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HDTV Kaufberatung XXL (Vorschau)

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<strong>XXL</strong><br />

TESTS<br />

DAS 3D-DUELL<br />

Shutter oder Polfilter?<br />

Was Ihnen aktuelle<br />

Studien verschweigen!<br />

NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2011 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />

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DIGITAL-TV JETZT!<br />

3D OHNE BRILLE<br />

Alle Fakten zu Toshibas<br />

3D-Techniksensation<br />

4K-REVOLUTION<br />

Fernseher und Projektoren<br />

mit vierfacher HD-Qualität<br />

KINO MOBIL<br />

3D-Brille von Sony mit<br />

innovativer OLED-Technik<br />

40<br />

TESTS<br />

3D<br />

1 200 Hz<br />

Full-HD<br />

Recording<br />

Internet<br />

HbbTV<br />

Raumklang<br />

HD DRAHTLOS<br />

Bild- und Tonübertragung<br />

ohne störende Kabel<br />

<strong>Kaufberatung</strong> <strong>XXL</strong><br />

Die besten Flachbild-TVs von 26 bis 65 Zoll<br />

Kompakte Soundlösungen für Ihren Fernseher<br />

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Philips Serie 7000 und 9000<br />

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Design-LED von Samsung<br />

HEIMKINOTRAUM<br />

Panasonics erster 3D-Projektor


Ab Herbst 2011 im Handel.<br />

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Es ist Zeit für neue Standards.<br />

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· 2 x Smartcard-Reader<br />

· 3 x USB 2.0<br />

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Gelebte Zukunft<br />

Die vergangenen Wochen zeigten vor allem<br />

eines: Der übertriebenen Erwartungshaltung<br />

der Technikfachleute können die Hersteller<br />

aktuell nur im Hochpreissegment oder mittels Technologiestudien<br />

etwas entgegensetzen. In unserer<br />

Startrubrik erfahren Sie alles Wissenswerte über die<br />

angesagtesten Zukunftstechnologien. Zudem hinterfragen<br />

wir den Inhalt einer aktuellen Studie, die vergleichsweise<br />

einseitig zur 3D-Wiedergabe im Wohnzimmer<br />

Stellung bezieht. Um Ihnen die Qual der Wahl<br />

beim TV-Kauf zu erleichtern, haben wir in dieser Ausgabe<br />

die absoluten Flachbild-TV-Highlights in über<br />

25 Tests zusammengestellt, abgerundet von mehr als zehn kompakten Audiokomplettanlagen,<br />

die mit Benutzerkomfort und hoher Klangqualität aufwarten.<br />

Doch auch Einsteiger kommen in diesem Monat nicht zu kurz: Was Sie bei der<br />

Bild- und Toneinrichtung beachten sollten, stellen wir innerhalb unserer Workshops<br />

anschaulich dar. Überaus ausführlich nehmen wir Philips‘ langersehntes<br />

LED-LCD-Topmodell der Serie 9000 mit dem besten Kontrastfilter aller Zeiten<br />

unter die Lupe. Wie sich der 46PFL9706K im Vergleich zum Vorgänger schlägt,<br />

verraten wir im <strong>XXL</strong>-Test. Größe der ganz anderen Art zelebriert Panasonics erster<br />

3D-Projektor: Für knapp 3000 Euro bietet der Hersteller den fehlerfreien Einstieg<br />

in die neue Dimension der Kinounterhaltung.<br />

Ob Fernsehen in HD und 3D oder die bestmögliche Tonqualität mit kompakten<br />

Lautsprechern: Nach 100 Seiten sind Sie umfassend informiert.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI,<br />

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grenzenloser <strong>HDTV</strong>-Genuss<br />

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CI+ Schnittstelle garantiert<br />

zukunftssicher auch den<br />

Empfang weiterer Pay-TV<br />

Sender. Über die USB-<br />

Schnittstelle besteht die<br />

Möglichkeit, TV- oder<br />

Radioprogramme aufzuzeichnen<br />

und zeitversetzt<br />

fernzusehen (Timeshift).<br />

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Editorial 3<br />

Antennen · Electronic


3D ohne Brille<br />

Während andere noch über die richtige Brille diskutieren,<br />

schafft Toshiba diese einfach ab. Kann der<br />

erste brillenlose 3D-TV überzeugen?<br />

Liebe in Zeitschleife<br />

Ein hinterhältiger Anschlag und eine Liebe gefangen<br />

in der Zeit: Genügend Sprengstoff für den<br />

innovativsten Science-Fiction-Film des Jahres<br />

Das richtige Format<br />

Wie groß sollte der neue Flachbildfernseher im<br />

Idealfall sein? Mit wenigen Handgriffen bestaunen<br />

Sie das Ergebnis noch vor dem Kauf<br />

07 32<br />

XX 39<br />

Reine Kopfsache<br />

Die persönlichste Film- und 3D-Vorführung liefert<br />

Sonys Kopfkino mit innovativer OLED-Technik. Wie<br />

komfortabel ist die <strong>XXL</strong>-Brille wirklich?<br />

16<br />

Tanzt! Tanzt!<br />

3D-Demomaterial mit Inhalt, das bietet Wim<br />

Wenders‘ bezaubernde Reise durch das künstlerische<br />

Vermächtnis der Pina Bausch<br />

33<br />

3D auf dem Prüfstand<br />

Aktuelle Studien bescheinigen LGs Polfiltertechnik<br />

die beste Qualität. Wir starteten einen Gegenversuch<br />

– mit überraschendem Resultat<br />

06 // Kommentar<br />

07 // Brillenloser 3D-TV von Toshiba<br />

10 // JVC und Sony zeigen 4K-Projektion<br />

12 // Aktuelle Projektoren von Epson<br />

14 // Zukunftsfernsehen mit Loewe<br />

16 // Sonys 3D-Kopfkino<br />

18 // Mitsubishis Laser-TV<br />

19 // Kurzmeldungen<br />

23 // Update HD+TV 5.2011<br />

STANDARDS<br />

03 // Editorial<br />

13 // Jahresabo<br />

45 // 2-Jahres-Abo<br />

53 // Heftnachbestellung<br />

63 // Kombiabo<br />

86 // Fachhändlerverzeichnis<br />

88 // Testübersicht<br />

92 // Testhintergründe<br />

94 // 3D-TVs und 3D-Projektoren<br />

96 // Frequenzübersicht <strong>HDTV</strong>-Sender<br />

98 // <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

24 // Kommentar<br />

25 // Blu-ray-Tests<br />

„Der König der Löwen 3D“,<br />

„Fast & Furious 5“,<br />

„Kokowääh“,<br />

„Kung Fu Panda 2“,<br />

„Paul“,<br />

„Pina 3D“,<br />

„Pirates Of The Caribbean“,<br />

„Rango“,<br />

„Sherlock: Staffel 1“,<br />

„Source Code“,<br />

„The Fighter“,<br />

„Unknown Identity“,<br />

„Wasser für die Elefanten“,<br />

„X-Men: Erste Entscheidung“<br />

34 // Spielehöhepunkte<br />

„Ico & Shadow Of The Colossus“,<br />

„Resistance 3“,<br />

„Deus Ex: Human Revolution“<br />

36 // <strong>HDTV</strong>-Höhepunkte<br />

41<br />

38 // Kommentar<br />

39 // Bildgrößenratgeber<br />

41 // Shutter oder Polfilter? 3D-Technik im Vergleich<br />

44 // Drahtlose Bild- und Tonübertragung<br />

46 // Einstellungshilfen<br />

4 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de<br />

Titelbild: Bose, Panasonic, Philips, Pioneer, Samsung, Warner


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Die besten Fernseher des Jahres<br />

Finden Sie den passenden Flachbildfernseher in mehr als 25 Tests: Vom handlichen Zweitgerät bis<br />

zum 65-Zoll-Kinoerlebnis mit 3D und Internetfunktionen. Ein Highlight dieser Ausgabe: Philips‘<br />

Topmodell der Serie 9000 im <strong>XXL</strong>-Test ab Seite 74<br />

LASSEN SIE SICH KEINE<br />

NOTE ENTGEHEN<br />

49<br />

Der neue NA 7004. Der erste Netzwerk-<br />

Player, der Musiker begeistert.<br />

Audio kompakt<br />

Flacher Fernsehklang einfach optimiert: 11<br />

benutzerfreundliche 2.1-Audiosets und Soundbars<br />

im Vergleich<br />

Günstiger 3D-Einsteiger<br />

Panasonics erster 3D-Projektor setzt auf<br />

brandneue LCD-Technik und technisches<br />

Know-how aus Hollywood<br />

60<br />

83<br />

48 // Kommentar<br />

49 // Die besten Flachbild-TVs des Jahres<br />

58 // Ratgeber Bildeinstellungen<br />

60 // 2.1-Audiosets und Soundbars<br />

68 // Workshop Audioeinrichtung<br />

70 // Philips 50PFL7956K<br />

74 // Philips 46PFL9706K<br />

77 // LG 47LW650S<br />

80 // Samsung T27A950<br />

83 // Panasonic PT-AT5000E<br />

Lesen Sie auch DIGITAL FERNSEHEN. Das<br />

Medienmagazin berichtet jeden Monat über<br />

alles Wissenswerte rund um das Digital-TV. Die<br />

aktuelle Ausgabe ist jetzt am Kiosk erhältlich.<br />

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Inhalt: Kinowelt, LG, Panasonic, Philips, Sony, Toshiba<br />

In dieser Ausgabe 5


Privatvorstellung in 3D<br />

Sony spielt „Zurück in die Zukunft“ und befördert Sie mit<br />

dem HMZ-T1 in eine neue Dimension der Unterhaltung<br />

Blick in die Zukunft<br />

Loewe präsentiert in kühnen, aber alltagstauglichen Studien<br />

die Zukunft der Wohnzimmerunterhaltung<br />

Pixelupgrade auf der Leinwand<br />

Sony und JVC wagen den nächsten Schritt und präsentieren<br />

4K für das Heimkino – mit unterschiedlichen Ansätzen<br />

Brille ade<br />

Toshiba läutet das autostereoskopische Fernsehen im Wohnzimmer<br />

ein. Im 55ZL2 steckt aber noch viel mehr Hightech<br />

Christian Hill<br />

Redakteur<br />

Der Startschuss für eine neuerliche Pixeljagd<br />

ist gefallen. In diesem Herbst<br />

schicken sich Hersteller wie Toshiba und<br />

JVC an, der Auflösungsmanie neuen<br />

Anschub zu geben. 4K2K und U<strong>HDTV</strong><br />

sind jene Schlagwörter, die noch mehr<br />

Schärfe auf der Mattscheibe versprechen.<br />

Doch sollte die Konsumentenseite<br />

bei diesem Auflösungswettrennen<br />

nicht vergessen werden. Für viele Menschen<br />

hierzulande ist echtes Full-HD<br />

noch kein Alltag. Hier verdeutlicht sich<br />

das Grundproblem: Die Inhalte rennen<br />

der Technik oft hinterher. Dies gilt in<br />

noch stärkerem Maße für das letztjährige<br />

Hype-Thema 3D und trifft auch auf<br />

4K zu. Für 3D gibt es die Behelfslösung<br />

Echtzeitkonvertierung, für 4K die altbekannte<br />

Skalierung. Doch diese täuschen<br />

nur halbherzig über den Mangel an Inhalten<br />

hinweg. Der Verbraucher wird<br />

sich deshalb nur schwer locken lassen<br />

und sich zurücklehnen, bis attraktive<br />

Preispunkte erreicht sind. Apropos zurücklehnen:<br />

Sonys Kopfkino HMZ-T1 ist<br />

ein echter Geheimtipp, wenn Sie Technik<br />

von morgen bereits heute hautnah<br />

erleben möchten.<br />

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Bilder: JVC, LEGO®, Loewe, Sony, Toshiba<br />

6 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Bessere Sicht ohne Brille<br />

Mit dem 55ZL2 ist Toshiba ein großer Coup gelungen: Der erste autostereoskopische Fernseher<br />

mit großer Bilddiagonale soll bereits im Dezember erhältlich sein. Neben dem brillenlosen<br />

3D-Vergnügen hat das neue Flaggschiff aber noch einiges mehr zu bieten.<br />

VON CHRISTIAN HILL UND CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Toshiba<br />

Entgegen der ersten Vermutung ist Toshibas 55ZL2 nicht direkt hinterleuchtet,<br />

sondern greift auf die Edge-LED-Technologie zurück. Dadurch erzielt der Hersteller<br />

eine geringe Bautiefe und hohe Energieeffizienz<br />

Mit einer Bilddiagonale von 55 Zoll (139 Zentimeter) fühlt sich Toshibas 55ZL2<br />

auch in großen Wohnzimmern wohl. Für einen besseren 3D-Effekt sollte sich der<br />

Zuschauer etwas weiter entfernt vom TV-Gerät aufhalten<br />

Neues 7


In der Gerätefront unterhalb des Toshiba-Logos befindet<br />

sich eine kleine Kamera, die mehrere Personen in unterschiedlichen<br />

Abständen erfassen kann<br />

Die Kamera erkennt innerhalb eines Winkels von 70 Grad<br />

Gesichtskonturen und korrigiert anhand derer die Bildausrichtung,<br />

um den optimalen 3D-Effekt zu gewährleisten<br />

1.1<br />

1 2<br />

1.4 1.7 2.1 2.4 2.7<br />

1.2 1.5 1.8 2.2 2.5 2.8<br />

1.3 1.6 1.9 2.3 2.6 2.9<br />

Im 3D-Modus verwaltet die Cevo-Engine Cluster von drei<br />

mal drei Pixeln, um neun verschiedene Blickwinkel abzubilden.<br />

Dadurch sinkt die 4K-Auflösung auf 720p-Qualität<br />

6,5 cm 6,5 cm 6,5 cm 6,5 cm 6,5 cm 6,5 cm 6,5 cm 6,5 cm<br />

Alle neun Blickwinkel werden in verschiedene Richtungen<br />

abgestrahlt. Damit ergibt sich alle 6,5 Zentimeter ein Punkt<br />

für den optimalen 3D-Eindruck<br />

Während sich andere große Hersteller<br />

um die besten Brillenstrategien<br />

im 3D-Bereich streiten, macht<br />

Toshiba Nägel mit Köpfen und treibt die Entwicklung<br />

brillenloser Fernseher in Richtung Massenmarkt<br />

voran. Dabei ist letztere Einordnung mit<br />

Vorsicht zu genießen, denn das 55ZL2 getaufte<br />

Modell bewegt sich mit einem Kostenpunkt von<br />

knapp 8 000 Euro deutlich über den gängigen<br />

Marktpreisen und auch die Stückzahlen dürften<br />

vergleichsweise gering ausfallen.<br />

Neue Superlative<br />

Wie bereits beim Cevo-TV bildet beim 55ZL2<br />

die Cevo-Prozessoreneinheit das Herz des High-<br />

End-Gerätes – mit einem entscheidenden Unterschied:<br />

Der 55ZL2 besitzt dieses Chip-Ensemble<br />

gleich zweimal. Um ein ansprechendes Ergebnis<br />

beim Autostereoskopie-Experiment zu erreichen,<br />

benötigt der 55ZL2 aus vielerlei Gründen<br />

sehr viel Rechenleistung. Basis des brillenlosen<br />

3D-Effektes ist die Erzeugung mehrerer Bilder<br />

aus einem Ausgangsbild, die mithilfe eines<br />

Linsen rasters in verschiedenen Blickwinkeln gen<br />

Zuschauer ausgestrahlt werden. Technisch bedingt<br />

funktionierte dieses Verfahren bislang nur,<br />

wenn der Zuschauer direkt vor dem Fernsehgerät<br />

sitzt, was den Einsatz auf Laptops oder tragbare<br />

Spiele konsolen wie Nintendos 3DS beschränkte.<br />

Bei seitlicher Abweichung von der Frontalen verschlechterte<br />

sich der 3D-Eindruck bis hin zu einer<br />

Position, in der sich der Effekt sogar umkehrte –<br />

die Experten sprechen hier vom Flipping. Diesen<br />

unangenehmen Nebenwirkungen entgegnet<br />

Toshiba mit mehreren Mechanismen: Anstatt<br />

mit lediglich zwei Parallaxen zu arbeiten, erzeugt<br />

der 55ZL2 neun verschiedene Blickwinkel. Drei<br />

mal drei Bildpunkte werden zu einem Clus ter<br />

zusammengefasst und die entsprechende Bildinformation<br />

nicht nur neunmal berechnet, sondern<br />

auch in neun Perspektiven abgestrahlt. Dadurch<br />

vergrößert sich der Bewegungsspielraum<br />

des Zuschauers sowohl in horizontaler als auch<br />

vertikaler Bewegungsrichtung. Der Blickwinkel<br />

für den perfekten 3D-Eindruck wiederholt sich<br />

aufgrund des feinen Linsenrasters alle 65 Millimeter,<br />

dem durchschnittlichen Abstand eines<br />

menschlichen Augenpaares. Damit wird ein<br />

kompletter Verlust des 3D-Effektes auch bei<br />

Kopfbewegungen nahezu ausgeschlossen. Um<br />

die 3D-Performance in allen Wohnzimmern in<br />

gleicher Qualität zu gewährleisten, bedient sich<br />

Toshiba zusätzlich der Gesichtserkennung. Die<br />

nötige Kamera ist bereits im 55ZL2 integriert und<br />

deckt einen Winkel von 70 Grad vor dem Fernseher<br />

ab. Innerhalb dieses Bereiches werden die<br />

Gesichter der Betrachter erkannt und daraufhin<br />

die Ausrichtung der 3D-Bildinformationen auf<br />

deren Position und Abstand hin angepasst. Um<br />

all dies in Echtzeit zu realisieren, bedarf es der<br />

bereits beschriebenen doppelten Cevo-Engine.<br />

Diese muss nicht nur neun Perspektiven berechnen,<br />

sondern gleichzeitig die passende Ansteuerung<br />

der vor dem Panel befindlichen Linsen<br />

übernehmen. Doch auch das Panel selbst sorgt für<br />

zusätzliche Rechenaufgaben.<br />

Full-HD vervierfacht<br />

Das größte Problem der brillenlosen 3D-Technik<br />

ist der Auflösungsverlust. Jede hinzugefügte<br />

Parallaxe halbiert die ursprüngliche Auflösung.<br />

Im Fall des Toshiba-Gerätes wird die Anzahl<br />

der dargestellen Bildpunkte im 3D-Modus entsprechend<br />

der neun Perspektiven um den Faktor<br />

neun reduziert. Würde aufseiten des LCD-<br />

Panels eine derzeit übliche Full-HD-Auflösung<br />

vorliegen, würde sich diese im 3D-Betrieb auf<br />

640 × 360 Pixel reduzieren – bei einer Bilddiagonale<br />

von 140 Zentimetern (55 Zoll) alles andere<br />

als ein HD-Genuss. Toshiba behilft sich deshalb<br />

mit einem LCD-Panel, dessen Darstellungsmöglichkeiten<br />

nahe dem 4K-Standard liegen.<br />

3 840 × 2 160 Pixel werden auf dem 55ZL2-Display<br />

dargestellt. Durch die Steigerung der Anzahl<br />

der Bildpunkte auf rund 8,3 Millionen Pixel<br />

erhöht sich die resultierende 3D-Auflösung immerhin<br />

auf 1 280 × 720 Bildpunkte, sprich 720p.<br />

Damit rangiert der 55ZL2 in Sachen 3D-Auflösung<br />

nur knapp hinter aktuellen Polfilterdisplays<br />

und hinkt lediglich der Shutter-Technologie<br />

deutlich hinterher. Ähnlich den Polfiltermodellen<br />

sollte beim 55ZL2 deshalb ein Sitzabstand von<br />

rund 3 Metern gewählt werden. Großer Vorteil<br />

des 55ZL2: Es entsteht kaum Helligkeitsverlust<br />

im 3D-Modus. Darüber hinaus kommt der stolze<br />

Besitzer des 55ZL2 im regulären 2D-Modus in<br />

den Genuss der vierfachen HD-Auflösung, denn<br />

die Cevo-Engine rechnet in diesem Fall SD- und<br />

HD-Signale auf die Auflösung des Panels hoch.<br />

Ein reguläres 4K-Bild von externer Quelle nimmt<br />

das Gerät nicht entgegen, einzig Fotodateien<br />

sollen ohne Einschränkungen zugespielt werden<br />

können. Zwar sieht die aktuelle HDMI-Spezifikation<br />

1.4 den 4K-Videotransport vor, limitiert<br />

allerdings die Bildwiederholfrequenz. Zudem<br />

mangelt es an Definitionen eines echten 4K-<br />

Standards für das Wohnzimmer, um die fehlerfreie<br />

Kommunikation zwischen den 4K-Geräten<br />

unterschiedlicher Hersteller sicherzustellen.<br />

Toshibas neues Aushängeschild<br />

Toshibas 3D-Flaggschiff wird aufgrund der neuartigen<br />

Technik Meilensteine im Heimbereich<br />

setzen, allerdings ist das Konzept noch nicht perfekt.<br />

Arbeitete im 55ZL1 noch eine vollwertige<br />

LED-Hintergrundbeleuchtung, ist der 55ZL2 auf<br />

eine Edge-LED-Beleuchtung und entsprechend<br />

wenige Dimmungszonen angewiesen. Auch aufseiten<br />

der 3D-Qualität dürfte es für den ersten<br />

3D-Fernseher mit brillenloser Darstellung schwer<br />

werden, an aktuelle Standards anzuknüpfen. Mit<br />

dem 55ZL2 läutet Toshiba ab Dezember dennoch<br />

eine neue Generation der 3D-Darstellung ein,<br />

denn dass der brillenlosen Wiedergabe von 3D-<br />

Inhalten die Zukunft gehört, darüber sind sich<br />

alle Experten bereits heute einig.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Toshiba<br />

8 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


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Full-HD war gestern<br />

Was kommt nach 3D? Im Heimkino lautet die Antwort auf diese Frage 4K. JVC und Sony<br />

sind die ersten Hersteller, die die Heimkinoprojektion auf ein neues Auflösungslevel<br />

heben, allerdings mit völlig unterschiedlichen Ansätzen.<br />

VON CHRISTIAN HILL UND CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bereits vor zwei Jahren hat JVC mit dem Modell RS4000 den Startschuss für das<br />

4K-Heimkinoerlebnis gegeben. Aufgrund des Preises von 175 000 US-Dollar war<br />

das Publikum jedoch stark eingeschränkt<br />

Sonys VPL-VW1000ES markiert die nächste Evolutionsstufe der High-End-Projektorenreihe<br />

des Herstellers. Der Wandel wird auch optisch vollzogen – mit organischem<br />

Design und riesiger zentrierter Optik<br />

Bilder: Auerbach Verlag, JVC, Sony<br />

10 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Zunächst wirkt es wie ein Paukenschlag:<br />

Heimkinoprojektoren mit der vierfachen<br />

Full-HD-Auflösung von über acht Millionen<br />

Bildpunkten. Doch bei näherer Betrachtung<br />

ist es ein logischer Schritt. Gerade bei großen Bilddiagonalen<br />

und geringen Sitzabständen macht<br />

sich eine verbesserte Auflösung bemerkbar. Doch<br />

4K ist nicht gleich 4K.<br />

Doppelt gesehen<br />

Der japanische Heimkinospezialist JVC bringt eine<br />

ganze Serie neuer Projektoren auf den Markt. Das<br />

Einstiegsgerät DLA-X30 ist eine klassische Auffrischung<br />

des letztjährigen Starter modells. JVC<br />

rüs tet eine 2D-zu-3D-Konvertierung nach, verbessert<br />

die Lichtausbeute im 3D-Modus und setzt<br />

den Preis auf attraktive 2 999 Euro nach unten –<br />

günstiger war der Einstieg in die D-ILA-Technik<br />

noch nie. Weitere Verbesserungen offenbaren<br />

sich beim Blick in das Bildmenü: Neben einer automatischen<br />

Reduktion von Doppelbildern erlauben<br />

die neuen Projektoren auch den manu ellen<br />

Abgleich der Tiefeninformation, um Fehler aufseiten<br />

des Quellmaterials auszugleichen. Größeren<br />

technischen Aufwand im Vergleich zum Vorjahr<br />

trotz gleichbleibender Optik, das versprechen<br />

die Modelle DLA-X70R und DLA-X90R, denn diese<br />

lassen den 4K-Traum im Heimkino wahr werden.<br />

Aufgrund des im Heimkino üblichen Bildseitenverhältnisses<br />

beschränkt sich die Auflösung<br />

der Projektoren allerdings auf 3 840 × 2 160 Bildpunkte<br />

und erreicht somit nicht die aus dem Kino<br />

bekannte 4K-Auflösung. Aus diesem Grund nutzt<br />

JVC in diesem Zusammenhang den Begriff 4K2K,<br />

ähnlich wie Toshiba bei dem ersten 4K-Fernseher.<br />

Versetzte Pixel<br />

Der Clou von JVCs Projektionsvariante besteht darin,<br />

dass für die Erzeugung der sehr hohen Auflösung<br />

keine nativen 4K-Chips Verwendung finden,<br />

sondern Full-HD-Chips mit einer Auflösung von<br />

1 920 × 1 080 Bildpunkten zum Einsatz kommen.<br />

Um die vierfache Auflösung zu erreichen, bedient<br />

sich JVC eines Spezialglases, das bei angelegter<br />

Spannung eine Lichtbrechung verursacht und<br />

die nacheinander dargestellen Full-HD-Bilder<br />

zueinander verschiebt – die Techniker von JVC<br />

nennen dieses Verfahren „Pixel-Shift“. Doch eine<br />

einfache Verdoppelung des Full-HD-Bildes würde<br />

nicht den gewünschten Schärfegewinn einer<br />

4K-Projektion erzielen. Hierzu muss erst die neue<br />

Scaling-Technologie von JVC eingreifen, die mit<br />

verbesserter Präzision ein normales Full-HD-Bild<br />

auf 4K2K-Größe skaliert. Anschließend wird das<br />

Ergebnis wieder in zwei Bilder mit Full-HD-Auflösung<br />

zerteilt, damit die D-ILA-Chips es verarbeiten<br />

können. Beide Full-HD-Bilder werden nun durch<br />

die Lichtbrechung des Spezialglases räumlich<br />

versetzt und in schneller Abfolge nacheinander<br />

dargestellt. Jedes 2K-Bild wird dabei bis zu 60-mal<br />

pro Sekunde gezeigt, was eine 4K-Bildwiederholfrequenz<br />

von insgesamt 120 Hertz (Hz) ergibt. Dabei<br />

fällt dem aufmerksamen Betrachter sofort ins<br />

Auge, dass durch die erhöhte Auflösung feinere<br />

Linienmuster ohne erkennbare Treppenstruktur<br />

dargestellt werden können und zugleich das typische<br />

Fliegengittermuster verschwindet. Der gesteigerte<br />

Aufwand der internen Bildverarbeitung<br />

birgt noch einen weiteren, indirekten Vorteil: JVC<br />

ist nun in der Lage, im 3D-Modus die Verschlussphasen<br />

der Brillen direkt an die Bildwiedergabe<br />

zu koppeln. Dadurch wird keine Dunkelphase, in<br />

der beide Brillengläser geschlossen sind, benötigt<br />

und es geht weniger Helligkeit im 3D-Modus verloren.<br />

Aufgrund der im 3D-Modus ablaufenden<br />

120-Hz-Bildverarbeitung entfällt allerdings die<br />

Option, die simulierte 4K-Auflösung in die dritte<br />

Dimension zu retten, sodass ausschließlich eine<br />

Auflösung von 1 920 × 1 080 Bildpunkten zur Verfügung<br />

steht. Auch bei 4K2K gibt es Einschränkungen:<br />

Die Modelle DLA-X70R und DLA-X90R<br />

können keinerlei native 4K-Signale entgegennehmen.<br />

Sollte in absehbarer Zeit Bildmaterial in<br />

4K2K-Auflösung zur Verfügung stehen, wird die<br />

Signalannahme via HDMI verweigert. Ob diese<br />

Einschränkung auch in der finalen Serie Bestand<br />

haben wird, bleibt allerdings abzuwarten. Die<br />

Preise für die 4K2K-Modelle bewegen sich trotz<br />

innovativer Technik im Bereich der Vorjahresmodelle:<br />

7 999 Euro für den DLA-X70R und<br />

11 999 Euro für das High-End-Modell DLA-X90R<br />

sprechen vorrangig die ambitionierten Heimkinobesitzer<br />

an.<br />

Die echte 4K-Lösung<br />

Glaubt man den Aussagen Sonys, wird der<br />

VPL-VW1000ES keinerlei Probleme haben, Signale<br />

in voller 4K-Auflösung entgegenzunehmen.<br />

Im Gegensatz zu JVC setzt Sony auf SXRD-Chips<br />

mit echter 4K-Auflösung. Dies versetzt den VPL-<br />

VW1000ES in die komfortable Lage, 4K-Bildmaterial<br />

direkt verarbeiten zu können, und dies sogar<br />

im 3D-Modus. Wie bei JVCs Lösung müssen<br />

eingehende Signale immer auf die 4K-Auflösung<br />

umgerechnet werden – ob eine zusätzliche Darstellung<br />

basierend auf einer reinen Vervierfachung<br />

der Pixelinformationen angeboten wird,<br />

ist derzeit nicht bekannt. Sony verspricht mit<br />

verbesserten Skalierungsalgorithmen ein hochwertiges<br />

4K-Heimkinoerlebnis, das der Hersteller<br />

insbesondere für den 3D-Modus bewirbt. Sony<br />

bedient sich zudem eines einfachen Rezeptes,<br />

um der problematischen Helligkeits reduktion im<br />

3D-Modus entgegenzuwirken: eine leistungsstärkere<br />

Lampe. Der Brenner ist zwar weiterhin eine<br />

Gasentladungslampe (UHP), doch setzt das neue<br />

Modell die zugeführte Energie effektiver in Helligkeit<br />

um und treibt damit die Gesamtlichtausbeute<br />

des VPL-VW1000ES auf 2 000 ANSI-Lumen. Einen<br />

nicht unwesentlichen Anteil an dieser Lichtstärke<br />

hat die riesige zentrierte Optik des Projektors. Diese<br />

ist voll motorisiert und dank der Lens-Memory-<br />

Funktion (ebenso bei JVCs Modellen verfügbar)<br />

wechseln Sie mit nur einem Knopfdruck von der<br />

normalen 16 : 9-Darstellung in das 21 : 9-Bildformat.<br />

So viel Innovation hat ihren Preis: Sony gibt<br />

den Kostenpunkt für den US-Markt vage mit unter<br />

25 000 Dollar an.<br />

D-ILA RGB<br />

e-Shift-<br />

Spezialglas<br />

Für die Darstellung der 4K-Auflösung bedient sich JVC<br />

eines neuen optischen Bauelements (e-Shift), das zwischen<br />

Bildgeber und Optik platziert wird<br />

Das Spezialglas sorgt bei anliegender Spannung für eine<br />

Lichtbrechung. Die nacheinander dargestellten Full-HD-<br />

Bilder werden zueinander verschoben<br />

Sony bedient sich im Gegensatz zu JVC der SXRD-Chips mit<br />

nativer 4K-Auflösung. Vorteil: Die extremen Auflösungsreserven<br />

stehen auch im 3D-Modus zur Verfügung<br />

Ultra High Definition<br />

7 620 × 4 320 Pixel (33 Megapixel)<br />

4K2K<br />

3 840 × 2 160 Pixel (8 Megapixel)<br />

Full High Definition<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

(2 Megapixel)<br />

Projektionslinse<br />

Roadmap Bildauflösung: 4K2K ist nur der halbe Weg<br />

zu UHD (Ultra High Definiton), das frühestens 2020 mit<br />

16-facher Full-HD-Auflösung aufwarten soll<br />

Neues 11


Runderneuerung<br />

3D und Hybridchips: Das sind die Themen der aktuellen<br />

Projektorengeneration von Epson. Nach Startschwierigkeiten<br />

im letzten Jahr soll nun der Durchbruch gelingen.<br />

VON CHRISTIAN HILL<br />

Epson hat die optische Erscheinung der neuen 3D-Projektoren<br />

vollkommen überarbeitet. Die Optik ist in die Mitte<br />

gewandert und wird von der Lüftung flankiert<br />

Ein Blick auf die Oberseite des EH-TW9000 offenbart, dass<br />

die Optik manuell betätigt werden muss. Neben der schwarzen<br />

Ausführung ist der Projektor auch in Weiß erhältlich<br />

Die Modelle mit Hybridchips für extrem hohe Bildkontraste<br />

haben lange auf sich warten lassen. Nun sollen der EH-R2000<br />

und der EH-R4000 tatsächlich in den Handel kommen<br />

Abseits des Full-HD-Heimkinos zeigte Epson mit dem<br />

Modell MG-850HD einen 720p-Projektor mit iPhone- bzw.<br />

iPad-Dock und integrierten Lautsprechern<br />

Die Liga der 3D-fähigen Heimkinoprojektoren<br />

hält auch bei Epson<br />

Einzug, doch damit nicht genug mit<br />

den Neuerungen: Gleich fünf hochwertige<br />

Heimkino modelle veröffentlicht der Hersteller<br />

bis zum Jahresende.<br />

Zeit für Optimierungen<br />

Nach Panasonic bringt Epson die erste Generation<br />

von 3D-Projektoren auf Basis der 3LCD-<br />

Technik auf den Markt. Wir haben an einer<br />

ersten Vorführung mit Vorserien modellen teilgenommen<br />

und uns einen Eindruck verschafft.<br />

Der erste Aspekt, der ins Auge fällt, ist die<br />

vergleichsweise gute Bildhelligkeit, die selbst<br />

für Leinwandbreiten von 3 Metern ausreicht.<br />

Die Entwickler begründen diesen glücklichen<br />

Umstand mit der 480-Hertz-Technologie, die<br />

erstmalig in der neuen Generation zum Einsatz<br />

kommt. Die LCD-Panel selbst arbeiten mit einer<br />

Geschwindigkeit von 240 Hertz (Hz), d. h. es<br />

dauert 1/240 Sekunde, um sämtliche der zwei<br />

Millionen Bildpunkte darzustellen. Um die doppelte<br />

Wiederholfrequenz zu erreichen, muss<br />

die Zeit des Bildaufbaus halbiert werden, und<br />

dies erreichen die Ingenieure durch einen Trick:<br />

Das Bild wird zunächst in gerade und ungerade<br />

Bildzeilen unterteilt und diese Bestandteile einzeln<br />

übertragen. Durch die effektive Halbierung<br />

der Bildinformationen pro Einzelbild (Halbbildinformationen<br />

werden einfach doppelt auf das<br />

Panel geschrieben) kann der Bildaufbau in<br />

480 Hz vonstatten gehen. Um den HD-Qualitätsansprüchen<br />

gerecht zu werden, wird das<br />

zweite Halbbild natürlich noch nachgereicht.<br />

Dimensionserweiterung<br />

Durch das Line-Doubling-Verfahren ergibt sich<br />

ein entscheidender Vorteil für den 3D-Modus:<br />

Die Shutter-Brille hat längere Öffnungsphasen.<br />

Da das vorangegangene Bild durch den 480-Hz-<br />

Zyklus schneller überschrieben ist, kann es auch<br />

nicht mehr für unangenehme Geisterbilder sorgen.<br />

Somit öffnen sich die Brillengläser früher,<br />

was sich positiv auf die Helligkeit auswirkt. Die<br />

Vorteile der Technik konnten wir auch im ersten<br />

Sichttest bewundern: Störende Doppelkonturen<br />

traten nur im Ausnahmefall auf. Doch während<br />

die Helligkeit überzeugte, enttäuschte die 3D-<br />

Vorführung. Der 3D-Eindruck zeigte sich alles<br />

andere als angenehm, denn Elemente im Vordergrund<br />

sorgten regelmäßig für Kopfschmerzen,<br />

obwohl das dargestelle Filmmaterial durchweg<br />

hochwertig und abwechslungsreich war. Zudem<br />

fehlte eine Zwischenbildberechnung im<br />

3D-Modus, sodass störendes 60-Hz-Ruckeln<br />

auftrat. Abseits des 3D-Modus überrascht Epson<br />

mit der Integration von Wireless HD, einer<br />

Übertragung von hochauflösenden Bildern per<br />

Funk. Dies wird einige Heimkinobesitzer freuen,<br />

denn damit hat das langwierige Verlegen des<br />

HDMI-Kabels ein Ende. Der Sender wird allen<br />

mit einem „W“ gekennzeichneten Modellen<br />

beigelegt, der Empfänger ist bereits in die Geräte<br />

integriert. Eine weitere Neuheit ist der<br />

„Keystone-Slider“. Die allseits bekannte Trapezkorrektur<br />

wird dabei als stufenloser Regler in<br />

Optiknähe installiert und erlaubt eine schnelle<br />

Korrektur der Bildausrichtung. Natürlich ist auch<br />

ein Lens-Shift verfügbar. Altbacken präsentiert<br />

sich die Optik, die immer noch komplett manuell<br />

bedient wird. Epson hat den neuen Modellen<br />

eine leistungsstärkere Lampe spendiert,<br />

die gepaart mit dem schnelleren Panel für eine<br />

höhere Lichtausbeute sorgt. Mit 2 400 ANSI-<br />

Lumen befeuern die Modelle EH-TW6000 und<br />

EH-TW9000 die Leinwand. Für das Spitzen modell<br />

hat Epson sogar die sogenannte Light Power<br />

Edition mit 2 800 ANSI-Lumen angekündigt.<br />

Rückkehr im Doppelpack<br />

Epsons vollständig neu entwickelte Projektoren<br />

EH-R2000 und EH-R4000 mit Hybridchiptechnologie<br />

waren bereits im letzten Jahr Bestandteil<br />

des Portfolios, verschwanden jedoch<br />

nach kurzer Zeit wieder aus dem Programm.<br />

Nun verspricht der Hersteller, dass diese besonders<br />

kontraststarken Geräte noch in diesem Jahr<br />

die heimischen Fachhändler erreichen. Vorteile<br />

der Reflective-Modelle gegenüber den LCD-<br />

Modellen ist neben der besseren Schwarzdarstellung<br />

die motorisierte Optik sowie eine Lens-<br />

Memory-Funktion. Somit können Cineasten auf<br />

Knopfdruck zwischen verschiedenen Voreinstellungen<br />

wechseln. Im Gegensatz zu ihren<br />

LCD-Brüdern müssen die Topmodelle jedoch<br />

ohne 3D-Unterstützung auskommen. An 3D-<br />

Einsteiger richtet sich das diesjährige Schnäppchenmodell<br />

EH-TW5900 für rund 1 149 Euro,<br />

während das 3D-Topgerät EH-TW9000 ohne<br />

Wireless-HD-Transmitter mit rund 2 800 Euro<br />

zu Buche schlägt. Die Reflective-Modelle<br />

EH-R2000 und EH-R4000 liegen im gehobenen<br />

Preissegment bei 4 199 bzw. 5 299 Euro.<br />

Bilder: Epson<br />

12 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


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Fernsehen der Zukunft<br />

Jede TV-Saison hat ihre Trends: Während 3D 2010 für Aufsehen sorgte, ist Smart TV dieses<br />

Jahr in aller Munde. Doch wie sieht die Zukunft des Fernsehens aus? TV-Innovator Loewe<br />

wagt einen mutigen Blick nach vorn und zeigt teils extravagante Flachbild-TV-Studien.<br />

VON CHRISTIAN HILL<br />

Die Loewe-TV-Studie Pivot will Entertainment mit Information kombinieren. Das<br />

Gerät wurde auf einem motorisierten Standfuß drehbar gelagert und verändert<br />

das Seitenverhältnis auf Knopfdruck ins Hochformat<br />

Gleiches Gerät, andere Anwendung: Im Querformat wird der Pivot zum Garanten<br />

für entspannte Unterhaltung. Mit einem Bildseitenverhältnis von 21 : 9 werden<br />

auch Cineasten bestens bedient<br />

Bilder: Loewe<br />

14 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Geht es nach den Vorstellungen von<br />

Loewe, soll das TV-Gerät der Zukunft<br />

noch stärker im Zentrum des häuslichen<br />

Lebens stehen. Doch erfordert der moderne<br />

Lebenswandel eine andere Integration<br />

als noch zu Beginn des Flachbild-TV-Zeitalters.<br />

Der richtige Dreh<br />

Das Fernsehgerät der Zukunft muss flexibel<br />

sein – zumindest in diesem Punkt sind sich<br />

alle TV-Hersteller einig. Eine ganz eigenwillige<br />

Variante ist Loewes Studie „Pivot“. Hier wird<br />

nicht nur die Software-Oberfläche dem Gerät<br />

angepasst, sondern das Gerät passt sich zusätzlich<br />

dem Inhalt an. Hierzu ist der komplette<br />

Flachbildschirm drehbar gelagert und kann auf<br />

Wunsch mittels eines Motors im Standfuß um<br />

90 Grad in ein vertikales Info display verwandelt<br />

werden. Jeder erfahrene Internet nutzer wird<br />

das zu schätzen wissen, denn Internet seiten<br />

oder auch Nachrichten dienste wie Twitter<br />

können somit im bevorzugten Hochformat<br />

genossen werden. Zudem können in vertikaler<br />

Ausrichtung mehrere Anwendungen parallel<br />

in Form von Infofenstern über die Geschehnisse<br />

in der Welt informieren. In Kombina tion<br />

mit einer entsprechenden Eingabe hilfe wird es<br />

möglich sein, tagtägliche Inter aktionen mit der<br />

digitalen Umwelt schnell und effizient zu erledigen.<br />

Somit kann sich Loewes Pivot zur ernsthaften<br />

Konkurrenz für Tablets in den eigenen<br />

vier Wänden entwickeln. Bei der Präsentation<br />

der Geräte konnte man bereits eine Fernbedienung<br />

im handlichen Querformat be staunen,<br />

die je nach Kontext ihre Tasten belegung ändert<br />

und auch als vollwertige Tas ta tur zur<br />

komplexen Texteingabe dient. Laut Hersteller<br />

ist für die Navigation durch das System auch<br />

eine Gestensteuerung denkbar. Für die passive<br />

Unterhaltung per Film und Fernsehen<br />

dreht sich das Modell in die horizontale Lage<br />

und verwandelt sich in ein TV-Gerät mit dem<br />

kinogetreuen 21 : 9-Bild seitenverhältnis. Das<br />

extreme Breitbildformat verspricht Cineasten<br />

den vollkommenen Filmgenuss ohne störende<br />

schwarze Balken bei entsprechenden Quellen.<br />

Das passende Filmmedium nimmt dabei das<br />

an der Oberseite integrierte Blu-ray-Slot-in-<br />

Laufwerk ent gegen und für die richtige Beschallung<br />

sorgt die rahmenumfassende Lautsprecherkonstruktion.<br />

Die Pivot-Studie wirkt<br />

wie aus einem Guss: Edle Materialien und<br />

schlichtes Design lassen den Fernseher nicht<br />

unbeabsichtigt wie einen überdimensionierten<br />

Tablet-Computer erscheinen.<br />

Jung und schön<br />

Die Studie „Module“ richtet sich dagegen eher<br />

an jugendliche Nutzer. Dieses Gerät ist ebenfalls<br />

breiter als ein heute üblicher 16 : 9-Flachbildschirm,<br />

doch wird hier ein anderes Konzept<br />

zugrunde gelegt. Die Studie konzentriert sich<br />

auf die parallele Nutzung mehrerer Anwendungen,<br />

wie es heute oft praktiziert wird.<br />

Ermöglicht wird das Multitasking durch eine<br />

Teilung der Bildfläche, dabei steht der wesentlich<br />

größere Teil der Gesamtbildfläche der<br />

klassischen Unterhaltung zur Verfügung. Film,<br />

Fernsehen und Spiel sind auf dem 16 : 9-Panel<br />

sehr gut aufgehoben. Das kleinere Display im<br />

Hochformat übernimmt den Informationspart<br />

und kann auf Wunsch angewinkelt werden. Das<br />

Hochformat unterstützt dabei die Darstellung<br />

von Internet seiten, Chats oder Newsstreams<br />

aus sozialen Netzwerken. Denkbar ist ebenfalls<br />

eine Erweiterung zum gerade auf dem Hauptbildschirm<br />

laufenden Unterhaltungs angebot.<br />

So kann während eines Videospiels ein Videochat<br />

mit den Mitspielern stattfinden. Apropos<br />

Videospiel: Die bereits angesprochene multifunktionale<br />

Fernbedienung kann sich beim<br />

Spielen in einen Game-Controller verwandeln.<br />

Eine völlig andere Zielgruppe hat Loewe bei<br />

der Studie „Mirror“ im Auge: Wie der Name<br />

verrät, handelt es sich bei diesem Gerät in erster<br />

Linie um einen lebensgroßen Spiegel. Erst<br />

bei Inbetriebnahme des Displays offenbaren<br />

sich zusätzliche Möglichkeiten wie Fernsehen<br />

und Internetzugang. Inwiefern die Dame des<br />

Hauses während des Schminkens ihre E-Mails<br />

checken will, sei zwar dahingestellt, doch ist<br />

mit Loewes Mirror die Displaytechnik endgültig<br />

mitten im Alltagsleben angelangt. Sorgsam von<br />

Loewe gestaltete Anwendungen verhindern<br />

dabei einen Stilbruch, gut zu sehen anhand des<br />

eigens kreierten Kalenderkonzepts „Timeline“,<br />

das mit floraler Gestaltung und sinnvoller<br />

Element anordnung die Übersichtlichkeit von<br />

Terminen auf eine neue Stufe hebt.<br />

Klang im Fokus<br />

Alles andere als Zukunftsmusik ist die Ausweitung<br />

des Produktportfolios in Richtung des<br />

guten Klangs. Heraus sticht dabei die Standalone-Lösung<br />

„Soundvision“. Sie bedient vom<br />

klassischen Radioempfang über Internetradio<br />

und CD bis hin zum Netzwerkstreaming alle<br />

Wünsche eines modernen Musikhörers. Gesteuert<br />

wird das Gerät über einen Touchscreen,<br />

dessen Oberfläche sich individuell gestalten<br />

lässt. So werden die nötigen Statusinformationen<br />

bei größerer Entfernung entsprechend<br />

angepasst oder die Bedienoberfläche auf<br />

Loewes Premiumfernbedienung Loewe Assist<br />

dargestellt. Das hinter dem Display integrierte<br />

iPod-Dock ermöglicht den schnellen Zugriff auf<br />

das mobile Musikarchiv. Noch bequemer gelingt<br />

die Musikübertragung von Mobil tele fonen<br />

via Bluetooth oder die Signalweiterleitung<br />

auf entsprechende Bluetooth-Kopfhörer. Für<br />

den guten Klang ohne Zusatzhardware sorgen<br />

die sechs integrierten Lautsprecher (zwei Subwoofer).<br />

Loewe beweist mit der Soundvision,<br />

dass zukunftsträchtige Konzepte schnell Realität<br />

werden können, und das lässt hoffen,<br />

dass die ein oder andere Studie aus dem<br />

Flachbild-TV-Bereich ebenfalls zeitnah umgesetzt<br />

werden kann.<br />

Die ganze Familie im Blick. Die Studie Mirror platziert sich<br />

konsequent in der Mitte des Lebens – als lebensgroßer<br />

Spiegel mit Unterhaltung auf Knopfdruck<br />

Bereits erhältlich sind Navigations- und Steuerlösungen<br />

per Apple iPhone und iPad – ein erster Schritt in Richtung<br />

Zukunft der Fernsehunterhaltung<br />

Die tägliche Unterhaltung fängt nicht erst beim Bild an.<br />

Loewe erweitert aktuell sein Sortiment um durchdachte<br />

Klanglösungen. Im Bild: Loewe Soundvision<br />

Der Bedienkomfort wird durch das Touchscreendisplay mit<br />

7,5-Zoll-Bilddiagonale gewährleistet. Die grafische Menüführung<br />

kann für größere Sitzabstände angepasst werden<br />

Neues 15


3D für Individualisten<br />

Toshiba setzt alle Kraft daran, die Brille aus dem heimischen 3D-Kino zu verbannen. Der<br />

große Konkurrent aus dem eigenen Lande scheint genau den umgekehrten Weg gehen zu<br />

wollen: Sony setzt Ihnen 3D direkt auf die Nase.<br />

VON CHRISTIAN HILL<br />

In der Seitenansicht erkennt man die verstellbaren Bügel, die für einen sicheren<br />

Halt auf jedem Kopf sorgen. Das 3D-Kopfkino arbeitet kabelgebunden und ist<br />

immer mit der Anschlussbox vernetzt<br />

Sony setzt beim HMZ-T1 auf futuristisches Design: Bildschirmteil und Bügel mit<br />

Kopfhörern bilden eine Einheit. Die Seitenansicht offenbart die Stirnlastigkeit<br />

durch die leicht von den Augen entfernten OLED-Displays<br />

Bilder: Sony<br />

16 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Man mag dieses seltsame Objekt zunächst<br />

ungläubig bestaunen, doch<br />

es ist weder eine Designstudie,<br />

noch ein Requisit aus einem Science-Fiction-<br />

Film. Irgendwie erinnert das Kopfkino names<br />

HMZ-T1, wie die offizielle Bezeichnung dieses<br />

Gerätes lautet, an die ersten Gehversuche mit<br />

Virtual Reality oder Simulatoren, wie man sie<br />

heute noch vereinzelt in großen Spielhallen<br />

antrifft. Tatsächlich gibt es Parallelen, doch<br />

Sony wäre nicht Sony, wenn der Elektronikriese<br />

nicht einiges an Innovationen in dieses<br />

Konzept gesteckt hätte.<br />

Kleine Bilder ganz groß<br />

Das Herzstück des HMZ-T1 bilden zwei OLED-<br />

Minibildschirme mit einer Bilddiagonale von<br />

0,7 Zoll (1,8 Zentimeter). Diese wirken selbst<br />

im Vergleich zu aktuellen Smartphones winzig,<br />

doch mit den OLED-Panels beweist Sony, dass<br />

Größe nicht alles bedeutet. Immerhin schafft es<br />

der Hersteller, zusammengerechnet rund 2,8<br />

Millionen RGB-Subpixel auf den kleinen OLED-<br />

Bildschirmen unterzubringen. Das HMZ-T1<br />

erreicht damit pro Auge eine Auflösung von<br />

1 280 × 720 Bildpunkten. Dies verschafft dem<br />

Gerät einen großen Vorteil gegenüber bereits<br />

erhältlichen Konkurrenzmodellen, die meist<br />

über eine PAL-Auflösung mit 576 oder gar nur<br />

480 Zeilen verfügen. Die Auflösung von 720p<br />

schafft noch eine weitere Parallele: Es ist exakt<br />

die Auflösung, mit der Sonys Playstation 3<br />

aktu elle 3D-Spiele darstellt, und 3D ist es, was<br />

beim Kopfkino HMZ-T1 im Mittelpunkt steht.<br />

Sony nennt das Gerät nicht nur in den USA<br />

„Personal 3D Viewer“, wobei diese Bezeichnung<br />

unverhohlen mit dem Aspekt wirbt, dass<br />

konstruktionsbedingt nur eine einzelne Person<br />

das HMZ-T1 nutzen kann. Die Abschottung<br />

von der Außenwelt hat aber auch ihre Vorteile,<br />

denn so können Sie sich ganz den 3D-Effekten<br />

hingeben und sprichwörtlich eintauchen. Mit<br />

Sonys HMZ-T1 kann zudem jeder seine individuelle<br />

Einstellung verwirklichen, um das 3D-<br />

Erlebnis angenehmer zu gestalten. Sony bietet<br />

für die Tiefenregulierung zwei Regler an, die<br />

dem Augenabstand des Betrachters Rechnung<br />

tragen. Ein Vorabsichttest des Kopfkinos offenbarte<br />

allerdings die dezent zu groben Justierungsmöglichkeiten<br />

der Displays, für die fünf<br />

Voreinstellungen zur Wahl stehen.<br />

Voluminöses Kopfkino<br />

Der Vergleich zum echten Kino mag im ersten<br />

Augenblick übertrieben klingen, doch sollte<br />

man sich bewusst sein, dass die optische Täuschung<br />

das Basisprinzip des HMZ-T1 ist. Man<br />

hat zwar nur winzige OLED-Bildschirme vor der<br />

Nase, doch durch einen optischen Trick werden<br />

diese zur <strong>XXL</strong>-Leinwand. Sony schöpft deshalb<br />

bei den Angaben aus dem Vollen – so soll das<br />

Bild wie eine Leinwand mit einer Bilddiagonale<br />

von 150 Zoll (3,8 Meter) wirken, die virtuell ca.<br />

3,5 Meter entfernt ist. Den Eindruck einer riesigen<br />

Leinwand bekommt das Auge vermittelt,<br />

weil Sony ein exakt abgestimmtes Verhältnis<br />

zwischen Größe der Panels und deren Entfernung<br />

zum Auge wählt, sodass Blickwinkel von<br />

45 Grad in alle Richtungen möglich sind. Somit<br />

müssen Sie nicht die ganze Zeit starr nach<br />

vorn schauen, sondern können die Blicke etwas<br />

schweifen lassen, was einer frühzeitigen<br />

Ermüdung vorbeugt. Die perfekte Trennung<br />

der 3D-Bilder dank separater Displays für jedes<br />

Auge macht das Kopfkino ideal für Videospiele,<br />

störende Doppelkonturen sind nur sichtbar,<br />

wenn die Justierung der Minibildschirme nicht<br />

optimal auf das eigene Sichtfeld optimiert<br />

wird. Noch mehr Eingriffe erlauben die Voreinstellungen<br />

für Bildparameter wie Kontrast,<br />

Helligkeit, Farbtemperatur und Bildschärfe.<br />

Sogar das aus dem TV-Bereich bekannte Super<br />

Bit Mapping für die stufenlosere Darstellung<br />

von Farbverläufen kommt zum Einsatz. Das<br />

virtuelle Bild erlebnis setzt allerdings eine gute<br />

Nackenmuskulatur voraus, denn das komplette<br />

Gerät macht mit 420 Gramm und einer leicht<br />

nach vorn verlagerten Gewichtsverteilung auf<br />

sich aufmerksam und benötigt Eingewöhnungszeit.<br />

Zudem ist Sonys Kopfkino mangels<br />

Dioptrienkorrektur für Brillenträger nur bedingt<br />

komfortabel. So viel virtuelle Größe verlangt<br />

natürlich nach einem voluminösen Sound: Die<br />

fest in das HMZ-T1 eingelassenen Kopfhörer<br />

vermögen einen virtuellen Rundumklang wiederzugeben.<br />

Per EQ haben Sie schnellen Zugriff<br />

auf vordefinierte Soundmodi.<br />

Bildqualität der Zukunft<br />

Mit dem Einsatz von OLED-Bildschirmen setzt<br />

Sony auf das technisch Machbare: Geringer<br />

Stromverbrauch, extrem kompakte Maße und<br />

perfekte Schärfe sowie Kontraste bei hoher<br />

Helligkeit sind die Tugenden der Hochleistungstechnik.<br />

Doch die bekannten Nachteile von<br />

OLEDs bleiben nicht außen vor: Dazu gehört<br />

vor allem der unweigerliche Alterungsprozess<br />

der organischen Leuchtdioden. Sonys Lösung:<br />

Anstatt wie üblich Leuchtdioden in den drei<br />

Grundfarben zu verbauen, setzt der Hersteller<br />

ausschließlich auf weiße OLEDs, deren Licht<br />

einen Farbfilter passiert. Diese weißen Leuchtdioden<br />

unterliegen zwar ebenfalls einem Alterungsprozess,<br />

nur altern jetzt alle Farben<br />

gleichmäßig. Bleibt zu klären, wie das Gerät mit<br />

Signalen versorgt wird. Hierzu liefert Sony eine<br />

Box, die mit mehreren HDMI-Buchsen bestückt<br />

ist und den Status des HMZ-T1 registriert: Ist das<br />

Gerät eingeschaltet, wird das aktuelle Eingangssignal<br />

automatisch an die Brille weitergeleitet.<br />

Schaltet man das HMZ-T1 aus, wandert das<br />

Signal stattdessen zum TV. Sonys 3D-Kopfkino<br />

wird bei Erscheinen stolze 799 Euro kosten, so<br />

viel wie ein kompakter 3D-Flachbildfernseher.<br />

Hat man sich aber dank des Kopfkinos in den<br />

stattlichen drei Dimensionen verloren und von<br />

der Außenwelt abgeschottet, ist das Empfundene<br />

schlichtweg unbezahlbar.<br />

Eine entspannte Haltung ist bei 420 Gramm Gewicht angebracht,<br />

um Verspannungen vorzubeugen. Egal in welcher<br />

Position, der Seheindruck ist immer optimal<br />

Unterhalb des Gerätes befinden sich alle Bedienknöpfe.<br />

Während des Betriebes kann neben dem 3D-Effekt auch<br />

die Bild- und Soundcharakteristik verändert werden<br />

Zwei 0,7 Zoll (1,8 Zentimeter) große OLED-Bildschirme<br />

sorgen für die Unterhaltung. Die Wiedergabe erfolgt<br />

wahlweise in 2D oder 3D<br />

Eine kleine Box nimmt zugespielte Signale entgegen und<br />

leitet sie an das Kopfteil weiter. Via Pass-through-Option<br />

schleift Sie Informationen auch zum TV durch<br />

Neues 17


Achtung, Laser!<br />

Noch steckt die Einführung der Laser-Display-Technik<br />

hierzulande in der Planungsphase, doch die Strom sparende<br />

Technik könnte schon bald Realität werden.<br />

VON CHRISTIAN HILL UND CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Mitsubishis Laser-Display bringt es mit Leichtigkeit auf<br />

große Bilddiagonalen. Aufgrund der verwendeten Technologie<br />

zeigt das Gerät fast rahmenlose Bilder, ...<br />

... aufgrund der Verwandtschaft zur Rückprojektion ist die<br />

Bautiefe dagegen nicht unerheblich. Dafür spielt die integrierte<br />

Soundbar die Vorteile des Gehäusevolumens aus<br />

Herzstück des Laser-Displays ist ein DLP-Chip von Texas<br />

Instruments. Die für ihre Reaktionsschnelligkeit bekannte<br />

Technologie stammt aus dem Heimkinobereich<br />

Drei Farblaser erzeugen das Farbbild des Laser-Displays.<br />

Diese strahlen auf den DLP-Chip, dessen Mikrospiegel<br />

durch Reflexionen das Full-HD-Bild aufbauen<br />

Mit dem Begriff Laser assoziiert man<br />

hierzulande Showeffekte, kleine<br />

stiftähnliche Zeigeinstrumente, Augenoperationen<br />

oder optische Laufwerke für CD<br />

oder Blu-ray. Doch kaum jemand verbindet damit<br />

den Fernsehabend in den eigenen vier Wänden.<br />

Mitsubishi will Abhilfe schaffen und wagt<br />

mit der Laser-Display-Technik voraussichtlich<br />

den Sprung auf den europäischen Markt. Bereits<br />

im kommenden Frühjahr sollen entsprechende<br />

Displays in <strong>XXL</strong>-Bildgröße erhältlich sein.<br />

Zurück in die Zukunft<br />

Das Grundprinzip des Laser-Displays ist nicht neu,<br />

es beruht auf der Rückprojektionstechnik, die bereits<br />

auf eine lange Tradition zurückblicken kann.<br />

Im Gegensatz zu herkömmlichen Rückprojektions-TVs<br />

arbeitet keine UHP-Lampe im Inneren,<br />

sondern Laser, weshalb stetige Lampenwechsel<br />

entfallen und die Energieeffizienz steigt. Der<br />

Bildaufbau wird vom eigentlichen Herzstück des<br />

Gerätes, einem DLP-Chip von Texas Instruments,<br />

übernommen. Hier horchen Projektorenkenner<br />

auf, denn dieser Chip sorgt schon in Heimkinobeamern<br />

für scharfe und detailreiche Bilder.<br />

Der Unterschied: Im Laser-Display kommen drei<br />

Laser in den Grundfarben Rot, Grün und Blau<br />

zum Einsatz, was mehrere Vorteile bietet. Neben<br />

der nahezu unbegrenzten Haltbarkeit sowie der<br />

exzellenten Energieeffizienz deckt die Lichtquelle<br />

ein breites Farbspektrum ab. Zudem entfällt das<br />

bei Single-DLP-Projektoren eingesetzte Farbrad,<br />

was der Bildhelligkeit zugutekommt. Auch optisch<br />

machen die Laser-Displays einiges her, denn<br />

der Bildrahmen ist nur wenige Millimeter dick.<br />

Perfekt für 2D und 3D<br />

Das Licht der Laser wird auf den DLP-Chip gerichtet,<br />

der die farbigen Lichtanteile reflektiert.<br />

Die zwei Millionen Mikrospiegel auf dem DLP-<br />

Chip können mehrere tausend Mal pro Sekunde<br />

geschaltet werden, sodass ein schneller und flüssiger<br />

Bildaufbau gewährleistet wird. Der Chip<br />

erzeugt das Bild, indem das Laserlicht gezielt auf<br />

eine spezielle Kunststofffläche, den eigentlichen<br />

Bildschirm, gelenkt wird. Soll ein schwarzer Bildpunkt<br />

dargestellt werden, lenken die Minispiegel<br />

das Licht einfach vom Display weg. Das Ergebnis<br />

ist eine optimale Helligkeit, vergleichbar mit<br />

aktuellen LED-LCDs, und eine satte Schwarzdarstellung,<br />

vergleichbar mit aktuellen Plasma-TVs.<br />

Hinzu kommt die hohe Bildschärfe, denn das<br />

Laser-Display arbeitet mit einer Wiederholfrequenz<br />

von 120 Hertz. Diese Geschwindigkeit<br />

macht das Gerät uneingeschränkt 3D-fähig.<br />

Technikvergleich<br />

Mitsubishi hat angekündigt, zunächst in einer<br />

Studie zu prüfen, ob das Laser-Display eine reelle<br />

Chance gegen LCDs und Plasmas am Markt hat.<br />

Was dem Kunden jedoch sofort ins Auge fällt,<br />

sind die Äußerlichkeiten. Hier wird es dem Laser-<br />

Display schwerfallen, sich gegen die Konkurrenz,<br />

vor allem LED-LCDs, durchzusetzen, denn das<br />

Rückprojektionsprinzip benötigt Wegstrecke und<br />

Volumen. Auf den ersten Blick wirken einzig die<br />

Bilddiagonalen von 65 Zoll und mehr gigantisch,<br />

ein Blick hinter das Gerät enthüllt jedoch die stattliche<br />

Bautiefe von über 30 Zentimetern (cm) –<br />

für viele Käufer ein Grund, sich gegen das Laser-<br />

Display zu entscheiden. Aufseiten der Energieeffizienz<br />

arbeitet das Laser-Display dagegen<br />

sparsamer als aktuelle Flachbildfernseher: Ein<br />

65-Zoll-Gigant verbraucht bei hoher Bildhelligkeit<br />

im Durchschnitt unter 100 Watt – ein Wert, von<br />

dem insbesondere Plasma-TVs meilenweit entfernt<br />

sind. Mit der Plasmatechnik teilt sich das Laser-Display<br />

den großen Betrachtungswinkel, auch<br />

wenn der Helligkeitsabfall bei Abweichungen von<br />

der frontalen Sitzposition offensichtlicher ausfällt.<br />

Qualität kontra Preis<br />

Hersteller Mitsubishi strebt bei einer Markteinführung<br />

in Europa eine Displaygröße von 80 Zoll<br />

(203 cm) an und übertrifft damit sogar das derzeit<br />

in den USA erhältliche 75-Zoll-Modell. Der<br />

Preis soll sich zwischen 6 000 und 7 000 Euro<br />

bewegen. Fans wird dies sicher nicht abschrecken,<br />

das Präzisionsdisplay ins eigene Heim kino<br />

zu integrieren – ob der Laser-Technik aber ein<br />

echter Technologieumbruch gelingt, bleibt abzuwarten.<br />

In einer Umfrage auf unserem Webportal<br />

www.digitalfernsehen.de äußerten rund<br />

20 Prozent der Befragten (rund 900 Stimmen<br />

wurden abgegeben) ein hohes Interesse, das<br />

Laser-Display zu Preisen von 5 000 Euro und<br />

mehr zu erwerben. Der Großteil der Befragen<br />

(50 Prozent) erwartet allerdings Preise, die<br />

gleichauf mit LED-LCDs und Plasma-TVs liegen –<br />

bei dem weiter zu erwartenden Preisverfall im<br />

TV-Bereich kein leichter Stand für die ambitionierte<br />

Laser-Display-Technik.<br />

Bilder: Arasor International, Mitsubishi, Novalux, Texas Instruments<br />

18 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Olympia 16-mal schärfer<br />

Die Olympischen Spiele treiben nicht nur<br />

Sportler zu Höchstleistungen an. Im Rahmen<br />

der nächsten Sommerspiele im kommenden<br />

Jahr in London gehen die Sendeanstalt BBC<br />

und der japanische Elektronikhersteller Sharp<br />

eine besondere Kooperation ein. Nachdem<br />

die BBC bereits Sportereignisse in 3D produzierte,<br />

so z. B. ausgewählte Fußballspiele und<br />

die Tennisübertragung aus Wimbledon, blickt<br />

die berühmte Sendeanstalt diesmal weit in<br />

die Zukunft voraus und präsentiert Teile der<br />

Spiele in U<strong>HDTV</strong>-Auflösung. Ultra High Definition<br />

Television besitzt die 16-fache Auflösung<br />

von regulärem <strong>HDTV</strong>. Aufgrund der<br />

Auflösung von 7 680 × 4 320 Pixeln wird dieses<br />

Format oftmals auch als 8K4K oder schlicht<br />

8K betitelt. Sharp liefert für diese wahrhaft<br />

olympische Kooperation drei Displays mit<br />

einer Bildhöhe von jeweils 15 Metern und<br />

der entsprechenden 8K4K-Auflösung, denn<br />

die BBC will das U<strong>HDTV</strong>-Erlebnis als Public-<br />

Viewing-Event der Öffentlichkeit zugänglich<br />

machen. Die Panels werden sich vor den BBC-<br />

Häusern in Glasgow und London befinden.<br />

Als dritter Standort ist das National Media<br />

Museum in Bradford im Gespräch. Einziger bisher<br />

bestätigter Termin für die 8 K-Übertragung<br />

ist die Eröffnungszeremonie, die mit einer einzigen<br />

Kamera als Panorama eingefangen wird.<br />

Laut den BBC-Offiziellen soll die hohe Auflösung<br />

dem Zuschauer den Eindruck vermitteln,<br />

als würde er direkt vor Ort im Stadion in den<br />

vorderen Rängen sitzen. Eine reguläre U<strong>HDTV</strong>-<br />

Nutzung ist dagegen noch Zukunftsmusik. Für<br />

2012 plant Sharp voraussichtlich LED-LCDs in<br />

<strong>XXL</strong>-Bildgröße und 4K-Auflösung (vierfache<br />

Full-HD-Qualität). Der Hersteller hat ein 8K4K-<br />

Gerät zwar ebenfalls fertiggestellt, jedoch<br />

liegt ein marktreifer TV noch in weiter Ferne.<br />

Einen Großteil der Investitionen für das sportliche<br />

Großereignis übernimmt die japanische<br />

Sende anstalt NHK. Diese hatte bereits in der<br />

Vergangenheit angekündigt, bei einer Austragung<br />

der Olympischen Sommerspiele 2016 in<br />

Japan in 8K4K zu produzieren. CH<br />

Multiplattform-TV-Erlebnis<br />

Kommunikationsspezialist Motorola will mit<br />

einer speziellen Plattform das Zusammenspiel<br />

von unterschiedlichen Endgeräten im TV-Alltag<br />

vereinfachen. Dazu hat der Hersteller das Projekt<br />

Medios Xperience ins Leben gerufen. Die<br />

Plattform versteht sich als Mittler zwischen<br />

dem TV und mobilen Endgeräten im Haushalt<br />

wie z. B. Smartphones oder Tablets. Ziel ist eine<br />

Verschmelzung des linearen TV-Angebots mit<br />

den interaktiven Möglichkeiten der Onlinewelt.<br />

Mögliche Anwendungen sind das vereinfachte<br />

Navigieren durch das TV-Angebot, Streaming<br />

von Sendungen und Video-on-Demand-Angeboten<br />

von TV- zu Endgeräten (oder umgekehrt)<br />

sowie die Verknüpfung des Programms mit Zusatzinformationen<br />

oder Interaktionen wie z. B.<br />

Gewinnspielen. Dabei soll das End gerät zur<br />

inter aktiven Fernbedienung werden; die Anwendung<br />

basiert auf Cloud. Zudem stellt Motorola<br />

über ein Software-Development-Kit eine Entwicklungsplattform<br />

für Anbieter zur Verfügung.<br />

Wann das System Europa erreicht und welche<br />

Medienpartner im Boot sind, wurde sei tens<br />

Motorola noch nicht bekannt gegeben. CH<br />

Bilder: BBC, London 2012, Motorola, NHK, Sharp, Thomson<br />

Thomson kehrt zurück<br />

Die Konkurrenz auf dem heimischen TV-Markt<br />

wird größer. Mit Thomson ist nun ein alter Bekannter<br />

im Wettstreit um den Kunden in den<br />

Ring gestiegen. Das Besondere daran: Die vertraute<br />

Marke Thomson hat einen starken Partner<br />

im Rücken, denn die Produktion der Panels<br />

übernimmt niemand Geringeres als der Mutterkonzern<br />

TCL. TCL Multimedia baute eigens ein<br />

neues LCD-Werk, und das direkt neben einem<br />

bereits bestehenden, das in Kooperation mit<br />

Samsung errichtet wurde. Weitere Produkte<br />

von TCL sind z. B. Camcorder oder diverse Haushaltsgeräte.<br />

Während diese weiterhin direkt von<br />

TCL vertrieben werden, erfolgt der Vertrieb der<br />

TV-Geräte auf dem europäischen Markt exklusiv<br />

unter der Marke Thomson. Dabei kann sich<br />

Thomson auf das Know-how und die weitreichenden<br />

Patente des Mutterkonzerns verlassen,<br />

so z. B. beim aktuellen Topmodell 55FT8865.<br />

Der 55 Zoll (139 Zentimeter) große Edge-LED-<br />

TV bietet mit 3D, vielseitiger Multimedia-Unterstützung<br />

und vielen Stromsparfunktionen (z. B.<br />

einem Lichtsensor) alles, was ein Flachbildschirm<br />

benötigt, um auf dem Markt zu bestehen. CH<br />

Neues 19


Lässt Kinoherzen höherschlagen<br />

Nachdem Philips in diesem Jahr schon mit einer<br />

Edge-LED-LCD-Variante des 21 : 9-Modells<br />

für den kleineren Geldbeutel überraschte,<br />

kommt nun nach nur einem Jahr Wartezeit<br />

die aufgefrischte Version des Direct-LED-LCD-<br />

Topmodells in die Ladenregale. Ein Blick in das<br />

Datenblatt lässt erahnen, dass auf der technischen<br />

Seite keinerlei Wünsche offenbleiben.<br />

Die wesentlichste Neuerung ist die neue Videoprozessoreneinheit,<br />

die mit 2 Milliarden Pixeln<br />

pro Sekunde doppelt so viele Informationen<br />

wie das letztjährige Modell verarbeiten kann.<br />

Das kommt vor allem der internen Bildverarbeitung<br />

zugute, die wie gehabt Filme im extremen<br />

Bildseitenverhältnis auf die vergrößerte Displayauflösung<br />

von 2560 × 1080 Bildpunkten skalieren<br />

muss. In diesem Jahr bietet Philips zudem<br />

eine 2D-zu-3D-Echtzeitkonvertierung an, die<br />

ebenfalls der Rechenleistung zulasten fällt. Bei<br />

seinem Topmodell setzt Philips weiterhin auf die<br />

bewährte Shutter-Technologie. Die Tiefenwirkung<br />

des 3D-Effekts ist erstmals in Stufen regelbar.<br />

Um der Abdunklung durch die Shutter-<br />

Brille entgegenzuwirken, verbaut Philips erneut<br />

die leistungsfähigen Bright-Pro-LEDs, die<br />

durch eine abgestimmte Signalverarbeitung<br />

besonders hohe Helligkeitswerte garantieren.<br />

Nebenbei sorgt das Local Dimming für perfekte<br />

Schwarzwerte und sehr hohe Kontraste. Philips<br />

gibt die Bildwiederholfrequenz mit 1 200 Hertz<br />

an, Basis bleibt jedoch ein 200-Hertz-Panel,<br />

das mittels Addition verschiedener Faktoren<br />

wie Scanning Backlight oder Zwischenbildberechnung<br />

zur Höchstleistung getrieben wird.<br />

Die Bilddiagonale ist mit 58 Zoll (147 Zentimeter)<br />

groß genug, um per Multiview bequem<br />

das Bild von zwei verschiedenen Signalquellen<br />

unterzubringen. Natürlich wird der Cinema<br />

21 : 9 Platinum die überarbeitete Net-TV-Oberfläche<br />

beherbergen und auch an das USB-<br />

Recording wurde gedacht. Gepaart mit der<br />

gewohnt hohen Verarbeitungsqualität sowie<br />

Ambilight steht dem Heimkinogenuss nichts<br />

mehr im Wege. Der 58PFL9956H ist ab sofort<br />

für 4 199 Euro erhältlich. CH<br />

Grüner geht’s kaum<br />

Ab November gilt in Deutschland für alle TV-<br />

Hersteller eine Auszeichnungspflicht mit der<br />

EU-Energieeffizienz-Plakette. Da trifft es sich<br />

gerade gut, dass Philips mit der Neuauflage<br />

des Stromsparfernsehers Econova die Messlatte<br />

für genügsamen Verbrauch nochmals<br />

höher gelegt hat. Lediglich 45,5 Watt soll das<br />

Gerät im Standardbetrieb noch verbrauchen<br />

und dies bei einer Bilddiagonale von 46 Zoll<br />

(117 Zentimeter). Ermöglicht wird dies durch<br />

effizientere LEDs im Rahmen und eine Glasscheibe,<br />

die weniger Licht schluckt. Hinzu<br />

kommen intelligente Stromsparmechanismen<br />

per Licht sensor und einer inhaltsabhängigen<br />

Dimmung. Natürlich verfügt der Econova über<br />

einen Netzschalter und die Fernbedienung<br />

wird wie beim Vorgängermodell optional per<br />

Solarzelle auf der Rückseite geladen. Technisch<br />

gesehen ist der 46PFL6806K ein Edge-LED-<br />

Gerät mit einem 100-Hertz-Panel und verfügt<br />

natürlich auch über die Smart-TV-Plattform<br />

von Philips. Das Stromsparwunder steht ab sofort<br />

mit der Energieeffizienzeinstufung A++ im<br />

Fachhandel bereit und kostet 1 299 Euro. CH<br />

Samsung und Sony zeigen Größe<br />

Schaut man auf die Neuankündigungen von<br />

Samsung und Sony, könnte man denken, es<br />

komme wirklich nur auf die Größe an. Bei<br />

Samsung endeten die aktuellen Serien bisher<br />

bei 55 Zoll (139 Zentimeter), doch nun wird teilweise<br />

auf 60 Zoll (152 Zentimeter) aufgestockt.<br />

Genauer gesagt handelt es sich dabei um das<br />

Modell UE60D8090 und dessen Verwandten<br />

aus der Mittelklasse, dem UE60D6500. Technisch<br />

ändert sich bis auf die Göße des Panels<br />

nichts. Sony geht etwas differenzierter vor: Hier<br />

bekommt die Serie NX725 der Mittelklasse ein<br />

60-Zoll-Update (KDL-60NX725), während die<br />

Topserie HX925 noch ein paar Zentimeter drauflegt.<br />

65 Zoll (165 Zentimeter) kann der KDL-<br />

65HX925 nun vorweisen. Auch bei Sonys Neulingen<br />

ändert sich technisch nichts, nur der Preis<br />

wurde angepasst. Der KDL-60NX725 (Edge-LED-<br />

LCD) wechselt für 3 499 Euro den Besitzer, der<br />

KDL-65HX925 (Direct-LED-LCD mit Local Dimming)<br />

schlägt mit 5 299 Euro zu Buche. Günstiger<br />

wird es bei Samsung: Der UE60D8090 (Edge-<br />

LED-LCD) kostet 3 999 Euro, der UE60D6500<br />

(Edge-LED-LCD) lediglich 2 999 Euro. CH<br />

Bilder: Disney, Philips, Samsung, Sony<br />

20 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


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DIGITAL-TV JETZT!<br />

Eine Initiative von:<br />

DIGITAL-TV JETZT!<br />

Mit Loewe tauchen Sie direkt und ohne Hürden in digitale Unterhaltungswelten ein – natürlich<br />

in 2D und 3D. Zudem geben wir Ihnen die besten Tipps für einen reibungslosen Umstieg<br />

und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten der digitale Umstieg mit sich bringt.<br />

Perfektes Home-Entertainment in 3D<br />

Nach Einführung der 3D-Technologie in der Individual<br />

Familie setzt der deutsche Premium hersteller Loewe<br />

seine Marktoffensive konsequent fort. Auch die Produktfamilien<br />

Loewe Connect und Loewe Art werden<br />

nun mit der zukunftsweisenden Technologie ausgestattet.<br />

Denn egal, ob man zwei- oder dreidimensionale<br />

Sendungen betrachtet: Mit den Loewe 3D-Fernsehern<br />

wird man immer das beste Bild genießen. Die<br />

Displays der neuen Fernseher Loewe Connect 40 3D,<br />

Loewe Art 40 3D sowie Loewe Art 46 3D sind mit ihrer<br />

Leuchtkraft und hohen Bildwechselfrequenz perfekt<br />

für die Darstellung von 3D-Inhalten geeignet. Sie sind<br />

darüber hinaus sogar in der Lage, zweidimensionale<br />

Sendungen in 3D zu konvertieren. Aufwendige Algorithmen<br />

garantieren dabei stets ein eindrucksvolles<br />

Bild, das auch die Bildqualität von 2D-Sendungen<br />

nochmals deutlich verbessert. Als zusätzliche Signalquelle<br />

kann außerdem der 3D-fähige Blu-ray-<br />

Player Loewe BluTechVision 3D verwendet werden.<br />

Zusammen mit den frei kombinierbaren Soundlösungen<br />

von Loewe und der Steuerung des gesamten<br />

Systems mit einer einzigen Fernbedienung wird so<br />

immer ein perfektes und hoch emotionales Home-<br />

Entertainment-Erlebnis garantiert. Zu dem System<br />

gehören auch die Loewe Active Glasses 3D-Brillen.<br />

Ihre Synchronisation erfolgt über einen Infrarotsender.<br />

Dieser ist unauffällig in das markentypische<br />

„Loewe Auge“ der Flat-TVs integriert und harmoniert<br />

deshalb perfekt mit dem Design der Fernseher.<br />

Loewe rundet außerdem sein Angebot an 3D-Fernsehern<br />

mit dem attraktiven Individual 32 Compose<br />

Sound 3D und dem zukunftssicheren Loewe Connect<br />

32 3D ab. Der Individual 3D Flat-TV wird in den Farben<br />

Weiß Hochglanz, Alu Schwarz und Alu Silber<br />

ausgeliefert und glänzt durch sein brillantes Bild und<br />

eine integrierte Festplatte mit einer Kapazität von<br />

500 GB. Die auswechselbaren Intarsien können darüber<br />

hinaus – den individuellen Farbwünschen entsprechend<br />

– frei gestaltet werden. Ebenfalls 3D-fähig<br />

ist der Loewe Connect 32 3D. Sein modernes Design<br />

spricht vor allem ein jüngeres Zielpublikum an. Mit<br />

ihrer Bildschirmdiagonale von 32 Zoll können übrigens<br />

beide Fernseher auch als exklusive Zweitgeräte<br />

genutzt werden und eignen sich damit perfekt für<br />

das raumübergreifende Videostreaming DR+.<br />

Technik, die begeistert<br />

Sie müssen nur auf wenige Dinge achten, und schon<br />

ist Ihnen ungetrübter TV-Genuss in der digitalen<br />

Welt sicher. Und wenn Sie wollen: jede Menge zusätzlicher<br />

Komfort. In den meisten Fällen brauchen<br />

Sie beim Umstieg von analog auf digital lediglich einen<br />

neuen Receiver. Ein paar wichtige Hinweise für<br />

die optimale Gerätewahl nach Ihren TV-Bedürfnissen<br />

haben wir hier zusammengestellt.<br />

HD und HD+ Empfang: HD-Receiver erkennen<br />

Sie ganz einfach am „HD“-Zeichen. Schon heute<br />

sind zwei von drei verkauften Digitalreceivern HD-<br />

Geräte. Stellen Sie beim Kauf eines neuen Receivers<br />

am besten gleich auf HD um – ein späterer<br />

Wechsel kostet unnötig Geld. Wichtig: Jeder HD-<br />

Receiver kann auch alle digitalen SD-Programme<br />

empfangen. Wenn Sie Private wie RTL oder Sat 1<br />

in HD erleben möchten, sollten Sie sich gleich für<br />

ein HD+ Gerät entscheiden. Mit HD+ sind Sie auf<br />

alles optimal vorbereitet. Interaktives Fernsehen/<br />

Internet: Wenn Sie sich für programmbegleitende<br />

Angebote interessieren und Ihren Fernseher mit<br />

dem Internet verbinden wollen, achten Sie darauf,<br />

dass Ihr Receiver den neuen HbbTV-Standard unterstützt.<br />

PMT (Program Map Table): Diese Funktion<br />

ist nötig, wenn Sie alle Landes- und Regionalsendungen<br />

der Dritten sowie von RTL und Sat 1<br />

empfangen wollen. Dolby Digital: Achten Sie auf<br />

dieses Zeichen, und Sie bekommen was auf die<br />

Ohren – ein Raumklangerlebnis wie im Kino. Zeitversetztes<br />

Fernsehen/Aufzeichnen: Klingelt der<br />

Nachbar wieder kurz vor dem packenden Höhepunkt<br />

des Films? Kein Problem bei Receivern mit<br />

interner Festplatte: Durch die sogenannte Time-<br />

Shift-Funktion können Sie zeitversetzt fernsehen,<br />

das Programm anhalten, später weitersehen oder<br />

zurückspulen. Und wenn Sie wollen, können Sie<br />

auch Sendungen aufzeichnen. Falls Sie gleichzeitig<br />

ein Programm schauen und ein anderes aufzeichnen<br />

wollen, brauchen Sie einen Twin-Tuner.<br />

Sie wünschen sich mehr Ordnung im Wohnzimmer<br />

und weniger Kabel? Digitales Fernsehen geht auch<br />

ohne Receiver in einer separaten Box. Bei immer<br />

mehr Flachbildfernsehern ist der Receiver bereits<br />

eingebaut. Diese Geräte werden auch als IDTVs<br />

(Integrated Digital Television) bezeichnet. Achten<br />

Sie beim Kauf eines entsprechenden Fernsehers<br />

darauf, dass das Empfangsgerät DVB-S empfangen<br />

kann. Sat-TV inklusive Internet und Telefon?<br />

Kein Problem! Speziell für Haushalte ohne Hochgeschwindigkeitsinternet<br />

wird die Telekom künftig<br />

eine Satellitenvariante ihres TV-Angebotes<br />

Entertain anbieten. Mit EntertainSat können Sie<br />

alle freien TV- und Radiosender von ASTRA digital<br />

empfangen – und das komplette HD+ Angebot.<br />

Dazu Video-on-Demand und ein TV-Archiv<br />

mit über 10 000 Filmen und Serien auf Abruf. Der<br />

EntertainSat-Receiver hat 500 GB Speicherplatz<br />

für Aufzeichnungen und zeitversetztes Fernsehen.<br />

Inbegriffen: eine Internet- und Telefonflatrate.<br />

Damit wird das Triple-Play-Angebot der Telekom<br />

für Kunden ohne breitbandigen DSL-Anschluss interessant.<br />

Für EntertainSat reicht bereits ein DSL-<br />

3 000- Anschluss von 3 Mbit/s. Eine echte Chance<br />

für Millionen Haushalte.<br />

Neues 21


Rückkehr einer Legende<br />

Pioneers Elite-TVs lassen Heimkinofreunde in<br />

den USA noch immer schwärmen. Will man<br />

eines der Geräte ergattern, muss man viel Glück<br />

haben und nahezu den Originalpreis zahlen.<br />

Nach mehreren Jahren Abstinenz vom Flachbildfernsehermarkt<br />

feiert Pioneers Elite-Serie im Ausland<br />

ihr Comeback. Nach dem Rückzug Pioneers<br />

aus dem Flachbild-TV-Markt übernimmt Sharp<br />

die Produktion der Modellreihe X5 in 60 und<br />

70 Zoll. Der hoch angesetzte Qualitätsmaßstab<br />

spiegelt sich in den technischen Spezifikationen<br />

wider. Es handelt sich um direkt hinterleuchtete<br />

LED-Geräte mit Local Dimming auf Basis eines<br />

200-Hertz-Panels mit Scanning Backlight. Das<br />

Panel stammt von Sharp und hat dementsprechend<br />

auch den gelben Subpixel zu bieten. Die<br />

Geräte sind sowohl THX- als auch ISF-zertifiziert,<br />

eine farbneutrale Kalibrierung des Bildes kann<br />

mustergültig vorgenommen werden. Natürlich<br />

ist auch die Wiedergabe von 3D möglich. Wermutstropfen<br />

für deutsche Fans: Die Elite-TVs<br />

sind ausschließlich für den nordamerikanischen<br />

Markt bestimmt und wechseln für 5 999 bzw.<br />

8 499 Dollar den Besitzer. CH<br />

Fernseher in Leinwandgröße<br />

Sharp hat seine Ziele für die Zukunft klar gesteckt:<br />

größere Bilddiagonalen zum fairen Preis,<br />

beste Energieeffizienz und ultrahohe Auflösung.<br />

Der Hersteller sieht im Bereich der Bilddiagonalen<br />

über 50 Zoll den größten Wachstumsmarkt<br />

bei Flachbildfernsehern. Aus diesem Grund will<br />

Sharp die Modellpalette sukzessive um Geräte<br />

mit Bilddiagonalen von 60 Zoll (152 Zentimeter),<br />

70 Zoll (178 Zentimeter) und sagenhaften 80 Zoll<br />

(203 Zentimeter) erweitern. Das Besondere: Die<br />

Edge-LED-LCD-Geräte sollen trotz der <strong>XXL</strong>-Displays<br />

erschwinglich bleiben. Den Anfang macht<br />

das 60-Zoll-Modell, das nach Herstellerangaben<br />

noch in diesem Jahr erscheinen wird und unter<br />

2 000 Euro kosten soll. Im nächsten Frühjahr folgen<br />

dann die größeren Verwandten in 70 und<br />

80 Zoll. Sharp setzt zudem alle Energien auf die<br />

sportlichen Großereignisse Olympia 2012 und<br />

die Fußballeuropameisterschaft. Bei Letzterem<br />

ist Sharp einer der Hauptsponsoren und will<br />

mittels großer Bilddiagonalen im Wohnzimmer<br />

das Stadiongefühl nach Hause tragen. Im<br />

Gespräch sind sogar erste LCD-Modelle mit<br />

4K-Panel (vierfache Full-HD-Auflösung). CH<br />

Kabellos glücklich<br />

Sharp bietet mit dem Aquos Wireless Lifestyle<br />

die grenzenlose TV-Unterhaltung in Form eines<br />

mobilen Flachbildfernsehers mit 20-Zoll-Bilddiagonale.<br />

Basis des Konzepts ist eine Set-Top-Box,<br />

die mit Triple-Tuner sowie diversen Eingängen<br />

sämtliche Signalquellen entgegennimmt. Die<br />

Übertragung zum Display geschieht per Wireless<br />

HD im wenig störungsanfälligen 5-Gigahertz-<br />

Band. Somit kann der Aquos Wireless Lifestyle<br />

nicht nur von Zimmer zu Zimmer, sondern auch<br />

ins Freie mitgenommen werden, ohne dass die<br />

Verbindung zur Set-Top-Box abbricht. Das Display<br />

wird von einem Akku gespeist und besitzt<br />

neben einem ausklappbaren Standfuß auch<br />

einen Trage griff für den bequemen Transport.<br />

Auf Fachmessen konnte uns das Gerät vor allem<br />

durch das tadellose Designkonzept, eine brandneue<br />

Bedienoberfläche und die einfach gehaltene<br />

Fernbedienung überzeugen. Positiv empfanden<br />

wir auch das geringe Gewicht, sodass<br />

ein Transport von A nach B nicht zur Tortur wird.<br />

Es gibt Überlegungen seitens Sharp, die Bilddiagonale<br />

noch zu vergrößern. Preis und Marktstart<br />

sind bisher nicht bekanntgegeben worden. CH<br />

Sharp zeigt Super-Hi-Vision-TV<br />

Schärfer als die Realität: Sharp präsentierte<br />

in einer Europapremiere ein LC-Display mit<br />

sage und schreibe 33 Millionen Bildpunkten<br />

(7680 × 4320 Pixel). Zum Vergleich: Die Full-<br />

HD-Auflösung kommt auf 2 Millionen Pixel. Der<br />

Prototyp mit einer Bildschirmdiagonale von 85<br />

Zoll (216 cm) wird derzeit mit der Bezeichnung<br />

8K4K be titelt und ist eine stringente Weiterentwicklung<br />

des 4K2K-Displays des Herstellers.<br />

Das Gerät entstand in Kooperation mit dem<br />

japanischen Sendernetzwerk NHK. Die entsprechenden<br />

Forschungstätigkeiten der beiden<br />

Partner wurden bereits 1995 aufgenommen.<br />

NHK (Nippon Hõsõ Kyõkai), dessen Ableger<br />

NHK World TV auch in Deutschland unverschlüsselt<br />

über die Satellitenplattform Astra und<br />

das Kabel netz Net Cologne empfangen werden<br />

kann, möchte im Jahr 2020 mit dem ersten Testbetrieb<br />

in Super-Hi-Vision beginnen. Eine massenmarktfähige<br />

Version des entsprechenden<br />

Fernsehers wird wohl länger auf sich warten lassen.<br />

Die beiden Partner prognostizieren dabei<br />

das Jahr 2022 für eine endgültige Einführung<br />

der 8K-Technik im Massenmarkt. CH, DS<br />

Bilder: NHK, Sharp<br />

22 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


www.teufel.de<br />

Update 5.2011<br />

Nachtrag Sony KDL-55HX925<br />

Die im Testbericht angegebene Anzahl der lokal<br />

dimmbaren LED-Segmente ist nicht ganz korrekt:<br />

Statt der mit „rund 100“ bezifferten Anzahl bietet<br />

der KDL-55HX925 154 dimmbare Zonen.<br />

Größenangabe LG LW980S<br />

In unsere 3D-TV-Übersicht hat sich ein Fehler eingeschlichen:<br />

LGs diesjähriges Topmodell kommt in<br />

den Größen 47 und 55 Zoll in den Handel.<br />

Verwirrung um Leistungsaufnahme<br />

Panasonics Blu-ray-Rekorder DMR-BST800EG hat<br />

laut Herstellerangaben eine Leistungsaufnahme von<br />

rund 60 W – im Testbericht sind dagegen nur rund<br />

25 W verzeichnet. Aufgrund der Mehrfachfunktion<br />

des Rekorders gibt der Hersteller die maximal mögliche<br />

Leistungsaufnahme an. In unserem Testbericht<br />

haben wir uns hingegen auf eine Hauptfunktion für<br />

den Durchschnittsbetrieb beschränkt.<br />

Episode IV–VI<br />

Die digitale Überarbeitung hat wahre Wunder bewirkt,<br />

sodass die über 30 Jahre alten Aufnahmen<br />

so scharf und kontrastreich wie nie erscheinen. Teilweise<br />

lassen sich sogar mehr Texturdetails erkennen<br />

als in so mancher Szene der neuen Trilogie. Allerdings<br />

gibt es auch partielle Unschärfen zu entdecken<br />

und generell tauchen bei vielen Special-Effect-<br />

Szenen Probleme mit der visuellen Klarheit auf. Die<br />

jüngeren CGI-Sequenzen der Special Editions sind<br />

einigermaßen organisch in das Gesamtkonzept<br />

eingegliedert, nur wenige Einstellungen fallen komplett<br />

aus dem Rahmen. Beim Sound wurde auch<br />

noch einmal einiges überarbeitet, unter anderem<br />

ist nun das Lispeln der Protagonisten in Episode VI<br />

beseitigt worden. Dennoch ist der Soundqualität<br />

das Alter deutlich anzumerken. Das Soundspektrum<br />

ist auf höhere Frequenzen beschränkt,<br />

Tiefen bilden eher die Ausnahme.<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Nachtest: Star Wars<br />

20th Century Fox bietet neben der Complete Edition<br />

die alten und neuen Episoden im Einzelverkauf an,<br />

worauf sich auch unsere Bonuswertung bezieht.<br />

Episode I–III<br />

Episode I ist bildtechnisch die Schwächste: Am<br />

auffälligsten ist die häufige Unschärfe des gesamten<br />

Bildes bzw. die partiellen Unschärfen, u. a. am<br />

oberen Bildrand. Ausnahmen sind in der Regel die<br />

CGI-dominierten Sequenzen, in denen die Figuren<br />

brillante Konturen vorweisen. Der oft recht blasse<br />

Kontrast sorgt für matschige Bilder. Legt man eine<br />

der darauffolgenden Episoden ein, kommt man<br />

aus dem Staunen kaum heraus. Das Bild ist absolut<br />

klar und kontrastreich. Auch die Farben sind besser<br />

voneinander abgegrenzt und ordentlich gesättigt.<br />

Im Audiobereich hingegen punktet Episode I, denn<br />

hier erklingt vor allem das Pod-Rennen mit perfekter<br />

Dynamik. Im Vergleich dazu verpufft z. B.<br />

die Wirkung der einführenden Sternenschlacht in<br />

Episode III, da es dieser am nötigen Durchschlagsvermögen<br />

fehlt.<br />

Vertrieb:<br />

20th Century Fox Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: George Lucas<br />

Darsteller: Ewan McGregor,<br />

Natalie Portman,<br />

Hayden Christensen<br />

Laufzeit: 418 min<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: die ersten drei Episoden<br />

in vielen Szenen technische Referenz<br />

und damit gutes Material für hochwertige<br />

Heimkinoausstattungen sind. Episode I<br />

punktet durch den Sound, während sich die<br />

anderen besonders beim Bild hervortun.<br />

Bild<br />

Ton<br />

Bonus<br />

Vertrieb:<br />

20th Century Fox Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: George Lucas<br />

Darsteller: Harrison Ford,<br />

Mark Hamill, Carrie<br />

Fisher<br />

Laufzeit: 387 min<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: die ursprünglichen<br />

„Star Wars“-Episoden immer noch zu den besten<br />

Filmen aller Zeiten gehören. Die jüngsten<br />

inhaltlichen Anpassungen, wie Darth<br />

Vaders neue Stimmgewalt in Episode VI,<br />

dürften Fans allerdings nicht schmecken.<br />

Bild<br />

Ton<br />

Bonus<br />

Nachtest: Thor 3D<br />

Die Blu-ray liefert ein beeindruckendes Ausstattungspaket,<br />

das weder bei der tollen Bildqualität<br />

noch beim brachialen Rundumsound Anlass zur<br />

Kritik gibt. Eine Spur weniger Weichzeichner und<br />

etwas natürlichere Farben hätten es aber sein dürfen.<br />

Klares Highlight der Scheibe ist die ausgefeilte<br />

Tonspur, die selbst in der technisch leicht abgespeckten<br />

deutschen Variante für Gänsehautmomente<br />

am laufenden Band sorgt. Der Film ist auch<br />

als Combo-Pack inklusive Blu-ray 3D erhältlich: Der<br />

3D-Effekt wird meist nur angedeutet und lohnt den<br />

Aufpreis zur 2D-Fassung nicht.<br />

Vertrieb: Paramount Home<br />

Empfehlenswert, weil: der vorlaute Donnergott<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

mit seiner hemdsärmeligen Art und<br />

Tonformat: DD 5.1, DTS-HD MA seinem sympathisch-kindlichen Gemüt angenehm<br />

frischen Wind in die aktuelle zwei-<br />

5.1 (engl.)<br />

Regie: Kenneth Branagh<br />

te Welle der Comicverfi lmungen bringt.<br />

Darsteller: C. Hemsworth, N.<br />

Portman, A. Hopkins Bild<br />

Laufzeit: 112 min<br />

Ton<br />

FSK: ab 12 Jahren Bonus<br />

Starttermin: erhältlich<br />

3D<br />

Anzeige<br />

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Neues 23


Lesen Sie den Source Code<br />

Was wäre, wenn Sie unendlich oft in die Vergangenheit<br />

springen könnten, um einen ganz entscheidenden<br />

Moment zu Ihren Gunsten zu verändern?<br />

Erste Entscheidung<br />

Alles hat einen Anfang, auch die X-Men. Die Idee zu der<br />

Gruppierung entsprang einer ungewöhnlichen Freundschaft<br />

Die Holmes-Methode<br />

„Sherlock“ versetzt den größten aller literarischen Detektive<br />

in die Jetztzeit. Und das Konzept geht auf<br />

Tanzt! Tanzt!<br />

Wim Wenders hat es wieder einmal geschafft: Mit seinem<br />

Auge für das Besondere entführt er in die Welt von „Pina“<br />

Falko Theuner<br />

Redakteur<br />

Wollen Sie wirklich wissen, was ich von<br />

den Innovationen in der Blu-ray-Neuveröffentlichung<br />

der „Star Wars“-Saga<br />

halte? Also ganz ehrlich, wären die<br />

Veränderungen so gravierend wie die<br />

1997 erschienenen Verunglimpfungen<br />

der alten Trilogie, würde ich mich tatsächlich<br />

darüber aufregen. Doch so<br />

klein wie die Schönheits korrekturen<br />

an der sonst so grandiosen HD-Edition<br />

sind, braucht man sich wirklich nicht<br />

künstlich an den Nichtigkeiten hochzuschaukeln.<br />

Sicher kann ein einfaches<br />

Nein die Intention eines ganzen Filmes<br />

auf den Kopf stellen – das haben Negationen<br />

so an sich. Doch in diesem<br />

Fall wird der eigentliche Gedanke<br />

emotionalisiert statt verändert. Das ist<br />

jedenfalls tausendmal besser, als wenn<br />

George Lucas noch weiter in den ursprünglichen<br />

Meisterwerken herumfuhrwerken<br />

würde, die ja inzwischen<br />

mehr den Fans gehören als ihm.<br />

Darum, liebe „Star Wars“-Gemeinde,<br />

lasst George in Ruhe, da er sich für seine<br />

Verhältnisse wirklich zurückgenommen<br />

hat, und spart Eure Flüche für die<br />

kommenden 3D-Veröffentlichungen.<br />

Tipp des Monats:<br />

Strict Joy (Audio-CD)<br />

Das Folk-Rock-Duo The<br />

Swell Season ist spätestens<br />

seit dem Kultdrama<br />

„Once“ kein Geheimtipp<br />

mehr. In Vorbereitung<br />

auf die neue Kinodoku,<br />

die ebenfalls auf den<br />

Namen „The Swell Season“ hört, empfehlen<br />

wir Ihnen das Album „Strict Joy“.<br />

Bilder: 20th Century Fox, Indigo Musikproduktion + Vertrieb GmbH, Neue Roadmovies GmbH / NFP / Warner Home, Polyband, Studiocanal<br />

24 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Blu-ray-Höhepunkte<br />

Die Tage werden wieder kürzer und die großen Kinohighlights von 2011 erscheinen pünktlich<br />

auf Blu-ray, darunter solche Perlen wie „X-Men: Erste Entscheidung“, Oscar ® -Nominee<br />

„The Fighter“ oder auch Wim Wenders' Tanzspektakel „Pina“.<br />

VON LYDIA FISCHER, UWE FUNK, FALKO THEUNER UND TIEMO WEISENSEEL<br />

Pirates Of The Caribbean – Fremde Gezeiten (3D)<br />

Die Frage, ob ein vierter Teil<br />

der Piraten-Kinoreihe überhaupt<br />

notwendig war, beantwortet<br />

der immense Erfolg<br />

von „Fremde Gezeiten“.<br />

Schrammte das vier Jahre<br />

ältere „Fluch der Karibik –<br />

Am Ende der Welt“ nur ganz<br />

knapp an der Milliardengrenze<br />

vorbei, überschritt „Fremde Gezeiten“ jene<br />

spielend. Wen wundert’s da, dass Teil fünf der Reihe<br />

bereits in Planung ist. Doch bleiben wir bei den<br />

bestehenden Tatsachen. Worum geht es im aktuellen<br />

Film? Um nichts Geringeres als die Suche nach der<br />

ewigen Jugend. Wer hinter der Story einen „Indiana<br />

Jones und der letzte Kreuzzug“ erwartet, der im<br />

Spätmittelalter und vor karibischer Kulisse spielt, liegt<br />

gar nicht so verkehrt. Der Unterschied liegt hauptsächlich<br />

in der Quantität: Statt eines Grals gibt es nun<br />

zwei. Das Ritual ist ein heidnisches und es interessieren<br />

sich deutlich mehr Parteien für den Schlüssel<br />

zur Unendlichkeit als noch beim Schlapphutträger.<br />

Erneut jagt Jack Sparrow (Johnny Depp), der charismatische,<br />

ewig torkelnde Piratenkapitän, dem größten<br />

Schatz aller Zeiten hinterher, doch zunächst benötigt<br />

er dafür eine Crew und ein Schiff. Da er weder<br />

das eine noch das andere besitzt, begibt er sich in<br />

das kreative Chaos der üblichen Verfolgungsjagden<br />

und Prügeleien, bis er die Lösung all seiner Probleme<br />

findet. Angeblich soll ein zweiter Jack Sparrow eine<br />

Mannschaft für eine Schiffsexkursion anheuern. Dementsprechend<br />

muss er nur noch den Platz seines Doppelgängers<br />

einnehmen. Doch dieser hat Qualitäten,<br />

die selbst dem Original gefährlich werden können.<br />

„Pirates Of The Caribbean – Fremde Gezeiten“ gibt<br />

es in verschiedenen Varianten, angefangen bei der<br />

Standard-Blu-ray. Der Blu-ray 3D liegt die 2D-Fassung<br />

auf einer Extrascheibe bei. Wer jedoch das volle<br />

Paket bevorzugt und bislang keinen der kultigen<br />

Piratenfilme sein Eigen nennt, sollte sich die „Pirates<br />

Of The Caribbean 1–4 Collection“ anschauen.<br />

Die Blu-ray hat in allen Belangen ein herausragendes<br />

Bild, lediglich der überhöhte Kontrast und die stilistisch<br />

entsättigten Farben der leicht überbelichteten<br />

Aufnahmen sorgen für geringfügige Einbußen.<br />

Die exzellente Schärfe unterstützt den oft nur sehr<br />

seicht eingesetzten 3D-Effekt in vollen Zügen, denn<br />

hierdurch sind die einzelnen Tiefenebenen perfekt<br />

voneinander abgegrenzt. Raumklang und Raumtiefe<br />

wären dann perfekt, wenn es mehr dreidimensionale<br />

Details zu hören gäbe, wie in der Gerichtsverhandlung<br />

oder der anschließenden Verfolgungsjagd. Markante<br />

Soundeffekte mit einer außergewöhnlichen<br />

Quellortung wie vorbeirollende Fässer, Urwaldgeräusche<br />

oder das Knarren der Schiffsplanken sind<br />

dennoch sehr schön herausgestellt und erfreuen<br />

dank der dynamischen 7.1-Abmischung jedwedes<br />

Kritiker gehör. Johnny Depps deutsche Synchronstimme<br />

übernahm für den neuen Teil wieder<br />

David Nathan („Alice im Wunderland“).<br />

FT<br />

Bilder: Disney Home<br />

Vertrieb:<br />

Disney Home<br />

Bildformat: MVC, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD HR 7.1<br />

Regie: Rob Marshall<br />

Darsteller: Johnny Depp, Geoffrey<br />

Rush, Penélope Cruz<br />

Laufzeit: 131 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: man von Jack<br />

Sparrow wohl nie genug kriegen kann<br />

und der vierte Teil wieder ein echter<br />

Unterhaltungsfi lm ist, aye! Die Frage<br />

ist, wie lange Johnny Depp den Piratenkapitän<br />

noch spielen möchte.<br />

Ton<br />

Bonus<br />

Anzahl der Blu-ray Discs<br />

Inhalte 25


X-Men: Erste Entscheidung<br />

Der Prolog des neuesten<br />

Ablegers aus dem scheinbar<br />

unerschöpflichen „X-Men“-<br />

Universum gibt die Richtung<br />

von „Erste Entscheidung“<br />

deutlich vor. „Back to the<br />

Roots“ könnte das Motto<br />

heißen, denn nach dem wenig<br />

gelungenen Ausflug in<br />

die Welt von „Wolverine“ im letzten Teil besinnt<br />

man sich wieder ganz auf die Stärken des Franchise:<br />

fantasievolle Action und ein spannender Plot um<br />

das bevorstehende Ende der Welt mit einem tragfähigem<br />

Unterbau aus ethisch-moralischen Fragestellungen.<br />

Wer also erfahren will, wie die X-Men<br />

wurden, was sie sind, dem sei dieses gelungene und<br />

actionreiche Prequel von Matthew Vaughn dringend<br />

ans Herz gelegt, denn hier lernt man Mag neto,<br />

Professor X, Beast – und wie sie alle heißen –<br />

kennen, bevor sie mit ihren übermenschlichen Kräften<br />

zu Aushängeschildern des wohl berühmtesten<br />

Superheldenteams der Comicwelt wurden.<br />

Immer wieder haben die Macher kleine, aber feine<br />

Gags und Hinweise auf die (nur allzu bekannte) Zukunft<br />

der jugendlichen Helden eingebaut – etwa,<br />

wenn Charles sich bei der ersten Benutzung des<br />

Cerebro-Prototypen standhaft weigert, eine Glatze<br />

rasieren zu lassen. Das sorgt für einen großen<br />

Wieder erkennungswert und Kontinuität in der<br />

Serie. Passend zur Epoche bekommt man einen<br />

leichten oldfashioned 1960er-Jahre-Look, was sich<br />

besonders in der minimal ausgeblichenen Farbigkeit<br />

niederschlägt. Die Soundkulisse weiß in den<br />

zahlreichen Actionsequenzen zu überzeugen und<br />

lässt es gewaltig krachen. Dennoch fehlt insgesamt<br />

der letzte Schritt zum wirklich überwältigenden<br />

Blockbuster-Sound, was an der zu gleichförmigen<br />

Dynamik und der fehlenden Unmittelbarkeit des<br />

Gehörten liegt. Herausragend ist das Bonusmaterial<br />

mit einem gigantischen Making-of, das in weit<br />

über 1 Stunde keine Frage zum Film und seiner<br />

Entstehung unbeantwortet lässt. Eine interaktive<br />

Mutantensuche, bei der man die zahlreichen Mitglieder<br />

der beiden verfeindeten Lager (X-Men und<br />

Hellfire Club) in einem interaktiven Sammelalbum<br />

zusammen trägt, macht Spaß und nutzt die interaktiven<br />

Möglichkeiten des Mediums Blu-ray endlich<br />

einmal wieder auf kreative Weise aus. TW<br />

Vertrieb: 20th Century Fox Home<br />

Empfehlenswert, weil: die spektakuläre<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Entstehungsgeschichte der<br />

berühmten X-Men mit großem Unterhaltungswert<br />

aufwartet und für die<br />

Tonformat: DTS 5.1, DTS-HD MA<br />

5.1 (engl.)<br />

Fans so einige amüsante Insider-Gags<br />

Regie: Matthew Vaughn parat hält.<br />

Darsteller: J. McAvoy, K. Bacon,<br />

M. Fassbender,<br />

Laufzeit: 132 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Ton<br />

Bonus<br />

The Fighter<br />

Dicky (Christian Bale) und<br />

Micky (Mark Wahlberg)<br />

sind zwei Brüder, wie sie<br />

unterschiedlicher kaum sein<br />

könnten. Der eine, hager und<br />

drogenabhängig, hat seine<br />

besten Boxertage bereits<br />

weit hinter sich gelassen.<br />

Der andere ist ein durchtrainierter,<br />

aufstrebender Boxer, der allerdings den Ruf<br />

eines Karrieresprungbretts für seine Konkurrenten<br />

hat. Erst die Bekanntschaft mit der Barkeeperin<br />

Charlene (Amy Adams) scheint Micky von seiner<br />

Lethargie zu befreien. Durch sie erkennt er, dass<br />

es womöglich seine Umgebung ist, die ihn am<br />

weiterkommen hindert: sein Bruder, der ihn trainiert,<br />

und trotz seiner Verfassung nur vom eigenen<br />

Comeback träumt, die alles vereinnahmende Mutter<br />

und generell die ganze Kleinstadt, die durch<br />

ihre Drögheit kaum Möglichkeiten für Mickys<br />

persönliche Entfaltung bietet. Mit seinem Weg zum<br />

Weltmeistertitel wächst auch die Bedeutung der<br />

Frage nach der Abhängigkeit von seiner Familie.<br />

Basierend auf wahren Begebenheiten, also dem<br />

echten Aufstieg des Profiboxers Micky Ward in den<br />

1980ern, besitzt das Drama in seiner grandios authentischen<br />

Machart schon fast Dokumentarfilmcharakter.<br />

Allen voran spielt sich der für seine Rolle<br />

abgemagerte Christian Bale („The Dark Knight“)<br />

in den Olymp der Arthaus-Darsteller. Was ein bisschen<br />

bei der deutschen Tonspur stört, sind die oft<br />

steif wirkenden Synchronsprecher, die im Gegensatz<br />

zu den englischen Originalstimmen zusätzlich<br />

etwas gepresst klingen. Gut ist allerdings der<br />

Klangraum im Ring, denn hier werden die hinteren<br />

Kanäle aufs Äußerste genutzt. Im visuellen Bereich<br />

lässt aber auch gerade bei diesen Boxszenen der<br />

Schwarzwert nach und veranlasst einen leicht<br />

milchigen Kontrast.<br />

Über die Lauflänge des Films kann sich der Kontrast<br />

jedoch sehen lassen, genauso wie die Kantenschärfe<br />

und die Texturen. Die Hautfarben sind<br />

szenenabhängig teils zu stark gesättigt, teils aber<br />

auch unnatürlich blass. In der Bonusabteilung erfahren<br />

Sie u. a. mehr über die wahre Geschichte<br />

der ungleichen Brüder (sehr schön von den realen<br />

Bewohnern der Kleinstadt erzählt) sowie über die<br />

Dreharbeiten mit den Darstellern. FT<br />

Vertrieb: Senator<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: David O. Russell<br />

Darsteller:<br />

Mark Wahlberg, Amy<br />

Adams, Christian Bale<br />

Laufzeit: 116 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: 14. Oktober 2011<br />

Empfehlenswert, weil: „The Fighter“<br />

eine der authentischsten Boxerbiografi<br />

en ist. Wahlberg gibt die Unsicherheit<br />

eines angehenden Boxweltmeisters perfekt<br />

wieder, Christian Bale überrascht<br />

als abgewrackter Ex-Champ.<br />

Ton<br />

Bonus<br />

Bilder: 20th Century Fox Home, Senator<br />

26 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Kokowääh<br />

WISSEN HAUTNAH ERLEBEN –<br />

Mit den neuen Premium-Dokus auf Blu-ray!<br />

Vertrieb: Warner Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Til Schweiger<br />

Darsteller: T. Schweiger, E.<br />

Schweiger, J. Gerat,<br />

Laufzeit: 126 min Bild<br />

Empfehlenswert, weil: Til Schweiger<br />

endlich zurück zur melancholischen Leichtigkeit<br />

des Erzählens fi ndet. Diese Geschichte<br />

um eine Tochter zwischen zwei<br />

Vätern verspricht einen unterhaltsamen<br />

und zugleich berührenden Filmabend!<br />

FSK:<br />

ab 6 Jahren<br />

Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Der sich durchs Leben und seine<br />

Liebschaften wurschtelnde Drehbuchautor<br />

Henry wird – plötzlich und<br />

unerwartet – von zwei Neuigkeiten<br />

überrascht, die sein Leben verändern<br />

werden. Zum einen bietet sich<br />

ihm die Chance, an der Verfilmung<br />

eines Bestsellers mitzuarbeiten. Dass<br />

die Autorin nun ausgerechnet seine<br />

Exfreundin Katharina (Jasmin Gerat)<br />

ist, bringt einiges in Bewegung.<br />

Noch bewegter wird es aber, als die<br />

achtjährige Magdalena (Emma Tiger<br />

Schweiger) vor der Tür steht – seine<br />

leibliche Tochter, von deren Existenz<br />

er bis dahin nichts wusste. Auch<br />

für ihren „bisherigen“ Vater Tristan<br />

(Samuel Finzi) bricht mit dieser Neuigkeit<br />

quasi eine Welt zusammen. Ob<br />

und wie sich Tochter und „neuer“<br />

Vater, „neuer“ und „alter“ Vater<br />

oder auch Exfreund und Exfreundin<br />

zusammenraufen, wird in einer sehr<br />

anrührenden Komödie erzählt.<br />

Nach dem eher etwas tiefergelegten<br />

„Zweiohrküken“ findet Til<br />

Schweiger mit seinem neuen Film<br />

wieder zu der melancholischen<br />

Leichtigkeit zurück, mit der er in<br />

„Keinohrhasen“ das Publikum begeistern<br />

konnte. Die Geschichte um<br />

die beiden Väter und ihre „gemeinsame“<br />

Tochter wird mit sehr viel<br />

Fingerspitzengefühl erzählt. Auch<br />

wenn der Film den einen oder anderen<br />

Lacher erzeugt, seine größten<br />

Momente hat er eher in den<br />

stillen Szenen, wenn etwa Henry<br />

zu Tristan sagt, das Mädchen werde<br />

selbstverständlich seine Tochter<br />

bleiben – Worte, die der Handlung<br />

eine wichtige Wendung geben.<br />

Auch aus technischer Sicht ist die<br />

Scheibe gut gelungen. Das Bild<br />

weist die bei Schweiger übliche<br />

leichte Farbreduzierung auf; hier<br />

dominieren eher Blau- und Brauntöne.<br />

Dadurch wirkt alles etwas<br />

kühl, was durch die oft sehr harten<br />

Kontraste verstärkt wird. Über<br />

den gesamten Film ist ein deutliches<br />

Filmkorn zu sehen, in dunklen<br />

Szenen ein leichtes Bildrauschen<br />

erkennbar. Der Sound ist<br />

sehr gut abgemischt. Die Dialoge<br />

sind mit ausreichenden Tiefen versehen,<br />

um nicht gegen die Filmmusik<br />

abzufallen. Die Dynamik<br />

überzeugt und die Räumlichkeit<br />

geht in Ordnung.<br />

Auch beim Bonusmaterial wurde<br />

nicht gespart. Gut gegliederte Extras<br />

beschäftigen sich mit den verschiedensten<br />

Sichtweisen auf die<br />

Entstehung des Films – der Audiokommentar<br />

ist empfehlenswert. UF<br />

DIE MACHT DER ELEMENTE<br />

EXPEDITION HIMALAJA –<br />

Auf der Fährte der Tiger im<br />

Königreich Bhutan<br />

RUSSLAND – Im Reich der<br />

Tiger, Bären und Vulkane<br />

EXPEDITION NEUGUINEA –<br />

Eine geheimnisvolle,<br />

fremde Welt<br />

Bilder: Warner Home<br />

Anzeige<br />

MYSTERIEN DES WELTALLS –<br />

Mit Morgan Freeman<br />

Jetzt bei<br />

DAS UNIVERSUM – Eine Reise<br />

durch Raum und Zeit<br />

Überall erhältlich, wo es gute Blu-rays gibt.<br />

www.polyband.de www.facebook.com/polyband<br />

Anzahl der Blu-ray Discs Inhalte 27


Wasser für die Elefanten<br />

Dass es so etwas überhaupt<br />

noch gibt! 20th Century Fox<br />

wagt mit „Wasser für die<br />

Elefanten“ einen herrlich nostalgischen<br />

Ausflug in die Vergangenheit<br />

– zurück in eine<br />

Zeit, in der das Kino noch<br />

hemmungslos leidenschaftlich<br />

in den Gefühlen, ausufernd<br />

groß und authentisch in der Ausstattung<br />

und sogar eine Spur pathetisch im Ton sein durfte.<br />

Die mitreißende Dreiecksgeschichte um einen jungen<br />

Ausreißer auf der Suche nach dem Lebensglück<br />

und ein schillerndes Ehepaar an der Spitze eines<br />

amerikanischen Wanderzirkus in den 1930er Jahren<br />

ist Gefühlskino pur, im allerbesten Sinne. Mit der<br />

Besetzung ist den Produzenten ein wahrer Coup gelungen:<br />

Nicht nur, dass sich Christoph Waltz, Reese<br />

Witherspoon und Robert Pattinson die schauspielerischen<br />

Bälle nur so zuwerfen, dass es eine wahre<br />

Freude ist – mit dieser Kombination spricht man<br />

gleichzeitig auch völlig unterschiedliche Publikumsschichten<br />

an. Vom schwärmenden Teenie, der vor<br />

allem wegen Robert Pattinson eine Kinokarte löst,<br />

über den Gelegenheitszuschauer mit dem Wunsch<br />

nach einem richtig guten Stück Unterhaltung bis hin<br />

zum anspruchsvollen Cineasten auf der Suche nach<br />

Schauspielkunst in Vollendung: Hier ist für jeden etwas<br />

dabei! Vor dem Hintergrund des schillernden<br />

und gleichzeitig doch knallharten Mikrokosmos des<br />

Zirkusgeschäfts entspinnt sich ein äußerst unterhaltsamer<br />

Plot, der einen entführt in eine fremde<br />

Welt, in eine andere Zeit. Gegen Ende wird es dann<br />

hochdramatisch mit einem aufregend-actionreichen<br />

Finale, bei dem sich sogar die Surround-Ingenieure<br />

noch einmal so richtig austoben dürfen. Überhaupt<br />

weiß die Blu-ray technisch zu überzeugen: Das<br />

sieht beim hochklassigen Bild nicht anders aus. Hier<br />

fand man in der Nachbearbeitung einen überzeugenden<br />

Kompromiss aus einem minimal vergilbten<br />

Flair und dennoch kräftiger, nicht zu monotoner<br />

Farbigkeit. Das Angebot an Extras ist vielfältig, umfangreich<br />

und inhaltlich absolut sehenswert. Unter<br />

anderem bekommt Elefantendame Rosie, der heimliche<br />

Star des Films, ihr ganz persönliches Porträt.<br />

„Wasser für die Elefanten“ ist ein wunderbar ausgestatteter<br />

Familienfilm, in dem auch die große Liebe<br />

und das große Drama nicht fehlen dürfen. TW<br />

Vertrieb:<br />

20th Century Fox Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS 5.1, DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Francis Lawrence<br />

Darsteller: R. Witherspoon,<br />

C. Waltz, R. Pattinson<br />

Laufzeit: 121 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Empfehlenswert, weil: dieses opulente<br />

(Liebes-)Drama der alten Schule mit<br />

wunderbarer Ausstattung, ganz viel Atmosphäre<br />

und einem schlichtweg grandiosen<br />

Hauptdarsteller-Trio begeistert.<br />

Auch die Blu-ray selbst ist einfach top!<br />

Unknown Identity<br />

Eigentlich ist es ein ganz normaler<br />

Tag im Leben von Dr.<br />

Martin Harris (Liam Neeson):<br />

Er und seine Frau begeben<br />

sich auf einen Wissenschaftskongress<br />

nach Berlin, wo er<br />

einen Vortrag zum Thema<br />

Genfood halten soll. Doch<br />

nach einem schweren Autounfall<br />

scheint Harris einen Teil seines Gedächtnisses<br />

verloren zu haben und irrt durch das Nachtleben<br />

der Landeshauptstadt. Sein eigentliches Problem<br />

liegt aber noch viel tiefer, als er es sich vorstellen<br />

kann. Zurück im Hotel scheint ihn seine eigene Frau<br />

nicht mehr wiederzuerkennen und jemand anderes<br />

hat seinen Platz eingenommen. Dummerweise hat<br />

Harris seine Papiere beim Unfall verloren, sodass er<br />

dieses offensichtliche „Missverständnis“ nicht klären<br />

kann. Weil der Verhaltenskatalog eines Durchschnittsmenschen<br />

keine Vorgehensweise für eine<br />

solch prekäre Situation vorsieht, stellt Martin Harris<br />

(wenn er denn so heißt) erst einmal Nachforschungen<br />

an. Hierfür muss er schnell zu einem fähigen<br />

Agenten werden, denn es sind ihm Killer auf den<br />

Fersen, die nicht gerne diskutieren.<br />

Jaume Collet-Serra leistete schon bei dem Horrorthriller<br />

„Orphan – Das Waisenkind“ ausgesprochen<br />

gute Arbeit als Regisseur. Doch mit „Unknown<br />

Identity“ erreicht er seinen Meistergrad was die Inszenierung<br />

intelligenter Action angeht. Zum Look<br />

des Films gehören ruhige, sehr grazile Kamerafahrten,<br />

die nicht durch einen unnötig schnellen<br />

Schnitt gestört werden. Das größte Plus zieht die<br />

Optik aus der kompromisslosen Schärfe. Teilweise<br />

kamen die gleichen Kameramodelle wie bei „Das<br />

Bourne Ultimatum“ zum Einsatz, teilweise aber auch<br />

das Ultrakompaktmodell der neuesten Generation,<br />

die Arriflex 765. Durch die leichte Überbelichtung,<br />

die künstlich eingefügte Düsternis und die Farb filter<br />

wirken die Hautfarben unnatürlich kalt. Der immense<br />

Kontrast wird stringent durchgezogen, beeindruckt<br />

aber durch eine Vielzahl an Grau stufen,<br />

die sich in den dunkelsten Bereichen tummeln. Die<br />

explosiven Soundeffekte dringen in makelloser<br />

Qualität ans Ohr. Ein volles Klangspektrum und sehr<br />

subtil gesetzte Umgebungsgeräusche sind durchgängig<br />

wahrnehmbar; die Surround-Kanäle werden<br />

meist nur in den Actionsequenzen bedient. FT<br />

Vertrieb:<br />

Studiocanal<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Jaume Collet-Serra<br />

Darsteller: Liam Neeson, Diane<br />

Kruger, January Jones<br />

Laufzeit: 113 min Bild<br />

FSK: ab 16 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Empfehlenswert, weil: Jaume Collet-<br />

Serras Thriller angenehmer zu sehen ist<br />

als „Das Bourne Ultimatum“, glaubwürdiger<br />

ist als „96 Hours“ und besser ist als<br />

„The 6th Day“. Lassen Sie sich mit reißen<br />

von dieser coolen Identitätssuche!<br />

Bilder: 20th Century Fox Home, Studiocanal<br />

28 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Rango<br />

Man sollte stets vorsichtig<br />

damit sein, was man sich<br />

wünscht: Chamäleon Rango<br />

ist die gläsernen Mauern seines<br />

kleinen Terrariums leid,<br />

er sehnt sich nach Freiheit<br />

und Abenteuer. Durch einen<br />

Zufall (bzw. Unfall) landet<br />

er tatsächlich in der großen<br />

weiten Welt und muss sich in der staubigen Prärie<br />

auf die Suche nach dem Glück machen. Bald findet<br />

er sich als Sheriff eines kleinen Kaffs wieder, muss<br />

sich mit einer großen Dürre, gefährlichen Klapperschlangen<br />

und den Irrungen und Wirrungen der<br />

Liebe herumschlagen. Offensichtlich alles ein bisschen<br />

viel für ein ganz normales Chamäleon, das<br />

doch eigentlich nur ein wenig Spaß haben wollte ...<br />

Maia Kayser, Lead-Animator für den ersten<br />

abendfüllenden Animationsfilm von Industrial<br />

Vertrieb:<br />

Paramount Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1<br />

Tonformat: DD 5.1, DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Gore Verbinski<br />

Sprecher: David Nathan, Angela<br />

Wiederhut<br />

Laufzeit: 108 min Bild<br />

FSK: ab 6 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Empfehlenswert, weil: die Kombination<br />

aus hintergründigem Humor, familientauglicher<br />

Story und herziger CGI-<br />

Optik perfekt funktioniert. Dazu wirft<br />

„Rango“ einen herrlich augenzwinkernden<br />

Blick auf das Western-Genre!<br />

Light & Magic, fasst das Abenteuer „Rango“ im<br />

Gespräch mit uns so zusammen: „Dies war ja<br />

unser allererster CGI-Film. Es hat unheimlich Spaß<br />

gemacht, ihn zu produzieren, und es war eine<br />

riesige Herausforderung. Wie es nun weitergeht,<br />

hängt natürlich entscheidend vom Erfolg des<br />

Erstlings ab. Wir alle hätten jedenfalls große Lust<br />

darauf, in dieser Richtung weiterzuarbeiten.“<br />

Dass die Macher fast ausschließlich aus der Special-<br />

Effects-Ecke kommen, sieht man dem Streifen zu<br />

jeder Sekunde an. Die Ausstattung und die Hintergründe<br />

überraschen oftmals mit einer fast fotorealistischen<br />

Qualität – das Bestreben, die Wirklichkeit<br />

mit den Möglichkeiten moderner CGI-Technik<br />

adäquat nachzuempfinden, kommt hier immer<br />

wieder klar zum Vorschein. Die abwechslungsreichen<br />

und fantasievollen Figuren wirken in diesen<br />

lebensnahen Kulissen aber keinesfalls deplatziert –<br />

es ist ein neuer, ein eigener Stil, der frischen Wind<br />

ins Animationsgenre bringt. Maia Kayser dazu:<br />

„Das Wichtige bei der Special-Effects-Produktion,<br />

die wir ja bisher ausschließlich gemacht haben, ist<br />

vor allem, dass man die Effekte nicht als solche erkennt.<br />

Bei einem komplett computergenerierten<br />

Film hat man diesen Druck nicht, da alles viel<br />

stilisierter ist. Dennoch muss das Gesamtbild natürlich<br />

stimmen und es ist ein ungleich größerer<br />

Aufwand, dadurch, dass wirklich alles komplett<br />

neu am Computer erschaffen werden muss.“ TW<br />

Bilder: Paramount Home<br />

Kung Fu Panda 2<br />

Vertrieb: Paramount Home<br />

Empfehlenswert, weil: den Machern<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1 das Kunststück gelungen ist, eine<br />

sehenswerte Fortsetzung zu einer Geschichte<br />

zu kreieren, die mit dem ersten<br />

Tonformat: DD 5.1, Dolby True<br />

HD 7.1<br />

Teil eigentlich bereits ein passendes<br />

Regie: Jennifer Yuh Ende gefunden hatte.<br />

Sprecher: Hape Kerkeling,<br />

Cosma Shiva Hagen<br />

Laufzeit: 90 min Bild <strong>Vorschau</strong><br />

FSK: ab 6 Jahren Ton <strong>Vorschau</strong><br />

Starttermin: 27. Oktober 2011 Bonus <strong>Vorschau</strong><br />

Dass auch ein dicker Pandabär<br />

wie Po erstklassiges Kung<br />

Fu beherrschen kann, bewies<br />

bereits der erste Martial-<br />

Arts-bewährte Animationshit<br />

aus dem Hause Dreamworks<br />

Pictures. Nun besteht für den<br />

tapsigen Gesellen erstmals<br />

die große Herausforderung,<br />

mehr über seine Vergangenheit zu erfahren und dadurch<br />

seinen inneren Frieden zu finden. Offenbar hat<br />

diese nämlich etwas mit dem Bösewicht Lord Shen<br />

zu tun, der seit Neuestem über eine fatale Waffentechnologie<br />

verfügt. Mit ihr kann der Pfau auch aus<br />

größter Entfernung heftigen Schaden anrichten, was<br />

er dafür ausnutzt, immer größere Teile von China<br />

unter seine Kontrolle zu bringen. Po und seine furiosen<br />

fünf Kampfgefährten machen sich also auf,<br />

die traditionelle Kampfkunst des Kung Fu zu verteidigen<br />

und das Land vom Joch des machtgierigen<br />

Shen zu befreien. Es ist ja immer so eine Sache mit<br />

Fortsetzungen von besonders beliebten und erfolgreichen<br />

Filmen. Man liebt das Original und kann sich<br />

nicht so recht vorstellen, dass ein zweiter Teil (der ja<br />

vornehmlich aufgrund des finanziellen Erfolges und<br />

nicht wegen der unbedingt noch zu Ende zu erzählenden<br />

Geschichte entstanden ist) auch nur ansatzweise<br />

die Qualität des Vorgängers erreichen kann.<br />

Im Falle von „Kung Fu Panda 2“ ist diese Befürchtung<br />

allerdings komplett unbegründet, denn was Ex-<br />

Chefanimatorin Jennifer Yuh mit ihrer ersten großen<br />

Produktion als hauptverantwortliche Regisseurin<br />

abliefert, gehört ganz klar zur Ober klasse der unterhaltsamen<br />

Familien-CGI. Eine besondere Note erhält<br />

der kurzweilige Spaß durch künstlerisch äußerst gelungene<br />

Scherenschnitt-Sequenzen, die sich visuell<br />

völlig von der am Computer generierten Hauptgeschichte<br />

unterscheiden und die düstere Vorgeschichte<br />

des interessanten und hervorragend ausgearbeiteten<br />

Antagonisten Lord Shen erzählen. Dadurch,<br />

dass Hape Kerkeling, Bettina Zimmermann und all<br />

die anderen bekannten Stimmen wieder dabei sind,<br />

fühlt man sich gleich heimisch und kann die neuen<br />

Abenteuer der bunten Truppe unbeschwert genießen.<br />

Alles in allem erweist sich diese Fortsetzung<br />

also als mindestens ebenbürtig zu „Kung Fu Panda“<br />

und ist für jeden, der mit dem ersten Teil etwas anfangen<br />

konnte, ein todsicherer Kauftipp. TW, FT<br />

Anzahl der Blu-ray Discs<br />

Inhalte 29


Sherlock (1. Staffel)<br />

Kaum ist die TV-Premiere<br />

der Abenteuer des neuen<br />

Sherlock Holmes vorbei,<br />

kann man sich die überaus<br />

gelungene „Sherlock“-Reihe<br />

auch schon auf Blu-ray ins<br />

Regal stellen. Dem Team um<br />

Steven Moffat und seinen<br />

Koautor Mark Gatiss gelingt<br />

mit „Sherlock“ die heikle Gratwanderung, den typischen<br />

Charme und die gewitzte Intelligenz des<br />

Originals zu bewahren, und doch im gleichen Augenblick<br />

etwas völlig Neues, Verblüffendes und im<br />

besten Sinne des Wortes Zeitgemäßes zu erschaffen.<br />

Die drei jeweils knapp 90-minütigen Folgen<br />

der ersten Staffel sind TV- und Krimiunterhaltung<br />

auf ganz hohem Niveau. Das beginnt schon bei<br />

den ersten Bildern, die stylish sowie farblich leicht<br />

entsättigt für Atmosphäre sorgen und doch auch<br />

jeden High-Definition-Nutzer glücklich machen<br />

werden. Das geht weiter mit dem perfekt ausgewählten<br />

Cast, aus dem Martin Cumberbatch als<br />

charismatisches, hochbegabtes und grenzenlos von<br />

sich überzeugtes Superhirn noch einmal deutlich<br />

heraussticht – ganz wie es sich für die Titelrolle des<br />

Sherlock Holmes gehört. Doch auch für Dr. John<br />

Watson, seinen wackeren Mitstreiter, hat man mit<br />

Martin Freeman ein passendes Gesicht gefunden,<br />

das spätestens mit der Premiere des ersten Teils von<br />

Peter Jacksons „Der Hobbit“ im Dezember 2012<br />

nicht nur in England jedermann kennen wird. Der<br />

Look der Serie wirkt sehr sauber, sehr klar und glatt,<br />

ohne jedoch Charakter und passende Düsternis vermissen<br />

zu lassen. Die zurückhaltende Farbgebung,<br />

die sich vornehmlich auf braune, gelbe und gräuliche<br />

Töne konzentriert, passt ausgezeichnet zum<br />

inhaltlichen Ton der Serie. Starkes digitales Rauschen<br />

in einigen Nachtaufnahmen lässt sich allerdings<br />

nicht übersehen. Vorbildlich ist, dass auch die<br />

deutsche Tonspur im bestmöglichen Master-Audio-<br />

Standard vorliegt – was keineswegs eine Selbstverständlichkeit<br />

ist, schon gar nicht im soundtechnisch<br />

oft etwas stiefmütterlich behandelten Serienbereich.<br />

Die Klangqualität kann also vollends überzeugen<br />

– mehr Mut zur Dynamik und generell mehr<br />

Einsatz der Surround-Möglichkeiten würden wir<br />

uns für die heiß erwartete und bereits abgedrehte<br />

zweite Staffel dann aber doch wünschen. TW<br />

Vertrieb:<br />

Polyband<br />

Bildformat: MPEG-4, 1.78 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Paul McGuigan<br />

Darsteller:<br />

B. Cumberbatch,<br />

M. Freeman, R. Graves<br />

Laufzeit: 3 × 88 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: Sherlock Holmes<br />

mit einem Paukenschlag von einer Serie<br />

zurückkehrt, wie sie in dieser fantastischen<br />

Qualität nur zu erträumen war.<br />

Kaufen, ansehen und Spaß haben, ganz<br />

einfach!<br />

Ton<br />

Bonus<br />

Paul – Ein Alien auf der Flucht<br />

Paul – wer ist eigentlich Paul?<br />

Oder noch besser, um was für<br />

eine Lebensform handelt es<br />

sich überhaupt? Eine Frage,<br />

die das FBI genauer klären<br />

möchte und deshalb den (auf<br />

einem Hund) notgelandeten<br />

Alien umgehend zu einem<br />

Zwangsaufenthalt in der<br />

Area 51 verpflichtet. Nach 60 Jahren ergreift Paul<br />

jedoch die Flucht, um per Mutterschiff zu seinem<br />

Heimatplaneten zurückzureisen. Allerdings lässt<br />

das FBI seinen speziellen „Gast“ nur ungern ziehen<br />

und nimmt sofort eine rasante Verfolgung auf.<br />

Hilfe suchend wendet sich Paul an die Alien-Nerds<br />

Graeme und Clive, die ihrem neuen Freund gern<br />

unter die Arme greifen. Viele Fans des Pegg-Frost-<br />

Gespanns waren über den neuesten Streifen des<br />

Duos „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ enttäuscht:<br />

entspricht er doch gar nicht dem beißenden Humor<br />

von „Shaun Of The Dead“ und „Hot Fuzz“. Grund<br />

dafür ist, dass „Paul“ nicht zur sogenannten „Blood<br />

And Ice Cream Trilogy“ unter der Regie von Edgar<br />

Wright gehört, auf deren großes Finale die Anhänger<br />

schon viele Jahre warten. Zwar überzeugen<br />

Simon Pegg und Nick Frost durch hervorragende<br />

Schauspielkunst, allerdings fehlt dieser Komödie<br />

eine gehörige Portion Witz. Regisseur Greg Mottola<br />

(„Adventureland“) bringt die Handlung nur schwer<br />

voran und ist beinahe schon eine Fehlbesetzung.<br />

Da hilft auch Bela Bs flapsige Art als deutsche<br />

Synchronstimme von Alien Paul kaum weiter, um<br />

den Film aufzuwerten. Die CGI-Figur bedient rein<br />

visuell sämtliche Klischees über Außerirdische, die<br />

aus einschlägigen Genrefilmen hinlänglich bekannt<br />

sind. Dafür ist sein Verhalten weniger „Alien-like“:<br />

Er raucht, trinkt und reißt ständig dreckige Witze.<br />

Das Bildmaterial weist kaum Schwächen auf. Der<br />

Schwarzwert ist optimal und Artefakte sowie<br />

Bildrauschen können nicht ausgemacht werden.<br />

Die CGI-Animation von Alien Paul ist im Gegensatz<br />

zu anderen Produktionen perfekt in die reale Filmwelt<br />

integriert. Auch der HD-Sound ist von hohem<br />

Niveau und zeichnet sich durch eine hervorragende<br />

Dynamik aus. Passend eingesetzte Soundeffekte<br />

sorgen für echte Popcorn-Atmosphäre. Neben verpatzten<br />

Szenen gibt es in den Extras u. a. auch verschrobene<br />

Grimassen von Simon Pegg zu sehen. LF<br />

Vertrieb:<br />

Universal Home<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.40 : 1<br />

Tonformat: DTS 5.1<br />

Regie: Greg Mottola<br />

Darsteller: Nick Frost, Simon<br />

Pegg, Seth Rogen<br />

Laufzeit: 104 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Empfehlenswert, weil: Paul eine Alien-<br />

Komödie ist, die aufgrund ihres speziellen<br />

Humors sicher nicht beim ganz<br />

großen Publikum landen wird, durch<br />

eine originelle Story aber dennoch für<br />

gute Unterhaltung sorgt.<br />

Bilder: Polyband, Universal Home<br />

30 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


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Smarte Apps für<br />

jeden Fernseher<br />

Moderne TV-Geräte bieten deutlich mehr als klassische TV-Unterhaltung. Anwender können<br />

Multimedia-Inhalte abrufen, mit Freunden über soziale Netzwerke in Kontakt bleiben oder<br />

sogar neue Filme direkt aus dem Internet laden – mit Apps. Samsung holt die TV-Zukunft sogar<br />

auf ältere Fernsehbildschirme: mit smarten Blu-ray Playern.<br />

Bilder: Samsung<br />

Die Samsung Blu-ray Player der D-Serie erweitern<br />

jeden Fernseher, ob Flachbild-TV<br />

oder sogar altes Röhrengerät, um moderne<br />

Multimedia-Funktionen und holen so digitale<br />

Inhalte in das Wohnzimmer. Anwender genießen<br />

mit den Zuspielern nicht nur außergewöhnliche<br />

Heimkinoabende mit Blu-ray Disc, sondern können<br />

die Geräte auch kabellos mit ihrem Heimnetzwerk<br />

verbinden und zum Beispiel Urlaubsfotos, Lieblingsmusik<br />

oder Familienvideos einfach auf dem großen<br />

TV-Bildschirm wiedergeben. Dabei spielt es keine<br />

Rolle, ob die Inhalte auf dem PC gespeichert sind,<br />

sich auf dem Smartphone befinden oder auf einem<br />

USB-Speichermedium archiviert wurden. Anwender<br />

finden die Medien, ohne viel Zeit mit der Suche zu<br />

vergeuden – so bleibt mehr Zeit zum Genießen.<br />

Alles unter einem Dach<br />

Die bedienerfreundliche Oberfläche der Samsung<br />

Blu-ray Player heißt Smart Hub und ist das Zentrum<br />

der Alleskönner: Auf ihr sind sämtliche Funktionen<br />

und Inhalte zusammengefasst, sodass Anwender<br />

in wenigen Schritten zum gewünschten Angebot<br />

finden. Noch schneller geht es mit der Search All-<br />

Suchfunktion. Ein Stichwort, wie zum Beispiel „Urlaub“,<br />

genügt und schon listet der Zuspieler alle relevanten<br />

Dateien aus dem Heimnetzwerk und zeigt<br />

passende YouTube-Videos, Facebook-Gruppen und<br />

sogar TV-Apps.<br />

TV-Apps für jeden Einsatzzweck<br />

Samsung vereint nicht nur Inhalte aus dem Heimnetzwerk<br />

in einem Gerät, sondern holt auch die von<br />

Smartphones bekannten Apps auf den großen TV-<br />

Bildschirm – und eröffnet damit völlig neue Möglichkeiten<br />

im Wohnzimmer. Vom Sofa aus können Verbraucher<br />

zum Beispiel ganz bequem Spielfilme aus<br />

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Wer vor der nächsten Blu-ray noch schnell seine<br />

Facebook-Pinnwand aktualisieren oder eine Twitter-<br />

Nachricht schreiben will, kann dies ebenfalls direkt<br />

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Völlig neue Wege geht Samsung beim 3D<br />

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Blu-ray Playern verfügt er zusätzlich<br />

über einen digitalen TV-Tuner und wird in<br />

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Festplatte zum vollwertigen HD-Recorder. Anwender<br />

können die Aufnahmen komfortabel<br />

über die Smart Hub-Oberfläche planen und<br />

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in hochauflösendem <strong>HDTV</strong>. Den BD-<br />

D6900 gibt es sowohl mit DVB-C/T- als auch<br />

mit DVB-S2-Tuner.


Source Code<br />

Als Captain Colter Stevens<br />

(Jake Gyllenhaal) erwacht,<br />

findet er sich in einem fahrenden<br />

Zug wieder, der 8<br />

Minuten später bereits einem<br />

brutalen Terroranschlag zum<br />

Opfer fallen wird. Sein Geist<br />

befindet sich im Körper eines<br />

anderen und er ist sich im Unklaren<br />

darüber, was genau seine Mission ist. Gerade<br />

hat er sich an die seltsame Situation gewöhnt, da<br />

fliegt ihm auch schon der ganze Zug um die Ohren.<br />

In der Basis der Operation erfährt er, dass er beliebig<br />

oft zu dem Moment kurz vor dem Ableben seines<br />

„Wirtes“ springen kann, um sowohl die Bombe als<br />

auch den Attentäter ausfindig zu machen. Dieser<br />

hat nämlich noch einen zweiten Anschlag geplant,<br />

diesmal allerdings mit einem Nuklearsprengsatz und<br />

mitten im Herzen von Chicago. Für Stevens beginnt<br />

ein Spiel gegen die Zeit, bei dem er in jedem seiner<br />

Sprünge versucht, eine weitere Perspektive auf die<br />

Situation im Todeszug zu erlangen.<br />

Regisseur Duncan Jones' („Moon“) Erzählstil und<br />

-tempo sind hier mehr als effizient, sodass kein<br />

Filmmoment verschwendet scheint. Auch erinnern<br />

die meisten Einstellungen in ihrer Aussagekraft und<br />

ästhetischen Symmetrie z. B. an Stanley Kubricks<br />

„The Shining“, so ruhig und stark zelebriert er einzelne<br />

Kamerafahrten. Das Szenario selbst wiederum<br />

ruft unweigerlich Sidney Lumets legendäre Agatha-<br />

Christie-Verfilmung zu „Mord im Orient Express“ auf<br />

den Plan. Allzu sehr bewegt sich der Film allerdings<br />

nicht in den Gefilden des Krimigenres, das würde<br />

vermutlich zu weit führen. Stattdessen benutzt er<br />

das Trial-and-Error-Schema, um die Thriller handlung<br />

voranzutreiben. Für den visuellen Stil wählte Jones<br />

einen sehr harten Kontrast sowie großartig gesetzte<br />

Tiefenunschärfen, die die intensive Schärfe des<br />

Vordergrunds umso stärker herausstellt. Zusammen<br />

mit den orangen Hauttönen und türkisen Settings<br />

sowie dem angenehmen, künstlich eingefügten<br />

Filmkorn entsteht ein faszinierender Look, der nur<br />

noch von dem äußerst stimmungsvollen und präsenten<br />

Musikscore von Chris Bacon getoppt wird.<br />

Der Anspruch, mitten im Geschehen zu sein, wird<br />

dank des akkurat umgesetzten Raumklang-Wiedergabefeldes<br />

mehr als erfüllt. Der phänomenale<br />

Score punktet mit spannender Dynamik. FT<br />

Vertrieb:<br />

Studiocanal<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Duncan Jones<br />

Darsteller:<br />

Jake Gyllenhaal, Michelle<br />

Monaghan, Vera Farmiga<br />

Laufzeit: 93 min Bild<br />

FSK: ab 16 Jahren<br />

Starttermin: 3. November 2011<br />

Empfehlenswert, weil: es schon lange<br />

keinen derart solide inszenierten Thriller<br />

gab und die intelligente Mischung<br />

aus Mystery, Romantik und Suspense<br />

à la Hitchcock einfach perfekt aufgeht.<br />

Unbedingt anschauen!<br />

Ton<br />

Bonus<br />

Fast & Furious 5<br />

Schnelle Autos, harte Kerle<br />

und heiße Babes sind genau<br />

die Zutaten, die man(n) von<br />

einem zünftigen Actionfilm<br />

erwartet. Nun könnte man<br />

sagen, die „Fast & Furious“-<br />

Serie hat dieses Konzept im<br />

Laufe der letzten zehn Jahre<br />

perfektioniert. Jedoch trugen<br />

die ersten beiden Fortsetzungen nicht gerade<br />

dazu bei, die Marke voranzutreiben. 2009 besann<br />

man sich dann glücklicherweise wieder auf die<br />

„Originalteile“ und ließ erneut Vin Diesel und Paul<br />

Walker gegen ein Heroinkartell antreten. Der fünfte<br />

Teil hält nun daran fest und tut gut daran, die<br />

etablierten Charaktere weiterzuentwickeln. Zwar<br />

soll Dom (Vin Diesel) wegen seiner früheren Vergehen<br />

hinter Gitter gebracht werden, doch es dauert<br />

keine zwei Minuten bis Mia und Brian (Jordana<br />

Brewster und Paul Walker) seinen Gefängnisbus zu<br />

einem spektakulären Salto mortale bewegen und<br />

den sympathischen Glatzenträger wieder in ihr<br />

Team holen. Ihr neues Ziel ist das Vermögen des<br />

Drogenbosses Hernan Reyes (Joaquim de Almeida),<br />

der sie sowieso schon wegen eines Datenraubes<br />

verfolgt. Ergo benötigen sie ein erstklassiges Team,<br />

das sich nicht ganz zufällig aus den Helden der<br />

Vorgängerteile zusammensetzt. Gemeinsam ziehen<br />

die Spezialisten eine Diebstahlnummer durch,<br />

die entfernt an die „Ocean’s“-Trilogie erinnert. Die<br />

Blu-ray ist in technischer Hinsicht referenzträchtig,<br />

sodass es schwerfällt, überhaupt Mankos zu finden.<br />

Die einfachste Bewertungsentscheidung ist<br />

daher, die Nuance Räumlichkeit anzukreiden, die<br />

der Ab mischung zur Perfektion fehlt. Musik und<br />

Sound effekte sind geschickt und aufregend auf die<br />

Kanäle verteilt und dynamisch sehr gut in Szene gesetzt.<br />

Auch das extrascharfe Bild ist von allererster<br />

Güte. Hier fallen allerdings die verfremdeten Farben<br />

auf, die das heimelig warme Rio de Janeiro in Ihr<br />

Wohnzimmer holen. Der harte Kontrast nimmt dem<br />

Bild nur ein Quäntchen Plastizität. Egal für welche<br />

Version Sie sich entscheiden (Standard, Steelbook<br />

oder Collector’s Box bei Amazon.de): Die knapp<br />

75 Minuten umfassenden Bonusfeatures gestalten<br />

sich mehr als abwechslungsreich. Bild-in-Bild sowie<br />

Szenen-Explorer sind erstmals sogar über die<br />

brandneue Second-Screen-Funktion abrufbar. FT<br />

Vertrieb: Universal Home<br />

Empfehlenswert, weil: Teil fünf weniger<br />

Bildformat: MPEG-4, 2.35 : 1<br />

draufgängerische „Need For<br />

Speed“-Elemente hat als frühere „Fast<br />

Tonformat: DTS 5.1, DTS-HD MA<br />

5.1 (engl.)<br />

& Furious“-Versionen. Stattdessen entwickeln<br />

sich Vin Diesel und Co. nun zu<br />

Regie: Justin Lin<br />

Präzisionsfahrern à la „Gran Turismo“.<br />

Darsteller: Vin Diesel, Paul<br />

Walker<br />

Laufzeit: 96 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren Ton<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Bonus<br />

Bilder: Studiocanal, Universal Home<br />

32 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Pina 3D (Deluxe Edition)<br />

Seit der Berlinale im Februar<br />

dieses Jahres begeistert Wim<br />

Wenders' Nachruf auf die<br />

verstorbene Tanzkoryphäe<br />

Pina Bausch Zuschauer und<br />

Kritiker gleichermaßen – so<br />

sehr, dass der Film nun sogar<br />

als deutscher Beitrag für<br />

die Oscar ® -Verleihung 2012<br />

eingereicht wird. Das ist ziemlich außergewöhnlich,<br />

denn immerhin handelt es sich hierbei um einen<br />

Kunstfilm mit Dokucharakter. Im Film werden<br />

mehrere ausgewählte Tanzchoreografien aufgeführt,<br />

die es sonst nur im Wuppertaler Tanztheater<br />

zu bestaunen gibt. Darunter befinden sich die<br />

Stücke „Kontakthof“, „Café Müller“, „Vollmond“<br />

und „Le Sacre Du Printemps“, die Wenders kontinuierlich<br />

und sehr geschickt durch kleine Abschiedschoreografien<br />

der einzelnen Tänzer unterbricht.<br />

Vertrieb:<br />

Warner Home<br />

Bildformat: MVC, 1.78 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD MA 5.1<br />

Regie: Wim Wenders<br />

Darsteller:<br />

Regina Advento,<br />

Rainer Behr, Bénédicte<br />

Billet<br />

Laufzeit: 103 min Bild<br />

FSK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: Sie hiermit das<br />

Wuppertaler Tanztheater in Höchstform<br />

erleben können. Dank der 3D-Komponente<br />

erhalten Sie eine Dauerkarte für<br />

diese perfekte Aufführung, und das auch<br />

noch auf den besten Plätzen.<br />

Ton<br />

3D<br />

Schauplätze wie die Wuppertaler Schwebebahn,<br />

eine Straßenkreuzung, ein Tagebau oder ein Industriegelände<br />

stehen im starken Kontrast zu den meist<br />

dunklen oder grauen Bühnenbildern der Tanztheateraufführungen.<br />

Wenders öffnet hier den Raum mit<br />

seiner 3D-Kamera und holt den Zuschauer nicht nur<br />

extrem nahe an die Künstler heran, er schenkt seinem<br />

Publikum zudem die Möglichkeit, eine erweiterte<br />

Form der Choreografien zu erleben. Die von<br />

Pina Bausch eingesetzten Naturelemente sind hierbei<br />

nicht mehr nur einfaches Bühnenutensil. Stattdessen<br />

umgeben sie die Tänzer, die sich echte Hänge<br />

hochkämpfen müssen, sich vor fließendem Wasser<br />

„artikulieren“ oder inmitten des lebendigen Straßenverkehrs<br />

Teil eines immensen Bewegungs moments<br />

werden. Doch ganz astrein ist auch dieser 3D-Effekt<br />

nicht. Trotz aller Vorsicht, die die Kamera frau Hélène<br />

Louvart nach Beratschlagung mit dem 3D-Experten<br />

Stefan Albertz walten ließ, treten bei zügigeren<br />

Kamera schwenks doch häufiger Doppelkonturen<br />

zutage. Und auch sonst ist die Kombination aus hell<br />

beleuchteten Künstlern vor rabenschwarzen Hintergründen<br />

nicht ganz ohne, denn gerade hier blitzen<br />

an den Rändern oft Doppelkonturen auf. Bezogen<br />

auf die Dauer des ganzen Films ist dies jedoch nur<br />

ein geringer Preis. Die Tiefendimension ist nämlich<br />

zweifach lobenswert: Sie beeindruckt an den richtigen<br />

Stellen, ohne zu überanstrengen, da sie ganz<br />

unscheinbar auch mal zurück genommen wird. FT<br />

Bilder: Disney Home, Warner Home<br />

Der König der Löwen 3D<br />

Die Techniken der 3D-<br />

Konvertierung werden seit<br />

dem Beginn des aktuellen<br />

3D-Hypes mehr schlecht als<br />

recht umgesetzt, weshalb<br />

der Begriff zunehmend als<br />

Synonym für schlechtes 3D<br />

verwendet wird. Doch es gibt<br />

einen Bereich, der mit dieser<br />

Technologie unglaublich bereichert werden kann:<br />

der Zeichentrickfilm. „Der König der Löwen“ ist nun<br />

Disneys erstes veröffentlichtes Experiment dieser<br />

Art, das darüber entscheiden soll, ob es weitere 3D-<br />

Konvertierungen für andere Disney-Titel geben soll.<br />

So erscheint der Film am 10. November dieses Jahres<br />

nicht nur erstmals in High-Definition-Qualität als<br />

Diamond Edition auf Blu-ray, sondern hat auch sein<br />

zeitgleiches 3D-Debüt im Kino und auf Blu-ray 3D.<br />

Doch wie schafften es die Macher, aus dem 1994<br />

Vertrieb:<br />

Disney Home<br />

Bildformat: MVC, 1.78 : 1<br />

Tonformat: DTS-HD HR 7.1<br />

Regie:<br />

Roger Allers,<br />

Rob Minkoff<br />

Sprecher:<br />

Jeremy Irons, James Earl<br />

Jones, Rowan Atkinson<br />

Laufzeit: 89 min Bild<br />

FSK: ab 0 Jahren<br />

Starttermin: 10. November 2011<br />

Empfehlenswert, weil: „Hakuna Matata,<br />

diesen Spruch sag’ ich gern!“ – Wer jetzt<br />

nicht den berühmten Song im Ohr klingen<br />

hat, war vor 1995 vermutlich noch<br />

nicht auf der Welt. Alle anderen liebäugeln<br />

mit der prächtigen Blu-ray-Edition.<br />

Ton<br />

3D<br />

fertig gestellten, flachen Zeichentrickfilm ein plastisches<br />

Erlebnis zu machen? Um das dreidimensionale<br />

Element als zusätzliches Instrument zur Emotionslenkung<br />

nutzen zu können, bedurfte es zunächst eines<br />

sogenannten Tiefenskripts. Für die Erstellung eines<br />

solchen werden an bestimmten Schlüsselbildern die<br />

notwendigen Stellen markiert und mit den Pixelabständen<br />

versehen, in denen das Element aus dem<br />

Bildschirm heraus- oder in ihn hineinragen soll. Durch<br />

solch eine gezielte Vorgabe erhalten besonders emotionale<br />

Momente eine große Tiefe, während Szenen,<br />

die einer emotionalen Distanz bedürfen, flacher<br />

gestaltet sind. Als Hilfestellung orientierte sich der<br />

Stereoscopic Supervisor Robert Neuman u. a. an<br />

der Dramatik des Musikscores, der im Prinzip genau<br />

das Gleiche nur auf der akustischen Ebene macht.<br />

Für jedes Bild wurde eine Tiefenkarte erstellt, in der<br />

der Hintergrund von der Figuren- und der Effektebene<br />

separiert wurde. Zu guter Letzt erhielten die<br />

„Scherenschnitt-Ebenen“ eine eigene Geometrie<br />

und wurden ihrer Form entsprechend wie Luftballons<br />

aufgeblasen. Das Ergebnis ist beeindruckend.<br />

Besonders die Eingangssequenz mit dem Hoftag<br />

der Tiere (samt stetiger Steigerung der Tiefe) sowie<br />

die dramatische Gnu herden-Sequenz profitieren von<br />

der zusätzlichen Plastizität. Im Kino ist die Neuverwertung<br />

von „Der König der Löwen“ ein voller Erfolg,<br />

weshalb weitere Disney-Klassiker in 3D sicherlich<br />

nicht lange auf sich warten lassen werden. FT<br />

Anzahl der Blu-ray Discs Inhalte 33


Spielehöhepunkte in HD<br />

„Ico & Shadow Of The Colossus“ entführt Sie zurück in vergangene Spielertage, streift<br />

jedoch alte Gewänder ab und begrüßt Sie in aufgefrischter HD-Optik. „Resistance 3“ und<br />

„Deus Ex: Human Revolution“ verweben dagegen Endzeitatmosphäre mit brachialer Action.<br />

Ico & Shadow Of The Colossus HD<br />

Wenn man gegenüber anspruchsvollen<br />

Videospielfans<br />

diese beiden Namen<br />

erwähnt, beginnen die<br />

Augen zu funkeln. Es gab<br />

selten Spiele, die bei ihrem<br />

Erscheinen derart geliebt<br />

und gleichermaßen<br />

verschmäht wurden. Doch<br />

was der Gamedesigner Fumito Ueda mit seinem<br />

talentierten Team geschaffen hat, ist auch aus<br />

heutiger Sicht einfach nur zeitlos. So zeitlos, dass<br />

diese zwei furiosen Titel erneut im Bundle für<br />

die Playstation 3 erscheinen. Zu diesem Zweck<br />

mussten sich beide Werke einer Verjüngungskur<br />

unterziehen. In erster Linie wurde das Bildseitenverhältnis<br />

an heutige Gegebenheiten angepasst:<br />

War zu Playstation-2-Zeiten noch das 4 : 3-Format<br />

aktuell, so ist Sonys HD-Konsole PS3 auf 16 : 9<br />

geeicht. Natürlich wurde ebenfalls die Auflösung<br />

an die Möglichkeiten der Konsole angepasst und<br />

Sie können sogar beide Titel in stereoskopischem<br />

3D erleben. Die sichtliche Aufwertung der Grafik<br />

mit schärferen Texturen und neue Grafikeffekte<br />

samt fein fühliger Farbnuancen unterstreichen<br />

den künstlerischen Anspruch der Macher. Erspäht<br />

man die Charaktermodelle allerdings aus der<br />

Nähe, wird aufgrund der groben Gestaltung das<br />

Alter der Titel deutlich. Obwohl die Playstation<br />

3 mit der grafischen Aufarbeitung keinerlei Probleme<br />

haben sollte, gelingt die ruckelfreie Darstellung<br />

nur im 2D-Modus, während „Shadow Of<br />

The Colossus“ in 3D teilweise zum Daumenkino<br />

verkommt. Beide Spiele haben eines gemeinsam:<br />

Der Ablauf konzentriert sich auf das Wesentliche.<br />

Der Spieler wird nicht mit einer Flut von Aufgaben<br />

überfordert und muss sich keine Gedanken<br />

über Upgrades machen oder sich kontinuierlich<br />

schlagend durch Gegnerhorden kämpfen. „Keep<br />

it simple“ heißt die Devise, wenn sich der gehörnte<br />

Ico Rätsel lösend durch das Burglabyrinth<br />

bewegt, um sich und der mysteriösen Yorda die<br />

Flucht zu ermöglichen. Dabei wird der Spieler<br />

immer wieder in Erstaunen versetzt hinsichtlich<br />

des Einfallsreichtums, mit dem die Entwickler das<br />

Leveldesign und die Architektur von Burg und<br />

Landschaft umgesetzt haben. Landschaften sind<br />

es auch, mit denen „Shadow Of The Colossus“<br />

die Spieler verzaubert, während diese sich reitend<br />

auf den Weg zum nächsten titanenartigen Gegner<br />

machen. Derer 16 muss der Held besiegen,<br />

damit sein Mädchen dem Totenreich entflieht.<br />

Dabei fasziniert der besondere Rhythmus aus<br />

mystischer Ruhe und ausufernden Kämpfen mit<br />

gigantischen Gegnern. Diese beiden Spiele sind<br />

ohne Frage absolute Klassiker und verkürzen die<br />

nicht enden wollende Wartezeit auf Uedas erstes<br />

echtes PS3-Spiel „The Last Guardian“. CH<br />

Hersteller: Sony Computer<br />

Entertainment<br />

Bildformat: 16 : 9, 720p (3D)/1 080p<br />

(hochskaliert)<br />

Tonformat: Dolby 5.1<br />

Genre: Adventure<br />

HD-Konsole: PS3<br />

Spielzeit: 15 Stunden Bild<br />

USK: ab 12 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: „Shadow Of<br />

The Colossus“ und „Ico“ einzigartige<br />

Spielmomente bieten und ein komplettes<br />

Genre zur Kunstform erheben –<br />

Emotionalität pur mit toller Atmosphäre<br />

und herzzerreißender Geschichte.<br />

Ton<br />

Flair<br />

Bilder: Sony Computer Entertainment<br />

34 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


JETZT NEU AUF<br />

Resistance 3<br />

Der große Kampf gegen die<br />

Chimera, ein außerirdisches<br />

Killervirus, geht in die letzte<br />

Runde. Im letzten Teil der Reihe<br />

begleiten wir jedoch nicht<br />

Nathan Tale im Kampf, sondern<br />

dessen Todesschützen<br />

Joseph Capelli. Damit wählt<br />

Insomniac in „Resistance 3“<br />

einen vollkommen neuen, eng an eine einzelne Person<br />

geknüpften Erzählstil, was der Atmosphäre sehr<br />

zugutekommt. Zentrales Thema ist natürlich immer<br />

noch die außerirdische Bedrohung, die mittels Terraforming<br />

eine neue Endzeit hervorrufen und damit<br />

den letzten Widerstand brechen will. Joseph Capelli<br />

währt sich gegen die nicht gesprächsbereite Bedrohung<br />

in allerbester First-Person-Shooter-Manier und<br />

kann dabei auf ein Dutzend Waffen zurückgreifen.<br />

Viele dieser Waffen sind modifizierbar oder haben<br />

eine Sekundärfunktion. Das Gameplay enthält viele<br />

klassische Elemente wie z. B. Railshooter-Sequenzen.<br />

Zudem gibt es beachtliche Mehrspielermöglichkeiten,<br />

angefangen beim Kampagnen-Co-op bis hin<br />

zu Online-Deathmatches mit Erfahrungssystem. Die<br />

Spielegrafik ist sehr stimmungsvoll, insbesondere die<br />

vielen kleinen Details begeistern und dies auch in 3D.<br />

„Resistance 3“ vermag den Spieler in seine Welt einzusaugen,<br />

nur bei der Sprachausgabe hätten wir uns<br />

eine bessere Synchronisation gewünscht. CH<br />

Hersteller: Sony Computer<br />

Entertainment<br />

Bildformat: 16 : 9, 720p (3D)<br />

Tonformat: Dolby 5.1, DTS 5.1<br />

Genre: Ego-Shooter<br />

HD-Konsole: PS3 (Move)<br />

Spielzeit: 10–12 Stunden Bild<br />

USK: ab 18 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: mit dem PS3-<br />

Spiel „Resistance 3“ eine klassische<br />

Ego-Shooter-Serie mit packender Story,<br />

fantastischem Sound, stimmiger Atmosphäre<br />

und jeder Menge Spielspaß zu<br />

einem würdigen Ende gebracht wird.<br />

Ton<br />

Flair<br />

.de<br />

RECEIVER-GUIDE<br />

powered by<br />

Schritt für Schritt erklärt:<br />

Software aktualisieren<br />

Sendersuchlauf durchführen<br />

Favoritenlisten sortieren<br />

Deus Ex: Human Revolution<br />

Bilder: Sony Computer Entertainment, Square Enix<br />

„Human Revolution“ ist eher<br />

ein Prequel, denn die Handlung<br />

spielt 16 Jahre vor dem<br />

ersten „Deus Ex“. Diese neuerliche<br />

Dystopie, die mit dem<br />

Jahr 2027 in gar nicht allzu<br />

ferner Zukunft angesiedelt<br />

ist, handelt von Adam Jensen,<br />

der in einer von öffentlichen<br />

Unruhen geplagten Welt einen Anschlag aufklären<br />

muss. Bei diesem Attentat verunglückte seine Freundin<br />

tödlich und Jensen selbst muss seither Bioimplantate<br />

tragen. Die in vielen Details vorhersehbare Story<br />

führt Adam Jensen durch eine riesige, frei begehbare<br />

Welt, deren Atmosphäre und Detailliebe sich nicht<br />

hinter den Kulissen des Klassikers „Blade Runner“<br />

verstecken muss. Der Spieler kann sich vollkommen<br />

frei bewegen und in den Missionen gibt es immer<br />

mehr als einen Weg zum Ziel. Dabei wird an vielen<br />

Punkten durch Ihre Entscheidungen der Fortgang der<br />

Geschichte beeinflusst. Rollenspielelemente wechseln<br />

sich dabei mit Actionsequenzen oder Mini spielen<br />

ab. Jensen verfügt über ein beachtliches Repertoire<br />

modifizierbarer Waffen und erlernt neue Fähigkeiten.<br />

Erwähnenswert sind der Blick durch Wände und die<br />

Fähigkeit, kurzzeitig unsichtbar zu werden. Begleitet<br />

wird dieses Abenteuer einerseits von einem äußerst<br />

gelungenen Soundtrack und andererseits von einer<br />

ent täuschenden deutschen Synchronisation. CH<br />

Hersteller: Square Enix<br />

Bildformat: 16 : 9, 720p<br />

Tonformat: Dolby 5.1<br />

Genre: Action-Rollenspiel<br />

HD-Konsole: PS3, Xbox 360, PC<br />

Spielzeit: 25 Stunden Bild<br />

USK: ab 18 Jahren<br />

Starttermin: erhältlich<br />

Empfehlenswert, weil: eine riesige,<br />

frei begehbare und atmosphärisch gelungene<br />

Welt mit reichlich Abwechslung<br />

mehrere Stunden Spielspaß auf<br />

jeden Fall garantiert – Adrenalinschübe<br />

und Knobelspaß inklusive.<br />

Ton<br />

Flair<br />

Anzeige<br />

Natürlich auch für Ihr Gerät auf<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Inhalte 35


Ausgewählte HD-Highlights<br />

8 Di Call Of Duty: Modern<br />

Warfare 3<br />

(für PS3, Xbox 360, PC)<br />

17<br />

Do Der dritte Mann<br />

(auf Blu-ray)<br />

Rambo 1–3<br />

(auf Blu-ray)<br />

November 2011<br />

2 Mi Uncharted 3: Drake‘s<br />

Deception<br />

(für PS3)<br />

3 Do Transformers 3:<br />

Dark Of The Moon<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

Daybreakers<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

Source Code<br />

(auf Blu-ray)<br />

4 Fr Sonic Generations<br />

(für PS3, Xbox 360)<br />

7 Mo Inception<br />

(auf Sky Action HD)<br />

10<br />

11<br />

11<br />

bis<br />

13<br />

13<br />

15<br />

Do The Tree Of Life<br />

(auf Blu-ray)<br />

Der König der Löwen<br />

Diamond Edition<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

Fr Arrietty – Die wundersame<br />

Welt der Borger<br />

(auf Blu-ray)<br />

Fr<br />

bis<br />

So<br />

The Elder Scrolls V:<br />

Skyrim<br />

(für PS3, Xbox 360, PC)<br />

Formel 1: Großer Preis<br />

von Abu Dhabi<br />

(auf Sky Sport HD<br />

und RTL HD)<br />

So Tron<br />

(18.30 Uhr auf<br />

Disney Cinemagic HD)<br />

Tron: Legacy<br />

(20.15 Uhr auf<br />

Sky Cinema Hits HD)<br />

Di Assassin‘s Creed:<br />

Revelations<br />

(für PS3, Xbox 360, PC)<br />

Pakt der Wölfe<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

18<br />

20<br />

Fr Harry Potter und die<br />

Heiligtümer des Todes<br />

Teil 2<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

Need For Speed: The Run<br />

(für PS3, Xbox 360, PC)<br />

So Iron Man 2<br />

(auf Sky Action HD)<br />

Bilder: Capelight, Devolver Digital, Electronic Arts, IHF, Lucas Arts, Nintendo, Paramount Pictures, Sky, Sony, Ubisoft, Universum Film, Warner Bros Interactive Entertainment, Warner Home Video<br />

November<br />

Dezember<br />

36 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


24<br />

25<br />

25<br />

bis<br />

27<br />

Do Der Zoowärter<br />

(auf Blu-ray)<br />

Battlestar Galactica<br />

Komplettbox<br />

(auf Blu-ray)<br />

Fr Four Lions<br />

(auf Blu-ray)<br />

Fr<br />

bis<br />

So<br />

Gamera – Guardian Of<br />

The Universe<br />

(auf Blu-ray)<br />

Formel 1: Großer Preis<br />

von Brasilien<br />

(auf Sky Sport HD und<br />

RTL HD)<br />

1 Do Sky Christmas Hits<br />

sendet Weihnachtsprogramm<br />

in HD<br />

Toystory 3<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

Das Rotkäppchen<br />

Ultimatum<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

Nichts zu verzollen<br />

(auf Blu-ray)<br />

Das letzte Einhorn<br />

(auf Blu-ray)<br />

Cars 2<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

6 Di Die Abenteuer von Tim<br />

und Struppi: Das Geheimnis<br />

der Einhorn<br />

(für PS3, Xbox 360, PC)<br />

8 Do Wer ist Hanna?<br />

(auf Blu-ray)<br />

Die Schlümpfe<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

9 Fr Die neue Ausgabe<br />

der HD+TV erscheint<br />

26<br />

27<br />

Sa Alice im Wunderland<br />

(1951)<br />

(auf Disney Cinemagic HD)<br />

Alice im Wunderland<br />

(2010)<br />

(auf Sky Cinema Hits HD)<br />

So The Green Hornet<br />

(auf Sky Cinema HD)<br />

2 Fr Hangover 2<br />

(auf Blu-ray)<br />

3<br />

bis<br />

18<br />

Sa<br />

bis<br />

So<br />

Handballweltmeisterschaft<br />

der Frauen<br />

(Brasilien)<br />

(auf ARD HD und<br />

Eurosport HD)<br />

19<br />

Mr. Poppers Pinguine<br />

(auf Blu-ray)<br />

Mo Captain America<br />

(auf Blu-ray 3D)<br />

Dezember 2011<br />

Alle Angaben ohne Gewähr<br />

Inhalte 37


Das bessere 3D-Verfahren?<br />

3D-Fernseher mit Polfilter bieten das bessere 3D-Erlebnis,<br />

das ergab eine aktuelle Studie. Wir lassen die Technik gegen<br />

das Shutter-Verfahren noch einmal antreten<br />

Virtuelle Wohnzimmerschau<br />

„Ups, im Laden sah der doch viel kleiner aus!“<br />

Wir stellen Ihnen innovative Einrichtungshilfen vor<br />

Full-HD kabellos übertragen<br />

Kabelstränge stören die Ästhetik im Wohnzimmer.<br />

Warum also nicht einfach die Signale kabellos übertragen?<br />

Unverfälschte Bilder<br />

Wir geben Ihnen die optimalen Einstellungen<br />

unserer Testgeräte mit auf den Weg<br />

Dennis Schirrmacher<br />

Redakteur<br />

3D ohne Brille galt lange als unbezahlbar,<br />

denn die technischen Voraussetzungen<br />

sind hoch komplex und<br />

die Fertigung der Panels stellt die Ingenieure<br />

vor völlig neue Probleme.<br />

Dennoch kommt schon Ende dieses<br />

Jahres der erste autostereoskopische<br />

Fernseher von Toshiba in den Handel.<br />

Der 55ZL2 ist zwar nicht unbezahlbar,<br />

hat aber dennoch einen gepfefferten<br />

Preis von rund 8 000 Euro. Lohnt<br />

sich die Inves tition? In meinen Augen<br />

nicht, denn der 3D-Effekt ohne Brille<br />

konnte mich nur bedingt überzeugen.<br />

Zwar ist die plastische Darstellung von<br />

mehreren Positionen im Raum aus erlebbar,<br />

dennoch wirkte mir der Effekt<br />

insgesamt zu flach. Bei den brillengestützten<br />

Verfahren ist das Ergebnis<br />

immer noch greifbarer und sauberer.<br />

Dennoch bewundere ich Toshibas<br />

Pionier geist, sich als Erster mit einer<br />

derartigen Technologie im Markt zu<br />

positionieren. Darüber hinaus ist er<br />

derzeit der einzige Hersteller, der seine<br />

Kunden im 3D-Bereich mit der Polfilter-,<br />

Shutter- und autostereoskopischen<br />

Technik allumfassend bedient.<br />

Gears Of War 3*<br />

Brachial, brachialer,<br />

„Gears Of War 3“. Das<br />

Actionfest spielt sich<br />

unglaublich dynamisch<br />

und zeigt, dass die<br />

Xbox 360 grafisch noch<br />

nicht zum alten Eisen<br />

gehört. Also, lassen Sie<br />

es ordentlich krachen!<br />

Bilder: Burosch, CM3-computer.de, Microsoft Game Studios, Philips, Sony<br />

*Voraussetzung: Xbox 360<br />

38 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Virtuelle Bildgrößenratgeber<br />

Wie macht sich wohl der neue Flachbildfernseher im eigenen Wohnzimmer? Dieser Frage können<br />

Sie nun interaktiv auf den Grund gehen. Alles, was Sie dazu brauchen, sind eine Kamera<br />

und ein Computer – oder lediglich ein Smartphone.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

Wenn Sie wissen möchten, wie sich Ihr potenzieller Wunschfernseher in Ihr Wohnzimmer<br />

einbettet, benötigen Sie in allen vorgestellten Ansätzen einen sogenannten<br />

Marker (unten links), der die Position des Fernsehers einnimmt<br />

Anhand der Markierung können die Anwendungen das TV-Gerät virtuell an die<br />

gewünschte Position projizieren. Dies kann entweder statisch in einem Foto oder<br />

in Echtzeit auf dem Bildschirm Ihres Smartphones stattfinden<br />

Wissen 39


Sonys TV-Größen-Ratgeber ist auf der Internetseite des<br />

Herstellers zu finden. Sie müssen lediglich ein Foto Ihres<br />

Wohnzimmers mit dem platzierten Marker hochladen<br />

Die Abbildung des TVs funktioniert in der Praxis zuverlässig,<br />

dennoch kann es trotz korrekt platziertem Marker zu<br />

perspektivischen Darstellungsfehlern kommen<br />

Philips bettet mithilfe der Kamera Ihres Smartphones<br />

den Wunsch-TV virtuell in Ihr Wohnzimmer. In der Praxis<br />

gestaltet sich die Handhabung jedoch leicht ruckelig<br />

Panasonics Viera-AR-App projiziert Ihren TV-Favoriten in<br />

Echtzeit in Ihr Wohnzimmer. Voraussetzung dafür ist ein<br />

iPhone oder die zweite Version des iPad<br />

Bei der Wohnungseinrichtung führt uns<br />

die Wahrnehmung oft hinters Licht,<br />

denn im weitläufigen Kaufhaus sehen<br />

Möbel immer kleiner aus als im heimischen<br />

Wohnzimmer. Bei einem Flachbildfernseher<br />

spielt neben der Bildqualität selbstverständlich<br />

auch die Bildgröße eine essenzielle Rolle. Oft<br />

wird hierdurch das heimische TV-Möbel jedoch<br />

schnell erdrückt. Natürlich können Sie sich dem<br />

Problem im Vorfeld mit einem Zollstock bewaffnet<br />

annehmen. In der Realität sieht dann<br />

aber doch alles immer ganz anders aus und<br />

ein Umtausch ist in diesem Fall nur mit einem<br />

hohen Aufwand möglich. Sony, Philips und<br />

Panasonic präsentieren nun alternative Ansätze,<br />

die Ihr Wunschgerät sozusagen direkt<br />

an den gewünschten Platz projizieren.<br />

Wohnzimmer ablichten<br />

Sonys virtuelle Einrichtungshilfe verbirgt sich<br />

auf der Internetseite unter dem Punkt „TV-<br />

Größen-Ratgeber“. Um die Funktion nutzen zu<br />

können, benötigen Sie neben Ihrem Computer<br />

noch einen Drucker und eine Fotokamera. Im<br />

ersten Schritt drucken Sie die Vorlage aus, die<br />

später als Bezugspunkt dient, und legen diese<br />

an die Stelle, an der der Fernseher später<br />

stehen soll. Natürlich ist auch eine Befes tigung<br />

an der Wand vorstellbar. Im nächsten Schritt<br />

fotografieren Sie die Szenerie und kopieren das<br />

Bild auf Ihren Computer. Anschließend laden<br />

Sie es über die Maske auf der Sony-Internetseite<br />

hoch und können umgehend Fernseher von<br />

der 300er- bis zur 900er-Serie des Herstellers<br />

in verschiedenen Größen im Raum platzieren.<br />

Anhand des Markers werden die TVs ihrer<br />

Größe entsprechend realistisch abgebildet und<br />

Sie können sich ein erstes statisches Bild von<br />

der möglichen Aufstellung machen. Dennoch<br />

kam es im Test zu perspektivischen Verzerrungen,<br />

obwohl der Marker korrekt ausgerichtet<br />

auf der Position lag. Sie sollten also für das<br />

beste Ergebnis in jedem Fall mehrere Fotos aus<br />

verschiedenen Blickwinkeln machen.<br />

Erweiterte Realität<br />

Philips geht noch einen Schritt weiter: Hier<br />

können Sie Ihren Wunschfernseher in Echtzeit<br />

berechnet von mehreren Blickwinkeln aus in Ihrem<br />

Wohnzimmer betrachten. Dafür benötigen<br />

Sie entweder ein Android-Smartphone oder<br />

ein iPhone. Die sogenannte Buying-Guide-<br />

App von Philips ist kostenlos erhältlich und im<br />

Handumdrehen installiert. Die Benutzung setzt<br />

übrigens keine Internetanbindung voraus, dafür<br />

schlägt die Installation auf einem Android-<br />

Smartphone mit rund 24 Megabyte zu Buche,<br />

denn die TV-Modelle des Herstellers sind als<br />

Grafiken integriert. Auch in diesem Fall positionieren<br />

Sie den ausgedruckten Marker an<br />

dem gewünschten Aufstellungsort und starten<br />

dann umgehend die App. Diese greift auf die<br />

Kamera des Smartphones zu, mit der Sie lediglich<br />

auf die Stelle mit dem Bezugspunkt zielen<br />

müssen. Wird der Marker erfasst, erscheint innerhalb<br />

kürzester Zeit ein Fernseher an der gewünschten<br />

Position. Bei dem dargestellten TV<br />

handelt es sich um ein in Echtzeit errechnetes<br />

3D-Modell des Gerätes. Dabei können Sie sich<br />

frei im Raum bewegen, um den Aufbau dynamisch<br />

aus verschiedenen Betrachtungswinkeln<br />

in Augenschein zu nehmen, und anschließend<br />

ein Foto der Szenerie schießen. Mit einem Fingerwisch<br />

blättern Sie durch die verschiedenen<br />

Modellklassen und können sogar das atmosphärische<br />

Ambilight hinzuschalten. Leider<br />

gestaltete sich die Echtzeitprojektion im Test<br />

auf unserem Android-Smartphone als äußerst<br />

ruckelige Angelegenheit und der Fernseher<br />

flackerte und verschwand in regelmäßigen Abständen<br />

komplett. Auf Apples iPhone der aktuellsten<br />

Generation fühlte sich das Ganze um<br />

Welten flüssiger an und auch die Abbildung<br />

war deutlich stabiler, dennoch gestaltete sich<br />

die Darstellung beim Umherwandern immer<br />

noch leicht fehlerhaft. In der Praxis verfährt<br />

Panasonics Viera-AR-App wie Philips‘ Ansatz<br />

und die virtuelle Einrichtungstour findet auf<br />

Ihrem Smartphone mithilfe der eingebauten<br />

Kamera statt – in diesem Fall wird jedoch ein<br />

iPhone oder iPad 2 vorausgesetzt, denn die App<br />

ist für Android-Telefone nicht erhältlich. Insgesamt<br />

erscheint die Panasonic-App im Vergleich<br />

zu Philips‘ Anwendung einen Tick stabiler und<br />

die Darstellung ist bei einer Veränderung des<br />

Betrachtungswinkels wesentlich konsistenter.<br />

Bei beiden Ansätzen sollten Sie jedoch auf<br />

eine helle Umgebung achten, da der Marker<br />

sonst nur unzureichend erkannt wird und es zu<br />

Fehlern in der Abbildung kommt.<br />

Von der Zukunft träumen<br />

Die Verwebung von Realität und virtuellen<br />

Objekten nennt sich Augmented Reality und<br />

kommt derzeit vorwiegend bei Videospielen<br />

zum Einsatz. Dass diese innovative Technologie<br />

auch bei alltäglichen Problemen helfen kann,<br />

zeigen die multimedialen Bildgrößenratgeber<br />

eindrucksvoll. Das Ergebnis von Sonys Ansatz<br />

liefert weitgehend überzeugende Ergebnisse<br />

und kommt all jenen zugute, die kein Smartphone<br />

ihr Eigen nennen. Einsteiger finden<br />

sich bei der statischen Darstellung am besten<br />

zurecht – mehr als einen Drucker, Computer<br />

und eine Digitalkamera braucht es nicht. Das<br />

Konzept von Philips und Panasonic präsentiert<br />

sich technisch komplexer. Dabei lässt vor allem<br />

die Möglichkeit, den Wunschfernseher auf dem<br />

Display des Smartphones aus verschiedenen<br />

Blickwinkeln im eigenen Wohnzimmer zu begutachten,<br />

Vorfreude aufkommen. Für die optimale<br />

Handhabung sollten Sie jedoch über ein<br />

aktuelles Android-Smartphone mit einem Doppelprozessor<br />

verfügen oder eben auf das aktuelle<br />

iPhone zurückgreifen. Erst dann macht das<br />

virtuelle Einrichten richtig Spaß und Sie können<br />

kostenlos einen ersten Blick auf Ihren Traum-TV<br />

in den eigenen vier Wänden werfen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

40 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


3D auf dem Prüfstand<br />

LG spielte in den letzten Wochen einen Trumpf nach dem anderen aus: Neben der Full-HD-<br />

Zertifizierung für die eigene 3D-Technik wirbt der Hersteller aktuell mit einer Studie, die die<br />

Überlegenheit des Polfilterverfahrens dokumentiert. Wir prüfen, was dahintersteckt.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Ausgewählte<br />

3D-TV-Modelle<br />

LG<br />

47LW650S<br />

Panasonic<br />

TX-L37DT30E<br />

Panasonic<br />

TX-P50GT30E<br />

Philips<br />

46PFL9706K<br />

Samsung<br />

UE46D8090<br />

Sharp<br />

LC-46LE830<br />

Sony<br />

KDL-55HX925<br />

Toshiba<br />

55ZL1<br />

Preis 1 799 Eu ro 1 249 Eu ro 1 799 Eu ro 2 499 Euro 1 899 Euro 1 599 Euro 3 299 Euro 4 999 Euro<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD,<br />

200 Hz<br />

Edge-LED-LCD,<br />

400 Hz<br />

Plasma-TV,<br />

600 Hz<br />

Direct-LED-LCD,<br />

400 Hz<br />

Edge-LED-LCD,<br />

400 Hz<br />

Edge-LED-LCD,<br />

200 Hz<br />

Direct-LED-LCD,<br />

400 Hz<br />

Direct-LED-LCD,<br />

400 Hz<br />

3D-Technik Polfilterverfahren Shutter-Verfahren Shutter-Verfahren Shutter-Verfahren Shutter-Verfahren Shutter-Verfahren Shutter-Verfahren Shutter-Verfahren<br />

3D-Auflösung<br />

gut<br />

(1 Million Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

sehr gut<br />

(2 Millionen Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

sehr gut<br />

(2 Millionen Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

sehr gut<br />

(2 Millionen Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

sehr gut<br />

(2 Millionen Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

sehr gut<br />

(2 Millionen Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

sehr gut<br />

(2 Millionen Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

sehr gut<br />

(2 Millionen Bildpunkte<br />

pro Auge)<br />

3D-Bildhelligkeit gut befriedigend ausreichend gut befriedigend befriedigend gut gut<br />

Flimmern externer<br />

Lichtquellen durch<br />

Brille<br />

3D-Blickwinkel<br />

nein ja ja ja ja ja nur Sonnenlicht ja<br />

eingeschränkt<br />

(vertikal)<br />

uneingeschränkt<br />

innerhalb Sensorreichweite<br />

uneingeschränkt<br />

innerhalb Sensorreichweite<br />

uneingeschränkt<br />

innerhalb Sensorreichweite<br />

uneingeschränkt<br />

uneingeschränkt<br />

innerhalb Sensorreichweite<br />

uneingeschränkt<br />

innerhalb Sensorreichweite<br />

uneingeschränkt<br />

innerhalb Sensorreichweite<br />

Kopfdrehung<br />

möglich?<br />

ja, aber Verfärbung<br />

des Bildes<br />

nein, Abdunklung<br />

des Bildes<br />

ja<br />

nein, Abdunklung<br />

des Bildes<br />

nein, Abdunklung<br />

des Bildes<br />

nein, Abdunklung<br />

des Bildes<br />

nein, Verfärbung<br />

des Bildes und 3D-<br />

Verlust<br />

nein, Abdunklung<br />

des Bildes<br />

Bilder: LG<br />

Synchronistation<br />

Brille/TV<br />

3D-Brille Modell/<br />

Straßenpreis<br />

3D-Brille Gewicht/<br />

Tragekomfort<br />

nicht notwendig,<br />

passiver Filter und<br />

passive Brillen<br />

PTA416 (von<br />

Philips), 17 Euro<br />

9 Gramm,<br />

sehr gut<br />

Infrarot<br />

(Akkubetrieb)<br />

TY-EW3D2,<br />

105 Euro<br />

41 Gramm,<br />

befriedigend<br />

Infrarot<br />

(Akkubetrieb)<br />

TY-EW3D2,<br />

105 Euro<br />

41 Gramm,<br />

befriedigend<br />

Infrarot<br />

(Akkubetrieb)<br />

PTA516,<br />

70 Euro<br />

40 Gramm,<br />

befriedigend<br />

Bluetooth<br />

(Akkubetrieb)<br />

SSG-3700CR,<br />

130 Euro<br />

28 Gramm,<br />

gut<br />

Infrarot<br />

(Akkubetrieb)<br />

AN-3DG10,<br />

119 Euro<br />

62 Gramm,<br />

ausreichend<br />

Infrarot<br />

(Akkubetrieb)<br />

TDG-BR200,<br />

50 Euro<br />

59 Gramm,<br />

ausreichend<br />

Infrarot<br />

(Akkubetrieb)<br />

FPT-AG02G,<br />

k. A.<br />

35 Gramm,<br />

befriedigend<br />

Wissen 41


SHUTTER-TECHNIK<br />

3D-Brille: Gläser öffnen und<br />

schließen abwechselnd<br />

Bilder für das linke und rechte Auge werden abwechselnd<br />

in voller Full-HD-Auflösung dargestellt. Für die optimale<br />

Bildtrennung sind schnelle Panels Pflicht<br />

POLFILTERTECHNIK<br />

3D-Brille: Brillengläser sind<br />

immer geöffnet<br />

Sowohl auf dem US-Markt als auch in<br />

Deutschland führte LG Tests mit 100 Versuchspersonen<br />

durch, um die Qualität der<br />

eigenen Polfiltertechnik gegenüber der konkurrierenden<br />

Shutter-Technologie zu unterstreichen.<br />

Hierzu wurden – im Falle der US-Studie –<br />

100-Hertz-Mittelklassefernseher von Sony und<br />

Samsung mit einem gleichwertigen Modell von<br />

LG verglichen. Das Ergebnis: Rund 80 Prozent<br />

der Befragten bevorzugten das Polfilterverfahren.<br />

Was für den Laien plausibel klingt, birgt bereits<br />

das erste technische Problem: Während die<br />

Trennung der Bildsignale für das linke und rechte<br />

Auge bei der Polfiltertechnik nicht maßgeblich<br />

von einem schnellen Panel abhängt, ist der fehlerfreie<br />

3D-Eindruck mit dem Shutter-Verfahren<br />

nur gewährleistet, wenn hochwertige Technik<br />

zum Einsatz kommt. LG Deutschland wiederholte<br />

den Test deshalb mit einem 400-Hertz-LED-LCD<br />

von Samsung; das Ergebnis: Auch dieser 3D-Vergleich<br />

fiel zugunsten des eigenen Produktes aus,<br />

allerdings entschieden sich statt der 80 Prozent<br />

nur noch 65 Prozent für das Polfilterverfahren.<br />

aber zeitgleich die Augen erreichen, interpretiert<br />

das Gehirn diese Informationen als Full-<br />

HD-Auflösung. Was die Studie verschweigt:<br />

Beide 3D-Bilder zeigen unterschiedliche Perspektiven<br />

und eine Halbierung der Bildinformationen<br />

für das linke und rechte Auge wird<br />

nicht automatisch durch die zeitgleiche Anzeige<br />

kompensiert – der Auflösungsverlust bleibt<br />

nach wie vor erhalten. Unsere internen Tests<br />

mit Polfilterfernsehern aller Hersteller bestätigen,<br />

dass die Bildschärfe im 2D-Betrieb besser<br />

als im 3D-Modus ausfällt und die halbierte<br />

Zeilenauflösung einzig durch einen größeren<br />

Sitzabstand kompensiert werden kann. Die<br />

Full-HD-Auszeichnung ist somit nur für den<br />

2D-Modus gerechtfertigt. Der Mythos des<br />

größeren Blickwinkels bei der Polfiltertechnik<br />

bewahrheitet sich in der Praxis ebenfalls nicht,<br />

denn vertikale Abweichungen sowie kurze<br />

Sitzabstände sorgen für einen Einbruch des<br />

3D-Effekts, zudem ziehen angewinkelte Kopfstellungen<br />

eine komplette Verfärbung des Bildinhalts<br />

nach sich.<br />

Bilder für das linke und rechte Auge werden gleichzeitig<br />

in halbierter Full-HD-Auflösung dargestellt. Die optimale<br />

Bildtrennung wird durch passive Filter sichergestellt<br />

Vorteil Shutter-Verfahren: Die volle HD-Auflösung wird<br />

auch während der 3D-Darstellung aufrechterhalten (links),<br />

beim Polfilterverfahren halbiert sich die Detailfülle (rechts)<br />

Vorteil Polfilterverfahren: Polfilterbrillen benötigen keine<br />

Energiezufuhr, bieten meist gewölbte Gläser und ein<br />

federleichtes Gewicht für hohen h Tragekomfort<br />

Was ist eine Studie wert?<br />

Ein Vergleich, durchgeführt mit technisch nicht<br />

versierten Versuchspersonen, ganz gleich welcher<br />

Anzahl, ist immer auf den jeweiligen<br />

Versuchsaufbau beschränkt und bietet keine<br />

Allgemeingültigkeit. Abweichende Betrachtungsabstände,<br />

Lichteinwirkungen und Flachbild-<br />

TV- sowie Brillenmodelle können zu völlig anderen<br />

Ergebnissen führen, selbst wenn die gleichen<br />

Versuchspersonen eingesetzt werden. Für LGs eigene<br />

Studienzwecke wurden nur Fernseher zum<br />

Vergleich herangezogen, die eine deutlich geringere<br />

Bildhelligkeit im 3D-Modus aufweisen –<br />

ein entscheidender Faktor, der die Umfrage zugunsten<br />

der Polfiltertechnik verschiebt. Gleiches<br />

gilt für die Brillen: Diese verfremden den Bildeindruck<br />

stark, weshalb eine Bildabstimmung immer<br />

in Kombination mit der Brille erfolgen muss,<br />

was bei LGs Studie allerdings nicht der Fall war.<br />

Erkennbares Bildflackern ist zudem vom Lichteinfall<br />

abhängig – in diesem Punkt hat das Polfilterverfahren<br />

aber unbestritten Vorteile.<br />

Zweischneidiges Marketing<br />

Kein TV-Hersteller würde behaupten, dass eine<br />

Auflösung von zwei Millionen Bildpunkten pure<br />

Vergeudung ist. Aufseiten der 3D-Darstellung<br />

werden die Karten nun überraschend neu gemischt,<br />

denn infolge der Polfiltertechnik halbiert<br />

sich die effektive Auflösung im 3D-Betrieb. Um<br />

diesen Auflösungsverlust auszugleichen, bedarf<br />

es eines LCD-Panels mit doppelter Zeilenauflösung,<br />

dieses wird derzeit aber nicht eingesetzt.<br />

LG griff deshalb tief in die Trickkiste: Neben einer<br />

nicht genau definierten Bildberechnung im<br />

3D-Modus wirbt der Hersteller mit der vom Prüfinstitut<br />

VDE erteilten Full-HD-Plakette für die<br />

3D-Darstellung. Die Begründung des VDE: Zwar<br />

erreichen das linke und das rechte Auge nur 540<br />

statt der 1 080 Bildzeilen, da beide Bildinhalte<br />

Konkurrenz steht sich im Weg<br />

Der Umstieg auf die Shutter-Technologie<br />

bedeutet nicht automatisch einen Qualitätsgewinn.<br />

Wer sich auf LCD-Mittelklassemodelle<br />

mit 100-Hertz-Panel konzentriert (Achtung:<br />

Herstellerangabe oft 400 Hertz trotz<br />

100-Hertz-Panel), wird mit Polfilterfernsehern<br />

meist bessere 3D-Ergebnisse erzielen. Aufgrund<br />

der abwechselnden Bildeinblendung<br />

für das linke und rechte Auge (Shutter-Prinzip)<br />

zeigen günstige Shutter-Lösungen auffällige<br />

Doppelkonturen, auch wenn die Bewegtbildschärfe<br />

mit 100-Hertz-Modellen durch<br />

die eingeblendeten Schwarzphasen der Brille<br />

hervorragend ausfällt. Doch selbst wenn<br />

der Fernseher zur Höchstleistung getrieben<br />

wird: Die Bildhelligkeit fällt bei vielen Shutter-<br />

Displays nur bedingt überzeugend aus; mittlerweile<br />

sind aber mindestens drei Modelle<br />

erhältlich, die der Polfiltertechnik in diesem<br />

Bereich das Wasser reichen können (siehe Tabelle).<br />

Auch die Synchronisation mit der 3D-<br />

Shutter-Brille birgt Fehlerquellen: Klappt das<br />

Zusammenspiel nicht perfekt, entstehen zusätzlich<br />

Doppelkonturen. Nicht selten machen<br />

akkubetriebene Shutter-Brillen durch Nebengeräusche<br />

auf sich aufmerksam und sind<br />

nur zu bestimmten TV-Modellen kompatibel.<br />

LGs Studie ist somit kein Beweis der eigenen<br />

technischen Überlegenheit, stellt einen Sachverhalt<br />

aber anschaulich dar: Wer heute blind<br />

zu einem 3D-Fernseher greift, hat dank der<br />

Polfiltertechnik eine große Chance, am Ende<br />

zufrieden in 3D-Welten zu schwelgen. Wer<br />

hingegen auf Bilddiagonalen jenseits der 42<br />

Zoll setzt und den Betrachtungsabstand nicht<br />

zu groß wählt, erreicht mit einem entsprechend<br />

hochwertigen Fernseher oder Projektor<br />

auf Basis des Shutter-Verfahrens die bessere<br />

HD-Qualität.<br />

Bilder: 20th Century Fox, Auerbach Verlag, LG, Philips, Samsung<br />

42 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


3D im Praxistest<br />

Grau ist alle Theorie: Innerhalb eines Praxisversuchs verglichen<br />

wir die Shutter- und Polfiltertechnik und baten<br />

50 ungeschulte Testpersonen um ihr Urteil.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Als Referenzmodelle kamen 3D-TVs der<br />

Serie 7000 (Polfilter) und Serie 9000<br />

(Shutter-Verfahren) von Philips zum<br />

Einsatz. Signifikante Abweichungen aufseiten<br />

der allgemeinen Bildverarbeitung konnten wir<br />

somit ausschließen. Da das Shutter-Modell über<br />

eine echte LED-Hintergrundbeleuchtung verfügt,<br />

wurde deren Local Dimming deaktiviert,<br />

um Kontrastvorteile auszuschließen. Die Bildhelligkeit<br />

beider Modelle ist im 3D-Modus nahezu<br />

identisch, hierfür mussten wir das Polfilterdisplay<br />

auch nicht in der Helligkeit drosseln. Unser<br />

Testraum wurde bewusst nicht nach gängigen<br />

Wohnzimmerstandards gestaltet: Wird das Bildflimmern<br />

der Shutter-Brillen auch erkannt, wenn<br />

Fremdlichteinflüsse ausgeschlossen werden?<br />

Zudem sollte unser Vergleich nicht die Vor- und<br />

Nachteile der Brillen beleuchten; vielmehr sollte<br />

der Fremdlichtausschluss dafür sorgen, dass die<br />

Testpersonen einzig das Bild beurteilten und sich<br />

nicht von anderen Faktoren ablenken ließen.<br />

Beide Fernseher wurden perfekt kalibriert, um<br />

die Farbdarstellung und Durchzeichnung abzugleichen.<br />

Wir vollzogen die Bildkalibrierung<br />

durch die 3D-Brille, da insbesondere die Shutter-<br />

Modelle starken Einfluss auf die Farbtemperatur<br />

und Durchzeichnung nehmen, sodass eine reine<br />

Display-Kalibrierung zu verfälschten Farben und<br />

schlechter Detailgenauigkeit führen würde. Zu<br />

guter Letzt wurde der Sitzabstand auf 2 Meter<br />

verringert, da die Full-HD-Auflösung bei Bilddiagonalen<br />

von 46 bzw. 47 Zoll nur bei geringen<br />

Sitzabständen wahrgenommen werden kann –<br />

unsere Augen sind hier der limitierende Faktor.<br />

Als Testfilm wählten wir die 3D-Blu-ray von<br />

James Camerons Rekordfilm „Avatar“ – noch<br />

immer eine der besten 3D-Scheiben am Markt.<br />

Das Testergebnis<br />

Von den 50 Testpersonen (30 männlich, 20<br />

weiblich) entschieden sich 41 für das Shutter-<br />

Display der Philips-Serie 9000, sieben Testpersonen<br />

bevorzugten das Polfilterdisplay der Serie<br />

7000 und zwei Testpersonen erkannten keinen<br />

relevanten Unterschied zwischen den Modellen.<br />

Erste Überraschung: Der Großteil empfand den<br />

3D-Eindruck auf dem Shutter-Display als angenehmer,<br />

weniger anstrengend und natürlicher –<br />

diese Aussagen stehen im starken Kontrast zur<br />

Annahme, dass das Polfilterverfahren augenfreundlicher<br />

abzulaufen scheint. Zweite Überra-<br />

schung: Ein Bildflimmern durch die Shutter-Brille<br />

wurde von keiner Testperson bemängelt, auch<br />

nicht von Befürwortern des Polfilterdisplays – der<br />

Beweis, dass maßgeblich der Einfluss von Umgebungslicht<br />

zur Annahme führt, der Bildinhalt<br />

würde flimmern. Keine Überraschung: Nahezu<br />

alle Testpersonen empfanden die Bildschärfe des<br />

Shutter-Displays als besser; die verringerte Auflösung<br />

des Polfilter-TVs war offensichtlich. Die<br />

Beurteilung der Bildschärfe übertrug sich zudem<br />

auf schnell ablaufende Bildszenen: Ganz gleich,<br />

ob mit oder ohne aktivierter Zwischenbildberechnung,<br />

das Shutter-Display wurde von nahezu<br />

allen Testpersonen als überlegen eingestuft.<br />

Für uns kamen diese Aussagen nicht unerwartet:<br />

Durch die Verschlussphasen der Shutter-Brillen<br />

entstehen komplette Schwarzphasen, d. h., die<br />

Bildinformationen werden auf unserer Netzhaut<br />

kontinuierlich „gelöscht“, was der subjektiv<br />

empfundenen Schärfe zugutekommt. Das Polfilterdisplay<br />

unterliegt dagegen den Limitierungen<br />

des LC-Panels, es kommt unweigerlich zum<br />

Verwischeffekt.<br />

Die Wahrheit liegt im Detail<br />

Auf die erneute Nachfrage, welches Display den<br />

deutlich besseren 3D-Effekt zeige, antworteten<br />

nur noch 30 von 41 Befürwortern der Shutter-<br />

Technik, dass die Unterschiede offensichtlich<br />

seien. Weiterhin gaben zehn der Testpersonen zu<br />

Protokoll, dass die Bewegtbildunschärfen aufseiten<br />

des Polfilterdisplays der Hauptgrund für die<br />

Wahl des Shutter-Displays waren – ein Nachteil,<br />

der durch Einsatz eines schnelleren Panels relativiert<br />

werden kann. Somit lautet unser objektives<br />

Fazit: Selbst kleinste Änderungen beim Testaufbau<br />

reichen aus, um die Entscheidung in eine<br />

völlig andere Richtung zu lenken. Maßgeblichen<br />

Einfluss auf die positive Wahrnehmung von 3D<br />

haben somit weder die Shutter- noch die Polfiltertechnik,<br />

sondern vielmehr die Umgebung, die<br />

Bildabstimmung des Fernsehers, die Qualität der<br />

3D-Bildverarbeitung und nicht zu vergessen das<br />

Quellmaterial. Die von den TV-Anbietern aufgeheizte<br />

Technikdebatte stellte sich für unsere Testpersonen<br />

zu keinem Zeitpunkt. Dennoch darf die<br />

3D-Branche hoffen: Trotz meist erstmaligen 3D-<br />

Konsums empfanden 48 der 50 Testpersonen<br />

das 3D-Bilderlebnis als echte Bereicherung und<br />

dies zum Großteil unabhängig von der eingesetzten<br />

Technik.<br />

Die Darstellung wird durch 3D-Brillen maßgeblich beeinflusst.<br />

Anders als in der Studie von LG nahmen wir deshalb<br />

die Bildabstimmung in Kombination mit der Brille vor<br />

Der 3D-Referenzfilm film „Avatar“ ist aufgrund der natürlichen<br />

3D-Wiedergabe und beeindruckenden Bildqualität erste<br />

Wahl für einen Technikvergleich<br />

Die Serie 9000 von Philips erreicht trotz Shutter-Technik<br />

eine gleichwertige Helligkeit im Vergleich zu 3D-TVs mit<br />

Polfiltertechnologie – die LED-Technik macht es möglich<br />

Philips‘ Serie 7000 ging für die Polfiltertechnik ins Rennen.<br />

Trotz leichterer Brillen und flimmerfreier 3D-Darstellung<br />

ging die Shutter-Technik als Sieger hervor<br />

Wissen 43


Full-HD kabellos<br />

Während der Projektor leise im Rücken surrt, steht der<br />

Blu-ray-Zuspieler 15 Meter entfernt unterhalb der Leinwand.<br />

Wir entledigen uns der <strong>XXL</strong>-HDMI-Strippe und<br />

setzen stattdessen auf eine drahtlose Übertragung.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Neben der Übertragung von Bildern mit Auflösungen von<br />

bis zu 1 920 × 1 080 Bildpunkten und 60 Vollbildern wird<br />

auch der Mehrkanalton eines Filmes übermittelt<br />

Der Transfer von Full-HD-Material verlief in einem Raum<br />

auch bei einer Entfernung von weit mehr als 10 Metern<br />

fehlerfrei. Wände limitieren die Übertragung hingegen<br />

Das Set ist gegen Aufpreis auch mit einem HDMI-Switch<br />

erhältlich. In dieser Konstellation können Sie bis zu vier<br />

Zuspieler für die kabellose HD-Übertragung einsetzen<br />

Dank der IR-Buchse können Sie das Wiedergabegerät im<br />

anderen Zimmer steuern. Die dafür nötigen Kabel liegen<br />

dem HDMI-Transmitter bei<br />

Die Welt der kabellosen Übertragung<br />

von HD-Bildern ist mit mehreren Industriestandards<br />

und Kooperationen<br />

gespickt, eine globale Festlegung in Form einer<br />

Spezifikation der HDMI Licensing LLC ist jedoch<br />

nicht in Sicht. Dies scheint auch der Hauptgrund<br />

zu sein, warum dieser Art der Bildübertragung<br />

der Durchbruch im Massenmarkt bisher verwehrt<br />

blieb. Dennoch existieren einige Insellösungen,<br />

die die Übertragung von Full-HD-<br />

Material mit 1920 × 1080 Bildpunkten und 60<br />

Vollbildern pro Sekunde aus bis zu 30 Metern<br />

Distanz versprechen. Ob die Theorie in der<br />

Praxis tatsächlich funktioniert, haben wir für<br />

Sie mithilfe eines HDMI-Transmitters des Unternehmens<br />

CM3-Computer überprüft.<br />

Durch Wände funken<br />

Das vorliegende Sender- und Empfängerset setzt<br />

auf das Wireless Home Digital Interface (WHDI)<br />

und schickt HD-Bilder per Funk an Ihren Flachbildfernseher<br />

oder Projektor. Seit der letzten Revision<br />

soll auch die Übertragung aller gängigen<br />

3D-Formate möglich sein und der kommende<br />

WHDI-2.0-Standard will Auflösungen mit bis zu<br />

4 096 × 2 160 Bildpunkten (4K) kabellos übermitteln.<br />

Mit einem optional erhältlichen Switch<br />

können Sie das Set aufrüsten und bis zu vier<br />

HDMI-Zuspieler anschließen. Verfügt Ihr Wiedergabegerät<br />

über einen IR-Empfänger, ist die Bedienung<br />

des Gerätes auch über das Wireless-5G-<br />

HD-AV-Kit möglich. Die dafür benötigten Kabel<br />

liegen bei und werden direkt vor dem zu bedienenden<br />

Gerät platziert. Eingaben werden dann<br />

aus dem anderen Raum per Funk gesendet und<br />

als Infrarotimpuls an den Abspieler weitergeleitet.<br />

Ohne Switch schlägt das Wireless-HDMI-System<br />

mit knapp 170 Euro zu Buche. Inklusive des<br />

Switches (Set 5G HD AV) fallen rund 220 Euro an.<br />

Praxiserfahrungen<br />

Der erste Testaufbau fand in einem rund 40<br />

Quadratmeter großen Raum statt, dabei befanden<br />

sich Sender und Empfänger jeweils auf der<br />

anderen Seite des Zimmers. Die Einrichtung geht<br />

leicht von der Hand und im Endeffekt müssen<br />

Sie beide Geräte nur einschalten – die Synchronisierung<br />

findet umgehend automatisch statt.<br />

Für die Zuspielung nutzten wir eine Playstation 3<br />

und legten eine Blu-ray Disc ein. Folglich lief<br />

die Übertragung in Full-HD mit 1 920 × 1 080<br />

Bildpunkten und 24 Vollbildern pro Sekunde<br />

ab. Auch der Wechsel auf das Full-HD-Format<br />

mit 60 Vollbildern brachte das System nicht in<br />

Schwierigkeiten und die Bildwiedergabe gestaltete<br />

sich absolut perfekt. Der Transfer der hochauflösenden<br />

Bilder findet überdies im 5-Gigahertz-Frequenzband<br />

statt, in dem sich auch die<br />

WLAN-Datenübertragung nach dem n-Standard<br />

ansiedelt. In der Praxis kommen sich beide Signale<br />

dennoch nicht in die Quere und der kabellose,<br />

hochauflösende Filmspaß wird zu keinem Zeitpunkt<br />

unter brochen. Auch diverse Anrufe mit<br />

einem Mobiltelefon brachten das System nicht<br />

aus dem Tritt. Um den Aufbau herauszufordern,<br />

zogen wir mit dem Empfänger in einen rund 10<br />

Meter entfernten Raum, von dem aus auch der<br />

Sichtkontakt zum Sender nicht mehr gegeben<br />

war. Zudem musste die Übertragung nun durch<br />

zwei Wände stattfinden. In diesem Szenario blieb<br />

der Bildschirm allerdings schwarz. Nachdem wir<br />

eine Spiele-Disc in die Konsole schoben, erschien<br />

überraschenderweise nach wenigen Sekunden<br />

ein fehlerfreies Bild. Dieser Umstand ist durch<br />

die Auflösungsreduzierung auf 1 280 × 720 Bildpunkte<br />

mit 60 Vollbildern und die damit verbundene<br />

geringere Datenrate zu erklären. Videospieler<br />

werden mit dem Wireless- 5G-HD-AV- Kit<br />

übrigens wunschlos glücklich, denn es findet<br />

keine Eingabeverzögerung im Vergleich zu<br />

einem kabelgebundenen Aufbau statt.<br />

Kaum Restriktionen<br />

Über die HDMI-Schnittstelle wird bekanntermaßen<br />

neben dem Bild auch der Ton übertragen.<br />

An dieser Stelle müssen Sie jedoch mit<br />

einer Einschränkung leben, denn die hochauflösenden<br />

Mehrkanaltonformate der Blu-ray Disc<br />

werden heruntergerechnet und es wird nur der<br />

DTS- res pektive Dolby-Digital-Kern übertragen.<br />

Die in der Produktbeschreibung versprochene<br />

Kompatibilität mit allen gängigen 3D-Formaten<br />

können wir nicht bestätigen und im Test mit der<br />

Playstation 3 quittierte der Flachbildfernseher<br />

die Zuspielung mit der Meldung „Unbekanntes<br />

Format“. Ein 3D-fähiger Blu-ray-Player ließ uns<br />

erst gar nicht die 3D-Fassung von „Avatar“ aufrufen,<br />

da laut Meldung kein 3D-kompatibler<br />

Fernseher erkannt wurde. Insgesamt kann die<br />

kabellose Übertragung von HD-Bildern aber voll<br />

und ganz überzeugen und der vergleichsweise<br />

günstige Preis macht das Set umso attraktiver.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, CM3-computer.de<br />

44 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


3000 Blu-ray Discs in der Übersicht<br />

Die neue Filmdatenbank auf<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

INHALT | KRITIK | BILD | TON | BONUS | 3D<br />

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ehen.de<br />

aufrufen<br />

Entertainment in der<br />

Nav<br />

igation<br />

auswählen<br />

Gewünschten Filmi<br />

im Suchfeld<br />

eingeben<br />

Alle wichtigen<br />

Informati<br />

onen in<br />

einer Übersicht


Einstellungshilfen für<br />

Fernseher & Projektoren<br />

Philips 50PFL7956K<br />

Smart Bild<br />

Kontrast der<br />

Hintergr.-bel.<br />

Kino<br />

100<br />

Helligkeit 48<br />

Farbe 48<br />

Schärfe 2<br />

Super Resolution Ein<br />

Perfekter Kontrast Aus oder Minimum<br />

Dynamische Hintergrundbeleuchtung<br />

Optimales Bild<br />

Farboptimierung Aus<br />

Gamma 0<br />

Rauschunterdrückung<br />

Farbton<br />

Lichtsensor<br />

Pixel Precise HD<br />

HD Natural Motion<br />

100 Hertz Clear<br />

LCD<br />

Super Resolution<br />

Dynamic Contrast<br />

Dynamische Hintergrundbeleuchtung<br />

MPEG-Artefaktunterdrückung<br />

Farboptimierung<br />

Aus<br />

Warm<br />

Je nach Wunsch<br />

Aus<br />

Ein<br />

Gamma 0<br />

Aus<br />

Aus oder Minimum<br />

Standard<br />

Aus<br />

Aus<br />

Philips 46PFL9706K<br />

Smart Bild<br />

Kontrast der<br />

Hintergr.-bel.<br />

Kino oder ISF<br />

100<br />

Helligkeit 45<br />

Farbe 50<br />

Schärfe 1<br />

Perfect Pixel HD<br />

Perfect Natural<br />

Motion<br />

Clear LCD<br />

Minimum<br />

Ein<br />

Farbtemperatur<br />

Rot 127<br />

Grün 116<br />

Blau 75<br />

Rot-BL –1<br />

Grün-BL –4<br />

Blau-BL –4<br />

LG 47LW650S<br />

Format<br />

Just Scan<br />

Bildmodus Expert 1<br />

Beleuchtung 100<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 50<br />

H-Schärfe 50<br />

V-Schärfe 50<br />

Farbe 50<br />

Erweiterte Einstellungen<br />

Rauschunterdr. Aus<br />

MPEG-NR<br />

Aus<br />

Super Resolution Aus<br />

Schwarzwert Tief<br />

Konturenverst. Aus<br />

Farbfilter<br />

Aus<br />

Farbtemperatur Warm<br />

Gamma 2.2<br />

Tru Motion: Benutzer<br />

De-Blur 10<br />

De-Judder 0<br />

LED-Dimmung Hoch<br />

46 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Samsung T27A950<br />

Film<br />

20<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 45<br />

Schärfe 20<br />

Farbe 50<br />

Bildmodus<br />

Hintergrundbeleuchtung<br />

Bildoptionen<br />

Farbtemperatur Warm 2<br />

Digit. Rauschfilter Aus<br />

MPEG-Rauschfilter Aus<br />

HDMI-<br />

Schwarzpunkt<br />

Gering<br />

Motion Plus<br />

Benutzerdefiniert<br />

Unschärfeminderung<br />

10<br />

Judder-Minderung 0–4<br />

Erweiterte Einstellungen<br />

Schwarzton<br />

Aus<br />

Optimalkontrast Aus<br />

Schattendurchzeichnung<br />

0<br />

Gamma 2<br />

Farbraum<br />

Auto<br />

Hautton 0<br />

Kantenglättung Ein<br />

Bewegungsbel. Ein<br />

Weißabgleich<br />

R-Offset 23<br />

G-Offset 25<br />

B-Offset 25<br />

R-Gain 0<br />

G-Gain 25<br />

B-Gain 35<br />

Panasonic PT-AT5000E<br />

Bildmodus Kino 1<br />

Kontrast 15<br />

Helligkeit 0<br />

Farbe 0<br />

Tint 0<br />

Farbtemperatur 0<br />

Schärfe<br />

Normal<br />

Einstellungsmodus Fortgeschritten<br />

Farbtemperatur<br />

Kontrast Rot –3<br />

Kontrast Grün –11<br />

Kontrast Blau –9<br />

Helligkeit Rot 0<br />

Helligkeit Grün 0<br />

Helligkeit Blau 0<br />

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ROYAL EARS WEAR DENON.<br />

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Wissen 47


Shutter oder Polfilter?<br />

Was Ihnen aktuelle<br />

Studien verschweigen!<br />

Alle Fakten zu Toshibas<br />

3D-Techniksensation<br />

Fernseher und Projektoren<br />

mit vierfacher HD-Qualität<br />

3D-Brille von Sony mit<br />

innovativer OLED-Technik<br />

Bild- und Tonübertragung<br />

ohne störende Kabel<br />

NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2011 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

Philips Serie 7000 und 9000 Design-LED von Samsung<br />

3D<br />

1200 Hz<br />

Full-HD<br />

Recording<br />

Internet<br />

HbbTV<br />

Raumklang<br />

Panasonics erster 3D-Projektor<br />

Bild und Ton in Bestform<br />

Die ultimative <strong>Kaufberatung</strong>: Kompakte<br />

Audioanlagen und neueste Flachbildfernseher<br />

<strong>XXL</strong><br />

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DAS 3D-DUELL<br />

3D OHNE BRILLE<br />

4K-REVOLUTION<br />

KINO MOBIL<br />

HD DRAHTLOS<br />

40<br />

TESTS<br />

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DIGITAL-TV JETZT!<br />

<strong>Kaufberatung</strong> <strong>XXL</strong><br />

Die besten Flachbild-TVs von 26 bis 65 Zoll<br />

Kompakte Soundlösungen für Ihren Fernseher<br />

3D-LEDS IM DUETT<br />

TV UND MONITOR<br />

HEIMKINOTRAUM<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

Flachbildfernseher<br />

Bang & Olufsen<br />

Beovision 7-55<br />

Hannspree<br />

SV32LMNB<br />

LG<br />

47LEX8<br />

LG<br />

47LW570S<br />

LG<br />

47LW650S<br />

Loewe Individual<br />

Compose 3D<br />

Metz<br />

Linus 42 LED 200<br />

Panasonic<br />

TX-L32EW30<br />

Panasonic<br />

TX-L37DT30E<br />

Panasonic<br />

TX-P50GT30E<br />

Panasonic<br />

TX-P65VT30E<br />

Philips<br />

32PFL6606K<br />

Philips<br />

42PFL7606K<br />

Philips<br />

46PFL9706K<br />

Philips<br />

50PFL7956K<br />

Philips<br />

58PFL9955H<br />

Samsung<br />

PS51D8090<br />

Samsung<br />

T27A950<br />

Samsung<br />

UE32D6200<br />

Samsung<br />

UE46D7090<br />

Sharp<br />

LC-26LE430E<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Befriedigend<br />

62<br />

Gut<br />

82<br />

Gut<br />

80<br />

Gut<br />

81<br />

Gut<br />

84<br />

Gut<br />

84<br />

Gut<br />

79<br />

Gut<br />

84<br />

Gut<br />

82<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Gut<br />

77<br />

Gut<br />

81<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Gut<br />

80<br />

Gut<br />

84<br />

Gut<br />

81<br />

Gut<br />

77<br />

Gut<br />

80<br />

Gut<br />

84<br />

Befriedigend<br />

64<br />

54<br />

50<br />

52<br />

56<br />

77<br />

52<br />

52<br />

50<br />

50<br />

56<br />

54<br />

51<br />

56<br />

74<br />

70<br />

54<br />

55<br />

80<br />

51<br />

57<br />

51<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

Sharp<br />

LC-40LE830E<br />

Sony<br />

KDL-32EX525<br />

Sony<br />

KDL-55NX725<br />

Sony<br />

KDL-55HX925<br />

Sony<br />

KDL-55EX725<br />

Toshiba<br />

55ZL1<br />

Toshiba<br />

46WL768<br />

2.1-Audiokomplettsystem<br />

Bose<br />

Lifestyle 235<br />

Onkyo<br />

HTX-22HDX<br />

Philips<br />

HTS9241/12<br />

Pioneer<br />

HTP-SLH500<br />

Sony<br />

BDV-L800<br />

2.1-Soundbar<br />

Boston Acoustics<br />

TVee Model 30<br />

Harman Kardon<br />

SB 16<br />

LG<br />

HLX56S<br />

Panasonic<br />

SC-HTB520<br />

Samsung<br />

HW-D570<br />

Teufel<br />

Cinebar 50<br />

Projektor<br />

Panasonic<br />

PT-AT5000E<br />

Gut<br />

81<br />

Gut<br />

76<br />

Gut<br />

83<br />

Sehr gut<br />

87<br />

Gut<br />

81<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Gut<br />

78<br />

57<br />

51<br />

55<br />

55<br />

57<br />

55<br />

57<br />

Gut 65<br />

Befriedigend 65<br />

Gut 65<br />

Befriedigend 66<br />

Befriedigend 66<br />

Befriedigend 62<br />

Gut 62<br />

Gut 62<br />

Gut 64<br />

Gut 64<br />

Gut 64<br />

Gut<br />

83<br />

83<br />

Aus dem Testlabor<br />

Nur wenige Tage vor Redaktionsschluss<br />

erreichte uns ein Seriengerät<br />

von Sonys ambitioniertem 3D-Kopfkino<br />

HMZ-T1, das wir Ihnen bereits in<br />

dieser Ausgabe ab Seite 16 vorstellen.<br />

Unsere durchweg positiven Ersteindrücke<br />

wurden nochmals bestätigt:<br />

Die Bildqualität ist über jeden Zweifel<br />

erhaben, der Kontrastvorteil der<br />

OLED-Panels kommt insbesondere in<br />

Filmen zum Tragen und die Grundabstimmung<br />

gelang Sony mustergültig.<br />

Die Farbtemperatur unter der Voreinstellung<br />

„Warm 1“ ist nahezu auf<br />

den Punkt und auch der Farbraum<br />

entspricht den <strong>HDTV</strong>-Kriterien. Einziges<br />

Manko gegenüber den Flachbild-<br />

TVs: Auf die Zwischenbildberechnung<br />

Motionflow müssen Sie verzichten,<br />

weshalb die Bewegtbildschärfe nicht<br />

perfekt ausfällt und Kinofilme infolge<br />

einer 60-Hertz-Wandlung nicht flüssig<br />

am Auge vorbeiziehen. Dem 3D-<br />

Genuss tut dies aber nur bedingt Abbruch,<br />

denn die perfekte Bildtrennung<br />

und die scheinbar riesige Bilddiagonale<br />

laden zum Schwärmen ein. Sonys<br />

HMZ-T1 ist ein echter Geheimtipp!<br />

Gut zu wissen<br />

Was sich hinter den<br />

Messdiagrammen unserer<br />

Flachbild-TV-Tests<br />

verbirgt und welche<br />

Details Sie bei einer individuellen<br />

Bewertung<br />

in der Praxis beachten<br />

sollten, erfahren Sie auf<br />

Seite 92.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Loewe<br />

48 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


24 Flachbild-TVs im Test<br />

Smart TV und 3D sind die Schlagworte 2011, dennoch steht noch immer die Bildqualität an vorderster<br />

Stelle. In unserer Übersicht präsentieren wir Ihnen ausgewählte TV-Modelle kompakt<br />

und übersichtlich. Sämtliche Bewertungen wurden an aktuelle Teststandards angeglichen.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Die Leistungsaufnahme von Flachbildfernsehern wurde über die Jahre stetig nach<br />

unten korrigiert und in der Regel veranschlagen selbst große LED-LCD-Modelle<br />

einen Durchschnittsbedarf von unter 100 Watt<br />

Neben kristallklaren HD-Bildern glänzen die Flachbild-TV-Geräte mit üppigen Internetangeboten<br />

und umfangreichen TV-Funktionen. Wir zeigen Ihnen auf einen<br />

Blick, was Sie erwarten können<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 49


Die Kompakten: LED-LCD-Fernseher bis 37 Zoll<br />

Hannspree SV32LMNB<br />

Preis 445 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

32 Zoll (82 cm)<br />

Maße<br />

79 × 57,6 × 4,6 cm<br />

Gewicht<br />

13 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

30–85 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

nein/nein<br />

3D-Darstellung<br />

nein<br />

Hannspree e hat seine Wurzeln im Computermonitorbereich onit<br />

orbe<br />

reich und fasst<br />

schon seit einiger ZeitimTV im TV-Geschäft Fuß. Der 32-Zöller fällt<br />

insbesondere<br />

durch seine Leuchtkraft auf<br />

Ausstattung/Verarbeitung 10/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 11/20<br />

Wiedergabequalität 41/60<br />

Wertung 62 von 100<br />

Vorteile<br />

· ausreichende Kontrastdarstellung<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

Nachteile<br />

· Blauschimmer durch alle Helligkeitsbereiche<br />

· SD-Bildverarbeitung mangelhaft<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· Tonwiedergabe mangelhaft<br />

· kein Audiorückkanal (HDMI)<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· keine Programmaufzeichnung<br />

· kein Satellitentuner<br />

Einstellungshilfen<br />

Smart Bild Persönlich Erw. Steuerung<br />

Helligkeit 48 Rauschunterdr. Aus<br />

Kontrast 100 Hautton Aus<br />

Farbe 50 Hintergr. Bel. 100<br />

Farbton 0 X-Contrast Aus<br />

Schärfe 4<br />

Weiterführend<br />

Modus<br />

100 Hz<br />

Farbtemperatur Warm Effekt Mittel<br />

Panasonic TX-L32EW30<br />

Preis 799 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

32 Zoll (82 cm)<br />

Maße<br />

76,9 × 48 × 7,5 cm<br />

Gewicht<br />

12,5 kg<br />

Farben<br />

Schwarz, Silber<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

35–60 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

nein<br />

Dank IPS-Panel glänzt der Edge-LED-LCD von allen Seiten mit brillanten<br />

Bildern. Umfangreiche Multimedia- und Internetfunktionen runden das<br />

Paket ab<br />

Ausstattung/Verarbeitung 16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 18/20<br />

Wiedergabequalität 45/60<br />

Wertung 79 von 100<br />

Panasonic TX-L37DT30E<br />

Preis 1 249 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

37 Zoll (94 cm)<br />

Maße<br />

87,4 × 53,6 × 3,3 cm<br />

Gewicht<br />

15,5 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (400 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

55–110 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Panasonics Edge-LED-LCD beeindruckt mit einer hervorragenden Bild-<br />

schärfe und einem blickwinkelstabilen IPS-Alpha-Panel. Darüber hinaus<br />

haben Sie Zugriff auf Internet- und Aufnahmefunktionen<br />

Ausstattung/Verarbeitung 17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 17/20<br />

Wiedergabequalität 50/60<br />

Wertung 84 von 100<br />

Vorteile<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· gute Bildschärfe<br />

· blickwinkelstabil<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· DiSEqC 1.0 und Unicable<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· SD-Card-Schnittstelle<br />

Nachteile<br />

· Blauschimmer im Schwarz<br />

· eingeschränkter Farbraum<br />

· mäßiger Schwarzwert und Kontrast<br />

· Zwischenbildberechnung mit<br />

Artefakten<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen<br />

Modus True Cinema Eco Modus je nach Wunsch<br />

Kontrast 35–60 P-NR Aus<br />

Helligkeit 0 Panel Ein<br />

Farbe 30 Erweiterte Einstellungen<br />

Schärfe 4<br />

Intelligent Frame Mittel (Video)<br />

Creation Aus (Film)<br />

Colour<br />

Management<br />

Aus<br />

Optimierte<br />

Aufl ösung<br />

Mittel<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Kontrastdarstellung dank<br />

LED-Dimming<br />

· hervorragende Bildschärfe<br />

· blickwinkelstabil<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· DiSEqC 1.0 und Unicable<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· SD-Card-Schnittstelle<br />

Einstellungshilfen<br />

Nachteile<br />

· Zwischenbildberechnung für<br />

optimale Bewegtbildschärfe<br />

verfremdet Kinofilmeindruck<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Modus Kino P-NR Aus<br />

Kontrast 35–60 Area Dimmer Control Ein<br />

Helligkeit 0 Panel Ein<br />

Farbe 30 Erweiterte Einstellungen<br />

Schärfe 4 Gamma 2,2<br />

Intelligent Frame Mittel (Video),<br />

Farbremastering Aus<br />

Creation Aus (Film)<br />

Optimierte<br />

Eco Modus je nach Wunsch<br />

Mittel<br />

Aufl ösung<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bang & Olufsen, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />

50 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Philips 32PFL6606K<br />

Preis 849 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

32 Zoll (82 cm)<br />

Maße<br />

75,1 × 52,3 × 4,2 cm<br />

Gewicht<br />

10,6 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

30–75 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

nein<br />

Philips‘ 32PFL6606K gibt sich leuchtstark und gleichzeitig sparsam. Aufseiten<br />

der Ausstattung bleiben kaum Wünsche offen und vor allem die<br />

üppigen Internetfunktionen können überzeugen<br />

Ausstattung/Verarbeitung 15/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 16/20<br />

Wiedergabequalität 46/60<br />

Wertung 77 von 100<br />

Vorteile<br />

· gute Bildschärfe<br />

· gute Kontrastdarstellung unter<br />

Umgebungslicht<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· gute Tonwiedergabe<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner integriert<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· SD-Card-Schnittstelle<br />

Einstellungshilfen<br />

Nachteile<br />

· Blauschimmer im Schwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· keine Programmaufzeichnung<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Smart Bild Film HD Natural Motion Aus<br />

Kontrast 100 100 Hz Clear LCD Ein<br />

Helligkeit 48 Erweiterte Schärfe Aus<br />

Farbton Warm Dynamic Contrast Aus oder Minimum<br />

Farbe 50<br />

Dynam. Hintergrundbeleuchtung<br />

Optimales Bild<br />

Schärfe 2<br />

MPEG-Artefaktunterdrückung<br />

Aus<br />

Rauschunterdrückung<br />

Aus Farboptimierung Aus<br />

Pixel Plus HD Gamma –1<br />

Samsung UE32D6200<br />

Preis 829 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

32 Zoll (82 cm)<br />

Maße<br />

77,1 × 47× 2,9 cm<br />

Gewicht<br />

10,2 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

40–70 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Bildschärfe<br />

· gute Kontrastdarstellung unter<br />

Umgebungslicht<br />

· gute SD-Bildverarbeitung<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner integriert<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· günstiger Marktpreis (520 Euro)<br />

Nachteile<br />

· 3D-Darstellung mit Geisterbildern<br />

· Ausleuchtung nicht optimal<br />

· Blauschimmer im Schwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· keine 2D-zu-3D-Konvertierung<br />

· keine Programmaufzeichnung (erst<br />

ab 6500er-Serie)<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Samsungs LED-LCD LCD<br />

der Serie 6000<br />

überzeugt zum günstigen gen Preis vor<br />

allem bei ider Ausstattung. tt Neben den umfangreichen ih Internetfunktionen<br />

müssen Sie aber auf TV-Aufnahmen verzichten<br />

Ausstattung/Verarbeitung 16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 16/20<br />

Wiedergabequalität 48/60<br />

Wertung 80 von 100<br />

Einstellungshilfen (nur abweichende Einstellungen)<br />

Bildmodus Film Filmmodus Auto 2<br />

Hintergrundbel. 20 Digitaler Rauschfilter je nach Wunsch<br />

Kontrast 100 MPEG-Rauschfilter je nach Wunsch<br />

Gamma –1<br />

Unschärfemind. 10<br />

Motion Plus<br />

Kantenglättung Ein<br />

Judder-Minimierung 0–2<br />

Sharp LC-26LE430E<br />

Preis 399 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

26 Zoll (66 cm)<br />

Maße<br />

64,9 × 41,8 × 3,9 cm<br />

Gewicht<br />

7,3 kg<br />

Farben<br />

Schwarz, Weiß<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (50 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

20–40 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

nein/nein<br />

3D-Darstellung<br />

nein<br />

Einstellungshilfen<br />

Smart Bild Persönlich Schärfe 4<br />

Helligkeit 46 Farbtemperatur Warm<br />

Kontrast 60 Erw. Steuerung<br />

Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Farbe 50<br />

Hautton Aus<br />

Farbton 0 DCR Aus<br />

Der LC-26LE430E LE4<br />

von Sharp pse<br />

setzt auf LEDs und gibt sich daher<br />

sparsam.<br />

am.<br />

Dank<br />

kompakter Größe<br />

macht er rvor allemlem als<br />

Zweitfernseher er oder<br />

flexibler Monitor mit TV-Funktion im Arbeitszimmer eine gute Figur<br />

Ausstattung/Verarbeitung 13/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 11/20<br />

Wiedergabequalität 40/60<br />

Wertung 64 von 100<br />

Vorteile<br />

· ausreichende Kontrastdarstellung<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· günstig<br />

Nachteile<br />

· Bewegtbildschärfe nur auf<br />

50-Hertz-Niveau<br />

· Blauschimmer über alle Helligkeitsbereiche<br />

· nur „HD ready“-Aufl ösung mit<br />

1 366 × 768 Pixeln<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· kein Audiorückkanal (HDMI)<br />

· kein Satellitentuner<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· keine Programmaufzeichnung<br />

Sony KDL-32EX525<br />

Preis 690 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

32 Zoll (82 cm)<br />

Maße<br />

75,5 × 51 × 4,2 cm<br />

Gewicht<br />

10,2 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (50 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

45–70 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

nein<br />

Sonys Edge-LED-LCD ED-LCD<br />

präsentiert rt unverfälschte Bilder<br />

mit einer hervorrargenden<br />

statischen Bildschärfe. Die Ausstattung ist dank der Bild-in-Bild-<br />

Funktion sowie Internet- und PVR-Fähigkeiten allumfassend<br />

Ausstattung/Verarbeitung 17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 15/20<br />

Wiedergabequalität 44/60<br />

Wertung 76 von 100<br />

Vorteile<br />

· gute statische Bildschärfe<br />

· gute Kontrastdarstellung unter<br />

Umgebungslicht<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· Bewegtbildschärfe nur auf<br />

50-Hertz-Niveau<br />

· Blauschimmer im Schwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen<br />

Bildmodus Anwender Dyn. Rauschunt. Aus oder Auto<br />

Hintergrundlicht je nach Wunsch MPEG-Rauschunt. Aus<br />

Kontrast Max Film Modus Autom.<br />

Helligkeit 50 Schwarzkorrektur Aus<br />

Farbe 50 Verb. Kontrastanhebung Aus<br />

Farbton 0 Gamma 0<br />

Farbtemperatur 50 Detailverbesserung Mittel<br />

Bildschärfe 50 Randverbesserung Niedrig<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 51


Extravagant fernsehen in 42 bis 47 Zoll<br />

LG 47LEX8<br />

Preis 4 999 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

47 Zoll (119 cm)<br />

Maße<br />

106,8 × 72,2 × 0,8 cm<br />

Gewicht<br />

20,6 kg<br />

Farben<br />

Schwarz-Silber<br />

Bildtechnologie<br />

Direct-LED-LCD (200 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

55–170 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

LGs<br />

47LEX8 ist tfllach wie<br />

ein Bild, erscheint eint<br />

nahezu<br />

rahmenlos und macht<br />

auch an der Wand eine e sehr gute<br />

Figur. Dabei<br />

beeindruckt vor allem mdie<br />

Kontrastdarstellung tellung<br />

dank der<br />

echten LED-Hinterleuchtungung<br />

Ausstattung/Verarbeitung 16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 17/20<br />

Wiedergabequalität 49/60<br />

Wertung 82 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Bildschärfe<br />

· sehr gute Kontrastdarstellung (Local<br />

Dimming)<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· blickwinkelstabil<br />

· Bedienoberfl äche über Bewegungsfernbedienung<br />

steuerbar<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· ultrafl ach (unter 1 cm)<br />

· günstiger Marktpreis (ab 2 000 Euro)<br />

Nachteile<br />

· kein Local Dimming im 3D-Modus<br />

· SD-Bildverarbeitung nicht optimal<br />

· Zwischenbildberechnung nicht<br />

optimal<br />

· Tonwiedergabe nicht optimal<br />

· kein Audiorückkanal (HDMI)<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· keine Programmaufzeichnung<br />

· kein Satellitentuner<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen<br />

Hintergrundbel. 100 Dyn. Kontrast Aus<br />

Kontrast 90 Rauschunt. Aus<br />

Helligkeit 50 Schwarzwert Tief<br />

H. Schärfe 60 Echtes Kino Ein<br />

V. Schärfe 60 Farbskala Standard<br />

Farbe 52 Konturverstärkung Tief<br />

Tint 0 Farbtemperatur Warm<br />

Experteneinst.<br />

Tru Motion<br />

Benutzer Judder<br />

0, Blur 8<br />

Loewe Individual Compose 3D<br />

Preis 5 400 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

46 Zoll (117 cm)<br />

Maße<br />

113,3 × 69,2 × 6 cm<br />

Gewicht<br />

35 kg<br />

Farben<br />

Schwarz, Silber, Weiß<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (200 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

75–135 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja, intern (500 GB)<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Edel wie gewohnt: Loewes Einstieg in die plastische Welt der Unterhaltung<br />

ist in allen Aspekten geglückt und der Individual Compose 3D<br />

präsentiert sich als allumfassender Fernseher<br />

Metz Linus 42 LED 200<br />

Preis 2 599 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

42 Zoll (107 cm)<br />

Maße<br />

103,6 × 80,2 × 11 cm<br />

Gewicht<br />

13 kg<br />

Farben<br />

Schwarz, Silber<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (200 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

55 W–150 W/0,3 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. Nachrüstbar, 8 GB Speicher für Time-Shift eingebaut<br />

Bild-in-Bild<br />

ja, eingeschränkt<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

nein<br />

Metz‘ Linus 42 LED 200 ist weder schlank noch kann er dreidimensionale<br />

Bilder darstellen, dafür punktet der Edge-LED-LCD mit einer<br />

unverfälschten Darstellung und üppigen TV-Funktionen<br />

Ausstattung/Verarbeitung 20/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 16/20<br />

Wiedergabequalität 48/60<br />

Wertung 84 von 100<br />

Ausstattung/Verarbeitung 17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 17/20<br />

Wiedergabequalität 50/60<br />

Wertung 84 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Bildschärfe<br />

· ausreichende Kontrastdarstellung<br />

· gute SD-Bildverarbeitung<br />

· Mehrkanal-Audiodecoder<br />

· sehr gute Tonwiedergabe<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0 und Unicable<br />

· Doppeltuner<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· exklusives Design und gute<br />

Verarbeitung<br />

Vorteile<br />

· gute Bildschärfe<br />

· gute Kontrastdarstellung dank<br />

LED-Dimming<br />

· gute SD-Bildverarbeitung<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· blickwinkelstabil<br />

· sehr gute Tonwiedergabe<br />

· alle Tuner und Time-Shift-fähig<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0 und Unicable<br />

· Doppeltuner optional<br />

· HbbTV<br />

· Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· Ausleuchtung leicht fl eckig<br />

· Blauschimmer im Schwarz<br />

· Schwarzdarstellung nicht optimal<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· Zwischenbildberechnung mit<br />

Artefakten<br />

· kein Audiorückkanal (HDMI)<br />

Einstellungshilfen<br />

Kontrast<br />

0–18 (je nach Digitale Rauschreduktion<br />

(DNC)<br />

Raumhelligkeit)<br />

Aus<br />

Farbintensität 10 Filmglättung Video Ein, Film Aus<br />

Farbtemperatur Soft Bildformat 16 : 9 PC (HD)<br />

Helligkeit 10 VBD+ Ein<br />

Schärfe 2 Image Active Aus<br />

Nachteile<br />

· Zwischenbildberechnung mit<br />

Artefakten<br />

· kein Audiorückkanal (HDMI)<br />

· Bild-in-Bild-Option mit Einschränkungen<br />

· Festplattenaufzeichnung nur<br />

optional<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen<br />

Helligkeit 50<br />

Bewegungskorrektur<br />

Aus (Film)<br />

Leicht (Video),<br />

Kontrast 80 Dyn. Kontrast Aus<br />

Farbstärke 50 Farbbetonung Aus<br />

Farbeindruck D65 Rauschreduktion Aus<br />

Bildschärfe HD 3, SD 4 Energieschema<br />

Bildqualität. bildinhaltsabhängig<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bang & Olufsen, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />

52 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2010 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

Panasonic<br />

Metz<br />

NR. 3 MAI/JUNI 2011 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

NR. 1 JANUAR/FEBRUAR 2011 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

NR. 4 JULI/AUGUST 2011 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

NR. 1 JANUAR/FEBRUAR 2011 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

LG<br />

NR. 2 MÄRZ/APRIL 2011 www.hdplustv.de Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

Italien, Spanien, Slowenien: 6,75 Griechenland: 7,60 Slowakei: 8,00<br />

Ich bestelle die angekreuzten Hefte<br />

der HD+TV und bezahle je Exemplar<br />

fünf Euro per Vorkasse:<br />

bar<br />

(den Betrag habe ich in bar beigelegt)<br />

Banküberweisung<br />

(den Betrag habe ich auf folgendes<br />

Konto überwiesen: Hypovereinsbank<br />

Leipzig, BLZ: 8 60 200 86,<br />

Konto-Nr.: 357 721 300)<br />

Ihre Daten:<br />

Name<br />

Ausgabe verpasst?<br />

Macht nix, hier können Sie nachbestellen!<br />

Vorname<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ, Ort<br />

Ausgabe 6/2010<br />

Ausgabe 1/2011 Ausgabe 2/2011<br />

Datum, Unterschrift<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />

TVs und<br />

3-D VERBESSERT<br />

Projektoren<br />

Panasonics VT20-Serie<br />

im Überblick<br />

im kompakten Format<br />

<strong>HDTV</strong> <strong>XXL</strong><br />

Die besten Angebote,<br />

die günstigsten Preise<br />

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Sinn und Unsinn der<br />

EU-Stromsparrichtlinie<br />

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Alles über 400 Hertz,<br />

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3-D-Projektor sorgt für<br />

Premiere im Heimkino<br />

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HD-Tuner, Festplatte und<br />

LED-Beleuchtung inklusive<br />

LG<br />

Metz<br />

Panasonic<br />

Philips<br />

Samsung<br />

TEST: LED-LCD-Elite<br />

Beste Darstellungsqualität in 2-D und 3-D<br />

Große Bilder, geringer Stromverbrauch<br />

rbrau Sony<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />

50 000 EURO LOEWE CONNECT OLED VON LG<br />

Gewinnen Sie edle Videostreaming, Internet Nachfolger von LED-LCD<br />

Flachbild-TVs und<br />

30<br />

und LED-Technologie<br />

und Plasma im Test<br />

Heimkinotechnik<br />

SKY 2.0<br />

Mehr HD-Inhalte, jetzt<br />

ohne Zwangsreceiver<br />

B&O<br />

LG<br />

TV-ZUKUNFT<br />

Loewe<br />

Alles Wissenswerte zu<br />

HbbTV und Google TV<br />

Metz<br />

Full-HD-TVs<br />

Panasonic<br />

AUDIOPROFIS<br />

Test: Denon AVR-4311 im Test<br />

Philips<br />

und Marantz SR7005<br />

Samsung<br />

FOTOFRAMES<br />

Sharp<br />

Bilder und Filme im<br />

mobilen Format erleben<br />

Sony<br />

Toshiba<br />

Einsteiger- bis Profiklasse in 26 bis 55 Zoll<br />

<strong>HDTV</strong>-Empfang ohne externe Receiver<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />

EU-ÖKOLABEL SONY KDL-52HX905 LOEWE ART LED<br />

Auf diese Hinweise LED-LCD mit Local Dimming, Alleskönner für HbbTV,<br />

müssen Sie beim<br />

3D-Technik und 400 Hertz Internet und Fernsehen<br />

Fernsehkauf achten<br />

ANDROID-TV<br />

Erster Internetfernseher<br />

mit Google-Software<br />

3D-BEAMER<br />

Sony VPL-VW90ES<br />

gegen JVC DLA-X7<br />

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Blu-ray-Rekorder für<br />

Fernsehen und Film<br />

HD-AUFNAHME<br />

Sony-Camcorder oder<br />

Canon-Spiegelreflex?<br />

Vernetzt, multimedial und 3D<br />

Samsung macht TVs rahmenlos<br />

SMART<br />

TVs<br />

Bitte gewünschte Ausgabe(n) ankreuzen:<br />

2005 2007 2009 2011<br />

1/2005 1/2007 1/2009 1/2011<br />

2/2007 2/2009 2/2011<br />

3/2007 3/2009 3/2011<br />

4/2007 4/2009 4/2011<br />

KLANGDOPING<br />

Blu-ray-Komplettsysteme<br />

OLED KOMMT<br />

Erste Fernseher vorgestellt<br />

AUF BLU-RAY<br />

Kinoblockbuster im Test<br />

CINEMA 21 : 9<br />

Der echte Kinofernseher<br />

JVC DLA-X3<br />

Die Heimkinoreferenz<br />

AUF BLU-RAY<br />

„Inception“, „Alien 1-4“ u. v. a.<br />

TOSHIBA 46WL768<br />

Test und Farboptimierung<br />

PHILIPS ECONOVA<br />

A+ Stromsparweltmeister<br />

LG 47LEX8<br />

Was bringt Nano-Full-LED?<br />

5/2007<br />

6/2009<br />

5/2011<br />

bringt Nano-Full-LED?<br />

l-LE<br />

Was<br />

6/2007<br />

Ausgabe 3/2011<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG 5 JAHRE TV-TESTS<br />

ENERGIECHECK LUXUS IN 37 ZOLL DESIGNWUNDER<br />

Plasma und LED-LCD Panasonic TX-L37DT30E mit Neue LED-Generation von<br />

im Vergleich: Sparen<br />

400 Hertz und IPS-Panel Samsung begeistert<br />

Sie Strom und Geld<br />

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HD-Tuner und Festplatte<br />

bereits integriert<br />

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HD-Videotelefonie mit<br />

Blu-ray-Player und TV<br />

BD-PLAYER<br />

Panasonic erringt<br />

Energiesparrekord<br />

CEVO-TV<br />

Alle Hintergründe zu<br />

Toshibas High-End-LCD<br />

PHILIPS 2011<br />

Alle TV-Modelle enthüllt<br />

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LG<br />

Metz<br />

Panasonic<br />

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Panasonic<br />

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Samsung<br />

Ausgabe 4/2011 Ausgabe 5/2011<br />

Philips<br />

NEUES INHALTE WISSEN KAUFBERATUNG<br />

400-EURO-LED TOSHIBA CEVO<br />

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LG<br />

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LG<br />

Loewe<br />

Panasonic<br />

Philips<br />

Samsung<br />

Sony<br />

Toshiba<br />

Bildprofis in 55 Zoll<br />

<strong>XXL</strong>-Fernseher für Wohnzimmer und<br />

Heimkino<br />

LED oder Plasma: Wer macht das bessere Bild?<br />

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TVs von Philips und LG im Test<br />

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Bild und Ton in 3D-Qualität<br />

in 55 Zoll<br />

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Panasonic<br />

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Einfach Coupon ausschneiden, in Druckschrift ausfüllen und per Post einsenden.<br />

2006<br />

1/2006<br />

2/2006<br />

3/2006<br />

4/2006<br />

5/2006<br />

6/2006<br />

2008<br />

2/2008<br />

3/2008<br />

4/2008<br />

5/2008<br />

6/2008<br />

Bitte einsenden an:<br />

2010<br />

1/2010<br />

2/2010<br />

3/2010<br />

4/2010<br />

5/2010<br />

6/2010<br />

Auerbach Verlag<br />

und Infodienste GmbH<br />

– Leserservice –<br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig


<strong>XXL</strong>-Fernseher von 51 bis 65 Zoll<br />

Bang & Olufsen Beovision 7-55<br />

Preis 14 340 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

55 Zoll (140 cm)<br />

Maße<br />

140,8 × 87,5 × 18,4 cm<br />

Gewicht<br />

75 kg<br />

Farben<br />

Schwarz, Blau, Dunkelgrau, Rot, Silber, Gold<br />

Bildtechnologie<br />

Direct-LED-LCD (100 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

95–315 W/0,7 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

nein/nein<br />

3D-Darstellung<br />

nein<br />

Vorteile<br />

· gute Bildschärfe<br />

· sehr gute Kontrastdarstellung<br />

(Local Dimming)<br />

· überragende Tonwiedergabe<br />

· Mehrkanal-Audiodecoder<br />

· integrierter Blu-ray-Player<br />

· alle Tuner integriert<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· exklusives Design, erstklassige<br />

Verarbeitung<br />

· umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten<br />

· vernetzbar mit weiteren B&O-<br />

Geräten<br />

Nachteile<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· Bildhelligkeit in Voreinstellung<br />

zurückhaltend<br />

· Farbtemperatur in Voreinstellung<br />

zu kühl<br />

· Zwischenbildberechnung mit<br />

Artefakten<br />

· hohe Leistungsaufnahme<br />

· kein Audiorückkanal (HDMI)<br />

· keine Programmaufzeichnung<br />

Ausstattung/Verarbeitung 19/20<br />

Der wuchtige Direct-LED-LCD D LCD<br />

glänzt mittels vollflächig angeordneter<br />

dimmbarer LEDs mit knackigen ki Kontrasten t und ddank der Soundbar<br />

klingt er satter als viele externe Audioanlagen<br />

Benutzerfreundlichkeit 13/20<br />

Wiedergabequalität 53/60<br />

Wertung 85 von 100<br />

Einstellungshilfen<br />

Helligkeit Mitte Farbe –4<br />

White Point R/G/B 255/213/167<br />

Kontrast Max<br />

Grey Point R/G/B 40/31/29<br />

Panasonic TX-P65VT30E<br />

Preis 3 999 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

65 Zoll (165 cm)<br />

Maße<br />

157 × 99,4 × 4 cm<br />

Gewicht<br />

63 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Plasma (100 Hz/600 Hz sfd)<br />

Stromverbrauch<br />

65–425 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

ja (eingeschränkt)<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Mit seiner er Bilddiagonale iagonale<br />

von mehr als eineinhalb einhalb<br />

Meternern zieht<br />

Panasonics Plasmaprimus a mus unweigerlich die Blicke<br />

auf sich und verwöhnt<br />

Zuschauer dank THX-Zertifizierung in 2D und 3D<br />

Philips 58PFL9955H<br />

Preis 3 199 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

58 Zoll (148 cm)<br />

Maße<br />

146 × 67 × 7 cm<br />

Gewicht<br />

29 kg<br />

Farben<br />

Schwarz (Aluminium)<br />

Bildtechnologie<br />

Direct-LED-LCD (400 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

95–245 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Mittels des 21 : 9-Formats garantiert Philips das originäre Kinoerlebnis<br />

in den eigenen vier Wänden. Dank moderner LED-Beleuchtung und<br />

Ambilight erstrahlen Ihre Lieblingsfilme in gänzlich neuem Licht<br />

Ausstattung/Verarbeitung 18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 14/20<br />

Wiedergabequalität 53/60<br />

Wertung 85 von 100<br />

Ausstattung/Verarbeitung 18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 14/20<br />

Wiedergabequalität 52/60<br />

Wertung 84 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· hervorragende Bildschärfe<br />

· sehr gute Kontrastdarstellung<br />

· blickwinkelstabil<br />

· homogene Ausleuchtung<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0 und Unicable<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· SD-Card-Schnittstelle<br />

Einstellungshilfen<br />

THX oder<br />

Modus<br />

Professionell<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· echtes Kinoformat (21 : 9)<br />

· sehr gute Bildschärfe<br />

· sehr gute Kontrastdarstellung<br />

(Local Dimming)<br />

· gute Tonwiedergabe<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner integriert<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· SD-Card-Schnittstelle<br />

Nachteile<br />

· stark eingeschränkte Leuchtkraft<br />

· leichte Abstufungen bei Helligkeitsverläufen<br />

· minimales Pixelrauschen<br />

· Lüfter und Netzteil dezent hörbar<br />

· hohe Leistungsaufnahme<br />

· Bild-in-Bild-Option mit<br />

Einschränkungen<br />

· WLAN extern (USB)<br />

P-NR<br />

Aus<br />

Kontrast 20–60 Gamma 2,2<br />

Helligkeit –1<br />

Intelligent Frame<br />

Creation<br />

Mittel oder Aus<br />

Farbe 30<br />

Optimierte<br />

Aufl ösung<br />

Mittel<br />

Schärfe 4 Weißabgl. R/G/B 0/0/+4<br />

Farbremastering Aus Grauabgl. R/G/B 0/–3/–2<br />

Nachteile<br />

· 21 : 9-Inhalte werden skaliert dargestellt<br />

(2 560 × 1 080 Pixel)<br />

· LED-Ansteuerungsfehler bei<br />

bestimmten Helligkeitswerten<br />

· zeigt schonungslos die Schwächen<br />

von SD-Material<br />

· 3D-Inhalte mit guter Helligkeit, aber<br />

Doppelkonturen<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· keine Programmaufzeichnung<br />

Einstellungshilfen<br />

Smart Bild Kino 400 Hz Clear LCD Ein<br />

Kontrast 60–100 Optimale Aufl ösung Aus<br />

Helligkeit/Farbe 48 Dynamic Contrast Aus oder Minimum<br />

Schärfe 2 Dyn. Hintergrundbel. Optimales Bild<br />

Rauschunt. Aus Gamma 0 (alternativ +1)<br />

Warm oder Personalisiert<br />

(127, 108, 85) lungen<br />

Weitere Einstel-<br />

Farbweiß<br />

alles aus<br />

Perfect Natural Motion Aus Lichtsensor je nach Wunsch<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bang & Olufsen, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />

54 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Samsung PS51D8090<br />

Preis 2 049 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

51 Zoll (129 cm)<br />

Maße<br />

119,6 × 80,2 × 3,7 cm<br />

Gewicht<br />

24,8 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

Bildtechnologie<br />

Plasma (100 Hz/600 Hz Sfd)<br />

Stromverbrauch<br />

115–370 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Samsung bietet in der aktuellen len Plasmageneration das<br />

Extraplus an<br />

Bildgröße und beeindruckt überdies mit einer geringen gen Bautiefe und<br />

dem schmalen Rahmen<br />

Ausstattung/Verarbeitung 18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 14/20<br />

Wiedergabequalität 49/60<br />

Wertung 81 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· sehr gute Bildschärfe<br />

· blickwinkelstabil<br />

· homogene Ausleuchtung<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.2 und Unicable<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· eingeschränkte Leuchtkraft<br />

· leichte Abstufungen bei Helligkeitsverläufen<br />

· minimales Pixelrauschen<br />

· hohe Leistungsaufnahme<br />

Einstellungshilfen<br />

Bildmodus Film Weißabgleich alles 25<br />

Zellhelligkeit 20 Hautton 0<br />

Kontrast 100 Kantenglättung Aus<br />

Helligkeit 50 Bewegungsbel. Aus<br />

Schärfe 10 Bildoptionen<br />

Farbe 0 Farbtemperatur Warm 2<br />

Erweiterte Einstellungen Dig. Rauschfilter Aus<br />

Schwarzton Aus MPEG-Rauschfilter Aus<br />

Gamma –1 HDMI-Schwarzanp. Gering<br />

Sony KDL-55HX925<br />

Preis 3 299 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

55 Zoll (140 cm)<br />

Maße<br />

127,8 × 80,3 × 3,8 cm<br />

Gewicht<br />

31,6 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Direct-LED-LCD (400 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

75–160 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Der kontraststarke k LED-LCD kommt mit dem Monolith-Standfuß, der<br />

ein aktives Soundsystem beherbergt, zwei 3D-Brillen und einer Skype-<br />

Kamera zu Ihnen nach Hause<br />

Ausstattung/Verarbeitung 19/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 15/20<br />

Wiedergabequalität 53/60<br />

Wertung 87 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· vielseitige Bildbearbeitung<br />

· sehr gute Kontrastdarstellung<br />

· hervorragende Bildschärfe<br />

· effektive Zwischenbildberechnung<br />

· gute Tonwiedergabe<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· Ausleuchtung nicht optimal<br />

· abhängig vom Modell leichte<br />

Streifenbildung im Randbereich<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· Lichtkränze bei der Darstellung<br />

kleiner Leuchtpunkte durch LED-<br />

Hintergrundbeleuchtung<br />

Einstellungshilfen (nicht aufgeführte Werte „Aus“)<br />

Bildmodus Anwender Dyn. Rauschunt. Aus oder Auto<br />

Hintergrundl./Kontrast Max Reality Creation HD 50, SD 25<br />

Helligkeit 47<br />

Gleichm. Abstufung Hoch<br />

Farbe/Bildschärfe 50 Motionfl ow Klar<br />

Farbton 0 Gamma 0<br />

Farbtemp. Warm 2 Dyn. LED-Dimming Standard<br />

Sony KDL-55NX725<br />

Preis 2 449 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

55 Zoll (140 cm)<br />

Maße<br />

126,9 × 79,9 × 4,1 cm<br />

Gewicht<br />

25,4 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (200 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

50–150 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Sony baut das Konzept des Monolith-Standfußes aus und integriert ein<br />

vollwertiges, aktives Soundsystem. Bei der Ausstattung ist von 3D bis zu<br />

den umfangreichen Internetfunktionen alles mit dabei<br />

Ausstattung/Verarbeitung 19/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 15/20<br />

Wiedergabequalität 49/60<br />

Wertung 83 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· guter Bildkontrast unter Umgebungslicht<br />

· gute Bildschärfe<br />

· effektive Zwischenbildberechnung<br />

· gute Tonwiedergabe<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· Ausleuchtung nicht optimal<br />

· Blauschimmer im Tiefschwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· 3D-Darstellung mit Doppelkonturen<br />

Einstellungshilfen (nicht aufgeführte Werte „Aus“)<br />

Bildmodus Anwender Dyn. Rauschunt. Aus oder Auto<br />

Hintergrundlicht je nach Umgebungslicht Pixel-Rauschunt. je nach Wunsch<br />

Kontrast 95 Detail-/Randverbes. Niedrig<br />

Helligkeit 48 Motionfl ow Standard oder Klar<br />

Farbe 50 Filmmodus Autom. 1<br />

Farbton 0 Gamma 0<br />

Farbtemp. Warm 2 Autom. Lichtbegrenzer je nach Wunsch<br />

Bildschärfe 20 Weißabgleich alles Standard<br />

Toshiba 55ZL1<br />

Preis 4 999 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

55 Zoll (140 cm)<br />

Maße<br />

129,2 × 91 × 6,5 cm<br />

Gewicht<br />

36,6 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Direct-LED-LCD (400 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

90–215 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Der LCD<br />

mit der aktuell aufwendigsten nL<br />

LED-Beleuchtung un<br />

kommt<br />

m<br />

von Toshiba und stellt lt im Kontrastbereich tb<br />

reich neue Rekorde auf. Die 3D-<br />

Darstellung steht der 2D-Wiedergabe aber etwas nach<br />

Ausstattung/Verarbeitung 17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 15/20<br />

Wiedergabequalität 54/60<br />

Wertung 86 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· sehr gute Bildschärfe<br />

· hervorragende Kontrastdarstellung<br />

(Local Dimming), enorme Helligkeit<br />

· effektiver Lichtsensor<br />

· gute Tonwiedergabe<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· HbbTV (Update geplant)<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· SD-Bildverarbeitung nicht optimal<br />

· Zwischenbildberechnung nicht<br />

optimal<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· 60-Hertz-Ruckler bei 3D<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

Einstellungshilfen<br />

Bildmodus Hollywood Pro Schwarz/Weiß Level 0<br />

Panelhell./Kontrast 100 Gamma-Einst. 0<br />

Farbe/Farbton 0<br />

LED-Backlight-<br />

Steuerung<br />

Ein<br />

Helligkeit –6 Rauschunter. Aus<br />

Schärfe 5<br />

Farbtemperatur 2<br />

Resolution Plus Autom. Stufe 5<br />

Helligkeitssensor je nach Wunsch RGB Filter alles 0<br />

Spitzenhelligkeit Hoch Farbdecoding Automatisch<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 55


Preis-Leistungs-Sieger in 40 bis 55 Zoll<br />

LG 47LW570S<br />

Preis 1 599 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

47 Zoll (119 cm)<br />

Maße<br />

110,9 × 74,4 × 3 cm<br />

Gewicht<br />

20,2 kg<br />

Farben<br />

Titen-Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

49–124 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

LGs 47-Zöller punktet t mit<br />

einem<br />

nahezu unverfälschten n 2D-Bild und kann<br />

den rundum positiven Eindruck kdank kdes 3D-Polfilterverfahrens DP f auch him<br />

dreidimensionalen Betrieb aufrechterhalten<br />

Ausstattung/Verarbeitung 16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 17/20<br />

Wiedergabequalität 47/60<br />

Wertung 80 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Bildschärfe<br />

· gute Kontrastdarstellung dank<br />

LED-Dimming<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· blickwinkelstabil<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· DiSEqC 1.2<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Einstellungshilfen<br />

Nachteile<br />

· Aufl ösungsverlust im 3D-Modus<br />

(1 920 × 540 Pixel)<br />

· Zwischenbildberechnung nicht<br />

optimal<br />

· Tonwiedergabe nicht optimal<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Format Just Scan Rauschunt. Aus<br />

Energiesparen je nach Wunsch Tru Motion<br />

Benutzer,<br />

De-Judder 0,<br />

De-Blur 10<br />

Bildmodus Expert 1 MPEG-Rauschunt. Aus<br />

Beleuchtung/Kontrast 100 Super Resolution Aus<br />

Helligkeit/H./V. Schärfe 50 Schwarzwert Tief<br />

Farbe/Tint 48/0 Farbskala Standard<br />

LED Local Dimming Hoch Konturenverst./Farbfi lter Aus<br />

Dyn. Kontrast Aus Gamma 2,2<br />

Panasonic TX-P50GT30E<br />

Preis 1 799 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

50 Zoll (127 cm)<br />

Maße<br />

117,7 × 75,3 × 3,7 cm<br />

Gewicht<br />

26,5 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Plasma (100 Hz/600 Hz sfd)<br />

Stromverbrauch<br />

55–395 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Der riesige<br />

ige 50-Zöller rk<br />

kommt<br />

zu<br />

ue<br />

einem e<br />

vertretbaren e Preis<br />

zu Ihnen ins<br />

Wohnzimmer und db<br />

bietet t aus allen Betrachtungswinkeln ein optimales<br />

Bild. Dabei überzeugen die 2D- und 3D-Darstellung gleichermaßen<br />

Philips 42PFL7606K<br />

Preis 1 199 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

42 Zoll (107 cm)<br />

Maße<br />

112 × 68,4 × 3 cm<br />

Gewicht<br />

15,8 kg<br />

Farben<br />

Anthrazit<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

45–120 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Dank ausgefeilter 3D-Darstellung, neutraler Farbwiedergabe und toller<br />

Verarbeitung macht der 42PFL7606K im Wohnzimmer eine wahrlich<br />

gute Figur. Auch bei der Ausstattung bleiben kaum Wünsche offen<br />

Ausstattung/Verarbeitung 17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 14/20<br />

Wiedergabequalität 51/60<br />

Wertung 82 von 100<br />

Ausstattung/Verarbeitung 17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 17/20<br />

Wiedergabequalität 47/60<br />

Wertung 81 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· hervorragende Bildschärfe<br />

· sehr gute Kontrastdarstellung<br />

· blickwinkelstabil<br />

· homogene Ausleuchtung<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· DiSEqC 1.0 und Unicable<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Bildschärfe<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· blickwinkelstabil<br />

· gute Tonwiedergabe<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· eingeschränkte Leuchtkraft<br />

· leichte Abstufungen bei Helligkeitsverläufen<br />

· minimales Pixelrauschen<br />

· Lüfter und Netzteil dezent hörbar<br />

· hohe Leistungsaufnahme<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen<br />

Modus<br />

THX oder Panel<br />

Ein<br />

Professionell Erweiterte Einstellungen<br />

Kontrast 35–60 Gamma 2.2<br />

Helligkeit –1 Intelligent Frame Mittel (Video),<br />

Farbe 30<br />

Creation Aus (Film)<br />

Schärfe 4 Optimierte Aufl ösung Mittel<br />

Farbremastering Aus Weißabgleich<br />

Eco Modus je nach Wunsch R/G/B<br />

–12/0/8<br />

P-NR<br />

Aus<br />

Grauabgleich<br />

R/G/B<br />

–1/0/–7<br />

Nachteile<br />

· Aufl ösungsverlust im 3D-Modus<br />

(1 920 × 540 Pixel)<br />

· Schwarzdarstellung nicht optimal<br />

· keine Bild-in-Bild-Option<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen<br />

Smart Bild Kino Lichtsensor je nach Wunsch<br />

Kontrast 100 Pixel Precise HD<br />

Helligkeit 48 HD Natural Motion Aus<br />

Farbe 48 100 Hz Clear LCD Ein<br />

Schärfe 1 Dynamic Contrast Aus oder Minimum<br />

Rauschunterdrückung<br />

MPEG-Artefaktunt. Aus<br />

Dyn. Hintergrundbel. Optimales Bild<br />

Aus<br />

Farbtemperatur Warm Gamma 0<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bang & Olufsen, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />

56 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Samsung UE46D7090<br />

Preis 1 799 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

46 Zoll (116 cm)<br />

Maße<br />

104,9 × 60,6 × 3 cm<br />

Gewicht<br />

14,4 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (400 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

50–140 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Dank des schmalen Rahmens scheint das Bild im Raum zu schweben –<br />

der Edge-LED-LCD ordnet sich stilsicher im Wohnzimmer ein. Die Ausstattung<br />

lockt mit PVR- und unzähligen Internetfunktionen<br />

Ausstattung/Verarbeitung 19/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 16/20<br />

Wiedergabequalität 49/60<br />

Wertung 84 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Kontrastdarstellung unter<br />

Umgebungslicht<br />

· sehr gute Bildschärfe<br />

· gute SD-Bildverarbeitung<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.2 und Unicable<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Einstellungshilfen<br />

Nachteile<br />

· Ausleuchtung nicht optimal<br />

· Blauschimmer im Tiefschwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

Hintergrundbel. je nach Umgebungslicht Hautton 0<br />

Kontrast 95 Kantenglättung Ein<br />

Helligkeit 45 Bewegungsbel./xvYCC Aus<br />

Schärfe 20 LED-Motion-Plus Ein<br />

Farbe/Farbton 50/G50/R50 Farbtemp. Warm 2<br />

Schwarzton Aus Filmmodus Auto 2<br />

Optimalkontr. Aus Farbraum Auto<br />

Schattendurchz. 0<br />

Unschärfemin. 10<br />

Motion Plus<br />

Gamma +1<br />

Judder min. 0–4<br />

Sharp LC-40LE830E<br />

Preis 1 199 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

40 Zoll (102 cm)<br />

Maße<br />

93,8 × 63,6 × 3,4 cm<br />

Gewicht<br />

16,5 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (200 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

45–100 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein, Time-Shift über USB<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Die<br />

zweite e Quattron-Generation ration<br />

setzt t abermals auf die vierte<br />

Primärfarbe<br />

eG<br />

Gelb, um die Leuchtkraft zu steigern. Aufseiten der Ausstattung<br />

glänzt der Edge-LED-LCD mit Time-Shift-Funktion und 3D<br />

Ausstattung/Verarbeitung 17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 16/20<br />

Wiedergabequalität 48/60<br />

Wertung 81 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· gute Kontrastdarstellung unter<br />

Umgebungslicht<br />

· gute Bildschärfe<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· effektiver Lichtsensor<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Time-Shift<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· SD-Card-Schnittstelle<br />

Nachteile<br />

· Blauschimmer im Tiefschwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· Tonwiedergabe nicht optimal<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen (nicht aufgeführte Werte 0)<br />

AV-Modus Film<br />

Verstärkung (HI)<br />

R/G/B<br />

–7/0/–7<br />

OPC je nach Wunsch Scanning Backlight 200 Hoch<br />

Hintergrundbeleuchtunbungslicht<br />

je nach Umge-<br />

Sub Pixel Control Ein<br />

Kontrast 40 Gamma-Anpassung +1<br />

Farbskalabereich Standard Film-Modus Standard<br />

Farbtemperatur Tief Aktiver Kontrast Aus<br />

Verstärkung (LO)<br />

Rauschunterdrückung<br />

–5/0/+2<br />

R/G/B<br />

Aus<br />

Sony KDL-55EX725<br />

Preis 1 899 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

55 Zoll (140 cm)<br />

Maße<br />

129,9 × 79,9 × 4,1 cm<br />

Gewicht<br />

25,4 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (200 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

55–145 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Der Edge-LED-LCD ED-LCD<br />

lässt st tb<br />

bei id<br />

den TV-Funktionen kaum etwas<br />

vermissen<br />

und auch die Internetangebote tangebot<br />

ebote e können<br />

überzeugen. Zeitgemäß ist die<br />

Wiedergabe von 3D-Inhalten möglich<br />

Ausstattung/Verarbeitung 18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 15/20<br />

Wiedergabequalität 48/60<br />

Wertung 81 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· guter Bildkontrast unter Umgebungslicht<br />

· gute Bildschärfe<br />

· effektive Zwischenbildberechnung<br />

· Bildfl äche nur leicht spiegelnd<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner und Festplattenaufzeichnung<br />

· Bild-in-Bild-Option<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· HbbTV<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

Nachteile<br />

· Ausleuchtung nicht optimal<br />

· Blauschimmer im Tiefschwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· 3D-Darstellung mit Doppelkonturen<br />

· Tonwiedergabe nicht optimal<br />

· WLAN extern (USB)<br />

Einstellungshilfen (nicht aufgeführte Werte „Aus“)<br />

Bildmodus Anwender Dyn. Rauschunt. Aus oder Auto<br />

Hintergrundlicht je nach Umgebungslicht Pixel-Rauschunt. je nach Wunsch<br />

Kontrast 95 Detail-/Randverbes. Niedrig<br />

Helligkeit 48 Motionfl ow Standard oder Klar<br />

Farbe 50 Filmmodus Autom. 1<br />

Farbton 0 Gamma 0<br />

Farbtemp. Warm 2 Autom. Lichtbegrenzer je nach Wunsch<br />

Bildschärfe 20 Weißabgleich alles Standard<br />

Toshiba 46WL768<br />

Das<br />

Design des Edge-LED-LCDs ED-<br />

LCDs<br />

weiß zu<br />

gefallen, nur die es<br />

stark<br />

spiegelnde<br />

Frontscheibe fällt lt negativ auf. Der 46WL768 68 überzeugt eugt vor allem lem bei der<br />

dreidimensionalen Darstellung<br />

Preis<br />

2 299 Euro<br />

Bilddiagonale<br />

46 Zoll (117 cm)<br />

Maße<br />

102,2 × 73,5 × 2,9 cm<br />

Gewicht<br />

24,5 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (200 Hz)<br />

Stromverbrauch<br />

90–160 W/0,1 W (Stand-by)<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz.<br />

nein<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA/Wi-Fi<br />

ja/ja<br />

3D-Darstellung<br />

ja<br />

Ausstattung/Verarbeitung 16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit 14/20<br />

Wiedergabequalität 48/60<br />

Wertung 78 von 100<br />

Vorteile<br />

· 3D-fähig<br />

· ausreichende Kontrastdarstellung<br />

· gute Bildschärfe<br />

· effektiver Lichtsensor<br />

· Audiorückkanal (HDMI)<br />

· alle Tuner<br />

· DiSEqC 1.0<br />

· Internet, Netzwerk, WLAN<br />

· günstiger Marktpreis (1 400 Euro)<br />

Nachteile<br />

· Ausleuchtung nicht optimal<br />

· Bildfläche stark spiegelnd<br />

· Blauschimmer im Tiefschwarz<br />

· eingeschränkter Blickwinkel<br />

· Tonwiedergabe nicht optimal<br />

· keine Programmaufzeichnung<br />

Einstellungshilfen<br />

Bildmodus Hollywood 1 Cyan +2/0/0<br />

Panelhelligkeit je nach Wunsch Farbtemperatur 3<br />

Kontrast 100<br />

Dyn. Hintergrundbel. Ein<br />

Helligkeit 0 Schwarz-/Weiß-<br />

Farbe 0 (+5 bei 3D) Level<br />

0<br />

Farbton 0 Gammaeinst. –10 (–5 bei 3D)<br />

Schärfe 10 Rauschunt. Aus<br />

Colour Master Ein Resolution+ 3<br />

Rot 0/0/0 Active Vision<br />

Grün +15/0/0 M200 Pro<br />

Ein<br />

Blau –15/0/0<br />

Magenta –2/–10/0<br />

Filmstabilisierung Standard<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 57


Der richtige Dreh<br />

Aktuelle Flachbildfernseher lassen sich für das optimale Bild umfangreich kalibrieren, die Funktionen<br />

der verschiedenen regelbaren Parameter sind aber nicht immer auf den ersten Blick<br />

ersichtlich. Wir gehen anhand eines TVs von Samsung in die Tiefe und bringen Licht ins Dunkel.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Über die Ökolösung aktivieren Sie den Lichtsensor, der die Leuchtkraft des Bildschirms<br />

automatisch dem Umgebungslicht anpasst<br />

Alle Bildverbesserer beanspruchen Rechenzeit und Eingaben bei einem Videospiel<br />

werden oft verzögert umgesetzt. Der Spielemodus minimiert die Latenz<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Burosch, Samsung<br />

58 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Helligkeit<br />

Entgegen der ersten Annahme<br />

steuern Sie die Helligkeit des Bildes<br />

nicht mit dem gleichnamigen Regler,<br />

sondern über die Hintergrundbeleuchtung<br />

(Bild oben). Diese<br />

nimmt unmittelbaren Einfluss auf<br />

die Leuchtkraft der LED-Beleuchtung.<br />

Die Helligkeit des Videopegels<br />

steuern Sie wiederum über<br />

den Kontrastregler: Im Kinomodus<br />

können Sie meist das Maximum<br />

ausreizen. Der namentliche Helligkeitsregler<br />

passt die Differenzierung<br />

der Schwarzbereiche an. Vorsicht<br />

bei der Justierung: Zu hohe Werte<br />

provozieren ein gräuliches Schwarz<br />

(Bild unten), zu geringe Werte verschlucken<br />

dunkle Bildbereiche.<br />

Durchzeichnung<br />

Aktivieren Sie die Option „Optimal<br />

Kontrast“ und „Schwarzwertkorrektur“<br />

(Bild oben), erscheint der<br />

Bildeindruck subjektiv etwas knackiger.<br />

Dabei wird jedoch Einfluss<br />

auf die Durchzeichnung dunkler<br />

Bereiche genommen, was zu Detailverlusten<br />

führen kann. So werden<br />

Helligkeitsstufen meist verschluckt<br />

und auch die Abgrenzung von verschiedenen<br />

Schwarztönen untereinander<br />

ist nicht mehr gegeben<br />

(Bild unten). Über die Voreinstellung<br />

Gamma lassen sich meist subtilere<br />

Anpassungen vornehmen. Die Schattendurchzeichnung<br />

regelt im Falle<br />

des Samsung-TVs das Dimming<br />

der Hintergrundbeleuchtung.<br />

Farbtreue<br />

Über den klassischen Farbregler<br />

bestimmen Sie die Sättigung aller<br />

Farben und der Farbton verschiebt<br />

die Balance Richtung Grün oder<br />

Rot. Die Hautton-Option lässt Sie<br />

abermals Einfluss auf die Darstellung<br />

von Rottönen nehmen, in<br />

diesem Fall beeinflussen Veränderungen<br />

in erster Linie die Abbildung<br />

von Hautfarben (Bild oben). In der<br />

Regel sollten Sie diese Parameter<br />

immer in den Werkseinstellungen<br />

belassen, da sich sonst ein ungewohntes<br />

Gesamtbild ergeben kann<br />

(Hauttöne erscheinen unnatürlich,<br />

Bild unten) und die Farbdarstellung<br />

an Präzision einbüßt.<br />

Farbkalibrierung<br />

Nehmen Sie Anpassungen im<br />

Farbabgleich vor, verändern Sie gezielt<br />

den Ton und die Sättigung einzelner<br />

Farben. Unzulänglichkeiten in<br />

der Farbdarstellung sind jedoch nicht<br />

mit dem bloßen Auge korrigierbar,<br />

sodass einzig mittels professioneller<br />

Messgeräte ein gutes Ergebnis erzielt<br />

werden kann. Die Farbtemperatur<br />

(Bild oben) beeinflusst das Mischverhalten<br />

der Grundfarben: Stimmt<br />

dieses nicht, erscheinen Graustufen<br />

über alle Helligkeitsbereiche zu warm<br />

oder zu kühl (Bild unten). Beim Modell<br />

von Samsung ist eine zehnstufige<br />

Anpassung möglich, dies setzt<br />

aber wiederum Messsysteme voraus.<br />

Bildschärfe<br />

Die statische Schärfe wird primär<br />

mit dem Schärferegler angepasst.<br />

Hier gilt es, den optimalen Kompromiss<br />

zu finden, denn sonst wirkt<br />

das Bild entweder zu matschig<br />

oder Doppelkonturen lassen die<br />

Darstellung künstlich erscheinen<br />

(Bild oben). Immer mehr Hersteller<br />

setzen zudem auf eine pixelbasierte<br />

Kontrasterhebung oder<br />

das sogenannten Line-Thinning,<br />

um die subjektiv empfundene Schärfe<br />

zu steigern. Bei Samsung nennt<br />

sich die Option „Kanten glättung“<br />

(Bild unten) und die Randbereiche<br />

von Objekten sollen durch die<br />

Aktivierung klarer durchzeichnet<br />

und somit schärfer erscheinen.<br />

Bewegtbildschärfe<br />

Dank der Zwischenbildberechnung<br />

kann der Schärfeeindruck auch bei<br />

schnellen Bewegungen aufrechterhalten<br />

werden, bei Samsung<br />

nennt sich die Technik „Motion Plus“<br />

(Bild oben). Der erste Regler befreit<br />

actionreiche Szenen von Schlieren<br />

und kann getrost auf Maximum gestellt<br />

werden. Zweiterer steuert die<br />

Interpolation neuer Zwischenbilder,<br />

was butterweiche Kamerafahrten<br />

garantiert; Artefakte sind jedoch<br />

nicht ausgeschlossen. Aktivieren<br />

Sie in den Einstellungen zusätzlich<br />

LED Motion Plus, werden Schwarzphasen<br />

erzeugt, wodurch die Bewegtbildschärfe<br />

weiter steigt, die<br />

Helligkeit jedoch minimal abnimmt.<br />

<strong>Kaufberatung</strong> 59


Kompakte Klangprofis<br />

Im Zuge immer kompakterer Flachbildfernseher wird der tonale Aspekt oft vernachlässigt.<br />

Aus diesem Grund haben wir aktuelle 2.1-Kompaktanlagen getestet und zeigen Ihnen, welche<br />

Modelle ihr Geld wert sind.<br />

VON CHRISTIAN RITTER<br />

Bewertungsschema: Wiedergabequalität<br />

Film<br />

Bei der Filmtonwiedergabe legen wir besonderen Wert auf die Dynamik und Belastbarkeit des<br />

Soundsystems. Um zu später Stunde genussvoll Filme sehen zu können, spielt umgekehrt eine<br />

wirkungsvolle Dynamikanpassung eine große Rolle. Ein weiterer Punkt ist die Sprachverständlichkeit,<br />

insbesondere bei klanglich überfüllten Szenen. Zuletzt bewerten wir die Tieftonwiedergabe,<br />

da sie maßgeblich zu einem überzeugenden Filmton beiträgt.<br />

Musik<br />

Bei Musik achten wir auf eine neutrale Wiedergabe, die ein möglichst unverfälschtes und<br />

realistisches Klangbild bietet. Eine brillante und verzerrungsfreie Hochtonwiedergabe ist dabei<br />

ebenso wichtig und bekommt einen Punkt in unserem Bewertungsschema. Des Weiteren<br />

betrachten wir das Stereobild und achten besonders auf ein ausgeglichenes und realistisches<br />

Raumbild, sodass z. B. Orchesterdarbietungen nachvollziehbar wiedergegeben werden können.<br />

Räumlichkeit<br />

Die meisten Hersteller von 2.1-Soundsystemen integrieren in ihren Komplettanlagen einen<br />

sogenannten Raumklangmodus, der durch aufwendige Rechenalgorithmen ein räumlicher<br />

wirkendes Klangbild erzeugen soll. Speziell bei Soundbars wird so versucht, die begrenzte<br />

Stereobreite zu erweitern. Die Kategorie der Soundprojektoren simuliert durch gezielte Refl exionen<br />

echten Raumklang – in unserem Vergleich spielten diese Systeme jedoch keine Rolle.<br />

Bewertungsschema: Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau<br />

Liegen alle Kabel bei? Ist der Aufbau selbsterklärend? Dies sind zwei Punkte, die besonders bei<br />

der Installation eines neuen Soundsystems relevant sind. Auch eine selbsterklärende Anleitung<br />

erleichtert die ersten Schritte ungemein. Darüber hinaus bewerten wird die Montage der<br />

Lautsprecher und den Aufwand bei der Verkabelung. Hier spielt auch die Frage einer vorhandenen<br />

Wireless-Übertragung eine wichtige Rolle.<br />

Einrichtung<br />

Bei diesem Kriterium liegt das Augenmerk auf einer unkomplizierten Ersteinrichtung. Dabei wird<br />

besonderer Wert auf verständliche Einstellungen gelegt, die übersichtlich und schlüssig<br />

aufgelistet werden sollten. Eine klar strukturierte Bedienoberfläche, die sich leicht steuern lässt,<br />

bekommt dabei ebenso Punkte gutgeschrieben wie das Vorhandensein einer Einmessautomatik,<br />

die das Soundsystem in nur wenigen Schritten an die räumlichen Gegebenheiten anpasst.<br />

Betrieb<br />

Im eigentlichen Betrieb zeigt sich, welches Soundsystem wirklich benutzerfreundlich ausfällt.<br />

Viele ausgeklügelte Funktionen erleichtern die Handhabung. Wir haben unser Augenmerk auf die<br />

wichtigsten Faktoren, wie z. B. die Steuerung von TV und Audio mit nur einer Fernbedienung oder<br />

den Audiorückkanal, gelegt und lassen auch die Betriebsgeräusche der einzelnen Testkandidaten<br />

nicht außen vor, denn insbesondere integrierte Laufwerke erhöhen den Geräuschpegel.<br />

Bilder: 20th Century Fox, Auerbach Verlag, Dreamworks, Kinowelt, Metz, Nubert, Philips<br />

60 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Die Entwicklung von Flachbildfernsehern<br />

steht nie still und die Hersteller<br />

sind stets bestrebt, noch schlankere<br />

Displays zu entwickeln, um den Kunden die<br />

Kaufentscheidung zugunsten des moderneren<br />

Designs zu erleichtern. Was im Bildbereich nur<br />

wenig Kompromisse nach sich zieht, sorgt spätestens<br />

bei der Klangdarbietung für enttäuschte<br />

Gesichter, denn in diesem Bereich lässt sich<br />

die Physik nicht überlisten. Leider verfügen<br />

aktuelle Flachbildfernseher selbst bei hochwertigen<br />

Audiokomponenten über zu wenig<br />

Resonanzraum und auch die Lautsprecherchassis<br />

sind zu klein dimensioniert, um kraftvollen<br />

Filmton wiedergeben zu können. Doch<br />

nicht jeder Kunde möchte sich nach dem Kauf<br />

des neuen flachen Fernsehers mit dem Klangergebnis<br />

zufriedengeben und sucht daher<br />

nach alternativen Lösungen, die dem Lieblingsfilm<br />

wirklich gerecht werden. Hier offerieren<br />

nahezu alle Hersteller externe Soundsysteme,<br />

die mit niedrigen Preisen und verblüffenden<br />

Raumklangeffekten locken. Die Auswahl ist<br />

enorm: Egal ob in 5.1-, 2.1- oder Soundbar-<br />

Ausführung, für jeden Anspruch lässt sich<br />

das optimale System finden. Insbesondere<br />

Kompaktanlagen in 5.1-Ausführung versprechen<br />

Rundumsound, der echtem Kinoklang<br />

realistisch nahekommt. Ein so umfangreiches<br />

Lautsprecherset lässt sich jedoch nur mit sehr<br />

viel Aufwand in die heimische Wohnlandschaft<br />

integrieren und quer durch den Raum verlegte<br />

Lautsprecherkabel stören den Hausfrieden.<br />

Dass dies nicht jedem zusagt, ist klar, und daher<br />

fällt für viele potenzielle Kunden die Wahl<br />

auf ein kleineres Lautsprechersystem. Neben<br />

2.1-Kompaktanlagen liegen Soundbars im<br />

Trend, die mit nur zwei Komponenten für vollendeten<br />

Klanggenuss sorgen – so zumindest<br />

die Theorie. Wir haben insgesamt elf kompakte<br />

Soundlösungen gegeneinander antreten<br />

lassen und auf Herz und Nieren geprüft.<br />

Die Testkandidaten<br />

Das gut aufgestellte Testfeld setzt sich aus<br />

sechs 2.1-Soundbars und fünf 2.1-Soundsystemen<br />

der Hersteller Bose, Boston Acoustics,<br />

Harman Kardon, LG, Onkyo, Panasonic, Philips,<br />

Pioneer, Samsung, Sony und Teufel zusammen.<br />

Einige Geräte bringen sogar einen 3D-Blu-ray-<br />

Player mit, der allerdings keine zwingende Voraussetzung<br />

für ein positives Abschneiden war.<br />

Sämtliche Geräte wurden auf Wiedergabequalität<br />

und Benutzerfreundlichkeit geprüft; dabei<br />

mussten sich die Testkandidaten sowohl untereinander<br />

als auch im Vergleich mit Referenzgeräten<br />

bewähren. Um einen fairen und soliden<br />

Vergleichstest zu gewährleisten, haben wir mit<br />

TV-Spitzenmodellen von Metz und Philips sowie<br />

einem 2.0-Lautsprecherpaar von Nubert<br />

sinnvolle Vergleichskandidaten hinzugezogen.<br />

Das 3D-Topmodell 46PFL9705K von Philips<br />

steht stellvertretend für soliden Klanggenuss.<br />

Neben den zwei Mitteltönern auf der Rückseite<br />

des Gerätes sorgt eine schlanke Lautsprecherleiste<br />

unterhalb des Displays für einen<br />

neutralen und durchaus dynamischen Filmton.<br />

Mittels des zuschaltbaren Raumklangmodus<br />

und der automatischen Lautstärkeanpassung<br />

bietet der LED-LCD für jede Situation die<br />

passende Einstellung. Mit dem Metz Linus<br />

42 LED 200 stand dem Testfeld ein weiteres<br />

Referenzgerät zur Verfügung. Das integrierte<br />

Mecasound-Tonsystem beeindruckt mit sattem<br />

Sound und einem räumlichen Klang. Der Fernseher<br />

eignete sich somit hervorragend, um<br />

manch externe Soundlösung in Schwierigkeiten<br />

zu bringen, denn nicht jedes System<br />

konnte sich hörbar von den Flachbild-TV-Referenzen<br />

absetzen. Unseren Bezugspunkt für<br />

die Musikklangbewertung und Stereodarbietung<br />

stellten die Nubert nuPro A-10 dar. Das<br />

vollaktive Lautsprecherpaar ist schon lange<br />

kein bloßer Geheimtipp unter den kompakten<br />

Lautsprechern mehr und verfügt über einen<br />

besonders neutralen Frequenzgang sowie eine<br />

gute Impuls treue. Die nuPro A-10 sind zudem<br />

eine besonders günstige Möglichkeit, den<br />

Fernsehklang aufzuwerten: Verbinden Sie die<br />

Lautsprecher einfach mit dem Kopfhörerausgang<br />

Ihres Flachbild-TVs. Einziges gravierendes<br />

Manko ist die Bedienbarkeit, denn sämtliche<br />

Einstellungen müssen an beiden Lautsprechern<br />

manuell vorgenommen werden.<br />

Das Bewertungsschema<br />

Um eine möglichst einfache und übersichtliche<br />

Auflistung der Stärken und Schwächen der einzelnen<br />

Testkandidaten zu gewährleisten, haben<br />

wir uns in dieser <strong>Kaufberatung</strong> für eine dreiteilige<br />

Bewertung entschieden und diese den<br />

Lichtzeichenfarben einer Ampel zugeordnet.<br />

Die Note „befriedigend“ erhält die Farbe Rot,<br />

die Note „gut“ die Farbe Gelb und die Note<br />

„sehr gut“ die Farbe Grün. Die Farben stehen<br />

zudem stellvertretend für zu erreichende<br />

Punkte: Rot entspricht einem Zähler, Gelb zwei<br />

Punkten und Grün drei Punkten. Maximal können<br />

innerhalb der sechs Kategorien 18 Punkte<br />

erreicht werden. Bis 16 Zähler verteilten wir<br />

die Note „sehr gut“, bis zwölf Zähler die Note<br />

„gut“, von elf bis acht Zähler gab es die Note<br />

„befriedigend“ und bis sechs Punkte die Note<br />

„ausreichend“. In unserem Test ging es nicht<br />

darum, Ihnen echten Kinoklang vorzugaukeln,<br />

denn kompakte 2.1-Systeme sind einem ausgewachsenen<br />

5.1-System immer unterlegen.<br />

Stattdessen sollte der Klang gegenüber Flachbildfernsehern<br />

hörbar aufgewertet werden<br />

und die Systeme sollten in der Musikdarbietung<br />

gegenüber deutlich größeren Stereoanlagen<br />

vergleichbare Ergebnisse erzielen. Aufseiten<br />

der Benutzerfreundlichkeit standen zunächst<br />

Aufbau, Installation und Einrichtung im Fokus:<br />

Gerade Einsteigersets sollten für den Laien verständlich<br />

und einfach zu installieren sein. Detaillierte<br />

Einblicke in die Einzelkategorie erhalten<br />

Sie in unserer Tabelle links.<br />

Der Samsung C9090 LED-TV ist eines der flachsten Fernsehgeräte<br />

der Welt. Dementsprechend dünn fällt auch der<br />

Klang aus – externe Lautsprecher sind hier Pflicht<br />

Metz Linus 42 LED 200: Das deutlich tiefere Gehäuse bietet<br />

mehr Volumen, die saubere Abstimmung übertrifft gar<br />

manch günstige externe Lösung<br />

Philips geht mit dem 46PFL9705K den Mittelweg zwischen<br />

Klang und Design: Der soliden Darbietung hatten nicht alle<br />

kompakten Anlagen etwas entgegenzusetzen<br />

Nuberts vollaktive nuPro A-10 sind das Paradebeispiel für<br />

brillanten und neutralen Klang. Sie dienten uns als Referenzlautsprecher<br />

bei der Musikwiedergabe<br />

<strong>Kaufberatung</strong> 61


2.1-Soundbars<br />

Boston Acoustics TVee Model 30 Preis 599 Euro<br />

Maße<br />

96,6 × 14,6 × 8 cm (Soundbar); 16 × 36,4 × 39,5 cm (Subwoofer)<br />

Boston Acoustics TVee Model 30<br />

BEFRIEDIGEND<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Anschlüsse<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

3D-Weiterleitung<br />

Fernbedienung<br />

Audio Return Channel<br />

Einmessautomatik<br />

Subwoofer drahtlos<br />

Sonstiges<br />

3,9 kg (Soundbar); 7,9 kg (Subwoofer)<br />

Schwarz<br />

optisch, Audio-Cinch, 3,5-Klinke<br />

nein<br />

nein<br />

nein<br />

nein<br />

nein<br />

ja<br />

Bluetooth-Schnittstelle (A2DP)<br />

Boston Acoustics bietet mit der Soundbar<br />

TVee Model 30 ein solides Soundsystem für<br />

einen erschwinglichen Preis. Drei Tiefmittelund<br />

drei Hochtöner, die sich paarweise als<br />

linker, rechter und Center-Kanal über die gesamte<br />

Breite der Soundbar aufteilen, sorgen<br />

sowohl bei der Filmtonwiedergabe als auch<br />

der reinen Musiktitelwiedergabe für ein<br />

gutes Klangergebnis. Dieses weiß besonders<br />

durch eine brillante und verzerrungsfreie<br />

Hochtonwiedergabe zu gefallen. Hinsichtlich<br />

der Anschlüsse ist Boston Acoustics‘ Soundbar<br />

spartanisch ausgestattet: Sie haben die<br />

Wahl zwischen einem optischen Digitaloder<br />

einem analogen Cinch-Eingang. Dank<br />

der integrierten Bluetooth-Schnittstelle lassen<br />

sich Musiktitel drahtlos von Smartphones<br />

oder Notebooks zur Soundbar streamen. Basisfunktionen<br />

programmieren Sie mit bereits<br />

vorhandenen Fernbedienungen.<br />

Vorteile<br />

· Drahtlosverbindung Subwoofer<br />

· Bluetooth-Schnittstelle<br />

· Basisfunktionen programmierbar<br />

Nachteile<br />

· keine Fernbedienung<br />

· keine HDMI-Schnittstelle<br />

· enttäuschende Raumklangmodi<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 11 von 18<br />

Harman Kardon SB 16 Preis 599 Euro<br />

Maße<br />

92 × 11 × 8,9 cm (Soundbar); 38 × 48 × 38 cm (Subwoofer)<br />

Harman Kardon SB 16<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Gewicht<br />

3,7 kg (Soundbar); 14,4 kg (Subwoofer)<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Anschlüsse<br />

koaxial, optisch, Audio-Cinch<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

nein<br />

3D-Weiterleitung<br />

nein<br />

Fernbedienung<br />

nein<br />

Audio Return Channel<br />

nein<br />

Einmessautomatik<br />

nein<br />

Subwoofer drahtlos<br />

ja<br />

Sonstiges<br />

Grenzfrequenz regelbar, Phase am Subwoofer umkehrbar<br />

Die Harman Kardon SB 16 liefert mit vier Mittel-<br />

und zwei Hochtönern einen satten Klang,<br />

der besonders bei Filmton überzeugen kann.<br />

Die Verbindung zum Subwoofer erfolgt<br />

drahtlos. Auch bei der reinen Musikwiedergabe<br />

liefert die SB 16 ein gutes Ergebnis ab,<br />

hier hört man jedoch eine leichte Überbetonung<br />

der Höhen heraus, was zu einem scharfen<br />

Klangbild führt. Sehr positiv fällt auf,<br />

dass sich die Soundbar durch eine Vielzahl an<br />

Einstellungsmöglichkeiten individuell an die<br />

räumlichen Gegebenheiten anpassen lässt<br />

und für den persönlichen Klanggeschmack<br />

optimiert werden kann. Über zwei Soundmodi<br />

hat man die Wahl zwischen der klassischen<br />

Stereowiedergabe und einem virtuellen 3D-<br />

Raumklang, der in der Praxis allerdings nicht<br />

überzeugen kann. Basisfunktionen können<br />

mit bereits vorhandenen Fernbedienungen<br />

programmiert werden.<br />

Vorteile<br />

· Drahtlosverbindung Subwoofer<br />

· individuelle Klangoptimierung<br />

· Basisfunktionen programmierbar<br />

Nachteile<br />

· keine Fernbedienung<br />

· keine HDMI-Schnittstelle<br />

· enttäuschende Raumklangmodi<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 12 von 18<br />

LG HLX56S Preis 799 Euro<br />

Maße<br />

100 × 9,5 × 20,7 cm (Soundbar); 19,6 × 39 × 39,8 cm (Subwoofer)<br />

LG schnürt mit der HLX56S-Soundbar und<br />

dem integrierten 3D-Blu-ray-Player ein optimales<br />

Gesamtpaket, das auch klanglich gut<br />

gefällt. Das brillante und kraftvolle Klangbild<br />

zeigt besonders bei der Filmtonwiedergabe<br />

seine Stärken. Insbesondere der simulierte<br />

Raumklang weiß mit einer realistischen Darbietung<br />

zu überzeugen. Die HLX56S bietet<br />

einzig digital vielfältige Anschlussmöglichkeiten,<br />

die für jede Situation die optimale<br />

LG HLX56S<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Lösung bereithalten. Auch die mobilen Abspielgeräte<br />

aus dem Hause Apple können<br />

über die mitgelieferte iPod-Dockingstation<br />

angeschlossen werden und offerieren so<br />

über das Menü des Blu-ray-Players Zugriff<br />

auf die gespeicherten Medieninhalte. Als<br />

elegante Alternative zur Fernbedienung<br />

lässt sich die HLX56S über eine eigens entwickelte<br />

App direkt vom iPod, iPhone oder<br />

Android-Smartphone fernsteuern.<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Anschlüsse<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

3D-Weiterleitung<br />

Fernbedienung<br />

Audio Return Channel<br />

Einmessautomatik<br />

Subwoofer drahtlos<br />

Sonstiges<br />

Vorteile<br />

· integrierter 3D-Blu-ray-Player<br />

· Drahtlosverbindung Subwoofer<br />

· iPod-Dockingstation<br />

Wiedergabequalität<br />

6,2 kg (Soundbar); 7,7 kg (Subwoofer)<br />

Silber/Schwarz<br />

2 × HDMI-In, HDMI-Out (ARC), optisch, Video-Out<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

nein<br />

ja<br />

FM-Antennenanschluss, iPod-Dockingstation<br />

Remote-App, Smart-TV, USB, Wi-Fi<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Nachteile<br />

· hörbare Betriebsgeräusche<br />

· keine analogen Audioschnittstellen<br />

· nicht für Wandanbringung geeignet<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 14 von 18<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Boston Acoustics, Harman Kardon, LG<br />

62 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


05<br />

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Samsungs LED-Serie D7090<br />

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05<br />

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„M – Eine Stadt<br />

sucht<br />

einen Mörder“<br />

D<br />

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Erhalt der 5. Ausgabe schriftlich<br />

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Lauchstädter Str. 20, 04229<br />

Leipzig gekündigt wurde.<br />

Mir ist bekannt, dass ich<br />

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per Post oder Fax widerrufen<br />

kann. Maßgeblich ist der Tag<br />

der Absendung (Poststempel<br />

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2.1-Soundbars<br />

Panasonic SC-HTB520 Preis 449 Euro<br />

Maße 101,8 × 7,5 × 4,4 cm (Soundbar); 18 × 40,8 × 30,6 cm (Subwoofer)<br />

Panasonic SC-HTB520<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Gewicht<br />

2,6 kg (Soundbar); 5,2 kg (Subwoofer)<br />

Farben<br />

Schwarz-Anthrazit (Glasoptik)<br />

Anschlüsse<br />

HDMI-In, HDMI-Out (ARC), optisch<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

nein<br />

3D-Weiterleitung<br />

ja<br />

Fernbedienung<br />

ja<br />

Audio Return Channel<br />

ja<br />

Einmessautomatik<br />

nein<br />

Subwoofer drahtlos<br />

ja<br />

Sonstiges –<br />

Die SC-HTB520 kommt mit einem 2-Wege-<br />

Lautsprechersystem mit Bassreflexöffnung<br />

daher und verbindet sich drahtlos mit dem<br />

aktiven Subwoofer. Die Soundbar meistert<br />

sowohl Filmton als auch die klassische Musikwiedergabe<br />

passabel, erreicht jedoch im<br />

Bezug auf den Raumklang nur ein befriedigendes<br />

Ergebnis. Hier fehlt es an Tiefenwirkung,<br />

um ein realistisches Hörgefühl zu<br />

erhalten. Einstellungsmöglichkeiten hat die<br />

Soundbar kaum zu bieten. Panasonic spendiert<br />

lediglich eine dreistufige Pegelregelung<br />

des Subwoofers und einen Dialog-Volume-<br />

Modus, der Sprache gegenüber anderen<br />

Hintergrundtönen in den Vordergrund stellt.<br />

Die Soundbar weist keine analoge Audioschnittstelle<br />

auf. Neben einem fehlenden<br />

HDMI-Kabel müssen Sie auch auf eine mitgelieferte<br />

iPod-Dockingstation verzichten. Die<br />

Verarbeitung könnte zudem besser sein.<br />

Vorteile<br />

· Drahtlosverbindung Subwoofer<br />

· überzeugende Klangabstimmung<br />

· fl exible Installationsmöglichkeiten<br />

Nachteile<br />

· geringe Einstellungsmöglichkeiten<br />

· keine analogen Audioschnittstellen<br />

· unbefriedigender Raumklang<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 12 von 18<br />

Samsung HW-D570 Preis 499 Euro<br />

Maße 105,6 × 7,5 × 4,4 cm (Soundbar); 18 × 40,8 × 30,6 cm (Subwoofer)<br />

Samsung HW-D570<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Anschlüsse<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

3D-Weiterleitung<br />

Fernbedienung<br />

Audio Return Channel<br />

Einmessautomatik<br />

Subwoofer drahtlos<br />

Sonstiges<br />

2,1 kg (Soundbar); 5,3 kg (Subwoofer)<br />

Silber<br />

2 × HDMI-In, HDMI-Out (ARC), 2 × optisch, 3,5-Klinke<br />

nein<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

nein<br />

ja<br />

iPod-Dockingstation<br />

Samsungs Soundbar HW-D570 bietet neben<br />

einem edlen Design vor allem umfangreiche<br />

Konnektivität. Dem gegenüber steht leider<br />

nur ein befriedigendes Klangergebnis, dem<br />

es schlicht an Brillanz fehlt – eine umfangreiche<br />

Klangregelung bleibt Ihnen verwehrt.<br />

Die Soundbar beschallt den Hörer mit zwei<br />

Mitteltönern und einem Hochtöner pro Seite,<br />

hinzu kommt ein aktiver Subwoofer. Der<br />

Aufbau des Sets ist dank der Drahtlosverbindung<br />

zum Subwoofer schnell erledigt und ermöglicht<br />

so eine individuelle Positionierung<br />

im Raum. Bei der HW-D570 hat Samsung<br />

auf Mini-HDMI-Schnittstellen gesetzt, die<br />

Soundbar lässt sich aber mithilfe des beigelegten<br />

Adapterkabels ohne zusätzliches Zubehör<br />

anschließen. Die im Lieferumfang enthaltene<br />

Dockingstation für iPod und iPhone<br />

funkt drahtlos zur Soundbar und vereint das<br />

ganze System zu einem soliden Paket.<br />

Vorteile<br />

· Drahtlosverbindung Subwoofer<br />

· fl exible Installationsmöglichkeiten<br />

· iPod/iPhone-Dockingstation<br />

Nachteile<br />

· fehlende Klangbrillanz<br />

· unbefriedigender Raumklang<br />

· scharfkantige Ränder an der Soundbar<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 12 von 18<br />

Teufel Cinebar 50 Preis 749 Euro<br />

Maße<br />

101 × 13,3 × 12 cm (Soundbar); 30,5 × 42 × 46 cm (Subwoofer)<br />

Teufel ist bekannt für sehr gute Audioprodukte<br />

und der Hersteller zeigt mit der<br />

Cinebar 50, dass er seinem Motto „Teufel ...<br />

macht glücklich“ auch bei diesem Gerät treu<br />

geblieben ist. Die eigentliche Soundbar ist<br />

mit sechs Lautsprechern bestückt, die dank<br />

der zwei Hoch-, der zwei Tiefmittel- und der<br />

zwei Tieftöner auch ohne Subwoofer einen<br />

großen Frequenzbereich wiedergeben kann.<br />

In Kombination mit dem aktiven Subwoofer<br />

Teufel Cinebar 50<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2011<br />

zeigt die Cinebar ihre ganze Kraft und sorgt<br />

für ein brillantes und neutrales Klangbild,<br />

dem es aber leider an einem überzeugenden<br />

Raumklangmodus mangelt. Sowohl Bass als<br />

auch Höhen lassen sich über die mitgelieferte<br />

Fernbedienung individuell einstellen und an<br />

den eigenen Klanggeschmack anpassen. Leider<br />

weist Teufels Soundbar keinen HDMI-Anschluss<br />

auf und eine Drahtlosverbindung zum<br />

Subwoofer wird ebenfalls nicht unterstützt.<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Anschlüsse<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

3D-Weiterleitung<br />

Fernbedienung<br />

Audio Return Channel<br />

Einmessautomatik<br />

Subwoofer drahtlos<br />

Sonstiges<br />

Vorteile<br />

· enorme Pegelreserven<br />

· neutrales Klangbild<br />

· für Film und Musik geeignet<br />

Wiedergabequalität<br />

8,6 kg (Soundbar); 17,2 kg (Subwoofer)<br />

Schwarz<br />

koaxial, optisch, Audio-Cinch<br />

nein<br />

nein<br />

ja<br />

nein<br />

nein<br />

nein<br />

USB<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Nachteile<br />

· keine Drahtlosverbindung<br />

· keine HDMI-Schnittstelle<br />

· enttäuschende Raumklangmodi<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 12 von 18<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose, Onkyo, Panasonic, Philips, Samsung, Teufel<br />

64 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


2.1-Soundsysteme<br />

Bose Lifestyle 235 Preis 2 699 Euro<br />

Bose Lifestyle 235<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Bose Lifestyle 235<br />

TESTSIEGER<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Das Lifestyle 235 überzeugt in der Wiedergabequalität<br />

und Benutzerfreundlichkeit<br />

gleichermaßen. Schon die Inbetriebnahme<br />

gestaltet sich durch optimal abgestimmte<br />

On-Screen-Menüs und das automatische<br />

Einmesssystem kinderleicht. Die beiden Satellitenlautsprecher<br />

liefern durch die spezielle<br />

Anordnung der Lautsprecherchassis ein<br />

sehr breites Klangbild, ohne den Direktschall<br />

zu vernachlässigen. Besonders bei der Filmtonwiedergabe<br />

spielt das System seine Stärken<br />

aus: Dialoge kommen scheinbar aus der<br />

Mitte, Soundeffekte breiten sich dagegen<br />

realistisch aus. Zudem ist die Pegelkorrektur<br />

die effektivste im gesamten Testfeld, sodass<br />

Sie alle Details auch bei gedämpfter Lautstärke<br />

genießen können. Musik- und Bassabstimmung<br />

verlangen dagegen Fingerspitzengefühl.<br />

Die Dockingstation für iPod und<br />

iPhone rundet das Komplettpaket ab.<br />

Maße<br />

42,1 × 7,7 × 23,7 cm (Bedienungseinheit);<br />

14,7 × 6,6 × 10,6 cm (Lautsprecher); 20,6 × 33,3 × 52,2 cm (Subwoofer)<br />

Gewicht 2,4 kg (Bedienungseinheit); 0,8 kg (Lautsprecher); 11,9 kg (Subwoofer)<br />

Farben<br />

Schwarz, Weiß<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI-In, HDMI-Out, Optisch-In, 2 × Optisch-Out,<br />

3 × Koaxial-Out, 3 × Audio-Cinch-In, 3 × Audio-Cinch-Out<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

nein<br />

3D-Weiterleitung<br />

ja<br />

Fernbedienung<br />

ja<br />

Audio Return Channel<br />

nein<br />

Einmessautomatik<br />

ja<br />

Subwoofer drahtlos<br />

nein<br />

Sonstiges<br />

FM-Antennenanschluss, iPod-Dockingstation,<br />

programmierbare Fernbedienung, USB<br />

Vorteile<br />

· Einmessautomatik<br />

· exzellente Handhabung<br />

· exzellente Pegelkorrektur<br />

Nachteile<br />

· hoher Anschaffungspreis<br />

· kein HDMI-Audio-Return-Channel<br />

· schwierige Bassabstimmung<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 15 von 18<br />

Onkyo HTX-22HDX Preis 300 Euro<br />

Maße 10,1 × 16,1 × 11,1 cm (Lautsprecher); 21,7 × 33,7 × 31 cm (Subwoofer)<br />

Das HTX-22HDX ist ein kleiner Exot unter den<br />

Testkandidaten. Der Downfire-Subwoofer ist<br />

nicht nur für die Wiedergabe der tiefen Frequenzen<br />

zuständig, sondern bietet neben<br />

einem LC-Display auch die integrierte Bedienungsoberfläche.<br />

Diese gewährt Zugriff<br />

auf die wichtigsten Funktionen, wie z. B. die<br />

Wahl der Audioquelle, den Klangmodus und<br />

die Lautstärkeregelung. Die zwei Breitband-<br />

Bassreflexlautsprecher komplettieren das<br />

Onkyo HTX-22HDX<br />

BEFRIEDIGEND<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Set und sorgen sowohl bei Filmton als auch<br />

bei reiner Musikwiedergabe für ein befriedigendes<br />

Klangergebnis, das durch den leicht<br />

blechernen Höreindruck und die mangelnde<br />

Raumklangabbildung allerdings keine<br />

Bestnoten erreicht. Das System unterstützt<br />

sowohl HDMI-ARC als auch die Weitergabe<br />

von 3D-Videosignalen und lässt sich unter<br />

Zuhilfenahme von weiteren Lautsprechern<br />

zu einem 5.1-Surround-System ausbauen.<br />

Gewicht<br />

0,8 kg (Lautsprecher); 9,5 kg (Subwoofer)<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Anschlüsse<br />

3 × HDMI-In, 1 × HDMI-Out (ARC), optisch,<br />

koaxial, 2 × Audio-Cinch<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

nein<br />

3D-Weiterleitung<br />

ja<br />

Fernbedienung<br />

ja<br />

Audio Return Channel<br />

ja<br />

Einmessautomatik<br />

nein<br />

Subwoofer drahtlos<br />

nein<br />

Sonstiges erweiterbar auf 5.1<br />

Vorteile<br />

· erweiterbar auf 5.1<br />

· 3D-Weiterleitung<br />

· sehr günstig<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Nachteile<br />

· englische Menüoberfläche<br />

· leicht blechernes Klangbild<br />

· enttäuschender Raumklang<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 8 von 18<br />

Philips HTS9241/12 Preis 999 Euro<br />

Philips HTS9241/12<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Philips‘ Soundhub HTS9241/12 aus der<br />

9000er-Serie ist ein echter Alleskönner. Das<br />

Home-Entertainment-System umfasst die<br />

schlanke Basiseinheit mit integriertem 3D-<br />

Blu-ray-Player und ein 2.1-Soundsystem mit<br />

25-Millimeter-Titan-Hochtönern, die für<br />

ein kristallklares Klangbild sorgen. Egal ob<br />

Filmtonwiedergabe oder reine Musiktiteldarbietung,<br />

das Klangergebnis beeindruckt.<br />

Einzig die etwas zu schwach geratene Tieftonwiedergabe<br />

schmälert den Gesamteindruck.<br />

Dank des regelrechten Feuerwerks<br />

an technischen Innovationen, wie z. B. Wi-Fi,<br />

Dockingstation für iPod/iPhone, USB- und<br />

SD-Anschluss für externe Datenträger oder<br />

Zugriff auf das Onlineportal Net TV, lässt das<br />

Entertainment-System kaum einen Wunsch<br />

unerfüllt. Einfach und kompakt werden<br />

sämtliche Medieninhalte im heimischen<br />

Wohnzimmer vereint.<br />

Maße<br />

30,7 × 66 × 30,4 cm (Basiseinheit);<br />

13,1 × 33,4 × 99 cm (Lautsprecher); 19,6 × 39,7 × 34,2 cm (Subwoofer)<br />

Gewicht 3,9 kg (Bedienungseinheit); 1,2 kg (Lautsprecher); 5,3 kg (Subwoofer)<br />

Farben<br />

Weiß oder Silber-Schwarz<br />

Anschlüsse<br />

HDMI-Out (ARC), optisch, koaxial, 2 × Audio-Cinch,<br />

3,5-Klinke, Composite<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

ja<br />

3D-Weiterleitung<br />

ja<br />

Fernbedienung<br />

ja<br />

Audio Return Channel<br />

ja<br />

Einmessautomatik<br />

nein<br />

Subwoofer drahtlos<br />

nein<br />

Sonstiges<br />

FM-Antennenanschluss, iPod-Dockingstation, Net TV,<br />

Remote-App, SD/SDHC-Kartensteckplatz, USB, Wi-Fi<br />

Vorteile<br />

· integrierter 3D-Blu-ray-Player<br />

· iPod-Dockingstation<br />

· tolle Musikwiedergabe<br />

Nachteile<br />

· keine Drahtlosverbindung<br />

· kein HDMI-Kabel beiliegend<br />

· leicht schwache Tiefbasswiedergabe<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 14 von 18<br />

<strong>Kaufberatung</strong> 65


2.1-Soundsysteme<br />

Pioneer HTP-SLH500 Preis 799 Euro<br />

Pioneer setzt bei diesem Soundsystem auf<br />

Receiver-Komponenten, sodass Sie das Set<br />

bequem zur vollwertigen 5.1-Lösung ausbauen<br />

können. Der Downfire-Subwoofer tritt optisch<br />

als Lautsprecher kaum in Erscheinung,<br />

doch leider führt dies bei der Wiedergabe<br />

von tiefen Bassfrequenzen zu Vibrationsgeräuschen,<br />

die das eigentlich saubere Klangbild<br />

negativ beeinflussen. Die allgemeine<br />

Wiedergabequalität ist zufriedenstellend,<br />

Pioneer HTP-SLH500<br />

BEFRIEDIGEND<br />

AUSGABE 6.2011<br />

die zierlichen Satellitenlautsprecher neigen<br />

zu einem leicht blechernen Klangbild. Das<br />

Sound-Wing-Surround-System liefert durch<br />

die beidseitig abstrahlenden Lautsprecher ein<br />

Stereobild, das sich lediglich diffus in sämtliche<br />

Richtungen verteilt. Im Filmklang ließen<br />

sich Effekte kaum noch dem Bildgeschehen<br />

zuordnen und Orchesterelemente verloren<br />

jegliche Präzision. Tipp: In der Voreinstellung<br />

„Stereo“ klingt das Set am besten.<br />

Maße 43,5 × 8,5 × 31,7 cm (AV-Receiver); 20,7 × 9,2 × 3,7 cm (Lautsprecher);<br />

43,5 × 12,5 × 31,7 cm (Subwoofer)<br />

Gewicht 4,2 kg (AV-Receiver); 0,4 kg (Lautsprecher); 4,5 kg (Subwoofer)<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI-In, HDMI-Out (ARC), 2 × optisch,<br />

koaxial, 3,5-Klinke-In, 3,5-Klinke-Out, Composite, AV-In<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

nein<br />

3D-Weiterleitung<br />

ja<br />

Fernbedienung<br />

ja<br />

Audio Return Channel<br />

ja<br />

Einmessautomatik<br />

ja<br />

Subwoofer drahtlos<br />

nein<br />

Sonstiges<br />

Bluetooth-Schnittstelle (Adapter), FM-Antennenanschluss<br />

Vorteile<br />

· erweiterbar auf 5.1<br />

· Einmessautomatik<br />

· 3D-Weiterleitung<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Nachteile<br />

· kein On-Screen-Menü<br />

· enttäuschender Raumklang<br />

· diffuses Stereobild<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 10 von 18<br />

Sony BDV-L800 Preis 699 Euro<br />

Sony BDV-L800<br />

BEFRIEDIGEND<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Sony bietet mit dem BDV-L800 ein allgemein<br />

gutes Gesamtpaket, das sich klanglich jedoch<br />

eher in der Mittelklasse wiederfindet. Das<br />

3-Wege-Soundsystem zeigt besonders bei<br />

der reinen Musikdarbietung einige Schwächen,<br />

die sich in einem leicht verzerrten und<br />

blechernen Klangbild äußern. Auch die fehlende<br />

Brillanz in der Hochtonwiedergabe<br />

trübt den Hörspaß. Dafür bietet das Soundsystem<br />

eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten<br />

und einen vollwertigen Blu-ray-Player<br />

mit 3D-Unterstützung. Selbst die Einbindung<br />

ins heimische Netzwerk ist dank Wi-Fi oder<br />

Ethernet-Kabel individuell möglich. Auch an<br />

Besitzer eines iPods oder iPhones hat Sony<br />

gedacht und dem Soundsystem eine Dockingstation<br />

spendiert. Über eine von Sony<br />

angebotene App lässt sich das Home-Entertainment-System<br />

mittels iPod oder iPhone<br />

noch bequemer fernsteuern.<br />

Maße<br />

48 × 46 × 23,2 cm (Bedienungseinheit);<br />

12,3 × 47 × 13,7 cm (Lautsprecher); 27,2 × 39,2 × 28,5 cm (Subwoofer)<br />

Gewicht<br />

1,3 kg (Lautsprecher); 9 kg (Subwoofer)<br />

Farben<br />

Schwarz, Silber<br />

Anschlüsse<br />

2 × HDMI-In, HDMI-Out (ARC), optisch, Video-Out<br />

3D-Blu-ray-Player<br />

ja<br />

3D-Weiterleitung<br />

ja<br />

Fernbedienung<br />

ja<br />

Audio Return Channel<br />

ja<br />

Einmessautomatik<br />

nein<br />

Subwoofer drahtlos<br />

ja<br />

Sonstiges<br />

Bravia Internet Video, FM-Antennenanschluss,<br />

iPod-Dockingstation, LAN, Remote-App, USB, Wi-Fi<br />

Vorteile<br />

· integrierter Blu-ray-Player<br />

· Drahtlosverbindung Subwoofer<br />

· iPod-Dockingstation<br />

Nachteile<br />

· Montage Lautsprecherkabel<br />

· unbefriedigende Musikwiedergabe<br />

· enttäuschender Raumklang<br />

Wiedergabequalität<br />

Film Musik Raumklang<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Aufbau Einrichtung Betrieb<br />

Wertung 10 von 18<br />

Fazit<br />

Onkyo erhält mit dem HTX-22HDX die geringste<br />

Punktzahl im Test und erreicht in der<br />

Kategorie „Wiedergabequalität“ durchweg<br />

nur ein Befriedigend. Die Soundsysteme von<br />

Sony, Pioneer und Samsung weisen vor allem<br />

in der Musikwiedergabe hörbare Defizite auf,<br />

besonders die diffuse Klangabstrahlung der<br />

Pioneer-Sound-Wing-Satelliten überzeugt in<br />

der Praxis nicht. Die Soundbars von Boston<br />

Acoustics, Harman Kardon und Panasonic<br />

bieten da klanglich schon mehr und zeigen,<br />

dass sich gute Musik- und Filmtonwiedergabe<br />

in Kombination nicht ausschließen müssen.<br />

Sowohl Boston Acoustics als auch Harman<br />

Kardon legen ihren Soundbars leider keine<br />

eigene Fernbedienung bei, Basisfunktionen<br />

lassen sich jedoch mithilfe von bestehenden<br />

Fernbedienungen programmieren. Noch besser<br />

schlägt sich die Cinebar 50 von Teufel, sie<br />

trumpft mit einem besonders angenehm neutralen<br />

Klang und enormen Dynamikreserven<br />

auf; nachvollziehbaren Raumklang simuliert<br />

sie aber nicht. Als Gewinner unter den Soundbars<br />

geht die HLX56S von LG hervor. Sie setzt<br />

mit einem optimalen Paket aus Wiedergabequalität<br />

und Benutzerfreundlichkeit Akzente.<br />

Speziell der Raumklangmodus liefert ein natürliches,<br />

räumliches Klanggefühl und schlägt<br />

sich im Direktvergleich eindeutig besser als<br />

die Soundbars der anderen Hersteller. Philips<br />

schließt sich mit dem HTS9241/12 direkt an<br />

und erreicht im Test die gleiche Punktzahl<br />

wie die Lautsprecherleiste von LG. Ganz besonders<br />

überzeugt die brillante Wiedergabe<br />

der Titanhochtöner, sodass das Set speziell für<br />

die reine Musikwiedergabe zu empfehlen ist.<br />

Neben Sony kommen auch LG und Philips mit<br />

einem 3D-Blu-ray-Player daher und schnüren<br />

so echte Komplettakete. Das Lifestyle 235 von<br />

Bose erreicht die höchste Punktzahl im Testfeld<br />

und geht somit verdient als Sieger hervor.<br />

Es liefert von allen Kandidaten den besten<br />

Kompromiss aus präzisem Stereobild und natürlichem<br />

Raumklang, und zwar dank optimaler<br />

Pegelkorrektur bei allen Lautstärken.<br />

Negativ fiel auf, dass die Basswiedergabe auf<br />

Musik- und Filminhalte unterschiedlich abgestimmt<br />

werden musste, um ein zufriedenstellendes<br />

Ergebnis zu erhalten. Im Punkt „Benutzerfreundlichkeit“<br />

setzt sich das Lifestyle 235<br />

abermals an die Spitze: Angefangen beim kinderleichten<br />

Aufbau über den verständlichen<br />

On-Screen-Einrichtungsassistenten bis hin<br />

zum automatischen ADAPTiQ-Einmesssystem<br />

für optimale Hörbedingungen hat Bose an alles<br />

gedacht und erleichtert die Inbetriebnahme<br />

für Einsteiger enorm.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Pioneer, Sony<br />

66 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


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Ihr Ratgeber für Audio und Heimkino


Einrichtung leicht gemacht<br />

Die Abstimmung eines Soundsystems kann besonders bei weniger technikaffinen Nutzern<br />

Fragen aufwerfen. Wir zeigen Ihnen anhand unseres Testsiegers, wie ein Audiosystem fit für<br />

die Praxis gemacht wird.<br />

VON CHRISTIAN RITTER<br />

Einrichtung<br />

Um die Einrichtung eines Soundsystems<br />

so unkompliziert wie möglich<br />

zu gestalten, bietet beispielsweise<br />

Bose einen On-Screen-Einrichtungsassistenten,<br />

der mit hilfe einer einfachen<br />

Schritt-für-Schritt-Anleitung<br />

selbst Laien schnell zu einem betriebsbereiten<br />

Soundsystem verhilft.<br />

Hierbei wird das Anschließen,<br />

z. B. eines Blu-ray-Players, am<br />

HDMI-Eingang automatisch erkannt<br />

und die notwendigen Einrichtungsschritte<br />

werden bildlich erklärt.<br />

In Form von Fragestellungen<br />

wird man so einfach durch den<br />

Assis tenten geführt und erhält<br />

auch bei Problemen einen passenden<br />

Lösungsvorschlag.<br />

Lautsprecheraufstellung<br />

Für optimale Hörbedingungen<br />

an der bevorzugten Sitzposition<br />

(Sweetspot), sollten die Abstände<br />

zwischen den Lautsprechern<br />

und der Hörposition ein möglichst<br />

gleichseitiges Dreieck bilden. Die<br />

Lautsprecher sollten nahe des Fernsehers<br />

platziert werden, damit Bild<br />

und Ton wie aus einem Guss erscheinen.<br />

Um Klangverfälschungen<br />

durch ungewollte Reflexionen zu<br />

vermeiden, können Sie kompakte<br />

Lautsprecher an der Wand befes tigen.<br />

Im Fall der Bose-Gemston-ES-<br />

Lautsprecher, die ebenso seitlich<br />

Schall abstrahlen, eignen sich Schallreflexionen<br />

aber auch, um ein räumlicheres<br />

Klangbild zu erreichen.<br />

2 m<br />

2 m<br />

2 m<br />

Sweetspot<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose<br />

68 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Automatische Einmessung<br />

Einige Soundsysteme bringen ein<br />

automatisches Einmesssystem mit<br />

sich, das die Wiedergabe ideal auf<br />

die räumlichen Begebenheiten<br />

abstimmt. Dabei wird ein mitgeliefertes<br />

Mikrofon mit dem Soundsystem<br />

verbunden und am Sweetspot<br />

positioniert. Das daraufhin<br />

gestartete Einmessprogramm gibt<br />

nun nacheinander einzelne Messsignale<br />

wieder, die wiederum vom<br />

Mikrofon aufgenommen werden.<br />

Mithilfe eines Analyseprogramms<br />

werden die aufgenommenen Signale<br />

ausgewertet. Anhand der ermittelten<br />

Werte wird im Anschluss<br />

die tonale Balance an die räumlichen<br />

Bedingungen angepasst.<br />

Sonderfunktionen<br />

Soundsysteme bringen oft klangoptimierende<br />

Sonderfunktionen<br />

mit sich. So lässt sich beispielsweise<br />

die Verständlichkeit von Dialogen<br />

verbessern. Auch die Funktion<br />

einer intelligenten Lautstärkepegelanpassung<br />

kann hilfreich sein,<br />

indem sie Unterschiede zwischen<br />

lauten und leisen Tönen verringert<br />

und das Surround-Klangbild<br />

bei niedrigen Lautstärken aufwertet.<br />

Gleichzeitig werden so ungewollte<br />

Dynamiksprünge (z. B.<br />

beim Einsetzen von Fernsehwerbung)<br />

unterbunden. Mithilfe einer<br />

Hoch- und Tieftonanpassung steht<br />

dem personalisierten Klangerlebnis<br />

nichts mehr im Weg.<br />

Software-Aktualisierung<br />

Um das eigene Soundsystem auf<br />

dem aktuellsten Stand zu halten,<br />

sollten Sie regelmäßig nach Updates<br />

des Herstellers Ausschau<br />

halten. Durch Software-Aktualisierungen<br />

reichen die Entwickler wich -<br />

tige Funktionen nach (z. B. 3D-<br />

Signalweiterleitung) und beheben<br />

Software-Fehler. Ein automatischer<br />

Aktualisierungsassistent hilft hier<br />

bei der Installation der neuen<br />

Version und macht den Update-<br />

Vorgang zu einem Kinderspiel. Die<br />

aktuellste Software-Version lässt<br />

sich meist direkt und kos tenlos von<br />

der Hersteller-Website herunterladen<br />

und mithilfe eines USB-Sticks<br />

auf das Soundsystem überspielen.<br />

Anzeige<br />

<strong>Kaufberatung</strong> Wissen<br />

69


Philips 50PFL7956K<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Easy Rider<br />

„Ist tatsächlich alles Gold, was glänzt?“ lautet die Frage bei Philips‘ brandneuer Interpretation<br />

der perfekten Kinounterhaltung. Mit dem Cinema 21 : 9 Gold steht bereits der dritte Fernseher<br />

im Superbreitbildformat in den Startlöchern, erstmals mit Polfilter-3D-Unterstützung.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Das ungewöhnliche Bildformat des Cinema 21 : 9 ermöglicht die Kinofilmdarstellung ohne schwarze Balken. Zudem<br />

punktet der Fernseher mit reichhaltiger Ausstattung, professioneller ISF-Farbkalibrierung und 2D-zu-3D-Wandlung<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

70 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


50PFL7956K<br />

Hersteller<br />

Philips<br />

Preis<br />

2100 Euro<br />

Info<br />

www.philips.de<br />

Bilddiagonale 50 Zoll (127 cm)<br />

Maße (B/H/T)<br />

124,2 × 63,3 × 3,2 cm<br />

Gewicht<br />

24 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

Bildtechnologie Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Auflösung<br />

2560 × 1080 Pixel<br />

Eingabeverzögerung 10–70 ms (gering bis<br />

hoch)<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

Formatanpassung 4 : 3 nur automatische<br />

Anpassung<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

Empfindlichkeit Sat gut (–84 dBm)<br />

DiSEqC 1.0<br />

Unicable<br />

nein<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. ja, extern<br />

Bild-in-Bild<br />

ja (eingeschränkt)<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja, intern<br />

Multimediaformate DivX, MPEG-1 bis -4,<br />

WMV, AVI, MKV,<br />

JPEG, MP3, WMA,<br />

WAV, AAC u. a.<br />

Internetdienste Mediatheken,<br />

Online TV, Youtube,<br />

Facebook, Twitter,<br />

Videociety, Aupeo,<br />

Ebay u. a.<br />

HbbTV<br />

fehlerhaft (Update<br />

geplant)<br />

3D-Darstellung ja<br />

3D-Formate<br />

Frame-Packing,<br />

Side-by-Side,<br />

Top-Bottom,<br />

2D-zu-3D-<br />

Konvertierung<br />

Einfacher soll das 3D-Erlebnis zu Hause werden,<br />

so zumindest der Tenor von Hersteller<br />

Philips, der der Technik auch im Wohnzimmer<br />

zum Durchbruch verhelfen will. Im Cinema<br />

21 : 9 Gold schlummert ein Polfilterpanel, das den<br />

3D-Eindruck durch die zeilenweise Polarisation des<br />

Lichts entstehen lässt. Dadurch werden die Bilder<br />

für das linke und rechte Auge exakt dem jeweiligen<br />

Polfilterglas der beiliegenden Brille zugeordnet.<br />

Die Vorteile: Die Brille benötigt keine Energiezufuhr,<br />

da die Gläser passiv arbeiten, und externe<br />

Lichtquellen flackern infolgedessen ebenfalls nicht.<br />

Der pixelgenau aufgetragene Polfilter am Display<br />

mindert die 2D-Qualität nicht und sorgt für eine<br />

optimale Trennung der Bildinformationen im 3D-<br />

Modus – störende Doppelkonturen sind nicht<br />

erkennbar. Allerdings gilt dies nur, wenn Sie das<br />

Display auf Augenhöhe installieren, da vertikale<br />

Abweichungen die Polarisationsrichtung schlicht<br />

umgehen. Ähnliche Einschränkungen gelten bei<br />

der Kopfstellung: Neigen Sie die Brillengläser, verfärbt<br />

sich der Bildeindruck. Beim Wechsel vom 2Din<br />

den 3D-Modus müssen Sie abgesehen von den<br />

Blickwinkeleinschränkungen keine Kompromisse<br />

eingehen, denn Farbtreue und Durchzeichnung<br />

sind auch während der plastischen Wiedergabe<br />

ausreichend neutral. Obwohl die Bildhelligkeit im<br />

3D-Modus gleichwertig zu Polfilterfernsehern von<br />

LG ausfällt, kann der Cinema 21 : 9 Gold das in<br />

dieser Ausgabe getestete 3D-Shutter-Modell von<br />

Philips nicht distanzieren. Der 3D-Eindruck ist zudem<br />

auch mit der Polfiltertechnik nicht perfekt:<br />

Die Auflösung wird im 3D-Betrieb halbiert, sodass<br />

Sie den in der Anleitung empfohlenen Sitzabstand<br />

von 1,8 auf rund 3 Meter ausweiten sollten, um<br />

die niedrigere Auflösung und die sichtbare Zeilenstruktur<br />

zu kaschieren. Objekte im Vordergrund<br />

erscheinen unabhängig von der Betrachtungsposition<br />

etwas unangenehm für den Zuschauer. Dieser<br />

Umstand lässt sich zwar durch die Deaktivierung<br />

aller Bildberechnungsoptionen beheben, doch<br />

tritt dann ein 60-Hertz-Ruckeln bei Filmen auf<br />

Blu-ray zutage. Im Gegensatz zu den 16 : 9-Modellen<br />

der Serie 7000 spendiert Philips dem<br />

Cinema 21 : 9 Gold eine 2D-zu-3D-Konvertierung,<br />

die in drei Stufen die Intensität der Bildtiefe vorgibt<br />

(Tiefenregulierung auch mit echten 3D-Inhalten<br />

möglich). Der 3D-Eindruck zeigte sich unter<br />

Einsatz der Konvertierung selbst bei wechselnden<br />

Bildinhalten stabil und vergleichsweise angenehm,<br />

abhängig von der Bildhelligkeit schweben einzelne<br />

Elemente aber fehlerhaft im Raum. Zudem zeigte<br />

unser Testmodell in den 3D-Modi Side-by-Side und<br />

Top-Bottom nur einen schwarzen Bildschirm, weshalb<br />

wir weder 3D-TV-Inhalte noch den Spielmodus<br />

testen konnten, bei dem zwei Spieler unterschiedliche<br />

Bildinhalte auf der gleichen Bildfläche<br />

wahrnehmen – hier muss Philips per Software-<br />

Update noch an der Kompatibilität feilen.<br />

Riesenbild, sparsam im Verbrauch<br />

Mit der ungewöhnlichen Auflösung von<br />

2 560 × 1 080 Bildpunkten samt Edge-LED-Beleuchtung<br />

zaubert der Cinema 21 : 9 Gold brillante<br />

sowie Strom sparende Bilder auf die nur<br />

dezent spiegelnde Mattscheibe; die Leuchtdioden<br />

sind im oberen und unteren Bildrahmen integriert.<br />

Dies sorgt für eine vergleichsweise gute Ausleuchtungsgenauigkeit,<br />

auch wenn vertikale Streifen<br />

bei der Darstellung gleichmäßiger Verläufe nach<br />

wie vor leicht erkennbar sind. Bei maximaler<br />

Bildhelligkeit wird die 200-Watt-Marke zwar nur<br />

knapp unterschritten, im normalen Fernsehbetrieb<br />

und unter Einsatz des Lichtsensors halbiert sich<br />

jedoch der Energiebedarf – einzig der Verbrauch<br />

während der Programmaufzeichnung im Standby-Betrieb<br />

fällt mit knapp 40 Watt durchweg<br />

zu hoch aus.<br />

Das echte Kinogefühl<br />

Kinogänger schwören auf das Superbreitbildformat<br />

und sobald der erste Film in diesen Dimensionen<br />

auf dem Cinema 21 : 9 Gold balkenfrei<br />

zu bestaunen ist, wissen Sie auch warum: Statt<br />

im Miniaturformat erscheinen Kinofilme deutlich<br />

opulenter als eine TV-Ausstrahlung und das beidseitig<br />

installierte Ambilight sorgt für das zusätzliche<br />

Quäntchen an empfundener Bildbreite. Trotz<br />

schlanker Maße sollten Sie den Fernseher etwas<br />

entfernt von der Rückwand installieren, um dem<br />

Umgebungslicht ausreichend Spielraum zur Abstrahlung<br />

zu geben. Mit qualitativ hochwertigen<br />

Blu-rays oder HD-Sendern läuft der Cinema 21 : 9<br />

Gold zur Bestleistung auf und dies nicht nur mit<br />

Filmen im entsprechenden Kinoformat. Die automatische<br />

Bildgrößenanpassung verzerrt im Zusammenspiel<br />

mit 16 : 9-Quellen einzig die Randbereiche<br />

stärker, was je nach Sitzabstand weniger<br />

störend wirkt als die Konvertierung von 4 : 3-Inhalten<br />

ins 16 : 9-Breitbild. Werden Untertitel innerhalb<br />

der schwarzen Balken des Cinemascope-Formats<br />

eingebettet, sorgt die automatische Bildanpassung<br />

für eine leichte Verzerrung, um den Text sichtbar<br />

zu machen – im Test blieb die Formatanpassung<br />

allerdings schnell im Untertitelmodus hängen, sodass<br />

manuell auf das vollflächige 21 : 9-Format zurückgezoomt<br />

werden musste.<br />

Optimal voreingestellt<br />

Die Farbabbildung sowie Durchzeichnung gelingt<br />

dem Fernseher vorbildlich, zudem dürfen Sie die<br />

Helligkeit der LED-Beleuchtung unabhängig vom<br />

Videokontrastpegel steuern, wodurch die Bildbrillanz<br />

nicht zulasten von Details geht. Profis toben<br />

sich innerhalb der ISF-Farbkalibrierung aus, um die<br />

leicht dominanten Rot- und Gelbtöne auszugleichen.<br />

Nutzen Sie neben herkömmlichen Bildquellen<br />

auch Computer mit einer digitalen Schnittstelle,<br />

hilft die automatische Anpassung, vom<br />

eingeschränkten in den erweiterten HDMI-Modus<br />

zu wechseln (manuelle Umschaltung im ISF-Modus<br />

möglich) – so sind Kontrast und Detaildarstellung<br />

immer optimal auf die Quelle abgestimmt. Im Gegensatz<br />

zu vielen LED-LCDs lässt der Blickwinkel<br />

nur wenig zu wünschen übrig, sodass mehrere<br />

Filmfans eine gleichwertige Bilddarstellung erleben.<br />

Die ungewöhnliche Bildauflösung des Fernsehers<br />

bedingt jedoch eine Neuberechnung aller<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

<strong>Kaufberatung</strong> 71


Testergebnisse<br />

Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 1400 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 75 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 60 W 195 W<br />

gut/gut<br />

befriedigend/gut<br />

kontrastoptimiert, leicht<br />

spiegelnd<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by 0,1 W<br />

0 W > 1 W<br />

Voreinstellung nur minimal zu kühl, Farbtemperaturabgleich<br />

nachträglich möglich. Mit zunehmendem Blickwinkel wärmer<br />

Luminanz<br />

- 5 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

+ 5 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

Neutrale Farbdarstellung mit leicht tieferen Rot- und Gelbtönen.<br />

Kein Ausbleichen der Farben bei seitlicher Betrachtung<br />

Wärmebild<br />

0 º<br />

30 º<br />

Gamma: 2,27. Vorbildliche Durchzeichnung bei Voreinstellung<br />

Gamma –1. Auch unter seitlicher Betrachtung gleichwertig<br />

Bildquellen, sobald die volle Bildbreite genutzt<br />

wird. Eine native Zuspielung der dargestellten<br />

Auflösung ist nicht möglich. Infolgedessen<br />

sind geringe Unschärfen nicht zu vermeiden<br />

und bestehende Bildfehler der jeweiligen<br />

Quelle stärker auffällig. Einschränkungen<br />

im Bildkontrast erwarten Sie im Bereich der<br />

Schwarzdarstellung: Dunk le Szenen wirken<br />

aufgehellt und vergleichsweise kühl. Leider integrierte<br />

Philips keine zonenabhängige Edge-<br />

LED-Ansteuerung, sondern ermöglicht nur,<br />

den gesamten Bild inhalt je nach Bildszene in<br />

der Helligkeit zu regulieren. Dieses Verfahren<br />

geht in der Praxis leicht zeitverzögert vonstatten<br />

und meist ist ein Helligkeitspumpen zu<br />

beobachten – die unterschiedlichen Optionen<br />

zur Hintergrundbeleuchtung schaffen nur wenig<br />

Abhilfe. Die Bewegtbildschärfe liegt auf<br />

100-Hertz-Niveau, die Option Clear-LCD sorgt<br />

nicht nur für eine schärfere Detaildarstellung,<br />

sondern verhindert auch ein 60-Hertz-Ruckeln<br />

im Zusammenspiel mit Filmen auf Blu-ray.<br />

Optional steht eine Bewegungsglättung zur<br />

Wahl, die sämtliches Bildruckeln mit Filmquellen<br />

eliminiert, aber im gleichen Zug Artefakte<br />

produziert. Die SD-Bildverarbeitung überzeugt<br />

mit guter Detailschärfe, dies setzt jedoch die<br />

richtige Voreinstellung voraus: Während HD-<br />

Quellen mit der Schärfevoreinstellung „1“ am<br />

besten wirken, sollten Sie bei SD-Quellen und<br />

der 3D-Darstellung den Regler um eine Stufe<br />

erhöhen, sonst erscheint das Bild verwaschen.<br />

Kantenflimmern und Bildrauschen werden<br />

nur befriedigend kompensiert, sodass sich der<br />

Cinema 21 : 9 Gold nur bedingt dazu eignet,<br />

schlechte TV-Signale in erträglicher Qualität<br />

darzustellen. Mit HD-Inhalten geht hingegen<br />

die Sonne auf, auch wenn zusätzliche Schärfeverbesserungen,<br />

wie die Super-Resolution-<br />

Technik, im Test keine Auswirkungen zeigten.<br />

Aufseiten der tonalen Untermalung erwarten<br />

Sie leicht blecherne Klänge, die mittels Tonregler<br />

und Raumklangoptionen auf den eigenen<br />

Geschmack abgestimmt werden können.<br />

Die Dynamikkomprimierung erhöht die<br />

Sprachverständlichkeit in Kinofilmen, kann<br />

extreme Dynamikschwankungen aber nicht<br />

vollständig kompensieren.<br />

Internetfernsehen<br />

Nach dem automatischen Sendersuchlauf werden<br />

die Programme nicht vollständig logisch<br />

angeordnet, so zeigten sich die HD-Ableger<br />

der Privatsender in direkter Nachbarschaft<br />

zu den SD-Kanälen und ausgewählte Programmplätze<br />

blieben komplett unbesetzt.<br />

Mittels Druck auf das Lupensymbol der Fernbedienung<br />

haben Sie jedoch schnellen Zugriff<br />

auf die Senderliste, die sich innerhalb eines<br />

übersichtlichen Rasters in transparenter Form<br />

über den Bildinhalt legt und eine gezielte<br />

Neusortierung der Programme erlaubt. Parallel<br />

zum laufenden Programm können Sie die<br />

Net-TV-Plattform, den Videotext, den elektronischen<br />

Programmführer (EPG) oder eine externe<br />

Quelle darstellen. Leider wurde das gute<br />

Konzept nicht optimal umgesetzt, denn Sie<br />

können weder Einfluss auf die Fens tergröße<br />

noch auf die Tonzuordnung nehmen. Doch<br />

auch fernab der Bild-neben-Bild-Darstellung<br />

wechseln Sie blitzschnell vom normalen TV-<br />

Programm zu den Mediatheken der Sender<br />

oder durchforsten das Internet per Browser.<br />

Das Onlinekonzept geht allerdings so weit,<br />

dass der grafisch ansprechende EPG mit Aufnahmefunktionen<br />

(inklusive programmierbarer<br />

Vor- und Nachlaufzeiten) nur verfügbar ist,<br />

wenn Sie den Fernseher per Kabel oder WLAN<br />

mit Ihrem Internetzugang verbinden. Ist diese<br />

Hürde genommen, steht Ihnen darüber hinaus<br />

ein reichhaltiges App-Portfolio kostenlos<br />

zur Verfügung: Ob digitale Programmzeitschrift,<br />

Wettervorhersage, Onlinevideothek,<br />

T-Online Mediencenter, Routenplaner oder<br />

soziale Netzwerke, der Cinema 21 : 9 Gold<br />

lässt Sie flexibel und unabhängig vom Computer<br />

aus agieren. Das ambitionierte Konzept<br />

ist in Detailfragen weitreichender und besser<br />

verknüpft als vergleichbare Angebote anderer<br />

TV-Hersteller, so bietet Philips eine Online-TV-<br />

Suche, die sämtliche Internetmediatheken der<br />

Sender auf einen Schlag durchsucht. Allerdings<br />

lief die Software des Fernsehers im Test<br />

nicht stabil, sodass Neustarts des Systems auch<br />

ein Teil der ansonsten tadellosen Internet- und<br />

Fernsehunterhaltung waren. Durch regelmäßige<br />

Software-Updates will Philips zeitnah<br />

nachbessern und darüber hinaus eine echte<br />

HbbTV-Interaktion ermöglichen.<br />

Starke Konkurrenz<br />

Zu einem attraktiven Preis offeriert Ihnen<br />

Philips mit dem Cinema 21 : 9 Gold den Einstieg<br />

in das echte Kinoerlebnis, allerdings hat<br />

der Superbreitbildfernseher enorme Konkurrenz<br />

aus eigenem Hause: Der 55PFL7606K<br />

ist nicht nur günstiger, sondern bietet auch<br />

die opulentere Bildgröße. Somit besitzt die<br />

Einstiegsklasse der Kinofernseher vorrangig<br />

für Filmliebhaber die richtigen Argumente,<br />

um dem 21 : 9-Format den Vorzug zu geben.<br />

Aufgrund der balkenfreien Darstellung werden<br />

Kontrastdefizite im Tiefschwarz geschickt<br />

kaschiert und das nahtlose, beidseitig abstrahlende<br />

Ambilight sorgt für ein Sehvergnügen,<br />

das andere Fernseher dieser Preisklasse nur<br />

schwer erreichen. Sollte Philips die bestehenden<br />

Software-Schwächen zeitnah lösen,<br />

könnte sich der Cinema 21 : 9 Gold auch langfristig<br />

als echter Preistipp für alle Blu-ray- und<br />

3D-Fans entwickeln.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16/20<br />

Wiedergabequalität<br />

46/60<br />

Wertung 80 von 100<br />

72 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Weitreichende Einblicke<br />

Nicht nur Blockbuster in Cinemascope nutzen das Superbreitbildformat gebührend aus, auch<br />

mittels Bild-neben-Bild-Darstellung und automatischer Formatanpassung rückt Philips das <strong>XXL</strong>-<br />

Erlebnis in den Fokus.<br />

Der grafisch ansprechende elektronische Programmführer – inklusive der<br />

Aufzeichnungsoptionen samt Timer-Programmierung – ist nur mittels<br />

aktiver Internetverbindung abrufbar<br />

Die Bild-neben-Bild-Darstellung ist aufgrund des Superbreitbildformats<br />

des Fernsehers optimal für TV- und Internetinhalte geeignet, in der<br />

Praxis mangelt es aber an Flexibilität<br />

Im 2D-Modus stellt der Fernseher Bilder in einer Auflösung von<br />

2 560 x 1 080 Bildpunkten dar. Trotz Umrechnung gelingt die Darstellung<br />

mit ansprechender Detailgenauigkeit (Bildausschnitt stark vergrößert)<br />

Im Vergleich zur 2D-Darstellung (links) ist die Auflösung im 3D-Modus<br />

geringer, der passive Polfilter halbiert die Zeilenanzahl für jedes Auge.<br />

Allerdings ist dieser Effekt nur bei Sitzabständen unter 3 Metern störend<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

Neben der Verarbeitung der gängigen 3D-Formate bietet der Cinema 21 : 9<br />

Gold eine Wandlung von 2D zu 3D und eine Tiefenkorrektur. In der Praxis<br />

konnten beide Funktionen aber nicht vollends überzeugen<br />

Videospiele mit geteiltem Bildschirm entzerrt der Fernseher im entsprechenden<br />

3D-Modus auf das Vollformat. Damit jeder Spieler nur seinen Inhalt<br />

betrachten kann, sind angepasste Polfilterbrillen Pflicht<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 73


46PFL9706K<br />

Philips 46PFL9706K<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Hersteller<br />

Philips<br />

Preis<br />

2499 Euro<br />

Info<br />

www.philips.de<br />

Bilddiagonale 46 Zoll (117 cm)<br />

Maße (B/H/T) 95 × 58,4 × 3,9 cm<br />

Gewicht<br />

20 kg<br />

Farben<br />

Silber (Aluminium)<br />

Bildtechnologie Direct-LED-LCD (400 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Eingabeverzögerung 30–60 ms (mittel bis hoch)<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

Formatanpassung 4 : 3 nur automatische Anpassung<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

Empfindlichkeit Sat gut (–83,4 dBm)<br />

DiSEqC 1.0<br />

Unicable<br />

nein<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. ja, extern<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja (intern)<br />

Multimediaformate DivX, MPEG-1 bis -4,<br />

WMV, AVI, MKV, JPEG,<br />

MP3, WMA, WAV, AAC<br />

Internetdienste Videociety, Tagesschau,<br />

Bild.de, Youtube, Twitter,<br />

Pro Sieben, Sat 1, Kino.de,<br />

Arte, Internetbrowser u. v. a.<br />

HbbTV<br />

fehlerhaft (Update geplant)<br />

3D-Darstellung ja<br />

3D-Formate<br />

Frame-Packing, Side-by-<br />

Side, Top-Bottom,<br />

2D-zu-3D-Konvertierung<br />

Lichtkünstler<br />

Dank echter LED-Hintergrundbeleuchtung und dem besten Kontrastfilter aller Zeiten protzt<br />

der 46PFL9706K mit aufsehenerregenden Kontrasten. Neben dem strahlenden Bild wird aber<br />

auch die Ausstattung nicht vernachlässigt.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Der neue Kontrastfilter sorgt für eine exzellente Schwarzdarstellung und das Ambilight Spectra XL strahlt<br />

weitläufig ab. Dem fantastischen Design steht eine nur noch befriedigende Tonwiedergabe gegenüberenüber<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Disney, Philips<br />

74 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Philips veröffentlicht das Topmodell mit<br />

der im eigenen Portfolio aufwendigsten<br />

Technologie als 46-Zoll-Gerät. So ist der<br />

46PFL9706K der einzige Fernseher des Herstellers,<br />

der über den sogenannten Mottenaugenfilter<br />

verfügt. Dabei handelt es sich um eine speziell<br />

beschichtete Frontscheibe, die einfallendes Licht<br />

effektiv absorbiert. In der Praxis geht das Konzept<br />

auf den ersten Blick auf und der Direct-LED-LCD<br />

beeindruckt im ein- wie ausgeschalteten Zustand<br />

mit einer pechschwarzen Front. Zudem werden<br />

Spiegelungen effektiv unterdrückt, sodass der<br />

46PFL9706K den bislang besten Kompromiss<br />

darstellt, um Kinofilme auch bei Umgebungslicht<br />

zu bestaunen. Die Kontrastfilterscheibe stellt<br />

somit alle vergleichbaren Ansätze im Flachbildfernsehermarkt<br />

sprichwörtlich in den Schatten<br />

und sorgt selbst bei Lichteinfall für extrem<br />

brillante Bilder. Vorsicht bei der Aufstellung ist<br />

dennoch geboten: Die Bildfläche ist berührungsempfindlich<br />

und die Nanostruktur erschwert<br />

das Entfernen von Fingerabdrücken. Im Test<br />

konnten wir Fettflecken nur mit einer für Flachbildfernseher<br />

geeigneten Reinigungsflüssigkeit<br />

effektiv zu Leibe rücken.<br />

Fürs Fernsehen gerüstet<br />

Dank umfassender Ausstattung müssen Sie beim<br />

digitalen Empfang auf nichts verzichten und TV-<br />

Signale finden ihren Weg per Antenne, Kabel<br />

oder Satellit auf den Schirm. Dank DiSEqC 1.0<br />

können Sie bis zu vier Satelliten ansteuern. Wie<br />

bei anderen Philips-Modellen dauert der Sendersuchlauf<br />

eine gefühlte Ewigkeit und auch die<br />

Kanalsortierung ist keinesfalls optimal. So finden<br />

sich die SD-Varianten der Privaten immer neben<br />

den HD-Sendern, hier kommen Sie ums manuelle<br />

Aufräumen nicht herum. Der CI-Schacht ist<br />

zeitgemäß mit dem CI-Plus-Standard kompatibel<br />

und die Entschlüsselung der privaten HD-Sender<br />

über Satellit oder das Kabel-Deutschland-Bouquet<br />

ging im Test fehlerfrei vonstatten. Angeschlossene<br />

USB-Festplatten können nach einem<br />

Leistungstest als Aufnahmemedium fungieren<br />

und neben der Aufzeichnung ist die Nutzung<br />

des zeitversetzten Fernsehens (Time-Shift) möglich.<br />

Positive Überraschung: Der 46PFL9706K<br />

akzeptierte anstandslos unsere Fest platten,<br />

hier zeigten sich andere Modelle des Herstellers<br />

wählerischer. Die konstante Aufzeichnung funktionierte<br />

auch bei CI-Plus-geschützten Kanälen,<br />

an dieser Stelle war es uns möglich, vor- und zurückzuspulen.<br />

Aufnahmen von CI-Plus-Sendern<br />

werden zwar auf dem Datenträger abgelegt,<br />

sind aber nur jeweils bis zum Ende der Sendung<br />

abspielbar. Mitschnitte auf anderen Sendern<br />

funkti onieren natürlich problemlos. Die PVR-<br />

Funktionen starten Sie entweder auf Knopfdruck<br />

– die Fernbedienung des 46PFL9706K<br />

verfügt über Direkttasten zur Aufnahme – oder<br />

Sie programmieren die gewünschte Sendung in<br />

der elektronischen Programmzeitschrift (EPG).<br />

Dies ist jedoch nur möglich, wenn Sie sich für<br />

die TVTV-Variante des EPGs entscheiden, die<br />

wiederum eine Internetanbindung voraussetzt.<br />

Aufgrund eines fehlenden Doppeltuners können<br />

Sie während einer Aufzeichnung nicht umschalten<br />

und die fehlende Bild-in-Bild-Funktion<br />

schränkt Sie weiter ein. Im Stand-by-Modus<br />

wird indes eine üppige Leistungsaufnahme von<br />

rund 36 Watt im Zuge einer Aufnahme veranschlagt.<br />

Im Menü des TVs können Sie die Unterstützung<br />

des HbbTV-Standards aktivieren,<br />

doch im Betrieb zeichnet sich ein anderes Bild<br />

ab: Der Druck auf die obligatorische rote Taste<br />

auf der Fernbedienung ruft auf geeigneten Sendern<br />

entweder ausschließlich die Mediathek auf<br />

oder Sie werden schlicht von einer kryptischen<br />

Fehlermeldung begrüßt (HbbTV-Aufruf der Privatsender).<br />

Die Implementierung will Philips mittels<br />

einer Aktualisierung der Firmware zeitnah<br />

verbessern und das Webportal stärker ausbauen,<br />

allerdings bleibt abzuwarten, wann Sie von<br />

diesen Entwicklungen profitieren. Im TV-Betrieb<br />

gestaltet sich die Bedienung zudem hakelig und<br />

die Menü navigation fühlt sich bisweilen zäh an.<br />

Bei HDMI-Quellen gelingen Einstellungen meist<br />

etwas flüssiger. Auch komplette Neustarts des<br />

Fernsehers waren im Dauerbetrieb nicht ausgeschlossen,<br />

wes halb wir externe TV-Empfänger<br />

den integrierten Lösungen vorzogen.<br />

Fernseher mit der Maus bedienen<br />

Bei der Implementierung der Internetfunktionen<br />

gibt sich der Direct-LED-LCD kompromisslos und<br />

neben dem Zugriff auf unzählige Mediatheken<br />

und Onlinedienste können Sie sich mithilfe des<br />

integrierten Browsers frei im Internet bewegen.<br />

Neuerdings sind Eingaben auch über USB-Maus<br />

und -Tastatur möglich, in solch einem Aufbau<br />

sind jedoch beide am Gerät verfügbaren USB-<br />

Buchsen belegt. Vor allem Texteingaben gehen<br />

auf diese Weise leichter von der Hand, auch lassen<br />

sich Verweise über Maus und Cursor bequemer<br />

auswählen. Im Vergleich zu einem Computer<br />

macht sich eine gewisse Trägheit bemerkbar und<br />

Eingaben werden nur zeitverzögert umgesetzt.<br />

Zudem findet der Seitenaufbau gemächlich statt<br />

und Webseiten im Adobe-Flash-Standard werden<br />

nicht unterstützt. Alle Angebote sind dank<br />

des integrierten WLAN-Moduls übrigens auch<br />

kabellos abrufbar. Bei der Multimediawiedergabe<br />

von USB-Speichern gibt sich der 46PFL9706K<br />

äußerst flexibel und spielt auch HD-Filme im<br />

MKV-Container ruckelfrei ab. Allein Apples<br />

Quicktime-Format wird nicht erkannt. Im Netzwerk<br />

wird der positive Eindruck gefestigt und wir<br />

konnten selbst HD-Filme problemlos streamen.<br />

Kontrastwunder<br />

Dank der sogenannten Bright-Pro-LEDs will sich<br />

Philips augenscheinlich von der Konkurrenz absetzen,<br />

und das gelingt bereits auf den ersten<br />

Blick. Kaum ein Flachbildfernseher, Toshibas<br />

kostspieliger 55ZL1 ausgenommen, vermag ein<br />

derart helles Bild zu präsentieren. Durch die je<br />

nach Bildinhalt regelbaren Hochleistungsleuchtdioden<br />

müssen Sie auch beim Schwarzwert<br />

Die HbbTV-Funktion wird derzeit nur unzureichend unterstützt<br />

und Sie werden einzig auf Mediatheken umgeleitet<br />

oder von einer Fehlermeldung begrüßt<br />

Der 46PFL9706K nimmt es mit allen gängigen 3D-Formaten<br />

auf. Wenn Sie auf einen 3D-Sender wechseln, müssen<br />

Sie das Format jedoch manuell aktivieren<br />

Aufnahmen lassen sich nur in der TVTV-Variante der<br />

elektronischen Programmzeitschrift programmieren. Diese<br />

setzt zwingend eine Internetanbindung voraus<br />

Der Webbrowser ist neuerdings mit USB-Tastaturen und<br />

-Mäusen bedienbar. Die Geschwindigkeit lässt aber zu<br />

wünschen übrig<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 75


Testergebnisse<br />

Kontrast (nativ) Min: 1 000 : 1, Max: 15 000 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 80 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 65 W<br />

ausreichend/ausreichend<br />

sehr gut/sehr gut<br />

kontrastoptimiert, entspiegelt<br />

Normgerechte Farbtemperatur. In der Praxis durch LED-<br />

Dimming leicht schwankend. Seitlich betrachtet zu kühl<br />

Weitgehend natürliche Farbraumabbildung. Bei seitlicher<br />

Betrachtung bleichen Farben sichtbar aus<br />

Gamma: 2,24. In dunklen Bereichen nur minimale Defizite<br />

bei der Durchzeichnung. Seitlich betrachtet Aufhellung<br />

Wärmebild<br />

130 W<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by 0,1 W<br />

0 W > 1 W<br />

0 º<br />

30 º<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

0 º<br />

30 º<br />

keine Kompromisse eingehen. Das Ergebnis ist<br />

eine Kontrastdarstellung auf Referenzniveau,<br />

die ihresgleichen sucht. Für die optimale Ansteuerung<br />

sind die 1 792 LEDs in 224 Zonen<br />

eingeteilt und leuchtstarke Details können bei<br />

gleichbleibendem optimalen Schwarzpegel filigran<br />

angepasst werden. Beim Vorjahresmodell<br />

46PFL9705K monierten viele Käufer einen Fehler<br />

in der Arbeitsweise der LEDs und in vorwiegend<br />

dunklen Bildkompositionen kam es zu einem<br />

unkontrollierten Flackern der energiesparenden<br />

Lämpchen. Bisweilen wurden gar komplette Anteile<br />

des Bildes verschluckt. Philips‘ Ingenieure<br />

haben das Problem beim 46PFL9706K mittlerweile<br />

weitgehend in den Griff bekommen und<br />

die Hintergrundbeleuchtung neigt nur noch in<br />

wenigen, vorwiegend dunklen Szenen zu einem<br />

minimalen Flackern – Detailverluste treten aber<br />

nicht mehr auf. Im Filmalltag fällt der Ansteuerungsfehler<br />

also kaum ins Gewicht und wir<br />

können dem Topmodell eine bessere Arbeitsweise<br />

attestieren. Allein bei der Darstellung von<br />

Overlay-Elementen, etwa dem Menü des Fernsehers,<br />

ist das nervöse Flackern der LEDs noch<br />

auffällig zu beobachten. Zudem können Sie den<br />

46PFL9706K mit bestimmten Testbildern hinters<br />

Licht führen und so den Fehler provozieren; dieses<br />

Szeneario gestaltet sich aber meist alltagsfern.<br />

Die Überbelichtung bei einem Wechsel von<br />

einer dunklen zu einer hellen Szenerie wurde im<br />

Vergleich zur Vorserie auf ein Minimum reduziert<br />

und auch die Ausleuchtungsgenauigkeit bewegt<br />

sich im guten Bereich. Sah man bei der Vorserie<br />

noch die LEDs bei hellen Bildinhalten teils durchschimmern,<br />

war dies bei unserem finalen Testmodell<br />

nicht mehr der Fall – eine minimale Streifenbildung<br />

bei homogenen Helligkeitsverläufen<br />

werden kritische Blicke dennoch erkennen. Das<br />

neue Soundkonzept mit den im Standfuß integrierten<br />

Lautsprechern steht der optisch auffälligeren<br />

Lösungen der Vorjahre hörbar nach, auch<br />

wenn der 46PFL9706K nicht gar so blechern<br />

klingt wie manch superflacher Konkurrent.<br />

Der Norm entsprechend<br />

Die Einstellungsvielfalt des Direct-LED-LCDs ist<br />

immens und ab sofort haben Sie in Form einer<br />

ISF-Kalibrierung Zugriff auf ein ausgewachsenes<br />

Farbmanagement. Dennoch wird der Farbraum<br />

minimal eingeschränkt abgebildet, dies lässt sich<br />

auch mit den Reglern nicht ausgleichen. Die Re -<br />

produktion fällt nahezu der <strong>HDTV</strong>-Norm entsprechend<br />

aus und nach Anwahl der ISF-Voreinstellung<br />

erstrahlten die einzelnen Farben auch untereinander<br />

ausgeglichen. Die Farbtemperatur lässt<br />

sich umfangreich anpassen und mit dem richtigen<br />

Messequipment erstrahlt das Bild über alle<br />

Helligkeitsbereiche ohne Farbstich. In der Praxis<br />

schwankt die Darstellung jedoch leicht, was in<br />

der Natur der regelbaren LEDs liegt. Das Dimming<br />

kaschiert den für LCDs typischen Blauschimmer<br />

im Tiefschwarz bis zur Unkenntlichkeit. In hellen<br />

Bildabschnitten überzeugt der 46PFL9706K<br />

mit einer exzellenten Durchzeichnung, in dunklen<br />

Partien werden Details, im Gegensatz zum<br />

Vorjahr, mit tadelloser Durchzeichnung wiedergegeben.<br />

Entgegen der normgerechten Abbildung<br />

kann die Aufarbeitung von Bildern in SD-<br />

Auflösung kaum überzeugen und etwa bei der<br />

Skalierung auf die Full-HD-Auflösung sind Objektkanten<br />

von einer Pixelstruktur umgeben.<br />

Fügt der TV Einzelbilder eines Videosignals zusammen,<br />

kommt es zu Kantenflimmern, und bei<br />

Filmbildern greift die Vorgehensweise nicht stabil.<br />

Wenn möglich sollten Sie SD-Zuspielungen<br />

demnach durch einen externen Videochip, z. B.<br />

in einem Blu-ray-Player, aufwerten lassen und<br />

bei der TV-Zuspielung auf die HD-Sender umsteigen.<br />

Für die Steigerung der Bewegtbildschärfe<br />

setzt Philips auf eine Zwischenbildberechnung,<br />

die auf 400-Hertz-Niveau arbeitet. Die<br />

Eigenangabe von 1 200 Hertz (Hz) ist demnach<br />

nur ein hypothetischer Wert. Das Ergebnis kann<br />

dennoch voll überzeugen und selbst schnelle<br />

Objekte neigen kaum zum Verwischen –<br />

Philips schrammt hier nur knapp am Referenzniveau<br />

vorbei. Jedoch müssen Sie für ein optimales<br />

Ergebnis, anders als im Vorjahr, die Bewegungsglättung<br />

zwingend hinzuschalten – der<br />

Eintrag „Clear LCD“ zeigt nur noch minimale<br />

Auswirkungen. Kinofilme werden infolgedessen<br />

im Videolook dargestellt. Dennoch erfreulich:<br />

Im Vergleich zur Vorjahresserie erzeugt die Zwischenbildberechnung<br />

weit weniger Artefakte.<br />

3D massiv gesteigert<br />

Auch im 3D-Modus überzeugt der Direct-LED-<br />

LCD mit leuchtstarken Bildern und bietet selbst<br />

der Polfilterkonkurrenz Paroli. Zudem sind alle<br />

Bildparameter inklusive Zwischenbildberechnung<br />

und Local Dimming verfügbar. Letztere<br />

Funktion ist in diesem Modus jedoch etwas fehleranfälliger<br />

und gewisse Helligkeitsstufen werden<br />

komplett abgedunkelt. So wurde z. B. im<br />

3D-Spektakel „Avatar“ ein Teil des Sternenhimmels<br />

unterschlagen. Die Bewegungsglättung<br />

sollten Sie in jedem Fall aktivieren, denn sonst<br />

gestaltet sich die Wiedergabe von 3D-Blu-rays<br />

auf fällig ruckelig, da die Wiedergabe konvertiert<br />

in 60 Hz erfolgt. Wie im Vorjahr kommen<br />

Shutter-Brillen zum Einsatz, die dem Fernseher<br />

aber nicht beiliegen. Störend: Unsere beiden Exemplare<br />

surrten wahrnehmbar im Betrieb. Der<br />

Sender zur Synchronisierung ist im Gerät integriert.<br />

Der plastische Eindruck kann dennoch als<br />

sehr gut eingestuft werden, auch wenn Doppelkonturen<br />

weiterhin szenenabhängig durchschimmern.<br />

Somit zeigt sich der 46PFL9706K<br />

nicht nur in 2D rundum verbessert und gehört<br />

zweifelsfrei zu den vielseitigsten Spitzengeräten<br />

am Markt.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15/20<br />

Wiedergabequalität<br />

52/60<br />

Wertung 85 von 100<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

76 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


47LW650S<br />

LG 47LW650S<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Hersteller<br />

LG<br />

Preis<br />

1799 Euro<br />

Info<br />

www.lg.de<br />

Bilddiagonale 47 Zoll (119 cm)<br />

Maße (B/H/T) 112 × 68,4 × 3 cm<br />

Gewicht<br />

21 kg<br />

Farben<br />

Titan-Schwarz<br />

Bildtechnologie Edge-LED-LCD (200 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Eingabeverzögerung 40–160 ms (mittel bis hoch)<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

Formatanpassung 4 : 3 fehlerhaft (HD-Quellen)<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S<br />

Empfindlichkeit Sat sehr gut (–89 dBm)<br />

DiSEqC 1.2<br />

Unicable<br />

nein<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. ja, extern<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja, extern über USB<br />

Multimediaformate WMV, MPEG-1 bis -4, DivX,<br />

MKV, MP4, MOV, JPEG,<br />

MP3, AAC, WMA, LPCM<br />

Internetdienste Maxdome, Youtube,<br />

Google Maps, Facebook,<br />

Twitter, Picasa, vTuner,<br />

Accuweather u. a<br />

HbbTV<br />

nein<br />

3D-Darstellung ja<br />

3D-Formate<br />

Frame-Packing, Side-by-<br />

Side, Top-Bottom,<br />

2D-zu-3D-Konvertierung<br />

Einfach praktisch<br />

Auf den ersten Blick lässt LGs 47-Zöller keine Wünsche offen und die Bildqualität respektive<br />

Ausstattung wissen zu überzeugen. Wir schauen genauer hin und klopfen den attraktiven<br />

Edge-LED-LCD rundum ab.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Mit nur 3 Zentimetern fällt die Bautiefe angenehm flach aus. Bei der Bildqualität überzeugt vor allem die<br />

effektive Dimmung der im Rahmen verbauten LEDs<br />

<strong>Kaufberatung</strong> 77


Testergebnisse<br />

Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 3 000 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 75 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb 55 W<br />

gut/gut<br />

befriedigend/gut<br />

kontrastoptimiert,<br />

leicht spiegelnd<br />

Nahezu mustergültige Abbildung. Bei Sitzplatzabweichungen<br />

bleibt die Darstellung angenehm gesättigt<br />

Gamma: 2,29. Schwarztöne werden leicht zu dunkel dargestellt.<br />

Von seitlichen Plätzen nahezu gleichwertige Abbildung<br />

Wärmebild<br />

145 W<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by 0,1 W<br />

0 W > 1 W<br />

Trotz Kalibrierung Blauschimmer im Tiefschwarz, der<br />

durch das LED-Dimming in der Praxis aber kaschiert wird<br />

0 º<br />

30 º<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

0 º<br />

30 º<br />

LGs Edge-LED-LCD 47LW650S gibt sich im<br />

Betrieb zeitgemäß äußerst sparsam und<br />

überschreitet die 100-Watt-Marke nur in<br />

Ausnahmefällen. Dank des Lichtsensors können<br />

Sie die Leistungsaufnahme bei optimaler Bildqualität<br />

noch weiter drosseln. Im Zuge dessen<br />

wird die Leuchtkraft des Bildschirms automatisch<br />

mit dem Umgebungslicht abgeglichen.<br />

Allumfassend fernsehen<br />

Bei der Tuner-Auswahl müssen Sie auf keinen<br />

Empfangsweg verzichten und sind bestens für<br />

das digitale Fernsehen über Antenne, Kabel<br />

und Satellit gerüstet. Bei Letzterem gibt sich der<br />

47LW650S besonders flexibel und Sie können<br />

vier Erdtrabanten anpeilen sowie Drehanlagen<br />

per DiSEqC 1.2 steuern. Der Pay-TV-Einschub<br />

versteht sich auf den aktuellen CI-Plus-Standard<br />

und die Decodierung der privaten HD-Sender<br />

verlief fehlerfrei. Mit einer externen Festplatte<br />

können Sie Programme aufzeichnen und Sendungen<br />

pausieren (Time-Shift). Im Test wurden<br />

jedoch sämtliche Massenspeicher abgelehnt,<br />

was die Praxistauglichkeit einschränkt. Über<br />

angeschlossene USB-Datenträger lassen sich<br />

zudem zahlreiche Medienformate abspielen.<br />

An dieser Stelle präsentiert sich der Edge-<br />

LED-LCD sehr offen und wir konnten alle<br />

relevanten Formate darstellen – natürlich auch<br />

in HD, etwa im MKV-Container oder in Apples<br />

beliebtem Quicktime-Format. Das Streaming im<br />

Netzwerk über den DLNA-Standard gibt sich<br />

ebenfalls flexibel. Bei den Internetfunktionen<br />

stechen vor allem die noch größtenteils kostenlosen<br />

Apps hervor: Hier hat LG kräftig nachgelegt,<br />

auch wenn die Qualität der einzelnen Anwendungen<br />

stark schwankt. Bei Bedarf können<br />

Sie den WLAN-USB-Adapter nachkaufen und so<br />

kabellos im Internet einchecken.<br />

der neigt der Eingriff bereits in der minimalen<br />

Stufe zur Artefaktbildung. Anders als beispielsweise<br />

bei Samsung können Sie die Weichheit<br />

von Bewegungen nicht stufenlos regeln, auch<br />

wenn es die zehnstufige Einstellungsoption<br />

andeutet. Die Aufbereitung von SD-Material<br />

fällt durchweg hochwertig aus und das Verweben<br />

der Halbbilder überzeugt bei Film- und<br />

Videomaterial gleichermaßen – bei Letzterem<br />

kommt es jedoch häufiger zu Kantenflimmern.<br />

Die Skalierung auf die Full-HD-Auflösung mit<br />

1 920 × 1 080 Bildpunkten meistert der LED-LCD<br />

von LG ansprechend. Hinsichtlich der Tonqualität<br />

kann der Fernseher hingegen nicht punkten<br />

und blecherne Klänge verderben den Filmspaß.<br />

Zum Glück versteht sich der 47LW650S auf<br />

den Audiorückkanal und Sie können den Ton<br />

über nur ein HDMI-Kabel direkt an den AV-<br />

Receiver zurückführen.<br />

Kinderleichtes 3D<br />

Die 3D-Darstellung präsentiert sich fast gänzlich<br />

von Doppelkonturen befreit. Für diesen Eindruck<br />

müssen Sie sich aber zwingend auf Augenhöhe<br />

mit dem Display befinden, denn vertikale Abweichungen<br />

lassen den 3D-Effekt einbrechen.<br />

Dank der passiven Polfilterbrillen fällt die dreidimensionale<br />

Darstellung flackerfrei aus, hochpreisige<br />

Konkurrenzmodelle mit Shutter-Technik<br />

erzeugen allerdings eine noch bessere Hellig keit.<br />

Damit die beiden für den 3D-Eindruck nötigen<br />

Bilder die Augen getrennt erreichen, werden die<br />

einzelnen Zeilen des Displays unterschiedlich polarisiert.<br />

Dafür sorgt eine spezielle Folie vor dem<br />

Bildschirm, durch die jedoch im gleichen Zuge<br />

die vertikale Auflösung halbiert wird. Sitzen<br />

Sie zu nah vor dem Bildschirm, wird die Zeilenstruktur<br />

sichtbar, was Erinnerungen an die Anfangszeit<br />

des Fernsehens hervorruft (Stichwort<br />

Interlaced-Signale). Bei ausreichendem Sitzabstand<br />

und der korrekten Kopfhaltung kann der<br />

plastische Eindruck aber voll und ganz überzeugen,<br />

besonders die Bildtrennung ist nahezu<br />

perfekt. Im Zuge der 2D-zu-3D-Konvertierung<br />

weisen Randbereiche einen leichten Bildbeschnitt<br />

auf, wodurch auf einem privaten HD-<br />

Sender das Logo zum Opfer fiel. Auf alle anderweitigen<br />

Bildparameter, inklusive des Dimmings<br />

und der Zwischenbildberechnung, haben Sie<br />

auch im 3D-Modus vollen Zugriff. Somit positioniert<br />

sich LGs 47LW650S als ausgereifter Edge-<br />

LED-LCD mit einem geschickten Dimming-Ansatz,<br />

der die nicht optimale Schwarzdarstellung<br />

des Panels gekonnt kaschiert. Zudem sammelt<br />

der Fernseher Punkte bei der neutralen Darstellung<br />

im 2D- sowie 3D-Betrieb und kommt<br />

der <strong>HDTV</strong>-Norm erstaunlich nahe.<br />

Technisches Innenleben<br />

Dank IPS-Panel beeindruckt der LW650S von der<br />

ersten Sekunde an mit einem stabilen Betrachtungswinkel,<br />

denn etwa Farben bleichen von der<br />

Seite betrachtet nicht aus. Der Bildeindruck kann<br />

bereits in den Werkseinstellungen überzeugen,<br />

bei Bedarf können Sie aber auch in eine umfangreiche<br />

Anpassung einsteigen und im Zuge einer<br />

ISF-Kalibrierung etwa mit einer zehnstufigen<br />

Grautreppenkorrektur Bilder von einem Farbstich<br />

befreien. Trotz der Einteilung der seitlich<br />

installierten LEDs in nur wenige Zonen kann die<br />

Dimmung überzeugen, denn der 47LW650S setzt<br />

auf eine intelligente Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung.<br />

Dabei wird diese bei vorwiegend<br />

dunklen Bildinhalten herunter geregelt<br />

und helle Details aufseiten des Video pegels<br />

gleichermaßen hervorgehoben. Das Ergebnis:<br />

Der Kontrast steigt. Schnelle Bewegungen bildet<br />

der LED-LCD nahezu ohne Nachzieher ab<br />

und die Arbeitsweise der 200-Hertz-Zwischenbildberechnung<br />

kann durchweg überzeugen.<br />

Die hinzuschaltbare Bewegungsglättung lässt<br />

Kamerafahrten geschmeidiger erscheinen, lei-<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

17/20<br />

Wiedergabequalität<br />

48/60<br />

Wertung 81 von 100<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />

78 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Smart in 2D und 3D<br />

LG geht in die Vollen und neben der umfangreichen TV-Ausstattung haben Sie direkten Zugriff<br />

auf unzählige Internet- und Multimediafunktionen. Einzig auf den neuartigen Videotext<br />

in Form des HbbTV-Standards müssen Sie verzichten.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Das Home Dashboard ist der Dreh- und Angelpunkt<br />

aller Funktionen und verknüpft das Fernsehen nahtlos<br />

mit den Internetfunktionen<br />

Neuerdings haben Sie Zugriff auf die sogenannte<br />

3D Zone und rufen plastische Filmchen aus diversen<br />

Genres kostenlos ab<br />

Über Maxdome können Sie aktuelle Filme in HD-<br />

Qualität ausleihen und je nach Geschwindigkeit Ihrer<br />

Internetleitung umgehend starten<br />

Der integrierte Browser kann nur bedingt überzeugen<br />

und vor allem die fehlende Flash-Unterstützung<br />

schränkt den Internetausflug empfindlich ein<br />

Bei der Medienwiedergabe von USB-Datenträgern müssen<br />

Sie keine Kompromisse eingehen, denn der Edge-<br />

LED-LCD kann mit allen Formaten etwas anfangen<br />

Die Umschaltung in das Side-by-Side-Format bei 3D-<br />

TV-Sendern, wie etwa Sky 3D, müssen Sie manuell<br />

vornehmen<br />

Der 47LW650S kann mit allen 3D-Formaten umgehen.<br />

Falls keine nativen Inhalte vorliegen, können<br />

Sie die 2D-zu-3D-Konvertierung bemühen<br />

Aufgrund der sichtbaren Zeilenstruktur im 3D-<br />

Modus sowie der reduzierten Auflösung sollte der<br />

Betrachtungsabstand nicht zu gering ausfallen<br />

Dem 47LW650S liegen zwölf Polfilterbrillen bei.<br />

Auf Wunsch können Sie das sogenannte Party Pack<br />

hinzukaufen<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 79


T27A950<br />

Samsung T27A950<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Preis<br />

799 Euro<br />

Info<br />

www.samsung.de<br />

Bilddiagonale 27 Zoll (69 cm)<br />

Maße (B/H/T) 62,1 × 47,4 × 2,2 cm<br />

Gewicht<br />

6,2 kg<br />

Farben<br />

Schwarz-Aluminium<br />

Bildtechnologie Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

Eingabeverzögerung 80 ms (hoch)<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

Formatanpassung 4 : 3 Fehler bei 4 : 3-HD-Inhalten<br />

im 16 : 9-Format<br />

HDMI 1.4 (ARC) ja<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C<br />

Empfindlichkeit Sat –<br />

DiSEqC –<br />

Unicable –<br />

CI Plus<br />

ja<br />

Festplattenaufz. ja, extern<br />

Bild-in-Bild<br />

ja<br />

DLNA<br />

ja<br />

Wi-Fi<br />

ja, extern (nicht beiliegend)<br />

Multimediaformate AVI, MKV, MP4, VOR,<br />

DivX 3 bis 6, XviD, H.264,<br />

WMV9, MPEG-1 bis -4,<br />

MP3, AAC, WMA u. a.<br />

Internetdienste Youtube, Twitter, Acetrax,<br />

Maxdome u. a.<br />

HbbTV<br />

nein<br />

3D-Darstellung ja<br />

3D-Formate<br />

Frame-Packing, Side-by-<br />

Side, Top-Bottom,<br />

2D-zu-3D-Konvertierung<br />

Die Schönheit der Asymmetrie<br />

Samsung hat sich im Monitorbereich längst einen Namen gemacht und sorgt nun mit einem<br />

3D-fähigen Designstück für Aufsehen. Der Bildschirm ist zudem inklusive TV-Tuner und riesigem<br />

Funktionsumfang verfügbar. Wir testen beide Varianten und zeigen die Unterschiede auf.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Der Standfuß erwärmt sich im Betrieb, weshalb ein Lüfter die Hitze abführt. Das Display lässt sich elegant nach<br />

hinten neigen – Neigungen nach vorn bringen das Konzept hingegen aus dem Gleichgewicht<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

80 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


Äußerlich gleichen sich Fernseher<br />

(T27A950) und Monitor (S27A950D)<br />

wie ein Ei dem anderen und setzen<br />

sich dank der aufsehenerregenden Konstruktion<br />

schwungvoll in Szene. Im Standfuß sind<br />

alle Anschlüsse integriert, wenngleich Sie bei<br />

der Monitorvariante auf etwaige analoge<br />

Schnittstellen verzichten müssen. Spielkonsolen<br />

wie etwa Sonys Playstation 3 und anderweitige<br />

Zuspieler sollten Sie aber nicht an den<br />

mit DVI gekennzeichneten HDMI-Anschluss<br />

andocken, denn an diesem Eingang sind viele<br />

Bildverbesserer deaktiviert. Im Betrieb wird der<br />

Standfuß mehr als handwarm und ein Lüfter<br />

auf der Rückseite pustet die Luft aus dem Gehäuse.<br />

Dies geht zum Glück nahezu lautlos vonstatten.<br />

Im Verlauf des Testes machte der Lüfter<br />

nur jeweils kurz beim Einschalten des Gerätes<br />

auf sich aufmerksam, danach wurde die Drehzahl<br />

reduziert. Bei der Aufstellung sollten Sie<br />

in jedem Fall die stark spiegelnde Frontscheibe<br />

berücksichtigen, denn mit einer Fensterfront im<br />

Rücken erscheint es fast, als würden Sie in einen<br />

Spiegel blicken. Bei Bedarf können Sie den<br />

Bildschirm nach hinten neigen, um Inhalte je<br />

nach Sitzposition besser verfolgen zu können.<br />

Diese Funktion wirkt zudem den flauen Farben<br />

und Kontrasten bei seitlicher Betrachtung entgegen.<br />

Samsungs sogenannte MagicAngle-<br />

Funktion hilft dagegen nicht weiter, da sie einzig<br />

verschiedene Bildparameter anpasst und die<br />

Bildqualität beim Kippen des Bildschirms oder<br />

unter abweichenden Blickwinkeln nur scheinbar<br />

aufrechterhält.<br />

Fernsehen am Schreibtisch<br />

Der T27A950 verfügt über jeweils einen digitalen<br />

Kabel- und Antennentuner. Auf der<br />

Rückseite befindet sich der CI-Plus-kompatible<br />

Modulschacht, mit dem Sie etwa die privaten<br />

Sender im Zuge eines Kabel-Deutschland-<br />

Abos verlässlich entschlüsseln können. Schließen<br />

Sie einen externen USB-Speicher an die<br />

gekennzeichnete Buchse an, stoppt ein Druck<br />

auf die Pausetaste das laufende Fernsehprogramm<br />

(Time-Shift). Natürlich können Sie auch<br />

Inhalte aufnehmen. Dies geschieht entweder<br />

ebenfalls auf Knopfdruck oder Sie markieren<br />

die gewünschte Sendung in der elektronischen<br />

Programmzeitschrift (EPG). Aufnahmen im ausgeschalteten<br />

Zustand quittiert der Edge-LED-<br />

LCD mit einer Leistungsaufnahme von rund 18<br />

Watt. Die Festplatte kann nicht an einem Computer<br />

ausgelesen werden. Aufnahmen sind so<br />

von einer Bearbeitung ausgeschlossen, da der<br />

Fernseher den Datenträger mit einem proprietären<br />

Datei system formatiert. Aufgrund des<br />

fehlenden Satellitentuners müssen Sie auf die<br />

interaktiven Zusatzinhalte nach dem HbbTV-<br />

Standard leider komplett verzichten. Eine<br />

Bild-in-Bild-Funktion rundet den positiven Eindruck<br />

ab und Sie können neben dem Fernsehen<br />

problemlos Ihre E-Mails lesen. Ein zweites<br />

Fernsehprogramm können Sie aufgrund des<br />

fehlenden Doppeltuners jedoch nicht darstellen.<br />

Die Monitorvariante S27A950D ist spartanischer<br />

ausgestattet: Der TV-Tuner und auch<br />

die Fernbedienung fehlen.<br />

Kaum Kompromisse<br />

Im Vergleich zu den Plasma- und LED-LCD-<br />

Fernsehern des Herstellers muss der T27A950<br />

im Bereich der TV-Ausstattung kaum Federn<br />

lassen. So glänzt der TV-Monitor-Hybrid mit<br />

der Smart hub-Oberfläche, die Fernseh- und<br />

Internetfunktionen schlüssig zusammenbringt.<br />

Dabei haben Sie eine Auswahl aus einer Vielzahl<br />

von Anwendungen – von Facebook bis<br />

Youtube ist alles mit dabei. Einzig auf den Internetbrowser<br />

müssen Sie im Vergleich zu den<br />

Fernsehern verzichten. Bei Bedarf können Sie<br />

auch Apps aus einer Vielzahl von Bereichen,<br />

z. B. Spiele und Sport, direkt auf den Multifunktionsmonitor<br />

herunterladen. Derzeit sind noch<br />

alle Angebote kostenlos, das Qualitäts level<br />

beziehungsweise der Nutzen einzelner Anwendungen<br />

ist jedoch stark schwankend. An<br />

dieser Stelle wollen wir Ihnen die Explore-3D-<br />

Anwendung ans Herz legen, denn über diesen<br />

Video-on-Demand-Service können Sie gratis<br />

die Wiedergabe hochwertiger 3D-Filme aus<br />

verschiedenen Genres einrichten. Der Kontakt<br />

mit dem weltweiten Datennetz ist auch kabellos<br />

möglich. In diesem Fall müssen Sie den dafür<br />

nötigen WLAN-Adapter optional erwerben<br />

und per USB anschließen. Die Medienwiedergabe<br />

über angeschlossene USB-Speicher gibt<br />

sich flexibel und nahezu alle gängigen Formate<br />

werden abgespielt. Dank der Unterstützung<br />

des DLNA-Standards können Sie Medien auch<br />

direkt über Ihr Netzwerk auf den Bildschirm<br />

streamen. Die Monitorvariante muss demgegenüber<br />

auch in diesem Punkt zurückstecken:<br />

Samsungs Onlineportal ist über den S27A950D<br />

nicht abrufbar.<br />

Abbildung nach Norm<br />

Der T27A950 zeigt ab Werk ein ausgewogenes<br />

Bild, umfangreiche Kalibrierungsmöglichkeiten<br />

geben Ihnen aber die Möglichkeit, die Darstellungsgüte<br />

noch weiter der <strong>HDTV</strong>-Norm entsprechend<br />

anzupassen. Vor allem bei der Farbtemperatur<br />

ist eine Anpassung sinnvoll, denn<br />

der Edge-LED-LCD weist nach dem Auspacken<br />

einen sichtbaren Rotstich auf. Die Anpassung<br />

kann über zwei Wege geschehen und eine<br />

zehnstufige Korrektur verspricht eine exakte<br />

Justierung. In der Praxis gestaltet sich das Ergebnis<br />

jedoch als schwankend und Sie sind mit<br />

der „einfachen“ Graustufenkorrektur besser<br />

beraten. Im Test konnten wir uns so der <strong>HDTV</strong>-<br />

Vorgabe nähern, mit einem Blauschimmer im<br />

Tiefschwarz müssen Sie mangels Dimming aber<br />

dennoch leben. Aufgrund der vergleichsweise<br />

geringen Bildschirmdiagonale fällt die Beleuchtung<br />

der aus dem Rahmen strahlenden LEDs<br />

erfreulich homogen aus. Auch bei vorwiegend<br />

dunklen Bildinhalten sind nahezu keine Hel-<br />

Beim T27A950 wurde das Menü der TVs komplett übernommen.<br />

Wie gewohnt fungiert die Smarthub-Oberfläche<br />

als Mittelpunkt, einzig der Browser fehlt<br />

Neben den vorinstallierten Internetanwendungen können<br />

Sie auch Apps nachinstallieren, derzeit sind alle Angebote<br />

noch kostenlos<br />

Bei der Medienwiedergabe gibt sich der TV-Monitor-<br />

Hybrid flexibel und spielt nahezu alle gängigen Formate<br />

anstandslos ab<br />

Im Zuge der plastischen Wiedergabe können Sie alle aktuellen<br />

3D-Standards zuspielen oder etwaiges Material einer<br />

2D-zu-3D-Wandlung unterziehen<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft <strong>Kaufberatung</strong> 81


Testergebnisse<br />

Kontrast (nativ) Min: 700 : 1, Max: 2 000 : 1<br />

Gleichm. Ausleuchtung 85 %<br />

Kontrasteindruck<br />

Blickwinkel 120°/150°<br />

Heimkino/Tageslicht<br />

Kontrastfilterscheibe<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb<br />

30 W–60 W<br />

ausreichend/ausreichend<br />

befriedigend/gut<br />

kontrastoptimiert,<br />

stark spiegelnd<br />

< 100 W > 400 W<br />

Stand-by<br />

0,3 W<br />

0 W > 1 W<br />

Nach Kalibrierung neutrale Farbtemperatur. Blauschimmer<br />

im Schwarz. Bei seitlicher Betrachtung zu warm<br />

Wärmebild<br />

Luminanz<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

–20 %<br />

± 0 %<br />

± 0 %<br />

–20 %<br />

Leicht verschobener Farbraum. Blau und Magenta zu dunkel.<br />

Seitlich betrachtet leicht verschobene Sekundärfarben<br />

Gamma: 2,25. In dunklen Bereichen gehen minimal Details<br />

verloren. Mit zunehmendem Blickwinkel sichtbar aufgehellt<br />

0 º<br />

30 º<br />

0 º<br />

30 º<br />

ligkeitsinseln (Clouding) auszumachen. Leider<br />

kann die Kontrastdarstellung kaum überzeugen,<br />

was am nicht optimalen Schwarzwert<br />

liegt. Bei Lichteinfall spielt die potente LED-<br />

Beleuchtung hingegen ihre Stärken aus und<br />

der Bildschirm ist stets sehr gut ablesbar. In<br />

der Voreinstellung werden im Schwarzbereich<br />

Details verschluckt und die Durchzeichnung<br />

ist nicht optimal. An dieser Stelle können Sie<br />

aus verschiedenen Voreinstellungen wählen.<br />

Die richtige Auswahl wird auch hier mit einer<br />

nahezu unverfälschten Darstellung honoriert.<br />

Die Abbildung des Farbraums gelingt fast<br />

mustergültig und ist lediglich im Grünbereich<br />

etwas erweitert. Zudem leuchten Blautöne<br />

auffällig zu dunkel. In diesem Fall ist eine Anpassung<br />

leider nicht möglich, da der T27A950<br />

über kein Farbmanagementsystem verfügt.<br />

Die Monitorvariante kann im gleichen Funktionsumfang<br />

kalibriert werden, wenngleich<br />

hier eine etwas umständlicher zu bedienende<br />

Menüstruktur zum Einsatz kommt.<br />

Schärfer darstellen<br />

Die Aufarbeitung von SD-Signalen gelingt dem<br />

T27A950 äußerst ansprechend und die Skalierung<br />

auf die Full-HD-Auflösung kämpft nur mit<br />

leichten farblichen Unschärfen. Die Verwebung<br />

von Halbbildern findet bei Videomaterial auf<br />

höchstem Niveau statt und Kanten flimmern<br />

nur minimal. Bei einer Filmzuspielung kommt<br />

der Ansatz zeitweise ins Schwitzen und muss<br />

in komplexen Szenen passen. Positiv hervorzuheben<br />

ist dennoch die Rauschunterdrückung,<br />

die Bildfehler effektiv unterdrückt, ohne die<br />

Bildschärfe in Mitleidenschaft zu ziehen. Die<br />

überzeugende Bildqualität kann jedoch nur<br />

bei einer frontalen Position gewährleistet werden<br />

und seitliche Abweichungen lassen das<br />

Bild aufgehellt und zu warm erscheinen. Um<br />

eine hohe Bewegtbildschärfe zu garantieren,<br />

kommt eine 100-Hertz-Zwischenbildberechnung<br />

zum Einsatz, die schnelle Bewegungen<br />

klarer erscheinen lässt. Im Vergleich zu den<br />

400-Hertz-Ansätzen größerer Modelle müssen<br />

Sie natürlich leichte Unschärfen in Kauf<br />

nehmen. Der typische, leicht ruckelige Filmlook<br />

bleibt zur Freude aller Filmfans erhalten. Bei<br />

Bedarf können Sie dennoch eine Bewegungsglättung<br />

für eine extrem weiche Abbildung<br />

hinzuschalten. Auch die Soundqualität hat uns<br />

trotz der geringen Bautiefe überrascht. Natürlich<br />

klingt der Ton sehr dünn, dennoch war die<br />

tonale Abstrahlung in Bezug auf die Stereobreite<br />

vergleichsweise weiträumig und wir können<br />

durchaus empfehlen, die Raumklangoptionen<br />

hinzuzuschalten. Eine automatische Lautstärkekorrektur<br />

ist ebenso mit an Bord. Beim Monitor<br />

ohne TV-Funktionen müssen Sie indes komplett<br />

auf Lautsprecher verzichten.<br />

Grenzenloses 3D?<br />

Beide Geräte verstehen sich auf die dreidimensionale<br />

Bildwiedergabe und setzen auf die<br />

Shutter-Technik. Für den sofortigen Start liegt<br />

jeweils eine Brille bei. Die Wiedergabe erfolgt in<br />

allen gängigen 3D-Formaten, zudem verfügen<br />

T27A950 und S27A950D über eine 2D-zu-3D-<br />

Wandlung, deren Arbeitsweise bildinhaltsabhängig<br />

reagiert, auf Dauer für die Augen jedoch<br />

anstrengend ausfällt. Die Darstellung von<br />

nativen plastischen Inhalten gelingt äußerst ansprechend<br />

und sauber. Selbst in den anspruchsvollsten<br />

Szenen der 3D-Blu-ray von „Avatar“<br />

konnten wir nahezu keine Doppelkonturen verzeichnen.<br />

Vielmehr fällt der extreme Helligkeitsverlust<br />

im Zuge der greifbaren Darstellung negativ<br />

auf, denn im Vergleich zur herkömmlichen<br />

Abbildung erstrahlt der Bildschirm nur noch<br />

mit einem Zehntel seiner Leuchtkraft. Zu dem<br />

dennoch überzeugenden Eindruck trägt vor<br />

allem die auch im 3D-Modus aktive Zwischenbildberechnung<br />

bei, die Kamera schwenks mit<br />

einer angenehmen Schärfe versieht. Außerdem<br />

verschwinden störende 60-Hertz-Ruckler und<br />

Sie können Kamerafahrten besser verfolgen.<br />

Mit Artefakten müssen Sie hier erst in höheren<br />

Stufen rechnen. Für PC-Spieler ist das Samsung-<br />

Display nur zweite Wahl: Anders als man von<br />

einem Computermonitor mit 120 Hertz erwarten<br />

würde, können Sie an keiner Variante das<br />

3D-System des Grafikkartenherstellers Nvidia<br />

nativ betreiben. Dreidimensionale Computerspiele<br />

können Sie demnach nur über den 3D-<br />

TV-Play-Treiber von Nvidia ausgeben. In diesem<br />

Fall ist die Auflösung gemäß den HDMI-1.4-<br />

Spezifikationen jedoch auf 1 280 × 720 Pixel bei<br />

60 Vollbildern limitiert.<br />

Echte Schreibtischschönheiten<br />

Beide Bildschirme machen im Arbeitszimmer<br />

eine gute Figur und vor allem der T27A950 bietet<br />

sich als echtes multifunktionales Unterhaltungstalent<br />

an. Mit dem S27A950D (649 Euro)<br />

erhalten Sie hingegen einen zuverlässigen Computermonitor<br />

mit 3D-Funktion und vielen Energiesparfunktionen<br />

wie etwa einem Lichtsensor,<br />

der die Leuchtkraft dem Umgebungslicht entsprechend<br />

anpasst. Beim T27A950 müssen Sie<br />

unverständlicherweise auf derartige Ausstattungsmerkmale<br />

verzichten. Auch die Eingabeverzögerung<br />

fällt beim Monitor geringer aus,<br />

was vor allem bei Videospielen unabdingbar ist.<br />

Bei der TV-Variante sollten Sie in jedem Fall den<br />

Spielemodus aktivieren, was natürlich viele Bildbearbeitungsmöglichkeiten<br />

ausschließt, sonst<br />

kommt es zu deutlichen Verzögerungen bei Eingaben.<br />

Dafür macht der TV-Monitor-Hybrid an<br />

anderen Stellen vieles richtig und bringt nahezu<br />

die volle Multimediavielfalt aus dem Wohnzimmer<br />

direkt auf Ihren Schreibtisch.<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15/20<br />

Wiedergabequalität<br />

46/60<br />

Wertung 77 von 100<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

82 HD+TV | 6.2011 | www.hdplustv.de


PT-AT5000E<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Preis<br />

3199 Euro<br />

Info<br />

www.panasonic.de<br />

Maße (B/H/T) 47 × 13,7 × 34,5 cm<br />

Gewicht<br />

8,7 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Bildtechnologie LCD (200 Hz)<br />

Projektionschip 3 × 0,74 Zoll LCD<br />

Lampe<br />

200 Watt<br />

Lebensdauer 5000 h (eco)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

1080p24 ja<br />

Formatwahl (HDMI) variabel, kein Overscan<br />

Projektionsabstand 2,7–5,4 m (2 m Bildbreite)<br />

Lens-Shift 100 % vertikal, 26 %<br />

horizontal<br />

Zoom/Fokus<br />

motorisiert<br />

HDMI 1.4<br />

ja<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

3D-Darstellung ja<br />

3D-Formate<br />

Frame-Packing, Side-by-<br />

Side, Top-Bottom,<br />

2D-zu-3D-Konvertierung<br />

Panasonic PT-AT5000E<br />

AUSGABE 6.2011<br />

Neuauflage eines Klassikers<br />

Der weltweit erste 3D-Projektor mit brandneuer LCD-Technik will den Wurzeln des Films treu<br />

bleiben und mit unverfälschten Bildern in allen Dimensionen zum Vorzugspreis glänzen. Wir<br />

haben den lange erwarteten und ambitionierten Heimkinomacher zum Intensivtest gebeten.<br />

VON DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic<br />

Der PT-AT5000E gibt sich in der Höhe ungewohnt flach und kann als Fliegengewicht bezeichnet werden. Dies<br />

lässt Sie bei der Installation flexibler agieren. Leider muss die Lens-Shift-Funktion manuell angepasst werden<br />

DISPLAY LINK<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

<strong>Kaufberatung</strong> 83


Das komplexe Farbmanagement präsentiert sich optisch<br />

einfach, unter der Oberfläche können Sie aber einiges<br />

bewirken und die Abbildung nach <strong>HDTV</strong>-Norm kalibrieren<br />

Im 3D-Modus können Sie die Tiefenwirkung anschaulich<br />

regeln und so mögliche Fehler bei der dreidimensionalen<br />

Bildkomposition ausgleichen<br />

Um etwaigen Verfälschungen der einzelnen Brillengläser<br />

entgegenzuwirken, können Sie das Bild für das linke und<br />

rechte Auge separat anpassen<br />

Zoom und Fokus arbeiten wie gewohnt auf Knopfdruck,<br />

das Verschieben des Bildes findet dagegen manuell an der<br />

Front statt und gelingt nur ruckweise<br />

Der PT-AE4000E hat bei Heimkinofans<br />

in vielerlei Hinsicht einen bleibenden<br />

Eindruck hinterlassen, denn der Projektor<br />

überzeugte mit einer sehr soliden Leistung<br />

zum vertretbaren Preis. Bis zur Veröffentlichung<br />

des Nachfolgers hat sich Panasonic viel Zeit gelassen<br />

und präsentierte jüngst den 3D-fähigen<br />

PT-AT5000E, der auf der runderneuerten LCD-<br />

Technik basiert und somit den ersten plastischen<br />

Bildwerfer mit dieser Technologie im<br />

Wohnzimmer darstellt.<br />

Flexibel aufstellen<br />

Die Optik präsentiert sich wie gewohnt halbautomatisch<br />

und Sie können über die Fernbedienung<br />

nur den Zoom und Fokus beeinflussen. Das Verschieben<br />

des Bildes über die Lens-Shift-Funktion<br />

ist lediglich am Gerät selbst möglich. Dafür entfernen<br />

Sie zunächst die Klappe neben der Optik und<br />

passen im Handumdrehen die Lage der Projektion<br />

mithilfe eines kleinen Stiftes an. In der Vertikalen<br />

lässt sich das Bild um eine komplette Höhe verschieben,<br />

horizontal haben Sie weniger Einfluss<br />

auf die Ausrichtung. Filigrane Anpassungen sind<br />

über die Mechanik nur schwer realisierbar, denn<br />

aufgrund der schwergängigen Haptik verschiebt<br />

sich die Projektion auch bei leichtem Druck plötzlich<br />

ruckartig. Für Besitzer einer Leinwand im<br />

Kino format mit einem Bildseiten verhältnis von<br />

21 : 9 bietet der PT-AT5000E in Form des sogenannten<br />

Lens Memory eine besondere Funktion<br />

an, mit der Sie den Zoom und Fokus für eine aufgezogene<br />

und leinwandfüllende Projektion abspeichern<br />

können. Der an sich praktische Ansatz<br />

funktioniert aber nur, wenn Sie auf die Nutzung<br />

der Lens-Shift-Funktion verzichten und den Regler<br />

zentriert belassen. Motorisierte Leinwände lassen<br />

sich indes bequem über die zwei vorhandenen<br />

12-Volt-Anschlüsse ansteuern.<br />

Kalibrierungsmarathon<br />

Wer nach dem Auspacken seine Ruhe haben<br />

will, kann umgehend den Rec709-Modus aktivieren<br />