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GOLF TIME Mister Ryder Cup (Vorschau)

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15. JAHRGANG | AUSGABE 7 | OKTOBER/NOVEMBER 2012<br />

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ROBO TEST DIE NEUEN EISEN TEIL 2<br />

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MARTIN KAYMER SCHREIBT IM MEDINAH CC <strong>GOLF</strong>-GESCHICHTE<br />

MISTER RYDER CUP<br />

PLUS TRAINING MIT • ADAMOWICZ • CROWCROFT • POTTS • SCHUSTER • TAYLOR


Mercedes-Benz präsentiert:<br />

5,42 Yards Automobil.<br />

Mercedes-Benz unterstützt den Golfsport. www.mercedes-benz.de/golf<br />

Eine Marke der Daimler AG<br />

Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 14,0–6,3/7,9–4,7/10,1–5,3 l/100 km;<br />

CO₂-Emissionen kombiniert: 235–139 g/km; Effizienzklasse: F/E/C–A.<br />

Diese Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen.


EDITORS INTRO<br />

Oskar Brunnthaler,<br />

Chefredakteur<br />

REALITÄT<br />

Jetzt kann ich’s ja beichten: Die geplante<br />

Story über Martin Kaymer wandert in den Papierkorb,<br />

die Geschichte über den totalen Absturz des<br />

Mettmanners muss völlig neu geschrieben werden.<br />

Der geplante Arbeits-Titel: „Keiner spielt so schlecht<br />

wie Kaymer!“ Neu (nicht wirklich): „Keiner spielt so gut wie Kaymer!“<br />

Wie kommt’s? Martins großes Vorbild und Idol, Bernhard Langer, über die<br />

Formkrise des im vergangenen Jahr acht Wochen lang Führenden der<br />

Weltrangliste: „Wenn er weiterkommen will, muss er Umstellungen an<br />

Schwung und Griff vornehmen. Und das dauert eben seine Zeit.“<br />

Wie katastrophal es um Kaymers Formkrise stand, umreißt die Frage eines<br />

britischen Journalisten zwei Wochen vor dem <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> an Kapitän José<br />

Maria Olazábal, ob er sich denn schon Gedanken gemacht habe, wem er<br />

JETZT IST ER IM <strong>GOLF</strong>-OLYMP<br />

»Ich habe ein Leben<br />

lang darauf gewartet,<br />

den entscheidenden Putt<br />

machen zu können«<br />

eine dritte Wild Card geben werde, für den Fall, dass Kaymer „verletzungsbedingt“<br />

auf seinen 10. Platz im <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> Team verzichte.<br />

Heute wissen wir es besser: Mit seinem grandiosen Putt an der 18 im<br />

Medinah Country Club hat der inzwischen auf den 33. Platz in der Weltrangliste<br />

abgerutschte Kaymer nicht nur das Prestige-Duell zwischen<br />

Europa und den USA entschieden, er hat sich schlicht golferisch unsterblich<br />

gemacht. Über Langers Putt 1991 beim <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong> in Kiawah Island, wo er den<br />

möglichen Sieg-Putt vorbeischob,<br />

wird jetzt nach über 30 Jahren<br />

immer wieder geredet, Martin K.<br />

als Winner beim schon klar als<br />

verloren abgeschriebenen <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong> im Medinah CC wird noch<br />

in hundert Jahren Golf-Thema sein.<br />

Das gibt es in keiner anderen Sportart: Höhen und Tiefen liegen im Golf<br />

so eng beieinander wie nirgends sonst. Sei es beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> oder beim<br />

Clubturnier der Amateure. Was unter anderem die Faszination <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

ausmacht, lesen Sie bitte in der Cover-Story („Seves Segen“, ab Seite 22).<br />

Soviel schon einmal vornweg: Kaymer hoffte, wünschte sich geradezu die<br />

Herausforderung, den entscheidenden Putt ausführen zu müssen. „Darauf<br />

habe ich ein Leben lang gewartet.“ Wer so denkt, wird noch für einige<br />

Wunder im Golf-Olymp sorgen.<br />

Ihr<br />

Martin Kaymer schreibt Golf-Geschichte<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

3


22<br />

39. <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>: Wir waren für Sie live vor<br />

Ort, alles zum größten Golfspektakel des<br />

Jahres, dem „Wunder von Medinah“<br />

7|2012<br />

INHALT<br />

COVER-STORY<br />

22 <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> 2012 Die drei historischen Tage von<br />

Medinah. Das Drama, die Helden, die Verlierer – der<br />

historische Kontinentalvergleich im großen Live-Report.<br />

Titelbild: Sammy Minkoff<br />

TURNIERE<br />

32 DP World Tour Championship Rory oder Rosy?<br />

<strong>Vorschau</strong> auf das Saisonfinale der European Tour in Dubai.<br />

34 Pon Senior Open Das erfolgreiche Debüt des<br />

European Senior Tour-Events in WINSTONgolf hatte mehr<br />

als nur einen Sieger zu verzeichnen.<br />

PORTRAIT<br />

38 Tony Jacklin Alles über den Mann, der einst der beste<br />

Golfer der Welt war und den <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> revolutionierte.<br />

rt<br />

e.<br />

PRODUKTE<br />

44 Robo-Eisentest Teil 2 Zehn Modelle der führenden<br />

Hersteller auf dem Prüfstand durch Mensch und Maschine.<br />

56<br />

Ausbau<br />

Ost: Der auf 18 Löcher<br />

erweiterte Insel Course<br />

im Golfpark Strelasund<br />

44<br />

Weitenjäger im Eisentest:<br />

st:<br />

Adams Idea Black CB3,<br />

TaylorMade RBZ Max<br />

4 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


68<br />

Eine von drei Perlen am<br />

Schwarzen Meer: Thracian Cliffs<br />

PRODUKTE<br />

50 Golf Europe Positiver Neustart der größten Golffachmesse<br />

außerhalb der USA. Wir stellen die elf Preisträger<br />

des Golf Europe Awards und weitere Neuigkeiten vor.<br />

52 New Golf Award Die Golf- & WellnessReisen Messe<br />

und <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> richten die Innovationspreise neu aus:<br />

Hersteller wie Golfer sind gleichermaßen angesprochen.<br />

REISE<br />

60 Strelasund Der Golfpark Strelasund, im Nordosten<br />

der Republik, erweiterte im September auf 36 Bahnen.<br />

68 Bulgarien Das neue Belek heißt Bulgarien: Drei<br />

Top-Anlagen am Schwarzen Meer wissen zu begeistern.<br />

TRAINING<br />

74 Jonathan Taylor nimmt Ihnen die Angst vor Schlägen<br />

aus dem Bunker. Sabana Crowcroft gibt Tipps für mehr<br />

Selbstvertrauen auf der Runde. Frank Drollinger erläutert,<br />

wie Sie sogenannte „Unwuchten“ eliminieren. Dr. Christian<br />

Haid hat das Rezept zur Vorbeugung von Schulterproblemen<br />

parat. Cliff Potts demonstriert den Zusammenhang<br />

zwischen den Handgelenken und guten Chips.<br />

Frank Adamowicz und Helmut J. Geelink helfen, wenn<br />

das linke Fußgelenk nicht mehr so möchte, wie es soll.<br />

SOCIETY<br />

86 Tea Time Kitzbühel war Treffpunkt der Sky Business<br />

Golf Trophy, das Finale der Betty Barclay Ladies Golf<br />

Tour stieg in Fleesensee, die Eagles sammeln unermüdlich<br />

und die GC St. Paulianer sind rastlos wie immer.<br />

STANDARDS<br />

3 Editors Intro<br />

6 Mailbox<br />

8 Foto-Time<br />

10 Quick-Tipp<br />

12 News<br />

14 Köpfe<br />

16 Rankings<br />

18 Events<br />

20 Statement<br />

42 Uli Kaiser<br />

66 Regel-Time<br />

91 St. Pauli News<br />

93 Götz-Zitat<br />

94 Börsen-Time<br />

96 Impressum<br />

97 Cartoon<br />

98 Time Out<br />

50<br />

Golf Europe 2012:<br />

Die 19. Auflage fand<br />

in Augsburg statt<br />

38<br />

Tony<br />

Jacklin:<br />

Das<br />

Leben<br />

des vierfachen<br />

<strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>-<br />

Kapitäns<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

5


ZOOM MAILBOX<br />

Der Takt macht die Musik<br />

Vertrauen<br />

SPORTPHYSIO 3/12 Für die Beiträge von<br />

Dr. Haid in <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> möchte ich mich bedanken.<br />

Ich habe aus diesen Beiträgen viel gelernt<br />

und das Wissen jetzt bei einem Haid-Workshop<br />

festigen können. Es ist enorm hilfreich, wenn<br />

das Gelehrte nicht nur auf Thesen und Spekulationen<br />

beruht, sondern auf abgesichertem<br />

biomechanischem Wissen. Sein Hintergrundwissen<br />

über Rückenschmerzen, das mit<br />

Preisen ausgezeichnet wurde, und seine<br />

Erfahrung mit den besten Golfern der Welt<br />

verpackt der Leiter der Biomechanik an der<br />

Uni Innsbruck locker mit einfachen Worten.<br />

Jeder, der gesund und lange Spaß am Golfspiel<br />

haben möchte, sollte sich die <strong>GOLF</strong><br />

<strong>TIME</strong>-Beiträge von Dr. Haid gut aufheben.<br />

Helmut Mair, per E-Mail<br />

REGEL-<strong>TIME</strong> 6/12 Interessant<br />

dieser Regelbeitrag. Ich kann<br />

nur raten, sich vor DQ selbst zu<br />

schützen.<br />

Habe selbst die Erfahrung gemacht<br />

und auf die visuelle Einsichtnahme<br />

meiner Scorekarte<br />

verzichtet, nachdem ich mit<br />

dem Zähler die Schläge mündlich<br />

abgeglichen habe (hatte bis<br />

jetzt immer darauf vertraut, dass<br />

die ausgetauschten Angaben<br />

auch so stimmig sind). Weit fehlt, so passiert bei einem Turnier<br />

bei Mühldorf am Inn. Seitens<br />

der Auswertung wurde ich<br />

ge-<br />

nach einer Schlagzahl an einemem<br />

bestimmten Loch gefragt. Meine<br />

Angabe war abweichend von der<br />

von mir unterschriebenen Scoirekarte.<br />

Somit stand eine DQ Raum, die mir letztendlich aber<br />

nur über die Ergebnisliste geteilt wurde. Laut Regel bin ich<br />

allein dafür verantwortlich, da<br />

mit-<br />

ich unterschrieben habe. Der<br />

Zähler kann dir vorlesen, was er<br />

will. Also, aufpassen und nochmals<br />

abgleichen!<br />

Henry Voigt, A-5026 Salzburg<br />

Kurzsichtig<br />

PRODUKTE 5/12 Herzlichen<br />

Glückwunsch zum neuen Hcp!<br />

Seit Sie mit dem Entfernungsmesser<br />

„Bushnell Tour Z6“ laut<br />

eigenen Angaben einen Schlag<br />

pro Loch sparen, müsste es aktuell<br />

+ 3,5 (14,5 +18) betragen.<br />

Leider ist es mir (Hcp 13,4)<br />

nicht vergönnt, jedesmal das<br />

Grün zu treffen, auch wenn ich<br />

genau weiß, dass es bis dorthin<br />

zum Beispiel exakt 150 Meter<br />

SAGEN<br />

SIE UNS IHRE<br />

MEINUNG!<br />

Unter sämtlichen<br />

Zuschriften verlost<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> die neue<br />

DVD von Jonathan<br />

Taylor „Wie Sie<br />

garantiert 20 Meter<br />

weiter schlagen“.<br />

EINSENDUNGEN AN:<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

Oskar-v.-Miller-Str. 11<br />

82008 Unterhaching<br />

oder per E-Mail an<br />

redaktion@golftime.de<br />

DER GEWINNER<br />

aus Heft 6/2012<br />

heißt<br />

Horst<br />

Zielmann.<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

gratuliert.<br />

sind. Das wird<br />

durch Wind,<br />

Nässe und vor<br />

allem durch meine<br />

golferischen Unzulänglichkeiten<br />

häufig<br />

genug verhindert.<br />

Also: Ein guter Entfernungsmesser<br />

ist<br />

ganz sicher vor allem<br />

auf fremden Plätzen<br />

eine wertvolle Hilfe. Sie<br />

sollten aber ein wenig<br />

bei der Realität bleiben,<br />

damit wir normalen Golfer<br />

nicht etwa am „Bushnell<br />

Tour Z6“ verzweifeln, wenn<br />

sich die von Ihnen vorausgesagten<br />

Verbesserungen nicht einstellen.<br />

Manfred Gilles,<br />

53343 Wachtberg-Kürrighoven<br />

Anm. d. Red.: Da gibt es die Theorie<br />

und die Praxis, und dazwischen gibt es<br />

noch so etwas wie „künstlerische Freiheit“.<br />

Und wenn schon Hcp-Verbesserung:<br />

Leider nur 0,3 bzw. 0,2 Punkte<br />

pro Schlag . . .<br />

Wertvoll<br />

ONLINE Im Artikel der BMW<br />

Italian Open „Fernandez-Castano<br />

stürmt an die Spitze“ wird Garth<br />

Mulroy als Engländer bezeichnet.<br />

Er ist aber Südafrikaner. Ansons -<br />

ten vielen Dank für die gute und<br />

zeitnahe Berichterstattung.<br />

Karl Kairies, per E-Mail<br />

Schon seit Längerem unten durch<br />

NEWS 6/12<br />

Warum Olazábal mit Harrington nicht klar<br />

kommt? Für mich<br />

ist der Ire auch schon seit Längerem unten<br />

durch. Warum? Vor ca. 8 Jahren, als Teilnehmer der BMW-<br />

Open, hatte er an<br />

einem Par 4 (da kommt es beim Abschlag<br />

wohl nicht auf den einen oder anderen Meter an) seinen Ball<br />

unter Ausnützung<br />

der 2 Schläger Regel, ganz hinten aufgeteet,<br />

mit der Wirkung,<br />

dass ihn die Sponsorenwand störte. Was soll<br />

ich sagen, statt den Ball einen Meter weiter vorne aufzuteen,<br />

hat er die Wand abbauen lassen. Was ich von solchen „Sport-<br />

lern“ halte, möchte ich hier nicht wiedergeben. Würde aber in<br />

Bayern deftig ausfallen.<br />

Josef Brandner, per E-Mail<br />

6 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Die neue JPX825 Serie bietet Perfektion in jeder Hinsicht und lässt<br />

keine Wünsche offen.<br />

Groß aber dezent.<br />

Kraftvoll aber kontrolliert.<br />

Maximales Gefühl aber fehlerverzeihend.<br />

JPX825. Schläger, wie für Dich gemacht!<br />

JPX825 Pro und JPX825 Eisen. JPX825 Driver.<br />

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FOTO <strong>TIME</strong> RYDER CUP<br />

Fotos: Sammy Minkoff<br />

8 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


MASKEN<br />

BALL<br />

Das Duell der <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Fans im Medinah<br />

Country<br />

Club, Chicago, war zumindest<br />

ebenso spannend wie der <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

selbst. Ob als Captain America, Superman,<br />

Batman, Abraham Lincoln oder in<br />

Strampelanzügen aus britischen Fahnen gefertigt,<br />

ganze Teams im Uni-Look stürmten die Anlage. Täglich<br />

bevölkerten 40.000 Zuschauer den Golfclub, davon<br />

ein Großteil verkleidet. Maskenball war angesagt, und<br />

das im September. Am Schlusstag war für alle Fans des<br />

US-Teams Rot angesagt, was die Amerikaner auch zum<br />

Großteil befolgten und zumindest in knallroten Polos<br />

aufmarschierten. Sportlich gesehen hat das alles nichts<br />

geholfen, die Blauen, also die Jungs aus Europa,<br />

siegten bekanntlich. Das Duell der Zuschauer in<br />

Sachen Einfallsreichtum und Originalität hielt sich die<br />

Waage – endete unentschieden. GT<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

9


QUICK-TIPP MIT TINO SCHUSTER<br />

Cool bleiben!<br />

Advanced VI: Routine Eine solide „Preshot-Routine“ hilft<br />

dabei, in brenzligen Situationen die Nerven zu bewahren.<br />

Felix Lubenau, Jahrgang<br />

‘75, PGA Pro mit<br />

Stützpunkt im<br />

GC Schloss Egmating<br />

sowie Head Coach<br />

im Hartl Resort<br />

Center of Excellence<br />

Es war einer der ganz großen Momente des Golfsports und<br />

ist schon jetzt eines der unvergesslichen Kapitel in der<br />

Geschichte des <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>s: Der entscheidende Putt von<br />

Martin Kaymer auf dem 18. Grün des Medinah Nr. 3 in<br />

seinem Match gegen Steve Stricker zum siegentscheidenden<br />

Punkt für das europäische Team. Wenn man es genau betrachtet,<br />

dann war der Putt, dem sich Martin gegenübersah, gar nicht so<br />

schwierig: Rund zwei Meter Distanz zum Loch mit leichter Bergauflage<br />

bei so gut wie keinem Break.<br />

Was die Situation aber so außergewöhnlich machte, war der enorme<br />

Druck, der auf Martin in diesem Moment lastete. Klar ist, dass man<br />

in so einer entscheidenden Situation nervös ist, so auch Martin.<br />

Die Frage ist dabei, wie man damit umgeht. Die Antwort lautet: Mit<br />

einer guten Routine. Bei Martin sah sie so aus: Einen ersten Blick<br />

zum Loch, während er einen groben Stand einnahm, zwei Probeschwünge,<br />

ein weiterer Blick zum Loch, dann setzte er den Putter<br />

an, nahm einen festen Stand ein. Ein letzter Blick zum Loch und los<br />

ging’s mit einem beherzten Putt, der Rest ist Geschichte.<br />

Worauf es in solchen Situationen ankommt, ist die Routine, die<br />

man über die Jahre entwickelt hat und auf die man gerade in<br />

solchen Situationen zurückgreifen kann. Und natürlich auch eine<br />

saubere Technik, doch in diesem Moment hat ganz klar die Routine<br />

gesiegt. Daher sollten Sie sich ebenfalls eine Routine zurechtlegen<br />

und diese ebenso üben bzw. in Ihr Training einbeziehen wie die<br />

Technik selbst. Und das übrigens nicht nur beim Putten. GT<br />

www.schuster-lubenau.de<br />

Jeder Golfer sollte eine eigene Routine entwickeln und diese ebenso<br />

üben wie die Technik selbst bzw. diese ins Training miteinbeziehen<br />

Der entscheidende Putt zum Sieg: Martin Kaymer trotzt allen<br />

Umständen und locht souverän – gut sein, wenn es darauf ankommt<br />

10 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


IT’S GO <strong>TIME</strong>.<br />

Advanced Material Placement TM<br />

Sophisticated computer modeling and<br />

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re-distribute mass in the club head (blue shaded<br />

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News<br />

FACTS_TIPPS_TRENDS<br />

Golfrekord<br />

VOGELWILD Der College-<br />

Golfer Todd Baek spielte<br />

auf dem Salt Creek Golf<br />

Club in Chula Vista, USA,<br />

eine 60 und war trotzdem<br />

sauer. Auf der 18. Spielbahn<br />

unterlief ihm ein Drei-Putt.<br />

„Ich war so frustriert, dass<br />

ich die 59 nicht geknackt habe. Erst später fiel einem meiner<br />

Mitspieler auf, dass ich die ersten neun Löcher in 25 Schlägen<br />

gespielt hatte, drei Eagles, fünf Birdies und ein Par.“ Damit stellte<br />

er den Weltrekord von 2010 ein und einen neuen Platzrekord auf.<br />

Bis die Lichter ausgingen<br />

MARATHON Als Jiyai Shin und Paula Creamer<br />

das Play-off um den Sieg bei der Kingsmill Championship<br />

begannen, konnten sie nicht ahnen,<br />

dass sie einen<br />

sehr langen<br />

Nachmittag vor<br />

sich haben würden.<br />

Achtmal<br />

spielten sie die Finalbahn<br />

des River Course, jedes Mal<br />

erzielten sie das gleiche Ergebnis.<br />

Dann gingen sprichwörtlich<br />

die Lichter aus, denn die<br />

hereinbrechende Dunkelheit<br />

stoppte das Spektakel. Am<br />

nächsten Vormittag kamen<br />

die Veranstalter auf die Idee,<br />

ein anderes Loch für die<br />

Fortsetzung auszuwählen.<br />

Zehn Minuten später<br />

siegte die Südkoreanerin<br />

und freute sich über<br />

195.000 Dollar und<br />

den neuen Rekord.<br />

PINGS TREUE<br />

STARS<br />

UNTERSCHRIFT<br />

”Never change a<br />

running system!“<br />

Das dachten sich<br />

wohl auch Lee<br />

Westwood, Louis<br />

Oosthuizen und<br />

Bubba Watson,<br />

als sie im September<br />

ihre Verträge<br />

bei Ausrüster PING<br />

verlängerten. Alle<br />

drei Golfstars benutzen<br />

PING-Produkte,<br />

seit sie als<br />

Teenager begannen,<br />

ernsthaft Golf<br />

zu spielen. Sie werden<br />

auch weiterhin<br />

mindestens elf<br />

Schläger (inkl. Driver<br />

und Putter) im<br />

PING-Golfbag mitführen<br />

sowie Mützen<br />

bzw. Visors der<br />

Traditionsfirma aus<br />

Phoenix, Arizona,<br />

tragen.<br />

Platz und Aus!<br />

Hai vs. Tiger<br />

EINGESCHÜCHTERT „Ich kann<br />

sehen, dass Tiger Woods wirklich<br />

von Rory McIlroy eingeschüchtert<br />

ist“, gab Greg Norman vor<br />

der Tour Championship zum<br />

Besten. Der Sturm der Entrüstung<br />

ließ nicht lange auf sich warten,<br />

allen voran der ehemalige NBA-<br />

Star Charles Barkley. Er riet seinem<br />

Freund in einem Interview,<br />

er solle doch mal so richtig ausrasten,<br />

anstatt derlei Angriffe<br />

kommentarlos über sich ergehen<br />

zu lassen. Anschließend wünschte<br />

sich Barkley, er könnte Tiger etwas<br />

von seiner Art übermitteln, derlei<br />

Dinge zu regeln. „Ich wurde achtmal<br />

wegen Prügeleien verhaftet.<br />

Mir kann man nicht ohne Weiteres<br />

blöd kommen.“ Ein Rat, so schlau<br />

wie Barkleys Schwung schön ist.<br />

»Der <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> sollte<br />

ihm ein Denkmal setzen«<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Kapitän José-Maria Olazábal<br />

über seinen Starspieler Ian Poulter<br />

WUFF! Manche Kritiker werden<br />

sagen, dass die Karriere<br />

der ehemaligen Nummer 3<br />

der Welt, Paul Casey, langsam<br />

aber sicher vor die Hunde<br />

geht. Dass es so schnell gehen<br />

würde, hätte vor der Dunhill<br />

Links Championship niemand<br />

gedacht. Auf Loch zwölf der Kingbarnes Golf Links<br />

schnappte sich ein übermütiges Köterchen Caseys Ball<br />

und forderte den lachenden Golfer zum Spielen auf.<br />

Das zur Hilfe eilende Herrchen konnte das Spielgerät<br />

schließlich retten, Casey erzielte ein Birdie und gab<br />

dem Hund anschließend sein Spielzeug zurück.<br />

12<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

www.facebook.com/golftime


WWW.PRO<strong>GOLF</strong>-REISEN.DE <br />

Mallorca - Castillo Son Vida<br />

Medaillenregen bei der Golf-WM in Belek<br />

SCHWARZROTGOLD Die deutschen Top-Amateurspielerinnen Nina Holleder,<br />

Karolin Lampert und Sophia Popov feierten zeitgleich mit dem europäischen<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Sieg den Vize-Weltmeistertitel bei der Golf -WM in Belek. „Hier haben<br />

unsere drei Damen in einer eigenen Liga (...) gespielt!“ strahlte Bundestrainer<br />

Marcus Neumann über den Erfolg der Damen. Eine Woche später freuten sich<br />

die deutschen Herren Moritz Lampert , Maximilian Rottluff und Marcel<br />

Schneider über Bronze. „Dass auch wir mit Edelmetall nach Deutschland fliegen,<br />

ist einfach sensationell“, freute sich Bundestrainer Ulrich Zilg über den größten<br />

Erfolg einer Herren-Nationalmannschaft in der Geschichte des DGV.<br />

Golf-Aktien im Vergleich<br />

Business Wie die Golf-Kurse an der Börse stehen.<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> hat elf interess ante Golf-Aktien herausgesucht. Wie sie sich in<br />

den letzten acht Jahren entwickelt haben.<br />

Unternehmen Währung Kurs 2004 21.09.06 29.08.12 10.10.12<br />

Adams Dollar 1,53 1,37 10,80 10,78<br />

Adidas/TaylorMade** Euro 118,75 35,49 61,88 65,78<br />

Aldila Dollar 15,25 16,59 2,15 3,06<br />

Amer Group (Wilson) Euro 12,81 17,80 9,31 10,11<br />

Hugo Boss Euro 23,50 37,95 74,13 72,22<br />

Bridgestone Euro 14,30 12,05 18,87 17,25<br />

Callaway Golf Dollar 13,50 13,53 5,77 6,23<br />

Fila Korea (Acushnet, Titleist) Dollar 77,18 74,07 73,80 46,50<br />

Mizuno Corporation Euro –– 5,49 3,85 3,74<br />

Puma Euro2 02,30 267,91 229,25 212,81<br />

SRI Sports Ltd.* Euro 12,12 14,95 9,46 10,03<br />

* ehemals Srixon, Cleveland ** Splitting Juni 2006 Quelle: <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

www.facebook.com/golftime<br />

Nicklaus wirbt für Romney<br />

WAHLKAMPF Golflegende Jack Nicklaus unterstützt<br />

die Kampagne des U.S. Präsidentschaftskandidaten<br />

Mitt Romney. „Als ich gewonnen habe, habe ich mich<br />

auch nicht für meinen Erfolg entschuldigt“, kommentierte<br />

Nicklaus die Vorwürfe, dass Romney früher als<br />

eiskalter Geschäftsmann galt, der seine zahlreichen<br />

Millionen mit rücksichtslosen Machenschaften erwirtschaftet haben soll. Romney<br />

zeigte sich bewegt: „Was ich vom goldenen Bären, dem größten Sportler des 20.<br />

Jahrhunderts gehört habe, hat mich tief berührt.“ Nicklaus warf sein Gewicht im<br />

Bundesstaat Ohio in die Waagschale, in dem Romney mit zehn Prozent hinter<br />

Obama zurückliegt. Ob es etwas geholfen hat, wird man im November erfahren.<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

13<br />

Mallorca – Castillo Son Vida *****<br />

7 Nächte DZ Classic Window/Frühstück/Täglich Greenfee<br />

01.11.12 - 17.11.12 ab € 1.295,00<br />

18.11.12 - 27.12.12 + 01.01. - 14.02.13 ab € 898,00<br />

15.02.13 - 03.04.13 ab € 1.295,00<br />

Costa del Sol – Aldiana Alcaidesa<br />

7 Nächte DZ/All Inclusive/3 x Greenfee<br />

01.11.12 - 17.11.12 ab € 798,00<br />

15.03.13 - 21.03.13 ab € 813,00<br />

22.03.13 - 31.05.13 ab € 1.040,00<br />

Türkei – MAXX Royal Belek Golf & Spa *****<br />

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Gran Canaria – Lopesan Villa del Conde *****<br />

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Es geht um . . .<br />

HANDSCHUHE Die männlichen<br />

Follower der australischen Golferin<br />

Anna Rawson dürften sich<br />

über das letzte Lebenszeichen der<br />

gutaussehenden Dame besonders<br />

gefreut haben. Anna twitterte<br />

eine sexy Dessous-Aufnahme in<br />

die Welt hinaus. Jedoch lenkte<br />

die Präsentation etwas vom<br />

Grund des Auftrittes ab, es ging<br />

um Annas neue Handschuhe.<br />

Das musste man allerdings extra<br />

dazuschreiben, sonst hätte es niemand<br />

gemerkt.<br />

Köpfe<br />

MENSCHEN, ÜBER<br />

DIE MAN SPRICHT<br />

Timberlake gefeuert<br />

TSCHÜSS Die „Shriners Hospitals for<br />

Children Open“ planen ohne ihr Zugpferd<br />

Justin Timberlake. Die Gründe liegen auf<br />

der Hand: Ab 2013 zählt die Veranstaltung<br />

zur FedEx-<strong>Cup</strong>-Wertung und erfährt<br />

dadurch eine automatische Aufwertung.<br />

Zudem war der Superstar meist plötzlich<br />

verschwunden, sobald die Kameras aus<br />

waren und es darum ging, etwas für die<br />

Krankenhäuser und die Kinder zu tun.<br />

GENERATIO-<br />

NEN SIEGER<br />

Bernhard Langer<br />

gewann erneut die<br />

SAS Championship.<br />

Mit einer 63 am<br />

Sonntag holte er vier<br />

Schläge Rückstand<br />

auf und siegte<br />

schließlich mit drei<br />

Zählern Vorsprung<br />

auf Jay Don Blake.<br />

<br />

Der Sohn des großen<br />

Severiano, Javier<br />

Ballesteros, war<br />

Mitte September bei<br />

der Amateur Madrid<br />

Open erfolgreich. Der<br />

22-jährige Amateurgolfer<br />

widmete den<br />

Sieg seinem im Mai<br />

2011 an einem Hirntumor<br />

verstorbenen<br />

Vater.<br />

Führ mich zum...<br />

SCHOTTER Das war ein netter<br />

Zahltag für Brandt Snedeker.<br />

Sein Sieg bei der Tour Championship<br />

katapultierte ihn auf<br />

Platz 1 in der FedEx-<strong>Cup</strong>-Wertung<br />

und spülte schlanke 11,44<br />

Mio. Dollar in die Kasse des<br />

blassen Jungen. Dabei hat Snedeker<br />

2012 nur einen weiteren<br />

Titel eingefahren. Dies beweist<br />

jedenfalls, dass der FedEx-<strong>Cup</strong>-<br />

Modus hält, was er verspricht.<br />

<strong>Ryder</strong> Cop<br />

HELFER Rory McIlroy hatte<br />

seinen Wecker falsch programmiert<br />

und merkte plötzlich,<br />

dass er zu spät zu seinem Einzelmatch<br />

beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

kommen würde. Glück für ihn,<br />

dass Polizist Patrick Rollins<br />

ein fairer Sportsmann war. Der<br />

Gesetzeshüter packte den Jungen<br />

in seinen Streifenwagen<br />

und legte die zwölf Meilen von<br />

Chicago nach Medinah in unter<br />

zehn Minuten zurück. Ohne<br />

Rollins hätten die USA das<br />

Match und damit wohl auch<br />

den <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> gewonnen.<br />

Faldo Series<br />

MEILENSTEIN Die beiden<br />

Nummer eins-Golfer der Welt,<br />

Rory McIlroy<br />

und Yani<br />

Tseng, sind<br />

ehemalige<br />

Sieger der<br />

Faldo Series.<br />

2012 setzte<br />

sich der fünfzehnjährige<br />

Engländer<br />

Jack Singh-Brar in der Gesamtwertung<br />

durch. Singh-Brar<br />

fühlt sich durch den Sieg in seinem<br />

Vorhaben bestärkt, Golfprofi<br />

werden zu wollen.<br />

14 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Egal, wo in Deutschland Sie Golf spielen – wir bringen<br />

Ihre Ausrüstung auch zum Hotel. Und haften sogar mit<br />

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Die Top 10<br />

im Race to Dubai<br />

(Stand: 12.10.2012) €<br />

1. Rory McIlroy 2.813.962<br />

2. Justin Rose 2.376.628<br />

3. Branden Grace 2.028.216<br />

4. Ernie Els 1.756.971<br />

5. F. Molinari 1.752.353<br />

6. L. Oosthuizen 1.745.608<br />

7. Peter Hanson 1.706.167<br />

8. Paul Lawrie 1.700.132<br />

9. G. McDowell 1.696.610<br />

10. N. Colsaerts 1.591.204 64 ( 8) J. Quesne<br />

Die<br />

Top 5 Top 10-Finisher<br />

is<br />

Tiger<br />

Woods<br />

Matt<br />

Kuchar<br />

Rankings<br />

RANGLISTEN_HANDICAPS_TOP-TEN<br />

RRA<br />

Dustin<br />

Johnson<br />

Die Low-Scorer auf der<br />

European Tour 2012<br />

(Platzrekorde, in Relation zu Par)<br />

Runde Spieler Turnier<br />

60 (-12) B. Grace A. Dunhill Links<br />

61 (-11) J. Donaldson Trophee Hassan II<br />

62 (-11) L. Oosthuizen Africa Open<br />

62 (-10) G. Coetzee A. Dunhill Links<br />

62 (-10) V. Duboisson A. Dunhill Links<br />

62 (-10) F. Molinari Scottish Open<br />

63 (-9) A. Noren Volvo China Open<br />

64 (-9) N. Colsaerts Volvo Golf Chs.<br />

64 (-8) M. Manassero Open d. Andalucia<br />

64 (-8) J. Quesne Open d. Andalucia<br />

Rory McIlroy, Bo Van Pelt, Dustin Johnson, Matt Kuchar und Tiger Woods:<br />

Diese Pros haben während der laufenden Saison die meisten Top 10-Ergebnisse<br />

auf der PGA Tour erzielt:<br />

Bo<br />

Van Pelt<br />

Rory<br />

McIlroy<br />

9 9<br />

9 10<br />

10<br />

DIE BESTEN SPIELER<br />

BEIM 39. RYDER CUP<br />

(nach erzielten Punkten)<br />

Punkte Spieler<br />

Matches<br />

4 Ian Poulter 4<br />

3 Justin Rose 5<br />

Rory McIlroy 5<br />

Keegan Bradley 4<br />

Jason Dufner 4<br />

Zach Johnson 4<br />

Dustin Johnson 3<br />

Phil Mickelson 4<br />

2 Luke Donald 4<br />

Sergio Garcia 4<br />

Lee Westwood 4<br />

Matt Kuchar 3<br />

Webb Simpson 4<br />

Bubba Watson 4<br />

1 Martin Kaymer 2<br />

Nicolas Colsaerts 4<br />

Paul Lawrie 3<br />

Graeme McDowell 4<br />

Jim Furyk 3<br />

Brandt Snedeker 3<br />

0,5 Francesco Molinari 3<br />

Tiger Woods 4<br />

0 Peter Hanson 2<br />

Steve Stricker 4<br />

Official World<br />

Ranking<br />

(Stand: 12.10.2012)<br />

# Spieler P.i.D.*<br />

1. Rory McIlroy 12,40<br />

2. Tiger Woods 9,47<br />

3. Luke Donald 9,09<br />

4. Lee Westwood 6,98<br />

5. Justin Rose 6,35<br />

6. Adam Scott 6,27<br />

7. Bubba Watson 6,12<br />

8. Webb Simpson 5,97<br />

9. Brandt Snedeker 5,88<br />

10.<br />

...<br />

Jason Dufner 5,84<br />

33. Martin Kaymer 3,49<br />

60. Marcel Siem 2,23<br />

* Punkte im Durchschnitt<br />

16 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


www.michel-herbelin.com<br />

„Mein Sport –<br />

meine Eleganz.“<br />

Anja Monke, Golfprofessional<br />

trägt die Newport Trophy Grand Sport Lady.<br />

MICHEL HERBELIN<br />

ist offizieller Markenpartner der<br />

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Events<br />

. . . DIE SIE NICHT<br />

VERPASSEN SOLLTEN<br />

Foto Mauritius: GettyImages<br />

Turnier-Serie auf Mauritius: Die MCB Championship lockt mit<br />

perfektem Wetter und einem starken Teilnehmerfeld<br />

Senior Tour in Mauritius<br />

FINALE Das Constance Belle Mare Plage Resort auf<br />

Mauritius ist erneut Gastgeber beim Saisonfinale der<br />

European Senior Tour. Vom 5. bis 9. Dezember treten<br />

die Topspieler der „Ü-50“-Tour bei einer Serie von<br />

Pro-Am-Events und dem entscheidenden 54-Loch-Turnier<br />

an. Im Preisgeldtopf befinden sich 400.000 Euro,<br />

zudem wird der Sieger der John Jacobs Trophy ermittelt,<br />

der Trophäe für die Nummer 1 in der Order of Merit.<br />

Letztes Jahr wurde der Australier Peter Fowler Sieger<br />

der Jahreswertung. Im Turnier triumphierte der ehemalige<br />

British Open-Champion Tom Lehman, der sich<br />

mit David Frost einen heißen Kampf lieferte. Wenn Sie<br />

Lust haben, eine ganz besondere Golferfahrung zu<br />

machen und mit den Stars der Seniors Tour auf die<br />

Runde gehen wollen, es gibt noch Plätze beim zweitägigen<br />

Constance Hotel Pro-Am-Turnier. Für 400 Euro<br />

Startgeld spielen Sie zwei Runden an der Seite der<br />

Stars. Die dreitägige Air Mauritius Trophy im Rahmenprogramm<br />

des Turniers kostet nur 300 Euro, allerdings<br />

ohne Profi im Gepäck. Die Anmeldeformulare finden<br />

Sie im Internet. GT www.mcbtourchampionship.com<br />

MUNICH<strong>TIME</strong><br />

2012<br />

ZEITZEICHEN Die<br />

MUNICH<strong>TIME</strong> hat sich<br />

zu einer der wichtigsten<br />

internationalen Uhrenmessen<br />

gemausert. Seit<br />

der ersten Veranstaltung<br />

2008 verzeichnet die im<br />

Münchener Hotel Bayerischer<br />

Hof stattfindende<br />

Veranstaltung stetig<br />

wachsende Besucherzahlen,<br />

2011 waren es<br />

über 12.000. Insgesamt<br />

80 Unternehmen aus<br />

der internationalen Uhrenbranche<br />

zeigen vom<br />

2. bis 4. November<br />

auf über 1.400 Quadratmetern<br />

Ausstellungsfläche<br />

die neuesten Kreationen<br />

exklusiver Zeitmessung.<br />

Ein Thema,<br />

das bei Golfern traditionell<br />

Interesse weckt.<br />

Der Eintritt ist an allen<br />

drei Tagen frei. GT<br />

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Ortswechsel<br />

RHEIN<strong>GOLF</strong> Die<br />

Rheingolf zieht<br />

um. 2013 findet<br />

die renommierte Golfmesse vom<br />

1. bis 3. März im „Areal Böhler“<br />

in Düsseldorf statt. In den vergangenen<br />

Jahren nutzten durchschnittlich<br />

25.000 Besucher den nur an diesem<br />

Wochenende geöffneten „größten<br />

Pro-Shop und Demo-Tag Europas“.<br />

Geschäftsführer Michael Jacoby:<br />

„Nach 14 Veranstaltungen war die<br />

Zeit reif für einen Wechsel. Im<br />

Umkreis von 200 Kilometern rund<br />

um Düsseldorf gibt es mehr als 300<br />

Golfanlagen mit fast 500.000 aktiven<br />

Golfspielern.“ Führende Hersteller<br />

von Golf-Produkten und Golf -<br />

reiseveranstalter präsentieren ihre<br />

Neuheiten, zudem kann man diverse<br />

Stars der Golf-Szene treffen. GT<br />

www.rheingolf.de<br />

18 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Statement<br />

Mega-Event <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>. Analysiert von Erwin Langer<br />

Faszination <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>: Eröffnung im Medinah CC<br />

Deutlicher konnte uns die Faszination<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> Ende September im Medinah<br />

Country Club, Chicago, nicht vor Augen<br />

geführt werden. Gänsehautfeeling, explodierende<br />

Emotionen, unvergessliche Erinnerungen.<br />

Gestandene Mannsbilder kämpfen gegen die<br />

Tränen überwallender Gefühle, abgebrühte<br />

Sportler hüpfen feixend über das Grün wie<br />

pubertierende hysterische Gören.<br />

Michael Phelps, der 18fache Schwimm-Olympia-<br />

Sieger, Justin Timberlake, Pop-Ikone, Top-Golfer<br />

und Moderator der gigantischen Eröffnungs-<br />

Zeremonie sowie die Ex-US-Präsidenten Bush<br />

und Clinton demonstrierten, welchen Stellenwert<br />

der <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> in der Sportwelt hat. Von<br />

den 40.000 Zuschauern (mehr wurden nicht eingelassen),<br />

die eine Woche lang täglich die Anlage<br />

stürmten, gar nicht zu reden.<br />

Was ist nun der Grund dieser Faszination <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>? Zwölf Mann, jeweils die besten ihres Kontinents,<br />

die wöchentlich völlig auf sich alleine<br />

gestellt gegeneinander antreten und um ihre<br />

Existenz, Millionen und Ruhm kämpfen, stellen<br />

für eine Woche lang ein Team dar, in dem jegliches<br />

Konkurrenzdenken vergessen ist und plötzlich<br />

Teamgeist, Zusammengehörigkeitsgefühl<br />

ge fragt und das Motto „Einer für alle, alle für<br />

einen“ Programm ist. Und das alles ohne jede<br />

finanzielle Gegenleistung für die Professionals.<br />

Das gibt es in keiner anderen Sportart der Welt,<br />

und es gibt auch vergleichsweise keinen ähnlichen<br />

Wettstreit, den knapp eine Milliarde Menschen<br />

vor den Fersehern rund um den Erdball verfolgen.<br />

Einzelkämpfer als vorbildliche Teamplayer.<br />

Die besten Golfer kämpfen hier für ihren Kapitän,<br />

ihre Team-Kameraden, ihr Land und Europa.<br />

Für jeden Golfer eine ungewöhnliche, herausfordernde<br />

Situation. Aber auch ein gewaltiger<br />

Motivationsschub. Facetten, die im Medinah<br />

Country Club voll ausgespielt wurden.<br />

Mit keinem anderen Marketing-Tool kann die<br />

Einheit Europas besser demonstriert werden als<br />

mit einer <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Mannschaft, bestehend aus<br />

Spielern aus Spanien, Schweden, Belgien, Italien,<br />

England, Schottland, Nord-Irland und Deutschland.<br />

Schade, ja geradezu unverständlich, dass es<br />

in einigen europäischen Staaten Verantwortliche<br />

gibt, die diese Bedeutung, diese Kraft und vor<br />

allem Chance eines <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>s nicht erkennen.<br />

Und: Dieses Event kann in Deutschland schon<br />

gar nicht nur durch die Fachmedien allein<br />

populär gemacht werden. Dazu bedarf es vor<br />

allem der Öffentlichrechtlichen TV-Anstalten.<br />

Dann würden nämlich selbst Nicht-Golfer von<br />

der Faszination eines <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>s erfasst werden,<br />

sich die Übertragungen ansehen und den Kreislauf<br />

schließen: Auf einmal stimmige Einschaltquoten,<br />

heute ja das Maß aller Dinge.<br />

Konkreter Vorschlag: SKY als TV-Rechte-Inhaber<br />

sollte ARD/ZDF nach den Spät-Abendnachrichten<br />

eine Stunde lang die besten Bilder des <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>s überlassen! Damit wäre die Faszination<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> einer breiten Öffentlichkeit zugängig<br />

und SKY könnte auch noch für sein ganzjähriges<br />

Golf-Angebot optimal werben. So eine Initialzündung<br />

würde die Argumentationskette „keine<br />

Einschaltquoten, kein Interesse und damit kein<br />

Geld“ mit einem Schlag zunichte machen.<br />

Eine Milliarde TV-Zuschauer weltweit können<br />

nicht irren. GT<br />

ERWIN LANGER ist Manager<br />

seines Bruders Bernhard<br />

sowie geschäftsführender<br />

Gesellschafter der Langer<br />

Sport Marketing GmbH<br />

»SKY als TV-<br />

Rechte-Inhaber<br />

sollte ARD/ZDF<br />

täglich eine<br />

Stunde lang die<br />

besten Bilder<br />

des <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>s<br />

überlassen«<br />

20 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Der Wahrheit verpflichtet.<br />

Sonst niemandem.<br />

SPIEGEL-Leser wissen mehr.


COVER RYDER CUP<br />

SEVES<br />

Vier Stationen des <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Wunders: Kaymer nimmt Maß zum entscheidenden Putt, breitet nach dem gelungenen Sieg-Putt die Arme zum „Überflieger“<br />

22 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


SEGEN<br />

39. RYDER CUP Im Medinah Country<br />

Club, Chicago, war diesmal alles anders.<br />

Europa wurde als klarer Favorit gehandelt.<br />

Lag vor dem Schlusstag hoffnungslos<br />

zurück. Und siegte dann doch noch – mit<br />

14,5 zu 13,5 – dem denkbar knappsten<br />

Ergebnis. Für diesen historischen Sieg gibt<br />

es nur eine Erklärung: Über allem schwebte<br />

der Geist von Severiano „Seve“ Ballesteros.<br />

aus, wird von seinen Emotionen überwältigt. Schließlich eng umschlungen mit dem <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

Das <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-Team im Medinah Country<br />

Club: Sammy Minkoff, Oskar Brunnthaler<br />

Dass Seve Ballesteros<br />

über seinen Tod hinaus<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Matches<br />

gewinnen kann,<br />

klingt nach esoterischem<br />

Geschwätz,<br />

nach mystischer Geheimnistuerei,<br />

nach plumpem Aberglauben.<br />

José Maria Olazábals Eröffnungsrede,<br />

in der er vom „unvergesslichen<br />

Seve“ spricht, dessen Geist über dem<br />

europäischen Team wache, gab unwillkürlich<br />

Anlass zum Schmunzeln. Auch<br />

die Masche mit den Tränen war grenzwertig.<br />

Wirkte, weil die Szene irgendwie<br />

nicht in die fröhliche <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Zeremonie<br />

passte, gekünstelt.<br />

Was sich anfangs wie eine plumpe Masche<br />

ausnahm, entpuppte sich in der Folge als<br />

ehrlicher Tribut an Seve Ballesteros, der<br />

am 7. Mai 2011 an den Folgen eines<br />

Gehirntumors gestorben war.<br />

Rückblick. Zum <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> 2010 in Celtic<br />

Manor war der Spanier schon so geschwächt,<br />

dass er der Einladung nach<br />

Wales nicht folgen konnte. Dafür telefonierte<br />

er mit jedem einzelnen Spieler,<br />

sprach Mut zu und wünschte Glück. Europa<br />

gewann denkbar knapp, nach einer<br />

10:6-Führung gerade noch 14,5:13,5.<br />

Das Ergebnis kommt einem bekannt vor:<br />

Auch im Medinah Country Club siegten<br />

die „Euros“, wie die Amerikaner Rory und<br />

Co. nennen, 14,5:13,5, lagen allerdings<br />

mit 6:10 im Rückstand. Das Wunder von<br />

Chicago (noch nie hat ein Team im <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong> 8,5 Punkte auswärts aufgeholt) ist<br />

ebenfalls Seve Ballesteros zuzuschreiben.<br />

„Believe“, hatte Olazábal seine Spieler<br />

am Samstagabend eingeschworen, „der<br />

Glaube ist alles. Seve ist bei euch. Seve<br />

wacht über euch. Seve ist unter uns.“ <br />

Fotos: Sammy Minkoff<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

23


COVER RYDER CUP<br />

Oskar Brunnthalers <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Tagebuch 1. Tag, 28. Se<br />

Nearest to the Pin-Competition: Tom Lehman siegt gegen Bernhard Langer 3:1<br />

Ergreifende <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> Eröffnungszeremonie: Zum Gedenken an Seve Balles<br />

Motivation: Seve-Logo auf den Bags Tiger Woods: Schon am ersten Tag frustriert<br />

Brillanter Einstieg: RC-Rookie Nicolas Colsaerts<br />

Freitag, Pun<br />

24 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


teros<br />

ptember 2012<br />

Kämpft mit den Tränen: Seve-Kumpel José Maria Olazábal<br />

kt 7.20 Uhr: Graeme McDowell eröffnet das 39. <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Duell im Medinah CC<br />

Der Krieg USA gegen Europa hat begonnen.<br />

Punkt 7.20 Uhr eröffnete Graeme<br />

McDowell das Feuer zu den Foursomes<br />

im Medinah Country Club, Chicago. „This<br />

is a sport, not a war“, erklärten unisono<br />

Davis Love III und José Maria Olazábal, die beiden Mannschafts-<br />

Captains, bei der großen, feierlichen Eröffnungs-Zeremonie auf der<br />

kurzfristig errichteten Bühne gleich links neben dem Haupteingang.<br />

Aber: Die Messer werden gewetzt. Eine Umfrage vom amerikanischen<br />

Golf-Channel am Vortag hat ergeben: 71 Prozent halten das US-Team<br />

für die „Underdogs“ und nur 29 Prozent die Europäer. Taktik,<br />

bewusstes Understatement? Oder Tatsache? Rein nach den Weltranglisten-Plätzen<br />

ist USA klarer Favorit, den Heimvorteil noch gar<br />

nicht berücksichtigt.<br />

Natürlich kann nur von einem Krieg der emotionalen Auseinandersetzung<br />

gesprochen werden. Zum Beispiel das Nearest-to-the-Pin-<br />

Duell zwischen den beiden Ex-<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Captains Bernhard Langer<br />

und Tom Lehman: Unter dem Gejohle der US-Fans siegte der<br />

Amerikaner 3:1 gegen den Mercedes-Botschafter aus Anhausen,<br />

inzwischen in Florida zu Hause. „Eine witzige Idee“, lächelte Langer<br />

nach dem Par 3-Duell (135 m), „besser Europa verliert heute und<br />

gewinnt den <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>.“<br />

Reminiszenz. Gerade rechtzeitig sind noch am Montag die Bags des<br />

europäischen Teams im Medinah CC eingetroffen. Zum Gedenken an<br />

seinen am 7. Mai 2011 verstorbenen Mentor und <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Captain<br />

1997, Seve Ballesteros, hatte José Maria Olazábal angeordnet, auf<br />

den Bags das Ballesteros-Firmenlogo zu drucken. Eine typische<br />

Seve-Jubelpose, die der Spanier auch auf seinen Unterarm hatte<br />

tätowieren lassen. Olazábal erinnert sich: „Als ich mit Seve zum<br />

1. Tee bei meinem ersten <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> marschierte und am ganzen<br />

Körper vor Aufregung bibberte, sagte Seve nur ,Spiel du dein Spiel,<br />

den Rest erledige schon ich‘. Das werde ich Seve nie vergessen.“<br />

Gestern bei der feierlichen <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Eröffnung wischte er sich<br />

Tränen aus den Augen, als er in seiner Antrittsrede auf den unvergesslichen<br />

Ballesteros zu sprechen kam.<br />

Nerven? Oder was? Tiger Woods, im vierten Flight, schlägt als<br />

Letzter ab und pullt den Ball gleich links in den Wald. Stricker rettet<br />

die Situation, sein Schlag aus dem Unterholz landet kurz vor dem<br />

Grün. Woods jedenfalls spielt in seinem ersten Match unter aller<br />

Kanone. Und Rory, die Nummer 1, dreht groß auf. Das Duell der<br />

beiden gewinnt klar der Nord-Ire.<br />

Ganz anderes Thema: Vor dem Event fragte ein britischer Journalist<br />

Captain Olazábal kritisch-süffisant, ob er sich denn schon Gedanken<br />

gemacht habe, wem er als drittem Spieler eine Wild Card gebe<br />

für den Fall, dass Martin Kaymer auf seinen gerade mal knappest<br />

erreichten 10. Platz im <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> Team „aus gesundheitlich Gründen“<br />

verzichte. Ein leicht irritierter Olazábal schüttelte nur den Kopf. Die<br />

Frage, was der Spanier von Martin halte, beantwortet er nach den<br />

vier Foursomes-Partien (2:2) mit der Aufstellung des Mettmanners<br />

gemeinsam mit Justin Rose am Nachmittag. Dennoch: Die in ihn<br />

gesetzten Erwartungen kann der Deutsche nicht erfüllen – wie<br />

überhaupt der Nachmittag ein totaler Flop ist. Davis Love III: „Dabei<br />

ist unser Publikum noch gar nicht so richtig in Fahrt gekommen.“<br />

3: 5<br />

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25


COVER RYDER CUP<br />

Oskar Brunnthalers <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Tagebuch 2. Tag, 29. Se<br />

Zeitmesser-Duell: Überklebte Rolex-Standuhr<br />

Emotion: Bubba Watson mit Kampfgefährten im Gebet<br />

Martin und Bruder Philip Kaymer: Heute nur zuschauen<br />

Ausgelassene US-Fans: Da sieht noch alles nach einem klaren Sieg aus<br />

Die Samstags-Helden: Rory McIlroy und Ian Poulter<br />

Traum-Kulisse im<br />

26 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


. . .<br />

ptember 2012<br />

Hoher Besuch: Bush Senior und Junior begrüßen Rory McIlroy<br />

Medinah Country Club: 40.000 Zuschauer täglich verfolgten den 39. <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

Ein Psycho-Krieg in Perfektion – ich traute<br />

meinen Augen, meinen Ohren nicht: Als<br />

Ian Poulter sich am ersten Tee um 7.20 Uhr<br />

anschickt, abzuschlagen, fordert er durch<br />

Gesten mit den Armen das Publikum auf,<br />

ruhig weiterzutoben. t Während des größten Tohuwabohus schlägt<br />

er dann auch ab. Mitten im größten Wirbel. Daneben steht Bubba<br />

Watson, nickt mit dem Kopf und lächelt. Er fühlt sich bestätigt,<br />

hatte er doch gestern Nachmittag bereits für die Sensation gesorgt:<br />

Statt des spießiegen „Quiet please“, lud er die tobenden Fans ein,<br />

ruhig weiterzujohlen, zu singen, zu schreien. Das ist eine Premiere<br />

im Welt-Golf: Abschlagen während des größten Zuschauer-Lärms.<br />

Bubba auf die Frage, wie er darauf kommt, das Publikum aufzufordern,<br />

während des Abschlages weiterzutoben: „Wir sind hier beim<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>, wir wollen doch alle Spaß haben . . .“ Ian Poulter, heiß<br />

wie eine Glühbirne, in der Rolle des „Bubba Watson der Europäer“.<br />

Uhren-Tick. Krieg auf einer anderen Plattform: Geht es beim <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong> um den großen Erdteilkampf USA gegen Europa, ticken auf<br />

einmal in der kleinen neutralen Schweiz die Uhren anders. Unter den<br />

Zeit-Giganten Rolex und Omega ist ein kleiner Machtkampf ausgefochten<br />

worden: Omega ist nunmehr der offizielle Zeitmesser des<br />

US <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>s und der USPGA. Also jene Uhren-Marke, die bereits<br />

seit 1932 die Chronometer bei den Olympischen Spielen stellt.<br />

Omega-Boss Stephen Urquhart: „Da Golf bei den Olympischen Spielen<br />

in Brasilien 2016 wieder mit dabei ist, war das für uns nur eine<br />

logische Konsequenz.“ Eingefädelt hat den Deal Omega-Marken-<br />

Botschafter Greg Norman mit der PGA of America. Hier im Medinah<br />

Country Club sind für diese Woche alle installierten Rolex-Uhren<br />

überklebt, Omega bestimmt, wieviel es hier geschlagen hat.<br />

Absturz. Und da sieht es am zweiten Tag für die Olazábal-Schützlinge<br />

gar nicht gut aus: Unmittelbar nach den ersten Abschlägen<br />

liegen Mickelson und Co. 4:0 in Front. Das ohne Tiger Woods, der<br />

zum ersten Mal in seiner <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Laufbahn auf der Reservebank<br />

sitzt, erst am Nachmittag wieder spielt. Bitter für Martin Kaymer<br />

und Peter Hanson – Olazábal hat die beiden als einzige des europäischen<br />

Teams heute zum Zuschauen verdammt.<br />

Eine bittere Erfahrung machte auch <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Rookie Nicolas<br />

Colsaerts. Gestern das Match seines Lebens (mit Lee Westwood,<br />

der total versagte), acht Birdies und ein Eagle, damit auch der Sieg<br />

gegen Tiger Woods (mit Steve Stricker), und heute genau das<br />

Gegenteil: Purzelten gestern die Putts nach Belieben aus allen<br />

Entfernungen, lippen heute selbst die „kurzen“ Putts aus. Auch<br />

wenn der Belgier nach seiner Sensationsrunde bei der Pressekonferenz<br />

einräumte, „da war viel Glück dabei, so gut putte ich<br />

normal nicht“, ist am zweiten Spieltag die Ernüchterung doch zu<br />

drastisch ausgefallen.<br />

Ernüchterung auch im europäischen Team: Denn am Nachmittag<br />

dominiert die Farbe Rot auf dem Scoreboard. Schließlich retten<br />

Garcia/Donald und McIlroy/Poulter jeweils an der 18 noch das<br />

Match, mit einem grandios aufspielenden Wild Card-Poulter, der die<br />

letzten fünf Löcher Birdie spielt. Sensationell. Er zeigt wahren<br />

Killer-Instinkt, stellte am Mittwoch vor dem <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> ja schon zur<br />

Diskussion: „Boy, do you want to kill them in the <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> . . .“<br />

6:10<br />

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COVER RYDER CUP<br />

Oskar Brunnthalers <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Tagebuch 3. Tag, 30. Se<br />

Ausgelassene Team-Europa-Fans: Am Schlusstag in unglaublicher Euphorie<br />

Martin Kaymer locht an der 17 (Par 3): Grundstein zum Sieg an der 18<br />

Im Sieges-Rausch: Graeme McDowell und Super-Star Ian Poulter<br />

Gipfel-Treffen: Olazábal und Langer beim Fachsimpeln<br />

Guppenbild mit Ry<br />

28 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

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ptember 2012<br />

Ausgelassen wie selten zuvor: Martin Kaymer mit deutscher Fahne<br />

der <strong>Cup</strong>: Das europäische Team ist überwältigt vom Ausgang des Matches<br />

Die Devise für heute: Wer das US-Team<br />

unterstützen will, kommt mit rotem Poloshirt.<br />

Bereits mit dem Sonnenaufgang<br />

strömen die Fans auf das Gelände des<br />

Medinah CC, auch wenn der Auftakt<br />

(Watson/Donald) erst um 11.03 Uhr ist. Rot überall, hoffentlich<br />

nicht auch auf dem Leaderboard. Die Stimmung ist grandios, die<br />

Amerikaner feiern bereits das US Team als Sieger. Kein Wunder, bei<br />

diesem Vorsprung – acht Punkte hat ein Team in der gesamten<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Geschichte nicht aufholen können.<br />

Plötzlich Hektik. Aufregung um Rory McIlroy, der von Team-Captain<br />

Olazábal auf der Anlage vermisst wird. Verwirrung. Eine halbe Stunde<br />

vor seinem Abschlag um 11.25 Uhr bricht Hektik aus, Handys laufen<br />

heiß. Was ist passiert? Rory hat nachts beim Golf Channel seine<br />

Startzeit mit 12.25 Uhr registriert, allerdings nicht bedacht, dass dies<br />

Eastern Time (New York) war, also um eine Stunde zeitverschoben.<br />

Zehn Minuten vor dem Abschlag braust eine Polizei-Eskorte auf die<br />

Anlage, Rory läuft aufs Putting-Grün, zwei, drei Putts und dann zum<br />

1. Tee. Unglaublich – da gehören Nerven dazu: Am <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

Schluss-Tag ohne sich richtig vorzubereiten, ohne Driving Range auf<br />

die entscheidende Runde. Hut ab!<br />

Olazábals Aufstellungs-Taktik: Die stärksten Spieler zu Beginn. Nur<br />

allgemeines Kopfschütteln über Woods als letztes Aufgebot. Davis<br />

Love III darauf angesprochen, sagt schmunzelnd: „Tiger ist<br />

gewohnt, immer um diese Zeit zu starten. . .“ Keiner glaubt, dass zu<br />

diesem Zeitpunkt die Partie nicht schon längst entschieden ist. Fest<br />

steht, dass Tiger wieder einmal bewiesen hat, dass er kein Team-<br />

Player ist. Im Medinah CC bei drei Einsätzen im Teamplay wieder<br />

einmal keinen einzigen Punkt eingefahren. Der 14-malige Major-<br />

Sieger: „Ich bin das Problem, nicht das Team.“ Abgesehen davon,<br />

dass Woods alles andere als ein Mannschafts-Spieler ist, steht fest,<br />

dass alle seine Gegner speziell motiviert sind, ausgerechnet gegen<br />

ihn zu gewinnen.<br />

Das Wunder von Medinah. Was ist denn mit den Jungs da draußen<br />

los? Der Geist Seve Ballesteros’ scheint die Europäer zu beflügeln:<br />

Donald siegt, Poulter siegt, Lawrie siegt, McIlroy siegt, Rose siegt –<br />

auf einmal steht es 11:11. Die Nerven liegen blank. Beim Stand<br />

von 13:13 sind nur noch Kaymer (gegen Stricker) und Molinari<br />

(gegen Woods) im Rennen. Welche Belastung für die beiden, wissen<br />

sie doch, dass der Ausgang des <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>s einzig an ihnen liegt.<br />

Und dann das Wunder: Ausgerechnet Martin Kaymer, der mit seinen<br />

Formschwankungen seit Monaten kämpft, setzt an der 18 zum alles<br />

entscheidenden Putt an. Und trifft, bombensicher aus knapp zwei<br />

Metern. So habe ich Martin noch nie jubeln gesehen – er reißt die<br />

Arme hoch, kann das Unglaubliche selbst noch nicht fassen, läuft<br />

auf Garcia zu, springt hoch, Umarmung, Jubel, Tränen. Die ganze<br />

Palette der Gefühle. Über Langers vergebenen entscheidenden Putt<br />

1991 in Kiawah Island wird heute noch geredet. Kaymers versenkter<br />

Sieg-Putt wird noch in hundert Jahren ein Thema sein.<br />

Und Tiger Woods? Wieder nichts. Gegen Molinari geteilt, wieder einmal<br />

nichts gewonnen. Tigers <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Bilanz: Von sieben <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>-Duellen haben die Amerikaner mit ihm sechsmal gegen Europa<br />

verloren. Ich glaube, das war hier der letzte Auftritt von Tiger Woods<br />

als Spieler beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>.<br />

14 1 /2:13 1 /2<br />

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29


COVER RYDER CUP<br />

MARCEL<br />

SIEM<br />

Neuer<br />

Lebensabschnitt<br />

Gastkommentar. Marcel Siem<br />

über seine Hochzeit und mehr<br />

in seinem Leben als nur Golf.<br />

Seit der letzten Ausgabe hat<br />

sich einiges in meinem<br />

Leben verändert: Ich habe<br />

den nächsten wichtigen Step<br />

getan und bin nun auch unter<br />

der „Haube“. Meine langjährige<br />

Freundin Laura und ich<br />

haben uns am 18. September<br />

das „Ja-Wort“ gegeben. Nach<br />

der Trauung haben wir den<br />

Tag in unserem Lieblingsrestaurant<br />

in Ratingen, im<br />

familiären Kreis gefeiert, mit<br />

unseren Freunden ging es<br />

dann ausgelassen bis in die<br />

frühen Morgenstunden weiter.<br />

Auch mein Junggesellen-<br />

Abschied war eine echte Schau:<br />

Meine zehn besten Freunde<br />

hatten mich mit einem alten<br />

Schulbus abgeholt und wir<br />

sind damit kreuz und quer<br />

durchs Rheinland geshuttelt<br />

worden, bis wir schließlich<br />

einkehrten.<br />

Parallel dazu sind wir gerade<br />

am Umziehen und Renovieren,<br />

weswegen ich während der<br />

vergangenen Wochen – abgesehen<br />

von ein paar wenigen<br />

Sponsorenterminen – relativ<br />

wenig Zeit hatte, mich um<br />

den Golfsport zu kümmern.<br />

Darunter hat meine Form<br />

etwas gelitten, aber jetzt bin<br />

ich wieder fit und sehe den<br />

anstehenden Turniere, und<br />

dem Race to Dubai-Finale<br />

hochmotiviert entgegen.<br />

Ihr<br />

www.marcel-siem.de<br />

Augen zu, total erschöpft: Ein völlig fertiger Martin Kaymer in der Kabine nach dem Sensations-Sieg<br />

Olazábals Ballesteros-Masche<br />

war mehr als simple Gefühlsduselei.<br />

Es war der wahre<br />

Glaube an seinen besten,<br />

engsten Freund, mit dem er<br />

15 <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Matches ausgetragen<br />

hat, davon zwölf gewonnen<br />

– so viele wie kein<br />

anderes Gespann in der <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>-Geschichte.<br />

Seve hat Olli die Angst vor<br />

seinem ersten <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Einsatz<br />

1989 genommen, und<br />

hat dem <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> Captain<br />

2012 die Kraft gegeben, mit<br />

seinen Spielern gegen die<br />

stärkste US-Mannschaft aller<br />

Zeiten zu gewinnen.<br />

Er hatte einfach<br />

Seves Segen!<br />

Aber Olazábal<br />

hat verstanden,<br />

den Spielern Ballesteros’<br />

Geist<br />

einzuimpfen. Mit<br />

ehrlichen Tränen<br />

und emotionalen<br />

Gefühlsausbrüchen.<br />

Aber<br />

auch durch taktische<br />

Maßnah-<br />

men, die Ballesteros allgegenwärtig<br />

machten.<br />

So liefen Luke Donald, Rory<br />

McIlroy und Co. in Blau/Weiß<br />

am Sonntagmorgen im Medinah<br />

Country Club ein, dem<br />

klassischen Outfit von Balles -<br />

teros jeweils am Schlusstag<br />

der Turniere.<br />

Psycho-Tricks. Die Golf-Bags<br />

der Euro-Mannschaft bekamen<br />

auf Olazábals ausdrücklichen<br />

Wunsch das Firmenlogo von<br />

Ballesteros aufgedruckt, die<br />

Silhouette Seves beim unnachahmlichen<br />

Jubel.<br />

Ausgelassene <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Sieger: Der Tanz um den goldenen Pokal<br />

Foto: GettyImages<br />

Justin Rose erzählte beim Team-<br />

Meeting Samstagabend, als<br />

ein Sieg der Europäer so weit<br />

entfernt war wie Tiger Woods<br />

von einem <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Sieg<br />

(hat noch nie gegen Europa<br />

gewonnen): „Als ich am Anfang<br />

meiner Profi-Karriere völlig<br />

daneben war und einen Cut<br />

nach dem anderen verpasste,<br />

kam Seve zu mir und tröstete<br />

mich. Meinte, ich müsse nur<br />

durchhalten. Das hat mich<br />

wieder aufgerichtet.“<br />

Der Team-Captain: „Das ist<br />

es, glaubt an euch, glaubt an<br />

den Sieg, Seve ist unter uns...“<br />

Als dann noch am<br />

nächsten Morgen,<br />

am denkwürdigen<br />

Sonntag, den<br />

30. September,<br />

wie von Geisterhand<br />

in den<br />

Himmel geschrieben<br />

stand „Seve<br />

go Europe“ (von<br />

einem Sport-Flieger<br />

als Kondensstreifen),<br />

konnte<br />

es keine Zweifel<br />

30 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


mehr an dem Sieg der<br />

„Euros“ geben.<br />

Schließlich hatte Olazábal<br />

auch die höhere Eingebung,<br />

die stärksten Spieler zuerst ins<br />

Feld zu schicken. Und mit<br />

fünf Siegen auf 11:11 auszugleichen.<br />

Kaymer-Wunder. Und dann<br />

kam noch das Mirakel Martin<br />

Kaymer hinzu. Der Deutsche,<br />

der absolut nicht in <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>-Form war, in der vorletzten<br />

Paarung spielte, gegen<br />

den Routinier Steve Stricker,<br />

und das Glück hatte, zum<br />

richtigen Zeitpunkt am richtigen<br />

Ort zu sein: Nämlich an<br />

der 18, beim Stand von 13:13,<br />

und einen knappen 2-Meter<br />

Putt vor sich.<br />

Der Rest ist Geschichte: Martin<br />

verwandelt in der für ihn<br />

typischen Professionalität eiskalt<br />

den Putt, schreibt Golf-<br />

Geschichte, ist jetzt im Golf-<br />

Olymp. Ein atemloser Martin<br />

Kaymer unmittelbar nach der<br />

Schlacht: „Ich kann mich<br />

nicht erinnern, wie das war,<br />

ich hab’s einfach gemacht.<br />

Daran werde ich mich mein<br />

Leben lang erinnern.“ Und:<br />

„Auf den zweiten 9, wie ich<br />

den Score gesehen habe, habe<br />

ich mir gewünscht, den entscheidenden<br />

Putt machen zu<br />

können. Darauf habe ich ein<br />

Leben gewartet.“<br />

Das ist professionell. Und<br />

passt so ganz in das Ballesteros-Märchen,<br />

das die Geschichte<br />

erzählt von zwölf<br />

Jungs, die auszogen, um den<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> zu verteidigen,<br />

hoffnungslos abgeschlagen<br />

war en und wie durch ein<br />

Wunder gewonnen haben.<br />

Wie durch ein Wunder? Nein.<br />

Seves Geist, Seves Segen ist<br />

das Geheimnis des Wunders<br />

von Medinah. GT<br />

39. RYDER CUP: ALLE ERGEBNISSE<br />

EUROPA (Kapitän: José-Maria Olazábal)<br />

USA (Captain: Davis Love III)<br />

1. TAG: Foursomes (Klassische Vierer) 1. TAG: Foursomes<br />

Rory McIlroy/Graeme McDowell (1 Up) 1 Jim Furyk/Brandt Snedeker 0<br />

Luke Donald/Sergio Garcia 0 Phil Mickelson/Keegan Bradley (4&3) 1<br />

Lee Westwood / Francesco Molinari 0 Jason Dufner/Zach Johnson (3&2) 1<br />

Ian Poulter/Justin Rose (2&1) 1 Steve Stricker/Tiger Woods 0<br />

2 2<br />

1. TAG: Fourballs (Vierball-Bestball) 1. TAG: Fourballs<br />

Paul Lawrie/Peter Hanson 0 Bubba Watson/Webb Simpson (5&4) 1<br />

Rory McIlroy/Graeme McDowell 0 Phil Mickelson/Keegan Bradley (4&3) 1<br />

Justin Rose/Martin Kaymer 0 Dustin Johnson/Matt Kuchar (3&2) 1<br />

Lee Westwood/Nicolas Colsaerts (1 Up) 1 Steve Stricker / Tiger Woods 0<br />

3 5<br />

2. TAG: Foursomes 2. TAG: Foursomes<br />

Justin Rose/Ian Poulter (1 Up) 1 Bubba Watson/Webb Simpson 0<br />

Lee Westwood/Luke Donald 0 Phil Mickelson/Keegan Bradley (7&6) 1<br />

Nicolas Colsaerts/Sergio Garcia 0 Jason Dufner/Zach Johnson (2&1) 1<br />

Rory McIlroy/Graeme McDowell 0 Jim Furyk/Brandt Snedeker (1 Up) 1<br />

4 8<br />

2. TAG: Fourballs 2. TAG: Fourballs<br />

Nicolas Colsaerts/Paul Lawrie 0 Dustin Johnson/Matt Kuchar (1 Up) 1<br />

Justin Rose/Francesco Molinari 0 Bubba Watson/Webb Simpson (5&4) 1<br />

Sergio Garcia/Luke Donald (1 Up) 1 Tiger Woods/Steve Stricker 0<br />

Rory McIlroy/Ian Poulter (1 Up)) 1 Jason Dufner/Zach Johnson 0<br />

6 10<br />

3. TAG: Singles 3. TAG: Singles<br />

Luke Donald (2&1) 1 Bubba Watson 0<br />

Ian Poulter (2 Up) 1 Webb Simpson 0<br />

Rory McIlroy (2&1) 1 Keegan Bradley 0<br />

Justin Rose (1 Up) 1 Phil Mickelson 0<br />

Paul Lawrie (5&3) 1 Brandt Snedeker 0<br />

Nicolas Colsaerts 0 Dustin Johnson (3&2) 1<br />

Graeme McDowell 0 Zach Johnson (2&1) 1<br />

Sergio Garcia (1 Up) 1 Jim Furyk 0<br />

Peter Hanson 0 Jason Dufner (2 Up) 1<br />

Lee Westwood (3&2) 1 Matt Kuchar 0<br />

Martin Kaymer (1 Up) 1 Steve Stricker 0<br />

Francesco Molinari (Halved) 1<br />

/2 Tiger Woods (Halved) 1<br />

/2<br />

EUROPA 14 1 /2 USA 13 1 /2<br />

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31


TURNIERE RACE TO DUBAI<br />

Dubai World Championship<br />

Live-Sendezeiten auf Sky Sport 2:<br />

1. Tag Donnerstag, 22. Nov. 09.00–14.00 Uhr<br />

2. Tag Freitag, 23. Nov. 09.00–14.00 Uhr<br />

3. Tag Samstag, 24. Nov. 09.00 – 14.00 Uhr<br />

4. Tag Sonntag, 25. Nov. 09.00 – 14.00 Uhr<br />

Hinweis: Sky überträgt das Turnier auch in HD-Qualität in<br />

seinem Paket „Sky Sport HD". Sendezeiten wie Sky Sport 2.<br />

Saison-Höhepunkt<br />

in Dubai<br />

von Carlo Knauss<br />

Die europäische Rangliste wird<br />

auch in diesem Jahr in Dubai<br />

entschieden. Der krönende Abschluss<br />

ist das DP World Tour Championship.<br />

Das Gesamtpreisgeld wurde für 2012<br />

auf US$ 8.000.000 erhöht und der Sieger<br />

des Bonus Pools erhält dieses Jahr eine<br />

Million US$.<br />

Da so viel auf dem Spiel steht, ist die<br />

europäische Elite vollständig am Start und<br />

sorgt dadurch zwangsläufig<br />

für einen<br />

spannenden Verlauf.<br />

Lee Westwood, Martin<br />

Kaymer und Luke<br />

Donald waren die<br />

Jahressieger, seit das<br />

Race to Dubai ausgetragen<br />

wird. Es sieht<br />

allerdings so aus, als<br />

ob ein neuer Name<br />

auf dem Pokal verewigt<br />

wird.<br />

Die deutschen Hoffnungen ruhen auf<br />

Marcel Siem und Martin Kaymer. Marcel<br />

Siem spielt die beste Saison seiner Karriere<br />

und Martin Kaymer hat beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

seine Nervenstärke bewiesen.<br />

Vielleicht kann sich Martin Kaymer in den<br />

nächsten Wochen in eine bessere Ausgangsposition<br />

bringen. Ein paar Turniere werden<br />

ja noch gespielt, bis die Entscheidung vom<br />

22. – 25. November fällt.<br />

Rory (re.) oder Rosy: Wer behält<br />

in Dubai die Oberhand?<br />

Wüstenkrimi<br />

Rory oder Rosy? Beim DP World Championship<br />

geht es um die Krone im europäischen Golf.<br />

Auch wenn es für den FedEx<br />

<strong>Cup</strong> ein paar Millionen<br />

mehr an Preisgeld abzugreifen<br />

gibt, der beste Golfer der<br />

Welt wird beim Race to<br />

Dubai ermittelt. Beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> in<br />

Medinah wurde erneut klar, die Euro-<br />

Fighter sind um eine Klasse besser als die<br />

US Boys. FedEx-Sieger Brandt Snedeker<br />

wurde von Europas Nr. 8, dem Schotten<br />

Paul Lawrie, von der Anlage gefegt.<br />

Ende November wird es aller Voraussicht<br />

nach einen Zweikampf um<br />

die European Tour-Krone<br />

geben. Anfang Oktober<br />

führte Rory McIlroy mit<br />

einer knappen halben Million<br />

Euro vor Justin Rose,<br />

doch es stehen noch die<br />

drei großen asiatischen<br />

Turniere aus, die BMW<br />

Masters, die WGC HSBC<br />

Championship und die<br />

Barclays Singapore Open.<br />

Warum sollte nicht auch<br />

noch Branden Grace aus<br />

Südafrika ein Wörtchen Sieger 2011: Luke Donald<br />

mitreden. Der Rookie (!) feierte schon<br />

vier Siege, zuletzt bei der Alfred Dunhill<br />

Links Championship.<br />

In Dubai steht der letzte große Zahltag<br />

des Jahres an, im Pott befinden sich<br />

8 Mio. harte Euros an Preisgeld und weitere<br />

7,5 Mio. Euro werden an die Top 15<br />

in der Race to Dubai-Rangliste verteilt.<br />

Top 60. Nicht jeder darf am großen Saisonfinale<br />

teilnehmen. Nur die sechzig<br />

besten Spieler in der Race to Dubai-<br />

Rangliste sind qualifiziert.<br />

Martin Kaymer wird also<br />

in jedem Fall an den Start<br />

gehen, genauso wie die<br />

anderen elf <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-<br />

Helden, um in aller<br />

Freundschaft ihren Champion<br />

zu küren. Anders als<br />

im letzten Jahr gehört<br />

auch Marcel Siem zum<br />

Feld. Die europäische<br />

Nr. 13 krönt in Dubai hoffentlich<br />

ihre Sensationssaison<br />

mit einer Top-Platzierung.<br />

GT<br />

32 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


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TURNIERE PGA<br />

RAFAEL<br />

CABRERA-<br />

BELLO<br />

Der Endspurt beginnt<br />

Gastkommentar. Rafael<br />

Cabrera-Bello über seinen<br />

Saisonausklang und die Ziele.<br />

Erst einmal möchte ich der<br />

europäischen <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

Mannschaft meinen Glückwunsch<br />

und höchsten Respekt<br />

aussprechen. Captain José<br />

Maria Olazábal und sein<br />

gesamtes Team haben in<br />

Medinah eine außergewöhnliche<br />

Leistung gezeigt und<br />

dürfen zu Recht stolz auf ihre<br />

Titelverteidigung sein.<br />

Die European Tour hat ihr<br />

letztes Turnier, mit der Portugal<br />

Masters, auf dem Kontinent<br />

beendet. Die letzten<br />

sieben Turniere in dieser<br />

Saison beginnen in Australien,<br />

gehen über China, Singapur,<br />

Hong Kong, Südafrika und<br />

enden mit der DP World Tour<br />

Championship in Dubai.<br />

Im Race to Dubai liege ich<br />

momentan auf Rang 17.<br />

Mein Ziel ist es jedoch, am<br />

Ende der Saison noch unter<br />

die Top 10 zu kommen.<br />

Bisher verlief mein sportliches<br />

Jahr so, wie ich es mir vorgestellt<br />

habe. Ein Sieg zu<br />

Beginn bei der Dubai Desert<br />

Classic sowie weitere vier<br />

Top 10-Platzierungen geben<br />

mir das Selbstvertrauen dazu.<br />

Vielleicht kann ich ja im<br />

letzten Turnier noch einen<br />

weiteren Erfolg feiern, denn<br />

immerhin habe ich ja in<br />

Dubai schon gewonnen, zwar<br />

auf einem anderen Platz,<br />

aber dennoch bin ich zuversichtlich.<br />

Ihr<br />

Rafael Cabrera-Bello<br />

Doppelsieg:<br />

Hausherr<br />

Wijnand Pon,<br />

Terry Price<br />

„Das Turnier war ein<br />

Pon Senior Open Veranstalter und Zuschauer feiern die gel<br />

Die erste Pon Senior<br />

Open feierte Anfang<br />

September Premiere<br />

auf der Golfanlage WINSTON<br />

golf in Vorbeck bei Schwerin.<br />

Das mit 400.000 Euro Preisgeld<br />

üppig ausgestattete<br />

Event der European<br />

Senior Tour lockte zahlreiche<br />

Stars nach Mecklenburg-Vorpommern.<br />

Bernhard Langer, der<br />

auf der amerikanischen<br />

Champions Tour schon<br />

16 Siege feiern konnte,<br />

war natürlich der erhoffte<br />

Publikumsmagnet, der<br />

die 3.000 Zuschauer auf<br />

der Anlage allein schon<br />

durch seine bloße Anwesenheit<br />

begeistern<br />

konnte. Hinzu kamen<br />

u. a. der Zweitplatzierte<br />

der Order of Merit Barry<br />

Lane oder Tim Thelen,<br />

der in dieser Saison mit<br />

der Berenberg Bank<br />

Masters und der Bad<br />

Ragaz Senior Open zwei Turniere<br />

in Folge gewinnen<br />

konnte.<br />

Pro-Am. Für viele Amateurgolfer<br />

war die Pon Senior<br />

Die Attraktion in WINSTONgolf: Bernhard Langer<br />

Open 2012 ein besonderes<br />

Erlebnis, denn am ersten und<br />

zweiten Turniertag wurde<br />

jeder Profi von je einem Hobbygolfer<br />

auf seiner Runde begleitet.<br />

Darunter waren auch<br />

einige prominente Na -<br />

men zu lesen wie bspw.<br />

der ehemalige Tennisprofi<br />

Tom Okker, Formel<br />

1-Pilot Gijs van<br />

Lennep oder Ex-Fußballnationalspieler<br />

Marco<br />

Rehmer. Erst am Finaltag<br />

waren die Profis wieder<br />

unter sich, als es<br />

darum ging, den Gewinner<br />

des Preisgeldschecks<br />

über 60.000 Euro zu ermitteln.<br />

Glückstreffer. Der<br />

heimliche Sieger des<br />

Turniers feierte allerdings<br />

schon am Samstagmorgen,<br />

es war der<br />

54-jährige Engländer<br />

Peter Mitchell. Er be-<br />

34 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Hole in One-Sieger Peter Mitchell (l.)<br />

und Turnierveranstalter Mark Hopman:<br />

Schlüsselübergabe<br />

voller Erfolg!“<br />

ungene Premiere des Senior Tour Events.<br />

förderte den Ball mit dem<br />

Eisen 9 über 137 Meter direkt<br />

ins Loch und war mit einem<br />

Schlag Besitzer eines nagelneuen<br />

Porsche Panamera<br />

im Wert von 100.000 Euro.<br />

Kurioserweise gelangen Mitchell<br />

zuvor schon vier Asse in<br />

seiner Karriere, jedoch allesamt<br />

auf Par 4-Löchern!<br />

Außenseitersieg. Im Prinzip<br />

waren nach der zweiten<br />

Turnierrunde am Samstag<br />

schon die Weichen für den<br />

kommenden Finaltag gestellt.<br />

Bernhard Langer kassierte<br />

zwei Strafschläge wegen<br />

falscher Regelauslegung und<br />

spielte am Samstag nur eine<br />

73, während der Australier<br />

Terry Price das Feld mit elf<br />

Schlägen unter Par deutlich<br />

anführte.<br />

Price hatte Glück, überhaupt<br />

in Vorbeck dabei zu sein. Er<br />

rutschte in seinem zweiten<br />

Jahr auf der Tour eben noch<br />

so ins Teilnehmerfeld und<br />

nutzte die Gunst der Stunde<br />

für seinen ersten Sieg. Mit<br />

sechs Zählern Vorsprung und<br />

insgesamt 200 Schlägen dominierte<br />

Price das Feld. „Ich<br />

hatte mir 199 Schläge als Ziel<br />

gesetzt und das nur um einen<br />

Schlag verpasst. Aber bei<br />

sechs Schlägen Vorsprung gibt<br />

es keinen Grund zu klagen“,<br />

kommentierte Price seinen<br />

ersten Titel auf der Tour bei<br />

der ersten Pon Senior Open.<br />

Wijnand Pon, Initiator und<br />

Namensgeber, zeigte sich<br />

hochzufrieden mit dem Ausgang<br />

seines Turniers. „Alle<br />

Spieler, mit denen ich gesprochen<br />

habe, haben sich nur<br />

lobend über den Platz und<br />

die Organisation ausgesprochen<br />

und spontan ihre Teilnahme<br />

im nächsten Jahr zugesagt.“<br />

Gelungene Premiere<br />

in Mecklenburg-Vorpommern,<br />

wir sind gespannt auf<br />

das nächste Jahr. GT<br />

CAROLINE<br />

MASSON<br />

Aller guten Dinge sind drei<br />

Gastkommentar. Caro Masson über ihren Turnierstress.<br />

Es ist mal wieder Zeit für ein<br />

kleines Update. In den letzten<br />

Wochen ging es wieder rund,<br />

drei Turniere in Folge standen<br />

an, darunter auch die Ricoh Womens<br />

British Open in Hoylake.<br />

British Open – natürlich immer<br />

ein absolutes Highlight im Turnierkalender,<br />

vor allem für mich,<br />

nachdem ich ja im letzten Jahr<br />

in Carnoustie eine ganz gute<br />

Woche hinlegen konnte. In diesem<br />

Jahr war dann aber leider<br />

alles ganz anders. Das Wetter<br />

war typisch englisch, der Platz<br />

hat seine Zähne<br />

gezeigt und ich<br />

kam mit allem<br />

nicht so richtig<br />

gut zurecht. Ein<br />

weiterer verpasster<br />

Cut<br />

stand also am<br />

Ende zu Buche<br />

und die Enttäuschung<br />

war<br />

natürlich riesig!<br />

Immerhin ging<br />

es direkt weiter<br />

zur Spanish<br />

Masson: Wieder „nur“ Zweite<br />

Open nach Teneriffa. Die Aussicht<br />

auf gutes Wetter und ein<br />

wenig Urlaubsstimmung ließ<br />

mich meine Enttäuschung dann<br />

recht schnell vergessen. Mein<br />

Spiel war schon in den Proberunden<br />

ganz gut und diese<br />

Woche konnte ich es dann auch<br />

endlich mal wieder im Turnier<br />

zeigen. Bei hohen Temperaturen<br />

und ziemlich viel Wind konnte<br />

ich vier gute Runden spielen und<br />

kam schlaggleich mit der Australierin<br />

Stacey Keating ins Clubhaus.<br />

Stechen also – mal wieder.<br />

Nach der Swiss Open nun schon<br />

das zweite Mal in diesem Jahr,<br />

und wieder ging es nicht gut für<br />

mich aus. Staceys Birdie am letzten<br />

Loch konnte ich nicht kontern<br />

und somit musste ich mich erneut<br />

mit dem zweiten Platz zufrieden<br />

geben. Zweiter ist auch nicht so<br />

schlecht, habe ich seitdem des<br />

Öfteren gehört, aber wenn man<br />

so kurz vor einem Turniersieg ist,<br />

ist alles andere als der erste Platz<br />

immer eine Enttäuschung! Aber<br />

man sagt ja so gern „Aller guten<br />

Dinge sind drei“, insofern bin<br />

ich sicher, dass ich es beim nächs -<br />

ten Mal besser machen werde!<br />

Und mein Sprung an die Spitze<br />

der Order of Merit war dann<br />

doch ein kleines<br />

Trostpflaster.<br />

Das alles zählt<br />

nun jedoch erstmal<br />

nicht, denn<br />

nun geht's weiter<br />

in die USA<br />

zur 2. Stage<br />

Qualifying<br />

School für die<br />

LPGA. Nachdem<br />

ich Anfang<br />

2010 meine<br />

Tourkarte für die<br />

LET erspielt<br />

hatte, habe ich mir fest vorgenommen,<br />

nie wieder eine Tour School<br />

zu spielen. Wenn ich in Zukunft<br />

auf der US Tour spielen möchte,<br />

bleibt mir allerdings nichts anderes<br />

übrig. Die Top 70 qualifizieren<br />

sich jetzt für die Final Stage, wo<br />

dann endgültig die Startplätze<br />

für 2013 ausgespielt werden.<br />

Keine reine Formsache, aber<br />

wenn ich meine Form der letzten<br />

Wochen bestätigen kann, stehen<br />

die Chancen für ein Weiterkommen<br />

sicher nicht so schlecht.<br />

Eure<br />

www.caroline-masson.de<br />

presented by<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

35


<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-AWARD<br />

by<br />

Ihr Auftritt t ...<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-AWARDS Die Einsendungen beim „<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> Race to<br />

Fame by Jaermann & Stübi“ nehmen kein Ende. Sind Sie auch dabei?<br />

Was haben Thomas<br />

Meyer, Eric Unger<br />

und Waltraud Jung<br />

gemein? Ganz einfach:<br />

Sie zählen u. a.<br />

zu den Golfern mit<br />

einem Faible für extravagantes Outfit auf<br />

der Runde und haben sich mit ihrem<br />

Foto beim <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> Race to Fame by<br />

Jaermann & Stübi in der Kategorie<br />

„Best/originellster Look“ beworben.<br />

Worum geht’s? Nun, bei dem neu ins<br />

Leben gerufenen Award für Golfer wird<br />

in fünf Kategorien der fairste, charakterstärkste,<br />

bestaussehendste, originellst<br />

gekleidete und engagierteste Golfer gesucht.<br />

Zudem der „Sensationsschlag<br />

2012“ sowie das kurioseste Golffoto des<br />

Jahres. Sie entscheiden, wer am Ende in<br />

die engere Auswahl für die Aufnahme in<br />

die „<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> Ruhmeshalle“ kommt.<br />

Einsendungen. Das „Race to Fame by<br />

Jaermann & Stübi“ läuft bis 31.12.2012<br />

und jeder kann bis zum Ende der „Qualifikationsphase“<br />

jederzeit einsteigen. Einsehbar<br />

sind die Beiträge im Internet<br />

unter www.race-to-fame.com; dort gibt es<br />

auch gleichzeitig die Gelegenheit, für seinen<br />

oder seine Favoriten abzustimmen.<br />

Bewerben kann sich jeder mit Foto sowie<br />

einem kurzen Text, der beschreibt,<br />

worum es geht und in welcher Kategorie<br />

Sie an den Start gehen möchten.<br />

Selbstverständlich können Sie auch jemanden<br />

nominieren und es ist zudem auch<br />

möglich, sich oder jemand anderen in<br />

mehreren Kategorien gleichzeitig zu nominieren.<br />

Alle konstruktiven Einsendungen<br />

gehen beim „<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> Race to<br />

Fame by Jaermann & Stübi“ an den Start.<br />

Am Ende der Abstimmphase werden die<br />

Top 10 in jeder Kategorie in die engere<br />

Wahl genommen, und unter diesen<br />

50 Personen entscheidet dann letztlich<br />

die Jury, welche fünf Golfer(innen) am<br />

Ende der Saison das „Race to Fame“<br />

2012 gemacht haben.<br />

Jaermann & Stübi ist der Erfinder<br />

der ersten Luxusuhr mit mechanischem<br />

Uhrwerk und einer mechanischen<br />

Komplikation, die die Schläge<br />

beim Golfspiel zählt und den<br />

Score mit dem Handicap vergleicht.<br />

Alles geschützt durch einen Shock-<br />

Absorber im edlen Gehäuse.<br />

www.jaermann-stuebi.com<br />

36 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Wertvolle Preise: Unter anderem das Modell<br />

„Queen of Golf“ des Schweizer Luxus-Golfuhrenlabels<br />

Jaermann & Stübi im Wert von € 7.500,–<br />

www.race-to-fame.com<br />

Tolle Preise winken. Für die Gewinner<br />

in den fünf Kategorien winken am<br />

Ende der Saison exklusive Preise, wie<br />

zwei Luxus-Golf-Chronometer von presenting<br />

Partner Jaermann & Stübi im<br />

Gesamtwert von € 15.000,–: Das Herren-Modell<br />

„Trans Atlantic“, mit unter<br />

anderem drei Zählwerken, Keramiklagerungen<br />

und vier Rubinen sowie das<br />

Damen-Modell „Queen of Golf“ aus<br />

Edelstahl, mit unter anderem gebürstetem<br />

Finish, zwei Zählwerken, Keramiklagerungen<br />

und ebenfalls vier Rubinen.<br />

Und das sind die Kategorien:<br />

Bester/originellster Look: Sie tragen<br />

stets das stylischste Outfit, kennen<br />

jemanden, der in traditionell schottischem<br />

Knickerbocker-Style auf die<br />

Runde geht oder haben einen Golffreund<br />

bzw. eine Golffreundin, der/die<br />

einfach umwerfend aussieht? Keine<br />

falsche Scheu, schicken Sie uns das Foto.<br />

Fair Play/der „Golfpranger“: Sie<br />

haben sich selbst angezeigt, weil der Ball<br />

sich auf dem Grün bewegt hat, obwohl<br />

es niemand gesehen hat. Oder waren<br />

Zeuge, wie jemand geschummelt hat<br />

und haben nicht weggesehen. Sie haben<br />

sich dafür eingesetzt, dass ein offensichtlicher<br />

Handicapschoner nicht mit der<br />

Reise nach Mauritius davongekommen<br />

ist – Ehre, wem Ehre gebührt, alles andere<br />

gehört an den „Golfpranger“.<br />

Soziales Engagement: Sie tragen ein<br />

Golfturnier zugunsten eines guten<br />

Zweckes aus, kennen jemanden, der sich<br />

vorbildlich für die Golfjugend engagiert<br />

oder im Stillen freiwillige Dienste für<br />

das allgemeine Wohl der Club-Mitglieder<br />

leistet? Höchste Zeit, dass er oder sie<br />

gebührende Anerkennung dafür erhält.<br />

Sensationsschlag 2012: Ihnen ist<br />

ein Hole-in-One geglückt, Sie haben aus<br />

180 Metern eingelocht oder der Ball<br />

fand über diverse Umwege das Loch?<br />

Das gehört auf die große Bühne.<br />

Golffoto des Jahres: Schicken Sie uns<br />

das Foto, wie Sie die Chinesische Mauer<br />

hinunterputten oder vor dem Eiffelturm<br />

ein Sandwedge gen Himmel strecken.<br />

Ein Mitspieler ist mit seinem Cart im<br />

Teich verschwunden oder Sie haben<br />

einen traumhaften Sonnenuntergang<br />

auf der Runde in Thailand erlebt? Wir<br />

hoffen, Sie hatten Ihre Kamera dabei.<br />

Awards: Am Ende des Jahres stehen<br />

die Sieger in den Kategorien fest und<br />

werden zur exklusiven „Race to Fame“<br />

Award-Verleihung eingeladen. Zudem<br />

winken sensationelle Preise, darunter<br />

zwei Uhren des Schweizer Luxus-Golfuhrenlabels<br />

Jaermann & Stübi im Wert<br />

von jeweils € 7.500,–.<br />

Alle Informationen, Teilnahmebedingungen<br />

und Möglichkeiten zum Abstimmen<br />

unter www.race-to-fame.com. Ihre<br />

Nominierungen mit Foto, kurzem<br />

Beschreibungstext und Ihren Kontaktdaten<br />

schicken Sie bitte per E-Mail<br />

an go@race-to-fame.com. Diese werden<br />

dann umgehend online gestellt. GT<br />

„Race to Fame“ Kategorien:<br />

1. Bester/originellster Look<br />

2. Fair Play/der „Golfpranger“<br />

3. Soziales Engagement<br />

4. Sensationsschlag 2012<br />

5. Golf-Foto des Jahres<br />

MAX KIEFFER<br />

Kräfte mobilisieren<br />

Gastkommentar. Max Kieffer über die<br />

letzten entscheidenden Wochen der Saison.<br />

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen<br />

und ich muss noch einmal<br />

alle Kräfte mobilisieren, damit ich mein<br />

Ziel, die Tourkarte für die European Tour<br />

2013, erreichen kann.<br />

Ich muss nur an mich selbst glauben,<br />

genau wie Martin Kaymer bei seinem<br />

letzten Putt beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> 2012.<br />

Hier zeigt sich wieder, wie nah Erfolg<br />

und Niederlage beieinander liegen<br />

können. Ich möchte mir gar nicht vorstellen,<br />

wenn der Putt nicht gefallen wäre.<br />

Umso beeindruckender, dass Martin<br />

diesem enormen Druck souverän standhalten<br />

konnte.<br />

An dieser Stelle nochmal einen herzlichen<br />

Glückwunsch an ihn und das gesamte<br />

europäische Team, deren Leistung überragend<br />

war.<br />

Martin ist für mich und alle jungen Profis<br />

ein Vorbild, denn er hat gezeigt, dass im<br />

Golfsport alles möglich ist.<br />

Jetzt heißt es für mich, in den restlichen<br />

Turnieren „Vollgas“ geben und so gut wie<br />

möglich abschneiden, um noch unter die<br />

Top-20 im Ranking der Challenge Tour zu<br />

kommen.<br />

Sollte dies nicht passieren, bleibt mir<br />

immer noch der Umweg über die Qualifying<br />

School, um nächstes Jahr auf der<br />

European Tour aufteen zu können, denn<br />

ich habe mich bereits für die „Final<br />

Stage“ qualifiziert.<br />

Ich freue mich auf die entscheidenden<br />

letzten Wochen, denn mein Spiel hat sich<br />

stabilisiert, nur im mentalen Bereich muss<br />

ich noch an mir arbeiten. Ich bin mir aber<br />

sicher, dass ich die Fähigkeiten besitze,<br />

schon in diesem Jahr mein gesetztes Ziel<br />

zu erreichen.<br />

Bis zum nächsten Mal,<br />

Ihr<br />

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37


PEOPLE SERIE<br />

Fotos: GettyImages<br />

Sieger Tony Jacklin: Nach dem Schicksalsjahr 1988 feierte<br />

er den <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> Gewinn 1989 besonders ausgelassen<br />

38 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


DIE GRÖSSTEN <strong>GOLF</strong>ER ALLER ZEITEN<br />

LEBENDE<br />

LEGENDE<br />

Tony Jacklin Er dominierte einst die Golfwelt, hauchte dem <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

neues Leben ein und inspirierte eine Generation junger Golfstars.<br />

Von Götz Schmiedehausen<br />

Als Lee Trevino seinen Chip auf<br />

dem 17. Grün von Muirfield<br />

lochte und ein unwahrscheinliches<br />

Par rettete, schockte dies<br />

Tony Jacklin so nachhaltig, dass<br />

er seinen Putt zum Par aus weniger als zwei<br />

Metern verschob. Anstatt mit einem Schlag<br />

Vorsprung die letzte Bahn zu spielen, musste<br />

der Engländer wenig später seinem Freund<br />

Lee zum Sieg bei der Open Championship<br />

1972 gratulieren. An diesem Tag verlor Jacklin<br />

mehr als nur ein Majorturnier, er verlor<br />

sein Selbstvertrauen auf den Grüns. Der<br />

Open Champion 1969 und Sieger der U.S.<br />

Open 1970 würde fortan nie mehr in die<br />

Nähe eines Majorsieges kommen, denn das<br />

schockierende Erlebnis hatte Spuren in<br />

Form eines Yips hinterlassen.<br />

Open Champion 1969: Tony Jacklin<br />

Ausbruch. Tony Jacklin kam am 7. Juli 1944<br />

in Scunthorpe, England, zur Welt und wuchs<br />

in der Nähe von Leeds auf. Seine Eltern<br />

stammten aus der Generation, die durch<br />

den Zweiten Weltkrieg Not und Elend aus<br />

erster Hand kennenlernen mussten. Tonys<br />

Kindheit war deshalb alles andere als ein<br />

Zuckerschlecken, seine Eltern erzogen ihn<br />

mit harter Hand und wenig Nestwärme.<br />

„Ich glaube nicht daran, dass Blut dicker ist<br />

als Wasser. Meine Mutter und ich kommen<br />

nicht miteinander aus. Sie hat lange genug<br />

versucht, über mein Leben zu bestimmen“,<br />

beschrieb Jacklin 1989 das Verhältnis zu<br />

seiner Mutter Doris. Für das Kind eines<br />

Lastwagenfahrers war der weitere Lebensweg<br />

eigentlich vorgezeichnet. Im England der<br />

fünfziger Jahre wurden hochtrabende <br />

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39


PEOPLE SERIE<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> 1969: Nicklaus und Jacklin<br />

U.S. Open 1970: Tony Jacklin mit Vivien und Söhnchen Bradley nach dem Sieg<br />

Tony Jacklin: Schwungstudie<br />

Ambitionen meist von der brutalen<br />

Realität erstickt, in der aus<br />

Jungs keine Berühmtheiten, sondern<br />

Malocher wurden.Trotzdem<br />

übte Jacklin als Kind fleißig, wie<br />

man Autogramme schreibt, er<br />

war davon überzeugt, er würde<br />

es eines Tages brauchen.<br />

Mit neun Jahren begann er Golf<br />

zu spielen. Meist hatte er kein<br />

Geld für Bälle und schnitt sich<br />

Gummiringe aus einem alten<br />

Gartenschlauch, die er mit seinem<br />

Eisen 3 über das Dach des<br />

Elternhauses schlug. Mit 15 Jahren<br />

ging er von der Schule ab<br />

und arbeitete als Laufbursche in<br />

einer Anwaltskanzlei und in<br />

einem Stahlwerk.<br />

Tony nutzte jede freie Minute,<br />

um an seinem Golfspiel zu feilen.<br />

Ihm war klar, dass Ball und<br />

Schläger seine einzige Chance<br />

darstellten, um der Tristesse<br />

eines Lebens als Fabrikarbeiter<br />

zu entkommen. 1962 wurde er<br />

mit knapp 17 Jahren Golfprofi,<br />

zwei Jahre später hatte er seine<br />

Tourkarte in der Tasche und gewann<br />

sein erstes Golfturnier.<br />

TONY JACKLIN<br />

Geboren: 7.7.1944 in<br />

Scunthorpe, England<br />

Erfolge:<br />

British Open: 1969<br />

U.S. Open: 1970<br />

28 Siege als Profi<br />

Seit 2002 Mitglied der<br />

World Golf Hall of Fame<br />

Viermal Kapitän des<br />

europäischen <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>-Teams 1983-1989<br />

Siege als Kapitän:<br />

1985, 1987, 1989<br />

(Titelverteidigung)<br />

Dominanz. Tony Jacklin sah<br />

aus wie ein Filmstar und pflegte<br />

einen leicht extravaganten Kleidungsstil.<br />

„Wenn man als Prominenter<br />

wahrgenommen werden<br />

will, musste man auch wie<br />

einer aussehen“, lautete sein<br />

Motto. 1965 traf er in einem<br />

Hotel in Belfast Vivien Murray,<br />

die er elf Monate später heiratete.<br />

Vivien ging mit Tony 1968<br />

in die USA und übernahm den<br />

Job als Caddie ihres Ehemanns.<br />

Viele der etablierten Spieler auf<br />

der PGA Tour behandelten den<br />

jungen Engländer wie einen<br />

Aussätzigen. Dave Hill erklärte<br />

Jacklin, dass Spieler aus dem<br />

Ausland von der Tour ausgeschlossen<br />

werden sollten. Bei<br />

der Greater Jacksonville Open<br />

1968 feierte Jacklin seinen ersten<br />

Sieg, ein süßer Augenblick der<br />

Genugtuung. Im nächsten Jahr<br />

gewann er als erster Engländer<br />

seit Max Faulkner 1951 in<br />

Royal Lytham & St. Annes die<br />

Open Championship. Im Publikum<br />

saß ein Junge namens<br />

Sandy Lyle, der sich wie viele<br />

seiner Altersgenossen von Jacklin<br />

inspirieren ließ, Golfer zu<br />

werden. Lyle gewann die Open<br />

1985.<br />

Bei Jacklins zweitem <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

1969 war das Klima zwischen<br />

den Teams aus Großbritannien<br />

& Irland und den USA vergiftet.<br />

Im letzten Match musste Tony<br />

Jacklin einen Putt über einen<br />

Meter lochen, um ein Unentschieden<br />

in der Gesamtwertung<br />

zu sichern. Jack Nicklaus<br />

schenkte ihm den Putt mit den<br />

Worten: „Ich weiß, du hättest<br />

den Ball nicht verschoben, aber<br />

ich wollte dir keine Gelegenheit<br />

geben, es doch zu tun.“ Beide<br />

Spieler verließen das Grün Arm<br />

in Arm.<br />

Im nächsten Jahr folgte der<br />

zweite große Triumph, als Tony<br />

Jacklin als erster Engländer seit<br />

Ted Ray 1920 die U.S. Open in<br />

überzeugender Manier mit sieben<br />

Schlägen Vorsprung in<br />

Hazeltine gewann. Zwischen<br />

1968 und 1972 dominierte er<br />

die Golfwelt und bei der Open<br />

Championship 1972 sah es so<br />

40 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Auswärtssieg: 1987 mit Severiano Ballesteros Das Erfolgs-Team: Europa verteidigte mit Kapitän Tony Jacklin den <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> 1989<br />

aus, als würde Jacklin erneut<br />

triumphieren. Bis Lee Trevino<br />

seinen Ball an der 17 in Richtung<br />

Fahne chippte...<br />

Putterpanik. 1973 beendete<br />

Jacklin das Abenteuer „USA“<br />

und spielte vornehmlich auf<br />

der europäischen Tour, wo er<br />

im gleichen Jahr die Order of<br />

Merit anführte. Er gewann<br />

auch weiterhin Turniere, doch<br />

auf den Grüns wurde Jacklin<br />

immer unsicherer. Seine Angst<br />

vor dem Putter steigerte sich<br />

so weit, dass er 1976 in einem<br />

Hotel eine Panikattacke erlitt<br />

und ohnmächtig wurde.<br />

Jacklin verlor den Spaß am<br />

Golf und beschloss 1983<br />

schließlich, seine aktive Laufbahn<br />

zu beenden. Zwei Jahre<br />

zuvor wurde er nicht einmal<br />

mehr für das <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Team<br />

berücksichtigt, das seit 1979<br />

eine gesamteuropäische Mannschaft<br />

war. Umso erstaunter<br />

war Jacklin, dass man ihn bat,<br />

1983 als Kapitän des <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>-Teams zu fungieren.<br />

Sein erster Impuls war abzulehnen,<br />

doch dann besann er<br />

sich eines Besseren und erkannte<br />

die Chance, etwas im<br />

System zu verändern.<br />

Die Amerikaner wurden in<br />

jeglicher Hinsicht bevorzugt,<br />

egal, ob es um Reisekomfort<br />

oder Ausstattung der Spieler<br />

und Caddies ging. Jacklin verlangte<br />

mehr Engagement und<br />

Mittel, um sein Team wettbewerbsfähig<br />

zu machen. Zu -<br />

dem begeisterte er die Medien<br />

und neue Sponsoren für den<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>.<br />

In Palm Beach Gardens, USA,<br />

verloren die Europäer nur<br />

denkbar knapp mit 13,5 zu<br />

14,5. Jacklin wurde sofort gebeten,<br />

auch 1985 beim Heimspiel<br />

in The Belfrey, England,<br />

das Amt zu übernehmen, wo<br />

dem europäischen Team der<br />

erste Sieg seit 1957 gelang.<br />

Zwei Jahre später führte Tony<br />

seine Mannen erneut an und<br />

gewann den ersten <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong><br />

in den USA.<br />

Wendungen. Im April 1988<br />

starb Jacklins Frau Vivien völlig<br />

überraschend an einem<br />

Hirnschlag in der Nähe ihres<br />

Zwischen 1968 und 1972 dominierte<br />

Tony Jacklin die Golfwelt – bis<br />

Lee Trevino einen Ball einchippte . . .<br />

Hauses in Sotogrande, Spanien.<br />

Die Nachricht schockte<br />

Tony bis ins Mark und in den<br />

ersten Tagen dachte er ernsthaft<br />

über Selbstmord nach.<br />

Sechs Wochen nach Viviens<br />

Tod flüchtete er sich in eine<br />

zweimonatige Affäre mit einer<br />

sechzehnjährigen Kellnerin,<br />

die ihre Geschichte an eine<br />

englische Klatschzeitung verkaufte.<br />

„Jacklin missbraucht Jungfrau“<br />

lautete die Schlagzeile. Im<br />

gleichen Jahr starben ebenso<br />

unerwartet zwei von Jacklins<br />

engsten Freunden. Während<br />

sich Tony in seiner spanischen<br />

Wahlheimat abschottete, lernte<br />

er zufällig die Norwegerin<br />

Astrid Waagen kennen. Schon<br />

im Dezember 1988 heiratete<br />

das Paar und Jacklin schöpfte<br />

neuen Lebensmut. 1989 stand<br />

er zum vierten Mal in Folge<br />

als Kapitän des Teams Europa<br />

am Ort des Triumphes von<br />

1985. Auch diesmal mussten<br />

die Amerikaner einsehen,<br />

dass der <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> nie wieder<br />

ein Selbstläufer sein würde.<br />

Europa verteidigte den <strong>Cup</strong><br />

mit 14:14.<br />

1994 feierte Jacklin sein Comeback<br />

und spielte zehn Jahre<br />

auf der Senior Tour, wo er<br />

zwei Titel gewinnen konnte.<br />

2002 wurde er in die „World<br />

Golf Hall of Fame“ aufgenommen,<br />

2004 schließlich<br />

erklärte Tony Jacklin seinen<br />

Rücktritt vom Profigolf. GT<br />

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<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

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STORY LESESTOFF<br />

ULRICH<br />

KAISER<br />

Jahrgang 1934, lebt als freier Journalist<br />

in Gröbenzell bei München.<br />

Kolumnist, Kabarett-Schreiber, Filmautor.<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-Autor seit 1999<br />

Das End<br />

BUCH-TIPP<br />

Was Sie schon immer über den<br />

dicken Schorsch wissen wollten:<br />

Das witzige Opus von GT-Autor Uli<br />

Kaiser gibt’s beim <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

Verlag, Tel. 089/42 71 81 81<br />

oder Internet: www.golftime.de.<br />

Preis: € 19,90 + € 3,– Porto<br />

Jeder von uns weiß, dass der dicke<br />

Schorsch in unregelmäßigen Abständen<br />

einen Vogel kriegt, was<br />

die Sucht zum anderen Geschlecht<br />

angeht, und dann ist es ihm völlig<br />

egal, ob er drei oder acht Putts<br />

verschwendet oder ob es Frühling wird<br />

oder Herbst. Der Vogel, von dem hier<br />

im Zusammenhang mit dem dicken<br />

Schorsch berichtet wird, bezieht sich wie<br />

gesagt auf die Weiblichkeit, wobei er<br />

keine Rücksicht auf eventuelle Abschlagzeiten<br />

oder sozialen Status nimmt. Der<br />

dicke Schorsch kennt da nix und ist da<br />

in der Vergangenheit in fest verabredete<br />

Spielgruppen eingebrochen, die bereits<br />

seit hundert Jahren jeden Donnerstag -<br />

nachmittag ihren mörderischen Mehrkampf<br />

austragen. Wenn der dicke<br />

Schorsch seinen Vogel hat, kennt er<br />

keine Freundschaften mehr. Der Pillenpeter<br />

und meine Wenigkeit werden auf<br />

diese Weise aus einem Gleichgewicht<br />

geworfen, das nur schwer wieder in Ordnung<br />

zu bringen ist. Der dicke Schorsch<br />

war nie verheiratet, was nicht unbedingt<br />

für eine eheliche Tapferkeit spricht – und<br />

wenn im Clubhaus die Diskussionen<br />

über den dicken Schorsch sehr laut werden,<br />

ist ihm das egal.<br />

Der dicke Schorsch legt keinen gesteigerten<br />

Wert auf die charakterlichen Fähigkeiten<br />

der in Frage kommenden Dame,<br />

auf der sein wohlwollender Blick landet –<br />

er achtet auf die Körperformen der plötzlich<br />

Angebetenen genauso wenig wie auf<br />

seine eigenen, wobei der dicke Schorsch<br />

seinem Namen durchaus alle Ehre<br />

macht, was die Figur angeht. Wenn der<br />

dicke Schorsch mit einem entsprechenden<br />

Mädchen auf die Runde geht, kann<br />

es durchaus passieren, dass der Boden<br />

leicht aber spürbar vibriert, was manche<br />

Mitspieler in ihrer Konzentration negativ<br />

beeinflusst.<br />

Es ist allerdings auch bereits vorgekommen,<br />

dass er sich mit einem federleichten<br />

Ding zusammentut, was vor allem wäh -<br />

rend den sommerlichen Hitzewellen aus<br />

verständlichen Gründen der Fall ist. Besonderen<br />

Wert legt der dicke Schorsch<br />

bei seiner temporären Freundin allerdings<br />

auf eine überdurchschnittliche Puttfähigkeit,<br />

was daran liegen kann, dass er<br />

selbst hier eine starke Schwäche zeigt,<br />

was sich darin ausdrückt, dass er jeden<br />

Vierer-Putt, der ihm zufällig gelingt, mit<br />

erheblichem Jubel zu feiern pflegt.<br />

Die Dame des Herzens, die der dicke<br />

Schorsch dieses Mal plötzlich erwählte,<br />

entsprach ungefähr den durchschnittlichen<br />

Werten, die er im Normalfall zu<br />

entdecken pflegt. Der dicke Schorsch ist<br />

auf einmal Feuer und Flamme von<br />

diesem Wesen, welches in der Gruppe<br />

hinter uns spielt und hier offensichtlich<br />

einigen Erfolg erreicht. Soviel ist aus<br />

lautstarken Anmerkungen über hunderte<br />

Meter zu entnehmen. Während der<br />

Pillenpeter und meine Wenigkeit die<br />

Geräusche mit krauser Stirn zur Kenntnis<br />

nehmen, hat es den dicken Schorsch<br />

wieder einmal mit voller Wucht erwischt<br />

– er sucht den Kontakt mit der lauten<br />

Heroin, was dazu führt, dass jetzt der<br />

Pillenpeter und meine Wenigkeit den<br />

Platzverkehr stark aufhalten – der<br />

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e der Liebe<br />

Marschall verwarnt uns, was der dicke<br />

Schorsch nicht zur Kenntnis nimmt –<br />

in diesem Zustand absoluter seelischer<br />

Verwirrung kennt er keine Freunde –<br />

der Pillenpeter schlägt vor, das Spiel<br />

zu beenden, was der dicke Schorsch<br />

begeistert zur Kenntnis nimmt.<br />

Meine Wenigkeit setzt sich mit dem<br />

Vorschlag durch, dass man auf die<br />

momentane geistige Schwäche eines<br />

sonst meistens relativ ordentlichen<br />

Mitspielers keine Rücksicht nehmen<br />

kann. Schließlich kann man den eigenen<br />

Inhalt des Lebens nicht nach dem<br />

Brunstverhalten eines Menschen richten,<br />

der von plötzlichen sexuellen<br />

Gelüsten überfallen wird und sich dadurch<br />

auch vor finanziellen Verpflichtungen<br />

drückt. Der Pillenpeter, der<br />

seinen Lebensunterhalt mit einer<br />

florierenden Apotheke betreibt und<br />

deshalb weiß, wie das Leben läuft,<br />

schlägt vor, dass der dicke Schorsch<br />

eine gewisse Summe im Clubhaus<br />

hinterlegt. Der dicke Schorsch in seinem<br />

Wahn erklärt sich auch damit<br />

einverstanden, was für seinen gefährdeten<br />

Zustand spricht.<br />

Es stellt sich heraus, dass der dicke<br />

Schorsch den Gegenstand seiner Begierde<br />

sofort zu einem opulenten<br />

Abendmahl einlädt und innerhalb<br />

von Sekunden die hundertjährige<br />

Freundschaft mit dem Pillenpeter und<br />

meiner Wenigkeit vergisst. Die Dame<br />

sieht äußerlich ganz manierlich aus<br />

und sagt auch freundlich guten Tag,<br />

aber die Probleme beginnen auf dem<br />

Platz, und zwar bereits auf dem zweiten<br />

Grün, wo der Pillenpeter und<br />

meine Wenigkeit erhebliche Schwierigkeiten<br />

kriegen. Wie meine Wenigkeit<br />

einen zufriedenstellenden allerersten<br />

Abschlag fabriziert, sagt dieses<br />

Häschen, dass mein Rückschwung in<br />

der höchsten Schlägerposition nicht<br />

genug Rhythmus hat, mein Griff sollte<br />

weniger ‚overlapping’ haben und es<br />

wäre besser, wenn ich einen anderen<br />

Putter verwenden würde – das sagt<br />

sie, wo ich mich seit ungefähr einem<br />

halben Jahrhundert an den Putter<br />

gewöhnt habe – ich habe mit dem<br />

Putter zeitweise das Bett öfter geteilt<br />

als mit einem Ehegespons.<br />

Dem Pillenpeter unterstellt sie eine<br />

völlig falsche Position, mit der man<br />

unmöglich einen wichtigen Pitch<br />

fertigbringt, und sie fragt, ob der<br />

Pillenpeter schon einmal einen Pro<br />

beschäftigt habe, was nun wirklich<br />

eine absolute Gemeinheit ist, denn<br />

niemand weit und breit hat mehr Geld<br />

für den Pro ausgegeben als der Pillenpeter,<br />

der im täglichen Leben die<br />

Groschen sorgfältig zusammenhält.<br />

Wirklich gefährlich wird die Situation<br />

für das übermäßig klugscheißerische<br />

Girl aber erst, als sie den dicken<br />

Schorsch unbedingt davon überzeugen<br />

will, dass es seinem Spiel hilfreich<br />

ist, wenn er ein Eisen Eins verwendet.<br />

Der dicke Schorsch hält diesen Ratschlag<br />

für offene Sabotage an seinem<br />

Spiel und so endet wieder einmal eine<br />

große Liebe. GT<br />

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ROBOTEST EISEN TEIL 2<br />

IRONDEVILS<br />

Robotest Eisen 2012 (Teil 2) Weitere zehn Eisen der führenden<br />

Schlägerhersteller auf dem Prüfstand durch Mensch und Maschine.<br />

Text: Marcus Brunnthaler, Fotos: Sammy Minkoff<br />

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Wie bereits in der letzten<br />

Ausgabe der<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> ange -<br />

kündigt, haben wir<br />

unseren diesjährigen<br />

Eisentest in Folge<br />

der Masse an Material auf zwei Ausgaben<br />

verteilt. Nach dem ersten „Schwung“ folgt<br />

hiermit Teil 2, den wir – wie immer –<br />

mit dem Miya Shot Robo V Schwungroboter<br />

und dem Testteam von T&K Golf<br />

Research, unter der Leitung von Jonathan<br />

Taylor, auf der GolfRange Anlage in<br />

Harthausen durchgeführt haben.<br />

Vorweg sei auch stets erwähnt, dass die<br />

generierten und dargestellten Daten auf<br />

den folgenden Seiten ein rein objektives<br />

Bild über die Performance der Schläger<br />

unter einheitlich gleichen Testbedingungen<br />

widerspiegeln. Vor einer theoretischen<br />

Kaufentscheidung empfiehlt es<br />

sich daher, die in Frage kommenden<br />

Modelle auf der Driving Range oder der<br />

Runde persönlich auszuprobieren.<br />

Testverfahren. Jedes Eisen schlug, in<br />

den Miya Shot Robo V-Schwungroboter<br />

eingespannt, insgesamt 50 Bälle. Davon<br />

zehn im Sweetspot mit perfekt „square“<br />

ausgerichtetem Schlägerblatt, zehn im<br />

Sweetspot mit geöffnetem Schlägerblatt<br />

(6°), um Slices zu simulieren, sowie weitere<br />

zehn im Sweetspot mit geschlossener<br />

Schlagfläche (6°), um Hooks zu simulieren.<br />

Hinzu kamen zehn außerhalb des<br />

Sweetspots, nahe des Schaftes (Heel) getroffene<br />

Schläge sowie zehn weitere, die<br />

außerhalb des Sweetspots, nahe der<br />

Schlägerspitze (Toe) getroffen wurden.<br />

Damit wurde die Fehlertoleranz der<br />

Eisen bei unsauber getroffenen Bällen<br />

simuliert – alles also überaus wertvolle<br />

Informationen, nicht nur für Anfänger.<br />

Die Schwunggeschwindigkeit betrug bei<br />

jedem Schlag einheitlich 80 mph (~ 129<br />

km/h). Alle Modelle waren zudem mit<br />

Graphitschäften mit „Regular Flex” versehen.<br />

Als Ball wurde einheitlich der<br />

Callaway HX Diablo Tour verwendet.<br />

Schlägertest-Profis: Das Test-Team<br />

um Jonathan Taylor und den<br />

Miya Shot Robo V-Schwungroboter<br />

Toe<br />

Sweet<br />

Spot<br />

Heel<br />

Fokus. Welche Kriterien spielen bei der<br />

Wahl eines Eisensatzes eine wichtige<br />

Rolle, welches sind eher subjektive Eigenschaften?<br />

Zunächst sollte ein Eisen eine<br />

möglichst hohe Ball Speed im Treffmoment<br />

generieren, wodurch der Energietransfer<br />

auf den Ball verdeutlicht wird.<br />

Beim Abflugwinkel und auch bei der<br />

maximalen Höhe der Flugbahn ist dies<br />

eine andere Sache: Beide Faktoren sind<br />

eher subjektiv, werden dabei maßgeblich<br />

von der Spin Rate – ein wiederum bedeutender<br />

Faktor – beeinflusst.<br />

Darunter verstehen wir den Spin, den<br />

der Ball nach dem Treffmoment aufnimmt.<br />

In der Regel gilt: Je höher die<br />

Spin Rate, desto höher die Flugbahn, da<br />

sich der Ball dadurch höher in den Himmel<br />

„schraubt“. Dies geht meist zu Las -<br />

ten der Carry-Länge sowie des Rolls und<br />

damit der Gesamtdistanz. Zu wenig Spin<br />

wiederum bzw. eine zu flache Flugbahn<br />

resultiert meist ebenfalls in einem kurzen<br />

Carry, jedoch in der Regel verbunden<br />

mit einem längeren Roll. Das perfekte<br />

Zusammenspiel ist hier also das A und<br />

O – nicht zuletzt natürlich der Ball bzw.<br />

dessen Spin-Eigenschaften.<br />

Bei den Fehlertoleranz-Kategorien ist<br />

dies eine einfache Sache. Hier gilt: Je<br />

geringer die Abweichung von der Ideallinie<br />

null (ein Minus bedeutet links, ein<br />

Plus rechts davon), desto besser.<br />

Experten-Team. In diesem Zusammenhang<br />

freuen wir uns über Verstärkung<br />

durch drei echte Experten ihres Fachs:<br />

Pro Jens Müller (Golf House), Johannes<br />

Herbig und sein Fitting-Team von Clubmate<br />

Golf sowie Santiago Mari, Equipment-Berater<br />

und Club-Fitter diverser<br />

Tour Pros, stehen Ihnen seit diesem Jahr<br />

mit Rat und Tat zur Seite.<br />

Sie haben Fragen zu den <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

Robotests? Senden Sie gerne eine E-Mail<br />

an robotest@golftime.de. Alle Testdaten<br />

und die ausführlichen Tipps unserer Experten<br />

finden Sie zudem im Internet<br />

unter www.robogolf.com. GT<br />

www.facebook.com/golftime<br />

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ROBOTEST EISEN TEIL 2<br />

Schwung-Geschwindigkeit:<br />

Eisen<br />

80 mph (~ 129 km/h)<br />

Adams<br />

Idea Black CB3<br />

Loft: 29,0°<br />

Schaft: Matrix Ozik Program 8.1<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.875’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 128,50<br />

Empfohlenes Hcp: 18 – 54<br />

Fazit: Das Adams Idea Black CB3 erwies sich<br />

als der Weitenjäger: Höchste Ball Speed im<br />

Treffmoment bei niedrigem Abflugwinkel und<br />

mittlerer Spin Rate. Es folgt das längste Carry<br />

bei mittlerem Roll und die längste Gesamtdis -<br />

tanz. In Sachen Fehlertoleranz rundum solide.<br />

www.adamsgolf.com<br />

Callaway<br />

RAZR X Black<br />

Loft: 28,0°<br />

Schaft: RAZR X Black Graphite 75 g<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.5’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 143,–<br />

Empfohlenes Hcp: 0 – 28<br />

Fazit: Auch das Callaway RAZR X Black<br />

braucht sich in puncto Dynamik und Länge<br />

nicht zu verstecken, erzielte in Summe das<br />

zweitlängste Carry und die drittlängste<br />

Gesamtweite. Bei der Fehlerverzeihung u. a.<br />

Klassenbester bei den Misshits im Toe-Bereich.<br />

www.callawaygolf.com<br />

Callaway<br />

RAZR XF<br />

Loft: 28,0°<br />

Schaft: RAZR XF Graphite 60 g<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.25’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 200,–<br />

Empfohlenes Hcp: 12 – 54<br />

Fazit: Mit dem Slogan „Genauigkeit auf dem<br />

nächsten Level“ erfüllt das Callaway RAZR XF<br />

genau seine Bestimmung. Bis auf einen Ausreißer<br />

beim Hook durch die Bank Top-Resultate<br />

bei der Fehlertoleranz, vor allem bei<br />

gesliceten Bällen und Misshits im Toe-Bereich.<br />

www.callawaygolf.com<br />

Ball Speed Abflugwinkel<br />

l Spin Rate<br />

Maximale Höhe<br />

Carry<br />

(km/h)<br />

(°)<br />

(U/min)<br />

(m)<br />

(m)<br />

180,4 Adams Idea Black CB3 17,0 Adams Idea Black CB3 5889 Ping G20 24,5 Ping G20 145,9 Adams Idea Black CB3<br />

177,7 Ping G20 17,2 TaylorMade RBZ Max 5774 Komperdell Forged CNC 24,1 Titleist AP2 143,7 Callaway RAZR X Black<br />

177,3 TaylorMade RBZ Max 17,2 Nike VR_S 5717 Lynx Parallax Tour 23,3 Callaway RAZR XF 143,4 TaylorMade RBZ Max<br />

177,2 Callaway RAZR X Black 17,8 Nike VR_S Forged 5706 Callaway RAZR XF 23,2 Callaway RAZR X Black 143,0 Ping G20<br />

176,2 Nike VR_S 17,8 Komperdell Forged CNC 5634 Titleist AP2 22,8 Lynx Parallax Tour 142,6 Nike VR_S Forged<br />

176,0 Callaway RAZR XF 18,2 Callaway RAZR X Black 5629 Adams Idea Black CB3 22,7 Adams Idea Black CB3 141,7 Nike VR_S<br />

176,0 Nike VR_S Forged 18,3 Lynx Parallax Tour 5518 Nike VR_S 22,3 Nike VR_S Forged 141,6 Callaway RAZR XF<br />

174,8 Komperdell Forged CNC 18,4 Callaway RAZR XF 5410 Callaway RAZR X Black 22,1 Komperdell Forged CNC 140,7 Titleist AP2<br />

174,7 Lynx Parallax Tour 18,7 Ping G20 5274 Nike VR_S Forged 21,9 TaylorMade RBZ Max 140,2 Lynx Parallax Tour<br />

174,6 Titleist AP2 19,3 Titleist AP2 5265 TaylorMade RBZ Max 21,7 Nike VR_S 139,7 Komperdell Forged CNC<br />

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Komperdell<br />

Forged CNC<br />

Loft: 31,0°<br />

Schaft: Komperdell K-Six<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.50’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 112,50<br />

Empfohlenes Hcp: 12 – 54<br />

Fazit: Das Komperdell Forged CNC erzielte den<br />

Testsieg bei der Abweichung von gehookten<br />

Bällen. Wer in der Lage ist, etwas mehr Zug<br />

hinter den Ball zu bringen, wird das Maximum<br />

herausholen können, denn die Grundvoraussetzungen<br />

hierfür sind absolut gegeben.<br />

www.komperdell-golf.com<br />

Lynx<br />

Parallax Tour<br />

Loft: 30,0°<br />

Schaft: Lynx X UL<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.50’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 70,–<br />

Empfohlenes Hcp: 0 – 24<br />

Fazit: Bei unsauber getroffenen Bällen im<br />

Heel-Bereich macht dem Lynx Parallax Tour so<br />

schnell keiner etwas vor, hier erzielte das<br />

Modell mit durchaus deutlichem Abstand den<br />

Testsieg. Ansonsten gilt auch hier: Golfer mit<br />

höherer Schwunggeschwindigkeit sind gefragt.<br />

www.lynxgolf.co.uk<br />

Nike<br />

VR_S<br />

Loft: 27,0°<br />

Schaft: Nike Fubuki K<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 38.0’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 140,–<br />

Empfohlenes Hcp: 12 – 54<br />

Fazit: Das Nike VR_S präsentierte sich als<br />

solider Allrounder. Hervorzuheben ist die<br />

niedrigste Flugbahn des Tests und ein vergleichsweise<br />

langes Roll. Vor allem aber der<br />

geteilte Testsieg beim Distanzverlust von<br />

unsauber getroffenen Bällen im Heel-Bereich.<br />

www.nikegolfeurope.com<br />

SANTIAGO MARI<br />

Roll<br />

Gesamtdistanz<br />

(m)<br />

(m)<br />

9,6 Ping G20 157,1 Adams Idea Black CB3<br />

10,1 Titleist AP2 155,5 TaylorMade RBZ Max<br />

10,4 Callaway RAZR XF 155,0 Callaway RAZR X Black<br />

10,6 Lynx Parallax Tour 154,6 Nike VR_S Forged<br />

10,9 Komperdell Forged CNC 153,5 Nike VR_S<br />

11,2 Adams Idea Black CB3 152,6 Ping G20<br />

11,3 Callaway RAZR X Black 152,0 Callaway RAZR XF<br />

11,8 Nike VR_S 150,8 Titleist AP2<br />

12,0 Nike VR_S Forged 150,8 Lynx Parallax Tour<br />

12,1 TaylorMade RBZ Max 150,6 Komperdell Forged CNC<br />

Was hat es mit unterschiedlichen<br />

Schlägerkopfdesigns auf sich?<br />

Das Schlägerkopfdesign hat, neben dem subjektiven<br />

Empfinden, vor allem Einfluss auf das Flugverhalten lt des Balles.<br />

Schlägerköpfe mit breiten Sohlen und Cavity Back produzieren einen<br />

höheren Abflugwinkel und weniger Seitwärtsspin für geradere Schläge.<br />

Demgegenüber stehen die oftmals bei hohen Handicappern gefürchteten<br />

Blades, die einen flacheren Ballflug generieren und gleichzeitig die Möglichkeit<br />

des bewussten „Shapens“ bieten. Was Blades so viel schwieriger<br />

zu spielen macht, ist die relativ flache Flugbahn und vor allem geringere<br />

Fehlertoleranz. Zudem fallen die Schlägerköpfe hier, zumindest optisch,<br />

wesentlich kleiner aus als die mit Cavity Back, was alleine schon das<br />

Gefühl vermittelt, dass sie schwieriger zu spielen sind.<br />

Jetzt gibt es allerdings keine wirkliche Regel, welcher Schlägerkopf zu welchem<br />

Spielertyp passt. Ich kenne PGA Tourpros, die mit Oversize-Schlägerköpfen<br />

sehr erfolgreich spielen, weil sie eine höhere Flugbahn ihres Balles<br />

wünschen. Auf der anderen Seite habe ich auch Golfer mittleren Handicaps<br />

betreut, die mit Blades wunderbar zurechtkommen, einfach nur, weil sie<br />

anständig gefittet wurden.<br />

Santiago Mari, Jahrgang ’80, ist Class A Member der PGA of America<br />

und betreut als Club-Fitter und Equipment-Experte Pros auf allen internationalen<br />

Touren. Seit 2011 ist der Wahl-Hamburger mit seiner eigenen<br />

Schlägermarke (Advance Short Game Systems) auf dem deutschen Markt<br />

vertreten. www.santiagomari.com, www.advancegolf.de<br />

www.facebook.com/golftime<br />

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47


ROBOTEST EISEN TEIL 2<br />

Schwung-Geschwindigkeit:<br />

Eisen<br />

80 mph (~ 129 km/h)<br />

Nike<br />

VR_S Forged<br />

Loft: 28,0°<br />

Schaft: Mitsubishi Fubuki 61 g<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.50’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 135,–<br />

Empfohlenes Hcp: 0 – 36<br />

Ping<br />

G20<br />

Loft: 29,0°<br />

Schaft: TFC 169<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.25’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 125,–<br />

Empfohlenes Hcp: 12 – 54<br />

TaylorMade<br />

RBZ Max<br />

Loft: 26,5°<br />

Schaft: Ozik Matrix Program 55<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.625’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 187,50<br />

Empfohlenes Hcp: 0 – 54<br />

Fazit: Zusammen mit seinem „Bruder“, dem<br />

VR_S, teilt sich das Nike VR_S Forged den<br />

Testsieg beim Distanzverlust von Misshits im<br />

Heel-Bereich, zudem Top-Werte bei der seitlichen<br />

Abweichung von gehookten Bällen.<br />

Zudem eines der längsten Eisen des Tests.<br />

www.nikegolfeurope.com<br />

Fazit: Das Ping G20 trumpfte als eines der fehlerverzeihendsten<br />

Eisen groß auf, einzig Golfer<br />

mit Tendenzen zum Hook sollten Vorsicht<br />

walten lassen. Zudem eine der höchsten Ball<br />

Speeds im Treffmoment, die höchste Flugbahn<br />

und ein langes Carry bei kurzem Roll.<br />

www.ping.com<br />

Fazit: Explosiv im Treffmoment, flache Flugbahn<br />

und enorm weit im Carry, Roll und in der<br />

Gesamtdistanz: Das TaylorMade RBZ Max<br />

macht seinem Namen als Weitenjäger alle<br />

Ehre. Stark zudem beim Distanzverlust von<br />

Misshits im Heel-Bereich und bei Hooks.<br />

www.taylormadegolf.eu<br />

JOHANNES HERBIG<br />

Der wahre<br />

Unterschied<br />

Wie schon bei den Drivern, Fairwayhölzern<br />

und Hybrids, sollten<br />

Sie auch beim Kauf eines Eisensatzes<br />

besonderes Augenmerk auf die richtige Schaftwahl<br />

legen. Hierbei spielt neben dem Ziel, den richtigen Flex zu<br />

finden, auch das Gewicht eine nicht unerhebliche Rolle.<br />

Dass ein Stahlschaft grundsätzlich härter ist als ein Graphit -<br />

schaft, gehört hierbei zu den meistverbreiteten Unwahrheiten.<br />

Der Regular-Flex beispielsweise ist auch bei Stahlschäften<br />

ein Regular-Flex, der einzige wirkliche Unterschied<br />

zu einem Graphitschaft ist hier die Rückmeldung im Treffmoment:<br />

Ein nicht sauber getroffener Ball wird mit einem<br />

Stahlschaft deutlicher, direkter und somit unangenehmer in<br />

den Händen, Handgelenken und Armen zu spüren sein als<br />

bei einem vergleichbaren Graphitschaft.<br />

Somit gilt es, wie übrigens bei allen Golfschlägern, auch<br />

hier die richtige Kombination zu finden und hierbei – ganz<br />

besonders wichtig – immer in der optimalen Schaftlänge.<br />

Dynamisches Fitting lautet das Zauberwort. Wenn Sie dies<br />

alles berücksichtigen und zudem auch noch einen geeigneten<br />

Balltyp für Ihr Spiel finden, dann sollte einer erfolgreichen<br />

Golfrunde und vor allem Spaß am Spiel an und für<br />

sich nichts mehr im Wege stehen.<br />

Johannes Herbig, Jahrgang ‘61, Inhaber der Fitting-Schmiede<br />

Clubmate Golf in Pfundstadt. www.clubmategolf.com<br />

Abweichung Slice Distanzverlust t Slice Abweichung Hook<br />

(m)<br />

(m)<br />

(m)<br />

3,7 Titleist AP2 -2,0 Callaway RAZR XF -4,2 Komperdell Forged CNC<br />

6,3 Callaway RAZR XF -2,4 Ping G20 -5,0 Nike VR_S Forged<br />

6,4 Ping G20 -2,7 TaylorMade RBZ Max -5,2 Lynx Parallax Tour<br />

6,9 Adams Idea Black CB3 -3,1 Komperdell Forged CNC -6,1 TaylorMade RBZ Max<br />

7,7 Callaway RAZR X Black -4,6 Titleist AP2 -7,7 Adams Idea Black CB3<br />

8,0 Nike VR_S -4,6 Nike VR_S -8,5 Nike VR_S<br />

8,1 Nike VR_S Forged -4,8 Nike VR_S Forged -8,7 Callaway RAZR X Black<br />

10,9 Komperdell Forged CNC -4,9 Adams Idea Black CB3 -8,8 Ping G20<br />

11,1 Lynx Parallax Tour -5,0 Lynx Parallax Tour -9,1 Titleist AP2<br />

11,4 TaylorMade RBZ Max -5,2 Callaway RAZR X Black -10,8 Callaway RAZR XF<br />

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JENS<br />

MÜLLER<br />

Titleist<br />

AP2<br />

Loft: 31,0°<br />

Schaft: Tour Advanced 65 i<br />

Schaft-Flex: Regular<br />

Schaftlänge: 37.5’’<br />

Linkshänder: Ja<br />

Preis pro Eisen: € 159,–<br />

Empfohlenes Hcp: 0 – 24<br />

Fazit: Das Titleist AP2 ist für versierte bis sehr<br />

gute Spieler konzipiert, die in der Lage sind,<br />

hohe Schlägerkopfgeschwindigkeiten zu erzielen.<br />

Testsieger war das Modell bei der Fehlerverzeihung<br />

von geslicten Bällen, was den<br />

potenziellen „Kundenkreis“ durchaus erweitert.<br />

www.titleist.de<br />

Wer sich zum Ende der Saison noch<br />

einen neuen Eisensatz kauft, sollte<br />

sich nicht auf das erstbeste „Winter-<br />

Schnäppchen“ stürzen, bevor nicht einige<br />

„Äußerlichkeiten“ beachtet wurden. Vom<br />

Scheitel bis zur Sohle eines Schlägers sieht<br />

sich der interessierte Käufer mit Begrifflichkeiten<br />

konfrontiert, hinter denen sich Eigenschaften<br />

verbergen, die, je nach Spielstärke,<br />

den Score maßgeblich beeinflussen können.<br />

Cavity Back. Bei einem Schläger mit<br />

Cavity Back ist der Schlägerkopf „ausgehöhlt“,<br />

das Gewicht im Schlägerkopf weit nach<br />

außen verteilt. Bei unsauber getroffenen<br />

Bällen ist daher die Fehlerverzeihung deutlich<br />

höher. Zusätzlich gewinnt der Ball durch das<br />

Gewicht in der Sohle schneller an Höhe.<br />

Diese Form des Schlägerkopfes ist für alle<br />

Spielstärken geeignet, wenn viel Komfort<br />

und Fehlertoleranz gewünscht ist.<br />

Blades. Bei den Blades verhält es sich<br />

anders: Wie der Name vermuten lässt, ist<br />

der „klingenartige“ Schlägerkopf schmal<br />

und daher anspruchsvoll zu spielen. Diese<br />

Variante ist etwas für sehr gute Golfer. Wer<br />

den Ball konstant mittig trifft, generiert mit<br />

Blades bessere Weiten und ein tolles Schlag-<br />

Vom Scheitel bis zur Sohle<br />

gefühl. Bei unsauberen Schlägen droht<br />

jedoch Längenverlust und Ungenauigkeit.<br />

Graphitschaft. Ein Schläger mit Graphitschaft<br />

ist durch die Leichtigkeit besser zu<br />

beschleunigen und bietet sehr viel Komfort.<br />

Präzise Spieler vermissen jedoch die bessere<br />

Kontrollierbarkeit, die Stahlschäfte bieten.<br />

Stahlschaft. Das Gewicht eines Stahlschaftes<br />

ist in der Regel höher als bei<br />

Graphitschäften, was sie meist anspruchsvoller<br />

spielen lässt. Stahlschäfte geben<br />

deutlich mehr Rückmeldung und bessere<br />

Kontrolle als ein Graphitschaft.<br />

Fazit. Graphitschäfte und Cavity Back sind<br />

für Spieler geeignet, denen Komfort und<br />

Fehlertoleranz wichtig sind. Die Kombination<br />

aus Stahlschaft und Blade hingegen kommt<br />

eher für gute Spieler in Frage, die vor allem<br />

auf unmittelbares Feedback Wert legen. Das<br />

Schaftmaterial ist jedoch nicht durch das<br />

jeweilige Handicap definiert, sondern durch<br />

Spielertyp und Dynamik des jeweiligen<br />

Schwungs. Die Experten im Golf House<br />

beraten Sie individuell und können mittels<br />

modernster Analyse-Tools ermitteln, welcher<br />

Schlägertyp für Sie der Richtige ist.<br />

Jens Müller, Jahrgang ’79, ist Fully Qualified PGA Professional und seit 2007 bei Golf House<br />

tätig. www.golfhouse.de<br />

Distanzverlust t Hook<br />

Abweichung Heel Distanzverlust t Heel<br />

Abweichung Toe Distanzverlust t Toe<br />

(m)<br />

(m)<br />

(m)<br />

(m)<br />

(m)<br />

-5,4 Ping G20 0,8 Lynx Parallax Tour 0,3 Nike VR_S Forged 2,2 Callaway RAZR X Black -5,3 Callaway RAZR X Black<br />

-5,7 Callaway RAZR XF 1,5 Callaway RAZR X Black -0,3 Nike VR_S 4,0 Callaway RAZR XF -5,4 Ping G20<br />

-7,6 TaylorMade RBZ Max 2,5 Callaway RAZR XF 0,6 TaylorMade RBZ Max 5,3 Ping G20 -5,8 Titleist AP2<br />

-7,6 Komperdell Forged CNC 3,1 Komperdell Forged CNC -1,1 Ping G20 5,5 Titleist AP2 -6,5 Callaway RAZR XF<br />

-7,7 Adams Idea Black CB3 -3,2 Ping G20 -1,3 Callaway RAZR XF 6,5 Komperdell Forged CNC -8,6 Komperdell Forged CNC<br />

-7,7 Titleist AP2 -3,3 Adams Idea Black CB3 -1,7 Komperdell Forged CNC 6,9 Adams Idea Black CB3 -8,7 Adams Idea Black CB3<br />

-8,4 Nike VR_S Forged 3,3 Nike VR_S Forged -2,7 Callaway RAZR X Black 9,4 Nike VR_S -9,2 Lynx Parallax Tour<br />

-9,5 Nike VR_S 4,9 Nike VR_S -2,8 Titleist AP2 9,5 Nike VR_S Forged -9,2 TaylorMade RBZ Max<br />

-9,8 Callaway RAZR X Black -6,2 Titleist AP2 -3,3 Adams Idea Black CB3 9,6 Lynx Parallax Tour -11,1 Nike VR_S<br />

-10,4 Lynx Parallax Tour 7,7 TaylorMade RBZ Max -4,4 Lynx Parallax Tour 13,6 TaylorMade RBZ Max -11,3 Nike VR_S Forged<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

49


PRODUKTE NEWS<br />

Golf Europe 2012: Zum<br />

ersten Mal zu Gast in Augsburg<br />

Positiver Neustart<br />

Golf Europe Erfolgreicher Neustart in Augsburg. Die 19. Golf Europe<br />

begrüßte 114 Aussteller und knapp 2000 Fachbesucher aus 34 Ländern.<br />

Da war sie also, die in Indus -<br />

trie-Kreisen mit Spannung<br />

erwartete Golf Europe<br />

2012. Die 19. Austragung<br />

der größten Fachmesse auf<br />

europäischem Boden fand nach Verkauf<br />

zu Jahreswechsel durch die Messe München<br />

erstmals in der Messe Augsburg<br />

statt. Und, um es gleich vorweg zu nehmen:<br />

Trotz terminbedingter, geringerer<br />

Aussteller- und Besucherzahlen als im<br />

Vorjahr, war es eine durchwegs gelungene<br />

Veranstaltung, die das Team um<br />

Messe Augsburg-Geschäftsführer Gerhard<br />

Reiter präsentierte.<br />

Problematisch war von vorneherein der<br />

neu gewählte Termin, der dieses Jahr auf<br />

die drei Tage vom 16. bis 18. September<br />

vorverlegt wurde. Am 15. wurde die<br />

Messe bereits vorab erstmals mit einem<br />

Demo Day auf der Anlage der GolfRange<br />

Augsburg eröffnet. Leider schien der<br />

neue Termin so ziemlich keinem der<br />

„großen Hersteller“ in den Kalender zu<br />

passen, weil einfach zu früh. adidas-<br />

TaylorMade, Titleist, Callaway, Cobra-<br />

Puma, Ping, Mizuno, Wilson und Co.<br />

suchte man somit vergeblich.<br />

Was dem Erfolg der Messe jedoch nur<br />

bedingt Abbruch tat: Von den 114 Ausstellern<br />

wurde die 19. Golf Europe überwiegend<br />

als positiv bewertet. Immerhin<br />

wurden 1948 Fachbesucher aus 34 Ländern<br />

gezählt, insgesamt waren 170 Marken<br />

vertreten, die in den beiden Messehallen<br />

1 und 3 ihre Produkte und Neuheiten<br />

präsentierten.<br />

Awards. Erfreut zeigte sich Messe-Geschäftsführer<br />

Gerhard Reiter über die Resonanz<br />

auf den Product Award: „77 Produkte<br />

wurden eingereicht. Der Preis wird<br />

für besonders innovative Produkte an<br />

entwicklungsfreudige Unternehmen der<br />

Golf-Industrie verliehen.“<br />

Der Termin für 2013 wurde auch gleich<br />

bekanntgegeben: Die 20. Auflage wird<br />

kommendes Jahr etwas später, vom 29.<br />

September bis 1. Oktober, erneut in der<br />

Messe Augsburg, stattfinden. GT<br />

Info: www.golf-europe.com<br />

50 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Komperdell X8 Hollow<br />

Core-Putter<br />

Garmin<br />

Approach S3<br />

KATEGORIE SCHLÄGER: KOMPERDELL Der „X8 Hollow Core<br />

Putter“ erlaubt dem Spieler maximale Anpassungsmöglichkeiten,<br />

egal ob Kopfgewichtung oder Material der Schlagfläche.<br />

Preis: € 199,95 www.komperdell-golf.com<br />

KATEGORIE ACCESSOIRES: GARMIN Die GPS-Uhr „Garmin<br />

Approach S3“ bietet über 27.000 vorinstallierte Plätze, zahlreiche<br />

Extras und einen Touch-Screen, über den man die Fahnenposition<br />

einstellen kann. Preis: € 299,99 www.garmin.de<br />

KATEGORIE CADDIES: <strong>GOLF</strong> TECH Der „BIG MAX Blade“-<br />

Golftrolley wurde in der Ultrakompaktklasse für seine platzsparende<br />

Falttechnik und das innovative Design ausgezeichnet.<br />

Preis: € 399,90 www.golftech.at<br />

KATEGORIE BEKLEIDUNG: ADVANTEC SPORTS Jeder<br />

„Precision Glove“ ist nach 3D-Vermessung der Hand ein Unikat.<br />

Man kann auch Logos und Schriftzüge aufbringen lassen.<br />

Preis: Noch keine Angabe www.precisionglove.eu<br />

KATEGORIE BEKLEIDUNG: STUDIO SPORT Die „Mango 408<br />

Golfhose“ von Wakàn Golf begeisterte durch ihren Top-Tragekomfort<br />

bei robuster Fertigung und zudem der Fähigkeit der<br />

Muskelstimulation. Preis: € 152,– www.wakangolf.com<br />

KATEGORIE ACCESSOIRES: GREEN-GRASS-<strong>GOLF</strong> Das GPS-<br />

Gerät „GolfBuddy Voice“ enthält 35.000 Plätze und spricht<br />

mit dem Golfer. Bevorzugt wird es an der Golftasche oder der<br />

Kappe angebracht. Preis: € 222,– www.gpsgolfbuddy.de<br />

BIG MAX Blade<br />

Precision Glove<br />

SNAG-Golflehrprogramm für Kinder<br />

Golf-Mobil<br />

Mantys<br />

KATEGORIE CADDIES: SUGARMONKEYS Das Ein-Mann-<br />

Mobil „Mantys“ überzeugte als innovatives Golf-Fortbewegungsmittel.<br />

Gesteuert wird durch Gewichtsverlagerung und mit den<br />

Haltestangen. Preis: € 3.799,– www.sugarmonkeys.de<br />

KATEGORIE ACCESSOIRES: KOMPERDELL Die „UV Protection<br />

Sleeves“ werden unter die Golfkleidung angezogen und<br />

bieten Lichtschutzfaktor 50. Bei Kälte fungieren sie zudem als<br />

Windabweiser. Preis: € 30,– www.komperdell-golf.com<br />

GolfBuddy Voice<br />

Crocs<br />

Golfschuhe<br />

Komperdell UV<br />

Protection Sleeve<br />

KATEGORIE SCHUHE: <strong>GOLF</strong> TECH „Crocs“ wurden als ultraleichte<br />

Hybriden aus Golf- und Straßenschuh mit innovativer<br />

One-Piece-Sohle prämiert. Damit macht man auf und abseits<br />

des Fairways eine gute Figur. Preis: € 99,90 www.golftech.at<br />

KATEGORIE TRAINING AIDS: SUGARMONKEYS „Swinkey“<br />

überzeugte die Jury als ultimative Golf-Toolbox mit unzähligen<br />

Funktionen wie Kamerahalterung, Schwungtrainer oder Transportschutz.<br />

Preis: Ab € 98,– www.sugarmonkeys.de<br />

Swinkey – The<br />

Golfer’s Toolbox<br />

KATEGORIE TRAINING AIDS: GSA SPORTSAGENTUR Das<br />

„SNAG“-Golflehrprogramm überzeugt als motivierendes<br />

Gesamtkonzept für Kinder ab vier Jahren. Preis: € 119,–<br />

(Player Pack) bzw. € 1.899,– (Coaching Kit) www.snaggolf.de<br />

Wakàn Golf<br />

Mango 408<br />

Pants<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

51


PRODUKTE NEWS<br />

Abstimmen unter<br />

www.golftime.de<br />

Mizuno: Rubrik Schläger<br />

Preisträger und Ausrichter: Der New Golf Award im Rahmen der Golf- & WellnessReisen 2012 in Stuttgart<br />

Ihre Stimme gesucht<br />

New Golf Award Neues Online-Voting in sechs Kategorien.<br />

Achtung Hersteller: Jetzt Produkte einreichen.<br />

Seit fünf Jahren wird<br />

im Rahmen der<br />

Golf- & Wellness-<br />

Reisen Messe der<br />

„New Golf Award“<br />

an die besten Produktneuheiten<br />

und Innovationen vergeben.<br />

In Kooperation mit<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> wurden die Teilnahmebedingungen<br />

für den<br />

„New Golf Award“ komplett<br />

überarbeitet: Die 6. Ausgabe<br />

wird völlig neu und moderner<br />

an den Start gehen:<br />

Neben einer gesetzten Jury –<br />

u. a. Willi Hofmann, Martina<br />

Eberl, Jürgen Hörig (SWR),<br />

Otto Leibfritz (BWGV), Elmar<br />

Wepper, Tino Schuster und<br />

Sybille Beckenbauer – entscheidet<br />

der Endverbraucher<br />

online – auf dem Internetportal<br />

von <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>.<br />

Das Ergebnis setzt sich aus 50<br />

Prozent der Jurystimmen und<br />

50 Prozent der Online-Stimmen<br />

zusammen, das Voting<br />

beginnt mit Erscheinen dieser<br />

Ausgabe ab dem 22. Oktober.<br />

Technologie. Ab 2013 wird<br />

der New Golf Award in sechs<br />

Kategorien vergeben werden:<br />

1. Golfschläger, 2. Caddies/<br />

Trolleys, 3. Elektronik, 4. Zubehör,<br />

5. Bekleidung/Schuhe,<br />

6. Sonderpreis Tourismus.<br />

Anfang Januar 2013 stehen<br />

die Sieger in den Kategorien<br />

fest. Die Verleihung geht am<br />

17. Januar 2013 auf der Golf-<br />

& WellnessReisen in Stuttgart<br />

über die Bühne. GT<br />

Info: www.messestuttgart.de<br />

Motocaddy: Rubrik Caddies/Trolleys<br />

GolfBuddy: Rubrik Elektronik<br />

JG Golf: Rubrik Zubehör<br />

Duca del Cosma: Rubrik Schuhe<br />

Hotel Petrus: Rubrik Tourismus<br />

52 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Sehen Sie rot!<br />

COBRA Der Mehrkomponenten-Driver „ZL Encore“ von Cobra Golf<br />

wurde Mitte Oktober in der Farbvariante Rot an die Händler ausgeliefert.<br />

Ausgestattet mit der patentierten E9-Face-Technology mit<br />

Dual-Roll und Schlägerkopf bzw. -sohle aus Karbonfaser, verspricht<br />

der ZL Encore mehr Distanz und Genauigkeit. Die elliptisch geformte<br />

Schlagfläche sorgt für ein Maxiumum an Fehlerverzeihung bei Bällen,<br />

die ober- oder unterhalb der Mittellinie getroffen werden. Eine in drei<br />

Stufen einstellbare Kopfjustierung sowie verstellbare Schwunggewichtsschrauben<br />

runden das Paket ab. Preis: € 399,–.<br />

1975 führte Cobra, zwei Jahre nach Firmengründung, mit dem „Baffler“ das<br />

erste Utility-Holz ein und veränderte damit das Spiel von Grund auf. Mit dem<br />

neuen „Baffler-Hybrid-Eisen“ und dem Combo-Set, bestehend aus Baffler-Hybridenden<br />

40. Jubiläum<br />

eine Produktlinie, in der die besten Designelemente der Serie mit modernster Technologie gepaart<br />

werden. Preis Hybrid Eisen: € 499,- Combo Set: € 599 ,- (Damen), € 749,- (Herren) www.cobragolf.dew.<br />

olf<br />

.<br />

schlägern und Baffler-Hybrid-Eisen, feiert die Traditionsfirma zum anstehenden Allwettertauglich<br />

GALVIN GREEN Als skandinavischer Hersteller von Funktionskleidung sollte man<br />

sich gut mit Regenbekleidung auskennen, bei Galvin Green trifft das voll und ganz<br />

zu: Alle Teile der neuen Kollektion sind wind- bzw. wasserdicht und dank modernster<br />

GORE-TEX-Membran enorm atmungsaktiv. Mit anderen Worten: Feuchtigkeit kann<br />

nur von innen nach außen abgeleitet werden, nicht andersherum. Die Half-Zip-Jacke<br />

„Arly“ lässt sich auf ein geringes Packmaß zusammenfalten und bietet dem Golfer<br />

durch Einsatz von Stretchmaterial beim Schwung ein Maximum an Bewegungsfreiheit.<br />

Egal, wie heftig der Regen tobt oder der Wind pfeift, mit diesem Regenschirm<br />

in Jackenform bleibt man garantiert trocken und warm. Preis: € 299,–.<br />

www.galvin-green.com<br />

Schnittig<br />

ADAMS <strong>GOLF</strong> Der Hybridspezialist<br />

aus Texas stellt die neuartigen<br />

„Idea Tech V4“-Schläger vor. Adams<br />

Golf hat das aktuelle Modell mit der<br />

neuartigen „Cut-Thru-Technology“ veredelt,<br />

was den Bällen im Treffmoment eine ähnliche<br />

Beschleunigung verleihen soll, wie man es sonst<br />

nur vom Driver gewohnt ist. Trotz der enormen<br />

Kraftübertragung erzeugen die Idea Tech V4<br />

Hybrids einen sehr angenehmen Klang und eine<br />

Rückmeldung, die eher an ein Eisen erinnert. Versprochen<br />

wird ein höherer Ballflug, mehr Distanz<br />

und natürlich mehr Spielkomfort. Die V4-Linie<br />

wird als Eisen/Hybrid-Set oder als reines Hybrid-<br />

Set angeboten und richtet sich somit an Golfer<br />

aller Spielstärken. Preis pro Hybrid: € 199,99<br />

www.adamsgolf.com<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

53


PRODUKTE NEWS<br />

Stylischer Zuwachs<br />

Schwung-Trainer<br />

KRAMSKI Es gibt unzählige Trainingshilfen auf dem<br />

Markt, doch der „Hole in One Impact Swing Trainer“<br />

von Kramski hält viel von dem, was andere nur<br />

versprechen: Er gibt direktes Feedback bzgl. der<br />

perfekten Impact-Position und des richtigen<br />

Schwungrhythmus’. Mittels des verstellbaren Kopfgewichtes<br />

lassen sich lange und kurze Schläge üben<br />

und durch ein akustisches Signal erhält man sofort<br />

Rückmeldung über die Qualität der Bewegung,<br />

egal ob ein 24 Meter-Chip oder ein 260-Meter-Drive<br />

simuliert werden soll. Dank der geringen Schaftlänge<br />

von nur 70 Zentimetern, kann man mit<br />

dem Gerät überall trainieren, ohne größere Flurschäden<br />

zu riskieren.<br />

Preis: € 165,–<br />

www.kramski-putter.de<br />

AGENT<strong>GOLF</strong> Mit dem SmartE hatten sich die Golf-Agenten aus Garching, bei München, seinerzeit schon fast so<br />

etwas wie ein Denkmal gesetzt, hatten frischen Wind und coolen Style ins E-Trolley-Segment gebracht. Nach fast<br />

drei Jahren Entwicklung ist es nun soweit: Mit dem LogicCurve legt AgentGolf nach, dieses Mal jedoch in Form<br />

eines Push-Trolleys.<br />

Eines wird dabei auf den ersten Blick gleich klargestellt: In puncto Design steht der 3,4 kg leichte Vollcarbon-Trolley<br />

seinem elektrisch betriebenen Bruder in nichts nach. Und auch in Hinblick auf die Funktionalität gibt es nichts zu<br />

bemängeln: Der LogicCurve verfügt über eine höhenverstellbare Griffstange, über stabile Carbon-Baghalterungen,<br />

zudem Edelstahl-Schnellverschlüsse zum einfachen wie schnellen Zusammenlegen, robuste 6-fach kugelgelagerte<br />

Leichtlaufräder und ist optional mit einer Feststellbremse erhältlich. Das Packmaß: 73 x 44 x 22,5 cm.<br />

Preis: Ab € 799,– www.agentgolf.de<br />

Black Beauties<br />

CALLAWAY Die neue „Legacy Black“-<br />

Produktlinie aus dem Hause Callaway<br />

macht keine Kompromisse. Die Edelschläger<br />

richten sich an Golfer, die nach<br />

einem Maximum an Performance und<br />

Edeloptik suchen und dafür auch gerne<br />

ein paar Euros mehr ausgeben. Die von<br />

Roger Cleveland persönlich entwickelten<br />

Eisen nutzen Tour CC Grooves und bringen<br />

deutlich mehr Spin auf den Ball.<br />

Der Meister selbst bezeichnet seine<br />

Schöpfung als schlicht „perfekt“. Auch<br />

der neue Black Titanium Driver ist einzig<br />

auf Geschwindigkeit und Power ausgelegt<br />

und entspricht dem aktuellen Tour-<br />

Standard. Abgerundet wird die ultra-edel<br />

anmutende Legacy-Serie von den passenden<br />

Fairway-Hölzern und Hybriden,<br />

jeweils in drei Loft-Varianten.<br />

Preis: € 649,90 (Driver), € 349,90 (Fairway-Holz),<br />

€ 269,90 (Hybrid), € 199,90<br />

(Eisen/Stück) www.callawaygolf.com<br />

54 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Rorys erste Wahl<br />

TITLEIST Die Nummer eins der Welt hatte ihn bei seinen<br />

jüngsten Siegen bereits in der Tasche, ab November ist er<br />

nun auch für den „Otto-Normal-Golfer“ erhältlich:<br />

Der neue „Titleist 913“-Driver verspricht mehr Leistung<br />

und maximale Anpassungsmöglichkeiten inkl. der<br />

branchenführenden „SureFit“-Technologie. Ausgestattet<br />

mit geschmiedeten Hochgeschwindigkeits-Schlagflächeneinsätzen<br />

sollen die neuen Modelle 913D2 und<br />

913D3 im Vergleich zu allen früheren Titleist-Drivern die<br />

konstant höchsten Ballgeschwindigkeiten erzeugen. Und<br />

laut Hersteller ist es egal, mit welchem Teil der Schlagfläche<br />

der Ball dabei getroffen wird. Ermöglicht wird dies<br />

durch einen optimierten Schwerpunkt sowie die im<br />

hinteren Teil des Schlägers angebrachten „SureFit Tour“-<br />

Gewichte und das optimal gefittete „SureFit Tour“-Hosel.<br />

Unterm Strich also der am leichtesten zu spielende und<br />

fehlerverzeihendste Titleist-Driver aller Zeiten.<br />

Preis: € 429,– www.titleist.de<br />

Abgefahren<br />

KIFFE <strong>GOLF</strong> Mit dem „XR1 Fairwayscooter“ wird der<br />

Markt der Golfplatzfortbewegungsmittel um einen echten<br />

Hingucker bereichert. Diese Mischung aus E-Trolley<br />

und Cart fährt bis zu 9 km/h schnell und soll mehr<br />

Naturverbundenheit und Gefühl für Distanz vermitteln,<br />

als ein normales Golfcart. Der 1,2 Meter lange und<br />

0,8 Meter breite Fairwayscooter ist wegen seines breiten<br />

Radstands und des extrem niedrigen Schwerpunktes<br />

praktisch nicht umzukippen. Wegen seines kleineren<br />

Wendekreises und geringeren Gewichts (rund 50 kg)<br />

ist hier eine echte Alternative zum Golfcart gefunden.<br />

Preis: € 5.199,– www.kiffe-golf.de<br />

Unterwasser-Treter<br />

NIKE Nike stellt sich der Herausforderung, den ultimativen Allwetter-Schuh für<br />

Golfer auf den Markt zu bringen. Der „Lunar Bandon“ verspricht selbst bei<br />

unwirtlichsten Bedingungen trockene und warme Füße. Die gesamte<br />

Konstruktion ist aus einem Guss, es gibt keine sichtbare Zunge,<br />

sondern eine stiefelartige Öffnung, in die kein Wasser<br />

eindringen kann. Der asymmetrische Reißverschluss<br />

an der Oberseite sieht nicht nur sehr stylisch<br />

aus, er versiegelt zudem das Schnürsystem<br />

darunter. Wenn man schon durch Pfützen<br />

waten muss, dann wenigstens mit Stil!<br />

Preis: € 170,– www.nikegolfeurope.com<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

55


PRODUKTE NEWS<br />

Weitblick<br />

BUSHNELL Der führender Anbieter von Laserentfernungsmessgeräten<br />

auf der PGA Tour verkündete eine<br />

zweijährige Partnerschaft mit Lee Westwood. Der Engländer<br />

wird ab 2013 alle Bushnell-Golfprodukte weltweit<br />

repräsentieren. „Ich bin sehr glücklich, nun Teil des<br />

Teams von Bushnell zu sein, besonders da die Produkte<br />

schon immer ein enorm wichtiger Bestandteil meines<br />

Spiels waren“, so Westwood. „Ich verlasse mich auf die<br />

Genauigkeit beim Messen der Yards und vertraue<br />

Bushnell Woche für Woche auf der Tour. Meiner Meinung<br />

nach kommt keine andere Entfernungstechnologie an<br />

die von Bushnell heran.“ Abgebildetes Modell: Bushnell<br />

Tour Z6 TE (Tournament Edition). Preis: € 439,–<br />

www.bushnellgolf.eu<br />

Unikat in Titan<br />

JUCAD Wenn es um Eleganz, geringes Gewicht und Packmaß<br />

geht, setzt man beim Trolley-Hersteller JuCad seit jeher Maßstäbe.<br />

Der neue „JuCad drive SL Travel eX“ reduziert modernste<br />

Technologie und innovatives Design auf gerade einmal<br />

5,5 Kilogramm Gewicht. Niemand würde vermuten, dass in<br />

der schlanken Verstrebung zwei Motoren versteckt sind.<br />

Nach der Runde faltet man das Gerät auf 65 x 35 x<br />

15 Zentimeter zusammen und verstaut es in<br />

der ultra-leichten Transporttasche.<br />

Per Online-<br />

Konfigurator wählt der<br />

Kunde aus zahlreichen<br />

Farbvarianten und<br />

erhält somit ein<br />

echtes Unikat.<br />

Preis: € 4.300,– inkl.<br />

Fernsteuerung und Transporttasche<br />

www.jucad.dew.<br />

Alles im Griff<br />

FOOTJOY High-Tech im Golfsport ist in aller Munde<br />

und fängt bereits beim Handschuh an: Sich dessen<br />

bewusst, hat Marktführer FootJoy seit Oktober einen<br />

neuen Handschuh auf dem Markt, der sich eben an<br />

genau die Golfer richtet, die besonderen Wert auf<br />

besagtes High-Tech-Equipment zur Unterstützung<br />

des eigenen Spiels legen: Den GTxtreme. Das<br />

Modell vermittelt perfekte Griffkontrolle, Passform<br />

und Haltbarkeit durch die einzigartige Kombination<br />

aus speziell für FootJoy gefertigtem Digitalmuster-<br />

APL-Leder und FiberSof-Material. Das Ergebnis:<br />

Unnachahmlicher Grip bei jedem Wetter.<br />

Preis: € 18,90 www.footjoy.de<br />

56 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

www.facebook.com/golftime


Foto: kjus.com/Stefan Schlumpf<br />

Härtetest bestanden<br />

KJUS Drei Superstars des Skirennsports<br />

einmal auf ganz anderem Terrain unterwegs:<br />

Olympiasieger, Weltmeister und Weltcupsieger<br />

Lasse Kjus (Hcp 8), Didier Cuche (Hcp 9,5) und<br />

Bode Miller (HcP 4) beim Fotoshooting und<br />

Härtetest der Kjus Golf-Kollektion 2013 an<br />

Schottlands Nordküste, genauer gesagt im<br />

Glen Golf Club von North Berwick. Trotz eisiger<br />

Temperaturen, starkem Wind und holpriger<br />

Fairways ließen sich die drei Champions den<br />

Spaß nicht verderben, ganz im Gegenteil:<br />

In einem hitzigen Kopf-an-Kopf-Rennen war es<br />

schließlich Miller, der sich knapp gegen seine<br />

beiden Kontrahenten durchsetzen konnte.<br />

„Auf dem schottischen Links Course hat sich<br />

gezeigt, dass die Kollektion absolut wind- und<br />

wasserdicht ist. Das Wetter war für uns eine<br />

echte Herausforderung, aber die Kollektion hat<br />

die Prüfung bestanden“, resümierte Kjus am<br />

Ende des Testtages.<br />

www.kjus.com


PRODUKTE NEWS<br />

Endlich weniger Putts!<br />

Putting Matte Die neue Infinity setzt Maßstäbe beim Putt-Training.<br />

Best Track Infinity Putting Mat:<br />

Die Spezialfaser ermöglicht, den genauen<br />

Verlauf der Putts zu sehen und unterschiedliche<br />

Grüngeschwindigkeiten<br />

zu simulieren<br />

Praktische Verpackung:<br />

Die Best Track Infinity<br />

Putting Mat-Box<br />

Passend zur Herbst-Winter-<br />

Saison 2012/13 stellen die<br />

Spezialisten von best-service24<br />

ihre neuste Erfindung vor:<br />

Die Best Track Infinity Putting<br />

Mat. Diese Matte ist ganz klar das Produkt,<br />

um Ihre Putt-Statistik signifikant<br />

zu verbessern. Ideal auch, um die golffreie<br />

Zeit mit sinnvollem Training zu verkürzen.<br />

Die Specials dieser Matte hier in Kurzform:<br />

Der Unterbau ist beweglich und<br />

kann um +/- 20° verstellt werden, wodurch<br />

unendlich viele unterschiedliche<br />

Trainingsszenarien generiert werden.<br />

Sehr hilfreich ist dabei auch die eingebaute<br />

Wasserwaage, um Settings zu<br />

reproduzieren. Durch die beiden Löcher<br />

können bergauf bzw. bergab Breaks simuliert<br />

werden. Praktisch dabei: Die gespielten<br />

Bälle laufen seitlich zurück. Kein<br />

mühsames Aufsammeln mehr. Die Spezialfaser<br />

ermöglicht, den genauen Verlauf<br />

der Putts zu sehen und unterschiedliche<br />

Grüngeschwindigkeiten zu simulieren<br />

(Tour Green/Amateur Green).<br />

Die Best Track Infinity empfiehlt sich<br />

gleichermaßen für Amateure und Profis.<br />

Die Infinity Matte ist 2,70 m lang, 50 cm<br />

breit und im autorisierten Handel oder<br />

bei www.bestservice24.com für 249,95 Euro<br />

erhältlich. Für etwas kleinere Geldbeutel<br />

gibt es z. B. die bereits mehrfach prämierte<br />

Best Track Putting Matte schon<br />

ab 119,95 Euro. GT<br />

58 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Erfolg auf ganzer Ebene<br />

PLANESWING Schwungebenen-Trainingsgeräte gibt es einige. Mit dem PlaneSwing gibt<br />

es jedoch jetzt – ganz neu in Deutschland – eine Variante, die das Modernste darstellt, was<br />

den derzeitigen Stand der Trainingslehre angeht. Gleichzeitig wurden diverse Schwächen<br />

vergleichbarer Modelle anderer Hersteller ausgemerzt.<br />

Das Trainings- und Wirk-Prinzip ist dabei mehr oder weniger unverändert: Mit dem Plane-<br />

Swing lässt sich mit Hilfe des PowerSliders, einer Art Schlägerimitation, der komplette<br />

Golfschwung trainieren. Gleichzeitig eignet sich der PlaneSwing hervorragend dazu, die<br />

gesamte, während des Golfschwungs eingesetzte, Muskulatur schonend und nachhaltig<br />

aufzubauen. Das große Plus des PlaneSwing ist jedoch die Tatsache, dass der Trainierende<br />

in der Lage ist, den richtigen Schwung zu fühlen und das in der optimalen Schwungebene.<br />

Der PlaneSwing eignet sich perfekt für zu Hause oder als Trainings-Gerät für Golfpros.<br />

Preis: € 750,– www.tom-lloyd.de<br />

Introducing the new<br />

Advance SMG Tour<br />

Grind Wedges<br />

Superior performance<br />

feel and durability<br />

“To be the best you<br />

need to play the<br />

best” SMG<br />

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info@advancegolf.de


CLUBS STRELASUND<br />

SCHATZTRUHE<br />

Aus der Vogelperspektive: Die neuen<br />

neun Löcher noch als Baustelle<br />

und in fertigem Zustand (Foto rechts)<br />

60 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Golfpark Strelasund Im Norden<br />

der Republik liegt ein Schatz. Auf<br />

dem Label steht „Mecklenburg-<br />

Vorpommern“. Das Juwel: Die<br />

36 Loch-Anlage der Familie Remer.<br />

Von Oskar Brunnthaler<br />

Goldener Ball: Trio Jörg,<br />

Marei und Michael Remer<br />

beim Eröffnungsschlag<br />

Er ist alles andere als<br />

ein „Feigling“ oder<br />

„Kümmerling“ –<br />

ganz im Gegenteil:<br />

Mit seinem Lebenswerk<br />

hat er Mut und Durchschlagskraft<br />

bewiesen, aber<br />

auch Standfestigkeit. Markenzeichen<br />

während einer Runde<br />

Golf: Ein Korb voller kleiner<br />

Schnapsfläschchen „Kümmerling“<br />

und „Feigling“, mit<br />

denen er golferisch strauchelnden<br />

Gästen vor dem<br />

nächsten Abschlag moralischgeistige<br />

Unterstützung verabreicht.<br />

Die Rede ist von Michael<br />

Remer, 59, Herr über 150<br />

Hektar Land, Herr über eine<br />

36 Loch-Anlage, Herr über<br />

35 Mitarbeiter und Herr über<br />

Visionen, die noch Generationen<br />

in ihren Bann ziehen<br />

werden.<br />

Erraten: Es geht um den<br />

Gründer des Golfparks Strelasund<br />

im Nordosten der Republik<br />

(Mecklenburg-Vorpommern),<br />

da, wo nicht nur seit<br />

der Wende stets ein frischer<br />

Wind weht. Seit den Aktivitäten<br />

des Landwirtes und<br />

Unternehmers aus Schleswig-<br />

Holstein im Jahre 2001 hat<br />

sich die Infrastruktur in und<br />

um Kaschow, Gemeinde Süderholz,<br />

gewaltig verändert.<br />

Tradition. Die rechte Hand<br />

von Michael Remer, Projektleiter<br />

Kurt-Jürgen Hille, anläss -<br />

lich der Erö ffnung der vierten<br />

9 Loch-Anlage Mitte September:<br />

„Unser Alleinstellungsmerkmal<br />

stellt auf das Landschaftsbild,<br />

die Geschichte<br />

und die Tradition unseres<br />

Landes ab. Wir handeln nach<br />

der Lebens-Maxime von Hans<br />

Caspar Graf von Bothmer<br />

(1656 – 1732, Anm. d. Red.),<br />

dem Bauherrn des Bothmer-<br />

Schlosses im Klützer Winkel,<br />

welche er über dem Eingangsportal<br />

in Stein hat meißeln<br />

lassen: ,Was immer Du tust,<br />

das tue bedacht und bedenke<br />

das Ende.‘ Wir wollen danach<br />

auch heute noch leben und<br />

handeln.“<br />

Das Ergebnis kann sich sehen<br />

lassen: Mit den neuen Neun<br />

des Inselcourse ein 36 Loch-<br />

Resort mit zwei Hotels, Festhalle,<br />

Spa, Restaurant, Clubhaus<br />

und einer Landschaft,<br />

die ihren Reiz in der Unendlichkeit<br />

einer ständig neu zu<br />

entdeckenden Weite hat.<br />

Wegweisend. Das Besondere<br />

der Golfanlage ist, dass sie im<br />

Zeichen der Region steht. So<br />

verkörpern beispielsweise die<br />

18 Bahnen des Mecklenburg-<br />

Vorpommern-Platzes typische<br />

Landesteile wie Rügen, Fischland-Darß-Zingst,<br />

Müritz und<br />

die 18 Bahnen des neuen<br />

Strelasund-Inselcourses sind<br />

nach den Inseln und Halbinseln<br />

Hiddensee, Zudar, Greifs -<br />

walder Oje etc. benannt.<br />

So erleben die Gäste beim<br />

Spielen der zu sechs 18-Loch-<br />

Kursen zusammenstellbaren<br />

Kombinationen eine kleine<br />

Reise durch Mecklenburg-Vorpommern<br />

und eine Kreuzfahrt<br />

durch den Strelasund.<br />

Speziell dem jungen Golfplatz-<br />

Architekten Andreas Lukasch<br />

(Hcp 2,5) gelang mit dem<br />

neuen Insel-Kurs ein wahres<br />

Meister-Stück, eine optimale<br />

Ergänzung – weil völlig andere<br />

Charakteristik – zu den bereits<br />

bestehenden 27 Löchern.<br />

Lukasch macht mit viel Wasser,<br />

einem neuen Inselgrün<br />

und vielen Waste Areas das<br />

Spiel ausgesprochen interessant,<br />

auch für Profis. Auffallend:<br />

Die gute Pflege des<br />

neuen Kurses mit den riesigen,<br />

stark ondulierten Grüns.<br />

Kurz zur Historie: Aus einem<br />

1910 erbauten Gutshaus entstand<br />

2007 ein komplett<br />

neues, gelb leuchtendes Landhotel<br />

mit rotem Ziegel- <br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

61


CLUBS STRELASUND<br />

Zwei völlig unterschiedliche Kurse: Der um neun Löcher erweiterte<br />

Insel-Course, hier das 13. Grün, und der Kurs Mecklenburg-Vorpommern<br />

Großaufgebot: Michael, Jörg, Marei und Annegret Remer mit A. Merkel<br />

Dokumentation: Collage von Designer A. Lukasch an die Geschäftsführer<br />

Erfolgs-Gespann: Kurt-Jürgen Hille mit Michael und Annegret Remer<br />

Begrüßung: Jörg und Marei Remer empfangen Minister Harry Glawe<br />

62 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


dach. Jedes der 16 charmant<br />

eingerichteten Zimmer ist ein<br />

Unikat und trägt den Namen<br />

einer Stadt in Mecklenburg-<br />

Vorpommern, deren Skyline<br />

sich auf dem jeweiligen Türschild<br />

wiederfindet. 2009<br />

wurde das zweite Hotel mit<br />

31 geschmackvoll eingerichteten<br />

Suiten eröffnet, auch hier<br />

wieder die Benennung nach<br />

ausgewählten Seen, die das<br />

Binnenland verkörpern.<br />

Gegenüber den beiden Hotels<br />

liegt der Landgasthof „Frettwurst“,<br />

mit großer Terrasse<br />

und Blick auf das spektakuläre<br />

Inselgrün des B-Kurses.<br />

Beim Betreten des Clubhauses<br />

und Landgasthofs „Frettwurst“<br />

nicht erschrecken,<br />

wenn ein Radfahrer den Blick<br />

kreuzt: Es handelt sich dabei<br />

um eine Replik von Lebrecht<br />

Empfang: Radler Hans Frettwurst<br />

Urgemütlich: Die gute „alte“ Stube<br />

Frettwurst, vor über hundert<br />

Jahren der damalige Besitzer.<br />

Um ihn ranken sich witzige<br />

Anekdoten, die in der Speisekarte<br />

nachzulesen sind.<br />

Rustikal heimelig ist die<br />

Atmosphäre in der mit Holz<br />

ausgekleideten „Frettwurst-<br />

Stube“ und im separierten<br />

Clubraum. Das Küchenteam<br />

setzt auf eine regionale Saison-Küche,<br />

wo schon mal das<br />

vom passionierten Jäger<br />

Michael Remer geschossene<br />

Wild gekonnt zubereitet wird.<br />

Rauchern steht die gemütliche,<br />

mit Ledersesseln ausgestattete<br />

Lounge zur Verfügung,<br />

wo auch über eine große, versenkbare<br />

Videowand Golf<br />

oder auch Fußball-Bundesliga<br />

verfolgt werden kann.<br />

Pionier. Heute ist der Golfpark<br />

Strelasund der Treffpunkt<br />

in der Gemeinde Süderholz.<br />

Michael Remer erinnert<br />

sich an die ersten Schritte vor<br />

zehn Jahren: „Da liefen wir<br />

gegen eine Wand, kaum jemand<br />

konnte sich vorstellen,<br />

dass wir hier mit Golf den<br />

Tourismus in Mecklenburg-<br />

Vorpommern ankurbeln<br />

könnten.“<br />

Mit einem lachenden und<br />

einem weinenden Auge<br />

haben Remer und Co. zur<br />

Kenntnis nehmen müssen,<br />

dass Kaschow schon vor 3.500<br />

Jahren ein guter Platz zum<br />

Siedeln war. Projektleiter<br />

Hille: „Bevor die Baumaßnahmen<br />

beginnen konnten,<br />

hatten die Archäologen mehrere<br />

Wochen lang auf dem<br />

Areal das Sagen.“<br />

Am Ende stand fest: Auf der<br />

Erweiterungsfläche befand<br />

sich, so der Grabungsbericht,<br />

„eine weit ausgedehnte jungbronzezeitliche<br />

Siedlung“.<br />

Insgesamt 234 Funde, darunter<br />

70 Pfostengruben, elf<br />

Feuerstellen, drei Gebäudereste<br />

und eine Wasserentnahmestelle.<br />

Womit feststeht, dass der<br />

erweitertete Inselcourse auch<br />

prähistorischvon Bedeutungist.<br />

Das Familien-Unternehmen<br />

Remer hat inzwischen auch<br />

die Weichen für die Zukunft<br />

gestellt: Hinter einem erfolgreichen<br />

Unternehmer steckt<br />

meist eine starke Frau, die<br />

ihrem Mann den Rücken<br />

freihält. Mit viel Herz unterstützt<br />

Annegret Remer ihren<br />

Mann und wachte dabei vor<br />

allem über die solide Ausbildung<br />

der beiden Kinder. Die<br />

Leidenschaft für das Golfspielen<br />

teilen Jörg, 34, (Hcp 11,8)<br />

und Marei, 31, (Hcp 20,8)<br />

mit ihrem durchsetzungsstarken<br />

Vater Michael (Hcp 28,6).<br />

Seit 2011 sind die Geschwister<br />

Geschäftsführer der Golfpark<br />

Strelasund GmbH & Co. KG<br />

und auf dem besten Weg,<br />

nicht nur das golferische Erbe<br />

in die Zukunft zu führen.<br />

Nach der Eröffnung des Strelasund-Inselcourses<br />

meinte<br />

Jörg Remer auf die Frage, ob<br />

damit jetzt Schluss sei mit der<br />

Entwicklung und dem Ausbau<br />

des Golfparks Strelasund:<br />

„Es fällt uns mit der Zeit<br />

sicherlich noch mehr ein . ..“<br />

Und wenn nicht, dann steht<br />

Vater Michael mit ein paar<br />

„Kümmerlingen“ und „Feiglingen“<br />

bereit und hilft moralisch-geistig,<br />

aber auch fachmännisch<br />

wieder auf die<br />

Beine. Im Kleinen, auf dem<br />

Golfplatz, wie auch im<br />

Großen, im Big Business.<br />

Fazit. Hier wurde in den vergangenen<br />

zehn Jahren ein<br />

Juwel geschaffen, das allen<br />

touristischen Ansprüchen gerecht<br />

wird. Frei nach Projektleiter<br />

Kurt-Jürgen Hille: „Hier<br />

ruht eine Schatzkiste. Und auf<br />

der Schatzkiste, die in nicht<br />

allzu ferner Zukunft gefunden<br />

wird, steht geschrieben: Label<br />

Golfland Mecklenburg-Vorpommern.“<br />

GT<br />

INFO STRELASUND<br />

Greenfee<br />

18 Loch 59,00 €<br />

9 Loch 30,00 €<br />

5-er Karte 18 Loch 255,00 €<br />

Tages Green Fee 69,00 €<br />

Range Fee 5,00 €<br />

Rangebälle (30 Stück) 2,00 €<br />

Raucher-Lounge: Britisches Flair<br />

Großzügige Zimmer: Jedes anders<br />

Schwimmbad: Großzügiges SPA<br />

SPA-Mitgliedschaft<br />

Tageskarte 19,00 €<br />

6 Monate-Karte 210,00 €<br />

Jahreskarte 350,00 €<br />

Info: Golfpark Strelasund,<br />

Kaschow 14, 18516 Süderholz,<br />

Tel. 038326-469250,<br />

info@golfpark-strelasund.de<br />

www.golfpark-strelasund.de<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

63


Fototermin: Finalisten<br />

2011 auf dem Gloria<br />

New Course in Belek<br />

Showdown<br />

DAB bank After Work Challenge 2012 Die Würfel sind gefallen, die<br />

Finalisten 2012 stehen fest. Auf nach Belek, vom 11. bis 15. Dezember.<br />

Fotos: <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>, PuckDesign<br />

Der letzte Putt der<br />

DAB bank After<br />

Work Challenge<br />

powered by<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> und<br />

GolfRange ist gefallen, die<br />

Teilnehmer für das Finale<br />

2012 stehen fest. Für die 80<br />

Besten heißt es nun, vom 11.<br />

bis 15. Dezember, „Koffer<br />

packen“. Sie haben sich für<br />

den großen Showdown, der<br />

im 5-Sterne Gloria Serenity<br />

Resort in Belek, Türkei, ausgetragen<br />

wird, qualifiziert und<br />

werden die Jahressieger ausspielen.<br />

Wer hat sich qualifiziert?<br />

Gespielt wurde in zwei Bruttoklassen<br />

(Damen, Herren) so -<br />

wie in den Nettoklassen A<br />

(0-26,4) und B (26,5-54).<br />

Von den GolfRange-Anlagen<br />

in Deutschland haben sich<br />

die 18 besten Herren und die<br />

Top 8 Damen je Nettoklasse<br />

nach Ende der regulären Spielphase,<br />

mit Stichtag 22. Okto-<br />

ber, qualifiziert. Hinzu kommen<br />

die zehn best en Damen<br />

und Herren in den Bruttoklassen<br />

sowie jeweils vier<br />

Qualifikanten aus Schloss<br />

Monrepos sowie der Weinberg<br />

Golfakademie, wo die<br />

DAB bank After Work Chal-<br />

After Work 4 Friends Turnier 2012<br />

Termin: 11. bis 15. Dezember 2012<br />

Location: 5-Sterne Gloria Serenity Resort, Belek<br />

Leistungen: Flug ab Deutschland inkl. Golfgepäck-<br />

Beförderung und Flughafen-Transfers in der Türkei<br />

4, 5 oder 7 Übernachtungen im DZ im 5-Sterne Gloria Serenity<br />

Resort, All-inclusive-Verpflegung<br />

2x 18 Loch-Runde auf den hoteleigenen Gloria Courses<br />

(1 Proberunde + 1 Turnierrunde)<br />

Players Night, Gala-Abend mit Siegerehrung u.v.m.<br />

Ab € 649,– pro Person<br />

Infos/Buchungen: 0721/50 9811 35 (H&H Touristik GmbH)<br />

lenge 2012 erstmals ebenfalls<br />

ausgetragen wurde. Macht 80<br />

an der Zahl. Im Falle von<br />

Gleichstand auf den hinteren<br />

Qualifikationsrängen je Klasse,<br />

wenn also mehr Teilnehmer<br />

z. B. den zehnten Platz in<br />

einer der Brutto-Klassen teilen,<br />

wird – wie schon in den<br />

Jahren zuvor – das Los entscheiden.<br />

Wegen des Redaktionsschlusses<br />

dieser Ausgabe, am 12.<br />

Oktober, konnten die finalen<br />

Ranglisten nicht berücksichtigt<br />

werden, hier ist demnach<br />

der Stand vom 5. Oktober gelistet.<br />

Die finalen Ranglisten<br />

finden Sie im Internet unter<br />

www.dab-bank.de/golf verö f -<br />

fentl icht.<br />

64 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


<strong>GOLF</strong>-<br />

REISEN<br />

z.B. Türkei / Belek<br />

ab 499 €<br />

inkl. Flug & Golfgepäck<br />

Hotel • all inclusive<br />

2 x Greenfee<br />

Gala-Abend: Finalisten auf dem Red Carpet<br />

Top-Bedingungen: Finalist 2011 beim „Beat the Pro“ in Belek<br />

Sponsoren. Neben dem<br />

Hauptsponsor DAB bank<br />

(dab-bank.de) fungiert Wilson<br />

Staff als Equipment-Partner<br />

(wilsonstaff.com). Möglich<br />

macht das Finale im 5-Sterne<br />

Gloria Serenity Resort<br />

(gloria.com.tr) Reiseprofi H&H<br />

Golf (hhgolf.de). Für den<br />

Transport nach Belek und<br />

Top 10 Brutto Herren<br />

(Stand: 5.10.2012)<br />

Pos. Name Punkte<br />

T1. Uhlig, Fred 58<br />

T1. Taeuffenbach, Chr. 58<br />

T1. Stolze, Andreas 58<br />

4. Linz, Wolfgang 56<br />

T5. Panier, Florian 54<br />

T5. Langwieder, Karl 54<br />

T5. Sterzik, Bernd 54<br />

T5. Fischer, Thomas 54<br />

T9. Klaß, Hartmut 53<br />

T9. Dembinski, Marcin 53<br />

Damen<br />

1. Yates-Steg, Miranda 51<br />

2. Lampe, Charlotte 50<br />

T3. Porstner, G. 48<br />

T3. Bauer, Petra 48<br />

5. Niesler, Renate 47<br />

6. Dumas, E.-C. 46<br />

T7. Schönfelder, Julie 45<br />

T7. Schröer, Peggy 45<br />

9. Treiber, Kim 43<br />

T10. Mielke-Koeppen, C. 41<br />

Top 18 Netto A Herren<br />

(Stand: 5.10.2012)<br />

Pos. Name Punkte<br />

1. Wentzlaff, Kevin 75<br />

T2. Hanuliak, Juraj 72<br />

T2. Keller, Theo 72<br />

T4. Rathke, Joachim 70<br />

T4. Gardemann, Jörg 70<br />

6. Huber, Peter 69<br />

T7. Drücks, Oliver-S. 68<br />

T7. Gross, Peter 68<br />

T9. Kleindienst, Th. 67<br />

T9. Jordan, Christof 67<br />

T9. Stolze, Andreas 67<br />

T9. Rettig, Gerhard 67<br />

T9. Schiller, Ralf 67<br />

T9. Panier, Florian 67<br />

T9. Schlautmann, T. 67<br />

T16. Kienast, Bernhard 66<br />

T16. Pentz, Franz 66<br />

T16. Fazel, Abdullah 66<br />

Top 8 Netto A Damen<br />

1. Treiber, Kim 68<br />

2. Schrader, Andrea 67<br />

3. Henkel, Hildegard 66<br />

4. Mielke-Koeppen, C. 63<br />

T5. Lampe, Charlotte 62<br />

T5. Neuber, Erika 62<br />

T5. Nickl, Rita 62<br />

T5. Steinbauer, Annette 62<br />

zurück sorgt Airline-Partner<br />

SunExpress (sunexpress.com).<br />

Golfschuh- und Mode-Hersteller<br />

Duca Del Cosma<br />

(ducadelcosma.com) rundet die<br />

Riege der Sponsoren ab. GT<br />

Top 18 Netto B Herren<br />

(Stand: 5.10.2012)<br />

Pos. Name Punkte<br />

1. Widmann, Michael 89<br />

2. Wilfinger, Peter 87<br />

3. Schmidtner, Peter 86<br />

T4. Lind, Lothar 85<br />

T4. Oberreiner, A. 85<br />

T4. Fischer, Chr. 85<br />

T7. Munteanu, Danut 84<br />

T7. Kustermann, Chr. 84<br />

9. Ratzek, Peter Paul 83<br />

T10. Waldhier, M. 82<br />

T10. Philipp, Horst 82<br />

12. Keidel, Christian 81<br />

T13. Conradi, Peter 80<br />

T13. Brode, Heinz-J. 80<br />

T13. Beliczynski, Adam 80<br />

T16. Ruhoff, Fabian 79<br />

T16. Heller, Jan 79<br />

T18. Heß, Christoph 78<br />

Top 8 Netto B Damen<br />

1. Meier, Monika 74<br />

2. Zohm, Ann-Kathrin 70<br />

3. Vicariotto, Ulrike 69<br />

T4. Schlien, Karin 68<br />

T4. Wolf, Yvonne 68<br />

T4. Hoffmann, Melanie 68<br />

T7. Reinert, Nicola 67<br />

T7. Neises, Brigitte 67<br />

Bestellen Sie<br />

jetzt unseren<br />

Katalog!<br />

(0721) 509 811 35<br />

golf@hhgolf.de<br />

www.hhgolf.de<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

65


REGEL-<strong>TIME</strong> SPIELSITUATIONEN<br />

JOACHIM<br />

WOEHE<br />

Ärger mit dem Caddie<br />

Joachim Woehe,<br />

Regel-Experte, DGV-Spielleiter<br />

und Platzrichter, beschreibt<br />

alltägliche Spielsituationen –<br />

aus der Praxis für die Praxis<br />

Eine Leseranfrage<br />

veranlasst mich,<br />

folgendes Thema<br />

mal aufzugreifen:<br />

Ärger und Missstimmung<br />

mit und über<br />

Caddies. Dies kommt in einer<br />

Spielgruppe öfter vor, als man<br />

hinlänglich glaubt. Der Versuch,<br />

beides zu ignorieren,<br />

scheitert oft kläglich. Zumindest<br />

leidet das eigene Spiel.<br />

Ein Caddie ist nicht immernur<br />

eine Hilfe. Er wird vor allem<br />

dann zur Belastung, wenn<br />

Spieler und auch Caddie nicht<br />

wissen, was man als Caddie<br />

alles tun darf und wie man<br />

sich richtig verhält. Dazu zwei<br />

Spielsituationen.<br />

<br />

1. Spielsituation:<br />

In einer Spielgruppe laufen<br />

mehrere Personen mit einem<br />

Spieler mit. Einer zieht die<br />

Karre mit Golftasche, ein<br />

anderer redet ständig auf den<br />

Spieler ein, ein weiterer korrigiert<br />

hin und wieder seinen<br />

Schwung. Am nächsten Loch<br />

zieht eine andere Person die<br />

Tasche und ein anderer Mitläufer<br />

reicht dem Spieler<br />

einen Schläger, ein weiterer<br />

reicht den Regenschirm.<br />

Später helfen alle bei der<br />

Suche des Balls im Rough.<br />

Sie beteiligen sich aber nicht<br />

bei der Ballsuche eines Mitspielers<br />

am nächsten Loch.<br />

Wie ist das zu bewerten?<br />

Antwort:<br />

Gemäß Erklärung ist ein Cad -<br />

die jemand, der den Spieler<br />

in Übereistimmung mit den<br />

Regeln unterstützt. Dies kann<br />

das Tragen des Bags oder den<br />

Umg ang mit den Schlägern<br />

des Spielers während des Spiels<br />

einschließen. Ein Caddie darf<br />

sogar zwei Spielern dienen.<br />

Gemäß „Regel 6-4 Caddie“<br />

darf sich der Spieler von<br />

einem Caddie unterstützen<br />

lassen, jedoch stets nur einen<br />

Caddie zu gleicher Zeit haben.<br />

Daraus geht hervor, dass man<br />

seinen Caddie durchaus –<br />

auch öfter als einmal – wechseln<br />

kann. Dass ein Caddie<br />

dem Spieler im Spiel Belehrung<br />

(Rat oder Anregung<br />

zum Spiel, Schlägerwahl oder<br />

Art der Ausführung eines<br />

Schlags) gemäß Regel 8-1<br />

erteilen darf, ist wohl hinlänglich<br />

bekannt.<br />

Welche andere Art der Unterstützung<br />

er dem Spieler<br />

geben darf, spricht Decision<br />

6-4/10 umfassend an; wie<br />

z. B. Suche nach dem Ball des<br />

Spielers (R. 12-1), Ausbessern<br />

von Pitchmarks (R. 16-1a),<br />

Fortbewegen loser hinderlicher<br />

Naturstoffe (R. 16-1a, R. 23-1)<br />

oder die Lage eines Balls<br />

kennzeichnen (R. 20-1).<br />

Ein Spieler darf sogar zusätzlich<br />

zum Caddie weitere Personen<br />

einsetzen, die z. B. seinen<br />

Schirm oder andere<br />

Sachen wie Verpflegung für<br />

ihn tragen oder ihm den<br />

Schirm zum Schutz vor Sonne<br />

oder Regen (außer beim<br />

Schlag) über seinen Kopf halten.<br />

Diese Personen sind als<br />

„Nicht zum Spiel Gehöriges“<br />

anzusehen (Decision 6-4/5<br />

und 6-4/5.3). Deshalb sollte<br />

allen Beteiligten stets bekannt<br />

sein, wer Caddie ist.<br />

Zwei Caddies würde man<br />

haben, wenn der Caddie z. B.<br />

nur den Putter trägt und eine<br />

2. Person die anderen Schläger<br />

(Decision 6-4/4). Einen<br />

Verstoß gegen das Fairplay<br />

und den Sportsgeist begehen<br />

die Mitläufer, weil sie nicht<br />

mithelfen, den Ball des Mitspielers<br />

zu suchen.<br />

Der Spieler und sein Caddie<br />

sind generell dafür verantwortlich,<br />

dass ihnen die Regeln<br />

bekannt sind. Für jed en<br />

Regelverstoß des Caddies<br />

während der festgesetzten<br />

Runde zieht sich der Spieler<br />

die jeweils anwendbare Strafe<br />

zu (Regel 6-1). Deshalb<br />

wäre es m. E. auch für Spielleitungen<br />

möglich, einen<br />

Spieler zu disqualifizieren,<br />

wenn der Caddie schwerwiegende<br />

Verstöße gegen<br />

die Etikette begeht.<br />

<br />

2. Spielsituation:<br />

Ein Club hat in der Ausschreibung<br />

für ein offenes Jugend-<br />

Wettspiel den Einsatz von<br />

Eltern als Caddies ihrer Kinder<br />

untersagt. Der Vater eines<br />

14-jährigen Jungen besteht<br />

darauf, ihn als Caddie begleiten<br />

zu wollen, da er die Ausschreibung<br />

für nicht zulässig<br />

hält. Wie ist dies zu bewerten?<br />

Antwort:<br />

Die Ausschreibung ist nicht<br />

zu beanstanden. Auf Grund<br />

oftmals gemachter schlechter<br />

Erfahrungen gibt es solche<br />

Ausschreibungen immer<br />

mehr. Eine Spielleitung darf<br />

gemäß Regel 6-4 Anmerkung<br />

in den Wettspielbedingungen<br />

(R. 33-1) den Einsatz<br />

von Caddies untersagen oder<br />

einen Spieler in der Wahl seines<br />

Caddies (z. B. Elternteile,<br />

Berufsgolfer) beschränken.<br />

Formulierungshilfen sind im<br />

Anhang 1, Teil C der<br />

Golfregeln zu finden. GT<br />

66 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


CLUBS INTERNATIONAL<br />

Jubiläum!<br />

LeisureBREAKS Zehn Jahre „Guide for Free<br />

Golf“ – so viele Partnerclubs wie noch nie.<br />

WAU – WAU. Zum zweiten Mal fand<br />

im Country Club Schloss Langenstein<br />

das Charity-Turnier „HuGo-<strong>Cup</strong> – das<br />

Oktoberfestturnier“ statt. Zahlreiche<br />

Spieler traten auch dieses Jahr in<br />

Tracht an, auch viele Hunde begleiteten<br />

die Teilnehmer auf der Runde.<br />

Der anhaltende Regen tat dem Spaß<br />

auf der Runde keinen Abbruch. Ausgetragen<br />

wurde ein Vierball Bestball,<br />

zudem gab es wie bei allen HuGo-<br />

<strong>Cup</strong>s weitere Sonderwertungen zuguns -<br />

ten des Geniushof e.V. Die Anlage<br />

war vom Team um Clubdirektor Marc-<br />

Frederik Elsäßer bestens vorbereitet;<br />

ein zünftiges Halfway- und ein bayerisches<br />

After Round-Buffet rundeten die<br />

gelungene Veranstaltung ab. „Wir freuen<br />

uns sehr, dass wir mit dem Oktoberfestturnier<br />

in Schloss Langenstein unsere<br />

Turniersaison auf einem der schöns -<br />

ten Plätze Deutschlands abschließen<br />

können“, so Michael Althoff, Geschäftsführer<br />

des Organisators golfmit-hunden.de.<br />

Mit dem Reinerlös des Turniers finanziert<br />

der Geniushof e.V. dem kleinen, an<br />

Tetraspastik leidenden David nun<br />

einen Therapieurlaub auf der Schwanburg<br />

in Esgrus. Dabei werden auch die<br />

Therapiehunde Momo und Leon erneut<br />

zum Einsatz kommen.<br />

Info: www.golf-mit-hunden.de<br />

Der Guide for Free Golf von<br />

LeisureBREAKS, den Pionieren<br />

des „2 for 1“-Prinzips, feiert<br />

zehnjähriges Jubiläum. Und wie es sich<br />

für einen runden Geburtstag gehört,<br />

wird dies mit einem Paukenschlag gefeiert:<br />

Die neue Ausgabe, ab Mitte<br />

November erhältlich, wird insgesamt<br />

30 Partneranlagen mehr beinhalten als<br />

noch die Ausgabe zuvor. In Zahlen<br />

heißt das: 209 Clubs, darunter alleine in<br />

Deutschland 159, also zehn mehr als<br />

noch in der 9. Edition. Hinzu kommen<br />

weitere 50 Clubs in Österreich, Italien,<br />

Tschechien, Dänemark und Schweden.<br />

Forza Italia. Mitunter ist man stolz auf<br />

den Zuwachs an Partneranlagen in Italien:<br />

Insgesamt 13 Clubs sind es hier, die in<br />

der zehnten Auflage zu reduziertem<br />

Greenfee einladen, darunter der GC<br />

Verona oder Chervò Golf, beide unweit<br />

des Gardasees gelegen. Ersterer, ein altehrwürdiger<br />

Club mit gediegener Atmosphäre,<br />

besticht durch seine idyllische<br />

Lage inmitten der Hügel um Verona<br />

und trägt nicht umsonst die Auszeichnung<br />

der „grünen Fahne“ als Symbol<br />

für umweltgerechten Golfbetrieb.<br />

Ein Club, der in Sachen „Altehrwürdigkeit“<br />

ebenfalls ganz oben steht, ist der<br />

GC Bad Kissingen: Nur zwei Kilometer<br />

vom gleichnamigen Bäder-Ort entfernt,<br />

datiert die Gründung der 18 Loch-Anlage<br />

auf das Jahr 1910 zurück. Entsprechend<br />

alteingewachsen präsentieren sich hier<br />

Flora und Fauna.<br />

Fast schon ein „Jungspund“ ist dagegen<br />

der GC Siegerland: 1996 gegründet, ziehen<br />

sich die 18 Löcher des sportlich und<br />

modern angelegten Clubs durch die<br />

Wälder des „Berghäuser Tals“.<br />

Erhältlich ist der 10. Guide for Free Golf<br />

in allen teilnehmenden Golfclubs, Pro<br />

Shops, im Buchhandel oder direkt bei<br />

LeisureBREAKS. Der Preis: € 59,90. GT<br />

Info: www.leisurebreaks.de<br />

Bella Italia: Der GC Verona<br />

Altehrwürdig: Der GC Bad Kissingen<br />

Sportlich-modern: Der GC Siegerland<br />

www.facebook.com/golftime<br />

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67


REISE BULGARIEN<br />

RAUHE SCHÖNHEIT<br />

Kap Kaliakra An der „Cape Kaliakra Signature<br />

Golf Coast“, am Schwarzen Meer, ist eine<br />

Golfdestination mit unwahrscheinlichem<br />

Potenzial entstanden. Golf in Bulgarien auf<br />

dem Weg zu Weltklasse-Niveau.<br />

Von Marcus Brunnthaler<br />

Majestätisch über den Klippen<br />

von Balchik thronend: Das<br />

Clubhaus des von Gary Player<br />

designten BlackSeaRama Courses<br />

68 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Die Geschichte<br />

des Landstrichs<br />

und seiner<br />

frühen Volksstämme<br />

ist so<br />

alt, dass seine Bewohner, die<br />

Thraker, schon von den antiken<br />

Griechen als „Die Alten“<br />

bezeichnet wurden. Hier tobten<br />

bereits ein halbes Jahrtausend<br />

vor Christus die Perserkriege,<br />

ein Jahrhundert später<br />

hielten, nach den persischen<br />

Königen Dareios, Mardonios<br />

und Xerxes, die Makedonier<br />

Einzug. Zahlreiche Legenden<br />

umgeben die Region des heutigen<br />

Naturschutzgebiets um<br />

Kap Kaliakra, allen voran die<br />

von 40 Jungfrauen, die sich<br />

von den Klippen stürzten,<br />

um der Versklavung durch die<br />

Ottomanen zu entgehen. Oder<br />

die des heiligen Nikolaus,<br />

dem Schutzpatron der Seeleute,<br />

der ebenfalls vor den<br />

Ottomanen flüchtete und<br />

Unterstützung von oben erhielt,<br />

als Gott das Land unter<br />

seinen Füßen in das Meer<br />

hinein erweiterte, so dass er<br />

entkommen konnte. Dieser<br />

Begebenheit soll die heutige,<br />

spitz zulaufende Form des<br />

Kaps von Kaliakra zu verdanken<br />

sein.<br />

Was einst so wild umkämpft<br />

wurde, bildet heute den nord -<br />

östlichste Zipfel Bulgariens,<br />

nur einen Steinwurf entfernt<br />

der rumänischen Grenze. Bis<br />

vor wenigen Jahren war die<br />

Region überwiegend Ziel von<br />

Touristen mit einem Faible<br />

für die Antike. Seit 2004 sind<br />

auch Golfer dazugekommen.<br />

Offenes Layout und der wohl leichtest zu spielende<br />

Course der Region: Lighthouse Golf & Spa Resort<br />

Potential. Der Golfsport in<br />

Bulgarien mag sich mit aktuell<br />

zehn Golfplätzen noch in den<br />

Kinderschuhen befinden, dank<br />

einiger Visionäre, tatkräftiger<br />

Investoren und Stararchitekten<br />

hat sich um die beiden<br />

Orte Kavarna und Balchik,<br />

rund 60 Kilometer nördlich <br />

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69


REISE BULGARIEN<br />

Dramatisches Schlussloch:<br />

Die 18 in BlackSeaRama<br />

Einer von zwei Traumstränden in Thracian Cliffs: Argata<br />

Suitenresort an den Klippen von Kavarna: Thracian Cliffs Golf & Beach<br />

von Varna (Flugzeit ab Düsseldorf,<br />

direkt: 2 Stunden, 20 Mi -<br />

nuten) die zerklüftete Küste<br />

des Schwarzen Meeres entlang,<br />

eine echte Golfdestination<br />

entwickelt. Mit Thracian Cliffs,<br />

BlackSeaRama und Lighthouse<br />

bilden drei exklusive Golfresorts,<br />

deren Plätze vom Layout<br />

her unterschiedlicher nicht<br />

sein könnten, die Phalanx des<br />

Golfsports in Bulgarien. Mit<br />

dem Potenzial, in absehbarer<br />

Zeit das zu werden, was Belek<br />

heute für den Golftourismus<br />

in der Türkei darstellt.<br />

Top-Resorts. Der erste Wurf<br />

erfolgte 2004 mit der Eröffnung<br />

des Lighthouse Golf<br />

Resort, für dessen 18 Loch-<br />

Championship Course (Par<br />

73, 5.804 Meter von Gelb,<br />

GreenFee: € 70,–) der ehemalige<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> Captain Ian<br />

Woosnam verpflichtet wurde.<br />

Das sorgte erstmals für Aufsehen<br />

in der Golflandschaft.<br />

Noch einen drauf setzte man<br />

praktisch direkt nebenan, mit<br />

der Fertigstellung von Black-<br />

SeaRama Golf & Villas im<br />

Jahr 2008: Für das Mega-<br />

Projekt konnte der bulgarische<br />

Medienmogul Krassimir<br />

Guergov, gleichzeitig Präsident<br />

des Bulgarischen Golfverbandes,<br />

Golflegende Gary<br />

Player gewinnen, der einen<br />

Links Style Course (Par 72,<br />

6.648 Meter, GreenFee: € 80,–)<br />

an die Klippen von Balchik<br />

setzte, der von der internationalen<br />

Fachpresse nur so mit<br />

Auszeichnungen überschüttet<br />

wurde. Ganz nebenbei ist<br />

der Platz auch der erste von<br />

Gary Player fertiggestellte in<br />

Osteuropa.<br />

Die Zusammenarbeit mit<br />

dem neunfachen Majorsieger<br />

erwies sich als derart fruchtbar,<br />

dass Guergov zusammen<br />

mit Partner Georg Tsvetanski<br />

Player für ein weiteres Multi-<br />

Millionen-Dollar Vorhaben<br />

70 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


egeistern konnte. Die bescheidene<br />

Vorgabe der beiden<br />

Multimilliardäre: Alles bisher<br />

Dagewesene zu übertreffen.<br />

Schnell wurde man sich einig<br />

und am 4. Juni 2011 öffnete<br />

mit dem Thracian Cliffs Golf<br />

& Beach Resort, auf einer<br />

Fläche von 164 Hektar, ein<br />

echter Meilenstein der Golfarchitektur<br />

seine Tore: 18 Lö -<br />

cher (Par 72, 5.904 Meter von<br />

Gelb, GreenFee € 110,–), die<br />

sich auf zwei Ebenen die<br />

„thrakischen Klippen“ entlangziehen,<br />

mit atemberaubendem<br />

Blick über das Schwarze<br />

Meer von allen 18 Bahnen.<br />

Darauf angesprochen, sagt<br />

Player noch heute: „Thracian<br />

Cliffs ist ein Golfplatz, wie<br />

man ihn auf dem Planeten<br />

kein zweites Mal findet . . .“.<br />

Und damit hat er wohl recht:<br />

Die ersten acht Löcher werden<br />

zur Rechten fast perma-<br />

nent von abschüssigen Klippen<br />

begleitet. Loch 6, das Signature<br />

Hole des Platzes, belohnt<br />

erst einmal mit einem<br />

„Ausblick für Götter“, bevor<br />

es dann daran geht, den<br />

Höhenunterschied von rund<br />

50 Meter bis zum Grün auszutaktieren.<br />

Gleich am nächsten Abschlag<br />

sieht sich der Golfer vom azurblauen<br />

Wasser des Schwarzen<br />

Meers umgeben, denn dieser<br />

ist rund 20 Meter in dieses<br />

hineingebaut worden. Eine<br />

Carrylänge von 120 bis 180<br />

Meter – je nach Anspielwinkel<br />

– ist hier erforderlich, will<br />

das rettende Ufer trocken erreicht<br />

werden.<br />

Zwei malerische Strände ge -<br />

hören zu dem Luxusresort, das<br />

zum derzeitigen Stand ausschließlich<br />

über Suiten und<br />

Appartements verfügt, ein<br />

Hotel ist bereits in Planung.<br />

Meerblick auf den zweiten Neun: Appartments in Lighthouse<br />

Links-Charakter vom Feinsten: BlackSeaRama Championship Course<br />

Die Anlage wurde einem kleinen<br />

Dorf, mit Restaurants,<br />

einem Marktplatz, Shops und<br />

dem Clubhaus nachempfunden.<br />

Ein Outdoor und Indoor-<br />

Pool sowie Spa und Wellness<br />

sind selbstverständlich.<br />

Ein sich vor Unterzeichnung<br />

befindliches Golf-Großevent<br />

wirft schon jetzt seine Schatten<br />

voraus, muss aber noch<br />

gut gehütet bleiben. Nur soviel:<br />

Kurz nach Erscheinen<br />

dieser Ausgabe wird Thracian<br />

Cliffs mit einem echten Paukenschlag<br />

für die kommende<br />

Saison einmal mehr auf sich<br />

aufmerksam machen.<br />

Fazit. Wer einen Golfurlaub<br />

an die „Cape Kalakria Signature<br />

Golf Coast“ plant, wird<br />

nicht enttäuscht: Es erwarten<br />

den Gast drei Top-Resorts mit<br />

preislich abgestufter Preisstruktur,<br />

die einen Aufenthalt<br />

zu einem golferisch abwechslungsreichen<br />

Erlebnis machen.<br />

Schade ist eigentlich nur, dass<br />

der Winter von Dezember bis<br />

März Einzug hält und die<br />

Region daher als Turnierfinal-<br />

Destination nicht in Frage<br />

kommt.<br />

Wessen man sich bei all der<br />

Lobeshymnen bewusst sein<br />

sollte, ist die Tatsache, dass<br />

man sich in Bulgarien befindet.<br />

Was absolut wertungsfrei<br />

gemeint ist und nur soviel<br />

verdeutlichen soll: Mit Verlassen<br />

der Luxusresorts enden<br />

Glanz und Glamour abrupt.<br />

Hier hat der Aufschwung<br />

durch den Golfsport die umliegende<br />

Region bislang nur<br />

bedingt erreicht, Bauruinen<br />

sind fester Bestandteil des ansonsten<br />

rauhen und naturbelassenen<br />

Landschaftsbildes.<br />

Allemal wett macht dies die<br />

herzliche Gastfreundlichkeit<br />

der Bulgaren. Und abgesehen<br />

davon ist man ja sowieso vor<br />

allem gekommen, um Golf<br />

zu spielen und Neuland zu<br />

entdecken. GT<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-LESERREISE III<br />

Save the Date!<br />

8. – 15.6.2013<br />

Vorläufiges Programm:<br />

1. Tag<br />

Flug nach Varna, Shuttle nach<br />

Thracian Cliffs, Einchecken in den<br />

Luxus-Suiten, freie Benützung der<br />

Pools, des SPA und der Privatstrände<br />

(Handtücher, Schirme, Liegen frei).<br />

Cocktail mit Snacks im Waterfront<br />

Geti Restaurant.<br />

2. Tag<br />

Frühstück, Driving Range und<br />

Trainings-Runde auf dem Gary Player-<br />

Course Thracian Cliffs mit Snacks<br />

am Halfwayhouse. Dinner bei der<br />

Muschel-Farm in Dalboka, Kavarna.<br />

3. Tag<br />

Frühstück, Driving Range und<br />

1. Turnier-Runde auf dem<br />

Ian Woosnam-Course im Lighthouse<br />

Golf Resort, Halfway-Snacks,<br />

abends 3-Gang-Dinner.<br />

4. Tag<br />

Zur freien Verfügung, freies Golfspiel,<br />

Ausflüge ans Cape Kaliakra<br />

oder nach Balchik Castle, relaxen<br />

am Strand. 3-Gang-Abschluss-Dinner.<br />

5. Tag<br />

Frühstück, Driving Range und<br />

2. Turnier-Runde auf dem Gary Player-<br />

Course BlackSeaRama Golf & Villas,<br />

Halfway-Verpflegung, abends Luxus-<br />

3-Gang-Dinner.<br />

6. Tag<br />

Frühstück, Driving Range und<br />

3. Turnier-Runde auf dem Gary Player-<br />

Course in Thracian Cliffs, Halfway-<br />

Verpflegung, abends Siegerehrung<br />

und Party mit Seafood Barbecue am<br />

Bendida Beach.<br />

7. Tag<br />

Zur freien Verfügung, freies Golfspiel,<br />

Ausflüge ans Cape Kaliakra<br />

oder nach Balchik Castle, relaxen<br />

am Strand. 3-Gang-Abschluss-Dinner<br />

im Waterfront Geti Restaurant.<br />

8. Tag<br />

Auschecken und Shuttle zum Varna-<br />

Airport.<br />

INFO: <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> Verlag Gmbh<br />

Tel.: +49(0)89 / 42 71 81 81<br />

Fax: +49(0)89 / 42 71 81 71<br />

E-Mail: events@golftime.de<br />

www.golftime.de<br />

www.thraciancliffs.com<br />

www.blacksearama.com<br />

www.lighthousegolfresort.com<br />

Varna<br />

Balchik<br />

Kavarna<br />

Schwarzes Meer<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

71


REISE INTERNATIONAL<br />

Foto: Alfons Schwickert<br />

Turnierwoche<br />

Leserreise II Mit <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> und<br />

golf.extra nach Abu Dhabi.<br />

Stationen: <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Format, Weinprobe, Einzel-Turnier Stableford<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Fieber<br />

Leserreise I Team Blau siegt im<br />

Hotel & Resort Dolomitengolf.<br />

Drei Tage <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>-Format,<br />

das schweißt<br />

zusammen, wie<br />

sich erneut bei<br />

der GT-Leserreise, Anfang<br />

Oktober im Hotel & Resort<br />

Dolomitengolf in Lavant,<br />

Osttirol, zeigte: Nach Ausgabe<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

LESERREISE I<br />

Pauschalangebot:<br />

• 7 ÜN im Hotel Dolomitengolf<br />

Suites im DZ inkl. Halbpension<br />

• 5 Turnier-Tage, Rahmenprogr.<br />

• Alle Greenfees<br />

• Startgebühr, attraktive Preise<br />

• Betreuung: <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

• Gala-Abend mit Live-Musik<br />

• Preis p. Pers.: Ab € 905,–<br />

im DZ, für Mitglieder<br />

GC Dolomitengolf ab € 725,–;<br />

EZ € 1.115,–, für Mitglieder<br />

GC Dolomitengolf € 925,–<br />

• Termin I: 28.4 – 5.5.2013<br />

Termin II: 29.9.– 6.10.2013<br />

• Direkt-Buchung:<br />

Hotel & Resort Dolomitengolf,<br />

Tel. +43(0)4852/61122,<br />

Fax +43(0)4852/61122444,<br />

info@hotel-dolomitengolf.com,<br />

www.hotel-dolomitengolf.com<br />

der Begrüßungsgeschenke<br />

(Galvin Green-Windbreaker<br />

im Wert von 299,– Euro) traten<br />

die 20 Teilnehmer, angeführt<br />

von den beiden dedizierten<br />

Captains Werner Berberich<br />

und Peter Meyer, im<br />

Klassischen Vierer, im Vierball-<br />

Bestball und in zehn Single-<br />

Matches gegeneinander an,<br />

wo sich Team Blau trotz hartnäckiger<br />

Gegenwehr durch<br />

Team Rot mit 12 zu 8 Punkten<br />

durchsetzte.<br />

Nach der ersten Siegerehrung,<br />

einer illustren Weinprobe<br />

und einem „Ruhetag“, der<br />

überwiegend zur Vorbereitung<br />

auf das zweite Turnier<br />

der Woche genutzt wurde,<br />

ging es am Freitag und Samstag<br />

im Einzel-Stableford ans<br />

Eingemachte: Mit erfolgreichem<br />

Ausgang für u. a. Jörg<br />

Maier in der Bruttowertung.<br />

Die Termine für 2013 stehen<br />

bereits fest, fest steht auch,<br />

dass es wieder ein Riesenspaß<br />

werden wird. Vorausgesetzt<br />

natürlich, Sie sind dabei bzw.<br />

ihr seid wieder dabei. Denn<br />

die Revanche steht an . . . GT<br />

Wo lässt es sich<br />

besser auf die<br />

neue Saison<br />

einstimmen<br />

als in fernen<br />

Gefilden, weit weg von<br />

Schnee und Kälte: Auftakt der<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> Leserreisen 2013<br />

bildet, in Kooperation mit<br />

Golfreise-Experte golf.extra,<br />

die exklusive Turnierwoche<br />

nach Abu Dhabi, ins „Wohnzimmer<br />

von Martin Kaymer“,<br />

sozusagen. Der frischgebackene<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Heroe konnte<br />

hier, beim Abu Dhabi HSBC<br />

Golf Championship, bereits<br />

dreimal siegen. Davon abgesehen,<br />

ist Abu Dhabi eine faszinierende<br />

und aufstrebenden<br />

Golfdestination, die es mehr<br />

als lohnt, entdeckt zu werden,<br />

schlicht ein Garant für einmalige<br />

wie einzigartige Golf -<br />

erlebnisse.<br />

Faszination pur. Als luxuriöse<br />

Unterkunft dient das<br />

5-Sterne Hotel Crowne Plaza<br />

Yas Island, auf dem Programm<br />

stehen je eine Proberunde<br />

auf dem Yas Links und<br />

dem Saadiyat Golf Course,<br />

zwei Turniertage im Team,<br />

unter anderem auf dem Abu<br />

Dhabi Golf Course, sowie ein<br />

Turniertag nach Einzel-Stableford.<br />

Fachgesimpelt wird mit<br />

u. a. der GT-Chefredaktion auf<br />

der Runde und an der Bar. GT<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

LESERREISE II<br />

Pauschalangebot:<br />

• 7 ÜN im Hotel Crowne Plaza<br />

Yas Island, Abu Dhabi, im DZ<br />

inkl. Frühstück und 3 x Dinner<br />

• Direktflüge ab diversen deutschen<br />

Flughäfen, Transfers<br />

• 5 GreenFees auf 3 Plätzen,<br />

Turniergebühren, Transfers<br />

• Rahmenprogramm<br />

• Gala-Abend, attraktive Preise<br />

• Betreuung durch <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

und golf.extra<br />

• Preis p. Pers.: € 2.195,–<br />

im DZ, EZ-Zuschlag: € 400,–<br />

• Termin: 23.2. – 2.3.2013<br />

• Direkt-Buchung:<br />

EMU exclusive travel gmbh<br />

Tel. +49(0)7131/27765-42,<br />

Fax +49(0)7131/27765-44,<br />

events@golf-extra.com<br />

www.golf-extra.com<br />

Traumplätze auf dem Programm: Yas Links, Saadiyat und Abu Dhabi GC<br />

72 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Pool des Constance le Prince:<br />

Die Seele baumeln lassen<br />

Die Legende lebt<br />

Mauritius Das 5 Sterne-Deluxe Hotel Constance Le Prince Maurice bietet<br />

den Gästen dank seiner 60 Hektar großen Halbinsel sagenhafte Erholung.<br />

Träume entstehen in<br />

der Phantasie, auf<br />

Mauritius werden<br />

sie Realität. 160 km<br />

weiße Pulverstrände<br />

säumen die Küste. Ein fast die<br />

komplette Insel umgebendes<br />

Riff macht den Indischen<br />

Ozean rund um Mauritius zur<br />

warmen seichten Lagune. Und<br />

Tagestemperaturen, die das<br />

ganze Jahr lang 20 Grad nicht<br />

unterschreiten, versprechen<br />

einen Traumurlaub. Um diese<br />

Voraussetzungen harmonisch<br />

abzurunden, ist das exklusive<br />

Constance Le Prince Maurice<br />

Luxushotel, das als Legende<br />

gilt, mit allem ausgestattet,<br />

was das Herz begehrt.<br />

Authentisches Flair. Das am<br />

1. Sept. 2012 neueröffnete Resort<br />

auf einer privaten Halb -<br />

insel im Nordosten, bietet seinen<br />

Gästen 64 Junior Suiten.<br />

Einige sind direkt am Strand,<br />

weitere Familiensuiten und<br />

Villas harmonisch auf Stelzen<br />

über der Lagune des Resorts<br />

in die Landschaft gebettet.<br />

Hier wird die Vergangenheit<br />

der Insel lebendig – die Ära<br />

der Gewürzhändler, die über<br />

den Ozean segelten.<br />

Das zeigt sich auch in Architektur<br />

und Ausstattung: Dunkle,<br />

einheimische Hölzer,<br />

Marmor und Stoffe in frischen<br />

Farben versprühen authentisches<br />

Flair. Ergänzt wurde<br />

das Le Prince Maurice um<br />

einen Weinkeller, der seinesgleichen<br />

sucht. Das Paradies<br />

für Golfer eröffnet sich nur<br />

wenige Minuten vom Hotel<br />

entfernt: Der Platz „The<br />

Legend“ (Par 72), durch den<br />

Mauritius als Golfdestination<br />

berühmt wurde und der im<br />

ehemaligen Wildreservat liegt,<br />

fasziniert nicht nur durch<br />

Loch 17, an dem der Ball<br />

152 m über die Lagune geschlagen<br />

wird. „The Links“<br />

(Par 71) befindet sich inmitten<br />

einer hügeligen Bilderbuchlandschaft.<br />

Beide Plätze sind<br />

für Gäste Greenfee-frei. GT<br />

Info: www.prince-maurice.com<br />

Traumhaft: Junior Suite im Le Prince Maurice Abschlag über die Lagune: Loch 17 des „The Legend“ Kulinarik: Exotische Aromen im „L’Archipel“<br />

www.facebook.com/golftime<br />

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73


TRAINING PLAY BETTER <strong>GOLF</strong><br />

JONATHAN<br />

TAYLOR<br />

Der Engländer und <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-Buchautor hat<br />

zunächst „The Move“ und schließlich „Swing Simply“<br />

entwickelt, ist Fellow of the English PGA sowie<br />

G1 Class Professional der PGA of Germany<br />

CUT<br />

Fotos: Marcel Brunnthaler; Location: La Manga Golf Club<br />

Geradezu spielerisch: Wer das Bunkerspiel<br />

beherrscht, zählt die gefürchteten Schläge<br />

aus dem Sand zu den einfachsten überhaupt<br />

74 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


IT OUT<br />

Bunkerspiel Gewusst wie: <strong>GOLF</strong>-<strong>TIME</strong><br />

Teaching-Pro Jonathan Taylor nimmt Ihnen<br />

den Schrecken vor Schlägen aus dem Sand.<br />

Spieler, die regelmäßig<br />

Bunkerschläge<br />

trainieren und<br />

gut darin sind, beschreiben<br />

den Bunkershot<br />

als einen der ein -<br />

fachsten Schläge im Golf. Für<br />

Normalsterbliche stellt er jedoch<br />

eine eher einschüchternde<br />

Aufgabe dar.<br />

Ich würde das gerne ändern,<br />

indem ich Ihnen ein paar einfache<br />

Tipps gebe, damit Sie<br />

diesen „Sandspielkasten“ in<br />

Zukunft leichter bezwingen. <br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

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TRAINING PLAY BETTER <strong>GOLF</strong><br />

Step 1: Sprechen Sie den Ball ganz normal an<br />

Step 2: Richten Sie sich nach links vom Ziel aus<br />

Step 3: Öffnen Sie das Schlägerblatt nach rechts vom Ziel<br />

Step 4: Graben Sie sich regelrecht in den Sand ein<br />

Zuallererst einmal sehen Sie<br />

sich ihr Sandwedge genauer<br />

an. Es wurde speziell dafür<br />

designed, Ihnen beim Spiel<br />

aus dem Bunker zu helfen.<br />

Das Sandwedge ist schwerer<br />

als die anderen<br />

Schläger und besitzt<br />

eine abgerundete<br />

Sohle<br />

(auch bounce genannt),<br />

die verhindern<br />

soll, dass<br />

Sie zu tief unter<br />

den Ball kommen<br />

und damit<br />

„graben“, wenn<br />

es zum Ballkontakt<br />

kommt. An -<br />

sonst en sieht das<br />

Sand Wedge den<br />

anderen Eisen sehr ähnlich<br />

und benötigt auch keine gravierende<br />

Abweichung von<br />

Ihrem normalen Golfschwung.<br />

Damit der Bounce des Sandwedge<br />

optimal ausgenützt<br />

wird, ist es vorteilhaft, das<br />

Schlägerblatt ein wenig zu<br />

öffnen (richten Sie sich links<br />

von Ihrem Ziel aus). Auf<br />

diese Weise wird der Schlägerkopf<br />

geschmeidig durch den<br />

Sand geführt, anstatt sich einzugraben<br />

und bei jedem<br />

Schlag wird eine konstante<br />

Menge an Sand mitgenommen<br />

– das ist das erste Ziel<br />

dieser Übung im Bunker.<br />

Denkt man genauer über<br />

einen normalen Schlag mit<br />

einem Eisen nach, so ist es logisch,<br />

dass das Divot nach<br />

dem Ball anfängt. Im Bunker<br />

sollte das Divot aber vor dem<br />

Ball beginnen und sich bis<br />

über die ursprüngliche Lage<br />

des Balles erstrecken.<br />

Charakteristisch: Bounce<br />

Drei Änderungen. Diese<br />

zwei Abweichungen vom normalen<br />

Schlag benötigen drei<br />

Änderungen der Ansprechposition<br />

und eine Veränderung<br />

der Schwung-Richtung.<br />

Als erstes, um zu verhindern,<br />

dass der Ball rechts vom Ziel<br />

landet, müssen Sie sich weiter<br />

links vom Ziel ausrichten.<br />

Denn laut den Gesetzen der<br />

Physik wird der Ball mehr in<br />

jene Richtung fliegen,<br />

in die das<br />

Schlägerblatt im<br />

Treffmoment<br />

zeigt, als in die<br />

Schwungrichtung<br />

des Schlägers.<br />

Daraus folgt:<br />

Zeigt das Schlägerblatt<br />

einen<br />

Meter rechts von<br />

der Fahne im Set-<br />

Up, so muss die<br />

Schwungrichtung<br />

vier Meter links<br />

der Fahne sein damit der Ball<br />

schlussendlich gerade fliegt.<br />

Vereinfacht heißt das, dass Sie<br />

den Ball so ansprechen sollten<br />

als ob sie ein imaginäres<br />

Ziel vier Meter links der Fahnenposition<br />

anspielen wollen.<br />

Damit der Schläger zuerst den<br />

Sand berührt bevor der Ball<br />

getroffen wird, gleichzeitig<br />

aber solange im Sand bleibt,<br />

dass der Schläger unter den<br />

Ball kommt, muss die Ballposition<br />

beim Set-Up weiter<br />

links sein.<br />

Außerdem sollten Sie tiefer<br />

stehen als der Ball. Dies erreichen<br />

Sie, indem Sie sich mit<br />

den Füßen ein bisschen tiefer<br />

in den Sand „eingraben“, ca.<br />

drei Zentimeter sind ideal.<br />

Der tiefere Stand bewirkt,<br />

dass Sie um diese drei Zentimeter<br />

tiefer in den Sand<br />

schlagen (als wenn Sie normal<br />

stehen würden).<br />

Hier wäre ein guter Tipp, dass<br />

Sie nicht den Ball selbst<br />

ansehen, sondern sich einen<br />

Punkt ein paar Zentimeter<br />

vor dem Ball suchen und sich<br />

auf diesen während des<br />

Schlages konzentrieren. Das<br />

hält Sie davon ab, zu versuchen<br />

den Ball direkt zu<br />

76 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


treffen. Die Menge an Sand,<br />

die Sie folglich beim Schlag<br />

mitnehmen, wird auch einen<br />

Großteil der Energie aus dem<br />

Schwung nehmen, wodurch<br />

der Ball schließlich kürzer<br />

fliegen wird.<br />

Um die Länge des Ballfluges<br />

besser zu kontrollieren, rate<br />

ich Ihnen entweder tiefer im<br />

Sand zu stehen, damit Sie<br />

mehr Sand beim Schlag mitnehmen<br />

oder den Schwung<br />

zu reduzieren indem Sie den<br />

Aufschwung kürzer halten<br />

und die Geschwindigkeit im<br />

Durchschwung verringern.<br />

Zweiteres ist die Version, die<br />

ich Ihnen anraten würde.<br />

Sie benötigt aber noch eine<br />

weitere Veränderung der Ansprechposition.<br />

Sie sollten ihren Stand um ca<br />

30 Grad nach links drehen<br />

(gemessen an ihrer Schulterposition).<br />

Das hilft Ihnen bei<br />

kurzen Schlägen den X Faktor<br />

und damit auch die erforderliche<br />

Spannung für einen<br />

konstanten und verlässlichen<br />

Schwung zu erzeugen.<br />

Übung. Fangen Sie an, ohne<br />

Ball zu üben, bis Sie eine<br />

konstante Menge an Sand aus<br />

dem Bunker schlagen, welche<br />

eine Spur von der Mitte ihres<br />

Standes bis zur gegenüberliegende<br />

Zehe hinterlassen<br />

sollte. Platzieren Sie dann<br />

einen Ball gegenüber der<br />

Mitte Ihrer linken Brust. Und<br />

vergessen Sie nicht: Übung<br />

macht den Meister! GT<br />

More. Weitere Tipps und Hinweise<br />

von Jonathan Taylor<br />

sowie alle bisherigen Folgen<br />

finden Sie im Internet unter<br />

www.golftime.de.<br />

DREI MAL SWING SIMPLY<br />

„Golf lernen ist wirklich einfach! Lassen Sie sich nicht verwirren durch<br />

komplizierte Golftechnik – wir lehren den leichtesten Weg“, ist Jonathan<br />

Taylor überzeugt. Der Erfolgs-Coach hat seine innovative Teaching-Philosophie<br />

in zwei Büchern mit je über 120 Fotos anschaulich zu Papier gebracht:<br />

„SWING SIMPLY – Erstaunlich einfach: Golf lernen mit System“<br />

(€ 19,90), „SWING SIMPLY II – Wie Sie garantiert 20 Meter weiter<br />

schlagen“ (€ 19,90) und die DVD „SWING SIMPLY 2 + 20“ (€ 29,90).<br />

Versand € 3,–/europ. Ausland € 7,–. Die Bücher und die DVD können Sie<br />

unter Telefon 089/42 71 81 81 bzw. via www.golftime.de bestellen.<br />

Übung: Schlagen Sie den Sand zwischen zwei Linien auf…<br />

… Höhe der Mitte Ihres Standes und der linken großen Zehe<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

77


TRAINING MENTAL<br />

Fotos: Rainer Erich · Bildbearbeitung/Visualisierung: may3r.com<br />

SABANA<br />

CROWCROFT<br />

PGA Professional,<br />

Ex-European Tourspielerin,<br />

Management Trainerin,<br />

Gründerin von KAGAMI<br />

Golf & Leadership Academies<br />

Golf Training DVD<br />

Jetzt bestellen und € 10,– sparen.<br />

www.kagami-productions.de<br />

Kagami Golf<br />

von Sabana Crowcroft.<br />

31.000 Exemplare verkauft.<br />

Erhältlich über den <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> Verlag.<br />

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Angst vs. Selbstvertrauen<br />

Bewusst-Sein Die Gefühle auf dem Golfplatz beherrschen.<br />

Warum Golf?<br />

Sie wollen Ihre Gefühle auf dem Golfplatz<br />

kontrollieren? Haben Sie sich dann schon mal<br />

die Frage gestellt, aus welcher Motivation heraus<br />

Sie Golf spielen? In der Antwort liegt das<br />

Schlüsselelement, wenn es um das Beherrschen<br />

Ihrer Gefühle auf dem<br />

Golfplatz geht. Bevor Sie weiterlesen,<br />

schreiben Sie bitte mindestens<br />

fünf Gründe dafür auf,<br />

warum Sie Golf spielen. Schauen<br />

Sie sich diese Gründe an.<br />

Wenn z.B. eines Ihrer Ziele<br />

ist, Ihr Handicap zu verbessern,<br />

schreiben Sie auf,<br />

warum dies für Sie wichtig<br />

ist.<br />

Liegen die Gründe in<br />

Ihnen und dem Spiel oder<br />

sind es nach außen orientierte<br />

Motivationen wie z. B.<br />

„Turnier gewinnen“, „meine<br />

Freunde schlagen” oder<br />

„respektiert werden”?<br />

Wie entsteht<br />

Angst?<br />

Sport-Psychologen haben herausgefunden,<br />

dass Golfer, die mehr auf<br />

sich selbst als auf außerhalb Liegendes<br />

(z.B. Anerkennung anderer) fokussiert<br />

sind, weniger Angst erfahren. Sie<br />

können Informationen besser verarbeiten,<br />

sich effektiver konzentrieren und letztendlich<br />

bessere Resultate erzielen.<br />

Wenn Ihr Ziel also darin besteht, einen Platz<br />

bestmöglich zu spielen und Sie sich darauf<br />

konzentrieren, jedem Schlag die volle Aufmerksamkeit<br />

zu widmen, werden Sie mehr<br />

Selbstvertrauen und weniger Angstgefühl<br />

haben.<br />

Wenn Sie sich dennoch darauf konzentrieren,<br />

was andere von Ihnen denken oder auf Ihr<br />

Handicap oder einfach nur gut auszusehen,<br />

dann werden Sie auf dem Platz eher eine emotionale<br />

Achterbahn erleben. Ihr Score auf dem<br />

zuletzt gespielten Loch wird Ihren emotionalen<br />

Zustand für das nächste Loch bestimmen.<br />

Dies kann zu Muskelanspannungen, verkrampften<br />

Händen und ineffektiven<br />

Schwungänderungen führen.<br />

Realistische Ziele<br />

Andere Gründe für Stress und Ängste sind, die<br />

Ziele zu hoch zu stecken – für die Runde und<br />

für jeden einzelnen Schlag. Seien Sie in Ihren<br />

Zielen realistisch. Lernen Sie, knifflige Schläge<br />

zu spielen, beispielsweise aus dem hohen<br />

Rough. Dann werden Sie wissen, was möglich<br />

78 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


»Es gibt nur zwei Gegner bei diesem Spiel: Sie selbst<br />

und der Golfplatz. Wenn Sie diese beiden irgendwie<br />

schlagen können, dann passt alles«<br />

Tiger Woods<br />

ist und was nicht. Wenn Sie ein Handicap<br />

haben, passen Sie das PAR (Professional<br />

Average Record) Ihrem persönlichen AAR<br />

(Amateur Average Record) auf der Scorekarte<br />

an. Angenommen, Sie haben Handicap 18,<br />

rechnen Sie pro Loch einen Schlag hinzu.<br />

Spielen Sie dann ein Par gemäß der Wertung<br />

des PAR, ist dies für Sie ein Birdie.<br />

Bewusstsein:<br />

Ist-Zustand<br />

Um herauszufinden, in welchem<br />

emotionalen und mentalen<br />

Zustand Sie sich auf<br />

dem Golfplatz wirklich befinden,<br />

machen Sie sich auf den<br />

nächsten Runden auf der<br />

Scorekarte Notizen oder nehmen<br />

Sie den KAGAMI Wahrnehmungsgraph<br />

mit (siehe KAGAMI<br />

Buch).<br />

Machen Sie auf der Scorekarte einen<br />

Haken, wenn Sie selbstbewusst<br />

waren und Ihr Geist ruhig<br />

war – vielleicht, weil Sie eine<br />

KAGAMI Übung während des<br />

Schwungs gemacht haben. Vermerken<br />

Sie ein „X“, wenn Sie bemerken, dass<br />

Sie ängstlich sind, unsicher oder Ihr<br />

Geist plappert – „Ist das der richtige<br />

Schläger?“, „Pass auf Wasserhindernisse<br />

und Bunker auf!“. Eine fortgeschrittene<br />

Aufmerksamkeitsübung ist, jeden Schlag<br />

auf einer Skala von 1 bis 5 hinsichtlich<br />

Ihres Levels an Angst oder<br />

Zutrauen zu bewerten.<br />

Seien Sie Ihr<br />

eigener Fanclub<br />

Vereinbaren Sie mit Ihren Flightpartnern am<br />

ersten Tee, dass keiner während der Runde<br />

Ihre Schläge kommentiert. Kein „Guter<br />

Schlag“ oder „Pech gehabt!“ oder „Fast<br />

geschafft“. Es mag höflich gemeint sein, aber<br />

tatsächlich sind diese Anmerkungen überflüssig<br />

und schädlich, da sie dazu führen, dass Sie<br />

sich mehr auf Äußerlichkeiten konzentrieren<br />

als auf sich selbst.<br />

Es ist faszinierend, was passiert, wenn Sie so<br />

eine Runde spielen – Sie sind innerlich<br />

fokussierter, spielen nicht um externe Anerkennung<br />

und fangen<br />

an, sich selbst zu loben,<br />

wenn Sie einen wirklich guten<br />

Schlag spielen. Sie sind der beste<br />

Richter eines guten Schlags,<br />

sonst niemand!<br />

Während eines KAGAMI<br />

Workshops unterstützen wir<br />

Golfer individuell bei dem<br />

Prozess, die Werkzeuge zu finden,<br />

die Ihnen helfen, sich mehr auf sich<br />

selbst zu fokussieren. Viele weitere Elemente<br />

betreffen dieses Thema, so wie das Finden<br />

des „AUS“-Schalters für Ihren Intellekt kurz<br />

vor dem Schwung oder das „Re-Framing“<br />

(Umdeuten) schlechter Schläge. Mehr dazu<br />

in der nächsten Ausgabe. GT<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

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<strong>GOLF</strong>-BIOMECHANICS FREE-RELEASE<br />

Unwuchten ade!<br />

Der „runde Schwung“ Nur wenn die Schwungphasen „sauber“<br />

ineinandergreifen, können optimale Ergebnisse erzielt werden.<br />

Frank Drollinger,<br />

r,<br />

Jahrgang ‘62, Golf-<br />

Biomechaniker mit<br />

Academy-Sitz in<br />

Birkenfeld. Entwickler<br />

der „Free-Release-<br />

Methode“ und Buch-<br />

Autor „Golf:<br />

Das neue Testament“<br />

Unter dem Begriff „Unwuchten“<br />

verstehen wir im Golf<br />

asynchron arbeitende Kräftevektoren,<br />

die sich negativ<br />

auf die Balance während der<br />

gesamten Schwungbewegung auswirken<br />

und somit die Chancen auf eine hohe<br />

Qualität im Treffmoment (Ball Impact)<br />

enorm verschlechtern.<br />

Präzise Körperwinkel. Die wichtigsten<br />

Benefits der Free-Release-Methode sind<br />

präzise, zum größten Teil personalisierte<br />

Koordinaten, geometrisch genau beschriebene<br />

Körper-Achsen und konkrete<br />

Winkel, angefangen beim Becken-Oberkörper-<br />

bis hin zum Lie-Winkel des<br />

Schlägerblatts. Damit erhalten unsere<br />

Schüler nicht nur eine klare, sondern<br />

vor allem eine biomechanisch-logische<br />

Bewegungsvorstellung, auf die sie, bei<br />

Bedarf, jederzeit in Form einer Checkliste<br />

zurückgreifen können.<br />

Wir lehren keine Bewegungsbefehle,<br />

sondern gehen vielmehr eine Trainer-<br />

Schüler-Partnerschaft ein, bei der es vor<br />

allem darum geht, die Prinzipien von<br />

„Aktion und Reaktion“ zu verstehen<br />

und – daraus resultierend – die Folgen<br />

für den Ball Impact verstehen zu lernen.<br />

Der mental-neurologische Teil der Free-<br />

Release-Methode, den wir im Gehirn des<br />

Schülers sozusagen „einprogrammieren“,<br />

ist für die präzise Befehlskette an den<br />

Körper von großer Bedeutung: Nur wenn<br />

der Kopf als Steuerzentrale für die<br />

Schwungbewegung eingesetzt wird, können<br />

bei klar definierten Koordinaten<br />

wiederholbare Ergebnisse produziert<br />

werden.<br />

Synchronisierte Bewegungsabläufe.<br />

Ein weiterer Methoden-Vorteil ist der,<br />

dass die Balance in den Phasen „Set-up“,<br />

„Back-Swing“ und „Down-Swing“ bis<br />

zum „Ball Impact“ durch das einheitliche<br />

Bewegungskonzept erhöht wird.<br />

Diese physikalische Balance ist wichtig,<br />

um das Becken vor allem im Down-<br />

Swing bis zum Ball Impact mit der<br />

Bauchmuskulatur und den großen Muskelgruppen<br />

von Gesäß und Beinen<br />

synchron und mit Hochgeschwindigkeit<br />

beschleunigen zu können. Ziel ist es,<br />

Oberkörper, Becken und Beinarbeit funktional<br />

miteinander arbeiten zu lassen.<br />

Auch das Bewegungskonzept für den linken<br />

Arm unterscheidet sich von anderen<br />

Lehrmethoden: Im Rückschwung arbeitet<br />

nur das Schultergelenk in Verbindung<br />

mit dem „Revolverfinger“ der rechten<br />

Hand zusammen, der den sogenannten<br />

„Lagwinkel“ erzeugen soll. Dies bedeutet,<br />

dass der linke Arm im Rückschwung<br />

keine doppelte Rotation durch Verdrehen<br />

des Handrückens machen soll. Die<br />

Gesamtbewegung wird nicht zuletzt<br />

auch dadurch um einiges einfacher.<br />

Auch können wir durch die weitestgehend<br />

„eliminierte“ Lateralbewegung<br />

des Oberkörpers die „Innenrotation“ der<br />

rechten, direkt rotierenden Hüfte für die<br />

Armrotation nutzen. Somit schaffen wir<br />

eine dauerhafte Führungsverbindung des<br />

linken Oberarms mit dem Oberkörper.<br />

Durch die drei synchronisierten, statt<br />

entkoppelten, Rotationen von Becken,<br />

Schultern und Armen vermeiden wir gegeneinander<br />

arbeitende Kräftevektoren.<br />

Dadurch wird eine gleichlaufende Rotation<br />

des Beckens mit dem linken Schultergelenk<br />

erzielt. Alles mit dem einen<br />

Ziel: Den Unwuchten im Schwung ein<br />

für alle Mal „ade“ zu sagen . . . GT<br />

www.golf-biomechanic-pro.com<br />

80 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


TRAINING PLAY BETTER <strong>GOLF</strong><br />

Kimme und Korn<br />

Putting Short Game Spezialist Clemens Prader vom Golftrainingszentrum<br />

Bio-Hotel Stanglwirt zeigt, wie die neuen Dreamliner Putter dabei helfen,<br />

konstant das perfekte Set-up abzurufen und so sicherer einzulochen.<br />

Foto: HPR/Brunnthaler, Location: Bio-Hotel Stanglwirt<br />

Noch nie war perfektes Ausrichten<br />

so einfach: Mit<br />

Hilfe des design-patentierten<br />

Eye Alignment System<br />

(EAS) der neuen Dreamliner<br />

Putter richten Sie nicht nur sich<br />

und Ihren Putter exakt aus, das EAS ermöglicht<br />

es zudem auch, konstant Ihr<br />

optimales Setup bei jedem Putt abzurufen.<br />

Eine durchgängige lange Ziellinie<br />

sowie zwei zusätzliche seitlichee<br />

Linien helfen, den Ball mittig auszu-urichten<br />

und ihn so im Sweetspot des<br />

Putters anzusprechen. Die zwei roten<br />

Striche auf der unteren der beiden<br />

Putterebenen sowie zwei entsprechende<br />

Aussparungen auf der<br />

oberen Ebene ergeben zudem<br />

eine einfache und effektive<br />

Zielvorrichtung – ähnlich<br />

wie Kimme und Korn bei<br />

einem Gewehr. Sie ermöglicht,<br />

dass Sie zunächst die<br />

Sohle des Putters plan auf<br />

dem Grün ausrichten und<br />

sich mit den Augen gleichzeitig<br />

senkrecht über der Puttlinie<br />

befinden. Das entspricht<br />

der optimalen Setup-Position.<br />

So bleibt das gesamte Setup und<br />

insbesondere der Blickwinkel bei<br />

jedem Putt konstant, was das<br />

Lesen des Grüns sowie das Zielen<br />

und damit auf Dauer den Putt-<br />

Sroke verbessert.<br />

Übung. Spannen Sie auf einem<br />

ebenen Grün eine Schnur entlang<br />

der Puttlinie. Sprechen Sie einen<br />

mittig unter der Schnur liegenden<br />

Ball an und richten Sie den Putter perfekt<br />

entlang der Schnur aus. Beim<br />

Dreamliner Putter hilft neben dem Eye<br />

Alignment System die praktische<br />

schwarze Ziellinie beim exakten Ausrichten<br />

des Putters (siehe Close-up).<br />

Putten Sie nun exakt entlang der<br />

Schnur – natürlich direkt ins Loch. GT<br />

Info: www.dreamlinergolf.de<br />

DER DREAMLINER PUTTER<br />

Individuelles Fitting ist ein zentrales Element<br />

der Dreamliner Putter. Bis zu drei<br />

Gewichtspaare à<br />

15 Gramm können<br />

mit einer einfachen<br />

Schraube<br />

in den Durchbruch<br />

des Schlägerkopfs<br />

eingesetzt<br />

werden.<br />

Damit kann das Gewicht des Mallet Putters<br />

von 340 g auf bis zu 385 g erhöht werden.<br />

Drei verschiedene Schaftlängen und eine<br />

Vielzahl unterschiedlicher Winn-Griffe komplettieren<br />

die professionellen Fitting-Optionen.<br />

Selbst der Lie-Winkel kann angepasst<br />

werden. Insgesamt drei verschiedene Mallet<br />

und zwei Blade Putter stehen zur Auswahl.<br />

Im Bio-Hotel Stanglwirt erwarten Golfer<br />

perfekte Trainingsbedingungen: Titleist<br />

Rangebälle oder gekühlte Handtücher<br />

sind exemplarisch für<br />

den hohen Anspruch<br />

der Anlage.<br />

Pro Clemens Prader<br />

trainiert auf der herausragenden<br />

Anlage<br />

Hotelgäste wie Tour-<br />

Pros. Info:<br />

www.stanglwirt.com<br />

www.facebook.com/golftime<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

81


FITNESS SPORTPHYSIO<br />

DR.<br />

CHRISTIAN<br />

HAID<br />

Biomechaniker,<br />

Universitätsklinik<br />

Innsbruck<br />

Eine starke S<br />

Schulterprobleme Das Geheimnis, wie das Schulter<br />

Das Schultergelenk<br />

hat einen<br />

sehr großen Bewegungsumfang.<br />

Dieser wird bei<br />

manchen Golfschwüngen zur<br />

Gänze ausgenutzt. Das kann<br />

zu Schmerzen und zu Verletzungen<br />

führen.<br />

Für den Golfspieler ist die<br />

freie Beweglichkeit der Schulter<br />

wichtig. Der Schwung sollte<br />

derart gestaltet werden, dass<br />

Schmerzen vermieden werden.<br />

Schmerzen führen häufig zu<br />

Fehlbewegungen und übertragen<br />

sich auch auf die angrenzenden<br />

Strukturen. Dabei<br />

sind dann die Wirbelsäule<br />

und die gesamte obere Extremität<br />

betroffen.<br />

Die freie Beweglichkeit der<br />

Schulter erfordert Schulterblattbeweglichkeit.<br />

Oft kommt es<br />

vor, dass Störungen auch im<br />

Zusammenhang mit der Halsund<br />

der Brustwirbelsäule stehen.<br />

Somit kann man bei der<br />

Schulter im wahrsten Sinne<br />

des Wortes von komplexen<br />

Zusammenhängen sprechen.<br />

Dazu sei an dieser Stelle kurz<br />

die Anatomie des Schultergelenks<br />

dargestellt.<br />

Das Schultergelenk. Es besteht<br />

aus dem Oberarm und<br />

dem Schulterblatt. Es bildet<br />

eine funktionelle Einheit mit<br />

Schulterblatt und Brustkorb<br />

sowie Schulterblatt und<br />

Schlüsselbein. Das Schlüsselbein<br />

steht wiederum mit dem<br />

Brustbein in Verbindung. Diesen<br />

gesamten Komplex nennt<br />

man den Schultergürtel.<br />

Aufgrund der Verkettung all<br />

dieser Strukturen wird klar,<br />

dass sich Schulterprobleme<br />

vielfältig äußern können. Eine<br />

Schutzhaltung oder das Vermeiden<br />

bestimmter Bewegungen<br />

kann Schmerzen in Bereichen<br />

verursachen, die man in<br />

erster Linie gar nicht mit dem<br />

Schultergelenk in Verbindung<br />

bringen würde.<br />

Bei Problemen im Bereich der<br />

Schulter, der Halswirbelsäule,<br />

des Brustbeins und des Oberarms<br />

ist somit das Schultergelenk<br />

als mögliche Ursache<br />

zu überprüfen. Zuerst ist die<br />

Beweglichkeit festzustellen.<br />

Als zweiter Schritt muss getes -<br />

tet werden, welche Bewegungen<br />

aktiv und welche nur<br />

Problemzone Schultergelenk:<br />

Der Golfschwung sollte<br />

so gestaltet werden,<br />

dass Schmerzen<br />

vermieden werden<br />

82 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


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gelenk geschont werden kann.<br />

... die junge frische Marke!<br />

passiv möglich sind. Es kann<br />

nämlich aufgrund von Überlastungen<br />

zu entzündlichen<br />

Veränderungen der Sehnen<br />

und Muskelansätze kommen.<br />

Somit wird die Schulter sportmedizinisch<br />

und physiotherapeutisch<br />

untersucht und therapiert.<br />

Die nächste Maßnahme muss<br />

sein, die Golfschwungbewegung<br />

derart zu gestalten, dass<br />

Probleme derselben Art nicht<br />

wieder auftreten.<br />

Dabei ist folgender Grundsatz<br />

zu berücksichtigen: Die Bewegungseinschränkung<br />

eines Ge -<br />

lenks hat immer eine erhöhte<br />

Belastung des angrenzenden<br />

Gelenks zur Folge. Umgekehrt<br />

kann man schließen,<br />

dass die Ausnützung der Bewegung<br />

eines Gelenks auch<br />

zur Entlastung des angrenzenden<br />

Gelenks führen kann.<br />

Für den Golfschwung bedeutet<br />

das, dass bei guter Körperdrehung<br />

das Schultergelenk<br />

entlastet wird. Nun hängt es<br />

vom Schwungstil und von der<br />

Beweglichkeit der Golfer ab,<br />

wie weit der gesamte Schultergürtel<br />

gedreht werden<br />

kann.<br />

Je stärker der Oberkörper vorgeneigt<br />

ist, umso mehr ist die<br />

Drehung des Schultergürtels<br />

von der Beweglichkeit des<br />

Rumpfs abhängig. Stehen wir<br />

sehr aufrecht, dann ist es<br />

leicht, die Hüfte mitzudrehen.<br />

Die Rotation des Schultergürtels<br />

wird dann durch<br />

die Rotation im Rumpf und<br />

durch die gleichzeitige Rotation<br />

des Beckens erreicht.<br />

Somit spielt indirekt die Körperhaltung<br />

eine große Rolle<br />

bei der Belast ung des Schultergelenks.<br />

Je aufrechter wir in<br />

der Ansprechposition stehen,<br />

umso besser können wir den<br />

Körper drehen, umso geringer<br />

wird die Belastung im Schultergelenk.<br />

Physikalische Tricks. Eine<br />

weitere Maßnahme ist es, den<br />

Rückschwung zu verkürzen.<br />

Macht man sich bewusst, dass<br />

die Schlägerkopfgeschwindigkeit<br />

nicht hauptsächlich durch<br />

die Größe der Ausholbewegung<br />

erzeugt wird, dann kann<br />

man mit guter Technik und<br />

kurzem Rückschwung sehr<br />

gute Weiten erzielen.<br />

Letztendlich beruht ein guter<br />

Teil der Schlägerkopfgeschwindigkeit<br />

auf der Ausnützung<br />

„physikalischer Tricks“. Wir<br />

können mit wenig Krafteinsatz<br />

und kleinem Bewegungsumfang<br />

in den Schultergelenken<br />

lange Drives schlagen. Die<br />

Schulter ist in den seltensten<br />

Fällen ein Grund, die Freude<br />

am Golfspiel zu verlieren.<br />

Vielmehr erfordern diese Probleme<br />

von uns den Einsatz<br />

besserer Technik. Mit verkürztem<br />

Rückschwung und unter<br />

Ausnützung physikalischer<br />

Effekte können wir unser<br />

Spiel deutlich verbessern. GT<br />

Info: ch@golftime.de<br />

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<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de<br />

83


TRAINING DER CHIP<br />

CLIFF<br />

POTTS<br />

Der Erfolgsautor unterrichtet in der<br />

Cliff Potts Golf Academy in Ascona<br />

und wurde 2005 mit dem Fellow of the<br />

PGA Award ausgezeichnet.<br />

Kippen und<br />

Der Chip Um konstant gute Chips zu machen, müssen<br />

Sie wissen, was mit Ihren Handgelenken los ist.<br />

Oft sind Amateurgolfer<br />

nicht in der Lage,<br />

den Ball bis auf zwei<br />

Meter an die Fahne zu chippen.<br />

Statistisch gesehen lochen<br />

selbst die Tourspieler nur 55<br />

Prozent ihrer Putts aus zwei<br />

Viele Amateure toppen diese<br />

kurzen Schläge oder treffen<br />

den Ball zu fett, weil die<br />

Handgelenke steif sind und<br />

die Schwungebene dadurch<br />

viel zu flach gerät. Sind die<br />

Hände zu aktiv, passiert<br />

1. Ballposition. Um weder<br />

zu toppen noch fett zu treffen,<br />

sollten Sie den Ball etwas<br />

mehr vom rechten Fuß spielen<br />

(sofern Sie Rechtshänder<br />

sind). So werden Ihre Hände<br />

automatisch zentriert und<br />

Fotos: Marcel Brunnthaler, Golfclub Valderrama, Spanien<br />

Bild 1:<br />

Ansprechposition von der Seite<br />

Bild 2:<br />

Ansprechposition von vorne<br />

Bild 3:<br />

Abwinkeln im Rückschwung<br />

Bild 4:<br />

Treffmoment: Gerade Linie<br />

zwischen Schläger und linkem Arm<br />

1 2<br />

Metern. Für Sie als Amateur<br />

bedeutet dies, dass ein Ball,<br />

der noch weiter vom Loch<br />

entfernt liegt, höchstwahrscheinlich<br />

nicht mit dem ers -<br />

ten Putt fällt. In einer Golf -<br />

runde macht ein durchschnittlicher<br />

Spieler ca. vier<br />

oder fünf dieser Chips.<br />

genau das Gegenteil. Die<br />

Handgelenke schnellen in<br />

der Abwärtsbewegung nach<br />

vorne, um den Ball in die Luft<br />

zu befördern, was aufgrund<br />

des fehlenden Hebels zu<br />

katastrophalen Ergebnissen<br />

führt.<br />

Und so geht es richtig:<br />

befinden sich beim Ansprechen<br />

in etwa auf Höhe des<br />

linken Oberschenkels. Nun<br />

ist es viel einfacher, die<br />

Hände in der Rückschwungbewegung<br />

einzuklappen, was<br />

unerlässlich ist, um einen<br />

wiederholbar guten Chip zu<br />

generieren.<br />

84 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Strecken<br />

23 Jahre<br />

Quality Golf-Unterricht<br />

nach dem Motto<br />

„We don’t just teach a swing,<br />

we show you how to play on the golf course“<br />

2. Gewichtsverlagerung.<br />

Das Gewicht sollte sich etwas<br />

mehr auf dem linken Fuß befinden<br />

als Sie es vom Pitchen<br />

gewohnt sind.<br />

3. Gerade Linie. Wenn Sie<br />

sich die Ansprechposition von<br />

vorne anschauen, sollten der<br />

linke Arm und der Schlägerschaft<br />

eine gerade Linie bil-<br />

ich den Schläger manchmal<br />

so kurz, dass mein rechter<br />

Daumen und Zeigefinger das<br />

blanke Metall berühren. Wenn<br />

Sie längere Chips vor sich<br />

haben und ein Eisen 6 oder 7<br />

benutzen, können Sie ebenfalls<br />

so kurz greifen.<br />

4. Rhythmus. Stehen Sie<br />

nicht steifbeinig am Ball. Dies<br />

die leichte Drehung der Knie<br />

und Hüften, was für einen<br />

guten Rhythmus sorgt.<br />

5. Energietransfer. Beim<br />

Chippen geht es um Gefühl,<br />

also ist der Griff locker und<br />

nicht verkrampft.<br />

Wenn man den Schläger<br />

locker hält, startet das Kippen<br />

des Schlägers synchron mit<br />

einer leichten Drehung der<br />

Knie, der Hüften und des<br />

Oberkörpers. Der linke Arm<br />

rotiert etwas und die Arme<br />

legen im Rückschwung nur<br />

einen kurzen Weg zurück<br />

(Foto 3). Die Energie, die<br />

man für den Schlag benötigt,<br />

kommt aus den Handgelenken<br />

und der Körperdrehung.<br />

6. Durchschwung. Der<br />

Durchschwung beginnt mit<br />

einem leichten Drehen der<br />

linken Hüfte. Zur gleichen<br />

Zeit bewegt sich der rechte<br />

Fuß langsam nach innen und<br />

vorne.<br />

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mit 9-Loch On Course Management Training.<br />

Auch bei den Weekendkursen!<br />

3 4<br />

den (Foto 2). Von der Seite<br />

betrachtet, befinden sich die<br />

Hände unterhalb der Schultern<br />

mit einem klar abgegrenzten<br />

Winkel zwischen<br />

den Händen und dem Schaft.<br />

Setzen Sie den Griff etwas tiefer<br />

an als beim vollen Schlag.<br />

Bei sehr kurzen Chips greife<br />

www.facebook.com/golftime<br />

führt dazu, dass Sie kein Gefühl<br />

und keinen Rhythmus<br />

mehr für den Schlag entwickeln.<br />

Obwohl der Chip in<br />

erster Hinsicht eine Bewegung<br />

der Arme aus den Schultern<br />

ist, sorgen die Hände für<br />

die Feinarbeit. Dazu kommen<br />

die Bewegung der Füße und<br />

7. Druck machen. Sie sollten<br />

den Druck der linken Hand<br />

auf den Griff etwas verstärken,<br />

wenn der linke Arm zurück<br />

in seine Ansprechposition rotiert.<br />

Dadurch begünstigen<br />

Sie einen sauberen Kontakt<br />

des Schlägerkopfes mit dem<br />

Ball. In diesem Augenblick<br />

sollte der linke Arm wieder<br />

eine gerade Linie mit dem<br />

Schläger bilden und diese<br />

sollte bis ins Finish beibehalten<br />

werden (Foto 4). GT<br />

Mehr Schwungtipps und<br />

Tipps auf<br />

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85<br />

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TRAINING <strong>GOLF</strong> & GESUNDHEIT<br />

FRANK<br />

ADAMOWICZ<br />

Frank Adamowicz, Jahrgang 1957, Pro<br />

in St. Leon Rot, 23 Jahre TV-Co-Kommentator,<br />

von 1990 – 1998 DGV Nationaltrainer<br />

www.frankadamowicz.de<br />

Helmut J. Geelink, Jahrgang 1962, Diplom-<br />

Osteopath und Sportphysiotherapeut,<br />

tätig auf Mallorca in eigener Praxis am Dorint<br />

Royal Golfresort und Spa und Golf de Andratx<br />

info@geelink.net<br />

Das Trauma-Drama<br />

Problem Stabilität Was tun, wenn das linke<br />

Fußgelenk streikt: Den linken Fuß mehr öffnen.<br />

Oft kommen Golfer zu uns,<br />

weil sie Probleme mit dem<br />

linken Fuß haben. Die<br />

erste Frage, die wir dann<br />

stellen: Hatten Sie schon<br />

mal ihren Fuß umgeknickt (Inversionstrauma)?<br />

Das kann im Sport passieren, aber natürlich<br />

auch im normalen täglichen Leben.<br />

Meistens passiert es unerwartet und<br />

plötzlich. Dementsprechend kann auch<br />

der Schaden erheblich sein (Fraktur/<br />

Bänderriss). Manchmal bleiben Restfolgen:<br />

Stabilitätsverlust und/oder Schmerzen;<br />

eventuell auch Mobilitätsprobleme.<br />

Oftmals treten nach gewisser Zeit, auch<br />

sekundär Probleme auf, z.B. im Rücken<br />

oder im Becken. Viele Golfer kommen<br />

dann zu mir mit einem Rückenproblem,<br />

das eigentlich im Fuß begonnen hat…!<br />

keine früheren Verletzungen hat – Stabilitätsübungen<br />

zu machen!<br />

Auf dem Bild steht Frank auf zwei Balance<br />

Kissen und führt dann den Swing<br />

langsam aus; man kann natürlich diese<br />

Übung auch ohne Schläger machen. Sie<br />

können diese Balance Kissen z. B. auch<br />

sehr gut mitnehmen auf die Driving<br />

Range. Damit trainiert man wunderbar<br />

die Stabilisatoren vom oberen und unteren<br />

Sprunggelenk!<br />

Haben Sie allerdings Gleichgewichtsprobleme<br />

und/oder Schwindel, dann raten<br />

wir Ihnen, diese Übungen nur mit Ihrem<br />

(Golf-)Physiotherapeuten zu machen. GT<br />

Fotos: Sammy Minkoff<br />

Verformung des Fußes im Finish<br />

Die normale Position des Fußes<br />

Linke Fuß-Position im Finsih<br />

Inversion. Heute wollen wir nicht<br />

nur über die akute und unkontrollierte<br />

Inversion sprechen, sondern<br />

auch über die sogenannte wiederholte<br />

und kontrollierte Inversion.<br />

Im Golf kommt diese mehr oder weniger<br />

kontrollierte Inversion des Fußes<br />

regelmäßig vor und dann speziell im<br />

Finish. Es betrifft dann den linken Fuß;<br />

der äußere (laterale) Bandapparat wird<br />

dabei gedehnt und das viele Male hintereinander,<br />

speziell natürlich, wenn<br />

wir auf der Driving Range viele viele<br />

Bälle hintereinander schlagen!<br />

Die vielen Wiederholungen können<br />

zu sogenannten Mikrotraumata<br />

(kleinste Beschädigungen) im Kapsel-<br />

und Bandapparat führen. Viele<br />

Golfer bekommen dann auch nach<br />

gewisser Zeit Schmerzen am linken<br />

Fuß (bei Linkshändern der rechte).<br />

Unser Tipp, um diese Belastungen<br />

zu reduzieren, lautet: Den linken<br />

Fuß mehr öffnen (d. h. in<br />

Schlagrichtung) drehen; weiterhin empfehlen<br />

wir dringend – auch wenn man<br />

Hilfreich:<br />

Übung mit<br />

Balance Kissen<br />

86 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


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Turnieren (US Open, British Open, PGA<br />

Championship)<br />

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in Wort und Bild<br />

Montags und Donnerstags 23:45<br />

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SOCIETY TEA <strong>TIME</strong><br />

A-ROSA <strong>GOLF</strong> TROPHY Knisternde<br />

Spannung und exquisite Sinnesfreuden<br />

in fünf Etappen – unter diesem<br />

Motto hatten die A-ROSA Resorts<br />

2012 eine neue Turnierserie ins<br />

Leben gerufen. Das Finale stieg Anfang<br />

Oktober im Grand Spa<br />

A-ROSA Kitzbühel, wo sich Andrea<br />

und Andreas Pflüger durchsetzten<br />

und auf zwei Startplätze beim Pro-<br />

Am der BMW International Open<br />

2013 freuen konnten. GT<br />

Sky-Siegerehrung: Gewonnen hatten an diesem Abend alle Teilnehmer<br />

Hole in One<br />

Sky Business Golf Trophy 70.000 Euro in<br />

Kitzbühel für einen guten Zweck eingespielt.<br />

Knapp 100 Teilnehmer traten<br />

zur Sky Business Golf<br />

Trophy im GC Eichenheim/Kitzbühel<br />

an, um<br />

für einen guten Zweck die<br />

Schläger zu schwingen. Neben den Extennisprofis<br />

Bernd Karbacher und<br />

Scheckübergabe: Insgesamt 70.000 Euro<br />

Für den guten Zweck: Gala im Grand Tirolia<br />

Charly Steeb, der zugleich in seiner<br />

Funktion als Botschafter der Sky-Stiftung<br />

vor Ort war, gingen unter anderem<br />

Thomas Berthold und Stefan<br />

Reuter, beide Fußball-Weltmeister<br />

1990, sowie der langjährige Hertha<br />

BSC-Trainer Falko Götz aufs Grün.<br />

Natürlich waren auch die Sky-Experten<br />

Franz Beckenbauer und Dr. Markus<br />

Merk, Schwimmlegende und Sky-Stiftungs-Botschafterin<br />

Franziska von<br />

Almsick sowie Schlagerstar Hansi<br />

Hinterseer gekommen.<br />

Das Gala-Dinner im Grand Tirolia<br />

Resort Kitzbühel stand ganz im Zeichen<br />

des Fund-Raising. Sky Sport<br />

News HD Moderatorin Viola Weiß<br />

und Ralph Fürther, Director Consumer<br />

Communications bei Sky, führten<br />

die Gäste gekonnt unterhaltsam durch<br />

den Abend.<br />

Insgesamt kam aus der Auktion, den<br />

Erlösen der Sky Business Golf Trophy<br />

und einer Spende des Grand Tirolia<br />

Resort Kitzbühel die stolze Summe<br />

von 70.000 Euro für die Sky Stiftung<br />

zusammen.<br />

Die Sky-Stiftung hat in diesem Jahr<br />

bereits 90.000 Euro an Fördergeldern<br />

ausgeschüttet. GT<br />

Sieger (v.l.): Andreas und Andrea Pflüger,<br />

Vanessa Herbon (A-ROSA)<br />

TUI <strong>GOLF</strong> OPEN. Das Iberotel<br />

Fleesensee war Homebase und der<br />

TUI Golf Course Austragungsort<br />

des Finales der erstmals in diesem<br />

Jahr ausgetragenen TUI Golf Open.<br />

Bei elf Ausscheidungsturnieren hatten<br />

sich die Brutto-Sieger für den<br />

Showdown qualifiziert und spielten<br />

Anfang Oktober, bei Top-Wetterbedingungen,<br />

die Besten unter sich<br />

aus. Fortsetzung 2013 folgt. GT<br />

Beste Bedingungen in Fleesensee:<br />

Finalisten bei der TUI Golf Open 2012<br />

88 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Finale der Betty Barclay Ladies Golf Tour 2012: Großaufgebot im<br />

Land Fleesensee – 92 Spielerinnen waren am Start<br />

Kanonenstart: Nanett Ewald<br />

und Philipp Keller im Einsatz<br />

Award 1: Gerit Kling (M.) erhält<br />

Scheck für „Artists for Kids“<br />

Gina Friedel (2.v.re.): Ersteigerte<br />

die Hapag-Lloyd-Kreuzfahrt<br />

Award 2: Jürgen Gessner bei<br />

seiner emotionalen Dankes-Rede<br />

BETTY BARCLAY LADIES FINALE<br />

Aus ganz Deutschland<br />

waren die 92 Finalis -<br />

tinnen der Betty Barclay<br />

Ladies Golf Tour 2012<br />

angereist. Sie hatten sich vorher<br />

in ihrem Golfclub unter<br />

den jeweils Führenden in den<br />

Klassifizierungen Brutto so -<br />

wie Netto A-B-C platziert und<br />

gehörten nach Meldung<br />

durch ihren Ladies Captain<br />

zu den Best en in ihrer Wertungsklasse.<br />

So hatte es die<br />

Agentur Finest Moments<br />

mit der Ausschreibung festgelegt<br />

und sorgte damit für<br />

einen „bunten Mix der Hcp-<br />

Klassen“ für die Teilnahme<br />

am Finale in Fleesensee.<br />

Legendär: Die prall gefüllten<br />

Welcome-Bags mit Weste,<br />

Cap, „Legendär“-Shirt, Armbanduhr<br />

und dem neuen<br />

Duft „pure style“ von Betty<br />

Barclay stimmten die Golferinnen<br />

auf ein üppig ausgestattetes<br />

Turnierfinale ein.<br />

Die „Champions-Night“ im<br />

Ballsaal des Radisson Blu<br />

Schlosshotel Fleesensee<br />

wurde dann dank Tombola<br />

und Gewinnspielen zu einem<br />

Feuerwerk der Preise. Zwar<br />

konnten wegen des abgebrochenen<br />

und nicht gewerteten<br />

Turnieres die gravierten Glaspreise<br />

nicht an die Siegerinnen<br />

übergeben werden, dafür<br />

war der Tisch der Charity-<br />

Tombola aber umso üppiger<br />

von Finest Moments und den<br />

Partnern der Betty Barclay Ladies<br />

Golf Tour bestückt.<br />

Und zur Überraschung aller<br />

Gäste machte Betty Barclay<br />

dann spontan jede der 92 Finalistinnen<br />

zu einer Siegerin.<br />

Thorsten Maier, Marketingleiter<br />

und Jörg Labatz,<br />

Vertriebsleiter von Betty Barclay<br />

spendierten jeder Anwesenden<br />

als Dankeschön und<br />

zur Anerkennung für ihre Leis -<br />

tung in der „Regenschlacht<br />

von Fleesensee“ einen Einkaufsgutschein<br />

für Fashion &<br />

Accessoires von Betty Barclay.<br />

Der aufmerksame Service des<br />

Schlosshotels verwöhnte die<br />

Gäste mit einem feinen 4-<br />

Gang-Menü und den damit<br />

korrespondierenden, edlen<br />

Weinen. Frank Linkus, international<br />

engagierter Pianist<br />

und Sänger, begeisterte die<br />

Gäste mit seinem Repertoire.<br />

Ein weiterer Höhepunkt des<br />

Abends war die Verleihung<br />

der beiden Finest Mercy Generation<br />

Awards an Gerit<br />

Kling und Jürgen Gessner.<br />

Finest Moments ehrte damit<br />

die Arbeit der beiden Nominierten.<br />

Jeder der Awards ist<br />

mit einem Spendenbetrag in<br />

Höhe von 15.000 Euro dotiert.<br />

Gerit Kling freute sich,<br />

ihren Scheck für „Artists for<br />

Kids“ (www.artist-for-kids.de)<br />

zusammen mit deren Repräsentantin<br />

Birgitt Wolff in<br />

Empfang nehmen zu können.<br />

Jürgen Gessner setzt den bereits<br />

im Mai anlässlich der<br />

Cannes-Gala von Hapag-<br />

Lloyd Kreuzfahrten gestifteten<br />

Spendenbetrag für „Die Tafel“<br />

im Rahmen der „Stiftunglife“<br />

(www.Stiftunglife.de) ein.<br />

Die somit insgesamt übergebenen<br />

30.000 Euro resultieren<br />

aus der Charity-Fee, die jeder<br />

an der Betty Barclay Ladies<br />

Golf Tour teilnehmende Golf<br />

Club entrichtete, und aus<br />

den Charity-Einnahmen der<br />

„Champions-Night“. Damit<br />

verbindet die Betty Barclay<br />

Ladies Golf Tour „spielerisch“<br />

Golfsport mit anspruchsvollen,<br />

karitativen und sozialen<br />

Projekten. Ein Konzept, das<br />

bei den Golferinnen gut ankommt.<br />

GT<br />

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89


SOCIETY TEA <strong>TIME</strong><br />

STEFAN<br />

BLÖCHER<br />

Putt des Lebens<br />

Gastkommentar. <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-<br />

Autor Stefan Blöcher<br />

über Extrem-Situationen im<br />

Leistungssport.<br />

Es wird überall darüber<br />

gesprochen, in vielen Clubs<br />

wird sogar der Zwei-Meter-Putt<br />

inzwischen nur noch „Ein<br />

Kaymer“ genannt.<br />

Genau: Es geht um den knapp<br />

Zwei-Meter-Putt von Martin<br />

Kaymer beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> in<br />

Medinah, da wo Martin mit<br />

seinem Putt an der 18 den entscheidenden<br />

Punkt und damit<br />

historischen Sieg für Europa<br />

einfuhr.<br />

Solche Extrem-Situationen<br />

finden sich immer wieder im<br />

Leistungssport – sind sozusagen<br />

das Salz in der Suppe: Schafft<br />

der Golfer, Tennis-Spieler, Fußballer<br />

die, harmlos ausgedrückt,<br />

gestellte Aufgabe, oder versagt<br />

er?<br />

Ich erinnere da an Andy<br />

Brehmes Elfmeter-Tor zum<br />

WM-Sieg gegen Italien, oder<br />

die entscheidenden Aufschläge<br />

von Boris Becker in diversen<br />

Wimbledon-Finali.<br />

Auch ich habe mehrfach solche<br />

Extrem-Situationen bei der<br />

Hockey-WM in Erinnerung,<br />

schließlich war ich immer der<br />

Exekutor beim Siebenmeter,<br />

dem Penalty beim Hockey.<br />

Dabei kommt der größte Druck<br />

nicht von einem selbst, sondern<br />

von außen. Von der Mannschaft,<br />

vom Trainer, vom Publikum.<br />

Denken Sie daran bei<br />

Ihrem nächsten Putt,<br />

MERCEDES-BENZ. Ein Jubiläum galt es<br />

Ende September im Rahmen des Mercedes-Benz<br />

Clubturnier Finales zu feiern:<br />

1998 wurde das erste Turnier ausgetragen,<br />

2012 feierte die Serie ihren 15. Geburtstag.<br />

Über 4.600 Golfer waren diese<br />

Saison in 46 Clubs an den Start gegangen,<br />

vom 20. bis 23. Oktober hieß es<br />

nun für 92 Finalisten<br />

„Koffer packen und auf<br />

ins Hartl Resort nach<br />

Bad Griesbach“, genauer<br />

gesagt ins 5-Sterne<br />

Hotel Maximilian. Mit<br />

von der Partie: Die Mercedes-Benz<br />

Markenbotschafter<br />

Marcel Siem,<br />

DTM-Ass Christian<br />

Vietoris und Torsten<br />

Giedeon, der als amtierender Deutscher<br />

Seniorenmeister souverän die Turnierleitung<br />

übernahm und auf der Driving<br />

Range des Mercedes-Benz und Beckenbauer<br />

Course Clinics für die Teilnehmer<br />

gab. Siem und Vietoris stellten sich<br />

Gala-Abend: Auf Schloss Haidenburg<br />

Bayerischer Abend im Gutshof<br />

Uttlau (v.l.): Marcel Siem, Moderatorin<br />

Verena Wriedt, Torsten Giedeon<br />

auf dem Platz: Beim „Beat the Pro“, auf<br />

der 17 des Mercedes-Benz Course, galt es<br />

gegen Siem den Ball näher an die Fahne<br />

zu legen und sich so für die Verlosung<br />

eines handsignierten Drivers zu qualifizieren.<br />

Vietoris wiederum gab als frischgebackener<br />

Golfer auf Loch drei sein<br />

Best es: Bei der „Beat DTM“-Sonderwertung<br />

kam es – passend –<br />

auf gerade Drives an:<br />

Wer den Ball näher an<br />

die 15 Zentimeter breite<br />

„Lane“ in der Mitte des<br />

Fairways platzieren<br />

konnte als Vietoris, der<br />

kam in den Lostopf für<br />

zwei VIP-Tickets für die<br />

DTM in Hockenheim.<br />

Ein Top-Rahmenprogramm<br />

mit Players Night, Bayerischem<br />

Abend im Gutshof Uttlau einem fulminanten<br />

Gala-Abend mit musikalischer Begleitung<br />

von Finn Martin und Band auf<br />

Schloss Haidenburg setzten dem Event<br />

den Stern, pardon, die Krone auf. GT<br />

Ihr<br />

Die Stefan-Blöcher-Kolumne<br />

wird von B.i.G.<br />

präsentiert<br />

(www.big-sport.com)<br />

Beat the Pro: Gegen Marcel Siem auf der 17<br />

Hole-in-One-Preis: Die neue A-Klasse<br />

90 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Die Kiez-Kapitäne Kosta, Andreas (AC) und Hanjo (v.l.)<br />

Coach Sven Strüver mit zwei neuen<br />

Golfteam St. Pauli-Helden<br />

Colour your life, Teil 1<br />

Kiez-Käptän Hanjo<br />

Die „Kiez-Käptäns-Kolumne“<br />

FINALE!!!<br />

Adendorf, Bissenmoor, Brunstorf,<br />

Waldhof und Fleesensee – das<br />

waren die Stationen der Kiez Golf Tour<br />

20122<br />

und wir vom<br />

Golfclub G St. Pauli<br />

möchten m allen Teilnehmern,<br />

m Sponsoren und<br />

Partneranlagen P<br />

DANKE<br />

sagen! s Literweise<br />

Astra A Bier, leckere<br />

„Lecker„<br />

Eck“-Verpflegungsstationen,<br />

p<br />

DJ D Mick at his best<br />

und u Sonne, Sonne,<br />

Sonne S – mehr geht<br />

eigentlich nicht! Wer nun<br />

aber denkt, dass mit dem großen Finalwochenende<br />

in Fleesensee mit Bunker-<br />

Fest Germany und Team-Scramble das<br />

Sankt Pauli Golfjahr zu Ende ist, liegt<br />

falsch. Mit dem Mat(s)chplay Finale in<br />

Strelasund, dem International in Andalusien<br />

sowie unserer X-MAS-Party<br />

mitten auf der Reeperbahn mit 9-Loch<br />

Katerturnier in Treudelberg stehen noch<br />

einige Highlights in den Startlöchern.<br />

Der Winterschlaf muss warten, wir<br />

sehen uns – Viva Sankt Pauli!<br />

Euer<br />

Colour your life, Teil 2<br />

Ein Mann<br />

und sein<br />

Club!!!<br />

Colour your life (Extreme)<br />

Finalteam Siegerland<br />

Termine:<br />

02. – 04.11. Mat(s)chplay Finale, GP Strelasund<br />

14. – 18.11. GC St. Pauli International - Alcaidesa<br />

15./16.12. X-Mas-Party Reeperbahn,<br />

G&CC Treudelberg<br />

Info: www.gc-stpauli.de<br />

Der neue GC<br />

St. Pauli Versorgungs-Mantys<br />

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91


SOCIETY TEA <strong>TIME</strong><br />

ROSS<br />

ANTHONY<br />

Einstand<br />

Ross Anthony über seinen Einstand<br />

bei den EAGLES und Golf<br />

im Allgemeinen . . .<br />

Ich habe schon mit vier Jahren<br />

angefangen, Golf zu spielen.<br />

Meine Mutter war sogar Proette,<br />

heute spielt sie mit 70 noch<br />

Handicap 14. Mein Vater war<br />

nicht ganz so gut wie sie und<br />

fand es immer ein bissc hen peinlich,<br />

dass seine Frau bei allen<br />

Turnieren gewonnen hat. Bevor<br />

es mit der Musik und der Band<br />

„Bro’Sis“ losging, habe ich<br />

Handicap 21 gespielt, kam dann<br />

aber lange Zeit nicht mehr auf<br />

den Platz. Ich habe mich total<br />

gefreut, als ich dieses Jahr zu den<br />

EAGLES kam.<br />

Bei meinem letzten Turniereinsatz<br />

zugunsten der Stiftung „Hänsel<br />

und Gretel“ ging es um mehr<br />

Aufmerksamkeit und Hilfe für<br />

missbrauchte Kinder. Ich finde es<br />

toll, wenn ich durch eine Tätigkeit,<br />

die mir viel Spaß bereitet,<br />

auch noch etwas Gutes tun kann.<br />

Ich spiele am liebsten mit Sonja<br />

Zietlow, Gundis Zambo oder<br />

Werner Schulze-Erdel. Werner<br />

und mich verbindet ein ähnlicher<br />

Humor, aber Werner spielt viel<br />

besser Golf als ich. Dabei kann<br />

ich mich auf dem Golfplatz<br />

durchaus sehen lassen. In der<br />

Einzelwertung war ich einmal<br />

Vierter und einmal Zweiter! Aber<br />

auch golfmodetechnisch versuche<br />

ich Zeichen zu setzen. In diesem<br />

Jahr war mein Fashion-Statement<br />

„Kurze Hosen mit sehr<br />

langen Socken“. Das sollten Sie<br />

unbedingt einmal ausprobieren. Es<br />

schützt vor Mückenstichen und<br />

man sieht sensationell gut aus!<br />

Ihr<br />

www.eagles-charity.de<br />

hagebau und EAGLES spenden 60.000<br />

Euro an gemeinnützige Organisationen<br />

HILFREICH. Unter dem Motto „Zusammen<br />

bau Geschäftsführer fü<br />

h und Organisator des<br />

geht mehr“ gingen am Freitag die EAGLES, Charity-Golf-<strong>Cup</strong>s 2012, mehr als zufrieden.<br />

Mitarbeiter der hagebau Zentrale, der hagebau „Die Spendenbereitschaft langjähriger Geschäftspartner<br />

und aller teilnehmenden Privat-<br />

Gesellschafter, zahlreiche Industriepartner und<br />

Prominente aus ganz Deutschland sowie Persönlichkeiten<br />

aus Soltau und dem Heidekreis tolle Ergebnis erst möglich gemacht.“<br />

personen war beeindruckend und hat dieses<br />

auf der Golfanlage Hof Loh in Soltau an den Von den Erlösen kommen je 15.000 Euro drei<br />

Start. Insgesamt kamen Spendengelder in Organisationen zugute, die seit Jahren von<br />

Höhe von 60.000 Euro zusammen, die an den EAGLES unterstützt werden: Der „Kindersechs<br />

gemeinnützige Organisationen überreicht<br />

wurden. Mit von der Partie waren auch sowie dem „Beschützerinstinkte e.V.“. Zudem<br />

Rheumastiftung“, der „Michael Roll Stiftung“<br />

Promis wie Mike Krüger, Sonja Zietlow und spendete die hagebau je 5.000 Euro an die<br />

Rosi Mittermaier-Neureuther. „Wir haben „Lebenshilfe Soltau e.V.“, die „Stiftung Spiel<br />

mit 60.000 Euro eine stattliche Summe erspielt“,<br />

zeigt sich Michael Baumgardt, hageschutzstiftung<br />

Heidekreis“.<br />

des Soltauer Spielmuseums“ sowie die „Natur-<br />

GT<br />

SPORTLICH. Es gehört mittlerweile zu Tabaluga genauso<br />

dazu wie der kleine grüne Drache: Das Benefiz-Turnier<br />

„Tabaluga Golf <strong>Cup</strong>“. 150 VIPs, darunter zahlreiche Mitglieder<br />

des Eagles Charity Golf Clubs, spielten für den guten<br />

Zweck. Der Erlös des Turniers, rund 50.000 Euro, kommt der<br />

Michael Roll-Stiftung, einer Treuhandstiftung der Tabaluga-<br />

Kinderstiftung, zugute. Der begeisterte Hobbypilot Michael<br />

Roll verzichtete selbst aufs Mitgolfen und brachte dafür die<br />

Teilnehmer im Helikopter zum Abschlag – was pro Flug<br />

50 Euro für die gute<br />

Sache brachte. „Mit<br />

dem Erlös werden<br />

wir die Reit-Therapien<br />

in Tutzing und<br />

im Orange House in<br />

Peißenberg unterstützen“,<br />

freute sich<br />

Schauspieler Michael<br />

Roll über den Erfolg.<br />

GT<br />

FORSCHUNG. Traditionell<br />

veranstaltet Turnierdirektor<br />

und wissenschaftlicher<br />

Leiter der Deutschen Antisepsis<br />

Stiftung, Prof.<br />

Dr. Eugen Faist, sein<br />

jährliches Golfturnier. Das<br />

Ziel: Möglichst viele Spendengelder<br />

für die Forschung<br />

und ein Informationszentrum<br />

zum Thema<br />

„Sepsis“ zu sammeln. Ca.<br />

30 Eagles-Mitglieder stell -<br />

ten sich in den Dienst der<br />

guten Sache. Darunter<br />

DASS Botschafter Thomas<br />

M. Stein, Elmar<br />

Wepper, Sascha Hehn,<br />

Günther Maria Halmer,<br />

Klaus Wolfermann und<br />

viele weitere . . . GT<br />

Fotos: Agentur Schneider-Press/VA<br />

92 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


STORY GÖTZ-ZITAT<br />

GÖTZ<br />

SCHMIEDE-<br />

HAUSEN<br />

Gründer und langjähriger Chefredakteur des<br />

Magazins „GolfPunk“, seit 2011 bei <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>.<br />

Wäre aufgrund der unglaublichen Dramatik<br />

beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> 2012 spontan ergraut, wenn<br />

er nicht silberfarbenes Haupthaar hätte . . .<br />

Tut mir leid!<br />

»Du verkörperst<br />

den wahren Geist<br />

des geeinten<br />

Europas, in dem<br />

deutsche Spitzenkräfte<br />

wieder gut<br />

machen, was in<br />

Spanien verbockt<br />

wurde«<br />

In der größten deutschen Tageszeitung<br />

schreibt ein Journalist gerne offene<br />

Briefe an wichtige Persönlichkeiten.<br />

Beim <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> hat er das wohl<br />

vergessen, dann springe eben ich ein.<br />

Post von Götz:<br />

Lieber José-Maria Olazábal, ich muss mich<br />

bei Dir entschuldigen. Während des <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong>s habe ich kurzzeitig den Glauben an<br />

Dich und Deine Fähigkeiten als Teamkapitän<br />

verloren. Ich habe wie ein Rohrspatz über<br />

Deine wirre Aufstellungspolitik am Freitag<br />

geschimpft. Ich konnte nicht verstehen,<br />

warum Du Ian Poulter oder Francesco Molinari<br />

auf die Bank gesetzt, aber die völlig außer<br />

Form agierenden Lee Westwood und Graeme<br />

McDowell immer wieder ins Feld geschickt<br />

hast. In meinen Augen saßest Du die ganze<br />

Zeit nur in Deinem Golfcart und hast stumm<br />

mit depressiver Miene das Geschehen beobachtet,<br />

während unsere Jungs von den Amerikanern<br />

vorgeführt wurden. Als die US-Boys<br />

den zehnten Punkt holten und wir gerade<br />

einmal läppische vier Zähler auf dem Konto<br />

stehen hatten, warst Du für mich der schlechteste<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Kapitän seit Hal Sutton 2004<br />

in Oakland Hills.<br />

Ich weiß, das war wirklich gemein, so von<br />

Dir zu denken. Dieser <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> fand im<br />

Andenken an Deinen verstorbenen Freund<br />

Severiano Ballesteros statt. Und Seve hat sich<br />

meist auch erst in völlig ausweglose Situationen<br />

manövriert, bevor er dann mit einem<br />

magischen Geniestreich das Blatt zu seinen<br />

Gunsten gewendet hat. Du hast immer betont,<br />

dass Seve aus dem Himmel zusieht und an<br />

den Sieg geglaubt. Und oft schien es dann am<br />

Sonntag wirklich so, als würde eine unsichtbare<br />

Hand die Bälle Deines Teams ins Loch<br />

lenken, während die Putts der Amerikaner<br />

viel zu oft fehl gingen, um dabei nicht ein<br />

wenig abergläubisch zu machen.<br />

Lieber Martin Kaymer, auch bei Dir muss ich<br />

mich entschuldigen. Im Vorfeld wurde ich<br />

nicht müde zu betonen, dass Du beim <strong>Ryder</strong><br />

<strong>Cup</strong> nichts verloren hast und nur aufgrund<br />

vieler glücklicher Zufälle ins Team gerutscht<br />

bist. Ich hatte gehofft, dass Dein Kapitän<br />

Dich bis zu den Einzelmatches auf die Bank<br />

verbannt, damit Du möglichst wenig Schaden<br />

anrichten kannst. Als ich am Freitagnachmittag<br />

Deinen Namen bei den Vierball-Bestball-<br />

Matches gelesen habe, war mir klar, dass<br />

dieser <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> ein Desaster werden wird.<br />

Wie habe ich mich getäuscht. Du verkörperst<br />

den wahren Geist des geeinten Europas, in dem<br />

deutsche Spitzenkräfte wieder gut machen,<br />

was in Spanien verbockt wurde. Du hast das<br />

Herz eines wahren Champions und bald<br />

sicher auch wieder den zugehörigen Schwung.<br />

Lieber Ian Poulter, Du bist der großartigste,<br />

unglaublichste und abgebrühteste Teufelskerl<br />

der Welt. Danke für Deine fünf Birdies am<br />

Samstagabend! Ohne Dich wären die Europäer<br />

mit fliegenden Fahnen untergegangen.<br />

Und diese Kolumne hätte sich ganz anders<br />

gelesen.<br />

Lieber Tiger Woods, lieber Steve Stricker,<br />

danke, dass Ihr am Freitag und Samstag im<br />

amerikanischen <strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong>-Team für die<br />

europäischen Momente gesorgt habt. Ohne<br />

Euch hätten wir alle ein richtig mieses<br />

Wochenende erlebt. Ich bin mir sicher, Ihr<br />

beiden, eure Teamkollegen und die amerikanischen<br />

Fans werden eines Tages über diesen<br />

<strong>Ryder</strong> <strong>Cup</strong> hinwegkommen. Vielleicht nicht<br />

schon 2014, denn unser Sieg in Gleneagles<br />

ist fest eingeplant. Poulter hat bereits einen<br />

Friseurtermin und der Champagner ist auch<br />

schon geordert. 2016 könnte es doch was<br />

werden, aber seid Ihr dann nicht schon ein<br />

bisschen zu alt, um noch mitzuspielen?<br />

Herzlichst, Euer Götz<br />

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Faith Damenserie Fairwayhölzer 189,- / 109,-<br />

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JPX 800 Driver 299,- / 129,-<br />

JPX 800 Fairwayhölzer 189,- / 99,-<br />

JPX 800 Hybrids 159,- / 79,-<br />

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<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

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Chefredaktion Oskar Brunnthaler (14,8)<br />

Stellvertr. Chefredakteure Marcus Brunnthaler (8,7),<br />

Götz Schmiedehausen (9,8)<br />

Autoren Ulrich Kaiser (23,2),<br />

Klaus Wondratschek (12,8)<br />

Redaktion George Delanoff (8,9), Lothar Hellmuth (54),<br />

Steffen Köpf (14,7), Rudi Kopp (11,2), Ulli Timmer (45)<br />

Freie Mitarbeiter Frank Adamowicz (Pro), Stefan Blöcher (3,6),<br />

Rafael Cabrera-Bello (Pro), Alex Cejka (Pro),<br />

Sabana Crowcroft (Proette), Frank Drollinger,<br />

Martina Eberl-Ellis (Proette), Perry Einfeldt (8,8),<br />

Helmut J. Geelink, Max Kieffer (Pro), Carlo Knauss (Pro),<br />

Felix Lubenau (Pro), Caro Masson (Proette), Cliff Potts (Pro),<br />

Tino Schuster (Pro),Marcel Siem (Pro), Michael Specht (5,4),<br />

Jonathan Taylor (Pro), Danny Wilde (Pro),<br />

Joachim Woehe (8)<br />

Fotos Sammy Minkoff, Ltg.; GettyImages;<br />

Marcel Brunnthaler (16,6)<br />

Biomechanischer Beirat Dr. Christian Haid (12,7)<br />

Verlagsleitung Evelyn Grund (37)<br />

Anzeigen Susanne Kirmaier, Eva-Carina Eder (27,5),<br />

Jürgen Haß (9,7); Österreich:Josef Schönhuber (31,6)<br />

Kleinanzeigen Isabell Schittek<br />

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Office-Management Natascha Brunnthaler (12,6),<br />

Isabell Schittek<br />

Grafik Rudi Kopp (11,2)<br />

Repro High-End dtp-service Hellmuth, Augsburg<br />

E-Mail: mail@l-hellmuth.de<br />

Druck ADV SCHODER, Augsburg<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unb edingt die Meinung der Redaktion<br />

wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine<br />

Haftung. Nachdrucke, auch auszugsweise, bedürfen der Zustimmung der Verlagsleitung.<br />

Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt im Sinne des Pressegesetzes:<br />

Marcus Brunnthaler<br />

Es gilt die Preisliste Nr. 18 vom 1. Januar 2012<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> erscheint acht Mal pro Jahr (von Februar bis Dezember)<br />

in der G.O.L.F. <strong>TIME</strong> Verlag GmbH (Gesellschafter der GmbH sind zu je 50%:<br />

Oskar Brunnthaler und Marcus Brunnthaler, beide Redakteure, München)<br />

Vertrieb PREMIUM SALES GERMANY GmbH, Hamburg<br />

<strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-Abo-Service Telefon 089/42 71 81 80, Fax 42 71 81 71<br />

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Für die Mitglieder des A-ROSA Golf Club e.V., Sporting Club Berlin e.V.,<br />

Donau GC Passau-Raßbach e.V., Jura GP e.V., GC am Habsberg e.V., Jura Golf<br />

Hilzhofen e.V., GC St. Pauli e.V., Golf & Country Club Fleesensee e.V., GC Aldruper Heide,<br />

GC Schloss Egmating und GC Hummelbachaue ist der Bezug von <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong><br />

(8 Ausgaben p.a.) im Mitgliedsbeitrag enthalten.<br />

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Oskar Brunnthaler<br />

96 <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong> 7-2012 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


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97


<strong>TIME</strong> OUT AKTENZEICHEN 007<br />

GEHEIMAKTE<br />

Und wieder flatterte in die <strong>GOLF</strong> <strong>TIME</strong>-<br />

Redaktion ein interessantes Schreiben, das wir unseren<br />

Lesern nicht vorenthalten wollen. Unter dem Aktenzeichen<br />

007 ist das Dossier zwar im Tresor abgelegt und<br />

für jedermann erst in 50 Jahren einsehbar, dann nämlich,<br />

wenn die Akte frei gegeben wird. Um Sie nicht allzu<br />

lange auf die Folter zu spannen, hier ein Auszug des<br />

unglaublichen Berichts: „Da der Betreiber der Golfanlage<br />

Hohenwischendorf/Wismar insolvent ist, betreiben die<br />

Clubmitglieder die Anlage selbst. Deshalb gibt es nur<br />

eine Kasse des Vertrauens mit einem Greenfee von 15 Euro für neun Loch und<br />

30 Euro für 18 Loch . . .“ So weit so gut. Mit dem Vertrauen, mit der Ehrlichkeit,<br />

mit dem Fairplay, mit dem Gentleman-Sport.<br />

Aber jetzt kommt’s, da heißt es nämlich weiter: „Bei einer Überprüfung durch die<br />

Clubleitung hatten von 26 Spielern nur zwei für 18 Loch gebucht, alle anderen für<br />

SCHWARZSPIELER MELDEN<br />

neun Loch eingezahlt und trotzdem eine volle Runde gespielt.“ Thomas Gruhner,<br />

der Verfasser dieser Akte, hatte leichtes Spiel, diese unfairen Machenschaften zu<br />

beobachten, da er in Absprache mit der Clubleitung mit seinem Wohnmobil auf<br />

»Die „Geiz ist geil“-<br />

Mentalität und fiesen<br />

Schnäppchenjäger<br />

finden sich<br />

immer öfter in der<br />

Golf-Familie« Kasse des Vertrauens: Ehrlichkeit gefragt<br />

dem Club-Parkplatz<br />

stationiert war. Thomas<br />

Gruhner in seinem<br />

Augenzeugen-Bericht:<br />

„Sie bezahlten nur<br />

für neun Löcher und<br />

kamen erst nach ca.<br />

vier Stunden wieder zu<br />

ihren Autos zur ück . . .“<br />

Da sollte man doch<br />

meinen, Golfer hätten es nicht nötig, Clubs um ihr notwendiges Greenfee zu betrügen.<br />

Aber die „Geiz ist geil“-Mentalität und faule Schnäppchenjäger finden sich auch<br />

immer öfter in der Golf-Familie. Thomas Gruhner folgert: „Bei diesen Gebühren und<br />

dem Engagement der Clubmitglieder müsste man doch eigentlich davon ausgehen,<br />

dass die Preise ohne Weiteres berechtigt sind. Aber es wird eben einfach betrogen.“<br />

In der Tat entbehrt dieser golferische „Mundraub“ jeglichen Kommentars. Mir fällt<br />

jedenfalls dazu nichts mehr ein! Außer: Wie verhalten sich diese Schwarzspieler<br />

dann auf der Runde, wenn sie schon beim Greenfee-Zahlen besch . . .?“<br />

Die nächste erscheint am 3. Dezember 2012<br />

Oskar Brunnthaler<br />

ob@golftime.de<br />

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DAB bank behält sich das Recht vor, die Aktion jederzeit zu beenden. Eine Kombination mit anderen Aktionen sowie ein Wechsel zu anderen Aktionen der DAB bank ist nicht möglich. Sie erhalten 2,5 % Zinsen p. a. auf Ihr Tagesgeld<br />

bis max.100.000 Euro, wenn Sie Depotwerte i.H.v. mind. 10.000 Euro von einer Fremdbank zur DAB bank übertragen oder durch Kauf bei der DAB bank aufbauen und diesen Depotsaldo bis zum Ablauf der Sonderverzinsung halten.<br />

Eine Kombination von Übertrag von einer Fremdbank und Kauf ist möglich. Interne Depotüberträge zwischen DAB bank Depots werden nicht berücksichtigt. Für einen vollständigen Depotübertrag mit Löschung des Depots bei der<br />

Fremdbank erhalten Sie eine zusätzliche Sonderverzinsung von 0,5 % p. a. Um diese Sonderverzinsung zu erhalten, kreuzen Sie bei Depoteröffnung das Kästchen „Weiterhin erteile ich Ihnen den Auftrag, mein Depot aufzulösen und<br />

abzuschließen“ an. Die Gewährung der Sonderverzinsung ist abhängig von den jeweils zum Quartalsultimo gehaltenen Depotsalden. Diese werden ab Depoteröffnung für vier Quartale ermittelt. Nicht bewertet werden geschlossene<br />

Fonds und Wertpapiere ohne Börsennotierung/Preisstellung der Investmentgesellschaft. Falls Sie den Depotsaldo nicht halten, verfällt die Sonderverzinsung für das folgende Quartal und Sie erhalten den aktuellen Tagesgeldzinssatz<br />

gem. Preisverzeichnis. Übersteigt der Depotsaldo am Quartalsultimo wieder die 10.000 €, wird die Sonderverzinsung für das folgende Quartal wieder gewährt. Die Sonderverzinsung gilt bei Erfüllung der Bedingungen für vier aufeinanderfolgende<br />

Quartale und beginnt in dem auf die Kontoeröffnung folgenden Quartal. Bis zum Start der Sonderverzinsung und für Beträge über 100.000 Euro erhalten Sie den Zinssatz gemäß Preisverzeichnis (Stand 03/12: 0,5 %<br />

p. a.) Bsp.: Depoteröffnung 15.04.12 = Start der Sonderverzinsung 01.07.12 = Ende der Sonderverzinsung 30.06.13. Golfprämie (Schuhe): Sie erhalten die Golfprämie einmalig in Form eines Gutscheines, wenn Sie Depotwerte i.H.v.<br />

mind. 10.000 Euro von einer Fremdbank zur DAB bank übertragen oder durch Kauf bei der DAB bank aufbauen. Eine Kombination von Übertrag von einer Fremdbank und Kauf ist möglich. Interne Depotüberträge zwischen DAB bank<br />

Depots werden nicht berücksichtigt. Messung der Depotsalden jeweils zum Quartalsultimo. Nicht bewertet werden geschlossene Fonds und Wertpapiere ohne Börsennotierung/Preisstellung der Investmentgesellschaft. Der Versand<br />

der Gutscheine erfolgt im Folgemonat, Gutschein kann direkt bei Duca del Cosma eingelöst werden. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Die Gewährung der Golfprämie ist abhängig von den jeweils zum Quartalsultimo gehaltenen<br />

Depotsalden. Diese werden ab Depoteröffnung quartalsweise ermittelt, letztmalig am 31.03.13.

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