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elektrowärme international Energieeffizienz in der elektronischen Prozesstechnik (Vorschau)

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ISSN 0340-3521<br />

VULKAN-VERLAG<br />

Ausgabe<br />

1/2011<br />

THERMPROCESS 2011<br />

28. Juni bis 2. Juli 2011<br />

<strong>in</strong> Düsseldorf<br />

<strong>Vorschau</strong> zum Event des Jahres<br />

Informationen – Programm –<br />

Interview<br />

Hannover Messe<br />

4. bis 8. April 2011<br />

Schwerpunkt<br />

<strong>Energieeffizienz</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> elektrothermischen <strong>Prozesstechnik</strong><br />

www.elektrowaerme-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Best <strong>in</strong> Class<br />

Efficiency<br />

MASCHINENFABRIK<br />

ALFING KESSLER GMBH<br />

AUTOMOTIVE CRANKSHAFTS<br />

LARGE CRANKSHAFTS<br />

HARDENING EQUIPMENT<br />

ALFING<br />

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6000 kg DURCHSATZ<br />

18 % HÖHERE WIRTSCHAFTLICHKEIT<br />

1 TECHNOLOGIE<br />

Besuchen Sie uns:<br />

4.4.– 8.4.2011 HANNOVER MESSE<br />

Hannover, Halle 4 - Stand E42<br />

Durch den E<strong>in</strong>satz <strong>der</strong> neuen Elotherm<br />

iZone-Technologie konnten bei <strong>der</strong> Erwärmung<br />

von Stangen mit 300 mm Durchmesser<br />

und e<strong>in</strong>em Durchsatz von 6000 kg<br />

pro Stunde über 18 Prozent Energiekosten<br />

e<strong>in</strong>gespart werden.<br />

Dieses ist e<strong>in</strong> Praxisbeispiel für das E<strong>in</strong>sparpotential<br />

durch iZone. Profitieren auch<br />

Sie von den Möglichkeiten.<br />

iZone berechnet vollautomatisch die Parameter<br />

für den Erwärmungsprozess anhand<br />

<strong>der</strong> vom Bediener vorgegebenen Materialund<br />

Masch<strong>in</strong>endaten. M<strong>in</strong>imaler Energieverbrauch,<br />

optimale Durchwärmung des<br />

Materials und reduzierte Zun<strong>der</strong>bildung<br />

stehen im Vor<strong>der</strong>grund.<br />

MEETING your EXPECTATIONS<br />

www.sms-elotherm.com


EDITORIAL<br />

<strong>Energieeffizienz</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

elektrothermischen <strong>Prozesstechnik</strong><br />

Es ist sehr zu begrüßen, dass die Fachzeitschrift <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> sich <strong>in</strong> dieser Ausgabe<br />

dem Schwerpunktthema „<strong>Energieeffizienz</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> elektrothermischen <strong>Prozesstechnik</strong>“<br />

widmet. Dieses Thema ist für Anlagenhersteller und Betreiber gleichermaßen wichtig und hat<br />

daher e<strong>in</strong>e professionelle Behandlung mehr als verdient. Das umso mehr, als auch e<strong>in</strong> zunehmen<strong>der</strong><br />

Trend <strong>in</strong> Politik, Wissenschaft und Medien, beobachtet werden kann, wonach manches<br />

unspektakuläre Themengebiet durch e<strong>in</strong>en „Touch“ <strong>Energieeffizienz</strong> an Attraktivität und<br />

Interesse zu gew<strong>in</strong>nen sche<strong>in</strong>t, was <strong>der</strong> professionellen Behandlung dieses anspruchsvollen<br />

Themas jedoch nicht notwendiger Weise hilft.<br />

Die elektrothermische <strong>Prozesstechnik</strong> basiert auf e<strong>in</strong>er <strong>der</strong> nobelsten und teuersten Ressourcenarten <strong>der</strong> <strong>in</strong>dustriellen<br />

Technik: elektrischem Strom. Daher wurde traditionell die elektrothermische <strong>Prozesstechnik</strong> immer dann gewählt, wenn<br />

entwe<strong>der</strong> ke<strong>in</strong>e technologische Alternative möglich war o<strong>der</strong> wenn <strong>der</strong> E<strong>in</strong>satz <strong>der</strong> kostbaren Energieform Elektrizität im<br />

Gesamtergebnis von Prozessqualität und -kosten überzeugen konnte. Der effiziente Umgang mit Ressourcen war daher<br />

von jeher e<strong>in</strong> erfolgskritischer Faktor <strong>in</strong> <strong>der</strong> elektrothermischen <strong>Prozesstechnik</strong>.<br />

Doch obwohl die Branche e<strong>in</strong> hohes Bewusstse<strong>in</strong> im nachhaltigen Umgang von Ressourcen hat, ist dies <strong>in</strong> <strong>der</strong> öffentlichen<br />

und politischen Wahrnehmung nicht immer deutlich zu spüren. Vielmehr wird die Branche regelmäßig mit Attributen<br />

wie „technologische D<strong>in</strong>osaurier“, „Energieverschwen<strong>der</strong>“ o<strong>der</strong> „Ressourcenkiller“ versehen. Die Branchen-Insi<strong>der</strong><br />

mögen dem, aufgrund ihres Fachwissens, verständnislos gegenüber stehen, an <strong>der</strong> oben beschriebenen Wahrnehmung<br />

än<strong>der</strong>t das jedoch noch nichts. Wir s<strong>in</strong>d als Branche daher gut beraten, die sachliche Diskussion um effizienten E<strong>in</strong>satz<br />

von Energie <strong>in</strong> unseren Anlagen selbst voran zu treiben, anstatt sie nur von fachlichen Laien führen zu lassen und uns<br />

dann über die teilweise skurrilen Ergebnisse zu wun<strong>der</strong>n.<br />

Es mag se<strong>in</strong>, dass e<strong>in</strong>e nationale o<strong>der</strong> europäische Richtl<strong>in</strong>ie zur <strong>Energieeffizienz</strong> <strong>in</strong> Elektroprozessanlagen und <strong>der</strong>en<br />

Schlüsselkomponenten, aufgrund <strong>der</strong> Vielfalt und Komplexität <strong>der</strong> möglichen Prozesse, nicht trivial erzeugt werden<br />

kann. Die bereits zu beobachtende Aktivität aus Brüssel auf dem Gebiet <strong>der</strong> Energy Us<strong>in</strong>g Products (EUP) lässt jedoch<br />

erwarten, dass unsere Branche sich e<strong>in</strong>er öffentlichen Diskussion stellen wird müssen. Diese Diskussion stellt aber nicht<br />

nur e<strong>in</strong>e zusätzliche Anfor<strong>der</strong>ung an die Arbeitsressourcen <strong>der</strong> Branche dar, son<strong>der</strong>n sie bietet uns auch die Chance zur<br />

kritischen Selbstanalyse: Wie steht es um das Selbstverständnis unserer Branche zur Ressourceneffizienz? Mit Sicherheit<br />

nicht schlecht, aber s<strong>in</strong>d wir <strong>der</strong> globale Benchmark? Aus Sicht <strong>der</strong> Hersteller von Anlagen <strong>der</strong> elektrothermischen<br />

<strong>Prozesstechnik</strong> und aus Sicht <strong>der</strong> Betreiber kann unsere Branche nur dann erfolgreich bleiben, wenn wir uns das Thema<br />

<strong>Energieeffizienz</strong> weiter zu eigen machen und aktiv e<strong>in</strong>e diesbezügliche Diskussion führen, die von Fachkompetenz und<br />

Innovationswillen geprägt ist.<br />

Die Beiträge <strong>in</strong> dieser Ausgabe <strong>der</strong> <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> zeigen die Bandbreite und die Kompetenz e<strong>in</strong>er so geführten<br />

Diskussion unserer Branche zum Thema <strong>Energieeffizienz</strong>.<br />

Dr.-Ing. Andreas Seitzer<br />

Geschäftsführer<br />

SMS Elotherm GmbH<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

1


www.elektrowaerme-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Heft 1<br />

März 2011<br />

Wi r t s c h a f t u n d U n t e r n e h m e n<br />

Siemens nimmt Stahlwerk und Brammenstranggießanlage<br />

bei ThyssenKrupp CSA <strong>in</strong> Brasilien <strong>in</strong> Betrieb ...............6<br />

Brechmann-Guss <strong>in</strong>vestiert <strong>in</strong> neue Formanlage. ............6<br />

Alu statt Kupfer – Hydro liefert Rohre für Sonnenkollektoren. ..7<br />

ABP startet erfolgreich <strong>in</strong> 2011 .........................7<br />

Schmolz + Bickenbach Guss: Neue Auspackanlage erhöht<br />

Effektivität ........................................8<br />

Insgesamt 100 MF-Öfen von Inductotherm . . . . . . . . . . . . . . . . 8<br />

ALD Vacuum Technologies: Ch<strong>in</strong>esischer Hartmetall Hersteller<br />

kauft 3 S<strong>in</strong>ter-HIP-Öfen. ............................8<br />

ArcelorMittal Hochfeld bestellt Hochleistungsdrahtstraße bei<br />

SMS Meer .........................................9<br />

Fe<strong>in</strong>guss Blank: Partnerschaft für Klimaschutz, <strong>Energieeffizienz</strong><br />

und Innovation ..............................9<br />

Gießerei Böhmfeld: GenCast-Verbund(guss)forschung unter<br />

dem Banner des BMWi ..............................10<br />

Rotamill eröffnet neues Kompetenzzentrum <strong>in</strong> Neuss .......12<br />

SMS Meer eröffnet neuen Standort <strong>in</strong> Shanghai ...........12<br />

VDE-Mitglie<strong>der</strong>zahl steigt ............................12<br />

Sande Stahlguss: Mit <strong>in</strong>novativer Technik für die Zukunft<br />

gerüstet. .........................................13<br />

Anlagen- und Masch<strong>in</strong>enbauer weitet se<strong>in</strong> Engagement für<br />

VDI-Initiative „Sachen Machen“ aus ....................14<br />

Siemens: Steigende Investitionen stimulieren den Wandel <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> russischen Stahl<strong>in</strong>dustrie ..........................15<br />

Sputnik Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g erhält den „Frost & Sullivan Award“. ....15<br />

Georg Fischer Automobilguss: Land verleiht „Umweltpreis<br />

für Unternehmen 2010“ .............................15<br />

Metasonic AG zählt zu den I2PM‐Gründungsmitglie<strong>der</strong>n. ....16<br />

RWE Deutschland startet durch ........................16<br />

Pr o d u k t e u n d Ve r f a h r e n<br />

Neuer Warmhalte- und Behandlungsofen für verschiedenste<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen im Gieß- und Recycl<strong>in</strong>gprozess ............68<br />

Coole Hot Spots sorgen für 30 % Zeitersparnis ............68<br />

Die erste Wärmebildkamera für elektrische Inspektionen .....68<br />

Umfassendes Anwendungspaket zur Verbesserung von<br />

Gießleistung und Qualität ............................69<br />

Neues Funktelemetrie-System zur Echtzeit-Temperaturprofilmessung<br />

<strong>in</strong> Industrieprozessen ....................69<br />

touchM Industrie-Tastaturen mit kapazitiver Schalttechnologie<br />

.......................................70<br />

Induktiv beheizte Präzisions-Fe<strong>in</strong>gussanlage für Luft- und<br />

Raumfahrt, Mediz<strong>in</strong>, mechanische Bauteile und Schmuck<strong>in</strong>dustrie<br />

.........................................71<br />

Fa c h b e r i c h t e<br />

Energieeffiziente Prozessführung bei <strong>der</strong><br />

Produktion von stranggepressten Edelstahlrohren<br />

(S. 31)<br />

Stefan Beer<br />

E<strong>in</strong>satz von Induktionsanlagen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Produktion von<br />

stranggepressten Edelstahlrohren<br />

Induction systems <strong>in</strong> production of extruded sta<strong>in</strong>less steel pipes ................29<br />

Olaf Irretier, Werner Schütt<br />

Konvektive Erwärmung – Aspekte im Industrieofenbau<br />

Convective Heat<strong>in</strong>g – Aspects <strong>in</strong> <strong>in</strong>dustrial furnaces . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33<br />

Marie-Luise Bopp<br />

Infrarot-Strahler für effiziente <strong>in</strong>dustrielle Wärmeprozesse<br />

Infrared emitters for efficient thermal <strong>in</strong>dustrial processes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41<br />

Konvektive Erwärmung – „Jet-Heat<strong>in</strong>g“<br />

Kammer-Ofenanlage für Alum<strong>in</strong>iumbauteile<br />

(S. 34)<br />

Bodo Schmitt<br />

Effizienter E<strong>in</strong>satz von Thyristor-Leistungs stellern <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

<strong>Prozesstechnik</strong><br />

Efficient use of thyristor power controllers <strong>in</strong> process eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g ................45<br />

2 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


J o u r n a l<br />

Term<strong>in</strong>kalen<strong>der</strong> ...................................10<br />

Fortbildung ......................................14<br />

Veranstaltungen ..................................18<br />

Personalien ......................................21<br />

Medien .........................................24<br />

G e w u s s t w i e<br />

A u s d e r Pr a x i s<br />

Fo r s c h u n g a k t u e l l<br />

G r u n d l a g e n<br />

Grundlagen und Anwendungen elektrothermischer<br />

Verfahren .......................................61<br />

Folge 9: Indirekte Wi<strong>der</strong>standserwärmung<br />

Fi r m e n p o r t r ä t<br />

NEU !<br />

Smartphones und Prozessstromversorgungen – Wie passt<br />

das zusammen?. ..................................27<br />

Heizleistung von elektrisch beheizten Industrieöfen <strong>in</strong>telligent<br />

geregelt. ....................................49<br />

Induktive Zwischenerwärmung zur Erweiterung <strong>der</strong><br />

Prozess grenzen von Umformverfahren im Halbwarm-<br />

Temperatur bereich. ................................51<br />

Th e r m p r o c e s s 2011<br />

Beste Aussichten für „The Bright World of Metals“ ........57<br />

THERMPROCESS Symposium .........................58<br />

„Aussteller kommen mit Produktneuheiten und Highlights<br />

nach Düsseldorf”. .................................59<br />

I m Pr o f i l<br />

Folge 1:<br />

Der Fachverband Thermoprozesstechnik im VDMA ........65<br />

SOLO Swiss Group. ................................72<br />

M a r k t ü b e r s i c h t<br />

Thermoprozessanlagen für die elektrothermische<br />

Behandlung ......................................74<br />

Bauelemente, Ausrüstungen sowie Betriebs- und<br />

Hilfsstoffe .......................................83<br />

Beratung, Planung, Dienstleistungen, Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g .........87<br />

Fachverbände, Hochschulen, Institute, Organisationen. .....88<br />

Messegesellschaften, Aus- und Weiterbildung ............88<br />

www.elektrowaerme-markt.de<br />

Editorial ..........................................1<br />

Inserentenverzeichnis. ..............................44<br />

Impressum. ...........................3. Umschlagseite<br />

Programm-Höhepunkte<br />

NEU<br />

NEU<br />

Mo<strong>der</strong>ation: Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke,<br />

Leibniz Universität Hannover, Institut für Elektroprozesstechnik<br />

Themenblock 1 Grundlagen<br />

Physikalische Grundlagen des <strong>in</strong>duktiven Schmelzens<br />

Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake, 10:15 – 11:00<br />

Aufbau e<strong>in</strong>er Tiegelofenanlage<br />

Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke, 11:00 – 11:45<br />

Aufbau von R<strong>in</strong>nen- und Gießöfen<br />

Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke, 11:45 – 12:30<br />

Themenblock 2 Ofenauslegung und <strong>Energieeffizienz</strong><br />

Auslegung von Schmelz- und Gießanlagen<br />

Dr.-Ing. Erw<strong>in</strong> Dötsch, 13:30 – 14:15<br />

Energieaufwand und Energiemanagement beim<br />

<strong>in</strong>duktiven Schmelzen<br />

Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake, 14:15 – 15:00<br />

Themenblock 3 Betriebssicherheit und Netzrückwirkung<br />

Sicherheits- und Überwachungse<strong>in</strong>richtungen<br />

Dr.-Ing. Manfred Hopf, 15:30 – 16:15 Uhr<br />

Theoretische und praktische Aspekte von Oberschw<strong>in</strong>gungen<br />

Dipl.-Ing. Klemens Peters, 16:15 – 17:00 Uhr<br />

Wann und Wo?<br />

2. Praxissem<strong>in</strong>ar<br />

Induktives<br />

SCHMELZEN<br />

&GIESSEN<br />

von Eisen- und<br />

Nichteisenmetallen<br />

20.- 21. September, Atlantic Congress Hotel Essen<br />

Workshop 1 Eisenmetalle<br />

Mo<strong>der</strong>ation Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake<br />

• Schmelzmetallurgie und Feuerfestauskleidung<br />

• Betrieb von Schmelz- und Gießanlagen<br />

Vorträge und Diskussionen mit Dr.-Ing. Erw<strong>in</strong> Dötsch<br />

Workshop 2 Nichteisenmetalle<br />

Mo<strong>der</strong>ation Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke<br />

• Schmelzmetallurgie und Feuerfestauskleidung<br />

• Betrieb von Schmelz- und Gießanlagen<br />

Vorträge und Diskussionen mit Dr.-Ing. Wilfried Schmitz<br />

Term<strong>in</strong>:<br />

• Dienstag, 20.09.2011, Veranstaltung (09:30 – 17:00 Uhr)<br />

Geme<strong>in</strong>same Abendveranstaltung ab 19:00 Uhr<br />

• Mittwoch, 21.09.2011<br />

Zwei Workshops zur Auswahl (09:00 – 12:30 Uhr)<br />

Ort:<br />

Atlantic Congress Hotel Essen, www.atlantic-hotels.de<br />

Zielgruppe:<br />

Betreiber, Planer und Anlagenbauer Veranstalter<br />

von Schmelzanlagen<br />

Teilnahmegebühr:<br />

• ewi Abonnenten o<strong>der</strong>/und<br />

auf Firmenempfehlung: 770 €<br />

• regulärer Preis: 870 €<br />

NEU<br />

+ 2 Workshops<br />

+ Fachausstellung<br />

Mehr Information und Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung unter<br />

www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

3


Fa s z i n a t i o nTe c h n i k


R<strong>in</strong>nen<strong>in</strong>duktionsöfen Das sorgfältige Entfernen <strong>der</strong><br />

Schlacke beim Schmelzen von Gusseisen <strong>in</strong> Mittelfrequenztiegelofenanlagen<br />

muss, <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e bei kle<strong>in</strong>eren Öfen,<br />

teilweise manuell erfolgen. (Quelle: OTTO JUNKER GmbH)


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

Siemens nimmt Stahlwerk und<br />

Brammenstranggießanlage bei ThyssenKrupp<br />

CSA <strong>in</strong> Brasilien <strong>in</strong> Betrieb<br />

Anfang November 2010 hat<br />

Siemens VAI Metals Technologies<br />

auch den Konverter und<br />

die Brammenstranggießanlage<br />

<strong>der</strong> zweiten Produktionsl<strong>in</strong>ie<br />

im Hüttenwerk von ThyssenKrupp<br />

CSA Si<strong>der</strong>ùrgica do<br />

Atlântico <strong>in</strong> Betrieb genommen.<br />

Auf <strong>der</strong> ersten L<strong>in</strong>ie war<br />

bereits im September 2010<br />

die erste Bramme produziert<br />

worden. Das Hüttenwerk ist<br />

für e<strong>in</strong>e Jahresproduktion von<br />

rund 5 Mio. t Brammen ausgelegt.<br />

Siemens VAI lieferte<br />

dafür zwei Blasstahlkonverter,<br />

sekundärmetallurgische Anlagen,<br />

Primär- und Sekundärentstaubungsanlagen<br />

sowie<br />

zwei Brammenstranggießanlagen<br />

<strong>in</strong>klusive <strong>der</strong> zugehörigen<br />

Elektro- und Automatisierungstechnik.<br />

„Die Effizienz<br />

und die Sicherheit <strong>der</strong> Anlagenkonfiguration<br />

s<strong>in</strong>d bee<strong>in</strong>druckend“,<br />

sagte Dr. Eichelkraut,<br />

CEO von ThyssenKrupp<br />

CSA. „Die produzierten Brammen<br />

besitzen schon unmittelbar<br />

nach <strong>der</strong> Inbetriebnahme<br />

e<strong>in</strong>e außerordentlich hohe<br />

Qualität.“<br />

Die Stahlerzeugung im Hüttenwerk<br />

<strong>in</strong> Sepetiba, Bundesstaat<br />

Rio de Janeiro, erfolgt<br />

mithilfe von zwei 330-t-<br />

Blasstahlkonvertern. Sie s<strong>in</strong>d<br />

mit wartungsfreien ConL<strong>in</strong>k-<br />

Gefäß aufhängungssystemen,<br />

Schnellwechsel-Sauerstofflanzen,<br />

pneumatischen Schlackenrückhaltevorrichtungen<br />

sowie Sublanzen und Bodenspüle<strong>in</strong>richtungen<br />

ausgerüstet.<br />

Zur Sekundärmetallurgie<br />

gehören zwei Pfannenspülstände<br />

zur Homogenisierung,<br />

e<strong>in</strong> chemischer Aufheizstand<br />

sowie e<strong>in</strong>e RH-Vakuum-Entgasungsanlage.<br />

Das RH-Gefäß<br />

verfügt über e<strong>in</strong>e COB-Lanze<br />

Än<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Brammenbreite,<br />

das MoldExpert-System zur<br />

automatischen Durchbruchfrüherkennung<br />

und Überwachung<br />

<strong>der</strong> Strangschalenreibung<br />

sowie <strong>der</strong> DynaFlex-Kokillenoszillator<br />

zur flexiblen<br />

E<strong>in</strong>stellung <strong>der</strong> Oszillierparameter.<br />

In <strong>der</strong> Richtzone und<br />

dem Horizontalbereich kommen<br />

wartungsfreundliche<br />

Smart-Segmente zum E<strong>in</strong>satz.<br />

Zwischengestützte Strangführungsrollen<br />

sorgen für e<strong>in</strong>e<br />

hohe Lebensdauer. Für e<strong>in</strong>e<br />

optimale Brammenkühlung<br />

wird das Sekundärkühlsystem<br />

Dynacs, zur Qualitätssicherung<br />

das Kontrollsystem<br />

VAI-Q e<strong>in</strong>gesetzt. Siemens VAI<br />

lieferte auch die Automatisierungs-<br />

und Prozessleittechnik<br />

<strong>der</strong> Brammenstranggießanlagen.<br />

Damit lassen sich alle Betriebsparameter<br />

über den gesamten<br />

Produktionsprozess<br />

optimal aufe<strong>in</strong>an<strong>der</strong> abstimmen.<br />

Die gesamte Anlage lief<br />

ab dem ersten Guss <strong>in</strong> Vollautomatik-Modus.<br />

Siemens AG<br />

www.siemens.com/metals<br />

(Comb<strong>in</strong>ed Oxygen Blow<strong>in</strong>g)<br />

zur Entkohlung und exakten<br />

E<strong>in</strong>stellung <strong>der</strong> Stahlqualität.<br />

Für die Primärentstaubung<br />

kommt erstmals <strong>in</strong> Südamerika<br />

e<strong>in</strong>e Trockenentstaubungsanlage<br />

zur Anwendung. Sie ist<br />

ausgelegt für die Re<strong>in</strong>igung<br />

und Rückgew<strong>in</strong>nung von<br />

282.600 Nm 3 /h Konvertergas.<br />

Dabei wird auch die Abwärme<br />

des Konvertergases <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>er Dampfkesselanlage zur<br />

Dampferzeugung genutzt. Die<br />

Sekundärentstaubung verfügt<br />

über e<strong>in</strong>e Kapazität von mehr<br />

als 2,2 Mio. m 3 /h.<br />

Auf den Brammenstranggießanlagen<br />

können Brammen<br />

mit e<strong>in</strong>er Breite von 800 bis<br />

2.000 mm, e<strong>in</strong>er Dicke von<br />

200 bis 260 mm und Brammenlängen<br />

zwischen 6 und<br />

12 m vergossen werden. Zur<br />

Sicherung <strong>der</strong> Produktqualität<br />

und Optimierung des Produktionsablaufs<br />

dient e<strong>in</strong>e Reihe<br />

von Technologiepaketen.<br />

Dazu gehören die automatische<br />

Gießspiegelregelung Lev-<br />

Con, DynaWidth zur Onl<strong>in</strong>e-<br />

Brechmann-Guss <strong>in</strong>vestiert <strong>in</strong> neue Formanlage<br />

Brechmann-Guss, e<strong>in</strong>e auf<br />

Sphäroguss und Son<strong>der</strong>werkstoffe<br />

spezialisierte Gießerei<br />

hat im Sommer 2010 <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e<br />

neue Formanlage <strong>in</strong>vestiert.<br />

Die Anlage aus dem Hause<br />

He<strong>in</strong>rich Wagner S<strong>in</strong>to, die<br />

wie<strong>der</strong> mit dem bewährten<br />

„Seiatsu-Verfahren“ arbeitet,<br />

wurde <strong>in</strong> Betrieb genommen.<br />

Angefangen von ersten<br />

Überlegungen <strong>in</strong> 2007 wurden<br />

Ideen und Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

<strong>in</strong> 2008 konkretisiert. Mit<br />

Projektfortschritt wurden Teilbereiche<br />

<strong>der</strong> Entwürfe weiterentwickelt,<br />

an<strong>der</strong>e Bereiche<br />

überarbeitet. Nach Fixierung<br />

des grundsätzlichen Anlagenkonzepts<br />

fand zusammen<br />

mit <strong>der</strong> Fa. Webac die Anb<strong>in</strong>dungsauslegung<br />

<strong>der</strong> Sandaufbereitung<br />

statt.<br />

Als erster großer Bauabschnitt<br />

konnte im Sommer 2009 e<strong>in</strong><br />

notwendiger Keller mit Fundamenten<br />

zur Aufnahme <strong>der</strong><br />

erfor<strong>der</strong>lichen Stahlbauunterkonstruktion<br />

realisiert werden,<br />

bevor im Herbst des Jahres<br />

die eigentliche Formanlage<br />

für Sommer 2010 <strong>in</strong> Auftrag<br />

gegeben wurde. Technisch<br />

und h<strong>in</strong>sichtlich des Formprozesses<br />

knüpft die Anlage an<br />

Bewährtes an, so dass sowohl<br />

alle Formkästen, <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

aber die Modelle<strong>in</strong>richtungen<br />

vollständig und unverän<strong>der</strong>t<br />

auf <strong>der</strong> neuen Formanlage<br />

zum E<strong>in</strong>satz kommen können<br />

und die auf Sphäroguss<br />

und Son<strong>der</strong>werkstoffe wie<br />

Ni-Resist, SiMo und ADI spezialisierte<br />

Gießerei am etablierten<br />

Kastenmaß von 600 x<br />

400 x 220/220 mm festgehalten<br />

hat.<br />

Für die Erfüllung umwelt- und<br />

immissionstechnischer Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

wurden bereits im<br />

Vorfeld entsprechende Maßnahmen<br />

e<strong>in</strong>geleitet. So ist sowohl<br />

die Gieß- und Kühlstrecke<br />

e<strong>in</strong>gehaust, diese und die<br />

Formanlage nebst Sandaufbereitung<br />

s<strong>in</strong>d an mo<strong>der</strong>nste<br />

Absaug- und Filteranlagen<br />

angeschlossen. Für die Sicherheit<br />

<strong>der</strong> Mitarbeiter wurden<br />

umfangreiche Schutze<strong>in</strong>richtungen<br />

im gesamten Anlagenbereich<br />

<strong>in</strong>stalliert. Mit <strong>der</strong><br />

Entscheidung für diese Investition,<br />

<strong>in</strong> Zeiten schwieriger konjunktureller<br />

Bed<strong>in</strong>gungen getroffen,<br />

hat Brechmann-Guss<br />

e<strong>in</strong>en wesentlichen strategischen<br />

Schritt für die zukünftige<br />

Produktion vollzogen. Damit<br />

ist das Unternehmen für<br />

die Zukunft gut gerüstet.<br />

BRECHMANN-GUSS<br />

Josef Brechmann GmbH & Co. KG<br />

www.brechmann-guss.de<br />

6 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

Alu statt Kupfer – Hydro liefert Rohre für<br />

Sonnenkollektoren<br />

Der Alum<strong>in</strong>iumkonzern Hydro<br />

hat se<strong>in</strong>e ersten Aufträge zur<br />

Lieferung von Rohren für Solaranlagen<br />

erhalten. In Europa<br />

hat das Unternehmen e<strong>in</strong>en<br />

Vorsprung, wenn es um die<br />

Verwendung von Alum<strong>in</strong>iumrohren<br />

statt <strong>der</strong> traditionellen<br />

Kupferrohre <strong>in</strong> <strong>der</strong> Solarthermie-Industrie<br />

geht.<br />

Hydro erhielt Lieferaufträge<br />

von <strong>der</strong> Solarbayer GmbH <strong>in</strong><br />

Deutschland und vom polnischen<br />

Unternehmen Hewalex,<br />

die Rundrohrlösungen für ihre<br />

jeweiligen thermischen Solaranlagen<br />

bestellt haben. Diese<br />

Rohre werden im Allgeme<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong> Flachkollektoren auf Dächern<br />

verendet, und zwar für<br />

Wohngebäude und zur <strong>in</strong>dustriellen<br />

Nutzung. Flachkollektoren<br />

werden vorwiegend <strong>in</strong><br />

thermischen Solaranlagen <strong>in</strong><br />

Europa verwendet. Während<br />

Alum<strong>in</strong>ium bei Absorberplatten<br />

bereits Kupfer als bevorzugtes<br />

Material ersetzt, kommen<br />

nun die ersten auch mit<br />

Alurohren hergestellten Absorber<br />

auf den Markt. „Wir<br />

bieten Alum<strong>in</strong>iumlegierungen<br />

an, die über die gesamte Laufzeit<br />

des Systems korrosionsbeständig<br />

s<strong>in</strong>d“, sagt Salvador<br />

Biosca, Leiter des Sektors Precision<br />

Tub<strong>in</strong>g bei Hydro.<br />

Im Dezember lagen die Ergebnisse<br />

von Untersuchungen<br />

zur Hochtemperaturkorrosion<br />

vor, die Hydro zusammen<br />

mit dem Institut für Solartechnik<br />

Prüfung Forschung (SPF)<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Schweiz durchgeführt<br />

ABP startet erfolgreich <strong>in</strong> 2011<br />

Für die ABP Induction System<br />

GmbH wird e<strong>in</strong> Großteil <strong>der</strong><br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Krise seit 2008 zurückgestellten<br />

Projekte wie<strong>der</strong> aktuell.<br />

Zu Jahresbeg<strong>in</strong>n konnten<br />

<strong>in</strong> diesem Zusammenhang<br />

die ersten Aufträge gebucht<br />

hat. Die Tests simulierten e<strong>in</strong>e<br />

Nutzung über 20 Jahre und<br />

bestätigten, dass Alum<strong>in</strong>iumrohre<br />

mit <strong>der</strong> Legierung Hy-<br />

LifeT Solar von Hydro für die<br />

Verwendung <strong>in</strong> thermischen<br />

Solaranlagen geeignet s<strong>in</strong>d.<br />

Das ist doppelt so lange wie<br />

die zehnjährige Standardgarantie<br />

<strong>der</strong> Industrie. „Wir arbeiten<br />

mit Kunden und potenziellen<br />

Kunden bei Produkten<br />

und Lösungen zusammen,<br />

die als <strong>in</strong>novativ gelten dürfen<br />

und die die Kunden attraktiv<br />

f<strong>in</strong>den. Wir hoffen, dass die<br />

Solarthermie-Branche nach<br />

diesen Aufträgen das Potenzial<br />

von Alum<strong>in</strong>ium stärker <strong>in</strong><br />

Betracht zieht.“<br />

Hydro Communication<br />

www.hydro.com/deutschland<br />

werden, so beispielsweise<br />

fünf 3-t-MF-Induktionstiegelöfen<br />

mit je 2.450 kW Umrichterleistung<br />

bei Siam Nawaloha<br />

Foundry Co. Ltd. (SNF) <strong>in</strong><br />

Thailand, die die vor zwei Jahren<br />

von ABP gelieferte Induk-<br />

Spielen Sie ruhig mit<br />

dem Feuer ...<br />

... mit Promat Technische Wärmedämmung s<strong>in</strong>d Sie auf <strong>der</strong><br />

sicheren Seite, wenn es um Feuerfest und Hochtemperatur-<br />

Dämmung geht. Als Marktführer für Calciumsilikate haben<br />

wir auch für Ihr Problem die optimale Lösung.<br />

Ob für die Stahl-, Eisen-, Alum<strong>in</strong>ium-, Glas- o<strong>der</strong> Keramik<strong>in</strong>dustrie.<br />

Von <strong>der</strong> Materialauswahl über die Konfektionierung<br />

und das Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g bis zur Montage.<br />

Was können wir für Sie tun?<br />

Weitere Informationen senden wir Ihnen gern zu.<br />

Schreiben, faxen o<strong>der</strong> mailen Sie uns e<strong>in</strong>fach.<br />

Promat GmbH<br />

Technische Wärmedämmung<br />

Postfach 10 15 64<br />

40835 Rat<strong>in</strong>gen<br />

Telefon 02102/493-0<br />

Telefax 02102/493115<br />

www.promat.de<br />

verkauf3@promat.de<br />

Wir s<strong>in</strong>d dabei: Hannover Messe vom 04. – 08.04.2011 <strong>in</strong> Halle 5, Stand D26 /<br />

THERMPROCESS Düsseldorf vom 28.06. – 02.07.2011 <strong>in</strong> Halle 9, Stand D35<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

7


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

tionsschmelzanlage <strong>der</strong> Eisengießerei<br />

ergänzen.<br />

Auch die M. Busch GmbH &<br />

Co. KG realisiert den schon<br />

länger geplanten Ausbau ihrer<br />

Schmelzanlage im Werk<br />

Wehrstapel und beauftragte<br />

ABP mit <strong>der</strong> Lieferung e<strong>in</strong>es<br />

8-t-MF-Induktionstiegelofens<br />

mit 6.000 kW Umrichterleistung.<br />

Neben <strong>der</strong> Ergänzung<br />

<strong>der</strong> bisher alle<strong>in</strong> vom Kupolofen<br />

kommenden Schmelzeproduktion<br />

bietet <strong>der</strong> Elektroofen<br />

die Möglichkeit, die <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> eigenen Verarbeitung anfallenden<br />

Gussspäne als kostengünstiges<br />

Kreislaufmaterial<br />

nach Sorten sortiert e<strong>in</strong>zuschmelzen<br />

und auf diese Weise<br />

die Wirtschaftlichkeit <strong>der</strong><br />

Herstellung <strong>der</strong> verschiedenen<br />

Grauguss-Legierungen zu verbessern.<br />

E<strong>in</strong> <strong>in</strong>duktiv beheizter Gießofen<br />

mit 10 t Nutz<strong>in</strong>halt wurde<br />

bei ABP von Cifunsa del<br />

Bajio S.A. de C.V. für fortschrittliches<br />

Gießen <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Grauguss-Gießerei <strong>in</strong> Irapuato<br />

(Mexiko) bestellt. Die Gieße<strong>in</strong>richtung<br />

ist mit dem Gießsystem<br />

OPTIPOUR ® zum automatischen<br />

Gießen ausgerüstet,<br />

wobei e<strong>in</strong> L<strong>in</strong>elaser den Badspiegel<br />

im E<strong>in</strong>guss <strong>der</strong> Form<br />

kont<strong>in</strong>uierlich erfasst.<br />

ABP Induction System GmbH<br />

www.abp<strong>in</strong>duction.com/de<br />

Schmolz + Bickenbach Guss: Neue<br />

Auspackanlage erhöht Effektivität<br />

E<strong>in</strong>e Optimierung des Materialflusses,<br />

e<strong>in</strong>e Erweiterung<br />

<strong>der</strong> Produktionskapazitäten<br />

sowie e<strong>in</strong>e Reduzierung <strong>der</strong><br />

Schw<strong>in</strong>gungs- und Staubemission<br />

– das s<strong>in</strong>d die Ergebnisse,<br />

die die Schmolz + Bickenbach<br />

Guss Gruppe durch e<strong>in</strong>e neue<br />

Halle mit Auspackanlage am<br />

Standort Krefeld erzielt. Nach<br />

e<strong>in</strong>er Bauzeit von rund zwei<br />

Jahren wurde diese Mitte November<br />

2010 feierlich e<strong>in</strong>geweiht.<br />

Die Investition ist Teil<br />

e<strong>in</strong>er strategischen Neuausrichtung<br />

des Unternehmens,<br />

die <strong>in</strong> erster L<strong>in</strong>ie auf e<strong>in</strong>e<br />

Schärfung des Produktportfolios<br />

und e<strong>in</strong>e Performanceverbesserung<br />

abzielt.<br />

„In Zusammenarbeit mit dem<br />

Beratungsunternehmen Management<br />

Eng<strong>in</strong>eers erarbeiteten<br />

wir 2008 e<strong>in</strong> Konzept<br />

zur langfristigen Sicherung<br />

unserer Standorte“, er<strong>in</strong>nert<br />

sich Matthias Pampus-Me<strong>der</strong>,<br />

Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>der</strong> Geschäftsführung<br />

<strong>der</strong> Schmolz + Bickenbach<br />

Guss Gruppe. Das<br />

Ergebnis war e<strong>in</strong> umfangreicher<br />

Investitionsplan. Nach<br />

dem Ausbau <strong>der</strong> Fe<strong>in</strong>gussabteilung<br />

am Standort Ennepetal<br />

war die Neustrukturierung<br />

<strong>der</strong> Krefel<strong>der</strong> Produktion das<br />

zweite große Projekt, das <strong>in</strong><br />

Angriff genommen wurde. Im<br />

April 2009 erfolgte hier <strong>der</strong><br />

Spatenstich für den Bau e<strong>in</strong>er<br />

Halle mit Auspackanlage.<br />

Vorrangiges Ziel war die Verbesserung<br />

<strong>der</strong> Fertigungssituation<br />

im Bereich <strong>der</strong> Gießerei.<br />

Hier kam es aufgrund beengter<br />

Platzverhältnisse sowie<br />

durch beschränkte Laufzeiten<br />

<strong>der</strong> Auspackanlage immer<br />

wie<strong>der</strong> zu Verzögerungen im<br />

Materialfluss. Durch den Bau<br />

<strong>der</strong> 890 m 2 großen separaten<br />

Auspackhalle erhöht die Guss<br />

Gruppe die Effektivität <strong>der</strong><br />

Produktionsprozesse: Der Materialfluss<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Gießerei wird<br />

durch den Platzgew<strong>in</strong>n sowie<br />

die damit verbundene Entzerrung<br />

<strong>der</strong> Fertigung beschleunigt.<br />

Größter Pluspunkt ist<br />

die erweiterte Nutzbarkeit <strong>der</strong><br />

Auspackanlage. Sie ist deutlich<br />

schw<strong>in</strong>gungsreduziert und<br />

steht auf e<strong>in</strong>em speziellen Fundament<br />

aus lärm- und vibrationsm<strong>in</strong><strong>der</strong>ndem<br />

Stahlbeton.<br />

SCHMOLZ + BICKENBACH GUSS<br />

GmbH<br />

www.guss.schmolz-bickenbach.com<br />

Insgesamt 100 MF-Öfen von Inductotherm<br />

So stark die Rivalität bei<strong>der</strong><br />

Nationen bei Ereignissen wie<br />

e<strong>in</strong>em Län<strong>der</strong>spiel auch se<strong>in</strong><br />

mag, so gut gestaltet sich die<br />

Zusammenarbeit zwischen<br />

<strong>der</strong> holländischen Gießerei<strong>in</strong>dustrie<br />

und <strong>der</strong> Inductotherm<br />

Deutschland GmbH. Von beson<strong>der</strong>er<br />

Bedeutung <strong>in</strong> diesem<br />

Zusammenhang ist sicherlich<br />

die Lage <strong>der</strong> Inductotherm<br />

Deutschland GmbH mit<br />

Sitz <strong>in</strong> Simmerath bei Aachen<br />

– nahe <strong>der</strong> deutsch/nie<strong>der</strong>ländischen<br />

Grenze.<br />

Seit Januar 2006 werden die<br />

Nie<strong>der</strong>lande von Inductotherm<br />

Deutschland aus betreut. Namhafte<br />

holländische Unternehmen<br />

sowie zahlreiche mittlere<br />

und kle<strong>in</strong>ere Familiengießereien<br />

schenkten Inductotherm<br />

seitdem ihr Vertrauen und or<strong>der</strong>ten<br />

neue Schmelzofenanlagen<br />

für bestehende o<strong>der</strong><br />

neue Standorte (von 2006<br />

bis Mitte 2010 wurden <strong>in</strong>sgesamt<br />

18 MF-Öfen bei Inductotherm<br />

Deutschland geor<strong>der</strong>t).<br />

Bei den Projekten gestalteten<br />

ALD Vacuum Technologies: Ch<strong>in</strong>esischer<br />

Hartmetall Hersteller kauft 3 S<strong>in</strong>ter-HIP-Öfen<br />

Xiamen Golden Egret Special<br />

Alloy Co., Ltd. (Ch<strong>in</strong>a), e<strong>in</strong>er<br />

<strong>der</strong> führenden Hersteller<br />

von Hartmetallteilen, hat drei<br />

Produktionsanlagen zum Entwachsen<br />

und Hochdrucks<strong>in</strong>tern<br />

vom Typ VKPgr von ALD<br />

sich e<strong>in</strong>ige als beson<strong>der</strong>e Herausfor<strong>der</strong>ung.<br />

So handelt es<br />

sich bei <strong>der</strong> Anlage für die Firma<br />

Van Voorden um e<strong>in</strong>es <strong>der</strong><br />

größten Schmelzofenprojekte<br />

<strong>in</strong> den Nie<strong>der</strong>landen. Hier wurde<br />

e<strong>in</strong>e komplett neue Gießerei<br />

für die folgenden Produktionsl<strong>in</strong>ien<br />

errichtet. Bei<br />

<strong>der</strong> Firma Wärtsilä Propul sion<br />

Netherlands B.V. wurde e<strong>in</strong>e<br />

bestehende Schmelzofenanlage<br />

des Wettbewerbs durch<br />

e<strong>in</strong>e Inductotherm Ofenanlage<br />

ersetzt. Die Anlage besteht aus<br />

e<strong>in</strong>em 12,5-t-Ofen vom Typ<br />

Stahlmantel. Dieser wird an<br />

e<strong>in</strong>en VIP POWER TRAK Umrichter<br />

mit e<strong>in</strong>er elektrischen<br />

Leistung von 1.250 kW angeschlossen.<br />

Die Anlage wird für<br />

das Schmelzen e<strong>in</strong>er speziellen<br />

Bronzelegierung zur Herstellung<br />

großer Schiffsschrauben<br />

genutzt. Insgesamt s<strong>in</strong>d <strong>der</strong>zeit<br />

<strong>in</strong> den Nie<strong>der</strong>landen 100<br />

Inductotherm-Schmelzofenanlagen<br />

<strong>in</strong>stalliert.<br />

Inductotherm Deutschland GmbH<br />

www.<strong>in</strong>ductotherm.de<br />

Vacuum Technologies GmbH<br />

(ALD), <strong>der</strong> Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g Systems<br />

Division von AMG Advanced<br />

Metallurgical Group<br />

N.V. (AMG, EURONEXT AMS-<br />

TERDAM: AMG), bestellt. Diese<br />

Öfen ermöglichen das S<strong>in</strong>-<br />

8 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

tern unter Hochdruck mit bis<br />

zu 100 bar Argon Gasdruck,<br />

dem letzten Schritt <strong>in</strong> <strong>der</strong> Produktion<br />

von hochqualitativen<br />

Hartmetallen.<br />

Der VKPgr-Ofen von ALD<br />

komb<strong>in</strong>iert die drei maßgeblichen<br />

Prozesse <strong>in</strong> <strong>der</strong> Produktion<br />

von Hartmetallen.<br />

Im ersten Prozesszyklus wird<br />

das sogenannte Grünteil entwachst.<br />

Als nächstes werden<br />

die Komponenten im Vakuum<br />

bei Temperaturen von etwa<br />

1.400 °C ges<strong>in</strong>tert. Im letzten<br />

Schritt werden die Teile<br />

unter Hochdruck verdichtet,<br />

um e<strong>in</strong>e porenfreie Materialstruktur<br />

zu erreichen. Der<br />

Schritt des Hochdruckpressens<br />

dient <strong>der</strong> Sicherstellung<br />

<strong>der</strong> höchsten mechanischen<br />

Eigenschaften <strong>der</strong> Hartmetall-<br />

Komponenten, wie z. B. für<br />

Werkzeuge wie Bohrer und<br />

Fräser. Golden Egret, e<strong>in</strong>er<br />

<strong>der</strong> Hauptakteure auf dem<br />

Hartmetall-Markt, hat bereits<br />

seit Jahren verschiedene ALD-<br />

S<strong>in</strong>teröfen im E<strong>in</strong>satz. Dieser<br />

neue Vertrag bestätigt erneut<br />

die gute Zusammenarbeit bei<strong>der</strong><br />

Unternehmen und <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

die hohe Qualität<br />

und Zuverlässigkeit <strong>der</strong> Produkte<br />

von ALD.<br />

ALD Vacuum Technologies GmbH<br />

www.ald-vt.de<br />

ArcelorMittal Hochfeld bestellt<br />

Hochleistungsdrahtstraße bei SMS Meer<br />

ArcelorMittal Hochfeld GmbH,<br />

mit Sitz <strong>in</strong> Duisburg, hatte<br />

SMS Meer vor zwei Jahren den<br />

Auftrag zur Lieferung e<strong>in</strong>er<br />

kompletten Hochleistungsdrahtstraße<br />

für Qualitätsstähle<br />

erteilt. Auf Grund <strong>der</strong><br />

damaligen wirtschaftlichen<br />

Entwicklung wurde <strong>der</strong> Auftrag<br />

vorübergehend von Kundenseite<br />

gestoppt. Vor kurzem<br />

ist <strong>der</strong> Auftrag wie<strong>der</strong> <strong>in</strong><br />

Kraft getreten und die Anlage<br />

wird die Produktion im Frühjahr<br />

2012 aufnehmen. Zusätzlich<br />

werden die Drahtblöcke<br />

mit e<strong>in</strong>er von SMS Meer neu<br />

entwickelten E<strong>in</strong>zelantriebstechnik<br />

(MEERdrive®) ausgestattet.<br />

Die neue Drahtstraße<br />

ist konzipiert für das Walzen<br />

technologisch anspruchsvoller<br />

und damit äußerst hochwertiger<br />

Stahlqualitäten mit engen<br />

Toleranzen. Sie zeichnet<br />

sich durch Kompaktheit und<br />

Effizienz aus. Ausgelegt ist<br />

die Hochleistungsdrahtstraße<br />

für e<strong>in</strong>e Jahreskapazität von<br />

690.000 t.<br />

Zum Auftragsumfang von<br />

SMS Meer gehören e<strong>in</strong> Hubbalkenofen,<br />

die mechanischen<br />

und elektrischen E<strong>in</strong>richtungen<br />

<strong>der</strong> Walzstraße, sämtliche<br />

Versorgungsanlagen, das<br />

Coil-Handl<strong>in</strong>g und die gesamte<br />

Walz- und Kühltechnologie<br />

sowie Montage. Der Hubbalkenofen<br />

für Knüppel, die e<strong>in</strong>e<br />

Abmessung von 155 mm 2 haben,<br />

wird e<strong>in</strong>e Leistung von<br />

120 t/h erreichen. Darauf folgen<br />

e<strong>in</strong>e viergerüstige Vorstraße<br />

aus stän<strong>der</strong>losen HL-<br />

Gerüsten (Hous<strong>in</strong>gLess) mit<br />

nachfolgendem freien Auslauf<br />

und die Zwischenstraße<br />

aus 14 CL-Gerüsten (CantiLever),<br />

jeweils <strong>in</strong> horizontaler<br />

und vertikaler Anordnung.<br />

Der Drahtauslass umfasst e<strong>in</strong>e<br />

Kühl- und Ausgleichsstrecke<br />

<strong>in</strong> Loop-Anordnung, e<strong>in</strong>en<br />

sechsgerüstigen Drahtblock<br />

mit MEERdrive ® und<br />

e<strong>in</strong>en viergerüstigen FRS ® -<br />

Block (Flexible Reduction and<br />

Siz<strong>in</strong>g) mit MEERdrive ® – beide<br />

<strong>in</strong> UHD-Ausführung (Ultra<br />

Heavy Duty).<br />

Instandhaltung mit<br />

berührungsloser Temperaturmesstechnik<br />

Besuchen Sie<br />

uns auf <strong>der</strong> HMI:<br />

Halle 11<br />

Stand A48<br />

Optris GmbH<br />

Ferd<strong>in</strong>and-Buisson-Str. 14<br />

13127 Berl<strong>in</strong><br />

Nach dem Drahtblock und<br />

dem FRS ® -Block schließt sich<br />

jeweils e<strong>in</strong>e Wasserkühlstrecke<br />

an. Kernstück <strong>der</strong> Anlage<br />

ist das FRS ® , zusammen<br />

mit <strong>der</strong> bewährten Kühl- und<br />

Ausgleichsstrecke. Der Lieferumfang<br />

umfasst e<strong>in</strong>en 104 m<br />

langen W<strong>in</strong>dungskühltransport<br />

LCC ® (Loop Cool<strong>in</strong>g Conveyor)<br />

zur <strong>in</strong>tensivierten sowie<br />

verzögerten Abkühlung,<br />

drei Wasserkühlstrecken sowie<br />

die von SMS Meer entwickelte<br />

CCT ® -Kühltechnologie<br />

(Controlled Cool<strong>in</strong>g Technology).<br />

Mit diesen E<strong>in</strong>richtungen<br />

kann Draht im gesamten<br />

Abmessungsbereich von 5,5<br />

NEU: optris PI<br />

Wärmebildkamera<br />

-20°C bis 900°C<br />

Bildfrequenz: 120 Hz<br />

Industrielles Zubehör<br />

Ab 4.250,00 EUR<br />

Tel.: +49 30 500 197 - 0<br />

Fax: +49 30 500 197 - 10<br />

<strong>in</strong>fo@optris.de<br />

www.optris.de<br />

bis 25,0 mm mittels temperaturkontrolliertem<br />

Walzen produziert<br />

werden. Speziell für<br />

Kaltstauchgüten lassen sich<br />

durch thermomechanisches<br />

Walzen ultrafe<strong>in</strong>e Gefüge erzielen.<br />

Die maximale Walzgeschw<strong>in</strong>digkeit<br />

am W<strong>in</strong>dungsleger<br />

beträgt für 5,5 mm<br />

Draht 120 m/s.<br />

SMS Meer GmbH<br />

www.sms-meer.com<br />

Fe<strong>in</strong>guss Blank: Partnerschaft für Klimaschutz,<br />

<strong>Energieeffizienz</strong> und Innovation<br />

Unternehmen können mit mo<strong>der</strong>ner<br />

Technik und Kreativität<br />

den Energieverbrauch erheblich<br />

senken. Bis zu 25 % <strong>der</strong><br />

Energiekosten lassen sich pro<br />

Jahr e<strong>in</strong>sparen. Elf Unternehmen,<br />

darunter die Firma Fe<strong>in</strong>guss<br />

Blank GmbH aus Riedl<strong>in</strong>gen,<br />

haben das e<strong>in</strong>drucksvoll<br />

vorgemacht. Sie wurden dafür<br />

am 28. Oktober 2010 im Haus<br />

<strong>der</strong> Deutschen Wirtschaft <strong>in</strong><br />

Berl<strong>in</strong> ausgezeichnet. DIHK-<br />

Hauptgeschäftsführer Mart<strong>in</strong><br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

9


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

31. März –<br />

1. April<br />

4.–8.<br />

April<br />

13.–14.<br />

April<br />

9.–11.<br />

Mai<br />

23.–26.<br />

Mai<br />

24–26<br />

Mai<br />

7.–9.<br />

Juni<br />

27. Juni–<br />

1. Juli<br />

28. Juni–<br />

2. Juli<br />

13.–15.<br />

Juli<br />

19.–24.<br />

Sept.<br />

6.–7.<br />

Okt.<br />

10.–12.<br />

Okt.<br />

12.–14.<br />

Okt.<br />

19.–20.<br />

Okt.<br />

Term<strong>in</strong>kalen<strong>der</strong><br />

Messen/Kongresse/Tagungen<br />

Fachtagung Härterei 2011<br />

Münchner Werkstofftechnik-Sem<strong>in</strong>are<br />

<strong>in</strong> München<br />

Tel.: 089 / 65 2762; Fax: 089 / 65 9844<br />

<strong>in</strong>fo@werkstofftechniksem<strong>in</strong>are.de<br />

www.werkstofftechniksem<strong>in</strong>are.de<br />

Hannover Messe 2011<br />

<strong>in</strong> Hannover<br />

Tel.: 0511 / 89 31146; Fax: 0511 / 89 31149<br />

www.hannovermesse.de<br />

BioMat – European Symposium on Biomaterials<br />

and Related Areas<br />

<strong>in</strong> Jena<br />

Tel.: 069 / 75306 757<br />

biomat@dgm.de; www.dgm.de/biomat<br />

Alum<strong>in</strong>ium Dubai 2011<br />

<strong>in</strong> Dubai, Vere<strong>in</strong>igte Arabische Emirate<br />

Tel.: +971 (0) 2 444 6113<br />

tarek.ali@reedexpo.ae; www.alum<strong>in</strong>ium-dubai.com<br />

Schweissen & Schneiden 2011<br />

<strong>in</strong> Moskau, Russland<br />

www.metallurgy-tube-russia.com<br />

CWIEME – Int. Coil W<strong>in</strong>d<strong>in</strong>g Insulation & Electrical<br />

Manufactur<strong>in</strong>g Exhibition and Conference<br />

<strong>in</strong> Berl<strong>in</strong><br />

www.coilw<strong>in</strong>d<strong>in</strong>gexpo.com<br />

Sensor+Test<br />

<strong>in</strong> Nürnberg<br />

<strong>in</strong>fo@sensorfairs.de; www.sensor-test.de<br />

METEC InSteelCon 2011<br />

6 th European Coke and Ironmak<strong>in</strong>g Congress<br />

<strong>in</strong> Düsseldorf<br />

www.metec.de<br />

Thermprocess 2011<br />

10. Internationale Fachmesse und Symposium<br />

<strong>in</strong> Düsseldorf<br />

www.thermprocess.de<br />

Alum<strong>in</strong>ium Ch<strong>in</strong>a 2011<br />

<strong>in</strong> Shanghai, Ch<strong>in</strong>a<br />

Tel.: +86 (0) 21 / 38760 488<br />

alu@reedexpo.com.cn; www.alum<strong>in</strong>iumch<strong>in</strong>a.com<br />

EMO<br />

<strong>in</strong> Hannover<br />

www.emo-hannover.de<br />

Workshop Elektroprozesstechnik<br />

<strong>in</strong> Ilmenau<br />

Tel.: 03677 / 69 1510<br />

ulrich.luedtke@tu-ilmenau.de<br />

www.tu-ilmenau.de/eew<br />

EuroPM2011<br />

<strong>in</strong> Barcelona<br />

www.epma.com<br />

Härterei-Kolloquium 2011<br />

<strong>in</strong> Wiesbaden<br />

awt.ev@t-onl<strong>in</strong>e.de; www.awt-onl<strong>in</strong>e.org<br />

54. Internationales Feuerfestkolloquium<br />

<strong>in</strong> Aachen<br />

www.feuerfest-kolloquium.de<br />

Wansleben betonte: „In <strong>der</strong><br />

Entwicklung <strong>der</strong> Rohstoff- und<br />

Energiepreise sehen die Unternehmen<br />

das größte Konjunkturrisiko,<br />

das belegt auch unsere<br />

aktuelle Herbstumfrage.<br />

Umso wichtiger ist es, Unternehmen<br />

dabei zu unterstützen,<br />

Energie e<strong>in</strong>zusparen.“ Die<br />

Parlamentarische Staatssekretär<strong>in</strong><br />

Kather<strong>in</strong>a Reiche verband<br />

ihren Dank bei den Vertretern<br />

<strong>der</strong> elf Unternehmen mit dem<br />

Wunsch: „Wir hoffen, dass Ihr<br />

Engagement Schule macht,<br />

denn es ist wegweisend für<br />

die vielen Möglichkeiten, mit<br />

unternehmerischer Innovation<br />

und Fähigkeit zu Klimaschutz<br />

und <strong>Energieeffizienz</strong> beizutragen.“<br />

Die bisherigen Erfolge bei <strong>der</strong><br />

Verbesserung <strong>der</strong> <strong>Energieeffizienz</strong><br />

können sich sehen lassen,<br />

wie das Beispiel Fe<strong>in</strong>guss<br />

Blank zeigt: Das im Herbst<br />

2007 gestartete Projekt übertrifft<br />

die Erwartungen auf <strong>der</strong><br />

ganzen L<strong>in</strong>ie. Bis heute wurden<br />

30 E<strong>in</strong>zelprojekte erfolgreich<br />

umgesetzt. Dadurch<br />

werden jährlich 2.100 t CO 2<br />

e<strong>in</strong>gespart. Investitionen von<br />

€ 640.000 stehen jährliche<br />

E<strong>in</strong>sparungen von € 470.000<br />

gegenüber, so dass das Projekt<br />

nicht nur ökologisch son<strong>der</strong>n<br />

auch wirtschaftlich überzeugt.<br />

2009 haben die Bundesregierung<br />

und <strong>der</strong> DIHK die Partnerschaft<br />

für Klimaschutz,<br />

<strong>Energieeffizienz</strong> und Innovation<br />

geschlossen. Dabei steht<br />

die zielgerichtete Information<br />

und Weiterbildung zur Umsetzung<br />

von <strong>Energieeffizienz</strong>maßnahmen<br />

<strong>in</strong> Unternehmen<br />

im Vor<strong>der</strong>grund. Die Gruppe<br />

<strong>der</strong> Klimaschutzunternehmen<br />

wird getragen vom Bundesm<strong>in</strong>isterium<br />

für Umwelt, Naturschutz<br />

und Reaktorsicherheit,<br />

vom Bundesm<strong>in</strong>isterium<br />

für Wirtschaft und Technologie,<br />

dem Deutschen Industrieund<br />

Handelskammertag e. V.<br />

und geför<strong>der</strong>t durch die BMU-<br />

Klimaschutz<strong>in</strong>itiative.<br />

FEINGUSS BLANK GmbH<br />

www.fe<strong>in</strong>guss-blank.de<br />

Gießerei Böhmfeld: GenCast-Verbund(guss)-<br />

forschung unter dem Banner des BMWi<br />

Im Oktober 2010 fiel <strong>der</strong> Startschuss<br />

für e<strong>in</strong> auf drei Jahre<br />

angelegtes Verbundgussprojekt<br />

am Gießerei-Institut<br />

<strong>der</strong> RWTH Aachen. Geme<strong>in</strong>sam<br />

mit dem Fraunhofer Institut<br />

für Lasertechnik und drei<br />

weiteren Firmen nimmt die<br />

Gießerei Böhmfeld <strong>in</strong> Geseke<br />

an dem Geme<strong>in</strong>schaftsprojekt<br />

GenCast teil. Es f<strong>in</strong>det im<br />

Rahmen <strong>der</strong> vom BMWi ausgelobten<br />

ZIM Initative zur För<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Innovationskraft<br />

mittelständiger Unternehmen<br />

statt.<br />

Ziel des Vorhabens ist, die Entwicklung<br />

e<strong>in</strong>er Komb<strong>in</strong>ation<br />

<strong>der</strong> Verfahren Gießen und<br />

SLM (Selective Laser Melt<strong>in</strong>g)<br />

zur Herstellung von Hochleistungswerkzeugen<br />

und -bauteilen<br />

aus unterschiedlichen<br />

Werkstoffkomb<strong>in</strong>ationen. Verbundpartner<br />

ist dabei stets<br />

<strong>der</strong> hüllbildende Stahl, <strong>in</strong> den<br />

Kupfer, Alum<strong>in</strong>ium o<strong>der</strong> Gusseisen<br />

gegossen wird. Durch<br />

die hohe Gestaltungsfreiheit<br />

bei <strong>der</strong> Kon struktion können<br />

Kühlschleifen direkt aus<br />

dem CAD-System konturund<br />

wärmespitzennah aufgebaut<br />

werden. Die so hergestellten<br />

Werkstoffverbundbauteile<br />

f<strong>in</strong>den zum Beispiel<br />

zur optimierten lokalen Werkzeugtemperierung<br />

im Kunststoffspritzguss<br />

o<strong>der</strong> Druckguss<br />

Anwendung. Sie weisen hervorragende<br />

Eigenschaften h<strong>in</strong>sichtlich<br />

Verschleiß, Kühlung<br />

und Warmfestigkeit auf.<br />

Das Projekt ist, typisch für die<br />

ZIM För<strong>der</strong>l<strong>in</strong>ie, sehr nah an<br />

den Bedürfnissen <strong>der</strong> kle<strong>in</strong>en<br />

10 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

31. März –<br />

1. April<br />

4.–8.<br />

April<br />

13.–14.<br />

April<br />

9.–11.<br />

Mai<br />

23.–26.<br />

Mai<br />

24–26<br />

Mai<br />

7.–9.<br />

Juni<br />

27. Juni–<br />

1. Juli<br />

28. Juni–<br />

2. Juli<br />

13.–15.<br />

Juli<br />

19.–24.<br />

Sept.<br />

6.–7.<br />

Okt.<br />

10.–12.<br />

Okt.<br />

12.–14.<br />

Okt.<br />

19.–20.<br />

Okt.<br />

Term<strong>in</strong>kalen<strong>der</strong><br />

Messen/Kongresse/Tagungen<br />

Fachtagung Härterei 2011<br />

Münchner Werkstofftechnik-Sem<strong>in</strong>are<br />

<strong>in</strong> München<br />

Tel.: 089 / 65 2762; Fax: 089 / 65 9844<br />

<strong>in</strong>fo@werkstofftechniksem<strong>in</strong>are.de<br />

www.werkstofftechniksem<strong>in</strong>are.de<br />

Hannover Messe 2011<br />

<strong>in</strong> Hannover<br />

Tel.: 0511 / 89 31146; Fax: 0511 / 89 31149<br />

www.hannovermesse.de<br />

BioMat – European Symposium on Biomaterials<br />

and Related Areas<br />

<strong>in</strong> Jena<br />

Tel.: 069 / 75306 757<br />

biomat@dgm.de; www.dgm.de/biomat<br />

Alum<strong>in</strong>ium Dubai 2011<br />

<strong>in</strong> Dubai, Vere<strong>in</strong>igte Arabische Emirate<br />

Tel.: +971 (0) 2 444 6113<br />

tarek.ali@reedexpo.ae; www.alum<strong>in</strong>ium-dubai.com<br />

Schweissen & Schneiden 2011<br />

<strong>in</strong> Moskau, Russland<br />

www.metallurgy-tube-russia.com<br />

CWIEME – Int. Coil W<strong>in</strong>d<strong>in</strong>g Insulation & Electrical<br />

Manufactur<strong>in</strong>g Exhibition and Conference<br />

<strong>in</strong> Berl<strong>in</strong><br />

www.coilw<strong>in</strong>d<strong>in</strong>gexpo.com<br />

Sensor+Test<br />

<strong>in</strong> Nürnberg<br />

<strong>in</strong>fo@sensorfairs.de; www.sensor-test.de<br />

METEC InSteelCon 2011<br />

6 th European Coke and Ironmak<strong>in</strong>g Congress<br />

<strong>in</strong> Düsseldorf<br />

www.metec.de<br />

Thermprocess 2011<br />

10. Internationale Fachmesse und Symposium<br />

<strong>in</strong> Düsseldorf<br />

www.thermprocess.de<br />

Alum<strong>in</strong>ium Ch<strong>in</strong>a 2011<br />

<strong>in</strong> Shanghai, Ch<strong>in</strong>a<br />

Tel.: +86 (0) 21 / 38760 488<br />

alu@reedexpo.com.cn; www.alum<strong>in</strong>iumch<strong>in</strong>a.com<br />

EMO<br />

<strong>in</strong> Hannover<br />

www.emo-hannover.de<br />

Workshop Elektroprozesstechnik<br />

<strong>in</strong> Ilmenau<br />

Tel.: 03677 / 69 1510<br />

ulrich.luedtke@tu-ilmenau.de<br />

www.tu-ilmenau.de/eew<br />

EuroPM2011<br />

<strong>in</strong> Barcelona<br />

www.epma.com<br />

Härterei-Kolloquium 2011<br />

<strong>in</strong> Wiesbaden<br />

awt.ev@t-onl<strong>in</strong>e.de; www.awt-onl<strong>in</strong>e.org<br />

54. Internationales Feuerfestkolloquium<br />

<strong>in</strong> Aachen<br />

www.feuerfest-kolloquium.de<br />

Wansleben betonte: „In <strong>der</strong><br />

Entwicklung <strong>der</strong> Rohstoff- und<br />

Energiepreise sehen die Unternehmen<br />

das größte Konjunkturrisiko,<br />

das belegt auch unsere<br />

aktuelle Herbstumfrage.<br />

Umso wichtiger ist es, Unternehmen<br />

dabei zu unterstützen,<br />

Energie e<strong>in</strong>zusparen.“ Die<br />

Parlamentarische Staatssekretär<strong>in</strong><br />

Kather<strong>in</strong>a Reiche verband<br />

ihren Dank bei den Vertretern<br />

<strong>der</strong> elf Unternehmen mit dem<br />

Wunsch: „Wir hoffen, dass Ihr<br />

Engagement Schule macht,<br />

denn es ist wegweisend für<br />

die vielen Möglichkeiten, mit<br />

unternehmerischer Innovation<br />

und Fähigkeit zu Klimaschutz<br />

und <strong>Energieeffizienz</strong> beizutragen.“<br />

Die bisherigen Erfolge bei <strong>der</strong><br />

Verbesserung <strong>der</strong> <strong>Energieeffizienz</strong><br />

können sich sehen lassen,<br />

wie das Beispiel Fe<strong>in</strong>guss<br />

Blank zeigt: Das im Herbst<br />

2007 gestartete Projekt übertrifft<br />

die Erwartungen auf <strong>der</strong><br />

ganzen L<strong>in</strong>ie. Bis heute wurden<br />

30 E<strong>in</strong>zelprojekte erfolgreich<br />

umgesetzt. Dadurch<br />

werden jährlich 2.100 t CO 2<br />

e<strong>in</strong>gespart. Investitionen von<br />

€ 640.000 stehen jährliche<br />

E<strong>in</strong>sparungen von € 470.000<br />

gegenüber, so dass das Projekt<br />

nicht nur ökologisch son<strong>der</strong>n<br />

auch wirtschaftlich überzeugt.<br />

2009 haben die Bundesregierung<br />

und <strong>der</strong> DIHK die Partnerschaft<br />

für Klimaschutz,<br />

<strong>Energieeffizienz</strong> und Innovation<br />

geschlossen. Dabei steht<br />

die zielgerichtete Information<br />

und Weiterbildung zur Umsetzung<br />

von <strong>Energieeffizienz</strong>maßnahmen<br />

<strong>in</strong> Unternehmen<br />

im Vor<strong>der</strong>grund. Die Gruppe<br />

<strong>der</strong> Klimaschutzunternehmen<br />

wird getragen vom Bundesm<strong>in</strong>isterium<br />

für Umwelt, Naturschutz<br />

und Reaktorsicherheit,<br />

vom Bundesm<strong>in</strong>isterium<br />

für Wirtschaft und Technologie,<br />

dem Deutschen Industrieund<br />

Handelskammertag e. V.<br />

und geför<strong>der</strong>t durch die BMU-<br />

Klimaschutz<strong>in</strong>itiative.<br />

FEINGUSS BLANK GmbH<br />

www.fe<strong>in</strong>guss-blank.de<br />

Gießerei Böhmfeld: GenCast-Verbund(guss)-<br />

forschung unter dem Banner des BMWi<br />

Im Oktober 2010 fiel <strong>der</strong> Startschuss<br />

für e<strong>in</strong> auf drei Jahre<br />

angelegtes Verbundgussprojekt<br />

am Gießerei-Institut<br />

<strong>der</strong> RWTH Aachen. Geme<strong>in</strong>sam<br />

mit dem Fraunhofer Institut<br />

für Lasertechnik und drei<br />

weiteren Firmen nimmt die<br />

Gießerei Böhmfeld <strong>in</strong> Geseke<br />

an dem Geme<strong>in</strong>schaftsprojekt<br />

GenCast teil. Es f<strong>in</strong>det im<br />

Rahmen <strong>der</strong> vom BMWi ausgelobten<br />

ZIM Initative zur För<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Innovationskraft<br />

mittelständiger Unternehmen<br />

statt.<br />

Ziel des Vorhabens ist, die Entwicklung<br />

e<strong>in</strong>er Komb<strong>in</strong>ation<br />

<strong>der</strong> Verfahren Gießen und<br />

SLM (Selective Laser Melt<strong>in</strong>g)<br />

zur Herstellung von Hochleistungswerkzeugen<br />

und -bauteilen<br />

aus unterschiedlichen<br />

Werkstoffkomb<strong>in</strong>ationen. Verbundpartner<br />

ist dabei stets<br />

<strong>der</strong> hüllbildende Stahl, <strong>in</strong> den<br />

Kupfer, Alum<strong>in</strong>ium o<strong>der</strong> Gusseisen<br />

gegossen wird. Durch<br />

die hohe Gestaltungsfreiheit<br />

bei <strong>der</strong> Kon struktion können<br />

Kühlschleifen direkt aus<br />

dem CAD-System konturund<br />

wärmespitzennah aufgebaut<br />

werden. Die so hergestellten<br />

Werkstoffverbundbauteile<br />

f<strong>in</strong>den zum Beispiel<br />

zur optimierten lokalen Werkzeugtemperierung<br />

im Kunststoffspritzguss<br />

o<strong>der</strong> Druckguss<br />

Anwendung. Sie weisen hervorragende<br />

Eigenschaften h<strong>in</strong>sichtlich<br />

Verschleiß, Kühlung<br />

und Warmfestigkeit auf.<br />

Das Projekt ist, typisch für die<br />

ZIM För<strong>der</strong>l<strong>in</strong>ie, sehr nah an<br />

den Bedürfnissen <strong>der</strong> kle<strong>in</strong>en<br />

10 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

und mittelständischen Unternehmen<br />

orientiert. Diese sollen<br />

mit Projektende e<strong>in</strong>e praxistaugliche<br />

Fertigungskette<br />

bilden und die Herstellung<br />

<strong>der</strong> E<strong>in</strong>sätze direkt <strong>in</strong> die eigene<br />

Produktionsl<strong>in</strong>ie <strong>in</strong>tegrieren.<br />

Entsprechend s<strong>in</strong>d vier<br />

GmbHs geme<strong>in</strong>sam mit dem<br />

Fraunhofer Institut für Lasertechnik<br />

und dem Gießerei-Institut<br />

im Konsortium vertreten:<br />

Gießerei Böhmfeld & Co.<br />

(Geseke), Härterei VTN (Witten),<br />

Marcam Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g<br />

(Bremen) und das LBC Laser-<br />

BearbeitungsCenter aus Kornwestheim.<br />

Das Projekt besitzt<br />

e<strong>in</strong>e Laufzeit von drei Jahren<br />

und blickt damit e<strong>in</strong>em erfolgreichen<br />

Abschluss Ende 2013<br />

entgegen.<br />

Giessereigesellschaft mbh Böhmfeld<br />

& Co.<br />

www.boehmfeld.de<br />

Rotamill eröffnet neues Kompetenzzentrum <strong>in</strong><br />

Neuss<br />

Die Rotamill Anlagen- und<br />

Ventilatorenbau GmbH, Siegen,<br />

hat e<strong>in</strong> neues Vertriebsbüro<br />

<strong>in</strong> Neuss eröffnet. Das<br />

„Kompetenzzentrum West“,<br />

so <strong>der</strong> offizielle Name <strong>der</strong> Nie<strong>der</strong>lassung,<br />

wurde im Zuge<br />

<strong>der</strong> Expansionsmaßnahmen<br />

des Siegerlän<strong>der</strong> Unternehmens<br />

geschaffen. „In Neuss<br />

sollen zukünftig alle wichtigen<br />

Vertriebsaktivitäten rund<br />

um den Bau von Industrieventilatoren<br />

gebündelt und<br />

zen tralisiert werden,“ so Rotamill<br />

Geschäftsführer Frank-<br />

Mart<strong>in</strong> Bub. Außerdem s<strong>in</strong>d<br />

die Bereiche Konstruktion, Berechnung<br />

und Auslegung von<br />

Ventilatoren <strong>in</strong> Neuss angesiedelt.<br />

Insgesamt acht Mitarbeiter<br />

arbeiten ab sofort <strong>in</strong><br />

dem zentral gelegenen Büro,<br />

an <strong>der</strong> Forumstraße 26, das<br />

über e<strong>in</strong>e Gesamtfläche von<br />

200 m 2 verfügt. „Das neue<br />

Vertriebsbüro ersetzt die bisherige<br />

Zweigstelle <strong>in</strong> Wuppertal.<br />

Der Umzug war auch aus<br />

Platzgründen absolut notwendig.<br />

Alle Mitarbeiter s<strong>in</strong>d mitgekommen“,<br />

so Axel Jahn, <strong>der</strong><br />

ebenfalls als Geschäftsführer<br />

des Unternehmens agiert und<br />

se<strong>in</strong>en Dienstsitz ab sofort <strong>in</strong><br />

Neuss hat.<br />

Die Aufgaben <strong>der</strong> Rotamill Industrieventilatoren<br />

s<strong>in</strong>d vielfältig:<br />

Mit ihnen werden Luft,<br />

Dämpfe und Gase, ggf. auch<br />

mit Staub o<strong>der</strong> Leichtgut, geför<strong>der</strong>t<br />

o<strong>der</strong> abgesaugt. Das<br />

Leistungsspektrum <strong>der</strong> Ventilatoren<br />

beg<strong>in</strong>nt bei wenigen<br />

Kubikmetern und reicht bis<br />

zu 250.000 m 3 /h. Die Ventilatoren<br />

zeichnen sich durch<br />

e<strong>in</strong>en hohen Wirkungsgrad<br />

von bis zu 88 % bei niedrigen<br />

Schalldruckpegeln, e<strong>in</strong>er kle<strong>in</strong>en<br />

Motorenleistung bei großem<br />

Volumenstrom und hoher<br />

Pressung sowie e<strong>in</strong>em guten<br />

Regelbereich bei stabilen<br />

Kennl<strong>in</strong>ien aus.<br />

Rotamill Anlagen- und Ventilatorenbau<br />

GmbH<br />

www.rotamill.de<br />

Konstruktion erfolgt weiterh<strong>in</strong><br />

ausschließlich von Europa aus.<br />

Mit dem Konstruktionsnetzwerk<br />

<strong>in</strong> Europa, aber zusätzlicher<br />

Fertigung <strong>in</strong> Ch<strong>in</strong>a geht<br />

SMS Meer <strong>in</strong> <strong>der</strong> Branche se<strong>in</strong>en<br />

eigenen Weg. Dr. Joachim<br />

Schönbeck, Vorsitzen<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> Geschäftsführung, erklärt<br />

die H<strong>in</strong>tergründe: „Die Top-<br />

Qualität unserer Anlagen und<br />

Masch<strong>in</strong>en ist es, wodurch wir<br />

uns im Markt unterscheiden.<br />

Diesen Wettbewerbsvorteil<br />

wollen wir unbed<strong>in</strong>gt bewahren<br />

und ausbauen. Wichtig ist,<br />

dass wir durch den Standort <strong>in</strong><br />

Shanghai <strong>in</strong> <strong>der</strong> Fertigung an<br />

Flexibilität gew<strong>in</strong>nen.“ SMS<br />

Meer Ch<strong>in</strong>a Ltd. beschäftigt<br />

zum Start 250 Mitarbeiter. Die<br />

ch<strong>in</strong>esischen Kunden erhalten<br />

mit dem neuen Standort auch<br />

direkten Zugang zu allen Serviceleistungen<br />

von SMS Meer<br />

– von <strong>der</strong> Montage und Inbetriebnahme<br />

über das Instandhaltungs-Management<br />

bis zur<br />

Mo<strong>der</strong>nisierung von Anlagen.<br />

Schönbeck: „Unsere qualifizierten<br />

Mitarbeiter ermöglichen<br />

den direkten Kundenkontakt<br />

auf Ch<strong>in</strong>esisch, gleichzeitig<br />

kooperieren sie eng mit<br />

ihren deutschen Kollegen. So<br />

können unsere Kunden auf<br />

gebündeltes Know-how und<br />

e<strong>in</strong>e schnelle Unterstützung<br />

vor Ort zurückgreifen.“<br />

Bereits seit den 1960er Jahren<br />

ist SMS Meer <strong>in</strong> Ch<strong>in</strong>a aktiv<br />

und hat für viele große Infrastrukturmaßnahmen<br />

die Anlagen<br />

geliefert – beispielsweise<br />

zur Herstellung von Rohren,<br />

Baustahl, Eisenbahnschienen<br />

und -rä<strong>der</strong>n sowie Kraftwerksteilen.<br />

Die SMS group ist bereits<br />

seit 1904 <strong>in</strong> Ch<strong>in</strong>a tätig.<br />

Zu den Kunden von SMS<br />

Meer gehören weltweit führende<br />

ch<strong>in</strong>esische Unternehmen<br />

aus <strong>der</strong> Metallbranche.<br />

Seit e<strong>in</strong>igen Jahren zählen<br />

dazu neben den führenden<br />

Staatsunternehmen auch privatwirtschaftlich<br />

organisierte<br />

Geschäftspartner. Der Umsatz<br />

von SMS Meer liegt bei<br />

1,2 Mrd. Euro, die Mitarbeiterzahl<br />

beträgt 2.500.<br />

SMS Meer GmbH<br />

www.sms-meer.com<br />

SMS Meer eröffnet neuen Standort <strong>in</strong> Shanghai<br />

SMS Meer <strong>in</strong>vestiert 22 Mio.<br />

Euro <strong>in</strong> e<strong>in</strong>en neuen Produktionsstandort<br />

<strong>in</strong> Shanghai, <strong>der</strong><br />

im Oktober 2010 mit 250 Gästen<br />

feierlich eröffnet wurde. In<br />

Shanghai werden <strong>in</strong> Zukunft<br />

komplette Masch<strong>in</strong>en für den<br />

ch<strong>in</strong>esischen Markt sowie Anlagenkomponenten<br />

für weltweite<br />

Kunden hergestellt. Die<br />

VDE-Mitglie<strong>der</strong>zahl steigt<br />

E<strong>in</strong>en Zuwachs von rund 1.000<br />

Mitglie<strong>der</strong>n, darunter vor allem<br />

Studierende und Berufse<strong>in</strong>steiger,<br />

verzeichnete <strong>der</strong><br />

VDE <strong>in</strong> 2010. Dem Verband<br />

gehören nun über 36.000 Mitglie<strong>der</strong><br />

an, davon 1.300 Unternehmen,<br />

8.000 Studierende<br />

und 4.000 Young Professionals.<br />

VDE-Tätigkeitsfel<strong>der</strong><br />

s<strong>in</strong>d die Forschungs-, Wissenschafts-<br />

und Nachwuchsför<strong>der</strong>ung<br />

<strong>in</strong> den Technologiegebieten<br />

Informationstechnik,<br />

12 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


www.thermprocess.de<br />

Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

Energietechnik, Mediz<strong>in</strong>technik,<br />

Mikroelektronik, Mikround<br />

Nanotechnik sowie Automation.<br />

Weitere Schwerpunkte<br />

bilden die För<strong>der</strong>ung<br />

von Querschnittstechnologien,<br />

wie Smart Grid, Elektromobilität<br />

und Mediz<strong>in</strong>technik, unter<br />

an<strong>der</strong>em mit Partnern wie den<br />

Bundesm<strong>in</strong>isterien für Bildung<br />

und Forschung sowie Wirtschaft<br />

und Technologie.<br />

Die Erarbeitung von Normen<br />

und Standards und die Prüfung<br />

und Zertifizierung elektrischer<br />

Geräte, die mit dem<br />

VDE-Prüfsiegel ausgezeichnet<br />

werden, das 63 % <strong>der</strong> Bundesbürger<br />

als Sicherheitszeichen<br />

kennen, s<strong>in</strong>d weitere Tätigkeitsfel<strong>der</strong>.<br />

VDE – Verband <strong>der</strong> Elektrotechnik<br />

Elektronik Informationstechnik e.V.<br />

www.vde.com<br />

Düsseldorf,<br />

Germany<br />

28 June –<br />

02 July 2011<br />

Sande Stahlguss: Mit <strong>in</strong>novativer Technik für die<br />

Zukunft gerüstet<br />

„Mit dem IOC-Konverter stoßen<br />

wir <strong>in</strong> völlig neue Dimensionen<br />

vor. Das ist e<strong>in</strong> Meilenste<strong>in</strong><br />

<strong>in</strong> unserer Unternehmensgeschichte!“<br />

Was Fred<br />

Menn, <strong>der</strong> kaufmännische<br />

Geschäftsführer <strong>der</strong> Sande<br />

Stahlguss GmbH, <strong>der</strong>art<br />

begeistert, ist für den Laien<br />

nichts weiter als e<strong>in</strong> Schmelzofen<br />

für Metalle. Aber für den<br />

Fachmann stellt die Neuanschaffung<br />

des Unternehmens<br />

alle konventionellen Schmelzaggregate<br />

<strong>in</strong> den Schatten. In<br />

Zahlen bedeutet das: Konnten<br />

<strong>in</strong> Sande bislang Turb<strong>in</strong>enteile<br />

mit e<strong>in</strong>em Gewicht von maximal<br />

30 t produziert werden,<br />

lassen sich mit <strong>der</strong> neuen<br />

Technik heute problemlos<br />

auch 45 t schwere Exemplare<br />

gießen. Das entspricht e<strong>in</strong>em<br />

Flüssigstahl-Gewicht von<br />

75 t.<br />

Gerade erst hat sich das Unternehmen,<br />

dank se<strong>in</strong>er millionenschweren<br />

Investition,<br />

den Auftrag e<strong>in</strong>es namhaften<br />

deutschen Turb<strong>in</strong>enherstellers<br />

gesichert. „Das war das größte<br />

und schwerste Gussteil,<br />

das bislang <strong>in</strong> <strong>der</strong> Geschichte<br />

von Sande Stahlguss gegossen<br />

wurde“, erläutert Holger<br />

Lau, Technischer Geschäftsführer<br />

des Unternehmens. Vor<br />

<strong>der</strong> Inbetriebnahme des IOC-<br />

Konverters wurde bei Sande<br />

Stahlguss ausschließlich mit<br />

zwei sogenannten Lichtbogenöfen<br />

gearbeitet, um das<br />

Metall zu schmelzen. Der Vorteil<br />

<strong>der</strong> neuen Technik: „Wir<br />

können jetzt Stähle mit e<strong>in</strong>em<br />

höheren Re<strong>in</strong>heitsgrad und e<strong>in</strong>em<br />

niedrigeren Gasgehalt<br />

herstellen“, erklärt Lau. Die<br />

Folgen seien zum e<strong>in</strong>en verbesserte<br />

mechanische Eigenschaften<br />

<strong>der</strong> Produkte und<br />

zum an<strong>der</strong>en die Eignung für<br />

E<strong>in</strong>satztemperaturen bis zu<br />

–80 °C. Diese Anfor<strong>der</strong>ung<br />

stellen unter an<strong>der</strong>em Erdölund<br />

Erdgas<strong>in</strong>dustrie o<strong>der</strong> die<br />

Offshore-Branche.<br />

In <strong>der</strong> Modellbauwerkstatt<br />

nimmt die Produktion e<strong>in</strong>es<br />

jeden Stahlgussteils ihren Anfang.<br />

Dort fertigen Tischler<br />

aus Holz o<strong>der</strong> Kunststoff e<strong>in</strong><br />

Modell, das die Konturen des<br />

späteren Gussteils endabmessungsnah<br />

abbildet. Mit dem<br />

Modell wird e<strong>in</strong> Abdruck <strong>in</strong><br />

Sand erstellt, <strong>der</strong> mit Härter<br />

und B<strong>in</strong><strong>der</strong> vermischt ist und<br />

aushärtet. Der eigens aus Südafrika<br />

importierte Chromit-<br />

Sand hält dem 1.650 °C heißen<br />

Flüssigstahl stand, ohne<br />

selbst zu schmelzen, und kann<br />

anschließend sogar zum größten<br />

Teil für neue Formen wie<strong>der</strong>verwertet<br />

werden. Bis zu<br />

fünf Wochen dauert es, bis<br />

e<strong>in</strong> Gussteil ausreichend abgekühlt<br />

ist und aus <strong>der</strong> Form<br />

genommen werden kann.<br />

Würde man es zu früh bewegen,<br />

könnte das Beschädigun-<br />

Herzlich willkommen zur 10. Internationalen<br />

Fachmesse und Symposium für die Thermoprozesstechnik!<br />

Ausgestellte Industrieöfen,<br />

<strong>in</strong>dustrielle Wärmebehandlungsanlagen,<br />

Bauelemente und Ausrüstungen, Prüftechnik<br />

und Feuerfestbau sowie das Symposium für<br />

die Thermoprozesstechnik br<strong>in</strong>gen Ihnen den<br />

aktuellen Stand <strong>der</strong> Technik für erfolgreiches<br />

Bus<strong>in</strong>ess.<br />

Im Fokus stehen Innovationen <strong>in</strong> Energieund<br />

Ressourceneffizienz sowie Nachhaltigkeit<br />

<strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e bei Ausstellern <strong>der</strong> ecoMetals-<br />

Initiative.<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

13


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

Fortbildung<br />

28. März Europäische Werkstoffnormung<br />

DIN-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Berl<strong>in</strong><br />

29.–30.<br />

März<br />

29.–30.<br />

März<br />

Effizientes Energiemanagement und Energiekostencontroll<strong>in</strong>g<br />

VDI-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Stuttgart<br />

Modellierung und Simulation<br />

DGM-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Bochum<br />

31. März Energiesparverordnung und Energieberatung<br />

DIN-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Dortmund<br />

11. April Normgerechter Betrieb von Altanlagen<br />

TAE-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Ostfil<strong>der</strong>n<br />

12. April Das neue EnWG 2011<br />

Innovation Congress-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Berl<strong>in</strong><br />

12.–13.<br />

April<br />

12.–13.<br />

April<br />

12.–13.<br />

April<br />

12.–14.<br />

April<br />

E<strong>in</strong>führung <strong>in</strong> die Metallurgie von Stahl<br />

Stahl-Akademie-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Düsseldorf<br />

Produktmanagement <strong>in</strong> <strong>der</strong> Energiewirtschaft<br />

AGE-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Bonn<br />

Schweißtechnische Problemfälle<br />

DGM-Fortbildungspraktikum <strong>in</strong> Braunschweig<br />

Klimaschutz – Neue Chancen für Energieversorger<br />

AGE-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Leipzig<br />

3.–4. Mai Nichtrostende Stähle<br />

Stahl-Akademie-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Düsseldorf<br />

9.–10. Mai Sicherheit von Masch<strong>in</strong>en<br />

TAE-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Ostfil<strong>der</strong>n<br />

16.–17.<br />

Mai<br />

16.–18.<br />

Mai<br />

Elektrothermografie<br />

TAE-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Ostfil<strong>der</strong>n<br />

Grundlagen Erneuerbare Energien<br />

AGE-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Nürnberg<br />

18. Mai smart meter – smart grid – smart energy 2.0<br />

gwf-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Essen<br />

18.–19.<br />

Mai<br />

Elektrische Energiespeicher<br />

VDI-Sem<strong>in</strong>ar <strong>in</strong> Wiesbaden<br />

AGE – Die Akademie <strong>der</strong> Energie- und Wasserwirtschaft<br />

Tel.: 0228 / 2598-100; Fax: 0228 / 2598-120<br />

anmeldung@ew-onl<strong>in</strong>e.de; www.ew-onl<strong>in</strong>e.de<br />

DGM – Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.<br />

Tel.: 069 / 75306-757; Fax: 069 / 75306-733<br />

np@dgm.de; www.dgm.de<br />

DIN-Akademie<br />

Tel.: 030 / 2601-2872; Fax: 030 / 2601-42216<br />

thomas.w<strong>in</strong>ter@beuth.de; www.beuth.de<br />

gwf Gas/Erdgas <strong>in</strong> Koop. mit FIGAWA<br />

Tel.: 089 / 45051-223; Fax: 089 / 45051-207<br />

lenz@oiv.de; www.gwf-smart-meter<strong>in</strong>g.de<br />

Innovation Congress GmbH<br />

Tel.: 0221 / 93 47 41-0; Fax: 0221 / 934741-20<br />

kl<strong>in</strong>ger@<strong>in</strong>novation-congress.de; www.<strong>in</strong>novation-congress.de<br />

Stahl-Akademie im Stahl-Zentrum<br />

Tel.: 0211 / 6707-644; Fax: 0211 / 6707-655<br />

<strong>in</strong>fo@stahl-akademie.de; www.stahl-akadmie.de<br />

TAE – Technische Akademie Essl<strong>in</strong>gen<br />

Tel.: 0711 / 34008-23; Fax 0711 / 34008-27,-43<br />

anmeldung@tae.de; www.tae.de<br />

VDI Wissensforum GmbH<br />

Tel.: 0211 / 6214-201; Fax: 0211 / 6214-154<br />

wissensforum@vdi.de; www.vdi-wissensforum.de<br />

gen im Innern zur Folge haben,<br />

welche die Lebensdauer<br />

des Bauteils erheblich reduzieren<br />

würden.<br />

Anlagen- und Masch<strong>in</strong>enbauer weitet<br />

se<strong>in</strong> Engagement für VDI-Initiative<br />

„Sachen Machen“ aus<br />

Der VDI hat mit <strong>der</strong> SMS<br />

group e<strong>in</strong>en weiteren Premiumpartner<br />

für die VDI-Initiative<br />

SACHEN MACHEN h<strong>in</strong>zugewonnen.<br />

Die SMS group ist<br />

e<strong>in</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> tätiges Unternehmen<br />

des Anlagen- und<br />

Masch<strong>in</strong>enbaus für die Verarbeitung<br />

von Stahl und Nichteisenmetallen,<br />

das sich <strong>in</strong> die<br />

Unternehmensbereiche SMS<br />

Siemag und SMS Meer glie<strong>der</strong>t.<br />

Im Jahr 2010 erwirtschafteten<br />

9.500 Mitarbeitern<br />

weltweit rund 3,1 Mrd.<br />

Euro Umsatz. Der Masch<strong>in</strong>enund<br />

Anlagenbauer, <strong>der</strong> zu den<br />

Gründungsmitglie<strong>der</strong>n <strong>der</strong> Initiative<br />

zählt, verstärkt damit<br />

se<strong>in</strong> Engagement für die Initiative<br />

und möchte vor allem<br />

den Bereich „Nachwuchs för<strong>der</strong>n“<br />

mit se<strong>in</strong>en Maßnahmen<br />

noch <strong>in</strong>tensiver unterstützen.<br />

„Wir freuen uns sehr, dass sich<br />

die SMS group damit für unser<br />

Ziel e<strong>in</strong>setzt, den Technologiestandort<br />

Deutschland weiter<br />

nach vorn zu br<strong>in</strong>gen“, sagt<br />

VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs.<br />

Unter an<strong>der</strong>em wird die SMS<br />

group das Karriereprogramm<br />

VDI ELEVATE und den Internet-<br />

Techniksen<strong>der</strong> tectv unterstützen.<br />

Außerdem ist die Unternehmensgruppe<br />

im April 2011<br />

erstmals auf dem VDI-Stand<br />

auf <strong>der</strong> Hannover Messe vertreten<br />

und wird während <strong>der</strong><br />

Bevor e<strong>in</strong> Gussteil das Betriebsgelände<br />

von Sande<br />

Stahlguss verlässt, wird es<br />

durch e<strong>in</strong>e zerstörungsfreie<br />

Werkstoffprüfung per Ultraschall<br />

o<strong>der</strong> Durchstrahlung geprüft.<br />

Mögliche Risse an <strong>der</strong><br />

Oberfläche werden mit e<strong>in</strong>er<br />

Magnetpulver- o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>er Farbe<strong>in</strong>dr<strong>in</strong>gprüfung<br />

aufgespürt.<br />

Rund 4.000 t Stahlguss durchlaufen<br />

diese strengen Prüfverfahren<br />

bei Sande Stahlguss<br />

<strong>in</strong> jedem Jahr. Das Unternehmen<br />

garantiert, dass die<br />

Stahlgussteile e<strong>in</strong>en Druck bis<br />

300 bar (vergleichbar mit dem<br />

Druck <strong>in</strong> 3.000 m Wassertiefe)<br />

200.000 h aushalten, also<br />

mehr als 23 Jahre.<br />

Sande Stahlguss GmbH<br />

www.sande-stahlguss.de<br />

gesamten Ausstellung die Karriereberatung<br />

besetzen. „SA-<br />

CHEN MACHEN bietet uns<br />

die ideale Plattform, um junge<br />

Menschen für Technik zu<br />

begeistern und ihr Interesse<br />

für den Ingenieurberuf zu wecken.<br />

Für dieses Engagement<br />

wurde die SMS group Ende<br />

2010 unter an<strong>der</strong>em mit dem<br />

Unternehmerpreis des Landes<br />

Nordrhe<strong>in</strong>-Westfalen ausgezeichnet.<br />

Als Premiumpartner<br />

haben wir die Möglichkeit, viele<br />

wichtige Projekte noch mehr<br />

zu för<strong>der</strong>n“, so Dr. Thomas<br />

Isajiw, Leiter Zentralbereich<br />

Unternehmenskommunikation<br />

<strong>der</strong> SMS group. Weiterer Premiumpartner<br />

<strong>der</strong> VDI-Initiative<br />

SACHEN MACHEN ist Audi.<br />

SACHEN MACHEN ist e<strong>in</strong>e<br />

bundesweite Initiative zur<br />

För<strong>der</strong>ung und Stärkung des<br />

Technikstandorts Deutschland,<br />

die auf den drei Säulen „Nachwuchs<br />

begeistern“, „Innovationen<br />

för<strong>der</strong>n“ und „Image<br />

des Technikstandorts stärken“<br />

basiert. Der VDI startete SA-<br />

CHEN MACHEN Anfang 2006<br />

mit Partnern aus Wirtschaft<br />

und Wissenschaft. Inzwischen<br />

zählen rund 100 Unternehmen,<br />

Hochschulen und Institutionen<br />

zum Partnerkreis.<br />

VDI – Vere<strong>in</strong> Deutscher<br />

Ingenieure e.V.<br />

www.vdi.de<br />

14 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

Siemens: Steigende Investitionen stimulieren den<br />

Wandel <strong>in</strong> <strong>der</strong> russischen Stahl<strong>in</strong>dustrie<br />

Russische Stahlhersteller haben<br />

den Produktionse<strong>in</strong>bruch<br />

von 2009 <strong>in</strong>folge <strong>der</strong> weltweiten<br />

Wirtschaftskrise wie<strong>der</strong><br />

ausgeglichen. „2010 ist die<br />

Stahlproduktion wie<strong>der</strong> nahezu<br />

auf das Niveau des Rekordjahrs<br />

2008 gestiegen und<br />

die Unternehmen haben wie<strong>der</strong><br />

begonnen, stärker <strong>in</strong> Ausbau<br />

und Weiterentwicklung<br />

ihrer Produktion zu <strong>in</strong>vestieren”,<br />

erklärte Werner Auer,<br />

CEO des Anlagenlieferanten<br />

Siemens VAI russischen Medien<br />

<strong>in</strong> Moskau. Auer beobachtet<br />

e<strong>in</strong>e verstärkte Nachfrage<br />

nach neuen Technologien,<br />

die vor allem bei Neuanlagen<br />

o<strong>der</strong> im Rahmen von Mo<strong>der</strong>nisierungen<br />

e<strong>in</strong>gesetzt werden.<br />

Ziel sei es, die Stahlproduktion<br />

effizienter zu machen<br />

und die Qualität <strong>der</strong> Produkte<br />

zu verbessern.<br />

Russland nimmt heute weltweit<br />

beim Export ebenso den<br />

vierten Rang e<strong>in</strong>, wie nach<br />

Ch<strong>in</strong>a, Japan und den USA<br />

bei <strong>der</strong> Produktion. Bis zum<br />

Jahr 2014 erwartet Auer,<br />

dass <strong>der</strong> russische Markt für<br />

Anlagen und Komponenten<br />

Sputnik Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g erhält den<br />

„Frost & Sullivan Award“<br />

Heute erhält Sputnik Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g<br />

den renommierten Frost &<br />

Sullivan Award. Die Analysten<br />

<strong>der</strong> globalen Forschungsplattform<br />

haben das Preisleistungsverhältnis,<br />

die Ausstattung,<br />

die Benutzerfreundlichkeit,<br />

den Service und die Kundenorientierung<br />

des Schweizer<br />

Herstellers untersucht und mit<br />

den Leistungen se<strong>in</strong>er wichtigsten<br />

Konkurrenten auf dem<br />

Wechselrichtermarkt verglichen.<br />

Auf <strong>der</strong> Grundlage <strong>der</strong><br />

Ergebnisse bekommt Sputnik<br />

die Auszeichnung „Global Price<br />

Performance Value Lea<strong>der</strong>ship<br />

of the Year Award 2010“.<br />

zur Stahlherstellung von <strong>der</strong>zeit<br />

770 Mio. Euro auf über<br />

1,1 Mrd. Euro wachsen wird.<br />

Mit dem Ausbau <strong>der</strong> Produktionskapazitäten<br />

ist auch<br />

e<strong>in</strong> Wandel und technologische<br />

Mo<strong>der</strong>nisierung verbunden.<br />

„Dies rührt daher, dass<br />

die russischen Stahlhersteller<br />

ihre Rohstoffe besser ausnutzen,<br />

Energiekosten e<strong>in</strong>sparen<br />

und strengere Umweltauflagen<br />

erfüllen werden.<br />

Russland wird auch zunehmend<br />

anspruchsvollere Waren<br />

produzieren, beispielsweise<br />

für die Haushaltsgeräte-<br />

und Automobil <strong>in</strong>dustrie”,<br />

stellte Auer fest. Daher müssen<br />

die bestehenden Stahlwerke<br />

mo<strong>der</strong>nisiert und ausgebaut<br />

werden. Gleichzeitig<br />

wird die Nachfrage <strong>in</strong> <strong>der</strong> Sekundär-Metallurgie<br />

steigen.<br />

Die Walzwerke müssen höhere<br />

Oberflächengüten herstellen,<br />

und die Stahlwerke müssen<br />

ebenfalls höherwertigen<br />

Stahl liefern. Dies bedeutet<br />

auch mehr Automatisierung<br />

und Elektronik.<br />

Siemens AG<br />

www.siemens.com<br />

„Sputnik Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g verfolgt<br />

nachhaltige Marktstrategien,<br />

um se<strong>in</strong>en Kunden<br />

den größtmöglichen Wert<br />

zu e<strong>in</strong>em wettbewerbsfähigen<br />

Preis zu bieten“, erklärt<br />

Nathan Halabr<strong>in</strong> von Frost &<br />

Sullivan. „Mit se<strong>in</strong>en qualitativ<br />

hochwertigen und zuverlässigen<br />

Lösungen gehört<br />

Sputnik zu den Unternehmen<br />

im Bereich <strong>der</strong> erneuerbaren<br />

Energien, das die Erwartungen<br />

se<strong>in</strong>er Kunden optimal<br />

erfüllt.“<br />

Sputnik Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g AG<br />

www.solarmax.com<br />

Best <strong>in</strong> Class<br />

Efficiency<br />

ALFING<br />

ALWAYS<br />

AHEAD.<br />

MASCHINENFABRIK<br />

ALFING KESSLER GMBH<br />

AUTOMOTIVE CRANKSHAFTS<br />

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Auguste-Kessler-Str. 20<br />

73433 Aalen / Germany<br />

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Fax +49 (0)7361-501-4689<br />

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www.alf<strong>in</strong>g.de<br />

Alf<strong>in</strong>g_AZ_H_ewi1_viertel_Effizienz_030311.<strong>in</strong>dd 1 05.03.2011 08:37:02<br />

Georg Fischer Automobilguss: Land verleiht<br />

„Umweltpreis für Unternehmen 2010“<br />

Am 1. Dezember 2010 hat<br />

Umweltm<strong>in</strong>ister<strong>in</strong> Tanja Gönner<br />

bei e<strong>in</strong>er Festveranstaltung<br />

im Neuen Schloss <strong>in</strong><br />

Stuttgart den „Umweltpreis<br />

für Unternehmen 2010“ verliehen.<br />

Der mit <strong>in</strong>sgesamt<br />

€ 50.000 dotierte Preis wurde<br />

an vier Unternehmen aus den<br />

Wirtschaftssektoren Industrie,<br />

Handel, Dienstleistung und<br />

Handwerk vergeben.<br />

Zwei S<strong>in</strong>gener Unternehmen<br />

wurden für ihre umfassenden<br />

Umweltschutzbemühungen<br />

ausgezeichnet: Georg<br />

Fischer Automobilguss und<br />

die Firma Maggi erhielten im<br />

Wirtschaftssektor Industrie<br />

den Preis für ihr geme<strong>in</strong>sames<br />

vorbildliches Wärmeprojekt.<br />

In S<strong>in</strong>gen erzeugt die Maggi<br />

GmbH mit <strong>der</strong> Abwärme des<br />

Kupolofens von Georg Fischer<br />

Sattdampf für ihre Produktionsanlagen.<br />

Auf diese Weise<br />

bleiben <strong>der</strong> Umwelt mehr als<br />

11.000 t CO 2 -Emissionen pro<br />

Jahr erspart. Die Abwärme<br />

zieht Georg Fischer aus dem<br />

Abgassystem des Kupolofens.<br />

Mit e<strong>in</strong>em sogenannten Rekuperator<br />

(Wärmetauscher)<br />

nutzt das Unternehmen schon<br />

seit Jahren e<strong>in</strong>en gewissen<br />

Teil <strong>der</strong> Abwärme des Ofens<br />

für betriebs<strong>in</strong>terne Prozesse:<br />

etwa zur Gebäudeheizung<br />

und Warmwasserbereitung.<br />

Der von Georg Fischer <strong>in</strong><br />

2008 erneuerte Rekuperator<br />

ist um das 2,5-fache effizienter<br />

als <strong>der</strong> Vorgänger. Die zusätzlich<br />

dem Abgas entzogene<br />

Wärmeenergie wird <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Thermoöl gespeichert,<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

15


Wi r t s c h a f t u n d Unt e r n e h m e n<br />

das über e<strong>in</strong> ca. 400 m langes<br />

Rohrleitungssystem <strong>in</strong> das<br />

etwa 200 m entfernte Kesselhaus<br />

von Maggi gepumpt<br />

wird. Der Nachbar nutzt das<br />

rund 280 °C heiße Thermoöl,<br />

um mit Hilfe e<strong>in</strong>es weiteren<br />

Wärmetauschers lebensmittel<br />

echten Dampf zu erzeugen.<br />

Dieser Dampf wird zur Sterilisation<br />

von Nassfertiggerichten,<br />

für Trocknungsprozesse<br />

sowie für thermische Prozesse<br />

bei <strong>der</strong> Würzproduktion genutzt.<br />

„Das Umweltengagement <strong>der</strong><br />

von <strong>der</strong> Jury ausgewählten<br />

Metasonic AG zählt zu den<br />

I2PM‐Gründungsmitglie<strong>der</strong>n<br />

Jetzt ist es amtlich: Führende<br />

Köpfe aus Forschung und<br />

Wirtschaft haben geme<strong>in</strong>sam<br />

das „Institute of Innovative<br />

Process Management<br />

e.V.“ (I2PM, www.i2pm.net)<br />

gegründet. Ziel des neuen<br />

Vere<strong>in</strong>s ist es, wissenschaftliche<br />

Erkenntnisse und Lösungen<br />

aus dem Bereich Prozessmanagement<br />

zu för<strong>der</strong>n und<br />

somit <strong>der</strong> Praxis viel früher<br />

als bisher zur Verfügung zu<br />

stellen. Dadurch schließt sich<br />

nach Angaben des I2PM die<br />

bestehende Lücke zwischen<br />

Theorie und Praxis im Bereich<br />

des Geschäftsprozessmanagements.<br />

Zum Vorstandsvorsitzenden<br />

des neuen Vere<strong>in</strong>s haben<br />

die Mitglie<strong>der</strong> Prof. Dr.<br />

Unternehmen verdient große<br />

Anerkennung. Es s<strong>in</strong>d positive<br />

Beispiele, die weiter Schule<br />

machen sollten. Betriebliches<br />

Umweltengagement nutze<br />

nicht nur dem Erhalt e<strong>in</strong>er<br />

<strong>in</strong>takten Umwelt“, betonte<br />

Gönner. „Der schonende Umgang<br />

mit natürlichen Ressourcen,<br />

die E<strong>in</strong>sparung von Energie<br />

und Wasser wie auch die<br />

Vermeidung von Abfall tragen<br />

außerdem dazu bei, die betrieblichen<br />

Kosten dauerhaft<br />

zu senken.“<br />

Georg Fischer Automotive AG<br />

www.automotive.georgfischer.com<br />

Werner Schmidt, Professor für<br />

Wirtschafts<strong>in</strong>formatik an <strong>der</strong><br />

Hochschule für Angewandte<br />

Wissenschaften Ingolstadt,<br />

gewählt.<br />

Zu den namhaften Gründungsmitglie<strong>der</strong>n<br />

aus Forschung,<br />

Wirtschaft und öffentlicher<br />

Verwaltung zählen<br />

neben dem I2PM-Vorstandsvorsitzenden<br />

unter an<strong>der</strong>em<br />

auch Thomas Olbrich von <strong>der</strong><br />

Taraneon Consult<strong>in</strong>g Group<br />

(2. Vorstand), Hagen Buchwald<br />

vom Karlsruhe Institute<br />

of Technology (KIT) an <strong>der</strong><br />

Universität Karlsruhe, Dr. Albert<br />

Fleischmann und Herbert<br />

K<strong>in</strong><strong>der</strong>mann von <strong>der</strong> Metasonic<br />

AG, Stefan Obermeier vom<br />

Bayerischen Staatsm<strong>in</strong>isterium<br />

für Arbeit und Sozialordnung,<br />

Familie und Frauen sowie Prof.<br />

Dr. Christian Stary vom Institut<br />

für Bus<strong>in</strong>ess Informatics,<br />

Communications Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g<br />

an <strong>der</strong> Johannes Kepler-Universität<br />

<strong>in</strong> L<strong>in</strong>z.<br />

RWE Deutschland startet durch<br />

Zum 1. Januar 2011 ist die<br />

RWE Deutschland AG gestartet.<br />

Die neue Gesellschaft mit<br />

Sitz <strong>in</strong> Essen bündelt die deutschen<br />

Aktivitäten des RWE-<br />

Konzerns <strong>in</strong> den Bereichen<br />

Netz, Vertrieb und <strong>Energieeffizienz</strong><br />

und führt die deutschen<br />

Regionalgesellschaften.<br />

RWE Deutschland verfügt<br />

über rechtlich eigenständige<br />

Tochtergesellschaften für den<br />

Vertrieb sowie den Verteilnetzbetrieb,<br />

den Netzservice<br />

und die Gasspeicher. Weitere<br />

Töchter bestehen für die<br />

Aktivitäten zur <strong>Energieeffizienz</strong><br />

e<strong>in</strong>schließlich Elektromobilität<br />

sowie für die Entwicklung<br />

und den Betrieb <strong>in</strong>telligenter<br />

Geräte zur Messung<br />

des Energieverbrauchs. „In<br />

<strong>der</strong> RWE Deutschland-Gruppe<br />

kommen starke Gesellschaften<br />

zusammen, die e<strong>in</strong> breites<br />

Produkt- und Dienstleistungsangebot<br />

für alle Kundensegmente<br />

anbieten und mit Innovationen<br />

vorweggehen“, so<br />

Dr. Arndt Neuhaus, Vorsitzen<strong>der</strong><br />

des Vorstands.<br />

I2PM veranstaltet <strong>in</strong> Kooperation<br />

mit <strong>der</strong> Hochschule für<br />

Angewandte Wissenschaften<br />

Ingolstadt, <strong>der</strong> Universität<br />

L<strong>in</strong>z, dem Karlsruhe Institute<br />

of Technology und <strong>der</strong> FH<br />

Joanneum (Graz) vom 29. bis<br />

zum 30. September 2011 die<br />

Konferenz S-BPM-One 2011.<br />

Austragungsort <strong>der</strong> mittlerweile<br />

zum dritten Mal stattf<strong>in</strong>denden<br />

Tagung ist dieses<br />

Jahr die Hochschule für Angewandte<br />

Wissenschaften Ingolstadt.<br />

Der Call for Papers läuft<br />

noch bis zum 31. März 2011.<br />

Die Konferenzreihe bietet e<strong>in</strong>e<br />

Diskussionsplattform für den<br />

S-BPM-Ansatz mit theoretischen<br />

und praktischen Präsentationen<br />

neuester BPM-<br />

Entwicklungen aus Hochschulen<br />

und <strong>der</strong> <strong>in</strong>dustrielen Forschung.<br />

I2PM beabsichtigt<br />

damit prozessbewusste Unternehmer,<br />

Professoren und Entwickler<br />

zusammenzubr<strong>in</strong>gen.<br />

Metasonic AG<br />

www.metasonic.de<br />

Die RWE Deutschland-Gruppe<br />

beschäftigt rund 21.000<br />

Mitarbeiter. 6,8 Mio. Kunden<br />

werden mit Strom und<br />

1 Mio. Kunden mit Gas beliefert.<br />

Der jährliche Umsatz<br />

beträgt 18,3 Mrd. Euro. Die<br />

Gruppe ist Eigentümer<strong>in</strong> e<strong>in</strong>es<br />

348.000 km langen Stromnetzes,<br />

e<strong>in</strong>es 44.000 km langen<br />

Gasnetzes und e<strong>in</strong>es<br />

6.200 km langen Wassernetzes.<br />

Die RWE Deutschland AG<br />

ist die größte Beteiligungsgesellschaft<br />

im RWE-Konzern:<br />

Unter ihrem Dach f<strong>in</strong>den sich<br />

die deutschen Regionalgesellschaften<br />

enviaM, KEVAG,<br />

LEW, Süwag und VSE. Die Gesellschaft<br />

ist darüber h<strong>in</strong>aus<br />

direkt an rund 70 regionalen<br />

und kommunalen Energieversorgern<br />

beteiligt. Neuhaus betont:<br />

„Das operative Geschäft<br />

bleibt regional, es wird weiter<br />

gestärkt.“ Neben Dr. Arndt<br />

Neuhaus gehören dem Vorstand<br />

Bernd Böddel<strong>in</strong>g (F<strong>in</strong>anzen),<br />

Dr. He<strong>in</strong>z-Willi Möl<strong>der</strong>s<br />

(Personal), Dr. Joachim Schnei<strong>der</strong><br />

(Technik) und Dr. Bernd<br />

Wi<strong>der</strong>a (Vertrieb und Regionalgesellschaften)<br />

an. Die Betreuung<br />

<strong>der</strong> Beteiligungen ist<br />

nach regionalen Zuständigkeiten<br />

auf die Vorstände aufgeteilt,<br />

die Betreuung <strong>der</strong> Regionalgesellschaften<br />

liegt im Ressort<br />

von Dr. Bernd Wi<strong>der</strong>a.<br />

RWE Deutschland AG<br />

www.rwe.com<br />

16 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


smart meter<br />

smart grid<br />

smart energy 2.0<br />

Intelligente Wege <strong>der</strong><br />

effizienten Energieverteilung<br />

18.05.2011, Essen • 09:00 – 17:30 Uhr • Atlantic Congress Hotel Essen • www.gwf-smart-meter<strong>in</strong>g.de<br />

Programm-Höhepunkte<br />

Wann und Wo?<br />

Mo<strong>der</strong>ation: Dr.-Ing. Ulrich Wernek<strong>in</strong>ck,<br />

Technischer Geschäftsführer <strong>der</strong> RWE<br />

Westfalen-Weser-Ems-Verteilnetz GmbH<br />

Rahmenbed<strong>in</strong>gungen für Smart Meter +<br />

Smart Grid <strong>in</strong> Deutschland<br />

Alexan<strong>der</strong> Kleemann (Bundesm<strong>in</strong>isterium<br />

für Wirtschaft und Technologie)<br />

Neue Konzepte dezentral vernetzter Energiesysteme<br />

– Bestandsaufnahme und Ausblick<br />

Prof. Michael Laskowski (RWE Meter<strong>in</strong>g GmbH)<br />

DVGW Innovationsoffensive – Anfor<strong>der</strong>ungen an<br />

das Netzmanagement bei Konvergenz von Gas<br />

und Strom<br />

Dr.-Ing. Hartmut Krause (DBI Gas- und<br />

Umwelttechnik GmbH)<br />

Smart Meter<strong>in</strong>g aus metrologischer Sicht<br />

Dr. Helmut Többen (Physikalisch-Technische Bundesanstalt)<br />

Konzepte <strong>der</strong> europäischen<br />

Gaswirtschaft Smart Gas Grid<br />

Roger Kohlmann (Bundesverband <strong>der</strong><br />

Energie- und Wasserwirtschaft e.V.)<br />

Gasnetze als Energiespeicher <strong>der</strong> Zukunft<br />

Dr. Gerald L<strong>in</strong>ke (E.ON Ruhrgas AG)<br />

Thema: smart meter – smart grid –<br />

smart energy 2.0<br />

Intelligente Wege <strong>der</strong> effizienten<br />

Energieverteilung<br />

Veranstalter: gwf Gas / Erdgas, figawa<br />

Term<strong>in</strong>: Mittwoch, 18.05.2011,<br />

9:00 – 17:30 Uhr<br />

Ort: Atlantic Congress Hotel Essen<br />

Zielgruppe: Mitarbeiter von Stadtwerken,<br />

Energieversorgungs unternehmen,<br />

Dienstleistern und <strong>der</strong> Geräte<strong>in</strong>dustrie<br />

Teilnahmegebühr:<br />

gwf-Abonnenten /<br />

figawa-Mitglie<strong>der</strong>: 600,00 €<br />

Firmenempfehlung: 650,00 €<br />

Nichtabonnenten/-mitglie<strong>der</strong>: 680,00 €<br />

Im Preis enthalten s<strong>in</strong>d die Tagungsunterlagen sowie das<br />

Cater<strong>in</strong>g (2x Kaffee, 1x Mittagessen)<br />

Veranstalter<br />

Mehr Information und Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung unter<br />

www.gwf-smart-meter<strong>in</strong>g.de<br />

Fax-Anmeldung: 089 - 450 51-207 o<strong>der</strong> Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung: www.gwf-smart-meter<strong>in</strong>g.de<br />

Ich b<strong>in</strong> gwf-Abonnent<br />

Ich b<strong>in</strong> figawa-Mitglied<br />

Ich komme auf Empfehlung von Firma: .............................................................................................................................................................................................<br />

Ich b<strong>in</strong> Nichtabonnent/ke<strong>in</strong> figawa-Mitglied<br />

Vorname, Name des Empfängers<br />

Telefon<br />

Telefax<br />

Firma/Institution<br />

E-Mail<br />

Straße/Postfach<br />

Land, PLZ, Ort<br />

Nummer<br />

✘<br />

Ort, Datum, Unterschrift


J o u r n a l<br />

Veranstaltungen<br />

2. Praxissem<strong>in</strong>ar: Induktives Schmelzen &<br />

Gießen von Eisen- und Nichteisenmetallen<br />

Das 2. Praxissem<strong>in</strong>ar „Induktives<br />

Schmelzen und Gießen<br />

von Eisen- und Nichteisenmetallen“<br />

wendet sich an Betreiber<br />

und Planer von Schmelzund<br />

Gießanlagen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Eisen-<br />

und Nichteisenmetall<strong>in</strong>dustrie.<br />

Veranstalter s<strong>in</strong>d <strong>der</strong><br />

Vulkan-Verlag <strong>in</strong> Essen und<br />

das Institut für Elektroprozesstechnik<br />

<strong>der</strong> Leibniz Universität<br />

Hannover.<br />

Das Sem<strong>in</strong>ar gibt e<strong>in</strong>en Überblick<br />

über den aktuellen Stand<br />

zur Betriebssicherheit und zu<br />

Netzrückwirkungen.<br />

Themenspezifische Workshops<br />

für Eisen- und Nichteisenmetalle<br />

bieten dem Sem<strong>in</strong>arteilnehmer<br />

ideale Foren, um<br />

über Fragen und aktuelle Problemstellungen<br />

zur Schmelzmetallurgie<br />

und zum Betrieb<br />

<strong>der</strong> Schmelz- und Gießanlagen<br />

mit Experten aus <strong>der</strong> Praxis<br />

zu diskutieren. Dank <strong>der</strong><br />

anwendungsbezogenen Inhalte<br />

des Sem<strong>in</strong>ars und <strong>der</strong><br />

W<strong>in</strong>denergie wird den Energiethemen<br />

im kommenden<br />

Jahr nochmals e<strong>in</strong>en starken<br />

Wachstumsschub br<strong>in</strong>gen.<br />

Bereits heute haben sich alle<br />

marktführenden Anlagenhersteller<br />

angemeldet. Neben <strong>der</strong><br />

W<strong>in</strong>d präsentiert sich <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

„Energieerzeugungshalle 27“<br />

<strong>der</strong> Ausstellungsschwerpunkt<br />

triebstechnologien, mobile<br />

Energiespeicher und alternative<br />

Mobilitätstechnologien ist<br />

die zentrale Kommunikationsplattform<br />

für den branchenübergreifenden<br />

Austausch<br />

zum Thema Elektromobilität.<br />

Sie bietet den idealen Rahmen<br />

für die Diskussion technischer<br />

Weiterentwicklungen.<br />

des <strong>in</strong>duktiven Schmelzens,<br />

Warmhaltens und Gießens.<br />

Dabei vermitteln die Referenten<br />

praxisnah ausgewählte<br />

physikalische und technische<br />

Grundlagen, präsentieren mo<strong>der</strong>ne<br />

Anlagen- und Verfahrenskonzepte,<br />

führen verfahrenstechnische<br />

und energetische<br />

Vergleiche durch und<br />

erläutern wichtige Themen<br />

Workshops, ist somit die direkte<br />

Umsetzung <strong>der</strong> erworbenen<br />

Kenntnisse <strong>in</strong> die betriebliche<br />

Praxis möglich. Das<br />

zweitägige Sem<strong>in</strong>ar f<strong>in</strong>det<br />

vom 20. bis zum 21. September<br />

2011 im Atlantic Congress<br />

Hotel <strong>in</strong> Essen statt.<br />

Vulkan-Verlag GmbH<br />

www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

Hannover Messe: Frischer W<strong>in</strong>d für die<br />

Energiethemen<br />

Die Energiethemen auf <strong>der</strong><br />

HANNOVER MESSE vom 4. bis<br />

zum 8. April 2011 gehen mit<br />

drei Leitmessen an den Start.<br />

Neben <strong>der</strong> Energy, <strong>der</strong> weltweit<br />

größten Energietechnologiemesse,<br />

werden die Power<br />

Plant Technology und die<br />

W<strong>in</strong>d ausgerichtet. Die MobiliTec<br />

ergänzt die Energiemessen<br />

um das Thema Elektromobilität.<br />

Diese Leitmesse<br />

präsentiert <strong>in</strong> <strong>der</strong> Halle 25,<br />

an <strong>der</strong> Schnittstelle zwischen<br />

den Energie- und Antriebshallen,<br />

elektrische und hybride<br />

Antriebstechnologien, mobile<br />

Energiespeicher sowie alternative<br />

Mobilitätstechnologien.<br />

Mit diesen vier <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en<br />

Leitmessen wird die gesamte<br />

energiewirtschaftliche<br />

Wertschöpfungskette von <strong>der</strong><br />

Erzeugung, Lieferung, Übertragung,<br />

Verteilung bis h<strong>in</strong> zu<br />

Transformation, Speicherung<br />

und Nutzung gezeigt.<br />

Die W<strong>in</strong>d als <strong><strong>in</strong>ternational</strong>e<br />

Leitmesse <strong>der</strong> Anlagen, Services<br />

und Komponenten für die<br />

Renewables. Dort werden alle<br />

weiteren Formen <strong>der</strong> erneuerbaren<br />

Energien gebündelt.<br />

Das Spektrum reicht von Bioenergien<br />

über Photovoltaik bis<br />

h<strong>in</strong> zu Solar- und Geothermie.<br />

Die Power Plant Technology,<br />

die <strong><strong>in</strong>ternational</strong>e Leitmesse<br />

für Kraftwerksplanung, -bau,<br />

-betrieb und -<strong>in</strong>standhaltung,<br />

ergänzt das Angebot an Energieerzeugungstechnologien.<br />

Die ausstellenden Unternehmen<br />

präsentieren Technologien<br />

und Konzepte zur Steigerung<br />

des Wirkungsgrades von<br />

Kraftwerken sowie zur Reduktion<br />

von CO 2 -Emissionen.<br />

Die MobiliTec geht im kommenden<br />

Jahr <strong>in</strong> die zweite<br />

Runde. Die Fachmesse für<br />

hybride und elektrische An-<br />

In direkter Anb<strong>in</strong>dung zur Leitmesse<br />

W<strong>in</strong>d <strong>in</strong> <strong>der</strong> Halle 27<br />

bef<strong>in</strong>det sich Europas größter<br />

Geme<strong>in</strong>schaftsstand für Wasserstoff-<br />

und Brennstoffzellen.<br />

Dort präsentieren sowohl<br />

<strong><strong>in</strong>ternational</strong>e Konzerne als<br />

auch kle<strong>in</strong>e und mittlere Unternehmen<br />

sowie Forschungse<strong>in</strong>richtungen<br />

Produkte und<br />

Innovationen aus den Bereichen<br />

Wasserstoffproduktion,<br />

Brennstoffzellenkomponenten,<br />

stationäre, tragbare und mobile<br />

Brennstoffzellen, Anwendungen<br />

von Brennstoffzellen,<br />

Testsysteme für Brennstoffzellen<br />

sowie Wasserstofftransport,<br />

-lagerung und -<strong>in</strong>frastruktur.<br />

Hannover Messe<br />

www.hannovermesse.de<br />

18 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


J o u r n a l<br />

Supraleiter auf <strong>der</strong> Hannover Messe<br />

Auf dem Geme<strong>in</strong>schaftsstand<br />

SuperConduct<strong>in</strong>gCity im Rahmen<br />

<strong>der</strong> Hannover Messe<br />

2011 (4. bis 8. April) präsentieren<br />

13 <strong><strong>in</strong>ternational</strong> agierende<br />

Unternehmen und Forschungse<strong>in</strong>richtungen<br />

ihre<br />

Aktivitäten zum Thema Supraleitung.<br />

Als <strong>in</strong>novativer Bauste<strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Energieversorgung<br />

und -verteilung hat die Supraleitung<br />

ihren fixen Platz im<br />

Umfeld <strong>der</strong> Leitmesse Energy.<br />

Die Supraleitung selbst feiert<br />

2011 gleich e<strong>in</strong> doppeltes Jubiläum.<br />

So jährt sich die Entdeckung<br />

des Phänomens Supraleitung<br />

dieses Jahr zum<br />

e<strong>in</strong>hun<strong>der</strong>tsten Mal. Vor 25<br />

Jahren stieß man auf die Materialklasse<br />

<strong>der</strong> Hochtemperatur-Supraleiter.<br />

Geme<strong>in</strong>sam<br />

mit dem Industrieverband für<br />

Supraleitung, dem VDI Technologiezentrum<br />

sowie Conectus<br />

feiert die SuperConduct<strong>in</strong>gCity<br />

dieses Jubiläum auf<br />

<strong>der</strong> Hannover Messe. „Das<br />

VDI Technologiezentrum begleitet<br />

die Supraleitung schon<br />

von Anfang an, weil wir <strong>der</strong><br />

Me<strong>in</strong>ung s<strong>in</strong>d, dass sie als<br />

Schlüsseltechnologie künftig<br />

e<strong>in</strong>e entscheidende Rolle für<br />

die energietechnische Versorgungssicherheit<br />

spielen wird.<br />

Deshalb s<strong>in</strong>d wir natürlich<br />

auch <strong>in</strong> Hannover dabei“, erklärt<br />

Dr.-Ing. Frank Sick<strong>in</strong>g, Senior<br />

Consultant am VDI Technologiezentrum.<br />

Zur Demonstration<br />

von aktuellen Anwendungen<br />

und neuen Visionen<br />

präsentiert die SuperConduct<strong>in</strong>gCity<br />

<strong>in</strong> diesem Jahr erstmals<br />

e<strong>in</strong> animiertes <strong>in</strong>teraktives<br />

Schaumodell e<strong>in</strong>er „supraleitenden<br />

Stadt“. E<strong>in</strong> Technologiepfad<br />

veranschaulicht<br />

Konzepte und Produkte auf<br />

Basis von Supraleitern sowie<br />

ihre zentralen Anwendungsfel<strong>der</strong>.<br />

Die Aussteller stellen<br />

<strong>in</strong>novative Verfahren und Produkte<br />

vor – von <strong>der</strong> Werkstofftechnologie<br />

über supraleitende<br />

Kabel, Strombegrenzer<br />

und Transformatoren bis<br />

h<strong>in</strong> zu Generatoren und Motoren.<br />

Im Rahmen des Forums „Life<br />

Needs Power“ <strong>in</strong> Halle 12 werden<br />

am 6. April 2011 aktuelle<br />

Bereiche <strong>der</strong> Supraleitung beleuchtet.<br />

So diskutieren namhafte<br />

Experten von ivSupra,<br />

Bruker ASC, Nexans Super-<br />

Conductors o<strong>der</strong> Zenergy Power<br />

mit Vertretern aus Politik,<br />

Medien und Wirtschaft zu<br />

Themen wie „Supraleitung <strong>in</strong><br />

Energiesystemen“, „Supraleiter<br />

und supraleitende Systeme<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Energietechnik, Industrie<br />

und Mediz<strong>in</strong>“, „Supraleitende<br />

Energiekabel und<br />

Strombegrenzer für die Netze<br />

<strong>der</strong> Zukunft“ sowie „Supraleiter<br />

und Seltene Erden - Ressourcenschonung<br />

und Versorgungssicherheit“.<br />

Hannover Messe<br />

www.hannovermesse.de<br />

<strong>der</strong>grund. Vor allem Ingenieure,<br />

Techniker, Meister und<br />

Facharbeiter aus <strong>der</strong> betrieblichen<br />

Fertigungsplanung, E<strong>in</strong>kauf,<br />

Qualitätssicherung, Konstruktion<br />

und Entwicklung,<br />

aber auch Fachleute aus <strong>der</strong><br />

betrieblichen Wärmebehandlung,<br />

Gießerei- und Schmiedefachleute<br />

s<strong>in</strong>d zu dieser<br />

Veranstaltung e<strong>in</strong>geladen.<br />

Münchener Werkstofftechnik<br />

www.werkstofftechniksem<strong>in</strong>are.de<br />

www.ibw-irretier.de<br />

8. Internationales NIR-Symposium bei adphos<br />

unter dem Fokus „Coil Coat<strong>in</strong>g on Demand“<br />

Am 1. und 2. Februar 2011<br />

fand nunmehr zum 8. Mal das<br />

<strong><strong>in</strong>ternational</strong>e NIR-Symposium<br />

bei <strong>der</strong> adphos Thermal<br />

Process<strong>in</strong>g GmbH <strong>in</strong> Bruckmühl<br />

statt. Das diesjährige Tagungsthema<br />

war dem “Coil<br />

Coat<strong>in</strong>g on Demand” gewidmet.<br />

In mehreren technischen<br />

Vorträgen wurde ausgeführt,<br />

welche Technologien, beson<strong>der</strong>en<br />

Prozessanfor<strong>der</strong>ungen<br />

und möglichen Prozesseigenschaften<br />

erfor<strong>der</strong>lich s<strong>in</strong>d, um<br />

nunmehr wirklich Coil Coat<strong>in</strong>g<br />

on Demand zu ermöglichen,<br />

ohne dass e<strong>in</strong>e längere Startup<br />

o<strong>der</strong> e<strong>in</strong> Stand-by nach e<strong>in</strong>er<br />

„Dummy-Band-Operation“<br />

benötigt wird.<br />

Neben <strong>der</strong> technischen Präsentation<br />

war <strong>der</strong> Höhepunkt<br />

<strong>der</strong> Veranstaltung die erste<br />

öffentliche Vorstellung e<strong>in</strong>er<br />

kompakten – start/stopp<br />

– Coat<strong>in</strong>g on Demand Bandbeschichtungsanlage<br />

<strong>in</strong> realer<br />

Produktion. Die anwesende<br />

<strong><strong>in</strong>ternational</strong>e Expertengruppe<br />

von ca. 60 geladenen Gästen<br />

waren Augenzeugen und<br />

konnten alle Anlagenprozesskomponenten<br />

<strong>in</strong>spizieren. Die<br />

von adphos entwickelte und<br />

patentierte sogenannte MiC-<br />

ConD (Micro Colour Coait<strong>in</strong>g<br />

on Demand) Prozessanlage<br />

hat e<strong>in</strong>e Decklackbeschichtung<br />

(20 μm Trockenfilm) auf<br />

e<strong>in</strong>em Band bei 30 m/m<strong>in</strong> und<br />

nur 12 m gesamtem Platzbedarf<br />

produziert, wobei das<br />

beschichtete Band von Start<br />

bis Stopp e<strong>in</strong>wandfrei vernetzt<br />

wurde – ohne e<strong>in</strong>en<br />

Ausschuss zu erzeugen. Interessenten<br />

e<strong>in</strong>er realen Coat<strong>in</strong>g<br />

on Demand Beschichtung s<strong>in</strong>d<br />

herzlich zu e<strong>in</strong>er <strong>in</strong>dividuellen<br />

Präsentation e<strong>in</strong>geladen.<br />

adphos Thermal Process<strong>in</strong>g GmbH<br />

www.adphos.de<br />

Münchener Werkstofftechnik Sem<strong>in</strong>are:<br />

Branchentreff und Fachtagung <strong>in</strong> München<br />

Wie auch schon <strong>in</strong> den vergangenen<br />

Jahren haben die<br />

Veranstalter <strong>der</strong> Münchner<br />

Werkstofftechnik Sem<strong>in</strong>are<br />

Dr. Daniel Schre<strong>in</strong>er und Dr.<br />

Olaf Irretier wie<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e Reihe<br />

bekannter Referenten gew<strong>in</strong>nen<br />

können, die gemäß dem<br />

Motto „Aus <strong>der</strong> Praxis, für die<br />

Praxis“ auf den Münchener<br />

Werkstofftechnik Sem<strong>in</strong>aren<br />

<strong>in</strong> München am 31. März und<br />

1. April 2011 vortragen werden.<br />

Im Jahr 2011 stehen vor allem<br />

die Themen Qualitätssicherung-<br />

und management mit<br />

den weiteren Schwerpunkten<br />

Kosten und Energie im Vor-<br />

VDI-Fachkonferenz: Effiziente Energienutzung <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Chemie<strong>in</strong>dustrie<br />

Nach Angaben des Verbandes<br />

<strong>der</strong> chemischen Industrie machen<br />

die Energiekosten <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Chemie rund 3 % <strong>der</strong> Bruttowertschöpfung<br />

aus. Ke<strong>in</strong>e an<strong>der</strong>e<br />

Branche <strong>in</strong> Deutschland<br />

hat e<strong>in</strong>en so hohen Energiebedarf.<br />

Um die Wettbewerbsfähigkeit<br />

energie<strong>in</strong>tensiver<br />

Prozesse wie die <strong>in</strong> <strong>der</strong> Chemie<strong>in</strong>dustrie<br />

langfristig zu erhalten,<br />

gilt es zahlreiche Parameter<br />

zu beleuchten und zu<br />

optimieren. E<strong>in</strong>en Überblick<br />

über die bestehenden Potenziale<br />

gibt die 1. VDI-Fachkonferenz<br />

„Effiziente Energienutzung<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Chemie<strong>in</strong>dustrie“,<br />

die das VDI Wissensforum<br />

am 30. und 31. März 2011 <strong>in</strong><br />

Frankfurt/Ma<strong>in</strong> veranstaltet.<br />

Fachlicher Leiter ist Dr. Andreas<br />

Jupke von Bayer Technology<br />

Services.<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

19


J o u r n a l<br />

Die technischen Möglichkeiten<br />

zur Erhöhung <strong>der</strong> <strong>Energieeffizienz</strong><br />

von chemischen Prozessen<br />

und Komponenten stehen auf<br />

dem Programm <strong>der</strong> VDI-Konferenz.<br />

Auf dem Programm<br />

stehen relevante Möglichkeiten,<br />

den Energieverbrauch zu<br />

senken. Effizienzsteigerungen<br />

s<strong>in</strong>d möglich bei <strong>der</strong> Planung<br />

von Neuanlagen, <strong>der</strong> Nutzung<br />

von Kühlwasser und Abwärme<br />

sowie bei <strong>der</strong> Optimierung<br />

von Hilfsaggregaten wie Pumpen,<br />

Kühlgeräten und Druckluftnetzen.<br />

Zudem werden<br />

Prozesse betrachtet, bei denen<br />

sich die Effizienz steigern lässt,<br />

etwa die Destillation o<strong>der</strong> die<br />

Mem brantechnik. Hilfsmittel,<br />

wie die MSR-Technik werden<br />

ebenfalls zur Optimierung e<strong>in</strong>gesetzt.<br />

Die Veranstaltung richtet sich<br />

an Betriebsleiter, Betriebs<strong>in</strong>genieure,<br />

Mitarbeiter aus<br />

<strong>der</strong> Planung, Instandhaltung<br />

und Prozessoptimierung, Vertriebs-<br />

und Service<strong>in</strong>genieure<br />

von Komponentenherstellern<br />

o<strong>der</strong> Prozessapparaturen sowie<br />

an Energieberatungsunternehmen.<br />

VDI Wissensforum<br />

www.vdi.de/energieeffizienz-chemie<br />

Abschlussbericht E-world energy & water 2011<br />

Essen war drei Tage lang die<br />

zentrale Network<strong>in</strong>g Plattform<br />

für die europäische Energiebranche.<br />

Das Thema Smart<br />

Energy sorgte für weiteren<br />

außerordentlichen Wachstumsschub<br />

<strong>der</strong> E-world energy<br />

& water. Die E‐world 2011<br />

hat alle Erwartungen übertroffen.<br />

Sie verzeichnete e<strong>in</strong><br />

überaus deutliches Wachstum<br />

<strong>in</strong> allen Bereichen. 544 Aussteller<br />

<strong>der</strong> Energie- und Wasserwirtschaft<br />

aus 20 Län<strong>der</strong>n<br />

präsentierten auf 41.000 m 2<br />

19.700 Fachbesuchern aus<br />

über 40 Län<strong>der</strong>n ihre Neuheiten<br />

und Dienstleistungen:<br />

Das bedeutet e<strong>in</strong> Plus bei <strong>der</strong><br />

Zahl <strong>der</strong> Aussteller um 8 %,<br />

bei <strong>der</strong> Fläche um 10 % und<br />

bei den Besuchern um rund<br />

10 %. Auch im Kongress nahmen<br />

mit 2.800 Tagesbesuchern<br />

rund 30 % mehr Fachleute<br />

teil als im Vorjahr.<br />

Wegen <strong>der</strong> großen Nachfrage<br />

war für die E-world 2011<br />

e<strong>in</strong>e zusätzliche Messehalle<br />

geöffnet worden, die fast<br />

vollständig im Zeichen von<br />

Smart Energy stand. <strong>Energieeffizienz</strong>,<br />

erneuerbare Energien,<br />

Smart Meter<strong>in</strong>g und Elektromobilität<br />

waren dort die<br />

bestimmenden, zukunftsweisenden<br />

Themen. Auf e<strong>in</strong>em<br />

Geme<strong>in</strong>schaftsstand präsentierten<br />

25 Unternehmen ihre<br />

neuesten Entwicklungen <strong>in</strong><br />

demie <strong>der</strong> Hochschule Aalen,<br />

verliehen. Frau Jürgens konnte<br />

sich mit ihrem wegweisenden<br />

und maßgeschnei<strong>der</strong>ten Studienmodell<br />

für beruflich Qualifizierte<br />

gegenüber den vier an<strong>der</strong>en<br />

nom<strong>in</strong>ierten Konzepten<br />

behaupten. Mo<strong>der</strong>ator<strong>in</strong> Krisdiesem<br />

Marktfeld. Auch im<br />

messebegleitenden Kongress<br />

war die Integration von Smart<br />

Energy <strong>in</strong> die künftige Energieversorgung<br />

e<strong>in</strong> thematischer<br />

Schwerpunkt. Über 70 % <strong>der</strong><br />

Besucher s<strong>in</strong>d maßgeblich an<br />

Beschaffungsentscheidungen<br />

ihrer Unternehmen beteiligt.<br />

Die Stimmung <strong>in</strong> <strong>der</strong> Branche<br />

ist sehr gut: 94 % <strong>der</strong> Besucher<br />

beurteilen die <strong>der</strong>zeitige<br />

Konjunktur positiv, und 75 %<br />

erwarten e<strong>in</strong>e weiter steigende<br />

Konjunkturentwicklung ihrer<br />

Branche.<br />

Großen Anklang fand auch<br />

die Son<strong>der</strong>schau „future of<br />

mobility“, <strong>in</strong> <strong>der</strong> die Möglichkeiten<br />

alternativer Mobilität<br />

aufgezeigt wurden. In <strong>der</strong><br />

Galeria <strong>der</strong> Messe Essen präsentierten<br />

Fahrzeughersteller,<br />

Infrastruktur-Dienstleister sowie<br />

Verbände ihre Produkte<br />

und Ideen im Bereich alternativer<br />

Antriebe und neuer Mobilitätskonzepte.<br />

Auch an den<br />

Ständen <strong>der</strong> Aussteller <strong>in</strong> den<br />

Haus <strong>der</strong> Technik verleiht Deutschen<br />

Weiterbildungspreis 2010<br />

weiteren Messehallen waren<br />

vielfach Fahrzeuge mit alternativen<br />

Antrieben wie etwa<br />

Kle<strong>in</strong>bus, PKW, Motorrad,<br />

Roller o<strong>der</strong> Elektrofahrrad zu<br />

sehen. Im Kongress war dem<br />

Thema e<strong>in</strong>e eigene Konferenz<br />

unter dem Titel „Smart Mobility“<br />

gewidmet.<br />

Zum dritten Tag <strong>der</strong> Konsulate<br />

auf <strong>der</strong> E-world kamen 60<br />

Teilnehmer aus 24 Nationen.<br />

Oberbürgermeister Re<strong>in</strong>hard<br />

Paß hieß die Gäste <strong>in</strong> <strong>der</strong> Messe<br />

Essen und <strong>in</strong> <strong>der</strong> Energiemetropole<br />

Essen willkommen.<br />

Die Konsuln und Diplomaten<br />

sowie die Mitarbeiter von<br />

Außenhandelskammern und<br />

Energie<strong>in</strong>itiativen <strong>in</strong>formierten<br />

sich <strong>in</strong> E<strong>in</strong>führungsvorträgen<br />

über die aktuelle Energie- und<br />

Wasserwirtschaft. Die nächste<br />

E-world energy & water f<strong>in</strong>det<br />

vom 7. bis zum 9. Februar<br />

2012 <strong>in</strong> <strong>der</strong> Messe Essen statt.<br />

E-world Energy & Water 2012<br />

www.messe-essen.de<br />

Das renommierte Haus <strong>der</strong><br />

Technik hat den Deutschen<br />

Weiterbildungspreis 2010, dotiert<br />

mit € 10.000, im Rahmen<br />

e<strong>in</strong>er feierlichen Siegerehrung<br />

am 10. Februar 2011 an Alexandra<br />

Jürgens, Geschäftsführer<strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Weiterbildungsaka-<br />

20 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


J o u r n a l<br />

t<strong>in</strong> Gräf<strong>in</strong> von Faber-Castell<br />

führte die Gäste im Haus <strong>der</strong><br />

Technik durch die Höhepunkte<br />

des unterhaltsamen Abends:<br />

Schirmherr Bodo Hombach,<br />

Geschäftsführer <strong>der</strong> WAZ-Mediengruppe<br />

und Mo<strong>der</strong>ator<br />

des Initiativkreises Ruhr, ist es<br />

mit se<strong>in</strong>er Rede gelungen, die<br />

enorme Relevanz von Bildung<br />

und Weiterbildung <strong>in</strong> allen gesellschaftlichen<br />

Kontexten e<strong>in</strong>mal<br />

mehr deutlich zu machen.<br />

Musikalische Glanzpunkte haben<br />

die Künstler <strong>der</strong> Folkwang<br />

Universität und auch Sydney<br />

Youngblood mit se<strong>in</strong>en legendären<br />

Hits aus den 1980er und<br />

1990er Jahren gesetzt.<br />

„Als Vorsitzen<strong>der</strong> des Stahl<strong>in</strong>stituts<br />

VDEh weiß ich, wie<br />

wichtig das lebenslange Lernen<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> heutigen Arbeitswelt<br />

ist. Auch <strong>in</strong> unserer Branche<br />

werden etwa die Produktionsprozesse<br />

von Stahl immer<br />

Stahl<strong>in</strong>stitut VDEh lädt zur Fachkonferenz<br />

METEC InSteelCon ® 2011 e<strong>in</strong><br />

600 hochwertige Präsentationen<br />

von Experten <strong>der</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en<br />

Stahl<strong>in</strong>dustrie und<br />

Forschung erwarten den Besucher<br />

<strong>der</strong> METEC InSteel-<br />

Con® 2011 vom 27. Juni bis<br />

zum 1. Juli <strong>in</strong> Düsseldorf. Das<br />

Stahl<strong>in</strong>stitut VDEh hat mit <strong>der</strong><br />

Veranstaltung von Fachkonferenzen<br />

parallel zur <strong><strong>in</strong>ternational</strong><br />

bedeutenden Metallurgie-<br />

Fachmesse METEC 2011 <strong>in</strong>s<br />

Schwarze getroffen. Die Zahl<br />

und Qualität <strong>der</strong> Vorträge für<br />

die Konferenzen und Kongresse<br />

s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong> großer Erfolg:<br />

th<br />

• 6 European Coke and Ironmak<strong>in</strong>g<br />

Congress (ECIC):<br />

212 Vorträge<br />

th<br />

• 7 European Cont<strong>in</strong>uous<br />

Cast<strong>in</strong>g Conference (ECCC):<br />

146 Vorträge<br />

th<br />

• 4 International Conference<br />

on Modell<strong>in</strong>g and Simulation<br />

of Metallurgical<br />

Processes <strong>in</strong> Steelmak<strong>in</strong>g<br />

(STEELSIM): 129 Vorträge<br />

komplexer. Daher s<strong>in</strong>d Ingenieure,<br />

um an <strong>der</strong> Spitze <strong>der</strong><br />

technischen und gesellschaftlichen<br />

Entwicklung zu stehen,<br />

darauf angewiesen, sich immer<br />

wie<strong>der</strong> auf Verän<strong>der</strong>ungen<br />

und Neuerungen e<strong>in</strong>zustellen“,<br />

so Hans Jürgen Kerkhoff,<br />

Vorsitzen<strong>der</strong> des VDEh<br />

sowie Präsident <strong>der</strong> Wirtschaftsvere<strong>in</strong>igung<br />

Stahl und<br />

Jurymitglied des Deutschen<br />

Weiterbildungspreises. „Umso<br />

mehr freut es mich, dass <strong>der</strong><br />

Deutsche Weiterbildungspreis<br />

2010 an e<strong>in</strong> Konzept vergeben<br />

werden konnte, das erfahrenen<br />

Mitarbeitern dabei hilft,<br />

ihre praktischen Kenntnisse<br />

mit theoretischem Wissen zu<br />

erweitern und so zu besten<br />

Arbeitsergebnissen beiträgt“,<br />

so Kerkhoff weiter.<br />

Haus <strong>der</strong> Technik e.V.<br />

www.deutscherweiterbildungspreis.de<br />

st<br />

• 1 International Conference<br />

on Energy Efficiency<br />

and CO 2 Reduction <strong>in</strong> the<br />

Steel Industry (EECR): 103<br />

Vorträge<br />

Die Fachkonferenzen <strong>der</strong> ME-<br />

TEC InSteelCon ® 2011 bieten<br />

dem Teilnehmer e<strong>in</strong> vielfältiges<br />

Programm mit praxisorientierten<br />

Präsentationen zur<br />

Eisen- und Stahlerzeugung,<br />

zu neuesten Technologien <strong>der</strong><br />

Koks-, S<strong>in</strong>ter-, Pellet-, Roheisen-,<br />

und DRI-Erzeugung sowie<br />

zum Stranggießen von<br />

Stahl, zur <strong>Energieeffizienz</strong><br />

und CO 2 -Reduzierung, Modellierung<br />

und Simulation. Mit<br />

<strong>der</strong> Anmeldung zur METEC<br />

InSteelCon ® 2011 haben die<br />

Teilnehmer die Möglichkeit,<br />

alle vier Leitmessen METEC,<br />

GIFA, THERMPROCESS und<br />

NEWCAST zu besuchen.<br />

Messe Düsseldorf GmbH<br />

www.metec-<strong>in</strong>steelcon2011.com<br />

Personalien<br />

Peter Schobesberger folgt He<strong>in</strong>rich Novak als<br />

Geschäftsführer <strong>der</strong> AICHELIN Hold<strong>in</strong>g GmbH<br />

Dr. Peter Schobesberger (51)<br />

wird mit Wirkung vom 1. Januar<br />

2011 zum neuen Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> AICHELIN<br />

Hold<strong>in</strong>g GmbH ernannt. Er<br />

folgt damit Dipl.-Ing. He<strong>in</strong>rich<br />

Novak, <strong>der</strong> <strong>in</strong><br />

den wohlverdienten<br />

Ruhestand<br />

tritt. Dr.<br />

Schobesberger<br />

kann bereits<br />

auf mehr als elf<br />

Jahre <strong>in</strong> <strong>der</strong> AI-<br />

CHELIN Gruppe<br />

zurückblicken.<br />

Zuletzt<br />

war er Alle<strong>in</strong>-<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> österreichischen<br />

Tochter AICHELIN<br />

GmbH mit Sitz <strong>in</strong> Mödl<strong>in</strong>g.<br />

Der gebürtige Oberösterreicher<br />

Dr. Peter Schobesberger<br />

verfügt als studierter Verfahrenstechniker<br />

über umfassende<br />

Kenntnisse im Masch<strong>in</strong>enbau<br />

sowie <strong>der</strong> technischen<br />

Wärmelehre und ist seit 1999<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> AICHELIN Gruppe tätig.<br />

Als Geschäftsführer <strong>der</strong><br />

Österreich-Tochter und zuvor<br />

Prokurist <strong>der</strong> AICHELIN Hold<strong>in</strong>g<br />

GmbH war er bereits <strong>in</strong><br />

den letzten Jahren für den Erfolg<br />

des weltweit führenden<br />

Herstellers von Industrieanlagen<br />

für die Wärmebehandlung<br />

von Metallteilen mitverantwortlich.<br />

Davor war Herr<br />

Schobesberger <strong>in</strong> leitenden<br />

Funktionen bei <strong>der</strong> Austrian<br />

Energy tätig. Se<strong>in</strong> Nachfolger<br />

als Geschäftsführer <strong>der</strong> österreichischen<br />

AICHELIN GmbH<br />

wird Dr.-Ing. Markus Re<strong>in</strong>hold<br />

(38).<br />

„Mit Peter<br />

Schobesberger<br />

konnten<br />

wir auf e<strong>in</strong>en<br />

ausgezeichneten<br />

Experten<br />

aus den eigenen<br />

Reihen zurückgreifen.<br />

Er<br />

wird den von<br />

He<strong>in</strong>rich Novak<br />

e<strong>in</strong>geschlagenen<br />

Erfolgskurs<br />

unseres<br />

Unternehmens <strong>in</strong> Europa fortsetzen<br />

und <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e den<br />

weiteren Ausbau unserer Geschäftstätigkeit<br />

<strong>in</strong> den Wachstumsmärkten<br />

Ch<strong>in</strong>a und Indien<br />

vorantreiben. Wir danken<br />

He<strong>in</strong>rich Novak für se<strong>in</strong>en<br />

jahrelangen E<strong>in</strong>satz für<br />

unser Unternehmen. In dieser<br />

Zeit konnten wir den Umsatz<br />

<strong>der</strong> AICHELIN Gruppe verdreifachen<br />

und unsere führende<br />

Weltmarktstellung weiter<br />

stärken. Er übergibt e<strong>in</strong> gut<br />

bestelltes Haus und wir wünschen<br />

ihm für se<strong>in</strong>e private<br />

Zukunft nur das Allerbeste“,<br />

so Dr. Peter Pichler, Vorsitzen<strong>der</strong><br />

des Vorstandes des<br />

AICHELIN-Mehrheitseigentümers<br />

Berndorf AG.<br />

Josef Wagner neuer Bereichleiter für Konstruktion<br />

und Entwicklung bei SMS Elotherm<br />

Dipl.-Ing. Josef Wagner ist seit<br />

dem 1. Februar 2011 neuer Bereichsleiter<br />

für die Konstruktion<br />

und Entwicklung <strong>der</strong> SMS Elotherm<br />

GmbH. In dieser Funktion<br />

ist er verantwortlich für die<br />

Entwicklung und Konstruktion<br />

von SMS Elotherm Systemen<br />

zum <strong>in</strong>duktiven Härten, Erwärmen<br />

und Schweißen.<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

21


J o u r n a l<br />

Nach se<strong>in</strong>em<br />

Studium an<br />

<strong>der</strong> FH Offenburg<br />

bekleidete<br />

Herr Wagner<br />

mehrere<br />

Positionen im<br />

Masch<strong>in</strong>enbau,<br />

bevor er<br />

sich ab 1992<br />

bei EFD <strong>in</strong> Freiburg<br />

bis zum<br />

Technischen<br />

Leiter entwickelte.<br />

Er war für die gesamte<br />

Wertschöpfungskette von Projektierung<br />

bis zur Auslieferung<br />

<strong>der</strong> Anlagen verantwortlich.<br />

„Me<strong>in</strong> Ziel ist die Schaffung<br />

zusätzlicher Synergieeffekte<br />

durch zunehmend modularisierte<br />

Induktionsanlagen, um<br />

die führende<br />

Position von<br />

SMS Elotherm<br />

weiter auszubauen“,<br />

sagt<br />

Wagner. Für<br />

die Kunden<br />

ergeben sich<br />

klare Wettbewerbsvorteile<br />

durch zuverlässige<br />

und<br />

wirtschaftliche<br />

Prozesse.<br />

Josef Wagner verantwortete<br />

e<strong>in</strong> Jahr die osteuropäische<br />

Fertigung von EFD. Die daraus<br />

resultierenden Erfahrungen<br />

werden auch den weiteren<br />

Ausbau <strong>der</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en<br />

Präsenz von SMS Elotherm<br />

beschleunigen.<br />

Friedhelm Loh erhält höchste Auszeichnung für<br />

unternehmerischen Erfolg<br />

Das Deutsche Institut für Erf<strong>in</strong>dungswesen<br />

e. V. hat am<br />

30. November 2010 im Ehrensaal<br />

des Deutschen Museums<br />

<strong>in</strong> München die Dieselmedaille<br />

2010 an Friedhelm Loh, Inhaber<br />

<strong>der</strong> Friedhelm Loh Group,<br />

verliehen. Der Preisträger erhält<br />

die hochkarätige Auszeichnung<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Kategorie<br />

„Erfolgreichste Innovation“<br />

für se<strong>in</strong>e unternehmerischen<br />

Leistungen bei Rittal. Die Dies<br />

elm e daille<br />

gilt als „Oscar<br />

<strong>der</strong> Erf<strong>in</strong><strong>der</strong>“<br />

und wird als<br />

höchste Auszeichnung<br />

für<br />

Erf<strong>in</strong><strong>der</strong> verliehen,<br />

die mit<br />

ihrem Erfolg<br />

zum Wohl<br />

<strong>der</strong> Gesellschaft<br />

beigetragen<br />

haben.<br />

Die hochrangige<br />

Ausz<br />

e i c h n u n g<br />

wird etwa<br />

alle zwei bis<br />

drei Jahre durch das Deutsche<br />

Institut für Erf<strong>in</strong>dungswesen<br />

e. V. (D.I.E.) verliehen.<br />

Der Preis, <strong>der</strong> im Andenken<br />

an Rudolf Diesel, dem Erf<strong>in</strong><strong>der</strong><br />

des Dieselmotors, vergeben<br />

wird, würdigt neben <strong>der</strong><br />

Erf<strong>in</strong>dungsleistung auch den<br />

auf <strong>der</strong> Erf<strong>in</strong>dung beruhenden<br />

unternehmerischen Erfolg.<br />

Friedhelm Loh ist selbst Erf<strong>in</strong><strong>der</strong><br />

von mehreren Innovationen,<br />

die zum Patent angemeldet<br />

wurden. „Das Kuratorium<br />

hat sich für die Verleihung <strong>der</strong><br />

Dieselmedaille an Friedhelm<br />

Loh entschieden aufgrund<br />

<strong>der</strong> bee<strong>in</strong>druckenden unternehmerischen<br />

Technologie-<br />

Erfolgsgeschichte von Rittal“,<br />

so Prof. Dr. Alexan<strong>der</strong> Wurzer,<br />

Vorsitzen<strong>der</strong> des Kuratoriums.<br />

Peter Lankes wird CEO von Ipsen <strong>in</strong><br />

Deutschland<br />

Um den Unternehmenskurs<br />

personell<br />

nachhaltig<br />

abzusichern,<br />

wird die Konzernführung<br />

die bisherige<br />

Doppelfunktion<br />

aufgeben<br />

und die Geschäftsführung<br />

<strong>der</strong> deutschen<br />

Landesgesellschaft<br />

Ipsen International GmbH abgeben.<br />

1974 übernahm Friedhelm Loh<br />

von se<strong>in</strong>em Vater Rudolf Loh<br />

die Geschäftsführung <strong>der</strong> Familienunternehmen<br />

Rittal und<br />

Ritto mit damals ca. 200 Mitarbeitern.<br />

Heute führt er die<br />

daraus entstandene Friedhelm<br />

Loh Group mit mehr als<br />

11.000 Mitarbeitern weltweit –<br />

davon s<strong>in</strong>d 10.000 Mitarbeiter<br />

bei Rittal beschäftigt.<br />

Nach erfolgreicher<br />

Umstrukturierung<br />

des Standorts<br />

<strong>in</strong> Deutschland<br />

übergibt<br />

Dr. H. Grobler<br />

zum 1. Januar<br />

2011 die Leitung<br />

<strong>der</strong> Gesellschaft<br />

an<br />

Peter Lankes.<br />

Lankes ist seit<br />

Beg<strong>in</strong>n 2009<br />

Mitglied <strong>der</strong><br />

Geschäftsführung <strong>der</strong> Gesellschaft.<br />

Personelle Än<strong>der</strong>ungen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Führungsstruktur<br />

bei Schmolz+Bickenbach<br />

Seit 1. Januar 2011 übernahm<br />

Thiery Cremailh (50) den Vorsitz<br />

<strong>der</strong> Geschäftsleitung <strong>der</strong><br />

SCHMOLZ+BICKENBACH Distribution<br />

International. Thiery<br />

Cremailh verfügt über e<strong>in</strong><br />

Diplom <strong>der</strong> Ecole Centrale<br />

Paris. Er nahm seit 1999<br />

diverse Führungsfunktionen<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Stahl<strong>in</strong>dustrie<br />

wahr. 2007 trat Cremailh <strong>in</strong><br />

die SCHMOLZ+BICKENBACH<br />

Gruppe e<strong>in</strong>. Zuletzt war er<br />

als Leiter <strong>der</strong> Verkaufsorganisation<br />

Ugitech S.A. (Frankreich),<br />

dem Werk für die Erzeugung<br />

von rostfreien Stählen,<br />

tätig.<br />

Der bisherige Vorsitzende <strong>der</strong><br />

Geschäftsleitung <strong>der</strong> Swiss<br />

Steel AG, Walter J. Hess, tritt<br />

ab dem 31. März 2011 <strong>in</strong> den<br />

ordentlichen Ruhestand. Er<br />

nahm die Funktion als CEO<br />

seit 1996 wahr. Als Nachfolger<br />

übernimmt ab 1. April<br />

22 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


J o u r n a l<br />

2011 Carlo Mischler (53) die<br />

Geschäftsleitung <strong>der</strong> Swiss<br />

Steel AG. Carlo Mischler ist<br />

Dipl.-Ing. ETH. Er ist seit 1998<br />

bei <strong>der</strong> S+B Gruppe tätig, zuletzt<br />

als Market<strong>in</strong>g- und Verkaufsleiter<br />

<strong>der</strong> Swiss Steel<br />

AG (Schweiz), dem Werk für<br />

die Erzeugung von Qualitäts-,<br />

Edel- und Automatenstählen.<br />

Die Verantwortung für<br />

diese Funktion wird er <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Personalunion mit <strong>der</strong> neuen<br />

Aufgabe weiterh<strong>in</strong> wahrnehmen.<br />

Andreas Höller und Bernd<br />

Wagner – so heißen die beiden<br />

neuen Gesichter <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Geschäftsführung <strong>der</strong><br />

SCHMOLZ+BICKENBACH GUSS<br />

Gruppe. Sie übernehmen die<br />

technische bzw. kaufmännische<br />

Leitung des Unternehmens.<br />

Andreas Höller ist seit<br />

Januar 2011 Geschäftsführer<br />

für den Bereich Technik<br />

und damit werksübergreifend<br />

für alle grundlegenden technischen<br />

Fragen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Gruppe<br />

zuständig. Dabei kann<br />

<strong>der</strong> 51-jährige Gießereimeister<br />

auf umfangreiche Erfahrungen<br />

zurückgreifen – bereits<br />

seit 1975 hat er alle wesentlichen<br />

Funktionen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

Edelstahlgießerei durchlaufen.<br />

Bei S+B GUSS startete er zunächst<br />

als Fertigungsleiter und<br />

übernahm 2007 die Leitung<br />

des Werks Ennepetal. Diesen<br />

Posten behält er zusätzlich zu<br />

se<strong>in</strong>er neuen Position <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Geschäftsführung auch weiterh<strong>in</strong><br />

bei. Bernd Wagner ist<br />

<strong>der</strong> neue kaufmännische Geschäftsführer<br />

des Edelstahlguss-Experten.<br />

Der 61-jährige<br />

Betriebswirt ist zukünftig<br />

für alle übergeordneten kaufmännischen<br />

Fragen <strong>der</strong> GUSS<br />

GRUPPE zuständig und wird<br />

schwerpunktmäßig die E<strong>in</strong>führung<br />

des neuen SAP-Systems<br />

vorantreiben. Dabei ist<br />

auch er ke<strong>in</strong> Unbekannter <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Branche, zuletzt war er als<br />

kaufmännischer Geschäftsführer<br />

bei Eschmann Stahl beschäftigt.<br />

Für den Vertrieb s<strong>in</strong>d weiterh<strong>in</strong><br />

die beiden Geschäftsführer<br />

Berthold Schiffer und Hans<br />

Schlickum zuständig. Der bisherige<br />

Vorsitzende <strong>der</strong> Geschäftsführung<br />

Matthias Pampus-Me<strong>der</strong><br />

ist zum 31. Januar<br />

2011 aus dem Unternehmen<br />

ausgeschieden. Berthold<br />

Schiffer ist <strong>in</strong>nerhalb <strong>der</strong> Unternehmensgruppe<br />

Geschäftsführer<br />

für den operativen Vertrieb.<br />

In den Aufgabenbereich<br />

des 57-Jährigen fallen <strong>der</strong> für<br />

die GUSS GRUPPE wichtige<br />

Energiesektor sowie unter an<strong>der</strong>em<br />

die Stahlwerke und <strong>der</strong><br />

allgeme<strong>in</strong>e Masch<strong>in</strong>enbau.<br />

Dabei kann er auf 35 Jahre Erfahrung<br />

bei S+B GUSS zurückgreifen.<br />

Hans Schlickum ist seit Anfang<br />

2008 für den strategischen<br />

Vertrieb und die Beschaffung<br />

sowie operativ für die Bereiche<br />

Pumpen und Armaturen,<br />

Müllverbrennung, Anlagenbau<br />

sowie Autom otive zuständig.<br />

Bis Januar 2011 war<br />

<strong>der</strong> 49-jährige Dipl.-Ing. zusätzlich<br />

Vorstandsvorsitzen<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> FSG Automotive Hold<strong>in</strong>g<br />

AG <strong>in</strong> Sachsen.<br />

Die Gießereigruppe mit den<br />

Standorten Krefeld, Ennepetal<br />

und Kohlscheid startet mit<br />

e<strong>in</strong>er neu aufgestellten Geschäftsführung<br />

<strong>in</strong> das Jahr<br />

2011 und führt den vor drei<br />

Jahren e<strong>in</strong>geschlagenen strategischen<br />

Kurs weiter fort.<br />

2. Praxissem<strong>in</strong>ar<br />

Induktives<br />

SCHMELZEN&GIESSEN<br />

von Eisen- und Nichteisenmetallen<br />

NEU<br />

+ 2 Workshops<br />

+ Fachausstellung<br />

Term<strong>in</strong>:<br />

• Dienstag, 20.09.2011<br />

Veranstaltung (09:30 – 17:00 Uhr)<br />

Geme<strong>in</strong>same Abendveranstaltung ab 19:00 Uhr<br />

• Mittwoch, 21.09.2011<br />

Zwei Workshops zur Auswahl (09:00 – 12:30 Uhr)<br />

Ort:<br />

Atlantic Congress Hotel Essen,<br />

www.atlantic-hotels.de<br />

Zielgruppe:<br />

Betreiber, Planer und Anlagenbauer<br />

von Schmelzanlagen<br />

Veranstalter<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

Mehr Information und Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung unter www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

23


J o u r n a l<br />

Ehrennadel <strong>der</strong> Deutschen Physikalischen Gesellschaft<br />

an Monika Mattern-Klosson verliehen<br />

Dr. Monika Mattern-Klosson,<br />

Head of Research &<br />

Development, Vice President<br />

Oerlikon Leybold Vacuum,<br />

wurde am 12. November<br />

2010 im Rahmen des Tages<br />

<strong>der</strong> DPG im Physikzentrum<br />

<strong>in</strong> Bad Honnef die Ehrennadel<br />

<strong>der</strong> DPG verliehen. Frau<br />

Im Rahmen ihrer leitenden<br />

Tätigkeit bei Leybold Vacuum<br />

unterstützte Dr. Mattern-<br />

Klosson auch die För<strong>der</strong>programme<br />

für junge Physiker,<br />

die bei „e<strong>in</strong>em Tag vor Ort“<br />

am Hauptsitz von Oerlikon<br />

Leybold Vacuum <strong>in</strong> Köln e<strong>in</strong>en<br />

E<strong>in</strong>blick über die Vielfalt<br />

Medien<br />

Praxishandbuch Thermoprozesstechnik Band II:<br />

Anlagen – Komponenten – Sicherheit<br />

von Herbert Pfeifer, Bernard Nacke, Franz Beneke<br />

Vulkan-Verlag GmbH, Essen<br />

2. Auflage 2011<br />

1072 Seiten, Farbdruck, Hardcover, mit CD o<strong>der</strong> DVD,<br />

16,5 x 23 cm, € 180,00 bzw. € 240,00 zzgl. Versand<br />

ISBN 978-3-8027-2948-5 (CD); ISBN 978-3-8027-2955-3 (DVD)<br />

www.vulkan-verlag.de<br />

Das Praxishandbuch Thermoprozesstechnik<br />

ist das Standardwerk<br />

für die Wärmebehandlungsbranche<br />

und<br />

Pflichtlektüre für jeden Ingenieur,<br />

Techniker und Planer,<br />

<strong>der</strong> sich mit <strong>der</strong> Projektierung<br />

o<strong>der</strong> dem Betrieb von Thermoprozessanlangen<br />

befasst.<br />

Mattern-Klosson erhielt diese<br />

Ehrennadel <strong>in</strong> Anerkennung<br />

ihres beson<strong>der</strong>en Engagements<br />

und <strong>der</strong> langjährigen<br />

Mitgliedschaft im Arbeitskreis<br />

Industrie und Wirtschaft<br />

sowie für ihre vierjährige<br />

Vorstandsmitgliedschaft<br />

im damals neu geschaffenen<br />

Ressort „Industrie und Wirtschaft“.<br />

Dadurch ist es gelungen,<br />

die Attraktivität <strong>der</strong><br />

DPG für Industriephysiker<br />

deutlich zu steigern und <strong>der</strong>en<br />

Verb<strong>in</strong>dungen zur DPG<br />

nachhaltig zu verbessern.<br />

Erratum:<br />

<strong>der</strong> Arbeitsbereiche von Naturwissenschaftlern<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Industrie<br />

erhalten. „Wir als Unternehmen<br />

danken Frau Dr.<br />

Mattern-Klosson für Ihr Engagement<br />

und freuen uns mit<br />

Ihr über die Auszeichnung“,<br />

sagt Dr. Andreas Widl, CEO<br />

Oerlikon Leybold Vacuum.<br />

„Die enge Verzahnung von<br />

Wirtschaft und Wissenschaft<br />

sowie die För<strong>der</strong>ung des naturwissenschaftlichen<br />

Nachwuchses<br />

s<strong>in</strong>d für unsere Innovationskraft<br />

von hoher Bedeutung“,<br />

so Dr. Widl weiter.<br />

In Heft 4/2010 ist <strong>der</strong> Redaktion e<strong>in</strong> Fehler unterlaufen.<br />

Zu dem Beitrag „Keramische Hochtemperatur-Heizelemente<br />

zur Optimierung <strong>in</strong>dustrieller Fertigungsprozesse“<br />

auf S. 311–312 lauten die korrekten Kontaktangaben:<br />

Rauschert Ste<strong>in</strong>bach GmbH, Ste<strong>in</strong>bach am Wald,<br />

Tel.: 09263 / 875-0, E-Mail: <strong>in</strong>fo.stb@rauschert.de. Zudem<br />

kam es zu e<strong>in</strong>igen Satzfehlern.<br />

Die Redaktion <strong>der</strong> <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> entschuldigt<br />

sich für das Versehen.<br />

Das Band II widmet sich den<br />

Themenbereichen Anlagen,<br />

Komponenten und Sicherheit.<br />

Namhafte Experten <strong>der</strong> Thermoprozesstechnik<br />

beschreiben<br />

anschaulich alle relevanten<br />

Sachverhalte. Das Werk<br />

gibt e<strong>in</strong>en zusammengefassten,<br />

detaillierten Überblick,<br />

<strong>der</strong> sowohl für Studierende<br />

aller e<strong>in</strong>schlägigen Fachrichtungen<br />

sowie für Ingenieure<br />

hilfreich ist. Das Buch ist leserfreundlich<br />

gestaltet und zahlreiche<br />

farbige Tabellen, Graphiken<br />

und Bil<strong>der</strong> visualisieren<br />

die beschriebene Anlage und<br />

<strong>Prozesstechnik</strong>.<br />

FEM für Praktiker – Band 4: Elektrotechnik<br />

von Wolfgang Schätz<strong>in</strong>g, Günter Müller<br />

Expert Verlag, Renn<strong>in</strong>gen<br />

2., neu bearb. Auflage 2009<br />

454 Seiten, zahlreiche Beispiele auf CD-ROM, 23 x 16 x 3 cm<br />

€ 86,00, ISBN 978-3-8169-2841-6, www.cadfem.de<br />

Das Buch behandelt die Anwendung<br />

<strong>der</strong> F<strong>in</strong>ite-Element-<br />

Methode (FEM) für die Modellierung<br />

und Simulation von<br />

Anwendungsfällen elektrotechnischer<br />

Natur. Dem Ingenieur<br />

o<strong>der</strong> Physiker, <strong>der</strong> e<strong>in</strong>e<br />

elektrotechnische Problemstellung<br />

zu bearbeiten hat,<br />

werden Möglichkeiten aufgezeigt,<br />

die ANSYS ® zur Lösung<br />

bietet. Dabei wird sowohl die<br />

Behandlung mit ANSYS-Classic<br />

als auch mit ANSYS-Workbench<br />

angesprochen.<br />

24 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


J o u r n a l<br />

Die grundsätzliche E<strong>in</strong>teilung<br />

erfolgt <strong>in</strong> elektrische Strömungsfel<strong>der</strong>,<br />

elektrostatische<br />

Fel<strong>der</strong>, magnetostatische Fel<strong>der</strong>,<br />

quasistationäre elektromagnetische<br />

Fel<strong>der</strong> und Wellenfel<strong>der</strong>.<br />

Schwerpunkt s<strong>in</strong>d<br />

viele lauffähige Anwendungsbeispiele<br />

aus allen diesen Gebieten.<br />

Von den Beispielen<br />

ausgehend kann dann <strong>der</strong><br />

Nutzer die Aufgabenstellung<br />

so abwandeln bzw. komb<strong>in</strong>ieren,<br />

dass er sich schrittweise<br />

se<strong>in</strong>er eigenen Problemstellung<br />

annähert. Die Quelltexte<br />

auf <strong>der</strong> beiliegenden CD erfor<strong>der</strong>n<br />

zum Start die Verfügbarkeit<br />

des Programms ANSYS ® .<br />

Während die Quelltexte für<br />

ANSYS-Classic mit allen AN-<br />

SYS-Versionen lauffähig s<strong>in</strong>d,<br />

erfor<strong>der</strong>n die Quelltexte für<br />

Workbench zw<strong>in</strong>gend die<br />

Version ANSYS12. Das Buch<br />

behandelt Grundlagen, Programmiermethodik,<br />

Anwendungsbeispiele<br />

e<strong>in</strong>schließlich<br />

<strong>der</strong>en Aufbereitung, Modellbildung,<br />

Lösung und Auswertung.<br />

Ingenieurmathematik<br />

Vektor- und Inf<strong>in</strong>itesimalrechnung für Bachelors<br />

von Margot Ruschitzka, Wolfgang Reckfort<br />

Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag, München<br />

Auflage 2009<br />

305 Seiten, kartoniert, mit zahlreichen Bil<strong>der</strong>n und Beispielen,<br />

22,6 x 16 x 1,8 cm, € 24,90<br />

ISBN 978-3-446-41788-5, www.hanser.de<br />

Zielsetzung des Buches ist<br />

die Vorbereitung auf e<strong>in</strong> anwendungsorientiertes<br />

Studium.<br />

Der Stoff behandelt den<br />

Umfang des vorauszusetzenden<br />

Wissens aus dem entsprechenden<br />

Blickw<strong>in</strong>kel. Als<br />

E<strong>in</strong>stieg werden die notwendigen<br />

Voraussetzungen aus<br />

dem 8. bis 10. Schuljahr wie<strong>der</strong>holt.<br />

Text, Bil<strong>der</strong> und erläuternde<br />

Beispiele sollen S<strong>in</strong>n und<br />

Zweck des jeweils behandelten<br />

Gegenstands wie<strong>der</strong>geben.<br />

Natürlich gibt es ohne<br />

Formeln und e<strong>in</strong>ige geistige<br />

Anstrengung ke<strong>in</strong> tieferes<br />

und verwertbares Verständnis.<br />

„Wasserdichte“ Def<strong>in</strong>itionen<br />

und Beweise werden hier<br />

jedoch als zweitrangig angesehen.<br />

Mehr Zeit und Mühe<br />

wird auf Erklärung, Veranschaulichung,<br />

Verständnis <strong>der</strong><br />

wichtigen grundlegenden Begriffe<br />

(Grenzwert, Funktion<br />

etc.) und Mechanismen (Differenziation,<br />

Integration, ...) gelegt<br />

– gewissermaßen Mathematik<br />

aus <strong>der</strong> Vogelperspektive!<br />

Die Inhalte s<strong>in</strong>d schließlich<br />

nach den sehr subjektiven Kriterien<br />

vorgenommen worden:<br />

Ist es <strong>in</strong>teressant? – wichtig?<br />

– nützlich? Aufgaben und Anwendungen<br />

s<strong>in</strong>d möglichst<br />

dem Alltag entnommen, man<br />

behält dabei e<strong>in</strong> Gefühl für<br />

die Richtigkeit <strong>der</strong> Ergebnisse.<br />

Zusätzlich zum Inhalt des<br />

Buches werden laufend neue<br />

Aufgaben mit Lösungen über<br />

die Homepage <strong>der</strong> Autoren<br />

ergänzt.<br />

Kle<strong>in</strong>e Formelsammlung Elektrotechnik<br />

von Dieter Metz, Uwe Naundorf, Jürgen Schlabbach<br />

Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag, München<br />

5., überarbeitete Auflage 2009<br />

236 Seiten, 321 Bil<strong>der</strong>, kartoniert, 16,4 x 11,6 x 1,6 cm<br />

€ 14,90, ISBN 978-3-446-41755-7, www.hanser.de<br />

Die „Kle<strong>in</strong>e Formelsammlung<br />

Elektrotechnik“ umfasst<br />

Formeln <strong>der</strong> Elektrotechnik-<br />

Grundlagen, <strong>der</strong> elektrischen<br />

Masch<strong>in</strong>en und Netze sowie<br />

<strong>der</strong> <strong>elektronischen</strong> Bauelemente<br />

und Schaltungen. Sie<br />

stellt e<strong>in</strong> handliches Nachschlagewerk<br />

dar, das <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Prüfungs- und Klausurvorbereitung<br />

e<strong>in</strong>gesetzt werden<br />

kann. Teilweise ist das Werk<br />

auch bei Klausuren zugelassen.<br />

In <strong>der</strong> 5. Auflage s<strong>in</strong>d<br />

u. a. verschiedene Verstärkerschaltungen<br />

ergänzt.<br />

Haufe Bus<strong>in</strong>ess L<strong>in</strong>e: Effizientes Wissensmanagement<br />

mit neuen Portallösungen<br />

Bisher waren es zwei getrennte<br />

Welten: das Know-how e<strong>in</strong>es<br />

Unternehmens und die<br />

von außen zur Verfügung gestellten<br />

Informationsdatenbanken.<br />

Haufe hat diese beiden<br />

Welten nun <strong>in</strong> die <strong>in</strong>novative<br />

Wissen- und Weiterbildungslösung<br />

„Haufe Bus<strong>in</strong>ess<br />

L<strong>in</strong>e“ implementiert, e<strong>in</strong> Portal,<br />

das das gesamte Wissen<br />

e<strong>in</strong>es Unternehmens bündelt,<br />

verwaltet und zugänglich<br />

macht. E<strong>in</strong>e e<strong>in</strong>zige Plattform,<br />

personalisiert, <strong>in</strong>tegriert <strong>in</strong> die<br />

Prozesse e<strong>in</strong>er Unternehmung<br />

und mit hohem Bedienkomfort.<br />

„Wenn wir nur wüssten, was<br />

wir alles wissen“ – diese Klage<br />

vieler Unternehmer kann<br />

nun <strong>der</strong> Vergangenheit angehören.<br />

Die zweite Stufe <strong>der</strong><br />

Wissensrevolution hat begonnen.<br />

Wissen ist vorhanden –<br />

das war die erste Stufe – nun<br />

wird <strong>in</strong>ternes und externes<br />

Wissen unter e<strong>in</strong>er Oberfläche<br />

zugänglich gemacht. Die<br />

Arbeit <strong>in</strong> Unternehmen wird<br />

sich deutlich verän<strong>der</strong>n und<br />

vere<strong>in</strong>fachen. Doppelarbeiten<br />

entfallen und Kosten werden<br />

e<strong>in</strong>gespart. Haufe stellt mit<br />

se<strong>in</strong>er Bus<strong>in</strong>ess L<strong>in</strong>e e<strong>in</strong>e Lösung<br />

vor, die auch aus e<strong>in</strong>em<br />

an<strong>der</strong>en Grund revolutionär<br />

ist: Sie kann von je<strong>der</strong>mann<br />

bedient, leicht <strong>in</strong>tegriert und<br />

e<strong>in</strong>fach gepflegt werden.<br />

Die webbasierte Lösung für<br />

sämtliche Unternehmensbereiche<br />

lässt sich komfortabel<br />

<strong>in</strong> die bestehende IT-Landschaft<br />

<strong>in</strong>tegrieren. Optional<br />

ist dabei auch e<strong>in</strong>e Anpassung<br />

an das Corporate Design<br />

des Unternehmens möglich.<br />

Der Clou: Alle Mitarbeiter<br />

können auf e<strong>in</strong>e Plattform<br />

zugreifen und arbeiten damit<br />

stets auf dem gleichen Wissensstand<br />

zusammen. Und<br />

nicht nur das: Die Experten<br />

von Haufe bürgen für die<br />

hohe Qualität <strong>der</strong> Fach<strong>in</strong>formationen<br />

– sie s<strong>in</strong>d stets aktuell,<br />

geprüft und rechtssi-<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

25


J o u r n a l<br />

cher. Somit ist die Bus<strong>in</strong>ess<br />

L<strong>in</strong>e e<strong>in</strong>e perfekte Komb<strong>in</strong>ation<br />

aus den Fach<strong>in</strong>formationen<br />

von Haufe und aus unternehmens<strong>in</strong>ternem<br />

Knowhow<br />

beispielsweise firmeneigenen<br />

Aufzeichnungen o<strong>der</strong><br />

Daten. Bei <strong>der</strong> Haufe Bus<strong>in</strong>ess<br />

L<strong>in</strong>e stehen drei Angebote zur<br />

Auswahl: Haufe Bus<strong>in</strong>ess Suite,<br />

Haufe Bus<strong>in</strong>ess Office Premium<br />

und Haufe Bus<strong>in</strong>ess Office<br />

Professional. So eröffnen<br />

die drei Versionen <strong>der</strong> Haufe<br />

Bus<strong>in</strong>ess L<strong>in</strong>e neue Perspektiven<br />

für das Wissensmanagement<br />

im Unternehmen. Die<br />

Preise beg<strong>in</strong>nen bei € 1.500<br />

für e<strong>in</strong>e 5er-Lizenz.<br />

Haufe Gruppe<br />

www.haufe-bus<strong>in</strong>essl<strong>in</strong>e.de<br />

Konstruieren und Gießen – die technische<br />

Website des BDG<br />

Die Verbreitung <strong>der</strong> Informationen<br />

für Gussanwen<strong>der</strong>, Bauteilentwickler<br />

und Konstrukteure<br />

über die Potentiale <strong>der</strong><br />

Gusswerkstoffe sowie den<br />

technologischen Fortschritt <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Gussherstellung haben im<br />

Leistungsangebot <strong>der</strong> deutschen<br />

Gießereiverbände e<strong>in</strong>e<br />

lange Tradition, die auch <strong>der</strong><br />

2008 gegründete Bundesverband<br />

<strong>der</strong> Deutschen Gießerei-<br />

Industrie BDG erfolgreich fortsetzen<br />

konnte.<br />

Mit se<strong>in</strong>em Anfang 2010 gestarteten<br />

Webauftritt www.<br />

kug.bdguss.de setzt <strong>der</strong> BDG<br />

neue Maßstäbe im Bereich<br />

<strong>der</strong> umfassenden, <strong>in</strong> die Tiefe<br />

gehenden Information.<br />

E<strong>in</strong>e Umfrage hatte se<strong>in</strong>erzeit<br />

ergeben, dass das Internet<br />

mittlerweile das wichtigste<br />

Informationsmedium <strong>der</strong><br />

Konstrukteure und Bauteilentwickler<br />

ist. Gewünscht wurden<br />

schnell verfügbare und<br />

vor allem aktuelle Informationen.<br />

Aus diesem Grund hat<br />

sich <strong>der</strong> BDG entschlossen,<br />

das gesamte Wissen rund um<br />

die Gussentwicklung und -anwendung<br />

für alle metallischen<br />

Gusswerkstoffe onl<strong>in</strong>e auf e<strong>in</strong>em<br />

neuen Technikportal zu<br />

bündeln.<br />

Von diesem Angebot wird<br />

rege Gebrauch gemacht, wie<br />

<strong>der</strong> gelungene Start zeigt. Bereits<br />

nach e<strong>in</strong>em Jahr konnte<br />

im Dezember 2010 die magische<br />

Marke von 10.000 monatlichen<br />

Seitenaufrufen erreicht<br />

werden, Ende Januar<br />

2011 waren es bereits über<br />

13.000. Dass die Informationen<br />

auch <strong>in</strong>tensiv genutzt<br />

werden, verdeutlicht die<br />

durchschnittliche Besuchszeit<br />

auf <strong>der</strong> Website von über<br />

neun M<strong>in</strong>uten. Das Konzept,<br />

bestehend aus e<strong>in</strong>em Informationspool<br />

mit wichtigen<br />

Beiträgen, Kurz<strong>in</strong>formationen,<br />

Normen, Richtl<strong>in</strong>ien und<br />

an<strong>der</strong>en Fachveröffentlichungen<br />

aus <strong>der</strong> Verbandsarbeit<br />

– zum größten Teil kostenfrei<br />

downloadbar – konnte damit<br />

sehr erfolgreich umgesetzt<br />

werden.<br />

Höherer Kundennutzen, mehr<br />

Service und aktuellere Informationen<br />

bei mo<strong>der</strong>nem Design<br />

und übersichtlicher Struktur<br />

s<strong>in</strong>d die Vorteile dieses<br />

neuen BDG-Angebotes, das<br />

damit <strong>in</strong> zeitgemäßer Form<br />

die bewährte und <strong>in</strong> <strong>der</strong> Vergangenheit<br />

viel genutzte Informationsvermittlung<br />

für die<br />

Gussentwickler und -anwen<strong>der</strong><br />

mit den mo<strong>der</strong>nen Mitteln<br />

des Internets fortsetzt.<br />

Bundesverband <strong>der</strong> Deutschen<br />

Gießerei-Industrie<br />

www.kug.bdguss.de<br />

Hotl<strong>in</strong>e<br />

Chefredakteur:<br />

Redaktionsbüro:<br />

Redaktionsassistenz:<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Leserservice:<br />

Dipl.-Ing. Stephan Schalm<br />

Annamaria Frömgen, M.A.<br />

Silvija Subasic, M.A.<br />

Bett<strong>in</strong>a Schwarzer-Hahn<br />

Mart<strong>in</strong>a Grimm<br />

0201/82002-12<br />

0201/82002-91<br />

0201/82002-15<br />

0201/82002-24<br />

0931/41704-13<br />

s.schalm@vulkan-verlag.de<br />

a.froemgen@vulkan-verlag.de<br />

s.subasic@vulkan-verlag.de<br />

b.schwarzer-hahn@vulkan-verlag.de<br />

mgrimm@datam-services.de<br />

26 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


G e w u s s t w i e<br />

Smartphones und<br />

Prozessstromversorgungen –<br />

Wie passt das zusammen?<br />

Je<strong>der</strong> kennt sie und fast je<strong>der</strong> liebt sie:<br />

Smartphones. Was noch vor wenigen<br />

Jahren undenkbar war, ist dank <strong>der</strong> kle<strong>in</strong>en<br />

Alleskönner zur Selbstverständlichkeit<br />

geworden: An <strong>der</strong> Supermarktkasse<br />

E-Mails abrufen o<strong>der</strong> während <strong>der</strong> Zugfahrt<br />

<strong>in</strong> sozialen Netwerken surfen – mit<br />

Smartphones ist es möglich überall und<br />

je<strong>der</strong>zeit onl<strong>in</strong>e zu se<strong>in</strong>. E<strong>in</strong>e neue Freiheit,<br />

die ohne Prozessstromversorgungen<br />

nicht möglich wäre. Warum das<br />

so ist? Weil sie den maßgeschnei<strong>der</strong>ten<br />

Strom für viele Fertigungsschritte im<br />

Herstellungsprozess von Smartphones<br />

liefern.<br />

setzen Anwen<strong>der</strong> Mittelfrequenz- o<strong>der</strong><br />

Gleichstromgeneratoren e<strong>in</strong>. Neben Beschichtungsprozessen<br />

s<strong>in</strong>d bei <strong>der</strong> Produktion<br />

von LCD-Displays auch Abtragungsprozesse<br />

notwendig. Denn um<br />

Farbfiltermuster und Strukturelemente<br />

zu schaffen, müssen Teile <strong>der</strong> e<strong>in</strong>zelnen<br />

Schichten wie<strong>der</strong> entfernt werden. Auch<br />

bei den hierfür genutzten Ätzprozessen<br />

kommen Hochfrequenzgeneratoren<br />

zum E<strong>in</strong>satz.<br />

LED, Planetenreaktoren und<br />

Satelliten<br />

Am Ende des<br />

Prozesses:<br />

Das fertige<br />

Smart phone<br />

mit all se<strong>in</strong>en<br />

Funktionen<br />

Quelle: Apple Inc.<br />

Schicht für Schicht aufgetragen<br />

E<strong>in</strong> wichtiges Element des „smarten“<br />

Mobiltelefons ist se<strong>in</strong> Display. Und das<br />

ist ziemlich fasz<strong>in</strong>ierend: Es erlaubt dem<br />

Nutzer, das Gerät nur durch Berührung<br />

zu bedienen. Daher lohnt sich durchaus<br />

die Frage: Wie entsteht e<strong>in</strong> solches Display<br />

eigentlich? Derzeit setzen Produzenten<br />

von Smartphones überwiegend LCD-<br />

Displays mit TFT-Matrix zur Ansteuerung<br />

<strong>der</strong> Pixel e<strong>in</strong>. Bei <strong>der</strong>en Herstellung wird<br />

<strong>in</strong> Vakuumkammern e<strong>in</strong> Substrat aus<br />

Glas mit ultra-dünnen Materialschichten<br />

durch Auf- und Abtragungsprozesse<br />

versehen. Was banal kl<strong>in</strong>gt, ist e<strong>in</strong> hochkomplizierter<br />

Prozess, <strong>der</strong> aus vielen e<strong>in</strong>zelnen<br />

Schritten besteht. Zum Auftragen<br />

<strong>der</strong> sehr dünnen Schichten nutzen<br />

Hersteller vor allem zwei plasmagestützte<br />

Verfahren: PECVD-Prozesse (plasmagestützte<br />

chemische Gasphasenabscheidung)<br />

zum Aufbr<strong>in</strong>gen siliziumbasierter<br />

Schichten, z. B. a-Si und μc-Si. Und das<br />

ebenfalls plasmagestützte Magnetronsputter<strong>in</strong>g,<br />

durch das sich transparente,<br />

leitende Oxide wie SiO 2 und metallische<br />

Schichten wie Alum<strong>in</strong>ium auftragen<br />

lassen. Die notwendige Energie für<br />

diese Verfahren liefern Prozessstromversorgungen:<br />

PECVD-Prozesse werden<br />

häufig mit Hochfrequenz-Stromversorgungen<br />

gefahren, für Sputterprozesse<br />

E<strong>in</strong>e Tatsache, die je<strong>der</strong> Smartphone-<br />

Nutzer kennt: Die farbigen LCD-Displays<br />

s<strong>in</strong>d überwiegend nur mit H<strong>in</strong>tergrundbeleuchtung<br />

gut lesbar. Bei ausgeschalteter<br />

Beleuchtung ist die Lesbarkeit des<br />

Inhalts zumeist ungenügend. Doch wie<br />

stellen Hersteller e<strong>in</strong>e ausreichende Beleuchtung<br />

sicher? LED heißt hier das<br />

Stichwort. Auch bei <strong>der</strong>en Herstellung<br />

s<strong>in</strong>d Prozessstromversorgungen unabd<strong>in</strong>gbar.<br />

Denn Leuchtdioden entstehen<br />

durch Epitaxie, e<strong>in</strong>em meist durch Induktion<br />

unterstützten Kristallzüchtungsprozess.<br />

Bei diesem Verfahren werden Substrate<br />

aus Silizium durch Gasphasenabscheidung<br />

beschichtet. Die Beschichtung<br />

f<strong>in</strong>det zumeist <strong>in</strong> sogenannten „Planetenreaktoren“<br />

statt: e<strong>in</strong>e wassergekühl-<br />

E<strong>in</strong> Graphitsuszeptor,<br />

<strong>der</strong> für den Epitaxieprozess<br />

bei <strong>der</strong><br />

LED-Herstellung genutzt<br />

wird<br />

te, rostfreie Stahlkammer mit e<strong>in</strong>em austauschbaren<br />

Graphitsuszeptor. Der Suszeptor<br />

bildet die Unterlage für rotierende<br />

Trägerscheiben – die „Satelliten“ –<br />

auf denen die Substrate liegen. Um das<br />

Verfahren <strong>in</strong> Gang zu br<strong>in</strong>gen, werden<br />

die Grahpitsuszeptoren mittels Induktionserwärmung<br />

erhitzt. Die notwendige<br />

Energie hierfür liefern Mittelfrequenz-Induktionsgeneratoren.<br />

Damit das e<strong>in</strong>gelassene<br />

Gas auf dem Beschichtungsobjekt<br />

kondensiert, gilt es, e<strong>in</strong>e ideale Prozesstemperatur<br />

von über 1.000 °C zu erzeugen.<br />

Dies ist nur durch den E<strong>in</strong>satz<br />

e<strong>in</strong>er technisch ausgereiften Prozessstromversorgung<br />

erreichbar, die perfekt<br />

mit dem e<strong>in</strong>gesetzten Induktor zusammenspielt.<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

27


G e w u s s t w i e<br />

Ideale Verschalung für edle<br />

Optik<br />

Stabil, resistent gegen Kratzer und von<br />

edler Optik: So soll sie se<strong>in</strong>, die ideale<br />

Verschalung e<strong>in</strong>es Smartphones. Die<br />

Verschalungen werden im Normalfall<br />

durch Kunststoff-Spritzgussverfahren<br />

hergestellt. Hier gew<strong>in</strong>nt <strong>in</strong> letzter Zeit<br />

e<strong>in</strong> neues Verfahren zunehmend an Bedeutung.<br />

Das Verfahren heißt Indumold<br />

und bedient sich <strong>der</strong> Induktionserwärmung.<br />

Gegenüber dem traditionellen<br />

Kunstoffspritzgießen, bei dem mit Wasser<br />

o<strong>der</strong> Öl geheizt wird, besitzt Indumold<br />

e<strong>in</strong>en klaren Vorteil: Die Zykluszeiten<br />

s<strong>in</strong>d aufgrund <strong>der</strong> hervorragenden<br />

Wärmestromdichte deutlich ger<strong>in</strong>ger.<br />

Induktionserwärmung bietet auch die<br />

Möglichkeit <strong>der</strong> partiellen Erwärmung.<br />

So können die Produktivität erhöht und<br />

die Kosten gesenkt werden. Darüber h<strong>in</strong>aus<br />

lässt sich e<strong>in</strong>e Oberflächenbeschaffenheit<br />

erzielen, die <strong>der</strong> von lackierten<br />

Teilen entspricht. Die notwendige Energie<br />

für dieses <strong>in</strong>novative Verfahren liefern<br />

Mittelfrequenz-Induktionsgeneratoren.<br />

Die Liste <strong>der</strong> Elemente e<strong>in</strong>es Smartphones,<br />

bei <strong>der</strong>en Fertigung Prozessstromversorgungen<br />

beteiligt s<strong>in</strong>d, ließe sich<br />

durchaus noch erweitern: Herstellung<br />

<strong>der</strong> Mikrochips, Nahtschweißen mit CO 2 -<br />

Lasern und noch e<strong>in</strong>iges mehr. Je<strong>der</strong> e<strong>in</strong>zelne<br />

Fertigungsschritt trägt zur e<strong>in</strong>fachen<br />

Bedienung und umfassenden Funktionalität<br />

des Smartphones bei. Und verb<strong>in</strong>det<br />

so die doch eher abstrakten Investitionsgüter<br />

wie Stromversorgungen<br />

o<strong>der</strong> Laser mit Alltagsgegenständen.<br />

Schrittweiser<br />

Aufbau e<strong>in</strong>es<br />

Smartphones<br />

Autor:<br />

HÜTTINGER Elektronik GmbH + Co. KG<br />

Kerst<strong>in</strong> Schwär<br />

Tel.: 0761 8971-2158<br />

E-Mail: kerst<strong>in</strong>.schwaer@de.huett<strong>in</strong>ger.com<br />

2. Praxissem<strong>in</strong>ar<br />

Induktives<br />

SCHMELZEN&GIESSEN<br />

von Eisen- und Nichteisenmetallen<br />

NEU<br />

+ 2 Workshops<br />

+ Fachausstellung<br />

Term<strong>in</strong>:<br />

• Dienstag, 20.09.2011<br />

Veranstaltung (09:30 – 17:00 Uhr)<br />

Geme<strong>in</strong>same Abendveranstaltung ab 19:00 Uhr<br />

• Mittwoch, 21.09.2011<br />

Zwei Workshops zur Auswahl (09:00 – 12:30 Uhr)<br />

Ort:<br />

Atlantic Congress Hotel Essen,<br />

www.atlantic-hotels.de<br />

Zielgruppe:<br />

Betreiber, Planer und Anlagenbauer<br />

von Schmelzanlagen<br />

28 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

Mehr Information und Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung unter www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

Veranstalter


Fa c h b e r i c h t e<br />

E<strong>in</strong>satz von Induktionsanlagen <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Produktion von stranggepressten<br />

Edelstahlrohren<br />

Induction systems <strong>in</strong> production of extruded sta<strong>in</strong>less steel pipes<br />

Stefan Beer<br />

Im Strangpressverfahren hergestellte, nahtlose hochlegierte Stahlrohre, erfor<strong>der</strong>n<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Prozessführung enge Erwärmungstoleranzen. Der nachfolgende Artikel<br />

beschreibt e<strong>in</strong> mo<strong>der</strong>nes Anlagenkonzept, welches beson<strong>der</strong>s h<strong>in</strong>sichtlich<br />

Flexibilität und <strong>Energieeffizienz</strong> Vorteile bietet. Bed<strong>in</strong>gt durch die steigenden<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen, hat sich <strong>in</strong> den letzten Jahren die Nachfrage nach hochlegierten<br />

Nahtlosrohren merklich erhöht. Gleichzeitig nimmt <strong>der</strong> Anteil an Son<strong>der</strong>legierungen,<br />

bei gleichzeitig immer kle<strong>in</strong>eren Produktionslosgrößen, immer weiter<br />

zu, was e<strong>in</strong>e Verbesserung und höhere Flexibilität <strong>in</strong> <strong>der</strong> Prozessführung notwendig<br />

macht.<br />

Production of extruded seamless high-alloy steel pipes demands tight heat<strong>in</strong>gup<br />

tolerances. This article exam<strong>in</strong>es a mo<strong>der</strong>n system concept which offers significant<br />

benefits <strong>in</strong> terms of flexibility and energy-efficiency, <strong>in</strong> particular. Demand<br />

for high-alloy seamless pipes has <strong>in</strong>creased noticeably <strong>in</strong> recent years, due<br />

to the need for enhanced service-performance. The percentage of special alloys<br />

or<strong>der</strong>ed, accompanied at the same time by ever smaller production batches, is<br />

cont<strong>in</strong>u<strong>in</strong>g to rise simultaneously, necessitat<strong>in</strong>g an improvement, and greater<br />

flexibility, <strong>in</strong> process control.<br />

E<strong>in</strong>leitung<br />

Die technische Entwicklung, um nahtlose<br />

Edelstahlrohre im Strangpressverfahren<br />

im größeren Umfang herzustellen,<br />

wurde <strong>in</strong> den späten 1950er Jahren bis <strong>in</strong><br />

die 1960er Jahre stark forciert. Mehrere<br />

dieser Anlagen wurden zusammen mit<br />

entsprechenden Strangpressen bis e<strong>in</strong>er<br />

Größe von 40MN gebaut und s<strong>in</strong>d zum<br />

überwiegenden Teil <strong>in</strong> mo<strong>der</strong>nisierter<br />

Form noch heute im E<strong>in</strong>satz. Seit 2005<br />

wurden weltweit wie<strong>der</strong> e<strong>in</strong>ige Produktionsl<strong>in</strong>ien<br />

aufgrund <strong>der</strong> verän<strong>der</strong>ten<br />

Marktsituation <strong>in</strong>stalliert.<br />

Aufgrund <strong>der</strong> Konkurrenzsituation zu<br />

an<strong>der</strong>en Herstellungsverfahren, wie das<br />

Rohrkontiwalzverfahren, f<strong>in</strong>det heutzutage<br />

<strong>der</strong> E<strong>in</strong>satz des Strangpressverfahrens<br />

<strong>in</strong> erster L<strong>in</strong>ie bei hochlegierten austenitischen,<br />

ferritischen, Duplex- und Superduplex-Werkstoffen<br />

statt. Desweiteren<br />

bei Nickelbasislegierungen sowie Titanium-<br />

und Zirkoniumlegierungen [1].<br />

Je nach Pressengröße liegen typische<br />

Bolzenabmessungen im Durchmesserbereich<br />

von 180 bis 450 mm, bei Bolzenlängen<br />

von bis zu 1500 mm, bei Zykluszeiten<br />

von ca. 60 s bei e<strong>in</strong>em Blockdurchmesser<br />

von rund 200 mm, bis 3 m<strong>in</strong> bei<br />

350 mm Bolzen. Die Anwärmleistung<br />

e<strong>in</strong>er solchen Erwärmungsl<strong>in</strong>ie beträgt je<br />

nach Anwendungsfall bis zu 15 t/h.<br />

Bei komplexen Edelstählen ist <strong>der</strong> Bereich<br />

<strong>der</strong> Presstemperatur <strong>in</strong> sehr engen<br />

Temperaturbereichen angesiedelt, weshalb<br />

<strong>der</strong> Induktionsofen trotz höherer<br />

Energiekosten das bevorzugte Aggregat<br />

ist. Die ger<strong>in</strong>geren Energiekosten bei <strong>der</strong><br />

Gaserwärmung spielen <strong>in</strong> erster L<strong>in</strong>ie bei<br />

seltenen Legierungswechseln e<strong>in</strong>e Rolle.<br />

Hier wurde bei aktuellen Projekten e<strong>in</strong>e<br />

s<strong>in</strong>nvolle Komb<strong>in</strong>ation bei<strong>der</strong> Konzepte<br />

realisiert, wobei speziell bei mo<strong>der</strong>nen<br />

Induktionsöfen durch geeignete Maßnahmen<br />

<strong>der</strong> Wirkungsgrad signifikant<br />

verbessert wurde.<br />

Die E<strong>in</strong>satzfel<strong>der</strong> solcher nahtlosen korrosionsresistenten,<br />

hochhitzebeständigen<br />

und hochdruckfester Nahtlosrohre<br />

f<strong>in</strong>den sich <strong>in</strong> folgenden Bereichen:<br />

• Onshore- und Offshore-Öl- und Gas<strong>in</strong>dustrie<br />

• Chemie und Petrochemie<br />

• Kraftwerkstechnik<br />

• Masch<strong>in</strong>en- und Anlagenbau<br />

• Wasseraufbereitung<br />

• Müllverbrennung<br />

• Nuklear<strong>in</strong>dustrie<br />

• Nahrungsmittel<strong>in</strong>dustrie<br />

• Kohlevergasung<br />

• Düngemittelproduktion<br />

• Umweltschutz<br />

• Luft- und Raumfahrt<br />

• Mar<strong>in</strong>e-Technik<br />

• Biotechnologie und Mediz<strong>in</strong>technik.<br />

E<strong>in</strong> Hauptziel des Rohrstrangpressens<br />

ist die kont<strong>in</strong>uierliche und prozesssichere<br />

Herstellung, bei m<strong>in</strong>imaler Maßabweichung<br />

bei den Rohren [3].<br />

Hauptursachen für e<strong>in</strong>e erhöhte Exzentrizität<br />

bei den Nahtlosrohren s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> erster<br />

L<strong>in</strong>ie:<br />

• undef<strong>in</strong>ierte Temperaturprofile<br />

• schlechte Temperaturverteilung<br />

• nicht konstante Prozessbed<strong>in</strong>gungen<br />

• mangelhafte Schmierung.<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

29


Fa c h b e r i c h t e<br />

Bild 1: Prozesskette Edelstahlrohrherstellung <strong>in</strong> Strangpressverfahren<br />

Fig. 1: The extruded sta<strong>in</strong>less steel pipe production cha<strong>in</strong><br />

Prozesstechnische Anfor<strong>der</strong>ungen:<br />

• hohe Anzahl von Aufträgen mit nur<br />

wenig Bolzen gleicher Geometrie<br />

• größere Variation <strong>der</strong> Bolzendurchmesser<br />

und kürzere Umrüstzeiten <strong>der</strong><br />

Erwärmungsöfen<br />

• neue Anfor<strong>der</strong>ungen h<strong>in</strong>sichtlich komplexerer<br />

Werkstoffe.<br />

Zusammen mit den vorstehenden Punkten<br />

sowie <strong>der</strong> Reduzierung von Produktionskosten<br />

wird deutlich, welche hohen<br />

Ansprüche an die Erwärmungsanlage<br />

gestellt werden müssen, um dieses<br />

komplexe Aufgabengebiet zu handhaben<br />

(Bild 1).<br />

Folgende Erwärmungskonzepte werden<br />

hier bei den verschiedensten Anwen<strong>der</strong>n<br />

e<strong>in</strong>gesetzt:<br />

1. Horizontale <strong>in</strong>duktive Grun<strong>der</strong>wärmung<br />

mit vertikaler, <strong>in</strong>duktiver En<strong>der</strong>wärmung<br />

2. Gasbeheizte Drehherdöfen mit reduzierter<br />

Atmosphäre und vertikaler <strong>in</strong>duktiver<br />

Nacherwärmung<br />

3. Bei kle<strong>in</strong>eren Bolzenabmessungen bis<br />

180 mm und Betrieb ohne Lochpresse,<br />

horizontale Vorwärmungsanlagen<br />

4. Gasvorerwärmung bis ca. 700 °C sowie<br />

<strong>in</strong>duktive Zwischen- und Nacherwärmung<br />

Darstellung Zwischenerwärmung<br />

Lochpresse und<br />

vertikale En<strong>der</strong>wärmung<br />

Bild 2: Induktive horizontale Grun<strong>der</strong>wärmung<br />

Fig. 2: Inductive horizontal base heat<strong>in</strong>g<br />

Bild 3: Horizontale Grun<strong>der</strong>wärmung<br />

Fig. 3: Horizontal base heat<strong>in</strong>g<br />

Nach <strong>der</strong> erfolgten Grun<strong>der</strong>wärmung<br />

(Bild 2 und Bild 3) <strong>in</strong> <strong>der</strong> die Bolzen<br />

auf e<strong>in</strong>e Temperatur von ca. 1100 °C<br />

bis 1200 °C aufgeheizt werden, wird<br />

<strong>der</strong> Bolzen e<strong>in</strong>er vertikalen Lochpresse<br />

(Bild 4) zugeführt. Dort wird <strong>der</strong> Bolzen<br />

auf def<strong>in</strong>ierte Durchmesser aufgeweitet.<br />

Während diesem Umformprozess und<br />

dem nachfolgenden Weitertransport,<br />

kühlt <strong>der</strong> Bolzen partiell ab und weist vor<br />

dem E<strong>in</strong>tritt <strong>in</strong> die Nacherwärmung e<strong>in</strong><br />

stark ungleichmäßiges Temperaturprofil<br />

auf. E<strong>in</strong> Bolzen mit solch e<strong>in</strong>em typischen<br />

Temperaturprofil ist auf Bild 5 abgebildet<br />

und durch erhebliche Temperaturverluste<br />

von ca. 300 °C an <strong>der</strong> Oberfläche und<br />

den Front- und Stirnseiten gekennzeichnet.<br />

Um dieses für den weiteren Prozess<br />

unbrauchbare Temperaturprofil zu korrigieren<br />

und die Prozesstemperatur wie<strong>der</strong><br />

auf 1200 °C bis 1300 °C anzuheben,<br />

kommt <strong>der</strong> <strong>in</strong>duktiven Nacherwärmung<br />

e<strong>in</strong>e entscheidende Funktion <strong>in</strong>nerhalb<br />

des Gesamtprozesses zu.<br />

30 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

Bild 4: Lochpresse und vertikale Nacherwärmung<br />

Fig. 4: Punch<strong>in</strong>g press and vertical reheat<strong>in</strong>g<br />

Bild 5: Bolzen nach Lochpresse<br />

Fig. 5: Billet downstream from the punch<strong>in</strong>g press<br />

E<strong>in</strong>e <strong>der</strong> wichtigsten Entwicklungen<br />

überhaupt basiert auf <strong>der</strong> partiellen Erwärmung<br />

<strong>der</strong> Bolzen <strong>in</strong> <strong>der</strong> vertikalen<br />

En<strong>der</strong>wärmung vorzugsweise mit mehrzonigen<br />

IGBT-Umrichtern (Bild 6 und<br />

Bild 7). Ab 2002 wurden hier die ersten<br />

Anlagen mit diesem Konzept ausgestattet.<br />

Diese von IAS verbesserte Technologie<br />

gewährleistet dem Kunden enge<br />

Temperaturtoleranzen, ger<strong>in</strong>ge Temperaturgefälle<br />

während <strong>der</strong> Erwärmung<br />

und gute Homogenität <strong>der</strong> Temperaturverteilung<br />

im Bolzen.<br />

Durch Aufteilung <strong>der</strong> Spulen <strong>in</strong> mehrere<br />

axial angeordnete Teilzonen, die separat<br />

schaltbar s<strong>in</strong>d, kann dem Prozess Rechnung<br />

getragen werden, den Bolzen gezielt<br />

<strong>in</strong> verschiedenen Zonen zu erwärmen,<br />

ohne das Material lokal zu überhitzen.<br />

Diese Technologie ist im Alum<strong>in</strong>iumstrangpressen<br />

schon seit Jahren als Stand<br />

<strong>der</strong> Technik zu bezeichnen und dient <strong>der</strong><br />

gewünschten Aufbr<strong>in</strong>gung e<strong>in</strong>es axialen<br />

Temperaturgradienten für das isotherme<br />

Strangpressen [2]. Gleichzeitig wird hierbei<br />

<strong>der</strong> Energieverbrauch reduziert.<br />

Um Rückwirkungen <strong>in</strong>folge von Wärmeableitungen<br />

zu m<strong>in</strong>imieren und um die<br />

negative Bee<strong>in</strong>flussung <strong>der</strong> Führungsschienen<br />

auf die Temperaturverteilung<br />

im Block <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er horizontalen Erwärmungsl<strong>in</strong>ie<br />

vollständig zu vermeiden,<br />

wird <strong>der</strong> Bolzen bei <strong>der</strong> Stahlerwärmung<br />

von e<strong>in</strong>er horizontalen Lage durch e<strong>in</strong>e<br />

90° Drehung <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e vertikale Position<br />

gebracht. Der Bolzen kann unterschiedliche<br />

Längen aufweisen. Um e<strong>in</strong>e def<strong>in</strong>ierte<br />

Positionierung des Bolzens <strong>in</strong> <strong>der</strong> Spule<br />

zu gewährleisten, ist oberhalb <strong>der</strong> Spule<br />

e<strong>in</strong> Gegenhalter <strong>in</strong>stalliert. Mit e<strong>in</strong>er speziellen<br />

Vorrichtung werden die Bolzen<br />

gewendet und def<strong>in</strong>iert <strong>in</strong> die mehrzonige<br />

Spule e<strong>in</strong>gefahren, bis die obere, def<strong>in</strong>ierte<br />

Position erreicht wird (Bild 8).<br />

Durch die parallele Anordnung von drei<br />

bis vier TEM-Pro-Heatern ® 1 , <strong>in</strong> <strong>der</strong> En<strong>der</strong>wärmung<br />

mit e<strong>in</strong>er maximalen E<strong>in</strong>zelleistung<br />

von jeweils 850 bis 1000 kW,<br />

wird e<strong>in</strong>e Zykluszeit von ca. 0,8 bis<br />

1 Bolzen/m<strong>in</strong> bei e<strong>in</strong>er Blockgeometrie<br />

von D 200 x 900 mm und Temperaturdifferenz<br />

von durchschnittlich 350 °C<br />

gewährleistet. Die Spulen bestehen bei<br />

dieser Applikation jeweils aus vier galvanisch<br />

getrennten und e<strong>in</strong>zeln regelbaren<br />

E<strong>in</strong>zelspulen, mit e<strong>in</strong>er Leistung<br />

von ca. 230 kW. Die maximale Nutzlän-<br />

1<br />

TEM-Pro-Heater: E<strong>in</strong>getragenes Warenzeichen<br />

<strong>der</strong> I.A.S. GmbH + Co. KG<br />

Bild 6: Pr<strong>in</strong>zipschaltbild mehrzoniger IGBT-Umrichter<br />

Fig. 6: Circuit diagram <strong>in</strong> pr<strong>in</strong>ciple of a multi-zone IGBT <strong>in</strong>verter<br />

Bild 7: IGBT-Umrichter mit vier Ausgängen<br />

Fig. 7: Four-output IGBT <strong>in</strong>verter<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

31


Fa c h b e r i c h t e<br />

Bild 8: Vertikale<br />

Nacherwärmung<br />

mit drei E<strong>in</strong>blocköfen<br />

Fig. 8: Vertical reheat<strong>in</strong>g,<br />

us<strong>in</strong>g three<br />

monolithic furnaces<br />

ge richtet sich nach den E<strong>in</strong>satzgutlängen<br />

und kann bis zu ca. 1500 mm betragen.<br />

Um auch kürzere Bolzen prozesssicher<br />

erwärmen zu können, s<strong>in</strong>d an <strong>der</strong><br />

E<strong>in</strong>schubvorrichtung speziell entwickelte,<br />

ungekühlte Feldverteiler e<strong>in</strong>gesetzt<br />

(Bild 9). Durch den hohen spezifischen<br />

Wi<strong>der</strong>stand des E<strong>in</strong>satzgutes werden<br />

hier längere Spulenüberstände benötigt,<br />

um den Bolzen auch an den Enden homogen<br />

zu erwärmen.<br />

Durch E<strong>in</strong>satz von verlustarmen, mehrlagig<br />

ausgeführten Spulen, welche hohe<br />

Wirkungsgrade gewährleisten, werden<br />

<strong>in</strong> Verb<strong>in</strong>dung mit e<strong>in</strong>er verschleißfrei<br />

arbeitenden Schaltanlage, niedrige Betriebskosten<br />

bei gleichzeitig verbesserter<br />

Temperaturführung, erreicht. Je nach<br />

Konfiguration, werden elektrische Wirkungsgrade<br />

von bis zu 81 % erreicht.<br />

Bei Titanlegierungen sogar bis 83 %, da<br />

durch die mehrlagige Spule die Nennströme<br />

reduziert werden können. Die<br />

Leitergestaltung bei <strong>der</strong> Wicklungsauführung<br />

hat e<strong>in</strong>en signifikanten E<strong>in</strong>fluss<br />

auf die Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig<br />

kann die Frequenz angepasst werden,<br />

um hier <strong>der</strong> For<strong>der</strong>ung Rechung zu tragen<br />

und e<strong>in</strong>e Innenüberhitzung bei <strong>der</strong><br />

Nacherwärmung zu vermeiden. Die zu<br />

erreichenden Temperaturgenauigkeiten<br />

s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> Bild 10 dargestellt.<br />

Fazit<br />

Durch Anwendung e<strong>in</strong>er mehrzonigen<br />

Induktionserwärmungsspule <strong>in</strong> <strong>der</strong> Nacherwärmung,<br />

mit den Möglichkeiten <strong>der</strong><br />

Frequenzanpassung und e<strong>in</strong>er stufenlosen<br />

Leistungsregelung mit IGBT Umrichtern,<br />

kann das Temperaturprofil prozessicher<br />

bee<strong>in</strong>flusst und enge Temperaturgrenzen<br />

erreicht werden.<br />

Durch den E<strong>in</strong>satz von mehreren vertikalen<br />

E<strong>in</strong>bolzenöfen, ist <strong>in</strong> Verb<strong>in</strong>dung mit<br />

e<strong>in</strong>er Grun<strong>der</strong>wärmung, die auch mittels<br />

Gas erfolgen kann, e<strong>in</strong>e wirtschaftliche<br />

und vor allem flexible und reproduzierbare<br />

Prozessführung möglich.<br />

Literatur:<br />

[1] Bauser; Sauer; Siegert: Strangpressen<br />

(2001). Alum<strong>in</strong>ium Verlag Düsseldorf,<br />

S. 416–420; ISBN 3-87017-249-5<br />

[2] Beer, S.: ALUMINIUM 80 (2004) 5, Optimale<br />

Bolzenerwärmung im Strangpressbetrieb<br />

Bild 9: Vertikale Nacherwärmung<br />

Fig. 9: Vertical reheat<strong>in</strong>g<br />

Bild 10: Thermografische Auswertung des<br />

E<strong>in</strong>satzgutes nach <strong>der</strong> Nacherwärmung<br />

Fig. 10: Thermographic evaluation of the<br />

charge after reheat<strong>in</strong>g<br />

[3] Muschalik, U.: Mo<strong>der</strong>ne Strangpresstechnik<br />

für die Produktion von hochlegierten,<br />

nahtlosen Stahlrohren. Vortrag<br />

bei S+C Edelstahlakademie, 9/2010<br />

Dipl.-Ing. Stefan Beer<br />

I.A.S. GmbH<br />

Iserlohn<br />

Tel.: 02371 4346-30<br />

s.beer@ias-gmbh.de<br />

Hotl<strong>in</strong>e<br />

Chefredakteur:<br />

Redaktionsbüro:<br />

Redaktionsassistenz:<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Leserservice:<br />

Dipl.-Ing. Stephan Schalm<br />

Annamaria Frömgen, M.A.<br />

Silvija Subasic, M.A.<br />

Bett<strong>in</strong>a Schwarzer-Hahn<br />

Mart<strong>in</strong>a Grimm<br />

0201/82002-12<br />

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32 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

Konvektive Erwärmung – Aspekte im<br />

Industrieofenbau<br />

Convective Heat<strong>in</strong>g – Aspects <strong>in</strong> <strong>in</strong>dustrial furnaces<br />

Olaf Irretier, Werner Schütt<br />

Die schnelle und vor allem auch gleichmäßige Erwärmung spielt bei <strong>der</strong> Wärmebehandlung<br />

e<strong>in</strong>e entscheidende Rolle. Gleichmäßige Bauteil- und Gefügeeigenschaften,<br />

m<strong>in</strong>imierter Bauteilverzug und letztlich auch die Wirtschaftlichkeiten<br />

hängten von dieser wesentlichen Eigenschaft e<strong>in</strong>es Industrieofens ab.<br />

In den letzten Jahren hat sich die Erwärmung mit Prallströmung (Jet-Heat<strong>in</strong>g)<br />

vor allem bei <strong>der</strong> Erwärmung von Schmiede-/bzw. Umformbauteilen aus Alum<strong>in</strong>ium<br />

etabliert. Die Erwärmung mit Prallstrahlen bietet viele Vorteile: Kompakte<br />

Bauweise, hohe Temperaturgleichmäßigkeit, erheblich ger<strong>in</strong>gere Energiekosten<br />

sowie die Möglichkeit, unterschiedlich große Teile im gleichen Ofen effizient zu<br />

erwärmen. Der folgende Beitrag stellt die Aspekte <strong>der</strong> konvektiven Erwärmung<br />

auf Basis <strong>der</strong> Prallströmung im Industrieofenbau dar.<br />

Fast and homogenous heat treatment of components have a determ<strong>in</strong><strong>in</strong>g role.<br />

Homogenous crystal structure and qualities, m<strong>in</strong>imised distortion and f<strong>in</strong>ally also<br />

the economical situation of the thermal process depended on the quality of an<br />

<strong>in</strong>dustrial furnace.<br />

Dur<strong>in</strong>g the last years the heat<strong>in</strong>g with impact current (jet Heat<strong>in</strong>g) has set up<br />

especially <strong>in</strong> heat treatment of alum<strong>in</strong>a as well as forg<strong>in</strong>g parts. The heat<strong>in</strong>g<br />

with impact current offers many advantages like compact design of heat treatment<br />

furnaces, high temperature homogenity, lower energy costs as well as the<br />

possibility to heat up differently large parts <strong>in</strong> the same furnace efficiently. The<br />

follow<strong>in</strong>g article shows the aspects of convective heat<strong>in</strong>g due to impact current<br />

<strong>in</strong> <strong>in</strong>dustrial furnace technology.<br />

Bild 1: Pr<strong>in</strong>zip Prallströmung<br />

Fig. 1: The imp<strong>in</strong>gement<br />

flow<br />

pr<strong>in</strong>ciple<br />

Grundlagen Prallströmung<br />

Bei je<strong>der</strong> Wärmebehandlung werden<br />

Bauteile zunächst auf hohe Temperaturen<br />

erwärmt und nach e<strong>in</strong>er entsprechenden<br />

Haltedauer wie<strong>der</strong> abgekühlt.<br />

Der Wärmeübergang auf das Bauteil geschieht<br />

bei Temperaturen bis 700 °C, jedoch<br />

fast ausschließlich durch (erzwungene)<br />

Konvektion. Es ist daher erstrebenswert,<br />

dass <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e <strong>in</strong> diesem<br />

Temperaturbereich die forcierte Umwälzung<br />

beson<strong>der</strong>er Beachtung zukommt.<br />

Neben <strong>der</strong> „konventionellen“ Umwälzung<br />

durch Heißgasventilatoren hat sich<br />

<strong>in</strong> den letzten Jahren vor allem auch<br />

die Erwärmung durch „Prallstrahlung“<br />

durchgesetzt, weil durch diese Technologie<br />

Öfen <strong>in</strong> kompakter Bauweise mit hoher<br />

Temperaturgleichmäßigkeit möglich<br />

s<strong>in</strong>d und somit auch erheblich ger<strong>in</strong>gere<br />

Energiekosten anfallen (Bild 1).<br />

Die Intensität <strong>der</strong> Wärmestrahlung erfolgt<br />

<strong>in</strong> vierter Potenz <strong>der</strong> absoluten<br />

Temperatur. Damit ergibt sich e<strong>in</strong>e akzeptable<br />

Intensität dieser Art <strong>der</strong> Wärmeübertragung<br />

erst bei höheren Temperaturen.<br />

Der Wärmeübertragungswert<br />

steigt erst ab ca. 600 °C auf Werte, welche<br />

das Wärmgut wirtschaftlich schnell<br />

genug erwärmt.<br />

Mit Bezug auf die vorliegenden Randbed<strong>in</strong>gungen<br />

– die für die Ofenauslegung<br />

wesentlichen Behandlungstemperaturen<br />

liegen bei Temperaturen bis zu 600 °C<br />

und das niedrige Aufnahmevermögen<br />

an Wärmestrahlung von ε = 0,05 bis 0,4<br />

– bietet die Erwärmung mittels Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

e<strong>in</strong>e m<strong>in</strong>imale Ofenlänge, wie auch<br />

höchste Temperaturgleichmäßigkeit.<br />

Bei konventionellen und vor allem großen<br />

Umwälzöfen nimmt die Temperatur<br />

<strong>der</strong> das Bauteil umströmenden Heißluft<br />

o<strong>der</strong> Gas während des Überströmens<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

33


Fa c h b e r i c h t e<br />

Die gleichmäßige Verteilung <strong>der</strong> zugeführten<br />

Heißgase (durch Brenner) im<br />

Umwälzstrom erfolgt durch e<strong>in</strong> spezielles<br />

Verteil- und Mischsystem (Bild 2).<br />

Neben <strong>der</strong> hohen Erwärmungseffizienz<br />

zeichnet sich das Erwärmungspr<strong>in</strong>zip<br />

durch Prallströmung durch e<strong>in</strong>e äußerst<br />

hohe Temperaturgleichmäßigkeit am<br />

Bauteil von nur ± 1 K aus. Diese Genauigkeit<br />

erreichen „klassische“ Umwälzöfen<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel nicht o<strong>der</strong> erst nach<br />

langen Ausgleichszeiten.<br />

Das Pr<strong>in</strong>zip <strong>der</strong> „Prallströmung“ kann <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Regel <strong>in</strong> allen Ofenanlagen (Kammeröfen,<br />

Rollenherdöfen, För<strong>der</strong>bandöfen,<br />

Drehherdöfen, etc.) e<strong>in</strong>gesetzt werden.<br />

In Bild 3 ist das Düsenfeld e<strong>in</strong>er Ofenanlage<br />

dargestellt. Die Düsenfel<strong>der</strong> s<strong>in</strong>d jeweils<br />

mit Umwälzaggregat und eigenen<br />

Gasbrennern ausgestattet.<br />

Bild 2: „Jet-Heat<strong>in</strong>g“ Kammer-Ofenanlage für Alum<strong>in</strong>iumbauteile<br />

Fig. 2: “Jet-heat<strong>in</strong>g” chamber-furnace <strong>in</strong>stallation for alum<strong>in</strong>ium components<br />

kont<strong>in</strong>uierlich ab. Beim Erwärmen mittels<br />

Prallströmung („Jet-Heat<strong>in</strong>g“) werden<br />

alle Teile e<strong>in</strong>er Charge immer mit<br />

gleicher Temperatur und Strömungsgeschw<strong>in</strong>digkeit<br />

beaufschlagt.<br />

Die Geometrie und Anordnung <strong>der</strong> Düsenfel<strong>der</strong><br />

wird durch Form und Größe<br />

des Bauteils bestimmt – auch beidseitig<br />

<strong>der</strong> Transportebene können Düsenfel<strong>der</strong><br />

entsprechend angeordnet werden,<br />

um e<strong>in</strong> durchlaufendes Wärmgut beidseitig<br />

und damit effektiver mit Heißluft<br />

o<strong>der</strong> -gas zu beaufschlagen. Die e<strong>in</strong>er<br />

Temperaturregelzone bzw. e<strong>in</strong>zelnem<br />

Düsenfeld zugeführte Energie geschieht<br />

beispielsweise durch Hochgeschw<strong>in</strong>digkeitsbrenner<br />

(geg. mit <strong>in</strong>tegriertem Rekuperator)<br />

o<strong>der</strong> elektrischer Beheizung.<br />

Bei dieser Anordnung blasen alle Gasbrenner<br />

<strong>in</strong> spezielle Misch- bzw. Düsenrohre,<br />

um die zugeführten Heizgase mit<br />

dem Umwälzstrom zu vermischen. Die<br />

Anordnung <strong>der</strong> Brenner bzw. <strong>der</strong> Düsenrohre<br />

saugseitig zu den Ventilatoren ergeben<br />

e<strong>in</strong>e sehr gute Vermischung und<br />

vermeidet somit das Entstehen von heißen<br />

Strähnen und damit örtlichen Übertemperaturen<br />

am Wärmgut. Der E<strong>in</strong>satz<br />

von Brennern und damit das E<strong>in</strong>blasen<br />

von extrem heißen Gasen <strong>in</strong>s Umwälzsystem<br />

haben damit auch ke<strong>in</strong>en negativen<br />

E<strong>in</strong>fluss auf die Genauigkeit <strong>der</strong><br />

Temperaturführung.<br />

Neben dem sehr gleichmäßigen und<br />

schnellen Erwärmen (verzugsreduzierend)<br />

durch Prallströmung ist analog natürlich<br />

auch e<strong>in</strong> sehr gleichmäßiges Abkühlen<br />

und sogar Abschrecken (Jet-<br />

Cool<strong>in</strong>g) möglich.<br />

Das System „Jet-Heat<strong>in</strong>g“ arbeitet, wie<br />

auch die konventionellen Umwälzöfen,<br />

ohne Übertemperatur; alle Erwärmungsbzw.<br />

Behandlungsteile werden damit bei<br />

jedem Betriebszustand exakt mit <strong>der</strong> e<strong>in</strong>gestellten<br />

Solltemperatur beaufschlagt.<br />

Unterbrechungen im Materialtransport,<br />

wie auch dauernde Verän<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong><br />

Durchsatzleistung bzw. <strong>der</strong> Ofenbelegung<br />

haben ke<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>fluss auf die Erwärmungsgeschw<strong>in</strong>digkeit,<br />

die Gleichmäßigkeit<br />

<strong>der</strong> Erwärmung und das Temperaturniveau<br />

des Wärmgutes.<br />

Bild 3: Düsenfeld für Prallströmung<br />

Fig. 3: Nozzle array for imp<strong>in</strong>gement flow<br />

E<strong>in</strong>e wichtige Eigenschaft von Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

ist die Möglichkeit, Teile mit unterschiedlichen<br />

Abmessungen im gleichen<br />

Ofen (und ohne Umrüstung) erwärmen<br />

zu können. Hierfür wurden Düsensyste-<br />

34 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

me entwickelt, mit denen e<strong>in</strong>e effiziente<br />

und gleichmäßige Erwärmung verschiedenster<br />

Teilegeometrien erreicht werden.<br />

Mit Jet-Heat<strong>in</strong>g können auch Teile, welche<br />

<strong>in</strong> den Abmessungen sehr große Unterschiede<br />

aufweisen, im gleichen Ofen<br />

erwärmt werden. Für den richtigen Abstand<br />

<strong>der</strong> Düsen zum Wärmgut wurden<br />

Öfen mit heb- und senkbarem Düsensystem<br />

entwickelt. Der erfolgreiche Betrieb<br />

dieser Ofenanlagen erweitert den E<strong>in</strong>satzbereich<br />

von Jet-Heat<strong>in</strong>g erheblich.<br />

Für Erwärmungs- und Behandlungstemperaturen<br />

zwischen 200 °C und 800 °C<br />

werden Jet-Heat<strong>in</strong>g Öfen meist e<strong>in</strong>gesetzt<br />

für das:<br />

• Anwärmen von Rohl<strong>in</strong>gen und vorgeschmiedeten<br />

Teilen aus Alum<strong>in</strong>ium<br />

auf Schmiedetemperatur,<br />

• Lösungsglühen und Warmauslagern<br />

beispielsweise von Gussteilen und geschmiedeten<br />

Fahrwerksteilen aus Alum<strong>in</strong>iumlegierungen,<br />

• Homogenisieren und Lösungsglühen<br />

von Barren, Plat<strong>in</strong>en und Stangen aus<br />

Alum<strong>in</strong>ium,<br />

• Glühen und Anlassen von Stahl-Bauteilen.<br />

Anwendungsfall Schmieden<br />

Bei großen Ofendurchsätzen wurden<br />

Schmiedeteile bisher meist <strong>in</strong>duktiv auf<br />

Temperatur erwärmt. Aufgrund <strong>der</strong> sehr<br />

hohen Leistungsdichte s<strong>in</strong>d diese Öfen<br />

sehr kompakt. Nachteilig jedoch kann<br />

<strong>der</strong> verhältnismäßig hohe Investitionsbedarf<br />

ausfallen, d. h. für z. B. unterschiedliche<br />

Bolzendurchmesser s<strong>in</strong>d mehrere<br />

Induktionsspulen erfor<strong>der</strong>lich. Außerdem<br />

ist die <strong>in</strong>duktive Erwärmung nicht<br />

für die Behandlung von vorgeschmiedeten<br />

Teilen geeignet (Bild 4).<br />

Klassische Luftumwälzöfen mit konventioneller<br />

Überströmung eignen sich für<br />

große Durchsatzleistungen nur bed<strong>in</strong>gt:<br />

Sie weisen bezüglich Temperaturgenauigkeit,<br />

Reproduzierbarkeit des Temperaturprofils<br />

und <strong>der</strong> Möglichkeit, mit Gas<br />

zu beheizen, Vorteile auf. Aufgrund <strong>der</strong><br />

vergleichsweise ger<strong>in</strong>gen Leistungsdichte<br />

und <strong>der</strong> daraus resultierenden großen<br />

Ofenabmessungen s<strong>in</strong>d sie oft ke<strong>in</strong>e<br />

wirtschaftlich s<strong>in</strong>nvolle Alternative zur<br />

<strong>in</strong>duktiven Erwärmung.<br />

Bild 4: Prallströmung<br />

für komplex<br />

geformte Schmiedeteile<br />

Fig. 4: Imp<strong>in</strong>gement<br />

flow for geometrically<br />

complex<br />

forg<strong>in</strong>gs<br />

An<strong>der</strong>s die Jet-Heat<strong>in</strong>g Öfen: Sie vere<strong>in</strong>en<br />

die Vorteile <strong>der</strong> hohen Leistungsdichte<br />

<strong>der</strong> <strong>in</strong>duktiven Erwärmung mit<br />

denen <strong>der</strong> gleichmäßigen, reproduzierbaren<br />

und kostengünstigen Erwärmung<br />

bei <strong>der</strong> konvektiven Wärmeübertragung.<br />

Darüber h<strong>in</strong>aus bieten sie die<br />

Möglichkeit, Teile mit unterschiedlichen<br />

Geometrien im gleichen Ofen zu erwärmen,<br />

ohne ihn umzurüsten o<strong>der</strong> Zusatze<strong>in</strong>richtungen<br />

vorsehen zu müssen. Das<br />

Bild 5 zeigt die Aufheizkurven e<strong>in</strong>es mit<br />

Jet-Heat<strong>in</strong>g und e<strong>in</strong>es mit Überströmung<br />

erwärmten Alu-Bolzens vor dem Schmiedeprozess.<br />

Wie bereits aufgeführt, hat die Erwärmung<br />

durch Jet-Heat<strong>in</strong>g zusätzlich zur<br />

wesentlich schnelleren Erwärmung<br />

den Vorteil <strong>der</strong> gleichmäßigeren Erwärmung.<br />

Bei großräumigen Umwälzöfen<br />

nimmt die Temperatur <strong>der</strong> Heißluft<br />

während des Überströmens über<br />

das Wärmgut ständig ab; beim Erwärmen<br />

mittels Jet-Heat<strong>in</strong>g werden alle Teile<br />

e<strong>in</strong>er Charge immer mit gleicher Temperatur<br />

und Strömungsgeschw<strong>in</strong>digkeit<br />

beaufschlagt. E<strong>in</strong>e Begrenzung <strong>der</strong><br />

Nutzraumabmessungen, um <strong>in</strong> vorgegebenen<br />

engen Temperaturtoleranzen<br />

zu bleiben sowie e<strong>in</strong> Reversieren des<br />

Umwälzstromes, ist bei Jet-Heat<strong>in</strong>g somit<br />

nicht erfor<strong>der</strong>lich.<br />

E<strong>in</strong> wesentlicher Vorteil von „Jet-Heat<strong>in</strong>g“<br />

s<strong>in</strong>d die deutlich niedrigeren Ener-<br />

Bild 5: Vergleich Aufheizkurven Jet-Heat<strong>in</strong>g vs. konventionelle Erwärmung<br />

Fig. 5: Heat<strong>in</strong>g-up curves for jet and conventional heat<strong>in</strong>g<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

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Fa c h b e r i c h t e<br />

Bild 6: Jährliche<br />

Energiekostene<strong>in</strong>sparung<br />

bei Jet-<br />

Heat<strong>in</strong>g im Vergleich<br />

zur <strong>in</strong>duktiven<br />

Erwärmung<br />

Fig. 6: Annual<br />

energy-cost sav<strong>in</strong>gs<br />

with jet heat<strong>in</strong>g,<br />

compared to <strong>in</strong>ductive<br />

heat<strong>in</strong>g<br />

giekosten im Schmiedebereich. Während<br />

<strong>in</strong>duktive Erwärmungsanlagen mit kosten<strong>in</strong>tensivem<br />

Strom und vergleichsweise<br />

kle<strong>in</strong>em Wirkungsgrad arbeiten, können<br />

Jet-Heat<strong>in</strong>g-Ofenanlagen mit Erdgas<br />

betrieben werden. Die jährliche Energiekostene<strong>in</strong>sparung<br />

beim Betrieb von Jet-<br />

Heat<strong>in</strong>g-Öfen, im Vergleich zu <strong>in</strong>duktiver<br />

Erwärmung, ist <strong>in</strong> Bild 6. dargestellt.<br />

Die extrem hohen E<strong>in</strong>sparungen bei hohen<br />

Durchsatzleistungen s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong> überzeugendes<br />

Argument für den E<strong>in</strong>satz<br />

von Jet-Heat<strong>in</strong>g. Basis dieser Kostenanalyse<br />

s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong>e jährliche Betriebszeit<br />

von 6.000 h, e<strong>in</strong> Gastarif von € 0,025<br />

pro kWh und e<strong>in</strong> Stromtarif von € 0,06<br />

Bild 7: Ketten-Durchlaufofen mit „Jet-Heat<strong>in</strong>g“ für Guss- und Schmiedeteile aus Alum<strong>in</strong>ium<br />

mit zweiachsigem Zuführportal<br />

Fig. 7: Cha<strong>in</strong>-conveyor furnace for alum<strong>in</strong>ium cast<strong>in</strong>gs and forg<strong>in</strong>gs, with dual axis feed portal<br />

and “Jet-heat<strong>in</strong>g”<br />

pro kWh. Aufgrund ihrer hohen Temperaturgenauigkeit<br />

eignen sich Ofenanlagen<br />

mit Prallströmung auch für die dem<br />

Schmiedeprozess von Alum<strong>in</strong>iumbauteilen<br />

nachfolgendem Lösungsglühen und<br />

Warmauslagern.<br />

Aufbau und Funktion von<br />

Ofenanlagen mit Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

In Bild 8 ist e<strong>in</strong> dreizoniger Jet-Heat<strong>in</strong>g-<br />

Durchlaufofen im Längsschnitt dargestellt.<br />

Bei diesem Ofenkonzept werden<br />

mittels Kettentransport durchlaufende<br />

Schmiedeteile von oben durch Prallströmung<br />

beaufschlagt. Hierfür s<strong>in</strong>d oberhalb<br />

<strong>der</strong> Transportebene und flächendeckend<br />

die „Düsenfel<strong>der</strong>“ angeordnet. Die Unterteilung<br />

<strong>der</strong> Ofennutzlänge <strong>in</strong> mehrere<br />

Düsenfel<strong>der</strong> bzw. Temperaturregelzonen<br />

ermöglicht den Anschlusswert und<br />

die Strömungs<strong>in</strong>tensität auf den über die<br />

Ofenlänge sehr unterschiedlichen Leistungsbedarf<br />

anzupassen. Jedes <strong>der</strong> hier<br />

dargestellten Düsenfel<strong>der</strong> wird durch jeweils<br />

e<strong>in</strong> Hochleistungs-Umwälzaggregat<br />

mit Heißluft versorgt.<br />

Bei dieser Luftbeaufschlagung von oben<br />

können die Umwälzaggregate platzsparend<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Ofendecke angeordnet werden.<br />

Wie bereits erwähnt, wird die Geometrie<br />

und die Anordnung <strong>der</strong> Düsenfel<strong>der</strong><br />

durch die Form und Größe des<br />

Wärmgutes bestimmt; zum Beispiel können<br />

auch beidseitig <strong>der</strong> Transportebene<br />

Düsen angeordnet werden, um das<br />

durchlaufende Wärmgut beidseitig (und<br />

damit noch effektiver) mit Heißluft zu<br />

beaufschlagen.<br />

Die für jede Temperaturregelzone bzw.<br />

für jedes Düsenfeld autarke Energiezuführung<br />

besteht aus Hochgeschw<strong>in</strong>digkeitsbrennern<br />

(zum Teil mit <strong>in</strong>tegriertem<br />

Rekuperator), Gas-Luftregelstrecken, dem<br />

geme<strong>in</strong>samen Verbrennungsluftgebläse<br />

sowie den erfor<strong>der</strong>lichen Rohrleitungen<br />

für Gas und Luft. Sehr wesentlich ist die<br />

gleichmäßige Verteilung <strong>der</strong> zugeführten<br />

Heißgase im Umwälzstrom. Um eventuell<br />

auftretende Heißgassträhnen im Umwälzstrom<br />

mit Sicherheit zu vermeiden,<br />

be<strong>in</strong>haltet jedes Düsenfeld mit Umwälzaggregat<br />

e<strong>in</strong> eigens hierfür entwickeltes<br />

Verteil- und Mischsystem.<br />

Die zu erwärmenden Bolzen, Schmie<strong>der</strong>ohl<strong>in</strong>ge,<br />

Gussteile usw. werden mittels<br />

Rollen-, Ketten- o<strong>der</strong> Bandtransport<br />

durch die Ofenanlage geför<strong>der</strong>t. Um e<strong>in</strong>en<br />

automatischen Transport <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

verketteten Produktionsl<strong>in</strong>ie realisieren<br />

36 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

Bild 8: Dreizoniger<br />

Jet-Heat<strong>in</strong>g-Durchlaufofen<br />

im Längsschnitt<br />

Fig. 8: Longitud<strong>in</strong>al<br />

section through a<br />

three-zone Jet-heat<strong>in</strong>g<br />

straight-flow<br />

furnace<br />

zu können, muss das Transportsystem<br />

folgende Eigenschaften aufweisen:<br />

• Die Teile müssen durch den Roboter<br />

o<strong>der</strong> das Handl<strong>in</strong>gsgerät positionsgenau<br />

aufgegeben werden können.<br />

Während des Transportes durch den<br />

Ofen müssen die Teile exakt auf diesen<br />

Positionen verbleiben bzw. es darf<br />

sich ke<strong>in</strong>e Relativbewegung zwischen<br />

Teilen und Transportkette/-band ergeben.<br />

• Für die Entnahme <strong>der</strong> Teile aus dem<br />

Ofen mittels Roboter o<strong>der</strong> Handl<strong>in</strong>gsgerät<br />

muss das Transportsystem<br />

sehr exakt positioniert werden können.<br />

Die Entnahmestelle am Ofenende<br />

muss bezüglich Temperaturniveau<br />

und Temperaturgleichmäßigkeit die<br />

gleichen hohen Qualitäten aufweisen,<br />

wie <strong>der</strong> Erwärmungsbereich selbst.<br />

Für die verschiedensten Geometrien und<br />

Größen wurden entsprechend ausgeführte<br />

Transportsysteme realisiert und<br />

erfolgreich <strong>in</strong> Betrieb gesetzt.<br />

schenlagern quasi unmöglich und e<strong>in</strong><br />

Zusammenfassen zu Chargen sehr<br />

aufwändig. Vorteilhafter ist die Beibehaltung<br />

e<strong>in</strong>es kont<strong>in</strong>uierlichen Materialflusses<br />

mittels e<strong>in</strong>er – ebenfalls kont<strong>in</strong>uierlich<br />

arbeitenden – Durchlaufanlage.<br />

• Die dünnwandigen und komplex geformten<br />

Bauteile s<strong>in</strong>d sehr verzugsempf<strong>in</strong>dlich<br />

und müssen damit sehr<br />

gleichmäßig erwärmt werden. Auch<br />

bei <strong>der</strong> erfor<strong>der</strong>lichen großen Ofenbreite<br />

von ca. 3.000 mm (jeweils e<strong>in</strong><br />

l<strong>in</strong>kes und e<strong>in</strong> rechtes Bauteil müssen<br />

gemäß <strong>der</strong> Anfor<strong>der</strong>ung des Gesamttransfers<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Produktionsl<strong>in</strong>ie<br />

nebene<strong>in</strong>an<strong>der</strong> angeordnet werden)<br />

wird mittels Jet-Heat<strong>in</strong>g diese hohe<br />

Anfor<strong>der</strong>ung erreicht.<br />

Der Transport <strong>der</strong> Bauteile erfolgt mittels<br />

Warenträger. Nachstehend s<strong>in</strong>d die Eigenschaften<br />

und Ausführungsmerkmale<br />

dieses Ofenkonzeptes zusammengefasst<br />

aufgeführt:<br />

• Schnelle Erwärmung durch Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

bis 550 °C<br />

• Gleichmäßige und reproduzier bare<br />

Erwärmung aller Bauteile bei e<strong>in</strong>er<br />

Nutzbreite bis 4.400 mm<br />

• E<strong>in</strong>fache und schnelle Umrüstung <strong>der</strong><br />

Warenträger<br />

• Äußerst verzugsfreie und langlebige<br />

Warenträger<br />

• Sehr exakte Positionierung für die<br />

vollautomatische Bauteilaufgabe und<br />

-entnahme<br />

• Gleichmäßiges Abschrecken durch<br />

Jet-Cool<strong>in</strong>g.<br />

Anwendungsbeispiele<br />

Rollenherd-Durchlauf-Ofenanlage<br />

mit Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

Bild 9 zeigt e<strong>in</strong>e Rollenherd-Durchlauf-<br />

Ofenanlage für das Anlassen von pressgehärteten<br />

Bauteilen. Bei diesen Bauteilen<br />

handelt sich um Karosserieteile aus<br />

höchstfesten Stählen.<br />

Die hier vorliegenden speziellen Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

haben zur Ausarbeitung dieses<br />

Ofenkonzepts geführt; diese s<strong>in</strong>d im<br />

Wesentlichen:<br />

• Die <strong>in</strong> <strong>der</strong> verketteten Produktionsl<strong>in</strong>ie<br />

gefahrenen kurzen Taktzeiten von<br />

18 s für e<strong>in</strong> Teilpaar machen e<strong>in</strong> Zwi-<br />

Bild 9: Rollenherd-Durchlaufofen mit Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

Fig. 9: Cont<strong>in</strong>uous roller-hearth furnace <strong>in</strong>corporat<strong>in</strong>g Jet-heat<strong>in</strong>g<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

37


Fa c h b e r i c h t e<br />

Bild 10: Layout e<strong>in</strong>er Banddurchlaufofen mit Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

Fig. 10: Layout of a belt kiln <strong>in</strong>corporat<strong>in</strong>g Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

Banddurchlauf-Ofenanlage mit<br />

Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

In Bild 10 ist e<strong>in</strong>e komplette Banddurchlauf-Ofenanlage<br />

mit Kühlstrecke,<br />

e<strong>in</strong>schließlich Zuführ- und Entnahmeperipherie<br />

dargestellt. In dieser Ofenanlage<br />

werden Plat<strong>in</strong>en und Tafeln mit<br />

Jet-Heat<strong>in</strong>g erwärmt und bei Temperaturen<br />

von 500 °C bis 750 °C ge-<br />

Bild 11: Drehherdofen<br />

mit Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

Fig. 11: Rotary-hearth<br />

furnace <strong>in</strong>corporat<strong>in</strong>g<br />

Jet-heat<strong>in</strong>g<br />

glüht. Der Nenndurchsatz beträgt ca.<br />

12,5 t/h.<br />

Alle Zonen s<strong>in</strong>d mit Gasbrennern ausgestattet.<br />

Entsprechend <strong>der</strong> Leistungsanfor<strong>der</strong>ungen<br />

s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> den ersten Zonen mehr<br />

Brenner angeordnet. Weiterh<strong>in</strong> ist <strong>der</strong><br />

E<strong>in</strong>satz von Brennern mit <strong>in</strong>tegriertem<br />

Rekuperator <strong>in</strong> den ersten fünf Zonen<br />

des Ofens wirtschaftlich. In <strong>der</strong> zweiten<br />

Ofenhälfte werden nur ca. 10 % <strong>der</strong> Gesamtwärmeleistung<br />

gefor<strong>der</strong>t und damit<br />

kommen hier üblicherweise Kaltluftbrenner<br />

zur Anwendung.<br />

Der Transport <strong>der</strong> Plat<strong>in</strong>en und Tafeln mit<br />

Gewichten bis zu 2,5 t/Stück erfolgt über<br />

e<strong>in</strong> Lamellenband. Der Bandtransport gewährleistet<br />

– auch bei den durch die <strong>in</strong>neren<br />

Spannungen sich während <strong>der</strong> Erwärmung<br />

verziehenden Tafeln – äußerst<br />

gute und reproduzierbare Transportverhältnisse<br />

und somit hohe Betriebssicherheit.<br />

Ergänzend kann festgehalten werden,<br />

dass sich die Erwärmung mit Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

für die Randbed<strong>in</strong>gungen dieses Bedarfsfalles<br />

ideal eignen. Diese s<strong>in</strong>d:<br />

1. Ideale Geometrie des Wärmgutes<br />

2. Sehr ger<strong>in</strong>ge Wärmeaufnahmefähigkeit<br />

an Wärmestrahlung<br />

3. Behandlungsniveau im Temperaturbereich,<br />

<strong>in</strong> dem die Wärmestrahlung<br />

e<strong>in</strong>e noch ger<strong>in</strong>ge Intensität hat.<br />

38 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

Drehherdofen mit Jet-Heat<strong>in</strong>g<br />

Bild 11 zeigt e<strong>in</strong>en Drehherdofen zum<br />

Erwärmen von Scheiben, Bolzen o<strong>der</strong><br />

bereits vorgeformte Teile aus Alum<strong>in</strong>iumlegierungen<br />

auf Walz- o<strong>der</strong> Schmiedetemperatur.<br />

Der Nenndurchsatz beträgt<br />

2.000 kg/h.<br />

Die beim Erwärmen von Schmiedeteilen<br />

oft aus Platzgründen zw<strong>in</strong>gend gefor<strong>der</strong>te<br />

kompakte Ofenbauweise kann mit<br />

folgenden Ausführungsmerkmalen realisiert<br />

werden:<br />

• Die Teile werden mit Jet-Heat<strong>in</strong>g erwärmt;<br />

hierfür s<strong>in</strong>d beidseitig <strong>der</strong> Aufnahmeebene<br />

Düsen angeordnet. Diese<br />

beidseitige Beaufschlagung <strong>der</strong> Teile<br />

mittels Prallströmung ergibt maximale<br />

Erwärmungsgeschw<strong>in</strong>digkeiten.<br />

• Der Ofen ist mit mehreren übere<strong>in</strong>an<strong>der</strong><br />

angeordneten Aufnahmeebenen<br />

ausgestattet. Die gleichmäßige Versorgung<br />

<strong>der</strong> Düsen <strong>in</strong> allen Aufnahmeebenen<br />

mit Heißluft wird durch<br />

speziell gestaltete Strömungskanäle<br />

gewährleistet.<br />

Neben <strong>der</strong> hohen Erwärmungseffizienz<br />

zeichnet sich dieses Erwärmungskonzept<br />

durch e<strong>in</strong>e äußerst hohe Temperaturgleichmäßigkeit<br />

am Wärmgut aus.<br />

Schleppmessungen an e<strong>in</strong>em Bauteil ergaben<br />

e<strong>in</strong>e Toleranz von nur ± 1 K. Diese<br />

Genauigkeit können die bisher hierfür<br />

e<strong>in</strong>gesetzten <strong>in</strong>duktiven Erwärmungsanlagen<br />

nicht bieten. Diese Ofenanlage<br />

(mit e<strong>in</strong>em Querschnitt gemäß Bild 12)<br />

ersetzt e<strong>in</strong>e vorhandene <strong>in</strong>duktiv arbeitende<br />

Erwärmungsanlage. Der Hauptgrund<br />

hierfür war die Möglichkeit mit<br />

diesem Ofenkonzept die jährlichen Energiekosten<br />

extrem zu reduzieren. Die<br />

Amortisationszeit beträgt maximal 1,5<br />

Jahre.<br />

Damit steht dieses Ofenkonzept beispielhaft<br />

für die Möglichkeit, Energiekosten<br />

e<strong>in</strong>zusparen. Das ke<strong>in</strong> Kühlwasser mehr<br />

benötigt wird und Umrüstungen für verschiedene<br />

Bauteile nicht erfor<strong>der</strong>lich<br />

s<strong>in</strong>d, s<strong>in</strong>d weitere Vorteile. An<strong>der</strong>e Ausführungsmerkmale<br />

dieses Ofenkonzept<br />

s<strong>in</strong>d:<br />

• Arbeiten mit nur e<strong>in</strong>er Temperatur-<br />

Regelzone. Das spezielle Strömungsleitsystem<br />

<strong>in</strong> Zusammenarbeit mit<br />

<strong>der</strong> beidseitigen Düsenbeaufschlagung<br />

ermöglicht diesen kostengünstigen<br />

Aufbau. Trotz <strong>der</strong> Bestückung<br />

des Ofens mit nur e<strong>in</strong>em Brenner und<br />

e<strong>in</strong>em Hochleistungs-Umwälzaggregat<br />

werden die gefor<strong>der</strong>ten Erwär-<br />

Bild 12: Querschnitt<br />

e<strong>in</strong>es<br />

Drehherdofens<br />

Fig. 12: Crosssection<br />

through<br />

a rotary-hearth<br />

furnace<br />

mungsgeschw<strong>in</strong>digkeiten und e<strong>in</strong>e<br />

sehr hohe Temperaturgleichmäßigkeit,<br />

auch während <strong>der</strong> Produktionsphase,<br />

erreicht.<br />

• Als Ofenkonzept kommt hier <strong>der</strong> Drehherdofen<br />

zur Anwendung, da an dem<br />

gleichen Ort mittels Roboter beschickt<br />

und entnommen werden kann. Damit<br />

ergibt sich <strong>in</strong>sgesamt die platzsparendste<br />

Bau- und Arbeitsweise.<br />

Fazit<br />

In den letzten Jahren ist das Thema <strong>der</strong><br />

<strong>Energieeffizienz</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Wärmebehandlung<br />

von Bauteilen sehr <strong>in</strong>tensiv behandelt<br />

worden. Der generelle Ansatz <strong>der</strong><br />

Ressourcenschonung und des Umweltschutzes<br />

und das mit steigendem Energiepreis<br />

verbundene Streben nach Kostenreduzierung<br />

stehen dabei im Vor<strong>der</strong>grund.<br />

Der Industrieofenbau hat vor allem <strong>in</strong><br />

den Bereichen Ofenisolierung, Beheizungssysteme,<br />

Abwärmenutzung und<br />

vor allem auch <strong>der</strong> Verbesserung <strong>der</strong><br />

thermodynamischen Wärme- und Stofftransporte<br />

e<strong>in</strong> großes Optimierungspotential.<br />

Gesteigerter Wärmeübergang<br />

durch Prallströmung (Jet-Heat<strong>in</strong>g) <strong>in</strong><br />

Ofenanlagen bei Temperaturen bis etwa<br />

700 °C stellt e<strong>in</strong> enormes Potential dar,<br />

neben Gleichmäßigkeit <strong>der</strong> Ofenatmosphäre<br />

auch die Aufheizgeschw<strong>in</strong>digkeiten<br />

und damit die Prozesszeiten signifikant<br />

zu reduzieren. Der vorliegende<br />

Beitrag stellt die Grundlagen <strong>der</strong> Prallströmung<br />

und die Aspekte und Ausführungsmöglichkeiten<br />

im Industrieofenbau<br />

dar.<br />

Dr. Olaf Irretier<br />

Industrieberatung für Wärmebehandlungstechnik<br />

IBW<br />

Kleve<br />

Tel.: 02821 7153-948<br />

olaf.irretier@t-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Dipl.-Ing. Werner Schütt<br />

BSN Thermprozesstechnik GmbH<br />

Simmerath<br />

Tel.: 02473 9277-112<br />

werner.schuett@bsn-therm.de<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

39


NEUERSCHEINUNG<br />

WISSEN für die ZUKUNFT<br />

Topaktuelle<br />

Induktives Schmelzen<br />

und Warmhalten<br />

Grundlagen – Anlagenbau – Verfahrenstechnik<br />

Dieses kompakte Buch behandelt die Verfahrenstechnik des Schmelzens,<br />

Warmhaltens und Gießens von Metallen mit Induktionsanlagen. Dazu werden<br />

die Grundlagen <strong>der</strong> <strong>in</strong>duktiven Energieübertragung und die <strong>in</strong>dustrielle Ausführung<br />

von Induktionsöfen soweit beschrieben, wie es für das Verständnis<br />

<strong>der</strong> Produktionsprozesse notwendig ist. Farbige Abbildungen verdeutlichen<br />

anschaulich die Thematik. Ebenso gibt es e<strong>in</strong> Kapitel über die Schmelztechnologie<br />

<strong>der</strong> Metalle und ihrer Legierungen. Auf dieser Grundlage werden die Auslegung<br />

und <strong>der</strong> Betrieb <strong>der</strong> Induktionsanlagen für den E<strong>in</strong>satz <strong>in</strong> Eisenund<br />

Stahlgießereien, Stahlwerken sowie NE-Metallgießereien und -halbzeugwerken<br />

dargestellt. Schwerpunkt ist dabei die metallurgische Verfahrenstechnik.<br />

Inhalt:<br />

E<strong>in</strong>leitung; Grundlagen; Induktive Energieübertragung; Bauformen von Induktionsöfen;<br />

Induktions-Tiegelofen; Elektromagnetische Rührer und Pumpen;<br />

Ofenauslegung für das Schmelzen im Tiegelofen; Schmelzmetallurgie von Eisenund<br />

Nichteisen-Werkstoffen; Betrieb von Induktionsanlagen <strong>in</strong> Eisengießereien;<br />

Schmelzen im Induktionstiegelofen; Duplizieren, Warmhalten und Speicherschmelzen<br />

im Tiegelofen; Warmhalten im R<strong>in</strong>nenofen; Gießen mit druckbetätigten<br />

Gießöfen; Kont<strong>in</strong>uierliche Flüssigeisenversorgung; Kont<strong>in</strong>uier liche Flüssigeisenversorgung;<br />

Schmelzen von Stahlguss im Induktionstiegelofen; Induktionstiegelöfen<br />

im M<strong>in</strong>istahlwerk; Induktionsanlagen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Alum<strong>in</strong>ium- Industrie; Induktionsanlagen<br />

für Kupferwerkstoffe; Induktionsanlagen für Z<strong>in</strong>k etc.<br />

Herausgegeben von Erw<strong>in</strong> Dötsch<br />

2009, 260 Seiten, DIN A 5, gebunden,<br />

4-Farb-Druck, € 60,00<br />

ISBN 978-3-8027-2379-7<br />

Induktives Schmelzen und Warmhalten ersche<strong>in</strong>t <strong>in</strong> <strong>der</strong> Vulkan-Verlag GmbH, Huyssenallee 52-56, 45128 Essen<br />

Vulkan-Verlag<br />

www.vulkan-verlag.de<br />

Vorteilsanfor<strong>der</strong>ung per Fax: +49 (0) 201 / 820 02 - 34 o<strong>der</strong> im Fensterumschlag e<strong>in</strong>senden<br />

Ja, ich bestelle gegen Rechnung 3 Wochen zur Ansicht<br />

___ Ex. Induktives Schmelzen und Warmhalten<br />

1. Aufl age 2009 für € 60,00 zzgl. Versand<br />

Die bequeme und sichere Bezahlung per Bankabbuchung wird mit e<strong>in</strong>er<br />

Gutschrift von € 3,- auf die erste Rechnung belohnt.<br />

Firma/Institution<br />

Vorname/Name des Empfängers<br />

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Land, PLZ, Ort<br />

Antwort<br />

Vulkan-Verlag GmbH<br />

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Postfach 10 39 62<br />

45039 Essen<br />

Telefon<br />

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Bevorzugte Zahlungsweise □ Bankabbuchung □ Rechnung<br />

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schriftlich wi<strong>der</strong>rufen werden. Die rechtzeitige Absendung <strong>der</strong> Mitteilung genügt. Für die Auftragsabwicklung und zur Pfl ege <strong>der</strong> laufenden<br />

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ich per Post, Telefon, Telefax o<strong>der</strong> E-Mail über <strong>in</strong>teressante Verlagsangebote <strong>in</strong>formiert werde. Diese Erklärung kann ich je<strong>der</strong>zeit wi<strong>der</strong>rufen.<br />

Bankleitzahl<br />

✘<br />

Datum, Unterschrift<br />

Kontonummer<br />

ISWDZs0909


Fa c h b e r i c h t e<br />

Infrarot-Strahler für effiziente<br />

<strong>in</strong>dustrielle Wärmeprozesse<br />

Infrared emitters for efficient thermal <strong>in</strong>dustrial processes<br />

Marie-Luise Bopp<br />

Trocknen von Lack auf Metallteilen, Härten von Korrosionsschutz auf Bremsklötzen,<br />

Formen von Kunststoffteilen – bei <strong>der</strong> <strong>in</strong>dustriellen Fertigung gibt es<br />

unzählige Wärmeprozesse. Für den Hersteller kann das jedoch im E<strong>in</strong>zelfall e<strong>in</strong>e<br />

echte Herausfor<strong>der</strong>ung se<strong>in</strong>, denn diese Fertigungsschritte verursachen häufig<br />

e<strong>in</strong>en erheblichen Aufwand an Energie und Kosten. Infrarot-Strahlung kann an<br />

Produkt und Prozess angepasst werden und so viele <strong>in</strong>dustrielle Wärmeschritte<br />

energieeffizient lösen.<br />

Verschiedene Beispiele zeigen, dass es sich lohnt, Wärmeprozesse genauer zu<br />

analysieren und nach energieeffizienten Lösungen zu suchen.<br />

Dry<strong>in</strong>g of pa<strong>in</strong>t on metal parts, cur<strong>in</strong>g of anti-corrosion coat<strong>in</strong>gs on brake pads,<br />

form<strong>in</strong>g of plastic components – <strong>in</strong>numerable thermal processes are used <strong>in</strong> <strong>in</strong>dustrial<br />

production. In certa<strong>in</strong> cases, however, they can prove a serious challenge<br />

to manufacturers, s<strong>in</strong>ce these operations frequently <strong>in</strong>volve significant energyconsumption<br />

and therefore costs. Infrared radiation can be tailored to specific<br />

products and processes, and thus provide energy-efficient solutions for many<br />

thermal <strong>in</strong>dustrial processes. A range of examples illustrate that it is worthwhile<br />

analyz<strong>in</strong>g thermal processes more precisely to f<strong>in</strong>d the most energy-efficient<br />

solutions.<br />

Infrarot-Wärme für effizienten<br />

Energiee<strong>in</strong>satz<br />

Die Infrarot-Wärmetechnologie funktioniert<br />

durch die Übertragung von elektromagnetischen<br />

Wellen, die dann im Produkt<br />

Wärme erzeugen. Dazu ist we<strong>der</strong><br />

e<strong>in</strong> direkter Kontakt zum Material nötig<br />

noch e<strong>in</strong> Übertragungsmedium, wie Gas<br />

o<strong>der</strong> Luft. Im Vergleich zu Luft mit e<strong>in</strong>er<br />

maximalen Wärmeübertragungskapazität<br />

von etwa 40 kW/m 2 , besitzt Infrarot-<br />

Strahlung e<strong>in</strong>e weitaus höhere maximale<br />

Wärmeübertragungskapazität von bis<br />

zu 1 MW/m 2 . Infrarot-Wärme wird also<br />

schnell und mit hoher Leistung übertragen,<br />

ohne dass Energie an die Erwärmung<br />

e<strong>in</strong>es Übertragungsmediums verschwendet<br />

wird.<br />

E<strong>in</strong> Teil <strong>der</strong> elektromagnetischen Strahlen<br />

wird im Material absorbiert, e<strong>in</strong> Teil<br />

wird reflektiert und <strong>der</strong> Rest durchdr<strong>in</strong>gt<br />

die Materialien. Nur <strong>der</strong> absorbierte Anteil<br />

trägt zur Erwärmung bei. Dabei hat<br />

jedes Material se<strong>in</strong> eigenes Absorptionsspektrum,<br />

den Bereich, <strong>in</strong> dem die elektromagnetischen<br />

Strahlen am besten<br />

aufgenommen werden. Wenn das Emissionsspektrum<br />

e<strong>in</strong>es Infrarot-Strahlers<br />

optimal zum Absorptionsspektrum e<strong>in</strong>es<br />

Materials passt, dann erfolgt die Erwärmung<br />

des Materials wesentlich schneller<br />

und effektiver. Der Energieverbrauch<br />

kann durch die Wahl <strong>der</strong> richtigen Wellenlänge<br />

m<strong>in</strong>imiert werden. Kurzwellige<br />

Strahlung dr<strong>in</strong>gt tief <strong>in</strong> massive Teile<br />

e<strong>in</strong> und durchwärmt diese schnell und<br />

gleichmäßig. Mittelwellige Strahlung<br />

wird von Wasser, Glas und vielen Kunststoffen<br />

sehr gut absorbiert und dann direkt<br />

<strong>in</strong> Wärme umgesetzt.<br />

E<strong>in</strong> Umstieg auf mittelwellige Carbon<br />

Infrarot-Strahler kann helfen, signifikante<br />

Mengen an Energiekosten zu sparen.<br />

Carbon-Strahler geben mittlere Wellenlängen<br />

ab, im Gegensatz zu konventionellen<br />

mittelwelligen Strahlern, jedoch<br />

vere<strong>in</strong>t mit hohen Leistungen und sehr<br />

kurzen Reaktionszeiten. Umfangreiche<br />

Versuche zeigen, dass mittelwellige Carbon-Strahler<br />

bis zu 50 % weniger Energie<br />

für die Trocknung von wasserbasierenden<br />

Farben und Lacken benötigen,<br />

als herkömmliche kurzwellige Strahler.<br />

Reflektoren ebenso wie Strahlungswandler<br />

richten die wirksame Strahlung zu nahezu<br />

100 % auf das Produkt. Die Anlage<br />

und die Umgebung können dabei relativ<br />

kühl bleiben, Energie geht kaum verloren.<br />

Sehr dünne Materialien o<strong>der</strong> sehr schmale<br />

Produkte s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> Durchlaufverfahren<br />

nur schwer effizient zu erwärmen. Egal<br />

welche Infrarot-Strahler verwendet werden,<br />

<strong>der</strong> größte Anteil <strong>der</strong> Strahlung geht<br />

durch das Material h<strong>in</strong>durch o<strong>der</strong> daran<br />

vorbei und ist so für die Erwärmung verloren.<br />

Hier werden jedoch sehr erfolgreich<br />

sogenannte Strahlungswandler e<strong>in</strong>gesetzt.<br />

Unmittelbar h<strong>in</strong>ter den Produkten<br />

positioniert, fangen sie die transmittierte<br />

Strahlung auf, wandeln sie <strong>in</strong> längerwellige<br />

Strahlung um und senden sie<br />

wie<strong>der</strong> zurück zum Produkt. Durch diese<br />

Maßnahme s<strong>in</strong>d bis zu 200 % Effizienzsteigerung<br />

o<strong>der</strong> erhebliche Verkürzungen<br />

<strong>der</strong> Erwärmungszeit möglich.<br />

Quarzglas Infrarot-Strahler können exakt<br />

Ecken, Kanten und kle<strong>in</strong>en Flächen nachgeformt<br />

werden. So wird beispielsweise<br />

nicht die komplette Autotür erwärmt,<br />

son<strong>der</strong>n nur die Stelle, die genietet, verklebt<br />

o<strong>der</strong> entgratet werden soll. Infrarot-<br />

Strahler zeigen sehr kurze Reaktionszeiten,<br />

kurzwellige und Carbon-Strahler reagieren<br />

<strong>in</strong>nerhalb von 1 bis 3 s. Das macht<br />

Wärme regelbar und hilft, Energie richtig<br />

zu dosieren. Wenn die Wärmequelle nur<br />

dann angeschaltet se<strong>in</strong> muss, wenn sie<br />

gebraucht wird, spart man Energie.<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

41


Fa c h b e r i c h t e<br />

Infrarot-Wärme trocknet Lack<br />

auf Keypads<br />

Kestrel Injection Moul<strong>der</strong>s <strong>in</strong> Großbritannien<br />

produziert Keyboards o<strong>der</strong> Tastenfel<strong>der</strong>,<br />

sogenannte Key Pads, für Autos<br />

o<strong>der</strong> zur Bedienung von <strong>elektronischen</strong><br />

Geräten, Computern und weißer Ware.<br />

Diese Pads (Bild 1) werden durch Spritzguss<br />

aus Kunststoff hergestellt, bedruckt<br />

und abschließend mit e<strong>in</strong>em schützenden<br />

Klarlack versehen. Dazu mussten die<br />

Teile früher etwa 20 m<strong>in</strong> lang <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Heißluftofen trocknen. Während dieses<br />

langen Zeitraums lagerte sich Staub ab<br />

und dadurch litt die Qualität. E<strong>in</strong> Infrarot-Ofen<br />

trocknet und härtet Farbe auf<br />

den Tastenfel<strong>der</strong>n <strong>in</strong> weniger als 20 %<br />

<strong>der</strong> Zeit, die e<strong>in</strong> Heißluftofen dafür brauchen<br />

würde.<br />

Bild 1: Mittelwellige Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight trocknen Keypads viel schneller<br />

als e<strong>in</strong> Heißluftofen. Das steigert die Qualität und spart Energie<br />

Fig. 1: Heraeus Noblelight medium-wavelength <strong>in</strong>frared emitters dry keypads much more rapidly<br />

than a hot-air kiln, enhanc<strong>in</strong>g quality and sav<strong>in</strong>g energy<br />

Die Infrarot-Wärmetechnologie bietet<br />

also e<strong>in</strong>ige Möglichkeiten, bei <strong>in</strong>dustriellen<br />

Wärmeprozessen den Energiee<strong>in</strong>satz<br />

zu optimieren:<br />

• Hohe Wärmeübertragungskapazität<br />

• Kontaktfreie Wärmeübertragung<br />

• Hoher Wirkungsgrad<br />

• Effiziente Energieübertragung durch<br />

die optimale Wellenlänge<br />

• Örtlich begrenzter Energiee<strong>in</strong>satz<br />

durch Anpassung an die Form <strong>der</strong><br />

Produkte<br />

• Zeitlich begrenzter Energiee<strong>in</strong>satz<br />

durch schnelle Reaktionszeiten.<br />

Der Ofen passt mit nur 1,5 m Länge und<br />

1 m Höhe genau <strong>in</strong> den vorhandenen<br />

Raum. Er besteht aus zwei Modulen von<br />

je 3 kW Leistung und ist ausgestattet mit<br />

mittelwelligen Infrarot-Strahlern, die sich<br />

<strong>in</strong> Tests als erfolgreiche und schnelle Alternative<br />

zur Heißluft erwiesen hatten.<br />

Heute werden mit dem neuen Ofen zwei<br />

verschiedene Typen von Tastenfel<strong>der</strong>n<br />

gefertigt. E<strong>in</strong> Typ wird nach <strong>der</strong> Produktion<br />

mit e<strong>in</strong>em Wasser basierenden Lack<br />

versehen, vorgetrocknet, bedruckt und<br />

danach mit e<strong>in</strong>em klaren Schutzlack veredelt.<br />

An<strong>der</strong>e Tastenfel<strong>der</strong> benötigen<br />

ke<strong>in</strong>e Farblackierung, sie können sofort<br />

bedruckt und schutzlackiert werden. Seit<br />

<strong>der</strong> Infrarot-Ofen <strong>in</strong>stalliert wurde, hat<br />

sich die Ausschussrate signifikant reduziert.<br />

Die wesentlich kürzere Trocknung<br />

reduziert die Zeit deutlich, <strong>in</strong> <strong>der</strong> Staub<br />

auf die Oberflächen fallen könnte. Zusätzlich<br />

hat sich das Infrarot-System als<br />

sehr energiesparend erwiesen, denn es<br />

muss, an<strong>der</strong>s als <strong>der</strong> Heißluftofen, nur<br />

dann angeschaltet werden, wenn gerade<br />

Wärme benötigt wird.<br />

Bild 2: E<strong>in</strong>zeln steuerbare<br />

Infrarot-Module<br />

sorgen für e<strong>in</strong>e<br />

optimale Wärmeausnutzung<br />

bei<br />

<strong>der</strong> Trocknung von<br />

Ste<strong>in</strong>schlagschutz<br />

auf Türschwellern<br />

Fig. 2: Individually<br />

adjustable <strong>in</strong>frared<br />

modules ensure optimum<br />

thermal efficiency<br />

<strong>in</strong> dry<strong>in</strong>g of<br />

anti.chip coat<strong>in</strong>gs<br />

on vehicle doorsills<br />

Beschichtung für den Ste<strong>in</strong>schlagschutz<br />

mit Infrarot-<br />

Strahlern härten<br />

Fahrzeuge erhalten im Bereich <strong>der</strong><br />

Schweller, zwischen den beiden Radkästen,<br />

e<strong>in</strong>e Beschichtung aus PVC, die<br />

diesen Bereich versiegelt und dem Ste<strong>in</strong>schlagschutz<br />

(Bild 2) dient. Sobald <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

Produktionsl<strong>in</strong>ie e<strong>in</strong> Fahrzeug e<strong>in</strong>en<br />

Sensor passiert hat, wird die Beschichtung<br />

aufgebracht, dann wird e<strong>in</strong> Infrarot-<br />

Modul angeschaltet und die Wärme här-<br />

42 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

tet die Beschichtung. Die PVC-Beschichtung<br />

muss so gut gehärtet se<strong>in</strong>, dass ke<strong>in</strong>erlei<br />

Beschädigung entsteht, bevor <strong>der</strong><br />

Primer aufgetragen wird. Diese Härtung<br />

muss mit <strong>der</strong> Produktion Schritt halten.<br />

Allerd<strong>in</strong>gs steht für die Härtung nur e<strong>in</strong>e<br />

kurze Zeitspanne <strong>in</strong>nerhalb <strong>der</strong> Produktionsl<strong>in</strong>ie<br />

zur Verfügung, bei Landrover <strong>in</strong><br />

Großbritannien waren dies beispielsweise<br />

60 s. Daher wird für diesen Härtungsschritt<br />

häufig kurzwellige Infrarot-Strahlung<br />

gewählt, denn kurzwellige Strahlung<br />

ist relativ energiereich und kann so<br />

Materialien sehr schnell aufheizen. Kurzwellige<br />

Infrarot-Strahler reagieren außerdem<br />

<strong>in</strong>nerhalb von Sekunden und können<br />

daher sehr gut gesteuert werden.<br />

Seit etwa Mitte <strong>der</strong> 1990er Jahre gibt es<br />

Carbon Infrarot-Strahler, die Strahlung im<br />

mittleren Wellenlängenbereich abgeben.<br />

Genau <strong>in</strong> diesem Bereich liegt <strong>der</strong> optimale<br />

Absorptionsbereich vieler Materialien,<br />

zu denen auch PVC gehört. An<strong>der</strong>s<br />

als konventionelle mittelwellige Infrarot-<br />

Strahler vere<strong>in</strong>en die Carbon Strahler die<br />

wirksamen mittleren Wellenlängen mit<br />

hohen Flächenleistungen und kurzen Reaktionszeiten.<br />

Versuche zeigten schnell, dass Carbon<br />

Strahler die PVC-Beschichtung auf Auto-Schwellern<br />

noch effizienter trocknen<br />

konnten, als die vorher e<strong>in</strong>gesetzten<br />

kurzwelligen Strahler. Vier Kassetten<br />

mit je 16 Carbon-Strahlern von je<br />

1 kW Nennleistung s<strong>in</strong>d so programmiert,<br />

dass <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Kaskadenschaltung<br />

von immer vier Strahlern auf je<strong>der</strong> Seite<br />

die durchfahrenden Fahrzeugschweller<br />

erwärmt und die Beschichtung gehärtet<br />

wird. Die Härtung wird <strong>in</strong>nerhalb von<br />

etwa 40 s erreicht. Die e<strong>in</strong>zeln steuerbaren<br />

Modulbänke sorgen für e<strong>in</strong>e optimale<br />

Wärmeausnutzung <strong>in</strong>nerhalb des Tunnelofens.<br />

Bei Landrover konnten so Energiee<strong>in</strong>sparungen<br />

von etwa 35 %, verglichen<br />

mit kurzwelliger Strahlung, erreicht<br />

werden.<br />

Pulver auf Bremsklötzen<br />

E<strong>in</strong> wichtiges Teil an jedem Automobil ist<br />

das Bremssystem. Bremsklötze werden<br />

mit Antikorrosionsmitteln beschichtet,<br />

die den Bremsklotz später gegen Schäden<br />

durch Spritzwasser schützen. Dazu<br />

wird e<strong>in</strong>e schwarze Epoxy-Schicht aufgebracht<br />

und gehärtet, ursprünglich mit<br />

Hilfe von konventionellen mittelwelligen<br />

Infrarot-Strahlern. Durch e<strong>in</strong>e gesteigerte<br />

Nachfrage konnte diese Art <strong>der</strong> Trocknung<br />

jedoch nicht länger Schritt mit <strong>der</strong><br />

Bild 3: Bremsklötze werden mit Anti-Korrosionsschutz beschichtet, <strong>der</strong> mit Infrarot-Strahlern<br />

viermal so schnell wie vorher getrocknet werden kann<br />

Fig. 3: Brake pads are protected aga<strong>in</strong>st corrosion by a coat<strong>in</strong>g which can be dried four<br />

times as quickly us<strong>in</strong>g <strong>in</strong>frared emitters<br />

Produktion halten und das Unternehmen<br />

musste den Engpass beseitigen, um<br />

wettbewerbsfähig zu bleiben. Für den<br />

Wärmeprozess gab es verschiedene Vorgaben.<br />

Zum e<strong>in</strong>en durfte nur die Oberfläche,<br />

nicht <strong>der</strong> gesamte Bremsklotz erwärmt<br />

werden, zum an<strong>der</strong>en war <strong>der</strong><br />

Produktionsraum begrenzt und die neue<br />

Wärmequelle musste <strong>in</strong> den vorhandenen<br />

Platz passen. Mittelwellige Infrarot-Strahlung<br />

erwies sich als ideal für<br />

das Schmelzen und Härten <strong>der</strong> Epoxy-<br />

Schicht und so fiel die Wahl auf e<strong>in</strong> Infrarot-System<br />

mit sogenannten schnellen<br />

mittelwelligen Strahlern. Diese Strahler<br />

geben die wirksame mittelwellige Strahlung<br />

ab und br<strong>in</strong>gen gleichzeitig die erfor<strong>der</strong>liche<br />

Leistung, um den Prozess zu<br />

beschleunigen. Darüber h<strong>in</strong>aus reagieren<br />

schnelle mittelwellige Strahler <strong>in</strong>nerhalb<br />

von Sekunden. Herkömmliche mittelwellige<br />

Strahler brauchen m<strong>in</strong>utenlang, um<br />

sich aufzuheizen o<strong>der</strong> abzukühlen. Die<br />

mo<strong>der</strong>neren, schnellen, mittelwelligen<br />

Strahler reagieren dagegen so schnell,<br />

dass sie leicht geregelt werden können.<br />

So s<strong>in</strong>d jetzt sogar Temperaturprofile <strong>in</strong>nerhalb<br />

des Trocknungsofens möglich, je<br />

nach den Erfor<strong>der</strong>nissen <strong>der</strong> verschiedenen<br />

Bremsklötze.<br />

Der neue Infrarot-Ofen mit e<strong>in</strong>er Nennleistung<br />

von 162 kW ist mit 30 Strahlern<br />

bestückt. Der Ofen (Bild 3) ist <strong>in</strong> zwei<br />

Zonen aufgeteilt, <strong>in</strong> <strong>der</strong> ersten wird das<br />

Pulver aufgeschmolzen und <strong>in</strong> <strong>der</strong> zweiten<br />

wird die Temperatur so lange gehalten,<br />

bis die Beschichtung ausgehärtet<br />

ist. In <strong>der</strong> ersten Zone wird über e<strong>in</strong>e<br />

Länge von 1,20 m e<strong>in</strong>e Flächenleistung<br />

von etwa 78 kW/m² bereit gestellt, <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> zweiten, etwa 80 cm langen Zone,<br />

dann e<strong>in</strong>e Flächenleistung von etwa<br />

51 kW/m². Über e<strong>in</strong> Kontrollpanel werden<br />

die Strahler gesteuert und über e<strong>in</strong><br />

Potentiometer die Geschw<strong>in</strong>digkeit des<br />

För<strong>der</strong>bandes, je nach Art und Größe<br />

<strong>der</strong> Bremsklötze. Durch die Installation<br />

des mo<strong>der</strong>neren Infrarot-Systems konnte<br />

<strong>der</strong> Durchsatz bei <strong>der</strong> Pulverlackhärtung<br />

von Bremsklötzen vervierfacht werden.<br />

Infrarot-Wärme formt Armaturenbretter<br />

Das Armaturenbrett e<strong>in</strong>es Autos (Bild 4)<br />

besteht aus Kunststoff, <strong>der</strong> mit Wärme<br />

<strong>in</strong> Form gebracht wird und danach e<strong>in</strong>e<br />

Geräusch dämmende Beschichtung erhält.<br />

Die Firma Faurecia setzt dafür Carbon<br />

Infrarot-Strahler e<strong>in</strong>. Zuvor hatte sich<br />

die Erwärmung mit Metallbandstrahlern<br />

und Dampf als zu langsam für die gesteigerte<br />

Produktionsgeschw<strong>in</strong>digkeit erwiesen.<br />

Der Wärmeschritt limitierte immer<br />

mehr den Produktionsprozess.<br />

Durch e<strong>in</strong>e Aufrüstung mit Carbon Infrarot-Strahlern<br />

konnte die Anlage deut-<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

43


Fa c h b e r i c h t e<br />

jetzt nicht mehr nötig ist, werden rund<br />

9 kW/h Energie e<strong>in</strong>gespart.<br />

Fazit<br />

Infrarot-Strahler werden immer dann e<strong>in</strong>gesetzt,<br />

wenn Wärmeprozesse mit beson<strong>der</strong>en<br />

Vorgaben an Platz, Zeit o<strong>der</strong><br />

Qualität gelöst werden sollen. Infrarot-<br />

Strahler lassen sich an Produkt und Prozess<br />

genau anpassen, das spart Energie<br />

und Kosten. Ob Kunststoff, Metall, Textil<br />

o<strong>der</strong> Glas – es gibt heute kaum e<strong>in</strong> Material,<br />

das auf dem langen Weg vom E<strong>in</strong>zelteil<br />

bis zur Fertigstellung e<strong>in</strong>es Produktes<br />

nicht m<strong>in</strong>destens e<strong>in</strong>mal mit Infrarot-Strahlung<br />

Kontakt hatte.<br />

Bild 4: Infrarot-Wärme formt Armaturenbretter beson<strong>der</strong>s energieeffizient.<br />

Fig. 4: Infrared heat assures particularly energy-efficient form<strong>in</strong>g of vehicle dashboards.<br />

lich verbessert werden. Carbon-Strahler<br />

übertragen schnell große Mengen an<br />

Energie und so kann das Unternehmen<br />

auf den aufwändigen Wärmedampf zum<br />

Vorheizen nun verzichten. Die Form-<br />

teile aus Polyethylen-Ethylenv<strong>in</strong>ylacetat<br />

werden direkt <strong>in</strong> <strong>der</strong> Form aufgeheizt.<br />

Die Aufheizrate wurde dadurch um<br />

16 % gesteigert und die Durchsatzzeiten<br />

um 20 s verr<strong>in</strong>gert. Weil Vorheizen<br />

Dr. Marie-Luise Bopp<br />

Heraeus Noblelight GmbH<br />

Tel.: 06181 35-8547<br />

marie-luise.bopp@heraeus.com<br />

Inserentenverzeichnis<br />

Firma<br />

Seite<br />

Masch<strong>in</strong>enfabrik ALFING KESSLER GmbH, Aalen................................................................... Titelseite, 15<br />

ALUMINIUM CHINA 2011, Shanghai, Volksrepublik Ch<strong>in</strong>a..................................................4. Umschlagseite<br />

HANNOVER MESSE 2011, Hannover ........................................................................................ 11, Beilage<br />

Optris GmbH, Berl<strong>in</strong>............................................................................................................................... 9<br />

Promat GmbH Technische Wärmedämmung, Rat<strong>in</strong>gen............................................................................. 7<br />

SMS ELOTHERM GmbH, Remscheid............................................................................... 2. Umschlagseite<br />

THERMPROCESS 2011, Düsseldorf.......................................................................................................13<br />

Marktübersicht.............................................................................................................................73–88<br />

44 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

Effizienter E<strong>in</strong>satz von Thyristor-<br />

Leistungs stellern <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Prozesstechnik</strong><br />

Efficient use of thyristor power controllers <strong>in</strong> process eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g<br />

Bodo Schmitt<br />

Energiee<strong>in</strong>sparung ist e<strong>in</strong> Thema, dass <strong>in</strong> jedem Prozess e<strong>in</strong>e große Rolle spielt.<br />

Nicht nur wegen <strong>der</strong> Verantwortung h<strong>in</strong>sichtlich <strong>der</strong> Schonung von Ressourcen,<br />

son<strong>der</strong>n auch, um den Prozess verfahrenstechnisch und auch wirtschaftlich zu<br />

optimieren. Die E<strong>in</strong>sparung und das effiziente Nutzen <strong>der</strong> Energie ist mit dem<br />

effizienten Umgang <strong>der</strong> Ressource Zeit und <strong>der</strong> Arbeitskraft gleichzusetzen.<br />

Energy-sav<strong>in</strong>gs are a topic of great importance <strong>in</strong> all processes, not only <strong>in</strong> view<br />

of everyone‘s responsibility for conserv<strong>in</strong>g resources, but also <strong>in</strong> or<strong>der</strong> to optimize<br />

processes <strong>in</strong> both eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g and economic terms. Energy-sav<strong>in</strong>gs, and<br />

the efficient use of energy, are of equal importance to efficient use of time and<br />

labour resources.<br />

E<strong>in</strong>leitung<br />

Thyristor-Leistungssteller übernehmen<br />

e<strong>in</strong>e Vielzahl von prozessunterstützenden<br />

Aufgaben, die zu diesen E<strong>in</strong>sparungen<br />

führen (Bild 1). Sie werden unter<br />

an<strong>der</strong>em zum Ansteuern von den verschiedensten<br />

Heizelementen <strong>in</strong> z. B. Tunnelöfen,<br />

Schmelz- und Warmhalteöfen,<br />

Bild 1:<br />

Thristor-<br />

Leistungssteller<br />

(TYA-<br />

200-Serie)<br />

Fig. 1: Thyristor<br />

power<br />

controller<br />

(TYA 200<br />

series)<br />

Laboröfen, Dentalöfen und Glasöfen e<strong>in</strong>gesetzt<br />

o<strong>der</strong> zu e<strong>in</strong>er Beleuchtungsregelung<br />

<strong>in</strong> großen Industriehallen.<br />

Mit e<strong>in</strong>er wählbaren Spannungs-, Stromo<strong>der</strong><br />

Leistungsregelung und Betriebsarten<br />

wie Impulsgruppen-, Phasenanschnitt-<br />

o<strong>der</strong> Halbwellenbetrieb mit komb<strong>in</strong>ierbarem<br />

Softstart kann die benötigte<br />

Energie genau dosiert werden. Gerade<br />

bei Geräten, die vor Ort e<strong>in</strong>gesetzt werden,<br />

laufen viele Informationen zusammen,<br />

die zur Verfügung gestellt werden<br />

müssen, um effizient auf den Energieverbrauch<br />

die Arbeitskraft und den Faktor<br />

Zeit e<strong>in</strong>zuwirken. Wer sich mit Hilfe dieser<br />

Informationen über den Prozess e<strong>in</strong><br />

genaues Bild macht, ist <strong>in</strong> <strong>der</strong> Lage diesen<br />

zu optimieren.<br />

Handhabung und Bedienung<br />

Bei <strong>der</strong> Auswahl des geeigneten Thyristor-Leistungsstellers<br />

ist nicht nur die<br />

Funktionalität gefragt, technische Merkmale<br />

wie <strong>der</strong> Nennstrom, Lastspannung<br />

o<strong>der</strong> die Leistung s<strong>in</strong>d maßgeblich bei<br />

<strong>der</strong> Auswahl. Jedoch spielten auch e<strong>in</strong>e<br />

komfortable Bedienung, Kommunikationsfähigkeit<br />

und zusätzliche Funktio nen<br />

e<strong>in</strong>e sehr wichtige Rolle, um das Arbeiten<br />

an dem Prozess und mit dem Thyristor-<br />

Leistungs steller zu vere<strong>in</strong>fachen.<br />

Durch die stetig wachsende Globalisierung<br />

wird e<strong>in</strong>e e<strong>in</strong>fache Bedienung bzw.<br />

Vore<strong>in</strong>stellung <strong>der</strong> Geräte immer notwendiger.<br />

Die Kosten für e<strong>in</strong>en Servicee<strong>in</strong>satz<br />

durch e<strong>in</strong>en Techniker, <strong>der</strong> e<strong>in</strong>e Inbetriebnahme<br />

durchführt, s<strong>in</strong>d verhältnismäßig<br />

hoch. Die Möglichkeit, betriebsfähige<br />

Geräte zu versenden und diese e<strong>in</strong>fach<br />

e<strong>in</strong>s zu e<strong>in</strong>s auszutauschen, spart Ressourcen<br />

und letztendlich Kosten.<br />

Anzeige<br />

Bild 2: Das Display ist <strong>in</strong> drei übersichtliche Bereiche e<strong>in</strong>geteilt<br />

Fig. 2: The display is split <strong>in</strong>to three easy-read sectors<br />

Durch diesen Sachverhalt wird mehr<br />

Wert auf e<strong>in</strong>e sehr e<strong>in</strong>fache Konfiguration<br />

gelegt. E<strong>in</strong> gestochen scharf ablesbares<br />

LC‐Display mit H<strong>in</strong>tergrundbeleuchtung<br />

ermöglicht e<strong>in</strong>e Darstellung aller<br />

Parameter <strong>in</strong> <strong>der</strong> Klartextanzeige. Die<br />

Konfiguration und Parametrierung wird<br />

hierdurch verständlicher. E<strong>in</strong>e Entschlüsselung<br />

von kryptischen Texten ist nicht<br />

mehr erfor<strong>der</strong>lich (Bild 2). In <strong>der</strong> Anzeige<br />

ersche<strong>in</strong>en alle für den Prozess wichtigen<br />

Werte. Somit wird sehr e<strong>in</strong>fach e<strong>in</strong><br />

hoher Informationsgehalt vermittelt.<br />

Angefangen von <strong>der</strong> Netzspannung,<br />

Lastspannung, dem Lastwi<strong>der</strong>stand,<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

45


Fa c h b e r i c h t e<br />

(Bild 3). Informationen über das Gerät,<br />

die zu e<strong>in</strong>er höheren Betriebssicherheit<br />

führen, wie die Gerätetemperatur, werden<br />

überwacht und angezeigt.<br />

E<strong>in</strong>e weitere Möglichkeit die Thyristor-<br />

Leistungssteller komfortabel e<strong>in</strong>zustellen,<br />

besteht über den PC o<strong>der</strong> Laptop<br />

mit e<strong>in</strong>em übersichtlichen Setup-Programm,<br />

das speziell auf die Gegebenheiten<br />

bzw. Anfor<strong>der</strong>ungen e<strong>in</strong>es Thyristor-Leistungsstellers<br />

angepasst wurde.<br />

E<strong>in</strong>e Verb<strong>in</strong>dung kann mit e<strong>in</strong>em herkömmlichen<br />

M<strong>in</strong>i-USB-Kabel hergestellt<br />

werden. Die Geräte können direkt vom<br />

Schreibtisch aus konfiguriert werden. Sie<br />

werden durch den USB-Port des Laptops<br />

versorgt und benötigen zur E<strong>in</strong>stellung<br />

ke<strong>in</strong>e weitere Spannungsversorgung.<br />

Teach-In-Funktion<br />

Bild 3: Anzeige e<strong>in</strong>fach verständlicher Symbole<br />

Fig. 3: Display of easily comprehensible symbols<br />

Laststrom, Phasenanschnittw<strong>in</strong>kel Alpha<br />

bis h<strong>in</strong> zu dem von <strong>der</strong> Steuerung o<strong>der</strong><br />

dem vorgelagerten Regler zur Verfügung<br />

gestellten Stellsignal, Strom o<strong>der</strong> Spannung<br />

(0,4…20mA, 0,2…10V), werden<br />

diese übersichtlich dargestellt.<br />

Bild 4: Überwachung auf Teillastbruch<br />

Fig. 4: Monitor<strong>in</strong>g for partial-load failure<br />

Zusätzliches Mess-Equipment, wie z. B.<br />

e<strong>in</strong> Multimeter o<strong>der</strong> Stromzange, ist<br />

überflüssig, da alle für den Prozess relevanten<br />

Werte übersichtlich angezeigt<br />

werden. E<strong>in</strong>e verständliche Symbolik<br />

wichtiger Funktionen spart zudem Zeit<br />

Neben e<strong>in</strong>er gut verständlichen Bedienung<br />

des Gerätes ist e<strong>in</strong>e zusätzliche<br />

Funktion <strong>der</strong> Thyristor-Leistungssteller<br />

von entscheiden<strong>der</strong> Bedeutung: die Teillastbrucherkennung.<br />

Sie überwacht die<br />

Heizelemente auf Kurzschluss o<strong>der</strong> Bruch<br />

und dient <strong>in</strong> erster L<strong>in</strong>ie dazu, <strong>in</strong> kürzester<br />

Zeit e<strong>in</strong>e Verän<strong>der</strong>ung o<strong>der</strong> sogar e<strong>in</strong>en<br />

Ausfall <strong>der</strong> zugeführten Leistung<br />

im Ofen festzustellen. S<strong>in</strong>nvoll ist diese<br />

Funktion, wenn mehrere Heizelemente<br />

parallel angeschlossen s<strong>in</strong>d (Bild 4).<br />

Bei e<strong>in</strong>em Defekt (Bruch) e<strong>in</strong>es Heizstabes<br />

wird die auftretende Wi<strong>der</strong>standsän<strong>der</strong>ung<br />

durch den <strong>elektronischen</strong> Vergleich<br />

von Spannung und Strom erfasst.<br />

Durch e<strong>in</strong>en solchen Ausfall <strong>der</strong> Heizelemente<br />

würde die Prozesssicherheit<br />

und Kont<strong>in</strong>uität o<strong>der</strong> sogar die Qualität<br />

des Produktes erheblich leiden. Mit <strong>der</strong><br />

Teach-In-Funktion kann <strong>der</strong> Betriebsstrom<br />

und die -spannung <strong>der</strong> Heizelemente<br />

komfortabel und zeitsparend erfasst<br />

werden. Diese Werte werden als<br />

Gutzustand o<strong>der</strong> Normalwerte im Leistungssteller<br />

abgelegt. Abweichend von<br />

dem Gutzustand können Toleranzgrenzwerte<br />

e<strong>in</strong>gestellt werden, die abhängig<br />

von <strong>der</strong> Schaltung und <strong>der</strong> Anzahl<br />

<strong>der</strong> angeschlossenen Heizelemente s<strong>in</strong>d<br />

(Bild 5).<br />

Die Teach-In-Funktion kann automatisch<br />

e<strong>in</strong>malig und unabhängig von dem vorgegeben<br />

Stellgrad durchgeführt werden.<br />

Dies ist s<strong>in</strong>nvoll bei Heizelementen<br />

mit e<strong>in</strong>er nahezu unverän<strong>der</strong>ten Wi<strong>der</strong>standscharakteristik.<br />

Optional steht<br />

auch e<strong>in</strong> zyklischer Gutabgleich zur Verfügung,<br />

<strong>der</strong> beispielsweise bei Heizelementen<br />

mit e<strong>in</strong>em Alterungsverhalten<br />

46 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fa c h b e r i c h t e<br />

e<strong>in</strong>gesetzt werden kann. Durch den permanent<br />

verän<strong>der</strong>ten Wi<strong>der</strong>stand dieser<br />

Heizelemente än<strong>der</strong>t sich auch das<br />

Strom-Spannungs-Verhältnis und somit<br />

auch <strong>der</strong> Gutzustand <strong>der</strong> Heizelemente.<br />

Durch den zyklischen Abgleich, <strong>der</strong><br />

jede M<strong>in</strong>ute durchgeführt wird, kann<br />

auf die verän<strong>der</strong>ten Verhältnisse reagiert<br />

werden. Tritt während dieses Vorgangs<br />

e<strong>in</strong> Teillastbruch auf und <strong>der</strong> e<strong>in</strong>gestellte<br />

Grenzwert wird unter- o<strong>der</strong> überschritten,<br />

erhält <strong>der</strong> Anlagenbetreiber direkt<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Anzeige e<strong>in</strong>en H<strong>in</strong>weis. Die Signalisierung<br />

kann auch über e<strong>in</strong> Störmel<strong>der</strong>elais<br />

erfolgen.<br />

Energiemanagement<br />

E<strong>in</strong>es <strong>der</strong> Hauptziele h<strong>in</strong>sichtlich energierelevanter<br />

Kosten ist die Schärfung<br />

des Bewusstse<strong>in</strong>s im E<strong>in</strong>satz von Energie<br />

im Unternehmen durch e<strong>in</strong>e höhere<br />

Transparenz. Hierdurch werden die Produktherstellkosten,<br />

<strong>in</strong> denen <strong>der</strong> Aufwand<br />

für den betrieblichen Energiee<strong>in</strong>satz<br />

enthalten ist, nachgewiesen. Ziel jedes<br />

Energiemanagements ist es, den gesamten<br />

Betriebsablauf, aber auch die e<strong>in</strong>zelnen<br />

Prozesse und Anlagen effizienter<br />

zu gestalten bzw. zu betreiben und so<br />

über die Energiekosten zur Senkung <strong>der</strong><br />

gesamten Betriebskosten zu gelangen.<br />

Duales Energiemanagement<br />

(Netzlastoptimierung)<br />

Bild 5: Empfohlene Werte für Teillastbrucherkennung (die Angaben <strong>in</strong> % beziehen sich auf<br />

e<strong>in</strong>e Laststromän<strong>der</strong>ung)<br />

Fig. 5: Recommended values for partial-load failure detection (the percentages relate to an<br />

on-load current change)<br />

Das Duale Energiemanagement nimmt<br />

hierauf direkt und vor Ort E<strong>in</strong>fluss. Es koord<strong>in</strong>iert<br />

die Leistungsabgabe von mehreren<br />

Stellern und reduziert hierdurch die<br />

Spitzenstrombelastung. Werden mehrere<br />

Öfen kont<strong>in</strong>uierlich angefahren o<strong>der</strong><br />

auf e<strong>in</strong>er bestimmten Temperatur gehalten,<br />

so wird <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel mit e<strong>in</strong>em<br />

ger<strong>in</strong>geren Stellgrad, im Optimalfall bei<br />

ca. 50 %, die Anlage ausgeregelt.<br />

Die Ansteuerung <strong>der</strong> Heizelemente erfolgt<br />

im Impulsgruppenbetrieb, bei dem<br />

je nach vorgegebenem Stellgrad komplette<br />

S<strong>in</strong>uszüge <strong>in</strong> Impulsgruppen e<strong>in</strong>bzw.<br />

ausgeschaltet werden. Das Duale<br />

Energiemanagement erkennt die hierdurch<br />

entstehenden Impulslücken und<br />

füllt diese auf, sodass sich e<strong>in</strong>e kont<strong>in</strong>uierliche<br />

Belastung im Netz ergibt. Hierdurch<br />

können sich neben den Energiekosten<br />

auch die Anschlusswerte und die<br />

Stoßstrombelastung verr<strong>in</strong>gern (Bild 6).<br />

Bei dem E<strong>in</strong>satz ab zwei Stellern können<br />

jeweils Sollwerte bis 50 % vorgegeben<br />

werden, ohne dass Stromspitzen im Netz<br />

durch gleichzeitiges E<strong>in</strong>schalten entstehen.<br />

Auch bei e<strong>in</strong>er unsymmetrischen<br />

Verteilung <strong>der</strong> Sollwerte von z. B. 30 %<br />

und 70 % entstehen noch ke<strong>in</strong>e Stromspitzen<br />

im Netz.<br />

Je größer die Anzahl <strong>der</strong> zu regelnden<br />

Zonen e<strong>in</strong>es thermischen Prozesses,<br />

umso mehr Thyristor-Leistungssteller<br />

Bild 6: Funktionsweise Duales Energiemanagement<br />

Fig. 6: How dual energy management functions<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

47


Fa c h b e r i c h t e<br />

Wi<strong>der</strong>standsbegrenzung<br />

(R-control)<br />

Bild 7: Begrenzung <strong>der</strong> abgegebenen Leistung bei e<strong>in</strong>er Oberflächentemperatur des Heizelementes<br />

von 1500 °C<br />

Fig. 7: Limitations of output, at a heat<strong>in</strong>g-element surface temperature of 1500°C<br />

werden e<strong>in</strong>gesetzt. Unter <strong>der</strong> Annahme,<br />

dass die e<strong>in</strong>zelnen Zonen mit verschiedenen<br />

Sollwerten und somit mit verschiedenen<br />

Stellgraden gefahren werden, ergibt<br />

sich hierdurch sogar e<strong>in</strong>e bessere<br />

Verteilung im Netz.<br />

Die zeitliche Abstimmung o<strong>der</strong> Synchronisation<br />

<strong>der</strong> e<strong>in</strong>zelnen Leistungssteller<br />

untere<strong>in</strong>an<strong>der</strong>, wird über die Netzspannung<br />

realisiert. Die Geräte müssen lediglich<br />

zur gleichen Zeit e<strong>in</strong>geschaltet werden,<br />

was bei e<strong>in</strong>er Anlage mit mehreren<br />

Zonen ohne Mühen möglich ist. E<strong>in</strong>e<br />

umständliche Synchronisation über e<strong>in</strong>e<br />

zusätzliche Steuere<strong>in</strong>heit entfällt und somit<br />

auch <strong>der</strong> Verdrahtungsaufwand sowie,<br />

h<strong>in</strong>sichtlich <strong>der</strong> angesprochenen effektiven<br />

Nutzung <strong>der</strong> Ressource Zeit und<br />

Arbeitskraft, auch Schulungen und e<strong>in</strong><br />

kosten<strong>in</strong>tensiver Service.<br />

Kommunikationsfähigkeit<br />

verschiedener Schnittstellen<br />

H<strong>in</strong>sichtlich des Informationsgehaltes,<br />

den e<strong>in</strong> Leistungssteller zur Verfügung<br />

stellt, darf, um alle Möglichkeiten im vollen<br />

Umfang zu nutzen, die Kommunikationsfähigkeit<br />

und Anb<strong>in</strong>dung über verschiedene<br />

Schnittstellenarten, z. B. Modbus<br />

RTU und Probibus DP, nicht fehlen.<br />

Die Informationen, die zu dem Prozess<br />

gehören, wie Wi<strong>der</strong>stand, Strom, Spannung<br />

und Leistung, dienen primär zur<br />

Ermittlung <strong>der</strong> Energiekosten sowie dem<br />

Zustand des Heizelementes, das angesteuert<br />

wird. Hierdurch kann e<strong>in</strong> Service<br />

bzw. Verbrauchsmaterial geplant werden.<br />

Mit den Informationen, die über<br />

die Schnittelle an e<strong>in</strong>e übergeordnete<br />

Leitwarte gegeben werden, können zu<br />

den genannten Werten auch Informationen<br />

über den Prozess herangezogen<br />

werden. Der Vorteil liegt <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er höheren<br />

Prozesssicherheit. Die Überwachung<br />

des Prozesses erfolgt, um ihn im wörtlichen<br />

S<strong>in</strong>ne “im Griff“ zu haben. E<strong>in</strong>e<br />

gekonnte Vorgehensweise hierbei führt<br />

letztendlich zu e<strong>in</strong>er effizienten Nutzung<br />

des Ganzen.<br />

Parameter, wie die Temperatur des Leistungsstellers,<br />

Netzfrequenz, Über- o<strong>der</strong><br />

Unterschreitung <strong>der</strong> gesetzten Grenzen<br />

<strong>der</strong> zulässigen Netzspannung o<strong>der</strong> Last<br />

und Teillastbruch und e<strong>in</strong>e aktive Strombegrenzung,<br />

geben hilfreiche H<strong>in</strong>weise<br />

zu dem aktuellen Zustand <strong>der</strong> Anlage.<br />

Unter <strong>der</strong> Prozesssicherheit versteht man<br />

auch e<strong>in</strong>e zuverlässige Funktion des Leistungsstellers.<br />

E<strong>in</strong> Thyristorbruch o<strong>der</strong><br />

Kurzschluss kann ausgewertet werden,<br />

so dass e<strong>in</strong> reibungsloser Fertigungsprozess<br />

gewährleistet ist.<br />

Probleme h<strong>in</strong>sichtlich <strong>der</strong> Temperatur <strong>in</strong><br />

Schaltschränken wurden <strong>in</strong> <strong>der</strong> Entwicklung<br />

<strong>der</strong> Leistungssteller berücksichtigt.<br />

Mit <strong>der</strong> Temperaturüberwachung ist<br />

man über den Zustand des Gerätes <strong>in</strong>formiert.<br />

Und nicht nur das, es kann auch<br />

auf den Zustand des Schaltschrankes, <strong>in</strong><br />

dem e<strong>in</strong>e zu hohe Temperatur auftritt,<br />

Rückschlüsse gezogen werden. Die Informationen<br />

können komfortabel und<br />

e<strong>in</strong>fach, zentral von e<strong>in</strong>er Leitwarte aus<br />

o<strong>der</strong> von dem Arbeitsplatz überwacht<br />

werden.<br />

E<strong>in</strong> weiteres Feature, das e<strong>in</strong> effektives<br />

Arbeiten des Prozesses ermöglicht, ist<br />

die R-Control-Funktion (Wi<strong>der</strong>standsbegrenzung).<br />

Sie arbeitet sowohl im<br />

Impulsgruppen- als auch im Phasenanschnittbetrieb.<br />

Übersteigt <strong>der</strong> aktuelle<br />

Wi<strong>der</strong>standsmesswert den Wi<strong>der</strong>standsgrenzwert,<br />

erfolgt e<strong>in</strong>e Begrenzung<br />

durch Phasenanschnitt o<strong>der</strong> Begrenzung<br />

<strong>der</strong> geschalteten S<strong>in</strong>uszüge. Mit dem Parameter<br />

Wi<strong>der</strong>standsbegrenzung kann<br />

e<strong>in</strong>e Begrenzung <strong>der</strong> abgegebenen Leistung<br />

<strong>in</strong> Abhängigkeit des Wi<strong>der</strong>standswertes<br />

R beim Betrieb von Heizelementen<br />

mit e<strong>in</strong>em R warm /R kalt -Verhältnis (z. B.<br />

Molybdändisilizit) aktiviert werden, um<br />

e<strong>in</strong>e Überhitzung des Heizelementes im<br />

oberen Temperaturbereich zu vermeiden.<br />

Durch die Messung des Elementewi<strong>der</strong>standes<br />

kann e<strong>in</strong>e exakte Elementtemperatur<br />

zugeordnet werden.<br />

Ist <strong>der</strong> Lastwi<strong>der</strong>stand höher als <strong>der</strong> e<strong>in</strong>gestellte<br />

Grenzwert, erfolgt e<strong>in</strong>e Begrenzung.<br />

Das Heizelement ist somit vor<br />

Überhitzung im gesamten Ansteuerbereich<br />

geschützt (Bild 7).<br />

Fazit<br />

Um den elektrothermischen Prozess so<br />

effizient wie möglich zu gestalten, s<strong>in</strong>d<br />

Thyristorleistungssteller <strong>der</strong> neuesten<br />

Generation notwendig. Neben <strong>der</strong> eigentlichen<br />

Aufgabe <strong>der</strong> Thyristor-Leistungssteller,<br />

dem Ansteuern von z. B.<br />

Heizelementen o<strong>der</strong> Infrarotstrahlern,<br />

gibt es nützliche Funktionen, die den Fertigungsprozess<br />

unterstützen und vere<strong>in</strong>fachen.<br />

Es geht darum, dass <strong>der</strong> Thyristor-Leistungssteller<br />

die Arbeitskräfte, die<br />

Anlage und das herzustellende Produkt<br />

optimal unterstützt. Er ist e<strong>in</strong> Hilfsmittel,<br />

das mit e<strong>in</strong>em vertretbar ger<strong>in</strong>gen Energieaufwand<br />

e<strong>in</strong> Produkt bearbeitet bzw.<br />

überwacht und somit die von dem Anlagenbetreiber<br />

und Anlagenhersteller gefor<strong>der</strong>ten<br />

Quantitäts- und Qualitätsparameter<br />

ermöglicht.<br />

Bodo Schmitt<br />

JUMO GmbH & Co. KG<br />

Fulda<br />

Tel.: 0661 6003-369<br />

bodo.schmitt@jumo.net<br />

48 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


A u s d e r Pr a x i s<br />

Heizleistung von elektrisch beheizten<br />

Industrieöfen <strong>in</strong>telligent geregelt<br />

Wenn es um Bleche mit hoch spezialisierten<br />

Eigenschaften geht, müssen <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

die Wärmebehandlungsprozesse<br />

sehr exakt <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em def<strong>in</strong>ierten<br />

Temperaturfenster geführt werden. Deshalb<br />

setzt <strong>der</strong> Anbieter LOI Thermprocess<br />

auf elektrisch beheizte Bandanlagen<br />

und Haubenglühanlagen. Die Heizelemente<br />

werden dabei über Thyristor-Leistungssteller<br />

von AEG PS via Profibus angesteuert<br />

und <strong>in</strong>telligent für e<strong>in</strong>e gleich<br />

bleibende Netzlast geschaltet.<br />

Elektroblech ist e<strong>in</strong>es <strong>der</strong> vielfältigen Produkte,<br />

bei denen die Öfen e<strong>in</strong>gesetzt<br />

werden. Das Blech soll ganz bestimmte<br />

Eigenschaften haben, um für den Trafo-<br />

o<strong>der</strong> Elektromotorenbau geeignet<br />

zu se<strong>in</strong>. Für kornorientiertes Material,<br />

das e<strong>in</strong>e beson<strong>der</strong>s verlustfreie Energieübertragung<br />

<strong>in</strong> Höchstleistungstransformatoren<br />

gewährleistet, wird beispielsweise<br />

e<strong>in</strong> Glühen bei rund 1200 °C unter<br />

Wasserstoffatmosphäre <strong>in</strong> Mehrstapel-Haubenglühanlagen<br />

e<strong>in</strong>gesetzt<br />

(Bild 1). Diese Anlagen werden auch<br />

Multistack Batch Anneal<strong>in</strong>g Furnace genannt.<br />

In den Öfen vollzieht sich die Ausbildung<br />

<strong>der</strong> sogenannten GOSS-Textur,<br />

die für die magnetischen Eigenschaften<br />

des Bandes maßgeblich ist. In <strong>der</strong> geschlossenen<br />

Wasserstoffatmosphäre e<strong>in</strong>es<br />

Haubenofens werden mehrere Stahlcoils<br />

aus <strong>der</strong> Vorproduktion je nach Material<br />

auf etwa 1200 °C geglüht. E<strong>in</strong>e exakte<br />

Vorgehensweise ist wichtig, um den<br />

Stahl nicht zu überhitzen und damit unbrauchbar<br />

zu machen. Die erlaubte Varianz<br />

beträgt trotz des hohen Sollwerts<br />

weniger als 10 °C.<br />

LOI beheizt die Haubenöfen elektrisch,<br />

weil sich die Wärme gleichmäßiger verteilen<br />

und regeln lässt. Im Boden sowie<br />

den Wänden <strong>der</strong> Öfen s<strong>in</strong>d auf speziellen<br />

Keramikplatten die elektrischen Heizelemente<br />

gleichmäßig verteilt, um Hoto<strong>der</strong><br />

Coldspots zu vermeiden (Bild 2).<br />

E<strong>in</strong> solcher Haubenofen nimmt bis zu<br />

1 MW elektrische Leistung auf. Um diese<br />

<strong>in</strong> die mit e<strong>in</strong>em Hallenkran abnehmbare<br />

Haube zu br<strong>in</strong>gen, verfügen Haube und<br />

Standplattform über e<strong>in</strong>e Versteckung<br />

mit soliden P<strong>in</strong>s – e<strong>in</strong>e Art Riesenstecker<br />

Wenn es um exakte Regelung von Spannungen,<br />

Strömen o<strong>der</strong> Leistungen geht,<br />

setzt LOI die Modelle <strong>der</strong> Baureihe AEG<br />

Thyro-P e<strong>in</strong>. Mehrere Betriebs- und<br />

Regelungs arten, Kommunikationsfähigkeit<br />

mit <strong>der</strong> <strong>Prozesstechnik</strong> sowie Regelgenauigkeit<br />

durch Anwendung e<strong>in</strong>es<br />

32-Bit RISC-Prozessors beschreiben e<strong>in</strong>ige<br />

Eigenschaften des digitalen Thyro-P<br />

von AEG PS. Beim Thyro-P kommt das so<br />

genannte ASM-Verfahren zum E<strong>in</strong>satz.<br />

ASM steht für Automated Synchronization<br />

of Multiple power controller applications<br />

(Bild 5). ASM arbeitet dynamisch<br />

und passt sich automatisch an Last- und<br />

Sollwertän<strong>der</strong>ungen an. Die Netzlastoptimierung<br />

wird <strong>der</strong> „normalen“ Betriebsart<br />

überlagert und steuert die E<strong>in</strong>schaltzeitpunkte<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Betriebsart TAKT (mit<br />

getakteten Vollschw<strong>in</strong>gungen). Sie verr<strong>in</strong>gert<br />

die periodischen E<strong>in</strong>schaltspitmit<br />

Dose. Je<strong>der</strong> P<strong>in</strong> überträgt über e<strong>in</strong>e<br />

sogenannte Tulpe an <strong>der</strong> Haube bis zu<br />

700 A bei 380 bis 440 V.<br />

Genauigkeit ist Trumpf<br />

Aus Gründen <strong>der</strong> Fehlertoleranz, für e<strong>in</strong>e<br />

hohe Regelungsflexibilität sowie für ger<strong>in</strong>gere<br />

Netzbelastung s<strong>in</strong>d die Heizleiter<br />

<strong>in</strong> verschiedene Heizzonen aufgeteilt,<br />

die getrennt geschaltet werden (Bild 3<br />

und Bild 4). Die Coils müssen def<strong>in</strong>iert<br />

erwärmt und über e<strong>in</strong>e Kühlrampe wie<strong>der</strong><br />

abgekühlt werden. Dazu bleiben<br />

die Coils mit e<strong>in</strong>em Gesamtgewicht von<br />

bis zu 80 t rund 120 h im Ofen. Die atmosphärischen<br />

Bed<strong>in</strong>gungen sowie die<br />

Temperaturverteilung werden permanent<br />

erfasst und mit den Sollwerten abgeglichen.<br />

Und genau hier kommen die<br />

Thyristor-Leistungssteller von AEG PS<br />

zum E<strong>in</strong>satz.<br />

Bild 1: Mehrstapel-<br />

Haubenglühanlage<br />

Bild 2: Haube mit<br />

elektrischen Heizelementen<br />

für<br />

Mehrstapel-Haubenglühanlage<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

49


A u s d e r Pr a x i s<br />

Bild 6: Elektrische<br />

Heizelemente für<br />

Stahlbandanlage<br />

Bild 3: Beispiel ASM-Verfahren: Gesamtlast<br />

<strong>der</strong> nicht synchronisierten Leistungssteller<br />

Bild 4: Beispiel ASM-Verfahren: Gesamtlast<br />

<strong>der</strong> synchronisierten Leistungssteller<br />

Bild 5: Beispiel ASM-Verfahren: Vergleich<br />

<strong>der</strong> Gesamtlast mit/ohne Synchronisierung<br />

zen. Je<strong>der</strong> Thyro-P mit ASM-Verfahren<br />

verhält sich ansonsten unverän<strong>der</strong>t, wie<br />

e<strong>in</strong> Steller <strong>in</strong> <strong>der</strong> Betriebsart TAKT, d. h.<br />

Regel-Algorithmus, Begrenzungen u. ä.<br />

bleiben unverän<strong>der</strong>t.<br />

Alles im Fluss<br />

E<strong>in</strong>e Vorstufe <strong>der</strong> Stahlbandcoils wird <strong>in</strong><br />

sogenannten Bandanlagen vergütet. Der<br />

längste Ofen se<strong>in</strong>er Art wurde <strong>in</strong> Wuhan/<br />

Ch<strong>in</strong>a <strong>in</strong>stalliert. Er hat e<strong>in</strong>e Länge von<br />

rund 450 m und ist als Doppelbandanlage<br />

(zwei übere<strong>in</strong>an<strong>der</strong> laufende Bän<strong>der</strong>)<br />

konzipiert. Hier werden die Stahlbän<strong>der</strong><br />

mittels Gasstrahlheizrohren schnell<br />

auf die benötigte Temperatur von rund<br />

1.100 °C gebracht. E<strong>in</strong>e elektrische Beheizung<br />

hält danach die benötigte Temperatur<br />

genau e<strong>in</strong> (Bild 6). In dem atmosphärisch<br />

geschlossenen Ofen herrscht<br />

e<strong>in</strong>e Wasserstoffatmosphäre, um die<br />

Wärme im Ofen effektiver zu transportieren.<br />

Diese wird auch aufrechterhalten,<br />

wenn das Band mit bis zu 180 m/m<strong>in</strong><br />

durchläuft.<br />

Weil <strong>der</strong> kont<strong>in</strong>uierliche Prozess abhängig<br />

ist von den Materialgeometrien, <strong>der</strong><br />

Transportgeschw<strong>in</strong>digkeit, <strong>der</strong> Temperatur<br />

und <strong>der</strong> Ofenatmosphäre, s<strong>in</strong>d auch<br />

hier genaue Regelungen auf die Sollwerte<br />

unabd<strong>in</strong>gbar. Insgesamt s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

größten Anlage 140 Leistungssteller im<br />

E<strong>in</strong>satz. Darunter e<strong>in</strong>e große Stückzahl<br />

des Typs AEG Thyro-A. Der kommunikationsfähige<br />

Thyristor-Leistungssteller<br />

Thyro-A ermöglicht durch leistungsfähige<br />

Digitaltechnik e<strong>in</strong>e präzise Dosierung<br />

<strong>der</strong> e<strong>in</strong>gesetzten Energie bei gleichzeitig<br />

hoher Verfügbarkeit ohne mechanische<br />

Bauteile. Die Anb<strong>in</strong>dung an die Automatisierungssysteme<br />

eröffnet den Zugriff<br />

auf Mess-, Status- und Sollwerte, die<br />

dann via SPS o<strong>der</strong> Prozessrechner verarbeitet<br />

werden.<br />

Auch <strong>in</strong> <strong>der</strong> nachgeschalteten Kühlzone<br />

gilt es, Vorgabetemperaturen sehr genau<br />

e<strong>in</strong>zuhalten. Der sogenannte Thyro-Power<br />

Manager (TPM) verb<strong>in</strong>det alle Leistungssteller<br />

h<strong>in</strong>sichtlich Energiemanagement<br />

und Netzrückwirkungen (Bild 7<br />

und Bild 8). TPM ist e<strong>in</strong> Zusatzgerät zur<br />

statischen Netzlastoptimierung von Kon-<br />

figurationen mit bis zu zehn Leistungsstellergruppen,<br />

die <strong>in</strong> <strong>der</strong> Betriebsart<br />

Vollschw<strong>in</strong>gungstakt arbeiten. Daneben<br />

übernimmt TPM weitere Aufgaben, wie<br />

beispielsweise Netzlastspitzenüberwachung,<br />

Messwerterfassung und -überwachung<br />

und dient folglich auch als E/A<br />

Baugruppe.<br />

LOI setzt <strong>in</strong> sehr unterschiedlichen Anlagen<br />

die AEG Thyristor-Leistungssteller<br />

und Zubehörprodukte, wie Thyro Power<br />

Manager sowie ASM, e<strong>in</strong>. Letztlich<br />

hängt <strong>der</strong> Erfolg maßgeblich von perfekten<br />

Produktionsprozessen ab. Technische<br />

Qualität und die Vielfalt an Stellern mit<br />

sehr fe<strong>in</strong> gestaffelten Leistungssprüngen<br />

und kommunikationsfähiger Digitaltechnik<br />

führen zu reproduzierbaren Ergebnissen.<br />

Kontakt:<br />

AEG Power Solutions GmbH<br />

Warste<strong>in</strong><br />

Tel.: 02902 / 763 509<br />

frank.schlieper@aegps.com<br />

www.aegps.com<br />

Bild 7: Schematische Darstellung für drei Heizzonen: Ohne Netzlastoptimierung<br />

(ungünstigster Fall)<br />

Bild 8: Schematische Darstellung für drei Heizzonen: Statische Netzlastoptimierung<br />

mit Thyro-Power Manager<br />

50 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fo r s c h u n g a k t u e l l<br />

Induktive Zwischenerwärmung<br />

zur Erweiterung <strong>der</strong> Prozessgrenzen<br />

von Umformverfahren im<br />

Halbwarm-Temperaturbereich<br />

Mart<strong>in</strong> Mach, Egbert Baake, Dietmar Köhler, Thomas Walther<br />

Halbwarmumformen mit Temperaturen zwischen 600 °C und 900 °C ist e<strong>in</strong>e<br />

technologische und ökonomische Alternative zum konventionellen Schmieden<br />

bei e<strong>in</strong>er Temperatur von üblicherweise 1250 °C. Das Halbwarmumformen<br />

führt zu e<strong>in</strong>em vergleichsweise ger<strong>in</strong>geren Energiee<strong>in</strong>satz, m<strong>in</strong>imaler Verzun<strong>der</strong>ung,<br />

reduzierter Randentkohlung sowie ger<strong>in</strong>gen Oberflächenrauigkeiten<br />

und Toleranzen. Dafür s<strong>in</strong>d beim Halbwarmumformen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel zusätzliche<br />

Umformschritte erfor<strong>der</strong>lich, um bei dem abnehmenden Temperaturniveau die<br />

zunehmenden mechanischen Belastungen <strong>der</strong> Umformwerkzeuge <strong>in</strong> Grenzen<br />

zu halten. E<strong>in</strong>e Erweiterung dieser Prozessgrenzen ist durch e<strong>in</strong>e gezielte Zwischenerwärmung<br />

zur Kompensation <strong>der</strong> Wärmeverluste zwischen den e<strong>in</strong>zelnen<br />

Umformschritten möglich. Hierzu wurde im Rahmen e<strong>in</strong>es europäischen Forschungsprojekts<br />

mit dem Titel „Development of a Variable Warm Forg<strong>in</strong>g Process<br />

(DeVaPro)“ e<strong>in</strong> komb<strong>in</strong>ierter Halbwarm-Querwalzprozess mit nachfolgen<strong>der</strong><br />

<strong>in</strong>duktiver Zwischenerwärmung und anschließendem Schmiedeprozess entwickelt.<br />

Dieser Beitrag beschreibt hierzu die Entwicklung e<strong>in</strong>er neuen <strong>in</strong>duktiven<br />

Zwischenerwärmungse<strong>in</strong>heit mit Hilfe von numerischen Simulationsberechnungen<br />

und Temperaturmessungen sowie abschließenden Tests unter praktischen<br />

Bed<strong>in</strong>gungen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Schmiedebetrieb.<br />

E<strong>in</strong>leitung<br />

Vor dem H<strong>in</strong>tergrund des zunehmenden<br />

Marktes für hoch qualitative halbwarm<br />

geschmiedete Bauteile wurde im Rahmen<br />

des Projekts DeVaPro (Development<br />

of a Variable warm forg<strong>in</strong>g Process) e<strong>in</strong><br />

Halbwarm-Schmiedeprozess für die Produktion<br />

von Bauteilen mit komplexen,<br />

langen und flachen Geometrien entwickelt<br />

[1]. Hierzu wurde e<strong>in</strong>e variable Prozesskette,<br />

bestehend aus e<strong>in</strong>em Halbwarm-Walzenprozess,<br />

mit nachfolgen<strong>der</strong><br />

<strong>in</strong>duktiver Zwischenerwärmung und<br />

anschließendem Schmiedeprozess entwickelt.<br />

Das Institut für Elektroprozesstechnik<br />

(ETP) war hierbei für die Auslegung<br />

und das Design <strong>der</strong> <strong>in</strong>duktiven Zwischenerwärmungs-E<strong>in</strong>heit<br />

sowie dem<br />

Testen und <strong>der</strong> Installation dieser E<strong>in</strong>heit<br />

unter <strong>in</strong>dustriellen Bed<strong>in</strong>gungen <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>er Schmiedel<strong>in</strong>ie verantwortlich. Die<br />

untersuchte Halbwarm-Umformprozesskette<br />

zeigt das Bild 1. Die zugeschnittenen<br />

Werkstücke (Blöckchen) werden<br />

zunächst <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em konventionellen <strong>in</strong>duktiven<br />

Erwärmer auf die Halbwarm-<br />

Umformtemperatur von 900 °C homogen<br />

erwärmt. Es folgt <strong>der</strong> erste Umformschritt<br />

durch Querkeilwalzen o<strong>der</strong> Reckwalzen.<br />

Da durch das Walzen das Werkstück aufgrund<br />

<strong>der</strong> Wärmeabgabe an die Werkzeuge<br />

stark abkühlt, ist e<strong>in</strong>e Zwischenerwärmung<br />

nach diesem ersten Umformschritt<br />

erfor<strong>der</strong>lich, um die Werkstück-<br />

Temperatur auf e<strong>in</strong>e homogene Schmiedetemperatur<br />

von 900 °C zu br<strong>in</strong>gen.<br />

Anschließend erfolgt <strong>der</strong> eigentliche<br />

Schmiedeprozess, gefolgt vom Durchstanzen<br />

und dem Abkühlen des Werkstücks,<br />

auf Umgebungstemperatur. Im<br />

Vergleich zu üblichen Schmiedeerwärmungsprozessen,<br />

wo die zu erwärmenden<br />

Werkstücke e<strong>in</strong>en konstanten Querschnitt<br />

über <strong>der</strong> Länge und homogene<br />

E<strong>in</strong>gangstemperatur vor <strong>der</strong> Erwärmung<br />

aufweisen, ermöglicht die neu entwickelte<br />

Zwischenerwärmungse<strong>in</strong>richtung<br />

die Erwärmung bereits umgeformter<br />

Bauteile mit ungleichmäßiger E<strong>in</strong>gangstemperaturverteilung<br />

auf e<strong>in</strong>e def<strong>in</strong>ierte<br />

homogene Temperatur zum nachfolgenden<br />

Schmieden. Die Zwischenerwär-<br />

Bild 1: Prozesskette zur Halbwarmumformung mit <strong>in</strong>tegrierten Walz- und Zwischenerwärmungsprozess<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

51


Fo r s c h u n g a k t u e l l<br />

Spurstangen werden heute üblicherweise<br />

warm geschmiedet und sollen <strong>in</strong>nerhalb<br />

des Forschungsprojekts erstmalig<br />

im Halbwarmumformprozess hergestellt<br />

werden. Dieses Bauteil entspricht e<strong>in</strong>em<br />

typischen langen flachen Werkstück.<br />

Die Abfolge des Schmiedeprozesses sowie<br />

die wesentlichen Abmessungen des<br />

zu erwärmenden Werkstücks nach dem<br />

Querkeilwalzen zeigt Bild 2.<br />

Bild 2: Schmiedevorgang und Dimensionierung <strong>der</strong> untersuchten Spurstange<br />

mung und <strong>der</strong> Transport des Werkstücks<br />

müssen dabei <strong>in</strong>nerhalb e<strong>in</strong>er vorgegebenen<br />

Taktzeit erfolgen, da die Erwärmungse<strong>in</strong>heit<br />

<strong>in</strong> die Umformprozesskette<br />

<strong>in</strong>tegriert werden soll.<br />

Die Temperaturverteilung des Werkstücks<br />

vor <strong>der</strong> Zwischenerwärmung ist<br />

bestimmt durch den ersten Umformprozess,<br />

also durch das Querkeilwalzen.<br />

Diese Temperaturverteilung ist sehr <strong>in</strong>homogen<br />

und muss für die Auslegung<br />

und das Design <strong>der</strong> Zwischenerwärmungse<strong>in</strong>richtung<br />

zunächst bestimmt<br />

werden. Hierzu wurde e<strong>in</strong>e Komb<strong>in</strong>ation<br />

aus Temperaturmessungen während<br />

des Querkeilwalzens und numerische Simulationen<br />

des Walzprozesses mit Hilfe<br />

<strong>der</strong> F<strong>in</strong>iten Elemente Methode (FEM)<br />

e<strong>in</strong>gesetzt.<br />

Im Rahmen dieses Forschungsprojekts<br />

wird die Zwischenerwärmung im Batch-<br />

Betrieb, also als Stan<strong>der</strong>wärmung mit<br />

manueller Zuführung und Entnahme<br />

des Werkstücks aus dem Induktor realisiert.<br />

Später im <strong>in</strong>dustriellen Prozess ist<br />

e<strong>in</strong> vollautomatischer Betrieb auch im<br />

Durchlaufverfahren realisierbar. Für die<br />

Untersuchungen im Rahmen des DeVa-<br />

Pro-Projekts wurden zwei lange, flache<br />

Bauteile, nämlich e<strong>in</strong>e Pleuelstange und<br />

e<strong>in</strong>e Spurstange, von den Projektpartnern<br />

ausgewählt [2].<br />

Bild 3: Querkeilwalzen: Pr<strong>in</strong>zip <strong>der</strong> Umformung und E<strong>in</strong>fluss <strong>der</strong> Werkzeuge auf die Bauteiltemperatur<br />

Bild 4: Gemessene Temperaturverteilung entlang <strong>der</strong> Längsachse für unterschiedliche Zeitpunkte<br />

nach dem Walzprozess<br />

Voraussetzungen und Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

an die Zwischenerwärmung<br />

Während des Querkeilwalzens wird das<br />

ursprünglich zyl<strong>in</strong>drische Werkstück <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong> axial symmetrisches Bauteil mit unterschiedlichem<br />

Durchmesser über die<br />

Länge verformt. Vor dem Querkeilwalzen<br />

wurden die Werkstücke auf e<strong>in</strong>e Temperatur<br />

von 900 °C homogen <strong>in</strong>duktiv erwärmt.<br />

Da die Temperaturverteilung des<br />

Werkstücks nach diesem Umformprozess<br />

unbekannt ist, wurden Temperaturmessungen<br />

durchgeführt. Die Position<br />

des Werkstücks während des Querkeilwalzens<br />

und <strong>der</strong> Temperature<strong>in</strong>fluss <strong>der</strong><br />

Werkzeuge auf die Oberflächentemperatur<br />

des Bauteils zeigt Bild 3.<br />

Zur Temperaturmessung wurde das<br />

Werkstück nach dem Walzen sofort entnommen<br />

und mit Hilfe e<strong>in</strong>er Thermokamera<br />

die Oberflächentemperatur gemessen.<br />

Die Kerntemperatur auf <strong>der</strong> Achse<br />

des Bauteils wurde mit e<strong>in</strong>em Mantelthermoelement<br />

bestimmt. Repräsentative<br />

Ergebnisse <strong>der</strong> gemessenen Temperaturverteilung<br />

e<strong>in</strong>es Werkstücks für e<strong>in</strong>e<br />

Walzgeschw<strong>in</strong>digkeit von neun Umdrehungen<br />

pro M<strong>in</strong>ute zeigt Bild 4.<br />

Unmittelbar nach dem Walzen hat das<br />

Werkstück e<strong>in</strong>e sehr <strong>in</strong>homogene Temperaturverteilung.<br />

Aufgrund <strong>der</strong> Wärmeleitungsverluste<br />

durch den Kontakt<br />

mit den Walzen wird <strong>der</strong> mittlere Bereich<br />

des Bauteils stark abgekühlt. Gleichzeitig<br />

steigt die Temperatur <strong>in</strong> diesem Bereich<br />

im Inneren des Bauteils aufgrund<br />

<strong>der</strong> Deformationsenergie. Die höchste<br />

Temperatur wird l<strong>in</strong>ks und rechts jeweils<br />

am Ende des Umformbereichs erreicht.<br />

An den beiden Stirnflächen wird<br />

e<strong>in</strong> Abs<strong>in</strong>ken <strong>der</strong> Temperatur aufgrund<br />

Wärmeverluste durch Strahlung und<br />

Konvektion festgestellt. Aus den durchgeführten<br />

Untersuchungen können folgende<br />

Erkenntnisse zur Temperaturverteilung<br />

nach dem Querkeilwalzen gewonnen<br />

werden:<br />

52 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fo r s c h u n g a k t u e l l<br />

Bild 5: Implementierung <strong>der</strong> Messdaten <strong>in</strong> das Simulationsmodell<br />

Bild 6: Pr<strong>in</strong>zip <strong>der</strong> <strong>in</strong>duktiven Zwischenerwärmung<br />

• die maximale Temperaturdifferenz beträgt<br />

ca. 120 °C,<br />

• die m<strong>in</strong>imale Oberflächentemperatur<br />

wird an <strong>der</strong> umgeformten mittleren<br />

Zone und an den Stirnflächen festgestellt,<br />

• die Ergebnisse <strong>der</strong> Temperaturmessungen<br />

s<strong>in</strong>d reproduzierbar auch <strong>in</strong><br />

Abhängigkeit von den Prozessparametern.<br />

Es sollte erwähnt werden, dass die thermischen<br />

Verluste während des Walzens<br />

und somit auch die resultierenden Temperaturprofile<br />

<strong>in</strong> den Werkstücken von<br />

<strong>der</strong> Walzgeschw<strong>in</strong>digkeit abhängen. Dabei<br />

führt e<strong>in</strong>e höhere Walzgeschw<strong>in</strong>digkeit<br />

zu kürzeren Kontaktzeiten mit den<br />

Walzen und somit zu ger<strong>in</strong>geren Wärmeverlusten.<br />

Vorgehensweise bei <strong>der</strong><br />

Prozesssimulation<br />

Mit dem Ziel, das Konzept <strong>der</strong> Zwischenerwärmungsanlage<br />

zu entwickeln und<br />

die Prozessparameter zu optimieren,<br />

wurde e<strong>in</strong> numerisches Simulationsmodell<br />

mittels des kommerziellen Softwarepakets<br />

ANSYS erstellt. Das Modell umfasst<br />

die Simulation des elektromagnetischen<br />

und thermischen Feldes und bietet<br />

die Möglichkeit, den gesamten Prozess<br />

unter Berücksichtigung <strong>der</strong> ungleichmäßigen<br />

Anfangstemperaturverteilung<br />

zu analysieren und zu optimieren. Dabei<br />

können die geometrischen sowie elektrischen<br />

Parameter des Induktors bzw. <strong>der</strong><br />

Energieversorgung berücksichtigt werden.<br />

Die elektromagnetischen und thermischen<br />

Materialeigenschaften werden <strong>in</strong><br />

dem Modell temperaturabhängig berücksichtigt<br />

und <strong>in</strong> jedem Zeitschritt <strong>der</strong><br />

transienten Analyse neu bestimmt. Hierdurch<br />

wird sichergestellt, dass das numerische<br />

Modell im gesamten Temperaturbereich<br />

den realen Prozess abbildet. Da<br />

die Anordnung des Induktors und Werkstücks<br />

rotationssymmetrisch ist, kann<br />

das Problem zweidimensional numerisch<br />

berechnet werden. Die für das Induktionserwärmen<br />

nicht relevanten Konstruktionsteile<br />

werden bei <strong>der</strong> Simulation<br />

nicht berücksichtigt.<br />

Anhand <strong>der</strong> Temperaturmessungen wurde<br />

e<strong>in</strong>e Prozedur zur automatischen Implementierung<br />

<strong>der</strong> Anfangstemperaturverteilung<br />

im Bauteil entwickelt. Bild 5<br />

zeigt beispielhaft e<strong>in</strong> implementiertes<br />

Temperaturprofil am Anfang <strong>der</strong> Zwischenerwärmung.<br />

Der E<strong>in</strong>fluss <strong>der</strong> Umformenergie<br />

auf die Bauteiltemperatur<br />

nach dem Walzen wurde nicht berücksichtigt.<br />

Die Erhöhung <strong>der</strong> Bauteiltemperatur<br />

durch die Umformenergie verr<strong>in</strong>gert<br />

die erfor<strong>der</strong>liche lokale Zwischenerwärmung.<br />

Je höher die <strong>in</strong>nere Temperatur<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Umformzone, umso weniger<br />

Energie muss durch den Induktor bereitgestellt<br />

werden.<br />

Konzept <strong>der</strong> <strong>in</strong>duktiven<br />

Zwischenerwärmung<br />

Nach Festlegung <strong>der</strong> benötigten Prozessparameter<br />

und Bestimmung des Anfangstemperaturprofils<br />

wurde e<strong>in</strong> flexibles<br />

Spulenkonzept entwickelt, das aus<br />

drei angepassten Spulenabschnitten besteht<br />

(Bild 6). Das Ziel dieses Konzeptes<br />

ist, die geometrischen Parameter anhand<br />

<strong>der</strong> variablen Bauteilgeometrie und des<br />

<strong>in</strong>homogenen Temperaturprofiles zum<br />

Anfang <strong>der</strong> Erwärmung anzupassen. E<strong>in</strong><br />

optimales Erwärmungsergebnis wird <strong>in</strong><br />

allen Abschnitten durch Anpassung <strong>der</strong><br />

Abschnittlänge (l A , l B , l C ), Anzahl <strong>der</strong><br />

W<strong>in</strong>dungen (N A , N B , N C ) und des Spulendurchmessers<br />

(d A , d B , d C ) erreicht. Elektrisch<br />

s<strong>in</strong>d alle drei Spulenabschnitte seriell<br />

verbunden, so dass <strong>der</strong> Strom <strong>in</strong> allen<br />

W<strong>in</strong>dungen gleich ist.<br />

Bild 7: Berechnete<br />

Temperaturverteilung<br />

im Bauteil vor dem<br />

Schmieden (l<strong>in</strong>ks), zeitabhängiges<br />

Temperaturverhalten<br />

während<br />

<strong>der</strong> Erwärmungs- und<br />

Transportphase (rechts)<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

53


Fo r s c h u n g a k t u e l l<br />

900 °C nicht überschritten werden darf,<br />

ist <strong>in</strong> Bild 7 auch e<strong>in</strong>e prozessspezifische<br />

Leistungsteuerung dargestellt.<br />

Bild 8: Optimierte Induktionsspule, Erwärmungsstation und Energieversorgung<br />

Die globalen Parameter <strong>der</strong> Zwischenerwärmung<br />

sowie die Parameter <strong>der</strong> e<strong>in</strong>zelnen<br />

Spulenabschnitte wurden durch<br />

numerische Simulation bestimmt. Als<br />

Beispiel <strong>der</strong> Simulationsergebnisse ist <strong>in</strong><br />

Bild 7 e<strong>in</strong>e Temperaturverteilung für die<br />

Zeit von 5 s nach dem Erwärmen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

optimierten Induktor dargestellt.<br />

Wird diese Temperaturverteilung mit<br />

dem Ausgangstemperaturprofil (Bild 5)<br />

verglichen, lässt sich erkennen, dass die<br />

abgekühlten Oberflächenbereiche wie<strong>der</strong><br />

auf Temperaturen zwischen 890 °C<br />

und 900 °C wie<strong>der</strong>erwärmt wurden.<br />

Gleichzeitig erhöht sich durch die Wär-<br />

Bild 9: Experimentelle Verifizierung <strong>in</strong> <strong>der</strong> Schmiedel<strong>in</strong>ie<br />

meleitung von <strong>der</strong> Oberfläche die Kerntemperatur<br />

und die Temperaturunterschiede<br />

werden ausgeglichen.<br />

Passend zu dem dargestellten Temperaturprofil<br />

zeigt Bild 7 (rechts) das zeitliche<br />

Verhalten <strong>der</strong> m<strong>in</strong>imalen und maximalen<br />

Temperatur im Bauteil während<br />

<strong>der</strong> Erwärmungs- bzw. Transportzeit. Es<br />

zeigt sich, dass die Temperaturdifferenzen<br />

schnell ausgeglichen werden und somit<br />

durch den Ausgleich während <strong>der</strong><br />

Transportzeit e<strong>in</strong> homogenes Temperaturprofil<br />

vor dem eigentlichen Schmiedevorgang<br />

erreicht wird. Für die Vorgabe,<br />

dass die maximale Bauteiltemperatur von<br />

Die Simulationsergebnisse haben alle benötigten<br />

E<strong>in</strong>gaben für das Design <strong>der</strong><br />

Zwischenerwärmungsanlage bereitgestellt.<br />

Nachdem das Konzept <strong>der</strong> Induktionsspule,<br />

die optimale Arbeitsfrequenz,<br />

die erfor<strong>der</strong>liche Generatorausgangsleistung<br />

und die optimale Erwärmungsstrategie<br />

festgelegt worden s<strong>in</strong>d, wurde e<strong>in</strong><br />

Funktionsprototyp des Induktors am ETP<br />

aufgebaut und die Funktionalität <strong>der</strong> gesamten<br />

Erwärmungsanlage sowie <strong>der</strong><br />

ermittelten Prozessparameter verifiziert<br />

[3]. In Zusammenarbeit mit <strong>der</strong> Firma<br />

EMA-TEC GmbH wurde anschließend<br />

e<strong>in</strong>e Prototypanlage zur Verifizierung <strong>der</strong><br />

<strong>in</strong>duktiven Zwischenerwärmung entworfen<br />

und von <strong>der</strong> EMA-TEC GmbH konstruiert<br />

und gebaut. Diese Anlage umfasst<br />

die Erwärmungsstation mit e<strong>in</strong>em<br />

optimierten, von <strong>der</strong> Länge anpassbaren<br />

Induktor und die entsprechende Energieversorgung.<br />

E<strong>in</strong> Überblick über die<br />

wichtigsten Anlagenkomponenten ist <strong>in</strong><br />

Bild 8 dargestellt.<br />

Experimentelle Untersuchungen<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Schmiedel<strong>in</strong>ie<br />

Zum Testen und Optimieren des neu entwickelten<br />

Halbwarmumformprozesses<br />

wurden experimentelle Untersuchungen<br />

an e<strong>in</strong>er aufgebauten Prozessl<strong>in</strong>ie<br />

im Schmiedebetrieb VIVA <strong>in</strong> Tschechien<br />

durchgeführt. Die e<strong>in</strong>zelnen Prozessschritte<br />

bestehen aus e<strong>in</strong>em Transportsystem<br />

für die Blöckchen, e<strong>in</strong>em konventionellen<br />

Induktionserwärmer für den<br />

ersten Erwärmungsprozess, <strong>der</strong> Querkeilwalzmasch<strong>in</strong>e,<br />

<strong>der</strong> neu entwickelten<br />

<strong>in</strong>duktiven Zwischenerwärmungse<strong>in</strong>heit,<br />

<strong>der</strong> Schmiedepresse sowie Prozessüberwachungs-<br />

und Messe<strong>in</strong>richtungen<br />

(Bild 9).<br />

Bild 10: Beispiele <strong>der</strong><br />

gemessenen Daten:<br />

Bauteiltemperatur vor<br />

bzw. nach <strong>der</strong> Zwischenerwärmung<br />

(l<strong>in</strong>ks)<br />

und die gemessene<br />

Leistungsaufnahme<br />

(rechts)<br />

54 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Fo r s c h u n g a k t u e l l<br />

Im Folgenden werden ausgewählte Beispiele<br />

für die Ergebnisse <strong>der</strong> <strong>in</strong>duktiven<br />

Zwischenerwärmung vorgestellt. Im<br />

Bild 10 (l<strong>in</strong>ks) wird die axiale Temperaturverteilung<br />

entlang des Werkstücks<br />

vor und nach <strong>der</strong> Zwischenerwärmung<br />

gezeigt. Es kann festgestellt werden,<br />

dass die stark <strong>in</strong>homogene Temperaturverteilung<br />

nach dem Walzen durch die<br />

Zwischenerwärmung gut homogenisiert<br />

und auf das gewünschte Temperaturniveau<br />

gebracht werden kann. Die Zeit<br />

für die Zwischenerwärmung betrug 10 s<br />

bei e<strong>in</strong>er Generatore<strong>in</strong>gangsleistung von<br />

25 kW. Bild 10 (rechts) zeigt e<strong>in</strong> Beispiel<br />

für die Energiebedarfsmessung, dargestellt<br />

als E<strong>in</strong>gangs- und Ausgangsleistung<br />

während <strong>der</strong> Zwischenerwärmung<br />

e<strong>in</strong>zelner Werkstücke.<br />

Die Ergebnisse <strong>der</strong> Energiebedarfsermittlung<br />

für den konventionellen Warmumformprozess<br />

im Vergleich zum Halbwarmumformprozess<br />

zeigt Tabelle 1.<br />

Der spezifische Energiebedarf zum Erwärmen<br />

des Stahls hängt beim <strong>in</strong>duktiven<br />

Erwärmen hauptsächlich vom elektrischen<br />

und thermischen Wirkungsgrad<br />

<strong>der</strong> jeweiligen Erwärmer ab. Für die <strong>in</strong>duktive<br />

Schmiedeerwärmung auf 1250<br />

°C für Werkstücke aus Stahl beträgt <strong>der</strong><br />

typische spezifische Energiebedarf 450<br />

kWh/t. Beim Halbwarmschmieden werden<br />

die Werkstücke auf 900 °C erwärmt.<br />

Dies führt zu e<strong>in</strong>er erheblichen Reduzierung<br />

des Energiebedarfs aufgrund des<br />

ger<strong>in</strong>gen Energiee<strong>in</strong>trags <strong>in</strong>s Werkstück<br />

und <strong>der</strong> ger<strong>in</strong>geren Wärmeverluste im<br />

Wesentlichen durch Abstrahlung. Da <strong>der</strong><br />

spezifische Energiee<strong>in</strong>trag <strong>in</strong>s Werkstück<br />

im Temperaturbereich zwischen 900 °C<br />

und 1250°C annähernd proportional<br />

mit <strong>der</strong> zu erreichenden Endtemperatur<br />

ansteigt und die Strahlungsverluste sogar<br />

mit <strong>der</strong> vierten Potenz <strong>der</strong> absoluten<br />

Temperatur ansteigen, ergibt sich e<strong>in</strong><br />

spezifischer Energiebedarf für die <strong>in</strong>duktive<br />

Erwärmung auf 900 °C von etwa<br />

300 kWh/t für die Vorerwärmung.<br />

Der Energiebedarf für die Zwischenerwärmung<br />

im neu entwickelten Induktionserwärmer<br />

wurde <strong>in</strong> <strong>der</strong> hier untersuchten<br />

Prozesskette zu 45 kWh/t messtechnisch<br />

bestimmt. Damit ergibt sich<br />

e<strong>in</strong> resultieren<strong>der</strong> Energiebedarf für die<br />

Vor- und Zwischenerwärmung <strong>in</strong>nerhalb<br />

des Halbwarmumformprozesses von <strong>in</strong>sgesamt<br />

345 kWh/t. Dies bedeutet e<strong>in</strong>e<br />

Energiee<strong>in</strong>sparung von etwa 23 % im<br />

Vergleich zur Erwärmung im konventionellen<br />

Schmiedeprozess.<br />

Tabelle 1: Energieanalyse des Warm- und Halbwarmumformungsprozesses<br />

Fazit<br />

Im Rahmen des Forschungsprojekts De-<br />

VaPro wurde e<strong>in</strong> <strong>in</strong>duktiver Zwischenerwärmungsprozess<br />

entwickelt und <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>e Halbwarm-Umformprozessl<strong>in</strong>ie <strong>in</strong>tegriert,<br />

um die Wärmeverluste durch<br />

die Vorumformung beim Querkeilwalzen<br />

für den nachfolgenden Schmiedeprozess<br />

auszugleichen. Durch praktische<br />

Untersuchungen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Schmiedebetrieb<br />

wurde nachgewiesen, dass die vorgewalzten<br />

Bauteile <strong>in</strong>nerhalb <strong>der</strong> gefor<strong>der</strong>ten<br />

Taktzeit auf die gewünschte homogene<br />

Schmiedetemperatur von 900<br />

°C <strong>in</strong>duktiv zwischenerwärmt werden<br />

können. Der Energiebedarf für die Vorund<br />

Zwischenerwärmung <strong>in</strong>nerhalb <strong>der</strong><br />

Halbwarm-Umformprozesskette ist 23<br />

% niedriger als beim konventionellen<br />

Warmschmiedeprozess mit e<strong>in</strong>er Temperatur<br />

von 1250 °C. Dies bedeutet neben<br />

den schmie<strong>der</strong>elevanten Vorteilen des<br />

Halbwarmschmiedens, wie Zun<strong>der</strong>vermeidung,<br />

Reduzierung <strong>der</strong> Randentkohlung<br />

u.a., e<strong>in</strong>e erhebliche Energiekostenersparnis.<br />

Die neu entwickelte <strong>in</strong>duktive<br />

Zwischenerwärmungsstrategie ist auch<br />

auf an<strong>der</strong>e Schmiedeprozessketten übertragbar,<br />

da durch die schnelle und lokal<br />

gezielte Teilerwärmung bereits teilumgeformter<br />

Bauteile e<strong>in</strong>e Homogenisierung<br />

auf e<strong>in</strong>e def<strong>in</strong>ierte Temperatur für den<br />

nachfolgenden Umformschritt realisiert<br />

werden kann. Damit eröffnen sich neue<br />

Möglichkeiten für die Gestaltung von<br />

Umformprozessketten für Werkstoffe<br />

mit hohen Ansprüchen an die Temperaturhomogenität<br />

und <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e auch<br />

für Bauteile mit sehr komplexer Geometrie,<br />

wie beispielsweise Kurbelwellen.<br />

Danksagung<br />

Warmumformung<br />

Temperatur vor dem Schmieden 1250 °C 900 °C<br />

Die Autoren danken <strong>der</strong> f<strong>in</strong>anziellen<br />

Unterstützung für das Projekt DeVaPro<br />

(GA No. 221967) durch die Europäische<br />

Union im 7. Forschungsrahmen-<br />

Programm (Research for the Benefits of<br />

SMEs).<br />

Literatur<br />

[1] Behrens, B.-A.; Suchmann, P.; Schott,<br />

A.: Production Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g (2008) 3,<br />

pp. 261–268<br />

[2] Kache, H.; Nickel, R.; Behrens, B.-A.: Proceed<strong>in</strong>gs<br />

of the 13th International Conference<br />

on Metal Form<strong>in</strong>g, Sept., 19–22<br />

2010, Toyohashi (Japan), pp. 346–349<br />

[3] Mach, M.; Baake, E.; Neumeyer, J.; Walther,<br />

T.; Köhler, D.: Proceed<strong>in</strong>gs of the<br />

International Symposium on Heat<strong>in</strong>g by<br />

Electromagnetic Sources, May, 18–21<br />

2010, Padua (Italy), pp. 531–539<br />

Dipl.-Ing. Mart<strong>in</strong> Mach<br />

Institut für Elektroprozesstechnik<br />

Leibniz Universität Hannover<br />

Tel.: 0511 762-2366<br />

mach@etp.uni-hannover.de<br />

Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake<br />

Institut für Elektroprozesstechnik<br />

Leibniz Universität Hannover<br />

Tel.: 0511 762-3248<br />

baake@etp.uni-hannover.de<br />

Dipl.-Ing. Dietmar Köhler<br />

EMA-TEC GmbH, Son<strong>der</strong>shausen<br />

Tel.: 03632 6651-70<br />

<strong>in</strong>duction@ema-tec.de<br />

Thomas Walther, M.Sc.<br />

EMA-TEC GmbH, Son<strong>der</strong>shausen<br />

Tel.: 03632 6651-70<br />

<strong>in</strong>duction@ema-tec.de<br />

Halbwarmumformung<br />

Equipment für Primärerwärmung Standar<strong>der</strong>wärmer Standar<strong>der</strong>wärmer<br />

Idealer Energieverbrauch 450 kWh/t 300 kWh/t<br />

Equipment für Zwischenerwärmung – Optimierter Erwärmer<br />

Idealer Energieverbrauch – 45 kWh/t<br />

Gesamtenergieverbrauch 450 kWh/t 345 kWh/t<br />

Gesamtenergieverbrauch 100 % 77 %<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

55


Wahlweise <strong>in</strong>kl. CD<br />

o<strong>der</strong> DVD mit<br />

komplettem<br />

eBook<br />

Praxishandbuch<br />

Thermoprozesstechnik<br />

Band II: Anlagen – Komponenten – Sicherheit<br />

Das Praxishandbuch Thermoprozesstechnik ist das Standardwerk für<br />

die Wärmebehandlungsbranche und Pflichtlektüre für jeden Ingenieur,<br />

Techniker und Planer, <strong>der</strong> sich mit <strong>der</strong> Projektierung o<strong>der</strong> dem Betrieb von<br />

Thermoprozessanlagen befasst.<br />

Der Band II widmet sich den Themenbereichen Anlagen, Komponenten und<br />

Sicherheit. Namhafte Experten <strong>der</strong> Thermoprozesstechnik beschreiben anschaulich<br />

alle relevanten Sachverhalte. Das Werk gibt e<strong>in</strong>en zusammengefassten,<br />

detaillierten Überblick, <strong>der</strong> sowohl für Studierende aller e<strong>in</strong>schlägigen Fachrichtungen<br />

sowie für Ingenieure hilfreich ist.<br />

Das Buch ist leserfreundlich gestaltet und zahlreiche farbige Tabellen, Graphiken<br />

und Bil<strong>der</strong> visualisieren die beschriebene Anlagen und <strong>Prozesstechnik</strong>.<br />

Kapitelübersicht<br />

Anlagen: Schmelzen, Erwärmen und Homogenisieren,<br />

Wärme behandeln, Oberfl ächentechnik, Fügen/Trennen<br />

Komponenten: Brennstoff Erwärmung, Elektrische Erwärmung<br />

Sicherheit: Normen und Sicherheit<br />

Hrsg.: H. Pfeifer, B. Nacke, F. Beneke<br />

2. Aufl age 2011, 1000 Seiten, Farbdruck, Hardcover<br />

Buch + CD-ROM<br />

Buch + DVD<br />

mit Zusatz<strong>in</strong>halten<br />

mit Zusatz<strong>in</strong>halten und<br />

vollständigem eBook<br />

Vulkan-Verlag<br />

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Sofortanfor<strong>der</strong>ung per Fax: +49 (0) 201 / 820 02 - 34 o<strong>der</strong> im Fensterumschlag e<strong>in</strong>senden<br />

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___ Ex. Praxishandbuch Thermoprozesstechnik Band II + CD-ROM<br />

2. Aufl age 2011 – ISBN: 978-3-8027-2948-5<br />

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2. Aufl age 2011 – ISBN: 978-3-8027-2955-3<br />

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Die bequeme und sichere Bezahlung per Bankabbuchung wird mit e<strong>in</strong>er Gutschrift<br />

von € 3,- auf die erste Rechnung belohnt.<br />

Antwort<br />

Vulkan-Verlag GmbH<br />

Versandbuchhandlung<br />

Postfach 10 39 62<br />

45039 Essen<br />

Firma/Institution<br />

Vorname/Name des Empfängers<br />

Straße/Postfach, Nr.<br />

Land, PLZ, Ort<br />

Telefon<br />

E-Mail<br />

Branche/Wirtschaftszweig<br />

Telefax<br />

Bevorzugte Zahlungsweise □ Bankabbuchung □ Rechnung<br />

Bank, Ort<br />

Bankleitzahl<br />

✘<br />

Datum, Unterschrift<br />

Kontonummer<br />

Wi<strong>der</strong>rufsrecht: Sie können Ihre Vertragserklärung <strong>in</strong>nerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen <strong>in</strong> Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) o<strong>der</strong> durch Rücksendung <strong>der</strong> Sache wi<strong>der</strong>rufen.<br />

Die Frist beg<strong>in</strong>nt nach Erhalt dieser Belehrung <strong>in</strong> Textform. Zur Wahrung <strong>der</strong> Wi<strong>der</strong>rufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Wi<strong>der</strong>rufs o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Sache an die Vulkan-Verlag GmbH, Versandbuchhandlung, Postfach 10 39 62, 45039 Essen.<br />

Nutzung personenbezogener Daten: Für die Auftragsabwicklung und zur Pfl ege <strong>der</strong> laufenden Kommunikation werden personenbezogene Daten erfasst, gespeichert und verarbeitet. Mit dieser Anfor<strong>der</strong>ung erkläre ich mich damit e<strong>in</strong>verstanden, dass ich vom<br />

Oldenbourg Industrieverlag o<strong>der</strong> vom Vulkan-Verlag □ per Post, □ per Telefon, □ per Telefax, □ per E-Mail, □ nicht über <strong>in</strong>teressante Fachangebote <strong>in</strong>formiert und beworben werde. Diese Erklärung kann ich mit Wirkung für die Zukunft je<strong>der</strong>zeit wi<strong>der</strong>rufen.<br />

PAPTP22010


Th e r m p r o c e s s 2011<br />

Beste Aussichten für<br />

„The Bright World of Metals“<br />

GIFA, METEC, THERMPROCESS und<br />

NEWCAST, die vom 28. Juni bis zum<br />

2. Juli nach Düsseldorf e<strong>in</strong>laden, s<strong>in</strong>d<br />

<strong>in</strong> 2011 erneut das Gipfeltreffen <strong>der</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en<br />

Fachwelt. Kurz vor Messebeg<strong>in</strong>n<br />

stehen die Zeichen für die vier<br />

Technologiemessen auf Erfolg: Die <strong>der</strong>zeitigen<br />

Anmeldezahlen versprechen e<strong>in</strong><br />

ähnlich starkes Aufgebot wie zur letzten<br />

Veranstaltung im Jahr 2007.<br />

gestiegenes Interesse von Unternehmen,<br />

die sich im nächsten Jahr zum ersten Mal<br />

bei <strong>der</strong> Messe präsentieren werden. Auch<br />

die Anmeldezahlen zur THERMPROCESS<br />

versprechen e<strong>in</strong>e Wie<strong>der</strong>holung des Erfolgs<br />

aus 2007. In den Hallen 9 und 10<br />

zeigen die <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en Branchenführer<br />

Thermoprozesstechnik auf höchstem<br />

Niveau. Das Messe-Quartett wird durch<br />

die NEWCAST, Internationale Fachmesse<br />

für Präzisionsgussprodukte, komplettiert.<br />

Auch <strong>in</strong> 2011 bietet sie den komsehalle<br />

3 ebenfalls für die Metallurgie-<br />

Unternehmen genutzt wird. Diese ist<br />

deutlich größer als die Halle 7a, welche<br />

<strong>in</strong> 2007 zur METEC gehörte. Die weitere<br />

Belegung des Düsseldorfer Messegeländes<br />

entspricht <strong>der</strong> Vorveranstaltung. Die<br />

GIFA – Internationale Giesserei-Fachmesse<br />

– zeigt <strong>in</strong> mehr als fünf Ausstellungshallen<br />

alles rund um das Thema Gießereitechnologie.<br />

Neben den Anmeldungen<br />

<strong>der</strong> „Big Player“ <strong>der</strong> Branche verzeichnet<br />

die Messe Düsseldorf zur GIFA auch e<strong>in</strong><br />

Foto: Rene Tillmann / Messe Duesseldorf<br />

Das Aussteller<strong>in</strong>teresse an <strong>der</strong> METEC<br />

ist im Vergleich zu 2007 sogar nochmals<br />

gestiegen, so dass sich die Internationale<br />

Metallurgie-Fachmesse jetzt mit neuer<br />

Hallenstruktur präsentiert. Wie geplant<br />

belegen die METEC-Aussteller die Hallen<br />

4 und 5 auf dem Düsseldorfer Messegelände<br />

– neu ist aber, dass die Mes-<br />

The Bright World of Metals<br />

28 June – 2 July 2011 • Düsseldorf, Germany<br />

CARAVAN CENTER<br />

Rhe<strong>in</strong>bad<br />

Hallen/Halls<br />

10 – 13<br />

15 – 17<br />

Hallen/Halls<br />

9 + 10<br />

Nord/North<br />

Autobahn/<br />

Motorway A44<br />

0,5 km<br />

U-Bahnhof<br />

Tram Station<br />

8a<br />

8b<br />

78 896<br />

897<br />

Hallen/Halls<br />

3 + 4 + 5<br />

Hallen/Halls<br />

13 + 14<br />

He<strong>in</strong>z-Ingenstau-Str.<br />

Messe Nord<br />

78<br />

Polizei, Fundbüro<br />

Police, Lost property office<br />

(Nord-Ost)*<br />

(North-East)*<br />

*Nur für Pendelbusse<br />

(nicht bei allen Veranstaltungen geöffnet)<br />

*For shuttle buses only<br />

(not available for all events)<br />

Logistikzentrum<br />

Logistics Center<br />

60<br />

Messe-E<strong>in</strong>fahrt/Tor<br />

1<br />

Fair entrance/Gate 1<br />

7a<br />

5<br />

70–2<br />

9<br />

10<br />

11<br />

12<br />

13<br />

78<br />

Beckbuschstraße<br />

Pendelbusspur<br />

Shuttle bus<br />

Flugha Flugha fe n 3<br />

km km<br />

Airpo Airpo rt3km<br />

79<br />

Duisburg<br />

Rhe<strong>in</strong><br />

Rotterdamer Straße Straße<br />

Zoll,<br />

Spediteure<br />

Customs,<br />

Forwar<strong>der</strong>s<br />

CCD Stadthalle<br />

Innenstadt 4 4 km km<br />

City City 4 4 km km<br />

3<br />

4<br />

1<br />

2<br />

722 CCD Süd<br />

Congress CCD Pavillon<br />

Center<br />

Düsseldorf<br />

Süd/South<br />

897<br />

City<br />

722<br />

722 896<br />

17<br />

Nordpark<br />

16 15<br />

Werkstatt<br />

Workshop<br />

Restaurant<br />

Café<br />

Magaz<strong>in</strong><br />

Storeroom<br />

722<br />

Ost/East<br />

Löbbecke Museum<br />

+ Aquazoo<br />

14<br />

Stockumer Kirchstraße<br />

450 m<br />

CCD Ost<br />

Congress<br />

Center<br />

Düsseldorf<br />

897 896<br />

722<br />

Innenstadt Innenstadt 4 km<br />

City 4 km<br />

78/79<br />

Am Ha<strong>in</strong><br />

Kaiserswerther Straße Straße<br />

Thewissenweg<br />

Düsseldor<br />

f<br />

Fashion<br />

House 1<br />

B 8<br />

Danziger Danziger Straße Straße<br />

Freiligrathplatz<br />

Düsseldorf<br />

Fashion<br />

House 2<br />

Halle/Hall 7.0<br />

Verbände/Associations<br />

Institutionen/Institutions<br />

Hochschulen/<br />

Colleges and universities<br />

CCD Ost/CCD Süd<br />

Kongresse/Congresses<br />

Messe Düsseldorf GmbH<br />

Postfach 1010 06<br />

40001 Düsseldorf<br />

Germany<br />

Tel. +49(0)211/45 60-01<br />

Fax +49(0)211/45 60-6 68<br />

www.messe-duesseldorf.de<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

57


Th e r m p r o c e s s 2011<br />

Titel <strong>der</strong> THERMPROCESS 2011<br />

Veranstaltung 10. Internationale Fachmesse und Symposium<br />

für die Thermoprozesstechnik<br />

Ausstellungsort<br />

Messegelände Düsseldorf<br />

Messeplatz<br />

40474 Düsseldorf<br />

Term<strong>in</strong> 28. Juni bis 2. Juli 2011<br />

Öffnungszeiten täglich von 9 bis 18 Uhr<br />

E<strong>in</strong>trittskarten Tageskarte: 50 €*<br />

40 €* im Onl<strong>in</strong>e-Vorverkauf<br />

Dauerkarte: 120 €*<br />

100 €* im Onl<strong>in</strong>e-Vorverkauf<br />

Schüler/Studenten: 15 €*<br />

15 €* im Onl<strong>in</strong>e-Vorverkauf (gegen Vorlage<br />

e<strong>in</strong>es entsprechenden Nachweises)<br />

*Die E<strong>in</strong>trittskarten be<strong>in</strong>halten die<br />

kostenlose Fahrt zur Messe und zurück<br />

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im<br />

VRR-Verbund am Tag des Messebesuchs<br />

(DB 2. Klasse, zuschlagfreie Züge).<br />

Der Ticketshop öffnet im Frühjahr 2011.<br />

Kataloge Alle vier Kataloge: 75 € (GIFA 2011,<br />

METEC 2011, THERMPROCESS 2011,<br />

NEWCAST 2011)<br />

Veranstalter Messe Düsseldorf GmbH<br />

Messeplatz<br />

40474 Düsseldorf<br />

Deutschland<br />

Tel.: +49 211 4560-01<br />

Infol<strong>in</strong>e: +49 211 4560-900<br />

Fax: +49 211 4560-668<br />

Internet: www.messe-duesseldorf.de<br />

pletten Überblick über <strong>in</strong>novative Lösungen<br />

<strong>in</strong> Guss, zu f<strong>in</strong>den <strong>in</strong> den Hallen 13<br />

und 14. Damit liegt die NEWCAST ebenfalls<br />

auf Vorveranstaltungskurs.<br />

Hochkarätiges Rahmenprogramm<br />

reichen Sem<strong>in</strong>aren und Fachsymposien,<br />

Son<strong>der</strong>schauen und Technikforen sowie<br />

<strong><strong>in</strong>ternational</strong>en Kongressen und Vortragsreihen<br />

begleitet. Auch hier ist das<br />

Interesse schon jetzt groß: Der METEC-<br />

Kongress und die European Metallurgical<br />

Conference (EMC) beispielsweise<br />

verzeichnen e<strong>in</strong>e herausragende Nachfrage.<br />

Ab dem Frühjahr 2011 können Fachbesucher<br />

ihr Ticket für den Messebesuch<br />

Das Metallmessen-Quartett wird auch <strong>in</strong><br />

2011 wie<strong>der</strong> von e<strong>in</strong>em umfangreichen,<br />

attraktiven Rahmenprogramm mit zahlonl<strong>in</strong>e<br />

erwerben. Unternehmen, die sich<br />

im Rahmen <strong>der</strong> „Bright World of Metals”<br />

präsentieren möchten, f<strong>in</strong>den alle notwendigen<br />

Anmeldeunterlagen auf <strong>der</strong><br />

jeweiligen Homepage im Ausstellerbereich.<br />

Außerdem bieten www.gmtn.de<br />

beziehungsweise www.gifa.de, www.<br />

metec.de, www.thermprocess.de und<br />

www.newcast.de aktuelle News zu den<br />

Messen sowie neueste Informationen<br />

aus den Branchen.<br />

THERMPROCESS Symposium<br />

Der Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

im VDMA ist <strong>der</strong> ideelle Träger <strong>der</strong><br />

THERMPROCESS und veranstaltet und<br />

organisiert das Symposium. Das Symposium<br />

f<strong>in</strong>det <strong>in</strong> <strong>der</strong> Halle 9 <strong>der</strong> Messe<br />

Düsseldorf statt und ist für die Besucher<br />

<strong>der</strong> zeitgleich stattf<strong>in</strong>denden Fachmessen<br />

kostenlos. Damit wird allen Messebesuchern<br />

auch e<strong>in</strong>e kurzfristige Teilnahme<br />

während des Messebesuchs ermöglicht.<br />

Je<strong>der</strong> Besucher des Symposiums<br />

erhält e<strong>in</strong>e CD-ROM mit den Vorträgen<br />

<strong>der</strong> Veranstaltung.<br />

Im Mittelpunkt des THERMPROCESS-<br />

Symposiums stehen Weiterentwicklungen<br />

und neueste Erkenntnisse aus <strong>der</strong><br />

Branche, die von Experten aus <strong>der</strong> Praxis<br />

präsentiert werden. Damit bietet das<br />

Foto: Rene Tillmann / Messe Duesseldorf<br />

Symposium den Fachbesuchern aus aller<br />

Welt die e<strong>in</strong>malige Möglichkeit, den<br />

Messebesuch zu nutzen, um sich zugleich<br />

über die neuesten Entwicklungen<br />

<strong>der</strong> Branche zu <strong>in</strong>formieren.<br />

Die Themenschwerpunkte des<br />

THERMPROCESS-Symposiums lauten <strong>in</strong><br />

diesem Jahr:<br />

• <strong>Energieeffizienz</strong> von Thermoprozessanlagen<br />

• Beheizung und Brennertechnik<br />

• Spezielle Verfahren, Komponenten<br />

und Anwendungen<br />

• Kühlen, Abschrecken, Wärmerückgew<strong>in</strong>nung<br />

Die Vorträge werden <strong>in</strong> Deutsch o<strong>der</strong><br />

<strong>in</strong> Englisch gehalten. Die jeweilige Vortragssprache<br />

kann dem Programm entnommen<br />

werden. Weitere Informationen<br />

zur Veranstaltung f<strong>in</strong>den Sie unter<br />

www.vdma.org/thermoprocess<strong>in</strong>g.<br />

58 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


Th e r m p r o c e s s 2011<br />

Interview:<br />

„Aussteller kommen<br />

mit Produktneuheiten und<br />

Highlights nach Düsseldorf”<br />

Friedrich-Georg Kehrer, Projekt-Direktor <strong>der</strong> GIFA, METEC,<br />

THERMPROCESS und NEWCAST, im Gespräch über effiziente<br />

Projektplanung, steigendes Interesse und erfolgreiche Umsetzung<br />

des weltweit größten Metallmessen-Quartetts <strong>in</strong> Düsseldorf.<br />

Foto: Messe Duesseldorf / ctillmann<br />

ewi*: Dieses Jahr steht die Metallurgie-<br />

Branche ganz im Zeichen von GIFA, ME-<br />

TEC, THERMPROCESS und NEWCAST.<br />

Wie rüstet sich die Messe Düsseldorf für<br />

dieses Großereignis?<br />

Kehrer: Zunächst e<strong>in</strong>mal freuen wir uns<br />

auf unsere „Bright World of Metals“, wie<br />

wir das Metallmessen-Quartett gerne<br />

nennen. Da die Messen im olympischen<br />

Turnus nur alle vier Jahre stattf<strong>in</strong>den,<br />

kommen die Aussteller mit echten Produktneuheiten<br />

und Highlights nach Düsseldorf.<br />

Man kann sogar sagen, dass sich<br />

die Produktentwickler <strong>in</strong> den Unternehmen<br />

nach den Messeterm<strong>in</strong>en von GIFA,<br />

METEC, THERMPROCESS und NEWCAST<br />

richten, um dann zur Messelaufzeit e<strong>in</strong>e<br />

wirkliche Innovation vorstellen zu können.<br />

In Düsseldorf arbeiten wir momentan<br />

auf Hochtouren, um den Besuchern e<strong>in</strong>e<br />

effiziente Messeplanung zu ermöglichen<br />

und werden <strong>in</strong> den kommenden Wochen<br />

alle wichtigen Details zu den Inhalten<br />

<strong>der</strong> Messen, aber auch organisatorische<br />

Informationen auf den Websites<br />

(www.gmtn.de) veröffentlichen.<br />

ewi: Für die Hersteller von Gießereitechnologie,<br />

Metallurgie, Thermoprozesstechnik<br />

und Gussprodukte sche<strong>in</strong>t sich<br />

die Wie<strong>der</strong>belebung des Marktes positiv<br />

auszuwirken. Dies ist natürlich gerade<br />

* Das Interview führten Stephan Schalm und<br />

Silvija Subasic.<br />

im Messejahr von GIFA, METEC, THERM-<br />

PROCESS und NEWCAST e<strong>in</strong>e sehr erfreuliche<br />

Entwicklung. Wie wirkt sie sich<br />

auf das Anmeldeverhalten <strong>der</strong> Aussteller<br />

aus?<br />

Kehrer: Als wir 2009 <strong>in</strong> die Projektplanungen<br />

für das Messe-Quartett <strong>in</strong> 2011<br />

g<strong>in</strong>gen, waren wir zunächst sehr zurückhaltend.<br />

Unter dem E<strong>in</strong>druck <strong>der</strong> damaligen<br />

Marktgeschehnisse hatten wir uns<br />

von den hervorragenden Ergebnissen<br />

<strong>der</strong> Vorveranstaltungen im Wirtschaftshoch<br />

2007 verabschiedet und die Messebeteiligungen<br />

deutlich schrumpfen gesehen.<br />

Diese E<strong>in</strong>schätzung können wir<br />

heute, Anfang 2011, e<strong>in</strong>deutig revidieren.<br />

Alle vier Messen stehen auf sicheren<br />

konjunkturellen Be<strong>in</strong>en und werden<br />

zum Teil sogar die herausragenden Werte<br />

<strong>der</strong> 2007er Veranstaltungen e<strong>in</strong>stellen<br />

können.<br />

ewi: Wie sieht denn die konkrete Buchungssituation<br />

<strong>der</strong> e<strong>in</strong>zelnen Messen<br />

aus?<br />

Kehrer: E<strong>in</strong> Rekor<strong>der</strong>gebnis erwarten<br />

wir für die METEC: 18.354 m 2 Netto-<br />

Ausstellungsfläche, d. h. tatsächlich verkaufte<br />

Fläche, haben die Aussteller für<br />

die kommende Veranstaltung gebucht.<br />

Dafür mussten wir sogar e<strong>in</strong>e weitere<br />

Messehalle zur Verfügung stellen. Die<br />

METEC belegt nun die Hallen 3, 4 und 5<br />

und ist um fast 4.000 m 2 größer als ihre<br />

Vorveranstaltung.<br />

Ebenfalls über Plan liegt die THERMPRO-<br />

CESS: Hier waren wir noch 2009 davon<br />

ausgegangen, dass das gute Ergebnis<br />

aus 2007 nicht noch e<strong>in</strong>mal erreicht werden<br />

kann. Wir haben uns zum Glück geirrt<br />

und liegen 2011 mit 8.500 m 2 Ausstellungsfläche<br />

nahezu auf dem Vorveranstaltungsniveau<br />

(8.659 m 2 ).<br />

Ähnlich positiv sieht es bei <strong>der</strong> NEWCAST<br />

aus: Auch hier dachten wir, dass die wirtschaftliche<br />

Durststrecke länger anhalten<br />

wird und sich nachhaltig auf die NEW-<br />

CAST auswirken wird. Das ist nicht <strong>der</strong><br />

Fall und so können wir auch hier wie<strong>der</strong><br />

mit e<strong>in</strong>em erfreulichen Ergebnis <strong>in</strong> die<br />

Messelaufzeit gehen: Fast 5.000 m 2 s<strong>in</strong>d<br />

von den Unternehmen <strong>in</strong> den Hallen 13<br />

und 14 gebucht.<br />

Auch bei <strong>der</strong> größten Messe <strong>der</strong> „Bright<br />

World of Metals“ hat sich <strong>der</strong> Aufschwung<br />

positiv bemerkbar gemacht:<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

59


Th e r m p r o c e s s 2011<br />

Mit rund 40.000 m 2 knüpft die GIFA an<br />

ihre Glanzzeiten an und schafft es trotz<br />

zahlreicher Firmenfusionen wie<strong>der</strong> e<strong>in</strong>mal<br />

an die Spitze <strong>der</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en<br />

Gießerei-Fachmessen. Ihre Aussteller<br />

präsentieren sich <strong>in</strong> den Hallen 10 bis 13<br />

und 15 bis 17.<br />

ewi: E<strong>in</strong> wichtiger Bestandteil <strong>der</strong> Fachmessen<br />

wird im kommenden Jahr Ihre<br />

Kampagne ecoMetals se<strong>in</strong>. Was steckt<br />

h<strong>in</strong>ter dieser Bezeichnung und wie wird<br />

ecoMetals von den Ausstellern angenommen?<br />

Foto: Rene Tillmann / Messe Duesseldorf<br />

Kehrer: Unter dem Begriff ecoMetals<br />

(Efficient Process Solutions) haben wir<br />

e<strong>in</strong>e Kampagne zusammengefasst, die<br />

beson<strong>der</strong>s energieeffiziente Lösungen<br />

und Prozesse <strong>der</strong> ausstellenden Unternehmen<br />

auszeichnen wird. Die Unternehmen<br />

werden sowohl im Katalog als<br />

auch an ihrem Stand speziell gekennzeichnet.<br />

Darüber h<strong>in</strong>aus werden wir zu<br />

<strong>der</strong> Kampagne e<strong>in</strong>e eigene Broschüre<br />

mit den Namen <strong>der</strong> Aussteller und den<br />

Beschreibungen ihrer energieeffizienten<br />

Lösungen auflegen. Zusätzlich s<strong>in</strong>d<br />

natürlich alle relevanten Informationen<br />

zu <strong>der</strong> Kampagne auch auf den Websites<br />

<strong>der</strong> Messen zu f<strong>in</strong>den. Dort können<br />

sich <strong>in</strong>teressierte Unternehmen auch<br />

noch für e<strong>in</strong>e Teilnahme an ecoMetals<br />

anmelden. E<strong>in</strong>e erste Sichtung <strong>der</strong> präsentierten<br />

Produkte zeigt, dass diese Unternehmen<br />

auf e<strong>in</strong>em hervorragenden<br />

Weg s<strong>in</strong>d und e<strong>in</strong>e Vorreiterrolle bei <strong>der</strong><br />

Entwicklung von energiee<strong>in</strong>sparenden<br />

Produkten übernehmen. Darüber h<strong>in</strong>aus<br />

wird das Thema Energie-Effizienz<br />

im hochkarätig besetzten Rahmenprogramm<br />

des Messe-Quartetts e<strong>in</strong> breites<br />

Spektrum f<strong>in</strong>den. Da die vier Messen<br />

eng mite<strong>in</strong>an <strong>der</strong> verzahnt s<strong>in</strong>d, s<strong>in</strong>d die<br />

Foren und Kongresse Treffpunkt, Impulsgeber<br />

und Wegweiser für e<strong>in</strong>en gesamten<br />

Wirtschaftszweig.<br />

Wir freuen uns auf unser zukunftsweisendes<br />

Messe-Event im kommenden<br />

Sommer und laden Ihre Leser sehr herzlich<br />

e<strong>in</strong>, sich vom 28. Juni bis 2. Juli 2011<br />

selbst e<strong>in</strong> Bild von <strong>der</strong> „Bright World of<br />

Metals“ <strong>in</strong> Düsseldorf zu machen.<br />

ewi: Die Redaktion <strong>der</strong> <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong><br />

wünscht Ihnen e<strong>in</strong>e erfolgreiche<br />

Veranstaltung und bedankt sich für<br />

das Interview.<br />

THERMPROCESS 2011<br />

DÜSSELDORF<br />

28. Juni - 2. Juli 2011<br />

Besuchen Sie<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong><br />

<strong>in</strong> Halle 9, Stand 9B52<br />

60 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


G r u n d l a g e n<br />

Grundlagen und Anwendungen<br />

elektrothermischer Verfahren<br />

Folge 9: Indirekte Wi<strong>der</strong>standserwärmung<br />

Neu: Jetzt auch zum<br />

Download unter<br />

www.elektrowaerme-onl<strong>in</strong>e.de<br />

In regelmäßiger Folge werden an dieser<br />

Stelle physikalische und verfahrenstechnische<br />

Grundlagen sowie aktuelle Anwendungsbeispiele<br />

<strong>in</strong>dustrieller elektrothermischer<br />

Verfahren vorgestellt. In diesem<br />

Beitrag setzt sich die Serie fort mit<br />

<strong>der</strong> <strong>in</strong>direkten Wi<strong>der</strong>standserwärmung,<br />

die sich durch vielseitige E<strong>in</strong>satzmöglichkeiten<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em weiten Temperaturbereich<br />

auszeichnet und bei zahlreichen<br />

Herstellungsprozessen, ob im Kle<strong>in</strong>gewerbe<br />

o<strong>der</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Groß<strong>in</strong>dustrie, unverzichtbar<br />

geworden ist.<br />

Physikalische und technische<br />

Grundlagen<br />

In jedem stromdurchflossenen Leiter<br />

wird aufgrund se<strong>in</strong>es Wi<strong>der</strong>standes elektrische<br />

Energie <strong>in</strong> Wärme umgewandelt.<br />

Dabei kann <strong>der</strong> elektrische Leiter direkt<br />

durch das zu erwärmende Gut selbst<br />

o<strong>der</strong> aber durch spezielle Heizelemente<br />

realisiert se<strong>in</strong>. Im vorliegenden Beitrag<br />

wird <strong>der</strong> zweite als <strong>in</strong>direkte o<strong>der</strong> mittelbare<br />

Wi<strong>der</strong>standserwärmung bezeichnete<br />

Fall beschrieben. Bei den Heizelementen<br />

handelt es sich um elektrische Leiter,<br />

die so konstruiert s<strong>in</strong>d, dass von ihnen e<strong>in</strong><br />

Maximum an Wärme freigesetzt wird.<br />

Diese wird durch Wärmeübertragung<br />

<strong>in</strong> Form von Wärmeleitung, Konvektion<br />

und Wärmestrahlung dem zu erwärmenden<br />

Gut zugeführt. Die Erwärmung<br />

erfolgt def<strong>in</strong>itionsgemäß also mittelbar,<br />

die Wärme wird außerhalb des Gutes erzeugt<br />

und gelangt über die Oberfläche<br />

<strong>in</strong> das Gut<strong>in</strong>nere (Bild 1) [1,2].<br />

Die grundlegenden Bestandteile nahezu<br />

je<strong>der</strong> Wi<strong>der</strong>standserwärmungsanlage<br />

s<strong>in</strong>d <strong>der</strong> eigentliche Ofenraum mit<br />

den Heizelementen, e<strong>in</strong> Temperaturüberwachungs-<br />

und Regelgerät sowie<br />

E<strong>in</strong>richtungen zur Energieversorgung.<br />

H<strong>in</strong>zu kommen je nach Anwendungsfall<br />

Zusatz ausrüstungen, wie beispielsweise<br />

Schutzgasanlagen o<strong>der</strong> Transportvorrichtungen.<br />

Die <strong>in</strong> Industrieöfen e<strong>in</strong>gesetzten Heizelemente<br />

unterscheiden sich vor allem <strong>in</strong><br />

Form und Material. Letzteres bestimmt<br />

die maximale Anwendungstemperatur<br />

(Bild 2). Heizleitermaterialien lassen sich<br />

<strong>in</strong> zwei Hauptgruppen e<strong>in</strong>teilen: metallische<br />

und keramische. Zu den metallischen<br />

Heizleiterwerkstoffen gehören<br />

die seit langem genutzten Chrom-Nickel-Legierungen<br />

(CrNi), die ferritischen<br />

Chrom-Eisen-Alum<strong>in</strong>ium-Legierungen<br />

(CrFeAl) und die re<strong>in</strong>en Metalle Molybdän<br />

(Mo) und Wolfram (Wo), die über<br />

1400 °C unter Schutzgas betrieben werden.<br />

Metallische Elemente werden <strong>in</strong><br />

nahezu beliebigen Formen aus Drähten<br />

o<strong>der</strong> Bän<strong>der</strong>n <strong>in</strong> verschiedenen Durchmessern<br />

und Breiten hergestellt (Bild 3).<br />

Metallelemente zeichnen sich durch ihre<br />

mechanische Robustheit aus, s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong>fach<br />

zu regeln und preiswert.<br />

Bild 1: Schematischer<br />

Aufbau e<strong>in</strong>es<br />

Wi<strong>der</strong>standsofens<br />

Bild 2: Anwendungsgrenztemperaturen<br />

von Heizelementen<br />

Zu den keramischen Heizleiterwerkstoffen<br />

gehören Siliziumkarbid (SiC), Molybdändisilizid<br />

(MoSi2) und Graphit. Letzterer<br />

kann nur <strong>in</strong> reduzierenden und <strong>in</strong>erten<br />

Atmosphären sowie im Vakuum<br />

e<strong>in</strong>gesetzt werden, hier allerd<strong>in</strong>gs bis<br />

3000 °C. Allgeme<strong>in</strong> erfor<strong>der</strong>n keramische<br />

Elemente e<strong>in</strong>e aufwendigere Regelung<br />

als metallische. Zudem s<strong>in</strong>d sie<br />

mechanisch vergleichsweise empf<strong>in</strong>dlich.<br />

Der Hauptvorteil <strong>der</strong> keramischen<br />

Elemente liegt <strong>in</strong> den hohen Anwendungstemperaturen.<br />

Keramische Heizleiter<br />

können unterschiedliche Bauformen<br />

aufweisen (Bild 3). SiC-Elemente s<strong>in</strong>d als<br />

Rohrelemente und als Stäbe verfügbar.<br />

Molybdändisilizidelemente kommen vor<br />

allem bei Hochtemperaturanwendungen<br />

zum E<strong>in</strong>satz. Sie erfor<strong>der</strong>n spezielle,<br />

meist hängende E<strong>in</strong>bauweisen, da sie<br />

im Betrieb erweichen. Neben <strong>der</strong> hohen<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

61


G r u n d l a g e n<br />

Bild 3: Bauformen für metallische (l<strong>in</strong>ks) und keramische (rechts) Heizleiter (Beispiele)<br />

Anwendungstemperatur weisen sie e<strong>in</strong>e<br />

lange Lebensdauer auf.<br />

Um e<strong>in</strong>e möglichst lange Lebensdauer<br />

<strong>der</strong> Heizelemente zu erzielen, muss <strong>der</strong>en<br />

maximal zulässige Elementtemperatur<br />

e<strong>in</strong>gehalten werden. Die Elementhersteller<br />

geben hierfür e<strong>in</strong>zuhaltende<br />

Richtwerte für zwei Kenngrößen, die Elementbelastung<br />

und die Wandbelastung,<br />

vor [3].<br />

Für den Bau <strong>der</strong> Ofenanlagen werden<br />

geeignete Wandmaterialen e<strong>in</strong>gesetzt,<br />

die e<strong>in</strong>e möglichst kle<strong>in</strong>e spezifische<br />

Wärmekapazität, niedrige Dichte<br />

und ger<strong>in</strong>ge Wärmeleitfähigkeit aufweisen,<br />

um die Wärmeverluste durch Wärmespeicherung<br />

und Wärmedurchgang<br />

ger<strong>in</strong>g zu halten. H<strong>in</strong>zu kommen u. a.<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen an die Temperaturbeständigkeit<br />

und mechanische Festigkeit.<br />

In <strong>der</strong> Praxis werden oft mehrschichtige<br />

Anordnungen verwendet, die spezifische<br />

Eigenschaften verschiedener Wärmedämmstoffe,<br />

beispielsweise verschieden<br />

hohe Wärmeleitfähigkeiten <strong>in</strong> verschiedenen<br />

Temperatur<strong>in</strong>tervallen, optimal<br />

ausnutzen. E<strong>in</strong>e mechanisch stabile<br />

Feuerfestauskleidung zum Ofen<strong>in</strong>nenraum<br />

h<strong>in</strong> trägt die Heizelemente. Nach<br />

außen schließt sich e<strong>in</strong>e Wärmedämmschicht<br />

an, die zumeist aus mechanisch<br />

nicht sehr belastbarem Material besteht,<br />

das aber über gute thermische Eigenschaften<br />

verfügt. Keramische Faserisolierstoffe<br />

weisen bei sehr ger<strong>in</strong>ger Dichte<br />

niedrige Wärmeleitfähigkeiten auf und<br />

erfüllen damit die thermischen Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

sehr gut. Den Abschluss zur Umgebung<br />

h<strong>in</strong> bildet im Allgeme<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>e<br />

Stahlblechkonstruktion.<br />

Anlagentechniken und Anwendungsbereiche<br />

Bild 4: Kammerofen<br />

zur Wärmebehandlung<br />

(Nabertherm)<br />

Die vielseitigen Anwendungsbereiche <strong>der</strong><br />

<strong>in</strong>direkt beheizten Wi<strong>der</strong>standsöfen haben<br />

zu unterschiedlichen im Folgenden<br />

beispielhaft dargestellten Ausführungsformen<br />

geführt. Kammeröfen kommen<br />

<strong>in</strong> zahlreichen Fällen zum E<strong>in</strong>satz, <strong>in</strong> denen<br />

verschieden geformtes Erwärmungsgut<br />

<strong>in</strong> unregelmäßigen Abständen und<br />

unter Umständen auf unterschiedliche<br />

Temperaturen aufgeheizt werden muss<br />

(Bild 4). Bei Haubenöfen bewegt sich<br />

das Ofengehäuse komplett nach oben,<br />

wenn <strong>der</strong> Ofen bestückt werden soll.<br />

Das ermöglicht e<strong>in</strong>e leichte Bestückung<br />

des Ofens auch mit sehr großen und<br />

schweren Werkstücken. Bei Herdwagenöfen<br />

kann <strong>der</strong> Herdwagen außerhalb des<br />

Ofens bequem beladen werden, während<br />

sich e<strong>in</strong> weiterer im Ofen bef<strong>in</strong>det.<br />

Auf diese Weise lässt sich <strong>der</strong> Durchsatz<br />

steigern. Bei Durchlauföfen bewegt sich<br />

das Erwärmungsgut mittels För<strong>der</strong>band<br />

o<strong>der</strong> Rollen kont<strong>in</strong>uierlich durch die Erwärmungszone.<br />

Diese Öfen werden oft<br />

im Dauerbetrieb e<strong>in</strong>gesetzt. Horizontale<br />

Rohröfen kommen u.a. als Diffusionsöfen<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Elektronik<strong>in</strong>dustrie, mit Heizzonen<br />

<strong>in</strong> denen e<strong>in</strong>e äußerst gleichmäßige<br />

Temperaturverteilung gewährleistet<br />

werden muss, zum E<strong>in</strong>satz (Bild 5).<br />

Die mittelbare Wi<strong>der</strong>stan<strong>der</strong>wärmung<br />

ist für nahezu alle Stoffe und Werkstückgeometrien<br />

anwendbar. Dies hat zu e<strong>in</strong>er<br />

Vielzahl verschiedener Anwendungen<br />

im gewerblichen und <strong>in</strong>dustriellen<br />

Bereich geführt. Beispiele hierfür s<strong>in</strong>d<br />

<strong>der</strong> Masch<strong>in</strong>enbau und Gießereien, die<br />

Keramik- und Glas<strong>in</strong>dustrie, die Nahrungsmittel<strong>in</strong>dustrie<br />

sowie die Elektronik<strong>in</strong>dustrie.<br />

Im Masch<strong>in</strong>enbau werden<br />

<strong>in</strong>direkt beheizte Wi<strong>der</strong>standsöfen beispielsweise<br />

zum Glühen, Härten, Hartlöten<br />

o<strong>der</strong> Aufkohlen e<strong>in</strong>gesetzt. In Gießereien<br />

kommen wi<strong>der</strong>standsbeheizte<br />

Schmelz- und Warmhalteöfen für Nichteisenmetalle<br />

zum E<strong>in</strong>satz. Sie zeichnen<br />

62 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


G r u n d l a g e n<br />

sich vor allem durch e<strong>in</strong>e hocheffiziente<br />

Energienutzung <strong>in</strong>folge guter thermischer<br />

Isolierbarkeit, sehr gute Temperaturregelung,<br />

lange Ofenlebensdauer und<br />

hohe Betriebssicherheit aus. Mit solchen<br />

Öfen können Schmelztemperaturen bis<br />

1200 °C realisiert werden.<br />

In <strong>der</strong> Keramik<strong>in</strong>dustrie kommen vor allem<br />

Brennöfen für Sanitärkeramik, Geschirr,<br />

Ste<strong>in</strong>zeug und Fließen zum E<strong>in</strong>satz.<br />

Beson<strong>der</strong>s die Sauberkeit <strong>der</strong> Wärmebereitstellung,<br />

die Staubfreiheit und<br />

die fehlende Bee<strong>in</strong>flussung durch Konvektion<br />

stellen hier große Vorteile <strong>der</strong><br />

mittelbaren Wi<strong>der</strong>standserwärmung dar,<br />

die sehr zu e<strong>in</strong>er ausgezeichneten Produktqualität<br />

beitragen. In <strong>der</strong> Glas<strong>in</strong>dustrie<br />

kommen e<strong>in</strong>ige vorteilhafte Eigenschaften<br />

<strong>der</strong> mittelbaren Wi<strong>der</strong>standserwärmung<br />

beson<strong>der</strong>s zum Tragen. Hierzu<br />

gehört zunächst die gute Regelbarkeit,<br />

die zu gleichmäßiger Glastemperatur<br />

und -viskosität während des Produktionsprozesses<br />

führt. Weiterh<strong>in</strong> kommt<br />

es nicht zu Verunre<strong>in</strong>igungen des Glases<br />

durch Verbrennungsprodukte. Sehr vorteilhaft<br />

ist auch <strong>der</strong> mögliche schnelle<br />

Austausch von Heizelementen bei Wartungs-<br />

o<strong>der</strong> Reparaturarbeiten.<br />

In <strong>der</strong> Nahrungs- und Genussmittel<strong>in</strong>dustrie<br />

sowie <strong>der</strong> chemischen Industrie<br />

werden Reaktionsöfen, Destillationsöfen,<br />

Spaltöfen, Durchlauf-Trockenöfen, Backöfen<br />

und an<strong>der</strong>e e<strong>in</strong>gesetzt. Die Produktion<br />

mo<strong>der</strong>ner elektronischer Bauelemente<br />

ist ohne hochpräzise regelbare,<br />

mittelbar wi<strong>der</strong>standsbeheizte Öfen und<br />

Anlagen nicht denkbar. Hierzu gehören<br />

<strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e Diffusionsöfen zur Erzeugung<br />

von dotierten Schichten.<br />

Die <strong>in</strong>direkte Wi<strong>der</strong>standsbeheizung<br />

weist neben den bereits dargestellten<br />

weitere zahlreiche technische und wirtschaftliche<br />

Vorteile im Vergleich zu an<strong>der</strong>en<br />

Erwärmungsverfahren auf. Zu den<br />

Vorteilen aus technischer Sicht gehört vor<br />

allem, dass die mittelbare Wi<strong>der</strong>standserwärmung<br />

für nahezu alle Werkstoffe<br />

e<strong>in</strong>gesetzt werden kann, unabhängig<br />

von den Werkstoffeigenschaften. Dabei<br />

unterliegt die geometrische Gestalt <strong>der</strong><br />

Werkstücke kaum E<strong>in</strong>schränkungen. In<br />

geschlossenen, mittelbar wi<strong>der</strong>standserwärmten<br />

Öfen lassen sich kontrollierte<br />

Prozessatmosphären realisieren. Zuverlässige<br />

und e<strong>in</strong>fache Konstruktionen gewährleisten<br />

e<strong>in</strong>e hohe Betriebssicherheit<br />

und Zuverlässigkeit, so können Heizelemente<br />

bei entsprechen<strong>der</strong> konstruktiver<br />

Auslegung auch während des laufenden<br />

Betriebes gewechselt werden. Die Bedienung<br />

gestaltet sich mittels entsprechen<strong>der</strong><br />

Bedien- und Steuere<strong>in</strong>richtungen<br />

sehr e<strong>in</strong>fach. Die Temperaturen <strong>in</strong><br />

den Öfen s<strong>in</strong>d sehr präzise regelbar, e<strong>in</strong>e<br />

Automatisierung <strong>der</strong> Anlagen ist leicht<br />

möglich. Die Öfen s<strong>in</strong>d je nach Ausführung<br />

flexibel e<strong>in</strong>setzbar. Bei <strong>in</strong> Leichtbauweise<br />

ausgeführten Öfen werden dabei<br />

auch noch die zwischen e<strong>in</strong>zelnen Zyklen<br />

liegenden Zeiten m<strong>in</strong>imiert, was zusätzliche<br />

Vorteile h<strong>in</strong>sichtlich <strong>der</strong> möglichen<br />

Auslastung des Ofens br<strong>in</strong>gt. Schließlich<br />

s<strong>in</strong>d die mittelbar wi<strong>der</strong>standsbeheizten<br />

Öfen e<strong>in</strong>fach de- und remontierbar, alle<br />

Peripheriee<strong>in</strong>richtungen können e<strong>in</strong>fach<br />

verlegt werden. Lediglich e<strong>in</strong> Elektroenergieanschluss<br />

muss am Aufstellungsort<br />

verfügbar se<strong>in</strong>.<br />

In wirtschaftlicher H<strong>in</strong>sicht zeichnen sich<br />

die mittelbar wi<strong>der</strong>standsbeheizten Öfen<br />

durch ger<strong>in</strong>ge Investitionskosten aus, die<br />

Betriebskosten s<strong>in</strong>d niedrig, <strong>der</strong> E<strong>in</strong>satz<br />

<strong>der</strong> Öfen sehr flexibel und die Zuverlässigkeit<br />

sehr hoch. Mittelbar wi<strong>der</strong>standsbeheizte<br />

Öfen bedürfen als Elektroöfen<br />

ke<strong>in</strong>er speziellen Genehmigung, wie sie<br />

für die Aufstellung brennstoffbeheizter<br />

Öfen erfor<strong>der</strong>lich ist. Es s<strong>in</strong>d ke<strong>in</strong>e beson<strong>der</strong>en<br />

Fundamentarbeiten und ke<strong>in</strong><br />

Schornste<strong>in</strong>anschluss notwendig. Zudem<br />

zeichnen sich die Anlagen zur mittelbaren<br />

Wi<strong>der</strong>standserwärmung durch e<strong>in</strong>e<br />

lange Lebensdauer aus. Im H<strong>in</strong>blick auf<br />

den Umwelt- und Arbeitsschutz s<strong>in</strong>d <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

die ger<strong>in</strong>ge Lärm- und Wärmebelastung<br />

am Anwendungsort zu<br />

nennen. Zudem treten hier ke<strong>in</strong>e Emissionen<br />

von Brennstoffabgasen auf.<br />

Neben diesen Vorteilen gibt es auch e<strong>in</strong>ige<br />

Nachteile <strong>der</strong> mittelbaren Wi<strong>der</strong>standserwärmung,<br />

die je nach Anwendungsfall<br />

berücksichtigt werden sollten.<br />

Dazu gehört zunächst, dass die <strong>in</strong>stallierbare<br />

Leistung begrenzt ist. Zudem<br />

s<strong>in</strong>d die Kosten für den Endenergieträger<br />

elektrische Energie vergleichsweise<br />

höher als diejenigen von Gas o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en<br />

fossilen Brennstoffen. E<strong>in</strong>ige Heizelementwerkstoffe<br />

s<strong>in</strong>d gegenüber bestimmten<br />

Ofenatmosphären empf<strong>in</strong>dlich,<br />

bei brennstoffbeheizten o<strong>der</strong> unmittelbaren<br />

Erwärmungsverfahren, bei<br />

denen ke<strong>in</strong>e Heizelemente <strong>in</strong> <strong>der</strong> Ofenatmosphäre<br />

angeordnet s<strong>in</strong>d, besteht diese<br />

E<strong>in</strong>schränkung nicht [1, 2].<br />

Die mittelbare Wi<strong>der</strong>standserwärmung<br />

ist e<strong>in</strong> seit langem e<strong>in</strong>geführtes Verfahren.<br />

Dennoch o<strong>der</strong> gerade durch die umfangreiche<br />

Kenntnis zu se<strong>in</strong>er Technologie<br />

ermöglicht es nach wie vor <strong>in</strong>novative<br />

Anwendungen. Bei den Anlagen selbst<br />

Bild 5: Rohrofen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Elektronik<strong>in</strong>dustrie<br />

gibt es neben dem optimalen E<strong>in</strong>satz<br />

mo<strong>der</strong>ner Werkstoffe, vor allem durch<br />

bedienungsfreundliche Schalt- und Regelgeräte<br />

sowie durch flexible, mo<strong>der</strong>ne<br />

Automatisierungs- und Energieversorgungse<strong>in</strong>richtungenm,<br />

permanente Verbesserungen,<br />

die zu noch besseren Produktionsergebnissen<br />

beim <strong>in</strong>dustriellen<br />

E<strong>in</strong>satz <strong>der</strong> Anlagen führen.<br />

Literatur<br />

[1] Pfeifer, H.; Nacke, B.; Beneke, F. (Hrsg.):<br />

Praxishandbuch Thermoprozesstechnik<br />

Band I: Grundlagen, Prozesse, Verfahren.<br />

Vulkan-Verlag, Essen 2010<br />

[2] Rudolph, M.; Schaefer, H.: Elektrothermische<br />

Verfahren, Spr<strong>in</strong>ger-Verlag, Berl<strong>in</strong>,<br />

Heidelberg, New York, 1989<br />

[3] Kanthal Handbuch Heizleiterlegierungen<br />

für Industrieöfen, Kanthal AB, Ljungföretagen,<br />

Örebro, Schweden, 1988<br />

Download: www.elektrowaerme-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake<br />

Institut für Elektroprozesstechnik<br />

Leibniz Universität Hannover<br />

Tel.: 0511 / 762-3248<br />

E-Mail:<br />

baake@etp.uni-hannover.de<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

63


NEU<br />

+ 2 Workshops<br />

+ Fachausstellung<br />

2. Praxissem<strong>in</strong>ar<br />

Induktives<br />

SCHMELZEN&GIESSEN<br />

von Eisen- und Nichteisenmetallen<br />

20.- 21. September, Atlantic Congress Hotel Essen • www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

Programm-Höhepunkte<br />

Wann und Wo?<br />

Mo<strong>der</strong>ation: Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke,<br />

Leibniz Universität Hannover, Institut für Elektroprozesstechnik<br />

Themenblock 1 Grundlagen<br />

Physikalische Grundlagen des <strong>in</strong>duktiven Schmelzens<br />

Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake, 10:15 – 11:00<br />

Aufbau e<strong>in</strong>er Tiegelofenanlage<br />

Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke, 11:00 – 11:45<br />

Aufbau von R<strong>in</strong>nen- und Gießöfen<br />

Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke, 11:45 – 12:30<br />

Themenblock 2 Ofenauslegung und <strong>Energieeffizienz</strong><br />

Auslegung von Schmelz- und Gießanlagen<br />

Dr.-Ing. Erw<strong>in</strong> Dötsch, 13:30 – 14:15<br />

Energieaufwand und Energiemanagement beim <strong>in</strong>duktiven Schmelzen<br />

Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake, 14:15 – 15:00<br />

Themenblock 3 Betriebssicherheit und Netzrückwirkung<br />

Sicherheits- und Überwachungse<strong>in</strong>richtungen<br />

Dr.-Ing. Manfred Hopf, 15:30 – 16:15 Uhr<br />

Theoretische und praktische Aspekte von Oberschw<strong>in</strong>gungen<br />

Dipl.-Ing. Klemens Peters, 16:15 – 17:00 Uhr<br />

Term<strong>in</strong>:<br />

• Dienstag, 20.09.2011<br />

Veranstaltung (09:30 – 17:00 Uhr)<br />

Geme<strong>in</strong>same Abendveranstaltung ab 19:00 Uhr<br />

• Mittwoch, 21.09.2011<br />

Zwei Workshops zur Auswahl (09:00 – 12:30 Uhr)<br />

Ort:<br />

Atlantic Congress Hotel Essen,<br />

www.atlantic-hotels.de<br />

Zielgruppe:<br />

Betreiber, Planer und Anlagenbauer von<br />

Schmelzanlagen<br />

Teilnahmegebühr:<br />

• ewi Abonnenten o<strong>der</strong>/und<br />

auf Firmenempfehlung: 770 €<br />

• regulärer Preis: 870 €<br />

Im Preis enthalten s<strong>in</strong>d die Tagungsunterlagen<br />

sowie das Cater<strong>in</strong>g (4x Kaffee, 2x Mittag essen,<br />

1 Abendveranstaltung). Je<strong>der</strong> Teilnehmer<br />

bekommt zudem das<br />

Fachbuch„Induktives<br />

Schmelzen und Warmhalten“<br />

überreicht.<br />

NEU<br />

NEU<br />

Workshop 1 Eisenmetalle Mo<strong>der</strong>ation Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake<br />

• Schmelzmetallurgie und Feuerfestauskleidung<br />

• Betrieb von Schmelz- und Gießanlagen<br />

Vorträge und Diskussionen mit Dr.-Ing. Erw<strong>in</strong> Dötsch<br />

Workshop 2 Nichteisenmetalle Mo<strong>der</strong>ation Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke<br />

• Schmelzmetallurgie und Feuerfestauskleidung<br />

• Betrieb von Schmelz- und Gießanlagen<br />

Vorträge und Diskussionen mit Dr.-Ing. Wilfried Schmitz<br />

Veranstalter<br />

Mehr Information und Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung unter<br />

www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

Fax-Anmeldung: 0201 - 82 002 40 o<strong>der</strong> Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung: www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

Ich b<strong>in</strong> <strong>elektrowärme</strong>-Abonnent<br />

Ich zahle den regulären Preis<br />

Ich komme auf Empfehlung von Firma: ..........................................................................................................................................................................<br />

Workshops (bitte nur e<strong>in</strong> Workshop wählen):<br />

Workshop 1 Eisenmetalle o<strong>der</strong> Workshop 2 Nichteisenmetalle<br />

Vorname, Name des Empfängers<br />

Telefon<br />

Telefax<br />

Firma/Institution<br />

E-Mail<br />

Straße/Postfach<br />

Land, PLZ, Ort<br />

Nummer<br />

✘<br />

Ort, Datum, Unterschrift


I m pr o f i l<br />

Rubrik: Im Profil (Folge 1)<br />

In regelmäßiger Folge werden wir Ihnen unter <strong>der</strong> Rubrik „Im Profil“ die wichtigsten Institutionen, Institute, Verbände<br />

und Organisationen im Bereich <strong>der</strong> elektrothermischen <strong>Prozesstechnik</strong> vorstellen. In Folge 1 zeigt sich <strong>der</strong> „Fachverband<br />

Thermopresstechnik / VDMA“ im Profil. In <strong>der</strong> nächsten Ausgabe stellen wir Ihnen das „Institut für Elektroprozesstechnik“<br />

an <strong>der</strong> Leibniz Universität Hannover vor.<br />

Der Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

im VDMA<br />

Die vier zentralen Themen – Vernetzt<br />

denken und handeln, Zukunft für Unternehmer,<br />

Technik für Menschen und<br />

Europa und die Welt – beschreiben das<br />

Leitbild des VDMA, des Verband Deutscher<br />

Masch<strong>in</strong>en- und Anlagenbau. Er ist<br />

mit rund 3.000 vorrangig mittelständischen<br />

Mitgliedsunternehmen <strong>der</strong> Investitionsgüter<strong>in</strong>dustrie<br />

e<strong>in</strong>er <strong>der</strong> mitglie<strong>der</strong>stärksten<br />

und bedeutendsten Industrieverbände<br />

<strong>in</strong> Europa. Im VDMA bildet sich<br />

die gesamte Prozesskette ab – von <strong>der</strong><br />

Komponente bis zur Anlage, vom Systemlieferanten<br />

über den System<strong>in</strong>tegrator<br />

bis zum Dienstleister. Die gelebte Verb<strong>in</strong>dung<br />

<strong>in</strong>terdiszipl<strong>in</strong>ären Denkens und<br />

Handelns mit <strong>der</strong> Kenntnis <strong>in</strong>novativer<br />

Technologien stärkt die zukunftsweisende<br />

Positionierung des Masch<strong>in</strong>enbaus<br />

und se<strong>in</strong>er 38 Teilbranchen.<br />

Dies verdeutlicht aktuell das Mega-Thema<br />

Ressourcenschonung und <strong>Energieeffizienz</strong>.<br />

Die Branchen des Masch<strong>in</strong>enbaus<br />

leisten e<strong>in</strong>en aktiven Beitrag zum<br />

Ressourcenschutz, <strong>in</strong>dem sie Techniken<br />

entwickeln, die e<strong>in</strong>en effizienten Energiee<strong>in</strong>satz<br />

ermöglichen und den Energieverbrauch<br />

optimieren helfen. Selbstverständlich<br />

gilt dies auch für die Thermoprozesstechnik<br />

als <strong>in</strong>dustrielle Schlüsseltechnologie.<br />

Thermoprozesstechnik – e<strong>in</strong>e<br />

<strong>in</strong>dustrielle Schlüsselbranche<br />

Die Hersteller und Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g-Unternehmen<br />

von Thermoprozessanlagen, die<br />

sich im VDMA Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

zusammengeschlossen haben,<br />

bieten e<strong>in</strong> großes technologisches<br />

Spektrum von Laboröfen über Induktionsöfen<br />

bis h<strong>in</strong> zu Drehrohröfen sowie<br />

die für die Thermoprozesse notwendigen<br />

Zusatzaggregate und Komponenten.<br />

Die Branche <strong>der</strong> Thermoprozesstechnik<br />

spielt e<strong>in</strong>e wichtige Rolle für die<br />

Ausrüstung vieler Abnehmerbranchen,<br />

wie die Stahl- und Eisen<strong>in</strong>dustrie, NE-<br />

Metall<strong>in</strong>dustrie, Automobil- und Automobilzuliefer<strong>in</strong>dustrie,<br />

Glas<strong>in</strong>dustrie, Keramik-<br />

und Zement<strong>in</strong>dustrie, Chemie und<br />

Petrochemie, Luft- und Raumfahrt<strong>in</strong>dustrie.<br />

Aufgrund ihres Expertenwissens aus<br />

vielen Anwendungsbereichen wirken die<br />

Hersteller von Thermoprozesstechnik als<br />

kompetente Berater bei verfahrenstechnischen<br />

Entscheidungen <strong>der</strong> Prozessauswahl<br />

und -optimierung bei. Thermoprozessanlagen<br />

s<strong>in</strong>d überwiegend Unikate<br />

und werden speziell für die vom Kunden<br />

vorgegebenen Verfahren und produktionstechnischen<br />

Prozesse entworfen.<br />

Innovationen mit Breitenwirkung<br />

– <strong>Energieeffizienz</strong> von<br />

Thermoprozessanlagen<br />

In <strong>der</strong> Thermoprozesstechnik wird das<br />

Thema Ressourcenschonung groß geschrieben.<br />

Als Querschnittstechnologie<br />

kann die Thermoprozesstechnik mit ihren<br />

Innovationen <strong>in</strong> vielen Anwendungsbereichen<br />

dazu e<strong>in</strong>en Beitrag leisten. In<br />

<strong>der</strong> produzierenden Industrie entwickelt<br />

sich <strong>der</strong> Energieverbrauch zu e<strong>in</strong>em entscheidenden<br />

Wettbewerbsfaktor und Industrieöfen<br />

haben e<strong>in</strong>en großen Anteil<br />

am Energiebedarf <strong>der</strong> Herstellungsprozesskette.<br />

Vernetztes Denken und technologisches<br />

Know-how im Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

bildeten die Basis für die Erarbeitung<br />

des Leitfaden <strong>Energieeffizienz</strong><br />

von Thermoprozessanlagen. Geme<strong>in</strong>sam<br />

mit se<strong>in</strong>en Mitglie<strong>der</strong>n hat <strong>der</strong> Fachverband<br />

den Leitfaden erarbeitet, <strong>der</strong> sich<br />

sowohl an Betreiber als auch an Planer<br />

von Thermoprozessanlagen richtet. Er<br />

zeigt auf, dass <strong>Energieeffizienz</strong> für die<br />

Ofenbauer ke<strong>in</strong> neues Thema ist. Die<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

65


I m pr o f i l<br />

Energieverluste neu entwickelter Anlagen<br />

verr<strong>in</strong>gerten sich <strong>in</strong> den letzten Jahrzehnten<br />

stetig. Mo<strong>der</strong>ne Anlagen benötigen<br />

heute bis zu e<strong>in</strong>em Drittel weniger<br />

Energie als Altanlagen. Selbst bei Neuanlagen<br />

bestehen weitere Optimierungsmöglichkeiten,<br />

beispielsweise durch wärmetechnische<br />

Integration <strong>in</strong> die Fertigung<br />

sowie durch Abwärmenutzung.<br />

Anhand konkreter Beispiele zeigt <strong>der</strong><br />

Leitfaden Potenziale auf und gibt Anregungen<br />

zur <strong>Energieeffizienz</strong>steigerung<br />

<strong>in</strong> allen Prozessschritten – von <strong>der</strong> Integration<br />

energetisch optimierter E<strong>in</strong>zelkomponenten<br />

bis zur gesamtheitlichen<br />

Betrachtung <strong>der</strong> Prozesskette und darüber<br />

h<strong>in</strong>aus.<br />

Der Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

im VDMA –<br />

e<strong>in</strong> starkes Netzwerk<br />

Der Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

bietet se<strong>in</strong>en Mitglie<strong>der</strong>n Dienstleistungen<br />

und Interessenvertretung und ist<br />

Informations- und Kommunikationsplattform.<br />

Dazu gehört das Engagement<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> nationalen und <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en<br />

Normungsarbeit genauso, wie<br />

die Betreuung technischer Arbeitskreise,<br />

die Bereitstellung branchenspezifischer<br />

Markt<strong>in</strong>formationen, die<br />

Organisation von Symposien sowie<br />

die Unterstützung <strong>der</strong> Firmen auf<br />

wichtigen Branchenmessen. Vorwettbewerbliche<br />

Forschungsaktivitäten werden<br />

durch die Forschungsgeme<strong>in</strong>schaft Industrieofenbau<br />

e. V. (FOGI) koord<strong>in</strong>iert,<br />

die Mitgliedsfirmen bereits 1967 gegründet<br />

haben. Das Europäische Komitee <strong>der</strong><br />

Hersteller von Industrieöfen und Industriewärmeanlagen<br />

(CECOF) vertritt unter<br />

Führung des Fachverbandes die Interessen<br />

se<strong>in</strong>er Mitglie<strong>der</strong> weltweit.<br />

Zukunft <strong>der</strong> Technik mit<br />

gestalten – Normungsarbeit<br />

und Forschung<br />

Der Fachverband setzt sich <strong>in</strong> <strong>der</strong> Normungsarbeit<br />

als Interessenvertreter und<br />

Dienstleister für se<strong>in</strong>e Mitglie<strong>der</strong> e<strong>in</strong> und<br />

ist dabei bestrebt, die Praxisrelevanz <strong>der</strong><br />

Normen zu erhöhen. Mit ihrer Beteiligung<br />

erhalten sich Mitgliedsfirmen den<br />

Wissensvorsprung, den sie für die Entwicklung<br />

normenkonformer Produkte<br />

und Dienstleistungen benötigen. Aktive<br />

Normungsarbeit bedeutet, die technologische<br />

Zukunft <strong>der</strong> Branche mitzugestalten<br />

– national, europaweit, <strong><strong>in</strong>ternational</strong>.<br />

So leitet <strong>der</strong> Fachverband für<br />

das Deutsche Institut für Normung (DIN)<br />

den Fachbereich Thermoprozesstechnik<br />

des Normenausschusses Masch<strong>in</strong>enbau<br />

(NAM). Jüngstes Beispiel auf <strong><strong>in</strong>ternational</strong>em<br />

Level ist das ISO/TC 244, Technical<br />

Committee‚ Industrial Furnaces<br />

and Associated Process<strong>in</strong>g Equipment,<br />

<strong>in</strong> dem sich <strong>der</strong> Fachverband seit Komitee-Gründung<br />

Anfang 2009 engagiert.<br />

Nicht zuletzt geht es bei Normung um<br />

unverzicht bare Rahmenbed<strong>in</strong>gungen des<br />

technischen Fortschritts, wie um Sicherheit<br />

im Betrieb und Wettbewerbsgleichheit<br />

im Export.<br />

Der <strong><strong>in</strong>ternational</strong>e Wettbewerb ist vor<br />

allem e<strong>in</strong> Innovationswettbewerb. Neue<br />

Technologien verän<strong>der</strong>n die Produktions-<br />

und Arbeitsbed<strong>in</strong>gungen <strong>in</strong> den<br />

Unternehmen. Ke<strong>in</strong> Wirtschaftsbereich<br />

ist davon ausgenommen. Die Technologie<br />

ist <strong>der</strong> Rohstoff, den alle Unternehmen<br />

brauchen. Nur wer <strong>in</strong>novativ ist,<br />

bleibt anpassungs- und damit marktfähig.<br />

Für die Thermoprozesstechnik engagieren<br />

sich hierbei <strong>der</strong> Fachverband und<br />

zahlreiche Mitglie<strong>der</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Forschungsgeme<strong>in</strong>schaft<br />

Industrieofenbau.<br />

Netzwerke erlebbar machen<br />

– Erfahrungsaustausch und<br />

Leistungsschau<br />

Erfahrungsaustausch ist e<strong>in</strong> Wissenskatalysator.<br />

Ob auf Messen, auf Symposien<br />

o<strong>der</strong> bei Sem<strong>in</strong>aren, <strong>der</strong> Fachverband<br />

Thermoprozesstechnik för<strong>der</strong>t den Erfahrungsaustausch<br />

entlang <strong>der</strong> gesamten<br />

Wertschöpfungskette und greift dabei<br />

aktuelle Fragestellungen aus allen Interessensbereichen<br />

<strong>der</strong> Branche auf.<br />

Dabei kann es beispielsweise um die<br />

Unterstützung <strong>der</strong> Leistungsschau <strong>der</strong><br />

Branche und die ideelle Trägerschaft e<strong>in</strong>er<br />

Leitmesse, wie <strong>der</strong> THERMPROCESS,<br />

gehen, die 2011 <strong>in</strong> Düsseldorf wie<strong>der</strong><br />

das <strong><strong>in</strong>ternational</strong>e Fachpublikum anziehen<br />

wird. Der Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

führt auch dieses Jahr wie<strong>der</strong><br />

das hochkarätige, messebegleitende<br />

THERMPROCESS Symposium durch,<br />

das ganz im Zeichen von <strong>Energieeffizienz</strong><br />

und Ressourcenschonung steht.<br />

Den Austausch über die Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

bestimmter Anwen<strong>der</strong>gruppen an effiziente<br />

Technologieentwicklung ermöglichen<br />

zum Beispiel vom Fachverband organisierte<br />

Best-Practice-Sem<strong>in</strong>are. Die<br />

Organisation regionaler Symposien und<br />

die Unterstützung deutscher Geme<strong>in</strong>schaftsstände<br />

auf Branchenmessen, <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

auf „schwierigen“ Märkten,<br />

bieten den Mitgliedsunternehmen Gelegenheit,<br />

maßgeschnei<strong>der</strong>te Branchenlösungen<br />

für regionale Problemstellungen<br />

zu präsentieren.<br />

Branchenspezifische Unterstützung bietet<br />

<strong>der</strong> Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

se<strong>in</strong>en Mitglie<strong>der</strong>n auch bei allen verbandsweiten<br />

Initiativen und Kampagnen.<br />

Flagge zeigen im Kampf gegen Produktpiraterie<br />

ist wichtiger denn je und<br />

mit <strong>der</strong> Kampagne „Pro Orig<strong>in</strong>al“ verdeutlichen<br />

Mitglie<strong>der</strong> und Verband gleichermaßen,<br />

dass es sich lohnt <strong>in</strong> Orig<strong>in</strong>altechnologie<br />

zu <strong>in</strong>vestieren. Die<br />

Idee <strong>der</strong> ressourceneffizienten Produktion<br />

steht im Mittelpunkt <strong>der</strong> Initiative<br />

„Effizienzfabrik“ – geme<strong>in</strong>sam<br />

getragen vom VDMA und vom<br />

Bundesm<strong>in</strong>isterium für Bildung und<br />

Forschung (BMBF). Unter den geför<strong>der</strong>ten<br />

Verbundprojekten spielt auch<br />

die Thermoprozesstechnik e<strong>in</strong>e wichtige<br />

Rolle, unter an<strong>der</strong>em bei <strong>der</strong> Wärmebehandlung<br />

technischer Keramik o<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

Massivumformung von Stahl.<br />

Globale Kompetenz für<br />

thermische Prozesse<br />

Die Thermoprozesstechnik-Branche gehört<br />

zu den exportstärksten Bereichen<br />

des Masch<strong>in</strong>enbaus. Die Bereitstellung<br />

aktuellen Wissens über <strong><strong>in</strong>ternational</strong>e<br />

Märkte und die kont<strong>in</strong>uierliche Auswertung<br />

relevanter Branchenstatistiken und<br />

Konjunkturdaten gehört deshalb selbstverständlich<br />

zum Service-Spektrum des<br />

Fachverbandes. Die vielfältigen <strong><strong>in</strong>ternational</strong>en<br />

Herausfor<strong>der</strong>ungen haben <strong>in</strong><br />

Folge <strong>der</strong> jüngsten Wirtschaftskrise eher<br />

noch an Komplexität gewonnen. Die<br />

Trendwende zurück zum Exportwachstum<br />

wird <strong>in</strong> <strong>der</strong> Branche für dieses Jahr<br />

erwartet.<br />

Von größeren E<strong>in</strong>brüchen verschont blieben<br />

<strong>in</strong> den vergangenen Krisenjahren vor<br />

66 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


I m pr o f i l<br />

allem die Exporte <strong>der</strong> Branche nach Ostasien.<br />

Für die Gesamtstatistik 2010 deutet<br />

sich sogar an, dass die Exporte <strong>in</strong> Län<strong>der</strong><br />

wie Ch<strong>in</strong>a, Taiwan, Japan und Korea<br />

die Exporte <strong>in</strong> die EU-27 wertmäßig<br />

überholen. Für den Zeitraum, für den bereits<br />

Daten vorliegen, von Januar bis November<br />

2010, stehen die Ausfuhren nach<br />

Ostasien für ca. e<strong>in</strong> Drittel (568 Mio.<br />

Euro) <strong>der</strong> gesamten deutschen Thermoprozesstechnik-Exporte,<br />

während <strong>in</strong> die<br />

Märkte <strong>der</strong> EU e<strong>in</strong> gutes Viertel des gesamten<br />

Exportwertes geliefert wurde<br />

(417 Mio. Euro). Insgesamt exportierte<br />

die Branche <strong>in</strong> diesem Zeitraum Produkte<br />

im Wert von über 1,6 Mrd. Euro.<br />

In den ersten drei Quartalen des vergangenen<br />

Jahres produzierte die Branche <strong>in</strong><br />

Deutschland Thermoprozesstechnik im<br />

Wert von knapp 1,4 Mrd. Euro.<br />

Trendwende 2011 unter<br />

verschärften Wettbewerbsbed<strong>in</strong>gungen<br />

Die vorliegenden Branchen<strong>in</strong>dikatoren<br />

des ifo-Instituts zeigen, dass sich das Geschäftsklima<br />

unter den Herstellern von<br />

Industrieöfen zum Jahresende wie<strong>der</strong> im<br />

Bereich positiver Werte bewegte, ebenso<br />

wie die Beurteilung <strong>der</strong> Nachfragesituation.<br />

Die Kapazitätsauslastung lag im<br />

vierten Quartal 2010 bei 82 % und damit<br />

um 18 % über dem Umfragewert zu<br />

Beg<strong>in</strong>n des letzten Jahres. Die Wettbewerbsposition<br />

<strong>der</strong> Branche wurde von<br />

den Umfrageteilnehmern, <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e<br />

für das Inland und die Nicht-EU-Märkte,<br />

so gut wie schon seit vier Jahren nicht<br />

mehr bewertet. Aber auch als bislang<br />

weltweit größter Exporteur wird sich die<br />

deutsche Thermoprozesstechnik-Branche<br />

auf den Weltmärkten 2011 e<strong>in</strong>em<br />

verschärften Wettbewerb stellen müssen.<br />

Der Fachverband Thermoprozesstechnik<br />

im VDMA wird se<strong>in</strong>e Mitglie<strong>der</strong><br />

hierbei tatkräftig unterstützen.<br />

Autor:<br />

Ines Polak, M.A.<br />

Kontakt:<br />

VDMA Thermoprozess- und Abfalltechnik<br />

Lyoner Str. 18<br />

60528 Frankfurt am Ma<strong>in</strong><br />

www.vdma.org/thermoprocess<strong>in</strong>g<br />

DÜSSELDORF<br />

28. Juni - 2. Juli 2011<br />

Besuchen Sie die Nr. 1 im<br />

Wärmebehandlungssektor<br />

<strong>in</strong> Halle 9, Stand 9B52<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

67


P r o d u k t e u n d Ve r f a h r e n<br />

Neuer Warmhalte- und Behandlungsofen für<br />

verschiedenste Anfor<strong>der</strong>ungen im Gieß- und<br />

Recycl<strong>in</strong>gprozess<br />

Die StrikoWestofen Gruppe<br />

konnte auch <strong>in</strong> wirtschaftlich<br />

schwierigem Umfeld die Aktivitäten<br />

im Bereich Alum<strong>in</strong>iumrecycl<strong>in</strong>g<br />

weiter ausbauen.<br />

Die neue Baureihe <strong>der</strong> Warmhalte-<br />

und Legierungsöfen<br />

vom Typ H(R)-T kommt nun<br />

dazu. Das s<strong>in</strong>d Anlagen mit e<strong>in</strong>em<br />

Fassungsvermögen von<br />

8.000 bis 20.000 kg Al-Legierung<br />

ohne Schmelzschacht.<br />

Aufgrund se<strong>in</strong>er modularen<br />

Bauweise kann <strong>der</strong> H(R)-T<br />

mit o<strong>der</strong> ohne Schmelzrampe<br />

geliefert werden. Dieser<br />

Anlagentyp dient dem Warmhalten<br />

<strong>der</strong> <strong>in</strong> separaten Großschmelzanlagen<br />

o<strong>der</strong> Drehtrommelöfen<br />

geschmolzenen<br />

Al-Legierungen, <strong>der</strong> gezielten<br />

Legierungse<strong>in</strong>stellung sowie<br />

dem geregeltem Vergießen<br />

des Flüssigmetalls <strong>in</strong> R<strong>in</strong>nensysteme<br />

o<strong>der</strong> kont<strong>in</strong>uierlich<br />

arbeitende Gießmasch<strong>in</strong>en.<br />

Im genannten Realisierungsfall<br />

ist <strong>der</strong> Ofen als HR-T mit<br />

e<strong>in</strong>er Schmelzrampe ausgerüstet,<br />

die e<strong>in</strong>e sehr flexible<br />

Betriebsweise ermöglicht.<br />

Auf ihr werden die erfor<strong>der</strong>lichen<br />

Legierungselemente mit<br />

e<strong>in</strong>em über <strong>der</strong> Rampe angebrachtem<br />

Brenner vorgewärmt,<br />

bevor sie <strong>in</strong> Lösung<br />

gehen. Auf <strong>der</strong> Rampe können<br />

aber auch bis zu 500 kg<br />

Alum<strong>in</strong>ium-Masseln pro Stunde<br />

abgeschmolzen werden.<br />

Im Boden des Warmhaltebereichs<br />

s<strong>in</strong>d Spülste<strong>in</strong>e angebracht,<br />

die e<strong>in</strong>en dreifachen<br />

Effekt haben: (1) Gutes Vermischen<br />

<strong>der</strong> Legierungselemente<br />

mit dem Flüssigalum<strong>in</strong>ium;<br />

(2) hohe Temperaturstabilität<br />

im gesamten Badbereich; (3)<br />

Entgasen und Re<strong>in</strong>igen <strong>der</strong> Legierung.<br />

Wenn die <strong>der</strong> Anlage entnommenen<br />

Metallproben <strong>der</strong> gewünschten<br />

Legierung entsprechen,<br />

erfolgt mittels des mit<br />

Proportionalventil ausgerüsteten<br />

Hydraulikaggregats e<strong>in</strong><br />

geregeltes Kippen <strong>der</strong> Anlage<br />

und damit e<strong>in</strong> kont<strong>in</strong>uierliches<br />

Vergießen des Flüssigmetalls,<br />

im genannten Realisierungsfall<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong> Masselgießband. Das<br />

System ist auch e<strong>in</strong>setzbar für<br />

die Herstellung von Pressbolzen<br />

und Walzbarren.<br />

StrikoWestofen Group<br />

www.strikowestofen.com<br />

Coole Hot Spots sorgen für 30 % Zeitersparnis<br />

Die Kühlung von Spritzgusswerkzeugen<br />

bei <strong>der</strong> Kunststoffteileherstellung<br />

ist auch<br />

aus ökonomischer Sicht e<strong>in</strong><br />

heißes Thema. Denn 60 %<br />

<strong>der</strong> Zykluszeit im Produktions-<br />

prozess dienen <strong>der</strong> Kühlung,<br />

wobei den Hot Spots e<strong>in</strong>e beson<strong>der</strong>e<br />

Bedeutung zukommt<br />

– sowohl, was die Qualität<br />

des Spritzgusserzeugnisses<br />

betrifft, als auch den Umfang<br />

<strong>der</strong> Nachbearbeitung.<br />

E<strong>in</strong> Spritzgussformenhersteller<br />

<strong>in</strong> Sachsen hat jetzt e<strong>in</strong>en<br />

Weg gefunden, wie Werkzeuge,<br />

<strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e die Hot<br />

Spots, effektiver gekühlt werden<br />

können. Die Ergebnisse<br />

s<strong>in</strong>d absolut „cool“: 30 %<br />

Zeitersparnis, entsprechend<br />

ger<strong>in</strong>gere Produktionskosten<br />

und dank Null-Emission<br />

e<strong>in</strong>e geschonte Umwelt. Eigentlich<br />

ist das Pr<strong>in</strong>zip wie<strong>der</strong><br />

mal ganz e<strong>in</strong>fach, aber darauf<br />

kommen muss man. Das taten<br />

die Ingenieure und Techniker<br />

<strong>der</strong> Stemke Kunststofftechnik<br />

GmbH <strong>in</strong> Döbeln, e<strong>in</strong>em mittelständischen<br />

Formenbauer<br />

<strong>in</strong> Sachsen. Sie ließen sich von<br />

<strong>der</strong> Funktionsweise e<strong>in</strong>es Kühlschranks<br />

<strong>in</strong>spirieren und entwickelten<br />

e<strong>in</strong> <strong>in</strong> sich geschlossenes<br />

Kühlkreislaufsystem, <strong>in</strong><br />

dem das Kältemittel zirkuliert.<br />

Dieses wird dabei kont<strong>in</strong>uierlich<br />

heruntergekühlt; Kanäle<br />

mit e<strong>in</strong>em Durchmesser unter<br />

2 mm sorgen für e<strong>in</strong>e enorm<br />

effiziente Kühlung, auch an<br />

den schlecht o<strong>der</strong> bis dato gar<br />

nicht erreichbaren Hot Spots.<br />

Das <strong>in</strong>novative System ist dadurch<br />

den herkömmlichen<br />

Wasserkühlungen weit überlegen<br />

und bietet gegenüber<br />

den CO 2 -Systemen den Vorteil,<br />

dass es ke<strong>in</strong>e schädlichen<br />

Treibhausgase freisetzt. Auch<br />

die Wie<strong>der</strong>aufbereitung des<br />

Kühlmediums im geschlossenen<br />

System schont die Umwelt<br />

und spart Kosten. Die<br />

„Stemke-Kühlung“ wird <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Fachwelt als richtungweisend<br />

diskutiert. Man geht davon<br />

aus, dass sie <strong>in</strong> wenigen<br />

Jahren technischer Standard<br />

se<strong>in</strong> wird. Das haben auch die<br />

Investoren aus den Vere<strong>in</strong>ten<br />

Arabischen Emiraten erkannt.<br />

Sie sicherten sich die Zweidrittelmehrheit<br />

und schafften<br />

damit e<strong>in</strong>e solide Kapitaldecke<br />

für e<strong>in</strong>e langfristige Vermarktungsstrategie<br />

und den<br />

bereits geplanten Expansionskurs<br />

<strong>der</strong> Stemke Kunststofftechnik<br />

GmbH.<br />

Stemke Kunststofftechnik GmbH<br />

www.stemke-gmbh.de<br />

Die erste Wärmebildkamera für elektrische<br />

Inspektionen<br />

Dank technischer Innovationen<br />

kann FLIR Systems, Hersteller<br />

von Wärmebildsystemen,<br />

die FLIR i3 zum sensationellen<br />

Preis von € 995 (zzgl.<br />

MwSt.) auf den Markt br<strong>in</strong>gen.<br />

Die FLIR i3 liefert Wärmebil<strong>der</strong><br />

mit e<strong>in</strong>er Auflösung<br />

von 60 x 60 Pixeln. Für Neue<strong>in</strong>steiger<br />

<strong>in</strong> die Wärmebildtechnik<br />

ist diese Bildqualität<br />

hervorragend geeignet. Die<br />

FLIR i3 entdeckt auch so ger<strong>in</strong>ge<br />

Temperaturunterschiede<br />

wie 0,15 °C. Über e<strong>in</strong>en Messpunkt<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Mitte des Bildes<br />

lassen sich exakte Temperaturwerte<br />

im Wärmebild ablesen.<br />

FLIR Systems produziert<br />

mehr Wärmebildkameras als<br />

je<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Hersteller – und<br />

kann sie daher äußerst preiswert<br />

anbieten.<br />

FLIR Systems GmbH<br />

www.flir.de<br />

68 <strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März


P r o d u k t e u n d Ve r f a h r e n<br />

Umfassendes Anwendungspaket zur<br />

Verbesserung von Gießleistung und Qualität<br />

schrittweise die für die Abdeckung<br />

des gesamten Gießprozesses<br />

notwendigen Funktionalitäten<br />

aufzubauen, vom<br />

Formenbau bis h<strong>in</strong> zur Beurteilung<br />

des Bauteilverhaltens<br />

während <strong>der</strong> Nutzungsdauer.<br />

ESI führt mit <strong>der</strong> neuen Version<br />

wichtige Entwicklungen<br />

überlegen s<strong>in</strong>d, da es für gleiche<br />

Anwendungen leichter<br />

und stärker ist. Die Simulation<br />

hilft dabei, diese Leistung zu<br />

erreichen und bietet damit <strong>der</strong><br />

Transportbranche neue Möglichkeiten<br />

bei <strong>der</strong> Materialauswahl.<br />

Die Version 2010 enthält<br />

außerdem e<strong>in</strong> neues Optimierungsmodul.<br />

Techniker können<br />

mit nur e<strong>in</strong>em Satz von<br />

Simulationen entscheiden,<br />

welches die besten Bed<strong>in</strong>gungen<br />

für die Konstruktion o<strong>der</strong><br />

den Prozess s<strong>in</strong>d, um ihre Ziele,<br />

wie z. B. die M<strong>in</strong>imierung<br />

von Porosität o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>e bessere<br />

Materialausnutzung, zu erreichen.<br />

Mit dem neuen Optimierungsmodul<br />

werden automatisch<br />

mehrere Simulationen<br />

des gleichen Prozesses mit<br />

leichten Än<strong>der</strong>ungen bei den<br />

E<strong>in</strong>gabe-Parametern durchgeführt.<br />

Robustheit und Teilequalität<br />

lassen sich aus den Simulationsergebnissen<br />

heraus<br />

quantifizieren. Die Cast<strong>in</strong>g Simulation<br />

Suite enthält Lösungen<br />

und Verbesserungen <strong>in</strong><br />

den Bereichen Vorhersagen<br />

zur Gasporosität, Stiftpressen,<br />

Lufte<strong>in</strong>br<strong>in</strong>gung, thermische<br />

Module sowie <strong>der</strong> Ergebnisauswertung.<br />

ESI Eng<strong>in</strong>eer<strong>in</strong>g System International<br />

GmbH<br />

www.esi-group.com<br />

ESI hat über Jahre h<strong>in</strong>weg<br />

e<strong>in</strong> Anwendungspaket für<br />

die Gießerei<strong>in</strong>dustrie entwickelt,<br />

mit dem Prozesse optimiert<br />

und die Produktqualität<br />

verbessert werden kann. Die<br />

Cast<strong>in</strong>g Simulation Suite (e<strong>in</strong>schließlich<br />

ProCAST und Quik-<br />

CAST) von ESI ermöglicht vorhersagende<br />

E<strong>in</strong>schätzungen<br />

des gesamten Gießprozesses,<br />

e<strong>in</strong>schließlich Füllungs- und<br />

Erstarrungsfehlern, mechanischen<br />

Eigenschaften und<br />

komplexem Bauteilverzug. Sie<br />

ermöglicht die schnelle Visualisierung<br />

von Gießergebnissen<br />

und damit e<strong>in</strong>e korrekte Entscheidungsf<strong>in</strong>dung<br />

bereits <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>er frühen Planungsphase<br />

des Fertigungsprozesses.<br />

Die neue Version 2010 bietet<br />

zahlreiche Erweiterungen,<br />

sowohl verbesserte Produktfunktionalitäten<br />

als auch neue<br />

Funktionen, um den Bedürfnissen<br />

<strong>der</strong> heutigen Gießerei<strong>in</strong>dustrie<br />

gerecht zu werden.<br />

ESIs Cast<strong>in</strong>g Simulation Suite<br />

2010 erlaubt es Ingenieuren,<br />

bei <strong>der</strong> Mikromodellierung e<strong>in</strong><br />

und ermöglicht so die Vorhersage<br />

<strong>der</strong> Mikrostruktur und<br />

<strong>der</strong> daraus resultierenden mechanischen<br />

Eigenschaften<br />

von Eisen- und Nichteisenlegierungen,<br />

sowohl nach dem<br />

Guss als auch nach <strong>der</strong> Wärmebehandlung.<br />

Dieser wichtige<br />

technische Durchbruch hat<br />

beispielsweise zur präzisen<br />

Auswahl von Wärmebehandlungsparametern<br />

geführt, um<br />

so die erfor<strong>der</strong>lichen Eigenschaften<br />

für Komponenten<br />

aus duktilem Gusseisen (GJS)<br />

zu erhalten. Durch die Nutzung<br />

dieser Fähigkeit kann<br />

GJS so manipuliert werden,<br />

dass se<strong>in</strong>e Eigenschaften den<br />

üblicherweise verwendeten<br />

Legierungen, wie etwa Stahl,<br />

Neues Funktelemetrie-System zur Echtzeit-<br />

Temperaturprofilmessung <strong>in</strong> Industrieprozessen<br />

Mit dem neuen Funktelemetrie-System<br />

DATAPAQ TM21<br />

können Temperaturwerte<br />

bei <strong>der</strong> Wärmebehandlung<br />

<strong>in</strong> Echtzeit gemessen, angezeigt,<br />

analysiert und protokolliert<br />

werden. Das Datapaq<br />

TM21 Funktelemetrie-System<br />

ergänzt die Datapaq Logger<br />

TPAQ21 und MultiPaq21. Mittels<br />

mo<strong>der</strong>nster Funktechnologie<br />

überträgt es die Temperaturwerte<br />

aus dem Datenlogger<br />

<strong>in</strong> Echtzeit. Die Produkt-<br />

und Prozesstemperaturen<br />

können direkt angezeigt,<br />

analysiert und protokolliert<br />

werden – noch während das<br />

Datapaq-System den Ofen<br />

durchläuft. Diese Technologie<br />

wird <strong>in</strong> fast allen Bereichen<br />

<strong>der</strong> <strong>in</strong>dustriellen Wärmebehandlung<br />

für die Überwachung<br />

von Prozessen e<strong>in</strong>gesetzt,<br />

z. B. <strong>in</strong> <strong>der</strong> Lebensmittel-,<br />

Luft- und Raumfahrt- sowie<br />

Keramik<strong>in</strong>dustrie.<br />

• Das neue Datapaq TM21<br />

Funksystem ist gemäß den<br />

landesspezifischen Vorschriften<br />

(EU, USA und Japan)<br />

zugelassen und zeichnet<br />

sich durch die folgenden<br />

<strong>in</strong>novativen Funktionen<br />

aus:<br />

• Individuelle Anpassung des<br />

Systems an den Prozess mit<br />

dem e<strong>in</strong>fach zu <strong>in</strong>stallieren-<br />

2. Praxissem<strong>in</strong>ar<br />

Induktives<br />

SCHMELZEN&GIESSEN<br />

von Eisen- und Nichteisenmetallen<br />

NEU<br />

+ 2 Workshops<br />

+ Fachausstellung<br />

Term<strong>in</strong>:<br />

• Dienstag, 20.09.2011<br />

Veranstaltung (09:30 – 17:00 Uhr)<br />

Geme<strong>in</strong>same Abendveranstaltung ab 19:00 Uhr<br />

• Mittwoch, 21.09.2011<br />

Zwei Workshops zur Auswahl (09:00 – 12:30 Uhr)<br />

Ort:<br />

Atlantic Congress Hotel Essen,<br />

www.atlantic-hotels.de<br />

Zielgruppe:<br />

Betreiber, Planer und Anlagenbauer<br />

von Schmelzanlagen<br />

Veranstalter<br />

<strong>elektrowärme</strong> <strong><strong>in</strong>ternational</strong> · Heft 1/2011 · März<br />

Mehr Information und Onl<strong>in</strong>e-Anmeldung unter www.energieeffizienz-thermoprozess.de<br />

69


P r o d u k t e u n d Ve r f a h r e n<br />

den Masterempfänger und<br />

<strong>der</strong> Erweiterung durch bis<br />

zu neun Slaveempfänger<br />

• Automatische Frequenzauswahl<br />

zur M<strong>in</strong>imierung<br />

von Störungen und Maximierung<br />

<strong>der</strong> Signalqualität<br />

• Intelligente Übertragungs-<br />

funktion für den gleichzeitigen<br />

E<strong>in</strong>satz mehrerer<br />

Logger auf <strong>der</strong>selben Sendefrequenz<br />

und Erfassung<br />

aller Daten <strong>in</strong> <strong>der</strong> Datapaq<br />

Insight-Software<br />

Anschluss mehrerer h<strong>in</strong>ter-<br />

•<br />

e<strong>in</strong>an<strong>der</strong>geschalteter Empfänger<br />

über e<strong>in</strong>en verlustarmen<br />

RS485-Kommunikationsbus<br />

zur Maximierung<br />

<strong>der</strong> Signalstärke<br />

• Umfangreiche Systemdiagnosen<br />

zur Überwachung<br />

des Signalstatus <strong>der</strong> Logger<br />

und Empfänger<br />

• Bessere Temperaturkompensation<br />

bei hohen Betriebstemperaturen,<br />

dank<br />

<strong>in</strong>terner Selbstkalibrierung<br />

• Längere Betriebsdauer<br />

durch sehr ger<strong>in</strong>gen Stromverbrauch<br />

• Hohe Datensicherheit durch<br />

Speicherung <strong>der</strong> übertragenen<br />

Daten im Logger.<br />

Regelmäßige Profilaufzeichnungen<br />

liefern zuverlässige<br />

und wie<strong>der</strong>holbare Daten, anhand<br />

<strong>der</strong>er <strong>der</strong> Prozess optimiert<br />

werden kann. Die Echtzeit-Analyse<br />

des Profils ermöglicht<br />

es, Prozessprobleme<br />

unmittelbar bei Auftreten<br />

festzustellen, Korrekturmaßnahmen<br />

frühzeitig zu ergreifen<br />

und die Auswirkungen<br />

<strong>der</strong> geän<strong>der</strong>ten Prozessparameter<br />

auf das Temperaturprofil<br />

sofort zu erkennen. Somit<br />

kann <strong>der</strong> Durchsatz erhöht,<br />

die bestmögliche Produktqualität<br />

gewährleistet und <strong>der</strong><br />

Ausschuss reduziert werden.<br />

Die Datapaq Systeme erlauben<br />

es zudem, den Energieverbrauch<br />

zu reduzieren und<br />

dadurch die Umweltbelastung<br />

möglichst ger<strong>in</strong>g zu halten.<br />

Somit setzt Datapaq mit se<strong>in</strong>en<br />

fortschrittlichen und äußerst<br />

zuverlässigen Verfahren<br />

zur Datenerfassung und -speicherung<br />

branchenspezifische<br />

Standards im Bereich <strong>der</strong> Prozessanalyse<br />

und -dokumentation.<br />

DATAPAQ GmbH<br />

www.datapaq.de<br />

touchM Industrie-Tastaturen mit kapazitiver<br />

Schalttechnologie<br />

Müller Industrie-Elektronik<br />

GmbH bietet mit <strong>der</strong> neuen<br />

Serie <strong>der</strong> touchM Industrie-Tastaturen<br />

mit kapazitiver<br />

Schalttechnologie im Hygienic<br />

Design e<strong>in</strong>e robuste Lösung<br />

für die hygienische Steuerung<br />

und Datene<strong>in</strong>gabe, entwickelt<br />

für die hohen hygienischen<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Prozess-<br />

und Fertigungs<strong>in</strong>dustrie<br />

und für den E<strong>in</strong>satz <strong>in</strong> rauem<br />

<strong>in</strong>dustriellen Umfeld. Für das<br />

Gehäuse <strong>der</strong> Industrie-Tastaturen-Serie<br />

kommt das beson<strong>der</strong>s<br />

wi<strong>der</strong>standsfähige Material<br />

LG HI-MACS Acrylste<strong>in</strong><br />

zum E<strong>in</strong>satz, das bei Müller Industrie-Elektronik<br />

<strong>in</strong> diversen<br