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das dental labor Restaurationen aus Lithium-Disilikat-Glaskeramik (Vorschau)

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Die ganze Welt<br />

der Zahntechnik<br />

<strong>Restaurationen</strong><br />

<strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<br />

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<strong>Glaskeramik</strong><br />

c Ab Seite 84 Abrasiv und erosiv bedingte Zahnhartsubstanzdefekte<br />

März 2013 · 61. Jahrgang


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Die ganze Welt<br />

der Zahntechnik<br />

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c Extra-Beilage: Für Ihren erfolgreichen IDS-Besuch<br />

Vollkommen, vollkeramisch<br />

c Ab Seite 68 Frontzahnrestauration<br />

Der Maestro <strong>aus</strong> Avignon<br />

c Ab Seite 182 Ein Fortbildungskurs mit Gérald Ubassy<br />

März 2013 · 61. Jahrgang<br />

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Editorial<br />

Einstimmung auf die IDS<br />

Noch ein paar Mal schlafen, und<br />

schon sind viele von uns erneut<br />

in Köln auf der IDS. Mir kommt<br />

es zwar immer so vor, als sei die letzte<br />

Messe gerade erst gestern gewesen,<br />

aber die individuelle Zeitwahrnehmung<br />

ist so ein Thema für sich …<br />

Was also kommt auf uns zu? So wie es<br />

<strong>aus</strong>sieht, wird auch die 35. Auflage der<br />

IDS – 90 Jahre (!) nachdem die erste<br />

Dental-Schau in Deutschland stattgefunden<br />

hat – ihren Erfolgskurs fortsetzen.<br />

Vom 12. bis 16. März 2013 werden<br />

zur weltgrößten Leitmesse für Zahnmedizin<br />

und Zahntechnik mehr als 1900<br />

Unternehmen <strong>aus</strong> über 55 Ländern in<br />

Köln erwartet. Damit ist auf der IDS die<br />

gesamte Dentalbranche inklusive aller<br />

internationalen Marktführer in einer<br />

einzigartigen Angebotsbreite und -tiefe<br />

vertreten: angefangen beim zahnärztlichen,<br />

über den zahntechnischen Bereich<br />

sowie Infektionsschutz und Wartung,<br />

bis hin zu Dienstleistungen, Informations-,<br />

Kommunikations- und<br />

Organisationsmitteln. Aufgrund der<br />

starken Nachfrage wird zusätzlich zu<br />

den Hallen 3, 4, 10 und 11 auch die Halle<br />

2.2 komplett belegt sein.<br />

Die IDS tickt „global“. 68 Prozent der<br />

<strong>aus</strong>stellenden Unternehmen kommen<br />

<strong>aus</strong> dem Ausland. Nach Deutschland<br />

zählen Italien, die USA, Korea, China,<br />

die Schweiz, Frankreich und Großbritannien<br />

zu den Ländern, die am stärksten<br />

vertreten sind.<br />

Thematisch gibt es – erneut – einen<br />

„Salto digitale“. Neuheiten auf dem<br />

CAD/CAM-Sektor, Erweiterung der digitalen<br />

Prozesskette, Fortschritte bei<br />

Intraoralscannern und Planungssoftware<br />

gehören auch dieses Mal zu den<br />

Hauptthemen. Zwar ist noch lange nicht<br />

alles digital, und auch konventionelle<br />

Techniken haben heute noch immer ihre<br />

Berechtigung, doch der Fortschritt<br />

geht mit großem Tempo weiter. „Ob es<br />

um Werkstoffe, Software, CAM-Module<br />

oder um die Vernetzung der einzelnen<br />

Komponenten und Prozesse<br />

geht,“ so Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer<br />

des VDDI, „auf der IDS<br />

in Köln sind die relevanten Neuerungen<br />

gebündelt vertreten.“<br />

Wer dann von soviel Fachinformationen<br />

irgendwann die Nase voll<br />

hat – für den gibt es auch außerhalb<br />

der Messehallen ein abwechslungsreiches<br />

Programm. Kunst-,<br />

Musik- und Literaturfans können<br />

sich auf unterschiedlichste kulturelle<br />

Angebote in Museen, Philharmonie und<br />

zahlreichen weiteren Veranstaltungsorten<br />

freuen. Wer dagegen eher Gaumenfreuden<br />

oder ein pulsierendes<br />

Nachtleben bevorzugt, kommt auch<br />

nicht zu kurz. Mit rund 4000 Bars,<br />

Brauereien, Kneipen und Restaurants<br />

bietet Köln ein ungeheuer vielfältiges<br />

Gastronomieangebot (siehe auch Seite<br />

8). Und: Die Halle/Tor 2, öffnet am Freitag,<br />

dem 15. März 2013, nur für die Dentalbranche<br />

zur legendären „Strictly<br />

Dental Night“.<br />

Und wir vom <strong>dental</strong> <strong>labor</strong>? Wir feiern<br />

unseren 60. Geburtstag (<strong>das</strong> ist doch<br />

was!) – und haben uns zu diesem Anlass<br />

neben einem spannenden Zahntechniksortiment<br />

kleine Überraschungen für<br />

unsere Standbesucher <strong>aus</strong>gedacht. Wir<br />

freuen uns, wenn Sie uns möglichst<br />

zahlreich besuchen – Sie finden uns in<br />

Halle 10.1, Stand B8/C9. Sollten Sie ein<br />

redaktionelles Thema besprechen wollen<br />

– einfach am Stand nach mir fragen!<br />

Wer nicht nach Köln kommen kann,<br />

kann auf facebook und unserer Webseite<br />

www.dlonline.de tagesaktuelle IDS-<br />

Informationen abrufen.<br />

In diesem Sinne – auf bald in Köln<br />

Ihre<br />

e Dr. Angelika Schaller,<br />

Chefredakteurin<br />

www.facebook.com/<strong>das</strong><strong>dental</strong><strong>labor</strong> • www.twitter.com/<strong>das</strong><strong>dental</strong><strong>labor</strong><br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 3


Glosse<br />

Rolli resümiert<br />

M<br />

an glaubt es nicht: Rolli steuert geradewegs<br />

auf die Rente zu. Über vier Jahrzehnte Zahntechnik<br />

liegen hinter ihm. Und was hat er nicht alles<br />

miterleben müssen und dürfen. Rolli hat den<br />

„Gold-Tsunami“ der späten Sechziger gesehen, der<br />

sich über alle Patienten ergoss, weil nicht (wie politisch<br />

beabsichtigt), jeder die Versorgung bekam, die NÖTIG<br />

war, sondern die, welche MÖGLICH war. Die Kassen<br />

stöhnten und reagierten auf die grenzenlose Gier und<br />

<strong>das</strong> nur in homöopathischen Portionen vorhandene<br />

„soziale Bewusstsein“ ihrer Vertragsärzte wie immer<br />

mit höheren Beiträgen. Ein Teufelskreis. Rolli hat die<br />

große Zeit der Modellguss-Klammerprothese erlebt,<br />

hat unzählige unterschiedliche Kunststoffe, Anker, Geschiebe,<br />

Keramikmassen und Metalle verarbeitet, von<br />

denen die meisten heute zu Recht vergessen sind. Er<br />

hat haufenweise Überstunden gemacht, unbezahlt,<br />

weil er <strong>das</strong> dummerweise als eine Art innerbetrieblichen<br />

Sozialbeitrag gehalten hat, der sich irgendwann<br />

einmal für ihn <strong>aus</strong>zahlen würde – eine lächerliche Vorstellung,<br />

wie er heute weiß. Er hat in Praxen und gewerblichen<br />

Labors gewerkelt, hat eine Menge Kurse<br />

belegt, deren Inhalte in den seltensten Fällen anwendbar<br />

waren, weil einfach die nötigen, sorgfältig vorbereiteten<br />

Unterlagen nicht zur Verfügung standen. Er<br />

hatte nicht selten wirklich Spaß an der Zahntechnik,<br />

hat sie aber auch oft verflucht: Wegen fehlender oder<br />

falscher Standespolitik – falls es die jemals in erwähnenswerter<br />

Form gegeben hat – und dem vermeintlich<br />

gottgewollten Abhängigkeitsverhältnis zu den Auftraggebern,<br />

die diese Karte teilweise erpresserisch <strong>aus</strong>spielten<br />

und eine oft bizarre Vorstellung von „partnerschaftlichem<br />

Arbeiten“ entwickelten. Rolli hat miterlebt,<br />

wie für viele der Beruf vermeintlich feierlich zu<br />

Grabe getragen wurde, als T<strong>aus</strong>ende Berufskollegen<br />

diesem <strong>aus</strong> existentiellen Gründen den Rücken zukehrten<br />

und andere Jobs in der Industrie suchten. Das<br />

unfaire Lohn-Dumping der letzten Jahrzehnte, <strong>das</strong> zu<br />

einem eklatanten, heute bejammerten Fachkräftemangel<br />

führte. Die höhere Arbeitsbelastung und die steigende<br />

Zahl der psychischen Erkrankungen sind zwei<br />

Seiten der gleichen Medaille; <strong>das</strong> ist eine Tatsache.<br />

Aber dennoch, Rolli gibt nicht auf und versucht mit der<br />

Zeit zu gehen. Obwohl erfahrungsgemäß auf große<br />

Ankündigungen oft mittelmäßige Ereignisse folgen –<br />

Innovationen gibt es genug. Nehmen wir <strong>das</strong> „Qualitäts-Management“,<br />

<strong>das</strong> ja nun mal Gesetz ist und unbedingt<br />

segensreich für einen Betrieb sein kann. Was<br />

aber, wenn es keine nennenswerte Qualität gibt, die<br />

es zu managen gilt und der Boss nicht selten jede Art<br />

von Veränderung in seinem Arbeitsverhalten als unnütz<br />

und belastend interpretiert? Was, wenn sich im Bewusstsein<br />

der Betriebsleitung Begriffe wie „Qualitätsanspruch“<br />

und „Wirtschaftlichkeit“ völlig <strong>aus</strong>schließen?<br />

Rolli nimmt auch an sinnfreien Debatten über<br />

Schlagwörter wie „ Ästhetik“ nicht mehr teil. Er weiß,<br />

<strong>das</strong>s Ästhetik eine unbedingt individuelle Wahrnehmung<br />

ist, und letztlich immer der Patient entscheidet,<br />

wie sein Zahnersatz <strong>aus</strong>zusehen hat. Ihm steht die<br />

bestmögliche Versorgung zu, die er subjektiv als<br />

„schön“ und „passend“ empfindet; völlig egal, ob die<br />

VMK-Krone als normale Dreischichttechnik oder als<br />

mit einem halben Dutzend Effektmassen „aufgepimpte“<br />

Restauration daherkommt. Es geht immer nur um<br />

den Wunsch des Patienten und nicht um die vermeintlich<br />

künstlerischen Ambitionen des Technikers. Rolli<br />

sieht neuerdings auch Probleme bei der eigentlich zukunftsweisenden<br />

CAD/CAM-Technik, die in der Praxis<br />

oft an nicht scangerechten Präparationen scheitert.<br />

Besonders bei Unterschnitten und Oberflächen-Reflexionen<br />

des Gipsstumpfes stößt <strong>das</strong> System an seine<br />

Grenzen. Sollten wir uns auch noch zum Sklaven von<br />

Software-Updates, Systemfehlern und ähnlichen technischen<br />

Unzulänglichkeiten machen? Ist es nicht mehr<br />

möglich, mit handwerklichem Geschick, mit Augenmaß<br />

und gutem Farb-Formempfinden auch ohne vollautomatische<br />

Fertigung guten Zahnersatz herzustellen?<br />

Auch <strong>das</strong> Preis-Leistungs-Argument lässt Rolli nicht<br />

gelten – er weiß <strong>aus</strong> Erfahrung, <strong>das</strong>s sicherlich langfristig<br />

der aktuelle (durch nichts gerechtfertigte) hohe<br />

Goldpreis durch künstlich hoch gehaltene Preise der<br />

Zirkonoxid-Rohlinge ersetzt werden wird. Es geht<br />

schließlich immer nur um Kohle, oder nicht? Wie sagt<br />

doch Tucholsky? „Ich kenn’ die Leute, kenn’ die Masse,<br />

die Dummheit, die zum Himmel schreit, nur ein paar<br />

Hundert machen Kasse, der Rest der wartet ab – und<br />

schweigt.“<br />

Bis dann – Euer<br />

UMA<br />

4 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


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Alle reden von digital. Wir machen es greifbar: Mit Werkstoffen<br />

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aufeinander abgestimmt und entlang der Bedürfnisse moderner<br />

Zahnärzte und Zahntechniker entwickelt. So auch mit<br />

der ersten Hybridkeramik VITA ENAMIC und der ersten zirkondioxidverstärkten<br />

<strong>Lithium</strong>silikat-Keramik. Erleben auch Sie auf<br />

der IDS 2013 unsere zukunftsweisenden Weltpremieren und<br />

bringen Sie sich digital auf den neuesten Stand. Mehr Informationen<br />

finden Sie vorab unter: www.vita-zahnfabrik.com/ids<br />

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Inhalt<br />

182<br />

8<br />

38<br />

Editorial<br />

Schaller, Dr. A.:<br />

Einstimmung auf die IDS 3<br />

Glosse<br />

Rolli resümiert 4<br />

Aktuell<br />

„Op Jöck“ in Köln – Ausgeh-Tipps<br />

für Messebesucher 8<br />

CAD/CAM-Kooperation<br />

via Internet 10<br />

Neue Serie zur Digitalisierung:<br />

„Ausbildung anpassen“ 12<br />

Kurz notiert – Meldungen<br />

<strong>aus</strong> der Branche 16<br />

Das „Komet“-Phänomen 29<br />

Neue Wege in der Meisterprüfung<br />

mit CAD/CAM 32<br />

Menschen<br />

Dissertationspreis verliehen 35<br />

Kurz Zahntechnik: Hochmodern 36<br />

Auf der Sonnenseite –<br />

Besuch im Labor Messig 38<br />

Jubilare bei Dentaurum 42<br />

News 44<br />

189<br />

60<br />

Interviews<br />

IDS: Noch ein paar Fragen… 48<br />

Glänzende Strahlgeräte –<br />

Informationen von Reitel 51<br />

Diabetes erkennen 56<br />

Holsteiner Biss für<br />

die ganze Welt:<br />

Im Gespräch mit Merz Dental 60<br />

Technik<br />

Tipp des Monats:<br />

SHOFU Ceravety Press & Cast 66<br />

Seeger, A.:<br />

Vollkommen, vollkeramisch 68<br />

Ztm. Sebastian Schuldes, S., MSc;<br />

Würzler, PD Dr. Dr. K.-K.:<br />

Zeitgemäße Implantatplanung,<br />

Teil 2 76<br />

Edelhoff, D.; Brix, O.; Ramberger, M.:<br />

<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<br />

<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong> 84<br />

Schönwetter, J.:<br />

Komposit-Kompositionen 90<br />

Joit, H.-J.:<br />

Der Tempel des Lächelns 94<br />

Brix, O.:<br />

Faszination Vollkeramik 102<br />

Hoppe, F.; Rempen,<br />

Dr. med. dent. M.; Topp, B.:<br />

Zur perfekten Lösung im Team 106<br />

Schön, M.; Franke, Dr. J.:<br />

Die festsitzende<br />

Distal-Jet-Apparatur 116<br />

Rotter, T.: Hand in Hand<br />

zum perfekten Lächeln 124<br />

6 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Inhalt<br />

76<br />

116<br />

68<br />

84<br />

94<br />

Produkte<br />

CoCr trocken fräsen –<br />

einfach wie Wachs 136<br />

Universelle Technik 140<br />

Neue Dimensionen 145<br />

Neuheiten 150<br />

Wissen<br />

Mondelli, C.:<br />

Einfach und elegant! 152<br />

CAD/CAM – Ein Blick<br />

hinter die Kulissen 158<br />

Vom Datensatz zum Zahnersatz 161<br />

Termine<br />

Veranstaltungsfinder 163<br />

Events<br />

Gran Dentissimo mit Vita 180<br />

Der Maestro <strong>aus</strong> Avignon<br />

zeigt seine Kunst 182<br />

Shera spendet und hilft Hospiz 188<br />

Podiumsdiskussion in Hamburg:<br />

Wie geht es weiter<br />

mit der Zahntechnik? 189<br />

Management<br />

Petr Bystron: Mit richtigem<br />

Marketing zu mehr Erfolg 192<br />

Wertschätzung – ja, bitte! 194<br />

Werbung: „Ansprechend,<br />

ohne aufdringlich zu wirken“ 198<br />

ArbeitsLeben<br />

Nebenkosten bei Immobilien 200<br />

dl privat – für die Zeit<br />

außerhalb des Laborbetriebs 204<br />

Was ist Metabolic Balance? 207<br />

Buchtipps 210<br />

Lehren & Lernen<br />

Meisterschul-Lehrer bei Hafner 213<br />

Jungtechniker auf Exkursion 215<br />

Kurz vor Schluss<br />

Infotag in Berlin 226<br />

Kurs-Jubiläum von Siladent 226<br />

Impressum 224<br />

Autorenrichtlinien 225<br />

102<br />

124<br />

Diese Ausgabe enthält<br />

Beilagen der Firmen<br />

ADT, Amann Girrbach,<br />

Hinrichs, Medentis sowie den<br />

VNM Buchshop und IDS<br />

Explorer.<br />

Wir bitten um freundliche<br />

Beachtung.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 7


Aktuell<br />

„Op Jöck“ in Köln<br />

Insider-Tipps für IDS-Besucher<br />

„Op Jöck“ in Köln<br />

Asiatisch: Mongo’s<br />

Wollen Sie „Op Jöck“<br />

(unterwegs) in Köln sein<br />

und sich nach einem<br />

IDS-Tag bei Kölsch oder<br />

Wein verwöhnen lassen?<br />

So international wie die<br />

Messegäste, so weltgewandt<br />

gibt sich die<br />

Domstadt kulinarisch.<br />

Hier verraten wir unsere<br />

Lieblingsplätze jenseits<br />

der Touristen-Pfade.<br />

Griechisch: Limani<br />

Was dem Hamburger seine Hafenstadt<br />

ist dem Kölner der Rheinauhafen. Auch<br />

wenn man ihn noch nicht Veedel nennen<br />

mag – immer mehr füllt sich der<br />

neue Stadtteil mit Leben. Zu verdanken<br />

ist dies auch Lokalen wie dem Limani,<br />

<strong>das</strong> mit mediterranem Charme für Leichtigkeit<br />

sorgt. Bei Wein – es werden nur<br />

griechische und deutsche Tropfen <strong>aus</strong>geschenkt<br />

– und frischem Fisch lässt<br />

man die Schiffe vorbeiziehen und den<br />

Tag <strong>aus</strong>klingen. Unbedingt probieren:<br />

die variantenreichen kleinen Mezedés<br />

– eine Art Tapas der Griechen und Spezialität<br />

des H<strong>aus</strong>es. www.limanicologne.de<br />

Türkisch: Bona’Me<br />

Ebenfalls im Rheinauhafen angesiedelt<br />

ist <strong>das</strong> Bona’Me. Türkische Küche in<br />

heller Lounge-Atmosphäre erwartet<br />

den Gast in diesem Selbstbedienungsrestaurant<br />

à la Vapiano. Der Vorteil an<br />

diesem Gastronomiekonzept, bei dem<br />

sich der Gast sein Essen selbst abholt<br />

und am Ende mit Chipkarte bezahlt, ist<br />

<strong>das</strong> gute Preis-Leistungs-Verhältnis und<br />

die frische Zubereitung. Neben Köfte<br />

und Co. stehen auch viele vegetarische<br />

Speisen auf der Karte. Eine große Außenterrasse<br />

verwandelt sich bei den<br />

ersten Sonnenstrahlen in einen beliebten<br />

Südstadt-Treffpunkt. www.bona-me.de<br />

Nicht jeden Tag bekommt man zwischen<br />

die Zähne, was im Mongo's serviert<br />

wird: Ob Känguru, Kochbanane<br />

oder Papageienfisch – <strong>das</strong> mongolische<br />

Barbecue ist auf jeden Fall ein Erlebnis.<br />

Nach Wahl <strong>aus</strong> den verschiedensten Zutaten<br />

und insgesamt neun Marinaden<br />

wird <strong>das</strong> Essen vor den Augen des Gastes<br />

zubereitet. Event-Cooking mit Exotikfaktor<br />

– und <strong>das</strong> mitten in Deutz.<br />

www.mongos.de<br />

Italienisch: Caminetto<br />

Pizza und Pasta gehen immer – aber bitte<br />

authentisch. Italienische Restaurants<br />

in allen Preislagen und Facetten gibt es<br />

in Köln. Klein, aber fein hat <strong>das</strong> Caminetto<br />

<strong>das</strong> Zeug zum Geheimtipp. Ein gemütliches<br />

Souterrain, <strong>das</strong> entdeckt werden<br />

will. Einfach und ehrlich präsentiert<br />

sich die Karte: Die Steinofen-Pizza ist<br />

knusprig, die Pasta delikat, die Portionen<br />

stattlich und die Preise fair. Eifelstraße<br />

36, 50677 Köln<br />

Kölsch: Br<strong>aus</strong>telle<br />

Ein kölsches Jubiläum gilt es zu würdigen.<br />

Seit elf Jahren existiert die Br<strong>aus</strong>telle<br />

in Ehrenfeld – eine erfrischende<br />

Alternative zu den großen, alteingesessenen<br />

Brauhäusern. In der kleinsten<br />

Brauerei der Domstadt wird ein hopfiges<br />

Kölsch namens Helios serviert und<br />

– man staune – sogar ein Ehrenfelder Altbier.<br />

Die Speisekarte ist überschaubar<br />

und offeriert neben Haxe und Knödeln<br />

vor allem eine Auswahl an soliden Kleinigkeiten.www.br<strong>aus</strong>telle.com<br />

am n<br />

Foto: Kölnmesse<br />

8 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Aktuell<br />

Kooperation<br />

Anbieter <strong>aus</strong> deutschen<br />

Dental<strong>labor</strong>s und<br />

Nachfrager zahntechnischer<br />

CAD/CAM-<br />

Leistungen aller Art<br />

zusammenzubringen,<br />

ist Ziel des Netzwerk-<br />

Portals www.zahntechnik-coop.de.<br />

www.zahntechnik-coop.de<br />

CAD/CAM-Kooperationen via Internet<br />

Mit diesem Forum wollen wir verhindern,<br />

<strong>das</strong>s Arbeit in industrielle<br />

Strukturen abfließt“, betont Thomas<br />

Breitenbach, Obermeister der<br />

ZIHSH, der Innung Hamburg und<br />

Schleswig-Holstein. Die ZIHSH hat <strong>das</strong><br />

Projekt konzipiert und umgesetzt. Auch<br />

andere Innungen wie Berlin-Brandenburg,<br />

Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt<br />

und Westsachsen unterstützen<br />

die Kooperationsbörse.<br />

Die Teilnahme an „zahntechnik-coop“<br />

ist unkompliziert. Ohne Anmeldung<br />

kann man die Website mit Hilfe einiger<br />

Filter nach Angeboten der Kollegen<br />

durchsuchen. Sofort lässt sich mit dem<br />

Anbieter Kontakt aufnehmen.<br />

Als Anbieter können <strong>aus</strong>schließlich Innungs<strong>labor</strong>s<br />

auftreten (wobei es keine<br />

Rolle spielt, ob die betreffende Innung<br />

dem Bundesverband VDZI angehört).<br />

Nach der Registrierung stellt <strong>das</strong> Labor<br />

seine Offerte ein. Mit dieser Art der Vermittlung<br />

findet man auch Partner, die<br />

nicht in der eigenen Region tätig sind,<br />

sondern mehr als 50 Kilometer entfernt<br />

sind. Preise sind nicht kommunizierbar.<br />

Im Mittelpunkt steht die Vernetzung.<br />

Kommt ein Kontakt zustande, machen<br />

Anbieter und Besteller alles Weitere<br />

unter sich <strong>aus</strong>.<br />

Auf der Website ist auch<br />

Raum für Werbebanner,<br />

die man für die Dauer eines<br />

Monats oder eines Jahres<br />

(für 50 bzw. 500 Euro)<br />

schalten kann. Eine mobile<br />

App ist derzeit in Arbeit.<br />

Digitalisierung und Vernetzung<br />

ist in allen Lebensbereichen<br />

präsent,<br />

auch in der Zahntechnik.<br />

Sicher eine gute Idee, diesen<br />

Trend für <strong>das</strong> Handwerk<br />

zu nutzen.<br />

n<br />

Neues Fachbuch zum Thema Vollkeramik<br />

Oliver Brix und seine „Faszination“<br />

Wie auch schwierige Fälle gekonnt<br />

zu lösen sind, beschreibt Oliver<br />

Brix ab Seite 102 in unserem Fachteil. Der<br />

Artikel „Faszination Vollkeramik“ ist ein<br />

Ausschnitt des gleichnamigen Buchs,<br />

<strong>das</strong> brandneu auf dem Markt ist. Oliver<br />

Brix befasst sich darin mit dem Thema<br />

Vollkeramik in der gesamten Bandbreite.<br />

Von der Indikation über die richtige Material<strong>aus</strong>wahl<br />

und Anfertigung bis hin zu<br />

häufig auftretenden Fragen erläutert er<br />

alle Aspekte detailliert und praxisbezogen.<br />

Schritt für Schritt wird die Anwendung<br />

von Siliziumdisilikat beschrieben.<br />

Die Abbildungen sind dank des dreidimensionalen<br />

Effekts besonders brillant.<br />

Und noch etwas macht dieses Kompendium<br />

so lesenswert: Die Präzision und<br />

Leidenschaft, mit der Oliver Brix arbeitet,<br />

ist für den Leser von der ersten bis<br />

zur letzten Seite erlebbar.<br />

n<br />

Oliver Brix, Faszination Vollkeramik,<br />

Teamwork Media srl, zirka 280 Seiten;<br />

rund 1300 Abbildungen; viersprachig<br />

in Italienisch, Deutsch, Englisch und<br />

Spanisch; 150 Euro, Bestellnummer<br />

VM10025, portofrei innerhalb Deutschlands<br />

zu bestellen unter www.fachbuchdirekt.de<br />

10 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Psss t … Die cara Erfolgsgeheimnisse gibt’s auf der IDS!<br />

Erfahren Sie schon<br />

jetzt mehr über die cara<br />

Themen auf der IDS.<br />

Wir sehen uns auf der IDS.<br />

Auf Stand A010 – C019, Halle 10.1 erleben Sie die cara Neuheiten für mehr<br />

Flexibilität in der digitalen Prothetik. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen<br />

unserer Entwicklung und erfahren Sie mehr über die cara Technologien der<br />

Zukunft. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

www.heraeus-cara.com


Aktuell<br />

Die CAD/CAM-Weisen<br />

Neue Serie: Zahntechnik-Kollegen äußern sich zur Digitalisierung<br />

„Ausbildungsstandard<br />

anpassen“<br />

Ein Labor, <strong>das</strong> nicht auf den Zug CAD/CAM<br />

aufspringt, wird in naher Zukunft Existenz -<br />

ängste befürchten.<br />

Steven Ronald Lange wirft kritische Fragen<br />

auf. Viele Antworten darauf müssen erst<br />

noch gefunden werden – kollektiv.<br />

Tel.: 0 22 67 - 65 80-0 • www.picodent.de<br />

Auf einem Kongress hieß es, <strong>das</strong>s<br />

die Zeit der gewerblichen Laborbetriebe<br />

vorbei sei. Die Abwanderung<br />

hochqualifizierter Zahntechniker<br />

in die Industrie sei auf dem Vormarsch.<br />

Kann aber der finanzielle<br />

Aspekt einziger Grund sein, den Wurzeln<br />

des einst erlernten Handwerks den<br />

Rücken zuzukehren? Natürlich stehen<br />

der Industrie finanziell mehr Möglichkeiten<br />

offen, aber sind es nicht letztlich<br />

wir, die einfachen Labors, die diese<br />

hochqualifizierten Personen <strong>aus</strong>bilden?<br />

Überall hört man vom Mangel an qualifiziertem<br />

Personal. Ich frage mich:<br />

Wann fängt die Industrie an, <strong>aus</strong>zubilden?<br />

Leistet die Industrie den Ausbildungsstandard,<br />

der bisher von Dental<strong>labor</strong>s<br />

übernommen wurde? Wieso hört<br />

man in letzter Zeit immer wieder, <strong>das</strong>s<br />

Zahnärzte Zahntechniker <strong>aus</strong>bilden<br />

wollen; sind sie qualifiziert dafür oder<br />

steckt ein anderer Gedanke dahinter?<br />

Sollte der Zahntechniker nur noch als<br />

„Veredler“ arbeiten oder müssen wir<br />

auch unseren Service für Patienten <strong>aus</strong>bauen?<br />

Das Labor und die Industrie bedingen<br />

sich gegenseitig. Inwieweit also<br />

bedeutet der Abgang von qualifizierten<br />

Zahntechnikern in die Industrie den<br />

Rückgang der ursprünglichen Zahntechnik?<br />

Bleiben wir bei dem Thema Ausbildung:<br />

Wenn es schon die Industrie nicht<br />

schafft, einen Anstieg von Ausbildungszahlen<br />

hervorzurufen, an wen<br />

„<br />

können wir uns noch wenden? Jawohl:<br />

Zusammenarbeit<br />

ist <strong>das</strong> Stichwort, <strong>das</strong> viele<br />

Probleme lösen kann<br />

“<br />

Wir selbst sind verantwortlich und müssen<br />

was dagegen tun! Der Ausbildungsstandard<br />

muss an die Entwicklung<br />

der Technik angepasst werden.<br />

Was nützt es heute noch, ein Gerüst aufzuwachsen<br />

und einen Modellguss in<br />

Wachs zu modellieren, wenn sich <strong>das</strong><br />

per Computer generieren lässt? Selbst<br />

Gipsmodelle werden in Kunststoff gedruckt<br />

bzw. gefräst. Wir dürfen unsere<br />

Auszubildenden nicht vor der Zukunft<br />

verstecken, denn die Zukunft ist schon<br />

12 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


RIOJOJI SASAKI<br />

Nur Mut zu mehr Ästhetik,<br />

Creation beißt nicht.<br />

Creation Willi Geller – simply brilliant<br />

LIVE-DEMOS - PAR EXCELLENCE! –<br />

17 führende Zahntechniker zeigen ihr Können und geben Tipps für<br />

den Praktiker. Nutzen Sie diese Gelegenheit und besuchen Sie uns<br />

auf der IDS, vom 12.-16. März, Halle 11.2, Gang O Nr. 010/P Nr. 011<br />

CREATION WILLI GELLER INTERNATIONAL GMBH, KOBLACHERSTRASSE 3, 6812 MEININGEN, AUSTRIA<br />

TEL. +43 (0)5522 76784, INFO@CREATION-WILLIGELLER.COM, WWW.CREATION-WILLIGELLER.COM


Aktuell<br />

Die CAD/CAM-Weisen<br />

Tel.: 0 22 67 - 65 80-0 • www.picodent.de<br />

„<br />

Was sollte uns hindern,<br />

zum Beispiel die Abdrucknahme<br />

zu übernehmen?<br />

längst da. Verbände wie Handwerkskammern<br />

und Zahntechniker-Innungen<br />

müssen <strong>das</strong> einsehen und dort ansetzen.<br />

Wir sind immer noch Handwerker, die<br />

im alltäglichen Geschäft ihr Brot mit<br />

den Aufträgen ihrer Kunden, den Zahnärzten,<br />

verdienen. Zusammenarbeit ist<br />

dabei <strong>das</strong> Stichwort, welches viele<br />

Probleme in der Beziehung zwischen<br />

Zahntechniker, Zahnarzt und Patient beseitigen<br />

kann. Auch die Oralchirurgie<br />

sollte sich bei laufender Zahnersatz-Planung<br />

einbinden lassen. Jeder, der nach<br />

dem Partnerprinzip agiert, wird zufriedenere<br />

Patienten und weniger Arbeit<br />

haben. Erstrebenswert ist die visuelle<br />

Kommunikation zwischen allen Beteiligten.<br />

Dank technischer Möglichkeiten<br />

muss man nicht persönlich anwesend<br />

sein, sondern kann per Internet an ei-<br />

“<br />

ner Konferenz teilnehmen. Das Problem<br />

hierbei ist der zwanghafte Versuch seitens<br />

der Zahntechniker, mit der Position<br />

des Zahnarztes gleichzuziehen. Der<br />

Zahntechniker soll aber nicht die Aufgaben<br />

des Mediziners übernehmen und<br />

umgekehrt. „Augenhöhe"? Na gut, nennen<br />

wir es so. Jeder hat eben seinen<br />

Qualifikationsbereich.<br />

Wir Zahntechniker können mittlerweile<br />

einen akademischen Abschluss erlangen.<br />

Was sollte uns hindern, zum<br />

Beispiel die Abdrucknahme zu übernehmen?<br />

Wird es irgendwann möglich<br />

sein, <strong>das</strong>s die Arbeitsschritte des Zahntechnikers<br />

direkt mit den Krankenkassen<br />

abgerechnet werden können? Besonders<br />

im Bereich des intraoralen<br />

Scannen mit der Schnittstelle zu<br />

CAD/CAM frage ich mich: Was macht<br />

der Zahnarzt, und was darf der Zahntechniker<br />

eigentlich? Im Laufe meines<br />

Studiums, welches natürlich auch an<br />

die Industrie gekoppelt ist, stellten sich<br />

mir noch viele Fragen.<br />

Angesichts dessen, was bisher an Scannern<br />

auf dem Markt ist, sei es intraoder<br />

extraoral, stehen wir noch relativ<br />

am Anfang der optischen Datenerfassung.<br />

Aber hier liegt schon der Fehler.<br />

Sind die bisherigen Scan-Ergebnisse<br />

<strong>aus</strong>reichend für eine Patientenarbeit?<br />

Wie kann man die Ergebnisse verbessern?<br />

Ist der optische Weg der richtige<br />

Weg? Wie offen sind die offenen Systeme<br />

wirklich? Kann man mit der heutigen<br />

Technik bessere Auflösungen und<br />

Genauigkeiten erreichen, die auch bezahlbar<br />

sind? Warum soll man bei der<br />

Zahnersatz-Planung immer von der Ausgangssituation<br />

starten und nicht mit<br />

Hilfe des Backward-Planning die spätere<br />

Situation als Status festlegen?<br />

Eins steht fest: Wir brauchen mehr Informationen.<br />

Diese müssen wir sammeln,<br />

archivieren und verarbeiten. Alle<br />

Daten eines Patienten müssen auch für<br />

uns Zahntechniker zugänglich sein, um<br />

eine bestmögliche Arbeit herstellen<br />

zu können. Wir wollen den<br />

Zahnärzten doch präzisen Zahnersatz<br />

liefern, damit sie unsere mühevoll<br />

gestalteten Kunstwerke<br />

nicht kaputt schleifen. Eine genaue<br />

Betrachtung der Zahnsituation<br />

ist damit umso wichtiger und<br />

muss in die CAD/CAM-Gestaltung eingebunden<br />

werden. Jeder Patient hat<br />

nicht nur seinen einmaligen Fingerabdruck,<br />

sondern auch eine einmalige Okklusion,<br />

welche verschlüsselt ist und<br />

geknackt werden muss.<br />

Es liegt an uns, wie wir die vielen Fragen<br />

beantworten. Wir müssen die Probleme<br />

angehen. Spannung ist garantiert.<br />

n<br />

Zur Person<br />

Steven Ronald Lange ist seit seinem<br />

Abitur 2006 im familiären<br />

Betrieb Dentale Technik Ronald<br />

Lange im saarländischen Bous als<br />

Keramiker und im CAD/CAM-<br />

Bereich tätig. Seit September<br />

2010 absolviert er berufsbegleitend<br />

<strong>das</strong> Studium der<br />

Dentaltechnologie an der<br />

Fachhochschule SRH Hamm.<br />

14 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


EyeVolution ®<br />

Extremely fast.<br />

EyeVolution<br />

Der Blick in die Zukunft.<br />

März 2013. IDS.<br />

2013<br />

Visit us in<br />

Hall 10.2<br />

stand T030 U031<br />

We are looking<br />

forward to see you!<br />

www.dreve.com/eyevolution


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

A-Silikone von Pluradent<br />

Präzision und Passung<br />

Für Präzisionsergebnisse und die<br />

wirtschaftliche Verarbeitung im Labor<br />

sorgen die beiden A-Silikone von<br />

Pluradent: <strong>das</strong> Dubliersilikon „Plurasil<br />

Dublitec“ und <strong>das</strong> Knetsilikon<br />

„Plurasil Precitec“.<br />

Mit dem additionsvernetzenden<br />

Dubliersilikon<br />

Plurasil<br />

Dublitec lassen<br />

sich Objekte <strong>aus</strong> nahezu jedem Material<br />

dublieren. Es ist zeichnungsgenau<br />

und volumenkonstant. Neben einer hohen<br />

Reißfestigkeit verfügt es über ein<br />

sehr gutes Rückstellvermögen.<br />

Das additionsvernetzende Knetsilikon<br />

Plurasil Precitec ist detailgenau und damit<br />

auf die anspruchsvolle Zahntechnik<br />

<strong>aus</strong>gerichtet. Die Ausgangskonsistenz<br />

ist weich und geschmeidig; <strong>das</strong> Material<br />

bleibt dauerhaft form- und volumenstabil.<br />

Alle Produkte können im Online-<br />

Shop shop.pluradent.de bezogen<br />

werden. Es gilt ein vierzehntägiges<br />

Rückgaberecht<br />

der angebrochenen Packung<br />

mit Geld-zurück-Garantie.<br />

Weitere Infos unter www.pluradent.de<br />

Auf der IDS finden Sie Pluradent<br />

in Halle 10.1, Stand C50<br />

und D60<br />

n<br />

Tel.: 0 22 67 - 65 80-0 • www.picodent.de<br />

Neue Zahnlinie bei Candulor<br />

Materialmix<br />

Das Candulor KunstZahnWerk präsentiert<br />

die neue Zahnlinie NFC+.<br />

Keramik- und Kunststoffzähne mischen<br />

sich zu einer neuen Komposition. Die<br />

bisherigen Materialien, Keramik und<br />

PMMA-basierende Kunststoffe, können<br />

die Anforderungen implantatgetragener<br />

Arbeiten nicht erfüllen. Das neue<br />

Material NFC+ ist resistent<br />

gegen Abrasionen und<br />

bruchfest, was wichtig ist<br />

für die geringe Empfindlichkeit<br />

(Taktilität) bei Implantarbeiten.<br />

NFC steht<br />

für NanoFilledComposite.<br />

Die unterschiedlich großen<br />

Füller verteilen sich<br />

gleichmäßig im Material<br />

und ermöglichen gute<br />

physikalische Materialeigenschaften.<br />

Alle drei<br />

NFC+-Zahnlinien (Physio-<br />

Star, Bonartic II und Condyloform<br />

II) erscheinen zur gleichen<br />

Zeit im neuen Material. Mit den Seitenzahnlinien<br />

Bonartic II oder CondyloformII<br />

kann der Anwender <strong>das</strong> Aufstellverfahren<br />

frei wählen.<br />

n<br />

i Weitere Informationen unter<br />

www.candulor.de<br />

16 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zirkon- und GPS TM Abutments<br />

Perfektion natürlicher Ästhetik<br />

Implant Direct<br />

<br />

<br />

45,00<br />

Euro<br />

90,00<br />

Euro<br />

90,00<br />

Euro<br />

90,00<br />

Euro<br />

90,00<br />

Euro<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

abgewinkelte<br />

<br />

<br />

Gerade und 15° & 30°<br />

abgewinkelte GPS TM<br />

Abutments<br />

Zirkon-Abutments mit Titanbasis<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

GPS TM Overdenture Attachment System<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Abutment<br />

<br />

Abutment<br />

<br />

<br />

Abutment<br />

15°<br />

<br />

<br />

Abutment<br />

<br />

<br />

Abutment<br />

<br />

Abutment<br />

Abgewinkeltes<br />

<br />

Abutment<br />

<br />

Abutment<br />

(Plastik)<br />

<br />

GPS<br />

Abutment<br />

Abgewinkeltes<br />

GPS<br />

Abutment<br />

<br />

gerade abgewinkelt<br />

be<br />

smart<br />

ORDER<br />

ONLINE<br />

Cologne - March 12th -16th 2013<br />

Halle 10.1<br />

Stand J20/K29<br />

Implant Direct<br />

www.implantdirect.de<br />

00800 4030 4030


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

Licefa – Spezialist für Kunststoffverpackungen<br />

Sicher geordnet<br />

Der neue Dental-Rollboy ist ein mobiles Ordnungssystem.<br />

Er trägt 16 Arbeitsschalen in<br />

Form eines Zahns. Die bunten Schalen gibt es in<br />

den Maßen 13,5 mal 12,8 mal 7,5 Zentimeter.<br />

Um den Auftragszettel zu befestigen, lassen<br />

sich eine Platte und Zahnclip anbringen.<br />

Licefa präsentiert weiterhin ein breites Angebot<br />

an Membran-Versanddosen, Modellversand-<br />

Koffern und -Boxen für den sicheren Transport<br />

hochwertiger Dentalarbeiten.<br />

Neu im Verpackungskatalog ist die Präsentation<br />

der tiefgezogenen Standardeinlagen. Dieses<br />

Programm ist variabel und umfangreich. Technische<br />

Einkäufer finden außerdem praktische<br />

und sichere Verpackungslösungen für Dental,<br />

Promotion, Optik, Akustik, Elektronik<br />

und Medizin.<br />

Seit Anfang 2013 fallen keine Verpackungskosten<br />

mehr an. Den Katalog bestellen<br />

Sie kostenlos unter www.licefa.de. n<br />

model-tray digital<br />

Praktische und preisgünstige<br />

Modellherstellung<br />

Die Labors sollen Modelle herstellen<br />

können, ohne teure Hard- und<br />

Software anschaffen zu müssen. Deshalb<br />

haben die Modellspezialisten von<br />

model-tray gleich mehrere Ansätze zur<br />

Modellherstellung nach digitalen Daten<br />

entwickelt. Die Prioritäten: offen,<br />

praktisch, kostengünstig.<br />

Sowohl Fräsverfahren als auch additive<br />

Herstellungsprozesse lassen sich für<br />

die Modellherstellung verwenden.<br />

Der Anwender integriert <strong>das</strong> Modell in<br />

einer Model-Design-Software und erstellt<br />

einen durchgehenden Zahnkranz.<br />

Dieser kann gefräst, stereolithografisch<br />

oder gedruckt sein. Anschließend lässt<br />

sich der Zahnkranz mit dem model-tray-<br />

Sockel zusammengefügen. Für die Segmentierung<br />

kann der Techniker wie bisher<br />

ein Handstück oder eine Sägemaschine<br />

verwenden. Die Anordnung der<br />

Sockel-Lamellen garantiert den genauen<br />

Sitz im Tray. Das Modell lässt<br />

sich wie gewohnt in jedem Artikulator<br />

fixieren. Wo nötig oder erwünscht,<br />

bleibt auch die Gaumenpartie für Kombiarbeiten<br />

oder eine Modellanalyse erhalten.<br />

Mehr Informationen bei der IDS, Halle<br />

10.2, Stand Nr. M 030 oder unter<br />

www.model-tray.de.<br />

n<br />

18 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Kurz notiert<br />

Aktuell<br />

42. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dentale Technologie<br />

„Wo bleibt die Okklusion?“<br />

www.ziecon.in<br />

Keramikrohlinge, Kronen<br />

& Brücken in Zirkonoxidqualität Von<br />

Weltklasse. Immer einen Schritt vor<strong>aus</strong><br />

in Qualität & Wirtschaftlichkeit !<br />

Besuchen Sie uns auf der<br />

IDS, Halle Nr. 3.1, Stand Nr. M-021<br />

Fotos: Ztm. Jochen Peters<br />

Digital oder analog – wo<br />

bleibt die Okklusion?“ Damit<br />

beschäftigt sich die „Arbeitsgemeinschaft<br />

Dentale<br />

Technologie“ während der Jahrestagung<br />

vom 30. Mai bis 1. Juni<br />

in der Kongresshalle in Böblingen.<br />

Die Referenten widmen<br />

sich der Bedeutung der Okklusion<br />

und ihrer Schlüsselfunktion<br />

vor dem Hintergrund der<br />

Digitalisierung. Im Fokus steht<br />

dabei: Der technische Fortschritt<br />

darf nicht dazu führen,<br />

Grundlagen der prothetischen<br />

Versorgung außer Acht<br />

zu lassen. Weitere Themen sind<br />

die mögliche Verarbeitung neuer<br />

Materialien wie Hochleistungspolymere<br />

und Hybridkeramiken<br />

sowie die digitale intraorale<br />

Abformung. Am Donnerstagvormittag<br />

gibt es sieben<br />

Workshops, die vier Fortbildungspunkte<br />

bieten. Am Freitag<br />

wird Prof. François Duret<br />

den Festvortrag unter dem Titel<br />

„History of Dental CAD/CAM“<br />

halten. Die thematische Verknüpfung<br />

moderner Entwicklungen<br />

mit den unabdingbaren<br />

Grundprinzipien der zahnärztlichen<br />

Prothetik verspricht<br />

eine spannende Veranstaltung<br />

zu werden. Neben allen fachlichen<br />

Diskussionen haben die<br />

Teilnehmer auf der Get-Together-Party<br />

am Donnerstagabend<br />

Gelegenheit, sich in angenehmer<br />

Atmosphäre mit Freunden<br />

und Kollegen zu unterhalten.<br />

Gleiches gilt für den Freitagabend,<br />

den die Gäste mit einem<br />

guten Essen im Kloster Bebenh<strong>aus</strong>en<br />

<strong>aus</strong>klingen lassen können.<br />

n<br />

i Weitere Infos unter<br />

www.ag-<strong>dental</strong>e-technologie.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 19<br />

Die Produkteigenschaften auf einen Blick:<br />

• Hergestellt <strong>aus</strong> klinisch reinem,<br />

Japanischem Zirkonoxidpulver in<br />

weißer oder transparenter<br />

Ausführung<br />

• Breites Größenspektrum<br />

• Kompatibel mit offenen<br />

CAD/CAM-Systemen<br />

• Einheitliche Härte und Dichte<br />

• Splitterfreies, glattes Fräsen<br />

• Hervorragend geeignet für Kronen,<br />

Brücken und Implantate<br />

Gerne auch Eigenmarken möglich bei<br />

entsprechender Abnahme<br />

Informationen zu Vertrieb & Handel<br />

unter info@ziecon.in<br />

Internationale Zertifizierungen:<br />

TÜV Rheinland<br />

EN ISO 13485:2012 + AC:2012<br />

– K102538<br />

ISO 6872:2008<br />

Keramische Dental-Scheiben und Rohlinge<br />

JYOTI CERAMIC INDUSTRIES PVT. LTD.:<br />

EUROPE:<br />

Jyoti Ceramic GmbH, Fürther Str. 27,<br />

90429 Nürnberg, Germany<br />

Tel: +49 911 28707038 • Fax: +49 911 28707035<br />

E-mail: sales@jyoticeramic.com<br />

U.S.A:<br />

Ziecon Advanced Dental Products LLC,<br />

Makefield Exec. Quarters, Suite 101A,<br />

301 Oxford Valley Road, Yardley,<br />

Lower Makefield, PA 19067, U.S.A.<br />

Tel: +1-215-3692904 • Fax: +1-215-3692906<br />

E-mail: zdp@ziecon.in<br />

TM


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

createch medical auf der IDS<br />

Willkommen in der digitalen Welt<br />

Für die junge Firma createch medical<br />

<strong>aus</strong> Unterhaching steht nun die zweite<br />

IDS vor der Tür. Das Team freut sich,<br />

an dem Stand J-020 in der Halle 4.2 ihre<br />

modernen Technologien vorzustellen.<br />

Die Firma bietet präzise Lösungsmöglichkeiten<br />

bis zu einer 20 Grad Angulierung.<br />

Die Materialien bestehen <strong>aus</strong><br />

hochwertigem medizinischem Titan<br />

Grad 5 sowie Chrom-Kobalt.<br />

n<br />

i www.createchmedical.com<br />

e Bringen Ihr Laborfenster zum Leuchten:<br />

die LED-Zähne von Beycodent<br />

Lichtbringer Beycodent<br />

Zahn erleuchtet Ihr Labor<br />

Als optische Highlights für Laborfenster bietet Beycodent<br />

jetzt neben den LED-Leuchtzähnen auch Leuchtimplantate<br />

an. Leuchtstärke und Lichtfarben lassen sich individuell<br />

einstellen. Vier Saugnäpfe halten die 65 Zentimeter<br />

großen Modelle am Fenster, wo sie weithin sichtbar sind.<br />

Als Standleuchte im Raum erzeugen sie eine gute Leuchtqualität.<br />

In einem Kurzvideo auf www.beycodent.de kann man sich<br />

von der Leuchtkraft überzeugen.<br />

n<br />

EyeVolution von Dreve<br />

Unglaublich schnell!<br />

Wenn perfekte LED-Lichtwellen auf<br />

<strong>dental</strong>e Kunststoffe treffen, dann<br />

ist <strong>das</strong> EyeVolution. Wenn Polymerisations-Rekorde<br />

gebrochen werden, mit<br />

kaltem Licht und effizienter als je zuvor,<br />

dann ist <strong>das</strong> EyeVolution. Wenn begehrenswertes<br />

Design und der Blick<br />

durch ein lichtgefiltertes Auge faszinieren,<br />

dann ist <strong>das</strong> EyeVolution“ – so<br />

wirbt Dreve für sein neues Lichtpolymerisationssystem.<br />

Es hat Premiere auf<br />

der IDS 2013 (Halle 10.2, T030/U031)<br />

und ist ab April beim autorisierten Fachhändler<br />

erhältlich.<br />

n<br />

i www.dentamid.com<br />

20 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Besuchen<br />

Sie uns!<br />

Halle 10.2<br />

Stand<br />

T38 / U39<br />

U38 / V39<br />

12.-16.3.2013<br />

VENEER ÄSTHETIK<br />

DAS SYSTEM<br />

artConcept®<br />

artegral ®<br />

artVeneer ®<br />

KREATIV EFFIZIENT KOMBINIERBAR<br />

www.merz-<strong>dental</strong>.de


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

Europavertrieb für GoDent-Modellsets<br />

Modell-Schau<br />

CAD/CAM von Datron<br />

Individuelle Systeme<br />

Zwei neue Modelle präsentiert Datron<br />

AG auf der IDS. Sie basieren auf<br />

dem bewährten CAD/CAM-System Datron<br />

D5. Die D5 Linear Scales dient für<br />

Anwendungen hoher Genauigkeit, beispielsweise<br />

großspanniger Arbeiten im<br />

Implantatbereich.<br />

Die D5 Entry ist ein kostengünstiges<br />

Einstiegsmodell. Es eignet sich speziell<br />

für die Bearbeitung von Weichmaterialien,<br />

beispielsweise Zirkonoxid.<br />

Bei Bedarf lässt sich die D5 Entry problemlos<br />

bis hin zur Voll<strong>aus</strong>stattung erweitern.<br />

Neben den neuen Maschinen-Modellen<br />

präsentiert Datron Bearbeitungstechniken<br />

<strong>aus</strong> dem Bereich der Implantatologie<br />

und zum Fräsen von Modellen<br />

auf Basis von Intraoralscanner-Daten.<br />

Gemeinsam mit <strong>aus</strong>gewählten Scanner-<br />

Herstellern und Software-Partnern bietet<br />

die Firma den gesamten, abgestimmten<br />

CAD/CAM-Prozess, der exakt<br />

auf die individuellen Bedürfnisse des<br />

jeweiligen Kunden angepasst ist.<br />

Datron finden Sie auf der IDS in Halle<br />

3.1,Stand L008, M009.<br />

n<br />

Die prothetischen GoDent-Schaumodelle<br />

sind ab sofort bei der Firma<br />

Gregor Schwind erhältlich. Es handelt<br />

sich um anatomische Dentalmodelle,<br />

welche die Technologien und Methoden<br />

zur Behandlung <strong>dental</strong>er Probleme<br />

anschaulich machen. So kann<br />

beispielsweise die komplexe Implantattechnologie<br />

erklärt werden. „Zahnärzte<br />

und Dental<strong>labor</strong>e nutzen die<br />

Modelle seit Jahren erfolgreich zur Patientenaufklärung,<br />

aber auch im Lehrbereich<br />

von Universitäten kommen sie<br />

zum Einsatz“, erklärt Gregor Schwind.<br />

Der Entwickler der GoDent-Modelle<br />

leitete sieben Jahre lang ein eigenes<br />

Dental<strong>labor</strong> und unterstützte danach<br />

beratend Zahnärzte, Dental<strong>labor</strong>s und<br />

Dentaldepots. Viele Jahre war er für<br />

„Zahnarzt und Dental-Labor“ bei Herae -<br />

us Kulzer Handlungsbevollmächtigter<br />

in der Schweiz. Nun freut er sich auf die<br />

Leitung des europäischen Alleinvertriebs<br />

der GoDent-Modellsets, mit denen<br />

der Patient seinen Zahnersatz auf<br />

ähnliche Weise <strong>aus</strong>wählen kann wie<br />

seine Brille beim Optiker.<br />

Gregor Schwind wird mit den GoDent-<br />

Modellen auch auf der IDS vertreten<br />

sein: Vom 12.-16.März auf dem Messestand<br />

der Firma Dentalplus GmbH, Halle<br />

3.1 Stand H070.<br />

Ansprechpartner: Gregor Schwind,<br />

Telefon (0 24 23) 4 08 64 70, E-Mail:<br />

info@Godent-Modelle.de, Internet www.<br />

Godent-Modelle.de<br />

n<br />

Kaeser Kompressoren auf der IDS 2013<br />

Reine Druckluft<br />

Auf der IDS 2013 präsentiert Kaeser<br />

in Halle 10.2, Reihe R, Stand 35 moderne<br />

Dentalkompressoren, sowie<br />

Druckluftkomponenten. Für jedes Einsatzgebiet,<br />

ob großes oder kleines Labor<br />

sowie CAD/CAM-Anwendungen<br />

bietet Kaeser unterschiedliche Systeme<br />

an. Zu ihren gemeinsamen Merkmalen<br />

zählen hohe Effizienz und Verfügbarkeit<br />

sowie geräuscharmes Betriebsverhalten.<br />

Druckluft für Labors, Zahnarztpraxen<br />

und Zahnkliniken muss zuverlässig verfügbar<br />

und hygienisch, <strong>das</strong> heißt trocken,<br />

öl- und keimfrei sein. Zudem sollte<br />

sie sich effizient und umweltschonend<br />

erzeugen lassen. Kaeser stellt<br />

22 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Kurz notiert<br />

Aktuell<br />

DER<br />

SICHERE<br />

WEG<br />

12.-16.3.2013<br />

Besuchen<br />

Sie uns!<br />

Halle 10.2<br />

Dentalkompressoren, sowie Druckluftkomponenten<br />

vor, die genau diesen Anforderungen<br />

entsprechen.<br />

Weitere Informationen auch unter www.<br />

kaeser-<strong>dental</strong>.com.<br />

n<br />

Stand<br />

T38 / U39<br />

U38 / V39<br />

Primero<br />

Die neue Generation<br />

Primero ist eine neue<br />

Generation von Kronen<br />

und Brücken. Hergestellt<br />

mit einer natürlichen<br />

Schichtung,<br />

die weltweit patentiert<br />

ist, haben sie die Struktur<br />

natürlicher Zähne.<br />

Sie bestehen <strong>aus</strong> einem<br />

dentinfarbigen Zirkonoxid-<br />

Kern, abgedeckt mit einer<br />

Schicht opalisierender <strong>Glaskeramik</strong>.<br />

Die Farbgebung entsteht durch Reflexion<br />

und Lichtstreuung durch den Dentinkern<br />

und der Dicke der Glasschicht. Die<br />

Primero Kronen und Brücken lassen sich<br />

online bei Cyrtina bestellen. Jedes digital<br />

bestellte Element bekommt eine Design-<br />

Free Gebühr vergütet. Der Workflow wird<br />

über Intraoralscannen oder durch Einschicken<br />

einer multi-tray mit scannbarer Abdruckmasse<br />

gestartet. Die Lieferzeit beträt<br />

etwa fünf Tage.<br />

Auf der IDS finden Sie Primero in der Halle<br />

10.1, C-071. n<br />

HYBRID-POLYMER<br />

FÜR DIE I MPLANTAT- UND<br />

K OMBI-PROTHETIK<br />

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vollanatomisch<br />

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lingualisiert<br />

EDITIONHD<br />

i Weitere Infos unter www.cyrtina.nl<br />

<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 23<br />

www.merz-<strong>dental</strong>.de


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

Schick-Liebhaber aufgepasst!<br />

C2 Master weiterhin auf dem Markt<br />

Sie ist ungefähr 3 kg schwer, robust und hält den anspruchvollsten<br />

Bedingungen stand – die C2 Master Technikmaschine<br />

von Schick Dental. Aufgrund der großen Nachfrage wird Schick<br />

Dental die renommierte C2 Master Technikmaschine (Knie- und<br />

Fußversion), neben der neuartigen QUBE-Serie, weiter im Programm<br />

führen. Die C1- und C3 Master Technikmaschinen werden<br />

ab 1. April <strong>aus</strong> dem Programm genommen.<br />

n<br />

i www.schick-<strong>dental</strong>.de<br />

Neuigkeiten von Fundamental<br />

Funktion bei der IDS<br />

d Kl<strong>aus</strong> Osten: „Uns geht es auch um<br />

den leichten Einstieg für Zahnärzte und<br />

Zahntechniker in <strong>das</strong> Thema Funktion“<br />

Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner,<br />

der Gesellschaft für<br />

Funktionsdiagnostik DIR <strong>aus</strong> Essen,<br />

präsentiert <strong>das</strong> Fundamental Schulungszentrum<br />

Neues zum Thema Funktion.<br />

„Dabei geht es auch um den leichten<br />

Einstieg für Zahnärzte und Zahntechniker<br />

in <strong>das</strong> Thema, in Verbindung<br />

mit neuen Produkten und Schulungsoptionen“,<br />

so Geschäftsführer Kl<strong>aus</strong><br />

Osten.<br />

Erstmals wird in Köln <strong>das</strong> neue elektronische<br />

Funktionsmesssystem DIR<br />

System 2 der Öffentlichkeit präsentiert.<br />

Am Messestand finden dazu täglich<br />

Vorführungen statt. Halle 11.3,Gang F,<br />

Stand 030.<br />

n<br />

24 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


THE STORY BEGINS<br />

®<br />

12. – 16.03.2013 IDS KÖLN<br />

HALLE 11.2 | STAND K - 040<br />

Crypton ist der neue vorgesinterte und nassschleifbare Kobalt-Chrom-Werkstoff von Dentsply. Damit<br />

lassen sich erstmals NEM-Kronen und Brücken sauber und hochqualitativ auf einer Sirona inLab MC XL<br />

inhouse herstellen. Das heißt: volle Wertschöpfung in Ihrem Labor und ein Werkstoff, mit dem die<br />

NEM-Bearbeitung Spaß macht. Besuchen Sie uns auf der IDS und lassen Sie sich begeistern von einer<br />

ganz neuen Welt der NEM-Verarbeitung!


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

Ivoclar Vivadent bei der IDS<br />

Neuigkeiten und Erweiterungen<br />

e Ivoclar Vivadent zeigt<br />

bei der IDS 2013 wieder<br />

seine Innovationskraft<br />

Praxisorientierte Produkte und marktspezifische<br />

Innovationen – <strong>das</strong> ist<br />

<strong>das</strong> Credo von Ivoclar Vivadent.<br />

In diesem Sinne tritt <strong>das</strong> Liechten -<br />

steiner Unternehmen auch bei der<br />

IDS auf. Ein kleiner Vorgeschmack.<br />

Auf dem Gebiet der festsitzenden<br />

Prothetik geht die Erfolgsgeschichte<br />

von IPS e.max weiter, so Ivoclar: Perfekt<br />

zum IPS e.max-System passt <strong>das</strong><br />

adhäsive, klinisch bewährte Befestigungs-System<br />

für „alle Fälle“ Multilink<br />

Automix. Es wurde den Anwenderwünschen<br />

entsprechend optimiert und wird<br />

nun zusätzlich in der Farbe Weiß und<br />

neu mit Try-in-Pasten angeboten. Zudem<br />

wird es eine Erweiterung des IPS<br />

e.max-Systems im Bereich der implantatgetragenen<br />

Versorgungen geben sowie<br />

ein dazu passendes Befestigungskomposit.<br />

Eine goldfarbene, biokompatible<br />

Universal-Legierung für die<br />

Verblendung mit Spezialkeramiken und<br />

Komposites rundet die <strong>Vorschau</strong> in diesem<br />

Bereich ab.<br />

Ästhetik, Individualität und Vielseitigkeit<br />

– unter diesem Motto wird im Bereich<br />

der abnehmbaren Prothetik zum<br />

Beispiel <strong>das</strong> IvoBase-System für die<br />

präzise und vollautomatische Herstellung<br />

von gewebefreundlichen Prothesenbasen<br />

vorgeführt. Ebenso können<br />

sich Zahntechniker von den Phonares II-<br />

Prothesenzähnen überzeugen. Die<br />

Zahnlinie wird in zusätzlichen Unterkiefer-Frontzahnformen<br />

und mittlerweile<br />

in 20 natürlichen Zahnfarben<br />

angeboten. Ergänzend zu dem umfassenden<br />

Portfolio dient <strong>das</strong> lichthärtende<br />

Labor-Composite SR Nexco der<br />

naturgetreuen Gestaltung von Zahnersatz.<br />

Um auch Gingiva-Anteile ästhetisch<br />

imitieren zu können, gibt es ein<br />

neues, produktübergreifendes Farbsystem.<br />

Ob auf Keramik- oder auf Composite-<strong>Restaurationen</strong><br />

– alle Massen<br />

des Systems sind exakt aufeinander abgestimmt.<br />

Damit lassen sich zusätzliche<br />

Individualisierungen für naturgetreue<br />

Gingiva-Anteile vornehmen. n<br />

i www.ivoclarvivadent.com<br />

B.S.D. Datentechnik<br />

Clevere Software<br />

Für eine möglichst schnelle und effiziente<br />

Abrechnung hat BSD „Hyper-<br />

Dent“ mit zahlreichen Jumbos konzipiert.<br />

Die Software „Dent-Expert Pro32“<br />

bietet darüber hin<strong>aus</strong> viele hilfreiche<br />

Optionen, wie beispielsweise die Workflow-Optimierung<br />

bei CAD/CAM-Maschinen,<br />

die Kapazitätsplanung, die Betriebs-<br />

und Auftragskalkulation, die<br />

Auftragsverfolgung über RFID-Technik,<br />

die Auftragsdokumentation durch den<br />

Techniker und vieles weitere mehr.<br />

Ein großes Thema auf der IDS ist auch<br />

die Webseite „Dentalnetzwerk.de“, auf<br />

der sich Praxis-Aufträge samt Dokumenten<br />

– Fotos oder Scandaten – an<br />

Labors oder Fräszentren übermitteln<br />

lassen. Das Besondere: Der Anwender<br />

muss die Software nicht installieren,<br />

sondern kann sie direkt im Internet aufrufen.<br />

B.S.D ist auf der IDS in Halle 11.2,<br />

S 020. www.bsd-freiburg.de<br />

n<br />

26 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


CHARMING Dentalprodukte<br />

EASY Liquid<br />

Keramikanmischflüssigkeit für Künstler<br />

° Hatten Sie schon Keramikergebnisse mit starker Schrumpfung, Blasen,<br />

Abplatzern oder Chipping in der Keramik? Die Folgen sind Nacharbeiten,<br />

Korrekturbrände, Zeitverlust und Mehrkosten.<br />

Ver wenden Sie E ASY Liquid und vermeiden Sie unangenehme Überraschungen.<br />

° Sahnige Konsistenz der Massen<br />

° Hervorragendes Stehvermögen der Keramik<br />

° Geringere Schrumpfung<br />

° Reduziert <strong>das</strong> Einreißen inter<strong>dental</strong> und okklusal<br />

° Verhindert <strong>das</strong> schnelle Austrocknen der Massen<br />

° Brillante Farbergebnisse<br />

° Geeignet für alle Keramikmassen auch Zirkonkeramik und Pulveropaker<br />

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CERAMIC MIXING LIQUID<br />

DAS ORIGINAL<br />

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Haftgel zum sekundären Fixieren von Keramikapplikationen<br />

° Mit dem EASY Fixier Gel lassen sich Veneers, Inlays, Zirkonkäppchen und Zirkonbrücken<br />

sicher auf dem Arbeitsmodell fixieren. Man hat beide Hände frei zum schichten, um<br />

Artikulationskontakte zu überprüfen, Strukturen auf der Oberfläche zu bearbeiten und<br />

einfach die Arbeit in Situ zu begutachten ohne, <strong>das</strong>s alles bei der kleinsten Bewegung auf<br />

den Boden fällt.<br />

° Dünne Haftschicht<br />

° Hervorragende Haftwirkung<br />

° Farbneutral<br />

° Verbrennt rückstandslos<br />

° Für alle Keramikmassen geeignet<br />

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Stand J 64<br />

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Das „Komet-Phänomen“: 90 Jahre Qualität<br />

Aktuell<br />

Neuer Corporate Design-Auftritt einer traditionsreichen Firma<br />

Das „Komet-Phänomen“:<br />

90 Jahre Qualität<br />

Pioniere und Vordenker sind meistens besondere Personen.<br />

Ganz so im Fall der Firma Gebr. Brasseler/Komet. Das Unter -<br />

nehmen und seine Marke Komet blicken auf eine imposante,<br />

mittlerweile 90-jährige Geschichte zurück, und entwickelt<br />

eifrig Innovationen, die den Zahntechniker <strong>das</strong> Leben erleichtern.<br />

Wolfgang Weisser, Leiter der Industriekommunikation des<br />

<strong>dental</strong> <strong>labor</strong>, skizziert <strong>das</strong> „Komet-Phänomen“.<br />

Die Firmengeschichte begann<br />

1923, als Peter Brasseler und<br />

seine Brüder 1923 in Düsseldorf<br />

die bekannte Zahnbohrerfabrik Gebr.<br />

Brasseler mit der Marke „Komet“ gründeten.<br />

In der Folgezeit hat <strong>das</strong> Unternehmen<br />

Gebr. Brasseler die Entwicklung<br />

der modernen zahntechnischen<br />

Frästechnik bedeutend vorangetrieben:<br />

Nach den normalen Fräsern bedeutete<br />

in den 1980er Jahren der Durchbruch<br />

der Kreuzverzahnung einen großen<br />

Fortschritt. Für unterschiedliche Materialien<br />

indiziert, kamen die FSQ-Fräser<br />

auf den Markt und im Jahr 2000 die UM-<br />

Fräser als erster Dualfräser für NEM.<br />

d Firmengründer<br />

Peter Brasseler<br />

d Zahnbohrerfabrik<br />

Gebr. Brasseler 1923<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 29


Aktuell<br />

Das „Komet-Phänomen“: 90 Jahre Qualität<br />

c Patentierte Dual fräser:<br />

UM-Verzahnung für NEM<br />

f Zukunft: extrem<br />

scharfe ACR-Verzah nung<br />

für Prothesen basis -<br />

kunststoffe<br />

Seit 2011 ermöglichen die CeraLine-Fräser<br />

mit Hightech-Arbeitsteilen <strong>aus</strong> Oxidkeramik<br />

lange Schärfe ohne Metallabrieb.<br />

Mit diesen Keramikfräsern hat Komet<br />

den Innovationsvorsprung weiter<br />

<strong>aus</strong>gebaut.<br />

In der Forschungs- und Entwicklungs-<br />

Abteilung reagierten Karl Heinz Danger<br />

und seine Kollegen auf werkstoffkundliche<br />

Her<strong>aus</strong>forderungen mit immer neuen<br />

Materialien – und stets<br />

mit einer praxistauglichen<br />

Lösung für die Zahntechniker.<br />

Mit dem einzigartigen<br />

Know-how für die Bearbeitung<br />

in der Keramik<br />

begleitete Komet die Entwicklung<br />

und stellte dem<br />

Markt 2005 seine ZR-<br />

Schleifer vor.<br />

Ein Firmenrundgang gewährte<br />

mir Einblicke in die<br />

große Kompetenz, die hinter<br />

dieser Firma steht.<br />

Unzählige CAD/CAM-Maschinen<br />

und neueste Technologie<br />

bei der Herstellung zeigten sehr<br />

deutlich, wie viel hinter dieser Firma<br />

steckt.<br />

Mit fast 1000 Mitarbeitern ist Gebr. Brasseler<br />

in allen Bereichen sehr gut aufgestellt.<br />

Der Geschäftsführer Kl<strong>aus</strong> Rübsamen<br />

erzählt natürlich und authentisch,<br />

und ich fühlte mich als Besucher<br />

sogleich ernst genommen. Man kennt<br />

und schätzt die Professionalität des Gegenübers.<br />

Von einem guten Betriebsklima zeugt<br />

nicht zuletzt auch die langjährige Treue<br />

der Mitarbeiter. Seit September 2012<br />

hat Komet sein eigenes Erscheinungsbild<br />

aufpoliert und glänzt mit frischem<br />

Corporate Design. Frank Janßen, Marketingleiter<br />

für Komet Dental, und sein<br />

Team sind dafür verantwortlich.<br />

Mich begleitet <strong>das</strong> Unternehmen Gebr.<br />

Brasseler/Komet schon seit 35 Jahren.<br />

Respekt und Gratulation!<br />

n<br />

i www.komet<strong>dental</strong>.de<br />

Highlights <strong>aus</strong> Lemgo<br />

Edel und weiß sind die neuen<br />

Komet-Instrumente <strong>aus</strong> einer<br />

speziellen Hochleistungs -<br />

keramik. Sie arbeiten ruhig,<br />

besitzen eine gute Standzeit und<br />

sorgen für einen kontinuierli -<br />

chen Materialabtrag. Für die<br />

sanfte und sichere Bearbeitung<br />

von ungesintertem Zirkonoxid im<br />

Weißzustand ist aktuell <strong>das</strong> Set<br />

TD2637 erhältlich.<br />

30 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Aktuell<br />

Meisterleistung mit CAD/CAM<br />

Neue Wege in der Prüfung<br />

Meisterleistung<br />

mit CAD/CAM<br />

Der junge Zahntechnikermeister Michael Vielreicher<br />

schlägt den digitalen Weg ein. Für seine Meisterarbeit verwendete<br />

er die CAD/CAM-Technik. Im Folgenden erfahren<br />

Sie die Vorzüge dieser Arbeitsweise – sowohl für <strong>das</strong><br />

Material als auch für den Prüfling.<br />

c Abb. 1 und 2<br />

Digitaler<br />

Workflow<br />

c Abb. 3<br />

Frässystem<br />

von C. Hafner<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

Jeder der seine Meisterprüfung hinter<br />

sich hat, kann sich noch gut erinnern,<br />

was es für eine Her<strong>aus</strong>forderung<br />

war, die Brücke spannungsfrei<br />

zu gießen. Durch die verschiedenen Parameter<br />

einer Brücke ergab sich sehr<br />

viel Vorarbeit in Wachs. Anschließend<br />

folgten – mit großer Spannung – <strong>das</strong><br />

Abheben der Wachsmodellation und<br />

<strong>das</strong> Gießen. Die Spannung stieg weiter,<br />

wenn <strong>aus</strong>gebettet wurde. Man betrachtet<br />

den Guss, und dann kam <strong>das</strong><br />

Finale: Die Überprüfung des Gerüstes<br />

auf dem Modell. Wurde man kreideweiß,<br />

dann hieß es: „Noch mal von vorne<br />

anfangen.“<br />

Nach der neuen Meisterprüfungsverordnung<br />

sind heute andere Wege möglich.<br />

Ztm. Michael Vielreicher ist während<br />

seiner Prüfung in Nürnberg einen dieser<br />

anderen Wege gegangen. In seiner<br />

Meistermappe plante er seine gesamte<br />

Meisterarbeit. Er entschied sich für<br />

die Fertigung einer metallkeramischen<br />

Brücke von 12 bis 16 mit CAD/CAM. Die<br />

Edelmetalllegierung Orplid GK ist von<br />

der Firma C. Hafner. Die Vorzüge dieser<br />

Legierung sind die hohe Brennstabilität<br />

und Festigkeit. Zudem hat sich Edelmetall<br />

über viele Jahrzehnte hinweg<br />

durch seine hohe Mundbeständigkeit<br />

bewährt.<br />

Warum fiel die Entscheidung für diesen<br />

Weg? Die Vorteile des gefrästen Edelmetalls<br />

sind im digitalen Verarbeitungs-<br />

Prozess begündet. Damit fällt die Vorfinanzierung<br />

des Edelmetalls weg. Und<br />

<strong>das</strong> bedeutet für einen Meisterschüler:<br />

Kein Abfall, kein Verlust und kaum Recyclingkosten.<br />

Während der Realisierung der bekanntlich<br />

komplexen Gerüstkonstruktionen<br />

war es einst bei massiven Stellen<br />

fraglich, ob Lunker entstehen. Jetzt<br />

hingegen ist die Gerüstqualität von<br />

32 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Aktuell<br />

Meisterleistung mit CAD/CAM<br />

f Abb. 4<br />

Hochpräziser Fräser<br />

f Abb. 5<br />

Edelmetalllegierung Orplid GK<br />

f Abb. 6<br />

Gefräste Arbeit<br />

höchster Güte und natürlich sehr biokompatibel,<br />

was beim Gießen nicht immer<br />

der Fall war. Dieser Arbeitsweg<br />

nimmt bei all dem Prüfungsstress zumindest<br />

die Unsicherheit bezüglich großer<br />

Spannweite bei Brücken. Das Brückengerüst<br />

wurde mit der CeHa White<br />

Keramik von C. Hafner verblendet. Dabei<br />

handelt es sich um eine niedrig<br />

schmelzende Keramik-Masse, die ein<br />

schmelzähnliches Lichtbrechungsverhalten<br />

aufweist, und dadurch sehr natürlich<br />

wirkt.<br />

Gratulation zur bestanden Meisterprüfung,<br />

als erster Kandidat mit einer gefrästen<br />

Aufbrennlegierung.<br />

n<br />

Abb. 4<br />

Abb. 7<br />

Abb. 5<br />

Abb. 8<br />

Abb. 6<br />

Abb. 9<br />

c Abb. 7 und 8<br />

Gerüstansichten<br />

auf dem Modell<br />

c Abb. 9<br />

Verblendete Brücke<br />

34 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Ehre für Ulrike Rühmann und Oliver Schäfer<br />

Menschen<br />

Dissertationspreis für Arbeiten über Knochenabbau und Abformung<br />

Ehre für Ulrike Rühmann<br />

und Oliver Schäfer<br />

Gleich zwei Preisträger beim Dissertationspreis<br />

2012 würdigte <strong>das</strong> Kuratorium<br />

perfekter Zahnersatz (KpZ).<br />

Am Carolinum in Frankfurt wurden Dr.<br />

med. dent. Ulrike Rühmann (Poliklinik<br />

für Zahnärztliche Prothetik, Frankfurt)<br />

und Dr. med. dent. Oliver Schäfer (Universitätsklinikum,<br />

Jena) für ihre spannenden<br />

Dissertationsarbeiten <strong>aus</strong>gezeichnet.<br />

„Wir wollten wissen, wie groß der Einfluss<br />

der prothetischen Versorgung<br />

nach langjähriger Funktion auf den periimplantären<br />

Knochenabbau ist“, berichtete<br />

Dr. Ulrike Rühmann.<br />

Der Knochendefekt bei verschraubten<br />

Frontzahn-Einzelkronen war durchschnittlich<br />

größer als bei implantatgetragenen<br />

Brücken und verblockten Kronen.<br />

„Die anderen Untergruppen der<br />

verschraubten Suprakonstruktionen unterschieden<br />

sich nicht signifikant“, sagte<br />

sie.<br />

Dr. Oliver Schäfer untersuchte die erreichbare<br />

Genauigkeit zahnärztlicher<br />

Abformungen. „Obwohl die digitale Abformung<br />

heute sprichwörtlich in aller<br />

Munde zu sein scheint, ist die konventionelle<br />

Methode noch immer der weit<br />

verbreitete Normalfall. Es bleibt selbst<br />

bei Einsatz der besten Materialien weiterhin<br />

dem Geschick des jeweiligen Behandlers<br />

überlassen, ob eine Abformung<br />

gelingt oder eben nicht.“ n<br />

ABSAUGGERÄT mit Aktivkohlefilter<br />

So vermeiden Sie gesundheitsgefährdende<br />

Einflüsse gleich beim<br />

Entstehen. Mit dem anwendungsfreundlichen<br />

Absauggerät leisten<br />

Sie gezielte Vorbeugung gegen<br />

immer größer werdende Gefahren<br />

durch chemische Stoffe. Durch<br />

den Einsatz des Absauggerätes<br />

mit Aktivkohlefilter (der Filter sollte<br />

nach ca. 50 Betriebsstunden<br />

<strong>aus</strong>gewechselt werden) erreicht<br />

man einen Abscheidungsgrad bei<br />

Isolierflüssigkeit von ca. 84% und<br />

bei Monomer von ca. 89%. Beim<br />

Arbeiten auf der Arbeitsfläche wird<br />

<strong>das</strong> Gerät mittels Lichtschranke<br />

automatisch eingeschaltet. Nach<br />

Beenden des Arbeitsvorgangs<br />

schaltet <strong>das</strong> Gerät verzögert ab.<br />

TECHNISCHE DATEN<br />

Höhe:<br />

260 mm<br />

Breite:<br />

220 mm<br />

Tiefe:<br />

260 mm<br />

El. Werte: 230V/50Hz, 100 W<br />

Gewicht:<br />

6 kg<br />

GmbH • Gesellschaft für Gerätetechnik • Industriestraße 27 • 77656 Offenburg • Tel.. +49(0)781 - 58688 • Fax +49(0)781 - 586 64<br />

E-Mail: info@bdt-<strong>dental</strong>.de • Internet: www.bdt-<strong>dental</strong>.de<br />

Besuchen Sie uns auf der IDS Halle 10.2 /Gang L Stand 041<br />

<br />

<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 35


Menschen<br />

Hochmodern<br />

Kurz Zahntechnik feierte Dreifach-Jubiläum und lud in neue Räume ein<br />

Hochmodern<br />

Pünktlich zum 85. Geburtstag des<br />

Firmengründers Heinz Kurz schließt die<br />

Kurz Zahntechnik GmbH eine Serie an<br />

Renovierungsarbeiten ab.<br />

e Traute Kurz-Butzki<br />

mit Seniorchef Heinz Kurz<br />

So präsentiert sich <strong>das</strong> größte<br />

zahntechnische Labor im Raum<br />

Reutlingen-Tübingen frisch renoviert:<br />

Schritt für Schritt hat die Kurz<br />

Zahntechnik GmbH ihre Räumlichkeiten<br />

in den letzen beiden Jahren umgebaut,<br />

in neueste Technologien investiert<br />

und so hochmoderne Arbeitsplätze<br />

geschaffen. Zudem sorgt eine neue<br />

Wärmet<strong>aus</strong>chanlage für eine energieeffiziente<br />

Klimatisierung des Gebäudes.<br />

„So werden wir nicht nur dem Kosten-<br />

sondern auch dem Umweltaspekt<br />

gerecht“, erklärt Traute Kurz-Butzki, Geschäftsführerin<br />

der Kurz Zahntechnik<br />

GmbH.<br />

Bereits im Dezember letzten Jahres besuchten<br />

mehr als 300 Besucher die neuen<br />

Räumlichkeiten sowie die Ausstellung<br />

„Mit allen Sinnen“. Anlass war <strong>das</strong><br />

Dreifachjubiläum: 55 Jahre Zahntechnik,<br />

35 Jahre Medizintechnik und der<br />

85ste Geburtstag des Firmengründers<br />

Heinz Kurz. Letzterer wurde bei der anschließenden<br />

Abendgala von zahlreichen<br />

honorigen Gratulanten, wie etwa<br />

dem Ärztlichen Direktor des Zentrums<br />

für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde<br />

in Tübingen, Professor Dr. Heiner Weber,<br />

für sein Lebenswerk geehrt. Zu diesem<br />

Anlass wurde auch <strong>das</strong> Buch „Die<br />

KURZgeschichte“ vorgestellt, <strong>das</strong> die<br />

Entwicklung der Kurz Zahn- und Medizintechnik<br />

von ihren Anfängen bis heute<br />

unterhaltsam darstellt.<br />

Die Kurz Zahntechnik GmbH hat heute<br />

rund 55 Mitarbeiter und beliefert mehr<br />

als 60 Kunden. Hervorzuheben ist besonders<br />

der Service des Labors: „Mehrmals<br />

täglich beliefern wir unsere Kunden.<br />

Bei Bedarf organisieren wir sogar<br />

Sonderfahrten oder schicken einen<br />

Techniker vor Ort, wenn es die Arbeit<br />

erfordert“, so Kurz-Butzki.<br />

Mit über 70 Prozent Marktanteil ist die<br />

Heinz Kurz GmbH Medizintechnik heute<br />

deutscher Marktführer für Mittelohr -<br />

implantate und exportiert in mehr als<br />

50 Länder. n<br />

36 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Menschen<br />

Auf der Sonnenseite<br />

Seit langem pflegt<br />

Wolfgang Weisser von<br />

der dl-Fachredaktion den<br />

Aust<strong>aus</strong>ch mit seinem<br />

Kollegen Mario Messig.<br />

Dieser stellte ihm nun<br />

sein neu gestaltetes<br />

Labor vor.<br />

c Steffi und Mario Messig<br />

Das neue Domizil der MPW-Zahntechnik in Stollberg<br />

Auf der Sonnenseite<br />

f Freundlicher Empfang<br />

f Hier ist kein Werkstatt -<br />

flair; hier werden Emotionen<br />

bewegt<br />

Der Zahntechnikermeister gehört<br />

zu den Vordenkern, den ideenreichen<br />

Unternehmern der Branche.<br />

Entsprechend gelungen präsentiert<br />

sich sein Betrieb. Das moderne Gebäude<br />

strahlt Großstadtflair <strong>aus</strong>, ohne<br />

angeberisch zu wirken. Der „Wow-Effekt“<br />

beim Betreten des neuen Domizils<br />

ist stark. Große Fenster machen die<br />

Räume hell und freundlich, bei der Einrichtung<br />

und Ausstattung war viel Liebe<br />

zum Detail im Spiel. Alles ist schön und<br />

funktionell zugleich. Hier lässt es sich<br />

gut arbeiten, findet <strong>das</strong> ganze Team. In<br />

Stollberg ist man (und frau) ganz offensichtlich<br />

auf der Sonnenseite.<br />

Mario Messig ist seit über 20 Jahren<br />

selbstständig. Am 1. Juni 1992 startete<br />

38 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Menschen<br />

e Durchdachte und funktionelle Ideen<br />

er zusammen mit acht Mitarbeitern im<br />

sächsischen Stollberg seinen Betrieb.<br />

Der berufliche Werdegang war zunächst<br />

nicht immer einfach. Dennoch legte der<br />

Zahntechniker seine Meisterprüfung<br />

mit Bravour ab und erwarb sich bald einen<br />

guten Ruf als Spezialist für hochwertige<br />

<strong>Restaurationen</strong>. Ein wichtiger Schwerpunkt<br />

war immer die klassische Teleskoparbeit,<br />

welche <strong>das</strong> Labor virtuos beherrscht.<br />

Der Kontakt Mario Messigs mit dem<br />

Schweizer Peter Lerch eröffnete neue Tätigkeitsfelder.<br />

Gemeinsam absolvierten sie<br />

f Großzügiger Fortbildungsbereich<br />

Unsere Innovationskraft lebt von neuen Einflüssen und der<br />

konsequenten Weiterentwicklung seit mehr als 85 Jahren.<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 39<br />

Mehr Informationen erhalten Sie unter:


Menschen<br />

Auf der Sonnenseite<br />

c Freundlich: die<br />

Patientenlounge<br />

f Blick in die neuen<br />

Arbeitsräume<br />

c Ein schöner Ruheplatz<br />

Kurse und arbeiteten in einigen Bereichen<br />

der Zahntechnik zusammen.<br />

Seit 1996 ist Mario Messigs Ehefrau<br />

Steffi im Labor. Sie unterstützt ihren<br />

Mann tatkräftig. „Wir sind für alles offen,<br />

aber wir glauben nicht alles, was<br />

uns die Industrie sagt“, betont Mario<br />

Messig. „CAD/CAM ist natürlich ein Thema;<br />

wir sind digital bestens aufgestellt,<br />

aber auch der wirtschaftliche Aspekt<br />

ist wichtig.“<br />

Im Herbst 2010 haben die Messigs<br />

beschlossen, einen Neubau anzugehen;<br />

im Juli des Folgejahrs war der<br />

erste Spatenstich. Im April 2012 zog die<br />

Laborcrew in die neuen Räume ein.<br />

Das Team zählt derzeit 23 Personen. Alle<br />

identifizieren sich mit dem Firmencredo:<br />

„Neue Zahnärzte anzusprechen<br />

und mit Qualität und Service zu überzeugen,<br />

aber auch den Endkunden zu<br />

erreichen. Es geht darum, dem Patienten<br />

klar zu machen, <strong>das</strong>s Zahnersatz<br />

eben keine Massenware ist, sondern<br />

ein individuelles Produkt, <strong>das</strong> mit enormem<br />

Know-how aufwändig gefertigt<br />

wird“, sagt der Laborchef.<br />

Ztm. Mario Messig ist übrigens auch<br />

Mitglied im neu gegründeten bundesweiten<br />

CAD/CAM Expertenkreis des<br />

<strong>dental</strong> <strong>labor</strong> (siehe dl 2, Seite 10 sowie<br />

Seite 12 und 14 in dieser Ausgabe). Mutige<br />

Unternehmer wie Mario Messig, die<br />

neue Weichen stellen, braucht unsere<br />

Zeit. Bei einem Labor wie diesem, so<br />

mein Eindruck, stellt sich der geschäftliche<br />

Erfolg beinahe zwangsläufig ein …<br />

Liebe Steffi, lieber Mario – Respekt für<br />

Euer Engagement. Ich wünsche euch alles<br />

Gute auf der Sonnenseite!<br />

n<br />

40 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


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Menschen<br />

25 und 35 Jahre Betriebstreue<br />

Dentaurum-Gruppe ehrt Mitarbeiter<br />

25 und 35 Jahre Betriebstreue<br />

Kürzlich ehrte die Dentaurum-Gruppe<br />

wieder einige Betriebsjubilare.<br />

Kurt Anselment, in der Abteilung<br />

„Stanz- und Umformtechnik“ als Werkzeugmacher<br />

und Maschineneinrichter<br />

tätig, ist seit 35 Jahren im Ispringer Familienunternehmen<br />

tätig. Rudolf Nett<br />

ist seit 25 Jahren dabei. Seit 2009 ist er<br />

als Regionalverkaufsleiter des Bereichs<br />

Nord zuständig. Ebenfalls „25-jähriges“<br />

feierte John-Marco Fader. Seit 1992 arbeitete<br />

er als Assistent der Technischen<br />

Leitung Chemie. Schnell erweiterte sich<br />

der Aufgabenbereich durch Tätigkeiten<br />

als Gefahrgut- und stellvertretender<br />

Umweltmanagementbeauftragter - sowie<br />

den Vorsitz der Arbeitsgruppe Barcode<br />

im Verband Deutsche Dental Industrie,<br />

VDDI.<br />

Traditionsgemäß waren alle Jubilare und<br />

Pensionäre des Jahres 2012 in Dezember<br />

zu einer Feier im h<strong>aus</strong>eigenen Fortbildungszentrum<br />

CDC, Centrum Dentale<br />

Communikation, eingeladen. Über 40<br />

Personen nahmen Glückwünsche der<br />

Unternehmensinhaber entgegen. n<br />

e Kurt Anselment, Bildmitte, mit Axel Winkelstroeter,<br />

links, und Mark S. Pace von der Geschäftsleitung<br />

e John Marco Fader,<br />

zweiter von links, freut sich<br />

über die Glückwünsche der<br />

Geschäftsleitung<br />

c Die Familien Pace und<br />

Winkelstroeter danken den<br />

Betriebsjubilaren für die langjährige<br />

Zusammenarbeit<br />

42 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Menschen<br />

70 Jahre jung und 55 Jahre Zahntechniker<br />

Bernd Schorr feiert<br />

besonderes Jubiläum<br />

d Bernd Schorr an<br />

seiner Wirkungsstätte<br />

im Praxis<strong>labor</strong> Wolf,<br />

Weingardt, Betz, ist<br />

muntere 70 und seit 55<br />

Jahren Zahntechniker<br />

Er ist wahrhaftig ein<br />

Unikat in der Branche:<br />

Bernd Schorr <strong>aus</strong><br />

Lebach /Eidenborn im<br />

Saarland, ist seit 55<br />

Jahren Zahntechniker.<br />

Ende der 50er Jahre<br />

begann seine <strong>dental</strong>e<br />

Leidenschaft. Aufgrund<br />

eines erlittenen Kieferbruchs<br />

kam er erstmals<br />

hautnah in Kontakt mit diesem Metier.<br />

Sogleich war seine Berufswahl klar:<br />

Zahntechniker!<br />

Die Ausbildung war damals sehr viel anders<br />

als heute: In einer Landes-Sammelklasse,<br />

die alle drei Lehrjahre vereinte, mit<br />

nur vier weiteren Lehrlingen! Zum Lehrplan<br />

gehörten noch Kupferring Kerr-Gipsabformungen,<br />

Ringdeckelkronen, Prothesen in<br />

Kautschuk mit Saugkammer, und Verbolzungen.<br />

Zahngarnituren gab es auf Pappplättchen<br />

und von Draht gehalten.<br />

Seinen Wehrdienst absolvierte Bernd<br />

Schorr als Leiter der eigens aufgebauten<br />

Stahlabteilung in Zusammenarbeit mit Professor<br />

Siebert an der Uni Marburg. Stets<br />

war er auf dem neuesten Stand der Technik<br />

und ist es bis heute geblieben! Ganz<br />

gleich, ob Implantate, Galvano oder Riegeltechnik.<br />

Es gibt kein Verfahren oder Material,<br />

<strong>das</strong> er nicht kennt.<br />

Er durchlebte diverse Gesundheitsreformen<br />

und überlebte auch Materialien wie<br />

Asbest und Beryllium ohne Absauganlage.<br />

Nichts bringt ihn <strong>aus</strong> der Ruhe, nichts ist<br />

ihm zu viel. Er ist stets gut gelaunt und<br />

liebt es, andere zum Lachen zu bringen. Er<br />

ist ein vorbildlicher Angestellter, und ein<br />

Kollege wie man es sich nur wünschen<br />

kann: 55 Jahre lang und <strong>das</strong> nun im 70. Lebensjahr<br />

– eine unglaubliche Leistung. n<br />

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<strong>das</strong> sich an Zahnmediziner auf der suche nach<br />

hochtechnologisch innovativen Produkten richtet.<br />

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ISO Normen zertifiziert sind.<br />

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<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 43


Menschen<br />

News<br />

QM bei CompeDent<br />

Gemeinsam für Qualität<br />

Fachwissen systematisch zu bündeln gehört zur<br />

intensiven Vernetzungsstrategie der CompeDent.<br />

Ob LernWerkstatt, Marketing, Qualitäts manage ment<br />

oder Ausbildungsbereich: Der Informations transfer<br />

und die gemeinsamen Projekte tragen laut eigener<br />

Aussage zur hohen Arbeits- und Servicekompetenz<br />

der Labore bei. Dadurch entstehen umfangreiche<br />

Zusatznutzen, von denen<br />

Zahnärzte und Patienten profitieren.<br />

Regelmäßig treffen sich die Qualitätsmanagementbeauftragten<br />

des Laborverbundes<br />

CompeDent, um über aktuelle<br />

Entwicklungen und Neuerungen zu<br />

sprechen. Zuletzt stand unter anderem<br />

die Chargenrückverfolgung auf dem<br />

Programm. „Bei einem Medizinprodukt<br />

e Michael Hammer hat zum<br />

1. Januar 2013 die<br />

Geschäftsführung der<br />

Candulor AG übernommen<br />

Candulor AG<br />

Michael Hammer ist<br />

neuer Geschäftsführer<br />

Michael Hammer hat zum 1. Januar 2013 die Geschäftsführung<br />

der Candulor AG übernommen.<br />

Er übernimmt damit die Nachfolge von Max Sturm,<br />

der als bisheriger CEO in den Ruhestand gegangen<br />

ist. Michael Hammer ist seit 2003 für<br />

die Candulor tätig. Zuletzt war er Geschäftsführer<br />

der Candulor Dental<br />

GmbH in Deutschland und Mitglied<br />

des Management Teams der Candulor<br />

AG, einer Tochter der Ivoclar Vivadent<br />

Gruppe.<br />

In seiner Funktion verantwortet er alle<br />

Aktivitäten von der Entwicklung bis<br />

zum weltweiten Vertrieb der Candulor<br />

Produktpalette.<br />

Michael Hammer wurde 1971 in Singen<br />

am Hohentwiel geboren, wo er auch<br />

seine berufliche Laufbahn als Zahntechniker<br />

begann. Neben dem Studium<br />

der Betriebswirtschaft gehören ein<br />

zwei-jähriger Auslandsaufenthalt in<br />

den USA sowie Berufserfahrung in den<br />

Bereichen Produktentwicklung, Marketing<br />

und Vertrieb zu den Meilensteinen<br />

seiner Ausbildung.<br />

Eine weitere Meldung von Candulor: Claudia Schenkel-Thiel<br />

ist seit 1.September 2012 neue Verkaufsund<br />

Marketingleiterin der Candulor Dental GmbH<br />

und Bodensee Dental GmbH in Rielasingen-Worblingen.<br />

Zuvor war sie Regionalvertriebsleiterin der<br />

Candulor. In ihrer Position war sie verantwortlich für<br />

<strong>das</strong> Vertriebsteam West, die Zusammenarbeit mit<br />

Universitäten und Meisterschulen sowie den Verkauf<br />

der Candulor Produkte in diesem Gebiet.<br />

n<br />

44 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de<br />

Halle 11.2<br />

Gang P<br />

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News<br />

Menschen<br />

wie Zahnersatz ist die Chargenrückverfolgung<br />

besonders wichtig. Qualitätsmängel<br />

können bereits in der Lieferkette<br />

vor dem Eintreffen des Materials<br />

im Labor entstanden sein, aber<br />

erst nach der Verarbeitung auftreten“,<br />

erklärt Waltraud Hetjens, die Sprecherin<br />

der Projektgruppe QM.<br />

Jedes Labor hat einen QM-Beauftragten,<br />

der die Arbeitsprozesse und Normen<br />

überwacht. Basis ist <strong>das</strong> einheitliche<br />

und bewusst schlanke Qualitätsmanagement-System<br />

der CompeDent.<br />

Streng beachtet werden dabei die Vorgaben<br />

nationaler und internationaler<br />

Gesetze, wie beispielsweise <strong>das</strong> Medizinproduktegesetz<br />

sowie die EN ISO<br />

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Menschen<br />

News<br />

Eintrag ins Goldene Buch der Stiftungen<br />

Kl<strong>aus</strong> Kanter zu Gast im Frankfurter Römer<br />

Die Kl<strong>aus</strong> Kanter-Stiftung fördert Talente<br />

<strong>aus</strong> dem Gebiet der Zahntechnik.<br />

1993 gegründet, verleiht sie<br />

seit 1994 den Kl<strong>aus</strong> Kanter-Preis für die<br />

beste Meisterarbeit des Handwerks –<br />

wir berichten darüber regelmäßig. „Die<br />

Qualität der Arbeit steht dabei an<br />

oberster Stelle“, betont der Namensgeber<br />

der Stiftung, Kl<strong>aus</strong> Kanter. Ende<br />

Januar trug sich der 90jährige Zahntechnikermeister<br />

ins Goldene Buch der<br />

Frankfurter Stiftungen im berühmten<br />

Römer ein. Stadtrat Peter Mensinger<br />

empfing die Gäste.<br />

n<br />

d Kl<strong>aus</strong> Kanter bei seinem<br />

Besuch im Frankfurter Römer<br />

Vier neue Mitarbeiter bei pritidenta<br />

Mit Verstärkung ins IDS-Jahr<br />

Gleich mit vier neuen Mitarbeitern ist<br />

<strong>das</strong> pritidenta-Team rund um den<br />

Geschäftsführer Anton Karremann ins<br />

IDS-Jahr 2013 gestartet. Verstärkung erhält<br />

die pritidenta mit Petra Ina Wanschka,<br />

Marketing Manager, Raffael Patelmo,<br />

Salesmanager international, Andreas<br />

Staisch, Gebietsverkaufsleiter Süd und<br />

Holger Preiß, Gebietsverkaufsleiter Nordwest.<br />

„Wir freuen uns sehr, engagierte<br />

Kollegen gefunden zu haben, die ihre<br />

Fachkompetenz und ihre Expertise gewinnbringend<br />

für unsere Kunden einsetzen<br />

werden“, so Anton Karremann. n<br />

c Viermal neue Power,<br />

von links: Andreas Staisch,<br />

Raffael Patelmo, Petra<br />

Wanschka und Holger Preiß<br />

verstärken <strong>das</strong> Team um<br />

Geschäftsführer Anton<br />

Karremann, Geschäftsführer,<br />

ganz rechts<br />

46 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Besuchen Sie die IDS für einen intensiven Dialog<br />

und testen Sie Innovationen Ihrer Kollegen. Vielleicht ist die<br />

nächste Produkt-Idee eine von Ihnen.<br />

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Interview<br />

Noch ein paar Fragen…<br />

Kurzinterviews zur IDS<br />

Noch ein paar<br />

Fragen…<br />

?<br />

Foto: Koelnmesse<br />

Nur wenige Tage, bis sich die Pforten der IDS 2013 öffnen.<br />

Alle Beteiligten stehen in spannungsvoller Erwartung in<br />

den Startlöchern. Wolfgang Weisser <strong>aus</strong> der dl-Redaktion<br />

stellte Unternehmensinhabern vorab ein paar Fragen zur<br />

Internationalen Dentalschau.<br />

Dr. Sören Rieger, Inhaber der Renfert GmbH, Hilzingen<br />

dl: Was sind Ihre Erwartungen an die<br />

IDS 2013?<br />

Dr. Sören Rieger: Wir erwarten einen<br />

anregenden Aust<strong>aus</strong>ch mit unseren<br />

Fachhandelspartnern weltweit und eine<br />

Fortsetzung des intensiven Dialogs<br />

der letzten Jahre. Außerdem erwarten<br />

wir die Weiterentwicklung eines schon<br />

begonnenen Trends: Viele Besucher<br />

werden sich dafür interessieren, mit<br />

welchen analogen Technologien und<br />

Produktkonzepten sie den Erfolg der digitalen<br />

Zahntechnik unterstützen können.<br />

Hierauf sind wir perfekt vorbereitet<br />

und freuen uns, unser Leistungsspektrum<br />

in einem guten Umfeld präsentieren<br />

zu können.<br />

dl: Was wird <strong>das</strong> Unternehmen Renfert<br />

den Gästen präsentieren?<br />

Dr. Sören Rieger: Die IDS ist für uns<br />

auch in diesem Jahr ein sehr wichtiger<br />

Platz, um unsere Produktneuheiten zu<br />

zeigen. Wir können gleich in mehreren<br />

Produktsparten mit attraktiven Lösungen<br />

aufwarten.<br />

Wir werden ferner zum Thema Mini-Labor<br />

in der Zahnarztpraxis einen eigenen<br />

Bereich haben und jeder – sowohl<br />

Zahntechniker als auch Zahnarzt – hat<br />

die Möglichkeit, unsere Produkte hautnah<br />

zu erleben.<br />

Unseren Kunden werden wir ein völlig<br />

neues mediales Angebot präsentieren.<br />

Sie können sich über unsere Produkte<br />

und deren Nutzen interaktiv informieren.<br />

dl: Warum sollte man die IDS 2013 besuchen?<br />

Dr. Sören Rieger: Auf der weltweit größten<br />

Messe können sich Zahntechniker<br />

und Zahnärzte von Fachleuten passende<br />

Lösungen für den <strong>dental</strong>en Alltag<br />

präsentieren lassen – so auch am Messestand<br />

von Renfert. Darüber hin<strong>aus</strong><br />

besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen<br />

hochkarätiger Vorträge <strong>aus</strong>zut<strong>aus</strong>chen.<br />

i Renfert, Halle 10.1, Stand B020/C029<br />

48 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


12. – 16. MÄRZ<br />

NEUHEITEN<br />

Halle 4.2<br />

Stand G10/J11<br />

- Chrom-Kobalt-Legierung für Metallgerüste zur Verblendung mit Keramik<br />

- Erhöhte Laborwertschöpfung durch Herstellung von NEM-<strong>Restaurationen</strong><br />

im eigenen Labor mit Zirkonzahn CAD/CAM System<br />

- zur Bearbeitung kein Aufrüsten des CAD/CAM Systems notwendig<br />

- <br />

- kein Verschmieren bei der Bearbeitung<br />

- Sinterung im Zirkonofen 700 unter Vakuum mit Schutzgas und speziellem<br />

<br />

- innovative Materialherstellungstechnologie verhindert Austreten von giftigen<br />

Gasen beim Sintern<br />

- Besonders schnelles Abkühlen der Sintermetallarbeiten möglich<br />

SINTERMETALL<br />

cad/cam system 5-tec<br />

Computergesteuertes 5+1-Achsen-Fräsgerät M5<br />

und vollautomatischer optischer Scanner S600 ARTI<br />

Vielfältiges Indikationsspektrum:<br />

von Kronen und okklusal verschraubten Brücken<br />

über Abutments, Stegen, Geschieben bis hin zu<br />

Inlays/Onlays, Aufbissschienen, Veneers und Modellen<br />

Nur mit 5+1 Achsen fräsbar<br />

Kronen<br />

in<br />

Prettau ®<br />

Brücken<br />

in Inlays Onlays<br />

Prettau ®<br />

Käppchen<br />

Eierschalenprovisorium<br />

Aufbissschienen<br />

Teleskopkronen<br />

Abutment<br />

mit Klebebasis<br />

Vollzirkonabutment<br />

Verschraubung<br />

Geschiebe<br />

Stege<br />

Airbrush<br />

Brücken<br />

mit Unterschnitten<br />

u. prothese<br />

Total-<br />

Divergenzen<br />

Metallgerüst<br />

Schriftlaser<br />

Wet<br />

Grinding/<br />

Wet<br />

Milling<br />

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Interview<br />

Noch ein paar Fragen…<br />

Timo Bredtmann, Sales Director Germany, Implant Direct<br />

?<br />

dl: Was erwarten Sie von der IDS 2013?<br />

Timo Bredtmann: Wir freuen uns auf<br />

viele neugierige Besucher, auf kritische<br />

Fragen und neue Kunden. Man muss<br />

kein Hellseher sein, um neue Besucherrekorde<br />

zu prognostizieren. Ich gehe<br />

davon <strong>aus</strong>, <strong>das</strong>s weiterhin die meisten<br />

Besucher <strong>aus</strong> den deutschsprachigen<br />

Ländern kommen. Dennoch ist und<br />

bleibt die IDS die internationale Leitmesse.<br />

Wir werden mit wachem Auge<br />

auch danach schauen, ob Kopien unserer<br />

Implantatsysteme angeboten werden.<br />

dl: Was werden Sie Ihren Gästen bieten?<br />

Timo Bredtmann: Unsere Gäste werden<br />

erleben, <strong>das</strong>s Implant Direct ein<br />

sehr aktives Mitglied der großen Sybron-Unternehmensgruppe<br />

ist – neben<br />

KaVo und KerrHawe. Natürlich präsentieren<br />

wir mit Stolz unsere vier Implantat-Linien,<br />

stellen die Vorteile der<br />

Kompatibilität dar. Viele Gäste werden<br />

sich für unsere Biologicals – Membranen,<br />

Knochenersatzmaterialien und<br />

Nahtmaterial – und unsere Produkte<br />

<strong>aus</strong> dem Prothetiksegment interessieren.<br />

Das Leitprinzip von Implant Direct lautet<br />

„Simply Smarter“ und beschreibt<br />

die Art, wie wir Produkte entwickeln<br />

und unseren Kunden anbieten.<br />

dl: Warum sollte man die IDS 2013 besuchen?<br />

Timo Bredtmann: Die IDS 2013 ist die<br />

beste Gelegenheit, Produktlösungen<br />

und Dienstleistung unmittelbar vergleichen<br />

zu können. Wo, wenn nicht in<br />

Köln, bietet sich die Chance, Versprechen<br />

und Nutzen schneller überprüfen<br />

zu können.<br />

i Implant Direct, Halle 10.1 Stand J20/K29<br />

Jan Kucher, Vertriebsleiter Labor & CAD/CAM, KaVo-Dental GmbH<br />

dl: Welche Erwartungen haben Sie an<br />

die IDS 2013?<br />

Jan Kucher: Wir erwarten wieder eine<br />

gute und positive Stimmung. Seit Monaten<br />

steigt <strong>das</strong> Interesse an Investitionsgütern<br />

– gerade bei den Behandlungseinheiten.<br />

Auch 2013 wird die IDS<br />

ihrem Ruf als bester Ort zum Produktvergleich<br />

und zum Produkttest gerecht<br />

werden. Live erleben, testen und fühlen<br />

– <strong>das</strong> sind die Hauptgründe für den<br />

Besuch der IDS.<br />

dl: Was bieten Sie Ihren Gästen am Ka-<br />

Vo-Messestand?<br />

Jan Kucher: KaVo wird dem Besucher <strong>das</strong><br />

bieten, was er erwartet: Der Besucher<br />

will sich einen persönlichen Eindruck von<br />

Qualität, Solidität und praxisgerechten<br />

Innovationen verschaffen. Dafür bieten<br />

wir die perfekten Vor<strong>aus</strong>setzungen. Wir<br />

werden in einem nie gekannten Umfang<br />

<strong>das</strong> KaVo-Produktprogramm präsentieren.<br />

Unsere Gäste sollen direkt und ohne<br />

Wartezeiten die Gelegenheit bekommen,<br />

unsere Produkte live und im Einsatz<br />

zu erleben. Selbstverständlich<br />

werden wir auch den neuen bildgebenden<br />

Verfahren viel Raum geben – insbesondere<br />

unserer DIAGNOcam. Mit diesem<br />

Gerät gelingt es – ohne ionisierende<br />

Strahlen – im Approximalraum, Karies<br />

zu diagnostizieren. Viele Gäste werden<br />

dies selbst prüfen wollen – dazu sind sie<br />

herzlich eingeladen.<br />

dl: Warum sollte man die IDS 2013 besuchen?<br />

Jan Kucher: Ganz einfach: Weil es sich<br />

lohnt. Es ist die beste Gelegenheit, Ka-<br />

Vo-Qualität mit allen Sinnen zu erleben.<br />

i KaVo, Halle 10.1, Stand K 020/K009/<br />

J 020/K 029.<br />

50 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Glänzende Strahlgeräte<br />

Interview<br />

Sanduret und Sandublast von Reitel<br />

Glänzende Strahlgeräte<br />

Die Firma Reitel Feinwerktechnik <strong>aus</strong> Bad<br />

Essen hat ihre Feinstrahlgeräte Sanduret<br />

weiterentwickelt und glänzt mit dem neuen<br />

Kombinationsstrahlgerät Sandublast im<br />

Manufakturdesign <strong>aus</strong> Edelstahl.<br />

Wir von der Redaktion fragten nach, welche<br />

Besonderheiten <strong>das</strong> Unternehmen ab der<br />

IDS bereithält. Unsere Gesprächspartnerin<br />

war Annette Frommeyer, zuständig für<br />

Marketing bei Reitel.<br />

dl: Was ist der Unterschied zwischen<br />

einem Sanduret-Gerät und einem Sandublast-Gerät?<br />

Annette Frommeyer: Die Sanduret<br />

Sandstrahlgeräte sind Feinstrahlgeräte<br />

zum Reinigen, Aufrauhen, Glänzen<br />

und zur Oxydbeseitigung. Die Baureihe<br />

ist als Zwei-Kammer-, Drei-Kammerund<br />

Vier-Kammer-Strahler lieferbar. Das<br />

Gerät gibt es jetzt optional mit einer<br />

Sand-Schublade, die <strong>das</strong> Strahlgut auffängt.<br />

Sie lässt sich gut entleeren und<br />

leicht wieder einsetzen.<br />

Sandublast ist ein Umlaufstrahler zum<br />

schnellen Ausbetten. Er lässt sich für<br />

<strong>das</strong> zusätzliche Feinstrahlen zu den<br />

Kombinationsstrahlgeräten Sandublast<br />

2 oder Sandublast 3 (mit zwei oder drei<br />

Zusatzkammern) <strong>aus</strong>bauen.<br />

dl: Was ist <strong>das</strong> Besondere bei diesen<br />

Geräten?<br />

Annette Frommeyer: Nach der Anwendungen<br />

ermöglicht eine zusätzliche<br />

Ausblasdüse die Reinigung des Objektes<br />

vom Strahlgut.<br />

Die Handdurchführungen sind bei beiden<br />

Geräten <strong>aus</strong> Leder, einem natürlichen<br />

Rohstoff und so besonders hautsympathisch.<br />

Die flexiblen und widerstandsfähigen<br />

Strahlschläuche können<br />

einfach und ohne Werkzeug <strong>aus</strong>gewechselt<br />

werden. Der Absauganschluss<br />

saugt <strong>das</strong> Strahlgut ab und sorgt so für<br />

eine klare Sicht auf <strong>das</strong> zu bearbeitende<br />

Werkstück. Das Gehäuse besteht<br />

<strong>aus</strong> hochwertigem Edelstahl im bekannten<br />

Manufakturdesign. Die LED-<br />

Lampe ist besonders hell und zudem<br />

Strom sparend.<br />

dl: Verfügen die Geräte über einen<br />

Schnellstopp?<br />

Annette Frommeyer: Ja, alle Geräte der<br />

Serien Sanduret und Sandublast verfügen<br />

über einen wartungsfreien<br />

Schnellstopp. Er arbeitet mit der innovativen<br />

Strahlkammerentlüftung und<br />

verhindert damit ein Nachlaufen des<br />

Strahlgutes. Dabei wird der Druck ohne<br />

Beanspruchung von mechanischen<br />

Teilen direkt in der Strahlkammer abgebaut.<br />

Ein Aust<strong>aus</strong>ch von Teilen erübrigt<br />

sich damit.<br />

dl: Welche Strahlmittel lassen sich für<br />

die Geräte verwenden?<br />

Annette Frommeyer: Alle handelsüblichen<br />

Strahl- und Glanzmittel zwischen<br />

25 bis 250 mµ. Das Reitel Edelstahlgehäuse<br />

ist korrosionsbeständig und äußerst<br />

widerstandsfähig gegen den Einsatz<br />

von Strahlmitteln.<br />

dl: Was kann ich durch die Strahlmittelkörnung<br />

und die Mengenregelung<br />

beeinflussen?<br />

Annette Frommeyer: Die Strahlstärken<br />

und damit die Güte der zu bearbeitenden<br />

Materialien werden durch die<br />

Strahlmittelkörnung und den Mengenzufluss<br />

beeinflusst. An jeder Kammer<br />

d Annette Frommeyer<br />

informierte uns über<br />

Sanduret und Sandublast<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 51


die neue dna<br />

hochfester GLaskeramik<br />

12. – 16.3.2013 IDS Köln


Interview<br />

Glänzende Strahlgeräte<br />

e Sandublast<br />

e Sandublast 3<br />

d Sanduret 3S<br />

kann die Strahlmenge unabhängig vom<br />

Eingangsarbeitsdruck individuell eingestellt<br />

werden. Das spezielle Strahlprinzip<br />

und die beheizten Strahlmittelkammern<br />

gewährleisten eine gleichmäßige<br />

Oberflächenbearbeitung, ohne<br />

<strong>das</strong>s die Düsen verstopfen. Die Wahl<br />

der aktiven Strahlkammer erfolgt mittels<br />

eines Umschalters im Strahlraum;<br />

die Auslösung komfortabel durch einen<br />

Fußschalter.<br />

dl: Wie groß ist <strong>das</strong> Fassungsvermögen<br />

eines Tanks?<br />

Annette Frommeyer: Das Fassungsvermögen<br />

eines Tanks der Sanduretund<br />

Sandublast-Serie liegt bei etwa<br />

450 Milliliter.<br />

dl: Wie lassen sich die Geräte reinigen?<br />

Annette Frommeyer: Reitel empfiehlt<br />

<strong>das</strong> speziell entwickelte Edelstahl-Pflegespray<br />

für die Außenreinigung.<br />

dl: Wie oft muss ich die Düse, <strong>aus</strong> der<br />

<strong>das</strong> Strahlmittel kommt, <strong>aus</strong>wechseln?<br />

Annette Frommeyer: Das richtet sich<br />

nach Verwendung des Strahlmittels und<br />

wie hoch der Arbeitsdruck ist. Die beheizten<br />

Strahlgutbehälter der Strahlkammern<br />

verhindern, <strong>das</strong>s die Düsen<br />

durch feuchtes Strahlgut verstopfen.<br />

Die Menge des abgegebenen Strahlguts<br />

lässt sich genau regulieren.<br />

dl: Wie beugen Sie dem frühzeitigen<br />

Verkratzen der Glasscheibe vor?<br />

Annette Frommeyer: Durch die Absaugung<br />

im oberen Bereich der Strahlkammer<br />

ist die Glasscheibe foliengeschützt<br />

und muss daher nicht häufig<br />

<strong>aus</strong>get<strong>aus</strong>cht werden. Bei Bedarf ist der<br />

Aust<strong>aus</strong>ch durch die rechteckige Form<br />

einfach und kostengünstig möglich.<br />

dl: Wie schwer sind die Geräte?<br />

Annette Frommeyer: Sanduret 2 wiegt<br />

etwa 17 Kilogramm, Sanduret 3 etwa<br />

18 Kilogramm und die Sanduret 4 ungefähr<br />

19 Kilogramm. Der Sandublast<br />

wiegt etwa 13 Kilogramm, Sandublast<br />

2 zirka 17 Kilogramm und Sandublast<br />

3 ist rund 18 Kilogramm schwer. n<br />

Danke für <strong>das</strong> Gespräch. Wir wünschen<br />

Ihnen viel Erfolg für die IDS 2013.<br />

54 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Live-Demos und Gewinnspielaktion<br />

Interview<br />

Am IDS-Stand von Creation<br />

Live-Demos und Gewinnspielaktion<br />

Wer Neues erfahren und sich mit<br />

hochkarätigen Zahntechnikern<br />

<strong>aus</strong>t<strong>aus</strong>chen möchte, sollte sich die<br />

Standnummer von Creation Willi Geller<br />

merken: Halle 11.2 (Gang O 010/P 011).<br />

Nachdem sich die Messebesucher vor<br />

zwei Jahren um die Demonstrationstheken<br />

von Creation drängten, wird es<br />

dort auch während der diesjährigen IDS<br />

wieder persönliche Anwender- und<br />

Schichttipps sowie jede Menge zahntechnische<br />

Begeisterung von <strong>aus</strong>gewiesenen<br />

Keramikprofis geben. Und<br />

nicht nur zum Erfahrungs<strong>aus</strong>t<strong>aus</strong>ch<br />

lädt Creation an seinen Stand: „Zum<br />

25-jährigen Firmenjubiläum“, so der<br />

Keramikspezialist, bieten wir neben exklusiven<br />

Creation-ZI-CT-Messe-Kits zum<br />

Einführungspreis auch ein attraktives<br />

Gewinnspiel.“<br />

„Als einer der wichtigsten Hersteller von<br />

Verblendkeramiken weltweit“ versteht<br />

sich Creation seit 25 Jahren als „kompetenter<br />

Partner für alle Zahntechniker,<br />

die den Anspruch haben, natürliche<br />

Zähne mit exklusiven Keramikmassen<br />

ästhetisch nachzubilden“. Da Tradition<br />

und Innovation im Bereich der Ästhetik<br />

nah beieinander liegen, zeigt die Firma<br />

auf der IDS nicht nur die bewährten Systeme<br />

wie Creation CC und ZI-F, sondern<br />

auch eine neue leuzitkristallhaltige Zirkoniumdioxid-Verblendkeramik:<br />

Creation<br />

ZI-CT. Zum 25. Firmenjubiläum werden<br />

dazu 500 IDS-Messekits zum Einführungspreis<br />

von 25 Euro verkauft –<br />

und wer Glück hat, kann auch etwas am<br />

Stand gewinnen, denn an jedem Messetag<br />

werden interessante Überraschungspreise<br />

verlost!<br />

n<br />

e So viel Betrieb wie 2011<br />

erwartet Creation auch bei<br />

dieser IDS<br />

Innovatives Fertigungs-System mit integrierter<br />

CAM-Software zum Fräsen, Schleifen, Bohren und<br />

Schneiden<br />

5-Achs-Simultanbearbeitung<br />

Sehr kurze Fertigungszeiten<br />

Hohe Standzeit der Werkzeuge<br />

Intuitive Bedienung mit Touch-Pad<br />

Werkzeugwechselsystem für 100 Werkzeuge<br />

Modularer Aufbau, Nachrüstung von Modulen möglich:<br />

2 Kühlmittelkreisläufe, integrierte Absaugung, Automation<br />

Hohe Wirtschaftlichkeit, geringe Wartungskosten:<br />

Vollautomatische Kalibrierung durch integriertes<br />

Softwaremodul, keine Wartungsintervalle vorgeschrieben<br />

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Interview<br />

Diabetes erkennen<br />

Im Gespräch mit Professor Burkhard L. Herrmann<br />

Diabetes erkennen<br />

Die große Resonanz unseres „dl-Lesertelefons“ Ende 2012<br />

(siehe auch dl 10/2012, Seite 1282) bewies die Brisanz und<br />

Aktualität des Themas Diabetes. Über grundsätzliche Aspekte<br />

dieser Volkskrankheit unterhielten wir uns mit Professor<br />

Dr. med. Burkhard L. Herrmann. Der Bochumer ist Facharzt für<br />

Innere Medizin, Endokrinologe und Diabetologe.<br />

dl: Wie ernst sind Symptome wie Fußkribbeln<br />

oder Taubheitsgefühle? Leiden<br />

davon betroffene Patienten tatsächlich<br />

oft an Diabetes?<br />

Burkhard L. Herrmann: Fußkribbeln<br />

und Taubheitsgefühle sind ein Erstsymptom<br />

einer peripheren Nervenstörung<br />

infolge des Diabetes mellitus. Der<br />

Diabetes mellitus stellt eine der Hauptursachen<br />

dieser häufig vorkommenden<br />

Beschwerden dar. Somit sollte jeder Patient,<br />

der diese Symptome bemerkt,<br />

sich auf Diabetes mellitus untersuchen<br />

lassen.<br />

e Professor Burkhard L. Herrmann:<br />

„Eine gesunde Mittelmeerkost gilt als<br />

Diabetes-Schutzfaktor, da sie <strong>das</strong><br />

Gewicht reguliert und fettarm ist“<br />

dl: Unterscheiden sich Männer und<br />

Frauen bzw. Ältere und Jüngere, wenn<br />

es um Diabetes-Frühsymptome geht?<br />

Burkhard L. Herrmann: Diabetes-Frühsymptome<br />

sind in aller Regel altersunabhängig.<br />

Unterschieden werden müssen<br />

die Symptome, die auf ein Typ-1-<br />

Diabetes oder ein Typ-2-Diabetes hinweisen.<br />

Der Typ-1-Diabetes zeigt sich<br />

durch einen Insulinmangel. Hier sind<br />

häufiger Patienten unter 40 Jahren betroffen.<br />

In diesem Fall steigen die Blutzuckerspiegel<br />

stärker an und weisen<br />

häufig Zuckerwerte über 300 mg/dl bei<br />

der Erstdiagnose auf. Hierdurch kommt<br />

es zu einem starken Durstgefühl und<br />

einem sehr starken Harnfluss. Zudem<br />

sind diese Patienten sehr müde und leiden<br />

gelegentlich unter Sehstörungen.<br />

Beim Typ-2-Diabetes zeigen sich häufig<br />

keine Frühsymptome. Der Typ-2-Diabe-<br />

Foto: djd Woerwag Pharma<br />

56 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Vom<br />

Bester Kriminalroman<br />

nominiert<br />

Friedrich-Gl<strong>aus</strong>er-Preis 2013<br />

Schwer traumatisiert kehrt Daniel<br />

<strong>aus</strong> seinem Afghanistan-Einsatz<br />

zurück in die Heimat, da geschehen<br />

in seinem Umfeld mehrere<br />

gr<strong>aus</strong>ame Morde. Von der Polizei<br />

als Täter verdächtigt, beginnt er<br />

auf eigene F<strong>aus</strong>t zu recherchieren,<br />

wer hinter den Verbrechen steckt.<br />

Oder ist er tatsächlich der Mörder?<br />

Ist er wirklich so schizophren,<br />

<strong>das</strong>s ein Teil seiner Persönlichkeit<br />

Verbrechen begeht, an die sich der<br />

andere Teil nicht mehr erinnern<br />

kann?<br />

Ein packender Thriller vor dem aktuellen<br />

Hintergrund weltweiter<br />

Krisenherde und den psychischen<br />

Belastungen der Soldaten, die Extremes<br />

erleben müssen.<br />

Kriegsgebiete<br />

Roland Spranger<br />

ISBN 978-3-937357-54-6<br />

224 Seiten, gebunden<br />

14,80 Euro<br />

Hintergrundfoto: VallarieE/iStockphoto<br />

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Interview<br />

Diabetes erkennen<br />

tes ist typischerweise ein Zufallsbefund.<br />

Frühsymptome, die den Typ-2-Diabetes<br />

betreffen, können allerdings auch durch<br />

erste Symptome von Nervenschädigungen<br />

bemerkt werden. So sind etwa Fußkribbeln<br />

und Taubheitsgefühl mögliche<br />

Hinweise auf einen Typ-2-Diabetes.<br />

dl: Wie würden Sie den typischen Diabetes-Risiko-Patienten<br />

charakterisieren?<br />

Burkhard L. Herrmann: Der typische Diabetes-Risiko-Patient<br />

ist übergewichtig,<br />

hat einen Bluthochdruck und erhöhten<br />

Cholesterinwert. Häufig sind auch in der<br />

Familie Typ-2-Diabetiker bekannt.<br />

dl: Die gesunde Mittelmeerkost gilt als<br />

Diabetes-Schutzfaktor. Hilft sie auch<br />

dann, wenn sich bereits die ersten<br />

Symptome der Erkrankung zeigen?<br />

Burkhard L. Herrmann: Eine gesunde<br />

Mittelmeerkost gilt als Diabetes-Schutzfaktor,<br />

da sie <strong>das</strong> Gewicht reguliert und<br />

fettarm ist. Auch bei Symptomen eines<br />

Diabetes mellitus und einer bereits<br />

erfolgten Tabletten- oder Insulinbehandlung<br />

sollte eine Mittelmeerkost<br />

eingehalten werden, da dadurch <strong>das</strong><br />

Gewicht reguliert werden kann und die<br />

Zuckerwerte sich besser einstellen lassen.<br />

n<br />

Frank Dental<br />

Kundenorientiert<br />

Bei Frank Dental GmbH <strong>aus</strong> Gmund am Tegernsee dreht sich alles um die<br />

rotierenden Instrumente für Labor und Praxis. Das Unternehmen nimmt sehr<br />

gern Produktideen der Kunden auf. „So sind schon einige Besonderheiten<br />

entstanden, welche die Arbeit im Labor vereinfachen und viel Zeit sparen“,<br />

sagt Geschäftsführer Armin Frank.<br />

c Zeit ist Geld. Die gewohnte<br />

Gipsfräse wurde verlängert,<br />

so können Gips -<br />

stümpfe in einem Arbeits -<br />

schritt von oben bis unten<br />

beschliffen werden.<br />

Zwei Beispiele<br />

für aktuelle Produkte<br />

Frästechnik für NEM-Teleskope: Ein<br />

Spezialschliff erlaubt <strong>das</strong> Arbeiten bei<br />

sehr hoher Drehzahl. Die Fräser sind in<br />

0° und 2° erhältlich, jeweils für Fräsgeräte<br />

mit maximal 25.000 U/Min oder<br />

50.000 U/Min – ab jetzt auch für <strong>das</strong><br />

Laborhandstück. Um die Oberfläche vor<br />

der Politur zu verfeinern, stehen Bolzen<br />

für Sandpapier zur Verfügung. Zirkon-<br />

Schleifset: Schleifen ohne Funken sprühen<br />

zu lassen und ohne Wasserkühlung<br />

bei nur minimaler Wärmeentwicklung.<br />

Die Abrasivschleifer sind mit einer speziellen<br />

Diagen-Diamantbindung versehen<br />

und reduzieren Mikrosprünge und<br />

Abplatzungen. Die Nachbearbeitung<br />

bis zum Hochglanz erfolgt mit Diamantkorn<br />

durchsetzten Polierern.<br />

Service<br />

„Bringen Sie Ihre am häufigsten verwendeten<br />

Instrumente mit zum IDS-<br />

Stand“, sagt Anja Frank. „Sie erhalten<br />

ein Preisangebot und eine RotaCard.“<br />

Die RotaCard erleichtert <strong>das</strong> Bestell-<br />

Management für alle rotierenden Instrumente.<br />

Anhand der abgenutzten Instrumente<br />

lässt sich eine detaillierte<br />

Kollektionskarte mit Artikelbezeichnung,<br />

Körnung, Durchmesser, Farbring<br />

etc. erstellen. Als übersichtliches Aufbewahrungssystem<br />

erhalten Kunden<br />

kostenlos die RotaBox.<br />

n<br />

i Auf der IDS ist Frank Dental<br />

in Halle 4.1, Stand B 040<br />

58 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zwei Fragen an Michaela Flussfisch zur IDS<br />

Interview<br />

Zwei Fragen an Michaela Flussfisch zur IDS<br />

Moment mal, bitte…<br />

Die Dentalwelt ist im IDS-Fieber. Wolfgang<br />

Weisser von der dl-Reaktion fragte<br />

Michaela Flussfisch, was ihr Unternehmen<br />

in Köln präsentieren wird.<br />

dl: Was erwartet die Besucher auf Ihrem Messestand?<br />

Michaela Flussfisch: Wir zeigen <strong>das</strong> gesamte<br />

Produktspektrum: der klassische Bereich mit Legierungen<br />

und Galvanotechnik und die neuen,<br />

aber inzwischen bewährten CAD/CAM- und<br />

CAD/GUSS-Anwendungen sowie lasergesinterte<br />

NEM-Gerüste. Anhand anspruchsvoller Arbeiten<br />

demonstrieren unsere Experten die Gestaltungsmöglichkeiten<br />

und Präzision, welche<br />

die neue Lasersinter-Technologie bietet. Als Überraschung<br />

erhält jeder, der bei uns vorbeischaut,<br />

eine Dose „Wahre Liebe“ gegen einen Gutschein.<br />

Er ist bei unserem Außendienst, direkt am Stand<br />

oder auf www.flussfisch.de erhältlich. Außerdem<br />

präsentieren wir die Neuheiten unserer<br />

Kooperationspartner 3Shape, imes-icore,<br />

Dekema, Metoxit und anderer. Auf<br />

Wunsch begleiten wir Besucher zu den<br />

Messeständen dieser Unternehmen<br />

und beraten sie persönlich. Uns geht es<br />

um Partnerschaft auf Augenhöhe.<br />

dl: Welche Impulse werden von der<br />

IDS <strong>aus</strong>gehen?<br />

Michaela Flussfisch: Einige Bereiche<br />

– CAD/CAM oder Fräsmaterialien – sind weiter<br />

verbessert worden. Allerdings beobachte ich,<br />

<strong>das</strong>s die digitale und die analoge Sphäre stärker<br />

<strong>aus</strong>einanderdriften. Einige Firmen haben<br />

schon ihren Außendienst in diese beiden Segmente<br />

aufgespalten. Hier sehe ich unsere besondere<br />

Rolle als mittelständisches Unternehmen,<br />

nah bei den Labors zu sein und sie zu beraten<br />

– sowohl zu digitalen als auch zu analogen<br />

Produkten. Als traditionsreiches Familienunternehmen<br />

wollen wir den Labors eine verlässliche<br />

Orientierung in der immer komplexeren <strong>dental</strong>en<br />

Welt geben. Mit unserem Messestand möchten<br />

wir <strong>das</strong> deutlich machen.<br />

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Der neue Zfx TM<br />

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auch eines der präzisesten CAD Systeme auf dem Dentalmarkt! Überzeugen Sie sich selbst – besuchen Sie<br />

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Interview<br />

Mit „Holsteiner Biss“ in die ganze Welt<br />

Im Gespräch mit Friedhelm Klingenburg von Merz Dental<br />

Mit „Holsteiner Biss“<br />

in die ganze Welt<br />

Den größten Teil seiner Arbeitszeit verbringt Friedhelm<br />

Klingenburg außerhalb seines Büros im schleswig-holsteinischen<br />

Lütjenburg in der Nähe der Ostsee. „Meist bin ich in<br />

Besprechungen oder unterwegs bei Kunden und Partnern“,<br />

erklärt der Geschäftsführer von Merz Dental: „Kundennähe<br />

ist nun mal mein Credo.“ Das mittelständische Unternehmen<br />

agiert als eigenständige Tochtergesellschaft des Konzerns<br />

Merz Pharma GmbH & Co. KGaA (Frankfurt am Main) von<br />

Lütjenburg <strong>aus</strong>. Wir sprachen mit Friedhelm Klingenburg über<br />

die Geschichte von Merz Dental.<br />

„<br />

Entscheidend ist die<br />

Konzentration auf unsere<br />

Kernkompetenz<br />

dl: Herr Klingenburg, die Geschichte<br />

von Merz Dental begann vor 60 Jahren<br />

mit der Produktion von zahntechnischen<br />

Materialien. Heute sind sie laut<br />

GfK-Studie auf Platz drei der Kunststoffzahnanbieter<br />

in Deutschland. Was<br />

macht Merz Dental so erfolgreich?<br />

Friedhelm Klingenburg: Entscheidend<br />

ist die Konzentration auf unsere Kernkompetenz.<br />

Das sind im Wesentlichen<br />

die Forschung, Entwicklung und Herstellung<br />

von Zähnen und Materialien.<br />

Wir setzen auf <strong>das</strong> Qualitätssiegel<br />

„Made in Germany“,<br />

<strong>das</strong> in der Dentalbranche<br />

nur noch selten vorzufinden<br />

ist und somit einen<br />

“<br />

unschätzbaren Wert für<br />

Zahnärzte als auch Dental<strong>labor</strong>e<br />

hat. Sie wissen, wo und von wem<br />

ihre Produkte hergestellt werden. Prothesenkunststoffzähne,<br />

zahntechnische<br />

als auch zahnärztliche Materialien zur<br />

Herstellung von festsitzendem und her<strong>aus</strong>nehmbarem<br />

Zahnersatz vertreiben<br />

wir mit unserem sprichwörtlichen „Holsteiner<br />

Biss“ in die ganze Welt. Diesen<br />

Lieferantenstatus behalten wir bei und<br />

errichten nicht vorbei an unseren Kunden<br />

eigene industrielle Fräszentren. Damit<br />

heben wir uns von anderen Dental anbietern<br />

mit <strong>aus</strong>ländischen Produktionsstätten<br />

und eigenen Fräs<strong>labor</strong>en ab.<br />

e Friedhelm Klingenburg, 47, ist seit<br />

2006 bei Merz Dental. Der Betriebs -<br />

wirt mit Schwerpunkt strategisches<br />

Marketing trug dazu bei, <strong>das</strong>s sich der<br />

Dentalanbieter heute auf Platz 3 der<br />

Kunststoffzahnanbieter befindet.<br />

dl: Während andere Dentalhersteller ihre<br />

Stellen in Deutschland abbauen, verzeichnen<br />

Sie einen Mitarbeiterzuwachs.<br />

Wie kommt es dazu?<br />

Friedhelm Klingenburg: Unsere Produkte<br />

erfreuen sich einer regen Nach-<br />

60 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Interview<br />

frage in Deutschland, Europa, aber auch<br />

vielen weiteren Länder der Welt. Das ist<br />

<strong>das</strong> Ergebnis 1. unserer kontinuierlichen<br />

Arbeit an der Qualität unserer Produkte<br />

und Materialien. 2. Die Nähe zu unseren<br />

Kunden und die damit verbundenen Serviceleistungen<br />

sind uns sehr wichtig, und<br />

3. honorieren unsere Kunden unsere Standortwahl<br />

Deutschland mit der Produktion<br />

„Made Germany“ und vertrauen unserem<br />

<strong>aus</strong>gewiesenen Know-how. Aufgrund der<br />

positiven Entwicklung und hohen Innovationskraft<br />

haben wir 2012 die Produktion<br />

um 20 zusätzliche Arbeitsplätze erweitert,<br />

<strong>das</strong> sind 10 Prozent mehr Mitarbeiter in den<br />

letzten zwölf Monaten. So <strong>das</strong>s heute insgesamt<br />

200 Mitarbeiter täglich für unsere<br />

Kunden forschen, entwickeln, produzieren,<br />

beraten und verkaufen vor Ort. Allein 53<br />

zahnärztliche und zahntechnische Fachberater<br />

begleiten in Deutschland Zahnärzte<br />

und Dental<strong>labor</strong>e als unterstützende<br />

Partner.<br />

dl: „Made in Germany“ <strong>aus</strong> Lütjenburg. Mit<br />

Ihrer Lagerhallenerweiterung, ist bewusst<br />

die Weiterführung des Standorts in<br />

Deutschland gefallen. Warum?<br />

Friedhelm Klingenburg: Ich bin überzeugt,<br />

<strong>das</strong>s eine hohe Effizienz und Produktivität<br />

mit hohem Qualitätsanspruch in Deutschland<br />

durch<strong>aus</strong> realisierbar sind. Durch eine<br />

ständige Prozessoptimierung mit Automatisierungsvorgängen<br />

bleiben wir mit<br />

unseren Herstellkosten auf einem international<br />

wettbewerbsfähigen Niveau. Mit zukünftigen<br />

Problemstellungen wie steigenden<br />

Lohnkosten in China, Philippinen, Kolumbien<br />

und Rumänien, einem deutlich<br />

höheren Personalaufwand und mehr internationalen<br />

Transaktionskosten brauchen<br />

wir uns nicht <strong>aus</strong>einanderzusetzen, sondern<br />

können uns unmittelbar um unsere<br />

Kunden kümmern. Deshalb stehe ich zum<br />

Standort Lütjenburg. Und wer einmal eine<br />

Reise an die Ostsee plant, für den stehen<br />

unsere Türen gern offen für eine Werksbesichtigung,<br />

bei der wir mit viel Stolz und<br />

Herzblut die Herstellung von Kunststoffmaterialien,<br />

Zähnen, Prothesenbasismaterialien<br />

und Verblendschalen zeigen.<br />

dl: Seit einem Jahr ist die 600 qm große<br />

Halle in Betrieb. Vor Kurzem erwähnten Sie,<br />

<strong>das</strong>s sie schon wieder zu klein sei?<br />

Friedhelm Klingenburg: Vornehmliches<br />

Ziel bei dem Bau der neuen Halle war die<br />

<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 61


Interview<br />

Mit „Holsteiner Biss“ in die ganze Welt<br />

e Produkte <strong>aus</strong> dem zahntechnischen<br />

und zahnmedizinischen<br />

Spektrum werden in<br />

Schleswig-Holstein „Made in<br />

Germany“ hergestellt<br />

e Ständige Rohstoff -<br />

prüfungen mit neuesten<br />

Technologien gewährleisten<br />

homogene Materialien zur<br />

Kunststoffzahnherstellung<br />

„<br />

Standortzusammenlegung von drei auf<br />

zwei Standorten in Lütjenburg. Schon<br />

während der zwölfmonatigen Bauphase<br />

wurde mir mitgeteilt, <strong>das</strong>s die Halle<br />

aufgrund der positiven Umsatzentwicklung<br />

zu klein sei. Und tatsächlich<br />

ist die Kapazität bereits vollständig <strong>aus</strong>geschöpft.<br />

Die nächste Erweiterungsstufe<br />

muss bereits in den nächsten Jahren<br />

in Erwägung gezogen werden.<br />

dl: Gibt es dafür schon Pläne?<br />

Friedhelm Klingenburg: Vor<strong>aus</strong>schauend<br />

haben wir Erweiterungskapazitäten<br />

bis zu 30.000 qm. Ich bin optimistisch,<br />

<strong>das</strong>s diese Fläche aufgrund der<br />

Kundenorientierung und positiven Umsatzentwicklung<br />

im europäischen Dentalgeschäft<br />

weiter <strong>aus</strong>gebaut wird. Sie<br />

sehen, weitere Investitionen sind geplant<br />

– in Lütjenburg.<br />

Für mich gibt es nichts Schöneres,<br />

als glückliche und strahlende<br />

Menschen zu sehen<br />

“<br />

dl: Der Kunde verlangt immer mehr Service<br />

und Dienstleistung. Wie reagieren<br />

Sie und Ihr Team auf diese Nachfrage?<br />

Friedhelm Klingenburg: Service und<br />

Dienstleistung sind im Einklang zu sehen.<br />

Als Materiallieferant wollen wir die<br />

Arbeit unserer Kunden erleichtern, dadurch<br />

können diese für ihre Kunden optimale<br />

Lösungen anbieten, damit alle –<br />

Zahnarzt, Zahntechniker und vor allem<br />

der Patient – zufrieden sind. Wir unterstützen<br />

unsere Kunden mit der kostenfreien<br />

Lagerhaltung und schnellen<br />

Lieferung von Zähnen durch unsere Vertriebsmitarbeiter<br />

und sind ganz in seiner<br />

Nähe, wenn er uns braucht, als Lieferant<br />

sowie Partner. Mit unserem vielfältigen<br />

Kursprogramm geben wir<br />

Hilfestellung in alltäglichen Fragen rund<br />

um den her<strong>aus</strong>nehmbaren, aber auch<br />

festsitzenden Zahnersatz.<br />

dl: Mit welchen Innovationen können<br />

die Besucher auf Ihrem Messestand in<br />

Köln rechnen?<br />

Friedhelm Klingenburg: Das Zahnspektrum<br />

wurde hinsichtlich Farbgebung,<br />

Materialeigenschaften und erweiterten<br />

Einsatzgebieten, vor allem in<br />

punkto der Verarbeitung für her<strong>aus</strong>nehmbare<br />

Sekundär- oder Tertiärstrukturen<br />

bei periodontal- und implantatgestützten<br />

Kombi-Zahnersatz erweitert.<br />

Für mehr Individualität bei den Versorgungen<br />

sind unsere Zahnlinie Polystar<br />

Selection Edition und <strong>das</strong> artConcept<br />

System in Bezug auf die Funktionalität<br />

und damit verbundener Anwendungsoptionen<br />

noch vielseitiger einsetzbar.<br />

Auch <strong>das</strong> artegral Frontzahn-Sortiment<br />

haben wir mit überarbeiteten Frontzahnformen<br />

abgerundet. Darüber hin<strong>aus</strong><br />

bieten wir unsere selbst entwickelten<br />

PMMA-Hochleistungsdiscs für<br />

die CAD/CAM-Technologie an. Auf unserem<br />

Messestand wird es noch weitere<br />

spannende Neuheiten geben, nur darüber<br />

kann ich noch nicht sprechen. Unser<br />

Anspruch ist, nichts vorzustellen,<br />

62 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


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)*6 *.78*656>+93, +>6 %&-38*(-3.0*6<br />

<br />

.* 3*9* *.78*656>+93, .78 -&3)193,746.*38.*68 &97,*6.(-8*8 93) +46)*68 ,&3+93, *38756.(-8 *.3*2 93)*3&9+86&, 93) 7411 74 *.3*<br />

3&14,.*


Interview<br />

Mit „Holsteiner Biss“ in die ganze Welt<br />

c Mehr als 3 Mio. gelagerte<br />

Kunststoffzähne unterliegen<br />

strengsten Qualitäts -<br />

kontrollen<br />

c Im schleswig-holsteinischen<br />

Lütjenburg werden<br />

Kunststoffmaterialien,<br />

Zähne, Prothesenbasis -<br />

materialien und Verblend -<br />

schalen hergestellt<br />

„<br />

Sie wissen, wo und<br />

von wem ihre Produkte<br />

hergestellt werden<br />

bevor wir die Lieferfähigkeit nicht sicherstellen<br />

können. Kommen Sie zu unserem<br />

Stand T038-V039, Halle 10.2. und<br />

lassen Sie sich überraschen!<br />

dl: Sie erwähnten den erweiterten Einsatzbereich<br />

der Kunststoffzähne auf die<br />

Implantatprothetik. Wie realisieren Sie<br />

<strong>das</strong> bei den Zähnen?<br />

Friedhelm Klingenburg: Unsere<br />

Kunststoffzähne werden<br />

heute zu 30 Prozent in<br />

der Totalprothetik und etwa<br />

“<br />

70 Prozent für partiellen<br />

Zahnersatz eingesetzt. Ein<br />

toller Erfolg. Ausschlaggebend<br />

war dafür der für die<br />

implantat- und periodontalgestützten<br />

Prothetik neu entwickelte Zahnwerkstoff<br />

Highly Modified Polymer-Network<br />

(HMP-N) in der artegral Zahnserie. Der<br />

Zahn weist eine <strong>aus</strong>balancierte intelligente<br />

Eigenschaftskombination und<br />

deutlich verbesserte Abrasionsfestigkeit<br />

auf. Wir werden dieses Material<br />

nun auch in anderen Zahnlinien einsetzen,<br />

um so unseren Kunden noch<br />

mehr Vielfalt zu bieten.<br />

dl: Im letzten Jahr haben Sie die Veranstaltungsreihe<br />

„Merz & Friends“ ins<br />

Leben gerufen. Was ist <strong>das</strong> Ziel der bundesweit<br />

stattfindenden Treffen?<br />

Friedhelm Klingenburg: Die Wahrnehmung<br />

von Merz Dental als Materialanbieter<br />

<strong>aus</strong> Schleswig-Holstein zu steigern.<br />

Und die vielen Merzianer mit ihren<br />

Gesichtern zeigen, die sich für ihre<br />

Kunden mit Leidenschaft einsetzen.<br />

Nicht auf großen fachlich orientierten<br />

Veranstaltungen, sondern bei lokalen<br />

Events, damit unsere Kunden ihre Vertrauenspersonen<br />

in einem freundschaftlichen<br />

Kreis kennenlernen. Außerdem<br />

wollten wir unsere Kunden zusammen<br />

bringen und eine Plattform für<br />

unsere Freunde, die Zahnärzte und<br />

Zahntechniker, bieten, bei der sie sich<br />

in einer lockeren Atmosphäre fernab<br />

vom Alltag treffen, kennenlernen und<br />

diskutieren. Mittlerweile hat sich Merz<br />

& Friends bundesweit gut etabliert, deshalb<br />

setzen wir die Erfolgsserie 2013<br />

fort.<br />

dl: Bei der IDS ist auch die Weltpremiere<br />

von „Lächeln2go“. Merz Dental<br />

ist Partner bei diesem iKonzept. Was<br />

hat Sie dazu bewogen?<br />

Friedhelm Klingenburg: Lächeln2go ist<br />

ein extrem spannendes Thema. Erstmalig<br />

wird hier der Patient nicht als Patient,<br />

sondern als Mensch wahrgenommen.<br />

Die sogenannten Testeneers sind<br />

hauchdünn computergefräste Kunststoffschalen,<br />

die eigenständig auf die<br />

vorhandenen Zähne gesetzt werden und<br />

mit einem Haftvermittler fixiert werden<br />

können. Es ist quasi wie bei Kontaktlinsen<br />

– morgens rein und abends r<strong>aus</strong>.<br />

Ohne <strong>das</strong>s eine Veränderung an den<br />

Zähnen vorgenommen wird, kann ein<br />

schöneres Lächeln getestet werden –<br />

hinsichtlich Veränderung des Aussehens<br />

und somit <strong>das</strong> Selbstbewusstsein<br />

sowie die eigen empfundene Attraktivität.<br />

Testeneers können Sie einsetzen,<br />

wenn Sie ins Büro gehen, sich mit Freun-<br />

64 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Mit „Holsteiner Biss“ in die ganze Welt<br />

Interview<br />

d „Zeit für Kunden“ ist<br />

<strong>das</strong> oberste Ziel bei den<br />

Mitarbeiterinnen im<br />

Kundencenter Lütjenburg<br />

den treffen oder zu einer Feier gehen.<br />

Damit haben sie die Möglichkeit die Reaktion<br />

des direkten Umfeldes zu erfahren<br />

und können danach die Entscheidung<br />

treffen, ob eine definitive Versorgung<br />

durchgeführt werden soll. Eine<br />

tolle Innovation! Themen wie Selbstvertrauen,<br />

Selbstbewusstsein und Attraktivität<br />

werden ganz anders an den<br />

Menschen herangetragen. Ein schönes<br />

Lächeln beflügelt die Lebensqualität ungemein.<br />

Probieren Sie es mal <strong>aus</strong>!<br />

dl: An welcher Stelle kommt Merz Dental<br />

mit ins Spiel?<br />

Friedhelm Klingenburg: Wir wurden von<br />

dem Lächeln2go-Team (Excellence25, Berlin)<br />

als Netzwerkpartner und Materialpartner<br />

für die lizensierten Lächeln2go-Labors<br />

<strong>aus</strong>gewählt. In enger Zusammenarbeit<br />

dürfen wir <strong>das</strong> Leistungsspektrum mit<br />

entwickeln. Mit Lächeln2go haben wir von<br />

Merz Dental die direkte Möglichkeit für den<br />

Menschen etwas zu tun. Denn für mich gibt<br />

es nichts Schöneres, als glückliche und<br />

strahlende Menschen zu sehen.<br />

n<br />

Das Interview führte Claudia Gabbert<br />

i www.merz-<strong>dental</strong>.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 65


Technik<br />

Tipp des Monats<br />

Tipp<br />

des<br />

Monats<br />

Beitrag von ZTM Wolfgang Weisser/Aalen<br />

SHOFU Ceravety<br />

Press & Cast<br />

c Abb. 1<br />

SHOFU Ceravety<br />

Press & Cast<br />

e Abb. 2 Super<br />

leichtes Ausbetten<br />

c Abb. 3<br />

Sehr gute Passung<br />

Seit 18 Jahren presse ich schon vollkeramische<br />

Materialien, was in<br />

unserem Labor in Aalen ein fester<br />

Bestandteil geworden ist. Die Materialien<br />

haben sich im Laufe der Zeit verändert.<br />

Leider waren für mich die bisherigen<br />

Einbettmassen nicht zufriedenstellend.<br />

Durch <strong>das</strong> Pressen mit <strong>Lithium</strong>disilikat-Keramik<br />

ergaben sich neue<br />

Probleme. Durch Empfehlung bin ich zur<br />

SHOFU Ceravety Press & Cast-Einbettmasse<br />

gekommen. Die Ceravety Press<br />

& Cast-Einbettmasse ist eine universelle<br />

Speed-Einbettmasse für die Press-/<br />

Press-Over- und Gusstechnik, die auch<br />

konventionell aufgeheizt werden kann.<br />

Sie verfügt über eine lange Verarbeitungszeit<br />

von 5 bis 6 Minuten. Die <strong>aus</strong>gezeichnete<br />

Steuerung der Expansion<br />

bewirkt eine optimale Abstimmung zu<br />

edelmetallfreien- und edelmetallhaltigen<br />

Legierungen und erzeugt sehr glatte<br />

Oberflächen gepresster oder gegossener<br />

Objekte. Die Ceravety Press<br />

& Cast-Einbettmasse<br />

ermöglicht<br />

ein einfaches<br />

Ausbetten<br />

und bewirkt dadurch<br />

einen geringen<br />

Stress für<br />

gepresste Objekte<br />

mit dünnen<br />

Wandstärken.<br />

So ist insbesondere<br />

die Verarbeitung von <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-Keramik<br />

IPS e.max Press (Ivoclar<br />

AG) optimiert und erzeugt daher sehr<br />

geringe Reaktionsschichten. Das empfohlene<br />

Mischungsverhältnis Pulver:Liquid<br />

ist 100 g:20 ml. Die Expansion der<br />

Einbettmasse kann gezielt durch <strong>das</strong><br />

Verändern der Liquid-Konzentration mit<br />

destilliertem Wasser gesteuert werden.<br />

Ausbetten ist kinderleicht. Was in Wachs<br />

einbettet wird, kommt nach dem Ausbetten<br />

reproduziert als Endergebnis.<br />

Fazit:<br />

Mein erster Pressversuch mit dieser<br />

neuen Einbettmasse hat mich mehr als<br />

begeistert. Die Passung ist sehr präzise,<br />

also kantenstabil, die Oberfläche ist<br />

sehr gut und <strong>das</strong> Handling ist einfach.<br />

Heute sollte eine moderne Einbettmasse<br />

so funktionieren, damit effizient<br />

und wirtschaftlich im Labor gearbeitet<br />

werden kann. Dann ist Pressen eine absolute<br />

wirtschaftliche Alternative zu<br />

CAD/CAM.<br />

n<br />

i Info: www.shofu.de<br />

66 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Inhalt<br />

Technik<br />

Anwenderberichte, Neuheiten und Basiswissen<br />

Technik im März<br />

TIPP<br />

KERAMIK<br />

IMPLANTATPROTHETIK<br />

KOMPLEXE RESTAURATION<br />

KOMPOSIT<br />

EINZELZAHNVERSORGUNG<br />

ÄSTHETIK<br />

TOTALPROTHETIK<br />

KIEFERORTHOPÄDIE<br />

TELESKOPBRÜCKEN<br />

PRODUKTE<br />

PRODUKTE<br />

PRODUKTE<br />

PRODUKTE<br />

WISSEN<br />

WISSEN<br />

WISSEN<br />

Shofu Ceravety Press & Cast 66<br />

Vollkommen, vollkeramisch<br />

Frontzahnrestauration 68<br />

Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Vernetzte Fertigungswege 76<br />

<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong><br />

<strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

Abrasiv und erosiv bedingte Zahnhartsubstanzdefekte 84<br />

Komposit-Kompositionen<br />

Sinfony – die erste Wahl für Kunststoffverblendungen 90<br />

Der Tempel des Lächelns<br />

Ästhetik – kostengünstig oder high-end 94<br />

Faszination Vollkeramik<br />

Ein komplexer Fall, virtuos gelöst 102<br />

Zur perfekten Lösung im Team<br />

Ästhetisch und funktionell überzeugende Totalprothetik, Teil I 106<br />

Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Kooperationsunabhängige Molarendistalisation im OK 116<br />

Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Backward Planning 124<br />

CoCr trocken fräsen – einfach wie Wachs<br />

Ceramill Sintron ® – die NEM-Revolution 136<br />

Universelle Technik<br />

Linguale Zahnspangen von 3M Unitek 140<br />

Neue Dimensionen<br />

VITA ENAMIC – erster Keramik-Polymer-Hybridwerkstoff<br />

mit Dual-Netzwerkstruktur 145<br />

Neuheiten<br />

Geräte und Materialien 150<br />

Einfach und elegant!<br />

Digitale Farbdokumentation und Farbverwaltung 108<br />

CAD/CAM – Ein Blick hinter die Kulissen<br />

Lehrreicher Tag bei Bego 158<br />

Vom Datensatz zum Zahnersatz<br />

Informativer Besuch im Fräszentrum Geiger 161<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 67


Technik<br />

Vollkommen, vollkeramisch<br />

Frontzahnrestauration<br />

Vollkommen,<br />

vollkeramisch<br />

Autor:<br />

Ztm. Axel Seeger<br />

Indizes:<br />

Wax-up<br />

Presskeramik<br />

Finish<br />

Effizienz<br />

Sein zahntechnisches Können hat Axel Seeger <strong>aus</strong> Berlin in zahlreichen<br />

Fachberichten sowie Seminaren dokumentiert. Früh hatte er die Trends für<br />

sich erkannt und erfolgreich angewendet. Der im folgenden Bericht beschriebene<br />

Patientenfall soll zeigen, wie sich unter der Prämisse „Wirtschaftlich<br />

und effizient hervorragend arbeiten“ gute Ergebnisse erzielen lassen. Selbst<br />

ein Topkeramiker hat heute kein unbegrenztes Budget mehr – <strong>das</strong> gilt umso<br />

mehr im „Haifischbecken“ von Berlin. Deshalb rückt eine erstklassige<br />

zahntechnische Leistung zum fairen Preis immer mehr in den Mittelpunkt.<br />

Der Patientenwunsch<br />

Sicherlich kein Einzelfall: Der Patient<br />

kommt zum Zahnarzt mit dem Wunsch<br />

nach neuen und schönen Zähnen. Während<br />

des ersten Gesprächs wird deutlich,<br />

<strong>das</strong>s der Patient nur eine begrenzte<br />

Menge an Geld <strong>aus</strong>geben möchte.<br />

Der Behandler hat allerdings eine vorgegebene<br />

Preisliste, die zusammen mit<br />

dem BMA und der neuen GOZ 2012 <strong>aus</strong>gearbeitet<br />

wurde. Für den Patienten be-<br />

68 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Vollkommen, vollkeramisch<br />

Keramik<br />

Abb. 1<br />

Die Patientin war unzufrieden mit ihren<br />

Frontzähnen (Abb. 1) und erhoffte sich<br />

eine neue, bezahlbare Restauration. Zusätzlich<br />

sollten bei der Frau, die eine<br />

starke Knirscherin ist, auch die Seitenzähne<br />

restauriert werden. Man bed<br />

Abb. 1 Ausgangssituation<br />

f Abb. 2 und 3 Abradierte<br />

Frontzähne 11-21<br />

Abb. 2 Abb. 3<br />

deutet <strong>das</strong>: Es ist kein finanzieller Spielraum<br />

vorhanden. Durch ein interdisziplinäres<br />

Gespräch zwischen Zahnarzt<br />

und Zahntechniker fand sich schließlich<br />

eine Alternative, so <strong>das</strong>s der hier<br />

beschriebene Fall erfolgreich gelöst<br />

wurde.<br />

schloss, mit der Front zu beginnen und<br />

im Nachgang die Seitenzähne zu versorgen.<br />

Die Wahl fiel auf IPS e.max mit<br />

400 biaxialer Festigkeit, was für diesen<br />

Fall perfekt geeignet war.<br />

Mit dem IPS e.max System lassen sich<br />

heute im Frontzahnbereich sehr gute<br />

Ergebnisse erzielen, sofern <strong>das</strong> nötige<br />

Können und die Erfahrung vorhanden<br />

sind. Im Rahmen der Dokumentation<br />

befragt man zuerst den Patienten nach<br />

seinen Wünschen, (Abb. 2 bis 6), um<br />

anschließend anhand der Angaben ein<br />

Wax-up zu erstellen.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 69


Technik<br />

Vollkommen, vollkeramisch<br />

Abb. 4<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

e Abb. 4 und 5<br />

Seitenansicht, mittlere<br />

Schneidezähne kürzer<br />

als die seitlichen<br />

Schneidezähne<br />

e Abb. 6 Farb<strong>aus</strong>wahl<br />

e Abb. 7 Perfekte<br />

Präparation für Vollkeramik<br />

c Abb. 8 Nach Mock-up<br />

gefertigte Provisorien<br />

70 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Vollkommen, vollkeramisch<br />

Keramik<br />

Abb. 9<br />

d Abb. 9 Steine zum<br />

Ausarbeiten von Shofu<br />

f Abb. 10 Gezieltes<br />

Ausarbeiten der<br />

Kontaktpunkte<br />

f Abb. 11 Ausarbeiten der<br />

ersten Fläche im zervikalen<br />

Bereich<br />

f Abb. 12 Ausarbeiten der<br />

distalen Flanken<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

Umsetzung<br />

Nachdem <strong>das</strong> Konzept besprochen wurde<br />

und der Präparationstermin feststeht<br />

(Abb. 7), ging es an die Umsetzung.<br />

Eine korrekte Präparation ist Vor<strong>aus</strong>setzung<br />

für <strong>das</strong> Gelingen einer<br />

vollkeramischen Arbeit und den klinischen<br />

Langzeiterfolg.<br />

Der große Vorteil der Presstechnik: Die<br />

individuelle Wachsmodellation lässt<br />

sich mit Hilfe der 3D-Ansicht im Artikulator<br />

genau kontrollieren, so <strong>das</strong>s ein<br />

Techniker mit geübtem Auge und Kenntnissen<br />

über die Form eines Frontzahns<br />

die Modellation problemlos durchfüh-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 71


Technik<br />

Vollkommen, vollkeramisch<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15 Abb. 16<br />

Abb. 17<br />

e Abb. 13 Ausarbeiten der wichtigen<br />

Palatinalfläche<br />

e Abb. 14 und 15 Konturieren der<br />

Oberfläche<br />

e Abb. 16 Glätten der Oberfläche mit<br />

Sandpapier<br />

c Abb. 17 Politur mit der DURA Polish<br />

DIA/Shofu<br />

72 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Vollkommen, vollkeramisch<br />

Keramik<br />

Abb. 18<br />

d Abb. 18 Fertige<br />

Frontzähne in situ<br />

f Abb. 19<br />

Perfekt in Form und Politur<br />

Abb. 19<br />

ren kann. Nach erfolgreichem Pressen<br />

und Abtrennen folgt nun <strong>das</strong> „Finish“,<br />

denn <strong>das</strong> Endprodukt erhält bereits<br />

exakt die Morphologie der Wachsmodellation.<br />

Die folgenden Feinheiten machen<br />

den Unterschied <strong>aus</strong>, wenn der<br />

Zahnarzt die Arbeit nahtlos im Mund inkorporiert.<br />

Mit den „Steinchen“ der Firma<br />

Shofu wird gezielt vorgegangen, um<br />

der Restauration nach „allen Regeln der<br />

Kunst“ (japanische Schule/Kataoka) im<br />

Detail den letzten Schliff zu geben (Abb.<br />

9 bis 16).<br />

Zum Schluss folgt die mechanische Politur<br />

(Abb. 17), um den Glanzgrad zu optimieren<br />

und der Restauration ein perfektes<br />

„Finish“ zu verleihen.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 73


Technik<br />

Vollkommen, vollkeramisch<br />

Abb. 20<br />

Abb. 22<br />

e Abb. 20 Ruhelage: Die<br />

Zahnreihen stehen leicht<br />

außer Kontakt<br />

Kooperation<br />

Dank der guten Zusammenarbeit von<br />

Patient und Zahnarzt und gezielter Vorgehensweise<br />

ließ sich die Krone sofort<br />

einprobieren. Anhand des beschriebenen<br />

Falles wird deutlich, <strong>das</strong>s man heute<br />

mit Hilfe der Press- und Maltechnik<br />

ästhetisch und funktionell qualitativ<br />

hochwertige <strong>Restaurationen</strong> herstellen<br />

kann (Abb. 18 bis 21).<br />

Die Patientin (Abb. 22 und 23) und der<br />

Behandler waren sehr zufrieden, was<br />

schlussendlich Ziel einer jeden Dienstleistung<br />

sein sollte.<br />

Fazit<br />

Durch ihre einfache Technik ermöglichen<br />

uns neueste Materialien, unseren<br />

Kunden bezahlbaren und ästhetischen<br />

Zahnersatz anzubieten.<br />

n<br />

74 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Vollkommen, vollkeramisch<br />

Keramik<br />

Abb. 21<br />

Abb. 23<br />

e Abb. 21 Mit Lippenschluss<br />

d Abb. 22 und 23 Abschlussfoto<br />

einer glücklichen Patientin<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Ztm. Axel Seeger<br />

Westfälische Straße 28<br />

10707 Berlin<br />

Telefon (01 63) 7 70 27 13<br />

E-Mail seegerart@aol.com<br />

Internet www.axelseeger.com<br />

Nähere Angaben zum Autor finden Sie unter<br />

www.dlonline.de/service/autoren.html<br />

http://bit.ly/XN05E6<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 75


Technik Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Vernetzte Fertigungswege<br />

Zeitgemäße<br />

Implantatplanung, Teil 2<br />

Autoren:<br />

Ztm. Sebastian<br />

Schuldes, MSc,<br />

Eisenach<br />

Co-Autor: ZA Achim<br />

Neudecker,<br />

Würzburg<br />

Indizes:<br />

Navigierte<br />

Implantologie<br />

Guided surgery<br />

Backward planning<br />

Digitale Planung<br />

Computergestützte<br />

Implantation<br />

3-D-gestützte<br />

Implantologie<br />

In Teil 1 des Beitrags stellten Zahntechnikermeister Sebastian Schuldes, MSc,<br />

und Privatdozent Dr. Dr. Kl<strong>aus</strong>-Kristian Würzler die computergestützte<br />

Planung einer implantatprothetischen Rehabilitation mit coDiagnostiX dar<br />

und veranschaulichten die Schritte bis zur Anfertigung der Bohrschablone<br />

und der Implantatinsertion in der Praxis. Im zweiten und abschließenden Teil<br />

geht es um die Anfertigung der Suprakonstruktion. Ztm. Schuldes beschreibt<br />

in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Zahnarzt Achim Neudecker,<br />

Würzburg, wie die prothetische Arbeit nach 3-D-geführter Chirurgie in nur<br />

drei Sitzungen erfolgreich eingesetzt werden konnte.<br />

Der erste Teil der Falldarstellung<br />

hat gezeigt, <strong>das</strong>s die Planungssoftware<br />

coDiagostiX in Verbindung<br />

mit dem gonyX-Koordinatentisch<br />

zur Herstellung der Scan- und Bohrschablonen<br />

eine präzise dreidimensionale<br />

Planung <strong>dental</strong>er Implantate ermöglicht.<br />

Nachdem die Bohrschablone<br />

im Mund des Patienten fixiert wurde,<br />

konnte <strong>das</strong> Implantatbett mit den geführten<br />

Instrumenten präpariert werden.<br />

Anschließend erfolgte, wie in der<br />

vorigen Ausgabe der Fachzeitschrift <strong>das</strong><br />

<strong>dental</strong> <strong>labor</strong> dargestellt, die geführte<br />

Implantatinsertion der acht Bone Level<br />

Implantate (Fa. Straumann) in der Praxis<br />

von PD Dr. Dr. Kl<strong>aus</strong>-Kristian Würzler,<br />

Würzburg. Darauf sollte eine abnehmbare<br />

teleskopierende Brücke angefertigt<br />

werden. Der Plan umfasste<br />

Innenkonuskronen <strong>aus</strong> Zirkoniumdioxid<br />

und Außenkonuskronen <strong>aus</strong> Galvanogold;<br />

die Tertiärstruktur bestand<br />

<strong>aus</strong> einer CoCrMo-Legierung.<br />

Fallbeispiel Suprakonstruktion<br />

Erste Sitzung:<br />

Kieferrelationsbestimmung<br />

Nach einer sechsmonatigen Einheilzeit<br />

der Implantate erfolgten die Verschraubung<br />

der Abdruckpfosten und eine<br />

offene Abformung mit einem Polyether-Material<br />

(Abb. 1). Die Modellherstellung<br />

schloss die Anfertigung einer<br />

Zahnfleischmaske <strong>aus</strong> Silikon ein (Abb.<br />

2). Der behandelnde Zahnarzt (ZA<br />

Achim Neudecker, Würzburg) hat die<br />

korrekte Bisslage und Bisshöhe mittels<br />

einer hochpräzisen Kunststoffbissnahme<br />

registriert. Um einen exakten intraoralen<br />

Sitz der Bissschablone zu ge-<br />

76 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Implantatprothetik<br />

Abb. 1 Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

e Abb. 1 Abformung mit Polyether<br />

e Abb. 2 Modellherstellung, Zahnfleischmaske<br />

<strong>aus</strong> Silikon<br />

e Abb. 3 Ergebnis der<br />

Kunststoffbissnahme inklusive eingezeichneter<br />

Mittel-, Lach- und<br />

Eckzahnlinie<br />

e Abb. 4 Modell mit individualisierten,<br />

konfektionierten Straumann-<br />

Titanabutments – Ansicht von okklusal<br />

währleisten, wurde diese ebenfalls mit<br />

einem Polyether-Material unterfüttert.<br />

Die Anzeichnung der Mittel-, Lach- und<br />

Eckzahnlinie bot wertvolle Informationen<br />

für eine ästhetische Frontzahngestaltung<br />

und komplettierte die perfekten<br />

Arbeitsgrundlagen (Abb. 3).<br />

Den Vorgaben <strong>aus</strong> der dreidimensionalen<br />

Implantatplanung und ihrer Umsetzung<br />

in der durchgeführten Implantatinsertion<br />

entsprechend, konnte mit<br />

individualisierten, konfektionierten<br />

Straumann-Titanabutments gearbeitet<br />

werden (Abb. 4 und 5). Die Primärkonuskronen<br />

wurden im CAM-Verfahren<br />

<strong>aus</strong> Zirkoniumdioxid im eigenen H<strong>aus</strong><br />

hergestellt. Nach den Erfahrungen des<br />

Autors sind die Passungs- und Haftungsergebnisse<br />

von Keramikdoppelkronensystemen<br />

bei einem Konuswinkel<br />

von zwei Grad am günstigsten<br />

(Abb. 6).<br />

Es ist unabdingbar, die Oberfläche der<br />

Primärkronen <strong>aus</strong> Zirkoniumdioxid absolut<br />

präzise glatt zu gestalten. Jede<br />

Unebenheit würde beim Galvanisierungsprozess<br />

der Matrize mitgeformt<br />

werden. Die perfekt glatte Oberfläche<br />

ist also Vor<strong>aus</strong>setzung für die verschleißfreie<br />

Funktion und gewährleistet<br />

den dauerhaften Halt des Zahnersatzes<br />

(Abb. 7).<br />

Die Fertigung der Sekundärkronen erfolgte<br />

im Galvanoforming. Dabei wur-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 77


Technik Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 7 Exakt glatte Oberfläche<br />

der Zirkoniumdioxid-Primärkonuskronen<br />

sind Vor<strong>aus</strong>setzung für den<br />

Langzeiterfolg<br />

e Abb. 5 Modell mit individualisierten,<br />

konfektionierten Straumann-<br />

Titanabutments – Ansicht von lateral<br />

e Abb. 6 Angefertigte<br />

Primärkonuskronen <strong>aus</strong> Zirkoniumdioxid<br />

e Abb. 8 Sekundärkronen nach<br />

Galvanoforming<br />

e Abb. 9 Zirkon-Galvano-<br />

Doppelkronen auf dem Modell,<br />

Ansicht von lateral<br />

de <strong>das</strong> Feingold im direkten Verfahren<br />

auf den Keramikpatrizen abgeschieden<br />

(Abb. 8). Die Vorteile von Zirkon-Galvano-Doppelkronen<br />

liegen insbesondere<br />

in der Schleimhautverträglichkeit<br />

und den definierten Haftungskräften<br />

der Außenkronen auf den Innenkronen<br />

(Abb. 9).<br />

Im nächsten Schritt ist die Tertiärstruktur<br />

in Gusstechnik <strong>aus</strong> einer edelmetallfreien<br />

Kobalt-Chrom-Molybdän<br />

(CoCrMo)-Legierung hergestellt worden.<br />

Nach dem Ausarbeiten der Gerüste<br />

wurden zur Kontrolle der korrekten<br />

Bisslage Kunststoffwälle aufgebracht<br />

(Abb. 10 und 11). Um eine unproblematische<br />

Umsetzung der von Dr. Paul<br />

Weigl (Universität Frankfurt a.M.) empfohlenen<br />

Unterfütterung nach Intraoralverklebung<br />

zu ermöglichen, wurden<br />

78 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Implantatprothetik<br />

Abb. 10 Abb. 11<br />

Abb. 13<br />

Abb. 12<br />

Abb. 14<br />

e Abb. 10 Kunststoffwall auf Tertiärgerüst,<br />

Ansicht von oben<br />

e Abb. 11 Kunststoffwall auf dem <strong>aus</strong>gearbeiteten<br />

Gerüst zur Kontrolle der korrekten Bisslage<br />

die basalen Anteile der Überkonstruktion<br />

ebenfalls in Kunststoff <strong>aus</strong>geführt<br />

(Abb. 12).<br />

Da bei der Vorgehensweise nach Weigl-<br />

Protokoll bereits beim Schritt der Intraoralverklebung<br />

die Abutments definitiv<br />

verschraubt und die Primärkronen<br />

permanent zementiert werden, ist die<br />

Anfertigung einer neuen temporären<br />

Versorgung, der sogenannten Zweitprothese,<br />

notwendig (Abb. 13). Die<br />

Zweitprothese kann vom Patienten nach<br />

e Abb. 12 Basale Anteile der Tertiärstruktur<br />

in Kunststoff überführt<br />

e Abb. 13 Angefertigte Zweitprothese<br />

e Abb. 14 Zweitprothese in der Ansicht von basal.<br />

Sie kann als Ersatzprothese genutzt werden.<br />

der Fertigstellung des definitiven Zahnersatzes<br />

als Reise- oder Ersatzprothese<br />

weiter genutzt werden (Abb. 14).<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 79


Technik Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Abb. 15<br />

Abb. 16<br />

Abb. 17 Abb. 18<br />

Zweite Sitzung:<br />

Primärkronen auf Abutments<br />

Abbildung 15 veranschaulicht die klinische<br />

Situation mit Gingivaformern. In<br />

der zweiten Sitzung in der Zahnarztpraxis<br />

erfolgte <strong>das</strong> definitive Verschrauben<br />

der individuellen Abutments<br />

entsprechend der Drehmomentangaben<br />

des Herstellers (Abb. 16). Das Zementieren<br />

der Primärkronen auf den<br />

Abutments sollte mit aufgesetzten Galvanosekundärkronen<br />

erfolgen (Abb.<br />

17). Diese Vorgehensweise verhindert<br />

Zementreste auf der vollkeramischen<br />

Oberfläche der Primärkronen und damit<br />

folgenschwere Passungsungenauigkeiten<br />

des präzisen Keramik-Galvano-<br />

Doppelkronensystems (Abb.18).<br />

Die Abbildung 18 zeigt die permanent<br />

zementierten Primärkronen.<br />

Nach Kontrolle der spannungsfreien<br />

Passung der Sekundärkronen im Tertiärgerüst<br />

wurden die Galvano-Sekundärkronen<br />

mit AGC Cem (Fa. Wieland<br />

e Abb. 15 Klinische Situation mit<br />

Gingivaformern<br />

e Abb. 16 Individualisierte Abutments,<br />

verschraubt<br />

e Abb. 17 Das Zementieren der<br />

Primärkronen sollte mit aufgesetzten<br />

Galvano-Sekundärkronen erfolgen<br />

e Abb. 18 Primärkronen, permanent<br />

zementiert<br />

Dental) in der Tertiärstruktur verklebt.<br />

Wie in der Literatur hinlänglich beschrieben,<br />

garantiert diese Vorgehensweise<br />

nach Weigl die absolute<br />

Spannungsfreiheit der Gesamtkonstruktion<br />

und damit den Langzeiterfolg<br />

des implantatgetragenen Zahnersatzes<br />

(Abb. 19 und 20). Nach dem Verkleben<br />

erfolgten die einzeitige Unterfütterung<br />

80 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Implantatprothetik<br />

Abb. 19<br />

Abb. 20<br />

Abb. 21<br />

e Abb. 19 Kontrolle der spannungsfreien<br />

Passung der Sekundärkronen<br />

im Tertiärgerüst<br />

e Abb. 20 Galvano-Sekundärkronen,<br />

in der Tertiärstruktur verklebt<br />

der Gesamtkonstruktion und die Überabformung<br />

(Abb. 21).<br />

Die Fertigstellung erfolgte mit dem Verblendsystem<br />

visio.lign (Fa. bredent). Zunächst<br />

werden die Verblendschalen entsprechend<br />

der ästhetischen und funktionellen<br />

Anforderungen mit Wachs<br />

aufgestellt. Danach werden die<br />

visio.lign-Verblendschalen mit einem<br />

transparenten und damit für die Lichthärtung<br />

geeigneten Vorwallsilikon fixiert<br />

(Abb. 22). Nachdem <strong>das</strong> Metallgerüst<br />

vorbehandelt und eine Konditionierung<br />

mit dem MKZ-Primer (Fa.<br />

bredent) erfolgt, ist es entsprechend<br />

opakisiert worden. Dabei wird die Schale<br />

zunächst mit dem Haftvermittler visio.link<br />

(Fa. bredent) konditioniert und<br />

dann mit dem modellationsfähigen<br />

Komposit verklebt (Abb. 23). Durch die<br />

Verbindung der Verblendschalen mit<br />

dem farblich abgestimmten Komposit-<br />

Zement combo.lign (Fa. bredent) entsteht<br />

eine ästhetisch anspruchsvolle,<br />

farbstabile und individuelle Verblendung.<br />

Mit crea.lign-Dentin- und Transpamassen<br />

(Fa. brendent) werden die verklebten<br />

Verblendschalen im Folgenden zu<br />

einer Komposit-Vollverblendung komplettiert<br />

(Abb. 24). Durch ein Hintermalen<br />

ist es möglich, individuelle Merkmale<br />

wie Mamelons, <strong>aus</strong>geprägte Randleisten,<br />

charakteristische Kauflächen<br />

oder Demineralisierungen umzusetzen.<br />

Das visio.lign-Konzept stellt ein ebenso<br />

praxisgerechtes wie funktionelles<br />

Verblendsystem dar. Auf Grund der natürlichen<br />

Form und Schichtgestaltung<br />

der Verblendschalen ist es dem Zahntechniker<br />

möglich, die Verblendung<br />

hochqualitativ und rationell herzustellen.<br />

Die Verblendungen zeichnen sich<br />

durch hohe Farbbeständigkeit und Plaqueresistenz<br />

sowie ein gutes Abrasionsverhalten<br />

<strong>aus</strong>. Der Haftverbund zum<br />

Tertiärgerüst ist hervorragend.<br />

Im nächsten Schritt wurde nun die<br />

Wachsmodellation in rosa Autopolymerisat<br />

umgesetzt. Die Okklusalansicht<br />

zeigt die gnathologische Gestaltung<br />

der Seitenzahnverblendungen und<br />

die fertiggestellte Arbeit von basal (Abb.<br />

25 und 26). Häufig müssen in der Im-<br />

e Abb. 21 Unterfütterung<br />

und Überabformung der<br />

Gesamtkonstruktion<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 81


Technik Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Abb. 22<br />

Abb. 23<br />

Abb. 25<br />

Abb. 26<br />

Abb. 24<br />

e Abb. 22<br />

Fertigstellung mit<br />

visio.lign-Verblendsystem.<br />

Fixierung der Verblend -<br />

schalen mit transparentem<br />

Vorwallsilikon.<br />

e Abb. 23<br />

Weitere Ausarbeitung<br />

mit MKZ-Primer,<br />

combo-lign und visio.link<br />

e Abb. 24<br />

Fertigstellung mit<br />

Komposit-Vollverblendung<br />

e Abb. 25<br />

Umgesetzte Wachs -<br />

modellation in rosa<br />

Autopolymerisat<br />

Abb. 27<br />

e Abb. 26 Fertiggestellte<br />

Teleskopbrücke von basal<br />

e Abb. 27 Gingivagestaltung für<br />

einen natürlichen Gesamteindruck<br />

plantatprothetik die durch Atrophie verloren<br />

gegangenen Hart-und Weichgewebe<br />

ersetzt werden. Um einen natürlichen<br />

Gesamteindruck zu erzielen, ist<br />

eine Gingivagestaltung unerlässlich<br />

(Abb. 27).<br />

82 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zeitgemäße Implantatplanung, Teil 2<br />

Implantatprothetik<br />

Abb. 28 Abb. 29<br />

e Abb. 28<br />

Abnehmbare Brücke in situ<br />

Dritte Sitzung:<br />

Fertiggestellte Teleskopbrücke<br />

im Oberkiefer<br />

Bereits in der dritten Sitzung konnte<br />

der behandelnde Zahnarzt die abnehmbare<br />

Brücke komplikationsfrei einsetzen.<br />

Das Bild zeigt die Okklusalansicht<br />

der Oberkiefer-Teleskopbrücke<br />

(Abb. 28 und 29). Die beschriebene Vorgehensweise<br />

garantiert eine sehr gute<br />

Ästhetik und Funktion des abnehmbaren<br />

Implantatzahnersatzes.<br />

Zusammengefasst lässt sich sagen,<br />

<strong>das</strong>s eine exakte computergestützte 3-D-<br />

Implantatplanung mit coDiagnostiX in<br />

Verbindung mit dem gonyX-Koordinatentisch<br />

zu einer erhöhten Vorhersagbarkeit<br />

der prothetischen Ergebnisse<br />

führt und damit ein zeitgemäßes Vorgehen<br />

gewährleistet. Das Team <strong>aus</strong> Chirurg,<br />

Prothetiker und Patient ermöglicht<br />

dem Zahntechniker die Gestaltung einer<br />

dauerhaften, sicheren implantatprothetischen<br />

Rehabilitation. Die auf<br />

diese Weise vernetzten Fertigungswege<br />

sind die Basis für eine erfolgreiche<br />

Implantologie jetzt und in Zukunft. n<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Ztm. Sebastian Schuldes, MSc<br />

Dental<strong>labor</strong> Schuldes<br />

Johann-Sebastian-Bach-Straße 2<br />

99817 Eisenach<br />

www.zahn-neu.de<br />

Nähere Angaben zum Autor finden Sie<br />

unter www.dlonline.de/autoren<br />

e Abb. 29 Implantat -<br />

prothetische Rehabilitation<br />

in situ. Der Patient ist mit<br />

der sehr guten Ästhetik und<br />

Funktion des abnehmbaren<br />

Implantatzahnersatzes<br />

über<strong>aus</strong> zufrieden.<br />

http://bit.ly/SDHFsb<br />

Literatur:<br />

[1] Kühl S, Zürcher S, Mahid T, Müller-Gerbl M, Filippi A, Cattin P.: Accuracy of full<br />

guided vs. half-guided implant surgery. Clin Oral Implants Res. 2012 May 3. doi:<br />

10.1111/j.1600-0501.2012.02484.x. [Epub ahead of print];<br />

[2] Kühl S, Lambrecht, Th: Image guided surgery: Das coDiagnostiX-System. Dental<br />

Tribune Swiss Edition 2010.3: 17–19.<br />

[3] Clauß Th: Quintessenz Zahntechnik 2010;36(12):1618<br />

[4] Dental Kompakt – Das Jahrbuch 2012. Spitta Verlag Gmbh & Co KG, Balingen.<br />

[5] Weigl P, Trimpou G, Lee JH, Arnold R, Krenz E: Galvano-Konusprothesen-Haftkraft,<br />

Behandlungsprotokoll, Biomechanik, Indikation (Stand 2010). http://www.<strong>dental</strong>balance.eu/sites/<strong>dental</strong>-balance.eu/files/content/downloadartikel/Weigl_Manuskript_Galvanoprothesen_2010(1).pdf,<br />

08.01.2013.<br />

Fotonachweis:<br />

Abb. 1 bis 29: Ztm. Sebastian Schuldes, MSc, Eisenach<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 83


Technik<br />

<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

Abrasiv und erosiv bedingte Zahnhartsubstanzdefekte<br />

<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<br />

<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

Anhand eines Fallberichtes wird die komplexe Rehabilitation einer jungen Patientin mit<br />

abrasiv und erosiv bedingten Zahnhartsubstanzdefekten im Rahmen eines neuen<br />

Therapiekonzeptes beschrieben. Durch den vorherigen Einsatz CAD/CAM-gefertigter<br />

<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> Telio ® CAD konnte eine längerfristige Überprüfung der Rekonstruktion<br />

der Vertikaldimension der Okklusion und des Restaurationsentwurfes eingeleitet und somit<br />

eine hohe Vorhersagbarkeit für die späteren definitiven <strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<br />

<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong> (LS 2 ) geschaffen werden.<br />

Autoren:<br />

Daniel Edelhoff 1 ,<br />

Oliver Brix 2 ,<br />

Marc Ramberger 1<br />

Indizes:<br />

<strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<br />

<strong>Glaskeramik</strong><br />

Zahnhartsubstanzdefekte<br />

Okklusionsstörungen<br />

Komplexe<br />

Restauration<br />

Wax-up<br />

Evaluierungsphase<br />

Definitive<br />

Versorgung<br />

Funktion und<br />

Ästhetik<br />

Fallbeschreibung<br />

Ausgangssituation<br />

Eine 34jährige Patientin stellte sich mit<br />

dem Wunsch vor, ihre <strong>aus</strong>gedehnten<br />

Zahnhartsubstanzdefekte und die damit<br />

verbundene Veränderung der Okklusion<br />

rekonstruieren zu lassen. Sie<br />

gab an, zunehmende Empfindlichkeiten<br />

auf chemische und thermische Reize<br />

wahrzunehmen und klagte über die<br />

erheblichen ästhetischen Beeinträchtigungen,<br />

die durch <strong>das</strong> Erscheinungsbild<br />

ihrer Zähne hervorgerufen würden.<br />

Nach Erhebung der Anamnese und Auswertung<br />

des Befundes wurden vornehmlich<br />

abrasive und erosive Ursachen<br />

(durch eine mittlerweile nicht<br />

mehr bestehenden Reflux) für den generalisierten<br />

Verlust der Zahnhartsubstanz<br />

identifiziert (Abb. 1 und 2). In der<br />

Oberkiefer-Frontzahnregion trugen zudem<br />

die Fehlstellung des Zahnes 13 und<br />

der Zapfenzahn 12 zu einem ästhetisch<br />

kompromittierenden Erscheinungsbild<br />

bei. Störungen in der statischen und dynamischen<br />

Okklusion wurden vornehmlich<br />

durch den Verlust der Eck-<br />

f Abb. 1 Ausgangssituation Fron -<br />

talansicht: Generalisierte Zahnhart -<br />

substanzdefekte haben zu erheblichen<br />

ästhetischen und funktionellen<br />

Beeinträchtigungen mit Verlust der<br />

Eckzahn-Führung geführt<br />

Abb. 1<br />

1 Poliklinik für Zahnärztliche<br />

Prothetik, LMU München<br />

2 Innovatives Dental Design,<br />

61348 Bad Homburg<br />

84 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

Komplexe Restauration<br />

Abb. 2 Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

e Abb. 4 Kieferrelations -<br />

bestimmung nach funktioneller<br />

Evaluierung: Nach<br />

Präzisionsabformungen<br />

beider Kiefer wurde die<br />

Repositionsschiene geteilt<br />

und eine wechselseitige<br />

Kieferrelationsbestimmung<br />

durchgeführt. Am Ende<br />

dieser Sitzung wurde die<br />

Schiene wieder mit PMMA<br />

intraoral zusammengefügt.<br />

e Abb. 2 Ausgangssituation Oberkiefer-<br />

Seitenzähne: Die Seitenzähne zeigen<br />

sowohl abrasive als auch erosive<br />

Defekte. Die Füllungen ragen über die<br />

Kauflächen hin<strong>aus</strong>.<br />

e Abb. 3 Ästhetische Evaluierung: Nach -<br />

dem <strong>das</strong> Wax-up in eine diagnostische<br />

Schablone überführt wurde, konnte diese<br />

mit Telio CS C&B gefüllt werden und<br />

reversibel auf die mit dünnflüssiger Vase -<br />

line isolierten Zähne aufgesetzt werden<br />

zahn-Führung und die veränderte Zahnmorphologie<br />

verursacht (Abb. 1). Der<br />

Patientin wurde eine kieferorthopädische<br />

Vorbehandlung angeraten, die sie<br />

jedoch <strong>aus</strong> Zeit- und Kostengründen ablehnte.<br />

Die besonderen Her<strong>aus</strong>forderungen<br />

dieser komplexen Rehabilitation bestanden<br />

in der Rekonstruktion der Vertikaldimension<br />

der Okklusion (VDO),<br />

der Schaffung einer adäquaten Funktion<br />

und Ästhetik sowie in der Erfüllung<br />

f Abb. 5 Einprobe von<br />

Telio CAD: Die formidentisch<br />

zum Wax-up CAD/CAMge<br />

fertigten temporären<br />

Restau rationen <strong>aus</strong> Telio<br />

CAD wurden adhäsiv<br />

befestigt<br />

Abb. 5<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 85


Technik<br />

<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 6 Probefahren mit<br />

Telio CAD: Während der<br />

langzeitprovisorischen<br />

Erprobung des<br />

Restaurationsvorschlages<br />

wurden in Abstimmung mit<br />

der Patientin noch<br />

Modifikationen in der ästhetischen<br />

Zone vorgenommen<br />

e Abb. 7 Überführung<br />

in IPS e.max Press: Nach<br />

etwa zwölfmonatiger<br />

Evaluationsphase wurde<br />

zunächst der Oberkiefer<br />

mit Hilfe von Orientierungs -<br />

rillen quadrantenweise<br />

präpariert ...<br />

des Wunsches der Patientin nach einer<br />

zeitnahen Verbesserung der klinischen<br />

Situation.<br />

Therapieplanung<br />

Neben der ästhetischen Rehabilitation<br />

der Zahnmorphologie und Zahnfehlstellung<br />

wurde als Hauptbehandlungsziel<br />

die Umsetzung einer Front-<br />

Eckzahn-geführten dynamischen Okklusion<br />

mit einer Rekonstruktion der<br />

VDO definiert. Um dem Zahntechniker<br />

einen ersten Eindruck der Ausgangssituation<br />

zu übermitteln, wurden zunächst<br />

Porträts sowie intraorale Fotos<br />

angefertigt. Zur weiteren Planung wurden<br />

Alginatabformungen beider Kiefer<br />

für die <strong>labor</strong>technische Herstellung diagnostischer<br />

Modelle genommen. Zudem<br />

wurden ein Zentrikregistrat sowie<br />

eine arbiträre Gesichtsbogenübertragung<br />

durchgeführt.<br />

Aufgrund der umfangreichen ästhetischen<br />

und funktionellen Rekonstruktion<br />

entschied sich <strong>das</strong> Behandlungsteam<br />

zu folgendem Behandlungsablauf:<br />

e Abb. 8 … und dann eine wechselseitige<br />

Kieferrelationsbestimmung<br />

durchgeführt. Im Frontzahnbereich<br />

sind zirkuläre Veneers vorgesehen.<br />

e Abb. 9 Monolithisch gepresste<br />

und anschließend bemalte<br />

Repositionsonlays <strong>aus</strong> IPS e.max Press<br />

nach der adhäsiven Befestigung<br />

(vgl. Abb. 2 und 9)<br />

1. Erstellen eines analytischen Wax-up<br />

zur Rekonstruktion einer ästhetisch<br />

und funktionell adäquaten Zahnmorphologie;<br />

2. Ästhetische Evaluierung des Wax-up<br />

intraoral durch den Patienten mit Hilfe<br />

einer diagnostischen Schablone;<br />

3. Aust<strong>aus</strong>ch bestehender Füllungen;<br />

4. Übertragung der durch <strong>das</strong> Wax-up<br />

determinierten Erhöhung der VDO in<br />

eine Repositionsschiene für den Unterkiefer<br />

zur zwölfwöchigen funktionellen<br />

Evaluierung;<br />

86 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

Komplexe Restauration<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

e Abb. 10 Frontalansicht der definitiv befestigten<br />

IPS e.max Press-<strong>Restaurationen</strong> im Oberkiefer.<br />

Zu diesem Zeitpunkt sind die Unterkieferzähne<br />

noch mit Telio CAD versorgt. Diese sollen nach<br />

weiteren drei Monaten ebenfalls in solche <strong>aus</strong><br />

IPS e.max Press überführt werden.<br />

e Abb. 11 Frontalansicht der Unterkiefer-<br />

Frontzähne nach der Präparation für zirkuläre<br />

Veneers. Die Präparation befindet sich fast<br />

<strong>aus</strong>schließlich im Zahnschmelz.<br />

5. Präzisionsabformungen beider Kiefer<br />

und wechselseitige Kieferrelationsbestimmung<br />

mit geteilter Repositionsschiene;<br />

6. Einscannen des Wax-up und formidentische<br />

Herstellung CAD/CAM-gefertigter<br />

temporärer <strong>Restaurationen</strong><br />

<strong>aus</strong> dem Hochleistungs-Polymer Telio<br />

CAD;<br />

e Abb. 12 Situation nach adhäsiver Befestigung der<br />

Veneers <strong>aus</strong> IPS e.max Press (verblendet mit der<br />

Schichtkeramik IPS e.max Ceram)<br />

7. Probetragen der adhäsiv befestigten<br />

temporären <strong>Restaurationen</strong> (mindestens<br />

zwölf Monate) mit optionalen<br />

Modifikationen;<br />

f Abb. 13 Die Full-wrap(360°)-<br />

Veneers und Onlayschalen nach<br />

der Überführung in IPS e.max<br />

Press <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong> (LS 2 )<br />

Abb. 13<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 87


Technik<br />

<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

8. Abschließende segmentale Überführung<br />

der Telio CAD-<strong>Restaurationen</strong><br />

in solche <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<br />

<strong>Glaskeramik</strong> (IPS e.max ® Press).<br />

Klinisches Vorgehen<br />

Vorbehandlung und Präparation<br />

Zunächst wurde <strong>das</strong> analytische Wax-up<br />

mit Hilfe einer diagnostischen Schablone,<br />

die mit einem direkten temporären<br />

Restaurationsmaterial (Telio CS C&B) gefüllt<br />

war, an der Patientin überprüft (ästhetische<br />

Evaluierung, Abb. 3). Nach der<br />

Zustimmung der Patientin zum ersten<br />

Restaurationsentwurf wurden zunächst<br />

die bestehenden Füllungen <strong>aus</strong>get<strong>aus</strong>cht.<br />

Nach erneuten Alginatabformungen,<br />

Gesichtsbogen und Zentrikregistrat<br />

wurde eine Repositionsschiene<br />

angefertigt, in welche die vertikale Höhe<br />

der im Wax-up erarbeiteten Rekonstruktion<br />

überführt wurde. Diese „funktionelle<br />

Evaluationsphase“ dauerte<br />

zwölf Wochen. Nach komplikationsloser<br />

Evaluationsphase wurden beide Kiefer<br />

mit Präzisionsabformmassen abgeformt<br />

und eine Übertragung der rekonstruierten<br />

Kieferrelation mit geteilter Repositionsschiene<br />

vorgenommen (Abb. 4).<br />

Evaluierungsphase<br />

mit Telio CAD-<strong>Restaurationen</strong><br />

Die Herstellung der CAD/CAM-gefertigten<br />

temporären <strong>Restaurationen</strong> erfolgte<br />

mit dem Sirona inLab-System<br />

(MC XL) <strong>aus</strong> Hochleistungs-PMMA-<br />

Blanks (Telio CAD, Farbe A2, Abb. 5).<br />

Die schalenförmigen Veneer- und Onlay-<strong>Restaurationen</strong><br />

wurden formidentisch<br />

zum analytischen Wax-up gestaltet<br />

und mit einem rein lichthärtenden<br />

Befestigungscomposite (Variolink ® Veneer)<br />

adhäsiv auf der vorgeschädigten<br />

Zahnhartsubstanz befestigt. Während<br />

dieser funktionellen und ästhetischen<br />

Evaluierungsphase von etwa zwölf Monaten<br />

wurden in Abstimmung mit der<br />

Patientin ästhetische Modifikationen<br />

vorgenommen, die in der definitiven<br />

Versorgung <strong>aus</strong> IPS e.max Press Berücksichtigung<br />

fanden (Abb. 6).<br />

88 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


<strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> <strong>Lithium</strong>-<strong>Disilikat</strong>-<strong>Glaskeramik</strong><br />

Komplexe Restauration<br />

Überführung in<br />

IPS e.max Press-<strong>Restaurationen</strong><br />

Durch die günstigen Materialeigenschaften<br />

von Telio CAD ist eine Umsetzung<br />

in die definitiven <strong>Restaurationen</strong><br />

in segmentierter Vorgehensweise möglich.<br />

Im vorliegenden Fall wurde zunächst<br />

der gesamte Oberkiefer quadrantenweise<br />

präpariert. Da der Platzbedarf<br />

für die Herstellung adhäsiv<br />

befestigter glaskeramischer <strong>Restaurationen</strong><br />

generell höher ist (Veneers min.<br />

0,3 mm zervikal und 0,6 mm inzisal, Onlays<br />

vollanatomisch mindestens okklusal<br />

1 mm), wurde durch Orientierungsrillen<br />

eine entsprechende Kontrolle des<br />

Abtrages vorgenommen (Abb. 7).<br />

Nach Präparation der Zähne 11 bis 17<br />

wurde auf der Grundlage des noch<br />

nicht präparierten zweiten Quadranten<br />

eine Kieferrelationsbestimmung durchgeführt<br />

(Abb. 8). Diese diente wiederum<br />

als Referenz für die Kieferrelationsbestimmung<br />

nach Präparation des<br />

zweiten Quadranten. Für die endgültige<br />

Versorgung der Oberkieferzähne<br />

wurden im Frontzahnbereich zirkuläre<br />

Veneers in der Schichttechnik (IPS<br />

e.max Press als Gerüst- und IPS e.max<br />

Ceram als Verblendmaterial) und im Seitenzahnbereich<br />

vollanatomisch hergestellte<br />

Onlayschalen in der Maltechnik<br />

eingesetzt. Die temporäre Versorgung<br />

der präparierten Oberkieferzähne erfolgte<br />

mit einem direkten Provisorium<br />

(Telio CS C&B).<br />

Nach der Einprobe wurden die vollkeramischen<br />

<strong>Restaurationen</strong> im Oberkiefer<br />

definitiv nach Verarbeitungsanleitung<br />

adhäsiv mit einem Mehrschritt-Adhäsivsystem<br />

(Syntac ® , Total Etch-Technik,<br />

Variolink ® II) eingegliedert (Abb. 9 und<br />

10). Nach einigen Wochen wurde in analoger<br />

Vorgehensweise die definitive Versorgung<br />

des Unterkiefers vorgenommen<br />

(Abb. 10 und 12).<br />

Durch die <strong>aus</strong>gedehnte temporäre Phase<br />

mit den additiv gestalteten <strong>Restaurationen</strong><br />

konnte die Rekonstruktion der<br />

VDO längerfristig überprüft und damit<br />

eine hohe Vorhersagbarkeit für die definitive<br />

Versorgung erreicht werden. n<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Prof. Dr. med.<br />

dent. Daniel<br />

Edelhoff<br />

Leitender Oberarzt, stellvertretender<br />

Klinikdirektor<br />

Klinikum der Universität München<br />

Poliklinik für Zahnärztliche<br />

Prothetik<br />

Ludwig-Maximilians-Universität<br />

Goethestraße 70<br />

80336 München<br />

E-Mail: daniel.edelhoff@<br />

med.uni-muenchen.de<br />

Zahntechniker<br />

Oliver Brix<br />

Innovative Dental Design<br />

Kisseleffstraße 1a<br />

61348 Bad Homburg<br />

Ztm. Marc<br />

Ramberger<br />

Klinikum der Universität München<br />

Abt. Zahnärztliche Prothetik<br />

Ein Video mit<br />

der Patientin<br />

sehen Sie unter<br />

http://bit.ly/14RULEX<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 89


Technik<br />

Komposit-Kompositionen<br />

d Abb. 1 Nach der<br />

Zahnextraktion<br />

erhielt die Patientin<br />

ein Provisorium, ...<br />

Sinfony – die erste Wahl für Kunststoffverblendungen<br />

Komposit-Kompositionen<br />

Autor:<br />

Ztm. Jochen<br />

Schönwetter<br />

Indizes:<br />

Implantate<br />

Teleskop-Prothese<br />

Komposit-<br />

Verblendung<br />

Sinfony-System<br />

Rocatec-Verfahren<br />

Nicht immer ist <strong>das</strong> Neueste <strong>das</strong> Beste – <strong>das</strong> hat die Erfahrung gezeigt.<br />

Das Sinfony-System – lichthärtendes Kronen- und Brücken-Verblend -<br />

komposit von 3M Espe – ist selbst nach mehr als 15 Jahren Marktführer unter<br />

den Verblendkunststoffen. Welch überzeugende Ergebnisse mit einfachsten<br />

Mitteln bei Verwendung von Sinfony zu erreichen sind, zeigt Ztm. Jochen<br />

Schönwetter an einem Patientenfall.<br />

Der Hauptgrund für meinen Wechsel<br />

zu Sinfony vor etwa vier Jahren<br />

bestand in der Verarbeitungskonsistenz<br />

anderer Materialien.<br />

Statt zähflüssiger Massen bietet mir<br />

<strong>das</strong> Sinfony Feinstpartikel-Komposit<br />

stets eine sämige Konsistenz, die eine<br />

mühelose Applikation erlaubt – ob mit<br />

Spritze oder Instrument. Es verschwimmt<br />

nicht und lässt sich sehr gut<br />

modellieren. Nach dem Lichthärten ist<br />

es wiederum nicht zu weich, um subtil<br />

mit einem Diamanten beschliffen zu<br />

werden.<br />

Material- und Verarbeitungseigenschaften<br />

erzielen, sowohl bei Standardindikationen<br />

als auch bei komplexen<br />

Arbeiten, auf einfachem Weg zuverlässig<br />

eine natürliche Ästhetik.<br />

Die Arbeitsunterlage<br />

Die Patientin trug im Oberkiefer-Seitenzahnbereich<br />

(5er, 6er, 7er) Modellgussprothesen.<br />

Als nun die 2er, 3er und 4er<br />

aufgrund von Schädigungen und hoher<br />

Lockerungsgrade als nicht erhaltungswürdig<br />

eingestuft wurden, war eine neue<br />

Lösung gefordert. Eine festsitzende Versorgung<br />

war <strong>aus</strong>zuschließen, da sich im<br />

Molarenbereich wegen des geringen Knochenangebotes<br />

ohne Sinuslift keine Implantate<br />

inserieren ließen. Es war jedoch<br />

<strong>aus</strong>schließlich eine Implantation im ortständigen<br />

Knochen ohne größere augmentative<br />

Maßnahmen gewünscht. So<br />

musste sich die Statik auf den Frontzahnbereich<br />

konzentrieren, und es wurde<br />

eine Teleskopprothese geplant.<br />

90 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Komposit-Kompositionen<br />

Komposit<br />

Abb. 2 Abb. 3<br />

Abb. 4 Abb. 5<br />

Die Ausgangssituation wurde vor der<br />

Zahnextraktion als Situationsmodell<br />

festgehalten, um sie sowohl in die provisorische<br />

als auch die definitive Versorgung<br />

zu übertragen (Abb. 1 und 2);<br />

die Aufstellung wurde als Orientierung<br />

für die Bohrschablone verwendet. Nun<br />

wurden die Implantate (ICX-templant,<br />

medentis medical) in regio 13 und 15<br />

sowie 22 und 24 gesetzt, wobei die<br />

Restbezahnung in regio 11 und 21 als<br />

zusätzliche Pfeilerzähne erhalten blieben<br />

(Abb. 3). Die Angulation der Implantate<br />

war <strong>aus</strong> zahntechnischer Sicht<br />

nicht ideal. In regio 15 musste ein um<br />

30 Grad abgewinkeltes Abutment eingesetzt<br />

werden, damit sich <strong>das</strong> Primärteil<br />

verschrauben ließ, während die<br />

übrigen Abutments zementiert werden<br />

konnten. Für die Herstellung der neuen<br />

Versorgung erfolgten eine Implantatabformung<br />

(Impregum Penta Polyether<br />

Abformmaterial, 3M Espe) sowie<br />

eine Bissregistrierung.<br />

Konstruktionsplan<br />

Gestaltungsziel ist, einen bestmöglichen<br />

Tragekomfort zu gewährleisten.<br />

Deshalb sollte die Basis gaumenfrei<br />

und so grazil wie möglich angelegt werden.<br />

Das Aufstellen der Zähne in Wachs<br />

erfolgte mittels eines vom Mock-up gewonnenen<br />

Silikonvorwalls. Verwendet<br />

wurden die Konfektionszähne (Mondial,<br />

Heraeus Kulzer) in der Farbe A 3,5.<br />

Ästhetik, Länge und Form der Zähne sowie<br />

die Phonetik ließen sich bei der Einprobe<br />

im Patientenmund überprüfen.<br />

Anschließend wurden auf Grundlage<br />

der Aufstellung zunächst die Primärund<br />

Sekundärteile, dann <strong>das</strong> Tertiärgerüst<br />

angefertigt (Abb. 4 und 5). Als<br />

Besonderheit sind Friktionsstifte eingearbeitet,<br />

die bei Bedarf zu einem späteren<br />

Zeitpunkt aktivierbar sind. Nach<br />

Verkleben bzw. Verschrauben der Abutments<br />

wurden die Sekundärkronen im<br />

Mund fixiert, <strong>das</strong> Tertiärgerüst spannungsfrei<br />

aufgepasst und direkt intraoral<br />

verklebt.<br />

Fertigstellung<br />

Zurück im Labor wurde die Implantatabformung<br />

einartikuliert (Abb. 6 und<br />

7) und radiert. Dabei konnte die ursprüngliche<br />

Bisshöhe annähernd er-<br />

e Abb. 2 ... <strong>das</strong> in der<br />

Aufstellung dem natürlichen<br />

Vorbild vor der<br />

Zahnextraktion folgte<br />

e Abb. 3 Zahn 11 und 21<br />

wurden erhalten, in regio 13<br />

und 15 sowie 22 und 24<br />

Implantate inseriert<br />

e Abb. 4 Einproben ...<br />

e Abb. 5 … im Patienten -<br />

mund<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·2/2013 91


Technik<br />

Komposit-Kompositionen<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 6 Kontrollen …<br />

e Abb. 7 … im Artikulator<br />

e Abb. 8 Fertiggestellte<br />

Prothese<br />

e Abb. 9 Frontalansicht der<br />

fertiggestellten Prothese –<br />

Verblendung von 13 bis 23<br />

mit Sinfony Lichthärtendes<br />

Kronen- und Brücken-<br />

Verblendkomposit<br />

halten bleiben. Der Bereich der Tertiärkonstruktion,<br />

der individuell mit Sinfony<br />

gestaltet werden sollte (regio 13 bis<br />

23), wurde zunächst im Rocatec-Verfahren<br />

(Rocatec Plus/Soft und Espe Sil)<br />

vorbehandelt. Sinfony bietet erfahrungsgemäß<br />

einen sehr guten Haftverbund;<br />

dennoch verzichte ich grundsätzlich<br />

nicht auf zusätzliche Maßnahmen<br />

für eine mechanische Retention.<br />

Anschließend folgten der Opaker und<br />

die Schichtung der Zahnform. Die Sinfony-Massen<br />

wurden dabei in Schichtstärken<br />

von maximal einem Millimeter<br />

aufgetragen und einzeln lichtgehärtet.<br />

Korrekturen können mit einem Skalpell<br />

vorgenommen werden. Der Aufbau der<br />

Zahnform sollte für einen optimalen<br />

Haftverbund möglichst ohne zeitliche<br />

Unterbrechungen durchgeführt werden<br />

und nur im absoluten Notfall in zwei<br />

Schritten erfolgen – erst Dentinschichtung,<br />

polymerisieren und zurückschleifen,<br />

dann Schneideschichtung.<br />

Nach der Endpolymerisation konnten<br />

die modellierten Zähne mit rotierenden<br />

Instrumenten <strong>aus</strong>gearbeitet und poliert<br />

werden. Der Gingiva-Anteil wurde dreifarbig<br />

gestaltet (Aesthetic und Aesthetic<br />

Easy Colors, Candulor). Die Abbildungen<br />

8 und 9 zeigen die fertig gestellte<br />

Prothese.<br />

Sinfony-System<br />

Das Sinfony-System umfasst Opaker-,<br />

Dentin- und Schneidemassen für die 16<br />

Vitapan classical A1-D4-Farben und zusätzlich<br />

Intensiv-Opaquer, Opaque-Dentine,<br />

Transparent-Opal Massen und Magic-Farben.<br />

Gemäß dem natürlichen Vorbild<br />

in diesem Fall und in Abstimmung<br />

auf die vorhandene Restbezahnung im<br />

Unterkiefer wurde bewusst schlicht verblendet.<br />

Es kamen <strong>aus</strong>schließlich Dentin-<br />

und Schneidemassen zum Einsatz<br />

– auf <strong>das</strong> Einarbeiten von Spezialeffekten<br />

wurde konsequent verzichtet, um<br />

ein harmonisches Gesamtbild sicherzustellen.<br />

Die Abbildungen 10 bis 13 zeigen <strong>das</strong><br />

Endergebnis in situ. Die Patientin ist<br />

mit dem Resultat der Behandlung sehr<br />

zufrieden.<br />

92 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Komposit-Kompositionen<br />

Komposit<br />

Abb. 10 Abb. 11<br />

Abb. 12 Abb. 13<br />

e Abb. 10 Endergebnis ...<br />

e Abb. 11 … im Patienten -<br />

mund<br />

d Abb. 12 Mit der Teleskop -<br />

prothese wurde die natürliche<br />

Ausgangssituation<br />

rekonstruiert<br />

d Abb. 13 Die Patientin<br />

ist mit dem Ergebnis sehr<br />

zufrieden<br />

Produktdetails<br />

Das Feinstpartikel-Komposit Sinfony<br />

dient neben der Individualisierung von<br />

Konfektionszähnen auch der Vollverblendung<br />

von festsitzendem und her<strong>aus</strong>nehmbarem<br />

Zahnersatz auf Metallgerüsten.<br />

Der Hauptbestandteil der<br />

Füllkörper-Mischung ist ein ultrafeines<br />

Strontium-Aluminium-Borosilikatglas<br />

im Submikrometerbereich. Zudem enthält<br />

<strong>das</strong> Komposit pyrogene Kieselsäure<br />

und ein spezielles Glasionomer,<br />

durch <strong>das</strong> die Plaque-Akkumulation minimiert<br />

wird. Das Monomer-System,<br />

<strong>das</strong> <strong>aus</strong> aliphatischen und cycloaliphatischen<br />

Monomeren besteht, ist für<br />

die guten mechanischen Eigenschaften<br />

von Sinfony verantwortlich. Hierzu gehören<br />

eine hohe Druck- und Biegefestigkeit,<br />

Zähigkeit und Schlagfestigkeit<br />

sowie ein hoher Verschleißwiderstand.<br />

In ästhetischer Hinsicht sind gute Ergebnisse<br />

erzielbar, da <strong>das</strong> Material unter<br />

anderem eine natürliche Transluzenz<br />

und Opaleszenz bietet. Für mich<br />

als Anwender zählt außerdem in besonderem<br />

Maße die einfache Verarbeitung<br />

und Polierbarkeit.<br />

Den Wechsel zu Sinfony habe ich daher<br />

nie bereut – nur, <strong>das</strong>s ich nicht schon<br />

früher darauf gekommen bin.<br />

n<br />

Ich danke dem behandelnden Zahnarzt<br />

Christoph K. Wittek in Augsburg für die<br />

gute Zusammenarbeit und die Unterstützung<br />

bei der Erstellung dieses Beitrags.<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Zahntechnik Schönwetter<br />

Fuggerstraße 33/<br />

Im Fuggerhof<br />

86830 Schwabmünchen<br />

Telefon (0 82 32) 90 50 30<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·2/2013 93


Technik<br />

Der Tempel des Lächelns<br />

Die Darstellung der zahn -<br />

technischen Leistungen gegenüber<br />

den Patienten ist ein<br />

immerwährender Quell der<br />

Freude für den Zahntechniker.<br />

Einerseits ist da die<br />

Preiskalkulation entsprechend<br />

der Leistungsfähigkeit eines<br />

Betriebes und seiner<br />

Mitarbeiter, andererseits der<br />

Preisdruck durch Mentalität<br />

oder finanzielle Kapazität der<br />

Konsumenten und <strong>das</strong> „vor<strong>aus</strong>schauende“<br />

Verhalten der<br />

Versicherer.<br />

Ästhetik – kostengünstig oder high-end<br />

Der Tempel<br />

Autor:<br />

Ztm. Hans-Jürgen<br />

Joit, Düsseldorf<br />

Indizes:<br />

Zahntechnische<br />

Leistung<br />

Preiskalkulation<br />

und -druck<br />

Optische<br />

Preisstaffelung<br />

Aufwandsklassen<br />

(„Levels“)<br />

Hochwertiger<br />

Zahnersatz<br />

Ästhetik<br />

Ztm. Hans-Jürgen Joit, in Düsseldorf<br />

für hochwertigen Zahnersatz<br />

bekannt, setzt sich bereits seit der<br />

Gründung seines Betriebes „Linie Düsseldorf<br />

Dental“ im Jahre 2002 mit diesem<br />

Thema <strong>aus</strong>einander. Einer seiner<br />

Kunden, so Joit, habe die Sache auf den<br />

Punkt gebracht: „Natürlich würde ich<br />

lieber Ihre Arbeit verkaufen, Herr Joit.<br />

Aber ich muss in meiner Praxis 400 Euro<br />

Umsatz pro Stunde machen, da bleibt<br />

mir keine Zeit, den Patienten <strong>aus</strong>führlich<br />

darzulegen, warum sie mehr Geld<br />

<strong>aus</strong>geben sollten.“ Natürlich muss entsprechend<br />

den Bedürfnissen und Möglichkeiten<br />

der Patienten zielgerichtet<br />

geplant werden. Aber: Wo macht man<br />

die Abstriche? In der Passung oder Morphologie,<br />

beides Grundvor<strong>aus</strong>setzungen<br />

für langfristig haltbaren Zahnersatz?<br />

Bestimmt nicht. Im Material? NEM<br />

wird im Labor Joit <strong>aus</strong>schließlich für<br />

provisorische <strong>Restaurationen</strong> verwendet.<br />

Man kann seinen Mitarbeitern sicherlich<br />

nur schwerlich anordnen, diese<br />

oder jene Arbeit billiger zu produzieren.<br />

Das wäre ein schwammiges Gebiet<br />

und außerdem unseriös. Was<br />

bleibt, ist die Ästhetik, limitiert durch<br />

die Materialwahl an sich.<br />

Aufwandsklassen („Levels“)<br />

Nach der intensiven Auseinandersetzung<br />

mit dem Thema Emax und einiger<br />

Testarbeiten an Patientenfällen liegt die<br />

Lösung ganz klar in der optischen Preisstaffelung.<br />

Hier wird schlicht nach Aufwand<br />

berechnet. Die einzelnen Aufwandklassen<br />

werden als „Levels“ bezeichnet.<br />

So ist zum Beispiel die<br />

kostengünstigste Version, genannt<br />

„Press’n’Paint“ (Abb. 1) ein vollanatomisch<br />

gepresstes Werkstück, welches<br />

<strong>aus</strong>schließlich durch oberflächliche Bemalung<br />

charakterisiert wird. Die indikativen<br />

Einschränkungen lassen sich<br />

auf der Webseite www.emaxtempel.de<br />

94 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Der Tempel des Lächelns<br />

Einzelzahnversorgung<br />

des Lächelns<br />

Abb. 1<br />

e Abb. 1 Kostengünstigste „Level“-Version: „Press’n’Paint“, ein vollanatomisch gepresstes Werkstück,<br />

<strong>aus</strong>schließlich durch oberflächliche Bemalung charakterisiert<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 95


Technik<br />

Der Tempel des Lächelns<br />

Abb. 2<br />

c Abb. 2 Drei monolithische<br />

Keramikteilkronen,<br />

für den<br />

Glanzbrand vorbereitet<br />

f Abb. 3 und 4<br />

Das mittlere Level,<br />

genannt „Outline Core“,<br />

besteht <strong>aus</strong> einem in<br />

Lt- oder Value-Pellets<br />

gepressten Dentinkern<br />

Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

96 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Der Tempel des Lächelns<br />

Einzelzahnversorgung<br />

Abb. 5 Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

e Abb. 5 Der Frontzahn -<br />

bereich des Patienten, für<br />

die Aufnahme von zwei Vollund<br />

zwei Teilkronen, jeweils<br />

zentral und lateral in der<br />

Oberkieferfront beschliffen<br />

e Abb. 6 zeigt die Kronen<br />

bei der Anprobe im Labor<br />

d Abb. 7 Auf dem Modell<br />

sind die unterschiedlichen<br />

Präparationsformen gut zu<br />

erkennen<br />

unter dem jeweiligen Level nachlesen.<br />

Diese monolithische Versorgung ist der<br />

Renner im Seitenzahnbereich. Bei <strong>aus</strong>reichender<br />

Optik erhält man hier eine<br />

äußerst stabile Restauration. Der Vorteil<br />

beim Emax-System liegt sicherlich<br />

in der Stabilität. Behandler, die im Bereich<br />

vollkeramischer Adhäsivtechnik<br />

bereits Misserfolge aufgrund von Stabilitätsdefiziten<br />

hatten, fühlen sich nun<br />

mit <strong>Lithium</strong>disilikat erheblich sicherer.<br />

Die Abbildung 2 zeigt drei monolithische<br />

Keramikteilkronen, für den Glanzbrand<br />

vorbereitet.<br />

Das mittlere Level, genannt „Outline Core“,<br />

besteht <strong>aus</strong> einem in Lt- oder Value-Pellets<br />

gepressten Dentinkern (Abb.<br />

3 und 4), der aufgrund der geringen<br />

Schichtstärke in der Regel mit einem<br />

Kernbrand in ordentlicher Qualität gefertigt<br />

werden kann. Wenn der Techniker<br />

über <strong>aus</strong>reichend Erfahrung mit<br />

Steuerung der Lichtdynamik und Verhalten<br />

von Zahnersatz im Patientenmund<br />

hat, wird er imstande sein, mit<br />

dieser Technik optisch sehr ansprechende<br />

Kronen fertigen zu können, wie<br />

die Anprobe folgender Emax-<strong>Restaurationen</strong><br />

im Labor beweist: Der Frontzahnbereich<br />

des Patienten war für die<br />

Aufnahme von zwei Voll- und zwei Teilkronen,<br />

jeweils zentral und lateral in<br />

der Oberkieferfront beschliffen worden<br />

(Abb. 5). Da lediglich Zahn 12 leicht verfärbt<br />

war und der Charakter der Zahnfarbe<br />

leicht ins Gräuliche ging, entschieden<br />

wir uns für einen Kern <strong>aus</strong> LT-<br />

Pellets. Das Material ist zwar nicht<br />

fluoreszierend, bietet aber eine gute<br />

Transluzenz bei einem recht stabilen<br />

Basiston.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 97


Technik<br />

Der Tempel des Lächelns<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

ec Abb. 8 bis 10<br />

Sechs Oberkiefer-<br />

Frontzahnkronen nach wunderbarer<br />

Vorbereitung durch<br />

Dr. Alexa von Gienanth<br />

Abb. 10<br />

f Abb. 11 und 12<br />

Perfekt vorbereitete<br />

Präparation durch die<br />

Behandlerin<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

98 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Der Tempel des Lächelns<br />

Einzelzahnversorgung<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15<br />

e Abb. 13 Vollanatomische<br />

Modellation der gesamten<br />

Okklusalfläche<br />

e Abb. 14 Umsetzung in<br />

Presskeramik<br />

d Abb. 15 Die fertigen Teile<br />

auf dem Modell<br />

Der rationelle Vorteil: Hier konnte der<br />

gepresste Kern trotz unterschiedlicher<br />

Präparationsformen auf die gleiche Größe<br />

gebracht werden und die Front in einem<br />

Brand durchgehend geschichtet<br />

werden. Die Abbildung 6 zeigt die Kronen<br />

bei der Anprobe im Labor. Die Gingiva<br />

ist leider noch nicht ganz <strong>aus</strong>geheilt,<br />

jedoch zeichnet sich bereits zu<br />

diesem Zeitpunkt ein ordentliches Ergebnis<br />

ab. Auf dem Modell (Abb. 7) sind<br />

die unterschiedlichen Präparationsformen<br />

gut zu erkennen.<br />

Ein weiterer Fall der Outline Core-Reihe:<br />

sechs Oberkiefer-Frontzahnkronen<br />

nach wunderbarer Vorbereitung durch<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 99


Technik<br />

Der Tempel des Lächelns<br />

Abb. 16<br />

c Abb. 16<br />

Die High-End-Version<br />

Abb. 17<br />

d Abb. 17 und 18<br />

Nahezu perfekte Imitation, hier<br />

Zahn 11 beim Anpassen im Labor<br />

Abb. 18<br />

Dr. Alexa von Gienanth (Abb. 8 bis 10).<br />

Aufgrund der Gleichartigkeit des Kernmaterials<br />

lassen sich die Level sehr gut<br />

miteinander kombinieren, wie in dem<br />

folgenden Fall beschrieben: Eine junge<br />

Frau soll im ersten Quadranten vollkeramisch<br />

versorgt werden. Abbildungen<br />

11 und 12 zeigen die perfekt vorbereitete<br />

Präparation durch die Frau mit den<br />

goldenen Händen, Dr. Alexa von Gienanth.<br />

Die gesamte Okklusalfläche wird<br />

vollanatomisch modelliert (Abb 13), im<br />

bukkalen Bereich der Prämolaren reduziert<br />

und in Presskeramik umgesetzt<br />

(Abb. 14). Nun müssen nur noch die Prämolaren<br />

mit wenig Material verblendet<br />

und ein Glasurbrand gefahren werden.<br />

Die fertigen Teile auf dem Modell (Abb.<br />

15) und in situ).<br />

Das High-End-Segment, genannt Comfort<br />

Level, ermöglicht es dem Techniker,<br />

jede erdenkliche Situation zu versorgen.<br />

Opake, fluoreszierende Kerngerüste,<br />

mit multicolor-Schichttechnik verblendet<br />

– so kann man Zähne machen<br />

100 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Der Tempel des Lächelns<br />

Einzelzahnversorgung<br />

Abb. 19 Abb. 20<br />

Abb. 21<br />

e Abb. 19 Möglichkeiten<br />

ohne Grenzen auch im<br />

Seitenzahnbereich<br />

ed Abb. 20 und 21<br />

Einflügelige Maryland-<br />

Brücken, hier am Beispiel<br />

eines OK-Lateralen, bei<br />

der Einprobe im Labor<br />

(Abb. 16). Bei entsprechender Vorbereitung<br />

durch den Behandler lassen<br />

sich sogar einzelne Frontzähne nahezu<br />

perfekt imitieren, hier Zahn 11 beim Anpassen<br />

im Labor (Abb. 17 und 18). Auch<br />

im Seitenzahnbereich sind den Fähigkeiten<br />

des Technikers keine Grenzen<br />

gesetzt (Abb. 219). Ganz besonders beliebt:<br />

Einflügelige Maryland-Brücken,<br />

wie hier am Beispiel eines OK-Lateralen,<br />

bei der Einprobe im Labor gezeigt<br />

(Abb. 20 und 21).<br />

Fazit: Im Bereich Einzelzahnversorgungen<br />

ist <strong>Lithium</strong>disilikat in vielen Fällen<br />

<strong>das</strong> Material der Wahl, welches sich<br />

ebenso kostengünstig wie, mit hohem<br />

Aufwand, hochanspruchsvoll verarbeiten<br />

lässt.<br />

n<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Ztm. Hans-Jürgen Joit<br />

Linie Düsseldorf Dental<br />

Kaiserstraße 30a<br />

40479 Düsseldorf<br />

Telefon 0211 40 40 69<br />

Fax 0211 994 83 43<br />

Mail: info@linie-duesseldorf.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 101


Technik<br />

Faszination Vollkeramik<br />

Ein komplexer Fall, virtuos gelöst<br />

Faszination Vollkeramik<br />

Wer perfekte <strong>Restaurationen</strong> herstellen will, braucht fundierte Kenntnisse –<br />

auch und gerade im Bereich der Ästhetik – sowie handwerkliches Können.<br />

Dass Oliver Brix ein Kenner und Könner ist, beweist er wieder in seinem<br />

neuen Buch „Faszination Vollkeramik“. Darin wird folgender Patientenfall<br />

dokumentiert.<br />

102 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Faszination Vollkeramik<br />

Ästhetik<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

e Abb. 1 Situation der Frontzähne<br />

e Abb. 2 und 3 Minimalinvasive<br />

Präparation mit maximalem Erhalt der<br />

Zahnhartsubstanz<br />

e Abb. 4 Evaluieren des Platzangebotes<br />

mittels Silikonschlüssel<br />

Die Versorgung für diesen Patienten<br />

wurde während eines<br />

Live-Workshops in München angefertigt.<br />

Die Situation des Kurs-Patienten<br />

mit starken Füllungen, recht unbefriedigender<br />

Ästhetik, starken Abrasionen<br />

und Verlusten der Distanz an der<br />

Labialfläche zeigt Abbildung 1. Eine<br />

sehr minimal invasiv vorgenommene<br />

Präparation mit maximalem Erhalt der<br />

Zahnhartsubstanz ist in den Abbildungen<br />

2 und 3 zu sehen. Mithilfe eines Silikonschlüssels<br />

wurde <strong>das</strong> Platzangebot<br />

ermittelt (Abb. 4). Erst jetzt lässt<br />

sich eine Entscheidung treffen, welches<br />

Material hier geeignet ist. Die Abbildungen<br />

5 und 6 zeigen die in Wachs<br />

modellierten Kronengerüste und die Veneerschalen.<br />

Die Wachsteile werden nun angestiftet<br />

(Abb. 7). Hier müssen die Verarbeitungshinweise<br />

des Herstellers bedingungslos<br />

eingehalten werden.<br />

Die Verarbeitungshinweise, die dem gesamten<br />

e.max-System beiliegen, sollten<br />

sehr sorgfältig gelesen werden! Sie<br />

sind quasi <strong>das</strong> Evangelium dieses Materials!<br />

Gerüste <strong>aus</strong> LT<br />

Eigeninterpretationen und Umwege<br />

führen unweigerlich zu Problemen. Die<br />

Abbildungen 8 und 9 zeigen die gepressten<br />

und fertig <strong>aus</strong>gearbeiteten Gerüste<br />

<strong>aus</strong> LT. Die farbliche Gleichschaltung<br />

ist bereits in diesem Stadium gut<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 103


Technik<br />

Faszination Vollkeramik<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 5 und 6 Kronen und Veneer schalen in Wachs modelliert<br />

e Abb. 7 Die angestifteten Wachsteile auf dem Sockel<br />

e Abb. 8 und 9 Die fertigen Gerüste, gepresst <strong>aus</strong> LT<br />

erkennbar. Nach Glanzbrand und Politur<br />

wird die Einprobe vorgenommen<br />

(Abb. 10). Ich halte eine reine Rohbrandeinprobe<br />

für Zeitverschwendung.<br />

Nur wenn Form und Oberfläche detailliert<br />

<strong>aus</strong>gearbeitet sind, ist eine visuelle<br />

Überprüfung der Farbe überhaupt<br />

möglich. Das beinhaltet aber ein komplettes<br />

Konturieren der Keramik und,<br />

wenn unsere Arbeit schon so weit fortgeschritten<br />

ist, können wir getrost auch<br />

gleich den Glanzbrand <strong>aus</strong>führen. Sollten<br />

noch Korrekturen notwendig sein,<br />

können diese dann immer noch vorge-<br />

104 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Faszination Vollkeramik<br />

Ästhetik<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

e Abb. 10 Die Einprobe nach Glanzbrand ohne Politur<br />

e Abb. 11 Die Restauration, bestehend <strong>aus</strong> Kronen und Veneers nach Politur,<br />

harmoniert farblich perfekt<br />

e Abb. 12 Die Möglichkeiten, mit dem e.max-System selbst komplexe Fälle<br />

zu lösen, erleichtern den Labor-Alltag ungemein zum Wohl aller Beteiligten<br />

nommen werden. Abbildung 11 zeigt die<br />

komplette Restauration, bestehend <strong>aus</strong><br />

Kronen und Veneers, die farblich perfekt<br />

aufeinander abgestimmt und integriert<br />

sind. Die Möglichkeiten, mit dem<br />

e.max-System selbst komplexe Fälle zu<br />

lösen, erleichtern den Labor-Alltag ungemein<br />

– zum Wohle aller Beteiligten<br />

(Abb. 12).<br />

n<br />

Korrespondenzadresse:<br />

International Training Center<br />

Oliver Brix<br />

Kisseleffstr. 1a<br />

61348 Bad Homburg<br />

E-Mail info@oliverbrix-training.de<br />

Internet www.oliverbrix-training.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 105


Technik<br />

Zur perfekten Lösung im Team<br />

Ästhetisch und funktionell überzeugende Totalprothetik, Teil I<br />

Zur perfekten Lösung<br />

im Team<br />

Wie Sie als Zahntechniker im Team mit dem Behandler ästhetisch und funktionell<br />

gleichermaßen überzeugende Totalprothesen herstellen, die auch<br />

wirtschaftlich lohnend sind und dem Prothesenträger sein unbeschwertes<br />

Lachen zurückgeben, lesen Sie in einem zweiteiligen Artikel.<br />

Autoren:<br />

Ztm. Franz Hoppe,<br />

Rheine<br />

Dr. med. dent.<br />

Martin Rempen,<br />

Rheine<br />

ZA Burkhard Topp,<br />

Rheine<br />

Indizes:<br />

Totalprothetik<br />

Funktionsmodelle<br />

Gesichtsbogenübertragung<br />

Bissschablonen<br />

Bissnahme<br />

Man könnte meinen, Totalprothetik<br />

sei eigentlich ganz einfach:<br />

Es sind keine natürlichen<br />

Zähne zu berücksichtigen, in der Regel<br />

steht <strong>aus</strong>reichend Platz zur Verfügung<br />

und dem Zahntechniker bleibt viel<br />

Spielraum zur Entfaltung seiner Kreativität.<br />

Dennoch gibt es auch heute<br />

noch viele Prothesenträger, die mit ihrem<br />

Zahnersatz nicht zurechtkommen,<br />

weil er Druckstellen verursacht, nicht<br />

an Ort und Stelle bleibt oder in seiner<br />

Funktion unzureichend ist. Auch unbeschwert<br />

lachende Prothesenträger sind<br />

eher selten anzutreffen: Sie haben die<br />

enttäuschende Erfahrung gemacht,<br />

<strong>das</strong>s ihre Prothese sofort als solche zu<br />

erkennen ist.<br />

Stiefkind der Zahnheilkunde<br />

Totalprothetik ist noch immer ein Stiefkind<br />

der Zahntechnik. Trotz aller Fortschritte<br />

im Bereich des implantatgestützten<br />

totalen Zahnersatzes und praktisch<br />

unbegrenzter technischer und ästhetischer<br />

Möglichkeiten werden heute<br />

schleimhautgetragene Prothesen in<br />

vielen Laboratorien noch so hergestellt<br />

wie in den 70er- und 80er Jahren des<br />

letzten Jahrhunderts.<br />

Doch auch in der Kunststoffprothetik<br />

gibt es Entwicklungen, die die Arbeit des<br />

Prothetikers unterstützen: Entwicklung<br />

neuer Zahnlinien bei Zahnherstellern,<br />

Gingiva-Sets zur Individualisierung der<br />

Zahnfleischpartien, Software zur Prothesensimulation<br />

am PC sowie umfassende<br />

innovative Fortbildungsprogramme<br />

stellen die Mittel zur Herstellung individueller<br />

Prothesen bereit.<br />

Teamarbeit als Erfolgsrezept<br />

Funktionell und ästhetisch anspruchsvoller<br />

totaler Zahnersatz hängt nicht allein<br />

vom Wissensstand und von den Fertigkeiten<br />

des jeweiligen Zahnarztes<br />

oder Zahntechnikers ab: Hochwertige<br />

Totalprothetik kann aufgrund ihrer Kom-<br />

106 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zur perfekten Lösung im Team<br />

Totalprothetik<br />

Abb. 1 Abb. 2<br />

e Abb. 1 Die Ausgangs -<br />

situation: die zahnlosen<br />

Ober- und Unterkiefer einer<br />

Dame, 84 Jahre, seit zirka<br />

38 Jahren Prothesenträgerin<br />

Abb. 3<br />

e Abb. 2 und 3 Die alten<br />

Prothesen sind gepflegt,<br />

aber abgenutzt. Es bestand<br />

der Wunsch nach einer<br />

neuen Versorgung beider<br />

Kiefer.<br />

plexität nur gemeinsam im Team erfolgreich<br />

sein! Nur wenn Zahnarzt und<br />

Zahntechniker alle Schritte fachgerecht<br />

und konsequent im Sinne einer nahtlosen<br />

Prozesskette umsetzen, können<br />

sie funktionstüchtigen Ersatz für verloren<br />

gegangene Zähne und Kiefersubstanz<br />

hervorbringen. Zahnersatz,<br />

der nicht nur gut passt und sich zur Nahrungszerkleinerung<br />

eignet, sondern der<br />

auch gut <strong>aus</strong>sieht. Nimmt der Patient<br />

diesen Mehrwert gegenüber einer Standardversorgung<br />

deutlich wahr, wird er<br />

auch bereit sein, einen höheren Preis<br />

für seinen Zahnersatz zu bezahlen.<br />

Am Beispiel der Totalprothesen für eine<br />

ältere Dame lernen Sie ein Konzept<br />

kennen, mit dem Sie moderne Totalprothetik<br />

auf hohem Niveau sicher und<br />

erfolgreich umsetzen.<br />

Der erste Teil behandelt die Schritte von<br />

der Situationsabformung über die Anfertigung<br />

der Funktionslöffel, der Funktionsmodelle,<br />

der Bissschablonen bis<br />

hin zur Bissnahme.<br />

Der zweite Teil zeigt zu Beginn, welche<br />

Vorteile eine virtuelle, softwarebasierte<br />

Frontzahnanprobe bietet und welche<br />

Hilfestellung sie bei der Wahl der passenden<br />

Frontzähne leistet. Darüber hin<strong>aus</strong><br />

erfahren Sie, wie unterschiedliche<br />

Frontzähne die altersentsprechende<br />

Wirkung der Prothesen beeinflussen<br />

und worauf Sie bei der Fertigstellung<br />

und Remontage achten müssen.<br />

Den Schluss des Beitrags bildet eine<br />

Übersicht aller Schritte und Materialien<br />

für den Zahnarzt und den Zahntechniker.<br />

Ausgangssituation<br />

Eine Dame, 84 Jahre jung, stellte sich<br />

mit dem Wunsch nach neuen Prothesen<br />

in der Praxis vor. Ihre zahnlosen Kiefer<br />

waren gesund (Abb. 1), der Verlust der<br />

letzten Zähne im Unterkiefer lag noch<br />

nicht lange zurück. Eine Unterfütterung<br />

im Unterkiefer wäre also ohnehin notwendig<br />

gewesen. Die Dame war bereits<br />

seit zirka 38 Jahren Trägerin einer To-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 107


Technik<br />

Zur perfekten Lösung im Team<br />

Abb. 4<br />

talprothese im Oberkiefer sowie einer<br />

Teilprothese im Unterkiefer, ihre alten<br />

Prothesen waren abgenutzt (Abb. 2 und<br />

3) und es empfahl sich eine Neuanfertigung.<br />

Anatomische Abformung<br />

der Kiefersituation<br />

Die anatomische Erstabformung beider<br />

Kiefer dient der exakten Erfassung aller<br />

für die Prothesen relevanten Kieferund<br />

Schleimhautpartien, die zu überprüfen<br />

sind (Abb. 4 und 5).<br />

Für die Erstabformung der Kiefer kamen<br />

sog. Gutowski-Löffel zum Einsatz (Abb.<br />

6 und 7). Diese Kunststofflöffel eignen<br />

sich besonders gut für die Abformung<br />

zahnloser Kiefer: Sie können einfach<br />

mit lichthärtendem Kunststoff erweitert<br />

bzw. mit einer Fräse beschliffen und somit<br />

dem Kiefer angepasst und weitgehend<br />

individualisiert werden. So lassen<br />

sich exakte Modelle herstellen, auf denen<br />

alle relevanten Kiefer- und Schleimhautpartien<br />

vollständig erfasst sind<br />

(Abb. 8 und 9).<br />

Warum eine<br />

Funktionsabformung?<br />

Damit die Totalprothese auf einem<br />

zahnlosen Kiefer hält, müssen wir zwischen<br />

ihrer Basis und der Schleimhautoberfläche<br />

einen Saugeffekt erreichen.<br />

Je besser die Basis passt, desto<br />

besser wirken die Kohäsions- und<br />

Adhäsionskräfte und halten die Prothesen<br />

an Ort und Stelle. Dieser Saugeffekt<br />

sollte natürlich auch während der<br />

Sprach- und Kaufunktion sowie bei mimischen<br />

Bewegungen bestehen bleiben;<br />

daher müssen die Funktionsränder<br />

entsprechend <strong>aus</strong>geformt sein und<br />

einen Außen- und Innenventilrand aufweisen.<br />

Kritische Bereiche, die mit einer Funktionsabformung<br />

erfasst werden sollen,<br />

sind neben den Kieferkämmen, den Umschlagfalten<br />

sowie den Muskel- und<br />

Bandansätzen der Wangen- und Lippenmuskeln<br />

beider Kiefer (a) im Oberkiefer<br />

die Bereiche des Gaumens, der<br />

Tubera maxillaria sowie der A-Linie und<br />

(b) im Unterkiefer die Bereiche der Tri-<br />

108 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zur perfekten Lösung im Team<br />

Totalprothetik<br />

Abb. 5<br />

gona retromolaria, der Unterzungenraum<br />

sowie die Muskel- und Bandansätze<br />

der Zungen- und Wangenmuskulatur<br />

(wie bereits auf den Abbildungen<br />

4 und 5 dargestellt).<br />

Die Löffel<strong>aus</strong>dehnung muss kleiner<br />

sein als die zu erfassende Fläche des<br />

künftigen Prothesenlagers; die Bereiche<br />

um die Lippen- und Wangenbänder<br />

sowie um <strong>das</strong> Zungenband müssen<br />

großzügig <strong>aus</strong>gespart werden. Gute Situationsmodelle<br />

bieten alle für die Anfertigung<br />

der Funktionslöffel benötigten<br />

Informationen.<br />

Herstellung der<br />

individuellen Funktionslöffel<br />

Die Funktionslöffel werden <strong>aus</strong> Formatray<br />

hergestellt, einem selbsthärtenden<br />

Löffelmaterial, <strong>das</strong> im Gegensatz<br />

zu lichthärtenden Werkstoffen auch<br />

bei geringen Materialstärken <strong>aus</strong>reichend<br />

Reserven in punkto Härte und<br />

Verwindungssteifheit bietet (Abb. 10<br />

und 11).<br />

Diese Eigenschaften sind deshalb wichtig,<br />

weil die Löffel später, entsprechend<br />

de Abb. 4 und 5<br />

Kennzeichnung der Topografie<br />

der relevanten Partien zahnloser<br />

Ober- und Unterkiefer, die zu<br />

Problemzonen werden können und<br />

besondere Beachtung erfordern<br />

mit Abdruckmaterial unterfüttert, als<br />

Basen für die Bissschablonen sowie für<br />

die Wachsaufstellungen weitergenutzt<br />

werden. Oftmals müssen sie dafür in einigen<br />

Bereichen (zum Beispiel bei aufgeschliffenen<br />

Zähnen in der Front oder<br />

im Tuberbereich des Oberkiefers) bis<br />

auf <strong>das</strong> Modell reduziert werden und<br />

brauchen dafür diese Stabilität.<br />

Für einen guten Haftverbund mit dem<br />

Abdruckmaterial werden die Basalflächen<br />

der Löffel wie bei einer Unterfütterung<br />

abschließend mit einem Haftlack<br />

bestrichen und die Löffelränder<br />

rundherum perforiert, um der Abdruckmasse<br />

zusätzlichen Halt zu geben.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 109


Technik<br />

Zur perfekten Lösung im Team<br />

Abb. 6 Abb. 7<br />

Abb. 8 Abb. 9<br />

e Abb. 6 und 7 Kunststoff-<br />

Abformlöffel nach Gutowski<br />

bieten zahlreiche Vorteile<br />

gegenüber anderen Löffeln<br />

e Abb. 8 und 9 Anfertigung<br />

der Situationsabformungen<br />

für die Ausgangsmodelle<br />

mit Gutowski-Löffeln<br />

Die dynamische Abformung<br />

Mit lichthärtendem Material bringt der<br />

Zahnarzt auf der Unterseite der Löffel<br />

kleine Stopps an (Abb. 12 und 13). Dank<br />

dieser Stopps liegen die Basen sicher<br />

auf den Kieferkämmen, die Schleimhaut<br />

hat jedoch entsprechend der Stärke<br />

der Stopps zirka ein bis zwei Millimeter<br />

Luft unter dem Löffel. So ergibt<br />

sich <strong>aus</strong>reichend Platz für den individuellen<br />

Aufbau der Funktionsränder.<br />

Die Löffel werden im Randbereich mit<br />

einem thermoplastischen Abformmaterial<br />

aufgebaut und in den Mund eingebracht.<br />

Um alle beweglichen Bereiche<br />

zu erfassen, macht der Patient Bewegungen,<br />

wie sie unter normaler<br />

Funktion beim Essen und Sprechen<br />

ebenfalls auftreten.<br />

Nach Abformung der Funktionsränder<br />

(Abb. 14 und 15) können die Stopps entfernt<br />

werden, da die Basen jetzt sicher<br />

auf den Funktionsrändern aufliegen.<br />

Anschließend wird mit dünn fließendem<br />

Silikon eine perfekte Abformung<br />

genommen, die aufgrund der zuvor eingesetzten<br />

Stopps eine gleichmäßige<br />

Stärke des Abdruckmaterials gewährleistet<br />

(Abb. 16 und 17).<br />

Abschließend werden kritische Bereiche<br />

wie zum Beispiel die retromolaren Polster<br />

im Unterkiefer (optional) und die A-Linie<br />

im Oberkiefer mit Aluwachs abgedämmt<br />

und erfasst (Abb. 18 und 19).<br />

Herstellen der<br />

Funktionsmodelle<br />

Bei der Herstellung der Funktionsmodelle<br />

ist entsprechend des Aufwands<br />

bei der Abformung größte Sorgfalt angebracht.<br />

Sie dürfen <strong>aus</strong>schließlich von<br />

dafür qualifiziertem Fachpersonal vorgenommen<br />

werden. Denn eine Funktionsabformung<br />

kann ohne Qualitätsverlust<br />

kein zweites Mal für die Modellherstellung<br />

eingesetzt werden.<br />

110 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zur perfekten Lösung im Team<br />

Totalprothetik<br />

Abb. 10 Abb. 11<br />

Abb. 12 Abb. 13<br />

Abb. 14 Abb. 15<br />

e Abb. 10 und 11 Die Basen für die Oberkieferund<br />

Unterkiefer-Funktionsabformung: Die Perforation<br />

an den Rändern sorgt für den sicheren Halt des<br />

Abdruckmaterials im Bereich der Funktionsränder<br />

e Abb. 12 und 13 Für eine gleichmäßige Stärke des<br />

Abdruckmaterials bringt der Zahnarzt mit lichthärtendem<br />

Material kleine Stopps auf der Unterseite der Löffel<br />

an, die er im Verlauf der Abformung wieder entfernt<br />

e Abb. 14 und 15<br />

Durch die Stopps<br />

haben die Basen<br />

eine sichere Auflage<br />

auf den Kieferkämmen,<br />

so <strong>das</strong>s die<br />

Abformung der Funktions<br />

ränder ohne<br />

Druck erfolgen kann<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 111


Technik<br />

Zur perfekten Lösung im Team<br />

Abb. 16 Abb. 17<br />

Abb. 18<br />

Abb. 19<br />

e Abb. 16 und 17<br />

Nach Entfernen der Stopps<br />

können Silikonabformungen<br />

mit gleichmäßiger Material -<br />

stärke genommen werden<br />

e Abb. 18 und 19<br />

Abschließend werden<br />

kritische Bereiche wie die<br />

A-Linie, die Tubera im<br />

Oberkiefer und die retromolaren<br />

Polster sowie den sublingualen<br />

Bereich mit<br />

Aluwachs abgedämmt<br />

Funktionsmodelle müssen die zuvor mithilfe<br />

der Funktionslöffel sorgfältig erfassten<br />

Details präzise wiedergeben. Insbesondere<br />

gilt <strong>das</strong> für die Funktionsränder:<br />

Nur wenn sie vollständig erfasst sind,<br />

ist später über die Ventilränder ein Saugeffekt<br />

zwischen Prothesenbasis und<br />

Schleimhaut möglich. Als hilfreich hat<br />

sich erwiesen, die Funktionsränder auf<br />

dem Abdruck mit einem Stift zu markieren,<br />

damit sie bereits in dieser Phase auf<br />

die richtige Höhe gebracht werden.<br />

Als Modellmaterial kommt ein Typ-4-<br />

Gips (Vel-Mix Stone/Kerr) mit hoher Festigkeit<br />

und geringer Expansion zum Einsatz,<br />

der strikt nach Herstellerangaben<br />

verarbeitet wird. Bei Abformungen<br />

stark unter sich gehender Bereiche<br />

empfiehlt sich ein Gips vom Typ 3.<br />

Im vorliegenden Fall wurden die Modelloberflächen<br />

für Demonstrationszwecke<br />

mit einer glänzenden und staubabweisenden<br />

Imprägnierung versehen<br />

(Modellglänzer/Dentaurum).<br />

Analyse der Funktionsmodelle<br />

Mithilfe der Modellanalyse erhält der<br />

Techniker Hinweise über die Statik der<br />

späteren Prothese und in der Folge für<br />

<strong>das</strong> Aufstellen der Zähne. Da er die Kieferkämme<br />

auf dem für die Aufstellung<br />

vorbereiteten Modell wegen der darunterliegenden<br />

Aufstellbasis nicht sehen<br />

kann, überträgt er seine Messungen<br />

auf die Modellränder und -außenflächen<br />

(Abb. 20 und 21).<br />

Folgende Markierungen nimmt der<br />

Techniker auf den Funktionsmodellen<br />

vor:<br />

n Die anatomischen Modellmitten: im<br />

Oberkiefer festgelegt durch den Mittelpunkt<br />

der Papilla incisiva und die<br />

Halbierende der Entfernung der Tubera<br />

maxillae voneinander, im Unterkiefer<br />

durch <strong>das</strong> Zungenbändchen<br />

und die Mittelpunkte der Trigona retromolaria<br />

112 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zur perfekten Lösung im Team<br />

Totalprothetik<br />

Abb. 20 Abb. 21<br />

Abb. 22<br />

Abb. 23<br />

n Mittellinien der Kieferkämme mit den<br />

Verlängerungen nach dorsal: im Oberkiefer<br />

auf die Mitten der Tubera maxillae,<br />

im Unterkiefer auf die Mitten<br />

der Trigona retromolaria<br />

n Übertragung des Kieferkammverlaufs<br />

in sagittaler Richtung auf die Modellaußenfläche<br />

mit Kennzeichnung der<br />

dorsalen Begrenzung der Aufstellung<br />

n Verlängerung der Eckzahnpunkte auf<br />

die Modellränder.<br />

Arbiträre<br />

Gesichtsbogenübertragung<br />

Mithilfe des Transferbogens (Axioquick/SAM<br />

Präzisionstechnik) erfolgt<br />

die räumlich richtige, schädelbezogene<br />

Übertragung der Lagebeziehung des<br />

Oberkiefers zum Kiefergelenk in einen<br />

justierbaren Artikulator (SAM3/SAM<br />

Präzisionstechnik) (Abb. 22).<br />

Vermessen<br />

der alten Prothesen<br />

Das Vermessen der alten Prothesen mit<br />

der mechanischen Meyding/Gutowski-<br />

Schieblehre dient der Erfassung aller<br />

Werte der alten Prothese, um <strong>aus</strong> den<br />

Ist-Werten die richtigen Soll-Werte für<br />

die neuen Prothesen zu ermitteln bzw.<br />

festzulegen (Abb. 23).<br />

Bissschablonen<br />

Wird mit der Gesichtsbogenübertragung<br />

die Lage des (fixen) Oberkiefers zum Kiefergelenk<br />

festgelegt, so ist es <strong>das</strong> Ziel<br />

der Bissnahme, die Lage des Unterkiefers<br />

zum Oberkiefer zu bestimmen und<br />

in den Artikulator zu übertragen.<br />

Wie bereits oben erwähnt, werden die<br />

Funktionslöffel als Basen für die Bissschablonen<br />

weiter verwendet. Diese<br />

Basen werden im Labor mit der Silikonabformmasse<br />

Coltex Medium un-<br />

e Abb. 20 und 21<br />

Die Funktionsmodelle mit<br />

den Einzeichnungen der<br />

Modellanalyse<br />

e Abb. 22 Arbiträre<br />

Gesichtsbogenübertragung<br />

zur schädelorientierten<br />

Montage des OK-Modells<br />

in einen justierbaren<br />

Artikulator (hier: SAM)<br />

e Abb. 23 Vermessen der<br />

alten Oberkieferprothese<br />

mit der Meyding/Gutowski-<br />

Schieblehre<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 113


Technik<br />

Zur perfekten Lösung im Team<br />

Abb. 24<br />

c Abb. 24 und 25<br />

Die Basen der Biss -<br />

schablonen werden mit<br />

Silikon-Elastomer unterfüttert<br />

und sitzen so während<br />

der Bissnahme ohne<br />

Einwirkung von außen<br />

sicher im Mund<br />

Abb. 25<br />

f Abb. 26 und 27<br />

Durch <strong>das</strong> Ausmessen der<br />

alten Prothese sind die<br />

Wälle in der gewohnten<br />

Höhe, und die Patientin<br />

ist damit sogar in der Lage<br />

zu sprechen<br />

Abb. 26 Abb. 27<br />

terfüttert (Abb. 24 und 25). So ist gewährleistet,<br />

<strong>das</strong>s die Prothesen ohne<br />

die helfenden Finger der Helferin oder<br />

des Behandlers sicher im Mund halten.<br />

Die Unterfütterung der Bissschablone<br />

bietet noch einen weiteren Vorteil:<br />

Sollte sie zu diesem Zeitpunkt nicht<br />

saugen und sicher sitzen, ist die Weiterarbeit<br />

auf Basis dieser Arbeitsunterlagen<br />

sinnlos. Da die spätere Prothese<br />

auf den gleichen Modellen erstellt<br />

wird, wird auch sie nach der<br />

Fertigstellung nicht saugen. Eine erneute<br />

Funktionsabformung würde erforderlich.<br />

Die Bissnahme<br />

Durch <strong>das</strong> vorherige Vermessen der alten<br />

Prothesen und die entsprechende<br />

Anpassung der Bisswälle (Abb. 26 und<br />

27) kann die Patientin mit den Bissschablonen<br />

Sprechproben durchführen.<br />

Sollte die Bissebene zu hoch oder zu<br />

niedrig oder der Frontzahnanteil nicht<br />

korrekt sein, korrigiert der Zahnarzt die<br />

Wälle dementsprechend.<br />

Die Bisswälle werden nicht wie üblich<br />

<strong>aus</strong> Wachs, sondern ebenfalls <strong>aus</strong><br />

Kunststoff geformt. Vor<strong>aus</strong>setzung ist<br />

die genaue Vermessung der alten Pro-<br />

114 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Zur perfekten Lösung im Team<br />

Totalprothetik<br />

Abb. 28 Abb. 29<br />

thesen und die Übertragung der Messergebnisse<br />

auf die Bisswälle.<br />

Der Vorteil von Bisswällen <strong>aus</strong> Kunststoff<br />

liegt in erster Linie in ihrer höheren<br />

Stabilität, denn der Patient kann<br />

mit ihnen wie mit einer Prothese zubeißen<br />

und Sprechproben durchführen<br />

(Abb. 28). Stimmt die Okklusionsebene<br />

nicht, so erhält der Behandler über<br />

<strong>das</strong> Geräusch beim Kontakt der Wälle<br />

bereits jetzt eine akustische Rückmeldung,<br />

die ihm weichere Wachswälle<br />

nicht geben können.<br />

Auf den Bissschablonen bzw. den bedarfsgerecht<br />

angepassten Bisswällen<br />

nimmt der Zahnarzt die für die spätere<br />

Aufstellung der Schneide- und Eckzähne<br />

relevanten Markierungen vor (Abb. 28):<br />

n Gesichtsmittellinie: Sie kann von den<br />

Lippenbändchen oder der Modellmitte<br />

abweichen<br />

n Eckzahnlinie: Sie entscheidet über<br />

bzw. gibt Hinweise zur Auswahl der oberen<br />

Front- und Eckzähne, speziell ihrer<br />

Breite, und orientiert sich an den Mundwinkeln<br />

oder der Verlängerung der Begrenzungslinien<br />

der Nasenflügel<br />

n Lippenschlusslinie: Sie zeigt dem<br />

Zahntechniker, wie lang die oberen<br />

Frontzähne sein müssen; die Zahnhälse<br />

sollten oberhalb dieser Linie liegen<br />

n Kauebene: Sie verläuft auf der oberen<br />

Kante des unteren Bisswalls.<br />

Abschließend werden die Bisswälle im<br />

Mund für die sichere Übertragung der<br />

Kieferrelation auf die Modelle mit Temp-<br />

Bond fixiert.<br />

n<br />

<strong>Vorschau</strong> auf Teil 2<br />

Im ersten Teil haben wir die Schritte von<br />

der Situationsabformung bis zur Bissnahme<br />

kennengelernt. Lesen Sie in Teil<br />

2, <strong>das</strong>s eine virtuelle Frontzahnanprobe<br />

durch den VITA Assist nicht nur Einfluss<br />

auf die Wahl der passenden Frontzähne<br />

hat, und erfahren Sie darüber hin<strong>aus</strong>,<br />

welchen Einfluss unterschiedliche<br />

Frontzähne auf die alters entsprechende<br />

Wirkung der Prothesen haben.<br />

e Abb. 28 Die Patientin<br />

macht mit den Biss -<br />

schablonen Sprechproben<br />

e Abb. 29 Nach Markie -<br />

rung von Eckzahnlinie,<br />

Lach- und Lippenschluss -<br />

linie werden die Bisswälle<br />

mit Temp-Bond fixiert<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Ztm. Franz Hoppe, Dr. Martin Rempen, ZA Burkhard Topp<br />

edel weiss Zahn<strong>labor</strong> GmbH<br />

Ztm. Franz Hoppe<br />

Röntgenstraße 3<br />

48432 Rheine<br />

Telefon (0 59 71) 98 11 11<br />

E-Mail zahn<strong>labor</strong>.edelweiss@t-online.de<br />

Internet www.zahn<strong>labor</strong>-edelweiss.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 115


Technik<br />

Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

Kooperationsunabhängige Molarendistalisation im OK<br />

Die festsitzende<br />

Distal-Jet-Apparatur<br />

In der modernen Kieferorthopädie gibt es eine Vielzahl von Systemen zur Distalisierung von<br />

Molaren. Die Molarendistalisation kann unter anderem bei sekundären Engständen, Molaren -<br />

vorwanderung sowie zur Vermeidung einer Extraktionstherapie indiziert sein. Der Distal-Jet<br />

ermöglicht auch – bei einem Minimum an Mitarbeit seitens des Patienten –, die Molaren im<br />

Oberkiefer schnell und kontrollierbar zu distalisieren.<br />

Autoren:<br />

Zt. Michael Schön<br />

und Dr. Johanna<br />

Franke, Herborn<br />

Indizes:<br />

Kieferorthopädie<br />

Distalisation von<br />

Molaren<br />

Distal-Jet<br />

Vor- und Nachteile<br />

Labortechnische<br />

Modellanalyse<br />

Schritt-für-Schritt-<br />

Vorgehen<br />

Interdisziplinäre<br />

Zusammenarbeit<br />

Zur Herstellung des Distal-Jet ist eine<br />

interdisziplinäre Zusammenarbeit<br />

von Praxis und Labor in Bezug<br />

auf ständige Kommunikation von fachlichem<br />

Wissen und Können unabdingbar.<br />

Im Folgenden wird insbesondere die<br />

Herstellung der festsitzenden Distal-Jet-<br />

Apparatur mit dem Ziel aufgezeigt, Labor<br />

und Behandler die Herstellung des Gerätes<br />

in verständlichen und einfachen<br />

Schritten näherzubringen.<br />

Vorteile des konventionellen<br />

Distal-Jet<br />

n festsitzend<br />

n unsichtbare, intraorale Apparatur<br />

n leichtes Einsetzen<br />

n kurze Kontrollen<br />

n einfaches Aktivieren<br />

n kooperationsunabhängig<br />

n gleichbleibend abgehende Kräfte<br />

(NiTi)<br />

n tiefer Kraftansatz, <strong>das</strong> heißt annähernd<br />

körperliche Bewegung<br />

n geführte, kontrollierbare Bewegung<br />

n zur Retention verwendbar<br />

n kombinierbar<br />

n Reparatur unanfällig<br />

Nachteile<br />

n eingeschränkte Hygienefähigkeit<br />

n reaktive Kräfte<br />

n aufwendige Laborherstellung<br />

n stärkere Anteinklination der Oberkieferfront<br />

als Nebenwirkung der Distalisation<br />

bei flachem Gaumen<br />

116 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Kieferorthopädie<br />

Abb. 3 Abb. 4<br />

e Abb. 1 Distal-Jet am OK-Modell,<br />

bereits aktiv und mit Ligaturendraht verseilt,<br />

um <strong>das</strong> Einsetzen zu erleichtern<br />

e Abb. 2 Ein Oberkiefermodell mit<br />

Kunststoffstümpfen und Bändern an 14,<br />

24, 16 und 26 sowie Markierung der RME<br />

Zur Verankerung<br />

Um unerwünschten Verankerungsverlust<br />

zu vermeiden müssen die reziproken<br />

Kräfte durch eine entsprechende<br />

Verankerungseinheit abgefangen werden.<br />

Die konventionelle Verankerung<br />

dieser Apparatur besteht <strong>aus</strong> einer<br />

Kombination von einem parodontal abgestützten<br />

Nance und einer zusätzlichen<br />

Verankerung über Bänder an<br />

den Zähnen 14, 24, 16 und 26 respektive<br />

durch eine Drahtverbindung von<br />

Band zu Band (Abb. 1). Die Kombination<br />

mit Multiband ist jederzeit möglich. Alternativ<br />

zur Nance-Apparatur kann der<br />

Distal-Jet über kieferorthopädische<br />

Minischrauben verankert werden<br />

(Abb. 14).<br />

Separation und Abdrucknahme<br />

Wie für die Multibandtechnik üblich,<br />

werden die zu bebändernden Zähne separiert.<br />

In den meisten Fällen werden<br />

im Oberkiefer die ersten Prämolaren<br />

und die Sechsjahrmolaren bebändert.<br />

Je nach Situation können anstelle der<br />

ersten auch die zweiten Prämolaren mit<br />

einbezogen werden. Welche Zähne im<br />

Einzelfall bebändert werden, wird individuell<br />

vom Behandler entschieden.<br />

Nach zwei bis drei Tagen nach Separation<br />

wird genügend Platz vorhanden<br />

sein, um die Bänder zu setzen. Sind die<br />

Bänder gesetzt, erfolgt die Abdrucknahme<br />

mit Alginat oder Silikon. Eine gute<br />

Abformung und präzise Modellherstellung<br />

sind die Vor<strong>aus</strong>setzung, um ein<br />

funktionell korrektes Gerät herstellen<br />

zu können.<br />

Es muss unbedingt darauf geachtet<br />

werden, <strong>das</strong>s der Abdruck im Bereich<br />

des Gaumens (Basis), der Bänder und<br />

der AH-Linie (verlängerter Verlauf der<br />

Teleskope) sehr gut abgeformt ist.<br />

Es hat sich bewährt, an den Bändern<br />

kleine Retentionen zu belassen beziehungsweise<br />

anzubringen, um die<br />

Bänder später optimal in der Abformung<br />

reponieren zu können. Sind die<br />

Bänder im Abdruck in die richtige<br />

Position reponiert und kontrolliert, werden<br />

diese mit Klebewachs im Abdruck<br />

fixiert.<br />

Um die Bänder bei den folgenden Arbeitsschritten<br />

vom Modell lösen zu können,<br />

ohne <strong>das</strong> Modell beziehungsweise<br />

die Bänder zu beschädigen, sollte der<br />

Techniker die Innenseite der Bänder unbedingt<br />

leicht <strong>aus</strong>wachsen. Da die Bänder<br />

im feuchten Alginat schwierig zu fixieren<br />

sind und sich leicht lösen können,<br />

sollte man unnötiges Rütteln<br />

e Abb. 3 Ein exakt gebogener<br />

Verbindungsdraht für<br />

den Nance, symmetrisch zur<br />

RME und passgenau zu den<br />

Bändern<br />

e Abb. 4 Ein an die Bänder<br />

von 14 und 24 gelöteter<br />

Verbindungsdraht, der<br />

spannungsfrei am Modell<br />

reponiert wurde<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 117


Technik<br />

Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

e Abb. 5 Anpunkten der<br />

palatinalen Schlösser an<br />

die Molarenbänder<br />

e Abb. 6 Isoliertes Modell<br />

mit Verbindungsdraht<br />

(Nance), <strong>aus</strong>geblockten<br />

Gaumenfalten und bereits<br />

angelöteten palatinalen<br />

Schlössern an den Bändern<br />

von 16 und 26<br />

vermeiden. Ein leichtes, vorsichtiges<br />

Einklopfen am Rüttlerrand reicht erfahrungsgemäß<br />

vollkommen <strong>aus</strong>. Der Abdruck<br />

wird mit Superhartgips <strong>aus</strong>gegossen.<br />

Nach der vorgeschriebenen Abbindezeit<br />

kann der Abdruck vorsichtig vom<br />

Modell abgezogen werden. Nach dem<br />

Ausbrühen erfolgt so in der Regel ein<br />

sauberes Abnehmen der Bänder vom<br />

Modell, <strong>das</strong> seinen ursprünglichen Zustand<br />

behält und als eine wichtige Kontrolle<br />

für den Sitz der Bänder dienen<br />

kann. Die Bänder müssen sich auf dem<br />

Modell lösen und wieder einwandfrei<br />

in der korrekten Position reponieren lassen<br />

(Abb. 2). Dazu stellen wir in unserem<br />

Labor die Zähne in den Bändern 14,<br />

24, 16 und 26 <strong>aus</strong> Kunststoff her. Nun<br />

kann die <strong>labor</strong>technische Modellanalyse<br />

mit dreidimensionalem Trimmen vorgenommen<br />

werden.<br />

Der Nance<br />

e Abb. 7 Ein gebogenes Innenteleskop<br />

regio Widerstandszentrum<br />

des Sechsjahr-Molaren<br />

Der Nance-Verbindungsdraht wird <strong>aus</strong><br />

0,9-mm-Crozat-Draht gebogen und verläuft<br />

vom Verankerungsband an 14 zu<br />

Verankerungsband an 24. Hierbei wird<br />

darauf geachtet, <strong>das</strong>s der Draht symmetrisch<br />

zur Raphe-Median-Ebene verläuft.<br />

An den Metallverbindungsstellen<br />

soll der Draht exakt am Band anliegen<br />

(Abb. 3), um eine optimale Löt-Laseroder<br />

Phaser-Verbindung zu erreichen<br />

(Abb. 4). Der Abstand zur Gingiva soll<br />

ein bis zwei Millimeter betragen. Am<br />

Band kann es zervikal leicht zu Druckstellen<br />

kommen. Um dies zu verhindern,<br />

soll in diesem Bereich genügend Platz<br />

zur Schleimhaut eingeplant werden.<br />

Der Verbindungsdraht dient gleichzeitig<br />

als Retention für die Nance-Kunststoff-<br />

Basis, in der die Teleskope (links und<br />

rechts) verankert sind.<br />

Vorteilhaft ist, bei der Planung des Nance<br />

den Drahtverlauf auf dem Modell zu<br />

skizzieren. Hierbei muss <strong>das</strong> Platzangebot<br />

im Hinblick auf die Beschaffenheit<br />

des Gaumens beachtet werden, da<br />

die Raumverhältnisse des Gaumens die<br />

Platzierung der Apparatur erheblich beeinflussen.<br />

118 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Kieferorthopädie<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

Abb. 10<br />

Okklu sionsebene angepunktet und anschließend<br />

gelötet, gelasert oder gephasert<br />

(Abb. 5). Nach der Metallverbindung<br />

werden die Bänder sandgestrahlt<br />

und <strong>aus</strong>gearbeitet. Alle bearbeiteten<br />

Teile werden auf dem Modell<br />

reponiert und auf einwandfreie und<br />

spannungsfreie Passform kontrolliert.<br />

Dies gilt sowohl für den Nance-Verankerungsdraht<br />

als auch für die Bänder<br />

(Abb. 6).<br />

Bei kombinierter Multiband-Therapie<br />

empfiehlt es sich, Brackets auf die Prämolaren-Bänder<br />

anzubringen.<br />

e Abb. 8 Am vorgefertigten<br />

Innenteleskop wird im<br />

rechten Winkel zum<br />

Palatinal-Schlösschen eine<br />

Bajonett-Biegung von<br />

zwei bis drei Millimetern<br />

angebracht, wodurch<br />

Druckstellen zervikal am<br />

Band vermieden werden<br />

e Abb. 9 Fixierte Innenund<br />

Außenteleskope<br />

mit Gummischlauch als<br />

Platzhalter<br />

e Abb. 10 Gestreute Kunststoffbasis<br />

für den Nance-Button des<br />

Distal-Jet<br />

Die Metallverbindungen<br />

Die Metallverbindungen können durch<br />

<strong>das</strong> herkömmliche Löten oder mit dem<br />

biokompatiblen Phaser- oder Laser-Verfahren<br />

hergestellt werden. Diese Varianten<br />

unterscheiden sich in ihrer Anwendung,<br />

Art und Weise und sollten<br />

nach Anspruch des Behandlers beziehungsweise<br />

Labors erfolgen. In unserem<br />

Labor werden die Metallverbindungen<br />

gephasert.<br />

An die Molarenbänder werden nun die<br />

Palatinal-Schlösser im oberen Drittel<br />

des jeweiligen Bandes parallel zur<br />

Positionierung der Teleskope<br />

Um die Teleskope richtig zu positionieren,<br />

muss der auf Hochglanz polierte<br />

Verbindungsdraht (von 14 zu 24) zuerst<br />

spannungsfrei auf <strong>das</strong> Modell zurücksetzt<br />

werden (Abb. 6).Wenn der Nance-<br />

Verbindungsdraht entsprechend der<br />

Planung optimal hergestellt wurde,<br />

liegt jetzt <strong>aus</strong>reichend Platz für die korrekte<br />

Lage der Teleskope vor. Der Planung<br />

entsprechend sollten jetzt folgende<br />

Markierungen auf dem Modell vorgenommen<br />

werden: <strong>das</strong> jeweilige<br />

Widerstandszentrum der Sechsjahrmolaren<br />

(in regio der Bifurkation), die Raphe-mediana<br />

sowie eine Linie durch die<br />

Zentralfissuren der Seitenzähne (Fissurenlinie)<br />

(Abb. 7). Das Innenteleskop<br />

gibt die Richtung vor, in die sich über<br />

die Federkraft der 180 –g-oder 240 –g-<br />

NiTi-Federn der jeweilige Zahn bewe-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 119


Technik<br />

Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

Abb. 13<br />

e Abb. 11 Ausgearbeitete<br />

Kunststoffbasis des<br />

Distal-Jet<br />

e Abb. 12 Ein <strong>aus</strong>gearbeiteter,<br />

auf Hochglanz<br />

polierter und auf <strong>das</strong><br />

OK-Modell reponierter<br />

Distal-Jet<br />

gen soll. Dementsprechend ist die richtige<br />

Positionierung der Teleskope von<br />

großer Bedeutung. Eine Kombination<br />

<strong>aus</strong> dem tiefen Kraftansatz am Widerstandszentrum,<br />

eine 5° eingebaute Anti-Rotation<br />

(5° palatinal zur Fissurenlinie)<br />

und der Verlauf parallel zur Okklusionsebene<br />

ergeben schließlich die<br />

ideale Lage der Innenteleskope. Aufgrund<br />

des individuellen Platzangebotes<br />

ist es nicht immer möglich, die Positionierungsanforderungen<br />

exakt umzusetzen,<br />

so <strong>das</strong>s vom Techniker der bestmögliche<br />

Kompromiss gewählt werden<br />

muss.<br />

e Abb. 13 Ein fertiggestellter<br />

Distal-Jet, aktiviert und mit<br />

Ligaturendraht verseilt<br />

Am vorgefertigten Innenteleskop wird<br />

im rechten Winkel zum Palatinal-<br />

Schlösschen eine Bajonett-Biegung von<br />

zwei bis drei Millimetern angebracht,<br />

wodurch Druckstellen zervikal am Band<br />

vermieden werden. Jetzt wird der Draht<br />

mit zirka 45° zum Palatinal-Schlösschen<br />

nach dorsal gebogen. Am widerstandsnahen<br />

Zentrum des Sechsjahrmolaren<br />

wird der Draht parallel zur Okklusionsebene<br />

nach ventral geführt<br />

(Abb. 8).<br />

Jetzt werden die Außen- über die Innen-<br />

Teleskope geschoben und entsprechend<br />

gekürzt. Die Retentionsarme werden<br />

direkt am Ende eng umgebogen<br />

und als Appendix-Retention ein bis zwei<br />

mm nach palatinal gebogen. Bevor die<br />

konfektionierten Teleskope temporär<br />

fixiert werden, müssen die Teleskope<br />

auf einen störungsfreien Lauf und Gängigkeit<br />

überprüft werden. Um sich diffiziles<br />

Ausarbeiten zu ersparen, empfiehlt<br />

es sich, vor dem Streuen der<br />

Nance-Kunststoff-Basis als Platzhalter<br />

einen passenden Gummischlauch<br />

über <strong>das</strong> Außenteleskop zu schieben<br />

(Abb. 9).<br />

Vorbereitende Maßnahme zur<br />

Kunststoffverarbeitung<br />

Die besten Ergebnisse werden durch<br />

zweimaliges dünnes Isolieren erzielt.<br />

Nach dem Isolieren wird <strong>das</strong> Modell zirka<br />

eineinhalb Stunden in ein Wasserbad<br />

gelegt. Das Modell ist fertig zum<br />

Streuen, wenn die Oberfläche feuchtglänzend<br />

wirkt.<br />

120 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Kieferorthopädie<br />

Abb. 14 Abb. 15<br />

Abb. 16<br />

komplikationsfreie Apparatur.<br />

Die Streutechnik bietet ein ideales Verhältnis<br />

von Monomer zu Polymer,<br />

wodurch die besten Schrumpfungsergebnisse<br />

und damit die ideale Passform<br />

der Kunststoffbasis erzielt werden<br />

(Abb. 10).<br />

Für die Nance-Basis sollte ein transparenter<br />

Kunststoff verwendet werden,<br />

um die hygienischen Verhältnisse in diesem<br />

Bereich besser kontrollieren zu<br />

können.<br />

e Abb. 14 Distal-Jet<br />

in Kombination mit<br />

Minischrauben für<br />

maximale Verankerung<br />

e Abb. 15 Frisch<br />

eingesetzter Distal-Jet,<br />

Oberkieferaufsicht<br />

e Abb. 16 Frisch eingesetzter<br />

Distal-Jet, Seitenansicht:<br />

Distalokklusion links (ca. 1Pb)<br />

Herstellung der Nance-<br />

Kunststoff-Basis<br />

Um gleichmäßigen Druck und damit Ulzerationen<br />

zu vermeiden, empfiehlt es<br />

sich, die Basis großflächig, aber sehr<br />

dünn zu gestalten. Die prominenten<br />

Gaumenfalten werden mit Wachs <strong>aus</strong>geblockt.<br />

Bei einem flachen Gaumen<br />

sollte die Basis entsprechend groß sein.<br />

Ist <strong>das</strong> Platzangebot eingeschränkt,<br />

muss die Basis natürlich entsprechend<br />

kleiner gestaltet werden.<br />

Die Nance-Basis ist eine wichtige parodontale<br />

Verankerung. Deshalb ist über<strong>aus</strong><br />

genaues und sauberes Arbeiten eine<br />

wesentliche Vor<strong>aus</strong>setzung für eine<br />

Ausarbeiten und polieren<br />

Beim Ausarbeiten muss unbedingt darauf<br />

geachtet werden, <strong>das</strong>s die konfektionierten<br />

Teleskop-Elemente nicht beschädigt<br />

werden. Die Basis sollte so<br />

dünn wie möglich, aber dennoch stabil<br />

gestaltet werden (Abb. 11 und 12).<br />

Durch <strong>das</strong> richtige Isolieren ist eine Bearbeitung<br />

der basalen Fläche nicht notwendig<br />

(Abb. 13).<br />

Klinische Aspekte<br />

Nach der Abdrucknahme für die Herstellung<br />

des Gerätes werden die entsprechenden<br />

Zähne wieder separiert, um<br />

<strong>das</strong> Einsetzen des Distal-Jet zu erleichtern.<br />

Am Einsetztermin werden die Zähne<br />

gereinigt und <strong>das</strong> Gerät anprobiert.<br />

Dabei ist auf einen möglichst spannungsfreien<br />

Sitz der Bänder sowie die<br />

dichte Auflage des Nance-Buttons auf<br />

die Gaumenschleimhaut zu achten. Ei-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 121


Technik<br />

Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Abb. 17 Abb. 18<br />

e Abb. 17 Distalisation<br />

von 26 nach fünf Monaten;<br />

Oberkieferaufsicht:<br />

Lückenbildung zwischen<br />

25 und 26<br />

e Abb. 18 Distalisation<br />

von 26 nach fünf Monaten;<br />

Seitenansicht: 26 steht<br />

neutral<br />

ne Ligatur auf jeder Seite des Distal-Jet<br />

verhindert <strong>das</strong> Auseinanderrutschen<br />

der Teleskope und erleichtert so erheblich<br />

die Handhabung während Anprobe<br />

und Einsetzen des Gerätes. Nun werden<br />

die Bänder zementiert, die Zementreste<br />

entfernt und die Fixierungsligaturen gelöst.<br />

Der Distal-Jet ist jetzt aktiv. Die Eingewöhnungszeit<br />

ist in der Regel kurz<br />

und die Beeinträchtigung seitens des<br />

Patienten (Sprache, Essen etc.) unerheblich.<br />

Während der Patient bereits nach wenigen<br />

Wochen eine Lockerung der Kontaktpunkte<br />

feststellt, sind in der Regel<br />

nach zirka sechs bis acht Wochen die<br />

ersten Lückenbildungen sichtbar. Die<br />

Kontrolltermine können bei guter Mundhygiene<br />

in weitmaschigen Abständen<br />

(mindestens acht Wochen) erfolgen. In<br />

der Praxis werden (bei Bedarf) die Federn<br />

aktiviert. Mit einem kleinen Inbusschlüssel<br />

wird die Aktivierungshülse<br />

gelockert, <strong>das</strong> Außenteleskop nach distal<br />

geschoben und somit die NiTi-Feder<br />

vollständig komprimiert. Anschließend<br />

wird die Aktivierungshülse wieder fixiert<br />

und gegebenenfalls mithilfe einer<br />

Weingard- oder Howzange in Richtung<br />

Alveolarkamm gedreht. Falls erforderlich<br />

wird der Nance-Button gründlich<br />

gespült und mit Superfloss-Zahnseide<br />

gereinigt.<br />

Im weiteren Verlauf der Behandlung<br />

zeigt sich, <strong>das</strong>s die zweiten Prämolaren<br />

aufgrund der desmodontalen Fasern<br />

meist eine gewisse Strecke mit den ersten<br />

Molaren nach distal laufen und die<br />

größeren Lücken zwischen erstem und<br />

zweitem Prämolaren entstehen. Das primäre<br />

Ziel ist erreicht, wenn die ersten<br />

Molaren in einer leichten sagittalen<br />

Überkorrektur (Super-Kl.I) stehen. Mittels<br />

Multibandtechnik werden nun die<br />

zweiten Prämolaren komplett distalisiert<br />

und gegebenenfalls derotiert. Fallabhängig<br />

kann bereits zu diesem Zeitpunkt<br />

mit dem Ausformen der Front begonnen<br />

werden. Sobald die zweiten<br />

Prämolaren an die gewünschte Stelle<br />

gerückt sind, kann der Distal-Jet entfernt<br />

werden. Dabei werden die Prämolarenbänder<br />

samt Nance komplett her<strong>aus</strong>genommen,<br />

während die Molarenbänder<br />

belassen und die Apparatur<br />

lediglich <strong>aus</strong> den Palatinal-Schlösschen<br />

her<strong>aus</strong>gelöst wird. Die weitere Ausformung<br />

der Zahnbögen, Okklusionseinstellung<br />

und Feineinstellung erfolgen<br />

mit Multiband. Auf eine sichere Verankerung<br />

mittels Blockbildung durch Ligaturen<br />

oder/und Eingliederung eines<br />

Transpalatinalbogens ist besonders zu<br />

achten. Unterstützend können Kl.II-<br />

Gummizüge getragen werden (Abb. 15<br />

bis 21).<br />

Maximale Verankerung<br />

Manche Zahnfehlstellungen, wie beispielsweise<br />

eine stark anteinklinierte<br />

Oberkieferfront mit flachem Gaumen,<br />

die ohne Zahnextraktion gelöst werden<br />

122 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Die festsitzende Distal-Jet-Apparatur<br />

Kieferorthopädie<br />

Abb. 19 Abb. 20<br />

sollen, erfordern eine maximale Verankerung.<br />

Darüber hin<strong>aus</strong> ist bei starken<br />

sekundären Engständen im Wechselgebiss<br />

eine vom Zahnwechsel unabhängige<br />

Verankerungsform wünschenswert.<br />

Durch eine Kombination des herkömmlichen<br />

Distal-Jets mit<br />

kieferorthopädischen Minischrauben<br />

kann auch bei diesen Fällen eine wirksame<br />

Distalisation der Molaren erzielt<br />

werden. Die Erfahrung hat gezeigt, <strong>das</strong>s<br />

eine einzeln gesetzte, median im Gaumen<br />

platzierte Minischraube den Kraftverhältnissen<br />

nicht standhalten kann.<br />

Mit zwei sagittal hintereinander gesetzten<br />

Miniimplantaten, die miteinander<br />

verblockt werden, konnten dagegen gute<br />

Ergebnisse erzielt werden (Abb. 14).<br />

Als Verbindungselement zwischen Minischraube<br />

und Distal-Jet kann beispielsweise<br />

<strong>das</strong> Mondeal-System verwendet<br />

werden, <strong>das</strong> durch seine <strong>aus</strong>t<strong>aus</strong>chbaren<br />

Abutments hohe<br />

Flexibilität auch bei der Verankerung<br />

nach der Distalisation bietet. Bei der <strong>labor</strong>technischen<br />

Herstellung wird <strong>das</strong><br />

Verbindungselement anhand der im Arbeitsmodell<br />

eingebetteten Laborimplantate<br />

individuell angepasst.<br />

Der gesamte Übertragungsprozess (Abdruck,<br />

Modell, Herstellung des Gerätes)<br />

erfordert höchste Präzision. Auf den<br />

Nance-Button wird bei dieser Variante<br />

des Distal-Jet verzichtet. Klinisch zeichnet<br />

sich der Miniimplantat-gestützte<br />

Distal-Jet als komfortables Distalisationsgerät<br />

<strong>aus</strong>. Da es durch die knöcherne<br />

Verankerung zu keinen reziproken<br />

Nebenwirkungen kommt, treten die Lückenbildungen<br />

in der Regel etwas später<br />

auf als beim Einsatz des konventionellen<br />

Distal-Jet. Die Kombination mit<br />

einer Multibandapparatur ist jederzeit<br />

möglich. Im Allgemeinen ist es jedoch<br />

völlig <strong>aus</strong>reichend, erst nach erfolgter<br />

Distalisation zu bebändern.<br />

n<br />

Korrespondenzadresse:<br />

life-<strong>dental</strong> & Partner GBR<br />

Zt. Michael Schön, Laborleiter<br />

Westerwaldstraße 11<br />

35745 Herborn<br />

Telefon (0 27 72) 58 21 48<br />

Telefax (0 27 72) 58 22 09<br />

Email: info@life-<strong>dental</strong>.de<br />

Nähere Infos zum Autor finden Sie unter<br />

www.dlonline.de/service/autoren.html<br />

e Abb. 19 Zustand nach<br />

Entfernung des Distal-Jet;<br />

Seitenansicht: Durch<br />

Multi band wurden die<br />

Prämolaren bereits<br />

distalisiert.<br />

e Abb. 20 Zustand nach<br />

Entbänderung; Seiten -<br />

ansicht: Neutralokklusion<br />

links<br />

http://bit.ly/12sihc6<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 123


Technik<br />

Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Autor:<br />

Ztm. Tobias Rotter,<br />

Schrobenh<strong>aus</strong>en<br />

Indizes:<br />

Kommunikation<br />

zwischen Patient,<br />

Behandler und<br />

Labor<br />

Ästhetik<br />

Pfeilermehrung<br />

Implantatgetragene<br />

Teleskopbrücken<br />

NEM-Legierung<br />

Als der Patient in der Zahnarztpraxis<br />

Rotter erschien, traute er<br />

sich kaum, den Mund zu öffnen.<br />

Er war vom früheren Behandler mit einem<br />

Langzeitprovisorium versorgt worden,<br />

<strong>das</strong> sich zunehmend mit Plaque<br />

und Ablagerungen verfärbt und zu einem<br />

unschönen Gesamteindruck geführt<br />

hatte (Abb. 1). Der Befund zeigte,<br />

<strong>das</strong>s lediglich vier vitale Zähne zur Verfügung<br />

stehen würden: im Oberkiefer<br />

13/23 sowie im Unterkiefer 33/43.<br />

Der Wunsch des Patienten war, eine<br />

gaumenfreie, natürlich wirkende Versorgung<br />

zu erhalten. Die Oberlippe verdeckte<br />

bisher die gesamten Oberkiefer-<br />

Frontzähne und ließ den Patienten so<br />

deutlich älter wirken. Die Lösung lag<br />

auf der Hand: eine Pfeiler-Vermehrung<br />

durch insgesamt acht Implantate.<br />

Zunächst wurde im Ober- und Unterkiefer<br />

eine Wachsaufstellung über den<br />

vorhandenen Zahnstümpfen hergestellt.<br />

Diese wurde einprobiert und diente<br />

als Orientierung für Länge und Form<br />

der Frontzähne sowie der Okklusionsebene<br />

für die endgültigen implantatgetragenen<br />

Teleskopbrücken. Ebenfalls<br />

wurde mit dem Patienten Farbe und<br />

Stellung der Zähne besprochen. Infol-<br />

Backward Planning<br />

Hand in Hand zum<br />

perfekten Lächeln<br />

Ztm. Tobias Rotter zeigt<br />

eindrucksvoll, wie er gemeinsam<br />

mit seinem Bruder, Zahnarzt<br />

Dr. med. dent. Michael Rotter,<br />

Schritt für Schritt einem<br />

Patienten mit implantatgetragenen<br />

Teleskopbrücken zu seinem<br />

neuen Lächeln verholfen hat.<br />

124 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Teleskopbrücken<br />

gedessen ist die Aufstellung in Bohrschablonen<br />

<strong>aus</strong> transparentem Kunststoff<br />

(Heraeus Kulzer) umgesetzt worden.<br />

Somit waren die Richtlinien für die<br />

Endarbeit gegeben.<br />

Mittels OPG und Gingiva-Messschablonen<br />

wurde in gemeinsamer Planung<br />

mit dem Behandler die optimale Position<br />

für die Camlog-Implantate festgelegt.<br />

Daraufhin polymerisierte ich<br />

Bohrhülsen in die Bohrschablone ein –<br />

diese dienen als Führung für den Pilotbohrer<br />

beim Implantieren.<br />

Nach einer erfolgreichen, geschlossenen<br />

Einheilungsphase von vier Mona-<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

e Abb. 1 Ausgangssituation<br />

e Abb. 2 Implantatabformung<br />

nach der Präparation<br />

e Abb. 3 Makellose Sägemodelle<br />

mit lehrbuchreifer Präparation<br />

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Technik<br />

Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Abb. 4<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7 Abb. 8<br />

Abb. 9 Abb. 10<br />

e Abb. 4 Verschlüsselte<br />

Bohrschablonen als Biss<br />

e Abb. 5 Aufgeschraubte<br />

Abutments im Rohzustand<br />

e Abb. 6 Individuell<br />

parallelisierte Abutments<br />

e Abb. 7 und 8<br />

Je Implantat wird ein<br />

Sicherheitsstopp gefräst<br />

e Abb. 9 Die Präparationsgrenzen<br />

wurden farbig gekennzeichnet<br />

e Abb. 10 Ausreichende<br />

Platzverhältnisse<br />

ten erfolgte die Freilegung der Implantate<br />

und die Anfertigung der Funktionslöffel.<br />

Wir bevorzugen die offene Abformung,<br />

da sich so die Abformpfosten<br />

126 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Teleskopbrücken<br />

d Abb. 11 Modellierte<br />

Primärkäppchen 1°Konus<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

d Abb. 12 Angestiftete<br />

Käppchen vor dem<br />

Einbetten<br />

Abb. 13 Abb. 14<br />

d Abb. 13 Perfekte Passung<br />

NEM auf Titan<br />

d Abb. 14 Auftragen von<br />

lichthärtendem Kunststoff<br />

Abb. 15<br />

Abb. 16<br />

besser kontrollieren lassen. Zeitgleich<br />

sind die Bohrschablonen umgearbeitet<br />

worden. Die Schienen wurden im Bereich<br />

der Stümpfe großzügig basal frei<br />

geschliffen, um später genügend Platz<br />

für <strong>das</strong> Unterfütterungsmaterial zu<br />

schaffen. Im Anschluss an die Funktionsabformung<br />

schraubte ich die Laboranaloge<br />

unter Mikroskop-Kontrolle auf<br />

die Abformpfosten und fertigte die abnehmbaren<br />

Zahnfleischmasken an<br />

(Abb. 2).<br />

Daraufhin folgte die Anfertigung der Sägemodelle<br />

<strong>aus</strong> Superhartgips (Abb.3).<br />

Nun wurden die unterfütterten und miteinander<br />

verschlüsselten Bohrschablonen<br />

auf die Sägemodelle reponiert<br />

und artikuliert. Dadurch stand mit Hilfe<br />

der Schablonen die Relation von<br />

Oberkiefer und Unterkiefer fest (Abb.<br />

4). Mit Knetsilikon fertigte ich mehrere<br />

Vorwälle der vorhandenen Situation an.<br />

Nach dem Aufschrauben der Abutments<br />

wurde als erstes die Länge ge-<br />

e Abb. 15<br />

Okklusionskontrolle im<br />

Artikulator<br />

e Abb. 16 Umgearbeitete<br />

Schablonen für fixierte<br />

Bissnahme<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 127


Technik<br />

Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Abb. 17<br />

Abb. 18<br />

Abb. 19<br />

Abb. 20<br />

e Abb. 17 Beschriftete Patternkappen<br />

erleichtern dem Behandler die Zuordnung<br />

der Teleskope<br />

e Abb. 18 und 19 Einbringschlüssel<br />

für die Abutments mit Markierung der<br />

Schraubenöffnungen<br />

Abb. 21<br />

e Abb. 20<br />

Funktionsabformung<br />

mit Impregum und<br />

Kunststoffstümpfen<br />

d Abb. 21<br />

Fixierter Biss in situ<br />

128 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Teleskopbrücken<br />

Abb. 22<br />

Abb. 23<br />

d Abb. 22 Einfache<br />

Übertragung der<br />

Einschubrichtung mit<br />

Telemaster<br />

d Abb. 23<br />

Rationelles Fräsen<br />

Abb. 24<br />

kürzt, ohne <strong>das</strong> Modell vorher zu sägen,<br />

um eine Eigenbeweglichkeit der Sägesegmente<br />

zu vermeiden (Abb.5). Infolgedessen<br />

erfolgte die Bestimmung der<br />

gemeinsamen Einschubrichtung, welche<br />

sich nach den vorhandenen Stümpfen<br />

richtete. Die gefräste Hohlkehle der<br />

Abutments sollte sich einen Millimeter<br />

subgingival befinden. Dadurch ist die<br />

Reinigung der Abutments nach dem<br />

späteren Zementieren gewährleistet<br />

(Abb.6).<br />

An der massivsten Stelle der Abutments<br />

sind jeweils Drehsicherungsstopps<br />

gefräst worden. Diese dienen<br />

der Rotationssicherung der späteren<br />

Primärkronen (Abb. 7 und 8). Im nächsten<br />

Schritt folgte die Freilegung und Anzeichnung<br />

der Präparationsgrenzen sowie<br />

die Vorbereitung der Stümpfe (Abb.<br />

9). Die horizontalen und vertikalen<br />

Platzverhältnisse kontrollierte ich noch<br />

einmal mit Hilfe des Vorwalles vor der<br />

Modellation der Primärkronen (Abb. 10).<br />

Im Anschluss wurden <strong>aus</strong> Pattern Resin<br />

LS (GC) Kunststoffkäppchen in 0,2<br />

mm Stärke angefertigt. Danach wurden<br />

die Primärkronen in Wachs mit 1°-Konus<br />

gefräst und eingebettet (Abb. 11<br />

und 12).<br />

Aus Kostenersparnis entschied sich der<br />

Patient bei der Materialwahl der Primärkronen<br />

für die NEM-Legierung. Wir<br />

verwenden hierfür Star Loy Soft (Dentsply),<br />

so lassen sich perfekte Guss- und<br />

Passergebnisse erzielen (Abb. 13). Für<br />

die bei der nächsten Sitzung durchgeführte<br />

fixierte Bissnahme wurde in den<br />

Bereichen der Implantate über die Abutments<br />

lichthärtender Kunststoff an die<br />

Bohrschablonen polymerisiert (Abb. 14<br />

und 15). Damit der Behandler den richtigen<br />

Sitz der Schablonen im Mund kontrollieren<br />

kann, wurden die Schraubenöffnungen<br />

der Abutments freigeschliffen<br />

(Abb. 16). Auf die Primärkronen<br />

wurden Kunststoff-Hütchen als Retentionshilfe<br />

aufgebracht, welche einen si-<br />

e Abb. 24 Brillanter Glanz<br />

der Primärkronen<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 129


Technik<br />

Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Abb. 25<br />

Abb. 26<br />

e Abb. 25 Homogene Oberfläche<br />

des Galvanokäppchens<br />

e Abb. 26 Vorbereitung zum<br />

Dublieren<br />

c Abb. 27 Einbettmassemodelle<br />

mit Modellation der Tertiärgerüste<br />

vor dem Einbetten<br />

Abb. 27<br />

cheren Sitz im Funktionsabdruck garantieren<br />

(Abb. 17). Zusätzlich fertigten<br />

wir die Abutment-Einbringschlüssel an<br />

(Abb. 18 und 19). Nach dem gelungenen<br />

Überabdruck stellte ich die Kunststoffstümpfe<br />

her (Abb. 20). Die Modelle<br />

wurden mit Hilfe der unterfütterten<br />

Schablonen in den Artikulator umgesetzt<br />

(Abb. 21).<br />

Für <strong>das</strong> Fräsmodell verwendete ich den<br />

Telemaster (C. Hafner), um rationell und<br />

effektiv fräsen zu können (Abb. 22 und<br />

23). Dabei ist darauf zu achten, <strong>das</strong>s der<br />

Abschluss der Fräsflächen isogingival<br />

endet, um eine spätere Reizung und<br />

Quetschung des Parodontalgewebes<br />

durch die Teleskopbrücke zu vermeiden<br />

(Abb. 24). Im Anschluss fertigten wir die<br />

Galvanokäppchen mit einer gleichmäßigen<br />

Stärke von 0,25 mm. Nur mit der<br />

Galvanotechnik erreicht man eine perfekte<br />

Passung, welche durch die herkömmlich<br />

gegossene Teleskoptechnik<br />

nie erreicht werden kann. Für <strong>das</strong> brillante<br />

Ergebnis der Galvanokäppchen ist<br />

<strong>das</strong> Aufbringen des Silberleitlackes mit<br />

der Airbrush-Pistole ein elementar wichtiger<br />

Bestandteil des Herstellungsverfahrens.<br />

So lässt sich eine Passung bis<br />

zu 5 mµ erzielen (Abb. 25).<br />

130 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Teleskopbrücken<br />

Abb. 28<br />

Abb. 29<br />

Abb. 31<br />

Abb. 30<br />

e Abb. 28 Kunststoffwälle mit<br />

Retentionsrillen<br />

e Abb. 29 Tertiärgerüste auf<br />

Sekundärkonstruktion<br />

e Abb. 30 Schädelbezogene<br />

Artikulation mittels Gesichtsbogen<br />

e Abb. 31 Montage des<br />

Unterkiefermodells<br />

Die Goldkäppchen wurden anschließend<br />

mit Aluminiumoxid unter 1 Bar<br />

Druck abgestrahlt und die Modelle zur<br />

Dublierung vorbereitet (Abb. 26). Nach<br />

der Modellation der Tertiärgerüste (Abb.<br />

27), welche generell grazil, aber dennoch<br />

extrem stabil modelliert werden,<br />

erfolgte <strong>das</strong> Gießen mit der Modellguss-<br />

Legierung. Im nächsten Schritt wurden<br />

die Gerüste aufgepasst und im Bereich<br />

der Pfeilerzähne auf eine gleichmäßige<br />

Stärke von 0,3 mm geschliffen. Aufgrund<br />

der gut aufeinander abgestimmten<br />

Materialien lässt sich in kürzester<br />

Zeit ein hervorragendes Ergebnis<br />

erzielen.<br />

Im Bereich der Kieferkämme wurden<br />

Kunststoffwälle aufgebracht. In diese<br />

wurden Retentionsrillen eingefräst, um<br />

einen sicheren Verbund für <strong>das</strong> aufgebrachte<br />

Bissmaterial bei der intraoralen<br />

Verklebung zu gewährleisten (Abb.<br />

28 und 29). Jeweils ein Galvanokäppchen<br />

in jedem Kiefer wurde mit der<br />

NEM-Struktur verklebt. Dies erleichtert<br />

dem Behandler die Kontrolle über die<br />

Endposition der Gerüste. Die intraorale<br />

Verklebung garantiert einen span-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 131


Technik<br />

Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Abb. 32<br />

Abb. 33<br />

Abb. 34<br />

Abb. 35<br />

Abb. 36<br />

Abb. 37<br />

e Abb. 32 Fertige Wachsaufstellung<br />

e Abb. 33 Situation nach<br />

Polymerisation der Facetten<br />

e Abb. 34 und 35 Fertige Aufstellung vor<br />

der Ästhetik-Einprobe<br />

e Abb. 36 und 37 Okklusale Ansicht der<br />

naturgetreu gestalteten Kauflächen<br />

132 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Teleskopbrücken<br />

Abb. 38<br />

e Abb. 38 Harmonisches<br />

Gesamtbild der Endarbeit<br />

c Abb. 39 Betrachtung der<br />

schmal gestalteten Teleskopbrücken<br />

von basal<br />

nungslosen Sitz der Teleskopbrücken<br />

im Mund und verhindert eine Fehlbelastung<br />

der Pfeiler.<br />

Nach der Verklebung wurden die Meistermodelle<br />

in gewohnter Weise hergestellt.<br />

Der Oberkiefer wurde dabei schädelbezogen<br />

im Artikulator eingebracht<br />

(Abb. 30). Durch die Kunststoff-Impressionen<br />

auf den Wällen ließen sich<br />

die beiden Kiefer ideal zueinander fixieren<br />

(Abb.31).<br />

Nun konnte mit der endgültigen Aufstellung<br />

begonnen werden (Abb. 32).<br />

Die Länge der Oberkiefer-Frontzähne<br />

ließ sich durch die vorhandenen Schablonen<br />

mit Hilfe eines Stechzirkels auf<br />

die verklebten Gerüste reproduzieren.<br />

Die Facetten konnten sodann auf die<br />

Gerüste polymerisiert werden. Die Kauflächen<br />

wurden gnathologisch individualisiert<br />

(Abb. 33).<br />

Um die Zähne optisch schmäler wirken<br />

zu lassen, ergänzte ich die marginalen<br />

Bereiche mit Wachs und modellierte sie<br />

entsprechend <strong>aus</strong> (Abb. 34 und 35). Anschließend<br />

erfolgte die Kontrolle der Te-<br />

Abb. 39<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 133


Technik<br />

Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Abb. 40<br />

Abb. 41<br />

e Abb. 40 und 41<br />

Die Natur als Vorbild<br />

leskopbrücken in einer letzten Ästhetik-Einprobe.<br />

Der Patient hatte jetzt<br />

schon <strong>das</strong> Gefühl von zwei grazilen Brücken<br />

im Mund (Abb. 36 und 37). Nun<br />

konnte mit der Fertigstellung begonnen<br />

werden.<br />

Das Endergebnis sprach für sich (Abb.<br />

38 und 39). Die Darstellung von freiliegenden<br />

Zahnhalspartien (Abb. 40) lässt<br />

die Teleskopbrücke natürlicher erscheinen.<br />

Ebenso zeigt die okklusale<br />

Betrachtung, wie grazil gearbeitet wurde<br />

(Abb. 41). Bei der Eingliederung wurde<br />

der optimale isogingivale Verlauf der<br />

Primärkronen auf dem Zahnfleischniveau<br />

ersichtlich (Abb. 42). Die fertigen<br />

Teleskopbrücken fügen sich wie eigene<br />

Zähne in den Mundraum des Patienten<br />

ein (Abb.43). Lästige Korrekturen,<br />

wie etwa von zu strengem Sitz, wie<br />

es bei vielen herkömmlich gegossenen<br />

Teleskoparbeiten der Fall ist, erübrigen<br />

sich durch dieses Herstellungskonzept.<br />

Der Schlüssel zum Erfolg ist jedoch die<br />

Kommunikation zwischen Patient, Be-<br />

134 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Hand in Hand zum perfekten Lächeln<br />

Teleskopbrücken<br />

d Abb. 42 Gelungener<br />

isogingivaler Verlauf<br />

der Fräsflächen<br />

f Abb. 43 Ästhetisch<br />

gelungenes Endergebnis<br />

Abb. 42<br />

Abb. 43<br />

handler und Labor. Nur durch diese gemeinsam<br />

abgestimmten, immer konstant<br />

<strong>aus</strong>geführten Prozessabläufe lassen<br />

sich solch ideale Ergebnisse erzielen.<br />

n<br />

Danksagung<br />

Ich danke meinem Bruder, Dr. Michael<br />

Rotter, für die brillante Zusammenarbeit<br />

und die optimalen Arbeitsunterlagen.<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Dental Atelier Rotter<br />

Lehnbachstraße 17<br />

86529 Schrobenh<strong>aus</strong>en<br />

Telefon (0 82 52) 9 06 56 30<br />

E-Mail: info@<strong>dental</strong>-atelier-rotter.de<br />

Internet: www.<strong>dental</strong>-atelier-rotter.de<br />

Nähere Infos zum Autor finden Sie unter<br />

www.dlonline.de/service/autoren.html<br />

http://bit.ly/UX3eCW<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 135


Produkte<br />

CoCr trocken fräsen – einfach wie Wachs<br />

Ceramill Sintron ® – die NEM-Revolution<br />

CoCr trocken fräsen –<br />

einfach wie Wachs<br />

Bildergalerie – Ceramill Sintron ® Schauarbeiten<br />

made by Knut Miller<br />

Hohe Innovationskraft steckt im<br />

CoCr-Sintermetall Ceramill Sintron<br />

® von Amann Girrbach. Das<br />

Nichtedelmetall revolutioniert den Fertigungsprozess,<br />

da sich die Ceramill<br />

Sintron ® Blanks (CoCr-Rohlinge) aufgrund<br />

ihrer wachsartigen Beschaffenheit<br />

mühelos auf Inhouse-Desktop-Maschinen<br />

trocken fräsen lassen. Der<br />

arbeitsintensive und fehleranfällige<br />

Gießprozess und damit aufwändige<br />

manuelle Arbeitsschritte können entfallen.<br />

Auch der Sinterprozess gestaltet<br />

sich äußerst komfortabel: Ein Knopfdruck<br />

reicht <strong>aus</strong> für ein Ergebnis in hervorragender<br />

Materialqualität. Höchste<br />

Prozesssicherheit führt zu homogenen<br />

und verzugsfreien Gerüsten ohne Lunker.<br />

Mit dem neuen Ceramill Sintron ®<br />

sind vorhersehbare, reproduzierbare<br />

Passungen und Gerüstqualitäten möglich.<br />

Ceramill Sintron ® ist mit jeder konventionellen<br />

CoCr-Gerüstkeramik verblendbar.<br />

136 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


CoCr trocken fräsen – einfach wie Wachs<br />

Die NEM-Revolution<br />

• Vollanatomische Kronen <strong>aus</strong> Ceramill Sintron ® auf Zahn 16 bis 18<br />

• Zahn 11 bis 15 partiell reduziert<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 137


Produkte<br />

CoCr trocken fräsen – einfach wie Wachs<br />

i Weitere Infos unter<br />

www.amanngirrbach.com<br />

138 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


CoCr trocken fräsen – einfach wie Wachs<br />

Die NEM-Revolution<br />

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Produkte<br />

Universelle Technik<br />

Linguale Zahnspangen von 3M Unitek<br />

Universelle Technik<br />

Die TOP-Service für Lingualtechnik GmbH ist eine Tochtergesellschaft der 3M Deutschland<br />

GmbH und beliefert unter der Dachmarke 3M Unitek die kieferorthopädische Dentalwelt<br />

mit dem Incognito Appliance System. Das Unternehmen gewährt uns Einblicke in seine<br />

Firmenphilosophie und den Herstellungsprozess festsitzender lingualer Zahnspangen.<br />

Dabei wurde uns bewusst, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> CAD/CAM-Verfahren in der Herstellung kieferorthopädischer<br />

Arbeiten schon längst Einzug gehalten hat.<br />

Incognito Appliance System heißt<br />

die Technik des lingual angebrachten<br />

Behandlungssystems, <strong>das</strong> seit<br />

2004 auf dem Markt ist. Wie der Name<br />

schon sagt, handelt es sich dabei um<br />

eine Apparatur, die für Außenstehende<br />

nahezu unsichtbar ist, da die Brackets<br />

auf der Lingualfläche der Zähne befestigt<br />

sind.<br />

Das Incognito Appliance System ist<br />

ein zu 100 Prozent individuelles und<br />

präzises System mit aufeinander abgestimmten<br />

Einzelkomponenten, welche<br />

die individuelle Behandlungsplanung<br />

des Kieferorthopäden perfekt umsetzen<br />

helfen.<br />

Innovativ und individuell<br />

Rund 190 Mitarbeiter arbeiten bei der<br />

TOP-Service für Lingualtechnik GmbH,<br />

darunter Goldschmiede, Technische<br />

Zeichner, Maschinenbauingenieure,<br />

Diplom-Kaufleute, Fremdsprachenkorrespondenten<br />

und natürlich Zahntechniker.<br />

Über 50 gut <strong>aus</strong>gebildete Zahntechniker<br />

engagieren sich hauptsächlich<br />

in den Bereichen manuelles und<br />

digitales Setup, wo Wissen und Fertigkeiten<br />

des <strong>dental</strong>en Bereichs besonders<br />

wichtig sind. Das Unternehmen kooperiert<br />

auch mit der Hochschule Osnabrück,<br />

deren Absolventen <strong>aus</strong> dem<br />

140 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Universelle Technik<br />

Produkte<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

Bereich der Dentaltechnologie gerne<br />

eingestellt werden.<br />

Hergestellt wird <strong>das</strong> Bracketsystem an<br />

Produktionsstandorten in Deutschland<br />

und den USA. Von dort <strong>aus</strong> werden die<br />

individuellen Zahnspangen an Kieferorthopäden<br />

in weltweit mehr als 80 Länder<br />

verschickt. Kieferorthopäden können<br />

<strong>das</strong> Incognito Appliance System nach<br />

erfolgreichem Absolvieren eines zweitägigen<br />

Zertifizierungskurses bestellen.<br />

Dieser vermittelt in Theorie und Praxis,<br />

wie die Apparatur bei verschiedenen<br />

Zahnfehlstellungen anzuwenden ist.<br />

Produktionsprozess<br />

Der Produktionsprozess beginnt mit<br />

dem Ausgießen von Silikonabdrücken.<br />

Die dabei entstehenden Gipsmodelle<br />

werden einartikuliert und bilden danach<br />

die Grundlage für den nächsten<br />

Arbeitsschritt, <strong>das</strong> Setup. Hier wird <strong>das</strong><br />

Behandlungsziel gemäß den Vorgaben<br />

des Kieferorthopäden umgesetzt und<br />

definiert, wie die Zähne später einmal<br />

stehen sollen (Abb. 1). Das Setup kann<br />

von den TOP-Service-Mitarbeitern digital<br />

oder manuell erarbeitet werden.<br />

Manuell: Beim manuellen Setup werden<br />

die Zähne am Gipsmodell getrennt<br />

und es wird versucht, eine möglichst<br />

optimale Zahnstellung, die Soll-Situation,<br />

zu erreichen. Dazu werden die einzelnen<br />

Gipszähne in Wachs aufgestellt<br />

(Abb. 2). Dieser Prozess ist vergleichbar<br />

mit dem Aufstellen einer totalen<br />

Zahnprothese. Da für den folgenden Arbeitsschritt<br />

ein digitales Modell erforderlich<br />

ist, wird <strong>das</strong> Setup dreidimensional<br />

hochauflösend eingescannt.<br />

Abb. 3<br />

d Abb. 1<br />

Fertig aufgestelltes Setup<br />

e Abb. 2 Die separierten<br />

Gipszähne werden in Wachs<br />

aufgestellt<br />

Digital: Wie der Name schon sagt, erfordert<br />

<strong>das</strong> digitale Setup von Anfang<br />

an ein digitales Modell des Kiefers. Deshalb<br />

werden die Gipsmodelle im einartikulierten<br />

Zustand gleich zu Beginn eingescannt.<br />

Am digitalen Modell werden<br />

nun die Zähne „getrennt“ und in die<br />

Soll-Situation bewegt. Die digitale<br />

Überlagerung von Fehlstellung und Ziel-<br />

Setup gewährleistet eine bessere Konf<br />

Abb. 3 Einzelner virtueller<br />

Zahn frei im Raum<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 141


Produkte<br />

Universelle Technik<br />

Abb. 4<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6 Abb. 7<br />

e Abb. 4 Die Ausmaße der Klebefläche<br />

lassen sich präzise bestimmen<br />

e Abb. 5 Der Bracket-Body wird individuell<br />

positioniert<br />

e Abb. 6 Hochgoldhaltige Brackets<br />

nach dem Guss<br />

e Abb. 7 Die Brackets liegen dicht am<br />

Zahn an<br />

trolle bei der Bewegung der Zähne. Weitere<br />

Vorteile eines digitalen Setups sind<br />

u.a. eine höhere Präzision, bessere<br />

Möglichkeiten der Vermessung sowie<br />

von Korrekturen der eigenen Arbeitsschritte<br />

und die fehlende Schwerkraft,<br />

die es ermöglicht, alle Zähne frei im<br />

Raum zu bewegen (Abb. 3), ohne diese<br />

z. B. mit Wachs fixieren zu müssen.<br />

Bevor ein Setup zur Fertigung der individuellen<br />

Zahnspange in die nächste<br />

Abteilung weitergegeben wird, muss es<br />

den geschulten Augen mehrerer erfahrener<br />

Techniker im Rahmen der abteilungsinternen<br />

Qualitätskontrollen<br />

standhalten. Kieferorthopäden erhalten<br />

auf Wunsch Fotos von manuellen<br />

Setups sowie komplette 3-D-Ansichten<br />

des digitalen Setups zugesandt. Zudem<br />

bietet die TOP-Service ihren Kunden klinische<br />

Beratung durch eine qualifizierte<br />

Kieferorthopädin an.<br />

Es folgt nun die digitale Konstruktion<br />

individueller Bracketbasen. Dazu wird<br />

zunächst auf der Lingualfläche des<br />

Zahns eine individuelle Klebefläche bestimmt<br />

(Abb. 4). Auf dieser Fläche werden<br />

nun Bodies platziert, deren Positi-<br />

142 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Universelle Technik<br />

Produkte<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 8 Während der Planung:<br />

Der Bogen (blau) muss später fest in den Slots sitzen<br />

e Abb. 9 Biegeroboter<br />

Abb. 10<br />

e Abb. 10 Individuell geformter Bogen<br />

on ebenfalls individuell an die Situation<br />

der Zähne angepasst werden kann<br />

(Abb. 5). Die Kombination <strong>aus</strong> Padfläche<br />

und Body stellt <strong>das</strong> Bracket dar,<br />

welches im Laufe der Behandlung den<br />

kieferorthopädischen Bogen aufnimmt.<br />

Mittels Rapid Prototyping-Verfahren lassen<br />

sich die Brackets in einem generativen<br />

Verfahren <strong>aus</strong> Wachs herstellen<br />

und über ein herkömmliches Vakuum-<br />

Druckguss-Verfahren in einer hochgoldhaltigen<br />

Legierung <strong>aus</strong>gießen (Abb.<br />

6). Anschließend werden die Brackets<br />

maschinell geschliffen und poliert, bis<br />

sie eine abgerundete, hochglänzende<br />

Oberfläche aufweisen. Dass die Bodies<br />

individuell und flach am Zahn positioniert<br />

werden können (Abb. 7), ermöglicht<br />

den bestmöglichen Komfort für die<br />

Zunge des Patienten. Die Größe der<br />

Slots wird mit einer Hochpräzisionslehre<br />

vermessen. Alle Slots, die außerhalb<br />

der Toleranz liegen, werden verworfen<br />

und neu produziert (Abb. 8).<br />

Parallel zur Bracketherstellung wird mit<br />

den digitalen Bracketkoordinaten die<br />

Drahtbogenform ermittelt und über Biegeroboter<br />

(Abb. 9) auf verschiedene<br />

Stangendrähte übertragen. Unterschiedliche<br />

Positionierhöhen innerhalb<br />

des Kiefers werden durch vertikale Stufen<br />

im Bogen berücksichtigt. Im Anschluss<br />

daran werden die Bögen auf einer<br />

Art Papierschablone befestigt (Abb.<br />

10). Die Bögen definieren den Weg vom<br />

Ist- zum Soll-Zustand. Sie sind ebenso<br />

individuell geformt wie die Brackets und<br />

damit perfekt an die Anatomie des Patienten<br />

angepasst (Abb. 11).<br />

Nun folgt die Konditionierung der Bracketbasen<br />

und die Herstellung der Klebetrays<br />

– je nach Wunsch <strong>aus</strong> Silikon<br />

oder Bioplast. Das ermöglicht dem Kieferorthopäden<br />

<strong>das</strong> genaue Kleben der<br />

Brackets im Mund des Patienten in einem<br />

Arbeitsschritt (Abb. 12).<br />

Interne Kontrollen nach jedem Fertigungsschritt<br />

gewährleisten die hohe<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 143


Produkte<br />

Universelle Technik<br />

Abb. 11 Abb. 12<br />

e Abb. 11<br />

Spätere Konstruktion mit<br />

stabil sitzendem Bogen<br />

e Abb. 12<br />

Das Übertragungstray<br />

Qualität der individuellen Apparaturen.<br />

Abschließend erfolgen in der Produktionskette<br />

eine umfangreiche Endkontrolle<br />

und der Versand.<br />

Wirkungsweise<br />

Ein anfängliches Störgefühl und leichte<br />

Sprachbeeinträchtigung nach Eingliederung<br />

der Apparatur in den Mund<br />

des Patienten sind möglich. Der Fortschritt<br />

der Behandlung kann wegen der<br />

uneingeschränkten Sicht auf die Bukkalflächen<br />

der Zähne jederzeit mit einem<br />

Blick in den Spiegel überprüft werden,<br />

so <strong>das</strong>s sich schnell eine Patientenzufriedenheit<br />

einstellt. Insgesamt<br />

arbeitet <strong>das</strong> Incognito Appliance System<br />

sehr präzise, weil es für jeden Patienten<br />

individuell gefertigt wird und<br />

sich nah am Zahn befindet.<br />

Eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung<br />

konnte zeigen, <strong>das</strong>s die Anbringung<br />

der Apparatur auf der Zungenseite<br />

auch deutliche hygienische<br />

Vorteile hat. Sollte es im Bracketumfeld<br />

doch zu einer Entkalkung kommen, hat<br />

dies nie eine ästhetische Einschränkung<br />

zur Folge und nur höchst selten<br />

eine therapeutische Konsequenz.<br />

Das Incognito Appliance System ist<br />

für alle Patienten mit bleibenden Zähnen<br />

geeignet. Bei guter Zahnsubstanz<br />

und stabilen Parodontalverhältnissen<br />

sind auch ältere Patienten behandelbar.<br />

n<br />

Das Unternehmen in Zahlen<br />

3M<br />

… besitzt 45 Basistechnologien<br />

….hält weltweit rund 26.000 Patente<br />

… hat Niederlassungen in 70 Ländern<br />

… beschäftigt weltweit 84.000<br />

Mitarbeiter, davon 6.200 in<br />

Deutschland<br />

… die deutschen 3M-Gesellschaften<br />

erzielten in 2012 einen Umsatz von<br />

rund 2,3 Milliarden Euro<br />

… <strong>das</strong> Produkt-Universum umfasst<br />

über 50.000 Produkte<br />

3M sorgt für Lösungen in allen<br />

Lebensbereichen – im Kleinen wie<br />

im Großen. So gehören Post-it-<br />

Haftnotizen zur Grund<strong>aus</strong>stattung<br />

im Büro, während im H<strong>aus</strong>halt Scotch-<br />

Brite-Produkte beim Putzen helfen.<br />

Auf den Straßen machen 3M Scotchlite<br />

Reflex -Folien Verkehrszeichen auch<br />

im Dunkeln sichtbar. Und in Praxen<br />

und Krankenhäusern erleichtern<br />

3M-Produkte Ärzten die Arbeit.<br />

3M Vision<br />

3M-Technologien stärken jedes<br />

Unternehmen<br />

3M-Produkte bereichern jedes<br />

Zuh<strong>aus</strong>e<br />

3M-Innovationen erleichtern<br />

jedes Leben<br />

144 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Neue Dimensionen<br />

Produkte<br />

e Abb. 1 Die Hybridkeramik<br />

VITA ENAMIC mit Dual-<br />

Netzwerkstruktur<br />

ist eine neue Werkstoffklasse<br />

VITA ENAMIC – erster Keramik-Polymer-Hybridwerkstoff mit Dual-Netzwerkstruktur<br />

Neue Dimensionen<br />

Eine neue Werkstoff-Generation für die Chairside-Behandlung mittels CAD/CAM-Technologie steht<br />

seit Beginn des Jahres zur Verfügung: VITA ENAMIC präsentiert sich als weltweit einzigartiger<br />

Verbundwerkstoff, der Vorteile traditioneller Keramik- und Kompositmaterialien in sich vereint.<br />

Sowohl wissenschaftliche Untersuchungen als auch die ersten klinischen Erfahrungen bestätigen<br />

laut Hersteller, <strong>das</strong>s mit der Hybridkeramik neue Dimensionen bei Belastbarkeit, Zuverlässigkeit,<br />

Präzision und Wirtschaftlichkeit erreicht werden können.<br />

Mit der Entwicklung von VITA<br />

ENAMIC (Abb. 1) wurde laut<br />

Hersteller ein vollkommen<br />

neuer Weg eingeschlagen und eine Hybridkeramik<br />

geschaffen, die <strong>aus</strong> einem<br />

dominierenden keramischen Netzwerk<br />

besteht, welches durch ein Polymernetzwerk<br />

verstärkt wird. Beide Netzwerke<br />

durchdringen sich gegenseitig<br />

vollkommen. ENAMIC bietet wesentliche<br />

Vorteile für die Praxis, <strong>das</strong> Labor<br />

und den Patienten – angefangen bei der<br />

im Vergleich zu reiner Keramik geringeren<br />

Sprödbruchneigung bis hin zu<br />

der im Vergleich zu Komposit höheren<br />

Abrasionsbeständigkeit.<br />

Materialwissenschaftliche<br />

Erkenntnisse<br />

Die Biegefestigkeit von VITA ENAMIC beträgt<br />

etwa 150 bis 160 MPa und liegt damit<br />

im Bereich von Silikatkeramiken. Darüber<br />

hin<strong>aus</strong> enthält <strong>das</strong> Material einen<br />

Elastizitätsmodul von 30 GPa, was im<br />

Bereich von menschlichem Dentin liegt.<br />

Bisher gab es kein <strong>dental</strong>es Restaurationsmaterial,<br />

<strong>das</strong> diesem „natürlichen“<br />

Elastizitätsbereich entsprach. Das Resultat<br />

ist eine außergewöhnlich hohe Belastbarkeit,<br />

wie auch interne und externe<br />

Untersuchungen belegen: Dank der<br />

Elastizität, die auf <strong>das</strong> integrierte Poly-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 145


Produkte<br />

Neue Dimensionen<br />

e Abb. 2 VITA ENAMIC zeigt in diesem<br />

Testaufbau die höchste Bruchlast von zirka 2890<br />

Newton und die niedrigste Standardabweichung<br />

Quelle: Interne Untersuchung, VITA F&E<br />

e Abb. 3 Die Überlebensrate der VITA ENAMIC-<br />

Kronen mit normaler und reduzierter Wandstärke<br />

betrug 100 Prozent<br />

Quelle: Universität Freiburg, PD Dr. Güß<br />

e Abb. 4<br />

Unter den untersuchten<br />

Materialien zeigt VITA ENA-<br />

MIC in diesem Test die<br />

höchste Zuverlässigkeit. Der<br />

Weibull-Modul beträgt 20.<br />

Quelle: Interne Untersuchung, VITA F&E<br />

mer-Netzwerk zurückzuführen ist, absorbiert<br />

VITA ENAMIC die Belastung und<br />

erreicht in einer Bruchlastuntersuchung<br />

mit zirka 2890 Newton den höchsten<br />

Wert aller getesteten Materialien (Abb.<br />

2). Dieses Ergebnis korreliert auch sehr<br />

gut mit den Untersuchungsergebnissen<br />

von PD Dr. Petra Güß (Universität Freiburg,<br />

Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde).<br />

Hier wurde festgestellt,<br />

<strong>das</strong>s die Überlebensrate von Kronen <strong>aus</strong><br />

VITA ENAMIC unter dynamischer Belastung<br />

im K<strong>aus</strong>imulator 100 Prozent beträgt<br />

– sowohl bei normaler als auch bei<br />

reduzierter Wandstärke (Abb. 3). Besonders<br />

gut spiegelt der Weibull-Modul<br />

die positiven Eigenschaften von VITA<br />

ENAMIC wider, denn dieser ist ein Maß<br />

für die Zuverlässigkeit eines Werkstoffes.<br />

Eine interne Untersuchung der VITA<br />

Forschung & Entwicklungsabteilung belegt,<br />

<strong>das</strong>s die Hybridkeramik einen Weibull-Modul<br />

von 20 und damit einen mehr<br />

als doppelt so hohen Wert als vergleichbare<br />

Materialien für die Fertigung<br />

monolithischer Einzelzahnrestaurationen<br />

aufweist (Abb. 4).<br />

In der praktischen Anwendung sorgen<br />

die exzellenten Eigenschaften der neuen<br />

Hybridkeramik dafür, <strong>das</strong>s sie sich<br />

hervorragend für Kronenversorgungen<br />

in Bereichen mit hoher Kaukraftbelastung<br />

eignet und darüber hin<strong>aus</strong> auch<br />

reduzierte Wandstärken für minimalinvasive<br />

Versorgungen ermöglicht. Es werden<br />

zudem präzisere, kantenstabilere<br />

und damit detailgetreuere Schleifergebnisse<br />

erzielt, als dies bislang mit traditionellen<br />

CAD/CAM-Keramiken möglich<br />

war. REM-Aufnahmen verdeutlichen<br />

den Unterschied zu traditioneller Keramik<br />

(Abb. 5). Dabei ist der innovative<br />

Verbundwerkstoff gleichzeitig auch<br />

noch wirtschaftlicher schleifbar als vergleichbare<br />

CAD/CAM-Werkstoffe: Die<br />

Schleifzeit für VITA ENAMIC-<strong>Restaurationen</strong><br />

ist sowohl im Normal- als auch<br />

im Schnellschleifmodus am kürzesten<br />

bei gleichzeitig höherer Standzeit der<br />

Diamant-Schleifwerkzeuge. Wichtig zu<br />

erwähnen ist auch, <strong>das</strong>s sich VITA ENA-<br />

MIC, wie bei Silikatkeramiken gewohnt,<br />

mit Flusssäure-Gel hervorragend ätzen<br />

lässt. Dies ist ein wichtiger Faktor für<br />

146 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Neue Dimensionen<br />

Produkte<br />

Dank der dualen Keramik-Polymer-Netzwerkstruktur<br />

vereint der neue Verbundwerkstoff<br />

VITA ENAMIC die positiven<br />

Eigenschaften sowohl von Kerae<br />

Abb. 5 VITA ENAMIC zeigt eine hohe<br />

Kantenstabilität auch in dünn <strong>aus</strong>laufenden<br />

Randbereichen. Aufsicht 30°-Keile:<br />

links VITA ENAMIC, rechts e.max CAD.<br />

den dauerhaften kraftschlüssigen und<br />

dichten Verbund zwischen Restauration<br />

und Zahnsubstanz.<br />

Verarbeitung<br />

VITA ENAMIC wird zunächst in der<br />

Blockgeometrie EM-14 mit den Maßen<br />

12 x 14 x 18 mm sowie in den Farbvarianten<br />

0M1, 1M1, 1M2, 2M2 und 3M2 in<br />

zwei Transluzenzstufen angeboten. Verarbeitbar<br />

ist die Hybridkeramik z.B. mit<br />

den CEREC- und inLab MC XL-Systemen<br />

in gewohnter Weise. Die Softwareversion<br />

>V4.0 wird vor<strong>aus</strong>gesetzt. Für eine<br />

einfache, effiziente und werkstoffschonende<br />

Vor- und Hochglanzpolitur<br />

von <strong>Restaurationen</strong> <strong>aus</strong> VITA ENAMIC<br />

steht ein spezielles Polishing Set zur<br />

Verfügung (Abb. 6). Für Charakterisierungen<br />

kann <strong>das</strong> VITA ENAMIC STAINS<br />

KIT verwendet werden, <strong>das</strong> sechs Malfarben<br />

plus Zubehör umfasst (Abb. 7).<br />

Der Verbund der Malfarben zur Restauration<br />

erfolgt mittels Polymerisationsprozess.<br />

Für die Oberflächenversiegelung<br />

ist die chemische Glasur VITA<br />

ENAMIC GLAZE erhältlich. Damit werden<br />

Haltbarkeit und Brillanz der Farben<br />

im Mundmilieu erhöht. Die Verarbeitung<br />

ist denkbar einfach: Restaurationsoberfläche<br />

konditionieren, Farben<br />

abmischen und auftragen, Zwischenpolymerisation,<br />

chemische Glasur auftragen<br />

und abschließend die Endpolymerisation<br />

durchführen. Brennprozesse<br />

sind grundsätzlich nicht erforderlich.<br />

Fazit<br />

f Abb. 6 Mit diesen speziell<br />

für VITA ENAMIC entwickelten<br />

Instrumenten werden<br />

exzellente, plaqueabweisende<br />

Oberflächen ergebnisse<br />

erzielt<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 147


Produkte<br />

„Schnell, kostengünstig und hochwertig“<br />

c Abb. 7<br />

Einfach die VITA ENAMIC<br />

Malfarben auf die<br />

Restauration auftragen,<br />

polymerisieren und fertig!<br />

So lassen sich VITA ENA-<br />

MIC Versorgungen schnell<br />

farblich charakterisieren<br />

mik als auch von Komposit in sich und<br />

präsentiert sich laut Vita Zahnfabrik in<br />

der Summe als Quantensprung in der<br />

CAD/CAM-Werkstoffentwicklung. Er ist<br />

geeignet für Einzelzahnrestaurationen<br />

wie Inlays, Onlays, Veneers sowie Kronen<br />

und zeichnet sich dank seiner zahnähnlichen<br />

Eigenschaften nicht zuletzt<br />

auch durch einen hohen Tragekomfort<br />

für den Patienten <strong>aus</strong>.<br />

n<br />

Interview mit Vanik Kaufmann-Jinoian zu VITA ENAMIC<br />

„Schnell,<br />

kostengünstig<br />

und hochwertig“<br />

Über den neuen Werkstoff VITA ENAMIC berichteten wir auf<br />

den vorhergehenden Seiten. Welche Vorteile er bietet und<br />

worauf Anwender achten sollten – darüber sprachen wir mit<br />

Ztm. Vanik Kaufmann-Jinoian <strong>aus</strong> Liestal in der Schweiz.<br />

c Vanik Kaufmann-Jinoian:<br />

„VITA ENAMIC-Restaura -<br />

tionen federn Kraft einwir -<br />

kungen regelrecht ab und<br />

vermitteln <strong>das</strong> Gefühl eines<br />

natürlichen Zahns.“<br />

dl: Was ist für Sie persönlich <strong>das</strong> Besondere<br />

an dem neuen <strong>dental</strong>en Werkstoff<br />

VITA ENAMIC und warum haben<br />

Sie sich persönlich dafür entschieden,<br />

mit dieser Hybridkeramik zu<br />

arbeiten?<br />

Vanik Kaufmann-Jinoian: „Erstens bietet<br />

die Hybridkeramik ein exzellentes<br />

Transluzenzverhalten. Zweitens kann<br />

sie sehr dünn <strong>aus</strong>geschliffen werden,<br />

Veneers mit einer Wandstärke von 0,2<br />

mm (Abb. 2) sind jetzt möglich. Drittens<br />

ist VITA ENAMIC eine sensationelle Errungenschaft<br />

und definitiv <strong>das</strong> Material<br />

der Zukunft. VITA ENAMIC-<strong>Restaurationen</strong><br />

federn Krafteinwirkungen regelrecht<br />

ab und vermitteln <strong>das</strong> Gefühl<br />

eines natürlichen Zahns.“<br />

148 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


„Schnell, kostengünstig und hochwertig“<br />

Produkte<br />

e Abb. 2<br />

Bei den Non-prep-Veneers zeigt sich die präzise<br />

Kantenstabilität von VITA ENAMIC. Die vorliegende<br />

Geometrie mit Wandstärken von zirka 0,2 mm konnte<br />

nur mit VITA ENAMIC vollständig geschliffen werden.<br />

Quelle: Interne Schleiftest, VITA F&E<br />

dl: Diese Hybridkeramik gilt als einerseits<br />

belastbar und gleichzeitig auch<br />

elastisch. Warum muss in diesem Zusammenhang<br />

der gängige Begriff der<br />

sogenannten „Festigkeit“ keramischer<br />

Werkstoffe möglicherweise neu definiert<br />

werden?<br />

Vanik Kaufmann-Jinoian: „VITA ENA-<br />

MIC ist <strong>das</strong> erste Material, <strong>das</strong> tatsächlich<br />

zahnähnliche Eigenschaften<br />

aufweist. Die Elastizität des Werkstoffs<br />

spielt in diesem Zusammenhang eine<br />

wesentliche Rolle (Abb. 3). Schließlich<br />

ist der menschliche Zahn nicht starr,<br />

sondern unterliegt immer einer gewissen<br />

Bewegung. Wird eine Restauration<br />

<strong>aus</strong> VITA ENAMIC im Mund verklebt, verbindet<br />

sie sich zuverlässig mit der Zahnsubstanz<br />

und passt sich dank ihrer Elastizität<br />

perfekt an. So sind ideale Vor<strong>aus</strong>setzungen<br />

für eine dauerhaft<br />

haltbare Versorgung geboten.“<br />

dl: Welchen Nutzen bietet <strong>das</strong> Material<br />

<strong>aus</strong> Ihrer persönlichen Erfahrung her<strong>aus</strong><br />

für den CAD/CAM-Anwender?<br />

Vanik Kaufmann-Jinoian: „Der Anwender<br />

profitiert davon, sehr schnell und<br />

kostengünstig hochwertige <strong>Restaurationen</strong><br />

fertigen zu können. Im Einzelnen<br />

e Abb. 3 Elastizitätsmodul<br />

vergleichbarer CAD/CAM-Materialien<br />

Quelle: Interne Untersuchung, VITA F&E<br />

ist zum Beispiel von Vorteil, <strong>das</strong>s es<br />

während des Schleifvorgangs nicht zu<br />

Splitterungen und Material<strong>aus</strong>brüchen<br />

kommt. Dies ist bei vielen <strong>Glaskeramik</strong>en<br />

aufgrund ihrer Sprödigkeit der<br />

Fall. Zudem sind die Versorgungen<br />

nach dem Schleifen schon so gut wie<br />

fertig. Sie müssen nicht mehr in den<br />

Ofen, sondern werden nur noch chemisch<br />

glasiert oder auch einfach bloß<br />

poliert.“<br />

n<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 149


Produkte<br />

Neuheiten<br />

Neuheiten · Geräte · Materialien<br />

Hersteller/Vertrieb: Bego<br />

Name: BeCe CAD Zirkon HAT+<br />

Produkt: Transluzentes Zirkoniumdioxid<br />

Die industriell voreingefärbten Blanks <strong>aus</strong> transluzentem<br />

Zirkoniumdioxid sind in sieben Farben<br />

erhältlich – speziell auf den Vita classical Farbring<br />

abgestimmt. Zwei Blanks wurden den wärmeren,<br />

rötlichen A-Farben angepasst. Sie ermöglichen<br />

so eine zuverlässige Reproduktion<br />

der gewünschten Zahnfarben. Dünne Keramikränder<br />

von 0,2 mm verringern die Nachbearbeitungszeit. BeCe CAD Zirkon HAT+ ist biokompatibel und damit<br />

gut verträglich für Allergiker. „Die geringe Leitfähigkeit von Wärme und Kälte unterstreichen die Entscheidung<br />

der Patienten häufig“, berichtet Sandra Tiarks, Ztm. und Produktmanagerin bei Bego.<br />

i 28359 Bremen, Telefon (04 21) 20 28-0, www.bego.com<br />

Hersteller/Vertrieb: Creation Willi Geller<br />

Name: Creation ZI-CT<br />

Produkt: Zirkonverblendkeramik<br />

Ein dreifaches Hoch auf Zirkon: mehr Tiefe, mehr Dynamik, mehr Widerstandsfähigkeit!<br />

Natürliche Farb- und Lichtdynamik durch einen hohen Feldspatanteil – hohe<br />

Stabilität und Strapazierfähigkeit durch gefügeverstärkende Kristallite: Mit<br />

Creation ZI-CT (Crystall Type) bringt Creation Willi Geller zur IDS 2013 eine neue<br />

hochästhetische und hochfeste Zirkoniumdioxid-Verblendkeramik auf den Markt.<br />

Sie ist punktgenau auf den WAK-Wert aller Zirkoniumdioxidgerüste und -strukturen<br />

abgestimmt – ob weiß, eingefärbt oder transluzent. Ihr hoher Anteil an<br />

Kalifeldspaten bewirkt eine den natürlichen Zähnen vergleichbare opalisierende<br />

Lichtbrechung und eine brillante Farbwirkung; gleichzeitig verbessert die mikrofeine<br />

Leuzitkristallstruktur der hochschmelzenden Keramik ihre Festigkeit und sorgt so für ein widerstandsfähiges<br />

Gefüge.<br />

i 6812 Meiningen/Österreich, Telefon +43 55 22 76 78 4, www.creation-willigeller.com<br />

Hersteller/Vertrieb: C. Hafner<br />

Name/Produkt: Edelmetallfräsen<br />

Die Digitalisierung macht neuerdings auch vor dem<br />

Werkstoff Edelmetall nicht mehr halt: Die Dienstleistung<br />

„Edelmetallfräsen“ stellt derzeit die Gewohnheiten<br />

und Denkmuster von Labors auf den<br />

Kopf. Das überraschende Argument: Edelmetallfräsen<br />

ist für alle Labors eine wirtschaftliche Option.<br />

Die Edelmetallfräsen lassen sich in jeden Workflow<br />

integrieren – unabhängig von Quantität und Verarbeitungsprozess. Edelmetalle sind langlebig und biokompatibel.<br />

Diese Vorteile sind nun nicht länger der traditionellen Guss-Verarbeitung vorbehalten.<br />

i 75179 Pforzheim, Telefon (0 72 31) 9 20-1 70, www.c-hafner.de<br />

150 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Neuheiten<br />

Produkte<br />

Hersteller/Vertrieb: Hopf, Ringleb & Co.<br />

Name: Horico<br />

Produkt: NE-Fräser und NEF-Fräser<br />

Um Modellguss <strong>aus</strong> NEM schnell und sauber zu bearbeiten und gleich eine<br />

leicht polierbare Oberfläche herzustellen, bietet Horico die neuen Fräser mit<br />

NE- und NEF-Verzahnung an. Die Fräser überzeugen mit hervorragender<br />

Schneidfreudigkeit und hoher Laufruhe. Die NE-Verzahnung dient dem schnellen<br />

Abtrag, die NEF-Verzahnung schafft ein glattes Oberflächenbild und verkürzt<br />

<strong>das</strong> weitere Bearbeiten beim Hochglanzpolieren – dadurch vermindert<br />

sich der Zeitaufwand erheblich. Die Fräser sind in verschiedenen Formen erhältlich sowie als S-Fräser mit der<br />

beliebten schwarzen Beschichtung, für extralange Standzeit.<br />

i 12203 Berlin, Telefon (030) 830 00 30, www.horico.de<br />

Hersteller/Vertrieb: Lukadent<br />

Name/Produkt: Universalkomposit<br />

LukaClear ist ein lichthärtendes, transparentes Ein-<br />

Komponenten-Universalkomposit in Gelform zum<br />

Modellieren. Der Kunststoff lässt sich direkt <strong>aus</strong> der<br />

Dosiertube auftragen. Unter allen handelsüblichen<br />

Lichtgeräten (320-500 nm) ist <strong>das</strong> Material polymerisationsneutral<br />

und absolut dimensionsstabil. Neben<br />

guter Passgenauigkeit, hoher Endhärte und Stabilität,<br />

ist <strong>das</strong> Material MMA- und peroxidfrei sowie<br />

geschmacks- und geruchsneutral. Mit herkömmlichen<br />

Fräsen lässt es sich gut schleifen und polieren ohne dabei zu schmieren. Anwendungsgebiete: Bisskontrolle,<br />

Übertragungsschlüssel für Implantatabutments, <strong>aus</strong>blocken von Gipsstümpfen und Modellen, einfache<br />

Herstellung von Frässtümpfen, Stopps und Checkbisse.<br />

i 71701 Schwieberdingen, Telefon (0 71 50) 3 29 55, www.lukadent.de<br />

Hersteller/Vertrieb: Goldquadrat • Name: N.era bRRRush • Produkt: Keramikpinsel<br />

Der Keramikpinsel N.era bRRRush mit Mikro-Vibration entstand nach einer Idee von Zahntechnikermeister Roberto<br />

Devolio <strong>aus</strong> Curitiba, Brasilien. Am Pinselgriff befinden sich winzige Rillen, die über leichtes Schaben mit<br />

dem Fingernagel eine Mikro-Vibration <strong>aus</strong>lösen.<br />

Die Keramik wird so an die Pinselspitze<br />

geschoben, wo sie sich zu einer runden Form<br />

verdichtet. Lufteinschlüsse werden eliminiert<br />

und spätere Porositäten im Inzisalbereich verhindert.<br />

In Deutschland sind die N.era<br />

bRRRush exklusiv als komplettes Set mit vier<br />

Pinseln zu beziehen. Auf Wunsch sind Pinselspitzen<br />

und Handgriffe auch einzeln erhältlich.<br />

i 30165 Hannover, Telefon (05 11) 4 49 89 70<br />

www.goldquadrat.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 151


Wissen<br />

Einfach und elegant!<br />

Digitale Farbdokumentation und Farbverwaltung<br />

Einfach und elegant!<br />

Autor:<br />

Claudio Mondelli,<br />

München<br />

Indizes:<br />

Digitale<br />

Farbdokumentation<br />

Farbverwaltung<br />

Geräteübersicht<br />

Apps<br />

Erleichterung des<br />

Workflows<br />

Seit dem letzten Jahr geht die zahnärztliche Verwaltung in der<br />

Digitalisierung einen weiteren Schritt voran. Die Abrechnung mit<br />

den KZVen erfolgt seitdem nur noch digital. Dies hat zur Folge,<br />

<strong>das</strong>s die konventionelle Karteikarte für Patientendaten bald <strong>aus</strong>gedient<br />

hat und immer häufiger durch eine PC-Datei ersetzt wird.<br />

Für <strong>das</strong> Labor bedeutet <strong>das</strong>, <strong>das</strong>s<br />

herkömmlich erstellte Zahnfarbenformulare<br />

in der Praxis nicht<br />

mehr ohne weiteres archiviert werden<br />

können. Auf der Suche nach einer praktikablen<br />

digitalen Lösung bin ich nach<br />

einigen Versuchen auf Programme und<br />

APP-Versionen gestoßen, die es ermöglichen,<br />

mittels iPad und PC auf einfache<br />

und elegante Art eine digitale<br />

Farbdokumentation zu erstellen.<br />

c Abb. 1<br />

Analoges<br />

Farbformular<br />

Abb. 1<br />

Diese Geräte<br />

stehen zur Verfügung<br />

Derzeit gibt es eine große Anzahl an<br />

portablen Geräten auf dem Markt, sogenannten<br />

Tablet-Computern, bei denen<br />

Darstellungsoptionen, Geschwindigkeit<br />

und Handhabung eine wichtige<br />

Rolle spielen. Ich habe mich für <strong>das</strong><br />

152 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Einfach und elegant!<br />

Dokumentation<br />

Abb. 2<br />

e Abb. 2 Kartenlesegerät<br />

c Abb. 3 Meine Entscheidung: Apple iPad<br />

Abb. 3<br />

Apple iPad 1 entschieden (Abb. 3). Ein<br />

9,7 Zoll Hochglanz Monitor mit 1024 x<br />

768 Pixel bei 132 ppi (Pixel per Inch, 1<br />

Inch = 2,54 cm) sowie eine LED Hintergrundbeleuchtung<br />

garantieren eine<br />

kontrastreiche und satte Darstellung<br />

der Bilder. Ein 1 Ghz Apple A4 Chip sorgt<br />

für eine angenehme Arbeitsgeschwindigkeit.<br />

Die 16 GB Festplatte ist integriert;<br />

abzüglich der Software und verschiedener<br />

Programme bleiben zirka 14<br />

GB als Speicher zur Verfügung.<br />

Bei einer Fotogröße von durchschnittlich<br />

2 MB steht eine Kapazität von rund<br />

7000 Bildern zur Verfügung. Das iPad<br />

gibt es übrigens auch noch in einer 32<br />

GB und 64 GB Variante, es ist keine<br />

Speichererweiterung möglich. Ein sogenannter<br />

Dock-Anschluss dient dem<br />

Aufladen des Gerätes und der Daten-<br />

Übertragung an den PC.<br />

Es gibt übrigens verschiedene Möglichkeiten,<br />

externe Speicher zu benutzen.<br />

Die eleganteste Version, einen externen<br />

Speicher (PC-Festplatte oder<br />

WEB-Space) anzusteuern, ist über ein<br />

WLAN Funknetz. Mittlerweile sind neuere<br />

Geräte-Versionen des iPad verfügbar.<br />

Welche Apps gibt es?<br />

Nach intensiven Testphasen von zahlreichen<br />

Apps für die Grafikbearbeitung<br />

und Verwaltung haben sich folgende Programme<br />

als sehr praktikabel erwiesen:<br />

Adobe Ideas (Abb.5) ist ein digitaler Zeichenblock,<br />

der es erlaubt, Bilder zu importieren<br />

und zu bearbeiten.<br />

WebDAV NAV+ (Abb.6) dient der Onlineverwaltung<br />

der Farbformulare und<br />

Fotos. Die Abkürzung DAV steht für<br />

„Distributed Authoring and Versioning“,<br />

WebDAV ist ein Protokoll zum Verwalten<br />

von Dateien auf einem Webserver.<br />

Die + Version von WebDAV Nav bietet<br />

mehr Möglichkeiten als die normale Version,<br />

insbesondere die Download-Funktion<br />

für Bilder direkt auf <strong>das</strong> i Pad ist in<br />

diesem Zusammenhang von Bedeutung.<br />

Um eine Applikation auf dem iPad zu<br />

installieren, ist ein Account bei iTunes<br />

erforderlich. App ist eine englische Kurzform<br />

für Application. Sie bezeichnet jegliche<br />

Form von Anwendungsprogrammen.<br />

Im App Store von Apple findet<br />

man zahlreiche Apps für die verschiedensten<br />

Anwendungsbereiche, kostenlose<br />

sowie kostenpflichtige.<br />

f Abb. 4<br />

Suchmaske im App-Store<br />

Abb. 4<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 153


Wissen<br />

Einfach und elegant!<br />

Abb. 5 Abb. 6<br />

e Abb. 5 Adobe Ideas ist ein digitaler Zeichen -<br />

block, der es erlaubt, Bilder zu importieren und zu<br />

bearbeiten<br />

e Abb. 6 WebDAV NAV+ dient der Onlineverwal -<br />

tung der Farbformulare und Fotos.<br />

Abb. 7<br />

e Abb. 7<br />

Option „Geräte“ iTunes<br />

e Abb. 8 Auswahlmöglich -<br />

keiten „Fotos“<br />

e Abb. 9 Ordner <strong>aus</strong>wählen<br />

Die Suche nach den Apps im App<br />

Store auf dem iPad gestaltet sich recht<br />

problemlos. In der Suchmaske oben<br />

rechts (Abb. 4) fügt man den Namen der<br />

entsprechenden Apps ein.<br />

Farbformular importieren<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

Das analoge Farbformular (Abb. 1) wurde<br />

via Scanner auf den PC übertragen.<br />

Wer keinen Scanner im Labor hat,<br />

kann per Kamera <strong>das</strong> Farbformular abfotografieren<br />

und auf konventionellem<br />

Wege via Kamerakabel (USB) oder<br />

Kartenlesegerät (Abb.2) auf den PC<br />

übertragen. Beim digitalen Fotografieren<br />

ist generell darauf zu achten,<br />

<strong>das</strong>s die Pixelanzahl der Kameraeinstellung<br />

auf <strong>das</strong> Format des Bildschirms<br />

abgestimmt wird, um eine möglichst<br />

native (unverfälschte) Darstellung zu<br />

gewährleisten. Bei neueren iPad-Geräten<br />

wäre es möglich, <strong>das</strong> Farbformular<br />

per iPad-Kamera abzulichten, somit erspart<br />

man sich die Datei via Datenkabel<br />

zu übertragen. Wer über ein iPad<br />

ohne Kamera verfügt, geht so vor: Das<br />

iPad wird mit dem mitgelieferten Datenkabel<br />

an den PC angeschlossen, iTunes<br />

kann gestartet werden. An der linken<br />

Leiste in iTunes (Abb. 7) erscheint<br />

die Option „Geräte“, durch Anklicken<br />

gelangt man in die Verwaltungsmaske<br />

des iPads. Am oberen Bildschirmrand<br />

erscheinen verschiedene Auswahlmöglichkeiten<br />

(Abb. 8). „Fotos“ als Auswahl<br />

treffen, ein Haken bei „Synchronisieren<br />

von“ setzten und den entsprechenden<br />

Ordner auf dem PC<br />

<strong>aus</strong>wählen, wo <strong>das</strong> Farbformular nach<br />

dem Import auf dem PC abgelegt wurde<br />

(Abb. 9). Als letzter Schritt wird nun unten<br />

rechts auf „Synchronisieren“ geklickt,<br />

<strong>das</strong> Foto wird auf dem iPad in der<br />

App „Fotos“ automatisch abgelegt (diese<br />

App ist bereits vorinstalliert).<br />

Zur Kontrolle die „Fotos-App“ öffnen,<br />

dort sollte <strong>das</strong> Foto nun gespeichert sein.<br />

Weitere Optionen bestehen darin, <strong>das</strong><br />

Farbformular nach dem Import auf den<br />

PC gleich auf den Online-Speicher hochzuladen<br />

und via WebDAV NAV + herunterzuladen<br />

auf <strong>das</strong> iPad. Dies ist nur in<br />

der WebDAV NAV+ Variante möglich.<br />

Adobe Ideas kann geöffnet werden. Die<br />

Bedienungsoberfläche ist recht übersichtlich<br />

gestaltet, oben rechts sieht<br />

man die Duplizier Option, daneben den<br />

154 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Einfach und elegant!<br />

Dokumentation<br />

Zeichenstift<br />

Radiergummi<br />

Verschieben<br />

Schritt zurück<br />

Stiftbreite<br />

Abb. 10<br />

Deckkraft<br />

Farb<strong>aus</strong>wahl<br />

e Abb. 10<br />

Ansteuerung des<br />

Farbformulars<br />

c Abb. 11<br />

Diverse Funktionen<br />

e-mail/Album speichern<br />

Abb. 11<br />

Papierkorb, gefolgt von den Einstellungen.<br />

Am unteren Bildrand haben wir<br />

die Möglichkeit, folgende Schaltflächen<br />

anzuwählen: links die Zeichenblattfunktion<br />

und rechts davon die für uns<br />

wichtigere Option „Bildupload“. Das<br />

Zahnfarbformular kann per Antippen<br />

auf die Kamera-Schaltfläche (Bildupload)<br />

angesteuert werden (Abb. 10).<br />

Nach erfolgreichem Hochladen der Datei<br />

kann sie nun bearbeitet, dupliziert<br />

oder wieder gelöscht werden. Durch Antippen<br />

auf die Datei wird sie geöffnet.<br />

Es steht eine Mal-, Schreib-, Radier-, Bewegungs-<br />

und Schrittzurück-Funktion<br />

zur Verfügung (Abb. 11).<br />

Weitere Optionen sind variable Deckkraft,<br />

Schriftgrößen und Farben. Das<br />

Zusammenfügen des Daumen und Zeigefingers<br />

auf dem Display und anschließendes<br />

nach außen Spreizen bewirken<br />

ein stufenloses Zoomen des<br />

Bildes (Abb.12 und 13). Es ist nun problemlos<br />

möglich eine Individuelle Farbaufzeichnung<br />

zu dokumentieren.<br />

Das iPad ist mit einem „Kapazitiven<br />

Touchscreen“ <strong>aus</strong>gestattet, der nicht<br />

erlaubt, mit Fingernägeln oder herkömmlichen<br />

Stiften zu arbeiten. Verschiedene<br />

Hersteller von Eingabestiften<br />

schaffen hier Abhilfe – wir haben<br />

uns für den „Hama Soft Touch“-Eingabestift<br />

entschieden (Abb. 14).<br />

Nach erfolgreicher individueller Farbbestimmung<br />

wird die Datei unter Album<br />

abgespeichert (Abb.15) oder per Mail<br />

an den Zahnarzt versendet. Die Datei<br />

befindet sich anschließend im „Fotos-<br />

App“ auf dem iPad.<br />

Als Speichermedium nutzen wir eine Online<br />

Festplatte, von denen es verschiedene<br />

Modelle auf dem Markt gibt. Wichtig<br />

ist vor allem eine einfache Handhabung,<br />

<strong>das</strong>s es die Möglichkeit einer<br />

Speichererweiterung gibt, einen Up/<br />

Download (wichtig Up/Download von gesamten<br />

Ordnern!), Ordnerstrukturen mit<br />

Unterordner und <strong>Vorschau</strong>anzeige der<br />

Fotos. Sollten Zahnärzte Fotos des Patienten<br />

selbst hochladen, sind Zugriffsrechte/Beschränkungen<br />

notwendig.<br />

Nicht jeder Provider bietet WebDAV basierte<br />

Online Festplatten an. Ein Upload<br />

Manager des Providers (falls verfügbar)<br />

kann kostenlos auf den PC heruntergeladen<br />

werden, der als Kommunikationsmittel<br />

für den Internetspeicher benützt<br />

wird. Sämtliche Foto- und Farbdokumentationen<br />

von Patientenbildern<br />

und Farbformularen können in strukturierten<br />

Ordnern und Unterordner angelegt<br />

und einfach verwaltet werden.<br />

Sind bereits bestehende Ordner Strukturen<br />

auf Ihrem PC vorhanden können<br />

diese direkt vom PC auf den Online<br />

Speicher hochgeladen werden.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 155


Wissen<br />

Einfach und elegant!<br />

Abb. 12<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

e Abb. 12 und 13<br />

Stufenloses Zoomen von<br />

Bildern<br />

e Abb. 14<br />

Hama Soft Touch-<br />

Eingabestift<br />

WebDAV Nav+ Vorstellung<br />

und Download<br />

der Ordner Strukturen<br />

Die Benutzeroberfläche von WebDAV<br />

Nav+ ist von Natur <strong>aus</strong> sehr „abgespeckt“<br />

aufgebaut und lässt sich an die<br />

individuellen Strukturen anpassen<br />

(Abb. 16).<br />

Durch Antippen auf <strong>das</strong> + oben rechts<br />

kann der neue Server beziehungsweise<br />

eine online Festplatte hinzugefügt<br />

werden. Es sind vier Konfigurationsangaben<br />

einzutragen. Der Name ist optional<br />

in unserem Fall „Zahnärzte“. Die<br />

Server beziehungsweise die Netzwerkadresse<br />

lautet in unserem Fall<br />

https://sd2dav.1und1.de. Diese Web-<br />

DAV Adresse ist beim Provider zu erfragen.<br />

Benutzername und Passwort<br />

sind gemäß des Online-Festplattenzugangs<br />

einzutragen. Durch die „sicher“-<br />

Option oben rechts wird alles gespeichert<br />

und die Verwaltung kann gestartet<br />

werden. Durch Öffnen des Ordners<br />

(in unserem Fall „Zahnärzte“, Abb. 17)<br />

hat man Zugriff auf alle angelegten Ordner,<br />

die zuvor angelegt beziehungsweise<br />

hochgeladen wurden), sowie Unterordner<br />

auf der Online-Festplatte beziehungsweise<br />

auf dem PC-Laufwerk<br />

(Upload Manager des Providers). Es besteht<br />

die Möglichkeit, in der unteren<br />

Leiste die Funktionen für neue Ordner<br />

anzulegen, zu aktualisieren, Fotos hochzuladen<br />

oder eine Slideshow zu aktivieren<br />

(Abb. 18). Jegliche Veränderungen<br />

oder Neuerungen durch Fotos oder<br />

Ordner werden automatisch mit der Online-<br />

Festplatte synchronisiert.<br />

Nach der Farbnahme steuern Sie den<br />

entsprechenden Ordner des Zahnarztes/Patienten<br />

an oder erstellen einen<br />

neuen Ordner. Anschließend wird <strong>das</strong><br />

Farbformular durch den „Fotos hochladen-Knopf“<br />

in den Ordner hochgeladen.<br />

Fazit<br />

Unser Arbeitsalltag hat sich somit deutlich<br />

erleichtert, die digitale Farbnahme<br />

beziehungsweise die Farbformularverwaltung<br />

gestaltet sich als problemlos<br />

und ist von jedem PC <strong>aus</strong> zugreifbar.<br />

Der Techniker hat somit immer aktuelle<br />

Daten am PC und kann diese jederzeit<br />

bei Bedarf abrufen. Die Zahnärzte<br />

können <strong>das</strong> Farbformular, falls erwünscht,<br />

per E-Mail zugesandt bekommen.<br />

156 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Einfach und elegant!<br />

Dokumentation<br />

d Abb. 15 Abspeicherung unter Album<br />

f Abb. 16 Die Benutzeroberfläche von<br />

WebDAV Nav+ ist von Natur <strong>aus</strong> sehr<br />

„abgespeckt“ aufgebaut<br />

f Abb. 17 Öffnen des Ordners „Zahnärzte“<br />

f Abb. 18 Funktionen für neue Ordner<br />

Abb. 15<br />

Und <strong>das</strong> kostet <strong>das</strong> Ganze<br />

iPad: zirka 400 Euro, je nach Ausstattung;<br />

ein gebrauchtes Gerät kann günstiger<br />

erworben werden. Den Hama Soft<br />

Touch-Eingabestift bekommt man für<br />

13,99 Euro. Das Kartenlesegerät kostet<br />

4,99 Euro. Die Apps beziehungsweise<br />

Adobe Ideas schlagen mit 4,99 Euro zu<br />

Buche. WebDAV Nav+ kostet 2,99 Euro.<br />

Der Online-Speicher ist für Provider-<br />

Kunden meist kostenlos. Online-Speicher<br />

sind bei verschiedenen Provider<br />

zu unterschiedlichen Monats-Konditionen<br />

erhältlich.<br />

n<br />

Danksagung:<br />

Ich bedanke mich bei DentalDesign Peter<br />

Biekert in Stuttgart und bei Zahntechnik<br />

Gregor, Pfeifer & Team, Baierbrunn,<br />

für die jederzeit hervorragende<br />

Zusammenarbeit, die mir die Dokumentation<br />

des Projektes ermöglichte.<br />

Abb. 16<br />

Abb. 17<br />

Abb. 18<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Produktliste:<br />

Indikation Name Vertrieb<br />

Verwaltung ipad Apple<br />

Verwaltung WebDAV Sean Ashton<br />

Grafikbearbeitung Adobe Ideas Adobe<br />

Datenspeicher 1&1 smart Drive 1&1 Internet AG<br />

Schreibhilfe Soft Touch Stift Hama<br />

Ztm. Claudio Mondelli<br />

Labor Gregor,<br />

Pfeifer & Team<br />

Wolfratsh<strong>aus</strong>erstr. 46<br />

82065 Baierbrunn<br />

Mobil (01 51)4 23 25 81<br />

E-Mail c.mondelli@web.de<br />

Nähere Infos zum Autor finden Sie unter<br />

www.dlonline.de/service/autoren.html<br />

http://bit.ly/XMZrGS<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 157


Wissen<br />

CAD/CAM – Ein Blick hinter die Kulissen<br />

Lehrreicher Tag bei Bego<br />

CAD/CAM – Ein Blick<br />

hinter die Kulissen<br />

Der digitale Wandel und die damit einhergehenden neuen Techno logien bewegen<br />

die Branche. Entsprechend groß ist der Wissens bedarf. Judith Hosbach von der<br />

Fachredaktion <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> ergriff die Gelegenheit, <strong>aus</strong> erster Hand Informationen<br />

über unterschiedliche Verfahren zu erhalten. Sie verbrachte einen lehrreichen Tag bei<br />

Bego in Unterschleißheim bei München.<br />

Autor:<br />

Zt. Judith Hosbach<br />

Indizes:<br />

CAD/CAM<br />

Selective Laser<br />

Melting (SLM)<br />

High Speed Cutting<br />

(HSC)<br />

CAD/Cast<br />

Rapid Prototyping<br />

In einem eintägigen Seminar, gehalten<br />

von Andreas Röthig, lernten wir<br />

Verfahren und digitale Abläufe bei<br />

Bego kennen. Im Fokus der Schulung<br />

für Zahntechniker standen Kniffe und<br />

Tricks im Umgang mit dem 3Shape-<br />

Scanner und der Software. Dies soll zu<br />

einer effizienteren Nutzung im Alltag<br />

und zur optimalen Auslastung des Labors<br />

führen. Anhand einiger Beispiele<br />

skizziere ich die wesentlichen Schritte<br />

vom Plan bis zum fertigen Design:<br />

Die Vor<strong>aus</strong>setzung: CAD<br />

CAD bedeutet Computer-Aided Design<br />

und ist nichts anderes als eine virtuelle<br />

Modellation mittels einer Software.<br />

Die präparierten Stümpfe werden mit<br />

dem entsprechenden Kiefer und Gegenkiefer<br />

1:1 eingescannt. Ein Scanspray<br />

muss vorher auf die zu bearbeitenden<br />

Bereiche aufgebracht werden, um glänzende<br />

Stellen zu mattieren und mögliche<br />

Datenlöcher zu vermeiden.<br />

Sind die Modelle auf dem Bildschirm<br />

einartikuliert dargestellt, lässt sich alles<br />

vermessen: Jeder einzelne Zahnkontakt<br />

oder auch Non-Okklusionsbereiche<br />

können bestimmt werden und als Informationsmaterial<br />

für die folgenden<br />

Schritte dienen.<br />

158 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


CAD/CAM – Ein Blick hinter die Kulissen<br />

Wissen<br />

Virtuelle<br />

Modellation<br />

Mit Hilfe des CAD-Programms kann nun<br />

der Zahnersatz am Bildschirm dreidimensional<br />

geplant und konstruiert werden.<br />

Dabei bleibt die Ansicht des Betrachters<br />

immer zweidimensional. Bego<br />

arbeitet mit der 3Shape-Software. Hier<br />

muss die Präparationsgrenze eigenhändig<br />

digital eingebracht werden. Rote<br />

Punkte weisen darauf hin, <strong>das</strong>s dieser<br />

Bereich unter sich gehend ist. Für erfahrene<br />

Anwendungstechniker wie Ztm.<br />

Andreas Röthig, der uns die unterschiedlichen<br />

Vorgehensweisen vorführte,<br />

ist die Präparationsgrenze in Sekundenschnelle<br />

festgelegt.<br />

Die meisten Verfahren schlagen die einheitliche<br />

Einschubrichtung der Primärteile<br />

vor. Diese kann spontan geändert<br />

werden, ohne zum Beispiel benachbarte<br />

Primärteile neu bearbeiten zu<br />

müssen. Eingegebene Daten werden<br />

automatisch umgerechnet und angepasst.<br />

Die Wandstärke lässt sich festlegen<br />

(zum Beispiel auf 0,4 mm), und man<br />

läuft nicht Gefahr, zu viel abzutragen<br />

und wieder erneut Material aufbringen<br />

zu müssen. Ebenso sind die Wandhöhe,<br />

Randstärke und auch der Zementspalt<br />

einstellbar. Der Stumpflack fällt somit<br />

weg. Mögliche Verblockungen werden<br />

ebenso automatisch generiert und können<br />

nach Belieben individualisiert werden.<br />

Möchte man eine Notiz machen<br />

(zum Beispiel als Hinweis für den Zahnarzt<br />

bezüglich seiner Präparation), lässt<br />

sich ein „Screenshot“ abspeichern und<br />

zu gegebenem Zeitpunkt wieder aufrufen<br />

und versenden.<br />

Gegenläufige Modellation<br />

Ebenso wie auf einem Stumpf eine Krone<br />

aufgebaut werden kann, kann eine<br />

vollanatomische Krone auch abgetragen<br />

werden. Zurück bleibt <strong>das</strong> Gerüst,<br />

welches ein verlässliches Design bezüglich<br />

Form und Funktion aufweist. Dazu<br />

lässt sich eine vorgefertigte Form einfügen<br />

und modifizieren. Besitzt man in<br />

seinem Fundus besonders schöne morphologische<br />

oder passende Zähne, können<br />

diese eingescannt, archiviert und<br />

jederzeit abgerufen werden.<br />

Brücken-Design<br />

Für die Herstellung einer Brücke wird<br />

zunächst die Einschubrichtung der Brückenpfeiler<br />

bestimmt. In diesem Fall<br />

wählt Andreas Röthig eine individuelle<br />

Einschubrichtung, um einen sauberen<br />

Randschluss zu erhalten. Die entsprechende<br />

Zahnform wird <strong>aus</strong> dem Programm<br />

<strong>aus</strong>gewählt und auf die Stümpfe<br />

aufgebracht. Unter Beachtung des<br />

Gegenkiefers wird sie der Situation angepasst.<br />

Bevor die vollanatomische<br />

Zahnform für die vestibuläre Verblendung<br />

reduziert wird, sind mit wenigen<br />

Klicks die Verbinder gesetzt und individuell<br />

geformt. Der Zahn 17 soll eine Vollmetallkrone<br />

werden, also gibt Andreas<br />

Röthig „Reduzierung um 0“ ein. Die<br />

Zähne 16 und 15 sollen eine vestibuläre<br />

Verblendung erhalten. Mit der Computer-M<strong>aus</strong><br />

lässt sich der genaue Verlauf<br />

anzeichnen. Nun kann die Wandstärke<br />

der späteren Keramikschichtung und<br />

somit die virtuelle Reduzierung im angezeichneten<br />

Bereich bestimmt werden.<br />

Jederzeit lassen sich Wand-,<br />

Schicht- und Okklusionsstärke sowie<br />

andere Parameter (Verbinder, Zementspalt<br />

et cetera) kontrollieren und korrigieren.<br />

Der Clou: Die geschaffene anatomische<br />

Form, die nun für <strong>das</strong> Gerüst<br />

wieder reduziert wurde, kann hinterlegt<br />

und auf Wunsch bei Bego angefordert<br />

werden. Das bietet sich etwa für die<br />

Überpresstechnik an.<br />

Abutment-Design<br />

Der erste Schritt ist die Gestaltung des<br />

Emergenzprofils. Das Abutment wird mit<br />

nur einem M<strong>aus</strong>klick an <strong>das</strong> Emergenzprofil<br />

angepasst. Ob <strong>das</strong> Abutment in<br />

null oder zwei Grad gebaut werden soll,<br />

lässt sich angeben. Je nach Front- oder<br />

Seitenzahnbereich kann die Grundform –<br />

ob rund oder quaderförmig – verändert<br />

werden. Zur Überprüfung der Platzverhältnisse<br />

kann der jeweilige Zahn <strong>aus</strong> dem<br />

gegenüberliegenden Quadranten gespiegelt<br />

werden: Um die Größe des Abutments<br />

für Zahn 11 festzulegen, kann entsprechend<br />

der Zahn 21 gespiegelt werden<br />

und wird durchscheinend über dem<br />

Abutment platziert. So lässt sich gut erkennen,<br />

wie viel Platz noch zur Verfügung<br />

steht.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 159


Wissen<br />

CAD/CAM – Ein Blick hinter die Kulissen<br />

cf Willkommen in<br />

der Zukunft – Einblicke<br />

in die Firmenhallen in<br />

Unterschleißheim<br />

Grundsätzlich gelten für alle Modellationen<br />

beziehungsweise Designs dieselben<br />

Werkzeuge.<br />

Neben Kronen, Brücken, Abutments<br />

und Teleskopen können auch Stege<br />

und Modellgussbasen designt und produziert<br />

werden. Als zusätzlichen Service<br />

garantiert Bego die definitiven <strong>Restaurationen</strong><br />

ab dem Tag des Einsetzens<br />

für fünf Jahre.<br />

Das Produkt: CAM<br />

CAM steht für Computer-Aided Manufacturing<br />

und bedeutet im vorliegenden<br />

Fall die Herstellung eines Zahnersatzes<br />

mittels einer vom Computer geführten<br />

Maschine.<br />

Für dieses Verfahren werden die Daten<br />

<strong>aus</strong> dem Scan- und Servicezentrum in<br />

Unterschleißheim via Internet an <strong>das</strong><br />

Bego Medical-Fertigungszentrum nach<br />

Bremen geschickt.<br />

Aus den Designdaten werden dort STL-<br />

Daten errechnet. STL bedeutet Surface<br />

Tesselation Language und ist eine Standardschnittstelle<br />

vieler CAD-Systeme.<br />

Sie beschreibt die Oberfläche von geometrischen<br />

dreidimensionalen Datenmodellen.<br />

Bego bietet vier unterschiedliche Herstellungsverfahren<br />

an:<br />

n Selective Laser Melting (SLM): Über<br />

die errechneten CAD-Daten wird ein Laser<br />

gesteuert, der <strong>das</strong> Metallgerüst<br />

Schicht für Schicht <strong>aus</strong> einem Metallpulver<br />

additiv aufbaut. Dabei wird <strong>das</strong><br />

Material über den Laserstrahl miteinander<br />

verschmolzen,<br />

n High Speed Cutting (HSC): Dies beschreibt<br />

ein Hochgeschwindigkeitsfräsen<br />

für Zirkoniumdioxid-Gerüste oder<br />

auch Implantatversorgungen <strong>aus</strong> Titan<br />

und Kobalt-Chrom-Legierungen,<br />

n CAD/Cast: Im frästechnischen Verfahren<br />

werden Kunststoffgerüste hergestellt,<br />

die anschließend eingebettet und im<br />

Edelmetall der Wahl vergossen werden,<br />

n Rapid Prototyping: Im additiven Verfahren<br />

werden Gerüste <strong>aus</strong> rückstandslos<br />

verbrennbarem Kunststoff hergestellt,<br />

die sowohl als Basis für die Modellgusstechnik<br />

als auch für die<br />

keramische Überpresstechnik dienen.<br />

Schlussendlich erhält man Gerüste mit<br />

zuverlässiger Passgenauigkeit sowie<br />

guter Oberflächen- und Gefügestruktur.<br />

Mittels Datenversand sind die Metallgerüste<br />

in Deutschland und in weiten<br />

Teilen der EU innerhalb von 48 Stunden<br />

lieferbar.<br />

Der Tag bei Bego in Unterschleißheim<br />

hat mir gut gefallen; ich bekam eine<br />

konkrete Vorstellung davon, was hinter<br />

den einzelnen CAM-Verfahren steckt<br />

und wie einfach die Software mit etwas<br />

Übung anzuwenden ist. Sehr hilfreich<br />

waren die Hinweise von Andreas Röthig,<br />

welcher auch für schwierige Planungen<br />

gute Lösungen und Tipps für die Teilnehmer<br />

parat hatte.<br />

n<br />

160 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Vom Datensatz zum Zahnersatz<br />

Wissen<br />

Informativer Besuch im Fräszentrum Geiger<br />

Vom Datensatz zum Zahnersatz<br />

CAM-Fertigung erlebte Judith<br />

Hosbach von der dl-Redaktion<br />

„live“ im Fräszentrum Geiger in<br />

Schwäbisch Gmünd. Die<br />

Schwaben sind gewissermaßen<br />

Pioniere dieser Technik. Wie der<br />

Name sagt, geht es im Folgenden<br />

um <strong>das</strong> Fräsverfahren.<br />

An welcher Maschine<br />

wird gefräst?<br />

Die STL-Daten werden als E-Mailanhang<br />

oder über einen Ordner in die<br />

CAM-Software eingelesen. Hier entscheidet<br />

sich, ob <strong>das</strong> Werkstück im Anschluss<br />

von einer Drei-Achs-, Vier-Achsoder<br />

einer Fünf-Achs-Fräsmaschine bearbeitet<br />

wird. Dazu wird die Innenseitenseite<br />

des Objekts, dort wo die Krone<br />

auf dem Stumpf aufsitzt, angesehen.<br />

Sind bei direkter Draufsicht Bereiche<br />

der Kronen-Innenwände nicht zu sehen,<br />

wird <strong>das</strong> Objekt in einer Fünf-Achs-Fräsmaschine<br />

<strong>aus</strong>gearbeitet, da der Fräser<br />

mit nur drei Achsen nicht an die verdeckten<br />

Stellen gelangt. Kann <strong>das</strong> Werkstück<br />

jedoch zusätzlich gekippt werden,<br />

lassen sich auch schwer zugängliche<br />

Ecken präzise <strong>aus</strong>fräsen, damit die Krone<br />

problemlos passt.<br />

Wie kommen Daten und<br />

Rohling zusammen?<br />

Nun wird ein Rohling (zum Beispiel <strong>aus</strong><br />

Zirkon) via Parcode (Parameter-Code)<br />

eingescannt und auf dem Bildschirm<br />

abgebildet. Innerhalb des Zirkonblocks<br />

können bereits Werkstücke her<strong>aus</strong>gefräst<br />

sein. Es muss also, ähnlich wie<br />

beim „Plätzchen<strong>aus</strong>stechen“, ein <strong>aus</strong>reichend<br />

vorhandener Platz für die Krone<br />

gefunden werden. Der Umriss der<br />

Krone lässt sich mit der M<strong>aus</strong> beliebig<br />

verschieben. Damit die Krone nach dem<br />

Ausfräsen nicht <strong>aus</strong> dem Rohling fällt,<br />

werden ihr mit zwei M<strong>aus</strong>klicks zwei<br />

Haltestifte angelegt, über die sie im<br />

Rohling gesichert bleibt. Die Haltestifte<br />

sind immer einander gegenüber zu platzieren,<br />

zum Beispiel mesial und distal.<br />

Nun wird der Rohling in die Frässtation<br />

eingesetzt. Vom Computer <strong>aus</strong> werden<br />

die errechneten Daten an die Steuerung<br />

der Maschine gesendet. Das ist der<br />

Autor:<br />

Zt. Judith Hosbach<br />

Indizes:<br />

CAM-Fertigung<br />

Fräsverfahren<br />

d Judith Hosbach von der<br />

dl-Redaktion, Mitte, mit<br />

Laborleiter Ztm. Peter<br />

Hölldampf und Monika<br />

Brunner, einer der Töchter<br />

des Firmengründers<br />

Gerhard Geiger<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 161


Wissen<br />

Vom Datensatz zum Zahnersatz<br />

Kopf des Systems, der die Fräse steuert.<br />

Die Daten teilen sich in unzählige Sätze:<br />

Je nach Werkstück können bis zu eine<br />

Million Sätze errechnet werden. Jeder<br />

Satz ist ein Kommando für die Bewegung<br />

des Fräsers.<br />

Maschineller Fräsvorgang<br />

Zuerst greift sich die Maschine eine grobe<br />

Fräse zum „Vorschruppen“. Anschließend<br />

wird für <strong>das</strong> „Schlichten“ eine feine<br />

Fräse verwendet. Bei manchen Systemen<br />

beträgt der Fräsradius aber immer mindestens<br />

0,4mm. Das muss besonders<br />

beim Präparieren vom Zahnarzt, aber<br />

auch beim Design, bedacht werden.<br />

Der Bohrer sucht sich den effizientesten<br />

Weg auf drei, vier oder fünf Achsen, je<br />

nach Komplexität der Werkstückgeometrie.<br />

Die Z-Achse ist die Zustellachse,<br />

von oben nach unten. Auf der X-Achse<br />

bewegt sich die Fräse (oder der Rohling,<br />

maschinenspezifisch) nach links und<br />

rechts und auf der Y-Achse vor und zurück.<br />

Zusätzlich kann der Rohling noch<br />

gekippt werden.<br />

Je nach Frässystem benötigt die Maschine<br />

für ein Käppchen <strong>aus</strong> Zirkoniumdioxid<br />

15 bis 35 Minuten. Neben Zirkon<br />

fräst <strong>das</strong> Unternehmen Geiger Nicht-<br />

Edelmetall (NEM), Titan, Kunststoff und<br />

Wachs. Die Metalle werden beim Fräsen<br />

stetig mit einem Wasser-Öl-Gemisch bespült,<br />

um <strong>das</strong> Werkstück zu kühlen,<br />

Korrosionen vorzubeugen, zum Schmieren<br />

für ein effektiveres Fräsen und<br />

zum Säubern. Zirkon, Kunststoff und<br />

Wachs hingegen werden trocken gefräst.<br />

NEM lässt sich am schwierigsten<br />

bearbeiten; eine dreigliedrige Brücke<br />

benötigt etwa zwei Stunden, bis sie <strong>aus</strong>gefräst<br />

ist.<br />

Weiterverarbeitung von Hand<br />

Nach dem Fräsvorgang müssen die Gerüste<br />

(oder die Krone) <strong>aus</strong> dem Rohling<br />

getrennt und die ansetzenden Haltestifte<br />

verschliffen werden, wie es die Techniker<br />

von den Gusskanälen gewohnt<br />

sind. Im Fall einer Zirkonkrone wird diese<br />

anschließend für zwei Minuten in die<br />

Färbe-Flüssigkeit der entsprechenden<br />

Zahnfarbe getaucht. Anschließend wird<br />

die überschüssige Flüssigkeit entfernt,<br />

damit die Krone keine Flecken bekommt.<br />

Obwohl <strong>das</strong> Material bereits<br />

vorgesintert ist, ist es noch sehr porös<br />

und saugt viel Farbe auf. Jetzt wird die<br />

Krone auf einen speziellen Träger gesetzt,<br />

um über Nacht im Sinterofen elf<br />

bis 15 Stunden zu sintern. Man beachte,<br />

<strong>das</strong>s die Krone beim Sintern um etwa<br />

20 Prozent schrumpft; daher rechnet<br />

der Computer die Daten in entsprechender<br />

Vergrößerung um, damit sich die<br />

Krone genau um diese Maße verkleinert,<br />

so<strong>das</strong>s sie hinterher beim Aufpassen<br />

die exakte Größe und perfekten<br />

Randschluss aufweist.<br />

Das Bemalen einer vollanatomischen<br />

Krone (Monolith) im Grünzustand ist relativ<br />

schwierig, da <strong>das</strong> Ergebnis erst<br />

nach dem Sinterbrand zu sehen ist.<br />

Hierfür verwendet man üblicherweise<br />

hochtransluszentes Zirkon um eine natürliche<br />

Ästhetik zu erzeugen.<br />

Für hohe kosmetische Ansprüche muss<br />

ein Zirkon-Käppchen allerdings keramisch<br />

verblendet werden.<br />

Vorreiter in der Anwendung<br />

von CAD/CAD<br />

Das Dental<strong>labor</strong> und Fräszentrum Geiger<br />

besitzt insgesamt fünf Fräsmaschinen<br />

und hat danach ihre Laborarbeit <strong>aus</strong>gerichtet.<br />

Statt Polymer und Monomer anzumischen,<br />

fräsen sie Kunststoffprovisorien<br />

oder Aufbissschienen <strong>aus</strong> einem<br />

Rohling, um nur ein Beispiel zu nennen.<br />

Zwei Töchter des Firmengründers Ztm.<br />

Gerhard Geiger und der Laborleiter Ztm.<br />

Peter Hölldampf machen sich stetig mit<br />

den neuen Software-Updates vertraut,<br />

und entscheiden, was für sie zu einem<br />

Endprodukt ihrer Vorstellungen beitragen<br />

kann.<br />

Das Unternehmen Geiger gilt deswegen<br />

als ein Pionier der CAD/CAM-Technik,<br />

weil es schon im Jahr 2000 die Bedeutung<br />

dieser Technik erkannte und den<br />

Mut besaß, <strong>das</strong> dafür notwendige Equipment<br />

unter großem Finanzaufwand zu<br />

installieren. Dieser Mut wird bis heute<br />

von der Fachwelt geschätzt.<br />

Allerdings stellt sich mir als Zahntechnikerin<br />

die Frage, ob diese Maschinentechnologie<br />

künftig die menschliche<br />

Facharbeit in vollem Umfang ersetzen<br />

kann.<br />

n<br />

i www.geiger-<strong>dental</strong>technik.de<br />

162 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Ausführlichere Informationen zu den hier aufgeführten Veranstaltungen finden Sie im Internet unter www.dlonline.de in der Rubrik ‹Termine›<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Lava Innovationen & Tipps <strong>aus</strong> der Praxis 17.04.-17.04. kostenlos 3M Espe<br />

Erleben Sie bei Corona hautnah den Weg zum (08 00) 2 75 37 73<br />

natürlich-ästhetischen Zahnersatz-Neuigkeiten<br />

www.3mespe.de<br />

rund um Lava <br />

Johannes Semrau, ZT<br />

Lava Innovationen & Tipps <strong>aus</strong> der Praxis 15.05.-15.05. kostenlos<br />

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natürlich-ästhetischen Zahnersatz-Neuigkeiten<br />

rund um Lava <br />

Johannes Semrau, ZT<br />

Lava Innovationen & Tipps <strong>aus</strong> der Praxis 19.06.-19.06. kostenlos<br />

Erleben Sie bei Corona hautnah den Weg zum<br />

natürlich-ästhetischen Zahnersatz-Neuigkeiten<br />

rund um Lava <br />

Johannes Semrau, ZT<br />

FMA/M01 Kopierfräsen – BASIC (analoge Prozesskette) Online- Pforzheim 240,00 Amann Girrbach GmbH<br />

AG-Referenten Übersicht (07231) 957-221<br />

FMD/M01 CAD-CAM Basic – Map (digitale Prozesskette) Online- Pforzheim & 390,00 www.amanngirrbach.com<br />

AG-Referenten Übersicht Koblach<br />

FMD/M02 CAD-CAM Basic – Map & Motion Online- Pforzheim & 650,00<br />

(digitale Prozesskette) Übersicht Koblach<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M04 Webinar M-Plant Online- Online 225,00<br />

AG-Referenten<br />

Übersicht<br />

FMD/M05 Webinar individual Online- Online 160,00/Std.<br />

AG-Referenten<br />

Übersicht<br />

FMD/M09 Webinar Teleskope Online- Online 180,00<br />

AG-Referenten<br />

Übersicht<br />

FMD/M10 Webinar virtueller Artikulator Online- Online 180,00<br />

AG-Referenten<br />

Übersicht<br />

FMD/M11 Webinar Motion 2/Match 2 Online- Online 180,00<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M08 CAD-CAM Advanced – Doppelkronen 08.03.-09.03. Dresden 850,00<br />

ZTM Volkmar Schmidt<br />

EMS/M04 - Creation Advanced – ZIF 21.03.-23.03. Grünstadt 950,00<br />

(Rosa Ästhetik & helle Zähne)<br />

ZTM Joachim Maier<br />

EMS/M09 – Creation Advanced – ZIF/Zolid 04.04.-05.04. Überlingen 650,00<br />

(Farbmanagement mit Ceramill Zolid)<br />

ZTM Joachim Maier<br />

FMD/M12 CAD-CAM Basic – Zolid 12.04.-13.04. Leipzig 450,00<br />

ZT Romy Göhler<br />

EM/M02 – Creation Basic – CC/ZIF(Einfache 12.04.-13.04. Grünstadt 840,00<br />

Schichttechnik)<br />

ZTM Peter Biekert<br />

EM/M01 – Oberfläche und Textur 12.04. Dresden 450,00<br />

Bertrand Thiévent<br />

EM/M01 – Oberfläche und Textur 13.04. Dresden 450,00<br />

Bertrand Thiévent<br />

FMD/M12 CAD-CAM Basic – Zolid 26.04.-27.04. Kiel 450,00<br />

ZT Romy Göhler<br />

EM/M03 – Creation Advanced – 26.04.-27.04. München 840,00<br />

CC/ZIF(Naturanaloge Schichttechnik)<br />

ZTM Peter Biekert<br />

EM/M05 – Creation Advanced – Frontzahn-Formen I 26.04.-27.04. Pforzheim 910,00<br />

(Einzelzahnrekonstruktion)<br />

Andreas Nolte<br />

FMD/M08 CAD-CAM Advanced – Doppelkronen 26.04.-27.04. Apolda 850,00<br />

ZTM Volkmar Schmidt<br />

FMD/M12 CAD-CAM Basic – Zolid 26.04.-27.04. Hameln 450,00 Euro<br />

ZT Jochen Skrotzki<br />

BEGO Medical-Workshop – CAD/CAM für Einsteiger 12.04. Unterschleißheim 59,00 BEGO Medical GmbH<br />

ZTM Karl Adt, ZTM Andreas Röthig 089 32155-311<br />

BEGO SPEEDSCAN ® 3Shape-Professional 17.04. Bremen 179,00 www.bego.com<br />

ZTM Thomas Riehl<br />

zzgl. MwSt.<br />

BEGO SPEEDSCAN ® 3Shape-Advanced 15.05. Bremen 179,00<br />

ZTM Thomas Riehl<br />

zzgl. MwSt.<br />

BEGO Medical-Workshop – CAD/CAM für Einsteiger 07.06. Unterschleißheim 59,00<br />

ZTM Karl Adt, ZTM Andreas Röthig<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 163


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

BEGO SPEEDSCAN ® 3Shape-Professional 12.06. Bremen 179,00 BEGO Medical GmbH<br />

ZTM Thomas Riehl<br />

zzgl. MwSt.<br />

BEGO Medical-Workshop – CAD/CAM für Einsteiger 19.07. Unterschleißheim 59,00<br />

ZTM Karl Adt, ZTM Andreas Röthig<br />

BEGO SPEEDSCAN ® 3Shape-Advanced 14.08. Bremen 179,00<br />

ZTM Thomas Riehl<br />

zzgl. MwSt.<br />

BEGO SPEEDSCAN ® 3Shape-Professional 11.09. Bremen 179,00<br />

ZTM Thomas Riehl<br />

zzgl. MwSt.<br />

BEGO SPEEDSCAN ® 3Shape-Advanced 23.10. Bremen 179,00<br />

ZTM Thomas Riehl<br />

zzgl. MwSt.<br />

BEGO SPEEDSCAN ® 3Shape-Professional 13.11. Bremen 179,00<br />

ZTM Thomas Riehl<br />

zzgl. MwSt.<br />

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.bego-medical.com oder in unseren BEGO eNews, welche unter newsletter.bego.com<br />

abboniert werden können<br />

AbutmentDesignerTM und Stege 05.04.-05.04. Bremen 280,00 BEGO<br />

BEGO CAD/CAM Führerschein 08.04.-08.04. Bremen 200,00 Bremer Goldschlägerei<br />

Doppelkronen-Workshop 09.04.-10.04. Bremen 290,00 (04 21) 20 28 372<br />

Maltechnik für Vollkeramik 17.04. Bremen 180,00 www.bego.com<br />

Topfit zur Gesellenprüfung 22.04.-26.04. Bremen 200,00<br />

Frästechnik Grund für Auszubildende 29.04.-30.04. Bremen 90,00<br />

Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten 29.04. Bremen kostenfrei<br />

(kostenfrei, sofern BEGO Laser vorhanden, sonst<br />

100,00 zzgl. MwSt.)<br />

Praxisorientiertes Laser-Seminar (in Verbindung 30.04. Bremen 220,00,<br />

mit LaserStar- Kauf 110,00 zzgl. MwSt.)<br />

Aufwachstechnik Intensiv-Workshop 06.05.-07.05. Bremen 290,00<br />

Systemmodellguss – von Beginn an perfekt! 06.05.-07.05. Bremen 180,00<br />

Kronen und Brücken Grundkursus für Azubis 13.05.-15.05. Bremen 140,00<br />

Modellguss Fortgeschrittenen Kursus I 27.05.-29.05. Bremen 280,00<br />

Frästechnik für Einsteiger 24.06.-26.06. Bremen 290,00<br />

Modellguss Fortgeschrittenen Kursus I 26.08.-28.08. Bremen 280,00<br />

Topfit zur Gesellenprüfung 02.09.-06.09. Bremen 200,00<br />

Modellguss Fortgeschrittenen Kursus II 02.09.-05.09. Bremen 320,00<br />

BEGO CAD/CAM Führerschein 06.09. Bremen 140,00<br />

Rationelle Kombitechnik 09.09.-13.09. Bremen 490,00<br />

Metallkeramik: Intensivkursus 16.09.-19.09. Bremen 390,00<br />

AbutmentDesignerTM und Stege 23.09. Bremen 160,00<br />

Wochenende/Doppelkronen 27.09.-28.09. Bremen 260,00<br />

Wochenende/Modellguss Grund 27.09.-28.09. Bremen 260,00<br />

Wochenende/Modellguss Mittleres Niveau 27.09.-28.09. Bremen 260,00<br />

Wochenende/Vollkeramik, Malfarbenanwendung 27.09.-28.09. Bremen 260,00<br />

Wochenende/BEGO CAD/CAM Führerschein 28.09. Bremen 140,00<br />

Aufwachstechnik Intensiv-Workshop 01.10.-02.10. Bremen 290,00<br />

Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten 01.10. Bremen kostenfrei<br />

(kostenfrei, sofern BEGO Laser vorhanden, sonst<br />

100,00 zzgl. MwSt.)<br />

Laserkursus Fortgeschrittenen 02.10. Bremen 250,00<br />

Maltechnik für Vollkeramik 09.10. Bremen 180,00<br />

Alternative Kunststoffe nicht nur für 12.04.-13.04. Augsburg 468,00 Bodensee Dental GmbH<br />

Allergiepatienten (00731) 8327010<br />

Norbert Wichnalek, ZTM<br />

www.bodensee-<strong>dental</strong>.de<br />

Alternative Kunststoffe nicht nur für 12.04.-13.04. Augsburg 468,00<br />

Allergiepatienten<br />

Norbert Wichnalek, ZTM<br />

Alternative Kunststoffe nicht nur für 28.06.-29.06. Augsburg 468,00<br />

Allergiepatienten<br />

Norbert Wichnalek, ZTM<br />

Alternative Kunststoffe nicht nur für 28.06.-29.06. Augsburg 468,00<br />

Allergiepatienten<br />

Norbert Wichnalek, ZTM<br />

Kontakt: Angelika Achenbach / Bitte fordern Sie unser Kursprogramm an und nutzen den Frühbucher-Rabatt!<br />

Abrechnung im Labor Termin auf vor Ort in 1.189,00 bredent<br />

Manuela Luther Anfrage Ihrem Labor zzgl. (07309) 872-616<br />

Reisekosten www.bredent.com<br />

Zahntechnische Abrechnungen für Einsteiger, 05.06. Senden 289,00<br />

Quereinsteiger und Wiedereinsteiger<br />

(2 Personen<br />

Manuela Luther 239,00)<br />

Zahntechnische Abrechnungen für Experten 27.09. Senden 289,00<br />

Manuela Luther<br />

(2 Personen<br />

239,00)<br />

Präzisionsguss auf Implantat-, Teleskop- und Termin auf vor Ort in 929,00<br />

Stegarbeiten Anfrage Ihrem Labor<br />

ZT Ulrich Bremerich, ZTM Dirk Sommerfeld,<br />

ZT Martin Schulz, ZTM Christoph Zips<br />

164 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Modellgusskurs für Einsteiger Termin auf vor Ort in 449,00 bredent<br />

ZTM Dirk Sommerfeld, ZTM Christoph Zips Anfrage Ihrem Labor<br />

Modellgusskurs für Fortgeschrittene Termin auf vor Ort in 449,00<br />

ZTM Dirk Sommerfeld, ZTM Christoph Zips Anfrage Ihrem Labor<br />

Gießtechnik nach Sabath Modul 1 – Einsteigerkurs Termin auf vor Ort in 1.132,00<br />

Dipl.-Ing. Andreas Sabath Anfrage Ihrem Labor<br />

Gießtechnik nach Sabath Modul 2 – Expertenkurs Termin auf vor Ort in 2.037,00<br />

Dipl.-Ing. Andreas Sabath Anfrage Ihrem Labor<br />

Ästhetische Her<strong>aus</strong>forderung in der Composite Termin auf vor Ort in 445,00<br />

Verblendtechnik lösen Anfrage Ihrem Labor<br />

ZTM Michael Borghorst, ZTM Gunnar Dietz, ZTM<br />

Oliver Heinzmann, ZT Lars Osemann, ZT Mario Pütz<br />

Individuelle visio.lign Verblendung von 26.04.-27.04. Senden 989,00<br />

Implantat Suprakonstruktionen <strong>aus</strong> Zirkon<br />

ZT Andreas Lüdtke<br />

Herstellung einer 4-gliedrigen Frontzahnbrücke Termin auf vor Ort in 789,00<br />

auf Zirkon oder NEM Anfrage Ihrem Labor<br />

ZT Andreas Lüdtke<br />

Tabletop Kurs Termin auf vor Ort in 389,00<br />

ZTM Oliver Heinzmann Anfrage Ihrem Labor<br />

visio.lign auf festsitzenden und 23.10. München 185,00<br />

her<strong>aus</strong>nehmbaren Suprakonstruktionen<br />

ZT Stephan Adler<br />

visio.lign auf festsitzenden und Termin auf vor Ort in 185,00<br />

her<strong>aus</strong>nehmbaren Suprakonstruktionen Anfrage Ihrer Region<br />

ZT Stephan Adler<br />

Herstellung von Sofortversorgungen Termin auf Senden 849,00<br />

ZT Stephan Adler<br />

Anfrage<br />

Implantatprothetik TOTAL – Wege zu funktionellem Termin auf Senden 789,00<br />

totalen Zahnersatz<br />

Anfrage<br />

ZTM Patrik Guttenbacher, ZTM Christian Rohrbach<br />

Implantatprothetik TOTAL- Wege zu funktionellem Termin auf vor Ort in 789,00<br />

totalen Zahnersatz Anfrage Ihrem Labor<br />

ZTM Patrik Guttenbacher, ZTM Christian Rohrbach<br />

thermopress 400 Modul 1 – Grundkurs 18.04.-19.04. Senden 619,00<br />

ZTM Jens-Christian Fehsenfeld<br />

thermopress 400 Modul 1 – Grundkurs 26.09.-27.09. Senden 619,00<br />

ZTM Jens-Christian Fehsenfeld<br />

thermopress 400 Modul 2 – Fortgeschrittene 05.06.-06.06. Senden 619,00<br />

ZTM Jens-Christian Fehsenfeld<br />

thermopress 400 Modul 2 – Fortgeschrittene 14.11.-15.11. Senden 619,00<br />

ZTM Jens-Christian Fehsenfeld<br />

for2press BioHPP -– Die neue Werkstoffklasse in Termin auf vor Ort in 589,00<br />

der Prothetik Anfrage Ihrer Region<br />

ZTM Dirk Sommerfeld, ZTM Christoph Zips<br />

Epithetik Termin auf Senden Workshop Ohr:<br />

Dr. h.c. (UK) Werner H. Roschmann MSc. Anfrage 1.056,00<br />

Workshop Nase:<br />

1.056,00<br />

Workshop Auge:<br />

1.426,00<br />

Herstellung der Protrusionsschiene SleepPlus Termin auf Münster 419,00<br />

Zertifizierungskurs<br />

Anfrage<br />

ZT Jörg Meier (Hamburg und Münster)<br />

Herstellung der Protrusionsschiene SleepPlus Termin auf Hamburg 419,00<br />

Zertifizierungskurs<br />

Anfrage<br />

ZT Jörg Meier (Hamburg und Münster)<br />

Herstellung der Protrusionsschiene SleepPlus Termin auf Senden 419,00<br />

Zertifizierungskurs<br />

Anfrage<br />

ZT Jörg Meier (Hamburg und Münster)<br />

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.bredent.com<br />

Verstehen wir uns richtig? 17.05. Wiesbaden 449,00 bredent medical<br />

Arzt-Patient-Kommunikation (07309) 872-616<br />

Jutta Kamensky, Gesundheitswissenschaftlerin MPH<br />

www.bredent-medical.com<br />

Verstehen wir uns richtig? 11.10. Nürnberg 449,00<br />

Arzt-Patient-Kommunikation<br />

Jutta Kamensky, Gesundheitswissenschaftlerin MPH<br />

Datenschutzbrennpunkte in der Zahnarztpraxis & 14.06. Berlin 289,00<br />

Datenschutzunterweisung für mein Praxispersonal<br />

Dipl.-Informatiker Gerd Schramm<br />

Hygiene in der Zahnarztpraxis 15.03. München 349,00<br />

Dipl.-Kfr. Cordula Riemenschneider,<br />

Qualitätsmanagerin (DGQ)<br />

Hygiene in der Zahnarztpraxis 08.11. Kassel 349,00<br />

Dipl.-Kfr. Cordula Riemenschneider,<br />

Qualitätsmanagerin (DGQ)<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 165


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Konflikte im Alltag richtig erkennen und lösen! 12.04. Stuttgart 449,00 bredent medical<br />

Cornelia Busch, Business-Coach (IHK)<br />

Konflikte im Alltag richtig erkennen und lösen! 07.06. Hamburg 449,00<br />

Cornelia Busch, Business-Coach (IHK)<br />

Praxisstrategie und Werbung in der 06.12. München 499,00<br />

Zahnarztpraxis: Rechtssicher – Individuell – Erfolgreich!<br />

Rechtsanwalt Jens Pätzold – Fachanwalt für Medizinrecht<br />

Praxisstrategie und Werbung in der 13.05. Hannover 499,00<br />

Zahnarztpraxis: Rechtssicher – Individuell – Erfolgreich!<br />

Rechtsanwalt Jens Pätzold – Fachanwalt für Medizinrecht<br />

Vom Praxismarketing zur Markenpraxis! 26.04. Hamburg 449,00<br />

Dipl.-Volkswirtin Andrea Ludwig, PR-Beraterin (DPRG)<br />

Vom Praxismarketing zur Markenpraxis! 27.09. Wiesbaden 449,00<br />

Dipl.-Volkswirtin Andrea Ludwig, PR-Beraterin (DPRG)<br />

Behandeln Sie oder schreiben Sie an 05.07. Kassel 399,00<br />

Erstattungsstellen?<br />

Sandra Wappler<br />

Behandeln Sie oder schreiben Sie an 06.12. Berlin 399,00<br />

Erstattungsstellen?<br />

Sandra Wappler<br />

Zahnarztpraxis und Führung – Hochspannung 13.09. Hannover 419,00<br />

garantiert Chefsache – im Wind auf Kurs!<br />

Hedwig Mohl, mohl coaching, Business Trainer,<br />

NLP Master<br />

Einführung in die zahnärztliche Hypnose 08.11.-09.11. Ennigerloh 499,00<br />

Prof. Dr. Christian Rauch, Trainer und<br />

bei Münster<br />

Supervisor der DGZH<br />

Einführung in die zahnärztliche Hypnose 22.11.-23.11. Ennigerloh 499,00<br />

Prof. Dr. Christian Rauch, Trainer und<br />

bei Münster<br />

Supervisor der DGZH<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – 22.03.-23.03. Nürnberg 700,00/<br />

Modul 1 und Modul 2<br />

Modul<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – 19.04.-20.04. Nürnberg 700,00/<br />

Modul 1 und Modul 2<br />

Modul<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – 03.05.-04.05. Nürnberg 700,00/<br />

Modul 1 und Modul 2<br />

Modul<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom -– 11.09.-12.09. Nürnberg 700,00/<br />

Modul 1 und Modul 2<br />

Modul<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – 06.12.-07.12. Nürnberg 700,00/<br />

Modul 1 und Modul 2<br />

Modul<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – Modul 3 13.07. Nürnberg 700,00/<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang<br />

Modul<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – Modul 3 16.11. Nürnberg 700,00/<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang<br />

Modul<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – Modul 4 12.07. Nürnberg ZÄ: 450,00<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang ZT: 250,00<br />

Chirurgie mit Workshop am Phantom – Modul 4 15.11. Nürnberg ZÄ: 450,00<br />

Prof. (NY) Dr. Manfred Lang ZT: 250,00<br />

Kompaktkurs Implantologie 12.04.-13.04. Kassel 425,00<br />

Dr. Joana Kr<strong>aus</strong>, Dr. Britta Rose<br />

Kompaktkurs Implantologie 20.09.-21.09. Kassel 425,00<br />

Dr. Joana Kr<strong>aus</strong>, Dr. Britta Rose<br />

Implantatprophylaxe 24.04. Burgdorf 99,00<br />

Simone Schwenke<br />

Implantatprophylaxe 18.09. Burgdorf 99,00<br />

Simone Schwenke<br />

Abformung – aber richtig! Termin auf vor Ort in 99,00<br />

Sabine Rissmann Anfrage Ihrer Praxis<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 20.03. Düsseldorf Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 03.04. Hannover Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 24.04. Mannheim Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 08.05. Augsburg Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 05.06. Hamburg Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

166 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 19.06. Regensburg Einzel: 89,00 bredent medical<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 21.08. Berlin Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 21.08. Leipzig Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 25.09. Salzburg Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 09.10. Wien Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 08.11. Mannheim Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Wenige Implantate – feste Brücken – moderne 04.12. Berlin Einzel: 89,00<br />

Werkstoffe – NO Chipping<br />

Team: (ZA/ZT)<br />

Dr. Marc H<strong>aus</strong>amen, PD Dr. Jörg Neugebauer, Olaf Glück 149,00<br />

Masterclass SKY fast & fixed – Kick off 14.06.-15.06. Hamburg Paket 1/89,00<br />

Dr. Georg Bayer, ZT Stephan Adler, Olaf Glück Paket 2/<br />

ZA 389,00,<br />

Team ZA/ZT<br />

499,00<br />

Masterclass SKY fast & fixed – Kick off 28.06.-29.06. Frankfurt Paket 1/89,00<br />

Dr. Georg Bayer, ZT Stephan Adler, Olaf Glück Paket 2/<br />

ZA 389,00,<br />

Team ZA/ZT<br />

499,00<br />

Masterclass SKY fast & fixed – Kick off 15.11.-16.11. Dortmund Paket 1/89,00<br />

Dr. Georg Bayer, ZT Stephan Adler, Olaf Glück Paket 2/<br />

ZA 389,00,<br />

Team ZA/ZT<br />

499,00<br />

Masterclass SKY fast & fixed – Kick off 11.10.-12.10. Berlin Paket 1/89,00<br />

Dr. Georg Bayer, ZT Stephan Adler, Olaf Glück Paket 2/<br />

ZA 389,00,<br />

Team ZA/ZT<br />

499,00<br />

SKY fast & fixed – spezial 12.04.-13.04. Crailsheim 1.749,00<br />

Dr. Stephan Ryssel M.Sc.<br />

pro Team<br />

SKY fast & fixed – spezial 03.05.-04.05. Crailsheim 1.749,00<br />

Dr. Stephan Ryssel M.Sc.<br />

pro Team<br />

SKY fast & fixed – spezial 28.06.-29.06. Crailsheim 1.749,00<br />

Dr. Stephan Ryssel M.Sc.<br />

pro Team<br />

SKY fast & fixed – spezial 13.09.-14.09. Crailsheim 1.749,00<br />

Dr. Stephan Ryssel M.Sc.<br />

pro Team<br />

SKY fast & fixed – spezial 11.10.-12.10. Crailsheim 1.749,00<br />

Dr. Stephan Ryssel M.Sc.<br />

pro Team<br />

SKY fast & fixed – spezial 08.11.-09.11. Crailsheim 1.749,00<br />

Dr. Stephan Ryssel M.Sc.<br />

pro Team<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 22.03. Hamburg ZA/129,00<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und ZFA/ 79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 24.04. Kassel ZA/129,00<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und<br />

ZFA/79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 15.05. Stuttgart ZA/129,00<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und ZFA /79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 07.06. Köln ZA/129,00<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und ZFA /79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 167


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 25.09. Hannover ZA/129,00 bredent medical<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und<br />

ZFA/79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 09.10. München ZA/129,00<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und<br />

ZFA/79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 08.11. Mannheim ZA/129,00<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und<br />

ZFA/79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

Die HELBO-Therapie: Das System vom Markführer 04.12. Berlin ZA/129,00<br />

„Photodynamik“ zur schmerzarmen und ZFA /79,00<br />

nebenwirkungsfreien Behandlung bakterieller<br />

Infektion im Mundraum<br />

Vesna Braun, Dr. Ulrich Fürst, Dr. Sigurd Hafner,<br />

Tracey Lennemann (RDH BA), PD. Dr. Jörg Neugebauer<br />

HELBO-Therapie: Auffrischung der Thematik für 08.05. Augsburg ZA/129,00<br />

Anwender – Ihre Chance zur noch erfolgreicheren ZFA/ 79,00<br />

Integration in <strong>das</strong> Prophylaxe- und<br />

Therapiekonzept Ihrer Praxis<br />

Vesna Braun<br />

HELBO-Therapie: Auffrischung der Thematik für 05.06. Bremen ZA/129,00<br />

Anwender – Ihre Chance zur noch erfolgreicheren ZFA /79,00<br />

Integration in <strong>das</strong> Prophylaxe- und<br />

Therapiekonzept Ihrer Praxis<br />

Vesna Braun<br />

HELBO-Therapie: Auffrischung der Thematik für 18.09. Heidelberg ZA/129,00<br />

Anwender – Ihre Chance zur noch erfolgreicheren ZFA /79,00<br />

Integration in <strong>das</strong> Prophylaxe- und<br />

Therapiekonzept Ihrer Praxis<br />

Vesna Braun<br />

HELBO-Therapie: Auffrischung der Thematik für 16.10. Dortmund ZA/129,00<br />

Anwender – Ihre Chance zur noch erfolgreicheren ZFA /79,00<br />

Integration in <strong>das</strong> Prophylaxe- und<br />

Therapiekonzept Ihrer Praxis<br />

Vesna Braun<br />

HELBO-Therapie: Auffrischung der Thematik für 22.11. Nürnberg ZA/129,00<br />

Anwender – Ihre Chance zur noch erfolgreicheren ZFA /79,00<br />

Integration in <strong>das</strong> Prophylaxe- und<br />

Therapiekonzept Ihrer Praxis<br />

Vesna Braun<br />

Behandlung von Alveolarfortsatzdefekten: Termin auf Köln 649,00<br />

Eigenknochen und Alternativen<br />

Anfrage<br />

PD Dr. Dr. Daniel Rothamel<br />

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.bredent-medical.com<br />

Individuelle Präzision <strong>aus</strong> dem PolyMaster 23.03. Wörth 439,00 Candulor Dental GmbH<br />

Frank Rose, ZTM<br />

KunstZahnWerk<br />

Einführung in die Ästhetik der Zahntechnik 13.04. Nürnberg 439,00 (07731) 79783-22<br />

Tony Wiessner, ZTM<br />

www.candulor.de<br />

Wege zur hochwertigen Ästhetik 13.04. Berlin 439,00<br />

Kay Axthelm, ZTM<br />

Individuelle Präzision <strong>aus</strong> dem PolyMaster 23.04. Frankfurt/Main 439,00<br />

Frank Rose, ZTM<br />

Totalprothetik nach Prof. Dr. A. Gerber 26.04.-27.04. Wörth 659,00<br />

Reinhold Haß, ZTM<br />

Einführung in die Ästhetik der Zahntechnik 08.06. Breitengüßbach/ 439,00<br />

Tony Wiessner, ZTM<br />

b. Bamberg<br />

Intensiv-Aufstellkurs nach Prof.Dr.A. Gerber – 14.06.-15.06. Dresden 659,00<br />

Aus Erfahrung zum nachhaltigen Erfolg<br />

Martin Koller, ZT<br />

Einführung in die Ästhetik der Zahntechnik 14.09. Berlin 439,00<br />

Tony Wiessner, ZTM<br />

Intensiv-Aufstellkurs nach Prof.Dr.A. Gerber – 20.09.-21.09. Garbsen/ 659,00<br />

Aus Erfahrung zum nachhaltigen Erfolg<br />

b. Hannover<br />

Martin Koller, ZT<br />

Aufstellkurs nach physiologischen Prinzipien 20.09.-21.09. Frankfurt/Main 659,00<br />

Horst-Dieter Kr<strong>aus</strong>, ZTM<br />

168 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI · 3/2013 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Individuelle Präzision <strong>aus</strong> dem PolyMaster 12.10. Düsseldorf 439,00 Candulor Dental GmbH<br />

Frank Rose, ZTM<br />

Wege zur hochwertigen Ästhetik 26.10. Berlin 439,00<br />

Kay Axthelm, ZTM<br />

Einführung in die Ästhetik der Zahntechnik 26.10. Breitengüßbach/ 439,00<br />

Tony Wiessner, ZTM<br />

b. Bamberg<br />

Mit System zur Totalprothese – Auf- und 15.11.-16.11. Stuttgart 659,00<br />

Fertigstellung nach physiologischen Prinzipien<br />

in balancierter Okklusion<br />

Helmut Kircheis, ZT<br />

Die neuromuskuläre Kieferrelationsbestimmung – 29.11.-30.11. Düsseldorf 665,00<br />

Zuverlässige Techniken für zufriedene Patienten<br />

Dr. Daniel Hellmann, ZTM / Helmut Kircheis, ZT<br />

Kontakt: Angelika Achenbach / Bitte fordern Sie unser Kursprogramm an und nutzen den Frühbucher-Rabatt!<br />

Indirektes Kleben – schneller zum Erfolg auf Anfrage Herborn 300,00 Colloquium – Wissens Wert<br />

Dr. J. Franke, ZT M. Schön 02772/582148<br />

Tiefzeihtechnik – ästhetische Zahnregulierung auf Anfrage Herborn 300,00 www.life-<strong>dental</strong>.de<br />

u. Retention<br />

Dr. J. Franke, ZT M. Schön<br />

Indirektes Kleben – schneller zum Erfolg auf Anfrage Herborn 300,00<br />

Dr. J. Franke, ZT M. Schön<br />

KFO Technik-Grundkurs: Vom Lückenhalter zur auf Anfrage Herborn 350,00<br />

Dehnplatte<br />

ZT M. Schön<br />

KFO Aufbaukurs: Bimaxiläre Geräte auf Anfrage Herborn 450,00<br />

(Bionator, Aktivatoren usw.) – 2 Tage<br />

ZT M. Schön<br />

KFO Spezial-Kurs: Fränkel III – 2 Tage auf Anfrage Herborn 450,00<br />

ZT M. Schön<br />

KFO Spezial-Kurs: Herstellung einer Distal-Jet auf Anfrage Herborn 550,00<br />

Apparatur<br />

ZT M. Schön<br />

Individuelle Techniker-Kurse auf Anfrage!<br />

Lava Innovationen & Tipps <strong>aus</strong> der Praxis 17.04. ab Starnberg kostenfrei Corona Lava Fräszentrum<br />

Johannes Semrau, ZT 15:00 Uhr Starnberg<br />

Lava Innovationen & Tipps <strong>aus</strong> der Praxis 15.05. ab Starnberg kostenfrei (0 81 51) 55 53 88<br />

Johannes Semrau, ZT 15:00 Uhr www.lavazentrum.com<br />

Teilnahme nur nach Anmeldung, da Teilnehmerzahl begrenzt!<br />

Aufwachstechnik als Basis und Wegbereiter im 10.04. Stuttgart 349,00 DeguDent GmbH<br />

CAD/CAM-Zeitalter (0 6181) 59-5915<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

www.degudent.de<br />

Cercon ® ht <strong>das</strong> Verblendkonzept 10.04. Düsseldorf 49,00<br />

ZTM Jochem Fries-Terstesse, DeguDent GmbH<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik mit den 11.04. Berlin 349,00<br />

Keramik-Systemen Kiss und love<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 11.04.-12.04. Hamburg 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZTM Andrea Schlichting, DeguDent GmbH<br />

Cercon ® ht <strong>das</strong> Verblendkonzept 12.04. Ismaning 49,00<br />

ZT Georg Wurm, DeguDent GmbH<br />

Natürliche Zähne statt Kronen (Morphologie, 15.04.-16.04. Hanau 295,00<br />

Oberflächen, Textur)<br />

ZT Yamen Chaban, DeguDent GmbH<br />

Unterschiedliche Gerüstwerkstoffe: eine 15.04.-16.04. Hannover 649,00<br />

Keramik-Systematik – Kiss<br />

ZTM Jürgen Braunwarth, Stuttgart<br />

CAD/CAM-Basis-Workshop Cercon ® art 3.2 16.04. Stuttgart 98,00<br />

ZTM Richard Wirschke, DeguDent GmbH<br />

ART ORAL Minimal-invasiv – Non-invasiv 17.04. Gütersloh 349,00<br />

ZT Kl<strong>aus</strong> Müterthies, Gütersloh<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 17.04.-18.04. Düsseldorf 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZTM Leif Wilbrand-Alliger, DeguDent GmbH<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 17.04.-18.04. Hanau 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZTM Ansger Volke, DeguDent GmbH<br />

Rechnen Sie mit Wachstum – die richtige 17.04. Stuttgart 169,00<br />

Abrechnung zahntechnischer Leistungen<br />

Uwe Koch, GO-ZAKK, Willich<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LXI ·3/2013 169


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Substanzschonend – der Trend: Variationen der 17.04.-18.04. Hamburg 649,00 DeguDent GmbH<br />

Veneer-Technik<br />

ZTM Jürgen Braunwarth, Stuttgart<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 18.04.-19.04. Hannover 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZTM Andrea Schlichting, DeguDent GmbH<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 18.04.-19.04. Stuttgart 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZT Anke Fleischfresser, DeguDent GmbH<br />

HandWerk Keramik – Back to the roots Mit 18.04.-19.04. Berlin 295,00<br />

fundamentalen Wissen und Struktur zum Erfolg<br />

ZTM Joachim Wille, DeguDent GmbH<br />

CAD/CAM-Basis-Workshop Cercon ® art 3.2 22.04. Hannover 98,00<br />

ZTM Andrea Schlichting, DeguDent GmbH<br />

HandWerk Keramik – Back to the roots Mit 23.04.-24.04. Hamburg 295,00<br />

fundamentalen Wissen und Struktur zum Erfolg<br />

ZTM Joachim Wille, DeguDent GmbH<br />

Aufwachstechnik als Basis und Wegbereiter im 24.04. Hannover 349,00<br />

CAD/CAM-Zeitalter<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Rechnen Sie mit Wachstum – die richtige 24.04. Berlin 169,00<br />

Abrechnung zahntechnischer Leistungen<br />

Uwe Koch, GO-ZAKK, Willich<br />

Individueller geht’s nicht – unsichtbare Kronen 24.04.-25.04. Düsseldorf 498,00<br />

– Mit Patient<br />

ZTM Hans-Jürgen Joit, Düsseldorf<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 25.04.-26.04. Ismaning 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZT Anke Fleischfresser, DeguDent GmbH<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik mit den 25.04. Hannover 349,00<br />

Keramik-Systemen Kiss und love<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Cercon ® ht <strong>das</strong> Verblendkonzept 25.04. Berlin 49,00<br />

ZTM Gerald Haase, DeguDent GmbH<br />

Detaillierte Beschreibungen finden Sie auf unserer Website www.degudent.de unter der Rubrik „Fortbildung und Veranstaltungen“.<br />

Einsteiger Workshop Ceramco iC 18.04. Hannover 195,00 Dentsply<br />

Ztm. Udo Waniek<br />

DeguDent GmbH<br />

Einsteiger Workshop Ceramco iC 28.05. Hamburg 195,00 08161-595976<br />

Zt. Burkhard Maaß<br />

dentsply-degudent.de<br />

in:joy Masterworkshop 09.04. Neuss 249,00<br />

Ztm. Jochen Peters<br />

in:joy Masterworkshop 03.07. Neuss 249,00<br />

Ztm. Jochen Peters<br />

Aufstellprothetik APFNT 25.04.-26.04. Hamburg 325,00<br />

Zt. Burkhard Maaß<br />

Aufstellprothetik APFNT 10.06.-11.06. Essen 325,00<br />

Ztm. Udo Waniek<br />

Aufstellprothetik APFNT 12.06.-13.06. Hannover 325,00<br />

Zt. Burkhard Maaß<br />

Eine für Alles Metallkeramik, Vollkeramik und 12.04.-13.04. Essen 495,00<br />

Überpressstechnik mit System<br />

Ztm. Thomas Kühn<br />

Intensiv-Workshop „Vollkeramik, Metallkeramik 26.04. Bad Honnef 299,00<br />

mit System“<br />

Ztm. Thomas Kühn<br />

Ceramco iC Masterworkshop 29.04.-30.04. Neuss 498,00<br />

Ztm. Jochen Peters<br />

Ceramco iC Masterworkshop 24.06.-25.06. Neuss 498,00<br />

Ztm. Jochen Peters<br />

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.dentsply-degudent.de<br />

Kieferorthopädischer Grundkurs Teil I – 22.03.-23.03. Ispringen 449,00 Dentaurum GmbH & Co. KG<br />

Ihr Einstieg in die KFO 07231/803-470<br />

ZT Martin Geller<br />

www.dentaurum.de<br />

Kieferorthopädischer Grundkurs Teil II – 22.03.-23.03. Frohburg 449,00<br />

für diejenigen, die (noch) mehr wissen wollen<br />

(bei<br />

ZT Monika Brinkmann<br />

Leipzig)<br />

Oberkieferdehnun