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video Ultra HD (Vorschau)

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8<br />

2012<br />

TV SAT BLU-RAY HIFI HEIMKINO HIGHEND<br />

Deutschland 4,50 €<br />

Österreich 5,20 € I Schweiz sfr 9,00 I Slowenien 6,10 € I BeNeLux 5,30 €<br />

Italien 6,10 € I Spanien 6,10 € I Finnland 6,65 € I Slowakei 6,10 €<br />

EXKLUSIV FÜR<br />

VIDEO-LESER<br />

22 Heimkino-<br />

Neuheiten<br />

Online-TV-<br />

Rekorder<br />

GRATIS!<br />

4x<br />

schärfer<br />

als <strong>HD</strong>TV<br />

ULTRA <strong>HD</strong><br />

• Die ersten Geräte, der erste Film in 4K<br />

• Beste Tiefenschärfe ganz ohne 3D<br />

OLED<br />

Samsung gegen LG:<br />

Wer hat die bessere<br />

TV-Technik?<br />

DESIGN-TVs<br />

von 46 bis 60 Zoll<br />

TEST<br />

TEST<br />

• 3D-TV ohne Brille<br />

• 4K-Blu-ray-Player<br />

• 5.1-Boxen-Sets<br />

• AV-Subwoofer<br />

Kate Beckinsale<br />

in „Underworld<br />

Awakening“<br />

40<br />

NEUE BLU-RAYS<br />

IM BILD-TEST<br />

IKEA-TV<br />

AV-System UPPLEVA im Check<br />

Edle TV-Möbel-Alternativen<br />

von Spectral & Co.<br />

0 8<br />

4 190477 704504


Reference<br />

HiFi<br />

Home Cinema<br />

Pro House<br />

Flexidelity<br />

Jeder<br />

Zwischenton<br />

schärft die Sinne.<br />

Home Cinema Lösungen<br />

Harry Potter oder Star Wars? James Brown oder James Bond? Formel 1 oder<br />

Toy Story? Große Gefühle oder große Effekte? Alleine oder mit Freunden?<br />

Es gibt unzählige Arten, Filme zu genießen. Und es gibt einen Weg, das<br />

genau so zu tun, wie Sie es möchten. Entdecken Sie unsere Welt des Klangs.<br />

Informieren Sie sich über unsere Movie Systeme im autorisierten<br />

Fachhandel und unter www.canton.de


Technik-<br />

Dschungel<br />

<strong>HD</strong>TV-Sat-Receiver<br />

für <strong>HD</strong>+ und CI+<br />

UFS 932/<strong>HD</strong>+<br />

Inkl. <strong>HD</strong>+ Karte für 1 Jahr freigeschaltet<br />

ANDREAS<br />

STUMPTNER,<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Wer kennt das nicht? Man steht im Elektrofachmarkt<br />

vor einer Wand von TV-Geräten, und deren<br />

Rahmen sind gespickt mit zig Logos, die besondere<br />

technische Errungenschaften verkaufen wollen.<br />

Doch wer blickt bei der Fülle an Symbolen noch durch?<br />

Wir nutzen deshalb unser schickes Testfeld edler Design-<br />

Fernseher in dieser Ausgabe (ab Seite 26), um Ihnen einen<br />

Wegweiser durch den reichlich undurchsichtigen Logo-<br />

Dschungel an die Hand zu geben.<br />

Es gilt, vor dem Kauf zu unterscheiden zwischen hochoffiziellen<br />

Markenlogos, wie es sie etwa für <strong>HD</strong>MI, Wi-Fi<br />

oder DLNA gibt, und von Herstellern selbst kreierten Emblemen,<br />

die mit einem schön klingenden Marketing-Begriff<br />

eine bestimmte Funktion des Geräts umschreiben<br />

(zum Beispiel AllShare oder VIERA Connect). Welche sind<br />

wichtig, welche nicht? An dieser Stelle ist häufig gar so<br />

mancher Verkäufer überfragt.<br />

Licht ins Dunkel bringen wir aber auch in Sachen neuer<br />

Bildtechnologien. OLED-TVs sind seit der US-Fachmesse<br />

CES im Januar bei Technikfans in aller Munde, doch wir<br />

verraten, was diesbezüglich hierzulande zu erwarten ist.<br />

Und dass in Sachen Bildauflösung noch deutlich mehr<br />

möglich ist als das mittlerweile breit eingeführte Full <strong>HD</strong>,<br />

erläutern wir in unserem Fokusthema unter der Überschrift<br />

„<strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong>“. Denn es geht immer noch schärfer!<br />

Viel Spaß beim Lesen!<br />

Herzlichst, Ihr<br />

Andreas Stumptner<br />

Empfang von Sky<br />

Sendern über das Sky<br />

CI Plus-Modul möglich *<br />

7.2011<br />

gut<br />

KATHREIN UFS 932<br />

www.digitalfernsehen.de<br />

Durch die bereits für 1 Jahr<br />

freigeschaltete <strong>HD</strong>+ Karte<br />

ist mit dem UFS 932/<strong>HD</strong>+<br />

grenzenloser <strong>HD</strong>TV-Genuss<br />

möglich. Die integrierte<br />

CI+ Schnittstelle garantiert<br />

zukunftssicher auch den<br />

Empfang weiterer Pay-TV<br />

Sender. Über die USB-<br />

Schnittstelle besteht die<br />

Möglichkeit, TV- oder Radioprogramme<br />

aufzuzeichnen<br />

und zeitversetzt fernzusehen<br />

(Timeshift).<br />

Erhältlich in silber und<br />

schwarz.<br />

* ) CI Plus-Modul nicht im Lieferumfang enthalten.<br />

Empfang von Sky über das Sky CI Plus-Modul nur<br />

über Sat und mit einem Abonnement von Sky möglich.<br />

© cinemafestival /Shutterstock.com<br />

Fantasy-<br />

Helden<br />

Unsere Titelseite zieren zwei Fantasyund<br />

Action-Helden aus ein und derselben<br />

Hollywood-Filmschmiede: aus dem<br />

Hause Sony Pictures. Die eine, Kate Beckinsale alias Selene,<br />

führt in Underworld Awakening ab 12. Juli zum bereits<br />

vierten Mal den Kampf Vampire gegen Lykaner fort (DVDund<br />

Blu-ray-Kritik auf Seite 94/95).<br />

Der andere, der Amazing Spider-Man, schwingt sich seit<br />

28. Juni über Deutschlands Kinoleinwände, um die Anfänge<br />

des Spinnenmannes ganz neu zu erzählen. Und das nicht nur<br />

erstmals gespielt von Shooting-Star Andrew Garfield (The<br />

Social Network), sondern erstmals auch gefilmt in 3D.<br />

Stand-by-Leistung < 1 Watt<br />

Kathrein-EPG<br />

-Kabel inklusive<br />

KATHREIN-Werke KG<br />

Postfach 10 04 44<br />

Anton-Kathrein-Str. 1-3<br />

D-83004 Rosenheim<br />

Tel. 08031 184-0<br />

Fax 08031 184-306<br />

http://www.kathrein.de<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

3<br />

Antennen · Electronic


VIDEO-HOMEVISION | INHALT<br />

SEITE 54<br />

SOUNDCHECK<br />

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein elektrisches Musiksignal in Schall<br />

zu wandeln. Vier wegweisende Schallwandlerkonzepte haben wir uns<br />

einmal genauer angeschaut.<br />

SEITE 26<br />

DESIGN-TVS<br />

Wir zeigen in unserem Vergleichstest der<br />

Design-TVs von Panasonic, Samsung,<br />

Sharp und Sony, was die Sammlung an<br />

Logos auf den TV-Geräten bedeutet.<br />

SEITE 46<br />

SORGLOS-PAKETE<br />

FÜRS HEIMKINO<br />

Satelliten- oder Kabel-Receiver,<br />

Blu-ray-, Netzwerk- und Media-Player –<br />

Kombigeräte bringen alle Features<br />

fürs heimische Wohnzimmer in nur<br />

einem Gerät unter. Ist die Qualität<br />

dann auch die beste? Wir machen<br />

den Vergleichstest.<br />

NEWS & TRENDS<br />

06 Das Technik-Highlight OLED<br />

Alles rund um die ersten OLED-TVs von LG<br />

und Samsung auf dem Markt<br />

08 Aktuelles<br />

Spannende Neuigkeiten, Hintergrundberichte,<br />

Nachrichten und Tipps<br />

16 Händler des Monats<br />

Unsere Händlerempfehlung des Monats:<br />

das Augsburger High-Fidelity Studio<br />

IM FOKUS<br />

18 <strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong> auf dem Prüfstand<br />

Viermal schärfer als <strong>HD</strong>TV: Was die neue<br />

Auflösung wirklich kann und für wen sie<br />

zu empfehlen ist<br />

BILD<br />

24 Aktuelles kompakt<br />

Bessere Auflösung, weniger Strom: Sharp<br />

geht mit der IGZO-Technologie in Serie.<br />

26 Vergleichstest: Design-TVs<br />

Wir haben vier schicke Großbild-Fernseher<br />

gegeneinander antreten lassen und verraten<br />

Ihnen, was die Logos auf den Geräten wie<br />

Live Colour und AQUOS LINK bedeuten.<br />

38 Einzeltest: 3D ohne Brille<br />

Der 3D-TV Toshiba 55ZL2G liefert den Kunden<br />

endlich brillenloses 3D. Wir zeigen, wie gut<br />

der Fernseher wirklich ist.<br />

42 Vergleichstest: Blu-ray-Player<br />

Die brandneuen Player von Philips und Sony<br />

bieten die heißesten Technik-Features.<br />

46 Vergleichstest: Kombigeräte<br />

Die Rundum-sorglos-Pakete von LG,<br />

Panasonic und Samsung im Vergleich<br />

TON<br />

52 Aktuelles kompakt<br />

Die neuen Soundlösungen von Boston<br />

Acoustics, Denon und Marantz<br />

54 Vergleichstest: 5.1-Lautsprecher-Sets<br />

Vier wegweisende Schallwandlerkonzepte<br />

unter der Lupe<br />

62 Einzeltest: AV-Receiver<br />

Denon präsentiert den AVR-2113 mit seinem<br />

einzigartigen Blu-ray-Transporter.<br />

68 Einzeltest: AV-Subwoofer<br />

Receiver und Subwoofer in einem – das bringt<br />

4


VON 46 BIS 60 ZOLL<br />

SEITE 18<br />

ULTRA <strong>HD</strong> –<br />

DIE ERSTEN GERÄTE<br />

Viermal schärfer als <strong>HD</strong>TV: <strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong><br />

verspricht gestochen scharfe Bilder<br />

und Tiefenschärfe ganz ohne 3D. Wir<br />

präsentieren Geräte und den ersten<br />

Film zum neuen Auflösungs-Trend.<br />

ALLE TESTS IN<br />

ALPHABETISCHER<br />

REIHENFOLGE<br />

Fernseher<br />

Panasonic TX-P50GT50E 30<br />

Samsung UE55ES6890 32<br />

Sharp LC-60LE840E 34<br />

Sony KDL-46HX855 28<br />

Toshiba 55ZL2G 38<br />

Blu-ray-Player<br />

Denon DBT-1713UD 62<br />

Philips BDP7700 44<br />

Sony BDP-S790 45<br />

AV-Receiver<br />

Denon AVR-2113 62<br />

AV-Subwoofer<br />

Teufel US6112/6 R<strong>HD</strong> 68<br />

Kombigeräte<br />

LG HR929S 48<br />

Panasonic DMR-BST720 50<br />

Samsung BD-E8909S 49<br />

5.1-BD-Komplettsysteme<br />

LG BH8220B 72<br />

Samsung HT-E6759W 73<br />

5.1-Lautsprecher<br />

Jamo D 600 57<br />

KEF R300, R200c, R400b 58<br />

Klipsch Reference II 59<br />

MartinLogan EM-Set 61<br />

Kurztests<br />

Avinity Antenna 120dB 3m 91<br />

Loewe SoundVision 90<br />

SoundFreaq Sound Stack SFQ-O3 91<br />

VideoWeb VideoWeb TV 91<br />

nun Teufel auf den Markt. Wir testen, was<br />

die neue Produktklasse kann.<br />

70 Test: Blu-ray-Komplettsysteme<br />

Samsung und LG wollen mit ihren neuen<br />

Spitzenmodellen den Markt erobern.<br />

NETZWERK<br />

76 Aktuelles kompakt<br />

Alles rund um den neuen WLAN-Standard<br />

IEEE 802.11ac<br />

78 Fernsehen im ganzen Haus<br />

Flat-TVs und <strong>HD</strong>TV-Rekorder streamen das<br />

TV-Bild und Aufnahmen im Netzwerk.<br />

84 Serie: Der PC im Wohnzimmer<br />

Wir zeigen in unserer Serie, wie Ihr Computer<br />

zum Medien-Server für Ihre Daten wird.<br />

FILME<br />

94 Home Entertainment<br />

Neue Blu-rays im Bild- und Ton-Check. Mit<br />

dabei: Underworld Awakening, Die eiserne<br />

Lady und Drive.<br />

REPORT<br />

124 Edle TV-Möbel-Alternativen<br />

Möbelstücke, in denen Lautsprecher oder<br />

Fernseher integriert sind, liegen im Trend –<br />

ein Blick auf den IKEA-TV und andere Lösungen<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial // 75 Nostalgie // 88 Forum<br />

90 Kurztests // 115 Bestenliste<br />

123 Impressum // 129 Glosse<br />

130 <strong>Vorschau</strong><br />

FILME<br />

Die neuesten Blu-rays und DVDs im<br />

Test. Dazu erhalten Sie Hintergründe,<br />

Kinotipps und News aus der großen<br />

Welt des Entertainments.<br />

Best Exotic Marigold Hotel 98<br />

Bezaubernde Lügen 99<br />

Die eiserne Lady 102<br />

Drive 100<br />

Ein riskanter Plan 103<br />

Für immer Liebe 102<br />

John Carter – Zwischen zwei Welten 96<br />

Mein liebster Alptraum 99<br />

Pakt der Rache 103<br />

Underworld Awakening 94<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

5


NEWS & TRENDS<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Hersteller<br />

OLED kommt!<br />

Glaubt man den Herstellern LG und Samsung, bleiben die erstmals auf der CES gezeigten<br />

OLED-Fernseher keine leeren Versprechungen. Sie sind marktreif und werden bald bei uns<br />

eingeführt. Das Rennen geht in die letzte Runde, doch ein Boxenstopp könnte alles ändern.<br />

Genau genommen ist das aktuelle<br />

Wettrennen um die<br />

Markteinführung ja nur das<br />

Qualifying – um mal im Sprachgebrauch<br />

von Sebastian Vettel zu bleiben,<br />

der sich beim LG OLED-<br />

Launch für diese Technik begeisterte.<br />

Wer als Erster in den<br />

Läden mit einem Gerät am Start<br />

ist, muss ja nicht unbedingt<br />

langfristig das Rennen gewinnen.<br />

Trotzdem zeugt das von<br />

einem technologischen Vorsprung,<br />

den es erst einmal aufzuholen<br />

gilt.<br />

LG und Samsung zeigten auf<br />

der CES Mustergeräte, die bereit<br />

für die Produktion seien,<br />

und nannten die zweite Jahreshälfte<br />

für den Marktstart. Hinter<br />

den Kulissen gab es jedoch Gerüchte,<br />

Samsung würde die Linie des puren<br />

RGB-OLED verlassen und nun auch<br />

auf WRGB setzen. Das würde die Produktion<br />

wohl um Monate zurückwerfen.<br />

Sollten LGs Aussagen zutreffen,<br />

WRGB sei in puncto Brillanz der Bilder<br />

überlegen und zudem preiswerter<br />

zu fertigen, wäre die Entscheidung<br />

verständlich. Noch zur CES zeigte<br />

Samsung OLEDs, die sich aus reinen<br />

RGB-Zellen zusammensetzen und keine<br />

Farbfilter benötigen. Hier sind<br />

theo retisch perfekt reine Farben bei<br />

Am 10. Mai enthüllte Samsung den ES9500<br />

als weltweit ersten 55-Zoll-OLED-TV für die<br />

Massenproduktion. Sein Preis: ca. 7.000 Euro.<br />

geringstem Stromverbrauch möglich.<br />

LG legt drei OLED-Schichten übereinander<br />

und erzeugt damit weiße Pixel:<br />

vier je Bildpunkt. Bei den Grundfarben<br />

Rot, Grün und Blau wird dann<br />

durch Farbfilter Energie geschluckt,<br />

die weiße Zusatzfläche soll aber die<br />

Lichtleistung des Panels deutlich verbessern.<br />

Dafür müssen die Bildpunkte<br />

bei der Produktion nicht durch ein<br />

Lochraster aufgedruckt werden – laut<br />

LG ein wichtiger Fertigungsvorteil.<br />

Bleiben die anderen großen Vorzüge<br />

der OLED-Technik. Vor allem der<br />

theoretisch unendliche In-Bild-<br />

Kontrast bei völlig unkritischem<br />

Blickwinkel: Der kommt daher,<br />

dass jedes Pixel selbst leuchtet<br />

(anders als bei LCD). Zudem<br />

liegt die Reaktionszeit von nur<br />

0,02 ms Welten von LCD entfernt.<br />

Und anders als bei Plasma<br />

sind die Farben gleichzeitig<br />

in allen Schattierungen aktiv<br />

und in unglaublich bunten Sättigungsvarianten<br />

verfügbar.<br />

Wie es momentan um die kritische<br />

Lebensdauer der blauen<br />

OLEDs im Vergleich zu den anderen<br />

Farben bestellt ist, verraten beide<br />

Hersteller nicht. Hier lag früher ein<br />

Problem der Technik. Glaubt man Profi-Foren,<br />

liegt die Halbwertszeit nun<br />

schon bei über 60.000 Stunden – genug<br />

für ein langes OLED-TV-Leben.<br />

Die neuen Super-Fernseher können<br />

also kommen und wir freuen uns darauf,<br />

erste Geräte zu testen.<br />

Technik<br />

Die Pixel von<br />

OLED-Displays<br />

sind eigentlich<br />

deutlich einfacher<br />

aufgebaut als<br />

LCDs. Trotzdem<br />

bereitete die Fertigung<br />

großer Diagonalen<br />

arge Probleme,<br />

die jetzt behoben<br />

sein sollen.<br />

LCD RGB-OLED WRGB-OLED<br />

Bei LCD liefert eine Hintergrundbeleuchtung<br />

Licht. Darüber liegen diverse<br />

Polarisatoren, die LCD-Zellen als<br />

Lichtventile und dann noch Farbfilter.<br />

Organische OLED-Pixel senden direkt<br />

buntes Licht in den Grundfarben Rot,<br />

Grün und Blau aus. Im Gegensatz zu<br />

LCD können Schwarzwert und Blickwinkel<br />

daher perfekt sein.<br />

Bei WRGB-OLED leuchten die Pixel<br />

erst weiß (drei RGB-Schichten) und<br />

werden dann durch Filter zu Grundfarben.<br />

Eine weiße Zusatzfläche soll die<br />

Gesamthelligkeit deutlich erhöhen.<br />

6


OLED-TV von LG:<br />

55EM960V<br />

Am 24.5. lud LG über 400 Journalisten und Händler<br />

zum OLED-Start zur Formel 1 nach Monte Carlo ein.<br />

Sebastian Vettel erklärte, warum ein Fernseher besonders<br />

schnell, und Australiens erstes Next-Topmodel<br />

Gemma Sanderson, warum er so schlank und<br />

leicht sein muss. Die Demos waren phänomenal.<br />

Durch eine moderne<br />

Carbon-Verstärkung<br />

war es möglich, die<br />

Dicke des Displays<br />

auf sagenhafte 4 mm<br />

zu verringern.<br />

Schon bald auf dem Markt<br />

Für die zweite Jahreshälfte ist die Markteinführung<br />

von LGs OLED-TV in Europa geplant. Das Full-<strong>HD</strong>-Gerät<br />

setzt auf WRGB-OLED (siehe links) und besitzt als<br />

absolutes Spitzenmodell alles an Smart TV und 3D,<br />

was man sich nur wünschen kann. Dazu kommt es<br />

mit äußerst elegantem Tischfuß, Bodenständer<br />

oder Wandbefestigung auf den Markt, wobei<br />

die Signale über dezente 2,5-mm-<br />

Lichtleiter transportiert werden.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

7


NEWS & TRENDS<br />

Musikgenuss für<br />

unterwegs<br />

Gewinnen Sie einen von drei<br />

Bluetooth-Lautsprechern<br />

der Marke SoundFreaq im<br />

Wert von je 119 Euro.<br />

METZ<br />

Augenschmaus<br />

www.metz.de // ab 3.999 Euro<br />

Der Metz Aurus, neues Mitglied der<br />

TV-Familie von Metz, vereint Ästhetik<br />

und Technik. Hinter der schwarz eloxierten<br />

Aluminiumfront verbergen<br />

sich 3D-LED-Technologie, 200 Hz und<br />

zwei Triple-Tuner für DVB-T/-C und<br />

-S2. Diese erlauben TV-Empfang ohne<br />

störende Set-Top-Boxen.<br />

Das eingebaute Zwei-Wege-Bassreflex-Lautsprechersystem<br />

bietet eine<br />

gute Akustik, die zusätzlich durch das<br />

meca-Soundpro-Tonsystem verstärkt<br />

wird. Kräftige Bässe, saubere Mitten<br />

und klare Höhen erzeugen ein gutes<br />

Klangerlebnis. Erhältlich ist der neue<br />

Metz-TV in einer 42- sowie einer<br />

47-Zoll-Ausführung.<br />

Der Sound Kick lässt sich<br />

bequem mit dem iPhone<br />

verbinden.<br />

Der portable Bluetooth-Lautsprecher von SoundFreaq lässt sich mit Apple-,<br />

Windows-, Android- und BlackBerry-Smartphones verbinden und spielt<br />

die Musikdateien der verschiedenen Bibliotheken ab. Der kompakte Sound<br />

Kick bietet bis zu sieben Stunden Akkulaufzeit und passt in jeden Rucksack.<br />

Damit ist er bestens geeignet, um ihn im Sommer draußen zu nutzen.<br />

Um einen der drei Lautsprecher zu gewinnen, müssen Sie folgende Frage<br />

richtig beantworten:<br />

Wie nennt man den Industriestandard für die Datenübertragung<br />

auf kurzer Distanz zwischen Geräten per Funktechnik?<br />

A) Bluetooth B) DLNA C) IrDA<br />

Einfach anmelden und Frage beantworten im Internet unter<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/gewinnspiel<br />

Teilnahmeschluss ist der 31.7.12. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter<br />

der WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH und des SoundFreaq-Importeurs<br />

Globell Netherlands bv und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.<br />

SOMIKON<br />

Aus Sicht des Hundes<br />

www.pearl.de // 40 Euro<br />

8<br />

Die 63 Gramm leichte Haustierkamera<br />

SPC 130 von Somikon ermöglicht<br />

es, die Welt durch Hundeaugen zu<br />

sehen. Mit ihr lässt sich das Leben<br />

des Haustiers mit all seinen Entdeckungen<br />

festhalten. Die kleine Kamera<br />

kann dank ihrer Halterung etwa an<br />

Halsbändern oder Käfigen befestigt<br />

werden.<br />

Der Hersteller verspricht mit seinem<br />

Lithium-Ionen-Akku eine Aufnahmezeit<br />

von bis zu zwei Stunden. Da die<br />

Kamera auch bis zu drei Meter tief<br />

wasserfest und bis zu einem Meter<br />

sturzfest ist, lässt sie sich bei Bedarf<br />

auch als Action Cam für abenteuerreiche<br />

Videos einsetzen.


BIS ZUM<br />

21.07.2012 EINEN<br />

LG 55LM860V KAUFEN UND<br />

Smart sind die innovativen<br />

Features der neuen Cinema<br />

3D Smart TV-Generation<br />

von LG. Die Kombination<br />

aus brillantem 3D TV und<br />

innovativem Smart TV in<br />

einem Gerät, batteriefreie<br />

3D-Brillen und die Konvertierung<br />

von 2D zu 3D.<br />

Und das alles mit der<br />

intuitiven Fernbedienung<br />

Magic Remote komfortabel<br />

steuern.<br />

Smart ist...<br />

LG CINEMA 3D Smart TV.<br />

300 €<br />

SPAREN! *<br />

LG LM860V<br />

www.lg.de/LM860V<br />

Mehr Infos:<br />

*Gilt nur für das Modell 55LM860V, beim Kauf eines 47LM860V sparen Sie 200 €.


NEWS & TRENDS<br />

PHILIPS<br />

50 Jahre Erfahrung<br />

www.philips.com // 200 Euro<br />

Der neue Fidelio M1 von Philips verspricht Hi-Fi-Fans optimalen<br />

Sound für unterwegs. Damit neben<br />

dem Klang auch der Tragekomfort gegeben<br />

ist, ist der Kopfhörer aus atmungsaktivem<br />

Memory-Schaum<br />

geformt und sorgt somit für eine<br />

gleichmäßige Druckverteilung<br />

und leitet Wärme ab.<br />

Laut Christian Bauer, Manager<br />

Marketing Headphones, stecken<br />

in dem neuen Wegbegleiter<br />

von Philips ganze 50 Jahre<br />

Erfahrung im Bereich Kopfhörer-Akustik.<br />

Somit sei ein robuster<br />

und ansprechend gestalteter<br />

Kopfhörer entstanden.<br />

PMC<br />

Short<br />

News<br />

Programmvielfalt<br />

Sky-Kunden in NRW und Hessen können sich<br />

freuen: Das <strong>HD</strong>-Angebot wird um drei weitere<br />

Sender erweitert. Damit liefert Sky eine größere<br />

Auswahl an Live-Sport-Übertragungen<br />

sowie aktuelle Spielfilme in <strong>HD</strong>.<br />

Königliche Neuheit<br />

Der englische Laufwerke-Hersteller Avid<br />

bringt die nächste Generation seiner Phonovorstufe:<br />

die Pulsare II. Diese hat getrennte,<br />

edel verarbeitete Gehäuse für das Netzteil<br />

und die Vorstufe. Ausgangsseitig stehen echte<br />

symmetrische (XLR) oder unsymmetrische<br />

(RCA) Ausgänge zur Verfügung.<br />

Stilvolle Kooperation<br />

Der Hi-Fi-Spezialist Bang & Olufsen und der<br />

Kommunikationshersteller Siedle geben ihre<br />

Zusammenarbeit in Sachen Heimvernetzung<br />

und Heimautomatisierung bekannt. So sollen<br />

Sicherheitsaspekte und Unterhaltungselektronik<br />

Hand in Hand gehen und den Wunsch<br />

nach dem intelligenten Heim verwirklichen.<br />

Individuell<br />

www.pmc-speakers.com //<br />

ab 1.000 Euro<br />

PMC stellt den Wafer, einen passiven Wandanbau-Lautsprecher, vor. Dank<br />

der zwei Hochtöner, die per Schalter wahlweise aktiviert werden können,<br />

lassen sich Wafer-Lautsprecher sowohl horizontal als auch vertikal einsetzen.<br />

Für den besonderen Einsatzort als Center über oder unter dem TV-<br />

Gerät besteht die Möglichkeit des Beam-up, um die Abstrahlung ohne<br />

klangliche Einbußen leicht nach unten bzw. oben zu richten.<br />

Die Lautsprecher gibt es aktuell wahlweise mit einem 14-cm- und einem<br />

17-cm-Basslautsprecher in Schwarz oder in Weiß. Zusätzlich kann der<br />

Kunde zwischen Ein- bzw. Aufbaulautsprecher wählen. Wer es individuell<br />

haben möchte, kann sich den Wafer auch mit einem eigenen Foto bedrucken<br />

lassen.<br />

Firmenjubiläum<br />

Kopfhörer, Mikrofone sowie drahtlose Anlagen:<br />

Für all das ist das österreichische Unternehmen<br />

AKG Acoustics GmbH bekannt.<br />

Dieses Jahr feiert die Firma ihr 65-jähriges<br />

Jubiläum und ihren weltweiten Erfolg in der<br />

Unterhaltungselektronik mit dem besten<br />

Umsatzergebnis seit 20 Jahren.<br />

ANGA Cable: mehr Besucher<br />

Auf der diesjährigen ANGA Cable wurden laut<br />

Veranstalter mehr als 16.000 Fachbesucher<br />

und 1.600 Kongress-Teilnehmer verzeichnet.<br />

Mit diesem Besucheranstieg baut die Fachmesse<br />

ihre Führungsposition in Europa aus.<br />

10


16,0<br />

Megapixel<br />

7,5<br />

cm<br />

Display<br />

Digitale Systemkamera<br />

(Kit) DMC-G 3 KEG-K<br />

• Wechselobjektiv-Kamera•höchste Bildqualität<br />

durch 16MP-Live-MOS-Sensor • schneller, präziser<br />

Autofokus • großer Sucher mit 100% Bildfeld<br />

• dreh- und schwenkbares Display•Full <strong>HD</strong> Video<br />

mit kontinuierlichem AF • hochwertiges Aluminium-<br />

Gehäuse • mit LumixGVario Zoom 14-42 mm<br />

(KB 28-84 mm) • Art.-Nr.: 689563<br />

549.-<br />

Alle Preise Abholpreise. Keine Mitnahmegarantie. Ohne Dekorationsartikel.<br />

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TV AUDIO ELEKTRO ENTERTAINMENT FOTO PC HANDY


NEWS & TRENDS<br />

HUMAX<br />

Ab ins Kabel www.humax-digital.de // 250 Euro<br />

Termine<br />

Sportlich<br />

Am 15. Juli wird in der BMW Welt in München<br />

der bayerische Sportpreis 2012 verliehen.<br />

Die Sieger werden unter anderem in<br />

den Kategorien „Hochleistungssportler<br />

plus“, „Nachwuchssportler“ und „Jetzterst-recht-Preis“<br />

ausgezeichnet.<br />

HUMAX bringt eine Kabel-taugliche Version seines Receivers <strong>HD</strong>-Fox auf den<br />

Markt. Er kann via Conax- und CI-Plus-Schnittstelle TV-Angebote verschiedener<br />

Kabelnetze empfangen. Er zaubert nicht nur gestochen scharfes Kabelfernsehen<br />

auf den TV-Bildschirm, sondern unterhält auch mit dem HUMAX-<br />

TV-Portal und attraktiven HbbTV-Diensten seine Zuschauer. Per USB-Port<br />

wird der Receiver zudem zum digitalen Videorekorder.<br />

SMART<br />

Smart im Kabelnetz www.smart-electronic.de<br />

Startschuss<br />

Am 27. Juli beginnt nach der EM das nächste<br />

Sport-Highlight 2012: die Olympischen Sommerspiele<br />

in London. Über 10.000 Sportler<br />

messen sich in Disziplinen wie Leichtathletik,<br />

Tennis, Volleyball und Gewichtheben.<br />

Erstmals bringt smart electronic einen Kabel-Receiver auf den Markt, der<br />

für das Programmangebot von Kabel Deutschland konzipiert ist. Der Zappix<br />

KD kann es dank seines integrierten Zugangssystems ganz einfach empfangen.<br />

Lediglich eine entsprechende Smartcard muss dafür in den Kabel-Receiver<br />

eingefügt werden. Verbindet man ihn mit einem externen Speichermedium,<br />

wie etwa einer externen Festplatte, verwandelt er sich in einen<br />

bedienungsfreundlichen Videorekorder.<br />

Kinomonat Juli<br />

In diesem Monat ist der Kinobesuch Pflicht.<br />

Gleich vier Fortsetzungen erfolgreicher Filmproduktionen<br />

sind im Sommer 2012 zu sehen:<br />

Ice Age 4, The Amazing Spider-Man, G.I. Joe<br />

2: Die Abrechnung und The Dark Knight Rises.<br />

ZAHL DES MONATS<br />

9.800.000<br />

Absatzrekord<br />

Laut der Gesellschaft für Unterhaltungs- und<br />

Kommunikationselektronik (gfu) steigen anlässlich<br />

der Fußball-Europameisterschaft die<br />

Verkaufszahlen für <strong>HD</strong>TVs. Für 2012 erwarten<br />

Marktforscher mit 9,8 Millionen verkauften<br />

Fernsehgeräten einen neuen Absatzrekord.<br />

TECHNISAT<br />

Smart TV<br />

www.woomi.tv<br />

Hinter dem klangvollen Namen woomi<br />

verbirgt sich ein weiterer Videodienst<br />

für die ISIO-Plattform von<br />

TechniSat. Mit der woomi-Applikation<br />

haben Smart-TV-Besitzer Zugang<br />

zu TV-Unterhaltung in <strong>HD</strong>-Qualität.<br />

Sie können auf aktuelle Nachrichten<br />

von Deutsche Welle TV, Sport-Programme<br />

wie bike radar und cycling<br />

news oder das Segelmagazin The<br />

Sailing Channel zugreifen.<br />

Daneben können Dokumentationen<br />

oder Spielfilme der Anbieter<br />

Openfilm und Blinkx<br />

hinzugebucht werden. Auch<br />

die Erotikbibliothek forno gehört<br />

zum Angebot.<br />

Allen Smartphone- und Tablet-Besitzern<br />

bietet die neue App eine große Auswahl<br />

an Filmen, Dokumentationen und News<br />

in bester <strong>HD</strong>-Qualität.<br />

12


LESERAKTION | SAVE.TV<br />

TV-Archiv<br />

drei Monate gratis<br />

AKTION<br />

Eine<br />

in Kooperation<br />

mit Save.TV<br />

Mit dem Online-Videorekorder Save.TV verpassen Sie<br />

garantiert keine TV-Sendung mehr. Wir schenken allen<br />

Lesern drei Monate Save.TV XL.<br />

Redaktion: Andreas Stumptner // Bilder: Archiv, Save.TV<br />

Sie sind unterwegs und können<br />

Ihre Lieblingssendung<br />

nicht sehen? Mit Save.TV ist<br />

das kein Problem mehr, denn<br />

dieser innovative Service hat die<br />

Funktion des guten alten Videorekorders<br />

ins Internet-Zeitalter übersetzt –<br />

und dabei noch deutlich erweitert!<br />

Mit Save.TV lassen sich Programme<br />

von 44 deutschen privaten und öffentlichen<br />

TV-Sendern aufzeichnen – sogar<br />

bis zu 30 verschiedene Sendungen<br />

gleichzeitig! So verpassen Sie nichts<br />

mehr. Klasse ist auch: Werbung wird<br />

bei der Aufnahme automatisch entfernt.<br />

Ein Mausklick genügt!<br />

Und das Beste: Die Leser von Video-<br />

HomeVision können das umfassende<br />

Angebot von Save.TV XL jetzt drei<br />

Monate lang kostenlos nutzen und<br />

sparen damit satte 44,95 Euro!<br />

Save.TV bietet viele Vorteile, etwa<br />

ein unbegrenztes Online-Videoarchiv.<br />

Sie streamen oder downloaden Ihre<br />

Filme,<br />

S e r i e n<br />

und Dokus volle<br />

30 Tage. Sie können<br />

Aufnahmen ansehen, wo<br />

und wann Sie wollen: mobil bequem<br />

von zu Hause, via PC, TV, Tablet<br />

oder Smartphone – und das in voller<br />

TV-Auflösung! Natürlich können<br />

Sie Aufnahmen auch auf Festplatte<br />

downloaden und auf CD oder DVD<br />

brennen.<br />

Fernsehen, wo Sie wollen<br />

Das Aufnehmen funktioniert mit wenigen<br />

Klicks und ist kinderleicht, auch<br />

dank des Online-Assistenten für Serien<br />

und Empfehlungen.<br />

Wer Save.TV via Smartphone oder<br />

Tablet-PC nutzen möchte, kann im jeweiligen<br />

App Store für Apple- oder<br />

Android-Geräte eine kostenlose Save.<br />

TV-App herunterladen. Mithilfe der<br />

App können Sie Ihre Aufnahmen je-<br />

derzeit<br />

per WLAN<br />

oder Internet-Flat<br />

auch auf einem Mobilgerät ansehen.<br />

Video-HomeVision hatte Save.TV<br />

bereits in Ausgabe 9/10 einem Test<br />

unterzogen und mit der Note „sehr<br />

gut“ zum Testsieger gekürt.<br />

Wichtig zu wissen<br />

Wer sich bis zum 3.8.12 anmeldet,<br />

kann Save.TV XL drei Monate lang gratis<br />

nutzen. Wenn Sie den Dienst danach<br />

nicht mehr in Anspruch nehmen<br />

möchten, müssen Sie vor Ablauf der<br />

Testphase kündigen. Anderenfalls<br />

schließen Sie automatisch ein 12-Monats-Paket<br />

von Save.TV XL zum Preis<br />

von 9,99 Euro pro Monat ab.<br />

So geht<br />

➜ Im Internet auf <strong>video</strong>-homevision.save.tv eröffnen<br />

Sie Ihr eigenes Save.TV-Konto und melden sich mit<br />

Ihren persönlichen Daten an. Save.TV schickt Ihnen daraufhin<br />

Ihre Zugangsdaten per E-Mail zu.<br />

➜ Melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an. Jetzt können<br />

Sie TV-Programme zur Aufnahme auswählen. Klicken<br />

Sie dazu auf Aufnahme.<br />

➜ Bereits kurz nach Ende der Ausstrahlung steht die Aufnahme<br />

in Ihrem Videoarchiv zum Download zur Verfügung:<br />

in voller TV-Auflösung und als Mobil-Version.<br />

Save.TV ist nicht<br />

nur auf dem PC verfügbar,<br />

sondern<br />

auch als App für<br />

iPad und iPhone<br />

oder auch für Android-Geräte<br />

wie<br />

Samsung-Smartphones.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

13


NEWS & TRENDS<br />

B&O<br />

Luxus trifft Luxus www.bang-olufsen.com<br />

Bang & Olufsen vertreibt ein neues High-End-Soundsystem<br />

für die Mercedes-Benz-E-Klasse und dehnt damit<br />

sein Spektrum an High-End-Audiosystemen aus.<br />

Das neue System besticht mit seinem gewohnt edlen<br />

Design und der optimierten Klangwiedergabe von<br />

B&O. Die robusten Lautsprecher-Abdeckungen aus<br />

Aluminium mit lasergraviertem B&O-Logo fügen sich<br />

nahtlos in das gehobene Design der Mercedes-Luxusklasse<br />

ein. 14 Aktivlautsprecher mit einer Leistung von<br />

1.200 Watt und die verteilten hohen Töne in 180-Grad-<br />

Fächern erzeugen einen ansprechenden Raumklang in<br />

gewohnter B&O-Qualität. Nachdem der dänische Hersteller<br />

erst vor Kurzem sein erstes BeoLiving-Konzept<br />

für Fahrzeuge vorgestellt hat, baut er mit dem High-<br />

End-Sound-System für die E-Klasse und den Mercedes<br />

Benz CLS seine Zusammenarbeit mit der Automobilbranche<br />

weiter aus.<br />

Der dänische Hersteller Bang & Olufsen ist<br />

vor allem für seine edlen Design-Produkte,<br />

wie Lautsprecher, Surround-Systeme und<br />

Fernsehgeräte bekannt.<br />

ADVANCE ACOUSTIC<br />

Kompakte Neuheit<br />

www.advance-acoustic.com // 1.000 Euro<br />

Erweiterbar<br />

Laut LG und TP Vision bereiten<br />

sich bereits weitere<br />

japanische TV-Hersteller<br />

auf den Eintritt in die<br />

Smart TV Alliance vor.<br />

Weiter Namen sollen in<br />

Kürze auf der Homepage<br />

bekannt gegeben werden.<br />

Mit diesem QR-Code gelangen<br />

Sie zum offiziellen<br />

Internet-Auftritt der Allianz,<br />

wo Sie alles zur neuen<br />

Kooperation finden.<br />

LG & PHILIPS<br />

Clevere Allianz<br />

www.smarttv-alliance.org<br />

Wie bereits auf der IFA 2011 in Berlin<br />

angekündigt, geben LG Electronics<br />

und TP Vision (Philips TVs) die Gründung<br />

der Smart TV Alliance öffentlich<br />

bekannt. Damit könnten die<br />

Zeiten des Smart-TV-Durcheinanders<br />

ein Ende nehmen. Ziel der Kooperation<br />

ist es, Applikationen in eine herstellerneutrale<br />

Umgebung einzubauen.<br />

So könnte Nutzern von Smart TV<br />

künftig ein größerer Pool von Movies<br />

on Demand, Musikdiensten, Spielen,<br />

sozialen Netzwerk-Services etc. zur<br />

Verfügung gestellt werden. Welche<br />

weiteren Hersteller der Allianz beitreten,<br />

soll demnächst auf deren Website<br />

veröffentlicht werden.<br />

Das Mini-Hi-Fi-Center EZY 80 von Advance Acoustic findet mit seinen kompakten<br />

Abmessungen in jeder Umgebung Platz und lässt dank Netzwerk-<br />

Schnittstelle, Bluetooth-Empfänger, USB-Eingang und zusätzlichen Digitaleingängen<br />

so gut wie keine multimedialen Wünsche offen. Ob Audio-<br />

Live-Stream, Musikwiedergabe vom USB-Stick oder drahtlos direkt vom<br />

Smartphone oder Netzwerk: Das EZY 80 ist leicht zu bedienen und besitzt<br />

einen integrierten CD-Spieler und einen klassischen AM/FM-Tuner.<br />

Sowohl außen als auch<br />

innen einen Blick wert:<br />

Das Innenleben des Mini-Hi-Fi-Centers<br />

EZY 80<br />

von Advance Acoustic<br />

beherbergt auch einen<br />

CD-Spieler und einen<br />

AM/FM-Tuner.<br />

14


CREATIVE<br />

Mobiler Sound<br />

www.de.creative.com // ab 100 Euro<br />

TERRATEC<br />

Barrierefreie Musik<br />

www.terratec.de // 95 Euro<br />

Hoch hinaus will Creative mit seiner<br />

neuen Lautsprecher-Serie Sound<br />

BlasterAxx. Drei neue Boxen mit beleuchtetem<br />

Touch-Panel, die sowohl<br />

den Ton von Filmen und Computerspielen<br />

wiedergeben als auch als<br />

Freisprech-Einrichtung dienen, bringt<br />

Creative damit auf den Markt.<br />

Die neuen Lautsprecher lassen sich<br />

drahtlos per Android- oder iOS-App<br />

steuern und sind erstmals mit integrierter<br />

Soundkarten-Technologie<br />

ausgestattet. Via Bluetooth kann der<br />

Nutzer seine Musikbibliothek an die<br />

Boxen weitergeben oder alternativ<br />

auch kabelgebunden über USB oder<br />

Klinke ansteuern. Die verschiedenen<br />

Modelle sind ab 100 Euro aufwärts<br />

pro Stück ab Juli (Sound BlasterAxx<br />

SBX 8 und 10) bzw. August (SBX 20)<br />

erhältlich.<br />

_08JKB_Bose_1_2_Video_08_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);12. Jun 2012 10:19:26<br />

Das erste barrierefreie Radio für Sehbehinderte,<br />

das Noxon dRadio 110, entstand<br />

aus der Zusammenarbeit von<br />

Bayern Digitalradio und Terratec. Es<br />

enthält fühlbare Bedientasten sowie<br />

menügesteuerte Signaltöne und soll<br />

Sehbehinderten damit die Handhabung<br />

des Radios erheblich erleichtern.<br />

Kernstück des Geräts ist eine audiovisuelle<br />

Bedienungsanleitung. Diese ist<br />

vertont und erklärt Schritt für Schritt die<br />

Inbetriebnahme und Funktionen. Selbst<br />

bei der Verpackung haben die Hersteller<br />

an alles gedacht und diese sehbehindertengerecht<br />

gestaltet.<br />

Ausgelegt ist das Radio<br />

für UKW-, DAB- und<br />

DAB+-Empfang und garantiert<br />

damit Sound in<br />

CD-Qualität.<br />

Speichern Sie Ihre Lieblingsmusik auch<br />

in Ihrem Handy? Jetzt können Sie Ihre<br />

Songs immer und überall genießen,<br />

gemeinsam mit anderen und in jeder<br />

Lautstärke. Das Bose ® SoundLink ® ist<br />

ein kabelloses Lautsprechersystem, das<br />

mit Ihrem Smartphone, Ihrem Tablet-<br />

PC oder anderen Bluetooth ® -fähigen<br />

Geräten kompatibel ist. Genießen<br />

Sie Spitzenklang – dank einzigartiger<br />

Technologien, die Ihnen nur Bose bietet.<br />

Erleben Sie den SoundLink ®<br />

Speaker<br />

selbst und hören Sie, wie es klingt, wenn<br />

Sie die Musik auf Ihrem Mobiltelefon<br />

zu neuem Leben erwecken.<br />

Musik.<br />

Immer<br />

und überall.<br />

SoundLink ® Wireless Mobile Speaker<br />

Kennziffer<br />

12ALVIH027<br />

m.bose.eu/slm_de<br />

Gebührenfrei anrufen:<br />

✆ (08 00)267 31 11<br />

www.bose.de<br />

©2012 Bose Corporation. Die Bluetooth ® -Wortmarke<br />

und -Logos sind eingetragene Warenzeichen der<br />

Bluetooth SIG, Inc. Jegliche Nutzung durch die<br />

Bose Corporation erfolgt unter Lizenz.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

15


NEWS & TRENDS | HÄNDLER DES MONATS<br />

High-Fidelity Studio<br />

Dominikanergasse 7<br />

86150 Augsburg<br />

Tel.: 08 21 / 3 72 50<br />

high-fidelity-studio@t-online.de<br />

www.high-fidelitystudio.de<br />

Service-Angebot<br />

Drei Vorführräume, hauseigene<br />

Werkstatt, Vorführung der<br />

Geräte auch beim Kunden,<br />

Installation, Bild- und Tonkalibration<br />

Marken-Highlights<br />

Accuphase, Aesthetix, AMG<br />

Audio Physic, B&W, Benz<br />

Micro, Burmester, Cambridge,<br />

Linn, McIntosh, Naim, Panasonic,<br />

Pathos, Sumiko<br />

„Klassischer High-End-Laden“<br />

Als Anbieter und Vertrieb glorreicher Marken überzeugt das Augsburger<br />

High-Fidelity Studio. Und es hat ganz nebenbei einen der hochwertigsten<br />

Schallplattenspieler konzipiert.<br />

Autor: Volker Straßburg // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: High-Fidelity Studio<br />

Sie sind ein Duo, das funktioniert<br />

– seit ihrem zwölften<br />

Lebensjahr. Sie teilten den<br />

Sandkasten, die Schulbank<br />

und schließlich das Hobby: Musik in<br />

allen Varianten. Mit 16 Jahren beschallten<br />

Gerald Jakob und Thomas<br />

Kaczmarek Schulfeste und große Partys<br />

und lernten Hi-Fi-Klang kennen.<br />

Und mit gerade mal 18 Jahren begannen<br />

sie, hochwertige Anlagen zu verkaufen.<br />

„Das war unser Wohnzimmerladen“,<br />

erklärt Gerald Jakob. In der heimischen<br />

Wohnung versammelten sich international<br />

bekannte Namen wie Acoustic<br />

Research, Audioplan oder Linn. Diese<br />

Marken sind im heutigen High-Fidelity<br />

Studio in Augsburg nach wie vor zu<br />

finden.<br />

1993 gründeten die beiden ihr Geschäft.<br />

Es lief so gut, dass Gerald Jakob<br />

freiwillig sein Elektrotechnik-Studium<br />

abbrach. Der Partner beendete seine<br />

Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker.<br />

Das ist mit ein Grund, weshalb<br />

sich das 125-Quadratmeter-Studio<br />

eine kleine Werkstatt leistet.<br />

„Wir sind ein klassischer High-End-<br />

Laden“, beschreibt Gerald Jakob die<br />

Ausrichtung. Ihre Auswahl hochwertiger<br />

Lautsprecher, Player und Verstärker<br />

aller Art ist beträchtlich. Große<br />

Aufmerksamkeit gebührt dabei der<br />

Analogfraktion mit High-End-Plattenspielern.<br />

Digitale Lösungen für Surround,<br />

Multi-Room-Verteilung sowie Netzwerk-Kommunikation<br />

gibt es jedoch<br />

auch. Und für Bildspezialisten stehen<br />

Panasonic-Plasmas in der „Ausstellung“<br />

– wie die Verkaufsfläche passend<br />

bezeichnet wird. Bei Heimkino-Installationen<br />

mit Beamern bestellen die<br />

Chefs bedarfsgerecht nach Rücksprache<br />

mit dem Kunden.<br />

Die edlen Produkte stehen in mindestens<br />

ebenso edlen Vorführräumen<br />

in einem Haus in der Stadtmitte aus<br />

dem Jahr 1430. Der alte Gewölbekeller<br />

bringt Produkt-Highlights wie etwa<br />

Der ideale<br />

Plattenspieler<br />

von Pathos, McIntosh oder B&W nicht<br />

nur klanglich, sondern auch visuell<br />

voll zur Geltung.<br />

Als Vertrieb für Spitzenprodukte aus<br />

Italien, der Schweiz, USA und Deutschland<br />

hat sich das Studio ebenfalls einen<br />

Namen gemacht. Das High-End-Netzwerk<br />

erlaubte sogar die Entwicklung des<br />

Plattenspielers AMG Viella 12: ein drei<br />

Jahre währendes Projekt, das neue Stan-<br />

dards setzen will (siehe Kasten).<br />

■<br />

„Der Spieler sollte der ideale Partner<br />

für Tonabnehmer von Benz Micro werden“,<br />

beschreibt Gerald Jakob die Idee. Als deutscher Vertrieb für Benz Micro und<br />

den Plattenspieler-Hersteller AMG bot sich dem High-Fidelity Studio diese Konstellation<br />

an. Mit ins Team holten sie Ostbayer Werner Röschlau, Flugingenieur<br />

und Plattenspieler-Spezialist, sowie den amerikanischen Benz-Micro-Vertrieb<br />

Musical Surroundings. „Wir wollten keine Limitationen in Kauf nehmen und<br />

fertigen daher fast alles selbst an.“ Ergebnis sei der „wohl aufwendigste Spieler<br />

unserer Zeit“. Tonarm, Tellerlager und bürstenloser Antriebsmotor sind Eigenentwicklungen.<br />

Das Tellerlager ist als hydrodynamisch geschmiertes Gleitlager<br />

mit 16 Millimeter starker Achse konzipiert, wobei das Lagerspiel von 21<br />

Mikrometern exakt eingehalten werde.<br />

Weitere Daten sind ein aus Flugzeug-<br />

Aluminium gefertigtes Masse-Laufwerk<br />

mit ultragenauem, quarzgeregelten<br />

Riemenantrieb, ein hydrodynamisches<br />

Motorlager sowie der von AMG selbst<br />

gefertigte Gleichstrommotor. Den Tonarm<br />

führt ein laut Entwickler komplett<br />

Gerald Jakob, Werner Röschlau und<br />

Garth Leerer (Musical Surroundings)<br />

bei der Präsentation des V12 auf der neuartiges Zwei-Punkt-Lager. 12.800<br />

CES 2012 in Las Vegas.<br />

Euro kostet der AMG V12.<br />

16


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IM FOKUS | 4K ULTRA <strong>HD</strong>TV<br />

Empfehlung für<br />

die TV-Zukunft<br />

Damit alle Geräte zusammenarbeiten<br />

können, müssen<br />

sie denselben technischen<br />

Regeln folgen.<br />

Solche Standards legt die<br />

ITU (International Telecommunication<br />

Union) fest. Sie<br />

hat bereits mehrere konkrete<br />

technische Empfehlungen<br />

gegeben und Szenarien<br />

für die Einführung<br />

von <strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong>TV geplant.<br />

LG 84LM960V<br />

Laut LG steht der erste<br />

<strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong>TV kurz vor seiner<br />

Markteinführung. Der LED-<br />

LCD-TV soll auf seinem<br />

2,13 Meter messenden<br />

Bild auch 3D-Filme darstellen<br />

können. Ein Preis steht<br />

noch nicht fest.<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt, Andreas Frank // Bilder: Archiv, Hersteller<br />

ULTRA <strong>HD</strong>:<br />

schärfer als die Realität<br />

Der Fortschritt sei nicht aufzuhalten, heißt es. Beim Fernsehen bedeutet das: Unser<br />

Wunsch nach der perfekten Qualität und nach immer größer werdenden Schirmen<br />

wird erfüllt werden. Doch obwohl bereits erste <strong>Ultra</strong>-<strong>HD</strong>-Geräte auf dem Markt sind,<br />

scheint der Weg beschwerlich zu sein.<br />

18


Wer sich auf den letzten Messen<br />

die 8K-<strong>Ultra</strong>-<strong>HD</strong>-Demos<br />

angeschaut hat oder die<br />

volle Auflösung von Sonys 4K-Beamer<br />

oder Toshibas 3D-ohne-Brille-TV genießen<br />

konnte, wagt nicht, die Sinnfrage<br />

nach höherer Auflösung als Full<br />

<strong>HD</strong> zu stellen. Bei genügend großem<br />

Blickfeld ist der Bildeindruck einfach<br />

überwältigend. Ja, fast schwindelig<br />

wird einem aufgrund der hyperrealen<br />

Bilddetails, die einen großen Teil des<br />

Sichtfeldes einnehmen. Da braucht es<br />

nicht einmal 3D, um komplett ins Geschehen<br />

hereingezogen zu werden.<br />

Der Effekt, immer näher an das Bild<br />

herantreten zu können und immer<br />

mehr Details zu erkennen, hat schon<br />

etwas von Realitätsempfinden.<br />

Doch von der einfachen Idee höherer<br />

Bildauflösungen bis hin zur<br />

Durchsetzung neuer TV- und Kinostandards<br />

können gut und gerne 20<br />

Jahre vergehen. Nur gut, dass NHK,<br />

die Forschungsabteilung des staatlichen<br />

japanischen TV-Senders, bereits<br />

vor über zehn Jahren begonnen hatte,<br />

an TV-Ausstrahlungen mit über 4.000<br />

Bildzeilen und 22.2-Mehrkanalton<br />

(Super Hi-Vision, SHV) zu forschen.<br />

Auf europäischer Seite waren der<br />

britische Sender BBC und die italienische<br />

RAI an der Manifestierung des<br />

<strong>Ultra</strong>-<strong>HD</strong>-Gedankens beteiligt, natürlich<br />

unter Koordination der Europäischen<br />

Broadcasting Union (EBU) und<br />

der International Telecommunication<br />

Union (ITU). Diese Organisationen<br />

haben Ende Mai beschlossen, eine<br />

Einführung von U<strong>HD</strong>TV (<strong>Ultra</strong> High<br />

Definition Television) in zwei Stufen<br />

vorzunehmen: U<strong>HD</strong>TV1 soll (horizontal<br />

und vertikal) die doppelte Full-<br />

<strong>HD</strong>-Auflösung erhalten, U<strong>HD</strong>TV2 die<br />

vierfache. So werden aus den aktuell<br />

ca. zwei Millionen Bildpunkten (1.920<br />

x 1.080) erst acht Millionen (3.840 x<br />

2.160) und dann gar 32 Millionen<br />

(7.680 x 4.320). Beides wird mit 24, 50<br />

und 60 progressiven Filmbildern pro<br />

Sekunde möglich sein und mit zehn<br />

oder zwölf Bit quantisiert werden.<br />

Zur vielfach höheren örtlichen Auflösung<br />

kommen also eine Verdopplung<br />

der Bewegungsschärfe und die 500-<br />

oder 4000-fache Anzahl an Farbabstufungen<br />

hinzu. Dazu wird U<strong>HD</strong>TV<br />

endlich bunter als PAL oder <strong>HD</strong>, denn<br />

ein erweiterter Farbraum ist erlaubt.<br />

Für alle wichtigen Parameter der<br />

Technik gibt es schon Empfehlungen.<br />

So wäre es etwa sinnvoll, als Kompressionsverfahren<br />

MPEG-HEVC einzusetzen<br />

– Algorithmen, die denen ➜<br />

Im Kino:<br />

THE AMAZING<br />

SPIDER-MAN<br />

Der atemberaubende neue<br />

Spider-Man-Film läuft<br />

gerade in unseren Kinos<br />

an. Er ist der erste Film,<br />

der mit der 5K-Kamera<br />

RED EPIC komplett in 3D<br />

gefilmt wurde. Qualität<br />

und Effekte sind Oscarverdächtig.<br />

4K im Digitalkino, <strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong> im TV<br />

Schon seit einigen Jahren setzt sich die 4K-Auflösung im Kino durch. Sony hat<br />

dabei mit dem professionellen Beamer SRX-R320 viel Überzeugungsarbeit geleistet.<br />

Er unterstützt die DCI-Spezifikation (Digital Cinema Initiative) für 4K-<br />

Digitalkino und kann durch seine hohe Leuchtkraft bis zu 20 m breite Leinwände<br />

befeuern. Seit die legendäre Kamera RED ONE im Jahr 2007 für 25.000 US-<br />

Dollar eingeführt wurde, wird im Kino immer mehr digital gefilmt und distribuiert.<br />

Filme wie Fluch der Karibik 4, Underworld Awakening und jetzt auch Ridley<br />

Scotts Prometheus wurden mit einer RED-Kamera gefilmt. The Hobbit soll die<br />

Filmwelt sogar mit 48 Bildern pro Sekunde revolutionieren.<br />

Im Kino sind es ein paar Tausend Projektoren, in der TV-Welt hingegen müssten<br />

Milliarden von TV-Geräten erneuert werden, wenn die Standards sich so dras-<br />

tisch ändern. Dennoch forscht man schon lange am perfekten Bild, führt jetzt<br />

erste U<strong>HD</strong>TV1-<strong>HD</strong>-Geräte ein und wird bald zur Olympiade in London große<br />

Public Viewings mit nie dagewesener Bildqualität inszenieren. Riesenbilder mit<br />

8K-Auflösung (16-fach Full <strong>HD</strong>), also sage und schreibe 32 Megapixeln, werden<br />

den Besuchern zeigen, was technisch jetzt schon möglich ist.<br />

Die 4K-Kamera RED<br />

ONE (o.) und Sonys<br />

Beamer SRX-R320<br />

(u.) haben das Kino<br />

revolutioniert. Abgespielt<br />

wird von Festplatte<br />

(r.).<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

19


IM FOKUS | 4K ULTRA <strong>HD</strong>TV<br />

„Neue Maßstäbe für Faszination“<br />

HERMAN KARABETYAN, DIVISION GENERAL MANAGER<br />

RETAIL SALES BEI SHARP ELECTRONICS GERMANY/AUSTRIA<br />

Sharp stellt mit dem Erfolg seiner „Große Größen“-Strategie<br />

erfolgreich unter Beweis, dass die Konsumenten fantastische<br />

Bilder auf immer größeren TVs sehen wollen. 60, 70 und 80<br />

Zoll – also TVs mit Bilddiagonalen bis über zwei Meter – wecken<br />

Begehrlichkeiten und verlangen gleichzeitig nach entsprechend<br />

aufgelösten Inhalten.<br />

Das ist technisch bereits machbar, das hat Sharp schon auf<br />

der IFA 2011 mit dem ersten 8K4K-Display in verblüffender<br />

Brillanz gezeigt. Neue Displays mit einer Auflösung von 4K<br />

x 2K werden in nicht allzu weiter Ferne marktreif sein. Sinn<br />

macht es aber, das vorhandene <strong>HD</strong>-Signal nicht einfach nur<br />

mit „aufgeblasenen“ Pixeln zu füllen, sondern das <strong>HD</strong>-Signal,<br />

zumindest solange noch kein bewegter, nativer 4K2K-Inhalt<br />

gezeigt werden kann, intelligent hochzurechnen. Hier wird<br />

sich die Spreu vom Weizen der TV-Anbieter trennen. In weiterer<br />

Ferne liegt dann 8K4K. Aber wer auf der IFA das Sharp<br />

Display gesehen hat, war von dem Tiefeneindruck und der<br />

Brillanz der Bilder so begeistert, dass klar ist: Hier wird die<br />

Reise hin gehen. Klar ist auch: Der Trend zu großen TVs ist<br />

da – und die werden bald auch in höheren Auflösungen mit<br />

noch höher aufgelösten Inhalten an den Start gehen.<br />

Wir befinden uns auf einer faszinierenden Reise in die Zukunft<br />

des Fernsehens. Wo heute unsere AQUOS-Quattron-<br />

Technologie Maßstäbe in Brillanz, Bildqualität und Energieeffizienz<br />

setzt, begeistert morgen schon die 4K2K-Technologie<br />

und übermorgen 8K4K.<br />

U<strong>HD</strong>TV erklärt<br />

Unter http://youtu.be/<br />

hT2XluvAjwQ zeigt David<br />

Wood, Deputy Director des<br />

EBU Technical Department,<br />

die Vorteile von <strong>Ultra</strong> High<br />

Definition TV.<br />

des aktuellen Platzhirsches MPEG-<br />

AVC (H.264) deutlich überlegen sein<br />

sollen und deren Festsetzung fürs<br />

kommende Jahr erwartet wird.<br />

Viele Fragen sind offen<br />

NHK plante die Marktreife des 8K4K-<br />

Systems Super Hi-Vision für das Jahr<br />

2020, die Einführung in den Massenmarkt<br />

wurde vorsichtigerweise für<br />

2025 avisiert. Durch die stufenweise<br />

U<strong>HD</strong>TV-Einführung der ITU könnten<br />

uns jedoch schon sehr bald höher<br />

aufgelöste TV-Geräte ins Haus stehen.<br />

LG will beispielsweise noch 2012 TVs<br />

ausliefern, den Beamer von Sony gibt<br />

es bereits. Noch vor der endgültigen<br />

Festlegung aller technischen Parameter<br />

sind mittlerweile 4K-LCD-Panels<br />

für TV-Geräte marktreif und<br />

warten nur auf die Beschickung mit<br />

den ultravielen Megapixeln.<br />

Doch welche Inhalte dann wie angeschaut<br />

werden, steht in den Sternen.<br />

Immerhin wirken jetzt schon<br />

JPG-Fotos phänomenal auf den neuen<br />

Displays, denn aktuelle Kameras liefern<br />

locker die passenden Auflösungen.<br />

Ein TV-Sendeformat gibt es aber<br />

noch nicht, und aktuelle Blu-ray-Spe-<br />

zifikationen sehen über 4K hinweg.<br />

Selbst eine Verbindungsnorm ist nur<br />

bedingt vorhanden. <strong>HD</strong>MI 1.4a lässt<br />

die hohen Auflösungen nur mit 24, 25<br />

und 30 Bildern pro Sekunde zu. Doch<br />

mit <strong>HD</strong>MI 1.5 wird in diesem Jahr<br />

noch eine Erweiterung der <strong>Ultra</strong>-<strong>HD</strong>-<br />

Unterstützung erwartet. Es sieht also<br />

so aus, als wenn ein kompatibles, zukunftssicheres<br />

4K-System nicht mehr<br />

allzu lange auf sich warten lässt.<br />

Damit sind wir beim großen Verwirrspiel<br />

um den Namen. „4K“ ist<br />

deutlich leichter auszusprechen als<br />

„U<strong>HD</strong>TV1“. Dabei ist irgendwie das<br />

Gleiche, jedoch prinzipiell etwas ganz<br />

anderes gemeint. Denn unabhängig<br />

von der TV-Welt hat sich im Kino eine<br />

4K: Skalieren und Durchschleifen<br />

Einige AV-Geräte nutzen bereits die 4K-Fähigkeiten von <strong>HD</strong>MI,<br />

etwa um Blu-rays hochwertig hochzurechnen. Je nach AV-<br />

Receiver-Modell wird das Signal durchgeschliffen oder aufpoliert.<br />

Auch bei neuen Top-Blu-ray-Playern sind 4K-Features<br />

gefragt, jedoch unterschiedlich ausgeprägt.<br />

Kino und Fernsehen<br />

Sony setzt stark auf die 4K-Kette und<br />

liefert neben dem Kinoprojektor auch<br />

Kameras (Bild: NEX-FS700) und Studio-<br />

Equipment, ja gibt gar Lehrgänge für Kameraleute<br />

und Produzenten. Auch Live-<br />

TV-Produktionen sind schon möglich.<br />

20


Das ganze Sichtfeld messerscharf<br />

Bei vielen Berechnungen und Versuchen rund um die <strong>Ultra</strong>-<strong>HD</strong>-Auflösungen ging<br />

es um das optimale Bilderlebnis und stressfreien TV-Genuss. Dabei hat sich ergeben,<br />

dass perfekte Bilder tatsächlich angenehmer wirken, weil sie das Auge<br />

weniger durch Fehler verwirren. Ausschlaggebend für den Wow-Effekt ist ein<br />

großer Blickwinkel bei maximal wahrnehmbarer Bildschärfe. Full <strong>HD</strong> erreicht das<br />

beim Sehabstand von dreifacher Bildhöhe und einem Blickwinkel von 30 Grad. Bei<br />

4K erweitert sich das Blickfeld auf 55 Grad, weil man doppelt so nah vor der Mattscheibe<br />

sitzen darf. 8K verdoppelt die Auflösung nochmals, sodass man bis auf<br />

das 0,75-fache der Bildhöhe ans Bild darf, ohne Pixel differenzieren zu können.<br />

Sollte man von einem 55-Zoll-Full-<strong>HD</strong>-TV bei perfekter Bildquelle (Blu-ray) ca. zwei<br />

Meter entfernt sitzen, dürfte man bei 4K bis auf einen Meter heran und könnte bei<br />

8K selbst aus einem halben Meter immer mehr Bilddetails erkennen. Da müssen<br />

schon gigantische TV-Geräte oder <strong>Ultra</strong>-Projektoren her, um eine „normale“<br />

Sitzentfernung ausnutzen zu können.<br />

hochauflösende digitale Produktion<br />

und Distribution etabliert. Diese Profis<br />

nennen die etwa 4.000 Pixel<br />

der horizontalen Auflösung kurz „4K“<br />

und meinen damit tatsächlich 4.096 x<br />

2.160 Bildpunkte. Das entspricht leider<br />

nicht der geplanten TV-Auflösung,<br />

ja fällt mit einem Bildschirmformat<br />

von 17:9 sogar aus dem Rahmen.<br />

Wenn dann noch die Kino-Bildrate auf<br />

48 Bilder pro Sekunde erhöht wird,<br />

entfernen sich TV- und Kinospezifikation<br />

noch weiter voneinander.<br />

Selbst in der jetzt zu planenden Zukunft<br />

sind TV-Ausstrahlungen mit<br />

Pulldown, Beschnitt oder Balken ➜<br />

Erster 4K-Heimkino-Beamer<br />

Bereits seit Anfang 2012 ist Sonys VPLauf<br />

dem Markt. Dieser Projektor<br />

bringt Sonys erfolgreiche SXRD-<br />

Kinotechnik nach Hause. Für nur 19.000<br />

Euro hat er die neue Ära der Unterhaltung<br />

VW1000ES eingeleitet.<br />

Der Sony VPL-VW 1000ES bietet erstmals<br />

echte 4K-Qualität für daheim.<br />

<strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong><br />

im Profimarkt<br />

Sage und schreibe 3,86 Meter Bilddiagonale liefert<br />

Panasonics 4K-Plasma TH-152UX1. Das über die professionelle Schiene<br />

vermarktete Gerät hat einige rekordverdächtige technische Daten zu bieten.<br />

Neben den 4.096 x 2.160 Bildpunkten zählen dazu sein Bruttogewicht von über<br />

einer Tonne und der maximale Stromverbrauch von fast vier Kilowatt. Wie<br />

viele der Gerüchten zufolge eine halbe Million US-Dollar teuren Geräte<br />

bereits verkauft wurden, ist leider nicht bekannt.<br />

In Toshibas 3D-ohne-Brille-TV<br />

55ZL2<br />

wurde das erste <strong>Ultra</strong>-<strong>HD</strong>-LCD-Panel<br />

in<br />

den Markt eingeführt.<br />

Leider lässt es<br />

sich nativ nur über<br />

einen proprietären<br />

Service-Eingang ansteuern.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

21


IM FOKUS | 4K ULTRA <strong>HD</strong>TV<br />

Fasziniert von 4K<br />

Erster 4K-Film<br />

TimeScapes (www.timescapes.org)<br />

ist der erste<br />

Film, den man in 4K-Qualität<br />

kaufen kann. Es gibt ihn<br />

in 14 verschiedenen Formaten<br />

und Auflösungen,<br />

von der DVD (SD) über<br />

Blu-ray (Full <strong>HD</strong>) und diversen<br />

Downloads bis hin<br />

zum 4K-USB-Stick und der<br />

Cineform-Festplatte mit 12<br />

Bit Farbauflösung in 140<br />

GByte Filmdaten.<br />

Von außen unscheinbar,<br />

verbirgt<br />

sich im Haus bei<br />

Klang und Vision<br />

aber beste Heimkino-Technik.<br />

Quad-Full-<strong>HD</strong>-Skalierung,<br />

4K durchschleifen<br />

und Menüs<br />

mit 4K-Auflö-<br />

sung: Das gibt‘s<br />

beim Yamaha RXV-<br />

673<br />

schon für 600<br />

Euro.<br />

Klang und Vision macht als einer von wenigen Händlern<br />

4K erlebbar. Wir sind deshalb ins fränkische Ansbach<br />

gefahren. Ein Besuch mit einschneidender Wirkung.<br />

Wenn Hans-Peter Krupp von Projektoren,<br />

Laser-Disks oder Playern spricht,<br />

merkt man sofort, dass Heimkino seine<br />

Leidenschaft ist. Der Inhaber von Klang<br />

und Vision in Ansbach erklärt jedes Detail,<br />

erzählt Anekdoten und geht auf jede<br />

Frage ein, während er ohne Schuhe<br />

in seinem Heimkino steht: „weil es so<br />

einfach bequemer ist“.<br />

Seit Kurzem hat er noch mehr zu erzählen,<br />

denn es strahlt der erste 4K-<br />

Heimkino-Projektor auf seine vier Meter<br />

breite Leinwand hier oben im ersten<br />

Stock des Einfamilienhauses, in dem er<br />

auch lebt. Er erzählt etwa, dass er den<br />

neuen Technologien zunächst skeptisch<br />

gegenüberstand, da es bislang noch<br />

nahezu keine Inhalte in 4K gebe. Doch<br />

der Sony-Projektor VPL-VW 1000ES habe<br />

ihn überzeugt. Und jetzt überzeugt er<br />

selbst seine Besucher. Er legt also die<br />

Blu-ray des Action-Thrillers Knowing im<br />

völlig abgedunkelten Heimkino in den<br />

Player ein, der Projektor erhält von ihm<br />

die Full-<strong>HD</strong>-Signale und er skaliert sie<br />

auf die vierfache Auflösung. Das Ergebnis<br />

ist beeindruckend: So plastisch bringt<br />

kein Full-<strong>HD</strong>-Projektor Filme auf die Leinwand,<br />

das Bild wirkt knackscharf und<br />

es entsteht fast ein 3D-Eindruck. Selbst<br />

wenn man direkt vor der Vier-Meter-<br />

Leinwand steht, kann man nur kaum die<br />

einzelnen Bildpunkte erkennen.<br />

Doch keiner will diesem ersten verblüf-<br />

fenden Eindruck trauen. Hans-Peter<br />

Krupp wirft also den Marantz VP-11S2<br />

an, seinen vormaligen Referenz-Projek-<br />

tor, der dank des Neuzugangs vernachlässigt<br />

wird. Doch der wirkt im Vergleich<br />

nur blass und unscharf.<br />

Um zu erfahren, ob mehr Schärfe möglich<br />

ist, haben wir 4K-Equipment mitgebracht:<br />

mit dem Sony BDP-S790 und dem<br />

Philips BDP7700 zwei Blu-ray-Player,<br />

die nicht nur auf Vierfach-Full-<strong>HD</strong> skalieren,<br />

sondern auch 4K-Fotos anzeigen<br />

sollen (siehe auch den Test ab Seite 42).<br />

Und wir haben mit dem Denon AVR-2113<br />

und dem Yamaha RXV-673 zwei AV-Receiver<br />

eingepackt, die ebenfalls Signale<br />

auf Vierfach-Full-<strong>HD</strong> hochrechnen und<br />

4K-Signale durchschleifen sollen.<br />

Mit dem Scaling-Verfahren im Projektor<br />

kann es jedoch keiner der vier Zuspieler<br />

aufnehmen. Und auch unter ihnen zeigen<br />

sich Unterschiede: Während der Sony-<br />

Blu-ray-Player und der Denon-AV-Receiver<br />

ein ähnlich plastisches Bild zum<br />

Vorschein bringen, wirkt das Video signal<br />

des Yamaha-AV-Receivers etwas verwaschen.<br />

Der Philips BDP7700 ließ die<br />

Funktion gänzlich vermissen. Auch Fotos<br />

mit einer Auflösung von mehr als 1.920<br />

x 1.080 Bildpunkten zeigte er mit Full-<br />

<strong>HD</strong>-Auflösung an.<br />

Original-4K-Foto-Zuspielungen gibt es<br />

jedoch vom Sony BDP-S790: nicht in der<br />

vollen 4K-Auflösung mit 4.096 x 2.160<br />

Bildpunkten, aber mit vierfachem Full<br />

<strong>HD</strong> von 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Dadurch<br />

erstrahlen Fotos in völlig neuem<br />

Glanz, selbst wenn sie mehr als die acht<br />

Megapixel besitzen und heruntergerechnet<br />

werden. 4K-Videos spielt der Sony-<br />

Blu-ray-Player in unseren Tests allerdings<br />

nicht ab, obwohl die Bedienungsanleitung<br />

diese Annahme nahelegt.<br />

4K-Filme werden bei Klang und Vision<br />

dennoch bald Realität sein. Die Festplatte<br />

mit dem 4K-Film TimeScapes liegt<br />

schon bereit und der 4K-Rechner wird<br />

in Kürze folgen.<br />

Welcher ist am<br />

besten? Inhaber<br />

Hans-Peter Krupp<br />

nimmt die 4K-<br />

Zuspieler in<br />

Augenschein.<br />

22


Video-<br />

Homevision<br />

Praxis-<br />

Test vor<br />

Ort<br />

vorprogrammiert, denn es gibt mehrere<br />

Übertragungsformate. Doch diese<br />

Zukunft hat schon begonnen, denn<br />

im Kino ist 4K schon seit Jahren Realität.<br />

Die Olympiade 2012 wird testweise<br />

in 8K <strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong> mitgeschnitten,<br />

ausgestrahlt und in ein paar riesigen<br />

Public Viewings der Öffentlichkeit<br />

vorgestellt. Der ers te 4K-Dokumentarfilm<br />

TimeScapes ist erhältlich und sogar<br />

auf YouTube gibt es schon 4K zu<br />

sehen – wenn man eine gute DSL-Leitung<br />

und einen Super-PC besitzt.<br />

Ein potenter Rechner ist momentan<br />

die beste Quelle für 4K-Material, denn<br />

ATI-Grafikkarten ab der 77er Serie,<br />

die schon ab ca. 90 Euro zu haben<br />

sind, sollen <strong>HD</strong>MI 1.4a inklusive 4K<br />

unterstützen. Eine XL-Blu-ray hätte<br />

das Volumen für einen 4K-Film; laut<br />

normalerweise bestens unterrichteter,<br />

vertraulicher Quellen scheinen<br />

die großen Hollywood-Studios aber<br />

noch lange nicht daran interessiert zu<br />

sein, ihre Filme in der perfekten 4K-<br />

Kinoqualität in unsere Heimkinos zu<br />

bringen. Und der Download einer<br />

mehrere Hundert Gigabyte großen<br />

Filmdatei, wie ihn der revolutionäre<br />

REDRAY-Projektor demnächst praktizieren<br />

will, wird nur Kinos oder einer<br />

extrem exklusiven Kundenschicht<br />

vorbehalten bleiben.<br />

■<br />

Standpunkt<br />

ROLAND SEIBT,<br />

STV. CHEFREDAKTEUR<br />

Ich wäre der Letzte, der<br />

bei tollen Innovationen<br />

fragt, inwieweit sie sinnvoll sind. <strong>Ultra</strong><br />

<strong>HD</strong> begeistert mich total, aber nur mit<br />

passender Bilddiagonale. Selbst bei<br />

meinem 60-Zoll-TV im Wohnzimmer<br />

könnte ich aus drei Metern Sitzabstand<br />

den Vorteil von 4K kaum wahrnehmen,<br />

geschweige denn ein 8K-Erlebnis genießen.<br />

In meinem Heimkino im Keller sollte<br />

man von der 3-m-Leinwand hingegen<br />

schon fünf Meter entfernt sitzen, um perfekte<br />

Bilder zu bekommen. Da wäre eine<br />

Verdopplung der Auflösung sensationell.<br />

Bei normalem TV ist die Full-<strong>HD</strong>-Auflösung<br />

also unkritisch. Vielmehr stören<br />

mich die üble Farbtiefe von nur 8 Bit und<br />

dass Farbdetails nur ein Viertel der Schärfe<br />

von Helligkeitsinfos besitzen (4:2:0).<br />

Durch Aufstocken dieser Normpara -<br />

meter bei TV-Sendungen und Blu-rays<br />

könnte <strong>HD</strong>TV-Besitzern ein deutlich besseres<br />

Bild geliefert werden, denn alle<br />

guten TV-Geräte und die Verbindungsnorm<br />

<strong>HD</strong>MI unterstützen schon lange<br />

höhere Informationsdichten.<br />

YouTube in 4K<br />

Sogar auf YouTube findet<br />

man bereits Trailer und<br />

Filmausschnitte in 4K-<br />

Qualität. Interessant ist<br />

beispielsweise die Sammlung<br />

4K-Resolution:<br />

www.youtube.<br />

com/playlist?list=<br />

PL5BF9 EO9 CEC8F88F<br />

Grafikkarten mit 4K-<br />

<strong>HD</strong>MI-Fähigkeiten sind<br />

mit ATI-Chip bereits unter<br />

100 Euro zu haben.<br />

MIt der Bildqualität<br />

des Sony VPL-VW<br />

1000ES (oben) können<br />

es seine<br />

Beamer- Kollegen<br />

nicht aufnehmen.<br />

<strong>Ultra</strong> <strong>HD</strong> auf dem PC<br />

Im Computerbereich lassen sich Innovationen<br />

oft schneller umsetzen als in<br />

der Unterhaltungselektronik, denn es<br />

muss oft nur ein Baustein erweitert<br />

werden. Für den 36-Zoll-4K-Monitor<br />

DuraVision FDH3601 von EIZO legt man<br />

allerdings 25.000 Euro auf den Tisch.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

23


BILD | NEWS & TRENDS<br />

Bild<br />

26 Vergleichstest: Fernseher<br />

Die Modelle von Sony, Sharp, Panasonic & Co. im<br />

Vergleichstest. Außerdem klären wir: Was steckt<br />

hinter dem Logo-Dschungel?<br />

38 Einzeltest: 3D-Fernseher ohne Brille<br />

Wie gut ist der Toshiba 55ZL2 ?<br />

42 Zwei Blu-ray-Player im Duell<br />

Die neuen Player von Philips und Sony warten mit neuen<br />

Technik-Features auf. Welcher der beiden kann mehr?<br />

46 Vergleichstest: Kombigeräte<br />

Die Rundum-sorglos-Pakete von LG, Samsung und<br />

Panasonic im direkten Vergleich<br />

Autor/Redaktion: Yasmin Vetterl // Bilder: Archiv, Hersteller<br />

Sharps neue<br />

Technologie<br />

Der japanische Hersteller geht mit Displays mit IGZO-Technologie<br />

in die Serienproduktion und ermöglicht damit den Bau von extrem<br />

dünnen Geräten mit geringem Stromverbauch.<br />

Erhöhte Auflösung, weniger Energieverbrauch und flachere Displays – das verspricht<br />

die IGZO-Technologie, die Sharp nun in seine<br />

Produktion serienmäßig einbindet.<br />

Wie das japanische Unternehmen<br />

nun bekannt gegeben hat, sollen<br />

Fernseher, Tablets und Smartphones<br />

künftig damit ausgestattet werden.<br />

IGZOs, eine Kombination aus Indium,<br />

Gallium, Zink und Sauerstoff,<br />

weisen eine höhere Beweglichkeit der<br />

Elektronen auf als herkömmliche<br />

Materialien. Dadurch erhöht sich<br />

die Reaktionsgeschwindigkeit des<br />

Displays. Von der Größe<br />

des Displays hängt die erreichbare<br />

Pixeldichte ab. Ein<br />

32-Zoll-Monitor kann theoretisch eine Auf lösung<br />

von 3.840 x<br />

2.160 Pixel erreichen. Außerdem ist die Lichtdurchlässigkeit<br />

der innovativen Displays deutlich höher. Sie benötigen<br />

deshalb weniger oder kleinere LEDs für die Hintergrundbeleuchtung,<br />

was sie einerseits dünner macht und andererseits<br />

Strom spart. Wegen dieser Eigenschaft sollen sie vor allem<br />

in mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets eingesetzt werden,<br />

deren Akkulaufzeit derzeit noch nicht zufriedenstellend ist.<br />

Doch Sharp arbeitet laut eigenen Angaben auch an einem 32-Zoll-Panel.<br />

Damit hält sich der Hersteller die Option offen, mit den neuen LCD-Displays<br />

auch in die TV-Branche einzusteigen.<br />

Tablets, Smartphones und Fernseher sollen künftig von<br />

der IGZO-Technologie profitieren. Damit lässt sich der<br />

Stromverbrauch der mobilen Geräte enorm verringern<br />

und die Leuchtkraft gleichzeitig erhöhen. Damit schlägt<br />

Sharp zwei Fliegen mit einer Klappe.<br />

24


SIM2<br />

Strahlendes 3D<br />

www.sim2.com // 21.000 Euro<br />

GEFEN<br />

Distanzen überbrücken<br />

www.gefen.eu // 1.011 Euro<br />

Der neue M.150 von SIM2 soll als erster 3D-LED-<br />

Projektor echtes Full <strong>HD</strong> wiedergeben. Dabei wird unabhängig voneinander<br />

je ein Bild für das linke und für das rechte Auge erzeugt, um den 3D-Effekt zu<br />

ermöglichen. Laut Hersteller lässt die Leuchtkraft des M.150 selbst nach<br />

2.000 Betriebsstunden nur um weniger als fünf Prozent nach. Herkömmliche<br />

Projektoren verlieren bereits nach 100 Stunden ein Viertel ihrer Strahlkraft.<br />

Schlicht und kompakt kommt das 20-Kilogramm-Gerät mit seinem schwarz<br />

glänzenden Kristallglasgehäuse daher.<br />

NUANCE & ROVI<br />

Spracherkennung für TVs<br />

www.nuance.com, www.rovicorp.com<br />

Wie auf der Cable Show in Boston bekannt gegeben wurde, wollen Rovi<br />

und Nuance Communications an einer Sprachsteuerung für den Fernseher<br />

arbeiten. Die beiden Firmen entwickeln eine gemeinsame App,<br />

welche die Nuance-Sprachsteuerung von Dragon<br />

TV mit der EPG-Technologie von Rovi<br />

verbindet. So lassen sich<br />

TV-Geräte, die mit einem<br />

elektronischen Programm-Guide<br />

von<br />

Rovi ausgestattet<br />

sind, ganz einfach per<br />

Sprache steuern.<br />

Der <strong>HD</strong>MI-Extender GTB-3DTV-KVM<br />

von Gefen verlängert Ihre <strong>HD</strong>MI-,<br />

Infrarot- und USB-Signale über<br />

Distanzen bis zu 100 Meter über zwei<br />

CAT-5-Kabel. Da der Extender Auflösungen<br />

bis zu 1080p Full <strong>HD</strong> und<br />

1.920 x 1.200 unterstützt, eignet er<br />

sich insbesondere für Multimediaund<br />

Heimkino-Installationen.<br />

Das Gerät besteht aus einer Sende-<br />

und einer Empfangseinheit.<br />

Zusätzlich zu einem Display oder<br />

Projektor bietet die Receiver-Einheit<br />

einen <strong>HD</strong>MI-Anschluss und zwei<br />

USB-Anschlüsse für die Anbindung<br />

von Druckern, Scannern, Kameras,<br />

externen Festplatten oder Automationssystemen.<br />

PLEXTOR<br />

Kommunikationstalent<br />

www.plextor-digital.com // 59 Euro<br />

Der Hersteller Plextor bringt mit dem PX-612U einen<br />

neuen und sehr dünnen DVD-Brenner auf den Markt,<br />

der eine direkte Kommunikation des DVD-Laufwerks mit<br />

Fernsehern, Festplatten, Kameras oder Flashspeicher<br />

erlaubt. Dank PlexTV kann das Laufwerk direkt über USB an<br />

einen Fernseher angeschlossen werden. Die Inhalte der CD oder<br />

DVD können dann auf dem Bildschirm betrachtet werden. Zudem<br />

wird der PX-612U dank eines Übersetzungssignals als Festplatte erkannt<br />

und kann seine Inhalte so direkt auf dem TV-Gerät wiedergeben.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

25


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL<br />

Verloren im Logo-<br />

Dschungel<br />

Autor: Markus Wölfel // Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Im Discounter um die Ecke lauert manch ein Verkäufer auf den<br />

TV-Interessierten wie ein Tiger auf eine verwundete Gazelle.<br />

Dabei nutzen gewitzte Händler meistens die Prospekte der<br />

Hersteller, um ihre Fernseher anhand von mehr oder<br />

weniger aussagekräftigen Piktogrammen anzupreisen.<br />

Doch welche Message steckt wirklich dahinter?<br />

26


Was braucht man wirklich?<br />

Der geneigte TV-Käufer darf sich von all dem nicht verwirren<br />

lassen. Er sollte zunächst einmal seinen eigenen<br />

Anspruch definieren. Wer sich zum Einkaufen aufmacht,<br />

tut gut daran, eine Checkliste anzulegen: Welche Bildgröße<br />

brauche ich? Was darf das Wunschgerät kosten?<br />

Was nervt an meinem aktuellen Fernseher? Welche Funktionen<br />

wünsche ich mir bei meinem neuen Gerät? Wie<br />

wichtig ist das gute Bild? Sollte Internet, 3D oder eine Aufnahmefunktion<br />

dabei sein?<br />

Sind diese Eckpunkte schon mal abgehakt, reduziert sich<br />

die Auswahl im Laden auf nur wenige Geräte. Und wer sich<br />

die Quintessenz dessen genauer ansieht – Fernbedienung,<br />

Bildmenü und Zusatzausstattung – wird fast automatisch<br />

zu seinem Wunschfernseher gelangen.<br />

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, hat Video-Home-<br />

Vision vier Exemplare aus verschiedenen Preisklassen<br />

aufgestellt, die beispielhaft ihre Logos präsentieren. Auf<br />

den folgenden Seiten werden sie einander gegenübergestellt.<br />

➜<br />

Einkaufsführer<br />

IM TEST<br />

VIER GROSSBILDFERNSEHER<br />

PANASONIC TX-P50GT50E € 1.600<br />

SAMSUNG UE55ES6890 € 2.100<br />

SHARP LC-60LE840E € 3.000<br />

SONY KDL-46HX855 € 1.700<br />

Logos prangen auf TV-Geräten oder den zugehörigen<br />

Kartons wie die Orden an der Brust eines<br />

Vier-Sterne-Generals. Und genau diesen Eindruck<br />

sollen sie auch vermitteln: Feature-Piktogramme<br />

seien eine Auszeichnung. Je mehr, desto besser. Eigentlich<br />

haben sie ja die Aufgabe, technische oder funktionelle Details<br />

des gewünschten Gerätes in abstrahierter Form für<br />

Laien verständlich herüberzubringen. Bei den meisten ist<br />

jedoch wegen der englischen Begriffe oder gänzlich neuer<br />

Wortschöpfungen das Gegenteil der Fall. Video-Home-<br />

Vision hat sich bei den Einzeltests der neusten Großbildfernseher<br />

aus verschiedenen Preisklassen auch den kleinen<br />

bunten Bildchen gewidmet.<br />

Viel hilft viel<br />

Vorbei ist die Zeit, als man eindeutig bestimmen konnte,<br />

welcher Fernseher welche Bildwiederholfrequenz besitzt.<br />

Heutzutage geben die wenigsten Hersteller die wirkliche<br />

Bildwiederholrate an. Damit es nach mehr klingt, multiplizieren<br />

sie einfach die tatsächlichen 100 oder 200 Hertz<br />

mit zwei, vier oder noch mehr. Der Grund: Sie berechnen<br />

Zwischenbilder oder fügen nur einfach Pausen ein. Meist<br />

bringen diese Maßnahmen tatsächlich eine deutlich bessere<br />

Bildqualität, beispielsweise bei der Bewegungsdarstellung<br />

oder auch der 3D-Wiedergabe. Dem unbedarften<br />

Kunden hilft die Angabe der „Motion Frame Rate“ beim<br />

Vergleich einzelner Geräte aber oft nicht.<br />

Genauso verhält es sich mit Eigenentwicklungen wie<br />

etwa einem Bildprozessor. Wer kann im Laden schon beurteilen,<br />

ob es gut ist, einen Fernseher mit „X-Reality Pro“<br />

zu erwerben? Es klingt toll und nach Nerd, aber kann man<br />

die Techniken überhaupt miteinander vergleichen? Schaltet<br />

man die Bildverbesserer im Bildschirm menü ab und<br />

wieder ein, kann meistens nur der technik affine TV-Käufer<br />

eine Verbesserung erkennen. Im Labor lässt sich alles<br />

messen, aber was nützt es daheim?<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

27


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,3 m // PAL-DVD:<br />

2,7 m // <strong>HD</strong>: 1,8 m<br />

46 Zoll<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Anwender |<br />

Hintergrundlicht: max. |<br />

Kontrast: 81 | Helligkeit:<br />

59 | Farbe: 59 | Farbton: 0<br />

| Farbtemp.: warm2 |<br />

Bildschärfe: 67 | Dyn.<br />

Rauschunterdrückung:<br />

aus | MPEG-Rauschunterdrückung:<br />

niedrig |<br />

Pixel-Rauschunt.: aus |<br />

Reality Creation: aus |<br />

Motionflow: Standard |<br />

Film Modus: autom.1 |<br />

Anzeigebereich: Vollpixel<br />

SONY KDL-46HX855 € 1.700<br />

geringe Winkelabhängigkeit,<br />

gute Bewegungsdarstellung,<br />

natürliche Farben, viele Extras<br />

Der Vielseitige<br />

Der dicke Karton des 46-Zöllers lässt bereits vermuten,<br />

dass dort mehr untergebracht ist als ein<br />

schicker Fernseher. Tatsächlich findet der Käufer<br />

neben dem Monitor auch ein passendes Soundsystem.<br />

Der TV und sein Fuß kommen im Partner-Look daher:<br />

Den schwarzen Kunststoff-Korpus haben die Designer<br />

mit aufgesetzten Elementen aus gebürstetem Aluminium<br />

geschmückt. Der externe Lautsprecher liefert nicht nur<br />

den passenden Sound zum Bild, er dient gleichzeitig als<br />

Standfuß. Eine stabile Metallkonstruktion, die auf die<br />

Oberseite des Soundsystems geschraubt wird, hat den<br />

Fernseher fest im Griff. Dabei neigt der Sockel das Panel<br />

leicht (sechs Grad) nach hinten. Das sieht nicht nur gut<br />

aus, es reduziert auch die Reflexionen der durchgehenden<br />

Frontscheibe ein wenig. Und sollte sich der Sony-Fan später<br />

doch einmal für eine Wandhalterung entscheiden, sind<br />

auch in den Fernseher selbst noch Lautsprecher eingebaut.<br />

Die Sprachqualität ist bei beiden Konstruktionen<br />

sehr gut, nur den Bässen fehlt der nötige Druck.<br />

Bei der Bedienung fällt auf, dass das große SEN-Portal<br />

(Sony Entertainment Network) etwas Zeit braucht, bis es<br />

etwas träge im Menü<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

geladen ist. Sind aber erst einmal alle Dienste im Speicher,<br />

macht das Stöbern darin richtig Spaß.<br />

Die Sony-Entwickler haben die einzelnen Anwendungen<br />

in Apps, Video, Musik und Favoriten sortiert. Diese Rubrizierung<br />

macht das Portal übersichtlich. Unter Apps sind<br />

etwa die Gratis-Mediatheken der Sendeanstalten, News-<br />

Seiten, Wetterdienste und die sozialen Netzwerke gespeichert.<br />

Facebook und Twitter lassen sich wunderbar als<br />

Minibilder ins laufende Fernsehbild einklinken. Der Fernseher<br />

setzt auf Knopfdruck sogar Tweets ab. So kann der<br />

Zuschauer seinen Followern die laufende Sendung empfehlen.<br />

Die Video- und Musik-Rubrik enthält dagegen die<br />

kostenpflichtigen Mediatheken von Sony selbst ( V i d e o<br />

und Music Unlimited). Deren Angebot kann sich allerdings<br />

sehen lassen, da sich aktuelle Musik und Filme gegen ein<br />

geringes Entgelt abrufen lassen.<br />

Neben der tollen Medien-Integration bringt der Sony<br />

noch weitere pfiffige Ideen mit. Für Smartphones und andere<br />

WLAN-Funker haben die Ingenieure einen „Wi-Fi<br />

Direct-Modus“ implantiert. So beamt der Anwender im<br />

Handumdrehen Fotos auf den Bildschirm. Alternativ geht<br />

Das Sony-Portal erhielt<br />

einen Feinschliff.<br />

Die Gratis-<br />

Anwendungen sind<br />

von den kostenpflichtigen<br />

Inhalten<br />

getrennt. Das Stöbern<br />

darin könnte<br />

etwas flotter gehen.<br />

Die leichte Fernbedienung<br />

liegt gut<br />

in der Hand. Alle<br />

Tasten sind gut zu<br />

erreichen.<br />

Der stabile Standfuß<br />

ist ebenso breit<br />

wie das Panel. Darin<br />

sind zusätzliche Boxen<br />

untergebracht.<br />

28


➜ Multimedia-Zentrale<br />

Hat der Router zu Hause schon ein paar Jahre auf dem<br />

Buckel, können mitunter wichtige Funktionen fehlen oder<br />

gar die Sicherheit darunter leiden. In der FRITZ!Box Fon<br />

WLAN 7390 von AVM ist so ziemlich alles eingebaut, was<br />

für den multimedialen TV-Alltag hilfreich ist: das integrierte<br />

Dualband-WLAN-n etwa, das auf zwei verschiedenen<br />

Frequenzen funkt. Dank eingebauter USB-Buchsen und<br />

einer daran angedockten Medien-Festplatte mutiert der<br />

Router zum Medien-Server. Der Fernseher kann so über<br />

das Netzwerk auf die Mediendaten zugreifen. Der Alleskönner<br />

ist schon für unter 200 Euro zu haben.<br />

das aber auch übers Netzwerk, da der TV als Media-<br />

Renderer von jedem Client beschickt werden kann.<br />

Den Bildtest hat der Sony ohne große Blessuren überstanden.<br />

Vorab galt es allerdings, das 200-Hertz-Panel<br />

korrekt einzustellen. Das gelang dank des übersichtlichen<br />

Bildmenüs sehr flott. Die Vielzahl an Bildverbesserern<br />

schreckt anfangs etwas ab, und manche davon sind mit<br />

Vorsicht zu genießen.<br />

So sorgt Reality Creation unter anderem für eine Überschärfung<br />

des Bildes. Ist die Funktion aktiviert, muss der<br />

Schärferegler um gut 20 Prozent heruntergeregelt werden,<br />

da sonst Doppelkonturen sichtbar werden.<br />

Sind die Einstellarbeiten erledigt, liefern die sequenziell<br />

dunkelgesteuerten LED-Reihen am Rand ein harmonisches,<br />

kontrastreiches Bild. Das gilt sowohl für TV-Bilder<br />

als auch per <strong>HD</strong>MI eingespielte Blu-ray-Signale. Motionflow,<br />

in der Einstellung niedrig, tilgt zwar nicht alle<br />

Ruckler aus dem bewegten Motiv, erzeugt dafür aber<br />

kaum Artefakte. Bei 24p etwa verwischen in diagonalen<br />

Schwenks mitunter einige Details. Das 3D-Bild ist sehr<br />

ordentlich und zeigt so gut wie keine Geisterkonturen.<br />

Die 3D-Brille TDG-BR250 ist<br />

robust und kann komfortabel<br />

per USB aufgeladen werden.<br />

Sie kostet 60 Euro extra.<br />

Dynamic Edge LED<br />

Bei der Edge LED-Technik sind die<br />

Leuchtdioden, die das Hintergrundlicht<br />

für das LCD-Panel liefern, in den Rand<br />

des Fensehers eingebaut. Dadurch können die Mattscheiben<br />

sehr dünn gebaut werden. Dynamic Edge LED erlaubt es, bei<br />

dunklen Motiven im Bild einzelne Zonen dunkel zu steuern, um<br />

den Kontrasteindruck zu erhöhen. Dies gelingt wegen der<br />

Randanordnung nicht ganz so perfekt wie bei direkten LEDs.<br />

X-Reality Pro<br />

Die Bildverarbeitungsschaltung analysiert<br />

und bearbeitet Signale in Standard-Auflösung.<br />

Dabei reduziert sie die<br />

Rauschanteile, erhöht subjektiv die Auflösung und Schärfe.<br />

Abhängig vom Quellmaterial gelingt ihr das ganz gut. Unscharfe<br />

Internet-Videos bekommen so eine angenehme Klarheit.<br />

Motionflow XR 800 Hz<br />

Diese Angabe suggeriert, dass der<br />

Fernseher sein Bild 800-mal in der Sekunde<br />

neu aufbaut. Tatsächlich hat der<br />

Fernseher eine Bildwiederholfrequenz von 200 Hertz. 800 Hertz<br />

werden daraus, wenn man eingefügte Dunkelphasen und Zwischenbilder<br />

miteinander multipliziert.<br />

Live Colour<br />

Eine Kombination aus Farbfiltern und<br />

Rechenvorschriften soll die Wiedergabe<br />

von Farben natürlicher erscheinen<br />

lassen. Insbesondere die für Fernseher schwierige Darstellung<br />

von Hauttönen soll durch Live Colour verbessert werden: Sie<br />

wirken schnell zu blass oder zu knallig.<br />

Sony Entertainment Network<br />

Sony produziert nicht nur Hardware,<br />

sondern ist mit seinen Tochtergesellschaften<br />

auch im Film- und Musikgeschäft<br />

tätig. Dazu gehören die Plattformen Video Unlimited,<br />

Music Unlimited und das PlayStation Network. Darüber kann<br />

der Kunde Software ausleihen oder kaufen.<br />

Skype ready<br />

Skype ist eine proprietäre Kommunikations-Software,<br />

die sich im Laufe der<br />

letzten Jahre durchgesetzt hat. Mit ihr<br />

kann der Benutzer kostenlose Video-<br />

Gespräche zu allen Skype-tauglichen Gegenstellen führen.<br />

Voraussetzung: die Kamera CMU-BR100 für 100 Euro.<br />

Soziale Netzwerke<br />

Wie alle anderen großen TV-Hersteller<br />

bietet auch Sony durch kostenlose Apps<br />

den Zugriff auf die sozialen Netzwerke<br />

Facebook und Twitter. Bei Sony können<br />

sie neben das laufende Fernsehbild eingeklinkt werden und<br />

arbeiten sogar, während eine USB-Aufnahme läuft.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

29


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,7 m // PAL-DVD:<br />

2,9 m // <strong>HD</strong>: 2,0 m<br />

50 Zoll<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Modus: THX Cinema |<br />

Kontrast: 48 | Helligkeit:<br />

+5 | Farbe: 28 | Schärfe:<br />

5 | Colour Management:<br />

aus | Eco Modus: aus |<br />

1080p Pure Direct: ein |<br />

Intelligent Frame<br />

Creation/24p Smooth<br />

Film: niedrig/mittel | 16:9<br />

Overscan: aus<br />

KAUFTIPP<br />

Das Leuchtfeuer<br />

PANASONIC TX-P50GT50E € 1.600<br />

sehr flotte Bedienung, edles<br />

Design, Bluetooth, verschiedene<br />

Aufnahmemodi, geringer Preis<br />

etwas höherer Stromverbrauch<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Die GT-Serie von Panasonic stand in der Vergangenheit<br />

für ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

bei gleichzeitig anspruchsvollem Design. Der Kandidat<br />

in diesem Test repräsentiert außerdem die Plasma-<br />

Frak tion – und das macht er außerordentlich gut. Äußerlich<br />

unterscheidet er sich kaum von einem LCD-Fernseher.<br />

Er hat einen sehr dünnen Schirm im „Chrome-Frame“-<br />

Design, der mit knapp 23 Kilogramm etwas schwerer ist<br />

als ein vergleichbarer LCD-TV.<br />

Aber der Plasma hat nicht nur optisch einiges zu bieten.<br />

Als einziger im Test besitzt er einen Bluetooth-Empfänger.<br />

Darüber kann der Zuschauer Tastaturen oder Kopfhörer<br />

per Funk ankoppeln: bei der Größe des Panels und dem<br />

daraus resultierenden Sitzabstand eine sinnvolle Dreingabe.<br />

Standesgemäß ist auch die Bedienung über ein<br />

Smartphone möglich. Die VIERA Remote App gibt es für<br />

iPad, iPhone und Android-Plattformen. Datenquellen speichert<br />

der Plasma-TV auf einem SD-Kartenslot; andere<br />

Hersteller verwenden SD-Karten oft lediglich, um Video-<br />

Streams zu puffern. Wer also Fotos oder 3D-Camcorder-<br />

Filme anschauen will, steckt einfach die SD-Karte ein.<br />

Alternativ funktioniert das auch über eine der drei USB-<br />

Buchsen oder über das Netzwerk.<br />

Dank des USB-Triplets sind weitere alltagstaugliche<br />

Features möglich. Seine Recording-Funktion etwa kann in<br />

drei unterschiedlichen Aufnahmemodi mitschneiden: Die<br />

Aufnahmen sind entweder qualitativ hochwertig und groß<br />

oder auf VHS-Niveau und klein. Durch die Datenreduzierung<br />

ist vor allem bei Serienaufnahmen die Festplatte<br />

nicht so schnell voll. Der neuste Wurf: Die Aufnahmen<br />

werden von der Platte sogar ins Netzwerk gestreamt.<br />

Gerade in puncto Netzwerk hat sich bei Panasonic viel<br />

getan. Dual Core Pro 4 erlaubt, gleichzeitig mehrere Internet-Anwendungen<br />

parallel laufen zu lassen. Leider klappt<br />

das Multitasking nicht überall. Ins EPG beispielsweise<br />

kommt man nicht, wenn eine Aufnahme läuft. Ansonsten<br />

ist die flotte Menünavigation des 50-Zöllers eine Wucht.<br />

Der neu dazu gekommene Browser ist den Technikern<br />

ebenfalls gut gelungen. Sogar eingebettete Flash-Videos<br />

spielt er ohne Murren ab. Auch bei den sozialen Netzwerken<br />

hat Panasonic mächtig zugelegt. Twitter und Facebook<br />

lassen sich neben das Fernsehbild einblenden.<br />

Der beleuchtete Geber<br />

hat viele große<br />

Tasten mit einem<br />

spürbaren Druckpunkt.<br />

Dank ausgefeilter<br />

USB-Recording-<br />

Funktion kann der<br />

Panasonic in unterschiedlichen<br />

Qualitäten<br />

aufzeichnen.<br />

Das spart Platz auf<br />

der angeschlossenen<br />

USB-Festplatte.<br />

Die elegante Säule<br />

lässt den Fernseher<br />

über dem Standfuß<br />

schweben.<br />

30


➜ Komfortable<br />

Luftbuchse<br />

Der in den Panasonic implantierte<br />

Bluetooth-Transponder<br />

eröffnet dem Nutzer praktische<br />

Funktionen für den<br />

Alltag. Zunächst kann<br />

er jeden Funkkopfhörer<br />

in den Fernseher<br />

einbuchen. Der neue<br />

Sennheiser MM 500-<br />

X für 320 Euro bietet<br />

kabellose Freiheit. Nebenbei<br />

arbeitet er auch unterwegs<br />

einwandfrei mit einem Smartphone zusammen. Abgesehen<br />

davon erleichtert auch eine Bluetooth-Tastatur die TV-<br />

Bedienung erheblich. Sie ermöglicht das einfache Eingeben<br />

von Domain-Namen, Mail-Adressen oder Suchbegriffen.<br />

Über die Funktionstasten (F1 bis F12) kann der Benutzer<br />

sogar Einstellungen des Fernsehers ändern.<br />

Das VIERA Connect-Portal hat ansonsten noch die üblichen<br />

Infoseiten zu bieten: Tagesschau, YouTube oder auch<br />

die Online-Videothek Maxdome. Skype geht auch, bedarf<br />

aber einer zusätzlichen Kamera für 110 Euro.<br />

Erstaunlich ordentlich war der Klang des Testmusters.<br />

Mit satten Bässen bot er hohes Fernseher-Niveau.<br />

Im Bildtest sahnte der Panasonic ebenfalls ab. Durch<br />

sein tiefes Schwarz konnte er selbst düstere Streifen effektvoll<br />

in Szene setzen. Die neue 2.500 Hz Focused Field-<br />

Steuerung sorgte für knackige Konturen auf bewegten<br />

Motiven. Auch bei Filmquellen arbeitete die Elektronik des<br />

Plasmas weitgehend sauber. Artefakte ließen sich durch<br />

die entsprechenden Anpassungen im Bildmenü korrigieren.<br />

Bei der 3D-Wiedergabe zeigte er bei besonders nahen<br />

Objekten gelegentlich zarte Geisterkonturen, seine exakte<br />

Feinzeichnung bei gleichzeitig natürlich wirkenden Bildern<br />

beeindruckte. Im Spitzenweiß erreichte er prinzipbedingt<br />

nicht die Strahlkraft eines LCD-Kandidaten, dafür<br />

trumpfte er im abgedunkelten Ambiente auf. Genau dort<br />

sorgten auch der Eco-Modus und der Lichtsensor dafür,<br />

dass sich sein Stromhunger in akzeptablen Grenzen hielt.<br />

Die schlichte 3D-Brille (TY-<br />

ER3D4SE, 80 Euro) synchronisiert<br />

sich per Bluetooth mit<br />

dem TV. Dank Schnellladung<br />

ist sie im Nu einsatzbereit.<br />

neo plasma black 2500<br />

Dieses Logo verdeutlicht die Runderneuerung<br />

des aktuellen Plasma-Konzepts.<br />

Die Größe der Subpixel wurde<br />

hinsichtlich ihrer Leuchtintensität optimiert. Deren Ansteuerung<br />

und die Zusammensetzung der Phosphore sollen verbessert<br />

worden sein. Panasonic will damit den Plasma-Panels bereits<br />

50 Prozent mehr Helligkeit entlocken. Zudem haben die Entwickler<br />

die Filterfolien auf dem Panel erneuert und die Vorentladung<br />

der Zellen verbessert.<br />

2500 Hz Focused Field Drive<br />

Die neue Technik soll schnelle Bewegungen<br />

im Bild noch exakter wiedergeben.<br />

Dazu analysiert eine Software<br />

die Bildinhalte und erhöht die Zündfolge, wenn sie schnelle<br />

Motive erkennt.<br />

USB <strong>HD</strong>D Recording<br />

USB-Recording erlaubt schnelle Mitschnitte.<br />

Dazu braucht der Benutzer<br />

lediglich eine USB-Festplatte. Aufnahmen<br />

auf der Platte sind verschlüsselt, sodass man die<br />

Inhalte mit einem PC nicht herunterladen kann. Der Datenträger<br />

funktioniert bis zur nächsten Formatierung nur noch<br />

am selben Fernseher. An sich ist das ein praktisches Feature,<br />

allerdings in der Single-Tuner-Version weniger nützlich,<br />

da man während einer laufenden Aufnahme nicht<br />

umschalten kann.<br />

VIERA Connect<br />

Das Portal beinhaltet eine immer größer<br />

werdende Anzahl von Apps aus den<br />

verschiedensten Themenbereichen.<br />

Dazu gehören Info-Seiten wie etwa die Tagesschau, Facebook<br />

und Twitter sowie Video-Apps von YouTube über Acetrax bis<br />

Maxdome. Sogar kleinere Spiele können inzwischen installiert<br />

werden.<br />

WiFi built-in<br />

Wie der Name schon andeutet, ist in<br />

den Fernseher ein WLAN-Transponder<br />

eingebaut. So kann der Fernseher einfach<br />

ins heimische Netzwerk eingebucht werden.<br />

Progressive 3D Full <strong>HD</strong><br />

Fernseher, die diese Logo tragen, haben<br />

eine native Auflösung von 1.920 x 1.080<br />

Bildpunkten und können progressive<br />

3D-Bilder in dieser Auflösung verarbeiten.<br />

V-Audio Surround 2.1<br />

Das Soundpaket beinhaltet acht kleine<br />

Hornlautsprecher sowie einen zusätzlichen<br />

Tieftöner. Mit Phasenschiebereien<br />

wird zudem ein Surround-Effekt erzeugt, um den Fernseher<br />

räumlicher klingen zu lassen.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

31


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 4,1 m // PAL-DVD:<br />

3,0 m // <strong>HD</strong>: 2,0 m<br />

55 Zoll<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Film | Hintergrundbel.:<br />

17 | Kontrast:<br />

86 | Helligkeit: 39 |<br />

Schärfe: 38 | Farbe: 59 |<br />

Optimalkontrast: aus |<br />

Schwarzton: aus | Farbton:<br />

warm2 | Digitaler<br />

Rauschfilter: aus | Motion<br />

Plus: klar | LED Motion<br />

Plus: ein<br />

Der Strahlemann<br />

Nachdem sein großer Bruder UE55ES8090 in<br />

Ausgabe 5/12 (Seite 34) bereits ausgezeichnet<br />

abgeschnitten hatte, waren die Tester auf das<br />

Ergebnis des Samsung in der gehobenen Mittelklasse<br />

gespannt. Große Unterschiede gab es vor allem<br />

beim Bildprozessor und bei der Bedienung: halbe Bildfrequenz<br />

und keine Sprach- oder Gestensteuerung. Ansonsten<br />

hat der UE55ES6890 alles Wichtige an Bord: genug<br />

Anschlüsse, Multimedia satt und viele Internet-Apps.<br />

Der Media-Player spielt so ziemlich alles ab, was er per<br />

Netzwerk oder USB-Datenkonserve eingespielt bekommt.<br />

Nur bei Matroska-Containern (MKV) ist er wählerischer:<br />

So gab er eine Testdatei mit <strong>HD</strong>-Inhalten nicht wieder.<br />

Auch das Spulen in Filmen, die vom DLNA-Server wiedergegeben<br />

werden, ist nicht in jedem Dateiformat möglich.<br />

Smartphone-Fans werden sich über Wi-Fi Direct freuen.<br />

Darüber können sie sich direkt in den Fernseher einbuchen,<br />

um Medien zu streamen.<br />

Bei der Bedienung gab es nur kleine Kritikpunkte. So<br />

haben die Entwickler auf der sonst übersichtlichen Fernbedienung<br />

keine Taste für Formatumschaltung einge plant.<br />

SAMSUNG UE55ES6890 € 2.100<br />

zeigt bei Aufnahmen andere<br />

Programme an, gutes 3D-Bild<br />

keine Taste für Formatumschaltung,<br />

Licht-Leckagen in den Ecken<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Manche Videoclips, aber auch Fernsehsendungen müssen<br />

erst umständlich über das Bildschirmmenü in Form gebracht<br />

werden. Auch sonst ist die Fernbedienung mit<br />

Folientastatur gewöhnungsbedürftig. Wegen der kaum<br />

ertastbaren Drücker und des symmetrischen Gehäuses<br />

kann man schon mal vorne und hinten verwechseln.<br />

Den Designern war offenbar die „Family Story“ sehr<br />

wichtig: Ihr haben sie sogar eine eigene Taste spendiert.<br />

Der Anwender kann dort eine Art Chronik anlegen, in der<br />

Bilder und News einer geschlossenen Benutzergruppe wie<br />

der eigenen Familie abgelegt werden können.<br />

Besonders praxisrelevant dürfte die USB-Recording-<br />

Funktion des Koreaners sein. Als einziger Fernseher mit<br />

Single-Tuner erlaubt der Samsung einen Programmwechsel<br />

bei laufender Aufnahme. Die einzige Voraussetzung:<br />

Der andere Sender muss sich im selben Transponder befinden.<br />

Wer beispielsweise das Programm von ProSieben<br />

aufnimmt, kann immerhin noch auf SAT.1, kabel eins oder<br />

N24 umschalten.<br />

Dank Dual Core-Technologie kann der Benutzer aber<br />

auch bei laufendem Mitschnitt den Media-Player aufrufen<br />

Die Tasten sind beleuchtet,<br />

aber da sie<br />

nicht abgegrenzt<br />

sind, drückt man<br />

schon mal daneben.<br />

Smart Hub ist Benutzeroberfläche<br />

und Internet-Portal<br />

in einem. Darüber<br />

kann der Anwender<br />

alle Funktionen des<br />

Fernsehers abrufen.<br />

Die Navigation darin<br />

könnte aber etwas<br />

zügiger vonstatten<br />

gehen.<br />

Der Multifunktionsknopf<br />

erlaubt das<br />

Steuern am Gerät.<br />

32


Samsung Smart TV<br />

Unter „Smart“ versteht Samsung alle<br />

Funktionen, die den Fernseher intelligenter<br />

machen sollen. Dazu gehören die Benutzeroberfläche<br />

Smart Hub, die Samsung Apps, die Samsung Remote App,<br />

AllShare, 3D und USB-Recording.<br />

➜ Gut bedient<br />

Zwar lassen sich alle hier vorgestellten Fernseher auch<br />

bequem über ein Smartphone oder einen Tablet-PC befehligen,<br />

aber es geht auch bedeutend günstiger. Die Tastatur-<br />

und Maus-Kombination Wireless Desktop 2000 von<br />

Microsoft kostet nur 40 Euro und hat den Samsung-Fernseher<br />

genauso gut im Griff. Die Maus lässt sich im Samsung-Portal<br />

Smart Hub oder im Internet-Browser so einsetzen,<br />

wie man es vom PC gewohnt ist. Die Tastatur erleichtert<br />

zudem Texteingaben und die Steuerung: Durch<br />

einen Druck auf die Windows-Taste gelangt der Benutzer<br />

direkt ins Hauptmenü des Fernsehers.<br />

oder im Internet surfen. Letzteres ist wegen seiner hervorragenden<br />

Maus-Unterstützung eine wahre Freude.<br />

Der Ton des UE55ES6890 konnte weniger überzeugen.<br />

Die nach unten strahlenden Lautsprecher klangen zwar<br />

luftig, aber zu harmlos.<br />

Die Bildleistung war deutlich imposanter. Im Spitzenweiß<br />

lieferte der Samsung Höchstwerte, bei dunklen Motiven<br />

kam er allerdings nicht ganz so weit herunter. Helle<br />

Stellen in den Ecken dürften zudem High-End-Freaks abschrecken.<br />

Die Bewegungsoptimierung Motion Plus ließ<br />

sich relativ fein justieren. Der TV geht einen guten Kompromiss<br />

zwischen ruckelnder Wiedergabe und Artefaktbildung<br />

ein. Das verbessert nicht nur das 2D-Bild.<br />

Die zwei mitgelieferten, per Batterie betriebenen 3D-<br />

Brillen sind extrem filigran aufgebaut. Dadurch lassen sie<br />

sich prima huckepack über die Hauptbrille setzen. Der<br />

Nachteil: Licht von der Seite stört den 3D-Genuss ein wenig.<br />

Ansonsten waren die Leistungen im 3D-Bereich beachtlich.<br />

Der TV zeigte wenig Übersprechen. Durch die<br />

sauberen Konturen wirkte das Bild sehr harmonisch, auch<br />

wenn er bei hellen Motiven etwas zum Flimmern neigt.<br />

Clear Motion Rate 400Hz<br />

Das Bildverbesserungssystem ist eine<br />

Kombination aus Bildwiederholungsfrequenz,<br />

dem Einfügen von interpolierten<br />

Zwischenbildern und dem exakten Steuern des Hintergrundlichtes.<br />

Nicht zu verwechseln mit der nativen Bildffrequenz.<br />

Das alles dient der fehlerfreien Darstellung schneller<br />

Bewegungen im Bild etwa beim Sport oder bei Action-Filmen.<br />

Hyper Real Engine 3D<br />

Das Bildverbesserungssystem dient<br />

insbesondere bei 3D-Signalen dazu,<br />

Farbe, Kontrast und Bewegung zu optimieren.<br />

Sie gleicht außerdem die Helligkeit an, damit die leicht<br />

abdunkelnde Wirkung der Shutterbrille ausgeglichen wird.<br />

AllShare<br />

Unter AllShare fasst Samsung alle Anwendungen<br />

zusammen, die drahtgebundenen<br />

oder drahtlosen Datenaustausch<br />

erlauben. Die PC-Software AllShare arbeitet als DLNA-<br />

Server, der Mediendateien des Computers auf den TV streamt.<br />

Smartphones von Samsung haben eine AllShare App, die ebenfalls<br />

Bilder, Musik oder Videos auf den Fernseher beamt.<br />

Dual Core<br />

Das neue Schlagwort in der TV-Branche<br />

steht für das gleichzeitige Ausführen<br />

verschiedener Anwendungen (Multitasking).<br />

So muss der Benutzer nicht erst eine App beenden,<br />

um eine andere zu starten. Der Doppelkern beschleunigt die<br />

Arbeitsgeschwindigkeit deutlich.<br />

BD WISE Web<br />

Ein Feature, das die Qualität von schlecht<br />

aufgelösten Internet-Videos automatisch<br />

verbessert. Durch Interpolation werden<br />

subjektiv die Schärfe erhöht und das Videoformat angepasst.<br />

2D zu 3D<br />

Inzwischen beherrscht nahezu jeder 3D-<br />

Fernseher die Umwandlung von herkömmlicher<br />

Filmkost. Das gelingt Samsung<br />

schon ganz gut, ist aber mit echtem 3D nicht vergleichbar.<br />

Ein echtes Leichtgewicht<br />

sind die beiden mitgelieferten<br />

3D-Brillen von Samsung.<br />

Nachteil: Streulicht<br />

von der Seite.<br />

3 <strong>HD</strong>MI<br />

Im letzten Jahr wurden noch vier <strong>HD</strong>MI-<br />

Buchsen eingebaut. Dank Triple-Tuner<br />

und üppiger Internet-Funktionen reichen<br />

meist aber drei Buchsen aus.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

33


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 4,4 m // PAL-DVD:<br />

3,6 m // <strong>HD</strong>: 2,2 m<br />

60 Zoll<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Film | Hintergrundbel.:<br />

0 | Kontrast:<br />

+31 | Helligkeit: +2 |<br />

Schärfe: 0 | Farbe: +2 |<br />

Farbton: 0 | Farbtemoeratur<br />

: mittel bis tief | Bewegungsoptimierung:<br />

Active Motion 400 | Subpixel<br />

Control: ein |<br />

Rauschunterdrückung:<br />

aus<br />

ÖKOTIPP<br />

SHARP LC-60LE840E € 3.000<br />

Alu-Rahmen, stimmige<br />

Ausstattung, satte Farben<br />

Der Wandschmuck<br />

kleinteiliges Bildmenü,<br />

nur Timeshift-Aufzeichnung<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Der Riese von Sharp ist ein optisches Highlight. Der<br />

nur 20 Millimeter breite Rahmen aus gebürstetem<br />

Aluminium und der mit Alu-Blech überzogene<br />

Standfuß verwandeln eine unauffällige Mattscheibe in<br />

einen 60 Zoll großen Blickfang.<br />

Das schicke Panel bringt vieles mit, was die Konkurrenz<br />

längst aus dem Pflichtenheft gestrichen hat. Da wäre zunächst<br />

die VGA-Buchse, an der sich immer noch ältere<br />

Notebooks an den Fernseher andocken lassen. Auch eine<br />

RS-232-Schnittstelle ist vorhanden, über die Multi-Room-<br />

Systeme den Fernseher perfekt steuern können. Alternativ<br />

beherrscht der Sharp die Fernsteuerung aber auch übers<br />

Netzwerk – und wenn es sein muss, auch drahtlos. Ein<br />

WLAN-Stick liegt dazu mit im Karton.<br />

Die smarten Internet-Funktionen geben aber Grund zur<br />

Kritik. So weigerte sich der Sharp, etliche DivX-codierte<br />

AVI-Dateien abzuspielen. Über eine seiner USB-Buchsen<br />

gab er diese Formate dagegen wieder. Das Portal AQUOS<br />

NET+ ist zwar ausgereift, könnte aber etwas flotter reagieren:<br />

Das Stöbern in den rund 40 Apps ist etwas mühsam.<br />

Der darin aufrufbare freie Browser war nicht ganz so<br />

flexibel wie das Pendant der Konkurrenz. Über eine USB-<br />

Tastatur ließen sich immerhin Texte einfacher eingeben.<br />

Im Hauptmenü haben die Entwickler einen direkten<br />

Link zu YouTube platziert. Über diese App abgespielte Videos<br />

zeigen seltsam ausgefranste Konturen. Das Bildmenü<br />

selbst wirft auch hier und da Fragen auf: Warum der Anwender<br />

die Justage im Untermenü Bildeinstellungen ><br />

Bild > Optionen vornehmen muss, wird wohl ein Geheimnis<br />

der Entwickler bleiben. Die dort abgelegten Einstellregler<br />

sind indes sehr umfangreich. In den Untiefen der<br />

Bildkalibrierung kann man die Justage sehr fein vornehmen,<br />

wenn man das nötige Werkzeug dafür hat. Positiv:<br />

Der Anwender bekommt zu fast jeder Option im Menü<br />

Hilfstexte eingeblendet. Wenn diese den Benutzer auch<br />

nicht weiterbringen, dürfte er in der übersichtlichen<br />

Bedienungsan leitung eine Lösung finden.<br />

Die Timeshift-Funktion ist so ein Fall. Zwar reicht zum<br />

Mitschneiden ein Druck auf die Pause-Taste, das Hin- und<br />

Herspringen während der Aufnahme erschließt sich dem<br />

Anwender durch die gleichförmige Beschriftung auf der<br />

Fernbedienung aber nicht sofort. An sich ist das Timeshif-<br />

Auf eine Seite des<br />

EPG passt zwar<br />

sehr viel drauf, erkennen<br />

kann man<br />

aber kaum etwas.<br />

Im Menü lässt sich<br />

die Senderübersicht<br />

vergrößern.<br />

Der Steuerstab von<br />

Sharp wirkt aufgeräumt.<br />

Wichtige<br />

Tasten sind groß<br />

genug.<br />

Für Multi-Room-<br />

Systeme ist die<br />

serielle Schnittstelle<br />

(RS-232) im Sharp<br />

eingebaut.<br />

34


➜ Empfangsprobleme<br />

mit WLAN?<br />

Es kommt vor, dass sich im Wohnzimmer kein Netzwerkkabel<br />

verlegen lässt. Hat jetzt der WLAN-taugliche Fernseher<br />

etwa wegen zu dicker Stahlbetondecken auch noch<br />

Empfangsprobleme, müssen Alternativen her.<br />

Genau für diese Fälle hat devolo seine Powerline-Adapter<br />

entwickelt. Sie übertragen die Daten kurzerhand über die<br />

verlegten Stromleitungen. Die neueste Variante dLAN 500<br />

AVsmart+ soll besonders einfach zu konfigurieren sein.<br />

Die Adapter haben kleine Displays, die den Status des<br />

Netzwerks anzeigen können. Sie kosten im Starterpaket<br />

rund 150 Euro.<br />

ting eine feine Sache; dass der Mitschnitt nach dem Umschalten<br />

weg ist, stört aber.<br />

Im Bildtest traten wieder die Stärken des Quattron-Panels<br />

zutage. Farben wirkten frisch und das Bild insgesamt<br />

lebendig. Insbesondere bei <strong>HD</strong>-Signalen läuft er zu seiner<br />

Hochform auf. Bei SD-Videos bilden sich um kleine, rötliche<br />

Bildelemente mitunter Halo-artige Erscheinungen.<br />

Active Motion 400 arbeitet nicht immer ganz so akkurat,<br />

wie es sich der Heimkino-Fan wünschen würde, sorgt aber<br />

unterm Strich für sehr passable Bewegtbildsequenzen.<br />

3D-Motive werden über die robuste Brille sehr räumlich<br />

inszeniert. Die virtuellen Motive unmittelbar vor der Mattscheibe<br />

sind jedoch nicht immer frei von Übersprechen.<br />

Als sehr sauber erwiesen sich demgegenüber seine<br />

akustischen Fähigkeiten. Ein zusätzlicher Tieftöner hinter<br />

dem Panel sorgte stets für angenehme Bässe. Die weit auseinander<br />

liegenden Hauptlautsprecher lieferten eine tolle<br />

Soundkulisse.<br />

Besonders hervorzuheben ist die Energiebilanz des<br />

60-Zöllers. Der Riese braucht gerade mal so viel Strom wie<br />

ein 20 Zoll kleinerer LCD-TV der älteren Generation.<br />

Die Brille wirkt etwas klobig,<br />

lässt sich aber angenehm tragen.<br />

Über ein USB-Kabel wird<br />

sie aufgeladen.<br />

Quattron<br />

Mit der Quattron-Technologie setzt<br />

Sharp als einziger Panel-Hersteller auf<br />

einen vierten, gelben Subpixel neben<br />

den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Idee dahinter:<br />

Da Gelb aus roten und grünen Pixeln gemischt werden muss,<br />

ist gerade dieser natürliche Farbton nicht ganz rein. Quattron<br />

soll Abhilfe schaffen. Im Labor lieferten die bisher gemessenen<br />

Quattron-Panels normgerechte Farbräume mit einem leichten<br />

Hang ins Grüngelbe.<br />

AQUOS LINK<br />

Fernseher und Zuspieler können über<br />

<strong>HD</strong>MI Steuerbefehle austauschen. Die<br />

Hersteller haben sich daher auf einen in<br />

weiten Teilen kompatiblen Standard geeinigt: <strong>HD</strong>MI-CEC (Consumer<br />

Electronics Control). Die Sharp-Variante heißt AQUOS LINK.<br />

AQUOS LED<br />

Die LED-Hintergrundbeleuchutng von<br />

Sharp wird durch intelligente Steuerung<br />

stromsparend eingesetzt.<br />

AQUOS NET+<br />

Das Internet-Portal von Sharp basiert<br />

auf CE-HTML und enthält etliche nützliche, aber auch weniger<br />

wichtige Apps. Ein freier Browser kann ebenfalls dort aufgerufen<br />

werden.<br />

Active motion 400<br />

Das Bildverbesserungssystem arbeitet<br />

mit Zwischenbildern und dem Dunkelsteuern<br />

der Hindergrundbeleuchtung.<br />

Die Wirkung der Schaltung ist angenehm dezent, da sie das<br />

Bild nicht zu stark mit Artefakten anreichert.<br />

USB<br />

TIMESHIFT+<br />

USB-Timeshift+<br />

Per Timeshift-Funktion kann man das<br />

laufende Programm anhalten – etwa<br />

bei einem Telefonanruf –, um später an<br />

der gleichen Stelle weiterzuschauen. Je nach USB-Speicher<br />

und Qualität können so einige Minuten bis wenige Stunden<br />

zwischengespeichert werden. Das „+“ steht für die neue Generation.<br />

Damit kann man auch im Bildmenü schon einen Mitschnitt<br />

amelden. Der Nachteil: Aufnahmen bleiben nicht dauerhaft<br />

gespeichert.<br />

Energielabel<br />

Jeder Fernseher braucht neuerdings<br />

diese standardisierte Energieplakette.<br />

Sie gibt Auskunft über Größe, Leistung,<br />

Effizienz und Jahresenergiebedarf des<br />

Fernsehers. Außerdem ist dort vermerkt,<br />

ob im Gerät ein mechanischer<br />

Hauptschalter eingebaut ist. Der Sharp<br />

LC-60LE840E in diesem Test gehört in<br />

die beste Kategorie.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

35


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL<br />

Damit wurde<br />

getestet<br />

Neben Testbildern auf<br />

Blu-ray oder vom Generator<br />

wurde die TV-Wiedergabe<br />

in SD und <strong>HD</strong> begutachtet.<br />

Realfilme spielten die<br />

Tester via <strong>HD</strong>MI ein. Der<br />

hervorragend gemasterte<br />

Dokumentarfilm Baraka<br />

lieferte grandiose Landschaften<br />

sowie knackscharfe<br />

Nahaufnahmen.<br />

Als 3D-Muster diente eine<br />

Blu-ray des Blockbusters<br />

Avatar.<br />

TESTERGEBNISSE 46-ZOLL-TV 50-ZOLL-TV 55-ZOLL-TV 60-ZOLL-TV<br />

Hersteller Sony Panasonic Samsung Sharp<br />

Modell KDL-46HX855 TX-P50GT50E UE55ES6890 LC-60LE840E<br />

Preis in Euro 1.700 1.600 2.100 3.000<br />

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 89% 402 SEHR GUT 88% 394 SEHR GUT 89% 399 SEHR GUT 87% 393<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 43 sehr gut 40 sehr gut 42 sehr gut 41<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 42 sehr gut 44 sehr gut 44 sehr gut 43<br />

High Definition (DVI/ <strong>HD</strong>MI) (75) überragend 68 überragend 71 überragend 69 überragend 69<br />

Kontrast (80) überragend 74 sehr gut 70 überragend 72 überragend 73<br />

Schärfe (45) überragend 41 überragend 41 überragend 45 überragend 42<br />

Farbdarstellung (45) überragend 43 überragend 42 sehr gut 40 sehr gut 39<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 49 sehr gut 48 sehr gut 46 sehr gut 47<br />

Bildruhe (45) überragend 42 sehr gut 38 überragend 41 sehr gut 39<br />

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 70% 42 SEHR GUT 77% 46 GUT 68% 41 SEHR GUT 75% 45<br />

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 79% 174 SEHR GUT 78% 173 SEHR GUT 80% 176 SEHR GUT 76% 168<br />

Tuner (60) gut 44 gut 43 gut 43 gut 44<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 66 sehr gut 68 sehr gut 68 sehr gut 70<br />

Multimedia (36) überragend 33 sehr gut 32 überragend 35 gut 25<br />

Sonstige Extras (40) sehr gut 31 sehr gut 30 sehr gut 30 gut 29<br />

BEDIENUNG max. 95 Punkte SEHR GUT 84% 80 SEHR GUT 84% 80 SEHR GUT 83% 79 SEHR GUT 75% 71<br />

Menügestaltung (20) sehr gut 15 sehr gut 15 gut 14 befriedigend 11<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 37 überragend 38 überragend 40 überragend 36<br />

Installation (12) überragend 11 überragend 12 überragend 11 sehr gut 9<br />

Fernbedienung (23) gut 17 gut 15 gut 14 gut 15<br />

VERARBEITUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 80% 64 SEHR GUT 84% 67 SEHR GUT 83% 66 SEHR GUT 83% 66<br />

Anmutung (25) sehr gut 21 überragend 23 sehr gut 22 sehr gut 21<br />

Material (55) sehr gut 43 sehr gut 44 sehr gut 44 sehr gut 45<br />

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 84% 762 SEHR GUT 84% 760 SEHR GUT 84% 761 SEHR GUT 82% 743<br />

PREIS / LEISTUNG ÜBERRAGEND ÜBERRAGEND SEHR GUT GUT<br />

Aus dem Messlabor<br />

2 3<br />

4<br />

2 3<br />

4<br />

5<br />

5<br />

6<br />

6<br />

1<br />

Sony<br />

Genauer geht es kaum. Der Farbraum des Sony ließ sich beinahe deckungsgleich mit<br />

dem Normfarbsegel einstellen. Die Farbtemperatur lag ebenfalls ideal bei rund 6.500<br />

Grad Kelvin. Der Farbtemperaturverlauf von hell bis dunkel hätte ebenfalls nicht genauer<br />

sein können. Seine Ausleuchtung ist nicht ganz so perfekt, aber für einen Edge-<br />

LED-TV noch im Rahmen. Top: der geringe Blickwinkelfehler des LCD-Panels.<br />

1<br />

Panasonic<br />

Im Farbsegel und im Gamma liegt der Panasonic auf Normkurs. Das Spektrum seines<br />

abgestrahlten Lichts identifiziert ihn eindeutig als Plasma-Fernseher. Sein grandios<br />

geringer Blickwinkelfehler und die nicht vorhandene seitliche Dunkelabweichung sind<br />

der LCD-Technik deutlich überlegen. Der kleine Pferdefuß: Der Stromverbrauch liegt<br />

deutlich über dem der LCD-Konkurrenz bei gleicher Bilddiagonale.<br />

2 3<br />

4<br />

2 3<br />

4<br />

5<br />

5<br />

6<br />

6<br />

[1] CIE-Farbraum <strong>HD</strong>TV<br />

[2] Farbtemperatur<br />

von Weiß (in Kelvin)<br />

[3] Maximale Helligkeit bei<br />

optimalen Einstellungen<br />

[4] Spektrum von Weiß<br />

[5] Farbtemperaturverlauf<br />

[6] Helligkeitslinearität (Gamma)<br />

1<br />

Samsung<br />

Die Ausleuchtung ist besonders in den Ecken etwas ungleichmäßig. Darin liegt wohl<br />

auch der nicht ganz tiefe Schwarzwert begründet. Beim Farbdreieck ließen sich dagegen<br />

die Eckpunkte normgerecht justieren. Nur die Mischfarben Gelb, Cyan und Magenta<br />

lagen etwas daneben. Sein hohes Spitzenweiß bot genug Reserven bei 3D-Bildern.<br />

Selbst im Gamma konnte der 55-Zöller die anderen Kandidaten übertrumpfen.<br />

1<br />

Sharp<br />

Das Farbdreieck zeigt einen leichten Überhang im Grün, wodurch Naturaufnahmen<br />

etwas knackiger wirken. Die Farbtemperatur des Panels ist deutlich zu hoch, ebenso<br />

der Blickwinkelfehler mit über 20 Prozent. Mit zunehmendem Winkel nehmen die Kontraste<br />

schnell ab. Der Sharp ist dafür Spitzenreiter beim Spromsparen: Mit nur 70 Watt<br />

Normverbrauch liegt er gleichauf mit den kleineren Mitbewerbern.<br />

36


DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller Sony Panasonic Samsung Sharp<br />

Modell KDL-46HX855 TX-P50GT50E UE55ES6890 LC-60LE840E<br />

Preis in Euro 1.700 1.600 2.100 3.000<br />

Internet www. sony.de panasonic.de samsung.de sharp.de<br />

Klasse 46-Zoll-LCD-TV 50-Zoll-Plasma-TV 55-Zoll-LCD-TV 60-Zoll-LCD-TV<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) 108 x 64 x 3,5 (26) cm 117 x 70 x 5 (34) cm 126 x 74 x 4,7 (28) cm 139 x 84 x 5,5 (37) cm<br />

Bilddiagonale / Gewicht 117 cm / 16,6 kg 127 cm / 23 kg 138 cm / 17 kg 152 cm / 35 kg<br />

Auflösung / Seitenverhältnis 1920 x 1080 / 16:9 1920 x 1080 / 16:9 1920 x 1080 / 16:9 1920 x 1080 / 16:9<br />

Kontrast ISO / In-Bild / dynamisch 920:1 / 4.500:1 / 15.000:1 1.150:1 / 6.800:1 / 13.000:1 980:1 / 3.600:1 / 3.900:1 9.800:1 / 4.000:1 / 8.000:1<br />

Schwarzwert / Flächen- / Spitzenweiß 0,016 / 239 / 234 cd 0,012 / 52 / 158 cd 0,08 / 316 / 315 cd 0,04 / 248 / 320 cd<br />

Gamma* / Abweichung zur Idealkurve** 2,16 / 5,5% 2,1 / 8,7 % 2,19 / 2,0 % 2,29 / 7,2 %<br />

Farbtemp. Voreinstellungen**** 6.400, 8.400, 9.900, 12.500 K 6.400, 7.500, 10.300 K 6.480, 13.270, 9540 K 10.500, 14.000, 6.700 K<br />

… kalibriert**** /Abweichung** 6.392 K / 1,1 % 6.387 K / 2,1 % 6.300 K / 3,0 % 9.545 K / 6,6 %<br />

Ausleuchtung / Farbverteilung*** 96,2 % / 99,5 % 98,6 % / 99,0 % 94,3 % / 98,8 % 92,1 % / 95,1 %<br />

Blickwinkelfehler / Dunkelabweichung 8,4 % / 32,6 % 2,7 % / 0,7 % 12,3 % / 29,8 % 21,0 % / 25,9 %<br />

Strom max. / Film / Standby / aus 92 / 68 / 0,18 / – Watt 290 / 209 / 0,19 / – Watt 115 / 69 / 0,36 / – Watt 115 / 70 / 0,09 / – Watt<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Tuner: analog / DVB-T / -C / -S •/ • / <strong>HD</strong> / <strong>HD</strong> • / • / <strong>HD</strong> / <strong>HD</strong> • / • / <strong>HD</strong> / <strong>HD</strong> • / • / <strong>HD</strong> / <strong>HD</strong><br />

<strong>HD</strong>MI / Komponente / VGA 4 / 1 / 1 4 / 1* / – 3 / 1 / – 4 / 1 / 1<br />

Scart / davon RGB 1 / 1 1* / 1 1* / 1 1 / 1<br />

USB / Speicherkarten-Slot / Netzwerk 2 / – / 1 3 / SDXC / 1 3 / – / 1 3 / – / 1<br />

Front- bzw. Seitenanschlüsse CI-Plus, Kopfhörer CI-Plus, Kopfhörer CI-Plus, Kopfhörer CI-Plus, Kopfhörer<br />

Besonderheiten WLAN, opt. Digitalton-Ausgang WLAN, Bluetooth, opt. WLAN, Bluetooth, opt. WLAN, opt. Digitalton-<br />

Digitalton-Ausgang Digitalton-Ausgang Ausgang, RS-232<br />

AUSSTATTUNG<br />

KAUFTIPP<br />

ÖKOTIPP<br />

3D / Brillen mitgeliefert / 2D zu 3D Shutter / 0 / • Shutter / 0 / • Shutter / 2 / • Shutter / 0 / •<br />

Hintergrundbeleuchtung / regelbar Rand-LED / • Plasma / – Rand-LED / • Rand-LED / •<br />

… via Lichtsensor / via Bildinhalt •/ • • / • • / • • / •<br />

Farbraum- / Farbtemperatureinstellung •/ • • / • • / • • / •<br />

… RGB Offset /Gain • / • • / • • / • • / •<br />

Gamma-Einstellung / Rausch- /<br />

Artefaktfilter • • • •<br />

Autom. Kontrast.- / Farbnachbesserg. •/ • • / • • / • • / •<br />

Voreinstellungen/Speicher /je Eingang 2 / 1 / • 7 / 1 / • 4 / 1 / • 8 / 1 / •<br />

Bildformate / Pixel-to-Pixel / WSS 6 / • / • 9 / • / • 6 / • / • 9 / • / •<br />

100 Hz /200 Hz /Backlight Blinking –/ • / • • / – / 2500Hz • / – / Scan • / – / •<br />

<strong>HD</strong>MI-CEC Grundfunktionen / erweitert •/ • • / • • / • • / •<br />

<strong>HD</strong>MI: DeepColor /x.v.Color /ARC /LAN •/ • / • / – • / • / • / – • / • / • / – • / – / • / –<br />

Medienwiederg. über USB o. Kartenslot Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos<br />

Medienwiederg. über DLNA-Netzwerk Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos<br />

HbbTV / Internet-Inhalte • / • • / • • / • – / •<br />

Festplatte für Aufnahmen / über USB –/ • – / • – / • – / Timeshift<br />

Fernbedienung universal / beleuchtet •/ – – / • – / • – / •<br />

EPG / AV-Link • / • • / • • / • • / •<br />

Sleep-Timer/Wecker/Kindersicherung •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / •<br />

Bild-in-Bild / Bild-in-Videotext •/ • – / • • / • • / •<br />

Wandhalterung dabei/ VESA-Bohrung – / 30 x 28 cm – / 40 x 30 cm – / 40 x 40 cm – / 40 x 40 cm<br />

Standfuß dreh- / neigbar – / 6° fix • / – • / – • / –<br />

Zubehör Sound-Standfuß Adapter (AV, YUV & Scart) Adapter (Scart) WLAN-Stick, USB-Stick mit<br />

Handbuch<br />

Besonderheiten WiFi-Direct-Modus, Skype Skype (optional), DLNA-Server– WiFi-Direct-Modus, ASTRA Skype (optional)<br />

(optional), Track ID, Sender - Funktionen Kanal-Vorsortierung, Sendersortierungs-Software<br />

sortierungs-Software, Skype<br />

(optional)<br />

• = ja // – = nein<br />

Alle ermittelten Messwerte<br />

beziehen sich auf die von uns<br />

ermittelten Optimalwerte<br />

*optimal: 2,2<br />

**optimal: 0 %<br />

***optimal: 100 %<br />

****optimal: 6500 Kelvin<br />

Standpunkt<br />

MARKUS WÖLFEL,<br />

TV-TESTER<br />

Der TV-Käufer braucht sich von der Logo-Flut<br />

nicht beeindrucken zu lassen. Hinter jedem<br />

Piktogramm verbirgt sich letztlich nur eine<br />

Funktion oder ein Ausstattungsmerkmal. Wer<br />

sich für einen Fernseher interessiert, muss vor<br />

dem Kauf nur die Logos identifizieren, die für<br />

seine Ansprüche stehen. Das erfordert etwas<br />

Recherche, schützt aber vor Begehrlichkeiten<br />

nach dem Fernseherkauf. Video-HomeVision<br />

arbeitet beständig daran, jedem TV-Fan diese<br />

Arbeit abzunehmen.<br />

Im aktuellen Test boten alle Kandidaten tolle<br />

Leistungen, allerdings in unterschiedlichen<br />

Disziplinen. Panasonics Plasma-TV war wieder<br />

einmal der Platzhirsch im Bildtest. Sony bestach<br />

durch das beste LCD-Bild. Samsung<br />

konnte mit toller Ausstattung punkten und der<br />

Sharp-TV war Stromspar-Weltmeister.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

37


BILD | TEST: 55-ZOLL-3D-TV OHNE BRILLE<br />

Optimaler<br />

Sehabstand<br />

(mindestens)<br />

TV: 3,5 m // PAL-DVD:<br />

3,1 m // <strong>HD</strong>: 2,1 m //<br />

Fotos: 1,5 m<br />

INNOVATION<br />

Optimale<br />

Einstellungen<br />

Bildmodus: Hollywood-<br />

Tag | Kontrast: 95 | Autom.<br />

Helligkeitssensor:<br />

ein | Helligkeit: 3 |<br />

Schärfe: 0 | Farbe: 8 |<br />

Farbton: 0 | Farbtemperatur:<br />

3 | Colour Master:<br />

aus | LED-Backlight-<br />

Steuerung: mittel | S/W-<br />

Level: 0 | Gamma: 0 |<br />

Rauschunterdrückung:<br />

niedrig | DNR: auto | Resolution+:<br />

auto, 1 | Active<br />

Vision: Standard<br />

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

TOSHIBA 55ZL2G € 8.000<br />

3D ohne Brille,<br />

superscharfe 4K-Fotowiedergabe,<br />

gute Ausstattung<br />

kein 4K-Eingang, hoher Verbrauch<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

3D ohne Brille<br />

In unserer Ausgabe 4/12 konnten wir einen ersten Blick auf den Prototypen des<br />

Toshiba 55ZL2G werfen und haben Technik sowie Grundlagen erklärt. Jetzt läuft<br />

die Serienproduktion und wir konnten endlich testen, messen und bewerten.<br />

Der Toshiba 55ZL2G ist nicht nur der erste 3D-Fernseher<br />

ohne Brille mit MultiView-Funktionalitäten,<br />

er ist auch der erste mit 4K-Panel und bietet damit<br />

zwei tolle Innovationen, die den zugegeben sehr hohen<br />

Preis von 8.000 Euro rechtfertigen – wenn denn alles perfekt<br />

funktioniert. Mit dem Fokus auf die tolle neue Technik<br />

und die Grundlagen, wie 3D ohne Brille funktioniert, waren<br />

wir im Pre-Test gar nicht auf die Basisparameter dieses<br />

Spitzenklasse-Fernsehers eingegangen, die natürlich auch<br />

stimmen müssen. Aber keine Sorge: Toshiba hat nichts<br />

wirklich Wichtiges ausgelassen.<br />

Viermal <strong>HD</strong>MI, flankiert von Scart und VGA, bieten<br />

den wichtigsten anzuschließenden Geräten Anschluss.<br />

Was <strong>HD</strong>MI angeht, unterstützt Toshiba neben der Steuerungsautomatik<br />

CEC (REGZA Link), einer Inhaltsanpassung<br />

und dem Audio-Rückkanal (ARC) jetzt auch MHL,<br />

um modernste Handys zu integrieren. Nebenbei sind die<br />

Eingänge als InstaPort ausgeführt, was die <strong>HD</strong>MI-Umschaltung<br />

beschleunigt. Der Tuner unterstützt alle aktuellen<br />

Empfangswege und sortiert – im Gegensatz zu alten<br />

Toshiba-TVs – die gefundenen Sender. Eine der beiden<br />

USB-Buchsen ist für eine Festplatte vorgesehen, die TV-<br />

Inhalte aufzeichnen kann. Dank Timer-Programmierung<br />

mit Vor- und Nachlauf landen die Sendungen sicherer auf<br />

der Platte als bei vielen Konkurrenten. Leider fehlt der<br />

beim 55ZL1G direkt mitgelieferte Massenspeicher.<br />

Die zweite USB-Buchse ist für den Media-Player vorgesehen,<br />

der jetzt mehr Codecs unterstützt als ältere Modelle<br />

– bis hin zu <strong>HD</strong>-MKV, also DivX+<strong>HD</strong>. DTS fehlt noch in<br />

der Sammlung, und längst nicht alles, was über USB akzeptiert<br />

wird, läuft auch über den DLNA-Renderer, also<br />

den Datenzugriff des Multimedia-Heimnetzwerks. Für<br />

diesen wurde neben der LAN-Buchse auch WLAN-n<br />

direkt integriert.<br />

Angeschlossen an das weltweite Netz, können das Internet-Portal<br />

Toshiba Places und HbbTV, die interaktiven<br />

Dienste der TV-Sender, genutzt werden. Das Portal ist bestens<br />

sortiert und konzentriert sich auf sinnvolle Apps.<br />

HbbTV war bei unseren Tests nicht ganz stabil bei den<br />

neuen Diensten der Privaten. Ein Firmware-Update sollte<br />

38


Automatische 3D-Korrektur: Die integrierte Kamera erfasst auf<br />

Knopfdruck die Gesichter der Zuschauer (blaue Quadrate) und<br />

passt die 3D-Sweetspots so an, dass alle möglichst eine optimale<br />

Raumtiefe ohne Doppelkonturen bekommen.<br />

Manuelle 3D-Korrektur: Mit diesem Testbild kann der Haupt-<br />

Zuschauer die 3D-Ausgabe fein justieren, indem er die 3D-<br />

Sweetspots exakt auf seine Sitzposition abstimmt.<br />

das hinbiegen können. Bislang fehlt von den Sozialdiensten<br />

noch die Unterstützung von Skype. Das wäre sinnvoll, weil<br />

eine Kamera – für die Positionserkennung der 3D-Zuschauer<br />

– bereits integriert ist.<br />

Viel Raum zum Spielen gibt es beim guten Bild. Hier ist<br />

der Umfang der Manipulationsmethoden gewaltig, sodass<br />

professionelle Kalibratoren ihre helle Freude am ZL2G<br />

haben. Besitzt man die richtige Messsonde (TPA-1), ist die<br />

optimale Einstellung ein Kinderspiel, denn der TV unterstützt<br />

eine Auto-Kalibration.<br />

In die Bildtechnik hat Toshiba alles Verfügbare investiert.<br />

Leider ist es nicht möglich, das Hintergrundlicht direkt<br />

durch lokales Dimmen zu steuern, wie es der kleine<br />

Bruder ZL1 beherrscht. Das brandneue 4K-Panel von AUO<br />

besitzt wohl bereits ab Werk seitliche LEDs. Diese Bezugsquelle<br />

ist dann auch dafür verantwortlich, dass die Ausleuchtung<br />

nicht ganz perfekt ist und einige Farben messtechnisch<br />

leicht verschoben dargestellt werden.<br />

Absolut umwerfend sind hingegen Schärfe und Detail-<br />

Auflösung, wenn man sich Fotos anschaut. Über USB werden<br />

dabei bis zu 200 Megapixel unterstützt, aus dem Netzwerk<br />

maximal 4.096 x 4.096 Bildpunkte, wobei die Decodierung<br />

riesiger Bilder auch viel Zeit in Anspruch nimmt.<br />

Macht man sich die Mühe, Fotos am PC in die Bildschirm-<br />

Auflösung 3.840 x 2.160 Pixel umzuwandeln, erledigt ein<br />

Chip die Decodierung, und Diashows sind eine Augenweide<br />

mit messerscharfer Farbenpracht.<br />

Über einen proprietären Service-Eingang kann das Display<br />

sogar mit Videomaterial in voller Auflösung angesteuert<br />

werden. Toshiba stellte uns zum Test den passenden ➜<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Toshiba<br />

Modell<br />

55ZL2G<br />

Preis<br />

8.000 Euro<br />

Internet<br />

www.toshiba.de<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen in cm (B x H x T)<br />

125 cm x 83 cm x 36 (4) cm<br />

Bilddiagonale / Gewicht<br />

139 cm / 31 kg<br />

Auflösung / Seitenverhältnis 3.840 x 2.160 / 16:9<br />

Kontrast ISO / In-Bild / dynamisch 700:1 / 4.000:1 / 7.000:1<br />

Schwarzwert / Flächen- / Spitzenweiß 0,05 / 356 / 341 cd<br />

Gamma* / Abweichung zur Idealkurve** 2,33 / 1,8%<br />

Farbtemp. Voreinstellungen**** 5.400, 7.900, 14.600 K (11 Schritte)<br />

… kalibriert**** / Abweichung** 6.633 K / 1,8%<br />

Ausleuchtung / Farbverteilung*** 94,5% / 97,2%<br />

Blickwinkelfehler / Dunkelabweichung 26% / 21%<br />

Strom max. / Film / Standby / aus 252 / 162 / 0,2 / 0 Watt<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Tuner: analog /DVB-T / -C / -S<br />

1 / 1 <strong>HD</strong> / 1 <strong>HD</strong> / 1 <strong>HD</strong><br />

<strong>HD</strong>MI / Komponente / VGA 4 / 1 / 1<br />

Scart / davon RGB 1 / 1<br />

USB / Speicherkarten-Slot / Netzwerk 2 / – / LAN + WLAN<br />

Front- bzw. Seitenanschlüsse<br />

AV, Kopfhörer<br />

Besonderheiten<br />

CI-Plus, optischer Digitalton-Ausgang,<br />

2x Audio-In, Subwoofer-Ausg., MHL<br />

AUSSTATTUNG<br />

3D / Brillen mitgeliefert / 2D zu 3D ohne Brille / nicht nötig / •<br />

Hintergrundbeleuchtung / regelbar Rand-LED / •<br />

… via Lichtsensor / via Bildinhalt •/ •<br />

Farbraum- / Farbtemperatureinstellung •/ •<br />

… RGB Offset / Gain<br />

• / •<br />

Gamma-Einstellg. / Rausch- / Artefaktfilter •/ • / •<br />

Autom. Kontrast.- /Farbnachbesserung •/ •<br />

Voreinstellungen / Speicher / je Eingang 9 / 9 / •<br />

Bildformate / Pixel-to-Pixel / WSS 11 / Quad-Full-<strong>HD</strong>-Panel / •<br />

100 Hz /200 Hz /Backlight Blinking –/ • / • (800 AMR)<br />

<strong>HD</strong>MI-CEC-Grundfunktionen / erweitert •/ REGZA Link<br />

Medienwiederg. über USB o. Kartenslot Filme, Fotos, Musik<br />

Medienwiederg. über DLNA-Netzwerk Filme, Fotos, Musik (Renderer)<br />

HbbTV / Internet-Inhalte<br />

• / Toshiba Places<br />

Festplatte für Aufnahmen / über USB –/ •<br />

EPG / AV-Link<br />

• / •<br />

Besonderheiten<br />

3D ohne Brille, Personal-TV (Nutzerprofile),<br />

Dolby Volume, Auto-Kalibration,<br />

Graustufenkalibration<br />

Aus dem Messlabor<br />

Die nativen Farben (Bild unten = Werkszustand) des 4K-Displays<br />

liegen in Rot und Blau leicht versetzt und in Grün zu satt. So<br />

kann auch die hervorragende Funktion der Auto-Kalibration<br />

nur bedingt perfekte Ergebnisse erzielen. Der Bildeindruck ist<br />

dennoch schön farbtreu. Was fast mit bloßem Auge auffällt,<br />

ist die ungleichmäßige Ausleuchtung unseres Musters.<br />

1<br />

2 3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

• = ja // – = nein<br />

Alle ermittelten Messwerte<br />

beziehen sich auf die von uns<br />

ermittelten Optimalwerte<br />

*optimal: 2,2<br />

**optimal: 0 %<br />

***optimal: 100 %<br />

****optimal: 6.500 Kelvin<br />

[1] CIE-Farbraum <strong>HD</strong>TV<br />

[2] Farbtemperatur von Weiß<br />

(in Kelvin)<br />

[3] Maximale Helligkeit bei<br />

optimalen Einstellungen<br />

[4] Spektrum von Weiß<br />

[5] Farbtemperaturverlauf<br />

[6] Helligkeitslinearität<br />

(Gamma)<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

39


BILD | TEST: 55-ZOLL-3D-TV OHNE BRILLE<br />

So funktioniert es<br />

Toshibas Bildschirmmenüs rollen als hübsche Piktogramme am unteren<br />

Bildrand entlang. Weiter verzweigt wird in klassischen Menüstrukturen,<br />

wobei man ab und zu schon weit vordringen muss, um<br />

spezielle Funktionen zu finden. Insgesamt sind nämlich sehr viele<br />

Einstellungsoptionen vorhanden.<br />

Toshiba Places: Das Internet-Portal ist übersichtlich nach Themenschwerpunkten<br />

sortiert. Gerade der wichtige Bereich abrufbarer<br />

Online-Filminhalte bietet viele gute Quellen. Zusätzlich gibt es natürlich<br />

noch HbbTV, wo die TV-Sender relevantes Material anbieten.<br />

Auch hier wird die Interaktivität immer ausgefeilter.<br />

Der Trick bei jeder 3D-Darstellung ist es, dass ein Auge<br />

etwas anderes sieht als das andere. Verzichtet man auf<br />

Brillen, muss der Fernseher feinfühlige Lichtfelder ausstrahlen,<br />

die gezielt jeweils nur ein Auge erreichen. Das<br />

geschieht durch intelligente Mikrolinsen, die sich sogar<br />

auf die Position der Zuschauer einstellen können. Wo man<br />

sich gerade exakt befindet, erfasst dabei eine Kamera.<br />

Toshiba verwendet ein Display mit vierfacher Full-<strong>HD</strong>-<br />

Auflösung und erzeugt damit neun unterschiedliche 3D-<br />

Sehpositionen: eine für jeweils ein Auge eines Betrachters.<br />

Heraus kommen neun 3D-Ansichten mit einer Auflösung<br />

von 720p. Die Umrechnung der beiden stereoskopischen<br />

Blickwinkel einer 3D-Blu-ray in so ein MultiView-Feld ist<br />

dabei extrem komplex.<br />

Der edle Schieber<br />

ist gut gemeint,<br />

um die Fernbedienung<br />

besser aussehen<br />

zu lassen.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Toshiba<br />

55ZL2G<br />

8.000 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 89% 401<br />

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 43<br />

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 41<br />

High Definition (DVI / <strong>HD</strong>MI) (75) überragend 68<br />

Kontrast (80) sehr gut 69<br />

Schärfe (45) überragend 45<br />

Farbdarstellung (45) sehr gut 40<br />

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 47<br />

Bildruhe (45) überragend 48<br />

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 65% 39<br />

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 79% 174<br />

Tuner (60) sehr gut 45<br />

Anschlüsse (85) sehr gut 69<br />

Multimedia (36) überragend 33<br />

Sonstige Extras (40) gut 27<br />

BEDIENUNG max. 95 Punkte SEHR GUT 82% 78<br />

Menügestaltung (20) gut 14<br />

Einstellungsmöglichkeiten (40) sehr gut 35<br />

Installation (12) überragend 11<br />

Fernbedienung (23) sehr gut 18<br />

VERARBEITUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 84% 67<br />

Anmutung (25) sehr gut 21<br />

Material (55) sehr gut 46<br />

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 84% 759<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

GUT<br />

Player zur Verfügung: eine Kiste mit vordefinierten Filmsequenzen,<br />

die den Atem jedes Qualität schätzenden Zuschauers<br />

stocken lassen. Bis unter einen Meter kann man<br />

ans große Display heran und entdeckt immer mehr feinste<br />

Bilddetails. Von Nahem stören weniger die Bildpixel, sondern<br />

Strukturen der deaktivierten 3D-Linsen, die sich in<br />

gleichförmigen Flächen ausmachen lassen.<br />

Aktiviert man das brillenlose 3D, stellt man fest: „Ja, es<br />

funktioniert.“ Darum hatten die Menschen Toshiba gebeten.<br />

Sie hatten aber auch erwartet, dass es ebenso scharf,<br />

sauber und tief aussieht wie mit Brille – und diese Erwartung<br />

wurde enttäuscht. Und das Ganze klappt nur, wenn<br />

man ab und zu die Taste zur Augenverfolgung (Tracking)<br />

drückt. Insgesamt wirken alle bekannten Bildquellen<br />

schwächer als beim ZL1. Trotz der immensen Rechenleistung<br />

des 3D-Mehrkern-Superprozessors CEVO Engine<br />

und der besten Algorithmen bietet das 4K-Display keinen<br />

erkennbaren Vorteil bei 2D.<br />

Fazit<br />

Toshiba setzt neue Maßstäbe, und der 55ZL2G beweist, dass<br />

3D ohne Brille keine Zukunftsvision, sondern bereits technische<br />

Realität ist. Wer ein perfektes 2D-Bild bevorzugt und<br />

eine 3D-Brille nicht scheut, ist aber mit dem 3.000 Euro<br />

preiswerteren Bruder ZL1 besser bedient.<br />

■<br />

40


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BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Duell auf Augenhöhe<br />

Smart TV, 3D und sogar <strong>Ultra</strong> Full <strong>HD</strong>: Die brandneuen Blu-ray-Player von Philips<br />

und Sony bieten schon ab 200 Euro die heißesten Technik-Features. Doch welcher<br />

von beiden ist der absolute Preisknaller?<br />

Unüberschaubar ist die Menge<br />

der Blu-ray-Player, die um die<br />

Gunst der Käufer buhlen. Den<br />

richtigen Spieler zu finden fällt dementsprechend<br />

schwer. Doch es gibt<br />

drei Fragen, die die Kaufentscheidung<br />

erheblich vereinfachen:<br />

➜ Ist eine hochwertige Verarbeitung<br />

wichtig?<br />

➜ Benötige ich einen hervorragenden<br />

Analog-Tonausgang?<br />

➜ Kann ich auf die neuesten technischen<br />

Features wie ein großes Smart-<br />

TV-Paket verzichten?<br />

Wenn Sie alle drei Fragen mit „ja“<br />

beantworten können, dürften Sie bei<br />

Audiospezialisten wie Denon, Pioneer<br />

oder T+A fündig werden. Sie werden<br />

dann für Ihren Player mindestens<br />

400 Euro ausgeben müssen.<br />

Lautet Ihre Antwort auf alle drei<br />

Fragen dagegen „nein“, sind die Bluray-Player<br />

von Philips und Sony heiße<br />

Anwärter auf den leeren Platz in Ihrem<br />

Wohnzimmer. Denn der Philips<br />

BDP7700 und der Sony BDP-S790<br />

sind die ersten Player, die sich laut<br />

Datenblatt am neuesten Trend 4K orientieren.<br />

Sie sollen also per <strong>HD</strong>MI<br />

Videosignale mindestens mit vierfacher<br />

Full-<strong>HD</strong>-Auflösung ausgeben.<br />

Wie es um ihre 4K-Eigenschaften<br />

steht, haben wir ausprobiert. Das etwas<br />

ernüchternde Ergebnis: Eine<br />

Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten<br />

gab keiner der Player aus,<br />

sondern maximal Quad Full <strong>HD</strong>, also<br />

die vierfache Full-<strong>HD</strong>-Auflösung mit<br />

3.840 x 2.160 Bildpunkten. Dem Philips<br />

BDP7700 konnten wir gar keine<br />

ultrahochauflösenden Signale entlocken.<br />

Diese Fähigkeiten soll er per<br />

Update erhalten. Mehr dazu lesen Sie<br />

auf Seite 22.<br />

3D für Kenner<br />

Was das sonstige Ausstattungspaket<br />

anbelangt, gibt es kaum etwas, das<br />

diese beiden Spieler nicht können.<br />

Dass heute ein Blu-ray-Player alle Dimensionen<br />

einer 3D-Scheibe zum<br />

Fernseher schickt, ist nicht mehr außergewöhnlich.<br />

Doch beide wandeln<br />

auch 2D-Inhalte in drei Bilddimensionen,<br />

wenngleich das Ergebnis nicht<br />

an die Qualität eines guten Original-<br />

3D-Films heranreicht. Der BDP-S790<br />

erlaubt es sogar, die 3D-Tiefe einzustellen,<br />

wenn die Wirkung zu gering<br />

sein sollte oder 3D zu sehr anstrengt.<br />

Selbst wer eine 3D-Fotokamera besitzt,<br />

wird mit den Playern zufrieden<br />

sein, sie können schließlich 3D-Fotos<br />

im MPO-Format anzeigen. Besitzer<br />

eines Camcorders, der in 3D Full <strong>HD</strong><br />

aufzeichnet, müssen sich jedoch – wie<br />

bei den meisten anderen Playern<br />

auch – mit 2D begnügen.<br />

Auch eigentlich Antiquitiertes ist<br />

bei Sony ein wichtiges Thema. Daher<br />

spielt der BDP-S790 wie nahezu alle<br />

anderen aktuellen Blu-ray-Player der<br />

Japaner hochauflösende Super-<br />

Audio-CDs ab. Und die Tonsignale<br />

schickt er je nach Wunsch im Original-DSD-Datenstrom<br />

oder als gewandeltes<br />

PCM-Signal per <strong>HD</strong>MI zum<br />

AV-Receiver.<br />

Schon lange eine wichtige Rolle für<br />

Philips und Sony spielt Smart TV: In<br />

dieser Hinsicht sind der BDP7700<br />

und der BDP-S790 recht üppig ausgestattet.<br />

Das Sony Entertainment Network<br />

enthält etwa Sendungen von<br />

SAT.1, ProSieben oder der Tagesschau,<br />

3D-Inhalte sowie ein großes Videoon-Demand-Angebot.<br />

Der Philips<br />

BDP7700 steht dem in nichts nach<br />

und bedient sich etwa bei den Mediatheken<br />

von ARD, ZDF oder ARTE.<br />

Damit dafür keine Kabel erforderlich<br />

sind, besitzen beide ein WLANn-Modul.<br />

Das ist auch hilfreich, wenn<br />

es um das Streamen von Videos, Bildern<br />

und Fotos von UPnP-Servern<br />

geht. Oder wenn der Nutzer mit einer<br />

App die Player vom Smartphone aus<br />

steuern will. Waren die ersten Versuche<br />

dieser kostenlosen Mini-An-<br />

42


SUPERGÜNSTIG<br />

MOBIL<br />

SURFEN<br />

IM TEST<br />

ZWEI BLU-RAY-PLAYER<br />

PHILIPS BDP7700 € 200<br />

SONY BDP-S790 € 250<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller Philips Sony<br />

Modell BDP7700 BDP-S790<br />

Preis in Euro 200 250<br />

Internet: www. philips.de sony.de<br />

KAUFTIPP<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht 43,5 x 4 x 23 cm / 1,6 kg 43 x 4,2 x 19,3 cm / 1,9 kg<br />

Ausgangsspannung / -Impedanz (Ton) 1,7 Volt / 423 Ohm 2,0 Volt / 810 Ohm<br />

Rauschabstand / Dynamikumfang 113 dB / 103 dB 105 dB / 87 dB<br />

Klirrfaktor DVD / CD 0,0032 % / 1,7300 % 0,0061 % / 0,0043 %<br />

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby 15 / 9 / 11 / 7 (bis Menü 11) Sek. 23 / 11 / 9 / 1,5 (bis Menü 3) Sek.<br />

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 10,0 / 2,1 / 0,0 Watt 8,2 / 6,9 / 0,0 Watt<br />

WIEDERGABE<br />

BDAV / BDMV / BD 3D / AVC<strong>HD</strong> • / • / • / • • / • / • / •<br />

Internet: Video / Audio / Foto • / • / • • / • / –<br />

… Web-Browser / Flash • / – • / –<br />

DVD-RAM / -RW (VR) / -R (VR) – / – / – – / • / •<br />

DVD-Audio / SACD / Audio-CD – / – / • – / • / •<br />

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ – / DLNA • / – / DLNA<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / • • / • / • / • / • / • / –<br />

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG-2 •/ • / • / • / • • / • / – / • / •<br />

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC • / • / • (USB) / • / • (USB) • / • / • / • / –<br />

AVC<strong>HD</strong> / AVC<strong>HD</strong> 3D / M2TS / MPO / JPG •/ – / • / • / • • / – / • / • / •<br />

Besonderheiten – UPnP-Renderer<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Ausgang: <strong>HD</strong>MI / Komponente / Video 1 / – / 1 2 / – / 1<br />

Tonausgang opt. / elektr. / analog 1 / 1 / 7.1 1 / 1 / Stereo<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte • / -b, -g, -n / 2 / • (nur VoD) • / -b, -g, -n / 2 / –<br />

Sonstige – –<br />

FUNKTIONEN<br />

<strong>HD</strong>MI-CEC / -Ethernet-Channel • / – • / –<br />

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung • / – • / •<br />

Skalierung auf Vierfach-Full-<strong>HD</strong> – •<br />

Interner BD-Live-Speicher – –<br />

Farbübertragung wählbar – Auto, YCbCr 4:4:4/4:2:2, RGB<br />

std./erw.<br />

Bilder: Zoom / Verschieben / Auto-Rotieren •/ • / • – / – / •<br />

Diashow / Übergangseffekte / mit Musik •/ • / • • / • / •<br />

Sprung zu Titel / Kapitel / Zeit • / • / • • / • / –<br />

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ • • / Gracenote<br />

Musik: Programm (Stücke) / Zufallswiederg. –/ • – / –<br />

Audio-Decoder 7.1 DTS <strong>HD</strong> MA, Dolby True<strong>HD</strong> 7.1 DTS <strong>HD</strong> MA, Dolby True<strong>HD</strong><br />

Dekoder: LS-Pegel / Abstand / Größe •/ • / • – / – / –<br />

Ton über <strong>HD</strong>MI Auto, Bitstream PCM, Bitstream, DSD<br />

Man. Lip-Sync (Tonverzögerung) 0 – 200 ms 0 – 120 ms<br />

Dynamikbegrenzung / Dialoganhebung •/ – • / –<br />

Lieferumfang – –<br />

Besonderheiten Skype per opt. Kamera Gracenote, Skype per opt. Kamera<br />

• = ja // – = nein // BD = Blu-ray Disc // VR = Video Recording Format (Schnittlisten)<br />

6 MONATE<br />

0,<br />

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*1&1 Notebook-Flat ab dem 4. Monat6Monate für 0,– €, sonst 9,99 €/Monat.<br />

Ab einem Datenvolumen von1GB steht eine Bandbreite von max. 64kBit/s zur<br />

Verfügung. 29,90 € Bereitstellungsgebühr. 24 Monate Mindestvertragslaufzeit.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

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per HSDPA/UMTS<br />

Mit bis zu<br />

14.400 kBit/s<br />

Beste D-Netz-<br />

Qualität<br />

43


BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER<br />

Frei konfigurierbar:<br />

Die acht Analogton-<br />

Buchsen des Philips<br />

BDP7700 lassen sich<br />

als Stereo- und 5.1-<br />

oder als 7.1-Ausgang<br />

nutzen.<br />

Steuerung kompakt:<br />

Die Fernbedienung<br />

ist lediglich 15 cm<br />

lang, dadurch<br />

muss der Nutzer<br />

kaum umgreifen.<br />

PHILIPS BDP7700 € 200<br />

Quad-Full-<strong>HD</strong>-Upscaling per<br />

Update, 7.1-Analogton-Ausgang<br />

Verarbeitung, Probleme mit<br />

Vollbildwandlung<br />

sehr gut 77 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

wendungen reine Abbilder der traditionellen<br />

Fernbedienung, so kommen<br />

heute immer mehr Funktionen dazu,<br />

die einen wirklichen Mehrwert bie-<br />

ten. Die Sony-App MediaRemote etwa<br />

zeigt Filminformationen zum aktu-<br />

ellen oder zu bereits angeschauten<br />

Filmen an, die sich das Smartphone<br />

aus dem Internet von der Gracenote-<br />

Datenbank holt.<br />

Der Nutzer kann auch über das<br />

Touch-Display im Internet surfen. Er<br />

schickt dann eine Seite per Knopf-<br />

druck zum Blu-ray-Player und damit<br />

auf den TV-Bildschirm. Das Smart-<br />

phone dient dann weiter als Mouse-<br />

pad, um den Mauszeiger über die<br />

Webseite zu bewegen.<br />

Auch die Philips-App MyRemote<br />

hilft dem Nutzer. Er kann beispielsweise<br />

den Netzwerk-Server nach Medien<br />

durchsuchen. Gefällt ihm etwa<br />

ein Bild, bringt er es per Knopfdruck<br />

auf den TV-Bildschirm. Alternativ verbindet<br />

er eine USB-Funktastatur zur<br />

Steuerung und Texteingabe.<br />

Für Jung und Alt<br />

So schön die neue smarte Welt auch<br />

ist, es gibt immer noch Grenzen. So<br />

zeigt keiner der Player Flash-Videos<br />

auf Webseiten an. Der Sony gibt zudem<br />

alle Inhalte aus dem Netz mit 60<br />

Hertz wieder, was zu leichtem Ruckeln<br />

führen kann. Der Philips wiederum<br />

spielt Audiodateien im WMAund<br />

FLAC-Format zwar von verbundenen<br />

USB-Speichern, aber nicht von<br />

Netzwerk-Servern ab.<br />

Auch wenn die Player stark am Puls<br />

der Zeit sind, verlieren sie diejenigen<br />

Nutzer nicht aus den Augen, die älteres<br />

Elektronik-Equipment zu Hause<br />

haben. Besitzt man etwa einen AV-<br />

Receiver, der vor über zwei Jahren auf<br />

den Markt kam, wird es schwierig,<br />

3D-Filme zu schauen, da sie die 3D-<br />

Inhalte per <strong>HD</strong>MI nicht durchschleifen<br />

können.<br />

Beide Player bieten aber eine Lösung,<br />

damit es dennoch funktioniert:<br />

➜ Der Philips schickt das Bild per<br />

<strong>HD</strong>MI zum TV und den Surround-Ton<br />

über seinen analogen 7.1-Ausgang<br />

zum AV-Receiver. Mit dieser Lösung<br />

lassen sich auch alte reine Analog-<br />

Verstärker weiter nutzen. Klanglich<br />

kann diese Lösung jedoch bei Weitem<br />

nicht mit <strong>HD</strong>MI mithalten, und man<br />

sollte – wenn möglich – den S/PDIF-<br />

Ausgang nutzen.<br />

➜ Der Sony verfügt über einen zweiten<br />

<strong>HD</strong>MI-Ausgang, der – wenn gewünscht<br />

– nur Tonsignale ausgibt und<br />

so den Verstärker versorgt.<br />

Geht es um das herausragende Bild,<br />

ist vor allem der Sony zu empfehlen.<br />

Er übertreibt es nie mit der Schärfe,<br />

sodass sich störende Artefakte bilden<br />

würden. Vor allem beim Skalieren<br />

und bei der Vollbildwandlung leistet<br />

er außerordentlich gute Arbeit. Und<br />

Die neueste Version der cleveren Online-<br />

und Netzwerk-Funktionen heißt<br />

Philips Smart TV Plus. Mehr als bei<br />

manchen Konkurrenten gibt es wirklich:<br />

So kann der Nutzer etwa über das Online-Portal<br />

des BDP7700 (siehe Bild)<br />

auf die umfangreiche ARD-Mediathek<br />

zugreifen. Mit der optionalen Webcam<br />

(Preis: ca. 125 Euro) ist sogar Videotelefonie<br />

per Skype möglich.<br />

Das Sony Entertainment Network bündelt<br />

im BDP-S790 die Online-Inhalte.<br />

Unter Video findet der Nutzer Filme von<br />

Sonys Video-on-Demand-Dienst Video<br />

Unlimited. Unter der Rubrik Musik werden<br />

Ausschnitte von populären Songs<br />

gratis angeboten. Komplette Songs und<br />

eine Musik-Streaming-Flatrate kostet<br />

extra. Unter Apps versammeln sich<br />

TV-Sendungen oder Spiele.<br />

44


KAUFTIPP<br />

enthält eine Quelle Rauschen oder<br />

Komprimierungs-Artefakte, hat er die<br />

richtigen Mittel, um sie zu minimieren.<br />

Dank vieler Einstellmöglichkeiten<br />

wie Kontrast-, Textur-Remaster<br />

oder Super-Auflösung können Experten<br />

das Optimum aus jeder Quelle herausholen.<br />

Doch bereits die Standard-<br />

Einstellungen überzeugen.<br />

Beibehalten sollte man die Farbausgabe<br />

(also bei einem YCC-Signal<br />

belassen) und nicht auf ein RGB-Signal<br />

ändern. Denn in diesem Fall arbeitet<br />

der Sony bei der Farbraumkonvertierung<br />

nicht ganz exakt, was zu<br />

leichten Farbverschiebungen führt.<br />

Der Philips überlässt dem Nutzer<br />

diese Entscheidung nicht: Er gibt deshalb<br />

bei angeschlossenem Fernseher<br />

ein farbrichtiges YCC-Signal aus.<br />

Dafür leistet sich der BDP7700 an<br />

anderer Stelle einen kleinen Patzer.<br />

Es gibt derzeit noch einen Software-<br />

Fehler bei der Vollbildwandlung. Deshalb<br />

fransen Kanten von Objekten<br />

aus, wenn es sich um eine Quelle auf<br />

Basis von Halbbildern handelt. Philips<br />

hat jedoch versprochen, diesen<br />

Fehler per Update rasch zu beheben.<br />

Mit Vollbildquellen kann der Philips-Player<br />

richtig umgehen. Er meistert<br />

Aufgaben wie Skalieren, Quantisieren<br />

oder Interpolieren bravourös,<br />

sodass auch ein anspruchsvoller<br />

Heimcineast gerne Film-DVDs oder<br />

Blu-rays einlegt.<br />

Beeindruckend bei beiden Playern<br />

sind auch die Reaktionszeiten. Bildschirmmenüs<br />

lassen sich flüssig bedienen<br />

und die Ladezeiten von Disks<br />

befinden sich auf einem erfreulich<br />

niedrigen Niveau. Vor allem der Sony<br />

rast förmlich durch die Menüs. Der<br />

Philips lässt es kaum gemächlicher<br />

angehen, hängte sich in unseren Tests<br />

aber wenige Male auf, was einen Neustart<br />

erforderte. Auch hier könnte ein<br />

Software-Update Besserung bringen.<br />

So topmodern wie die Player im Inneren<br />

sind, wirken sie auch äußerlich.<br />

Beide setzen auf Hochglanz-Optik<br />

und besitzen Sensortasten an ihrer<br />

Oberseite. Beim Drücken der Sensortasten<br />

bemerkt man jedoch auch, dass<br />

SONY BDP-S790 € 250<br />

Quad-Full-<strong>HD</strong>-Upscaling, starke<br />

Bildqualität, SACD-Wiedergabe<br />

Verarbeitung, leichte Laufwerksgeräusche<br />

sehr gut 82 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

für diesen günstigen Preis ein wenig<br />

bei der Verarbeitung gespart wurde.<br />

Die Oberfläche besteht in beiden Fällen<br />

aus leichtem Kunststoff, der recht<br />

leicht verkratzt.<br />

Fazit<br />

So viele Funktionen zu einem so günstigen<br />

Preis, das gab es noch nie. Für die<br />

50 Euro weniger, die Philips für den<br />

BDP7700 verlangt, muss man jedoch<br />

auch einige wenige Abstriche in Kauf<br />

nehmen wie einen zweiten <strong>HD</strong>MI-Ausgang<br />

und eine etwas schlechtere Bildqualität.<br />

Der Sony BDP-S790 ist dagegen<br />

für all diejenigen ein absoluter<br />

Kauftipp, die sich für die Zukunft optimal<br />

rüsten wollen.<br />

■<br />

Gute Wahl: Anstatt<br />

auf viele Anschlüsse<br />

setzt Sony beim<br />

BDP-S790 auf einen<br />

zweiten <strong>HD</strong>MI-Ausgang.<br />

Der Lüfter<br />

machte sich in den<br />

Tests zu keiner Zeit<br />

negativ bemerkbar.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller Philips Sony<br />

Modell BDP7700 BDP-S790<br />

Preis in Euro 200 250<br />

BILDQUALITÄT max. 273 Punkte SEHR GUT 87% 238 ÜBERRAGEND 96% 261<br />

Brillanz (52) überragend 47 überragend 48<br />

Farben (59) sehr gut 52 überragend 57<br />

Schärfe (97) überragend 88 überragend 94<br />

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (65) sehr gut 51 überragend 62<br />

KLANGQUALITÄT max. 113 Punkte GUT 70% 79 GUT 72% 81<br />

digital (64) sehr gut 53 sehr gut 53<br />

analog (49) befriedigend 26 befriedigend 28<br />

AUSSTATTUNG max. 182 Punkte GUT 73% 132 GUT 74% 135<br />

Anschlüsse (34) sehr gut 26 sehr gut 27<br />

Medienvielfalt (64) sehr gut 51 sehr gut 53<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (28) gut 17 gut 17<br />

Funktionen (Software) (56) gut 38 gut 38<br />

BEDIENUNG max. 50 Punkte GUT 74% 37 SEHR GUT 76% 38<br />

Bildschirmmenüs (18) sehr gut 16 überragend 16<br />

Fernbedienung (16) gut 10 sehr gut 12<br />

Bedienung am Gerät (5) befriedigend 2 befriedigend 2<br />

Installation (5) sehr gut 4 sehr gut 4<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (6) sehr gut 5 gut 4<br />

VERARBEITUNG max. 57 Punkte GUT 65% 37 GUT 67% 38<br />

Anmutung (24) sehr gut 19 sehr gut 19<br />

Material (33) befriedigend 18 befriedigend 19<br />

TESTURTEIL max. 675 Punkte SEHR GUT 77% 523 SEHR GUT 82% 553<br />

PREIS / LEISTUNG SEHR GUT ÜBERRAGEND<br />

Aus dem Messlabor<br />

Der Philips BDP7700 überschärft nur minimal<br />

beim Skalieren von SD-Quellen,<br />

was der leicht steigende, schwarze ligkeitsfrequenzgang zeigt.<br />

Wählt der Nutzer bei der Farbausgabe<br />

YCbCr 4:4:4 oder YCbCr 4:2:2, liegen die<br />

Kanten des Sechsecks auf den definierten<br />

Punkten (im Bild). Anders bei der Aktivie-<br />

Helrung<br />

von RGB.<br />

Qualität ist Trumpf:<br />

Die Oberfläche der<br />

Sony-Fernbedienung<br />

wirkt wertig.<br />

Die Tasten besitzen<br />

einen präzisen<br />

Druckpunkt.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

45


BILD | TEST: KOMBIGERÄTE<br />

Rundum-<br />

sorglos-<br />

Pakete<br />

Autor/Redaktion: Andreas Greil // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Alles in einem ist nicht nur im Urlaub interessant, sondern auch<br />

bei Geräten der Unterhaltungselektronik relevant. “All inclusive”<br />

heißt das Zauberwort, da die hier vorgestellten Kombigeräte viele<br />

Funktionen unter einem Dach vereinen.<br />

46


Warum sich mit vielen Geräten<br />

herumärgern, wenn es<br />

doch alles in einem gibt?<br />

Genau das ist der Vorteil und Sinn von<br />

sogenannten Kombigeräten. Nicht<br />

eins, nicht zwei, sondern gleich drei<br />

oder vier Geräte vereinen sich in<br />

einem Gehäuse: Satelliten- oder Kabel-Receiver,<br />

Blu-ray-, Netzwerk- und<br />

Media-Player. Im Volksmund werden<br />

diese Modelle auch gern als „Eier legende<br />

Wollmilchsäue“ tituliert, da sie<br />

die Vorteile einer jeden Kategorie in<br />

sich bündeln.<br />

Doch nur wenige Hersteller haben<br />

Kombigeräte im Angebot. Wir haben<br />

uns von den drei Produzenten LG,<br />

Samsung und Panasonic jeweils ein<br />

Modell ins Labor geholt und untersucht,<br />

wie gut sie in den einzelnen Disziplinen<br />

sind. Dabei ergeben sich gewissermaßen<br />

zwei Kategorien:<br />

➜ Die Modelle von LG und Samsung<br />

sind <strong>HD</strong>TV-Rekorder mit eingebautem<br />

Blu-ray-Laufwerk. Sie können also auf<br />

der eingebauten Festplatte aufzeichnen<br />

und Blu-rays und DVDs abspielen.<br />

Die Geräte sind daher miteinander<br />

vergleichbar.<br />

➜ Das Panasonic-Modell fällt demgegenüber<br />

ein wenig aus dem Rahmen,<br />

denn es ist ein Blu-ray-Rekorder.<br />

Das heißt, man kann mit diesem Gerät<br />

nicht nur auf Festplatte aufzeichnen,<br />

sondern auch auf Blu-ray- oder<br />

DVD-Rohlingen. Eine weitere nützliche<br />

Funk tion, wenn man einen Film<br />

beispielsweise bei einem Bekannten<br />

anschauen möchte und dieser lediglich<br />

ein entsprechendes Abspielgerät<br />

besitzt.<br />

➜<br />

IM TEST<br />

KOMBIGERÄTE<br />

LG HR929S € 550<br />

SAMSUNG BD-E8909S € 650<br />

PANASONIC DMR-BST720 € 700<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 8_2012<br />

47


BILD | TEST: KOMBIGERÄTE<br />

Kategorie: <strong>HD</strong>TV-Rekorder mit Blu-ray<br />

Ab ins Netz<br />

Mit dem HR929S bringt LG ein Kombigerät<br />

auf den Markt, das viele kleine Gimmicks<br />

besitzt. Das Modell ist ein <strong>HD</strong>TV-Rekorder<br />

mit eingebautem 3D-Blu-ray-Laufwerk.<br />

Die Kapazität der Festplatte liegt bei<br />

einem Terabyte, was mehr als ausreichend<br />

ist – auch für <strong>HD</strong>-Aufnahmen.<br />

Bei der Erstinstallation hilft ein Assistent,<br />

der Schritt für Schritt den Käufer beim<br />

Einrichten des Geräts unterstützt. Nach<br />

dem automatischen Sendersuchlauf finden<br />

sich jedoch nicht alle Sender in der<br />

Liste: Das Programm Das Erste <strong>HD</strong> ist<br />

beispielsweise nicht vorhanden und muss<br />

umständlich über den manuellen Suchlauf<br />

eingebunden werden. Das funktioniert<br />

aber nur, wenn die Netzwerksuche eingeschaltet<br />

ist.<br />

LG HR929S € 550<br />

riesiges Web-Portal, Streaming<br />

per DLNA, sehr große Festplatte<br />

keine vorgefertigte Senderliste für<br />

Deutschland, umständliche Sortierung<br />

sehr gut 77 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Viele kleine Mankos stören den Eindruck<br />

beim Satellitenempfang. Nicht nur, dass<br />

es keine vorbereitete Senderliste für<br />

Deutschland gibt, auch das Bearbeiten<br />

der Kanalliste wird zur großen, Stunden<br />

dauernden Geduldsfrage. Man schiebt<br />

am besten seine Lieblingssender in eine<br />

der fünf Favoritenlisten – das geht deutlich<br />

schneller. Der eingebaute Tuner ist<br />

jedoch vom Feinsten. Die in unserem Labor<br />

gemessenen Werte für die Empfangsstärke<br />

erreichen Referenzstatus.<br />

Zwei CI-Plus-Steckplätze erlauben den<br />

Empfang von <strong>HD</strong>-Plus und Pay-TV, wenn<br />

das entsprechende Modul vorhanden ist.<br />

Leider ist der CI-Schacht an der Rückseite<br />

des Gerätes untergebracht, sodass ein<br />

Wechseln des Moduls mitunter schwierig<br />

werden kann, sollte der Rekorder in<br />

einem Regal eingebaut sein.<br />

Die Anbindung ans heimische Netzwerk<br />

und ans Internet wird beim LG HR929S<br />

großgeschrieben. Neben einer Ethernet-<br />

Buchse besitzt das Gerät WLAN und<br />

Wi-Fi Direct. Das hauseigene Smart-TV-<br />

Portal bietet viele Applikationen aus unterschiedlichen<br />

Bereichen. Auch HbbTV<br />

und DLNA sind keine Fremdworte.<br />

Die Bedienung ist leicht und verständlich,<br />

wenngleich die Tatsache ein wenig stört,<br />

dass man sich jedesmal im Home-Menü<br />

befindet, wenn man das Portal verlässt.<br />

Die Fernbedienung<br />

liegt gut in<br />

der Hand. Die<br />

wichtigsten<br />

Knöpfe sind groß.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

LG<br />

Modell<br />

HR929S<br />

Preis<br />

550 Euro<br />

Kategorie<br />

<strong>HD</strong>TV-Rekorder m Blu-ray<br />

BILDQUALITÄT max. 240 Punkte SEHR GUT 83% 198<br />

Brillanz (40) sehr gut 30<br />

Farben (40) sehr gut 30<br />

Schärfe (60) sehr gut 48<br />

Bildfehler (40) sehr gut 30<br />

Empfangsstärke (60) überragend 60<br />

KLANGQUALITÄT max. 55 Punkte SEHR GUT 78% 43<br />

digital (35) sehr gut 29<br />

analog (20) gut 14<br />

AUSSTATTUNG max. 132 Punkte GUT 70% 93<br />

Anschlüsse (35) gut 23<br />

Medienvielfalt (40) gut 29<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (30) gut 21<br />

Funktionen (Software) (27) gut 20<br />

BEDIENUNG max. 100 Punkte GUT 67% 67<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (30) sehr gut 24<br />

Fernbedienung (30) gut 18<br />

Bedienung am Gerät / Display (10) befriedigend 5<br />

Installation (20) gut 14<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) gut 6<br />

VERARBEITUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 82% 41<br />

Anmutung (30) sehr gut 26<br />

Material (20) sehr gut 15<br />

TESTURTEIL max. 577 Punkte SEHR GUT 77% 442<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Oben: Der LG HR929S listet alle Aufnahmen, die auf der Festplatte<br />

liegen, mit kleinen <strong>Vorschau</strong>bildern auf. Auf Wunsch kann die<br />

Darstellung verändert werden, etwa in den Listenmodus.<br />

Unten: Das LG-Web-Portal bietet eine Vielzahl an Apps aus unterschiedlichen<br />

Bereichen. Nach Anmeldung lassen sich die Apps<br />

installieren und stehen unter MyApps parat.<br />

48


Kategorie: <strong>HD</strong>TV-Rekorder mit Blu-ray<br />

Digital-TV im Doppelpack<br />

Ein Programm aufnehmen, ein anderes<br />

anschauen – das gelingt mit dem Samsung<br />

BD-E8909S dank des Satelliten-<br />

Doppel-Tuners. Der <strong>HD</strong>TV-Rekorder mit<br />

Blu-ray-Player und der BD-E8509S (getestet<br />

in Heft 7/12, Seite 64) sind baugleich.<br />

Der Unterschied liegt lediglich in<br />

der Größe der verbauten Festplatte, die<br />

beim BD-E8909S bei einem Terabyte liegt.<br />

Das reicht aus, um mehr als 240 Stunden<br />

TV-Programm in bester <strong>HD</strong>-Qualität aufzuzeichnen.<br />

Den Rekorder in Betrieb zu nehmen ist<br />

einfach, da ein Assistent durch alle nötigen<br />

Schritte leitet. Da in den meisten<br />

Fällen der Satellit ASTRA 19,2 Grad Ost<br />

angepeilt wird, sind nach kürzester Zeit<br />

alle relevanten Sender eingepflegt.<br />

SAMSUNG BD-E8909S € 650<br />

TV-Streaming auf Samsung-<br />

Mobilgeräten, Doppel-Tuner<br />

Umständlicher wird es aber, wenn etwa<br />

der Hotbird-Satellit mit ins Spiel kommt.<br />

Hier funktioniert die automatische Senderliste<br />

Logical Channel Numbering (LCN)<br />

leider nicht, und die Sender müssen per<br />

Hand mühsam sortiert werden.<br />

Abhilfe bringt der folgende Trick: Der Nutzer<br />

bindet beim Installationsassistenten<br />

zunächst nur die ASTRA-Sender ein und<br />

holt dann die Hotbird-Programme per<br />

Sendersuchlauf ins Gerät. Dann sind alle<br />

Sender schön nach Satelliten getrennt<br />

gelistet und die Liste der ASTRA-Sender<br />

liegt in sinnvoller Reihenfolge vor, wie<br />

ARD auf Position eins, ZDF auf zwei und<br />

so weiter.<br />

Auf Wunsch kann man sich alle Sender<br />

in der Liste anzeigen lassen, eine alphabetische<br />

Sortierung ist leider nicht vorgesehen.<br />

Dafür kann man durch die einzelnen<br />

Anbieter-Bouquets blättern, was<br />

das Auffinden eines bestimmten Programms<br />

erleichtert.<br />

Wie sein kleiner Bruder verfügt der BD-<br />

E8909S über eine Netzwerk-Anbindung,<br />

die entweder per LAN oder WLAN erfolgen<br />

kann. Wer ein Smartphone der Galaxy<br />

S-Reihe oder das Galaxy Tab besitzt,<br />

kann das laufende Programm auf die mobilen<br />

Geräte streamen. Die entsprechende<br />

App dient dann zugleich als traditionelle<br />

Fernbedienung. Das eingebaute Wi-Fi<br />

Direct sorgt für die Anbindung, auch wenn<br />

kein Router zur Verfügung steht.<br />

Das Portal Smart Hub bietet zudem eine<br />

große Vielfalt an Applikationen.<br />

leichte Laufwerksgeräusche,<br />

Fernbedienung reagiert z. T. etwas träge<br />

sehr gut 81 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

BD-E8909S<br />

Preis<br />

650 Euro<br />

Kategorie<br />

<strong>HD</strong>TV-Rekorder m Blu-ray<br />

BILDQUALITAT max. 240 Punkte SEHR GUT 83% 200<br />

Brillanz (40) sehr gut 34<br />

Farben (40) sehr gut 31<br />

Schärfe (60) sehr gut 48<br />

Bildfehler (40) sehr gut 32<br />

Empfangsstärke (60) überragend 55<br />

KLANGQUALITÄT max. 55 Punkte SEHR GUT 78% 43<br />

digital (35) sehr gut 29<br />

analog (20) gut 14<br />

AUSSTATTUNG max. 132 Punkte SEHR GUT 80% 106<br />

Anschlüsse (35) gut 21<br />

Medienvielfalt (40) sehr gut 34<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (30) überragend 30<br />

Funktionen (Software) (27) sehr gut 21<br />

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 81% 81<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (30) überragend 28<br />

Fernbedienung (30) sehr gut 23<br />

Bedienung am Gerät / Display (10) gut 6<br />

Installation (20) sehr gut 17<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) gut 7<br />

VERARBEITUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 78% 39<br />

Anmutung (30) sehr gut 25<br />

Material (20) gut 14<br />

TESTURTEIL max. 577 Punkte SEHR GUT 81% 469<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Oben: Die Bild-in-Bild-Funktion (PIP) des Samsung-Kombigeräts<br />

funktioniert sogar mit <strong>HD</strong>-Sendern. Per Knopfdruck auf der Fernbedienung<br />

lässt sich das Programm wählen.<br />

Unten: Internet-Angebote satt – das Smart Hub-Portal von Samsung<br />

bietet viele Applikationen und Programme aus unterschiedlichen<br />

Bereichen. Die Palette reicht von Social Networks<br />

wie Facebook bis hin zu Gratis-Video-on-Demand-Angeboten.<br />

Die intuitiv nutzbare<br />

Fernbedienung<br />

steuert auch<br />

Fernseher, am besten<br />

Geräte vom<br />

selben Hersteller.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

49


BILD | TEST: KOMBIGERÄTE<br />

Kategorie: Blu-ray-Rekorder<br />

Das blaue Wunder<br />

Panasonic ist der einzige Hersteller, der<br />

ein Kombigerät anbietet, das einen Bluray-Rekorder<br />

besitzt. So auch das neue<br />

Modell DMR-BST720, das als Nachfolger<br />

des BST700 (getestet in Heft 1/12, Seite<br />

50) antritt.<br />

Wie der Vorgänger besitzt der BST720<br />

zwei Tuner für den digitalen Satellitenempfang.<br />

Damit lassen sich bis zu zwei<br />

Programme gleichzeitig aufnehmen, während<br />

man ein drittes von der eingebauten<br />

Festplatte betrachtet. Der BST720 zeichnet<br />

aber nicht nur auf Festplatte auf, sondern<br />

auch auf DVD- und Blu-ray-Rohlingen.<br />

Mit dem neuen Blu-ray-Rekorder<br />

genießt man Fernsehen und Filme aber<br />

nicht nur wann, sondern sogar wo man<br />

möchte. Die DIGA Player App für An droid<br />

und iOS-Geräte holt das laufende TV-<br />

Programm als Live-Stream auf Tablet-PC<br />

oder Smartphone im heimischen Netzwerk<br />

(siehe dazu den Beitrag ab Seite<br />

78). Auch Aufnahmen von der Festplatte<br />

lassen sich bequem über DLNA in einem<br />

anderen Zimmer abspielen. Über VIERA<br />

Connect und HbbTV bringt die neue Rekorder-Generation<br />

außerdem ein vielfältiges<br />

Angebot an Online-Diensten auf<br />

den Bildschirm.<br />

Bequemes Fernsehen heißt die Devise<br />

beim Panasonic-Modell. Mit Funktionen<br />

wie zeitversetztes Fernsehen und Rewind<br />

Live TV richtet sich das Fernsehen nach<br />

dem Zuschauer. Ein Druck auf die Pause<br />

Live TV-Taste genügt, um das laufende<br />

Fernsehprogramm anzuhalten, in Ruhe<br />

PANASONIC DMR-BST720 € 700<br />

zeichnet auch auf Blu-ray und DVD<br />

auf, überragende Bildqualität<br />

etwas langsam beim Umschalten<br />

der Programme<br />

sehr gut 83 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

einen Anruf zu beantworten und die Sendung<br />

später zu Ende zu sehen. Die Zeit<br />

lässt sich nicht nur einfrieren, sondern<br />

sogar um bis zu 90 Minuten zurückdrehen.<br />

So verpasst man keine wichtige Szene.<br />

Überhaupt wird beim neuen Blu-ray-Rekorder<br />

das Thema Multimedia großgeschrieben.<br />

Da der BST720 auch ein 3D-<br />

Blu-ray-Player ist, können per SD-Karten<br />

beispielsweise Aufnahmen eines 3D-<br />

Camcorders direkt mit dem Rekorder in<br />

3D abgespielt werden. Auch andere<br />

Medien und Formate versteht das Gerät<br />

problemlos.<br />

Neu auf der Fernbedienung<br />

sind<br />

Last View für den<br />

schnellen Wechsel<br />

zwischen zwei<br />

Programmen und<br />

Radio/TV, um mit<br />

einem Tastendruck<br />

vom TV- zum Radioempfang<br />

zu<br />

wechseln.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Modell<br />

DMR-BST720<br />

Preis<br />

700 Euro<br />

Kategorie<br />

Blu-ray-Rekorder<br />

BILDQUALITÄT max. 240 Punkte ÜBERRAGEND 93% 222<br />

Brillanz (Aufnahme) (40) sehr gut 35<br />

Farben (Aufnahme) (40) überragend 37<br />

Schärfe (Aufnahme) (60) überragend 58<br />

Bildfehler (Aufnahme) (40) sehr gut 33<br />

Wiedergabe (60) überragend 59<br />

KLANGQUALITÄT max. 55 Punkte SEHR GUT 84% 46<br />

digital (35) sehr gut 31<br />

analog (20) sehr gut 15<br />

AUSSTATTUNG max. 160 Punkte GUT 72% 115<br />

Anschlüsse (42) gut 27<br />

Medienvielfalt (40) gut 28<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (50) gut 34<br />

Funktionen (Software) (28) überragend 26<br />

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 86% 86<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (30) sehr gut 26<br />

Fernbedienung (30) überragend 27<br />

Bedienung am Gerät / Display (10) gut 6<br />

Installation (20) überragend 20<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) gut 7<br />

VERARBEITUNG max. 50 Punkte GUT 70% 35<br />

Anmutung (30) gut 20<br />

Material (20) sehr gut 15<br />

TESTURTEIL max. 605 Punkte SEHR GUT 83% 504<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Oben: Ist der Blu-ray-Rekorder mit dem Internet verbunden,<br />

kommen per HbbTV beispielsweise die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen<br />

Sendeanstalten auf den Schirm.<br />

Unten: Der übersichtliche Programmführer (EPG) zeigt alle Sender<br />

und die laufenden Programme. Per Knopfdruck werden<br />

schnell und bequem bestimmte Sendungen für die Aufnahme<br />

programmiert. Ein Uhrsymbol zeigt, welche es sind.<br />

50


DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller LG Samsung Panasonic<br />

Modell HR929S BD-E8909S DMR-BST720<br />

Preis in Euro 550 650 700<br />

Internet: www. lg.com/de samsung.de panasonic.de<br />

Kategorie <strong>HD</strong>TV-Rekorder mit Blu-ray <strong>HD</strong>TV-Rekorder mit Blu-ray Blu-ray-Rekorder<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht 43 x 5 x 29,9 cm / 3,2 kg 43 x 6 x 30 cm / 3,3 kg 0 dB<br />

Tunerempfindlichkeit / nutzbarer Rauschabstand 22,0 dBµV / 7,0 dB 24,0 dBµV / 7,0 dB 0 dB<br />

Einschaltzeit Standby ARD<strong>HD</strong> / Netz-Aus 34 Sek. / 4 Sek. 11 Sek. / 11 Sek. 0 Sek. / 0 Sek.<br />

Kanalwechselzeit / … mit Transponderwechsel 2 Sek. / 2 Sek. 2 Sek. / 2 Sek. 0 Sek. / 0 Sek.<br />

… ASTRA Hotbird / … SD <strong>HD</strong> 2 Sek. / 3 Sek. 2 Sek. / 3 Sek. 0 Sek. / 0 Sek.<br />

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby / Spar 23,5 / 8,6 / 8,8 / 8,8 / 8,8 Sek. 13 / 8 / 8 / 8 / 8 Sek. 0<br />

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 17 / 0 / 0 Watt 22 / 0,7 / 0 Watt 0<br />

WIEDERGABE<br />

BDAV / BDMV / BD 3D / AVC<strong>HD</strong> • / • / • / • • / • / • / • • / • / • / •<br />

BD-Live / Internet-Inhalte • / • • / • • / •<br />

BD-R / BD-RE • / • • / • • / •<br />

DVD-R / -RW (Video) / +R / +RW DL / • / DL / • DL / • / DL / • Dl / • / DL / •<br />

DVD-RAM / -RW (VR) / -R (VR) – / • / • – / – / – • / • / –<br />

DVD-Audio / SACD / Audio-CD – / – / • – / – / • – / – / •<br />

Medienwiedergabe über USB / SD / DLNA • / – / • • / – / • • / • / •<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV • / • / • / • / • / • / – • / • / • / • / • / • / • • / • / • / • / – / • / –<br />

H.264 / VC-1 / XviD / MPEG-2 • / • / • / • • / • / • / • • / – / • / •<br />

MP3 / AAC / WMA / FLAC • / – / • / – • / • / • / • • / – / – / –<br />

BMP / GIF / TIF / MPO / JPG – / – / – / – / • – / – / – / • / • – / – / – / • / •<br />

Multimedia-Formate auch von DVD / Blu-ray • / • • / • • / •<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Ausgang: <strong>HD</strong>MI / Komponente / FBAS • / • / • • / – / • • / – / •<br />

Tonausgang opt. / elektr. / analog • / – / Stereo • / – / Stereo • / • / Stereo<br />

Common Interface ( für Pay-TV ) 2x CI+ 2x CI+ 2x CI+<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte 10, 100 / • / • (2) / – 10, 100 / • / • (2) / – 10, 100 / • / • / •<br />

FUNKTIONEN<br />

Tuner / Festplatte 1x DVB-S2 / 1 TByte 2x DVB-S2 / 1 TByte 2x DVB-S / 500 GByte<br />

Autom. Sendersuche / Name / Sortierung • / – / – • / • / • (nur ASTRA 19,2) • / • / •<br />

Konvertierung 2D zu 3D – • •<br />

EPG / Multikanal / Übersicht / Timer / aus EPG • / • / – / • / • • / • / – / • / • • / • / – / • / •<br />

Entschlüsselung integriert (CA) – – –<br />

Wiedergabe während Aufnahme / Timer • / • • / • • / •<br />

Parallele Aufn. / Timeshift während Aufn. – / – • / • • / •<br />

Vorlauf / Nachlauf – / – – / – • / •<br />

Multimedia-Kopie auf Festplatte • • •<br />

Multimedia-Kopie Festplatte<br />

--> USB / SD-Card / Netzwerk-Client – / – / – • / – / • •<br />

DLNA-Server • (keine TV-Aufz.) • (keine TV-Aufz.) •<br />

• = ja // – = nein<br />

Standpunkt<br />

ANDREAS GREIL,<br />

VIDEO-FACHMANN<br />

<strong>HD</strong>-Sender nicht gefunden<br />

Wenn beim Sendersuchlauf einige Programme nicht gefunden werden – oft<br />

sind die <strong>HD</strong>-Kanäle von Das Erste und einige Dritte Programme betroffen –, liegt<br />

es daran, dass diese Sender nach der Analogabschaltung auf die frei gewordenen<br />

Plätze des entsprechenden Transponders gewandert sind. Da der Receiver<br />

aber digital ist, überspringt er die Suche auf diesen Transpondern, da er<br />

irrtümlich meint, dort wären nur analoge Sender anzutreffen. Abhilfe bringt ein<br />

sogenannter „Blindscan“. Bietet der Receiver diese Funktion nicht an, so muss<br />

beim Sendersuchlauf Netzwerksuche oder NIT aktiviert werden.<br />

Die Kombigeräte werden<br />

immer besser, vereinen<br />

sie doch die Funktionen vieler<br />

Geräte in einem. Vorbei sind die<br />

Zeiten, als sich verschiedene Geräte<br />

zu wahren Pyramiden im Wohnzimmer<br />

stapelten. Gemeinsam ist allen<br />

Modellen, dass sie über ein Empfangsteil<br />

verfügen. Da sie neben einem Bluray-Spieler<br />

auch Netzfunktionen besitzen<br />

und viele Medien abspielen können,<br />

sind sie zugleich auch noch Netzwerkund<br />

Media-Player.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

51


TON | NEWS & TRENDS<br />

Ton<br />

54 Vergleichstest: 5.1-Lautsprecher-Sets<br />

Vier wegweisende Schallwandlerkonzepte<br />

unter der Lupe<br />

62 Einzeltest: AV-Receiver<br />

Der Hi-Fi-Spezialist Denon präsentiert den AVR-2113 in<br />

Kombination mit seinem einzigartigen Blu-ray-Transporter.<br />

68 Einzeltest: AV-Subwoofer<br />

Receiver und Subwoofer in einem – das bringt nun Teufel<br />

auf den Markt. Wir testen, was die neue Produktklasse kann.<br />

70 Test: Blu-ray-Komplettsysteme<br />

Samsung und LG wollen mit ihren neuen Spitzenmodellen<br />

den Markt erobern.<br />

Autor: Stefan Schickedanz //<br />

Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller, Andreas Stumptner<br />

Modell-<br />

Offensive<br />

Denon und Marantz bündeln ihre Kräfte noch<br />

stärker als bisher. In Spanien stellten sie<br />

gemeinsam mit Boston Acoustics ihre neuen<br />

Modelle vor. Sie decken alle Produktsegmente ab,<br />

ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen.<br />

Radikalkur: Gerade<br />

in den günstigen<br />

Geräten (hier AVR-<br />

1713) zeigt sich die<br />

Denon-Philosophie<br />

der Reduktion auf<br />

das Wesentliche.<br />

Unter der Leitung<br />

von Klang-Magier<br />

Ken Ishiwata überarbeitete<br />

Marantz<br />

die audiophile 11er-<br />

Serie für mehr Präzision<br />

und Kontrolle.<br />

Das neue Topmodell<br />

des Jahrgangs 2013,<br />

AVR-3313 (1.300 Eu-<br />

ro), wirkt schlicht<br />

und edel. Die Bedienbarkeit<br />

wurde<br />

weiter verbessert.<br />

Marantz schwelgt mit der<br />

Consolette nicht nur verbal in<br />

goldenen Zeiten. Die iPod-Docking-Station<br />

zitiert klas-<br />

sisches Design der Marke und<br />

beeindruckt mit modernsten<br />

BMR-Hochtönern.<br />

Unter strahlend blauem spanischen Himmel<br />

gaben Denon, Marantz und Boston Acoustics<br />

europaweit einen Vorgeschmack auf ihre Sommerhits.<br />

Dabei dominierte bei Marantz hochwertiges<br />

Hi-Fi, während Denon auf allen Ebenen mit Neuheiten<br />

klotzte. Die Receiver-Linie wird bis in den Preisbereich<br />

von 1.300 Euro durch neue Modelle mit der Endzahl<br />

13 abgelöst. Schon von Weitem war dabei das<br />

Bestreben erkennbar, die Wertigkeit zu erhöhen und den<br />

kürzlich eingeleiteten Trend zu weniger Tasten und Anschlüssen<br />

auf die Spitze zu treiben. Damit setzt sich der<br />

von hippen neuen Videoclips unterstützte Kurs fort zur<br />

Erschließung neuer, junger Zielgruppen, die sich bisher<br />

von nerdigen Features eher abgeschreckt fühlten.<br />

Noch einen Schritt weiter in Richtung „jung und angesagt“<br />

gehen alle drei D&M-Marken mit ihren aktuellen<br />

iPhone-Docks. Denon kommt mit dem extrem stylischen,<br />

durch den red dot design award gewürdigten Coocoon,<br />

Marantz mit der Consolette im Retro-Look, während Boston<br />

Acoustics eine sehr sachlich geprägte Lösung präsentierte.<br />

Allen gemeinsam ist das in der Front versenkbare<br />

Dock, daher wirken die Soundsysteme auch ohne AppleiDevice<br />

nicht unvollständig.<br />

Einen ganz neuen Ansatz verfolgt Denon mit seiner von<br />

Grund auf neuentwickelten Kopfhörerlinie, die ab Herbst<br />

antritt. Dann werden auch die neuen Top-Blu-ray-Laufwerke<br />

der Japaner am Start sein.<br />

52


HARMAN/KARDON<br />

Neuer Sektor<br />

www.harmankardon.com // ab 100 Euro<br />

Der Hi-Fi-Hersteller Harman/Kardon steigt in das Kopfhörer-Geschäft<br />

ein. Mit der Beautiful Sound-Serie präsentiert<br />

das Unternehmen vier Modelle für den guten Sound<br />

für unterwegs, die anfangs zunächst über Apple vertrieben<br />

werden. Das rechteckige Design der In-Ear-, On-Earund<br />

Over-Ear-Kopfhörer soll an die Rückseite eines<br />

iPhone erinnern und damit auch optisch die<br />

Kompatibilität der Kopfhörer mit den<br />

Produkten von Apple symbolisieren.<br />

Der BT-Kopfhörer der neuen Serie ist<br />

sogar Bluetooth-fähig und verbindet<br />

sich ganz einfach mit anderen<br />

Geräten. So ist man selbst unter-<br />

wegs von den einst lästigen Kabeln<br />

befreit. Zusätzlich bietet Harman<br />

noch zwei In-Ear-Produkte in der<br />

neuen Serie an.<br />

Silikon-Ohrstöpsel in drei schiedenen Größen sorgen für<br />

ver-<br />

maximalen Tragekomfort und<br />

Schutz vor störenden Nebengeräuschen.<br />

Das On-Ear-Modell Harman/<br />

Kardon CL verfügt über zwei<br />

leichte, je nach individueller<br />

Passform austauschbare Bügel<br />

aus gebürstetem Edelstahl.<br />

EDIFIER<br />

Günstiger Einsteiger<br />

www.edifier-international.com // 40 Euro<br />

Der Hersteller Edifier präsentiert sein<br />

Stereo-Lautsprechersystem M1370<br />

für Laptops, Desktops und TV-Geräte.<br />

Dabei handelt es sich um ein<br />

2.1-System, das einen magnetisch<br />

abgeschirmten Subwoofer enthält.<br />

Es verfügt auch über einen nach vorn<br />

gerichteten Bassreflex-Port, der den<br />

Audio-Output noch verstärkt. Über<br />

das mitgelieferte 3,5-mm-Audiokabel<br />

lässt sich das System an entsprechende<br />

PCs, Notebooks und Co.<br />

koppeln.<br />

Die Satelliten sind jeweils auf einem<br />

lichtdurchlässigen und winkelförmigen<br />

Sockel angebracht.<br />

Insgesamt verfügt das M1370 über<br />

eine RMS-Leistung (Root Mean<br />

Square) von 27 Watt. Für Einsteiger<br />

ist das System aufgrund des guten<br />

Klangs und des niedrigen Preises<br />

bestens geeignet.<br />

SAMSUNG<br />

Integrierte<br />

Lösung<br />

www.samsung.de //<br />

900 Euro<br />

Samsung bringt den neuen 2.1-<br />

Speaker-Soundbar HT-E8200 mit<br />

integriertem 3D-Blu-ray-Player auf<br />

den Markt und bietet damit seinen<br />

Kunden eine kompakte Entertainment-Lösung<br />

ohne viele Einzelgeräte.<br />

Die schmale Klangleiste lässt<br />

sich dezent und platzsparend<br />

direkt unter dem Flachbildschirm<br />

an der Wand oder stehend auf<br />

dem Lowboard anbringen. Mit<br />

einer Leistung von 400 Watt stellt<br />

er eine gute Ergänzung zum<br />

TV-Gerät dar.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

53


Soundch<br />

TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS<br />

54


eckAutor: Michael Jansen //<br />

Redaktion: Andreas Frank //<br />

Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick, Archiv<br />

Es gibt viele Möglichkeiten, ein<br />

elektrisches Musiksignal in Schall<br />

zu wandeln. Wir haben uns deshalb<br />

vier wegweisende Schallwandler-<br />

Konzepte näher angeschaut.<br />

Um Lautsprecher zu bauen oder sogar eine Profession<br />

daraus zu machen, braucht man Leidenschaft<br />

und Visionen. Und hinter jeder Lautsprecher-Firma<br />

steht mindestens ein Visionär. Alle<br />

haben zudem eine unabdingbare Eigenschaft: Sie sind<br />

Macher. Ideen haben viele, doch nur wenige setzen diese<br />

auch um. Ob Paul Klipsch aus USA, Raymond Cooke aus<br />

England, Preben Jacobsen und Julius Mortensen aus Dänemark<br />

oder Gayle Martin Sanders und Ron Logan Sutherland<br />

aus den USA: Am Anfang ihrer Karriere standen neue<br />

Ideen, Lautsprecher besser zu machen. Und jeder hat das<br />

auf seine eigene Weise geschafft – sechs Lautsprecher-<br />

Macher, die Geschichte schrieben.<br />

Auf den Trichter gekommen<br />

Als Paul Klipsch sein legendäres Klipschorn baute, war der<br />

Begriff Hi-Fi noch gar nicht geboren; Röhrenverstärker<br />

waren an der Tagesordnung. Für Klipsch bestand die Herausforderung<br />

darin, aus den wenigen Watt eines Röhrenverstärkers<br />

möglichst viel Schallenergie herauszuholen.<br />

Da konventionelle dynamische Lautsprecher, so wie wir<br />

sie auch heute noch kennen, einen Wirkungsgrad von<br />

kaum einem Prozent besitzen – also etwa ein Hundertstel<br />

der elektrischen Energie in akustische umsetzen –, machte<br />

sich Klipsch daran, Lautsprecher zu entwickeln, die schon<br />

mit wenig Verstärkerleistung beträchtliche Schalldruckpegel<br />

erzeugen können. Klipsch kam im wahrsten Wortsinn<br />

„auf den Trichter“. Abgeschaut vom Grammophon<br />

vorangegangener Dekaden, entwickelte der Amerikaner<br />

1948 eine ausgeklügelte Hornkonstruktion, die eine<br />

Raumecke als Hornverlängerung nutzte, um trotz begrenzter<br />

Gehäuseabmessung tief in den Basskeller spielen<br />

zu können. Das legendäre Klipschorn war geboren.<br />

Das Prinzip: So wie man die Hände vor den Mund als<br />

Trichter hält, um sich Gehör zu verschaffen, verstärken ➜<br />

IM TEST<br />

VIER 5.1-SURROUND-SETS<br />

JAMO D 600 ULTRA2 5.1-PAKET € 4.000<br />

KEF R300, R200C, R400B € 4.300<br />

KLIPSCH RB-61 II, RS-62 II, RC-62 II, SW-112 € 3.100<br />

MARTINLOGAN EM ESL, C2, FX2, DYNAMO 700 € 6.610<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

55


TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS<br />

auch die Trichter in Verbindung mit Kompressionstreibern<br />

den Schalldruck bei Lautsprechern beträchtlich. Nachteil:<br />

Ein Horn baut immer sehr groß, da tiefe Frequenzen nur<br />

dann verstärkt werden, wenn die Hornlänge und Hornmündung<br />

große Abmessungen zeigen. Heute steht Verstärkerleistung<br />

in rauen Mengen zur Verfügung; so kann die<br />

Firma Klipsch besser für den Wohnraum geeignete Boxen<br />

bauen, die nur im Mittel-/Hochtonbereich vom Dynamikpotenzial<br />

eines kurzen Hornvorsatzes profitieren.<br />

Uni-Q – die radialsymmetrische<br />

Punktschallquelle<br />

Raymond Cooke gründete seine Kent Engineering &<br />

Foundry, kurz KEF, Anfang der 60er-Jahre ebenfalls mit<br />

einer Vision: Der Elektrotechniker der BBC experimentierte<br />

mit neuen Membran-Materialien und -Technologien<br />

und glaubte, mit speziellen Kunststoffen eine natürlichere<br />

Musikwiedergabe zu erreichen. Tatsächlich stattete er die<br />

BBC mit seinen Pretiziosen aus – eine Ehre, die einer<br />

Adelung gleichkommt.<br />

In den 80er-Jahren brachte die Entwicklungsabteilung<br />

der Briten das einzigartige Uni-Q-Chassis hervor: ein koaxial<br />

abstrahlendes Chassis, bei dem der Hochtöner im Zentrum<br />

des Tief-/Mitteltöners montiert ist. Kontinuierlich<br />

weiterentwickelt, bildet diese Chassis-Technik heute den<br />

Grundstein nahezu aller KEF-Lautsprecher.<br />

Kinoton zu Hause<br />

Als der Tüftler und Tischler Preben Jacobsen und sein<br />

Schwager Julius Mortensen, seines Zeichens erfolgreicher<br />

Geschäftsmann, 1968 Jamo gründeten, konnten sie nicht<br />

ahnen, dass sie einmal Europas größter Lautsprecherhersteller<br />

sein würden. Das Erfolgsrezept: bauen, was die<br />

Kunden suchen, gutes Design und gute Technik zu einem<br />

bezahlbaren Preis.<br />

Jamo gehörte zu den ersten Lautsprecherfirmen, die<br />

sich auch der Heimkino-Beschallung widmeten. Sie entwickeln<br />

Modelle mit THX-Lizenzierung; der Ton zu Hause<br />

klingt fast genauso wie im Kino. Dazu setzen die Dänen<br />

drei gleiche Frontlautsprecher mit einer symmetrischen<br />

D'Apollito-Chassis-Anordnung und leichter vertikaler Bündelung<br />

sowie nach vorne und hinten abstrahlende Dipolboxen<br />

ein. Das ist dem Kino-Sound nachempfunden.<br />

Der Flächenstrahler – ein Exot<br />

Ein Exot unter den Schallwandlern ist der Flächenstrahler<br />

im Allgemeinen und der Elektrostat im Speziellen. Anfang<br />

der 80er-Jahre taten sich der Architekt und Werbefachmann<br />

Gayle Martin Sanders und der Elektronik-Ingenieur<br />

Ron Logan Sutherland zusammen, um das faszinierende<br />

Schallwandler-Prinzip salonfähig zu machen. Die beiden<br />

Hi-Fi-Begeisterten feierten Mitte der Achtziger mit dem<br />

Hybrid-Elektrostaten Monolith ihre ersten Erfolge. Heute<br />

gibt es bei MartinLogan neben Full-Range- auch Hybrid-<br />

Elektrostaten mit konventionellen Basstreibern sowie<br />

Heimkino-Systeme mit Center- und Surround-Lautsprechern<br />

sowie magnetostatischen Folien-Hochtönern.<br />

➜ D‘Appolito<br />

Die symmetrische Anordnung<br />

zweier Mitteltöner<br />

um einen Hochtöner<br />

wurde nach Joseph<br />

D´Appolito benannt. Sie<br />

verbessert das Abstrahlverhalten<br />

in der vertikalen<br />

Ausdehnung und<br />

gibt dem Schall zugleich<br />

eine leichte Bündelung<br />

mit auf den Weg, was<br />

die Abbildungspräzision<br />

erhöht.<br />

➜ Uni-Q<br />

Das Uni-Q-Chassis ist eine koaxiale Anordnung von Hoch- und<br />

Tieftöner. Damit ist eine punktsymmetrische Schallabstrahlung<br />

gewährleistet. Interferenzen zwischen den Chassis, also<br />

wie sonst übliche Schallauslöschungen aufgrund unterschiedlicher<br />

Weglängen zum Hörplatz werden vermieden.<br />

➜ Hornlautsprecher<br />

➜ Elektrostat<br />

Spannt man eine dünne<br />

Kunststofffolie zwischen<br />

zwei Lochgitter und legt<br />

eine hohe Gleichspannung<br />

an die Folie sowie<br />

das via Transformator<br />

hochgespannte Musiksignal<br />

an die Statoren,<br />

wird die Folie von den<br />

Gittern angezogen oder<br />

abgestoßen. Vorteil: Die<br />

leichte Membran wird<br />

ganzflächig angetrieben.<br />

Gehäuse<br />

Statorengitter<br />

Mylarfolie<br />

Ein Horn passt<br />

die Membran<br />

besser an die<br />

Umgebungsluft<br />

an, was den<br />

Wirkungsgrad<br />

beträchtlich erhöht.<br />

Nachteil:<br />

Hörner bündeln<br />

den Schall recht<br />

stark.<br />

56


Lizenz zum<br />

Kinoton<br />

JAMO D 600-SET € 4.000<br />

bestes Dynamikpotenzial in allen<br />

Frequenzlagen, neutrale Abstimmung<br />

große Abmessungen<br />

sehr gut 78 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Mit dem D 600 THX <strong>Ultra</strong>2-Paket ist<br />

auch zu Hause Kinosound garantiert.<br />

KAUFTIPP<br />

amos D 600 THX <strong>Ultra</strong>2-Produkte sind in erster Linie<br />

für das Heimkino entwickelt und aufeinander abgestimmt<br />

worden; man kauft sie also am besten als Paket.<br />

Die Besonderheit ist die THX-Lizenzierung. Um<br />

eine THX 2-Lizenz zu erwerben, müssen die Lautsprecher<br />

bestimmte Bedingungen erfüllen: etwa ein extrem hohes<br />

Dynamikpotenzial, eine sehr gute Frequenzgang-Linearität<br />

und eine tiefe untere Grenzfrequenz des Subwoofers.<br />

Gegen über der älteren Norm THX <strong>Ultra</strong> wurden die Anforderungen<br />

vor allem hinsichtlich der vertikalen Bündelung<br />

gelockert, um auch einer guten Musikwiedergabe<br />

Rechnung zu tragen. Man hat erkannt, dass die im Kino<br />

für eine gute akustische Ausleuchtung des Saals erforderliche<br />

Bündelung des Schalls im Heimbereich nicht sein<br />

muss, da die Hörabstände deutlich geringer sind.<br />

Für die gemäßigt gerichtete Schallabstrahlung sitzen<br />

in den drei Frontlautsprechern zwei 76 Millimeter große<br />

parallel geschaltete Mitteltöner mit einer Gewebekalotte<br />

in der Mitte. Durch diese symmetrische Anordnung und<br />

die relativ große Ausdehnung der Mittelton-Einheit er-<br />

Das mächtige 38er-Chassis sorgt<br />

für immenses Pegelpotenzial<br />

und sauberen<br />

Bass.<br />

fährt der Schall bis 2.500 Hertz eine gewisse Richtwirkung<br />

in der Vertikalen, was Boden- und Decken-Reflexionen<br />

minimiert und die Abbildungspräzision maximiert.<br />

Für eine ähnliche Richtwirkung in den Höhen sorgt eine<br />

kurze Schallführung vor dem Hochtöner. Unter 400 Hertz<br />

übernehmen zwei 16,5 Zentimeter große Tieftöner die<br />

Verantwortung.<br />

Für ein möglichst diffuses Klangfeld im Rückraum sorgen<br />

zwei Dipolstrahler, die neben dem Hörplatz an der<br />

Wand montiert den Schall lediglich nach vorne und nach<br />

hinten, aber nicht in Richtung Zuhörer abstrahlen.<br />

Der mächtige Subwoofer mit 38-Zentimeter-Membran<br />

und 800 digitalen Watt im Rücken spielt enorm druckvoll<br />

und dabei sehr präzise.<br />

Wer passionierter Kinogänger ist und die Atmosphäre<br />

auch zu Hause erleben möchte, der ist mit Jamos D 600-<br />

Paket bestens bedient. Erfreulich ist dabei, dass die Abstimmung<br />

tatsächlich derart gewählt wurde, dass auch<br />

reine Musikwiedergabe mit erstaunlich guter Qualität zu<br />

Ohren kommt. Ein Set für beide Welten.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Jamo<br />

D 600 <strong>Ultra</strong>2 5.1-Paket<br />

4.000 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 79% 709<br />

Natürlichkeit (100) gut 72<br />

Auflösungsvermögen (100) gut 73<br />

Sprachverständlichkeit (100) gut 70<br />

Räumliche Abbildung (100) gut 68<br />

Spielfreude (100) sehr gut 78<br />

Basspräzision (100) überragend 90<br />

Tiefgang (100) sehr gut 89<br />

Pegelfestigkeit (100) überragend 90<br />

Set-Harmonie (100) sehr gut 79<br />

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 75% 60<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte SEHR GUT 75% 180<br />

Anmutung (120) sehr gut 90<br />

Material (120) sehr gut 90<br />

TESTURTEIL max. 1220 Punkte SEHR GUT 78% 949<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Messlabor<br />

Beste Linearität der drei<br />

Frontlautsprecher und<br />

immenser Tiefgang und<br />

Pegelpotenzial des Subwoofers<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

57


TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS<br />

Fünf Richtige plus Subwoofer:<br />

Das Set zeichnet sich durch<br />

fünf nahezu identische Boxen<br />

aus. Die 5.1-Lösung komplett<br />

in Weiß ist voraussichtlich erst<br />

ab Mitte August lieferbar.<br />

KAUFTIPP<br />

KEF R-SET € 4.300<br />

tonal fehlerfreie Wiedergabe mit<br />

bester Abbildungspräzision<br />

Messlabor<br />

Die vom Bass zu den Höhen<br />

leicht fallende Tendenz<br />

ist für den warmen Klang-<br />

Charakter der KEF-Kombi<br />

verantwortlich.<br />

Zwei gegenüberliegend<br />

montierte<br />

Bässe wirken sich<br />

beruhigend auf das<br />

Gehäuse aus, da<br />

sich die Kräfte gegenseitig<br />

aufheben.<br />

Tiefbass ohne störende<br />

Nebengeräusche<br />

ist so garantiert.<br />

Punktschallquelle<br />

Die R-Serie von KEF ist mit ihrem innovativen<br />

Uni-Q-Chassis zumindest theoretisch sehr nahe<br />

am Ideal einer Punktschallquelle. Das über<br />

Jahrzehnte verfeinerte Koaxial-Chassis ist eine<br />

Mittel-/Hochton-Einheit, die es in sich hat. Eine 26 Millimeter<br />

große Hochton-Kalotte sitzt im Zentrum eines<br />

15-Zentimeter-Mitteltöners. Der Clou: Dank koaxialer Anordnung<br />

und aufeinander abgestimmter Richtwirkung<br />

beider Treiber strahlt die R300 radialsymmetrisch in den<br />

Hörraum. Hier gibt es nicht die sonst typischen Interferenzen<br />

(Anhebungen oder Auslöschungen außerhalb der<br />

Achse); damit ist eine ausgewogene Musikwiedergabe<br />

garantiert.<br />

Auch der 17er-Bass hat es in sich. Die konkav geformte<br />

Sandwich-Membran arbeitet auf einem belüfteten Magnetsystem,<br />

das Luftkompression vorbeugen soll. Die große<br />

Schwingspule verkraftet dank guter Kühlung hohe Ströme,<br />

ist also elektrisch hoch belastbar. Zugunsten einer tiefreichenden<br />

und wirkungsgradstarken Wiedergabe setzen<br />

die KEF-Entwickler auf das Bassreflex-System im<br />

Basssektor. Die Gehäuse sind intern versteift und durch<br />

die Wahl der Materialien ebenso gut bedämpft.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

KEF<br />

R300, R200c, R400b<br />

4.300 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 80% 724<br />

Natürlichkeit (100) sehr gut 82<br />

Auflösungsvermögen (100) sehr gut 80<br />

Sprachverständlichkeit (100) sehr gut 81<br />

Räumliche Abbildung (100) sehr gut 80<br />

Spielfreude (100) sehr gut 82<br />

Basspräzision (100) sehr gut 76<br />

Tiefgang (100) sehr gut 83<br />

Pegelfestigkeit (100) sehr gut 80<br />

Set-Harmonie (100) sehr gut 80<br />

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 75% 60<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte SEHR GUT 77% 185<br />

Anmutung (120) sehr gut 95<br />

Material (120) sehr gut 90<br />

TESTURTEIL max. 1220 Punkte SEHR GUT 79% 969<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

eine gute Ausrichtung auf den<br />

Hörplatz erforderlich<br />

sehr gut 79 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Auch der Center arbeitet mit dem Uni-Q-Chassis, weist<br />

aber zugunsten größerer Pegelfestigkeit im Bass zwei<br />

17er-Chassis auf. Das ist sinnvoll, weil ein Großteil des<br />

Filmtons über den Center wiedergegeben wird.<br />

KEFs neuer Subwoofer R400b ist nicht bloß ein Juwel,<br />

sondern auch technisch ausgefeilt. Zwei an gegenüberliegenden<br />

Gehäuseseiten montierte 22,5 Zentimeter große<br />

Tieftöner werden jeweils von einer 250 Watt starken Endstufe<br />

befeuert. Der Vorteil dieser Chassis-Anordnung: Die<br />

auf das Gehäuse wirkenden immensen Kräfte sind entgegengesetzt,<br />

sodass sie sich aufheben und die Behausung<br />

selbst bei hohen Pegeln ruhig bleibt.<br />

Im Hörtest zeichnet sich das Set dank fünf identischer<br />

Mittel-/Hochton-Einheiten durch äußerst homogene und<br />

glaubhafte Rundumbeschallung aus. Der Bass reicht tief in<br />

den Frequenzkeller hinab und beherrscht auch hohe Pegel<br />

ohne Artefakte. Der fulminante Grundtonsektor macht<br />

Action sehr eindrucksvoll. Doch die eigentliche Paradedisziplin<br />

des Sets ist ihre Abbildungspräzision. Der Fokus<br />

einzelner Details im Klangwust mancher Filme ist hervorragend.<br />

Diese Präzision, gepaart mit immer neutraler<br />

Tonalität, macht das Heimkino zu einem Spektakel.<br />

ÜBERRAGEND<br />

58


TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Klipsch<br />

Modell<br />

RB-61 II, RS-62 II,<br />

RC-62 II, SW-112<br />

Preis<br />

3.100 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 78% 706<br />

Natürlichkeit (100) gut 70<br />

Auflösungsvermögen (100) sehr gut 80<br />

Sprachverständlichkeit (100) sehr gut 75<br />

Räumliche Abbildung (100) sehr gut 75<br />

Spielfreude (100) sehr gut 85<br />

Basspräzision (100) gut 70<br />

Tiefgang (100) sehr gut 89<br />

Pegelfestigkeit (100) überragend 90<br />

Set-Harmonie (100) gut 72<br />

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte GUT 63% 50<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte GUT 63% 150<br />

Anmutung (120) gut 75<br />

Material (120) gut 75<br />

TESTURTEIL max. 1220 Punkte GUT 74% 906<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Die ein Zoll große<br />

Titanmembran<br />

strahlt dank verschiedener<br />

Öffnungswinkel<br />

des<br />

Tractrix-Horns horizontal<br />

breiter als<br />

vertikal ab. Mit<br />

16er-Tief-/Mitteltönern<br />

in doppelter<br />

Ausführung ist so<br />

ein guter Dipolstrahler<br />

möglich.<br />

Gut, dass Klipsch an seinem Hornkonzept über<br />

Jahrzehnte festgehalten hat. So dürfen wir auch<br />

heute an dem unvergleichlich dynamischen<br />

Klang teilhaben. Verantwortlich für diesen einzigartigen<br />

Klangcharakter der Reference-Reihe sind die<br />

sogenannten Tractrix-Hörner im Mittel-/Hochtonbereich.<br />

Hörner im Allgemeinen koppeln die Membran besser an<br />

die Umgebungsluft an als hornlose Chassis. Das Resultat:<br />

Schon geringe Membranhübe und -durchmesser erzeugen<br />

an der Hornmündung hohe Pegel. Nachteil: Die Bündelung<br />

bei Hörnern ist extrem. Das Tractrix-Horn bildet hierbei<br />

einen Kompromiss. Trotz relativ kurzer Hornlänge kann<br />

man es tief ankoppeln und dank des unterschiedlichen<br />

Öffnungswinkels in der Horizontalen und Vertikalen kann<br />

die Richtwirkung in den zwei Ebenen eingestellt werden.<br />

Dafür ist die Verstärkungswirkung etwas eingeschränkt.<br />

Aber was heißt schon eingeschränkt: Die RB-61 II holt<br />

immer noch etwa drei Dezibel mehr Schalldruck aus der<br />

Laut-Sprecher<br />

eingespeisten Leistung als das Gros der Boxen auf dem<br />

Markt. Dabei mussten die Klipsch-Entwickler schon tief<br />

in die Trickkiste greifen, damit die 16er-Tief-/Mitteltöner<br />

mit dem hohen Wirkungsgrad der Tractrix-Hörner mithalten<br />

konnten. Im Center werkeln gleich zwei 16er-Tief-/<br />

Mitteltöner, was die Bündelung in der Horizontalen etwas<br />

erhöht. Die Surround-Boxen gewährleisten dank Doppelbestückung<br />

eine breite Ausleuchtung des Rückraums. Der<br />

Subwoofer mit 30er-Chassis und Bassreflex-Unterstützung<br />

reicht bis etwa 25 Hertz hinab und schafft satte Pegel.<br />

Und wie hört sich das an? Im Heimkinobetrieb stockt<br />

einem der Atem, wenn das Set loslegt. Diese unbändige<br />

Dynamik und Detailliebe sind mit einem konventionellen<br />

Chassis nicht möglich. Dabei spielen die Reference-Lautsprecher<br />

auffallend homogen, was man von Hornlautsprechern<br />

sonst nicht gewohnt ist. Ob Maschinengewehrsalven<br />

oder rotierende Hubschrauberblätter: Derart beängstigend<br />

realistisch haben wir Heimkino noch nicht gehört.<br />

Messlabor<br />

Nicht ganz fehlerfreie<br />

Übertragungsfunktion, aber<br />

enorme Pegelfestigkeit<br />

aller Boxen im Set sowie<br />

guter Tiefgang des Subwoofers.<br />

Hier geht die Post<br />

ab: Trotz einigermaßen<br />

bescheidener<br />

Abmessungen<br />

spielt das Sextett<br />

enorm pegelfest. Es<br />

kommt dem imposanten<br />

Kinoklang<br />

schon sehr nahe.<br />

KLIPSCH REFERENCE II SET € 3.100<br />

extrem dynamisch und<br />

detailverliebt mit guter Tonalität<br />

Center bündelt<br />

horizontal recht stark<br />

gut 74 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

59


TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS<br />

Messlabor<br />

Prinzipbedingt im Nahfeld<br />

gemessen zu den Höhen<br />

abfallender Pegelverlauf.<br />

Sensationeller Tiefgang mit<br />

kaum eingeschränktem<br />

Maximalpegel des kleinen<br />

Subs.<br />

Center und Surround<br />

harmonieren<br />

dank Folien-Hochtöner<br />

erstaunlich<br />

gut mit den Elektrostaten.<br />

Ein<br />

Heimkino-Paket für<br />

Genießer.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

MartinLogan<br />

Modell EM ESL, C2, FX2, Dynamo 700<br />

Preis<br />

6.610 Euro<br />

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 84% 752<br />

Natürlichkeit (100) sehr gut 80<br />

Auflösungsvermögen (100) überragend 90<br />

Sprachverständlichkeit (100) sehr gut 83<br />

Räumliche Abbildung (100) sehr gut 87<br />

Spielfreude (100) sehr gut 86<br />

Basspräzision (100) sehr gut 75<br />

Tiefgang (100) überragend 93<br />

Pegelfestigkeit (100) sehr gut 81<br />

Set-Harmonie (100) sehr gut 77<br />

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 75% 60<br />

VERARBEITUNG max. 240 Punkte SEHR GUT 81% 195<br />

Anmutung (120) sehr gut 100<br />

Material (120) sehr gut 95<br />

TESTURTEIL max. 1220 Punkte SEHR GUT 83% 1007<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Neben den obligatorischen Pegel- und Tiefpassfilterreglern bietet<br />

der Subwoofer auch einen Phasenschalter und einen ungefilterten<br />

LFE-Eingang.<br />

Praktisch: Mit dem optional erhältlichen Wireless Transmitter<br />

SWT-1 nimmt der Subwoofer dank integriertem Funkempfänger<br />

das Musiksignal auch drahtlos entgegen.<br />

Folien-Zauber<br />

Zu einer ganz eigenen Lautsprechergattung zählen<br />

elektrostatische Lautsprecher. Das sind hauchdünne<br />

Folien, gespannt zwischen zwei sogenannten<br />

Statoren. Im Falle der Electro Motion ESL von<br />

MartinLogan sind die Statoren zugunsten einer breiteren<br />

Abstrahlung horizontal gebogen. Legt man eine hoch<br />

transformierte Gleichspannung an die Folie und das hoch<br />

transformierte Musiksignal an die Statoren an, bewegt<br />

sich die Folie im elektrostatischen Feld vor und zurück.<br />

Das Ergebnis ist Musik in seiner reinsten Form. Hier<br />

schwingt eine nur wenige Mikrometer dünne Folie ganzflächig<br />

angetrieben und vor allem breitbandig. Musik tritt<br />

nun mal nicht in tiefen, mittleren und hohen Tönen auf,<br />

sondern als komplexes Ganzes. Und der Elekrostat gibt bis<br />

auf den Bass und den unteren Mitteltonbereich das gesamte<br />

Spektrum breitbandig wieder – ohne Frequenzweichen<br />

und andere klangmindernde Hilfsmittel. Ab 500<br />

Hertz abwärts schwingt aber auch hier ein dynamisches<br />

20-cm-Chassis in einem Bassreflexgehäuse, da der Elektrostat<br />

wegen seiner offenen Schallwand prinzipbedingt<br />

tiefe Frequenzen nur unzureichend wiedergeben kann.<br />

Um klanglich an die Elektrostaten heranzureichen, setzt<br />

MartinLogan im Center und in den Surround-Boxen ebenfalls<br />

Folienwandler ein. Diese gefalteten Folien dürfen sich<br />

ab 2.300 Hertz Gehör verschaffen und zeigen dank der<br />

Faltung eine deutlich größere wirksame Membranfläche<br />

als effektive Abstrahlfläche. Damit ist trotz großer Membran<br />

eine breite Abstrahlung gewährleistet und ein hohes<br />

Dynamikpotenzial gegeben.<br />

Der kaum 30 Liter große Subwoofer vertraut einem<br />

nach unten gerichteten 21er-Treiber und 300 Watt Nennleistung<br />

tiefe Töne an. Auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär,<br />

im Hörtest präsentierte sich der Kleine aber ganz<br />

groß. 22 Hertz untere Grenzfrequenz und eine gute Pegelfestigkeit<br />

sind für dieses Subwoofer-Format First Class.<br />

Doch erst das ganze Set vermag die Zuhörer zu verzaubern.<br />

Einen wesentlichen Anteil daran haben die Elektrostaten:<br />

Die geschmeidige zarte und doch zupackende<br />

Hochton-Auflösung ist einzigartig unter Schallwandlern.<br />

Center und Surround-Boxen fügen sich auffallend gut in<br />

die Kette ein. Insgesamt klingt das Set sehr fein auflösend,<br />

beileibe nie aufdringlich und doch feindynamisch hervorragend<br />

mit bestem Fokus. Diese Kombi müssen Sie gehört<br />

haben, wenn Sie Musikliebhaber sind.<br />

MARTINLOGAN EM-SET € 6.610<br />

fantastisch fein auflösendes und<br />

auf den Punkt spielendes Set<br />

HIGHLIGHT<br />

im Maximalpegel etwas begrenzt<br />

sehr gut 83 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

60


DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller Jamo KEF Klipsch MartinLogan<br />

Modell D 600 <strong>Ultra</strong>2 5.1-Paket R300, R200c, R400b RB-61 II, RS-62 II, RC-62 II, SW-112 EM ESL, C2, FX2, Dynamo 700<br />

Preis 4.000 Euro 4.300 Euro 3.100 Euro 6.610 Euro<br />

Internet: www. jamo.com kef.com/html/de/ klipsch.com audio-components.de<br />

DATEN & FAKTEN<br />

Front (B x H x T) / Gewicht 64,5 x 39,3 x 22,9 cm / 13 kg 21 x 38,5 x 34,5 cm / 12 kg 21,6 x 39,1 x 31,2 cm / 8 kg 22,9 x 132,3 x 41,4 cm / 16 kg<br />

Center (B x H x T) / Gewicht 64,5 x 39,3 x 22,9 cm / 13 kg 53 x 17 x 30,5 cm / 14,4 kg 59,7 x 20,3 x 32,4 cm / 13,8 kg 48,2 x 16,4 x 36,5 cm / 11,1 kg<br />

Rear (B x H x T) / Gewicht 51,6 x 32,7 x 22,1 cm / 9 kg 21 x 38,5 x 34,5 cm / 12 kg 41,5 x 38,1 x 23,4 cm / 10,3 kg 35,5 x 37,9 x 17,2 cm / 7,3 kg<br />

Subwoofer (B x H x T) / Gewicht 58,7 x 55,7 x 50,1 cm / 32 kg 33 x 36,5 x 35,1 cm / 21,5 kg 36,8 x 40,6 x 48,3 cm / 20,9 kg 29,7 x 31,9 x 31 cm / 21 kg<br />

Oberflächen Lack Lack Hochglanz, Furnier Folie Lack<br />

Farben Grau Schwarz, Weiß, Palisander, Esche-Schwarz, Kirsche, (Sub, Schwarz (ESL auch Hochglanz)<br />

Nussbaum<br />

Surround nur in Schwarz)<br />

Besonderheiten THX-<strong>Ultra</strong>2-lizenziert – – Front Hybrid-Elektrostat<br />

TECHNIK FRONT // CENTER // REAR<br />

Bauart Sub-Sat-Set Sub-Sat-Set Sub-Sat-Set Sub-Sat-Set<br />

Anzahl Wege 3 // 3 // 3 3 // 3 // 3 2 // 2 // 2 2 // 2,5 // 2<br />

Magnetisch geschirmt – – – –<br />

Besonderheiten – Koaxial-Chassis im MHT-Bereich Tractrix-Horn im MHT-Bereich gefalteter Magnetostat-Hochtöner<br />

Center und Rear<br />

TECHNIK SUBWOOFER<br />

Arbeitsprinzip geschlossen geschlossen Bassreflex geschlossen<br />

Phase variabel / schaltbar •/ – – / • – / • – / •<br />

Hochpegeleingang / -ausgang – / – – / – • / – – / -<br />

Raumanpassung • • – –<br />

Fernbedienung Sub • – – –<br />

Messwerte<br />

Maximalpegel Front/Center/Rear/Sub 109,5 / 109,5 / 103 / 112 dB 103 / 103 / 103 / 101 dB 101 / 111 / 105 / 111 dB 106,5 / 106,5 / 102 / 105 dB<br />

Impedanz Front (min./Durchschnitt) 3,7 / 4 Ohm 3,1 / 3 Ohm 4 / 4 Ohm 1,7 / 2 Ohm<br />

• = ja // – = nein<br />

Musik ist Trumpf<br />

KEF R300 € 1.200 MARTINLOGAN EM ESL € 3.100<br />

Auch im reinen Stereo-Modus ohne Subwoofer<br />

überzeugt die R300. Beim Song<br />

Dark Day der Blues Company ist jede<br />

Feinheit in der Artikulation des Sängers<br />

zu hören. Joseph Haydns Sinfonie Nr. 88<br />

wird schön weitläufig dargestellt, ohne<br />

einzelne Instrumente aus den Augen zu<br />

verlieren. Der Bass reicht für Lautsprecher<br />

dieser Größe tief hinab und die Pegelfestigkeit<br />

ist überdurchschnittlich. Ein<br />

Kauftipp ist der Box sicher.<br />

beste Abbildungspräzision und<br />

Detailauflösung<br />

eine gute Ausrichtung auf den<br />

Hörplatz ist erforderlich<br />

KAUFTIPP KAUFTIPP HIGHLIGHT<br />

KLIPSCH RB-61 II € 700<br />

beste grob- und feindynamische<br />

Auflösung und super Fokus<br />

gute Ausrichtung erforderlich,<br />

tonal nicht ganz perfekt<br />

Sie sind Pop-, Rock- und Jazz-Fan, dann<br />

hören Sie sich mal die ansatzlose Dynamik<br />

einer RB-61 II an. Obgleich nur im<br />

Mittel-/Hochtonbereich ein Hornvorsatz<br />

spendiert wurde, klingt die Klipsch-Box<br />

in allen Bereichen extrem detailverliebt<br />

und dynamisch. Bei diesen Meriten kann<br />

man getrost über die nicht ganz fehlerfreie<br />

Tonalität hinwegsehen. Der Begriff<br />

„Lautsprecher“ findet hier seine ureigenste<br />

Bedeutung wieder.<br />

herrlich fein aufgelöste Mitten und<br />

Höhen mit bester Abbildung<br />

genaue Ausrichtung auf<br />

den Hörplatz erforderlich<br />

Wenn Sie sich diesen Hybrid-<br />

Elektrostaten anhören, werden<br />

Sie sich vermutlich nicht<br />

mehr loseisen können. Diese<br />

Transparenz haben Sie noch<br />

nicht gehört. Verantwortlich<br />

dafür sind die fein- und grobdynamischen<br />

Fähigkeiten<br />

sowie die dank starker vertikaler<br />

und leichter horizontaler<br />

Bündelung nahezu<br />

ausgeblendeten Deckenund<br />

Bodenreflexionen. Das<br />

heißt, der Abhörraum wird<br />

ausgeblendet, und man<br />

hört ausschließlich die Musik<br />

der Konserve. Die Bass-<br />

Integration ist gut gelungen,<br />

kann aber mit der Folie<br />

nicht ganz mithalten.<br />

Standpunkt<br />

MICHAEL JANSEN,<br />

LAUTSPRECHER-<br />

FACHMANN<br />

Alle Systeme im Test weisen<br />

eine Gemeinsamkeit auf:<br />

Jedes bündelt den Schall<br />

mehr oder weniger auf seine<br />

Weise und sorgt damit für<br />

beste Abbildungspräzision.<br />

Das macht sich insbesondere<br />

im Heimkinobetrieb positiv<br />

bemerkbar, da so selbst nebensächlich<br />

erscheinende<br />

Geräusche zutage treten.<br />

gut 74 %<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

gut 69 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

sehr gut 77 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

61


BILD | TEST: BD-PLAYER & AV-RECEIVER VON DENON<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Vereinte<br />

Kräfte<br />

Ein Blu-ray-Transporter, der sich ganz auf<br />

das Auslesen von Discs konzentriert. Ein<br />

AV-Receiver, der auf optimalen Klang<br />

getrimmt ist. Gemeinsam wollen sie für<br />

gut 1.000 Euro großes Heimkino bieten.<br />

DENON AVR-2113 € 600<br />

natürlicher Klang, einfache<br />

Bedienung, enorme Multimedia-<br />

Funktionen inklusive AirPlay<br />

wenige Anschlussmöglichkeiten<br />

gut 70 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Aus einer Hand:<br />

Über die sinnvoll<br />

gegliederte Fernbedienung<br />

des Players<br />

lassen sich auch<br />

Funktionen des AV-<br />

Receivers steuern:<br />

Lautstärke, Quellenwahl<br />

sowie an/aus.<br />

Auch wenn kompakte Soundsysteme in vielen<br />

Wohn-, Kinder- oder Esszimmern ihren Dienst<br />

verrichten, Komponenten-Anlagen in Hi-Fi-<br />

Racks sind nach wie vor in. Das bestätigen etwa<br />

AZahlen der gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kom-<br />

munikationselektronik) für 2011, die diesem Bereich ein<br />

Wachstum von 7,1 Prozent bescheinigt. Auch der Welt-<br />

konzern Denon baut weiterhin Stereokomponenten und<br />

hat erst kürzlich wieder neue vorgestellt.<br />

Was für die Stereowelt zutrifft, gilt auch für Mehrkanal-<br />

Anlagen: Denon weiß, dass viele Kunden den passenden<br />

Blu-ray-Player zum AV-Receiver von derselben Marke kau-<br />

fen – schon allein aus optischen Gründen. Doch beim Äu-<br />

ßerlichen muss es nicht bleiben. Und darum hat Denon<br />

einen neuen Player auf den Markt gebracht, der eine noch<br />

stärkere Symbiose mit dem AV-Receiver eingeht. Vorbild<br />

war der<br />

DVD-2500BT, der vor einigen Jahren in die Läden<br />

kam und den ersten Blu-ray-Transporter von Denon dar-<br />

stellte. Der Gedanke dahinter: Der Player soll zuallererst<br />

Laufwerk sein und sich auf das Auslesen der Discs konzen-<br />

trieren. Im Vordergrund steht der Transport der Daten<br />

zum AV-Receiver, der sich um die weitere Ton- und Bildverarbeitung<br />

kümmert.<br />

Jetzt hat der DVD-2500BT mit dem DBT-1713UD einen<br />

Nachfolger erhalten. Um das Transporter-Konzept zu testen,<br />

hat Denon zum Player einen brandneuen AV-Receiver<br />

geschickt. Der AVR-2113 verspricht, der Preis-Leistungs-<br />

Überflieger für 600 Euro zu sein: AirPlay, 4K-Upscaling,<br />

Web-Radio und sechs <strong>HD</strong>MI-Eingänge, so die Kerndaten.<br />

Das Universal-Talent<br />

Auch die Logos am Blu-ray-Transporter DBT-1713UD lassen<br />

viel erwarten. Beim Auslesen von Daten ist er kaum<br />

wählerisch: Außer auf (3D-)Blu-rays, Video-DVDs und<br />

Audio-CDs versteht er sich auch auf hochwertige DVD-<br />

Audio- und SACD-Scheiben, die in vielen Schränken stehen<br />

und nur auf ein Universalgerät dieser Art warten. Daneben<br />

kann ihm der Nutzer Kost von USB-Festplatten oder<br />

von UPnP-Netzwerk-Servern vorsetzen. Dabei unterstützt<br />

er die gängigsten Video-, Foto- und Musik-Formate. Selbst<br />

der Film-Fan wird sich beim Streaming freuen, da auch<br />

24p-Quellen nativ zum Fernseher gelangen und er dazu<br />

<strong>HD</strong>-Audio-Formate wiedergibt. Der Musik-Fan ist gleichermaßen<br />

begeistert, da der Transporter ebenfalls Audiodateien<br />

im WAV- oder FLAC-Format bis zu einer<br />

Auflösung von 192 kHz bei 24 Bit abspielt. Auch im Web<br />

bedient sich der Player, um Clips von YouTube abzurufen.<br />

Das Navigieren durch all diese Menüs klappt erfreulich<br />

schnell. Flott geht es auch beim Einlesen von Discs zu. Für<br />

eine Blu-ray braucht er beispielsweise gerade einmal 11<br />

Sekunden. Verantwortlich ist dafür auch der neue Media-<br />

Tek-Chipsatz MT8555, auf den der DBT-1713UD baut. Das<br />

Laufwerk bleibt beim Drehen der Discs erfreulich leise.<br />

Der Grund: Es ist doppelt ummantelt, um Geräusche zu<br />

62


DENON DBT-1713UD € 500<br />

DVD-Audio und SACD-Wiedergabe,<br />

starke Bildqualität, solide<br />

Verarbeitung<br />

wenige Online-Dienste<br />

minimieren. Auch sonst ist Solidität angesagt. Der Player<br />

steht auf vier großen Füßen und besitzt ein massives Gehäuse.<br />

Nur die Kunststoff-Front und die leicht wackelige<br />

Disc-Lade fallen etwas aus dem Rahmen.<br />

Der Bildprozessor im Inneren arbeitet sehr sauber. Der<br />

DBT-1713UD ist zwar nicht der schärfste Player, den wir<br />

je im Messlabor hatten, doch das Bild wirkt sehr ruhig. Vor<br />

allem die Vollbildwandlung von Interlaced-Quellen bei<br />

Standard-Auflösung ist auf Spitzenniveau. Auch im Bluray-Betrieb<br />

kann er mit einem satten Bild überzeugen.<br />

Wer Änderungen an den Bildeinstellungen vornehmen<br />

will, ist mit dem DBT-1713UD bestens bedient. Über die<br />

Taste Video Resolution kann der Nutzer während der Wiedergabe<br />

die Ausgabe-Auflösung ändern. Über die Taste<br />

Picture Adjust gelangt er außerdem zu den Bildanpassungen.<br />

Dort kann er etwa an der Rauschunterdrückung,<br />

am Kontrast, an der Gammakurve oder der Farbe schrauben<br />

und fünf Voreinstellungen speichern. Ändern sollte<br />

er jedoch nicht die Farbausgabe von YCbCr auf RGB, da<br />

so die Farben nicht mehr exakt stimmen.<br />

Die Bild- und Tonsignale gelangen anschließend idealerweise<br />

per <strong>HD</strong>MI zum AV-Receiver. Alternative Ausgabemöglichkeiten<br />

gibt es nur in Form eines analogen Stereoton-Ausgangs<br />

– entsprechend dem Transporter-Gedanken,<br />

dass sich das Laufwerk auf das Nötigste beschränkt. So<br />

können die Entwickler bei den wenigen Ausgängen auf<br />

Qualität achten und etwa Wandler der renommierten ➜<br />

sehr gut 81 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Denon<br />

Modell<br />

DBT-1713UD<br />

Preis<br />

500 Euro<br />

Internet<br />

www.denon.de<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht<br />

43,4 x 10,8 x 29,5 cm / 4,9 kg<br />

Ausgangsspannung / -Impedanz (Ton)<br />

2,2 Volt / 209 Ohm<br />

Rauschabstand / Dynamikumfang<br />

103 dB / 103 dB<br />

Klirrfaktor DVD / CD 0,0015 % / 0,0010 %<br />

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby<br />

11 / 9 / 10 / 2,3 (bis Menü 7) Sek.<br />

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 10,4 / 0,1 / 0,0 Watt<br />

WIEDERGABE<br />

BDAV / BDMV / BD 3D / AVC<strong>HD</strong><br />

• / • / • / •<br />

Internet: Video / Audio / Foto • / – / –<br />

DVD-Audio / SACD / Audio-CD<br />

• / • / •<br />

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ – / DLNA<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / •<br />

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG-2 • / • / • / • / •<br />

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC<br />

• / • / • / • / •<br />

AVC<strong>HD</strong> / AVC<strong>HD</strong> 3D / M2TS / MPO / JPG •/ – / • / – / •<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Ausgang: <strong>HD</strong>MI / Komponente / Video 1 / – / –<br />

Tonausgang opt. / elektr. / analog<br />

– / – / Stereo<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte 1 / – / 1 / –<br />

Sonstige<br />

IR In / Out<br />

FUNKTIONEN<br />

<strong>HD</strong>MI-CEC / -Ethernet-Channel • / –<br />

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung – / –<br />

Skalierung auf Vierfach-Full-<strong>HD</strong> –<br />

Farbübertragung wählbar<br />

YCbCr, RGB (std. / erw.)<br />

Sprung zu Titel / Kapitel / Zeit<br />

• / • / •<br />

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ •<br />

Audio-Decoder<br />

7.1 DTS <strong>HD</strong> MA, Dolby True<strong>HD</strong><br />

Decoder: LS-Pegel / Abstand / Größe –/ – / –<br />

Ton über <strong>HD</strong>MI<br />

PCM, Bitstream, DSD<br />

Man. Lip Sync (Tonverzögerung) –<br />

Dynamikbegrenzung<br />

•<br />

Lieferumfang<br />

<strong>HD</strong>MI-Kabel<br />

TESTERGEBNISSE<br />

BILDQUALITÄT max. 273 Punkte ÜBERRAGEND 95% 258<br />

Brillanz (52) überragend 48<br />

Farben (59) überragend 55<br />

Schärfe (97) überragend 93<br />

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (65) überragend 62<br />

KLANGQUALITÄT max. 113 Punkte SEHR GUT 87% 98<br />

digital (64) sehr gut 55<br />

analog (49) sehr gut 43<br />

AUSSTATTUNG max. 182 Punkte BEFRIEDIGEND 58% 105<br />

Anschlüsse (34) ausreichend 13<br />

Medienvielfalt (64) sehr gut 50<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (28) gut 17<br />

Funktionen (Software) (56) befriedigend 25<br />

BEDIENUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 82% 41<br />

Bildschirmmenüs (18) sehr gut 16<br />

Fernbedienung (16) sehr gut 13<br />

Bedienung am Gerät (5) sehr gut 4<br />

Installation (5) sehr gut 4<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (6) gut 4<br />

VERARBEITUNG max. 57 Punkte SEHR GUT 82% 47<br />

Anmutung (24) sehr gut 21<br />

Material (33) sehr gut 26<br />

TESTURTEIL max. 675 Punkte SEHR GUT 81% 549<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

• = ja // – = nein // BD = Blu-ray Disc<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

63


BILD | TEST: BD-PLAYER & AV-RECEIVER VON DENON<br />

Purismus an der häuse-Rückseite:<br />

<strong>HD</strong>MI-Ausgang, Ste-<br />

Gereoton-Ausgang,<br />

Ethernet-Buchse,<br />

Infrarot-Ein- und<br />

Ausgang reichem<br />

dem Player.<br />

Fokus auf das Essenzielle:<br />

Im digitalen<br />

Zeitalter sind<br />

vor allem <strong>HD</strong>MI-<br />

Buchsen gefragt.<br />

Der AV-Receiver sitzt davon gleich<br />

besechs<br />

(eine an der<br />

Front) als Eingänge.<br />

Beim Rest hat Denon<br />

gespart.<br />

Der Kern des Receivers<br />

Der AVR-2113 ist bis unter die Decke mit Elektronik vollgestopft.<br />

Oben sieht man im hinteren Bereich des Receivers<br />

die Platine, die für die Bildverarbeitung zuständig ist. Darunter<br />

stecken etwa der massive Transformator sowie die<br />

sieben Endstufen. Damit es nicht zu heiß wird, sind Kühlrippen<br />

im vorderen Drittel untergebracht. Außerdem besitzt<br />

der Deckel über seine gesamte Fläche Kühlschlitze.<br />

Marke Burr-Brown für den Analogton-Ausgang nutzen.<br />

Für die Übertragung zum AVR-2113 ist dennoch die <strong>HD</strong>MI-<br />

Variante vorzuziehen. Dabei ergeben sich klanglich keine<br />

signifikanten Unterschiede, wenn der Player den Ton unverändert<br />

als Bitstream oder decodiert als PCM-Signal ausgibt.<br />

Bei eingelegter SACD ist es unabhängig von der Einstellung<br />

immer ein PCM-Signal, das der Player zum AVR-<br />

2113 schickt. Denn der AV-Receiver kann die unveränderten<br />

DSD-Daten der SACD nicht engegennehmen.<br />

Die Multimedia-Zentrale<br />

Der AVR-2113 steht in unserem Fall unter dem Player. So<br />

geben die beiden ein hübsches Paar ab: Sie besitzen ein<br />

großes Front-Display, damit die Schrift auch aus der Ferne<br />

lesbar ist. Sie haben die gleiche Grundfläche. Und beide<br />

beschränken sich auf wenige Tasten, um es dem Nutzer<br />

leicht zu machen.<br />

Diese einfache Bedienbarkeit ist Denon bei seiner aktuellen<br />

Receiver-Reihe besonders wichtig: Durch die Erst-<br />

Installation führt ein Assistent, der genau erklärt, wie der<br />

AVR-2113 mit Lautsprechern, Player und Netzwerk-Router<br />

verbunden werden soll. So einfach war das Einrichten<br />

eines Receivers noch nie und dürfte jetzt selbst Laien nicht<br />

mehr abschrecken – zumal auch das überaus präzise Einmesssystem<br />

Audyssey MultEQ XT an Bord ist und über das<br />

mitgelieferte Mikrofon für optimalen Klang sorgt.<br />

Ebenso einfach zu handhaben ist die Fernbedienung. Sie<br />

besitzt nur die nötigsten Tasten und ruft beim ersten Blick<br />

Aus dem Messlabor<br />

Beim Skalieren von SD-Quellen auf Full <strong>HD</strong> geht der<br />

Denon DBT-1713UD sehr präzise zu Werke. Die Analyse<br />

des <strong>HD</strong>MI-Signals zeigt, dass Helligkeits- (schwarz) und<br />

Farbfrequenzgang (rot) zwar etwas früh, aber dafür<br />

äußerst sauber abgefiltert werden.<br />

Der Denon AVR-2113 präsentiert sich im Messlabor<br />

nicht ganz unabhängig von Phasenschwankungen, doch<br />

insgesamt recht laststabil. Mit einer ermittelten Sinusleistung<br />

im Stereobetrieb von 106 (8 Ohm) bzw. 151 Watt<br />

(4 Ohm) besitzt er tolle Werte für diese Preisklasse.<br />

64


KAUFTIPP<br />

Skepsis hervor, ob das so funktionieren kann. Diese Skepsis<br />

verfliegt aber schnell und weicht der Frage, warum<br />

nicht schon früher jemand auf diese Idee gekommen ist.<br />

Dann drückt man etwa auf die Taste Network und gelangt<br />

zu den Quellen im Netz. Das sind unzählige Internet-<br />

Radiostationen, die über den Receiver den Weg ins Wohnzimmer<br />

finden. Das ist Musik vom hier kostenpflichtigen<br />

Musik-Online-Dienst Last.fm. Das sind Fotos vom Internet-<br />

Dienst FlickR. Und das ist vor allem auch Musik von UPnP-<br />

Netzwerk-Servern. Schon jetzt können datenreduzierte<br />

Audiodateien im MP3-, WMA-, AAC- oder FLAC-Format<br />

abgespielt werden.<br />

Es ist bereits ein Software-Update angekündigt, mit dem<br />

der AVR-2113 noch mehr audiophile Hörer für sich vereinnahmen<br />

wird. Dann holt sich der Receiver ebenfalls hochauflösende<br />

Musik als FLAC und WAV mit 192 kHz/24 Bit<br />

oder als Apple Lossless Audio Codec (ALAC) aus dem Netz<br />

oder von USB-Festplatten. Und dann soll auch das ➜<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Denon<br />

Modell<br />

AVR-2113<br />

Preis<br />

600 Euro<br />

Garantie<br />

2 Jahre<br />

Internet<br />

www.denon.de<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T)<br />

43,4 x 17 x 33 cm<br />

Gewicht<br />

9,5 kg<br />

Sinusleistung Stereo 8 / 4 Ohm<br />

2x 106 Watt / 151 Watt<br />

Sinusleistung Surround 8 / 4 Ohm<br />

5x 80 Watt / 98 Watt<br />

Stromverbrauch Standby / Betrieb<br />

43,4 Watt / 0,2 Watt<br />

AUSSTATTUNG<br />

Stereo- / Phono-Eingänge 5 / –<br />

Stereo- / Subwoofer-Ausgänge – / 1<br />

Mehrkanal-Eingang –<br />

Mehrkanal-Vorverstärker-Ausgang –<br />

Ls. Front / Center / Rear / Surr. Back 2 / 1 / 2 / 2<br />

Tuner UKW / MW / DAB+ / Internet-Radio •/ • / – / •<br />

Koaxial-Digital-Eingänge / -Ausgänge 1 / –<br />

Optische Digital-Eingänge / -Ausgänge 1 / –<br />

<strong>HD</strong>MI-ARC / -DSD / -CEC<br />

• / – / •<br />

USB-Anschlüsse 1<br />

Dolby Digital / EX / D. Pro Logic II / Ix / IIz •/ • / • / • / •<br />

DTS / DTS ES / Discrete / 96–24<br />

• / • / • / •<br />

Dolby True<strong>HD</strong> / DTS-<strong>HD</strong><br />

• / •<br />

Einmess-Automatik<br />

Audyssey MultEQ XT<br />

Man. Lip Sync Delay<br />

•<br />

Fernbed. lernfähig / programmierbar – / –<br />

Trennfrequenzen fix / var. / Stufen – / • / 8<br />

<strong>HD</strong>MI-Eingänge / -Ausgänge 6 / 1<br />

4K durchschleifen<br />

•<br />

Video-Eingänge / -Ausgänge 3 / 1<br />

S-Video-Eingänge / -Ausgänge – / –<br />

Video-Komp.-Eingänge / -Ausgänge 1 / –<br />

Video-Konverter<br />

bis 4K<br />

Besonderheiten<br />

iPod-Direkt-Eingang, Ethernet<br />

• = ja // – = nein<br />

Neues Testverfahren<br />

Der AVR-2113 ist äußerst<br />

farbtreu. Beide<br />

Sechsecke liegen auf<br />

den definierten Punkten,<br />

wenn eine analoge<br />

FBAS-Quelle digitalisiert<br />

und über den<br />

<strong>HD</strong>MI-Ausgang abgegriffen<br />

wird.<br />

AV-Receiver sind heute Multimedia-Zentralen. Wir haben daher<br />

unsere Tests angepasst, sodass es von nun an eine Bildbewertung<br />

gibt und die Netzwerk-Funktionen mehr Gewicht<br />

erhalten. Die Klangbenotung wurde beibehalten, wodurch ältere<br />

Modelle in diesem Punkt vergleichbar bleiben.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

BILDQUALITÄT max. 100 Punkte SEHR GUT 75% 75<br />

Brillanz (40) sehr gut 32<br />

Bildfehler (60) gut 43<br />

KLANGQUALITÄT max. 300 Punkte GUT 66% 198<br />

Stereo (150) gut 99<br />

Surround (150) gut 99<br />

AUSSTATTUNG max. 210 Punkte GUT 66% 138<br />

Audio (100) befriedigend 53<br />

Video (75) sehr gut 64<br />

Netz (35) gut 21<br />

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 86% 86<br />

am Gerät (30) sehr gut 23<br />

On-Screen-Menü (15) sehr gut 12<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) sehr gut 8<br />

Fernbedienung (45) überragend 43 Mehr Tasten muss<br />

VERARBEITUNG max. 60 Punkte SEHR GUT 75% 45<br />

die Fernbedienung<br />

eines AV-Receivers<br />

Anmutung (30) sehr gut 23 nicht besitzen. Per<br />

Material (30) gut 22 <strong>HD</strong>MI-CEC schaltet<br />

TESTURTEIL max. 770 Punkte GUT 70% 542 der Geber den<br />

Player lediglich<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

an und aus.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

65


BILD | TEST: BD-PLAYER & AV-RECEIVER VON DENON<br />

Auf einen Blick: Das Startmenü des Players führt zu den<br />

wichtigsten Funktionen des Players. Die Videodienst Netflix<br />

ist derzeit in Deutschland nicht verfügbar.<br />

Streamen von Alben möglich sein – ohne kleine Pausen<br />

zwischen den einzelnen Stücken.<br />

Daneben kann er über seine Eingänge an der Rückseite<br />

Quellen entgegennehmen. Denon hat hier klar den Fokus<br />

auf <strong>HD</strong>MI gelegt, bei den analogen Eingängen für Bild und<br />

Ton sich jedoch auf das Nötigste beschränkt. Für die meisten<br />

Anwender dürfte das Angebot dennoch ausreichen.<br />

Um eingehende Bildsignale für die Weitergabe zum TV-<br />

Gerät vorzubereiten, ist ein ausgewachsener Bildprozessor<br />

(ADV 8003/3 von Analog Devices) integriert. Er konvertiert<br />

analoge Bildsignale ins Digitale, rechnet sie hoch,<br />

wandelt Halb- in Vollbilder und kann auch korrigierend<br />

(etwa durch Rauschreduktion) eingreifen. Das macht er<br />

sehr solide, sodass keine Farbverfälschungen auftreten.<br />

Das Skalieren und die Vollbildwandlung von digitalen SD-<br />

Quellen meistert der DBT-1713UD allerdings etwas besser.<br />

Der Player erzeugt ein ruhigeres und schärferes Bild. Bei<br />

der Analog-Digital-Wandlung von Videoquellen (Component<br />

oder Composite) erreichte er in Sachen Schärfe und<br />

Bildruhe nicht ganz die absoluten Spitzenwerte.<br />

Man ist dennoch verblüfft, dass man einen AV-Receiver<br />

für nur 600 Euro vor sich hat. Andere Hersteller sparen<br />

Noch Fragen? Der Einrichtungsassistent erklärt ausführlich die<br />

einzelnen Schritte. Das Bild oben zeigt, welcher Lautsprecher<br />

wo an den AV-Receiver angeschlossen werden muss.<br />

sich in dieser Preisklasse eine aufwendige Bildverarbeitung,<br />

vor allem die Unterstützung von 4K. Der AVR-2113<br />

schleift sogar 4K-Quellen durch, skaliert Quellen auf diese<br />

Auflösung intelligent hoch und gibt seine Bildschirmmenüs<br />

gegebenenfalls in 4K x 2K aus (vgl. Seite 22).<br />

Auch für den Ton greift Denon in die Vollen. Die sieben<br />

Endstufen sind diskret und identisch aufgebaut. Ein besseres<br />

Ergebnis kann man zu diesem Preis nicht erwarten.<br />

Schallquellen werden präzise im Raum verteilt, der Bass<br />

ist recht konturiert, Stimmen besitzen genügend Körper<br />

und Action-Szenen erhalten die nötige Dynamik.<br />

Wem das nicht genügt, der muss mehr Geld ausgeben.<br />

Dann ist auch die Verarbeitung an der Front oder den Lautstärke-<br />

und Quellen-Drehreglern noch solider.<br />

Fazit<br />

Multimedial, genial und simpel: Diese Kombi ist mehr als<br />

die einzelnen Teile und dürfte auch Heimkino-Einsteiger begeistern.<br />

Für noch besseren Ton kann man guten Gewissens<br />

zu noch potenteren Denon-Receivern der aktuellen Modellreihe<br />

greifen. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis wird<br />

man allerdings nicht erhalten.<br />

■<br />

Steuerung per Smartphone<br />

Ganz ohne eigene Verbindung<br />

zum Heimnetz lässt<br />

sich der Blu-ray-Transporter<br />

mit der Remote App<br />

des AV-Receivers steuern:<br />

Der AVR-2113 leitet die<br />

Steuerbefehle per <strong>HD</strong>MI<br />

(CEC) zum DBT-1713UD<br />

weiter. Der Nutzer muss<br />

dabei auf keine wichtigen<br />

Funktionen der Player-<br />

Fernbedienung verzichten.<br />

Die Denon Remote App steuert bequem den AV-Receiver. Es lassen<br />

sich kinderleicht Quellen, Sound-Modi oder Musik auf Servern<br />

im Netzwerk anwählen. Doch auch ohne App ist das Smartphone<br />

hilfreich. Per Apple AirPlay oder DLNA kann der AVR-2113<br />

mit Musik beschickt werden.<br />

66


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Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar, Handelsregister München, HRB 154289<br />

Geldinstitut<br />

Datum<br />

✗<br />

Unterschrift<br />

WK 2012 M08


TON | TEST: AV-SUBWOOFER<br />

Autor: Michael Jansen // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

Querdenker<br />

Was meinen Sie: Bei welchen Produkten ist es sinnvoll,<br />

sie zusammenzuführen? Teufel meint: Ein AV-Receiver<br />

und ein Subwoofer – also ein AV-Subwoofer – wäre<br />

etwas für Sie. Das haben wir uns mal angeschaut.<br />

HIGHLIGHT<br />

Die Infrarot-Empfangseinheit für die Fernbedienung<br />

lässt sich dank des langen Kabels neben<br />

dem TV platzieren, während der Subwoofer ganz<br />

woanders steht. Gleichzeitig besitzt sie einen<br />

Kopfhörer-Ausgang.<br />

TEUFEL US 6112/6 R<strong>HD</strong> € 1.000<br />

sauber und tief intonierender<br />

Subwoofer mit gutem AV-Receiver<br />

keine Lautstärke-Regelung per<br />

<strong>HD</strong>MI-CEC<br />

gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Die Fernbedienung<br />

ist sinnvoll gegliedert<br />

und erlaubt den<br />

schnellen Zugriff<br />

auf alle Quellen<br />

und die wichtigsten<br />

Funktionen.<br />

Zurzeit ist im Hi-Fi- und Heimkinosektor eine Konsolidierung<br />

zu beobachten. Die Hersteller überlegen,<br />

welche Produktkategorien sie zusammenlegen<br />

können. Teufel hat schon mit dem Raumfeld-<br />

Konzept den Nerv der Kunden getroffen und will mit einer<br />

neuen Produktzusammenführung weitere Kundschaft<br />

gewinnen. Diesmal mit einem AV-Subwoofer: Die Berliner<br />

haben einen Subwoofer mit einem AV-Receiver inklusive<br />

<strong>HD</strong>MI-Ein- und -Ausgang, aller Lautsprecher-Ausgänge<br />

und aller nötigen Eingänge kombiniert.<br />

Der US 6112/6 R<strong>HD</strong> ist nicht etwa ein „Ami-Schlitten“<br />

mit Rechtslenkung, sondern laut Teufel „der einzige Subwoofer<br />

der Welt mit High-Definition-AV-Receiver“. Das<br />

heißt, Sie brauchen lediglich noch einen Blu-ray-Player<br />

und ein 5.0-Boxen-Set dazuzukaufen, und schon kann der<br />

Heimkinospaß losgehen.<br />

Subwoofer mit <strong>HD</strong>MI-CEC und -ARC<br />

Neben drei <strong>HD</strong>MI-Eingängen und einem <strong>HD</strong>MI-Ausgang<br />

gibt es noch drei digitale und zwei analoge Eingänge. Und<br />

nicht zu vergessen ist der integrierte AM/FM-Receiver<br />

mit RDS-Funktion für Radiounterhaltung. Ein programmierbarer<br />

Cinch-Ausgang kann etwa als Zuspieler für<br />

Aktivboxen dienen oder in Verbindung mit Teufels drahtloser<br />

RearStation 4 und einem Paar Passivboxen einen<br />

weiteren Raum beschallen.<br />

Sie fragen Sich wahrscheinlich, wie man das Ganze bedienen<br />

soll. Teufel hat an alles gedacht: Ein Bedien-Panel<br />

mit Display gehört zum Lieferumfang. Fünf Meter Kabel<br />

sind auch dabei, sodass das Gerät unabhängig von der Subwoofer-Platzierung<br />

in der Nähe des Hörplatzes gut sichtbar<br />

auf gestellt werden kann. Und auch eine Fernbedienung<br />

mit allen wichtigen Funktionen ist vorhanden.<br />

Der intelligente Bassist versteht nebenbei auch Steuerbefehle<br />

per <strong>HD</strong>MI(-CEC). So lassen sich ein angeschlossener<br />

Fernseher, ein Blu-ray-Player und eine Set-Top-Box<br />

gemeinsam mit dem Subwoofer ein- und ausschalten.<br />

Über seinen <strong>HD</strong>MI-Ausgang empfängt er ebenfalls Ton<br />

von geeigneten TVs dank der <strong>HD</strong>MI-ARC-Unterstützung.<br />

Mit der Fernseher-Fernbedienung lässt sich jedoch die<br />

Lautstärke des AV-Subwoofers und damit des kompletten<br />

5.1-Sets nicht steuern.<br />

Noch etwas unterscheidet ihn von üblichen AV-Receivern:<br />

Der eingebaute Videochip übernimmt keine weitreichenden<br />

Bildverarbeitungsaufgaben wie etwa das Skalieren<br />

von SD-Quellen auf Full <strong>HD</strong>, sondern reicht das Bildsignal<br />

(auch in 3D) nur zum TV-Gerät durch. Aber wer<br />

benötigt das heute noch? Blu-ray-Player und Fernseher<br />

besitzen ohnehin Prozessoren, die die gleichen Aufgaben<br />

übernehmen. Der AV-Subwoofer kann gleichzeitig fast<br />

alle Filmtonformate empfangen, da er selbst Decoder für<br />

die <strong>HD</strong>-Audioformate Dolby True<strong>HD</strong> und DTS <strong>HD</strong> Master<br />

Audio an Bord hat.<br />

Leistung satt<br />

In puncto Verstärkerleistung steht er üblichen AV-Receivern<br />

in nichts nach: Fünfmal 100 Watt stehen dem Boxen-<br />

Ensemble zur Verfügung, der Subwoofer darf sogar auf 175<br />

Watt zurückgreifen, und das alles auf kleinstem Raum –<br />

dank Class-D-Verstärker. Ein 30er-Basstreiber sorgt in Verbindung<br />

mit zwei in Richtung Fußboden strahlenden<br />

Bassreflex-Öffnungen für Tiefbass bis etwa 32 Hertz.<br />

68


All inclusive: Das<br />

Anschlussfeld des<br />

AV-Subwoofers<br />

weist alle nötigen<br />

Ein- und Ausgänge<br />

auf, um mehrere<br />

Quellen inklusive<br />

<strong>HD</strong>MI anzudocken<br />

und um fünf Lautsprecher<br />

zu befeuern.<br />

Wer zudem<br />

noch Radio hört,<br />

darf seine Hausantenne<br />

anstöpseln.<br />

Luftige Angelegenheit:<br />

Dank hocheffizienter<br />

Class-D-Verstärker<br />

für sechs Kanäle<br />

kann auf extra<br />

große Kühlkörper<br />

verzichtet werden.<br />

Hier reicht die Montagerückwand<br />

der<br />

Elektronikeinheit<br />

aus Aluminium zur<br />

Kühlung aus.<br />

Über das Bildschirmmenü lassen sich alle Einstellungen vornehmen.<br />

Dabei kann sogar jeder der sieben Surround-Kanäle per Equalizer<br />

an den Raum und die eigenen Vorlieben angepasst werden.<br />

Um uns die Klangqualität des AV-Subwoofers zu Ohren<br />

kommen zu lassen, haben wir ein LT 5-Set von Teufel hinzugestellt<br />

(getestet in Heft 7/10, Seite 89): Lautsprecher,<br />

die mit ihrem Impedanzminimum von 3,1 Ohm bei 200<br />

Hertz schon hohe Ansprüche an die Verstärkerstabilität<br />

stellen. Übergangsfrequenz, Phase und Pegel lassen sich<br />

bequem mit der Fernbedienung einstellen. Ab 80 Hertz<br />

durften die Standsäulen mitspielen.<br />

Der AV-Subwoofer zeigte keine Schwächen. Der Bass<br />

kann tief spielen und hat genügend Pegelpotenzial, um<br />

auch komplexe Heimkino-Situationen zu überstehen. Die<br />

gebotene Verstärkerleistung für die fünf Satelliten des<br />

LT-Sets war immer besser als ausreichend. Wenn man es<br />

nicht wüsste, würde man glauben, einen eigenständigen<br />

AV-Receiver vor sich zu haben. Auch bei reiner Musikwiedergabe<br />

überzeugte der Subwoofer: Der akustische Bass<br />

von Carol Kidds Stimme etwa war gut differenziert.<br />

Fazit<br />

Klasse Idee: Subwoofer und AV-Receiver in einer Einheit<br />

sparen nicht nur Platz, sondern auch Geld. Für 1.000 Euro<br />

bietet Teufel einen guten Subwoofer mit ordentlich Tiefgang<br />

und Pegelpotenzial sowie einen gut klingenden AV-Receiver<br />

im Paket. Welche Lautsprecher Sie wählen, bleibt Ihnen<br />

überlassen. Hier muss es nicht zwangsläufig ein Fünferpack<br />

von Teufel sein. Dank vielfältiger Einstellmöglichkeiten<br />

lassen sich auch andere Boxen<br />

gut integrieren.<br />

■<br />

MICHAEL JANSEN,<br />

LAUTSPRECHER-FACHMANN<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller<br />

Teufel<br />

Modell<br />

US 6112/6 R<strong>HD</strong><br />

Preis<br />

1.000 Euro<br />

Internet<br />

www.teufel.de<br />

DATEN & FAKTEN<br />

Subwoofer (B x H x T) / Gewicht<br />

37 x 68 x 37 cm / 22 kg<br />

Besonderheiten<br />

AV-Receiver integriert<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Analog In Stereo / 5.1 3 / –<br />

Digital In elektr. / opt. 2 / 1<br />

<strong>HD</strong>MI In / Out 3 / 1<br />

Lautsprecher-Ausgänge<br />

L, R, C, Sur L + R<br />

Kopfhörer-Ausgang 1<br />

Sonstige<br />

AM/FM-Antenne<br />

TECHNIK<br />

Bauprinzip<br />

AV-Subwoofer<br />

Magnetisch geschirmt<br />

•<br />

Arbeitsprinzip Subwoofer<br />

Bassreflex<br />

<strong>HD</strong>MI-CEC / <strong>HD</strong>MI-ARC<br />

• / •<br />

Video-Skaler –<br />

Surround-Modi –<br />

Audio-Decoder<br />

DTS <strong>HD</strong>, Dolby True<strong>HD</strong><br />

Fernbedienung<br />

•<br />

Raumanpassung<br />

Bass, Höhen, Equalizer<br />

Zubehör mitgeliefert<br />

Antenne<br />

Besonderheiten<br />

3D, Lip Sync, Equalizer<br />

MESSWERTE<br />

Maximalpegel Sub<br />

105 dB<br />

Untere Grenzfrequenz (- 6 dB) Sub<br />

29 Hz<br />

• = ja // – = nein<br />

Aus dem Messlabor<br />

29 Hertz untere Grenzfrequenz und 105 Dezibel maximaler<br />

Schalldruck sind ordentliche Werte für einen Subwoofer<br />

dieser Preisklasse – erst recht, wenn man bedenkt, dass hier<br />

noch ein vollwertiger AV-Receiver integriert ist.<br />

Gut geschützt: Die<br />

Abdeckung aus Stoff<br />

ist an den Stellen,<br />

wo sich keine Membranfläche<br />

befindet,<br />

mit Holz verstärkt.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

69


TON | TEST: BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME<br />

Bei leuchtenden Röhren denkt<br />

der Musikliebhaber an High-<br />

End-Verstärker, edle Elektronik<br />

aus Manufakturen und außerordentlichen<br />

Sound. Doch oft bleibt<br />

es bei der schönen Vorstellung, weil der<br />

Preis der erlesenen Stücke das Budget<br />

übersteigt. Dagegen ist die neueste Bluray-Komplettanlage<br />

von Samsung ein<br />

wahres Schnäppchen: Knapp 1.300 Euro<br />

kostet das HT-E6759W, obwohl die exquisite<br />

Röhrentechnik integriert ist.<br />

Samsung will damit verdeutlichen:<br />

Klang besitzt hier oberste Priorität.<br />

Das scheint bei Blu-ray-Komplettsystemen<br />

nicht immer der Fall zu sein.<br />

Schon mit Preisen von 400 Euro locken<br />

die Preisschilder in Elektromärkten. Der<br />

Käufer erhält dafür Blu-ray-Player, Verstärker<br />

und ein Lautsprecher-Set, das erwartungsgemäß<br />

Abstriche beim Sound<br />

macht. Aber auch an den verwendeten<br />

Materialien und der Verarbeitung merkt<br />

der Käufer den Sparzwang: Auf den ersten<br />

Blick wirken die Systeme oft topschick<br />

dank ihrer Hochglanzoptik, bei<br />

näherem Hinsehen bemerkt er aber die<br />

Plastikoberfläche, die nicht den Eindruck<br />

höchster Stabilität vermittelt.<br />

LG setzt mit seiner neuen Anlage<br />

BH8220B dazu einen deutlichen Kontrapunkt.<br />

Die Oberfläche, die größtenteils<br />

aus gebürstetem Aluminium besteht, soll<br />

nicht nur auf den ersten Blick Wertigkeit<br />

vermitteln. Dennoch ist der Preis mit<br />

800 Euro verhältnismäßig gering.<br />

Auch wenn es sich um die Topmodelle<br />

von Samsung und LG handelt, verbietet<br />

sich ein direkter Vergleich. Das LG-System<br />

bringt die Schallwandler in kompakten<br />

Satelliten-Lautsprechern unter,<br />

während Samsung auf Standlautsprecher<br />

setzt. Außerdem ist das Samsung-<br />

System weitaus teurer. So tritt jeder für<br />

sich an, um die Top-Position in seiner<br />

Gerätegattung zu erobern.<br />

Die Vorzeichen dafür stehen gut: Das<br />

Datenblatt bescheinigt beiden ein immenses<br />

Ausstattungspaket mit nahezu<br />

allen Multimedia- und Online-Features.<br />

Doch wir sind gespannt, ob die Systeme<br />

den hohen Erwartungen gerecht werden:<br />

Erzeugt der Röhrenverstärker in der<br />

Samsung-Anlage wirklich erstklassigen<br />

Sound? Ist das Innenleben der LG-Anlage<br />

so wertig wie das Äußere? Was kann<br />

man zu diesem Preis erwarten? ➜<br />

BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME<br />

LG BH8220B € 800<br />

SAMSUNG HT–E6759W € 1.300<br />

70


Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

TopModels<br />

Günstig, aber nicht wirklich<br />

gut: So fällt oft das Fazit<br />

aus bei Komplettanlagen<br />

mit AV–Receiver, Blu–ray–<br />

Player und Lautsprecher–<br />

Set. LG und Samsung<br />

wollen mit ihren Spitzenmodellen<br />

jetzt zeigen, was<br />

möglich ist.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

71


TON | TEST: BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

LG<br />

BH8220B<br />

800 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 261 Punkte ÜBERRAGEND 92% 241<br />

Brillanz (53) überragend 50<br />

Farben (58) überragend 53<br />

Schärfe (86) überragend 78<br />

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (64) überragend 60<br />

KLANGQUALITÄT max. 227 Punkte GUT 72% 163<br />

Film (BD/DVD) (65) sehr gut 50<br />

Musik (57) gut 38<br />

TV-Ton (62) sehr gut 47<br />

Multimedia (43) gut 28<br />

AUSSTATTUNG max. 121 Punkte ÜBERRAGEND 92% 111<br />

Anschlüsse (26) sehr gut 23<br />

Medienvielfalt (44) überragend 40<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (26) sehr gut 21<br />

Funktionen (Software) (25) überragend 27<br />

BEDIENUNG max. 97 Punkte SEHR GUT 86% 83<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (33) überragend 32<br />

Fernbedienung (28) sehr gut 23<br />

Bedienung am Gerät / Display (12) sehr gut 10<br />

Installation (9) gut 6<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (15) sehr gut 12<br />

VERARBEITUNG max. 62 Punkte SEHR GUT 81% 50<br />

Anmutung (30) sehr gut 24<br />

Material (32) sehr gut 26<br />

TESTURTEIL max. 768 Punkte SEHR GUT 84% 648<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

SEHR GUT<br />

Aus dem Messlabor<br />

Zentral vor dem Center–<br />

Lautsprecher (siehe Bild)<br />

ist der Frequenzgang recht<br />

ausgewogen. Der Subwoofer<br />

mit einer unteren<br />

Grenzfrequenz von 52 Hz<br />

(– 6 dB) ist präzise auf die<br />

anderen Lautsprecher abgestimmt.<br />

Wenn es um den Kauf von Produkten<br />

geht, zählen oft nicht<br />

nur die Fakten. Es geht auch<br />

um das Gefühl. Und das dürfte bei vielen<br />

Kunden des LG BH8220B stimmen.<br />

Denn wenn man einen der Satelliten-<br />

Lautsprecher anhebt, hält man 1,8 kg<br />

in den Händen. Das ist etwa doppelt<br />

so viel wie bei vielen anderen Blu-ray-<br />

Systemen mit Satelliten-Lautsprechern.<br />

Und dieses Gewicht erzeugt ein<br />

Gefühl von Wertigkeit – selbst wenn<br />

nur das Frontgitter aus Metall besteht<br />

und die restliche Oberfläche aus<br />

Kunststoff. Die Zentrale ist ebenso solide<br />

verarbeitet. Die Gehäuse-Oberfläche<br />

besteht aus gebürstetem Aluminium<br />

wie auch die Klappe an der<br />

Front. Das Rad für die Lautstärke-Regelung<br />

läuft geschmeidig.<br />

Auch sonst kann das LG-Set punkten.<br />

Etwa mit dem Ausstattungspaket:<br />

Die Anlage bindet sich, wenn gewünscht,<br />

per WLAN ins Heimnetz<br />

ein, besitzt ein UKW-Radio und bedient<br />

sich bei zahlreichen Online-Angeboten,<br />

angeschlossenen USB-Festplatten<br />

oder bei UPnP-Servern im<br />

Heimnetz. Der Besitzer eines Smartphones<br />

kommt ebenso auf seine Kosten:<br />

Er kann die Anlage über eine App<br />

steuern. Er verbindet sein iPhone, iPod<br />

touch oder iPad per USB, um die Musik<br />

darauf wiederzugeben. Und wer es<br />

drahtlos mag, nutzt Bluetooth für die<br />

Audio-Übertragung.<br />

Gespart wurde dafür nicht an den<br />

Komponenten für die Tonwiedergabe.<br />

In den vier Satelliten-Lautsprechern<br />

und im Center befinden sich für den<br />

Tief-/Mittenton-Bereich Konus-Chassis<br />

mit Aramidmembranen, die für ihre<br />

klare Klangreproduktion bekannt<br />

sind. Gemeinsam mit einem Kalottenhochtöner<br />

kümmern sie sich um den<br />

Surround-Sound. Der Subwoofer arbeitet<br />

außer mit einer konusförmigen<br />

Membran mit einem Reflexrohr, um<br />

den Übertragungsbereich nach unten<br />

zu erweitern.<br />

So spielt das LG-System in der<br />

klanglichen Spitzenliga der Blu-ray-<br />

Komplettanlagen. Filmton wird authentisch<br />

reproduziert, alle Schallquellen<br />

werden präzise im Raum verteilt.<br />

Es spielt auch keine Rolle, ob eine<br />

Stimme aus den Front-, Surroundoder<br />

Center-Lautsprechern zum Zuhörer<br />

gelangt, denn es erklingt überall<br />

gleich. Auch Action-Kino ist dank des<br />

Dynamikpotenzials möglich, wenngleich<br />

ein etwas kräftigerer Subwoofer<br />

wünschenswert wäre. Diese klanglichen<br />

Eigenschaften kommen auch<br />

Musik auf CDs zugute, die für eine<br />

Komplettanlage äußerst natürlich und<br />

feinauflösend transportiert wird.<br />

Die Bildqualität des eingebauten<br />

Blu-ray-Players steht dem in nichts<br />

nach. Er besticht von Blu-ray Disc<br />

und DVD mit scharfen Bildern, die nur<br />

minimale Artefakte offenbaren.<br />

Test bestanden: So<br />

wertig wie die Anlage<br />

auf Bildern wirkt,<br />

ist sie auch in der<br />

Natur.<br />

HIGHLIGHT<br />

LG BH8220B € 800<br />

Verarbeitung, ausgewogener<br />

Klang, immense Ausstattung mit<br />

WLAN, Bluetooth, Smartphone-App<br />

Die Klemmen für die Lautsprecherkabel sind farblich markiert,<br />

um die Installation zu erleichtern.<br />

begrenzter Tiefgang<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

72


Die Neigung des obersten<br />

Treibers der Front-<br />

Lautsprecher lässt sich<br />

auf der Rückseite einstellen.<br />

HIGHLIGHT<br />

Hinter der Klappe an der Frontseite<br />

verstecken sich der USB-Port sowie der<br />

Anschluss für das Einmess-Mikrofon.<br />

SAMSUNG HT–E6759W € 1.300<br />

natürlicher Klang, Surround-<br />

Sound von oben, immense Ausstattung<br />

mit WLAN, Bluetooth,<br />

Smartphone-App<br />

minimale Laufwerksgeräusche<br />

sehr gut 86 %<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Da soll noch jemand sagen, Bluray-Komplettanlagen<br />

eignen<br />

sich nur für Heimkino-Einsteiger.<br />

Samsung integriert in sein Premiummodell<br />

nahezu alle Features, die<br />

man sich wünschen kann. Die Rücklautsprecher<br />

werden etwa nicht per<br />

Kabel von der Zentrale mit Ton versorgt,<br />

sondern von einem Funkempfänger<br />

mit Verstärkereinheit. Ein<br />

Einmess-Mikrofon hilft außerdem<br />

bei der klanglichen Abstimmung des<br />

Systems auf den jeweiligen Hörraum.<br />

Und ein eingebautes Bluetooth-Modul<br />

ermöglicht das drahtlose Verbinden<br />

von Mobilgeräten.<br />

Die größte Aufmerksamkeit ziehen<br />

aber wahrscheinlich die beiden Röhren<br />

auf sich, die im Betrieb zu leuchten<br />

beginnen. Sie kommen anstelle der<br />

meist verwendeten Transistoren in<br />

der Vorverstärker-Einheit zum Einsatz.<br />

Da vor allem bei der Musikwiedergabe<br />

beste Klangqualität entscheidend<br />

ist, kümmern sie sich lediglich<br />

um die Frontkanäle. Dem warmen<br />

Klang, den Röhren nachgesagt wird,<br />

steht jedoch etwa der erhöhte Stromverbrauch<br />

entgegen. So ermittelten<br />

wir 43 Watt, die die Samsung-Anlage<br />

im eingeschalteten Zustand benötigt,<br />

ohne einen Ton von sich zu geben.<br />

Auch für Heimkino-Enthusiasten<br />

hat die Samsung-Anlage eine Besonderheit<br />

an Bord: Das jeweils oberste<br />

Chassis im Kunststoff-Gehäuse der<br />

Frontlautsprecher wird von der Zentrale<br />

mit einem eigenen Tonsignal versorgt,<br />

um nicht nur Surround-Sound<br />

von vorne und hinten, sondern auch<br />

von oben zu erzeugen. Denn diese<br />

Treiber lassen sich nach oben neigen,<br />

um den Ton in Richtung Decke zu<br />

strahlen, damit die Reflexionen beim<br />

Zuhörer von oben wahrgenommen<br />

werden. Und wirklich: Im Test weitet<br />

sich die Filmkulisse, was das Mittendrin-Gefühl<br />

verstärkt. Ihren Anteil<br />

haben daran auch die natürlich klingenden<br />

und bestens aufeinander abgestimmten<br />

Standlautsprecher.<br />

Für den Tiefton sorgt der Subwoofer.<br />

Er besitzt neben der Hauptmembran<br />

auch eine passive, die die Aufgabe<br />

des Bassreflexrohrs übernimmt,<br />

aber weniger Störgeräusche als dieses<br />

produziert. So entsteht ein Klangbild,<br />

das selbst bei Klassikkonzert-Mitschnitten<br />

auf Blu-ray durch seine harmonische<br />

und feinauflösende Art<br />

überzeugt. Bei Filmen kann das Set<br />

sein Dynamik-Potenzial nicht vollends<br />

ausnutzen, da der Center bei der<br />

Stimmwiedergabe recht früh an seine<br />

Grenzen stößt. Auch wenn Musik von<br />

CDs warm klingt, kann man das nur<br />

bedingt auf den Einsatz der Röhren<br />

zurückführen.<br />

Das Bild liegt wie der Ton in der<br />

Spitzenklasse von Blu-ray-Anlagen.<br />

Egal ob 2D, 3D, SD oder <strong>HD</strong>, der Player<br />

zeigt stets eine klasse Leistung.<br />

TESTERGEBNISSE<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Samsung<br />

HT-E6759W<br />

1.300 Euro<br />

BILDQUALITÄT max. 261 Punkte ÜBERRAGEND 93% 244<br />

Brillanz (53) überragend 49<br />

Farben (58) überragend 53<br />

Schärfe (86) überragend 81<br />

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (64) überragend 61<br />

KLANGQUALITÄT max. 227 Punkte SEHR GUT 76% 173<br />

Film (BD/DVD) (65) sehr gut 53<br />

Musik (57) gut 42<br />

TV-Ton (62) sehr gut 47<br />

Multimedia (43) gut 31<br />

AUSSTATTUNG max. 121 Punkte ÜBERRAGEND 101% 122<br />

Anschlüsse (26) sehr gut 22<br />

Medienvielfalt (44) überragend 40<br />

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (26) überragend 25<br />

Funktionen (Software) (25) überragend 35<br />

BEDIENUNG max. 97 Punkte SEHR GUT 85% 82<br />

Bildschirmmenüs (OSD) (33) überragend 32<br />

Fernbedienung (28) sehr gut 24<br />

Bedienung am Gerät / Display (12) sehr gut 9<br />

Installation (9) befriedigend 5<br />

Handbuch / Hilfe-Funktion (15) sehr gut 12<br />

VERARBEITUNG max. 62 Punkte GUT 63% 39<br />

Anmutung (30) gut 20<br />

Material (32) befriedigend 19<br />

TESTURTEIL max. 768 Punkte SEHR GUT 86% 660<br />

PREIS / LEISTUNG<br />

GUT<br />

Aus dem Messlabor<br />

Der Center besitzt eine<br />

leichte Senke im Grundtonbereich<br />

(siehe Diagramm),<br />

der Subwoofer ist etwas<br />

schmalbandig. Die Front-<br />

Lautsprecher (nicht im Bild)<br />

zeigen ein nahezu tadelloses<br />

Verhalten über den<br />

gesamten Frequenzbereich.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

73


TON | TEST: BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME<br />

Der LG-Geber gewinnt<br />

zwar keinen<br />

Design-Preis, dafür<br />

ist er äußerst ergonomisch<br />

gestaltet.<br />

HIGHLIGHT<br />

DATEN & MESSWERTE<br />

Hersteller LG Samsung<br />

Modell BH8220B HT-E6759W<br />

Preis in Euro 800 1.300<br />

Internet: www. lg.de samsung.de<br />

Konzept 5.1-Blu-ray-Satellitensystem 5.1-Blu-ray-System mit<br />

Standlautsprechern<br />

HIGHLIGHT<br />

MESSWERTE<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht System 43 x 6,2 x 30 cm / 3,4 kg 43 x 6,5 x 32,4 cm / 3,9 kg<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Front 9,5 x 29,2 x 7,5 cm / 1,8 kg 24 x 121,1 x 24 cm / 4,4 kg<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Center 29,7 x 9,5 x 7,5 cm / 1,6 kg 36 x 7,5 x 6,9 cm / 0,9 kg<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Surround 9,5 x 29,2 x 7,5 cm / 1,8 kg 25 x 120,4 x 25 cm / 3,7 kg<br />

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Sub 22 x 29 x 28 cm / 5,9 kg 20 x 39 x 35 cm / 5,7 kg<br />

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby 13 / 8 / 8 / 5 (bis Menü 10) Sek. 13 / 8 / 8 / 5 ( bis Menü 14) Sek.<br />

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 18,2 / 0,5 / – Watt 43,0 / 0,0 / – Watt<br />

Maximalpegel Front / Center / Surround/ Sub 97 / 90 / 97 / 105 dB 90,5 / 92 / 90,5 / 108,5 dB<br />

BAUPRINZIP „LAUTSPRECHER“<br />

Wege Front // Center // Surround 2 // 2 // 2 2 // 2 // 2<br />

...aktiv / Bassreflex – / • // – / • // – / • – / – // – / • // – / –<br />

Subwoofer: Bassreflex / Downfiring •/ – Passiv–Radiator / –<br />

WIEDERGABE<br />

BDAV / BDMV / BD 3D / AVC-<strong>HD</strong> • / • / • / • • / • / • / •<br />

BD-Live / Internet-Inhalte • / Smart TV, LG-Apps • / Smart Hub<br />

DVD-Audio / SACD / Audio-CD – / – / • – / – / •<br />

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ – / DLNA • / – / DLNA<br />

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / – • / • / • / • / • / • / •<br />

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG–2 •/ • / • / • / • • / • / • / • / •<br />

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC • / • / • / • / – • / • / • / • / •<br />

AVC<strong>HD</strong> / AVC<strong>HD</strong> 3D / M2TS / VOB / MPO / JPG •/ – / • / • / – / • • / – / • / • / • / •<br />

Besonderheiten – MKV u. MOV nicht per DLNA<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Eingang: <strong>HD</strong>MI / Komponente / Video 2 / – / – 2 / – / –<br />

Toneingang dig. opt. / dig. elektr. / analog 1 / – / 2 Stereo 1 / – / Stereo<br />

Ausgang: <strong>HD</strong>MI / Komponente / Video 1 / – / 1 1 / – / 1<br />

LAN / WLAN / USB / SD-Karte • / • / 1 / – • / • / 1 / –<br />

Sonstige<br />

Wi-Fi Direct, Bluetooth, Portable In Wi-Fi Direct, Bluetooth<br />

FUNKTIONEN<br />

Fernbed. beleuchtet / universal – / über 87 TV-Hersteller – / über 6 TV-Hersteller<br />

App für iPhone / iPad / Android • / • / • • / • / •<br />

<strong>HD</strong>MI-CEC / -Audio-Rückkanal /<br />

-Ethernet-Channel • / • / – • / • / –<br />

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung – / – • / –<br />

<strong>HD</strong>MI durchschleifen im Standby – –<br />

Farbübertragung wählbar YCbYr, RGB Auto, YCbCr, RGB (std. / erw.)<br />

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ per Gracenote • / •<br />

Einmess-Automatik – •<br />

Radio-Tuner FM / MW / DAB+ • / – / – • / – / –<br />

Getestete Firmware-Version BD7.392.00 000143<br />

Lieferumfang<br />

FM-Antenne, FBAS-Kabel, DLNA- Einmess-Mic, FM-Ant.,Wireless-<br />

Server-Software<br />

Back-Verstärker, FBAS-Kabel<br />

Besonderheiten Gracenote iPod/iPhone Dock, USB<br />

Musik-Recording<br />

• = ja // – = nein // BD = Blu–ray Disc // VR = Video Recording Format (Schnittlisten) // DL = Double–Layer (+R) bzw. Dual–Layer (–R)<br />

Standpunkt<br />

ANDREAS FRANK,<br />

BLU-RAY-EXPERTE<br />

Dass Blu-ray-Anlagen<br />

nur etwas für Heimkino-Einsteiger<br />

sind, haben die Systeme<br />

von LG und Samsung widerlegt.<br />

Vor allem das LG BH8220B hat gezeigt,<br />

dass auch Komplett-Sets wertig<br />

verarbeitet sein können. Das Samsung<br />

HT-E6759W verdeutlicht wiederum,<br />

dass diese Anlagen auch<br />

Musik anständig wiedergeben können.<br />

Deshalb ist jedes Produkt ein<br />

Highlight in seiner Klasse. Ich hoffe,<br />

dass sich die anderen Hersteller diesem<br />

Trend zu besserer Verarbeitung<br />

und besserem Klang anschließen<br />

werden.<br />

Natürlich werden anspruchsvolle<br />

Hörer weiter zu Einzelkomponenten<br />

greifen. Doch was die Multimedia-<br />

Funktionen anbelangt, werden sie<br />

dort kaum mehr finden. WLAN, Bluetooth,<br />

Online-Dienste, Smartphone-<br />

App, 3D-Blu-ray und UPnP-Streaming<br />

sind nur die wichtigsten Features,<br />

die beide Anlagen besitzen.<br />

Auch die einfache Steuerung mit nur<br />

einer Fernbedienung werden sie bei<br />

Einzelkomponenten meist vermissen.<br />

Gar nicht zu sprechen von der optischen<br />

Abstimmung aller Komponenten.<br />

Wenn dann noch der Fernseher<br />

vom selben Hersteller und der<br />

selben Modell-Generation stammt,<br />

kann der Nutzer nur schwerlich eine<br />

bessere Gesamtlösung erhalten.<br />

Die Samsung-Fernbedienung<br />

ist schicker,<br />

liegt aber nicht<br />

ganz so gut in der<br />

Hand.<br />

Für Platzsparer<br />

Wir haben uns auch die 2.1-Version<br />

der LG BH8220B angeschaut. Sie<br />

nutzt die gleichen Satelliten-Lautsprecher,<br />

den gleichen Subwoofer<br />

und die gleiche Basis-Elektronik. Vom<br />

Multimedia-Paket steht sie also der<br />

großen Schwester in nichts nach.<br />

Extra an Bord ist der virtuelle Surround-Sound,<br />

um aus den Front-Lautsprechern<br />

ein Gefühl von Raumklang<br />

zu erzeugen. Wie bei den meisten<br />

anderen Systemen vergrößert sich<br />

dadurch zwar die Soundkulisse, der<br />

Klang bleibt dennoch weitestgehend<br />

vorne haften. Dennoch ist die<br />

BH8120C wärmstens zu empfehlen.<br />

LG BH8120C € 600<br />

Verarbeitung, ausgewogener<br />

Klang, immense Ausstattung mit<br />

WLAN, Bluetooth, Smartphone–App<br />

begrenzter Tiefgang<br />

sehr gut 84 %<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

74


Autor/Redaktion: Michael Außerbauer // Bilder: Archiv<br />

Glühdraht<br />

Sie spendeten Elektronen und nebenbei auch noch ein<br />

wenig Licht und Wärme. Die Älteren kennen sie noch – und ein<br />

paar Enthusiasten: die Elektronenröhre, das Kind der Glühbirne.<br />

Früher, als die Radios noch so<br />

groß waren wie 51-cm-TV-<br />

Geräte, da brauchte man zum<br />

Einschalten noch so richtig<br />

Zeit. Erst einmal drückte man den<br />

Power-Knopf, der damals natürlich<br />

nur teutonisch knapp mit „EIN“ beschriftet<br />

war, und dann wartete man,<br />

bis ganz langsam ein wenig Klang aus<br />

dem Lautsprecher hinter der Textilverkleidung<br />

tröpfelte, immer lauter<br />

wurde und dann schließlich rein und<br />

klar das Wohnzimmer flutete.<br />

Der Grund für diese Radio-Gedenkminute<br />

waren<br />

die Röhren, die vor allem<br />

für Kinder die Rückseite<br />

der Geräte so interessant<br />

machten: Konnten sie<br />

doch durch die unabdingbar<br />

notwendigen Lüftungsschlitze<br />

sehen, wie<br />

seltsame Glaszylinder mit<br />

eigentümlichen, grauen Innereien<br />

langsam anfingen, orange und blau zu<br />

leuchten. Und das ganz besonders intensiv,<br />

wenn das betagte Radio so<br />

richtig Dampf machen musste. Dass<br />

sich im Sommer keiner in der Nähe<br />

des Kastens aufhalten wollte, verstand<br />

sich von selbst, denn das Funktionsprinzip<br />

dieser Röhren hatte zwangsläufig<br />

mit Wärme zu tun. Nicht nur<br />

Radios waren mit Röhren ausgestattet,<br />

sondern auch Tonbandgeräte und<br />

andere Geräte mit Verstärker.<br />

Wandernde Elektronen<br />

Genau genommen ist die Röhre ein<br />

illegitimes Kind der Glühbirne. Denn<br />

schon vor mehr als hundert Jahren<br />

erkannte man, dass die Glühwendel<br />

der Birne nicht nur Licht, sondern<br />

auch Elektronen emittiert. Bereits<br />

1906 war man so weit, diese Entdeckung<br />

zu nutzen. Man baute die ersten<br />

Röhren mit einer Glühwendel<br />

und einer Blechplatte, die man natürlich<br />

korrekt anders, nämlich Kathode<br />

und Anode, nennt.<br />

Das Prinzip: Ist die Glühwendel<br />

kalt, also unbeheizt, kann man an die<br />

Röhre anschließen, was und wie man<br />

möchte – es kommt kein Stromfluss<br />

zustande, weil das Innere der Röhre<br />

evakuiert ist. Erst bei extrem hohen<br />

Ästhetik? Ja!<br />

Funktionalität?<br />

Nein!<br />

Spannungen würden zwischen der<br />

Kathode und der Anode Funken überschlagen.<br />

Erst wenn die Kathode glüht, kann<br />

man Spannung anlegen. Jetzt wandern<br />

Elektronen vom heißen Draht<br />

zur Platte. Vorausgesetzt, diese hängt<br />

am Pluspol. In die Gegenrichtung<br />

fließt kein Strom. Benutzt wurden<br />

die se einfachen Diodenröhren vor<br />

allem zum Gleichrichten von Wechselströmen,<br />

da sie eine Hälfte (wenn<br />

die Polung sich umkehrte) einfach abschnitten.<br />

Trioden, Tetroden, Pentoden und<br />

Heptoden wurden (nach griechischer<br />

Zählweise) die Röhrentypen genannt,<br />

bei denen zwischen Kathode und Anode<br />

noch mehrere Gitter eingebaut<br />

waren. Und diese Röhren waren es<br />

auch, die den Radios und Tonbandgeräten<br />

Leben einhauchten.<br />

Erwünschtes Verzerren<br />

Es hat seinen Grund, warum diese<br />

Bauteile heute nahezu komplett aus<br />

der Unterhaltungselektronik verschwunden<br />

sind. Einer der Gründe<br />

ist gleichzeitig dafür verantwortlich,<br />

dass sie in der Herstellung von Gitarrenverstärkern<br />

immer noch gebräuchlich<br />

sind: Sie verzerren. Das<br />

ist bei Hi-Fi eher unerwünscht,<br />

wenngleich es auch dort<br />

immer noch Röhrenverstärker<br />

gibt, die mit hohem<br />

Aufwand dieses Problem<br />

eliminieren.<br />

Dass Verzerrung bei Gitarristen<br />

einen anderen<br />

Stellenwert hat, wird niemand<br />

mehr bezweifeln,<br />

der Aufnahmen von B. B.<br />

King hört. Das Singen der Gitarre ist<br />

– technisch ausgedrückt – oft nur das<br />

besonders feine Verzerren der Röhre.<br />

Allerdings: Ohne einen guten Musiker<br />

nützt auch alles Verzerren nichts.<br />

Und auch die einstmals so gescholtenen<br />

Transistorverstärker, die mittlerweile<br />

die meisten Geräte stellen,<br />

verzerren.<br />

Dass aber die Röhre im Hi-Fi-Bereich<br />

immer noch den besseren Klang<br />

erzeugen soll, ist eher als Mythos anzusehen,<br />

denn in der Summe ihrer Eigenschaften<br />

ist die Elektronenröhre<br />

ein oft widerspenstiges Bauteil mit<br />

vielen Nachteilen.<br />

Dass findige Hersteller diese oft<br />

kompensieren und damit wirklich faszinierende<br />

Ergebnisse erzielen, ist eine<br />

ganz andere Geschichte... ■<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

75


NETZWERK | NEWS & TRENDS<br />

Netzwerk<br />

78 Fernsehen im ganzen Haus<br />

Flat-TVs und <strong>HD</strong>TV-Rekorder streamen das TV-Bild<br />

und Aufnahmen im Netzwerk<br />

84 Serie: Medien-Streaming leicht gemacht<br />

Wir zeigen in unserer Serie, wie Ihr Computer<br />

zum Medien-Server für Ihre Daten wird<br />

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller<br />

Highspeed<br />

für WLAN<br />

Überall Netzwerk-Zugang und dann noch mit schnellster<br />

Geschwindigkeit: Der neue Standard WLAN-ac macht<br />

Ethernet-Kabel vielleicht bald überflüssig. Die ersten Router<br />

mit der neuen Technik kommen bereits jetzt auf den Markt.<br />

Geht es um beste Bildqualität<br />

beim Video-Streaming,<br />

kann man heute kaum auf<br />

Kabel verzichten. Der Standard<br />

WLAN-n erlaubt maximal Übertragungsraten<br />

von 450 MBit/s. In TVs,<br />

Playern und Receivern kommt jedoch<br />

häufig eine Sparvariante mit maximal<br />

150 MBit/s zum Einsatz. Oft liegt die<br />

Datenrate, die wirklich ankommt,<br />

weit unter der Hälfte dieses Werts.<br />

Will man Filme in <strong>HD</strong>-Qualität von<br />

der Netzwerk-Festplatte zur Unterhaltungselektronik<br />

streamen, kommt es<br />

deshalb leicht zu Rucklern.<br />

Diese Probleme könnten allerdings<br />

bald der Vergangenheit angehören.<br />

Der neue Funkstandard WLAN-ac ist<br />

bis zu dreimal schneller als WLAN-n.<br />

Der für Juli angekündigte Router Netgear<br />

R6300 (Bild oben, 230 Euro) soll<br />

beispielsweise maximal 1.300 MBit/s<br />

ermöglichen. Für diese hohe Ge-<br />

schwindigkeit strahlt der<br />

Router nicht wie bisherige Geräte<br />

ungerichtet ab. Stattdessen werden<br />

die Strahlen gebündelt zu einem<br />

Empfänger geschickt („Beamforming“<br />

genannt).<br />

Außerdem können die einzelnen<br />

Funkkanäle eine größere Bandbreite<br />

besitzen: anstatt der bei WLAN-n üblichen<br />

40 MHz 80 oder sogar 160<br />

MHz. Genutzt werden Frequenzen,<br />

die bereits WLAN-n verwendet: die<br />

Bereiche um 2,4 und 5 GHz.<br />

Mehr Reichweite<br />

Doch nicht nur mit höheren Geschwindigkeiten<br />

kann WLAN-ac punkten.<br />

Durch die gebündelte Abstrahlung<br />

lassen sich auch größere Distanzen<br />

überbrücken. Außerdem geht die neue<br />

WLAN-Technik effizienter mit Energie<br />

um. Das ist vor allem für Handys<br />

und Smartphones interessant, die<br />

durch ihren Akku nur begrenzt über<br />

Energie verfügen.<br />

Doch keine Angst: WLAN-ac-Router<br />

arbeiten auch mit WLAN-n-Geräten<br />

zusammen. Die Übertragungsrate ist<br />

jedoch auf die WLAN-n-Geschwindigkeit<br />

beschränkt.<br />

Weitere WLAN-ac-Produkte sind<br />

bereits angekündigt. Netgear will etwa<br />

im Oktober einen kompatiblen<br />

WLAN-USB-Stick für den Computer<br />

zum Preis von 80 Euro auf den Markt<br />

bringen. Belkin hat außerdem für August<br />

einen Router angekündigt.<br />

Derzeit ist der finale WLAN-ac-<br />

Standard noch nicht verabschiedet.<br />

Nach Auskunft von Lionel Paris, Product<br />

Marketing Manager bei Netgear,<br />

steht das aber für Anfang 2013 an.<br />

Langwierige Verhandlungen wie bei<br />

WLAN-n soll es also nicht geben.<br />

SO SCHNELL IST WLAN-AC<br />

KERNDATEN<br />

Frequenzbereich 2,4 GHz 5 GHz 5 GHz<br />

Kanal-Bandbreite 40 MHz 80 MHz 160 MHz<br />

Anzahl der Strahlen / Antennen 1 2 3 1 2 3 1 2 3<br />

Max. Übertragungsrate (in Mbit/s) 150 300 450 433 867 1300 867 1733 –<br />

76


B&O UND SIEDLE<br />

SONOS<br />

Ordentlicher Bass<br />

www.sonos.com // 700 Euro<br />

Sonos bringt mit seinem Sonos SUB<br />

einen Wireless-Subwoofer auf den<br />

Markt, der sich ganz individuell in<br />

das Zuhause eingliedern lässt.<br />

Auffallend ist vor allem das schicke<br />

Design des Woofers. Dank seines<br />

glänzenden Auftretens fügt er sich in<br />

jedes Wohnzimmer optisch gut ein.<br />

Selbst wer das Gerät lieber verstecken<br />

will, findet hier eine Lösung:<br />

Der Subwoofer lässt sich auch flach<br />

liegend unter dem Sofa anbringen,<br />

ohne dass er an Leistung verliert.<br />

SEAGATE<br />

Hand in Hand<br />

www.bang-olufsen.com,<br />

www.siedle.de<br />

Siedle und B&O arbeiten im Bereich<br />

Heimvernetzung/-automatisierung<br />

zusammen. Dadurch sollen Sicherheitsaspekte<br />

und Unterhaltungselektronik<br />

Hand in Hand gehen und den<br />

Wunsch vom intelligenten Heim erfüllen.<br />

Klingelt etwa jemand an der<br />

Tür, kann er nicht nur über die Siedle-<br />

Innenstation, sondern auch per Festnetz-/Mobiltelefon<br />

hereingelassen<br />

werden. Zugleich ist das Bild der Türkamera<br />

auf dem TV-Schirm zu sehen.<br />

Unsere App-Empfehlungen des Monats machen<br />

Smartphones, Fernseher, Player und Receiver<br />

intelligenter: einfach im jeweiligen App Store<br />

suchen und installieren.<br />

AUPEO!<br />

Mit dieser App neue Musik<br />

individuell entdecken<br />

Verfügbar auf: iPhone, iPad,<br />

iPod, Android, Symbian<br />

Preis: kostenlos<br />

Internet-Radio nach persönlichem Geschmack – das verspricht<br />

AUPEO! Personal Radio. Mit einem einfachen Klick<br />

wird die gewünschte Musikrichtung ausgewählt. Alle<br />

Lieder, die dann gespielt werden, können mit dem Loveund<br />

Ban-Button gemerkt oder blockiert werden. Analog<br />

zum Nutzungsverhalten ergänzt das Webradio nun immer<br />

wieder neue Lieder nach dem Geschmack des Nutzers<br />

zur Wiedergabeliste. Ohne Premium-Mitgliedschaft können<br />

nur sechs Titel pro Stunde übersprungen werden.<br />

Mobile TV<br />

Fernsehen für unterwegs<br />

Verfügbar auf: iPhone, iPad,<br />

Android, Windows Phone<br />

Preis: kostenlos<br />

Die Lieblingsserie auch unterwegs sehen oder schnell mal<br />

in die aktuelle Tagesschau rein zappen – all dies funktioniert<br />

mit der Mobile TV App der Telekom, nur nicht ganz<br />

kostenlos. Um neben der <strong>Vorschau</strong> auch das tatsächliche<br />

Programm sehen zu können, muss ein zusätzliches Abo<br />

abgeschlossen werden. Dann sind die diversen TV-Sendungen<br />

von SAT.1, kabel eins, ProSieben und Co. verfügbar.<br />

Für Fußball-Fans bietet sich das Paket von LIGA total! an,<br />

damit sie kein Spiel verpassen.<br />

Auf Reisen www.seagate.com // 200 Euro<br />

Die Festplatte für unterwegs von Seagate ist bereits seit 2011 auf dem Markt.<br />

Das neu verfügbare Update soll nun den Komfort noch erhöhen. Die Batterielaufzeit<br />

wurde laut Hersteller von fünf auf sieben Stunden verlängert. Zudem<br />

sind jetzt Surfen und Streamen gleichzeitig möglich. Reisende können nun<br />

via Smartphone oder Tablet im Internet surfen, während sie Musik hören, die<br />

von ihrer Playlist auf der GoFlex Satellite kommt.<br />

Shazam<br />

Auf der Suche nach dem<br />

geheimnisvollen Song<br />

Verfügbar auf: iPhone, iPod,<br />

iPad, Android<br />

Preis: kostenlos<br />

Immer wieder das gleiche Problem: Man hört ein Lied im<br />

Radio und es geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Für<br />

alle, die auf der Suche nach Interpret und Titel sind, ist<br />

diese Software ein wahrer Freund. Man singt einfach die<br />

gesuchte Melodie vor oder nimmt sie direkt vom Radio<br />

auf, und der Künstler wird geliefert. Auf Wunsch verbindet<br />

Shazam einen direkt mit Spotify, iTunes oder YouTube, um<br />

das passende Musik<strong>video</strong> abzuspielen, das Lied zu hören<br />

oder zu kaufen.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2011<br />

77


NETZWERK | TV-AUFNAHMEN ÜBERS NETZ<br />

Autor: Reinhard Otter // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Archiv, Hersteller<br />

Fernsehen im<br />

ganzen Haus<br />

Videos über das Heimnetzwerk in verschiedene Räume<br />

zu schicken ist nicht ganz neu. Echte Innovationen sind<br />

aber Flat-TVs und <strong>HD</strong>TV-Rekorder, die das TV-Bild und<br />

Aufnahmen im Netzwerk streamen. Wir stellen Ihnen<br />

hier solche TV-Netzwerker und deren Funktionen vor.<br />

➜ Panasonic<br />

Die neueste Generation der Panasonic-<strong>HD</strong>TV- und Blu-ray-Rekorder dient nicht nur wie ihre Vorgänger<br />

als DLNA-Server für Aufnahmen, die neuen Geräte streamen jetzt neben Mitschnitten auch<br />

das Live-Programm. Allerdings klappt das nur mithilfe der DIGA Player App auf Tablets und Smartphones<br />

von Apple sowie zusammen mit Android-Geräten – bei SD- und <strong>HD</strong>-Sendungen in guter<br />

Bildqualität.<br />

angsam, aber sicher fallen die Augen<br />

zu. Der Tag war lang, das<br />

Fernsehprogramm bislang eher<br />

mittelprächtig. Jetzt noch die Tagesthemen,<br />

dann ab ins Bett.<br />

Doch eigentlich wäre es viel entspannter,<br />

die tägliche Dosis Nachrichten im<br />

Bett anzuschauen, um dann mit dem<br />

Wetterbericht sanft in Morpheus‘ Arme<br />

wegzugleiten.<br />

Ein Traum? Kein bisschen, mit den<br />

richtigen Empfangsgeräten lässt sich<br />

das Fernsehen tatsächlich aus dem<br />

Wohnzimmer in entlegene Regionen<br />

des Haushaltes mitnehmen. Zum Bei-<br />

spiel mit dem brandneuen Panasonic<br />

DMR-BST720 (getestet auf Seite 50).<br />

Die neuen Panasonic-Rekorder zeigen<br />

das laufende Programm nicht nur auf<br />

dem direkt angeschlossenen TV-Bildschirm,<br />

sondern auch auf Mobilgeräten<br />

im lokalen Netzwerk – namentlich<br />

auf Android-Mobilgeräten, iPhones<br />

und iPads.<br />

Das Ganze klappt über den DLNA-<br />

Standard fürs Medien-Streaming im<br />

Heimnetzwerk in Kooperation mit einer<br />

speziell fürs Live-TV-Streaming<br />

entwickelten App auf dem jeweiligen<br />

Smartphone oder Tablet. Der Nutzer<br />

legt sich ins Bett, informiert sich am<br />

iPad über die aktuelle Nachrichtenlage<br />

und döst irgendwann zwischen<br />

Meldungen zu politischen Querelen<br />

und Euro-Problemen weg.<br />

Der Rekorder wird<br />

zum Medien-Server<br />

Die <strong>HD</strong>TV-Universal-Rekorder von<br />

Panasonic sind kein Einzelfall und<br />

Live-TV-Streaming ist längst nicht die<br />

einzige Anwendung für die neuen<br />

Wohnzimmer-Server. Auch die Technik<br />

ist nicht ganz neu – nur deren<br />

Umsetzung in Wohnzimmergeräten<br />

78


kommt derzeit erst in Fahrt. Mit PC-<br />

Programmen wie der TV-Server-Software<br />

TVersity etwa lässt sich Fernsehen<br />

schon seit einigen Jahren vom<br />

Computer via Netzwerk an DLNA-<br />

Empfangsgeräte (Clients) schicken.<br />

Nur war dafür bislang ein im Arbeitszimmer<br />

vor sich hin arbeitender PC<br />

mit Empfangskarte er forderlich, ebenso<br />

wie ein spezieller Netzwerk-Player<br />

im Empfangsraum.<br />

Mit dem Siegeszug der vernetzten<br />

Set-Top-Boxen und Smart TVs einerseits<br />

und der Verbreitung von Smartphones<br />

und Tablets nebst pas- ➜<br />

The Next<br />

Generation<br />

Die Technik entwickelt sich rasant, die nächste Generation TV-Empfänger mit<br />

noch mehr Steaming-Talenten steckt schon in den Startlöchern. Kurz vor Redaktionsschluss<br />

wurden auf der Fachmesse ANGA Cable künftige „Home-<br />

Multimedia-Server“ vorgestellt – zum Beispiel ein <strong>HD</strong>TV-Rekorder mit Server-<br />

Funktion von HUMAX. MacroSystem hat für den Herbst eine neue Version<br />

seines DVC-Systems angekündigt, das Mitschnitte in Echtzeit in fast jedes Format<br />

umwandelt und streamt. Dream Multimedia entwickelt ebenfalls einen<br />

netzwerkfähigen Empfänger mit Streaming-Funktionen. Der Codename lautet<br />

„Goliath“, der Starttermin ist noch offen.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

79


NETZWERK | TV-AUFNAHMEN ÜBERS NETZ<br />

Dreambox<br />

Für die erweiterbaren Dreambox-Empfangsgeräte<br />

gibt es Zusatz-Software, mit der sich die<br />

Geräte zum DLNA- oder UPnP-Server adeln sen – zum Beispiel Dreambox Air Control.<br />

las-<br />

Topfield<br />

Das Top-Modell SRP-2401 CI+ bietet mithilfe<br />

von Zusatzprogrammen eine DLNA-Server-<br />

Funktion und darüber hinaus die Möglichkeit,<br />

Mitschnitte auf einer Netzwerk-Festplatte zu<br />

speichern.<br />

Vantage<br />

Das Topmodell VT1 erlaubt anderen<br />

Vantage-Receivern das Streaming<br />

von Mitschnitten aus dem Archiv der<br />

lokalen Festplatte.<br />

sender Video-Apps andererseits wird<br />

das Ganze aber derzeit immer einfacher.<br />

An die Stelle von PC-Tuner-Karten<br />

und Server-Software treten Geräte<br />

von HUMAX, Kathrein, Loewe, Panasonic<br />

oder Samsung, statt auf stationäre<br />

Geräte holt man das laufende<br />

Fernsehprogramm auf den iPad-Bildschirm<br />

und schaut es wahlweise in der<br />

Küche oder auf dem Balkon an.<br />

Die Technik hinter den TV-Streaming-Lösungen<br />

ist die gleiche wie bislang:<br />

die Medienübertragung nach<br />

dem Standard der Digital Living Network<br />

Alliance (DLNA). Der DLNA-<br />

Standard regelt den Abruf und die<br />

Übertragung von Fotos, Videos und<br />

Musik vom Server zu einem Wiedergabegerät<br />

– im Fachjargon Client oder<br />

DLNA-Renderer genannt. So geben<br />

auch DLNA-fähige Digital-TV-Rekorder<br />

Aufnahmen von ihrer Festplatte<br />

übers Netzwerk frei – so wie etwa<br />

auch Netzwerk-Festplatten mit Medien-Server-Funktion<br />

Videos aus ihrem<br />

Speicher zum Abruf durch einen passenden<br />

Client bereithalten.<br />

Die <strong>HD</strong>TV-Blu-ray-Rekorder von<br />

Panasonic können das bereits seit ihrer<br />

ersten Generation vor gut zwei<br />

Jahren, Geräte wie etwa der HUMAX<br />

iCord <strong>HD</strong>+ oder die <strong>HD</strong>TV-Receiver<br />

UFS-922 und UFS-923 von Kathrein<br />

haben solche Funktionen im Laufe des<br />

letzten Jahres per Software-Updates<br />

gelernt.<br />

➜ HUMAX<br />

Der Erfolgs-Receiver iCord <strong>HD</strong>+ streamt fertige<br />

Aufnahmen von seiner Festplatte via<br />

Netzwerk an DLNA-Clients – mithilfe eines<br />

WLAN-Sticks auch drahtlos. Zusammen mit<br />

dem HUMAX-Gegenpart iFox+ <strong>HD</strong> klappt das<br />

sogar mit verschlüsselten <strong>HD</strong>-Plus-Aufnahmen,<br />

sofern im Kartenschacht des Empfängers<br />

auch eine freigeschaltete <strong>HD</strong>-Plus-Karte<br />

steckt. Andere Netzwerk-Player können<br />

nur freie Sendungen streamen.<br />

80


Immer mehr neue Geräte ziehen<br />

nach: Der brandneue Kathrein UFS-<br />

925, aktuelle Loewe-TVs mit DR+-<br />

Festplattenrekorder sowie Panasonic-<br />

TVs mit Aufnahme funktion stellen<br />

ihre Mitschnitte ebenfalls per DLNA-<br />

Server im Netzwerk bereit. Die modular<br />

aufrüstbaren Dreamboxen (siehe<br />

Bild oben links) und Topfield-<strong>HD</strong>TV-<br />

Receiver werden per Zusatz-Software<br />

zu TV-Medien-Servern.<br />

Die DLNA-Rekorder werden im<br />

Netzwerk von allen passenden Empfangsgeräten<br />

erkannt, ihre Aufnahmearchive<br />

gelistet und auf Wunsch gestreamt.<br />

Voraus setzung: Der jeweilige<br />

Empfänger muss das Digital-TV-Aufnahmeformat<br />

des Receivers erkennen<br />

und unterstützen. Meistens schneiden<br />

die <strong>HD</strong>TV-Receiver Sendungen als sogenannte<br />

Transport-Streams mit der<br />

Datei-Endung .ts mit. Neuere DLNA-<br />

Clients kennen das Format in der Regel,<br />

ältere haben vor allem mit <strong>HD</strong>TV-<br />

Mitschnitten zum Teil zu kämpfen.<br />

Auf dem iPad fernsehen<br />

Der Abruf von Aufnahmen per DLNA-<br />

Streaming klappt nicht nur über klassische<br />

Netzwerk-Player, sondern auch<br />

mit Mobilgeräten. Zum einen gibt es<br />

für die mobilen Begleiter Apps für den<br />

DLNA-Medienabruf im Heimnetzwerk.<br />

Zum anderen bieten die Gerätehersteller<br />

auch selbst solche Programme<br />

für die verschiedenen Mobil-<br />

Betriebssysteme an.<br />

Kathrein etwa hat eine kostenlose<br />

Fernbedienungs- und Streaming-App<br />

für iPad und iPhone, die den Medienabruf<br />

von den <strong>HD</strong>TV-Receivern UFS-<br />

922, -923 und -925 regelt. Sie ersetzt<br />

beim Fernsehen die Fernbedie- ➜<br />

➜ Samsung<br />

Samsung nennt TV-Streaming „Second TV“. Es funk tioniert mit höherwertigen<br />

Smart-TV-Modellen des letzten und dieses Jahrgangs sowie mit <strong>HD</strong>TV-Rekordern<br />

der neuesten Generation. Kleiner ist die Auswahl an Empfangsgeräten:<br />

Streaming klappt nur mit bestimmten Android-Smartphones und -Tablets von<br />

Samsung – zum Beispiel mit dem Galaxy S II und den Galaxy Tab-Modellen. Die<br />

Steuerung auf diesen Geräten klappt prima und die Qualität ist hoch.<br />

STREAMING-FUNKTIONEN<br />

Marke HUMAX Kathrein Loewe Panasonic Panasonic Samsung<br />

Geräte mit Server-Funktionen iCord <strong>HD</strong>+ UFS-922, -923, Neue Flat-TVs mit <strong>HD</strong>TV-Recorder VIERA-TVs: GT60, Flat-TVs Serie 7, 8,<br />

-925, -913 DR+-Rekorder DMR-BST720/820 VT50, WT50 <strong>HD</strong>TV-Rekorder<br />

STREAMING-FUNKTIONEN<br />

Aufnahmen streamen • • • • • •<br />

Live TV streamen – • • • – •<br />

... verschlüsselte Sendungen / Aufnahmen –/ • – / – – / – – / – – / – – / –<br />

Doppel-Tuner • • • • – teilweise<br />

Format-Umrechnung <strong>HD</strong> – SD – – – • – •<br />

EMPFANGSGERÄTE<br />

Eigene Geräte (Live TV / Aufnahmen) –/ • 1 • / • • / • 3 • / • – / • – / –<br />

DLNA-/UPnP-Clients (Live TV / Aufnahmen) –/ • 2 • / • – / • – / • – / • – / –<br />

Eigene iPhone- / iPad-App – / – • / • – / – • / – • / – – / –<br />

Android-App – / – – – • • • 4<br />

Live-TV-Programmwechsel in der App – – – • – •<br />

• = ja // – = nein<br />

1 HUMAX iFox+ <strong>HD</strong><br />

2 nur unverschlüsselte<br />

Aufnahmen<br />

3 Loewe-TVs mit Netzwerk-<br />

Funktionen seit 2010<br />

4 ausgewählte Samsung-Geräte<br />

mit Android-Betriebssystem, z. B.<br />

Galaxy S2, S3, Galaxy Tab 2<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

81


NETZWERK | TV-AUFNAHMEN ÜBERS NETZ<br />

➜ Kathrein<br />

Die Modelle UFS-922, -923 und -925 haben eine universelle<br />

Streaming-Funktion für Aufnahmen und Live-TV an Bord, die<br />

neben der iPad- und iPhone-App von Kathrein unverschlüsseltes<br />

Live-TV sogar an andere DLNA-Clients überträgt. Das<br />

Live-TV-Streaming klappt mit einigen Sekunden Zeitversatz,<br />

<strong>HD</strong>TV lässt sich aber kaum ruckelfrei empfangen.<br />

Fernsehen in Bad<br />

oder Küche? Streaming-Funktionen<br />

machen‘s möglich.<br />

nung und zeigt Senderlisten, den elektronischen<br />

Programmführer (EPG)<br />

und das Aufnahmearchiv auf dem mobilen<br />

Touchscreen. Per Fingertipp<br />

wählt man aus, ob man eine Aufnahme<br />

oder eine Live-Sendung<br />

am Fernseher oder auf<br />

dem iPad sehen<br />

möchte.<br />

Eine ähnliche<br />

App hat Panasonic<br />

im Programm:<br />

Der DIGA Player<br />

für Apple-u n d<br />

Android-Geräte ersetzt<br />

zwar die Fernbedienung<br />

nicht ganz,<br />

ruft aber alles ab, was der<br />

<strong>HD</strong>-Rekorder auf dem Kasten<br />

hat. Auf Wunsch – wie eingangs erwähnt<br />

– auch das TV-Programm.<br />

Live-TV dank<br />

eines DLNA-Tricks<br />

Während alle Netzwerk-Lösungen in<br />

den genannten <strong>HD</strong>TV-Empfängern<br />

den Abruf von Aufnahmen von der<br />

Festplatte durch eigene Empfangsgeräte<br />

und DLNA-Clients anderer Hersteller<br />

erlauben, klappt das Streaming<br />

des Live-Programms meistens nur<br />

mit Apps oder Empfangsgeräten des<br />

Herstellers. Das liegt daran, dass der<br />

DLNA-Standard beim Medien-Streaming<br />

von einer kompletten Datei ausgeht.<br />

Dagegen kommt beim Live-TV<br />

der Datenstrom aus dem Orbit und<br />

soll sofort an den Empfänger weitergereicht<br />

werden.<br />

Die Streaming-Server behelfen<br />

sich mit einem<br />

Trick: Einige Sekunden<br />

des Fernsehprogramms<br />

speichern<br />

sie unter<br />

einem ganz bestimmten<br />

Dateinamen.<br />

Das Empfangsgerät<br />

ruft<br />

diese Datei ab. Zuvor<br />

muss der Client<br />

aber dem TV-Empfänger<br />

mitteilen, welchen Sender er<br />

empfangen und in den Zwischenspeicher<br />

laden soll. Diese Kombination aus<br />

Umschalt- und Speicherbefehl mit<br />

dem Abruf einer bestimmten Datei ist<br />

im DLNA-Standard nicht klar definiert;<br />

deshalb funktioniert Live-TV-<br />

Streaming nur, wenn Server und Client<br />

aneinander angepasst sind.<br />

Auf Mobilgeräte streamen derzeit<br />

Kathrein, Panasonic und Samsung das<br />

Live-Programm mit jeweils speziellen<br />

Apps. Bei Samsung-TVs lässt sich auf<br />

diese Weise allerdings immer nur das<br />

Programm übertragen, das der Fernseher<br />

gerade auf seinem eigenen Bildschirm<br />

zeigt. Die <strong>HD</strong>-Rekorder der<br />

neuesten Genera tion besitzen dagegen<br />

einen zweiten Tuner, somit können sie<br />

– ähnlich wie die Geräte von Kathrein<br />

und Panaso nic – im Wohnzimmer ein<br />

anderes Programm zeigen als per<br />

Streaming auf dem Smartphone. Die<br />

Samsung-App ist allerdings nur für<br />

bestimmte An droid-Geräte wie etwa<br />

das Galaxy S II und die Galaxy Tab-<br />

Modelle verfügbar, nicht aber etwa<br />

fürs iPhone.<br />

Netzwerkfähige Fernseher von Loewe<br />

mit DR+-Festplatten-Rekorder und<br />

Media-Network-Funktion streamen<br />

das Live-Programm an andere Loewe-<br />

Fernseher. Voraussetzung: Beide Geräte<br />

müssen Follow Me beherrschen<br />

(siehe unten). Das trifft immerhin auf<br />

fast alle netzwerkfähigen TV-Modelle<br />

der letzten zwei Jahre zu.<br />

Bei der Loewe-Lösung gibt man am<br />

Hauptgerät im Wohnzimmer den Befehl<br />

zum „Mitnehmen“ des laufenden<br />

Programms ein. Schaltet man dann<br />

das Zweitgerät – etwa im Schlafzimmer<br />

– ein, wird automatisch das gestreamte<br />

Programm vom Haupt-TV<br />

gestartet. Die Follow Me-Funktion<br />

funktioniert Server-seitig in allen neuen<br />

Loewe-Geräten mit Festplatten-<br />

Rekorder und Netzwerk-Funktionen.<br />

Hochauflösendes Fernsehen stellt<br />

das Medien-Streaming vor große He-<br />

82


www.teufel.de<br />

➜ Loewe<br />

Hier heißt das TV-Streaming Follow Me DR+ und funktioniert auf neuen Flat-TVs<br />

mit Netzwerk-Anschluss und DR+-Rekorder. Zum Abruf von Live-Sendungen dienen<br />

Loewe-TVs mit Netzwerk, das Streaming wird vom Master-TV angestoßen. Aufnahmen<br />

lassen sich auch mit anderen DLNA-Clients via Netzwerk anschauen.<br />

rausforderungen: Beim Übertragen<br />

per WLAN etwa stockt die Übertragung<br />

von <strong>HD</strong>-Inhalten oft. Teilweise<br />

kommen auch Mobilgeräte mit der<br />

Bildauflösung nicht zurecht. Beim<br />

<strong>HD</strong>-Streaming von Kathrein-Geräten<br />

etwa gelingt der Empfang via iPhone<br />

oder iPad nur verruckelt – es empfiehlt<br />

sich, nur SD-Sender und -Aufnahmen<br />

zu streamen. Mit Panasonic-<br />

Rekordern und Samsung-TVs klappt<br />

der <strong>HD</strong>TV-Abruf nach den Testerfahrungen<br />

dagegen einwandfrei: Sie<br />

rechnen <strong>HD</strong>-Inhalte vor dem Streaming<br />

auf Mobilge räte in eine geringere<br />

Auflösung um.<br />

<strong>HD</strong>-Plus-Aufnahmen<br />

streamen<br />

Ein weiterer Stolperstein ist die Übertragung<br />

verschlüsselter Inhalte. So<br />

lassen sich etwa <strong>HD</strong>-Plus-Sendungen<br />

im Kathrein-Receiver UFS-925 auf<br />

Festplatte aufnehmen, über das Netzwerk<br />

kann man sie aber mit Bordmitteln<br />

nicht streamen. Die Entschlüsselung<br />

klappt nur auf dem Gerät selbst.<br />

Ausnahme: Wenn Server und Client<br />

<strong>HD</strong>-Plus-Geräte sind, dann kann auch<br />

das funktionieren – zum Beispiel bei<br />

HUMAX (siehe Seite 80). Allerdings<br />

muss im Client-Gerät eine aktivierte<br />

<strong>HD</strong>-Plus-Karte stecken. Das kostet<br />

dann 100 Euro Empfangsgebühr pro<br />

Jahr für beide Geräte, erlaubt aber,<br />

<strong>HD</strong>-Plus-Sendungen in verschiedenen<br />

Räumen zu sehen. Live-TV streamt<br />

der iCord <strong>HD</strong>+ allerdings nicht.<br />

Immer mehr Geräte erlauben auch<br />

Aufnahmen auf Netzwerk-Festplatten.<br />

Ein NAS (Network Attached Storage)<br />

hat meist einen Medien-Server an<br />

Bord, auf den DLNA-Clients und Mobilgeräte<br />

ebenfalls zugreifen können.<br />

Wer seine Fernseh-Mitschnitte hier<br />

speichert, hat sie immer im gesamten<br />

Heimnetzwerk parat – auch wenn der<br />

<strong>HD</strong>TV-Empfänger ausgeschaltet ist<br />

oder gar kein Streaming unterstützt.<br />

Neben aktuellen Modellen von Topfield<br />

(siehe Bild, Seite 80 oben) beherrschen<br />

auch Kathrein-<strong>HD</strong>TV-Receiver<br />

(siehe Seite 82 oben) das Speichern<br />

auf einem NAS.<br />

Fazit<br />

So ganz im Traum klappt das Ganze<br />

zwar noch nicht, doch aus eigener Erfahrung<br />

lässt sich berichten: Das Fernsehen<br />

übers Netzwerk hat was – vor<br />

allem über Mobilgeräte und deren Apps,<br />

die gleichzeitig auch den jeweiligen<br />

<strong>HD</strong>TV-Receiver steuern. Damit lassen<br />

sich nicht nur häusliche Konflikte zwischen<br />

KiKA und der Sportschau lösen,<br />

sondern eben auch ein ganz normaler<br />

Fernsehabend besonders gemütlich abschließen<br />

– in den Federn. ■<br />

Thorsten Reuber<br />

Geschäftsführer bei Teufel<br />

Raumfeld HiFi-Streaming<br />

Die innovativen „Raumfeld by Teufel“<br />

Audio-Streaming-Systeme kombinieren<br />

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<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012 83<br />

... macht glücklich


NETZWERK | SERIE: DER PC IM WOHNZIMMER<br />

Die Serie Praxiswissen:<br />

Der PC<br />

im Wohn-<br />

zimmer<br />

Autor/Redaktion: Yasmin Vetterl // Bilder: Archiv, Hersteller<br />

Medien-Streaming<br />

leicht gemacht<br />

Der PC dient meist als zentrale Sammelstelle für private Videos, Bilder und<br />

Musiksammlungen. Wir zeigen in diesem Teil unserer Serie, wie Ihr Computer<br />

ganz einfach zum Medien-Server für Ihre Daten wird.<br />

Die aktuellen Bilder des Sommerurlaubs,<br />

TV-Serien oder<br />

die neusten Lieder: Der Computer<br />

ist heutzutage die Zentrale aller<br />

Dateien. Doch nicht immer steht er in<br />

dem Raum, in dem man gerne die aktuellen<br />

Songs abspielen würde oder<br />

seine Urlaubs<strong>video</strong>s Freunden und Familie<br />

zeigen will. Liegen private Bilder<br />

beispielsweise auf dem PC im Arbeitszimmer,<br />

muss dieser erst gestartet<br />

werden und man muss sich rund um<br />

den Rechner versammeln, um einen<br />

Blick auf den kleinen Monitor zu erhaschen.<br />

Das generelle Problem: Nur da,<br />

wo der Computer auch steht, können<br />

Daten abgespielt werden.<br />

Abhilfe gegen das Standortproblem<br />

des Rechners bietet die Streaming-<br />

Technologie. Neu ist das nicht, jedoch<br />

ist die Vielfalt der Möglichkeiten nur<br />

schwer überschaubar. In diesem Teil<br />

unserer Serie zeigen wir Ihnen, wie<br />

Sie aus Ihrem Computer den perfekten<br />

Zuspieler für Fernseher, netzwerkfähige<br />

Receiver, DVD- oder Blu-ray-<br />

Player machen.<br />

Den eigenen PC nutzen<br />

Als Alternativen zum PC gibt es Media-Player,<br />

Netzwerk-Festplatten,<br />

Streaming-Adapter und vieles mehr.<br />

Doch dieses Equipment kostet zusätzliches<br />

Geld. Wer also erst einmal die<br />

Vorzüge von Streaming testen will,<br />

sollte mit der Ausstattung anfangen,<br />

84


Themen der<br />

kommenden Ausgaben<br />

Teil 4: Fernsehen<br />

Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihren Computer zum<br />

TV-Empfänger und ausgewachsenen Festplatten-Rekorder<br />

machen.<br />

Teil 5: Der Wohnzimmer-PC<br />

im Eigenbau<br />

Das müssen Sie beachten, wenn Sie einen<br />

Computer für das Wohnzimmer selbst zusammenstellen.<br />

Außerdem erhalten Sie eine konkrete<br />

Bauanleitung.<br />

Themen der<br />

letzten Ausgaben<br />

Teil 1: Richtig verbinden<br />

So schließen Sie Ihren Computer an den Fernseher<br />

an und so integrieren Sie ihn ins Heimnetzwerk.<br />

Teil 2: Medien wiedergeben<br />

Tipps und Tricks, damit der Computer alle gewünschten<br />

Filme, Musikstücke und Fotos abspielt.<br />

Außerdem zeigen wir, wie Sie zu perfektem<br />

Bild und bestem Ton kommen.<br />

Medienfreigabe Schritt für Schritt<br />

Der Windows Media Player 12 stellt eine einfache und vor allem kostenlose<br />

Lösung dar, seine Daten an eine UPnP-Renderer wie den TV, Blu-ray-Player oder<br />

Verstärker zu senden und damit im Netzwerk zu streamen. Mit ein paar einfachen<br />

Klicks wird die Streaming-Funktion im eigenen Netzwerk aktiviert.<br />

Schritt 1: Media Player<br />

Im Windows Media Player kann man<br />

unter der Schaltfläche Streamen die<br />

Option Media-Streaming für die Heimnetzgruppe<br />

aktivieren mit einem Klick<br />

anwählen.<br />

Schritt 2: Streaming aktivieren<br />

Im zweiten Fenster wird das Medien-<br />

Streaming über einen Klick auf die<br />

Schaltfläche aktiviert. So können Bilder,<br />

Videos und Musik an andere Computer<br />

im Netzwerk gesendet werden.<br />

Schritt 3: Netzwerk-Freigabe<br />

Die angezeigten Geräte im Netzwerk<br />

können einzeln zugelassen oder blockiert<br />

werden. Unter Anpassen kann<br />

man individuell wählen, welche Daten<br />

ein Gerät empfangen darf.<br />

Problemlösung<br />

Gibt der Player gerade<br />

Daten wieder,<br />

muss vor der Freigabe<br />

über die Zur<br />

Bibliothek-Schaltfläche<br />

oben rechts<br />

in die Bibliothek<br />

gewechselt werden,<br />

um die genannten<br />

Optionen<br />

anzuwählen.<br />

die er bereits besitzt: dem Rechner.<br />

Auf ihm befinden sich die privaten<br />

Daten und er ist via LAN, WLAN oder<br />

auch Powerline mit dem Heimnetzwerk<br />

verbunden.<br />

Möchte man seinen PC zum Medien-Server<br />

aufrüsten, ist nur eine zusätzliche<br />

Software erforderlich. Für<br />

diese Zwecke gibt es jede Menge Programme.<br />

Diese sind teilweise kostenpflichtig<br />

und bedienen sich unterschiedlicher<br />

Techniken und sind daher<br />

nicht für jeden Benutzer geeignet<br />

(siehe Kasten, Seite 86).<br />

Standard: Media Player<br />

Mit dem nun in der zwölften Version<br />

vorliegenden Windows Media Player,<br />

den Microsoft seit zehn Jahren als<br />

Standardprogramm und mit jedem<br />

Betriebssystem mitliefert, können Dateien<br />

über ein paar einfache Klicks für<br />

bestimmte Clients im Heimnetzwerk<br />

freigegeben werden. Windows-Nutzer<br />

benötigen zunächst keine zusätzliche<br />

Software, um die Vorzüge beim Streaming<br />

im Heimnetz zu testen.<br />

Wer zum Beispiel seine Daten auf<br />

die Xbox, PlayStation oder auf DLNAfähige<br />

Endgeräte schicken will, ist mit<br />

dem Windows Media Player 12 gut bedient.<br />

So können Filme, Musik oder<br />

Bilder über das Heimnetzwerk in andere<br />

Räume geschickt werden, ohne<br />

dass sich dort ein weiterer Rechner befinden<br />

muss. Nach der Schritt-für-<br />

Schritt-Freigabe (siehe Kasten oben)<br />

lassen sich im Media Player auch andere<br />

freigegebene Rechner unter dem<br />

Menüpunkt Andere Medienbibliotheken<br />

finden und deren Bibliotheken<br />

am eigenen PC abspielen. Auf Fernsehern,<br />

Receivern oder Blu-ray-Playern<br />

ist die Wiedergabe freigegebener Medien<br />

ebenfalls möglich. Die einzige<br />

Voraussetzung hierfür ist, dass es sich<br />

um einen UPnP-Client handelt.<br />

Die Technik<br />

Der Standard Universal Plug and Play,<br />

der in allen aktuellen Betriebssystemen<br />

von Microsoft (Windows 8, 7,<br />

Vista und XP) integriert ist, soll das<br />

Vernetzen moderner Geräte auch für<br />

Computer-Laien stark vereinfachen.<br />

UPnP erlaubt die Kommunika tion<br />

zwischen PCs und Consumer- Elektronik<br />

im Heimnetzwerk, wie Receiver,<br />

Fernseher oder Blu-ray-Player.<br />

Die Weiterentwicklung von UPnP<br />

AV ist DLNA. Innerhalb der Digital Living<br />

Network Alliance haben sich fast<br />

250 Firmen aus der Unterhaltungselektronik,<br />

der Computer- und der<br />

Telekommunikationsbranche zusammengeschlossen<br />

und einen neuen<br />

Standard für die Vernetzung des digitalen<br />

Zuhauses entwickelt. Viele aktuelle<br />

Endgeräte schmücken sich bereits<br />

mit dem DLNA-Logo, was das Streaming-Verfahren<br />

im Heimnetzwerk erheblich<br />

vereinfacht. Sind Daten über<br />

den Windows Media Player freigegeben,<br />

findet das TV-Gerät im Netzwerk<br />

die einzelnen Ordner und spielt diese<br />

per Knopfdruck ab.<br />

Anpassungsfähig<br />

In den Netzwerk-Einstellungen der<br />

Medienfreigabe kann zusätzlich für<br />

jedes Gerät eingestellt werden, ob ➜<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

85


NETZWERK | SERIE: DER PC IM WOHNZIMMER<br />

Alternative Software<br />

Der kostenpflichtige Alleskönner<br />

Über den DVB-Server, Bestandteil des DVBViewer Pro, lassen<br />

sich Inhalte von einem Rechner mit TV-Karte auch auf<br />

einen anderen Computer streamen. Die Inbetriebnahme ist<br />

nicht ganz einfach und fordert etwas Fingerspitzengefühl,<br />

lohnt sich aber dafür umso mehr. Bei der richtigen Handhabung<br />

wird diese Software zum Alleskönner rund um die heimische<br />

Multimedia-Zentrale.<br />

Simpel und schnell<br />

Der kostenpflichtige Twonky Media Server unterstützt fast<br />

alle gängigen Streaming-Clients, die mit dem UPnP-Standard<br />

arbeiten. Manche Hersteller, wie Samsung oder Loewe, liefern<br />

beim TV-Kauf die Lizenz für Twonky gleich mit, ansonsten<br />

kann er 30 Tage kostenlos getestet werden. Standardmäßig<br />

sind alle Media-Dateien für zugreifende UPnP-Clients frei<br />

zugänglich.<br />

Kostenloses Streaming<br />

TVersity streamt Medieninhalte kostenlos vom PC auf diverse Endgeräte,<br />

wie iPhone, PlayStation 3 oder Xbox 360 und verwendet dabei die Standards<br />

UPnP AV und DLNA. Auch das Übertragen von Internet-Radio, Web-Feeds<br />

und YouTube-Videos ins Wohnzimmer ist mit der Software möglich. Sie kann<br />

Dateien sogar in Echtzeit transcodieren, falls der empfangende Client das<br />

ursprüngliche Format nicht lesen kann, und bietet damit ungeahnte Formatvielfalt.<br />

Aus Alt wird Neu<br />

Wer einen alten Rechner hat, kann diesen mittels FreeNAS<br />

in einen Multimedia-Server verwandeln. Dies ist ein eigenes<br />

Betriebssystem, welches Computer und deren Festplatten<br />

so ansteuert, dass Speicherplatz im Netzwerk zur Verfügung<br />

steht. Die Verwaltung findet über eine Web-Oberfläche im<br />

Netzwerk statt. Die Umsetzung dieser Lösung ist relativ einfach.<br />

Der alte Rechner wird damit zum neuwertigen NAS.<br />

Videos, Bilder oder Musik gestreamt<br />

werden sollen (Option Anpassen). Jede<br />

Rubrik lässt sich freigeben oder<br />

blockieren (Häkchen setzen oder<br />

nicht setzen).<br />

Der Nachteil hierbei: Man kann nur<br />

zwischen diesen Kategorien wählen.<br />

Der Windows Media Player berücksichtigt<br />

standardmäßig erst einmal<br />

nur die Ordner aus dem eigenen Benutzerprofil<br />

und den öffentlichen<br />

Ordnern. Sollen einzelne Ordner freigegeben<br />

werden, muss dies manuell<br />

erfolgen. Über die Menüfolge Organisieren<br />

> Bibliotheken verwalten ><br />

Video lassen sich weitere Ordner und<br />

Verzeichnisse hinzufügen.<br />

Alternativen<br />

Die Funktionen des Windows Media<br />

Player sind stärker eingeschränkt als<br />

bei alternativer Software. Wer seine<br />

Daten mit Unterverzeichnissen organisieren<br />

will, sollte auf ausgefeilte<br />

Software zurückgreifen.<br />

Eine gute kostenlose Alternative ist<br />

TVersity. Das Tool ist in der Lage, Dateien<br />

direkt beim Streamen zu konvertieren,<br />

und ermöglicht dadurch,<br />

Videos auch auf Geräten abzuspielen,<br />

die ein bestimmtes Format eigentlich<br />

nicht unterstützen.<br />

Eine weitere Alternative ist FreeNAS.<br />

Das kostenlose Betriebssystem lässt<br />

sich über die dazugehörige ISO-Datei<br />

einfach auf einem alten, unbenutzten<br />

Rechner installieren und verwandelt<br />

diesen in wenigen Schritten in ein<br />

kostengünstiges NAS (www.freenas.<br />

org). Wer jedoch via UPnP streamen<br />

möchte, kommt mit der aktuellen Version<br />

nicht weiter: Die UPnP-Funktion<br />

wurde vom Hersteller entfernt. In der<br />

kommenden Version 8.1 soll dieses<br />

Manko behoben sein.<br />

■<br />

86


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FORUM | 08_2012<br />

Forum<br />

Forum: <strong>video</strong>-homevision.de/forum<br />

Twitter: twitter.com/<strong>video</strong>homevision<br />

Facebook: Suchwort „Video-HomeVision“<br />

Rufen Sie uns an!<br />

Leser fragen – Experten antworten! Am Donnerstag,<br />

26. Juli, von 14 bis 16 Uhr stehen die Redakteure von<br />

Video-HomeVision für Ihre persönlichen Technikfragen<br />

zur Verfügung – egal, ob es um Probleme mit Geräten, dem TV-Empfang<br />

oder dem Heimnetzwerk geht.<br />

Telefon: 089 / 255 56 – 1111<br />

Schreiben Sie uns!<br />

Sie haben Fragen oder möchten einfach Ihre Meinung<br />

äußern? Dann schreiben Sie uns.<br />

Video-HomeVision: „Forum“<br />

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar.<br />

Oder schicken Sie einfach eine E-Mail an:<br />

redaktion@<strong>video</strong>- homevision.de<br />

Ihre Meinung zählt<br />

Sie fragen – wir antworten<br />

Leserbrief: Bewertungssystem<br />

Ich habe zwei Fragen zu Ihrem ak-<br />

Forum:<br />

Lautstärken-Unterschiede<br />

UHF (etwa Kanal 31 bis 39), denn darüber habe<br />

tuellen Bewertungssystem. Zum<br />

Mein Fernsehton variiert in seiner<br />

ich meine vier Überwachungskameras einge-<br />

einen würde ich gerne wissen, ob Sie ein Pro-<br />

Lautstärke abhängig von den gezeigten Sen-<br />

speist? Und kann ich die UHF-Kanäle dann<br />

Rufen Sie uns zur Lesersprechstunde<br />

am<br />

26. Juli zwischen 14<br />

und 16 Uhr direkt über<br />

den QR-Code an.<br />

dukt immer auf die Leistung hin bewerten oder<br />

auf das Preis-Leistungs-Verhältnis bezogen?<br />

Des Weiteren interessiert mich, ob Sie Produkte<br />

absolut oder relativ auf die Zeit (den<br />

Stand der Technik) bezogen bewerten. Damit<br />

dern. Woran kann das liegen?<br />

Franz Golbeck (via E-Mail)<br />

Grund dafür ist, dass die Sender mit stark unterschiedlichen<br />

Lautstärken senden – mit stark aufge-<br />

überall im Haus an allen TVs aufrufen?<br />

Jens Bach (via E-Mail)<br />

Den Kompromiss zwischen den Sehabständen müssen<br />

Sie selbst finden. Wenn Sie alles perfekt sehen<br />

meine ich, ob Sie einem Produkt, welches äl-<br />

rissenen oder ohne Dynamikkompressoren. Einige<br />

wollen, sollten Sie bei einer guten Blu-ray den TV-<br />

ter ist, eine höhere Benotung verliehen haben<br />

TVs haben eine Lautstärkebegrenzungs-Automatik<br />

Sessel näher ans TV-Gerät schieben als bei Aufnah-<br />

als etwa einem Blu-ray-Player aus dem Jahr<br />

(im Ton-Setup), andere können gar jedem Sender<br />

men vom Analog-TV. Die beste „Normalposition“ ist<br />

2012, obwohl dieser besser, aber der Stand der<br />

eine Lautstärkedifferenz vorgeben (im Stations-<br />

dann natürlich die für die Bildquelle, die Sie am<br />

Technik weiter fortgeschritten ist. Oder bewer-<br />

Setup). Manchmal liegt es auch an der Tonnorm.<br />

häufigsten sehen und bei der Ihnen die optimale<br />

ten Sie einen Blu-ray-Player aus dem Jahr<br />

Stereo MPEG-Audio wird anders produziert und be-<br />

Qualität am wichtigsten ist. Bedenken Sie, dass Sie<br />

2012 dann auch tatsächlich höher?<br />

sitzt andere Pegel als Mehrkanal Dolby Digital.<br />

bei fester Sitzposition entweder Bilddetails verlie-<br />

Manuel Maneke (via E-Mail)<br />

Stellt man im Audio-Setup des TVs etwa „Präferenz<br />

ren (Blu-ray, <strong>HD</strong>TV, zu weit entfernt) oder die schlech-<br />

Mit diesem QR-Code können<br />

Sie mit Ihrem Smartphone<br />

auch von unterwegs<br />

direkt unsere Facebook-<br />

Seite aufrufen.<br />

Die Bewertung der getesteten Produkte erfolgt immer<br />

absolut, also nicht auf den Preis bezogen. Jedoch<br />

erhält von uns jedes Produkt auch eine Note<br />

für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Damit ältere und<br />

Dolby Digital“ ein, wird oft zwischen den beiden<br />

Tonnormen umgeschaltet und die Lautstärke-Unterschiede<br />

sind besonders deutlich.<br />

Leserbrief: Der beste Sehabstand<br />

te Qualität der Quellen Analog-TV und DVB-T in all<br />

ihrer Unschärfe und mit Artefakten erkennen können<br />

(zu nah dran). Die sogenannten Triple-Tuner<br />

sind momentan alle Vier-Wege-Tuner, besitzen also<br />

auch einen Analog-Tuner, der in der Regel ein Stan-<br />

neue Produkte miteinander vergleichbar bleiben,<br />

[ Zum Thema „Der perfekte Seh-<br />

dard-Hyperband-Tuner ist, also UHF beherrscht.<br />

besitzen wir ein nach oben offenes Bewertungssystem.<br />

Das heißt: Wenn beispielsweise ein Fern-<br />

abstand“ in VHV 1/12, Seite 46/47 ]<br />

Interessiert habe ich den Artikel in der Ausga-<br />

Forum: Stromverbrauch<br />

seher auf den Markt kommt, der ein besseres Bild<br />

be 1/12 zum Thema „Sehabstand“ gelesen.<br />

[ Zum Vergleichstest „Everybody´s<br />

als alle TVs zuvor erzeugt, erhöht sich die Maximal-<br />

Nach der Lektüre blieb für mich jedoch die<br />

Darling“ in VHV 7/12, ab Seite 34 ]<br />

punktzahl unseres Bewertungssystems. Ältere Pro-<br />

Frage offen, wie man zwischen den drei Seh-<br />

Mit viel Interesse habe ich den TV-Test gele-<br />

dukte werden dadurch automatisch abgewertet, da<br />

abständen, die Sie angeben – denn jeder wird<br />

sen und schließlich hat dieser meine Kaufent-<br />

die Gesamtnote das Verhältnis (ein Prozentwert)<br />

doch alles einmal ansehen: mal eine Blu-ray,<br />

scheidung dahingehend beeinflusst, dass ich<br />

Sie sind ein Twitter-Fan?<br />

Auch wir twittern mit. Den<br />

Direktzugang gibt‘s über<br />

diesen QR-Code.<br />

der erreichten zur Maximal-Punktzahl ist. Für Sie<br />

heißt das konkret: Wenn ein Fernseher vor einem<br />

anderen in unserer Bestenliste steht, dann ist er<br />

auch besser – egal, wann er getestet wurde.<br />

mal <strong>HD</strong> in einer schwächeren Auflösung oder<br />

das normale SD-TV der Privaten –, den richtigen<br />

Kompromiss ermittelt. Empfangen die<br />

heutigen Drei- oder Vierfach-Tuner auch noch<br />

mir den Panasonic TX-P42STW50 in einem<br />

Media Markt gekauft habe.<br />

Die optimale Einstellung habe ich aus der Zeitschrift<br />

übernommen. Dass ein Plasma – tech-<br />

88


nisch bedingt – einen höheren Stromverbrauch<br />

hat, ist mir bekannt. Ich stellte jedoch<br />

fest, dass im Standby-Modus derzeit 21 Watt<br />

verbraucht werden. Das zeigt mir mein EKM 30<br />

an, das ich bisher als sehr zuverlässiges<br />

Messgerät kennengelernt habe. In der Bedienungsanleitung<br />

des TX-P42STW50 kann ich<br />

dazu keine Vorschläge finden, wie man die<br />

Stromsparfunktion so aktiviert, dass der von<br />

Ihnen gemessene Wert von 0,08 Watt erreicht<br />

wird. Ich besitze kein weiteres Gerät von Panasonic,<br />

die VIERA Link-Funktion ist somit deaktiviert,<br />

das Signal kommt von ASTRA. Können<br />

Sie mir weiterhelfen?<br />

Wolfgang Lederer (via E-Mail)<br />

Es spielen mehrere Faktoren zusammen, die eine<br />

falsche Standby-Verbrauch-Messung hervorrufen<br />

können. Erstens könnte sich das Gerät nicht im passiven,<br />

sondern in einem aktiven Standby-Modus befinden.<br />

Hier sucht der TV beispielsweise nach neuen<br />

Sendern oder lädt EPG-Informationen, wartet auf<br />

Aufnahme-Timer, sucht nach Firmware-Updates etc.<br />

Deaktivieren Sie, wenn möglich, diese Funktionen!<br />

Vergessen Sie auch nicht, eventuelle <strong>HD</strong>MI-Standby-Funktionen<br />

oder USB-Ladeoptionen auszuschalten.<br />

In der Regel reicht es dann, eine halbe Stunde<br />

zu warten, bevor man misst. Bei aktiviertem Tuner<br />

(für EPG-Suche, Sender-Check…) können schon mal<br />

bis zu 20 Watt verbraucht werden, die intelligenten<br />

Standbys liegen deutlich darunter.<br />

Und da kommen wir zum Problem des Messgeräts:<br />

Moderne Schaltnetzteile ziehen nur für extrem kurze<br />

Zeitphasen Strom, sie schneiden den Wechselstrom<br />

sozusagen an. So entsteht ein sehr großer Unterschied<br />

zwischen Schein- und Wirkleistung, mit dem<br />

einige preiswerte Messgeräte überfordert sind. Hier<br />

können sich drastische Messunterschiede ergeben.<br />

Wir empfehlen für das Nachmessen zu Hause den<br />

Energy Master Basic von ELV.<br />

UNSERE REDAKTION<br />

ANDREAS<br />

FRANK<br />

Der Crack für Blu-ray-<br />

Player, Medien-Receiver<br />

und Home Server<br />

ANDREAS<br />

GREIL<br />

Der Spezialist für alles rund<br />

um Video: Camcorder,<br />

Videoschnitt und Sat-Receiver<br />

ROLAND<br />

SEIBT<br />

Der Technik-Crack und<br />

Spezialist für <strong>HD</strong>-Medien,<br />

TV, Sat und Video<br />

YASMIN<br />

VETTERL<br />

Die Spezialistin für die<br />

beiden Bereiche Lifestyle<br />

und Design<br />

MICHAEL<br />

JANSEN<br />

Der Experte für alle<br />

Fragen zu Lautsprechern<br />

und Subwoofern<br />

Wie hören Sie<br />

zu Hause Musik?<br />

S<br />

potify, AUPEO!, Last.fm und Co. sind die neusten Internet-Trends<br />

in Sachen Musik. Songs können überall und weitgehend gratis via<br />

Internet gestreamt werden. Social Music findet sogar aufgrund des<br />

Nutzerverhaltens immer neue, passende Lieder, um die individuelle<br />

Wiedergabeliste aufzufüllen. Das klingt alles ganz gut, doch wie intensiv<br />

wird dieses Musikangebot überhaupt genutzt?<br />

In unserer aktuellen Online-Umfrage wollen wir von Ihnen wissen,<br />

wie Sie zu Hause Musik hören. Über Streaming-Dienste, Webradio<br />

oder doch die traditionelle Stereoanlage?<br />

Einfach online anmelden und Frage beantworten unter<br />

www.<strong>video</strong>-homevision.de/umfrage<br />

REINHARD<br />

OTTER<br />

Der Video-HomeVision-Fachmann<br />

für Video-, Recordingund<br />

Online-Themen<br />

STEFAN<br />

SCHICKEDANZ<br />

Der Spezialist für das Thema<br />

Surround in all seinen<br />

Facetten<br />

VOLKER<br />

STRAßBURG<br />

Der Fachmann für alle<br />

Bildthemen und Video-<br />

HomeVision-Trendscout<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

89


KURZTESTS<br />

Kurz & knapp<br />

An dieser Stelle unterziehen wir neue Produkte aus der Unterhaltungselektronik einem Schnelltest und<br />

bewerten sie nach Qualität, Praxistauglichkeit und Preis. Darunter fallen auch Produkte, die uns kurz<br />

vor Redaktionsschluss erreichten. Ausführliche<br />

Tests zu einem späteren Zeitpunkt<br />

sind nicht ausgeschlossen.<br />

Vielseitigkeit<br />

auf höchstem Niveau<br />

www.loewe.tv // 1.500 Euro<br />

Wer Loewe sagt, meint heutzutage<br />

immer auch Audio. Der Kronacher<br />

TV-Hersteller hat sich mittlerweile<br />

auch im Hi-Fi-Markt zu einer<br />

absoluten Größe entwickelt. Die Audioanlage<br />

SoundVision ist dafür der<br />

neueste Beweis. Schon beim Auspacken<br />

entlockt sie dem Testredeakteur<br />

ein begeistertes „wow!“. Das edle und<br />

hochwertig verarbeitete Aluminiumgehäuse<br />

verleiht dem Klangriegel eine<br />

wunderschöne Ästhetik und Wertigkeit.<br />

Gleich nach Inbetriebnahme<br />

zeigt auch das fest installierte Touch-<br />

Display, dass es im üblichen Loewe-<br />

Niveau übersichtlich, funktional und<br />

elegant gestaltet ist.<br />

Doch was kann SoundVision eigentlich?<br />

Im besten Sinne Musik spielen<br />

auf nahezu jede denkbare Art: per<br />

CD-Player, Internet- und UKW-Radio,<br />

Apple-Gerät (iPod oder iPhone) via<br />

Docking-Anschluss oder Bluetooth<br />

oder auch über den Streaming-Dienst<br />

AUPEO!.<br />

Mit dem Software-Update SW 2.2,<br />

das sich nach Inbetriebnahme einfach<br />

per USB-Stick oder besser direkt aus<br />

dem Internet aufspielen lässt, kommen<br />

noch erweiterte Funktionen hinzu,<br />

darunter die wichtige UPnP- und<br />

Netzwerk-Client-Funktion, die die<br />

SoundVision zu einem regelrechten<br />

Multitalent macht. Mit ihr lassen sich<br />

auch alle Musikdateien von im Heimnetzwerk<br />

integrierten Speichern wie<br />

NAS-Servern oder Festplatten abspielen.<br />

USB- und 3,5-mm-Klinkenanschluss<br />

auf der durch eine Abdeckung<br />

geschützten Rückseite komplettieren<br />

die Eingangsvielfalt.<br />

Im Test funktionierten alle Abspielwege<br />

einwandfrei. Das Slot-In-Laufwerk<br />

zieht die CD schnell ein und<br />

startet sie umgehend, das Cover wird<br />

beinahe ohne Verzögerung auf dem<br />

Display angezeigt. iPod-Inhalte werden<br />

nach relativ kurzer Ladezeit erkannt<br />

und verarbeitet. Die Internet-<br />

Radiostationen lassen sich leicht einrichten,<br />

verwalten und steuern. Die<br />

mitgelieferte Fernbedienung erstrahlt<br />

im klassisch gewichtigen Loewe-Silbermetall-Design<br />

und erlaubt es,<br />

gleichzeitig auch andere Loewe-Geräte<br />

wie Fernseher zu bedienen.<br />

Und wie klingt nun diese Stereoanlage<br />

der Neuzeit? Mit ihren sechs eingebauten<br />

Lautsprechern beschallt die<br />

SoundVision nahezu jeden Raum mühelos.<br />

Glasklar und ohne Schnörkel<br />

treten die Höhen bei Musik und Spra-<br />

LOEWE SOUNDVISION € 1.500<br />

überragend<br />

Preis/Leistung: gut<br />

che zutage. Die Bässe überzeugten<br />

im praxisorientierten Wohnraumtest<br />

dank zweier Subwoofer in allen Belangen.<br />

Und über die manuelle Justage<br />

der Höhen und Tiefen oder Voreinstellungen<br />

wie Sprache, Klassik und<br />

Pop lässt sich dem gewünschten<br />

Klangbild erfreulich nahe kommen.<br />

Übrigens: Wer beachtliche 1.500<br />

Euro für den fränkischen Klangriegel<br />

ausgibt, darf sich erfreulicherweise<br />

die Optik selbst auswählen. Das Alu-<br />

Gehäuse ist in Schwarz und Chromsilber<br />

zu haben. Die Lautsprecher-Intarsien<br />

sind in Alu, Eiche, Ebenholz<br />

oder individuellen Farben verfügbar.<br />

Fazit<br />

Wer in Sachen Musik schon immer alle<br />

erdenklichen Empfangs- und Abspielwege<br />

in einem Gerät haben wollte<br />

und eine gewisse Liebe zum Design an<br />

den Tag legt, liegt mit der Loewe<br />

SoundVision goldrichtig. Dass ausgerechnet<br />

Apples drahtlose AirPlay-<br />

Wiedergabe nicht zu den Ausstattungsmerkmalen<br />

gehört und der Nutzer<br />

hier auf Bluetooth ausweichen<br />

muss, verzeiht man den Franken angesichts<br />

des ansonsten beinahe perfekten<br />

Angebotspakets sehr gern.<br />

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sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Exquisiter Empfang<br />

www.avinity-cable.com // 60 Euro<br />

Antennenkabel werden oft vergessen, wenn es an die Veredelung der<br />

Signalführung einer AV-Anlage geht. Dabei liegen dort die filigransten<br />

Frequenzen an. Einige Hundert Megahertz müssen gemeistert werden,<br />

und das mit Pegeln von nur einigen Millivolt. Die wollen bis auf den<br />

letzten Kabelmeter bestens behütet werden, und hierfür bieten sich<br />

die Referenzkabel von Avinity an. Hochreines, versilbertes Massivkupfer<br />

als Signalleitung, dicker PE-Isolationsschaum und<br />

Mehrfach-Abschirmung bringen die Hochfrequenzwellen sicher<br />

ans Ziel und eliminieren Störeinstrahlungen mit 120 dB. Dazu hinterlassen die<br />

hübsch designten Stecker einen stabilen Eindruck, wobei die mit 24 Karat hartvergoldeten<br />

Kontaktflächen nicht wie bei einigen Konkurrenten auf Übermaß<br />

produziert sind. Diese hier gleiten leichter in die Buchsen hinein und wieder<br />

heraus. Wozu bei einem HF-Koaxialkabel Ferritkerne dienen, entzieht sich zwar<br />

unserer Kenntnis, jedenfalls wurden alle TV-Testquellen perfekt transportiert.<br />

Allrounder mit viel Bass<br />

www.soundfreaq.de // 370 Euro<br />

Schwarz und geradlinig erscheint der<br />

Sound Stack SFQ-03 nach dem Auspacken<br />

und die Inbetriebnahme geht genauso<br />

einfach vonstatten. Apple-Geräte werden<br />

schlichtweg angedockt und die Musikwiedergabe<br />

beginnt. Durch zwei aktive Subwoofer<br />

hat der Sound Stack auch trotz des kompakten<br />

Gehäuses einen tiefen Bass. Wer auf andere mobile<br />

Geräte zurückgreifen oder sein Apple-Produkt zeitgleich nutzen will,<br />

ist dank der Bluetooth-Streaming-Technologie gut bedient. Etwas nachteilig<br />

ist das manuelle Wechseln der Tonquelle. Entnimmt man beispielsweise<br />

sein iPhone aus der Docking-Station, muss erst die Quelle manuell verändert<br />

und der Play-Button erneut gedrückt werden.<br />

SOUNDFREAQ<br />

SOUND STACK SFQ-03 € 370<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Auf dem neuesten Stand<br />

www.<strong>video</strong>web.de // 150 Euro<br />

Es gibt wohl kaum einen Netzwerk-Media-Player, der<br />

ein so großes Web-Angebot wie die VideoWeb TV-Box<br />

besitzt. Das hat sie bereits in unserem ersten Test in Ausgabe<br />

12/11 (Seite 82) bewiesen. Seitdem sind viele Funktionen<br />

dazugekommen. Nun ist etwa der Empfang von<br />

Live-TV via Web per Zattoo möglich. Der Dienst versammelt<br />

alle relevanten öffentlich-rechtlichen Sender, jedoch<br />

fehlen Private wie RTL oder ProSieben. Die Bildqualität<br />

ist in etwa auf dem Niveau von DVB-T-Ausstrahlungen.<br />

Neu an Bord ist auch das Video-on-Demand-Angebot<br />

von Maxdome, das gegen Bezahlung Filme oder Serien ins<br />

Wohnzimmer bringt. Außerdem kann die Box jetzt auch<br />

Full-<strong>HD</strong>-Signale über ihren <strong>HD</strong>MI-Ausgang zum Fernseher<br />

schicken. Jedoch nur mit einer Bildwiederholrate von<br />

50 Hz, was zu störenden Artefakten führen kann.<br />

VIDEOWEB VIDEOWEB TV € 150<br />

gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

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WK 2010 E08C


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILM<br />

UNDERWORLD AWAKENING<br />

Fantasy / USA 2012 / 88 Min. FSK 16 Regie Måns<br />

Mårlind, Bjorn Stein mit Kate Beckinsale, Stephen<br />

Rea, Michael Ealy Disc BD 50 Bild 2,40:1 (1080p24,<br />

AVC / MVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 (Deutsch, Englisch,<br />

Italienisch), Dolby Digital 5.1 (Französisch)<br />

Untertitel Deutsch, Englisch, Dänisch, Niederländisch,<br />

Franz., Finn., Ital., Norw., Schw., Türk. Extras<br />

Audiokommentar, Featurettes, Verpatzte Szenen,<br />

Musik<strong>video</strong> Vertrieb Sony VÖ: 12.07.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

Einfach umwerfend: Selene<br />

(Kate Beckinsale) geht im<br />

Latex-Look und mit eisblauen<br />

Augen einmal mehr auf die<br />

Jagd nach Werwölfen.<br />

94


Für die<br />

Augen<br />

SOUNDTIPP<br />

EXTRASTIPP<br />

Kate Beckinsale ist zurück als sexy<br />

Vampirella und kämpft sich durch eine<br />

hervorragende 3D-“Underworld”<br />

BILDTIPP<br />

Eigentlich macht Kate Beckinsale in „Underworld<br />

Awakening“ auch wieder nur das, was sie in der Düster-Reihe<br />

ihres produzierenden Ehemanns Len Wisemen<br />

immer tat: hässliche Lykaner umnieten und sich in<br />

hautenger Lack- und Lederkluft durch eine sinistre Welt<br />

ballern. Nur, dass sie als sexy Vampirella Selene erstmals<br />

in 3D vorstellig wird und die brutale Horrormär mit geradezu<br />

absurder Detailbesessenheit auf die volle Wirkung<br />

der neuen Technik hin inszeniert wurde. Mehr Schauwert<br />

hatte noch keine einschlägige Produktion zu bieten. Selene<br />

erwacht nach langem Schlaf in einer Eisbox in einer Welt,<br />

in der die Menschen nach langen Kriegen den Vampiren<br />

und Lykanern den Garaus gemacht haben. Denken sie.<br />

Aber es gibt sie noch, vereinzelt hausen die Kreaturen der<br />

Nacht in Höhlen oder den Katakomben der Großstädte. Der<br />

schönen Vampirin gelingt die Flucht aus ihrem Laborknast.<br />

Mit ihr entkommt ein junges Mädchen, das sich als Selenes<br />

Tochter entpuppen wird. Schnell lernt die Kleine, ein von<br />

allen Seiten gefürchteter Hybrid, mit ihren urgewaltigen<br />

Kräften umzugehen. – Sinn macht das Ganze nur bedingt,<br />

es ist aber ein gewaltiges, schauriges Spektakel: ein comichaftes<br />

Gemetzel auf allerhöchstem technischen Niveau,<br />

das der bloßen Unterhaltung dient.<br />

TECHNIK: Tonnenweise Bleikugeln, Wurfsterne, Äxte, Silbergranaten,<br />

Autowracks, Leichen(teile), zottelige Werwolfmonster:<br />

Es ist wirklich erstaunlich, was einem in<br />

kaum 90 Minuten so alles um die Ohren fliegen kann. Gut,<br />

dass die 3D-Umsetzung der Blu-ray Disc sehr ordentlich ist.<br />

Die Tiefenstaffelung des satt schwarzen und knackscharfen<br />

Bildes ist unaufdringlich, aber präzise. Technische Fehler<br />

wie Ghosting sind nicht auszumachen, wirksame Pop-<br />

Out-Effekte werden sparsam eingesetzt. Eine akkurate<br />

Detailzeichnung und hervorragende Kontrastwerte komplettieren<br />

den fantastischen Gesamteindruck. Passend<br />

dazu wird ein druckvoller <strong>HD</strong>-Sound gereicht, der sich effektreich<br />

aller Boxen bemächtigt und auch akustisch ein<br />

räumliches Erlebnis ermöglicht. Ein spannender Audiokommentar<br />

der Filmemacher sowie mehr als eine Stunde<br />

interessanter Featurettes sind die Kernstücke des vielfältigen<br />

und unterhaltsamen Bonusteils.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

95


HOME ENTERTAINMENT | 3D-FILME<br />

Schicker Schwachsinn<br />

Gut gebrüllt Monster:<br />

John Carter<br />

(Taylor Kitsch) muss<br />

sich in einem Schaukampf<br />

gegen Marsungeheuer<br />

beweisen.<br />

Der Film erstickt<br />

die subtile Kritik an<br />

der gewalttätigen<br />

Natur des Menschen<br />

im Getöse schicker<br />

3D-Effekte.<br />

N<br />

ach dem Ende des Krieges zwischen<br />

Nord- und Südstaaten mischt sich wider Willen in den Kon-<br />

Carter als Heiland angesehen und<br />

will sich John Carter (Taylor flikt ein. Sehr zur Freude von Marsprinzessin<br />

Dejah (Lynn Collins), die<br />

Kitsch) vor allem um sein persönliches<br />

Glück kümmern. Er hat zu viel nicht nur klug und rebellisch ist, sondern<br />

sich auch in den Erdling verliebt.<br />

Grauen gesehen, zu lange gekämpft,<br />

zu viel persönliches Leid JOHN CARTER – ZWISCHEN ZWEI WELTEN<br />

erfahren. Die Suche nach Gold soll<br />

ihm Ablenkung verschaffen. Damit<br />

ist es vorbei, als er ein geheimnisvolles<br />

Amulett findet, das ihn<br />

auf den Mars beamt. Anderer Planet,<br />

selber Schwachsinn: Krieg,<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Gewalt und Machthunger. Der<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Mars ist dem Untergang geweiht,<br />

weil sich die Völker dort seit Jahrhunderten<br />

bekriegen. Als würde ihn die Als Blockbuster angelegt (und grandios<br />

gefloppt), ist „John Carter“ vor al-<br />

fremde Welt mit exotischen Lebewesen<br />

und faszinierenden Technologien lem ein Unterhaltungsspektakel – und<br />

nicht genug überfordern, wird John will auch nicht mehr sein.<br />

Fantasy / USA 2012 / O-Titel John Carter / 132<br />

Min. FSK 12 Regie Andrew Stanton mit Taylor<br />

Kitsch, Lynn Collins, Samantha Morton Disc 2 x BD<br />

50 Bild 2,40:1 (1080p24, AVC / MVC) Ton DTS-<strong>HD</strong><br />

HR 7.1 (Deutsch, Englisch, Französisch), Dolby<br />

Digital 5.1 (Türkisch) Untertitel Dt., Engl., Frz.,<br />

Niederl., Türk., Arab. Extras Making Of, Featurette,<br />

Entfallene und verpatzte Szenen, Audiokommentar<br />

Vertrieb Disney VÖ: 19.07.<br />

TECHNIK: Die Schauwerte sind wichtiger<br />

als der Inhalt, subtile Töne gehen<br />

im 3D-Getöse wahnwitziger CGI-<br />

Schlachten unter. Die räumliche Umsetzung<br />

ist solide, die Tiefenstaffelung<br />

gut, ohne überragend zu sein. Allerdings<br />

krankt die Optik etwas<br />

an der rötlichen Farbgebung und<br />

den schwachen Kontrastwerten,<br />

sodass die Bilder immer leicht<br />

schwammig wirken – das war aber<br />

im Kino nicht anders. Der Sound<br />

wurde im 7.1-<strong>HD</strong>-Format abgelegt,<br />

hätte aber etwas mehr Dynamik<br />

und Präzision bei den Effekten<br />

vertragen können. Die Extras sind<br />

zwar überschaubar, wurden aber liebevoll<br />

gemacht. Besonders empfehlenswert<br />

ist das Making Of im Stil einer<br />

Tageschronik.<br />

SO TESTET VIDEO-HOMEVISION<br />

Kontrast, Schärfe, Farbwiedergabe, Schwarzwerte – an<br />

das Blu-ray-Bild stellen wir höchste Ansprüche. In<br />

unserem Heimkino spielen wir die Discs mit einem Full-<br />

<strong>HD</strong>-Projektor ab und achten genau auf eventuelle Störfaktoren<br />

(Artefakte, Nachzieheffekte). Der Sound wird<br />

via <strong>HD</strong>MI von einem 7.1-Denon-System ausgegeben.<br />

Wir testen die deutsche Tonspur und ziehen zum Vergleich<br />

die Originalversion heran. Beurteilt werden Dynamik,<br />

Surrounderlebnis sowie Verständlichkeit der Dialoge.<br />

Die Wertung der Extras bezieht sich nicht nur<br />

auf den Umfang, sondern vor allem auf Qualität und interaktive<br />

Möglichkeiten. 3D-Blu-rays testen wir auf<br />

Panasonic-Equipement (aktive Shutterbrillen, Plasma-<br />

TV: TX-P50VT30, Blu-ray-Player: DMP-BDT 310). Dabei<br />

achten wir auf den homogenen Aufbau der räumlichen<br />

Tiefe, Pop-out-Effekte und störendes Ghosting.<br />

HARA-KIRI – TOD EINES SAMURAI<br />

FILM: Als Sühne muss Blut fließen:<br />

Wenn ein Samurai sein Gesicht verlor,<br />

ist er verpflichtet, den rituellen<br />

Selbstmord – das Harakiri – durchzuführen,<br />

um seine und die Ehre seiner<br />

Familie wiederherzustellen. In stilvoll<br />

komponierten Bildern erzählt Takashi<br />

Miike in behäbigem Tempo die<br />

leicht verwirrende Geschichte eines<br />

Drama / Japan 2011 /<br />

O-Titel Ichmei / 127<br />

Suizids, der eine Kette dramatischer<br />

Min. FSK 16 Regie Ereignisse nach sich zieht.<br />

Takashi Miike mit Ebizô TECHNIK: Die 3D-Variante des Films<br />

Ichikawa, Kôji Yakusho, bietet angenehm gestaffelte Bilder, die<br />

Eita Nagayama Disc BD auch in schnelleren Sequenzen kein<br />

50 Bild 2,35:1 (1080p24,<br />

Ghosting zeigen. Allerdings sind sie<br />

AVC/MVC) Ton DTS-<strong>HD</strong><br />

MA 5.1 (Deutsch, Japanisch)<br />

Untertitel Deutsch Szenen recht verwaschen. Auch in der<br />

detailschwach und wirken in dunklen<br />

Extras Keine 2D-Version der Blu-ray Disc wurden<br />

Vertrieb Ascot Elite die Schwarzwerte nicht optimal herausgearbeitet,<br />

Kontrast und Schärfe<br />

VÖ: im Handel<br />

sind jedoch solide. Der Sound schafft<br />

mit ordentlichem Surroundeinsatz eine<br />

angenehme Atmosphäre.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

In einem blutigen Kampf stellt<br />

sich Tsugumo (Ebizô Ichikawa,<br />

Mitte) seinen Gegnern.<br />

96


PROMOTION<br />

Wir sind die Natur<br />

Spektakuläre Bilder, rührende Geschichten und die Erkenntnis, dass wir mit allen<br />

Lebewesen verwandt sind, machen “Unser Leben” zu einem klasse Familienfilm<br />

Wenn die Jesus-Christus-<br />

Echse in Superzeitlupe<br />

übers Wasser sprintet<br />

oder die lange Zunge<br />

des Chamäleons Insekten vom Ast<br />

pflückt, entfalten die <strong>HD</strong>-Bilder der<br />

BBC-Dokumentation „Unser Leben“<br />

(2011) ihre ganze faszinierende Kraft.<br />

Mit solchen einzigartigen Aufnahmen<br />

aus der Natur begeisterten die Briten<br />

schon im Sensationserfolg „Unsere Erde“<br />

(2007), der 3,8 Millionen Besucher<br />

in die deutschen Kinos lockte.<br />

Auch diesmal setzen die Macher auf<br />

eine Mischung aus spektakulären Aufnahmen<br />

und Tiergeschichten zum<br />

Mitfühlen, die nicht nur beeindrucken<br />

und berühren, sondern auch zu einem<br />

bewussteren Umgang mit der Umwelt<br />

anregen sollen. Schließlich, das macht<br />

der Off-Kommentar deutlich, sind alle<br />

Tiere doch unsere Verwandten – und<br />

eigentlich sind sie irgendwie auch die<br />

besseren Menschen.<br />

Dutzende von Filmteams, vier Jahre<br />

Zeit, mehr als 3.000 Drehtage und die<br />

neueste technische Ausrüstung von<br />

den stärksten Teleobjektiven bis hin<br />

zu Zeitlupenkameras – für „Unser Leben“<br />

konnten die Regisseure Martha<br />

Holmes und Mike Gunton wirklich aus<br />

dem Vollen schöpfen. Genau genommen<br />

ist der Film eine Art „Best of“ der<br />

zehnteiligen BBC-Serie „Life“, für die<br />

das spektakuläre und teils einzigartige<br />

Material aus der Tierwelt gesammelt<br />

wurde. Während die Folgen der<br />

Serie jeweils verschiedene Spezies in<br />

den Mittelpunkt stellten, wählten<br />

Holmes und Gunton für die Langfilmversion<br />

eine andere Dramaturgie: Von<br />

der Geburt über Nahrungsbeschaffung<br />

und Fortpflanzung bis zur Aufzucht<br />

des Nachwuchses werden verschiedene<br />

Lebensstationen der faszinierenden,<br />

cleveren und putzigen Protagonisten<br />

beleuchtet.<br />

Spektakuläre Luftaufnahmen und<br />

Superzeitlupen, die auch die kleinsten<br />

Bewegungen einfangen, entfalten auf<br />

eine eindrucksvolle Kraft. Egal, ob es<br />

um winzige Blattschneiderameisen,<br />

exotische Erdbeerfrösche, kenianische<br />

Rüsselhündchen oder riesige<br />

Buckelwale geht, als Zuschauer hat<br />

man das Gefühl, die tierischen Protagonisten<br />

hautnah zu erleben.<br />

Filmtipp<br />

des Monats<br />

Präsentiert von<br />

Ob Robbe, Affe, Erdbeerfrosch<br />

oder<br />

Fliege – „Unser Leben“<br />

will den Zuschauern<br />

vor Augen<br />

führen, wie viel wir<br />

mit den Tieren gemeinsam<br />

haben.<br />

Unser Leben<br />

Dokumentarfilm /<br />

Großbritannien 2011 /<br />

O-Titel One Life / 85<br />

Min. FSK 0 Regie Martha<br />

Holmes, Mike Gunton<br />

Bild 1,85:1 (1080p24,<br />

AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />

Untertitel Deu., Engl. Extras Keine Vertrieb<br />

Paramount VÖ: 12.07.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

97


HOME ENTERTAINMENT | KOMÖDIEN<br />

Vom alten Eisen? Aber<br />

ja: Das „Best Exotic<br />

Marigold Hotel“ beherbergt<br />

mit Judi Dench,<br />

Tom Wilkinson, Bill<br />

Nighy und Maggie<br />

Smith Großbritanniens<br />

Seniorenelite. „Slumdog<br />

Millionär“ Dev Patel ist<br />

übrigens auch dabei.<br />

BEST EXOTIC MARIGOLD HOTEL<br />

Komödie / USA 2011 / 122 Min. FSK 0 Regie John<br />

Madden mit Judi Dench, Bill Nighly, Tom Wilkinson,<br />

Dev Patel, Maggie Smith Disc BD 50 Bild 2,35:1<br />

(1080p24, AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 (Englisch), DTS<br />

5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch)<br />

Untertitel Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch<br />

u.a. Extras Die Geschichte des Films, Das Casting,<br />

Original-Schauplätze, Filmdreh in Indien, Unterwegs<br />

mit dem Tuk Tuk Vertrieb Fox VÖ: 13.07.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

Wenn Rentner reisen<br />

Vielleicht ist es Solidarität mit seinen<br />

schauspielernden Altersgenossen.<br />

Vielleicht ist es aber auch purer Zufall,<br />

der den 63-jährigen John Madden zum<br />

Altersbeauftragten der Filmindustrie werden<br />

lässt: Nach „Eine offene Rechnung“<br />

(2011) mit Helen Mirren und Tom Wilkinson<br />

rückte der Brite erneut reife Charaktere in<br />

den Mittelpunkt – und schickte sie ins „Best<br />

Exotic Marigold Hotel“.<br />

Das drohende Altersheim, die Chance auf<br />

eine billige Operation oder die Suche nach<br />

der verlorenen Jugendliebe: Die jeweiligen<br />

Gründe für ihre Reise nach Indien sind bei<br />

der britischen Seniorentruppe um Evelyn<br />

(Judi Dench), Douglas (Bill Nighy), Muriel<br />

(Maggie Smith) und Graham (Tom Wilkinson)<br />

so vielfältig wie traurig. Alle stranden<br />

gemeinsam im abgewrackten „Best Exotic<br />

Marigold Hotel“ und machen das Beste aus<br />

ihrem Unglück. Die Farbenpracht Indiens<br />

und die innere Schönheit seiner Bewohner<br />

bewirken schließlich wahre Wunder.<br />

Am Beispiel dieser sympathischen Zeitgenossen<br />

machen John Madden und Autor Ol<br />

Parker deutlich, dass es für die wirklich<br />

wichtigen Dinge im Leben – Selbstverwirklichung,<br />

Aussöhnung, Liebe und Neuanfänge<br />

– kein Alterslimit gibt. Diese Botschaft wird<br />

nicht mit viel Pathos plakatiert, sondern in<br />

einer feinen Verpackung aus unaufdringlichem<br />

Humor als Geschenk überreicht.<br />

TECHNIK: Die Tragikomödie taucht ihre Kulissen<br />

in ein prächtiges Farbenmeer. Zwar<br />

offenbart sich gelegentlich leichtes Bildrauschen.<br />

Dennoch überzeugt die Optik mit<br />

Schärfe und guten Kontrasten. Der Ton liegt<br />

lediglich im Original in <strong>HD</strong> vor. Doch auch<br />

die übrigen Versionen punkten mit klaren<br />

Dialogen und einem harmonischen Gesamtklang.<br />

Unterhaltsame Featurettes im Bonusteil<br />

beleuchten die Besonderheiten Indiens.<br />

„Indien verändert dein Leben“<br />

Der Dreh von “Best Exotic Marigold<br />

Hotel” führte Schauspieler Bill Nighy<br />

(62, “Fluch der Karibik”) nach Indien.<br />

VHV: Übt Indien wirklich eine solche Magie aus?<br />

BILL NIGHY: Indien verändert dein Leben – wenn<br />

du den Hitzeschock überstanden hast! Ich hatte<br />

ständig das Gefühl, ich trage ein Haus auf meinem<br />

Kopf umher, und fragte mich: Wie kann man in dieser<br />

Hitze existieren? Aber letztendlich bin ich nicht<br />

mal ohnmächtig geworden.<br />

VHV: Wie steht‘s mit dem exotischen Essen?<br />

BILL NIGHY: Ich liebe extrem gewürzte Speisen. In<br />

Restaurants verlange ich stets nach einer Extradosis<br />

Chili. Zu scharf gibt es bei mir nicht. Aber in indischen<br />

Restaurants sind sie bei Europäern vorsichtig.<br />

Sie behandelten mich wie einen Amateur.<br />

VHV: Wären Sie auch privat dorthin gefahren?<br />

BILL NIGHY: Ich würde es allein nicht mal bis zum<br />

Flughafen schaffen. Nur wenn meine Frau mich zu<br />

einem Indienurlaub verdonnern würde. Ich bin<br />

ziemlich schlecht im Urlaub machen. Ich habe in<br />

meinem ganzen Leben noch keine Reise gebucht.<br />

VHV: Und wenn Sie mal Rentner sind?<br />

BILL NIGHY: Das ist ja das Tolle an der Schauspielerei:<br />

Solange du gehen und halbwegs verständlich<br />

sprechen kannst, darfst du arbeiten. Ich habe das<br />

Glück, viel beschäftigt zu sein in einem Beruf, den<br />

ich liebe. Das ist ein Privileg, dessen ich mir bewusst<br />

bin. Warum sollte ich das freiwillig aufgeben?<br />

Der gebürtige Brite Bill Nighy begann<br />

seine Filmkarriere vor über 30 Jahren.<br />

98


DAS GIBT ÄRGER<br />

FILM: Tuck (Tom Hardy, „Inception“)<br />

und FDR („Star Trek“-Captain Chris<br />

Pine) sind die besten Freunde. Bis die<br />

hübsche Lauren (Reese Witherspoon)<br />

den beiden Spionen den Kopf verdreht.<br />

Nach dem Motto „Möge der Bessere<br />

gewinnen“ buhlen die Herren in<br />

dieser holprigen und unbeholfenen<br />

Komödie um das zur hübschen Trophäe<br />

degradierte Weib, das natürlich<br />

Komödie / USA 2011 /<br />

O-Titel This Means War weder um die wahre Profession noch<br />

/ 97 Min. FSK 12 Regie<br />

die Bekanntschaft ihrer Datingpartner<br />

weiß.<br />

McG mit Tom Hardy,<br />

Reese Witherspoon,<br />

Chris Pine Disc BD 50 TECHNIK: Die Blu-ray Disc punktet<br />

Bild 2,40:1 (1080p24, vor allem beim Sound: Eine top Surroundkulisse<br />

und gute Effekte begeis-<br />

AVC) Ton DTS <strong>HD</strong>-MA<br />

5.1 (E), DTS 5.1 (F, S, D tern bei der Originalfassung. Die deutsche<br />

Version überzeugt mit klaren Di-<br />

u.a.), u.a. Untertitel D, E,<br />

F, u.a. Extras Entfallene<br />

Szenen, Alternative alogen. Das Bild offenbart schwache<br />

Enden, Alternativer Schwarzwerte. Bunte Farben wirken<br />

Anfang, Spaß am Set, etwas schrill, gedeckte Töne überbelichtet.<br />

Der Bonusteil ist umfangreich<br />

Audiokommentar u.a.<br />

Vertrieb Fox VÖ: 06.07. und unterhaltsam.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Lauren (Reese<br />

Witherspoon) wird<br />

ganz anders, als ihre<br />

beiden Dates aufeinandertreffen.<br />

MEIN LIEBSTER ALPTRAUM<br />

Kunstzicke vs. Vollproll: In der Komödie „Mein<br />

liebster Alptraum“ ziehen sich Gegensätze an.<br />

KEIN SEX IST AUCH KEINE LÖSUNG<br />

FILM: Toms (Stephan Luca) goldene<br />

Regel lautet: Ab viermal Sex spricht<br />

man von einer Beziehung. Und die gilt<br />

es unter allen Umständen zu verhindern.<br />

Doch natürlich begegnet der<br />

oberflächliche Macho dieser einen<br />

Frau, die ihn so umhaut, dass er seine<br />

Einstellung über den Haufen wirft.<br />

„Kein Sex ist auch keine Lösung“ mangelt<br />

es zwar nicht an bekannten Na-<br />

Komödie / Deutschland<br />

2011 / 109 Min. FSK 12<br />

Regie Torsten Wacker men auf der Besetzungsliste, dafür<br />

mit Stephan Luca, Marleen<br />

Lohse, Armin Rohde TECHNIK: Immerhin erfreulich: Die<br />

aber an Witz und Einfallsreichtum.<br />

Disc BD 50 Bild 1,85:1 technische Umsetzung auf Blu-ray Disc<br />

(1080p24, AVC) Ton DTS<br />

ist bei dieser klischeehaften Komödie<br />

<strong>HD</strong>-MA 5.1 (Deutsch),<br />

DTS <strong>HD</strong>-MA 2.0 gelungen. Der <strong>HD</strong>-Sound ist angenehm<br />

dynamisch. Die Bilder punkten<br />

(Deutsch) Untertitel<br />

Deutsch Extras Making mit guten Kontrast- und Schärfewerten.<br />

Lediglich die Details verschwim-<br />

Of, Interviews, Hinter<br />

den Kulissen Vertrieb men stellenweise. Im Bonusteil finden<br />

Studiocanal VÖ: im<br />

sich gängige Extras wie Interviews,<br />

Handel<br />

Making Of und ein Blick hinter die Kulissen<br />

der Produktion.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

GOON – KEIN FILM FÜR PUSSIES<br />

FILM: Doug Glatt ist nicht besonders<br />

klug, aber kräftig. Und er kann einstecken.<br />

Deswegen wird er für ein Eishockeyteam<br />

engagiert: Er soll keine Tore<br />

schießen, sondern seinen Mitspielern<br />

mit Bodychecks und dem Einsatz<br />

seiner Fäuste den Weg freiräumen.<br />

Trotz dreckiger Sprüche und viel Klamauk<br />

hat die Komödie auch ihre charmanten<br />

Momente.<br />

Komödie / USA, Kanada<br />

2011 / O-Titel Goon /<br />

92 Min. FSK 16 Regie TECHNIK: Auch schnelle Spielzüge<br />

Michael Dowse mit gibt die Blu-ray Disc scharf wieder.<br />

Seann William Scott, Jay Die ausgezeichneten Helligkeitswerte<br />

lassen das Eis schön weiß aussehen,<br />

Baruchel, Alison Pill Disc<br />

BD 50 Bild 1,78:1 nur die Farben sind etwas blass. Die<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

Kampfszenen fordern Schlag für<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch) Schlag den Bass des dynamischen<br />

Untertitel Deutsch 5.1-<strong>HD</strong>-Arrangements, während die<br />

Extras Making Of, Entfallene<br />

und verpatzte fern. Der amüsante Bonusteil umfasst<br />

hinteren Boxen detaillierte Effekte lie-<br />

Szenen, Interviews u.a.<br />

unter anderem ein interessantes Making<br />

Of, entfallene und verpatzte Sze-<br />

Vertrieb WVG Medien<br />

VÖ: im Handel<br />

nen sowie launige Interviews.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

FILM: Agathe (Isabelle Huppert) ist<br />

kühl, kontrolliert und geistvoll, Patrick<br />

(Benoît Poelvoorde) dagegen<br />

laut, zügellos und obszön. Der Teilzeithandwerker<br />

und Vollzeitversager<br />

soll eigentlich nur ein Ankleidezimmer<br />

in das Luxusappartement einbauen,<br />

das die Galeristin mit Freund und<br />

Sohn teilt, wird aber für Agathe schon<br />

Komödie / Frankreich<br />

2011 / O-Titel Mon pire bald „Mein liebster Alptraum“ (2011).<br />

cauchemar / 99 Min. Anne Fontaines romantische Komödie<br />

poltert etwas ungelenk dahin. Die<br />

FSK 12 Regie Anne<br />

Fontaine mit Isabelle bei all ihren Macken sympathischen<br />

Huppert, Benoît Poelvoorde,<br />

André Dussollier<br />

Charaktere können nicht über die<br />

Schwächen des Films hinwegtäuschen.<br />

Disc BD 25 Bild 1,85:1<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 TECHNIK: Das klare Blu-ray-Bild weist<br />

(Deutsch, Französisch) satte Farben auf und gefällt mit sauberer<br />

Detailzeichnung. Der Sound ist<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Making Ofs zwar recht frontlastig, gibt aber die<br />

Vertrieb Euro<strong>video</strong> VÖ:<br />

Dialoge gut wieder. Im Bonusteil finden<br />

sich jeweils zwei kurze, wenig pri-<br />

im Handel<br />

ckelnde Making Ofs.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

BEZAUBERNDE LÜGEN<br />

FILM: Liebe ist kompliziert – vor allem<br />

in Filmen mit Audrey Tautou. Auf<br />

Blu-ray Disc tischt die 35-Jährige nun<br />

„Bezaubernde Lügen“ auf: So schön<br />

der anonyme Liebesbrief auch ist, der<br />

Émilie (Tautou) in ihren Friseursalon<br />

flatterte, sie kann ihn leider gar nicht<br />

gebrauchen. Ihrer depressiven Mutter<br />

Maddy (Nathalie Baye) dagegen<br />

Komödie / Frankreich<br />

käme ein wenig Aufheiterung gerade<br />

2011 / O-Titel De vrais<br />

mensonges / 104 Min.<br />

recht. Und so schickt ihr das Töchterlein<br />

eine personalisierte Abschrift der<br />

FSK 6 Regie Pierre<br />

Salvadori mit Audrey süßen Worte – und verkompliziert eine<br />

charmante Romanze.<br />

Tautou, Nathalie Baye,<br />

Sami Bouajila Disc BD TECHNIK: Das BD-Bild wurde sauber<br />

25 Bild 1,85:1 (1080p24,<br />

umgesetzt: Die Farben strahlen brillant,<br />

die Detailzeichnung ist auch in<br />

AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA<br />

5.1 (Deutsch, Französisch)<br />

Untertitel Deutsch dunklen Bereichen gut. Der Sound<br />

Extras Making Of überzeugt restlos mit differenzierter<br />

Vertrieb Alive VÖ: im Geräuschkulisse, klaren Dialogen und<br />

Handel dynamisch arrangierter Musik. Das<br />

einzige Extra ist ein immerhin sehenswertes<br />

Making Of.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Émilie (Audrey Tautou, links)<br />

kann einen heimlichen Verehrer<br />

gar nicht gebrauchen. Ganz anders<br />

ihre depressive Mutter<br />

Maddy (Nathalie Baye): Als sie<br />

den Liebesbrief liest, bekommt<br />

ihr Leben wieder Schwung.<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

99


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILME<br />

DER RUF DER WALE<br />

FILM: 1988 verirren sich drei Wale ins<br />

Meer vor Alaska und werden vom Eis<br />

eingeschlossen. Schnell wird das<br />

Schicksal der Tiere zum medialen Ereignis,<br />

diverse Parteien wollen von<br />

der Situation profitieren. Vor eiskalter<br />

Kulisse entspinnt sich eine teils humorvolle<br />

Geschichte mit Umweltbotschaft,<br />

halbgarer Lovestory und ständig<br />

wechselnder Grundstimmung.<br />

Drama / USA 2011 /<br />

O-Titel Big Miracle / 107<br />

Min. FSK 6 Regie Ken TECHNIK: Technisch gibt es an der<br />

Kwapis mit Kristen Bell, Blu-ray Disc kaum etwas auszusetzen.<br />

Drew Barrymore, John Das Bild erstrahlt in satten Farben, ist<br />

Krasinski Disc BD 50 kontrastreich und hat keine Probleme<br />

Bild 1,85:1 (1080p24,<br />

mit Hell- oder Dunkelphasen. Der Ton<br />

AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA<br />

5.1 (Englisch), DTS 5.1 klingt allerdings recht flach und verzichtet<br />

auf überraschende Effekte.<br />

(Dt. Frz., It., Span., Japanisch)<br />

Untertitel Dt., Auch der Walgesang und die Unterwasseraufnahmen<br />

bauen trotz Sur-<br />

Engl., Frz., Ital., Span.<br />

u.a. Extras Entfallene roundmix keine Stimmung auf. Das<br />

Szenen, Doku, Making Of<br />

überschaubare Bonusmaterial umfasst<br />

Vertrieb Universal<br />

VÖ: im Handel unveröffentlichte Szenen, ein Making<br />

Of und eine kurze Dokumentation.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

DIE PRINZESSIN VON MONTPENSIER<br />

FILM: Der kriegsmüde Soldat Chabanne<br />

quittiert den Dienst und unterrichtet<br />

fortan die schöne Marie de Mézières.<br />

Die junge Frau wird jedoch aus<br />

politischen Gründen mit einem Adligen<br />

verheiratet, worunter sie zunehmend<br />

leidet – ihr Herz gehört einem<br />

anderen. Der Historienfilm über das<br />

Erwachsenwerden ist toll ausgestattet<br />

und sensibel inszeniert.<br />

Drama / Deutschland,<br />

Frankreich 2010 / O-Titel<br />

La princesse de TECHNIK: Blasse, entsättigte Farben<br />

Montpensier / 140 Min. dominieren die Optik der Blu-ray Disc,<br />

FSK 12 Regie Bertrand die dadurch sehr natürlich wirkt.<br />

Tavernier mit Lambert Schärfe und Detailzeichnung sind korrekt.<br />

Dunkle Szenen erscheinen etwas<br />

Wilson, Mélanie Thierry,<br />

Grégoire Leprince-<br />

Ringuet Disc BD 50 Bild verwaschen. Der Sound wird als präzise<br />

arrangierte 5.1-Spur präsentiert<br />

1,85:1 (1080p24, AVC)<br />

Ton DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 und bindet die klaren Dialoge und die<br />

(Deutsch, Frz.) Untertitel angenehm zurückhaltende Musikuntermalung<br />

homogen in den atmosphä-<br />

Deutsch, Englisch Extras<br />

Making Of, Interview<br />

rischen Surroundmix ein. Als Bonus<br />

Vertrieb Studiocanal<br />

VÖ: im Handel gibt es ein ausführliches Making Of<br />

und ein Interview.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Kontrollierte<br />

Raserei<br />

Tagsüber verdient er sein Geld<br />

als Stuntman und Autoschrauber,<br />

nachts arbeitet er<br />

für den Adrenalinkick als Fluchtwagenfahrer:<br />

In „Drive“ zeigt Ryan<br />

Gosling als Einzelgänger Driver<br />

überzeugend seine coole, unnahbare<br />

Seite. Bis die hübsche, stille Irene<br />

(Carey Mulligan) in sein Leben tritt,<br />

kümmert sich Driver nur um sich<br />

und seine Geschäfte. Erst die zarte,<br />

lediglich durch kleine Gesten und<br />

minimale Mimik angedeutete Liebesgeschichte,<br />

die sich zwischen<br />

den beiden entspinnt, lässt ihn langsam<br />

auftauen. Als Irenes Mann<br />

Standard (Oscar Isaac) jedoch aus<br />

dem Gefängnis entlassen wird,<br />

steht Driver vor der Wahl: Hilft er<br />

ihm, alte Schulden zu begleichen<br />

und somit seine Familie zu schützen,<br />

oder überlässt er Irene und ihren<br />

Sohn gefährlichen Gangstern?<br />

Drivers Entscheidung ist nicht nur<br />

folgenschwer, sondern auch extrem<br />

brutal – aus dem fürsorglichen<br />

Mann wird ein gnadenloser Rächer,<br />

der seine Widersacher kaltblütig ins<br />

Jenseits befördert.<br />

TECHNIK: So cool wie die Hauptfigur<br />

Driver präsentiert sich auch die<br />

Optik von Nicolas Winding Refns<br />

Neo-Noir-Actionthriller. Das Bild,<br />

das die Ästhetik der 80er-Jahre zele-briert,<br />

wird von gedeckten, satten<br />

Farben dominiert. Kontrastwerte<br />

und Detailzeichnung sind solide,<br />

Schärfe und Schwarzwerte kommen<br />

gut zur Geltung. Gelegentlich<br />

wurde etwas zu viel Weichzeichner<br />

verwendet. Der bassige <strong>HD</strong>-Sound<br />

bietet nur selten Surroundeffekte,<br />

überzeugt aber mit einem detailreichen<br />

Arrangemet. Im großzügigen<br />

Bonusteil finden sich unter anderem<br />

einige interessante Featurettes<br />

und ein aufschlussreiches Interview<br />

mit dem Regisseur.<br />

Der Sultan von Hobeika<br />

(Antonio Banderas) ist sich<br />

noch nicht sicher, ob das Öl<br />

Fluch oder Segen bedeutet.<br />

BLACK GOLD<br />

FILM: Bildgewaltig und opulent ausgestattet<br />

erzählt Regisseur Jean-Jacques<br />

Annaud, wie der Beginn der Ölförderung<br />

die arabische Welt veränderte.<br />

Im Mittelpunkt steht der junge<br />

Prinz Auda, der nicht nur seine eigenen<br />

Werte überdenken muss, sondern<br />

auch als Mittler zwischen zwei verfeindeten<br />

Fürstentümern agiert. Die<br />

Drama / Frankreich,<br />

Katar 2011 / 130 Min.<br />

etwas unübersichtliche Geschichte<br />

FSK 12 Regie Jean-Jacques<br />

Annaud mit Tahar eine faszinierende Kultur.<br />

fesselt mit detailreichen Einblicken in<br />

Rahim, Mark Strong TECHNIK: Die bunte arabische Welt<br />

Antonio Banderas Disc wird auf Blu-ray Disc in wunderbar<br />

BD 50 Bild 2,35:1<br />

kräftigen Farben wiedergegeben.<br />

(1080p24, AVC) Ton DTS<br />

5.1 (Deutsch, Englisch, Schärfe, Kontrast und Detailzeichnung<br />

Spanisch, Französisch) sind tadellos. Der satte Surroundsound<br />

bindet die hinteren Boxen für<br />

Untertitel Deutsch,<br />

Spanisch, Französisch eine angenehme räumliche Atmosphäre<br />

gut ein. Der <strong>HD</strong>-Mix präsentiert sich<br />

Extras Making Of<br />

Vertrieb Universal<br />

dabei sehr dynamisch und präzise. Als<br />

VÖ: im Handel<br />

Bonus gibt es lediglich ein wenig spannendes<br />

Making Of.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

DIE TUSCHS – MIT KARACHO NACH MONACO!<br />

FILM: Bahn frei für die sympathische<br />

Chaosfamilie Tusch: Der Proleten-Clan<br />

macht sich mit einem Lottogewinn auf<br />

nach Monaco, um das süße Leben zu<br />

genießen. Mit seinem derben Humor<br />

und dem ruppigen Umgangston brüskiert<br />

der Clan die Hautevolee. Schon<br />

bald stellen die Provinzler in dieser<br />

charmant-ironischen Komödie aus<br />

Komödie / Frankreich<br />

2011 / O-Titel Les Tuche<br />

Frankreich fest, dass Geld allein nicht<br />

/ 94 Min. FSK 0 Regie glücklich macht.<br />

Olivier Baroux mit Jean- TECHNIK: Das Fürstentum präsentiert<br />

Paul Rouve, Isabelle sich auf Blu-ray Disc in satt leuchtenden,<br />

bunten Farben. Zudem punktet<br />

Nanty, Claire Nadeau<br />

Disc BD 25 Bild 2,35:1<br />

das saubere Bild mit solider Schärfe<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 und klaren Kontrasten. Die Schwarzwerte<br />

wurden gut ausdifferenziert.<br />

(Deutsch, Französisch)<br />

Untertitel Deutsch Der frontlastige <strong>HD</strong>-Sound mutet hingegen<br />

etwas schwachbrüstig an. Das<br />

Extras Keine<br />

Vertrieb Sunfilm Arrangement ist insgesamt nicht sonderlich<br />

gut gelungen: Häufig werden<br />

VÖ: im Handel<br />

die Dialoge deutlich zu laut wiedergegeben.<br />

Extras gibt es nicht.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

100


Driver (Ryan Gosling)<br />

schert sich nicht um<br />

andere – bis Irene in<br />

sein Leben tritt.<br />

TEXAS KILLING FIELDS<br />

FILM: Ein Serienkiller treibt in einer<br />

schwülen texanischen Kleinstadt sein<br />

Unwesen. Die Leichen seiner Opfer<br />

legt er im nahegelegenen Sumpf ab.<br />

Zwei Cops heften sich in diesem atmosphärisch<br />

dichten Thriller an die<br />

Fersen des Schlächters. Ein junges<br />

Mädchen führt sie auf eine heiße Spur.<br />

Obwohl sich die Story nur langsam<br />

Thriller / USA 2011 /<br />

entwickelt, baut sie kontinuierlich eine<br />

unterschwellige Spannung auf.<br />

105 Min. FSK 16 Regie<br />

Ami Canaan Mann mit<br />

Sam Worthington, Jessica<br />

Chastain, Chloë Grace der werden von satt-erdigen Farben<br />

TECHNIK: Die lichtdurchfluteten Bil-<br />

Moretz Disc BD 25 Bild dominiert und überzeugen mit knackiger<br />

Schärfe und gut herausgearbei-<br />

2,40:1 (1080p25, AVC)<br />

Ton DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch)<br />

teten Kontrasten. Gelegentlich wirkt<br />

Untertitel Deutsch die Optik jedoch etwas zu weich. Die<br />

Extras Keine Schwarzwerte wurden solide ausdifferenziert.<br />

Der Sound ist minimalis-<br />

Vertrieb Ascot Elite<br />

VÖ: 10.07. tisch, aber detailreich und bedient vornehmlich<br />

die vorderen Boxen. Die<br />

Dialoge sind stets gut verständlich.<br />

Extras gibt es nicht.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

DRIVE<br />

Action / USA 2011 / 100 Min. FSK 18 Regie Nicolas<br />

Winding Refn mit Ryan Gosling, Carey Mulligan,<br />

Bryan Cranston Disc BD 50 Bild 2,35:1 (1080p24,<br />

AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 (Deutsch, Englisch) Untertitel<br />

Deutsch, Englisch Extras Making Of, Hinter<br />

den Kulissen, BD Live, Fragen und Antworten mit<br />

Nicolas Winding Refn, Interviews, Featurettes<br />

Vertrieb Universum<br />

VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

METROPIA<br />

FILM: Wenig überraschende Momente,<br />

kaum dramaturgische Höhepunkte:<br />

Call-Center-Agent Roger lebt ein<br />

ereignisloses Leben in einer düsteren<br />

Welt. In Europa gibt es kein Öl mehr,<br />

der Himmel ist bleischwer und der<br />

Kontinent gleichgeschaltet. Doch dann<br />

nisten sich plötzlich Stimmen in Rogers<br />

Kopf ein, und er begegnet der geheimnisvollen<br />

Nina.<br />

Trickfilm / Schweden,<br />

Dänemark, Norwegen<br />

2009 / 85 Min. FSK 12<br />

TECHNIK: Schmutzig, grau und trostlos<br />

– konsequent verweigert Regisseur<br />

Regie Tarik Saleh Sprecher<br />

Alexander Skarsgård,<br />

Juliette Lewis, Udo ben. Die Blu-ray Disc meistert diese<br />

Tarik Saleh seiner Dystopie die Far-<br />

Kier Disc BD 25 Bild Herausforderung mit starken Kontrastwerten,<br />

gut abgestuften Schwarz-<br />

1,85:1 (1080p24, AVC)<br />

Ton DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch) tönen und knackiger Schärfe. Die ausgezeichnete<br />

Optik wird von einem at-<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Entfallene Szene, mosphärischen <strong>HD</strong>-Sound begleitet,<br />

Sprachaufnahmen, Im der die Kakophonie der Zukunft dynamisch<br />

und effektreich wiedergibt.<br />

Animationsstudio u.a.<br />

Vertrieb Capelight<br />

Im Bonusteil ist vor allem der Besuch<br />

VÖ: im Handel<br />

im Animationsstudio interessant.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

EXTREM LAUT UND UNGLAUBLICH NAH<br />

FILM: Der neunjährige Oskar verliert<br />

bei den Anschlägen vom 11. September<br />

seinen Vater. Zwei Jahre nach dessen<br />

Tod stößt er auf ein Geheimnis,<br />

das er unbedingt lüften will. Dabei<br />

lernt er sich selbst und die Welt um<br />

sich herum völlig neu kennen. Das<br />

rührende Familien- und Sozialdrama<br />

driftet trotz großer Emotionen nie<br />

Drama / USA 2011 / vollends ins Kitschige ab.<br />

O-Titel Extremely Loud<br />

TECHNIK: Scharf, kontrastreich und<br />

and Incredibly Close /<br />

129 Min. FSK 12 Regie detailgetreu: Die in warme Farben getauchten<br />

Bilder sind auf Blu-ray Disc<br />

Stephen Daldry mit Tom<br />

Hanks, Sandra Bullock, einwandfrei umgesetzt. Die Optik<br />

Thomas Horn Disc BD 50 wirkt angenehm weich und natürlich.<br />

Bild 2,40:1 (1080p24,<br />

Der Soundmix bindet die Surroundboxen<br />

gut ein, sodass eine räumliche<br />

AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA<br />

5.1 (Englisch), Dolby<br />

Digital 5.1 (Deutsch u.a.) Klangkulisse entsteht. Die Dialoge<br />

Untertitel Dt., Engl. u.a. werden klar wiedergegeben. Die Bluray<br />

Disc bringt ein umfangreiches und<br />

Extras Making Of,<br />

Featurettes interessantes Bonuspaket mit. Höhepunkt<br />

ist ein 44-minütiger „Hinter den<br />

Vertrieb Warner<br />

VÖ: im Handel<br />

Kulissen“-Beitrag.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

101


HOME ENTERTAINMENT | DRAMEN<br />

Maggie und<br />

ihre Hamster<br />

Meryl Streep spielte<br />

Margaret Thatcher<br />

nicht nur wegen des<br />

fantastischen Makeups<br />

überzeugend.<br />

Eine Tigerin unter Hamstern sei sie gewesen, sagte ein Parteifreund<br />

einmal bewundernd über Margaret Thatcher. Phyllida Lloyds Biopic<br />

„Die Eiserne Lady“ (2011) versucht, hinter die beherrschte<br />

Fassade von Großbritanniens erster und einziger Premierministerin zu<br />

blicken, kratzt aber lediglich an deren Oberfläche: Zu hastig werden die<br />

einzelnen Etappen in Thatchers Leben abgearbeitet, zu wenig wird auf<br />

die Menschen eingegangen, die dabei auf der Strecke bleiben. Ausgehend<br />

von der Gegenwart – die demente Thatcher lebt inzwischen unter<br />

Aufsicht in ihrem eigenen Haus – beleuchtet Lloyd in Rückblenden das<br />

Leben der zielstrebigen Frau, die für ihr Fortkommen keine Mühen<br />

scheute. Meryl Streeps fantastische Darstellung der Krämerstochter, die<br />

es bis in das englische Parlament und schließlich an die Spitze des Staates<br />

schaffte, wurde zu Recht 2012 mit einem Oscar prämiert – ebenso<br />

wie das gelungene Make-up von Mark Coulier und J. Roy Helland.<br />

TECHNIK: So taff und unantastbar wie die Eiserne Lady präsentiert sich<br />

die Optik der Blu-ray Disc leider nicht: Zu oft mutet das saubere, detailreiche<br />

Bild einen Tick zu schwammig an. Die gedeckten Farben weisen<br />

eine solide Sättigung auf, Kontrast und Schärfe werden gut wiedergegeben.<br />

Auch die Schwarzwerte wurden zufriedenstellend ausdifferenziert.<br />

Der 5.1-<strong>HD</strong>-Mix punktet mit einer gelungenen räumlichen Aufteilung<br />

und Dynamik. Auch kleinste klangliche Details gehen in dem<br />

gekonnten Arrangement nicht unter, die Dialoge bleiben stets klar verständlich.<br />

Im Bonusteil<br />

finden sich neben einem<br />

interessanten Making Of<br />

zahlreiche kurzweilige<br />

Featurettes. Die Interviews<br />

und der Blick hinter<br />

die Kulissen sind hingegen<br />

nicht besonders<br />

sehenswert.<br />

DIE EISERNE LADY<br />

Drama / Großbritannien 2011 / O-Titel The Iron<br />

Lady / 105 Min. FSK 6 Regie Phyllida Lloyd mit<br />

Meryl Streep, Jim Broadbent, Alexandra Roach<br />

Disc BD 25 Bild 2,35:1 (1080p24, AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong><br />

MA 5.1 (Deutsch, Englisch) Untertitel Deutsch<br />

Extras Making Of, Featurettes, Interviews, B-Roll<br />

Vertrieb Concorde VÖ: 19.07.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

EINE DUNKLE BEGIERDE<br />

FILM: Der Fall Sabina Spielrein bringt<br />

die beiden Psychoanalyse-Koryphäen<br />

C.G. Jung und Sigmund Freud zusammen.<br />

Regisseur David Cronenberg seziert<br />

in seinem manchmal etwas langatmigen<br />

Drama nicht nur eine Männerfreundschaft,<br />

sondern führt auch<br />

in die Psychoanalyse ein. Das erfordert<br />

trotz vereinfachter Darstellung<br />

Drama / Deutschland,<br />

Kanada u.a 2011 /<br />

viel Konzentration.<br />

O-Titel A Dangerous TECHNIK: Auf Blu-ray Disc präsentiert<br />

sich der Kostümfilm in hellen,<br />

Method / 99 Min. FSK<br />

16 Regie David Cronenberg<br />

mit Michael Fass-<br />

Schärfe wurden gut umgesetzt. Bei<br />

gut gesättigten Farben. Kontrast und<br />

bender, Keira Knightley,<br />

der Detailzeichnung sind allerdings<br />

Viggo Mortensen Disc<br />

BD 50 Bild 1,85:1 Schwächen wahrnehmbar. Der<br />

(1080p24, AVC) Ton 5.1-Sound ist dynamisch. Aufgrund<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1 der Dialoglastigkeit des Films bieten<br />

(Deutsch, Engl., Span., sich nur wenige Möglichkeiten für Surroundeinsatz.<br />

Im Bonusteil finden sich<br />

Frz.) Untertitel Dt., Engl.,<br />

Span., Frz. Extras Interviews<br />

Vertrieb Universal<br />

lediglich Interviews mit Cast und<br />

VÖ: im Handel Crew, die nur wenige Hintergrundinformationen<br />

bieten.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

FÜR IMMER LIEBE<br />

FILM: Nach einem Autounfall verliert<br />

die Künstlerin Paige ihr Gedächtnis:<br />

Die vergangenen fünf Jahre kann sie<br />

nicht mehr rekonstruieren. Folglich<br />

fehlt ihr auch jede Erinnerung an ihren<br />

Mann Leo, den sie in diesem Zeitraum<br />

heiratete. Überraschend unkitschig<br />

erzählt der unprätentiöse Liebesfilm<br />

die Geschichte eines Paares,<br />

das sich neu kennenlernen muss. Zudem<br />

stellt die souverän inszenierte<br />

Drama / USA, Frankreich<br />

u.a. 2011 / O-Titel<br />

The Vow / 99 Min. FSK 0 Romanze existenzielle Fragen.<br />

Regie Michael Sucsy TECHNIK: Unterlegt mit viel Musik<br />

mit Rachel McAdams, und generell sehr dialoglastig, reizt<br />

Channing Tatum, Sam die DVD die Möglichkeiten der Soundanlage<br />

nicht aus. Dennoch kommt der<br />

Neill Disc DVD Bild<br />

1,85:1 (anamorph) Ton<br />

Dolby Digital 5.1<br />

Ton homogen und natürlich aus den<br />

(Deutsch, Englisch, Boxen. Das Bild ist etwas überstrahlt,<br />

Spanisch) Untertitel Dt., dadurch gibt es immer mal wieder<br />

Engl. u.a. Extras Audiokommentar,<br />

Entfallene diokommentar von Regisseur Micha-<br />

harte Kanten. Als Extras liegen ein Au-<br />

Szenen u.a. Vertrieb<br />

el Sucsy sowie uninteressante entfallene<br />

und verpatzte Szenen vor.<br />

Sony VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Leo (Channing Tatum) und Paige (Rachel<br />

McAdams) waren ein glückliches Paar.<br />

102


HOME ENTERTAINMENT | ACTION<br />

EIN RISKANTER PLAN<br />

Man sieht Angie<br />

(Genesis Rodriguez)<br />

gar nicht an, dass sie<br />

nicht gerade eine geübte<br />

Einbrecherin ist.<br />

BUNOHAN – RETURN TO MURDER<br />

FILM: Familienzusammenführung in<br />

Malaysia: Etwas wirr erzählt „Bunohan<br />

– Return To Murder“ die Geschichte<br />

dreier Brüder, die nach einigen Jahren<br />

in ihrem Heimatort wieder aufeinandertreffen.<br />

Während Bakar das<br />

Land der Familie verschachern will,<br />

ist Kickboxer Adil auf der Flucht vor<br />

seinem anderen Bruder Ilham – einem<br />

Action / Malaysia 2011<br />

/ O-Titel Bunohan / 98<br />

Auftragskiller.<br />

Min. FSK 16 Regie Dain TECHNIK: Optisch überzeugt die Produktion<br />

nicht: Das Bild wirkt in dunk-<br />

Said mit Zahiril Adzim,<br />

Faizal Hussein, Pekin len Szenen recht schwammig und detailarm.<br />

In hellen Sequenzen punktet<br />

Ibrahim Disc BD 50 Bild<br />

1,85:1 (1080p24, AVC)<br />

die BD mit satt leuchtenden Farben<br />

Ton DTS-<strong>HD</strong> MA (Englisch),<br />

DTS 5.1 (Deutsch, und guten Kontrasten. Der dynamische<br />

Sound erschafft eine angeneh-<br />

Französisch) Untertitel<br />

Deu., Engl., Franz., Nied. me, detailreiche Surroundkulisse. Dialoge<br />

bleiben stets gut verständlich.<br />

Extras Making Of, Interview<br />

mit Regisseur Dain Im Bonusteil finden sich lediglich ein<br />

Said Vertrieb Universal<br />

wenig informatives Making Of sowie<br />

VÖ: im Handel<br />

ein interessantes Interview mit dem<br />

Regisseur.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

THE ZERO HOUR<br />

FILM: Keine guten Bedingungen für<br />

eine Geburt: Die werdende Mutter<br />

kommt mit einer Schussverletzung ins<br />

Krankenhaus. Dort streikt allerdings<br />

die Belegschaft. Was also tut der Papa<br />

in spe? Gemeinsam mit seiner<br />

schwer bewaffneten Gang stürmt er<br />

eine noble Privatklinik, um dort eine<br />

Notfall-Behandlung zu erzwingen.<br />

Action / Venezuela<br />

Dass dort bereits die Cops auf ihn warten,<br />

macht die Sache nicht einfacher.<br />

2010 / O-Titel La hora<br />

cero / 102 Min. FSK 16<br />

Regie Diego Velasco mit Hektisch ist das Erzähltempo und<br />

Zapata 666, Amanda schnell sind die Schnittsequenzen –<br />

Key, Erich Wildpret Disc und doch will der Funke der Gangsterstory<br />

nicht recht überspringen.<br />

BD 25 Bild 1,78:1<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

TECHNIK: Die Bilder sind auf BD<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Spanisch) schwammig, blass und in den Bewegungen<br />

unscharf. Der Ton überzeugt<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras BD Live Vertrieb hingegen: Auch wenn die Dialoge teils<br />

Universum recht laut gepegelt sind, ist der Surroundeinsatz<br />

satt. Mit einer BD-Live-<br />

VÖ: im Handel<br />

Funktion bietet die Blu-ray Disc nur<br />

einen mageren Bonusteil.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

PAKT DER RACHE<br />

FILM: Richtig gute Filme hat Nicolas<br />

Cage lange nicht mehr gemacht. Aber<br />

das scheint ihm egal zu sein. Hauptsache,<br />

er steht vor der Kamera. Im<br />

handwerklich soliden, aber wenig<br />

überraschenden „Pakt der Rache“<br />

spielt er einen Lehrer, der eine Gangsterorganisation<br />

bittet, seine geschändete<br />

Frau zu rächen. Dafür wollen sie<br />

Thriller / USA 2011 /<br />

eine moralisch fragwürdige Gegenleistung:<br />

Gerard soll selbst zum Mör-<br />

O-Titel Seeking Justice /<br />

105 Min. FSK 16 Regie<br />

Roger Donaldson mit der werden und einen vermeintlichen<br />

Nicolas Cage, Guy Kinderschänder erledigen.<br />

Pearce, January Jones TECHNIK: Der Sound der Blu-ray Disc<br />

Disc BD 25 Bild 2,35:1 fegt dynamisch und raumgreifend<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

durch die Boxen. Die Optik wird auf<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch) BD von satten Farben und großem Detailreichtum<br />

geprägt, allerdings ha-<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Making Of, Interviews,<br />

B-Roll, BD Live leichte Probleme. Ein knappes Making<br />

ben Schärfe und Kontraste bisweilen<br />

Vertrieb Universum VÖ: Of und langweilige Interviews sind<br />

im Handel<br />

die Kernstücke des durchschnittlichen<br />

Bonusteils.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

PHASE 7<br />

FILM: Was tun, wenn ein Killervirus<br />

sein Unwesen treibt? Erst einmal Ruhe<br />

bewahren. Nach dieser Maxime<br />

handeln Coco und seine hochschwangere<br />

Frau Pipi in dem spannenden<br />

Thriller „Phase 7“. Dass ihr Mietshaus<br />

unter Quarantäne steht, macht dem<br />

Paar wenig aus. Erst, als die Nachbarn<br />

allmählich durchdrehen und das Misstrauen<br />

die Oberhand gewinnt, ergrei-<br />

Thriller / Argentinien<br />

2011 / O-Titel Fase 7 /<br />

97 Min. FSK 16 Regie fen auch die beiden Maßnahmen zum<br />

Nicolás Goldbart mit Selbstschutz.<br />

Daniel Hendler, Jazmín TECHNIK: In beinahe klinisch anmutenden<br />

Bildern wird die Geschichte<br />

Stuart, Yayo Guridi Disc<br />

BD 25 Bild 2,35:1 erzählt: Die Farben sind nicht zu bunt<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

und wirken fast steril. Während der<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Spanisch) Kontrast gut umgesetzt wurde, kämpft<br />

Untertitel Deutsch die BD gelegentlich mit der Schärfe.<br />

Extras Entfallene Szenen Die Soundarrangements sind gelungen.<br />

Sie punkten mit Bombast und ei-<br />

Vertrieb Koch Media<br />

VÖ: im Handel ner angenehmen Surroundkulisse. Als<br />

Bonus gibt es lediglich einige uninteressante<br />

entfallene Szenen.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

FILM: In 70 Metern Höhe steht Nick<br />

Cassidy auf einem schmalen Sims.<br />

Doch er wird nicht springen. Zumindest<br />

vorerst. Denn was ihn dorthin getrieben<br />

hat, ist nicht die Selbstmordabsicht<br />

– sondern „Ein riskanter Plan“.<br />

In dem spannenden Thriller will er<br />

die Aufmerksamkeit der Polizei als Ablenkungsmanöver<br />

nutzen, damit zwei<br />

Thriller / USA 2011 /<br />

O-Titel Man On A Ledge<br />

Komplizen im Gebäude gegenüber einen<br />

Diamanten stehlen können.<br />

/ 102 Min. FSK 12 Regie<br />

Asger Leth mit Sam TECHNIK: Die satten Farben der Bluray<br />

Disc bleiben angenehm unauf-<br />

Worthington, Elizabeth<br />

Banks, Anthony Mackie dringlich. Auch die Schwarzwerte sind<br />

Disc BD 25 Bild 2,35:1<br />

top. Knackige Schärfe und ein hervorragender<br />

Kontrast runden das klare<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Englisch) Bild ab. Detailreich ist der Sound abgemischt:<br />

Die Dialoge kommen ange-<br />

Untertitel Deutsch<br />

Extras Featurette: Am nehm und klar aus den Boxen. Sie werden<br />

vom dynamischen Surroundein-<br />

Abgrund Vertrieb Concorde<br />

VÖ: 19.07.<br />

satz unterstützt. Im Bonusteil der BD<br />

gibt es nur ein kurzes, uninteressantes<br />

Featurette.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

RA.ONE – SUPERHELD MIT HERZ<br />

FILM: Als der Programmierer Shekhar<br />

ein neues Computerspiel designt,<br />

ahnt er nicht, welche Folgen seine Kreativität<br />

hat: Der Superschurke RA.One<br />

bahnt sich einen Weg ins echte Leben<br />

und bedroht Shekars Familie. Jetzt<br />

kann nur noch der gute Held G.One<br />

helfen, der Shekar wie aus dem Gesicht<br />

geschnitten ist. Das Bollywood-<br />

Fantasy / USA, Indien<br />

Spektakel überzeugt mit viel Gesang,<br />

2011 / O-Titel: RA.One /<br />

155 Min. FSK 12 Regie aufwendigen Massenszenen und spektakulären<br />

Spezialeffekten.<br />

Anubhav Sinha mit Shah<br />

Rukh Khan, Kareena TECHNIK: Gerade die sehen auf Bluray<br />

Disc sehr sauber aus. Kontrast und<br />

Kapoor, Arjun Rampal<br />

Disc BD 25 Bild 2,35:1 Schärfe wurden sehr gut herausgearbeitet,<br />

und die Farbsättigung ist her-<br />

(1080p24, AVC) Ton<br />

DTS-<strong>HD</strong> MA 5.1<br />

(Deutsch, Hindi) Untertitel<br />

Deutsch Extras Während des gesamten Films besteht<br />

vorragend. Der Sound ist bombastisch:<br />

Songs, Making Of, Entfallene<br />

Szenen, Making sche Surroundkulisse. Effekte setzen<br />

eine satte, detailreiche und dynami-<br />

Of der Songs, Im Studio gezielt Akzente. Im soliden Bonusteil<br />

mit Akon Vertrieb Alive<br />

findet sich unter anderem ein interessantes<br />

Making Of.<br />

VÖ: im Handel<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

Bahnt sich einen Weg in die reale Welt:<br />

Superheld G.One (Shah Rukh Khan)<br />

<strong>video</strong>-homevision.de | 08_2012<br />

103


HOME ENTERTAINMENT | MUSIK<br />

THE BEATLES – YELLOW SUBMARINE<br />

In brillanten Farben zu sehen:<br />

Die Fab Four im restaurierten<br />

Zeichentrickabenteuer „Yellow<br />

Submarine“.<br />

FILMTIPP<br />

SOUNDTIPP<br />

Copyright für Szenenbilder: Subafilms Ltd.<br />

JAN DELAY & DISKO NO.1 – HAMBURG ...<br />

FILM: Im August 2011 bat Jan Delay<br />

zum großen Finale seiner „Bahnhof<br />

Soul“-Tournee auf die Trabrennbahn<br />

in seiner Heimatstadt Hamburg und<br />

fackelte ab, was ging. Die Konzert-BD<br />

„Hamburg brennt!!“ ist kein imposantes<br />

Tischfeuerwerk, sondern ein durchgeknallter<br />

Flächenbrand. Der näselnde<br />

Soul-Dandy im knallpinken Hemd<br />

Pop / Deutschland 2011<br />

/ 112 Min. FSK 0 mit erwartet nicht weniger als den vollen<br />

Jan Delay Disc BD 25 Einsatz seiner 15.000 Fans. Die bekamen<br />

dafür auch einige Gäste: unter<br />

Bild 1,78:1 (1080p24,<br />

AVC) Ton Dolby Digital anderem Das Bo, H.P. Baxxter und natürlich<br />

Beginner-Sozius Denyo.<br />

5.1, Linear PCM 2.0<br />

Untertitel Keine Extras<br />

TECHNIK: Dezent ist nichts an diesem<br />

Keine Vertrieb Universal<br />

Music VÖ: im Handel megalomanischen Auftritt: Saftige<br />

Farben und knackige Schärfe machen<br />

diesen Konzertmitschnitt zu einem<br />

optischen Genuss. Dazu wummern<br />

die Discobeats und Delays quäkige<br />

Stimme druckvoll aus den Boxen. Extras<br />

befinden sich nicht auf der Bluray<br />

Disc.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

FILM: Die Menschen träumten von Frieden und<br />

einer besseren Welt. Das Böse war böse und das<br />

Gute gut. Damals, vor fast 45 Jahren, erschien<br />

der kongeniale Zeichentrickfilm „Yellow Submarine“<br />

(1968) der Beatles. In den imposanten, zeitlos<br />

wirkenden Bildern des deutschen Designers<br />

Heinz Edelmann reisen die vier Beatles durch<br />

psychedelische Welten – und müssen das Pepperland<br />

retten. Zuletzt war die DVD des meister-<br />

Trickfilm / Großbritannien<br />

1968 / 90 Min. haften Klassikers im Handel vergriffen, nun erscheint<br />

er in einer restaurierten Fassung erstmals<br />

FSK 6 Regie George<br />

Dunning Sprecher John<br />

Lennon, Paul McCartney, auf Blu-ray Disc. Genau das richtige Medium für<br />

Ringo Starr, George diesen Film, mit seinen grellbunten Farben, dem<br />

Harrison Disc BD 50 anarchischen und infantilen Humor – und einem<br />

Bild 1,66:1 (1080p24, der besten Soundtracks aller Zeiten. Nur die Geschichte<br />

könnte so ähnlich auch in einem Dis-<br />

AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA<br />

5.1 (E), Dolby Digital 5.1<br />

(D, I) Untertitel D u.a.<br />

ney-Film stattfinden: Das Paradies Pepperland<br />

Extras Audiokommentar, wird durch die Blaumiesen – im Original die Blue<br />

Making Of, Storyboard- Meanies – bedroht, die ihre Armeen nach Pepperland<br />

schicken. Die einzige Rettung für das<br />

Sequenzen, Originalzeichnungen,<br />

Bildergalerie,<br />

Interviews Vertrieb<br />

friedliche Land des Glücks und der Musik ist die<br />

Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band: Bewaffnet<br />

mit ihren Instrumenten und Songs wie<br />

EMI VÖ: im Handel<br />

„Eleanor<br />

Rigby“ und „Nowhere Man“ im Gepäck, stechen<br />

John, Paul, George und Ringo mit einem<br />

kleinen gelben Unterseeboot nach Pepperland in<br />

See. Sie sollen zeigen, dass eines immer noch<br />

gilt: „All You Need Is Love“.<br />

TECHNIK: Die aufwendige Restauration, die ein<br />

Expertenteam am Original-Material vornahm,<br />

hat sich gelohnt: Auf Blu-ray Disc strahlen die<br />

Farben brillant, die Schärfe ist bis auf wenige<br />

Szenen hervorragend, und nur selten treten Artefakte<br />

auf. Beim Sound wurde ebenfalls das bestmögliche<br />

Ergebnis erzielt: Vor allem die englische<br />

Spur auf BD überrascht mit perfekt arrangierten<br />

räumlichen Effekten und druckvoller Musik.<br />

Die deutsche Dolby-Digital-5.1-Fassung ist<br />

sehr atmosphärisch, die Effekte klingen jedoch<br />

bisweilen etwas dumpf. Das gute Bonusmaterial<br />

rundet das Gesamtpaket mit spannenden Hintergrundinfos<br />

ab: Neben einem Making Of über<br />

die Arbeiten an dem Zeichentrickfilm bietet die<br />

BD einen informativen Audiokommentar von<br />

Produzent John Coates und Heinz Edelmann, sowie<br />

Interviews mit Sprechern und Autoren.<br />

Bild:<br />

Ton:<br />

Extras:<br />

Film:<br />

SIMPLY RED – LIVE AT MONTREUX 2003<br />

FILM: Mit über 50 Millionen verkauften<br />

Alben zählen Simply Red zu den<br />

erfolgreichsten britischen Bands aller<br />

Zeiten. Umso erstaunlicher war die<br />

Auflösung der Band im Jahr 2010. Der<br />

Konzertmitschnitt vom Montreux Jazz<br />

Festival 2003 zeigt die Band in ihrer<br />

späten, aber nicht minder schimmernden<br />

Blüte. Natürlich spielten Simply<br />

Pop / Schweiz 2003 /<br />

Red Hits wie „Holding Back The Years“,<br />

„Something Got Me Started“ oder<br />

124 Min. FSK 0 mit<br />

Simply Red Disc BD 50<br />

Bild 1,78:1 (1080i50, „The Right Thing“.<br />

AVC) Ton DTS-<strong>HD</strong> MA TECHNIK: Die BD bietet leider keine<br />

5.1, Dolby Digital 5.1, überragende Optik: Schärfe und Kontrast<br />

sind etwas schwammig. Die<br />

Linear PCM 2.0 Untertitel<br />

Keine Extras Sieben<br />

Schwarzwerte sind zu hell und gehen<br />

Songs vom Montreux<br />

Konzert 2010 Vertrieb ins Graue. Lediglich die knackigen<br />

Edel Germany VÖ: im Farben überzeugen, sie geben die<br />

Handel Lichtshow brillant wieder. Der Ton ist<br />

rundum gelungen: Gesang und Musik<br />

kommen differenziert aus den Boxen.<br />

Als Bonus gibt es sieben Songs<br />

vom Konzert in Montreux 2010.<br />

Bild:<br />

Extras:<br />

Ton:<br />

Film:<br />

THE RACONTEURS – LIVE AT MONTREUX 2008<br />

FILM: Für die Jungs rund um den ehemaligen<br />

Sänger der „White Stripes“,<br />

Jack White, zählt nur eins: die Musik.<br />

Die Band nutzt kein aufwendiges Bühnenbild<br />

oder übertriebene Showelemente,<br />

sie setzt voll auf ihren rockenden<br />

Blues und das