Ratgeber Frau und Familie Ente gut, alles gut (Vorschau)

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11/2012 Ratgeber Frau und Familie

Backstube:

Adventsbäckerei

Ente gut,

alles gut

€ 3,00

Österreich: € 3,40

Schweiz: SFR 4,60

Kosmetik:

Schön mit

Meersalz,

Milch und

Mandelöl

Garten:

Kräuter- und

Gewürzpflanzen

Unser Reiseziel:

Augsburg


6

Adventsbäckerei

Köstliche Plätzchen

INHALT November 2012

42

Tolle Knolle

Raffinierte

Kartoffelrezepte

64

Natürliche Schönmacher

Zaubernuss

76

Kuschelmaschen

40

Ganz edel

104

Sauna

und

Dampfbad

136

Augsburg

ESSEN, TRINKEN

Alle Jahre wieder:

Erstes Adventsgebäck 6

Formvollendet:

Stollen in Form und Glas gebacken 14

Backen im November:

Apfel-Eierlikör-Torte 20

Ente gut, alles gut -

Raffinierte Entengerichte 22

Kulinarisches Quiz 29

Kulinarische Reise: Allgäu 30

Schätze im Glas: Liköre und Sirup 34

Bestseller-Rezepte unserer Leser 36

Marktbummel 38

Ganz edel: Wildschwein 40

Tolle Knolle: Herzhafte Kartoffelrezepte 42

Küchenkalender 49

Extra: Steckrüben 50

Rezeptverzeichnis 54

Büchertipps 54

Übrigens: Kaffeezubereitung 55

Herstellernachweis 153

SCHÖNHEIT, WELLNESS

Meersalz, Milch und Mandelöl 58

Natürliche Schönmacher: Zaubernuss 64

MODE, KREATIV

Winter-Blues 68

Wohlfühlwäsche 72

Kuschelmaschen 76

Advent, Advent … 82

Kreativ-Werkstatt 88

Herstellernachweis 153

GESUNDHEIT, MEDIZIN

Hydrotherapie 90

Kleine Helfer: für Ihren Badetempel 97

Balneotherapie 98

Sauna und Dampfbad 104

Aktiv gegen ... Vergesslichkeit 110

Unser Kind: Taschengeld 112

Krankheiten-ABC: H 114

Hilfen für die Seele:

Vom Umgang mit dem Schicksal 116

FAMILIE, KIND, ALLTAG

Roswitha Stemmer-Beer:

Von der täglichen Trauer 120

Blick in die Zeit: Neue Heimat Namibia 142

WOHNEN, GARTEN, NATUR

Mein schönes Zuhause:

Hilfsmittel im Alter 124

Aus aller Herren Länder:

Exotische Kräuter und Würzpflanzen 126

FREIZEIT, FERIEN, UNTERHALTUNG

Tolle Prämien für unsere Leser 112–113

Kurzgeschichte:

Turnschuhe im Schnee 130

Augsburg 136

Neues vom Ratgeber-DINO:

Riesenpech vor Weihnachten … 148

Rätselauflösungen und Gewinner 154

Sudoku 155

Kreuzwort-Preisrätsel 56, 156

Vorschau 158

Impressum und Herstellernachweis 153

4 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

5


ADVENTSBÄCKEREI

Schoko-Macadamia-

Plätzchen

(Rezept für etwa 30 Stück)

Zutaten:

200 g Zartbitter-Schokolade,

160 g Butter,

125 g Zucker,

1 Ei (M),

Mark einer Vanilleschote,

½ Päckchen Backpulver,

2 TL Lebkuchengewürz,

200 g Mehl,

80 g gehackte Macadamien,

2 cl brauner Rum,

Puderzucker nach Belieben.

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe

2 − 2 ½) vorheizen. Ein Backblech

mit Backpapier auslegen.

Die Schokolade fein hacken. Die

Butter mit dem Zucker cremig rühren,

das Ei unterrühren. Schoko -

stückchen, Vanillemark, Backpulver,

Lebkuchengewürz, Mehl und

Macadamien mischen und mit

dem Rum unter die Butter-Zucker-

Ei-Masse rühren.

Mit einem Teelöffel kleine Häufchen

auf das vorbereitete Backblech

setzen. Im vorgeheizten

Backofen etwa 10 Minuten backen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen

lassen. Nach Belieben mit Puderzucker

besieben.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Stück ca.: 2 g Eiweiß,

9 g Fett, 12 g Kohlenhydrate,

135 kcal (565 kJ).

Hildaplätzchen

(Rezept für etwa 50 Stück)

Zutaten für den Knetteig:

200 g weiche Butter,

80 g Zucker,

1 Päckchen Vanillezucker,

1 TL fein abgeriebene Schale

einer Bio-Orange,

300 g Mehl,

1 Msp. Backpulver,

100 g Crème fraîche.

Außerdem:

1 Eigelb (M),

2 TL Milch,

2 EL Hagelzucker,

200 g rotes Johannisbeergelee.

Die Butter cremig rühren. Nach

und nach den Zucker, den Vanillezucker

und die Orangenschale unterrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver

mischen und die Hälfte davon

im Wechsel mit der Crème

fraîche unterrühren. Zum Schluss

das übrige Mehl unterkneten. Den

Teig zugedeckt im Kühlschrank

mindestens 2 Stunden ruhen lassen.

Zwei Backbleche mit Backpapier

auslegen. Den Backofen auf 175° C

(Gas Stufe 2) vorheizen.

Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche

2 − 3 mm dick ausrollen.

Plätzchen mit gewelltem Rand

und etwa 4,5 cm Ø ausstechen. Auf

die vorbereiteten Backbleche legen,

aus der Hälfte der Plätzchen

ein Loch von etwa 1 cm Ø ausstechen.

Das Eigelb mit der Milch verquirlen,

die Ringe damit bepinseln. Mit

Hagelzucker bestreuen. Im vorgeheizten

Backofen 10 − 12 Minuten

nach Sicht backen. Auf einem Kuchengitter

auskühlen lassen.

Das Gelee leicht erwärmen und

kräftig durchrühren. Jeweils einen

Klecks auf die ganzen Plätzchen

geben. Die Ringe auflegen und

vorsichtig andrücken. Fest werden

lassen.

Alle

Jahre

wieder ...

Zubereitungszeit: 1 Stunde,

zusätzlich Kühlzeit.

Nährwert pro Stück ca.:

1 g Eiweiß, 4 g Fett,

9 g Kohlenhydrate,

78 kcal (328 kJ).

Genießen Sie die kommende Adventszeit und

planen Sie jetzt, welche unserer köstlichen

Vorschläge Sie backen werden. Die Plätzchen auf

diesen und den folgenden Seiten schmecken schon

jetzt, sind aber auch noch länger haltbar.


ADVENTSBÄCKEREI

Weihnachtswürfel

(Rezept für etwa)

85 Stück

Zutaten für den Teig:

100 g Orangeat,

50 g Zitronat,

50 g Sultaninen,

50 g Zartbitter-Schokolade,

6 Eier (L),

4 EL lauwarmes Wasser,

400 g brauner Zucker,

4 cl Rum,

1 TL gemahlene Nelken,

1 TL gemahlener Zimt,

2 TL Pottasche,

100 g Honig,

250 g gemahlene Haselnüsse,

500 g Mehl.

Zum Füllen:

450 g schwarzes Johannisbeergelee,

Puderzucker zum Besieben.

Orangeat, Zitronat und Sultaninen

fein würfeln. Die Schokolade reiben.

Ein Backblech mit Backpapier

auslegen. Den Backofen auf 180° C

(Gas Stufe 2 − 2 ½) vorheizen.

Die Eier mit dem lauwarmen Wasser

dickcremig aufschlagen. Nach

und nach den Zucker zugeben und

weiterschlagen, bis die Masse sehr

cremig geworden ist. Rum, Nelken

und Zimt untermischen. Die Pottasche

in wenig Wasser auflösen,

ebenfalls unter die Eimasse rühren.

Den Honig leicht erwärmen und

fließend in die Masse einrühren.

Die Haselnüsse und die Früchte zugeben.

Die Schokolade mit dem

Mehl mischen, zugeben und alles

zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten

Blech verstreichen. Im

vorgeheizten Backofen etwa 35 Minuten

backen. Stäbchenprobe

durchführen. Aus dem Ofen nehmen

und auskühlen lassen.

Die Teigplatte einmal quer durchschneiden,

die untere Platte mit

Zubereitungszeit:

1 ¼ Stunden.

Nährwert pro Stück ca.:

2 g Eiweiß, 3 g Fett,

15 g Kohlenhydrate,

93 kcal (391 kJ).

dem Gelee bestreichen.

Die

obere Platte

aufsetzen und

etwas andrücken.

Aus der Kuchenplatte

Würfel von 3,5 x 3,5 cm

schneiden. Ringsum mit Puderzuckerbesieben.

Dattel-Walnuss-

Brötchen

(Rezept für etwa 80 Stück)

Zutaten:

100 g Datteln,

250 g Mehl,

2 gestrichene TL Backpulver,

1 Prise Salz,

120 g brauner Zucker,

120 g Butter,

70 g gehackte Walnusskerne,

1 Ei (L), 2 EL Milch.

Außerdem:

Puderzucker zum Besieben.

Die Datteln entkernen und in feine

Würfel schneiden. Das Mehl mit

dem Backpulver auf eine Arbeitsfläche

sieben, in der Mitte eine

Mulde formen. Salz, Zucker, die

Butter in Stückchen und die Walnüsse

auf dem Mehlrand verteilen,

Ei und Milch in die Mulde geben.

Alles rasch von außen nach innen

zu einem Teig verkneten.

Den Teig in drei Portionen teilen,

daraus drei Rollen von etwa

20 cm Länge und 2 cm Ø rollen. In

Folie wickeln und im Kühlschrank

etwas fest werden lassen. Wieder

herausnehmen und nochmals

nachrollen, bis die Rollen schön

rund sind. Im Kühlschrank weitere

2 − 3 Stunden ruhen lassen.

Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Backofen auf 180° C (Gas

Stufe 2 − 2 ½) vorheizen.

Die Teigrollen in 3 − 4 mm dicke

Scheiben schneiden.

Auf die vorbereiteten

Backbleche

legen. Im vorgeheizten Ofen in

8 − 10 Minuten goldbraun backen.

Herausnehmen und auf einem Kuchengitter

auskühlen lassen. Mit

Puderzucker besieben.

Zubereitungszeit: 1 Stunde,

zusätzlich Kühlzeit.

Nährwert pro Stück ca.: 1 g Eiweiß,

2 g Fett, 5 g Kohlenhydrate,

40 kcal (168 kJ).

Hamburger

braune Kuchen

(Rezept für etwa 20 Stück)

Zutaten:

200 g Zuckerrüben sirup,

75 g Butter,

65 g brauner

Zucker,

360 g Mehl,

½ Päck. Backpulver,

je 30 g fein gehacktes

Zitronat

und Orangeat,

30 g gehackte

Mandeln,

1 TL Zimt,

1 TL geriebene Zitronenschale.

Außerdem:

250 g Puderzucker,

2 − 3 EL Rum,

2 − 3 EL Zitronensaft.

Sirup, Butter und Zucker in einem

Topf erwärmen und wieder abkühlen

lassen. Ein Backblech mit Backpapier

auslegen. Den Backofen auf

175° C (Gas Stufe 2) vorheizen.

Mehl und Backpulver mischen. Zit -

ronat, Orangeat, Mandeln und Gewürze

zufügen. Die Sirupmasse zugeben,

alles mischen und gut

durchkneten. Den Teig anschließend

dünn ausrollen und beliebige

Plätzchen von etwa 8 cm Ø

(Herzen, Blüten, Kreise) ausstechen.

Auf das vorbereitete Backblech

legen. Im heißen Backofen

10 − 12 Minuten backen.

Inzwischen den Puderzucker sieben,

mit Rum und Zitronensaft

glatt rühren. Die braunen Kuchen

aus dem Ofen nehmen, mit dem

Puderzuckerguss beträufeln. Vollständig

auskühlen lassen.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Stück ca.: 2 g Eiweiß,

4 g Fett, 39 g Kohlenhydrate,

207 kcal (866 kJ).

8 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

9


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Walnussherzen

(Rezept für etwa 80 Plätzchen)

Zutaten für den Teig:

200 g weiche Butter,

125 g Puderzucker,

1 Päckchen Vanillezucker,

1 Eigelb,

60 g gemahlene Walnüsse,

300 g Mehl.

Außerdem:

400 g Marzipan-Rohmasse,

Puderzucker zum Ausrollen,

3 − 4 EL Aprikosenkonfitüre,

400 g Zartbitter-Kuvertüre,

etwa 80 Walnusshälften.

Aus Butter, gesiebtem Puderzucker,

Vanillezucker, Eigelb, gemahlenen

Walnüssen und

10 Ratgeber 11/2012

Mehl rasch einen glatten Mürbeteig

herstellen, zur Kugel formen

und 1 − 2 Stunden kalt stellen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Backofen auf 180° C

(Gas Stufe 2 − 2 ½) vorheizen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten

Arbeitsfläche 3 − 4 mm dick

ausrollen und Herzen ausstechen.

Diese auf das Backblech legen und

im heißen Backofen 10 − 12 Minuten

nach Sicht backen. Herausnehmen

und auf einem Kuchengitter

auskühlen lassen.

Die Marzipan-Rohmasse auf einer

leicht mit Puderzucker besiebten

Arbeitsfläche kurz durchkneten,

dann dünn ausrollen und gleich

große Herzen wie die Nussherzen

ausstechen.

Die Nussherzen auf der Oberfläche

mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen.

Jeweils ein Marzipanherz

daraufsetzen und leicht andrücken.

Die Kuvertüre nach Packungsaufschrift

im Wasserbad schmelzen.

Die Herzen mit der Kuvertüre bestreichen.

Jeweils eine Walnusshälfte

in die weiche Kuvertüre geben

und leicht andrücken. Fest

werden lassen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde,

zusätzlich Kühlzeit.

Nährwert pro Stück ca.:

2 g Eiweiß, 8 g Fett,

10 g Kohlenhydrate,

117 kcal (490 kJ).


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Lebkuchen-Zitronat-

Ecken

(Rezept für etwa 50 Stück)

Zutaten für den Teig:

250 g flüssiger Honig,

125 g Zucker,

200 g Zitronat,

200 g gehackte Mandeln,

300 g Mehl,

1 TL Lebkuchengewürz,

1 TL Pottasche,

2 EL warmes Wasser.

Zum Glasieren:

125 g gesiebter Puderzucker,

2 − 3 EL Zitronensaft,

100 g fein gewürfeltes Zitronat.

Den Honig mit dem Zucker erwärmen,

bis sich der Zucker gelöst hat.

Wieder etwas abkühlen lassen. Das

Zitronat mit den Mandeln im elektrischen

Zerkleinerer fein mixen.

Das Mehl mit dem Lebkuchengewürz

mischen. Die Pottasche im

Wasser auflösen.

Die Hälfte des Mehls mit der Honigmasse,

dem Zitronat-Mandel-

Mix und der Pottasche verrühren,

das restliche Mehl unterkneten.

Den Teig zugedeckt etwa 1 Stunde

ruhen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Backofen auf 180° C

(Gas Stufe 2 − 2 ½) vorheizen. Den

Teig auf dem vorbereiteten Backblech

etwa 1 cm dick ausrollen und

im vorgeheizten Backofen 20 − 25

Minuten backen. Das Backblech

aus dem Ofen nehmen, das Gebäck

etwas abkühlen lassen, dann

in Dreiecke schneiden. Das Gebäck

vollständig auskühlen lassen.

Den Puderzucker mit Zitronensaft

zu einem glatten Guss verrühren.

Die Dreiecke damit bestreichen

und mit dem Zitronat bestreuen.

Trocknen lassen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde,

zusätzlich Ruhezeit.

Nährwert pro Stück ca.: 1 g Eiweiß,

2 g Fett, 17 g Kohlenhydrate,

96 kcal (402 kJ).

Mandel-Schoko-

Brote

(Rezept für)

etwa 80 Stück

Zutaten für den Teig:

180 g Butter, 180 g Zucker,

1 Päck. Bourbon-Vanillezucker,

1 Msp. Salz,

½ TL gemahlener Zimt,

1 Eigelb (M),

200 g gemahlene Mandeln,

100 g geriebene Zartbitter-

Schokolade,

250 g Mehl.

Außerdem:

200 g Zartbitter-Kuvertüre.

Die Butter mit dem Zucker, dem

Vanillezucker, Salz, Zimt und dem

Eigelb auf der Arbeitsfläche zu einer

cremigen Masse verarbeiten.

Die Mandeln und die Schokolade

mit dem Mehl mischen und anschließend

rasch unter die Buttermasse

kneten. Den Teig in zwei

gleich große Portionen teilen und

daraus zwei Stangen von 30 cm

Länge formen.

Diese Stangen

mithilfe eines

stumpfen

großen Messers

kantig

formen, sodass sich

beim Abschneiden rechteckige

Scheiben ergeben. Die Stangen jeweils

in Folie wickeln. Im Kühlschrank

in 2 − 3 Stunden, besser

über Nacht, fest werden lassen.

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe

2 − 2 ½) vorheizen. Backbleche

mit Backpapier auslegen. Von jeder

Stange etwa 40 Scheiben

schneiden. Mit genügend Abstand

voneinander auf die vorbereiteten

Backbleche legen. Im heißen Backofen

10 − 12 Minuten backen. Aus

dem Ofen nehmen und auf einem

Kuchengitter vollständig

auskühlen lassen.

Die Kuvertüre nach Vorschrift

schmelzen und

temperieren. Die Mandel-Schoko-

Brote zur Hälfte in die Kuvertüre

tauchen. Am Schüsselrand leicht

abstreifen, dann auf Pergamentpapier

legen und trocknen lassen.

Zubereitungszeit:

1 Stunde, zusätzlich

Kühl- und Wartezeiten.

Nährwert pro Stück ca.:

1 g Eiweiß, 5 g Fett, 6 g Kohlenhydrate,

71 kcal (296 kJ).

Mandel-Cantuccini

(Rezept für)

etwa 50 Stück

Zutaten:

3 Eiweiß (M),

200 g Zucker,

2 Eigelb (M),

200 g Mehl,

2 TL Backpulver,

150 g gemahlene Mandeln,

100 g gehackte Mandeln,

40 ml Orangenlikör.

Das Eiweiß

sehr

steif schlagen,

dabei etwa ein Drittel

des Zuckers einrieseln

lassen. Die Eigelbe unterziehen.

Das Mehl mit dem Backpulver,

dem restlichen Zucker

und den Mandeln mischen. Den

Eischnee und den Orangen likör

mit einem Teigschaber unterarbeiten,

so dass ein glatter Teig entsteht.

Ein Backblech mit Backpapier

auslegen. Den Backofen auf

190° C (Gas Stufe 2 ½ − 3) vorheizen.

Den Teig auf das vorbereitete

Backblech geben, mit etwas Mehl

bestreuen und etwa 5 − 6 mm dick

ausrollen. Im heißen Backofen

12 − 15 Minuten backen.

Das Gebäck noch heiß in

6 − 7 cm breite Streifen, diese in

etwa 1,5 cm breite Cantuccini

schneiden. Auskühlen lassen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Stück ca.: 2 g Eiweiß,

3 g Fett, 7 g Kohlenhydrate,

65 kcal (272 kJ).


STOLLEN

Müssen Stollen immer länglich und zusammengeklappt sein?

Nein! Backen Sie Stollenteig in einer Sternform oder als

Portionsgrößen im Einkochglas. Da haben Sie gleich doppelt

Erfolg: Der Stollen behält zum einen garantiert seine Form.

Und er bleibt von der ersten bis zur letzten Scheibe saftig

und aromatisch, wenn Sie die Einkochgläser dann noch

verschließen und den Stollen einkochen.

Formvollendet

Apfel-Birnen-Stollen

(Rezept für etwa 20 Scheiben)

Zutaten:

125 g getrocknete Birnen,

4 EL Apfeldicksaft (Reformhaus),

½ Fläschchen Rum-Aroma,

500 g Mehl,

1 Prise Salz,

2 TL Christstollengewürz,

30 g frische Hefe,

50 g Zucker,

150 ml Milch,

1 Ei (M),

250 g Quark,

175 g weiche Butter,

50 g gehackte Mandeln,

einige Tropfen Öl für die Form,

Puderzucker zum Besieben.

Die getrockneten Birnen klein würfeln.

Den Apfeldicksaft erhitzen,

die Birnen zufügen und 1 Minute

köcheln lassen. Das Rum-Aroma

unterrühren. Zugedeckt 4 Stunden

durchziehen lassen.

Das Mehl in eine Schüssel sieben,

mit Salz und Christstollengewürz

mischen. In die Mitte eine Vertiefung

drücken, die Hefe hineinbröckeln,

1 TL Zucker untermischen.

Die Milch lauwarm erhitzen, über

die Hefe gießen und mit etwas

Mehl vom Rand zu einem Brei rühren.

Den Vorteig mit etwas Mehl

bestreuen. Zugedeckt an einem

warmen Ort 10 − 15 Minuten gehen

lassen, bis die Oberfläche Risse

zeigt.

Ei, Quark, weiche Butter und den

restlichen Zucker zum Mehl geben.

Alles mit den Knethaken

des Handrührgerätes zu einem

glatten Teig verarbeiten. Den

Teig nochmals 30 Minuten gehen

lassen.

Eine beschichtete Sternbackform

von etwa 30 cm Ø mit dem Öl auspinseln.

Die Birnen und die ge-

hackten Mandeln unter den Teig

kneten. Den Teig mit bemehlten

Händen in die Form drücken. Erneut

20 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) vorheizen.

Den Stollen im vorgeheizten Backofen

bei 200° C (Gas Stufe 3) etwa

15 Minuten backen, dann die Backofentemperatur

auf 180° C (Gas

Stufe 2 − 2 ½) reduzieren und den

Stollen weitere 30 − 35 Minuten

backen.

Den Stollen 10 Minuten in der Form

ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter

stürzen, die Form entfernen.

Mit Puderzucker besieben und

auskühlen lassen.

Den Stollen in Alufolie wickeln und

vor dem Anschneiden 1 − 2 Tage

ruhen lassen, damit sich sein Aroma

voll entfalten kann.

Zubereitungszeit: 1 ¾ Stunden,

zusätzlich diverse Wartezeiten.

Nährwert pro Scheibe ca.:

6 g Eiweiß, 10 g Fett,

27 g Kohlenhydrate,

222 kcal (928 kJ).

14 Ratgeber 11/2012


STOLLEN

STOLLEN

Erdnuss-Stollen

(Rezept für 12 WECK®-Gläser)

Sturzform à 290 ml Inhalt

Zutaten für die Stollen:

150 g geröstete Erdnüsse

ohne Salz,

150 g Sultaninen,

100 g gewürfeltes Orangeat,

6 cl Rum,

750 g Mehl,

60 g frische Hefe,

250 ml Milch,

1 Ei (M), 150 g Zucker,

1 Prise Salz,

250 g Butter.

Außerdem:

Butter und Semmelbrösel

für die Gläser,

Puderzucker zum Besieben.

Die Erdnüsse grob hacken. Die Sultaninen

und das Orangeat in eine

Schüssel geben, mit dem Rum mischen.

Zugedeckt marinieren.

Das Mehl in eine Schüssel sieben, in

der Mitte eine Mulde formen. Die

Hefe hineinbröckeln, mit der lauwarmen

Milch auflösen und dabei

mit etwas Mehl vom Rand vermischen.

Den Vorteig mit etwas Mehl

bestreuen. Mit einem Tuch zudecken

und an einem warmen, zugfreien

Ort gehen lassen, bis die

Oberfläche deutliche Risse zeigt.

Inzwischen das Ei mit dem Zucker,

dem Salz und der weichen Butter

verrühren. Zum Vorteig geben und

alles zu einem glatten, festen Teig

verkneten. Zugedeckt an einem

warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Die Erdnüsse und die Rumfrüchte

zum Teig geben und kurz unterkneten,

nochmals 30 Minuten gehen

lassen. Die Einkochgläser

sorgfältig mit Butter ausstreichen

und mit den Semmelbröseln

ausstreuen.

Den Teig in 12 gleich große Portionen

von je etwa 160 g teilen. Jeweils

zu einer Kugel formen und in

die Gläser füllen. Zugedeckt weitere

15 Minuten gehen lassen.

Die Fettpfanne oder den Rost aus

dem Backofen nehmen, den Backofen

auf 180° C (Gas Stufe 2−2½)

vorheizen.

Die Gläser mit dem Stollenteig in

die kalte Fettpfanne stellen und in

den vorgeheizten Backofen schieben

oder den Rost einschieben

und die Gläser daraufstellen. Die

Stollen 35 − 40 Minuten backen.

Stäbchenprobe durchführen.

Aus dem Ofen nehmen und etwas

abkühlen lassen. Die Gläser mit

Einkochring, Glasdeckel und Einweck-Klammern

verschließen. Im

100° C-heißen Wasserbad 30 Minuten

einkochen. Die Stollen mit Puderzucker

besiebt

servieren.

Zubereitungszeit: 2 ½ Stunden,

zusätzlich 30 Minuten Einkochzeit

bei 100° C.

Nährwert pro Glas ca.: 12 g Eiweiß,

28 g Fett, 75 g Kohlen hydrate,

618 kcal (2584 kJ).

Mini-Cranberry-

Stollen

(Rezept für 6 WECK®-Gläser)

Sturzform à 165 ml Inhalt

Zutaten:

100 g getrocknete

Cranberrys,

50 g Orangeat,

50 g getrocknete Mango,

60 g gehackte blanchierte

Mandeln,

50 ml Orangensaft,

2 cl Orangenlikör,

250 g Mehl,

30 g frische Hefe,

60 ml lauwarme Milch,

50 g Zucker,

125 g zerlassene Butter.

Außerdem:

Butter und Semmelbrösel

für die Gläser,

Puderzucker zum Besieben.

Die Cranberrys klein schneiden.

Orangeat und Mango fein würfeln.

Die Früchte mit den Mandeln,

dem Orangensaft und dem Orangenlikör

in einer kleinen Schüssel

mischen und zugedeckt 2 − 3 Stunden

ziehen lassen. Die Einkochgläser

sorgfältig mit weicher Butter

ausstreichen und mit den Semmelbröseln

ausstreuen.

Das Mehl in eine Schüssel sieben,

in der Mitte eine Mulde formen.

Die Hefe hineinbröckeln, mit der

Milch und etwas Mehl vom Rand

zu einem Vorteig verrühren. Zugedeckt

an einem warmen Ort etwa

15 Minuten gehen lassen, bis die

Oberfläche Risse zeigt. Den Zucker

und die zerlassene Butter zugeben

und alles zu einem glatten Teig

verkneten. Nochmals etwa 20 Minuten

gehen lassen, bis sich das

Volumen verdoppelt hat. Die

Früchte rasch unter den Teig kneten,

diesen nochmals 10 Minuten

gehen lassen.

Den Teig in 6 Portionen à

120 g teilen, zu Kugeln

formen und in die

vorbereiteten Gläser

setzen. Nochmals zugedeckt

30 Minuten

gehen lassen.

Die Fettpfanne oder

den Rost aus dem

Backofen nehmen,

den Ofen auf 180° C

(Gas Stufe 2−2½)

vorheizen.

Die Gläser mit dem

Stollenteig in die

kalte Fettpfanne

stellen und in den

vorgeheizten Backofen

schieben oder

den Rost einschieben

und die Gläser

daraufstellen. Die

Stollen 35 − 40 Minuten

backen. Unbedingt

Stäbchenprobe

durchführen.

Aus dem Backofen

nehmen, auf ein

Tuch stellen und

etwas abkühlen

lassen. Die Gläser

mit Einkochring,

Glasdeckel und Einweck-Klammern

verschließen. Im

100° C-heißen Wasserbad 30 Minuten

einkochen.

Die Stollen mit Puderzucker besiebt

servieren.

Zubereitungszeit: 2 ½ Stunden,

zusätzlich 30 Minuten Einkochzeit

bei 100° C.

Nährwert pro Glas ca.: 12 g Eiweiß,

28 g Fett, 75 g Kohlenhydrate,

618 kcal (2584 kJ).

11/2012

Ratgeber

17


STOLLEN

STOLLEN

Christbrot mit Zimt

(Rezept für 12 − 14 Scheiben)

Zutaten:

300 g Mehl,

20 g frische Hefe,

70 ml Milch,

60 g Butter,

1 Ei (M),

40 g Zucker,

1 Prise Salz,

abgeriebene Schale einer

halben Bio-Zitrone,

½ TL gemahlener Zimt,

60 g Sultaninen,

50 g gehackte geschälte

Mandeln,

je 50 g gewürfeltes Zitronat

und Orangeat,

2 cl Rum.

Außerdem:

60 g Butter,

50 g Zucker,

1 Prise gemahlene Vanille.

Das Mehl in eine Schüssel sieben,

in der Mitte eine Vertiefung formen,

die Hefe hineinbröckeln. Die

Milch leicht erwärmen und zugießen,

die Hefe darin verrühren, bis

sie sich vollständig aufgelöst hat.

Den Vorteig mit etwas Mehl bestreuen,

mit einem Tuch bedecken

und etwa 15 Minuten gehen lassen,

bis die Oberfläche Risse zeigt.

Die Butter schmelzen, sie darf nur

lauwarm sein, dann in einer Schüssel

mit dem Ei, dem Zucker, dem

Salz, der Zitronenschale

und dem Zimt verrühren. Diese Mischung

zum Vorteig geben und alles

zu einem glatten Hefeteig

schlagen. Nochmals etwa 20 Minuten

gehen lassen, bis sich das Volumen

etwa verdoppelt hat.

Die Sultaninen, die Mandeln, das

Zitronat und das Orangeat mit

dem Rum übergießen und gut

durchziehen lassen. Dann rasch

unter den gut gegangenen Hefeteig

kneten und diesen wieder gehen

lassen.

Aus dem Hefeteig einen kleinen

Laib formen und in ein etwa 20 cm

langes Brotbackkörbchen legen.

Mit einem Tuch bedeckt an einem

warmen Ort gehen lassen, bis er

deutlich an Volumen zugenommen

hat.

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) vorheizen. Das Christbrot

auf der unteren Schiebeleiste

im vorgeheizten Backofen

etwa 35 Minuten backen.

Unbedingt Stäbchenprobe

durchführen und überprüfen,

ob der Teig wirklich durchgebacken

ist, es darf nichts hängen

bleiben.

Das Brot etwas abkühlen lassen,

dann aus dem Körbchen nehmen.

Die Butter schmelzen, das Brot damit

von allen Seiten bestreichen.

Zucker und Vanille mischen und

das Christbrot damit einstreuen.

Vor dem Servieren nach Belieben

mit Puderzucker besieben.

Zubereitungszeit: 2 ½ Stunden.

Nährwert pro Scheibe (bei 14

Scheiben) ca.: 4 g Eiweiß, 10 g Fett,

30 g Kohlenhydrate,

231 kcal (968 kJ).

Lebkuchenstollen

mit Nüssen

(Rezept für 12 WECK®-Gläser)

Mini-Sturzform à 160 ml Inhalt

oder 4 − 5 WECK®-Gläser

Sturzform à ½ l Inhalt

Zutaten:

175 g Butter,

250 g Zucker,

1 Prise Salz,

4 Eier (M),

1 TL Lebkuchengewürz,

25 g Kakaopulver,

350 g Mehl,

1 Päckchen Backpulver,

250 ml Milch,

25 g gehackte Pistazien,

75 g gehackte Mandeln,

75 g gehackte Haselnüsse.

Außerdem:

Butter und Semmelbrösel für

die Gläser,

Puderzucker zum Besieben.

Die Einkochgläser sorgfältig mit

Butter ausstreichen und mit den

Semmelbröseln ausstreuen. Die

Fettpfanne oder den Rost aus

dem Backofen nehmen, den

Backofen auf 175° C (Gas Stufe

2) vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker und

dem Salz schaumig rühren.

Nach und nach die Eier zugeben

und unterrühren. Das Lebkuchengewürz

und das Kakaopulver untermischen.

Das Mehl mit dem

Backpulver darübersieben und mit

der Milch unterrühren. Die gehackten

Nüsse zum Schluss untermengen.

Den Teig jeweils bis zur Hälfte

in die vorbereiteten Gläser füllen.

Die Gläser mit dem Teig in die kalte

Fettpfanne stellen und in den vorgeheizten

Backofen schieben oder

den Rost einschieben und die Gläser

daraufstellen. Die Lebkuchenstollen

in den kleinen Gläsern etwa

30 Minuten backen, die Stollen in

den großen Sturzgläsern etwa

40 − 45 Minuten. Unbedingt Stäbchenprobe

durchführen.

Aus dem Ofen nehmen und etwas

abkühlen lassen. Die Gläser mit

Einkochring, Glasdeckel und Einweck-Klammern

verschließen. Im

100° C-heißen Wasserbad 30 Minuten

einkochen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker

besieben.

Zubereitungszeit: ¾ − 1 Stunde,

zusätzlich 30 Minuten Einkochzeit

bei 90° C.

Nährwert pro Glas ca.: 9 g Eiweiß,

25 g Fett, 49 g Kohlenhydrate,

459 kcal (1923 kJ).

18 Ratgeber 11/2012


APFEL-EIERLIKÖR-KUCHEN

BACKEN

im November

Herbe Schokolade und süß-säuerliche

Äpfel verbinden sich mit dem feinen

Aroma von Eierlikör, der sich sowohl

in der Joghurtcreme zwischen den

Schokoböden als auch im Guss auf

den Äpfeln verbirgt.

Apfel-Eierlikör-Torte

(Rezept für 14 Stücke)

Zutaten für den Boden:

50 g bittere Schokolade,

50 g Butter,

3 Eier (L),

100 g Zucker,

3 TL Vanillezucker,

75 g Mehl.

Für die Apfelmasse:

3 Blatt Gelatine,

500 g Äpfel,

400 ml Apfelsaft,

60 g Zucker,

Saft einer halben Zitrone,

80 ml Eierlikör,

50 g gehackte Walnüsse.

Für die Eierlikör-Creme:

4 Blatt Gelatine,

150 g Naturjoghurt,

100 ml Eierlikör,

100 g Zucker,

100 g Sahne.

Außerdem:

100 g Sahne, 1 TL Zucker,

20 g geröstete Mandel -

blättchen.

Für den Boden die Schokolade

grob zerkleinern, die Butter in

Stücke schneiden. Zusammen auf

einem warmen Wasserbad

schmelzen, anschließend wieder

etwas abkühlen lassen.

Den Boden einer Springform von

24 cm Ø mit Backpapier auslegen.

Den Backofen auf 175° C (Gas Stufe

2) vorheizen.

Eier, Zucker und Vanillezucker

weißschaumig aufschlagen, die

Schokoladenbutter unterrühren.

Das Mehl darübersieben und unterheben.

Die Teigmasse in die vorbereitete

Springform füllen, die

Oberfläche glatt streichen. Im vorgeheizten

Backofen 35 − 40 Minuten

backen. Herausnehmen, den

Boden aus der Form lösen und auskühlen

lassen. Abgekühlt einmal

waagerecht durchschneiden.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Die Äpfel waschen, vierteln,

das Kerngehäuse entfernen,

die Viertel in etwa 5 mm dicke

Spalten schneiden. Den Apfelsaft

mit Zucker und Zitronensaft in einen

Topf geben und aufkochen.

Die Apfelspalten einlegen, darin

2 − 3 Minuten garen, herausheben,

gut abtropfen

und auskühlen lassen.

Den Saft auf die Hälfte

einkochen. Die Gelatine

ausdrücken und in

dem heißen, nicht

mehr kochenden Saft

auflösen. Den Eierlikör

unterrühren. Den Eier -

likörguss etwas abkühlen

lassen.

Für die Creme die Gelatine in kaltem

Wasser einweichen. Den Joghurt

mit dem Eierlikör und dem

Zucker in einer Schüssel verrühren.

Die Gelatine tropfnass bei geringer

Hitze auflösen, dann rasch unter

die Creme rühren. Die Sahne steif

schlagen und unterheben.

Den ersten Tortenboden auf eine

Tortenunterlage legen, mit einem

Tortenring umschließen. Die Eier -

likör-Creme auf den Schokoladenboden

geben, die Oberfläche glatt

streichen. Den zweiten Boden auflegen.

Im Kühlschrank 20 Minuten

angelieren lassen.

1 Die Apfelspalten fächerförmig

und im Kreis auf die Tortenoberfläche

legen. Die gehackten Walnüsse

darauf verteilen.

2 Den Eierlikörguss gleichmäßig

über den Apfelspalten verteilen,

sollte er bereits zu fest geworden

sein, auf dem heißen Wasserbad

nochmals leicht erwärmen. Für

weitere 2 − 3 Stunden in den Kühlschrank

stellen.

Die Sahne mit dem Zucker steif

schlagen. Die Torte aus dem Ring

lösen. Den Tortenrand mit der Sahne

bestreichen und mit den Mandelblättchen

bestreuen.

Zubereitungszeit: 2 Stunden, zusätzlich

2 − 3 Stunden Gelierzeit.

Nährwert pro Stück ca.:

6 g Eiweiß, 15 g Fett, 37 g Kohlenhydrate,

317 kcal (1325 kJ).

1 2

20 Ratgeber 11/2012


Noch vor einigen Jahren wurden Enten meist als Ganzes

im Backofen gebraten und erst bei Tisch tranchiert.

Heute, auch durch das Vorbild asiatischer Restaurants,

hat dieses Geflügelfleisch neue Anhänger gefunden,

denn gerade die Zubereitung im Wok macht das zarte

Fleisch zu einer Delikatesse.

Der Fettanteil ist beim Entenfleisch besonders hoch, wobei das

meiste Fett direkt unter der Haut liegt. Das macht die Ente bei

der Zubereitung schön knusprig und schützt das Fleisch vor

dem Austrocknen.

Ente

gut, alles gut

Wasabi-Ente

aus dem Wok

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

1 Entenbrustfilet (300 g),

4 Möhren,

100 g Zuckerschoten,

50 g Sojasprossen,

1 TL Speisestärke,

3 EL Sojaöl,

50 ml Reiswein,

150 ml Entenfond (aus dem

Glas),

½ − 1 TL Wasabi-Paste

(sehr scharfer japanischer

Meerrettich),

3 − 4 EL Sojasoße,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

einige Korianderblättchen.

Die Haut von der Entenbrust ablösen,

das Fleisch in dünne Scheiben

schneiden. Die Möhren schälen

und schräg in dünne Scheiben

schneiden. Die Zuckerschoten abbrausen

und putzen, die Sojasprossen

in einem Sieb mit kochendem

Wasser übergießen, gut

abtropfen lassen.

Die Fleischscheiben mit dem Stärkemehl

besieben. Das Sojaöl in einem

Wok erhitzen, die Entenbrust

darin anbraten. Das Fleisch an den

Rand schieben. Die Möhren in die

Mitte geben und 2 − 3 Minuten

unter

Rühren

braten. Ebenfalls

an den Rand schieben, die

Zuckerschoten in die Mitte geben

und 1 − 2 Minuten braten. Die Sojasprossen

zugeben, alles mischen

und mit dem Reiswein ablöschen.

Den Entenfond angießen, die Wasabi-Paste

einrühren. Mit Sojasoße,

Salz und Pfeffer abschmecken und

alles noch 2 − 3 Minuten ziehen

lassen. Mit Korianderblättchen bestreuen

und mit Reis servieren.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.: 20 g Eiweiß,

20 g Fett, 8 g Kohlenhydrate,

298 kcal (1248 kJ); 0,7 BE.

22 Ratgeber 11/2012


ENTE

Ente aus dem Ofen

Titelrezept

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

2 küchenfertige Nantaiser Enten

(je etwa 800 g), ersatzweise

1 kleine Flugente,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

100 g Schalotten,

100 g Möhren,

300 g kleine, mehligkochende

Kartoffeln,

120 g Flaschentomaten,

100 g Lauch,

60 g Staudensellerie mit Grün,

200 g Kürbisfruchtfleisch,

200 g Zucchini,

1 Lorbeerblatt,

3 Thymianzweige,

2 EL Rapsöl,

250 ml Gemüsefond.

Außerdem:

1 EL fein geschnittene Kräuter

(Petersilie, Thymian).

Die Enten unter fließendem kalten

Wasser innen und außen waschen,

trockentupfen. Das sichtbare Fett

mit den Fingern sorgfältig entfernen.

Die Enten mit einem scharfen

Messer oder einer Geflügelschere

der Länge nach halbieren. Salzen

und pfeffern.

Die Schalotten pellen und vierteln.

Die Möhren und Kartoffeln waschen

und schälen, die Möhren in

Stifte schneiden, die Kartoffeln

quer halbieren. Die Tomaten waschen,

vierteln und quer halbieren.

Den Lauch putzen und gründlich

waschen. Lauch und Staudensellerie

in etwa 3 cm lange Stücke

schneiden. Das Kürbisfruchtfleisch

in 2 cm große Würfel, die Zucchini

in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

Den Backofen auf 200° C

(Gas Stufe 3) vorheizen.

Das Gemüse in einen entsprechend

großen Bräter

geben, salzen und pfeffern.

Lorbeerblatt und Thymianzweige

dazulegen. Die gewürzten

Entenhälften mit der

Schnittfläche nach unten darauflegen

und mit dem Öl bepinseln.

Den Bräter in den vorgeheizten

Backofen schieben, die Enten

etwa 40 Minuten braten. Nach 15

Minuten den Gemüsefond angießen.

Wenn die Enten keine Kruste

bekommen sollen, dann ab und zu

mit dem Fond beschöpfen.

Die Ente aus dem Ofen mit den

fein geschnittenen Kräutern bestreut

servieren.

Zubereitungszeit: 1 ½ Stunden.

Nährwert pro Portion ca.:

48 g Eiweiß, 48 g Fett,

17 g Kohlenhydrate,

693 kcal (2900 kJ); 1,4 BE.

Geschmorte

Entenkeulen mit Oliven

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

4 Entenkeulen à 250 − 300 g,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

80 g Zwiebeln,

300 g Tomaten,

100 g Lauch,

80 g Staudensellerie,

100 g Möhren,

3 EL Olivenöl,

400 ml Geflügelfond,

1 EL fein geschnittene Kräuter

(Petersilie, Thymian, Rosmarin),

100 g schwarze Oliven.

Die Entenkeulen mit Salz und Pfeffer

würzen. Die Zwiebeln pellen

und fein hacken. Die Tomaten kurz

in kochendem Wasser blanchieren,

kalt abschrecken und häuten. Die

Früchte halbieren, Stielansatz und

Samen entfernen. Die Samen in ein

Sieb geben und passieren, den

Saft beiseitestellen. Das Tomatenfruchtfleisch

würfeln.

Den Lauch putzen, waschen und in

dünne Ringe schneiden. Den Staudensellerie

putzen, eventuell vorhandene

Fäden abziehen, den Sellerie

in Scheiben schneiden. Die

Möhren schälen und ebenfalls in

Scheiben schneiden.

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe

2 − 2 ½) vorheizen.

Das Öl in einem Bräter erhitzen, die

Entenkeulen darin von allen Seiten

anbraten, anschließend wieder

herausnehmen. Zwiebeln, Lauch,

Sellerie und Möhren im verbliebenen

Fett anbraten. Den Geflügelfond

und den Tomatensaft angießen,

mit den Kräutern, Salz und

Pfeffer abschmecken. Die Oliven

zufügen. Alles aufkochen lassen,

dann die Entenkeulen einlegen.

Den Bräter zudecken, die Keulen

im heißen Backofen etwa

1 ¼ Stunden schmoren. In den

letzten 20 Minuten die Tomaten

zufügen. Offen fertig schmoren.

Nochmals abschmecken.

Zu den geschmorten Entenkeulen

mit Oliven Tagliatelle servieren.

Zubereitungszeit: 1 ¾ Stunden.

Nährwert pro Portion ca.: 36 g Eiweiß,

57 g Fett, 7 g Kohlenhydrate,

685 kcal (2865 kJ); 0,6 BE.

11/2012

Ratgeber

25


ENTE

Ente mit Gemüse

aus dem Wok

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

1 Entenbrustfilet (etwa 350 g),

150 g Möhren,

200 g Steckrüben,

100 g Lauch,

1 kleine rote Paprikaschote,

10 g Zitronengras,

20 g Ingwer,

50 g Frühlingszwiebeln,

1 Chilischote,

100 g Shiitake-Pilze,

3 EL Erdnussöl,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

250 ml Geflügelfond,

4 EL helle Sojasoße,

1 TL Speisestärke,

1 EL fein geschnittenes Koriandergrün,

Korianderblättchen zum

Garnieren.

Für den Reis:

300 g thailändischer Duftreis

(Langkornreis),

600 ml Salzwasser.

Die Entenbrust häuten, das Fleisch

in dünne Scheiben schneiden. Die

Möhren und Steckrüben schälen,

die Möhren in Scheiben, die Steckrüben

in etwa 3 cm lange und

0,5 cm dicke Stifte schneiden. Den

Lauch putzen, waschen und in

schmale Ringe schneiden. Die Pap -

rikaschote vierteln, den Stielansatz,

die Samen und weißen Trennwände

entfernen, das Fruchtfleisch in

Streifen schneiden. Das Zitronengras

putzen und fein hacken. Den

Ingwer schälen und fein würfeln.

Die Frühlingszwiebeln putzen und

in Ringe schneiden. Die Chilischote

vom Stielansatz befreien, quer in

dünne Ringe schneiden, dabei die

Samen entfernen. Die Shiitake-Pilze

von den harten

Stielen befreien und die Hüte in

Scheiben schneiden.

Den Reis in einem Sieb unter fließendem

kalten Wasser abbrausen,

gut abtropfen lassen. Mit dem

Salzwasser in einen Topf geben

und zum Kochen bringen. Die Hitze

reduzieren, den Reis zugedeckt

bei schwacher Hitze 15 − 20 Minuten

garen. Sobald die Flüssigkeit

aufgesogen ist, den Topf vom Herd

nehmen und den Reis noch 5 Minuten

ausquellen lassen.

2 EL Öl in einem Wok erhitzen, das

Entenfleisch darin portionsweise

unter Wenden bei starker Hitze

knusprig braten. Aus dem Wok

nehmen, salzen und pfeffern und

zugedeckt warm stellen. Das vorbereitete

Gemüse (ohne die Pilze),

das Zitronengras, den Ingwer. die

Frühlingszwiebeln und Chiliringe

in den Wok geben und im restlichen

Öl unter Rühren anbraten.

Geflügelfond, Sojasoße, Salz, Pfeffer

und Speisestärke miteinander

verrühren. Das Entenfleisch mit

den Pilzen in den Wok geben, die

Würzsoße zugießen, alles gut

verrühren und 2 − 3 Minuten

bei mittlerer Hitze köcheln

lassen. Mit dem Koriandergrün

bestreuen und anrichten.

Die Ente mit dem Reis anrichten,

mit den Korianderblättchen

garniert servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion ca.:

37 g Eiweiß, 35 g Fett, 71 g Kohlenhydrate,

749 kcal (3135 kJ); 5,9 BE.

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Entenbrust auf

gebratener Ananas

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

1 Entenbrust (etwa 300 g),

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

100 g Marsala, ersatzweise

roter Johannisbeersaft,

250 ml Entenfond (aus dem

Glas),

200 g frisches Ananasfruchtfleisch,

1 Bund Frühlingszwiebeln,

2ELÖl,

Cayennepfeffer.

Außerdem:

120 g Langkorn-Wildreis-

Mischung,

Salz.

Die Entenbrust häuten, das Fleisch

mit Salz und Pfeffer würzen. In einer

beschichteten Pfanne von beiden

Seiten anbraten. Mit dem

Marsala ablöschen, den Entenfond

angießen. Etwa 15 − 20 Minuten bei

schwacher Hitze garen. Vor dem

Anschneiden 5 Minuten zugedeckt

ruhen lassen.

Den Reis nach Anleitung in Salzwasser

garen.

Die Ananas in Scheiben schneiden.

Die Frühlingszwiebeln putzen, kalt

abbrausen und in Stücke schneiden.

Das Öl in einer beschichteten

Pfanne erhitzen. Die Ananasscheiben

darin von jeder Seite anbraten.

Die Frühlingszwiebeln zugeben

und kurz schwenken, sodass sie

noch Biss haben. Mit einer Prise

Salz und Cayennepfeffer würzen.

Die Entenbrust in Scheiben schneiden,

mit den Ananasscheiben, den

Frühlingszwiebeln und dem Fond

anrichten. Den Reis extra dazu

reichen.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.:

16 g Eiweiß, 19 g Fett,

33 g Kohlenhydrate,

393 kcal (1642 kJ); 2,8 BE.

Kulinarisches

QUIZ

Testen Sie Ihr Wissen

rund um die Küche.

Wir stellen Ihnen einige

Fragen zu verschie denen

Themen dieses Ratgebers.

Sie suchen sich aus den

drei möglichen Antworten

die richtige heraus,

nehmen den dazugehöri -

gen Lösungs buchstaben

und bilden damit das

Lösungswort. Raten Sie

mit und gewinnen Sie!

1. Die Steckrübe ist am aromatischsten,

wenn ...

nP ... sie nicht mehr als

150 Gramm wiegt.

nN ... das Fruchtfleisch gelblich ist.

nH ... die Schale schwarze Punkte

aufweist.

2. Was benötigt man für einen

„Allgäuer Milchkuchen“?

nE Pumpernickel

nA Croissants

nU Altbackenes Weißbrot oder

Brötchen

3. Was verfeinert das kräftige

Aroma von Wildschweinfleisch?

nN Flambieren mit weißem Rum

nR Backen in der Salzkruste

nD Einlegen in eine Buttermilchbeize

Das können Sie im November

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16 „Les Secrets d’Emile“-

Lasagne-Sets von Emile Henry

Innerhalb kurzer Zeit und mit wenigen Zutaten kann man eine

Lasagne zaubern. Zubereiten lässt sich das Gericht am besten in

einer Gratinform. Das Lasagne-Set des französischen Keramik -

herstellers besteht aus einer Gratinform, Lasagnepalette und einem

Rezeptbüchlein mit den „Secrets“, den Küchengeheimnissen von

Emile. Die Form ist aus ofenfester

Keramik hergestellt, die die Wärme

bestmöglich verteilt, sodass

die Gerichte gleichmäßig durchgebacken

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Secrets d’Emile“-Lasagne-Sets

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je 64 €.

4. Mittelfeste, vorwiegend

festkochende Kartoffeln

eignen sich für die

Zubereitung von ...

nE ... Salz- und Pellkartoffeln sowie

Aufläufen und Gratins.

nA ... Kartoffelpüree und knusprigen

Kroketten.

nB ... Kartoffelklößen.

5. Was bewirkt das unter der

Entenhaut liegende Fett?

nL Die Haut wird beim Braten

schön knusprig und das zarte

Fleisch trocknet nicht aus.

nM Die Garzeit des Geflügels verlängert

sich um 10 − 15 Minuten.

nS Das Fleisch braucht nicht mit

Salz und Kräutern gewürzt zu

werden.

6. Für eine Lasagne verwendet

man ...

nA ... Linguine.

nT ... Pappardelle.

nN ... Nudelplatten.

Lösungswort

n 1 n 2 n 3 n 4 n 5 n6

Es gilt das Lösungswort zu finden, das aus

den Lösungsbuchstaben der richtigen

Antworten zusam menzusetzen ist.

Geben Sie uns dieses per Telefon unter

der Nummer

01378 9090 1011

durch (ein Anruf aus dem deutschen

Festnetz kostet 0,50 €, ggf. abweichende

Tarife aus dem Mobilfunknetz).

Sie können uns das Lösungswort auch auf

einer ausreichend frankierten Postkarte

schicken mit dem Kennwort

„Kulinarisches Quiz 11“.

Adresse, Teilnahmebedingungen sowie

Einsendeschluss auf Seite 155.

28 Ratgeber 11/2012

11/2012 Ratgeber 29


ALLGÄU

Die vielseitige Natur- und Kulturlandschaft Allgäu zieht

Hunderttausende Gäste alljährlich an, zu Alpinsport im

Sommer und Winter, Rad-, Wander- und Wassersport,

aber auch zu den kulturellen und kulturgeschichtlichen

Sehenswürdigkeiten der Gegend.

Das Allgäu, begrenzt durch die Allgäuer Alpen im Süden, den

Bodensee im Westen und den Lech im Osten, ist geprägt durch

ein aus Moränenwällen bestehendes Berg- und Hügelland

mit Seen und Hoch mooren, die in den Mulden zurück -

geblieben sind. In der traditionellen Allgäuer Küche finden

sich die Zutaten, die es in früheren, eher ärmlichen Zeiten

in der Region ausreichend und preiswert gab.

Das waren vor allem Eier, Mehl, Milch und

Fett sowie all das, was im Bauerngarten an

Kräutern, Obst und Gemüse gewachsen ist.

Ein breites Spektrum von Mehlspeisen und

anderen einfachen Gerichten, bei denen die

Zutaten günstig sind, die aber äußerst

köstlich schmecken,

wartet auf Sie.

Kulinarische

Reise

ins Allgäu

Allgäuer Milchkuchen

(Rezept für 12 Stücke)

Zutaten:

250 g altbackenes Weißbrot

oder Brötchen,

¾ l Milch,

100 g brauner Zucker,

Mark einer Vanilleschote,

4 Eier (M),

½ TL gemahlener Zimt,

80 g Rosinen,

100 g Butter,

1 gehäufter EL brauner Zucker.

Außerdem:

Butter und Brösel für die Form,

Puderzucker zum Besieben.

Das altbackene Weißbrot in etwa

1 cm große Würfel schneiden. In

eine Schüssel geben. Die Milch mit

Zucker und Vanillemark erhitzen,

bis sich der Zucker aufgelöst hat,

dann lauwarm abkühlen lassen.

Die lauwarme Milch über die Brotwürfel

gießen. Einige Stunden einweichen,

bis das Brot die Milch

vollständig aufgenommen hat.

Eine Springform von 26 cm Ø sorgfältig

mit Butter ausstreichen

und mit den Semmelbröseln

ausstreuen. Den Backofen

auf 200° C (Gas Stufe 3)

vorheizen.

Die Brotmasse in der

Küchenmaschine zu

einem Brei verrühren.

Eier und Zimt unterrühren,

die Rosinen unterheben.

Den fast flüssigen

Teig in die Springform

füllen. Die Butter in kleinen

Würfeln auf der Oberfläche verteilen,

den braunen Zucker gleichmäßig

darüberstreuen. Im heißen

Backofen etwa 1 Stunde backen.

Zubereitungszeit: 1 ½ Stunden,

zusätzlich Einweichzeit.

Nährwert pro Stück ca.:

6 g Eiweiß, 12 g Fett, 27 g Kohlen -

hydrate, 242 kcal (1012 kJ).

Grießkiachla mit

Erdäpfel und Speck

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

250 ml Fleischbrühe,

70 g Hartweizengrieß,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

200 g gekochte Salatkartoffeln,

150 g gekochtes geräuchertes

Wammerl (Bauchspeck),

80 g Zwiebeln,

1 Ei,

2 EL Schnittlauchröllchen,

1 EL fein geschnittene Petersilie,

1 EL gerebelter Majoran,

60 g Butter zum Braten.

Die Fleischbrühe zum Kochen

bringen, den Grieß unter ständigem

Rühren einrieseln lassen. Bei

geringer Hitze etwa 15 Minuten

weiter köcheln und dabei öfter

umrühren. Das Grießmus mit Salz

und Pfeffer würzen, etwas abkühlen

lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln

pellen und in 1 cm große Würfel

schneiden. Den Bauchspeck in

sehr kleine Würfel schneiden. Die

Zwiebeln pellen und fein würfeln.

Unter das Grießmus das Ei, die

Zwiebelwürfel und die klein geschnittenen

Kräuter rühren, dann

erst die Kartoffel- und Speckwürfel

untermischen. Aus der Masse etwa

1 cm starke Küchle formen.

Die Butter in einer Pfanne erhitzen,

die Küchle darin von beiden Seiten

knusprig braun braten.

Die Grießkiachla mit einem frischen

bunten Salat servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion ca.:

16 g Eiweiß, 27 g Fett,

20 g Kohlenhydrate,

387 kcal (1622 kJ); 1,7 BE.

11/2012

Ratgeber

31


ALLGÄU

Kässpätzle

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

500 g Mehl,

5 Eier (L),

1 TL Salz,

etwa 100 ml Wasser,

300 g frisch geriebener Hart -

käse, z. B. Allgäuer Emmentaler

oder Bergkäse,

Pfeffer aus der Mühle.

Außerdem:

200 g Zwiebeln,

80 g Butter.

Das Mehl in eine Schüssel

geben, in die Mitte eine Vertiefung

drücken und die Eier und

das Salz hineingeben. Zunächst

die Hälfte des Wassers zugeben

und alles mithilfe eines Kochlöffels

zu einem glatten Teig verrühren.

Den Teig kräftig schlagen, bis er

von glatter, zäher Konsistenz ist

und in dicken Tropfen vom Löffel

fällt. Bei Bedarf weiteres Wasser zugeben.

Den Backofen auf 150° C (Gas Stufe

1) vorheizen. In einem entsprechend

großen Topf reichlich Salzwasser

zum Kochen bringen. Den

Teig portionsweise durch einen

Spätzlehobel in das kochende

Wasser hobeln. Sobald die Spätzle

oben schwimmen, vorsichtig herausheben,

gut abtropfen lassen

und in einer vorgewärmten feuerfesten

Form verteilen. Sofort mit

etwas Käse bestreuen und mit

Pfeffer würzen. So fortfahren, bis

der gesamte Teig aufgebraucht ist.

Die letzte Schicht Spätzle mit dem

restlichen Käse bestreuen. Im vorgeheizten

Backofen warm stellen.

Die Zwiebeln pellen und in Scheiben

schneiden. In der zerlassenen

Butter kross braten. Die Kässpätzle

aus dem Ofen nehmen und mit

den Zwiebelringen garnieren. Mit

einem Salat und nach Belieben mit

Schnittlauchröllchen bestreut servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion (bei 6 Portionen)

ca.: 30 g Eiweiß, 33 g Fett,

61 g Kohlenhydrate,

664 kcal (2778 kJ); 5,1 BE.

ALLGÄU

Krautkrapfen

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

300 g Mehl,

Salz,

3 Eier (L),

1 EL Sonnenblumenöl,

1 − 2 EL Wasser,

150 g roh geräucherter

durchwachsener Speck,

1 Landjäger (luftgetrocknete

und geräucherte Rohwurst),

2 EL Butterschmalz,

300 g Sauerkraut,

1 TL Kümmel,

Pfeffer aus der Mühle,

1,5 l Fleischbrühe.

Außerdem:

1 Eiweiß zum Bestreichen,

Butter für die Form.

Das Mehl auf eine Arbeitsfläche

häufen. Eine Vertiefung in die Mitte

drücken, Salz, Eier, Öl und Wasser

hineingeben und alles rasch zu

einem glatten Teig verkneten. Zur

Kugel formen, in Folie wickeln und

1 Stunde ruhen lassen.

Den Speck und die Wurst in kleine

Würfel schneiden. In einem entsprechend

großen Topf das Butterschmalz

erhitzen, darin die Speckund

Landjägerwürfel anbraten.

Das Sauerkraut etwas klein schneiden

und zugeben. Mit Salz, Pfeffer

und Kümmel herzhaft würzen. Unter

Rühren etwa 10 Minuten garen.

Vom Herd nehmen und etwas abkühlen

lassen.

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) vorheizen. Einen backofengeeigneten

Bräter mit Butter ausstreichen.

Den Nudelteig auf einer

leicht bemehlten Arbeitsfläche

möglichst dünn zu einem lang gezogenen

Rechteck ausrollen, das

abgetropfte Kraut darauf verteilen,

dabei ringsum einen schmalen

Rand frei lassen. Den Rand mit

dem Eiweiß bestreichen. Den Nudelteig

von der Längsseite her

straff aufrollen, den Rand andrücken.

Die Teigrollen mit einem

scharfen Messer in 4 cm dicke

Scheiben schneiden. Die Scheiben

mit der Schnittfläche nach unten

in den vorbereiteten Bräter setzen.

Die Fleischbrühe leicht erhitzen

und die Krautkrapfen damit begießen,

sie sollen von der Flüssigkeit

knapp bedeckt sein.

Alles bei starker Hitze aufkochen,

dann zugedeckt im heißen Backofen

auf der mittleren Schiebeleiste

etwa 30 Minuten garen. Nach

dieser Zeit den Bräter aufdecken

und die Krautkrapfen in weiteren

10 − 15 Minuten offen fertig garen,

bis sie eine leichte Kruste bekommen

haben.

Zubereitungszeit: 1 ¾ Stunden,

zusätzlich Wartezeit.

Nährwert pro Portion ca.:

46 g Eiweiß, 44 g Fett,

57 g Kohlenhydrate,

815 kcal (3408 kJ); 4,8 BE.

32 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

33


SCHÄTZE IM GLAS

Manche Geschenke

brauchen etwas Zeit,

sie müssen „reifen“ wie

dieser Gewürzlikör.

Andere sind gleich

genussbereit wie der

Weihnachtslikör und

der Bratapfelsirup.

Ob Sie den einen oder

anderen Likör oder

Sirup dann wirklich

verschenken oder doch

selbst genießen, liegt

ganz bei Ihnen!

Gewürzlikör

(Rezept für 2 WECK®-Flaschen)

à ½ l Inhalt

Zutaten:

1 TL Fenchelsamen,

1 TL Anissamen,

1 TL Wacholderbeeren,

1 TL Korianderkörner,

5 Gewürznelken,

2 Zimtstangen,

200 g brauner oder weißer

Kandiszucker,

800 ml Doppelkorn.

Die Gewürze und den Kandiszucker

in eine saubere 1-l-Flasche geben.

Den Korn angießen.

Die Flasche mit Einkochring, Glasdeckel

und Einweck-Klammern

verschließen. An einem warmen

Ort 6 Wochen reifen lassen, dabei

möglichst täglich schütteln.

Nach dieser Zeit ein Sieb mit einem

Mulltuch auslegen, den Likör abseihen.

In zwei Saftflaschen à ½ l

Inhalt abfüllen, wieder mit Einkochring,

Glasdeckel und Einweck-

Klammern verschließen. Kühl und

dunkel aufbewahren.

Zubereitungszeit: 15 Minuten, zusätzlich

6 Wochen Reifezeit.

Nährwert pro Gläschen (2 cl) ca.:

32 kcal (132 kJ).

Bratapfelsirup

(Rezept für etwa)

1,2 l Sirup

Zutaten:

750 ml Apfelsaft

(aus eigener

Herstellung oder

gekauft),

1000 g Kölner weißer

Kandis,

20 g Zitronensäure,

3 Zimtstangen,

2 − 3 Tropfen Bittermandel -

aroma,

Zimtpulver nach Geschmack.

Den Apfelsaft mit dem Kandis, der

Zitronensäure und den Zimtstangen

in einen Topf geben und zum

Kochen bringen. In etwa 10 Minuten

sirupartig einkochen.

Den Topf vom Herd nehmen, die

Zimtstangen entfernen. Den

Sirup mit dem Bittermandel -

aroma und Zimtpulver nach

Geschmack aromatisieren.

Den Sirup sofort heiß in vorbereitete

saubere Flaschen füllen

und diese fest verschließen.

Kühl und dunkel aufbewahren,

innerhalb 3 Monaten aufbrauchen.

Zubereitungszeit: 25 Minuten.

Nährwert pro EL (15 ml) ca.:

14 g Kohlenhydrate,

56 kcal (236 kJ).

Schätze

GLAS

Weihnachtslikör

(Rezept für 4 WECK®-Flaschen)

à ½ l Inhalt

Zutaten:

120 g Zucker,

15 g Gewürzmischung

für Spekulatius,

500 g Sahne,

500 g Nuss-Nougat-Creme,

800 ml Weinbrand.

Bezugsquelle für Einkochgläser Seite 153

Zucker, Gewürzmischung, Sahne, Nusscreme

und Weinbrand in einen Mixer

geben und kräftig durchmixen. In vorbereitete

saubere Flaschen füllen, diese

mit Einkochring, Glasdeckel und Einweck-Klammern

verschließen.

Kühl und dunkel aufbewahren. Vor Genuss

kräftig schütteln. Innerhalb von

3 Wochen genießen.

Zubereitungszeit: 15 Minuten.

Nährwert pro Flasche ca.: 8 g Eiweiß,

79 g Fett, 111 g Kohlenhydrate,

1650 kcal (6902 kJ).

34

Ratgeber

10/2012


BESTSELLER – REZEPTE

Gudrun Kaanen aus

Haldensleben

Mohnkuchen

Zutaten für den Boden:

60 g Margarine,

100 g Zucker,

1 Ei,

150 g Mehl.

Für den 1. Belag:

1 Päck. Vanille-Puddingpulver,

½ l Milch,

1 Päck. backfertiger

Mohn,

1 Becher Schmand,

1 Päck. Vanillezucker.

Für den 2. Belag:

2 Eiweiß,

1 Prise Salz,

100 g Zucker,

2 Eigelb,

2 Becher Schmand.

Den Boden einer Springform

von 26 cm Ø mit

Backpapier auslegen.

Den Backofen auf 180° C

(Gas Stufe 2 − 2 ½) vorheizen.

Für den ersten Belag aus

dem Puddingpulver und

der Milch nach Vorschrift

einen Pudding kochen,

abkühlen lassen.

Für den Kuchenboden

die Margarine mit dem

Zucker, dem Ei und dem

Mehl zu einer glatten

Masse verrühren. In die

vorbereitete Springform

geben und gleichmäßig

verteilen.

Den Mohn, den Schmand

und den Vanillezucker

unter den abgekühlten

Pudding rühren. Gleichmäßig

auf dem Teigboden

verteilen.

Für den zweiten Belag

das Eiweiß mit dem Salz

und der Hälfte des Zuckers

steif schlagen. Die

Eigelbe mit dem restlichen

Zucker schaumig

rühren, den Schmand

unterrühren. Den Eischnee

unterheben. Die

Masse auf den Mohnbelag

geben und gleichmäßig

verstreichen.

Im heißen Backofen mindestens

60 Minuten backen,

Stäbchenprobe

durchführen. Im Backofen

abkühlen lassen.

unserer Leser

Frau Ursula Schönhardt

aus Michelstadt

Grapefruitkonfitüre

Wintertraum

Zutaten:

1 Grapefruit,

2 Äpfel,

250 g Ananasfruchtfleisch,

2 mittelgroße Möhren,

6 EL Ananassaft,

Saft von 1 ½ Zitronen,

1 kg Gelierzucker 2 : 1,

3 EL weißer Rum.

Die Grapefruit dick schälen,

die Filets aus den

Häuten lösen, abtropfenden

Saft auffangen. Die

Äpfel schälen, vierteln

und das Kerngehäuse

Anni Schüler aus Naila

Portugiesisches

Nussbrot

Zutaten:

500 g Mehl,

1 Päck. Backpulver,

200 g Zucker,

200 g Sultaninen,

200 g gehobelte

Haselnüsse,

etwa ½ l Milch.

Außerdem:

Fett und Mehl für die

Form.

entfernen, das Fruchtfleisch

klein schneiden.

Das Ananasfruchtfleisch

in Stückchen schneiden,

die Möhren waschen,

schälen und zerkleinern.

Alles zusammen mit

Grapefruit-, Ananas- und

Zitronensaft mit dem

Mixstab zerkleinern.

Die Masse mit dem Gelierzucker

verrühren,

zum Kochen bringen

und nach Herstellerangabe

4 Minuten sprudelnd

kochen lassen.

Ganz zum Schluss den

Rum unterrühren. Kochend

heiß in bereitgestellte

saubere heiße

kleine Gläser füllen und

sofort mit Schraubdeckel

verschließen.

Eine Kastenform ausfetten

und mit Mehl ausstreuen.

Den Backofen

auf 175° C (Gas Stufe 2)

vorheizen. Das Mehl mit

dem Backpulver und

dem Zucker in einer

Schüssel mischen, die

Sultaninen und gehobelten

Haselnüsse zugeben.

So viel Milch unterrühren,

bis der Teig schwer

vom Löffel fällt. Den Teig

in die vorbereitete

Kastenform geben. Im

vorgeheizten Backofen

etwa 1 Stunde backen.

Kerstin Loges aus

Hermannsburg

Kartoffelauflauf

Zutaten:

1 kg Kartoffeln,

Salz,

7 mittelgroße

Zwiebeln,

300 g gekochter

Schinken,

100 g durchwachsener

Räucherspeck,

1 TL grob geschroteter

Kümmel,

¼ l Milch,

2 Eier,

1 Msp. weißer Pfeffer,

1 Msp. frisch geriebene

Muskatnuss,

100 g geriebener

Gouda

50 g Butter.

Außerdem:

Fett für die Form,

Tomatenviertel und

Petersilie zum

Garnieren.

Die Kartoffeln waschen

und in Salzwasser garen.

Abgießen, etwas ausdampfen

lassen, dann

pellen und in Scheiben

schneiden. Die Zwiebeln

pellen, halbieren und in

halbe Ringe schneiden.

In kochendem Salzwasser

kurz aufkochen, abgießen

und gut abtropfen

lassen. Den Schinken

und Räucherspeck in

kleine Würfel schneiden.

Eine entsprechend große

Auflaufform ausfetten.

Den Backofen auf 200° C

(Gas Stufe 3) vorheizen.

Alle vorbereiteten Zutaten

in die Auflaufform

schichten, die letzte

Schicht sollen Kartoffelscheiben

sein. Den geschroteten

Kümmel darüberstreuen.

Die Milch mit den Eiern,

1 TL Salz, weißem Pfeffer

und Muskat verquirlen

und über die Zutaten in

der Auflaufform gießen.

Den geriebenen Käse

darüberstreuen. Die Butter

in Flöckchen auf der

Oberfläche verteilen.

Den Kartoffelauflauf im

vorgeheizten Backofen

45 − 50 Minuten garen.

Mit Tomatenvierteln und

Petersilie garnieren.

Mit einem bunten Salat

servieren.

Sabine Meyer aus

Klipphausen

Pfefferkuchen

Zutaten:

500 g Mehl,

1 Päck. Schokoladen-

Puddingpulver,

½ TL Zimt

½ TL Nelken,

1ELKakao,

je 200 g grob gehackte

Haselnüsse und

Mandeln,

200 g Rosinen,

je 50 g fein gehacktes

Orangeat und Zitronat,

175 g Margarine,

300 g Zucker,

250 g Zuckerrübensirup,

2 Eier,

10 g Pottasche,

10 g Hirschhornsalz,

2 − 3 EL kalter Kaffee,

schwarze Johannisbeerkonfitüre

Kuvertüre.

Die trockenen Zutaten

einschließlich Rosinen,

Orangeat und Zitronat in

einer Schüssel mischen.

In einer zweiten Schüssel

die weiche Margarine

mit dem Zucker, dem

Zuckerrübensirup und

den Eiern verrühren. Die

Pottasche und das

Hirschhornsalz in dem

kalten Kaffee auflösen.

Alles vermischen und

kräftig verrühren. Den

Teig zugedeckt 3 Wochen

kalt stellen, am

besten in einem kühlen

Keller.

Nach dieser Zeit den Teig

Zimmertemperatur annehmen

lassen. Ein

Backblech mit Backpapier

auslegen. Den Backofen

auf 175° C (Gas

Stufe 2) vorheizen.

Den Teig halbieren, eine

Hälfte in Backblechgröße

ausrollen, auf das Blech

legen. Mit der glatt gerührten

Konfitüre bestreichen.

Die zweite

Teighälfte ausrollen und

als Deckel obenauf legen.

Im heißen Backofen

20 − 25 Minuten backen.

Abkühlen lassen.

Den Pfefferkuchen in

etwa 4 cm große Würfel

schneiden. Die Kuvertüre

nach Anleitung

schmelzen und temperieren,

die Würfel damit

überziehen.

Liebe Leserinnen und Leser, haben Sie ein besonderes Rezept, das Sie anderen Lesern

vorstellen wollen? Schicken Sie es uns doch zu! Da wir in der Redaktion bereits an die

Themen des nächsten Frühjahrs denken, freuen wir uns über saison gerechte Rezepte. Jede

Veröffent lichung wird honoriert (deshalb bitte Bankverbin dung angeben!).

Legen Sie doch Ihr Passfoto bei oder auch ein Bild Ihres Rezeptes, am besten als digitale

Daten (300 dpi).

Bitte beachten Sie, dass wir aus rechtlichen Gründen keine Rezepte veröffent lichen können,

die bereits anderweitig, u.a. auch im Internet, publiziert worden sind.

11/2012

Ratgeber

37


Marktbummel

llllllllllllllllllllll

Elegant

Ganz auf Nostalgisches verzichten die Xmas-Artikel

von ASA Selection. Dekorative, fast silbern wirkende

Streifen auf weißem Grund zieren Geschirrset, Kerzenleuchter

und Dosen aus Steingut. (Dosen ab

ca. 6,90, Kerzenleuchter ab ca. 13,90 €)

Würziger

Advent

Der Gewürz- Adventskalender von Zauber der

Gewürze nimmt seinen Besitzer mit auf eine

kulinarische Reise. 24 würzige Überraschungen

von A wie Aglio-Olio-Peperoncino-Gewürzmischung

bis Z wie Zimtblüten und das

dazu passende Rezeptbüchlein sorgen für

eine genussreiche Adventszeit. (Im Internet

unter www.zauberdergewuerze.de sowie bei

ausgewählten Feinkosthändlern, ca. 39,90 €)

Edel und fein

Nach einem alten norddeutschen Rezept

wird die Entenmousse von Dithmarscher

Geflügel hergestellt. Auf Salz wird fast

verzichtet und Hilfs- und Zusatzstoffe sind

darin nicht zu finden.

(170-g-Glas ca. 2,49 €)

Stark und modern

Der Edelstahl-Wasserkocher

„Cashmira“ von WMF schimmert in

den Farben Champagne, Coral und

Jade. Er fasst 1,7 l und seine blau

beleuchtete Wasserstandsanzeige

liefert dazu einen tollen Kontrast.

Obligatorisch sind der Trockenlauf- und

Überhitzungsschutz, Kochstoppautomatik und eine

Deckelverriegelung. (Ca. 69,99 €)

Beerig

Der aus Bio-Aroniawein gewonnene

Bio-Aronia Glühwein erhält seinen

milden, aber charakter vollen

Geschmack durch die Zugabe einer

speziell abgestimmten Gewürz -

mischung und der Süße aus Bio-

Zucker. Der wärmende Glühwein

von Aronia Original enthält

9 Vol.-% Alkohol.

(1-l-Flasche ca. 4,95 €)

Die vorgestellten Lebensmittel erhalten Sie im Lebensmittel-Einzel -

handel. Den Herstellernachweis für die übrigen Artikel finden Sie

auf Seite 153. Bei den in Klammern angegebenenProduktpreisen handelt

es sich um die unverbindlichenPreisempfehlungen derHersteller.

Genau dosiert

Rapsöl und Butter vereint die

flüssige Bratcreme „die feine“ von

Deli Reform in der handlichen

Flasche mit Dosierskala. Durch den

Butterzusatz ist sie ideal zum Braten,

Kochen, Backen und Verfeinern

warmer Gerichte geeignet. Dabei

spritzt sie deutlich weniger als

Butter oder Öl beim Anbraten.

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Bourbon-Vanille-Soße und knackigen

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noch ein Rezept und

eine Anleitung dazu.

(Erhältlich ab

14. November 2012,

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11/2012

Ratgeber

39


WILDSCHWEINBRATEN

Das Fleisch vom Wildschwein ist

kräftiger im Geschmack als das

des Hausschweines. Um das

Aroma zu verfeinern, wird es

gerne eingelegt, z. B. in dieser

Buttermilchbeize.

Wildschweinbraten mit

Pfifferlingsgemüse

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Braten:

10 Wacholderbeeren,

2 Lorbeerblätter,

1 TL weiße Pfefferkörner,

½ TL gehackter Rosmarin,

1 TL Thymianblättchen,

800 g Wildschweinfleisch

aus der Keule,

500 ml Buttermilch,

Salz,

Pfeffer aus der Mühle,

120 g Zwiebeln,

75 g grüner Speck,

250 ml Wildfond,

250 ml Rotwein,

Saft einer Orange,

1 Prise gemahlener

Piment.

Für das Gemüse:

50 g Zwiebeln,

50 g roh geräucherter

durchwachsener Speck,

200 g Pfifferlinge

(frisch oder TK),

150 g Tomatenfruchtfleisch,

½ gelbe Paprikaschote,

20 g Butter,

Salz,

1 EL gehackte Kräuter

(Rosmarin, Thymian,

Basilikum),

Pfeffer aus der Mühle.

Außerdem:

250 g Bandnudeln,

Salz,

200 g Kürbisfruchtfleisch,

1 EL Butter,

Pfeffer aus der

Mühle.

Für die Marinade die Wacholderbeeren,

die Lorbeerblätter, die

Pfefferkörner, die Rosmarinnadeln

und Thymianblättchen in einem

Mörser fein zerreiben. Das Fleisch

gut damit einreiben. In eine entsprechend

große Form legen, mit

der Buttermilch begießen und zugedeckt

über Nacht im Kühlschrank

durchziehen lassen.

Am nächsten Tag das Fleisch aus

der Marinade nehmen, abtropfen

lassen und mit Küchenpapier trockentupfen.

Mit Salz und Pfeffer

würzen. Die Zwiebeln pellen und

grob hacken. Den grünen Speck

klein würfeln.

Den Backofen auf 175° C (Gas Stufe

2) vorheizen. Die Speckwürfel in

einem Bräter auslassen, das Fleisch

darin rundherum kräftig anbraten.

Die Zwiebelwürfel kurz mitbraten.

Den Bräter in den vorgeheizten

Backofen stellen und den Wildschweinbraten

etwa 60 Minuten

garen. Nach 15 Minuten mit dem

Wildfond und dem Rotwein begießen.

Während des Garens den Braten

immer wieder mit Bratfond

beschöpfen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln

schälen und fein würfeln. Den

Speck ebenfalls in kleine Würfel

schneiden. Frische Pfifferlinge putzen

und je nach Größe halbieren

oder ganz belassen, tiefgekühlte

Pilze antauen lassen. Das Tomatenfruchtfleisch

in kleine Würfel

schneiden. Die Paprikaschote putzen,

dabei Stielansatz, Samen und

weiße Trennwände entfernen, das

Fruchtfleisch ebenfalls würfeln.

Die Butter in einer Pfanne erhitzen.

Zwiebel- und Speckwürfel darin anbraten,

die Paprikawürfel zugeben

und alles 2 − 3 Minuten braten.

Die Pfifferlinge und die Tomatenwürfel

zugeben und weitere 2 − 3

Minuten braten. Die Kräuter einstreuen,

das Pfifferlingsgemüse

abschmecken.

Reichlich Salzwasser zum Kochen

bringen, die Bandnudeln darin

bissfest kochen. Das Kürbisfruchtfleisch

mit einem Sparschäler in

Streifen schneiden. In den letzten

3 − 4 Minuten zu den Bandnudeln

geben und mitgaren.

Den Braten nach der Garzeit aus

dem Ofen nehmen, das Fleisch

sollte eine Kerntemperatur von

65 − 70° C haben. Den Braten in

Alufolie wickeln und kurz ruhen

lassen. Den Orangensaft und den

Piment in den Bratenfond rühren,

etwas einkochen lassen und durch

ein Sieb passieren. Herzhaft abschmecken.

Die Bandnudeln abgießen und abtropfen

lassen. Die Butter in einer

entsprechend großen Pfanne erhitzen,

die Nudeln mit den Kürbisstreifen

darin schwenken, mit Salz

und Pfeffer abschmecken.

Das Fleisch in Scheiben schneiden,

mit Gemüse, Soße und Teigwaren

anrichten.

Zubereitungszeit: 1 ½ Stunden,

zusätzlich Marinierzeit über

Nacht.

Nährwert pro Portion ca.:

56 g Eiweiß, 24 g Fett,

55 g Kohlenhydrate,

699 kcal (2929 kJ); 4,6 BE.

TIPP

Wildschweinfleisch beim Metzger

rechtzeitig vorbestellen

oder beim Forstamt oder Jagdpächter

nachfragen!

11/2012

Ratgeber

41


Knolle

Tolle

Von außen eher

unscheinbar, unter der

dünnen Schale köstlich!

Kartoffeln sind heute

eines der wichtigsten

Grundnahrungsmittel

und werden in vielen

Teilen der Welt angebaut.

Kartoffeln unterscheiden sich

nicht nur in Form und Farbe,

sondern auch hinsichtlich der

Kocheigenschaften und des

Einsatzes in der Küche. Für

Salate, Pell- oder Bratkartof -

feln sollten es auf jeden Fall

festkochende Sorten sein.

Mittelfeste, vorwiegend

festkochende Sorten sind die

richtigen für Salz- oder

Pellkartoffeln, Aufläufe

und Gratins.

Mehligkochende

Sorten eignen sich

besonders für Pürees,

Klöße, Reibe kuchen

oder Kroketten.

Kartoffelsalat mit

Pfifferlingen

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

800 g festkochende Kartoffeln,

Salz,

80 g Zwiebeln,

50 g roh geräucherter durchwachsener

Speck,

150 g Tomaten,

200 g kleine Pfifferlinge,

1 EL fein geschnittene Petersilie.

Für das Dressing:

125 ml warme Fleischbrühe,

2 − 3 EL Weinessig,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

5 EL Sonnenblumenöl.

Zum Garnieren:

Schnittlauchspitzen.

Die Kartoffeln gründlich waschen,

in einen Topf geben, mit Wasser

bedecken, leicht salzen und 20 − 25

Minuten garen. Abgießen und ausdampfen

lassen. Die Kartoffeln pellen

und in Scheiben schneiden.

Die Zwiebeln pellen und fein würfeln.

Den Speck von Schwarte und

Knorpeln befreien, ebenfalls in

kleine Würfel schneiden.

Die Tomaten waschen, vierteln,

Stielansatz und Samen entfernen,

das Fruchtfleisch klein würfeln. Die

Zutaten für das Dressing in einer

Schüssel verrühren.

Eine Pfanne erhitzen, die Speckwürfel

darin auslassen. Die Zwiebeln

zugeben und kurz mitbraten.

Die Pfifferlinge zufügen und 3 Minuten

braten.

Die Kartoffelscheiben, Tomatenwürfel,

die Pfifferlinge und die fein

geschnittene Petersilie in die

Schüssel zum Dressing geben und

vorsichtig mischen. Den Kartoffelsalat

anrichten, mit Schnittlauchspitzen

garniert servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion ca.:

9 g Eiweiß, 20 g Fett,

32 g Kohlenhydrate,

347 kcal (1455 kJ); 2,7 BE.

42 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

43


KARTOFFELN

Kartoffel-Zucchini-Rösti

auf Fischfilet

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

4 mittelgroße festkochende

Kartoffeln,

1 Zucchini,

3 Stangen Lauch,

3 EL Butter,

3ELMehl,

500 ml Milch,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

600 g weißes Fischfilet

(Seehecht oder Schellfisch).

Außerdem:

Butter für die Form.

Die Kartoffeln waschen,

schälen und

auf einer Rohkostreibe

reiben. Die Zucchini waschen,

die Enden abschneiden, die

Frucht ebenfalls reiben. Den Lauch

putzen, der Länge nach einschneiden

und gründlich waschen, in feine

Streifen schneiden.

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) vorheizen. Eine entsprechend

große Auflaufform mit Butter ausstreichen.

1 EL Butter erhitzen, die Lauchstreifen

darin andünsten. Mit dem

Mehl bestreuen, anschließend mit

der Milch ablöschen. Aufkochen

lassen, mit Salz und Pfeffer würzig

abschmecken.

Die Fischfilets kalt abbrausen, trockentupfen

und in die Auflaufform

legen. Die Lauchsoße darübergießen.

Zucchini- und Kartoffelstreifen

miteinander vermengen und

auf den Fischfilets verteilen. Die

restliche Butter in Flöckchen daraufgeben.

Im heißen Backofen

etwa 30 Minuten garen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion ca.:

35 g Eiweiß, 12 g Fett, 23 g Kohlenhydrate,

345 kcal (1442 kJ); 1,9 BE.

Kartoffelröllchen mit

Aubergine und

Mozzarella

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Kartoffelteig:

600 g mehligkochende

Kartoffeln,

1 EL Olivenöl,

3 Eigelb (M),

100 g Mehl,

120 g frisch geriebener

Parmesan,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

frisch geriebene Muskatnuss,

1 TL fein geschnittener Thymian.

Für die Füllung:

4 Auberginen (je 180 g),

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

Olivenöl zum Beträufeln,

1 Knoblauchzehe,

1 EL fein geschnittener Thymian

und Rosmarin,

200 g Mozzarella,

50 g getrocknete Tomaten,

60 g Pinienkerne,

50 g Ricotta,

2 Eigelb (M),

Weißbrotbrösel nach Bedarf.

Außerdem:

2 EL Olivenöl,

30 g frisch geriebener Parmesan.

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe

2 − 2 ½) vorheizen. Die Kartoffeln

gründlich waschen, längs halbieren

und auf ein leicht geöltes Backblech

legen. Die Auberginen für

die Füllung waschen, längs halbieren,

salzen und pfeffern. Mit der

Schnittfläche nach oben mit auf

das Backblech geben, großzügig

mit Olivenöl beträufeln. Die Knoblauchzehe

pellen und fein hacken.

Die Auberginen mit Thymian, Rosmarin

und Knoblauch bestreuen.

Das Blech in den heißen Backofen

geben, die Kartoffeln etwa 45 Minuten

backen, die Auberginen herausnehmen,

wenn das Fruchtfleisch

weich ist.

Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen,

das Innere mithilfe eines Löffels

herauslösen. Die Kartoffelmasse

durch ein Sieb streichen, die Eigelbe

unterrühren. Das Mehl mit

dem Parmesan mischen, mit den

Gewürzen und dem Thymian rasch

unter die Kartoffelmasse mengen.

Den Teig nicht länger als

nötig bearbeiten.

Die Auberginen aus

dem Ofen nehmen,

das Fruchtfleisch

mit einem Löffel

herausschaben,

durch ein Sieb streichen

und abkühlen

lassen. Den Mozzarella

und die Tomaten

klein würfeln, die Pinienkerne

fein hacken. Zusammen

mit dem Ricotta und

den Eigelben unter die

Auberginenmasse rühren.

Sollte die Masse zu weich

sein, noch Weißbrotbrösel einrühren.

Die Füllung abschmecken

und zugedeckt beiseitestellen.

Den Kartoffelteig auf einer leicht

bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.

In vier gleich große Rechtecke

teilen. Die Auberginenmasse

etwa 5 mm dick aufstreichen, die

Teigplatten von der Längsseite her

aufrollen. Die Rollen in etwas breitere

Stücke Alufolie wickeln, die

Enden mit Küchengarn festbinden.

In leicht kochendem Wasser 20 Minuten

garen.

Die Rollen herausheben, etwas abkühlen

lassen, aus der Folie wickeln

und in etwa 2 cm breite

Scheiben schneiden. Das Olivenöl

in einer Pfanne erhitzen, die Scheiben

darin von beiden Seiten braten.

Auf Tellern anrichten und mit

dem geriebenen Parmesan bestreut

servieren.

Die Kartoffelröllchen schmecken

sehr gut zu Lamm- oder Fischgerichten.

Zubereitungszeit: ca. 2 ¼Stunden.

Nährwert pro Portion ca.:

37 g Eiweiß, 52 g Fett,

44 g Kohlenhydrate,

795 kcal (3331 kJ); 3,7 BE.

44 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

45


KARTOFFELN

Rosmarinkartoffeln

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

1 kg festkochende Kartoffeln,

100 g Zwiebeln,

3 − 4 EL Olivenöl,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 EL Rosmarinnadeln,

100 g fein gewürfelter durchwachsener

Speck.

Die Kartoffeln waschen, schälen

und in 2 cm große Würfel schneiden.

Die Zwiebel pellen und würfeln.

Das Öl in einer entsprechend großen

beschichteten Pfanne erhitzen,

die Kartoffeln zugeben und

rundherum anbraten. Die Hitze reduzieren,

die Kartoffeln salzen und

pfeffern. Die Rosmarinnadeln einstreuen

und in insgesamt etwa

20 − 25 Minuten langsam braten.

Nach 10 Minuten die Speckwürfel ,

nach weiteren 5 Minuten die Zwiebelwürfel

zugeben. Fertig garen.

Nochmals abschmecken und servieren.

Zubereitungszeit: 40 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.: 8 g Eiweiß,

17 g Fett, 31 g Kohlenhydrate,

310 kcal (1297 kJ); 2,6 BE.

Ofenkartoffeln

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

8 mehligkochende Kartoffeln

(je etwa 150 g),

je 8 kleine Zweige Thymian

und Rosmarin,

1 EL Oreganoblättchen,

grobes Meersalz.

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe

2 − 2 ½) vorheizen.

Die Kartoffeln unter fließendem

Wasser gründlich abbürsten.

Jeweils eine

Kartoffel mit den

Kräutern auf ein

ausreichend

großes Stück

Alufolie

legen und

einwickeln. Im

vorgeheizten Backofen

etwa 60 Minuten garen.

Die Folie öffnen, die Kartoffeln

anrichten und mit grobem

Meersalz bestreut servieren.

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Zubereitungszeit: 1 ¼ Stunden.

Nährwert pro Portion ca.:

5 g Eiweiß, 0,5 g Fett,

36 g Kohlenhydrate,

176 kcal (738 kJ); 3 BE.

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Ratgeber

Frau und Familie

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KARTOFFELN

Schwedische Kartoffeln,

Äpfel und Birnen

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

4 Kartoffeln,

30 g Frühstücksspeck,

50 g Frischkäse mit Kräutern

der Provence,

100 g Schlagsahne,

1 EL geriebener Parmesan,

6 Salbeiblätter,

2 kleine Lorbeerblätter,

2 Äpfel (je 150 g),

2 Birnen (je 150 g).

Außerdem:

Fett für die Form.

Die Kartoffeln waschen und schälen.

Auf einen Löffel legen und

dicht an dicht einschneiden.

Den Speck in Stücke schneiden.

Frischkäse, Sahne und Parmesan

verrühren. Eine Auflaufform ausfetten.

Den Backofen auf 200° C

(Gas Stufe 3) vorheizen.

Die Kartoffeln in die vorbereitete

Form setzen, mit jeweils einem

Speckstück, Salbei- oder Lorbeerblatt

belegen. Die Hälfte der Parmesanmischung

darauf verteilen.

Im heißen Backofen zunächst etwa

30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Äpfel und

Birnen waschen. Die Deckel der

Äpfel abschneiden. Das Kerngehäuse

von Äpfeln und Birnen ausstechen.

Die Birnen ebenfalls

mehrmals einschneiden. Übrigen

Speck und die Kräuter auf den

Früchten verteilen, die Apfel-Oberteile

aufsetzen.

Die Äpfel und Birnen zu den Kartoffeln

in die Auflaufform geben.

Die übrige Parmesanmischung darauf

verteilen. In weiteren 10 − 15

Minuten fertig garen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion ca.:

7 g Eiweiß, 14 g Fett,

39 g Kohlenhydrate,

308 kcal (1288 kJ); 3,3 BE.

KuchenKalender im November

Do 1. Brokkolisuppe, Paillard vom Kalb,

Kartoffelgratin, Rote-Bete-Salat,

Vanilleflammeri

Fr 2. Eierflöckchensuppe, Kartoffel-Zucchini-

Rösti auf Fischfilet (S. 42), Linzer Torte

Sa 3. Schwarzwurzel-Salat, Frikadellen, Möhrengemüse,

Kartoffelpüree, Bratapfel

So 4. Grießklößchensuppe, Sauerbraten,

Spätzle, Rosenkohl,

Vanilleeis mit heißer Schokoladensoße

Mo 5. Nudelsuppe, pikanter Kohlstrudel, Feldsalat,

Stracciatellajoghurt

Di 6. Tomatensuppe mit Wirsingbeuteln,

Cappuccinocreme

Mi 7. gemischter Salat, Kürbis-Hack-Topf mit

Paprika, Salzkartoffeln,

Himbeerquark

Do 8. Graupensuppe, Eier mit Tomaten und

Ingwer, Orange

Fr 9. Tomatensalat, Rotbarschfilet auf Spinat-

Risotto, rote Grütze

Sa 10. Salatteller, Zwiebelwähe,

Schokoladenflammeri mit Sahne

So 11. Feldsalat, Hasenrückenfilet im Schinkenmantel,

Polenta, Rosinen-Mascarpone-

Creme

Mo 12. Lauchsuppe, Allgäuer Milchkuchen (S. 30)

Di 13. Spinatsuppe, Pfälzer Grumbeerpanne -

kuchen mit Apfelmus, Cappuccino

Mi 14. bunter Paprikasalat, Rindergulasch, Spätzle,

Fruchtsalat

Do 15. Kopfsalat, Zucchini-Champignon-Auflauf

mit Pinienkern-Brösel-Kruste, Salzkartoffeln,

Muffins

Fr 16. Petersilienrahmsuppe, Schollenröllchen mit

Ratatouille-Gemüse, Reis, Mandarine

So 18. Variationen vom Lachs, Saltimbocca-

Kalbsrouladen mit Schinken, Gnocchi,

Quarkstollen

Mo 19. Gemüsesuppe, Pellkartoffeln, Kräuterquark,

Cremetörtchen aus Ligurien

Di 20. Salatteller, Wurst-Cordon-Bleu,

Pommes frites, Mango

Mi 21. Zucchinisuppe, Berner Rösti,

gemischter Salat, Profiteroles

Do 22. Möhren-Kartoffel-Suppe,

Quarkkeulchen mit Beerenkompott

Fr 23. Zucchinisalat, Bandnudeln mit Lachs,

Zitronengelee

Sa 24. Frühlingsrolle,

Ente mit

Gemüse aus

dem Wok

(S. 26),

Litschi

So 25. Flädlesuppe,

geschmorte

Ochsenbacken

mit Chicorée,

Kartoffelpüree, dreifarbige

Joghurt-Ricotta-Creme

Mo26. Bohnensalat, Fenchel-Quiche,

Cappuccino, Honiglebkuchen

Di 27. Waldorfsalat, Couscous mit Pute und

Rosenkohl, Kiwi

Mi 28. Gurkensalat, gefüllter Schweinebauch,

Kartoffelknödel,

Lebkuchenstollen mit Nüssen (S. 19)

Do 29. grüner Salat, Spaghetti carbonara,

Blutorangenjoghurt

Fr 30. Chicoréesalat,

Kabeljaufilet in Tomatensoße, Reis,

Schokoladeneis

Sa 17. Feldsalat, Maultaschen mit Kräuterfüllung,

Bananen-Milchshake

11/2012

Ratgeber

49


Ganz zu Unrecht stehen

Steckrüben so selten auf

den Speiseplänen, denn

die zarten Kohlrüben,

die durch den Trauben -

zucker gehalt leicht süß

schmecken, sind sehr

kalorienarm.

Außerdem stecken

große Mengen an

Vitaminen und

Mineralstoffen in

ihnen.

Steckrüben, auch Wruken,

Kohlrüben, Butterrüben, Erdoder

Bodenkohlrabi genannt,

hing lange Zeit der Ruf als Viehfutter

nach. In Notzeiten, z. B.

nach der Kartoffelmiss ernte 1916

im sogenannten „Steckrüben -

winter“, waren sie Nahrungs -

reserve für weite Teile der

Bevölkerung. Um diesen das

ungeliebte Gemüse schmack -

haft zu machen, entstanden

bereits 1917 Steckrüben-Kochbücher.

Aus dieser Zeit stammen

auch die Bezeich nungen

„Ostpreußische oder

Mecklenburgische Ananas“.

Steckrüben

Putencurry mit

Steckrüben

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

60 g Frühlingszwiebeln,

10 g frische Ingwerknolle,

1 Knoblauchzehe,

10 g Zitronengras,

1 Chilischote,

600 g Putenbrust,

450 g Steckrüben,

200 g Kohlrabi,

100 g Lauch,

1 rote Paprikaschote,

100 g Shiitake-Pilze,

2 EL Rapsöl,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 EL mildes Curry-Pulver,

300 ml Geflügelfond,

400 ml Kokosmilch.

Zum Garnieren:

Koriandergrün.

Die Frühlingszwiebeln putzen und

in feine Ringe schneiden. Den Ingwer

schälen, die Knoblauchzehe

pellen, beides fein hacken. Das

Zit ronengras putzen und in feine

Ringe schneiden. Die Chilischote

längs halbieren, Stielansatz, Samen

und Trennwände entfernen,

das Fruchtfleisch fein würfeln. Das

Putenfleisch in etwa 3 cm große

Würfel schneiden.

Die Steckrüben und Kohlrabi schälen,

die Steckrüben in etwa 4 cm

lange und 0,5 cm dicke Stifte, die

Kohlrabi in 1 cm große Würfel

schneiden. Den Lauch putzen,

gründlich waschen und in dünne

Ringe schneiden. Die Paprikaschote

halbieren, Stielansatz, Samen

und weiße Trennwände entfernen,

das Fruchtfleisch in kleine Würfel

schneiden. Von den Shiitake-Pilzen

die harten Stiele entfernen, die

Hüte vierteln.

Das Öl in einem Wok oder einem

entsprechend großen Topf erhitzen.

Frühlingszwiebeln, Ingwer,

Knoblauch, Zitronengras und Chili

zugeben und anbraten. Das Putenfleisch

zugeben und mit anbraten.

Mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

Den Geflügelfond angießen. 15 Minuten

zugedeckt köcheln lassen.

Steckrüben, Kohlrabi, Lauch und

Paprikaschoten zugeben, die Kokosmilch

angießen und weitere

20 Minuten garen. Die Shiitake-Pilze

in den letzten 5 Minuten untermischen.

Nochmals abschmecken,

anrichten und mit dem Koriandergrün

garniert servieren.

Zubereitungszeit: 1 ¼ Stunden.

Nährwert pro Portion ca.: 42 g Eiweiß,

8 g Fett, 20 g Kohlenhydrate,

322 kcal (1344 kJ); 1,7 BE.

1

3

STECKRÜBEN

Steckrüben

Geerntet werden sie von September

bis Ende November, im kühlen

Keller oder in einer frostfreien Miete

lassen sie sich mehrere Monate

lagern. Die optimale Steckrübe ist

rundlich und etwa 1,5 kg schwer,

größere Rüben sind gern holzig.

Die Schale ist glatt, oben grün oder

rot und unten gelblich.

Rüben mit gelblichem Fruchtfleisch

werden wegen des intensiveren

Geschmacks in der Küche

bevorzugt. Gegart oder gedünstet

schmecken Steckrüben als Beilage,

roh geraspelt als Salat.

So wird’s gemacht

1 Die Steckrüben gründlich waschen

und abbürsten,

2 mit einem Sparschäler schälen,

3 erst in Scheiben,

4 dann in Streifen und diese in

Stifte oder Würfel schneiden.

2

4

50 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

51


STECKRÜBEN

STECKRÜBEN

Quiche mit Steckrüben

und Schwarzwurzeln

(Rezept für 8 Stücke)

Zutaten für den Teig:

200 g Weizenmehl Type 405,

100 g kalte Butter,

1 Eigelb (M), ½ TL Salz,

etwa 2 EL Eiswasser.

Für den Belag:

400 g Steckrüben,

400 g Schwarzwurzeln,

Salz,

120 g Lauch.

Für den Guss:

200 ml Milch,

5 Eier (M),

150 g geriebener Käse, z. B.

Emmentaler,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

frisch geriebene Muskatnuss.

Außerdem:

getrocknete Hülsenfrüchte

zum Blind backen,

1 EL fein geschnittener

Schnittlauch.

Für den Teig das Mehl auf eine Arbeitsfläche

sieben, in die Mitte

eine Mulde drücken. Die Butter,

das Eigelb, das Salz und das Eiswasser

hineingeben. Mit einer Palette

oder einem großen Messer

die Zutaten grob hacken, dann

rasch, damit die Butter nicht zu

weich wird, zu einem glatten Teig

zusammenkneten. Zu einer Kugel

formen, in Folie wickeln und etwa

30 Minuten kühl stellen.

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) vorheizen. Den Teig etwas

größer als die Quicheform von

26 cm Ø ausrollen. Den Teig in die

ungefettete Form legen, mit den

Fingern oder einer Teigkugel den

Rand andrücken, überstehenden

Rand abschneiden. Ein entsprechend

großes Stück Backpapier

auf den Teigboden legen, die Hülsenfrüchte

gleichmäßig darauf

verteilen. Im vorgeheizten Backofen

15 Minuten vorbacken. Die

Form aus dem Ofen nehmen, das

Backpapier mit den Hülsenfrüchten

entfernen. Die Backofentemperatur

auf 180° C (Gas Stufe

2 − 2 ½) reduzieren

In der Zwischenzeit die Steckrüben

und Schwarzwurzeln

schälen. Die Steckrüben

in 1 cm große

Würfel, die Schwarzwurzeln

in etwa

2 cm lange Stücke

schneiden. In kochendem

Salzwasser

10 Minuten garen. In

ein Sieb schütten und

abtropfen lassen. Den

Lauch vom Wurzelansatz

befreien, längs halbieren,

gründlich waschen

und gut abtropfen lassen. In

Streifen schneiden.

Für den Guss Milch und Eier in

einer Schüssel gut miteinander

verquirlen. Den Käse untermischen.

Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss

abschmecken. Die gegarten Steckrüben

und Schwarzwurzeln sowie

den Lauch zugeben und alles miteinander

vermischen. Die Füllung

auf dem vorgebackenen Boden

verteilen. Im heißen Backofen

etwa 45 Minuten backen.

Die Quiche aus dem Ofen nehmen,

etwas abkühlen lassen, dann aus

der Form lösen. Die Quiche mit

Schnittlauch bestreut servieren.

Zubereitungszeit: ca. 2 Stunden.

Nährwert pro Stück ca.:

31 g Eiweiß, 46 g Fett, 47 g Kohlenhydrate,

725 kcal (3034 kJ); 3,9 BE.

Spaghetti mit

Steckrübenragout

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

350 g Spaghetti, Salz.

Für das Ragout:

300 g Steckrüben,

80 g Möhren,

100 g Zwiebeln,

1 kleine grüne Paprikaschote,

200 g Champignons,

2 EL Olivenöl,

300 g gemischtes Hackfleisch,

30 g Tomatenmark,

1 Dose gehackte Tomaten

(425 ml),

300 ml Gemüsefond,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 EL fein geschnittene Petersilie,

1 EL Thymianblättchen.

Steckrüben und Möhren putzen

und schälen, die Zwiebeln pellen,

alles fein würfeln. Die Paprikaschote

vierteln, Stielansatz, Samen und

weiße Trennwände entfernen. Die

Schotenstücke in sehr feine Würfel

schneiden. Die Champignons putzen

und in dünne Scheiben

schneiden.

Das Öl in einem entsprechend großen

Topf erhitzen, das Hackfleisch

darin krümelig braten. Das Gemüse

zugeben und 3 − 4 Minuten mitbraten.

Das Tomatenmark untermischen

und mitbraten.

Die gehackten Tomaten zugeben,

den Fond angießen. Mit Salz und

Pfeffer abschmecken. Das Ragout

zugedeckt bei reduzierter Hitze

30 Minuten köcheln lassen. Die

Kräuter einstreuen und nochmals

abschmecken.

Die Spaghetti in kochendem Salzwasser

bissfest kochen. Abgießen

und gut abtropfen lassen. Die

Spaghetti mit dem Steck -

rüben-Ragout anrichten

und servieren.

Das Steckrübenragout können Sie

auch in Portionen haltbar machen.

Dazu das fertig gegarte Ragout in

entsprechend große saubere Einkochgläser

maximal bis 2 cm unter

den Rand einfüllen. Die Gläser mit

Einkochring, Glasdeckel und Einweck-Klammern

verschließen. Im

100° C-heißen Wasserbad 90 Minuten

einkochen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion ca.:

31 g Eiweiß, 24 g Fett,

72 g Kohlenhydrate,

632 kcal

(2646 kJ);

6BE.

Bezugsquelle für diese Einkochgläser Seite 153

52 Ratgeber 11/2012

11/2012 Ratgeber 53


Buch-TIPPS

November

2012

Apfel-Birnen-Stollen 14

Apfel-Eierlikör-Torte 20

Bratapfelsirup 35

Christbrot mit Zimt 18

Dattel-Walnuss-Brötchen 8

Ente aus dem Ofen 24

Ente mit Gemüse

aus dem Wok 26

Entenbrust auf gebratener

Ananas 28

Entenkeulen, geschmorte,

mit Oliven 25

Erdnuss-Stollen 16

Gewürzlikör 34

Grapefruitkonfitüre Wintertraum

36

Grießkiachla mit Erdäpfel

und Speck 31

verzeichnis

Hamburger braune Kuchen 9

Hildaplätzchen 7

Kartoffel-Zucchini-Rösti auf

Fischfilet 44

Kartoffelauflauf 37

Kartoffeln, Äpfel und Birnen,

schwedische 48

Kartoffelröllchen mit Aubergine

und Mozzarella 44

Kartoffelsalat mit Pfifferlingen 42

Kässpätzle 32

Krautkrapfen 33

Lebkuchen-Zitronat-Ecken 12

Lebkuchenstollen mit Nüssen 19

Mandel-Cantuccini 13

Mandel-Schoko-Brote 12

Milchkuchen, Allgäuer 31

Mini-Cranberry-Stollen 17

Mohnkuchen 36

Fernsehküche

Neben vielen typischen

Schwarzwälder

Rezepten bietet dieses

Kochbuch spannende

Hintergrundinformationen

zur erfolgreichen

Fernsehserie

„Die Fallers – Die SWR-

Schwarzwaldserie“. Denn auch bei den Fallers

spielt die regionale Küche eine große Rolle.

Wer schon immer wissen wollte, welches Familienmitglied

welches Gericht besonders gerne isst

und welche Rolle Kartoffelsalat in der Serie spielt,

kommt hier auf seine Kosten.

Bauer-Wörner/Carle/Wiesler:

Die Schwarzwaldküche − Ländlich genießen

mit den Fallers. Thorbecke Verlag, 112 S., 19,90 €,

ISBN 378-3-7995-0769-1

Hier finden Sie alle

Rezepte dieser Ausgabe

alphabetisch sortiert.

Nussbrot, portugiesisches 36

Ofenkartoffeln 46

Pfefferkuchen 37

Putencurry mit Steckrüben 51

Quiche mit Steckrüben und

Schwarzwurzeln 52

Rosmarinkartoffeln 46

Schoko-Macadamia-Plätzchen 6

Spaghetti mit Steckrübenragout

53

Walnussherzen 10

Wasabi-Ente aus dem Wok 22

Weihnachtslikör 35

Weihnachtswürfel 8

Wildschweinbraten mit

Pfifferlingsgemüse 41

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und selbst behalten

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und Designerin Marlies

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genauso wenig fehlen wie schicke Handarbeiten,

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Ubrigens

... erst durch das richtige Zubereiten

und Servieren werden Kaffeespezialitäten

zu einem Genuss.

Mit knapp 150 Litern pro Person

und Jahr ist Kaffee das am meisten

konsumierte Getränk in

Deutschland, noch vor Wasser

mit 135 Litern und Bier mit 107 Litern.

Kaffeezubereitung ist Ausdruck

der Persönlichkeit. Ob in Ruhe von

Hand gefiltert, in der praktischen

Kaffeemaschine gebrüht, unkompliziert

aus dem Pad-Automat gezogen

oder mit der Designermaschine

zubereitet, hier hat jeder

seine eigenen Vorlieben.

Damit Kaffee schmeckt, sollte man

einige Grundregeln beachten. Bei

der Röstung entstehen das typische

Aroma und der Röstkaffee-

Geschmack: Hell gerösteter Kaffee

ist milder im Geschmack, dunkel

gerösteter deutlich kräftiger.

Entscheidend für die Stärke des

Kaffees sind außerdem Mahlgrad

und Dosierung: Ist das Kaffeepulver

zu fein gemahlen, kann der

Kaffee streng schmecken, während

der Kaffee bei einer zu groben

Mahlung zu dünn wird. Am einfachsten

dosiert man etwa einen

Kaffeelöffel pro Tasse, je nach Geschmack

mehr oder weniger, und

testet nach Kaffeesorte die passende

Menge aus. Bei Pads und Kapseln

ist die richtige Menge bereits

vordosiert.

Frisch gekochten Kaffee sollte man

möglichst bald trinken und nicht

lange warm halten, da das Aroma

sich in kurzer Zeit verflüchtigt und

der Kaffee dann bitter schmeckt.

Die Tasse

,

Auf die richtige Tasse kommt es an,

denn ähnlich wie bei Weingläsern

gibt es auch bei Tassen ganz bestimmte

Formen, die für die jeweilige

Kaffee-Spezialität maßgeschneidert

sind.

Da Espresso und Mokka bei etwa

92°C gebrüht und so heiß wie

möglich getrunken werden, ist

hier eine kleine, schmale Tassenform

ideal, die die Temperatur perfekt

hält.

Sobald Milch zum Kaffee kommt

und die Portionen größer werden

wie beim Cappuccino oder Café

au Lait, muss die Tasse mehr Volumen

haben wie etwa Frühstückstassen.

Für den großen

Durst gibt es unterschiedlich

große Henkelbecher. Um

die Schaumkrone vor dem

Zusammenfallen zu schützen,

nimmt man für Kaffee-

Spezialitäten mit opulentem

Milchschaum eine höhere Tasse.

Latte Macchiato hingegen wird in

einem hohen dickwandigen Glas

serviert.

Perfekter Milchschaum

Schon die Zubereitung eines perfekten

Milchschaums erfordert

Übung und Geschick. Die Milch

darf nicht zu heiß sein, sonst wird

der Schaum zu grob. Und: Je höher

der Fettanteil der Milch, desto cremiger

wird der Schaum. Sicher gelingt

er mit Milch mit mindestens

3,5 Prozent Fett.

Die Kunst des Barista

Barista ist das italienische Wort für

Barkeeper. Während ein Barista in

Italien alle Arten von Getränken

serviert, wird in Deutschland damit

jemand bezeichnet, der Getränke

auf der Basis von Espresso

professionell zubereitet und serviert.

Ein guter Barista lässt durch

geschicktes Gießen der aufgeschäumten

Milch auf der Oberfläche

des Kaffeegetränkes kleine

Kunstwerke entstehen, Latte Art

genannt.

Foto: Villeroy & Boch

54 Ratgeber 11/2012


Flachland

(Mz.)

Inselgruppe

im

Atlantik

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Gesinnung

aufreizend

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zweigliedrige

Summe

(math.)

extrem

Zeitabschnitt

extrem

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Neigung

Inselstaat

im

Pazifik

Gesetzbuch

der

Juden

Emirat

am Persischen

Golf

markig

jede,

jeder

Lösung

Fahrzeugfracht

Nachfrage

großherzig

kleine

russische

Münze

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fischen

große

Gartenfrucht

Abschiedsgruß

Halsschmuck

(Mz.)

dt. Militär

† „Des

Teufels

General“

nach

oben

offene

Halle

Körperfunktion

grasartige

Sumpfpflanze

lateinische

Vorsilbe:

weg

bestimmter

Artikel

griech.

Wettkampfspiel

Bewohner

der

„Grünen

Insel“

großes

Raubtier

Staatsdiener

(Mz.)

Fluss

durch

Gerona

(Span.)

eine

griech.

Rachegöttin

sprachbegabter

Singvogel

Babykost

Antitranspirant

(Kw.)

schweiz.

Aktienindex

(Abk.)

auf

diese

Weise

hinunter

Abk.:

Sankt

Glaslichtbild

(Kw.)

US-

Bundesstaat

Regal

für die

Musikanlage

Oratorium

von

Händel

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englisch:

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56 Ratgeber 11/2012


SCHÖNHEIT

SCHÖNHEIT

Naturkosmetik

selbst gemacht

..

Sie badete in Meersalz, Milch und Honig, parfümierte

sich mit Rosenwasser und pflegte ihre Haut mit

feinstem Mandelöl: Schon Cleopatra, die sagenhafte

Traumfrau der Antike, wusste, was schön macht und

wie man aus einfachen, natürlichen Zutaten die besten

Beautyrezepturen mixt.

Milch

Was heute ausgetüftelte Kosmetika mit

Zutaten wie Urea, Panthenol oder Hyaluronsäure,

waren in früheren Zeiten

einfache Naturstoffe, die man im Alltag

jederzeit zur Hand hatte oder sich problemlos

besorgen konnte. Besonders

hoch im Kurs stand frische Milch, ein

Hautschmeichler par excellence und

selbst für den kleinen Geldbeutel erschwinglich.

Man musste sie ja nicht,

wie es Cleopatra einst tat, gleich eimerweise

in den Badezuber schütten! Heute

wie damals genügt ein einziger Liter

der cremigen Flüssigkeit, um die Wanne

in einen Wellness-Pool zu verwandeln.

Milch ist reich an wertvollen Fetten

und Eiweißstoffen, die die Haut vor

Austrocknung schützen. Zudem enthält

sie Vitamin A, B, C und E, wichtig

für den Kollagen-Erhalt, die stete Zell -

erneuerung sowie das Abfangen hautschädigender

freier Radikale. Gerne

rührt man vor dem Eingießen ins Badewasser

noch vier bis sechs Esslöffel flüssigen

Honig in die erwärmte Milch.

Honig verstärkt die rückfettenden Eigenschaften,

sodass sich insbesondere

trockene Haut über ein Schönheitsbad

à la Cleopatra freut.

Zum Abschlecken

lecker ist ein Lippenbalm

mit Honig und

fruchtig-frischem

Zitronengras-Aroma.

Honigsüßer Lippenbalsam

Zutaten: 125 ml Mandelöl, 1 – 2 EL getrocknetes

Zitronengras (aus dem Gewürzregal), 1 EL Honig,

8 g (ca. 1 EL) Bienenwachs.

Honig

Honig auf der Haut – eine recht klebrige

Angelegenheit, möchte man meinen,

doch dem ist ganz und gar nicht

so. Sobald nur etwas Flüssigkeit mit ins

Spiel kommt, zieht Honig erstaunlich

gut in die Haut ein, klärt sie, strafft sie

und macht sie gleichzeitig wunderbar

weich. Eines seiner Pflegegeheimnisse

ist der hohe Zuckeranteil. Bis zu 80 Prozent

hydrophilen Frucht- und Traubenzucker

enthält der süße Bienensaft –

Zubereitung: Zitronengras in ein Schraubdeckelglas

geben, mit Mandelöl übergießen und verschlossen

im Wasserbad etwa 15 Minuten sanft

köcheln lassen. Anschließend für 2 bis 4 Tage zum

Durchziehen neben die Heizung stellen. Zitronengras

mithilfe eines Papierkaffeefilters abseihen,

Öl erneut im Wasserbad erhitzen und 1 EL Bienenwachs

darin einschmelzen. Honig zufügen, gut

unterrühren, dann den noch flüssigen Balsam in

vorbereitete Tiegelchen gießen. Während des

Erkaltens wiederholt umrühren, damit sich der

Honig nicht absetzt. Haltbarkeit: ca. 12 Monate.

58 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

59


SCHÖNHEIT

SCHÖNHEIT

Ein Aroma-Peeling mit Meersalz

und Olivenöl verfeinert das

Hautbild und kurbelt sanft die

Durchblutung an.

Hornschicht auf, dringt tief ins Gewebe

ein und regt hier die Durchblutung an.

So werden die Hautzellen besser mit

Nährstoffen versorgt, alte können sich

regenerieren und neue bilden. Auch

der äußersten Hautschicht tut Meersalz

ausgesprochen wohl. Dank seiner antiseptischen

Wirksamkeit hemmt es Entzündungen

und fördert das Abklingen

von Unreinheiten. Einziges Manko des

bewährten Naturkosmetikums: Meersalz

trocknet die Haut stark aus. Deshalb

nach einem Salz-Bad sorgfältig

eincremen beziehungsweise salzige

Peeling-Pasten mit feuchtigkeitsspendenden

Ölen mischen.

Pflegendes Rosenblüten-Badesalz

Zutaten: 200 g Meersalz, für angenehm

weiches Badewasser: 150 g Soda

(Natriumhydrogencarbonat, z. B. „Kaiser

Natron“), 4 – 6 EL getrocknete, duftende Rosenblütenblätter,

40 Tropfen (ca. 5 ml) ätherisches

Rosengeranienöl.

Zubereitung: Rosenblütenblätter fein mörsern.

Zum Salz und Soda in eine große Schüssel

geben und gut vermischen.

Ätherisches Öl dazuträufeln, unterrühren und

das fertige Badesalz etwa 2 Wochen in einem

verschlossenen Behältnis durchziehen lassen.

Meersalz-

Peeling

Zutaten: 400 g feines Meersalz, 125 ml Olivenöl,

2 EL getrocknete Minze, 2 EL klein geschnittener

frischer Ingwer, abgeriebene Schale einer Bio-

Zitrone.

Zubereitung: Minze, klein geschnittenen Ingwer

und Zitronenschale in einen Topf geben,

mit Olivenöl übergießen und bei mittlerer Hitze

für etwa 15 Minuten unter Rühren erwärmen

(nicht sieden lassen!). Anschließend durch ein

Küchentuch abfiltrieren. Meersalz und filtriertes

Olivenöl in einer großen Schüssel gründlich

durchmischen. Die fertige Peeling-Paste in ein

unzerbrechliches Gefäß füllen und im Kühlschrank

aufbewahren. Haltbarkeit: ca. 6 Monate.

Anwendung beim Baden oder Duschen: Mit

einer kleinen Portion die feuchte Haut sanft

abreiben, dabei an rauen Stellen wie Füßen,

Ellbogen oder Knie etwas stärker rubbeln.

Kurz einwirken lassen - dann abspülen.

perfekt, um jede Menge Feuchtigkeit in

der Haut zu binden! Die Wirkstoffpalette

komplett machen verschiedenste

Enzyme, Polyphenole, Vitamine und

Mineralstoffe. Sie regen nicht nur die

Durchblutung an und zaubern dadurch

einen herrlich frischen Teint. Gemeinsam

mit dem enthaltenen Zucker wirken

Enzyme und Co. auch antibakteriell

und entzündungshemmend, fördern

das Abheilen kleiner wie größerer Fissuren,

lassen Unreinheiten abklingen

und beruhigen gestresste Haut.

Meersalz

Wie geschaffen für die Pflege von Pro -

blemhaut ist auch Meersalz, ein erstklassiger

Badezusatz und wunderbares

Peelingmittel. Meersalz besteht – wie

übrigens auch Salinen- oder Steinsalz –

zu 95 bis 98 Prozent aus Natriumchlorid.

Daneben enthält es Spuren anderer

Mineralstoffe, so etwa Kalium, Magnesium,

Eisen und Mangan. Berühmt ist

Meersalz vor allem für seine hauterneuernden

Eigenschaften. Es quillt die

Aloe Vera

Heilmittel oder Kosmetikum? Die Aloe

Vera, eine dickblättrige Wüstenpflanze

Anwendung: Für ein Vollbad 6 – 8 EL der

Mischung im einlaufenden, warmen Wasser

auflösen.

Regenerierende Aloe-Vera-Maske

Zutaten: 1 großes, frisches Aloe Vera-Blatt (oder

1 – 2 EL Aloe Vera-Gel aus dem Reformhaus),

1 – 2 EL Sahnequark, 1 TL Honig, falls zur Hand:

2 – 4 Tropfen ätherisches Lavendelöl,

eventuell 1 TL zartschmelzende Haferflocken

zum Andicken.

Zubereitung: Aloe Vera-Blatt schälen (Längskante

abschneiden, dann das Messer ober- und

unterhalb der grünen Rinde durchziehen und

das herausgelöste Gel-Stück unter fließendem

Wasser abspülen). Gel durch ein feines Küchensieb

streichen, Quark zufügen und gut verrühren.

Honig und ätherisches Öl unterheben. Falls

die Masse noch zu flüssig ist, mit Schmelz-Haferflocken

andicken.

Anwendung: Auf das zuvor gereinigte Gesicht

streichen, etwa 20 Minuten einwirken lassen und

dann mit lauwarmem Wasser abspülen.

60 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

61


SCHÖNHEIT

SCHÖNHEIT

Etwa 30 frische

Rosenblüten

sind nötig, um

einen Tropfen

ätherisches

Rosenöl oder

einen Liter

Rosenwasser

zu gewinnen.

Reichhaltige Nacht- oder

Wintercreme

Zutaten: 6 EL Mandelöl, 1 ½ TL Bienenwachs,

1 TL Rosenwasser.

Zubereitung: 1 TL Rosenwasser in ein Tropffläschchen

füllen. Bienenwachs zum Mandelöl

geben und auf niedriger Stufe in der Mikrowelle

oder im sanft köchelnden Wasserbad einschmelzen.

Wachs-Öl-Mischung in eine Rührschüssel

gießen und mit dem elektrischen

Handmixer durchschlagen. Dabei das Rosenwasser

zügig zuträufeln. Weiterrühren, bis die

Creme auf Handwärme abgekühlt ist, dann in

ein zuvor heiß ausgespültes Tiegelchen füllen.

Haltbarkeit: ca. 6 Monate.

aus dem Norden Afrikas, erfreut sich in

beiden Metiers allergrößter Wertschätzung.

In der Medizin überzeugt sie sowohl

als hochwirksames Abführ- wie

Wundheilmittel. Derweil loben Kosmetiker

ihre exzellente Fähigkeit, Feuchtigkeit

in der Haut zu binden, Zellerneuerungsprozesse

anzukurbeln und

die Produktion von Stützgewebe oder

„Kollagen“ zu fördern – allesamt Eigenschaften,

die die Aloe zum perfekten

Anti-Aging-Pflegemittel machen! Für

Selbstrührer bietet es sich an, die genügsame

Pflanze auf der Fensterbank

zu kultivieren und sie, je nach Bedarf,

Blatt für Blatt zu ernten. Wer zum Mixen

von Masken, Cremes oder Lotionen lieber

auf fertige Rohstoffe zurückgreift,

sollte sich an Aloe Vera-Gel aus dem

Reformhaus halten. Dieses enthält – im

Gegensatz zu den in Supermärkten

häufig recht preisgünstig angebotenen

Aloe Vera-Säften – alle Wirkstoffe,

die auch in der frischen Pflanze vorkommen,

in ausreichender, sprich

hautpflegender Menge.

Mandelöl

Reichhaltige Pflanzenöle sind seit jeher

die Basis vieler Kosmetika. Vor allem

das zarte, fast durchscheinend klare Öl

der Süßmandel hat sich in der Hautpflege

hervorragend bewährt. Kein

Wunder, gilt es doch als sehr gut verträglich

und eignet sich selbst für sensible,

ja sogar für Babyhaut! Als „halb

trocknend“ beschrieben, braucht Mandelöl

ein wenig Zeit, um rückstandslos

einzuziehen. Man nimmt es daher

gerne zum Anrühren etwas fetterer

Nacht- oder Wintercremes, für lange

aufliegenden und dadurch intensiv

pflegenden Lippenbalm oder aber als

Massageöl. Ein weiterer Vorteil des angenehm

duftenden Hautschmeichlers:

Text und Fotos Seite 59 – 63: Stefanie Schäffer

Mandelöl dringt zwar langsam, jedoch

sehr tief in die Hornschicht ein. Mischt

man es mit anderen wertvollen Zutaten

wie beispielsweise Honig, fungiert

es als prima „Einschleuser“ für deren

hautpflegende Wirkstoffe.

Rosenwasser

Die Rose, Königin der Blumen, schenkt

uns nicht nur ihren sagenhaften Duft.

Auch als Kosmetikum hatte die Pflanze

schon immer höchsten Stellenwert. So

legte man bereits in der Antike Rosenblütenblätter

in Quellwasser ein und

verwendete den so hergestellten, duftigen

Auszug als hautpflegenden Badezusatz

– ein guter Behelf, bis um 1000

n. Chr. das erste „echte“ Rosenwasser

aus Destillation Einzug in die frühmittelalterlichen

Küchen und Badestuben

hielt. Immer feiner wurden die Techniken

im Laufe der folgenden Jahrhunderte,

immer konzentrierter die Essenzen,

die man mithilfe von Wasserdampf

aus frischen Blütenblättern gewann.

Heute ist das dezent duftende Rosenwasser

„nur“ noch ein Nebenprodukt,

das bei der Destillation hochkonzentrierten,

ätherischen Rosenöls literweise

anfällt. Entsprechend günstig ist sein

Preis. Statt 20 bis 30 Euro für einen Milli -

liter Rosenöl, zahlt man für 100 Milliliter

Rosenwasser gerade mal 2 bis 3 Euro.

Nichtsdestotrotz besitzt Rosenwasser

allerbeste Hautpflege-Qualitäten. Es

wirkt entzündungshemmend und regenerierend,

verengt die Poren, strafft

die Haut, stabilisiert den natürlichen

Säureschutzmantel – ist, kurzum, die

ideale Basis für jedes selbst gemixte

Gesichtstonikum.

Tonisierendes Rosenwasser-Gel

Zutaten: 100 ml Rosenwasser, je 1 EL getrocknete

Eibischwurzeln und Ringelblumenblüten

(erhältlich in Apotheken oder Teeläden),

1 TL Glycerin (aus der Apotheke).

Zubereitung: Eibischwurzeln im Mörser etwas

zerstampfen. Dann alle Zutaten in ein verschließbares

Gefäß geben und über Nacht im Kühlschrank

durchziehen lassen. Am nächsten Tag ein Sieb mit

einem zuvor kochend heiß durchgespülten und gut

ausgewrungenen Küchentuch auslegen und die

Pflanzenreste abfiltrieren.

Das fertige, dünnflüssige Hydrogel in ein Fläschchen

füllen, in den Kühlschrank stellen und innerhalb

von 10 Tagen aufbrauchen.

62 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

63


SCHÖNHEIT

SCHÖNHEIT

Natürliche Schönmacher

Wenn Unreinheiten wie von Zauberhand verschwinden,

Entzündungen rasch abklingen und sich gereizte Haut in Windeseile

regeneriert, ist nicht etwa Magie, sondern eine wundersame

Heilerin namens Hamamelis oder Zaubernuss im Spiel.

Was lange währt …

Wie die Zaubernuss wohl zu ihrem

seltsamen Namen kam? Erklärungen

hierfür gibt es viele, doch ist

keine offiziell belegt. Die „Taufpaten“

jedenfalls waren nordamerikanische

Ureinwohner, Mohawk-,

Potawatomi- und Menominee-Indianer,

allesamt im Nordosten der

heutigen USA beziehungsweise in

Kanada daheim. In ihren Stammesgebieten

wuchs und wächst die

Zaubernuss noch heute wild, zumeist

im Unterholz lichter Wälder,

in Hecken, auf Dünen oder auch

am Straßenrand.

Während des Sommers ist der zwei

bis drei Meter hohe Strauch im

grünen Dickicht leicht zu übersehen.

Erst im Spätherbst hat er seinen

großen Auftritt. Dann schmücken

sich die Zweige zur selben

Zeit mit Büscheln leuchtend gel-

ber Blütchen und goldgelb färbendem

Laub. Auch die Samenbildung

geht die Zaubernuss recht

gemächlich an: Monatelang passiert

gar nichts, ehe anstelle der

längst verwelkten Blüten erste

Fruchtkapseln erscheinen. Die

werden im Laufe des folgenden

Sommers immer dicker, sehen

schließlich wie kleine, an der Spitze

kreuzweise eingekerbte Haselnüsse

aus. Wenn dann im Spätherbst

wieder Blüten sprießen, platzen

die Kapseln schließlich auf und

schleudern ihre Samen mit enor-

mer Wucht meterweit heraus. Die

ungewöhnlich lange Entwicklungszeit

kam Botanikern gerade

recht. Ruck, zuck hatte die Zaubernuss

ihren offiziellen Namen weg:

„Hamamelis“ wurde sie fortan

genannt, abgeleitet aus den griechischen

Worten „hama“ und „melon“,

was frei übersetzt „zur gleichen

Zeit reife Früchte (und neue

Blüten) tragend“ heißt.

Wundermittel der

Indianer

Warum aber „Zaubernuss“? Mutete

etwa auch den Indianern die zeitgleiche

Blüte und Samenreife seltsam

oder gar magisch an? An

Hexerei scheinen auch die enormen

Heilkräfte der Pflanze zu

grenzen. So stillen Abkochungen

aus Zaubernuss in Windeseile

Blutungen, säubern und kitten

Wunden, heilen Ekzeme, wirken

innerlich wie äußerlich nach -

haltig entzündungshemmend und

schmerzlindernd. Kein Wunder,

dass solch ein pflanzliches Wundermittel

nicht lange das Geheimnis

der Ureinwohner blieb. Schon

bald nachdem die ersten weißen

Siedler in Amerika angekommen

waren, übernahmen sie das Wissen

der Indianer, stellten aus Rinde

und Blättern der Zaubernuss zunächst

Tees, dann alkoholhaltige

Tinkturen und schließlich einen

Wasserdampfextrakt, das berühmte

„Hamameliswasser“, her.

Dieses gilt noch heute als eines der

besten Naturkosmetika sowohl für

normale, tendenziell fette, wie

auch für sensible Haut. Dank der

reichlich enthaltenen Flavonoide

und ätherischen Öle wirkt Hamameliswasser

mild adstringierend.

Das heißt, es verengt die Poren,

macht die Haut fester und damit

widerstandsfähiger, hemmt das

Wachstum von Keimen und

fördert das Abheilen von Unreinheiten.

Gerne verwendet man

Hamameliswasser pur als Gesichtstonikum

oder dickt es mit Geliermitteln

wie Agar-Agar zu einem

angenehm kühlenden Pflegegel

an. Auch als wässrige Phase in

selbst gerührten Hautcremes, als

Aftershave oder Erfrischungsspray

leistet Hamameliswasser exzellente

Dienste.

Gerbstoffe für heile Haut

Neben Hamameliswasser, das übrigens

recht preisgünstig in jeder

gut sortierten Apotheke zu haben

ist, bieten sich getrocknete Blätter

und Rindenstücke als Basis für

selbst gemachte Pflegemittel an.

Befüllen Sie hiermit beispielsweise

ein Glasgefäß zur Hälfte und gießen

Sie anschließend mit Wodka

auf. Nach gut drei Wochen neben

der Heizung oder auf der warmen,

sonnigen Fensterbank hat sich ein

Großteil der Wirksubstanzen – in

diesem Falle vor allem entzündungshemmende

Gerbstoffe – gelöst

und die fertige Tinktur kann

abfiltriert werden. Pur allerdings

sollte man die stark alkoholhaltige

Flüssigkeit nicht auf die Haut bringen

– besser 1:4 mit stillem Mineralwasser

verdünnen und als heilkräftiges

Tonikum mehrmals täglich

auf gerötete Stellen tupfen.

Wer auf Alkohol sensibel reagiert,

kann aus Zaubernussblättern oder

Rindenstücken auch einen hautpflegenden

Dekokt (Absud) herstellen.

Hierfür lässt man 2 bis 3

Esslöffel des getrockneten Pflanzenmaterials

in einem halben Liter

Wasser etwa 5 Minuten lang sanft

köcheln und anschließend weitere

15 Minuten ziehen. Der fertige,

sehr gerbstoffreiche Teeauszug

eignet sich prima als Anti-Schuppen-Haarspülung,

als hautberuhigender

Badezusatz oder auch als

wirkverstärkende Beimischung für

tonisierende Gesichtswasser.

64 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

65


SCHÖNHEIT

Von

H

erzen

Tonisierendes

Gesichtswasser

Zutaten: 2 TL getrocknete Hamamelisrinde

und/oder -blätter,

1 TL getrocknete Rosengeranienblätter,

Lavendel-, Rosen- oder

Kamillenblüten (allesamt erhältlich

in Apotheken oder gut

sortierten Teeläden), ca. 50 ml

Hamameliswasser, 1 TL Melissengeist

(bei Alkohol-Unverträglichkeit

weglassen!).

Zubereitung: Hamamelisrinde/-

blätter mit 200 ml Wasser übergießen.

Etwa eine halbe Stunde sanft

köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit

auf ca. 50 ml reduziert hat.

Dann die weiteren Kräuter zufügen

und zugedeckt 2 Minuten

mitkochen. Den Sud zugedeckt

abkühlen lassen. Deckel vorsichtig

abnehmen und beiseitelegen.

Dann den Sud durch Kaffeefilterpapier

abseihen und 1:1 mit Hamameliswasser

verdünnen. Das mit

ätherischen Ölen gesättigte Kondenswasser

an der Deckelinnenseite

vorsichtig dazuträufeln,

Melissengeist unterrühren und

das fertige Gesichtswasser in ein

Fläschchen abfüllen. Haltbarkeit

im Kühlschrank mit Melissengeist

ca. 2 Monate, ohne ca. 1 Monat.

Anwendung: Morgens und

abends eine kleine Menge auf

einen angefeuchteten Wattepad

geben und damit sanft übers

zuvor gereinigte Gesicht streichen.

66 Ratgeber 11/2012

Erfrischendes Hautpflege-Gel

Zutaten: 200 ml Hamameliswasser, ½ TL (ca. 1,5 g) Agar-Agar oder ein

anderes Geliermittel, 2 TL Glycerin (erhältlich in Apotheken),

5-10 Tropfen Ihres ätherischen Lieblingsöls.

Zubereitung: Hamameliswasser mit Agar-Agar einmal aufkochen,

anschließend unter gelegentlichem Rühren etwas abkühlen lassen.

Glycerin sowie ätherisches Öl zugeben und rühren, bis die Mischung

auf Handwärme abgekühlt ist. Dann in einen zuvor heiß ausgespülten

Pumpspender abfüllen. Falls ein anderes Gefäß verwendet wird, sollte

das Gel aus hygienischen Gründen stets mit einem Löffel oder Spatel

entnommen werden.

Haltbarkeit im Kühlschrank: ca. 2 Monate.

Text und Foto Seite 66: Stefanie Schäffer

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68 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

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5

1 Mantel in den Gr. 32 – 48 ca. 350 €

von Joseph Ribkoff. 2 Shirt im Materialmix

ca. 60 € von Oui in den Gr. 34 –

46 erhältlich bei Wenz. 3 Jacke ca. 637 €

und 4 Jacke ca. 432 €, beide in den

Gr. 34 – 46 von Minx. 5 Jacke ca. 220 €

in den Gr. 32 – 48 von Joseph Ribkoff.

6 Pumps in den Gr. 36 – 41 ca. 150 €

bei Madeleine. 7 Blazer ab ca. 180 €,

Seiden-Tunika ab ca. 130 € und Röhrenjeans

ab ca. 90 €, in den Gr. 36 – 46

bei Madeleine. 8 Tasche, Gr. 27 x 18 cm

ca. 13 € bei Deichmann.

6

8

70 Ratgeber 11/2012


Wohlfühl-

Wäsche

Schalen-BH in den

Gr. 75A – 85C ca.

55 € und

Brasiliano-Slip in

den Gr. 36 – 46 ca.

35 € von Mey.

Links: Raglantop ca.

50 €, Top ohne Arm

ca. 40 € und Leggings

ca. 40 €, alles

aus superweichem,

fließendem Micro

Modal in den Gr.

XXS – M von Calida.

Rechts: Kissenhüllen

und Plaids aus Zottelfell,

Leinen und

Webpelz, zwischen

ca. 25 € und 99 €

bei Cyrillus.

Unten: Pampuschen-Pantoffeln

in

den Gr. 36 – 42

für 63 € bei

desiary.de

MODE

Kuscheliger Lounge-Look

und bildschöne Spitzen –

beides harmoniert perfekt

und ist genau richtig für

gemütliche Winterabende

zu Hause.

Cape aus

Baumwollmischgewebe

ca. 159 €, Shirt

aus Micro-

Modal ca. 105 €,

und Jersey

Pants ca. 125 €,

alles in den Gr.

S – XL von

Zimmerli,

Switzerland.

72


MODE

MODE

Links: Satin-Schlafbrille

im Beutel

(Handarbeit aus

Deutschland), 20 x

9 cm, ca. 32 € bei

desiary.de

Unten: Glanzvoll in Szene gesetzt: Ein Bodydress

aus Viskose-Mischung mit Strass- und

Metallplättchen-Applikation, erhältlich in

den Gr. 36 – 46, ca. 50 € von Mey.

Rechts: Spaghetti-Top, ca.

115 €, Cardigan, ca. 185 €,

und Hüftslip, ca. 55 € aus

Wolle/Seide in den Gr. S – XL

von Zimmerli, Switzerland.

Unten: Negligé und Panty

aus gepunktetem Tüll und

opulenter Stickerei, in den

Gr. XXS – M, ca. 60 € von

Calida.

Oben: Perfekt für die kalte

Jahreszeit: Unkomplizierte

Baumwollwäsche in Rot mit

cremefarbener Spitze im

20er-Jahre-Look: Spaghetti-

Top ca. 28 €, Slip ca. 20 €,

beides in den Gr. XS – L von

Calida.

74 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

75


MASCHEN

-

Wenn’s

draußen nasskalt und

ungemütlich ist, sind warme

Wollsachen heiß begehrt.

Stricken Sie Ihre

Lieblingsmodelle und

verwöhnen Sie damit sich selbst

und Ihre Liebsten!

76 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

77


MASCHENMODE

Schal

Größe: ca. 22 cm breit / 140 cm

lang (ohne Fransen).

MATERIAL

Schachenmayr SMC Elements Mix

(55 % Polyacryl, 18 % Polyamid,

10 % Wolle, 10 % Polyester,

6 % Mohair, 1 % metallisiertes

Polyester, Lauflänge ca. 30 m/50 g),

300 g in Sahara color Fb 00080.

Stricknadeln Nr. 9 – 10, z. B.

Homesocks

Gr. 36/37, 38/39, 40/41, 42/43

Die Angaben für die einzelnen

Größen stehen von der kleinsten

bis zur größten Größe hintereinander,

jeweils durch Bindestriche

getrennt. Steht nur eine Angabe,

gilt diese für alle Größen.

MATERIAL

Schachenmayr SMC Boston (70 %

Polyacryl, 30 % Schurwolle, Lauflänge

ca. 55 m/50 g), 100 g in

Mittelgrau Fb 00092 und 50 g in

Natur Fb 00002.

Nadelspiel Nr. 7 – 8, Häkelnadel

Nr. 7, Wollnadel ohne Spitze.

STRICKMUSTER

Glatt rechts: In Rd alle M re str.

Maschenprobe: 12 M und 18 R =

10 x 10 cm.

ANLEITUNG

Mit dem Fersenkäppchen beginnen.

Rd-Beginn ist in der Fersenmitte,

im weiteren Verlauf ist der

Rundenbeginn in der Mitte der

Sohle.

8 M in Mittelgrau anschlagen

(= 2 M je Nadel) und glatt rechts

str. Dann 4x-4x-5x-5x in jeder 2. Rd

78 Ratgeber 11/2012

Jackenstricknadeln aus Holz, Art.

222 6316, und eine dicke Häkel -

nadel zum Einknüpfen/Einziehen

der Fransen.

STRICKMUSTER

Kraus rechts: In jeder R rechts str.

Maschenprobe: 9 M und 16 R =

10 x 10 cm.

ANLEITUNG

20 M anschlagen und kraus rechts

nach der 1. M der 1. und 3. Nadel

und vor der letzten M der 2. und

4. Nadel jeweils 1 M zunehmen (=

rechts verschränkt aus dem Querfaden

stricken). Für Größe 38/39

und 42/43 in folgender 2. Rd nach

der 1. M der 1. und 3. Nadel jeweils

noch 1 M zunehmen = 24-26-28-

30 M.

Weitere 4 Rd stricken. Für das Einschlupfloch

in folgender Rd die 6-

7-7-8 M der 1. Nadel und die 1. M

der 2. Nadel stricken, die folgenden

10-11-12-13 M locker abketten,

die letzte M der 3. Nadel und die

6-6-7-7 M der 4. Nadel stricken.

Die abgeketteten M in der folgenden

Rd wieder locker anschlagen

und in Rd weiterstricken.

In 19-20,5-21-22 cm Höhe ab Anschlag

die Spitze beginnen. In folgender

Rd auf der 1. und 3. Nadel

bis 3 M vor Nadelende stricken,

2 M rechts zusammenstricken und

die letzte M rechts stricken; auf

der 2. und 4. Nadel die 1. M rechts

stricken, die folgende M rechts

abheben, 1 M rechts stricken und

die abgehobene M überziehen;

die M dazwischen rechts stricken.

Diese Abnahmen in folgender

3. Rd und 2x-2x-3x-3x in jeder 2. Rd

stricken. In 140 cm Höhe alle M abk.

Fertigstellung: Für die Fransen

jeweils 2 Fäden von 50 cm Länge

abschneiden, zur Hälfte legen, die

entstandene Schlinge durch 1 M

der Abkett- bzw. Anschlagkante

ziehen und dann die Fadenenden

durch die Schlinge ziehen. Franse

festziehen.

11 Fransen gleichmäßig verteilt

je Seite einziehen und auf die

gewünschte Länge kürzen.

wiederholen = 8-10-8-10 M.

Diese M mit einem Faden zusammenziehen.

Gesamte Fußlänge: 23,5-25-26,5-

27,5 cm.

Beide Socken gleich stricken.

Fertigstellung: Den Anschlagrand

flach zusammennähen.

Das Einschlupfloch mit Krebs-M

(= feste M von links nach rechts

gearbeitet) in Natur umhäkeln.

Das Herz in Natur im Abstand von

8 Rd zum Einschlupfloch im Maschenstich

nach dem Zählmuster

mittig auf die Oberseite sticken.

Tipp: Die Homesocks können

auch, wie auf dem Modellfoto

gezeigt, als Pantoffeln getragen

werden, wenn man das Fersenkäppchen

umklappt.

Zählmuster

Zeichenerklärung



Kissenhülle und Decke

Kissengröße: ca. 55 cm x 65 cm.

Deckengröße: ca. 128 cm x

146 cm.

MATERIAL

SMC Select Alegretto (40 % Polyacryl,

30 % Mohair, 30 % Polyamid,

Lauflänge ca. 32 m/50 g), für das

Kissen 300 g in Beige Fb 08504,

je 100 g in Silber Fb 08516 und

Ecru Fb 08525; für die Decke

1300 g in Beige Fb 08504.

1 lange Rundstricknadel Nr. 10.

STRICKMUSTER

Bündchenmuster: 1 M rechts, 1 M

links im Wechsel stricken.

Grundmuster: 1. R [Rückr] bis

4. R: Glatt rechts [Rückr linke M,

Hinr rechte M] stricken.

Für die folgenden 2 R das Garn auseinanderziehen

und zwischen

jeder M ca. 1 cm des Garns übergehen.

Schalkragenjacke

Größe 36/38 (40/42 – 44/46)

Die Angaben für Größe 40/42 stehen

in Klammern vor, für Größe

44/46 nach dem Gedankenstrich.

Steht nur eine Angabe, so gilt sie

für alle drei Größen.

MATERIAL

Lana Grossa-Qualität „Fauna”

(70 % Schurwolle, 30 % Alpaka,

LL = ca. 60 m/50 g): ca. 750 (800 –

850) g Beige (Fb. 32); Stricknadeln

Nr. 7 und 8; 1 Knebelverschluss

zum Annähen von Union Knopf,

Art. 59764, Gr. 001, Fb. 76 grau.

STRICKMUSTER

Kettenrand: Am Anfang der

5. R [Rückr]: Rechts str, dafür das

Garn hinter der Arbeit halten und

mit der rechten Nadel von vorn

nach hinten durch die 1. M der linken

Nadel einstechen, dann 2 bis

3 Fäden des Garns erfassen und

die Schlinge von hinten nach vorn

durch die M ziehen.

6. R [Hinr]: Links str, dafür das

Garn vor der Arbeit halten und

mit der rechten Nadel von hinten

nach vorne durch die 1. M der

linken Nadel einstechen, dann

2 bis 3 Fäden des Garns erfassen

und die Schlinge von vorn nach

hinten durch die M ziehen.

Die 1. bis 6. R stets wiederholen.

Achtung: Beim Kissen die 1. bis 4. R

in Beige, die 5. R in Ecru und die

6. R in Silber str; dabei die Fäden in

Ecru und Silber am Ende der R abschneiden

und vernähen; den

Faden in Beige locker mitführen.

Maschenprobe: Im Grundmuster:

7 M und 10 R = 10 cm x 10 cm.

Hin-R den Arbeitsfaden nach vorn

nehmen und die M wie zum

Linksstr. abh., dabei den Faden

vor der M weiterführen. Am Ende

der Hin-R den Arbeitsfaden vor

der Rand-M wieder nach vorn

nehmen und die M wie zum

Linksstr. abh. Am Anfang der

Rück-R die Rand-M re verschränkt

str., am Ende der

Rück-R die Rand-M re str.

Achtung: Alle Teile mit

Kettenrand stricken!

Strickschrift

b

23

21

19

17

15

13

11

9

7

5

3

1

a

Zeichenerklärung:

= 1 M re

= 1 M li

MASCHENMODE

ANLEITUNGEN

Kissenhülle: 40 M in Beige anschlagen

und im Grundmuster str,

mit einer Rückr beginnen.

In 130 cm Höhe, nach 4 R in Beige,

die M abketten, dabei links str.

Das Teil der Länge nach zur Hälfte

zusammenlegen und die Seitennähte

schließen. Das Kissen

einlegen, dann die untere Naht

schließen.

Decke: 91 M anschlagen und 2 R

im Bündchenmuster str, die

1. Rückr mit Randm, 1 M links beginnen

und mit 1 M links, Randm

enden.

Weiter beidseitig je 3 M im Bündchenmuster

wie bisher, über die

mittleren 85 M im Grundmuster

arbeiten.

In 144 cm Höhe, nach einer 4. R,

über alle M noch 2 R im Bündchenmuster

str, dann die M abk.

Rippen: 2 M re, 2 M li im Wechsel

str.

Glatt li: Hin-R li, Rück-R re str.

Rippen-Zopf-Strukturmuster:

Nach Strickschrift str. Die Zahlen

re außen bezeichnen die Hin-R.

In den Rück-R die M str., wie sie

erscheinen.

= 3 M nach li verkreuzen: 2 M auf 1 Hilfsnd. vor die

Arbeit legen, die folg. M li str., dann die 2 M der Hilfsnd.

re str.

= 3 M nach re verkreuzen: 1 M auf 1 Hilfsnd. hinter

die Arbeit legen, die 2 folg. M re str., dann die M der

Hilfsnd. li str.

= 4 M nach li verkreuzen: 2 M auf 1 Hilfsnd. vor die

Arbeit legen, die 2 folg. M re str., dann die 2 M der

Hilfsnd. re str.


16

23

38

(39-

40)

MASCHENMODE

Die genaue Mustereinteilung in

der Breite wird in folg. Anleitung

erklärt, den MS = 12 M zwischen

Pfeil a und b fortl. str. In der Höhe

1x die 1. – 24. R str., dann die 9. –

24. R fortl. wdh.

Maschenprobe: 15 M und 17 R

Rippen-Zopf-Strukturmuster mit

Nd. Nr. 8 gestrickt = 10 x 10 cm.

ANLEITUNG

Rückenteil: 70 (78 – 82) M mit Nd.

Nr. 7 anschlagen.

Für den Bund 9 cm = 14 R Rippen

str., dabei in 1. R nach der Rand-M

mit 1 M li (li – re) beginnen, am R-

Ende vor der Rand-M mit 1 M li (li

– re) enden. In der letzten Bund-R

für Größe 40/42 am R-Anfang und

-Ende je 1 M abn. = 70 (76 – 82) M.

Dann mit Nd. Nr. 8 in folg. Einteilung

str.: Rand-M, 3 (6 – 9) M glatt

li, 62 M = 5 MS und 2 M nach Pfeil

b Rippen-Zopf-Strukturmuster,

3 (6 – 9) M glatt li, Rand-M. Nach

32 cm = 54 R ab Bundende beids.

für die Armausschnitte 5 M abk. =

8

8

4

7

12(14-16) 4

Rückenteil,

Hälfte

Linkes

Vorderteil

19(21-23))

6

10

20

(21-22)

32

80 Ratgeber 11/2012

9

4

19

19

9

7(8-9)

60 (66 – 72) M. Danach gerade

weiterstr. In 20 (21 – 22) cm = 34

(36 – 38) R Armausschnitthöhe

alle M gerade abk.

Linkes Vorderteil: 53 (57 – 59) M

mit Nd. Nr. 7 anschlagen. Für den

Bund 9 cm = 14 R Rippen str.,

dabei in 1. R nach der Rand-M mit

1 M li (li – re) beginnen, am R-Ende

vor der Rand-M mit 2 M re enden.

Hinweis: Stets den Kettenrand

arbeiten! In der letzten Bund-R für

Gr. 40/42 am re Arbeitsrand 1 M

abn. = 53 (56 – 59) M. Anschließend

mit Nd. Nr. 8 in folg. Einteilung

weiterstr.: Rand-M, 3 (6 – 9)

M glatt li, 24 M = 2 MS Rippen-

Zopf-Strukturmuster, 24 M Rippen

wie bisher, dabei mit 2 M li beginnen,

Rand-M. Den Armausschnitt

am re Rand in gleicher Höhe wie

am Rückenteil ausführen. Bereits

nach 38 (39 – 40) cm = 64 (66 – 68)

R ab Anschlag am li Rand für die

Verbreiterung des Schalkragens

1 M in den Rippen mehr und dafür

1 M im Rippen-Zopf-Strukturmuster

weniger str., also 1 M vor den

letzten 25 M ab li Rand re str.

Dann in jeder 6. R noch 5x je 1 M

mehr folgerichtig in den Rippen

und weniger im Muster str.

20(21-22)

Ärmel,

Hälfte

13

51

Hinweis: Die M-Zahl

bleibt immer gleich.

In 20 (21 – 22) cm =

34 (36 – 38) R Armausschnitthöhe

für

die Schulter am re

Rand 17 (20 – 23) M

abk. Zu den restl. 31

M am Schulterrand

noch 1 Rand-M zun.

= 32 M. Darüber für

den Schalkragen folgerichtig

in Rippen

mit Kettenrand weiterstr.

Nach 10 cm = 18 R ab Schulterende

für die Schrägung des

Kragens in verkürzten R weiterarb.

Dafür am re Kragenrand in folg.

Rück-R 4 M ungestrickt lassen,

wenden und zurückstr., dann in

jeder folg. 2. R noch 1x 4 M, 1x 5 M,

2x je 6 M und die letzten 7 M stilllegen.

Rechtes Vorderteil: Gegengleich

zum li Vorderteil str.

Ärmel: 42 M mit Nd. Nr. 7 anschlagen.

Für den Bund 9 cm = 14 R

Rippen str., dabei in 1. R nach der

Rand-M mit 1 M re beginnen, am

R-Ende vor der Rand-M mit 1 M re

enden.

Anschließend mit Nd. Nr. 8 in folg.

Einteilung weiterarb.: Rand-M, 1 M

glatt links, 38 M = 3 MS und 2 M

nach Pfeil b Rippen-Zopf-Strukturmuster,

1 M glatt links, Rand-M.

Für die Schrägungen beids. nach

19 cm = in der 33. R ab Bundende

1 M glatt li zun., dann in jeder 4. R

5(3–1)x je 1 M und in jeder 2. R

noch 4(8–12)x je 1 M glatt li zun. =

62 (66 – 70) M. Nach 19 cm = 32 R

ab 1. Zunahme beids.

1 Markierung anbringen und

gerade weiterstr.

Nach 4 cm = 8 R ab Markierung

alle M abk.

Ausarbeiten: Teile spannen,

anfeuchten und trocknen lassen.

Nähte schließen, die Ärmelnähte

jeweils bis zur Markierung.

Die stillgelegten Kragen-M im

M-Stich verbinden. Den inneren

Kragenrand eingehalten an den

rückwärtigen Halsausschnittrand

nähen. Ärmel einsetzen.

Knebelverschluss ca. 24

(25 – 26) cm ab Anschlagrand lt.

Modellbild annähen.

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Diese Prämien gibt es bis Ende Januar 2013.


KREATIV

KREATIV

Advent, Advent

24 kleine Schritte, bis das Christkind kommt:

Was könnte niedlicher sein als ein Kalender

aus Babysöckchen? Je nach Muße und Talent

können Sie diese selbst stricken oder selbst

kaufen. Danach einfach befüllen, beschriften

und an einer Stuhllehne befestigen.

Oben: Es muss nicht immer ein Stiefel

sein. Auch unter einer süßen Mütze

kann sich eine Nikolaus-Überraschung

verstecken.

Die niedlichen Mini-Mützen rechts

wärmen Eier im Advent – oder sie verstecken

kleine Geschenke. Versehen

mit Zahlen-Etiketten von 1 – 24 geben

sie einen tollen Adventskalender ab.

Jetzt ist wieder Zeit zum

Basteln, Schmücken,

Schenken – und Zeit,

um unseren Lieben eine

besondere Freude zu

bereiten. Selbst gemachte

Kreationen zeigen den

Beschenkten, dass wir

uns Zeit für sie

genommen haben

und dass die Präsente

von Herzen kommen.

Fotos: Gaby Zimmermann für Ferrero, , Coats GmbH

Adventssöckchen

DAS BENÖTIGEN SIE

V 24 Babysöckchen aus Wolle

(gekauft oder selbst gestrickt,

zum Beispiel nach der

Anleitung auf Seite 87)

V weißen Bastelkarton

V Locher

V Lackstift

V schmales Schleifenband (pro

Söckchen ca. 50 cm lang)

V doppelseitiges Klebeband

SO WIRD’S GEMACHT

24 Söckchen mit kleinen Präsenten

und Pralinen füllen. 24 Kreise

in beliebiger Größe als „Etiketten“

aus dem Bastelkarton ausschneiden

und mit den Zahlen 1 bis 24

beschriften (evtl. mithilfe von

Stempeln oder Schablonen aus

dem Bastelfachhandel), jeweils

ein Loch stanzen und an den vorgezeichneten

Flächen mit doppelseitigem

Klebeband Pralinen anbringen.

Schleifenband durch die

Löcher der Etiketten, anschließend

durch die Söckchen ziehen.

Die gefüllten Söckchen können

zum Beispiel an einer Stuhllehne

befestigt werden, an einer Gardinenstange

oder am Treppengeländer.

82 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

83


KREATIV

KREATIV

Mister Rudi Rentier verkürzt

mit seinen Späßen

das Warten aufs Christkind.

Die Handpuppe

entsteht ruck, zuck aus

einer alten Socke.

Ein Riesenspaß, auch für

die Jüngsten!

Unten bezaubert eine

himmliche Dekoration

mit Engel, Moos, Stumpenkerzen

und Sternlichten

(z. B. von Wenzel).

Letztere sind aus einem

patentierten, nicht

brennbaren Material und

können ohne Untersetzer

direkt in die Dekoration

integriert werden.

Fotos: Frechverlag, Gütegemeinschaft Kerzen

Süße Nikolaus-Mütze

DAS BENÖTIGEN SIE

V 100 g naturfarbene Wolle

(z. B. Baumwollgemisch,

Lauflänge 50 g / 95 m)

V 25 g rote Kid-Mohairwolle

(25 g / 250 m)

V Häkelnadel Nr. 4

V Pompon-Set

Für die Dekoration:

V doppelseitiges Klebeband

V Bastelpapier

V Gold- oder Lackstift

Gestrickte Eierwärmer

DAS BENÖTIGEN SIE

V Regia 4-fädig (75 % Schurwolle,

25 % Polyamid, Lauflänge ca.

210 m / 50 g): Reste oder je 50 g

Fb 02742 Rot meliert und Fb

01992 Natur (pro Eierwärmer

ca. 10 g je Fb).

V 1 Milward Nadelspiel 2 – 3

STRICKMUSTER

Bündchenmuster: 2 M rechts, 2 M

links im Wechsel.

Glatt rechts: In Runden jede Rd

rechts str.

Handpuppe „Mister Rudi Rentier“

DAS BENÖTIGEN SIE

V Eine alte Norwegersocke

V Bierdeckel rund, Ø ca. 11 cm

V 2 Wattekugeln, Ø 4 cm

V Pompon in Rot, Ø 4 cm

V Fotokarton in Braun, A4

V Bastelfilzrest in Braun

V Füllwatte

SO WIRD’S GEMACHT

Mit dem Faden eine Schlinge legen

und in diese acht feste Maschen

häkeln. Für die Zunahmen in

der folgenden zweiten Runde jede

Masche verdoppeln. In der dritten

Runde jede zweite Masche verdoppeln.

In der vierten Runde jede

dritte Masche verdoppeln usw. Ab

der siebten Runde diese Zunahmen

nur noch in jeder zweiten und

dritten Runde ausführen, bis nach

der zwölften Runde insgesamt 80

feste Maschen vorliegen. Ohne Zunahme

weiterhäkeln. In 20 cm

Höhe am Rundenende die Arbeit

Maschenprobe: Bei glatt rechts:

30 M und 42 Rd = 10 x 10 cm.

Über 30 fröhliche

Ideen zum Basteln

und Spielen für eine

ausgelassene Weihnachtszeit

präsentiert

Pia Deges in „Knallbunte

Weihnachten“,

Frechverlag, Topp

5767, 12,99 €.

wenden und für die Krempe noch

elf Runden feste Maschen häkeln,

dann den Faden abschneiden und

vernähen. Mithilfe des Pompon-

Sets einen Bommel aus Kid-Mohairwolle

anfertigen und aufnähen.

Dekoration: Auf die Krempe mit

doppelseitigem Klebeband Pralinen

kleben und ein auf einem Teller

platziertes Nikolausgeschenk

damit schmücken. „Etiketten“ in

beliebiger Größe aus Bastelpapier

ausschneiden. Einen Nikolausgruß

auf das Etikett schreiben und das

Geschenk damit dekorieren.

SO WIRD’S GEMACHT

Für einen Eierwärmer 52 M in Natur

auf das Nadelspiel verteilt anschlagen

(= 13 M je Nadel), zur

Runde schließen und für das

Bündchen 4 cm im Bündchenmuster

str.

Weiter in Rot meliert glatt rechts

str, dabei in 1. Rd verteilt 2 M zunehmen

(rechts verschränkt aus

dem Querfaden str) = 54 M.

Nach 8 cm ab Anschlag für die

Abnahmen 9x jede 6. M markieren

und jede markierte M mit der

M davor rechts zusammenstricken.

Noch 4x in jeder 2. Rd jede markierte

M mit der M davor rechts

zusammenstricken. Die restlichen

9 M mit doppeltem Faden zusammenziehen,

Faden vernähen.

Einen Pompon mit ca. 2,5 cm

Durchmesser in Natur anfertigen

und auf die Spitze des Eierwärmers

nähen.

Das Bündchen zur Häfte nach

außen umschlagen.

Buchtipp

84 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

85


KREATIV

V Permanentmarker

V Nähnadel und Faden

V Cuttermesser, Alleskleber,

Schere, Tacker

SO WIRD’S GEMACHT

Zuerst halbieren Sie den Bierdeckel.

Drehen Sie die Norwegersocke

auf links und dellen Sie sie

vorne ein. Ober- und unterhalb

der Delle kleben Sie mit Alleskleber

die Bierdeckelhälften ein.

Tipps für den Umgang mit Kerzen

Kerzen erleuchten seit jeher die dunkelste Nacht

und bewirken, was keine Glühlampe vermag –

sie verzaubern einen Raum und sorgen für eine

wunderbar warme und besinnliche Atmosphäre.

Nicht nur in der Adventszeit setzen wir uns gerne

vor eine Kerze, um zur Ruhe zu kommen.

Mit den folgenden Tipps haben Sie noch mehr

Freude an ihrem Schein:

V Vermeiden Sie Zugluft, sonst wird die vollständige

Verbrennung gestört. Die Kerze beginnt zu

rußen und zu tropfen und brennt einseitig ab.

V Einen brennenden Docht können Sie vorsichtig

zur Seite biegen, wenn die Kerze einseitig

Mr. Rudolf Rentier (Seite 90)

Vorlagen Glücksklee-Seifenblasen für die

(Seite 96)

Handpuppe

„Mister Rudi Rentier“

Alles gut trocknen lassen und den

Socken dann wieder auf rechts

drehen.

Jetzt kürzen Sie die beiden Wattekugeln

mithilfe eines Cuttermessers

um ein Drittel. Malen Sie mit

einem Permanentmarker Augen

auf die Wattekugeln und kleben

Sie sie mit Alleskleber an die Ferse

der Socke. Für die Nase nähen Sie

mithilfe von Nadel und Faden den

roten Pompon an.

Bitte alle Vorlagen

mit dem Faktor

200% kopieren!

Nun geht es ans Geweih:

Übertragen Sie die Vorlage auf

braunen Fotokarton und schneiden

Sie sie sorgfältig aus. Die beiden

Geweihe werden unten mittig

zusammengetackert, mit einem

Kreis aus braunem Bastelfilz

verstärkt und ebenfalls an Ort und

Stelle festgeklebt. Zum Schluss

wird Mr. Rudolf Rentier noch mit

etwas Füllwatte gefüllt und los

geht der Spielspaß.

abbrennt. Einen erstarrten Docht nie biegen

oder gar abbrechen.

V Schneiden Sie den Docht mit der Schere etwas

kürzer, falls die Flamme rußt.

V Drücken Sie den weichen Kerzenrand ab und an

leicht nach innen.

V Löschen Sie die Kerze, indem Sie den Docht kurz

in die flüssige Schmelzschüssel tauchen: so läßt

sich der Docht auch wieder leichter anzünden.

V Ideal für weihnachtliche Dekorationen sind

selbstverlöschende Stumpenkerzen mit dem

RAL-Gütezeichen: Denn ein spezielles Patent

verhindert, dass heißes Wachs auslaufen und sich

entzünden kann. Außerdem geht die Flamme von

alleine aus und reduziert so das Brandrisiko

erheblich.

je 2x

Verschluss

Gabensack

2x

Vorlagen für die Paper-Ball-

Weihnachtsmänner von Seite 88

Bodenplatte

stehender

Weihnachtsmann

Grundanleitung

Babysöckchen

DAS BENÖTIGEN SIE

V Reste Merinowolle in verschiedenen

Farben (Lauflänge z. B.

125 m / 50 g je Knäuel)

V kurzes Nadelspiel Nr. 3

V evtl. eine stumpfe Wollnadel

SO WIRD’S GEMACHT

Die folgende Anleitung erklärt

das Grundmuster für ein gestricktes

Babysöckchen. Diese können

nach Belieben in verschiedenen

Farben angefertigt, geringelt gestrickt

oder mit im Maschenstich

aufgestickten weihnachtlichen

Motiven, zum Beispiel einem

Weihnachtsbaum, verziert werden.

Für ein Söckchen 36 Maschen anschlagen

und auf vier Nadeln verteilen.

Nun in Runden für das

Bündchen über sechs Runden im

Wechsel zwei Maschen rechts,

zwei Maschen links stricken.

Weiter glatt rechts in Runden stricken.

Nach 22 Runden die Ferse

stricken. Hierfür die Maschen der

ersten und vierten Nadel in Hinund

Rückreihen abstricken.


Nach 14 Reihen für das Käppchen

die Maschen durch drei teilen. Auf

der Vorderseite zehn Maschen

stricken, eine überzogene Abnahme

ausführen, eine Masche rechts

stricken, Arbeit wenden. Eine Masche

links abheben, fünf Maschen

links stricken, zwei Maschen links

zusammenstricken, eine Masche

links stricken, wenden. Die Reihen

stets auf diese Weise abstricken,

bis noch zehn Maschen übrig

sind. Nun in Runden weiterstricken.

Dabei in der ersten Runde

aus den Fersenkanten jeweils sieben

Maschen auffassen (insgesamt

42 Maschen). Für die Ristabnahme

auf beiden Seiten der Ferse

dreimal in jeder zweiten Runde

eine Masche abnehmen (insgesamt

36 Maschen).

Für den Fuß 18 Reihen glatt rechts

stricken. Die Spitze wie folgt stricken:

1. Runde: jeweils drei Maschen

rechts, zwei Maschen

rechts zusammenstricken. Drei

Runden ohne Abnahme stricken.

5. Runde: jeweils zwei Maschen

rechts, zwei Maschen rechts zusammenstricken.

Zwei Runden

ohne Abnahme stricken. 8. Runde:

jeweils eine Masche rechts,

Den neuesten

Kreativkatalog 2012/2013


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zwei Maschen rechts zusammenstricken.

Eine Runde ohne Abnahme

stricken. 10. Runde: immer

zwei Maschen rechts zusammenstricken.

Den Faden abschneiden

und zweimal durch die restlichen

Maschen ziehen und vernähen.



















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86 Ratgeber 11/2012


KREATIV

KREATIV

WEIHNACHTSMÄNNER

Motivhöhe: ca. 13,5 cm

Paper Balls

zur Weihnachtszeit

Kennen Sie schon den

neuen Kreativ-Trend?

Inspiriert vom New Yorker

Papierkünstler Carlos N.

Molina gestalten immer

mehr Kreative zauberhafte

kleine Bälle aus einfachen

Papierstreifen, die sie dann

fantasievoll dekorieren.

Für die Standfestigkeit sorgt

ein mit Perlen bestückter

Draht in der Mitte.

Zur Weihnachtszeit finden

die bunten Bälle in vielerlei

Gestalt tausendundeine

Verwendungsmöglichkeit.

Probieren Sie’s aus!

MATERIAL für beide Figuren

7 Tonkarton mit Leinenprägung

in zwei Rottönen, jeweils A4

7 Fotokartonreste in Weiß, Haut,

Pink, Blau, Rosa und Schwarz

7 Draht, Ø 0,8 mm, 2 x 20 cm

lang

7 24 Holzperlen in Rot, Ø 1 cm

7 2 Pompons in Weiß, Ø 2 cm

7 Vorlagen auf Seite 86

7 Alleskleber und Heißkleber

HÄNGENDER

WEIHNACHTSMANN

1 Für den Körper jeweils sechs

rote Streifen (26 cm x 1,5 cm) zuschneiden,

für die Mützenkugel

sechs kleinere Streifen (16 cm x

1 cm). Alle Streifen in der jeweiligen

Mitte sowie je 5 mm von

beiden Enden entfernt lochen.

Jeweils drei gleiche Streifen zu

einem Sechser-Stern zusammenlegen

(Abb. 1) und um die mittleren

Löcher herum mit wenig

Klebstoff zusammenkleben. Beide

Sterne wiederum versetzt zu

einem Zwölfer-Stern zusammensetzen.

Einen kleinen roten Kartonkreis

zuschneiden und lochen.

Buchtipp

Lustige Schneemänner,

Engel, Christbaumkugeln

und vieles mehr

zeigt Christiane Steffan

in „Paper

Balls für

die Weihnachtszeit“.

Frechverlag,

Topp 3993,

7,99 €.

1

2

2 Die Schnittteile für Gesicht und

Arme abpausen, ausschneiden

und nach Abbildung bemalen.

Den weißen Bart mit dem mit Filzund

Buntstiften bemalten Gesicht

bekleben und darüber den

Schnurrbart und die rot schattierte

Nase ergänzen. Die beiden

Arme (einmal seitenverkehrt

zugeschnitten) mit den Krempen

bekleben und die mit weißen

Lackmalstiftsternen bemalten

Handschuhe darunter fixieren.

3 Eines der Drahtenden mit der

Rundzange zu einer Öse biegen

(Abb. 2) und die Streifensterne

und Perlen gemäß der Aufsteckreihenfolge

auf den Draht stecken

(Abb. 3 und 4).

3

4

AUFSTECKREIHENFOLGE

Perle – roter Kartonkreis – großer

Zwölfer-Stern – 7 Perlen – Spitzen

des großen Zwölfer-Sterns – kleiner

Zwölfer-Stern – 4 Perlen – Spitzen

des kleinen Zwölfer-Sterns

Wichtig: Beim Aufstecken des

jeweiligen Kartonsterns sollte

unbedingt folgende Reihenfolge

eingehalten werden: Die beiden

Spitzen des Streifens der oben

aufliegt (der also als letztes aufgeklebt

wurde), werden als erste

wieder auf den Draht aufgesteckt.

Danach kommen die Spitzen des

darunterliegenden Streifens dran

und so weiter. Die Spitzen des

untersten Streifens werden

folglich ganz zuletzt aufgesteckt.

Am zweiten Drahtende eine

weitere Öse biegen. Den Kopf mit

Heißkleber nach Abbildung an

Körper und Mütze fixieren. Die

Arme etwas rund biegen, an den

Enden mit Klebstoff versehen und

beidseitig zwischen dem großen

und kleinen Paper Ball festkleben.

Zuletzt den Pompon mit etwas

Heißkleber vor der oberen Öse

auf dem Paper Ball fixieren.

STEHENDER

WEIHNACHTSMANN

Genauso arbeiten wie oben beschrieben.

Damit der Weihnachtsmann

aber stehen kann, wird das

untere Drahtende zur Öse geformt

und nochmals im rechten Winkel

umgebogen. Statt der Perle und

dem Kartonkreis das gelochte

schwarze Schuhteil aufstecken

und dieses mit etwas Heißkleber

am Paper Ball ankleben.

88 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

89


Hydrotherapie

HYDROTHERAPIE

Ihr

Gesundheitsprogramm

für

zu Hause

Hydrotherapie

(altgriechisch „hydor“

für Wasser) gehörte

schon in der Antike zur

Entspannung und

Genesung und als

„antikes Wellness-

Programm“ zur

Badekultur.

Die positiven Effekte

von therapeutisch

genutztem Wasser sind

auch in der heutigen

Medizin unumstritten.

Ein großer Vorteil ist:

Man kann die

Wassertherapie auch zu

Hause durchführen.

Populär geworden ist die Wassertherapie

in Deutschland durch die

Ärzte Sigmund Hahn (1664-1742)

und seinen Sohn Johann Sigmund

Hahn (1696-1773), den Landwirt

und autodidaktischen Naturheiler

Vincenz Prießnitz (1799-1851) und

den Pfarrer Sebastian Kneipp

(1821-1897). Sie erkannten die gesundheitsfördernde

Reaktion des

Organismus auf kaltes Wasser.

Prießnitz-Wickel und Kneipp-

Kuren sind noch heute fester

Bestandteil der Hydro- und Bal -

neotherapie.

Unter Hydrotherapie versteht man

die prophylaktische (vorbeugende)

oder therapeutische Anwendung

des Wassers im dampfförmigen,

flüssigen oder festen (Eis)

Zustand. Eng verbunden mit der

Hydrotherapie ist die Balneotherapie

– auch Bädertherapie genannt

(griechisch balaneion, Bad). Sie

basiert auf der Anwendung von an

bestimmten Orten vorkommenden

natürlichen Heilmitteln, zum

Beispiel Heilquellen, Mineralien in

gelöster Form oder Peloiden (zum

Beispiel als Moorbäder und Packungen),

Meerwasser (Thalassotherapie)

sowie dem Klima.

Die klassische

Hydrotherapie

Das Grundprinzip basiert auf der

Wasserwirkung mit thermischer

Reizsetzung. Das bedeutet, dass

die Wirkung auch von der Wassertemperatur

abhängt, weil der

Körper auf Kälte und Wärme unterschiedliche

Reaktionen zeigt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist

die Behandlungsform. Vollwannenbäder

sprechen Körpersysteme

wesentlich stärker an als Fußbäder.

Entsprechend dieser Wirkungen

wird die Hydrotherapie in

Dosierungsstufen mit milden,

mittelstarken und starken Reizen

eingeteilt.

Den Effekt einer Behandlungsform

oder der Temperaturstufe

kann man zusätzlich mit mechanischen,

chemischen und elektrischen

Reizen erhöhen. Ein mechanischer

Reiz ist zum Beispiel

die Abreibung des Rückens während

eines Bades oder der reizende

Wasserdruckstrahl bei Güssen.

Chemische Reize setzt man zum

Beispiel mit Badezusätzen. Bei hydroelektrischen

Bädern wird das

im Wasser befindliche Körperteil

oder der ganze Körper sogar mit

medizinischem Strom durchflutet,

zum Beispiel beim Stangerbad

(Vollbad).

Die Wassertemperatur

Der thermische Reiz ist der wichtigste

Reizfaktor in der Hydrotherapie.

Auf seinen Auswirkungen

basieren alle Behandlungsformen.

Das Wasser dient als Temperaturträger

und Vermittler. Folgende

Temperatureinteilungen gelten

allgemein als Richtlinie für eine Behandlung:

brunnenkalt (10–15 °C),

kalt (unter 30 °C), lau bis kühl (30–

33 °C), indifferent (34–35 °C), warm

(36–37 °C), sehr warm (37–40 °C)

und heiß (40 °C). Die vom Körper

ertragene Schmerzgrenze des heißen

Wassers liegt bei etwa 45 °C.

Allerdings muss man den Körper

an diese Temperaturen erst langsam

gewöhnen. Die indifferente

Temperatur ist ein schwacher thermischer

Reiz, da sie dem Körper

keine großen Anpassungsreaktionen

abverlangt. Da die Hydro -

therapie mit Wärmezufuhr und

Wärmeentzug arbeitet, gehört sie

eigentlich zur Thermotherapie.

90 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

91


HYDROTHERAPIE

HYDROTHERAPIE

Einfluss der Hydrotherapie auf unseren Körper

Atmungssystem

Herz-Kreislauf-System

Stoffwechsel

Drüsenfunktion

Steigerung der Frequenz und des Volumens, Entspannung

spastischer Bronchialmuskeln, positive Beeinflussung bei

schmerzbedingten Atemstörungen durch Erkrankungen der

Wirbelsäule

Verbesserung der Durchblutung und damit Reduzierung der

Herzbelastung und des Blutdrucks

Förderung der Ausscheidung von Stoffen über die Haut

(Entgiftung)

Unterstützung durch Dämpfung vermehrter Hormonproduktion

oder Anregung bei Funktionsstörungen der Drüsen

tende Wirkung hervor. Doch Vorsicht:

Der Kaltreiz kann bei gefäßschwachen

Patienten aber auch zu

Fehlreaktionen führen oder zu einer

paradoxen Reaktion. Paradox

bedeutet, dass nur der Primär -

effekt auftritt, der sich als

schmerzhaft erweist.

Die Kälteadaptation

Kaltreize führen im Organismus zu

einer Kälteanpassung. Das langsame

Steigern des Kaltreizes bewirkt

nicht nur eine Adaptation an Kälte,

auch der Kreislauf und andere

Organsysteme reagieren mit Anpassung:

Anstieg der mittleren

Hauttemperatur, Reduzierung der

Kälteempfindlichkeit, schnellere

Erwärmung nach Kälteeinfluss,

Senkung der Infektanfälligkeit,

Anregung der Atmung und der

Kreislauffunktionen, Erhöhung der

allgemeinen Leistungsfähigkeit,

Reduzierung der Stressanfälligkeit

mit stabilerer und leistungsfähigerer

Psyche. Außerdem wirken Kaltanwendungen

entzündungshemmend

und schmerzstillend und

allgemein erfrischend. Mit Steigerung

ist hier nicht Wasser in Minusgraden

gemeint, sondern die

Erweiterung der Körperregion,

zum Beispiel vom kalten Fußbad

über einen Unterschenkelguss bis

zu Kaltmaßnahmen am ganzen

Bein. Gut trainierte, gesunde Menschen

vertragen mit der Zeit sogar

die kalte Ganzkörperdusche.

Wärmehaushalt

Nervensystem

Gewebezustand

Hautzustand

Immunsystem

Training des Regulationssystems, Förderung der

Durchblutung bei Störungen

Funktionsanregung, Schmerzlinderung, Lösung von

Verkrampfungen

Verbesserung der Durchblutung, Lymphzirkulation,

Ernährung und der Elastizität

Verbesserung der Ernährung und der

ganzen Hautfunktionen

Anregung und Stärkung der

körpereigenen Abwehrkräfte

Auf thermische Reize reagieren

insbesondere Kreislauf, Wärmehaushalt,

Stoffwechsel, Nervensystem,

das Muskelsystem und Drüsen.

Ein weiterer Aspekt ist das

psychologische Verhalten – thermische

Reize können anregend

oder beruhigend wirken. Die Empfindungen

bei warmem oder

kaltem Wasser richten sich nach

dem thermischen Ausgangspunkt.

Dabei werden lediglich die Temperaturunterschiede

von der Haut

registriert, die zwischen der körpereigenen

und der Außenumgebung

herrschen.

Die Körperantwort auf

Kaltreize

Der Organismus reagiert besonders

auf kaltes Wasser. Seine Anpassungs-

und Reaktionsfähigkeit

zeigt sich an der Gefäßreaktion. Bei

Kaltreizen ziehen sich zunächst die

Gefäße in dem Körperbereich zusammen,

die mit dem kalten Wasser

in Berührung gekommen sind.

Dies zeigt sich durch Hautblässe,

Gänsehaut und Kältegefühl. Als

zweite Körperreaktion kommt es

zu einer vermehrten Blutfüllung –

Hyperämie genannt – mit Hautrötung

und Wärmegefühl.

Vergleichbar ist der Vorgang mit

der Empfindung an den Händen,

wenn man eine warme Wohnung

betritt, nachdem man an einem

eiskalten Wintertag ohne Handschuhe

draußen war. Der Körper

arbeitet verstärkt, um die unterkühlten

Körperbereiche wieder

warm zu bekommen.

Das primäre und sekundäre

Gefäßverhalten ruft eine Blutverschiebung

als sogenannte ablei-

92 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

93


HYDROTHERAPIE

HYDROTHERAPIE

Zu den Kaltreizen gehört auch

die Kryotherapie (Eisbehandlung

mit Eiswasser, Cool-Packs, Ein -

reibung mit Eis, Tiefkühlkompressen),

bekannt als Erstmaßnahme

bei Sportverletzungen.

Kurzfristige lokale Eisbehand -

lungen zwischen 5 und 15 Sekunden

beschleunigen die Wärmeabgabe,

beruhigen das Gewebe,

dämpfen Schmerzen und fördern

so die Kontraktionsbereitschaft

eines geschwächten Muskels.

Langzeitanwendungen zwischen

5 und 30 Minuten wirken

schmerzlindernd. Die Ganzkörper-Kryotherapie

in einer Kältekammer

wird bei chronisch

entzündlichen Gelenkprozessen

oder chronisch-entzündlichen

und degenerativen Wirbelsäulenkrankheiten

durchgeführt.

Körperreaktionen auf

Warmreize

Warmreize sind einphasig: Es

kommt sofort zu einer Gefäß -

erweiterung mit Röte und Wärmegefühl

sowie anhaltender

Mehrdurchblutung und Senkung

der Gewebespannung. Bei

chronischen Erkrankungen wirken

Warmreize entzündungshemmend,

schmerzlindernd und

entspannend auf die Muskulatur.

Beispiele sind die Wärmflasche

bei schmerzhaften Gallenkoliken

oder die Erwärmung bei verspannter

Muskulatur. Eine kurzfristige

Warmanwendung erhöht

den Blutdruck, eine langfristige

senkt ihn. Weitere Effekte sind

Atemfrequenz- und Pulssenkung

mit Ökonomisierung des Kreislaufs

und verbesserter Füllung der Herzkranzgefäße.

Vorsicht ist geboten

bei Menschen mit Gefühlsstörungen:

Sie spüren das warme oder

heiße Wasser auf der Haut nicht; es

besteht Verbrühung- beziehungsweise

Verbrennungsgefahr. Schonender

auf Herz und Kreislauf

wirkt eine temperaturansteigende

Anwendung (Bäder, Teilbäder).

Bei Heißanwendungen ziehen sich

die Gefäße zunächst kurzfristig zusammen,

um sich dann gleich wieder

zu erweitern. Diese den Organismus

sehr belastende Behandlung

dient vor allem zur intensiven

Erwärmung an Teilbereichen des

Körpers, zum Beispiel bei entzündlichen

Prozessen oder Koliken. Vorsicht

ist allgemein geboten bei

Herz-Kreislauf-Krankheiten, insbesondere

bei labilem Kreislauf oder

schwerem Bluthochdruck.

Wechselwarmes Training

für die Gefäße

Temperaturen zwischen warm und

kalt sind ein hervorragendes

Gefäßtraining, zum Beispiel als

Fußbad. Die Gefäße werden mehr

beansprucht als bei Warmanwendungen

in gleicher Form und Dosis,

die gefäßerweiternde Wirkung

entspricht dem Effekt der Kaltreize.

Wechselwarme Anwendungen beginnt

man immer mit dem warmen

Wasser und beendet sie mit

dem Kaltreiz – der Körper wird damit

gezwungen, die Gefäße durch

eine Mehrleistung aus eigener

Kraft (ohne Unterstützung des

warmen Wassers) wieder zu weiten

und damit die Durchblutung zu

verbessern. Diese Reihenfolge gilt

für alle Kalt-Warm-Reize, zum Beispiel

für Beingüsse sowie Ganzoder

Teilduschen.

Wechselwarme Behandlungen fördern

den Gewebestoffwechsel,

erhöhen den peripheren Gefäßwiderstand

(wobei es zu einer geringen

Blutdruckhebung und Kreislaufanregung

kommt), unterstützen

den gesunden Schlaf und

verbessern die Schleimhautdurchblutung

der oberen Luftwege. Sie

helfen daher vor allem bei einer

unzureichenden Kälteadaptation,

Infektanfälligkeit, Kälteempfindlichkeit,

kalten Fingern und Zehen,

bestimmten Gefäßerkrankungen

und einem niedrigen Blutdruck.

Diese Blutdruckanregung kann

manche Tablettentherapie ersparen.

Wasser hat viele

Eigenschaften

Mitbestimmend für die Auswahl

einer Behandlungsform mit Wasser

sind neben der Temperatur

noch andere Reizfaktoren. Beispiele

wären der hydrostatische Druck.

Er wirkt auf den im Wasser befindlichen

Körper beziehungsweise

Körperteil und drückt die Gefäße

zusammen, zum Beispiel bei einem

Vollbad. Die Auftriebskraft

des Wassers reduziert das Körpergewicht

und erleichtert Bewegungen

– ein guter Grund für ein

Bewegungstraining im Wasserbecken

(Bewegungsbad). Vor allem

Menschen mit Lähmungen, Muskelschädigungen

oder starken

rheumatischen Beschwerden profitieren

davon. Bei Bewegungen im

Wasser entsteht Reibungswiderstand.

Dieser Faktor ist wichtig zur

Muskelkräftigung und zum Muskeltraining

– ein weiterer Grund für

krankengymnastische Übungen

im Bewegungsbad.

Wasser entfaltet auch als Dampf

eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Die bekanntesten Beispiele

sind das Kopfdampfbad bei Erkältungen,

das die Atemwege befreit,

sowie die Sauna mit Aufguss oder

das römisch-irische Dampfbad als

Kreislauftraining und zur Abhärtung.

Heiße Dampfduschen oder

Dampfkompressen können die

allgemeine Erregbarkeit und die

Muskelspannung senken.

Die lange Tradition der Wasseranwendungen

hat eine Vielzahl

unterschiedlicher Applikationsformen

und Modifikationen hervorgebracht,

die sich entsprechend

der Krankheit und dem Gesundheitszustand

gut dosieren lassen.

Dadurch gibt es nur wenige Erkrankungen,

die nicht wenigstens

mit einer sehr milden Maßnahme

angegangen werden können.

Wassertraining für die

Gesunderhaltung

Sie leiden nicht unter einer Erkrankung?

Das ist gut, und damit es so

bleibt, können Sie Ihren Organis-

94 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

95


HYDROTHERAPIE

mus zu Hause mit Wasser trainieren.

Eine gute Möglichkeit ist zum

Beispiel das wechselwarme Fußbad.

Probieren Sie es aus: Beginnen

Sie prinzipiell mit dem Eintauchen

der Füße in warmes (nicht

heißes) Wasser (Weitstellung der

Gefäße). Danach tauchen Sie nur

für einen kurzen Moment die Füße

in kaltes Wasser (Zusammenziehen

der Gefäße). Diesen Ablauf wiederholen

Sie zwei- bis dreimal, wobei

Sie immer mit dem kalten Wasser

das Fußbad beenden und die Füße

danach gut abtrocknen. Sie werden

erstaunt sein, wie schnell die

vom Wasser kalten Füße wieder

warm werden. Zudem werden Sie

sich frisch und fit fühlen.

Wenn Ihnen das wechselwarme

Fußbad zu viel Aufwand ist,

können Sie sich ganz einfach angewöhnen,

morgens nach der

angenehmen warmen Dusche die

Hände und Füße kurz mit kaltem

Wasser abzuspülen. Beginnen Sie

dabei mit den Füßen. Mit der Zeit

weiten Sie Kaltabduschung auf

Arme und Beine und letztendlich

auch auf den Rücken aus. Kurzfristig

gehen Sie auf diese Weise frisch

in den Tag, langfristig erhöhen Sie

deutlich Ihre Herz-Kreislauf-Leistung

und damit die Durchblutung

und stärken die körpereigene

Immunabwehr.

Wenn Sie nicht ganz so mutig sind:

Ein leichterer Anfang für Kaltreize

sind Abwaschungen, das heißt

Hydrotherapeutische Reize

milde Reize

mittelstarke Reize

starke Reize

man wäscht zunächst Arme und

Beine und nach einer Gewöhnungsphase

den ganzen Körper

kurz mit einem nass-kalten Tuch

ab. Wechselwarmes Training ist

ideal für die Abhärtung zum Beispiel

gegen Erkältungsviren. Erfolge

werden Sie aber nur durch eine

regelmäßige Durchführung erreichen

– mit ein- bis zweimal pro

Woche fordern Sie Ihren Organismus

nicht heraus!

Ob Sie sich als Gesunder einfach fit

und gegen Erreger abwehrkräftig

halten wollen oder als kranker

Mensch Ihre Genesung fördern

möchten: Die Hydrotherapie mit

ihren vielen Anwendungsmöglichkeiten

ist nicht nur eine Mono -

therapie, sondern auch eine gute

Ergänzung zu schulmedizinischen

Abreibungen, Waschungen, ansteigende

Teilbäder bis zum Umfang des Unterarmund

Fußbades, wechselwarme Fußbäder,

kalte Güsse bis zum Umfang des

Kniegusses, Wassertreten, kleine warme

und kalte Wickel, kleine Tuchauflagen mit

feuchter Wärme, warmer Heusack

ansteigende Bein-, Sitz- oder Halbbäder

mit vorsichtiger Temperaturwahl, warme

Halbbäder mit Badezusätzen,

wechselwarme Sitzbäder, warme und

kalte Rumpfwickel, feuchte

Dreiviertelwickel oder Packungen

warme und kalte Vollbäder mit

Badezusätzen, Überwärmungsbad,

russisch-römisches Dampfbad, kalter und

heißer Vollblitzguss, langliegende

feuchte Ganz- und Dreiviertelpackungen

Behandlungen. Sprechen Sie doch

mal mit Ihrem Arzt darüber, welche

Reize Ihren Körper nicht zu

stark fordern und was Sie ihm

zumuten können.

Krankengymnasten, medizinische

Masseure und Bademeister arbeiten

mit der Hydrotherapie sehr

erfolgreich. Sie können Ihnen die

korrekte Ausführung von einfachen

Wasseranwendungen für den

Hausgebrauch zeigen. Auch in Büchereien

und im Internet finden

Sie zum Thema Hydrotherapie

interessante Informationen.

Text: Martina Kasper

KLEINE

HELFER

für Ihren

Badetempel

Macht müde Füße munter

Der Tag war lang, die Füße brennen

und sind müde? Dann tut ein Fuß-

Sprudelbad gut! Gleich mit Wasser

und eventuell Badezusatz befüllen

und gewünschte Stufe einstellen,

schon gibt’s Extra-Wellness für Ihre

Füße. Als Pflegezusatz empfehlen wir

Kneipp Gesunde Füße Fußbadekristalle.

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blumenextrakt, wohltuend durch -

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Das Fuß-Sprudelbad

ist erhältlich

bei „Die moderne

Hausfrau“

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Die Kneipp Fuß -

badekristalle sind

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Drogeriemärkten

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Kastanien bringen

neuen Schwung

Wenn die tristen, kalten Tage uns

träge und lustlos werden lassen,

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Auszugs aus der Kastanienfrucht

fühlt man sich leichter und

lebendiger.

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Drogeriemärkten erhältlich.

Wohltuend bei Erkältung

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Kombination mit dem

warmen Wasser für neues

Wohlbefinden.

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Drogeriemärkten erhältlich.

Einfach abtauchen

Ein hektischer Alltag mit Stress und

Anspannung – schon die Aussicht

auf das abendliche Bad beflügelt

die Gedanken. Die harmonische

Symbiose aus ätherischem Lavendelblütenöl

und reinem Totes

Meer Badesalz entfaltet in dem

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wohltuende und entspannende

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96 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

97


Balneotherapie

Baden für

dieGesundheit

Besonders bei ungemütlichem, nass-kaltem Herbst -

wetter sehnt man sich nach Wärme – da hilft ein

warmes Bad. Doch Baden ist nicht nur ein Aufwärm -

programm: Je nach Ausgestaltung und Badeform

können Bäder entspannen, anregen, Krankheiten

vorbeugen und lindern.

Die meisten Menschen verbinden

das Wort „Baden“ mit der

Körperreinigung oder kosmetischer

Hautpflege. Für medizinische

Fachkräfte – besonders aus

den Bereichen Physikalische Therapie,

Rehabilitation und Kurwesen

– sind Bäder ein Oberbegriff

für Therapiemaßnahmen auf der

Grundlage von Hydrotherapie

und Balneotherapie.

Zu der Hydrotherapie gehören

therapeutische und vorbeugende

Wasseranwendungen in verschiedenen

Temperaturstufen.

Die Balneotherapie (griechisch

balaneion – Bad) basiert auf der

Anwendung von natrülichen

Heilmitteln, die an bestimten Orten

vorkommen. Beispiele dafür

sind Heilquellen, das Meerwasser

(Thalassotherapie) sowie das Klima

(zum Beispiel Hochgebirgsoder

Meerwasserluft). Hydround

Balneotherapie lassen sich

hervorragend kombinieren.

Die beiden Begriffe Balneo -

therapie (Bädertherapie)

und Balneologie (Wissenschaft

von Bädern)

beziehen sich auf die

Heilbäder und die

Badekur, die heute

auch als Kurort -

therapie verstanden

wird. Die

Legitimation der

Heilbäder basiert

auf dem Vorkommen

natürlicher

Heilwässer

mit Mineralien,

Thermen

und Peloiden.

Die gesundheitliche Wirkung von

Heilwässern und anderer Balneo -

therapeutika muss wissenschaftlich

erwiesen sein. Natürlich vorkommende

Heilmittel sind jedoch

nicht unbegrenzt und überall verfügbar.

Darum verwendet man

heute weitgehend technisch hergestellte

Auszüge der Heilmittel.

Ein Beispiel dafür sind Schwefel -

bäder: Sie können mit natürlichem

Wasser vor Ort, aber auch chemisch

aufbereitet in jeder Klinik

und sogar zu Hause durchgeführt

werden.

Balneotherapeutische

Bäder

Ein wichtiger Eckpfeiler der

Balneo therapie sind die medizinischen

Bäder mit Heilwässern besonderer

Inhaltsstoffe. Sie können

Mineralien oder Gase enthalten,

wobei sie mindestens 1000 mg an

festen gelösten Bestandteilen im

Wasser aufweisen müssen. Die

Anerkennung als Thermalwasser

erfolgt bei einer Wassertemperatur

von mehr als 20 °C und den

entsprechenden Inhaltsstoffen. Zu

den Heilwässsern gehören zum

Beispiel Chlorid-, Sole-, Sulfat-,

Hydrogencarbonat-, Thermal-, Radon-

und Meerwasser. Wasser mit

Gasen (Kohlensäure- und Sauerstoffbad)

kann zum Beispiel die

arterielle Durchblutung anregen

oder Nervensystem und Muskelfunktionen

beeinflussen.

BALNEOTHERAPIE

Peloide sind natürliche, durch geologische

und biologische Prozesse

entstandene Substanzen oder

Gemische organischer (Kohlenstoffverbindungen)

oder anorganischer

(Mineralien) Art; zum Beispiel

Lockersedimente wie Moor

und Schlamm und terrestrische

Lockersedimente (Lehm, Ton,

mineralhaltige Ablagerungen aus

Vulkangestein). Kalt und warm

werden sie nicht nur als Packungen,

sondern auch als Vollbad

genutzt. Mineralien können in

Peloiden und Heilwässern vorkommen

und werden beim Baden

über die Haut als chemischer Reiz

in den Körper aufgenommen.

Obwohl Heilpflanzen eher der

Phytotherapie zugeordnet werden,

wirken sie über ihre Anteile an

ätherischen Ölen in Bädern und

werden oft als Kräuterbäder bezeichnet.

Bekannt wurden sie vor

allem durch den deutschen Pfarrer

Sebastian Kneipp (1821 bis 1897)

und den Pfarrer und Naturarzt

Johann Künzle aus der Schweiz

(1857 bis 1945). Beide waren sehr

dem einfachen Landvolk zugetan

und behandelten Kranke – damals

zum Unmut der Ärzte – mit Wasseranwendungen

und Kräutern.

Die Wasserwirkung

in einem Vollbad

Eigentlich ist es herrlich: die Wanne

voll warmem Wasser, einen schönen

duftenden Badezusatz rein,

den Körper bis zum Hals eintauchen

und entspannen. Doch was

Ihnen als wohltuend und angenehm

erscheint, kann für einen

herz- oder gefäßkranken Menschen

entschieden zu viel sein. Der

Grund dafür ist, dass neben der

Temperatur noch weitere Wassereigenschaften

auf den Körper

einwirken können.

11/2012

Ratgeber

99


BALNEOTHERAPIE

Die Auftriebskraft des Wassers

reduziert das Körpergewicht. Es ist

bekannt, dass Salzwasser den Körper

besser trägt als Süßwasser.

Dies nutzt man in Therapiebecken

zur Bewegungserleichterung zum

Beispiel bei Muskelschädigung

oder nach Lähmungen. Der Reibungswiderstand

entsteht bei

Bewegungen im Wasser. Dieser

Faktor ist wichtig zur Muskelkräftigung

– ein weiterer Grund für

krankengymnastische Übungen

im Bewegungsbad oder für das

Schwimmen als sportliche An -

forderung.

Die wichtigste Wassereigenschaft

in einem Vollbad ist jedoch der hydrostatische

Druck. Darunter versteht

man die Last, die auf den im

Wasser befindlichen Körper beziehungsweise

das Körperteil einwirkt.

Dieser Druck komprimiert

die Gefäße, der Blutrückstrom zum

Herzen nimmt zu und das Herz

muss mehr Arbeit leisten. Ein gesunder

Mensch spürt diesen Druck

nicht, für Herzkranke kann er zu

groß sein und die Herz-Kreislauf-

Funktionen restlos überfordern. In

diesen Fällen ist es ratsam, ein

Dreiviertelbad (die Wasserhöhe in

der Wanne lässt den Herzbereich

frei) oder ein Halbbad (das Wasser

reicht nur bis zum Bauchnabel) zu

nehmen.

Die Wassertemperatur

Auch sie kann dem Körper in einem

Bad mehr schaden als guttun.

Ein Gesunder fühlt sich in einem

warmen Bad bei etwa 37 bis 38°C

oder noch etwas wärmer sehr

wohl. Bei bestehenden Gefäß- und

Herzschäden oder anderen schwereren

Erkrankungen können zu

warm temperiertes Wasser, der

hydrostatische Druck und ein

eventuell noch stark wirkender Badezusatz

schnell zu bedrohlichen

Herz- und Kreislaufattacken führen.

Wie beeinflusst die Wassertemperatur

den Körper? Hier gelten

die Grundsätze der Hydrotherapie.

Natürliche und

chemische Badezusätze

Sie beeinflussen über folgende

Prozesse das Körperinnere: Die

im Wasser gelösten Substanzen

können die Haut durchdringen

(Resorption) und in die Blutbahn

gelangen, sich in der Haut und im

Wasser ablagern (Deposition) und

Stoffe aus der Haut herauslösen.

Durch diesen Stoffaustausch mit

der Haut kann eine Substanz –

auch ein wasserlösliches Medikament

gegen Rheuma oder als

Inhalationsbad bei Atemwegs -

erkrankungen – bis in die inneren

Organsysteme wirken.

Ein Naturmoorbad (oder synthetisch

hergestellt als Moorauszugsbad)

enthält Huminsäure und

Gerbstoffe, die zum Beispiel bei

Arthrosen und rheumatischen Leiden

die entzündlichen Zustände

lindern.

Ein Kohlensäurebad regt die

Durchblutung an, fördert die

Heilung bei schlecht heilenden

Wunden und senkt den Blutdruck.

Bei nervösen Erregungszuständen

hilft ein Sauerstoffbad.

Ein warmes mineralstoffhaltiges

Thermalbad (Therme) schätzen

Rheumatiker und Menschen mit

Gelenkerkrankungen auch wegen

der entspannenden Muskelwirkung.

Bäder werden aber nicht nur

in Kurorten oder Kliniken durchgeführt.

Die synthetische Herstellung

der Badezusätze ermöglicht in

vielen Fällen die Badekur auch zu

Hause.

Entscheidend bei bestehenden Erkrankungen

ist, welches medizinische

Bad der Arzt für richtig und

verträglich hält und in welcher

Form in Bezug auf den hydrostatischen

Druck (Vollbad, Dreiviertelbad,

Halbbad).

Ein weiterer Punkt ist, mit welchen

Temperaturen die Substanz wirkt

und nicht schadet und welche

Wassertemperatur man selbst

verträgt. Zudem sollte ein Bad mit

Zusätzen nur 10 bis 15, maximal 20

Minuten dauern. Wichtige Hinweise

zu allen Durchführungspunkten

finden Sie immer auf dem Beipackzettel

der vom Arzt verschriebenen

oder vom Apotheker empfohlenen

Badezusätze. Letztendlich

sollten Sie nach einem Bad mit

Zusätzen etwa 30 Minuten ruhen,

damit es seine Wirkung entfalten

kann.

Heilpflanzen-Bäder

für zu Hause

Heilpflanzen als Entspannung oder

Linderung bei Erkrankungen zu

verwenden, ist schon seit Jahrtausenden

bekannt. Für Inhalationen

und Bäder kann man Pflanzen beziehungsweise

ihre Anteile selbst

trocknen und zu Sud oder Pflanzenöl

verarbeiten – aber nur, wenn

man sich die entsprechenden

100 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

101


BALNEOTHERAPIE

BALNEOTHERAPIE

Kenntnisse angeeignet hat. Ansonsten

können falsche Mischungen

und ihre Verwendung mehr

schaden als nutzen. Heute bieten

Apotheken, Drogerien und unzählige

Internetanbieter fertige ätherische

Öle, Granulate oder Salze als

Badezusatz an, die, in Voll- und Teilbädern

über die Einatmung (bei

Erkältungen) oder über die Haut

aufgenommen, ihre Wirkung in

den Körpersystemen entfalten.

Ätherische Öle sind pflanzlich. Sie

werden aus verschiedenen Pflanzenteilen

gewonnen (aus Blättern,

Blüten, Schalen, Holz,

Wurzeln oder Rinde). Diese Öle

sind hochkonzentrierte Substanzen.

Pur können sie Haut und

Atemwege reizen. Deshalb sollten

ätherische Öle immer nur verdünnt

verwendet werden. Manche

Substanzen können aller -

gische Reaktionen auslösen,

weshalb sich Allergiker vor der

Verwendung in einem Bad von

ihrem Arzt beraten lassen sollten.

Dies gilt auch für kleine Kinder

und Schwangere. Vorsicht ist prinzipiell

bei allen chronischen und

schwereren Krankheiten geboten,

bei denen ein Arzt nicht ausdrücklich

den Badezusatz als

mögliche Heilungshilfe empfiehlt.

Die Qualität

muss stimmen

Es gibt heute von Pharmafirmen

oder auf ätherische Öle spezialisierte

Firmen sehr hochwertige

Badezusätze. Doch es ist bei der

Masse von Angeboten gar nicht so

leicht, an gute Qualität zu kommen

– viele Öle sind leider minderwertig

oder gestreckt. Zwar muss das

Teuerste nicht grundsätzlich das

Beste sein, aber Qualität ist bei

ätherischen Ölen auch nicht preiswert.

Gute und hochwertige Produkte

sind mit bestimmten Merkmalen

ausgezeichnet.

Achten Sie auf folgende Angaben

in Bezug auf die Qualität:

100 Prozent naturreines ätherisches

Öl, deutscher und latei -

nischer Pflanzenname, Anbauart

(Wildsammlung, biologisch oder

konventionell), Gewinnungsverfahren

(Extraktion, Wasserdampfdestillation,

Kaltpressung), Herkunftsland

und Mindesthaltbarkeitsdatum.

Ätherische Öle vermischen sich

nicht mit Wasser – außer sie sind

speziell als Badezusatz aufbereitet.

Deshalb sollten Sie einen natürlichen

Emulgator dem Badewasser

beimischen (zum Beispiel ein bis

zwei Esslöffel flüssige Sahne oder

Honig). Badefertige Zusätze aus

den Apotheken geben die Wassertemperatur,

Badezeit, Badedauer

und Dosierung für ein Vollbad an.

Den Badezusatz sollten Sie dem

Wasser erst beimischen, wenn Sie

in die Wanne steigen.

Denken Sie auch an die Ruhezeit

danach!

Machen Sie sich vorher

schlau

Häufig finden sich in medizinischen

Badezusätzen durchblutungsfördernde,

antirheumatische,

entzündungshemmende, beruhigende,

schmerzstillende oder

belebende Substanzen. Darum

werden meist rheumatologische

und dermatologische Heilanzeigen

beansprucht, auch Durchblutungsstörungen

und nicht

zuletzt allgemeine Befindlichkeitsstörungen.

Deshalb werden

medizinische Bäder bis auf einige

Ausnahmen von Fachpersonen

durchgeführt. Es macht aber auch

Sinn, dass ein medizinischer Laie

sich mit den heilungsfördernden

Wirkstoffen der Badezusätze entsprechend

auskennt, die für den

Hausgebrauch frei verkauft werden.

Erkundigen Sie sich daher bei Ihrem

Arzt und Apotheker, worauf

Sie achten müssen. Allergiker oder

kranke Menschen mussten schon

erleben, dass ihr Organismus auf

einen Badzusatz sehr negativ

reagiert hat. Das gilt auch für die

Wellness- beziehungsweise Aroma-

oder Kosmetikbäder: Wenn Ihr

Organismus oder Ihre Haut einen

Badezusatz nicht verträgt – oft ist

es zum Beispiel die Kamille bei

Allergikern, werden Sie keinen positiven

Effekt erzielen.

Deshalb: Beachten Sie immer Ihre

aktuelle gesundheitliche Situation,

die Empfindlichkeitsreaktionen

Ihres Körpers und die Herstellerempfehlungen

des Badzusatzes,

damit Ihr häusliches Gesundheitsund

Entspannungsprogramm sich

nicht ins Negative verkehrt.

Text: Martina Kasper

Baldrian-Bad

Bei Schlaflosigkeit und Nervosität. Wirkt beruhigend und entspannend.

Eukalyptus-Bad

Bei Erkältung, Schnupfen und Husten. Wirkt schleimlösend

und entzündungshemmend.

Fichtennadel-Bad

Bei Erkältung, Schnupfen und Husten. Wirkt schleimlösend

und entzündungshemmend.

Heublumen-Bad

Bei Krämpfen, Verdauungsschwäche und zur

Erkältungs vorbeugung. Wirkt schleimlösend und

entzündungshemmend.

Kamille-Bad

Bei Entzündungen und Krämpfen.

Wirkt entzündungshemmend, antibakteriell.

Lavendel-Bad

Bei Schlaflosigkeit, Nervosität, Hautentzündungen.

Wirkt entspannend, beruhigend,

entzündungshemmend.

Meersalz-Bad

Bei Hautproblemen, Juckreiz, trockener Haut.

Wirkt entzündungshemmend, beruhigend und

reizlindernd.

Melisse-Bad

Bei Nervosität und Schlaflosigkeit.

Wirkt entspannend,

beruhigend, krampflösend.

Rosmarin-Bad

Bei Müdigkeit, schwachem Kreislauf,

niedrigem Blutdruck. Wirkt belebend und

entzündungshemmend.

Thymian-Bad

Bei Erkältungen, Husten, schwacher Verdauung.

Wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.

102 Ratgeber 11/2012


SAUNA

Schon die alten Römer

schätzten die

wohltuende Wirkung

eines Dampfbades –

Caldarium genannt.

Bei uns hat sich

mittlerweile das

Römerbad, der

türkische Hamam oder

die Infrarotkabine

ebenso etabliert wie

die Sauna nach

finnischer Art.

Aber was ist so gesund

am Schwitzbad?

Sauna und Dampfbad:

Schwitzen

ist gesund

zuletzt das psychologische Verhalten

– thermische Reize können anregend

oder beruhigend wirken.

Ein weiterer positiver Effekt ist die

Stärkung des Immunsystems beziehungsweise

der Körperabwehr

gegen Erreger, zum Beispiel Viren.

Die Erkältungszeit geht an regelmäßigen

Saunagängern oft spurlos

vorüber (Senkung der Infektanfälligkeit).

Das Schwitzen und die wiederholten

Wasseranwendungen sind zudem

eine sehr gründliche, aber

schonende Körperreinigung: Die

oberste Hornschicht der Haut

quillt auf, verhornte Hautzellen

werden gelockert und können

leicht abgespült werden. Bei

trockener Haut wird die Struktur

durch Aktivierung der Schweißdrüsen

und Wassereinlagerungen

in die Hornschicht verbessert.

In Russland haben Dampfbäder als

„Banjas“ bereits eine lange Tradition.

Die Finnen kommen aus der

warmen Sauna, springen in eiskaltes

Wasser oder reiben sich mit

Schnee ab – und erkälten sich

dabei nicht. Das hat seinen Grund:

Regelmäßige Saunabesuche entspannen

nicht nur, sie härten den

Organismus ab – man kann ihm etwas

zumuten und bleibt gesund.

Die Voraussetzung dafür ist, dass

man das Warm-Kalt-Training richtig

durchführt, denn nach jedem

Schwitzgang muss der erhitzte

Körper mit kaltem Wasser runtergekühlt

werden.

Wie reagiert der Körper

auf die Sauna?

Ein gesunder Körper hat eine gute

Durchblutung, und zwar vom Kopf

bis in die Zehen. Voraussetzung

dafür ist, dass die Gefäße im

Körper richtig arbeiten und auch

Anreize dafür erhalten.

Neben Bewegung und frischer Luft

ist ein Warm-Kalt-Reiz nach dem

Prinzip der Hydrotherapie (Wassertherapie,

weitere Informationen

ab Seite 90) ein sehr effektives Training

für Ihre Gefäße. In der warmen

Sauna- oder Dampfkabine

weiten sich die Gefäße.

Gibt man danach dem Körper

einen Kaltreiz, ziehen sich die

Gefäße als zweite Reaktion zusammen.

Das ist für den Organismus

der von uns gewollt gesetzte

Anreiz, wieder mit vermehrter

Anstrengung für eine Gefäß -

erweiterung zu sorgen.

Das Ergebnis der Gefäßerweiterung

ist eine vermehrte Blutfüllung

beziehungsweise Durchblutung.

Auf diesen thermischen Reiz

reagieren positiv: Herz-Kreislauf-,

Atmungssystem, Wärmehaushalt,

Stoffwechsel, Nervensystem, Muskelsystem

und Drüsen und nicht

Die Sauna nach

finnischer Art

Die Saunakabine ist ein Raum aus

Holz zum Schwitzen bei extrem

trockener Luft und Temperaturen

je nach Einstellung zwischen etwa

80°C bis 100°C. Auf der untersten

Sitz- oder Liegebank ist die Temperatur

wesentlich geringer als auf

der obersten, weil trockene Wärme

grundsätzlich nach oben steigt.

Das Erhitzen beziehungsweise

Einheizen des Raumes erfolgt

entweder traditionell mit einem

Holzofen oder modern mit einem

Elektroofen. Die auf dem Ofenrost

liegenden Steine erhitzen sich sehr

stark und sind die Grundlage für

Aufgüsse. Eine gute Be- und Entlüftung

einer Saunakabine ist wichtig.

104 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

105


SAUNA

SAUNA

Bevor Sie in die Saunakabine gehen:

Legen Sie zuerst Uhren und

Schmuck ab, sie können sich stark

erhitzen und die Haut verbrennen.

Dann duschen Sie ausgiebig, um

die Haut zu reinigen und die Poren

frei zu machen. Trocknen Sie sich

danach gut ab. In der Saunakabine

sitzen Sie immer unbekleidet, aber

bitte auf einem großen Handtuch

wegen der Hygiene. Ungeübte

Saunaanfänger beginnen am besten

auf der untersten Sitzbank. Ein

Saunagang dauert etwa 10 bis 15

Minuten. Anfänger sollten mit

maximal 10 Minuten beginnen. In

Bezug auf die Zeit spielt natürlich

Ihr persönliches Empfinden eine

wichtige Rolle. Jeder Saunagang

kann zwei- bis dreimal wiederholt

werden. In der Sauna erhöht sich

die Körpertemperatur auf ca. 38°C

bis 40°C (künstliches Fieber genannt).

Der Körper kann damit

Schadstoffe abbauen.

Der Aufguss mit

und ohne Aromen

Nicht alle Menschen schwitzen

gleich schnell und viel. Bleiben Sie

darum nicht länger in der Sauna,

um den großen Schweißausbruch

zu erleben. Wenn Sie im Allgemeinen

wenig schwitzen: Eine Trockenbürstung

des Körpers vor

dem Saunagang fördert Schwitzprozesse.

Für den Herz-Kreislauf ist

es am besten, kurz und intensiv zu

schwitzen.

Für hartgesottene Saunagänger ist

der Aufguss das Allergrößte. Wer

den Schwitzreiz erhöhen möchte

beziehungsweise durch ätherische

Öle seiner Gesundheit etwas Gutes

tun möchte, durchlebt beim Saunabesuch

einen Aufguss. Hierbei

wird mehrfach mit einem großen

Holzschöpflöffel Wasser auf einen

heißen Stein gegossen und damit

die Luftfeuchtigkeit stark erhöht.

Intensiver wird das Ganze, wenn

dem Wasser vorher ätherische Saunaöle

beigemischt werden, zum

Beispiel Fichtennadel oder Eukalyptus.

Doch Vorsicht: Beim Saunieren

kommt es auf die Auswahl der Aufgussqualität

an. Eine Untersuchung

hat gezeigt, dass einige

Sauna-Aufgussmittel Duft- oder

Farbstoffe enthalten, die so in der

Natur nicht vorkommen und nicht

unbedingt die Gesundheit fördern.

Deshalb achten Sie bei den Saunaaufgussprodukten

auf Qualitätsprodukte

mit Gütesiegel zum Beispiel

aus der Apotheke – empfiehlt

der Deutsche Sauna-Bund. Sie enthalten

naturidentische oder natürliche

Aromen in guter Qualität.

Tatsache ist jedoch, dass ätherische

Öle Körperfunktionen und

Stimmungslage positiv beeinflussen

können (Aromatherapie).

Zitruspflanzen zum Beispiel hellen

die Stimmung auf, aktivieren und

lindern Nervosität. Ätherische Öle

aus Eukalyptus und Fichten- oder

Kiefernnadeln helfen bei Atemwegsproblemen,

Myrte-, Eukalyptus-

und Zitronenöl entkrampfen

bei Muskelschmerzen. Geben Sie

für den ersten Aufguss nur drei

Tropfen in das Aufgusswasser. Pro

Kubikmeter Rauminhalt in der Kabine

nimmt man 10 bis 15 Milliliter

Wasser. Probieren Sie zuerst diese

Konzentration aus. Bei den nächsten

Gängen können Sie bis auf fünf

Tropfen erhöhen – mehr ist weder

notwendig noch nützlich. Es ist

wichtig, nie ätherisches Öl unverdünnt

auf die Steine zu gießen

(Stichflammen- und Brandgefahr!)

Ab in die Kälte

Der wärmste Saunagang verfehlt

seinen positiven Trainingseffekt

für Gefäße und Kreislauf, wenn der

Kaltreiz fehlt. Sie sollten die Saunakabine

nach einem Gang nicht erschöpft,

sondern angenehm erhitzt

verlassen und wenn möglich,

ein paar Minuten an die frische

Luft gehen. Die Atemwege können

schnell abkühlen, die durch eine

ständige Luftbewegung keine haftende

Isolationsschicht wie die

Haut haben. Zudem ist es gut,

frischen Sauerstoff zu tanken.

Anschließend kühlen Sie sich mit

kaltem Wasser ab – aber nicht sofort

im kalten Tauchbecken. Zuerst

spülen Sie den Schweiß unter einer

Dusche oder mit dem Gießschlauch

ab. Das gibt Ihnen auch

die Gelegenheit, langsam mit dem

Kaltreiz an den Beinen und danach

an den Armen anzufangen, bevor

Sie sich ganz abgießen. Wer schon

mehr Übung und keinen hohen

Blutdruck hat, steigt danach ins

eiskalte Tauchbad. Nach der Devise

„kurz, aber kalt und nicht lau“

reichen ein paar Sekunden. Die Alternative

wäre ein in unmittelbarer

Nähe befindliches Schwimmbad.

Der Körper reagiert sofort mit

seiner Gefäßreaktion auf die Kälte

und läuft zu Hochtouren auf, um

sich vor Auskühlung zu schützen.

Vor dem nächsten Saunagang

braucht der Organismus eine Pause.

Legen Sie sich für mindestens

20 Minuten auf eine Liege, und

zwar eingehüllt in einen Bademantel

oder in große Handtücher

– Sie werden sich herrlich entspannt

fühlen und spüren, wie Ihr

Organismus arbeitet.

Dampfbäder

Dampfbäder sind besonders bei

Kindern und Älteren beliebt, die

keine starke Hitze mögen, außerdem

für Menschen mit gesundheitlichen

Problemen wie Atemwegserkrankungen

oder Herz-Kreislaufproblemen.

In einem Dampfraum

herrscht eine Temperatur zwischen

35°C bis etwa 50°C, also viel

niedriger als in der Sauna. Um

Dampfschwaden zu erzeugen,

muss allerdings die Luftfeuchtigkeit

bei mindestens 70 Prozent liegen.

Aber auch ein Dampfbad ist

nicht für jeden geeignet, zum

Beispiel bei Krampfaderleiden. Ein

Zeitlimit gibt es für die Dampfkabine

nicht. Sie sollten sich auf Ihr angenehmes

Körpergefühl verlassen.

Im Allgemeinen gelten hier die

gleichen Regeln wie bei einem

Saunabesuch.

Eines ist jedoch ein Irrtum: Man

schwitzt nicht schneller als in der

Sauna. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit

beschlägt der Körper,

die mit Feuchtigkeit gesättigte

Luft behindert das Schwitzen sogar.

Die Wärmewirkung ist ähnlich

für den Organismus zu bewerten,

aber die entgiftenden Prozesse

sind wegen der niedrigeren Temperaturen

geringer. Dampfbäder

sind also nicht gesünder, aber

schonender für bestimmte Menschengruppen.

Das Dampfbad

wirkt auch gegen Erkältungen

oder hilft als Prophylaxe. Die

feuchte Luft gelangt in die Atemwege,

entspannt sie und lockert

Ansammlungen an den Schleimhäuten.

Das Sanarium

Wem die klassische Sauna zu warm

ist oder die Luft im Dampfbad zu

feucht, kann das Sanarium testen

(Sanarium® ist ein eingetragener

Markenname der Firma Klafs). Die

auch Biosauna genannte Schwitzkabine

ist eine kreislaufschonende

Saunavariante mit einer Raumtem-

11/2012

Ratgeber

107


SAUNA

SAUNA

peratur von etwa 50°C oder leicht

darüber und einer Luftfeuchtigkeit

von ca. 50 Prozent. Die Aufenthaltsdauer

in einem Sanarium

kann je nach persönlicher Verträglichkeit

wegen der milderen Bedingungen

auch 20 Minuten und

etwas darüber betragen. Das Abkühlen

und Ruhen danach sollten

Sie jedoch wie in einer Sauna

einhalten.

In einem Sanarium spielen Farben

an den Wänden eine Rolle. Sie sollen

beruhigend auf den Besucher

wirken. Während manche eingeschworenen

Saunagänger auf aromatisierte

Aufgüsse verzichten

und nur auf die hohe Luftfeuchtigkeit

setzen, gehören Duftstoffe bei

einem Biosaunabesuch zur Entspannung

dazu. Sanarien werden

besonders von Menschen bevorzugt,

die in Saunen aufgrund medizinischer

Leiden zu Risikogruppen

gehören.

Infrarotkabinen

Eine weitere den Kreislauf schonende

Alternative sind Infrarot -

kabinen – auch Infrarotwärme -

kabinen genannt. Die etwa 50°C

warme Kabine wird mit einer wohltuenden

Strahlungswärme (Infrarot)

betrieben. Das den Körper

wärmende infrarote Licht gelangt

von der Strahlerquelle direkt auf

die Haut und von dort als Tiefenwärme

bis in das Unterhautfettgewebe.

Saunaliebhabern reicht diese

Körpererwärmung oft nicht aus,

weil der schweißtreibende Effekt

viel niedriger ist. Menschen, die

eine Sauna- oder Dampfbad -

wärme aus medizinischen Gründen

nicht gut vertragen, genießen

diese der Sonne nachempfundene

Wärme.

In Infrarotkabinen wird auf eine

homogene Strahlenverteilung geachtet

(keine Punktstrahlung).

Strahlen bedeuten in diesem Zusammenhang

auch nichts Schädliches:

Infrarotstrahlung wird in der

Medizin schon lange genutzt, zum

Beispiel in einer physiotherapeutischen

Praxis, um die Muskeln vor

einer Massage aufzuwärmen, oder

in der Sporttherapie, um Über -

anstrengungssyndrome loszuwerden.

Gesundheitliche Risiken

Regelmäßige Saunabesuche fördern

auch im Sommer die Gesundheit.

Wenn es draußen schwül und

heiß ist, hält die trockene Hitze der

Sauna den Kreislauf in Schwung –

der Körper kann sich nicht nur den

winterlichen, sondern auch extrem

warmen klimatischen Anforderungen

besser anpassen. Oft empfehlen

Ärzte vor Reisen in tropische

Länder Saunabesuche als Vorbereitung.

Es steht außer Frage, dass Saunieren

die Abwehrkräfte stärkt, die

Durchblutung fördert und bei

vielen Erkrankungen zur Besserung

beiträgt. Mit bestimmten

Einschränkungen können sogar

Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen

und leichteren

Herz-Kreislaufbeschwerden sowie

Schwangere die Sauna besuchen.

Entscheidend ist, dass Sie – wenn

Ihr Leiden bekannt ist – vorher mit

Ihrem Arzt darüber sprechen, welche

Wärme und Aufenthaltsdauer

oder welche Form einer Schwitzkabine

er Ihnen empfiehlt oder ob

er Ihnen aufgrund der gesundheitlichen

Situation generell davon abrät.

Dies gilt auch für bestimmte

Zeiten in der Schwangerschaft und

für ältere Menschen, die das erste

Mal saunieren wollen.

Bei Entzündungen im Körper, akuten

Infektionskrankheiten, schwereren

Herz-Kreislaufbeschwerden,

Krampfadern, Venenthrombosen,

Epilepsie und Krebs wird vom Besuch

einer Schwitzkabine abgeraten.

Grundsätzlich sollten Eltern

bis zum Ende des ersten Lebensjahres

ihre Kinder nicht mit in die

Sauna nehmen. Die Gefahr des

Kindstodes wächst, wenn die Kleinen

unmittelbar nach dem Saunagang

ins Bett gelegt werden.

Ob Sie nun die Sauna, das Dampfbad

oder die Infrarotkabine bevorzugen:

Es ist eine Chance, die

Gesundheit ohne Medikamente

oder Chemie zu fördern – nicht zu

vergessen der entspannende Effekt,

der Sie schnell den Alltagsstress

vergessen lässt. Wer Platz in

seinem Keller hat, nicht mit seinen

Mitmenschen in öffentlichen Saunen

schwitzen möchte und handwerklich

geschickt ist:

Es gibt fertige Bausätze für Saunen

in verschiedener Größen mit allem

Zubehör, inklusive Ofen für die

Heimsauna – ein erholsames

Vergnügen!

Text: Martina Kasper

Sauna, Dampf oder Infrarot – ein Vergleich der Varianten

Sauna nach finnischer Art

Klimaverhältnisse: etwa 80°C bis 90°C und trockene Luft (ideal etwa 10 bis 20 Prozent

Luftfeuchtigkeit, nach Aufguss Anstieg der Luftfeuchtigkeit auf etwa 30 Prozent).

Einfluss auf die Gesundheit:

Entspannung und Stressabbau,

intensive Körperreinigung,

positive Auswirkung auf die Haut und die Hautalterung,

Stärkung des Immunsystems und damit der Abwehrkraft,

sehr effektives Gefäßtraining durch den Warm-Kalt-Reiz,

Anregung für Atemsystem, Herz- und Kreislauftätigkeit (Vorsichtig bei Bluthochdruck),

Abbau von Schadstoffen, Schlafförderung,

Unterstützung bei Muskel- und Gelenkbeschwerden,

Steigerung von körperlicher, geistiger Fitness.

Dampfbad

Klimaverhältnisse: Im Gegensatz zur Sauna eine mildere Variante bei etwa 35°C bis 50°C

und ca. 70 Prozent Luftfeuchtigkeit mit Dampfschwaden.

Einfluss auf die Gesundheit:

kreislaufschonend durch niedrige Temperaturen,

Anregung des Stoffwechsels,

Abbau von Schadstoffen,

positive Wirkung bei Atemwegserkrankungen durch das Befeuchten der Schleimhäute

durch feine Wassertropfen,

Körperregeneration, Hautpflege und porentiefe Hautreinigung durch Schwitzen.

Sanarium

Biosauna als schonende Variante zwischen klassischer Sauna und Dampfbad mit

Raumtemperaturen zwischen 50°C und leicht darüber bei einer relativ geringeren

Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent. Angeboten werden beruhigende Farbeffekte,

Aufgüsse mit Aromen und Bädervarianten (Themenbäder).

Einfluss auf die Gesundheit: ähnlich wie bei Sauna und Dampfbad.

Infrarotkabine

Klimaverhältnisse: Direkte IR-Strahlungswärme auf den Körper bei etwa 50°C

Raumtemperatur mit trockener Luft. Einige Hersteller bieten Kabinen mit

Dampfeinstößen an, die Luftfeuchtigkeit bleibt jedoch gering.

Einfluss auf die Gesundheit:

Bessere Durchblutung und Gefäßerweiterung bei Wärmestrahleneinwirkung,

kreislaufschonend durch niedrigere Temperaturen,

positive Wirkung bei Muskelverspannungen und Gelenkentzündungen,

verbesserte Stoffwechselaktivität – Minderung bei Erkältungskrankheiten,

Abbau von Schadstoffen, Hautreinigung bei Schweißbildung,

Entspannung.

108 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

109


VERGESSLICHKEIT

ße, die imExtremfall verstopfen

und zu einer kritischen Störung der

Blutversorgung im Gehirn führen

können, also zu einem Schlaganfall.

Lecithin, Cholin). Fragen Sie bei

Ihrem Apotheker nach den verschiedenen

Möglichkeiten.

In unserem Gehirn

sind Tausende Daten

gespeichert – all unsere

Erinnerungen und

Erfahrungen. So auch

diverse Zahlencodes,

die wir jederzeit

abrufen können.

Doch was ist, wenn das

Gedächtnis nachlässt

und wir uns nicht

mehr erinnern

können?

Grund genug,

zeitig mit dem

Gehirntraining zu

beginnen.

Im Zuge der normalen Alterung

nimmt die Funktion des Gehirns

etwa ab dem 40. Lebensjahr ganz

langsam ab. Dies macht sich durch

Nachlassen der Merk- und Konzentrationsfähigkeit

bemerkbar. Das

Kurzzeitgedächtnis ist früher betroffen

als das Langzeitgedächtnis.

Mit anderen Worten: Neue Eindrücke

werden schneller vergessen

oder gar nicht erst abgespeichert.

Oft wissen wir nicht mehr, was wir

gestern zum Abendbrot gegessen

haben, aber die Erinnerungen aus

der Kindheit sind uns sehr präsent.

Typisch ist auch das Vergessen von

Namen oder Geburtstagen. Und

wo habe ich vorhin den Schlüssel

oder die Brille hingelegt? Zudem

lässt auch die Konzentration nach.

Die Ursache für diese Veränderungen

ist die Abnahme der Durchblutung

infolge einer altersbedingten

Arterienverengung (Arterienverkalkung).

Dabei lagern sich Blutbestandteile

an den Gefäßwänden

der Arterien ab, zum Beispiel Cholesterin.

Durch die Reduzierung

der Durchblutung erhält das Gehirn

weniger Nährstoffe und Sauerstoff.

Je mehr Ablagerungen vorhanden

sind, umso langsamer

fließt das Blut und es lagern sich

mehr Blutbestandteile ab. Besonders

anfällig sind die kleinen Gefä-

Risiken mindern

Negativ auf die Blutgefäße wirken

viele Faktoren: Stress, Über ge -

wicht, Bewegungsmangel, Blut -

hochdruck, erhöhte Blutfette,

Diabetes und Rauchen. Sie fördern

die Ablagerungen in den Gefäßen.

Daher ist die oberste Priorität, die

Risikofaktoren zu beseitigen. Eine

gesunde Lebensweise mit ausreichend

Bewegung und Entspannung

ist die beste Empfehlung für

einen gesunden Kreislauf. Zudem

müssen die Blutfettwerte und der

Zuckerspiegel kontrolliert werden.

Verzichten Sie aufs Rauchen und

übermäßigen Alkoholkonsum.

Das Nachlassen des Gedächtnisses

gehört zum normalen Alterungsprozess.

Dieser lässt sich nicht aufhalten,

aber man kann ihn verzögern,

zum Beispiel mit Wirkstoffen,

die gegen die Gefäßverengungen

und damit gegen die Minderdurchblutung

wirken, wie die

Pflanzenextrakte aus den Ginkgoblättern

oder der Ginsengwurzel.

Die Extrakte müssen über einen

längeren Zeitraum eingenommen

werden, um die volle Wirksamkeit

zu erreichen. Auch Vitamine (zum

Beispiel B, C, E) und Mineralstoffe

(Kalzium, Magnesium) können die

Gehirnfunktion anregen. Letztere

umfassen sogenannte Mikronährstoffe,

also alle Substanzen, die der

Körper für sein Wohlbefinden und

nicht zur Energieverwertung benötigt

(Vitamine, Spurenelemente,

Gedächtnistraining

für alle

Bieten Sie Ihrem Gehirn jeden Tag

eine neue Herausforderung. Es gibt

eine Reihe von Möglichkeiten, die

auch im alltäglichen Leben die Gehirnleistung

fordern, zum Beispiel

Theaterbesuche, Lesen, Rätsellösen,

Pflegen von sozialen Kontakten,

Beschäftigung mit Kindern, ehrenamtliches

Arbeiten (zum Beispiel

Vorlesen im Altenheim) oder etwas

ganz Neues lernen

wie eine Fremdsprache

an der

Volkshochschule.

Nehmen Sie aktiv

am Leben teil, dann

bleibt auch Ihr Gehirn aktiv.

Das Sprichwort „Wer rastet, der

rostet“ gilt auch für das Gehirn: Bieten

Sie Ihrem Gehirn ständig neue

Aufgaben, damit es genug zu tun

hat.

Auf der anderen Seite benötigt das

Gehirn auch eine Erholungsphase.

Im Schlaf werden zum Beispiel die

aufgenommenen Informationen

verarbeitet und gespeichert. Deshalb

schlafen Sie ausreichend und

entspannen Sie sich mit kleinen

Pausen am Tag. Positiv sind zudem

eine gesunde Ernährung mit Vitaminen

und Mineralstoffen, ausreichende

Flüssigkeitszufuhr sowie Bewegung.

Körperlich aktive Menschen

sind auch geistig aktiv. Sportarten

wie Laufen und Schwimmen fördern

die Ausdauer und die Durchblutung

im ganzen Körper – auch im Gehirn.

Text: Dr. Julijana Betzel

110 Ratgeber 11/2012

11/2012 Ratgeber 111


Unser

Kind

Taschengeld

Tipps für die

häuslichen

Tarifverhandlungen

Taschengeld – für Kinder

und Jugendliche ist es

meist die einzige

Geldquelle, mit der sie sich

persönliche Wünsche

erfüllen können. Manche

Kinder sparen oft

monatelang für einen

Herzenswunsch, andere

geben alles auf einmal aus

und sind dann knapp bei

Kasse. Wir verraten Ihnen,

wie viel Geld angemessen

ist, ab welchem Alter es

sinnvoll ist und wie Sie

Konflikte rund um die

häuslichen Tarifverhand -

lungen vermeiden.

Den Umgang mit Geld sollten Kinder

schon früh lernen, und zwar

dann, wenn sie dem Geld einen

gewissen Wert zuordnen können.

Das ist mit etwa vier bis fünf Jahren

der Fall, spätestens mit dem Schulanfang.

Dabei ist es wichtig, dass

sie das Taschengeld regelmäßig

und pünktlich zu einem vereinbarten

Termin erhalten. Bis zum zehnten

Lebensjahr bekommen Kinder

ihr Taschengeld am besten wöchentlich,

denn wer unter zehn

Jahre alt ist, hat meist noch

Schwierigkeiten, über einen

ganzen Monat hinweg zu

planen. Älteren Kindern

oder Jugendlichen können

Eltern das Geld auch

auf ein bereits vorhandenes

Girokonto überweisen.

Durch das Taschengeld bekommen

Kinder ein Gefühl dafür, was

preiswert und teuer ist. Sie lernen

eigene Entscheidungen zu treffen,

nämlich was vom Taschengeld gekauft

wird und ob es sinnvoll ist

oder ob für etwas gespart wird.

Dabei lernen die Jungen und Mädchen,

eigene Wünsche selbst zu

realisieren, aber auch, dass Wünsche

nicht unbegrenzt finanzierbar

sind. Deswegen sollten Eltern

das Taschengeld nicht erhöhen,

wenn das Kind pleite ist, aber auch

nicht zum Sparen verpflichten, damit

der Lerneffekt nicht ausbleibt.

Taschengeld ist grundsätzlich zur

freien Verfügung und sollte nicht

für notwendige Anschaffungen

wie Bekleidung oder Schulsachen

verwendet werden. Deshalb sollten

auch wertende Urteile über die

Dinge, die das Kind von seinem

Taschengeld kauft, vermieden

werden. Eine Ausnahme gilt für

Zigaretten und Alkohol: da haben

die Eltern immer noch ein Wörtchen

mitzureden.

Vermeiden Sie Taschengelderhöhung

als Belohnung beziehungsweise

Taschengeldkürzung als

Bestrafung.

Geldgeschenke, die von Verwandten

etwa zum Geburtstag kommen,

dürfen nicht verrechnet

werden.

Die Höhe des Taschengeldes hängt

vom Alter des Kindes ab und von

der wirtschaftlichen Situation der

Familie. Einen Rechtsanspruch auf

das Taschengeld haben Kinder

allerdings nicht.

TASCHENGELD

Orientierungswerte für

Eltern

An folgenden Beträgen – die auf

Empfehlungen von Jugendämtern

beruhen – können sich Eltern

orientieren:

Wöchentlich (ab etwa vier bis neun

Jahren)

Alter

Betrag in Euro

unter 6 Jahren 0,50 – 1

6 – 7 Jahre 1 – 2

8 – 9 Jahre 2 – 2,50

Monatlich (ab zehn Jahren)

Alter

Betrag in Euro

10 Jahre 12 – 13

11 Jahre 13 – 15

12 Jahre 15 – 18

14 Jahre 22 – 23

15 Jahre 25 – 28

Taschengeld ab 16 Jahren ist für Jugendliche,

die wirtschaftlich noch

ganz von den Eltern abhängig sind

wie Schüler.

Alter

Betrag in Euro

16 Jahre 33 – 35

17 Jahre 35 – 40

18 Jahre 60 – 65

112 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

113


H

Hackenfuß: Fußfehlstellung mit

hochgezogenem Fuß und nach

außen gedrehter Fußsohle.

Der Betroffene kann nur auf den

Fersen gehen.

Hagelkorn: Ein harter, nicht verschiebbarer

Knoten, verursacht

durch eine Entzündung des Augenlides

(nicht schmerzhaft im

Gegensatz zum Gerstenkorn).

Hallux valgus: Schiefstand des

Großzehs in Richtung der übrigen

Zehen. Häufigste Ursache:

zu enges Schuhwerk.

Halluzination: Optische oder

akustische Wahrnehmung eines

real nicht vorhandenen Objektes.

Die Betroffenen sind jedoch von

der Realität ihrer Eindrücke überzeugt.

Hämangiome (Blutschwämmchen):

Gutartige Wucherungen

oder Neubildungen von Blut -

gefäßen, meist der Kapillaren

(kleine Blutgefäße).

A

der

KrankheitenC

B

Hämatom: Bluterguss durch Ansammlung

von Blut in Körperhöhlen

oder Geweben, zum Beispiel

nach stumpfen Verletzungen.

Typisch für das Haut- und Unterhautgewebe

ist der blaue Fleck.

Hämatothorax: Ansammlung von

Blut in der Brustfellhöhle. Ursache:

Verletzungen. Behandlung:

Ableiten der Flüssigkeit durch

Drainage oder Punktion.

Hämaturie: Blut im Urin, nachweisbar

durch rote Blutkörperchen

im Urin.

Hammerzehe: Dauerhafte Beugung

des Endgelenks eines Zehs

(zeigt hammerartig nach unten),

eine Streckung ist nicht mehr

möglich. Ursachen sind falsche

Schuhe, Muskel- oder Nerven -

verletzungen.

Hämophilie (Bluterkrankheit):

Erbkrankheit mit Störung der

Blutgerinnung. Folgen: längere

Blutungen bei Verletzungen,

Spontanblutungen.

Hämoptyse: Abhusten von Blut

(auch Hämoptoe genannt).

Ursachen sind zum Beispiel

Lungenkrebs, Tuberkulose,

Lungenembolie.

Hämorrhoiden: Krankhafte Erweiterungen

der Blutgefäße am After,

die zum Beispiel bei stärkerem

Pressen während des Stuhlgangs

bluten können.

Harninkontinenz: Unfähigkeit,

den Urin bei Harndrang zurückhalten

zu können.

Harnleitersteine: Meist aus der

Niere abgegangene Steine, die

sich in den Harnleitern festsetzen.

Harnwegsinfektion: Bakterielle

Infektion der ableitenden Harnwege:

Nierenbecken, Harnleiter,

Harnblase oder Harnröhre.

Hemiplegie: Halbseitenlähmung,

z. B. nach einem Schlaganfall.

Hepatitis: Akute oder chronische

Leberentzündung z. B. durch

Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten

oder durch Medikamente und

Alkohol.

Hernie: Vorwölbung (Ausstülpung)

von Organen des Bauchraums

durch eine Muskellücke der

Bauchwand.

Herpes: Infektionen durch das

Herpes-simplex-Virus. Typ I befällt

vor allem die Haut und Mundschleimhaut

(Fieberbläschen),

Typ II die Genitalregion.

Hirntod: Zustand, in dem das

Gehirn seine Funktionen un -

wiederbringlich eingestellt hat.

HIV-Infektion: Befall mit dem

menschlichen Immunschwäche-

Virus (HI-Virus).

Hohlfuß: Fehlstellung des Fußes

mit übermäßig verstärktem Fußlängsgewölbe.

Hörsturz: Sich plötzlich

entwickelnde Schwerhörigkeit,

beginnend mit Druckgefühl und

Ohrgeräuschen.

Hüftgelenkluxation: Ausrenkung

des Kopfes des Oberschenkelknochens

aus der Hüftgelenkspfanne.

HWS-Syndrom: Sammelbezeichnung

für krankhafte Veränderungen

der Halswirbelsäule (HWS)

mit Schmerzausstrahlung und

Muskelverhärtung in Schultern und

Armen (Schulter-Arm-Syndrom).

Hyperglykämie: Der Blutzuckerwert

ist erhöht: nüchtern über

126 mg/dl, 2 Stunden nach dem

Essen über 200 mg/dl.

Hyperthyreose/Hypothyreose:

Über- beziehungsweise Unterfunktion

der Schilddrüse.

Hypertonie/Hypotonie:

Arterieller Bluthochdruck ab

140/90 mmHg beziehungsweise

arterieller Blutdruck unterhalb

von 90/60 mm Hg.

Hypoglykämie: Der Blutzuckerwert

liegt unter 50 mg/dl.

Hypoxie: Sauerstoffmangel des

Gewebes. Anzeichen: blaue

Lippen, blaue Finger. Ursache

zum Beispiel Herzerkrankung,

Venenleiden.

Text: Martina Kasper

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114 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

115


PSYCHOLOGIE

Vom Umgang

mit dem Schicksal

Recht bedacht,

hatten es unsere

Vorfahren mit dem

Schicksal und seinen

Auswirkungen in

gewisser Weise

leichter als wir.

Unglückliche

Schickungen trafen

sie natürlich

genauso schlimm.

Aber sie waren eher

gewohnt, sich dem

Unabänderlichen zu

fügen. Es war für sie

gottgewollt.

Wie gehen wir heute allgemein mit

der Botschaft von Schicksalsschlägen

um? In einem Zeitalter, in dem

fast alles von Menschenhand

machbar erscheint? Das macht uns

doch zu Meistern des Schicksals!

Oder nicht? Wenn das Schicksal

weltweit unüberhörbar zuschlägt

wie 2011 im japanischen Fukushima,

werden die Menschen doch

daraus lernen und ihre Machtentfaltung

hinterfragen? Lernt man

aus Not und Elend, um etwas besser

zu machen, dann hat der

Schicksalsschlag wenigstens den

Sinn gehabt, ein Umdenken zu bewirken.

Lernt man nichts, sind die

Folgen einer sinnlosen Katastrophe

umso schwerer zu tragen.

Das Schicksal des Alltags

Viele Niederlagen und Unglücke

im Leben machen uns innerlich

klein. Wir bekommen Angst vor

allem und jedem, geben auf und

fügen uns verbittert dem Schicksal

in der Annahme, nichts gegen seine

Macht tun zu können. Gewiss

lenkt das Schicksal unser Leben

von Anfang an in einer Weise, die

wir nicht beeinflussen können. Wir

bekommen eine Grundausstattung

an Genen und Talenten mit,

werden in bestimmte familiäre

und soziale Situationen hineingeboren;

auch das Geburtsland mit

den eminent wichtigen Lebensumständen

können wir uns nicht

aussuchen. Doch die Kräfte von

Schicksal und individueller Persönlichkeit

sind nicht so einseitig

verteilt, wie es scheint.

Seit jeher machen wir eine Macht

außerhalb von uns verantwortlich

für das, was mit uns geschieht: das

Schicksal (oder Gott). Unseren eigenen

Beitrag sehen wir als vernachlässigbar

an. Ist er aber nicht!

Wir sind auch als Einzelne dem

Schicksal nicht so bedingungslos

ausgeliefert, wie wir annehmen.

Wir sind weder nur Marionetten

noch Herrscher über unser Leben.

Wir sind von beidem etwas. Es

kommt darauf an, wie wir mit dem

umgehen, was uns geschickt wird.

Mit diesem ‚Wie’ können wir unser

weiteres Leben, das heißt unser

künftiges Schicksal, beeinflussen.

Spagat zwischen Tun

und Hingabe

Der Psychologin und Autorin Eva

Wlodarek scheint keine Not des Alltags

fremd zu sein. Ihr Buch ist eine

Fundgrube hilfreicher Tipps zur

Selbsthilfe, auch zur Vorbeugung

nur scheinbar unausweichlicher

Unglückssituationen. Um das

Wechselspiel von Schicksal und

persönlicher Aktion zu beleuchten,

bedient sie sich eines Bildes:

Schicksal und Mensch sind ein tan-

zendes Paar. Doch anders als beim

klassischen Paartanz wechselt die

Führung: Einmal führt das Schicksal,

und der Mensch hat sich anzupassen;

das andere Mal ist der

Mensch dran, den ersten Schritt zu

tun, und das Schicksal kann reagieren.

Das klingt vermessen.

Doch braucht tatsächlich auch

manches Geschenk des Schicksals

meine Eigenleistung. Simpel gesagt:

Bevor ich im Lotto gewinnen

kann, muss ich den Schein ausfüllen

und abliefern. Auch sonst sind

glückliche Fügungen, die wir Zufälle

nennen, nur dann erfolgreich,

wenn wir die Gelegenheiten erkennen

und nützen. Gleich, ob wir

einen Partner suchen oder eine

Wohnung, einen anderen Job,

eine bessere Schule für die Kinder

– Zusammentreffen glücklicher

Umstände wollen wahrgenommen

und umgesetzt werden.

Sonst läuft das Glück ins Leere.

Gelegentlich scheint es, als ob das

Schicksal höchstpersönlich uns

einen Fingerzeig gibt, wie wir denken

oder handeln sollen. Meist

haben wir dann den Eindruck

einer plötzlichen Eingebung. Doch

liegt deren Ursprung sehr oft in

uns selbst, in unserem inneren Wissen,

das wir seit Langem versteckt

mit uns herumtragen. Psychologisch

lässt sich dies gut erklären,

schreibt Eva Wlodarek in ihrem

Buch über Schicksalsschläge: Indem

wir die „Eingebung“, den Fingerzeig,

überhaupt wahrnehmen

und dann als Lösungstipp akzeptieren,

aktivieren wir unser lang

verborgenes Wissen und finden in

der Folge eine Lösung, die zu uns

passt. Ähnliches geschieht wahrscheinlich,

wenn jemand sein

Schicksal auf dem Weg über Orakel,Tarotkarten,Pendelundandere

Hilfsmittel befragen will: Er erfährt,

was er eigentlich schon weiß.

Unglückliche Schickungen können

wir nicht ungeschehen machen.

Aber ihre Folgen können wir zu unseren

Gunsten abmildern. Eine aus

China stammende Schriftstellerin,

Ami Tan, formuliert es so: „Wenn du

das Schicksal nicht ändern kannst,

dann ändere deine Einstellung.“

Menschen verändern sich, wenn

ein Schicksalsschlag sie trifft – eine

schwere Krankheit, lebenslange

Behinderung, ein verunglücktes

Kind. Die Möglichkeiten von

Schicksalsschlägen lassen sich

nicht zählen. Veränderung braucht

Zeit, die man sich unbedingt zugestehen

muss. Wer seine mentale

und emotionale Einstellung nicht

zu ändern vermag, liefert sich

selbst der Verbitterung aus, und

seine äußeren Umstände werden

sich noch verschlechtern.

116 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

117


PSYCHOLOGIE

PSYCHOLOGIE

Das Geschick(te)

annehmen

Wie sehr die eigene Haltung hilft

ein schweres Schicksal zu tragen,

kann ich oft beobachten. In einer

Großstadt wohnend, bin ich viel

mit der U-Bahn unterwegs. Auf

einer bestimmten Linie sehe ich

häufig Fahrgäste in Rollstühlen,

denn in der Nähe einer Haltestelle

gibt es ein besonderes Heim. Dort

finden Menschen mit schwersten

Behinderungen Pflege sowie Gelegenheit,

allein oder mit einem

Betreuer zu Ausbildungs- oder

Arbeitsstätten zu gelangen. Manche

dieser „Rollies“ fallen besonders

auf durch fast unglaubliche

angeborene Veränderungen oder

offensichtlich erworbene extreme

körperliche Einbußen.

Ich übe mich darin, unauffällig zu

beobachten, wie diese Menschen

mit ihren Begleitern oder anderen

Fahrgästen umgehen. Ich suche

auch das Gespräch.

Ich staune: Der harte Alltag und

der Kampf um die pure Existenz

hat sicher manche Behinderten

hart gemacht. Doch die meisten

strahlen eine unerwartet freundliche

Selbstverständlichkeit und Gelassenheit

aus. Sie lassen mich ahnen,

dass sie in ihrem ungewöhnlich

belasteten Leben einen Sinn

finden konnten, der sie trägt. Der

Sinn des Leidens kann sich wohl

nur den Betroffenen selbst erschließen.

Aber wenn sie den Sinn gefunden

haben, können sie uns durch ihre

pure Gegenwart bereichern und

uns etwas lehren: Bescheidenheit

und Dankbarkeit für unser eigenes

Leben sowie das Gefühl der Verantwortung

für unsere Mitmenschen.

Auf der Suche

nach dem Sinn

„Was wir wollen, was wir

brauchen, ist nicht nur das

Geld, von dem wir leben

können, sondern in erster

Linie etwas, für das wir leben

können – etwas, was unserem

Leben Sinn gibt.

Es gibt also nicht nur einen

Hunger nach Brot, sondern

auch einen Hunger nach

Sinn. … Die Sinnorientierung

ist nicht nur lebenswichtig,

sondern überlebens-wichtig.“

Viktor Frankl (1905 – 1997).

Dieser Wiener Neurologe und

Professor für Psychiatrie ist der

Begründer einer neuen, positiv orientierten

Psychotherapie. Frankl

hatte als einziger seiner jüdischen

Familie die Konzentrationslager

überlebt. Was ihn damals aufrecht

gehalten hatte, war die Erkenntnis,

dass das Leiden für ihn eine Aufgabe

bedeutete: inmitten der täglichen

Grausamkeiten Würde und

Menschlichkeit zu erhalten und

damit die Mithäftlinge seelisch zu

stärken. So konnte er seinem Leiden

einen Sinn abringen. Er selbst

wollte unbedingt überleben, um

später seine Erfahrungen weitergeben

zu können.

Er tat dies in seinem Buch „Trotzdem

Ja zum Leben sagen“. Damit

legte er den Grundstein zu seiner

neuen Art der Psychotherapie. Er

gab ihr den Namen „Logotherapie“

(griechisch logos = Wort, Sinn). Sie

wird auch die Psychologie der

Sinnsuche genannt. Immer wieder

verwies Frankl darauf, dass die

Kraft zum Durchhalten aus dem

Sinn erwächst, den der Mensch darin

sieht. Jeder, der Schmerz und

Leid erlebt, muss selbst nach dem

Sinn suchen, wenn er innerlich gefestigt

sein und wachsen will. Ein

Therapeut darf Hilfestellung leisten,

doch letzten Endes muss jeder

den Sinn für sich selbst entdecken.

Sinnfindung ist eine höchst persönliche

Angelegenheit, die nicht

fremdbestimmt sein darf.

Logotherapie

praktisch angewandt

Viele Menschen fürchten sich vor

möglichen oder unvorhergesehenen

Niederlagen so sehr, dass sie

kaum mehr unbefangen leben

und arbeiten können. Für sie spielt

sich das Leben ohnehin chaotisch

ab, scheinbar unbeeinflussbar. So

können sie dem Geschehen weder

einen Sinn geben noch einen Zusammenhang

herstellen zwischen

ihrem Tun und Denken einerseits

und dem, was ihnen zufällt.

Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor,

eine angehende Chirurgin fürchtet

jedes Mal, wenn der Klinikchef den

Operationssaal betritt: „Hoffentlich

zittern meine Hände nicht.“ Bald

genügt allein diese Befürchtung,

dass ihre Hände wirklich zittern.

Die Angst lässt sie nicht mehr los,

und das Zittern wird immer

schlimmer. Sie sieht bereits ihre

berufliche Zukunft in Gefahr.

Kennen Sie ähnliche Situationen?

Dass Sie sich verschreiben, sobald

Ihnen jemand über die Schulter

sieht? Dass Ihnen vor lauter Angst,

etwas falsch zu machen, gerade

dann eine Aufgabe misslingt,

wenn es darauf ankommt? Manche

fürchten sich so sehr, in wichtigen

Situationen wieder einen

Schweißausbruch zu bekommen,

dass er sich prompt einstellt. Bald

zittern oder schwitzen sie schon,

wenn sie nur an eine solche Situation

denken. Mit der Zeit geraten

sie in einen Teufelskreis von Angst

und Schweiß und vermehrter

Angst, aus dem sie sich nicht mehr

selbst befreien können.

Angst ist eigentlich eine gesunde

Eingebung der Natur, die uns

bewahren soll, uns leichtfertig gefährlichen

Situationen auszusetzen.

Aber sie kann sich verselbstständigen:

als Angst vor Spinnen,

vor dem Fahrstuhl, vor großen

Plätzen. Damit ist die „neurotische“

Angst geboren. Vor einer Psychotherapie

fürchten sich Betroffene

oft aber noch mehr als vor ihrer

Angst, weil sie es nicht ertragen

würden, dass in ihrem Seelenleben

herumgestochert würde. Die Logotherapie

als positive Therapie

„stochert“ nicht in der Vergangenheit.

Sie lockt im Gespräch die positiven

Kräfte hervor, die jedem

Menschen innewohnen.

Die List der

paradoxen Intention

Neben der philosophisch ausgerichteten

Sinnsuche entwickelte

Frankl einen einfachen und praktikablen

Ansatz zur Selbsthilfe in

den Nöten des Alltags. Er nannte

ihn die „paradoxe Intention“. Sie

hilft, erwartete Niederlagen zu vermeiden.

Die paradoxe Intention

(paradox = widersinnig, Intention

= Absicht, Vorhaben) hilft den

scheinbar Hilflosen, selbst ihre

Ängste zu überwinden, statt sich

ihnen auszuliefern. Sie hilft, die

Erwartungsangst selber auszulöschen.

Dafür ist ein bisschen Mut

zur Selbstironie nötig. Ins alltägliche

Deutsch übertragen bedeutet

„paradoxe Intention“ so viel wie:

o Wünsche dir, wovor du dich

so fürchtest; meide, was du dir

so sehr wünschst.

Dieser Trick zeitigt oft verblüffenden

Erfolg. Er lässt sich in nicht zu

schweren Fällen sogar bei sich

selbst anwenden. Wenn Menschen

zum Beispiel mit Angst vor großen

freien Räumen sich fest vornehmen

können, sich zu fürchten,

sobald sie sich auf einem großen

freien Platz befinden; wenn sie es

sich wünschen, auf der Straße

ohnmächtig umzufallen – dann

gelingt es ihnen natürlich nicht: Sie

können sich nicht fürchten oder

ohnmächtig werden.

Heute setzen auch Verhaltenstherapeuten

die Patienten den Auslösern

ihrer Ängste aus. Das spezielle

Buchtipp

Eva Wlodarek: Tango vitale. Von Schicksalsschlägen

und anderen glücklichen

Umständen. 222 Seiten, 19,99 €.

Campus Verlag, Frankfurt a.M. 2012.

ISBN 978-3-593-39253-0

Merkmal der paradoxen Intention

ist aber, dass Sie sich dabei die

Angst herbeiwünschen oder sogar

noch eines draufsetzen müssen:

„Jetzt werde ich dem Chef zeigen,

wie stark ich meine Hände beim

Operieren zittern lassen kann.“

Der Angst wird der Wind aus den

Segeln genommen.

Sicher lässt sich mit dieser Methode

nicht das ganze Feld psychischer

Leiden abdecken. Aber

eine Logotherapeutin oder ein Logotherapeut

wird Ihnen sagen, ob

diese Methode bei Ihrem Problem

aussichtsreich ist. Für ihre Erfolge

braucht die Logotherapie keine

jahrelange Behandlung wie die

Psychoanalyse oder eine Langzeitpsychotherapie.

Überwiegend genügen

6 bis 12 Sitzungen. Oft, vor

allem wenn die Erkrankung noch

nicht viele Jahre andauert, geht es

sogar mit weniger Sitzungen ab.

Als eigenständige Psychotherapierichtung

wird die Logotherapie

von den Gesetzlichen Krankenkassen

gewöhnlich nicht übernommen.

Text: Dr. Helga Kästner

118 Ratgeber 11/2012

11/2012 Ratgeber 119


PSYCHOLOGIE

Roswitha Stemmer-Beer

Lebensberaterin, studierte Psychologie in Freiburg,

lebt und arbeitet heute als freiberufliche Autorin in

Eisenbach im Hochschwarzwald.

Der Mann meiner

Freundin ist letztes Jahr

gestorben, und nun erlebe

ich mit ihr die Trauer.

Wir sind seit vielen Jahren

befreundet, und so habe

ich Einblick in die tiefen

Facetten ihrer Gefühle.

Trauer ist ein so

persönliches Gefühl,

zeigt sich von Mensch zu

Mensch unterschiedlich,

da dachte ich mir, es wäre

gut, einmal Trauergefühle

und -gedanken aus einem

persönlichen Blickwinkel

zu beschreiben. Marie ist

damit einverstanden.

Marie: Nach diesen schweren Jahren

der Pflege waren wir beide

am Rand unserer Kräfte, und Fred

hatte seinen Tod als ein schon

längst ersehntes Ende erwartet.

Ich habe ihn begleitet, so gut ich

konnte. Wir waren nicht unvorbereitet,

sondern hatten alles bis in

alle Einzelheiten abgesprochen.

Zu Anfang – nach seinem Tod –

war ich stark, als ob er seinen

Lebensimpuls, seine Dynamik

und Energie wie einen Auftrag an

mich weitergegeben hätte. Der

Satz in meinem Nachruf: Es liegt

im Tod eines geliebten Menschen

große Trauer, aber auch eine konzentrierende

Kraft – diesen Satz

habe ich geglaubt, er war meine

Richtschnur, mein Halteseil oder,

wenn du so willst, mein Durchhalte-Programm,

das ich mir verordnet

habe.

Ich frage: Viele hadern mit

dem Verstorbenen, weil er uns

allein zurückgelassen hat.

Wie ist das bei dir?

Marie: Ja, das geschieht natürlich

besonders dann, wenn der Tod

plötzlich und unerwartet eintritt.

Ein solcher Tod verstört wahrscheinlich

mehr als der Tod nach

langer Krankheit. Aber eben – was

ist hier mehr oder weniger? Gefühle

kann man nicht werten oder

vergleichen.

Es tut weh, dass es ihn nicht mehr

gibt. Ihm tut nichts mehr weh. Im

Gegenteil. Er hätte sein Leben und

Leiden lieber schon früher beendet.

Traure ich also aus Selbstmitleid?

Wenn ich leide, dann leide ich

um mich selbst? Um meiner selbst

willen? Warum weine ich? Aus

Trauer um den Toten? Aber er ist

befreit, sage ich mir. Selbstmitleid

und alle Schattierungen davon

habe ich mir immer verboten.

Ich vermisse ihn sehr. Ich bin allein,

mir fehlen die Gespräche, seine

Anerkennung, Schutz und Geborgenheit,

mir fehlt vertraute Nähe,

mir fehlt ganz normales Leben. Auf

Reisen beziehe ich jetzt ein Einzel-

zimmer! Plötzlich bin ich ein Single

und stapfe allein durch die Welt!

Du weißt, es ist nicht schwierig für

mich, Kontakte zu knüpfen und

trotzdem: Ich sitze in der Kneipe,

im Restaurant allein. Und niemand

mehr, der zu Hause auf mich wartet,

der mit mir redet, der auf mich

eingeht, mich lobt, auch korrigiert.

Ich frage:

Wie fühlst du deine Trauer?

Marie: Zu Anfang hatte ich Mut, in

seinem Sinn weiterzumachen,

dieses Gefühl hat sich schnell verflüchtigt.

Aber du weißt ja, ich bin

in meinem täglichen Leben gut organisiert,

das bin ich ja gewohnt,

aber es kamen Einbrüche von

Trauer, manchmal kurz, manchmal

länger. Manchmal täglich. Ein

Gefühl, das kommt und geht.

Wehmut nenne ich es oder Herzschmerz.

Das ist ein ziehender Schmerz.

Manchmal auch ein Stich ins Herz.

Erinnerungen tauchen auf, schnelle

Gedanken, seine Bemerkungen,

die mir einfallen, flüchtige Bilder,

ein Satz, ein Gefühl. Kürzlich ging

ich unseren alten Waldweg, den

ich seitdem schon öfter „gefahrlos“

gegangen bin, und da überkam

mich der Schmerz, nicht weil ich

den Weg nun allein gehe, das habe

ich auch früher schon gemacht,

sondern, weil der Weg voller Erinnerungen

steckt.

Ich bin deswegen ganz allein in

unser Ferienhaus gefahren, um

mich der Erinnerung an frühere

Zeiten auszusetzen. Überall weben

Erinnerungen. Ich habe mir alles

ins Gedächtnis gerufen, die schönen,

auch die schwierigen Stunden,

habe alles noch einmal in Gedanken

durchlebt, betrachtet, für

gut oder auch für nicht gut befunden

und dann als endgültig VOR-

BEI abgesegnet. Ich habe mit den

Pflanzen, die wir gemeinsam gepflanzt

haben, mit den Steinen,

mit der Mauer, die er einmal gesetzt

hat, gesprochen und ihnen

erzählt, dass er nicht mehr ist.

Ich frage: Manche fühlen sich

schuldig, weil sie glauben,

sie hätten vieles versäumt,

wie ist das bei dir?

Marie: Ja, manchmal denke ich, ich

hätte in seiner Leidenszeit – besonders

in der letzten Phase – geduldiger

sein müssen, hätte mir

mehr Zeit nehmen müssen. Aber

wirklich, du weißt, ich habe mein

Bestes getan, mehr konnte ich

nicht leisten und – niemand kann

sich bis zur Selbstverleugnung aufgeben.

Selbstaufgabe darf und

sollte nicht verlangt werden. Aber

ich habe erfahren, wie schwierig

die Gratwanderung ist.

Es gibt in der Literatur zur

Trauerbewältigung die vier

verschiedenen Phasen zum

richtigen Trauern. Man könnte

meinen, wenn man diese vier

Phasen systematisch durchläuft,

dann sei das Ergebnis, dass

man frei von Trauer ist.

Marie: Ja, aber so geht das nicht,

wenigstens bei mir nicht. Das suggeriert,

man müsse nur das und

das „regelrecht“ absolvieren, und

dann sei alles vorbei. Das Vermissen

wird nie vorbei sein. Ich erlebe,

dass die Phasen sich abwechseln

oder überlagern, manchmal täglich

verschiedene, das ist dann ein

120 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

121


PSYCHOLOGIE

PSYCHOLOGIE

Gefühlschaos, das ist nicht berechenbar.

Eine „Häutung“ könnte

man es aber schon nennen. Man

spricht heutzutage immer von

Trauerarbeit. Für mich ist dies ein

Prozess der Ablösung, aber das ist

eigentlich nicht richtig, ich würde

lieber sagen, es ist eine Umorientierung

in diesem Sinn, dass ich

mein Leben umorganisiere, „umbaue“.

Mir hat aber eine Meditation

sehr geholfen: Zu einer bestimmten

Zeit – morgens – meditiere ich

und stelle mir ihn dabei intensiv

vor, das ist traurig und ich muss dabei

weinen. Ich nehme mir die Zeit,

die ich brauche, ich lasse kommen,

was kommt, und lasse alles ziehen.

In mir entspannen sich dann trotz

Wehmut und Weinen die Stimmungen.

Und wenn ich das Gefühl

habe, ich möchte mich jetzt aus

dieser Gedankenreise lösen, tue

ich etwas sofort und praktisch. Das

habe ich mir vorneweg schon vorgenommen,

und das wird dann

getan.

Ich frage:

Kannst du weinen?

Marie: Kann man trauern, ohne zu

weinen? Bei mir steigen die Tränen

schnell auf, die mich überfluten

können. Als sich Todesnacht

und Todestag zum ersten Mal

jährten, habe ich intensiv an ihn

gedacht und gewacht, Kerzen vor

seinem Bild entzündet, schwermütige

Gedanken gehabt und

Ströme von Tränen vergossen.

Sozusagen habe ich meinen

ganzen Lebensschmerz in dieser

Nacht abgearbeitet. Das empfand

ich als anstrengend, aber sehr

wichtig.

Ich frage: Glaubst du, dass du

wieder glücklich wirst?

Marie: Du weißt ja, dass wir fast unablässig

über mein Leben nach seinem

Tod gesprochen haben. Das

war mir oft zu viel. Und war – wie

sich jetzt herausstellt – eine vorweggenommene

Trauer, ja wir

haben zu zweit getrauert.

Im Grunde bin ich ja ein dem

Leben zugewandter Mensch und

Trauer und Wehmut sind für mich

kein Dauerzustand. Ich gehöre

nicht zu denen, die ununterbrochen

über ihren Verlust klagen,

wenn ich ihn auch stark empfinde.

Und ich bezeichne mich auch nicht

als depressiv. Ja, Schwermut empfinde

ich. Aber ich kann auch

glücklich sein, das Leben freut

mich, ich erlebe intensiver denn je

die Natur, ich genieße ein Essen

mit Freunden, ich lache und kann

vergessen, wir können sogar über

Fred reden. Dann entsteht vielleicht

eine kleine Wehmut, aber

sonst ist nichts.

Aber diese Reaktionen sind nicht

sicher. Unter den gleichen Bedingungen,

den gleichen Situationen,

kann es sein, dass ich ganz anders

reagiere. Der Schmerz ist heftig

und tief. Ich kann also nicht sagen,

ich hätte meine Reaktionen im

Griff. Und das muss man wissen,

ich für mich und andere über mich.

Vorschläge zur

Trauerbewältigung

Lassen wir die persönlichen Aussagen

von Marie und wenden wir

uns den neueren Erkenntnissen

der Wissenschaft zu. In Joachim

Wittkowskis Buch „Sterben, Tod

und Trauer“ mit seinen wissenschaftlich

fundierten Artikeln

verschiedener Autoren aus dem

Gebiet der Forschung über das

Sterben und den Tod findet sich

ein Kapitel von Therese A. Rando

über den Prozess des Trauerns.

Dort beschreibt sie einen „Trauerweg“,

eine Auseinandersetzung als

eine Empfehlung für Trauernde.

Rando ist davon überzeugt, dass

Trauerprozesse individuell unterschiedlich

verlaufen. Ihr „Regularium“

sei Anregung, und es bleibe

frei, die Punkte in eigener Wahl

aufzugreifen. Mag sein, der eine

vernachlässigt einen Punkt, während

ein anderer gerade diesen

besonders lang bearbeitet.

Sehr verknappt möchte ich Sie mit

den Stationen der sechs Prozesse

nach Rando vertraut machen. (Zitate

von Rando sind kursiv gesetzt,

nicht kursiv ist die gekürzte Bearbeitung

der Autorin):

1. Den Verlust erkennen:

Zunächst muss der Trauernde erkennen,

akzeptieren, dass der Tod

stattgefunden hat. Der Trauernde

muss sich damit auseinandersetzen

und verstehen, was den Tod

bewirkt hat: Wie kam es zum Tod?

Ein Unglück? Oder ein Krankheitsablauf?

Ursachen und Verlauf, „die

Realität des Todes einer geliebten

Person“ werden zunächst auf einer

verstandesmäßigen Ebene reflektiert.

Eine emotionale Verarbeitung

braucht viel länger. „Emotional

zu akzeptieren geschieht meist

in einer wiederholten und schmerzlichen

Konfrontation mit der Abwesenheit

der geliebten Person.“

2. Auf die Trennung reagieren:

Nach Bewusstwerden des Todes

muss auf die Realität reagiert werden:

„1. Das Erleben des Schmerzes,

das Spüren, Erkennen und Ausdrücken

aller psychischen Reaktionen,

auch das Gewahrwerden und Betrauern

der Veränderungen in den

alltäglichen Abläufen.“

3. Rückbesinnung auf den

Verstorbenen und

Nachempfinden der Beziehung:

Wichtig wird eine realistische

Rückbesinnung an den Verstorbenen,

also Erinnerung an Erlebnisse

mit ihm und Charaktereigenschaften,

positiver wie auch negativer

Art. Wichtig ist auch das Beleben

aller Gefühle, die mit dem Verstorbenen

verbunden waren.

4. Die alten Bindungen an den

Verstorbenen und an die alte

angenommene Welt preisgeben:

„Wenn die Bindungen an den Verstorbenen

erst einmal hinreichend gelockert

sind, müssen sie aufgegeben

werden. Der Trauernde möchte diese

Verbindungen zur geliebten Person

nicht preisgeben; Loslassen verursacht

schwerwiegende Verluste und

lässt ihn (den Trauernden, d. A.) unsicher

und ängstlich in einer Welt ohne

den Verstorbenen. Auch Sätze wie

zum Beispiel „Er/sie wird immer für

mich da sein.“ – „Wir werden gemeinsam

alt werden“, stimmen nicht

mehr. Zukunftsperspektiven, Pläne

und Überzeugungen müssen überdacht

oder aufgegeben werden.

5. Sich neu ordnen, um sich

anpassungsfähig in die neue

Welt zu begeben, ohne die

alte zu vergessen:

„Wenn der Trauernde die alten Bindungen

an den Verstorbenen und

die alte angenommene Welt gelöst

hat, ist er frei, um neue Bindungen

aufzubauen, die den eingetretenen

Veränderungen entsprechen. Bei

diesem Prozess unternimmt das

Individuum aktiv Schritte, um den

Verlust zu verarbeiten.“

6. Der Trauernde muss neue

Daseinsstrategien entwickeln:

„Um den Verlust der geliebten

Person zu kompensieren, muss er

häufig neue Rollen einnehmen,

neue Fertigkeiten und Verhaltensweisen

erwerben und neue Beziehungen

eingehen.“

7. Der Trauernde muss sein

Selbstbild entsprechend der

veränderten Realität verändern:

„Eine persönliche Neuorientierung

ist erforderlich: Was verändert ist,

muss erkannt und betrauert werden,

was fortbesteht, muss bekräftigt

werden, und was neu ist, muss

einbezogen werden. Altes und neues

Selbst müssen integriert werden.“

8. Neu investieren:

„Wenn neue Bindungen den Verstorbenen

auch nicht ersetzen werden,

können den Trauernden doch andere

neue emotionale Beziehungen

erfüllen, die mit dem Tod verloren

gegangen waren. Die Neuinvestition

muss nicht in eine Person mit

derselben Rolle wie der des Verstorbenen

erfolgen, und sie muss nicht

einmal in einer Person erfolgen.

Neue Rollen, Ideale und Ziele können

dem Trauernden Befriedigung

als Ertrag seines Engagements

verschaffen.“

Ihre

Meine Anschrift:

Roswitha Stemmer-Beer

Ratgeber Frau und Familie

79664 Wehr

Nächstes Thema:

Gefühle trainieren

122

Ratgeber

11/2012

11/2012

Ratgeber

123


Mein schönes

Zuhause

Mit einem Treppenlift bleibt man auch im Alter in seiner

gewohnten Umgebung mobil und unabhängig. Der Lifta

Esprit ist das erste Modell des Marktführers für Treppenlifte in

Deutschland, der nur eine schlanke Schiene benötigt. Durch

die mit minimalem Abstand über den Boden geführte Schiene

und den formschönen Sitz fügt sich der Lifta zurückhaltend-harmonisch

in das wohnliche Umfeld ein. Lifta ist

mit kompetenten Beratern und Technikern überall

in Deutschland für Sie da.

Auch im Alter in den eigenen

vier Wänden – wer wünscht

sich das nicht! Mit ein paar

Hilfsmitteln lassen sich kleine

oder auch große Hürden

überwinden.

Die Angst vor Einbrechern wird oft im Alter größer. Wer sie

überlisten will, muss sich etwas Ungewöhnliches einfallen

lassen: Dieser kleine TV-Simulator liefert täuschend echt

die Lichteffekte eines Fernsehers. Von außerhalb Ihres

Zuhauses ist der TV-Simulator nicht von einem echten Fernseher

zu unterscheiden. Einbrecher meiden in den meisten

Fällen belebt wirkende Häuser.

Diese Fernsehattrappe ist sparsam

im Verbrauch. Der TV-Simulator

schaltet automatisch bei Dämmerung

ein und die Laufzeit ist

von 4 – 7 Stunden wählbar. Erhältlich

bei Wellsana.

Haare waschen wird bei Senioren oftmals zum Problem. Mit dem Kopf

im Waschbecken ist es sehr mühselig. Die Waschbecken-Dusche, bei

Wellsana erhältlich, vereinfacht das Haarewaschen. Mit ihr wird es

einfach und bequem! Die spezielle Waschbecken-Dusche ist praktisch

für zu Hause und für unterwegs! Dank des Universal-Adapters eignet

sie sich für alle Wasserhähne.

Diese Sitz- und Aufstehhilfe

erhältlich bei Wellsana ist ideal

für Menschen mit Einschränkungen

im Hüft- oder Kniebereich.

Einfach hinsetzen und der Sitz

führt Sie sicher in die gewünschte

Position. Zum Aufstehen einfach

den Körper etwas anheben – und

schon werden Sie komfortabel in

den Stand geführt. Der hydraulische

Mechanismus funktioniert

automatisch, Strom oder Batterien

sind nicht erforderlich. Die

ergonomische Polsterung sorgt

für hohen Sitzkomfort und kann

auf jedem Stuhl oder Sessel

benutzt werden.

WOHNEN

Für Menschen mit venösen Beinerkrankungen

sind Kompressionsstrümpfe

unerlässlich. Das Anziehen

ist jedoch nur mit Geschick,

Kraftaufwand oder Hilfe möglich,

was für Senioren und Personen

mit motorischer Beeinträchtigung

ein Problem darstellt. Mit dieser

Anziehhilfe lassen sich Kompressionsstrümpfe

ganz einfach überstreifen.

Der Strumpf wird über

die halbkreisförmige Halterung

gestülpt und der Fuß gleitet wie

von selbst hinein. Auch über der

Ferse und dem Spann sitzt der

Strumpf sofort perfekt und faltenfrei.

Erhältlich bei BADER.

124 Ratgeber 11/2012


EXOTISCHE KRÄUTER & WÜRZPFLANZEN

Aus aller Herren Länder

Exotische Kräuter

& Würzpflanzen

Wenn’s draußen von Tag zu Tag ungemütlicher wird, ist auch im

Küchengarten nicht mehr viel zu holen. Auf frisch gezupftes Würzgrün

muss dennoch niemand verzichten. Jamaika-Thymian, Puerto-Rico-

Oregano und viele andere Kräuter aus wärmeren Gefilden gedeihen

prima auf der Fensterbank und liefern den ganzen Winter lang die

köstlichsten Aromen.

Perfekt fürs kühle

Treppenhaus

Nichts gegen Gummibaum oder

Birkenfeige. Doch wer selbst angebaute

Gaumenfreuden liebt,

wird mit herkömmlichem Zimmergrün

kaum glücklich. Essbare

Pflanzen auf der Fensterbank – das

hingegen wär’s! Und es gibt sie tatsächlich:

würzige Kräuter aus aller

Welt, die im Zimmer hervorragend

gedeihen und somit rund ums Jahr

beerntbar sind. Für Einsteiger besonders

gut geeignet ist der nahezu

unverwüstliche Zimmerknoblauch,

lat. Tulbaghia violacea. Seine

grasartigen Blätter schmecken

ebenso wie die im Sommer erscheinenden

lila Blütchen intensiv

nach Knoblauch, was ihn zu einer

leckeren Spezialität für die pikante

Küche macht. Wem der stets

schnupperbare „Knofi-Duft“ im

Wohnzimmer nicht ganz geheuer

ist, verbannt die Pflanze kurzerhand

ins kühlere Treppenhaus.

Auch hier fühlt sich der Zimmerknoblauch

pudelwohl, will dann

allerdings so hell wie nur irgend

möglich stehen. Ebenfalls einen

lichten Fensterplatz im 10°C bis

15°C kühlen Treppenhaus wünscht

sich der Winter-Estragon „Yauhtli“,

lat. Tagetes lucida, ein südamerikanisches

Würzkraut mit feinem

Anisaroma. Man kann die abgezupften

Blätter wie Estragon verwenden,

sie über Fisch- und Geflügelgerichte

streuen oder – ganz

traditionell – Kakaogetränke mit

dem frischen Grün verfeinern. Damit

sich die Pflanze gut verzweigt,

werden, wie bei allen Kräutern, jeweils

ganze Triebspitzen geerntet

und die nicht sofort benötigten

Blätter als Würzvorrat getrocknet.

EXOTISCHE KRÄUTER & WÜRZPFLANZEN

Manche mögen

Küchendampf

Ebenfalls ein sehr guter Platz für

Zimmerkräuter ist die Küchenfensterbank

und das nicht nur, weil

man die frische Würze hier sogleich

zur Hand hat! Wohltemperierte

15°C bis 20°C und gelegentlicher

Kochtopfdampf machen das

Fensterbrett der Küche zum idealen

Standort für Pflanzen, die es

nur mäßig warm, dafür aber recht

luftfeucht lieben. Vor allem das lecker

nach Champignons schmeckende

Pilzkraut, lat. Rungia klossii,

gedeiht hier prächtig. Ebenso

Stevia, lat. Stevia rebaudiana, und

Aztekisches Süßkraut, lat. Lippia

dulcis, beides hervorragende Zuckerersatz-Pflanzen,

die köstliche

Süße für Tees ganz ohne Kalorien

liefern. Während Stevia straff aufrecht

wächst, eignet sich das Ranken

bildende Aztekische Süßkraut

prima für Ampeln oder Hängekörbe,

sodass das Küchenfenster auch

in der Höhe voll genutzt werden

kann. Bleibt noch genügend Platz

auf dem Sims, dürfen mit Apfelsalbei,

lat. Salvia rutilans ‘Golden Delicious’,

Zitronenverbene, lat. Lippia

citriodora, und Strauchbasilikum,

lat. Ocimum kilimandscharicum

x basilicum Purpurascens

‘African Blue’, drei weitere, ebenso

schmackhafte wie wüchsige Zimmerkräuter

in die Küche einziehen.

Werden die Pflanzen mit der Zeit

zu groß für die Fensterbank,

schneidet man aus 10–15 cm langen

Triebspitzen einfach ein paar

Stecklinge als Ersatz und bewurzelt

diese in einem Wasserglas.

Aroma-Ecke im

Badezimmer

Ein paar Grade mehr oder weniger

sind den meisten Zimmerkräutern

einerlei. Viel wichtiger für gutes

Wachstum ist ihnen stattdessen

ausreichend Licht bei möglichst

hoher Luftfeuchtigkeit. Rücken Sie

Ihre grünen Aromaspender deshalb

vor allem während der düste-

126 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

127


EXOTISCHE KRÄUTER & WÜRZPFLANZEN

EXOTISCHE KRÄUTER & WÜRZPFLANZEN

Im Herbst bewurzelte

Stecklinge des Strauchbasilikums

lassen sich

besonders gut auf der

Fensterbank überwintern.

ren Wintermonate ganz nah ans

Fenster und ziehen Sie sämtliche

lichtschluckenden Gardinen beiseite.

Um die Luftfeuchte zu erhöhen,

empfiehlt es sich, die Pflanzen

auf wassergefüllte Kiesuntersetzer

zu stellen. Auch gegen eine tägliche

Nebeldusche aus der Sprühflasche

haben Pilzkraut und Co.

nichts einzuwenden. Zu den Zimmerkräutern,

die es gleichzeitig

kuschelig warm (etwa 20°C) und

besonders luftfeucht lieben, zählen

der Vietnamesische Koriander,

lat. Polygonum odoratum,

das Zitronengras, lat. Cymbopogon

citratus, und die Reisfeldpflanze

„Rau Om“, lat. Limnophila

aromatica. Reservieren Sie diesen

dreien, wenn möglich, einen Platz

auf dem Badezimmersims oder

Im Spätherbst überrascht

der Apfelsalbei mit feuerroten,

überaus delikat

schmeckenden Blütchen.

gönnen Sie ihnen in heiztrockener

Wohnzimmerluft mindestens eine

„Sprüh-Spa“ pro Tag. Auch auf

reichlich bemessene Gießwasserrationen

legt das Trio großen Wert.

So wachsen Zitronengras und Vietnamesischer

Koriander am liebsten

in sehr feucht, jedoch nicht

staunass gehaltenen Erdsubstraten.

Die Reisfeldpflanze topft man

indes besser in luftiges Blähtonoder

Seramis-Granulat und stellt

sie in einen wassergefüllten Untersetzer.

Immer rein in die gute

Stube!

Von feuchter Luft und Wärme kann

auch der Frucht- oder Zimmerlindensalbei,

lat. Salvia dorisiana,

kaum genug bekommen. Fürs Ba-

Kurz mitgegart, kommt das

feine Champignon-Aroma

des Pilzkrauts besonders

gut zur Geltung.

dezimmersims ist die bis zu anderthalb

Meter hoch wachsende

Pflanze allerdings meist zu groß.

So muss der lindgrüne Salbei-Exot

letztendlich doch mit einem Platz

auf der Wohnzimmerfensterbank

oder direkt hinter der Balkonglastür

Vorlieb nehmen. Damit seine

großen, weichen Blätter hier nicht

vertrocknen, sollten Sie sie möglichst

oft in feinen Sprühnebel einhüllen.

Als Dank für die besondere

Aufmerksamkeit treibt das XXL-

Kraut ab November die schönsten

rosa Blüten.

Wer nach etwas pflegeleichterem

Würzgrün fürs Wohnzimmerfenster

sucht, liegt derweil mit Mexikanischem

Oregano, lat. Poliomintha

longiflora, Jamaika-Thymian,

lat. Coleus amboinicus, und Puerto-Rico-Oregano,

lat. Plectranthus

species, goldrichtig. Dank dicker,

derber Blätter tolerieren diese

drei Aromapflanzen sowohl trockene

Heizungsluft als auch gelegentliche

Gießpausen – vorausgesetzt,

man mutet ihnen keinen allzu

dusteren Standort zu. Einen

weiteren Pluspunkt heimst das Trio

für seine geringe Schädlingsanfälligkeit

ein. Vor allem Spinnmilben,

Blatt- und Schildläuse fürchten

Zimmerkräuter-Gärtner. Ist die

Luft recht trocken und stehen die

Pflanzen nicht hell genug, nisten

sich diese Schädlinge besonders

gerne ein. Kontrollieren Sie die

Blätter und Triebspitzen Ihrer würzigen

Mitbewohner deshalb regelmäßig

und duschen Sie sie bereits

bei geringstem Befall mit einem

kräftigen Wasserstrahl ab. Bemerkt

man die vermehrungsfreudigen

Plagegeister zu spät, hilft meist nur

noch mehrmaliges tropfnasses

Einsprühen mit handelsüblichen

Bio-Pflanzenschutzmitteln (z. B.

„Neudosan-ObstundGemüse-

Schädlingsfrei“ oder „BAYER Bio

Schädlingsfrei Neem“) oder – etwas

kostengünstiger – mit selbst

angerührter Seifenlauge (1 L Wasser

+ 2 EL Schmierseife + 1 Spritzer

Spiritus).

Text und Fotos: Stefanie Schäffer

Bezugsadressen

Neben gut sortierten Gärtnereien

vor Ort bieten unter

anderen folgende Versandhändler

eine Auswahl der

hier vorgestellten Pflanzen

an:

Die Blumenschule

86956 Schongau

Telefon: 08861 7373

www.shop2.blumenschule.de

Rühlemann’s Kräuter &

Duftpflanzen

27367 Horstedt

Telefon: 04288 928558

www.kraeuter-und-duftpflanzen.de

Staudengärtnerei

Gaissmayer

89257 Illertissen

Telefon: 07303 7258

www.gaissmayer.de

Die langen, blütenbesetzten

Ranken des Aztekischen

Süßkrauts machen

sich gut in Ampeln und

Hängekörben.

Dank seiner weichbehaarten,

fleischigen

Blätter verträgt der

Puerto-Rico-Oregano

sowohl Wärme als auch

Trockenheit.

Darf der Mexikanische

Oregano den Sommer auf

Balkon oder Terrasse

verbringen, blüht er dort

ohne Unterlass.

Syringa Duftpflanzen

und Kräuter

78247 Binningen

Telefon: 07739 1452

www.syringa-pflanzen.de

128 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

129


K

opfschüttelnd sah Britta

aus dem Taxifenster.

Seit nunmehr 24 Stunden schneite

es ununterbrochen. Die Stadt

versank nicht nur im Schnee,

sondern allmählich auch im

Chaos. Weil die Räumfahrzeuge

nicht mehr nachkamen,

waren viele Straßen

unpassierbar. Die Straßenbahn

hatte den Betrieb bereits

eingestellt ebenso wie

die Busunternehmen. Am

Hauptbahnhof, an dem das

Taxi gerade vorbeifuhr,

drängten sich Menschenmassen,

denn die Züge fuhren

nur noch sporadisch. Diejenigen,

die bereits aufgegeben

hatten auf einen Zug oder ein Taxi

zu warten, stapften mit missmutigem

Gesichtsausdruck durch

den Schnee, um zu Fuß nach

Hause oder zumindest zum

nächsten Hotel zu gelangen.

„Ich fürchte, hier kommen wir nicht weiter.“ Die

Stimme des Taxifahrers riss Britta aus ihren Betrachtungen.

„Die Königsbrücke ist gesperrt.“ Er wendete

den Wagen schlingernd. „Können wir es nicht über

die Konradstraße versuchen?“, schlug Britta vor. „Versuchen

können wir es, aber wenn wir dort auch nicht

durchkommen, dann werden wir es nicht in die Alleestraße

schaffen“, antwortete der junge Mann und kurbelte

das Fenster herunter, um den Seitenspiegel

vom Schnee zu befreien. Der kurze Moment reichte,

um Schneeflocken und eisigen Wind ins Taxi zu blasen.

Britta schauderte. Als sie ihre Wohnung heute

Morgen verlassen hatte, war sie davon ausgegangen,

im beheizten Bus nach Hause zu fahren. Stattdessen

irrte sie im Taxi durch die Stadt, in der Hoffnung,

irgendwie doch noch zu ihrer gemütlichen Wohnung

zu gelangen, die ihr wie eine Oase in der Schneewüste

erschien.

Laut einer Modezeitschrift, in der Britta neulich im

Wartezimmer beim Tierarzt geschmökert hatte, war

Von

Manuela Feiler

sie mit ihren dunkelbraunen Haaren

und den blauen Augen ein klassischer

Sommertyp. Diese Feststellung traf nicht

nur auf ihr Aussehen, sondern auch auf ihre jahreszeitlichen

Vorlieben zu: Britta liebte den Sommer und

die Sonne. Dem Winter jedoch hatte sie noch nie etwas

Positives abgewinnen können. Schnee und Eis

machten die Straßen glatt. Dunkelheit und Nebel

drückten auf die Stimmung und

Weihnachten ließ ihre Ersparnisse

dahinschmelzen. Dann das Gedränge in

den Straßen, die schlechte Luft in den Kaufhäusern

und die Kälte, die Nasen und Ohren rot verfärbte

und Zehen gefühllos werden ließ. Wenn sie nur schon

zu Hause wäre, um in einem heißen Schaumbad zu

versinken und im Reisekatalog zu blättern. Britta

seufzte.

Der junge Mann warf ihr einen kurzen Blick zu und

konzentrierte sich dann wieder auf die Straße, die in

dem Gewirr von Schneeflocken kaum zu erkennen

war. Die Scheibenwischer sausten auf höchster Stufe

hin und her, doch sie schafften es nicht mehr, den

Schneemengen beizukommen. Deshalb sah der Taxifahrer

die Schneeverwehung erst, als es zu spät war.

Der Motor heulte auf, die Räder drehten durch, dann

stand das Taxi still.

„Das darf doch nicht wahr sein!“ Schimpfend stieg

der junge Mann aus, um den Schaden zu inspizieren.

Britta sah, wie er um das Auto herumging, sich am

Kopf kratzte, sodass seine roten Locken in alle Richtungen

abstanden, und gleich darauf wieder einstieg.

Erneut startete er den Motor

und erneut drehten die Räder

durch. Nach zwei weiteren vergeblichen

Versuchen schaltete er den

Zähler am Armaturenbrett aus und

drehte sich um. „Ich schätze, wir

hängen fest.“„Bitte nicht“, stöhnte

Britta.„Können Sie nicht den Pannendienst

rufen?“„Leider nein.“ Er

schüttelte den Kopf. „Die Zentrale hat vor einer Stunde

die Info herausgegeben, dass der Pannendienst

die nächsten Stunden keine Aufträge mehr annimmt.

Bei dem Wetter kommen sie nicht mehr durch. Aus

diesem Grund war ich auch auf dem Nachhauseweg,

als der Auftrag für diese Fahrt hier kam. Da Ihr Ziel auf

dem Weg liegt, dachte ich es wäre eine gute Idee,

noch einen letzten Fahrgast mitzunehmen.“ Er zuckte

mit den Schultern. „Ich schätze, uns bleibt nichts anderes

übrig, als das Taxi stehen zu lassen und nach

Hause zu laufen.“

Britta musterte stirnrunzelnd ihre Wildlederstiefel, die

perfekt zum Cordkleid passten, aber genau wie der

Rest der Kleidung weder besonders warm noch wasserdicht

waren. „Wir laufen einfach ein bisschen

schneller, dann wird uns warm werden“, stellte der

Taxifahrer, dem ihre Bedenken nicht entgangen waren,

tröstend fest. Dann zog er den Zündschlüssel ab

und öffnete die Autotüre. In Sekundenschnelle war

der Wagen mit beißender Kälte gefüllt und Britta

blieb nichts anderes übrig, als ebenfalls auszusteigen

130 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

131


KURZGESCHICHTE

KURZGESCHICHTE

und hinter dem jungen Mann her zu stapfen, der entschlossenen

Schrittes Richtung Stadtmitte lief. Die

Alleestraße würde auf seinem Nachhauseweg liegen,

hatte er vorhin gesagt. Zumindest würde sie nicht

alleine durch den Schneesturm wandern müssen.

Britta beschleunigte ihre Schritte, bis sie auf gleicher

Höhe mit dem Taxifahrer war. Durch den eisigen Wind

hatten seine Wangen mittlerweile dieselbe Röte

angenommen wie die Locken auf seinem Kopf.

„Wo wohnen Sie denn?“, schrie sie, um das Tosen des

Schneesturms zu übertönen.

„Beim alten Stadtweiher“, gab er zur Antwort und riss

die Nickelbrille vom Gesicht. „Der Schnee klebt mir

die Gläser zu. Hätte ich bloß Kontaktlinsen genommen!“

„Die würden Ihnen bestimmt

auch besser stehen als diese völlig veraltete

Brille“, murmelte Britta. „Wie bitte?

Ich habe Sie nicht verstanden.

Der Sturm ist zu laut“, rief ihr Begleiter.

Britta winkte ab. Noch nie

war ihr der Weg bis zum Stadtpark

so lang erschienen. Die

Wildlederstiefel waren bereits

durchnässt und die Strumpfhose

klebte feucht an ihren Waden.

Wenigstens schützten der

Wollmantel und der Schal, den sie

sich um den Kopf geschlungen hatte,

etwas vor der Kälte.

Ihr Begleiter hatte sich in einen Parka gehüllt

und sich eine Wollmütze tief in die Stirn geschoben.

Seine Beine steckten allerdings in sommerlich

dünnen Jeans und die Füße in Turnschuhen. Was

höchstwahrscheinlich der Grund dafür war, dass er

ständig wie ein Hase hin und hersprang, um Schneeverwehungen

auszuweichen. „Wieso tragen Sie eigentlich

im Dezember Turnschuhe?“, fragte Britta.

„Wieso tragen Sie im Dezember einen Cordrock, der

knapp über ihren Knien endet?“, lautete die mürrische

Gegenfrage. „Der Rock bedeckt meine Knie“,

stellte Britta klar. „Nicht wenn Sie sitzen“, kam zurück.

Nun gut! So viel zum Thema Small Talk. Den Kopf

gesenkt stampfte Britta missmutig durch den

Schneesturm. Erst als sie in der Alleestraße ankamen,

deren hohe Häuser vor dem Sturm schützten, sah sie

wieder auf. Normalerweise pulsierte in der längsten

Einkaufsstraße der Stadt das Leben, vor allem in der

Adventszeit. Heute Abend jedoch war hier kein

Mensch zu sehen. Die Schaufenster der Geschäfte

waren genauso dunkel wie die Fenster in den umliegenden

Wohnhäusern. Auch die Straßenlampen und

Weihnachtsbeleuchtungen brannten nicht. Anscheinend

war mittlerweile der Strom ausgefallen. Lediglich

vor dem Stadttor funkelte etwas. Als sie näherkamen

erkannte Britta, dass es die großen Silberkugeln

des Weihnachtsbaums waren, in denen sich das Licht

des Vollmonds spiegelte.

„Seit wann steht hier denn ein Weihnachtsbaum?“,

fragte der Taxifahrer verwundert. „Schon seit

einigen Jahren. Ich schätze, wenn die

Weihnachtsbeleuchtung der Geschäfte

an ist, übersieht man ihn

leicht“, antwortete Britta. „Vor

allem, wenn man normalerweise

Ende Dezember in der Sonne

liegt“, antwortete ihr Begleiter.

„Sie mögen den Winter nicht?“,

fragte Britta überrascht. Der

junge Mann schüttelte den

Kopf. „Wenn ich genügend Geld

hätte, wäre ich jetzt wieder in

Thailand“, sagte er.

„Ich wollte nach Fuerteventura. Sonne

statt Schnee. Strand statt Stadt. Aber

dann hat sich mein Freund im Frühjahr von mir

getrennt und ich musste mir eine neue Wohnung

suchen. Der Umzug hat meine Ersparnisse ziemlich

aufgebraucht. An einen Urlaub ist erst mal nicht zu

denken. Also müssen Rufus und ich nun im kalten

deutschen Winter ausharren und auf den Frühling

warten“, seufzte Britta und wusste selbst nicht, wieso

sie dem Unbekannten so viel von sich anvertraute.

„Wie heißt du eigentlich? Ich bin Arne“, stellte der junge

Mann sich vor und fügte hinzu: „Es ist doch okay,

wenn ich Du sage? Zwei Wintermuffel, die sich im

Schneesturm treffen, das verbindet doch irgendwie.“

„Da hast du Recht. Ich heiße Britta.“ Eine Windböe

wirbelte den Schnee in der Straße auf. „Wir sollten

besser weitergehen“, rief Arne. Sie ließen die Ein-

kaufsstraße und die Zollhalde hinter sich, schlitterten

über die Kreuzung beim Münstermarkt und bogen

kurz darauf in den Stadtpark ein.

„Wahnsinn!“ Britta blieb stehen und sah sich fasziniert

um. Auch hier war die Beleuchtung ausgefallen. Der

Mond warf ein unwirkliches Licht auf die verschneite

Landschaft. „Die perfekte Kulisse für eine Weihnachtsaufführung“,

murmelte Arne und stützte die Hände in

die Hüften. „Wie still es plötzlich ist“, fügte er nach einigen

Sekunden hinzu. Jetzt erst fiel Britta auf, dass

der Sturm sich gelegt hatte. Die Flocken rieselten

sanft vom Himmel und kein Geräusch durchbrach die

Stille der Nacht. „Wenn es nicht so kalt wäre, würde

ich tatsächlich anfangen, diesen Spaziergang zu genießen“,

stellte sie verwundert fest. „Wer ist Rufus?“,

fragte Arne.„Bitte?“ „Du hattest vorhin erwähnt, dass

du dir mit Rufus eine Wohnung teilst. Seitdem frage

ich mich, wer dieser Rufus ist. Entweder du wohnst in

einer WG oder bei deinem Vater oder ich liege völlig

falsch und Rufus ist ein hübscher dunkelhaariger

Mann, der mit einem warmen Essen auf dich wartet.“

Arne musterte sie neugierig.

Britta lachte. „Ganz falsch liegst du nicht. Rufus ist

zwar männlich und dunkelhaarig, aber das Essen, das

er mir gelegentlich am Bett serviert, ist nicht nach

meinem Geschmack. Ich esse zwar gerne exotisch,

aber Mäuse sind mir doch zu gewagt. Ich teile mir die

Wohnung mit einem alten, ziemlich neurotischen,

aber doch irgendwie charmanten Kater.“ „Der jetzt

bestimmt sehnsüchtig auf dich wartet“, meinte Arne.

„Er wird wohl eher eingeschnappt sein, weil sein

Essen nicht pünktlich auf dem Tisch steht. In dieser

Hinsicht hat er sich zu viel von seinem früheren Herrchen,

meinem Exfreund, abgeschaut“, lachte Britta.

Dann rieb sie sich die klammen Hände. „Sollen wir

weitergehen?“ Sie folgten dem Weg und kamen zum

Stadtsee, dessen Eisdecke mittlerweile so mit Schnee

bedeckt war, dass er sich kaum mehr von der Umgebung

unterschied.

„Was machst du eigentlich, wenn du nicht gerade Taxi

fährst?“, nahm Britta das Gespräch wieder auf. „Ich

studiere englische Geschichte. Taxi fahre ich, um

finanziell über die Runden zu kommen. Ich habe

zwar nur ein Zimmer in einer WG, aber auch das ist in

dieser Stadt ziemlich teuer. Apropos, englische

Geschichte: Sag mal, weißt du eigentlich, dass dein

Kater nach einem englischen König benannt ist?“

Britta nickte. „Nach Rufus dem Roten. Ein Glück benimmt

er sich etwas anständiger als sein Namensvetter.“

Arne blieb stehen und sah sie so überrascht an,

dass Britta lachen musste. „Ich liebe historische

Romane“, gestand sie.

Der Rest des Heimwegs verging wie im Flug. Britta

und Arne waren so tief in ein Gespräch über Bücher

und historische Persönlichkeiten

vertieft, dass beide

überrascht aufsahen, als sie

vor dem Hermannsbrunnen

standen, dem gegenüber

Britta wohnte. „Tja, da wären

wir also“, stellte Arne fest.

„Hmhm ...“, nickte Britta und

sah zu ihrer Wohnung hinauf,

während Arne den Schnee zu seinen Füßen musterte.

„Hoffentlich ist Rufus nicht beleidigt“, meinte er

schließlich.

„Hoffentlich ist dein Taxi morgen nicht total eingeschneit“,

sagte Britta und versenkte die Hände unschlüssig

in den Manteltaschen. Nun, da sie endlich

vor ihrer Wohnung stand, hatte sie überhaupt keine

Lust mehr, nach oben zu gehen. Der unfreiwillige

Marsch hatte sich auf wundersame Weise in einen

netten Spaziergang gewandelt. Britta beschloss,

nachher nicht in Reisekatalogen, sondern im Backbuch

zu blättern. Und statt an den nächsten drei

Adventssamstagen durch die Stadt zu hetzen, würde

sie sich einen Vormittag freinehmen und an diesem

in Ruhe einkaufen und zwar nicht im Cordrock, sondern

in Hosen und Winterstiefeln. Was die dunklen

Winterabende betraf ... Sie hob den Blick und sah,

dass Arne sie forschend musterte.

„Was hältst du davon, wenn wir den Spaziergang

morgen Abend wiederholen? In angemessener Kleidung?“,

fragte sie.

„Du willst freiwillig noch einen Abend durch Eis und

Schnee stapfen?“ Arne lächelte. „Ich kann mir nichts

Schöneres denken“, antwortete Britta und griff nach

seiner Hand.

132 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

133


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134 Ratgeber 11/2012

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Ihr nächster Ratgeber Frau und Familie erscheint am 30.11.2012

11/2012

Ratgeber

135


Augsburg

die

Fuggerstadt

Reichtum und Macht der Fugger

waren unvorstellbar. Anton Fugger

galt damals als der reichste Mann

der Welt. Sein Vorgänger Jakob

Fugger war das Finanzgenie der

Renaissance und schuf ein weltweites

Handels-, Banken- und Industrie-Imperium.

Der Einfluss

der Fugger war riesig

Die Brunnenfigur des

Kaisers Augustus zeigt

dorthin, wo Italien und

die Kunst des Südens

liegen, also auf das

Rathaus des Baumeisters

Elias Holl, eines der

imposantesten Beispiele

deutscher Renaissance,

in Richtung der Fuggerei,

wo Jakob Fugger mit den

Fugger-Häusern ein

großartiges Renaissance-

Ensemble errichten ließ,

und auf die Alpen, über

die jene Römer kamen,

die die Stadt Augs burg

vor über 2000 Jahren

gründeten.

Heute ist Augsburg eine

der ältesten deutschen

Städte und mit 265 000

Einwohnern die

drittgrößte Stadt Bayerns.

Im 15. und 16. Jahrhundert erreichte

Augsburg seine wirtschaftliche

Blüte. Vor allem die

tüchtigen und weitblickenden

Kaufmannsfamilien wie die Fug -

ger und Welser waren Garanten

für Reichtum und Wohlergehen.

In dieser Zeit zählte Augsburg

zu den wichtigsten Städten der

Renaissance.

Blick über die Stadt

Die Fugger finanzierten Kaiserkronen

der Habsburger, präg ten die

Münzen der Päpste und bezahlten

die Schweizergarde im Vatikan. Sie

gaben dem König von England

ebenso Kredit wie den Medici in

Florenz. Sie handelten mit ganz

Europa, mit Indien und Afrika.

Doch die Fugger kannten nicht nur

Reichtum und Macht, sie waren

auch der Kunst gegen über sehr

aufgeschlossen. Dürer, Tizian und

Luther waren Gäste in den Fuggerhäusern

und Bellini, Burgkmair

und Holbein d.Ä. haben für die

Fugger gearbeitet. Die Fugger

brachten Italiens Renaissance über

Der Goldene Saal

im Rathaus

die Alpen und trugen so dazu bei,

dass Augsburg das deutsche Florenz

genannt wurde.

Die beleuchtete Rathausfassade

und der Dom

Die Maximilianstraße

Noch heute lässt die historische Innenstadt

die glanzvollen Zeiten

erahnen. Sehenswerte Zeugen

sind Paläste entlang der Maximilianstraße,

das Schaenzler-Palais mit

dem berühmten Ro koko-Festsaal,

das Renaissance-Rathaus mit dem

Goldenen Saal, die prachtvollen

Kirchen und die berühmte Fuggerei,

die älteste Sozialsiedlung der

Welt, wo der Mietpreis für eine

Wohnung auch heute noch nur ein

paar Cent beträgt.

11/2012

Ratgeber

137


AUGSBURG

AUGSBURG

In der St. Anna-Kirche

Die Wassertürme, links das

Handwerker-Museum

Augsburg ist eine

Stadt der Museen

In die Zeit nach dem 30-jährigen

Religionskrieg fiel die Blüte des

Kunsthandwerks. Viele Beispiele

der Gold- und Silberschmiede und

der Buchdruckerkunst sind in den

Museen der Stadt zu finden, z.B. im

Maximilianmuseum im Zentrum

der Altstadt, zwischen Rathaus

und St. Anna-Kirche gelegen. Das

Staatliche Tex til- und Industrie-

Museum ’tim’ zeigt mit Maschinen,

Mustern und einer Darstellung

über die Entwicklung der Mode

die einst europaweite Bedeutung

der Industriestadt Augsburg. Hier

waren vor hundert Jahren bis zu

30 000 Menschen allein in der Textilindustrie

beschäftigt.

Das Schwäbische Handwerker-

Museum zeigt einen interessanten

Überblick und die historische Entwicklung

von über 40 Handwerksberufen,

die es zum Teil heute gar

nicht mehr gibt.

Kinder und ihre Eltern werden bei

einem Besuch in Augsburg vom

weit über die Grenzen bekannten

Mario net ten theater ’Augsburger

Puppenkiste’ begeistert sein. Es

befindet sich in der Altstadt, im

his torischen Heilig-Geist-Spital ge -

nau wie das Puppentheater-Museum

’Die Kiste’.

Zwei Gedenkstätten lohnen einen

Besuch: das Bert-Brecht-Haus und

das Mozart-Haus. Die Familie der

Mozarts stammt aus dem Landkreis

Augsburg. Augsburg ist die

Geburtsstadt von Leopold Mozart,

dem Vater und Lehrer von Wolfgang

Amadeus.

Fugger-Häuser

Hier leben Tradition und

Fortschritt

Bei aller Tradition ist Augsburg

heute eine moderne Industriestadt

und einer der bedeutendsten

Wirtschaftsstandorte Bayerns. International

angesehene Firmen

entwickeln hier moderns te Computertechnik

und Elektronik. Auch

Teile der Europa-Rakete ’Ariane’

und des euro päischen ’Airbus’ werden

in Augsburg gebaut, teilweise

mit Robotern, die ebenfalls in

Augsburg entwickelt wurden.

Blick auf die Basilika

St. Ulrich und Afra

Dass Augsburg eine lebenswerte

Großstadt ist, und neben Kultur

und Historie noch mehr zu bieten

hat, beweisen auch die vielen schicken

Geschäfte und Einkaufspassagen.

Zur Erholung laden viele Grünanlagen

und gepflegte Parks ein. Der

Naturpark ’Augsburg-Westliche-

Wälder’ ist mit seinen kilometerlangen

Wander- und Fahrradwegen,

Naturlehrpfaden und Langlaufloipen

Erholung pur.

Und was die Gastronomie betrifft,

ist man in der Fuggerstadt bestens

aufgehoben. Vom Luxushotel bis

zur einfachen Pension ist alles

geboten. Die kulinarische Palette

beginnt mit der internationalen

Sterneküche und reicht bis zum

gemütlichen Gasthof mit typisch

schwäbischen Spezialitäten.

Augsburg ist außerdem Mittelpunkt

der ’Romantischen Stra ße’.

In nur einer Autostunde erreicht

man z.B. von Augsburg aus die

Schlösser des bayerischen Märchenkönigs

Ludwig II. und andere

bekannte Orte wie Rothenburg

mit seinem mittelalterlichen Stadtbild.

Text: W.P. Scholz, Fotos: Regio Augsburg

Tourismus GmbH (6), Scholz (3)

INFO:

Regio Augsburg Tourismus GmbH

Schießgrabenstraße 14

86150 Augsburg

Tel. 0821 50207-0, Fax 0821 50207-45,

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Figuren der Augsburger

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138 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

139


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140 Ratgeber 11/2012

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11/2012

Ratgeber

141


Namibia steht für

afrikanisches Lebensgefühl.

Für die Deutsche

Stephanie Reitz ist das

beliebte Abenteuer-Reiseland

seit drei Jahren neue

Heimat. 2009 zog sie aus,

um dort mit Menschen,

Tieren und Kulturen zu

leben. Inzwischen will sie

nicht mehr weg.

Bürokratisch

Wir erinnern uns: Vor drei Jahren

erlebten wir in Heft 11/2009 den

Abschied. Stephanie hieß damals

noch Brunner und unsere Überschrift:

„Eine Frau wandert aus“. Der

Grund: Liebe. Was sonst? Der

Deutsch-Namibier Hendrik Reitz

machte aber nicht allein den Reiz

aus. Die Betriebswirtin und Marketingfachfrau

wollte wissen, wie es

sich anfühlt: das Leben auf einer

Farm jenseits gewohnter Normen.

Jetzt weiß sie es. Und liebt es. Und

ihn natürlich auch. Immer noch.

Mit ihm teilt sie nach wie vor die

Liebe zu Land und Natur. Auch

wenn sie völlig verschiedene Talente

haben. „Meins ist das Organisieren

und das Mundwerken“, definiert

Stephanie. Er ist der stille

Handwerker und Meister im Improvisieren.

Eigentlich hatte sie versprochen,

innerhalb des Gültigkeitsjahres ihr

Rückflugticket für einen Deutschlandbesuch

einzulösen. Der Flug

war schon gebucht. Doch das Innenministerium

machte einen

Strich durch die Planung. Sie wäre

nämlich nicht mehr zurück nach

Namibia gekommen. Deshalb hielt

sie Freunde und Bekannte mit ausgiebigen

Rundmails auf dem Laufenden.

Die Wiedersehensparty in

Süddeutschland stieg erst nach

drei Jahren. Für immerhin eine Woche

war sie in Namibia verzichtbar.

Dann startete sie schon wieder in

das geliebte Land. Die Gäste auf

der Farm haben Vorrang.

Der schlimmste Kampffaktor ist die

Bürokratie, berichtet sie. Durch ihre

Hochzeit mit Hendrik hat sie zwar

eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung

in Namibia. Aber sie

darf nicht einfach so aus- und wieder

einreisen. Dafür stellte sie einen

Einbürgerungsantrag. Auf den wartete

sie eineinhalb Jahre. Nun muss

sie ihn zehn Jahre lang alle zwei Jahre

wiederholen. Dann kann sie sich

entscheiden, ob sie Namibierin werden

will. Behält sie ihre Nationalität,

bekommt sie eine permanente Aufenthaltsgenehmigung.

„Ich werde

definitiv Deutsche bleiben“, weiß sie

schon heute. „Denn für Namibier ist

es sehr kompliziert, nach Deutschland

einzureisen, weil sie nicht im

Schengener Abkommen sind.“

Ansonsten hat sich die 45-jährige

Stephanie Reitz gut eingelebt in

das andere Leben. Es ist für sie selber

erstaunlich, wie sie sich umstellen

konnte von europäischen

Standards auf namibische Grundbedürfnisse,

ohne das Gefühl zu

haben, etwas zu vermissen. Für sie

sei die Lebensqualität erheblich

gestiegen, behauptet sie. Man

konzentriere sich auf die Basis. Die

Probleme sind dafür allerdings

existenzieller. Ist die Wasserpumpe

kaputt, sitzt man auf dem Trockenen.

Gibt es kein Gas, fällt die Kühlung

aus. Einfach im Internet bestellen

ist nicht.

Angekommen:

Mentalitäten

Stephanie Reitz kennt inzwischen

viele Facetten des Landes. Zuverlässigkeit

ist in Namibia nicht so

gängig, hat die junge Frau erfahren.

Für deutsche Ansprüche eine große

Umstellung. Das gehe los bei

den Ämtern. Mehrfache Weiterleitung,

aber keine verlässliche Auskunft.

Selbst ihren Angestellten ist

diese Eigenschaft schwer zu vermitteln.

Alles ist geregelt: Sie haben

24 Tage Urlaub, Arbeitszeiten von

Montag bis Samstagmittag und

ärztliche Atteste sind ab dem dritten

Krankheitstag fällig. Aber es ist

nur schwer in die Köpfe zu bringen,

einen Urlaubsantrag zu stellen. Sie

sind einfach weg. Flexibilität ist

dann gefragt. Hinzu kommt das

verbreitete Alkoholproblem. „Auf

der anderen Seite sind es hilfsbereite

Menschen, einsatzfreudig und

bereit, alles zu teilen“, weiß die Arbeitgeberin.

Das Wort „danke“ gibt

es nicht in ihrer Sprache. Teilen, helfen

und gastfreundlich sein ist

selbstverständlich.

Die Urlauber schätzen das, sind zumeist

entspannt und gut drauf. Sie

haben sich eine Farm ausgesucht,

weil sie das natürliche Leben mit

Land und Leuten genießen möchten.

Diese Chance bietet die Familie

Reitz zu 100 Prozent. Farmfahrten

und Mahlzeiten finden gemeinsam

statt, Ausflugs- und Aktivitäten-

Tipps sind gratis. Pferdefreunde genießen

das Reitangebot, Geologen

die Vielfalt, Familien die Nähe zu

den Tieren, aber auch Diplomaten,

Vertreter von Agenturen und Fernsehleute

fühlen sich wohl.

Da findet so manches Urlaubsfoto

den Weg in Vorträge, die in

Deutschland ihr Publikum haben,

freut sich Stephanie Reitz. Es wurde

sogar schon für das Fernsehen

gedreht, der Film aber noch nicht

ausgestrahlt. Hessische Mountainbiker,

die Geschichte im doppelten

Sinne „erfahren“ wollten, hatten

ein Filmteam dabei, das dokumentierte,

wie sie sich auf den Spuren

hessischer Auswanderer bewegten.

Das war für Hendrik ein Heimspiel,

weil sein Urgroßvater aus

Hessen ausgewandert war.

Die Zahl der Hausgäste entwickelt

sich gut. Bis zu acht Betten können

belegt werden. In der Saison von

Juli bis November läuft das erfreulich,

inzwischen aber auch in der

Nebensaison. Der Zuwachs lag zuletzt

bei 100 Übernachtungen im

Jahr. Die Mitarbeiter wurden von

drei auf sechs aufgestockt. Alles

selber machen, wie am Anfang,

geht nicht mehr. Eine Mitarbeiterin

wurde zur Köchin ausgebildet. Ein

Angestellter durfte den Führerschein

machen. Für solche Ausund

Weiterbildungsmaßnahmen

werden die Kandidaten sorgfältig

ausgesucht. Wer nicht trinkt, bekommt

eine Zusatzqualifikation

und mehr Geld. Dadurch erhofft

man sich Motivation für die anderen

und Arbeitserleichterung für

das ganze Team.

Lernfaktoren

BLICK IN DIE ZEIT

Als ehemalige deutsche Arbeitnehmerin

musste sich Stephanie Reitz

in der neuen Rolle der Arbeitgeberin

in einer fremden Kultur erst zurechtfinden.

Die deutsche Art der

Mitarbeiterführung ist nicht eins zu

eins übertragbar, hat sie gelernt.

Auch in Deutschland stelle sich

142 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

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BLICK IN DIE ZEIT

BLICK IN DIE ZEIT

eine Führungsposition nicht immer

leicht dar und sie verstehe ihren Ex-

Chef inzwischen viel besser, lacht

sie. Aber in Namibia mache das

noch mal einen Unterschied wegen

der anderen Mentalität. Als Insider

habe Hendrik ihr von Anfang an geraten:

Du musst fair sein, alle gleich

behandeln, keinen bevorzugen

und nichts verschenken.

Am Anfang fand sie diese Haltung

sehr streng. Da war beispielsweise

eine alte Matratze übrig und jemand

hatte keine. Stephanie hätte

sie gerne einfach hergegeben.

Aber das gibt Ärger unter den Mitarbeitern.

Also muss sie das Objekt

verkaufen und sei es noch so günstig.

Anfangs pflegte sie auch eine

Anerkennungskultur, indem sie

dem einen oder anderen etwas zusteckte.

Es musste ja niemand

sonst davon erfahren. Aber auch

das kam nicht gut an, wie ihr

schmerzlich klar wurde.

Seitdem beherzige sie die Ratschläge

ihres Mannes, so die Chefin.

Alle werden für ihre Arbeit und

Überstunden bezahlt und bekommen

nichts mehr extra zugesteckt.

Die Arbeitgeberin zeigt sich aber

auf andere Weise großzügig:

Arbeitskleidung wird gestellt. Für

die Kinder der aktuellen und ehemaligen

Mitarbeiter zahlt sie

Schulgeld. Außerdem besteht eine

Sozialversicherung, die bei Mutterschutz,

Unfall oder Tod finanzielle

Engpässe abfedert.

Doch das Lernpensum, das Stephanie

Reitz zu absolvieren hatte,

war damit noch lange nicht erschöpft.

Die Internet-Odyssee

stellte ihre Geduld auf eine harte

Probe. Zuerst gab es gar keine Verbindung,

obwohl sie schon eine

Satellitenanlage beantragt hatte,

bevor sie endgültig nach Namibia

ging. Wenn irgendwo eine abgebaut

wird, die noch intakt ist,

könnt ihr sie haben, wenn ihr an

der Reihe seid, hieß es. Das dauerte.

Dann wurde das Satellitensystem

umgestellt. In diesem Zusammenhang

wollte der Anbieter die

Landlinie abhängen, weil vier Teilnehmer

auf 140 Kilometern vor

allem bei den häufigen Störungen

– meist durch Kupferkabel-Klau –

nicht rentabel sind. Informiert wurde

darüber offiziell nicht. Doch ein

Freund gab einen Hinweis. Also

mussten realisierbare Alternativen

gesucht werden. Die Lösung wurde

teuer. Monatlich 100 Euro sind

nun zu berappen. Und das lässt

nur gemütliche Modem-Übertragungsraten

zu. Richtig schnell wird

es erst ab 700 Euro. Aber die

Schmerzgrenze ist definiert.

Klar, es gibt auch in Namibia nicht

nur Probleme. Der Rinderbestand

auf der Farm ist gewachsen, merkt

Stephanie Reitz als erfreuliche

Meldung an. Damit hat sie eines

ihrer gesteckten Ziele erreicht. Waren

es am Anfang 40 Tiere, sind es

heute 70. Dazwischen tummeln

sich Schafe und Hühner auf dem

Gelände. Und natürlich Pferde für

den gut laufenden Reitbetrieb.

Das alles entwickelt sich nicht von

selbst. Stephanie Reitz empfindet

es als ständige Herausforderung,

ihr Leben mit der Wildnis zu teilen.

Da sind vor allem die Elefanten,

Wildkatzen, Leoparden, Schlangen

und Schakale. „Der Preis dieser

faszinierenden Landschaft ist es,

zehn Prozent dessen, was man

sich erarbeitet hat, an die Natur zurückzugeben“,

stellt sie pragmatisch

fest.

Selbsthilfe

Wer so weit abseits lebt, muss vieles

selber können. Dazu gehören

auch die tierärztliche und teilweise

sogar die menschliche Versorgung.

Beides muss in hohem Maß in

Eigenregie übernommen werden,

weil selbst die Angestellten mit ihren

Problemen zuerst bei der Familie

Reitz anklopfen. Stephanie hat

inzwischen ihre Unsicherheit überwunden.

Hendrik hat ihr einiges

beigebracht. Aber auch mit den

Nachbarfarmen spricht man sich

ab, was zu tun ist. Die Farm ist für

den Notfall mit Penicillin, Cortison

und starken Schmerzmitteln ausgerüstet.

Ärzte und Apotheker

kenne sie persönlich, so Stephanie.

Die geben die Mittel nur aus, weil

sie wissen, dass damit gewissenhaft

umgegangen wird. Manchmal

geht es bei den Tieren um Stunden.

Lange Fahrten sind da nicht

möglich. Und wenn der Tierarzt

kommt, sind 400 Euro fällig.

Eine erste Entbindung auf einer

Autofahrt gehört inzwischen auch

zu ihrem Erfahrungsschatz. Eine

Angestellte, im sechsten Monat

schwanger, klagte über Schmerzen.

Stephanie packte sie sofort ins

Auto. Auf der Fahrt zum Krankenhaus

kam es zu einer Frühgeburt.

Die Mutter musste auf der Pritsche

des Pickups allein zurechtkommen,

weil Stephanie Gas gab, um

die Klinik zu erreichen. Das Kind

lebte zwar noch, starb dann aber.

Gelernt hat sie daraus, nie mehr

allein solche Transporte zu unternehmen

und verstärkt darauf zu

achten, dass die Frauen zur Vorsorgeuntersuchung

gehen.

Doch seien Fehlgeburten nichts

Außergewöhnliches, weiß sie inzwischen.

Überhaupt nehmen namibische

Mütter den Verlust von

Kindern durch Unfall oder Krankheit

deutlich gelassener. Eine erneute

Schwangerschaft gleicht

das schnell wieder aus. Ähnlich gestaltet

sich das Verhältnis zu Tieren.

Ganz nachvollziehbar ist das für

die Farmerfrau nicht immer. Vor allem,

wenn sie daran denkt, wie

schwer es sie traf, als sie drei Monate

nach ihrer Ausreise erfuhr, dass

ihr Pferd in Deutschland im Stall

tot aufgefunden wurde. Doch sie

hat gelernt, die Mentalität der

Menschen in ihrer neuen Heimat

zu akzeptieren.

Ein Eselwagen steht

für die Gäste bereit

Vor Kurzem habe sie ein Warzenschwein

überfahren, erzählt die

Deutsche. Es rannte ihr direkt vor

das Auto. Die beiden Jungtiere

flüchteten. Stephanie wollte das

Schwein gerade von der Straße

ziehen, als ein Auto nahte. Sie hielt

es an und der dunkelhäutige Fahrer

grinste. Er gab sich sehr hilfsbreit

und zog das Tier direkt in seinen

Kofferraum, erfreut über das

feine Abendessen. Das nächst Mal

werde sie bei einem solchen Vorfall

vielleicht auch an ihre Angestellten

denken, mutmaßt die

Chefin. Selber essen Hendrik und

sie keine überfahrenen Tiere und

keine notgeschlachteten Pferde.

„Wir bevorzugen für uns und unsere

Gäste Wild, Lamm und Rind“,

erklärt sie.

Keine Scheu zeigt Stephanie indes

als Friseuse. Nachdem ihr Mann bei

einer nächtlichen Feuerlöschaktion

seine langen Haare in dornigem

Gestrüpp verhedderte, holte sie

die Schermaschine für den Hund

und verpasste Hendrik einen Kurzhaarschnitt.

Seither ist alle drei

Wochen ihr Hund und alle sechs

Wochen ihr Mann dran. Zeit für

den Friseur ist ohnehin nicht. Sie

selber lässt allerdings nur die Fachfrau

an den Kopfschmuck. Zwei

Mal im Jahr – das reicht.

Erfahrungen

Wer in Namibia lebt, wird mit

Schamanen konfrontiert. Die Götter-

und Geisterwelt hat für viele

Einheimische immense Bedeutung.

Geschichten und Prophezeiungen

machten auf Stephanie

zunächst Eindruck, weil sie den

Namibiern überliefertes Wissen

nicht absprechen wollte. Heute

weiß sie, dass die Wahrsagungen,

ob beispielsweise ein krankes Tier

durchkommt oder nicht, Zufallstreffer

sind. Sie hat gelernt, sich

auf ihren eigenen Menschenverstand

zu verlassen. Was die Namibier

jedoch können, räumt sie mit

großem Respekt ein, das ist Spurenlesen.

Damit haben sie ihr

schon eine schmerzhafte Erfahrung

erspart. Sie ging in den Hühnerstall,

um aus dem Brutbereich

die Eier zu holen. Durch einen

Überbau sieht man dort nicht hinein.

Stephanie greift obligatorisch

nur durch eine Öffnung, um

die Eier zu entnehmen. Ihr Begleiter

hatte jedoch gesehen, was sie

nicht erkannte: eine Schlangenspur.

Er warnte sie, entdeckte in

dem Brutbereich tatsächlich eine

1,80 Meter lange gefährliche Zebraschlange

und tötete sie, bevor etwas

passierte. „Auf diesen Instinkt

144 Ratgeber 11/2012

11/2012

Ratgeber

145


der Namibier kann man sich hundert

prozentig verlassen“, sagt

Stephanie.

Aber auch die Wildnis hält Überraschungen

bereit: Aggressive,

tollwütige Kudus, die abgeschossen

werden. Oder Wüstenelefanten,

die rund ums Haus alles zerstören.

Zäune und Gemüsegarten

fallen ihnen zum Opfer. Sie stellen

ein massives Problem dar.

Denn es werden immer mehr.

„Wenn nichts dagegen getan

wird“, weiß Stephanie, „dann haben

wir irgendwann Wüste.“

Denn sie vernichten die Vegetation

und reißen Bäume um, damit

die Jungtiere an die Blätter kommen.

Wenn solche Problem-Elefanten

zum Abschuss freigegeben

werden, müssen die Trophäenjäger

25 000 Euro zahlen. Das

Geld könnte dem Naturschutz

wieder zugutekommen. Trotzdem

ist Stephanie nicht fürs

Töten. Sie plädiert eher für eine

Die Landschaft zu Pferde genießen

146 Ratgeber 11/2012

Geburtenkontrolle durch eine

Anti-Baby-Spritze für die Elefantendamen.

Aber das kostet.

Nicht alles in Namibia entspricht

dem deutschen Rechtsempfinden.

So auch die Entscheidung bei einem

schweren Verkehrsunfall, den

sie mit einem Namibier hatte. In

einem Gebiet, wo es wenig Menschen

und noch weniger Autos

gibt, bretterten genau die beiden

Fahrzeuge, die dort gerade unterwegs

waren, ineinander. Personenschaden

war nicht zu beklagen,

aber Totalschaden an ihrem Wagen.

Der Polizist kannte den Unfallgegner,

der unter Alkohol stand.

Eine Kontrolle oder Vermessungen

gab es nicht. Es roch nach Willkür.

Nach eineinhalb Jahren war die

Schuldfrage endlich geklärt: 40

Prozent hatte sie selber zu tragen.

Veränderungen

Seit Stephanie in Namibia ist, wurde

das Farmhaus Omburo-Ost

komplett saniert und ein Sitz-Pool

gebaut. Für fünf jüngere Mitarbeiter

entstanden fünf Steinhäuser.

Ein älterer Mitarbeiter bekam wieder

einen traditionellen Pontok,

eine Hütte aus Kuhmist und Lehm,

weil er nichts anderes akzeptiert.

Die Gründe dafür kennt Stephanie

nicht so genau. Aber auf jeden Fall

hat auch das mit der anderen Mentalität

zu tun. Für Stephanies Eltern

wurde ein Chalet errichtet und eingerichtet.

Wenn sie nicht da sind,

kann auch das vermietet werden.

Erworben hat die Familie Reitz eine

Kutsche, die von vier munteren

Eseln gezogen wird. Damit bieten

sie attraktive Touren für Gäste an.

Extrem ist das Wetter. Die Haupt -

regenzeit liegt zwischen Januar

und April. Wenn dann die Trockenflüsse

Wasser führen, ist das Erreichen

bestimmter Ziele oft erschwert

oder gar unmöglich. Die

Strömung kann dann so stark werden,

dass es die Autos wegspült. In

der Regel ist das jedoch innerhalb

weniger Stunden wieder vorbei.

Die Gäste können sich darauf einstellen.

Wenn es aber beispielsweise

um Leben oder Tod eines Pferdes

in der Nachbarfarm geht, kann

so etwas schon mal wertvolle

Minuten kosten.

Von dem Existenzkampf bekommen

die Gäste nicht viel mit. Sie

sind einfach nur fasziniert, lieben

die Ruhe, die Weite und die Natur,

weiß die Gastgeberin. Sie selbst

merkt jedoch, dass sie einen Gang

zurückschalten sollte. Seit sie ihre

Liebe in Namibia gefunden hat, ist

sie täglich damit befasst, das

gemeinsame Leben auf eine tragfähige

finanzielle Basis zu stellen.

Es wird auch jedes Jahr besser,

aber für beruhigende Rücklagen

reiche es noch nicht, gesteht sie.

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Kein Problem

für DINO:

Anna war stinksauer. „Das hätte

sie doch vorher überlegen müssen,

bevor sie auf das Wackelding

steigt. Vor allem auch, weil

Oma gerade in Amerika ihre

Freundin besucht und nicht aushelfen

kann.” Gut, die Familie

hatte wirklich ein Problem –

aber das war zu lösen, da gibt’s

Schlimmeres. Kluge Planung

war jetzt angesagt, und dabei

sollten alle mithelfen. Meine

Kumpels RAPPL und QUIETSCH

und ich, euer RATGEBER-DINO,

wollten mit gutem Rat zur Seite

stehen, denn auf Hilfe vom Nikolaus

war sicher nicht zu hoffen.

Aber bevor wir uns Gedan-

Riesenpech

vor

Weihnachten …

„Kannst du mir sagen,

DINO, warum meine

Mama ausgerechnet auf

diese blöde Leiter klettert,

wo sie doch weiß, dass die

nicht sicher steht? Ich fasse

es nicht. Jetzt ist das Bein

kaputt, sie hat Nägel drin

und humpelt mit Krücken.

Und das alles vor

Weihnachten.“

ken machen, wie die vorweihnachtliche

Planung zu retten ist,

mal was ganz Grundsätzliches.

Jeder und jedem von euch kann

es passieren, dass irgend eine

Sache, auf die ihr euch mächtig

freut, auf einmal einen Knacks

bekommt, weil der Mensch, der

dafür verantwortlich ist, einfach

ausfällt. Und nicht nur „einfach so”,

sondern weil er sich wehgetan

hat – siehe Beinbruch – oder weil

er eine schlimme Krankheit auskurieren

muss. Selbst wenn ihr

dadurch Schaden habt, weil nix

mehr läuft, weil zum Beispiel die

Macherin Mama ausgefallen ist,

dann ist nicht Jammern angesagt,

dann gelten nur Trost und Hilfe –

und zwar von eurer Seite. Bedenkt

immer, dass die oder der

Betroffene sich das nicht einfallen

lässt so aus Lust und Spaß an der

Sache. Daran dürft ihr nicht einmal

denken, und wenn es euch

noch so ärgert. Eure Pflicht ist tatkräftige

Hilfe und liebe Worte für

jeden, den es erwischt hat. Diese

Mithilfe gilt natürlich auch, wenn

ein ganz anderer Grund das Übel

ist, wenn z.B. eure Mama ein entferntes

Familienmitglied pflegen

oder unterstützen muss, oder

wenn sie kurzfristig von der Firma

aushilfsweise versetzt wird. Da

bleibt natürlich vieles liegen

oder festliche

Vorbereitungen

kommen ins

Schlingern. Ihr seht, es kann eine

Menge passieren, wozu eure Mithilfe

erwartet werden kann.

Ich komme noch mal zum Beispiel

von Annas Mutti, die sich in

der Firma krankmelden musste

und sich Gedanken macht, wer

ihre Arbeit übernehmen soll, die

sich grün und blau ärgert, weil sie

ein wichtiges Seminar versäumt.

Schon das belastet sie sehr. Aber

da sind ja auch noch die Weihnachtsvorbereitungen,

dies und

das und jenes muss noch erledigt

werden – und auch Plätzchenbacken

war angesagt. In alle diese

Überlegungen kommt dann Anna

und jammert herum. Mal ehrlich,

DINO-Freunde, das geht doch gar

nicht. Ich rechne fest damit, dass

ihr Kids aus unserer RATGEBER-

Familie in solchen Fällen eure

beste Seite zeigt. Und wie das

geht, das wollen wir jetzt mal

etwas näher beschreiben. Wir

bleiben bei unserem Beispiel: