nur

eine besonders gute Stimmerkennung, sondern

überträgt auch emotionale Nuancen, die neben

puren Inhalten über die Stimme transportiert

werden. Das neue Messsystem Head Acoustics

Acqua beherrscht die erweiterten Möglichkeiten

von HD Voice. Um in den Genuss der unverkennbaren

Vorzüge von HD Voice zu kommen, müssen

beide Gesprächspartner geeignete Geräte haben

und sich in HD-Voice-Netzen befinden. Das dürfte

2013 von der Ausnahme zur Regel werden.

Noise Cancellation

Nichts ist nerviger, als bei einem Telefongespräch

andauernd Sachen wiederholen zu müssen, weil

Hochwertige

Lautsprecher

simulieren Umgebungsgeräusche.

einen das Gegenüber aufgrund von Straßenlärm,

Kneipengeräuschen oder Ähnlichem nicht versteht.

Deshalb wird in besonders hochwertige Smartphones

Noise-Cancellation-Technik eingebaut. Eine

Software unterscheidet über die Auswertung mehrerer

Mikrofonsignale zwischen dem nahen Sprecher

und ferneren Störgeräuschen. Das Acqua-

System kann messen, ob und wie gut es einem

Smartphone gelingt, Störgeräusche auszublenden.

Hierzu nehmen wir Sprachverständlichkeitsmessungen

vor, ähnlich wie bei den Netztests. Bei diesen

Messungen wird das Smartphone über vier

Lautsprecher (Surround-Sound) mit Straßenkreuzungs-

und Kneipenlärm in jeweils typischer Lautstärke

gestört und dabei die Sprachverständlichkeit

gemessen. Die MOS-Werte (Mean Opinion Score)

werden wir bei den Messwerten veröffentlichen,

Werte unter 2,7 sind kritisch, zwischen 4 und 5

liegt der gute bis ausgezeichnete Bereich.

Tabellenangaben wie die typische Ausdauer

werden aus vielen Einzelmesswerten errechnet.

selbst aus. Das verhindert auch,

dass subjektive Vorlieben eines

connect-Testers das Ergebnis färben

oder dass die kurzfristige Begeisterung

für eine Neuerscheinung

zu einer höheren Bewertung

führt. Dem Redakteur erleichtert

das die Arbeit immens, schließlich

kann er sich bei seinem Test auf

das unbestechliche Urteil der Datenbank

verlassen. Außerdem kann

er über den Zugriff auf den gesamten

Datenbestand schnell erkennen,

wo die Schwächen und Stärken

des Gerätes liegen, über das er

gerade schreibt.

Mit der Testreform, die nach langen

Diskussionen zur Änderung

der Bewertungsmaßstäbe von über

250 Merkmalen geführt hat, präsentiert

connect ein gründlich

überarbeitetes Verfahren, das modernen

Erkenntnissen über die

Smartphone-Nutzung genauso gerecht

wird wie dem technischen

Fortschritt bei State-of-the-Art-

Mobiltelefonen. BERND THEISS

Aufspannvorrichtungen

zur Messung

der Akkukapazität.

45


Mobilfunk

Sound-

Wolke

Fotos: © Piotr Wawrzyniuk, stockyimages sw – shutterstock.de

46

connect 8/2012


Sie möchten

Ihre Musik immer

und überall

hören? Dann

schieben Sie

sie einfach in die

Cloud.

M

usik ist heute überall: im Smartphone, auf

dem iPod, auf der SD-Card im Autoradio und

seit neuestem auch in der Cloud. Diese wird als Musikspeicher

immer beliebter: Spezielle Dienste haben

sich darauf eingerichtet, komplette private Musikarchive

online zu verwalten, sie auf mobile Geräte zu

streamen und somit an jedem Ort im WWW-Universum

zur Verfügung zu stellen. Fast alle diese Anbieter

haben unter ihren Abopaketen eine Basisvariante mit

einigen Gigabyte kostenlosem Speicher, der ausreichen

sollte, um das Ganze zu testen. Die dazugehörenden

Player-Apps sind in der Regel entweder kostenlos

oder finanzieren sich durch Werbung oder einen angeschlossenen

Online-Musicstore.

Um Ihnen ein Gefühl für die Größe der Speicher zu

geben: Auf einen 2 Gigabyte großen USB-Stick passen

etwa 400 Musiktitel. Viele Cloud-Anbieter stellen

gleich 5 Gigabyte kostenlos zur Verfügung, Platz also

für gut und gerne 1000 Songs, je nach Bit rate sogar

noch für eine ganze Menge mehr.

Apropos Bitrate: Sie spielt besonders dann eine

Rolle, wenn man über das Mobilfunknetz auf seine

Online-Bibliothek zugreifen will. Hier führen niedrigere

Bitraten bei der Konvertierung von Musik-CDs in

das MP3-Format zu kleineren Dateien, sodass nicht so

viel gestreamt werden muss. Außerdem haben einige

Player bei großen Dateien Probleme mit der durchgängigen

Übertragung – im schlimmsten Fall beginnt

die Musik dann zu ruckeln. Natürlich sinkt mit der

Bitrate auch die Klangqualität, was dem empfindlichen

Ohr nicht verborgen bleibt. Unter 128 Kilobit

pro Sekunde sollte man daher nicht gehen; eine Bit rate

von 192 Kilobit pro Sekunde sorgt bereits annähernd

für CD-Qualität.

Wer seine Lieblingsmusik gerne weiterverbreitet,

findet bei vielen Playern den Anschluss an die sozialen

Netzwerke. Damit hat er die Möglichkeit, direkt aus

der App heraus seine Favoriten über Facebook, Twitter

& Co mit anderen zu teilen oder seine in der Cloud

gespeicherten Tracks per Weblink anderen zugänglich

zu machen. Zum Reinhören, versteht sich, denn selbst

der legale Erwerb von Musiktiteln berechtigt nicht

zum Verteilen der Songs.

Wir haben die Angebote einiger Anbieter getestet,

vornehmlich unter den Betriebssystemen Android und

iOS, und stellen sie Ihnen auf den folgenden Seiten

vor. Unter den Testkandidaten sind sowohl auf Musik

spezialisierte Cloud-Dienstleister mit ihren Apps als

auch Entwicklungen von Drittanbietern für beliebte

Clouds wie Dropbox oder Microsoft Sky Drive.

Google Music und Amazon Music stehen mit ihren

Browser-basierten Playern und den dazugehörenden

Apps für die mobilen Plattformen übrigens in den

Startlöchern, waren bis zum Redaktionsschluss aber

noch nicht in den deutschen App-Stores angekommen.

INGE SCHWABE

mSpot

Sobald man sich im Internet beim Musikdienst

mSpot angemeldet hat, macht die Browser-Oberfläche

deutlich, dass sich hier alles um Musik

dreht: In dem großen Player können nicht nur Titel

abgespielt, sondern auch Playlisten erstellt und

bearbeitet werden. 5 Gigabyte Speicher stellt

mSpot kostenlos zur Verfügung, das reicht für

mehr als 1000 Lieder. Für umgerechnet 3,19 Euro

erweitert sich nicht nur der Speicher auf 40 Gigabyte,

sondern auch die mobile Nutzung auf bis zu

fünf Geräte. Der Musikdienst übernimmt auf

Wunsch die iTunes-Bibliothek oder die Titel im

Windows Media Player. Vor dem Upload über den

PC- oder Mac-Client wählt man zwischen den

Qualitätsstufen „gut“, „besser“ und „best“ und

beeinflusst damit die Datei größe, mit der die

Tracks in der Cloud gespeichert werden. Auf diese

Weise lässt sich das Datenvolumen beim späteren

Streamen der Stücke reduzieren – einerseits.

Andererseits liegt die Qualität der gespeicherten

Stücke damit fest, und Musik, die nicht in Originalqualität

hochgeladen wurde, ist dann auch im

heimischen WLAN-Bereich nicht mehr in der besten

Qualität zu hören. Über eine Quicklist bestimmt

man auf dem Mobilteil die nächsten Titel

für den Musikstream. Auf dem iPhone erreicht

man dies mit dem vom Löschen bekannten

Fingerwisch, der darüber hinaus noch weitere

Möglichkeiten eröffnet: Es lassen sich ganze

Alben oder einzelne Titel zur Quicklist hinzufügen

oder downloaden, um sie auf dem Gerät zu

speichern; auch können Stücke vom Mobilteil

oder auch komplett aus dem Cloud-Speicher

gelöscht werden. Die Suche nach zu einem Titel

passenden Webradiosendern wird laut Entwickler

info nur in den USA unterstützt. In Deutschland

funktioniert sie auf dem iPhone dennoch – aber

etliche Sender führen hier zu einer Fehlermeldung.

In der deutschen Android-Version werden

die Radio sender gar nicht erst angeboten. Dafür

greift der Android-Player auch auf die im Speicher

des Smartphones gespeicherten MP3s zu und

hat einen Equalizer an Bord. Das Player-Widget

für den normalen Homescreen sowie die Freigabe

der Steuerung im Sperrbildschirm sind Android-tpyische

Features. www.mspot.com

Mit mobilen Playern und Zusatz-Features

im Browser: Spezielle Music-Clouds bieten mehr

Music-Clouds

47


Mobilfunk

myMusicCloud

Ob von iTunes oder vom Windows Media Player

– myMusicCloud synchronisiert auf Wunsch die

komplette Musikbibliothek über einen Mac- oder

PC-Client in den Cloud-Speicher. Wer nicht zwischen

6,99 und 27,99 Euro für 5, 10 oder 20

Gigabyte im Jahr ausgeben möchte und sich

stattdessen auf die kostenlosen 2 Gigabyte Speicher

beschränken will, benötigt vielleicht etwas

mehr Kontrolle über den Umfang seiner Musikauswahl:

Er kann die Titel für den Upload alternativ

auch in einen Ordner ziehen oder sein Dropbox-Konto

als Datenquelle angeben. Allerdings

muss auch hier gerechnet werden, denn die

Musikstücke des angegebenen Dropbox-Kontos

werden sämtlich auf den myMusicCloud-Server

kopiert. Last but not least können Lieder – und

auch Videos –, die sich lose auf der Platte befinden,

auch im Browser unter www.mymusiccloud.com

hochgeladen und abgespielt werden.

Auf der Webseite finden sich auch weitere Infos

zur Musiksammlung sowie ein Tool zur

Anzeige dazugehörender Lyrics und ein Tool

zur Konvertierung von Songs in Klingeltöne.

Online erstellte Playlisten werden mit den

mobil installierten Apps synchronisiert, die

es sowohl für iOS und Android als auch für

den Blackberry gibt. Nach Eingabe von

m.mymusiccloud.com in einen mobilen Browser

wird, sofern verfügbar, die App im jeweiligen

App-Store angezeigt. Die Liste der gerade angehörten

Stücke wird bei der Nutzung mehrerer

Geräte zwischen diesen synchronisiert, sodass

die Titel, die man eben noch mit dem Tablet

gehört hat, auch auf dem Smartphone schnell

wieder gefunden sind.

Tipp: Ein Gigabyte kostenlosen Zusatzspeicher

gibt es derzeit, wenn man die myMusicCloud-

Toolbar installiert, in der unter anderem eine Mini-

Player-Steuerung und Tools für die mobile Synchronisation

integriert sind.

Ubuntu One

Die Ubuntu-One-Cloud ist zunächst einmal ein

allgemeiner Speicher für Daten, die zwischen

einem PC mit Ubuntu- oder Windows-Betriebssystem

auf der einen Seite und einem Androidoder

iOS-Gerät auf der anderen synchronisiert

werden können. Welche Ordner über die Ubuntu-

One-Cloud laufen sollen, lässt sich am Desktop

einrichten, einzelne Dateien können auch über

den Browser hochgeladen werden. Lieder, die

im „Ubuntu One Music Store“ gekauft werden,

gelangen direkt in die Cloud von Ubuntu One. Für

den Austausch stehen in der Free-Version 5 Gigabyte

Speicher zur Verfügung. Als Besonderheit

bietet Ubuntu One einen Musikstreaming-Dienst

an, der allerdings nur im Rahmen eines Speicher-

Abos nutzbar ist, durch das sich das maximale

Datenvolumen um 20 Gigabyte erhöht. Um den

Streaming-Dienst 30 Tage zu testen, muss ein

Probeabo geschlossen werden. Der hierfür überwiesene

Betrag von einem US-Dollar wird wieder

erstattet; der tatsächliche Abopreis von 3,19 Euro

wird erst fällig, wenn das Abo nicht vor

Fristablauf über den Ubuntu-Support

gekündigt wird. Ohne Abonnement funktioniert

die neben den Sync-Apps als eigenständiger

Player erhältliche kosten lose Music-

App von Ubuntu One nicht. Während die Songs

auf dem iPhone ausschließlich gestreamt werden,

lassen sie sich unter Android auch herunterladen.

Heruntergeladene oder im Cache verbliebene Lieder

sind auch unterwegs verfügbar und belasten

so ein vielleicht begrenztes Inklusiv-Datenvolumen

nicht. Mehrere Playlisten können sowohl

online unter one.ubuntu.com als auch auf dem

Smart phone erstellt und ergänzt werden, eine

bequeme Bearbeitung ist jedoch nicht möglich.

Dafür gibt es zusätzlich zu den Playlisten eine

separate Liste (Queue) für die nächsten Titel. So

lassen sich einzelne Musik stücke aus unterschiedlichen

Playlisten zur Abspielliste hinzufügen

oder durch die Komplettauswahl mehrere Playlisten

in der Queue aneinanderreihen.

APP mSpot myMusicCloud Ubuntu One CloudAround UCloudplayer Just Player

Cloud-Service mSpot myMusicCloud Ubuntu One

Amazon S3, Box, Dropbox,

Rackspace

Box, Dropbox, Microsoft

SkyDrive, SugarSync

Ampache, Dropbox

Preis Vollversion Android/iTunes kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos 2 1,50/Í 1,36/1,59 kostenlos/Í

Speicher kostenlos/max. 5 GB/40 GB 2 GB/20 GB 5 GB/20 GB 2 anbieterabhängig anbieterabhängig anbieterabhängig

Formate AAC, AAC+, MP3, MP4, WMA AAC, M4A, MP3, WAV, WMA M4A, MP3 MP3 M4A 1 , MP3, WAV 1 AAC, M4A, MP3

Playlist mobil/über PC oder Browser Å/Å Å/Å Å/Å Å/Í Í/Í Å/Í

nur WLAN (mobile Datenverbindung deaktivierbar) Å Í Í Å Å Å

Bitrate einstellbar Í Å Í Í Í Í

Cache deaktivieren/reservieren/leeren Å/Å/Å 1 Í/Í/Í Í/Å 1 /Í Å/Å/Å Í/Í/Í Å/Å/Å

Verzeichniswahl: für Datenverbindung/im Player Í/Í Í/Í Í/Í Í/Í Å 3 /Í Í/Å

Lautstärkeanpassung Í Í Í Í Í Å

Offline-Betrieb möglich Å Å Å Å Í Å

Stand: Juni 2012 1

nur Android, 2 Musikstreaming ist nur im Abo mit Speichererweiterung auf 25 GB für mind. 3,19 Euro möglich, 3 erfordert die Einrichtung eines speziellen Verzeichnisses

48

connect 8/2012


Unabhängige Player

Einer für alle – mit diesen unabhängigen Playern

erreichen Sie mehrere Clouds auf einmal

UCloudplayer

Als kontaktfreudig,

aber auch noch als

etwas unausgereift

erweist sich der

UCloudplayer, der

sich parallel mit

Box, Dropbox, Sky-

Drive und Sugar-

Sync verbinden

kann. In Vorbereitung

sind Zugänge

zu den Newcomern

Google Music und

Amazon Music. Als

etwas umständliches Tool zur Synchronisation

einzelner Ordner benötigt der UCloudplayer

auf allen Cloud-Servern das Verzeichnis „Songs“.

Immerhin gelangen auf diese Weise nicht alle

Audiodateien des entfernten Speichers ungewollt

in den Player. Wer den Überblick darüber behalten

will, woher die Titel stammen, wird sich in der

etwas bunten Ansicht schwer tun: Allzu viele

Farben verwendet der UCloudplayer, um in einer

Spalte sowohl das Musikformat als auch die

Datenquelle darzustellen. Hinzu kommt, dass in

der Anzeige nach „Titles“, „Artists“ und „Albums“

über die gleichnamigen Buttons weder eine entsprechende

Sortierung erfolgt noch alle erwarteten

Informationen angezeigt werden. Aus dem Player

heraus lassen sich einzelne Titel in Playlisten speichern,

die hier auch erstellt werden können. Auf

dem iPhone lässt sich der 3G-Modus für den reinen

WLAN-Betrieb deaktivieren, einen Equalizer

gibt’s hier nicht. Umgekehrt in der Android-Version:

Hier verfügt der Player über einen Equalizer, aber

3G für WLAN lässt sich nicht abschalten. Alles in

allem wünschen wir uns Nachbesserung, bevor wir

die App als echten Multiplayer empfehlen können.

CloudAround

Der CloudAround-

Player für Android-

Smartphones gefällt

bereits mit seiner

tollen Optik: Wenn

die entsprechende

Option aktiviert ist,

lädt der Player im

Hintergrund Bilder

der Interpreten herunter,

auf Wunsch

sogar in HD, und

verwendet sie nach

dem Zufallsprinzip

als Background in der Listenansicht.

Auch nach Albencovern kann dieser Player

im Hintergrund suchen.

Zu den Verbindungsprofilen von Cloud Around

gehören aktuell die Amazon-S3-Cloud, Box,

Dropbox sowie Rackspace Music. Wer möchte,

kann auch die Audiofiles aus seinem lokalen

Speicher in die Titelliste einbeziehen. Duplikate,

also Dateien, die sich auf mehreren verbundenen

Clouds oder nochmals im lokalen Speicher

befinden, werden auf Wunsch ausgeblendet. Bei

der Erstellung von Playlisten können die Titel

aus sämtlichen Quellen kombiniert werden. Die

reservierbare Cache-Größe erfragt die App nicht

in Gigabyte, sondern benutzerfreundlich in Form

der Anzahl der Titel. Was fehlt, ist die Möglichkeit,

einzelne Ordner für die Datenverbindungen

anzugeben – so wird nun jeweils der komplette

Cloud-Speicher gescannt. Dafür lassen sich

einzelne Titel, Interpreten oder Alben ausblenden.

Ein Widget für CloudAround gibt es in der aktuellen

Version noch nicht, ist aber laut Homepage des

Entwicklers (www.cloudaround.com) in mehreren

Varianten in Planung.

Just Player

Just Player greift

zunächst auf den

lokalen Datenspeicher

zu. Für Verbindungen zur

Dropbox oder zum

musik orientierten

Ampache-Server (www.

ampache.org) benötigt

der Player zusätzliche

Apps, die jedoch ebenfalls

kostenlos erhältlich

sind, und ruft diese

direkt im Playstore zum

Nachladen auf. Dabei

speichert der Just Player für jeden Dienst

separat, ob die Stücke auch über das Mobilfunknetz

gestreamt werden sollen oder nur im WLAN.

In letzterem Fall können für unterwegs bis zu zehn

Titel geladen werden. Die Sortierung nach Alben,

Künstler, Titel, Genre oder Ordner zeigt nur jeweils

die Inhalte der gerade gewählten Cloud respektive

des internen Speichers an. Anstelle von Albencovern

zeigt der Player einen grafischen Equalizer,

mit dem sich mehrere Audioprofile auswählen lassen;

man kann die Frequenzbereiche aber auch

von Hand anpassen. Nettes Feature, aber schwer

zu finden: Hält man in der Listenansicht den Finger

auf einen Titel, öffnet sich ein Menü, das unter „i“

wie Informationen zusätzliche Infos, die Lyrics oder

eine Liste mit YouTube-Videos zur Ansicht bringt –

diese Clips lassen sich auch abspielen. In den nur

als Beta-Version verfügbaren Advanced Settings ist

die Player-Steuerung im Sperrbildschirm aktivierbar,

ebenso dann, wenn die App Last.fm Scrobbler

installiert ist. Dann besteht auch eine Verbindung

zu Last.fm. Mehr zum aktuellen Release unter

http://justplayer-dev.blogspot.de.

Der Trend geht zur Allnet-Flat: Smarter Tarif fürs Smartphone

ANZEIGE

Jedes zweite Handy, das in Deutschland verkauft

wird, ist heute ein Smartphone. Tendenz

steigend. Die neuen Geräte machen das Internet

mobil: E-Mail, soziale Netzwerke oder

Apps sind immer und überall dabei. Das Nutzungsverhalten

ändert sich und damit auch

die Anforderungen an den Mobilfunktarif.

Die Folge: 74% der Smartphone-Einsteiger

suchen nach einem neuen passenden Tarif.**

Neben dem Telefonieren wird der Datentarif

zum wichtigsten Auswahlkriterium.

Der neueste Trend: Die Allnet-Flat, wie sie unter

anderem blau.de anbietet. Die Allnet-Flat

ist speziell auf Smartphones wie iPhone, Samsung

Galaxy & Co. ausgelegt, denn sie ist sowohl

eine Flatrate für Anrufe in alle deutschen

Handy-Netze und ins deutsche Festnetz, als

auch eine Flatrate für das mobile Internet. Ein

Rundumsorglos-Paket für clevere Smartphone-

Nutzer zum extrem smarten Preis von 19,90€

im Monat.* So günstig war die Smartphone-

Nutzung noch nie. Übrigens: Wer auf eine SMS-

Flat nicht verzichten will, kann diese für 5€ pro

Monat* optional zubuchen.

BLAU.DE

ALLNET-FLAT

Allnet-Flat

FLAT in alle Handy-Netze

FLAT ins Festnetz

FLAT ins Internet

Flat in alle dt.Handy-Netze

Flat in dt.Festnetz

Flat ins Internet (500 MB Highspeed)

Handynummern-Mitnahme möglich

24 Monate Laufzeit

nur

19, 90€

im Monat *

Tarif-Erweiterungen

Upgrade SMS-Flat

Upgrade Internet-Flat1GB

Weitere Informationen auf www.blau.de sowie in allen Base- und E-Plus-Shops.

*Vertragslaufzeit: 24 Monate, zzgl. einmaliger Anschlussgebühr von 19,90€. Umfasst nur innerdeutsche Standardverbindungen. Internet-Flat bis 500 MB max. Geschwindigkeit von bis zu 7,2

MBit/s, danach GPRS-Geschwindigkeit (max. 56 kbit/s). SMS-Preis ohne Upgrade 9 Cent/SMS. Upgrade SMS-Flat für 5€/Monat; jederzeit zubuchbar mit Laufzeit des Basistarifs.

**Quelle: GEWIS-Umfrage im Auftrag von blau Mobilfunk 2012


Player für spezifische Clouds

Mobilfunk

Musik und Daten unter einem Dach:

Auf den richtigen Player kommt es an

CloudMe

Ähnlich wie die weitverbreitete Dropbox ermöglicht

CloudMe die automatische Datensynchronisation

zwischen dem heimischen Rechner und

etlichen Mobilgeräten und bietet sogar einen

WebDAV-Zugang. Während sich die Apps der

Anbieter bei den meisten Cloud-Dienstleistern auf

die Ordnerverwaltung beschränken und allenfalls

rudimentäre Abspielmöglichkeiten für Musik

bieten, ist die Oberfläche der CloudMe-App ansprechend

aufbereitet und stellt beispielsweise

Fotos in einer Albumansicht dar. Einzige Voraussetzung

ist die Einhaltung der funktionsorientierten

Ordnerstruktur: Musiktitel sucht und findet der

Player beispielsweise nur in und unterhalb des

Ordners Musik. Während auf dem iPhone ein

eigener Musicplayer integriert ist, tut sich unter

Audiotap

Das Herz der Musikwiedergabe auf dem iPod ist

iTunes. Die Musikbibliothek befindet sich jedoch

auf dem lokalen Rechner und fand bislang nur

über den kostenpflichtigen Dienst iTunes Match

ihren Weg in die Cloud. Wer seine iTunes-Bibliothek

auch außerhalb der eigenen vier Wände auf

all seine Geräte synchronisieren will, zahlt fürs

Streaming 24,99 Euro pro Jahr und erkauft sich

damit auch die eventuell fehlende Legalisierung

aller Titel der eigenen Bibliothek. Günstiger geht

es mit der Software Audiotap. Mit der Streaming-

App holt man sich die komplette iTunes-Bibliothek

aufs iPhone, ohne dessen Speicher zu belasten.

Voraussetzung ist die Installation der Software auf

dem PC oder dem Mac, auf dem iTunes installiert

ist, und der idealerweise per Wake on LAN aus der

Ferne aus dem Ruhezustand geholt werden kann.

Für beides, Wake On LAN im Allgemeinen und den

Fernzugriff auf die Audiotap-Software, können

unter Umständen Konfigurationsänderungen im

Android bei der Anwahl von Musiktiteln eine

Liste auf, welche die auf dem Smartphone

installierten Player-Apps zeigt. Auf dem

iPhone wiederum fehlt ein Refresh-Button,

um die am PC verschobenen Dateien in der

mobilen Ansicht zu aktualisieren, ohne hierfür die

App neu starten zu müssen; Albencover werden

ebenfalls nicht angezeigt.

CloudMe bietet Speichervarianten bis maximal

100 Gigabyte, wovon die ersten drei inklusive

WebDav-Zugang, automatischem Foto-Upload

und Musikstreaming kostenlos sind. Während

sich der Anbieter selbst in puncto Apps auf

iOS und Android beschränkt, finden sich bei Drittherstellern

auch Sync-Tools für das iPad und

den Blackberry. www.cloudme.com

Router notwendig sein, die Software

gibt hier jedoch einige Hilfen.

Den ersten Test macht man am

besten über WLAN, denn dann merkt sich

die auf dem iPhone installierte App auch

gleich den Code, den sie für den Fernzugriff

benötigt – und speichert ihn für jede

iTunes-Bibliothek, mit der sie einmal

verbunden wurde, dauerhaft ab. Alsdann

sind alle Änderungen in iTunes wie Playlisten

oder neu erstandene Songs auch

ohne Synchronisation unterwegs auf dem

iPhone verfügbar, und nicht nur das:

Playlisten, die auf dem iPhone erstellt

werden, gehen sogar den umgekehrten

Weg und landen auf dem PC. Vorbildlich:

Über den Player kann zur Verkleinerung

des mobilen Datenstroms die Bitrate

eingestellt werden.

www.audiotapapp.com

APP

Music Player

for Wuala

CloudMe MusicDropNPlay Songbox Audiotap

Cloud-Service Wuala CloudMe Dropbox Dropbox iTunes

Preis Vollversion Android/iTunes kostenlos/Í kostenlos/kostenlos 1,59/Í Í/0,79 Í/2,99

Speicher kostenlos/max. 5 GB/100 GB 3 GB/100 GB 2 GB/100 GB 2 GB/100 GB unlimitiert

Formate MP3, WMA MP3, WAV MP3 MP3 M4A, MP3

Playlist mobil/über PC oder Browser Å/Å Í/Í Å/Í Å/Í Å/Å

nur WLAN (mobile Datenverbindung deaktivierbar) Å Í Í Í Å

Bitrate einstellbar Í Í Í Í Í

Cache deaktivieren/reservieren/leeren Å/Å/Å 1 Í/Í/Å Í/Å/Å Í/Í/Å Í/Í/Í

Verzeichniswahl: für Datenverbindung/im Player Í/Í Í/Å Í/Í Å/Í Í

Lautstärkeanpassung Í Í Í Í Å 1

Offline-Betrieb möglich Í Í Å Í Í

Stand: Juni 2012 1

über iTunes

50

connect 8/2012


Songbox

Der Songbox-Player

scannt einen Dropbox-Account

automatisch

nach allen

MP3- und M4A-

Dateien. Tipp: Nach

dem Einloggen nicht

gleich den Scan-

Vorgang starten,

sondern zunächst in

den Einstellungen

das Verzeichnis

auswählen, in dem

man seine Musik für

unterwegs gespeichert hat, und anschließend

im Tab „Songs“ die Aktualisierung starten. Tut man

das nicht, durchläuft der Scanner möglicherweise

unnötig die gesamte Dropbox. Die aufgespürten

Dateien werden in eine Musikdatenbank einsortiert

und in zwei Tabs nach Songs oder Artists aufgelistet.

Beim Abspielen brauchen die Alben cover

immer ein wenig länger, die Titel selbst beginnen

jedoch zügig zu spielen. Ein „Mixtape“ im gleichnamigen

Tab ist im Grunde nichts anderes als eine

Playliste, erinnert aber vom Namen her an alte

Musikkassetten mit selbst zusammengestellter

Musik und sammelt damit bereits Sympathiepunkte.

Zudem können in der Songbox mehrere

Mixtapes angelegt und editiert werden. Das ist

eigentlich ein Muss für jeden Musicplayer, geht

aber leider nicht bei allen. Gerade die Streaming-

Player erstellen Playlisten häufig anhand der

Favorisierung eines Albums oder Titels, meistens

sogar nur eine einzige Liste.

Music Player for

Wuala

Sicherheit hat Priorität

bei LaCie, dem

französischen Hersteller

von Festplatten

und Raid-Systemen.

Der PC-Client für den

Cloud-Speicher Wuala

(gesprochen wie Voilà),

den LaCie im Internet

unter www.wuala.

com betreibt, verschlüsselt

die Daten

daher bereits vor dem Upload. Der Speicher

für beliebige Daten ist bis zu einem Volumen

von 5 Gigabyte kostenlos. Drei weitere Paketgrößen

bis maximal 100 Gigabyte gibt es für 29

bis 119 Euro jährlich, hinzu kommt eine Business-

Lösung. Neben den Apps des Herstellers für den

allgemeinen Zugriff auf die Cloud-Daten von unterwegs

gibt es bei Google Play den Music Player

for Wuala, der eigens für die in der Daten-Cloud

gespeicherte Musik zuständig ist. Der Player greift

über Weblinks zu, die man entweder in seiner

eigenen Cloud erzeugt oder von Freunden bekommt,

die ebenfalls ein Konto bei dem Web-

Dienstleister haben und für ihre Ordner private

oder öffentliche Freigaben erteilt haben. Titel

downloaden geht nicht, der Music Player for Wuala

ist ein reiner Streaming-Client. Aus der Markierung

von Titeln ergibt sich eine mobile Playlist, die Erstellung

mehrerer Playlisten ist nicht möglich. Nett

ist die „Einschlafhilfe“, ein Timer, der den Player

nach einer festgelegten Dauer abschaltet.

MusicDropNPlay

Bei MusicDropNPlay

für Android handelt

es sich um eine Playlist

für Musik, die auf einem

Dropbox-Account gespeichert

ist. Abgesehen vom

Bildschirm für die Einstellungen

gibt es nur

eine einzige Ansicht, das

macht die Sache einfach.

Sogar der Player ist

direkt in die Playlist integriert.

Über Plus- und

Minus-Symbole wird

diese editiert, und erst nach Betätigen des

Plus-Symbols öffnet sich das Dropbox-Verzeichnis

in einem Dateibrowser. Innerhalb der Dropbox-

Ordner können gleichzeitig mehrere Titel markiert

und zur Playlist hinzugefügt werden. In der Vollversion

wird das Hinzufügen unter anderem durch das

Scannen ganzer Verzeichnisbäume nach Musik

vereinfacht. Die Playlist lässt sich nach Titel oder

Interpret automatisch sortieren; auch kann man

durch Verschieben die Stücke in eine individuelle

Reihenfolge bringen. Man kann die Dateien auch

im Shuffle-Modus abspielen sowie einzelne oder

alle Titel herunter laden. Im Offline-Modus werden

nur die heruntergeladenen beziehungsweise im

Cache gespeicherten Stücke abgespielt, um die

versehentliche Nutzung der mobilen Datenverbindung

zu verhindern. Wie viele Titel im Cache bleiben,

hängt von der eingestellten Cache-Größe ab,

die der Nutzer direkt nach der Anmeldung an seinem

Dropbox-Account einstellen muss.

_08MA5_koelnmesse_connect_0812.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 95.00 mm);25. Jun 2012 09:15:46

www.gamescom.de

16.–19.8.

2012 KÖLN

Jetzt Tickets

sichern!

Koelnmesse GmbH

Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland

Telefon: +49 180 50 89 999*

(*14 Cent/Minute aus dem dt. Festnetz,

max. 42 Cent/Minute aus dem Mobilfunknetz)

gamescom@visitor.koelnmesse.de


Mobilfunk

3,5 Zoll 4,3 Zoll 4,5 Zoll 4,8 Zoll

Smartphones mit

großem Display liegen im Trend.

connect erklärt, worauf

Sie beim Kauf achten müssen

und zeigt eine Auswahl

empfehlenswerter Geräte.

is beautiful

BIG

W

enn Sie mit Ihrem Smartphone

häufig im Internet

unterwegs sind, Routen in Google

Maps planen, aufwendige Spiele

spielen oder Texte lesen und eventuell

sogar schreiben möchten,

wenn Sie also möglichst viel Platz

auf dem Bildschirm brauchen,

dann empfehlen wir Ihnen Smartphones

mit einer Displaydiagonale

ab 4,3 Zoll. Alles, was darunter

liegt, gehört zur Kompaktklasse,

ist zwar handlicher, fürs mobile

Surfen und Arbeiten aber lange

nicht so komfortabel wie die hier

vorgestellten Modelle.

Achten Sie beim Kauf bitte auch

auf die Displayauflösung. Diese

gibt an, wie viele Bildpunkte auf

dem Screen dargestellt werden. Je

höher die Auflösung, desto schärfer

die Inhalte und desto größer der

dargestellte Bildausschnitt, etwa

von einer Webseite. Bedeutet aber

auch: Je höher die Auflösung, desto

kleinteiliger die Inhalte wie

Schriften und Symbole. Ein Punkt,

den Sie bedenken sollten, wenn Sie

schlechte Augen haben. In jedem

Fall aber sollte die Auflösung mindestens

480 x 800 Pixel betragen,

am besten noch etwas mehr. Je größer

das Display, desto höher ist im

Idealfall auch die Auflösung, ansonsten

geraten Inhalte zu pixelig.

Entscheidend ist auch die Pixeldichte.

Der Bildschirm des Sony

Xperia S zum Beispiel stellt satte

720 x 1280 Pixel auf „nur“ 4,3 Zoll

dar. Daraus ergibt sich eine sehr

hohe Pixeldichte von 342 ppi (pixel

per inch) – aktueller Höchstwert

im connect-Ranking. Wenn

sich so viele Pixel auf einem Zoll

tummeln, dann kann das Auge bei

einem gewöhnlichen Abstand von

sagen wir 30 Zentimetern keine

einzelnen Bildpunkte mehr ausmachen.

Wenn Sie das Smartphone

weiter weg halten, genügt eine geringere

Pixeldichte. Für eine stets

geschmeidige Darstellung sollte

der Wert jedoch nicht signifikant

unter die 200-ppi-Marke rutschen.

Wenn Sie mit Ihrem Smartphone

oft im Freien hantieren, ist auch die

Displayhelligkeit ein wichtiger

Faktor: Je heller der Bildschirm,

desto besser lässt er sich an einem

hellen Sonnentag ablesen. Üblich

sind Werte zwischen 200 und 400

Candela pro Quadratmeter (cd/m2),

was für die Nutzung in Innenräumen

absolut ausreicht; niedriger

sollte der Wert allerdings nicht

sein. Für den häufigen Outdoor-

Einsatz empfehlen wir Displays

mit mehr als 400 cd/m2.

Alles Wichtige über die unterschiedlichen

Display-Techniken

lesen Sie im Kasten rechts.

Auf den nächsten Seiten haben

wir eine Auswahl empfehlenswerter

Smartphones mit großem

Display zusammengestellt.

ATHANASSIOS KALIUDIS

52

connect 8/2012


5 Zoll 5,3 Zoll

Die Displaytechnik

Super-AMOLED-Plus-extra-toll-und-sowieso: Alles nur

Marketing-Blabla! Was unterscheidet OLEDs und TFTs?

Aktuelle Smartphones haben entweder eine OLEDoder

eine TFT-Anzeige. Hinter der geschützten Bezeichnung

„(Super-)AMOLED Plus“ steckt lediglich die

Marketingabteilung von Samsung – die Technologie

dahinter heißt OLED. Und diese unterscheidet sich in

ihrer Funktionsweise grundsätzlich von der etablierten

TFT-Technik. Bei einem TFT-Display (Thin Film Transistor)

besteht jeder einzelne Bildpunkt aus drei Zellen mit

vorgesetztem roten, grünen oder blauen (RGB-Farben)

Farbfilter. Die jeweiligen Zellen werden über Transistoren

angesteuert und können so jede

beliebige Farbe erzeugen. Wichtig

zu wissen: TFT-Anzeigen müssen

meist von hinten beleuchtet

werden, damit die Inhalte auf

dem Smartphone-Screen auch

sichtbar werden.

Anders bei Displays mit organischen

Leuchtdioden, den OLEDs

(Organic Light Emitting Diode):

Das sind selbstleuchtende Materialien,

die keine externe Lichtquelle

benötigen, weshalb sie

dünner und folglich platzsparender

sind als TFT-Bildschirme.

Jeder Bildpunkt besteht bei

einem OLED-Display aus drei

Dioden mit den Farben Rot, Grün und Blau, die jeweils

über eine eigene Stromverbindung geregelt werden

und zusammen alle Farben darstellen können.

Was bedeutet das für die Darstellungsqualität?

Konkretes Beispiel: Um die Farbe Schwarz auf einem

TFT-Display darzustellen, muss das von der Lichtquelle

abgestrahlte Licht blockiert werden. Daher sieht

Schwarz auf einem TFT immer ein bisschen grau aus.

Bei einem OLED-Display wird der entsprechende Bildpunkt

einfach ausgeschaltet, es gibt keine Lichtquelle,

die blockiert werden muss.

Folglich ist Schwarz auf einer

OLED-Anzeige schön tief.

OLED-Bildschirme haben

also einen höheren Kontrast

und stellen technologiebedingt

Farben kräftiger dar, dafür sind

TFTs in der Regel heller und

somit bei direkter Sonneneinstrahlung

besser ablesbar.

Was die seitliche Ablesbarkeit

angeht, sind OLED-Screens

zwar grundsätzlich im Vorteil,

doch auch die Blickwinkelstabilität

guter TFT-Bildschirme

reicht für den Handybetrieb

absolut aus.

Fotos: © Laborant (1), Vtls (1), Winszon Link (1) – shutterstock.com

53


Mobilfunk

HTC One S

Exzellentes Display, vorbildlich verarbeitetes Gehäuse, nutzerfreundliche

Oberfläche: Das One S ist eine sehr gute Wahl.

4,3 Zoll

Steckbrief

HTC One S

Straßenpreis: 440 Euro

Diagonale: 4,3 Zoll

Auflösung: 540 x 960 Pixel

Typ: OLED

Pixeldichte: 256 ppi

Helligkeit: 320 cd/m²

typische Ausdauer: 5:53 Stunden

Test in connect 6/2012

Sattes Schwarz, kräftige Farben

und ein hervorragender Kon trast:

Unter den aktuellen 4,3-Zoll-

Smartphones nimmt das One S

dank seines wirklich beeindruckenden

Bildschirms eine herausragende

Stellung ein. Der

Touchscreen reagiert wunderbar

auf jede Berührung, die Bildschirmauflösung

ist praxisgerecht.

Bilder, Videos, Karten,

Webseiten – egal welche Inhalte,

die Darstellung ist stets übersichtlich

und scharf

gezeichnet. Und

selbst die Displayhelligkeit,

die bei

OLEDs naturgemäß

nicht ganz so gut

ausfällt wie bei vergleichbaren

TFT-

Bildschirmen, liegt

mit ordentlichen 320 cd/m2 auf

einem guten Niveau.

Die Software ist der wahre Held

Und damit das gute Stück auch

möglichst lange unversehrt

strahlt, hat HTC seinem Spitzenmodell

eine Displayabdeckung

aus robustem Gorilla-Glas verpasst.

Hinzu kommt das eloxierte,

schlanke und schicke Unibody-Alugehäuse

– das HTC

One S ist ein echter Hingucker,

dessen wahre Stärke aber seine

Software ist.

Das System basiert auf Android

4.0; darüber hat HTC die

neueste Version seiner Sense-

Oberfläche installiert und mit

ihr einige clevere und im Alltag

nützliche Zusatz-Features, beispielsweise

den tief im System

integrierten Client für den

Cloud-Dienst Dropbox. HTC

spendiert hierfür zwei Jahre lang

25 Gigabyte kostenlosen Onlinespeicher.

Und der ist auch nötig,

denn der lokale Speicher (13

GB) lässt sich nicht erweitern.

Und die Performance?

Der Doppelkern-Prozessor mit

1,5 GHz leistet erstklassige

Arbeit, eher unterdurchschnittlich

sind allerdings die Funkeigenschaften,

besonders in den

UMTS-Netzen. Dafür überzeugt

die Akustik beim Telefonieren,

genauso wie die Ausdauer mit

beinahe sechs Stunden im täglichen

Nutzungsmix.

connect-Urteil

gut (393 Punkte)

Sony Xperia S

Brillantes Display, tolle Kamera und fast komplette

Ausstattung – nur der Akku schwächelt ein wenig.

Steckbrief

Sony Xperia S

Straßenpreis: 385 Euro

Diagonale: 4,3 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 342 ppi

Helligkeit: 461 cd/m²

Ausdauer: 4:18 Stunden

Test in connect 5/2012

Frisch von der Leber weg: Das

Display des Xperia S ist eine

Wucht! Und zwar ohne übertrieben

mit Farben zu protzen. Mit

720 x 1280 Pixeln auf 4,3 Zoll

kommt die Anzeige auf eine Pixeldichte

von bisher unerreichten

342 ppi. Einzelne Bildpunkte

sind da mit bloßem Auge nicht

mehr zu erkennen; selbst kleine

Schriften wirken gestochen

scharf. Gleichzeitig sorgt die

hauseigene Mobile Bravia Engine

für eine kräftige

und dennoch

natürliche Darstellung.

Zudem ist die

Anzeige schön hell

und somit auch in

hellem Tageslicht

oder an sonnigen

Tagen im Freien gut

ablesbar. Und selbst aus schrägem

Blickwinkel sind die Displayinhalte

problemlos zu erkennen,

weshalb Sie sich auch

locker zu dritt um den Screen

scharen können, um sich beispielsweise

gemeinsam einen

Film anzuschauen – gerne auch

im Full-HD-Format (1080p).

Großer Energiehunger

Auch die Kameras des Sony

Xperia S dürften Sie zum

Staunen bringen: Die Linse

auf der Rückseite bietet satte

12 Megapixel und zeichnet

Full-HD-Videos auf, die Frontkamera

schafft immerhin HD-

Auflösung. Auch bei relativ

schlechten Lichtverhältnissen

gelingen bereits detailreiche und

farbgetreue Aufnahmen.

Die Ausstattung ist bis auf

den nicht erweiterbaren Speicher

vollständig; der interne Speicher

ist mit über 26 Gigabyte immerhin

üppig bemessen. Android

kommt in der weit verbreiteten,

aber nicht mehr aktuellen Gingerbread-Version;

ein Update

ist versprochen. Zu kämpfen hat

das Xperia S lediglich mit seinem

relativ großen Energiehunger:

Mit etwas über viereinviertel

Stunden typischer Ausdauer

im Alltagsmix ist das Energiemanagement

für ein Internet-

Smartphone zwar nicht wirklich

schlecht, aber es könnte schon

etwas mehr bieten.

connect-Urteil

gut (383 Punkte)

54

connect 8/2012


Motorola Razr

Starker OLED-Screen, Top-Ausstattung, solide Laborwerte:

Das Razr gehört zu den komplettesten Smartphones.

Steckbrief

Motorola Razr

Straßenpreis: 265 Euro

Diagonale: 4,3 Zoll

Auflösung: 540 x 960 Pixel

Typ: OLED

Pixeldichte: 256 ppi

Helligkeit: 293 cd/m²

Ausdauer: 4:54 Stunden

Test in connect 2/2012

Wer das Razr einmal in der Hand

hatte, behält es in Erinnerung. Es

ist ausgesprochen dünn, aber

dennoch robust – gerade einmal

sieben Millimeter messen wir

mit unserem Messschieber an

der dünnsten Stelle, zehn sind es

an der höchsten. Sein Materialmix

aus Kunststoff und Kevlarfasern

ist einzigartig, die Verarbeitung

gewissenhaft und

solide; kein Gequietsche, kein

Knarzen – das ist Qualität auf

Top-Niveau. Über

Geschmack lässt

sich ja bekanntlich

nicht streiten, aber

das kantige, durchaus

ein wenig sperrige

Design des

Razr sticht – zumindest

nach Meinung

der allermeisten connect-

Redakteure – positiv aus der Android-Masse

heraus.

Erstklassiges Gesamtpaket

Wichtiger als die Optik ist freilich

die Gesamtperformance,

und hier zeigt sich das Razr als

eines der derzeit komplettesten

Smartphones überhaupt. Seine

Akkulaufzeit ist zwar nicht überragend,

aber sehr solide; seine

Funkeigenschaften sowohl in

den GSM- als auch in den

UMTS-Netzen sehr gut; die

Akustik beim Telefonieren ist in

beiden Richtungen sauber und

klar. Hinzu kommt die zeitgemäße

Hardware-Ausstattung mit

einem sehr potenten Zweikern-

Prozessor (1,2 Gigahertz), erweiterbarem

Speicher (intern

11,5 Gigabyte), anständiger

Kamera (8 Megapixel) und starkem

OLED-Bildschirm. Der

4,3-Zoll-Screen zeigt ein sehr

gutes Kontrastverhältnis, stellt

Farben satt und kräftig dar, ist

blickwinkelstabil, mit knapp 300

cd/m2 ausreichend hell und dank

der kratzfesten Gorilla-Glas-Abdeckung

auch hart im Nehmen.

Nach Adam Riese ergibt das

alles zusammen ein erstklassiges

Gesamtpaket. Nur ein kleiner

Wermutstropfen bleibt: Der

Rollout für das Update auf

Android 4.0 alias Ice Cream

Sandwich hat – Stand Anfang

Juni – noch nicht begonnen.

connect-Urteil

gut (401 Punkte)

LG Prada Phone 3.0

LG und Prada bescheren der Welt ein stilvoll

designtes Smartphone mit superhellem Screen.

Steckbrief

LG Prada Phone 3.0

Straßenpreis: 310 Euro

Diagonale: 4,3 Zoll

Auflösung: 480 x 800 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 217 ppi

Helligkeit: 705 cd/m²

Ausdauer: 4:30 Stunden

Test in connect 5/2012

Beeindruckende 705 cd/m2 hat

unser Helligkeitsmessgerät angezeigt

– das ist eine Hausnummer.

Es geht zwar noch heller (siehe

Sony Xperia P auf Seite 30), im

Schnitt messen wir aber deutlich

niedrigere Werte. Somit ist der

Bildschirm des Prada Phone 3.0

an hellen Sonnentagen im Freien

besser ablesbar als der Screen

vergleichbarer Smartphones.

Fotos, Videos, Karten oder auch

Texte werden exzellent in Szene

gesetzt, auch wenn

die Displayauflösung

mit 480 x 800

Pixeln nicht mehr

ganz auf Top-Niveau

liegt.

Ansonsten ist das

Mode-Phone in Sachen

Hardware auf

dem aktuellen Stand der Technik:

Die Regie führt ein Zweikern-Prozessor

mit je einem Gigahertz

Taktfrequenz, der sehr

gut auf den Touchscreen abgestimmt

ist und somit ruckelfreies

Arbeiten ermöglicht; der interne

Speicher liegt bei rund sechs

Gigabyte und ist per Micro-SD-

Karte erweiterbar. Bilder fängt

eine 8-Mega pixel-Kamera mit

Fotolicht und Autofokus ein,

Videos zeichnet diese mit 1920 x

1080 Pixeln auf, also in Full-HD.

Update steht noch aus

Die Benutzeroberfläche des

Prada Phone hat LG überarbeitet,

hier dominieren die Farben

Schwarz und Weiß. Unter

der schicken Oberfläche werkelt

Android in Version 2.3, das

Update auf Android 4 ist angekündigt,

allerdings noch nicht

verfügbar. Aber auch so wird das

Software-Paket mit Office-Suite,

Automodus oder auch UKW-

Radio dem Anspruch gerecht.

Anders schaut’s da bei der Akkulaufzeit

aus, die im praxisrelevanten

Mischbetrieb mit knapp

viereinhalb Stunden vergleichsweise

mau ausfällt. Dafür ist die

rauscharme, in beide Richtungen

gut verständliche Akustik über

jeden Zweifel erhaben. Bei den

Empfangsmessungen ist das Bild

wiederum geteilt: im GSM-Netz

gut, im UMTS-Einsatz mit leichten

Schwächen.

connect-Urteil

gut (381 Punkte)

55


Mobilfunk

ZTE Tania

4,3 Zoll

Großer Screen, gute Ausdauer: Das Tania bietet einen

günstigen Einstieg in die Welt von Windows Phone.

Steckbrief

ZTE Tania

Straßenpreis: 250 Euro

Diagonale: 4,3 Zoll

Auflösung: 480 x 800 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 217 ppi

Helligkeit: 175 cd/m²

Ausdauer: 4:43 Stunden

Test in connect 6/2012

Steckbrief

LG P720 Optimus 3D Max

Straßenpreis: 420 Euro

Diagonale: 4,3 Zoll

Auflösung: 480 x 800 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 217 ppi

Helligkeit: 408 cd/m²

Ausdauer: 4:15 Stunden

Test in connect 7/2012

Hier bekommt man was für sein

Geld: Das gerade einmal 250 Euro

teure Tania ist ein ausgewachsenes

Smartphone, das auf seiner

4,3-Zoll-Anzeige viel Platz für

Internetseiten, Spiele-Apps und

die virtuelle Tastatur bietet. Die

Auflösung von 480 x 800 Pixeln

hat Microsoft für Smartphones

mit Windows-Phone-Betriebssystem

vorgeschrieben, mehr ist nicht

drin. Damit lässt sich aber gut

leben: Die Oberfläche wird angenehm

groß dargestellt, Inhalte

erscheinen durchaus brillant, die

Pixelstruktur ist nur bei ganz

genauem Hinschauen zu erkennen.

Allerdings ist die Anzeige

mit nur 175 cd/m2 nicht besonders

hell. Was aber enorm stört, insbesondere

in heller Umgebung: Der

Bildschirm spiegelt kräftig.

Die Frage ist berechtigt: Wer

braucht schon 3-D auf dem Smartphone?

Early Adopters und Geeks

verstehen diese Frage allerdings

überhaupt nicht und wollen lieber

wissen, ob sie für das LG Optimus

3D Max eine 3-D-Brille brauchen.

Die Antwort ist übrigens nein –

die dreidimensionalen Inhalte

lassen sich glücklicherweise ohne

Nasenfahrrad bestaunen.

Viel Software rund um 3-D

Richtig interessant wird die 3-D-

Funktion freilich erst dank der

auf der Rückseite untergebrachten

Stereokamera mit ihren zwei

5-Megapixel-Sensoren. Im Videomodus

sind mit ihr Full-HD-Aufnahmen

in 2- oder 3-D möglich.

Fotografieren und Filmen in 3-D

macht ordentlich Spaß, auch weil

Noch ein Manko: Nicht einmal

2,6 Gigabyte frei verwendbaren

Speicher bietet das ZTE Tania, und

dieser Speicher ist dank Microsoft-

Vorgaben nicht erweiterbar. Große

Musiksammlungen oder gar Filme

bringen den Speicher schnell zum

Überlaufen.

Gut und günstig

Dass das Tania trotz der genannten

Schwächen ein gutes Smartphone

ist, zeigen die Laborwerte:

Die Empfangsqualität passt, der

Klang ist natürlich und die Ausdauer

mit rund vierdreiviertel

Stunden im Nutzungsmix durchwachsen,

aber ganz ordentlich.

connect-Urteil

befr. (353 Punkte)

LG Optimus 3D Max

Keine Eintagsfliege: Das 3D Max ist bereits das dritte

verfügbare 3-D-Smartphone. Sinnvoll oder nicht?

sich die Ergebnisse gleich auf

dem Smartphone-Display betrachten

lassen; konstruktionsbedingt

übrigens nur im Querformat. Mit

am Start sind ein 3-D-Videoschnittprogramm,

ein 3-D-Konverter,

drei 3-D-Spiele sowie ein

interaktives Bilderbuch. Aber

Obacht: Die dreidimensionalen

Spielereien strengen die Augen

deutlich mehr an als die konventionelle

2-D-Ansicht.

Und was sagt das Messlabor?

Funk- und Akustikleistungen

liegen auf insgesamt gutem

Niveau, der Akku ist allerdings

schon nach nur viereinviertel

Stunden leer – das geht besser.

connect-Urteil

befr. (373 Punkte)

Nokia

Lumia 900

Neues Nokia-Microsoft-

Flaggschiff mit gelungenem

4,3-Zoll-Bildschirm.

Nokia und Microsoft geben

weiterhin Gas und legen mit

dem Lumia 900 ihr neues Windows-Phone-Spitzenmodell

in

die Regale. Der kontraststarke

4,3-Zoll-OLED-Screen hat eine

standardmäßige Auflösung von

480 x 800 Pixeln und bietet

mehr Übersicht als sein etwas

kleineres Schwesternmodell

Lumia 800. Für Bedienkomfort

sorgen das schnelle Feedback

auf Eingaben und der schnelle

Start von Programmen. Nokias

kostenlose Navigationssoftware

Drive, die in der neuen Version

nun auch ohne Datenverbindung

den richtigen Weg findet,

ist ab Werk auf dem Lumia 900

installiert (Volltest Seite 22).

connect-Urteil

gut (375 Punkte)

Steckbrief

Nokia Lumia 900

Straßenpreis: 500 Euro

Diagonale: 4,3 Zoll

Auflösung: 480 x 800 Pixel

Typ: OLED

Pixeldichte: 217 ppi

Helligkeit: 236 cd/m²

Ausdauer: 4:16 Stunden

Test in connect 8/2012

56

connect 8/2012


4,7 – 4,8 Zoll

Samsung Galaxy S III

Mächtiges Display, starker Prozessor, reichlich Features,

gute Laborwerte – besser geht’s nicht!

Steckbrief

Samsung Galaxy S III

Straßenpreis: 565 Euro

Diagonale: 4,8 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: OLED

Pixeldichte: 306 ppi

Helligkeit: 241 cd/m²

Ausdauer: 6:38 Stunden

Test in connect 8/2012

Einen einzigen Schwachpunkt

hat das Galaxy S III – sein

Kunststoffgehäuse. Keine Frage,

es ist sehr solide und gewissenhaft

verarbeitet, vor allem die

flache Bauweise mit den abgerundeten

Ecken gefällt uns sehr.

Seinem Anspruch als Spitzen-

Smartphone wird die Schale aber

einfach nicht gerecht. Schwamm

drüber, die Vorteile und Vorzüge

der neuen Nummer eins im

connect-Ranking überwiegen

und machen dieses

Manko im Handumdrehen

wieder

wett. Allen voran

das fantastische Display:

Die Bildqualität

des OLED-

Screens ist unglaublich

brillant, farbstark

und kontrastreich. Solche

erstklassige Qualität gibt’s nicht

allzu oft. Die Auflösung erreicht

mit 720 x 1280 Pixeln HD-Niveau,

die Pixeldichte liegt bei

satten 306 ppi. Auch wenn man

seitlich auf den Bildschirm

schaut, erscheinen die Inhalte

unverfälscht und gut erkennbar

– einfach toll.

Nur LTE ist nicht an Bord

Erfreulicherweise handelt

Samsung in manchen Punkten

gegen den Trend. So ist der

Stromsammler des S III, der mit

über sechseinhalb Stunden typischer

Ausdauer sehr gute Werte

erreicht, nicht fest verbaut,

sondern wechselbar. Auch der

immer öfter fehlende Speicherkartenslot

steht hier auf der

Habenseite. Dem Trend zu Vierkern-Prozessoren

folgen die

Koreaner allerdings, und das ist

auch gut so: Der mit 4 x 1,4

Gigahertz getaktete Chipsatz

bringt das S III auf Zack. Ausstattungsseitig

ist mit NFC,

8-MP-Kamera und Android 4

praktisch alles Neue am Start,

mit einer Ausnahme: LTE steht

für die Europamodelle nicht zur

Verfügung. Schade, damit hätte

sich Samsung noch deutlicher

von der Konkurrenz absetzen

können. Dafür sind die GSMund

UMTS-Eigenschaften top.

Lesen Sie ab Seite 14 alles über

das neue Topmodell.

connect-Urteil

sehr gut (425 Punkte)

HTC One X

4,7 Zoll: Wer sich einmal an den riesigen Screen des

HTC One X gewöhnt hat, will nicht mehr zurück.

Steckbrief

HTC One X

Straßenpreis: 500 Euro

Diagonale: 4,7 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 313 ppi

Helligkeit: 431 cd/m²

Ausdauer: 5:28 Stunden

Test in connect 6/2012

Her mit dem Riesen-Display:

Das HTC One X sieht nicht nur

total schick aus, es fühlt sich in

seinem perfekt verarbeiteten

Unibody-Gehäuse aus Polycarbonat

auch noch richtig gut an.

Die Faszination liegt aber ganz

klar auf dem tollen und satte 4,7

Zoll großen Display. Mit der bequemen

Ein-Hand-Bedienung

klappt es bei solchen Dimensionen

zwar nicht mehr reibungslos.

Wer sich aber einmal an daran

gewöhnt hat, E-

Mails, Webseiten,

Kalender, Karten,

Facebook oder was

auch immer auf so

einem großen Bildschirm

mobil zu

nutzen, der passiert

den „Point of no return“

– zu Smartphones mit

kleineren Bildschirmen gibt’s

kein schmerzfreies Zurück mehr.

Satte 720 x 1280 Pixel stellt

das LC-Display dar, mit naturgetreuen

Farben, hohem Kontrast

und sehr stabilem Blickwinkel.

Und das alles bei einem

absolut erstklassigen und ruckelfreien

Arbeitstempo, dank des

Vierkernprozessors mit je 1,5

Gigahertz – so macht es richtig

Spaß, mobil zu sein.

Inklusive gratis Online-Speicher

Leider kann das HTC One X mit

Micro-SD Karten nichts anfangen,

ein entsprechender Slot

fehlt. Der interne Speicher von

rund 27 frei nutzbaren Gigabyte

ist aber üppig. Außerdem hat

HTC den Clouddienst Dropbox

voll in das System integriert –

das im Übrigen auf Android 4.0

basiert und mit der HTC-Sense-

Oberfläche überzogen ist – und

spendiert jedem Nutzer zwei

Jahre lang 25 Gigabyte kostenlosen

Webspeicher. Und damit der

ganze Spaß nicht zu früh vorbei

ist, hat HTC das Energiemanagement

optimiert und dabei richtig

gute Arbeit geleistet. Denn trotz

seines Giganto-Displays, das

mobiles Internet erst richtig verlockend

macht, hält es selbst bei

reger Nutzung mit fünfeinhalb

Stunden Ausdauer im Alltagsmix

locker einen Tag durch. Das ist

wirklich ganz großes Kino!

connect-Urteil

gut (395 Punkte)

57


Mobilfunk

4,7

Zoll

Steckbrief

Samsung Galaxy Nexus

Straßenpreis: 340 Euro

Diagonale: 4,7 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: OLED

Pixeldichte: 326 ppi

Helligkeit: 271 cd/m²

Ausdauer: 4:37 Stunden

Test in connect 2/2012

Steckbrief

HTC Titan

Straßenpreis: 320 Euro

Diagonale: 4,7 Zoll

Auflösung: 480 x 800 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 199 ppi

Helligkeit: 421 cd/m²

Ausdauer: 4:03 Stunden

Test in connect 1/2012

Samsung Galaxy Nexus

Android 4 in Reinform, starke Performance,

ordentliche Laborwerte, geniales Display – wow!

Die Benutzeroberfläche von

Android-Smartphones sieht je

nach Hersteller immer anders

aus. Samsung, HTC, Sony, LG

oder Motorola – praktisch jeder

bastelt seine eigene Oberfläche.

Android in Reinform

gibt’s ab Werk nur bei den

Nexus-Modellen. Das Galaxy

Nexus war das erste Smartphone

mit der neuen Android-

4-Version, das eigentliche

Highlight des Geräts ist aber

sein 4,7-Zoll-Bildschirm. Er

löst mit 720 x 1280 Pixeln in

HD auf, die Darstellung von

Bildern und vor allem von

Videos ist eine Wucht. Mit

tiefem Schwarz, kräftigen

Farben und einer knackigen

Schärfe überzeugt der Bildschirm

auf ganzer Linie und

gehört zweifelsohne zu den

Das derzeit größte Smartphone

mit Windows-Phone-

Betriebssystem ist das HTC

Titan. 4,7 Zoll misst die gute

und schön helle TFT-Anzeige

– viel Platz also für interaktive

Live-Kacheln, virtuelle Tastaturen

und Webseiten.

Da Microsoft sein System

jedoch nur unter restriktiven

Vorgaben an Hersteller lizenziert,

löst der Bildschirm Inhalte

mit „nur“ 480 x 800 Pixeln

auf. Wer mit Adleraugen

hinschaut, erkennt daher die

Pixelstruktur. Im Alltag stört

das freilich nicht, der Screen

bringt Webseiten schön groß

zur Geltung. Besonders Menschen

mit weniger guten Augen

profitieren von der Kombination

von 480 x 800 Pixeln

auf 4,7 Zoll. Zur Entspannung

besten, die wir bisher in den

Händen hatten.

Nur der Akku schwächelt

Zu kämpfen hat das Nexus mit

seiner Akkulaufzeit. Rund

viereinhalb Stunden im typischen

Mix – da haben einige

Konkurrenten durchaus

mehr zu bieten. Dafür sind

die Funkeigenschaften in den

GSM- und UMTS-Netzen

überdurchschnittlich, was den

Einsatz auch in weniger gut

versorgten Gebieten ermöglicht.

Auch die Akustik beim

Telefonieren überzeugt mit

sauberem Klang in beiden

Richtungen vollauf.

connect-Urteil

befr. (373 Punkte)

HTC Titan

Windows Phone in XXL: Wer das Microsoft-OS

auf einem Big Screen möchte, greift zum HTC Titan.

des Handgelenks trägt

die schiere Größe des HTC

Titan allerdings nicht bei;

gut verstauen lässt es sich

in Hosen- und Jackentasche

jedoch allemal.

Schickes Gehäuse aus Alu

Aufgrund der zum größten

Teil aus Aluminium bestehenden

Schale fallen die Funkeigenschaften

in den UMTS-

Netzen (wichtig für ungetrübtes

Surf-Vergnügen) etwas

durchwachsen aus. Immerhin

liegt die Akustik auf gutem

Niveau. Beim Akku wiederum

gilt die Devise: Am Ende des

Tages muss die Steckdose her.

connect-Urteil

befr. (349 Punkte)

Steckbrief

HTC Sensation XL

Straßenpreis: 390 Euro

Diagonale: 4,7 Zoll

Auflösung: 480 x 800 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 199 ppi

Helligkeit: 431 cd/m²

Ausdauer: 4:31 Stunden

Test in connect 2/2012

HTC

Sensation XL

Starker Auftritt mit 4,7-Zoll-Screen

und erstklassigem Sound.

Egal ob einfache Bilder, lange Videos

oder aufregende Spiele auf dem Programm

stehen – das große Display des

HTC Sensation XL ist ein Genuss. Zumal

die Anzeige nicht nur schön hell ist,

sondern sich auch als ausgesprochen

blickwinkelstabil erweist. Nur die Auflösung

fällt mit 480 x 800 Pixeln für

ein Gerät dieser Größe etwas klein aus;

ein paar Pixel mehr wären für einen

4,7- Zöller praxisgerechter. Hier gilt das

gleiche wie beim Schwesternmodell

Titan (siehe links): Wenn Ihre Augen

nicht mehr ganz so gut sind, ist die etwas

gröbere Auflösung ein Vorteil.

Guter Klang inklusive

Abseits der üblichen Pfade liegt die

Sound-Ausstattung: Die je nach Version

mitgelieferten Kopfhörer von Beats by

Dr. Dre übertreffen den Klang üblicher

Beipack-Headsets deutlich. Vermissen

werden viele User einen Speicherkartenslot,

denn die rund 13 Gigabyte Speicher

des Android-2.3-Modells werden

seinem Entertainer-Anspruch nicht

ganz gerecht. Auch das Energiemanagement

ist mit etwa viereinhalb Stunden

nur unteres Mittelmaß, die Funkeigenschaften

sind unterdurchschnittlich,

wohl aufgrund des Metall gehäuses. Dafür

liegt die Akustik auf gutem Niveau.

connect-Urteil

befr. (365 Punkte)

58

connect 8/2012


Kommen bald

Huawei Ascend D Quad

Kommt mit HD-Display, Vierkern-Prozessor und Android 4.0.

Huawei bewirbt das Ascend D Quad als das

„schnellste Smartphone der Welt“, denn in

seinem Inneren werkelt ein Vierkern-Prozessor

mit je 1,5 Gigahertz Taktfrequenz.

Seine Arbeitsgeschwindigkeit ist in der Tat

beeindruckend, das haben wir in einem ersten

Test schon checken können. Ob es nun

tatsächlich das schnellste der Welt ist? Mindestens

genauso beeindruckend ist jedenfalls

das Display des D Quad. 4,5 Zoll misst

es in der Diagonalen und löst Inhalte mit

fetten 720 x 1280 Pixeln knackscharf auf.

Hinzu kommen die für einen TFT-Bildschirm

sehr intensive Farbdarstellung und

eine hohe Blickwinkelstabilität. Die Farben

verfälschen auch dann nicht, wenn man von

der Seite auf das Display schaut. Android

ist in Version 4 installiert und kommt ohne

Huawei-eigene Benutzeroberfläche daher,

der interne Speicher (circa 5 Gigabyte) ist

per Micro-SD-Karten erweiterbar. Das D

Quad hat einen bleibenden ersten Eindruck

hinterlassen, wann genau und zu welchem

Preis es erhältlich sein wird, ist noch offen.

Steckbrief

Huawei Ascend D Quad

Preis: noch offen

Diagonale: 4,5 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 326 ppi

Erster Check in connect 5/2012

LG Optimus 4X HD

Quad-Core plus eins, Android 4 und

ein spektakulärer 4,7-Zoll-Screen.

Ein Geheimfavorit ist das Optimus 4X HD

von LG. Bereits im ersten Check hat uns

sein riesiger 4,7-Zoll-Bildschirm beeindruckt,

auf dem Videos und Spielen extrem

scharf, detailreich und farb intensiv aus-

sehen. Für mächtig Power

sorgt der Chipsatz des

brandneuen LG-Stars:

Als Besonderheit verfügt

dieser nicht nur über vier

jeweils 1,5 Gigahertz

schnelle Kerne, sondern

auch noch über einen fünften

Kern. Dieser greift

hauptsächlich bei weniger

aufwendigen Aufgaben,

etwa der Musikwiedergabe,

was die

Akkulaufzeit dieses

Smartphones verlängern

soll. Komplettiert

wird der Kerne-Overkill

schließlich von

einem 12-Core-Grafikprozessor.

Auf das

Serienmodell darf man

also gespannt sein. Für die

flotte Bedienbarkeit ist das

Betriebssystem Android 4.0

zuständig, über das LG seine

eigene, durchaus überzeugende

Optimus-Bedienoberfläche

gestülpt hat.

Steckbrief

LG Optimus 4X HD

Preis: rund 480 Euro

Diagonale: 4,7 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 313 ppi

Erster Check in connect 5/2012

LG Optimus LTE

Zukunftssicher, mit Turbo-Internet

und großem HD-Bildschirm.

Wenn Sie sich schon jetzt für den nächsten

Mobilfunkstandard rüsten möchten, könnte

sich das Warten auf das Optimus LTE loh-

nen. Es ist für den Herbst 2012 angekün-

digt, sein Preis wird voraussichtlich bei

rund 600 Euro liegen. Dafür bekommen

Sie ein High-End-Smartphone mit gesto-

chen scharfem TFT-Bild-

schirm, der Inhalte auf

einer Diagonalen von

üppigen 4,5 Zoll mit einer

Auflösung von 720 x

1280 Pixeln darstellt. Wie

bei LG-Displays üblich,

bietet auch die Anzeige

des Optimus LTE eine

überdurchschnittlich

hohe Helligkeit, deren

genauen Wert wir erst

beim Serienmodell er-

mitteln können. Das

Vorserienmodell hat uns

im ersten Check auf je-

den Fall schon mit flot-

ter Performance und

schicker LG-Benutzer-

oberfläche überzeugt.

Nur dass das LTE-

Phone mit der inzwischen

leicht angestaubten

Android-2.3-Version

geliefert werden soll,

bremst unsere Euphorie.

Steckbrief

LG Optimus LTE

Preis: rund 600 Euro

Diagonale: 4,5 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 326 ppi

Erster Check in connect 5/2012

59


Mobilfunk

5 – 5,3 Zoll

Samsung Galaxy Note

5,3 Zoll: Das Samsung Galaxy Note ist das Smartphone mit dem

größten Display, der höchsten Auflösung und Top-Messwerten.

Steckbrief

Samsung Galaxy Note

Straßenpreis: 420 Euro

Diagonale: 5,3 Zoll

Auflösung: 800 x 1280 Pixel

Typ: OLED

Pixeldichte: 285 ppi

Helligkeit: 321 cd/m²

Ausdauer: 7:33 Stunden

Test in connect 12/2011

Zu groß? Zu unhandlich? Das ist

Geschmacksache, klar. Wenn Sie

aber auf der Suche nach der ultimativen

mobilen Surf-Maschine

sind, kommen Sie am Galaxy

Note nur schwer vorbei. Mit seinem

5,3-Zoll-Bildschirm ist das

Smartphone/Tablet-Mischwesen

das größte Mobilgerät, das noch

als Telefon durchgeht. Sein gigantischer

Bildschirm bietet mit 800

x 1280 Pixeln die höchste Auflösung

aller von connect getesteten

Handys. Dabei

werden die technischen

Eckdaten

der Qualität dieses

Displays

kaum gerecht,

denn eine solche

Brillanz, Bildtiefe

und Plastizität haben

wir bisher selten erlebt. Das

bei OLED-Screens übliche Überzeichnen

der Farben ist hier kaum

zu sehen, die Darstellung fasziniert

durchgängig und kann mithilfe

dreier Bildschirmmodi angepasst

werden. Auch die Helligkeit

von gemessenen 321 cd/m2

kann sich für einen OLED-Bildschirm

sehen lassen.

Famose Vorstellung im Labor

Besonders schick ist der Eingabestift

namens S-Pen: Er ist direkt

im Gehäuse verstaut und kommt

ins Spiel, wenn man handschriftliche

Notizen verfassen oder

Skizzen anfertigen möchte. Unbedingt

nötig für die Bedienung ist

der Stylus aber nicht, denn der

riesige Screen bietet auch so viel

Platz und Übersicht.

Ausgeliefert wurde das Galaxy

Note bisher mit Android 2.3, das

Update auf Android 4 steht mittlerweile

bereit und lässt sich über

die Samsung-eigene Syncsoftware

Kies aufspielen. Größe beweist

das XXL-Smartphone auch im

Labor: Mit seinem nominell 2500

mAh starken Akku sorgt das Teil

für zahlreiche Ausdauerrekorde

und ist mit siebeneinhalb Stunden

typischem Durchhaltevermögen

ein echter Dauerläufer. Ein gutes

Bild zeigt sich auch bei den Funkeigenschaften,

die besonders im

UMTS-Betrieb ausgezeichnet

sind. Beim Telefonieren glänzt

das Note mit seiner Akustik.

connect-Urteil

gut (416 Punkte)

Kommen bald

60

Panasonic Eluga Power

Ultraschlanke Form und ein

riesiges 5-Zoll-HD-Display.

Trotz seines enorm großen Displays

ist das Panasonic Eluga Power schlank

und handlich – und genau das zeichnet

es im Vergleich zu den anderen 5-Zoll-

Smartphones aus. Wer viel Bildschirm

bei möglichst kleinen Außenmaßen

möchte, ist beim Eluga Power an der

richtigen Adresse. Der TFT-Screen mit

720 x 1280 Pixeln Auf lösung bietet

viel Platz für Webseiten, Dokumente

und Videos. Die Anzeige überzeugte

im ersten Test mit gutem Kontrast,

stabilem Blickwinkel und flüssiger

Videowiedergabe. Ebenfalls auf

Top-Niveau ist die Arbeitsgeschwindigkeit

des Eluga Power;

dank seines 1,5 GHz schnellen

Zweikerners kann das in Reinform

installierte Android-4-System

seine Stärken voll ausspielen.

Der Starttermin steht noch aus.

connect 8/2012

Steckbrief

Panasonic Eluga Power

Preis: noch offen

Diagonale: 5 Zoll

Auflösung: 720 x 1280 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 294 ppi

Erster Check in connect 5/2012

LG Optimus Vu

5-Zöller im ungewöhnlichen

4:3-Format mit HD-Auflösung.

Lange war unklar, ob das LG Optimus

Vu nach Deutschland kommen würde,

jetzt steht fest: Es kommt! Wann

genau und zu welchem Preis ist noch

nicht ganz fix, wir können uns aber

schon mal auf das LTE-Gerät mit den

etwas ungewöhnlichen Außenmaßen

freuen. Die 5 Zoll große Anzeige mit

768 x 1024 Pixeln kann insbesondere

Webseiten übersichtlich darstellen

und macht auch als E-Book-Reader

eine gute Figur, das LG ist dafür aber

auch recht breit und liegt etwas

sperrig in der Hand. Das Vorserienmodell,

das wir uns angeschaut

haben, arbeitet noch mit Android 2.3,

Android 4 soll aber nachgeliefert werden.

Bedienen lässt sich das LG sehr

komfortabel, aber dennoch: Ein Massengerät

wird dieser Oschi nicht, eine interessante

Alternative ist er aber allemal.

Steckbrief

LG Optimus Vu

Preis: noch offen

Diagonale: 5 Zoll

Auflösung: 768 x 1024 Pixel

Typ: TFT

Pixeldichte: 256 ppi

Erster Check in connect 5/2012


Bewegungsfreiheit beim Telefonieren

redcoon.de: günstige Preise, schneller Versand

kristallklarer Klang

Touchscreen-Steuerung

ECO-Modus

keine Versandkosten

redcoon ist größer!

20.000 m² Lagerfläche für Produkte.

CD4961B/DE

Schnurlos-Telefon mit Anrufbeantworter

Artikel-Nr.: B381038

59.–

*

zum Angebot

redcoon hat mehr auf Lager!

Über 200.000 Elektronikartikel & 1.000.000 Bücher.

MT3120T

DECT-Freisprech-Clip für Schnurlostelefone

Artikel-Nr.: B380989

49.–

* zum Angebot

redcoon kann immer!

24 Std. Bestellservice. Auch per Telefon.

4,6 cm TFT-Farbdisplay

HQ-Sound

mit Anrufbeantworter

keine Versandkosten

*Alle Preise in Euro inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten, soweit nicht anders angegeben. Abbildungen können abweichen. Alle Angebote gültig, solange Vorrat reicht. Irrtümer vorbehalten.

Europas großer Onlineshop für Bücher & Elektronik

Bestell-Hotline: 24 h am Tag, 7 Tage die Woche 01805 / 7332666

(0,14 EUR/min aus dem Festnetz der DTAG, max. 0,42 EUR/min aus dem dt. Mobilfunknetz)

redcoon GmbH | Keltenstraße2|63741 Aschaffenburg|www.redcoon.de


Mobilfunk

FAIR

ODER

FIES?

Wie gut werden Sie in den

Shops der Netzbetreiber und

Service Provider beraten? Wir

haben in 34 Läden getestet.

F

ragt man seine Mitmenschen

nach ihren Erfahrungen

mit Mobilfunkshops, kann fast

jeder eine Horrorgeschichte von

Abzocke, Unkenntnis und Unverschämtheit

erzählen. Aber ist die

Lage wirklich so fatal oder hat sich

an der Servicefront einiges zum

Besseren gewandelt? Wir wollten

es genau wissen und haben in Stuttgart,

dem Sitz der Redaktion, in

München und in Frankfurt insgesamt

34 Läden getestet – pro Stadt

je zwei der vier Netzbetreiber, zwei

bei Mobilcom-Debitel und die verfügbaren

Filialen von The Phone

House (die in Stuttgart und München

mit nur einem Geschäft vertreten

sind). Die Testerinnen gaben

sich dabei mal als Durchschnitts-,

mal als Vieltelefonierer aus, die

nun auch mobil ins Internet möchten.

Auch nach Spar angeboten für

die 64-jährige Mutter und die

15-jährige Tochter haben wir gefragt.

Wie die Ergebnisse im Einzelnen

ausgefallen sind, lesen Sie

auf den folgenden Seite. Aber so

viel vorweg: Völlig überzogene Tarifpakete

wollte uns kaum jemand

anhängen – das war beim letzten

Shoptest vor ein paar Jahren noch

ganz anders. JOSEFINE MILOSEVIC

Foto: © grandriver – istockphoto.com

62

connect 8/2012


Vodafone

Der Marktführer kann in München und Stuttgart mit kompetenten und engagierten Beratern überzeugen.

In Frankfurt nehmen die Verkäufer den Mund zu voll oder zeigen sich desinteressiert.

MÜNCHEN

STUTTGART

FRANKFURT

In Münchens Sendlinger Straße herrscht

schon vormittags Hochbetrieb, so auch

im Vodafone-Shop. Erfreulich für Vodafone,

doch genug Berater hat der Netzbetreiber

für die geduldig wartende Kundschaft

nicht parat. Dafür zeigte sich der

Shopverkäufer freundlich, ging auf die

Fragen der connect-Testerin ein und empfahl

ihr als Normalnutzer den attraktiven

Aktionstarif Allnet 100 mit 100 Minuten,

100 SMS und Datenflat für knapp 20 Euro.

Als Smartphone empfahl er das Sony

Ericsson Arc S: „Gute Kamera und guter

Akku“, so seine Argumente. Zum Betriebssystem

äußerte er sich nicht.

Engagierte Beratung am Marienplatz

Das leistete wiederum der Berater des

Vodafone-Shops am Marienplatz: Trotz

des rappelvollen Ladens erklärte er ausführlich

und engagiert neben Tarifen auch

die Betriebssysteme, zeigte sich dafür bei

der Handyberatung etwas oberflächlich.

Von LTE hatte er nicht nur gehört, er war

auch überzeugt von der Sache: „Eine gute

Technologie, die wird sich in einem Jahr

etablieren.“„

Der große Shop in der Calwer Straße ist

schick und lädt mit vielen Sitzecken zum

Verweilen ein. Passend dazu zeigte sich

auch der Berater aufgeräumt und lieferte

einen Rundumschlag in Sachen Verkaufe:

Er empfahl bei der Tarifberatung den passenden

Tarif, zeigte brav Smartphones

und empfahl, für die hochwertigen Geräte

eine Versicherung abzuschließen. Obendrein

drängte er zum Vodafone-DSL- und

TV-Paket, denn „Vodafone IPTV bietet

mehr als Telekom Entertain. Die Verhandlungen

mit Sky laufen, dann haben

Sie auch Fußball.“ Wir sind gespannt.

Charmant und gut beraten

Im Shop in der Schulstraße beriet der

Filialleiter persönlich: Er ging erst zu den

Handys, erklärte verständlich die Unterschiede

zwischen Android und iOS, erläuterte

einige App-Funktionen und bot

der Vielnutzerin anschließend den passenden

Tarif Superflat Internet-Plus für

knapp 50 Euro pro Monat an. Am Schluss

gab’s interessante Reisetipps für den

Türkeiurlaub – auch ohne Vertragsabschluss.

Da kommt man gerne wieder.

In der Bergerstraße reiht sich auf drei Kilometern

ein Laden an den anderen. Da

passt der Vodafone-Shop gut ins Bild. Der

Verkäufer drehte allerdings auf wie auf

dem Basar: Er winkte mit einem „Sonderangebot“

mit Handy und Tarif für knapp

30 Euro im Monat und lobte seinen Brötchengeber

über den grünen Klee. Bei der

Frage zur Auslandnutzung gab er stolz zu

Protokoll, dass man mit Vodafone in 37

Ländern kostenlos surfe, während die Telekom

nur drei bis vier Länder zu bieten

habe. „Die fallen da auf Base-Niveau“.

Vodafone werde auch von all den Ländern

finanziert, und: „Wer Geld hat, regiert …“

Etwas schräg, aber sympathisch.

Maue Beratung in der Zeilstraße

Damit versuchte es die Kollegin auf der

Zeil erst gar nicht, sondern legte ohne

sich nach dem persönlichen Bedarf zu erkundigen

gleich los mit „Flat ins Vodafone-Netz,

Festnetz, 3G-Netz und SMS-

Flat für 49,95 Euro.“ Punkt. Als empfehlenswertes

Handy holte die gelangweilte

Dame ihr iPhone aus der Tasche und zeigte

auch keine Alternativen.

Der Vodafone-Shop in der

Sendlinger Straße 52.

Vodafone-Shop in der Calwer Straße 33:

geräumig und modern

In der Bergerstraße 144 ging’s

zu wie auf dem Basar.

Der kleine Mobilfunk-Shop befindet sich in der

Innenstadt am Marienplatz 28.

Praxistest

Adresse Sendlinger Straße 52 Am Marienplatz 28

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★★★

Tarifberatung ★★★★✩ ★★★★★

Geräteberatung ★★★✩✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★★★✩ ★★★★✩

Am Marktplatz 4 gelangt man über eine Wendeltreppe

in den attraktiven Verkaufsraum.

Praxistest

Adresse Calwer Straße 33 Am Marktplatz 4

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★★★

Tarifberatung ★★★★✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★★✩ ★★★★✩

Praxistest ★★★★✩ ★★★★✩

Der Shop auf der Zeil 89 ist groß, das Engagement

der Beraterin war klein.

Praxistest

Adresse Bergerstraße 144 Zeil 89

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★✩✩

Tarifberatung ★★✩✩✩ ★★✩✩✩

Geräteberatung ★★★✩✩ ★★✩✩✩

Praxistest ★★★✩✩ ★★✩✩✩

Illustrationen: © unkreativ (2) / © SH-Vector (1) – shutterstock.com

63


Mobilfunk

Telekom

Statt Kontinuität gibt’s beim Großkonzern recht deutliche Unterschiede in der Beratung:

Vom Komplett-Ausfall wie in Stuttgart bis hin zu Topberatung in Frankfurt.

MÜNCHEN

STUTTGART

FRANKFURT

Der T-Shop in der Sendlinger Straße war

rappelvoll. Doch auch hier war das Personal

knapp. So gingen erst mal zehn Minuten

Wartezeit ins Land. Dafür war die

Verkäuferin freundlich und nahm sich

auch Zeit, patzte aber leider einige Male

bei Tariffragen: So empfahl sie der Normalnutzerin

zunächst den „Call & Surf

Mobil“-Aktionstarif für knapp 20 Euro

und wechselte dann schnell zu dem doppelt

so teuren Complete Mobil M. Auch

gab sie an, dass das Auslandsdatenpaket

in der Türkei gilt. Leider nicht, da das

Auslandspaket auf EU-Länder und die

Schweiz begrenzt ist. Bei der Gerätewahl

hieß ihr Favorit Samsung Galaxy S III:

„Das ist schon krass, das Display ist viel

besser als beim iPhone“.

Gute Bedarfsanalyse im zweiten T-Shop

Dafür konnte die Beraterin in der Kaufinger

Straße mit guter Bedarfsanalyse bei

Tarifen und Geräten punkten. Sie wies

auch darauf hin, dass sich beim Wenignutzer

ein Vertragshandy nur beim Kaufpreis

über 240 Euro lohnt. „Ansonsten

lieber den Tarif solo buchen“, so ihr Rat.

Im Shop in der Flaniermeile Königstraße

kam man zwar sofort dran, doch dafür

war der Verkäufer völlig neben der Spur:

Er empfahl der als Wenignutzerin getarnten

Testerin einen Tarif für 54 Euro monatlich.

Dabei pries er eine Zweitkarte,

die im Tarif enthalten sei. „Die können

Sie im Laptop nutzen, wenn Sie mit dem

Auto fahren“. Auf den Einwand der Testerin,

dass sie die Karte nicht brauche,

behauptete er dreist, dass die Telekom nur

diesen Tarif im Angebot habe. Ob nicht

der hinter ihm groß auf dem Werbeplakat

gepriesene 20-Euro-Aktionstarif eher für

sie geeigneter wäre, fragte die potenzielle

Kundin noch nach. Antwort: „Der ist für

Teens. Oder fühlen Sie sich wie 18?“

Auszubildender kundig und kreativ

Das gegenteilige Bild in der Schulstraße:

Der Auszubildende gab sich Mühe bei

der Beratung, war recht gut im Bilde und

empfahl die passenden Tarife. Auch bot

er fürs Festnetz statt DSL einen HSDPA-

Surfstick in Verbindung mit der Combi

Card für 19,95 Euro an. „Ist billiger als

DSL, und Sie können es mitnehmen.“.

Unscheinbar wirkt der T-Shop in der Bergerstraße.

Doch dafür kann die Filiale mit

dem besten Verkäufer im Test (s. Seite 68)

punkten. Er erklärte die Tarife strukturiert

und transparent, wies von sich aus als einer

der wenigen auf die Drosselung bei

den Datenflats hin, riet beim Prepaid-

Nutzer, das Handy separat zu kaufen und

wusste in puncto Auslandsnutzung und

EU-Roaming-Vorgaben genau Bescheid.

Zudem brachte er mit seiner Fachkenntnis

zu allen Smartphone-Betriebssystemen

die Testerinnen zum Staunen und

zeigte die Funktionen live auf iPhone 4S

und Galaxy S III. Als Krönung meisterte

er auch die LTE-Fragen ohne Lapsus. So

sieht perfekte Beratung aus.

Verkäuferin überfordert

Im optisch gelungenen Flagship-Store

auf der Zeil dagegen Tristesse: Die offenbar

gestresste Verkäuferin fragte nichts,

schrieb nichts auf, wies nur auf das vor ihr

liegende kleine Blatt mit dem Aktionstarif

hin und zeigte auch kein Smartphone.

Wer da aus dem Laden kommt, weiß weniger

als zuvor.

Im T-Shop in der Sendlinger Straße 40 herrschte

zu viel Andrang für das knappe Personal.

Im T-Shop in der Königstraße 35 mangelte es

nicht an Personal, dafür aber an Kompetenz.

Klein, aber fein: Der T-Shop in

der Bergerstraße 11.

In der Kaufinger Straße 6 wurden die connect-

Tester zufriedenstellend beraten.

Den T-Shop in der Schulstraße 6 verließen die

Tester mit einem guten Gefühl.

Optisch ein Highlight:

Der Flagship-Store auf der Zeil 85.

Praxistest

Adresse Sendlingerstr. 40 Kaufingerstr. 6

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★✩✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★✩✩ ★★★★✩

Praxistest ★★★✩✩ ★★★★✩

Praxistest

Adresse Königstraße 35 Schulstraße 9

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★✩✩ ★★★★✩

Tarifberatung ✩✩✩✩✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★✩✩✩✩ ★★★✩✩

Praxistest ★✩✩✩✩ ★★★★✩

Praxistest

Adresse Bergerstraße 113 Zeil 85

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★★ ★★★✩✩

Tarifberatung ★★★★★ ★★✩✩✩

Geräteberatung ★★★★★ ★✩✩✩✩

Praxistest ★★★★★ ★★✩✩✩

64

connect 8/2012


O2

Im Großen und Ganzen liefen die Gespräche bei den Blauen zufriedenstellend ab – die Verkäufer

berieten individuell und lieferten passende Tarifoptionen.

MÜNCHEN

STUTTGART

FRANKFURT

Im kleinen O2-Shop in der Sendlinger

Straße zeigte sich der Berater freundlich

und ging auf das Nutzungsverhalten der

vermeintlichen Neukundin ein. Auch bei

der Frage der zweiten Testerin, ob sich

bei Wenignutzung Vertrag oder doch eher

Prepaid lohne, beriet er individuell und

verständlich und fiel trotz des überfüllten

Ladens nicht gleich in Stress. In puncto

Smartphone-Kauf riet er generell von

Windows Phone ab und empfahl dafür

das Basicmodell Samsung Galaxy Y –

aber keine weiteren Alternativen. Das war

ein wenig schwach.

Kein Interesse an Kundschaft

Im großen Shop am Marienplatz hielt

sich der gelangweilte Verkäufer mit individueller

Beratung erst gar nicht auf, sonder

leierte die Konditionen der Blue-Pakete

XS und S einfach herunter. In puncto

Geräte lief’s nicht besser: Er stand zwar

neben den Smartphones, zeigte sie aber

nicht und nannte auf Nachfrage, was denn

gut sei, nur das Samsung Galaxy S Plus

– ohne ein Wort zum Betriebssystem oder

den Funktionen zu verlieren.

Auch in der Stuttgarter Calwer Straße

herrscht kein Mangel an Handyshops.

Dennoch gab sich der O2-Berater kurz

angebunden und desinteressiert. Konkurrenzdruck

schien er nicht zu spüren. Auch

wies er beim Aktionstarif „Blue Select“

weder auf die Minutenpreise hin noch

verlor er ein Wort zur Datenflat – man

musste ihm alles aus der Nase ziehen. Bei

der Gerätewahl empfahl er das Samsung

Galaxy Plus mit den Worten: „Das hab

ich auch meiner Frau gekauft, ist schön

klein und die arbeiten mit Hugo Boss zusammen.“

Na, dann …

Seriöse Beratung in der Schulstraße

Dafür beriet sein Kollege in der Schulstraße

vorbildlich: Bei der Tarifauswahl

ging er individuell auf die Kundenbedürfnisse

ein, ließ bei seinen Ausführungen

nichts unter den Tisch fallen und kannte

sich auch bei Smartphones gut aus. Sein

Favorit: HTC. „Die bauen seit elf Jahren

für die Netzbetreiber Smartphones, die

Technik und die Verarbeitung sind top.“

Auch Samsung stellt er ein gutes Zeugnis

aus – Windows Phone dagegen nicht.

Auch in der Frankfurter Bergerstraße

zeigte sich der O2-Mann auf der Höhe der

Zeit: Bei einem Telefonaufkommen von

fünf Stunden im Monat empfahl er die

Allnet-Flat für knapp 40 Euro. Er machte

auch die Rechnung auf: „Wenn Sie in alle

Netze telefonieren, dann sind Sie mit einem

kleineren Tarif bei einem Minutenpreis

von 29 Cent schnell bei 60 Euro.“

Da hat er recht. Kundig zeigte er sich

auch in puncto Smartphones und Betriebssysteme

und riet klar zu Android-

Modellen. „Windows-Phones sind eine

Randerscheinung. Sie werden zwar von

der Fachpresse und Programmierern gelobt,

aber kaum jemand nutzt sie.“

Gute Beratung auch im zweiten Shop

Auf der Zeil leistete sich der zweite O2-

Berater ebenfalls keinen großen Patzer:

Er beriet individuell und verständlich, bot

für die angebliche Tochter einen Schüleraktionstarif

an und empfahl das Samsung

Galaxy Ace als Einstiegsmodell. Nur in

puncto Roaming war er ein wenig übereifrig

und weitete die EU-Datentagesflat

weltweit aus – keine schlechte Idee.

Der kleine O2-Shop in der Sendlinger

Straße 31 war mit Personal gut bestückt.

ln der Calwer Straße 31 ließ sich der

O2-Verkäufer alles aus der Nase ziehen.

In der Bergerstraße 144 kannte sich

der O2-Verkäufer bestens aus.

Der O2-Shop am Marienplatz 19 ist geräumig

und bietet viele Geräte zur Auswahl.

Im kleinen Shop in der Schulstraße 15 war der

Berater firm in Tarif- und Smartphone-Fragen.

Im O2-Shop auf der Zeil 81 zeigte sich der

Berater freundlich, kundig und zuvorkommend.

Praxistest

Adresse Sendlingerstr. 31 Marienplatz 19

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★✩✩

Tarifberatung ★★★★✩ ★★★✩✩

Geräteberatung ★★★✩✩ ★★✩✩✩

Praxistest ★★★★✩ ★★★✩✩

Praxistest

Adresse Calwerstr. 31 Schulstraße 15

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★✩✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★✩✩✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★✩✩✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★✩✩✩ ★★★★✩

Praxistest

Adresse Bergerstr. 144 Zeil 81

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★★★ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★★✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★★★✩ ★★★★✩

65


Mobilfunk

Base

Base hat günstige Tarife im Portfolio, die die Berater auch fast durchweg passend für den jeweils

angegebenen Testerbedarf auswählten.

MÜNCHEN

STUTTGART

FRANKFURT

Im Shop in der Sendlinger Straße machte

es sich der Mitarbeiter einfach. Er empfahl

für die angegebenen 100 bis 120 Telefonieminuten

pro Monat das kleinste

Base-Paket mit 50 Minuten und der Option,

für fünf Euro extra auf 100 Minuten

aufzustocken. Den Folgepreis von 19 Cent

pro Minute verschwieg er lieber. Für die

Wenignutzerin empfahl er den gleichen

Tarif. Beim Smartphone zog er das

Samsung Galaxy S I aus der Tasche, mit

dem Hinweis: „Mehr als 3 Mbit/s kommen

eh nicht aus der Leitung.“

„Base ist nicht E-Plus“

Ganz anders die freundliche Verkäuferin

am Marienplatz: Sie kam gerade zur Arbeit,

legte gleich die Tasche hin und kümmerte

sich um die Kunden. Dazu war sie

bestens informiert, erklärte verständlich

und strukturiert die Angebote und wies

für den Türkeiurlaub auf die Turkcell-

Karte vor Ort hin. Frei erfunden war dann

freilich die Replik auf die befürchtete

schlechte Netzqualität: „Wir sind nicht

E-Plus, Base hat das übernommen – und

wir bauen das Netz ständig aus.“

Die Schwaben neigen nicht zur Eile, heißt

es. So stand auch die Kundschaft im gut

besuchten Stuttgarter Shop geduldig an.

Der Verkäufer gab sich geschäftstüchtig,

pressierte aber nicht und analysierte die

Nutzungswünsche ganz genau. Auch bei

Fragen zu Smartphones erklärte er penibel

die Google Navigation beim Sony

Ericsson Xperia U. Dabei verschwieg er

nicht, dass beim Navigieren im Ausland

via GPS Roamingkosten anfallen. Auf die

Frage ob ein Samsung-Modell nicht besser

wäre als ein Sony-Gerät, meint er kurz

und bündig: „Entscheidend ist das Betriebssystem

und nicht die Hardware.“

Das kann man sehen wie man will.

Rundum gute Beraterin

Auch seine Kollegin in der Schulstraße

kannte sich in Sachen Tarife und Hardware

gleichermaßen gut aus und erklärte

die komplexe Thematik mit einer Menge

Sachverstand so, dass auch der Laie halbwegs

folgen konnte. Sie empfahl Android-Modelle,

da es für dieses Betriebssystem

deutlich mehr kostenlose Apps gebe

als fürs iPhone.

Im lichtdurchfluteten Base-Shop an der

Ecke der Bergerstraße herrschte viel Betrieb.

Der geschäftstüchtige Berater geriet

aber nicht unter Druck, dafür zeigte er

sich beim Tarifangebot recht unverständlich

und offerierte bei einem monatlichen

Telefonaufkommen von drei Stunden ein

mageres 100-Minutenpaket. Mit Folgepreisen

hielt er sich gar nicht erst auf und

sorgte stattdessen bei den monatlichen

Fixkosten für Verwirrung: Mal redete er

von 28 Euro, dann wieder von über 30

Euro pro Monat. Das Base-Surf-Paket

fürs EU-Ausland kannte er nicht, LTE

waren böhmische Dörfer für ihn. Dafür

drängte er zum Vertragsabschluss.

Transparente Beratung in der Innenstadt

Sein Kollege in der Innenstadt dagegen

war auf Zack: Er ging auf den Minutenbedarf

der Testerin ein, erklärt den geeigneten

Tarif genau und dividiert die Preise

sauber auseinander. Als Geräte empfahl

er das Samsung Galaxy Ace 2, holte es

allerdings nicht aus der Schachtel. Beim

Betriebssystem übertrieb er leicht: „Damit

kann man Millionen Apps laden!“

In der Sendlinger Straße 7 herrschte kein Andrang,

die Zeit für die Beratung war trotzdem knapp.

Im Base-Shop in der Königstraße 54 geraten

Personal und Kunden nicht in Eile.

In der Bergerstraße 107 setzte der Base-

Berater auf schnelle Vertragsabschlüsse.

Die Beraterin im großen Base-Shop am Marienplatz

16 hat die Tester überzeugt.

Der Shop in der Schulstraße 17 kann mit

fachkundigem jungen Personal punkten.

Auf der Zeil 86 bekamen die Testerinnen

eine transparente und korrekte Beratung.

Praxistest

Adresse Sendlingerstr. 7 Marienplatz 16

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★✩✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★✩✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★✩✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★★✩✩ ★★★★✩

Praxistest

Adresse Königstr. 54 Schulstraße 17

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★✩✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★★✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★★✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★★★✩ ★★★★✩

Praxistest

Adresse Bergerstr. 107 Zeil 86

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★✩✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★✩✩✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★✩✩✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★✩✩✩ ★★★★✩

66

connect 8/2012


Mobilcom-Debitel

Der Service Provider überzeugt vor allem in München mit fleißigen

und kundigen Beratern.

MÜNCHEN

STUTTGART

FRANKFURT

München, die Stadt der Genießer, lockt

mit jeder Menge schöner Läden. Zu denen

zählt die Mobilcom-Debitel-Filiale

Im Tal nicht: Die Atmosphäre im kleinen

Shop ist eher muffig. Dafür kennt sich der

freundliche Verkäufer sehr gut aus: Er

empfahl für Normalnutzer den passenden

Vodafone-Aktionstarif, erklärte zuvor

aber auch das Konzept des Service Providers

mit den Angeboten zu allen vier Netzen,

wies bei dem von ihm empfohlenen

Sony Ericsson Arc S auf die Trennung

von Sony und Ericsson hin und meinte,

man solle auch bei LTE nicht auf das

Marketingversprechen von 50 Mbit/s hereinfallen:

„Fürs Handysurfen reichen 7,2

Mbit/s dicke.“ Da hat er nicht Unrecht.

Berater empfiehlt Huawei

Der Kollege am Karlsplatz fiel auch nicht

aus der Rolle, fragte nach den Wünschen

und Preisvorstellung und lieferte dann

den entsprechenden Tarif. Interessant:

Als Smartphone empfahl er das Huawei

Ascend P mit 8 Megapixeln: „Ich dachte

auch erst ‚Chinaware‘, aber das ist ein

wirklich gutes Gerät für wenig Geld.“

In Stuttgarts Schulstraße hat der Mobilcom-Debitel-Berater

wegen dem nahen

Nordsee-Laden keine leichten Stand: Bei

offener Ladentür breitet sich Fischgeruch

aus. Dafür beriet der sympathische Verkäufer

mit sehr viel Charme: Er fragte die

Kundin nach ihrem Bedarf und bot einen

Aktionstarif in Verbindung mit dem Sony

Ericsson Xperia Ray für einmalig zehn

Euro an. Ob das Gerät etwas tauge? „Ich

sag’s ehrlich, einem geschenkten Gaul

schaut man nicht ins Maul“. Besser sei

aber das LG Optimus 3D – wegen der

dreidimensionalen Bilder. Für die Tochter

empfahl er den Prepaid-Tarif der Schwester

Klarmobil und riet, das Handy für den

Nachwuchs lieber im Web zu kaufen: „Da

kostet Sie das 50 Euro weniger.“

Sony Ericsson Arc S: meistverkauft

Auch der Kollege in der Königstraße

empfahl den Vodafone-Aktionstarif, diesmal

mit dem Sony Ericsson Arc S. Laut

ihm „das meistverkaufte Handy in

Deutschland“. Alternativen zeigte er

nicht, dafür riet er beim Auslandsurlaub

zum Kauf einer Prepaid-Karte vor Ort.

Die Hessen sind für ihr freundliches Wesen

über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Dem entsprach der Berater in der

Bergerstraße voll und ganz: Er war zwar

nicht absolut firm in der Tarifthematik,

aber sehr nett und treuherzig. Die leidlich

passenden Angebote druckte er aus und

heftete sie für die Kundin extra in einen

Schutzumschlag. Zum Aktionstarif bot er

ebenfalls das Sony Ericsson Arc S an –

davon scheinen die Händler einige Paletten

gekauft zu haben. Es empfiehlt sich

generell, sich vor dem Handykauf genau

zu informieren, denn die Geräteberatung

ist oft oberflächlich auf Aktionsware begrenzt.

Aber auch zu Tarifen durfte man

hier keine Detailfragen stellen, sonst kam

der gute Mann ins Schwimmen.

Verkäufer sorgte für gute Stimmung

Sein Kollege präsentierte den passenden

Tarif dagegen kurz und bündig, kannte

sich aus und sorgte auch für gute Stimmung.

Er bot das Sony-Ericsson-Modell

Xperia U mit der leuchtende Leiste an.

Denn: Seine Frau hat das „Disco-Handy

auch und ist sehr zufrieden“. Ja, dann …

Der Shop im Tal 40 wirkt eher trist,

die Beratung war aber gut.

In der Schulstraße 18 will man den Geldbeutel

der Kundschaft nicht überstrapazieren.

In der Bergerstraße 160 war der Berater

sehr hilfsbereit, aber recht unsicher.

Am Karlsplatz 8 zeigt sich der Verkäufer in

puncto Gerätetipp erfreulich originell.

In der Königstraße 40 werden neben Handys auch

Steckdosen und Aufsätze für Wasserhähne verkauft.

Der Kollege in der Stiftstraße 2 gab sich witzig,

war aber trotzdem kenntnisreich.

Praxistest

Adresse Im Tal 40 Karlsplatz 8

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★★★ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★★✩ ★★★★✩

Praxistest ★★★★✩ ★★★★✩

Praxistest

Adresse Schulstr. 18 Königstr. 40

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★★ ★★★✩✩

Tarifberatung ★★★★✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★✩✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★★★✩ ★★★✩✩

Praxistest

Adresse Bergerstr. 160 Stiftstr.2

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★✩✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★✩✩✩ ★★★✩✩

Praxistest ★★★✩✩ ★★★★✩

67


Mobilfunk

The Phone House

Bei der Tarifvielfalt, die der Anbieter im Programm hat, sind die Berater

nicht zu beneiden. Dafür schlagen sie sich im Schnitt sehr ordentlich.

MÜNCHEN

STUTTGART

FRANKFURT

Der Mobilfunkhändler The Phone House

offeriert wie der Service Provider Mobilfunk-Debitel

alle vier deutschen Handynetze.

Dementsprechend haben es die

Mitarbeiter ob der Tarifvielfalt nicht

leicht. Doch der Münchner Shopverkäufer

löste die Aufgabe vor allem in puncto

Tarifberatung umfassend und zufriedenstellend.

Nach einer genauen Bedarfsanalyse

riet er zum passenden Aktionstarif

für knapp 20 Euro im Monat. Auch empfahl

er, bei Wenignutzung von einer Prepaid-Karte

abzusehen. Sonst würde sich

das Guthaben vor allem bei älteren Leuten

sehr schnell ansammeln und die hielten

dann „ihr Handy als laufende Sparbüchse“

in der Hand.

In München ist The Phone House

nur mit einem Shop vertreten.

In Stuttgart befindet sich der einzige Ableger

von The Phone House mitten in der

Fußgängerzone. Der Ladenstil erinnert

noch an alte Mobilfunkzeiten: Die beiden

Verkäufer stehen abgeschirmt hinter der

Verkaufstheke. Doch dafür beriet der

Mitarbeiter sehr freundlich und ging auf

die Wünsche und Fragen der Testerinnen

ein. Er wies von sich aus bei der im Aktionstarif

enthaltenen Datenflat auf die

Drosselung hin und ließ auch die sonstigen

Kosten nicht im Dunkeln. In puncto

Transparenz und Verständlichkeit könnten

sich einige Kollegen der Konkurrenz

bei ihm eine Scheibe abschneiden. Bei

der Geräteberatung herrschte dagegen

eher Mittelmaß.

Der Shop in der Büchsenstraße 15

ist geräumig, aber altmodisch.

In der hessischen Metropole leistet sich

der Mobilfunk-Provider zwei Filialen. In

der Bergerstraße hörte der eher geschäftstüchtige

Berater der Kundin genau zu und

schlug ihr drei Tarife vor. Auf den Hinweis

der Testerin, dass sie sich noch Angebote

der Konkurrenz einholen wolle,

drängte der Verkäufer trotzdem nicht zum

Abschluss sondern riet ihr äußerst fair:

„Überlegen Sie gut und prüfen Sie erst, in

welchen Netzen ihre meisten Freunde

telefonieren, bevor Sie sich für ein Angebot

entschließen.“ Danach verlor er aber

das Interesse und wurde bei der Geräterecherche

sehr einsilbig.

Zu viel Kundschaft, zu wenig Berater

Im Steinweg in der Nähe vom Frankfurter

Bahnhof herrschte Hochbetrieb, die internationale

Kundschaft verlangte Beratung

auf Englisch. Der einzige Verkäufer

schien leicht genervt, fing sich bei den

Testerinnen aber ganz schnell wieder und

gab in puncto Tarife ordentlich Auskunft.

In Sachen Hardware blieb er aber blass

und verlor auch kein Wort zu den unterschiedlichen

Betriebssystemen.

Praxistest

Adresse Im Rosental 7

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩

Tarifberatung ★★★★✩

Geräteberatung ★★★✩✩

Praxistest

★★★★✩

Praxistest

Adresse Büchsenstr. 15

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩

Tarifberatung ★★★★✩

Geräteberatung ★★★✩✩

Praxistest

★★★★✩

Der beste Verkäufer im Test

„Guter Service und eine faire Beratung ist für uns im Telekom-Shop Frankfurt eine

Selbstverständlichkeit“, so Ivica Crljen, Verkäufer aus Frankfurt-Bornheim. Dass

das keine leeren Versprechungen sind, davon konnten sich die connect-Testerinnen vor

Ort im T-Shop in der Bergerstraße 113 überzeugen. Der äußerst freundliche T-Shop-Mitarbeiter

war um keine Antwort verlegen, sondern führte das Beratungsgespräch souverän,

kompetent und unaufdringlich. Da fühlt man sich als Kunde bestens aufgehoben.

GESAMTURTEIL

Anbieter Vodafone Telekom O2 Base Mobilcom-Debitel The Phone House

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★★✩ ★★★✩✩ ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩

Geräteberatung ★★★✩✩ ★★★✩✩ ★★★✩✩ ★★★✩✩ ★★★✩✩ ★★★✩✩

PRAXISURTEIL ★★★★✩ ★★★✩✩ ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩ ★★★★✩

In der Bergerstraße 178 war der

Verkäufer nicht aufdringlich.

Im kleinen Shop im Steinweg 1 geben sich

die Kunden die Klinke in die Hand.

Praxistest

Adresse Bergerstraße 178 Steinweg 1

BEWERTUNG

Freundlichkeit ★★★✩✩ ★★★★✩

Tarifberatung ★★★★✩ ★★★✩✩

Geräteberatung ★★✩✩✩ ★★✩✩✩

Praxistest ★★★✩✩ ★★★✩✩

68

connect 8/2012


Upgrade!

Exklusivfür

Abonnenten

nur 9,90 Euro

zusätzlich!

❯❯ Erleben Sie Connect jetzt ❮❮

auf dem iPad!

Upgrade

+

❯ Hochaufgelöste Bilder

sorgen für eine optimale

Darstellung von Handys,

Smartphones und Zubehör.

12x

12x

12 Hefte + 12 iPad-Ausgaben

nur 9,90 Euro zusätzlich

WK2000E012

❯ Interaktiv: Mit dem

Finger von Seite zu Seite

wischen, durch das Heft flippen,

und Testtabellen zoomen.

Jetzt online bestellen:

www.magnus.de/ipad-upgrade oder per Telefon 0781/639 45 48

Weitere Infos unter www.connect.de/ipadapp

COLORFOTO XX/2010 1


Mobilfunk

Es muss nicht immer

teuer werden, wenn

einen die Lust auf ein

neues Smartphone

überkommt: Drei

günstige Modelle

von HTC, Nokia und

Huawei.

MICHAEL PEUCKERT,

JAN SPOENLE, BERND THEISS

Kleine

Sünden

70

connect 8/2012


Huawei

Ascend G300

Fotos: © piyato – shutterstock.de

play ins Auge, das mit der für das

Android-Betriebssystem typischen

Auflösung von 800 x 480

Pixeln aufwartet. Neben der reinen

Größe kann es mit praxisgerechter

Helligkeit und exzellenter

Blickwinkelstabilität glänzen.

Auch bei seitlichem Blick ist der

Kontrast hoch und die Farben

bleiben satt.

Knappe Ausstattung

Über das Display hinaus zeigt das

Ascend G300 eine unspektakuläre,

aber vernünftige Ausstattung.

So läuft die mittlerweile nicht

mehr aktuelle Android-Version

2.3 mit 1-GHz-Qualcomm-Prozessor

angemessen flüssig, ohne

an die Geschwindigkeit moderner

Dual-Core-Geräte heranzureichen.

Ein später mögliches Update

auf Android 4.0 (Ice Cream

Sandwich) deutet das Datenblatt

Beim User

Interface setzt

das Ascend G300

auf die Standardoberfläche

von

Android 2.3.6.

Steckbrief

Huawei Ascend G300

Preis: 160 Euro

Maße: 122 x 63 x 11; 144 Gramm

großes, hochwertiges Display

gute Messwerte

Geräuschunterdrückung in

Anrufrichtung

etwas knappe Ausdauer

schwachbrüstiger Lautsprecher

bei Dunkelheit dürftige Kamera

bei UMTS unterdurchschnittliche

Ausdauer

Android 2.3.6

kein HSUPA

Für 160 Euro ohne Vertrag

liefert Huawei über Vodafone

das 4-Zoll-Smartphone Ascend

G300. Ist das Telefon eine

Gurke oder ein Schnäppchen?

Ein neues Smartphone mit großem

Display – dafür musste man

bisher tief in die Tasche greifen.

Doch seit die chinesischen Firmen

Huawei und ZTE den Mark aufmischen

(siehe Report auf Seite

78), ist dieser Luxus schon zum

kleinen Preis zu haben. So auch

beim Ascend G300, das Vodafone

für 160 Euro im Programm hat

und das teils auch unter dem

Namen Huawei U8815 verkauft

wird. Das Branding durch Vodafone

ist bei unserem Testgerät

minimal ausgefallen, eine SIM-

Karte der Telekom funktionierte

anstandslos. Bei der Ausstattung

fällt sofort das 4 Zoll große Dis-

zum Ascend G300

zumindest an. Neben

der durch das

Betriebssystem

vorgegebenen

Ausstattung packt

Huawei einige

Trial-Spiele auf

das Gerät. Für

Übersicht über

die auf dem

Smartphone gespeicherten

Daten sorgt ein

Dateimanager von Huawei.

Die verfügbaren rund 2,7 Gigabyte

Speicher sind angesichts

eines freien Micro-SD-Slots eine

gute Grundlage. Somit lässt sich

das Huawei auch als MP3-Player

einsetzen, zumal der Headphone-

Ausgang selbst hochwertige

Kopfhörer angemessen speisen

kann (siehe Frequenzmessungen

auf Seite 74). Die Bilder der

5-Megapixel-Kamera sind bei

guten Lichtverhältnissen okay.

Bei Dunkelheit reicht der LED-

Blitz nicht weit, Bilder sind vorn

leicht verrauscht und werden nach

hinten dunkel.

Eine Handvoll Smartphone

Ein großes Display erfordert natürlich

auch ein großes Gehäuse.

Dabei war Huawei besonders in

der Höhe sehr großzügig, und so

liegt das Ascend G300 im täglichen

Betrieb schwerer als üblich

in der Hand. Immerhin ist es für

das Telefonieren noch schmal genug

und für den Transport nicht

zu dick. Zudem wirkt es sehr solide.

Einzig der Akkudeckel aus

Kunststoff knarzt etwas, was der

Stabilität aber keinen Abbruch tut.

Überblick: Mit dem Dateimanager

lässt sich schnell sagen,

was die Micro-SD-Card birgt.

Akustik, Funk und Ausdauer

Gut zeigt sich das Huawei in

Sachen Akustik – in beiden Richtungen

liegt die Sprachqualität auf

hohem Niveau. Wer in lauter Umgebung

öfter Schwierigkeiten hat,

sich beim Gegenüber verständlich

zu machen, profitiert beim Huawei

von zwei eingebauten Mikrofonen.

Die bewähren sich besonders

in unserer schwierig zu meisternden

Simulation einer Kneipe,

in der das G300 überdurchschnittlich

gut abschneidet. Der eingebaute

Lautsprecher hingegen ist

schwachbrüstig, was sich bei

Turn-by-turn-Navigation in lauten

Autos als Nachteil erweisen kann.

Gute Werte liefert das Huawei

Ascend G300 bei den Funkmessungen.

Hier profitiert es vom

Verzicht auf ein Metallgehäuse,

aber auch von kompetenter Ingenieursarbeit

bei Huawei. Nicht

ganz so positiv fallen die Ergebnisse

der Ausdauermessungen

aus. Besonders der Energieverbrauch

bei UMTS-Übertragungen

ist überdurchschnittlich hoch. Das

führt zu kurzen Gesprächszeiten,

wenn das G300 im UMTS-Netz

eingebucht ist, drückt aber auch

die typische Ausdauer auf deutlich

unter vier Stunden. Wer sein

Smartphone über den Tag verteilt

länger als drei Stunden zu nutzen

gedenkt, sollte lieber zu ausdauernderen

Modellen greifen.

Interessanter Kompromiss

Ein Oberklasse-Smartphone zum

Einsteigerpreis ist das Huawei

Ascend G300 nicht. Dazu fehlt es

vor allem an Ausdauer und Luxusfeatures.

Doch davon abgesehen

sind die relevanten Messwerte

gut. Und die Ausstattung deckt die

Grundbedürfnisse vieler Smartphone-Nutzer

völlig ab. Die bekommen

mit dem Huawei Ascend

G300 für 160 Euro ein preiswertes

Modell, das mit seinem exzellenten

und großen Display Tag für

Tag die Augen verwöhnt.

connect-Urteil

befr. (348 Punkte)

Ruheaufnahme: Der Voice-

Recorder des Ascend

überzeugt optisch.

71


Mobilfunk

HTC

Desire C

Das Desire C macht für seinen

günstigen Preis einen ordentlichen

Eindruck. Das träge

Bedientempo bremst einen im

Alltag aber öfter aus.

HTC erweitert seine Desire-Reihe

um ein Modell im Einsteigerbereich.

Das Desire C kostet ohne

Vertrag schmale 219 Euro, trotzdem

werkelt Android 4.0 unter der

schicken matten Haube, die in

Schwarz, Rot oder Weiß zu haben

ist. Die Verarbeitung ist ordentlich,

das Gehäuse angenehm griffig und

Die einfache 5-Megapixelkamera

des Desire C besitzt

Schnappschussqualität.

Steckbrief

HTC Desire C

Preis: 219 Euro

Maße: 108 x 61 x 12 mm; 99 Gramm

attraktive Optik

gutes Display

tolle und einfach zu bedienende

Benutzeroberfläche HTC Sense 4

25 GB Onlinespeicher für zwei Jahre

inklusive

langsamer Prozessor

träges Bedienverhalten

etwas knapp bemessener Ausstattungsumfang

kurze Gesprächszeiten

durchschnittlicher Empfang

gut mit einer Hand zu bedienen.

Entsprechend kompakt fällt auch

der Touchscreen mit 3,5 Zoll (320

x 480 Pixel) aus.

Zu ambitioniert

Wie bei Einsteiger-Smartphones

üblich, kommt auch beim Desire C

lediglich ein Single-Core-Prozessor

zum Einsatz, der hier mit betulichen

600 MHz taktet und auf einen

Arbeitsspeicher von 512 MB

zurückgreifen kann. Da stellt sich

dem kundigen Betrachter die Frage,

ob die Kombination aus einfachem

Prozessor und anspruchsvollem

Android 4.0 inklusive der

aufwendigen Benutzeroberfläche

HTC Sense 4 auch

reibunglos läuft. Wie bereits

befürchtet, gibt es doch einige

Einschränkungen. So

nervt im Alltag das schleppende

Bedientempo des

HTC ein ums andere Mal.

Auch kommt es hin und

wieder zu Fehlbedienungen,

weil der Nutzer denkt,

dass eine Eingabe vom

Smartphone nicht angenommen

wurde und so

Hinter dem Musik-Icon verbirgt sich nicht

nur der Player. Internetradio, Shop und

Songerkennung sind auch an Bord.

nochmal auf den Touchscreen

tippt. Unterm Strich wäre die ältere

Android-2.3-Version in der Summe

doch die bessere Option für das

Desire C gewesen.

Dieses Manko beim Tempo ist

wirklich sehr schade, denn die tolle

HTC-Sense-4-Oberfläche, die aktuell

wohl das beste User Interface

für Android 4.0 darstellt, bietet

enorm viele Tuningoptionen und

lässt sich vor allem sehr einfach

und intuitiv bedienen. Nicht nur

die fünf Startscreens kann man den

eigenen Bedürfnissen anpassen,

auch das Hauptmenü bietet eine

übersichtliche Darstellung mit

mehreren Ebenen und drei Sortierfunktionen.

In puncto Ausstattung bringt

das Desire C alle notwendigen

Grundfeatures wie n-

WLAN, HSPA und Bluetooth

mit. Der Speicher im

Gerät ist allerdings knapp

bemessen: Für den Nutzer

steht etwa 1 GB zur Verfügung.

Das ist schnell gefüllt

– immerhin lag dem Testgerät

eine 2 GB große Speicherkarte

für den Micro-

SD-Slot bei. Und als Bonbon

spendiert HTC noch 25

GB beim bekannten Onlinespeicherdienst

Dropbox

kostenlos für zwei Jahre

dazu.

Für Unterhaltung sorgen

das kurzweilige Spiel Teeter,

das UKW-Radio mit

RDS und der optisch ansprechende

Musicplayer.

Dieser bietet mit den

vorins tallierten und integrierten

Apps von Soundhound

(Titelsuche), 7digital

(Musikshop) und TuneIn

Radio (Internetradio) einigen

Mehrwert. Die Kamera

Das Menü präsentiert sich mit guter

Übersicht und der Möglichkeit die Sortierung

der Apps zu verändern vorbildlich.

löst mit 5 Megapixeln auf und liefert

im Freien bei gutem Licht eine

ordentliche Bildqualität, die jedoch

nicht über Schnappschussniveau

hinausreicht. Videos werden lediglich

in VGA-Auflösung aufgezeichnet.

Dafür gibt es sogar einige Businessfeatures

beim HTC zu entdecken

– beispielsweise Polaris Office,

mit dem sich auch Word-,

Excel- und Powerpoint-Dokumente

erstellen lassen. Mit der optionalen

Software „HTC Sync Manager“,

die kostenlos zum Download

auf der HTC-Homepage bereitsteht,

gelingt auch der Datenabgleich

mit Outlook am heimischen

PC problemlos.

Schwacher Empfang

Bei den Ausdauermessungen gibt

das Desire C insgesamt ein ordentliches

Bild ab. So erreicht das

kompakte Smartphone im Mischbetrieb

gute 4:30 Stunden. Die Ergebnisse

bei den Gesprächszeiten

sind allerdings nicht wirklich berauschend:

Im GSM-Einsatz sind

maximal 8:36 Stunden im E- und

schwache 5:33 Stunden im D-Netz

möglich. Auch die Sende- und

Empfangsqualitäten sind eher

durchwachsen; in gut versorgten

Stadtbereichen stellt dies aber kein

größeres Problem dar. Gut fällt dagegen

die recht klare Akustik beim

Telefonieren aus.

Trotz der Hänger bei der Bediengeschwindigkeit

hinterlässt das

Desire C einen ordentlichen Eindruck

und bietet einen guten Gegenwert

zum Preis.

connect-Urteil

befr. (355 Punkte)

72

connect 8/2012


Nokia

Lumia 610

Farbenfroh und günstig: Nokia

senkt die Hemmschwelle für

den Smartphone-Einstieg speziell

für junge Kunden – schießt

dabei aber übers Ziel hinaus.

Das Lumia 610 ist eine Premiere

für Nokia und die Welt der Windows

Phones – in vielerlei Hinsicht:

So gab es vor dem in vier

stylishen Farben erhältlichen Modell

noch kein Windows Phone

mit einer unverbindlichen Preisempfehlung

von nur 259 Euro,

das zudem bereits wenige Wochen

nach Marktstart sogar für unter

200 Euro erhältlich war. Gleichzeitig

stellt das Lumia 610 den

ersten Vertreter unter den Windows-Phones,

der von Microsofts

gelockerten Anforderungen an die

Hardware Gebrauch macht: Ein

langsamerer Prozessor, weniger

Arbeitsspeicher und wenig fest

verbauter Speicher – all das hilft

den Finnen, den Preis kräftig zu

drücken. Andererseits sollten potenzielle

Kunden auch wissen,

worauf sie sich damit einlassen.

Begrenzte Möglichkeiten

So eignet sich das Lumia 610

zwar dank seinem guten Klang

über den praktischerweise mittig

Appgefangen

So manche populäre Windows-Phone-App

läuft auf

dem Lumia 610 erst gar nicht.

am oberen Gehäuserand verbauten

Kopfhörereingang

(3,5 mm Klinke) gut als mobile

Jukebox. Und angesichts

der zunehmend verbreiteten

Unsitte der von Nokia auserkorenen

Zielgruppe, Musik

unterwegs über den – beim

Lumia 610 eher blechern

klingenden – Lautsprecher

abzuspielen, ist diese Option

sehr zu begrüßen. Andererseits

setzt der nicht erweiterbare

Speicher dem Musikgenuss

enge Grenzen, zumal

von 8 verbauten Gigabyte

lediglich 5,5 vom Nutzer

belegt werden können. Als

Alternative lassen sich natürlich

Streaming-Apps wie die

des Branchenprimus Spotify

installieren – was aber leider

nicht selbstverständlich ist: Der

kleine Arbeitsspeicher erlaubt

nicht jeder App den Sprung aufs

Lumia 610 (siehe Kasten „Appgepasst!“).

Ebenso geschadet hat Nokias

Sparsamkeit der von bestimmten

Konkurrenten regelrecht zelebrierten

„User Experience“: Der vergleichsweise

schwache 800-Mhz-

Prozessor lässt das Scrollen im

Web und in langen Listen gelegent-

lich zur Geduldsprobe ausarten;

Dass nicht jede App, die sich im Store einer Smartphone-Plattform findet, auf

allen entsprechenden Geräten läuft, war bislang lediglich ein Problem der

Android-Fraktion – Grund ist die beinahe unübersichtliche Menge an unterschiedlichen

Modellen und Hardware-Spezifikationen. Nun trifft es auch

Windows-Phones: Nokia hat dem Lumia 610 lediglich 256 Megabyte an

Arbeitsspeicher spendiert, was das Gerät recht günstig, die Voraussetzungen

zur Verarbeitung aufwendiger Apps aber eher ungünstig gestaltet.

So werden beliebte Apps wie der VoIP- und Chat-Client des weltweit meistgenutzten

Anbieters Skype oder der inzwischen schon legendäre finnische

Zeitvertreib namens Angry Birds gar nicht erst für das Lumia 610 angeboten

– man findet die Apps zwar im Marketplace, kann sie jedoch nicht herunterladen.

Dasselbe gilt für Karten-Apps wie Navigon, die viel Speicherplatz im

Gerät belegen. Immerhin: Ein Hinweis im Marketplace erläutert das Problem,

und Navigieren lässt sich dank Nokia Karten auch ohne externe Unterstützung.

Nokia hat das Problem erkannt und bietet Entwicklern online Hilfestellung,

um Lumia-610-konforme Apps mit weniger Ressourcenhunger zu schaffen.

Für einige Platzhirsche im Marketplace kommt das jedoch zu spät.

Auslaufmodell: Die nächste Version von

Windows Phone wird das Lumia 610

nicht unterstützen.

früher verlangte Microsoft von seinen

Hardware-Partnern nicht ganz

grundlos mindestens 1 Gigahertz

an Taktfrequenz. Im Großen und

Ganzen reagiert das Lumia 610

aber zügig auf Eingaben.

Handlich und ausdauernd

Doch genug der Schelte, denn abseits

der preisbedingten Restriktionen

ist Nokia ein tolles Einsteiger-

Smartphone gelungen: So liegt das

Lumia 610 gut in der Hand, bietet

eine saubere Verarbeitung und

dank der verwendeten Materialien

eine Anfassqualität, die in dieser

Preisklasse ihresgleichen sucht.

Auch die Kondition des Sparfinnen

braucht sich vor der Konkurrenz

nicht zu verstecken: Stundenlange

Plauderei selbst in UMTS-Netzen

sind mit dem Lumia 610 kein Problem,

und wer dem Bildschirm auch

ab und zu eine Pause gönnt, dürfte

typischerweise mehr als zwei Tage

ohne Nachladen auskommen.

Letzeres klappt dank dem beiliegenden

Micro-USB-Kabel samt

220-Volt-Adapter nahezu überall,

wo wahlweise eine Steckdose oder

ein Rechner mit USB-Port zur Verfügung

steht; das USB-Kabel arbeitet

im Nebenjob als Datenkabel

und sorgt im Zusammenspiel mit

der gratis erhältlichen Desktop-

Steckbrief

Nokia Lumia 610

Preis: 199 Euro

Maße: 119 x 62 x 13 mm; 131 Gramm

günstigster Einstieg in die Welt der

Windows-Phones

Display auch draußen bei Sonnenschein

gut lesbar

gute Verarbeitung

ausdauernde Akkuleistung

vollwertige Navigations-App an Bord

Speicher nicht erweiterbar

winzige 256 MB RAM bremsen

ressourcenhungrige Apps aus

schwacher Prozessor sorgt für

verzögerte Reaktionen

Software für PC (Zune, www.zune.

net) und Mac (Windows Phone 7

Connector, im Mac App Store) für

einfaches Überspielen von Musik,

Fotos und Videos.

Der Osborne-Effekt

Ob dem Lumia 610 allerdings ein

langfristiger Verkaufserfolg beschieden

sein wird, daran darf gezweifelt

werden. Das hat in erster

Linie nicht einmal mit den Eigenschaften

des farbenfrohen Smartphones

zu tun, sondern mit dem

sogenannten Osborne-Effekt: Der

tritt auf, wenn Vorabankündigungen

neuer Produkte dem Verkauf

der bereits gelaunchten Geräte

73


Mobilfunk

schaden. Und da Microsoft gerade

eben angekündigt hat, dass es für

aktuelle Modelle kein Update auf

die im Herbst erscheinende nächste

Betriebssystemversion Windows

Phone 8 geben wird (siehe Seite

25), müssen potenzielle Käufer in

nicht einmal fünf Monaten auf die

neuesten Apps und Funktionen

notgedrungen verzichten.

Darüber hinaus gibt es Konkurrenz

aus dem eigenen Haus – das

ältere Nokia Lumia 710 (Test in

connect 3/2012) wetzt die ärgsten

Scharten des kleinen Bruders mit

besserem Prozessor und mehr Arbeitsspeicher

aus, klingt beim

Telefonieren deutlich besser und

ist inzwischen sogar je nach Farbvariante

für denselben Preis erhältlich.

Doch die Finnen haben auch

beim neuen Modell ihre altbekannten

Stärken einfließen lassen, und

so erhält man mit dem Lumia 610

ein sehr gut verarbeitetes Einsteiger-Smartphone

mit vollwertiger

Navigations-Anwendung und der

für Windows Phone typischen einfachen

Bedienung – trotz der diversen

Hypotheken ist das Gerät daher

gerade für die junge Kundschaft

allemal eine Empfehlung wert.

connect-Urteil

befr. (356 Punkte)

FREQUENZGÄNGE

HTC

Desire C

Der Frequenzgang

zeigt einen etwas frühen

Abfall im Bassbereich.

Der Rauschabstand

fällt mit 80 dB

etwas niedrig, der

Klirrfaktor gut aus.

Nokia

Lumia 610

Wie schon beim HTC,

so offenbart auch der

Frequenzverlauf des

Lumia 610 einen frühen

Bassabfall. Zudem

ist der Klirrfaktor

mit 0,4 % sehr hoch.

Huawei

Ascend G300

Beim G300 erfolgt der

Abfall im Bassbereich

später und nicht ganz

so stark ausgeprägt.

Der Klirrfaktor ist mit

0,04 % gut.

AUSSTATTUNG

MARKE

Modell

SYSTEM

Betriebssystem

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz

(MHz)

interner Speicher

(MB)

Steckplatz für Speicherkarte

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch

Akku-Typ/wechselbar

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel

Größe Speicherkarte

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

HSDPA/HSUPA

WLAN-Standard

Bluetooth...

...Headset/Handsfree/A2DP

...Object Push/OBEX/AVRCP

...Phone Book/SIM Access/HID

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion

DISPLAY

Typ/Diagonale

(Zoll)

Auflösung

(Pixel)

Anzahl der Farben

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl

Makeln

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm

Freisprechen/Stummschalten

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML

SMS/MMS

PIM

Kontaktverwaltung

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt)

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum

Terminverwaltung

Tages-/Wochen-/Monatsansicht

wöchentliche/jährliche Termine

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät

Sync: Outlook/Mac

Notizen: Outlook-Sync

To-do-List

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten

Excelbetrachten/bearbeiten

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting

Flash/https/Home/Favoriten

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC

Videoplayer/Vollbild-Darstellung

Video-Format: 3GP/MP4/WMV

Kamera integriert

Auflösung

(Megapixel)

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS

Navi-Software/onboard/offboard

Navi-Lizenz/Routenplaner

74

connect 8/2012


Nokia HTC Huawei

Lumia 610 Desire C Ascend G300

Windows Phone 7.5 Android 4.0.3 Android 2.3.6

Qualcomm Snapdragon

S1/1/800

Qualcomm MS-

M7225A/1/600

Qualcomm/1/1000

8000000 1020 2700

Í MicroSD MicroSD

Í/Å/Å Í/Å/Å Í/Å/Å

Li-Ionen/Å Li-Ionen/Å Li-Ionen/Å

Stereo-Headset/Å Stereo-Headset/Å Stereo-Headset/Å

Í Í Í

Í/Í Í/Í Í/Í

Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

Å/Å/Å/Í Å/Å/Í/Í Å/Å/Í/Í

7,2/Í 7,2/5,76 7,2/Í

802.11b/g/n 802.11b/g/n 802.11b/g/n

Å Å Å

Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Í/Í/Å Å/Å/Å Å/Í/Å

Å/Í/Í Å/Í/Å Å/Í/Í

Å/Í/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

TFT/3,7 TFT/3,5 TFT/4

480x800 320x480 480x800

65 Tausend 16,7 Mio. 261 Tausend

Å/Å Å/Å Å/Å

Å Å Å

1/Å/Å 3/Å/Å 2/Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å

Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å

MESSWERTE

MARKE Nokia HTC Huawei

Modell Lumia 610 Desire C Ascend G300

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Das Referenzdiagramm

rechts

zeigt, wie gleichmäßig

stark in

alle Richtungen

ein Handy senden

D-Netz (GSM 900) D-Netz (GSM 900) D-Netz (GSM 900)

sollte. Die Diagramme

rechts

daneben zeigen

die real abgestrahlte Leistung. Sie basieren

auf den Messwerten, die in der Angabe effektive

E-Netz (GSM 1800) E-Netz (GSM 1800) E-Netz (GSM 1800)

Strahlungsleistung zusammengefasst

sind.

UMTS-Netz UMTS-Netz UMTS-Netz

D-Netz E-Netz UMTS D-Netz E-Netz UMTS D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 20,3 18,0 12,4 19,4 18,9 12,3 22,0 20,6 14,1

relativeEmpfindlichkeit -13 -10 -8 -16 -12 -8 -15 -11 -8

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert 0,27/0,830 0,28/0,679 -0,29/0,690

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 11,6/13,9 11,3/14,4 10,1/23,1 9,9/22,8 7,3/17,1 7,5/16,9

Geräuschunterdrückung Senden Straße 3,6 3,9 3,8

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe 2,5 2,4 2,7

Verzerrungen (dB) -34,2/-46,8 -35,9/-45,6 -36,2/-39,9 -40,0/-35,5 -39,6/-41,6 -38,5/-42,5

Ruherauschen (Dezibel) -63,6/-58,1 -64,8/-57,8 -68,8/-56,1 -69,1/-56,9 -65,5/-57,3 -66,3/-57,8

Frequenzgang (Punkte v. 5) 4/3 4/4 4/3 4/3 4/3 4/3

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 40,3 39,8 43,2 43,3 44,3 44,6

Übersprechen (dB) 17,5 17,7 19,1 19,2 16,7 16,9

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 7:44 11:25 4:07 5:33 8:36 3:49 9:50 12:50 2:56

typ. Ausdauer (Stunden) 4:30 4:30 3:37

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 285 301 279

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (LxBxHinmm) 119x62x13 108x61x12 122x63x11

Gewicht (Gramm) 131 99 144

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist eine Herstellerangabe.

Å Å Å

7/3/3 7/3/3 7/3/3

Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Å Å Å

Å/Í/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å

Í Í Í

Í/Í optional/Í Í/Í

k.A. Í Í

Å Å Í

Å/Å Å/Å Å/Í

Å/Å Å/Å Å/Í

Í/Å/Í Å/Å/Å Å/Å/Å

Å/Å/Í/Å Å/Å/Í/Å Å/Å/Í/Å

Í/Å/Í/Å Å/Å/Å/Å Í/Å/Å/Å

Í/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Í/Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å

Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Í

Å Å Å

5 5 5

Å/Å Å/Å Å/Å

Nokia Maps/Å/Í

Google Maps

Navigation/Í/Å

Google Maps/Í/Å

Vollversion/Å Vollversion/Å Vollversion/Å

TESTERGEBNISSE

MARKE Nokia HTC Huawei

Modell Lumia 610 Desire C Ascend G300

Preis (Euro) 1 259 219 160

AUSDAUER max. 100 gut (82) gut (84) befriedigend (69)

Ausdauer Gespräch 35 30 25 25

Ausdauer Display-Betrieb 65 52 59 44

AUSSTATTUNG max. 170 ausreichend (101) ausreichend (103) ausreichend (106)

System 15 13 9 10

Lieferumfang 10 3 3 3

Display 40 22 24 25

Connectivity 15 7 10 8

Telefonfunktionen 10 7 9 8

Messaging 15 12 12 13

PIM 15 10 10 10

Office 5 3 5 4

Web-Browser 15 10 8 10

Kamera 15 6 4 5

Musik und Video 10 5 7 8

Navigation 5 3 2 2

HANDHABUNG max. 140 gut (105) befriedigend (104) befriedigend (102)

Handlichkeit 50 38 45 38

User Interface 65 50 44 48

Verarbeitungsqualität 25 17 15 16

MESSWERTE max. 90 befriedigend (66) befriedigend (66) gut (71)

Akustik-Messungen Senden 15 13 13 12

Akustik-Messungen Empfangen 15 12 14 13

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 22 20 24

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 19 19 22

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

URTEIL max. 500

356

befriedigend

355

befriedigend

348

befriedigend

75


Landmann Kugelgrill

•Verchromte Gestellkonstruktion

•Deckel und Feuerschale emailliert

•Lüftungsscheibe im Deckel

•Ergonomisch geformtes Griffstück

•Kohlerost mit integrierter Ascheauffangschale

•Inkl. Grillzange

•Grillfläche: Ø37cm

•Maße (BxHxT):37x41x37cm

Ferngesteuerter Mini Cooper S

•Fernsteuerung über Smartphones oder iPad (kostenlose App)

•Reichweiter: ca. 10 Meter

•Fahrzeit: ca. 3Stunden

•Maße (LxBxH): 18x10x7,5cm, Maßstab: 1:20

•Lieferung ohne Smartphone

Zuzahlung: nur 10 Euro

Gratis

Ihre Vorteile im Abo:

• Ein GeschenkIhrerWahl

• Preisvorteil gegenüberEinzelkauf

• Sie verpassenkeineAusgabemehr

• Keine Zustellgebühr

• 1 Heft gratis vorab bei Bankeinzug


FestplatteCnMemoryAiry500 GB

•Edles Designergehäuse in Weiß

•Kapazität: 500 GB

•Schnittstelle USB 2.0

•Ein/Aus-Schalter

•Kein separates Netzteil nötig

•Inkl. CnMemory Software Suite

•Maße: 189 x120 x33mm

•Gewicht: ca. 848 g

Zuzahlung: nur 15 Euro

30€ Aral-Tankgutschein

So macht Tanken Spaß: Sparen Sie 30€ bei Ihrem nächsten

Tankstellenbesuch. Die Gutscheine sind gültig für Kraftstoffe

bundesweit an allen Aral-Tankstellen.

Gratis

Dieses und viele weitere interessante

Angebote gleich online bestellen: shop.magnus.de/connect

Coupon ausfüllen, abtrennen und einsenden

So einfach geht‘s:

Online unter:

shop.magnus.de/

connect

Per Telefon:

0781- 639 45 48

Ja, ich bestelle

Als Dankeschön wähle ich folgendes Geschenk:

für zunächst12Ausgaben zum Vorteilspreis!

Name Vorname Geburtsdatum

Straße/Nr.

Landmann Kugelgrill (K779)

Mini Cooper S Zuzahlung: 10 € (K789)

CnMemory 500 GB Festplatte Zuzahlung: 15 € (K802)

30€ Aral-Tankgutschein (K365)

Ich bestelle connect zunächst für 1Jahr, 12Hefte zum Vorteilspreis von nur 51,90 €(Österreich 61,90 €, Schweiz SFr 103,80).

Die Zeitschrift erscheint monatlich. Das Abo kann ich nach dem ersten Bezugsjahr jederzeit wieder kündigen. Mein Geschenk erhalte ich umgehend nach

Zahlungseingang. Bei großer Nachfrage kann es zu Lieferverzögerungen kommen. Eine eventuelle Zuzahlung zum Geschenk wird per Nachnahme /Rechnung

erhoben. Dieses Angebot gilt nur in Deutschland, Österreich, Schweiz und solange der Vorrat reicht. Ändert sich meine Adresse, erlaube ich der Deutschen Post

AG, dem Verlag meine neue Anschrift mitzuteilen.

Per Fax:

0781- 84 61 91

Per Post:

connect Kunden-Service

Postfach 180, 77649 Offenburg

PLZ/Ort

E-Mail-Adresse

Ich bezahle bequem per Bankeinzug:

(nur im Inland möglich) und erhalte dafür ein Heft GRATIS vorab (KB01).

BLZ

Kontonummer

Telefon

1 Heft Gratis!

Geldinstitut

connect erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH,

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar, Handelsregister

München, HRB 154289

Ich bin damit einverstanden –jederzeit widerruflich-, dass mich der VerlagWEKA MEDIA PUBLISHING künftig per E-Mail und telefonisch über interessante Vorteilsangebote informiert.

Datum Unterschrift WK 2000 E08


Mobilfunk

Mit Huawei und ZTE wollen zwei Elektronik

Handymarkt aufmischen. Muss

ZTE V96: neues Tablet mit Android 4.0

b

ZTE Grand X mit LTE: Start im Herbst

ZTE

ZTE Acqua: Android-Phone mit 1-GHz-Prozessor

D

ie Ankündigung der Zhong

Xing Telecommunication

Equipment Company (kurz: ZTE)

auf dem Mobile World Congress

im Februar war eine Kampfansage:

„Bis 2015 wollen wir zu den drei

größten Anbietern im Mobilfunkmarkt

gehören“, verkündete He

Shiyou, als Executive Vice President

des Unternehmens verantwortlich

für das Handygeschäft.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu untermauern,

stellte das in Europa

bisher nur Insidern bekannte Unternehmen

auf dem MWC eine

ganze Armada an Neuheiten

zur Schau – vom 7,8 Millimeter

„Huawei und ZTE müssen in

Westeuropa zunächst das Vertrauen

in ihre Marke aufbauen.

Thomas Husson, Principal Analyst /

Consumer Product Strategy bei Forrester Research

dünnen High-End-Androiden ZTE

Era mit Quad-Core-Prozessor, 4,3-

Zoll-QHD-Touchscreen und Dolby-Sound

bis zum Einsteigergerät

Kis, das für deutlich unter 150 Euro

einen 800-MHz-Chip, 3G-Connectivity

und NFC bieten soll.

Die Antwort des kommunikativen

Rivalen aus Shenzhen ließ

nicht lange auf sich warten: Auch

Huawei will in naher Zukunft den

Sprung unter die ersten drei Handyhersteller

schaffen und nimmt

vor allem Samsung ins Visier. Die

im Frühjahr angekündigte Produktoffensive

beginnt mit den Smartphones

Ascend G300 (Android 2.3,

1-GHz-Prozessor, 4-Zoll-WGVA-

Display mit 800 x 480 Bildpunkten;

seit Kurzem bei Vodafone verfügbar)

und Ascend P1 (Android

4.0, 1,5 GHz-Dual-Core, 4,3 Zoll-

SUPER-AMOLED mit 960 x 560

Pixeln). Den Marktstart seines mit

Spannung erwarteten Flaggschiffs

Ascend D quad mit vier Prozessorkernen,

das spätestens im Juni in

den Kampf gegen die Smartphone-

Stars von Samsung und Apple ziehen

sollte, hat Huawei indes auf

das dritte Quartal verschoben.

Gründe für den Verzug nannte die

deutsche Niederlassung nicht.

Auch das MediaPad 10 FHD, das

in diesen Tagen als erstes Quad-

Core-Tablet in den europäischen

Elektronikshops stehen sollte, lässt

vorerst auf sich warten.

Rasantes Wachstum

Kann sich die Konkurrenz also

noch einige Monate entspannt zurücklehnen?

Mitnichten, wie ein

Blick auf die verfügbaren Marktzahlen

der Analysten aus dem Hause

Gartner verdeutlicht: Im ersten

Quartal 2012 lag ZTE bei den weltweiten

Handy- und Smartphoneverkäufen

mit rund 17,4 Millionen

78

connect 8/2012


multis aus China den europäischen

die Konkurrenz zittern?

Huawai

Geräten bereits auf Platz vier –

hinter Samsung, Nokia und Apple.

Im Vergleich zur neuen Nummer

eins Samsung (20,7 Prozent) oder

dem langjährigen Marktführer Nokia

(19,8) fiel der ZTE-Marktanteil

mit 4,2 Prozent freilich noch recht

überschaubar aus. Apple mit seinen

7,9 Prozent haben die Chinesen

dagegen bereits in Sichtweite.

Und einstige Größen wie Research

in Motion (2,4), Sony Ericsson

(1,9) oder HTC (1,8) landeten in

der Käufergunst bereits weit hinter

den ehrgeizigen Chinesen. Huawei

rangierte mit 2,9 Prozent zwei

Plätze hinter dem Erzfeind.

„Beyond LTE“-Technologie, die

Datenübertragungsraten von 30

Gigabit pro Sekunde ermöglichen

soll, etwa 30 Mal so viel wie der

derzeitige LTE-Standard.

Westen ist misstrauisch

Als Spezialisten für IT-Infrastrukturlösungen

haben Huawei und

ZTE gegenüber den Wettbewerbern

aus dem Westen inzwischen

oft die Nase vorn, zumal

sie Cisco und Co mit ihrer

aggressiven Preispolitik

unter Druck

setzen. Allerdings ist

unter Experten um-

Huawei Ascend P1: nur 6,7 mm dünnn

Wer keinen strategischen Fehler

macht, kann in drei bis fünf Jahren

zur Smartphone-Elite gehören.“

Huawei MediaPad 10:

Android-Tablet mit Verspätung

Wie schnell der Netzwerkausrüster

aus der Zwölf-Millionen-

Metropole wächst, zeigt die Tatsache,

dass Huawei mit seinen Produkten

in 150 Ländern vertreten

ist, mit 45 der 50 wichtigsten Mobilfunk-Carrier

von Finnland bis

Feuerland zusammenarbeitet und

20 Entwicklungszentren rund um

den Globus betreibt. In denen sind

über 45 000 Forscher tätig, die fast

die Hälfte der Belegschaft ausmachen.

Kein Wunder, dass Huawei

immer wieder mit zukunftsweisenden

Konzepten an die Öffentlichkeit

tritt – beispielsweise einer

stritten, ob es dabei immer mit

rechten Dingen zugeht. So dümpelt

Huawei, der nach Ericsson weltweit

zweitgrößte Netzwerkausrüster,

in den USA bei einem Marktanteil

von einem Prozent, weil die

amerikanische Regierung befürchtet,

das Unternehmen könnte seine

An lagen zur Spionage missbrauchen.

Dass Gründer und CEO Ren

Zhengfei früher als General der

Volksbefreiungsarmee diente, trägt

nicht zur Vertrauensbildung bei.

Auch sehen sich ZTE wie Huawei

massiven Vorwürfe der Europäischen

Union ausgesetzt: Dem-

Huawei Ascend Y 200: Smartphone für 100 €

Foto: © tomodaji (1) – istockphoto.de

79


Mobilfunk

nach betreiben beide illegales

Preisdumping und profitieren von

massiven Subventionen der chinesischen

Regierung. Die Herausforderer

dementieren – und

setzen ihren Siegeszug fort. So

lieferte ZTE 2011 nach eigenen

Angaben weltweit über 120 Millionen

Kommunikationsgeräte

aus, ein Zuwachs von 400 Pro-

zent zu 2010. Der Konzern

hat in China nach eigenen

Anga-ben 1019

Smartphone-Patente

eingereicht –

mehr als jedes

andere Unternehmen der Volksrepublik.

Beim Handy- und Smartphone-Absatz

war ZTE im vergangenen

Jahr nach Apple der am

zweitstärksten wachsende Hersteller.

Für 2012 steht die Zielmarke

bei 40 Millionen Geräten.

Noch ambitionierter liest sich die

Huawei-Vorgabe von 60 Millionen,

die der asiatische IT-Infodi-

enst „Digitimes“ aus dem Head-

quarter vermeldete.

Android soll’s richten

ZTE hat noch für dieses Jahr

Smartphones und Tablets mit

Windows 8 angekündigt. Ansonsten

setzen beide Firmen auf die

offene Android-Plattform. Dabei

spielt der Heimatmarkt die wichtigste

Rolle: China wird 2012

nach einer Prognose von IDC

zum größten Handymarkt aufsteigen

und die USA als Stückzahlen-

Spitzenreiter ablösen.

Auch in Deutschland haben die

Chinesen einen Fuß in der Tür:

ZTE ist bei O2 (Einsteiger-Phone

Skate, Surfsticks) und E-Plus

(Smartphone Base Lutea 2, Base

Tab 7.1) im Geschäft, Huawei

arbeitet mit der Telekom (Inter-

netsticks, Smartphone Move) und

Vodafone (Surfsticks, Smartphone

Ascend G300). In Szene setzen

konnte sich Huawei aber vor allem

mit dem Smartphone Ascend

Y 200, das von connect die Note

„Gut“ erhielt und über Discounter

wie Lidl für 99,90 Euro verkauft

wurde. Das Duell der Drachen

dürfte also auch Bewegung in

die hiesigen Handyverkaufscharts

bringen –

wenn auch vorerst

nur in den unteren

Preisregionen.

FRANK ERDLE

Ein Hauch von Las Vegas:

der Huawei-Hauptsitz in

Shenzhen. Weltweit zählt

die Firma mehr als

130 000 Angestellte, davon

rund 1500 in Deutschland.

Der deutsche Hauptsitz

ist in Eschborn.

Kleinstadt mit Turm: die Zentrale

von ZTE, ebenfalls in Shenzhen.

Weltweit arbeiten rund 70 000

Mitarbeiter für den Konzern. Die

deutsche Niederlassung befindet

sich in Düsseldorf.

Branchen-Aufsteiger im Check

connect sprach mit Lars-Christian Weisswange, Vice President Terminals Western Europe bei

Huawei und Susanne Baumann, Director PR & Marketing Communications, ZTE Deutschland.

Unser wichtigster Kunde in Deutschland ist E-Plus, mit

dem uns eine strategische Partnerschaft verbindet. Für

deren Tochter Base liefern wir Smartphones wie das

Lutea und den Tablet-PC Base Tab. Bei O2 sind wir

beispielsweise mit dem Skate 2 und dem mobilen Wi-Fi-

Hotspot MF60 vertreten.

Gerade haben wir das Single-Chip-LTE-Smartphone

Grand X LTE für Europa angekündigt, das im dritten

Quartal erscheinen soll. Angetrieben wird das Android-

4.0-Gerät von einem Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz.

Außerdem besitzt es eine Kamera mit 8 MP, mit der man

auch Full-HD-Videos produzieren kann.

Bis Ende 2011 wurden die Geräte von ZTE in Deutschland

hauptsächlich als White-Label-Produkte angeboten.

Jetzt investiert das Unternehmen verstärkt in den Aufbau

der Marke. Bis 2015 will ZTE auf Platz drei unter den

Handyherstellern weltweit vorrücken.

Was sind aktuell

Ihre wichtigsten

Produkte auf dem

deutschen Markt?

Welche interessanten

Neuheiten sind für

die nächsten

Monate zu erwarten?

Wo möchten Sie 2015

auf dem Handymarkt

stehen und wie

soll dieses Ziel

erreicht werden?

Huawei bietet ein breites Portfolio an Telekommunikationsgeräten

an – vom Surfstick bis zum DSL-Modem,

vom einfachen Telefon bis zum High-End-Smartphone.

Bei der Vermarktung konzentrieren wir uns hauptsächlich

auf Smartphones und mobile Wi-Fi-Hotspots. Hier sehen

wir das größte Potenzial auf dem deutschen Markt.

Vor Kurzem haben wir mit dem P1 das erste Produkt

der Ascend-Reihe im Premium-Segment vorgestellt. Das

Gerät wurde von unserem deutschen Designer Hagen

Fendler und seinem Team entworfen. Weitere Produkte

aus verschiedenen Bereichen folgen noch 2012.

Unsere Ziele sind ambitioniert. Schon heute sind wir laut

Gartner der sechstgrößte Handyhersteller. Bis 2015 wollen

wir es unter die Top 3 schaffen. Langfristig wollen wir

ein breites Portfolio mit sehr hoher Qualität und gutem

Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

80

connect 8/2012


Die neue connect Freestyle

Ab sofort

im Handel!


Jetzt im

Kombiabo!

iPad-App

+ Heft

❯❯ 1x abonnieren – 2x lesen ❮❮

Miniabo zum Testen

Jahresabo plus Prämie

+ + +

3x 3x 12x 12x

*Akkustation

3 Hefte + 3 iPad-Ausgaben

nur 10,90 Euro

WK2002M011

12 Hefte + 12 iPad-Ausgaben

+ Akkustation* für nur 61,80 Euro

WK2000E011

*3-in-1-Dockingstation mit integriertem 4500 mAh Li-Ion-Akku für längere Laufzeiten,

Tischständer und Synchronisation mit iTunes

Einfach bestellen unter:

shop.magnus.de/connect-app oder per Telefon 0781/639 45 48


Spezial TK-Anlagen

Telefonanlagen für Privatleute,

Selbst ständige sowie kleine oder mittlere

Unternehmen, konventionell oder virtuell,

mit cleveren Funktionen und optimalem

Zubehör – connect gibt den Überblick.

Komfortabel

kommunizieren

Foto: © wavebreakmedia ltd – iStockphoto

83


Spezial TK-Anlagen

84

connect 8/2012


Anlagenberatung

Brauche ich eine

Telefonanlage?

Und wenn ja, welche?

connect verschafft

Ihnen den Überblick

über das Angebot

und zeigt, worauf Sie

bei der Auswahl

achten müssen.

D

ass auch in vielen Privathaushalten

immer noch

kleine Telefonanlagen zu finden

sind, ist vor allem dem ISDN-

Boom Ende der 90er Jahre zu verdanken.

Als seinerzeit dank attraktiver

Umstiegsangebote und klarer

technischer Vorteile eine große

Zahl Telefonkunden aufs digitale

Netz umstieg, saßen sie auf einmal

auf einer großen Menge analoger

Endgeräte, die sich nicht mehr direkt

ans ISDN anschließen ließen.

Die Lösung brachten die kleinen

grauen Kästen an der Wand, Telefon-

oder TK-Anlage genannt. Sie

stellten die Verbindung zum Telefonnetz

digital her, erlaubten jedoch

an ihren internen Analogschnittstellen

den Anschluss all der

vorhandenen Telefone, Anrufbeantworter

und Faxgeräte. Und das

war allemal günstiger als den gesamten

Gerätepark gegen ISDN-

Versionen zu ersetzen.

Was viele Kunden damals allerdings

nicht bedachten: Nun telefonierten

sie zu Hause über eine Telefonanlage

– mit allen Konsequenzen.

In vielen Haushalten

muss man seither für Externgespräche

eine zusätzliche Null vorwählen.

Und wer die Komfortfunktionen

der TK-Anlage tatsächlich

nutzen will, muss dazu kryptische

Steuerzeichenkombinationen auf

der Telefontastatur eintippen. Gar

nicht wenige Privatnutzer haben

sich angesichts mangelnden Komforts

zwischenzeitlich wieder von

ihrer Anlage getrennt.

Starke Umbrüche auf dem Markt

Heute, zehn bis 15 Jahre später, hat

sich das Bild verändert. TK-Anlagen

sind wieder das, was sie vor

dem ISDN-Boom waren: Eine Lösung

vor allem für Unternehmen.

Sie erlauben es den Mitarbeitern,

kostenlose Interngespräche zu führen,

Gespräche weiterzuvermitteln

oder sich zu Telefonkonferenzen

zusammenzuschalten. Wer für solche

Funktionen auch im privaten

Umfeld Verwendung hat, findet

zwar nach wie vor dafür geeignete

Angebote. Doch hier dominieren

heute DSL-Router wie die populären

Fritzboxen von AVM, in denen

wegen ihrer Unterstützung für Internet-Telefonie

(VoIP) die Grundfunktionen

einer Telefonanlage

gleich enthalten sind.

Diese Entwicklung hatte ihre

Folgen: Nach dem Nachfrageboom

Ende der 90er sind heute

viele der klangvollen Namen aus

der TK-Anlagen-Branche verschwunden.

Sie meldeten Insolvenz

an wie etwa Telebau oder

finden sich heute als aufgekaufte

Marken wieder, wie etwa DeTeWe

unter dem Dach von Aastra oder

Elmeg unter der Flagge von Teldat.

Emmerich und Istec sind heute reine

Handelsmarken. Restbestände

aus den glanzvollen Zeiten finden

sich auf Ebay oder bei spezialisierten

Anbietern wie www.

emmerich-service.de.

TK-Anlagen für Leute von heute

Was aber tun diejenigen, die nach

wie vor Bedarf für eine Telefonanlage

haben? Für sie gibt es immer

noch ein breites Angebot. Den

Marktgegebenheiten folgend richtet

es sich aber in erster Linie an

Selbstständige, Bürogemeinschaften

sowie Firmen aller Größenordnungen.

In den Tabellen auf den

folgenden Seiten gibt connect einen

Überblick über den aktuellen

Stand und konzentriert sich dabei

auf empfehlenswerte TK-Anlagen

für kleinste und kleine Unternehmen,

die Lösungen für eine bis maximal

acht Nebenstellen brauchen.

Fotos: © stockLite – shutterstock.com

85


Spezial TK-Anlagen

Dabei ist es natürlich kein Wunder,

dass sich die technischen Voraussetzungen

seit den 90ern erheblich

geändert haben. Worauf also

müssen Interessenten an einer Telefonanlage

im Jahr 2012 achten?

Es beginnt schon mit der Frage,

für welche Art von Telefonanschluss

das gesuchte System ausgelegt

sein soll. Da wären zunächst

mal die Klassiker: der analoge

Festnetzanschluss (beim größten

Anbieter Telekom unter dem Namen

„Standard“-Anschluss erhältlich)

oder das digitale ISDN (bei

der Telekom etwas verklausuliert

als „Universal“-Anschluss im Angebot).

Für Privatkunden und kleine

Unternehmen gilt: Eine Analogleitung

erlaubt zu einem Zeitpunkt

eine Verbindung, eine ISDN-Leitung

zwei. Wer mehr Außenleitungen

braucht, steigt in die Liga der

echten Geschäftskunden auf. Sie

haben die Möglichkeit, mehrere

externe Analogleitungen oder

ISDN-S 0 -Anschlüsse zu kombinieren.

Diese Option muss die verwendete

TK-Anlage allerdings

ausdrücklich unterstützen. Realisiert

wird dies entweder über variable

Kanäle, die sich wahlweise für

internen oder externen Gebrauch

konfigurieren lassen („variabler

S 0 -Bus“), oder über nachträglich

einsteckbare Module. Als „S 0 -Bus“

bezeichnet man eine digitale

ISDN-Anschlussleitung, an der

sich bis zu acht Geräte anschließen

lassen und über die man maximal

zwei parallele Verbindungen nutzen

kann. Für noch größeren Bedarf

bietet die ISDN-Technik den

sogenannten S 2M

-Bus, der bis zu

30 parallele Gespräche transportiert.

Ihn wählen in der Regel aber

nur größere Unternehmen ab einer

Anzahl von etwa 15 Mitarbeitern.

Auf der Höhe der Zeit

Vernetzte TK-Anlagen wie hier die Auerswald Compact

3000 lassen sich auch mit Apps per iPhone oder Android-

Smartphone bedienen. Das bringt echten Komfortgewinn.

VoIP für zusätzliche Kanäle

Wer im Privat- oder kleineren Geschäftsumfeld

heute mehrere Telefonaußenleitungen

benötigt, geht

häufig einen anderen Weg: VoIP,

also Telefonieren übers Internet

(siehe auch Seite 92). Hier werden

die Gespräche als Datenpakete

über eine Internet- beziehungsweise

IP-Leitung übertragen. Das

funktioniert gut, solange die verfügbare

Bandbreite für den Transport

der Datenpakete ausreicht –

wobei es neben dem Downlink

auch auf den meist deutlich langsameren

Uplink ankommt. Wer

eine DSL-16 000-Leitung mit 16

Mbit/s im Down- und zumindest

1 Mbit/s im Uplink hat, kann neben

dem normalen Surfen und E-Mail

darüber zwei bis vier Telefonate in

guter Qualität führen. Brancheninsider

gehen von einem Bandbrei-

tenbedarf von etwa 100 kbit/s pro

Gespräch aus. Glückliche Besitzer

eines VDSL-Anschlusses mit 25

oder 50 Mbit/s im Downlink und

5 oder 10 Mbit/s im Uplink bringen

sogar die Voraussetzungen für ein

Vielfaches dieser VoIP-Kapazität

mit. Wieviel genau, hängt allerdings

auch von der verwendeten

Hardware ab. Der eingesetzte

DSL-Router und die zur Gebäude-

ANBIETER Aastra/DeTeWe Aastra/DeTeWe Agfeo Agfeo Agfeo Agfeo

Opencom 131 Opencom 130 AC 14 AS 151 plus AS 181 plus AS 43

Preis 360 Euro 430 Euro 135 Euro 240 Euro 350 Euro 380 Euro

Anschlüsse/Hardware

zum Telefonnetz: ISDN/analog/Internet (VoIP) 1 + 1 var. S 0

/ Í / Å 1 + 1 var. S 0

/ Í / Å 1/Í/Í 1 + 1 var. S 0

/ Í / Å 1 + 1 var. S 0

/ Í / Å 1 / Í / Í

intern: Anzahl Nebenstellen analog/ISDN/VoIP/DECT 8/1 var. S 0

/Í/Í 4/1 var. S 0

/Í/Í 4/Í/Í/Í 4/1 var. S 0

/Í/Í 8/1 var. S 0

/Í/Í je nach Modulen

PC/Netzwerk-Anbindung: USB/Ethernet/WLAN Í/Å/Í Í/Å/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Funktionen

Anzahl max. gleichzeitige Verbindungen extern/intern 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

)/4 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

)/4 insgesamt 2 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

)/4 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

)/8 je nach Modulen

Internet-Funktionen: Router/DSL-Modem/Firewall Å/Í/Å Å/Í/Å Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í

Makeln/Halten/Rückfrage Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Anrufumleitung intern/extern Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Heranholen (Pick-up)/Follow-me Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í

Rückruf bei Besetzt/bei Nichtmelden Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Dreierkonferenz/Parallelruf Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Konfiguration per Tel.tastatur/Software/Web-Interface Å/Í/Å Å/Í/Å Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í

CTI-Funktionen (Computer-Telefon-Integration) TAPI TAPI TAPI TAPI TAPI TAPI, „CTI plus“-Modul

Optionen

Systemtelefone via UPN, TFE-

Modul, Anrufbeantw.-Modul

Systemtelefone via UPN, S2M-

Anschluss, TFE-, AB-Modul

zusätzlich serielle PC-

Schnittstelle (RS-232)

zusätzlich serielle PC-

Schnittstelle (RS-232)

zusätzlich serielle PC-

Schnittstelle (RS-232)

Module für 4x S 0

int./ext.;

S2M, IP-Nebenst., TFE u.a.

86

connect 8/2012


Spezial TK-Anlagen

Anschluss gesucht

Wollen Sie analoge Endgeräte anschließen, sind

integrierte TAE-Buchsen (hier an der Agfeo AC 14)

bequem – sofern die Endgeräte in der Nähe stehen.

Alles intern

Gibt es – wie bei der Teldat

Elmeg T240 – keine externen

Buchsen, werden analoge

und digitale Nebenstellen

über Schraubklemmen verbunden.

Bedenken Sie den

Extra-Installationsaufwand!

verkabelung eingesetzten Switches

sollten VoIP-tauglich sein und

sogenannte

Quality-of-Service-

(QoS) beziehungsweise Traffic-

Shaping-Funktionen mitbringen.

Im Wesentlichen heißt das, dass sie

den Paketen mit Sprachdaten im

riesigen IP-Datenstrom Priorität

einräumen.

Kleinere Telefonanlagen – sofern

sie denn überhaupt für VoIP

ausgelegt sind – unterstützen eine

IP-Verbindung nach außen in der

Regel als Option für zusätzliche

Sprachkanäle. Einige Lösungen

für Geschäftskunden wie etwa die

Gigaset Pro T300 setzen jedoch

komplett auf VoIP und lassen sich

nur optional für ISDN und Analog-

anschluss aufrüsten. Ausgespro-

chen flexibel ist die Fritzbox von

AVM, die analoge, ISDN- und VoIP-

Kanäle praktisch beliebig zwischen

internen und externen Anschlüssen

hin- und herkonvertieren kann.

PC und TK-Anlage kooperieren

Gerade VoIP-taugliche Telefonanlagen

übernehmen häufig gleich

die Funktion eines Routers mit.

Das heißt, sie sorgen nicht nur für

die VoIP-Anbindung, sondern verbinden

auch die angeschlossenen

PCs mit dem Internet. Hier ist bei

der Planung darauf zu achten, ob

diese Router-Funktion gewünscht

ist oder ob Sie dafür lieber auf ein

separates, möglicherweise schon

PC im Anlagen-Pelz

In der IP-Vermittlungsanlage Gigaset T 300 pro

steckt tatsächlich ein kleiner PC. Seine DSP-

Chips kanalisieren die Sprachpakete, Erweiterungskarten

liefern ISDN-Anschluss und Co.

ANBIETER Auerswald Auerswald Auerswald Auerswald AVM AVM

Compact

2206 USB

Compact

3000 ISDN

Compact

3000 VoIP

Compact

5010 VoIP

Fritzbox 3370 Fritzbox 7390

Preis 340 Euro 180 Euro 200 Euro 400 Euro 180 Euro 290 Euro

Anschlüsse/Hardware

zum Telefonnetz: ISDN/analog/Internet (VoIP) 1 / Í / Í 1 + 1 var. S 0

/ Í / Å 1 + 1 var. S 0

/ Í / Å max. 1 / max. 2 / max. 4 Å/Å(1 analog oder ISDN)/3 Å/Å(1 analog oder ISDN)/3

intern: Anzahl Nebenstellen analog/ISDN/VoIP/DECT 6/1x S 0

/Í/Í 6/1 var. S 0

/Í/Í 6/1 var. S 0

/ 2/Í 6/1x oder 2x S 0

/4/Í 2/1x S 0

/10/6 2/1x S 0

/10/6

PC/Netzwerk-Anbindung: USB/Ethernet/WLAN Å/Í/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Å Å/Å/Å

Funktionen

Anzahl max. gleichzeitige Verbindungen extern/intern 2/2 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

)/4 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

) +2 VoIP /4 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

) +4 VoIP /6 1 analog oder 2 ISDN/3 VoIP 1 analog oder 2 ISDN/3 VoIP

Internet-Funktionen: Router/DSL-Modem/Firewall Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Å/Å/Å Å/Å/Å

Makeln/Halten/Rückfrage Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Anrufumleitung intern/extern Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Heranholen (Pick-up)/Follow-me Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Í Å/Í

Rückruf bei Besetzt/bei Nichtmelden Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Dreierkonferenz/Parallelruf Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Konfiguration per Tel.tastatur/Software/Web-Interface Å/Å/Í Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

CTI-Funktionen (Computer-Telefon-Integration) TAPI TAPI, LAN-TAPI TAPI, LAN-TAPI TAPI, LAN-TAPI TAPI TAPI

Optionen

zusätzlich serielle PC-

Schnittstelle (RS-232)

SDHC-Speicherkarte; S 0

- oder

a/b-Modul; UP0-Adapter

SDHC-Speicherkarte; S 0

- oder

a/b-Modul; UP0-Adapter

2 Modulsteckplätze für VoIP,

a/b, S 0

, S2M und/oder UP0

USB-Speicher (NAS, Anrufbeantw.)

per Stick oder Festplatte

USB-Speicher (NAS, Anrufbeantw.)

per Stick oder Festplatte

88

connect 8/2012


Volle

Netzabdeckung

an allen

Standorten.

Ihre neue

Telefonanlage

kennt keine

Grenzen.

Zwei Schritte weiter – Ihre neue Telefonanlage.

www.OnePhone.de

Nutzen Sie alle

Funktionen

der TK-Anlage.

Egal, wo Sie sind.

TK-Anlage,

Mobilfunk

und Festnetz

in einem.


Spezial TK-Anlagen

vorhandenes Gerät setzen wollen.

Nicht alle VoIP-TK-Anlagen verrichten

ihre Funktionen auch hinter

einem vorgeschalteten Router.

Allerdings ist es sehr sinnvoll,

dass sich TK-Anlagen über einen

PC ansprechen und bedienen lassen.

Zumindest per USB-Buchse

oder idealerweise übers Netzwerk

sollte diese Funktion unterstützt

werden. Denn dann lassen sich die

nicht ganz unkomplizierten Grundeinstellungen

wie MSN (externe

ISDN-Rufnummern), interne Durchwahlen

und Berechtigungen sowie

die für den VoIP-Betrieb erforderlichen

„SIP-Konten“ komfortabel

am Bildschirm des PC eintragen.

Moderne Systeme stellen dazu eine

Weboberfläche bereit, die Sie

einfach über den Browser an Ihrem

Computer aufrufen können. Andere

setzen auf spezielle Konfigurationsprogramme.

Die stehen allerdings

mit wenigen Ausnahmen

ausschließlich für das Betriebssystem

Windows zur Verfügung, was

Mac-Nutzer vor Probleme stellt.

Ähnliches gilt häufig auch für

die sogenannten CTI-Funktionen:

die Computer-Telefon-Integration.

Hinter diesem Schlagwort verbergen

sich Komfortfunktionen wie

die Möglichkeit, eine Wählverbindung

direkt durch Anklicken der

gewünschten Rufnummer in einem

Kontaktverwaltungsprogramm wie

Outlook herzustellen. Die Verknüpfung

zur Anlage stellt in der

Regel ein TAPI-Treiber her (Telephony

Application Programming

Interface). Auch der wird allerdings

in der Regel nur für Windows-Rechner

mitgeliefert.

Konvertierungs-Profi

Obwohl die Fritzbox von AVM eigentlich als

DSL-Router fungiert, wandelt sie auch analoge

Telefonleitungen, ISDN und VoIP-Kanäle fast

beliebig untereinander hin und her.

Die Basisfunktionen können alle

Die eigentlichen Vermittlungsfunktionen

sind heute weitgehend

standardisiert: Gespräche zu anderen

Nebenstellen weiterzuleiten,

sie in einer Warteleitung zu halten

und bei einem Kollegen zurückzufragen

sind der eigentliche Daseinszweck

einer TK-Anlage, entsprechend

beherrschen auch so gut

wie alle Geräte dieses Repertoire.

Kleinere Unterschiede gibt es bei

Details wie der Frage, ob sich ein

Rückrufwunsch für einen externen

Teilnehmer nur bei „Besetzt“ programmieren

lässt, oder auch für

den Fall, dass sich der Angerufene

nicht meldet (der „Rückruf bei

Nichtmelden“ erfolgt dann, wenn

der Teilnehmer das nächste Mal

den Telefonhörer aufgenommen

und wieder abgelegt hat).

Auch die „Follow Me“-Funktion

beherrschen nicht alle: Sie erlaubt

es, sich an einer anderen Nebenstelle

unter seiner Durchwahl anzumelden

und die für die eigene

Rufnummer ankommenden Gespräche

vorübergehend dort anzunehmen.

Das ist eine kleine Variante

des in größeren Unternehmen

bisweilen üblichen „Hot Desking“

(siehe Seite 92).

Beachtung verdient bei der Auswahl

einer TK-Anlage nicht zuletzt

die Frage, wie viele interne und externe

Verbindungen die Elektronik

gleichzeitig erlaubt. Bei konventionellen

Anlagen wird dies von

den vorgesehenen Schaltwegen bestimmt.

Größere VoIP-Systeme

nutzen für die Signalweiterleitung

spezialisierte Prozessoren, sodass

die Vermittlungsmöglichkeiten von

deren Rechenleistung abhängen.

Erweiterungen mitplanen

Grundsätzlich gilt: Wer sich für

eine Telefonanlage entscheidet,

sollte so gut es geht ein wenig in

die Zukunft blicken. Wird die Anzahl

der Nebenstellen auch noch

ausreichen, wenn das Unternehmen

wächst? Lassen sich in diesem

Fall die Außenleitungen erweitern?

ANBIETER Gigaset Lancom Linksys Samsung Teldat Teldat

T 300 pro 1722 VoIP SPA 9000 OfficeServ 7030 Elmeg T240 Elmeg T444

Preis 1200 Euro 485 Euro 260 Euro 350 Euro 150 Euro 200 Euro

Anschlüsse/Hardware

zum Telefonnetz: ISDN/analog/Internet (VoIP) optional/optional/ Å 1 + 1 var. S 0

/ Í / Å Í / Í / Å 1x oder 2x S 0

/ 4 / Å 1 / optional / Í 1 o. optional 2x S 0

/ optional / Í

intern: Anzahl Nebenstellen analog/ISDN/VoIP/DECT Í/optional /15/optional Í/1 var. S 0

/8/Í 2/Í/4/Í 10/1x S 0

/ 16/Í 4/Í/Í/Í 4/1 var. S 0

/Í/Í

PC/Netzwerk-Anbindung: USB/Ethernet/WLAN Å/Å/Í Å/Å/Í Í/Å/Í Å/Å/Å Å/Í/Í Å/Å/Í

Funktionen

Anzahl max. gleichzeitige Verbindungen extern/intern insgesamt 15 insgesamt 8 2/2 insgesamt 12 2/2 2/4

Internet-Funktionen: Router/DSL-Modem/Firewall Å/Í/Å Å/Í/Å Å/Í/Å Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í

Makeln/Halten/Rückfrage Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Anrufumleitung intern/extern Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Heranholen (Pick-up)/Follow-me Å/Å Å/Å Å/Í Å/Å Å/Í Å/Í

Rückruf bei Besetzt/bei Nichtmelden Å/Å Å/Í Å/Í Å/Å Å/Í Å/Í

Dreierkonferenz/Parallelruf Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Konfiguration per Tel.tastatur/Software/Web-Interface Í/Å/Å Í/Í/Å Í/Í/Å Í/Í/Å Å/Å/Í Å/Å/Í

CTI-Funktionen (Computer-Telefon-Integration) SIP, TAPI TAPI, LAN-TAPI SIP SIP, TAPI CAPI, TAPI CAPI, TAPI

Optionen

1 PCI-Slot für 4 x analog, zusätzliche SIP-Teilnehmer

2 x S 0

oder 1 x S2M


integriertes Voicemail-System Analogmodul mit 2 weiteren 1 Steckplatz für Module mit

(max. 32); Fax-Gateway; VPN

(2 Kanäle)

int. a/b-Anschlüssen S 0

, ext. a/b oder int. 2x a/b

90

connect 8/2012


Sinnvoll ist es hier, wenn die Anlage

Erweiterungsoptionen bietet.

Sie werden in der Regel durch

Steckplätze realisiert, in die sich

dann je nach Bedarf optionale Module

einstecken lassen. Auch andere

Funktionen wie ein anlageninterner

Anrufbeantworter (Voicebox)

oder die Anbindung von Türsprechstellen

(siehe Seite 102) lassen

sich so häufig realisieren. Wenn

Sie diese Tipps beachten, sind der

komfortablen und erfolgreichen

Kommunikation keine Grenzen

mehr gesetzt. HANNES RÜGHEIMER

Modular erweiterbar

Einige TK-Anlagen wie die Aastra

Opencom 130 bieten Steckplätze

für Erweiterungen wie ein Anrufbeantworter-Modul

oder weitere

interne oder externe Anschlüsse.

Telekom-Standard

Die vielen Telekom-Kunden bekannte

Eumex 401 wird von der Firma Funkwerk

gebaut, die

sonst eher TK-Anlagen

für größere

Unternehmen

produziert.

Teldat Telegärtner Telekom Telekom Telekom Tiptel Tiptel Tiptel

Elmeg

Hybird 120

Compact 600A Eumex 401 Eumex 800

Octopus

Open 230

2/8 USB .com 411 .com 811

400 Euro 160 Euro 100 Euro 200 Euro ab 790 Euro 280 Euro 240 Euro 300 Euro

1 + 1 var. S 0

/ optional / Å 1/Í/Í 1/Í/Í 1/Í/Í 1x oder 2x S 0

/ Í/Í Í/2/Í 1 + 1 var. S 0

/ optional / Å 1 + 1 var. S 0

/ optional / Å

4/1 var. S 0

/2 bis max. 20/Í 6/1 var. S 0

/Í/Í 4/Í/Í/Í 8/1x S 0

/Í/Í 4/Í/Í/Í 8/Í/Í/Í 4/1 var. S 0

/bis zu 10/Í 8/1 var. S 0

/bis zu 10/Í

Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Í/Å/Í Í/Å/Í

4/10 2/2 2/1 2/2 2 oder 4/4 2/2 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

)/10 2 bzw. 4 (mit 2 ext. S 0

)/10

Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Å/Í/Å Å/Í/Å

Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í Å/Å Å/Å

Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í Å/Í Å/Å Å/Å Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Í/Í/Å Å/Í/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Å/Í Å/Í/Å Å/Í/Å

TAPI, LAN-TAPI TAPI TAPI TAPI TAPI CTI-Tool TAPI, LAN-TAPI TAPI, LAN-TAPI

7 Voicemail-Boxen ab Werk,

zus. Lizenzen für Voicemail, SIP

TFE (Tür-Freisprecheinrichtung)


optionales Systemtelefon

T-PX 722

je nach Paket inkl. 1 oder 2

Systemtelefone Octophon 141

integrierte Faxweiche;

optional Türsprechmodul

optional Anrufbeantw.-Modul;

opt. VoIP-Modul; 2x ext. a/b

optional Anrufbeantw.-Modul;

opt. VoIP-Modul; 2x ext. a/b

91


Spezial TK-Anlagen

Telefonieren mit System

TK-Anlagen bieten

optimalen Bedienkomfort

nur bei

Einsatz der passenden

Systemtelefone.

connect

erklärt, was Sie

bei der Auswahl

beachten sollten.

O

b im privaten oder geschäftlichen

Einsatz: So richtig

komfortabel wird eine Telefonanlage

erst dann, wenn die Endgeräte

sämtliche Funktionen des Vermittlungssystems

über ihr Menü

unterstützen. An die analogen Nebenstellen

einer klassischen TK-

Anlage lassen sich zwar prinzipiell

beliebige Analogtelefone anschließen,

für den internen S 0

-Bus einer

ISDN-An lage oder die DECT-

Schnitt stelle einer Anlage mit

Schnurlos-Unterstützung gilt im

Grundsatz dasselbe. Doch wenn

der Anwender zur

Bedienung von

Funk tionen wie

Rufweiterschaltung,

Parken

eines Gesprächs

oder zum Einleiten

einer

Kon ferenz kryptische

Kürzel

wie *6421# eintippen

muss,

sind Frust und

Bedienfehler die

logische Folge.

Beinahe noch

schlimmer ist es,

wenn Telefonmenü

und -tasten zwar die

gewünschten Funktio

nen anbieten, die

TK-Anlage auf die

entsprechenden Befehle

aber nicht reagiert,

weil sich Protokolle

und/oder Bedienkonzepte

nicht miteinander

vertragen.

Das passende Telefon

Geschäftliche Nutzer oder

auch Privatleute, die Wert auf

Bedienkomfort legen, sollten deshalb

zu einer Telefonanlage immer

die passenden Systemtelefone kaufen

und einsetzen. Ihre Bedienfunktionen

und Menüs sind eigens

auf die jeweilige Anlage abgestimmt,

in ihren Displays informieren

sie über den Status von Einstellungen

wie Rufweiterschaltungen

oder besetzten Leitungen.

Solche Geräte kosten meist nicht

viel mehr als gut ausgestattete Telefone

auf dem Endkundenmarkt:

Je nach Anspruch und Features liegen

die Preise solcher Apparate

typischerweise zwischen 100 und

250 Euro. Aber auch wenn die Systemtelefone

in der Regel Standard-

Schnittstellen nutzen, ist es die

Ausnahme, dass die End geräte des

einen Herstellers problemlos an

der Anlage eines anderen Herstellers

funktionieren. Das schränkt

die Auswahlmöglichkeiten für die

gewünschten Telefone deutlich ein

und verteuert die Gesamtinvestition

je nach Anzahl der benötigten

Nebenstellen spürbar. Doch die angenehme

und zuverlässige Bedienung

macht diese Mehrausgabe

wieder wett. Schließlich ist gerade

beim geschäftlichen Telefonieren

kaum etwas peinlicher als der vergebliche

Versuch, den Kunden oder

Geschäftspartner zum zuständigen

Kollegen durchzustellen: „Warten

Sie bitte, ich probiere mal, ob ich

es hinbekomme, Sie mit Herrn

Müller zu verbinden.“

Die einschlägigen Anlagenhersteller

wie Agfeo, Auerswald,

Funk werk oder Teldat/Elmeg bieten

Systemtelefone an, die zu ihren

TK-Anlagen passen. Typischerweise

umfasst die Auswahl mehrere

Modelle – vom High-End-Telefon

mit großem Farb display und

Riesenspeicher bis zum Standardgerät

mit kleinerem Graustufen-

Display und Basis ausstattung.

Vermeiden sollten Unternehmen

allerdings den immer noch häufigen

Fehler, Arbeitsgeräte als Statussymbole

zu betrachten. Denn so

kommt es dann, dass auf dem

Schreibtisch des Chefs ein Ultra-

Telefon mit zig Tasten steht, das er

kaum bedienen kann – während

sein Sekretariat, das den bequemen

Schnellzugriff auf häufig benötigte

Funktionen viel besser gebrauchen

könnte, aus Rang folgegründen mit

einem kleineren Modell zurechtkommen

muss.

Kurzwählen konventionell

Eine typische Ergänzung zu Sys-

temtelefonen sind extra für diese

Telefonmodelle ausgelegte Kurzwahlmodule.

Dabei handelt es sich

um beschrift bare Tastenfelder, die

sich über eine herstellereigene

Schnittstelle ans Telefon andocken

lassen. Zweck der Übung: So kann

der Anwender zehn, zwanzig oder

mehr häufig benötigte Kontakte

92

connect 8/2012


IP-Telefonie

Telefonieren per Internet hat sich von der Low-

Cost- zur Unternehmens-Lösung gewandelt.

DIE CLOUD-

TELEFONANLAGE

Business-Kommunikation der Zukunft

Lebenslange Gratis-Updates machen die nfon Telefonanlage

100% zukunftssicher.

Am Anfang stand der Wunsch,

den etablierten Telefongesellschaften

eins auszuwischen und

vor allem bei Auslandstelefonaten

Geld zu sparen. Dies führte

zu Entwicklungen wie Skype und

VoIP (Voice over IP). Doch mit

steigenden Bandbreiten und

„Quality of Service“- respektive

„Traffic Shaping“-Funktionen in

den Switches und Routern hat

das Telefonieren übers Internet

seine Kinderkrankheiten kuriert.

Längst muss VoIP nicht mehr

schlechter klingen als vorher

ISDN, im Gegenteil: Mit passenden

End geräten ermöglicht Voice

over IP sogar sogenannte HD-

Telefonie oder HDSP. Und auch

ohne deren Hi-Fi- Anspruch sind

IP-Telefone und -Anschlüsse

heute nicht zuletzt im Geschäftsbereich

etabliert.

Vorteile durch VoIP

Allerdings müssen die Rahmenbedingungen

stimmen. Bei zu

langsamen Internetleitungen

und/oder nicht für den Voice-

Betrieb vorbereiteten Routern

und Switches kann die Sprachqualität

deutlich leiden. Auf der

anderen Seite locken klare

Vorteile: Erstens sind die Kosten

für IP-Telefonate in der Regel

deutlich geringer als über traditionelle

Telefonanschlüsse. Dies

gilt umso mehr, wenn Unternehmen

mit Hunderten gleichzeitig

nutzbarer Sprachkanäle versorgt

werden müssen. Zweitens bieten

Funktionen wie IP-Centrex (siehe

auch ab Seite 96) mehr Komfort

und weiteres Spar potenzial. Und

drittens können Unternehmen

auch bei der Ausrüstung ihrer

Arbeitsplätze sparen: Statt pro

Schreibtisch eine Netzwerk- und

eine Telefonbuchse verlegen zu

müssen, genügt ein Ethernet-

Anschluss. An ihm lassen sich

dann sowohl der PC als auch das

IP-Telefon anschließen. Hinzu

kommen weitere Möglichkeiten

wie zum Beispiel das sogenannte

Hot Desking. Bei dieser Organisationsform

haben die Mitarbeiter

keine festen Arbeitsplätze

mehr, sondern melden sich an

jedem Tag, den sie im Büro

verbringen, an einem freien

Schreib tisch an. Nach dem Login

am Telefon wird die eigene

Durchwahl dann dem dort installierten

IP-Telefon zugewiesen

– dort bleibt sie bis zum nächsten

abendlichen Logout.

Die Standards

Mit dem „Session Initiation Protocol“

(SIP) hat sich ein industrieweiter

Standard für die Signalisierung

und den Rufaufbau

etabliert, sodass sich IP-Telefone

unterschiedlicher Hersteller mit

der Netzwerk-Hardware und den

VoIP-Diensten beliebiger anderer

Anbieter kombinieren lassen.

Und auch die Sprachcodierung

zwischen den Endgeräten erfolgt

nach von der ITU (International

Telecommunications Union) festgelegten

Standards wie G.711,

G.722 (HD-Telefonie) oder dem

seit einiger Zeit ebenfalls beliebten

iSAC (Internet Speech Audio

Codec). So ist das Telefonieren

übers Datennetz heute ebenso

einfach wie früher über das

klassische Telefonnetz.

Komfort und Qualität: Aktuelle

hochwertige IP-Telefone lassen im

Geschäftsalltag nichts vermissen.

Foto: © thebroker – iStockphoto.com

Alle Einstellungen einfach selbst

am Computer ändern.

Mit ein paar Klicks wird das

Handy zur Telefonanlage.

Jederzeit Endgeräte

hinzufügen und entfernen.

FÜR

UNTERNEHMEN

JEDER GRÖSSE:

VON 2 - 20.000

ENDGERÄTEN

Erleben Sie wie leistungsstark und einfach nfon ist unter:

www.nfon.net/TK

www.nfon.net/TK


Spezial TK-Anlagen

mit einem einzigen Druck auf ihre

Namenstaste direkt erreichen. Dies

mag angesichts menügestützter Tele

fonbücher und PC-Funktionen

wie „Wählen aus Outlook“ etwas

anachronistisch wirken, kann im

hektischen Büroalltag jedoch wertvolle

Zeit sparen. Wer natürlich

seine Kontakte ohnehin auf dem

PC und nicht im Telefon gespeichert

hat, wird so ein Zusatzteil

kaum brauchen. Anwender, die solche

Module nützlich finden, wird

es hingegen freuen, dass sich bei

einigen Herstellern sogar mehrere

davon in Serie anstecken lassen.

Neben externen Kontakten können

auch interne Ansprechpartner

wie etwa die Rückfrage beim Empfang

oder im Lager sinnvolle Belegungen

für Kurzwahltasten sein.

Und bei vielen Telefonen lassen

sich auf den zusätzlichen Hardware-Tasten

nicht nur Namen, sondern

auch häufig benötigte Funktionen

für den Schnellzugriff ablegen.

Ein weiteres nützliches Ausstattungsmerkmal

sind sogenannte

Besetztlampenfelder: LEDs, die

meist der Namenstaste angebracht

sind, informieren darüber, ob bestimmte

interne Nebenstellen gerade

besetzt sind beziehungsweise

ob die auf die Taste gelegte Funktion

ein- oder ausgeschaltet ist.

Systemtelefone in der IP-Welt

Die bisherigen Tipps gelten sinngemäß

auch für Systemtelefone,

die per IP-Verbindung mit der TK-

Anlage verbunden sind. In ihnen

ist übrigens häufig ein Mini-Switch

integriert, damit sich an einer einzigen

Ethernetbuchse sowohl das

Telefon als auch ein dahinter angeschlossener

PC einstöpseln lässt.

Weil IP-Telefone in der Regel in

vielen Funktionen frei program-

Branchengerecht.

Agfeo bietet im Geschäfts kundenbereich

Pakete für einzelne

Branchen. So können

Ärzte per Kurzwahl das

Personal an der Rezeption der

Praxis erreichen oder den

nächsten Patienten aufrufen.

Ehemals Elmeg.

Die Telefonanlagen des früher

eigenständigen Herstellers

Elmeg werden heute

von Teldat vertrieben. Die

Systemtelefone gibt es auch

eigens angepasst an TK-Anlagen

der Firma Funkwerk.

mierbar sind, lassen sie sich einfacher

als ISDN- oder Analogapparate

an VoIP-Telefonanlagen oder

sogar an eine IP-Centrex- Lösung

(siehe Seite 96) anpassen. Im Detail

sind die Telefon-Menüs beim

Kauf aus einer Hand aber oft doch

noch besser an die Anlagen desselben

Herstellers angepasst.

Interessant ist in diesem Zusammenhang

auch eine vom Anbieter

Gigaset erst vor Kurzem eingeführte

Option: Die Menü inhalte

und -funk tionen seiner Pro-Telefone

(wie die Modelle DE900 IP pro

und DE700 IP pro) lassen sich über

XML-Dateien eigens an Bedarf

und Designwünsche des jeweiligen

Unternehmenskunden an passen.

Wer von solchen Möglichkeiten

Gebrauch machen will, sollte allerdings

vor dem Kauf mit seinem

Händler oder Kundenbetreuer

klären, wer für die anfallenden

Programmierungen zuständig

ist und was sie kosten.

wie Agfeo oder Teldat/Elmeg sorgen

spezielle Zusatzmodule für die

DECT-Kompatibilität der Anlage.

In anderen, eher consumer-orientierten

Geräten wie den integrierten

ISDN-Systemen von Gigaset

oder den größeren Fritzbox-Modellen

von AVM ist ein DECT-Modul

sogar ab Werk eingebaut. In

ihrem Bedienkonzept optimal an-

Es geht auch schnurlos

Systemtelefone müssen

übrigens nicht unbedingt

per Kabel mit der TK-Anlage

verbunden werden: Wie zu Hause

werden auch im Geschäftsalltag

schnurlose Telefone immer populärer.

Bisweilen verschwimmen

hier die Grenzen zwischen Privatund

Profimarkt. So bietet zum Beispiel

der schon erwähnte Hersteller

Gigaset einige seiner populären

DECT-Telefone auch als systemkonforme

Endgeräte für seine

Gigaset-pro-Anlagen an. Bei Gigaset,

aber auch anderen Herstellern

Schnurlos in Groß.

Das Multizellensystem Gigaset

N720 DECT IP versorgt

große Firmengebäude oder

-gelände mit DECT. Bis zu 20

dieser Stationen lassen sich

kombinieren, jede kann bis

zu acht Gespräche abwickeln.

94

connect 8/2012


gepasste Schnurlostelefone finden

sich dann meist wieder im Zubehörangebot

der Anlagenhersteller.

Auch hier gilt im Übrigen: Der einheitliche

DECT-Standard sorgt

zwar dafür, dass sich grundsätzlich

alle Schnurlostelefone an jeder

DECT-Basis anmelden lassen.

Aber für optimalen Bedienkomfort

sollten DECT-Telefon und Anlage

aus demselben Haus stammen.

Basisstation lassen sich bis zu acht

Telefonate parallel führen. Für Planung,

Installation und Kauf wenden

sich Interessenten am besten

an ein Systemhaus. Im Ergebnis

sorgen dann auch hier Gigaset-

DECT-Modelle, die zur Pro-Linie

des Herstellers kompatibel sind,

für maximalen Be dienkomfort.

HANNES RÜGHEIMER

Entscheidungsfreiheit!

DECT-Multizellen für Großfirmen

Für kleine Betriebe reichen möglicherweise

die Reichweite (in Gebäuden

bis zu 50 Meter) und Kapazität

(je nach Hersteller sechs bis

acht Endgeräte) einer zentralen

DECT-Basisstation. Bei größeren

Unternehmen sieht das natürlich

anders aus. An solche Kundengruppen

richten sich DECT-Multizellensysteme,

wie etwa das neue

Gigaset N720 DECT IP.

Von den entsprechenden Basisstationen

lassen sich bis zu 20

Stück im Gebäude oder auf dem

Gelände installieren. Die Verbindung

zur TK-Anlage erfolgt per

Ethernet, die erforderlichen Einstellungen

übernehmen die einzelnen

Zellen per „Autoprovisioning“

von der zentralen Anlage (Gigaset

T300 oder T500). Dank „Power

over Ethernet“ ist bei entsprechender

Verkabelung nicht mal ein

Stromanschluss erforderlich.

Ein eigener „DECT-Manager“

verwaltet, welches Endgerät sich

bei welcher Basis anmeldet, und

reicht die Verbindungen auch zwischen

den Zellen weiter. Das System

kann bis zu 100 Nutzer versorgen

und bis zu 30 Gespräche

gleichzeitig abwickeln. Über jede

Steuerung per App

Eines der neuesten Features

bei vielen Anlagenherstellern

(hier Gigaset) ist die Möglichkeit,

auf Einstellungen und

Ruflisten per App zuzugreifen.

Alles auf einen Blick

Kontakte, Ruflisten und Statusinformationen

lassen sich im

Display von Systemtelefonen mit

einem Blick erfassen.

Die Menüführung ist

eigens an die TK-

Anlage angepasst.

COMfortel ® 3500

So definiert man VoIP neu: Aufhebung der

Trennung zwischen Standard-SIP- und

IP-Systemtelefonie und ein innovatives Bedienkonzept,

das auf Touch-Display, Tastatur und

Gestensteuerung setzt!

• Synchronisierung mit Daten aus der Cloud

• Offen für Apps auf Android -Basis

• Anwesenheitsregistrierung via Bluetooth ®

• Integrierter Anrufbeantworter (ab Q3/2012)

• Näherungssensor zur Gestensteuerung

www.auerswald.de

Alle genannten Marken und Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Hersteller.


Spezial TK-Anlagen

Telefonieren

in der Cloud

IP-Centrex-Lösungen oder virtuelle Telefonanlagen

empfehlen sich als Alternative zu klassischen Telefonanlagen.

Was taugt die Cloud-Telefonie – und für wen?

C

loud-gestützte Dienste und Lösungen liegen

gerade im Businessmarkt klar im

Trend. Und dies betrifft längst nicht mehr nur das

Speichern von Dateien oder die Bereitstellung

von Applikationen als „Software as a Service“.

Auch komplette Telefonanlagen stehen heutzutage

als Cloud-Dienst zur Verfügung.

Technisch möglich wurde diese Entwicklung,

weil Unternehmen für ihre Telefonanbindung zunehmend

von ISDN auf VoIP umschwenken.

Denn die IP-gestützten Telefonleitungen lassen

sich flexibler an den tatsächlichen Bedarf anpassen

als die auf jeweils 30 Nutzkanäle festgeschriebenen

ISDN-„Primärmultiplexanschlüsse“.

Und genauso wie Privatkunden freuen sich auch

Firmen darüber, wenn sie für Anschlüsse und Verbindungen

via IP-Telefonie weniger bezahlen

müssen als für klassische Telefonleitungen.

Vermittlungsdienste in der Datenwolke

Gerade Unternehmenskunden, bei denen viele bis

sehr viele Mitarbeiter gleichzeitig über die IP-

Leitung telefonieren, müssen allerdings besondere

Maßnahmen ergreifen, um die Sprachqualität

der VoIP-Telefonate sicherzustellen. So sollten

alle an der Verbindung beteiligten Switches und

Router sogenannte Quality-of-Service-Funktionen

(QoS) wie die Priorisierung von Sprachpaketen

unterstützen. Wenn aber dann ein Telefonanschluss

letztlich nur noch aus einer bestimmten

dedizierten (also fest zugewiesenen) Bandbreite

eines ausreichend schnellen Internetanschlusses

besteht, liegt der nächste Schritt nahe: Die eigentliche

Vermittlungstechnik muss nicht mehr als

Kasten im Keller oder Serverraum des Unternehmens

installiert werden, sondern kann ebenfalls

ins Netz wandern. Fachleute sprechen dann von

„Centrex“-Lösungen – das Kürzel steht für „Centralized

Office Exchange“, übersetzt also etwa:

zentral bereitgestellte Bürovermittlungstechnik.

Die Idee ist in der Tat verlockend: Das Unternehmen

selbst muss sich nicht mehr mit Kauf

oder Miete, Wartung und Betrieb einer Telefonanlage

herumschlagen und insbesondere keine

schnell veraltende Hardware mieten oder abschreiben.

Bei der Einrichtung und Verkabelung

von Büroräumen muss zu jedem Schreibtisch beziehungsweise

Mitarbeiter nur noch ein Netzwerkkabel

verlegt werden, die zusätzliche Installation

von Telefonanschlüssen kann entfallen. Als

Systemtelefone stehen bei den Nebenstellen IP-

Telefone zur Verfügung, deren Menüs sich gezielt

an den genutzten IP-Centrex-Dienst anpassen lassen.

Je nach Struktur und Organisation des Unternehmens

lassen sich Funktionen wie „Hot

Desking“ nutzen (siehe auch Kasten „IP-Telefonie“

auf Seite 93), und auch hausinterne Umzüge

verlieren ihren Schrecken. Neue Vermittlungsfunktionen

kann der Anbieter einfach per

Software-Update realisieren und bereitstellen.

96

connect 8/2012


Spezial TK-Anlagen

Und wenn zusätzliche Nebenstellen benötigt werden

oder einige wegfallen, ist dies in der Regel je nach Vertragsgestaltung

nur eine Frage von An- oder Abmeldungen

beim Provider.

Diesen Vorzügen stehen allerdings auch Bedenken

gegenüber: Was passiert, wenn der Dienst auf den Servern

des Anbieters ausfällt? Wie abhörsicher sind die

Gespräche, wie gut schützt der Dienstleister die zentral

gespeicherten Telefon- und Adressbücher vor unberechtigtem

Zugriff? Letztlich stellen sich hier die gleichen

Fragen wie auch bei anderen Cloud-Diensten. Entsprechend

fallen die Antworten aus: Die Anbieter verweisen

auf ihre redundant ausgelegten, hochsicheren Rechenzentren,

betonen die 24-Stunden- Administration durch

IT-Profis und lassen ihre Dienste und Prozesse von unabhängigen

Instituten zertifizieren.

Bei aller gesunden Skepsis gegenüber Diensten aus

der Datenwolke sollten Interessenten nicht vergessen,

dass auch lokale Telefonanlagen gern mal abstürzen

oder einen Hardware-Defekt aufweisen. Im Falle eines

Falles sind die IP-Centrex-Dienste meist schneller

wieder einsatzbereit als ein Service-Techniker

eine klassische Telefonanlage repariert hat.

Auch für kleinere Unternehmen attraktiv

IP-Centrex-Lösungen sind keineswegs nur für

Großunternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern

interessant. Schon bei einem Zwei- oder

Drei-Mann-Unternehmen kann eine „All IP“-

Anbindung viel Sinn ergeben. Und gerade mittlere

Unternehmen können sich mit ausgefeilter

Marcus Otto,

Vorstandsvorsitzender Nfon AG

An welchen Kundenkreis richten

sich Ihre Angebote?

Nutzen kann man unser Produkt

in jeder Unternehmensgröße. Bei

unserer Entwicklung achten wir

besonders darauf, dass der Betrieb

auch bei großen Installa tionen

einfach und zuverlässig bleibt.

Einen Schwerpunkt haben wir

aktuell bei Unternehmen bis etwa

250 Nebenstellen. Technisch gibt

es aber keine Grenze nach oben.

„Unsere Kunden sind

frei in ihrer Netzwahl“

Interview

Was können Sie besser als Ihre

großen Konkurrenten?

Nfon bietet einen wesentlich

größeren Funktionsumfang. Den

brauchen nicht nur Großunternehmen

– oft findet man die anspruchsvollsten

Lösungen im

Mittelstand. Und: Unsere Lösung

können Sie über jeden Internetzugang

betreiben. Auch bei der

Fixed-Mobile-Integration ist der

Kunde frei in der Netzwahl.

Welche Fallback-Möglichkeiten

stehen zur Verfügung, falls Ihr

Service einmal ausfallen sollte?

Das schwächste Glied in der Kette

ist die Datenanbindung des Kunden.

Sofern er sich hier nicht für

eine Hochverfügbarkeitslösung

entschieden hat, kann er für jede

Nebenstelle ein individuelles

Notfallrouting hinterlegen. Ist ein

Apparat nicht erreichbar, wird der

Anruf etwa an einen anderen Standort

oder auf ein Handy umgeleitet.

98

VIRTUELLE TELEFONANLAGEN: AUSSTATTUNG UND PREISE

ANBIETER CNT Enviatel iQom Nfon Onephone Placetel

Produkt(-familie) Call Manager ip centrex iq.voice.centrex nvoice virtuelle TK-Anlage Profi

Monatlicher Preis ab 8,10 Euro pro Nebenstelle 8,21 Euro pro Nebenstelle 15,35 Euro pro Teilnehmer 8,10 Euro pro Nebenstelle 7,00 Euro pro Nebenstelle 3,45 Euro pro Nebenstelle

Anzahl Nebenstellen von … bis 1 bis 5000 1 bis unbegrenzt 1 bis unbegrenzt 1 bis über 10 000 20 bis unbegrenzt 1 bis 1000

Anbindung Breitbandanschluss des Kunden Breitbandanschluss des Kunden Breitbandanschluss des Kunden optional SDSL ab 2300 kbit/s firmeneigenes GSM-Netz Breitbandanschluss des Kunden

Voraussetzungen auf Kundenseite

IP-Anschluss, DHCP,

11 bis 88 kbit/s pro Gespräch

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

Kundenstandort wird über eigene

Onephone-Leitg. angebunden

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

Konditionen

Kosten für Telefonate ins dt. Festnetz 1,3 Cent/Min. 1,5 Cent/Min.

1,4 Cent/Min. oder Flatrate

6,90 Euro pro Nebenstelle

1,1 Cent/Min. oder Flatrate

3,90 Euro pro Nebenstelle

1,4 Cent/Min. oder Flatrate

3,50 Euro pro Nebenstelle

1,2 Cent/Min. oder Flatrate

4,76 Euro pro Nebenst.

...in deutsche Mobilfunknetze 15,4 Cent/Min. 15,4 Cent/Min. 15 Cent/Min.

13,2 Cent/Min. oder All-Net-

Flat 9,90 Euro pro Nebenstelle

ab 14,0 Cent/Min.

11,8 Cent/Min

...firmenintern/zwischen Niederlassgn. kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos kostenlos (deutschlandweit) kostenlos/kostenlos

Mindestvertragslaufzeit 24 Monate 24 bis 60 Monate 36 bis 60 Monate keine 24 bis 60 Monate keine

Fixed-Mobile-Integration

Parallelruf/Übergabe Mobil- zu Festnetz Å /Å Å /Å Å /Å Å /Å Å /Å Å /Å

Uml./Makeln/Rückfr. zu Mobiltelefon Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

VoIP-Client für Smartphones verfügbar?

Å/Å (iOS, Android,

Blackberry)

Å/Å (iOS, Android) Å/Å (iOS, Android)

Å/Å (iOS, Android,

Blackberry, Symbian)

Í/Í (nicht notwendig,

da GSM-basiert)

Å/Å (iOS, Android,

Blackberry)

Endgeräte

Hardware im Lieferumfang optional, verschiedene Anbieter optional, Aastra o. Gigaset optional, verschiedene Anbieter optional, verschiedene Anbieter Í (beliebige GSM-Endgeräte) opt., Snom, Gigaset, Aastra, Panasonic

IP-Tel./-adapter im Lieferumfang? optional, verschiedene Anbieter optional optional, verschiedene Anbieter optional, verschiedene Anbieter optional zus. ISDN-Telefone optional, Cisco oder Patton

Softphone Windows/Mac Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Í/Í Å/Å

Unterstützg./Adapter für Faxnebenst. Å/optional Å/optional Å/optional Å/optional Å/Í Å/optional

Fax to PC/PC to Fax Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Vermittlungs-/Komfort-Funktionen

Presence-/CTI-Funktionen

(Computer-Telefonie)

Å/Å Å/Å Å/Å

Å/Å (Outlook, TAPI,

usCSTA, ESTOS)

Å/Å

Í/Å (CTI-Client optional

1,19 Euro/Monat )

Rufumleitg./Anrufbeantw. pro Nebenst. Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Warteschlange, Chef/Sekretariat Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

IVR (Audiomenüs)/firmenweites Adressb. Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Conferencing

Tel.-/Web/Video-Konferenzen Å/Å/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Å/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Desktop Sharing/File Sharing Í/Í Í/Í Í/Í Í/Í (beides geplant) Í/Í optional über Drittanbieter

Besonderheiten

virtueller Konferenzraum, Call-

Center-Fkt. (ACD); Verschlüsselung

für 2012 geplant

optional Administrator-

Schulung, diverse Service-

Level-Agreements (SLA)

PC-Vermittlungsarbeitsplatz,

Call-Center-Funktionen

Stand Juni 2012; alle Preise inkl. MwSt. 1 Bandbreite wird bei zusätzlichen Benutzern ohne Berechnung erhöht. 2 Bis zu 16 Teilnehmer.

PC-Vermittlungsarbeitsplatz,

Call-Center-Fkt., Monitoring,

Mehrwertnummern, Sprachaufz.

optional auch Kombination

mit vorhandener TK-Anlage

möglich („Onephone hybrid“)

PC-Vermittlungsarbeitsplatz,

Audiomenüs/IVR, Call-Center-Fkt.,

Zeitsteuerung, Skype-Integration


Telefontechnik gegenüber ihren Kunden professionell

präsentieren – und dabei den Eindruck vermitteln, größer

zu sein als sie eigentlich sind.

Wer sich für so eine Lösung interessiert, steht im

nächsten Schritt vor der Qual der Wahl. Wie Sie in der

Tabelle unten sehen, buhlen jede Menge Anbieter um die

Kundengunst. Dabei sind die großen Vollsortimenter wie

Telekom und Vodafone ebenso vertreten wie mittelständisch

orientierte Anbieter à la Nfon oder Onephone.

Die Telekom hat ihre Centrex-Lösung ins Komplettpaket

„DeutschlandLAN“ integriert und richtet sich damit

nach eigener Aussage an Geschäftskunden mit fünf

bis 49 Mitarbeitern. Das Angebot erfüllt alles Wesentliche,

lässt im Detail allerdings noch Funktionen vermissen

– etwa die Möglichkeit, Gespräche von der

Firmentelefon anlage zu einem Handy zu vermitteln.

Mitbewerber Vodafone vermarktet seine Centrex-Angebote

unter dem Namen „OfficeNet“. Die Basisversion

unterstützt bis zu 48 Teilnehmer, für mehr Mitarbeiter

(theoretisch bis zu 100 000) ist die Variante „OfficeNet

Enterprise PBX“ ausgelegt. Die Version „Office-

Net Mobil“ wiederum ist als Ergänzung zu einer

bereits beim Kunden installierten Telefonanlage

gedacht und integriert Handys als virtuelle Nebenstellen

der Anlage.

Beide großen Anbieter haben ihre Dienste eng

mit den hauseigenen Fest- und Mobilfunknetzen

verknüpft. Dies verlangt allerdings vom Kunden,

alle Anschlüsse zu dem ausgewählten Anbieter zu

transferieren. In einem aufwendigen Test der virtuellen

Anlagen, den connect mit dem Netztest-

Christoph Wichmann, Geschäftsführer

Vertrieb und Marketing Onephone GmbH

Interview

„Mobilfunktechnik bringt

unseren Kunden Vorteile“

Onephone setzt zur Anbindung

Ihrer Kunden auf GSM-Mobilfunk

statt IP-Leitungen. Warum?

Mit der GSM-Technik setzen wir

auf einen bewährten Standard und

ersparen unseren Kunden gleichzeitig

Investitionen in telefonietaugliche

IP-Leitungen. Da wir in

den Gebäuden unserer Kunden

Picozellen installieren, können

wir optimale Netzabdeckung und

volle Mobilität auf dem Firmengelände

gewährleisten. Bei vielen

Kunden liegt die Mobilfunknutzung

ohnehin weit über der stationären.

Zudem kann jedes GSM-

Endgerät unsere Dienste nutzen

– vom Smartphone bis zum

robusten Outdoor-Handy.

Im Hintergrund arbeitet cloudbasierte

Vermittlungstechnik?

Ganz genau. Unsere Kunden erhalten

eine Onephone-SIM-Karte,

mit der sie in ihrem eigenen, exklusiven

Funknetz vor Ort telefonieren

können. Alle Vermittlungsfunktionen

sind über das Handy

vollständig verfügbar. Und außerhalb

der Geschäftsräume telefonieren

sie dann im E-Plus-Netz.

Und wenn Ihre virtuelle TK-Anlage

doch einmal ausfallen sollte?

In diesem unwahrscheinlichen

Fall steht als Fallback das öffentliche

Mobilfunknetz zur Verfügung,

sodass unsere Kunden

weiterhin erreichbar bleiben.

Fotos: © agsandrew (5) – shutterstock.com / Peter Fenyvesi (12)

QSC Reventix Sipgate Teamfon Telekom Toplink Vodafone

IPfonie centraflex IP Centrex sipgate Team TeamSIP Centrex DeutschlandLAN vPBX OfficeNet

4,50 Euro pro Teilnehmer 2,95 Euro pro Teilnehmer 14,95 Euro für 3 Mitarb. mit 6 NSt. 5,90 Euro pro Nebenstelle 595 Euro für 3 Teilnehmer 39 Euro für 5 Teilnehmer 99,75 Euro für 5 Teilnehmer

1 bis unbegrenzt 1 bis unbegrenzt 3 bis 500 1 bis 1000 3 bis 50 5 bis 100 5 bis 48

QDSL office 16000/1024 kbit/s Breitbandanschluss des Kunden Breitbandanschluss des Kunden Breitbandanschluss des Kunden SDSL 10 000/10 000 kbit/s Breitbandanschluss des Kunden 16 128/800 kbit/s 1

Internet-Anschluss von QSC

(QDSL office ab 34 Euro/Monat)

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

SDSL-Anschluss der Telekom

IP-Anschluss, DHCP,

100 kbit/s pro Gespräch

Vodafone-Internet, für „Kombiteilnehmer

zusätzliche Mobilfunkvertr.

1,4 Cent/Min. oder Flatrate

1,0 Cent/Min. o. Flat 14,95 Euro 1,4 Cent/Min. oder Flatrate

1,3 Cent/Min. oder Flatrate

1,1 Cent/Min.

Flatrate

3,50 Euro pro Nebenst.

(bzw. jeweilige Grundgebühr) 4,90 Euro pro Nebenst.

10 Euro pro Nebenst.

Flatrate

12,0 Cent/Min. (Telekom, Vodafone);

13,8 Cent/Min. (O2, E-Plus)

13,5 Cent/Min. (Telekom, Vodafone);

15,5 Cent/Min. (O2, E-Plus)

11,8 Cent/Min. 15,4 Cent/Min. 15,4 Cent/Min. Flatrate 15,4 Cent/Min.

kostenlos im QSC-Netz/kostenlos kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos kostenlos/geplant kostenlos/kostenlos kostenlos/kostenlos

12 Monate keine 1 Monat 1 Monat 24 Monate 12 Monate 24 Monate

Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Í Å/Å Å/Å

Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Å/Å (iOS, Android)

Å/Å (iOS, Android,

Windows Phone)

Å/Å (iOS, Android)

Å/Å (TeamSIP2go für iOS und Å/Å (iOS, Android, Blackberry,

Android; Aufpreis 2 Euro pro NSt.) Symbian – ausgewählte Modelle)

Å/Å (iOS, Android)

Í/Í

optional, verschiedene Anbieter optional, Snom oder Panasonic optional, verschiedene Anbieter optional, verschiedene Anbieter IP-Tel. Snom 860; Nokia E72 o.a. optional, Snom, Polycom, invoxia optional

optional, Kauf oder Miete optional, Kauf oder Miete optional, verschiedene Anbieter optional, verschiedene Anbieter Å/optional optional optional

Å/Í Å/Å Å/Å Å/Å Å/Í Å/Å Å/Í

Å/optional Å/optional Å/optional Å/optional Å/optional Å/optional Å/optional

Å/Å Å/Å Í/Å Å/Å Å/Å Í/Í Í/Í

Å/Å (Outlook, TAPI,

Í/Å (Outlook, click2dial, Plugins

für Firefox, Chrome u.a.) Schnittstelle, offene API)

Å/Å (Outlook, TAPI, COMeigener

Windows-Client)

Å/Å (SIPbase CTI Cient, Ninja)

Å/Å (Outlook) Å/Å (TAPI) Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å (Umleitg. auf Voicemail) Å/Å Å/Å

optional/Å Å/Å Å/Å Å/Å Í/Å Å/Å Å/Å

Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Í/Å Å/Å Í/Å

optional/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Å/Å 2 Å/Å/Å Å/Å/Å

Í/Í Í/Í Í/Í Í/Í Å/Å Í/Í Å/Å

Vermittlungsarbeitsplatz, Komplette Onlinebuchung

Zeitschaltungen, E-Mail2SMS/ und -verwaltung; kostenlose

zusätzlich

subventionierte Handys sind

MMS, Kostenstellen 30-Tage-Preview-Phase

virtueller Konferenzraum

Paketbestandteil, gegen

Sicherheitspaket („Fraud

Aufpreis auch iPhone etc.

Detection“) enthalten

Optionale Module: Audiomenüs/

IVR, Call-Center-Fkt. („ACD“),

Multimedia-Conferencing

individuelle Flatrates pro

Teilnehmer buchbar (bis zur

International Flatrate)

99


Spezial TK-Anlagen

Spezialisten zafaco in Heft 11/2011 durchgeführt

hatte, schnitt Vodafone mit 434 Punkten

vor der Telekom mit 415 Punkten ab.

Centrex per Mobilfunk:

Die Angebote

von Onephone setzen

auf GSM-Technik,

stellen jedem Kunden

jedoch ein eigenes

Netz zur Verfügung.

Spezialisten mit verschiedenen Schwerpunkten

Dass ein spezialisierter kleinerer Anbieter im

Detail oft mehr bieten kann, beweist etwa die

Münchener Nfon AG. Sie stellt ihren „nvoice“-

Dienst wahlweise als Ergänzung eines vorhandenen

Breitbandanschlusses oder im Paket mit

einer eigenen SDSL-Leitung zur Verfügung.

Ausgesprochen umfangreich ist der Funktionskatalog:

So lassen sich mit „nvoice“ Sprachmenüs

(Interactive Voice Response, kurz IVR)

sowie Call-Center-Funktionen wie Monitoring

oder Sprach aufzeichnung realisieren. Ebenso

bietet Nfon Hot Desking, Projektkennziffern und

Kosten stellen, Unified-Messaging-Funktionen

sowie optionale Sprachverschlüsselung an.

Wieder andere Schwerpunkte setzt der auch

aus dem Privatkundenmarkt bekannte Anbieter

Sipgate. Als reiner VoIP-Dienstleister bietet er

keine eigenen Internetleitungen an und überlässt

es seinen Kunden, die für gute Sprachqualität

erforderliche Bandbreite und Hardware zu

kaufen (siehe Interview unten). Dafür gibt es

seine Centrex-Famile „team“ in mehreren Varianten,

die bei drei Teilnehmern starten und bis

über 100 skaliert werden können. Mobiltelefone

lassen sich per Parallelruf und als Weiterleitungsziel

einbinden. Nutzt man auf dem

Smartphone einen VoIP-Client, wie ihn Sipgate

für iOS und Android anbietet, stehen auch

Funktionen wie etwa die Übermittlung einer

von Sipgate vergebenen SIP-Rufnummer zum

Angerufenen zur Verfügung.

Einen interessanten eigenen Ansatz verfolgt

schließlich der Anbieter Onephone (siehe Interview

auf Seite 99). Er setzt zur Versorgung der

Betriebsräume seiner Kunden nicht auf Festnetzleitungen,

sondern auf GSM. Je nach Gebäude

und Gelände installiert er dazu eine Reihe

von Picozellen, die von der Cloud-Vermittlung

des Anbieters gesteuert werden. Die Kunden

können beliebige GSM-Endgeräte nutzen, erhalten

dafür spezielle Onephone-SIM-Karten

und telefonieren im Unternehmen in einem eigenen

„Onephone-Netz“ – bei maximaler Beweglichkeit

auf dem Firmengelände. Außerhalb

der Firma roamen sie im öffentlichen E-Plus-

Netz. Auf Wunsch lässt sich diese Lösung mit

einer vorhandenen stationären TK-Anlage oder

einer Festnetz-IP-Anbindung kombinieren.

Für detailliertere Beratungen und individuelle

Angebote sollten Interessenten in jedem Fall die

jeweiligen Anbieter ansprechen. HANNES RÜGHEIMER

Rundes Angebot:

Teamfon ergänzt sein

Centrex-Paket mit

Spezialitäten wie einer

eigenen iPhone-Client-

App für die Teamfunktionen.

Für Teams jeder

Größe: Das Geschäftskundenange-

bot von Sipgate überzeugt durch Skalierbarkeit

und bietet sehr komfortable Bedienung.

Interview

Sigurd Jaiser,

Sales Manager Sipgate GmbH

Die Nutzer sind völlig frei

in der Wahl der Endgeräte“

Wie unterscheiden sich Ihre Angebote für

Geschäftskunden von denen für Privatleute?

Das Privatkundenprodukt wird über einen

einzelnen Kundenzugang bedient, während

beim Geschäftskundenprodukt die Menge der

Zugänge durch die Vertragsgröße bestimmt

ist. Im Privatkundenprodukt „basic“ stellen

wir Zugang und Rufnummer dauerhaft kostenlos

zur Verfügung, das Geschäftskundenprodukt

kostet nach der Previewphase eine

monatliche Grundgebühr. Dafür ist der Featureumfang

für Geschäftskunden größer als

für Privatkunden.

Im Gegensatz zu anderen Centrex-Angeboten

koppeln Sie Ihre Dienste nicht mit einem

Internetzugang. Wie können Sie die Qualität

der Telefonverbindungen sicherstellen?

Die benötigte Bandbreite sind 100 kbit/s pro

Gespräch in beide Richtungen. Da die Nutzer

völlig frei in der Wahl der Endgeräte sind,

können sie die für ihr LAN besten Router,

Switches und Telefone einsetzen und bekommen

so die beste verfügbare Qualität.

In welchem Umfang lassen sich auch Mobiltelefone

in Ihre „team“-Angebote integrieren?

Alle Rufnummern, die nicht bei Sipgate liegen,

können per Parallelruf für eingehende

Gespräche mitgenutzt werden. Funktionen wie

Makeln, Aufzeichnen oder Konferenzen stehen

dann über die Tastatur des Handys oder eines

Festnetztelefons zur Verfügung. Für Appleund

Android-Phones bieten wir eigene Apps.

100

connect 8/2012


ADVERTORIAL

Das Büro aus der Cloud

Mit DeutschlandLAN wandert die Telefonanlage in die Cloud. Und nicht nur die: Auch der E-Mail-Server und das

Firmenadressbuch kommen bei dem Komplettpaket der Telekom für die Festnetz-, Mobilfunk- und PC-Kommunikation

aus der Wolke. Firmen verbessern so ihre Zusammenarbeit, reduzieren ihre Kosten und arbeiten flexibler.

Jetzt umsteigen auf DeutschlandLAN

Bundle S inklusive drei Ports

■ asymmetrischer VDSL-Anschluss mit

bis zu 50 Mbit/s Download- und bis zu

10 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit

■ Kosten*: monatlich 299,– Euro,

keine Bereitstellungskosten

■ virtuelle Telefonanlage mit bis zu drei

Sprachkanälen

■ Festnetz-Deutschland-Flat sowie Daten-

Flat; Mobilfunk: Intra-Company-Flat zu

internen Festnetz- und Mobilfunk-Anschlüssen

im DeutschlandLAN und

zu anderen Firmen im DeutschlandLAN

■ E-Mail Postfächer mit Push-Service und

25 GB Postfachspeicher

*Aktionszeitraum: bis zum 31.07.2012

E-Mail-System, Telefonanlage, Videokonferenzsystem

und Co. kommen aus dem

Internet – etwa 40 Prozent der Unternehmen

in Deutschland können sich vorstellen,

ihren gesamten Arbeitsplatz aus der Cloud zu

beziehen. Das ist das Ergebnis der aktuellen

PAC-Studie „Communication und Collaboration

aus der Cloud“. Die Vorteile liegen auf der

Hand: Die Anschaffung und Installation von

Software am Arbeitsplatz oder einer Telekommunikationsinfrastruktur

wird überflüssig, und

der Dienstleister kümmert sich um Wartung und

Updates. Doch noch schrecken viele Firmen

vor dem Schritt in die Cloud zurück. Zu groß ist

die Sorge, dass die Anwendungen nicht rund

um die Uhr zur Verfügung stehen, sich nicht

mit der bestehenden Firmen-IT koppeln lassen

und die Sicherheit der Daten nicht ausreichend

gewährleistet ist.

Miteinander statt nebeneinander

Die Telekom bietet genau deshalb mit DeutschlandLAN

eine TÜV-zertifizierte Cloud-Lösung.

Die Daten lagern auf Servern in hochsicheren

Rechenzentren mit Standort Deutschland und

werden verschlüsselt und hochverfügbar bereitgestellt.

Damit die Kosten für die Firmenkommunikation

nicht aus dem Ruder laufen, erhalten

die Kunden DeutschlandLAN als Komplettpaket

zum Monatsfestpreis inklusive Flatrates für

Telefonie, Internet und Mobilfunk. Auch die

Hardware wie IP-Festnetztelefone sind Teil des

Pakets. Weitere Besonderheit: Die Telekom

bündelt alle Kommunikationskanäle wie E-Mail,

Festnetz- und Mobiltelefonie oder Instant Messaging

auf einer einheitlichen Oberfläche, die auf

allen Endgeräten zur Verfügung steht.

Immer erreichbar

Bei der integrierten Telefonanlage aus dem

Netz müssen die Nutzer auf die bekannten

Funktionen einer physischen Telefonanlage wie

zum Beispiel Anrufweiterleitung, Gruppenanrufe

und Anklopfen keineswegs verzichten. Je nach

gebuchtem Paket sind bis zu 20 Sprachkanäle

inklusive. Um die Zusammenarbeit zwischen

den Mitarbeitern zu erleichtern und Telefonanrufe

von Kunden nicht ins Leere laufen zu lassen,

sind alle Mitarbeiter stets unter derselben

Rufnummer erreichbar, sowohl übers Festnetz

als auch auf dem Handy und sogar über den

PC-Client. Außerdem zeigt die integrierte Präsenzstatusanzeige

jedem Mitarbeiter, welcher

Kollege aktuell verfügbar ist oder gerade spricht.

Auch für virtuelle Meetings per Video- oder Audioschaltung

brauchen Firmen keine separate

Bundle M inklusive fünf Ports

■ 10 MBit/s schneller, symmetrischer

IP-Anschluss

■ Kosten: monatlich 695,– Euro und

keine Bereitstellungskosten*

■ Virtuelle Telefonanlage mit bis zu

20 Sprachkanälen

■ Festnetz-Deutschland-Flat sowie Daten-

Flat; Mobilfunk: Intra-Company-Flat

zu internen Festnetz- und Mobilfunk-

Anschlüssen im DeutschlandLAN und

zu anderen Firmen im DeutschlandLAN

■ E-Mail Postfächer mit Push-Service und

1 GB Speicherplatz

*Aktionszeitraum: bis zum 31.07.2012

Lösung mehr. Via DeutschlandLAN können

sich bis zu 16 Teilnehmer an unterschiedlichen

Standorten austauschen und gemeinsam an

Dokumenten arbeiten. Die Bereitstellung und

Konfiguration der Telefonanlage übernimmt übrigens

die Telekom. So können sich die Firmen

ganz auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.

Leistungsstarke Basis von Deutschland-

LAN ist ein symmetrischer IP-Zugang mit einer

Geschwindigkeit von10 MBit/s. Speziell für

kleinere Firmen, die maximal drei Deutschland-

LAN-Ports benötigen, hat die Telekom einen

asymmetrischen Netzanschluss auf VDSL-Basis

im Portfolio.

Weitere Informationen: www.telekom.de/dreisechsnull und www.telekom.de/deutschlandlan


Spezial TK-Anlagen

Home,

smart Home

Vernetzte

Häuser sind keine Zukunftsvision

mehr und auch nicht mehr unbezahlbar.

Gerade Telefonanlagen können

die Zentrale für die Steuerung und Automation

des eigenen Heims werden.

Das Smart Home

wird zum Massen -

markt: Mit den

neuen Powerline-

Adaptern von

AVM soll die beliebte

Fritzbox

auch Elektrogeräte

fern steuern.

D

ie Industrie propagiert voll

vernetzte und automatisierte

Häuser und Wohnungen schon

recht lange. In der Tat versprechen

solche Lösungen einen großen

Komfortgewinn: per Handy auf der

Heimfahrt die Heizung hochfahren,

übers Internet die Waschmaschine

starten – wer viel unterwegs

ist, kann solchen Ideen durchaus

einiges abgewinnen. Erhältlich sind

derartige Lösungen schon seit Jahren.

Doch die meisten von ihnen

erfordern eine aufwendige Infrastruktur

und sind entsprechend

teuer. Im Massenmarkt ist das

automatisierte und fernsteuerbare

Heim noch nicht angekommen.

Doch gerade Telefonanlagen erfüllen

die Voraussetzungen, um als

Zentrale zur Haussteuerung und

-automation zu dienen. Sie sind

zentral in Haus oder Wohnung installiert,

verfügen über einen Zugang

zum Telefonnetz sowie zunehmend

auch zum Internet. Und

sie enthalten ohnehin die nötigen

Chips und Anschlüsse, mit denen

sich Haussteuerungsfunktionen realisieren

lassen. Viele Hersteller

von Telefonanlagen haben dieses