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USER

08/2013 • August 2013 • www.android–user.de

Im Fokus: die Alternative zu Google-Android

CyanogenMod

Macht Ihr Handy wieder wie neu!

Mehr Performance denn je!

Spioniert keine Daten aus!

Installation

Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung

Grundlagen

Die Vorteile von CM — so arbeiten die Devs

Huawei

Ascend P6

Der iPhone-Killer:

schneller, dünner,

günstiger

15 Seiten Tipps & Tricks

Die besten Tipps für HTC-Handys:

Menübutton nutzen, Lockscreen ändern

Spracherkennung verbessern

Fußballresultate mit Google Now

Drucken mit Android

So nutzen Sie jeden Drucker

als Android-Drucker S. 100

NEUE ROAMING-TARIFE

So günstig ist das Telefonieren und

Surfen in der EU seit dem 1. Juli S. 104

Jeden Song als Klingelton einrichten

Musiktipps für Google Play und Spotify

Fastboot und ADB installieren

App-Icons als Widget nutzen

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* Deutschland

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Tricks für den

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Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Huawas?

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

rund zwei Jahre ist es nun her, dass ich

mein erstes Handy von Huawei (das Ideos

X5) getestet habe. Die Marke war für mich

damals kein absolutes Novum, da ich bereits

einen 3G-Dongle der Firma benutzte.

Auf dem Dongle war zwar nur ein Vodafone-Logo

und keinerlei Informationen

zum Hersteller zu finden, aber als Linux-

Anwender muss man sich mit Hardware

etwas auskennen. So wusste ich schon

beim Kauf, dass das ein Dongle von Huawei

ist, für den es Linux-Treiber gibt.

Zwei Jahre später

Huawei ist für mich also keine komplett unbekannte

Firma. Dennoch bin ich beeindruckt,

wie schnell die Chinesen neue, bessere

Handys auf den Markt bringen. Mit

Modellen wie dem Honour alias Honor

oder der Y-Serie bei Tchibo konnte man

hierzulande recht große Erfolge feiern,

aber bei den Tablets und den Topgeräten

hat es nicht ganz geklappt. Das groß angepriesene

Ascend D quad ließ zu lange auf

sich warten und brachte dann auch nicht

die erwartete Leistung. Auch das 10-Zoll-

Tablet mit hochauflösendem Display

schaffte es lange nicht nach Europa.

Design ist wichtig

Als ich hierzulande noch das klobige und

bieder anmutende Ideos X5 mit Android

2.1 testete, hat man sich bei Huawei schon

an die Entwicklung eines neuen Flaggschiffs

gemacht. Dieses Mal wollte man

mit dem Design punkten, nicht nur mit

dem Preis und der (Akku-)Leistung. Als Resultat

präsentierte uns Huawei im Sommer

2012 das Ascend P1. Ein durchaus solides

und schönes Handy, aber auch hier blieb

der Wow-Effekt genauso aus wie beim

Nachfolger, dem in Barcelona gezeigten

Ascend P2. Mit dem neuen Ascend P6 wird

Huawei hingegen der Durchbruch gelingen

– da bin ich mir ziemlich sicher. Denn das

Handy sieht nicht nur sehr gut aus, es stimmen

auch alle technischen Parameter, und

nicht zuletzt stimmt auch der Preis.

Billige iPhone-Kopie?

Vor zwei Jahren kannte man Samsung nur

für seine Kühlschränke, TV-Geräte und

Notebooks. Heute kennt die Galaxy-Geräte

quasi jeder. Seinem Erfolg viel zu verdanken

hat Samsung den ersten Galaxy-Geräten,

die zwar keine einfachen iPhone-Klone

waren, aber doch sehr viel vom Design

übernahmen und durch die Streitereien

mit Apple auch viel Presse bekamen. Das

Ascend P6 ist keine billige iPhone-Kopie,

sondern im Gegenteil eine echte technische

Meisterleistung. Die Idee, eine 5-Megapixel-Frontkamera

zu verbauen, könnte

direkt von Apple stammen. So einfach und

genial ist sie. Das Ascend P6 müssen die

Amerikaner den Chinesen erst einmal

nachmachen!

Marcel Hilzinger

Huawei

„Wir wollen,

dass die Leute

wissen, dass

die besten

Smartphones

von Huawei

stammen.“

Richard Yu, CEO

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

Android-user.de August 2013 3


Service

Inhalt

CyanogenMod

38

Huawei Ascend P6

Huawei? Wow-wei!

Das neue Top-Handy im Test

CyanogenMod

ab S 12

Grundlagen

Die Vorteile vom CM — so arbeiten die Devs

Installation

Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 News

10 Dr.Web Special

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

Fokus

12 CyanogenMod-Grundlagen

Alles rund um das beliebteste

Custom-ROM

16 Was ist CyanogenMod?

Das macht CyanogenMod so

besonders!

20 CyanogenMod Nexus 4

So installieren Sie CM 10.1 auf dem

Google-Handy

24 CyanogenMod Galaxy S3

Lohnt sich der Umstieg auf einem

Samsung Galaxy S3?

28 CyanogenMod Galaxy S

Leistungsexplosion beim ersten

Modell aus der Galaxy-S-Reihe

Hardware

34 Huawei Ascend Mate

Konkurrenz für das Galaxy Note 2.0

36 Alcatel Onetouch Idol Ultra

Wir testen das superdünne

Smartphone

38 Huawei Ascend P6

Superflach und superschnell – ist

am P6 alles super? Wir testen!

40 Point of View Onyx 527

Tablet mit eingebautem TV-Tuner

42 Aiptek air2U Music Speaker E15

Starker Sound aus kleinen Boxen

44 Sony SmartWatch

Die Handy-Fernbedienung am

Handgelenk

4 August 2013 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

84 Google Hangouts

So bedienen Sie Googles neuen

Chat für Android und Gmail

Tipps & Tricks

88 Musiktipps

Brandaktuelles aus unserer

Musikredaktion

92 Tipps & Tricks

Praktische Tipps aus unserer

Redaktion

94 Klingeltöne einrichten

So tanzt das Handy nach Ihrer

Pfeife

96 HTC-Tipps

Tipps rund um HTC-Handys und

Sense

100 Cloud Printing

Per Google Cloud Print vom

Handy aus drucken

104 Neue Roamingtarife

Das sind die neuen Handytarife

im EU-Ausland

SPIELE

81 Tentacle Wars

Strategisches Kräftemessen im

Mikrokosmos

78 Neue Spiele

Unsere Spielevorstellungen

80 Ticket to Ride

Das Brettspiel „Zug um Zug“

auf Android

PowerUser

106 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

108 Xposed Toolkit

Android tweaken ohne

separate Custom-ROM

82 Arma Tactis

Der neue rundenbasierte

Strategieknaller

110 Ausgerootet?

Immer mehr Apps

blockieren Root-Androiden

111 Minimal ADB & Fastboot

Die Android-Tools ohne das

große Android-SDK

112 Root für Acer Iconia A500

So holen Sie sich auf dem

A500 Root-Rechte

104 Roaming

Seit Juli ist das

Telefonieren und Surfen im

EU-Ausland günstiger.

APPS

61 Panorama-Apps

48 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

50 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

54 Meine Apps

Android-User-Lieblings-Apps

58 Snapseed

Tolle Bilder per Fingerzeig

So erstellen Sie spektakuläre

Rundumfotos

64 DJ-Tools

Diese Apps machen das

Handy zum Turntable

66 Widgetsoid

Quick-Settings für Homescreen

und Statusleiste

70 Kundenkarten-Apps

Mit diesen Apps wird Ihr

Geldbeutel schlanker

73 Appseits des Mainstreams

Android User sucht nach

verborgenen App-Perlen

76 Google Drive

Google ergänzt seinen Cloud-

Speicher um Texterkennung

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

Android-News

Android-News

Google Drive vereinheitlicht Speicher auf 15 GByte

Bei GMail konnte man bisher 10 GByte E-Mails und deren

Attachments lagern, davon standen 5 GByte für beliebige

Daten bei Google Drive zur Verfügung, der Rest blieb für

E-Mails. Die bisherige Aufteilung war unglücklich für alle,

die zwar gerne den Onlinespeicher nutzen, jedoch nur

selten Mails schreiben. Google hat die Speicherbereiche

nun zu einem einzigen Speicher zusammengelegt: Insgesamt

stehen Nutzern künftig also 15 GByte zur Verfügung.

Wird noch mehr Speicher benötigt, kann man seinen

Speicherplatz gegen Geld aufrüsten. Die Tarife beginnen

bei 4,99 US-Dollar im Monat für 100 GByte, für 1 TByte

werden 49,99 US-Dollar monatlich fällig. Das Angebot

endet bei 16 TByte für 799 US-Dollar im Monat – ein üppiges

Volumen, das wohl nur für Unternehmen sinnvoll

sein dürfte. Abgerechnet wird der kostenpflichtige Speicherplatz

über Google Wallet.

ZTE

ZTE: Flaggschiffe

starten in Russland

Nachdem die Markteinführung der Grand-

Serie in China über die Bühne gegangen

ist, startet ZTE nun mit vier Top-Android-

Smartphones in Russland. ZTE Grand S,

ZTE Grand Memo und ZTE Grand X Quad

sowie das neue Mittelklasse-Phone ZTE

V880H sollen dort noch vor dem Westeuropa-Start

verfügbar sein.

Nach den Worten von Ding Haomin,

Vizepräsident von ZTE, läutet die

russische Markteinführung eine neue

Ära für das chinesische Unternehmen

ein, das sich auf Dauer an Huawei heranpirschen

möchte. Angesichts der

Ausstattung könnte das gelingen: Das

ZTE Grand S und das ZTE Grand Memo

verfügen über Quad-Core-Prozessoren,

die mit 1,5 GHz getaktet sind. Dazu gibt

es eine 13-Megapixel-Kamera, die

hochauflösende Videos aufzeichnen

kann. Die Akkulaufzeit des ZTE Grand

Memo soll bis zu 400 Stunden im Standbymodus betragen – dem geringen

Stromverbrauch des verbauten Prozessors sei Dank.

Um die Orientierung zu erleichtern, verfügen die Handys der Grand-

Serie über die neue Oberfläche ZTE Mifavor, die eine Bedienung mit

nur einer Hand ermöglicht. Das ZTE Grand X Quad bietet wie das

ZTE V880H den Betrieb mit zwei SIM-Karten, damit man mühelos

zwischen beruflichem und privatem Gebrauch wechseln kann.

Google kauft Waze

Waze, der soziale Verkehrsinformationsservice aus

dem israelischen Raanana mit über 50 Millionen

Usern, geht in die Hände von Google über. Der

Waze-Übernahme gingen zahlreiche Gerüchte

voraus: Bereits letztes Jahr war die Rede davon,

dass Google-Hauptkonkurrent Apple an einer

Aneignung von Waze interessiert sei, später meldete

auch Facebook Kaufabsichten und entsandte

sogar Firmenvertreter nach Israel.

Mountain View bringt man in Raanana hingegen

das größte Vertrauen entgegen. Der kalifornische

Konzern hat bereits im Jahr 2010 zwei kleinere

israelische Unternehmen erworben: LabPixies für

25 Millionen US-Dollar und Quiksee für 10 Millionen.

In beiden Fällen blieben sämtliche Arbeitsplätze

in Israel erhalten, im Gegensatz zu Facebook

unterhält Google zudem ein Büro im

israelischen Tel Aviv.

Waze gehört zu den cleversten

Navi-Apps, die bisher

entwickelt wurden. Der

Dienst bietet auf Crowdsourcing

basierende Informationen

zu Staus, Polizeipräsenz,

Blitzern und Verkehrsbehinderungen.

Die

Social-Networking-Komponente

fehlte Google noch in

seinem Maps-Angebot.

6

August 2013

Android-User.de


News

Android-News

CyanogenMod für Galaxy S3:

kein Stable Release

CyanogenMod 10.1 steht kurz vor dem Stable Release. Das

Projekt hat aktuell den Release Candidate 5 erreicht, mit einer

nahenden Veröffentlichung der finalen Version ist zu rechnen.

Für rund fünfzig Smartphones bietet das CM-Projekt bereits

jetzt Monthly und RC-Builds an, also Firmware-Versionen, die

sich für den täglichen Gebrauch eignen. Doch ein prominentes

Smartphone fehlt noch:

das Galaxy S3 von Samsung.

Performance-Probleme mit

dem Mali-Chipsatz halten die

Entwickler davon ab, die aktuelle

CM-Version für das SGS3

als stabil zu bezeichnen. Darum

finden sich auf den Download-

Seiten des CyanogenMod-Projekts

für das i9300 und i9305

lediglich täglich produzierte

Nightly Builds. Ob es bei diesem

Entschluss bleibt, steht

aktuell noch auf der Kippe,

denn das Odroid-Board nutzt

die gleiche GPU, und dieser

Build gilt aktuell als „stable“.

Samsung

Samsung plant Zubehör-

Stores

Der Accessoire-Markt für Android-Smartphones ist auf

dem aufsteigenden Ast. Samsung will mit eigens konzeptionierten

Zubehör-Stores seinen Kunden ein ähnlich umfangreiches

Angebot wie die Apple Stores bieten – zunächst

gibt es die Samsung-Artikel allerdings ausschließlich

im Internet. Insgesamt ist der Smartphone-Zubehörmarkt

auf ein Volumen von 44 Milliarden US-Dollar angewachsen.

Da ist es nur eine logische Folge, dass sich

Samsung in der Accessoire-Sparte breiter aufstellen will.

Zusammen mit Drittanbietern will der Smartphone-Riese

ein umfangreiches Angebot auf die Beine stellen, das ähnlich

wie das der Apple-Stores konzeptioniert sein soll.

Samsung will zwar zunächst nur sein Web-Business weiter

ausbauen, auf Dauer aber auch in den Fußgängerzonen

präsent sein: Von über 1400 Verkaufsstellen ist die Rede.

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News

Android-News

Sony

Sony Xperia Z in

Google Edition

Nach dem Samsung Galaxy S4 und

dem HTC One wird auch das Sony

Xperia Z schon bald als Nexus-

Gerät bzw. „Google Edition“ im

Play Store Einzug halten. Gerüchte

von mehreren Nexus-Smartphones

machten bereits im Herbst 2012

die Runde, Sony war dabei immer

im Gespräch. Nun gibt es zwar

noch kein echtes Nexus-Gerät von

Sony, aber eine spezielle Google-

Edition des wasser- und staubfesten

Xperia Z im Play Store. Damit

reiht sich Sony hinter Samsung

und HTC ein, die bereits entsprechende

Geräte angekündigt haben und deren

Google-Editions bereits im US-amerikanischen Play Store verfügbar sind.

Die Google Edition unterscheidet sich übrigens de facto nicht von einem

Nexus-Gerät: Sämtliche Software-Updates stammen von Google, und

auch das vorinstallierte Android-System enthält höchstens minimale Änderungen

des Herstellers. Zum Preis und zur Verfügbarkeit gibt es noch

keine Angaben. Das Angebot wird ziemlich sicher auf die USA beschränkt

sein, wir gehen von einem Preis von 599 US-Dollar aus.

AMD: Prozessoren

für Mobilgeräte

Lange hatten Qualcomm und Texas Instruments

bei der Herstellung von Systemchips

für Smartphones keine Konkurrenz

zu fürchten. Die „Großen“ der PC-Branche,

AMD und Intel, verpassten schlicht und

einfach den Trend. Nur Nvidia schaffte es,

seine Tegra-SoCs erfolgreich auf dem

Markt zu platzieren. Nach Informationen

der PC World möchte nun jedoch auch

AMD seine Fokussierung auf Chips für herkömmliche

Desktop-PCs und Notebooks

mit Windows (oder Linux) aufheben und

Bauteile für mobile Plattformen wie

Android oder Chrome OS fertigen. Die

neuen AMD-Prozessoren für Smartphones

und Tablets sollen auf der x86- und ARM-

Architektur basieren.

Einen Zeitplan bis zur Marktreife von mobilen

AMD-Prozessoren wollte AMDs Vizepräsidentin

Lisa Su noch nicht nennen. Bei

der Konzeption sei man jedoch schon über

die Planungsphase hinaus und arbeite eng

mit Entwicklern zusammen, um Android-

Apps auf AMD-Chips betreiben zu können.

BMW: iDrive-Update

unterstützt Android

In nahezu jedem neuen BMW, der künftig

aus den Fertigungshallen rollt, wird eine

SIM-Karte eingebaut, die eine permanente

Datenverbindung ermöglicht. Daneben hat

BMW angekündigt, seine Connected-App,

die es bisher nur für iOS gab, ab Sommer

auch für Android anzubieten. Die Neuerungen

finden im Rahmen einer größeren

Umstrukturierung des BMW-Infotainment-

Systems iDrive statt.

Derzeit empfängt beispielsweise der BMW

750Li Musik über Satellitenradio und Verkehrsdaten

via FM-Signal; dazu gibt es den

BMW Online-Service und die Connected-

App. Durch die Reorganisation will BMW

alle Dienste unter einen Hut bringen.

BMW

Toshiba startet Jelly-

Bean-Tabletserie

Als erfolgreicher Produzent von Notebooks

möchte Toshiba in Zukunft auch auf dem

Android-Markt eine Rolle spielen. Den

Erfolg sollen dazu drei neue Tablet-Modelle

aus der eXcite-

Reihe bringen. Mit den

Pure-, Pro- und Write-Tablets

wird der gesamte Markt

abgedeckt. Speziell das Write mit

hochauflösendem Display und Digitizer-Stift

ist für Android-User mit hohen

Ansprüchen sehr interessant. Der Einstieg in

Toshibas Tablet-Welt beginnt jedoch mit dem

günstigen Pure-Modell. Für 299 Euro bekommen Käufer ein 10,1-Zoll-Gerät

mit Tegra-3-Chip, WXGA-Display (1280 x 800 Pixel) und 16 GByte internem

Speicher. Über einen MicroSD-Slot lässt sich der Speicher jedoch um bis zu

64 GByte aufstocken. Insgesamt ist die Ausstattung gegenüber den beiden

Schwestermodellen deutlich abgespeckt.

Interessanter wird es bei den Modellen Pro und Write, in denen Nvidias neuer

Tegra-4-Chip zum Einsatz kommt. Mit ihnen hat Toshiba einen der ersten

Androiden mit diesem Chip auf dem Markt. Ein scharfes PixelPure-Display

mit 2560 x 1600 Pixel, hochwertige Lautsprecher von Harman Kardon und eine

HDR-fähige 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz komplettieren die Eckdaten.

Am Ende der Produktlinie steht das Toshiba eXcite Write. Technisch basiert

es auf dem 499 Euro teuren Pro-Modell, allerdings wurde noch ein Digitizer in

das Display integriert. Die 32-GByte-Version kostet 599 Euro.

Toshiba

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News

Dr.Web Special

90 Tage

sicher Sonderaktion

Dr.Web für 90 Tage gratis

Dr.Web ist eine etablierte Sicherheitslösung für Windows, Mac, Linux

und Android. Mit Android User können Sie die Lösung für Android und

Windows drei Monate lang gratis nutzen. Zudem erhalten Sie

40 Prozent Rabatt auf den regulären Preis. Marcel Hilzinger

Ein Antivirenprogramm gehört auf

jeden Windows-Rechner, aber auch

Android-Geräte können von Dr.Web

Antivirus profitieren, indem die

App Ihr Smartphone oder Tablet nicht nur

gegen Malware absichert, sondern Sie auch

beim Browsen und beim Verlust Ihres Smartphones

schützt. Wir stellen die

App vor und zeigen, wie Sie die

Gratis-Version aktivieren.

Dr.Web für Android

Den Überblick im Wald der

Anti-Malware-Lösungen für

Android zu behalten, ist gar

nicht so einfach. Dr.Web ist

zwar hierzulande kein Exot,

gehört aber auch nicht unbedingt

zu den großen Namen

im Antivirengeschäft. Generell

bietet Dr.Web praktisch

den gleichen Schutz wie alle

anderen guten Lösungen auf

dem Markt: Die App scannt

installierte Apps auf Schadsoftware,

stellt eine Anti-

Diebstahllösung bereit und

schützt Sie vor unerwünschten

Anrufen und

SMS-Nachrichten.

Abb. 1: Das Hauptmenü mit

den Menüpunkten und den

Einstellungen oben rechts.

Neben den Standardfunktionen überprüft die

App auch MicroSD-Karten auf gefährliche

Autorun-Dateien für Windows und bietet

eine Anti-Diebstahl-Funktion sowie SMSund

Anrufblocklisten. Je nach Wunsch lassen

sich Adware und Riskware-Apps (also

Programme mit vielen Anzeigen oder solche,

die nur potenziell gefährlich sind) von den

Resultaten ausschließen. So schlägt Dr.Web

wirklich nur dann Alarm, wenn auch eine

echte Bedrohung erkannt wurde. Möchten

Sie Ihr Handy hingegen auch vor aggressiven

Anzeigen schützen, setzen Sie in den Einstellungen

unter Scanner | Optionen bei Adware

und Riskware die entsprechende Checkbox.

Guter Surfschutz

Besser als alle anderen Sicherheitslösungen

hat Dr.Web den Surfschutz gelöst. Dr.Web

schützt nicht nur beim Surfen mit dem

Standardbrowser von Android, sondern auch

dann, wenn Sie mit Chrome unter Android

unterwegs sind. Die vorgegebenen Kategorien

lassen sich zwar nicht durch eigene

Blacklists erweitern, aber dennoch sorgen sie

zum Beispiel auf Kinderhandys für zusätzliche

Sicherheit. Via Social Media blockieren

Sie zum Beispiel Facebook, Twitter, Google+

und viele weitere Dienste.

Sehr positiv überrascht waren wir in den

Tests auch vom Akkuverbrauch von Dr.Web.

Die App tauchte kein einziges Mal in den

Statistiken zu den stromhungrigsten Apps

von Android auf. Dr.Web verrichtet seinen

Dienst also, ohne dabei negativ aufzufallen.

10

August 2013

Android-User.de


News

Dr.Web Special

Abb. 2: Die App zeigt einen Hinweis

an, damit ein ehrlicher Finder

das Handy zurückgeben kann.

Gratisversion für 90 Tage

Weil uns Dr.Web so gut gefallen hat, bieten

wir unseren Leserinnen und Lesern die App

inklusive der Windows-Version „Dr.Web

Security Space 8.0“ für drei Monate zum

Nulltarif an. Sie erhalten einen 90 Tage lang

gültigen Lizenzschlüssel, der sich während

dieser Zeit zudem mit 40 Prozent Rabatt zur

Vollversion upgraden lässt. Gefällt Ihnen die

Lösung von Dr.Web, dann bezahlen Sie für

das Komplettpaket mit Windows-Version und

Android-App nur 17,18 Euro statt 28,60 Euro.

Um von der Aktion Gebrauch zu machen,

öffnen Sie in einem Browser [LINK 1] und klicken

hier auf das Android-User-Logo. Im

neuen Fenster geben Sie Ihren Namen und

Abb. 3: Über den Cloud-Checker

sperren Sie diverse Angebote im

Internet.

eine E-Mail-Adresse sowie

den als Spam-Schutz dienenden

Zahlencode ein. In

das Feld "Aktionscode"

schreiben Sie drweb in

Kleinbuchstaben.

Sie erhalten nun von Dr.

Web eine E-Mail mit dem

Lizenzschlüssel (Abbildung

5). Falls Sie Dr.Web

nur unter Android nutzen

möchten, laden Sie sich

von Google Play die aktuelle

Version von Dr.Web

Antivirus herunter [LINK 2].

Beim ersten Start müssen

Sie die Lizenzvereinbarung

akzeptieren. Im neuen

Dialog wählen Sie Seriennummer

eingeben (Abbildung

4) und tippen hier

die per E-Mail erhaltene

Seriennummer ein und anschließend auf

Schlüssel erhalten. Falls Sie Dr.Web bereits

installiert haben und eine Demolizenz angefordert

haben, öffnen Sie oben rechts das

Menü und wählen den Eintrag Über das Programm.

Hier finden Sie nun einen Button,

um die Lizenz zu verlängern, der Sie zum

Dialog aus Abbildung 6 führt.

Möchten Sie auch die Windows-Lösung

von Dr.Web nutzen, dann laden Sie sich über

den Link in der E-Mail Dr.Web Security

Space 8.0 herunter. Sie können auch die Android-Anwendung

über die Dr.Web-Webseite

herunterladen, wir empfehlen Ihnen aber

den Weg über Google Play. Der Lizenzschlüssel

ist für die Windows-Software und für die

Android-App gültig. Der Download-Link ist

bis zum 31. August 2013 gültig.

● ● ●

Abb. 4: In diesem Dialog der

Android-App geben Sie den Lizenzschlüssel

ein.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29671

Abb. 5: Nach der Registrierung erhalten Sie per

E-Mail eine Lizenz für 90 Tage.

Abb. 6: Um vom Sonderangebot zu profitieren, geben Sie Ihren Namen, eine gültige E-Mail-

Adresse und den Aktionscode ein.

Android-user.de August 2013 11


Fokus

CyanogenMod-Grundlagen

CyanogenMod LLC

Das ist die CyanogenMod-Firmware

Android in Blau

Android stammt von

Google ab. Doch wer

mag, kann sich sein

Android-System auch

selber bauen. Das

populärste alternative

Android-System stammt

vom CyanogenMod-

Team. Wir stellen die

Firmware vor.

Sven Dawitz

Sicher hat schon fast jeder Leser

den Begriff CyanogenMod [LINK 1]

gehört. Es ist eine spezielle Version

von Android, die Sie auf dem

Handy installieren können. Die Entwickler

nennen das ROM oder Firmware. Aber was

steckt dahinter? Welche Erfahrungen und

Philosophien prägen diese Android-Version?

Diese Fragen möchte der Autor hier beantworten

– seine Eindrücke sind dabei persönlich

und im Laufe der letzten drei Jahre beim

Umgang mit CyanogenMod und den Menschen

hinter dem Projekt entstanden.

ROM, Firmware, Android

Erst einmal ist CyanogenMod eine Android-

Firmware. Ein Betriebssystem, das man auf

seinem Android-Telefon installieren kann.

Solche Android-Firmwares entwickeln zwar

auch Samsung, HTC, Sony, LG, Huawei,

Motorola und natürlich Google. All diese

Hersteller arbeiten jedoch immer nur an

ihren eigenen Geräten (bei Google sind es

die Nexus-Geräte), und die Firmware ist

meistens nicht komplett frei verfügbar.

CyanogenMod ist für alle Handys und Tablets

offen. Da die Arbeit des CyanogenMod-Projekts

Open Source ist (also unter einer freien

Lizenz steht), kann jedermann sein eigenes

CyanogenMod erstellen, selber Veränderungen

vornehmen, Funktionen aus anderen

ROMs einfügen oder das Projekt auf exotische

Geräte (Nokia, iPhone) portieren. Diese

Dinge unterliegen nicht der Kontrolle des

CyanogenMod-Projekts, und werden darum

als „Unofficial“ – manchmal auch KANG –

bezeichnet. Eine Auflistung der verschiedenen

Versionen von CyanogenMod finden Sie

am Ende dieses Artikels.

Die Macher von CyanogenMod können

ihre Firmware nur deshalb anbieten, weil

Google den (exzellenten) Source Code frei

zur Verfügung stellt. Dieser Code wird auch

als AOSP – Android Open Source Project –

bezeichnet [LINK 2]. Die meisten Android-

ROMs basieren auf dem Quelltext von Android

Open Source Project – auch Cyanogen-

Mod gehört dazu. Es gibt aber auch ROMs,

die auf der Firmware des Herstellers basieren

(zum Beispiel mit Touchwiz oder HTC

12

August 2013

Android-User.de


Fokus

CyanogenMod-Grundlagen

Sense). Allerdings lässt sich der von Google

halbjährlich veröffentlichte Quelltext ohne

Änderungen – wenn überhaupt – nur für

neuere Nexus-Geräte in eine ROM übersetzen.

Hier kommt das CyanogenMod-Team

ins Spiel: Die Entwickler portieren den Code

auf die von ihnen betreuten Geräte. So bietet

das Projekt das neueste Android auch für

Telefone an, die vom Hersteller schon lange

vergessen wurden. Aktuell gibt es 50 Geräte,

die mit der neuesten Version 10.1 RC5 basierend

auf Android 4.2 arbeiten [LINK 3]. Prominentes

Beispiel ist das schon drei Jahre alte

erste Samsung Galaxy S (i9000). Auf diesem

läuft das neueste Android 4.2.2 – und das erstaunlich

weich und flüssig bei Scrolling

sowie Task-Wechsel. Die letzte Samsung-

ROM für dieses Gerät von Ende 2012 basiert

auf Android 2.3. Wie Sie Ihr Galaxy S i9000

mit CyanogenMod 10.1 wieder topfit machen,

zeigt ein separater Artikel in der Fokus-

Strecke dieser Android-User-Ausgabe.

Die Philosophie

Das CyanogenMod-Team hat aus den Erfahrungen

der letzten Jahre einige Philosophien

entwickelt, die es bei der Arbeit am System

berücksichtigt. Zum einen benutzen die Entwickler

eine gemeinsame Quellcode-Basis für

alle Geräte. Das bedeutet, dass Änderungen

für ein einzelnes Gerät die anderen nicht in

Mitleidenschaft ziehen dürfen. Kommt dies

dennoch vor, muss ein Weg gefunden werden,

der allen Geräten gerecht wird. Dies

zwingt das Team, keine Kompromisse für

einzelne Geräte einzugehen, sondern alle

Probleme sauber zu lösen. Daraus entsteht

beim CyanogenMod-Projekt am Ende ein

klarer Vorteil gegenüber ROMs, die nur für

ein einzelnes Gerät entwickelt werden und

Probleme vielleicht schneller aber dafür unsauber

lösen. Zudem erleichtert es neuen

Mitgliedern den Einstieg ins Team.

CyanogenMod nimmt auch Anpassungen

am Erscheinungsbild des Systems vor und

fügt neue Funktionen ein oder erweitert existierende.

Der Sperrbildschirm, die Statusleiste

oder das Ein-/​Aus-Tasten-Menü sind

populäre Beispiele. Dabei haben die Entwickler

aus alten Versionen gelernt. CM7 zum

Beispiel beinhaltete eine Flut an Optionen,

über die am Ende weder Entwickler noch

Anwender den vollen Überblick hatten.

Schlimmer noch: Manche Optionen wurden

nur vereinzelt verwendet, blähten aber die

Optionsdialoge für alle Nutzer auf.

Deshalb hat man mit CM9 grundlegende

Änderungen eingeführt. Zum einen gibt es

nun ein UX-Team (User eXperience – meint

alles, womit der Benutzer interagiert) innerhalb

des Projekts, das auch aus Nicht-Programmierern

besteht. Jeder Patch aus diesem

Bereich wird darauf überprüft, ob er sinnvoll

ist und von grob geschätzt 10 Prozent der

CyanogenMod-Benutzer genutzt werden

würde. Hält er diesen Kriterien nicht stand,

wird der Patch verworfen.

Da für das Projekt der Quelltext von

Google als Leitfaden gilt, dürfen derartige

Änderungen die Grundfunktionalität nicht

in Mitleidenschaft ziehen und müssen sich

nahtlos einfügen – zumindest solange es

nicht handfeste Argumente gegen den ursprünglichen

Entwurf von Google gibt. Bei

der Funktion der Schnelleinstellungen von

4.2 ist das CyanogenMod-Team zum Beispiel

bewusst leicht andere Wege gegangen.

Abgelehnt werden Änderungen, die aus

Sicht des Teams nicht sinnvoll sind oder die

grafische oder funktionelle Art des Google-

Systems zu stark verändern. Ein Beispiel ist

die zentrierte Uhr in der Statusleiste. Dieser

Patch schränkt die Anzahl der sichtbaren

Benachrichtigungen stark ein – besonders

auf Geräten mit geringer Auflösung. Zusätzlich

erfordert er eine Option, die keinen wirklichen

Funktionsgewinn mit sich bringt. Deshalb

wird dieser – immer wieder neu einge-

Abb. 2: Die Idee für die seit Android

4.2 vorhandenen Schnelleinstellungen

stammt von CyanogenMod.

Abb. 1: Auf den ersten Blick unterscheidet sich

ein Handy mit CyanogenMod nicht von anderen

Android-Geräten.

Android-user.de August 2013 13


Fokus

CyanogenMod-Grundlagen

M-Status

Der offizielle Monthly-Status ist

erreicht, wenn alle Hardwarekomponenten

eines Geräts funktionieren,

nicht zu Bugs oder

gelegentlichen Abstürzen neigen

und der benutzte Source Code

des Kernels keine „schmutzigen"

Hacks beinhaltet. Der/die

Betreuer müssen der Meinung

sein, dass alles rund ist.

reichte – Patch seit CM9 konsequent abgelehnt.

So wird jeder Patch, der Veränderungen

an der Benutzerschnittstelle mit sich

bringt, einer genauen Prüfung unterzogen,

damit CyanogenMod weiterhin ein schlankes,

schnelles System bleibt, das sich möglichst

eng am Original orientiert.

Für Mami und Papi

Eine der Hauptanforderungen der Entwickler

besteht darin, dass die Firmware, die am

Ende entsteht, auch von ihren Müttern gut

benutzbar sein soll (oder von Oma und

Opa). Andere Projekte wie Android Open

Kang Project [LINK 4] oder Paranoid Android

[LINK 5] haben andere Ansätze und erlauben

Funktionen, die CyanogenMod nicht integrieren

möchte. Die Zusammenarbeit dieser drei

AOSP-basierten Projekte ist in der letzten

Zeit aber immer enger geworden, und es

kommt zu einem regen Austausch von Quelltext

– solange die Neuerungen für das jeweils

andere Projekt sinnvoll sind.

Der Anwender hat heute eine größere Auswahl

als noch vor ein paar Jahren. Die drei

genannten ROMs sind für eine stetig wachsende

Zahl von Geräten verfügbar. Zusätzlich

gibt es meist noch einige herstellerbasierte

ROMs, die zum Beispiel HTC Sense oder

Samsung TouchWiz erweitern, und letztlich

noch Googles unmodifiziertes System. Pro

Gerät sind also bis zu fünf verschiedene

Arten von grundlegend unterschiedlichen

Systemen verfügbar.

Das freut auch das CM-

Team, denn der User kann sich

aussuchen, was am besten zu

ihm passt und ist nicht auf die

offizielle Unterstützung oder

den Segen seines Geräteherstellers

angewiesen.

Abb. 3: Dieses Menü sehen Sie

bei CyanogenMod, wenn Sie

den Ausschaltknopf betätigen.

Warum Version

10.1?

Sie mögen sich fragen, wie

eine Version 10.1 zustande

kommen kann. Android-

Versionen von Google sind

alphabetisch benannt. C wie

Cupcake, D wie Donut, E

wie Eclair, Froyo, Gingerbread,

Honeycomb, Ice

Cream Sandwich und aktuell

Jelly Bean. Die Hauptversionsnummer

von CyanogenMod entspricht

der Stelle des von Google gewählten

Buchstabens im Alphabet. So wurde Gingerbread

zu CM7 und Ice Cream Sandwich zu

CM9. Ein CM8 für Honeycomb gab es nie, da

Google den Quellcode zunächst nicht freigegeben

hatte. Die Nummer hinter der Hauptziffer

steht für die Unterversion: Sowohl Android

4.1 als auch 4.2 heißen JellyBean.

Daher gibt es CM10 (eigentlich 10.0) für JellyBean

4.1 und CM10.1 für JellyBean 4.2. Da

laut Gerüchten wohl auch die nächste Version

4.3 noch JellyBean heißen wird, wird es

dann passend dazu CM10.2 geben.

Welche Version wählen?

Die verfügbaren Versionen von Cyanogen-

Mod können Außenstehenden Rätsel aufgeben.

Daher hier eine kurze Erläuterung.

Jeder Patch (Änderung an der Software),

der in den Quelltext eingeht, wird allen Entwicklern

zur Begutachtung und Diskussion

zur Verfügung gestellt [LINK 6]. Diesen Vorgang

nennt man Code Review. Die Diskussion

kann bei großen Änderungen Wochen dauern

und mehrere Verfeinerungen beinhalten

– sowohl in Funktion als auch im Quellcode-

Stil. Am Ende wird das Ergebnis mit allgemeinem

Einverständnis in den Quellcode

integriert und steht ab dem nächsten Nightly

Build für alle Geräte zur Verfügung.

• Nightly Build: Hierbei handelt es sich um

Versionen, die nachts (daher Nightly) automatisch

erstellt werden. Ihnen fehlt jede

Kontrolle auf Funktionalität. Der Code-

Review stellt dennoch sicher, dass ein

Nightly Build verhältnismäßig selten grobe

Fehler enthält. Trotzdem sollte ein Nutzer

eines Nightlys sich dessen bewusst sein,

und immer damit rechnen, dass Teile der

ROM nicht funktionieren wie gewünscht.

Nightly-Anforderungen

Damit ein Gerät offiziell den Nightly-Status

erhält, muss jede Hardwarekomponente des

Geräts – wie Kamera, GPS oder Telefoneinheit

– funktionsfähig sein.

14

August 2013

Android-User.de


Fokus

CyanogenMod-Grundlagen

Im schlimmsten Fall funktioniert die Version

überhaupt nicht. Nightly Builds sind

also nichts für den täglichen Gebrauch.

• M/​Monthly Build: Sobald eine neue Android

Version rund genug auf verschiedenen

Hardwarekomponenten läuft, erstellt das

Team davon Monthly Builds. Neue Versionen

sind für den Anfang jedes Monats geplant,

können sich aber auch bis Mitte des

Monats verzögern. Die ROMs werden vom

jeweiligen Gerätebetreuer getestet, und

auch das UX-Team versucht, offensichtliche

Probleme in der Funktionalität des

Systems zu beheben. M-Builds sind für alle

gedacht, die die neueste Version bei minimalem

Risiko nutzen möchten. Sie sind die

offizielle Empfehlung des CM-Teams.

• Stable Build: Ein Stable Build wird erstellt,

wenn der Android-Zyklus sich dem Ende

zuneigt, und die nächste Android-Version

kurz vor der Veröffentlichung steht bzw.

schon veröffentlicht ist. Da sich damit

auch der Fokus sämtlicher CM-Entwickler

verlagert, bedeutet das quasi den Abschluss

der Entwicklung mit einer stabilen

Version. Das Ende eines Versionszyklus bedeutet

natürlich auch, dass in der neuen

Version all das Wissen, all die Erfahrung

und all die Erweiterungen eines kompletten

Zyklus – der meist ein halbes Jahr lang

dauert – stecken. Ein Stable Build wird im

Gegensatz zu allen anderen Builds auch

nachträglich gepflegt, falls zum Beispiel

ein Sicherheitsfehler oder gravierender Bug

bekannt wird.

• RC Build: Ein RC – ein Release Candidate –

ist eine spezielle Form von Stable. Sobald

in einer Reihe dieser Versionen keinerlei

Fehler mehr gemeldet werden, wird die

letzte die Stable Version. Veröffentlicht das

CM-Team eine Version RC1, dann gibt es

darin gewöhnlich noch Fehler. Eine Woche

später erscheint RC2, es tauchen wieder

kleine Fehler auf. Sobald in einem RC

keine weiteren Fehler mehr gefunden werden,

wird die Version als „Stable“ veröffentlicht.

Momentan steht dieser Status für

CyanogenMod 10.1 RC5 kurz bevor (Stand

Mitte Juni 2013).

• Experimental Build: Experimental Builds

sind vom Gerätebetreuer individuell erstellte

Versionen. Meist findet man diese

Stable-Status

Der Stable-Status ist gleichzusetzen mit dem

M-Status, mit der Ergänzung, dass in einem

Stable Build die Kernel- und Treibererfahrung

eines kompletten Android-Zyklus stecken.

für Geräte, die noch keinen Nightly-Status

haben. Manchmal dienen Experimental

Builds auch dazu, neue Kernelfunktionen

außerhalb der normalen Nightly-

ROMs zu testen. Man sollte auf

jeden Fall die Hinweise des Gerätebetreuers

lesen, bevor man

solch eine ROM nutzt. Leider

gibt es keine zentrale Stelle für

diese Hinweise – man findet jedoch

meist im CyanogenMod-

Forum [LINK 7] oder bei XDA-

Developers [LINK 8] einen Beitrag

dazu.

• Unofficial Build: Unofficial

Builds sind Firmware-Versionen,

die sich jeglicher Kontrolle

des CyanogenMod-

Teams entziehen und meist

in einem Forum – wie XDA,

rootzwiki oder modaco –

ihr Zuhause haben. Die

Qualität dieser Builds hängt

ausschließlich vom Betreuer

ab. Im ersten Beitrag zur

Veröffentlichung einer solchen

ROM steht aber meist

ausführlich, welche Probleme

es geben kann. Je

nach Handymodell lohnt

es sich, auch nach solchen

Builds Ausschau zu

halten, um an eine neuere

Android-Version zu

gelangen. Es kommt

auch vor, dass diese

Builds und ihre Entwickler

später den Weg zum

offiziellen CyanogenMod-Team finden.

Wer ganz sicher gehen will, nutzt die Stable-

Version der letzten Android Version – beispielsweise

CM10 mit Android 4.1 –, bis die

neue Version 4.2 so weit entwickelt ist, dass

ein Monthly- oder RC-Build angeboten wird.

Natürlich gibt es immer experimentierfreudige

Nutzer, die eine neue Version testen, sobald

sie irgendwo verfügbar ist. Diese Poweruser

geben dem Projekt wertvolles Feedback.

Ordnung ins Chaos

Auf den kommenden Seiten zeigen wir

Ihnen, wie Sie CyanogenMod installieren.

Sind Custom-ROMs für Sie ein Fremdwort,

dann lesen Sie am besten begleitend die Artikel

unserer Root-Ausgabe 02/​2013 [LINK 9] auf

der Android-User-Webseite durch. Ob Ihr

Gerät von CyanogenMod unterstützt wird,

erfahren Sie auf der Homepage des Projekts

unter dem Menüpunkt Devices [LINK 10]. ● ● ●

Abb. 4: Die Android-Version 4.2

entspricht der CyanogenMod-

Version 10.1.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29854

Android-user.de August 2013 15


Fokus

Das ist anders bei CyanogenMod

I

CyanogenMod LLC

CyanogenMod ist die

mit Abstand am weitesten

verbreitete Custom-

ROM für Android Smartphones.

Aktuell lassen

sich über 200 Modelle

mit CyanogenMod

bestücken, und laut

einer aktuellen Um -

frage ist die Firmware

auf 5.366.718 Geräten

installiert. Doch was

macht diese Custom-

Firmware so besonders?

Mirko Mahlberg, Sven Dawitz

CyanogenMod basiert auf dem

Android Open Source Project

(AOSP), und somit hat die Firmware

nichts mit denen der Hersteller

des jeweiligen Smartphones zu tun.

Beim HTC One werden damit beispielsweise

Funktionen wie HTC Zoe oder Beats Audio

nicht mehr funktionieren. Dafür bekommt

man immer die neueste Android-Version auf

seinen Androiden und das schöne Design

vom nackten Android. Allerdings gibt es

auch einige Unterschiede zu Stock Android.

Dieser Artikel listet sie auf.

Der erste Start

Seit kurzem hat das CM-Projekt einige Standardeinstellungen

geändert, um die „Out-ofthe-box-experience“

zu verbessern. So werden

Sie jetzt mit einer kreisrunden Batterieanzeige

begrüßt, und der Kreis auf dem Entsperrbildschirm

ist bereits

mit einigen sinnvollen

Apps vorbelegt. Sie werden

auch eine Benachrichtigung

bemerken, die Sie

bittet, Ihre anonymen

Daten für statistische Angaben

zur Verfügung zu

stellen. Zu den erfragten

Daten gehören Ihr Telefonmodell,

Ihre CM-Versionsnummer,

Ihr Netzbetreiber

sowie Ihr Land. Die Rückmeldung

geben dem CM-

Projekt eine Möglichkeit,

die Zahl der aktiven Installationen

zu sehen und zu

feiern, wenn wieder eine

Abb. 1: Gleich unterhalb der

Benachrichtigungen finden sich

die Schnelleinstellungen.

Million dazugekommen

ist. Aktuell zählt CyanogenMod

rund 5,3 Millionen

aktive Installationen. Seien Sie versichert,

das dass CM-Team seine Nutzer als

Open-Source-Projekt nicht weiter ausspioniert.

Es freut sich einfach über große Zahlen

und Statistiken, die auch jeder sehen kann.

Abgesehen davon begrüßt Sie der übliche

Android-Bildschirm mit aktiven Hilfe-Hinweisen

beim ersten Aufruf eines bestimmten

Bereichs.

Feinheiten

CyanogenMod bietet zum Beispiel verschiedene

Akkuanzeigen. Sie können die Batterie

als Symbol oder Kreis anzeigen lassen, wobei

als Option jeweils der Prozentsatz dazugewählt

werden kann. Sie können das Akkusymbol

aber auch komplett ausblenden, falls

Sie eine alternative Anzeige benutzen. Die

Signalstärke zeigt CM auf Wunsch in dBm in

der Benachrichtigungsleiste an.

Wie man es von Samsungs

eigener Oberfläche kennt, gibt

es auch bei CyanogenMod

Schaltflächen, um WLAN,

Bluetooth, GPS, Taschenlampe

etc. zu aktivieren/​deaktivieren.

Diese werden

dann in einer separaten Leiste

in den Benachrichtigungen

platziert. Die ab Android Jelly

Bean typischen Kacheln zum

Schellzugriff auf die Funktionen

gibt es ebenfalls.

Unter Einstellungen |

System | Pie Navigation kann

man die vom Paranoid

Android Team entwickelte

"Pie Navigation" aktivieren.

Auf dem Sperrbildschirm lassen

sich Anwendungen hinzufügen,

mit denen man nach

16

August 2013

Android-User.de


Fokus

Das ist anders bei CyanogenMod

Abb. 2: Der Lockscreen von CyanogenMod

bietet Zugriff auf jede

beliebige Anwendung.

Abb. 3: Die SMS-Pop-ups sind für

Vielschreiber äußerst nützlich,

müssen aber aktiviert werden.

Abb. 4: Bei Google Play verboten,

bei CyanogenMod weiterhin

dabei: der Apollo Musikplayer.

Abb. 5: CyanogenMod enthält von

Haus aus einen sehr schönen und

funktionsreichen Dateimanager.

dem Entsperren direkt zur gewünschten App

gelangt. Unter Einstellungen | Bildschirmsperre

legen Sie diese Anwendungen beliebig fest.

CyanogenMod bietet auch ein nützliches

SMS-Feature, das Sie allerdings zuerst einschalten

müssen. Sobald eine SMS empfangen

wurde, öffnez sich ein Pop-up, das sich

auch dunkel anzeigen lässt. Über dieses Popup

lässt sich gleich eine Antwort verfassen

und absenden. Selbst wenn das Display ausgeschaltet

ist, weckt und entsperrt diese

Funktion das Handy.

Apollo als Musikplayer

CyanogenMod bietet nicht nur nützliche Systemmodifizierungen,

sondern auch einige

nützliche Zusatz-Apps. Eine davon heißt

Apollo und wird von Andrew Neal entwickelt.

Apollo sieht sehr schick aus und lädt

fehlende Albumcover und Interpretenbilder

auf Wunsch automatisch aus dem Internet

herunter(optional auch nur über WLAN).

Das Farbschema von Apollo kann beliebig

verändert werden. Wer mag, kann ganze

Designs für Apollo entwickeln und diese im

Play Store veröffentlichen. Der Player selbst

ist aufgrund rechtlicher Streitigkeiten bei

Google Play aktuell nicht verfügbar, nur die

Themes für Apollo.

Auf der Startseite präsentieren sich mehrere

Kategorien, zu denen Sie per Wischgest

nach rechts beziehungsweise links gelangen.

Eine Suchfunktion befindet sich oben rechts

in der Navigationsleiste.

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Das ist anders bei CyanogenMod

Abb. 6: Der DSP-Manager holt aus

jedem CyanogenMod-Handy den

besten Sound heraus.

Abb. 8: CyanogenMod bietet auch

eine eigene Sammlung an Hintergrundbildern.

Dateimanager

Android hat von Haus

aus keinen Dateimanager,

auf einem Nexus-

Gerät versuchen Sie

also vergeblich, eine

Datei von einem Verzeichnis

in ein anderes

zu verschieben. Das

CyanogenMod-Team

findet das nicht optimal

und liefert deshalb

mit CyanogenMod

einen Dateimanager

aus. Das Design ist hell

und hält sich an die

Design-Guidelines von

Google. Der Verlauf

und die Lesezeichen

befinden sich unten in

der Actionbar. Das Uhr- CyanogenMod.

Icon steht für den Verlauf,

und das Symbol rechts daneben bringt

Sie zu den Lesezeichen. Der Dateimanager

bietet eine Speichernutzungswarnung. Das

heißt, wenn der Speicherplatz bis zu einem

ausgewählten Prozentsatz (75%, 90%, 95%

oder 100%) gefüllt ist, ändert sich die Farbe.

In den Einstellungen kann man auch Verzeichnisstatistiken

aktivieren und den Zugriffsmodus

bestimmen. Zu Auswahl stehen

Sicherer Modus, Erweiterter Modus und Root-

Zugriffsmodus. Groß- und Kleinschreibung

und eine Fehlerprotokollierung lassen sich

ein- und ausschalten.

In den Editoreinstellungen entscheiden

Sie, ob Sie den Zeilenumbruch aktivieren

und den Hexdump anzeigen möchten.

Eine Option zur Syntaxhervorhebung mit

Farbschema gibt es auch. Unter Einstellungen

| Designs lässt sich das helle Standarddesign

des Dateimanagers zum dunklen

Theme ändern.

Unter jedem Ordner zeigt der Explorer

das Erstellungsdatum und die Uhrzeit an.

Mit einem langen Tipp auf eine Datei

oder einen Ordner öffnet sich ein Pop-up,

auf dem man verschiedene Aktionen wie

Löschen und Kopieren auswählen kann.

Abb. 7: Das Diktafon ist eine simple,

aber sehr nützliche Erweiterung von

Besserer Sound

Der Digital-Signalprozessor-Manager

(DSP) ist in CyanogenMod schon eine

Weile integriert. Über diese App lässt

sich der Equalizer für Kopfhörer, Lautsprecher

und Bluetooth-Geräte aktivieren/​deaktivieren

und einstellen. Auf

dem Reiter Kopfhörer legen Sie die

Kompression des Dynamikumfangs

fest und die Effektstärke –

ebenfalls die Bassverstärkung

und deren Effektstärke. Weiter

unten kann man den Equalizer

für die Kophörersignale einschalten

und zwischen 12 Voreinstellungen

wählen. Wer viel

Ahnung von Equalizern hat,

kann auch manuelle Einstellungen

vornehmen. Ganz unten

lässt sich der virtuelle Raumklang

bestimmen (Studio,

Raum, Großer Raum, Bühne).

Auf dem Reiter Lautsprecher

finden sich ausschließlich Einstellungen

zur Bassverstärkung,

jedoch keine für den Dynamikumfang.

Wenn Sie ein Bluetooth-Gerät

benutzen, dann

wechseln Sie zum gleichnamigen

Reiter. Hier lassen sich alle

Einstellungen vornehmen wie

in der Kategorie Kopfhörer auch: Kompression

des Dynamik umfangs, Bassverstärkung,

Equalizer, Loudness-Kompensation sowie

virtueller Raumklang.

Soundrecorder

CyanogenMod besitzt eine App zum Aufnehmen

von Audioaufzeichnungen. Dies gibt es

beim Android Open Source Project nicht,

und auch bei Google Play findet sich eine minimalistische

Rekorder-App nicht so leicht.

Viele Funktionen besitzt die App nicht, sie ist

ein einfaches Diktafon. Man startet eine Aufnahme

mit einer Berührung des linken Symbols.

Unter der Aufnahmezeit gibt es ein

Messinstrument für den aktuellen Pegel.

Mit einem Tipp auf den rechten Button

stoppt die Aufnahme, der mittlere Button

spielt die Sounddatei ab.

Eigene Hintergrundbilder

CyanogenMod kommt von Haus aus auch

mit einigen schönen Hintergrundbildern.

Um in die Auswahl zu gelangen, drücken

Sie auf dem Homescreen lange auf eine leere

Stelle. Dann wählen Sie CM-Hintergrundbilder

aus. Wie Sie sehen, haben die Entwickler

an alles gedacht!

Fazit

Die Unterschiede zwischen CyanogenMod

und dem Standard-Android von Google sind

wirklich nicht groß, aber das Detail macht

den Unterschied. Haben Sie sich an die Vorzüge

von CM gewöhnt, dann möchten Sie

diese Einstellungen auch auf jedem anderen

Handy nicht mehr missen.

● ● ●

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Fokus

Cyanogenmod Nexus 4

CyanogenMod auf dem Nexus 4 installieren

CM Nexus 4

Auch wenn das Nexus 4 von Haus aus ein schnelles Smartphone

ist, lässt sich seine Performance mit CyanogenMod

noch etwas verbessern. Unser Artikel zeigt die einzelnen

Schritte zur erfolgreichen Installation. Sven Dawitz

LG/Google

Tipp

Sind das ClockworkMod-Recovery und

CyanogenMod erst einmal installiert,

stellen Sicherung und Wiederherstellung

– ja sogar der Wechsel zwischen

verschiedenen ROMs ohne Verlust der

Daten – kein Problem mehr dar.

Die Installation von

CyanogenMod auf

dem Nexus 4 lässt

sich grob in drei

Schritte unterteilen: Zunächst

müssen Sie den Bootloader

des Nexus 4 entsperren, anschließend

das Clockwork-

Mod-Recovery installieren

und dann CyanogenMod

über das ClockworkMod-

Recovery installieren. Das

Nexus 4 zu rooten, ist nicht

notwendig, weil Sie ja das

Android-System komplett

ersetzen und CyanogenMod

bereits die Möglichkeit für

Root-Apps mitbringt. Das

Nexus 4 erfordert exakt das

gleiche Vorgehen wie jedes

andere Gerät der Nexus-

Reihe, egal ob Nexus 10, 7

oder ältere Exemplare zurück

bis zum Nexus One.

Vorbereitungen

Der Unlock-Vorgang des Nexus 4 ist mit dem

Verlust aller Apps und Daten verbunden.

Daher sollten Sie sicherstellen, dass alle Kontakte

und Kalendereinträge mit dem Google-

Account verbunden und synchronisiert sind.

Loggen Sie sich hierfür mittels Browser in

Ihrem Google-Account ein, und überprüfen

Sie die Menüpunkte Kalender und in Gmail

die Kontakte im Menü an der oberen

Seite. Finden Sie hier sämtliche Termine

und Adressen vor, dann ist alles in Ordnung.

Vergessen Sie auch nicht, Ihre

Fotos und Videos zu sichern.

Eine Sicherung der Apps inklusive

der Daten erfordert Root-Rechte. Erfahrungsgemäß

macht jede Custom

Firmware und somit auch CyanogenMod

jedoch dann am meisten Spaß, wenn Sie das

System ohne Altlasten nutzen. Sämtliche

Apps zu sichern und dann auf CyanogenMod

wieder einzuspielen, stellt deshalb nur die

zweitbeste Lösung dar. Einen Kompromiss

bietet die App Helium (ehemals Carbon

Backup) [LINK 1].

Nexus 4 entsperren

Nexus-Geräte gelten als vorbildlich in Bezug

auf Offenheit und Freiheit bei der Wahl eines

Systems. Dabei bringen die Geräte alles mit,

was man zum Modden ohne Verlust grundlegender

Sicherheit braucht. Google hat dies in

einem Blogeintrag „It’s not rooting, it’s openness“

[LINK 2] schon 2010 beschrieben und

anderen Herstellern nahegelegt, es ähnlich

zu handhaben.

Neben den hier erläuterten Befehlen gibt

es für jedes Nexus-Gerät auch ein sogenanntes

Toolkit. In unserem Beispiel also das

Nexus-4-Toolkit [LINK 3]. Diese Toolkits fassen

alle Operationen in einfach gehaltenen

Menüpunkten zusammen. Der Transparenz

und des Verständnisses halber gehen wir hier

aber nicht von der Benutzung solcher Tools

aus, sondern beschreiben die Befehle auf

der Kommandozeile. Auf dem PC brauchen

Sie in jedem Fall den Fastboot-Befehl und

die zugehörigen Android-Treiber für Ihr

Handy. Da Linux keine Treiber benötigt,

empfehlen wir bei Problemen mit Windows

die Nutzung einer Ubuntu-Live-CD, welche

die Pakete android‐tools‐fastboot sowie

android‐tools‐adb kennt. Eine Anleitung zur

ADB-Installation unter Windows finden Sie

in Android User 01/​2012 [LINK 4], das Setup

unter Ubuntu erklärt webupd8.org [LINK 5].

Backup gemacht? Schalten Sie Ihr Nexus 4

aus, und halten Sie beim Einschalten beide

Lautstärketasten gedrückt. Das bringt Sie in

20

August 2013

Android-User.de


Fokus

Cyanogenmod Nexus 4

den Bootloader-Modus. Schließen Sie Ihr

Gerät via USB-Kabel an den PC an, und

geben Sie im Terminal folgenden Befehl ein:

fastboot oem unlock

Falls Ihr Handy nun keinen Bestätigungsdialog

anzeigt, dann liegen Probleme bei

den Treibern oder bei der USB-Konfiguration

vor. Bei Erfolg sehen Sie auf Ihrem Display

einen Dialog, der die Löschung all Ihrer

Daten bestätigt. Das Löschen schließt in diesem

Fall auch den Bereich der MicroSD-Karte

mit ein, da das Nexus 4 ja nicht mit einer

echten MicroSD-Karte arbeitet.

CM und Gapps herunterladen

Im nächsten Schritt laden Sie die Cyanogen-

Mod-Firmware und die Google-Anwendungen

auf Ihr Nexus 4 herunter. So brauchen

Sie das Nexus 4 nach der Installation des

ClockworkMods nicht neu zu starten. Die

passende CM-Version finden Sie unter [LINK 6],

die Gapps unter [LINK 7]. Zur Zeit der Drucklegung

Mitte Juni war für CM die Datei

cm‐10.1.0‐RC5‐mako.zip aktuell, für die

Gapps gapps‐jb‐20130301‐signed.zip. Scannen

Sie unseren QR-Code, und klicken Sie

auf den passenden Link auf der Android-

User-Homepage. Die Dateien landen auf dem

Nexus 4 unter Downloads/.

ClockworkMod Recovery

Als nächstes laden Sie das ClockworkMod

Recovery auf den PC. Die passende Version

für das Nexus 4 gibt es auf der ROM-Manager-

Seite von CWM [LINK 8]. Wir empfehlen die

Touch-Variante [LINK 9]. Installieren Sie diese

nun mit dem Befehl fastboot flash recovery

recovery‐clockwork‐touch‐6.0.3.1‐mako.img

auf Ihr Gerät. Dieser Dateiname kann sich

bei neuen Versionen verändern. Der Codename

des Nexus 4 lautet „mako“. Projekte

wie CyanogenMod nutzen immer diesen

Code namen, da der offizielle Markenname

ungenau sein kann. Ein amerikanisches

Galaxy S3 verwendet zum Beispiel komplett

andere Hardware als die europäische Variante,

benutzt aber den gleichen Namen. Im

immer noch laufenden Bootloader wählen

Sie nun durch Betätigung der Lautstärketasten

den Punkt Recovery Mode aus und drücken

zur Bestätigung die Ein-/​Aus-Taste.

Schon nach einigen Sekunden begrüßt Sie

das ClockworkMod-Recovery-Menü.

Die Installation des ClockworkMod-Recovery-Systems

ist außer Frage der komplexeste

Teil der Installation. Denn dieser Teil ist für

jedes Gerät anders und kann je nach Modell

und Hersteller einfach oder kompliziert sein.

Einige Hersteller geben dem Druck der Mobilfunkbetreiber

nach und versuchen, Ihre

Geräte vor dem Käufer – also vor Ihnen – zu

schützen. Ein fragwürdiges Vorgehen, das

immer schlechte Kommentare innerhalb der

Community nach sich zieht.

Andere Anbieter – allen voran Sony –

haben dies verstanden und daraufhin Ihre

Zusammenarbeit mit der Entwicklergemeinschaft

stark verbessert. Aber auch Samsung

und HTC haben sich jüngst zu AOSP bekannt

und geben ihre derzeitigen Flaggschiffe S4

und One in einer „Google Edition“ heraus.

Man kann sie in den USA direkt mit Google-

System kaufen. Neue Android-Versionen sollen

bei Veröffentlichung verfügbar sein.

CyanogenMod installieren

Die erste Aktion im neuen ClockworkMod

Recovery sollte ein Backup des Hersteller-

Abb. 2: Helium ist eine Backup-App

für Android 4, die keine Root-Rechte

benötigt.

CyanogenMod LLC

Abb. 1: Die Google-Apps müssen Sie als zusätzliches Paket herunterladen.

Android-user.de August 2013 21


Fokus

Cyanogenmod Nexus 4

Abb. 3: Das ClockworkMod Recovery ist der Schlüssel zur CyanogenMod-Firmware.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29856

systems sein. Wählen Sie unter backup and

restore den Punkt backup aus. Dieses Backup

kann man zum Beispiel im Garantiefall wieder

einspielen. Bis dahin ist es gut auf der

Festplatte des PCs aufgehoben. Nehmen Sie

sich die Zeit für das Backup!

Nach dem Backup wählen Sie den Eintrag

wipe data/​factory reset. Dieser löscht alle

Daten. Vergisst man diesen Schritt, endet

man nach der Installation von CyanogenMod

in einem Bootloop, und die Startanimation

von CyanogenMod wird endlos abgespielt.

Nicht zu verwechseln mit dem ersten Start

eines frischen Systems, dem man in jedem

Fall zehn Minuten Zeit geben sollte.

Nach diesen Schritten ist das System sauber

und bereit für CyanogenMod. Wählen Sie

den Eintrag install zip from sdcard | choose

zip from sdcard, um die (virtuelle) MicroSD-

Karte zu öffnen, auf der Sie die vorher heruntergeladenen

Dateien auswählen können.

Beachten Sie, dass bei den Systemen ab

CWM-Recovery-Einführung

Android 4.2 der SD-Karte das Verzeichnis 0/

vorangestellt ist. Die zuvor geladenen Dateien

befinden sich im Verzeichnis Download.

Das Recovery zeigt hier nur Dateien mit der

Endung .zip und weitere Verzeichnisse an.

Zuerst wählen Sie die eigentliche CM ROM

aus. Der Dateiname für das RC5-Release des

Nexus 4 lautet cm‐10.1.0‐RC5‐mako.zip. Bestätigen

Sie noch einmal die Auswahl, damit

die Installation startet. Nachdem dieser

Schritt beendet ist, installieren Sie auf die

gleiche Weise die Google-Apps. Ein Neustart

zwischen den beiden Dateien ist nicht nötig.

Die Gapps zur Version 4.2.2 heißen beispielsweise

gapps‐jb‐20130301‐signed.zip. Ist

auch diese Installation abgeschlossen, wählen

Sie reboot system und geben dem Gerät

etwas Zeit, alle Operationen abzuarbeiten,

die für den ersten Systemstart ausgeführt

werden. Sie werden dann nach der Eingabe

Ihres PIN-Codes mit dem Dialog zum ersten

Einrichten Ihres Telefons begrüßt, der Sie

nach Daten wie WLAN-Zugang und Google-

Account fragt.

Noch ein Wort zur Sicherheit bei Nexus-

Geräten: Nachdem die CyanogenMod-Installation

abgeschlossen ist, können Sie mit dem

Befehl fastboot oem lock Ihr Gerät wieder

sperren. Ihre Daten können nun nicht mit

den erweiterten fastboot-Befehlen manipuliert

werden, und ein Dieb würde mit einem

erneuten fastboot oem unlock das Löschen

all Ihrer Einstellungen, Daten und Fotos in

Kauf nehmen. CyanogenMod aktualisieren

können Sie über die integrierten Mechanismen

nach wie vor auch auf einem gesicherten

System. Viel Spaß mit CM 10.1! ● ● ●

Abb. 4: Genießen Sie die Vorteile

von CyanogenMod, zum Beispiel

den Apollo-Musikplayer.

Jedes Android-Gerät hat zumindest drei Hardwareknöpfe:

Ein/​Aus, Lauter- und Leisertaste.

Über diese ist das ClockworkMod Recovery

(kurz CWM) bedienbar. Die Lautstärketasten

werden zur Auswahl des Menüpunktes benutzt,

während die Powertaste den angewählten

Menüpunkt aktiviert. Je nach Gerät können

auch weitere Taste wie die Zurücktaste benutzt

werden. Jedes Untermenü hat aber auch einen

Eintrag go back, der zur letzten Menüebene zurückkehrt.

Auf der offiziellen Seite [LINK 8] findet

sich meist auch ein Touch-Recovery, welches

Ihnen die Bedienung per Berührung erlaubt. Da

dies Teil der bezahlten Version des ROM Managers

ist, sind im Wiki allerdings meist die klassischen

Versionen verlinkt.

Die wichtigsten Menüpunkte:

• reboot system now beendet das Recovery

und startet das Android System nach getaner

Arbeit neu.

• install zip from sdcard erlaubt das Auswählen

und Flashen einer .zip-Datei von der

MicroSD-Karte.

• install zip from sideload ermöglicht das

Flashen einer .zip-Datei direkt vom PC ohne

vorheriges Kopieren auf die SD Karte.

• wipe data/​factory reset setzt das System

auf die Werkseinstellungen zurück, ohne

dabei das System oder den Inhalt der SD-

Karte zu löschen. Nach einem Reboot wird

man wieder mit dem Erstinstallationsdialog

begrüßt.

• backup and restore erlaubt die Sicherung

des kompletten Systems auf die SD-Karte.

Stellt man solch ein „nandroid“-Backup

wieder her, erhält man das gesamte System,

die Einstellungen wie WLAN-Punkte und

Homescreen-Widgets des Backups zurück. Es

ist sinnvoll, so etwas vor einem Update zu

machen.

22

August 2013

Android-User.de


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Fokus

CyanogenMod für das SGS3

CyanogenMod LLC

CyanogenMod auf dem Samsung Galaxy S3 installieren

Befreites SGS3

Das Galaxy S3 ist ein

tolles Smartphone, die

Touchwiz-Oberfläche

trifft jedoch nicht jedermanns

Geschmack.

Mit CyanogenMod 10.1

verpassen Sie dem Star-

Handy einen frischen

Touch. Sven Dawitz

Das Galaxy S3 gehört zu den am

weitesten verbreiteten Android-

Smartphones. Es wird aber vermutlich

nach Android 4.2.2 keine

weiteren großen Firmware-Updates mehr von

Samsung bekommen. Zudem bringt die

Samsung-Firmware recht viel Ballast mit, den

Sie vielleicht gar nicht brauchen. Alles gute

Gründe, CyanogenMod auf dem SGS3 einzuspielen.

Die folgende Anleitung steht exemplarisch

für die meisten modernen Samsung-

Telefone und -Tablets, bei denen das Vorgehen

zur CM-Installation identisch ist.

Vorbereitungen

Vor dem Flashen sollten Sie ein Backup Ihrer

Daten anlegen, wie bereits in den Artikeln

zum Nexus 4 und zum Samsung i9000 beschrieben.

Anschließend müssen Sie die

Firmware auf den neuesten Stand bringen,

damit es keine Probleme mit dem Bootloader

und der Funkeinheit gibt (siehe Kasten: „Bei

Problemen“). Beim Einspielen von CyanogenMod

gehen sämtliche Daten auf dem

Galaxy-Smartphone verloren, abgesehen von

den Dateien auf der MicroSD-Karte.

Laden Sie nun die passende CyanogenMod-

Firmware [LINK 1] und die Gapps [LINK 2] herunter,

und speichern Sie diese beiden Dateien

auf der MicroSD-Karte des Galaxy S3. Je

nachdem, ob Sie die normale oder die LTE-

Variante einsetzen, müssen Sie die Version

für i9300 oder i9305 herunterladen. Aktuell

(Stand Mitte Juni) sind davon nur Nightly

Builds erhältlich, da es noch Probleme mit

der Mali-Grafikeinheit des Galaxy S3 gibt.

ClockworkMod installieren

Laden Sie zuerst das ClockworkMod Recovery

auf Ihren PC herunter, das Sie unter

[LINK 3] finden. Beachten Sie auch hier, dass es

unterschiedliche Versionen für die LTE- und

die GSM-Version des SGS3 gibt. Laden Sie

dann die Heimdall Suite 1.4RC2 für Windows

herunter [LINK 4]. Falls Sie beim Start der

Heimdall Suite eine Fehlermeldung bezüglich

C++bekommen, dann benötigen Sie noch

die Microsoft C++-2012-Bibliotheken, die Sie

unter [LINK 5] finden.

Schalten Sie Ihr Gerät nun aus, verbinden

Sie das Micro-USB-Kabel mit dem PC, nicht

jedoch mit dem Handy. Halten Sie nun

24

August 2013

Android-User.de


Fokus

CyanogenMod für das SGS3

gleichzeitig die Home-Taste, die Leiser- und

die Power-Taste gedrückt, während Sie das

USB-Kabel einstecken. Eine dritte Hand kann

bei diesem Schritt sehr hilfreich sein. Sollten

Sie jetzt nicht den Download-Modus auf

Ihrem Gerät sehen (Abbildung 2), sondern

einen normalen Startvorgang, wiederholen

Sie die Schritte. Wahrscheinlich haben Sie

nicht alle Tasten richtig gedrückt.

Führen Sie jetzt die Datei zadig.exe aus

der Heimdall Suite aus, und wählen Sie unter

Options den Punkt List all devices. Markieren

Sie in der Liste den Eintrag Samsung USB

Composite Device. Je nach Windows-Version

und installierten Treibern kann dieser Eintrag

auch den Namen Gadget Serial oder Device

Name tragen. Klicken Sie nach der Auswahl

auf Install Driver, und bestätigen Sie eventuell

auftauchende Windows-Bestätigungsdialoge

mit Ja.

Letztlich führen Sie eine Befehlszeile im

Heimdall-Verzeichnis aus, in die Sie das

zuvor heruntergeladene ClockworkMod

Recovery kopiert haben. Hier geben Sie folgenden

Befehl ein:

heimdall flash ‐‐recovery U

recovery‐clockwork‐touch‐6.0.3.1‐i9300.img U

‐‐no‐reboot

Der Dateiname kann bei aktualisierten Versionen

leicht abweichen, i9300 steht auch hier

Bei Problemen

Treten nach der Installation von CyanogenMod

Probleme auf, die nicht dokumentiert sind –

zum Beispiel instabile Telefongespräche oder

unerklärliche Abstürze –, liegt dies höchstwahrscheinlich

an zwei geschlossenen Komponenten

des Systems: Dem Bootloader und der

Firmware der Radioeinheit. Der Bootloader ist

die Komponente, die alle Hardware initialisiert

und danach das Betriebssystem startet. Er ist

mit dem BIOS eines Computers vergleichbar.

Die Firmware des Radios kümmert sich hingegen

um alles, was senden und empfangen

kann: beispielsweise Telefon/​GSM, Internetverbindung,

WLAN, Bluetooth und GPS.

Diese Komponenten kann und darf das CM-

Team – aus verschiedenen Gründen – nicht in

die Firmware integrieren. Um Probleme in diesem

Bereich zu beheben, gibt es eine einfache

Regel: Installieren Sie die neueste online verfügbare

Firmware Ihres Herstellers. Danach ist

zwar das ClockworkMod Recovery weg, aber

dafür sind alle internen und geschlossenen

Komponenten auf dem neuesten Stand. Wenn

Sie jetzt die hier beschriebene CyanogenMod-

Installation durchführen, sollte Ihr System anstandslos

funktionieren.

Abb. 1: Die Firmware-Dateien für das CyanogenMod-Projekt sind sauber nach Gerät und Build-

Status geordnet.

für die S3-Variante ohne LTE. Sie haben nun

das ClockworkMod Recovery auf Ihrem System.

Sollten Sie Ihr Samsung-Handy erneut

starten, wird dies das Recovery leider wieder

mit dem originalen Samsung-Recovery überschreiben.

Verhindern Sie dies, indem Sie Ihr

Gerät nicht herunterfahren, sondern durch

längeres Drücken der Ein-/​Aus-Taste ausschalten.

Zum Einschalten drücken Sie zuerst

die Lauter- und Home-Taste und dann

die Ein-/​Aus-Taste. Nach einigen Sekunden

booten werden Sie mit dem ClockworkMod

Recovery begrüßt. Die erste Aktion im neuen

ClockworkMod Recovery sollte ein Backup

des Herstellersystems sein. Wählen Sie unter

backup and restore den Punkt backup aus.

Dieses Backup kann man zum Beispiel im

Garantiefall wieder einspielen. Bis dahin ist

es auf der Festplatte des PCs gut aufgehoben,

wohin Sie es später von der MicroSD-Karte

verschieben können.

Nehmen Sie sich die Zeit für das Backup!

Nach dem Backup wählen Sie den Eintrag

wipe data/​factory reset aus. Dieser löscht alle

Abb. 2: Das SGS3 in den Download-Modus zu versetzen, benötigt etwas Fingerspitzengefühl.

Android-user.de August 2013 25


Fokus

CyanogenMod für das SGS3

Abb. 3: Auch bei CyanogenMod

führt Sie das System beim ersten

Start durch die wichtigsten Dialoge.

Google Apps

Daten! Vergisst man diesen

Schritt, endet man

nach der Installation von

CyanogenMod in einem

Bootloop, und die Start-

Animation von CyanogenMod

wird endlos abgespielt.

Der Bootloop ist

nicht zu verwechseln mit

dem ersten Start des frischen

CM-Systems, dem

man auf jeden Fall 10

Minuten Zeit geben sollte.

Startet das System auch

nach 20 Minuten nicht,

dann sind Sie im Bootloop

gelandet.

CyanogenMod

installieren

Nach diesen Schritten ist

das Galaxy S3 bereit für

Abb. 4: Der DSP-Manager gehört zu

den akustischen Leckerbissen von

CyanogenMod.

CyanogenMod. Wählen Sie nun den Eintrag

install zip from sdcard | choose zip from sdcard,

um die MicroSD-Karte zu öffnen, auf

der Sie die vorher heruntergeladenen Dateien

auswählen können. Einige Geräte bieten außerdem

die Option, install zip from external

sdcard für den Zugriff auf die externe zweite

Karte. Die zuvor geladenen beiden Dateien

befinden sich im Verzeichnis Download. Das

Recovery zeigt hier nur Dateien mit der Endung

.zip und weitere Verzeichnisse an.

Zuerst wählen Sie die eigentliche CyanogenMod-ROM

aus. Der Dateiname für das

Nightly-Release des SGS3 vom 12. Juni lautet

cm‐10.1‐20130612‐​NIGHTLY​‐i9300.zip. Bis

In den allermeisten Fällen wird CyanogenMod zusammen mit den sogenannten

Gapps installiert. Diese beinhalten Googles Closed-Source – also die nicht frei verfügbaren

Android-Komponenten. Beispielsweise die Synchronisation von Kontakten

und Kalender über den Google-Account sowie den Play Store zur Installation von

weiterer Software. Obwohl es Teil der CyanogenMod-Philosophie ist, dass ein frisch

installiertes CyanogenMod auch ohne Google Apps in der Lage sein sollte, die alltäglichen

Aufgaben zu erledigen, ist dem Team bewusst, wie wichtig der Play Store mit

seiner Fülle an Anwendungen ist.

Google hat das CyanogenMod-Team in den frühen Android-Tagen offiziell aufgefordert,

die nicht freien Google-Apps nicht mit der ROM zu bündeln. Eine Aufforderung,

die sich gegenüber anderen Projekten seltsamerweise nie wiederholt hat. Dennoch

bemüht sich das CM-Projekt, Google nicht zu verärgern, und kommt dieser Aufforderung

seither nach. Daher muss man zusätzlich zum CyanogenMod-Paket noch das

Gapps-Paket installieren [LINK 6]. Dabei muss leider der Nutzer selber darauf achten,

dass die verwendete CyanogenMod-Version auch zur verwendeten Gapps-Version

passt. Schon Android 4.2.2 mit den Gapps von Android 4.2.1 kann Probleme verursachen

– eine nicht ganz glückliche Situation, die zu unnötigen Schwierigkeiten und Unklarheiten

führen kann. Das CM-Team arbeitet deshalb an einem FAPPS-Paket, das

durchgehend aus freien Apps besteht und einen unabhängigen Market/​Store und unabhängige

Synchronisation bieten wird. So zumindest die aktuelle Planung.

diese Android-User-Ausgabe

am Kiosk erscheint, gibt es

aber hoffentlich bereits neuere

Versionen von CM 10.1

für das SGS3, eventuell sogar

die stabile Version 10.1.

Bestätigen Sie die Auswahl,

damit die Installation

startet. Nachdem dieser

Schritt abgeschlossen ist, installieren

Sie auf die gleiche

Weise die Google Apps

(siehe Kasten). Ein Neustart

zwischen den beiden Installationen

ist nicht nötig. Die

Gapps zur Version 4.2.2 heißen

aktuell (Stand Mitte

Juni) gapps‐jb‐20130301‐signed.zip.

Ist auch diese Installation

abgeschlossen,

wählen Sie reboot system

und geben dem Gerät etwas

Zeit, alle Operationen abzuarbeiten, die für

den ersten Systemstart ausgeführt werden.

Dafür sind bis zu 10 Minuten nicht unüblich.

Sie werden dann nach der Eingabe Ihres PIN-

Codes mit dem Dialog zum ersten Einrichten

Ihres Telefons begrüßt, der Sie nach Daten

wie WLAN-Zugang und Google-Account

fragt und anschließend den Homescreen von

CyanogenMod anzeigt.

Automatische Updates

Seit CM 10 beinhaltet CyanogenMod einen

Update-Mechanismus. Nach der Installation

ist er so eingestellt, dass er einmal wöchentlich

nach einer neuen stabilen Version sucht.

Als stabil gelten hier die M-, RC- und Stable-

Versionen (siehe separaten Artikel zu den

Grundlagen von CyanogenMod). Alle diese

Einstellungen können Sie unter Einstellungen

| Über das Telefon/​Tablet | CyanogenMod Updates

nach Belieben verändern. Als Nightly-

Nutzer möchten Sie vielleicht täglich nach

neuen Versionen inklusive Nightly suchen.

Das Vorgehen ist für alle Einstellungen

gleich: Eine Benachrichtigung informiert Sie

über die Verfügbarkeit einer neuen Version.

Das Anklicken dieser Benachrichtigung führt

Sie zum Download. Der Download-Fortschritt

wird ebenfalls über eine Benachrichtigung

angezeigt. Sobald die neue Version heruntergeladen

ist, werden Sie gefragt, ob Sie

die Installation jetzt oder später durchführen

möchten. Wählen Sie hier Ja, startet das Telefon

neu, das Recovery installiert automatisch

die neue Version und startet danach sofort

erneut. In weniger als fünf Minuten ist

Ihr Gerät auf dem neuesten Stand.

26

August 2013

Android-User.de


Fokus

CyanogenMod für das SGS3

Das Neustart-

Menü

Erfahrene CyanogenMod-

Benutzer mögen sich fragen,

wohin die erweiterten Neustart-Optionen

verschwunden

sind. Konnte man früher

zwischen Neustart, Recovery

und Bootloader (oder Download

Mode bei Samsung-Geräten)

wählen, ist dies seit

einiger Zeit nicht mehr möglich.

Das liegt daran, dass

der normale Benutzer diese

Auswahl nicht mehr benötigt,

da die Updates, wie

oben erklärt, automatisiert

sind. Ein Benutzer, der trotzdem

im Recovery landet,

ohne dies zu kennen, kann

ungewollt sehr viel Schaden

anrichten. Diese Überlegung

kombiniert mit der Tatsache, dass man das

Recovery bei fast allen Geräten durch Drücken

einer Tastenkombination beim Neustart

erreichen kann, hat uns dazu geführt, die

Neustart-Optionen abzuschalten.

Allerdings können Sie die

alte Auswahl wieder einschalten.

Der Eintrag

hierfür befindet sich als

Erweitertes Neustartmenü

in den Entwickleroptionen.

Leider hat Google

seit Version 4.2 diese Entwickleroptionen

versteckt.

Gehen Sie in den

Einstellungen auf Über

das Telefon, und tippen

Sie sieben Mal auf den

Menüpunkt Build-Nummer,

um diesen Menüpunkt

zurückzuerhalten.

Fazit

Auch wenn es aktuell

noch keine Stable Builds

von CM 10.1 für das

Samsung Galaxy S3 gibt,

lohnt sich ein Blick auf die Nightly Builds.

Denn Samsung hat das offizielle Update auf

Android 4.2.2 erneut verschoben, und Android

4.3 oder sogar 5.0 werden Sie garantiert

von Samsung nicht mehr erhalten. ● ● ●

Abb. 5: Die Entwickler-Optionen mit

dem erweiterten Neustart-Menü von

CM 10.1.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29855

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Fokus

CyanogenMod

Samsung

Das Samsung Galaxy S unter CyanogenMod 10.1

Cyano

GalaxyMod

Auch wenn das erste

Galaxy S drei Jahre auf

dem Buckel hat, den

Zugriffsstatistiken auf

android-user.de nach

ist es weiterhin beliebt.

Zeit, sich dem Handy zu

widmen! Mit CyanogenMod

10.1 locken Sie

mehr Power aus dem

alten Knochen.

Christoph Langner

Als Samsung das erste Galaxy S

(SGS) im Juli 2010 vorstellte, war

es „das“ Android-Handy. Zum

Zeitpunkt der Präsentation hatte

es dank seiner GPU den schnellsten Grafikchip

auf dem Markt und war mit knapp

9,9 mm Dicke das dünnste Smartphone der

Welt. Die vom Galaxy S gesetzten Rekorde

gelten natürlich schon lange nicht mehr. Für

Besitzer des Handys sollte das aber kein

Grund sein, es zum Alteisen zu geben.

Auch wenn Samsung den Support des

Handys mit dem Erscheinen von Android

„Gingerbread“ 2.3 aufgegeben hat, entwickelt

die Android-Community munter weiter.

Das alte Galaxy S stellt praktisch die untere

Grenze von Android-Handys dar, auf denen

die CyanogenMod-Firmware [LINK 1] installiert

werden kann. Damit kommt auch das Galaxy

S – wenn auch nicht offiziell – in den Genuss

von Android „Jelly Bean“ 4.2.

Die Installation des aktuellen Cyanogen-

Mod-Release-Candidates ist im Zusammenspiel

mit einem Windows-PC gar nicht so

schwer. Belohnt wird die Arbeit mit einem

topaktuellen Android-System und einem

deutlichen Leistungsschub, der sich nicht

nur in Benchmarks, sondern auch auch im

Android-Alltag durchaus bemerkbar macht.

Flashen vorbereiten

Bevor Sie die ersten Schritte auf dem Weg

hin zu Jelly Bean unternehmen, gilt es, wie

immer bei Operationen am offenen Herzen,

ein Back-up des Systems zu machen. Ihre

Mails und Kontakte sind üblicherweise sicher

in der Google-Cloud verstaut, doch wichtige

SMS oder Bilder von der SD-Speicherkarte

können durchaus auch einmal verloren

gehen. Nicht unüblich ist es zudem, nach

dem Einspielen eines neuen ROMs einen

Werksreset zu machen, ein Back-up schadet

daher nie.

Um eine gute Basis zum Flashen von CyanogenMod

10 mit Jelly Bean aufzubauen,

sollten Sie in einem ersten Schritt das System

28

August 2013

Android-User.de


Fokus

CyanogenMod

Abb. 1: Nach dem Rooten des Handys

finden Sie Superuser unter den

installierten Anwendungen.

zurücksetzen und die letzte offizielle Firmware

von Samsung mit Android 2.3.6 einspielen.

Im Netz finden Sie dazu das Flash-

Tool Odin 3 und die Firmware inklusive

Root-Patch in einem großen Download-Paket

[LINK 2]. Laden Sie das Archiv I9000XXJVU_

I9000OXAJVU_OXA.zip auf Ihren PC herunter

und entpacken die enthaltenen Dateien mit

einem geeigneten Tool.

Um die Firmware einzuspielen, müssen Sie

Ihr Galaxy S nun in einem speziellen „Download-Modus“

starten. Schalten Sie es dazu

ab, ziehen das USB-Kabel ab und drücken

gleichzeitig die Knöpfe Lautstärke-Runter |

Home | An-/​Aus. Das Handy startet daraufhin

mit einem gelben Baustellen-Androiden

auf dem Display und dem Text „Downloading…

Do not turn off Target!!!“.

Abb. 2: Sie regelt den Zugriff von

Apps auf Funktionen, die erweiterte

Root-Rechte benötigen.

Rooten mit Odin

Führen Sie nun die Datei

Odin3 v1.85.exe aus dem

Archiv aus und verbinden

das Handy wieder per

USB-Kabel mit dem Rechner.

Odin sollte etwas wie

Added!! im

Nachrichtenbereich melden

und der Kasten oben

links unter „ID:COM“ gelb

hinterlegt aufleuchten.

Zeigt Odin keine Reaktion

an dieser Stelle, fehlt

Ihnen vermutlich der

zwingend nötige Gerätetreiber

für Windows. Installieren

Sie diesen bitte

entweder durch die vollständige

Installation von

Samsungs megabytestarker

Verwaltungssuite Kies [LINK 3] oder besser

gezielt als einzelnes Setup [LINK 4][LINK 5].

Meldet Odin erfolgreich das Galaxy S im

Download-Modus, setzen Sie den Haken bei

Re-Partition und wählen unter PIT die Datei

s1_odin_20100512.pit. Im weiteren Verlauf

unter PDA die CODE_I9000XXJVU_CL851880_

REV03_user_low_ship.tar.md5, für PHONE

die Datei MODEM_I9000XXJVU_REV_00_

CL1092175.tar.md5 und unter CSC letztendlich

das Archiv GT‐I9000‐CSC‐MULTI‐OXAJVU.

tar.md5. Ein Klick auf Start weist Odin abschließend

an, die ausgewählte Firmware zu

installieren, am Ende des Prozesses startet

das Handy mit der neuen Firmware durch.

Auf Ihrem Galaxy läuft nun die letzte Original-Firmware

mit Android 2.3.6, ohne Root

Abb. 3: CyanogenMod schraubt

nicht an der Optik, Sie bekommen

original Jelly Bean auf das SGS.

Samsung Galaxy S I9000

Benchmark

Ergebnis

Android 2.2, FROYO.XXJPO

AnTuTu 3066

Vellamo 1.0.6 566

Android 2.3.6, GINGERBREAD.XXJVU

AnTuTu 3034

Vellamo 1.0.6 606

Vellamo HTML5 521

Vellamo METAL 217

Android 4.2.2, CyanogenMod 10.1.0 RC5

AnTuTu 4218

Vellamo 1.0.8 1118

Vellamo HTML5 1105

Vellamo METAL 265

Abb. 4: Mit Odin 3 flashen Sie die letzte offizielle Firmware auf Ihr Samsung Galaxy S.

Android-user.de August 2013 29


Fokus

CyanogenMod

Abb. 5: Die Google Apps wie

Gmail oder der wichtige Play Store

müssen nachgerüstet werden.

Abb. 6: Der DSP-Manager optimiert

auf Wunsch den Klang der Audio-

Ausgabe Ihres Galaxy.

Abb. 7: CyanogenMod integriert

diverse Tweaks zur Konfiguration

des Smartphones.

Abb. 8: CyanogenMod aktualisieren

Sie über die Update-Routine

aus dem laufenden System.

Tipp

Noch (Stand Mitte Juni 2013) wurde

die offizielle Version von Cyanogen-

Mod 10.1 nicht veröffentlicht. CyanogenMod

bringt jedoch unter Einstellungen

| Über das Telefon | CyanogenMod-Updates

gleich eine eigene

Update-Routine mit, über die Sie das

CyanogenMod-System ganz einfach

aktuell halten können.

oder andere Modifikationen. Den nun nötigen

Root-Patch finden Sie ebenfalls im Odin-

Archiv. Starten Sie dazu erneut das Handy

im Download-Modus, stecken es wieder an

den Rechner an und gehen abermals in das

Odin-Tool. Setzen Sie dieses mit Reset zurück

und wählen unter PDA diesmal lediglich die

Datei CF‐Root‐XX_OXA_JVU_2.3.6‐v4.3‐CWM‐

3RFS.tar aus. Achten Sie bitte darauf, dass

die Option Re-Partition nicht aktiviert ist, sie

würde wieder Daten auf dem Handy löschen.

Auch hier startet das Handy bei Erfolg wieder

automatisch neu in das Android-System.

Nach dem Flashen des Root-Zugangs – inklusive

modifiziertem Recovery-Modus – finden

Sie Einträge wie CWM, Superuser oder

Tweaks auf Ihrem Galaxy-S-Handy. Verschwenden

Sie aber an dieser Stelle nicht zu

viel Zeit mit dem Einrichten des Systems, wir

gehen gleich über zur Installation von

CyanogenMod 10.1.

Die Entwickler von CyanogenMod haben das

Galaxy S bereits in die Liste der für CM 10.1

offiziell unterstützten Geräte aufgenommen.

Für Besitzer eines SGS heißt dies, dass es

täglich Nightly Builds und in regelmäßigen

Abständen Release Candidates, also geprüfte

Zwischenstände, zum Download

gibt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist

CM 10.1.0 RC5 [LINK 6] aktuell, das wir

auch für diesen Bericht nutzen. Auf

das finale Build von CyanogenMod

10.1 wird man nicht mehr lange warten

müssen.

Laden Sie sich zum Flashen der

Firmware das aktuelle Archiv

cm‐10.1.0‐RC5‐galaxysmtd.zip

[LINK 7] herunter und verschieben

es auf den internen Speicher des Handys,

ohne es vorher auszupacken. Um sicherzugehen,

dass der Download und das Verschieben

der Datei störungsfrei funktioniert

haben, prüfen Sie bitte abschließend die

MD5-Summe der Datei mit etwa WinMD-

5Free [LINK 8].

Schalten Sie jetzt wieder das Handy aus,

und starten Sie es diesmal mit der Tastenkombination

Lautstärke-Hoch | Home | An-/​

Aus in den Recovery-Modus. Dort initiieren

Sie die Installation des CyanogenMod-ROMs

über Install zip from sdcard und setzen anschließend

noch mit den beiden Optionen

Wipe data/​factory reset und Wipe cache partition

den Speicher des Handys zurück. Reboot

system now startet dann abschließend Ihr

Handy mit dem frisch installierten CyanogenMod

10.1 und Jelly Bean neu.

Google Apps installieren

Nach dem Reboot empfängt Sie Cyanogen-

Mod mit einem ziemlich nacktem Android.

Aus rechtlichen Gründen enthält das Custom-ROM

von Haus aus keine Google Apps

wie z.B. Gmail oder den Play Store, die sie

normalerweise auf einem Androiden finden.

Sie müssen jedoch nicht auf diese gewohnten

Tools – und vor allem dem Google Play Store

mit seinen zigtausend Apps – verzichten, die

Apps lassen sich ebenfalls über den Recovery

Modus flashen.

Sie finden den zu CyanogenMod 10 passenden

Download auf Goo.im [LINK 9]. Die

Datei gapps‐jb‐20130301‐signed.zip kopieren

Sie – wie das Image von CyanogenMod

zuvor – auf den internen Speicher des Handys

und flashen die Datei erneut über den

30

August 2013

Android-User.de


Fokus

CyanogenMod

Recovery-Modus. Nach dem

nächsten Neustart finden

Sie den Play Store unter den

installierten Apps. Weitere

Google-Anwendungen wie

Gmail [LINK 10], Maps oder

Google+ installieren Sie danach

ganz normal über den

Play Store.

Jelly Bean auf

dem Galaxy S

Trotz des noch andauernden

Entwicklungsprozesses von

CyanogenMod können wir

keine negativen Auswirkungen

auf unser Galaxy S feststellen.

Ganz im Gegenteil,

die Benchmarks zeigen

einen deutlichen Leistungsanstieg.

Dieser wirkt sich

besonders im Browser oder auch in der Oberfläche

aus. Wie von aktuellen Jelly-Bean-Androiden

gewohnt, ruckelt in der Oberfläche

nichts, und auch aufwendige Webseiten

bauen sich zügig auf.

CyanogenMod liefert Ihnen nicht ein komplett

blankes Android, so wie es direkt von

Google kommt. Die Android-Distribution

baut verschiedene Modifikationen und auch

eigene Entwicklungen in ihr Custom-ROM

ein. So finden Sie mit Apollo oder dem DSP-

Manager einen eigenen Musik-Player beziehungsweise

Audio-Effekte zur verbesserten

Ausgabe von Musik und Sprache.

Exklusive Features von Jelly Bean – wie

zum Beispiel Google Now – finden Sie natürlich

auch in CyanogenMod 10 wieder. Da

dem Galaxy S jedoch virtuelle Tasten wie auf

Quick Settings aus dem S4

Abb. 9: Zu starkes Drehen an der

Leistungsschraube bezahlt man

mit Abstürzen.

dem Galaxy Nexus fehlen,

aktivieren Sie den persönlichen

Assistenten Googles

über einen längeren Druck

auf die linke Menütaste anstatt

eines Wischs über den

Home-Button. Zum App-

Switcher gelangen Sie über

einen längeren Druck auf

den Home-Button.

Fazit

Für Android-Fans lohnt es

sich auf jeden Fall, das

Samsung Galaxy S zu rooten

und CyanogenMod zu installieren.

Sie bekommen so

ein Handy mit aktueller

Software und vielen Tuning-

Möglichkeiten. Sollte Ihnen

Ihr Galaxy S nach wie vor

noch zu träge arbeiten, lässt sich etwa die

Maximale Taktfrequenz der CPU unter Einstellungen

| Leistung | Prozessor hochsetzen.

In unserem Test bezahlt man das Übertackten

des Systems jedoch mit zahlreichen Abstürzen,

wir empfehlen den Betrieb mit den

ursprünglichen 1000 MHz.

● ● ●

Über die Schnelleinstellungen von Android 4.2

lässt sich bequem WLAN oder Bluetooth abund

anschalten, doch die Optionen sind begrenzt.

Wer so gut wie alles mit nur einem

Klick regeln möchte, kann neben CyanogenMod

das „S4 Notification Center for i9000“ [LINK 11]

flashen. Dazu müssen die Datei S4 Style Notification

‐ [CM10.1_RC5].zip genauso wie CyanogenMod

selbst oder die Google Apps über

den Recovery-Modus eingespielt werden.

Anschließend finden Sie unter Einstellungen |

System die zusätzlichen Einträge Schnelleinstellungen

und Benachrichtigungsanzeige.

Hier wählen Sie aus, welche Schalter in welcher

Reihenfolge letztendlich in der Benachrichtigungsanzeige

erscheinen sollen. Zwischen

den beiden Ebenen schalten Sie über

das Icon in der rechten oberen Ecke um.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29703

Abb. 10: Mit den „S4 Style Notifications“

holen Sie die vom S4 bekannten

Quick Settings aufs Handy.

Android-user.de August 2013 31


dedizierter

1Gbit/s

Port


Hardware

Huawei Ascend Mate

Im Test: Huawei Ascend Mate MT1-U06

Großartig

Wie groß darf ein Smartphone sein? Über diese Frage streiten sich die

Geister. Wenn es nach Huawei geht, dann gelten 6,1 Zoll noch als

Smartphone. Wir haben das verifiziert. Marcel Hilzinger

Huawei

‚„Plusminus

‚ Akkulaufzeit

‚ Gehäuseverarbeitung

‚ Display

‚ Preis

„ Stift fehlt

Einen Testbericht zum Ascend Mate

von Huawei zu schreiben, ohne

dabei die Größe des Geräts anzusprechen,

ist eigentlich nicht möglich.

Denn das Handy ist wirklich riesig. In

der Hosentasche hat das Mate nichts mehr

zu suchen, es passt jedoch sehr gut in ein

Sakko oder in eine Damenhandtasche.

Mögen Sie große Handys, dann wird Ihnen

das Ascend Mate gefallen.

Die Basics

Das Mate ist mit einem 1,5 GHz schnellen

Vierkern-Prozessor von Huawei ausgestattet.

Für die nötige Grafikpower sorgt ein Intel-

Chipsatz, sodass auch aktuelle Spiele flüssig

laufen und Sie Videos in 1080 p genießen

können. Mit 32,4 Fps im High-Quality-Modus

des Grafik-Benchmarks Epic Citadel schlägt

sich das Ascend Mate recht gut.

Zu den Hardwarebesonderheiten gehört

das WLAN-Modul, das auch den 5-GHz-Standard

802.11a unterstützt. Zudem beherrscht

das eingebaute 3G-Modem HSDPA+.

Im Lautsprecher auf der Frontseite befindet

sich eine Benachrichtigungs-LED, die allerdings

etwas klein ausgefallen ist und

zudem nur in Grün, Gelb und Rot blinkt.

Ebenfalls nicht ganz üblich ist der Micro-

SIM-Kartenslot auf der Geräteoberseite. Die

MicroSD-Karte hat Huawei hingegen auf der

linken Seite untergebracht. Das Huawei Ascend

Mate verfügt über ein FM-Radio, das

mitgelieferte Headset dient als Antenne.

Die Acht-Megapixel-Kamera des Mate schießt

recht gute Fotos, kommt aber nicht an die

besten Smartphone-Kameras heran. Dafür

weiß der mit Dolby Digital Plus verstärkte

Sound zu gefallen, auch ohne Kopfhörer.

Mit Emotion UI

Huawei hat das Handy an diversen Stellen

angepasst, damit es aus seinen 6,1 Zoll das

Beste herausholt. Dazu gehören spezielle

Einstellungen, um das Mate mit einer Hand

zu bedienen, und ein schwebendes Widget,

das den Schnellzugriff auf zentrale Funktionen

ermöglicht. Die Emotion UI unterscheidet

sich nicht groß von der Standard-Android-Oberfläche,

allerdings fehlt ihr ein zentrales

Element: der App Drawer. Die bereits

installierten Apps finden Sie deshalb auf

einem der Homescreens in Ordner gruppiert,

neu installierte Apps landen ebenfalls automatisch

auf einem der Homescreens.

34

August 2013

Android-User.de


Hardware

Huawei Ascend Mate

Abb. 1: Der Homescreen des

Ascend Mate mit der Emotion UI.

Eine App-Übersicht gibt es nicht.

Zu den Besonderheiten der Emotion UI gehört

die einhändige Bedienung, die Sie in

den Einstellungen unter System aktivieren.

Tastatur, Sperrbildschirm und der Dialer richten

sich dann rechts oder links aus. In unseren

Tests hat das mit Ausnahme des Sperrbildschirms

gut funktioniert. Der Lockscreen

blieb hingegen stets in der Mitte.

Eine weitere Besonderheit ist die Schaltfläche

schwebend, die Sie ebenfalls in den Einstellungen

aktivieren müssen. Ein kleiner

transparenter Kreis bietet dann immer den

Zugriff auf die Textnachrichten, den Rechner,

die Notizen und die Fotos. Eine Option, diese

vier Apps anzupassen, haben wir allerdings

nicht gefunden. Last but not least erlaubt es

der Huawei-Launcher auch, die Navigationsleiste

des Android-Systems auszuschalten,

um noch mehr Platz auf dem Display zu erhalten.

Um die ausgeblendete Leiste wieder

einzuschalten, wischen Sie von unten ins

Display hinein, wie wenn Sie Google Now

aufrufen würden. Google Now startet ebenfalls

auf diese Weise, aber nur, wenn die Navigationsleiste

schon sichtbar ist.

Unbedingt ausprobieren sollten Sie die

sehr gut gemachten Profile des Huawei-

Smartphones. Damit schalten Sie das Handy

im Handumdrehen stumm und in den Flugmodus

oder aktivieren 3G oder einen WLAN-

Hotspot. Über eine Schnelleinstellung in der

Benachrichtigungsleiste öffnen Sie den passenden

Drehregler und wählen das gewünschte

Profil aus. Das tollste Feature ist

aber die automatische Bereinigung der Apps

in der Multitasking-Übersicht per Tipp auf

das Wischersymbol am unteren Rand.

Abb. 2: Über ein Dutzend sehr

schöne Designs stellt Huawei dem

Nutzer zur Auswahl bereit.

Abb. 3: Das Profilmanagement hat

Huawei in der Emotion-UI-Oberfläche

sehr schön gelöst.

Kritikpunkte

Das große Display des Mate schreit geradezu

nach einem Stift, aber leider fehlt ein solcher

wie auch eine Notiz-App mit Handschriftenerkennung

oder eine Skizzen-App. Ebenfalls

schade finden wir, dass Huawei den verfügbaren

Platz nicht für echte Stereolautsprecher

genutzt hat, wie man Sie beim HTC One

findet. Nicht anfreunden konnten wir uns

mit dem fehlenden App Drawer der Emotion

UI von Huawei. Hier schaffen Sie recht einfach

Abhilfe, indem Sie einen alternativen

Launcher installieren. Fazit: Das Ascend

Mate bietet viel Display und zwei Tage Sorglos-Akkulaufzeit

für 400 Euro.

● ● ●

Huawei Ascend Mate MT1-U06

Abb. 4: Über einen Fingertipp auf

das Wischer-Symbol stoppen Sie

alle aktiven Apps.

Kerndaten

Hersteller

Huawei

Formfaktor

6,1-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280 x 800 Pixel

Prozessor

1,5 GHz Quad-Core (Hi-Silicon K3V2)

Android-Version Android 4.1.2

Akku

4050 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 9 Tage/​28 h

Gewicht

198 Gramm

Preis (Internet)

400 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 18609

Performance

AnTuTu-Benchmark

15.828 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1623/​436 Punkte

Android-User-Bewertung 4,8 Punkte

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Android-user.de August 2013 35


Hardware

Alcatel Onetouch Idol Ultra

Im Test: Alcatel Onetouch Idol Ultra

Ultra

dünn

Alcatel

Die Smartphone-Hersteller aus China übertreffen sich

aktuell monatlich im Kampf um das dünnste Smartphone.

Alcatels Onetouch Idol Ultra gehört mit 6,45 mm Dicke zu

den einstigen Topgeräten. Wir testeten, was das Handy

sonst noch zu bieten hat. Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Flaches Design

‚ Display

‚ Software-Auswahl

‚ Spritzwasserfest

„ Kein MicroSD

„ Kopfhörer über Adapter

Reicht es aus, einfach nur

dünn zu sein, oder was

muss ein Smartphone

noch bieten, um als Topgerät

durchzugehen? Diese Frage stellten

wir uns beim Alcatel Onetouch Idol Ultra

ganz besonders, denn dieses Handy ist wirklich

sehr dünn.

Die Fakten

Denkt man sich noch ein paar Millimeter

dazu, dann ist das One Touch Idol Ultra ein

gewöhnliches Mittelklasse-Smartphone mit

4,7-Zoll-Amoled-Display (1280 x 720 Pixel),

16 GByte integriertem Speicher (nicht erweiterbar)

und einem 1,2 GHz schnellen Dual-

Core-Prozessor mit 1 GByte RAM. Die Hauptkamera

löst mit 8 Megapixel auf, die Frontkamera

mit guten 1,3 Megapixeln. Beide

Kameras können auch Videos mit einer

maximalen Auflösung von 1280x720 Bildpunkten

speichern. Der fest verbaute Akku

hat eine Kapazität von 1870 mAh und reicht

im üblichen Betrieb für einen Arbeitstag aus.

Das Onetouch Idol Ultra eignet sich sehr

gut für Linkshänder, da sich sein Power-Button

oben links befindet, auch die Lautstärkewippe

hat Alcatel auf der linken Seite untergebracht.

Rechts finden Sie lediglich den Einschub

für die Micro-SIM. Der Micro-USB-

Anschluss befindet sich an der Gehäuseoberseite

rechts. Er dient über einen zusätzlichen

Adapter auch als Kopfhörerausgang. Im Lieferumfang

befindet sich auch ein Headset

mit In-Ear-Kopfhörern, das aber ebenfalls

den Adapter benötigt.

Zu den Besonderheiten des Onetouch Idol

Ultra gehört die Behandlung mit der wasserabweisenden

Technik von P2i, die zum

Beispiel auch Motorola für die Razr-Smartphones

nutzt. Sie macht das Gerät spritzwasserfest,

jedoch nicht komplett wasser- und

staubdicht wie etwa das Xperia Z von Sony.

Die Rückseite des Handys ist gummiert. Dadurch

liegt es gut in der Hand, allerdings

zieht die Beschichtung auch Fettflecken magisch

an. Neben der schwarzen Version, die

wir im Test hatten, gibt es das Onetouch Idol

Ultra auch in diversen knalligen Farben.

Sehr gut gefallen hat uns, dass Alcatel

bzw. der chinesische Mutterkonzern TCT

über einen Flyer auf die für das Handy

benutzte quellenoffene Software und die

Verfügbarkeit des Quellcodes hinweist.

Schönes Android

Design ist immer eine Geschmacksfrage, aber

uns gefällt die Android-Version von Alcatel

gut. Die Icons sind recht bunt, und der Lockscreen

hebt sich positiv vom üblichen Einerlei

ab. Das Angebot an vorinstallierten Apps

ist recht groß. Unser Testgerät wurde zum

Beispiel mit AVG Antivirus (Jahreslizenz) und

einer Demoversion des Gameloft-Spiels Shark

Dash geliefert. Die vorinstallierten Apps lassen

sich löschen, um den internen Speicher

freizuhalten. Dieser bietet Platz für etwas

mehr als 13 GByte. Mangels MicroSD-Slot

müssen Sie damit über die Runden kommen.

Von Alcatel selbst stammen die Apps Onetouch

Radio (Internetradio) und das Cloud

Backup, das neben Dropbox und Box.net

36

August 2013

Android-User.de


Hardware

Alcatel Onetouch Idol Ultra

Abb. 1: Über die Cloud-Backup-

App von Alcatel erstellen Sie ganz

einfach Sicherheitskopien.

Abb. 2: Der Lockscreen des Onetouch

Idol Ultra hebt sich positiv

von anderen Geräten ab.

Abb. 3: Die vorinstallierten Apps

lassen sich problemlos löschen,

um Platz zu sparen.

Abb. 4: Die Angaben zum Akkuverbrauch

des Onetouch Idol Ultra

stimmten überhaupt nicht.

auch den internen Speicher als Backup-Ort

nutzen kann. Das Android-4.1.1-System

arbeitet sehr flott und reagiert prompt auf

Eingaben. Die sehr guten Werte beim HTML-

5-Benchmark von Vellamo bestätigen unseren

positiven Eindruck.

Kritikpunkte

Die Verarbeitung des Geräts ist gut, könnte

aber etwas besser sein. So war bei unserem

Testgerät oben zwischen dem Rahmen und

dem Display ein deutlicher Spalt zu sehen.

Das Einsetzen der Micro-SIM-Karte gelingt

nur mithilfe einer Bürkoklammer. Dieses

Prozedere erklärt aber ein Aufkleber auf der

Geräterückseite, sodass man eigentlich

nichts falsch machen kann. Nicht zufrieden

waren wir in den Tests mit der Qualität der

8-Megapixel-Kamera. Sämtliche Bilder waren

krass überbelichtet. Mit den passenden Voreinstellungen

kann man zwar auch gute Bilder

machen, die Kamera bleibt aber klar hinter

der des Nexus 4 zurück. Ebenfalls nicht

zufrieden waren wir mit der Akkulaufzeit

des Handys, was aber eventuell ein Fehler

an unserem Gerät sein kann. Mehrfach war

der Akku über Nacht leer, obwohl er am

Abend zuvor noch bei rund 30 Prozent lag.

Die Akkuinformation unter Android zeigte

bei unserem Gerät zudem nur seltsame Zeitinformationen

an, die CPU arbeitete von

Haus aus stets im Stromsparmodus.

Als kritisch erachten wir auch den Verzicht

auf den traditionellen 3,5-mm-Ausgang für

die Kopfhörer, der wohl der flachen Bauweise

geschuldet ist. So müssen Sie immer

einen Adapter dabei haben, um Musik zu

hören. Der Stecker sitzt zudem enorm gut

fest, was bei häufigem Gebrauch zu Bruchstellen

führen kann.

Fazit

Eine möglichst dünne Bauform allein reicht

nicht aus, um ein Top-Smartphone zu produzieren,

aber die flache Bauweise trägt stark

dazu bei, aus dem Alcatel Onetouch Idol

Ultra etwas Besonderes zu machen. Zum

aktuellen Internetpreis von 250 Euro können

wir das Handy mit den unter den Kritikpunkten

genannten Einschränkungen durchaus

empfehlen. Sie erhalten ein Top-Mittelklasse-

Handy zu einem angemessenen Preis. ● ● ●

Alcatel Onetouch Idol Ultra

Kerndaten

Hersteller

Alcatel/​TCL

Formfaktor

4,7-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280 x 720 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Dual-Core

Android-Version Android 4.1.1

Akku

1820 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 400h/​8.5h

Gewicht

124 Gramm

Preis (Internet)

250 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 19491

Performance

AnTuTu-Benchmark

6554 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1300/​407 Punkte

Android-User-Bewertung 4,1 Punkte

Android-user.de August 2013 37


Hardware

Huawei Ascend P6

Huawei

Erster Eindruck: Huawei Ascend P6 im Kurztest

WOW-Effekt

Es gibt sie noch: Android-Smartphones,

die

man zum ersten Mal

sieht und dann einen

Wow-Effekt auslösen.

Ein solches Handy ist

Huawei mit dem

Ascend P6 gelungen,

das mit 6,18 mm Handy-

Geschichte schreibt.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Tolles Design

‚ Gute Kamera

‚ 5-Megapixel-Frontkamera

‚ Helles Display

„ Kein NFC

„ Kein LTE

Mit einer Bauhöhe von 6,18 mm

und einem Unibody-Gehäuse

aus Aluminium ist das Ascend

P6 von Huawei das aktuell

dünnste Smartphone der Welt. Kombiniert

mit dem sehr schönen Design, dem guten

Preis und einer soliden Verarbeitung reicht

das schon fast, um dem Handy eine Kaufempfehlung

auszusprechen, doch natürlich

zählen auch andere Fakten.

Oberklasse dank Design

Als CPU kommt im Ascend P6 ein von Huawei

entwickelter Quad-Core-Prozessor mit

1,5 GHz zum Einsatz, dem

2 GByte RAM zur Seite stehen.

8 GByte Speicher sind

fest verbaut und lassen

sich via MicroSD-Karte erweitern.

LTE fehlt dem

neuen Flaggschiff, dafür

gibt es das schnelle

HSDPA+. Dem Rotstift

zum Opfer gefallen ist

auch NFC.

Das 4,7 Zoll große LC-

Display löst mit 1280 x 720

Pixeln auf und ist mit Gorilla

Glass 2 gegen Kratzer

geschützt. Huawei hat im

P6 ein sehr helles Display

verbaut, das sich vor den

Touchscreens von LG, HTC

oder Sony nicht zu verstecken

braucht.

Abb. 1: Die schwarze Variante des

Ascend P6 erhält ein dunkles

Theme für die Emotion UI.

Wie schlank das Ascend P6 wirklich ist,

merkt man erst, wenn man es in der Hand

hält oder sich den 3,5-mm-Eingang für den

Kopfhörer anschaut. Am Rand bleiben jeweils

weniger als 1,5 mm Platz.

Die Software

Auf dem Ascend P6 ist Android 4.2.2 mit

Emotion UI in Version 1.6 vorinstalliert. Die

Unterschiede zur Version 1.5 sind auf den

ersten Blick nicht zu erkennen, es sollen aber

über 300 Änderungen sein. Hervorzuheben

ist der Permission Manager. Über die App

legen Sie fest, ob und über welche Verbindungsart

einzelne Apps ins

Netz dürfen. Bislang waren

solche Features bei Android

nur verfügbar, wenn Sie Ihr

Handy rooten. Gut gefallen

hat uns auch die Soundausgabe

mit Dolby Digital. Zum

externen Lautsprecher können

wir noch keine Infos liefern,

da es bei der Vorstellung

in London für einen Test

schlicht zu laut war. Zu den

Besonderheiten der Android-

Oberfläche finden Sie auch in

unserem Testbericht zum Ascend

Mate weitere Details.

Das vorinstallierte Android-

System arbeitet absolut flüssig.

Es kam zu keinerlei Hängern

oder Rucklern. Laut Vellamo-Benchmark

erreicht das

38

August 2013

Android-User.de


Hardware

Huawei Ascend P6

Ascend P6 im Metal-Test

rund 480 Punkte, im HTML5-

Benchmark maßen wir 1275

Zähler. Mangels Internetanbindung

konnten wir nicht

sämtliche Tests durchführen.

Tolle Kamera

Huawei legte bei der Präsentation

den Schwerpunkt auf

die im Ascend P6 verbaute

Kamera mit BSI-Sensor. Trotz

der extrem flachen Bauweise

löst Sie mit 8 Megapixeln auf

und verfügt über einen besonders

guten Makromodus

(bis 4cm) und f/​2.0-Blende.

Die gleiche Blendengröße

nutzt auch HTC im neuen

HTC One. In unseren Tests

vor Ort schnitt die Kamera

sehr gut ab.

Die Frontkamera arbeitet mit 5 Megapixeln

und stellt damit sämtliche anderen Smartphones

in den Schatten. Hier hat CEO Richard

Yu bei der Präsentation in London keinen

Hehl daraus gemacht, dass man das Ascend

P6 in erster Linie Frauen schmackhaft

machen will. So ist denn die Frontkamera in

der Standardeinstellung auf Porträts optimiert

und verfügt über ein Software-Feature,

das bei Selbstporträts auf Wunsch gleich

Fältchen glättet und das Modell deutlich jünger

aussehen lässt. Ein weiterer Modus, der

bei der Hauptkamera standardmäßig aktiv

ist, sorgt dafür, dass die Fotos über eine deutlich

bessere Dynamik verfügen. Das Ascend

P6 bietet auch einen besonders guten Makromodus,

damit man zum Beispiel sein Essen

schöner fotografieren und bei Facebook

hochladen kann. Diese Beispiele zeigen, dass

sich Huawei bei der Entwicklung des P6

wirklich mit den Wünschen seiner Kunden

auseinandergesetzt hat.

Abb. 2: Der Musikplayer verfügt

über Dolby Digital für eine optimierte

Sound-Ausgabe.

Liebe zum Detail

Das Ascend P6 wird es in Weiß, Schwarz und

Rosa geben, die mit jeweils anderen Themes

ausgeliefert werden. Über 100 weitere Themes

stehen zum Download bereit. Die Geräterückseite

besteht beim schwarzen und rosa

Modell aus gebürstetem Aluminium, beim

weißen Modell ist die Rückseite nicht gebürstet.

Im direkten Vergleich mit dem Alcatel

Onetouch Idol Ultra hat uns sehr gut gefallen,

dass man auch den 3,5-mm-Stecker problemlos

untergebracht hat und ihn zudem

noch um eine sinnvolle Funktion erweitert

hat. So befindet sich im Eingang ein pinförmiges

Werkzeug, über das

sich die Einschübe für die

MicroSD-Karte und die Micro-SIM

öffnen lassen.

Kritikpunkte

Der Akku fällt mit 2000

mAh für Huawei-Geräte relativ

schwach aus, aber wir

gehen stark davon aus,

dass Sie mit dem P6 problemlos

über den Tag kommen,

da auch die restlichen

Huawei-Geräte überdurchschnittlich

gute Akkulaufzeiten

aufweisen.

Auf LTE müssen Sie verzichten,

weil das Modem

zu viel Strom verbrauchen

würde, da die Netzabdeckung

in den meisten Ländern

noch mangelhaft ist.

Wechselt das Smartphone aber stets zwischen

LTE und 3G, zieht das stark am Akku.

Schade finden wir, dass NFC fehlt. Andererseits

wird NFC wohl kaum so häufig genutzt

wie die Frontkamera für ein Selbst porträt.

Fazit

Mit dem Ascend P6 bringt Huawei ein Top-

Smartphone zum Preis von 450 Euro. Die angepriesenen

Funktionen der Kamera sind

wirklich sehr gut und auch das Design weiß

zu gefallen. Wir sind uns ziemlich sicher,

dass Huawei mit dem Ascend P6 der Durchbruch

in Europa gelingen wird.

● ● ●

Abb. 3: Mit dem Permission Manager

lassen sich Apps gezielt die

Internetrechte entziehen.

Abb. 4: Bestmögliche Makroaufnahme mit dem Nexus 4 (unten) und zum Vergleich die deutlich

hellere Aufnahme des Ascend P6 oben.

Android-user.de August 2013 39


Hardware

Point of View Onyx 527

Point of View

Im Test: Point of View Onyx 527

Globetrotter

Das Onyx 527 von Point of View verfügt gleich

über zwei Besonderheiten: einen eingebauten

analogen TV-Tuner und zwei SIM-Kartenslots.

Während man hierzulande mit dem analogen

Tuner kaum noch etwas anfangen kann, sind

zwei SIM-Karten durchaus auch bei Tablets

praktisch. Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Dual-SIM

‚ GPS, HDMI, Bluetooth

‚ UKW-Radio

„ Display

„ Verarbeitung

Das Onyx 527 ist das ideale Tablet

für den Urlaub. Dank Dual-SIM-

Support, GPS und eingebautem

Radio wird es Ihnen unterwegs

garantiert nie langweilig. Falls Sie einen Ausflug

nach Russland oder in die Ukraine planen,

können Sie den eingebauten TV-Tuner

zudem für analoges Fernsehen benutzen.

All in one

Beim Onyx 527 merkt man sofort, dass der

Hersteller ein Rundum-Sorglos-Tablet bauen

Abb. 1: Erinnerung an vergangene Zeiten: Analoges TV können Sie hierzulande kaum mehr

empfangen, dafür ist die eingebaute Antenne für den Radioempfang praktisch.

wollte. So hat man weder auf einen HDMI-

Ausgang noch auf Bluetooth oder GPS verzichtet,

was bei anderen günstigen Tablets

oft der Fall ist. Um den aktuellen Internetpreis

von 200 Euro halten zu können, musste

Point of View beim Display sparen: Es hat

keinen Sensor zur Steuerung der automatischen

Helligkeit und könnte etwas schärfer

sein. Auch die Verarbeitung insgesamt dürfte

ruhig etwas hochwertiger sein. Keine hohen

Erwartungen sollten Sie auch an die eingebauten

Kameramodule stellen: Die 0,3-Megapixel-Frontkamera

eignet sich zum Chatten,

die Hauptkamera mit 2 Megaxpixeln ist nicht

wirklich nützlich. Gut gefallen hat uns, dass

man die im Tablet integrierte Antenne auch

für das FM-Radio benutzen kann. So können

Sie auch mal ohne Kopfhörer Radio hören.

An Speicher hat das 7-Zoll-Tablet 8 GByte

verbaut, die sich mit einer zusätzlichen

MicroSD-Karte um maximal 32 GByte erweitern

lassen. Der 1,2 GHz schnellen Dual-

Core-CPU stehen 1 GByte RAM zur Seite.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem

Ladegerät inklusive Mini-USB-Kabel auch ein

einfaches Headset und ein USB-OTG-Kabel.

Die Software

Da sich auf dem Tablet noch Android 4.0.4

befindet, rechneten wir zunächst mit einem

etwas trägen System. Point of View hat aber

40

August 2013

Android-User.de


Hardware

Point of View Onyx 527

gute Arbeit geleistet und das Android-System

recht gut an die Hardware angepasst. Die üblichen

Mikroruckler von Android 4 treten

zwar auch hier auf, aber abgesehen davon

erhalten Sie für den günstigen Preis ein recht

flottes Tablet. Die Benchmark-Werte von

Vellamo und Antutu (siehe Tabelle) liegen in

etwa auf dem Level eines Tegra-2-Prozessors

mit 1 GHz. Höchstleistungen dürfen Sie also

keine erwarten, aber ein solides System, auf

dem auch das ein oder andere Spiel läuft.

Zu den vorinstallierten Apps gehören

neben Google Play, Mail (kein GMail) und

den üblichen Standard-Apps von Android

auch die Flash-Player-Einstellungen und als

separate App der Google Video Player, der

üblicherweise zur Galerie gehört. Ebenfalls

mit an Bord ist die Telefon-App, sodass Sie

das Onyx 527 auch als vollwertiges Dual-

SIM-Telefon benutzen können.

Zu den vorinstallierten Nicht-Google-Apps

gehören ein Dateimanager, die Analog-TV-

App, das FM-Radio und eine spezielle App,

mit der sich das Layout der Tastatur ändern

lässt. Ein GPS-Testprogramm und separate

Icons für die Bluetooth-Einstellungen runden

das App-Angebot ab. Nicht ganz schlüssig

fanden wir die Funktion des Scan-Icons, das

die übliche Google-Suche aufruft, optisch

und funktionell jedoch irgendwie nicht zu

Android 4.0 passt. Google Search ist auf dem

Tablet nicht vorinstalliert, bei einer Suchanfrage

landen Sie aber wie üblich bei Google.

Auch Die App POV-Tastatur verhielt sich in

unseren Tests nicht wie erwartet, sodass wir

zur Android-Tastatur wechselten. Es sind

zudem noch weitere Apps vorinstalliert, die

nicht im App-Drawer auftauchen.

Kritikpunkte

Die Akkulaufzeit des Tablets dürfte bei maximal

4 Stunden Displayzeit liegen. Hier leisten

andere Tablets teilweise deutlich mehr,

wenn auch nicht in dieser Preisklasse. Achten

Sie unbedingt darauf, das Tablet neu zu

starten, falls Sie eine der beiden SIM-Karten

aus dem Slot entfernen. Sonst versucht das

System stets, eine GSM-Verbindung aufzubauen,

was den Akku innerhalb von 1-2

Stunden komplett leert. Falls Sie das Tablet

ohne SIM-Karte betreiben (nur über Wi-Fi),

dann schalten Sie es zunächst in den Flugmodus

und aktivieren anschließend WLAN.

So bleiben die zwei GSM-Modems deaktiviert,

und der Akku hält deutlich länger.

Wie oben erwähnt besitzt das Tablet keine

automatische Helligkeitsregelung. Das ist

nicht weiter tragisch, da Sie das Display tagsüber

eh mit maximaler Helligkeit betreiben

müssen. Leider spiegelt der Bildschirm aber

auch sehr stark, was ein seitliches Draufschauen

praktisch verhindert. Auch bei der

Nutzung im PKW als Navi hatten wir manchmal

Probleme, etwas auf dem Display zu erkennen.

Der GPS-Sensor braucht sehr lange,

bis er einmal startet, die Sprachausgabe ist

hingegen gut und laut genug.

Fazit

Benötigen Sie ein Tablet mit Dual-SIM-Support,

dann haben Sie aktuell keine allzugroße

Auswahl. Insofern stellt das Onyx 527 durchaus

eine interessante Option dar, und für das

Komplettpaket stimmt auch der Preis. Wenn

Sie nur eine einzige SIM-Karte benötigen, erhalten

Sie aber bereits deutlich günstiger

brauchbare 7-Zoll-Tablets. In allen anderen

Fällen gilt: Für 200 Euro ist immer noch das

Nexus 7 das beste Android-Tablet. ● ● ●

Kerndaten

Hersteller

Point of View

Formfaktor

7-Zoll-Tablet

Auflösung

1024 x 600 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Dual-Core

Android-Version Android 4.0.4

Akku

k.A.

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

k.A.

Gewicht

324 Gramm

Preis (Internet)

200 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 19487

Performance

AnTuTu-Benchmark

6544 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

856/​365 Punkte

Android-User-Bewertung

3,6 Punkte

Abb. 2: Die Suche sieht aus wie eine

Google-Suche, ist es aber nicht.

Abb. 3: Unter Last und mit SIM-Karte(n) steigt der Akkuverbrauch drastisch an.

Point of View Onyx 527

Android-user.de August 2013 41


Hardware

Aiptek air2U Music Speaker E15

Aiptek air2U Music Speaker im Test

Aiptek

Gut kombiniert

Bluetooth, NFC und

kabelloses Laden: Der

air2U von Aiptek kombiniert

viel Drahtlos-Technik

auf extrem kleinem

Raum. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29682

Sie suchen einen ordentlichen,

kleinen Bluetooth-Lautsprecher

mit bequemer Koppelung über

NFC, eine drahtlose Freisprecheinrichtung

und ein Akkupack für unterwegs?

Dann müssen Sie keine Sammelbestellung

für drei Geräte aufgeben: Der Aiptek

air2U Music Speaker E15 [LINK 1] liefert Ihnen

diese Funktionen in einem Paket.

Abb. 1: Handys mit NFC-Nahfunk

halten Sie zum Koppeln

einfach an den Lautsprecher.

Aiptek air2U Music Speaker

Der E15 aus der air2U-Serie von Aiptek ist

auf den ersten Blick ein 08/15-Bluetooth-

Lautsprecher. Die Soundqualität des drei

Watt starken Rundum-Lautsprechers ist gut,

so gut wie eben der Sound aus einem 365

Gramm schweren Lautsprecher mit eigener

Stromversorgung sein kann. Touch-Tasten

auf der Oberseite der Box machen die Bedienung

leicht. Das Besondere findet sich jedoch

unter der Haube.

Die Features des Sets beginnen

bei NFC: Der moderne

Nahfunk wird genutzt, um

den Lautsprecher mittels

Blue tooth mit einem NFC-fähigen

Handy zu koppeln. Sie

halten dazu einfach Ihr

Handy mit aktiviertem NFC

(die Option finden Sie unter

Einstellungen | Drahtlos &

Netzwerke | Mehr…) im Abstand

von wenigen Zentimetern

an die Box, schon gibt

eine sanfte Stimme aus, dass

Ihr Handy erfolgreich angebunden

werden konnte. Besonders

praktisch ist dies,

wenn Sie von mehreren Android-Geräten

aus im Wechsel Musik abspielen

möchten. Ohne sich durch Menüs quälen

zu müssen, switchen Sie von einem Gerät

zum nächsten.

Drahtloses Laden, aber ohne Qi

Die Basisstation des Music Speaker dient

dazu, den 500 mAh starken Akku des Lautsprechers

aufzuladen. Eine Ladung sorgt bei

mäßiger Lautstärke für etwa 5 Stunden

Musik, ein leerer Akku ist nach 2,5 Stunden

wieder voll. Zum Laden stellen Sie die zylindrische

Box einfach auf die Basis, ein Kabel

müssen Sie nicht verbinden.

Aiptek hat jedoch darauf verzichtet, den

Qi-Standard [LINK 2] zu implementieren, Sie

können daher auf der Ladestation kein Qitaugliches

Handy wie etwa das Nexus 4 oder

das Samsung Galaxy S4 mit entsprechendem

Rückendeckel [LINK 3] laden oder im Gegenzug

die Box auf einer schon vorhandenen Qi-

Ladestation auftanken.

Ganz ohne Zusatznutzen ist die Ladestation

jedoch nicht. In ihr ist ein Akku mit

1200 mAh integriert. Im Set liegt ein Adapter

von Micro-USB auf den herkömmlichen USB-

Anschluss bei, so können Sie jeden Androiden

über die Ladestation auch unterwegs mit

zusätzlichem Strom versorgen.

Die Kapazität dess Akkus reicht jedoch gerade

einmal aus, um den Energietank eines

Google Nexus 4 mit seinem 2100-mAh-Akku

um etwas mehr als die Hälfte aufzufrischen.

Wer wirklich darauf angewiesen ist, das

Handy unterwegs aufzuladen, kommt um

einen richtigen Zusatzakku nicht herum.

Fazit

Hätte Aiptek Qi-Technik in seiner Basisstation

eingebaut, wäre uns die kompakte Box

für etwas mehr als 75 Euro [LINK 4] eine klare

Empfehlung wert. So bleibt der air2U Music

Speaker E15 jedoch nur ein portabler Lautsprecher

mit Bluetooth und NFC.

● ● ●

42 Android-User.de


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Hardware

Sony SmartWatch

Sony

Sonys neue SmartWatch im Test

Smart-

Watch

Mit der SmartWatch am Handgelenk können Sie Ihr Handy

öfter einmal in der Tasche lassen und sind trotzdem immer

auf dem Laufenden. Wir schauen uns den Handybegleiter

genauer an! Christoph Langner

Abb. 1: Die SmartWatch-App verzahnt

Android-Handy und Smart-

Watch nahtlos.

Sie sitzen in einer Besprechung,

vorbildlich haben Sie den Klingelton

deaktiviert, schließlich möchten

Sie nicht unhöflich sein. Doch

Sie erwarten eine dringende E-Mail oder

SMS, die umgehend einer Antwort bedarf.

Darum zücken Sie bei jeder Vibration das

Handy. Auch wieder unhöflich! Lassen Sie

Ihr Handy doch einfach in der Tasche, und

schauen Sie auf Ihre Sony SmartWatch.

Sony SmartWatch

Die SmartWatch [LINK 1] ist nicht die erste

clevere Uhr von Sony. Mit der LiveView

nahm damals noch Sony

Ericsson schon einmal

Anlauf, das Smartphone

näher ans Handgelenk

zu bringen. Das Ergebnis

war durchwachsen: Die

Qualität war schlecht,

die Software verbesserungswürdig.

Mit der

SmartWatch wollte Sony

es besser machen, was

auch gelungen ist.

Mit einem Gewicht

von 42 Gramm und

Maßen von 36x36 mm

trägt sich die Uhr angenehm.

Nur die Dicke

von 7,5 mm ragt über

die Maße einer normalen

Uhr etwas heraus. Sony

liefert ein angenehm zu

Abb. 2: Beim ersten Start wird die

Firmware der Uhr über das Handy

aktualisiert.

tragendes Armband aus Silikon mit, alternativ

können Sie die Uhr über einen Clip mit

beliebigen Uhrenarmbändern tragen oder sie

ganz ohne Armband an ein Kleidungsstück

klammern. Die Anmutung der Uhr liegt zwar

nicht auf der Höhe einer soliden Armbanduhr,

doch vom drögen Plastikgefühl des Vorgängers

hat Sony sich verabschiedet.

Farbiges OLED-Display

Das wichtigste Element der SmartWatch ist

natürlich das Display: Mit einer Auflösung

von 128x128 Pixeln ist es nicht gerade hochauflösend,

doch die Pixeldichte reicht, um

Schriften ausreichend scharf

darzustellen. Im Haus weist das

OLED-Displays eine akzeptable

Helligkeit auf, in der Mittagssonne

erkennen Sie jedoch

kaum noch etwas.

Bedient wird die Uhr über

Gesten, die Sie vom Handy kennen.

Per Fingerwisch wechseln

Sie zwischen den einzelnen

Funktionen, per Klick führen

Sie eine Aktion aus, und via

Pinch&Zoom gelangen Sie jederzeit

auf einen Homescreen.

Tolle Ergänzung

Um keine Verwirrung entstehen

zu lassen: Auf der SmartWatch

selber läuft kein Android. Die

Uhr wird per Bluetooth (Version

3.0 ist die Mindestanforderung)

44

August 2013

Android-User.de


Hardware

Sony SmartWatch

an Ihren Androiden gekoppelt.

Von Sony im Play Store

bereitgestellte Apps übernehmen

dann die Kommunikation

zwischen Handy, Android-Apps

und SmartWatch,

die dann wie ein zusätzliches

Display arbeitet.

Die SmartWatch-Apps

funktionieren im Alltag sehr

gut. Die Uhr informiert darüber,

wer anruft, zeigt neue

SMS an und blendet über zusätzliche

Apps auch Facebook-

Updates und Wetterinfos ein,

Sie können sogar die Musikwiedergabe

steuern. Einige

Apps interagieren auch mit

dem Handy, ungelegen kommende

Anrufe können Sie

beim Wegdrücken zum Beispiel

mit einer SMS mit einer

vordefinierten Nachricht wie „Ich rufe Sie so

bald wie möglich zurück“ beantworten.

Sonys SmartWatch-App

Zur Steuerung der Uhr müssen Sie die Smart-

Watch-App installieren [LINK 2]. Sie dient als

Schnittstelle zwischen Uhr und Handy,

zudem konfigurieren Sie über die App die

einzelnen Funktionen der Uhr. Zuvor muss

jedoch eine Bluetoothverbindung zwischen

beiden Geräten eingerichtet werden.

Schalten Sie dazu die Uhr ab, und starten

Sie den Koppelmodus, indem Sie beim Einschalten

den An-/​Aus-Taster gedrückt halten.

Über die Bluetooth-Einstellungen Ihres Androiden

suchen Sie nun nach neuen Bluetooth-Geräten

und verbinden

sich mit der „SmartWatch“.

Anschließend wird umgehend

ein Update der Uhren-

Firmware angestoßen.

Die SmartWatch-App trägt

sich nicht in die App-Schublade

ein, sie erscheint automatisch

in der Benachrichtungsleiste,

sobald Handy

und Uhr verbunden sind. Ein

Klick auf den Eintrag öffnet

die App komplett. Hier haben

Sie dann zum Beispiel unter

Uhren die Möglichkeit, das

Uhren-Display nach Ihren

Wünschen zu gestalten.

Clevere Extras

So richtig interessant wird die

SmartWatch jedoch erst

Abb. 3: Welchen Look hätten Sie

den gerne? Verschiedene Uhrendisplays

stehen zur Wahl.

Abb. 5: Zusätzliche Uhren-Apps

koppeln verschiedene Android-

Apps mit der SmartWatch.

dann, wenn Sie Uhr

und Handy intensiver

miteinander verdrahten.

Unter Anwendungen

werden

Ihnen in der

SmartWatch-App

zahlreiche Zusatzmodule

angeboten,

die

aus dem Play

Store heruntergeladen

werden

können. Neben den

unter Meine Erweiterungen

aufgeführten „großen“

Add-Ons zu Twitter, Facebook

und Co. finden Sie

über Erw. verwalt. u. herunterl.

eine noch größere

Auswahl an Zusatz-Apps

im Play Store [LINK 3].

Die Auswahl an Drittanwendungen ist sehr

groß, da Sony über die Smart Extension APIs

[LINK 4] externe Entwickler dazu ermutigt, eigenständige

SmartWatch-Apps zu bauen. So

finden Sie diverse Wecker- und Wetter-Apps,

Audiorekorder oder auch Schnittstellen zu

Sport-Apps wie Runtastic und Endomondo.

Android-User mit Interesse an technischen

Gimmicks können die Uhr inzwischen mit

selbstgebauten Firmwares flashen [LINK 5].

Fazit

Wer eine große, schwere Armbanduhr am

Handgelenk tragen möchte, der sollte um die

Sony SmartWatch einen Bogen machen. Für

Android-Fans ist die smarte Uhr jedoch eine

tolle Ergänzung zum

Handy. Ohne das Handy

aus der Tasche holen zu

müssen, sind Sie immer

über das Onlinegeschehen

informiert.

Verbindungsprobleme,

wie Sie in den Anfangstagen

oft zu beklagen waren,

konnten wir in unserem

Test nicht mehr ausmachen,

Uhren-Firmware und

Handy-Apps laufen stabil.

Nicht schön ist die kurze

Laufzeit der Uhr, nach

etwas mehr als zwei Tagen

musste unsere SmartWatch

wieder ans Netz, aber das

sind Sie ja vom Smartphone

auch nicht viel anders

gewohnt.

● ● ●

Abb. 4: Das Display der SmartWatch

misst bei einer Auflösung von rund

130x130 Pixel nur 1,3 Zoll.

Abb. 6: Im Play Store finden sich

auch eine ganze Reihe Apps externer

Entwickler.

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www.android- user.de/qr/29394

Sony

Android-user.de August 2013 45


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

mobile.de – mobile Autobörse

kostenlos

Egal, ob größer, schneller oder sparsamer: Mit der Android-App mobile.de für Neuwagen,

Gebrauchtwagen, Motorräder und Wohnmobile finden Sie in Deutschlands größtem

Fahrzeugmarkt problemlos und schnell Ihr nächstes Fahrzeug. Die App bietet Ihnen die

bewährte mobile.de-Suche inklusive aller auf der Webseite angebotenen Suchparameter. Die

übersichtliche Trefferliste sowie ausführliche Informationen und Fotos zu jedem Auto, Motorrad,

Wohnmobil oder LKW garantieren eine vereinfachte und schnelle Suche. Zusätzlich kann jeder Anbieter

direkt telefonisch kontaktiert werden, ein integrierter Routenplaner steht

anschließend bei der Abholung zur Seite. Sämtliche Suchkriterien der mobile.de-

Webseite sind übrigens auch in der App verfügbar – so haben Sie alle Fahrzeugdaten,

Fotos und Ausstattungsdetails stets im Blick. Fotos können als Vorschau-,

Galerie- und Vollbild angezeigt werden, der Kontakt zum Anbieter wird direkt

über das Handy hergestellt. Hat man sich bereits mehrere Fahrzeuge angeschaut,

können ausgewählte Inserate auf einem „Parkplatz“ gespeichert werden.

Die App kann mit "Mein mobile.de" synchronisiert werden – umständliches erneutes

Eintippen wird damit obsolet. Wer möchte, kann das komplette Angebot

eines Gebrauchtwagenhändlers von einer Detailseite aufrufen und einzelne

Fahrzeuge über Facebook oder Google+ weiterempfehlen. Praktisch für alle

Tablet-Besitzer: Die mobile Autobörse unterstützt Hoch- und Querformat. Die

Android-App mobile.de wird kontinuierlich weiterentwickelt und soll künftig

zahlreiche weitere Funktionen bieten.

Bewertung: ★★★★★

Power

Toggles

kostenlos

Wollen Sie bestimmte Funktionen des Androiden gezielt ansteuern? Dann

laden Sie sich die Power Toggles herunter. Die App beinhaltet mehr als 40 innovative

Steuerungsmöglichkeiten für Wi-Fi, mobilen Datenverkehr (3G/​4G),

Bluetooth, Blitzlicht sowie vielerlei Shortcuts zu einzelnen Apps. Fehlt Ihnen

ein bestimmter Toggle, können Sie dies den Entwicklern mitteilen – sie versprechen,

der App einzelne Funktionen per Update beizufügen. Um einen

User-Kommentar auf Google Play zu zitieren: Der Funktionsumfang der App

ist riesig, es gibt sehr viele Einstellmöglichkeiten! Bewertung: ★★★★★

Animating Flip Clock Widget

kostenlos

Die standardmäßig auf dem Smartphone installierten Uhren geben selten Anlass zu Jubelstürmen.

Gut, dass es Apps wie das Animating Flip Clock Widget gibt, die ein wenig Abwechslung

auf den Smartphone-Bildschirm zaubern. Laut Entwickler arbeitet die App mit jedem nur erdenklichen

Launcher zusammen. Das Animating Flip Clock Widget ist besonders geschmeidig beim

Umblättern und eignet sich auch für kleinere Bildschirme sehr gut. Natürlich kann auch hier

zwischen 12- und 24-Stunden-Darstellung gewechselt werden. Bewertung: ★★★★★

48 August 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Pheed

kostenlos

Sind Sie immer auf der Suche nach den neuesten Trends in Mode, Musik, modernem

Design und Medien? Pheed ist ein soziales Netzwerk, in dem sich einflussreiche

Ideengeber aus Kunst, Fotografie, Musik, Film und Unterhaltung

die Klinke in die Hand geben. Die Anwendung fungiert als Dreh- und Angelpunkt

für Szene-Interessierte, die digitalen Content zur Bewertung anbieten,

aber auch andere Inhalte und Ideen bewerten wollen. Mit Pheed sind Sie direkt

am Puls des Social Networking! Bewertung: ★★★★★

TEAM

BatteryBar Pro

Testversion kostenlos 0,78 Euro

Ist Ihnen die Batterieanzeige auf dem Android-Smartphone zu langweilig?

Mit TEAM Battery Bar Pro können Sie nicht nur die Art der

Akku-Animation ändern, sondern auch die farbliche Aufmachung.

So nimmt die App während des Ladevorgangs beispielsweise eine

vorkonfigurierte Farbe an, geht der Stromvorrat zu Ende, wird der

Nutzer "farblich" alarmiert. Bewertung: ★★★★★

We Heart It

kostenlos

We Heart It ist eine App, mit der man

wunderschöne oder auch seltsame

Aufnahmen von allen möglichen

Dingen finden und liken kann. Die

Community ist der ideale Ort, um

sich von Millionen von Menschen

auf der ganzen Welt inspirieren zu

lassen. Egal ob mit hochqualitativen

Bildern, GIFs oder Videos: Der Fantasie

sind keine Grenzen gesetzt.

Bewertung: ★★★★★

Motlee

kostenlos

Motlee ist die ideale App für den

Festivalsommer. Mit ihr kann man

die Schnappschüsse von Events im

Nu mit Freunden teilen. Einfach auf

Motlee ein Event anlegen, Freunde

über Facebook ein- und fleißig Fotos

in Echtzeit hochladen. Machen die

Kumpels fleißig mit und kommentieren

die geschossenen Bilder, ergeben

sich witzige Fotostreams.

Bewertung: ★★★★★

Magische

Miesmuschel

kostenlos

In den letzten Jahren zogen speziell

Sportfans vor wichtigen Entscheidungen

tierische Orakel zu Rate.

Krake Paul brachte es während der

Fußball-WM 2010 zu großem Medienruhm.

Wer bei Alltagsentscheidungen

Rat und Antwort sucht, findet

nun auch fürs Smartphone ein

Orakel: die magische Miesmuschel.

Bewertung: ★★★★★

Fussball Transfers kostenlos

Die Fußballwelt ist schnelllebig, unübersichtlich und oftmals verwirrend. Wer im wahrsten

Sinne des Wortes immer am Ball bleiben will, braucht eine App wie Fussball Transfers. Mit

ihr erhalten Fans Zugriff auf alle wichtigen Daten wie Ergebnisse oder Tabellen und bleiben

jederzeit auf dem aktuellen Stand. Die App liefert zudem die wichtigsten Informationen

des Tages sowie News aus der Bundesliga. Bewertung: ★★★★★

Bienen App

kostenlos

Mit der Bienen App kann jeder dazu beitragen, dass Bienen

reichlich Pollen und Nektar finden: Einfach mit der App prüfen,

welche Blühpflanzen bienenfreundlich sind und dann

den eigenen Balkon, die Terrasse oder den Garten zum

Blühen bringen. Darüber hinaus gibt es Pflegehinweise im

Lexikon, Mythen und Fakten zu Honigbienen, Hummeln

und Co. sowie ein spannendes Wissensquiz. Fazit: Nicht

nur für Imker geeignet! Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29674

Android-user.de August 2013 49


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Arnold Zimprich

Vine

kostenlos

Retro Clock Widget

kostenlos

Besitzer eines Androiden sind stets an vorderster

Front, was die technische Entwicklung angeht. Trotzdem

wünschen sich manche User Retro-Optik auf

dem Bildschirm. Mit dem Retro Clock Widget holen

Sie sich eine schöne alte Flip-Clock auf das Display.

Die vor kurzem auf Version 2.0 upgedatete App kann

farblich angepasst oder auch gänzlich transparent

gemacht werden. Bewertung: ★★★★★

Mit Vine teilt man seine Aktivitäten mit

anderen und fertigt kreative Videos an,

die sich Freunde und Familienmitglieder

via Twitter und Facebook ansehen

können. Zudem kann man Leute in

der Umgebung suchen, ihnen folgen

und mit ihnen interagieren. Die App

ist neu auf Google Play und stößt auf

ein verhaltenes Echo. Die Entwickler

geloben jedoch Besserung.

Bewertung: ★★★★★

Taskbar – Windows 8 Style

kostenlos

Darf es ein wenig Windows 8 auf dem Smartphone-Bildschirm

sein? Diese App bringt die Startschaltfläche auf Androiden, einzelne

Anwendungen können über die Taskbar gestartet und in Ordnern

zusammengefasst werden. Die Startschaltfläche muss bei dieser

App übrigens nicht zwangsläufig im linken unteren Eck untergebracht

sein. Sie kann nach

Gutdünken verschoben werden

und wird bei Nichtverwendung

gedimmt.

Bewertung: ★★★★★

Solo Launcher

Free

kostenlos

Der Solo Launcher bietet rund 260 Individualisierungsmöglichkeiten.

Zu seinem Funktionsumfang

gehören ein kostenloser Nachrichtenzähler

für ungelesene Mails, verschiedene

Quick-Start-Aktionen

sowie Widgets. Zur besseren

Übersicht gibt es

unlimitierte Custom

Groups in verschiedenen

Schubladen und ein

anpassbares Wetter-

Widget. Der Solo Launcher

unterstützt neun

Arten von Gesten und

beinhaltet anpassbare

Uhr- und Wecker-Widgets.

Ab Android 4.0+!

Bewertung: ★★★★★

InstaFishEye für

Instagram

kostenlos

Möchten Sie witzige Fisheye-Fotos

für Instagram

machen? InstaFishEye

verwandelt Schnappschüsse

in 170-Grad-Aufnahmen,

die Ähnlichkeit

zu „echten“ Fisheye-Fotos

ist frappierend. Die

App bietet vier professionelle

Fisheye-Objektive,

Dutzende von

Lomo-Effekten und

dazu unterschiedliche

Nachbearbeitungsmodi

wie Black&White, Old School

oder Polaroid. Bewertung: ★★★★★

50 August 2013


Apps

Neuheiten

Week Calendar

1,99 Euro

Gibt es nicht schon genügend Kalender-Apps

auf Google Play? Das mag stimmen, hält aber

Entwickler nicht davon ab, weitere praktische

Helfer zur Verfügung zu stellen. Week Calendar

ist eine Allround-Kalender-App für alle, die

einen anspruchsvollen Zeitplan verwalten müssen.

Die App funktioniert ohne Setup unter Verwendung

von Exchange-, Google- und anderen

Kalendern, die Sie auf Ihrem Gerät installiert

haben. Sie bietet einen klaren und detaillierten

Überblick auf Tages-, Wochen-, (Mini-) Monatsoder

Jahresebene. Bewertung: ★★★★★

Google Hangouts

kostenlos

Hangouts erweckt Unterhaltungen zu zweit

oder in der Gruppe mit Fotos, Emojis und

Videoanrufen so richtig zum Leben. Verbinden

Sie sich über Computer oder Smartphone

mit Ihren Freunden, und sehen Sie,

wenn andere in einem Hangout sind, wenn

sie tippen oder wenn sie Ihre Nachricht gesehen

haben. Einfache Unterhaltungen können

mit Hangouts in einen Videoanruf mit bis zu

10 Freunden verwandelt werden. Mit der

Hangouts-App bleiben Sie stets synchron.

Sie können also über verschiedene Geräte

kommunizieren. Bewertung: ★★★★★

Calorie

Tracker&Counter

kostenlos

Sollen für die Bikinifigur die Pfunde purzeln?

Mit dieser App stellen Sie

sicher, dass mehr Kalorien

verbrannt werden, als Sie

zu sich nehmen. Sie gibt

an, wie viele Kalorien man

bei verschiedenen Sportarten

wie Aerobic, Yoga,

Radfahren, Schwimmen,

Wandern oder Joggen

wieder los wird. Daneben

bietet die App Funktionen

wie einen BMI-Rechner

und kontrolliert, ob man

ausreichend viel Flüssigkeit

zu sich nimmt.

Bewertung: ★★★★★

FRITZ!App Cam Lab

kostenlos

Das FRITZ!App Cam-Labor bietet

FRITZ!Box-Anwendern einen Ausblick

auf die kommende FRITZ!App Cam. Mit

FRITZ!App Cam wird Ihr Smartphone

oder Tablet zu Hause zur Webcam.

FRITZ!App Cam steuert die Kamera des

Smartphones/​Tablets und bietet die aufgenommenen

Bilder zum Betrachten

im Browser und von unterwegs über

das Internet an. Plug-ins oder eine gesonderte

Software sind dafür nicht notwendig,

die Anbindung an die

FRITZ!Box geschieht ganz einfach

über WLAN. Praktisch auch als Baby-

Cam! Bewertung: ★★★★★

Next Shield 3D

Livewallpaper

kostenlos

Schicke Waben, sonst noch Fragen? Das für den Next Launcher 3D gestaltete

Livewallpaper bringt eine futuristische Optik auf den Bildschirm. Die Umgebung

einzelner Waben-Icons scheint immer dann in einem geheimnisvollen Blau auf,

wenn man mit dem Finger auf dem Bildschirm entlangfährt oder auf eine Wabe

tippt. Das Livewallpaper passt stilistisch ideal zum Next Launcher und bietet

nicht nur für SciFi-Fans das gewisse optische Etwas! Bewertung: ★★★★★

Android-user.de AUgust 2013 51


APPS

Neuheiten

Mila

kostenlos

Mila ist der Community-Marktplatz, der das Leben

einfacher macht. Auf Mila kann man Dienstleistungen

anbieten, entdecken und auch buchen – einfach

vom Smartphone aus. Suchen Sie eine Putzfrau, jemanden,

der den Rasen mäht oder mit dem Hund

Gassi geht? Oder benötigen Sie Hilfe beim Umzug?

Mila verbindet Android-Nutzer mit freundlichen

Leuten aus der Umgebung, die bei der Erledigung

aller nur erdenklichen Aufgaben helfen.

Natürlich kann man Mila auch dazu nutzen, Dienstleistungen

einfach und bequem einem wachsenden Publikum anzubieten

und etwas dazuzuverdienen. Bewertung: ★★★★★

Threema

1,60 Euro

Eine Kurznachrichten-App mit einem

besonderen Fokus auf Datenschutz. Die

echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

garantiert, dass niemand außer dem

Adressaten Textnachrichten, Bilder

und Videos empfangen und GPS-

Standorte lesen kann. Im Unterschied

zu anderen Messaging-Apps hat bei

Threema selbst der Serverbetreiber

keine Möglichkeit, die Nachrichten

mitzulesen. Mit Hilfe einer Kontaktsynchronisation

finden Sie andere

Threema-Benutzer automatisch.

Bewertung: ★★★★★

Blue Light Toucher

Theme GO

kostenlos

Sind Sie ein Fan des GO Launchers und wollen

Ihrem Smartphone-Bildschirm eine neue Optik

verpassen? Dann ist Blue Light Toucher Theme

GO genau das Richtige! Das Theme bringt pfiffige

Features mit, an erster Stelle die Sektorbzw.

Kreisdarstellung. Nutzer können sich

zudem über eine integrierte Zeitanzeige, eine

praktische Kalender- und Kontaktedarstellung

und eine Wettervorhersage freuen. Tipp: Das

Theme ist kostenlos, also am besten einfach

mal ausprobieren! Bewertung: ★★★★★

3D Design Battery

Widget R3

0,77 Euro

Endlich mal wieder eine Batterie-App, die

Mut zu ausgefallenem Design beweist. Das

3D Design Battery Widget überstrahlt geradezu

die anderen Apps auf dem Smartphone-Bildschirm.

Das Widget kann in der Größe angepasst

werden und liefert Informationen zum

Energieverbrauch. Die Farbe des Widgets zeigt

zudem an, wie es um den Ladestand des Akkus

steht. Glüht das Widget in Rot, sollte man

schnell die nächste Steckdose aufsuchen. Eine

App für Liebhaber optischer Leckerbissen!

Bewertung: ★★★★★

WatchNote for

Pebble

1,28 Euro

Die Pebble Smartwatch hat

sich vom Geheimtipp zum

beliebten Android-Accessoire

entwickelt. Damit

die Synchronisierung der

Armbanduhr mit dem

Smartphone besser funktioniert,

wurden zahlreiche

Apps entwickelt. Mit

WatchNote for Pebble

können Sie Notizen auf

dem Smartphone verfassen

und diese anschließend

an die

Smartwatch senden.

Zudem lassen sich

die Merkzettel anderer

Apps wie Evernote und Google Keep mit

WatchNote teilen. Bewertung: ★★★★★

52 August 2013


Apps

Neuheiten

Warmly

1,49 Euro

Ist es nicht schön, von Naturgeräuschen, dem

Brutzeln eines Eis in der Pfanne oder der blubbernden

Kaffeemaschine geweckt

zu werden? Warmly

fängt ein paar Minuten vor

der eigentlichen Weckzeit

ganz leise an, Android-Besitzer

aus den Träumen zu

holen. So startet beispielsweise

der „Frühstücks-Wecker“

mit sanftem Vogelgezwitscher.

Erst wenn es

wirklich Zeit zum Aufstehen

ist, wird der Weckton wirklich

penetrant.

Bewertung: ★★★★★

XE Currency Pro

1,47 Euro Testversion kostenlos

Die Entwickler der App geben an, jede nur erdenkliche

Währung umrechnen zu können. Insgesamt

können 20 Währungen

hinterlegt werden,

deren Kurse die App updated,

auch aktuelle Edelmetallpreise

gibt XE Currency

Pro an. Daneben erhält

man Zugriff auf mehr

als 30.000 historische

Verlaufskurven. Auch in

einer Gratisversion mit

Werbung und geringerem

Funktionsumfang

verfügbar. Bewertung:

★★★★★

Kamera 2

2,49 Euro

Kamera 2 ist eine gelungene

App für die Fotonachbearbeitung.

Die Anwendung

umfasst zahlreiche

Effekte, die in verschiedene

Unterfamilien eingeteilt

sind. So kann man beispielsweise die eigenen Schnappschüsse

im Stil bestimmter Epochen oder in einem SciFi-Mode

nachbearbeiten, auch ein Comic-Look ist mit an Bord. Mehr als 25

Effekte warten auf ihren Einsatz, auch Videoaufnahmen kann ein

neuer Look verpasst werden. Ist man mit dem Ergebnis der eigenen

Effektbemühungen zufrieden, können die Bilder direkt aus der

App heraus mit anderen geteilt werden. Bewertung: ★★★★★

Minimal Pixel Icon Pack

1,- Euro

Minimal Pixel Icon Pack ist eine App, die

jede Menge 8-Bit-Charme auf den

Smartphone-Bildschirm zaubert. Die für

1080p-Displays optimierte Anwendung

ist mit folgenden Launchern kompatibel:

Go Launcher, Apex Launcher, Nova

Launcher, ADW Launcher, Holo Launcher,

Action Launcher, Smart Launcher

und vielen anderen. Sie bietet mehr als

650 verschiedene Icons und hat Icon-

Packs zu verschiedenen Themen wie

beispielsweise „Space Invaders“ an

Bord. Achtung: App funktioniert nur

zusammen mit einem der genannten

Launcher! Bewertung: ★★★★★

Analog Digital Clock

0,79 Euro

Wollen Sie die Vorteile von Digitaluhren und analogen Chronometern

unter einen Hut bekommen? Dann ist die Analog

Digital Clock den Download wert. Das auf dem Ultimate Custom

Widget (UCCW) basierende Skin hat eine ausgefallene

Optik und bringt Abwechslung auf den Bildschirm. Die App

zeigt neben der Uhrzeit auch das Datum an, zudem liefert

Analog Digital Clock den Akkuladestand in einer Kreisanzeige.

Achtung: UCCW muss für die Verwendung der App

installiert sein! Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29673

Android-user.de AUgust 2013 53


Apps

Meine Apps

Die Android-User-Lieblings-Apps

Meine Apps

Als Fachmagazin

berichten wir rund um

das Geschehen von

Android mit etwas

Abstand. In der Rubrik

„Meine Apps“ möchten

wir Ihnen jedoch einmal

erzählen, was

unsere persönlichen

App-Favoriten alles

können. Jasmin Bauer

Jasmin Bauer

Hallo liebe Leser, mein Name ist Jasmin

Bauer, und ich arbeite als Hauptschullehrerin.

Ich bin ein großer Technik- und Android-Fan

und schreibe seit knapp einem Jahr regelmäßig

für Android User. Mein Smartphone ist

mein persönlicher Assistent, Informationslieferant

und Alleinunterhalter – ach ja, ab

und zu telefoniere ich sogar damit. Sie finden

mich im Netz auf Google+ [LINK 1].

AlarmDroid

Morgens komme ich nur schwer aus dem Bett.

Damit ich nicht zu spät zur Arbeit erscheine, lasse

ich mich von AlarmDroid [LINK 2] wecken. Bevor

ich mich umdrehen und ungestört weiterschlafen kann,

muss ich zuerst eine Rechenaufgabe lösen. Zudem erfährt

man schon vor dem Aufstehen, wie das Wetter ist, und die

nette und minutengenaue Zeitansage sorgt schon dafür,

dass man irgendwann aufsteht. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten

machen AlarmDroid zu einem ganz persönlichen

Wecker – für Frühaufsteher genauso wie für Morgenmuffel.

Shazam

Ich liebe Musik, doch im Gegensatz zu meinen

Schülern kann ich nicht direkt Interpret, Titel und

Songtext zuordnen. Läuft ein guter Song im Radio,

muss ich entweder nachfragen oder das Lied später meinen

Bekannten vorsingen. Shazam [LINK 3] erkennt, welche

Musik gerade läuft. Dabei ist die Trefferquote recht groß,

sogar bei Hintergrundgeräuschen. Zusätzlich erhalten Sie

Links zu Youtube, Spotify oder Amazon, können den Songtext

nachlesen und die Tourdaten der Künstler erfahren.

PicSay Pro

Dieses Bildbearbeitungsprogramm [LINK 4] gehört aufgrund seiner zahlreichen Funktionen

zu meinen absoluten Lieblingen. Neben den allgemeinen Bildbearbeitungswerkzeugen

wie dem Zuschneiden des Bildausschnitts, dem Verpixeln bestimmter

Bereiche oder dem Entfernen von roten Augen stehen weitere zahlreiche Effekten zurWahl,

die selbst unspektakuläre Fotos aufpeppen. Sprechblasen

und Comic-Elemente geben den Bildern eine besondere

Note. Sie können Objekte beliebig platzieren und die Größe

variieren. Die Bedienung ist simpel.

PicSay Pro kostet 2,99 Euro. Zum

Testen gibt es eine kostenlose Probeversion,

die jedoch nicht alle Funktionen

beinhaltet.

CamScanner Pro

Hin und wieder muss ich

verschiedene Dokumente,

geschriebene Notizen oder

die Arbeiten meiner Schüler scannen.

Das ist kein Problem, da ich grundsätzlich

immer einen Scanner in der

Hosentasche habe. Dank der App

Camscanner [LINK 5] kann ich Unterlagen

schnell mit meinem Smartphone

erfassen, als PDF speichern

und weiterverwenden. Die App bereitet

die Aufnahmen gleichzeitig

Abb. 1: Der Wecker AlarmDroid

macht Langschläfern wirklich den

Garaus.

Abb. 2: Mit PicSay Pro lassen sich

Fotos Effekte, Sprechblasen und

Comicbilder hinzufügen.

54

August 2013

Android-User.de


Apps

Meine Apps

so auf, dass diese wie professionell

gescannt aussehen.

Die Auflösung ist im Gegensatz

zu vielen Konkurrenten

sehr gut, und ich kann meine

Dokumente bereits in der App

verschiedenen Kategorien zuordnen

und dadurch schnell

wieder finden. Die Vollversion

kostet 3,99 Euro, ist jedoch

jeden Cent wert.

Spiegel online

Mit der Android-App

von Spiegel online

verpasse ich keine

Neuigkeiten mehr. Das Widget

zeigt mir immer die neuesten

Meldungen. Besonders wichtige

Ereignisse sieht man

zudem als Push-Mitteilung in

der Notification-Leiste. Die

Spiegel-App [LINK 6] ist sehr übersichtlich

und bietet eine Vielzahl an nützlichen Funktionen.

Man kann einzelne Artikel speichern

oder versenden, sich Videos ansehen, Fußballticker

verfolgen oder die Börsenkurse im

Auge behalten.

AndroMaze

AndroMaze [LINK 7] ist ein recht

kniffliges Logikspiel. Ziel des Spiels

ist es, einen virtuellen Roboter so

zu programmieren, dass er einen vorgegebenen

Weg zurücklegt und dabei Hindernisse

aus dem Weg räumt. Allerdings hat der Spieler

dafür nur eine bestimmte Anzahl an Befehlen

zur Verfügung. Damit man eine

Chance hat, muss man sich wiederholende

Befehle in Funktionen zusammenfassen. Obwohl

die Grafik sehr einfach ist, besitzt das

Spiel aufgrund der vielen Levels schon nach

kurzer Zeit einen hohen Suchtfaktor.

Abb. 3: Der praktische Handyscanner

digitalisiert wichtige Notizen in

Sekundenschnelle.

Abb. 4: AndroMaze bringt Kindern

logische Grundlagen der Programmierung

bei.

Smart App Protector

Die meisten Smartphonebesitzer

schützen Ihr Gerät durch ein Passwort

oder ein Entsperrmuster. Doch

ist dieser Code erst einmal geknackt, oder

das Handy wird Ihnen im entsperrten Zustand

aus den Händen gerissen, kann der

Angreifer auf alle Ihre Apps und Daten zugreifen.

Ich sichere einzelne Anwendungen

daher zusätzlich mit dem Smart App Protector

[LINK 8]. Die Einrichtung ist kinderleicht:

Der Nutzer definiert, welche Anwendung er

mit dem Smart App Protector behüten

möchte und legt dafür ein weiteres Passwort

oder Muster fest. Außerdem besteht die Möglichkeit,

Anrufe und Datennutzung zu verhindern.

Den App Protector gibt es gratis

oder mit Zusatzfunktionen für 1,09 Euro.

Kölner Haie App

Mein Herz schlägt für Haie. Genauer

gesagt für die Kölner Haie,

die Eishockeymannschaft der rheinischen

Domstadt. Leider kann ich nicht

bei allen Spielen live dabei sein. Damit ich

trotzdem immer auf dem Laufenden bin,

nutze ich die offizielle App der Kölner Haie

[LINK 9]. Fans sehen dort den Spielplan, erfahren

aktuelle Spielergebnisse und können

Neuigkeiten rund um den EHC lesen. Mit

dem Liveticker verpasse ich keinen Schlag

und kann sogar unterwegs mitfiebern.

Roberta News

Mein Android-Smartphone verwende

ich regelmäßig in Kombination

mit Legos Mindstorms-Roboter,

indem ich diesen darüber steuere oder die

Sensoren miteinander kombiniere. Der Lego-

Roboter lässt sich auch hervorragend im

Physik- oder Informatikunterricht in der

Schule einsetzen. Mit der Roberta-Initiative

möchte das Fraunhofer IAIS Jugendliche für

Technik und Naturwissenschaften begeistern

und stellt Lehrern zahlreiche interessante

Modelle und Schulungsmaterialien bereit.

Die App Roberta News [LINK 10] ist eine wahre

Fundgrube für private und schulische Projekte.

Man erfährt regelmäßig, wann und wo

Schulungen für Lehrer stattfinden und kann

sich Videos von verschiedenen Schulprojekten

und Robotermodellen ansehen. ● ● ●

Abb. 5: Die spannendsten Spiele

verfolgen Sie über den Liveticker

mit der App der Kölner Haie.

Abb. 6: In der App Roberta News

finden Sie zahlreiche Videos mit

tollen Roboterprojekten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29935

Android-user.de August 2013 55


68 99

€/Monat

88 99 168 99


68 99


Apps

Snapseed

Fotos mit Snapseed zu Kunstwerken machen

Schöne

Fotos

Beneiden Sie Ihre

Freunde bei Facebook

& Co. manchmal um

die schönen Fotos? Mit

Snapseed machen

auch Sie im Handumdrehen

ein Kunstwerk

aus jedem beliebigen

Bild.

Marcel Hilzinger

58

August 2013

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein

guter Fotograf zu werden: Man

kauft sich eine teure Kamera und

lernt, wie man gute Bilder macht,

oder man benutzt eine Software, die automatisch

tolle Bilder erstellt. Snapseed ist eine

solche tolle Software und gratis noch dazu.

Die Google-App gehört deshalb auf jedes

Android -Handy.

kudryashka, 123RF 123RF

Installation und Start

Google hat zwar die hinter Snapseed stehende

Firma Nik Software aufgekauft, Snapseed

selbst gilt aber nicht als offizielle

Google-App. Deshalb finden Sie das Fototool

normalerweise auch nicht vorinstalliert.

Laden Sie Snapseed von Google Play herunter

[LINK 1], und starten Sie die App über das

App-Icon. Sie sehen jetzt in der Mitte ein

Testbild, darüber und darunter befinden sich

Icons. Bevor Sie mit dem Testbild herumspielen,

machen Sie lieber gleich ein eigenes

Foto oder wählen ein Bild aus der Galerie

aus. Dazu tippen Sie über dem

Bild auf das Symbol mit dem Fotoapparat

und dem Pluszeichen und

entscheiden sich im Dialog Foto

öffnen, ob Sie ein bestehendes

Foto verschönern (Foto auswählen)

oder einen neuen

Schnappschuss machen

möchten.

Für diesen Artikel haben

wir einfach mal ein banales

Foto erstellt. Wie Sie

bei der Aufnahme von

Fotos mit Snapseed

feststellen werden, lässt

sich die App im Hochformat

und Querformat

nutzen, an der Bedienung

ändert sich

dabei nichts.

Üblicherweise werden

Sie Snapseed auch nicht separat

starten, sondern die

App aus der Galerie oder

einer beliebigen anderen Foto-

App heraus aufrufen. Dazu

wählen Sie das Teilen-Menü und

tippen den Snapseed-Eintrag

an. Diese Methode

ist meistens einfacher

und schneller, als die

App separat zu starten.

Android-User.de


Apps

Snapseed

Wichtige

Gesten

Sie haben sich für ein

Foto entschieden oder

ein neues gemacht?

Dann geht es jetzt ans

Bearbeiten. Unterhalb

des Fotos finden Sie

dazu jede Menge Möglichkeiten.

Die Liste

der Effekte – beginnend

mit Automatic

und endend mit den

Frames – können Sie

hin- und herscrollen.

Sind Sie ein Minimalist,

dann tippen Sie

einfach mal Automatic

an. Snapseed hebt die

Kontrastwerte des

Fotos etwas an und

schraubt je nach Aufnahme

auch etwas an der Beleuchtung. Tippen

Sie das X-Symbol an, um die Änderungen

zu verwerfen, oder das Häkchen, um die

Einstellungen zu übernehmen. Egal, wie Sie

sich entscheiden, Sie können jederzeit zum

ursprünglichen Foto zurückkehren. So können

Sie sämtliche Effekte durchprobieren

und werden dabei staunen, wie schnell man

mit ein paar Kombinationen ein kleines

Kunstwerk zaubern kann.

Horizontal oder vertikal

Die wirklich guten Funktionen von Snapseed

sind allerdings etwas versteckt. Um sie zu erreichen,

müssen Sie mit dem Finger auf dem

Foto von unten nach oben oder von oben

nach unten wischen. Damit

legen Sie fest, was Snapseed

ändert. Beim Automatic-Filter

stehen zum Beispiel

Kontraste und Farbwerte

zur Auswahl.

Haben Sie sich per senkrechter

Wischgeste entschieden,

stellen Sie über

eine waagerechte Wischgeste

die Intensität ein, also

100 Prozent Kontraste oder

0 Prozent. Haben Sie sich

für eine Einstellung entschieden

und diese per

Häkchen übernommen,

landen Sie wieder im

Hauptbildschirm von Snapseed.

Halten Sie den Finger

auf dem Foto gedrückt,

zeigt Snapseed kurz das

Abb. 1: Sie können in Snapseed

bestehende Fotos bearbeiten oder

neue erstellen.

Abb. 4: Mit Selective Adjust heben

Sie bestimmte Bereiche eines Fotos

hervor, zum Beispiel die Glühbirne.

Abb. 2: Dieses schlichte Foto soll nun

mit Snapseed in ein kleines Kunstwerk

verwandelt werden.

Originalbild wieder an. So sehen Sie ganz

schnell, was sich verändert/verbessert hat.

Selective Adjust

Wir haben im ersten Schritt bei unserem

Testfoto die Kontrastwerte auf ein Maximum

erhöht und die Farbwerte reduziert. So sieht

das Foto fast wie eine Schwarz-Weiß-Aufnahme

aus. Etwas komplexer gestaltet sich

die Bedienung des Filters Selective Adjust.

Damit lassen sich einzelne Bereiche gezielt

in Szene setzen. Tippen Sie dazu zunächst

das Symbol mit dem Kreis und dem Pluszeichen

an, und tippen Sie anschließend auf

dem Foto auf den Bereich, den Sie hervorheben

möchten. In unserem Fall ist das die

Glühbirne in der Lampe.

Haben Sie sich vertippt,

können Sie den Bereich

durch Drücken und Gedrückthalten

noch verschieben.

Snapseed zeigt

den Buchstaben H in einem

Kreis an. Das H steht dabei

für die Helligkeit. Via senkrechter

Wischgeste wechseln

Sie zwischen Helligkeit

(H), Kontrast (K) und Sättigung

(S), mit einer Pinchto-Zoom-Geste

stellen Sie

den kreisförmigen Bereich

ein. Für unser Testfoto

haben wir die Sättigung

und den Kontrast jeweils

auf 100 Prozent geschoben,

damit sich die Glühbirne

gelblich verfärbt. Auch hier

Abb. 3: Über eine senkrechte Wischgeste

auf dem Foto wählen Sie die

Einstellungsart.

Android-user.de August 2013 59


Apps

Snapseed

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28819

Abb. 5: Gar nicht mal so übel: So

sieht unser Foto nach den ersten drei

Bearbeitungsschritten aus.

speichern Sie die Änderungen über einen

Tipp auf das Häkchen rechts.

Tune Image

Sie möchten keinen bestimmten Bereich hervorheben,

sondern das ganze Bild bearbeiten?

Dann wählen Sie Tune Image aus und

beginnen gleich mit der Wischgeste von

oben nach unten. Besonders spannend sind

hier der Weißabgleich und das Ambiente. Mit

Ersterem korrigieren Sie ein Foto, das zum

Beispiel einen Blaustich hat, mit Letzterem

versehen Sie ein neutrales Foto mit einem

Farbstich. Darüber hinaus gibt es auch wieder

Einstellungsmöglichkeiten für Helligkeit,

Sättigung und Kontrast. Die Vorgehensweise

sollte inzwischen bekannt

sein: Auswahl der Einstellung

via senkrechter

Wischgeste, Einstellung der

Intensität über eine waagerechte

Geste. Wir haben

hier via Ambiente das

Orange der Glühbirne noch

etwas verstärkt und anschließend

über den Weißabgleich

das komplette Bild

grünlich gefärbt.

Viele Effekte

Haben Sie die Einstellungsmöglichkeiten

und Vorgehensweise

der ersten drei

Menüpunkte erlernt, bereiten

Ihnen auch die restlichen

14 Tools keinerlei Probleme.

Probieren Sie, was

Ihnen gefällt, und kehren

Sie bei Bedarf wieder

zum ursprünglichen

Bild zurück. Dazu

dient das kleine Pfeilsymbol

oben links über

dem Bild (Abbildung

5). Beachten Sie dabei,

dass Snapseed keine

einzelnen Schritte speichert.

Zurücksetzen

bedeutet also immer

zurück zum Original,

nicht zum letzten benutzten

Effekt. Unabhängig

von sämtlichen

Änderungen, die Sie

vornehmen, arbeitet

Snapseed immer mit

einer Kopie. Das Originalbild

bleibt in der

Galerie erhalten, und

die Snapseed-Version landet im Verzeichnis

snapseed.

Für unser Testfoto haben wir uns noch für

einen leichten Tilt-Shift-Effekt und den Drama-2-Effekt

entschieden und dem Foto ganz

zuletzt einen Rahmen verpasst. Aber auch

mit Grunge und Vintage lassen sich tolle Effekte

erzielen. Achten Sie darauf, Tilt-Shift

und den Rahmen immer ganz am Schluss

hinzuzufügen. Es sieht sonst seltsam aus,

wenn auch der Rahmen den Effekt bekommt.

Beachten Sie beim Rahmen, dass Sie den Abstand

zum Rand des Fotos via Pinch-to-Zoom

einstellen. In vielen Fällen gibt es auch eine

kurze Hilfestellung, wenn Sie auf das Fragezeichen-Symbol

klicken.

Abb. 6: Im letzten Schritt können Sie

das Bild noch mit einem schicken

Rahmen versehen.

Abb. 7: Mit der Kombination der passenden

Effekte holen Sie aus jedem

Foto das Maximum heraus.

Export

Bilder mit Snapseed zu bearbeiten

macht richtig

Spaß. Möchten Sie das Resultat

auch mit Ihren

Freunden teilen, speichern

Sie das Foto entweder über

das Symbol mit der Ablage

und dem Pfeil nach unten

im Verzeichnis snapseed

oder laden es über das G+-

Symbol direkt zu Google+

hoch. Alternativ wählen Sie

aus dem Menü oben rechts

den Eintrag Freigeben aus

und teilen das Foto per

Mail, Hangout oder via

Facebook . Snapseed setzt

Ihnen wirklich keine

Grenzen .

● ● ●

60

August 2013

Android-User.de


Panoramabilder mit Android erstellen

Rundumblick

Das Smartphone ist überall dabei.

Neben Telefonieren und SMS-Versenden

gehört für viele die Teilnahme

an Social Communities

zum Alltagsleben. Hier erzählt man nicht

nur, was man tut und was einen beschäftigt,

sondern man zeigt es auch mit Bildern. So

ein Foto mit dem Smartphone ist schnell gemacht

und dank der richtigen App landet es

auch im Handumdrehen bei Google+, Twitter

oder Facebook.

Ein besonderer Hingucker im Fotoalbum

sind 360°-Panoramen. Dabei greift die Foto-

App auf das Gyroskop des Smartphones zu

und misst, ob das Handy horizontal und gerade

gehalten wird. Nach dem Schießen der

ersten Aufnahme wird das Smartphone gedreht.

Die nachfolgenden Bilder schießt das

Handy automatisch, wenn Sie das Smartphone

zum richtigen Zeitpunkt an die richtige

Stelle halten. Die einzelnen Bilder werden

zu einem breiten Panoramabild zusammengesetzt.

Seit Android 4.1 bringt auch die

Kamera-App eine Panoramafunktion mit.

Sony hat diese Funktion schon länger an

Bord. Benutzen Sie einen älteren Androiden

oder möchten Sie einfach mal etwas experimentieren,

dann gibt es bei Google Play noch

sehr viele weitere Panorama-Apps, von

denen dieser Artikel fünf vorstellt. Diese

Apps erstellen aber keine Kugelpanoramen,

wie sie Android seit Version 4.2 unterstützt.

DMD Panorama

Diese App [LINK 1] ist ein kleines,

einfach zu bedienendes Tool. Eine

FAQ zeigt beim Start, wie die Rundumfotos

erstellt werden. Mit einer Fingerbewegung

auf dem Bildschirm wird die erste

Aufnahme gemacht. Das Smartphone muss

dabei vertikal gehalten werden. Drehen Sie

sich danach nach links oder rechts, bis die

beiden Hälften des Yin-Yang-Symbols auf

dem Bildschirm einen Kreis bilden. Das Foto

schießt die App automatisch. Wiederholen

Sie diesen Vorgang, bis der Rundumblick fertig

ist. DMD Panorama bietet eine Reihe kleiner

Bildfilter. Die Fotos können Sie auch manuell

auslösen. Automatisch ist jedoch eine

gute Wahl und funktioniert tadellos in der

Praxis. Über eine weitere Schaltfläche auf

dem Bildschirm lassen sich die erstellten Panoramas

anschauen und online stellen. Die

erstellten Bilddateien finden Sie auf Ihrem

Android-Smartphone in dem Ordner Panoramas.

Etwas nervig ist der Hinweis auf die

kostenpflichtige Version beim ersten Start,

den Sie mit dem Kauf der Vollversion für 69

Cent loswerden, oder über die passende

Checkbox in den Einstellungen.

Photaf

Nach dem Start der App [LINK 2]

wählen Sie, ob Sie ein Panoramabild

erstellen oder einen Blick in die

Die integrierte Kamera

eines Android-Smartphones

kann mehr als

nur Schnappschüsse

machen. Mit dem richtigen

Tool lassen sich

eindrucksvolle Panoramabilder

erstellen. Wir

haben uns einmal

angeschaut, was diese

Apps können. René Gäbler

Android-user.de August 2013 61


Apps

Panorama-Apps

Abb. 1: Das Symbol am oberen Bildrand

muss einen Kreis bilden, damit

die Aufnahme stimmt.

Gallery werfen wollen. Wählen Sie Create

Pano rama, zeigen zwei kleine Wasseruhren

an, ob die Kamera richtig gehalten wird und

ob die Position für das Bild stimmt. Die App

erstellt die Fotos automatisch. Wählen Sie Finish,

um die Bilder zusammenzusetzen. Photaf

lässt sich sehr leicht bedienen. Etwas störend

sind die Werbeeinblendungen der Gratisversion.

Über die Einstellungen lassen sich

Geotag-Daten hinzuschalten. Photaf kann

mit einer Vibration mitteilen, dass ein Foto

erstellt wird. Hier lässt sich auch der Porträtmodus

anschalten. In den Einstellungen

kann man die Größe der Bilddateien festlegen.

Die erweiterte Pro-Version kostet im

Play Store 3,99 Euro, zudem gibt es eine spezielle

Version für Tegra -3-Smartphones.

Panorama 360

Bereits beim Start werden die Vorteile

und Möglichkeiten der App Panorama

360 [LINK 3] aufgezeigt. Mit

einer E-Mail-Adresse melden Sie

sich in der hauseigenen Community

an. Hier lassen sich viele Panoramabilder

anderer Mitglieder

betrachten. Wie bei Facebook

gibt es eine Gefällt-mir-Schaltfläche,

und Sie können einen Kommentar

hinterlassen. Wenn Sie

möchten, können Sie auch

einem Benutzer folgen. Sie erhalten

dann immer eine Info,

wenn es neue Bilder von diesem

Benutzer gibt. Ohne Internetverbindung

meldet die App einen

Fehler. Das Erstellen

von Panoramas ist jedoch

dennoch möglich.

Starten Sie das Erstellen

eines Panoramas,

erscheint eine Anzeigehilfe.

Sie gibt genau an,

ob Sie das Smartphone

gerade halten und wie

weit Sie diese noch

drehen müssen. Beim

Abspeichern eines Panoramas

ergänzen Sie

eine Überschrift. Am

besten geeignet ist hier

ein Hinweis zum Ort,

an dem das Foto erstellt

wurde oder zum

abgebildeten Motiv.

Mit einer Optionsschaltfläche

veröffentlichen

Sie das Bild auf

Facebook, Twitter oder

Tumblr. Wie Sie ein Panorama erstellen, zeigt

ein Video. Mit einer Schaltfläche rechts

unten wechseln Sie zwischen dem Basicund

dem HD-Modus. Filter bietet die App

nicht.

Die Foto-Community von Panorama 360 ist

sehr gut besucht. Sie finden viele Panoramafotos

anderer Nutzer vor. Über das Hauptmenü

können Sie sich beliebte Fotos ansehen

oder einen Blick in die eigenen Bilder werfen.

Zwei Upgrades standen beim Test zur

Verfügung. Der „Trip mode“ verringert den

Datentransfer. Die App wird beim Fotografieren

nicht blockiert. Kostenpflichtig ist das

Upgrade „Stitch later“. Die Erweiterung verspricht

ein energiesparendes Verhalten. Der

Akku wird beim Erstellen der Panoramafotos

geschont. Die Erweiterung kostet nur einen

US-Dollar. Beide Upgrades sind nicht notwendig.

Panorama 360 tut ohne diese seinen

Dienst. Bei unserem Test gab es keine Probleme

beim Erstellen der Aufnahmen.

Abb. 2: Sechs einfache Bildfilter stellt

die App DMD Panorama auch gleich

zur Verfügung.

Abb. 3: Das Hauptmenü von Photaf sieht nicht sehr kreativ aus,

erfüllt aber seinen Zweck.

62

August 2013

Android-User.de


HD Panorama +

Diese App

[LINK4] bietet

ein sehr schickes

Zielkreuz. Mit

dessen Hilfe wird die

Kamera richtig ausgerichtet.

Über die Schaltfläche

am unteren

Rand starten Sie Ihre

erste Aufnahme. Bewegen

Sie die Kamera

nach rechts, wandert

eine rechteckige Markierung

in das Bildfenster.

Die weiteren

Aufnahmen für das Panorama

erstellt die App

automatisch. Sie müssen

nichts weiter tun,

als die Kamera nach

rechts zu bewegen und

dabei möglichst gerade

Abb. 4: Panorama 360 besitzt eine

schicke Oberfläche, und die Bedienung

ist einfach.

zu halten. Filter gibt es keine. Mit der Schaltfläche,

mit der Sie die Aufnahme gestartet

haben, wird auch das Erstellen des Panoramas

beendet. Ärgerlich ist, dass man erst

jetzt einen Hinweis auf die Einschränkung

der kostenlosen Version erhält. Sie können

das Panorama in Schwarz-Weiß oder mit

einer auf 1000 Pixel reduzierten Höhe speichern.

Die Vollversion kostet 1,63 Euro. Über

ein verkleinertes Vorschaubild links unten erreichen

Sie die Galerie. Eine Menüleiste am

rechten Bildrand erlaubt den Zugriff auf andere

Apps. So lässt sich das Panorama umgehend

bei Pinterest, Facebook oder Twitter im

Internet veröffentlichen. Das Einstellungsmenü

ist deutschsprachig gehalten: eine erfreuliche

Ausnahme. Sie können hier die

Größe der Bilder anpassen oder den Fokus

zwischen Auto-Fokus, unendlich und automatische

Neujustierung ändern. Interessant

ist die Möglichkeit, die für das Panorama verwendeten

Bilder einzeln zu speichern.

Abb. 5: Mit dem Zielkreuz von HD

Panorama + als Hilfe ist das Ausrichten

des Smartphones kein Problem.

TurnMe Panorama

Mit dieser App können Sie keine

Panoramas erstellen. Der Viewer

[LINK 5] ist aber eine ideale Ergänzung

zu den Panorama-Apps. Mit einer Drehbewegung

bewegt man sich nach links oder

rechts. Scrollen geht zwar auch, das Drehen

des Smartphones ist jedoch bequemer. Es

entsteht der Eindruck, als würden Sie sich

durch das Bild bewegen. Einige Beispielpanoramas

hat die App bereits von Haus aus

mit an Bord. Wählen Sie Aus dem Fotoalbum,

um Ihre Galerien zu sehen und ein Bild auszuwählen.

Mit Aus dem Internet laden wird

ein Eingabefeld eingeblendet. Hier müssen

Sie eine URL zu einer Bilddatei angeben. Der

Viewer funktioniert auch bei normalen Fotos

sehr gut. TurnMe Panorama greift auf den

Kompass, den Beschleunigungsmesser und

das Gyroscope des Smartphones zu.

Fazit

Wer ein aktuelles Handy benutzt, sollte stets

zuerst die Kamera-App des Herstellers testen.

In den meisten Fällen macht diese die besten

Panoramabilder, ganz ohne eine weitere App.

Der einzige Vorteil der speziellen Panorama-

Apps besteht darin, dass Sie Bilder im Porträtmodus

aufnehmen können, was zu einem

Resultat mit deutlich mehr Pixeln führt. Von

den hier vorgestellten Lösungen konnte

keine rundum überzeugen.

● ● ●

Abb. 6: Ein paar Beispielbilder zeigen, was der Viewer kann.

Apps

Panorama-Apps

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29750

Android-user.de August 2013 63


Apps

DJ-Tools

Parinya Niranatlumpong, 123RF

Plattenkoffer und Turntables

waren gestern – heute kann

der Club auch mit einem

Tablet gerockt werden. Wir

stellen die besten Digital- DJ-

Apps vor. Thomas Raukamp

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29853

DJ Studio 5

Der Computer hat die Plattenspieler

in vielen DJ-Kanzeln

längst ersetzt: Etablierte Auflegware

wie NI Traktor hat zwar noch

nicht ihren Weg auf die Android-Plattform

gefunden, das DJ Studio 5 verspricht

jedoch ähnlich professionelles

Arbeiten. Dazu stehen zwei virtuelle

Turntables zum kreativen Mischen bereit,

deren Oberflächen

sich mit frei

wählbaren Skin-Dateien

weiter veredeln

lassen. Diese kosten

zwischen zwei und

vier Euro und finanzieren

die Weiterentwicklung

der App. Optisch

unterstützen die

scratchfähigen Plattenteller

eine zoombare, parallele Wellenformdarstellung

der geladenen Songs.

Für jedes Deck steht je ein unabhängig

einstellbarer Dreiband-Equalizer zur

Anpassung des Klangs an die Raumbedingungen

bereit. Sehr vielfältig ist der

BPM-Counter zum Synchronisieren der

beiden aktuell geladenen Mu-

Pocket DJ Vintage

DJ Studio 5 lockt zwar mit fast

schon professionellen Daten,

setzt aber auch ein Smartphone

mit viel Leistung voraus. Wer es

lieber eine Nummer kleiner mag, für

den hält der Entwickler mit Pocket DJ

Vintage eine stark abgespeckte App für

ältere Geräte bereit. Privaten Partys ist

jedoch auch diese gewachsen: Zwei

Decks warten auf die musikalische Befütterung

mit MP3- und WAV-Dateien

und bieten Scratch-Effekte in Echtzeit,

Crossfading sowie das Setzen von Einstartpunkten.

Die kostenfreie Demoversion

ist auf fünf Musikstücke begrenzt,

der Preis für die Vollversion mit rund

2 Euro absolut angemessen.

ADJ Pro

ADJ Pro setzt nicht auf die

sonst so beliebte Nachbildung

von Turntables, sondern präsentiert

sich als volldigitales DJ-Cockpit,

das mit einem wahren Feuerwerk

professioneller Funktionen zu überzeugen

weiß. Über der erfreulich großzügig

gestalteten Benutzeroberfläche

werden die in den zwei Decks geladenen

Songs anhand einer scratchbaren

Wellenformanzeige dargestellt, wobei

die Zoom- und Frequenzauswahl variabel

ist. Eine BPM-Erkennung inklusive

automatischer Synchronisation hält

die Decks im Takt. Ein EQ sorgt für den

perfekten Klang, Loop-, Cue- und Effektsektionen

für die musikalischen

Gimmicks. Perfekt!

Party Mixer

Der Name deutet es bereits

an: Party Mixer will es nicht

etwa mit einem professionellen

DJ-Programm aufnehmen, sondern

die heimische Sause beschallen – und

das tut die simple App effektiv und sicher.

Aus der eigenen Musikbibliothek

wird eine Playlist zusammengestellt,

aus der man per Drag-and-drop die

beiden Player versorgt. Wer sich selbst

ins Getümmel stürzen möchte, überlässt

der Auto-DJ-Funktion das Mischen

– einstellbares Überblenden inklusive.

Und wagt es tatsächlich jemand,

während der Party anzurufen,

blendet die App auf Wunsch die Musik

aus. Die App ist besser, als sie auf den

ersten Blick erscheint.

1,99 Euro

englisch|Version 2.2.7|571 KByte

★★★★★

4,95 Euro

englisch|Version 0.4.6|2,3 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0|147 KByte

★★★★★

64

August 2013

Android-User.de


Apps

DJ-Tools

sikstücke: Eine Tap-Funktion ermittelt

durch rhythmisches Mittrommeln den Takt,

ein Slider sorgt für die stufenlose Tempoveränderung

und der Sync-Button für taktgenaue

Überblendungen. Noch weiter ins

Detail geht der großzügige Loop-Generator,

der mit ganzen bis Sechzehnteltakten

insgesamt acht Varianten bietet und die

Stimmung so mit gezielten Stakkatos aufheizt.

Außerdem lassen sich Start- und

Endpunkte eines Loops frei bestimmen, sodass

bestimmte Teile eines Songs immer

wieder abgespielt werden können. Der FX-

Prozessor steht da nicht zurück und bietet

acht sehr gut klingende und zudem in

ihrem Verhalten einstellbare Effekte.

DJ Studio 5 ist nicht etwa ein geschlossenes

System, sondern kommuniziert perfekt

mit seiner Außenwelt: Fertige Mixe lassen

sich auf Wunsch in ein SoundCloud-Konto

laden und per Facebook, Google+ und

Twitter teilen. Die Krönung ist jedoch die

Unterstützung des iRig Mix von IK Multimedia,

einem Mini-Mischpult speziell für

Smartphone-DJs. Einziger Nachteil:

Die interne Soundengine benötigt

einiges an Leistung – die

Entwickler empfehlen daher zum

Betrieb ein Nexus-Gerät oder ähnlich

aktuelle Hardware mit einem

schnellen Quad-Core-Prozessor

und genügend RAM.

kostenlos

englisch|Version 5.0.3|11 MByte

★★★★★

DJ FX Custom

Soundboard

Kein DJ-Set ist komplett ohne

die richtigen Soundeffekte.

Was liegt da näher, als das eigene

Smartphone als portablen Klanglieferanten

einzusetzen? Das DJ FX

Custom Soundboard will genau diese

Aufgabe übernehmen. Zehn Buttons

sind frei mit Samples belegbar, wobei

der Klangnachschub aus der eigenen

Soundbibliothek oder mittels GDrive

geliefert wird. Ein groß dimensionierter

Regler erleichtert das Volume-

Set up. Leider bietet die App nur eine

spärliche eigene Sampleauswahl.

DJ Pro

DJ Pro wurde für ambitionierte

Anwender entwickelt

und braucht daher etwas Einarbeitungszeit

– gut, dass eine umfangreiche

– wenn auch englischsprachige

– Hilfedatei beiliegt. Die App setzt auf

die bewährte Turntable-Ansicht, ergänzt

diese jedoch um Darstellungen

der ganzen, Viertel- und Sechzehntelnoten

innerhalb einer Wellenformdarstellung,

sodass zwei Tracks taktgenau

ineinander gemischt werden können.

Der Knüller: Per Serveradresse lassen

sich mehrere Geräte für ein Back-to-

Back-Livemischen inklusive getrenntem

Kopfhörersignal verbinden.

Haben Sie sich einmal eingearbeitet,

ist die App ihren Preis wert.

edjing

Als Social-DJ-App preist die

Firma edjing ihr gleichnamiges

Programm an, verfügt es

doch über die Möglichkeit, fertige Mixe

in einer eigenen Online-Community

oder per Twitter und Facebook zu teilen.

Der Weg dorthin ist in eine äußerst

attraktive und für Tablets optimierte

Oberfläche verpackt, die Musik auf

zwei scratchbaren Turntables mit sieben

Gratis-Effekten sowie zwei unabhängigen

Equalizern veredelt und mithilfe

der wahlweise manuellen oder

automatischen Synchronisation taktgenau

nach gesetzten Cue-Punkten startet.

Weitere Effekte gibt es im Online-

Store der App. Eine der besten Gratis-

Apps, wie wir finden.

0,58 Euro

englisch|Version 1.3|1,5 MByte

★★★★★

4,99 Euro

englisch|Version 7.22| 4 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.4.2| 18 MByte

★★★★★

Android-user.de August 2013 65


Apps

Widgetsoid

Individuelle Widgets mit Widgetsoid erstellen

Widgetsoid

Widgets sind kleine Apps, die beim

Einschalten der WLAN-Verbindung

oder von Bluetooth behilflich

sind. Es gibt aber noch viel mehr

und cleverere Möglichkeiten: mit

Widgetsoid! Samuel Groesch

Umfangreiche Berechtigungen

Widgetsoid [LINK 1]

ist mittlerweile

fast schon ein

Urgestein unter

den Android-Apps. Das solide

Tool ermöglicht es, sogenannte

Umschalter auf dem Homescreen

zu platzieren und anzupassen.

Am besten können Sie sich

Widgetsoid wie den Standardumschalter

von Android mit WLAN, Bluetooth,

GPS, Synchronisation und Displayhelligkeit

vorstellen, nur viel umfangreicher.

Seit dem großen Update auf Version 4 sind

viele neue Funktionen an Bord, zum Beispiel

lassen sich wie in den meisten bekannten

Custom-ROMs die Umschalter auch in der

Benachrichtigungsleiste ablegen und ermöglichen

somit schnellen, einfachen Zugriff auf

wichtige Einstellunen Ihres Smartphones.

Das Beste dabei ist, dass Sie anders als bei

diesen ROMs keinerlei besondere Rechte wie

Beachten Sie, dass Widgetsoid aufgrund der zahlreichen Schaltmöglichkeiten auch

über sehr viele Berechtigungen verfügen muss. Sind Sie generell zurückhaltend, was

das Erteilen von Berechtigungen anbelangt, ist die App deshalb vermutlich nicht

ideal. Mit über einer Million Downloads ohne Reklamationen hinsichtlich der Privatsphäre

darf man Widgetsoid aber getrost als sicher einstufen.

etwa Root besitzen müssen. So lässt sich

etwa mit einem Wisch nach unten zum Öffnen

der Benachrichtigungsleiste und dem anschließenden

Klicken auf das entsprechende

Icon 3G oder ein WLAN-Hotspot geschwind

an- oder ausschalten.

Zunächst sollten Sie sich einen Überblick

über alle möglichen Widgets verschaffen. Sie

können sich zum Beispiel mit einem 1x1-

Widget den Batteriestand anzeigen lassen,

eine Uhr auf Ihren Homescreen setzen oder

aus einem der vielen Vertikal- und Horizontal-Umschalter

wählen. Wenn Sie sich für

solch eine Leiste entschieden haben, öffnet

sich die App, und Sie können direkt einen

neuen Schalter anlegen. Hierzu müssen Sie

lediglich Neuen Umschalter hinzufügen betätigen.

Filtern Sie nach gesuchten Kategorien

mit dem Icon rechts oben. Tippen Sie den

gewünschten Schalter an, und er wird dem

Widget hinzugefügt. Die Auswahl ist sehr

umfangreich, wir listen hier deshalb nicht

sämtliche Einträge auf. Ein Klick auf den

neuen Eintrag in der Widgetvorschau lässt

eine kleine Einblendung aufpoppen mit

Kurzlinks zum Bearbeiten des Labels, zu

weiteren spezifischen Einstellungen und zur

Änderung des Icons.

Sobald Sie alle benötigten Schalter hinzugefügt

haben, navigieren Sie mit einem Klick

auf das Häkchen in der linken oberen Ecke

wieder in den Hauptscreen und können in

den anderen Kategorien wie Design und

Erweitert aus zahlreichen weiteren Optionen

wählen. So können Sie zum Beispiel entscheiden,

ob Ihr Widget abgerundete Ecken

haben soll oder welcher Hintergrund ange-

66

August 2013

Android-User.de


Apps

Widgetsoid

zeigt wird. Auch Möglichkeiten

zu Transparenz oder Farben

sind sehr umfassend gegeben.

Falls Sie für weitere Umschalter

das angelegte Profil als Vorlage

definieren möchten, navigieren

Sie in den Reiter Profile

und klicken auf Aktuelles Profil

speichern. Abschließend speichern

Sie Ihre Kreation und

können Sie dann umgehend

auf dem Homescreen bewundern.

Denken Sie unbedingt

ans Speichern, sonst müssen

Sie das Widget noch einmal

von vorne hinzufügen.

Ändern is possible

Um das angelegte Widget

nachträglich zu verändern,

öffnen Sie die Widgetsoid-App

und klicken auf Widgets. Sie

sehen eine Übersicht über alle Ihre Widgetsoid-Widgets.

Von hier aus ist es möglich,

wieder in das Gestaltungsmenü zu wechseln,

welches Sie auch beim Erstellen genutzt

haben. Nicht vergessen, die Änderungen

wieder zu speichern – fertig.

Wie bereits zu Beginn

des Beitrags erwähnt,

ist es mit Widgetsoid

neuerdings auch möglich,

Umschalter in der

Benachrichtigungsleiste

abzulegen. Hierzu fügt

die App eine Art Dauerbenachrichtigung

hinzu. Das bedeutet,

dass Widgetsoid ständig

aktiv ist und sich quasi

permanent in der Benachrichtigungsleiste

einnistet. Diese Notification

können Sie exakt

so wie die Umschalter

anpassen und bearbeiten.

Zum Anlegen

gehen Sie in der Anwendung

auf Benachrichtigungen

und klicken

rechts oben auf das Plus-Symbol. Nun

können Sie die Umschalter für Ihre Benachrichtigungsleiste

hinzufügen. Einen Nachteil

hat diese Technik allerdings leider doch:

Damit die Information von Android nicht

entfernt wird, ist ein kleines Icon nötig und

somit sichtbar. Dieses Problem haben die

Entwickler so gelöst, dass sie daraus eine

zusätzliche Batterieanzeige gemacht

haben, die den aktuellen Batteriestand in

Prozent anzeigt. Diese Anzeige bringt Android

von Haus aus nicht mit, die Prozentangabe

ist somit eine zusätzliche Info.

Abb. 1: Seit Version 4 bettet sich Widgetsoid

in die Benachrichtigungsleiste

von Android ein.

Fazit

Widgetsoid ist eine sehr umfangreiche,

aber keineswegs zu komplexe oder komplizierte

Anwendung, die Ihnen das Anlegen

von individuellen Umschaltern ausgezeichnet

ermöglicht. Das umfangreiche

Angebot an Optionen und Einstellungsmöglichkeiten

in Bereichen wie Design

und Funktionalität ist hervorragend und

auch für Einsteiger gut geeignet und verständlich.

Die neuen Features wie die

Schalter in der Benachrichtigungsleiste

sind sehr gut umgesetzt und in Anbetracht,

dass Widgetsoid komplett kostenlos

im Google Play Store erhältlich ist,

sprechen wir eine eindeutige Empfehlung

dafür aus. Die Anwendung zählt zu den

Must-have-Apps in unserer Redaktion.● ● ●

Abb. 3: Aus dem Sortiment der vielen verschiedenen

Schalter stellen Sie sich Ihre optimale Auswahl

selber zusammen.

Abb. 2: Durch die vielfältigen Design-

Optionen können sich Homescreen-

Modder richtig austoben.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29625

Android-user.de August 2013 67


23 99


8

CORE

38 99


Apps

Treuekarten-Apps

Im Test: Kundenkarten-Apps für Android

Treue-

Apps

Sie stehen an der Kasse im Baumarkt

oder im Supermarkt und suchen verzweifelt

nach Ihrer Kundenkarte? Zücken Sie

doch einfach Ihr Handy, das haben Sie

immer dabei! Peer Kintrup

Jana Guothova, 123RF

Nichts für schwache Nerven

Die Idee ist einfach: Anstatt

eine Börse mit zig Kundenkarten

mit sich herumzuschleppen,

scannt man einfach

die vorhandenen Karten mit dem

Handy ein und zückt dann an der Kasse

das Handy zum Abscannen. Praktisch

alle Originalkarten sind dazu entweder

mit einem optisch lesbaren Strichcode

versehen – auch Barcode genannt –, der

mit dem Kassenscanner gelesen wird,

Vielleicht haben Sie schon einmal eine entnervte Kassiererin beobachtet, wenn es ihr

nicht gelingt, den Barcode zu scannen, der sich unter einer verknitterten Folie befindet?

Bekanntlich reflektieren auch Displays stark. Ältere Laserscanner haben im Vergleich

zu den optischen Lesegeräten der neuesten Generation Schwierigkeiten, den

Code unter dem sich spiegelnden Displayglas erkennen zu können. Im Obi-Baumarkt

konnten zum Beispiel beide Apps schnell und problemlos genutzt werden, während

bei Real und im Hagebaumarkt die App-Darstellungen nicht gescannt werden konnten.

Bereiten Sie sich also darauf vor, dass nicht alle Kassen mit dem Handy klarkommen.

Im schwedischen Möbelhaus und im Baumarkt mussten die immerhin 10- bis

20-stelligen Kundennummern mangels Strichcode ohnehin manuell an der Kasse eingetippt

werden. Da es sich nicht um Einzelfälle handelt, haben beide App-Entwickler

vorgesorgt und eine Lösung eingebaut, die es dem Kassenpersonal ermöglicht, die

Kundennummer manuell abzutippen.

Wir empfehlen für die ersten Feldversuche, die Originalkarten noch in der Nähe zu

haben. Positionieren Sie sich an der Kasse so, dass die Wartenden in der Schlange

keine Gelegenheit haben, Ihre Pioniertat zu kommentieren, sollte es beim Kassenpersonal

Irritationen geben. Sie ersparen sich damit unnötige Diskussionen.

oder mit einem Magnetstreifen, der durch ein

Lesegerät gezogen wird. Durch das Lesegerät

für den Magnetstreifen kann man das Handy

nicht ziehen, aber den Barcode vom Display

zu scannen, das sollte eigentlich klappen.

Wir wollten wissen, wie gut sich Kundenkarten-Apps

in der Praxis schlagen und

haben deshalb die Apps Stocard [LINK 1] und

Mobile Pocket Kundenkarten [LINK 2] ausprobiert.

Von den acht zum Test benutzten Karten

verfügen drei Karten nur über Strichcodes

(Hellweg, Hagebau und Hopmann),

drei über beide Systeme (Obi, Real und

Metro) und zwei Karten nur über einen Magnetcode

(Praktiker und Ikea).

Erfassen der Karten

Beide Apps haben zufälligerweise genau

165 Kartenvorlagen an Bord, die aber nicht

immer identisch sind. Da sich in Mobile

Pocket alleine 14 Payback-Varianten befinden,

die in Stocard durch ein einziges Logo

erfasst werden, ist die Zahl der enthaltenen

Geschäfte insgesamt hier etwas geringer. Ist

eine Ihrer Karten nicht in dem Pool vorinstalliert,

können Sie auch eine unbekannte

Karte hinzufügen. Beide Apps konnten fünf

unserer sechs Barcode-Karten lesen. Die richtige

Kartennummer wurde im Klartext dargestellt,

und auch der entsprechende Bar-

70

August 2013

Android-User.de


Apps

Treuekarten-Apps

My Vector Graphics Library - http://vectorlib.com, 123RF

Abb. 1: Aus 165 Vorlagen kann eine

passende Karte gewählt oder eine

neu hinzugefügt werden.

code wurde korrekt wiedergegeben. Bei der

sechsten Karte vom Metro-Großmarkt scheiterten

beide Apps bereits am Erkennen der

Kundennummer, was entweder am schlechten

Kon trast des vergilbten Hintergrundes

oder an dem alten Interleaved-Code lag. Der

kleine, schlecht gedruckte Code der Hellweg-

Karte hingegen bereitete keinerlei Schwierigkeiten.

Für solche Fälle, wie auch für unsere beiden

reinen Magnetkarten, haben beide Anbieter

die manuelle Eingabe der Nummer

vorgesehen. Mobile Pocket überrascht nach

der Nummerneingabe zunächst mit der Frage

nach dem Code-Typ, um den Strichcode generieren

zu können. Mobile Pocket kennt

acht der heute gängigsten Code-Typen, während

Stocard sich und den Nutzer erst gar

nicht mit diesem Detail konfrontiert, deshalb

aber auch keine manuelle Korrektur eines

falsch wiedergegebenen Strichbalkens erlaubt,

was später zu Problemen führte.

Wir empfehlen Ihnen also deshalb, nach

der Kartenerfassung nicht nur die Kartennummer

mit dem Original zu vergleichen,

sondern auch wenigstens die ersten und letzten

Striche eines Codes. In beiden Apps lässt

sich die Reihenfolge der Kartenansicht ändern.

Bei Stocard automatisch nach Name

oder Nutzungshäufigkeit, bei Mobile Pocket

alphabetisch oder manuell.

Stocard

Der Marktführer dieses Genres mit

mehr als zehn Millionen Downloads

hat sich mit 4,6 Sternen im

Play Store erfolgreich etabliert [LINK 1]. Ist Stocard

die gesuchte Karte

noch nicht bekannt,

kann die erste Option

der Layout-Liste für die

Anlage einer unbekannten

Kundenkarte

gewählt werden.

Nach Eingabe des

Kartennamens wird die

Kamera aktiviert, die

den Barcode Ihrer

Karte blitzschnell

scannt, in eine numerische

Klartext-Zahlenreihe

umsetzt und natürlich

auch den Barcode

optisch darstellt.

Nachdem Sie der

Karte einen Namen gegeben

haben, ordnen

Sie ihr ein Foto zu. Leider

kann die App eine

Abbildung nur der Fotogalerie entnehmen,

die Sie umständlicherweise erst dort hinterlegen

müssen. Sie müssen also alle Karten zuerst

abfotografieren.

Stocard hat bei Eingabe der Nummer unserer

problematischen Metro-Karte einen fehlerhaften

Barcode generiert, der sich mangels

Code-Alternativen auch manuell nicht korrigieren

ließ. Wir mussten die Karte also neu

anlegen. Die Gesamtansicht aller Karten in

der App erfolgt in Form quadratischer Icons.

Das übliche Kartenformat passt nicht formatfüllend

in die Maske und wirkt damit im Vergleich

zu den Standardlogos klein und improvisiert.

Kann der Barcode an der Kasse nicht gescannt

werden, hilft eines der beiden unteren

Register namens Scannt nicht! weiter. Sie

können dem Personal im Vollformat nun den

Hinweis Bitte Kundennummer eintippen hinhalten,

sodass eine praxisgerechte, vergrößerte

Kundennummer erscheint. Das zweite

Register Warum nicht? erklärt in einem Hilfetext,

dass veraltete Scanner Probleme haben

können, was unserer Meinung nach besser

eher im App-Menü als Hilfe untergebracht

wäre und vor Ort nicht wirklich etwas bringt.

Oberhalb der Gesamtkartenansicht können

Sie nach einem Klick auf Info persönliche

Notizen zu der Karte eintragen, zum Beispiel

die Rabattleistung, die mit der Karte verbunden

ist. Über einen Link ist es oft auch möglich,

die Webseite des Marktes im Browser

aufzurufen. Neben dem Register der Kartenübersicht

wird oben in einem zweiten Register

auf Sonderangebote der gespeicherten

Märkte hingewiesen. In unserem Fall war es

Abb. 2: Noch bevor die Kamera den

Bildausschnitt fokussiert hat, hat Stocard

den Code schon erkannt.

Abb. 3: Die hinzugefügten Karten wirken

in der Gesamtansicht von

Stocard nicht stimmig.

Android-user.de August 2013 71


Apps

Treuekarten-Apps

Abb. 4: Eine neue Karte kann man

erst nach der letzten dieser 165 Vorlagen

hinzufügen.

Abb. 5: Die Ansicht einer Karte bei

Mobile Pocket im Porträtformat. Das

Foto stammt von uns.

immerhin ein Zehn-Euro-Gutschein von

Praktiker. Ebenso praktisch: Die Restlaufzeit

des Angebots wird in Tagen angezeigt.

kostenlos

deutsch|Version 2.3.0|6,8 MByte

★★★★★

Mobile-Pocket-Kundenkarten

Mobile Pocket [LINK 2] liegt in den

User-Bewertungen bei Google Play

(noch) etwas hinter Stocard, dürfte

aber dank fortlaufender Updates

und Verbesserungen bald aufholen.

Leider muss man die lange

Liste unnötigerweise jedes

Mal bis zum Ende durchscrollen,

um eine nicht vorgegebene

Karte hinzufügen

zu können. Da die Kartenvorschläge

auf jeder

Seite mit Verzögerung

aktualisiert werden,

dauert es etwas, bis

man am Ende der

zwanzigsten Seite angekommen

ist.

Anschließend entschädigt

Mobile Pocket aber

für den Aufwand dadurch,

dass die Abbildung der

Karte auch direkt durch

eine Aufnahme mittels der

Kamera möglich ist, ohne

den Umweg über das Album

gehen zu müssen. Die Scharfstellung

erfolgt übrigens nicht

sofort, sondern erst

beim Auslösen, was

zunächst etwas irritiert.

Mobile Pocket behält

das typische Kartenformat

bei und lässt keinen

Unterschied zwischen

Vorlagen und eigenen

Fotos erkennen.

Wenn Sie an der Kasse

auf den Code klicken,

wird in größerer Ansicht

ebenfalls im

Landscape-Format

nicht nur die Nummer,

sondern auch noch einmal

der Strichcode größer

angezeigt. Die eigene

Sammlung lässt

sich je nach persönlichem

Bedarf manuell

sortieren.

Auch diese App hilft dem Schnäppchenjäger

auf der Pirsch. Das Angebot ist wesentlich

größer als beim Konkurrenten, jedoch

nicht auf die gespeicherten Karten zugeschnitten.

Im Register Specials wurden während

der zweiwöchigen Testphase ausschließlich

neun Hightech-Angebote eines

bestimmten Onlineshops gelistet. Im Register

Coupons finden sich aber Gutscheine vieler

Anbieter und Branchen; entweder nach Kategorien

sortiert oder nach Entfernung bis zu

200 Kilometer.

Abb. 6: In die Gesamtansicht der

Mobile-Pocket-Karten fügen sich

auch neue Karten nahtlos ein.

kostenlos

deutsch|Version 3.3.6|6,8 MByte

★★★★★

Fazit

Beide Apps eignen sich besonders für Einkäufer,

die viele Rabattkarten besitzen. Die

Idee ist praxistauglich, hat aber im Detail

noch Verbesserungspotenzial. Das Stocard-

Team sollte das Gesamtkartenlayout auch für

hinzugefügte Kartenformate optimieren, den

Weg bei Fotoaufnahmen rationalisieren und

das begleitende Werbeangebot ausbauen.

Mobile Pocket verfügt über ein aufgeräumtes,

intuitives Layout und punktet mit einer

direkten Fotoaufnahme beim Hinzufügen

seltener Karten. Diese Option sollte aber

nicht am Ende der langen Liste stehen, und

das Werbeangebot sollte ebenso auf die gespeicherten

Märkte abgestimmt werden. Für

Mobile Pocket spricht darüber hinaus die

Back-up-Möglichkeit der Karten in der Cloud.

Stocard soll demnächst auch über ein solches

Feature verfügen.

● ● ●

My Vector Graphics Library - http://vectorlib.com, 123RF

72

August 2013

Android-User.de


Apps

Appseits Mainstream

Appseits des Mainstreams

Gewusst

wie…

Sie sind oft ganz unscheinbar und arbeiten bisweilen

völlig automatisch im Hintergrund. Wir sprechen von

den verblüffend praktischen App-Perlen, die wir regelmäßig

für Sie aus den Untiefen des Google Play

Stores heben. Carsten Müller

Iulia Brovchenko, 123RF

Oft sind es die kleinen Dinge im

Leben, die besonders viel Freude

bereiten können. Zum Beispiel

unsere App-Perlen.

TV Werbefrei

Werbeunterbrechungen im Free-TV

nerven total. Immerhin haben wir

uns inzwischen ja daran gewöhnt

und nutzen die Pause etwa, um Getränkenachschub

zu besorgen. Wenn man nur

wüsste, wann die Werbung zu Ende ist und

man wieder vor dem Fernseher sitzen muss!

Zum Glück gibt es nun die App TV Werbefrei

[LINK 1]. Sie schickt eine Benachrichtigung auf

das Smartphone, sobald

die Werbung zu Ende ist –

auf Wunsch sogar als

Sprachnachricht. Dabei

berücksichtigt die App die

neun wichtigsten deutschen

TV-Sender und informiert

Sie über die Werbepausen

der von Ihnen

gewünschten Kanäle. Das

ganze funktioniert verblüffend

einfach und zuverlässig.

„Auf Sendung“ ist der

Dienst zwischen 18 und 23

Uhr. Besondere Sympathiepunkte

vergeben wir

für den Umstand, dass tatsächlich

ein Mensch (O-

Ton des Entwickler: „lustiger

Studentenjob“) im

Abb. 1: Mit TV Werbefrei entgeht

Ihnen garantiert nicht mehr, wann

der Film weitergeht.

Dienste der App im Einsatz ist, die TV-Programme

live überwacht und die Werbepausen

manuell an die App übermittelt.

LED Blinker

Sehr praktisch: Ohne das Smartphone

in die Hand zu nehmen, erkennen

Sie bereits über eine LED

am Handy, ob eine neue SMS eingegangen ist

oder ob Sie einen Anruf verpasst haben. Zumindest,

wenn das Gerät über eine solche

LED verfügt. Mit der App LED Blinker [LINK 2]

können Sie die fehlende LED-

Benachrichtigung nachrüsten.

Das funktioniert sehr simpel:

Einfach die LED-App für die

gewünschte Aktion aktivieren

und die Farbe einstellen. Anschließend

bleiben Sie dann

auch im Standbymodus Ihres

Smartphones stets auf dem

Laufenden. Ganz nach Wunsch

können Sie für eine Aktion

sogar einen Vibrations alarm

festlegen. Die App gibt sich

generell äußerst flexibel und

berücksichtigt nicht nur Standardereignisse,

sondern praktisch

jede beliebige App, die

ansonsten nur Nachrichten

an die Statusleiste senden

würde. Selbstverständlich

Abb. 2: LED Blinker sorgt für individuelle

Benachrichtigungen auch

im Standbymodus.

Android-user.de August 2013 73


Apps

Appseits Mainstream

Abb. 3: Mit FilePush übertragen Sie

ganz schnell und simpel Dateien

von Ihrem PC auf Ihr Smartphone.

Abb. 4: In den Einstellungen der

App lassen sich individuelle Zielordner

definieren.

Abb. 5: Definieren Sie in EZAnswer,

wie Sie künftig Telefonate entgegen

nehmen möchten.

Abb. 6: Über eine kleine Sicherheitsabfrage

verhindert Tiny Call

Confirm versehentliche Anrufe.

saugt eine dauerhafte Benachrichtigung auf

dem Bildschirm kräftig am Akku. Deshalb

lässt sich in den Einstellungen der App auch

ein Timeout einstellen – wählen Sie hier am

besten für den Timeout ein paar Minuten.

Falls vorhanden, verwendet die App stattdessen

die Hardware-LED des Smartphones.

Auch dann ist LED Blinker eine äußerst nützliche

Nachrichtenzentrale und kommt zudem

mit deutlich weniger Stromverbrauch

aus.

FilePush

Möglichkeiten, Dateien

vom PC zum

Smartphone zu

übertragen, gibt es etliche.

Aber keine ist so einfach und

praktisch wie die Nutzung

der App FilePush [LINK 3]. Sie

besteht aus zwei Komponenten:

einer kleinen Android-

App und einem ebenso

schlanken Stück PC-Software.

Am PC klinkt sich

FilePush in das Kontextmenü

von Dateien im Windows-Explorer

ein. Dort

wählen Sie einfach den

Eintrag Datei senden an

[Smartphone-Name], und

wie von Geisterhand wird

die Datei (oder auch ein

ganzes Verzeichnis) an

Abb. 7: Easy Answer kümmert

sich um die komfortable Entgegennahme

von Anrufen.

das Smartphone geschickt. Das alles funktioniert

über das WLAN – sofern PC und Smartphone

im gleichen Netz verbunden sind –

oder auch über das mobile Internet. Im letzteren

Falle nutzt FilePush dann den Umweg

über die Cloud, was Sie als Nutzer aber de

facto gar nicht bemerken.

Auf dem Smartphone sorgt FilePush dann

für die Verteilung der angekommenen Dateien

in von Ihnen vorgegebene Ordner. Das

funktioniert so smart, dass Sie diese Funktion

bald schon nicht mehr missen möchten.

Schade ist lediglich, dass die Übertragung

umgekehrt – vom Smartphone zum PC –

nicht vorgesehen ist.

EZAnswer

Es klingelt, und das Gefummel geht

los – die Slidertechnik, mit der man

einen eingehenden Anruf entgegennehmen

kann, ist nicht jedermanns Sache.

Wer anstelle des gezielten Wischens über

den Bildschirm lieber eine der Smartphonetasten

(zum Beispiel die Lautstärketaste)

oder einen einfachen Button verwenden will,

der wird mit EZAnswer [LINK 4] fündig. Diese

eierlegende Wollmilchsau in Sachen Anrufentgegennahme

bietet alles, was das Herz

begehrt und ist individuell konfigurierbar.

Egal, ob Sie über eine Sensorik (Schütteln

oder Umdrehen des Handys), Hardwaretasten

(Kamera, OK-Button, Lautstärketasten)

oder Bildschirm-Buttons „abheben“ möchten

– lässt sich alles machen. Klasse, dass

EZAnswer auch gleich daran gedacht hat,

eine Spamliste zu pflegen. Einmal eine Nummer

als Spam deklariert, unterdrückt die App

künftig das Klingeln oder legt gleich auf –

ganz so, wie Sie es wünschen.

74

August 2013

Android-User.de


Easy Answer

Bei weitem nicht so umfangreich

wie EZAnswer, aber nicht minder

clever, bietet sich die App Easy

Answer an, eingehende Anrufe entgegenzunehmen

[LINK 5]. Wie wäre es damit, den

Anruf anzunehmen, indem Sie einfach das

Smartphone ans Ohr halten? Und aufzulegen,

indem Sie das Gerät einfach auf den

Tisch legen. Genau solche Varianten bietet

Ihnen Easy Answer an. Das Schütteln des

Handys ist eine weitere Möglichkeit. Neben

der passenden Geste für die Entgegennahme

und das Beenden des Gesprächs erlaubt die

App auch Gesten zur Unterdrückung des

Klingeltons. Was sich zunächst etwas unsicher

anhören mag, funktioniert in der Praxis

verblüffend zuverlässig. Probieren Sie es

doch einfach mal aus!

Tiny Call Confirm

Während EZAnswer und Easy

Answer sich um die eingehenden

Gespräche effizient kümmern, widmet

sich Tiny Call Confirm [LINK 6] den ausgehenden

Anrufen, insbesondere den unbeabsichtigten.

Denn bei der Nutzung von Kontakte-Widgets

oder beim Blättern im Adressbuch

kommt es gerne mal vor, dass ein Kontakt

versehentlich angerufen wird. Tiny Call

Confirm verhindert nun genau dies, indem

die App vor dem eigentlichen Wählvorgang

nochmal einen zusätzlichen kleinen Dialog

einblendet. Dort werden nochmals Name

und Telefonnummer des gewählten Kontaktes

angezeigt, und Sie können über eine

grüne und eine rote Schaltfläche den Anruf

starten oder abbrechen. Die App erlaubt

zahlreiche optische Anpassungsmöglichkeiten.

Außerdem stehen zahllose Optionen zur

individuellen Konfiguration bereit. So lassen

sich etwa bestimmte Kontakte ausschließen

oder die App inaktiv setzen, wenn eine Bluetooth-Verbindung

besteht oder ein Headset

angeschlossen ist. Ein Anrufprotokoll rundet

den Funktionsumfang ab.

Wir machen weiter…

Selbstverständlich setzt Android User die

Suche nach den verborgenen Schätzen fort.

Dabei sind wir auch neugierig auf die Perlen,

die Sie vielleicht schon geborgen haben.

Über Ihre Tipps freuen wir uns via E-Mail an

redaktion@android-user.de.

● ● ●

Apps

Appseits Mainstream

Alle

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Artikel schon 1 Woche

vor dem Kiosk-Termin!


Apps

Google Drive

Google Drive als Dokumentenscanner

Google

Drive

Auf Ihrem Schreibtisch

stapeln sich Visitenkarten

und Unterlagen?

Lassen Sie sich von

Google Drive helfen,

und laden Sie den Blätterwald

durchsuchbar

in Googles Datencloud.

Christoph Langner

Stapeln sich in Ihren Schubladen

auch Dokumente, Rechnungen

und Visitenkarten, die dringend

einmal in digitale Form gebracht

werden sollten? Am besten so, dass Sie die

Inhalte auch durchsuchen können? Das überarbeitete

Google Drive macht dies möglich.

Legen Sie dazu einfach Ihre Dokumente auf

den Schreibtisch, und fotografieren Sie sie

mit dem Handy ab. Um den Rest kümmern

sich Google Drive und die gerade neu überarbeitete

Android-App.

Googles Onlinespeicher

Google Drive arbeitet in seiner Grundfunktion

auch nicht viel anders als Dropbox,

Box oder andere Cloudspeicher-

Anbieter. Bei Drive stehen Ihnen

in Googles Datenwolke seit Mitte

Juni allerdings 15 GByte Speicher

kostenlos zur Verfügung.

Gegen einen Aufpreis lässt sich

dieser Speicherplatz sogar noch

weiter ausbauen. Per Web-Frontend,

Desktopanwendung für

den PC oder iOS- und Android-

App befüllen Sie den Online-

Speicher mit Ihren Daten.

Das unter Microsoft Windows

und MacOS-X arbeitende PC-

Programm Google Drive Sync

[LINK 1] gleicht dabei im Hintergrund

laufend sämtliche Daten

zwischen Ihren Rechnern ab.

Nutzen Sie zum Beispiel ein

Abb. 1: Eine mit einem Wisch vom

Displayrand einfahrbare Seitenleiste

darf nicht fehlen.

Notebook und einen Desktoprechner, so synchronisiert

der Dienst automatisch alle zu

Google Drive hochgeladenen Dateien auch

direkt auf den Computern. Über das Web-

Frontend unter drive. google. com finden Sie

auch ohne Drive Sync jederzeit zu Ihren

Daten. Aber erst im Zusammenspiel mit

einem Androiden erwacht Google Drive richtig

zum Leben.

Google Drive für Android

runderneuert

Auf den ersten Blick hat sich Google Drive

für Android [LINK 2] nicht allzu groß verändert.

Über die Seitenleiste navigieren Sie zu

Ihrer Ablage, den für Sie freigegebenen

Daten oder auch zu den von Ihnen markierten

Dateien. Der Eintrag Offline führt Sie zu

den Dateien, die Sie aus Drive heraus auf

dem Handy gespeichert haben, sodass Sie

auf diese auch ohne eine aktive Internetverbindung

zugreifen können.

Eine neue Ansicht finden Sie in der Dateiund

Ordnerliste. Anstatt über eine simple

Liste können Sie über vier quadratisch angeordete

Felder zu der aus Google Now oder inzwischen

auch Google+ bekannten gekachelten

Ansicht umschalten. Dort gibt es eine

Dateivorschau für Bilder, Office-Dokumente

und PDFs.

In der Detailansicht laden Sie einzelne

Dateien in den Offlinespeicher Ihres Android-

Handys. Für komplette Verzeichnisse ist

das jedoch nach wie vor nicht möglich. Dort

finden Sie auch die Option, Dateien für Ihre

Kontakte freizugeben oder natürlich auch

entsprechende Freigaben wieder zu entfernen.

Im Gegensatz zur Arbeit mit dem Offline-Speicher

können Sie hier auch ganze

Ordner teilen.

76

August 2013

Android-User.de


Apps

Google Drive

Abb. 2: In der Listenansicht zeigt

Ihnen Google Drive die zuletzt

bearbeiteten Dateien an.

Abb. 3: Im Kachelmodus sehen

Sie dagegen eine Vorschau von

Bildern und Dokumenten.

Abb. 4: In der Detailansicht laden

Sie Dateien in den Offline-Speicher

des Handys.

Scannen mit OCR-

Texterkennung

Richtig praktisch wird Drive nun für alle, die

des öfteren Texte oder Dokumente archivieren

möchten. Im Menü finden Sie unter dem

Punkt Neu hinzufügen den Eintrag Scannen.

Er startet die Handykamera in abgespeckter

Form. Halten Sie die Kamera über Ihr Dokument

– in diesem Fall eine Visitenkarte – und

drücken Sie ab.

Google Drive schneidet die Aufnahme nun

automatisch zurecht und reduziert die Farbdarstellung

bei nicht-farbigen Inhalten auch

gleich auf Schwarz-Weiß. Über die Menübuttons

am oberen Rand können Sie den Zuschnitt

und die Farb einstellungen auch nachträglich

noch ändern. Sobald Sie die Aufnahme

abhaken, wird sie umgehend als PDF-

Datei zu Google Drive hochgeladen.

Die Aufnahme liegt dort jedoch nicht nur

„nutzlos“ herum. Google führt online eine

Texterkennung durch. Eine Suche nach

„Medialinx“ fördert in unserem Beispiel

somit ohne weiteres Zutun alle Visitenkarten

aus dem Verlag von Android User zutage. Die

Suche arbeitet nicht nur in der App, auch im

Web-Frontend durchstöbert Google Drive

Ihre gescannten Dokumente nach den entsprechenden

Schlagwörtern.

Google Drive ersetzt jedoch kein vollwertiges

OCR-Programm. In den PDFs selber wird

nur die Bildinformation gespeichert. Der

Text, so wie man es von

„richtigen“ PDFs kennt,

fehlt. Laden Sie Ihre mit

Google Drive gescannten

Dateien auf den PC herunter,

dann sehen Sie nur

den abfotografierten Text.

Dieser lässt sich weder

markieren oder kopieren

noch über die Suchfunktion

des PDF-Readers

durchsuchen. Für die Texterkennung

muss das

Dokument bei Google

Drive online stehen. ● ● ●

Abb. 5: Zum Scannen von Dokumenten

öffnen Sie das Menü und

wählen Scannen aus.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29668

Abb. 6: Die Kamera-App wird im

Scan-Modus in einer abgespeckten

Variante gestartet.

Abb. 7: Als Ergebnis landet die

Visitenkarte passend zugeschnitten

auf Ihrem GDrive.

Abb. 8: Schon einen Klick

später haben Sie die

gesuchte Visitenkarte in

der virtuellen Hand.

Android-user.de August 2013 77


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besondere Spiele bei

Google Play vor, die neu

sind oder ein größeres

Update erhalten haben.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29675

Quadropus

Rampage

Mit Quadropus Rampage

kann man eigentlich gar

nichts falsch machen. Es ist

kostenlos, hat sehr dezent gehaltene

In-App-Käufe und bietet eine Menge

Spaß. Sie spielen die Fantasiefigur

Quadropus und sollen das Ende des

Ozeans erreichen, um Pete

zu zerstören, den finsteren

Gott der Meere. Klingt

nicht nur abgedreht, ist es

auch – kein Wunder, haben

die Entwickler mit Towelfight

2 doch schon unter

Beweis gestellt, dass ihre

Fantasie keine Grenzen

kennt. Das Spiel ist eine

Mischung aus Roguelike und Brawler –

als Brawler bezeichnet man gemeinhin

jede Art von wilder Klopperei, bei der

man allein gegen eine Vielzahl Gegner

bestehen muss. Das Besondere an diesem

Spiel ist also, dass es auf fixe

Action setzt, aber dennoch die Level-

Blip Blup

Blip Blup ist eine kleine Überraschung:

Es sieht so unscheinbar

aus, macht aber

richtig viel Spaß. Aufgabe der Spieler

ist es, Farbimpulse so zu setzen, dass

sich die Farbe über das Raster verteilt.

Die Farbe füllt dann alle Bereiche aus,

die sie vom Ursprungsort aus erreichen

kann. Sie müssen also die Impulse

so setzen, dass Sie alle Felder

ausfüllen, und je weniger Impulse Sie

benötigen, desto besser. Blip Blup lässt

sich leicht steuern, und Ihr Hirn gerät

nach ein paar Minuten in einen Zenartigen

Zustand.

Tiny Token Empires

Tiny Token Empires ist ein

seltsames Spiel. Zwar ist die

originelle Mischung aus Strategie

und Aufbau auf der einen Seite

und Match-3-Spiel auf der anderen

Seite sehr gelungen. Doch irgendwie

wollte der Funke nicht ganz überspringen.

Teilweise ist die Steuerung zu

fummelig, das Tutorial ermüdend lang,

und viele Interface-Aktionen lassen die

Herkunft vom PC zu stark erahnen.

Stichwort: Doppelklick! Wenn man erst

einmal ins Spiel kommt, macht es bestimmt

Spaß, aber zu viele Dinge

haben uns den Einstieg erschwert, sodass

wir es nicht uneingeschränkt

empfehlen würden.

The Boomerang

Trail

The Boomerang Trail vergibt

die Chance, ein locker-luftiges

Spiel für zwischendurch zu

sein, weil es zu viele Dinge falsch macht.

Es macht zwar Spaß, aber das nicht

lange genug – 20 Levels sind einfach zu

wenig. Als Spieler ziehen Sie einen von

mehreren Bumerangs, sehen die blaue

gepunktete Flugbahn und lassen los.

Dabei müssen Sie möglichst viele

Sterne einsammeln. Die Vorgabe der

Flugbahn ist viel zu eingeschränkt, das

Spiel ohne Abwechslung, der Schwierigkeitsgrad

schwankt stark. Schade.

kostenlos

Englisch|Version 1.0.87|16 MByte

★★★★★

3,85 Euro

Deutsch|Version 1.0.0|140 MByte

★★★★★

0,89 Euro

Englisch|Version 1.0|26 MByte

★★★★★

78

August 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

struktur eines Roguelikes

beibehält. Ein paar RPG-

Elemente sind ebenfalls

vorhanden. Sie bekommen

Erfahrungspunkte, steigen

in der Spielstufe auf, werden

immer stärker. Das

Spiel sieht ein wenig aus

wie Bastion, bei dem man am Rand

herunterstürzen kann. Die Steuerung

geht leicht von der Hand: Mit dem linken

Dualstick steuern Sie die Figur,

rechts gibt es ein paar Buttons für Attacken

und andere Fähigkeiten.

Coole Zwischenbosse kreuzen immer

wieder auf. Die Levels werden zufallsgeneriert,

sodass das Spiel seinen

Reiz lange behält. Die verschiedenen

Waffen und Möglichkeiten zum Verbessern

des Charakters motivieren

ungemein. Hinzu kommen spannende

Errungenschaften und verschiedene

Artefakte, mit denen man beispielsweise

zum Laser-schleudernden Oktopus

wird. Quadropus

Rampage ist ein verrücktes

Spiel mit ungeheurer

Tiefe und hoher Langzeitmotivation.

Man muss

dem schrägen Humor und

der eigenwilligen Grafik allerdings

etwas abgewinnen können, denn

der Stil des Spiels ist schon sehr

eigen. Für null Cent sollte das aber

das geringste Problem sein.

kostenlos

Englisch|Version 1.0.4|25 MByte

★★★★★

Indiana Stone

Ha, was für eine originelle

Idee! Das Spiel basiert auf der

bekannten Szene des ersten

Films, in der Indiana Jones vor einer

riesigen Steinkugel flüchtet. In diesem

Spiel sind Sie die Steinkugel und müssen

in Manier eines Endless Runners

Schatzjäger plätten. Eine tolle Pixel-

Retrografik, ein cooler Soundtrack,

verschiedene Spielmodi und viele freischaltbare

Fähigkeiten geben dem

Indiana Stone einen verdienten Platz

im Temple-Run-Olymp. Da ärgert man

sich glatt, wenn man den Schatzjäger

viel zu schnell erwischt hat.

Hiversaires

Hiversaires wird man lieben

oder hassen. Ohne Erklärung

starten Sie in einer Schwarz-

Weiß-Welt. Ganz intuitiv tippen Sie

sich zur Seite oder nach vorne wie bei

alten Point&Click-Adventures. Wie

geht es nun weiter? Kryptische Symbole

lassen sich aktiveren, manche

Apparate öffnen sich. Es scheint alles

ein Rätsel zu sein, nur das Weiterkommen

motiviert. Wer keine Geduld hat,

löscht das Spiel nach fünf Minuten von

seinem Android-Gerät, alle anderen

lassen sich von der klaustrophobischabstrakten

Welt in den Bann ziehen.

Slydris

Slydris klingt nicht nur wie

Tetris, sondern ist auch stark

davon inspiriert. Es fallen

Blöcke von oben herunter, und man

kann Reihen vollmachen. Doch dann

hebt sich das Spiel vom Klassiker ab,

denn man darf entscheiden, ob man

Blöcke mitten im Gebilde verschiebt.

Das klingt alles viel langweiliger, als es

ist, denn Slydris hat diesen Noch-eine-

Runde-Charakter: Die Steuerung

nimmt man kaum wahr, und lauter

kleine Details wie Spezialblöcke oder

die drei Spielmodi machen Slydris zu

einem der besten Puzzlespiele!

2,31 Euro

Englisch|Version 1.0.3|33 MByte

★★★★★

2,26 Euro

Englisch|Version 1.0.2|41 MByte

★★★★★

1,49 Euro

Englisch|Version 1.02|35 MByte

★★★★★

Android-user.de August 2013 79


Spiele

Neue Spiele

Neue Spiele bei Google Play: Ticket to Ride

Ticket

to Ride

Ticket to Ride ist hierzulande

als „Zug um Zug“

bekannt und wurde

2004 zum Spiel des

Jahres gewählt. Das

Spiel ist bereits seit längerer

Zeit für iOS erhältlich,

nun hat es endlich

den Weg in den Google

Play Store gefunden.

Patrick Neef

5,43 Euro

deutsch|Version 1.5.0|136 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29916

Bei Ticket to Ride [LINK 1] müssen

Sie versuchen, möglichst viele und

lange Bahnstrecken zu bauen. Dazu

erhalten Sie Zielkarten, die zwei Orte angeben,

die miteinander verbunden werden sollen.

Welche der verschiedenen Streckenmöglichkeiten

Sie jedoch ausbauen, das ist Ihre

Sache. In jeder Runde dürfen Sie farbige Wagenkarten

ziehen, eine Strecke legen oder

eine Zielkarte ziehen.

Die Spannung ergibt sich dann aus der Tatsache,

dass niemand weiß, wie die Zielkarten

der anderen Spieler aussehen. Man kann also

die Strecken ganz gezielt bauen oder eben

sehr durcheinander, um die anderen Spieler

in die Irre zu führen. Denn früher oder später

kommt man in die Situation, in der man die

Strecken anderer Spiele versperrt, egal, ob

mit Absicht oder unwissend. Dann wird es

brenzlig, denn am Ende zählen alle nicht erfüllten

Zielkarten als Minuspunkte! Gewonnen

hat, wer zuletzt die meisten Punkte besitzt.

Diese ergeben sich aus den fertiggestellten

Strecken, der Bonuskarte für die längste

Strecke und dem Subtrahieren der Punkte

der Zielkarten, die man nicht erfüllt hat. Mit

anderen Worten: Am Ende wird nochmal

richtig abgerechnet!

Wer hätte gedacht, dass sich Zug um Zug

auf Smartphones und Tablets so gut spielt.

Das Spielfeld ist übersichtlich, mit den eigenen

Karten am unteren Bildschirmrand und

den Kartenstapeln auf der rechten Seite. Das

eigentliche Spielfeld in der Mitte kann mit

dem Finger hin- und herbewegt werden. Viel

wichtiger aber ist, dass man es auch mit der

Pinch-to-Zoom-Geste vergrößern kann.

Besser für Tablets

Und damit kommen wir auch schon zum

größten Kritikpunkt: Android-Phones mit geringer

Auflösung stellen das Spiel zu klein

dar, Schriften lassen sich kaum lesen, und

manchmal ist es schwer, die Bahnstrecken zu

bauen (dazu zieht man die Waggonkarten

auf die Strecke). Die meisten Elemente sind

aber derart, dass man sie auch in kleiner

Form erkennen kann, wie etwa die bunten

Waggonkarten oder die Strecken. Optimal ist

das nicht, aber trotzdem spielbar. Wer das

Spiel oft genießen will, sollte aber mindestens

ein 7-Zoll-Tablet verwenden.

Ticket to Ride besitzt keinen lokalen Multiplayer

Modus, was wirklich schade ist, aber

Online kann man Partien gegen andere Spieler

spielen, was wirklich Spaß macht. Der

Preis von über 5 Euro geht für ein solches

Spiel voll in Ordnung, die zusätzlichen Spielfelder

Europa, Schweiz und Asien, die man

als In-App-Kauf erwerben kann, sind aber

mit 3 bis 4 Euro etwas zu hoch angelegt.

Fazit: Die Umsetzung eines Brettspiels für

Smartphones und Tablets ist keine leichte

Sache. Sämtliches Zubehör, das im Brettspielkarton

steckt, muss auf dem Bildschirm

erkennbar umgesetzt sein, ganz zu schweigen

vom korrekt implementierten Regelwerk

und einer akzeptablen KI. Bei Ticket to Ride

ist zum Glück beides gut

gelungen. ● ● ●


Spiele

Neue Spiele

Neue Spiele bei Google Play: Tentacle Wars

Tentacle

Wars

Tentacle Wars [LINK 1] ist ein abgespecktes

Strategiespiel, das eher wie

eine Art Kräftemessen funktioniert,

frei nach dem Motto: Der stärkere Tentakel-

Arm gewinnt. Es fehlen zudem die klassischen

Elemente typischer Strategiespiele wie

etwa die Aufbauphase oder die strategische

Vorbereitung vor dem Kampf. In Tentacle

Wars geht es mehr darum, schnell zu sein.

Neuronen und Tentakel

Die Gefechte finden im Mikrokosmos statt:

Zellen, Neuronen und DNA-Tentakel stehen

im Mittelpunkt. Jede Zelle hat Energiepunkte

und kann Tentakel ausfahren. Je länger die

Tentakel, desto mehr Energiepunkte werden

dafür verwendet. Docken Sie mit einem Tentakel

an eine andere Zelle an, beginnt das

Kräftemessen: Haben Sie mehr Energiepunkte

als der Gegner, werden Sie seine Zelle

nach einer Weile einnehmen. Allerdings

kostet das Energie, und wenn Ihr Gegner an

anderer Stelle zuschlägt, geraten Sie schnell

ins Hintertreffen.

Es ist nicht ganz leicht, die Wirkungsweise

der Energiepunkte nachzuvollziehen. Oft

scheint man mehrere Zellen erobert zu

haben, wird aber plötzlich vom Gegner überrannt,

weil alle Zellen nur wenige Energiepunkte

hatten. Komplex wird es auch dadurch,

dass eine Zelle meist nur höchstens

zwei Tentakel ausfahren kann. Welche feindlichen

Zellen man sich also als Ziel aussucht,

das sollte stets gut überlegt sein. Schnelligkeit

ist dann erforderlich, wenn Zellen noch

grau sind und fix erobert werden wollen,

denn Ihre Gegner haben

dann immer das Gleiche vor. Durch Abschneiden

des Tentakels wird die durch die

Tentakellänge repräsentierte Energiemenge

sofort zum Ziel befördert, was aber die

Ausgangszelle mit wenigen Energiepunkten

zurücklässt.

Die Kampagne mit über 80 Missionen ist

das Herzstück des Spiels. In stimmungsvollen

Szenarien mit tollen Hintergründen muss

man sich immer wieder gegen einen oder

mehrere Widersacher in Form anderer Zellen

und Neuronen zur Wehr setzen. Zu Beginn

sind die Kräfte immer wieder unterschiedlich

stark verteilt, so muss man also jedes Mal

neu überlegen und schnell handeln. Diese

Variationen sorgen auch für ganz unterschiedliche

Tentakel-Konstellationen. Mal ist

man die große Zelle in der Mitte, ein anderes

Mal ist man abseits der Gegner und muss mit

einem langen Tentakel die Seite wechseln.

Man ist permanent damit beschäftigt, graue

Zellen zu erobern, lästige Gegner abzuwehren

und die Energiepunkte hin und her zu

verteilen.

Fazit

Tentacle Wars ist ein sehr gelungenes Spiel,

das zwar optisch und vom Gameplay her auf

Dauer nicht viel Abwechslung bietet, dafür

aber von den unterschiedlichen Situationen

und Konstellationen lebt. Außerdem beeindruckt

es mit einer stimmungsvollen

Kulisse, die zudem von einem

schaurig-schönen Klangteppich

untermalt wird.

● ● ●

Tentacle Wars lässt sich

leicht erlernen, sehr einfach

steuern und überzeugt

mit einem tollen

Sound. Das Spiel ist der

ideale Strategie-Snack

für die Pause zwischendurch.

Patrick Neef

1,59 Euro

deutsch|Version 2.0.11|32 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29917

81


Spiele

Arma Tactis

Im Test: Arma Tactis THD für Tegra 3

Arma

Tactis

Arma Tactis ist ein

rundenbasiertes Nahkampfspiel,

bei dem

die richtige Strategie

eine wichtige Rolle

spielt. Wir haben den

Tegra-Titel angespielt

und sind begeistert!

Marcel Hilzinger

Bei Arma Tactis [LINK 1] steuern Sie

ein Team einer Sondereinheit aus

der Vogelperspektive. Ihr Team

hat einen Auftrag, und jeder

Mann kann pro Runde eine gewisse Anzahl

an Schritten zurücklegen und/​oder angreifen.

Haben Sie Ihre Runde beendet, darf sich

der Gegner bewegen und schießen. So dreht

sich das Blatt, je nachdem, ob Sie eine gute

Deckung für Ihre Söldner gefunden haben,

oder ob es dem Feind gelingt, Sie aus einem

Hinterhalt anzugreifen. Denn lassen Sie

einen Ihrer Männer auf freiem Feld stehen,

dann stellt er eine optimale Zielscheibe dar.

Stirbt jemand aus Ihrem Team, dann heißt

es: Game Over.

All das lernen Sie bei Arma Tactis für Tegra

(unterstützte Geräte siehe [LINK 2]) im ersten

Tutorial ohne Zeitdruck. Sie werden also nach

einem Fehler nicht gleich abgeschossen, sondern

haben praktisch alle Zeit der Welt, um

sich die Spielumgebung anzusehen und in

Kisten nach Waffen, Medipacks und anderen

Items Ausschau zu halten. Gleichzeitig lernen

Sie die Grundlagen des Nahkampfes kennen

und erfahren, wie Sie Verwundete heilen.

Ab in den Kampf

Nach dem Boot-Camp-Tutorial beginnt gleich

Ihre erste Mission. Sie sollen einen bösen

Terroristen namens Ibrahim Soltani dingfest

machen, doch dabei geht alles in die Hose.

Sie landen in einem Hinterhalt, und Ihr Team

wird erpresst. Wie es dazu kam, erfahren Sie

erst, wenn Sie die Mission durchgespielt und

Derek Masters befreit haben. Ihr Team besteht

aus drei Söldnern, und es kommen

neue Waffen hinzu. Wir hatten in den Tests

viel Spaß beim Werfen von Handgranaten.

Die grafischen Effekte beim Aufprall sind

einfach cool.

Die Missionen sind relativ dunkel gehalten.

Finden Sie sich auf der Karte nicht mehr

zurecht, dann schalten Sie über den Globus

oben rechts die Karte und das Hauptmenü

ein. Auf der Karte sehen Sie dann auch,

wohin Ihre Mission Sie führt bzw., wo die

Hauptziele sind.

Neben dem guten Gameplay möchten wir

an dieser Stelle auch noch die sehr schön gemachte

Vertonung loben: Die Sprecher sind

gut verständlich, und die Hintergrundmusik

passt sich dem Gameplay an. Bei Action

Abb. 1: Das sehr gut gemachte Tutorial „Boot Camp“ führt Sie Schritt für

Schritt in den strategischen Nahkampf ein.

Abb. 2: Zu Beginn müssen Sie sich mit den vorhandenen Waffen abfinden.

Später kommen deutlich mehr Items hinzu.

82

August 2013

Android-User.de


Spiele

Arma Tactis

Abb. 3: Achten Sie darauf, Soldaten mit Medipacks und Handgranaten in

Ihrem Team zu haben.

Abb. 4: Marco hat’s erwischt. Zum Glück haben Sie gelernt, wie man

einen verwundeten Kollegen wieder gesund macht.

hören Sie also lautere und schnellere Musik,

beim Heranpirschen spannendere. Und es

ist nicht des Nachbars Hund, den Sie ab und

zu bellen hören.

Zahlreiche Optionen

Man kann Arma Tactis stundenlang spielen,

indem man den einfachsten Schwierigkeitsgrad

wählt (voreingestellt) und sich einfach

so vorsichtig wie möglich an den Gegner heranmacht.

Dann darf man sich aber auch

nicht daran stören, dass der Gegner selbst

aus nächster Nähe nicht trifft. Es ist aber für

einen erfahrenen Gamer auch möglich, das

aktuelle Spiel via Controller in wenigen Stunden

durchzuspielen.

Haben Sie erst einmal begriffen, welche

Fehler Sie begangen haben, spielen Sie die

Mission noch einmal durch. Dazu können

Sie Ihre eigenen Missionen über den Menüpunkt

Create Mission jederzeit auf der Karte

einer durchgespielten Mission erstellen.

Je länger Sie spielen, desto mehr Punkte

sammeln Sie. MDamit können Sie neue

Waffen einkaufen oder Ihre Spielstärke verbessern.

Haben Sie nicht genug Geduld,

dann erhalten Sie 1000 Credits für 76 Cent

oder gleich 5000 Punkte für 2,29 Euro. Damit

lässt sich das Waffenarsenal dann mächtig

aufrüsten. Für das normale Gameplay benötigen

Sie den Weg zum Shop aber nicht. Die

Entwickler von Arma Tactis haben zudem

versprochen, dass das Spiel schon bald neue

Missionen erhalten und in mehrere Sprachen

übersetzt wird. Die 3,79 Euro für die aktuelle

englische Version sind also gut investiert.

Macht Ihnen Arma Tactis Spaß, empfehlen

wir in jedem Fall, in einen Controller zu investieren.

So sehen Sie viel besser, wohin

Ihre Soldaten sich bewegen. Für unsere Tests

nutzten wir das Transformer-Prime-Tablet

TF201 [LINK 3] von Asus mit dem Logitech

Wireless Gamepad F710 [LINK 4].

Fazit

Arma Tactis macht auch auf dem Handy

Spaß. Für die beste Unterhaltung sorgen

aber die Installation auf einem Tablet und

das Zocken via Controller. Wenn alles klappt,

dann gibt es beim Erscheinen dieser Ausgabe

von Android User bereits eine deutsche

Version, und später soll das Spiel auch für

Geräte ohne Tegra-Prozessor erhältlich sein.

Mit Arma 3 wird die Entwicklerschmiede

Bohemia Interactive in diesem Jahr zudem

eine weitere Arma-Version veröffentlichen,

allerdings (zunächst) ausschließlich für

Windows. Stay tuned!

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29938

Abb. 5: Hier sind Sie dem Feind ins Messer gelaufen. Ob Sie aus diesem

Hinterhalt wohl noch lebend herauskommen?

Abb. 6: Mit dem Controller sehen Sie besser, wohin Sie sich bewegen, weil

der Finger das Spielfeld nicht verdeckt.

Android-user.de August 2013 83


Einsteiger

Google Hangouts

Aus Chats mit Google Talk werden Hangouts

Hangouts

Google

Whatsapp und Co. machen sich auf, die gute alte SMS in Rente zu

schicken. Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, baut daher auch Google

das Chatsystem von Android um. Aus Google Talk werden Hangouts. Wir

helfen Ihnen, sich zurecht zu finden! Christoph Langner

Googles geschlossener Garten

MSN, ICQ und AIM. IRC, SMS und

XMPP… Nein, wir zitieren hier

nicht den Liedtext des Hits

"MfG" der Fantastischen Vier.

Dies alles sind Chatprotokolle oder Techniken,

die dazu dienen, kurze Nachrichten von

einem User zum nächsten zu transportieren.

Android brachte dafür bis vor Kurzem

Google Talk, den Google+ Messenger und

natürlich den Klassiker SMS mit. Nun führen

die Hangouts Text- und Videochats unter

einem neu gestalteten Dach zusammen.

Von Google Talk zu Hangouts

Ursprünglich war Google Talk einfach nur

dazu gedacht, miteinander via Text zu kommunizieren.

Es gab Apps für den Desktop-

PC, der Chat wurde in Gmail integriert, und

eine Android-App durfte natürlich auch von

Anbeginn nicht fehlen. Später rüstete Google

sein Talk weiter auf, sodass Sie wie auch bei

Skype Audio- und Videogespräche über das

Internet führen konnten.

Mit dem Google+ Messenger beginnt nun

aber die Geschichte von Googles Messenger-

Google Talk und auch die neuen Hangouts basieren auf dem „Extensible Messaging

and Presence Protocol“, kurz XMPP oder auch Jabber genannt. Der Vorteil dieses

standardisierten Protokolls besteht darin, dass die Grenzen wie bei einer E-Mail offen

waren. Google-Talk-User konnten mit Usern chatten, die bei anderen Jabber-Anbietern

wie jabber.ccc.de oder auch bei GMX oder Web.de ihren Account hatten.

Mit dem Wechsel zu Hangouts macht Google nun aber die Tore zu anderen Anbietern

dicht. Der Hangouts-Account lässt sich zwar noch mit anderen Clients (wie Pidgin

oder Miranda) nutzen, doch die – einst von Google selber entwickelte – Server-zu-

Server-Verbindung ist nun tot. Wer früher einmal Kontakte zu anderen Jabber-Usern

via Talk gepflegt hat, sieht diese von nun an nicht mehr.

Chaos. Außer über Talk können Sie auch

über Google+ mit Ihren Freunden chatten.

Auch dort gibt es selbstverständlich Audio-/

Videochats – sogar mit bis zu zehn Teilnehmern,

in Google Talk waren nur Zweiergespräche

möglich.

Mit Hangouts (ohne Google+) [LINK 1]

räumt Google nun auf. Die neue App ersetzt

Google Talk auf Ihrem Androiden. Lassen

Sie sich beim Update daher nicht verwirren,

das Ersetzen der alten App ist von Google gewollt.

In Hangouts chatten Sie wie gewohnt

mit anderen Google-Kontakten, können natürlich

aber auch Videochats führen.

Die neuen Hangouts

Was bei Hangouts auf den ersten Blick auffällt,

ist das Fehlen einer klassischen Kontaktliste,

wie man sie von Google Talk und

auch anderen Messengern gewohnt ist. Die

von links herausziehbare Seitenleiste sieht

auf den ersten Blick wie die gesuchte Liste

aus, hier finden Sie jedoch nur die von Ihnen

in der letzten Zeit geführten Chats. Per

Wischgeste lassen sich dort die einzelnen gespeicherten

Chats in das Archiv schieben.

Diese Funktion kennt man von Gmail.

Statusanzeigen wie „Beschäftigt“, „Nicht

anwesend“ oder „Nicht stören“ gibt es nicht

mehr, laut der Hangouts-FAQ [LINK 2] kommen

diese Funktionen jedoch wieder. Ob ein User

gerade direkt erreichbar ist, erkennen Sie an

seinem Benutzerbild. Ist es farbig, ist er gerade

mit einem seiner Geräte online. Ein ausgegrautes

Bildchen sagt Ihnen, dass Ihr Kontakt

momentan wirklich nicht erreichbar ist.

In der Gmail-Weboberfläche symbolisiert ein

kleiner grüner Balken unter dem Bild des

84

August 2013

Android-User.de


Einsteiger

Google Hangouts

Abb. 1: Beim Chatten drücken Sie

mit unzähligen Smileys Ihre aktuelle

Stimmung aus.

Abb. 2: In der von links aufziehbaren

Seitenleiste finden Sie Ihre

letzten Chats.

Abb. 3: Markieren Sie mehrere

Kontakte, zu denen Sie einen Multiuser-Chat

starten möchten.

Abb. 4: Tippen Sie während eines

Videotelefonats kurz auf das Bild,

um die Menüs einzublenden.

Kontakts den Status. Erscheint der Balken, ist

der User auf seinem Computer in Gmail eingeloggt

– der Status auf dem Handy wird

dabei nicht berücksichtigt.

In der Liste Neuer Hangout sehen Sie stattdessen

eine Mischung aus Ihren Android-

Kontakten und -Kreisen/​Kontakten auf

Google+. Chats können Sie gezielt mit einzelnen

Usern, durch Mehrfachauswahl mit

mehreren Freunden oder über Google+-

Gruppen gleich mit zig Teilnehmern starten.

Ob Sie erst einen Textchat starten und später

das Videobild hinzuschalten oder umgekehrt,

ist egal. Sie können zwischen beiden

Modi nahtlos hin- und herschalten.

Im Gegensatz zu Talk bietet Ihnen Hangouts

auch an, über den Chat Dateien zu

versenden. Aktuell unterstützt Hangouts nur

Bilder, doch später sollen mehr Dateiformate

folgen. Klicken Sie dazu auf das Kamerasymbol

neben dem Eingabefeld für Text. Dort

haben Sie dann die Wahl, ein neues Bild zu

erstellen, eines aus Ihren Google+-Fotos zu

versenden oder eines aus Ihrer Android-

Galerie auszuwählen.

Sollten Sie von einem Hangouts-Partner

genervt sein, müssen Sie sich nicht ganz von

Hangouts abmelden. Im Menü finden Sie

den Eintrag Personen & Optionen. Hier können

Sie weitere Personen zum aktuellen

Hangout hinzufügen, eine Person explizit

blockieren oder die Benachrichtigungen des

Hangouts auf stumm schalten.

Perfekt verzahnt

Was bei den Hangouts nun einwandfrei

funktioniert, ist die Organisation Ihrer Chats

über mehrere Geräte hinweg. Starten Sie eine

Unterhaltung etwa auf dem Handy, könnenf

Sie zwischendurch ohne Probleme zum Web-

Frontend von Gmail wechseln. Soll es dann

bequem auf der Couch weitergehen, schnappen

Sie sich einfach Ihr Android-Tablet.

In einem anderen Fall nutzen Sie jeweils

Ihr Handy, um miteinander ein Hangouts-

Videotelefonat zu führen und schicken sich

gleichzeitig Texte (zum Beispiel Links zu interessanten

Webseiten) per Tablet oder

Gmail-Web-Frontend zu. Der Gesprächsverlauf

wird auf allen Geräten fortwährend synchron

gehalten.

Handynummer bestätigen

Beim ersten Einsatz von Hangouts bittet Sie

die Hangouts-App, Ihre Handynummer zu

bestätigen. Dazu schickt Ihnen Google eine

Abb. 5: Auf einem Android-Tablet wie dem Nexus 7 können Sie einen eingehenden Videochat

wirklich nicht übersehen.

Android-user.de August 2013 85


Einsteiger

Google Hangouts

Abb. 6: Über die Kamerataste

neben der Textbox versenden Sie

Bilder an Ihren Gesprächspartner.

Abb. 7: Über die Optionen fügen Sie weitere User zu einem bestehenden

Hangout hinzu oder stellen ihn auf stumm. Sollten sich einzelne Hangouts-

User nicht betragen können, so blockieren Sie diese Personen gezielt.

Abb. 8: Hangouts möchte, dass Sie

Ihre Handynummer durch den

Empfang einer SMS bestätigen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29751

Abb. 9: Auch in Gmail ersetzt Hangouts das bisher genutzte Google Talk.

SMS mit einem Schlüssel aufs Handy. Dieser

wird nach dem Empfang der Nachricht automatisch

ausgelesen. Dieser Schritt lässt sich

jedoch mit Überspringen aktuell noch übergehen.

Die Nummer nutzt Google, um Sie

mit Kontakten zu verbinden, die Sie bisher

nur im Telefonbuch stehen haben [LINK 3].

Das Ziel Googles wird sein, langfristig der

Messaging-App Whatsapp [LINK 4] Konkurrenz

zu machen. Der Dienst konnte in relativ kurzer

Zeit Abermillionen User gewinnen. Unter

anderem eben dadurch, dass zur Benutzerverwaltung

kein Account registriert werden

muss, die User authentifizieren sich über ihre

eigene Handynummer. Dadurch müssen

auch keine extra Chatadressen ausgetauscht

werden, die App findet potenzielle Chatpartner

im Telefonbuch des Handys. Wenn zwei

User sich gegenseitig im Telefonbuch stehen

haben, können Sie über Whatsapp miteinander

chatten. Die Lösung ist simpel, aber äußerst

effektiv.

Hangouts für iOS und den PC

Richtig stark werden Messenger aber erst

dann, wenn Sie auf vielen Systemen funktionieren.

Egal, ob Sie gerade Ihren Androiden

in der Hand halten oder an Ihrem PC sitzen,

chatten muss überall möglich sein. Google

lässt es sich daher nicht nehmen, neben der

Android-Version auch eine iOS-Variante von

Hangouts [LINK 5] im App-Store anzubieten.

So halten Sie Kontakt, auch wenn Bekannte

und Freunde eher unter iOS auf dem iPhone

oder iPad zuhause sind.

Auf dem PC hat Google Hangouts direkt

in die Web-Oberfläche von Gmail integriert –

allerdings werden die Hangouts aktuell nur

auf Ihren ausdrücklichen Wunsch aktiviert.

Wie gewohnt, finden Sie Ihre Kontakte in der

Seitenleiste, das weitere Erscheinungsbild ist

praktisch mit der Handy-App identisch. Um

Audio- und Videochats vom PC aus führen

zu können, müssen Sie jedoch das Hangouts-

Browser-Plugin [LINK 6] auf Ihrem Computer

installiert haben.

Wer auch gerne am PC Hangouts nutzen

möchte, ohne in Gmail eingeloggt zu sein,

kann für den Chrome-Browser die offizielle

Hangouts-Erweiterung [LINK 7] einspielen. Sie

integriert den neuen Google-Chat direkt in

die Traybar Ihres Systems – sobald Chrome

gestartet wurde. Dort finden Sie auch Ihre

Kontaktliste, zum Chatten öffnet sich dann

ein weiteres kleines Fenster.

● ● ●

86

August 2013

Android-User.de


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Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik und kostenlose Downloads vor. Auf android-user.de

feiern wir jeden Freitag ein Album der Woche inkl. toller Verlosungen und weitere Spotify-Playlisten. Watch Out!

Christian Ullrich

Editors:

The Weight of your Love

Hymnisch und düster kehren die Editors zurück zu Gitarren

und Streichern. Gebückt durch die ganze Last einer Liebe,

versuchen die Lieder, Halt zu finden, sich aufzurichten – in

Schatten und unter Tränen gegen den unendlichen Schmerz

der Liebe. „The Weight of your Love“ ist kein Spaziergang;

es ist ein intensiver Weg, der – in Moll gekleidet und von

kraftvollem Bariton intoniert – die Hoffnung auf Heilung

weder verspricht noch hält. Die Stimme ist es auch, die den

direkten Weg ins Herz des Hörers findet. Genau dorthin, wo

der Liebe Anfang und Ende ist. Nach dem kalten, maschinenartigen

Vorgänger liefern die Editors nun ein sentimentales

Gefühlswerk. [Stream-LINK 1]

Genre: Indie / Melancholie

Für Fans von: Interpol / The National

Label: Play It Again Sam

Matt Spalding

Mac Miller:

Watching Movies with the Sound off

Universal Music

Vor ein paar Jahren war der Hip-Hop in der kreativen Krise.

Dann kamen Tyler, the Creator, Kendrick Lamar und Mac Miller:

drei Hoffnungsträger für ein ganzes Genre. Von Rettung sprechen

wir zwar nicht, aber von neuen Impulsen. Alle drei Musiker

sind mittlerweile Superstars, zumindest in den USA. Mac Miller

festigt diesen Status mit seinem zweiten Album, das sich gekonnt

vom Radioallerlei abgrenzt – wie nicht nur die Single

„S.D.S.“ [Video-LINK 2] beweist, die der Querdenker Flying Lotus

produziert hat. Dennoch wirkt seine Musik so vertraut wie ein

Freund, der zurück in der Spur ist. Songs, die auf entspannten

Beats aufbauen, tragen den Wortfluss Mac Millers. Hier

ist der Hit nicht ein Refrain, gesungen von einer RnB-Prinzessin,

sondern das Album als ganzes.

Dieser Musik zu lauschen ist

nichts weniger als ein Genuss.

Genre: Hip-Hop

Für Fans von: Eminem / Wiz Khalifa

Label: Rostrum Records

88

Android-User.de


Musik

Siriusmo: Enthusiast

Dorothy und der Tornado: Herzlich willkommen

in der zauberhaften Welt des Keyboard-Wizards

Siriusmo (OZ). „Enthusiast“ lädt den Hörer dazu

ein, sich umzusehen in einer Elektrosound-Wunderwelt.

Der Blechmann fasst sich ein Herz und

tanzt kantig zu elektronischen Hip-Hop-Beats. Eine

Vogel scheuche bündelt mit schärfstem Verstand

tausend Ideen zu einem Album, das wie ein Löwe so

mutig ist. Die 13 Tracks sind in sich unterteilte Kleinode,

die in Brüchen Beats liefern, die jede Minute einzigartig

machen. Siriusmos Sammelsurium an Rhythmusstilen ist

in dieser Form einzigartig. Das ist verrückt, klar, aber in

seiner Verspieltheit einfach wunderbar. „Enthusiast“ lebt

aber auch von seinen Melodien, die im Laufe der Tracks

mit Filtern verfremdet werden, ohne dabei ihr freundliches

Wesen zu verlieren. Fehlen eigentlich nur noch die

silbernen Zauberschuhe. Aber ehrlich, wer will schon zurück

in die Realität, wenn er in dieser Welt tanzend ein

Leben voll elektronischer Freude führen kann. Das Doppelvideo

zu „Itchy/​Cornerboy“ unter [Video-LINK 3]

HiGHLight

Friendly

Genre: Electro / Keyboard / Wizard

Für Fans von: Modeselektor / Boys Noize

Label: Monkeytown Records

J. Cole:

Born Sinner

„Born Sinner“ führt

den Hörer zum Ursprung

des Hip-Hop

zurück. Klare Beats

und Strukturen: Da

ist die Strophe und

dort der Refrain. Die

Bass drum kickt, und

die Snare knallt. Wo

andere ein Kaninchen aus dem Hut zaubern,

verzaubert J. Cole mit Tracks ohne

doppelten Boden. Er beherrscht das wie

kaum ein anderer aktueller Künstler. Das

hat auch Jay-Z erkannt und ihn als ersten

Künstler auf seinem Label Roc Nation gesignt.

J. Cole bedankte sich nicht zufällig mit

Platz 1 in den US-Album-Charts. „Born

Sinner“ sollte den talentierten Rapper in

ähnliche Gefilde vordringen lassen und

ihm auch in Deutschland mehr Aufmerksamkeit

bescheren. [Video-LINK 4]

Genre: Hip-Hop

Für Fans von: Jay-Z / Tupac Shakur

Label: Roc Nation / Sony

Sigur Rós: Kveikur

Der isländische Traum von Schönheit? Ausgeträumt! „Kveikur“ lässt die

Feen hinter sich und öffnet sich der kargen Realität. Krisen und Kriege

sind die Gegenwart. So sieht es aus, und so klingt der Neuanfang für das

Trio Sigur Rós. Streicher und Bläser treten zwar in Erscheinung, nicht

aber als Heilsbringer, sondern um der Bedrohung der Bässe Nachdruck

zu verleihen. Dazwischen krachen Schlagzeug

und Percussions wie Vulkanausbrüche, die

der Gesang zu einem wuchtigen Orchester

eint. „Kveikur“ ist ein düsteres Massiv voll

überragender Musik![Video-LINK 5]

Genre: Alternativ

Für Fans von: Jónsi / These New Puritans

Label: XL Recordings

XL Recordings / Beggar Group

Android-user.de August 2013

89


Eliot Lee Hazel

Suol PR

Chasing Kurt: From the Inside

Da ist die Hardware, und dort ist die Stimme. Die kühle Perfektion

des House wird umschmeichelt von gefühlvollem

Gesang, der dem Soul alle Ehre macht. „From the Inside“

bringt beides zusammen, verzahnt sich im Laufe des Albums,

bis eine Einheit entsteht, die größer wird als die beiden

Genres für sich sein könnten. Eine Synthese, die aus der

Tiefe des House kommt, über den Dancefloor jagt, in Ohren

dringt und punktgenau im Herzen landet. Dort angekommen,

berührt „From the Inside“ zutiefst und pumpt zur gleichen

Zeit den Tanz durch die

Adern. Chasing Kurt produzieren

Musik zum Träumen unter Kopfhörern

und für den hypnotischen

Groove im Club. [Video-LINK 7]

Genre: House / Soul

Für Fans von: Swayzak / Adam Stacks

Label: Suol

Universal music

Disclosure: Settle

Dance verschwand lange in einer Nische, bis 2012

u.a. SBTRKT die Szene einem breiteren Publikum

näher brachten. Disclosure legen mit „Settle“ noch

einen drauf. Auch hier ist UK Garage das Fundament,

auf dem die Brüder ein Album unter die Wolken

zimmern, das mit einem Hauch RnB den Tanz

befeuert wie einst Jimi Hendrix seine Gitarren. Das bereits bekannte „White

Noise“ [Video-LINK 6] ist nur einer von vielen Hits, die mit house-lastigen 4-tothe-Floor-Beats

und souligem Gesang durch Mark und Bein tanzen.

Genre: UK Garage / Elektro

Für Fans von: SBTRKT / Totally Enormous Extinct Dinosaurs

Label: Universal

ALLE

Links>

www.android- user.de/qr/29680

White Lies

Nach dem Hit-Album „Rituals“ ist

vor dem Hit-Album! Das verspricht

zumindest der erste Track, der

unter [Download-LINK 8]kostenlos zu erhalten

ist. Mehr zum neuen Album

„Big TV“ in der nächsten Ausgabe.

Genre: Post Punk

Download

TIPPs

Mirage

Perfekt in den aktuellen

Daft-Punk-Hype

passen Mirage mit

Ihrem Song „Let’s

Kiss“. Dieser ist zwar

elektronischer, bringt aber einen sehr ähnlichen

Charme samt funky Gitarren und Vocoder-Gesang.

Einfach unter [Download-LINK 9] testen. Kostet ja nichts.

Genre: Elektro

90

August 2013

Android-User.de


Musik

hu jingran, 123RF

01 Angel Blue

Green Day

02 Under A Clear Blue Sky

Beatsteaks

03 So Black & Blue

Waldeck

04 Blue Jeans

Lana Del Rey

05 Blue Hotel

Chris Isaak

06 Blue Magic

Jay-Z

07 Blue Side Park

Mac Miller

08 Blue Ice

Shout out Louds

09 Blue Agent

Deerhunter

10 Blue Overtones

Patrice

11 Blue Spotted Tail

Fleet Foxes

12 Blue Orchid

Mos Def

PlayList

bringt Herzen zum

Schmelzen

Nicht verpassen:

Muffensausen Live DVD

aufstrebender

East-Coast-Rapper

der Indie-Hit aus dem Album Monomania

eine zart besungene

SChonheit

Diesen Monat liegt der Fokus der

Ausgabe auf CyanogenMod. Im

Playstore findet sich dazu ein besonders

ansprechendes Theme namens

„Blue“. Dieses steht nun Pate für

unsere aktuelle Playlist. Wie gewohnt,

findet sich das Wort in jedem Liednamen.

Viel Spaß beim Hören!

Google Play Store

Album-Empfehlungen

1. Kanye West

Der Hip-Hop Vordenker!

2. Empire of the Sun

Sonne, Synthie & Pop

3. Capital Cities

Kein One-Hit-Wonder

4. LaBrassBanda

bayrischer Tuba-Techno

5. Black Sabbath

70ies Heavy Metal at its best

Android-user.de August 2013 91


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

tele52, 123RF

cool sind. Christoph Langner

Fußball und mehr

auf Google Now

Auch wenn der Ball

noch ruht, nutzen

Sie doch die Pause,

um Ihren Androiden fit für

die neue Saison zu machen.

Schließlich wird schon am

9. August das erste Spiel der

51. Bundesliga-Saison angepfiffen.

Eine besondere Hilfe

kann Ihnen dabei Google

Now (ab Android 4.1) sein.

Der Dienst informiert Sie inzwischen

über anstehende

Spiele und Ergebnisse.

Damit Google Now weiß,

welche Mannschaften für Sie

von Interesse sind, müssen

Sie jedoch ein paar Vorgaben

machen. Diese erstellen Sie

in den Einstellungen von

Google Now. Sie erreichen sie über den

Menü-Button mit den drei vertikalen Punkten

am unteren Ende der App. Dort geben

Sie unter Meine Inhalte und Sport Ihre Lieblingsteams

an.

Abb. 2: Die Kontakt-Bilder in der neuen Gmail-

App lassen sich auch wieder deaktivieren.

Abb. 1: Google Now informiert Sie

über anstehende Fußballspiele

und Ergebnisse.

Keine Gmail-Bilder

Gmail zeigt seit dem letzten Update

neben dem Namen des Absenders

auch ein Bild des Absenders

an. Das Bild bezieht Gmail bei Kontakten

in Ihren Kreisen aus

Google+. Wer Googles soziales

Netzwerk gar nicht

nutzt, sieht jedoch nur farbig

unterlegte „K“, „S“

oder „T“, entsprechend

dem Anfangsbuchstaben

des Absenders. Das sorgt

zwar für Übersicht, macht

Gmail aber zu einer bunten

Kachellandschaft.

Sollten Ihnen die Bilderbeziehungsweise

Buchstabenkacheln

nicht gefallen,

so lässt sich die neue Funktion

deaktivieren. Die entsprechende

Option Bild des

Absenders finden Sie in

den Gmail-Einstellungen

unter Einstellungen | Allgemeine

Einstellungen.

Phonetische Namen

Androids Spracheingabe ist ein oft

zu Unrecht brach liegendes Feature.

Sie können per „Wecke mich morgen

um 9 Uhr“ den Wecker stellen oder via

„Rufe Max Mustermann an“ einen Anruf zu

einem Ihrer Kontakte starten. Die Spracherkennung

funktioniert sehr gut, solange Sie

deutlich sprechen und keine Wörter benutzen,

die Google nicht kennt. Bei Anweisungen

wie dem Stellen des Weckers kein Problem,

sollten Sie aber den ersten Bundesliga-

Trainer der Bayern, Zlatko Cajkovski, in

Ihrem Telefonbuch haben, wird die Spracherkennung

am Namen scheitern.

92

August 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 3: Die in Android integrierte

Spracherkennung kann Ihnen viel

Tipperei ersparen.

Abb. 4: Damit außergewöhnliche

Namen erkannt werden, fügen Sie

einen phonetischen Namen ein.

Abb. 5: Tastaturkürzel im persönlichen Wörterbuch ersparen Ihnen viel

Tipparbeit bei der Eingabe von langen Wörtern oder Floskeln wie „Mit

freundlichen Grüßen“.

Damit Android in diesem Fall nicht nach

einem „Claus Towntown“ sucht, können Sie

einen Phonetischen Namen hinzufügen. Sie

finden die Option beim Bearbeiten eines

Kontakts in Googles Kontakte-App unter Weiteres

Feld hinzufügen. Scrollen Sie jetzt wieder

nach oben, sehen Sie ein neues Namensfeld.

Dort tragen Sie den Namen in einer

Schreibweise ein, mit der die Spracherkennung

besser arbeiten kann.

Wörter abkürzen

Nur wenige Android-User werden

regelmäßig Begriffe wie „Desoxyribonukleinsäure“

tippen. Doch jeder

wird mit Sicherheit ein paar lange Wörter

oder Begriffe finden – zum Beispiel eine Floskel

wie „Mit freundlichen Grüßen“ –, deren

Eintippen man sich gerne ersparen möchte.

Zum Glück bietet Android einen Weg, die

Tipperei in Grenzen zu halten.

Unter Einstellungen | Sprache & Eingabe

finden Sie den Eintrag Mein Wörterbuch. Hier

legen Sie über das „Plus“ am rechten oberen

Rand ein neues Wort in Ihrem persönlichen

Wörterbuch an. Das „Tastaturkürzel“ entspricht

dabei dem Kürzel, nach dessen Eingabe

automatisch das ausgeschriebene Wort

in den Korrekturvorschlägen erscheint.

Giganticon

Die meisten User können gar nicht

genug Platz für Apps und Widgets

auf Ihrem Homescreen haben. Ab

und an sollen App-Icons jedoch ein bisschen

mehr Aufmerksamkeit erregen oder vielleicht

auch noch besser anklickbar sein.

Mit Giganticon [LINK 1] ist das machbar: Das

Widget – suchen Sie die App nicht in der Anwendungsschublade

– legt für jede beliebige

App ein frei skalierbares Icon auf dem Homescreen

an. Besonders praktisch ist dies besonders

bei einem Android auf dem HDMI-

Stick für das TV-Gerät, das Sie mit einer Freihand-Maus

(Air-Mouse) bedienen. In der

kostenlosen Variante müssen Sie sich mit

zwei Monster-Icons begnügen. Per In-App-

Kauf steigen Sie für 50 Cent auf die unbegrenzte

Pro-Version um.

Android-Keyboard mit

Extrataste für das Komma

Wer viel auf seinem Androiden

tippt, kommt ohne Punkt und

Komma auf eigenen Tasten nicht

aus. Von daher ist es für viele Android-User

ärgerlich, dass das original Android-Keyboard

das Komma erst bei einem langen

Klick auf die Punkt-Taste als Alternative anbietet.

Abhilfe schaffen hier virtuelle Keyboards

aus dem Play Store wie zum Beispiel

SwiftKey oder Swype, doch auch das Android-Keyboard

kann das Komma wieder auf

eine eigene Taste rücken.

Öffnen Sie hierfür unter Einstellungen |

Sprache & Eingabe die Option der Android-

Tastatur (über das Regler-Symbol). Dort

haben Sie im Menüpunkt Taste für Spracheingabe

die Wahl zwischen Auf Haupttastatur

und Auf Symboltastatur. Ist die zuletzt genannte

Option aktiv, erscheint links neben

der Leertaste wieder das Komma, die Spracheingabe

öffnen Sie über einen zusätzlichen

Abb. 6: Giganticon platziert Ihre

wichtigsten Apps mit Monster-Icons

auf dem Homescreen.

Alle

Links>

Klick auf die [123]-Taste. ● ● ● www.android- user.de/qr/29858

Android-user.de August 2013 93


Tipps & Tricks

Klingeltöne einrichten

So richten Profis Klingeltöne unter Android ein

Ring Ring

Es gibt Dinge, die scheinen

unheimlich kompliziert,

wenn man nicht

genau weiß, wie sie

funktionieren. So verhält

es sich auch mit individuellen

Klingeltönen

unter Android.

Marcel Hilzinger

Alexey Burmakin, 123RF

Einem bestimmten Kontakt einen

festen Klingelton zuzuordnen,

gehört eigentlich zu den Standardfunktionen

jedes Handys. Auch

Android kann dies, allerdings sind die Vorgehensweisen

je nach Android-Version und

Hersteller verschieden. Wie so oft gibt es

aber stets einen kleinsten gemeinsamen Nenner.

Unser Artikel zeigt Ihnen, worin dieser

besteht und stellt Apps vor, die das Klingelton-Problem

elegant lösen.

Jedem sein Tönchen

Öffnen Sie die Adressbuch-App (Kontakte),

und tippen Sie den gewünschten Kontakt an.

Je nach Android-Version sehen Sie jetzt oben

rechts das Kontextmenü mit den drei Punkten,

oder Sie müssen die Menütaste drücken,

um es zu öffnen. Benutzen Sie bereits

Android 4.1, dann findet sich der

Eintrag Klingeltonauswahl direkt

im Kontextmenü. Läuft Ihr

Handy noch mit Android 4.0

oder 2.3, dann rufen Sie aus

dem Kontextmenü den

Punkt Optionen auf (nicht

Bearbeiten!). Dort finden Sie den Eintrag

Klingelton mit der entsprechenden Liste zur

Auswahl. Einen Mischweg geht zum Beispiel

HTC mit Sense 4+. Hier finden Sie zwar in

den Details zu einem Kontakt oben rechts das

Kontextmenü, aber auch in der Übersicht des

Kontakts den Eintrag Optionen | Klingelton. Es

genügt dann, diesen anzutippen. Die Abbildungen

1 bis 3 zeigen das unterschiedliche

Setup bei verschiedenen Geräten.

Eigene Klingeltöne

Die oben geschilderte Auswahl funktioniert

nur dann, wenn Sie einen vom Hersteller

vorinstallierten Klingelton benutzen. Möchten

Sie hingegen einen individuellen Song

einstellen oder sogar einen eigenen Sound

aufnehmen, dann müssen Sie etwas tiefer in

der Android-Trickkiste wühlen.

Android kennt drei akustische Benachrichtigungen:

Klingeltöne (ringtones), Wecktöne

(alarms) und allgemeine Benachrichtigungen

(notifications). Die englischen Begriffe in den

Klammern stehen für das entsprechende Verzeichnis,

das sich – je nach Hersteller – unter

/system/media/audio/ befindet. In diesem

Verzeichnis haben Sie keine Schreibrechte, es

sein denn, Ihr Handy ist gerootet. Dann legen

Sie die gewünschten Sounddateien einfach

im MP3- oder Ogg-Vorbis-Format in diesem

Verzeichnis ab. In allen anderen Fällen müssen

Sie Ihre Klingeltöne im entsprechenden

Verzeichnis der MicroSD-Karte speichern, also

unter /storage/emulated/0/Ringtones bzw.

Alarms, Ringtones oder Notifications im

Hauptverzeichnis Ihrer SD-Karte. Sollte das

entsprechende Verzeichnis noch nicht existieren,

dann legen Sie es einfach neu an. Spätestens

nach einem Neustart bietet Android

die im MP3-Format, als WAV- oder als Ogg-

Vorbis-Datei vorliegenden Dateien in diesen

drei Verzeichnissen zur Auswahl an. Hier

bedient sich nicht nur das Android-System,

sondern auch Apps greifen auf diese Verzeichnisse

zu.

Clevere Helfer

Die Klingeltöne von Hand bzw. über einen

Dateimanager an den richtigen Ort zu kopieren,

funktioniert immer, ist aber nicht beson­

94

August 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Klingeltöne einrichten

Abb. 1: Unter Android 2.3 finden

Sie die Klingeltöne unter den Optionen

im Kontextmenü.

Abb. 2: Seit Android 4.1 befindet

sich die Klingeltonauswahl direkt

im Kontextmenü.

Abb. 3: HTC geht einen eigenen

Weg, hier finden Sie die Auswahl

direkt in der Kontaktansicht.

Abb. 4: HTC-Nutzer können beim

Auswahldialog für die Klingeltöne

einfach neue hinzufügen.

ders elegant. Manch ein Androide will gar

neu gestartet werden, damit die neuen Klingeltöne

aufgelistetet werden. Besonders

leicht hat es HTC seinen Nutzern gemacht:

Sie finden im Auswahldialog zu den Klingeltönen

oben rechts ein Pluszeichen, mit dem

sich eine neue Audiodatei hinzufügen lässt.

Doch wie so oft bietet Android auch hier

Abhilfe in Form einer App an. Wenn Sie oft

mit verschiedenen Sounds herumspielen,

dann installieren Sie die App SDrescan[LINK 1].

Sie überprüft das System auf neue Mediadaten

und aktualisiert die entsprechenden

Datenbanken. Einfach nach der Installation

eines Klingeltons die App starten und warten,

bis der Scan zu Ende ist. Spätestens

Abb. 5: SDrescan frischt das Android-Gedächtnis

in puncto Klingeltöne

auf.

Abb. 6: Ist der ES Datei Explorer installiert,

können Sie gleich bei der

Auswahl neue Töne installieren.

dann muss der neue Klingelton im entsprechenden

Auswahldialog erscheinen.

Es gibt jedoch eine noch elegantere Möglichkeit:

Installieren Sie einen Dateimanager

wie ES Datei Explorer [LINK 2], der über einen

Ringtone-Picker verfügt. Damit ist der Teil

der App gemeint, der den Auswahldialog für

die Klingeltöne anzeigt. Anstatt diese Aufgabe

Android zu überlassen, schaltet sich der

ES Datei Explorer dazwischen. So können Sie

– wie eigentlich erwartet – Ihren Klingelton

aus einem beliebigen Verzeichnis auswählen.

Die App kopiert die Datei dann ins passende

Verzeichnis, sodass Android sie findet.

Darüber hinaus gibt es im Google Play

Store Hunderte von Apps, die Ihnen neue

Klingeltöne und Alarme

versprechen. Seien Sie

aber an dieser Stelle vorsichtig.

Bei vielen davon

handelt es sich um Apps

mit unendlich viel Werbung

oder auch zwielichtigen

Funktionen. Empfehlen

können wir Rings

Extended [LINK 3] und als

Schnittprogramm für MP3-

Dateien Ringdroid [LINK 4]

vom selben Entwickler.

Fazit

Mit dem passenden Wissen

und der richtigen App

gibt es unter Android keine

Probleme, Ihre Lieblingssounds

als Klingeltöne einzurichten.


● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29669

Android-user.de August 2013 95


HTC

Tipps & Tricks

HTC-Tipps

Die besten Tipps zu HTC Sense

Sense-

Tipps

Google hat HTC Sense

bestimmt ebensoviel für

den Durchbruch von

Android zu verdanken

wie Samsung. Denn für

viele Nutzer ist Sense

zum Inbegriff einer

benutzbaren Android-

Oberfläche geworden.

Unsere Tipps zeigen,

warum HTC Sense so

beliebt ist. Marcel Hilzinger

HTC Sense bringt gegenüber

dem Standard-

Android-System und

anderen Lösungen

einige Vorteile mit, die auf den

ersten Blick vielleicht nicht zu

erkennen sind. Einige der hier

vorgestellten Tipps haben sich in

der Praxis aber so gut bewährt,

dass sie auch von anderen Herstellern

übernommen wurden.

Satz automatisch

beenden

Sie tippen beim Schreiben in

Gmail oder der SMS-App die Punkte

von Hand ein? Das ist nicht nötig. Drücken

Sie einfach zweimal die Leertaste. Die HTC-

Tastatur (und inzwischen auch viele weitere

Tastaturen) beendet dann den Satz automatisch

mit einem Punkt, fügt ein Leerzeichen

ein und stellt die Tastatur auf Großbuchstaben

für den nächsten Satz um.

Verlauf im Browser

öffnen

Sie suchen gerade nach

einer Pizzeria im Internet,

und da fällt Ihnen ein, dass

Sie die Seite der Pizzeria ja

bereits einmal geöffnet hatten?

Kein Problem mit

einem HTC-Smartphone.

Anstatt mühsam zur History

zu wechseln, halten Sie einfach

die Zurücktaste auf

dem HTC-Handy gedrückt.

So öffnet sich automatisch

der Verlauf, und Sie finden

die gesuchte Seite im Handumdrehen.

Diese Funktion

arbeitet nur unter dem Standard-Browser

von HTC (Internet-App),

aber nicht

unter Chrome.

Abb. 1: Den Browserverlauf öffnen

Sie unter HTC Sense ganz einfach

über die Zurücktaste.

Apps vom Sperrbildschirm

aus starten

In der Grundeinstellung finden Sie auf dem

HTC-Lockscreen vier Icons für die Kamera,

Telefon, Mail und Nachrichten. Möchten Sie

kurz jemanden anrufen, dann müssen Sie

dazu das Gerät nicht zuerst entsperren. Ziehen

Sie in diesem Fall einfach das Telefon-

Icon in den Entsperrring, anstatt den Ring

nach oben zu ziehen. Das Gerät wechselt

nach dem Anruf nicht zurück zum Sperrbildschirm,

sondrn in den normalen Modus.

Welche vier Apps sich auf dem Sperrbildschirm

befinden, legen Sie selbst fest. Ändern

Sie dazu einfach die vier Symbole auf

dem App-Starter im Homescreen.

Sperrbildschirm anpassen

Sie möchten auf dem Sperrbildschirm Ihre

E-Mails oder den Musikplayer angezeigt bekommen?

Kein Problem, auch dazu bietet

HTC Sense die passende Funktion an. Öffnen

Sie die Einstellungen, und wechseln Sie zum

Menüpukt Personalisieren |

Sperrfenster-Stil. Um lediglich

die E-Mails zu sehen,

wählen Sie als Sperrbildschirm

den Typ Produktivität

und klicken anschließend

auf die Einstellungen.

Hier sehen Sie nun sämtliche

Elemente, die zur Auswahl

stehen. Markieren Sie

die vier Elemente, die Sie

gerne auf dem Lockscreen

sehen möchten. Beachten

Sie dabei, dass HTC Sense

bei den E-Mails nur die

eigene E-Mail-App anzeigt,

aber keine E-Mails der

Gmail-App. Möchten Sie das

Sperrfenster komplett ausschalten,

weil Sie zum Beispiel

einen PIN-Code oder

ein Muster als Sperrbild-

96

August 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

HTC-Tipps

schirm eingerichtet haben,

dann scrollen Sie zum Ende

der Liste und wählen Keine

Displaysperre.

Wetter-Widget

anpassen

In der Grundeinstellung zeigt

Ihnen das HTC-Smartphone

ein großes Uhren-Widget mit

einer Wetteranzeige an. Die

Wettervorhersage ist hübsch

animiert und zeigt üblicherweise

das Wetter am aktuellen

Standort an. Möchten Sie

den Wetterbericht für einen

anderen Ort erhalten oder die

Animation ausschalten, dann

halten Sie den Finger auf dem

Widget gedrückt und ziehen

es in die obere linke (!) Ecke

auf den Text Bearbeiten. Im

neuen Dialog entfernen Sie nun die Checkbox

bei Vollbild-Animation anzeigen und

markieren den gewünschten Standort oder

fügen über das Plus-Icon oben rechts einen

neuen Ort hinzu. Vergessen Sie nicht, die

Änderungen über einen Klick auf Fertig zu

speichern.

Datum in der Statusleiste

Sie möchten wissen, welcher Tag heute ist,

finden diese Information aber nirgends auf

dem Homescreen? Tippen Sie einfach die

Statusleiste Ihres HTC-Smartphones an, und

schon erscheint als Zusatzinformation das

aktuelle Datum mit Wochentag. Dieses

Feature funktioniert auch auf zahlreichen

weiteren Geräten mit Android 4.0.

Menübutton aktivieren

Mit Sense 4 und der One-Reihe hat HTC den

Menübutton zugunsten des Multitask-Menüs

von Android 4 aufgegeben. Drücken Sie auf

die Taste mit den zwei Vierecken, dann

sehen Sie also nicht das Menü einer App,

sondern können zwischen den aktiven Apps

wechseln. Falls Sie diese Funktion nicht benötigen,

bzw. auch die alte Menüfunktion

wieder nutzen möchten, dann lässt sich das

durch eine einfache Einstellung wieder richten.

Öffnen Sie dazu in den Einstellungen

den Eintrag Anzeige, Fingerbewegungen &

Tasten, und tippen Sie hier auf Taste für

letzte Apps. Wir empfehlen die mittlere Einstellung.

Damit öffnet sich beim kurzen Antippen

das Kontextmenü von Apps, und erst

wenn Sie die Taste länger gedrückt halten,

erscheint die Ansicht mit den aktiven Apps.

Abb. 2: Vom Sperrbildschirm aus

starten Sie Apps, indem Sie diese

auf den Entsperrring ziehen.

Abb. 3: Das HTC-eigene Sperrfenster

zeigt je nach Einstellung sehr

viele Informationen an.

Aktive Apps beenden

Das Android-System kümmert sich normalerweise

recht gut um die aktiven Apps. In

manchen Fällen (vor allem bei Spielen), hilft

es jedoch, eine App zu beenden, um Systemressourcen

zu schonen. Dazu müssen Sie

nicht zwingend in die Einstellungen wechseln.

Es genügt, über die Menütaste die Liste

der aktiven Apps aufzurufen und anschließend

die nicht erwünschte App per Wischgeste

nach oben zu beenden.

Mehrere Bilder verschicken

Sie haben ein paar tolle Fotos geschossen

und möchten diese per E-Mail verschicken.

Gmail erlaubt aber nur die Auswahl eines

Fotos auf einmal, und Sie müssten den

Schritt für das Hinzufügen mehrmals wiederholen.

Dazu gibt es einen Workaround: Öffnen

Sie zunächst die Alben-App und anschließend

unter Eigenes Telefon das gewünschte

Album. Tippen Sie nun auf Senden,

und wählen Sie die Art des Sendevorgangs

aus (per Mail, Google+, Facebook).

Die Album-App wechselt nun in den Mehrfachauswahlmodus,

und Sie können die gewünschten

Bilder markieren.

Ansicht der Galerie ändern

Haben Sie Ihre Fotos mit aktiviertem Standort

geschossen, dann bietet das HTC Album

eine ganz einfache Möglichkeit, um sämtliche

Fotos eines bestimmten Orts anzuzeigen.

Tippen Sie dazu einfach in der Album-App

auf das Symbol mit der Landkarte. Sie sehen

nun, wo Ihre Fotos entstanden sind. Voraussetzung

dafür ist allerdings, dass Sie in den

Abb. 4: Halten Sie das Widget

gedrückt, und ziehen Sie es nach

oben, um es anzupassen.

Abb. 5: Die Menütaste zeigt je nach

Einstellung die letzten Apps oder das

Kontextmenü an.

Android-user.de August 2013 97


Tipps & Tricks

HTC-Tipps

Abb. 6: Über eine Wischgeste

nach oben beenden Sie nicht

mehr benötigte Apps.

Abb. 7: In der Alben-App müssen

Sie zuerst Senden wählen, dann

erscheint die Mehrfachauswahl.

Abb. 8: Die Bilder im HTC Album

lassen sich nach Ereignissen oder

auf einer Landkarte sortieren.

Abb. 9: Die App-Übersicht können

Sie alphabetisch oder nach Aktualität

sortieren.

Abb. 10: Durch Ordner platzieren Sie

beliebig viele Apps im HTC Dock.

Tipp

Apps, die Sie wirklich nicht

benötigen, können Sie seit

Android 4.1 in den App-Einstellungen

auch deaktivieren.

Deinstallieren ist nur

mit Root-Rechten möglich.

Einstellungen der Kamera die Option Fotos

mit Geotag versehen aktiviert haben. An der

gleichen Stelle wechseln Sie auch zwischen

der Sortierung nach Ereignissen und Alben.

Machen Sie oft Fotos, dann stellen Sie die

Sortierung besser auf Ereignisse um. Schießen

Sie nur ab und zu ein Bild, oder organisieren

Sie die Fotos am liebsten in getrennten

Ordnern, dann wählen Sie die Alben-Ansicht.

Ordnung im App Drawer

HTC Sense sortiert die installierten Apps üblicherweise

alphabetisch. Das mag anfänglich

praktisch sein, aber bei über 100 Apps

nach der Installation dann gleich das neue

Spiel zu finden, kann sich manchmal als Geduldsprobe

erweisen, weil längst nicht jede

App so heißt, wie sie sich im Play Store

nennt. Als alternative Sortierung bietet die

App-Übersicht deshalb an, die neuesten oder

ältesten Apps zuerst anzuzeigen. Dazu klicken

Sie in der App-Übersicht oben rechts

auf den Menübutton und wählen Sortierung

aus. Wenn Sie schon mal hier sind, können

Sie auch noch die vorinstallierten, aber nicht

benutzten Apps aus dem Menü entfernen.

Das erhöht die Übersichtlichkeit ebenfalls.

Dazu wählen Sie aus dem Menü den Eintrag

Apps ausblenden aus und markieren die

Apps, die Sie nicht nutzen. Wenn Sie eine

der ausgeblendeten Apps später doch wieder

in die App-Übersicht aufnehmen wollen,

dann gehen Sie genauso vor und scrollen

bis zum Ende der App-Liste durch. Hier finden

Sie die versteckten Apps, die Sie durch

Entfernen der Checkbox wieder in den App

Drawer aufnehmen können.

Fotos automatisch zu Flickr

Wer viel fotografiert, ist um eine automatische

Sicherung der Bilder meistens froh. HTC

bietet dazu einen entsprechenden Dienst von

Haus aus an. Er lädt sämtliche Bilder zu

Flickr hoch, die Sie mit der Kamera schießen.

Um die Funktion zu aktivieren, wechseln Sie

in der Kamera-App zu den Einstellungen

(Zahnradsymbol auf der linken Seite) und

scrollen hier bis nach ganz unten in der Liste

zum Eintrag Automatisch hochladen. Schieben

Sie hier den Regler oben rechts von Off

auf On, und wählen Sie anschließend den gewünschten

Dienst aus. Von Haus aus ist nur

Flickr für HTC Sense verfügbar. Der Dienst

bietet leider keine Auswahlmöglichkeit, ob

Bilder nur über WiFi oder auch via Mobilfunknetz

hochgeladen werden sollen.

Ordner im Dock

Auch wenn die Funktion trivial klingt, ist sie

doch sehr nützlich: Im Dock von HTC Sense

können Sie nicht nur vier Apps hinterlegen,

sondern beliebig viele. Dazu ziehen Sie einfach

weitere Apps aus dem App Drawer auf

das Dock. Das System legt dann automatisch

einen Ordner an. Das Ordner-Icon zeigt zwar

nur die ersten vier Apps an, die Sie in den

Ordner verschoben haben, über einen Fingertipp

auf den Folder oder per Drag&Drop

lassen sich aber noch weitere hinzufügen.

Fazit

Die HTC-Oberfläche versteckt deutlich mehr

Features, als auf den ersten Blick zu erkennen

ist. Mit Sense 5 werden noch mehr Spezialfunktionen

bei HTC Einzug halten. ● ● ●

98

August 2013

Android-User.de


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Tipps & Tricks

Cloud-Printing

Vom Android-Smartphone aus Dokumente drucken

World

Wide Print

alexmillos, 123RF

Der Drucker

Im Idealfall ist Ihr Drucker bereits von Haus

aus Cloud-fähig. Google listet unter [LINK 1]

auf, bei welchen Modellen dies der Fall ist,

und was in diesem Fall – je nach Hersteller –

zur Aktivierung der Cloud-Funktion zu unternehmen

ist. Dabei handelt es sich um wenige

Schritte wie zum Beispiel das Einstellen

des heimischen WLAN-Passworts am Drucker

und die Angabe von Mailadresse und

Passwort des eigenen Google-Accounts. Da

diese Geräte über eingebaute Wi-Fi- oder

Etherneteinheiten verfügen, können sie sich

eigenständig via Router mit dem Internet verbinden,

ohne dass ein PC überhaupt vorhanden

sein muss.

Doch auch wenn Ihr Modell nicht dementsprechend

ausgestattet ist, können Sie

Google Cloud Print nutzen. In

diesem Fall schließen Sie den

Drucker an einen PC an.

Sollten Sie einmal einen

Druckauftrag von Ihrem

Android-Handy aus senden,

während der PC ausgeschaltet

ist, geht dieser

trotzdem nicht verloren.

Sobald Sie den Computer

einschalten und dieser

sich mit dem Internet

verbindet, lädt er die ausstehenden

Druckaufträge

herunter und holt sie nach.

Dabei ist es von Vorteil, dass

Google die Dokumenten-Warteschlange

über seine Cloud-Server

abwickelt. So können Sie unterwegs

einsehen, welche Ausdrucke bereits abgeschlossen

sind oder sich noch in der Warte-

Wer einen eingetippten

Brief oder den letzten

Kamera-Schnappschuss

in Papierform

benötigt, muss sich

dafür nicht an einen PC

setzen. Mit Google

Cloud Print erledigen

Sie dies von Ihrem

An droiden aus.

Marko Dragicevic

Es ist Montagabend, 17.15 Uhr. Sie

sitzen in der Straßenbahn und

freuen sich auf den Feierabend. In

30 Minuten erreichen Sie Ihr Ziel.

Die Fahrzeit nutzen Sie, indem Sie einen

wichtigen Brief auf Ihrem Tablet tippen. Das

Schreiben muss heute noch abgeschickt werden,

doch die Post leert den Briefkasten

schon um 18 Uhr. Normalerweise wäre ein

Zeitfenster von 15 Minuten zu knapp, um

das fertig getippte Schreiben vom Handy auf

den PC zu kopieren und es zu drucken. Doch

mit Google Cloud Print starten Sie bereits aus

der Straßenbahn heraus den Druckauftrag,

sodass dieser abgeschlossen ist, wenn Sie

Ihre Wohnungstür aufschließen.

Selbst wenn es nicht eilt, bringt dieses Vorgehen

Vorteile: Nicht nur, dass man etwa

schnell und mit wenigen Touch-Bewegungen

seine Handy-Fotos ausdrucken kann; wie bei

einer Art modernem Fax können Sie diese bei

Bedarf auch an den Drucker eines Bekannten

schicken. Dies ist selbstverständlich nur

möglich, wenn Letzterer Sie

zuvor für den Zugriff

freigeschaltet hat.

Im Folgenden beschreiben wir, wie Sie

Google Cloud Print einrichten, und mit welchen

Apps dieses am komfortabelsten benutzt

werden kann.

100

August 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Cloud-Printing

Abb. 1: Ihre lokalen Drucker docken Sie über den Chrome-Browser an

Ihren Google-Cloud-Print-Account an.

Abb. 2: Google Cloud Print listet alle gerade zur Verfügung stehenden

Drucker übersichtlich auf.

schlange befinden, und diese bei Bedarf auch

aus der Ferne abbrechen. Praktischerweise

kontrolliert man dabei über ein und dieselbe

Oberfläche alle Drucker gleichzeitig, auf die

man Zugriff hat.

Setup im Google-Account

Die folgenden manuellen Schritte sind nur

notwendig, wenn Ihr Gerät nicht von Haus

aus Cloud-fähig ist. Auf dem am Drucker angeschlossenen

PC muss der Chrome-Browser

[LINK 2] installiert sein. Andere Internetbrowser

wie etwa Firefox unterstützt der Dienst

leider nicht. Starten Sie Chrome und loggen

sich anschließend auf [LINK 3] mit Ihrem

Google-Account ein. Wählen Sie nun auf der

linken Seite den Punkt Klassischen Drucker

hinzufügen aus.

Danach müssen Sie zunächst dem

Chrome-Browser den Cloud-Drucker-Zugriff

erlauben. Klicken Sie hierzu auf den durch

drei waagerechte Linien gekennzeichneten

Menübutton und wählen dann den Punkt

Einstellungen. In der angezeigten Optionenübersicht

scrollen Sie ganz nach unten und

wählen den kleinen Schriftzug Erweiterte

Einstellungen anzeigen… aus. Auf der neuen

Seite befindet sich weiter unten die Zwischenüberschrift

„Google Cloud Print“. Klicken

Sie dort auf den Button Drucker hinzufügen….

Nach einem erneuten Log-in in den

eigenen Google-Account müssen Sie das Andocken

des Druckers noch einmal explizit

bestätigen.

Diese Schritte müssen Sie für Ihre Geräte

nur einmalig durchführen. Von nun an erscheint,

wenn Sie sich bei Google Cloud Print

einloggen, immer direkt die Übersicht der

verfügbaren Drucker. Bei Bedarf können Sie

dort übrigens auch Android-Geräte oder

Google Drive als fiktive Drucker einstellen.

In diesem Fall erhält man als Ausdruck kein

Papierdokument, sondern Google legt eine

Datei mit den entsprechenden Inhalten auf

dem Zielgerät ab.

Freigeben für Dritte

Wie bereits in der Einleitung dieses Artikels

angedeutet, kann man bei Bedarf den mit

dem eigenen Google-Account verbundenen

Drucker auch unkompliziert für Bekannte

(oder Kollegen) freigeben. Rufen Sie hierfür

[LINK 4] auf. Nach einem Klick auf Drucker

wählen Sie das Zielgerät aus. Nun erscheint

ein Freigeben-Button, wie Sie ihn etwa von

Google+ oder Google Drive kennen. Nach

der Auswahl von diesem geben Sie die E-

Mail-Adresse derjenigen an, die den Drucker

mitbenutzen dürfen. Mit einem Klick kann

der Druckereigentümer die Freigabe bei Bedarf

auch kurzfristig wieder zurücknehmen

(falls beispielsweise

ein Besucher nur

kurzzeitig Zugriff

benötigt, um etwas

von seinem Android-Smartphone

auszu drucken).

Alternativ haben

Sie in diesem Dialog

die Möglichkeit, den

Drucker von „Privat“

auf „Öffentlich“

umzustellen. Daraufhin

erscheint

eine URL. Jeder, der

diese kennt, kann

das öffentlich verfügbare

Gerät mitbenutzen.

Für Privat-

Abb. 3: Mit wenigen Klicks geben Sie Google-Cloud-Drucker für

vertrauenswürdige Freunde und Kollegen frei.

Android-user.de August 2013 101


Tipps & Tricks

Cloud-Printing

nutzer sollte dieser Anwendungsfall

jedoch eher

selten auftreten, zumal die

Gefahr besteht, dass jemand,

der Kenntnis von

dieser Adresse hat, diese

unkontrolliert an Dritte

weitergibt.

Abb. 4: Die Android-App Cloud

Print ermöglicht das Drucken über

Ihr Smartphone.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29899

Offizielle App

Kurz vor Redaktionsschluss

hat Google

auch endlich seine offizielle

Android-App zu Cloud

Print [LINK 9] in den Play Store

gestellt. Sie ähnelt vom Funktionsumfang

her sehr der hier

vorgestellten – aber von Drittanbietern

entwickelten – Cloud-

Print-App. Googles Print-App

klinkt sich ebenfalls in das Teilen-Menü

ein, sodass Sie aus

jeder Android-Anwendung heraus

Druckaufträge an Ihre Onlineprinter

schicken können.

Eine vollwertige Druckvorschau

wie bei PrinterShare finden Sie

bei Googles App aber nicht. Ausführlich

stellen wir Ihnen die App

auf android-user.de [LINK 10] vor.

Welche Apps?

Interessant wird Google

Cloud Print jedoch erst

dann, wenn man mit den

richtigen Apps komfortabel

und um praktische

Funktionen erweitert vom

Handy aus auf seine Drucker

zugreifen kann. Im

Folgenden beschränken

wir uns auf zwei Android-

Programme, die sich

schwerpunktmäßig dem

Cloud-Printing widmen.

Abb. 5: Druckaufträge in der Warteschlange

können Sie jederzeit

wieder abbrechen.

Cloud Print

Mit der App Cloud Print [LINK 5]

(nicht zu verwechseln mit der offiziellen

App, siehe Kasten) senden

Sie Daten aus den unterschiedlichsten Quellen

auf Ihre Drucker. So haben Sie nicht nur

die Möglichkeit, PDF-Dateien auf Papier zu

bannen, sondern auch Fotografien, die Inhalte

des Telefonbuchs oder SMS-Nachrichten.

Nach einer entsprechenden Auswahl

lädt die App die Daten in die Online-Druckerwarteschlange

hoch. Diese kann man bei Bedarf

einsehen und Druckaufträge managen.

Wer gerne Daten aus einer Internetquelle

(zum Beispiel Dropbox oder dem eigenen

Face book-Account) direkt an seinen Google-

Cloud-Printer senden möchte, wird in dem

Untermenü „Web“ fündig. Alles in allem erweist

sich die App aufgrund der großen Anzahl

an Datenquellen und der unkomplizierten

Einsicht in die Druckerwarteschlange als

äußerst praktische Cloud-Druck-Hilfe.

Abb. 6: PrinterShare Mobile Print

verfügt über eine sehr übersichtliche

Benutzerführung.

PrinterShare Mobile Print

Auf den ersten Blick wirkt PrinterShare

[LINK 6] abschreckend: Der

Play Store bietet eine Pro-Version

für den hohen Preis von 9,95 Euro an. Doch

sie ist nur notwendig, wenn man die Serverlösung

des Programmierers zum Ausdrucken

verwenden möchte. Nutzt man stattdessen

Google Cloud Print, reicht die kostenlose

Version aus. Die App ist in ihrer Bedienung

sehr intuitiv. Auch hier stehen verschiedene

Quellen für Ausdrucke bereit. Besonders positiv

fiel die Druckvorschau auf, welche sowohl

für Fotos als auch bei mehrseitigen Dokumenten

eine große Hilfe darstellt. Bei Bedarf

können Sie etwa ein Foto auf die richtige

Größe skalieren. Die Warteschlange der

eigenen Google-Cloud-Drucker kann der Nutzer

im Gegensatz zu der weiter oben vorgestellten

App allerdings nicht im Detail

kontrollieren .

Gut mit Abzügen

Google Cloud Print erweist sich im Praxiseinsatz

als überaus komfortabel und praktisch.

Ob man unterwegs ist oder den Drucker mit

anderen teilt: Alle Tests verliefen erstaunlich

unkompliziert und zuverlässig.

Doch überall, wo Licht ist, fällt auch Schatten:

Wer den Dienst via Browser nutzen

möchte, ist gezwungen, Chrome zu installieren.

Außerdem sollte man sich darüber im

Klaren sein, dass jedes zu druckende Dokument

auf Googles Servern landet. Diese unterliegen

amerikanischen Gesetzen, welche

in Sachen Datenschutz weitaus weniger

streng ausfallen, als vielen deutschen Anwendern

bewusst sein dürfte.

Google versichert zwar, dass sie alle Dokumente

vertraulich behandeln [LINK 7], jedoch

sind in jüngster Zeit Gerüchte aufgetaucht,

nach denen amerikanische Behörden automatisiert

und ohne richterlichen Beschluss

auf Googles Daten zugreifen dürfen [LINK 8].

Letztlich sagt einem der gesunde Menschenverstand,

welche Dokumente und Fotos man

unproblematisch über die bequeme Cloud-

Lösung ausdrucken kann, und bei welchen

man dies besser lokal erledigt. ● ● ●

102

August 2013

Android-User.de


ADMIN und Linux-Magazin

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Tipps & Tricks

Neue Roamingtarife

ladyann, 123RF

Neue Roamingpreise für Daten und Telefonie

Smart in

den Urlaub

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Wer in Europa bleibt, kann sich

über günstigere Roamingtarife freuen. Damit der Surfspaß im

Urlaub aber auf keinen Fall zu teuer wird, geben wir Ihnen ein

paar Tipps mit auf den Weg. Christoph Langner

Abb. 1: Datenroaming sollte im

Ausland nur dann aktiv sein, wenn

Sie Internet dringend brauchen.

Die Ferienzeit steht vor der Tür,

und bei vielen Android-Usern

wird das Handy im Gepäck nicht

fehlen. Passen Sie aber auf! Nach

wie vor sind Gespräche und Datenverbindungen

im Ausland ein teures Vergnügen.

Bleiben Sie im Urlaub innerhalb der Grenzen

Europas, können Sie sich jedoch freuen: Die

Roamingpreise sinken auch dieses Jahr.

Einheitliche Gebühren

Während wir im Inland durch Flatrates für

Gespräche und Daten jederzeit das Internet

über Smartphone und Tablet nutzen können,

muss im Ausland aufgepasst werden. Seit

August 2007 gelten zwar für alle Mobilfunkanbieter

Europas einheitliche Obergrenzen,

doch diese liegen deutlich über den

Preisen, die wir zuhause gewohnt sind.

Beginnend zum 01.07.2013 gelten jedoch

neue Roamingpreise im europäischen Ausland.

Besonders deutlich wirken sich die

diesjährigen Preisänderungen beim Datenroaming

aus. Die Kosten dafür sinken von

70 auf 45 Cent/​MByte. Die Abrechnung der

Datennutzung erfolgt aufs KByte genau.

Doch mobiles Internet im Urlaub bleibt

teuer. Wer sein Handy im EU-Ausland genauso

nutzen würde wie zuhause (ausgehend

von einem kleinen Volumenpaket mit

300 MByte), müsste in einem Monat mit bis

zu 135 Euro an Kosten rechnen. Zum Glück

finden sich im Portfolio der meisten Mobilfunkanbieter

spezielle Auslandsdatenpakete,

mit denen Sie kräftig sparen können.

Damit die Kosten nicht explodieren, hat

die EU eine Warnung vorgeschrieben, sobald

in einem Monat 40 Euro fällig werden. Wenn

Sie den Grenzbetrag von 50 Euro überschreiten,

wird die Internetverbindung sogar unterbrochen

– es sei denn, Sie buchen weiteren

Datentraffic hinzu. Die Notrufnummer 112

können Sie übrigens in jedem EU-Land kostenlos

anrufen.

Datenroaming aktiv?

Damit Sie keine böse Überraschung erleben,

überprüfen Sie bitte vor Antritt Ihrer Auslandsreise,

ob das Datenroaming deaktiviert

ist. Die entsprechende Option finden Sie in

den Einstellungen unter Drahtlos & Netzwerke

| Mehr… | Mobilfunknetze. Nur wenn

der Haken bei Daten-Roaming gesetzt ist,

aktiviert das Handy in einem fremden Netz

die Datenverbindung. Zur Sicherheit können

Sie aber auch gleich über den Schalter Daten

aktiviert die Datenleitung komplett kappen.

AuSSerhalb der EU

Verlassen Sie Europa, sollten Sie sich genau

über die fälligen Handygebühren informieren

und – wenn Sie kein spezielles Datenpaket

dazubuchen – die Einstellungen für Datenroaming

doppelt kontrollieren. Nur in Europa

können Sie sich auf die Kostenbremse verlassen,

außerhalb der EU drohen schnell über

12 Euro/​MByte – ohne Kostenschutz!

104

August 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Neue Roamingtarife

Sollten Sie auch im Ausland

nicht auf mobiles Internet

verzichten wollen – mit den

entsprechenden Apps findet

man sich einfach besser zurecht

– dann bleibt Ihnen

nichts anderes übrig, als Datenroaming

zu aktivieren.

Ihre Kosten können Sie effektiv

nur durch spezielle Auslandspacks

Ihres Mobilfunkanbieters

reduzieren,

oder Sie organisieren sich

eine Prepaid-SIM-Karte Ihres

Urlaubslandes.

Synchronisierung

abschalten

In jedem Fall sollten Sie darauf

achten, dass Ihr Androide

so wenig Daten wie möglich

ins Internet schickt. Problematisch

ist hier die permanente Synchronisation

Ihrer Onlinekonten. Zuhause ist diese

durchaus gewollt, schließlich möchten Sie

umgehend über neue E-Mails oder Facebook-

Nachrichten informiert werden, doch im Urlaub

kann man darauf durchaus verzichten.

Das Synchronisieren lässt sich bequem

über die Einstellungen unter Datenverbrauch

einschränken. Ist der Haken bei Hintergrunddaten

beschränken gesetzt, wird der Stand

von Apps wie Gmail oder Google+ nur dann

aktualisiert, wenn Sie diese auch öffnen. Das

Deaktivieren der Option Daten automatisch

synchronisieren dient auch dazu, noch anderen

Apps wie Facebook, Twitter und Co. mit

Einträgen in der Kontenverwaltung Einhalt

zu gebieten.

Diese Funktionen hat Google jedoch erst

mit Android 4.0 eingeführt. Auf älteren Geräten

können Sie die Synchronisierung mit

dem Widget „Energiesteuerung“ sehr schnell

unterbrechen. Das Icon mit den zum Kreis

gebogenen Pfeilen sorgt dafür. Allerdings betrifft

dies nicht zwingend alle Apps. Wenn

der Entwickler es so will, dann arbeiten einzelne

Apps dennoch im Hintergrund weiter.

Gefahr bei Tethering

Sollten Sie nicht alleine unterwegs sein und

per Tethering (via Einstellungen | Drahtlos &

Netzwerke | Mehr… | Tethering & mobiler

Hotspot) die Datenleitung eines Handys mit

anderen Geräten teilen wollen, so sollten Sie

beachten, dass die per Tethering angebundenen

Geräte im WLAN-Modus arbeiten – und

dementsprechend gnadenlos die Datenleitung

in Anspruch nehmen.

Abb. 2: Deaktivieren Sie den

Datenversand von Apps, die im

Hintergrund arbeiten.

Abb. 3: Auf alten Androiden schalten

Sie die Synchronisation über

das Energiesteuerung-Widget ab.

Wer etwa über WLAN automatisch Handyfotos

zu Dropbox und Google+ hochlädt

oder Google Currents und YouTube Offlinedaten

ziehen lässt, macht dies auch automatisch

über die via Tethering zustande gekommene

Datenverbindung. Im Gegensatz zum

„normalen“ WLAN fällt das Datenvolumen

hier jedoch durchaus ins Gewicht. Überprüfen

Sie daher die Einstellungen einschlägiger

Apps (auch Facebook lädt auf Wunsch Ihre

Bilder ins Netz!).

Fallen 2015 Roaming-Kosten?

In gar nicht so ferner Zukunft könnten die

Mobilfunkgrenzen und damit teure Roaming-

Gebühren innerhalb Europas fallen. Die

EU-Kommission will Roaminggebühren bis

zum Jahr 2015 komplett abschaffen. Das

teilte das Brüsseler EU-Organ in einer Stellungnahme

zum letzten Roaming-Urteil des

Europäischen Gerichtshof (EuGH) mit.

Da sich die Kosten für Roaminggespräche

nicht wesentlich von denen unterscheiden

dürften, die für Inlandsgespräche anfallen,

gebe es keine Rechtfertigung, Kunden höhere

Preise für Roaming in Rechnung zu stellen,

so die EU-Kommission.

● ● ●

Roaming Gebühren in der EU

Abb. 4: Achtung bei Tethering!

Angebundene Geräte denken, Sie

wären per WLAN im Internet.

Seit 2012 Ab Juli 2013 Ab Juli 2014

Abgehende Telefonate (Cent/​Minute) 29 24 19

Eingehende Telefonate (Cent/​Minute) 8 7 5

SMS innerhalb der EU (Cent/​SMS) 9 8 6

Datennutzung (Cent/​MByte) 70 45 20

* Alle Preise zzgl. der jeweiligen Mehrwertsteuer Ihres Urlaubslandes.

Android-user.de August 2013 105


Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jeden Androiden

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die ROM-

Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und Tipps

zu guten ROMs oder neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

Nandroid Manager

Wer viele Custom-

ROMs probiert, wird

das eine oder andere –

aus dem Recovery-Modus heraus

generierte – Nandroid-

Back-up auf dem Handy liegen

haben. So stellen Sie den alten

Stand des Systems wieder her,

selbst wenn das gerade neu geflashte

Android-ROM gar nicht

mehr booten möchte. Zudem

sichert Nandroid auch gleich

Ihre (App-)Daten mit.

Der Nandroid Manager [LINK 1]

erleichtert das Wiederherstellen

der Nandroid-Sicherungen

erheblich. Er

erlaubt es, gezielt

SMS, Ruflisten,

WLAN-Einstellungen, Bluetooth-

Daten oder das Benutzerwörterbuch

aus der Sicherung in das

laufende System zu kopieren.

Das Zurückspielen von Apps

und deren Daten fehlt natürlich

auch nicht. Für die erweiterten

Funktionen müssen Sie jedoch

den Pro-Schlüssel der App für

76 Cent kaufen [LINK 2].

men, ganz rein ist Purity

nicht. Das soll auch keine

Kritik sein, denn das ROM

mischt interessante Entwicklungen

aus anderen

Custom-ROMs mit einer

Prise eigener Arbeit. Heraus

kommt ein ROM mit dem

DSP Manager, Theme-Chooser

und Expanded Desktop

aus CyanogenMod, dem Pie-

Menü aus Paranoid Android

und einem Lockscreen mit

Shurtcuts und farbig anpassbaren

Benachrichtigungen

über die Hinweis-LED (Galaxy

Nexus und Nexus 4).

Flashbare ROMs finden Sie

für das Galaxy Nexus [LINK 3],

Nexus 4 [LINK 4] und Nexus 7

[LINK 5] im XDA-Developers-Forum. Für das

Nexus 4 wird zudem ein „Purified Kernel“

angeboten, der Optionen zum Übertakten

der CPU bietet und auch die GPU von Haus

aus leicht schneller laufen lässt. Zudem ermöglicht

es dieser Kernel, das Handy auch

bei ausgeschaltetem Display per Wisch aufzuwecken

(Sleep2Wake). Da diese Option jedoch

permanent etwas Strom zieht, muss sie

erst nachträglich aktiviert werden.

Abb. 2: Das Purity-ROM steuert

die Nachrichten-LED je

nach App andersfarbig an.

Purity ROM

Auch wenn der

Name Purity suggeriert,

dass Sie

mit dem Custom-ROM ein

„reines“ Android bekom-

Abb. 1: Mit dem Nandroid

Manager stellen Sie gezielt

Inhalte aus einem Nandroid-

Back-up wieder her.

Multi-User App Share

Mit der zweiten Ausgabe von Android

„Jelly Bean“ in Form von Android

4.2 hat Googles mobiles Betriebssystem

einen Mehrbenutzermodus

spendiert bekommen. Auf Android-Tablets –

bei Smartphones wurde diese Funktion noch

nicht implementiert – können Sie mehrere

Accounts einrichten und diese über den

Lockscreen im laufenden Betrieb wechseln.

Apps und Daten werden dabei für jeden

Account komplett getrennt verwaltet. Instal-

106 August 2013

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

Abb. 4: Die Blase am rechten Rand öffnet Anwendungen

als Halo-Overlay oberhalb gerade laufender

Apps.

lieren Sie also unter Ihrem Haupt-Account

eine Anwendung, so ist diese unter dem

zweiten Nutzerkonto nicht verfügbar. Mit

Multi-User App Share [LINK 6] ermöglichen Sie

es als Hauptbenutzer jedoch auch anderen

Usern, die von Ihnen installierten Anwendungen

zu nutzen. Die App-Daten bleiben

dabei jedoch nach wie vor getrennt.

Mit kostenlosen Apps funktioniert Multi-

User App Share meist ohne Probleme. Das

Übertragen von Kauf-Apps scheitert allerdings

oft an der Lizenzprüfung. Ohne den

passenden Google-Account in der Kontenverwaltung

lassen sich viele kostenpflichtige

Android-Apps gar nicht erst starten. Multi-

User App Share eignet sich daher am besten

für Familien-Tablets, auf denen die Kids nicht

unbedingt Zugriff auf den Play Store haben

sollen, die Lieblings-Apps der Kinder aber

nicht fehlen dürfen.

Damit die Halo-Idee nicht nur ein exklusives

Feature des PA-ROMs bleibt, wurde der

Quellcode geöffnet [LINK 9]. Andere ROM-Köche

können nun ohne großen Aufwand Halo

mit in ihr eigenes ROM integrieren. Zusammen

mit dem Pie-Menü, Halo und dem Hybrid-Mode

hat Paranoid Android nun schon

mehrere weit verbreitete Android-Mods auf

den Markt gebracht.

eXperience Pro

Die App eXperience Pro [LINK 10] ist

ähnlich wie das in dieser Ausgabe

ausführlich vorgestellte Xposed-

Toolkit ein modulares Tweak-Framework für

Android. Auf kompatiblen Geräten [LINK 11]

kann mit eXperience zum Beispiel die Taktrate

geändert oder die Prozessorspannung

angepasst werden. Für Musik-Fans praktisch

ist die Steuerung der Musikwiedergabe über

die Lautstärketasten des Handys. Halten Sie

Lauter oder Leiser für einen etwas längeren

Moment gedrückt, springt der Player zum

nächsten beziehungsweise vorherigen Titel.

Am nützlichsten erweist sich jedoch

Touchwake: Ist dieses Modul geladen, wecken

Sie Ihren Androiden – wenn er von

Ihnen nicht explizit mit der An-/​Aus-Taste in

den Standby geschickt wurde – mit einem

Wisch über das Display wieder auf. Besitzer

eines Samsung Galaxy Nexus können diese

Funktion auch mit der ansonsten im Funktionsumfang

reduzierten kostenlosen Version

von eXperience [LINK 12] ausprobieren. ● ● ●

Abb. 5: Mit Touchwake und eXperience

wecken Sie Ihren Androiden

per Fingerwisch wieder auf.

Halo wird Open Source

Inspiriert von Facebooks Chat-

Heads haben die Entwickler des Paranoid-Android-ROMs

[LINK 7] die

Multitasking-Idee der Facebook-Entwickler

weiter ausgebaut. Bei Halo schwebt auf Ihren

Wunsch hin eine „Nachrichten-Bubble“ über

dem Bild der aktiven Apps. Ein Klick reicht

aus, um schnell eine Nachricht oder einen

Chat zu beantworten. Die im Hintergrund

laufende Anwendung – egal ob Kamera, der

YouTube-Player oder ein Webbrowser – bleibt

dabei aktiv. Ein YouTube-Video [LINK 8] erklärt

alle neuen Funktionen anschaulich.

Abb. 3: Multi-User App Share überträgt Apps des Hauptbenutzers auf andere Benutzer-

Accounts.

Android-user.de August 2013 107


Poweruser

Xposed-Toolkit

Modding ohne Custom-ROM mit dem Xposed-Framework

Freigelegt

Wer sein Android-System tunen möchte, greift meistens zu

einem Custom-ROM. Doch dabei gehen sinnvolle Anpassungen

der Hersteller häufig verloren. Beim Xposed-Toolkit

ist das anders: Es verspricht Modding ohne Custom-ROM.

Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29802

Sie haben Ihren Androiden

gerootet, um

Extrafunktionen nutzen

zu können, sind

mit der Firmware an sich aber

zufrieden? Dennoch haben Sie

ein paar Kritikpunkte, die Sie an

der Software Ihres Handys

grundlegend ändern möchten?

Dann ist das Xposed-Framework

samt Tweak-Paket genau das

Richtige für Sie. Das Framework

kann mit individuellen Modulen

gezielt die Firmware des Handys

verändern.

Ein Beispiel für den Nutzen

des Xposed-Frameworks findet

man etwa bei der Lautstärkeregelung

mancher Androiden. Das

für den Test genutzte, gerootete

Galaxy Nexus

zeigt beim Überschreiten

einer

gewissen Wiedergabe-Lautstärke

immer

eine Warnung an, die sich

nicht deaktivieren lässt. Nervig!

Mit dem Toolkit lässt sich

dieser Dialog abschalten.

Xposed-Framework

Als Grundlage für diverse Module

dient das Xposed-Framework.

Es schafft die Basis für

zusätzliche Tweak-Module,

die nicht zwangsläufig von

Xposed stammen müssen.

Das Framework findet sich

noch nicht im Play Store, es

lässt sich jedoch als Xposed-

Installer-APK-Datei aus dem Xposed-Framework-Entwicklungs-Thread

[LINK 1] im XDA-

Forum herunterladen.

Die APK-Datei installieren Sie von Hand im

System. Dazu muss die Installation von Apps

Unbekannter Herkunft unter Einstellungen |

Sicherheit erlaubt sein. Wichtig ist, dass

Xposed nicht das Rooten Ihres Androiden

übernimmt. Dafür müssen Sie selbst im Vorfeld

sorgen, Details dazu finden Sie in unserer

Root-Ausgabe 02/​2013 [LINK 2].

Nach dem Einspielen des Xposed-Installer

müssen Sie das Framework installieren. Dies

geschieht bequem über die gerade eingerichtete

App. Sie lädt das aktuelle Framework-

Build aus dem Netz und installiert es mit

Root-Rechten im System. Möchten Sie später

einmal das Framework wieder loswerden,

dann können Sie es mit dieser App auch

deinstallieren. Zum Abschluss müssen Sie

Ihr Handy neu starten.

Einen entsprechenden

Button finden Sie am unteren

Ende der Installer-

App.

Abb. 1: Mithilfe des Xposed-Framework

deaktivieren Sie diese lästige

Warnung.

Xposed-Tweaks

installieren

Ohne Module ist das

Framework erst einmal

nutzlos. Die Entwickler

des Xposed-Framework

pflegen deshalb mit der

Xposed-Tweakbox [LINK 3]

ein eigenes Modulpaket.

Sie installieren die Tweakbox

wieder über den

Download der APK-Datei

aus dem XDA-Developers-

Forum. Nach erfolgreicher

Installation des Modul-

108

August 2013

Android-User.de


Poweruser

Xposed-Toolkit

Abb. 2: Jedes Xposed-Modul muss

vor dem ersten Einsatz erst einmal

aktiviert werden.

archivs, müssen Sie die Tweakbox als ersten

Schritt im Xposed-Installer unter dem Reiter

Modules aktivieren.

Die Toolbox finden Sie nun als App in der

Anwendungsschublade, alternativ starten Sie

das Modul über einen Klick auf den Eintrag

im Xposed-Installer. Wie in den Android-Einstellungen

haben Sie die Möglichkeit, das

System zu ändern. So können Sie etwa die

(Hintergrund-)Farbe der Statusbar ändern,

das Netzempfang-Icon mit mehr Balken ausstatten

oder den Tastaturwähler (nach der Installation

alternativer Tastatur-Apps) deaktivieren.

Viele der Änderungen werden erst

nach einem Neustart Ihres Androiden aktiv.

Abb. 3: Die Tweakbox bietet

diverse Optionen, in das Android-

System einzugreifen.

Weitere Toolkits

Neben der Tweakbox-App

haben sich auch andere

Entwickler dazu entschlossen,

Module für das

Xposed -Framework zu erarbeiten.

Die wohl größte

Mod-Sammlung finden Sie

im MoDaCo-Toolkit [LINK 4].

Es bietet zum Beispiel eine

Option, um das Batteriesymbol

aus der Statusleiste

zu verbannen (besonders

interessant für User mit

Android auf einem HDMI-

Stick für das TV-Gerät).

Unter dem Eintrag für das

Google Nexus findet sich

auch die oben angesprochene

Option, um die

Lautstärkewarnung zu deaktivieren.

Die Installation des MoDaCo-Toolkits läuft

genauso ab wie die der Tweakbox. Wieder

installieren Sie die APK von Hand und aktivieren

das Modul im Xposed-Installer. Danach

finden Sie das Toolkit auch unter Ihren

Apps. Vergessen Sie nicht, nach der Installation

der APK-Dateien die Einstellungen für

Apps unbekannter Herkunft zurückzusetzen.

Neben dem MoDaCo-Toolkit finden sich im

Play Store bereits andere Apps, die auf das

Framework zugreifen. So kann etwa Greenify

[LINK 5] Push-Nachrichten zu schlafenden

Apps durchleiten. Auch Trackball Alert

[LINK 6] greift auf das Framework zurück, um

die mehrfarbige LED vieler Handys (wie zum

Beispiel bei einem Galaxy Nexus) individuell

pro App mit unterschiedlichen Farben ansteuern

zu können.

Abb. 4: Ändern Sie zum Beispiel die

Farbe der Statusbar oder das Icon

der Netzstärke.

Viele Vorteile

Wer ein Custom-ROM installiert, verliert

manch eine interessante Anpassung des Herstellers

an der Original-Firmware. Stromsparmaßnahmen

(wie etwa der Stamina-Mode

bei Sony) oder verbesserte Kameratreiber

und ‐Apps bleiben beim Flashen einer alternativen

Firmware auf der Strecke. Mit dem

Xposed-Toolkit passiert Ihnen das nicht:

Sämtliche Vorteile der Original-Firmware

bleiben erhalten, viele Nachteile lassen sich

beseitigen. Der vielleicht einzige Nachteil des

Toolkits besteht darin, dass die Modulpakete

oft nur auf Englisch verfügbar sind. ● ● ●

Abb. 5: Das MoDaCo-Toolkit sammelt unzählige

Hacks unter einer Oberfläche.

Abb. 6: Nach Wunsch entfernen Sie

die Akku-Anzeige ganz und gar

aus der Statusleiste.

Android-user.de August 2013 109


PowerUser

Immer mehr Root-Checks

Apps und Spiele blockieren Root-Rechte

Ausgerootet?

Manche Apps bestreiken

gerootete Androiden,

da sie die Finanzierung

der Entwicklerarbeit

gefährden. Eine

Gefahr für Sie sind je -

doch laienhafte Root-

Checks. Christoph Langner

Abb. 1: Lehnen Sie Root-Anfragen

von Apps grundsätzlich ab, wenn der

Grund dafür nicht ersichtlich ist.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29947

Eine der großen Stärken von

Android ist die Offenheit des Systems.

Nur wenige Smartphone-

Hersteller wehren sich aktiv dagegen,

dass ihre Androiden gerootet werden

oder gar mit alternativen Firmwares laufen.

Klar, bei Schadensfällen gibt es Streitigkeiten

um die Gewährleistung, doch bei vielen Androiden

lässt sich der Bootloader sehr leicht

öffnen – und somit Roots einspielen.

Rooten ist Volkssport

Dies hat zur Folge, dass immer mehr User

ihre Android-Handys und -Tablets rooten. Es

lassen sich zum Beispiel schon 5,5 Millionen

Geräte mit CyanogenMod zählen (plus unzählige,

auf denen das Statistikmodul deaktiviert

ist) [LINK 1]. Zig Millionen weitere User,

die Ihr Handy nur gerootet haben, kommen

hinzu. Allein das erste Superuser-Tool [LINK 2]

wurde etwa 50 Millionen Mal aus dem Play

Store installiert. Mit anderen Worten: Das

Rooten ist zum Volkssport geworden.

Für die App-Entwickler werden Root-

Androiden jedoch immer öfter zum Problem.

Da der User auf diesen Geräten eben alles

machen und alles lesen kann, gibt es auf

dem Smartphone keinen „sicheren“ Bereich,

den der Entwickler exklusiv kontrollieren

kann. Apps wie die vom Videostreaming-

Dienst Watch ever [LINK 3][LINK 4] verweigern

daher auf gerooteten Android-Geräten den

Betrieb. Watchever kann den Lizenzinhabern

Abb. 2: Watchever verweigert auf gerooteten Androiden den

Betrieb, sobald ein Film abgespielt wird.

sonst nicht garantieren, dass die auf dem

Handy speicherbaren Filme nicht in "falsche"

Hände gelangen könnten.

Root-Rechte bei Spielen?

Während Watchever in der Beschreibung im

Play Store auf diesen Punkt hinweist, muss

man bei anderen „Pseudo-Root-Apps“ länger

suchen. In der Beschreibung des Spiels Dark

Avenger [LINK 5] vom Publisher Gamevil steht

nichts über die Anfrage nach Root-Rechten.

Nur in den häufig gestellten Fragen auf der

Unternehmenshomepage findet sich eine entsprechende

Erklärung [LINK 6].

Die Begründung für diesen Root-Check ist

einerseits verständlich: Gamevil-Spiele finanzieren

sich oft über In-App-Käufe. Werden

diese über – reichlich vorhandene Hacks –

ausgehebelt, bricht der Businessplan des

Entwicklers zusammen. Die Folge: Weniger

Einnahmen, weniger neue Spiele.

Laienhafte Umsetzung

Andererseits müssen die App-Entwickler bei

ihren Root-Checks jedoch Vorsicht walten

lassen. Dark Avenger möchte mit vollen

Root-Rechten laufen. Gewährt ein User diese,

könnte das Spiel das gesamte System korrumpieren.

Im Falle eines Angriffs auf die

Server des Multiplayer-Games könnte sich

der Angreifer vollen Zugang zu zahlreichen

Root-Androiden verschaffen. Eine Überprüfung

auf Root-Rechte sollte daher nicht auf

diesem Weg erfolgen.

Für Entwickler mögen Root-

Checks ein notwendiges Übel

sein, doch diese müssen ohne

die Anfrage nach Root-Rechten

erfolgen. Android User empfiehlt

solche Root-Anfragen nur dann

zu akzeptieren, wenn der Entwickler

in der App-Beschreibung

erklärt, warum die Anwendung

denn nun Root-Rechte braucht.

Eine reine „Root-Check-Abfrage“

sollten Sie immer ablehnen. ● ● ●

110

August 2013

Android-User.de


ADB & Fastboot ohne großes Android SDK installieren

Abgespeckt

PowerUser

Minimal ADB & Fastboot

ADB und Fastboot sind für Android-

Schrauber wichtige Werkzeuge.

Wer seinen Androiden gerootet

oder eine alternative Firmware eingespielt

hat, wird mit den Tools bereits in

Kontakt gekommen sein. Für Windows-User

jedoch nervig: Beide Tools stecken im Megabyte-schweren

Android SDK [LINK 1]. Wer nicht

gerade Android-Apps entwickeln möchte,

braucht das komplette SDK eigentlich nicht.

Minimal ADB & Fastboot

Wer nur die Tools des SDK installiert, schaufelt

mehr als 90 MByte auf seinen Rechner.

Komplettiert man das SDK mit ein paar weiteren

Komponenten, ist man schnell bei über

400 MByte. Viel zu viel, wenn man eigentlich

nur adb und fastboot möchte. Das kleine Setup-Skript

Minimal ADB & Fastboot [LINK 2]

Abb. 1: Minimal ADB & Fastboot installiert die beiden

Android-Tools ohne schweres Android SDK.

Abb. 2: Nach Abschluss der Installation finden Sie adb und

fastboot auf Ihrer Festplatte.

minimiert den Platzbedarf auf 2 MByte –

ohne dass Sie etwas verpassen.

Minimal ADB & Fastboot laden Sie aus dem

XDA-Developers-Forum als Setup-Routine.

Das Setup fragt nach dem Speicherort und

dem Erstellen von Startmenü-Einträgen. Sie

müssen an dieser Stelle nichts ändern, klicken

Sie sich einfach durch die Installation.

Am Ende liegen im Verzeichnis C:\Programm

Files\Minimal ADB & Fastboot beziehungsweise

C:\Programm Files (x86)\Minimal ADB

& Fastboot bei einem 64-Bit-System die

Dateien adb.exe und fastboot.exe.

Start via Explorer

Zum Starten von adb und fastboot navigieren

Sie zum von Ihnen gewählten Installationsordner

und klicken bei gedrückter [Shift]-

Taste mit der rechten Maustaste auf eine

leere Stelle. Im Kontextmenü erscheint daraufhin

der zusätzliche Eintrag „Eingabeaufforderung

hier öffnen“. So öffnen Sie das

Windows-Terminal mit dem richtigen Pfad.

Schließen Sie nun Ihren Androiden per

USB-Kabel an den Computer an, sollte er

mittels adb devices aufgeführt werden. Voraussetzung

dafür ist, dass das USB-Debugging

auf Ihrem Android-Handy oder ‐Tablet

aktiviert ist. Weiterführende Informationen

dazu finden Sie auf android-user.de [LINK 3].

Bei einem Update des SDK werden oft

auch adb und fastboot aktualisiert. So wurde

zum Beispiel mit Einführung von Android 4.2

ein RSA-Fingerprint zur Absicherung

des USB-Debugging-Modus

eingeführt. Dazu musste dann

auch die adb.exe aktualisiert werden,

ohne dieses Update konnte

sich das Tool nicht mehr zum

Handy verbinden. Für eine Aktualisierung

laden Sie die jeweils neueste

Version aus dem in der Einleitung

genannten Thread zu Minimal

ADB & Fastboot herunter und wiederholen

die Installation. ● ● ●

Für viele Hacks benötigen

Sie adb und fastboot.

Minimal ADB &

Fastboot installiert die

beiden Tools ohne das

oft brachliegende SDK.

Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29934

Abb. 3: Damit Sie per ADB auf Ihren

Androiden zugreifen können, muss

USB-Debugging aktiviert sein.

Android-user.de August 2013 111


Poweruser

Root Iconia A500

Acer

Root-Anleitung für das Acer Iconia A500

Root Iconia

Das A500 von Acer

gehört zu den Android-

Tablet-Pionieren. Leider

ist die Firmware nicht

mehr ganz aktuell. Mit

Root und Custom ROM

lässt sich dieses Problem

lösen. Mirko Mahlberg

Root mit Honeycomb

Das Acer Iconia Tablet A500 ist

schon ein wenig in die Jahre gekommen.

Der verwendete Tegra-

2-Prozessor hat bei den Updates

für einige Probleme gesorgt, und da Acer allgemein

eine eher schlechte als rechte Updatepolitik

betreibt, muss man sich als A500-

Nutzer entweder nach einem neuen Tablet

oder einer stabilen ROM mit neuer Android-

Version umschauen. Schließlich gibt man das

Stück gebürstetes Aluminium nur ungern weg.

Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen

Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Acer Iconia

A500 mit Root-Rechten versehen und ein

Custom Recovery einrichten. Zudem stellen

wir die beste Firmware für das A500 vor.

ICS oder Honeycomb

Die Root-Anleitung unterscheidet sich je

nachdem, ob Sie Ihr Tablet noch mit Honeycomb

oder mit Ice Cream Sandwich betreiben.

Wenn Sie noch Honeycomb auf dem

Iconia Tablet haben, gestaltet sich das Rooten

am einfachsten. Lesen Sie dazu den Kasten

Root mit Honeycomb. Falls Ihr Tablet

schon auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich

aktualisiert ist, benötigen Sie mehr Schritte.

Rooten unter Android 4.0

Als Vorbereitung müssen Sie in den Einstellungen

das USB Debugging aktivieren und

die Installation von APK-Dateien Unbekannter

Herkunft zulassen. Zudem muss sich eine

MicroSD-Karte im Slot befinden. Nun müssen

Sie auf Ihren Windows-PC einige Dateien

herunterladen. Dazu gehören das Root Tool

[LINK 4], der USB-Treiber für das Iconia A500

[LINK 5], das APX Flash Tool [LINK 6] und zu

guter Letzt das komplette JDK [LINK 7] und das

Android SDK [LINK 8].

Installieren Sie alle heruntergeladenen Programme/​Dateien

und am Schluss die USB-

Treiber. Schließen Sie jetzt das Tablet mit aktiviertem

USB-Debugging an Ihren Computer

Sollten Sie Ihr A500 noch mit Android 3.0 oder 3.1 betreiben, dann folgen Sie dieser

Anleitung. Falls Android 3.2 auf dem Tablet installiert ist, empfehlen wir zuerst ein

Upgrade auf Android 4, da es für Version 3.2 keine zuverlässige Root-Methode gibt.

Aktivieren Sie in den Einstellungen unter den Entwickleroptionen die Funktion USB-

Debugging, und erlauben Sie die Installation von Apps Unbekannter Herkunft unter

dem Menüpunk Sicherheit. Sie müssen zudem das Gerät im Portrait-Modus sperren

(über den Hardwarebutton neben der Lautstärkewippe), und es muss eine MicroSD-

Karte im Slot sein. Nun müssen Sie für Android 3.0 die Datei GingerBreak‐1.2.apk

[LINK 1] herunterladen, für Android 3.1 benötigen Sie die Datei iconiaroot‐1.3.apk

[LINK 2]. Installieren Sie die Datei per Fingertipp im Dateimanager, und starten Sie anschließend

die neu installierte App. Hier finden Sie nun einen Root-Button. Um nach

dem Rooten eine alternative Firmware zu installieren, benötigen Sie noch die App Acer

Recovery Installer, die Sie ganz normal via Google Play installieren [LINK 3].

Abb. 1: Die CPUID benötigen Sie für das Entsperren

des Bootloaders.

112

August 2013

Android-User.de


Poweruser

Root Iconia A500

Abb. 2: Der Secure Boot Key ist der Schlüssel zum

Bootloader.

Abb. 3: Achten Sie darauf, die passende APX-Datei

auszuwählen.

an, und führen Sie das ICS Root Tool aus. Ihr

Acer Iconia A500 ist nun gerootet und bereit,

den Bootloader zu entsperren.

Bootloader entsperren

Wenn Sie das Tablet nicht nur rooten wollen,

sondern auch eine alternative Firmware installieren

möchten, benötigen Sie einen entsperrten

Bootloader. In diesem Fall ist der

entsperrte Bootloader notwendig, um das

ClockworkMod Recovery zu installieren.

Öffnen Sie mit dem Root-File-Manager das

Verzeichnis /sys/firmware/fuse/, und laden

Sie die Datei acer_cpuid in einen Texteditor.

Schreiben Sie sich die CPUID-Nummer auf

einen Zettel, und fügen Sie am Anfang der

Ziffern eine 0 hinzu (auf den Zettel). Nun generieren

Sie sich ihren Secure Boot Key

(SBK) unter [LINK 9].

Öffnen Sie die für die Root-Anleitung heruntergeladene

Datei A500APXFlash.exe, und

kopieren Sie den generierten SBK in das Feld.

Im folgenden Fenster wählen Sie die erste

Option (Use an A500 APX Flash Tool Package

(.a500apx)). Nun können Sie entscheiden,

ob das Flash Tool das ClockworkMod Recovery

oder das Open Source Recovery TWRP

installieren soll. Wir empfehlen das ClockworkMod

Recovery. Wählen Sie eine Recovery-Datei

mit der Endung .a500apx aus, und

bestätigen Sie die Auswahl.

Im folgenden Fenster wählen Sie Dump my

BCT aus, klicken auf Weiter und wählen

schließlich Enter APX Mode aus. Lassen Sie

jetzt alles so, wie es ist, und installieren Sie

die APX-Treiber aus dem XDA-Forum [LINK 10]

Als letztes drücken Sie im APX-Tool Done!

Press to run again und dann den blauen Pfeil

nach rechts.

ROM-Empfehlung

Die beliebteste ROM auf dem Acer Iconia

A500 ist die TegraOwner von thor2002ro.

Diese basiert auf Android 4.2 Jelly Bean von

CyanogenMod 10.1 (siehe Fokus-Strecke).

Die ROM läuft durchschnittlich stabil und

ohne größere Fehler. Im Vergleich zur Stock-

ROM von Acer ist die Custom-ROM absolut

alltagstauglich. Alle Features von Cyanogen-

Mod 10.1 sind enthalten. Da Jelly Bean den

typischen Tablet-Modus nicht mehr besitzt,

ist es in der ROM möglich, den Tablet-Modus

aus Android 4.0 zu benutzen. Auch Schnellzugriffe

zu den wichtigsten Funktionen gibt

es (WLAN ein/​aus, Helligkeit, Bluetooth ein/​

aus, GPS usw.). Der einzige Nachteil ist, dass

der Download nicht öffentlich freigegeben

ist und Sie sich zunächst im Tegraowners-

Forum anmelden müssen [LINK 11]. Ist dies

geschehen, steht dem Download nichts mehr

im Wege. Achten Sie nur darauf, auch die

Google Apps mit zu laden.

● ● ●

Abb. 4 Für Gingerbreak muss das

Tablet im Portrait-Modus fixiert sein.

Abb. 5: Wählen Sie einfach ein passendes APX-Paket

zum Download aus.

Abb. 6: Via Toolkit versetzen Sie das Tablet in den

APX-Modus.

Alle

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Android-user.de August 2013 113


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Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

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Redaktion

Arnold Zimprich, Christoph Langner, Christian

Ullrich, Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Arnold Zimprich , Marcel Hilzinger, Christoph Langner,

Sven Dawitz, Mirko Mahlberg, Jasmin Bauer,

René Gäbler, Thomas Raukamp, Samuel Groesch,

Peer Kintrup, Patrick Neef, Christian Ullrich, Marko

Dragicevic, Carsten Müller

Grafik

Judith Erb (Design und Layout), Kristina Fleischer

Titelgestaltung

Judith Erb (CyanogenMod-Männchen: Cyanogen-

Mod.com)

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Schlussredaktion

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Produktionsleitung

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Druck

Vogel Druck und Medienservice GmbH,

97204 Höchberg

Geschäftsleitung

Brian Osborn (Vorstand)


Hermann Plank (Vorstand)


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