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Flight! Magazin Die Avro ist gelandet! (Vorschau)

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16. Ausgabe ¦ Deutschland 5,50 € ¦ Österreich: 5,90 € ¦ Benelux: 5,90 € ¦ Schweiz: 8,90 CHF<br />

Das Original! Monatlich neu!<br />

FLUGSIMULATION AUF DEM PC<br />

Im Interview:<br />

Austin Meyer von X-Plane<br />

Endlich:<br />

06 ¦ Juni 2012<br />

PREPAR3D – Teil 2<br />

<strong>Die</strong> <strong>Avro</strong> <strong>ist</strong> <strong>gelandet</strong>!<br />

Bombardier Dash<br />

8-400Q<br />

Kleinflugplätze Schweiz<br />

Prag Freeware


Willkommen an Bord<br />

Der PREPAR3D sorgt für Aufregung, zahlreiche<br />

Klicks auf unserer Website, vielfache Reaktionen auf<br />

unseren Artikel in der Mai-Ausgabe: Der PREPAR3D<br />

interessiert die Leser.<br />

Was haben wir da wieder für einen Stein ins Rollen<br />

gebracht? In der Redaktion waren wir überrascht über<br />

die Echos rund um den Lockheed Martin Simulator,<br />

der auf dem Microsoft FS X basiert. Deshalb bieten wir<br />

Ihnen auch in dieser Ausgabe einen neuen Artikel rund<br />

um diesen Simulator.<br />

Wer gedacht hat der FS 9 hätte ausgedient, wird von<br />

Qualitywings eines besseren belehrt. Verkehrte Welt<br />

mögen manche sagen, FS 9 Jünger jubeln. <strong>Die</strong> <strong>Avro</strong><br />

und BAe 146 Series wurde zuerst für den „Alten“ veröffentlicht.<br />

<strong>Die</strong> FS X Fans kann ich beruhigen, die<br />

Version wird mit vielen Überraschungen glänzen und<br />

nochmals deutlich aufgewertet. In der Sommerausgabe<br />

werden wir einen Flugbericht mit dem vierstrahligen<br />

Jet veröffentlichen, dies von unserem erfahrenen<br />

realen Piloten mit dem passenden Type Rating.<br />

<strong>Die</strong> Boeing 737-200 Serie hätten viele Leser in dieser<br />

Ausgabe erwartet, wir sind dran. <strong>Die</strong> Sandra Lammers,<br />

ihres Zeichen langjährige Pilotin testet aktuell<br />

die verschiedenen neuen Versionen. In kurzer Zeit<br />

haben mehrere Entwickler ihre 737 UrKlassik veröffentlicht,<br />

wir testen nun genau durch welche die beste<br />

Version <strong>ist</strong>.<br />

Der Spaßflieger, die Bronco X taugt optimal zum entspannten<br />

Feierabendflug. Mit dem zweimotorigen<br />

Prob können Sie bequem die kleineren Szeneriegebiete<br />

erforschen. Für die Langstrecke empfehlen wir Ihnen<br />

den Flug nach Hong Kong, nicht mit der Bronco sondern<br />

bequem im Jumbo Jet, der leider im vorletzten<br />

Monat bei Singapore Airlines ausgemustert wurde. In<br />

unserem Flugbericht nehmen wir Sie mit ins Cockpit<br />

der Cathay Pacific Boeing 747-400.<br />

Ist Ihnen aufgefallen, dass vermehrt Freeware erscheint?<br />

<strong>Die</strong>s <strong>ist</strong> sehr positiv für die Szene und ein super<br />

Einstieg für Neulinge im Cockpit. In dieser Aus-<br />

gabe finden Sie das Freeware-Review des Flughafens<br />

Prag gefolgt von weiteren kostenlosen Add-ons in dieser<br />

un den nächsten <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong>en.<br />

Wer hätte es gedacht, es sind neue Bilder vom neuen<br />

Mega Airport Düsseldorf aufgetaucht, kritische Stimmen<br />

in den Foren wurden so langsam ungeduldig,<br />

nun sind die Gefühle wieder etwas abgekühlt. Gesagt<br />

werden sollte, die Bilder sehen sehr vielversprechend<br />

aus, auf die neue Umsetzung des Flughafen Düsseldorf<br />

kann man sich vorfreuen (und vorbestellen?). Wir werden<br />

in den nächsten Ausgaben uns die neue Szenerie<br />

genauer anschauen, dies jedoch erst sobald eine stabile<br />

und fast fertige Version für die Redaktion bereit steht.<br />

In dieser Juni-Ausgabe finden Sie die German Airports<br />

3, die mit kleinen Verbesserungen aufgewertet wurden,<br />

besonders interessant <strong>ist</strong> der günstige Preise im<br />

Bundle.<br />

Mit der Mai-Ausgabe unterlief unserem <strong>Die</strong>nstle<strong>ist</strong>er<br />

leider ein Fehler, einige Adressaufkleber wurden<br />

falsch bedruckt, der Nachname mit der Adresse vertauscht.<br />

Wir bitten dies zu entschuldigen. Sollten Sie<br />

Ihre Ausgabe nicht erhalten haben, so teilen Sie dies<br />

bitte unserem Aboservice mit.<br />

<strong>Die</strong> erste Computer Pilot Ausgabe aus der neuen gemeinsamen<br />

Redaktion wurde Ende Mai in den Vereinigten<br />

Staaten verschickt, die Anfangsphase war<br />

sicherlich etwas holprig und führte zu mancher Verspätung,<br />

auch dies bitten wir zu entschuldigen. Eine<br />

transatlantische Redaktion <strong>ist</strong> keine einfache Übung<br />

und bis wir die Prozesse optimiert haben, wird wohl<br />

noch einige Zeit bedürfen. Den neuen Terminplan der<br />

<strong>Flight</strong>! finden Sie auf Seite 80.<br />

<strong>Die</strong> sichtbarste Veränderung für die Leser in dieser<br />

Ausgabe dürften die Layout-Verbesserungen sein,<br />

wir begrüßen Oliver Hahn (erneut) im Team, vielen<br />

<strong>Flight</strong>XPress Lesern dürfte sein Layout noch bekannt<br />

sein. <strong>Die</strong>s <strong>ist</strong> eine von zahlreichen Verbesserungen<br />

die unsere Fusion mit Computer Pilot mit sich bringt,<br />

denn das Layout der beiden <strong>Magazin</strong>e wurden angepasst,<br />

ohne die Originalität zu vergessen.<br />

Viel Spass mit der Juni-Ausgabe,<br />

Marc Goergen<br />

Der direkte Draht: marc.g@flightm.com


Hangartalk:<br />

<strong>Die</strong> Überraschung<br />

mit der Keiner rechnete<br />

Bombardier Challenger 300<br />

Aboservice<br />

<strong>Flight</strong>! Leserservice<br />

Postfach 10 41 39<br />

40032 Düsseldorf<br />

Tel: +49 211 690 789 940<br />

Fax: +49 211 690 789 50<br />

E-mail: abo@flightm.com<br />

Web: abo.flightm.com<br />

26<br />

www.facebook.com/<br />

flightmcom<br />

The Ultimate 146 Collection Latin VFR Latin Hub Caracas<br />

Editorial<br />

Szenerie<br />

3: Willkommen an Bord<br />

40: Unter der Sonne Südamerikas<br />

Community<br />

6: Interview mit Austin Meyers<br />

12: <strong>Die</strong> zweite Version des FSX - Teil 2<br />

Notams<br />

16: BlackBox Airbus<br />

17: MiG 17: Sowjetischer Kampfjet<br />

landet für P3D/FSX/FS2004<br />

18: Charts-Sammlung für den<br />

Flugsimulator<br />

19: Mesh für Sri Lanka erhältlich<br />

20: Freeware-Szenerie Frankfurt<br />

Version 6.0 veröffentlicht<br />

Flugzeuge<br />

22: Bombardier Dash 8 Q400<br />

26: Bombardier Challenger 300<br />

30: QualityWings – The Ultimate 146<br />

Collection - Der Kleine ganz groß?<br />

36: Bronco X<br />

20 30 40<br />

Latin VFR Latin Hub Caracas<br />

44: Imagine Sim New Delhi VIDP<br />

48: Flyveplads Sæby von Vidan Design<br />

54: Auf in die Romandie<br />

58: German Airports 3 2012 - Neuauflage<br />

des Klassikers<br />

66: Auf nach Tschechien! Neue Prag-<br />

Freeware<br />

Tools<br />

70: Das „VolksEFIS“ für den Flugsimulator<br />

Service:<br />

5: Hangartalk:<br />

<strong>Die</strong> Überraschung mit der Keiner rechnete<br />

78: Best of L<strong>ist</strong>e<br />

81: Service und Impressum<br />

82: <strong>Vorschau</strong><br />

Wissen<br />

75: Vom Computer ins Cockpit -<br />

Mein Weg zur ATPL Teil 3<br />

54<br />

Auf in die Romandie<br />

German Airports 3 2012<br />

Der <strong>Flight</strong> Simulator X bekommt ein zweites Leben, dies in Form des<br />

Lockheed Martin PREPAR3D. Eigentlich dachten alle ab Dezember<br />

dreht sich die Welt um die den neuen X-Plane 10, Aerosoft hoffte es,<br />

Microsoft befürchtete es. Doch aus den hinteren Reihen kommt eine<br />

Überraschung, Lockheed Martin hat den PREPAR3D aufgemotzt und<br />

das Ergebnis kann sich sehen lassen. In fast gewohnter FS X Umgebung<br />

kann man sich quasi den neuen Original <strong>Flight</strong> Simulator auf die Festplatte<br />

holen.<br />

<strong>Die</strong> Vorteile des PREPAR3D liegen auf der Hand, zahlreiche bekannte<br />

und bereits bezahlte Erweiterungen des FS X laufen mit nur kleinen<br />

Änderungen im verbesserten Simulator. <strong>Die</strong>s spart Geld und ermöglicht<br />

eine schnelle Umrüstung. In unserem Forum gibt es bereits<br />

zahlreiche Geheimtricks wie man die beliebten Add-ons einfach importieren<br />

kann. Einige Entwickler haben verbesserte Erweiterungen<br />

veröffentlicht, so setzt der PREPAR3D den X-Plane ganz schön unter<br />

Druck.<br />

Der X-Plane 10 hingegen basiert auf einer rund um erneuerten Plattform,<br />

die qualitativ mit die Beste <strong>ist</strong>. <strong>Die</strong> Möglichkeiten sind gegeben bis<br />

hin zu unbegrenzt. Mit ein riesigen Werbekampagne wurde die zehnte<br />

Version des X-Plane in den Markt gezwungen, bis hin zu fragwürdigen<br />

Sonderausgaben, zahlreichen Kommentaren und PR Meldungen auf<br />

Onlineportalen. Doch all dies nützt nichts, wenn die wichtigen Add-<br />

Ons fehlen. Das Potenzial des X-Plane wurde ganz klar verschlafen, zu<br />

lange warten die Piloten auf Nachschub, auf guten Nachschub der beliebten<br />

und bekannten Flughäfen. Wer einen neuen Flugsimulator auf<br />

den Markt bringt hat nur wenige Wochen Zeit um die Piloten bei Laune<br />

zu halten, die großen Verkehrsflugzeuge zu veröffentlichen, die Big<br />

Airports zum anfliegen frei zu geben. Es muss jetzt schnell was in der<br />

X-Plane Entwickler-Community passieren, schnell die nötigen Addons<br />

veröffentlicht werden, sonst sieht nicht nur Aerosoft alt als aus sondern<br />

die gesamte X-Plane Szene. Der neue Konkurrent steht mit einem<br />

Sack voll Add-ons bereit und einer einfacheren Bedienoberfläche. <strong>Die</strong><br />

besten Karten dürfte wohl Lockheed Martin mit dem PREPAR3D haben,<br />

der genau wie der X-Plane 10 stets weiter entwickelt wird.<br />

In dieser Ausgabe haben wir neue gute Erweiterungen für den X-Plane<br />

beschrieben, von der Challenger bis hin zur Dash 8-400Q. Wie man<br />

sieht geben vereinzelte Entwickler bereits ein gutes Tempo vor, dies <strong>ist</strong><br />

sehr zu begrüßen.<br />

58 ? ?<br />

Los Ihr X-Plane 10 Entwickler da draussen, macht ein wenig Dampf,<br />

bringt uns eure guten und frischen Add-ons und wir werden den Sim<br />

in unser Herz schliessen.<br />

Marc Goergen


Interview mit<br />

Austin Meyers<br />

Community<br />

FLIGHT!<br />

6 <strong>Flight</strong>!<br />

Vielen Simulatorfans wird X-Plane ein Begriff sein, ex<strong>ist</strong>iert diese Plattform doch schon seit vielen Jahren.<br />

Doch erst jetzt hat sie sich zu einer attraktiven Alternative zum Marktführer aus dem Hause Microsoft<br />

entwickelt. Mit dem Release von X-Plane 10 Ende 2011 und den ersten Bildern im Internet scheint es, als<br />

würden viele der Microsoft-Piloten nur allzu gerne einmal Luft im „alternativen“ Simulator schnuppern<br />

wollen. Wir haben uns deshalb entschieden einmal direkt hinter die Kulissen zu schauen und dem Mann<br />

hinter dem X-Plane-Simulator, Austin Meyer, ein paar Fragen zu stellen. Austin war so nett uns ein bisschen<br />

seiner kostbaren Zeit zu schenken, damit wir einen Einblick in X-Plane und dessen neue Version –<br />

welche bald die Simulatorfans rund um den Globus erreichen wird – bekommen können.<br />

AUSTIN ARBEITET AN EINEM<br />

WEITEREN SEINER „PROJEKTE“<br />

FLIGHT: Danke, dass du dir für uns Zeit nimmst,<br />

Austin. Kannst du unseren Lesern zuerst ein wenig<br />

mehr über dich selbst erzählen? Wie und warum<br />

hast du angefangen X-Plane zu entwickeln, und was<br />

bewegt dich dazu den Simulator immer weiter zu<br />

verbessern?<br />

AUSTIN MEYER: Um 1988, nachdem ich meine<br />

Instrumentenfluglizenz am ruhigen, einladenden<br />

Himmel von Columbia, SC, absolviert hatte, fand ich<br />

mich schnell in San <strong>Die</strong>go, Kalifornien, wieder. Dort<br />

arbeitete ich für duPont Aerospace, ein kleines Luftfahrttechnikunternehmen,<br />

welches an einigen exzellenten,<br />

dennoch außergewöhnlichen Konzepten arbeitet,<br />

über die ich nicht im Detail reden kann (eines<br />

der Projekte, an dem gearbeitet wird, <strong>ist</strong> das bekannte<br />

„NASP“ oder „National Aerospace Plane“, ein Flugzeug,<br />

das theoretisch von einer gewöhnlichen Startbahn<br />

abheben und bis in den Weltraum fliegen kann).<br />

Tony duPont, der Vorsitzende von duPont Aerospace<br />

und zu damaliger Zeit mein Chef, war der Gründer<br />

des genialen NASP-Konzepts. Während das Space<br />

Shuttle und andere konventionelle Trägersysteme Raketenantriebe<br />

verwenden, um ihre „Reisegeschwindigkeit“<br />

von 18.000 Meilen pro Stunde zu erreichen,<br />

auf welche sie – zwecks geringerer Luftreibung – erst<br />

im Orbit beschleunigen, benötigt das NASP normale<br />

Luft für den Betrieb der Triebwerke, muss daher also<br />

großteils in der Atmosphäre beschleunigen. <strong>Die</strong> Verwendung<br />

des Sauerstoffs in der Atmosphäre erhöht<br />

die Effizienz deutlich, was aber wiederum bedeutet,<br />

dass das Flugzeug mit mehreren Tausend Stundenkilometern<br />

der Luftreibung ausgesetzt <strong>ist</strong>, welche die<br />

Maschine extrem aufheizt. Eine der Möglichkeiten,<br />

wie man diesen Überschallflug gewährle<strong>ist</strong>en könnte,<br />

wäre, den kühlen Treibstoff an den warmen Verkleidungsteilen<br />

vorbeizuleiten, um diese vor dem Schmelzen<br />

zu schützen. Zugegeben, ich weiß nicht, warum<br />

keine stark isolierten Kacheln wie beim Space-Shuttle<br />

verwendet werden … sicherlich weil diese einzelnen,<br />

handgefertigten, dicken und anfälligen Teile teuer und<br />

ein wunder Punkt beim Space-Shuttle sind. Natürlich<br />

gab es auch schon im Bereich der Oberflächenkühlung<br />

durch Treibstoff Rückschläge! <strong>Die</strong> SR-71 Blackbird verwendet<br />

diese Technik, um die Oberfläche abzukühlen,<br />

doch bei fast leeren Tanks muss die maximale Fluggeschwindigkeit<br />

weit unter Mach 3 limitiert werden, da<br />

die Kühlle<strong>ist</strong>ung nicht mehr ausreicht. Bei der SR-71<br />

in X-Plane sieht man anstelle einer roten Line einen<br />

ganzen roten Kreis in der Geschwindigkeitsanzeige,<br />

welcher die Höchstgeschwindigkeit anzeigt. In diesem<br />

Bereich darf man sich nur bewegen, wenn man genug<br />

Treibstoff an Bord hat, der die Hitze der Luftreibung<br />

absorbiert! Wieder etwas dazugelernt!<br />

Doch genug vom NASP … Im Sommer 1988 absolvierte<br />

ich in San <strong>Die</strong>go einen Instrumentenflug, um<br />

meine IFR-Kenntnisse aufzufrischen. Es war eine<br />

schreckliche Zeit im überfüllten, schnellen und hektischen<br />

ATC-System von San <strong>Die</strong>go mitzukommen,<br />

im Vergleich zu den relativ langsamen und gelassenen<br />

Lotsenanweisungen in meiner Heimatstadt in South<br />

Carolina.<br />

Nachdem ich meine IFR-Kenntnisse endlich nach drei<br />

oder vier Flügen verbessert hatte, kam ich zu dem Entschluss:<br />

Ich brauche einen Instrumentenflugtrainer<br />

für den Computer, um meine Fähigkeiten aufrechtzuerhalten.<br />

Zu dieser Zeit lief der Microsoft-Flugsimulator<br />

noch auf den kleinen Mac-Computern, aber<br />

es gab da ein paar Sachen, die mir nicht gefielen, und<br />

ich wusste, dass Microsoft den Simulator nicht verändern<br />

würde, nur um meinen Vorstellungen gerecht zu<br />

werden. Also gründete ich einen Simulator, der damals<br />

noch „Archer-II IFR“ hieß. Meine IFR-Lizenz erhielt<br />

ich weiter aufrecht. Bald folgte ein Bachelor-Abschluss<br />

in Luftfahrttechnik an der Iowa State Universität und<br />

während meines Ingenieurstudiums habe ich „Archer-<br />

II IFR“ insofern verbessert, als dass beinahe jedes Flugzeug<br />

simuliert werden könnte, nur auf Basis der aus<br />

Bauplänen berechneten Flugeigenschaften. Ich habe<br />

diese Funktion genutzt, um die verschiedensten Designkonzepte<br />

zu testen, welche ich entwickelt hatte (Er-<br />

www.flightm.com 7


gebnis: Cessna, Piper, Lancair und Mooney funktionieren<br />

auch ohne mich gut … Meine Modelle allerdings<br />

waren zu kompliziert, um sicher fliegen zu können).<br />

Schließlich bekam der Simulator einen neuen Namen,<br />

in Anlehnung an die Flugzeugbaureihe, die in seit 60er<br />

Jahren getestet wurde: X-Plane.<br />

Heute wird X-Plane immer noch auf Mac-Computern<br />

entwickelt (wie schon vom ersten Tag an) und dann<br />

auf Windows und Linux portiert, was den plattformübergreifenden<br />

Verkauf und Vertrieb ermöglicht. Ingenieure<br />

von unzähligen Luftfahrtunternehmen benutzen<br />

X-Plane, um ihre Designstudien zu beurteilen und<br />

Testflüge zu simulieren. Achtjährige versuchen ihr eigenes<br />

Flugzeug zu erschaffen und zahllose Anfänger<br />

lassen ihre F-22 in X-Plane mit Mach 2 schadenfroh in<br />

den Boden stürzen. <strong>Die</strong> me<strong>ist</strong>en X-Plane-Kunden sind<br />

echte Piloten oder Leute, die einen Simulator haben<br />

wollen, der in Sachen Realität den Anforderungen<br />

eines Piloten gewachsen <strong>ist</strong>. Einige Airlinepiloten nehmen<br />

ihren Laptop mit X-Plane auf Langstreckenflüge<br />

mit, nur um den Rückflug während ihrer Ruhezeit im<br />

Hotel zu „simulieren“. Viele Piloten trainieren mit X-<br />

Plane, um die halbjährigen Prüfungsflüge leichter absolvieren<br />

zu können. Sehr viele der PPL-Piloten trainieren<br />

ebenfalls mit X-Plane, da reale Trainingsflüge<br />

oft mehr Zeit und Geld kosten, als ihnen lieb <strong>ist</strong>. Ich<br />

hatte einige Bestellungen von D.O.D, der CIA, NASA,<br />

vielen Luftfahrtunternehmen, ja sogar Microsoft erhalten.<br />

Aber meiner Meinung nach sind die Hauptkunden<br />

von X-Plane immer noch „einfache“ Leute, die den<br />

Spaß am Fliegen auf ihrem eigenen Computer mit X-<br />

Plane erleben wollen.<br />

Viele Piloten können alte Cessnas regelmäßig nutzen,<br />

aber <strong>ist</strong> das mit einem Überschallflug einer X-15, startend<br />

vom Flügel einer B52, vergleichbar? Oder einem<br />

kompletten Anflug im Space Shuttle? Oder mit einer<br />

SR-71 auf 70.000 Fuß und Mach 3 unterwegs zu sein?<br />

Oder mit einer Rakete auf den Mars zu fliegen?<br />

In X-Plane <strong>ist</strong> es möglich.<br />

FLIGHT: Bisher sah es so aus, als würde X-Plane<br />

mehr im Schatten des Microsoft-Flugsimulators verschwinden.<br />

Inwiefern hat die Auflösung des ACES-<br />

Teams (MS-Entwicklerteam) das Interesse und die<br />

Verkaufszahlen an X-Plane verändert? Was war deine<br />

Strategie, aus diesem Ereignis Profit zu schlagen,<br />

neue X-Plane-Kunden zu gewinnen und wie geht es<br />

zukünftig weiter, um X-Plane als echte Alternative zu<br />

MS <strong>Flight</strong> und anderen Simulatoren zu vermarkten?<br />

AUSTIN MEYER: Es hatte überhaupt keine Auswirkungen.<br />

So weit wie wir die Entwicklung von X-<br />

Plane einschätzen. Unser Ziel war es schon immer, den<br />

bestmöglichen Simulator zu erstellen, ganz egal, was<br />

andere machen. X-Plane wird den Markt übernehmen,<br />

wenn die Leute X-Plane 10 sehen und anfangen werden<br />

ihn zu verwenden. Ich habe nichts unternommen, um<br />

aus den Entschlüssen Microsofts Vorteile zu ziehen.<br />

Ich habe einfach damit weitergemacht – soweit es mir<br />

möglich <strong>ist</strong> – den besten Simulator zu programmieren.<br />

FLIGHT: X-Plane war schon immer dafür bekannt,<br />

dass es deutlich bessere Flugdynamiken<br />

und Modellierungen bereitstellt als die Microsoft-<br />

Flugsimulatoren. Für wie wichtig schätzt du diesen<br />

Aspekt für die weitere Entwicklung ein, besonders<br />

da der momentane Trend im Bereich Simulation/<br />

Spiele deutlich in die grafische Darstellung geht?<br />

Das scheint für viele Kunden ein größerer Grund zu<br />

sein, ein Produkt zu kaufen.<br />

AUSTIN MEYER: Um ehrlich zu sein, ich kann<br />

keine Rücksicht darauf nehmen, was irgendwer über<br />

das Kaufverhalten der Kunden sagt. Nicht in der Vergangenheit,<br />

nicht jetzt und auch in der Zukunft nicht.<br />

X-Plane wurde nie für irgendeine spezifische Gruppe<br />

entwickelt. Und jetzt würde ich auch keine Zielgruppe<br />

festlegen. Mein Absichten mit X-Plane sind außerordentlich<br />

einfach: den stabilsten, schnellsten, aufregendsten<br />

Flugsimulator entwickeln, wie es mir nur<br />

irgendwie möglich <strong>ist</strong>. Wer den kaufen würde? Ich.<br />

Und vielleicht eine Million Menschen, vielleicht aber<br />

auch nicht. Das macht keinen Unterschied. Meine Arbeitseinstellung<br />

und der Grundsatz eines akkuraten<br />

Flugs werden sich nie ändern, egal was kommt.<br />

FLIGHT: Wie wir wissen, bringt X-Plane 10 enorme<br />

Verbesserungen in der Grafik-Engine mit sich,<br />

die die virtuelle Welt deutlich real<strong>ist</strong>ischer als beim<br />

Vorgänger aussehen lässt. Gibt es Bereiche in Sachen<br />

Grafik, die bei der Entwicklung Vorrang hatten,<br />

und wenn ja wieso?<br />

AUSTIN MEYER: Zum einen <strong>ist</strong> die X-Plane 10<br />

Engine dynamisch. Das heißt, jedes Flugzeug läuft auf<br />

einem Prozessor. Hat man also 20 CPUs, können 20<br />

AI-Flugzeuge dargestellt werden, ohne die Framerate<br />

zu reduzieren. Setzt die Zahl der Flugzeuge in X-Plane<br />

9 auf 20 und schaut was passiert. Probiert es aus. Seht<br />

ihr den Unterschied zwischen einem Flugzeug und 20?<br />

Das hat damit zu tun, dass alle 20 Modelle von einer<br />

CPU nacheinander gerechnet werden. In X-Plane 10<br />

kann jedes Modell von einer CPU übernommen werden<br />

und damit synchron berechnet werden. Natürlich<br />

haben wir auch die Arbeitsspeicherauslastung jedes<br />

einzelnen Modells optimiert beziehungsweise reduziert.<br />

Das bedeutet, dass bei 20 Flugzeugen weniger<br />

RAM benötigt wird, was das Fliegen mit 20 Fliegern<br />

zum gleichen Zeitpunkt ermöglicht. Letztendlich benötigt<br />

X-Plane 10 weniger Arbeitsspeicher und erzielt<br />

höhere Framerates als der Vorgänger, wenn viele Flugzeuge<br />

dargestellt werden. (Alle anderen Einstellungen<br />

sind gleich geblieben.)<br />

Aber warum mache ich mir so viele Gedanken über<br />

die anderen Flugzeuge? Wir haben einen Programmierer<br />

– welcher in Vollzeit arbeitet – für die Entwicklung<br />

des ATCs in X-Plane 10 eingestellt. <strong>Die</strong>ses neue<br />

ATC-Modul kontrolliert alle Flugzeuge am Himmel,<br />

das eigene eingeschlossen, um einen ungeheuren Realitätsgrad<br />

in Sachen ATC zu gewährle<strong>ist</strong>en. Man selbst<br />

hört und sieht auf dem eigenen TCAS oder beim Blick<br />

aus dem Fenster, wie den anderen Flugzeugen mittels<br />

WAV-Files Anweisungen gegeben werden und diese<br />

auch befolgt werden. Immer unter Kontrolle der ATC<br />

starten und landen die anderen Flugzeuge, rollen zum<br />

Gate, starten durch und machen Touch-and-Go-Landungen.<br />

Und das alles hörbar im Flugfunk.<br />

Selbstverständlich werden bei den anderen Maschinen<br />

die gleichen, akkuraten Modelle wie beim eigenen<br />

Flugzeug verwendet, sodass der Flug vom Start bis zur<br />

Landung und dem Verlassen der Landebahn durchgehend<br />

real<strong>ist</strong>isch dargestellt wird. Bei starkem Wind<br />

oder Turbulenzen kann man sehen, wie sie diese ausgleichen.<br />

Vielleicht nicht sehr schön, aber real<strong>ist</strong>isch.<br />

Mit genug Wind und einer vere<strong>ist</strong>en Runway passiert<br />

es schon mal, dass sie von der Bahn geblasen werden.<br />

Also passt auf!<br />

Community<br />

FLIGHT!<br />

8 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 9


FLIGHT: Eines der großen Features von X-Plane<br />

war die Kompatibilität zu älteren Systemen, auf denen<br />

auch annehmbare Performance erreicht werden<br />

konnte. Wird X-Plane 10 auf älteren Systemen auch<br />

flüssig laufen können, obwohl die Verbesserungen<br />

der neuen Engine ältere Hardware, besonders Grafikkarten,<br />

stärker belasten könnten? Was hat man<br />

unternommen, damit die Le<strong>ist</strong>ung des Simulators<br />

auf vielen unterschiedlichen Systemen gewährle<strong>ist</strong>et<br />

wird? (Ein Punkt, mit dem Microsoft lange Zeit<br />

Probleme hatte.)<br />

AUSTIN MEYER: Selbst wenn man nur einen<br />

Einkern-Prozessor und nur wenig Arbeitsspeicher zur<br />

Verfügung hat, wird X-Plane 10 trotzdem gut funktionieren.<br />

Wahrscheinlich wird der Simulator sogar besser<br />

laufen als X-Plane 9 und dabei weniger RAM belasten.<br />

Allerdings wird man nur ein Flugzeug darstellen<br />

können, die Städte werden sehr bescheiden dargestellt<br />

werden und der Fluglotse wird auch nicht sehr viel<br />

zu tun haben. Aber sobald man 4 Gigabyte RAM mit<br />

den verschiedenen Darstellungsobjekten beschäftigt,<br />

8 CPU-Kerne 20 Flugzeuge mit vollständigen Flugmodellen<br />

darstellen lässt – das alles bei einem minimalem<br />

Effekt auf die Framerate –, kann man sehen, wie die<br />

ganze Welt zum Leben erweckt wird. Aber mit nur 2<br />

GB RAM und einer Single-Core-CPU <strong>ist</strong> das unmöglich.<br />

Das hat damit zu tun, dass sich alles um Multitasking<br />

dreht: Viele Sachen geschehen gleichzeitig. Da<br />

<strong>ist</strong> es keine Überraschung, dass schnell die komplette<br />

CPU und der Arbeitsspeicher (bis 4 GB) ausgelastet<br />

werden.<br />

FLIGHT: Was <strong>ist</strong> deiner Meinung nach das wichtigste<br />

neue Feature, die wichtigste Verbesserung in<br />

X-Plane 10? Und wie wird diese deiner Ansicht nach<br />

beim Endnutzer ankommen?<br />

AUSTIN MEYER: Eine überzeugende Welt: Das<br />

Ende der verwaschenen, verpixelten Texturen, Satellitenfotos,<br />

die am falschen Platz sind und falsch eingefärbt<br />

sind. Alles Dinge, die an der Flugsimulation so<br />

lange gezerrt haben. Doch hier eine ausführlichere Beschreibung:<br />

Anders als die unzähligen verschiedenen<br />

Flugmodelle, Szenerie-Überarbeitungen und eine nahezu<br />

komplette interne Überarbeitung des objektorientierten<br />

Codes, um diesen einfacher modifizierbar<br />

zu machen und Probleme schneller lösen zu können,<br />

schauen wir uns doch einmal die grundlegenden Anforderungen<br />

an, die ich für X-Plane 10 an mein Team<br />

gestellt habe:<br />

Zusammengefasst besteht X-Plane 10 aus einer verständlichen,<br />

maßstabsgetreuen, dynamischen Welt.<br />

Was ich damit meine:<br />

Satellitenfotos sind Schrott. Immer wenn ich im Flugzeug<br />

aus dem Fenster schaue, sehe ich nur die Hausdächer,<br />

die platt auf den Boden gezeichnet sind. Und sie<br />

sind unscharf. Und verpixelt. Und mit einem Lila- oder<br />

Rotstich. Und an ihren Übergängen sind oft sehr unscharfe<br />

Bereiche zu erkennen. Es sieht einfach schrecklich<br />

aus. Und dann, um das zweidimensionale, verwaschene,<br />

verpixelte, verfärbte und falsch platzierte, auf<br />

den Boden gezeichnete Dach eines Gebäudes noch<br />

schlechter aussehen zu lassen, fügt man einige reale Straßen<br />

oder Autogen-Gebäude ein, die zufällig kreuz und<br />

quer auf dem Satellitenbild landen. Das sieht schrecklich<br />

aus und <strong>ist</strong> nicht real<strong>ist</strong>isch. Platte, bewegungslose<br />

Fahrzeuge auf den Straßen, ich glaube nicht, dass das<br />

irgendjemand in seinem Flugsimulator sehen will.<br />

Also tretet ein in die glaubhafte Welt von X-Plane 10:<br />

Wir bauen jede Stadt in X-Plane vom kleinsten Grashalm<br />

an nach. Und so funktioniert es: Es beginnt mit<br />

Gras- oder Feldtexturen für die ganze virtuelle Welt,<br />

die Stadtgebiete eingeschlossen, und darauf bauen wir<br />

den Rest. Wir nehmen jeden einzelnen Parkplatz und<br />

platzieren ihn auf dem Gras. Und auf ihm ein Gebäude,<br />

in 3D. Und zu keinem Zeitpunkt wird einfach ein<br />

Dach auf den Boden gezeichnet. Niemals. Jedes Gebäude<br />

wird ein vollständiges 3D-Gebäude, von einem<br />

Algorithmus an einen Ort gesetzt, der real<strong>ist</strong>isch <strong>ist</strong>.<br />

Wissen wir, wo jedes Haus auf der Erde steht? Natürlich<br />

nicht! Aber wir verfügen über sehr detaillierte<br />

Straßenkarten, und der Algorithmus platziert mit<br />

Hilfe dieser Daten Gehwege, Gebäude usw. entlang<br />

der unzähligen Straßen. Das heißt, dass unser AI-Algorithmus<br />

real<strong>ist</strong>ische Städte baut. Wenn ihr mit dem<br />

Helikopter in Schrittgeschwindigkeit und auf Kopfhöhe<br />

durch die Straßen fliegt, werdet ihr nie etwas Unreal<strong>ist</strong>isches<br />

sehen. Alles wird in 3D dargestellt. Jede<br />

Stadt wird vom kleinsten Grashalm an aufgebaut. Es<br />

wird keine falschen Farben, keine unscharfen Flecken<br />

oder falsch positionierte Satellitenbilder geben. Alle<br />

Städte werden völlig glaubhaft sein. Wenn die Darstellungseinstellungen<br />

auf ein Minimum zurückgedreht<br />

werden, wird New York als Grasfläche dargestellt werden.<br />

Wenn sie auf Maximum stehen, gibt es unzählige<br />

3D-Straßen, wie in einem Fahrsimulator. Das <strong>ist</strong> eine<br />

real<strong>ist</strong>ische Welt, und der erste Schritt in Richtung<br />

hochdetaillierte, überzeugende, virtuelle Realität. Des<br />

Weiteren <strong>ist</strong> X-Plane 10 skalierbar. Ob man durch die<br />

Straßen fährt, mit real<strong>ist</strong>ischen Übergängen an jeder<br />

Kreuzung, oder bis in das Weltall hinausgeht und die<br />

Erde aus der Ferne betrachtet, wird man Lichtreflexionen<br />

vom Wasser oder den Gebäuden sehen, ebenso<br />

wie das Tageslicht und die nächtliche Beleuchtung,<br />

aber immer mit sanften Übergängen und nicht so, als<br />

würde jemand die Render-Technologie plötzlich verändern.<br />

Alles geschieht mithilfe von „Level of Detail“<br />

(LOD), was die sanften Übergänge ermöglicht, dazu<br />

noch alles in 3D. Das Wettersystem <strong>ist</strong> detailliert genug<br />

aufgebaut, um die Wolken um das Flugzeug herum<br />

fliegen zu sehen, und das über einen Radius von<br />

Hunderten von Kilometern. <strong>Die</strong>s ermöglicht es Gewitterstürme<br />

und Kaltfronten sowie VFR- und IFR-Bedingungen,<br />

klaren und bedeckten Himmel, alles zur gleichen<br />

Zeit zu haben, je nachdem, wo man sich gerade<br />

befindet.<br />

Das <strong>ist</strong> die glaubhafte, skalierbare und dynamische<br />

Welt, die wir für X-Plane 10 gebaut haben, basierend<br />

auf einem objektorientierten, RAM- und CPU-optimierten<br />

Code. <strong>Die</strong> Ergebnisse werdet ihr in X-Plane 10<br />

mit ungeheuren Details, Bewegung und Genauigkeit<br />

sehen, während eure CPU gut beschäftigt sein wird.<br />

FLIGHT: Momentan sieht es so aus, als würde<br />

eine Reihe bekannter Entwickler von Erweiterungen<br />

für den MS <strong>Flight</strong> Simulator auch für X-Plane<br />

entwickeln, was wirklich toll <strong>ist</strong>! Wie werdet ihr<br />

diese Entwickler unterstützen, die dem MSFS durch<br />

ihre hochqualitativen Szenerien und Flugzeuge<br />

zum Erfolg verholfen haben?<br />

AUSTIN MEYER: Ich sehe es gerne, wenn Leute<br />

etwas für X-Plane entwickeln. Und ich und mein Team<br />

arbeiten mit diesen Personen, um ihre Erweiterungen<br />

richtig gut werden zu lassen und um sicherzugehen,<br />

dass X-Plane mit ihren Add-ons voll kompatibel <strong>ist</strong>, um<br />

das Maximum aus ihnen herauszuholen. Aerosoft hat<br />

großes Interesse an der Entwicklung rund um X-Plane<br />

10, genauere Details werden wir bekanntgeben, wenn<br />

es so weit <strong>ist</strong>. Außerdem kommen Tag für Tag neue<br />

Entwickler mit Interesse an X-Plane 10 dazu.<br />

FLIGHT: Welche anderen neuen Features oder<br />

Verbesserungen werden deiner Meinung nach das<br />

Interesse der Community fesseln und diese staunen<br />

lassen?<br />

AUSTIN MEYER: <strong>Die</strong> Multitasking-Fähigkeit in<br />

Kombination mit der neuen Weltdarstellung, wie ich<br />

oben schon erwähnt habe.<br />

Ein großes Dankeschön an Austin Meyer für seine<br />

Zeit. Es scheint, als würde X-Plane 10 einige sehr<br />

interessante Verbesserungen mit sich bringen und<br />

einer der größten Fortschritte in der Geschichte des<br />

Flugsimulators sein. Sie können sich über die neuesten<br />

Entwicklungen auf der offiziellen Website<br />

www.x-plane.com informieren.<br />

Community<br />

FLIGHT!<br />

10 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 11


exklusiv<br />

<strong>Die</strong> zweite Version<br />

des FSX Teil 2<br />

Community<br />

FLIGHT!<br />

Der neue Flugsimulator<br />

In der Mai-Ausgabe haben wir uns bereits Lockheed Martins Prepar3D<br />

in der Version 1.1 angeschaut. Mittlerweile wurden die Versionen 1.2<br />

und 1.3 veröffentlicht, die angehenden, privaten sowie professionellen<br />

Piloten eine umfassende Trainingsumgebung ermöglichen sollen. Prepar3D<br />

<strong>ist</strong> eine weiterentwickelte und aktualisierte Version von Microsofts<br />

ESP, das wiederum aus dem FSX entwickelt wurde. Prepar3D<br />

beinhaltet ebenfalls neue Möglichkeiten und Erweiterungen sowohl<br />

im Luftfahrt- als auch im Seefahrerbereich; Notfallszenarios können<br />

geübt werden und für das gemeinsame Training steht ein neuer Multiplayer<br />

zur Verfügung.<br />

In dieser Ausgabe werden wir uns<br />

die Updates der Versionen 1.2<br />

und 1.3 genauer ansehen.<br />

Zu Beginn <strong>ist</strong> erwähnenswert, dass<br />

Lockheed Martin mit dem Release<br />

der Version 1.3 gleichzeitig auch<br />

niedrigere Preise sowie neue Lizenzen<br />

ankündigte.<br />

Der Preis für Prepar3D für<br />

den professionellen Gebrauch<br />

wurde von 499 Dollar auf 199<br />

Dollar reduziert. Preisanpassungen<br />

sind für alle Käufer<br />

möglich, die Prepar3D seit<br />

Anfang 2012 gekauft haben.<br />

Betroffene können sich per E-<br />

Mail an refunds@prepar3d.<br />

com wenden und müssen dabei<br />

neben dem vollen Namen<br />

auch die Invoice-Nummer und<br />

die Lizenz-ID angeben.<br />

Eine neue Lizenz für Prepar3D<br />

<strong>ist</strong> nun für Studenten<br />

verfügbar und kostet 49,95<br />

Dollar. Bei dieser Version <strong>ist</strong><br />

ein kleines Wasserzeichen auf<br />

dem Bildschirm sichtbar.<br />

Das Lockheed Martin Prepar3D<br />

Developer Network<br />

Programm bleibt in seiner<br />

ex<strong>ist</strong>ierenden Form bestehen,<br />

für 9,95 Dollar im Monat<br />

erhalten Entwickler zwei<br />

Prepar3D-Kopien, um neue<br />

Erweiterungen zu entwickeln<br />

und zu integrieren.<br />

Prepar3D kann von Privatpiloten,<br />

kommerziellen Organisationen,<br />

dem Militär und Akademien als<br />

lizenziertes Softwaretrainingsprogramm<br />

für jedes erdenkliche virtuelle<br />

Szenario verwendet werden.<br />

Benutzer können Missionen oder<br />

Flüge vorab trainieren, um bei Situationen<br />

in der Realität die Wirksamkeit<br />

ihrer Handlungen zu erhöhen.<br />

In einer kürzlich geführten<br />

Diskussion bestätigte ein Vorstand<br />

einer Gruppe aus neun verschiedenen<br />

Flugschulen, dass Flugschüler<br />

schneller lernen würden und<br />

weniger reales Training in der Luft<br />

notwendig sei, wenn Prepar3D zusätzlich<br />

zum normalen Training<br />

benutzt wird. In Anbetracht der<br />

Tatsache, dass Microsofts <strong>Flight</strong><br />

eher als Spiel bezeichnet werden<br />

kann, scheint Prepar3D nun der<br />

eigentliche Nachfolger des FSX zu<br />

sein.<br />

Updates der Version 1.2<br />

<strong>Die</strong> L<strong>ist</strong>e der Neuerungen und<br />

Verbesserungen in Version 1.2<br />

umfasst:<br />

Benutzerober-<br />

Überarbeitete<br />

fläche<br />

Komplette Windows-7-Unterstützung<br />

Neue Benutzeroberfläche und<br />

eine erweiterte Multiplayererfahrung<br />

<strong>Die</strong> Außenansicht wurde überarbeitet<br />

und erweitert<br />

„Flug speichern“-Benutzeroberfläche<br />

neu erstellt<br />

„Flug beenden“-Benutzeroberfläche<br />

neu erstellt<br />

Neue Luftfahrzeuge hinzugefügt<br />

Beechcraft Baron 58 in vier Bemalungen,<br />

plus G1000-Modell<br />

– vormals nur AI<br />

Beechcraft King Air 350 in vier<br />

Bemalungen – vormals nur AI<br />

Multiplayer verbessert und neu<br />

entworfen<br />

Neue Benutzeroberfläche, zudem<br />

wurden alle Mehrspielerfenster<br />

mit einem neuen<br />

Design versehen (zum Beispiel<br />

Missionsende)<br />

Vereinfachung des Multiplayers<br />

für mehr Benutzerfreundlichkeit<br />

„Connect to IP“ funktioniert<br />

nun global<br />

Zahlreiche Verbesserungen<br />

innerhalb des Voice-Communication-Systems<br />

• Kein lokales Echo mehr<br />

• Kein Senden von Kommunikationsdaten<br />

mehr,<br />

wenn niemand spricht<br />

• Soundausgabe kann nun<br />

unabhängig von der Standardsoundausgabe<br />

geändert<br />

werden<br />

U-Boot und andere Objekte<br />

nun auch im Multiplayer verwendbar<br />

Neues Design des Multiplayerchats,<br />

der darüber hinaus nun<br />

auch in seiner Größe verändert<br />

werden kann.<br />

12 www.flightm.com 13<br />

<strong>Flight</strong>!


Der neue Flugsimulator<br />

Weitere verschiedene Verbesserungen:<br />

• Beim Beenden einer Multiplayersession<br />

wird der<br />

Flug nicht automatisch<br />

wieder zurückgesetzt<br />

• Add-on Scenery <strong>ist</strong> jetzt<br />

auch innerhalb von Multiplayersessions<br />

erlaubt<br />

• Towerlotsen haben nun<br />

Zugang zur integrierten<br />

Karte<br />

• Der „Join Aircraft“-Button<br />

wird jetzt zu „Leave Aircraft“,<br />

wenn im Shared-<br />

Cockpit-Modus geflogen<br />

wird<br />

• Wenn die Karte in den<br />

Multiplayereinstellungen<br />

deaktiviert <strong>ist</strong>, kann nun<br />

auch nicht mehr über die<br />

Panelklickspots darauf zugegriffen<br />

werden<br />

Performance-Updates<br />

Allgemein erhöhte<br />

Performance<br />

Weiterentwickelte Wasserund<br />

Darstellungseffekte<br />

• Wassereffekteinstellungen<br />

sind nun in zwei<br />

verschiedene Regler<br />

unterteilt<br />

• <strong>Die</strong> Einstellungen Niedrig,<br />

Mittel und Hoch wurden<br />

durch genaue Beschreibungen<br />

ersetzt,<br />

welche Dinge bei welcher<br />

Einstellung dargestellt<br />

werden<br />

• Der „Water Clarity“-Regler<br />

steuert die Transparenz<br />

der Wasseroberfläche<br />

• Details aller Einstellungen<br />

werden genauer erklärt<br />

Weitere Neuerungen in 1.2:<br />

Der User hat jetzt die Möglichkeit<br />

auszuwählen, in welchem<br />

Verzeichnis Flugpläne gespeichert<br />

und aus welchem diese<br />

geladen werden sollen<br />

Erweitertes U-Boot, unter anderem<br />

neue Beleuchtungen<br />

und Animationen<br />

Beobachteransicht<br />

und verbessert<br />

erneuert<br />

Warnung beim Versuch, eine<br />

unabgeschlossene oder inkorrekte<br />

Mission zu laden<br />

Benutzer können nun die<br />

Datenspalten im „Flughafen<br />

auswählen“-Menü sortieren<br />

Multichannel-Fähigkeit erweitert<br />

360-Grad-Rundumsicht<br />

<strong>ist</strong> nun möglich<br />

Zusätzliche Dokumentationen<br />

und Erklärungen im Trainingszentrum,<br />

weitere Beispiele<br />

zum Software Development<br />

Kit<br />

Reg<strong>ist</strong>rierung, Rufzeichen<br />

und Flugnummer können nun<br />

im „View Details“-Menü verändert<br />

werden<br />

Unterwasserszenerie <strong>ist</strong> auch<br />

oberhalb der Wasseroberfläche<br />

sichtbar, solange ein entsprechender<br />

Detailgrad in<br />

den Einstellungen ausgewählt<br />

wurde<br />

Menüschriftarten wurden leserlicher<br />

gestaltet<br />

Beim Auswählen der Szenerienbibliothek<br />

<strong>ist</strong> der Standardpfad<br />

jetzt nicht mehr der<br />

Desktop, sondern das Installationsverzeichnis<br />

von Prepar3D<br />

Updates der Version 1.3<br />

Nach großartigen Rückmeldungen<br />

der Benutzer implementierte Lockheed<br />

Martin neue Erweiterungen<br />

und Verbesserungen und entwickelte<br />

Fixes zur Verbesserung der<br />

Stabilität und Benutzerfreundlichkeit<br />

von Prepar3D.<br />

Neue Erweiterungen:<br />

Externe Erweiterungen sind<br />

nun auch im Multiplayermodus<br />

mit ATC zulässig<br />

Der Simulationssound kann<br />

auch abgespielt werden, wenn<br />

Prepar3D nicht das aktive<br />

Windows-Fenster <strong>ist</strong><br />

• <strong>Die</strong> Einstellmöglichkeit<br />

hierzu befindet sich via<br />

Checkbox im „Options -<br />

Settings - Sound“-Menü<br />

• Kann ebenfalls in der Pre<br />

par3D.cfg über „MUTE_<br />

ON_LOST_FOCUS“ editiert<br />

werden<br />

• Soundartikel im Trainingszentrum<br />

aktualisiert<br />

Beim Ausloggen eines Spielers<br />

aus einer Multiplayersession<br />

wird dessen Rolle wieder als<br />

„Verfügbar“ angezeigt und<br />

kann von anderen Spielern<br />

eingenommen werden<br />

Bodenfahrzeuge unterstützen<br />

jetzt Reifenanimationen<br />

Benutzerdefinierte Wettersituationen<br />

sind nun unterstützt<br />

und können geladen werden<br />

• Zusätzlich wurde auch<br />

die Wetterdokumentation<br />

im Trainingszentrum<br />

ergänzt<br />

Performanceverbesserungen<br />

Standardperformancekonfigurationen<br />

wurden aktualisiert<br />

Verbesserungen der<br />

Benutzeroberfläche<br />

Zwei zusätzliche Detaillevels<br />

sind nun verfügbar: sehr groß<br />

(5.5) und extrem groß (6.5)<br />

<strong>Die</strong> bereits ex<strong>ist</strong>ierende<br />

„Wideview“-Funktion <strong>ist</strong> jetzt<br />

auch via Checkbox in den Displaysettings<br />

verfügbar<br />

Einfache und erweiterte Steuerungseinstellungen<br />

wurden<br />

überarbeitet und vereinfacht<br />

Das ATC-Fenster kann nun<br />

vergrößert oder verkleinert<br />

werden<br />

Inhaltliche Updates<br />

<strong>Die</strong> „Minuten, bis die Sitzung<br />

startet“-Funktion im Multiplayermodus<br />

kann jetzt auf bis zu<br />

100 Minuten erweitert werden<br />

Zu den verschiedenen Multiplayereinstellungen<br />

wurden<br />

Tooltipps hinzugefügt<br />

Aktualisierte Airportgeometrie,<br />

Rollwege und Vorfelder<br />

für:<br />

• Langley Air Force Base<br />

(KLFI)<br />

• Orlandi Executive Airport<br />

(KORL)<br />

• Eglin Air Force Base<br />

(KVPS)<br />

Fehlerbehebung<br />

Autogen und neue saisonale<br />

Texturen werden nun komplett<br />

bei einem Wechsel während<br />

einer Session geladen<br />

Tageszeit, Jahreszeit und Wetterinformationen<br />

werden jetzt<br />

aus FLT-Dateien gelesen<br />

Fehlerbehebung beim Schließen<br />

des Simulators mit installierter<br />

Drittsoftware<br />

Einige Steuerungseinstellungen,<br />

die nicht gespeichert<br />

wurden, können nun gespeichert<br />

werden<br />

Zwei Controller mit dem gleichen<br />

Namen können jetzt<br />

gleichzeitig in Prepar3D verwendet<br />

werden (einschließlich<br />

XBOX 360 Controller)<br />

„STRG-UMSCHALT-?“ öffnet<br />

nun das Trainingszentrum in<br />

das Simulationsfenster<br />

Einige Fehler bei Multiplayermissionen<br />

wurden behoben<br />

Keine Programmabstürze<br />

bei gelöschten AppData- und<br />

ProgramData-Verzeichnissen<br />

mehr<br />

Zusätzlich erweitert das Prepar3D-Team<br />

den Simulator<br />

kontinuierlich. Für weitere Informationen<br />

empfiehlt sich ein<br />

Besuch auf<br />

www.prepar3d.com.<br />

Community<br />

FLIGHT!<br />

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www.flightm.de<br />

BlackBox Airbus<br />

Letzter Screenshot vor dem Release<br />

Wie von BlackBox verlautbart wurde,<br />

handelt es sich mit genau diesem<br />

Screenshot um den letzten seiner<br />

Art. Somit gibt es Aussicht auf einen<br />

baldigen Release der Software.<br />

Im Paket werden der Airbus A319<br />

und A320 vertreten sein. BlackBox<br />

Simulations bewirbt das Add-on<br />

mit sehr hoher Systemtiefe inklusive<br />

eines funktionierenden <strong>Flight</strong>-<br />

Management-Computers – kurz<br />

FMC. Weiters dürfen sich Benutzer<br />

des Packs über ein Autoland-System<br />

freuen. Als kleinen Kaufanreiz<br />

gewährt BlackBox allen Vorbestellern<br />

10 Euro Rabatt auf den Airbus<br />

Xtreme „Prologue“. Nähere Infos<br />

zum FSX-Add-on gibt es auf<br />

www.blackboxsimulation.com.<br />

MiG 17: Sowjetischer Kampfjet landet für P3D/FSX/FS2004<br />

<strong>Die</strong> MiG 17 war ein sowjetisches<br />

einstrahliges Kampfflugzeug, das<br />

vor allem zu Zeiten des Kalten<br />

Krieges eingesetzt wurde. Bear<br />

Studios hat nun eine Version für<br />

den FSX, den Prepar3D und den<br />

FS2004 realisiert, für die ersten beiden<br />

mit DX10-Unterstützung. Außenmodell<br />

und Innenmodell sind<br />

schön detailliert, mit animiertem<br />

Schleudersitz und animierter Einstiegsluke.<br />

Im Cockpit selber sind<br />

klassische Anzeigen, Radar und<br />

Flugabwehrsysteme simuliert. Das<br />

Paket enthält zehn verschiedene<br />

Versionen des Jets mit verschiedenen<br />

Beladungskonfigurationen.<br />

<strong>Die</strong> günstige Alternative zu VRInsight – Speedbird FSX<br />

NOTAMS<br />

Neues von FranceVfr – Basse-Normandie<br />

Nach „Auvergne“ und „Haute<br />

Normandie“ bringt FranceVfr<br />

nun „Normandie-Basse“ für den<br />

FSX. Eine Auflösung von 0,85Meter/Pixel<br />

zeugt von hohem Detailgrad,<br />

sodass auch im Tiefflug ein real<strong>ist</strong>isches<br />

Flugerlebnis gegeben <strong>ist</strong>.<br />

Abhängig von den verschiedenen<br />

Regionen gibt es auch verschiedene<br />

Wassertexturen. <strong>Die</strong> Szenerie hebt<br />

sich von der Konkurrenz vor allem<br />

durch die genial gestalteten Land-<br />

Wasser-Übergänge, die Strände<br />

und die schönen Steilküsten ab.<br />

Hierdurch wirkt alles viel authentischer<br />

und realer. Durch präzisen<br />

Einbau geometrischer Daten <strong>ist</strong><br />

außerdem das Einfügen anderer<br />

Szenerien kein Problem. Zu kaufen<br />

gibt es das 7 GB große Paket im<br />

simMarket.<br />

Alle diejenigen, die schon immer<br />

ein externes Panel wie<br />

die Jetpits von VRInsight haben<br />

wollten, jedoch diese als zu<br />

teuer empfanden, werden sich<br />

über folgende Nachricht freuen:<br />

Der Entwickler Speedbird hat sein<br />

gleichnamiges Applet für die Logitech-G19-Tastatur<br />

veröffentlicht.<br />

Das Applet zeigt über den G19-<br />

Der etwas weniger bekannte Entwickler<br />

Virtualcol hat zuletzt ein<br />

neues FSX-Add-on auf den Markt<br />

gebracht. <strong>Die</strong>ses Add-on umfasst<br />

die BAE Jetstream 32, auch als Jetstream<br />

Super 31 bekannt. <strong>Die</strong>se<br />

kleine Turbopropmaschine <strong>ist</strong> für<br />

den Regional- und Kurzstreckendienst<br />

gedacht und fasst knapp 20<br />

LCD-Screen wichtige Flugparameter<br />

an wie zum Beispiel Höhe,<br />

Kurs sowie aktive und inaktive Frequenzen<br />

sowohl vom Sprechfunk<br />

als auch vom Navigationsfunk. Das<br />

Tool läuft in Echtzeit parallel zum<br />

FSX und versorgt den Nutzer somit<br />

immer über die wichtigsten Daten.<br />

Zu erhalten <strong>ist</strong> das Tool kostenlos,<br />

jedoch reg<strong>ist</strong>rierungspflichtig unter<br />

Speedbirds Website<br />

www.the-speedbird.com.<br />

Neues Regionalflugzeug von Virtualcol – Super 31 für den FSX<br />

Passagiere. Das schöne Flugzeug<br />

besitzt eine Druckkabine und zwei<br />

le<strong>ist</strong>ungsstarke Turboprob-Triebwerke,<br />

die es ihr erlauben, auch<br />

auf hohe <strong>Flight</strong>levels zu steigen.<br />

<strong>Die</strong> Umsetzung <strong>ist</strong> insgesamt gut<br />

gelungen und entspricht sehr dem<br />

Original.<br />

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Charts-Sammlung für den Flugsimulator<br />

Mesh für Sri Lanka erhältlich<br />

Wer kennt das nicht? Vor dem Flug<br />

nochmal im Internet nach An-/Abflugkarten<br />

oder Groundcharts für<br />

den jeweiligen Ziel- oder Abflughafen<br />

suchen. <strong>Die</strong>s <strong>ist</strong> me<strong>ist</strong> eine mühselige<br />

Arbeit, diee zudem den PC<br />

mit vielen Dateien zumüllt. Dank<br />

Hinrichs IT Service gibt es nun Abhilfe:<br />

Mit dem 40 Megabyte großen<br />

Installerpaket FS-Charts erhält der<br />

Nutzer über 15.000 Karten, die beispielsweise<br />

über Tastenkombinationen<br />

aufrufbar sind. <strong>Die</strong> Karten<br />

sind natürlich auch druckbar. Der<br />

Service enthält zudem Updates für<br />

ein Jahr. Das nette Tool gibt es für<br />

59,99 Euro im simMarket.<br />

Sri Lanka <strong>ist</strong> nicht nur wegen seines<br />

tropischen Klimas bekannt, sondern<br />

auch für seine einzigartigen<br />

Landschaften, die sich quer über<br />

die ganze Insel erstrecken. So liegt<br />

in der Mitte der Insel ein etwa 2500<br />

Meter hohes Hochgebirge. <strong>Die</strong>ses<br />

<strong>ist</strong> im FSX leider nur andeutungsweise<br />

umgesetzt. Daher hat Living-<br />

FS nun das Projekt aufgegriffen und<br />

eine komplette Mesh der Fast-Äquator-Insel<br />

umgesetzt. Wer also gerne<br />

in diesem tropischen Paradies sein<br />

Unwesen treibt, der kann die Gelegenheit<br />

nutzen und sich dieses tolle<br />

Add-on kaufen. Erhältlich <strong>ist</strong> es im<br />

simMarket für 9,52 Euro.<br />

Lancair Legacy von RealAir im Anflug<br />

NOTAMS<br />

Nach ORBX wird nun auch von<br />

RealAir eine Lancair Legacy für<br />

den <strong>Flight</strong> Simulator X auf dem<br />

Add-on-Markt erscheinen. Der 310<br />

PS starke und 240 Knoten schnelle<br />

Tiefdecker bekommt von RealAir<br />

ein komplettes IFR-Panel, High-Definition-Texturen<br />

und 3D-Modelle,<br />

zahlreiche Animationen und eine<br />

äußerst real<strong>ist</strong>ische Flugphysik.<br />

Nähere Informationen dazu gibt es<br />

auf www.realairsimulation.com.<br />

ORBX 77S Creswell Airport veröffentlicht<br />

Und wieder beschert uns ORBX<br />

das Vergnügen, über 30 cm aufgelöste<br />

Bodentexturen hinwegzuschweben.<br />

Wer den FSX mit SP2 oder<br />

Acceleration besitzt, kann sich seit<br />

kurzem das Szenerie-Add-on des<br />

US-amerikanischen Airports 77S<br />

Creswell auf den heimischen Rechner<br />

holen. Mit dabei sind außerdem<br />

noch eigens designte und platzierte<br />

statische Flugzeuge, jede Menge<br />

Autogenobjekte und natürlich das<br />

bekannte und beliebte Texture<br />

Flow. Doch dies <strong>ist</strong> noch nicht alles.<br />

Als kleines Leckerchen hat ORBX<br />

noch einen zweiten Airport mit ins<br />

Paket eingefügt. Den Walker Airfield<br />

OR57. Zu kaufen gibt es das<br />

Bundle im <strong>Flight</strong>Sim Store für etwa<br />

32,95 australische Dollar.<br />

Der Drehflügler Ecureuil II von Nemeth Designs<br />

Nemeth Designs, bekannter Entwickler<br />

und Publisher von Hubschrauber-Add-ons<br />

für diverse<br />

Flugsimulatoren, präsentiert uns<br />

sein neuestes Projekt. Ein Eurocopter<br />

AS-355, auch bekannt als<br />

Ecureuil II, entsprang der Feder<br />

des Entwicklerteams. FSX-exklusiv.<br />

Der sehr universell einsetzbare<br />

<strong>Die</strong> General-Aviation-Edelschmiede<br />

für den Microsoft <strong>Flight</strong> Simulator<br />

und XPlane, Carenado, veröffentlichte<br />

die kommenden Projekte.<br />

Dabei handelt es sich um eine Socata<br />

TBM 850 und die Beech B200<br />

King Air. <strong>Die</strong> TBM <strong>ist</strong> wie die King<br />

Air mit einer Druckkabine ausgestattet<br />

und eignet sich aufgrund des<br />

guten Preis-Le<strong>ist</strong>ungs-Verhältnisses<br />

sehr gut als Geschäftsflugzeug mit<br />

eingeschränkter Reichweite. Bei-<br />

Hubschrauber bietet sich im Addon<br />

mit acht verschiedenen Bemalungen,<br />

natürlich in zeitgemäßem<br />

High Definition und mit einem<br />

akkuraten Flugmodell, an. Weiters<br />

enthält der Heli auch ein funktionierendes<br />

AFCS (Automatisches<br />

Flug-Kontroll-System). Zum Preis<br />

von 35,44 US-Dollar darf man den<br />

Carenado enthüllt zwei neue Projekte<br />

de Flugzeuge werden durch Turboprop-Motoren<br />

angetrieben. <strong>Die</strong><br />

King Air war dennoch wesentlich<br />

früher erhältlich, genauer gesagt<br />

1988, als die TBM<br />

850, welche erst<br />

2005 ihren Erstflug<br />

absolvierte.<br />

<strong>Die</strong>s verschafft<br />

der TBM einen<br />

minimalen Vorsprung<br />

in Sachen<br />

Ecureuil II sein eigen nennen. Ein<br />

Paintkit liegt auf den Servern von<br />

Nemeth zum Download bereit.<br />

Ausstattung. Ein genauer Termin,<br />

der Preis und die Frage der Kompatibilität<br />

bleiben jedoch ungeklärt.<br />

18 www.flightm.com 19<br />

<strong>Flight</strong>!


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Freeware-Szenerie Frankfurt<br />

Version 6.0 veröffentlicht<br />

<strong>Die</strong> bekannte und beliebte FSX-<br />

Freeware-Szenerie-Umsetzung von<br />

Mark Aldridge wird wieder auf<br />

einen neuen Standard gehoben.<br />

Der Flughafen <strong>ist</strong> unter anderem<br />

auch voll kompatibel zu GSX und<br />

sämtlichen AI-Traffic-Add-ons.<br />

Das Update umfasst außerdem<br />

noch den neuen ATC-Tower, die<br />

Lärmschutzwand auf der RW18,<br />

das neue A-Plus-Terminal und eine<br />

weitere Lärmschutzwand bei dem<br />

A380-Hangar. Ab sofort gibt es die<br />

Version 6.0 unter www.flightm.de/<br />

downloads zum Download.<br />

NOTAMS<br />

Prepar3D erhält Video-Tutorials<br />

Auch der Prepar3D stellt Neueinoder<br />

Umsteiger vor ungeahnte Probleme.<br />

Lockheed Martin hat das<br />

Problem erkannt und wertet seinen<br />

Am ersten Juni hat Carenado bekannt<br />

gegeben, dass der Lockheed<br />

Martin Prepar3D Simulator in Zukunft<br />

mit ihren Produkten kompatibel<br />

sein wird. Für die neuesten<br />

Simulator mit einigen Video-Tutorials<br />

auf. So wird unter anderem gezeigt,<br />

wie eine Multiplayersitzung<br />

erstellt und durchgeführt werden<br />

Carenado beginnt Flugzeuge für<br />

Prepar3D zu entwickeln<br />

Flugzeuge sind bereits neue Installer<br />

veröffentlicht worden, mit dem<br />

sowohl die FSX als auch die P3D<br />

Version genutzt werden kann. Bisher<br />

erhältlich: C90B King Air, PA46<br />

kann. <strong>Die</strong> Videos gibt es auf<br />

www.prepar3d.com.<br />

Malibu JetProp, A36 Bonanza und<br />

C337 Skymaster.<br />

Kunden, die schon eine Carenado<br />

Maschine für den FSX bestellt haben,<br />

können die P3D Version im<br />

Online-Konto kostenlos herunterladen.<br />

Weitere Flugzeuge sollen bald<br />

folgen.<br />

Fernando Herrera<br />

Carenado<br />

Anzeige:<br />

20 www.flightm.com 21<br />

<strong>Flight</strong>!


Bombardier<br />

Dash 8 Q400<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Sie <strong>ist</strong> zum Inbegriff des Regionalflugzeugs geworden und prägt das<br />

Bild nahezu aller Airports der Welt. <strong>Die</strong> Rede <strong>ist</strong> von der Bombardier<br />

Dash 8. Das Turbopropflugzeug liegt nun als Payware für X-Plane in<br />

der Variante Q400 vor.<br />

Zu erwerben <strong>ist</strong> die Dash 8 über<br />

die Herstellerseite (www.flyjsim.com)<br />

oder über X-Plane.org<br />

für knapp 32 Euro. Beim anschließenden<br />

Download kann man dann<br />

schon mal große Augen bekommen:<br />

Rund 600 Megabyte pressen<br />

sich da durch die mehr oder weniger<br />

schnellen Leitungen des Internets,<br />

soweit ich weiß absoluter Rekord<br />

für ein X-Plane-Flugzeug.<br />

Aber: Das Rätsel um die Dateigröße<br />

klärt sich schnell, wenn man<br />

die frisch heruntergeladene Datei<br />

öffnet. Es handelt sich nämlich um<br />

ein „Rundum-sorglos-glücklich“-<br />

Paket, was in diesem Fall heißt,<br />

dass neben der X-Plane-10-Variante<br />

auch noch die Version für X-Plane<br />

9 enthalten <strong>ist</strong>. Außerdem sind für<br />

beide Simulatoren sowohl die Standardversion<br />

als auch eine Variante<br />

mit hochauflösenden Texturen vorhanden.<br />

Hat man sich aus dieser<br />

Auswahl nun die für sich am besten<br />

passende Variante herausgepickt,<br />

kann es also losgehen.<br />

Wenn man das Flugzeug im Simulator<br />

lädt, öffnet sich zunächst der sogenannte<br />

„Load Manager“. Auf einer<br />

schematischen Darstellung der<br />

Maschine kann man nun bestimmen,<br />

wie voll die<br />

Maschine sein soll.<br />

Dafür stehen drei<br />

Voreinstellungen zur Verfügung,<br />

oder man kann für jeden Sitzplatz<br />

einzeln bestimmen, ob und wenn ja<br />

wie er besetzt sein soll. Hier stehen<br />

männliche, weibliche oder kindliche<br />

Fluggäste zur Auswahl, die<br />

alle ein unterschiedliches Gewicht<br />

in die Maschine bringen. Außerdem<br />

können das Gepäckgewicht und<br />

der Treibstoff hier eingestellt werden,<br />

was natürlich auf das spätere<br />

Flugverhalten Auswirkungen hat.<br />

An Bemalungen stehen viele unterschiedliche<br />

Möglichkeiten zur<br />

Auswahl. Hier finden sich mehrere<br />

internationale sowie auch deutsche<br />

Airlines, so dass für jeden etwas dabei<br />

sein dürfte.<br />

Im virtuellen Cockpit Platz genommen<br />

wird man von dem gut<br />

gestalteten Interieur begrüßt. <strong>Die</strong><br />

Texturen sind, auch in der „Lo Res“-<br />

Variante, durchaus gut gelungen<br />

und ermöglichen ein gutes Ablesen<br />

der Instrumente und Beschriftungen.<br />

Lediglich die Steuersäule<br />

und der darunter liegende Fußboden<br />

wirken ein wenig verwaschen,<br />

ein leidiges Thema bei X-Plane.<br />

Laut Hersteller sind die Systeme<br />

dem Original nachempfunden. Für<br />

den Durchschnittshobbypiloten<br />

natürlich nicht nachzuvollziehen,<br />

aber eines kann man mit Sicherheit<br />

sagen: <strong>Die</strong> X-Plane-Standardinstrumente<br />

und -systeme sind das auf<br />

jeden Fall nicht. Lediglich das FMS<br />

<strong>ist</strong> dem von X-Plane ähnlich, wurde<br />

aber auch ein wenig modifiziert.<br />

Der Motorstart gestaltet sich einfach,<br />

wenn man den Prozeduren<br />

des umfangreichen Handbuchs<br />

folgt. Von diesem fühlt man sich<br />

zunächst etwas erschlagen, da es<br />

96 Seiten stark und mit einer Vielzahl<br />

von Tabellen daherkommt.<br />

Vertieft man sich aber ein wenig<br />

darin, wird schnell deutlich, dass<br />

22 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 23


FLIGHT!<br />

Review<br />

die Tabellen lediglich die Spitze<br />

des Eisbergs sind und stattdessen<br />

sämtliche Prozeduren Schritt<br />

für Schritt und mit erläuternden<br />

Skizzen der entsprechenden<br />

Schalter, Instrumente und Anzeigen<br />

erklärt werden. Vorbildlich!<br />

Zum Testen werde ich einen<br />

kurzen Flug vom Airport Hannover<br />

(EDDV) nach Paderborn<br />

(EDLP) durchführen.<br />

Nach dem Aufgeben des Flugplans,<br />

dem Motorenstart und einem<br />

kurzen Taxi zur Startbahn 27R erhalte<br />

ich auch schon die Startfreigabe<br />

auf eben dieser Runway.<br />

Wenn man eine Dash 8 in der Realität<br />

beobachtet, fällt auf, dass diese<br />

nur eine extrem kurze Startstrecke<br />

benötigt, und genauso verhält<br />

es sich auch im Simulator. Bereits<br />

nach einem Drittel der Bahn kann<br />

ich die Maschine problemlos vom<br />

Boden lösen.<br />

Steigflug und Eindrehen auf den geplanten<br />

Kurs übernehme ich noch<br />

manuell, wobei die Maschine sehr<br />

geschmeidig <strong>ist</strong>. Den Rest der Strecke<br />

übernimmt der Autopilot. <strong>Die</strong>ser<br />

hat zunächst ein paar Tücken, da<br />

er nicht so funktioniert, wie ich es<br />

von X-Plane (9) gewohnt bin. Doch<br />

nach einem Blick in das Handbuch<br />

und kurzer Eingewöhnung <strong>ist</strong> auch<br />

dies kein Problem und geht sehr intuitiv<br />

von der Hand.<br />

Der Flug selbst verläuft ruhig und ereignislos,<br />

bevor ich in Paderborn auf<br />

der P<strong>ist</strong>e 24 mit Hilfe des ILS sanft<br />

aufsetze und zum Terminal rolle.<br />

<strong>Die</strong> Dash 8 <strong>ist</strong> eine gut gemachte<br />

Umsetzung des realen Vorbilds.<br />

Wer Propellermaschinen bezie-<br />

hungsweise Turboprops etwas abgewinnen<br />

kann, erhält mit diesem<br />

Flugzeug eine ganze Menge dieses<br />

Charmes. <strong>Die</strong> Systeme sind angenehm<br />

zu bedienen, aber nicht so<br />

komplex, dass sich Überforderung<br />

einstellt, und das beiliegende Handbuch<br />

liefert eine gut zu gebrauchende<br />

Unterstützung bei der „Erarbeitung“<br />

der Maschine.<br />

Stefan Hänschen<br />

FlyJSim Bombardier Dash 8 Q400<br />

Entwickler: FlyJSim<br />

Kompatibilität: X-Plane 9.70 und 10.03<br />

Web: FlyJSim.com<br />

Vertrieb: FlyJSim.com<br />

Preis: 40 USD<br />

Pro & Contra:<br />

Varianten für beide Simulatoren<br />

High-Res-Variante inklusive<br />

gutes Handbuch<br />

verwaschene Texturen im Fußraum<br />

und an der Steuersäule<br />

Bewertung:<br />

8,0<br />

Installation<br />

Flugdynamik<br />

Avionik<br />

Systemtiefe<br />

Außenmodell<br />

Steuercharakter<strong>ist</strong>ik<br />

Visuelles VC<br />

Handbuch<br />

Sound<br />

8/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

sehr gut<br />

24 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 25


Bombardier<br />

Challenger 300<br />

Wohin geht die Reise?<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

X-Plane 10 <strong>ist</strong> nun also auch auf meinem Rechner „<strong>gelandet</strong>“. Nach<br />

ersten Gehversuchen mit den Default-Planes nun also auch das erste<br />

Stück Payware für „den Neuen“, die Bombardier Challenger 300.<br />

Wieder mal ein Business-Jet? Gibt es nicht schon Umsetzungen der<br />

Cessna Citation X oder der Dassault Falcon, die reichen würden und<br />

teilweise auch als Freeware zu haben sind? Sicherlich, die gibt es,<br />

aber, so viel sei zu Beginn schon verraten: <strong>Die</strong> vorliegende Bombardier<br />

Challenger wartet mit einigen innovativen Neuerungen auf, die<br />

mir persönlich schon immer gefehlt haben.<br />

Erwerben kann man die Challenger<br />

300 im Shop von X-Plane.org<br />

für 30 US-Dollar (circa 23<br />

Euro) und zwar entweder für X-Plane<br />

10, aber auch noch für X-Plane<br />

9. Allerdings sollte man sich schon<br />

festlegen, da es sein kann, dass<br />

Maschinen aus X-Plane 9 im 10er<br />

nicht korrekt funktionieren. Der<br />

Download der 137 Megabyte (für<br />

die X-Plane-10-Version) <strong>ist</strong> schnell<br />

erledigt und auch die Installation<br />

dürfte keine große Herausforderung<br />

darstellen.<br />

Sind der Simulator und die Maschine<br />

geladen, präsentiert sich diese<br />

zunächst einmal optisch ansprechend.<br />

Das Außenmodell<br />

<strong>ist</strong> akkurat umgesetzt<br />

und kommt mit einer Vielzahl<br />

an Bemalungen daher. Ungünstig<br />

hierbei <strong>ist</strong> lediglich, dass diese<br />

Bemalungen nach der jeweiligen<br />

Flugzeugreg<strong>ist</strong>rierung benannt<br />

sind, also keine Auskunft über die<br />

Farbgebung liefern. Es<br />

muss also probiert werden,<br />

bis man sein Lieblingsmuster<br />

gefunden hat.<br />

Das virtuelle Cockpit <strong>ist</strong><br />

ebenfalls ansprechend gestaltet.<br />

Edel glänzen die<br />

noch finsteren Multifunktionsdisplays<br />

und die Mittelkonsole,<br />

die neben den<br />

Schubhebeln auch sämtliche<br />

andere Bedienelemente enthält<br />

(ein Overhead-Panel<br />

gibt es nicht), bietet scharfe<br />

Texturen und gut lesbare Beschriftungen.<br />

Um die Maschine nun aus<br />

ihrem Schlaf zu erwecken, stehen<br />

dem Benutzer im Grunde zwei<br />

unterschiedliche Möglichkeiten<br />

zur Auswahl. Über ein integriertes<br />

Menü, das sich öffnet, wenn man<br />

mit der Maus auf einen kleinen<br />

Pfeil am linken Bildschirmrand<br />

fährt, kann man dem virtuellen<br />

Kopiloten die Anweisung geben,<br />

die Maschine startklar zu machen<br />

– sehr praktisch, wenn man ungeduldig<br />

<strong>ist</strong> und/oder das Handbuch<br />

noch nicht studiert hat. Das <strong>ist</strong><br />

nämlich Bedingung für Variante 2:<br />

den Start „per Hand“.<br />

Großartig dabei: Ein Außencheck<br />

<strong>ist</strong> notwendig, um die Maschine<br />

startklar zu machen. Über das<br />

bereits erwähnte Menü kann der<br />

„Rundgang“ gestartet werden. An<br />

insgesamt 24 Punkten des Flugzeugs<br />

müssen eine Sichtkontrolle<br />

durchgeführt, die „Remove before<br />

<strong>Flight</strong>“-Bänder entfernt und die Abdeckhauben<br />

von den Triebwerken<br />

weggemacht werden. Hat man dies<br />

abgearbeitet, färbt sich im entsprechenden<br />

Diagramm der „Kontrollpunkt“<br />

grün und man kann zum<br />

nächsten übergehen.<br />

Im Cockpit selbst kann dann über<br />

das Menü die Checkl<strong>ist</strong>e aufgerufen<br />

und abgearbeitet werden. Und<br />

hierfür <strong>ist</strong> die Kenntnis des Handbuchs<br />

notwendig, will man alle<br />

Knöpfe und Schalter finden und<br />

richtig bedienen.<br />

Das Handbuch selbst <strong>ist</strong> dabei kein<br />

ellenlanger Schinken, der ein Ingenieursstudium<br />

voraussetzt, sondern<br />

komprimiert die wichtigsten<br />

Informationen auf 13 Seiten inklusive<br />

Bildern und Diagrammen. Das<br />

<strong>ist</strong> sowohl vorteilhaft, wenn man<br />

ungeduldig <strong>ist</strong> und so schnell wie<br />

26 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 27


FLIGHT!<br />

Review<br />

möglich starten möchte, aber auch<br />

wenn man nach einem bestimmten<br />

System oder einer speziellen Einstellmöglichkeit<br />

sucht. Zusätzlich<br />

gibt es auch noch ein sechsseitiges<br />

PDF mit einem „Beispielflug“.<br />

Versucht man die Maschine ohne<br />

Hilfe des Handbuchs zu „me<strong>ist</strong>ern“,<br />

kann es passieren, dass man schnell<br />

ein wenig ratlos dasitzt, da die Instrumente<br />

und Systeme nach dem<br />

Originalvorbild gestaltet sind und<br />

sich somit teilweise erheblich vom<br />

X-Plane-Standard unterscheiden. So<br />

kann eine so profane Tätigkeit wie<br />

das Wechseln der Funkfrequenz<br />

schon zu einer Herausforderung<br />

werden, wenn man keinen blassen<br />

Schimmer hat, wie das denn nun<br />

geschehen soll.<br />

<strong>Die</strong> realitätsnahe Umsetzung endet<br />

allerdings nicht im Cockpit,<br />

sondern auch die Passagierkabine<br />

<strong>ist</strong> liebevoll gestaltet worden.<br />

Dabei kann man den Blickwinkel<br />

natürlich frei bewegen oder aber,<br />

natürlich wieder über das Menü,<br />

vorgefertigte Kameraperspektiven<br />

wählen, die einem die Highlights<br />

der Kabine zeigen. Und weil nur<br />

gucken ja auch zu langweilig wäre,<br />

kann man auch hier wieder einiges<br />

anstellen: Türen öffnen, Gepäckfächer<br />

öffnen und schließen oder<br />

auch die Rollos an den Fenstern<br />

herunterlassen. Selbst ein Blick in<br />

die Toilette wird dem Neugierigen<br />

gewährt.<br />

Bei all den Spielereien, die man bereits<br />

auf dem Boden genießen kann,<br />

darf man natürlich nicht vergessen,<br />

dass man das Ganze auch noch in<br />

die virtuelle Luft erheben kann.<br />

<strong>Die</strong> Maschine fliegt sich manuell<br />

sehr direkt. Auffällig sind hierbei<br />

allerdings teilweise sehr starke<br />

Nickbewegungen, die auch auftauchen,<br />

wenn der Autopilot die<br />

Maschine fliegt. Inwieweit dies der<br />

Realität entspricht, kann ich nicht<br />

beurteilen.<br />

Auf jeden Fall bietet die Bombardier<br />

Challenger 300 einiges an Innovationen<br />

im Feld der Business-Jets, die<br />

für mich persönlich me<strong>ist</strong> weniger<br />

ansprechend waren. Hier wird gezeigt,<br />

dass die Simulation nicht im<br />

Cockpit aufhören muss, sondern<br />

sich auf das gesamte Flugzeug erstrecken<br />

darf und auch sollte. Das<br />

praktische Menü, das den Zugriff<br />

auf all diese Spielereien so bequem<br />

und komfortabel ermöglicht, sollte<br />

dabei für viele andere Entwickler<br />

als Referenz dienen.<br />

Stefan Hänschen<br />

Bombardier Challenger 300 Captain Edition<br />

Entwickler: Ddenn Design<br />

Kompatibilität: X-Plane 9 und 10<br />

Web: www.x-plane.org<br />

Vertrieb: www.x-plane.org<br />

Preis: 29.95 USD<br />

Pro & Contra:<br />

Außencheck und andere „Spielereien“<br />

Grafisch gut umgesetzt<br />

Kompaktes Handbuch<br />

„Nickbewegungen“ im Flug<br />

Unübersichtliche Benennung für Bemalungen<br />

Bewertung:<br />

7,1<br />

Installation<br />

Flugdynamik<br />

Avionik<br />

Systemtiefe<br />

Außenmodell<br />

Steuercharakter<strong>ist</strong>ik<br />

Visuelles VC<br />

Handbuch<br />

Sound<br />

8/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

sehr gut<br />

28 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 29


QualityWings – The Ultimate 146 Collection<br />

Der Kleine ganz groß?<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Bereits zwei Mal durften wir Ihnen einen exklusiven Einblick in eine<br />

Beta- (Dezember 2011) und eine vorläufige Releaseversion (Mai 2012)<br />

der <strong>Avro</strong>-Umsetzung aus dem Hause QualityWings geben. Kurz vor<br />

Redaktionsschluss der Ausgabe, die Sie gerade in Ihren Händen halten,<br />

veröffentlichte die Truppe um Lars Rönnig die Versionen RJ70, RJ85 und<br />

RJ100 für den FS2004 – die älteren Modelle BAe 146-100/200/300 sollen<br />

in naher Zukunft ebenso folgen wie die FSX-Variante aller Modelle.<br />

Während die Flugsimulatorgemeinschaft<br />

seit der<br />

Aerosoft-Umsetzung aus dem<br />

Eurowings-2004-Paket auf eine<br />

neue Payware-Umsetzung<br />

des „Flüsterjets“ wartete,<br />

fliegt die reale <strong>Avro</strong><br />

– beziehungsweise<br />

ihr Vorgängermodell<br />

BAe 146 – bereits seit<br />

den frühen 80er Jahren des letzten<br />

Jahrhunderts. Bis zum Produktionsstopp<br />

im Jahre 2003 wurden<br />

387 Exemplare gebaut, von<br />

denen heute noch<br />

204 im Einsatz<br />

bei verschiedenen Passagier- und<br />

Frachtlinien sind. Ihren Spitznamen<br />

„Airwayblocker“ bekam der<br />

bei Passagieren wegen der für Regionalflugzeuge<br />

durchaus großzügigen<br />

Kabinengröße dank<br />

ihrer vergleichsweise geringen<br />

Reisegeschwindigkeit, die –<br />

ebenso wie die Reichweite – eher<br />

im Bereich der Turboprops angesiedelt<br />

<strong>ist</strong>. Trotz der fehlenden Schubumkehr<br />

sind die vier Triebwerke<br />

enorm wartungsaufwändig, was<br />

dementsprechend auch höhere Ko-<br />

HERVORRAGEND<br />

Im Test: QualityWings – The Ultimate 146 Collection<br />

Ausgabe: Juni 2012<br />

www.flightm.com<br />

30 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 31


FLIGHT!<br />

Review<br />

sten nach sich zieht. Nicht wenige<br />

Airlines ersetzen die <strong>Avro</strong> deshalb<br />

längerfr<strong>ist</strong>ig mit neueren Typen aus<br />

dem Hause Bombardier und/oder<br />

Embraer, so auch Swiss, die im Moment<br />

noch eine Flotte von 20 <strong>Avro</strong><br />

RJ100 betreibt.<br />

An Ausmusterung <strong>ist</strong> im Flugsimulator<br />

jedoch noch lange nicht zu<br />

denken, widmen wir uns deshalb<br />

nun der virtuellen Umsetzung.<br />

Kauf, Installation<br />

und Handbuch<br />

Für knapp 36 Euro <strong>ist</strong> der Flüsterjet<br />

beispielsweise auf <strong>Flight</strong>1.com<br />

zu erwerben. Preislich eine absolut<br />

faire Sache, verspricht Quality-<br />

Wings doch die bereits veröffentlichten<br />

Versionen als kostenloses<br />

Upgrade für den FSX zur Verfügung<br />

zu stellen, ebenso werden<br />

noch die älteren BAe-146-Varianten<br />

für beide Sims entwickelt. <strong>Die</strong> Installation<br />

erfolgt problemlos über<br />

den <strong>Flight</strong>1-Wrapper.<br />

<strong>Die</strong> Dokumentation fällt keineswegs<br />

spärlich aus und überzeugt<br />

bereits auf den ersten Blick. Für den<br />

schnellen Einstieg liegt ein Quick<br />

Start Manual bereit, das auf 39 Seiten<br />

die wichtigsten Funktionen und<br />

Möglichkeiten der <strong>Avro</strong> beschreibt.<br />

Wer tiefer in die Simulation einsteigen<br />

möchte, findet im Users Manual<br />

auf 281 Seiten viele Details zu allen<br />

möglichen simulierten Systemen.<br />

Außenmodell und<br />

Animationen<br />

Bereits beim ersten Laden im Flugsimulator<br />

sieht man die enorme<br />

Liebe, die in die Modellierung der<br />

<strong>Avro</strong>-Modelle gesteckt wurde.<br />

Quer über den Rumpf lassen sich<br />

kleine Details und Gimmicks wie<br />

zum Beispiel die 3D-modellierten<br />

Pitotrohre entdecken. Besonders<br />

real<strong>ist</strong>isch kommt dies auch beim<br />

Fahrwerk und bei der Klappe des<br />

Heckspoilers zur Geltung, die verschiedenen<br />

Kabel und Stangen lassen<br />

ein durchaus real<strong>ist</strong>isches Gesamtbild<br />

entstehen, das durch die<br />

gute Texturierung nochmals verfeinert<br />

wird. Weiterhin harmonieren<br />

Paint und Modell an allen Stellen<br />

mehr als zufriedenstellend; wer<br />

genauer hinsieht, erkennt sogar die<br />

einzelnen Nietenreihen – und das<br />

ohne übermäßig störenden Verwischungseffekt<br />

der Texturen. So gefällt<br />

mir das!<br />

Selbstverständlich hat sich QualityWings<br />

natürlich auch um ausreichend<br />

Animationen gekümmert.<br />

<strong>Die</strong>se verlaufen alle flüssig und<br />

detailliert, so öffnen sich beispielsweise<br />

an den Flap Motor Covers<br />

nochmals eigene Öffnungen, die<br />

Einblick in das Hydrauliksystem<br />

gewähren. Weitere Animationen<br />

wie das Öffnen der Türen, Wheel<br />

Chocks oder Engine Covers lassen<br />

sich über ein eigens mitgeliefertes<br />

Control Panel steuern, das sich über<br />

einen Clickspot im 2D-Panel öffnen<br />

lässt. Hier kann auch das Panel zwischen<br />

Lite und Standard gewechselt<br />

werden.<br />

Hier hat QualityWings wirklich<br />

erstklassige Arbeit gele<strong>ist</strong>et, optisch<br />

muss sich die <strong>Avro</strong> jedenfalls nicht<br />

verstecken.<br />

2D-Panel, virtuelles Cockpit<br />

und Flugeigenschaften<br />

Kommen wir nun zum Herzstück<br />

eines jeden Flugzeugs, dem Cockpit.<br />

Schließlich lässt sich auch das<br />

schönste Modell nicht vernünftig<br />

ohne anständiges Panel fliegen.<br />

Der erste Blick mag für den Airbusoder<br />

Boeing-geneigten Flieger der<br />

jüngeren Generationen zunächst<br />

befremdlich wirken, zumindest<br />

<strong>ist</strong> die <strong>Avro</strong> mehr als Uhrenladen<br />

zu beschreiben. <strong>Die</strong>ses Flair wird<br />

gut herübergebracht, lediglich die<br />

Ablesbarkeit der kleinen Displays<br />

<strong>ist</strong> hin und wieder etwas schwierig<br />

– mittels Pop-up-Fenstern lassen<br />

sich jedoch das PFD, ND sowie die<br />

Triebwerksanzeigen und Warnleuchten<br />

vergrößern. Wie bereits<br />

weit vor dem Release angekündigt,<br />

gesellt sich die Systemtiefe des<br />

Jumbolinos nicht auf eine Stufe mit<br />

den Produkten von PMDG oder<br />

Level-D, so sind Abnormal Procedures<br />

beispielsweise nicht simuliert,<br />

ebenso haben einige wenige<br />

Knöpfe im Overhead und Main Panel<br />

keine Funktion. <strong>Die</strong>s sollte aber<br />

32 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 33


FLIGHT!<br />

Review<br />

keine Probleme im Alltagsbetrieb<br />

darstellen. Für den geneigten Feierabendflieger<br />

steht ein Lite Panel<br />

Mode zur Verfügung, der einige<br />

Prozeduren vereinfacht. Einzig bei<br />

der Nachtbeleuchtung <strong>ist</strong> leise Kritik<br />

angebracht, hier hat beispielsweise<br />

PMDG bereits gezeigt, dass<br />

auch im „Alten“ eine dimmbare<br />

Beleuchtung möglich <strong>ist</strong> – dies <strong>ist</strong><br />

jedoch in der <strong>Avro</strong> nicht möglich.<br />

<strong>Die</strong> optische Spitzenklasse aus dem<br />

Außenmodell zeigt sich auch im<br />

virtuellen Cockpit, das Auge des<br />

Betrachters wird hier mit scharfen<br />

Texturen und etlichen modellierten<br />

Schaltern und Knöpfen verwöhnt.<br />

Lediglich das Circuitbreaker Panel<br />

<strong>ist</strong> nur eine Fototapete, da dies aber<br />

sowieso weit außerhalb des normalen<br />

Blickwinkels liegt und keinerlei<br />

virtuelle Funktion hat, <strong>ist</strong> das auch<br />

nicht weiter störend. <strong>Die</strong> Ablesbarkeit<br />

der Instrumente gestaltet sich<br />

im VC noch etwas schwieriger als<br />

im 2D-Panel, auch hier kann man<br />

sich jedoch entweder per Pop-up-<br />

Panel oder mit höherem Zoom Abhilfe<br />

verschaffen. Selbstverständlich<br />

<strong>ist</strong> das 3D-Panel auch interaktiv<br />

gestaltet, sodass der komplette Flug<br />

aus der Pilotenperspektive geflogen<br />

werden kann.<br />

<strong>Die</strong> Flugeigenschaften der <strong>Avro</strong> bege<strong>ist</strong>ern<br />

mich bereits seit der ersten<br />

Beta, die wir Ihnen schon im Dezember<br />

2011 vorstellten. Besonders<br />

viel Spaß macht das Fliegen von<br />

Hand, egal ob auf dem ILS, beim<br />

Abfliegen der SID oder in einer manuellen<br />

Platzrunde. Ausgetrimmt<br />

liegt sie dem Piloten wunderbar<br />

in der Hand und fliegt sich äußerst<br />

komfortabel und angenehm. Der<br />

Autopilot verrichtet seine Arbeit<br />

zuverlässig und seinen Aufgaben<br />

entsprechend, das FMC beherrscht<br />

ebenso alle Fähigkeiten, die man<br />

für einen (Online-)Flug benötigt.<br />

Lediglich bei einem meiner Tests<br />

traten einige Probleme mit den<br />

Waypoints innerhalb einer Transition<br />

auf, die ich plötzlich nicht mehr<br />

direkt anfliegen konnte. <strong>Die</strong>se<br />

konnten jedoch bei weiteren Testflügen<br />

nicht mehr nachvollzogen<br />

werden.<br />

Sound<br />

<strong>Die</strong> letzten Worte des Lobes gehen<br />

schließlich noch an den Sound.<br />

<strong>Die</strong>ser kommt ebenso stimmig rüber<br />

wie der Rest des Flugzeugs und<br />

überzeugt sowohl innen als auch<br />

außen. Ein weiterer Realismusfaktor<br />

sind die Soundeffekte beim<br />

Drücken der verschiedenen Knöpfe<br />

und Hebel, die jeweils ein eigenes<br />

Geräusch zugewiesen bekommen<br />

haben.<br />

Fazit<br />

The Ultimate 146 Collection <strong>ist</strong> ein<br />

solider Allrounder, der gleichermaßen<br />

von Einsteigern wie Fortgeschrittenen<br />

geflogen werden kann.<br />

QualityWings – The Ultimate 146 Collection<br />

Entwickler: Qualitywings<br />

Kompatibilität: FS9/FSX<br />

Web: www.qwsim.com<br />

Vertrieb: <strong>Flight</strong>1<br />

Download: 154MB<br />

Preis: 35,55 Euro<br />

Pro & Contra:<br />

Optisch ein absoluter Hingucker<br />

Nahezu perfekte Flugeigenschaften<br />

Fairer Preis für alle Versionen<br />

Tolle Effekte bei der Außenbeleuchtung<br />

Nachtbeleuchtung der Panels verbesserungswürdig<br />

Wer keine<br />

Systemtiefe à la<br />

PMDG erwartet,<br />

wird mit der <strong>Avro</strong><br />

sicherlich ein neues<br />

Arbeitstier auf der Kurzstrecke<br />

finden, das auch für<br />

einen kurzen Feierabendflug<br />

ohne stundenlange Flugvorbereitung<br />

benutzt werden<br />

kann. Optisch kann der Jumbolino<br />

ebenfalls voll überzeugen<br />

und erhält deshalb meine absolute<br />

Kaufempfehlung.<br />

Florian Venus<br />

Installation<br />

Flugdynamik<br />

Avionik<br />

Systemtiefe<br />

Außenmodell<br />

Steuercharakter<strong>ist</strong>ik<br />

Visuelles VC<br />

Handbuch<br />

Sound<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

Bewertung:<br />

8,8<br />

hervorragend<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

10/10<br />

34 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 35


Bronco X<br />

Am 16. Juli 1965 startete die North American Rockwell OV-10A Bronco<br />

zu ihrem Erstflug. Danach wurden zwar noch mehrere Verbesserungen<br />

angebracht, trotzdem wurden ab 1967 114 Exemplare an die<br />

US Marine Corps ausgeliefert. Dort erfüllte die Bronco immer wieder<br />

ihren Zweck als Angriffs-, Beobachtungs- und Transportflugzeug.<br />

Was dieses Flugzeug besonders auszeichnet, sind seine Kurzstartund<br />

Landeeigenschaften.<br />

Das Add-on <strong>ist</strong> ganz bequem per<br />

Download oder als Box erhältlich.<br />

Nach der raschen Installation<br />

durchsuche ich noch den Ordner<br />

nach anderen Extras. <strong>Die</strong>smal <strong>ist</strong><br />

nicht besonders viel dabei, zwei<br />

Handbücher (eines auf Deutsch,<br />

das andere auf Englisch), sonst<br />

nichts. Jedoch darf man diese nicht<br />

kritisieren, denn sie erklären die<br />

Systeme perfekt. Außerdem sind<br />

die notwendigen Checkl<strong>ist</strong>en inbegriffen.<br />

Nach dem Durchlesen des<br />

Handbuchs starte ich meinen FSX<br />

und beginne mit meiner Arbeit.<br />

Insgesamt sind zwölf verschiedene<br />

Lackierungen enthalten. <strong>Die</strong> me<strong>ist</strong>en<br />

sind welche aus Amerika, aber<br />

auch eine der Deutschen Bundeswehr.<br />

Außerdem gibt es noch die<br />

Long-Range-Version, sprich sämtliche,<br />

welche einen Zusatztank auf<br />

dem Bauch montiert haben.<br />

Innenansicht<br />

Kaum habe ich meine bevorzugte<br />

Version ausgesucht, starte ich meinen<br />

ersten Flug zum Inspizieren<br />

des Flugzeugs. Der erste Blick ins<br />

Cockpit <strong>ist</strong> faszinierend. <strong>Die</strong> gesamte<br />

Struktur stimmt mit der Realität<br />

überein. Sämtliche Schalter<br />

und Anzeigen sind vorhanden und<br />

wurden auf den richtigen Platz positioniert.<br />

<strong>Die</strong> Texturen sind wunderschön<br />

und scharf, selbst bei genauerem<br />

Hinsehen. Was besonders<br />

schön rüberkommt, sind die abgenutzten<br />

Schalter und Armaturen.<br />

<strong>Die</strong>s gibt das gewisse Gefühl, in<br />

einer älteren Maschine zu sitzen.<br />

Zwar sind nicht alle Knöpfe und<br />

Schalter bedienbar, trotzdem gibt<br />

es immer genug zu tun, sei es am<br />

Boden oder in der Luft. Das Schönste<br />

an der gesamten Innenansicht <strong>ist</strong><br />

das Glascockpit. Damit <strong>ist</strong> es immer<br />

möglich sich in jede Richtung umzusehen,<br />

was besonders hilfreich<br />

im Reiseflug <strong>ist</strong> oder wenn man<br />

sich einen Flughafen beim Rollen<br />

genauer ansehen will.<br />

Außenansicht<br />

Von außen kann man auch kaum<br />

nörgeln, was die Bronco angeht.<br />

Auch wenn die Form und das Design<br />

etwas gewöhnungsbedürftig<br />

sind, sind sie doch besonders detailreich<br />

gestaltet worden. Viele verschiedene<br />

Beschriftungen sind angebracht<br />

worden, seien es Hinweise<br />

auf den Propeller oder Pfeile, die<br />

auf den Auspuff zeigen. Ebenfalls<br />

vorhanden sind Kabel und Antennen<br />

sowie Halterungen für zusätzliche<br />

Raketen oder Stufen, die sich<br />

nur beim Eingang ausfahren, wenn<br />

man die Fensterklappe öffnet. Auch<br />

lässt sich die Heckklappe für die<br />

Fracht öffnen, wodurch man einen<br />

kleinen Einblick in das Innere des<br />

Flugzeugs bekommt. Das Ausfahren<br />

des Fahrwerks und der Klappen<br />

funktioniert reibungslos ohne jegliche<br />

Verzögerungen. Hier wurde<br />

aufs kleinste Detail geachtet. Ebenso<br />

sind die Texturen wunderbar gestaltet<br />

und sehr scharf aufgetragen.<br />

Es gibt kaum verwaschene oder<br />

verpixelte Stellen. Der Sound der<br />

Maschine gefällt mir sehr gut. Er <strong>ist</strong><br />

zwar im Leerlauf ein bisschen eintönig,<br />

beim Start hört er sich jedoch<br />

wunderbar an und passt hervorragend<br />

zu dem Flugzeugmodell.<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

36 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 37


der Anfänger könnte mit dieser Maschine<br />

seine ersten Flüge me<strong>ist</strong>ern.<br />

Für die Systemtiefe <strong>ist</strong> eine Checkl<strong>ist</strong>e<br />

enthalten, die man als separates<br />

Fenster aufrufen kann. <strong>Die</strong>se <strong>ist</strong><br />

sehr hilfreich für jegliche Flüge, besonders<br />

bequem <strong>ist</strong>, dass sich diese<br />

Checkl<strong>ist</strong>e direkt im FSX befindet.<br />

So muss man nicht ständig zwischen<br />

PDF-Datei und FSX wechseln.<br />

Außerdem gibt es ein Elektrik-Panel.<br />

Damit kann man die<br />

Systeme überwachen und beeinflussen,<br />

ohne sie im Cockpit mühselig<br />

suchen zu müssen. Auch wenn<br />

dies ein bisschen den Spaß nimmt,<br />

<strong>ist</strong> es immer noch ein gutes Tool.<br />

Fazit<br />

Systemtiefe und<br />

Flugverhalten<br />

Dadurch dass ich kaum andere Erfahrungen<br />

mit der Bronco bekommen<br />

habe als durch den FSX, kann<br />

ich nicht sagen, ob die Systemtiefe<br />

der Realität entspricht. Doch die<br />

gesamten Abläufe kommen glaubwürdig<br />

rüber. Das Hochfahren<br />

der Bronco kann durchaus der Realität<br />

entsprechen, zumindest solange<br />

man sich mit den Systemen<br />

auskennt. Hierfür empfehle ich<br />

die Checkl<strong>ist</strong>en durchzuarbeiten.<br />

Auch beim Navigieren gibt es keinerlei<br />

Probleme. <strong>Die</strong> einfachste Methode<br />

dafür <strong>ist</strong> das zur Verfügung<br />

gestellte GPS. Damit kommt man<br />

immer zuverlässig an sein Ziel, besonders<br />

weil es einfach zu verstehen<br />

<strong>ist</strong> und effizient funktioniert.<br />

Sehr erstaunlich <strong>ist</strong> das Flugverhalten<br />

der Bronco. Bekannt <strong>ist</strong> sie<br />

für ihre STOL-Eigenschaft, die<br />

sie auch verlässlich bewe<strong>ist</strong>. Keine<br />

Landebahn <strong>ist</strong> zu kurz, weder zum<br />

Starten noch zum Landen. Abgesehen<br />

davon bewe<strong>ist</strong> sie auch eine<br />

erstaunliche Reisefluggeschwindigkeit.<br />

Mit ungefähr 230 Knoten<br />

bringt die Bronco einen immer<br />

pünktlich an sein Ziel. Das Verhalten<br />

der Bronco während des Flugs<br />

<strong>ist</strong> ebenso erstaunlich. Sie lässt sich<br />

sehr leicht führen, was bewe<strong>ist</strong>,<br />

dass sie ein sagenhaftes Handling<br />

hat. Mit der Bronco sind ebenfalls<br />

Kunststücke wie Rollen möglich. Je-<br />

Bronco X<br />

Entwickler: Aerosoft<br />

Kompatibilität: FS X und PREPAR3D<br />

Web: www.aerosoft.com<br />

Vertrieb: Box und Download www.aerosoft.com<br />

Preis: 29,95 Euro<br />

Pro & Contra:<br />

Außencheck und andere „Spielereien“<br />

Grafisch gut umgesetzt<br />

Kompaktes Handbuch<br />

„Nickbewegungen“ im Flug<br />

Unübersichtliche Benennung für Bemalungen<br />

Installation<br />

Flugdynamik<br />

Avionik<br />

Systemtiefe<br />

Außenmodell<br />

Steuercharakter<strong>ist</strong>ik<br />

Visuelles VC<br />

Handbuch<br />

Sound<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

Aerosoft beeindruckte mich massiv<br />

mit der OV-10A Bronco. Das Modell<br />

wurde perfekt gewählt, denn<br />

so eine Maschine war für den FSX<br />

bereits länger nötig. Das gesamte<br />

Flugzeug wurde wunderbar gestaltet,<br />

besonders erwähnenswert sind<br />

die wunderbaren Texturen und<br />

Details, die angebracht wurden.<br />

Etwas enttäuschend <strong>ist</strong>, dass es nur<br />

ein einziges Manual gibt, jedoch <strong>ist</strong><br />

dies auf jeden Fall zu verzeihen.<br />

Bewertung:<br />

8,5<br />

sehr gut<br />

Laurenz Patocka<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

38 <strong>Flight</strong>!


Unter der Sonne<br />

Südamerikas<br />

Kauf, Installation und<br />

Handbuch<br />

Review<br />

Latin VFR Latin Hub Caracas<br />

Der Sommer steht vor der Tür und damit auch für viele Menschen der<br />

wohlverdiente Urlaub. Auch virtuell zieht es mich in dieser Jahreszeit<br />

oft zu den schönsten Feriendestinationen. Aber geht es Ihnen nicht<br />

auch so, dass Sie nach dem dritten Flug nach Mallorca binnen zwei<br />

Wochen etwas gelangweilt sind und sich nach Abwechslung sehnen?<br />

Warum also nicht mal etwas Exotisches? Ab nach Venezuela.<br />

Der Simón Bolívar International<br />

Airport (spanisch Aeropuerto<br />

Internacional de Maiquetía Simón<br />

Bolívar) <strong>ist</strong> der verkehrsreichste der<br />

zwölf internationalen Flughäfen<br />

des südamerikanischen Landes Venezuela<br />

und befindet sich circa 25<br />

Kilometer nördlich der Hauptstadt<br />

Caracas. Mit seinen zwei P<strong>ist</strong>en von<br />

jeweils mehr als 3000 Metern Länge<br />

dient er der Linea Aeropostal Venezolana<br />

als Drehkreuz, von Deutschland<br />

aus <strong>ist</strong> er mit Lufthansa ab<br />

Frankfurt zu erreichen, zeitweise<br />

bot auch Condor Verbindungen mit<br />

Zwischenstopps in Santo Domingo<br />

und Panama an. Der Abfertigung<br />

dienen zwei Abfertigungshallen,<br />

beachtlich <strong>ist</strong>, dass der Flughafen<br />

trotz seiner Meerlage auf 72 Metern<br />

über dem Meeresspiegel liegt.<br />

Für knapp 23 Euro erwarten den<br />

Käufer zwei Installer für den FSX<br />

beziehungsweise FS9, die Produktseite<br />

wirbt unter anderem mit Detailtreue<br />

sowohl auf dem Flughafen<br />

als auch in der Umgebung, mit exzellenten<br />

Nachteffekten und einer<br />

passablen Ablaufrate. Das alles hört<br />

sich doch schon mal nicht schlecht<br />

an, also schnell weiter im Text. <strong>Die</strong><br />

Installation läuft problemlos und<br />

einfach, lediglich die Eingabe der E-<br />

Mail-Adresse und des Seriencodes<br />

<strong>ist</strong> erforderlich. Das Handbuch hält<br />

auf zwölf Seiten einige Fakten und<br />

Daten zum realen Airport bereit<br />

und beschreibt Tipps und Tricks im<br />

Umgang mit der virtuellen Variante.<br />

So sollten beispielsweise Nutzer<br />

der FS2004-Version sicherstellen,<br />

dass das Terrain Vertex Level in der<br />

fs9.cfg auf 21 eingestellt <strong>ist</strong>, da sich<br />

ansonsten einige Probleme bei der<br />

Darstellung insbesondere mit der<br />

gekrümmten P<strong>ist</strong>e 09/27 ergeben.<br />

Das virtuelle Caracas<br />

Der Anflug auf die 10 führt uns vorbei<br />

an Bergen, die rechts von uns<br />

liegen, und dem Meer, das links<br />

von uns liegt. <strong>Die</strong> Umgebung allein<br />

macht den Anflug auf jeden Fall sehenswert<br />

und grenzt ihn – besonders<br />

wenn er visuell geflogen wird –<br />

vom handelsüblichen, langweiligen<br />

Instrumentenanflug auf den Großflughäfen<br />

Mitteleuropas ab. Bevor<br />

wir die Schwelle passieren, fliegen<br />

wir ein Stück über eine kleine Stadt,<br />

die mit üppigem Autogen ausgestattet<br />

<strong>ist</strong> und über ein gut sichtbares<br />

Baseballstadion. Dennoch enttäuscht<br />

mich das Luftbild ziemlich,<br />

der Pixelbrei hätte nicht sein müssen<br />

und trübt die Umgebung etwas.<br />

Hier zeigen andere Hersteller ganz<br />

klar, was möglich <strong>ist</strong>. <strong>Die</strong> Texturen<br />

der P<strong>ist</strong>en und Taxiways hingegen<br />

überzeugen mich, weder an der<br />

Qualität noch am sehr real<strong>ist</strong>ischen<br />

Aussehen gibt es hier etwas zu bemängeln.<br />

Kleine Details am Rande<br />

wie die 3D-modellierte Randbeleuchtung<br />

der Rollwege und das<br />

an manchen Stellen sichtbare 3D-<br />

Gras tragen zum echt wirkenden<br />

Gesamteindruck bei, der den virtuellen<br />

Piloten beim Weg vom oder<br />

zum Gate auf jeden Fall freut.<br />

FLIGHT!<br />

40 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 41


<strong>Die</strong> Terminals selbst sind zwar<br />

schön modelliert, hier <strong>ist</strong> aber eindeutig<br />

noch Luft nach oben. Besonders<br />

die Texturierung der Gebäude<br />

<strong>ist</strong> eher auf Mittelklasseniveau, es<br />

wirkt alles etwas gekünstelt und<br />

weniger real<strong>ist</strong>isch als der restliche<br />

Teil des Flughafens. An den Parkpositionen<br />

finden sich deutliche<br />

Abnutzungseffekte, die auch schön<br />

anzusehen sind, leider wiederholen<br />

sich diese aber an jedem Gate und<br />

sind deshalb wenig abwechslungsreich.<br />

Nach einiger Zeit finde ich<br />

den Flughafen sogar etwas fad, es<br />

gibt keinerlei Dynamik auf dem<br />

Flugfeld und die statischen Objekte<br />

sind teilweise zu kantig modelliert,<br />

um einen real<strong>ist</strong>ischen Eindruck<br />

herüberzubringen. Auch landseitig<br />

bin ich nicht sehr überzeugt, es fahren<br />

zwar hier und da ein paar Autos<br />

herum, die schlechte Fototapete<br />

trübt jedoch den Blick ziemlich,<br />

was auch durch die kleinen Details<br />

wie Straßenlampen, Schilder oder<br />

Palmen nicht wirklich neutralisiert<br />

werden kann. Schade, hier wäre<br />

mehr möglich gewesen.<br />

Zu guter Letzt wollen wir uns noch<br />

die Nachttexturen anschauen. Hier<br />

bekommt der Anflug noch einen<br />

zusätzlichen Spaßfaktor, die Runways<br />

verfügen jeweils nur über eine<br />

Randbeleuchtung und sind deshalb<br />

nicht einfach zu sehen. Ebenso<br />

nicht beleuchtet <strong>ist</strong> die Centerline<br />

der Taxiways, weshalb auch beim<br />

Rollen Konzentration erforderlich<br />

<strong>ist</strong>. <strong>Die</strong> Beleuchtung des Aprons <strong>ist</strong><br />

überzeugend und wirkt real<strong>ist</strong>isch,<br />

die Parkpositionen liegen im spärlichen<br />

Licht der großen Lampen,<br />

deren Lichtkegel ebenfalls modelliert<br />

wurden.<br />

Fazit<br />

Festhalten lässt sich auf jeden Fall,<br />

dass es wahnsinnig Spaß macht Caracas<br />

anzufliegen. <strong>Die</strong> Umgebung<br />

und der größtenteils real<strong>ist</strong>isch aussehende<br />

Flughafen laden besonders<br />

zum visuellen Flug ein. Schwächen<br />

zeigt die Szenerie deutlich im Bereich<br />

Luftbild und Terminalmodellierung.<br />

Wer darüber hinwegsehen<br />

kann, bekommt zu einem doch etwas<br />

üppigen Preis eine solide Szenerie,<br />

die auch beim zehnten Mal<br />

anfliegen nicht zu schnell langweilig<br />

wird.<br />

Florian Venus<br />

LATINVFR - LATIN HUB CARACAS SVMI<br />

Entwickler: LatinVFR<br />

Kompatibilität: FS9 und FSX, Service Pack 2<br />

Web: www.latinvfr.com<br />

Vertrieb: www.simmarket.com<br />

Download: FSX: 198MB FS2004: 81MB<br />

Preis: 22,61 Euro<br />

Pro & Contra:<br />

real<strong>ist</strong>ische Taxiway- und Runwaytexturen<br />

Fun-Faktor im Anflug<br />

Im Großen und Ganzen stimmiges Gesamtbild<br />

Gebäudemodellierung könnte besser sein<br />

Luftbild unter Standardniveau<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

Bewertung:<br />

7,1<br />

7/10<br />

8/10<br />

5/10<br />

8/10<br />

6/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

6/10<br />

8/10<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Reale Daten:<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

gut<br />

Name:<br />

IATA Code:<br />

ICAO Code:<br />

Höhe:<br />

Betreiber:<br />

Aeropuerto Internacional de Maiquetía<br />

Simón Bolívar<br />

CCS<br />

SVMI<br />

72 m ASL<br />

QuiportInstituto Nacional de Aeronáutica<br />

Civil (INAC)<br />

Passagiere: 6.772.583 (2006)<br />

Flugbewegungen: 130.212 (2006)<br />

Start- und Landebahn: 09/27 3027 m × 44 m<br />

10/28 3500 m × 45 m<br />

42 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 43


Neues für die Langstrecke:<br />

Imagine Sim<br />

New Delhi VIDP<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Jedem Langstreckensimmer sind wohl die bekannten „weißen Flecke“<br />

auf der Weltkarte des Flugsimulators bekannt. Nach New York oder<br />

Dubai <strong>ist</strong> man schon unzählige Male geflogen, aber wer nach Peking,<br />

Schanghai oder Lagos will, findet nur schwer Szenerien auf dem Stand<br />

der Zeit. Imagine Sim schloss bereits Mitte 2010 mit Singapur eine dieser<br />

Lücken; sein neues Werk im Südwesten der indischen Hauptstadt<br />

Neu-Delhi werden wir uns in diesem Review einmal genauer ansehen.<br />

Indira Gandhi<br />

International Airport<br />

in der Realität<br />

Der Flughafen der nordindischen<br />

Stadt Neu-Delhi liegt etwa 16 Kilometer<br />

außerhalb des Stadtzentrums<br />

und gehört mit seinen jährlich 28<br />

Millionen Passagieren zusammen<br />

mit dem Flughafen von Mumbai<br />

zu den zwei größten in Indien. Mit<br />

seinen drei Terminals und ebenso<br />

vielen Runways dient er den nationalen<br />

Fluggesellschaften JetLice,<br />

SpiceJet, Alliance Air, IndiGo<br />

Airlines, Air India, Indian Airlines<br />

und Jet Airways als Drehkreuz für<br />

Flüge in die ganze Welt. Terminal<br />

1 (das früher den Flughafen Palam<br />

International bildete) dient hauptsächlich<br />

dem nationalen Verkehr,<br />

während Terminal 2 und besonders<br />

das neue Terminal 3, das 2010 nach<br />

37 Monaten Bauzeit in Betrieb genommen<br />

wurde, den internationalen<br />

Linienverkehr abwickeln.<br />

Seit ebenfalls 2010 <strong>ist</strong> der Airport<br />

auch mit der Metro Delhi zu erreichen,<br />

deren Netz zu den Commonwealth<br />

Games 2010 erweitert<br />

wurde.<br />

Kauf, Installation<br />

und Handbuch<br />

Für fast 25 Euro <strong>ist</strong> der Indira<br />

Gandhi International Airport auf<br />

simMarket zu erwerben. Bei Redaktionsschluss<br />

war lediglich die<br />

FS2004-Version released, beide Versionen<br />

werden aber wieder separat<br />

verkauft – Simultannutzer der beiden<br />

Flugsimulatorversionen müssen<br />

also horrende 50 Euro für beide<br />

Versionen auf den Tisch legen.<br />

<strong>Die</strong> Installation klappt gewohnt<br />

problemlos und bequem, die Eingabe<br />

eines Serials und der eigenen E-<br />

Mail-Adresse <strong>ist</strong> ebenso erforderlich<br />

wie eine anschließende händische<br />

Aktivierung in der Szenerienbibliothek<br />

– <strong>ist</strong> zwar keine große Sache,<br />

geht aber trotzdem besser.<br />

Das Handbuch fällt eher unauffällig<br />

aus, auf 14 Seiten werden in<br />

englischer Sprache einige Fragen<br />

beantwortet, Tipps zum Einparken<br />

gegeben und einige oberflächliche<br />

Sachen zum Flughafen erklärt.<br />

Weiterhin <strong>ist</strong> noch ein Airport-Diagramm<br />

enthalten, nach weiteren<br />

Charts sucht man jedoch vergeblich.<br />

Das virtuelle Delhi<br />

Drei verschiedene P<strong>ist</strong>en stehen<br />

uns in VIDP zur Verfügung, von<br />

ATC bekommen wir heute die 28.<br />

Umgesetzt wurde von Imagine Sim<br />

nur der Flughafen selbst, eine Fototapete<br />

für das Umland wurde nicht<br />

zur Verfügung gestellt. Schade <strong>ist</strong><br />

auch, dass die Zubringerstraße<br />

zwar noch ein bisschen in die Defaultszenerie<br />

verläuft, plötzlich aber<br />

abrupt mitten in der Landschaft<br />

aufhört.<br />

44 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 45


Review<br />

Imagine Sim New Delhi VIDP<br />

Entwickler: imagineSim<br />

Kompatibilität: FS9 / FSX ausstehend<br />

Web: www.latinvfr.com<br />

Vertrieb: Simmarket<br />

Download: FS9: 75MB<br />

Preis: 24,99 Euro<br />

FLIGHT!<br />

Der Anflug verläuft problemlos,<br />

sanft setzen wir unsere Maschine<br />

auf den Asphalt auf. <strong>Die</strong> erste Ernüchterung<br />

folgt sogleich, das Luftbild<br />

verschwimmt grenzenlos und<br />

sieht einfach nicht mehr schön aus.<br />

Das können auch die beworbenen<br />

„high real<strong>ist</strong>ic concrete textures“<br />

der Taxiways nicht wettmachen,<br />

die zwar zugegebenermaßen nicht<br />

schlecht aussehen, aber trotzdem<br />

auch hinter den technischen Möglichkeiten<br />

der heutigen Zeit bleiben.<br />

Hier besteht enormer Verbesserungsbedarf,<br />

andere Hersteller<br />

zeigen mit deutlich schärferen Luftbildern,<br />

wie es geht.<br />

Auf dem Apron sieht das Ganze<br />

schon etwas besser aus, die Tarmac-<br />

Texturen sind ordentlich und weisen<br />

an den Parkpositionen auch<br />

einige Verschmutzungen auf, die<br />

alles real<strong>ist</strong>ischer wirken lassen.<br />

Gut texturiert und modelliert sind<br />

außerdem auch die Gebäude, hier<br />

gibt es nichts zu meckern. Viele<br />

kleine Eyecatcher rund um das<br />

Vorfeld lassen den Flughafen lebendiger<br />

wirken, jedoch <strong>ist</strong> flughafenseitig<br />

nur wenig dynamischer<br />

Verkehr vorhanden, was einen<br />

Flughafen dieser Größe doch irgendwie<br />

tot wirken lässt. Landseitig<br />

fehlt dieser sogar ganz, es stehen<br />

lediglich geparkte Autos auf<br />

den wiederum grausig texturierten<br />

Parkplätzen herum. Gut dass man<br />

dort als virtueller Pilot nicht viel zu<br />

suchen hat …<br />

Nachts macht der Indira Gandhi<br />

Airport eine deutlich bessere Figur,<br />

das schlechte Luftbild fällt weniger<br />

auf und der gesamte Flughafen versinkt<br />

in einem dämmrigen Licht.<br />

<strong>Die</strong> Vorfelder wirken nicht überlichtet<br />

und vermitteln einen real<strong>ist</strong>ischen<br />

Eindruck eines Flughafens<br />

bei Nacht.<br />

Fazit<br />

Nach Hongkong und Singapur hatte<br />

ich recht hohe Erwartungen an<br />

Imagine Sims neues Produkt. Nach<br />

diesem Review bin ich jedoch eher<br />

enttäuscht als euphorisch, erwartet<br />

hatte ich auf jeden Fall einiges<br />

mehr. Dazu kommt noch der überteuerte<br />

Preis, der für jede FS-Version<br />

einzeln bezahlt werden muss.<br />

Auch die ordentliche Texturierung<br />

und Modellierung der Gebäude<br />

kann den schlechten Gesamteindruck<br />

nicht retten – wer hier nicht<br />

zugreift, wird mit Sicherheit auch<br />

nichts verpassen.<br />

Florian Venus<br />

Pro & Contra:<br />

real<strong>ist</strong>ischer Nachteindruck<br />

endlich eine Umsetzung in Indien<br />

solide Modellierung und Texturierung der Gebäude<br />

Luftbild grauenhaft<br />

wenig dynamischer Verkehr<br />

zu hoher Preis<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

Reale Daten:<br />

Bewertung:<br />

6,5<br />

mangelhaft<br />

8/10<br />

8/10<br />

2/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

5/10<br />

6/10<br />

6/10<br />

Name:<br />

IATA Code:<br />

ICAO Code:<br />

Höhe:<br />

Betreiber:<br />

Indira Gandhi International Airport<br />

DEL<br />

VIDP<br />

236 m ASL<br />

Delhi International Airport Private Limited<br />

(DIAL)<br />

Passagiere: 28.531.607 (2010)<br />

Luftfracht: 398.437 t (2006)<br />

Flugbewegungen: 192.491 (2006)<br />

Start- und Landebahn: 09/27 2813 m × 46 m<br />

10/28 3810 m × 46 m<br />

11/29 4430 m × 46 m<br />

46 <strong>Flight</strong>! www.flightm.com 47


Flyveplads Sæby<br />

von Vidan Design<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Nun liegt Ostern schon eine Weile hinter uns und in der Redaktion<br />

kommen erste Gespräche über den bevorstehenden Sommer beziehungsweise<br />

Sommerurlaub auf. „Wo geht’s denn dieses Jahr hin?“<br />

„Was machst du im Sommer, fährst du wieder ans Meer?“ „Meer“<br />

klingt gut und was liegt dann näher als an Meeresrauschen, Sonne und<br />

Dünen zu denken. An eine sanfte Brise, die einem über das Gesicht<br />

streicht, an das Zirpen der Grillen und das Zwitschern der Amseln,<br />

wie sie über den Feldern stehen. Man riecht förmlich das Meer und das<br />

frische Gras. Ich fange an zu träumen.<br />

Da holen mich die Kollegen der<br />

Redaktion abrupt zurück in<br />

das kalte, trostlose und feuchte Berlin.<br />

„Was <strong>ist</strong> denn nun mit dem Test<br />

des neuen Vidan-Add-ons?“ Ach ja,<br />

das Review! Und der Sommerurlaub<br />

sind noch so fern. Mich fröstelt<br />

es, aber auf meinem PC <strong>ist</strong> ja jetzt<br />

ein kleiner Trost installiert. Eben<br />

jenes neue Add-on von Vidan. Aber<br />

alles der Reihe nach.<br />

John B. Jensen hat sich mit seiner kleinen<br />

dänischen Softwareschmiede<br />

Vidan Design (ehemals CANOPY)<br />

auf die Fahne geschrieben, Flugplätze<br />

und Flughäfen in Dänemark<br />

für den Flusi umzusetzen. Der<br />

Name Vidan setzt sich daher aus<br />

den Begriffen „Virtual“ und „Danmark“<br />

zusammen, eben „ViDan“.<br />

Dänemark <strong>ist</strong> nun nicht gerade einer<br />

der Landstriche, den viele Designer<br />

bei der Entwicklung neuer<br />

Add-ons berücksichtigen. Zu Unrecht,<br />

da Dänemark, besonders den<br />

VFR-Fliegern, als Schnittstelle zwischen<br />

Skandinavien und dem Rest<br />

Europas, vieles vor allem Landschaftliches,<br />

zu bieten hat. Es gibt<br />

viele kleine Plätze, die landschaftlich<br />

wunderschön eingebettet sind<br />

und auch oftmals ein wenig Fingerspitzengefühl<br />

beim Landen benötigen.<br />

Bekannt geworden <strong>ist</strong> die kleine<br />

Firma durch ihre hervorragende<br />

Umsetzung des Flughafens Bornholm<br />

2011. Nun hat John B. Jensen<br />

kurz vor Ostern ein neues Add-on<br />

aus seiner Vidan-Design-Reihe<br />

„Danish Airfields“ herausgebracht:<br />

„Danish Airfields X – Sæby“.<br />

Das Airfield Sæby (Ottestrup)<br />

EKSA scheint ein verschlafenes<br />

kleines Nest am Ende Dänemarks<br />

zu sein, <strong>ist</strong> jedoch bei GA-Fliegern<br />

sehr beliebt. Es liegt mitten im<br />

landschaftlich schönen Ottestrup,<br />

sechs Kilometer von Sæby entfernt<br />

und südwestlich von Frederikshavn<br />

in Nordjütland. Aufgrund<br />

seiner Lage, nahe der Küste, bietet<br />

es eine kurze Flugzeit nach Norwegen<br />

oder Schweden. Der Platz selber<br />

<strong>ist</strong> eher unauffällig mit seinen<br />

paar kleinen Schuppen und seinen<br />

mit Gras bedeckten Bahnen, einer<br />

650 Meter langen markierten und<br />

beleuchteten Grasp<strong>ist</strong>e und einer<br />

1000 Meter langen Gleiterzone.<br />

Lediglich das Vereinsgebäude, mit<br />

dem integrierten Tower, fällt wegen<br />

seiner Maße etwas auf. Auf<br />

dem Flugfeld selber sind in der Regel<br />

sieben private Kleinmaschinen<br />

sowie einige Segler, Motorsegler<br />

und Ultraleichtflugzeuge dauerhaft<br />

stationiert.<br />

<strong>Die</strong> Previewbilder von Vidan lassen<br />

mich schon einiges erahnen und<br />

in mir entsteht Vorfreude auf eine<br />

stimmungsvolle Tour durch Dänemark.<br />

Natürlich kommen bei diesen<br />

Bildern sofort wieder die alten<br />

Erinnerungen an die Sommertage<br />

in Dänemark in mir hoch. Aber<br />

halt, hier geht es um eine Review<br />

und das neue Add-on von Vidan,<br />

also schnell im Internet auf die<br />

Seite von simMarket geklickt. Sim-<br />

Market, da John B. Jensen seine Produkte<br />

exklusiv nur über simMarket<br />

vertreibt. Nach einer problemlosen<br />

Zahlungsabwicklung der 7,95 Euro<br />

via PayPal sowie der folgenden Freischaltung<br />

des Downloadlinks, lade<br />

ich den 246 MB großen Downloads<br />

direkt über die Server von sim-<br />

Market herunter. Nach Abschluss<br />

des Downloads befindet sich eine<br />

Exe-Datei in meinem Verzeichnisbaum.<br />

Sie enthält neben den reinen<br />

Airfielddaten, ein Manual sowie ein<br />

kleines Programm, mit dessen Hilfe<br />

man zwischen den Jahreszeiten<br />

Sommer, Herbst und Winter wechseln<br />

kann. Ja, meine sehr geehrten<br />

Leser, Sie haben richtig gelesen:<br />

John B. Jensen hat sich auch an eine<br />

Umsetzung der Jahreszeiten gemacht,<br />

sodass der Platz (nicht wie<br />

HERVORRAGEND<br />

Im Test: Flyveplads Sæby<br />

Ausgabe: Juni 2012<br />

www.flightm.com<br />

48 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 49


FLIGHT!<br />

Review<br />

bei France VFR oder den VFR Germany-Reihe<br />

von Aerosoft) in jedem<br />

Abschnitt des Jahres entsprechend<br />

real<strong>ist</strong>isch vom Aussehen her angeflogen<br />

werden kann. Da sich Sommer<br />

und Frühling im FSX indes<br />

nicht wirklich unterscheiden, gibt<br />

es den Frühling jedoch nicht. <strong>Die</strong>s<br />

empfinde ich aber nicht als Nachteil.<br />

<strong>Die</strong> Installation des Add-ons geht<br />

auch auf meinem alten PC recht<br />

zügig vonstatten und <strong>ist</strong> nach drei<br />

Minuten abgeschlossen. Zur Freischaltung<br />

wird lediglich eine Seriennummer<br />

benötigt, die über<br />

das Konto im simMarket bereitgestellt<br />

wird. Erfreulich in einer Zeit<br />

von Launchern, Lauschern und<br />

internetbasierten Installern. Eine<br />

Zwangsinternetverbindung für die<br />

Installation wird also nicht benötigt<br />

und es besteht auch keine Einschränkung<br />

in der Häufigkeit der<br />

Installation.<br />

Nun <strong>ist</strong> dieses kleine Add-on auf<br />

meinem PC und ich starte voller<br />

Erwartung meinen FSX. Als ich die<br />

Einstellungen vornehme, um auf<br />

Sæby starten zu können, frage ich<br />

mich, ob ich nicht zu optim<strong>ist</strong>isch<br />

an das Add-on herangehe beziehungsweise<br />

ob mein alter Core Duo<br />

überhaupt eine brauchbare Grafik<br />

darstellen kann. Als sich jedoch das<br />

Bild aufbaut, sind diese Zweifel verflogen<br />

und ich bin sprachlos ob der<br />

Atmosphäre, die das Airfield auf<br />

den ersten Blick vermittelt. Da sind<br />

sie wieder, meine Bilder vom Sommerurlaub<br />

in Dänemark, mit der<br />

leichten Brise und dem Zwitschern<br />

der Amseln über den Feldern. Nur<br />

diesmal direkt vor meinen Augen,<br />

auf dem Monitor meines PCs.<br />

Obwohl ich keine hohen Grafikeinstellungen<br />

verwende, entsteht<br />

ein Bild, dem man diese fehlenden<br />

Einstellungen auf den ersten Blick<br />

überhaupt nicht ansieht. So stimmungsvoll<br />

wirkt die Landschaft<br />

auch in dieser Einstellung. Nachdem<br />

ich mich von meiner Überraschung<br />

erholt und BOB ein paar<br />

Mal um sich selbst gedreht habe,<br />

lenke ich ihn voller Neugierde<br />

durch die weiteren Teile des Airfields<br />

und seiner Umgebung. <strong>Die</strong><br />

Framerate <strong>ist</strong> dabei erfreulich konstant<br />

und bewegt sich auf meinem<br />

System um die 27 FPS. In jeder Ecke<br />

kann man Kleinigkeiten entdecken,<br />

scheinbar einfach stehengelassene<br />

oder ordentlich abgestellte Objekte<br />

wie Schubkarren oder Spaten, aber<br />

auch Betonplatten, Reifen, Ölfässer<br />

oder Säcke stehen rum. Alle Gebäude<br />

sind sehr gut texturiert und<br />

Verkehrs- sowie Hinweisschilder<br />

sind gut lesbar. Okay, übersetzen<br />

muss man sie sich aber dann doch<br />

selber. Der Designer spielt mit den<br />

Objekten, um eine natürliche Atmosphäre<br />

zu schaffen, die auf den<br />

Betrachter in gewisser Weise fesselnd<br />

wirkt und nach immer neuen<br />

Details schauen lässt. Man vergisst<br />

fast, dass man auf diesem Platz <strong>ist</strong>,<br />

um ihn wieder per Flugzeug zu verlassen.<br />

Man hat förmlich das Gefühl,<br />

man steht selber direkt mitten<br />

in der Szene.<br />

Apropos verlassen, es gibt sogar<br />

Ai-Traffic auf diesem Platz zu bewundern.<br />

Zwei Cessna 172 starten<br />

und landen in unterschiedlichem<br />

Abfolgen auf der Grasp<strong>ist</strong>e. Es wird<br />

einem ein bisschen Verkehr vorgespielt.<br />

Als weitere Animation gibt<br />

es den Parkplatz Nr. 5. <strong>Die</strong>ser Parkplatz<br />

liegt in einem Hangar mit<br />

geschlossenen Toren. Möchte man<br />

ihn also verlassen, müssen die Tore<br />

geöffnet werden. Das geschieht wie<br />

ülich über eine Radiofrequenz.<br />

<strong>Die</strong> Szene Flyveplads Sæby beschränkt<br />

sich nicht auf den Platz<br />

alleine. Auch wenn man bei einer<br />

derartigen Kleinszenerie keine<br />

Massen an virtuell gestalteten Quadratmetern<br />

erwarten würde, bin<br />

ich von dem, was ich vorfinde, doch<br />

positiv angetan. Es wurde ein ausreichender<br />

Teil der Umgebung mit<br />

gestaltet, um beim Betrachter eine<br />

authentische Landschaftswahrnehmung<br />

auszulösen. Um das Feld sind<br />

Gehöfte und Häuser sowie Felder<br />

und landwirtschaftliches Gerät derart<br />

angeordnet, dass man wie schon<br />

gesagt das Gefühl hat, man befinde<br />

sich mitten auf dem Land in Dänemark.<br />

Mein erster Eindruck <strong>ist</strong>, um es in<br />

einem Wort auszudrücken, erfreulich.<br />

Da aber jedes Ding bekanntlich<br />

zwei Seiten hat, schaute ich<br />

mir als Nächstes die Nachttexturen<br />

näher an. Dabei frage ich mich: „Es<br />

handelt sich um einen kleinen ländlichen<br />

Platz, was kann man hier<br />

schon an Nachttexturen erwarten?“.<br />

Es passiert gar nicht so selten,<br />

dass ein Designer mehr Augenmerk<br />

auf die Tagestexturen legt. Frei<br />

nach dem Motto: „Nachts sind alle<br />

Katzen grau“. Dementsprechend<br />

schaue ich mich um Mitternacht<br />

einmal auf dem Platz um. Erfreulich,<br />

es scheint kein Nachtflugverbot<br />

zu geben, die Bahnbeleuchtung<br />

brennt auch um 0 Uhr noch.<br />

50 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 51


Review<br />

Und da ich gerade schon an der P<strong>ist</strong>e<br />

stehe, schaue ich sie mir auch<br />

gleich als ersten Punkt auf meiner<br />

Nachtcheckl<strong>ist</strong>e genauer an. Da<br />

dieser Platz, aufgrund der beleuchteten<br />

Grasp<strong>ist</strong>e, auch für Nachtlandungen<br />

geeignet <strong>ist</strong>, teste ich<br />

durch, unter welchen Bedingungen<br />

die Beleuchtung noch zu sehen<br />

<strong>ist</strong>. <strong>Die</strong> P<strong>ist</strong>enbeleuchtung wurde<br />

recht real<strong>ist</strong>isch und gut sichtbar<br />

umgesetzt. Sowohl nachts als auch<br />

bei schlechtem Wetter oder Nebel<br />

war sie für mich im Anflug gut zu<br />

erkennen. Wie für solche Kleinplätze<br />

üblich umrahmt sie die P<strong>ist</strong>e<br />

lediglich, es gibt also keine Anflugbefeuerung.<br />

Wer sich hier nachts<br />

oder bei schlechtem Wetter etwas<br />

verschätzt, muss jetzt keine Bange<br />

haben, sofort im Baum zu landen.<br />

Jeweils auf beiden Seiten <strong>ist</strong> genügend<br />

Platz vorhanden. <strong>Die</strong>s habe<br />

ich dankenderweise bei meinen ersten<br />

Versuchen selber ausprobieren<br />

können.<br />

Als nächster Punkt steht die sogenannte<br />

Platz- oder Außenbeleuchtung<br />

auf meiner Checkl<strong>ist</strong>e.<br />

Auf einem derartigen Platz kann<br />

man natürlich keine Rollweg- oder<br />

Flutlichtbeleuchtungen erwarten.<br />

<strong>Die</strong> einzige vorhandene Beleuchtung<br />

stellen die Lampen über den<br />

Schuppentoren sowie deren Innbeleuchtungen<br />

dar. Eine Art Straßen-<br />

oder Wegbeleuchtung fehlt<br />

vollkommen, obwohl sie im Original<br />

vorhanden <strong>ist</strong>. Als ein besonderer<br />

Hingucker erwe<strong>ist</strong> sich die<br />

Beleuchtung der kleinen Baracke<br />

und des Vereins- beziehungsweise<br />

Hauptgebäudes. <strong>Die</strong> Beleuchtungstexturen<br />

in den Fenstern suggerieren<br />

dem Betrachter, er würde<br />

in einen real beleuchteten Raum<br />

schauen. Auch die Umgebung wurde<br />

bei der Beleuchtung berücksichtigt.<br />

So sind zudem einige Gebäude<br />

und ein Wohnwagen mit einer Beleuchtungstextur<br />

in den Fenstern<br />

versehen worden. Um meine anfängliche<br />

Frage nach dem Erwartungsstand<br />

zu beantworten: „Nicht<br />

viel, aber Ordentliches mit Aha-<br />

Effekt“.<br />

Da John B. Jensen die Jahreszeiten<br />

berücksichtigt hatte, war ich nun<br />

sehr neugierig, wie diese von ihm<br />

umgesetzt worden waren. So stand<br />

als Letztes der Jahreszeiten- und<br />

Wettercheck auf meiner L<strong>ist</strong>e.<br />

In diesem Add-on hat Vidan den<br />

Herbst in seine Produkte eingeführt<br />

und somit schon einmal drei der<br />

vier Jahreszeiten designtechnisch<br />

abgedeckt. Während es keinerlei<br />

Probleme im Bereich des Wetters<br />

gab, waren sich der FSX und das<br />

Add-on nicht immer einig, was die<br />

Darstellung der Jahreszeiten anbetraf.<br />

Hierzu muss gesagt werden,<br />

dass die Jahreszeitentexturen des<br />

Add-ons außerhalb und damit vor<br />

dem Starten des FSX eingestellt<br />

werden müssen. Das Problem entsteht<br />

nun durch die nicht immer<br />

ganz logische Abgrenzung der Jahreszeiten<br />

im FSX. So kann es passieren,<br />

dass der FSX eine ganz andere<br />

Jahreszeit zum aktuellen Termin<br />

aufbaut, als Sie es noch auf dem Kalender<br />

nachlesen können. Heraus<br />

kommen Szenen wie die folgende:<br />

schneebedeckte Bäume mitten im<br />

Sommer/Frühling. In solchen Fällen<br />

hilft auch ein manuelles Ändern<br />

der Jahreszeit im FSX nichts, irgendwie<br />

mögen die beiden sich in diesen<br />

Fällen nicht. Einzig das Laden einer<br />

neuen Szene zum Löschen der alten<br />

Daten aus dem Speicher und das<br />

Neuladen von Saeby bringen dann<br />

die richtigen Texturen. Dabei muss<br />

man jedoch aufpassen, dass im FSX<br />

und im Add-on wirklich genau die<br />

gleichen Jahreszeiten eingestellt<br />

sind. <strong>Die</strong>ser Fehler kommt jedoch<br />

nur in den Bereichen vor, in denen<br />

der FSX die Jahreszeit wechselt.<br />

Fazit<br />

<strong>Die</strong>ses kleine Flugfeld <strong>ist</strong> ein Musthave<br />

für alle VFR-Flieger. Vidan<br />

bewe<strong>ist</strong>, dass es nicht immer nur<br />

Orbx sein muss, wenn es um Detailverliebtheit<br />

und stimmungsvolles<br />

Design geht. Mit akkurater<br />

Umsetzung der Umgebung und<br />

des Flugfelds mitsamt seinen kleinen<br />

Details hat John B. Jensen mit<br />

seiner Softwareschmiede eine kleine<br />

Perle hingelegt. <strong>Die</strong>ses Add-on<br />

zeigt, dass man auch für wenig<br />

Geld viel Stimmung und Spielfreude<br />

erhalten kann. Und da wir beim<br />

Geld sind: Das Preis-Le<strong>ist</strong>ungs-Verhältnis<br />

<strong>ist</strong> hier unschlagbar.<br />

Da ich nicht ausschließen kann,<br />

dass der kleine Jahreszeitenfehler<br />

auch durch mein System mitverursacht<br />

wurde, möchte ich diesen<br />

Fehler eher unbeachtet lassen. Was<br />

bleibt, <strong>ist</strong> ein kleines Flugfeld in Dänemark<br />

mit vielen Pros und wenigen,<br />

schwer auffindbaren Contras.<br />

Jan-Philipp Heinisch<br />

Flyveplads Sæby<br />

Entwickler: Entwickler John b.Jensen VIDAN Design<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Web: www.vidandesign.com<br />

Vertrieb: simMarket<br />

Download: 246 MB<br />

Preis: 7,95 EUR<br />

Pro & Contra:<br />

Atmosphärische und stimmungsvolle Gestaltung<br />

Schöne und detaillierte Texturen<br />

Gute Performance<br />

Schöne Umsetzung<br />

Berücksichtigung von Jahreszeiten<br />

Der umständliche „Jahrszeitenwechsler“<br />

Grünes Grass im Winter<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

Bewertung:<br />

9,1<br />

hervorragend<br />

9/10<br />

9/10<br />

10/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

10/10<br />

9/10<br />

10/10<br />

6/10<br />

FLIGHT!<br />

52 <strong>Flight</strong>! www.flightm.com 53


Auf in die<br />

Review<br />

Romandie<br />

Gruyère - Ecuvillens - Neuchatel - Bex - Bellechasse<br />

<strong>Die</strong> Romandie, das <strong>ist</strong> die französische Schweiz. Und dorthin entführt<br />

uns die neueste Ausgabe der Schweizer Kleinflugplätze-Serie von Flylogic,<br />

nämlich auf fünf der bekanntesten Flugplätze der Westschweiz.<br />

<strong>Die</strong>se fünf Flugplätze haben alle<br />

einen festen Platz im Repertoire<br />

jedes Schweizer Privatpiloten.<br />

Da <strong>ist</strong> zunächst einmal Neuenburg,<br />

direkt am gleichnamigen See gelegen<br />

und in unmittelbarer Nähe der<br />

Stadt. Gruyère <strong>ist</strong> da schon trickreicher,<br />

eine Grasp<strong>ist</strong>e im Land<br />

des gleichnamigen Fonduebestandteils<br />

mit einigen Hindernissen und<br />

auch sonst fliegerisch ziemlich anspruchsvoll.<br />

Ecuvillence liegt in<br />

der näheren Umgebung der Kantonshauptstadt<br />

Fribourg, Bex im<br />

Eingang zum Valais. Und schließlich<br />

gibt es da noch einen Platz,<br />

den kaum jemand von uns schon in<br />

natura gesehen hat, weil er nämlich<br />

ein privates Flugfeld <strong>ist</strong>, das für auswärtige<br />

Flugzeuge normalerweise<br />

zu <strong>ist</strong>: Bellechasse in der Nähe von<br />

Murten.<br />

Erstellt wurden die Szenerien von<br />

Michu Röthlisberger, der bereits<br />

für die me<strong>ist</strong>en anderen Kleinflugplätze<br />

verantwortlich war.<br />

Das Produkt gibt es sowohl als<br />

Download als auch als Box für jeweils<br />

29,99 Euro beziehungsweise<br />

39,90 Schweizer Franken.<br />

<strong>Die</strong> Installation läuft wie immer<br />

eigentlich sehr problemlos. Der<br />

Installer überprüft dabei die installierte<br />

FS-Version und checkt dazu<br />

ab, ob die Switzerland Professional<br />

HERVORRAGEND<br />

Im Test: Kleinflugplätze Schweiz Teil 4<br />

Ausgabe: Juni 2012<br />

www.flightm.com<br />

Scenery installiert <strong>ist</strong>. Entsprechend<br />

wird die Installation angepasst. Auf<br />

der CD-ROM sind auch sämtliche<br />

Karten der Flugplätze vorhanden<br />

und können ausgedruckt werden.<br />

Sie sind von sehr guter Qualität.<br />

Das Handbuch, das dem Produkt<br />

mitgeliefert wird, entspricht ebenfalls<br />

der üblichen<br />

Qualität der Flylogic-Produkte.<br />

Um die Kleinflugplätze<br />

zu erkunden,<br />

verbinde ich das Angenehme<br />

mit dem<br />

Nützlichen und fliege<br />

gleich mal im<br />

Rahmen des Aspen-<br />

Panel-Tests alle Flugplätze<br />

ab. Angefangen habe ich dabei<br />

mit Neuchâtel. <strong>Die</strong>ser Flugplatz<br />

verfügt über eine Betonp<strong>ist</strong>e sowie<br />

über eine etwas verwinkelte Infrastruktur<br />

aus Hangars und sonstigen<br />

Betriebsgebäuden. Wie schon bei<br />

den anderen Kleinflugplätzen sind<br />

diese fotoreal dargestellt, das heißt<br />

mit extra für diesen Zweck aufgenommenen<br />

Bildern hergestellt. Der<br />

Anflug auf den Flugplatz <strong>ist</strong> bereits<br />

recht schön anzusehen. Der Platz<br />

bindet sich nahtlos in die Switzerland<br />

Pro Scenery ein, die ja eigentlich<br />

für die Schweiz als Standard anzusehen<br />

<strong>ist</strong>. Sowohl Bodentexturen<br />

als auch die Gebäude sind auf einem<br />

hohen Standard. Schön sind einige<br />

lebende Objekte, die den Flugplatz<br />

bevölkern. Diverse statische<br />

Flugzeuge runden das Bild ab.<br />

Von Neuenburg aus fliegen wir ein<br />

paar Meilen nach Bellechasse. <strong>Die</strong>ser<br />

Flugplatz liegt in unmittelbarer<br />

Nähe der dortigen Strafanstalt, die<br />

auch modelliert <strong>ist</strong>. Viel gibt es auf<br />

dem Platz nicht zu sehen, was aber<br />

da <strong>ist</strong>, <strong>ist</strong> ausgezeichnet modelliert.<br />

Sehr real<strong>ist</strong>isch <strong>ist</strong>, dass man den<br />

Platz zunächst kaum findet. Eine<br />

Grasbahn inmitten von Feldern<br />

und sonstigen Grünflächen sticht<br />

halt nicht so heraus. <strong>Die</strong> Gebäude<br />

und einige statische Segelflugzeuge<br />

verraten schlussendlich den Standort<br />

des Platzes.<br />

Nach dem Besuch des vor allem von<br />

Segelfliegern genutzten Bellechasse<br />

fliegen wir über den Murtensee in<br />

Richtung Fribourg. Ecuvillens<br />

heißt der dortige Airport, der auf<br />

einer prominenten Anhöhe südlich<br />

der Stadt in unmittelbarer Nähe der<br />

Autobahn liegt. Hier gibt es schon<br />

deutlich mehr zu sehen. Ecuvillens<br />

<strong>ist</strong> ein mittelgroßer Regionalflug-<br />

FLIGHT!<br />

54 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 55


FLIGHT!<br />

Review<br />

platz mit guter Infrastruktur und<br />

einem größeren Werftbetrieb, der<br />

unter anderem auch Motorenrevisionen<br />

durchführt. Alle Gebäude<br />

sind von ausgezeichneter Qualität.<br />

Interessant sind auch die Bodentexturen<br />

und die wirklich gute Einbindung<br />

in die Großraumszenerie.<br />

Von Ecuvillens aus fliegen wir weiter<br />

nach Gruyère. <strong>Die</strong>ser Platz liegt<br />

in ziemlich gebirgigem Umfeld,<br />

was ihn vor allem im Sommer relativ<br />

heikel macht. <strong>Die</strong> Grasp<strong>ist</strong>e<br />

<strong>ist</strong> auch hier schwer auszumachen,<br />

was der Realität entspricht, jedoch<br />

gibt es deutlich mehr zu sehen als<br />

in Bellechasse. Nach einem anspruchsvollen<br />

Anflug mit einigen<br />

Hindernissen landet man auf der<br />

kurzen Bahn. Hier herrscht Betrieb,<br />

wie man an diversen Flugzeugen<br />

und anderen Objekten sehen kann.<br />

<strong>Die</strong> Flugplatzgebäude und die sonstigen<br />

Objekte sind auch hier recht<br />

spektakulär, einschließlich der<br />

Flugplatzkneipe mit Streichelzoo.<br />

Nach dem Start in Gruyère<br />

nehmen wir Kurs auf Bex.<br />

<strong>Die</strong>ser Platz liegt nun landschaftlich<br />

sehr interessant<br />

im Eingang zum Wallis<br />

oder Valais, wie das Tal auf<br />

Französisch heißt. In der<br />

näheren Umgebung sind<br />

diverse größere Industrieanlagen<br />

zu sehen. Der Platz selber<br />

liegt unmittelbar neben einer Starkstromleitung,<br />

die natürlich vorhanden<br />

<strong>ist</strong>. Auch hier sind die gesamten<br />

Gebäude fotoreal und sehr schön<br />

gemacht, einschließlich einer auf<br />

einem Ständer aufgestellten Venom<br />

der Schweizer Armee, die dort als<br />

Gate Guard fungiert. Bex <strong>ist</strong> ein<br />

überaus aktiver Platz mit Segelflug<br />

sowohl als auch Motorflug, dies <strong>ist</strong><br />

sehr deutlich ersichtlich.<br />

Generell machen die Flugplätze<br />

dieser Runde einmal mehr einen<br />

ausgezeichneten Eindruck. Mit<br />

jeder Packung der Serie kommt<br />

Flylogic dem „Gesamtkunstwerk“<br />

aufbauend auf der Switzerland Pro<br />

einen deutlichen Schritt näher. <strong>Die</strong><br />

Kleinflugplätze laden dazu ein, sie<br />

kennenzulernen. Nicht zuletzt können<br />

sie sehr gut als Trainingstools<br />

für Piloten dienen, die die entsprechenden<br />

Plätze zum ersten Mal anfliegen.<br />

Michu Röthlisberger legt mit jeder<br />

Packung erneut einen Zacken zu.<br />

Er darf ohne Zweifel zu den begabtesten<br />

Szeneriedesignern unserer<br />

Zeit gezählt werden. Sein Name<br />

bürgt für Qualität. Damit sind die<br />

Kleinflugplätze eigentlich für alle<br />

Liebhaber schöner GA-Szenerien<br />

ein Muss.<br />

Urs Wildermuth<br />

Kleinflugplätze Schweiz Teil 4<br />

Entwickler: Michu Röthlisberger<br />

Kompatibilität: FSX Service Pack 2<br />

Web: www.flylogicsoftware.com<br />

Vertrieb: www.mailsoft.com<br />

Preis: 29,99 Euro<br />

Pro & Contra:<br />

Sehr gut modellierte Flugplätze für den GA Einsatz<br />

Wunderschöne Texturen<br />

Hervorragende Einbindung in die Umgebung<br />

Sehr gute Dokumentation<br />

Leichte Geländeprobleme beim Einsatz von FS Global,<br />

an einer Lösung wird bereits gearbeitet<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

Bewertung:<br />

9,1<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

10/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

hervorragend<br />

56 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 57


German Airports 3 2012<br />

Neuauflage des Klassikers<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Aerosoft hats nochmal getan: Nach der aktualisierten 2012er-Version<br />

von German Airports 2 <strong>ist</strong> nun auch die Neuauflage der in die Jahre<br />

gekommen dritten Version des Flughafenklassikers erschienen. Enthalten<br />

sind nicht nur aktualisierte Flughäfen, sondern es soll hiermit<br />

auch eine neue Stufe der Realität im Flugsimulator eingeläutet werden.<br />

Der Nutzer wurde lange Zeit mit vielversprechenden, allerdings<br />

auch stark nachbearbeiteten Bildern geködert, in diesem Review werden<br />

wir die „German Airports 3 2012“ ganz ungeschminkt sehen.<br />

Während des Reviews war die Version 1.04 aktuell.<br />

Download & Installation<br />

Beides gestaltet sich unkompliziert.<br />

Nachdem sich für den FSX etwa<br />

450 MB (FS9: 370 MB) durch die<br />

Leitung gezwängt haben, kann das<br />

Produkt installiert werden. Hierbei<br />

taucht unter dem Installationsfenster<br />

ein kleines Werbebanner auf, in<br />

dem etwa alle fünf Sekunden ein<br />

anderes Produkt beworben wird.<br />

Nicht weiter tragisch, ein Klick auf<br />

das X in der Ecke und die Werbung<br />

<strong>ist</strong> Geschichte. Am Ende wird noch<br />

auf eine abgespeicherte Datei mit<br />

„optimalen“ Szenerieeinstellungen<br />

hingewiesen, die man im FSX einfach<br />

aktivieren kann.<br />

Nachdem man dann auch noch,<br />

HERVORRAGEND<br />

Im Test: German Airports 3 2012<br />

Ausgabe: Juni 2012<br />

www.flightm.com<br />

falls noch nicht geschehen, den<br />

Aerosoft-Launcher installiert hat,<br />

hat man den vollen Überblick über<br />

alle Programme, die in dem Paket<br />

enthalten sind. Dazu zählen unter<br />

anderem für jeden Airport ein eigenes<br />

Traffic-Tool, das bekannte<br />

Season-Tool sowie das zweisprachige<br />

Handbuch und die Charts.<br />

Das Handbuch zählt insgesamt 68<br />

Seiten, davon 40 auf Deutsch, der<br />

Rest auf Englisch. Hauptsächlich<br />

sind hier Funkfrequenzen, Infos zu<br />

den Flughäfen und noch Hinweise<br />

für die richtigen Einstellungen zu<br />

finden. Aktuell scheint es allerdings<br />

nicht mehr zu sein. Es wird geschrieben,<br />

dass Tegel voraussichtlich<br />

2011 geschlossen wird, mittlerweile<br />

hat sich der Termin allerdings<br />

auf Anfang 2013 verschoben. <strong>Die</strong><br />

Datei mit den Charts zählt stolze 92<br />

Seiten, alles <strong>ist</strong> enthalten.<br />

Allgemeines<br />

In dem Pack sind die Flughäfen<br />

Hamburg, Bremen, Berlin-Tegel,<br />

Lübeck und Paderborn enthalten.<br />

Unter anderem wurde das gesamte<br />

Autogen in der Umgebung der Flughäfen<br />

überarbeitet. Auch wurde die<br />

Runwaybefeuerung erneuert, diese<br />

zeigt sich jetzt mit 3D-Modellen.<br />

AESLite und die Performance wurden<br />

optimiert.<br />

Da dieser Artikel nicht die Hälfte<br />

des Heftes einnehmen soll, kann<br />

ich leider nicht jeden Airport so ausführlich<br />

behandeln wie in einem<br />

normalen Review, daher werde ich<br />

bei jedem Flughafen nur kurz auf<br />

die Neuerungen, Ablaufgeschwindigkeiten<br />

und den Gesamteindruck<br />

eingehen.<br />

Hamburg<br />

Hamburg hat mit dem 2012er-Update<br />

wohl das größte Facelifting im<br />

Paket bekommen. So wurde das gesamte<br />

Airportlayout überarbeitet,<br />

da sich auch am echten Flughafen<br />

einiges geändert hat. So wurden ein<br />

neues Parkhaus und das Radisson-<br />

Hotel ergänzt. Bei diesem Teil des<br />

Add-ons interessiert mich vor allem<br />

die Ablaufgeschwindigkeit, da ja<br />

mit Performanceverbesserungen<br />

geworben wird, und wo lassen sich<br />

diese besser testen als auf einem so<br />

großen Flughafen wie Hamburg?<br />

In Relation zu der Standardszenerie<br />

bekomme ich etwa 5 bis 10 Bilder<br />

pro Sekunde weniger, dies <strong>ist</strong><br />

sehr schwankend. Meiner Meinung<br />

nach <strong>ist</strong> dies schon eine recht starke<br />

Beeinträchtigung. Schade <strong>ist</strong> auch,<br />

dass das vom Luftbild abgedeckte<br />

Gebiet sehr klein <strong>ist</strong>. Trotzdem <strong>ist</strong><br />

das Gesamtbild sehr stimmig, vor<br />

allem das Terminal wirkt sehr real.<br />

58 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 59


FLIGHT!<br />

Review<br />

Lübeck<br />

Lübeck <strong>ist</strong> wohl der kleinste Flughafen<br />

im Paket. Ich hätte ihn noch<br />

eher zu der German-Airfields-Reihe<br />

gezählt, aber das <strong>ist</strong> etwas anderes.<br />

Der Flughafen hat kein Gebäude,<br />

das man eindeutig als Terminal<br />

identifizieren könnte, aber mehrere,<br />

die man eindeutig ausschließen<br />

kann. Dazu zählen diverse Hangars<br />

am Vorfeld sowie einige Wellblechhütten<br />

auf der anderen Seite der<br />

Landebahn. Leider endet auch hier<br />

wieder das Luftbild direkt hinter<br />

der Landebahn oder dem Parkplatz,<br />

was ich schade finde, dafür <strong>ist</strong> es<br />

aber gestochen scharf. Ein großer<br />

Pluspunkt gibt es bei den Frames.<br />

Ich hatte kaum Einbrüche, alles<br />

blieb konstant bei 30 Bildern in der<br />

Sekunde. Zu Lübeck passt wohl das<br />

Sprichwort: klein, aber fein! So <strong>ist</strong><br />

es nämlich. Ein sehr kleiner Flughafen,<br />

der eine echte Perle <strong>ist</strong>. Ebenfalls<br />

<strong>ist</strong> positiv anzumerken, dass<br />

es den Airport bei AES gratis gibt.<br />

Bremen<br />

Bremen <strong>ist</strong> einer der mittleren Airports<br />

der Reihe. Vom Apron sieht<br />

man nur das Terminal und ein<br />

großes Werder-Bremen-Logo, das<br />

auf einem Wall prangert. Erst nach<br />

dem Start fällt auf, dass das Szeneriengebiet,<br />

verglichen mit den anderen<br />

Airports, schon fast riesig <strong>ist</strong>. Es<br />

sind noch das gesamte Gebiet um<br />

den Flughafen und eine Siedlung<br />

am Rande der Landebahn eingebaut<br />

worden, sogar die ganze Lufthansa-Flugschule<br />

<strong>ist</strong> vorhanden.<br />

Vor dem Terminal le<strong>ist</strong>et AES-Lite<br />

eine tolle Arbeit. Es fährt eine Straßenbahn<br />

ihre Strecke ab, wendet<br />

am Ende des Terminals und fährt<br />

wieder zurück. Dabei hält sie noch<br />

sanft an einer Station an. Wenn sie<br />

die Straße quert, halten alle Autos<br />

an und die Ampeln springen auf<br />

Rot. Hier wurde äußerst real<strong>ist</strong>isch<br />

gearbeitet. Leider verschwinden<br />

die Fahrzeuge recht abrupt am<br />

Ende der Szenerie, genauso wie das<br />

Luftbild, der Unterschied lässt sich<br />

schon sehr deutlich erkennen.<br />

60 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 61


Paderborn/Lippstadt<br />

Hier könnten wir Aerosoft mal einen<br />

Besuch abstatten, das lassen<br />

wir heute aber lieber. Der Flughafen<br />

liegt bei Büren, von Paderborn<br />

nur mit dem Bus zu erreichen. In<br />

unserem Test <strong>ist</strong> Paderborn die vorletzte<br />

Station. Am Gate fällt direkt<br />

etwas Besonderes auf:<br />

Das Terminal wurde – schon wie<br />

der Vorgänger – dreidimensional<br />

modelliert, das heißt, man kann<br />

durch die Scheiben in den Wartebereich<br />

schauen, mit den Bankreihen<br />

und den Passagieren, die gespannt<br />

auf den Abflug warten. Auch der<br />

Rest sieht gut aus, bei den Wartungshallen<br />

wurde akkurat gearbeitet,<br />

sodass man jedes Detail erkennen<br />

kann. Leider steht ein kleiner<br />

Flieger vor einer Halle, obwohl ich<br />

bei der Installation ausgewählt hatte,<br />

dass ich keine statischen Luftfahrzeuge<br />

installieren will. Auch<br />

sieht der Parkplatz nicht so toll aus<br />

wie bei den anderen Flughäfen,<br />

da auf diesem keine Autos stehen<br />

geschweige denn fahren. Ab hier<br />

würde die Suche nach minimalen<br />

Fehlern beginnen. Hier konnte ich<br />

auch testen, wie der Flughafen sich<br />

in VFR Germany eingliedert, dies<br />

tut er hervorragend, die Farbe der<br />

Luftbilder trifft sich sehr gut. Auch<br />

die Nachttexturen sind wie bei jedem<br />

Flughafen durchaus gelungen.<br />

Sie wirken lebendig und auch real.<br />

Paderborn <strong>ist</strong> ein durchaus gelungener<br />

Flughafen.<br />

Berlin-Tegel<br />

Kurz vor seiner Schließung bekommt<br />

Berlin-Tegel auch noch ein<br />

Update. Nach einigen Verschiebungen<br />

soll er nun 2013 geschlossen<br />

werden, dann soll der neue Airport<br />

Berlin-Brandenburg (BER) die<br />

gesamte Last übernehmen, die bis<br />

jetzt auf zwei Flughäfen verteilt <strong>ist</strong>.<br />

Während Tegel noch Anflugpunkt<br />

für Air Berlin und die Lufthansa <strong>ist</strong>,<br />

zieht Schönefeld momentan eher<br />

Billigflieger an.<br />

In Tegel hat sich meiner Meinung<br />

nach kaum etwas geändert, das<br />

Szeneriengebiet <strong>ist</strong> in etwa gleich<br />

geblieben und am östlichen Ende<br />

des Geländes <strong>ist</strong> immer noch das<br />

Gewerbegebiet angesiedelt. Das<br />

Terminal sieht gut aus, davor bewegen<br />

sich wie auf allen anderen<br />

Flughäfen auch, dank AESLite,<br />

Fahrzeuge. Auch die etwas anderen<br />

Einrollhilfen sind umgesetzt. <strong>Die</strong><br />

Texturen sind scharf, auf Gebäuden<br />

wie auch auf den Rollbahnen und<br />

dem Luftbild. Leider <strong>ist</strong> auch hier<br />

der Übergang zur Standardszenerie<br />

recht hart. <strong>Die</strong>s war der letzte Airport<br />

des Pakets.<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

62 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 63


Fazit<br />

Hier ein Fazit zu ziehen, lohnt sich<br />

eigentlich nicht wirklich. Denn<br />

Käufer, die schon die alte Version<br />

der German Airports hatten, können<br />

einfach diese kaufen. Neukäufer<br />

können nur diese Version erwerben,<br />

was auch besser <strong>ist</strong>, denn so <strong>ist</strong><br />

sie aktuell. Ich kann nur einen Tipp<br />

geben: Kaufen Sie sich das gesamte<br />

Paket für etwa 40 Euro, denn schon<br />

wenn man zwei Flughäfen einzeln<br />

kauft, hat man den Preis wieder<br />

drin. So hat man fünf Airports in<br />

einem. Ein Update oder Neukauf<br />

lohnt also!<br />

Max Mertznich<br />

German Airports 3 2012<br />

Entwickler: German Airports Team<br />

Kompatibilität: FSX, FS9<br />

Web: Aerosoft, Simmarket<br />

Vertrieb: Aerosoft<br />

Preis: 39.95 €<br />

Pro & Contra:<br />

Auf den neuen Stand gebrachte Flughäfen<br />

Gute Texturen<br />

Scharfes Luftbild<br />

Gute Eingliederung in VFR Germany<br />

Tolles Nachtbild<br />

Teilweise kleines Luftbild<br />

Oft nur kleines Gebiet umgesetzt<br />

Manchmal harter Übergang zur Standard-Szenerie<br />

Teilweise starker Performance-Einbruch<br />

Bewertung:<br />

8,6<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Handbuch<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

hervorragend<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

64 <strong>Flight</strong>!


Auf nach Tschechien!<br />

Neue Prag-Freeware<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

Tschechien – ein in Sachen Freeware eher dünn besiedeltes Gebiet.<br />

Doch jetzt macht ein einheimischer Designer den ersten Schritt und<br />

wagt sich direkt an den größten Flughafen des Landes – Prag. Im nachfolgenden<br />

Review werden wir einen genaueren Blick auf dieses nun<br />

fertiggestellte Produkt werfen.<br />

<strong>Die</strong> Geschichte des Prager<br />

Flughafens<br />

Der Krakau Ruzyne Airport war<br />

der zweite Flughafen der tschechischen<br />

Hauptstadt Prag. Sein Vorgänger<br />

Prag-Kbely war in den 30er<br />

Jahren den Kapazitäten des stetig<br />

steigenden Flugverkehrs nicht<br />

mehr gewachsen, daher wurde der<br />

neue Airport um 1937 eröffnet. 1968<br />

wurden durch die Invasion der Sowjetunion<br />

in die Tschechoslowakei<br />

Truppen am Flughafen stationiert.<br />

Nach dem Machtwechsel in den<br />

70er Jahren wuchs der Airport weiter,<br />

viele neue Fluggesellschaften<br />

siedelten sich an. Um 1990 herum<br />

wurden alle Einrichtungen modernisiert.<br />

Am 5. Oktober 2012 soll der<br />

Flughafen in „Prague Václav Havel<br />

International Airport“ umbenannt<br />

werden. Der IATA-Code PRG sowie<br />

der ICAO-Code LKPR werden<br />

erhalten bleiben. Heute fliegt man<br />

von Prag vor allem zu europäischen<br />

Destinationen, zu den wichtigsten<br />

gehören Paris, Frankfurt<br />

und London. Saisonal werden auch<br />

viele Destinationen in Südeuropa<br />

angeflogen, ebenso fliegen Frachtflüge<br />

nach Köln, Südostasien, in<br />

den Nahen Osten sowie das weitere<br />

Europa.<br />

Installation & Readme<br />

Nachdem von der englischsprachigen<br />

Entwicklerseite etwa 55 MB<br />

– dank DSL – schnell durch die Leitung<br />

gewandert sind, hat man einen<br />

Ordner mit dem Unterverzeichnis,<br />

das in den Add-on-Scenery-Ordner<br />

verschoben werden muss, und ein<br />

Readme. In diesem steht geschrieben,<br />

dass alle vorherigen Prag-Szenerien<br />

gelöscht oder deaktiviert<br />

werden müssen, zudem gibt es einen<br />

Link zu einer Website, auf der<br />

über Fehler berichtet werden kann,<br />

und den Hinweis, dass in nächster<br />

Zeit nur Updates zu diesem Projekt<br />

erscheinen werden. Auch die Bitte<br />

um eine kleine Spende <strong>ist</strong> enthalten.<br />

Jetzt kann es losgehen.<br />

Prag im FSX<br />

Nach etwa einer Stunde Flug von<br />

Köln aus befinden wir uns auf dem<br />

ILS der P<strong>ist</strong>e 30. Wir haben Glück,<br />

denn auf diesem Kurs fliegt man direkt<br />

über die Prager Innenstadt. Sofort<br />

fällt auf, dass das vom Luftbild<br />

abgedeckte Gebiet riesig <strong>ist</strong>. Denn<br />

das Luftbild zieht sich von der Innenstadt<br />

bis zum Airport. Außerhalb<br />

des Flughafengeländes <strong>ist</strong> es<br />

zwar nicht mehr so scharf, aber dies<br />

macht kaum etwas aus. Während<br />

rechts noch die City vorbeizieht, erkennt<br />

man am Horizont schon die<br />

Terminals. Der Flieger passiert die<br />

Schwelle und schwebt etwas länger<br />

aus, da wir die Anweisung bekommen<br />

haben, über den Schnellabrollweg<br />

Golf abzurollen. Danach<br />

Download: www.flightm.com/downloads<br />

Code: PRAG0612<br />

66 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 67


FLIGHT!<br />

Review<br />

geht es recht schnell zum zweiten<br />

Terminal. Meiner Meinung nach<br />

sind auf der Landebahn zu wenige<br />

Abriebspuren, doch auf dem Weg<br />

dorthin kann ich dann direkt die<br />

Texturen der Rollwege und das<br />

Luftbild daneben bestaunen. Am<br />

Parkplatz angekommen dockt der<br />

Finger an und die Gäste verlassen<br />

das Flugzeug über diesen. Dabei<br />

gehen sie durch einen anscheinend<br />

gläsernen Gang, dieser <strong>ist</strong> nicht genau<br />

definierbar. Doch die scharfen<br />

Texturen an allen Gebäuden des<br />

Flughafens entschädigen dafür total.<br />

Selbst auf den Seiten, die der Pilot<br />

nicht sieht, wurde akkurat gearbeitet.<br />

So sieht man ein Drehschild,<br />

das sich auch wirklich dreht, Brücken,<br />

Autos und ein Gewerbegebiet<br />

wurden nachgebaut. In diesem<br />

stehen Schornsteine, die oben drauf<br />

Signalleuchten haben, sowie Hochhäuser<br />

und andere, kleinere Läden.<br />

Es wurde selbst hier so genau gearbeitet,<br />

dass man auf den einzelnen<br />

Parkhäusern die einzelnen Decks<br />

erkennen kann.<br />

Auch außerhalb des eigentlichen<br />

Geländes sind noch Gebäude umgesetzt,<br />

wie ein großes Einkaufscenter<br />

am Rande des Rollfeldes oder<br />

das Tanklager am Rande der Landebahn.<br />

Auch hier wurde immer<br />

noch akkurat gearbeitet, auch<br />

wenn es vielleicht nicht direkt ins<br />

Auge fällt.<br />

Das wirklich beeindruckende sind<br />

die Frames: Nur selten gibt es kurzzeitige<br />

Einbrüche von 1 bis 2 Bildern<br />

pro Sekunden, sonst bleiben<br />

sie konstant.<br />

Fazit<br />

<strong>Die</strong>se Szenerie <strong>ist</strong> klasse. Selbst<br />

manche Payware könnte sich hier<br />

eine Scheibe abschneiden. <strong>Die</strong> Texturen<br />

und Modelle sind toll, auch<br />

über das Luftbild kann man sich<br />

nicht beschweren. Vor allem die<br />

Größe macht einiges her. Das bisher<br />

szenerientechnisch kaum beachtete<br />

Tschechien hat nun seine<br />

erste und dazu noch hervorragende<br />

Umsetzung bekommen – hoffentlich<br />

wagt sich der Designer noch<br />

an weitere Projekte. Prag gehört ab<br />

jetzt zu den Stationen, die ich öfters<br />

anfliegen werde. Top!<br />

Max Mertznich<br />

Prag-Ruzyne Airport<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Webseite: lkpr.aspone.cz<br />

Download: 55 MB<br />

Preis: Freeware<br />

68 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 69


Aspen EFD 1000/500 Pack:<br />

Das „VolksEFIS“<br />

Review<br />

FLIGHT!<br />

für den Flugsimulator<br />

<strong>Die</strong> Firma Aspen Avionics schaffte im Jahr 2007 das, womit in der General Aviation kaum jemand gerechnet<br />

hatte: Sie brachte mit dem Electronic <strong>Flight</strong> Display 1000 ein EFIS auf den Markt, das für praktisch alle<br />

Kleinflugzeuge von der Cessna 150 bis zur Beech King Air eine schnelle und ausgesprochen günstige Glascockpitlösung<br />

anbot. Der große Unterschied zu den bei den UL- und VLA-Herstellern mit Recht beliebten<br />

Dynon-Geräten <strong>ist</strong> dabei, dass eben auch zertifizierte Flugzeuge eine mit Preisen zwischen 5000 und 9900<br />

US-Dollar extrem konkurrenzfähige Lösung dafür erhielten, wie in die Jahre gekommene Analogpanels<br />

für weniger als den normalen Preis eines handelsüblichen HSI eine massive Aufwertung erreichen konnten.<br />

Man kann mit einiger Berechtigung<br />

behaupten, dass Aspen<br />

mit seinen damals im Vergleich<br />

ausgesprochen günstigen Alternativen<br />

zu den nur in Neuflugzeugen<br />

erhältlichen Garmin- und Avidyne-Geräten<br />

die großen Hersteller<br />

erfolgreich in Zugzwang brachte.<br />

Garmin konterte mit seiner<br />

500/600er-Serie, King entwickelte<br />

die APEX-Serie und strebte, wie<br />

auch Avidyne, eine Zusammenarbeit<br />

mit Aspen an. Für eine Firma,<br />

die 2006 von ein paar Ideal<strong>ist</strong>en gegründet<br />

wurde, ein gewaltiger Paukenschlag.<br />

In den USA <strong>ist</strong> Aspen<br />

heute im Nachrüstmarkt Marktführer,<br />

ebenbürtig mit Marktriese<br />

Garmin. In Europa werden ebenfalls<br />

mehr und mehr Kleinflugzeuge<br />

mit einem Aspen EFD aufgerüstet,<br />

wenn etwa die Revision<br />

oder der Ersatz eines Kurskreisels<br />

oder HSI anfällt.<br />

Was bereits ein einfaches Aspen<br />

PFD 1000 Pro für einen biederen<br />

Kleinflieger bietet, <strong>ist</strong> schlicht<br />

genial. Es ersetzt das komplette<br />

„Sixpack“ von Geschwindigkeitsmesser,<br />

künstlichem Horizont, Höhenmesser,<br />

Variometer, Kurskreisel<br />

und Wendezeiger sowie zumindest<br />

eine CDI oder ein vollwertiges HSI.<br />

Der Air-Daten-Computer versorgt<br />

dazu den Piloten mit Informationen,<br />

die bislang Airlinern oder<br />

Garmin-1000-Kunden vorbehalten<br />

waren: Spot Winde und True Air<br />

Speed. Wer einen <strong>Flight</strong>-Directorfähigen<br />

Autopiloten wie etwa ein<br />

S-Tec 55x, 60-2 oder einen King<br />

KFC 150/200 oder ähnliche Systeme<br />

sein Eigen nennt, erhält einen<br />

vollwertigen <strong>Flight</strong> Director. Dazu<br />

verfügt das PFD über Schnittstellen<br />

zu allen herkömmlichen Avionik-<br />

Geräten wie VOR, ILS, GPS und<br />

ADF, die allesamt auf dem Primary<br />

<strong>Flight</strong> Display dargestellt werden<br />

können. <strong>Die</strong> GPS-Steering-(GPSS-)<br />

Schnittstelle sorgt dafür, dass auch<br />

ein mit rudimentärer Kurshaltevorrichtung<br />

ausgestatteter Autopilot<br />

vollautomatisch Routen eines GNS<br />

430 oder ähnlichen Systemen nachfliegen<br />

kann, ähnlich einem LNAV-<br />

Modus in einer Boeing. Eine Stützbatterie<br />

sorgt dazu für einige Zeit<br />

selbst bei völligem Elektrikausfall<br />

dafür, dass die wesentlichen Informationen<br />

des PFD erhalten bleiben.<br />

Wer zusätzlich zu einem normalen<br />

PFD noch ein Navigationsdisplay<br />

haben will, kann seine Aspen-Installation<br />

beliebig mit bis zu drei<br />

Geräten erweitern. <strong>Die</strong> Kombination<br />

mit einem zweiten EFD 1000<br />

bietet dabei eine Redundanz mit<br />

einer zweiten Kreiselplattform, das<br />

günstigere EFD 500 ein zweites Display<br />

mit Moving Map, Traffic Display<br />

und weiteren Anzeigen, analog<br />

etwa zu einem G500/600, aber<br />

in zwei unabhängigen Geräten.<br />

Kein Wunder interessieren sich<br />

Flugzeugbesitzer weltweit brennend<br />

für diese Lösung. Ein idealer<br />

Weg, sich als potenzieller Käufer<br />

ein Bild über den Funktionsumfang<br />

zu machen oder schlicht diese Geräte<br />

im Flugsimulator einmal eins<br />

zu eins ausprobieren zu können,<br />

bietet die Firma „Friendly Panels“,<br />

70 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 71


diglich das GNS530 enthält nicht<br />

den vollen Funktionsumfang eines<br />

Reality-XP-Geräts, sondern <strong>ist</strong> eher<br />

ein erweitertes FS-Basisinstrument.<br />

Review<br />

die in Zusammenarbeit mit Aspen<br />

eine Reihe von kompletten Panels<br />

für die Default-Flugzeuge anbietet.<br />

Ich legte mir für diesen Test das<br />

Panel für die Mooney Bravo zu,<br />

welches für 11,50 Euro zu kriegen<br />

<strong>ist</strong>. Ein Paket mit Cessna 172 und<br />

208, der Beech Baron sowie der<br />

Mooney Bravo <strong>ist</strong> für einen Promotionspreis<br />

von 20 Euro erhältlich.<br />

genden Geräte: GARMIN GNS530,<br />

BENDIX KX 165A NAV - COM,<br />

Meggitt MAGIC 2100 Autopilot,<br />

BENDIX KR 87 ADF sowie einen<br />

GARMIN-GTX-330-Transponder.<br />

<strong>Die</strong>se sind, wie auch die Aspen-<br />

Geräte, sehr gut nachgebaut, le-<br />

<strong>Die</strong> Aspen-Geräte jedoch sind in<br />

einer ausgezeichneten Systemtiefe<br />

dargestellt. Sie sind, sofern man<br />

das anhand des Originalmanuals<br />

von Aspen beurteilen kann, nahezu<br />

vollständig implementiert, es gibt<br />

nur sehr wenige Features, die ich<br />

nicht finden konnte. <strong>Die</strong> Darstellung<br />

<strong>ist</strong> hervorragend, dies sowohl<br />

im 2D- als auch im 3D-Panel, wo<br />

die Geräte auch heraufgezoomt<br />

werden können. <strong>Die</strong> Anpassung<br />

im 2D-Panel <strong>ist</strong> dabei etwas gewöhnungsbedürftig,<br />

im 3D-Panel<br />

stimmen die Größenverhältnisse<br />

jedoch. Funktionsmäßig sind vor<br />

allem die Belegungen der Drehknöpfe<br />

und der Tasten zu erwähnen,<br />

die bei Aspen ziemlich speziell<br />

sind. Mit diesem Produkt kann<br />

man dies sehr gut ausprobieren, da<br />

diese Mehrfachbelegungen vollumfänglich<br />

nachgebildet sind. Jeder<br />

Drehknopf verstellt hierbei verschiedene<br />

Größen, die mit Sequenzen<br />

angewählt werden müssen. Der<br />

rechte Drehknopf des PFD verstellt<br />

dabei den Heading Bug, die Höhenvorwahl,<br />

QNH und Minimas,<br />

der linke <strong>ist</strong> zuständig für den OBS<br />

(im VOR-/ILS-Modus) und die IAS,<br />

die ebenfalls mit einem Bug gesetzt<br />

werden kann. <strong>Die</strong> Drehknöpfe des<br />

MFD verstellen die Kartendarstellung<br />

und kontrollieren die Fensterinhalte.<br />

<strong>Die</strong>s <strong>ist</strong> vollumfänglich<br />

nachgebildet.<br />

Bei einigen Testflügen hat sich bei<br />

mir der Wunsch, ein Aspen auch in<br />

Realität vor meiner Nase zu sehen,<br />

massiv verstärkt. <strong>Die</strong> Ausführung<br />

dieser Gauges sind zum Experimentieren<br />

und Kennenlernen der<br />

Geräte hervorragend ausgebildet,<br />

der Funktionsumfang nahezu perfekt<br />

nachgestellt.<br />

Anders sieht es mit dem Autopiloten<br />

aus. Zugegeben, ich kenne<br />

den Meggit-Autopiloten nicht richtig,<br />

jedoch gibt es hier Probleme<br />

mit der Synchronisierung der Höhenvorwahl<br />

und fliegt der Meggit<br />

den GPSS Track ungenügend nach.<br />

<strong>Die</strong>s <strong>ist</strong> definitiv ein Autopilotenproblem,<br />

das entsprechend nur bei<br />

der Mooney Bravo auftritt, nicht<br />

aber bei den Autopiloten (KFC225/<br />

KAP140) der Cessnas oder dem S-<br />

Tec 55 der Baron. Ich habe in meiner<br />

Installation daher den S-TEC-55-Autopiloten<br />

auf die Mooney herübergeholt,<br />

was mit FS Panel Studio<br />

eine Sache von zwei Minuten <strong>ist</strong>.<br />

Weniger einfach <strong>ist</strong> es, die Aspens<br />

in andere Cockpits einzubauen.<br />

2D-Cockpits sind dabei problemlos,<br />

FS Panel Studio kann diese mit einigen<br />

Mausklicks hinzufügen, im<br />

3D-Panel geht das nicht so einfach<br />

oder gar nicht. Klar, das <strong>ist</strong> nicht<br />

der Zweck des Produkts und soll<br />

daher auch kein Kritikpunkt sein,<br />

es wäre aber sinnvoll, wenn zum<br />

Beispiel für die Carenado-Produkte<br />

(Mooney 201 etc.) hier entsprechende<br />

Panels geschaffen würden.<br />

<strong>Die</strong> restlichen Ausrüstungen der<br />

Friendly Panels schauen gut aus,<br />

sind aber teilweise wirklich nur<br />

FLIGHT!<br />

<strong>Die</strong> Installation der Panels erfolgt<br />

vollautomatisch. Danach findet sich<br />

die ursprüngliche Version der Maschine<br />

neben einem neuen Eintrag<br />

mit der EFD Suite. Gerade bei der<br />

Mooney Bravo, die ja von Microsoft<br />

auch mit einem G1000 geliefert<br />

wird, <strong>ist</strong> der Vergleich dabei ausgesprochen<br />

interessant. Das Panel beinhaltet<br />

allerdings nicht „nur“ die<br />

Aspen-PFD-1000/500-Instrumente,<br />

sondern zusätzlich dazu die fol-<br />

72 <strong>Flight</strong>!<br />

www.flightm.com 73


Vom Computer ins Cockpit<br />

Mein Weg zur ATPL Teil 3<br />

Wissen<br />

FLIGHT!<br />

Bitmaps. Der Fuel Flow Computer<br />

von Shadin zum Beispiel zeigt<br />

rein nur den Fuel Flow, die anderen<br />

Funktionen sind nicht vorhanden.<br />

Das <strong>ist</strong>, zugegebenermaßen, besser<br />

als nichts; da man Fuel-Flow-Instrumente<br />

normalerweise umsonst<br />

sucht, bestünde aber Verbesserungspotenzial.<br />

Das GNS 530 kann<br />

deutlich mehr als die FS-Standardversion,<br />

Flugpläne ändern im Flug<br />

kann sie aber nicht, womit Reality<br />

XP hier der Platzhirsch bleibt. Hier<br />

könnte Friendly Panels mehr, das<br />

haben sie nun mit den Aspen-Geräten<br />

bewiesen.<br />

<strong>Die</strong> Handbücher, die mitgeliefert<br />

werden, sind ausreichend und beschreiben<br />

das Produkt recht gut.<br />

<strong>Die</strong> Handbücher der Panels selber<br />

können auf der Website heruntergeladen<br />

werden, diejenigen des<br />

Aspen sind im Produkt enthalten.<br />

Fazit: Wer sich auf dem Flugsimulator<br />

mit den Aspen-EFDs befassen<br />

will, kommt an diesen Panels<br />

kaum vorbei. <strong>Die</strong> Umsetzung der<br />

Aspen-Geräte <strong>ist</strong> dabei hervorragend,<br />

wenn auch nicht perfekt. Für<br />

20 Euro, oder 11 Euro für ein Einzelpanel,<br />

kann man jedoch getrost<br />

sagen, dass man die Shortcomings<br />

verschmerzen kann. Ich persönlich<br />

möchte nicht mehr ohne fliegen.<br />

Aspen EFD 1000/500 Pack<br />

Entwickler: Friendly Panels<br />

Kompatibilität: FS X<br />

Web: http://www.friendlypanels.com<br />

Vertrieb: Simmarket, direkt<br />

Preis: Einzelpanels: 11.50 Euro, Panel Pack 20 Euro<br />

Pro & Contra:<br />

Hervorragende Umsetzung der Aspen 1500 Suite<br />

Sehr gute Grafik der Aspen Gauges und fast<br />

vollständiger Funktionsumfang.<br />

Deutliche Verbesserung der Standardinstrumente.<br />

Deutliche Aufwertung der Standardflugzeuge<br />

Teilweise Funktionsstörungen beim Meggit Autopiloten<br />

Gewisse Instrumente nur ungenügend dargestellt<br />

Installation<br />

Aspen EFD 1500<br />

Sonstige Avionik<br />

Systemtiefe<br />

Aussenmodell<br />

Steuerung<br />

Visuelles VC<br />

Autopilot/FMC<br />

Sound<br />

Preis/Le<strong>ist</strong>ung:<br />

Bewertung:<br />

8.1<br />

hervorragend<br />

10/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

-/10<br />

-/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

-/10<br />

Mittlerweile sind gut drei Monate seit Beginn der Ausbildung vergangen,<br />

ich habe schon viel gelernt und erlebt. Jetzt galt es das Gelernte<br />

in einer kleinen internen Prüfung unter Beweis zu stellen. Man<br />

nennt das bei uns PPL-Zwischenprüfung. Insgesamt standen elf Fächer<br />

auf dem Programm; angefangen bei „General Navigation“ bis hin<br />

zu „Meteorology“ war alles dabei. Ich verbrachte also circa einen Vormittag,<br />

rund fünf Stunden, in der Flugschule, um mit meinen Mitstreitern<br />

diese Prüfung abzulegen. Wir haben glücklicherweise am Anfang<br />

der Ausbildung einen Zugang zu einer internen Lernplattform erhalten,<br />

die nur EAA-Cadets vorbehalten <strong>ist</strong>. Mit dieser Plattform, dem<br />

sogenannten „Instructor“, konnten wir uns perfekt auf diese Prüfung<br />

vorbereiten. <strong>Die</strong> Zeit verging, wie so oft, wie im Flug. Schnell waren<br />

die Fragen im Multiple-Choice-Verfahren beantwortet. Das Ergebnis<br />

bekamen wir nach circa 30 Minuten mitgeteilt. Alles bestanden.<br />

<strong>Die</strong> Freude am Anfang war<br />

wahnsinnig groß, verflog aber<br />

mit der Zeit wieder relativ schnell<br />

mit Blick auf die nächste, wirklich<br />

„offizielle“ Prüfung. Es stand das<br />

Allgemeine Funksprechzeugnis<br />

oder kurz AFZ vor der Tür.<br />

Im Kurs enthalten war natürlich<br />

ein vollständiger AFZ-Kurs mit<br />

einem erfahrenen Fluglotsen vom<br />

Salzburger Tower. Durch seine Arbeitszeiten<br />

fanden die Kurse me<strong>ist</strong><br />

noch abends statt, was manchmal<br />

schon einen Zwölfstundentag bedeuten<br />

konnte, was aber weniger<br />

wild war, denn das wird schließlich<br />

später auch Berufsalltag. <strong>Die</strong> erste<br />

Stunde mit unserem AFZ-Lehrer<br />

verlief gleich mal perfekt.<br />

Ich habe vorher in der professionellen<br />

Luftfahrt noch nie gefunkt,<br />

außer vielleicht mal beim Segelfliegen,<br />

doch durch mein Fliegen bei<br />

IVAO war der AFZ-Kurs für mich<br />

absolut kein Problem.<br />

Das zeigte mir, dass Flugsimulation<br />

und richtiges Fliegen sehr nah<br />

beieinander liegen. Wer sich also<br />

auf eine AFZ-Prüfung oder einen<br />

Kurs vorbereiten will, dem sei empfohlen<br />

viele Stunden bei IVAO oder<br />

VATSIM abzufliegen.<br />

Urs Wildermuth<br />

74 <strong>Flight</strong>! www.flightm.com 75


Jetzt hatte jeder Zeit sein Funkbeispiel<br />

vorzubereiten und schon einmal<br />

einen Blick auf das NOTAM zu<br />

werfen. Dank meines Nachnamens<br />

durfte ich bei der Prüfung anfangen.<br />

Aufgeregt war ich auf jeden<br />

Fall, obwohl ich wusste, dass ich<br />

gut vorbereitet war.<br />

In meinem Beispiel flog ich von<br />

Zell am See unter Sichtflugregeln<br />

in Deutsch ab, musste mich nach<br />

dem Abflug bei Wien Information,<br />

auch auf Deutsch, melden und das<br />

Flugplatzwetter für Graz (Zielflugplatz)<br />

und Informationen über ein<br />

Beschränkungsgebiet einholen.<br />

Danach sollte ich mich auf Englisch<br />

bei Salzburg Radar melden und<br />

westlich von Salzburg VOR vom<br />

VFR-Flug zum IFR-Flug wechseln,<br />

also eine Instrumentenflugstreckenfreigabe<br />

anfordern und dann<br />

ILS in Graz landen.<br />

An und für sich keine große Sache.<br />

Einmal hat mich der Controller<br />

etwas verunsichert, als er mich<br />

darauf angesprochen hat, dass ich<br />

das Callsign immer wieder abkürzen<br />

würde. Das war aber halb so<br />

schlimm ...<br />

Fertig mit dem Beispiel machte<br />

ich mich an das NOTAM. Es war<br />

mir relativ gut bekannt, also auch<br />

das keine große Sache, allerdings<br />

fiel mir ein Wort nicht ein und das<br />

macht einen doch schon ziemlich<br />

nervös, denn diese NOTAMS müssen<br />

perfekt sein.<br />

Wir wurden gemeinsam vor die<br />

Tür gebeten, um das Ergebnis abzuwarten.<br />

<strong>Die</strong> Zeit wollte nicht<br />

so recht vergehen, bis uns endlich<br />

mitgeteilt wurde, dass wir alle eine<br />

Runde weiter sind. Jetzt mussten<br />

wir nur noch ein paar Theoriefragen<br />

beantworten, die wirklich sehr<br />

leicht mit logischem Denken beantwortet<br />

werden konnten.<br />

Das Gesamtergebnis war zu 100<br />

Prozent zufriedenstellend. Alle haben<br />

ihr AFZ bestanden und sind<br />

nun zur uneingeschränkten Durchführung<br />

des Sprechfunks auch auf<br />

Instrumentenflügen berechtigt.<br />

Jetzt dürfen wir auch alleine in die<br />

Luft und unseren First Solo <strong>Flight</strong><br />

absolvieren. Dazu folgt aber in<br />

der nächsten Ausgabe ein neuer<br />

Artikel.<br />

Patrick Dorn<br />

Wissen<br />

FLIGHT!<br />

Das Resultat war gleich eine Beurlaubung<br />

für die nächsten drei Unterrichtsstunden.<br />

Im späteren Unterrichtsverlauf<br />

bekam ich eine kleine Challenge<br />

zugeteilt. Ich sollte einen British-<br />

Airways-Flug von Salzburg nach<br />

London funken, das schwerste Beispiel,<br />

was der Lehrer in der Kartei<br />

hatte. Aber genau das war ja das,<br />

was mir bekannt war. Also funkte<br />

ich souverän das Beispiel und erntete<br />

viel Lob und eine persönlich<br />

Empfehlung vom Lehrer zum späteren<br />

Bewerben bei einer Airline.<br />

Den Rest des Kurses war ich jetzt<br />

natürlich freigestellt.<br />

Alles dank IVAO.<br />

Mit dem Kursende kam natürlich<br />

noch die Prüfung, die ich, Gott sei<br />

Dank, in Salzburg ablegen konnte,<br />

sonst fährt man normalerweise<br />

nach Linz.<br />

In Österreich besteht die Prüfung<br />

aus folgenden Komponenten:<br />

• technische Kenntnisse<br />

• Sonderbestimmungen<br />

• ein NOTAM übersetzen<br />

• ein simulierter Flug, bei dem<br />

ich den Funk machen musste<br />

• rechtliche Bestimmungen<br />

Das Schlimmste war eigentlich das<br />

sogenannte NOTAM, „Notification<br />

to Airmen“.<br />

Das waren 33 kleine englische<br />

Texte, die es wirklich in sich hatten.<br />

Viele ungewöhnliche Phrasen und<br />

Fachausdrücke. Man bekam diese<br />

kleinen Texte vorher zum Lernen<br />

ausgehändigt und konnte sich somit<br />

eigentlich gut darauf vorbereiten.<br />

Jetzt ging es zur Prüfung! Wir betraten<br />

also an jenem Mittwochmorgen<br />

den Prüfungsraum, der mehr<br />

einer Küche glich, und wurden von<br />

der Prüfungskommission begrüßt<br />

und natürlich zur Kasse gebeten.<br />

76 <strong>Flight</strong>!<br />

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