video Ultra HD (Vorschau)

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2012

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Italien 6,10 € I Spanien 6,10 € I Finnland 6,65 € I Slowakei 6,10 €

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22 Heimkino-

Neuheiten

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GRATIS!

4x

schärfer

als HDTV

ULTRA HD

• Die ersten Geräte, der erste Film in 4K

• Beste Tiefenschärfe ganz ohne 3D

OLED

Samsung gegen LG:

Wer hat die bessere

TV-Technik?

DESIGN-TVs

von 46 bis 60 Zoll

TEST

TEST

• 3D-TV ohne Brille

• 4K-Blu-ray-Player

• 5.1-Boxen-Sets

• AV-Subwoofer

Kate Beckinsale

in „Underworld

Awakening“

40

NEUE BLU-RAYS

IM BILD-TEST

IKEA-TV

AV-System UPPLEVA im Check

Edle TV-Möbel-Alternativen

von Spectral & Co.

0 8

4 190477 704504


Reference

HiFi

Home Cinema

Pro House

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Jeder

Zwischenton

schärft die Sinne.

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Harry Potter oder Star Wars? James Brown oder James Bond? Formel 1 oder

Toy Story? Große Gefühle oder große Effekte? Alleine oder mit Freunden?

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genau so zu tun, wie Sie es möchten. Entdecken Sie unsere Welt des Klangs.

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Technik-

Dschungel

HDTV-Sat-Receiver

für HD+ und CI+

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Inkl. HD+ Karte für 1 Jahr freigeschaltet

ANDREAS

STUMPTNER,

CHEFREDAKTEUR

Wer kennt das nicht? Man steht im Elektrofachmarkt

vor einer Wand von TV-Geräten, und deren

Rahmen sind gespickt mit zig Logos, die besondere

technische Errungenschaften verkaufen wollen.

Doch wer blickt bei der Fülle an Symbolen noch durch?

Wir nutzen deshalb unser schickes Testfeld edler Design-

Fernseher in dieser Ausgabe (ab Seite 26), um Ihnen einen

Wegweiser durch den reichlich undurchsichtigen Logo-

Dschungel an die Hand zu geben.

Es gilt, vor dem Kauf zu unterscheiden zwischen hochoffiziellen

Markenlogos, wie es sie etwa für HDMI, Wi-Fi

oder DLNA gibt, und von Herstellern selbst kreierten Emblemen,

die mit einem schön klingenden Marketing-Begriff

eine bestimmte Funktion des Geräts umschreiben

(zum Beispiel AllShare oder VIERA Connect). Welche sind

wichtig, welche nicht? An dieser Stelle ist häufig gar so

mancher Verkäufer überfragt.

Licht ins Dunkel bringen wir aber auch in Sachen neuer

Bildtechnologien. OLED-TVs sind seit der US-Fachmesse

CES im Januar bei Technikfans in aller Munde, doch wir

verraten, was diesbezüglich hierzulande zu erwarten ist.

Und dass in Sachen Bildauflösung noch deutlich mehr

möglich ist als das mittlerweile breit eingeführte Full HD,

erläutern wir in unserem Fokusthema unter der Überschrift

Ultra HD“. Denn es geht immer noch schärfer!

Viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst, Ihr

Andreas Stumptner

Empfang von Sky

Sendern über das Sky

CI Plus-Modul möglich *

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CI+ Schnittstelle garantiert

zukunftssicher auch den

Empfang weiterer Pay-TV

Sender. Über die USB-

Schnittstelle besteht die

Möglichkeit, TV- oder Radioprogramme

aufzuzeichnen

und zeitversetzt fernzusehen

(Timeshift).

Erhältlich in silber und

schwarz.

* ) CI Plus-Modul nicht im Lieferumfang enthalten.

Empfang von Sky über das Sky CI Plus-Modul nur

über Sat und mit einem Abonnement von Sky möglich.

© cinemafestival /Shutterstock.com

Fantasy-

Helden

Unsere Titelseite zieren zwei Fantasyund

Action-Helden aus ein und derselben

Hollywood-Filmschmiede: aus dem

Hause Sony Pictures. Die eine, Kate Beckinsale alias Selene,

führt in Underworld Awakening ab 12. Juli zum bereits

vierten Mal den Kampf Vampire gegen Lykaner fort (DVDund

Blu-ray-Kritik auf Seite 94/95).

Der andere, der Amazing Spider-Man, schwingt sich seit

28. Juni über Deutschlands Kinoleinwände, um die Anfänge

des Spinnenmannes ganz neu zu erzählen. Und das nicht nur

erstmals gespielt von Shooting-Star Andrew Garfield (The

Social Network), sondern erstmals auch gefilmt in 3D.

Stand-by-Leistung < 1 Watt

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video-homevision.de | 08_2012

3

Antennen · Electronic


VIDEO-HOMEVISION | INHALT

SEITE 54

SOUNDCHECK

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein elektrisches Musiksignal in Schall

zu wandeln. Vier wegweisende Schallwandlerkonzepte haben wir uns

einmal genauer angeschaut.

SEITE 26

DESIGN-TVS

Wir zeigen in unserem Vergleichstest der

Design-TVs von Panasonic, Samsung,

Sharp und Sony, was die Sammlung an

Logos auf den TV-Geräten bedeutet.

SEITE 46

SORGLOS-PAKETE

FÜRS HEIMKINO

Satelliten- oder Kabel-Receiver,

Blu-ray-, Netzwerk- und Media-Player –

Kombigeräte bringen alle Features

fürs heimische Wohnzimmer in nur

einem Gerät unter. Ist die Qualität

dann auch die beste? Wir machen

den Vergleichstest.

NEWS & TRENDS

06 Das Technik-Highlight OLED

Alles rund um die ersten OLED-TVs von LG

und Samsung auf dem Markt

08 Aktuelles

Spannende Neuigkeiten, Hintergrundberichte,

Nachrichten und Tipps

16 Händler des Monats

Unsere Händlerempfehlung des Monats:

das Augsburger High-Fidelity Studio

IM FOKUS

18 Ultra HD auf dem Prüfstand

Viermal schärfer als HDTV: Was die neue

Auflösung wirklich kann und für wen sie

zu empfehlen ist

BILD

24 Aktuelles kompakt

Bessere Auflösung, weniger Strom: Sharp

geht mit der IGZO-Technologie in Serie.

26 Vergleichstest: Design-TVs

Wir haben vier schicke Großbild-Fernseher

gegeneinander antreten lassen und verraten

Ihnen, was die Logos auf den Geräten wie

Live Colour und AQUOS LINK bedeuten.

38 Einzeltest: 3D ohne Brille

Der 3D-TV Toshiba 55ZL2G liefert den Kunden

endlich brillenloses 3D. Wir zeigen, wie gut

der Fernseher wirklich ist.

42 Vergleichstest: Blu-ray-Player

Die brandneuen Player von Philips und Sony

bieten die heißesten Technik-Features.

46 Vergleichstest: Kombigeräte

Die Rundum-sorglos-Pakete von LG,

Panasonic und Samsung im Vergleich

TON

52 Aktuelles kompakt

Die neuen Soundlösungen von Boston

Acoustics, Denon und Marantz

54 Vergleichstest: 5.1-Lautsprecher-Sets

Vier wegweisende Schallwandlerkonzepte

unter der Lupe

62 Einzeltest: AV-Receiver

Denon präsentiert den AVR-2113 mit seinem

einzigartigen Blu-ray-Transporter.

68 Einzeltest: AV-Subwoofer

Receiver und Subwoofer in einem – das bringt

4


VON 46 BIS 60 ZOLL

SEITE 18

ULTRA HD

DIE ERSTEN GERÄTE

Viermal schärfer als HDTV: Ultra HD

verspricht gestochen scharfe Bilder

und Tiefenschärfe ganz ohne 3D. Wir

präsentieren Geräte und den ersten

Film zum neuen Auflösungs-Trend.

ALLE TESTS IN

ALPHABETISCHER

REIHENFOLGE

Fernseher

Panasonic TX-P50GT50E 30

Samsung UE55ES6890 32

Sharp LC-60LE840E 34

Sony KDL-46HX855 28

Toshiba 55ZL2G 38

Blu-ray-Player

Denon DBT-1713UD 62

Philips BDP7700 44

Sony BDP-S790 45

AV-Receiver

Denon AVR-2113 62

AV-Subwoofer

Teufel US6112/6 RHD 68

Kombigeräte

LG HR929S 48

Panasonic DMR-BST720 50

Samsung BD-E8909S 49

5.1-BD-Komplettsysteme

LG BH8220B 72

Samsung HT-E6759W 73

5.1-Lautsprecher

Jamo D 600 57

KEF R300, R200c, R400b 58

Klipsch Reference II 59

MartinLogan EM-Set 61

Kurztests

Avinity Antenna 120dB 3m 91

Loewe SoundVision 90

SoundFreaq Sound Stack SFQ-O3 91

VideoWeb VideoWeb TV 91

nun Teufel auf den Markt. Wir testen, was

die neue Produktklasse kann.

70 Test: Blu-ray-Komplettsysteme

Samsung und LG wollen mit ihren neuen

Spitzenmodellen den Markt erobern.

NETZWERK

76 Aktuelles kompakt

Alles rund um den neuen WLAN-Standard

IEEE 802.11ac

78 Fernsehen im ganzen Haus

Flat-TVs und HDTV-Rekorder streamen das

TV-Bild und Aufnahmen im Netzwerk.

84 Serie: Der PC im Wohnzimmer

Wir zeigen in unserer Serie, wie Ihr Computer

zum Medien-Server für Ihre Daten wird.

FILME

94 Home Entertainment

Neue Blu-rays im Bild- und Ton-Check. Mit

dabei: Underworld Awakening, Die eiserne

Lady und Drive.

REPORT

124 Edle TV-Möbel-Alternativen

Möbelstücke, in denen Lautsprecher oder

Fernseher integriert sind, liegen im Trend –

ein Blick auf den IKEA-TV und andere Lösungen

RUBRIKEN

3 Editorial // 75 Nostalgie // 88 Forum

90 Kurztests // 115 Bestenliste

123 Impressum // 129 Glosse

130 Vorschau

FILME

Die neuesten Blu-rays und DVDs im

Test. Dazu erhalten Sie Hintergründe,

Kinotipps und News aus der großen

Welt des Entertainments.

Best Exotic Marigold Hotel 98

Bezaubernde Lügen 99

Die eiserne Lady 102

Drive 100

Ein riskanter Plan 103

Für immer Liebe 102

John Carter – Zwischen zwei Welten 96

Mein liebster Alptraum 99

Pakt der Rache 103

Underworld Awakening 94

video-homevision.de | 08_2012

5


NEWS & TRENDS

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Hersteller

OLED kommt!

Glaubt man den Herstellern LG und Samsung, bleiben die erstmals auf der CES gezeigten

OLED-Fernseher keine leeren Versprechungen. Sie sind marktreif und werden bald bei uns

eingeführt. Das Rennen geht in die letzte Runde, doch ein Boxenstopp könnte alles ändern.

Genau genommen ist das aktuelle

Wettrennen um die

Markteinführung ja nur das

Qualifying – um mal im Sprachgebrauch

von Sebastian Vettel zu bleiben,

der sich beim LG OLED-

Launch für diese Technik begeisterte.

Wer als Erster in den

Läden mit einem Gerät am Start

ist, muss ja nicht unbedingt

langfristig das Rennen gewinnen.

Trotzdem zeugt das von

einem technologischen Vorsprung,

den es erst einmal aufzuholen

gilt.

LG und Samsung zeigten auf

der CES Mustergeräte, die bereit

für die Produktion seien,

und nannten die zweite Jahreshälfte

für den Marktstart. Hinter

den Kulissen gab es jedoch Gerüchte,

Samsung würde die Linie des puren

RGB-OLED verlassen und nun auch

auf WRGB setzen. Das würde die Produktion

wohl um Monate zurückwerfen.

Sollten LGs Aussagen zutreffen,

WRGB sei in puncto Brillanz der Bilder

überlegen und zudem preiswerter

zu fertigen, wäre die Entscheidung

verständlich. Noch zur CES zeigte

Samsung OLEDs, die sich aus reinen

RGB-Zellen zusammensetzen und keine

Farbfilter benötigen. Hier sind

theo retisch perfekt reine Farben bei

Am 10. Mai enthüllte Samsung den ES9500

als weltweit ersten 55-Zoll-OLED-TV für die

Massenproduktion. Sein Preis: ca. 7.000 Euro.

geringstem Stromverbrauch möglich.

LG legt drei OLED-Schichten übereinander

und erzeugt damit weiße Pixel:

vier je Bildpunkt. Bei den Grundfarben

Rot, Grün und Blau wird dann

durch Farbfilter Energie geschluckt,

die weiße Zusatzfläche soll aber die

Lichtleistung des Panels deutlich verbessern.

Dafür müssen die Bildpunkte

bei der Produktion nicht durch ein

Lochraster aufgedruckt werden – laut

LG ein wichtiger Fertigungsvorteil.

Bleiben die anderen großen Vorzüge

der OLED-Technik. Vor allem der

theoretisch unendliche In-Bild-

Kontrast bei völlig unkritischem

Blickwinkel: Der kommt daher,

dass jedes Pixel selbst leuchtet

(anders als bei LCD). Zudem

liegt die Reaktionszeit von nur

0,02 ms Welten von LCD entfernt.

Und anders als bei Plasma

sind die Farben gleichzeitig

in allen Schattierungen aktiv

und in unglaublich bunten Sättigungsvarianten

verfügbar.

Wie es momentan um die kritische

Lebensdauer der blauen

OLEDs im Vergleich zu den anderen

Farben bestellt ist, verraten beide

Hersteller nicht. Hier lag früher ein

Problem der Technik. Glaubt man Profi-Foren,

liegt die Halbwertszeit nun

schon bei über 60.000 Stunden – genug

für ein langes OLED-TV-Leben.

Die neuen Super-Fernseher können

also kommen und wir freuen uns darauf,

erste Geräte zu testen.

Technik

Die Pixel von

OLED-Displays

sind eigentlich

deutlich einfacher

aufgebaut als

LCDs. Trotzdem

bereitete die Fertigung

großer Diagonalen

arge Probleme,

die jetzt behoben

sein sollen.

LCD RGB-OLED WRGB-OLED

Bei LCD liefert eine Hintergrundbeleuchtung

Licht. Darüber liegen diverse

Polarisatoren, die LCD-Zellen als

Lichtventile und dann noch Farbfilter.

Organische OLED-Pixel senden direkt

buntes Licht in den Grundfarben Rot,

Grün und Blau aus. Im Gegensatz zu

LCD können Schwarzwert und Blickwinkel

daher perfekt sein.

Bei WRGB-OLED leuchten die Pixel

erst weiß (drei RGB-Schichten) und

werden dann durch Filter zu Grundfarben.

Eine weiße Zusatzfläche soll die

Gesamthelligkeit deutlich erhöhen.

6


OLED-TV von LG:

55EM960V

Am 24.5. lud LG über 400 Journalisten und Händler

zum OLED-Start zur Formel 1 nach Monte Carlo ein.

Sebastian Vettel erklärte, warum ein Fernseher besonders

schnell, und Australiens erstes Next-Topmodel

Gemma Sanderson, warum er so schlank und

leicht sein muss. Die Demos waren phänomenal.

Durch eine moderne

Carbon-Verstärkung

war es möglich, die

Dicke des Displays

auf sagenhafte 4 mm

zu verringern.

Schon bald auf dem Markt

Für die zweite Jahreshälfte ist die Markteinführung

von LGs OLED-TV in Europa geplant. Das Full-HD-Gerät

setzt auf WRGB-OLED (siehe links) und besitzt als

absolutes Spitzenmodell alles an Smart TV und 3D,

was man sich nur wünschen kann. Dazu kommt es

mit äußerst elegantem Tischfuß, Bodenständer

oder Wandbefestigung auf den Markt, wobei

die Signale über dezente 2,5-mm-

Lichtleiter transportiert werden.

video-homevision.de | 08_2012

7


NEWS & TRENDS

Musikgenuss für

unterwegs

Gewinnen Sie einen von drei

Bluetooth-Lautsprechern

der Marke SoundFreaq im

Wert von je 119 Euro.

METZ

Augenschmaus

www.metz.de // ab 3.999 Euro

Der Metz Aurus, neues Mitglied der

TV-Familie von Metz, vereint Ästhetik

und Technik. Hinter der schwarz eloxierten

Aluminiumfront verbergen

sich 3D-LED-Technologie, 200 Hz und

zwei Triple-Tuner für DVB-T/-C und

-S2. Diese erlauben TV-Empfang ohne

störende Set-Top-Boxen.

Das eingebaute Zwei-Wege-Bassreflex-Lautsprechersystem

bietet eine

gute Akustik, die zusätzlich durch das

meca-Soundpro-Tonsystem verstärkt

wird. Kräftige Bässe, saubere Mitten

und klare Höhen erzeugen ein gutes

Klangerlebnis. Erhältlich ist der neue

Metz-TV in einer 42- sowie einer

47-Zoll-Ausführung.

Der Sound Kick lässt sich

bequem mit dem iPhone

verbinden.

Der portable Bluetooth-Lautsprecher von SoundFreaq lässt sich mit Apple-,

Windows-, Android- und BlackBerry-Smartphones verbinden und spielt

die Musikdateien der verschiedenen Bibliotheken ab. Der kompakte Sound

Kick bietet bis zu sieben Stunden Akkulaufzeit und passt in jeden Rucksack.

Damit ist er bestens geeignet, um ihn im Sommer draußen zu nutzen.

Um einen der drei Lautsprecher zu gewinnen, müssen Sie folgende Frage

richtig beantworten:

Wie nennt man den Industriestandard für die Datenübertragung

auf kurzer Distanz zwischen Geräten per Funktechnik?

A) Bluetooth B) DLNA C) IrDA

Einfach anmelden und Frage beantworten im Internet unter

www.video-homevision.de/gewinnspiel

Teilnahmeschluss ist der 31.7.12. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter

der WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH und des SoundFreaq-Importeurs

Globell Netherlands bv und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.

SOMIKON

Aus Sicht des Hundes

www.pearl.de // 40 Euro

8

Die 63 Gramm leichte Haustierkamera

SPC 130 von Somikon ermöglicht

es, die Welt durch Hundeaugen zu

sehen. Mit ihr lässt sich das Leben

des Haustiers mit all seinen Entdeckungen

festhalten. Die kleine Kamera

kann dank ihrer Halterung etwa an

Halsbändern oder Käfigen befestigt

werden.

Der Hersteller verspricht mit seinem

Lithium-Ionen-Akku eine Aufnahmezeit

von bis zu zwei Stunden. Da die

Kamera auch bis zu drei Meter tief

wasserfest und bis zu einem Meter

sturzfest ist, lässt sie sich bei Bedarf

auch als Action Cam für abenteuerreiche

Videos einsetzen.


BIS ZUM

21.07.2012 EINEN

LG 55LM860V KAUFEN UND

Smart sind die innovativen

Features der neuen Cinema

3D Smart TV-Generation

von LG. Die Kombination

aus brillantem 3D TV und

innovativem Smart TV in

einem Gerät, batteriefreie

3D-Brillen und die Konvertierung

von 2D zu 3D.

Und das alles mit der

intuitiven Fernbedienung

Magic Remote komfortabel

steuern.

Smart ist...

LG CINEMA 3D Smart TV.

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LG LM860V

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*Gilt nur für das Modell 55LM860V, beim Kauf eines 47LM860V sparen Sie 200 €.


NEWS & TRENDS

PHILIPS

50 Jahre Erfahrung

www.philips.com // 200 Euro

Der neue Fidelio M1 von Philips verspricht Hi-Fi-Fans optimalen

Sound für unterwegs. Damit neben

dem Klang auch der Tragekomfort gegeben

ist, ist der Kopfhörer aus atmungsaktivem

Memory-Schaum

geformt und sorgt somit für eine

gleichmäßige Druckverteilung

und leitet Wärme ab.

Laut Christian Bauer, Manager

Marketing Headphones, stecken

in dem neuen Wegbegleiter

von Philips ganze 50 Jahre

Erfahrung im Bereich Kopfhörer-Akustik.

Somit sei ein robuster

und ansprechend gestalteter

Kopfhörer entstanden.

PMC

Short

News

Programmvielfalt

Sky-Kunden in NRW und Hessen können sich

freuen: Das HD-Angebot wird um drei weitere

Sender erweitert. Damit liefert Sky eine größere

Auswahl an Live-Sport-Übertragungen

sowie aktuelle Spielfilme in HD.

Königliche Neuheit

Der englische Laufwerke-Hersteller Avid

bringt die nächste Generation seiner Phonovorstufe:

die Pulsare II. Diese hat getrennte,

edel verarbeitete Gehäuse für das Netzteil

und die Vorstufe. Ausgangsseitig stehen echte

symmetrische (XLR) oder unsymmetrische

(RCA) Ausgänge zur Verfügung.

Stilvolle Kooperation

Der Hi-Fi-Spezialist Bang & Olufsen und der

Kommunikationshersteller Siedle geben ihre

Zusammenarbeit in Sachen Heimvernetzung

und Heimautomatisierung bekannt. So sollen

Sicherheitsaspekte und Unterhaltungselektronik

Hand in Hand gehen und den Wunsch

nach dem intelligenten Heim verwirklichen.

Individuell

www.pmc-speakers.com //

ab 1.000 Euro

PMC stellt den Wafer, einen passiven Wandanbau-Lautsprecher, vor. Dank

der zwei Hochtöner, die per Schalter wahlweise aktiviert werden können,

lassen sich Wafer-Lautsprecher sowohl horizontal als auch vertikal einsetzen.

Für den besonderen Einsatzort als Center über oder unter dem TV-

Gerät besteht die Möglichkeit des Beam-up, um die Abstrahlung ohne

klangliche Einbußen leicht nach unten bzw. oben zu richten.

Die Lautsprecher gibt es aktuell wahlweise mit einem 14-cm- und einem

17-cm-Basslautsprecher in Schwarz oder in Weiß. Zusätzlich kann der

Kunde zwischen Ein- bzw. Aufbaulautsprecher wählen. Wer es individuell

haben möchte, kann sich den Wafer auch mit einem eigenen Foto bedrucken

lassen.

Firmenjubiläum

Kopfhörer, Mikrofone sowie drahtlose Anlagen:

Für all das ist das österreichische Unternehmen

AKG Acoustics GmbH bekannt.

Dieses Jahr feiert die Firma ihr 65-jähriges

Jubiläum und ihren weltweiten Erfolg in der

Unterhaltungselektronik mit dem besten

Umsatzergebnis seit 20 Jahren.

ANGA Cable: mehr Besucher

Auf der diesjährigen ANGA Cable wurden laut

Veranstalter mehr als 16.000 Fachbesucher

und 1.600 Kongress-Teilnehmer verzeichnet.

Mit diesem Besucheranstieg baut die Fachmesse

ihre Führungsposition in Europa aus.

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NEWS & TRENDS

HUMAX

Ab ins Kabel www.humax-digital.de // 250 Euro

Termine

Sportlich

Am 15. Juli wird in der BMW Welt in München

der bayerische Sportpreis 2012 verliehen.

Die Sieger werden unter anderem in

den Kategorien „Hochleistungssportler

plus“, „Nachwuchssportler“ und „Jetzterst-recht-Preis“

ausgezeichnet.

HUMAX bringt eine Kabel-taugliche Version seines Receivers HD-Fox auf den

Markt. Er kann via Conax- und CI-Plus-Schnittstelle TV-Angebote verschiedener

Kabelnetze empfangen. Er zaubert nicht nur gestochen scharfes Kabelfernsehen

auf den TV-Bildschirm, sondern unterhält auch mit dem HUMAX-

TV-Portal und attraktiven HbbTV-Diensten seine Zuschauer. Per USB-Port

wird der Receiver zudem zum digitalen Videorekorder.

SMART

Smart im Kabelnetz www.smart-electronic.de

Startschuss

Am 27. Juli beginnt nach der EM das nächste

Sport-Highlight 2012: die Olympischen Sommerspiele

in London. Über 10.000 Sportler

messen sich in Disziplinen wie Leichtathletik,

Tennis, Volleyball und Gewichtheben.

Erstmals bringt smart electronic einen Kabel-Receiver auf den Markt, der

für das Programmangebot von Kabel Deutschland konzipiert ist. Der Zappix

KD kann es dank seines integrierten Zugangssystems ganz einfach empfangen.

Lediglich eine entsprechende Smartcard muss dafür in den Kabel-Receiver

eingefügt werden. Verbindet man ihn mit einem externen Speichermedium,

wie etwa einer externen Festplatte, verwandelt er sich in einen

bedienungsfreundlichen Videorekorder.

Kinomonat Juli

In diesem Monat ist der Kinobesuch Pflicht.

Gleich vier Fortsetzungen erfolgreicher Filmproduktionen

sind im Sommer 2012 zu sehen:

Ice Age 4, The Amazing Spider-Man, G.I. Joe

2: Die Abrechnung und The Dark Knight Rises.

ZAHL DES MONATS

9.800.000

Absatzrekord

Laut der Gesellschaft für Unterhaltungs- und

Kommunikationselektronik (gfu) steigen anlässlich

der Fußball-Europameisterschaft die

Verkaufszahlen für HDTVs. Für 2012 erwarten

Marktforscher mit 9,8 Millionen verkauften

Fernsehgeräten einen neuen Absatzrekord.

TECHNISAT

Smart TV

www.woomi.tv

Hinter dem klangvollen Namen woomi

verbirgt sich ein weiterer Videodienst

für die ISIO-Plattform von

TechniSat. Mit der woomi-Applikation

haben Smart-TV-Besitzer Zugang

zu TV-Unterhaltung in HD-Qualität.

Sie können auf aktuelle Nachrichten

von Deutsche Welle TV, Sport-Programme

wie bike radar und cycling

news oder das Segelmagazin The

Sailing Channel zugreifen.

Daneben können Dokumentationen

oder Spielfilme der Anbieter

Openfilm und Blinkx

hinzugebucht werden. Auch

die Erotikbibliothek forno gehört

zum Angebot.

Allen Smartphone- und Tablet-Besitzern

bietet die neue App eine große Auswahl

an Filmen, Dokumentationen und News

in bester HD-Qualität.

12


LESERAKTION | SAVE.TV

TV-Archiv

drei Monate gratis

AKTION

Eine

in Kooperation

mit Save.TV

Mit dem Online-Videorekorder Save.TV verpassen Sie

garantiert keine TV-Sendung mehr. Wir schenken allen

Lesern drei Monate Save.TV XL.

Redaktion: Andreas Stumptner // Bilder: Archiv, Save.TV

Sie sind unterwegs und können

Ihre Lieblingssendung

nicht sehen? Mit Save.TV ist

das kein Problem mehr, denn

dieser innovative Service hat die

Funktion des guten alten Videorekorders

ins Internet-Zeitalter übersetzt –

und dabei noch deutlich erweitert!

Mit Save.TV lassen sich Programme

von 44 deutschen privaten und öffentlichen

TV-Sendern aufzeichnen – sogar

bis zu 30 verschiedene Sendungen

gleichzeitig! So verpassen Sie nichts

mehr. Klasse ist auch: Werbung wird

bei der Aufnahme automatisch entfernt.

Ein Mausklick genügt!

Und das Beste: Die Leser von Video-

HomeVision können das umfassende

Angebot von Save.TV XL jetzt drei

Monate lang kostenlos nutzen und

sparen damit satte 44,95 Euro!

Save.TV bietet viele Vorteile, etwa

ein unbegrenztes Online-Videoarchiv.

Sie streamen oder downloaden Ihre

Filme,

S e r i e n

und Dokus volle

30 Tage. Sie können

Aufnahmen ansehen, wo

und wann Sie wollen: mobil bequem

von zu Hause, via PC, TV, Tablet

oder Smartphone – und das in voller

TV-Auflösung! Natürlich können

Sie Aufnahmen auch auf Festplatte

downloaden und auf CD oder DVD

brennen.

Fernsehen, wo Sie wollen

Das Aufnehmen funktioniert mit wenigen

Klicks und ist kinderleicht, auch

dank des Online-Assistenten für Serien

und Empfehlungen.

Wer Save.TV via Smartphone oder

Tablet-PC nutzen möchte, kann im jeweiligen

App Store für Apple- oder

Android-Geräte eine kostenlose Save.

TV-App herunterladen. Mithilfe der

App können Sie Ihre Aufnahmen je-

derzeit

per WLAN

oder Internet-Flat

auch auf einem Mobilgerät ansehen.

Video-HomeVision hatte Save.TV

bereits in Ausgabe 9/10 einem Test

unterzogen und mit der Note „sehr

gut“ zum Testsieger gekürt.

Wichtig zu wissen

Wer sich bis zum 3.8.12 anmeldet,

kann Save.TV XL drei Monate lang gratis

nutzen. Wenn Sie den Dienst danach

nicht mehr in Anspruch nehmen

möchten, müssen Sie vor Ablauf der

Testphase kündigen. Anderenfalls

schließen Sie automatisch ein 12-Monats-Paket

von Save.TV XL zum Preis

von 9,99 Euro pro Monat ab.

So geht

➜ Im Internet auf video-homevision.save.tv eröffnen

Sie Ihr eigenes Save.TV-Konto und melden sich mit

Ihren persönlichen Daten an. Save.TV schickt Ihnen daraufhin

Ihre Zugangsdaten per E-Mail zu.

➜ Melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an. Jetzt können

Sie TV-Programme zur Aufnahme auswählen. Klicken

Sie dazu auf Aufnahme.

➜ Bereits kurz nach Ende der Ausstrahlung steht die Aufnahme

in Ihrem Videoarchiv zum Download zur Verfügung:

in voller TV-Auflösung und als Mobil-Version.

Save.TV ist nicht

nur auf dem PC verfügbar,

sondern

auch als App für

iPad und iPhone

oder auch für Android-Geräte

wie

Samsung-Smartphones.

video-homevision.de | 08_2012

13


NEWS & TRENDS

B&O

Luxus trifft Luxus www.bang-olufsen.com

Bang & Olufsen vertreibt ein neues High-End-Soundsystem

für die Mercedes-Benz-E-Klasse und dehnt damit

sein Spektrum an High-End-Audiosystemen aus.

Das neue System besticht mit seinem gewohnt edlen

Design und der optimierten Klangwiedergabe von

B&O. Die robusten Lautsprecher-Abdeckungen aus

Aluminium mit lasergraviertem B&O-Logo fügen sich

nahtlos in das gehobene Design der Mercedes-Luxusklasse

ein. 14 Aktivlautsprecher mit einer Leistung von

1.200 Watt und die verteilten hohen Töne in 180-Grad-

Fächern erzeugen einen ansprechenden Raumklang in

gewohnter B&O-Qualität. Nachdem der dänische Hersteller

erst vor Kurzem sein erstes BeoLiving-Konzept

für Fahrzeuge vorgestellt hat, baut er mit dem High-

End-Sound-System für die E-Klasse und den Mercedes

Benz CLS seine Zusammenarbeit mit der Automobilbranche

weiter aus.

Der dänische Hersteller Bang & Olufsen ist

vor allem für seine edlen Design-Produkte,

wie Lautsprecher, Surround-Systeme und

Fernsehgeräte bekannt.

ADVANCE ACOUSTIC

Kompakte Neuheit

www.advance-acoustic.com // 1.000 Euro

Erweiterbar

Laut LG und TP Vision bereiten

sich bereits weitere

japanische TV-Hersteller

auf den Eintritt in die

Smart TV Alliance vor.

Weiter Namen sollen in

Kürze auf der Homepage

bekannt gegeben werden.

Mit diesem QR-Code gelangen

Sie zum offiziellen

Internet-Auftritt der Allianz,

wo Sie alles zur neuen

Kooperation finden.

LG & PHILIPS

Clevere Allianz

www.smarttv-alliance.org

Wie bereits auf der IFA 2011 in Berlin

angekündigt, geben LG Electronics

und TP Vision (Philips TVs) die Gründung

der Smart TV Alliance öffentlich

bekannt. Damit könnten die

Zeiten des Smart-TV-Durcheinanders

ein Ende nehmen. Ziel der Kooperation

ist es, Applikationen in eine herstellerneutrale

Umgebung einzubauen.

So könnte Nutzern von Smart TV

künftig ein größerer Pool von Movies

on Demand, Musikdiensten, Spielen,

sozialen Netzwerk-Services etc. zur

Verfügung gestellt werden. Welche

weiteren Hersteller der Allianz beitreten,

soll demnächst auf deren Website

veröffentlicht werden.

Das Mini-Hi-Fi-Center EZY 80 von Advance Acoustic findet mit seinen kompakten

Abmessungen in jeder Umgebung Platz und lässt dank Netzwerk-

Schnittstelle, Bluetooth-Empfänger, USB-Eingang und zusätzlichen Digitaleingängen

so gut wie keine multimedialen Wünsche offen. Ob Audio-

Live-Stream, Musikwiedergabe vom USB-Stick oder drahtlos direkt vom

Smartphone oder Netzwerk: Das EZY 80 ist leicht zu bedienen und besitzt

einen integrierten CD-Spieler und einen klassischen AM/FM-Tuner.

Sowohl außen als auch

innen einen Blick wert:

Das Innenleben des Mini-Hi-Fi-Centers

EZY 80

von Advance Acoustic

beherbergt auch einen

CD-Spieler und einen

AM/FM-Tuner.

14


CREATIVE

Mobiler Sound

www.de.creative.com // ab 100 Euro

TERRATEC

Barrierefreie Musik

www.terratec.de // 95 Euro

Hoch hinaus will Creative mit seiner

neuen Lautsprecher-Serie Sound

BlasterAxx. Drei neue Boxen mit beleuchtetem

Touch-Panel, die sowohl

den Ton von Filmen und Computerspielen

wiedergeben als auch als

Freisprech-Einrichtung dienen, bringt

Creative damit auf den Markt.

Die neuen Lautsprecher lassen sich

drahtlos per Android- oder iOS-App

steuern und sind erstmals mit integrierter

Soundkarten-Technologie

ausgestattet. Via Bluetooth kann der

Nutzer seine Musikbibliothek an die

Boxen weitergeben oder alternativ

auch kabelgebunden über USB oder

Klinke ansteuern. Die verschiedenen

Modelle sind ab 100 Euro aufwärts

pro Stück ab Juli (Sound BlasterAxx

SBX 8 und 10) bzw. August (SBX 20)

erhältlich.

_08JKB_Bose_1_2_Video_08_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);12. Jun 2012 10:19:26

Das erste barrierefreie Radio für Sehbehinderte,

das Noxon dRadio 110, entstand

aus der Zusammenarbeit von

Bayern Digitalradio und Terratec. Es

enthält fühlbare Bedientasten sowie

menügesteuerte Signaltöne und soll

Sehbehinderten damit die Handhabung

des Radios erheblich erleichtern.

Kernstück des Geräts ist eine audiovisuelle

Bedienungsanleitung. Diese ist

vertont und erklärt Schritt für Schritt die

Inbetriebnahme und Funktionen. Selbst

bei der Verpackung haben die Hersteller

an alles gedacht und diese sehbehindertengerecht

gestaltet.

Ausgelegt ist das Radio

für UKW-, DAB- und

DAB+-Empfang und garantiert

damit Sound in

CD-Qualität.

Speichern Sie Ihre Lieblingsmusik auch

in Ihrem Handy? Jetzt können Sie Ihre

Songs immer und überall genießen,

gemeinsam mit anderen und in jeder

Lautstärke. Das Bose ® SoundLink ® ist

ein kabelloses Lautsprechersystem, das

mit Ihrem Smartphone, Ihrem Tablet-

PC oder anderen Bluetooth ® -fähigen

Geräten kompatibel ist. Genießen

Sie Spitzenklang – dank einzigartiger

Technologien, die Ihnen nur Bose bietet.

Erleben Sie den SoundLink ®

Speaker

selbst und hören Sie, wie es klingt, wenn

Sie die Musik auf Ihrem Mobiltelefon

zu neuem Leben erwecken.

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Gebührenfrei anrufen:

✆ (08 00)267 31 11

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©2012 Bose Corporation. Die Bluetooth ® -Wortmarke

und -Logos sind eingetragene Warenzeichen der

Bluetooth SIG, Inc. Jegliche Nutzung durch die

Bose Corporation erfolgt unter Lizenz.

video-homevision.de | 08_2012

15


NEWS & TRENDS | HÄNDLER DES MONATS

High-Fidelity Studio

Dominikanergasse 7

86150 Augsburg

Tel.: 08 21 / 3 72 50

high-fidelity-studio@t-online.de

www.high-fidelitystudio.de

Service-Angebot

Drei Vorführräume, hauseigene

Werkstatt, Vorführung der

Geräte auch beim Kunden,

Installation, Bild- und Tonkalibration

Marken-Highlights

Accuphase, Aesthetix, AMG

Audio Physic, B&W, Benz

Micro, Burmester, Cambridge,

Linn, McIntosh, Naim, Panasonic,

Pathos, Sumiko

„Klassischer High-End-Laden“

Als Anbieter und Vertrieb glorreicher Marken überzeugt das Augsburger

High-Fidelity Studio. Und es hat ganz nebenbei einen der hochwertigsten

Schallplattenspieler konzipiert.

Autor: Volker Straßburg // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: High-Fidelity Studio

Sie sind ein Duo, das funktioniert

– seit ihrem zwölften

Lebensjahr. Sie teilten den

Sandkasten, die Schulbank

und schließlich das Hobby: Musik in

allen Varianten. Mit 16 Jahren beschallten

Gerald Jakob und Thomas

Kaczmarek Schulfeste und große Partys

und lernten Hi-Fi-Klang kennen.

Und mit gerade mal 18 Jahren begannen

sie, hochwertige Anlagen zu verkaufen.

„Das war unser Wohnzimmerladen“,

erklärt Gerald Jakob. In der heimischen

Wohnung versammelten sich international

bekannte Namen wie Acoustic

Research, Audioplan oder Linn. Diese

Marken sind im heutigen High-Fidelity

Studio in Augsburg nach wie vor zu

finden.

1993 gründeten die beiden ihr Geschäft.

Es lief so gut, dass Gerald Jakob

freiwillig sein Elektrotechnik-Studium

abbrach. Der Partner beendete seine

Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker.

Das ist mit ein Grund, weshalb

sich das 125-Quadratmeter-Studio

eine kleine Werkstatt leistet.

„Wir sind ein klassischer High-End-

Laden“, beschreibt Gerald Jakob die

Ausrichtung. Ihre Auswahl hochwertiger

Lautsprecher, Player und Verstärker

aller Art ist beträchtlich. Große

Aufmerksamkeit gebührt dabei der

Analogfraktion mit High-End-Plattenspielern.

Digitale Lösungen für Surround,

Multi-Room-Verteilung sowie Netzwerk-Kommunikation

gibt es jedoch

auch. Und für Bildspezialisten stehen

Panasonic-Plasmas in der „Ausstellung“

– wie die Verkaufsfläche passend

bezeichnet wird. Bei Heimkino-Installationen

mit Beamern bestellen die

Chefs bedarfsgerecht nach Rücksprache

mit dem Kunden.

Die edlen Produkte stehen in mindestens

ebenso edlen Vorführräumen

in einem Haus in der Stadtmitte aus

dem Jahr 1430. Der alte Gewölbekeller

bringt Produkt-Highlights wie etwa

Der ideale

Plattenspieler

von Pathos, McIntosh oder B&W nicht

nur klanglich, sondern auch visuell

voll zur Geltung.

Als Vertrieb für Spitzenprodukte aus

Italien, der Schweiz, USA und Deutschland

hat sich das Studio ebenfalls einen

Namen gemacht. Das High-End-Netzwerk

erlaubte sogar die Entwicklung des

Plattenspielers AMG Viella 12: ein drei

Jahre währendes Projekt, das neue Stan-

dards setzen will (siehe Kasten).


„Der Spieler sollte der ideale Partner

für Tonabnehmer von Benz Micro werden“,

beschreibt Gerald Jakob die Idee. Als deutscher Vertrieb für Benz Micro und

den Plattenspieler-Hersteller AMG bot sich dem High-Fidelity Studio diese Konstellation

an. Mit ins Team holten sie Ostbayer Werner Röschlau, Flugingenieur

und Plattenspieler-Spezialist, sowie den amerikanischen Benz-Micro-Vertrieb

Musical Surroundings. „Wir wollten keine Limitationen in Kauf nehmen und

fertigen daher fast alles selbst an.“ Ergebnis sei der „wohl aufwendigste Spieler

unserer Zeit“. Tonarm, Tellerlager und bürstenloser Antriebsmotor sind Eigenentwicklungen.

Das Tellerlager ist als hydrodynamisch geschmiertes Gleitlager

mit 16 Millimeter starker Achse konzipiert, wobei das Lagerspiel von 21

Mikrometern exakt eingehalten werde.

Weitere Daten sind ein aus Flugzeug-

Aluminium gefertigtes Masse-Laufwerk

mit ultragenauem, quarzgeregelten

Riemenantrieb, ein hydrodynamisches

Motorlager sowie der von AMG selbst

gefertigte Gleichstrommotor. Den Tonarm

führt ein laut Entwickler komplett

Gerald Jakob, Werner Röschlau und

Garth Leerer (Musical Surroundings)

bei der Präsentation des V12 auf der neuartiges Zwei-Punkt-Lager. 12.800

CES 2012 in Las Vegas.

Euro kostet der AMG V12.

16


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IM FOKUS | 4K ULTRA HDTV

Empfehlung für

die TV-Zukunft

Damit alle Geräte zusammenarbeiten

können, müssen

sie denselben technischen

Regeln folgen.

Solche Standards legt die

ITU (International Telecommunication

Union) fest. Sie

hat bereits mehrere konkrete

technische Empfehlungen

gegeben und Szenarien

für die Einführung

von Ultra HDTV geplant.

LG 84LM960V

Laut LG steht der erste

Ultra HDTV kurz vor seiner

Markteinführung. Der LED-

LCD-TV soll auf seinem

2,13 Meter messenden

Bild auch 3D-Filme darstellen

können. Ein Preis steht

noch nicht fest.

Autor/Redaktion: Roland Seibt, Andreas Frank // Bilder: Archiv, Hersteller

ULTRA HD:

schärfer als die Realität

Der Fortschritt sei nicht aufzuhalten, heißt es. Beim Fernsehen bedeutet das: Unser

Wunsch nach der perfekten Qualität und nach immer größer werdenden Schirmen

wird erfüllt werden. Doch obwohl bereits erste Ultra-HD-Geräte auf dem Markt sind,

scheint der Weg beschwerlich zu sein.

18


Wer sich auf den letzten Messen

die 8K-Ultra-HD-Demos

angeschaut hat oder die

volle Auflösung von Sonys 4K-Beamer

oder Toshibas 3D-ohne-Brille-TV genießen

konnte, wagt nicht, die Sinnfrage

nach höherer Auflösung als Full

HD zu stellen. Bei genügend großem

Blickfeld ist der Bildeindruck einfach

überwältigend. Ja, fast schwindelig

wird einem aufgrund der hyperrealen

Bilddetails, die einen großen Teil des

Sichtfeldes einnehmen. Da braucht es

nicht einmal 3D, um komplett ins Geschehen

hereingezogen zu werden.

Der Effekt, immer näher an das Bild

herantreten zu können und immer

mehr Details zu erkennen, hat schon

etwas von Realitätsempfinden.

Doch von der einfachen Idee höherer

Bildauflösungen bis hin zur

Durchsetzung neuer TV- und Kinostandards

können gut und gerne 20

Jahre vergehen. Nur gut, dass NHK,

die Forschungsabteilung des staatlichen

japanischen TV-Senders, bereits

vor über zehn Jahren begonnen hatte,

an TV-Ausstrahlungen mit über 4.000

Bildzeilen und 22.2-Mehrkanalton

(Super Hi-Vision, SHV) zu forschen.

Auf europäischer Seite waren der

britische Sender BBC und die italienische

RAI an der Manifestierung des

Ultra-HD-Gedankens beteiligt, natürlich

unter Koordination der Europäischen

Broadcasting Union (EBU) und

der International Telecommunication

Union (ITU). Diese Organisationen

haben Ende Mai beschlossen, eine

Einführung von UHDTV (Ultra High

Definition Television) in zwei Stufen

vorzunehmen: UHDTV1 soll (horizontal

und vertikal) die doppelte Full-

HD-Auflösung erhalten, UHDTV2 die

vierfache. So werden aus den aktuell

ca. zwei Millionen Bildpunkten (1.920

x 1.080) erst acht Millionen (3.840 x

2.160) und dann gar 32 Millionen

(7.680 x 4.320). Beides wird mit 24, 50

und 60 progressiven Filmbildern pro

Sekunde möglich sein und mit zehn

oder zwölf Bit quantisiert werden.

Zur vielfach höheren örtlichen Auflösung

kommen also eine Verdopplung

der Bewegungsschärfe und die 500-

oder 4000-fache Anzahl an Farbabstufungen

hinzu. Dazu wird UHDTV

endlich bunter als PAL oder HD, denn

ein erweiterter Farbraum ist erlaubt.

Für alle wichtigen Parameter der

Technik gibt es schon Empfehlungen.

So wäre es etwa sinnvoll, als Kompressionsverfahren

MPEG-HEVC einzusetzen

– Algorithmen, die denen ➜

Im Kino:

THE AMAZING

SPIDER-MAN

Der atemberaubende neue

Spider-Man-Film läuft

gerade in unseren Kinos

an. Er ist der erste Film,

der mit der 5K-Kamera

RED EPIC komplett in 3D

gefilmt wurde. Qualität

und Effekte sind Oscarverdächtig.

4K im Digitalkino, Ultra HD im TV

Schon seit einigen Jahren setzt sich die 4K-Auflösung im Kino durch. Sony hat

dabei mit dem professionellen Beamer SRX-R320 viel Überzeugungsarbeit geleistet.

Er unterstützt die DCI-Spezifikation (Digital Cinema Initiative) für 4K-

Digitalkino und kann durch seine hohe Leuchtkraft bis zu 20 m breite Leinwände

befeuern. Seit die legendäre Kamera RED ONE im Jahr 2007 für 25.000 US-

Dollar eingeführt wurde, wird im Kino immer mehr digital gefilmt und distribuiert.

Filme wie Fluch der Karibik 4, Underworld Awakening und jetzt auch Ridley

Scotts Prometheus wurden mit einer RED-Kamera gefilmt. The Hobbit soll die

Filmwelt sogar mit 48 Bildern pro Sekunde revolutionieren.

Im Kino sind es ein paar Tausend Projektoren, in der TV-Welt hingegen müssten

Milliarden von TV-Geräten erneuert werden, wenn die Standards sich so dras-

tisch ändern. Dennoch forscht man schon lange am perfekten Bild, führt jetzt

erste UHDTV1-HD-Geräte ein und wird bald zur Olympiade in London große

Public Viewings mit nie dagewesener Bildqualität inszenieren. Riesenbilder mit

8K-Auflösung (16-fach Full HD), also sage und schreibe 32 Megapixeln, werden

den Besuchern zeigen, was technisch jetzt schon möglich ist.

Die 4K-Kamera RED

ONE (o.) und Sonys

Beamer SRX-R320

(u.) haben das Kino

revolutioniert. Abgespielt

wird von Festplatte

(r.).

video-homevision.de | 08_2012

19


IM FOKUS | 4K ULTRA HDTV

„Neue Maßstäbe für Faszination“

HERMAN KARABETYAN, DIVISION GENERAL MANAGER

RETAIL SALES BEI SHARP ELECTRONICS GERMANY/AUSTRIA

Sharp stellt mit dem Erfolg seiner „Große Größen“-Strategie

erfolgreich unter Beweis, dass die Konsumenten fantastische

Bilder auf immer größeren TVs sehen wollen. 60, 70 und 80

Zoll – also TVs mit Bilddiagonalen bis über zwei Meter – wecken

Begehrlichkeiten und verlangen gleichzeitig nach entsprechend

aufgelösten Inhalten.

Das ist technisch bereits machbar, das hat Sharp schon auf

der IFA 2011 mit dem ersten 8K4K-Display in verblüffender

Brillanz gezeigt. Neue Displays mit einer Auflösung von 4K

x 2K werden in nicht allzu weiter Ferne marktreif sein. Sinn

macht es aber, das vorhandene HD-Signal nicht einfach nur

mit „aufgeblasenen“ Pixeln zu füllen, sondern das HD-Signal,

zumindest solange noch kein bewegter, nativer 4K2K-Inhalt

gezeigt werden kann, intelligent hochzurechnen. Hier wird

sich die Spreu vom Weizen der TV-Anbieter trennen. In weiterer

Ferne liegt dann 8K4K. Aber wer auf der IFA das Sharp

Display gesehen hat, war von dem Tiefeneindruck und der

Brillanz der Bilder so begeistert, dass klar ist: Hier wird die

Reise hin gehen. Klar ist auch: Der Trend zu großen TVs ist

da – und die werden bald auch in höheren Auflösungen mit

noch höher aufgelösten Inhalten an den Start gehen.

Wir befinden uns auf einer faszinierenden Reise in die Zukunft

des Fernsehens. Wo heute unsere AQUOS-Quattron-

Technologie Maßstäbe in Brillanz, Bildqualität und Energieeffizienz

setzt, begeistert morgen schon die 4K2K-Technologie

und übermorgen 8K4K.

UHDTV erklärt

Unter http://youtu.be/

hT2XluvAjwQ zeigt David

Wood, Deputy Director des

EBU Technical Department,

die Vorteile von Ultra High

Definition TV.

des aktuellen Platzhirsches MPEG-

AVC (H.264) deutlich überlegen sein

sollen und deren Festsetzung fürs

kommende Jahr erwartet wird.

Viele Fragen sind offen

NHK plante die Marktreife des 8K4K-

Systems Super Hi-Vision für das Jahr

2020, die Einführung in den Massenmarkt

wurde vorsichtigerweise für

2025 avisiert. Durch die stufenweise

UHDTV-Einführung der ITU könnten

uns jedoch schon sehr bald höher

aufgelöste TV-Geräte ins Haus stehen.

LG will beispielsweise noch 2012 TVs

ausliefern, den Beamer von Sony gibt

es bereits. Noch vor der endgültigen

Festlegung aller technischen Parameter

sind mittlerweile 4K-LCD-Panels

für TV-Geräte marktreif und

warten nur auf die Beschickung mit

den ultravielen Megapixeln.

Doch welche Inhalte dann wie angeschaut

werden, steht in den Sternen.

Immerhin wirken jetzt schon

JPG-Fotos phänomenal auf den neuen

Displays, denn aktuelle Kameras liefern

locker die passenden Auflösungen.

Ein TV-Sendeformat gibt es aber

noch nicht, und aktuelle Blu-ray-Spe-

zifikationen sehen über 4K hinweg.

Selbst eine Verbindungsnorm ist nur

bedingt vorhanden. HDMI 1.4a lässt

die hohen Auflösungen nur mit 24, 25

und 30 Bildern pro Sekunde zu. Doch

mit HDMI 1.5 wird in diesem Jahr

noch eine Erweiterung der Ultra-HD-

Unterstützung erwartet. Es sieht also

so aus, als wenn ein kompatibles, zukunftssicheres

4K-System nicht mehr

allzu lange auf sich warten lässt.

Damit sind wir beim großen Verwirrspiel

um den Namen. „4K“ ist

deutlich leichter auszusprechen als

„UHDTV1“. Dabei ist irgendwie das

Gleiche, jedoch prinzipiell etwas ganz

anderes gemeint. Denn unabhängig

von der TV-Welt hat sich im Kino eine

4K: Skalieren und Durchschleifen

Einige AV-Geräte nutzen bereits die 4K-Fähigkeiten von HDMI,

etwa um Blu-rays hochwertig hochzurechnen. Je nach AV-

Receiver-Modell wird das Signal durchgeschliffen oder aufpoliert.

Auch bei neuen Top-Blu-ray-Playern sind 4K-Features

gefragt, jedoch unterschiedlich ausgeprägt.

Kino und Fernsehen

Sony setzt stark auf die 4K-Kette und

liefert neben dem Kinoprojektor auch

Kameras (Bild: NEX-FS700) und Studio-

Equipment, ja gibt gar Lehrgänge für Kameraleute

und Produzenten. Auch Live-

TV-Produktionen sind schon möglich.

20


Das ganze Sichtfeld messerscharf

Bei vielen Berechnungen und Versuchen rund um die Ultra-HD-Auflösungen ging

es um das optimale Bilderlebnis und stressfreien TV-Genuss. Dabei hat sich ergeben,

dass perfekte Bilder tatsächlich angenehmer wirken, weil sie das Auge

weniger durch Fehler verwirren. Ausschlaggebend für den Wow-Effekt ist ein

großer Blickwinkel bei maximal wahrnehmbarer Bildschärfe. Full HD erreicht das

beim Sehabstand von dreifacher Bildhöhe und einem Blickwinkel von 30 Grad. Bei

4K erweitert sich das Blickfeld auf 55 Grad, weil man doppelt so nah vor der Mattscheibe

sitzen darf. 8K verdoppelt die Auflösung nochmals, sodass man bis auf

das 0,75-fache der Bildhöhe ans Bild darf, ohne Pixel differenzieren zu können.

Sollte man von einem 55-Zoll-Full-HD-TV bei perfekter Bildquelle (Blu-ray) ca. zwei

Meter entfernt sitzen, dürfte man bei 4K bis auf einen Meter heran und könnte bei

8K selbst aus einem halben Meter immer mehr Bilddetails erkennen. Da müssen

schon gigantische TV-Geräte oder Ultra-Projektoren her, um eine „normale“

Sitzentfernung ausnutzen zu können.

hochauflösende digitale Produktion

und Distribution etabliert. Diese Profis

nennen die etwa 4.000 Pixel

der horizontalen Auflösung kurz „4K“

und meinen damit tatsächlich 4.096 x

2.160 Bildpunkte. Das entspricht leider

nicht der geplanten TV-Auflösung,

ja fällt mit einem Bildschirmformat

von 17:9 sogar aus dem Rahmen.

Wenn dann noch die Kino-Bildrate auf

48 Bilder pro Sekunde erhöht wird,

entfernen sich TV- und Kinospezifikation

noch weiter voneinander.

Selbst in der jetzt zu planenden Zukunft

sind TV-Ausstrahlungen mit

Pulldown, Beschnitt oder Balken ➜

Erster 4K-Heimkino-Beamer

Bereits seit Anfang 2012 ist Sonys VPLauf

dem Markt. Dieser Projektor

bringt Sonys erfolgreiche SXRD-

Kinotechnik nach Hause. Für nur 19.000

Euro hat er die neue Ära der Unterhaltung

VW1000ES eingeleitet.

Der Sony VPL-VW 1000ES bietet erstmals

echte 4K-Qualität für daheim.

Ultra HD

im Profimarkt

Sage und schreibe 3,86 Meter Bilddiagonale liefert

Panasonics 4K-Plasma TH-152UX1. Das über die professionelle Schiene

vermarktete Gerät hat einige rekordverdächtige technische Daten zu bieten.

Neben den 4.096 x 2.160 Bildpunkten zählen dazu sein Bruttogewicht von über

einer Tonne und der maximale Stromverbrauch von fast vier Kilowatt. Wie

viele der Gerüchten zufolge eine halbe Million US-Dollar teuren Geräte

bereits verkauft wurden, ist leider nicht bekannt.

In Toshibas 3D-ohne-Brille-TV

55ZL2

wurde das erste Ultra-HD-LCD-Panel

in

den Markt eingeführt.

Leider lässt es

sich nativ nur über

einen proprietären

Service-Eingang ansteuern.

video-homevision.de | 08_2012

21


IM FOKUS | 4K ULTRA HDTV

Fasziniert von 4K

Erster 4K-Film

TimeScapes (www.timescapes.org)

ist der erste

Film, den man in 4K-Qualität

kaufen kann. Es gibt ihn

in 14 verschiedenen Formaten

und Auflösungen,

von der DVD (SD) über

Blu-ray (Full HD) und diversen

Downloads bis hin

zum 4K-USB-Stick und der

Cineform-Festplatte mit 12

Bit Farbauflösung in 140

GByte Filmdaten.

Von außen unscheinbar,

verbirgt

sich im Haus bei

Klang und Vision

aber beste Heimkino-Technik.

Quad-Full-HD-Skalierung,

4K durchschleifen

und Menüs

mit 4K-Auflö-

sung: Das gibt‘s

beim Yamaha RXV-

673

schon für 600

Euro.

Klang und Vision macht als einer von wenigen Händlern

4K erlebbar. Wir sind deshalb ins fränkische Ansbach

gefahren. Ein Besuch mit einschneidender Wirkung.

Wenn Hans-Peter Krupp von Projektoren,

Laser-Disks oder Playern spricht,

merkt man sofort, dass Heimkino seine

Leidenschaft ist. Der Inhaber von Klang

und Vision in Ansbach erklärt jedes Detail,

erzählt Anekdoten und geht auf jede

Frage ein, während er ohne Schuhe

in seinem Heimkino steht: „weil es so

einfach bequemer ist“.

Seit Kurzem hat er noch mehr zu erzählen,

denn es strahlt der erste 4K-

Heimkino-Projektor auf seine vier Meter

breite Leinwand hier oben im ersten

Stock des Einfamilienhauses, in dem er

auch lebt. Er erzählt etwa, dass er den

neuen Technologien zunächst skeptisch

gegenüberstand, da es bislang noch

nahezu keine Inhalte in 4K gebe. Doch

der Sony-Projektor VPL-VW 1000ES habe

ihn überzeugt. Und jetzt überzeugt er

selbst seine Besucher. Er legt also die

Blu-ray des Action-Thrillers Knowing im

völlig abgedunkelten Heimkino in den

Player ein, der Projektor erhält von ihm

die Full-HD-Signale und er skaliert sie

auf die vierfache Auflösung. Das Ergebnis

ist beeindruckend: So plastisch bringt

kein Full-HD-Projektor Filme auf die Leinwand,

das Bild wirkt knackscharf und

es entsteht fast ein 3D-Eindruck. Selbst

wenn man direkt vor der Vier-Meter-

Leinwand steht, kann man nur kaum die

einzelnen Bildpunkte erkennen.

Doch keiner will diesem ersten verblüf-

fenden Eindruck trauen. Hans-Peter

Krupp wirft also den Marantz VP-11S2

an, seinen vormaligen Referenz-Projek-

tor, der dank des Neuzugangs vernachlässigt

wird. Doch der wirkt im Vergleich

nur blass und unscharf.

Um zu erfahren, ob mehr Schärfe möglich

ist, haben wir 4K-Equipment mitgebracht:

mit dem Sony BDP-S790 und dem

Philips BDP7700 zwei Blu-ray-Player,

die nicht nur auf Vierfach-Full-HD skalieren,

sondern auch 4K-Fotos anzeigen

sollen (siehe auch den Test ab Seite 42).

Und wir haben mit dem Denon AVR-2113

und dem Yamaha RXV-673 zwei AV-Receiver

eingepackt, die ebenfalls Signale

auf Vierfach-Full-HD hochrechnen und

4K-Signale durchschleifen sollen.

Mit dem Scaling-Verfahren im Projektor

kann es jedoch keiner der vier Zuspieler

aufnehmen. Und auch unter ihnen zeigen

sich Unterschiede: Während der Sony-

Blu-ray-Player und der Denon-AV-Receiver

ein ähnlich plastisches Bild zum

Vorschein bringen, wirkt das Video signal

des Yamaha-AV-Receivers etwas verwaschen.

Der Philips BDP7700 ließ die

Funktion gänzlich vermissen. Auch Fotos

mit einer Auflösung von mehr als 1.920

x 1.080 Bildpunkten zeigte er mit Full-

HD-Auflösung an.

Original-4K-Foto-Zuspielungen gibt es

jedoch vom Sony BDP-S790: nicht in der

vollen 4K-Auflösung mit 4.096 x 2.160

Bildpunkten, aber mit vierfachem Full

HD von 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Dadurch

erstrahlen Fotos in völlig neuem

Glanz, selbst wenn sie mehr als die acht

Megapixel besitzen und heruntergerechnet

werden. 4K-Videos spielt der Sony-

Blu-ray-Player in unseren Tests allerdings

nicht ab, obwohl die Bedienungsanleitung

diese Annahme nahelegt.

4K-Filme werden bei Klang und Vision

dennoch bald Realität sein. Die Festplatte

mit dem 4K-Film TimeScapes liegt

schon bereit und der 4K-Rechner wird

in Kürze folgen.

Welcher ist am

besten? Inhaber

Hans-Peter Krupp

nimmt die 4K-

Zuspieler in

Augenschein.

22


Video-

Homevision

Praxis-

Test vor

Ort

vorprogrammiert, denn es gibt mehrere

Übertragungsformate. Doch diese

Zukunft hat schon begonnen, denn

im Kino ist 4K schon seit Jahren Realität.

Die Olympiade 2012 wird testweise

in 8K Ultra HD mitgeschnitten,

ausgestrahlt und in ein paar riesigen

Public Viewings der Öffentlichkeit

vorgestellt. Der ers te 4K-Dokumentarfilm

TimeScapes ist erhältlich und sogar

auf YouTube gibt es schon 4K zu

sehen – wenn man eine gute DSL-Leitung

und einen Super-PC besitzt.

Ein potenter Rechner ist momentan

die beste Quelle für 4K-Material, denn

ATI-Grafikkarten ab der 77er Serie,

die schon ab ca. 90 Euro zu haben

sind, sollen HDMI 1.4a inklusive 4K

unterstützen. Eine XL-Blu-ray hätte

das Volumen für einen 4K-Film; laut

normalerweise bestens unterrichteter,

vertraulicher Quellen scheinen

die großen Hollywood-Studios aber

noch lange nicht daran interessiert zu

sein, ihre Filme in der perfekten 4K-

Kinoqualität in unsere Heimkinos zu

bringen. Und der Download einer

mehrere Hundert Gigabyte großen

Filmdatei, wie ihn der revolutionäre

REDRAY-Projektor demnächst praktizieren

will, wird nur Kinos oder einer

extrem exklusiven Kundenschicht

vorbehalten bleiben.


Standpunkt

ROLAND SEIBT,

STV. CHEFREDAKTEUR

Ich wäre der Letzte, der

bei tollen Innovationen

fragt, inwieweit sie sinnvoll sind. Ultra

HD begeistert mich total, aber nur mit

passender Bilddiagonale. Selbst bei

meinem 60-Zoll-TV im Wohnzimmer

könnte ich aus drei Metern Sitzabstand

den Vorteil von 4K kaum wahrnehmen,

geschweige denn ein 8K-Erlebnis genießen.

In meinem Heimkino im Keller sollte

man von der 3-m-Leinwand hingegen

schon fünf Meter entfernt sitzen, um perfekte

Bilder zu bekommen. Da wäre eine

Verdopplung der Auflösung sensationell.

Bei normalem TV ist die Full-HD-Auflösung

also unkritisch. Vielmehr stören

mich die üble Farbtiefe von nur 8 Bit und

dass Farbdetails nur ein Viertel der Schärfe

von Helligkeitsinfos besitzen (4:2:0).

Durch Aufstocken dieser Normpara -

meter bei TV-Sendungen und Blu-rays

könnte HDTV-Besitzern ein deutlich besseres

Bild geliefert werden, denn alle

guten TV-Geräte und die Verbindungsnorm

HDMI unterstützen schon lange

höhere Informationsdichten.

YouTube in 4K

Sogar auf YouTube findet

man bereits Trailer und

Filmausschnitte in 4K-

Qualität. Interessant ist

beispielsweise die Sammlung

4K-Resolution:

www.youtube.

com/playlist?list=

PL5BF9 EO9 CEC8F88F

Grafikkarten mit 4K-

HDMI-Fähigkeiten sind

mit ATI-Chip bereits unter

100 Euro zu haben.

MIt der Bildqualität

des Sony VPL-VW

1000ES (oben) können

es seine

Beamer- Kollegen

nicht aufnehmen.

Ultra HD auf dem PC

Im Computerbereich lassen sich Innovationen

oft schneller umsetzen als in

der Unterhaltungselektronik, denn es

muss oft nur ein Baustein erweitert

werden. Für den 36-Zoll-4K-Monitor

DuraVision FDH3601 von EIZO legt man

allerdings 25.000 Euro auf den Tisch.

video-homevision.de | 08_2012

23


BILD | NEWS & TRENDS

Bild

26 Vergleichstest: Fernseher

Die Modelle von Sony, Sharp, Panasonic & Co. im

Vergleichstest. Außerdem klären wir: Was steckt

hinter dem Logo-Dschungel?

38 Einzeltest: 3D-Fernseher ohne Brille

Wie gut ist der Toshiba 55ZL2 ?

42 Zwei Blu-ray-Player im Duell

Die neuen Player von Philips und Sony warten mit neuen

Technik-Features auf. Welcher der beiden kann mehr?

46 Vergleichstest: Kombigeräte

Die Rundum-sorglos-Pakete von LG, Samsung und

Panasonic im direkten Vergleich

Autor/Redaktion: Yasmin Vetterl // Bilder: Archiv, Hersteller

Sharps neue

Technologie

Der japanische Hersteller geht mit Displays mit IGZO-Technologie

in die Serienproduktion und ermöglicht damit den Bau von extrem

dünnen Geräten mit geringem Stromverbauch.

Erhöhte Auflösung, weniger Energieverbrauch und flachere Displays – das verspricht

die IGZO-Technologie, die Sharp nun in seine

Produktion serienmäßig einbindet.

Wie das japanische Unternehmen

nun bekannt gegeben hat, sollen

Fernseher, Tablets und Smartphones

künftig damit ausgestattet werden.

IGZOs, eine Kombination aus Indium,

Gallium, Zink und Sauerstoff,

weisen eine höhere Beweglichkeit der

Elektronen auf als herkömmliche

Materialien. Dadurch erhöht sich

die Reaktionsgeschwindigkeit des

Displays. Von der Größe

des Displays hängt die erreichbare

Pixeldichte ab. Ein

32-Zoll-Monitor kann theoretisch eine Auf lösung

von 3.840 x

2.160 Pixel erreichen. Außerdem ist die Lichtdurchlässigkeit

der innovativen Displays deutlich höher. Sie benötigen

deshalb weniger oder kleinere LEDs für die Hintergrundbeleuchtung,

was sie einerseits dünner macht und andererseits

Strom spart. Wegen dieser Eigenschaft sollen sie vor allem

in mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets eingesetzt werden,

deren Akkulaufzeit derzeit noch nicht zufriedenstellend ist.

Doch Sharp arbeitet laut eigenen Angaben auch an einem 32-Zoll-Panel.

Damit hält sich der Hersteller die Option offen, mit den neuen LCD-Displays

auch in die TV-Branche einzusteigen.

Tablets, Smartphones und Fernseher sollen künftig von

der IGZO-Technologie profitieren. Damit lässt sich der

Stromverbrauch der mobilen Geräte enorm verringern

und die Leuchtkraft gleichzeitig erhöhen. Damit schlägt

Sharp zwei Fliegen mit einer Klappe.

24


SIM2

Strahlendes 3D

www.sim2.com // 21.000 Euro

GEFEN

Distanzen überbrücken

www.gefen.eu // 1.011 Euro

Der neue M.150 von SIM2 soll als erster 3D-LED-

Projektor echtes Full HD wiedergeben. Dabei wird unabhängig voneinander

je ein Bild für das linke und für das rechte Auge erzeugt, um den 3D-Effekt zu

ermöglichen. Laut Hersteller lässt die Leuchtkraft des M.150 selbst nach

2.000 Betriebsstunden nur um weniger als fünf Prozent nach. Herkömmliche

Projektoren verlieren bereits nach 100 Stunden ein Viertel ihrer Strahlkraft.

Schlicht und kompakt kommt das 20-Kilogramm-Gerät mit seinem schwarz

glänzenden Kristallglasgehäuse daher.

NUANCE & ROVI

Spracherkennung für TVs

www.nuance.com, www.rovicorp.com

Wie auf der Cable Show in Boston bekannt gegeben wurde, wollen Rovi

und Nuance Communications an einer Sprachsteuerung für den Fernseher

arbeiten. Die beiden Firmen entwickeln eine gemeinsame App,

welche die Nuance-Sprachsteuerung von Dragon

TV mit der EPG-Technologie von Rovi

verbindet. So lassen sich

TV-Geräte, die mit einem

elektronischen Programm-Guide

von

Rovi ausgestattet

sind, ganz einfach per

Sprache steuern.

Der HDMI-Extender GTB-3DTV-KVM

von Gefen verlängert Ihre HDMI-,

Infrarot- und USB-Signale über

Distanzen bis zu 100 Meter über zwei

CAT-5-Kabel. Da der Extender Auflösungen

bis zu 1080p Full HD und

1.920 x 1.200 unterstützt, eignet er

sich insbesondere für Multimediaund

Heimkino-Installationen.

Das Gerät besteht aus einer Sende-

und einer Empfangseinheit.

Zusätzlich zu einem Display oder

Projektor bietet die Receiver-Einheit

einen HDMI-Anschluss und zwei

USB-Anschlüsse für die Anbindung

von Druckern, Scannern, Kameras,

externen Festplatten oder Automationssystemen.

PLEXTOR

Kommunikationstalent

www.plextor-digital.com // 59 Euro

Der Hersteller Plextor bringt mit dem PX-612U einen

neuen und sehr dünnen DVD-Brenner auf den Markt,

der eine direkte Kommunikation des DVD-Laufwerks mit

Fernsehern, Festplatten, Kameras oder Flashspeicher

erlaubt. Dank PlexTV kann das Laufwerk direkt über USB an

einen Fernseher angeschlossen werden. Die Inhalte der CD oder

DVD können dann auf dem Bildschirm betrachtet werden. Zudem

wird der PX-612U dank eines Übersetzungssignals als Festplatte erkannt

und kann seine Inhalte so direkt auf dem TV-Gerät wiedergeben.

video-homevision.de | 08_2012

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BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL

Verloren im Logo-

Dschungel

Autor: Markus Wölfel // Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick

Im Discounter um die Ecke lauert manch ein Verkäufer auf den

TV-Interessierten wie ein Tiger auf eine verwundete Gazelle.

Dabei nutzen gewitzte Händler meistens die Prospekte der

Hersteller, um ihre Fernseher anhand von mehr oder

weniger aussagekräftigen Piktogrammen anzupreisen.

Doch welche Message steckt wirklich dahinter?

26


Was braucht man wirklich?

Der geneigte TV-Käufer darf sich von all dem nicht verwirren

lassen. Er sollte zunächst einmal seinen eigenen

Anspruch definieren. Wer sich zum Einkaufen aufmacht,

tut gut daran, eine Checkliste anzulegen: Welche Bildgröße

brauche ich? Was darf das Wunschgerät kosten?

Was nervt an meinem aktuellen Fernseher? Welche Funktionen

wünsche ich mir bei meinem neuen Gerät? Wie

wichtig ist das gute Bild? Sollte Internet, 3D oder eine Aufnahmefunktion

dabei sein?

Sind diese Eckpunkte schon mal abgehakt, reduziert sich

die Auswahl im Laden auf nur wenige Geräte. Und wer sich

die Quintessenz dessen genauer ansieht – Fernbedienung,

Bildmenü und Zusatzausstattung – wird fast automatisch

zu seinem Wunschfernseher gelangen.

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, hat Video-Home-

Vision vier Exemplare aus verschiedenen Preisklassen

aufgestellt, die beispielhaft ihre Logos präsentieren. Auf

den folgenden Seiten werden sie einander gegenübergestellt.


Einkaufsführer

IM TEST

VIER GROSSBILDFERNSEHER

PANASONIC TX-P50GT50E € 1.600

SAMSUNG UE55ES6890 € 2.100

SHARP LC-60LE840E € 3.000

SONY KDL-46HX855 € 1.700

Logos prangen auf TV-Geräten oder den zugehörigen

Kartons wie die Orden an der Brust eines

Vier-Sterne-Generals. Und genau diesen Eindruck

sollen sie auch vermitteln: Feature-Piktogramme

seien eine Auszeichnung. Je mehr, desto besser. Eigentlich

haben sie ja die Aufgabe, technische oder funktionelle Details

des gewünschten Gerätes in abstrahierter Form für

Laien verständlich herüberzubringen. Bei den meisten ist

jedoch wegen der englischen Begriffe oder gänzlich neuer

Wortschöpfungen das Gegenteil der Fall. Video-Home-

Vision hat sich bei den Einzeltests der neusten Großbildfernseher

aus verschiedenen Preisklassen auch den kleinen

bunten Bildchen gewidmet.

Viel hilft viel

Vorbei ist die Zeit, als man eindeutig bestimmen konnte,

welcher Fernseher welche Bildwiederholfrequenz besitzt.

Heutzutage geben die wenigsten Hersteller die wirkliche

Bildwiederholrate an. Damit es nach mehr klingt, multiplizieren

sie einfach die tatsächlichen 100 oder 200 Hertz

mit zwei, vier oder noch mehr. Der Grund: Sie berechnen

Zwischenbilder oder fügen nur einfach Pausen ein. Meist

bringen diese Maßnahmen tatsächlich eine deutlich bessere

Bildqualität, beispielsweise bei der Bewegungsdarstellung

oder auch der 3D-Wiedergabe. Dem unbedarften

Kunden hilft die Angabe der „Motion Frame Rate“ beim

Vergleich einzelner Geräte aber oft nicht.

Genauso verhält es sich mit Eigenentwicklungen wie

etwa einem Bildprozessor. Wer kann im Laden schon beurteilen,

ob es gut ist, einen Fernseher mit „X-Reality Pro“

zu erwerben? Es klingt toll und nach Nerd, aber kann man

die Techniken überhaupt miteinander vergleichen? Schaltet

man die Bildverbesserer im Bildschirm menü ab und

wieder ein, kann meistens nur der technik affine TV-Käufer

eine Verbesserung erkennen. Im Labor lässt sich alles

messen, aber was nützt es daheim?

video-homevision.de | 08_2012

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BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL

Optimaler

Sehabstand

(mindestens)

TV: 3,3 m // PAL-DVD:

2,7 m // HD: 1,8 m

46 Zoll

Optimale

Einstellungen

Bildmodus: Anwender |

Hintergrundlicht: max. |

Kontrast: 81 | Helligkeit:

59 | Farbe: 59 | Farbton: 0

| Farbtemp.: warm2 |

Bildschärfe: 67 | Dyn.

Rauschunterdrückung:

aus | MPEG-Rauschunterdrückung:

niedrig |

Pixel-Rauschunt.: aus |

Reality Creation: aus |

Motionflow: Standard |

Film Modus: autom.1 |

Anzeigebereich: Vollpixel

SONY KDL-46HX855 € 1.700

geringe Winkelabhängigkeit,

gute Bewegungsdarstellung,

natürliche Farben, viele Extras

Der Vielseitige

Der dicke Karton des 46-Zöllers lässt bereits vermuten,

dass dort mehr untergebracht ist als ein

schicker Fernseher. Tatsächlich findet der Käufer

neben dem Monitor auch ein passendes Soundsystem.

Der TV und sein Fuß kommen im Partner-Look daher:

Den schwarzen Kunststoff-Korpus haben die Designer

mit aufgesetzten Elementen aus gebürstetem Aluminium

geschmückt. Der externe Lautsprecher liefert nicht nur

den passenden Sound zum Bild, er dient gleichzeitig als

Standfuß. Eine stabile Metallkonstruktion, die auf die

Oberseite des Soundsystems geschraubt wird, hat den

Fernseher fest im Griff. Dabei neigt der Sockel das Panel

leicht (sechs Grad) nach hinten. Das sieht nicht nur gut

aus, es reduziert auch die Reflexionen der durchgehenden

Frontscheibe ein wenig. Und sollte sich der Sony-Fan später

doch einmal für eine Wandhalterung entscheiden, sind

auch in den Fernseher selbst noch Lautsprecher eingebaut.

Die Sprachqualität ist bei beiden Konstruktionen

sehr gut, nur den Bässen fehlt der nötige Druck.

Bei der Bedienung fällt auf, dass das große SEN-Portal

(Sony Entertainment Network) etwas Zeit braucht, bis es

etwas träge im Menü

sehr gut 84 %

Preis/Leistung: überragend

geladen ist. Sind aber erst einmal alle Dienste im Speicher,

macht das Stöbern darin richtig Spaß.

Die Sony-Entwickler haben die einzelnen Anwendungen

in Apps, Video, Musik und Favoriten sortiert. Diese Rubrizierung

macht das Portal übersichtlich. Unter Apps sind

etwa die Gratis-Mediatheken der Sendeanstalten, News-

Seiten, Wetterdienste und die sozialen Netzwerke gespeichert.

Facebook und Twitter lassen sich wunderbar als

Minibilder ins laufende Fernsehbild einklinken. Der Fernseher

setzt auf Knopfdruck sogar Tweets ab. So kann der

Zuschauer seinen Followern die laufende Sendung empfehlen.

Die Video- und Musik-Rubrik enthält dagegen die

kostenpflichtigen Mediatheken von Sony selbst ( V i d e o

und Music Unlimited). Deren Angebot kann sich allerdings

sehen lassen, da sich aktuelle Musik und Filme gegen ein

geringes Entgelt abrufen lassen.

Neben der tollen Medien-Integration bringt der Sony

noch weitere pfiffige Ideen mit. Für Smartphones und andere

WLAN-Funker haben die Ingenieure einen „Wi-Fi

Direct-Modus“ implantiert. So beamt der Anwender im

Handumdrehen Fotos auf den Bildschirm. Alternativ geht

Das Sony-Portal erhielt

einen Feinschliff.

Die Gratis-

Anwendungen sind

von den kostenpflichtigen

Inhalten

getrennt. Das Stöbern

darin könnte

etwas flotter gehen.

Die leichte Fernbedienung

liegt gut

in der Hand. Alle

Tasten sind gut zu

erreichen.

Der stabile Standfuß

ist ebenso breit

wie das Panel. Darin

sind zusätzliche Boxen

untergebracht.

28


➜ Multimedia-Zentrale

Hat der Router zu Hause schon ein paar Jahre auf dem

Buckel, können mitunter wichtige Funktionen fehlen oder

gar die Sicherheit darunter leiden. In der FRITZ!Box Fon

WLAN 7390 von AVM ist so ziemlich alles eingebaut, was

für den multimedialen TV-Alltag hilfreich ist: das integrierte

Dualband-WLAN-n etwa, das auf zwei verschiedenen

Frequenzen funkt. Dank eingebauter USB-Buchsen und

einer daran angedockten Medien-Festplatte mutiert der

Router zum Medien-Server. Der Fernseher kann so über

das Netzwerk auf die Mediendaten zugreifen. Der Alleskönner

ist schon für unter 200 Euro zu haben.

das aber auch übers Netzwerk, da der TV als Media-

Renderer von jedem Client beschickt werden kann.

Den Bildtest hat der Sony ohne große Blessuren überstanden.

Vorab galt es allerdings, das 200-Hertz-Panel

korrekt einzustellen. Das gelang dank des übersichtlichen

Bildmenüs sehr flott. Die Vielzahl an Bildverbesserern

schreckt anfangs etwas ab, und manche davon sind mit

Vorsicht zu genießen.

So sorgt Reality Creation unter anderem für eine Überschärfung

des Bildes. Ist die Funktion aktiviert, muss der

Schärferegler um gut 20 Prozent heruntergeregelt werden,

da sonst Doppelkonturen sichtbar werden.

Sind die Einstellarbeiten erledigt, liefern die sequenziell

dunkelgesteuerten LED-Reihen am Rand ein harmonisches,

kontrastreiches Bild. Das gilt sowohl für TV-Bilder

als auch per HDMI eingespielte Blu-ray-Signale. Motionflow,

in der Einstellung niedrig, tilgt zwar nicht alle

Ruckler aus dem bewegten Motiv, erzeugt dafür aber

kaum Artefakte. Bei 24p etwa verwischen in diagonalen

Schwenks mitunter einige Details. Das 3D-Bild ist sehr

ordentlich und zeigt so gut wie keine Geisterkonturen.

Die 3D-Brille TDG-BR250 ist

robust und kann komfortabel

per USB aufgeladen werden.

Sie kostet 60 Euro extra.

Dynamic Edge LED

Bei der Edge LED-Technik sind die

Leuchtdioden, die das Hintergrundlicht

für das LCD-Panel liefern, in den Rand

des Fensehers eingebaut. Dadurch können die Mattscheiben

sehr dünn gebaut werden. Dynamic Edge LED erlaubt es, bei

dunklen Motiven im Bild einzelne Zonen dunkel zu steuern, um

den Kontrasteindruck zu erhöhen. Dies gelingt wegen der

Randanordnung nicht ganz so perfekt wie bei direkten LEDs.

X-Reality Pro

Die Bildverarbeitungsschaltung analysiert

und bearbeitet Signale in Standard-Auflösung.

Dabei reduziert sie die

Rauschanteile, erhöht subjektiv die Auflösung und Schärfe.

Abhängig vom Quellmaterial gelingt ihr das ganz gut. Unscharfe

Internet-Videos bekommen so eine angenehme Klarheit.

Motionflow XR 800 Hz

Diese Angabe suggeriert, dass der

Fernseher sein Bild 800-mal in der Sekunde

neu aufbaut. Tatsächlich hat der

Fernseher eine Bildwiederholfrequenz von 200 Hertz. 800 Hertz

werden daraus, wenn man eingefügte Dunkelphasen und Zwischenbilder

miteinander multipliziert.

Live Colour

Eine Kombination aus Farbfiltern und

Rechenvorschriften soll die Wiedergabe

von Farben natürlicher erscheinen

lassen. Insbesondere die für Fernseher schwierige Darstellung

von Hauttönen soll durch Live Colour verbessert werden: Sie

wirken schnell zu blass oder zu knallig.

Sony Entertainment Network

Sony produziert nicht nur Hardware,

sondern ist mit seinen Tochtergesellschaften

auch im Film- und Musikgeschäft

tätig. Dazu gehören die Plattformen Video Unlimited,

Music Unlimited und das PlayStation Network. Darüber kann

der Kunde Software ausleihen oder kaufen.

Skype ready

Skype ist eine proprietäre Kommunikations-Software,

die sich im Laufe der

letzten Jahre durchgesetzt hat. Mit ihr

kann der Benutzer kostenlose Video-

Gespräche zu allen Skype-tauglichen Gegenstellen führen.

Voraussetzung: die Kamera CMU-BR100 für 100 Euro.

Soziale Netzwerke

Wie alle anderen großen TV-Hersteller

bietet auch Sony durch kostenlose Apps

den Zugriff auf die sozialen Netzwerke

Facebook und Twitter. Bei Sony können

sie neben das laufende Fernsehbild eingeklinkt werden und

arbeiten sogar, während eine USB-Aufnahme läuft.

video-homevision.de | 08_2012

29


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL

Optimaler

Sehabstand

(mindestens)

TV: 3,7 m // PAL-DVD:

2,9 m // HD: 2,0 m

50 Zoll

Optimale

Einstellungen

Modus: THX Cinema |

Kontrast: 48 | Helligkeit:

+5 | Farbe: 28 | Schärfe:

5 | Colour Management:

aus | Eco Modus: aus |

1080p Pure Direct: ein |

Intelligent Frame

Creation/24p Smooth

Film: niedrig/mittel | 16:9

Overscan: aus

KAUFTIPP

Das Leuchtfeuer

PANASONIC TX-P50GT50E € 1.600

sehr flotte Bedienung, edles

Design, Bluetooth, verschiedene

Aufnahmemodi, geringer Preis

etwas höherer Stromverbrauch

sehr gut 84 %

Preis/Leistung: überragend

Die GT-Serie von Panasonic stand in der Vergangenheit

für ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

bei gleichzeitig anspruchsvollem Design. Der Kandidat

in diesem Test repräsentiert außerdem die Plasma-

Frak tion – und das macht er außerordentlich gut. Äußerlich

unterscheidet er sich kaum von einem LCD-Fernseher.

Er hat einen sehr dünnen Schirm im „Chrome-Frame“-

Design, der mit knapp 23 Kilogramm etwas schwerer ist

als ein vergleichbarer LCD-TV.

Aber der Plasma hat nicht nur optisch einiges zu bieten.

Als einziger im Test besitzt er einen Bluetooth-Empfänger.

Darüber kann der Zuschauer Tastaturen oder Kopfhörer

per Funk ankoppeln: bei der Größe des Panels und dem

daraus resultierenden Sitzabstand eine sinnvolle Dreingabe.

Standesgemäß ist auch die Bedienung über ein

Smartphone möglich. Die VIERA Remote App gibt es für

iPad, iPhone und Android-Plattformen. Datenquellen speichert

der Plasma-TV auf einem SD-Kartenslot; andere

Hersteller verwenden SD-Karten oft lediglich, um Video-

Streams zu puffern. Wer also Fotos oder 3D-Camcorder-

Filme anschauen will, steckt einfach die SD-Karte ein.

Alternativ funktioniert das auch über eine der drei USB-

Buchsen oder über das Netzwerk.

Dank des USB-Triplets sind weitere alltagstaugliche

Features möglich. Seine Recording-Funktion etwa kann in

drei unterschiedlichen Aufnahmemodi mitschneiden: Die

Aufnahmen sind entweder qualitativ hochwertig und groß

oder auf VHS-Niveau und klein. Durch die Datenreduzierung

ist vor allem bei Serienaufnahmen die Festplatte

nicht so schnell voll. Der neuste Wurf: Die Aufnahmen

werden von der Platte sogar ins Netzwerk gestreamt.

Gerade in puncto Netzwerk hat sich bei Panasonic viel

getan. Dual Core Pro 4 erlaubt, gleichzeitig mehrere Internet-Anwendungen

parallel laufen zu lassen. Leider klappt

das Multitasking nicht überall. Ins EPG beispielsweise

kommt man nicht, wenn eine Aufnahme läuft. Ansonsten

ist die flotte Menünavigation des 50-Zöllers eine Wucht.

Der neu dazu gekommene Browser ist den Technikern

ebenfalls gut gelungen. Sogar eingebettete Flash-Videos

spielt er ohne Murren ab. Auch bei den sozialen Netzwerken

hat Panasonic mächtig zugelegt. Twitter und Facebook

lassen sich neben das Fernsehbild einblenden.

Der beleuchtete Geber

hat viele große

Tasten mit einem

spürbaren Druckpunkt.

Dank ausgefeilter

USB-Recording-

Funktion kann der

Panasonic in unterschiedlichen

Qualitäten

aufzeichnen.

Das spart Platz auf

der angeschlossenen

USB-Festplatte.

Die elegante Säule

lässt den Fernseher

über dem Standfuß

schweben.

30


➜ Komfortable

Luftbuchse

Der in den Panasonic implantierte

Bluetooth-Transponder

eröffnet dem Nutzer praktische

Funktionen für den

Alltag. Zunächst kann

er jeden Funkkopfhörer

in den Fernseher

einbuchen. Der neue

Sennheiser MM 500-

X für 320 Euro bietet

kabellose Freiheit. Nebenbei

arbeitet er auch unterwegs

einwandfrei mit einem Smartphone zusammen. Abgesehen

davon erleichtert auch eine Bluetooth-Tastatur die TV-

Bedienung erheblich. Sie ermöglicht das einfache Eingeben

von Domain-Namen, Mail-Adressen oder Suchbegriffen.

Über die Funktionstasten (F1 bis F12) kann der Benutzer

sogar Einstellungen des Fernsehers ändern.

Das VIERA Connect-Portal hat ansonsten noch die üblichen

Infoseiten zu bieten: Tagesschau, YouTube oder auch

die Online-Videothek Maxdome. Skype geht auch, bedarf

aber einer zusätzlichen Kamera für 110 Euro.

Erstaunlich ordentlich war der Klang des Testmusters.

Mit satten Bässen bot er hohes Fernseher-Niveau.

Im Bildtest sahnte der Panasonic ebenfalls ab. Durch

sein tiefes Schwarz konnte er selbst düstere Streifen effektvoll

in Szene setzen. Die neue 2.500 Hz Focused Field-

Steuerung sorgte für knackige Konturen auf bewegten

Motiven. Auch bei Filmquellen arbeitete die Elektronik des

Plasmas weitgehend sauber. Artefakte ließen sich durch

die entsprechenden Anpassungen im Bildmenü korrigieren.

Bei der 3D-Wiedergabe zeigte er bei besonders nahen

Objekten gelegentlich zarte Geisterkonturen, seine exakte

Feinzeichnung bei gleichzeitig natürlich wirkenden Bildern

beeindruckte. Im Spitzenweiß erreichte er prinzipbedingt

nicht die Strahlkraft eines LCD-Kandidaten, dafür

trumpfte er im abgedunkelten Ambiente auf. Genau dort

sorgten auch der Eco-Modus und der Lichtsensor dafür,

dass sich sein Stromhunger in akzeptablen Grenzen hielt.

Die schlichte 3D-Brille (TY-

ER3D4SE, 80 Euro) synchronisiert

sich per Bluetooth mit

dem TV. Dank Schnellladung

ist sie im Nu einsatzbereit.

neo plasma black 2500

Dieses Logo verdeutlicht die Runderneuerung

des aktuellen Plasma-Konzepts.

Die Größe der Subpixel wurde

hinsichtlich ihrer Leuchtintensität optimiert. Deren Ansteuerung

und die Zusammensetzung der Phosphore sollen verbessert

worden sein. Panasonic will damit den Plasma-Panels bereits

50 Prozent mehr Helligkeit entlocken. Zudem haben die Entwickler

die Filterfolien auf dem Panel erneuert und die Vorentladung

der Zellen verbessert.

2500 Hz Focused Field Drive

Die neue Technik soll schnelle Bewegungen

im Bild noch exakter wiedergeben.

Dazu analysiert eine Software

die Bildinhalte und erhöht die Zündfolge, wenn sie schnelle

Motive erkennt.

USB HDD Recording

USB-Recording erlaubt schnelle Mitschnitte.

Dazu braucht der Benutzer

lediglich eine USB-Festplatte. Aufnahmen

auf der Platte sind verschlüsselt, sodass man die

Inhalte mit einem PC nicht herunterladen kann. Der Datenträger

funktioniert bis zur nächsten Formatierung nur noch

am selben Fernseher. An sich ist das ein praktisches Feature,

allerdings in der Single-Tuner-Version weniger nützlich,

da man während einer laufenden Aufnahme nicht

umschalten kann.

VIERA Connect

Das Portal beinhaltet eine immer größer

werdende Anzahl von Apps aus den

verschiedensten Themenbereichen.

Dazu gehören Info-Seiten wie etwa die Tagesschau, Facebook

und Twitter sowie Video-Apps von YouTube über Acetrax bis

Maxdome. Sogar kleinere Spiele können inzwischen installiert

werden.

WiFi built-in

Wie der Name schon andeutet, ist in

den Fernseher ein WLAN-Transponder

eingebaut. So kann der Fernseher einfach

ins heimische Netzwerk eingebucht werden.

Progressive 3D Full HD

Fernseher, die diese Logo tragen, haben

eine native Auflösung von 1.920 x 1.080

Bildpunkten und können progressive

3D-Bilder in dieser Auflösung verarbeiten.

V-Audio Surround 2.1

Das Soundpaket beinhaltet acht kleine

Hornlautsprecher sowie einen zusätzlichen

Tieftöner. Mit Phasenschiebereien

wird zudem ein Surround-Effekt erzeugt, um den Fernseher

räumlicher klingen zu lassen.

video-homevision.de | 08_2012

31


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL

Optimaler

Sehabstand

(mindestens)

TV: 4,1 m // PAL-DVD:

3,0 m // HD: 2,0 m

55 Zoll

Optimale

Einstellungen

Bildmodus: Film | Hintergrundbel.:

17 | Kontrast:

86 | Helligkeit: 39 |

Schärfe: 38 | Farbe: 59 |

Optimalkontrast: aus |

Schwarzton: aus | Farbton:

warm2 | Digitaler

Rauschfilter: aus | Motion

Plus: klar | LED Motion

Plus: ein

Der Strahlemann

Nachdem sein großer Bruder UE55ES8090 in

Ausgabe 5/12 (Seite 34) bereits ausgezeichnet

abgeschnitten hatte, waren die Tester auf das

Ergebnis des Samsung in der gehobenen Mittelklasse

gespannt. Große Unterschiede gab es vor allem

beim Bildprozessor und bei der Bedienung: halbe Bildfrequenz

und keine Sprach- oder Gestensteuerung. Ansonsten

hat der UE55ES6890 alles Wichtige an Bord: genug

Anschlüsse, Multimedia satt und viele Internet-Apps.

Der Media-Player spielt so ziemlich alles ab, was er per

Netzwerk oder USB-Datenkonserve eingespielt bekommt.

Nur bei Matroska-Containern (MKV) ist er wählerischer:

So gab er eine Testdatei mit HD-Inhalten nicht wieder.

Auch das Spulen in Filmen, die vom DLNA-Server wiedergegeben

werden, ist nicht in jedem Dateiformat möglich.

Smartphone-Fans werden sich über Wi-Fi Direct freuen.

Darüber können sie sich direkt in den Fernseher einbuchen,

um Medien zu streamen.

Bei der Bedienung gab es nur kleine Kritikpunkte. So

haben die Entwickler auf der sonst übersichtlichen Fernbedienung

keine Taste für Formatumschaltung einge plant.

SAMSUNG UE55ES6890 € 2.100

zeigt bei Aufnahmen andere

Programme an, gutes 3D-Bild

keine Taste für Formatumschaltung,

Licht-Leckagen in den Ecken

sehr gut 84 %

Preis/Leistung: sehr gut

Manche Videoclips, aber auch Fernsehsendungen müssen

erst umständlich über das Bildschirmmenü in Form gebracht

werden. Auch sonst ist die Fernbedienung mit

Folientastatur gewöhnungsbedürftig. Wegen der kaum

ertastbaren Drücker und des symmetrischen Gehäuses

kann man schon mal vorne und hinten verwechseln.

Den Designern war offenbar die „Family Story“ sehr

wichtig: Ihr haben sie sogar eine eigene Taste spendiert.

Der Anwender kann dort eine Art Chronik anlegen, in der

Bilder und News einer geschlossenen Benutzergruppe wie

der eigenen Familie abgelegt werden können.

Besonders praxisrelevant dürfte die USB-Recording-

Funktion des Koreaners sein. Als einziger Fernseher mit

Single-Tuner erlaubt der Samsung einen Programmwechsel

bei laufender Aufnahme. Die einzige Voraussetzung:

Der andere Sender muss sich im selben Transponder befinden.

Wer beispielsweise das Programm von ProSieben

aufnimmt, kann immerhin noch auf SAT.1, kabel eins oder

N24 umschalten.

Dank Dual Core-Technologie kann der Benutzer aber

auch bei laufendem Mitschnitt den Media-Player aufrufen

Die Tasten sind beleuchtet,

aber da sie

nicht abgegrenzt

sind, drückt man

schon mal daneben.

Smart Hub ist Benutzeroberfläche

und Internet-Portal

in einem. Darüber

kann der Anwender

alle Funktionen des

Fernsehers abrufen.

Die Navigation darin

könnte aber etwas

zügiger vonstatten

gehen.

Der Multifunktionsknopf

erlaubt das

Steuern am Gerät.

32


Samsung Smart TV

Unter „Smart“ versteht Samsung alle

Funktionen, die den Fernseher intelligenter

machen sollen. Dazu gehören die Benutzeroberfläche

Smart Hub, die Samsung Apps, die Samsung Remote App,

AllShare, 3D und USB-Recording.

➜ Gut bedient

Zwar lassen sich alle hier vorgestellten Fernseher auch

bequem über ein Smartphone oder einen Tablet-PC befehligen,

aber es geht auch bedeutend günstiger. Die Tastatur-

und Maus-Kombination Wireless Desktop 2000 von

Microsoft kostet nur 40 Euro und hat den Samsung-Fernseher

genauso gut im Griff. Die Maus lässt sich im Samsung-Portal

Smart Hub oder im Internet-Browser so einsetzen,

wie man es vom PC gewohnt ist. Die Tastatur erleichtert

zudem Texteingaben und die Steuerung: Durch

einen Druck auf die Windows-Taste gelangt der Benutzer

direkt ins Hauptmenü des Fernsehers.

oder im Internet surfen. Letzteres ist wegen seiner hervorragenden

Maus-Unterstützung eine wahre Freude.

Der Ton des UE55ES6890 konnte weniger überzeugen.

Die nach unten strahlenden Lautsprecher klangen zwar

luftig, aber zu harmlos.

Die Bildleistung war deutlich imposanter. Im Spitzenweiß

lieferte der Samsung Höchstwerte, bei dunklen Motiven

kam er allerdings nicht ganz so weit herunter. Helle

Stellen in den Ecken dürften zudem High-End-Freaks abschrecken.

Die Bewegungsoptimierung Motion Plus ließ

sich relativ fein justieren. Der TV geht einen guten Kompromiss

zwischen ruckelnder Wiedergabe und Artefaktbildung

ein. Das verbessert nicht nur das 2D-Bild.

Die zwei mitgelieferten, per Batterie betriebenen 3D-

Brillen sind extrem filigran aufgebaut. Dadurch lassen sie

sich prima huckepack über die Hauptbrille setzen. Der

Nachteil: Licht von der Seite stört den 3D-Genuss ein wenig.

Ansonsten waren die Leistungen im 3D-Bereich beachtlich.

Der TV zeigte wenig Übersprechen. Durch die

sauberen Konturen wirkte das Bild sehr harmonisch, auch

wenn er bei hellen Motiven etwas zum Flimmern neigt.

Clear Motion Rate 400Hz

Das Bildverbesserungssystem ist eine

Kombination aus Bildwiederholungsfrequenz,

dem Einfügen von interpolierten

Zwischenbildern und dem exakten Steuern des Hintergrundlichtes.

Nicht zu verwechseln mit der nativen Bildffrequenz.

Das alles dient der fehlerfreien Darstellung schneller

Bewegungen im Bild etwa beim Sport oder bei Action-Filmen.

Hyper Real Engine 3D

Das Bildverbesserungssystem dient

insbesondere bei 3D-Signalen dazu,

Farbe, Kontrast und Bewegung zu optimieren.

Sie gleicht außerdem die Helligkeit an, damit die leicht

abdunkelnde Wirkung der Shutterbrille ausgeglichen wird.

AllShare

Unter AllShare fasst Samsung alle Anwendungen

zusammen, die drahtgebundenen

oder drahtlosen Datenaustausch

erlauben. Die PC-Software AllShare arbeitet als DLNA-

Server, der Mediendateien des Computers auf den TV streamt.

Smartphones von Samsung haben eine AllShare App, die ebenfalls

Bilder, Musik oder Videos auf den Fernseher beamt.

Dual Core

Das neue Schlagwort in der TV-Branche

steht für das gleichzeitige Ausführen

verschiedener Anwendungen (Multitasking).

So muss der Benutzer nicht erst eine App beenden,

um eine andere zu starten. Der Doppelkern beschleunigt die

Arbeitsgeschwindigkeit deutlich.

BD WISE Web

Ein Feature, das die Qualität von schlecht

aufgelösten Internet-Videos automatisch

verbessert. Durch Interpolation werden

subjektiv die Schärfe erhöht und das Videoformat angepasst.

2D zu 3D

Inzwischen beherrscht nahezu jeder 3D-

Fernseher die Umwandlung von herkömmlicher

Filmkost. Das gelingt Samsung

schon ganz gut, ist aber mit echtem 3D nicht vergleichbar.

Ein echtes Leichtgewicht

sind die beiden mitgelieferten

3D-Brillen von Samsung.

Nachteil: Streulicht

von der Seite.

3 HDMI

Im letzten Jahr wurden noch vier HDMI-

Buchsen eingebaut. Dank Triple-Tuner

und üppiger Internet-Funktionen reichen

meist aber drei Buchsen aus.

video-homevision.de | 08_2012

33


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL

Optimaler

Sehabstand

(mindestens)

TV: 4,4 m // PAL-DVD:

3,6 m // HD: 2,2 m

60 Zoll

Optimale

Einstellungen

Bildmodus: Film | Hintergrundbel.:

0 | Kontrast:

+31 | Helligkeit: +2 |

Schärfe: 0 | Farbe: +2 |

Farbton: 0 | Farbtemoeratur

: mittel bis tief | Bewegungsoptimierung:

Active Motion 400 | Subpixel

Control: ein |

Rauschunterdrückung:

aus

ÖKOTIPP

SHARP LC-60LE840E € 3.000

Alu-Rahmen, stimmige

Ausstattung, satte Farben

Der Wandschmuck

kleinteiliges Bildmenü,

nur Timeshift-Aufzeichnung

sehr gut 82 %

Preis/Leistung: gut

Der Riese von Sharp ist ein optisches Highlight. Der

nur 20 Millimeter breite Rahmen aus gebürstetem

Aluminium und der mit Alu-Blech überzogene

Standfuß verwandeln eine unauffällige Mattscheibe in

einen 60 Zoll großen Blickfang.

Das schicke Panel bringt vieles mit, was die Konkurrenz

längst aus dem Pflichtenheft gestrichen hat. Da wäre zunächst

die VGA-Buchse, an der sich immer noch ältere

Notebooks an den Fernseher andocken lassen. Auch eine

RS-232-Schnittstelle ist vorhanden, über die Multi-Room-

Systeme den Fernseher perfekt steuern können. Alternativ

beherrscht der Sharp die Fernsteuerung aber auch übers

Netzwerk – und wenn es sein muss, auch drahtlos. Ein

WLAN-Stick liegt dazu mit im Karton.

Die smarten Internet-Funktionen geben aber Grund zur

Kritik. So weigerte sich der Sharp, etliche DivX-codierte

AVI-Dateien abzuspielen. Über eine seiner USB-Buchsen

gab er diese Formate dagegen wieder. Das Portal AQUOS

NET+ ist zwar ausgereift, könnte aber etwas flotter reagieren:

Das Stöbern in den rund 40 Apps ist etwas mühsam.

Der darin aufrufbare freie Browser war nicht ganz so

flexibel wie das Pendant der Konkurrenz. Über eine USB-

Tastatur ließen sich immerhin Texte einfacher eingeben.

Im Hauptmenü haben die Entwickler einen direkten

Link zu YouTube platziert. Über diese App abgespielte Videos

zeigen seltsam ausgefranste Konturen. Das Bildmenü

selbst wirft auch hier und da Fragen auf: Warum der Anwender

die Justage im Untermenü Bildeinstellungen >

Bild > Optionen vornehmen muss, wird wohl ein Geheimnis

der Entwickler bleiben. Die dort abgelegten Einstellregler

sind indes sehr umfangreich. In den Untiefen der

Bildkalibrierung kann man die Justage sehr fein vornehmen,

wenn man das nötige Werkzeug dafür hat. Positiv:

Der Anwender bekommt zu fast jeder Option im Menü

Hilfstexte eingeblendet. Wenn diese den Benutzer auch

nicht weiterbringen, dürfte er in der übersichtlichen

Bedienungsan leitung eine Lösung finden.

Die Timeshift-Funktion ist so ein Fall. Zwar reicht zum

Mitschneiden ein Druck auf die Pause-Taste, das Hin- und

Herspringen während der Aufnahme erschließt sich dem

Anwender durch die gleichförmige Beschriftung auf der

Fernbedienung aber nicht sofort. An sich ist das Timeshif-

Auf eine Seite des

EPG passt zwar

sehr viel drauf, erkennen

kann man

aber kaum etwas.

Im Menü lässt sich

die Senderübersicht

vergrößern.

Der Steuerstab von

Sharp wirkt aufgeräumt.

Wichtige

Tasten sind groß

genug.

Für Multi-Room-

Systeme ist die

serielle Schnittstelle

(RS-232) im Sharp

eingebaut.

34


➜ Empfangsprobleme

mit WLAN?

Es kommt vor, dass sich im Wohnzimmer kein Netzwerkkabel

verlegen lässt. Hat jetzt der WLAN-taugliche Fernseher

etwa wegen zu dicker Stahlbetondecken auch noch

Empfangsprobleme, müssen Alternativen her.

Genau für diese Fälle hat devolo seine Powerline-Adapter

entwickelt. Sie übertragen die Daten kurzerhand über die

verlegten Stromleitungen. Die neueste Variante dLAN 500

AVsmart+ soll besonders einfach zu konfigurieren sein.

Die Adapter haben kleine Displays, die den Status des

Netzwerks anzeigen können. Sie kosten im Starterpaket

rund 150 Euro.

ting eine feine Sache; dass der Mitschnitt nach dem Umschalten

weg ist, stört aber.

Im Bildtest traten wieder die Stärken des Quattron-Panels

zutage. Farben wirkten frisch und das Bild insgesamt

lebendig. Insbesondere bei HD-Signalen läuft er zu seiner

Hochform auf. Bei SD-Videos bilden sich um kleine, rötliche

Bildelemente mitunter Halo-artige Erscheinungen.

Active Motion 400 arbeitet nicht immer ganz so akkurat,

wie es sich der Heimkino-Fan wünschen würde, sorgt aber

unterm Strich für sehr passable Bewegtbildsequenzen.

3D-Motive werden über die robuste Brille sehr räumlich

inszeniert. Die virtuellen Motive unmittelbar vor der Mattscheibe

sind jedoch nicht immer frei von Übersprechen.

Als sehr sauber erwiesen sich demgegenüber seine

akustischen Fähigkeiten. Ein zusätzlicher Tieftöner hinter

dem Panel sorgte stets für angenehme Bässe. Die weit auseinander

liegenden Hauptlautsprecher lieferten eine tolle

Soundkulisse.

Besonders hervorzuheben ist die Energiebilanz des

60-Zöllers. Der Riese braucht gerade mal so viel Strom wie

ein 20 Zoll kleinerer LCD-TV der älteren Generation.

Die Brille wirkt etwas klobig,

lässt sich aber angenehm tragen.

Über ein USB-Kabel wird

sie aufgeladen.

Quattron

Mit der Quattron-Technologie setzt

Sharp als einziger Panel-Hersteller auf

einen vierten, gelben Subpixel neben

den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Idee dahinter:

Da Gelb aus roten und grünen Pixeln gemischt werden muss,

ist gerade dieser natürliche Farbton nicht ganz rein. Quattron

soll Abhilfe schaffen. Im Labor lieferten die bisher gemessenen

Quattron-Panels normgerechte Farbräume mit einem leichten

Hang ins Grüngelbe.

AQUOS LINK

Fernseher und Zuspieler können über

HDMI Steuerbefehle austauschen. Die

Hersteller haben sich daher auf einen in

weiten Teilen kompatiblen Standard geeinigt: HDMI-CEC (Consumer

Electronics Control). Die Sharp-Variante heißt AQUOS LINK.

AQUOS LED

Die LED-Hintergrundbeleuchutng von

Sharp wird durch intelligente Steuerung

stromsparend eingesetzt.

AQUOS NET+

Das Internet-Portal von Sharp basiert

auf CE-HTML und enthält etliche nützliche, aber auch weniger

wichtige Apps. Ein freier Browser kann ebenfalls dort aufgerufen

werden.

Active motion 400

Das Bildverbesserungssystem arbeitet

mit Zwischenbildern und dem Dunkelsteuern

der Hindergrundbeleuchtung.

Die Wirkung der Schaltung ist angenehm dezent, da sie das

Bild nicht zu stark mit Artefakten anreichert.

USB

TIMESHIFT+

USB-Timeshift+

Per Timeshift-Funktion kann man das

laufende Programm anhalten – etwa

bei einem Telefonanruf –, um später an

der gleichen Stelle weiterzuschauen. Je nach USB-Speicher

und Qualität können so einige Minuten bis wenige Stunden

zwischengespeichert werden. Das „+“ steht für die neue Generation.

Damit kann man auch im Bildmenü schon einen Mitschnitt

amelden. Der Nachteil: Aufnahmen bleiben nicht dauerhaft

gespeichert.

Energielabel

Jeder Fernseher braucht neuerdings

diese standardisierte Energieplakette.

Sie gibt Auskunft über Größe, Leistung,

Effizienz und Jahresenergiebedarf des

Fernsehers. Außerdem ist dort vermerkt,

ob im Gerät ein mechanischer

Hauptschalter eingebaut ist. Der Sharp

LC-60LE840E in diesem Test gehört in

die beste Kategorie.

video-homevision.de | 08_2012

35


BILD | TEST: TV-GERÄTE MIT 46 BIS 60 ZOLL

Damit wurde

getestet

Neben Testbildern auf

Blu-ray oder vom Generator

wurde die TV-Wiedergabe

in SD und HD begutachtet.

Realfilme spielten die

Tester via HDMI ein. Der

hervorragend gemasterte

Dokumentarfilm Baraka

lieferte grandiose Landschaften

sowie knackscharfe

Nahaufnahmen.

Als 3D-Muster diente eine

Blu-ray des Blockbusters

Avatar.

TESTERGEBNISSE 46-ZOLL-TV 50-ZOLL-TV 55-ZOLL-TV 60-ZOLL-TV

Hersteller Sony Panasonic Samsung Sharp

Modell KDL-46HX855 TX-P50GT50E UE55ES6890 LC-60LE840E

Preis in Euro 1.700 1.600 2.100 3.000

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 89% 402 SEHR GUT 88% 394 SEHR GUT 89% 399 SEHR GUT 87% 393

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 43 sehr gut 40 sehr gut 42 sehr gut 41

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 42 sehr gut 44 sehr gut 44 sehr gut 43

High Definition (DVI/ HDMI) (75) überragend 68 überragend 71 überragend 69 überragend 69

Kontrast (80) überragend 74 sehr gut 70 überragend 72 überragend 73

Schärfe (45) überragend 41 überragend 41 überragend 45 überragend 42

Farbdarstellung (45) überragend 43 überragend 42 sehr gut 40 sehr gut 39

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 49 sehr gut 48 sehr gut 46 sehr gut 47

Bildruhe (45) überragend 42 sehr gut 38 überragend 41 sehr gut 39

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 70% 42 SEHR GUT 77% 46 GUT 68% 41 SEHR GUT 75% 45

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 79% 174 SEHR GUT 78% 173 SEHR GUT 80% 176 SEHR GUT 76% 168

Tuner (60) gut 44 gut 43 gut 43 gut 44

Anschlüsse (85) sehr gut 66 sehr gut 68 sehr gut 68 sehr gut 70

Multimedia (36) überragend 33 sehr gut 32 überragend 35 gut 25

Sonstige Extras (40) sehr gut 31 sehr gut 30 sehr gut 30 gut 29

BEDIENUNG max. 95 Punkte SEHR GUT 84% 80 SEHR GUT 84% 80 SEHR GUT 83% 79 SEHR GUT 75% 71

Menügestaltung (20) sehr gut 15 sehr gut 15 gut 14 befriedigend 11

Einstellungsmöglichkeiten (40) überragend 37 überragend 38 überragend 40 überragend 36

Installation (12) überragend 11 überragend 12 überragend 11 sehr gut 9

Fernbedienung (23) gut 17 gut 15 gut 14 gut 15

VERARBEITUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 80% 64 SEHR GUT 84% 67 SEHR GUT 83% 66 SEHR GUT 83% 66

Anmutung (25) sehr gut 21 überragend 23 sehr gut 22 sehr gut 21

Material (55) sehr gut 43 sehr gut 44 sehr gut 44 sehr gut 45

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 84% 762 SEHR GUT 84% 760 SEHR GUT 84% 761 SEHR GUT 82% 743

PREIS / LEISTUNG ÜBERRAGEND ÜBERRAGEND SEHR GUT GUT

Aus dem Messlabor

2 3

4

2 3

4

5

5

6

6

1

Sony

Genauer geht es kaum. Der Farbraum des Sony ließ sich beinahe deckungsgleich mit

dem Normfarbsegel einstellen. Die Farbtemperatur lag ebenfalls ideal bei rund 6.500

Grad Kelvin. Der Farbtemperaturverlauf von hell bis dunkel hätte ebenfalls nicht genauer

sein können. Seine Ausleuchtung ist nicht ganz so perfekt, aber für einen Edge-

LED-TV noch im Rahmen. Top: der geringe Blickwinkelfehler des LCD-Panels.

1

Panasonic

Im Farbsegel und im Gamma liegt der Panasonic auf Normkurs. Das Spektrum seines

abgestrahlten Lichts identifiziert ihn eindeutig als Plasma-Fernseher. Sein grandios

geringer Blickwinkelfehler und die nicht vorhandene seitliche Dunkelabweichung sind

der LCD-Technik deutlich überlegen. Der kleine Pferdefuß: Der Stromverbrauch liegt

deutlich über dem der LCD-Konkurrenz bei gleicher Bilddiagonale.

2 3

4

2 3

4

5

5

6

6

[1] CIE-Farbraum HDTV

[2] Farbtemperatur

von Weiß (in Kelvin)

[3] Maximale Helligkeit bei

optimalen Einstellungen

[4] Spektrum von Weiß

[5] Farbtemperaturverlauf

[6] Helligkeitslinearität (Gamma)

1

Samsung

Die Ausleuchtung ist besonders in den Ecken etwas ungleichmäßig. Darin liegt wohl

auch der nicht ganz tiefe Schwarzwert begründet. Beim Farbdreieck ließen sich dagegen

die Eckpunkte normgerecht justieren. Nur die Mischfarben Gelb, Cyan und Magenta

lagen etwas daneben. Sein hohes Spitzenweiß bot genug Reserven bei 3D-Bildern.

Selbst im Gamma konnte der 55-Zöller die anderen Kandidaten übertrumpfen.

1

Sharp

Das Farbdreieck zeigt einen leichten Überhang im Grün, wodurch Naturaufnahmen

etwas knackiger wirken. Die Farbtemperatur des Panels ist deutlich zu hoch, ebenso

der Blickwinkelfehler mit über 20 Prozent. Mit zunehmendem Winkel nehmen die Kontraste

schnell ab. Der Sharp ist dafür Spitzenreiter beim Spromsparen: Mit nur 70 Watt

Normverbrauch liegt er gleichauf mit den kleineren Mitbewerbern.

36


DATEN & MESSWERTE

Hersteller Sony Panasonic Samsung Sharp

Modell KDL-46HX855 TX-P50GT50E UE55ES6890 LC-60LE840E

Preis in Euro 1.700 1.600 2.100 3.000

Internet www. sony.de panasonic.de samsung.de sharp.de

Klasse 46-Zoll-LCD-TV 50-Zoll-Plasma-TV 55-Zoll-LCD-TV 60-Zoll-LCD-TV

MESSWERTE

Abmessungen (B x H x T) 108 x 64 x 3,5 (26) cm 117 x 70 x 5 (34) cm 126 x 74 x 4,7 (28) cm 139 x 84 x 5,5 (37) cm

Bilddiagonale / Gewicht 117 cm / 16,6 kg 127 cm / 23 kg 138 cm / 17 kg 152 cm / 35 kg

Auflösung / Seitenverhältnis 1920 x 1080 / 16:9 1920 x 1080 / 16:9 1920 x 1080 / 16:9 1920 x 1080 / 16:9

Kontrast ISO / In-Bild / dynamisch 920:1 / 4.500:1 / 15.000:1 1.150:1 / 6.800:1 / 13.000:1 980:1 / 3.600:1 / 3.900:1 9.800:1 / 4.000:1 / 8.000:1

Schwarzwert / Flächen- / Spitzenweiß 0,016 / 239 / 234 cd 0,012 / 52 / 158 cd 0,08 / 316 / 315 cd 0,04 / 248 / 320 cd

Gamma* / Abweichung zur Idealkurve** 2,16 / 5,5% 2,1 / 8,7 % 2,19 / 2,0 % 2,29 / 7,2 %

Farbtemp. Voreinstellungen**** 6.400, 8.400, 9.900, 12.500 K 6.400, 7.500, 10.300 K 6.480, 13.270, 9540 K 10.500, 14.000, 6.700 K

… kalibriert**** /Abweichung** 6.392 K / 1,1 % 6.387 K / 2,1 % 6.300 K / 3,0 % 9.545 K / 6,6 %

Ausleuchtung / Farbverteilung*** 96,2 % / 99,5 % 98,6 % / 99,0 % 94,3 % / 98,8 % 92,1 % / 95,1 %

Blickwinkelfehler / Dunkelabweichung 8,4 % / 32,6 % 2,7 % / 0,7 % 12,3 % / 29,8 % 21,0 % / 25,9 %

Strom max. / Film / Standby / aus 92 / 68 / 0,18 / – Watt 290 / 209 / 0,19 / – Watt 115 / 69 / 0,36 / – Watt 115 / 70 / 0,09 / – Watt

ANSCHLÜSSE

Tuner: analog / DVB-T / -C / -S •/ • / HD / HD • / • / HD / HD • / • / HD / HD • / • / HD / HD

HDMI / Komponente / VGA 4 / 1 / 1 4 / 1* / – 3 / 1 / – 4 / 1 / 1

Scart / davon RGB 1 / 1 1* / 1 1* / 1 1 / 1

USB / Speicherkarten-Slot / Netzwerk 2 / – / 1 3 / SDXC / 1 3 / – / 1 3 / – / 1

Front- bzw. Seitenanschlüsse CI-Plus, Kopfhörer CI-Plus, Kopfhörer CI-Plus, Kopfhörer CI-Plus, Kopfhörer

Besonderheiten WLAN, opt. Digitalton-Ausgang WLAN, Bluetooth, opt. WLAN, Bluetooth, opt. WLAN, opt. Digitalton-

Digitalton-Ausgang Digitalton-Ausgang Ausgang, RS-232

AUSSTATTUNG

KAUFTIPP

ÖKOTIPP

3D / Brillen mitgeliefert / 2D zu 3D Shutter / 0 / • Shutter / 0 / • Shutter / 2 / • Shutter / 0 / •

Hintergrundbeleuchtung / regelbar Rand-LED / • Plasma / – Rand-LED / • Rand-LED / •

… via Lichtsensor / via Bildinhalt •/ • • / • • / • • / •

Farbraum- / Farbtemperatureinstellung •/ • • / • • / • • / •

… RGB Offset /Gain • / • • / • • / • • / •

Gamma-Einstellung / Rausch- /

Artefaktfilter • • • •

Autom. Kontrast.- / Farbnachbesserg. •/ • • / • • / • • / •

Voreinstellungen/Speicher /je Eingang 2 / 1 / • 7 / 1 / • 4 / 1 / • 8 / 1 / •

Bildformate / Pixel-to-Pixel / WSS 6 / • / • 9 / • / • 6 / • / • 9 / • / •

100 Hz /200 Hz /Backlight Blinking –/ • / • • / – / 2500Hz • / – / Scan • / – / •

HDMI-CEC Grundfunktionen / erweitert •/ • • / • • / • • / •

HDMI: DeepColor /x.v.Color /ARC /LAN •/ • / • / – • / • / • / – • / • / • / – • / – / • / –

Medienwiederg. über USB o. Kartenslot Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos

Medienwiederg. über DLNA-Netzwerk Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos

HbbTV / Internet-Inhalte • / • • / • • / • – / •

Festplatte für Aufnahmen / über USB –/ • – / • – / • – / Timeshift

Fernbedienung universal / beleuchtet •/ – – / • – / • – / •

EPG / AV-Link • / • • / • • / • • / •

Sleep-Timer/Wecker/Kindersicherung •/ • / • • / • / • • / • / • • / • / •

Bild-in-Bild / Bild-in-Videotext •/ • – / • • / • • / •

Wandhalterung dabei/ VESA-Bohrung – / 30 x 28 cm – / 40 x 30 cm – / 40 x 40 cm – / 40 x 40 cm

Standfuß dreh- / neigbar – / 6° fix • / – • / – • / –

Zubehör Sound-Standfuß Adapter (AV, YUV & Scart) Adapter (Scart) WLAN-Stick, USB-Stick mit

Handbuch

Besonderheiten WiFi-Direct-Modus, Skype Skype (optional), DLNA-Server– WiFi-Direct-Modus, ASTRA Skype (optional)

(optional), Track ID, Sender - Funktionen Kanal-Vorsortierung, Sendersortierungs-Software

sortierungs-Software, Skype

(optional)

• = ja // – = nein

Alle ermittelten Messwerte

beziehen sich auf die von uns

ermittelten Optimalwerte

*optimal: 2,2

**optimal: 0 %

***optimal: 100 %

****optimal: 6500 Kelvin

Standpunkt

MARKUS WÖLFEL,

TV-TESTER

Der TV-Käufer braucht sich von der Logo-Flut

nicht beeindrucken zu lassen. Hinter jedem

Piktogramm verbirgt sich letztlich nur eine

Funktion oder ein Ausstattungsmerkmal. Wer

sich für einen Fernseher interessiert, muss vor

dem Kauf nur die Logos identifizieren, die für

seine Ansprüche stehen. Das erfordert etwas

Recherche, schützt aber vor Begehrlichkeiten

nach dem Fernseherkauf. Video-HomeVision

arbeitet beständig daran, jedem TV-Fan diese

Arbeit abzunehmen.

Im aktuellen Test boten alle Kandidaten tolle

Leistungen, allerdings in unterschiedlichen

Disziplinen. Panasonics Plasma-TV war wieder

einmal der Platzhirsch im Bildtest. Sony bestach

durch das beste LCD-Bild. Samsung

konnte mit toller Ausstattung punkten und der

Sharp-TV war Stromspar-Weltmeister.

video-homevision.de | 08_2012

37


BILD | TEST: 55-ZOLL-3D-TV OHNE BRILLE

Optimaler

Sehabstand

(mindestens)

TV: 3,5 m // PAL-DVD:

3,1 m // HD: 2,1 m //

Fotos: 1,5 m

INNOVATION

Optimale

Einstellungen

Bildmodus: Hollywood-

Tag | Kontrast: 95 | Autom.

Helligkeitssensor:

ein | Helligkeit: 3 |

Schärfe: 0 | Farbe: 8 |

Farbton: 0 | Farbtemperatur:

3 | Colour Master:

aus | LED-Backlight-

Steuerung: mittel | S/W-

Level: 0 | Gamma: 0 |

Rauschunterdrückung:

niedrig | DNR: auto | Resolution+:

auto, 1 | Active

Vision: Standard

Autor/Redaktion: Roland Seibt // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick

TOSHIBA 55ZL2G € 8.000

3D ohne Brille,

superscharfe 4K-Fotowiedergabe,

gute Ausstattung

kein 4K-Eingang, hoher Verbrauch

sehr gut 84 %

Preis/Leistung: gut

3D ohne Brille

In unserer Ausgabe 4/12 konnten wir einen ersten Blick auf den Prototypen des

Toshiba 55ZL2G werfen und haben Technik sowie Grundlagen erklärt. Jetzt läuft

die Serienproduktion und wir konnten endlich testen, messen und bewerten.

Der Toshiba 55ZL2G ist nicht nur der erste 3D-Fernseher

ohne Brille mit MultiView-Funktionalitäten,

er ist auch der erste mit 4K-Panel und bietet damit

zwei tolle Innovationen, die den zugegeben sehr hohen

Preis von 8.000 Euro rechtfertigen – wenn denn alles perfekt

funktioniert. Mit dem Fokus auf die tolle neue Technik

und die Grundlagen, wie 3D ohne Brille funktioniert, waren

wir im Pre-Test gar nicht auf die Basisparameter dieses

Spitzenklasse-Fernsehers eingegangen, die natürlich auch

stimmen müssen. Aber keine Sorge: Toshiba hat nichts

wirklich Wichtiges ausgelassen.

Viermal HDMI, flankiert von Scart und VGA, bieten

den wichtigsten anzuschließenden Geräten Anschluss.

Was HDMI angeht, unterstützt Toshiba neben der Steuerungsautomatik

CEC (REGZA Link), einer Inhaltsanpassung

und dem Audio-Rückkanal (ARC) jetzt auch MHL,

um modernste Handys zu integrieren. Nebenbei sind die

Eingänge als InstaPort ausgeführt, was die HDMI-Umschaltung

beschleunigt. Der Tuner unterstützt alle aktuellen

Empfangswege und sortiert – im Gegensatz zu alten

Toshiba-TVs – die gefundenen Sender. Eine der beiden

USB-Buchsen ist für eine Festplatte vorgesehen, die TV-

Inhalte aufzeichnen kann. Dank Timer-Programmierung

mit Vor- und Nachlauf landen die Sendungen sicherer auf

der Platte als bei vielen Konkurrenten. Leider fehlt der

beim 55ZL1G direkt mitgelieferte Massenspeicher.

Die zweite USB-Buchse ist für den Media-Player vorgesehen,

der jetzt mehr Codecs unterstützt als ältere Modelle

– bis hin zu HD-MKV, also DivX+HD. DTS fehlt noch in

der Sammlung, und längst nicht alles, was über USB akzeptiert

wird, läuft auch über den DLNA-Renderer, also

den Datenzugriff des Multimedia-Heimnetzwerks. Für

diesen wurde neben der LAN-Buchse auch WLAN-n

direkt integriert.

Angeschlossen an das weltweite Netz, können das Internet-Portal

Toshiba Places und HbbTV, die interaktiven

Dienste der TV-Sender, genutzt werden. Das Portal ist bestens

sortiert und konzentriert sich auf sinnvolle Apps.

HbbTV war bei unseren Tests nicht ganz stabil bei den

neuen Diensten der Privaten. Ein Firmware-Update sollte

38


Automatische 3D-Korrektur: Die integrierte Kamera erfasst auf

Knopfdruck die Gesichter der Zuschauer (blaue Quadrate) und

passt die 3D-Sweetspots so an, dass alle möglichst eine optimale

Raumtiefe ohne Doppelkonturen bekommen.

Manuelle 3D-Korrektur: Mit diesem Testbild kann der Haupt-

Zuschauer die 3D-Ausgabe fein justieren, indem er die 3D-

Sweetspots exakt auf seine Sitzposition abstimmt.

das hinbiegen können. Bislang fehlt von den Sozialdiensten

noch die Unterstützung von Skype. Das wäre sinnvoll, weil

eine Kamera – für die Positionserkennung der 3D-Zuschauer

– bereits integriert ist.

Viel Raum zum Spielen gibt es beim guten Bild. Hier ist

der Umfang der Manipulationsmethoden gewaltig, sodass

professionelle Kalibratoren ihre helle Freude am ZL2G

haben. Besitzt man die richtige Messsonde (TPA-1), ist die

optimale Einstellung ein Kinderspiel, denn der TV unterstützt

eine Auto-Kalibration.

In die Bildtechnik hat Toshiba alles Verfügbare investiert.

Leider ist es nicht möglich, das Hintergrundlicht direkt

durch lokales Dimmen zu steuern, wie es der kleine

Bruder ZL1 beherrscht. Das brandneue 4K-Panel von AUO

besitzt wohl bereits ab Werk seitliche LEDs. Diese Bezugsquelle

ist dann auch dafür verantwortlich, dass die Ausleuchtung

nicht ganz perfekt ist und einige Farben messtechnisch

leicht verschoben dargestellt werden.

Absolut umwerfend sind hingegen Schärfe und Detail-

Auflösung, wenn man sich Fotos anschaut. Über USB werden

dabei bis zu 200 Megapixel unterstützt, aus dem Netzwerk

maximal 4.096 x 4.096 Bildpunkte, wobei die Decodierung

riesiger Bilder auch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Macht man sich die Mühe, Fotos am PC in die Bildschirm-

Auflösung 3.840 x 2.160 Pixel umzuwandeln, erledigt ein

Chip die Decodierung, und Diashows sind eine Augenweide

mit messerscharfer Farbenpracht.

Über einen proprietären Service-Eingang kann das Display

sogar mit Videomaterial in voller Auflösung angesteuert

werden. Toshiba stellte uns zum Test den passenden ➜

DATEN & MESSWERTE

Hersteller

Toshiba

Modell

55ZL2G

Preis

8.000 Euro

Internet

www.toshiba.de

MESSWERTE

Abmessungen in cm (B x H x T)

125 cm x 83 cm x 36 (4) cm

Bilddiagonale / Gewicht

139 cm / 31 kg

Auflösung / Seitenverhältnis 3.840 x 2.160 / 16:9

Kontrast ISO / In-Bild / dynamisch 700:1 / 4.000:1 / 7.000:1

Schwarzwert / Flächen- / Spitzenweiß 0,05 / 356 / 341 cd

Gamma* / Abweichung zur Idealkurve** 2,33 / 1,8%

Farbtemp. Voreinstellungen**** 5.400, 7.900, 14.600 K (11 Schritte)

… kalibriert**** / Abweichung** 6.633 K / 1,8%

Ausleuchtung / Farbverteilung*** 94,5% / 97,2%

Blickwinkelfehler / Dunkelabweichung 26% / 21%

Strom max. / Film / Standby / aus 252 / 162 / 0,2 / 0 Watt

ANSCHLÜSSE

Tuner: analog /DVB-T / -C / -S

1 / 1 HD / 1 HD / 1 HD

HDMI / Komponente / VGA 4 / 1 / 1

Scart / davon RGB 1 / 1

USB / Speicherkarten-Slot / Netzwerk 2 / – / LAN + WLAN

Front- bzw. Seitenanschlüsse

AV, Kopfhörer

Besonderheiten

CI-Plus, optischer Digitalton-Ausgang,

2x Audio-In, Subwoofer-Ausg., MHL

AUSSTATTUNG

3D / Brillen mitgeliefert / 2D zu 3D ohne Brille / nicht nötig / •

Hintergrundbeleuchtung / regelbar Rand-LED / •

… via Lichtsensor / via Bildinhalt •/ •

Farbraum- / Farbtemperatureinstellung •/ •

… RGB Offset / Gain

• / •

Gamma-Einstellg. / Rausch- / Artefaktfilter •/ • / •

Autom. Kontrast.- /Farbnachbesserung •/ •

Voreinstellungen / Speicher / je Eingang 9 / 9 / •

Bildformate / Pixel-to-Pixel / WSS 11 / Quad-Full-HD-Panel / •

100 Hz /200 Hz /Backlight Blinking –/ • / • (800 AMR)

HDMI-CEC-Grundfunktionen / erweitert •/ REGZA Link

Medienwiederg. über USB o. Kartenslot Filme, Fotos, Musik

Medienwiederg. über DLNA-Netzwerk Filme, Fotos, Musik (Renderer)

HbbTV / Internet-Inhalte

• / Toshiba Places

Festplatte für Aufnahmen / über USB –/ •

EPG / AV-Link

• / •

Besonderheiten

3D ohne Brille, Personal-TV (Nutzerprofile),

Dolby Volume, Auto-Kalibration,

Graustufenkalibration

Aus dem Messlabor

Die nativen Farben (Bild unten = Werkszustand) des 4K-Displays

liegen in Rot und Blau leicht versetzt und in Grün zu satt. So

kann auch die hervorragende Funktion der Auto-Kalibration

nur bedingt perfekte Ergebnisse erzielen. Der Bildeindruck ist

dennoch schön farbtreu. Was fast mit bloßem Auge auffällt,

ist die ungleichmäßige Ausleuchtung unseres Musters.

1

2 3

4

5

6

• = ja // – = nein

Alle ermittelten Messwerte

beziehen sich auf die von uns

ermittelten Optimalwerte

*optimal: 2,2

**optimal: 0 %

***optimal: 100 %

****optimal: 6.500 Kelvin

[1] CIE-Farbraum HDTV

[2] Farbtemperatur von Weiß

(in Kelvin)

[3] Maximale Helligkeit bei

optimalen Einstellungen

[4] Spektrum von Weiß

[5] Farbtemperaturverlauf

[6] Helligkeitslinearität

(Gamma)

video-homevision.de | 08_2012

39


BILD | TEST: 55-ZOLL-3D-TV OHNE BRILLE

So funktioniert es

Toshibas Bildschirmmenüs rollen als hübsche Piktogramme am unteren

Bildrand entlang. Weiter verzweigt wird in klassischen Menüstrukturen,

wobei man ab und zu schon weit vordringen muss, um

spezielle Funktionen zu finden. Insgesamt sind nämlich sehr viele

Einstellungsoptionen vorhanden.

Toshiba Places: Das Internet-Portal ist übersichtlich nach Themenschwerpunkten

sortiert. Gerade der wichtige Bereich abrufbarer

Online-Filminhalte bietet viele gute Quellen. Zusätzlich gibt es natürlich

noch HbbTV, wo die TV-Sender relevantes Material anbieten.

Auch hier wird die Interaktivität immer ausgefeilter.

Der Trick bei jeder 3D-Darstellung ist es, dass ein Auge

etwas anderes sieht als das andere. Verzichtet man auf

Brillen, muss der Fernseher feinfühlige Lichtfelder ausstrahlen,

die gezielt jeweils nur ein Auge erreichen. Das

geschieht durch intelligente Mikrolinsen, die sich sogar

auf die Position der Zuschauer einstellen können. Wo man

sich gerade exakt befindet, erfasst dabei eine Kamera.

Toshiba verwendet ein Display mit vierfacher Full-HD-

Auflösung und erzeugt damit neun unterschiedliche 3D-

Sehpositionen: eine für jeweils ein Auge eines Betrachters.

Heraus kommen neun 3D-Ansichten mit einer Auflösung

von 720p. Die Umrechnung der beiden stereoskopischen

Blickwinkel einer 3D-Blu-ray in so ein MultiView-Feld ist

dabei extrem komplex.

Der edle Schieber

ist gut gemeint,

um die Fernbedienung

besser aussehen

zu lassen.

TESTERGEBNISSE

Hersteller

Modell

Preis

Toshiba

55ZL2G

8.000 Euro

BILDQUALITÄT max. 450 Punkte SEHR GUT 89% 401

Standard Definition (TV-Tuner) (50) sehr gut 43

DVD (RGB-Scart / YUV) (50) sehr gut 41

High Definition (DVI / HDMI) (75) überragend 68

Kontrast (80) sehr gut 69

Schärfe (45) überragend 45

Farbdarstellung (45) sehr gut 40

Geometrie / 3D-Räumlichkeit (60) sehr gut 47

Bildruhe (45) überragend 48

KLANGQUALITÄT max. 60 Punkte GUT 65% 39

AUSSTATTUNG max. 221 Punkte SEHR GUT 79% 174

Tuner (60) sehr gut 45

Anschlüsse (85) sehr gut 69

Multimedia (36) überragend 33

Sonstige Extras (40) gut 27

BEDIENUNG max. 95 Punkte SEHR GUT 82% 78

Menügestaltung (20) gut 14

Einstellungsmöglichkeiten (40) sehr gut 35

Installation (12) überragend 11

Fernbedienung (23) sehr gut 18

VERARBEITUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 84% 67

Anmutung (25) sehr gut 21

Material (55) sehr gut 46

TESTURTEIL max. 906 Punkte SEHR GUT 84% 759

PREIS / LEISTUNG

GUT

Player zur Verfügung: eine Kiste mit vordefinierten Filmsequenzen,

die den Atem jedes Qualität schätzenden Zuschauers

stocken lassen. Bis unter einen Meter kann man

ans große Display heran und entdeckt immer mehr feinste

Bilddetails. Von Nahem stören weniger die Bildpixel, sondern

Strukturen der deaktivierten 3D-Linsen, die sich in

gleichförmigen Flächen ausmachen lassen.

Aktiviert man das brillenlose 3D, stellt man fest: „Ja, es

funktioniert.“ Darum hatten die Menschen Toshiba gebeten.

Sie hatten aber auch erwartet, dass es ebenso scharf,

sauber und tief aussieht wie mit Brille – und diese Erwartung

wurde enttäuscht. Und das Ganze klappt nur, wenn

man ab und zu die Taste zur Augenverfolgung (Tracking)

drückt. Insgesamt wirken alle bekannten Bildquellen

schwächer als beim ZL1. Trotz der immensen Rechenleistung

des 3D-Mehrkern-Superprozessors CEVO Engine

und der besten Algorithmen bietet das 4K-Display keinen

erkennbaren Vorteil bei 2D.

Fazit

Toshiba setzt neue Maßstäbe, und der 55ZL2G beweist, dass

3D ohne Brille keine Zukunftsvision, sondern bereits technische

Realität ist. Wer ein perfektes 2D-Bild bevorzugt und

eine 3D-Brille nicht scheut, ist aber mit dem 3.000 Euro

preiswerteren Bruder ZL1 besser bedient.


40


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BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick

Duell auf Augenhöhe

Smart TV, 3D und sogar Ultra Full HD: Die brandneuen Blu-ray-Player von Philips

und Sony bieten schon ab 200 Euro die heißesten Technik-Features. Doch welcher

von beiden ist der absolute Preisknaller?

Unüberschaubar ist die Menge

der Blu-ray-Player, die um die

Gunst der Käufer buhlen. Den

richtigen Spieler zu finden fällt dementsprechend

schwer. Doch es gibt

drei Fragen, die die Kaufentscheidung

erheblich vereinfachen:

➜ Ist eine hochwertige Verarbeitung

wichtig?

➜ Benötige ich einen hervorragenden

Analog-Tonausgang?

➜ Kann ich auf die neuesten technischen

Features wie ein großes Smart-

TV-Paket verzichten?

Wenn Sie alle drei Fragen mit „ja“

beantworten können, dürften Sie bei

Audiospezialisten wie Denon, Pioneer

oder T+A fündig werden. Sie werden

dann für Ihren Player mindestens

400 Euro ausgeben müssen.

Lautet Ihre Antwort auf alle drei

Fragen dagegen „nein“, sind die Bluray-Player

von Philips und Sony heiße

Anwärter auf den leeren Platz in Ihrem

Wohnzimmer. Denn der Philips

BDP7700 und der Sony BDP-S790

sind die ersten Player, die sich laut

Datenblatt am neuesten Trend 4K orientieren.

Sie sollen also per HDMI

Videosignale mindestens mit vierfacher

Full-HD-Auflösung ausgeben.

Wie es um ihre 4K-Eigenschaften

steht, haben wir ausprobiert. Das etwas

ernüchternde Ergebnis: Eine

Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten

gab keiner der Player aus,

sondern maximal Quad Full HD, also

die vierfache Full-HD-Auflösung mit

3.840 x 2.160 Bildpunkten. Dem Philips

BDP7700 konnten wir gar keine

ultrahochauflösenden Signale entlocken.

Diese Fähigkeiten soll er per

Update erhalten. Mehr dazu lesen Sie

auf Seite 22.

3D für Kenner

Was das sonstige Ausstattungspaket

anbelangt, gibt es kaum etwas, das

diese beiden Spieler nicht können.

Dass heute ein Blu-ray-Player alle Dimensionen

einer 3D-Scheibe zum

Fernseher schickt, ist nicht mehr außergewöhnlich.

Doch beide wandeln

auch 2D-Inhalte in drei Bilddimensionen,

wenngleich das Ergebnis nicht

an die Qualität eines guten Original-

3D-Films heranreicht. Der BDP-S790

erlaubt es sogar, die 3D-Tiefe einzustellen,

wenn die Wirkung zu gering

sein sollte oder 3D zu sehr anstrengt.

Selbst wer eine 3D-Fotokamera besitzt,

wird mit den Playern zufrieden

sein, sie können schließlich 3D-Fotos

im MPO-Format anzeigen. Besitzer

eines Camcorders, der in 3D Full HD

aufzeichnet, müssen sich jedoch – wie

bei den meisten anderen Playern

auch – mit 2D begnügen.

Auch eigentlich Antiquitiertes ist

bei Sony ein wichtiges Thema. Daher

spielt der BDP-S790 wie nahezu alle

anderen aktuellen Blu-ray-Player der

Japaner hochauflösende Super-

Audio-CDs ab. Und die Tonsignale

schickt er je nach Wunsch im Original-DSD-Datenstrom

oder als gewandeltes

PCM-Signal per HDMI zum

AV-Receiver.

Schon lange eine wichtige Rolle für

Philips und Sony spielt Smart TV: In

dieser Hinsicht sind der BDP7700

und der BDP-S790 recht üppig ausgestattet.

Das Sony Entertainment Network

enthält etwa Sendungen von

SAT.1, ProSieben oder der Tagesschau,

3D-Inhalte sowie ein großes Videoon-Demand-Angebot.

Der Philips

BDP7700 steht dem in nichts nach

und bedient sich etwa bei den Mediatheken

von ARD, ZDF oder ARTE.

Damit dafür keine Kabel erforderlich

sind, besitzen beide ein WLANn-Modul.

Das ist auch hilfreich, wenn

es um das Streamen von Videos, Bildern

und Fotos von UPnP-Servern

geht. Oder wenn der Nutzer mit einer

App die Player vom Smartphone aus

steuern will. Waren die ersten Versuche

dieser kostenlosen Mini-An-

42


SUPERGÜNSTIG

MOBIL

SURFEN

IM TEST

ZWEI BLU-RAY-PLAYER

PHILIPS BDP7700 € 200

SONY BDP-S790 € 250

DATEN & MESSWERTE

Hersteller Philips Sony

Modell BDP7700 BDP-S790

Preis in Euro 200 250

Internet: www. philips.de sony.de

KAUFTIPP

MESSWERTE

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht 43,5 x 4 x 23 cm / 1,6 kg 43 x 4,2 x 19,3 cm / 1,9 kg

Ausgangsspannung / -Impedanz (Ton) 1,7 Volt / 423 Ohm 2,0 Volt / 810 Ohm

Rauschabstand / Dynamikumfang 113 dB / 103 dB 105 dB / 87 dB

Klirrfaktor DVD / CD 0,0032 % / 1,7300 % 0,0061 % / 0,0043 %

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby 15 / 9 / 11 / 7 (bis Menü 11) Sek. 23 / 11 / 9 / 1,5 (bis Menü 3) Sek.

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 10,0 / 2,1 / 0,0 Watt 8,2 / 6,9 / 0,0 Watt

WIEDERGABE

BDAV / BDMV / BD 3D / AVCHD • / • / • / • • / • / • / •

Internet: Video / Audio / Foto • / • / • • / • / –

… Web-Browser / Flash • / – • / –

DVD-RAM / -RW (VR) / -R (VR) – / – / – – / • / •

DVD-Audio / SACD / Audio-CD – / – / • – / • / •

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ – / DLNA • / – / DLNA

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / • • / • / • / • / • / • / –

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG-2 •/ • / • / • / • • / • / – / • / •

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC • / • / • (USB) / • / • (USB) • / • / • / • / –

AVCHD / AVCHD 3D / M2TS / MPO / JPG •/ – / • / • / • • / – / • / • / •

Besonderheiten – UPnP-Renderer

ANSCHLÜSSE

Ausgang: HDMI / Komponente / Video 1 / – / 1 2 / – / 1

Tonausgang opt. / elektr. / analog 1 / 1 / 7.1 1 / 1 / Stereo

LAN / WLAN / USB / SD-Karte • / -b, -g, -n / 2 / • (nur VoD) • / -b, -g, -n / 2 / –

Sonstige – –

FUNKTIONEN

HDMI-CEC / -Ethernet-Channel • / – • / –

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung • / – • / •

Skalierung auf Vierfach-Full-HD – •

Interner BD-Live-Speicher – –

Farbübertragung wählbar – Auto, YCbCr 4:4:4/4:2:2, RGB

std./erw.

Bilder: Zoom / Verschieben / Auto-Rotieren •/ • / • – / – / •

Diashow / Übergangseffekte / mit Musik •/ • / • • / • / •

Sprung zu Titel / Kapitel / Zeit • / • / • • / • / –

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ • • / Gracenote

Musik: Programm (Stücke) / Zufallswiederg. –/ • – / –

Audio-Decoder 7.1 DTS HD MA, Dolby TrueHD 7.1 DTS HD MA, Dolby TrueHD

Dekoder: LS-Pegel / Abstand / Größe •/ • / • – / – / –

Ton über HDMI Auto, Bitstream PCM, Bitstream, DSD

Man. Lip-Sync (Tonverzögerung) 0 – 200 ms 0 – 120 ms

Dynamikbegrenzung / Dialoganhebung •/ – • / –

Lieferumfang – –

Besonderheiten Skype per opt. Kamera Gracenote, Skype per opt. Kamera

• = ja // – = nein // BD = Blu-ray Disc // VR = Video Recording Format (Schnittlisten)

6 MONATE

0,

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Ab einem Datenvolumen von1GB steht eine Bandbreite von max. 64kBit/s zur

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video-homevision.de | 08_2012

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14.400 kBit/s

Beste D-Netz-

Qualität

43


BILD | TEST: BLU-RAY-PLAYER

Frei konfigurierbar:

Die acht Analogton-

Buchsen des Philips

BDP7700 lassen sich

als Stereo- und 5.1-

oder als 7.1-Ausgang

nutzen.

Steuerung kompakt:

Die Fernbedienung

ist lediglich 15 cm

lang, dadurch

muss der Nutzer

kaum umgreifen.

PHILIPS BDP7700 € 200

Quad-Full-HD-Upscaling per

Update, 7.1-Analogton-Ausgang

Verarbeitung, Probleme mit

Vollbildwandlung

sehr gut 77 %

Preis/Leistung: sehr gut

wendungen reine Abbilder der traditionellen

Fernbedienung, so kommen

heute immer mehr Funktionen dazu,

die einen wirklichen Mehrwert bie-

ten. Die Sony-App MediaRemote etwa

zeigt Filminformationen zum aktu-

ellen oder zu bereits angeschauten

Filmen an, die sich das Smartphone

aus dem Internet von der Gracenote-

Datenbank holt.

Der Nutzer kann auch über das

Touch-Display im Internet surfen. Er

schickt dann eine Seite per Knopf-

druck zum Blu-ray-Player und damit

auf den TV-Bildschirm. Das Smart-

phone dient dann weiter als Mouse-

pad, um den Mauszeiger über die

Webseite zu bewegen.

Auch die Philips-App MyRemote

hilft dem Nutzer. Er kann beispielsweise

den Netzwerk-Server nach Medien

durchsuchen. Gefällt ihm etwa

ein Bild, bringt er es per Knopfdruck

auf den TV-Bildschirm. Alternativ verbindet

er eine USB-Funktastatur zur

Steuerung und Texteingabe.

Für Jung und Alt

So schön die neue smarte Welt auch

ist, es gibt immer noch Grenzen. So

zeigt keiner der Player Flash-Videos

auf Webseiten an. Der Sony gibt zudem

alle Inhalte aus dem Netz mit 60

Hertz wieder, was zu leichtem Ruckeln

führen kann. Der Philips wiederum

spielt Audiodateien im WMAund

FLAC-Format zwar von verbundenen

USB-Speichern, aber nicht von

Netzwerk-Servern ab.

Auch wenn die Player stark am Puls

der Zeit sind, verlieren sie diejenigen

Nutzer nicht aus den Augen, die älteres

Elektronik-Equipment zu Hause

haben. Besitzt man etwa einen AV-

Receiver, der vor über zwei Jahren auf

den Markt kam, wird es schwierig,

3D-Filme zu schauen, da sie die 3D-

Inhalte per HDMI nicht durchschleifen

können.

Beide Player bieten aber eine Lösung,

damit es dennoch funktioniert:

➜ Der Philips schickt das Bild per

HDMI zum TV und den Surround-Ton

über seinen analogen 7.1-Ausgang

zum AV-Receiver. Mit dieser Lösung

lassen sich auch alte reine Analog-

Verstärker weiter nutzen. Klanglich

kann diese Lösung jedoch bei Weitem

nicht mit HDMI mithalten, und man

sollte – wenn möglich – den S/PDIF-

Ausgang nutzen.

➜ Der Sony verfügt über einen zweiten

HDMI-Ausgang, der – wenn gewünscht

– nur Tonsignale ausgibt und

so den Verstärker versorgt.

Geht es um das herausragende Bild,

ist vor allem der Sony zu empfehlen.

Er übertreibt es nie mit der Schärfe,

sodass sich störende Artefakte bilden

würden. Vor allem beim Skalieren

und bei der Vollbildwandlung leistet

er außerordentlich gute Arbeit. Und

Die neueste Version der cleveren Online-

und Netzwerk-Funktionen heißt

Philips Smart TV Plus. Mehr als bei

manchen Konkurrenten gibt es wirklich:

So kann der Nutzer etwa über das Online-Portal

des BDP7700 (siehe Bild)

auf die umfangreiche ARD-Mediathek

zugreifen. Mit der optionalen Webcam

(Preis: ca. 125 Euro) ist sogar Videotelefonie

per Skype möglich.

Das Sony Entertainment Network bündelt

im BDP-S790 die Online-Inhalte.

Unter Video findet der Nutzer Filme von

Sonys Video-on-Demand-Dienst Video

Unlimited. Unter der Rubrik Musik werden

Ausschnitte von populären Songs

gratis angeboten. Komplette Songs und

eine Musik-Streaming-Flatrate kostet

extra. Unter Apps versammeln sich

TV-Sendungen oder Spiele.

44


KAUFTIPP

enthält eine Quelle Rauschen oder

Komprimierungs-Artefakte, hat er die

richtigen Mittel, um sie zu minimieren.

Dank vieler Einstellmöglichkeiten

wie Kontrast-, Textur-Remaster

oder Super-Auflösung können Experten

das Optimum aus jeder Quelle herausholen.

Doch bereits die Standard-

Einstellungen überzeugen.

Beibehalten sollte man die Farbausgabe

(also bei einem YCC-Signal

belassen) und nicht auf ein RGB-Signal

ändern. Denn in diesem Fall arbeitet

der Sony bei der Farbraumkonvertierung

nicht ganz exakt, was zu

leichten Farbverschiebungen führt.

Der Philips überlässt dem Nutzer

diese Entscheidung nicht: Er gibt deshalb

bei angeschlossenem Fernseher

ein farbrichtiges YCC-Signal aus.

Dafür leistet sich der BDP7700 an

anderer Stelle einen kleinen Patzer.

Es gibt derzeit noch einen Software-

Fehler bei der Vollbildwandlung. Deshalb

fransen Kanten von Objekten

aus, wenn es sich um eine Quelle auf

Basis von Halbbildern handelt. Philips

hat jedoch versprochen, diesen

Fehler per Update rasch zu beheben.

Mit Vollbildquellen kann der Philips-Player

richtig umgehen. Er meistert

Aufgaben wie Skalieren, Quantisieren

oder Interpolieren bravourös,

sodass auch ein anspruchsvoller

Heimcineast gerne Film-DVDs oder

Blu-rays einlegt.

Beeindruckend bei beiden Playern

sind auch die Reaktionszeiten. Bildschirmmenüs

lassen sich flüssig bedienen

und die Ladezeiten von Disks

befinden sich auf einem erfreulich

niedrigen Niveau. Vor allem der Sony

rast förmlich durch die Menüs. Der

Philips lässt es kaum gemächlicher

angehen, hängte sich in unseren Tests

aber wenige Male auf, was einen Neustart

erforderte. Auch hier könnte ein

Software-Update Besserung bringen.

So topmodern wie die Player im Inneren

sind, wirken sie auch äußerlich.

Beide setzen auf Hochglanz-Optik

und besitzen Sensortasten an ihrer

Oberseite. Beim Drücken der Sensortasten

bemerkt man jedoch auch, dass

SONY BDP-S790 € 250

Quad-Full-HD-Upscaling, starke

Bildqualität, SACD-Wiedergabe

Verarbeitung, leichte Laufwerksgeräusche

sehr gut 82 %

Preis/Leistung: überragend

für diesen günstigen Preis ein wenig

bei der Verarbeitung gespart wurde.

Die Oberfläche besteht in beiden Fällen

aus leichtem Kunststoff, der recht

leicht verkratzt.

Fazit

So viele Funktionen zu einem so günstigen

Preis, das gab es noch nie. Für die

50 Euro weniger, die Philips für den

BDP7700 verlangt, muss man jedoch

auch einige wenige Abstriche in Kauf

nehmen wie einen zweiten HDMI-Ausgang

und eine etwas schlechtere Bildqualität.

Der Sony BDP-S790 ist dagegen

für all diejenigen ein absoluter

Kauftipp, die sich für die Zukunft optimal

rüsten wollen.


Gute Wahl: Anstatt

auf viele Anschlüsse

setzt Sony beim

BDP-S790 auf einen

zweiten HDMI-Ausgang.

Der Lüfter

machte sich in den

Tests zu keiner Zeit

negativ bemerkbar.

TESTERGEBNISSE

Hersteller Philips Sony

Modell BDP7700 BDP-S790

Preis in Euro 200 250

BILDQUALITÄT max. 273 Punkte SEHR GUT 87% 238 ÜBERRAGEND 96% 261

Brillanz (52) überragend 47 überragend 48

Farben (59) sehr gut 52 überragend 57

Schärfe (97) überragend 88 überragend 94

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (65) sehr gut 51 überragend 62

KLANGQUALITÄT max. 113 Punkte GUT 70% 79 GUT 72% 81

digital (64) sehr gut 53 sehr gut 53

analog (49) befriedigend 26 befriedigend 28

AUSSTATTUNG max. 182 Punkte GUT 73% 132 GUT 74% 135

Anschlüsse (34) sehr gut 26 sehr gut 27

Medienvielfalt (64) sehr gut 51 sehr gut 53

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (28) gut 17 gut 17

Funktionen (Software) (56) gut 38 gut 38

BEDIENUNG max. 50 Punkte GUT 74% 37 SEHR GUT 76% 38

Bildschirmmenüs (18) sehr gut 16 überragend 16

Fernbedienung (16) gut 10 sehr gut 12

Bedienung am Gerät (5) befriedigend 2 befriedigend 2

Installation (5) sehr gut 4 sehr gut 4

Handbuch / Hilfe-Funktion (6) sehr gut 5 gut 4

VERARBEITUNG max. 57 Punkte GUT 65% 37 GUT 67% 38

Anmutung (24) sehr gut 19 sehr gut 19

Material (33) befriedigend 18 befriedigend 19

TESTURTEIL max. 675 Punkte SEHR GUT 77% 523 SEHR GUT 82% 553

PREIS / LEISTUNG SEHR GUT ÜBERRAGEND

Aus dem Messlabor

Der Philips BDP7700 überschärft nur minimal

beim Skalieren von SD-Quellen,

was der leicht steigende, schwarze ligkeitsfrequenzgang zeigt.

Wählt der Nutzer bei der Farbausgabe

YCbCr 4:4:4 oder YCbCr 4:2:2, liegen die

Kanten des Sechsecks auf den definierten

Punkten (im Bild). Anders bei der Aktivie-

Helrung

von RGB.

Qualität ist Trumpf:

Die Oberfläche der

Sony-Fernbedienung

wirkt wertig.

Die Tasten besitzen

einen präzisen

Druckpunkt.

video-homevision.de | 08_2012

45


BILD | TEST: KOMBIGERÄTE

Rundum-

sorglos-

Pakete

Autor/Redaktion: Andreas Greil // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick

Alles in einem ist nicht nur im Urlaub interessant, sondern auch

bei Geräten der Unterhaltungselektronik relevant. “All inclusive”

heißt das Zauberwort, da die hier vorgestellten Kombigeräte viele

Funktionen unter einem Dach vereinen.

46


Warum sich mit vielen Geräten

herumärgern, wenn es

doch alles in einem gibt?

Genau das ist der Vorteil und Sinn von

sogenannten Kombigeräten. Nicht

eins, nicht zwei, sondern gleich drei

oder vier Geräte vereinen sich in

einem Gehäuse: Satelliten- oder Kabel-Receiver,

Blu-ray-, Netzwerk- und

Media-Player. Im Volksmund werden

diese Modelle auch gern als „Eier legende

Wollmilchsäue“ tituliert, da sie

die Vorteile einer jeden Kategorie in

sich bündeln.

Doch nur wenige Hersteller haben

Kombigeräte im Angebot. Wir haben

uns von den drei Produzenten LG,

Samsung und Panasonic jeweils ein

Modell ins Labor geholt und untersucht,

wie gut sie in den einzelnen Disziplinen

sind. Dabei ergeben sich gewissermaßen

zwei Kategorien:

➜ Die Modelle von LG und Samsung

sind HDTV-Rekorder mit eingebautem

Blu-ray-Laufwerk. Sie können also auf

der eingebauten Festplatte aufzeichnen

und Blu-rays und DVDs abspielen.

Die Geräte sind daher miteinander

vergleichbar.

➜ Das Panasonic-Modell fällt demgegenüber

ein wenig aus dem Rahmen,

denn es ist ein Blu-ray-Rekorder.

Das heißt, man kann mit diesem Gerät

nicht nur auf Festplatte aufzeichnen,

sondern auch auf Blu-ray- oder

DVD-Rohlingen. Eine weitere nützliche

Funk tion, wenn man einen Film

beispielsweise bei einem Bekannten

anschauen möchte und dieser lediglich

ein entsprechendes Abspielgerät

besitzt.


IM TEST

KOMBIGERÄTE

LG HR929S € 550

SAMSUNG BD-E8909S € 650

PANASONIC DMR-BST720 € 700

video-homevision.de | 8_2012

47


BILD | TEST: KOMBIGERÄTE

Kategorie: HDTV-Rekorder mit Blu-ray

Ab ins Netz

Mit dem HR929S bringt LG ein Kombigerät

auf den Markt, das viele kleine Gimmicks

besitzt. Das Modell ist ein HDTV-Rekorder

mit eingebautem 3D-Blu-ray-Laufwerk.

Die Kapazität der Festplatte liegt bei

einem Terabyte, was mehr als ausreichend

ist – auch für HD-Aufnahmen.

Bei der Erstinstallation hilft ein Assistent,

der Schritt für Schritt den Käufer beim

Einrichten des Geräts unterstützt. Nach

dem automatischen Sendersuchlauf finden

sich jedoch nicht alle Sender in der

Liste: Das Programm Das Erste HD ist

beispielsweise nicht vorhanden und muss

umständlich über den manuellen Suchlauf

eingebunden werden. Das funktioniert

aber nur, wenn die Netzwerksuche eingeschaltet

ist.

LG HR929S € 550

riesiges Web-Portal, Streaming

per DLNA, sehr große Festplatte

keine vorgefertigte Senderliste für

Deutschland, umständliche Sortierung

sehr gut 77 %

Preis/Leistung: sehr gut

Viele kleine Mankos stören den Eindruck

beim Satellitenempfang. Nicht nur, dass

es keine vorbereitete Senderliste für

Deutschland gibt, auch das Bearbeiten

der Kanalliste wird zur großen, Stunden

dauernden Geduldsfrage. Man schiebt

am besten seine Lieblingssender in eine

der fünf Favoritenlisten – das geht deutlich

schneller. Der eingebaute Tuner ist

jedoch vom Feinsten. Die in unserem Labor

gemessenen Werte für die Empfangsstärke

erreichen Referenzstatus.

Zwei CI-Plus-Steckplätze erlauben den

Empfang von HD-Plus und Pay-TV, wenn

das entsprechende Modul vorhanden ist.

Leider ist der CI-Schacht an der Rückseite

des Gerätes untergebracht, sodass ein

Wechseln des Moduls mitunter schwierig

werden kann, sollte der Rekorder in

einem Regal eingebaut sein.

Die Anbindung ans heimische Netzwerk

und ans Internet wird beim LG HR929S

großgeschrieben. Neben einer Ethernet-

Buchse besitzt das Gerät WLAN und

Wi-Fi Direct. Das hauseigene Smart-TV-

Portal bietet viele Applikationen aus unterschiedlichen

Bereichen. Auch HbbTV

und DLNA sind keine Fremdworte.

Die Bedienung ist leicht und verständlich,

wenngleich die Tatsache ein wenig stört,

dass man sich jedesmal im Home-Menü

befindet, wenn man das Portal verlässt.

Die Fernbedienung

liegt gut in

der Hand. Die

wichtigsten

Knöpfe sind groß.

TESTERGEBNISSE

Hersteller

LG

Modell

HR929S

Preis

550 Euro

Kategorie

HDTV-Rekorder m Blu-ray

BILDQUALITÄT max. 240 Punkte SEHR GUT 83% 198

Brillanz (40) sehr gut 30

Farben (40) sehr gut 30

Schärfe (60) sehr gut 48

Bildfehler (40) sehr gut 30

Empfangsstärke (60) überragend 60

KLANGQUALITÄT max. 55 Punkte SEHR GUT 78% 43

digital (35) sehr gut 29

analog (20) gut 14

AUSSTATTUNG max. 132 Punkte GUT 70% 93

Anschlüsse (35) gut 23

Medienvielfalt (40) gut 29

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (30) gut 21

Funktionen (Software) (27) gut 20

BEDIENUNG max. 100 Punkte GUT 67% 67

Bildschirmmenüs (OSD) (30) sehr gut 24

Fernbedienung (30) gut 18

Bedienung am Gerät / Display (10) befriedigend 5

Installation (20) gut 14

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) gut 6

VERARBEITUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 82% 41

Anmutung (30) sehr gut 26

Material (20) sehr gut 15

TESTURTEIL max. 577 Punkte SEHR GUT 77% 442

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

Oben: Der LG HR929S listet alle Aufnahmen, die auf der Festplatte

liegen, mit kleinen Vorschaubildern auf. Auf Wunsch kann die

Darstellung verändert werden, etwa in den Listenmodus.

Unten: Das LG-Web-Portal bietet eine Vielzahl an Apps aus unterschiedlichen

Bereichen. Nach Anmeldung lassen sich die Apps

installieren und stehen unter MyApps parat.

48


Kategorie: HDTV-Rekorder mit Blu-ray

Digital-TV im Doppelpack

Ein Programm aufnehmen, ein anderes

anschauen – das gelingt mit dem Samsung

BD-E8909S dank des Satelliten-

Doppel-Tuners. Der HDTV-Rekorder mit

Blu-ray-Player und der BD-E8509S (getestet

in Heft 7/12, Seite 64) sind baugleich.

Der Unterschied liegt lediglich in

der Größe der verbauten Festplatte, die

beim BD-E8909S bei einem Terabyte liegt.

Das reicht aus, um mehr als 240 Stunden

TV-Programm in bester HD-Qualität aufzuzeichnen.

Den Rekorder in Betrieb zu nehmen ist

einfach, da ein Assistent durch alle nötigen

Schritte leitet. Da in den meisten

Fällen der Satellit ASTRA 19,2 Grad Ost

angepeilt wird, sind nach kürzester Zeit

alle relevanten Sender eingepflegt.

SAMSUNG BD-E8909S € 650

TV-Streaming auf Samsung-

Mobilgeräten, Doppel-Tuner

Umständlicher wird es aber, wenn etwa

der Hotbird-Satellit mit ins Spiel kommt.

Hier funktioniert die automatische Senderliste

Logical Channel Numbering (LCN)

leider nicht, und die Sender müssen per

Hand mühsam sortiert werden.

Abhilfe bringt der folgende Trick: Der Nutzer

bindet beim Installationsassistenten

zunächst nur die ASTRA-Sender ein und

holt dann die Hotbird-Programme per

Sendersuchlauf ins Gerät. Dann sind alle

Sender schön nach Satelliten getrennt

gelistet und die Liste der ASTRA-Sender

liegt in sinnvoller Reihenfolge vor, wie

ARD auf Position eins, ZDF auf zwei und

so weiter.

Auf Wunsch kann man sich alle Sender

in der Liste anzeigen lassen, eine alphabetische

Sortierung ist leider nicht vorgesehen.

Dafür kann man durch die einzelnen

Anbieter-Bouquets blättern, was

das Auffinden eines bestimmten Programms

erleichtert.

Wie sein kleiner Bruder verfügt der BD-

E8909S über eine Netzwerk-Anbindung,

die entweder per LAN oder WLAN erfolgen

kann. Wer ein Smartphone der Galaxy

S-Reihe oder das Galaxy Tab besitzt,

kann das laufende Programm auf die mobilen

Geräte streamen. Die entsprechende

App dient dann zugleich als traditionelle

Fernbedienung. Das eingebaute Wi-Fi

Direct sorgt für die Anbindung, auch wenn

kein Router zur Verfügung steht.

Das Portal Smart Hub bietet zudem eine

große Vielfalt an Applikationen.

leichte Laufwerksgeräusche,

Fernbedienung reagiert z. T. etwas träge

sehr gut 81 %

Preis/Leistung: sehr gut

TESTERGEBNISSE

Hersteller

Samsung

Modell

BD-E8909S

Preis

650 Euro

Kategorie

HDTV-Rekorder m Blu-ray

BILDQUALITAT max. 240 Punkte SEHR GUT 83% 200

Brillanz (40) sehr gut 34

Farben (40) sehr gut 31

Schärfe (60) sehr gut 48

Bildfehler (40) sehr gut 32

Empfangsstärke (60) überragend 55

KLANGQUALITÄT max. 55 Punkte SEHR GUT 78% 43

digital (35) sehr gut 29

analog (20) gut 14

AUSSTATTUNG max. 132 Punkte SEHR GUT 80% 106

Anschlüsse (35) gut 21

Medienvielfalt (40) sehr gut 34

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (30) überragend 30

Funktionen (Software) (27) sehr gut 21

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 81% 81

Bildschirmmenüs (OSD) (30) überragend 28

Fernbedienung (30) sehr gut 23

Bedienung am Gerät / Display (10) gut 6

Installation (20) sehr gut 17

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) gut 7

VERARBEITUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 78% 39

Anmutung (30) sehr gut 25

Material (20) gut 14

TESTURTEIL max. 577 Punkte SEHR GUT 81% 469

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

Oben: Die Bild-in-Bild-Funktion (PIP) des Samsung-Kombigeräts

funktioniert sogar mit HD-Sendern. Per Knopfdruck auf der Fernbedienung

lässt sich das Programm wählen.

Unten: Internet-Angebote satt – das Smart Hub-Portal von Samsung

bietet viele Applikationen und Programme aus unterschiedlichen

Bereichen. Die Palette reicht von Social Networks

wie Facebook bis hin zu Gratis-Video-on-Demand-Angeboten.

Die intuitiv nutzbare

Fernbedienung

steuert auch

Fernseher, am besten

Geräte vom

selben Hersteller.

video-homevision.de | 08_2012

49


BILD | TEST: KOMBIGERÄTE

Kategorie: Blu-ray-Rekorder

Das blaue Wunder

Panasonic ist der einzige Hersteller, der

ein Kombigerät anbietet, das einen Bluray-Rekorder

besitzt. So auch das neue

Modell DMR-BST720, das als Nachfolger

des BST700 (getestet in Heft 1/12, Seite

50) antritt.

Wie der Vorgänger besitzt der BST720

zwei Tuner für den digitalen Satellitenempfang.

Damit lassen sich bis zu zwei

Programme gleichzeitig aufnehmen, während

man ein drittes von der eingebauten

Festplatte betrachtet. Der BST720 zeichnet

aber nicht nur auf Festplatte auf, sondern

auch auf DVD- und Blu-ray-Rohlingen.

Mit dem neuen Blu-ray-Rekorder

genießt man Fernsehen und Filme aber

nicht nur wann, sondern sogar wo man

möchte. Die DIGA Player App für An droid

und iOS-Geräte holt das laufende TV-

Programm als Live-Stream auf Tablet-PC

oder Smartphone im heimischen Netzwerk

(siehe dazu den Beitrag ab Seite

78). Auch Aufnahmen von der Festplatte

lassen sich bequem über DLNA in einem

anderen Zimmer abspielen. Über VIERA

Connect und HbbTV bringt die neue Rekorder-Generation

außerdem ein vielfältiges

Angebot an Online-Diensten auf

den Bildschirm.

Bequemes Fernsehen heißt die Devise

beim Panasonic-Modell. Mit Funktionen

wie zeitversetztes Fernsehen und Rewind

Live TV richtet sich das Fernsehen nach

dem Zuschauer. Ein Druck auf die Pause

Live TV-Taste genügt, um das laufende

Fernsehprogramm anzuhalten, in Ruhe

PANASONIC DMR-BST720 € 700

zeichnet auch auf Blu-ray und DVD

auf, überragende Bildqualität

etwas langsam beim Umschalten

der Programme

sehr gut 83 %

Preis/Leistung: sehr gut

einen Anruf zu beantworten und die Sendung

später zu Ende zu sehen. Die Zeit

lässt sich nicht nur einfrieren, sondern

sogar um bis zu 90 Minuten zurückdrehen.

So verpasst man keine wichtige Szene.

Überhaupt wird beim neuen Blu-ray-Rekorder

das Thema Multimedia großgeschrieben.

Da der BST720 auch ein 3D-

Blu-ray-Player ist, können per SD-Karten

beispielsweise Aufnahmen eines 3D-

Camcorders direkt mit dem Rekorder in

3D abgespielt werden. Auch andere

Medien und Formate versteht das Gerät

problemlos.

Neu auf der Fernbedienung

sind

Last View für den

schnellen Wechsel

zwischen zwei

Programmen und

Radio/TV, um mit

einem Tastendruck

vom TV- zum Radioempfang

zu

wechseln.

TESTERGEBNISSE

Hersteller

Panasonic

Modell

DMR-BST720

Preis

700 Euro

Kategorie

Blu-ray-Rekorder

BILDQUALITÄT max. 240 Punkte ÜBERRAGEND 93% 222

Brillanz (Aufnahme) (40) sehr gut 35

Farben (Aufnahme) (40) überragend 37

Schärfe (Aufnahme) (60) überragend 58

Bildfehler (Aufnahme) (40) sehr gut 33

Wiedergabe (60) überragend 59

KLANGQUALITÄT max. 55 Punkte SEHR GUT 84% 46

digital (35) sehr gut 31

analog (20) sehr gut 15

AUSSTATTUNG max. 160 Punkte GUT 72% 115

Anschlüsse (42) gut 27

Medienvielfalt (40) gut 28

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (50) gut 34

Funktionen (Software) (28) überragend 26

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 86% 86

Bildschirmmenüs (OSD) (30) sehr gut 26

Fernbedienung (30) überragend 27

Bedienung am Gerät / Display (10) gut 6

Installation (20) überragend 20

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) gut 7

VERARBEITUNG max. 50 Punkte GUT 70% 35

Anmutung (30) gut 20

Material (20) sehr gut 15

TESTURTEIL max. 605 Punkte SEHR GUT 83% 504

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

Oben: Ist der Blu-ray-Rekorder mit dem Internet verbunden,

kommen per HbbTV beispielsweise die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen

Sendeanstalten auf den Schirm.

Unten: Der übersichtliche Programmführer (EPG) zeigt alle Sender

und die laufenden Programme. Per Knopfdruck werden

schnell und bequem bestimmte Sendungen für die Aufnahme

programmiert. Ein Uhrsymbol zeigt, welche es sind.

50


DATEN & MESSWERTE

Hersteller LG Samsung Panasonic

Modell HR929S BD-E8909S DMR-BST720

Preis in Euro 550 650 700

Internet: www. lg.com/de samsung.de panasonic.de

Kategorie HDTV-Rekorder mit Blu-ray HDTV-Rekorder mit Blu-ray Blu-ray-Rekorder

MESSWERTE

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht 43 x 5 x 29,9 cm / 3,2 kg 43 x 6 x 30 cm / 3,3 kg 0 dB

Tunerempfindlichkeit / nutzbarer Rauschabstand 22,0 dBµV / 7,0 dB 24,0 dBµV / 7,0 dB 0 dB

Einschaltzeit Standby ARDHD / Netz-Aus 34 Sek. / 4 Sek. 11 Sek. / 11 Sek. 0 Sek. / 0 Sek.

Kanalwechselzeit / … mit Transponderwechsel 2 Sek. / 2 Sek. 2 Sek. / 2 Sek. 0 Sek. / 0 Sek.

… ASTRA Hotbird / … SD HD 2 Sek. / 3 Sek. 2 Sek. / 3 Sek. 0 Sek. / 0 Sek.

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby / Spar 23,5 / 8,6 / 8,8 / 8,8 / 8,8 Sek. 13 / 8 / 8 / 8 / 8 Sek. 0

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 17 / 0 / 0 Watt 22 / 0,7 / 0 Watt 0

WIEDERGABE

BDAV / BDMV / BD 3D / AVCHD • / • / • / • • / • / • / • • / • / • / •

BD-Live / Internet-Inhalte • / • • / • • / •

BD-R / BD-RE • / • • / • • / •

DVD-R / -RW (Video) / +R / +RW DL / • / DL / • DL / • / DL / • Dl / • / DL / •

DVD-RAM / -RW (VR) / -R (VR) – / • / • – / – / – • / • / –

DVD-Audio / SACD / Audio-CD – / – / • – / – / • – / – / •

Medienwiedergabe über USB / SD / DLNA • / – / • • / – / • • / • / •

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV • / • / • / • / • / • / – • / • / • / • / • / • / • • / • / • / • / – / • / –

H.264 / VC-1 / XviD / MPEG-2 • / • / • / • • / • / • / • • / – / • / •

MP3 / AAC / WMA / FLAC • / – / • / – • / • / • / • • / – / – / –

BMP / GIF / TIF / MPO / JPG – / – / – / – / • – / – / – / • / • – / – / – / • / •

Multimedia-Formate auch von DVD / Blu-ray • / • • / • • / •

ANSCHLÜSSE

Ausgang: HDMI / Komponente / FBAS • / • / • • / – / • • / – / •

Tonausgang opt. / elektr. / analog • / – / Stereo • / – / Stereo • / • / Stereo

Common Interface ( für Pay-TV ) 2x CI+ 2x CI+ 2x CI+

LAN / WLAN / USB / SD-Karte 10, 100 / • / • (2) / – 10, 100 / • / • (2) / – 10, 100 / • / • / •

FUNKTIONEN

Tuner / Festplatte 1x DVB-S2 / 1 TByte 2x DVB-S2 / 1 TByte 2x DVB-S / 500 GByte

Autom. Sendersuche / Name / Sortierung • / – / – • / • / • (nur ASTRA 19,2) • / • / •

Konvertierung 2D zu 3D – • •

EPG / Multikanal / Übersicht / Timer / aus EPG • / • / – / • / • • / • / – / • / • • / • / – / • / •

Entschlüsselung integriert (CA) – – –

Wiedergabe während Aufnahme / Timer • / • • / • • / •

Parallele Aufn. / Timeshift während Aufn. – / – • / • • / •

Vorlauf / Nachlauf – / – – / – • / •

Multimedia-Kopie auf Festplatte • • •

Multimedia-Kopie Festplatte

--> USB / SD-Card / Netzwerk-Client – / – / – • / – / • •

DLNA-Server • (keine TV-Aufz.) • (keine TV-Aufz.) •

• = ja // – = nein

Standpunkt

ANDREAS GREIL,

VIDEO-FACHMANN

HD-Sender nicht gefunden

Wenn beim Sendersuchlauf einige Programme nicht gefunden werden – oft

sind die HD-Kanäle von Das Erste und einige Dritte Programme betroffen –, liegt

es daran, dass diese Sender nach der Analogabschaltung auf die frei gewordenen

Plätze des entsprechenden Transponders gewandert sind. Da der Receiver

aber digital ist, überspringt er die Suche auf diesen Transpondern, da er

irrtümlich meint, dort wären nur analoge Sender anzutreffen. Abhilfe bringt ein

sogenannter „Blindscan“. Bietet der Receiver diese Funktion nicht an, so muss

beim Sendersuchlauf Netzwerksuche oder NIT aktiviert werden.

Die Kombigeräte werden

immer besser, vereinen

sie doch die Funktionen vieler

Geräte in einem. Vorbei sind die

Zeiten, als sich verschiedene Geräte

zu wahren Pyramiden im Wohnzimmer

stapelten. Gemeinsam ist allen

Modellen, dass sie über ein Empfangsteil

verfügen. Da sie neben einem Bluray-Spieler

auch Netzfunktionen besitzen

und viele Medien abspielen können,

sind sie zugleich auch noch Netzwerkund

Media-Player.

video-homevision.de | 08_2012

51


TON | NEWS & TRENDS

Ton

54 Vergleichstest: 5.1-Lautsprecher-Sets

Vier wegweisende Schallwandlerkonzepte

unter der Lupe

62 Einzeltest: AV-Receiver

Der Hi-Fi-Spezialist Denon präsentiert den AVR-2113 in

Kombination mit seinem einzigartigen Blu-ray-Transporter.

68 Einzeltest: AV-Subwoofer

Receiver und Subwoofer in einem – das bringt nun Teufel

auf den Markt. Wir testen, was die neue Produktklasse kann.

70 Test: Blu-ray-Komplettsysteme

Samsung und LG wollen mit ihren neuen Spitzenmodellen

den Markt erobern.

Autor: Stefan Schickedanz //

Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller, Andreas Stumptner

Modell-

Offensive

Denon und Marantz bündeln ihre Kräfte noch

stärker als bisher. In Spanien stellten sie

gemeinsam mit Boston Acoustics ihre neuen

Modelle vor. Sie decken alle Produktsegmente ab,

ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen.

Radikalkur: Gerade

in den günstigen

Geräten (hier AVR-

1713) zeigt sich die

Denon-Philosophie

der Reduktion auf

das Wesentliche.

Unter der Leitung

von Klang-Magier

Ken Ishiwata überarbeitete

Marantz

die audiophile 11er-

Serie für mehr Präzision

und Kontrolle.

Das neue Topmodell

des Jahrgangs 2013,

AVR-3313 (1.300 Eu-

ro), wirkt schlicht

und edel. Die Bedienbarkeit

wurde

weiter verbessert.

Marantz schwelgt mit der

Consolette nicht nur verbal in

goldenen Zeiten. Die iPod-Docking-Station

zitiert klas-

sisches Design der Marke und

beeindruckt mit modernsten

BMR-Hochtönern.

Unter strahlend blauem spanischen Himmel

gaben Denon, Marantz und Boston Acoustics

europaweit einen Vorgeschmack auf ihre Sommerhits.

Dabei dominierte bei Marantz hochwertiges

Hi-Fi, während Denon auf allen Ebenen mit Neuheiten

klotzte. Die Receiver-Linie wird bis in den Preisbereich

von 1.300 Euro durch neue Modelle mit der Endzahl

13 abgelöst. Schon von Weitem war dabei das

Bestreben erkennbar, die Wertigkeit zu erhöhen und den

kürzlich eingeleiteten Trend zu weniger Tasten und Anschlüssen

auf die Spitze zu treiben. Damit setzt sich der

von hippen neuen Videoclips unterstützte Kurs fort zur

Erschließung neuer, junger Zielgruppen, die sich bisher

von nerdigen Features eher abgeschreckt fühlten.

Noch einen Schritt weiter in Richtung „jung und angesagt“

gehen alle drei D&M-Marken mit ihren aktuellen

iPhone-Docks. Denon kommt mit dem extrem stylischen,

durch den red dot design award gewürdigten Coocoon,

Marantz mit der Consolette im Retro-Look, während Boston

Acoustics eine sehr sachlich geprägte Lösung präsentierte.

Allen gemeinsam ist das in der Front versenkbare

Dock, daher wirken die Soundsysteme auch ohne AppleiDevice

nicht unvollständig.

Einen ganz neuen Ansatz verfolgt Denon mit seiner von

Grund auf neuentwickelten Kopfhörerlinie, die ab Herbst

antritt. Dann werden auch die neuen Top-Blu-ray-Laufwerke

der Japaner am Start sein.

52


HARMAN/KARDON

Neuer Sektor

www.harmankardon.com // ab 100 Euro

Der Hi-Fi-Hersteller Harman/Kardon steigt in das Kopfhörer-Geschäft

ein. Mit der Beautiful Sound-Serie präsentiert

das Unternehmen vier Modelle für den guten Sound

für unterwegs, die anfangs zunächst über Apple vertrieben

werden. Das rechteckige Design der In-Ear-, On-Earund

Over-Ear-Kopfhörer soll an die Rückseite eines

iPhone erinnern und damit auch optisch die

Kompatibilität der Kopfhörer mit den

Produkten von Apple symbolisieren.

Der BT-Kopfhörer der neuen Serie ist

sogar Bluetooth-fähig und verbindet

sich ganz einfach mit anderen

Geräten. So ist man selbst unter-

wegs von den einst lästigen Kabeln

befreit. Zusätzlich bietet Harman

noch zwei In-Ear-Produkte in der

neuen Serie an.

Silikon-Ohrstöpsel in drei schiedenen Größen sorgen für

ver-

maximalen Tragekomfort und

Schutz vor störenden Nebengeräuschen.

Das On-Ear-Modell Harman/

Kardon CL verfügt über zwei

leichte, je nach individueller

Passform austauschbare Bügel

aus gebürstetem Edelstahl.

EDIFIER

Günstiger Einsteiger

www.edifier-international.com // 40 Euro

Der Hersteller Edifier präsentiert sein

Stereo-Lautsprechersystem M1370

für Laptops, Desktops und TV-Geräte.

Dabei handelt es sich um ein

2.1-System, das einen magnetisch

abgeschirmten Subwoofer enthält.

Es verfügt auch über einen nach vorn

gerichteten Bassreflex-Port, der den

Audio-Output noch verstärkt. Über

das mitgelieferte 3,5-mm-Audiokabel

lässt sich das System an entsprechende

PCs, Notebooks und Co.

koppeln.

Die Satelliten sind jeweils auf einem

lichtdurchlässigen und winkelförmigen

Sockel angebracht.

Insgesamt verfügt das M1370 über

eine RMS-Leistung (Root Mean

Square) von 27 Watt. Für Einsteiger

ist das System aufgrund des guten

Klangs und des niedrigen Preises

bestens geeignet.

SAMSUNG

Integrierte

Lösung

www.samsung.de //

900 Euro

Samsung bringt den neuen 2.1-

Speaker-Soundbar HT-E8200 mit

integriertem 3D-Blu-ray-Player auf

den Markt und bietet damit seinen

Kunden eine kompakte Entertainment-Lösung

ohne viele Einzelgeräte.

Die schmale Klangleiste lässt

sich dezent und platzsparend

direkt unter dem Flachbildschirm

an der Wand oder stehend auf

dem Lowboard anbringen. Mit

einer Leistung von 400 Watt stellt

er eine gute Ergänzung zum

TV-Gerät dar.

video-homevision.de | 08_2012

53


Soundch

TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS

54


eckAutor: Michael Jansen //

Redaktion: Andreas Frank //

Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick, Archiv

Es gibt viele Möglichkeiten, ein

elektrisches Musiksignal in Schall

zu wandeln. Wir haben uns deshalb

vier wegweisende Schallwandler-

Konzepte näher angeschaut.

Um Lautsprecher zu bauen oder sogar eine Profession

daraus zu machen, braucht man Leidenschaft

und Visionen. Und hinter jeder Lautsprecher-Firma

steht mindestens ein Visionär. Alle

haben zudem eine unabdingbare Eigenschaft: Sie sind

Macher. Ideen haben viele, doch nur wenige setzen diese

auch um. Ob Paul Klipsch aus USA, Raymond Cooke aus

England, Preben Jacobsen und Julius Mortensen aus Dänemark

oder Gayle Martin Sanders und Ron Logan Sutherland

aus den USA: Am Anfang ihrer Karriere standen neue

Ideen, Lautsprecher besser zu machen. Und jeder hat das

auf seine eigene Weise geschafft – sechs Lautsprecher-

Macher, die Geschichte schrieben.

Auf den Trichter gekommen

Als Paul Klipsch sein legendäres Klipschorn baute, war der

Begriff Hi-Fi noch gar nicht geboren; Röhrenverstärker

waren an der Tagesordnung. Für Klipsch bestand die Herausforderung

darin, aus den wenigen Watt eines Röhrenverstärkers

möglichst viel Schallenergie herauszuholen.

Da konventionelle dynamische Lautsprecher, so wie wir

sie auch heute noch kennen, einen Wirkungsgrad von

kaum einem Prozent besitzen – also etwa ein Hundertstel

der elektrischen Energie in akustische umsetzen –, machte

sich Klipsch daran, Lautsprecher zu entwickeln, die schon

mit wenig Verstärkerleistung beträchtliche Schalldruckpegel

erzeugen können. Klipsch kam im wahrsten Wortsinn

„auf den Trichter“. Abgeschaut vom Grammophon

vorangegangener Dekaden, entwickelte der Amerikaner

1948 eine ausgeklügelte Hornkonstruktion, die eine

Raumecke als Hornverlängerung nutzte, um trotz begrenzter

Gehäuseabmessung tief in den Basskeller spielen

zu können. Das legendäre Klipschorn war geboren.

Das Prinzip: So wie man die Hände vor den Mund als

Trichter hält, um sich Gehör zu verschaffen, verstärken ➜

IM TEST

VIER 5.1-SURROUND-SETS

JAMO D 600 ULTRA2 5.1-PAKET € 4.000

KEF R300, R200C, R400B € 4.300

KLIPSCH RB-61 II, RS-62 II, RC-62 II, SW-112 € 3.100

MARTINLOGAN EM ESL, C2, FX2, DYNAMO 700 € 6.610

video-homevision.de | 08_2012

55


TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS

auch die Trichter in Verbindung mit Kompressionstreibern

den Schalldruck bei Lautsprechern beträchtlich. Nachteil:

Ein Horn baut immer sehr groß, da tiefe Frequenzen nur

dann verstärkt werden, wenn die Hornlänge und Hornmündung

große Abmessungen zeigen. Heute steht Verstärkerleistung

in rauen Mengen zur Verfügung; so kann die

Firma Klipsch besser für den Wohnraum geeignete Boxen

bauen, die nur im Mittel-/Hochtonbereich vom Dynamikpotenzial

eines kurzen Hornvorsatzes profitieren.

Uni-Q – die radialsymmetrische

Punktschallquelle

Raymond Cooke gründete seine Kent Engineering &

Foundry, kurz KEF, Anfang der 60er-Jahre ebenfalls mit

einer Vision: Der Elektrotechniker der BBC experimentierte

mit neuen Membran-Materialien und -Technologien

und glaubte, mit speziellen Kunststoffen eine natürlichere

Musikwiedergabe zu erreichen. Tatsächlich stattete er die

BBC mit seinen Pretiziosen aus – eine Ehre, die einer

Adelung gleichkommt.

In den 80er-Jahren brachte die Entwicklungsabteilung

der Briten das einzigartige Uni-Q-Chassis hervor: ein koaxial

abstrahlendes Chassis, bei dem der Hochtöner im Zentrum

des Tief-/Mitteltöners montiert ist. Kontinuierlich

weiterentwickelt, bildet diese Chassis-Technik heute den

Grundstein nahezu aller KEF-Lautsprecher.

Kinoton zu Hause

Als der Tüftler und Tischler Preben Jacobsen und sein

Schwager Julius Mortensen, seines Zeichens erfolgreicher

Geschäftsmann, 1968 Jamo gründeten, konnten sie nicht

ahnen, dass sie einmal Europas größter Lautsprecherhersteller

sein würden. Das Erfolgsrezept: bauen, was die

Kunden suchen, gutes Design und gute Technik zu einem

bezahlbaren Preis.

Jamo gehörte zu den ersten Lautsprecherfirmen, die

sich auch der Heimkino-Beschallung widmeten. Sie entwickeln

Modelle mit THX-Lizenzierung; der Ton zu Hause

klingt fast genauso wie im Kino. Dazu setzen die Dänen

drei gleiche Frontlautsprecher mit einer symmetrischen

D'Apollito-Chassis-Anordnung und leichter vertikaler Bündelung

sowie nach vorne und hinten abstrahlende Dipolboxen

ein. Das ist dem Kino-Sound nachempfunden.

Der Flächenstrahler – ein Exot

Ein Exot unter den Schallwandlern ist der Flächenstrahler

im Allgemeinen und der Elektrostat im Speziellen. Anfang

der 80er-Jahre taten sich der Architekt und Werbefachmann

Gayle Martin Sanders und der Elektronik-Ingenieur

Ron Logan Sutherland zusammen, um das faszinierende

Schallwandler-Prinzip salonfähig zu machen. Die beiden

Hi-Fi-Begeisterten feierten Mitte der Achtziger mit dem

Hybrid-Elektrostaten Monolith ihre ersten Erfolge. Heute

gibt es bei MartinLogan neben Full-Range- auch Hybrid-

Elektrostaten mit konventionellen Basstreibern sowie

Heimkino-Systeme mit Center- und Surround-Lautsprechern

sowie magnetostatischen Folien-Hochtönern.

➜ D‘Appolito

Die symmetrische Anordnung

zweier Mitteltöner

um einen Hochtöner

wurde nach Joseph

D´Appolito benannt. Sie

verbessert das Abstrahlverhalten

in der vertikalen

Ausdehnung und

gibt dem Schall zugleich

eine leichte Bündelung

mit auf den Weg, was

die Abbildungspräzision

erhöht.

➜ Uni-Q

Das Uni-Q-Chassis ist eine koaxiale Anordnung von Hoch- und

Tieftöner. Damit ist eine punktsymmetrische Schallabstrahlung

gewährleistet. Interferenzen zwischen den Chassis, also

wie sonst übliche Schallauslöschungen aufgrund unterschiedlicher

Weglängen zum Hörplatz werden vermieden.

➜ Hornlautsprecher

➜ Elektrostat

Spannt man eine dünne

Kunststofffolie zwischen

zwei Lochgitter und legt

eine hohe Gleichspannung

an die Folie sowie

das via Transformator

hochgespannte Musiksignal

an die Statoren,

wird die Folie von den

Gittern angezogen oder

abgestoßen. Vorteil: Die

leichte Membran wird

ganzflächig angetrieben.

Gehäuse

Statorengitter

Mylarfolie

Ein Horn passt

die Membran

besser an die

Umgebungsluft

an, was den

Wirkungsgrad

beträchtlich erhöht.

Nachteil:

Hörner bündeln

den Schall recht

stark.

56


Lizenz zum

Kinoton

JAMO D 600-SET € 4.000

bestes Dynamikpotenzial in allen

Frequenzlagen, neutrale Abstimmung

große Abmessungen

sehr gut 78 %

Preis/Leistung: sehr gut

Mit dem D 600 THX Ultra2-Paket ist

auch zu Hause Kinosound garantiert.

KAUFTIPP

amos D 600 THX Ultra2-Produkte sind in erster Linie

für das Heimkino entwickelt und aufeinander abgestimmt

worden; man kauft sie also am besten als Paket.

Die Besonderheit ist die THX-Lizenzierung. Um

eine THX 2-Lizenz zu erwerben, müssen die Lautsprecher

bestimmte Bedingungen erfüllen: etwa ein extrem hohes

Dynamikpotenzial, eine sehr gute Frequenzgang-Linearität

und eine tiefe untere Grenzfrequenz des Subwoofers.

Gegen über der älteren Norm THX Ultra wurden die Anforderungen

vor allem hinsichtlich der vertikalen Bündelung

gelockert, um auch einer guten Musikwiedergabe

Rechnung zu tragen. Man hat erkannt, dass die im Kino

für eine gute akustische Ausleuchtung des Saals erforderliche

Bündelung des Schalls im Heimbereich nicht sein

muss, da die Hörabstände deutlich geringer sind.

Für die gemäßigt gerichtete Schallabstrahlung sitzen

in den drei Frontlautsprechern zwei 76 Millimeter große

parallel geschaltete Mitteltöner mit einer Gewebekalotte

in der Mitte. Durch diese symmetrische Anordnung und

die relativ große Ausdehnung der Mittelton-Einheit er-

Das mächtige 38er-Chassis sorgt

für immenses Pegelpotenzial

und sauberen

Bass.

fährt der Schall bis 2.500 Hertz eine gewisse Richtwirkung

in der Vertikalen, was Boden- und Decken-Reflexionen

minimiert und die Abbildungspräzision maximiert.

Für eine ähnliche Richtwirkung in den Höhen sorgt eine

kurze Schallführung vor dem Hochtöner. Unter 400 Hertz

übernehmen zwei 16,5 Zentimeter große Tieftöner die

Verantwortung.

Für ein möglichst diffuses Klangfeld im Rückraum sorgen

zwei Dipolstrahler, die neben dem Hörplatz an der

Wand montiert den Schall lediglich nach vorne und nach

hinten, aber nicht in Richtung Zuhörer abstrahlen.

Der mächtige Subwoofer mit 38-Zentimeter-Membran

und 800 digitalen Watt im Rücken spielt enorm druckvoll

und dabei sehr präzise.

Wer passionierter Kinogänger ist und die Atmosphäre

auch zu Hause erleben möchte, der ist mit Jamos D 600-

Paket bestens bedient. Erfreulich ist dabei, dass die Abstimmung

tatsächlich derart gewählt wurde, dass auch

reine Musikwiedergabe mit erstaunlich guter Qualität zu

Ohren kommt. Ein Set für beide Welten.

TESTERGEBNISSE

Hersteller

Modell

Preis

Jamo

D 600 Ultra2 5.1-Paket

4.000 Euro

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 79% 709

Natürlichkeit (100) gut 72

Auflösungsvermögen (100) gut 73

Sprachverständlichkeit (100) gut 70

Räumliche Abbildung (100) gut 68

Spielfreude (100) sehr gut 78

Basspräzision (100) überragend 90

Tiefgang (100) sehr gut 89

Pegelfestigkeit (100) überragend 90

Set-Harmonie (100) sehr gut 79

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 75% 60

VERARBEITUNG max. 240 Punkte SEHR GUT 75% 180

Anmutung (120) sehr gut 90

Material (120) sehr gut 90

TESTURTEIL max. 1220 Punkte SEHR GUT 78% 949

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

Messlabor

Beste Linearität der drei

Frontlautsprecher und

immenser Tiefgang und

Pegelpotenzial des Subwoofers

video-homevision.de | 08_2012

57


TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS

Fünf Richtige plus Subwoofer:

Das Set zeichnet sich durch

fünf nahezu identische Boxen

aus. Die 5.1-Lösung komplett

in Weiß ist voraussichtlich erst

ab Mitte August lieferbar.

KAUFTIPP

KEF R-SET € 4.300

tonal fehlerfreie Wiedergabe mit

bester Abbildungspräzision

Messlabor

Die vom Bass zu den Höhen

leicht fallende Tendenz

ist für den warmen Klang-

Charakter der KEF-Kombi

verantwortlich.

Zwei gegenüberliegend

montierte

Bässe wirken sich

beruhigend auf das

Gehäuse aus, da

sich die Kräfte gegenseitig

aufheben.

Tiefbass ohne störende

Nebengeräusche

ist so garantiert.

Punktschallquelle

Die R-Serie von KEF ist mit ihrem innovativen

Uni-Q-Chassis zumindest theoretisch sehr nahe

am Ideal einer Punktschallquelle. Das über

Jahrzehnte verfeinerte Koaxial-Chassis ist eine

Mittel-/Hochton-Einheit, die es in sich hat. Eine 26 Millimeter

große Hochton-Kalotte sitzt im Zentrum eines

15-Zentimeter-Mitteltöners. Der Clou: Dank koaxialer Anordnung

und aufeinander abgestimmter Richtwirkung

beider Treiber strahlt die R300 radialsymmetrisch in den

Hörraum. Hier gibt es nicht die sonst typischen Interferenzen

(Anhebungen oder Auslöschungen außerhalb der

Achse); damit ist eine ausgewogene Musikwiedergabe

garantiert.

Auch der 17er-Bass hat es in sich. Die konkav geformte

Sandwich-Membran arbeitet auf einem belüfteten Magnetsystem,

das Luftkompression vorbeugen soll. Die große

Schwingspule verkraftet dank guter Kühlung hohe Ströme,

ist also elektrisch hoch belastbar. Zugunsten einer tiefreichenden

und wirkungsgradstarken Wiedergabe setzen

die KEF-Entwickler auf das Bassreflex-System im

Basssektor. Die Gehäuse sind intern versteift und durch

die Wahl der Materialien ebenso gut bedämpft.

TESTERGEBNISSE

Hersteller

Modell

Preis

KEF

R300, R200c, R400b

4.300 Euro

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 80% 724

Natürlichkeit (100) sehr gut 82

Auflösungsvermögen (100) sehr gut 80

Sprachverständlichkeit (100) sehr gut 81

Räumliche Abbildung (100) sehr gut 80

Spielfreude (100) sehr gut 82

Basspräzision (100) sehr gut 76

Tiefgang (100) sehr gut 83

Pegelfestigkeit (100) sehr gut 80

Set-Harmonie (100) sehr gut 80

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 75% 60

VERARBEITUNG max. 240 Punkte SEHR GUT 77% 185

Anmutung (120) sehr gut 95

Material (120) sehr gut 90

TESTURTEIL max. 1220 Punkte SEHR GUT 79% 969

PREIS / LEISTUNG

eine gute Ausrichtung auf den

Hörplatz erforderlich

sehr gut 79 %

Preis/Leistung: überragend

Auch der Center arbeitet mit dem Uni-Q-Chassis, weist

aber zugunsten größerer Pegelfestigkeit im Bass zwei

17er-Chassis auf. Das ist sinnvoll, weil ein Großteil des

Filmtons über den Center wiedergegeben wird.

KEFs neuer Subwoofer R400b ist nicht bloß ein Juwel,

sondern auch technisch ausgefeilt. Zwei an gegenüberliegenden

Gehäuseseiten montierte 22,5 Zentimeter große

Tieftöner werden jeweils von einer 250 Watt starken Endstufe

befeuert. Der Vorteil dieser Chassis-Anordnung: Die

auf das Gehäuse wirkenden immensen Kräfte sind entgegengesetzt,

sodass sie sich aufheben und die Behausung

selbst bei hohen Pegeln ruhig bleibt.

Im Hörtest zeichnet sich das Set dank fünf identischer

Mittel-/Hochton-Einheiten durch äußerst homogene und

glaubhafte Rundumbeschallung aus. Der Bass reicht tief in

den Frequenzkeller hinab und beherrscht auch hohe Pegel

ohne Artefakte. Der fulminante Grundtonsektor macht

Action sehr eindrucksvoll. Doch die eigentliche Paradedisziplin

des Sets ist ihre Abbildungspräzision. Der Fokus

einzelner Details im Klangwust mancher Filme ist hervorragend.

Diese Präzision, gepaart mit immer neutraler

Tonalität, macht das Heimkino zu einem Spektakel.

ÜBERRAGEND

58


TESTERGEBNISSE

Hersteller

Klipsch

Modell

RB-61 II, RS-62 II,

RC-62 II, SW-112

Preis

3.100 Euro

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 78% 706

Natürlichkeit (100) gut 70

Auflösungsvermögen (100) sehr gut 80

Sprachverständlichkeit (100) sehr gut 75

Räumliche Abbildung (100) sehr gut 75

Spielfreude (100) sehr gut 85

Basspräzision (100) gut 70

Tiefgang (100) sehr gut 89

Pegelfestigkeit (100) überragend 90

Set-Harmonie (100) gut 72

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte GUT 63% 50

VERARBEITUNG max. 240 Punkte GUT 63% 150

Anmutung (120) gut 75

Material (120) gut 75

TESTURTEIL max. 1220 Punkte GUT 74% 906

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

Die ein Zoll große

Titanmembran

strahlt dank verschiedener

Öffnungswinkel

des

Tractrix-Horns horizontal

breiter als

vertikal ab. Mit

16er-Tief-/Mitteltönern

in doppelter

Ausführung ist so

ein guter Dipolstrahler

möglich.

Gut, dass Klipsch an seinem Hornkonzept über

Jahrzehnte festgehalten hat. So dürfen wir auch

heute an dem unvergleichlich dynamischen

Klang teilhaben. Verantwortlich für diesen einzigartigen

Klangcharakter der Reference-Reihe sind die

sogenannten Tractrix-Hörner im Mittel-/Hochtonbereich.

Hörner im Allgemeinen koppeln die Membran besser an

die Umgebungsluft an als hornlose Chassis. Das Resultat:

Schon geringe Membranhübe und -durchmesser erzeugen

an der Hornmündung hohe Pegel. Nachteil: Die Bündelung

bei Hörnern ist extrem. Das Tractrix-Horn bildet hierbei

einen Kompromiss. Trotz relativ kurzer Hornlänge kann

man es tief ankoppeln und dank des unterschiedlichen

Öffnungswinkels in der Horizontalen und Vertikalen kann

die Richtwirkung in den zwei Ebenen eingestellt werden.

Dafür ist die Verstärkungswirkung etwas eingeschränkt.

Aber was heißt schon eingeschränkt: Die RB-61 II holt

immer noch etwa drei Dezibel mehr Schalldruck aus der

Laut-Sprecher

eingespeisten Leistung als das Gros der Boxen auf dem

Markt. Dabei mussten die Klipsch-Entwickler schon tief

in die Trickkiste greifen, damit die 16er-Tief-/Mitteltöner

mit dem hohen Wirkungsgrad der Tractrix-Hörner mithalten

konnten. Im Center werkeln gleich zwei 16er-Tief-/

Mitteltöner, was die Bündelung in der Horizontalen etwas

erhöht. Die Surround-Boxen gewährleisten dank Doppelbestückung

eine breite Ausleuchtung des Rückraums. Der

Subwoofer mit 30er-Chassis und Bassreflex-Unterstützung

reicht bis etwa 25 Hertz hinab und schafft satte Pegel.

Und wie hört sich das an? Im Heimkinobetrieb stockt

einem der Atem, wenn das Set loslegt. Diese unbändige

Dynamik und Detailliebe sind mit einem konventionellen

Chassis nicht möglich. Dabei spielen die Reference-Lautsprecher

auffallend homogen, was man von Hornlautsprechern

sonst nicht gewohnt ist. Ob Maschinengewehrsalven

oder rotierende Hubschrauberblätter: Derart beängstigend

realistisch haben wir Heimkino noch nicht gehört.

Messlabor

Nicht ganz fehlerfreie

Übertragungsfunktion, aber

enorme Pegelfestigkeit

aller Boxen im Set sowie

guter Tiefgang des Subwoofers.

Hier geht die Post

ab: Trotz einigermaßen

bescheidener

Abmessungen

spielt das Sextett

enorm pegelfest. Es

kommt dem imposanten

Kinoklang

schon sehr nahe.

KLIPSCH REFERENCE II SET € 3.100

extrem dynamisch und

detailverliebt mit guter Tonalität

Center bündelt

horizontal recht stark

gut 74 %

Preis/Leistung: sehr gut

video-homevision.de | 08_2012

59


TON | TEST: SURROUND-LAUTSPRECHER-SETS

Messlabor

Prinzipbedingt im Nahfeld

gemessen zu den Höhen

abfallender Pegelverlauf.

Sensationeller Tiefgang mit

kaum eingeschränktem

Maximalpegel des kleinen

Subs.

Center und Surround

harmonieren

dank Folien-Hochtöner

erstaunlich

gut mit den Elektrostaten.

Ein

Heimkino-Paket für

Genießer.

TESTERGEBNISSE

Hersteller

MartinLogan

Modell EM ESL, C2, FX2, Dynamo 700

Preis

6.610 Euro

KLANGQUALITÄT max. 900 Punkte SEHR GUT 84% 752

Natürlichkeit (100) sehr gut 80

Auflösungsvermögen (100) überragend 90

Sprachverständlichkeit (100) sehr gut 83

Räumliche Abbildung (100) sehr gut 87

Spielfreude (100) sehr gut 86

Basspräzision (100) sehr gut 75

Tiefgang (100) überragend 93

Pegelfestigkeit (100) sehr gut 81

Set-Harmonie (100) sehr gut 77

AUSSTATTUNG max. 80 Punkte SEHR GUT 75% 60

VERARBEITUNG max. 240 Punkte SEHR GUT 81% 195

Anmutung (120) sehr gut 100

Material (120) sehr gut 95

TESTURTEIL max. 1220 Punkte SEHR GUT 83% 1007

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

Neben den obligatorischen Pegel- und Tiefpassfilterreglern bietet

der Subwoofer auch einen Phasenschalter und einen ungefilterten

LFE-Eingang.

Praktisch: Mit dem optional erhältlichen Wireless Transmitter

SWT-1 nimmt der Subwoofer dank integriertem Funkempfänger

das Musiksignal auch drahtlos entgegen.

Folien-Zauber

Zu einer ganz eigenen Lautsprechergattung zählen

elektrostatische Lautsprecher. Das sind hauchdünne

Folien, gespannt zwischen zwei sogenannten

Statoren. Im Falle der Electro Motion ESL von

MartinLogan sind die Statoren zugunsten einer breiteren

Abstrahlung horizontal gebogen. Legt man eine hoch

transformierte Gleichspannung an die Folie und das hoch

transformierte Musiksignal an die Statoren an, bewegt

sich die Folie im elektrostatischen Feld vor und zurück.

Das Ergebnis ist Musik in seiner reinsten Form. Hier

schwingt eine nur wenige Mikrometer dünne Folie ganzflächig

angetrieben und vor allem breitbandig. Musik tritt

nun mal nicht in tiefen, mittleren und hohen Tönen auf,

sondern als komplexes Ganzes. Und der Elekrostat gibt bis

auf den Bass und den unteren Mitteltonbereich das gesamte

Spektrum breitbandig wieder – ohne Frequenzweichen

und andere klangmindernde Hilfsmittel. Ab 500

Hertz abwärts schwingt aber auch hier ein dynamisches

20-cm-Chassis in einem Bassreflexgehäuse, da der Elektrostat

wegen seiner offenen Schallwand prinzipbedingt

tiefe Frequenzen nur unzureichend wiedergeben kann.

Um klanglich an die Elektrostaten heranzureichen, setzt

MartinLogan im Center und in den Surround-Boxen ebenfalls

Folienwandler ein. Diese gefalteten Folien dürfen sich

ab 2.300 Hertz Gehör verschaffen und zeigen dank der

Faltung eine deutlich größere wirksame Membranfläche

als effektive Abstrahlfläche. Damit ist trotz großer Membran

eine breite Abstrahlung gewährleistet und ein hohes

Dynamikpotenzial gegeben.

Der kaum 30 Liter große Subwoofer vertraut einem

nach unten gerichteten 21er-Treiber und 300 Watt Nennleistung

tiefe Töne an. Auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär,

im Hörtest präsentierte sich der Kleine aber ganz

groß. 22 Hertz untere Grenzfrequenz und eine gute Pegelfestigkeit

sind für dieses Subwoofer-Format First Class.

Doch erst das ganze Set vermag die Zuhörer zu verzaubern.

Einen wesentlichen Anteil daran haben die Elektrostaten:

Die geschmeidige zarte und doch zupackende

Hochton-Auflösung ist einzigartig unter Schallwandlern.

Center und Surround-Boxen fügen sich auffallend gut in

die Kette ein. Insgesamt klingt das Set sehr fein auflösend,

beileibe nie aufdringlich und doch feindynamisch hervorragend

mit bestem Fokus. Diese Kombi müssen Sie gehört

haben, wenn Sie Musikliebhaber sind.

MARTINLOGAN EM-SET € 6.610

fantastisch fein auflösendes und

auf den Punkt spielendes Set

HIGHLIGHT

im Maximalpegel etwas begrenzt

sehr gut 83 %

Preis/Leistung: sehr gut

60


DATEN & MESSWERTE

Hersteller Jamo KEF Klipsch MartinLogan

Modell D 600 Ultra2 5.1-Paket R300, R200c, R400b RB-61 II, RS-62 II, RC-62 II, SW-112 EM ESL, C2, FX2, Dynamo 700

Preis 4.000 Euro 4.300 Euro 3.100 Euro 6.610 Euro

Internet: www. jamo.com kef.com/html/de/ klipsch.com audio-components.de

DATEN & FAKTEN

Front (B x H x T) / Gewicht 64,5 x 39,3 x 22,9 cm / 13 kg 21 x 38,5 x 34,5 cm / 12 kg 21,6 x 39,1 x 31,2 cm / 8 kg 22,9 x 132,3 x 41,4 cm / 16 kg

Center (B x H x T) / Gewicht 64,5 x 39,3 x 22,9 cm / 13 kg 53 x 17 x 30,5 cm / 14,4 kg 59,7 x 20,3 x 32,4 cm / 13,8 kg 48,2 x 16,4 x 36,5 cm / 11,1 kg

Rear (B x H x T) / Gewicht 51,6 x 32,7 x 22,1 cm / 9 kg 21 x 38,5 x 34,5 cm / 12 kg 41,5 x 38,1 x 23,4 cm / 10,3 kg 35,5 x 37,9 x 17,2 cm / 7,3 kg

Subwoofer (B x H x T) / Gewicht 58,7 x 55,7 x 50,1 cm / 32 kg 33 x 36,5 x 35,1 cm / 21,5 kg 36,8 x 40,6 x 48,3 cm / 20,9 kg 29,7 x 31,9 x 31 cm / 21 kg

Oberflächen Lack Lack Hochglanz, Furnier Folie Lack

Farben Grau Schwarz, Weiß, Palisander, Esche-Schwarz, Kirsche, (Sub, Schwarz (ESL auch Hochglanz)

Nussbaum

Surround nur in Schwarz)

Besonderheiten THX-Ultra2-lizenziert – – Front Hybrid-Elektrostat

TECHNIK FRONT // CENTER // REAR

Bauart Sub-Sat-Set Sub-Sat-Set Sub-Sat-Set Sub-Sat-Set

Anzahl Wege 3 // 3 // 3 3 // 3 // 3 2 // 2 // 2 2 // 2,5 // 2

Magnetisch geschirmt – – – –

Besonderheiten – Koaxial-Chassis im MHT-Bereich Tractrix-Horn im MHT-Bereich gefalteter Magnetostat-Hochtöner

Center und Rear

TECHNIK SUBWOOFER

Arbeitsprinzip geschlossen geschlossen Bassreflex geschlossen

Phase variabel / schaltbar •/ – – / • – / • – / •

Hochpegeleingang / -ausgang – / – – / – • / – – / -

Raumanpassung • • – –

Fernbedienung Sub • – – –

Messwerte

Maximalpegel Front/Center/Rear/Sub 109,5 / 109,5 / 103 / 112 dB 103 / 103 / 103 / 101 dB 101 / 111 / 105 / 111 dB 106,5 / 106,5 / 102 / 105 dB

Impedanz Front (min./Durchschnitt) 3,7 / 4 Ohm 3,1 / 3 Ohm 4 / 4 Ohm 1,7 / 2 Ohm

• = ja // – = nein

Musik ist Trumpf

KEF R300 € 1.200 MARTINLOGAN EM ESL € 3.100

Auch im reinen Stereo-Modus ohne Subwoofer

überzeugt die R300. Beim Song

Dark Day der Blues Company ist jede

Feinheit in der Artikulation des Sängers

zu hören. Joseph Haydns Sinfonie Nr. 88

wird schön weitläufig dargestellt, ohne

einzelne Instrumente aus den Augen zu

verlieren. Der Bass reicht für Lautsprecher

dieser Größe tief hinab und die Pegelfestigkeit

ist überdurchschnittlich. Ein

Kauftipp ist der Box sicher.

beste Abbildungspräzision und

Detailauflösung

eine gute Ausrichtung auf den

Hörplatz ist erforderlich

KAUFTIPP KAUFTIPP HIGHLIGHT

KLIPSCH RB-61 II € 700

beste grob- und feindynamische

Auflösung und super Fokus

gute Ausrichtung erforderlich,

tonal nicht ganz perfekt

Sie sind Pop-, Rock- und Jazz-Fan, dann

hören Sie sich mal die ansatzlose Dynamik

einer RB-61 II an. Obgleich nur im

Mittel-/Hochtonbereich ein Hornvorsatz

spendiert wurde, klingt die Klipsch-Box

in allen Bereichen extrem detailverliebt

und dynamisch. Bei diesen Meriten kann

man getrost über die nicht ganz fehlerfreie

Tonalität hinwegsehen. Der Begriff

„Lautsprecher“ findet hier seine ureigenste

Bedeutung wieder.

herrlich fein aufgelöste Mitten und

Höhen mit bester Abbildung

genaue Ausrichtung auf

den Hörplatz erforderlich

Wenn Sie sich diesen Hybrid-

Elektrostaten anhören, werden

Sie sich vermutlich nicht

mehr loseisen können. Diese

Transparenz haben Sie noch

nicht gehört. Verantwortlich

dafür sind die fein- und grobdynamischen

Fähigkeiten

sowie die dank starker vertikaler

und leichter horizontaler

Bündelung nahezu

ausgeblendeten Deckenund

Bodenreflexionen. Das

heißt, der Abhörraum wird

ausgeblendet, und man

hört ausschließlich die Musik

der Konserve. Die Bass-

Integration ist gut gelungen,

kann aber mit der Folie

nicht ganz mithalten.

Standpunkt

MICHAEL JANSEN,

LAUTSPRECHER-

FACHMANN

Alle Systeme im Test weisen

eine Gemeinsamkeit auf:

Jedes bündelt den Schall

mehr oder weniger auf seine

Weise und sorgt damit für

beste Abbildungspräzision.

Das macht sich insbesondere

im Heimkinobetrieb positiv

bemerkbar, da so selbst nebensächlich

erscheinende

Geräusche zutage treten.

gut 74 %

Preis/Leistung: überragend

gut 69 %

Preis/Leistung: sehr gut

sehr gut 77 %

Preis/Leistung: sehr gut

video-homevision.de | 08_2012

61


BILD | TEST: BD-PLAYER & AV-RECEIVER VON DENON

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick

Vereinte

Kräfte

Ein Blu-ray-Transporter, der sich ganz auf

das Auslesen von Discs konzentriert. Ein

AV-Receiver, der auf optimalen Klang

getrimmt ist. Gemeinsam wollen sie für

gut 1.000 Euro großes Heimkino bieten.

DENON AVR-2113 € 600

natürlicher Klang, einfache

Bedienung, enorme Multimedia-

Funktionen inklusive AirPlay

wenige Anschlussmöglichkeiten

gut 70 %

Preis/Leistung: sehr gut

Aus einer Hand:

Über die sinnvoll

gegliederte Fernbedienung

des Players

lassen sich auch

Funktionen des AV-

Receivers steuern:

Lautstärke, Quellenwahl

sowie an/aus.

Auch wenn kompakte Soundsysteme in vielen

Wohn-, Kinder- oder Esszimmern ihren Dienst

verrichten, Komponenten-Anlagen in Hi-Fi-

Racks sind nach wie vor in. Das bestätigen etwa

AZahlen der gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kom-

munikationselektronik) für 2011, die diesem Bereich ein

Wachstum von 7,1 Prozent bescheinigt. Auch der Welt-

konzern Denon baut weiterhin Stereokomponenten und

hat erst kürzlich wieder neue vorgestellt.

Was für die Stereowelt zutrifft, gilt auch für Mehrkanal-

Anlagen: Denon weiß, dass viele Kunden den passenden

Blu-ray-Player zum AV-Receiver von derselben Marke kau-

fen – schon allein aus optischen Gründen. Doch beim Äu-

ßerlichen muss es nicht bleiben. Und darum hat Denon

einen neuen Player auf den Markt gebracht, der eine noch

stärkere Symbiose mit dem AV-Receiver eingeht. Vorbild

war der

DVD-2500BT, der vor einigen Jahren in die Läden

kam und den ersten Blu-ray-Transporter von Denon dar-

stellte. Der Gedanke dahinter: Der Player soll zuallererst

Laufwerk sein und sich auf das Auslesen der Discs konzen-

trieren. Im Vordergrund steht der Transport der Daten

zum AV-Receiver, der sich um die weitere Ton- und Bildverarbeitung

kümmert.

Jetzt hat der DVD-2500BT mit dem DBT-1713UD einen

Nachfolger erhalten. Um das Transporter-Konzept zu testen,

hat Denon zum Player einen brandneuen AV-Receiver

geschickt. Der AVR-2113 verspricht, der Preis-Leistungs-

Überflieger für 600 Euro zu sein: AirPlay, 4K-Upscaling,

Web-Radio und sechs HDMI-Eingänge, so die Kerndaten.

Das Universal-Talent

Auch die Logos am Blu-ray-Transporter DBT-1713UD lassen

viel erwarten. Beim Auslesen von Daten ist er kaum

wählerisch: Außer auf (3D-)Blu-rays, Video-DVDs und

Audio-CDs versteht er sich auch auf hochwertige DVD-

Audio- und SACD-Scheiben, die in vielen Schränken stehen

und nur auf ein Universalgerät dieser Art warten. Daneben

kann ihm der Nutzer Kost von USB-Festplatten oder

von UPnP-Netzwerk-Servern vorsetzen. Dabei unterstützt

er die gängigsten Video-, Foto- und Musik-Formate. Selbst

der Film-Fan wird sich beim Streaming freuen, da auch

24p-Quellen nativ zum Fernseher gelangen und er dazu

HD-Audio-Formate wiedergibt. Der Musik-Fan ist gleichermaßen

begeistert, da der Transporter ebenfalls Audiodateien

im WAV- oder FLAC-Format bis zu einer

Auflösung von 192 kHz bei 24 Bit abspielt. Auch im Web

bedient sich der Player, um Clips von YouTube abzurufen.

Das Navigieren durch all diese Menüs klappt erfreulich

schnell. Flott geht es auch beim Einlesen von Discs zu. Für

eine Blu-ray braucht er beispielsweise gerade einmal 11

Sekunden. Verantwortlich ist dafür auch der neue Media-

Tek-Chipsatz MT8555, auf den der DBT-1713UD baut. Das

Laufwerk bleibt beim Drehen der Discs erfreulich leise.

Der Grund: Es ist doppelt ummantelt, um Geräusche zu

62


DENON DBT-1713UD € 500

DVD-Audio und SACD-Wiedergabe,

starke Bildqualität, solide

Verarbeitung

wenige Online-Dienste

minimieren. Auch sonst ist Solidität angesagt. Der Player

steht auf vier großen Füßen und besitzt ein massives Gehäuse.

Nur die Kunststoff-Front und die leicht wackelige

Disc-Lade fallen etwas aus dem Rahmen.

Der Bildprozessor im Inneren arbeitet sehr sauber. Der

DBT-1713UD ist zwar nicht der schärfste Player, den wir

je im Messlabor hatten, doch das Bild wirkt sehr ruhig. Vor

allem die Vollbildwandlung von Interlaced-Quellen bei

Standard-Auflösung ist auf Spitzenniveau. Auch im Bluray-Betrieb

kann er mit einem satten Bild überzeugen.

Wer Änderungen an den Bildeinstellungen vornehmen

will, ist mit dem DBT-1713UD bestens bedient. Über die

Taste Video Resolution kann der Nutzer während der Wiedergabe

die Ausgabe-Auflösung ändern. Über die Taste

Picture Adjust gelangt er außerdem zu den Bildanpassungen.

Dort kann er etwa an der Rauschunterdrückung,

am Kontrast, an der Gammakurve oder der Farbe schrauben

und fünf Voreinstellungen speichern. Ändern sollte

er jedoch nicht die Farbausgabe von YCbCr auf RGB, da

so die Farben nicht mehr exakt stimmen.

Die Bild- und Tonsignale gelangen anschließend idealerweise

per HDMI zum AV-Receiver. Alternative Ausgabemöglichkeiten

gibt es nur in Form eines analogen Stereoton-Ausgangs

– entsprechend dem Transporter-Gedanken,

dass sich das Laufwerk auf das Nötigste beschränkt. So

können die Entwickler bei den wenigen Ausgängen auf

Qualität achten und etwa Wandler der renommierten ➜

sehr gut 81 %

Preis/Leistung: sehr gut

DATEN & MESSWERTE

Hersteller

Denon

Modell

DBT-1713UD

Preis

500 Euro

Internet

www.denon.de

MESSWERTE

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht

43,4 x 10,8 x 29,5 cm / 4,9 kg

Ausgangsspannung / -Impedanz (Ton)

2,2 Volt / 209 Ohm

Rauschabstand / Dynamikumfang

103 dB / 103 dB

Klirrfaktor DVD / CD 0,0015 % / 0,0010 %

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby

11 / 9 / 10 / 2,3 (bis Menü 7) Sek.

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 10,4 / 0,1 / 0,0 Watt

WIEDERGABE

BDAV / BDMV / BD 3D / AVCHD

• / • / • / •

Internet: Video / Audio / Foto • / – / –

DVD-Audio / SACD / Audio-CD

• / • / •

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ – / DLNA

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / •

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG-2 • / • / • / • / •

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC

• / • / • / • / •

AVCHD / AVCHD 3D / M2TS / MPO / JPG •/ – / • / – / •

ANSCHLÜSSE

Ausgang: HDMI / Komponente / Video 1 / – / –

Tonausgang opt. / elektr. / analog

– / – / Stereo

LAN / WLAN / USB / SD-Karte 1 / – / 1 / –

Sonstige

IR In / Out

FUNKTIONEN

HDMI-CEC / -Ethernet-Channel • / –

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung – / –

Skalierung auf Vierfach-Full-HD

Farbübertragung wählbar

YCbCr, RGB (std. / erw.)

Sprung zu Titel / Kapitel / Zeit

• / • / •

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ •

Audio-Decoder

7.1 DTS HD MA, Dolby TrueHD

Decoder: LS-Pegel / Abstand / Größe –/ – / –

Ton über HDMI

PCM, Bitstream, DSD

Man. Lip Sync (Tonverzögerung) –

Dynamikbegrenzung


Lieferumfang

HDMI-Kabel

TESTERGEBNISSE

BILDQUALITÄT max. 273 Punkte ÜBERRAGEND 95% 258

Brillanz (52) überragend 48

Farben (59) überragend 55

Schärfe (97) überragend 93

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (65) überragend 62

KLANGQUALITÄT max. 113 Punkte SEHR GUT 87% 98

digital (64) sehr gut 55

analog (49) sehr gut 43

AUSSTATTUNG max. 182 Punkte BEFRIEDIGEND 58% 105

Anschlüsse (34) ausreichend 13

Medienvielfalt (64) sehr gut 50

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (28) gut 17

Funktionen (Software) (56) befriedigend 25

BEDIENUNG max. 50 Punkte SEHR GUT 82% 41

Bildschirmmenüs (18) sehr gut 16

Fernbedienung (16) sehr gut 13

Bedienung am Gerät (5) sehr gut 4

Installation (5) sehr gut 4

Handbuch / Hilfe-Funktion (6) gut 4

VERARBEITUNG max. 57 Punkte SEHR GUT 82% 47

Anmutung (24) sehr gut 21

Material (33) sehr gut 26

TESTURTEIL max. 675 Punkte SEHR GUT 81% 549

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

• = ja // – = nein // BD = Blu-ray Disc

video-homevision.de | 08_2012

63


BILD | TEST: BD-PLAYER & AV-RECEIVER VON DENON

Purismus an der häuse-Rückseite:

HDMI-Ausgang, Ste-

Gereoton-Ausgang,

Ethernet-Buchse,

Infrarot-Ein- und

Ausgang reichem

dem Player.

Fokus auf das Essenzielle:

Im digitalen

Zeitalter sind

vor allem HDMI-

Buchsen gefragt.

Der AV-Receiver sitzt davon gleich

besechs

(eine an der

Front) als Eingänge.

Beim Rest hat Denon

gespart.

Der Kern des Receivers

Der AVR-2113 ist bis unter die Decke mit Elektronik vollgestopft.

Oben sieht man im hinteren Bereich des Receivers

die Platine, die für die Bildverarbeitung zuständig ist. Darunter

stecken etwa der massive Transformator sowie die

sieben Endstufen. Damit es nicht zu heiß wird, sind Kühlrippen

im vorderen Drittel untergebracht. Außerdem besitzt

der Deckel über seine gesamte Fläche Kühlschlitze.

Marke Burr-Brown für den Analogton-Ausgang nutzen.

Für die Übertragung zum AVR-2113 ist dennoch die HDMI-

Variante vorzuziehen. Dabei ergeben sich klanglich keine

signifikanten Unterschiede, wenn der Player den Ton unverändert

als Bitstream oder decodiert als PCM-Signal ausgibt.

Bei eingelegter SACD ist es unabhängig von der Einstellung

immer ein PCM-Signal, das der Player zum AVR-

2113 schickt. Denn der AV-Receiver kann die unveränderten

DSD-Daten der SACD nicht engegennehmen.

Die Multimedia-Zentrale

Der AVR-2113 steht in unserem Fall unter dem Player. So

geben die beiden ein hübsches Paar ab: Sie besitzen ein

großes Front-Display, damit die Schrift auch aus der Ferne

lesbar ist. Sie haben die gleiche Grundfläche. Und beide

beschränken sich auf wenige Tasten, um es dem Nutzer

leicht zu machen.

Diese einfache Bedienbarkeit ist Denon bei seiner aktuellen

Receiver-Reihe besonders wichtig: Durch die Erst-

Installation führt ein Assistent, der genau erklärt, wie der

AVR-2113 mit Lautsprechern, Player und Netzwerk-Router

verbunden werden soll. So einfach war das Einrichten

eines Receivers noch nie und dürfte jetzt selbst Laien nicht

mehr abschrecken – zumal auch das überaus präzise Einmesssystem

Audyssey MultEQ XT an Bord ist und über das

mitgelieferte Mikrofon für optimalen Klang sorgt.

Ebenso einfach zu handhaben ist die Fernbedienung. Sie

besitzt nur die nötigsten Tasten und ruft beim ersten Blick

Aus dem Messlabor

Beim Skalieren von SD-Quellen auf Full HD geht der

Denon DBT-1713UD sehr präzise zu Werke. Die Analyse

des HDMI-Signals zeigt, dass Helligkeits- (schwarz) und

Farbfrequenzgang (rot) zwar etwas früh, aber dafür

äußerst sauber abgefiltert werden.

Der Denon AVR-2113 präsentiert sich im Messlabor

nicht ganz unabhängig von Phasenschwankungen, doch

insgesamt recht laststabil. Mit einer ermittelten Sinusleistung

im Stereobetrieb von 106 (8 Ohm) bzw. 151 Watt

(4 Ohm) besitzt er tolle Werte für diese Preisklasse.

64


KAUFTIPP

Skepsis hervor, ob das so funktionieren kann. Diese Skepsis

verfliegt aber schnell und weicht der Frage, warum

nicht schon früher jemand auf diese Idee gekommen ist.

Dann drückt man etwa auf die Taste Network und gelangt

zu den Quellen im Netz. Das sind unzählige Internet-

Radiostationen, die über den Receiver den Weg ins Wohnzimmer

finden. Das ist Musik vom hier kostenpflichtigen

Musik-Online-Dienst Last.fm. Das sind Fotos vom Internet-

Dienst FlickR. Und das ist vor allem auch Musik von UPnP-

Netzwerk-Servern. Schon jetzt können datenreduzierte

Audiodateien im MP3-, WMA-, AAC- oder FLAC-Format

abgespielt werden.

Es ist bereits ein Software-Update angekündigt, mit dem

der AVR-2113 noch mehr audiophile Hörer für sich vereinnahmen

wird. Dann holt sich der Receiver ebenfalls hochauflösende

Musik als FLAC und WAV mit 192 kHz/24 Bit

oder als Apple Lossless Audio Codec (ALAC) aus dem Netz

oder von USB-Festplatten. Und dann soll auch das ➜

DATEN & MESSWERTE

Hersteller

Denon

Modell

AVR-2113

Preis

600 Euro

Garantie

2 Jahre

Internet

www.denon.de

MESSWERTE

Abmessungen (B x H x T)

43,4 x 17 x 33 cm

Gewicht

9,5 kg

Sinusleistung Stereo 8 / 4 Ohm

2x 106 Watt / 151 Watt

Sinusleistung Surround 8 / 4 Ohm

5x 80 Watt / 98 Watt

Stromverbrauch Standby / Betrieb

43,4 Watt / 0,2 Watt

AUSSTATTUNG

Stereo- / Phono-Eingänge 5 / –

Stereo- / Subwoofer-Ausgänge – / 1

Mehrkanal-Eingang –

Mehrkanal-Vorverstärker-Ausgang –

Ls. Front / Center / Rear / Surr. Back 2 / 1 / 2 / 2

Tuner UKW / MW / DAB+ / Internet-Radio •/ • / – / •

Koaxial-Digital-Eingänge / -Ausgänge 1 / –

Optische Digital-Eingänge / -Ausgänge 1 / –

HDMI-ARC / -DSD / -CEC

• / – / •

USB-Anschlüsse 1

Dolby Digital / EX / D. Pro Logic II / Ix / IIz •/ • / • / • / •

DTS / DTS ES / Discrete / 96–24

• / • / • / •

Dolby TrueHD / DTS-HD

• / •

Einmess-Automatik

Audyssey MultEQ XT

Man. Lip Sync Delay


Fernbed. lernfähig / programmierbar – / –

Trennfrequenzen fix / var. / Stufen – / • / 8

HDMI-Eingänge / -Ausgänge 6 / 1

4K durchschleifen


Video-Eingänge / -Ausgänge 3 / 1

S-Video-Eingänge / -Ausgänge – / –

Video-Komp.-Eingänge / -Ausgänge 1 / –

Video-Konverter

bis 4K

Besonderheiten

iPod-Direkt-Eingang, Ethernet

• = ja // – = nein

Neues Testverfahren

Der AVR-2113 ist äußerst

farbtreu. Beide

Sechsecke liegen auf

den definierten Punkten,

wenn eine analoge

FBAS-Quelle digitalisiert

und über den

HDMI-Ausgang abgegriffen

wird.

AV-Receiver sind heute Multimedia-Zentralen. Wir haben daher

unsere Tests angepasst, sodass es von nun an eine Bildbewertung

gibt und die Netzwerk-Funktionen mehr Gewicht

erhalten. Die Klangbenotung wurde beibehalten, wodurch ältere

Modelle in diesem Punkt vergleichbar bleiben.

TESTERGEBNISSE

BILDQUALITÄT max. 100 Punkte SEHR GUT 75% 75

Brillanz (40) sehr gut 32

Bildfehler (60) gut 43

KLANGQUALITÄT max. 300 Punkte GUT 66% 198

Stereo (150) gut 99

Surround (150) gut 99

AUSSTATTUNG max. 210 Punkte GUT 66% 138

Audio (100) befriedigend 53

Video (75) sehr gut 64

Netz (35) gut 21

BEDIENUNG max. 100 Punkte SEHR GUT 86% 86

am Gerät (30) sehr gut 23

On-Screen-Menü (15) sehr gut 12

Handbuch / Hilfe-Funktion (10) sehr gut 8

Fernbedienung (45) überragend 43 Mehr Tasten muss

VERARBEITUNG max. 60 Punkte SEHR GUT 75% 45

die Fernbedienung

eines AV-Receivers

Anmutung (30) sehr gut 23 nicht besitzen. Per

Material (30) gut 22 HDMI-CEC schaltet

TESTURTEIL max. 770 Punkte GUT 70% 542 der Geber den

Player lediglich

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

an und aus.

video-homevision.de | 08_2012

65


BILD | TEST: BD-PLAYER & AV-RECEIVER VON DENON

Auf einen Blick: Das Startmenü des Players führt zu den

wichtigsten Funktionen des Players. Die Videodienst Netflix

ist derzeit in Deutschland nicht verfügbar.

Streamen von Alben möglich sein – ohne kleine Pausen

zwischen den einzelnen Stücken.

Daneben kann er über seine Eingänge an der Rückseite

Quellen entgegennehmen. Denon hat hier klar den Fokus

auf HDMI gelegt, bei den analogen Eingängen für Bild und

Ton sich jedoch auf das Nötigste beschränkt. Für die meisten

Anwender dürfte das Angebot dennoch ausreichen.

Um eingehende Bildsignale für die Weitergabe zum TV-

Gerät vorzubereiten, ist ein ausgewachsener Bildprozessor

(ADV 8003/3 von Analog Devices) integriert. Er konvertiert

analoge Bildsignale ins Digitale, rechnet sie hoch,

wandelt Halb- in Vollbilder und kann auch korrigierend

(etwa durch Rauschreduktion) eingreifen. Das macht er

sehr solide, sodass keine Farbverfälschungen auftreten.

Das Skalieren und die Vollbildwandlung von digitalen SD-

Quellen meistert der DBT-1713UD allerdings etwas besser.

Der Player erzeugt ein ruhigeres und schärferes Bild. Bei

der Analog-Digital-Wandlung von Videoquellen (Component

oder Composite) erreichte er in Sachen Schärfe und

Bildruhe nicht ganz die absoluten Spitzenwerte.

Man ist dennoch verblüfft, dass man einen AV-Receiver

für nur 600 Euro vor sich hat. Andere Hersteller sparen

Noch Fragen? Der Einrichtungsassistent erklärt ausführlich die

einzelnen Schritte. Das Bild oben zeigt, welcher Lautsprecher

wo an den AV-Receiver angeschlossen werden muss.

sich in dieser Preisklasse eine aufwendige Bildverarbeitung,

vor allem die Unterstützung von 4K. Der AVR-2113

schleift sogar 4K-Quellen durch, skaliert Quellen auf diese

Auflösung intelligent hoch und gibt seine Bildschirmmenüs

gegebenenfalls in 4K x 2K aus (vgl. Seite 22).

Auch für den Ton greift Denon in die Vollen. Die sieben

Endstufen sind diskret und identisch aufgebaut. Ein besseres

Ergebnis kann man zu diesem Preis nicht erwarten.

Schallquellen werden präzise im Raum verteilt, der Bass

ist recht konturiert, Stimmen besitzen genügend Körper

und Action-Szenen erhalten die nötige Dynamik.

Wem das nicht genügt, der muss mehr Geld ausgeben.

Dann ist auch die Verarbeitung an der Front oder den Lautstärke-

und Quellen-Drehreglern noch solider.

Fazit

Multimedial, genial und simpel: Diese Kombi ist mehr als

die einzelnen Teile und dürfte auch Heimkino-Einsteiger begeistern.

Für noch besseren Ton kann man guten Gewissens

zu noch potenteren Denon-Receivern der aktuellen Modellreihe

greifen. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis wird

man allerdings nicht erhalten.


Steuerung per Smartphone

Ganz ohne eigene Verbindung

zum Heimnetz lässt

sich der Blu-ray-Transporter

mit der Remote App

des AV-Receivers steuern:

Der AVR-2113 leitet die

Steuerbefehle per HDMI

(CEC) zum DBT-1713UD

weiter. Der Nutzer muss

dabei auf keine wichtigen

Funktionen der Player-

Fernbedienung verzichten.

Die Denon Remote App steuert bequem den AV-Receiver. Es lassen

sich kinderleicht Quellen, Sound-Modi oder Musik auf Servern

im Netzwerk anwählen. Doch auch ohne App ist das Smartphone

hilfreich. Per Apple AirPlay oder DLNA kann der AVR-2113

mit Musik beschickt werden.

66


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Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar, Handelsregister München, HRB 154289

Geldinstitut

Datum


Unterschrift

WK 2012 M08


TON | TEST: AV-SUBWOOFER

Autor: Michael Jansen // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick

Querdenker

Was meinen Sie: Bei welchen Produkten ist es sinnvoll,

sie zusammenzuführen? Teufel meint: Ein AV-Receiver

und ein Subwoofer – also ein AV-Subwoofer – wäre

etwas für Sie. Das haben wir uns mal angeschaut.

HIGHLIGHT

Die Infrarot-Empfangseinheit für die Fernbedienung

lässt sich dank des langen Kabels neben

dem TV platzieren, während der Subwoofer ganz

woanders steht. Gleichzeitig besitzt sie einen

Kopfhörer-Ausgang.

TEUFEL US 6112/6 RHD € 1.000

sauber und tief intonierender

Subwoofer mit gutem AV-Receiver

keine Lautstärke-Regelung per

HDMI-CEC

gut

Preis/Leistung: sehr gut

Die Fernbedienung

ist sinnvoll gegliedert

und erlaubt den

schnellen Zugriff

auf alle Quellen

und die wichtigsten

Funktionen.

Zurzeit ist im Hi-Fi- und Heimkinosektor eine Konsolidierung

zu beobachten. Die Hersteller überlegen,

welche Produktkategorien sie zusammenlegen

können. Teufel hat schon mit dem Raumfeld-

Konzept den Nerv der Kunden getroffen und will mit einer

neuen Produktzusammenführung weitere Kundschaft

gewinnen. Diesmal mit einem AV-Subwoofer: Die Berliner

haben einen Subwoofer mit einem AV-Receiver inklusive

HDMI-Ein- und -Ausgang, aller Lautsprecher-Ausgänge

und aller nötigen Eingänge kombiniert.

Der US 6112/6 RHD ist nicht etwa ein „Ami-Schlitten“

mit Rechtslenkung, sondern laut Teufel „der einzige Subwoofer

der Welt mit High-Definition-AV-Receiver“. Das

heißt, Sie brauchen lediglich noch einen Blu-ray-Player

und ein 5.0-Boxen-Set dazuzukaufen, und schon kann der

Heimkinospaß losgehen.

Subwoofer mit HDMI-CEC und -ARC

Neben drei HDMI-Eingängen und einem HDMI-Ausgang

gibt es noch drei digitale und zwei analoge Eingänge. Und

nicht zu vergessen ist der integrierte AM/FM-Receiver

mit RDS-Funktion für Radiounterhaltung. Ein programmierbarer

Cinch-Ausgang kann etwa als Zuspieler für

Aktivboxen dienen oder in Verbindung mit Teufels drahtloser

RearStation 4 und einem Paar Passivboxen einen

weiteren Raum beschallen.

Sie fragen Sich wahrscheinlich, wie man das Ganze bedienen

soll. Teufel hat an alles gedacht: Ein Bedien-Panel

mit Display gehört zum Lieferumfang. Fünf Meter Kabel

sind auch dabei, sodass das Gerät unabhängig von der Subwoofer-Platzierung

in der Nähe des Hörplatzes gut sichtbar

auf gestellt werden kann. Und auch eine Fernbedienung

mit allen wichtigen Funktionen ist vorhanden.

Der intelligente Bassist versteht nebenbei auch Steuerbefehle

per HDMI(-CEC). So lassen sich ein angeschlossener

Fernseher, ein Blu-ray-Player und eine Set-Top-Box

gemeinsam mit dem Subwoofer ein- und ausschalten.

Über seinen HDMI-Ausgang empfängt er ebenfalls Ton

von geeigneten TVs dank der HDMI-ARC-Unterstützung.

Mit der Fernseher-Fernbedienung lässt sich jedoch die

Lautstärke des AV-Subwoofers und damit des kompletten

5.1-Sets nicht steuern.

Noch etwas unterscheidet ihn von üblichen AV-Receivern:

Der eingebaute Videochip übernimmt keine weitreichenden

Bildverarbeitungsaufgaben wie etwa das Skalieren

von SD-Quellen auf Full HD, sondern reicht das Bildsignal

(auch in 3D) nur zum TV-Gerät durch. Aber wer

benötigt das heute noch? Blu-ray-Player und Fernseher

besitzen ohnehin Prozessoren, die die gleichen Aufgaben

übernehmen. Der AV-Subwoofer kann gleichzeitig fast

alle Filmtonformate empfangen, da er selbst Decoder für

die HD-Audioformate Dolby TrueHD und DTS HD Master

Audio an Bord hat.

Leistung satt

In puncto Verstärkerleistung steht er üblichen AV-Receivern

in nichts nach: Fünfmal 100 Watt stehen dem Boxen-

Ensemble zur Verfügung, der Subwoofer darf sogar auf 175

Watt zurückgreifen, und das alles auf kleinstem Raum –

dank Class-D-Verstärker. Ein 30er-Basstreiber sorgt in Verbindung

mit zwei in Richtung Fußboden strahlenden

Bassreflex-Öffnungen für Tiefbass bis etwa 32 Hertz.

68


All inclusive: Das

Anschlussfeld des

AV-Subwoofers

weist alle nötigen

Ein- und Ausgänge

auf, um mehrere

Quellen inklusive

HDMI anzudocken

und um fünf Lautsprecher

zu befeuern.

Wer zudem

noch Radio hört,

darf seine Hausantenne

anstöpseln.

Luftige Angelegenheit:

Dank hocheffizienter

Class-D-Verstärker

für sechs Kanäle

kann auf extra

große Kühlkörper

verzichtet werden.

Hier reicht die Montagerückwand

der

Elektronikeinheit

aus Aluminium zur

Kühlung aus.

Über das Bildschirmmenü lassen sich alle Einstellungen vornehmen.

Dabei kann sogar jeder der sieben Surround-Kanäle per Equalizer

an den Raum und die eigenen Vorlieben angepasst werden.

Um uns die Klangqualität des AV-Subwoofers zu Ohren

kommen zu lassen, haben wir ein LT 5-Set von Teufel hinzugestellt

(getestet in Heft 7/10, Seite 89): Lautsprecher,

die mit ihrem Impedanzminimum von 3,1 Ohm bei 200

Hertz schon hohe Ansprüche an die Verstärkerstabilität

stellen. Übergangsfrequenz, Phase und Pegel lassen sich

bequem mit der Fernbedienung einstellen. Ab 80 Hertz

durften die Standsäulen mitspielen.

Der AV-Subwoofer zeigte keine Schwächen. Der Bass

kann tief spielen und hat genügend Pegelpotenzial, um

auch komplexe Heimkino-Situationen zu überstehen. Die

gebotene Verstärkerleistung für die fünf Satelliten des

LT-Sets war immer besser als ausreichend. Wenn man es

nicht wüsste, würde man glauben, einen eigenständigen

AV-Receiver vor sich zu haben. Auch bei reiner Musikwiedergabe

überzeugte der Subwoofer: Der akustische Bass

von Carol Kidds Stimme etwa war gut differenziert.

Fazit

Klasse Idee: Subwoofer und AV-Receiver in einer Einheit

sparen nicht nur Platz, sondern auch Geld. Für 1.000 Euro

bietet Teufel einen guten Subwoofer mit ordentlich Tiefgang

und Pegelpotenzial sowie einen gut klingenden AV-Receiver

im Paket. Welche Lautsprecher Sie wählen, bleibt Ihnen

überlassen. Hier muss es nicht zwangsläufig ein Fünferpack

von Teufel sein. Dank vielfältiger Einstellmöglichkeiten

lassen sich auch andere Boxen

gut integrieren.


MICHAEL JANSEN,

LAUTSPRECHER-FACHMANN

DATEN & MESSWERTE

Hersteller

Teufel

Modell

US 6112/6 RHD

Preis

1.000 Euro

Internet

www.teufel.de

DATEN & FAKTEN

Subwoofer (B x H x T) / Gewicht

37 x 68 x 37 cm / 22 kg

Besonderheiten

AV-Receiver integriert

ANSCHLÜSSE

Analog In Stereo / 5.1 3 / –

Digital In elektr. / opt. 2 / 1

HDMI In / Out 3 / 1

Lautsprecher-Ausgänge

L, R, C, Sur L + R

Kopfhörer-Ausgang 1

Sonstige

AM/FM-Antenne

TECHNIK

Bauprinzip

AV-Subwoofer

Magnetisch geschirmt


Arbeitsprinzip Subwoofer

Bassreflex

HDMI-CEC / HDMI-ARC

• / •

Video-Skaler –

Surround-Modi –

Audio-Decoder

DTS HD, Dolby TrueHD

Fernbedienung


Raumanpassung

Bass, Höhen, Equalizer

Zubehör mitgeliefert

Antenne

Besonderheiten

3D, Lip Sync, Equalizer

MESSWERTE

Maximalpegel Sub

105 dB

Untere Grenzfrequenz (- 6 dB) Sub

29 Hz

• = ja // – = nein

Aus dem Messlabor

29 Hertz untere Grenzfrequenz und 105 Dezibel maximaler

Schalldruck sind ordentliche Werte für einen Subwoofer

dieser Preisklasse – erst recht, wenn man bedenkt, dass hier

noch ein vollwertiger AV-Receiver integriert ist.

Gut geschützt: Die

Abdeckung aus Stoff

ist an den Stellen,

wo sich keine Membranfläche

befindet,

mit Holz verstärkt.

video-homevision.de | 08_2012

69


TON | TEST: BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME

Bei leuchtenden Röhren denkt

der Musikliebhaber an High-

End-Verstärker, edle Elektronik

aus Manufakturen und außerordentlichen

Sound. Doch oft bleibt

es bei der schönen Vorstellung, weil der

Preis der erlesenen Stücke das Budget

übersteigt. Dagegen ist die neueste Bluray-Komplettanlage

von Samsung ein

wahres Schnäppchen: Knapp 1.300 Euro

kostet das HT-E6759W, obwohl die exquisite

Röhrentechnik integriert ist.

Samsung will damit verdeutlichen:

Klang besitzt hier oberste Priorität.

Das scheint bei Blu-ray-Komplettsystemen

nicht immer der Fall zu sein.

Schon mit Preisen von 400 Euro locken

die Preisschilder in Elektromärkten. Der

Käufer erhält dafür Blu-ray-Player, Verstärker

und ein Lautsprecher-Set, das erwartungsgemäß

Abstriche beim Sound

macht. Aber auch an den verwendeten

Materialien und der Verarbeitung merkt

der Käufer den Sparzwang: Auf den ersten

Blick wirken die Systeme oft topschick

dank ihrer Hochglanzoptik, bei

näherem Hinsehen bemerkt er aber die

Plastikoberfläche, die nicht den Eindruck

höchster Stabilität vermittelt.

LG setzt mit seiner neuen Anlage

BH8220B dazu einen deutlichen Kontrapunkt.

Die Oberfläche, die größtenteils

aus gebürstetem Aluminium besteht, soll

nicht nur auf den ersten Blick Wertigkeit

vermitteln. Dennoch ist der Preis mit

800 Euro verhältnismäßig gering.

Auch wenn es sich um die Topmodelle

von Samsung und LG handelt, verbietet

sich ein direkter Vergleich. Das LG-System

bringt die Schallwandler in kompakten

Satelliten-Lautsprechern unter,

während Samsung auf Standlautsprecher

setzt. Außerdem ist das Samsung-

System weitaus teurer. So tritt jeder für

sich an, um die Top-Position in seiner

Gerätegattung zu erobern.

Die Vorzeichen dafür stehen gut: Das

Datenblatt bescheinigt beiden ein immenses

Ausstattungspaket mit nahezu

allen Multimedia- und Online-Features.

Doch wir sind gespannt, ob die Systeme

den hohen Erwartungen gerecht werden:

Erzeugt der Röhrenverstärker in der

Samsung-Anlage wirklich erstklassigen

Sound? Ist das Innenleben der LG-Anlage

so wertig wie das Äußere? Was kann

man zu diesem Preis erwarten? ➜

BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME

LG BH8220B € 800

SAMSUNG HT–E6759W € 1.300

70


Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Josef Bleier, Stefan Rudnick

TopModels

Günstig, aber nicht wirklich

gut: So fällt oft das Fazit

aus bei Komplettanlagen

mit AV–Receiver, Blu–ray–

Player und Lautsprecher–

Set. LG und Samsung

wollen mit ihren Spitzenmodellen

jetzt zeigen, was

möglich ist.

video-homevision.de | 08_2012

71


TON | TEST: BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME

TESTERGEBNISSE

Hersteller

Modell

Preis

LG

BH8220B

800 Euro

BILDQUALITÄT max. 261 Punkte ÜBERRAGEND 92% 241

Brillanz (53) überragend 50

Farben (58) überragend 53

Schärfe (86) überragend 78

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (64) überragend 60

KLANGQUALITÄT max. 227 Punkte GUT 72% 163

Film (BD/DVD) (65) sehr gut 50

Musik (57) gut 38

TV-Ton (62) sehr gut 47

Multimedia (43) gut 28

AUSSTATTUNG max. 121 Punkte ÜBERRAGEND 92% 111

Anschlüsse (26) sehr gut 23

Medienvielfalt (44) überragend 40

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (26) sehr gut 21

Funktionen (Software) (25) überragend 27

BEDIENUNG max. 97 Punkte SEHR GUT 86% 83

Bildschirmmenüs (OSD) (33) überragend 32

Fernbedienung (28) sehr gut 23

Bedienung am Gerät / Display (12) sehr gut 10

Installation (9) gut 6

Handbuch / Hilfe-Funktion (15) sehr gut 12

VERARBEITUNG max. 62 Punkte SEHR GUT 81% 50

Anmutung (30) sehr gut 24

Material (32) sehr gut 26

TESTURTEIL max. 768 Punkte SEHR GUT 84% 648

PREIS / LEISTUNG

SEHR GUT

Aus dem Messlabor

Zentral vor dem Center–

Lautsprecher (siehe Bild)

ist der Frequenzgang recht

ausgewogen. Der Subwoofer

mit einer unteren

Grenzfrequenz von 52 Hz

(– 6 dB) ist präzise auf die

anderen Lautsprecher abgestimmt.

Wenn es um den Kauf von Produkten

geht, zählen oft nicht

nur die Fakten. Es geht auch

um das Gefühl. Und das dürfte bei vielen

Kunden des LG BH8220B stimmen.

Denn wenn man einen der Satelliten-

Lautsprecher anhebt, hält man 1,8 kg

in den Händen. Das ist etwa doppelt

so viel wie bei vielen anderen Blu-ray-

Systemen mit Satelliten-Lautsprechern.

Und dieses Gewicht erzeugt ein

Gefühl von Wertigkeit – selbst wenn

nur das Frontgitter aus Metall besteht

und die restliche Oberfläche aus

Kunststoff. Die Zentrale ist ebenso solide

verarbeitet. Die Gehäuse-Oberfläche

besteht aus gebürstetem Aluminium

wie auch die Klappe an der

Front. Das Rad für die Lautstärke-Regelung

läuft geschmeidig.

Auch sonst kann das LG-Set punkten.

Etwa mit dem Ausstattungspaket:

Die Anlage bindet sich, wenn gewünscht,

per WLAN ins Heimnetz

ein, besitzt ein UKW-Radio und bedient

sich bei zahlreichen Online-Angeboten,

angeschlossenen USB-Festplatten

oder bei UPnP-Servern im

Heimnetz. Der Besitzer eines Smartphones

kommt ebenso auf seine Kosten:

Er kann die Anlage über eine App

steuern. Er verbindet sein iPhone, iPod

touch oder iPad per USB, um die Musik

darauf wiederzugeben. Und wer es

drahtlos mag, nutzt Bluetooth für die

Audio-Übertragung.

Gespart wurde dafür nicht an den

Komponenten für die Tonwiedergabe.

In den vier Satelliten-Lautsprechern

und im Center befinden sich für den

Tief-/Mittenton-Bereich Konus-Chassis

mit Aramidmembranen, die für ihre

klare Klangreproduktion bekannt

sind. Gemeinsam mit einem Kalottenhochtöner

kümmern sie sich um den

Surround-Sound. Der Subwoofer arbeitet

außer mit einer konusförmigen

Membran mit einem Reflexrohr, um

den Übertragungsbereich nach unten

zu erweitern.

So spielt das LG-System in der

klanglichen Spitzenliga der Blu-ray-

Komplettanlagen. Filmton wird authentisch

reproduziert, alle Schallquellen

werden präzise im Raum verteilt.

Es spielt auch keine Rolle, ob eine

Stimme aus den Front-, Surroundoder

Center-Lautsprechern zum Zuhörer

gelangt, denn es erklingt überall

gleich. Auch Action-Kino ist dank des

Dynamikpotenzials möglich, wenngleich

ein etwas kräftigerer Subwoofer

wünschenswert wäre. Diese klanglichen

Eigenschaften kommen auch

Musik auf CDs zugute, die für eine

Komplettanlage äußerst natürlich und

feinauflösend transportiert wird.

Die Bildqualität des eingebauten

Blu-ray-Players steht dem in nichts

nach. Er besticht von Blu-ray Disc

und DVD mit scharfen Bildern, die nur

minimale Artefakte offenbaren.

Test bestanden: So

wertig wie die Anlage

auf Bildern wirkt,

ist sie auch in der

Natur.

HIGHLIGHT

LG BH8220B € 800

Verarbeitung, ausgewogener

Klang, immense Ausstattung mit

WLAN, Bluetooth, Smartphone-App

Die Klemmen für die Lautsprecherkabel sind farblich markiert,

um die Installation zu erleichtern.

begrenzter Tiefgang

sehr gut 84 %

Preis/Leistung: sehr gut

72


Die Neigung des obersten

Treibers der Front-

Lautsprecher lässt sich

auf der Rückseite einstellen.

HIGHLIGHT

Hinter der Klappe an der Frontseite

verstecken sich der USB-Port sowie der

Anschluss für das Einmess-Mikrofon.

SAMSUNG HT–E6759W € 1.300

natürlicher Klang, Surround-

Sound von oben, immense Ausstattung

mit WLAN, Bluetooth,

Smartphone-App

minimale Laufwerksgeräusche

sehr gut 86 %

Preis/Leistung: gut

Da soll noch jemand sagen, Bluray-Komplettanlagen

eignen

sich nur für Heimkino-Einsteiger.

Samsung integriert in sein Premiummodell

nahezu alle Features, die

man sich wünschen kann. Die Rücklautsprecher

werden etwa nicht per

Kabel von der Zentrale mit Ton versorgt,

sondern von einem Funkempfänger

mit Verstärkereinheit. Ein

Einmess-Mikrofon hilft außerdem

bei der klanglichen Abstimmung des

Systems auf den jeweiligen Hörraum.

Und ein eingebautes Bluetooth-Modul

ermöglicht das drahtlose Verbinden

von Mobilgeräten.

Die größte Aufmerksamkeit ziehen

aber wahrscheinlich die beiden Röhren

auf sich, die im Betrieb zu leuchten

beginnen. Sie kommen anstelle der

meist verwendeten Transistoren in

der Vorverstärker-Einheit zum Einsatz.

Da vor allem bei der Musikwiedergabe

beste Klangqualität entscheidend

ist, kümmern sie sich lediglich

um die Frontkanäle. Dem warmen

Klang, den Röhren nachgesagt wird,

steht jedoch etwa der erhöhte Stromverbrauch

entgegen. So ermittelten

wir 43 Watt, die die Samsung-Anlage

im eingeschalteten Zustand benötigt,

ohne einen Ton von sich zu geben.

Auch für Heimkino-Enthusiasten

hat die Samsung-Anlage eine Besonderheit

an Bord: Das jeweils oberste

Chassis im Kunststoff-Gehäuse der

Frontlautsprecher wird von der Zentrale

mit einem eigenen Tonsignal versorgt,

um nicht nur Surround-Sound

von vorne und hinten, sondern auch

von oben zu erzeugen. Denn diese

Treiber lassen sich nach oben neigen,

um den Ton in Richtung Decke zu

strahlen, damit die Reflexionen beim

Zuhörer von oben wahrgenommen

werden. Und wirklich: Im Test weitet

sich die Filmkulisse, was das Mittendrin-Gefühl

verstärkt. Ihren Anteil

haben daran auch die natürlich klingenden

und bestens aufeinander abgestimmten

Standlautsprecher.

Für den Tiefton sorgt der Subwoofer.

Er besitzt neben der Hauptmembran

auch eine passive, die die Aufgabe

des Bassreflexrohrs übernimmt,

aber weniger Störgeräusche als dieses

produziert. So entsteht ein Klangbild,

das selbst bei Klassikkonzert-Mitschnitten

auf Blu-ray durch seine harmonische

und feinauflösende Art

überzeugt. Bei Filmen kann das Set

sein Dynamik-Potenzial nicht vollends

ausnutzen, da der Center bei der

Stimmwiedergabe recht früh an seine

Grenzen stößt. Auch wenn Musik von

CDs warm klingt, kann man das nur

bedingt auf den Einsatz der Röhren

zurückführen.

Das Bild liegt wie der Ton in der

Spitzenklasse von Blu-ray-Anlagen.

Egal ob 2D, 3D, SD oder HD, der Player

zeigt stets eine klasse Leistung.

TESTERGEBNISSE

Hersteller

Modell

Preis

Samsung

HT-E6759W

1.300 Euro

BILDQUALITÄT max. 261 Punkte ÜBERRAGEND 93% 244

Brillanz (53) überragend 49

Farben (58) überragend 53

Schärfe (86) überragend 81

Bildfehler (Rauschen, Artefakte) (64) überragend 61

KLANGQUALITÄT max. 227 Punkte SEHR GUT 76% 173

Film (BD/DVD) (65) sehr gut 53

Musik (57) gut 42

TV-Ton (62) sehr gut 47

Multimedia (43) gut 31

AUSSTATTUNG max. 121 Punkte ÜBERRAGEND 101% 122

Anschlüsse (26) sehr gut 22

Medienvielfalt (44) überragend 40

Hardware (Baugruppen, Zubehör) (26) überragend 25

Funktionen (Software) (25) überragend 35

BEDIENUNG max. 97 Punkte SEHR GUT 85% 82

Bildschirmmenüs (OSD) (33) überragend 32

Fernbedienung (28) sehr gut 24

Bedienung am Gerät / Display (12) sehr gut 9

Installation (9) befriedigend 5

Handbuch / Hilfe-Funktion (15) sehr gut 12

VERARBEITUNG max. 62 Punkte GUT 63% 39

Anmutung (30) gut 20

Material (32) befriedigend 19

TESTURTEIL max. 768 Punkte SEHR GUT 86% 660

PREIS / LEISTUNG

GUT

Aus dem Messlabor

Der Center besitzt eine

leichte Senke im Grundtonbereich

(siehe Diagramm),

der Subwoofer ist etwas

schmalbandig. Die Front-

Lautsprecher (nicht im Bild)

zeigen ein nahezu tadelloses

Verhalten über den

gesamten Frequenzbereich.

video-homevision.de | 08_2012

73


TON | TEST: BLU–RAY–KOMPLETTSYSTEME

Der LG-Geber gewinnt

zwar keinen

Design-Preis, dafür

ist er äußerst ergonomisch

gestaltet.

HIGHLIGHT

DATEN & MESSWERTE

Hersteller LG Samsung

Modell BH8220B HT-E6759W

Preis in Euro 800 1.300

Internet: www. lg.de samsung.de

Konzept 5.1-Blu-ray-Satellitensystem 5.1-Blu-ray-System mit

Standlautsprechern

HIGHLIGHT

MESSWERTE

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht System 43 x 6,2 x 30 cm / 3,4 kg 43 x 6,5 x 32,4 cm / 3,9 kg

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Front 9,5 x 29,2 x 7,5 cm / 1,8 kg 24 x 121,1 x 24 cm / 4,4 kg

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Center 29,7 x 9,5 x 7,5 cm / 1,6 kg 36 x 7,5 x 6,9 cm / 0,9 kg

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Surround 9,5 x 29,2 x 7,5 cm / 1,8 kg 25 x 120,4 x 25 cm / 3,7 kg

Abmessungen (B x H x T) / Gewicht Sub 22 x 29 x 28 cm / 5,9 kg 20 x 39 x 35 cm / 5,7 kg

Einlesezeit BD / DVD / CD / Standby 13 / 8 / 8 / 5 (bis Menü 10) Sek. 13 / 8 / 8 / 5 ( bis Menü 14) Sek.

Stromverbrauch Betrieb / Standby / Spar 18,2 / 0,5 / – Watt 43,0 / 0,0 / – Watt

Maximalpegel Front / Center / Surround/ Sub 97 / 90 / 97 / 105 dB 90,5 / 92 / 90,5 / 108,5 dB

BAUPRINZIP „LAUTSPRECHER“

Wege Front // Center // Surround 2 // 2 // 2 2 // 2 // 2

...aktiv / Bassreflex – / • // – / • // – / • – / – // – / • // – / –

Subwoofer: Bassreflex / Downfiring •/ – Passiv–Radiator / –

WIEDERGABE

BDAV / BDMV / BD 3D / AVC-HD • / • / • / • • / • / • / •

BD-Live / Internet-Inhalte • / Smart TV, LG-Apps • / Smart Hub

DVD-Audio / SACD / Audio-CD – / – / • – / – / •

Medienwiedergabe über USB / SD / UPnP •/ – / DLNA • / – / DLNA

MKV / AVI / TS / MPG / WMV / MP4 / MOV •/ • / • / • / • / • / – • / • / • / • / • / • / •

H.264 / VC-1 / DivX / XviD / MPEG–2 •/ • / • / • / • • / • / • / • / •

MP3 / AAC / WMA / WAV / FLAC • / • / • / • / – • / • / • / • / •

AVCHD / AVCHD 3D / M2TS / VOB / MPO / JPG •/ – / • / • / – / • • / – / • / • / • / •

Besonderheiten – MKV u. MOV nicht per DLNA

ANSCHLÜSSE

Eingang: HDMI / Komponente / Video 2 / – / – 2 / – / –

Toneingang dig. opt. / dig. elektr. / analog 1 / – / 2 Stereo 1 / – / Stereo

Ausgang: HDMI / Komponente / Video 1 / – / 1 1 / – / 1

LAN / WLAN / USB / SD-Karte • / • / 1 / – • / • / 1 / –

Sonstige

Wi-Fi Direct, Bluetooth, Portable In Wi-Fi Direct, Bluetooth

FUNKTIONEN

Fernbed. beleuchtet / universal – / über 87 TV-Hersteller – / über 6 TV-Hersteller

App für iPhone / iPad / Android • / • / • • / • / •

HDMI-CEC / -Audio-Rückkanal /

-Ethernet-Channel • / • / – • / • / –

2D zu 3D / 3D-Tiefen-Anpassung – / – • / –

HDMI durchschleifen im Standby – –

Farbübertragung wählbar YCbYr, RGB Auto, YCbCr, RGB (std. / erw.)

Anzeige von ID-Tag (MP3) / Albumcover •/ per Gracenote • / •

Einmess-Automatik – •

Radio-Tuner FM / MW / DAB+ • / – / – • / – / –

Getestete Firmware-Version BD7.392.00 000143

Lieferumfang

FM-Antenne, FBAS-Kabel, DLNA- Einmess-Mic, FM-Ant.,Wireless-

Server-Software

Back-Verstärker, FBAS-Kabel

Besonderheiten Gracenote iPod/iPhone Dock, USB

Musik-Recording

• = ja // – = nein // BD = Blu–ray Disc // VR = Video Recording Format (Schnittlisten) // DL = Double–Layer (+R) bzw. Dual–Layer (–R)

Standpunkt

ANDREAS FRANK,

BLU-RAY-EXPERTE

Dass Blu-ray-Anlagen

nur etwas für Heimkino-Einsteiger

sind, haben die Systeme

von LG und Samsung widerlegt.

Vor allem das LG BH8220B hat gezeigt,

dass auch Komplett-Sets wertig

verarbeitet sein können. Das Samsung

HT-E6759W verdeutlicht wiederum,

dass diese Anlagen auch

Musik anständig wiedergeben können.

Deshalb ist jedes Produkt ein

Highlight in seiner Klasse. Ich hoffe,

dass sich die anderen Hersteller diesem

Trend zu besserer Verarbeitung

und besserem Klang anschließen

werden.

Natürlich werden anspruchsvolle

Hörer weiter zu Einzelkomponenten

greifen. Doch was die Multimedia-

Funktionen anbelangt, werden sie

dort kaum mehr finden. WLAN, Bluetooth,

Online-Dienste, Smartphone-

App, 3D-Blu-ray und UPnP-Streaming

sind nur die wichtigsten Features,

die beide Anlagen besitzen.

Auch die einfache Steuerung mit nur

einer Fernbedienung werden sie bei

Einzelkomponenten meist vermissen.

Gar nicht zu sprechen von der optischen

Abstimmung aller Komponenten.

Wenn dann noch der Fernseher

vom selben Hersteller und der

selben Modell-Generation stammt,

kann der Nutzer nur schwerlich eine

bessere Gesamtlösung erhalten.

Die Samsung-Fernbedienung

ist schicker,

liegt aber nicht

ganz so gut in der

Hand.

Für Platzsparer

Wir haben uns auch die 2.1-Version

der LG BH8220B angeschaut. Sie

nutzt die gleichen Satelliten-Lautsprecher,

den gleichen Subwoofer

und die gleiche Basis-Elektronik. Vom

Multimedia-Paket steht sie also der

großen Schwester in nichts nach.

Extra an Bord ist der virtuelle Surround-Sound,

um aus den Front-Lautsprechern

ein Gefühl von Raumklang

zu erzeugen. Wie bei den meisten

anderen Systemen vergrößert sich

dadurch zwar die Soundkulisse, der

Klang bleibt dennoch weitestgehend

vorne haften. Dennoch ist die

BH8120C wärmstens zu empfehlen.

LG BH8120C € 600

Verarbeitung, ausgewogener

Klang, immense Ausstattung mit

WLAN, Bluetooth, Smartphone–App

begrenzter Tiefgang

sehr gut 84 %

Preis/Leistung: sehr gut

74


Autor/Redaktion: Michael Außerbauer // Bilder: Archiv

Glühdraht

Sie spendeten Elektronen und nebenbei auch noch ein

wenig Licht und Wärme. Die Älteren kennen sie noch – und ein

paar Enthusiasten: die Elektronenröhre, das Kind der Glühbirne.

Früher, als die Radios noch so

groß waren wie 51-cm-TV-

Geräte, da brauchte man zum

Einschalten noch so richtig

Zeit. Erst einmal drückte man den

Power-Knopf, der damals natürlich

nur teutonisch knapp mit „EIN“ beschriftet

war, und dann wartete man,

bis ganz langsam ein wenig Klang aus

dem Lautsprecher hinter der Textilverkleidung

tröpfelte, immer lauter

wurde und dann schließlich rein und

klar das Wohnzimmer flutete.

Der Grund für diese Radio-Gedenkminute

waren

die Röhren, die vor allem

für Kinder die Rückseite

der Geräte so interessant

machten: Konnten sie

doch durch die unabdingbar

notwendigen Lüftungsschlitze

sehen, wie

seltsame Glaszylinder mit

eigentümlichen, grauen Innereien

langsam anfingen, orange und blau zu

leuchten. Und das ganz besonders intensiv,

wenn das betagte Radio so

richtig Dampf machen musste. Dass

sich im Sommer keiner in der Nähe

des Kastens aufhalten wollte, verstand

sich von selbst, denn das Funktionsprinzip

dieser Röhren hatte zwangsläufig

mit Wärme zu tun. Nicht nur

Radios waren mit Röhren ausgestattet,

sondern auch Tonbandgeräte und

andere Geräte mit Verstärker.

Wandernde Elektronen

Genau genommen ist die Röhre ein

illegitimes Kind der Glühbirne. Denn

schon vor mehr als hundert Jahren

erkannte man, dass die Glühwendel

der Birne nicht nur Licht, sondern

auch Elektronen emittiert. Bereits

1906 war man so weit, diese Entdeckung

zu nutzen. Man baute die ersten

Röhren mit einer Glühwendel

und einer Blechplatte, die man natürlich

korrekt anders, nämlich Kathode

und Anode, nennt.

Das Prinzip: Ist die Glühwendel

kalt, also unbeheizt, kann man an die

Röhre anschließen, was und wie man

möchte – es kommt kein Stromfluss

zustande, weil das Innere der Röhre

evakuiert ist. Erst bei extrem hohen

Ästhetik? Ja!

Funktionalität?

Nein!

Spannungen würden zwischen der

Kathode und der Anode Funken überschlagen.

Erst wenn die Kathode glüht, kann

man Spannung anlegen. Jetzt wandern

Elektronen vom heißen Draht

zur Platte. Vorausgesetzt, diese hängt

am Pluspol. In die Gegenrichtung

fließt kein Strom. Benutzt wurden

die se einfachen Diodenröhren vor

allem zum Gleichrichten von Wechselströmen,

da sie eine Hälfte (wenn

die Polung sich umkehrte) einfach abschnitten.

Trioden, Tetroden, Pentoden und

Heptoden wurden (nach griechischer

Zählweise) die Röhrentypen genannt,

bei denen zwischen Kathode und Anode

noch mehrere Gitter eingebaut

waren. Und diese Röhren waren es

auch, die den Radios und Tonbandgeräten

Leben einhauchten.

Erwünschtes Verzerren

Es hat seinen Grund, warum diese

Bauteile heute nahezu komplett aus

der Unterhaltungselektronik verschwunden

sind. Einer der Gründe

ist gleichzeitig dafür verantwortlich,

dass sie in der Herstellung von Gitarrenverstärkern

immer noch gebräuchlich

sind: Sie verzerren. Das

ist bei Hi-Fi eher unerwünscht,

wenngleich es auch dort

immer noch Röhrenverstärker

gibt, die mit hohem

Aufwand dieses Problem

eliminieren.

Dass Verzerrung bei Gitarristen

einen anderen

Stellenwert hat, wird niemand

mehr bezweifeln,

der Aufnahmen von B. B.

King hört. Das Singen der Gitarre ist

– technisch ausgedrückt – oft nur das

besonders feine Verzerren der Röhre.

Allerdings: Ohne einen guten Musiker

nützt auch alles Verzerren nichts.

Und auch die einstmals so gescholtenen

Transistorverstärker, die mittlerweile

die meisten Geräte stellen,

verzerren.

Dass aber die Röhre im Hi-Fi-Bereich

immer noch den besseren Klang

erzeugen soll, ist eher als Mythos anzusehen,

denn in der Summe ihrer Eigenschaften

ist die Elektronenröhre

ein oft widerspenstiges Bauteil mit

vielen Nachteilen.

Dass findige Hersteller diese oft

kompensieren und damit wirklich faszinierende

Ergebnisse erzielen, ist eine

ganz andere Geschichte... ■

video-homevision.de | 08_2012

75


NETZWERK | NEWS & TRENDS

Netzwerk

78 Fernsehen im ganzen Haus

Flat-TVs und HDTV-Rekorder streamen das TV-Bild

und Aufnahmen im Netzwerk

84 Serie: Medien-Streaming leicht gemacht

Wir zeigen in unserer Serie, wie Ihr Computer

zum Medien-Server für Ihre Daten wird

Autor/Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Hersteller

Highspeed

für WLAN

Überall Netzwerk-Zugang und dann noch mit schnellster

Geschwindigkeit: Der neue Standard WLAN-ac macht

Ethernet-Kabel vielleicht bald überflüssig. Die ersten Router

mit der neuen Technik kommen bereits jetzt auf den Markt.

Geht es um beste Bildqualität

beim Video-Streaming,

kann man heute kaum auf

Kabel verzichten. Der Standard

WLAN-n erlaubt maximal Übertragungsraten

von 450 MBit/s. In TVs,

Playern und Receivern kommt jedoch

häufig eine Sparvariante mit maximal

150 MBit/s zum Einsatz. Oft liegt die

Datenrate, die wirklich ankommt,

weit unter der Hälfte dieses Werts.

Will man Filme in HD-Qualität von

der Netzwerk-Festplatte zur Unterhaltungselektronik

streamen, kommt es

deshalb leicht zu Rucklern.

Diese Probleme könnten allerdings

bald der Vergangenheit angehören.

Der neue Funkstandard WLAN-ac ist

bis zu dreimal schneller als WLAN-n.

Der für Juli angekündigte Router Netgear

R6300 (Bild oben, 230 Euro) soll

beispielsweise maximal 1.300 MBit/s

ermöglichen. Für diese hohe Ge-

schwindigkeit strahlt der

Router nicht wie bisherige Geräte

ungerichtet ab. Stattdessen werden

die Strahlen gebündelt zu einem

Empfänger geschickt („Beamforming“

genannt).

Außerdem können die einzelnen

Funkkanäle eine größere Bandbreite

besitzen: anstatt der bei WLAN-n üblichen

40 MHz 80 oder sogar 160

MHz. Genutzt werden Frequenzen,

die bereits WLAN-n verwendet: die

Bereiche um 2,4 und 5 GHz.

Mehr Reichweite

Doch nicht nur mit höheren Geschwindigkeiten

kann WLAN-ac punkten.

Durch die gebündelte Abstrahlung

lassen sich auch größere Distanzen

überbrücken. Außerdem geht die neue

WLAN-Technik effizienter mit Energie

um. Das ist vor allem für Handys

und Smartphones interessant, die

durch ihren Akku nur begrenzt über

Energie verfügen.

Doch keine Angst: WLAN-ac-Router

arbeiten auch mit WLAN-n-Geräten

zusammen. Die Übertragungsrate ist

jedoch auf die WLAN-n-Geschwindigkeit

beschränkt.

Weitere WLAN-ac-Produkte sind

bereits angekündigt. Netgear will etwa

im Oktober einen kompatiblen

WLAN-USB-Stick für den Computer

zum Preis von 80 Euro auf den Markt

bringen. Belkin hat außerdem für August

einen Router angekündigt.

Derzeit ist der finale WLAN-ac-

Standard noch nicht verabschiedet.

Nach Auskunft von Lionel Paris, Product

Marketing Manager bei Netgear,

steht das aber für Anfang 2013 an.

Langwierige Verhandlungen wie bei

WLAN-n soll es also nicht geben.

SO SCHNELL IST WLAN-AC

KERNDATEN

Frequenzbereich 2,4 GHz 5 GHz 5 GHz

Kanal-Bandbreite 40 MHz 80 MHz 160 MHz

Anzahl der Strahlen / Antennen 1 2 3 1 2 3 1 2 3

Max. Übertragungsrate (in Mbit/s) 150 300 450 433 867 1300 867 1733 –

76


B&O UND SIEDLE

SONOS

Ordentlicher Bass

www.sonos.com // 700 Euro

Sonos bringt mit seinem Sonos SUB

einen Wireless-Subwoofer auf den

Markt, der sich ganz individuell in

das Zuhause eingliedern lässt.

Auffallend ist vor allem das schicke

Design des Woofers. Dank seines

glänzenden Auftretens fügt er sich in

jedes Wohnzimmer optisch gut ein.

Selbst wer das Gerät lieber verstecken

will, findet hier eine Lösung:

Der Subwoofer lässt sich auch flach

liegend unter dem Sofa anbringen,

ohne dass er an Leistung verliert.

SEAGATE

Hand in Hand

www.bang-olufsen.com,

www.siedle.de

Siedle und B&O arbeiten im Bereich

Heimvernetzung/-automatisierung

zusammen. Dadurch sollen Sicherheitsaspekte

und Unterhaltungselektronik

Hand in Hand gehen und den

Wunsch vom intelligenten Heim erfüllen.

Klingelt etwa jemand an der

Tür, kann er nicht nur über die Siedle-

Innenstation, sondern auch per Festnetz-/Mobiltelefon

hereingelassen

werden. Zugleich ist das Bild der Türkamera

auf dem TV-Schirm zu sehen.

Unsere App-Empfehlungen des Monats machen

Smartphones, Fernseher, Player und Receiver

intelligenter: einfach im jeweiligen App Store

suchen und installieren.

AUPEO!

Mit dieser App neue Musik

individuell entdecken

Verfügbar auf: iPhone, iPad,

iPod, Android, Symbian

Preis: kostenlos

Internet-Radio nach persönlichem Geschmack – das verspricht

AUPEO! Personal Radio. Mit einem einfachen Klick

wird die gewünschte Musikrichtung ausgewählt. Alle

Lieder, die dann gespielt werden, können mit dem Loveund

Ban-Button gemerkt oder blockiert werden. Analog

zum Nutzungsverhalten ergänzt das Webradio nun immer

wieder neue Lieder nach dem Geschmack des Nutzers

zur Wiedergabeliste. Ohne Premium-Mitgliedschaft können

nur sechs Titel pro Stunde übersprungen werden.

Mobile TV

Fernsehen für unterwegs

Verfügbar auf: iPhone, iPad,

Android, Windows Phone

Preis: kostenlos

Die Lieblingsserie auch unterwegs sehen oder schnell mal

in die aktuelle Tagesschau rein zappen – all dies funktioniert

mit der Mobile TV App der Telekom, nur nicht ganz

kostenlos. Um neben der Vorschau auch das tatsächliche

Programm sehen zu können, muss ein zusätzliches Abo

abgeschlossen werden. Dann sind die diversen TV-Sendungen

von SAT.1, kabel eins, ProSieben und Co. verfügbar.

Für Fußball-Fans bietet sich das Paket von LIGA total! an,

damit sie kein Spiel verpassen.

Auf Reisen www.seagate.com // 200 Euro

Die Festplatte für unterwegs von Seagate ist bereits seit 2011 auf dem Markt.

Das neu verfügbare Update soll nun den Komfort noch erhöhen. Die Batterielaufzeit

wurde laut Hersteller von fünf auf sieben Stunden verlängert. Zudem

sind jetzt Surfen und Streamen gleichzeitig möglich. Reisende können nun

via Smartphone oder Tablet im Internet surfen, während sie Musik hören, die

von ihrer Playlist auf der GoFlex Satellite kommt.

Shazam

Auf der Suche nach dem

geheimnisvollen Song

Verfügbar auf: iPhone, iPod,

iPad, Android

Preis: kostenlos

Immer wieder das gleiche Problem: Man hört ein Lied im

Radio und es geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Für

alle, die auf der Suche nach Interpret und Titel sind, ist

diese Software ein wahrer Freund. Man singt einfach die

gesuchte Melodie vor oder nimmt sie direkt vom Radio

auf, und der Künstler wird geliefert. Auf Wunsch verbindet

Shazam einen direkt mit Spotify, iTunes oder YouTube, um

das passende Musikvideo abzuspielen, das Lied zu hören

oder zu kaufen.

video-homevision.de | 08_2011

77


NETZWERK | TV-AUFNAHMEN ÜBERS NETZ

Autor: Reinhard Otter // Redaktion: Andreas Frank // Bilder: Archiv, Hersteller

Fernsehen im

ganzen Haus

Videos über das Heimnetzwerk in verschiedene Räume

zu schicken ist nicht ganz neu. Echte Innovationen sind

aber Flat-TVs und HDTV-Rekorder, die das TV-Bild und

Aufnahmen im Netzwerk streamen. Wir stellen Ihnen

hier solche TV-Netzwerker und deren Funktionen vor.

➜ Panasonic

Die neueste Generation der Panasonic-HDTV- und Blu-ray-Rekorder dient nicht nur wie ihre Vorgänger

als DLNA-Server für Aufnahmen, die neuen Geräte streamen jetzt neben Mitschnitten auch

das Live-Programm. Allerdings klappt das nur mithilfe der DIGA Player App auf Tablets und Smartphones

von Apple sowie zusammen mit Android-Geräten – bei SD- und HD-Sendungen in guter

Bildqualität.

angsam, aber sicher fallen die Augen

zu. Der Tag war lang, das

Fernsehprogramm bislang eher

mittelprächtig. Jetzt noch die Tagesthemen,

dann ab ins Bett.

Doch eigentlich wäre es viel entspannter,

die tägliche Dosis Nachrichten im

Bett anzuschauen, um dann mit dem

Wetterbericht sanft in Morpheus‘ Arme

wegzugleiten.

Ein Traum? Kein bisschen, mit den

richtigen Empfangsgeräten lässt sich

das Fernsehen tatsächlich aus dem

Wohnzimmer in entlegene Regionen

des Haushaltes mitnehmen. Zum Bei-

spiel mit dem brandneuen Panasonic

DMR-BST720 (getestet auf Seite 50).

Die neuen Panasonic-Rekorder zeigen

das laufende Programm nicht nur auf

dem direkt angeschlossenen TV-Bildschirm,

sondern auch auf Mobilgeräten

im lokalen Netzwerk – namentlich

auf Android-Mobilgeräten, iPhones

und iPads.

Das Ganze klappt über den DLNA-

Standard fürs Medien-Streaming im

Heimnetzwerk in Kooperation mit einer

speziell fürs Live-TV-Streaming

entwickelten App auf dem jeweiligen

Smartphone oder Tablet. Der Nutzer

legt sich ins Bett, informiert sich am

iPad über die aktuelle Nachrichtenlage

und döst irgendwann zwischen

Meldungen zu politischen Querelen

und Euro-Problemen weg.

Der Rekorder wird

zum Medien-Server

Die HDTV-Universal-Rekorder von

Panasonic sind kein Einzelfall und

Live-TV-Streaming ist längst nicht die

einzige Anwendung für die neuen

Wohnzimmer-Server. Auch die Technik

ist nicht ganz neu – nur deren

Umsetzung in Wohnzimmergeräten

78


kommt derzeit erst in Fahrt. Mit PC-

Programmen wie der TV-Server-Software

TVersity etwa lässt sich Fernsehen

schon seit einigen Jahren vom

Computer via Netzwerk an DLNA-

Empfangsgeräte (Clients) schicken.

Nur war dafür bislang ein im Arbeitszimmer

vor sich hin arbeitender PC

mit Empfangskarte er forderlich, ebenso

wie ein spezieller Netzwerk-Player

im Empfangsraum.

Mit dem Siegeszug der vernetzten

Set-Top-Boxen und Smart TVs einerseits

und der Verbreitung von Smartphones

und Tablets nebst pas- ➜

The Next

Generation

Die Technik entwickelt sich rasant, die nächste Generation TV-Empfänger mit

noch mehr Steaming-Talenten steckt schon in den Startlöchern. Kurz vor Redaktionsschluss

wurden auf der Fachmesse ANGA Cable künftige „Home-

Multimedia-Server“ vorgestellt – zum Beispiel ein HDTV-Rekorder mit Server-

Funktion von HUMAX. MacroSystem hat für den Herbst eine neue Version

seines DVC-Systems angekündigt, das Mitschnitte in Echtzeit in fast jedes Format

umwandelt und streamt. Dream Multimedia entwickelt ebenfalls einen

netzwerkfähigen Empfänger mit Streaming-Funktionen. Der Codename lautet

„Goliath“, der Starttermin ist noch offen.

video-homevision.de | 08_2012

79


NETZWERK | TV-AUFNAHMEN ÜBERS NETZ

Dreambox

Für die erweiterbaren Dreambox-Empfangsgeräte

gibt es Zusatz-Software, mit der sich die

Geräte zum DLNA- oder UPnP-Server adeln sen – zum Beispiel Dreambox Air Control.

las-

Topfield

Das Top-Modell SRP-2401 CI+ bietet mithilfe

von Zusatzprogrammen eine DLNA-Server-

Funktion und darüber hinaus die Möglichkeit,

Mitschnitte auf einer Netzwerk-Festplatte zu

speichern.

Vantage

Das Topmodell VT1 erlaubt anderen

Vantage-Receivern das Streaming

von Mitschnitten aus dem Archiv der

lokalen Festplatte.

sender Video-Apps andererseits wird

das Ganze aber derzeit immer einfacher.

An die Stelle von PC-Tuner-Karten

und Server-Software treten Geräte

von HUMAX, Kathrein, Loewe, Panasonic

oder Samsung, statt auf stationäre

Geräte holt man das laufende

Fernsehprogramm auf den iPad-Bildschirm

und schaut es wahlweise in der

Küche oder auf dem Balkon an.

Die Technik hinter den TV-Streaming-Lösungen

ist die gleiche wie bislang:

die Medienübertragung nach

dem Standard der Digital Living Network

Alliance (DLNA). Der DLNA-

Standard regelt den Abruf und die

Übertragung von Fotos, Videos und

Musik vom Server zu einem Wiedergabegerät

– im Fachjargon Client oder

DLNA-Renderer genannt. So geben

auch DLNA-fähige Digital-TV-Rekorder

Aufnahmen von ihrer Festplatte

übers Netzwerk frei – so wie etwa

auch Netzwerk-Festplatten mit Medien-Server-Funktion

Videos aus ihrem

Speicher zum Abruf durch einen passenden

Client bereithalten.

Die HDTV-Blu-ray-Rekorder von

Panasonic können das bereits seit ihrer

ersten Generation vor gut zwei

Jahren, Geräte wie etwa der HUMAX

iCord HD+ oder die HDTV-Receiver

UFS-922 und UFS-923 von Kathrein

haben solche Funktionen im Laufe des

letzten Jahres per Software-Updates

gelernt.

➜ HUMAX

Der Erfolgs-Receiver iCord HD+ streamt fertige

Aufnahmen von seiner Festplatte via

Netzwerk an DLNA-Clients – mithilfe eines

WLAN-Sticks auch drahtlos. Zusammen mit

dem HUMAX-Gegenpart iFox+ HD klappt das

sogar mit verschlüsselten HD-Plus-Aufnahmen,

sofern im Kartenschacht des Empfängers

auch eine freigeschaltete HD-Plus-Karte

steckt. Andere Netzwerk-Player können

nur freie Sendungen streamen.

80


Immer mehr neue Geräte ziehen

nach: Der brandneue Kathrein UFS-

925, aktuelle Loewe-TVs mit DR+-

Festplattenrekorder sowie Panasonic-

TVs mit Aufnahme funktion stellen

ihre Mitschnitte ebenfalls per DLNA-

Server im Netzwerk bereit. Die modular

aufrüstbaren Dreamboxen (siehe

Bild oben links) und Topfield-HDTV-

Receiver werden per Zusatz-Software

zu TV-Medien-Servern.

Die DLNA-Rekorder werden im

Netzwerk von allen passenden Empfangsgeräten

erkannt, ihre Aufnahmearchive

gelistet und auf Wunsch gestreamt.

Voraus setzung: Der jeweilige

Empfänger muss das Digital-TV-Aufnahmeformat

des Receivers erkennen

und unterstützen. Meistens schneiden

die HDTV-Receiver Sendungen als sogenannte

Transport-Streams mit der

Datei-Endung .ts mit. Neuere DLNA-

Clients kennen das Format in der Regel,

ältere haben vor allem mit HDTV-

Mitschnitten zum Teil zu kämpfen.

Auf dem iPad fernsehen

Der Abruf von Aufnahmen per DLNA-

Streaming klappt nicht nur über klassische

Netzwerk-Player, sondern auch

mit Mobilgeräten. Zum einen gibt es

für die mobilen Begleiter Apps für den

DLNA-Medienabruf im Heimnetzwerk.

Zum anderen bieten die Gerätehersteller

auch selbst solche Programme

für die verschiedenen Mobil-

Betriebssysteme an.

Kathrein etwa hat eine kostenlose

Fernbedienungs- und Streaming-App

für iPad und iPhone, die den Medienabruf

von den HDTV-Receivern UFS-

922, -923 und -925 regelt. Sie ersetzt

beim Fernsehen die Fernbedie- ➜

➜ Samsung

Samsung nennt TV-Streaming „Second TV“. Es funk tioniert mit höherwertigen

Smart-TV-Modellen des letzten und dieses Jahrgangs sowie mit HDTV-Rekordern

der neuesten Generation. Kleiner ist die Auswahl an Empfangsgeräten:

Streaming klappt nur mit bestimmten Android-Smartphones und -Tablets von

Samsung – zum Beispiel mit dem Galaxy S II und den Galaxy Tab-Modellen. Die

Steuerung auf diesen Geräten klappt prima und die Qualität ist hoch.

STREAMING-FUNKTIONEN

Marke HUMAX Kathrein Loewe Panasonic Panasonic Samsung

Geräte mit Server-Funktionen iCord HD+ UFS-922, -923, Neue Flat-TVs mit HDTV-Recorder VIERA-TVs: GT60, Flat-TVs Serie 7, 8,

-925, -913 DR+-Rekorder DMR-BST720/820 VT50, WT50 HDTV-Rekorder

STREAMING-FUNKTIONEN

Aufnahmen streamen • • • • • •

Live TV streamen – • • • – •

... verschlüsselte Sendungen / Aufnahmen –/ • – / – – / – – / – – / – – / –

Doppel-Tuner • • • • – teilweise

Format-Umrechnung HD – SD – – – • – •

EMPFANGSGERÄTE

Eigene Geräte (Live TV / Aufnahmen) –/ • 1 • / • • / • 3 • / • – / • – / –

DLNA-/UPnP-Clients (Live TV / Aufnahmen) –/ • 2 • / • – / • – / • – / • – / –

Eigene iPhone- / iPad-App – / – • / • – / – • / – • / – – / –

Android-App – / – – – • • • 4

Live-TV-Programmwechsel in der App – – – • – •

• = ja // – = nein

1 HUMAX iFox+ HD

2 nur unverschlüsselte

Aufnahmen

3 Loewe-TVs mit Netzwerk-

Funktionen seit 2010

4 ausgewählte Samsung-Geräte

mit Android-Betriebssystem, z. B.

Galaxy S2, S3, Galaxy Tab 2

video-homevision.de | 08_2012

81


NETZWERK | TV-AUFNAHMEN ÜBERS NETZ

➜ Kathrein

Die Modelle UFS-922, -923 und -925 haben eine universelle

Streaming-Funktion für Aufnahmen und Live-TV an Bord, die

neben der iPad- und iPhone-App von Kathrein unverschlüsseltes

Live-TV sogar an andere DLNA-Clients überträgt. Das

Live-TV-Streaming klappt mit einigen Sekunden Zeitversatz,

HDTV lässt sich aber kaum ruckelfrei empfangen.

Fernsehen in Bad

oder Küche? Streaming-Funktionen

machen‘s möglich.

nung und zeigt Senderlisten, den elektronischen

Programmführer (EPG)

und das Aufnahmearchiv auf dem mobilen

Touchscreen. Per Fingertipp

wählt man aus, ob man eine Aufnahme

oder eine Live-Sendung

am Fernseher oder auf

dem iPad sehen

möchte.

Eine ähnliche

App hat Panasonic

im Programm:

Der DIGA Player

für Apple-u n d

Android-Geräte ersetzt

zwar die Fernbedienung

nicht ganz,

ruft aber alles ab, was der

HD-Rekorder auf dem Kasten

hat. Auf Wunsch – wie eingangs erwähnt

– auch das TV-Programm.

Live-TV dank

eines DLNA-Tricks

Während alle Netzwerk-Lösungen in

den genannten HDTV-Empfängern

den Abruf von Aufnahmen von der

Festplatte durch eigene Empfangsgeräte

und DLNA-Clients anderer Hersteller

erlauben, klappt das Streaming

des Live-Programms meistens nur

mit Apps oder Empfangsgeräten des

Herstellers. Das liegt daran, dass der

DLNA-Standard beim Medien-Streaming

von einer kompletten Datei ausgeht.

Dagegen kommt beim Live-TV

der Datenstrom aus dem Orbit und

soll sofort an den Empfänger weitergereicht

werden.

Die Streaming-Server behelfen

sich mit einem

Trick: Einige Sekunden

des Fernsehprogramms

speichern

sie unter

einem ganz bestimmten

Dateinamen.

Das Empfangsgerät

ruft

diese Datei ab. Zuvor

muss der Client

aber dem TV-Empfänger

mitteilen, welchen Sender er

empfangen und in den Zwischenspeicher

laden soll. Diese Kombination aus

Umschalt- und Speicherbefehl mit

dem Abruf einer bestimmten Datei ist

im DLNA-Standard nicht klar definiert;

deshalb funktioniert Live-TV-

Streaming nur, wenn Server und Client

aneinander angepasst sind.

Auf Mobilgeräte streamen derzeit

Kathrein, Panasonic und Samsung das

Live-Programm mit jeweils speziellen

Apps. Bei Samsung-TVs lässt sich auf

diese Weise allerdings immer nur das

Programm übertragen, das der Fernseher

gerade auf seinem eigenen Bildschirm

zeigt. Die HD-Rekorder der

neuesten Genera tion besitzen dagegen

einen zweiten Tuner, somit können sie

– ähnlich wie die Geräte von Kathrein

und Panaso nic – im Wohnzimmer ein

anderes Programm zeigen als per

Streaming auf dem Smartphone. Die

Samsung-App ist allerdings nur für

bestimmte An droid-Geräte wie etwa

das Galaxy S II und die Galaxy Tab-

Modelle verfügbar, nicht aber etwa

fürs iPhone.

Netzwerkfähige Fernseher von Loewe

mit DR+-Festplatten-Rekorder und

Media-Network-Funktion streamen

das Live-Programm an andere Loewe-

Fernseher. Voraussetzung: Beide Geräte

müssen Follow Me beherrschen

(siehe unten). Das trifft immerhin auf

fast alle netzwerkfähigen TV-Modelle

der letzten zwei Jahre zu.

Bei der Loewe-Lösung gibt man am

Hauptgerät im Wohnzimmer den Befehl

zum „Mitnehmen“ des laufenden

Programms ein. Schaltet man dann

das Zweitgerät – etwa im Schlafzimmer

– ein, wird automatisch das gestreamte

Programm vom Haupt-TV

gestartet. Die Follow Me-Funktion

funktioniert Server-seitig in allen neuen

Loewe-Geräten mit Festplatten-

Rekorder und Netzwerk-Funktionen.

Hochauflösendes Fernsehen stellt

das Medien-Streaming vor große He-

82


www.teufel.de

➜ Loewe

Hier heißt das TV-Streaming Follow Me DR+ und funktioniert auf neuen Flat-TVs

mit Netzwerk-Anschluss und DR+-Rekorder. Zum Abruf von Live-Sendungen dienen

Loewe-TVs mit Netzwerk, das Streaming wird vom Master-TV angestoßen. Aufnahmen

lassen sich auch mit anderen DLNA-Clients via Netzwerk anschauen.

rausforderungen: Beim Übertragen

per WLAN etwa stockt die Übertragung

von HD-Inhalten oft. Teilweise

kommen auch Mobilgeräte mit der

Bildauflösung nicht zurecht. Beim

HD-Streaming von Kathrein-Geräten

etwa gelingt der Empfang via iPhone

oder iPad nur verruckelt – es empfiehlt

sich, nur SD-Sender und -Aufnahmen

zu streamen. Mit Panasonic-

Rekordern und Samsung-TVs klappt

der HDTV-Abruf nach den Testerfahrungen

dagegen einwandfrei: Sie

rechnen HD-Inhalte vor dem Streaming

auf Mobilge räte in eine geringere

Auflösung um.

HD-Plus-Aufnahmen

streamen

Ein weiterer Stolperstein ist die Übertragung

verschlüsselter Inhalte. So

lassen sich etwa HD-Plus-Sendungen

im Kathrein-Receiver UFS-925 auf

Festplatte aufnehmen, über das Netzwerk

kann man sie aber mit Bordmitteln

nicht streamen. Die Entschlüsselung

klappt nur auf dem Gerät selbst.

Ausnahme: Wenn Server und Client

HD-Plus-Geräte sind, dann kann auch

das funktionieren – zum Beispiel bei

HUMAX (siehe Seite 80). Allerdings

muss im Client-Gerät eine aktivierte

HD-Plus-Karte stecken. Das kostet

dann 100 Euro Empfangsgebühr pro

Jahr für beide Geräte, erlaubt aber,

HD-Plus-Sendungen in verschiedenen

Räumen zu sehen. Live-TV streamt

der iCord HD+ allerdings nicht.

Immer mehr Geräte erlauben auch

Aufnahmen auf Netzwerk-Festplatten.

Ein NAS (Network Attached Storage)

hat meist einen Medien-Server an

Bord, auf den DLNA-Clients und Mobilgeräte

ebenfalls zugreifen können.

Wer seine Fernseh-Mitschnitte hier

speichert, hat sie immer im gesamten

Heimnetzwerk parat – auch wenn der

HDTV-Empfänger ausgeschaltet ist

oder gar kein Streaming unterstützt.

Neben aktuellen Modellen von Topfield

(siehe Bild, Seite 80 oben) beherrschen

auch Kathrein-HDTV-Receiver

(siehe Seite 82 oben) das Speichern

auf einem NAS.

Fazit

So ganz im Traum klappt das Ganze

zwar noch nicht, doch aus eigener Erfahrung

lässt sich berichten: Das Fernsehen

übers Netzwerk hat was – vor

allem über Mobilgeräte und deren Apps,

die gleichzeitig auch den jeweiligen

HDTV-Receiver steuern. Damit lassen

sich nicht nur häusliche Konflikte zwischen

KiKA und der Sportschau lösen,

sondern eben auch ein ganz normaler

Fernsehabend besonders gemütlich abschließen

– in den Federn. ■

Thorsten Reuber

Geschäftsführer bei Teufel

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video-homevision.de | 08_2012 83

... macht glücklich


NETZWERK | SERIE: DER PC IM WOHNZIMMER

Die Serie Praxiswissen:

Der PC

im Wohn-

zimmer

Autor/Redaktion: Yasmin Vetterl // Bilder: Archiv, Hersteller

Medien-Streaming

leicht gemacht

Der PC dient meist als zentrale Sammelstelle für private Videos, Bilder und

Musiksammlungen. Wir zeigen in diesem Teil unserer Serie, wie Ihr Computer

ganz einfach zum Medien-Server für Ihre Daten wird.

Die aktuellen Bilder des Sommerurlaubs,

TV-Serien oder

die neusten Lieder: Der Computer

ist heutzutage die Zentrale aller

Dateien. Doch nicht immer steht er in

dem Raum, in dem man gerne die aktuellen

Songs abspielen würde oder

seine Urlaubsvideos Freunden und Familie

zeigen will. Liegen private Bilder

beispielsweise auf dem PC im Arbeitszimmer,

muss dieser erst gestartet

werden und man muss sich rund um

den Rechner versammeln, um einen

Blick auf den kleinen Monitor zu erhaschen.

Das generelle Problem: Nur da,

wo der Computer auch steht, können

Daten abgespielt werden.

Abhilfe gegen das Standortproblem

des Rechners bietet die Streaming-

Technologie. Neu ist das nicht, jedoch

ist die Vielfalt der Möglichkeiten nur

schwer überschaubar. In diesem Teil

unserer Serie zeigen wir Ihnen, wie

Sie aus Ihrem Computer den perfekten

Zuspieler für Fernseher, netzwerkfähige

Receiver, DVD- oder Blu-ray-

Player machen.

Den eigenen PC nutzen

Als Alternativen zum PC gibt es Media-Player,

Netzwerk-Festplatten,

Streaming-Adapter und vieles mehr.

Doch dieses Equipment kostet zusätzliches

Geld. Wer also erst einmal die

Vorzüge von Streaming testen will,

sollte mit der Ausstattung anfangen,

84


Themen der

kommenden Ausgaben

Teil 4: Fernsehen

Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihren Computer zum

TV-Empfänger und ausgewachsenen Festplatten-Rekorder

machen.

Teil 5: Der Wohnzimmer-PC

im Eigenbau

Das müssen Sie beachten, wenn Sie einen

Computer für das Wohnzimmer selbst zusammenstellen.

Außerdem erhalten Sie eine konkrete

Bauanleitung.

Themen der

letzten Ausgaben

Teil 1: Richtig verbinden

So schließen Sie Ihren Computer an den Fernseher

an und so integrieren Sie ihn ins Heimnetzwerk.

Teil 2: Medien wiedergeben

Tipps und Tricks, damit der Computer alle gewünschten

Filme, Musikstücke und Fotos abspielt.

Außerdem zeigen wir, wie Sie zu perfektem

Bild und bestem Ton kommen.

Medienfreigabe Schritt für Schritt

Der Windows Media Player 12 stellt eine einfache und vor allem kostenlose

Lösung dar, seine Daten an eine UPnP-Renderer wie den TV, Blu-ray-Player oder

Verstärker zu senden und damit im Netzwerk zu streamen. Mit ein paar einfachen

Klicks wird die Streaming-Funktion im eigenen Netzwerk aktiviert.

Schritt 1: Media Player

Im Windows Media Player kann man

unter der Schaltfläche Streamen die

Option Media-Streaming für die Heimnetzgruppe

aktivieren mit einem Klick

anwählen.

Schritt 2: Streaming aktivieren

Im zweiten Fenster wird das Medien-

Streaming über einen Klick auf die

Schaltfläche aktiviert. So können Bilder,

Videos und Musik an andere Computer

im Netzwerk gesendet werden.

Schritt 3: Netzwerk-Freigabe

Die angezeigten Geräte im Netzwerk

können einzeln zugelassen oder blockiert

werden. Unter Anpassen kann

man individuell wählen, welche Daten

ein Gerät empfangen darf.

Problemlösung

Gibt der Player gerade

Daten wieder,

muss vor der Freigabe

über die Zur

Bibliothek-Schaltfläche

oben rechts

in die Bibliothek

gewechselt werden,

um die genannten

Optionen

anzuwählen.

die er bereits besitzt: dem Rechner.

Auf ihm befinden sich die privaten

Daten und er ist via LAN, WLAN oder

auch Powerline mit dem Heimnetzwerk

verbunden.

Möchte man seinen PC zum Medien-Server

aufrüsten, ist nur eine zusätzliche

Software erforderlich. Für

diese Zwecke gibt es jede Menge Programme.

Diese sind teilweise kostenpflichtig

und bedienen sich unterschiedlicher

Techniken und sind daher

nicht für jeden Benutzer geeignet

(siehe Kasten, Seite 86).

Standard: Media Player

Mit dem nun in der zwölften Version

vorliegenden Windows Media Player,

den Microsoft seit zehn Jahren als

Standardprogramm und mit jedem

Betriebssystem mitliefert, können Dateien

über ein paar einfache Klicks für

bestimmte Clients im Heimnetzwerk

freigegeben werden. Windows-Nutzer

benötigen zunächst keine zusätzliche

Software, um die Vorzüge beim Streaming

im Heimnetz zu testen.

Wer zum Beispiel seine Daten auf

die Xbox, PlayStation oder auf DLNAfähige

Endgeräte schicken will, ist mit

dem Windows Media Player 12 gut bedient.

So können Filme, Musik oder

Bilder über das Heimnetzwerk in andere

Räume geschickt werden, ohne

dass sich dort ein weiterer Rechner befinden

muss. Nach der Schritt-für-

Schritt-Freigabe (siehe Kasten oben)

lassen sich im Media Player auch andere

freigegebene Rechner unter dem

Menüpunkt Andere Medienbibliotheken

finden und deren Bibliotheken

am eigenen PC abspielen. Auf Fernsehern,

Receivern oder Blu-ray-Playern

ist die Wiedergabe freigegebener Medien

ebenfalls möglich. Die einzige

Voraussetzung hierfür ist, dass es sich

um einen UPnP-Client handelt.

Die Technik

Der Standard Universal Plug and Play,

der in allen aktuellen Betriebssystemen

von Microsoft (Windows 8, 7,

Vista und XP) integriert ist, soll das

Vernetzen moderner Geräte auch für

Computer-Laien stark vereinfachen.

UPnP erlaubt die Kommunika tion

zwischen PCs und Consumer- Elektronik

im Heimnetzwerk, wie Receiver,

Fernseher oder Blu-ray-Player.

Die Weiterentwicklung von UPnP

AV ist DLNA. Innerhalb der Digital Living

Network Alliance haben sich fast

250 Firmen aus der Unterhaltungselektronik,

der Computer- und der

Telekommunikationsbranche zusammengeschlossen

und einen neuen

Standard für die Vernetzung des digitalen

Zuhauses entwickelt. Viele aktuelle

Endgeräte schmücken sich bereits

mit dem DLNA-Logo, was das Streaming-Verfahren

im Heimnetzwerk erheblich

vereinfacht. Sind Daten über

den Windows Media Player freigegeben,

findet das TV-Gerät im Netzwerk

die einzelnen Ordner und spielt diese

per Knopfdruck ab.

Anpassungsfähig

In den Netzwerk-Einstellungen der

Medienfreigabe kann zusätzlich für

jedes Gerät eingestellt werden, ob ➜

video-homevision.de | 08_2012

85


NETZWERK | SERIE: DER PC IM WOHNZIMMER

Alternative Software

Der kostenpflichtige Alleskönner

Über den DVB-Server, Bestandteil des DVBViewer Pro, lassen

sich Inhalte von einem Rechner mit TV-Karte auch auf

einen anderen Computer streamen. Die Inbetriebnahme ist

nicht ganz einfach und fordert etwas Fingerspitzengefühl,

lohnt sich aber dafür umso mehr. Bei der richtigen Handhabung

wird diese Software zum Alleskönner rund um die heimische

Multimedia-Zentrale.

Simpel und schnell

Der kostenpflichtige Twonky Media Server unterstützt fast

alle gängigen Streaming-Clients, die mit dem UPnP-Standard

arbeiten. Manche Hersteller, wie Samsung oder Loewe, liefern

beim TV-Kauf die Lizenz für Twonky gleich mit, ansonsten

kann er 30 Tage kostenlos getestet werden. Standardmäßig

sind alle Media-Dateien für zugreifende UPnP-Clients frei

zugänglich.

Kostenloses Streaming

TVersity streamt Medieninhalte kostenlos vom PC auf diverse Endgeräte,

wie iPhone, PlayStation 3 oder Xbox 360 und verwendet dabei die Standards

UPnP AV und DLNA. Auch das Übertragen von Internet-Radio, Web-Feeds

und YouTube-Videos ins Wohnzimmer ist mit der Software möglich. Sie kann

Dateien sogar in Echtzeit transcodieren, falls der empfangende Client das

ursprüngliche Format nicht lesen kann, und bietet damit ungeahnte Formatvielfalt.

Aus Alt wird Neu

Wer einen alten Rechner hat, kann diesen mittels FreeNAS

in einen Multimedia-Server verwandeln. Dies ist ein eigenes

Betriebssystem, welches Computer und deren Festplatten

so ansteuert, dass Speicherplatz im Netzwerk zur Verfügung

steht. Die Verwaltung findet über eine Web-Oberfläche im

Netzwerk statt. Die Umsetzung dieser Lösung ist relativ einfach.

Der alte Rechner wird damit zum neuwertigen NAS.

Videos, Bilder oder Musik gestreamt

werden sollen (Option Anpassen). Jede

Rubrik lässt sich freigeben oder

blockieren (Häkchen setzen oder

nicht setzen).

Der Nachteil hierbei: Man kann nur

zwischen diesen Kategorien wählen.

Der Windows Media Player berücksichtigt

standardmäßig erst einmal

nur die Ordner aus dem eigenen Benutzerprofil

und den öffentlichen

Ordnern. Sollen einzelne Ordner freigegeben

werden, muss dies manuell

erfolgen. Über die Menüfolge Organisieren

> Bibliotheken verwalten >

Video lassen sich weitere Ordner und

Verzeichnisse hinzufügen.

Alternativen

Die Funktionen des Windows Media

Player sind stärker eingeschränkt als

bei alternativer Software. Wer seine

Daten mit Unterverzeichnissen organisieren

will, sollte auf ausgefeilte

Software zurückgreifen.

Eine gute kostenlose Alternative ist

TVersity. Das Tool ist in der Lage, Dateien

direkt beim Streamen zu konvertieren,

und ermöglicht dadurch,

Videos auch auf Geräten abzuspielen,

die ein bestimmtes Format eigentlich

nicht unterstützen.

Eine weitere Alternative ist FreeNAS.

Das kostenlose Betriebssystem lässt

sich über die dazugehörige ISO-Datei

einfach auf einem alten, unbenutzten

Rechner installieren und verwandelt

diesen in wenigen Schritten in ein

kostengünstiges NAS (www.freenas.

org). Wer jedoch via UPnP streamen

möchte, kommt mit der aktuellen Version

nicht weiter: Die UPnP-Funktion

wurde vom Hersteller entfernt. In der

kommenden Version 8.1 soll dieses

Manko behoben sein.


86


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FORUM | 08_2012

Forum

Forum: video-homevision.de/forum

Twitter: twitter.com/videohomevision

Facebook: Suchwort „Video-HomeVision“

Rufen Sie uns an!

Leser fragen – Experten antworten! Am Donnerstag,

26. Juli, von 14 bis 16 Uhr stehen die Redakteure von

Video-HomeVision für Ihre persönlichen Technikfragen

zur Verfügung – egal, ob es um Probleme mit Geräten, dem TV-Empfang

oder dem Heimnetzwerk geht.

Telefon: 089 / 255 56 – 1111

Schreiben Sie uns!

Sie haben Fragen oder möchten einfach Ihre Meinung

äußern? Dann schreiben Sie uns.

Video-HomeVision: „Forum“

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar.

Oder schicken Sie einfach eine E-Mail an:

redaktion@video- homevision.de

Ihre Meinung zählt

Sie fragen – wir antworten

Leserbrief: Bewertungssystem

Ich habe zwei Fragen zu Ihrem ak-

Forum:

Lautstärken-Unterschiede

UHF (etwa Kanal 31 bis 39), denn darüber habe

tuellen Bewertungssystem. Zum

Mein Fernsehton variiert in seiner

ich meine vier Überwachungskameras einge-

einen würde ich gerne wissen, ob Sie ein Pro-

Lautstärke abhängig von den gezeigten Sen-

speist? Und kann ich die UHF-Kanäle dann

Rufen Sie uns zur Lesersprechstunde

am

26. Juli zwischen 14

und 16 Uhr direkt über

den QR-Code an.

dukt immer auf die Leistung hin bewerten oder

auf das Preis-Leistungs-Verhältnis bezogen?

Des Weiteren interessiert mich, ob Sie Produkte

absolut oder relativ auf die Zeit (den

Stand der Technik) bezogen bewerten. Damit

dern. Woran kann das liegen?

Franz Golbeck (via E-Mail)

Grund dafür ist, dass die Sender mit stark unterschiedlichen

Lautstärken senden – mit stark aufge-

überall im Haus an allen TVs aufrufen?

Jens Bach (via E-Mail)

Den Kompromiss zwischen den Sehabständen müssen

Sie selbst finden. Wenn Sie alles perfekt sehen

meine ich, ob Sie einem Produkt, welches äl-

rissenen oder ohne Dynamikkompressoren. Einige

wollen, sollten Sie bei einer guten Blu-ray den TV-

ter ist, eine höhere Benotung verliehen haben

TVs haben eine Lautstärkebegrenzungs-Automatik

Sessel näher ans TV-Gerät schieben als bei Aufnah-

als etwa einem Blu-ray-Player aus dem Jahr

(im Ton-Setup), andere können gar jedem Sender

men vom Analog-TV. Die beste „Normalposition“ ist

2012, obwohl dieser besser, aber der Stand der

eine Lautstärkedifferenz vorgeben (im Stations-

dann natürlich die für die Bildquelle, die Sie am

Technik weiter fortgeschritten ist. Oder bewer-

Setup). Manchmal liegt es auch an der Tonnorm.

häufigsten sehen und bei der Ihnen die optimale

ten Sie einen Blu-ray-Player aus dem Jahr

Stereo MPEG-Audio wird anders produziert und be-

Qualität am wichtigsten ist. Bedenken Sie, dass Sie

2012 dann auch tatsächlich höher?

sitzt andere Pegel als Mehrkanal Dolby Digital.

bei fester Sitzposition entweder Bilddetails verlie-

Manuel Maneke (via E-Mail)

Stellt man im Audio-Setup des TVs etwa „Präferenz

ren (Blu-ray, HDTV, zu weit entfernt) oder die schlech-

Mit diesem QR-Code können

Sie mit Ihrem Smartphone

auch von unterwegs

direkt unsere Facebook-

Seite aufrufen.

Die Bewertung der getesteten Produkte erfolgt immer

absolut, also nicht auf den Preis bezogen. Jedoch

erhält von uns jedes Produkt auch eine Note

für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Damit ältere und

Dolby Digital“ ein, wird oft zwischen den beiden

Tonnormen umgeschaltet und die Lautstärke-Unterschiede

sind besonders deutlich.

Leserbrief: Der beste Sehabstand

te Qualität der Quellen Analog-TV und DVB-T in all

ihrer Unschärfe und mit Artefakten erkennen können

(zu nah dran). Die sogenannten Triple-Tuner

sind momentan alle Vier-Wege-Tuner, besitzen also

auch einen Analog-Tuner, der in der Regel ein Stan-

neue Produkte miteinander vergleichbar bleiben,

[ Zum Thema „Der perfekte Seh-

dard-Hyperband-Tuner ist, also UHF beherrscht.

besitzen wir ein nach oben offenes Bewertungssystem.

Das heißt: Wenn beispielsweise ein Fern-

abstand“ in VHV 1/12, Seite 46/47 ]

Interessiert habe ich den Artikel in der Ausga-

Forum: Stromverbrauch

seher auf den Markt kommt, der ein besseres Bild

be 1/12 zum Thema „Sehabstand“ gelesen.

[ Zum Vergleichstest „Everybody´s

als alle TVs zuvor erzeugt, erhöht sich die Maximal-

Nach der Lektüre blieb für mich jedoch die

Darling“ in VHV 7/12, ab Seite 34 ]

punktzahl unseres Bewertungssystems. Ältere Pro-

Frage offen, wie man zwischen den drei Seh-

Mit viel Interesse habe ich den TV-Test gele-

dukte werden dadurch automatisch abgewertet, da

abständen, die Sie angeben – denn jeder wird

sen und schließlich hat dieser meine Kaufent-

die Gesamtnote das Verhältnis (ein Prozentwert)

doch alles einmal ansehen: mal eine Blu-ray,

scheidung dahingehend beeinflusst, dass ich

Sie sind ein Twitter-Fan?

Auch wir twittern mit. Den

Direktzugang gibt‘s über

diesen QR-Code.

der erreichten zur Maximal-Punktzahl ist. Für Sie

heißt das konkret: Wenn ein Fernseher vor einem

anderen in unserer Bestenliste steht, dann ist er

auch besser – egal, wann er getestet wurde.

mal HD in einer schwächeren Auflösung oder

das normale SD-TV der Privaten –, den richtigen

Kompromiss ermittelt. Empfangen die

heutigen Drei- oder Vierfach-Tuner auch noch

mir den Panasonic TX-P42STW50 in einem

Media Markt gekauft habe.

Die optimale Einstellung habe ich aus der Zeitschrift

übernommen. Dass ein Plasma – tech-

88


nisch bedingt – einen höheren Stromverbrauch

hat, ist mir bekannt. Ich stellte jedoch

fest, dass im Standby-Modus derzeit 21 Watt

verbraucht werden. Das zeigt mir mein EKM 30

an, das ich bisher als sehr zuverlässiges

Messgerät kennengelernt habe. In der Bedienungsanleitung

des TX-P42STW50 kann ich

dazu keine Vorschläge finden, wie man die

Stromsparfunktion so aktiviert, dass der von

Ihnen gemessene Wert von 0,08 Watt erreicht

wird. Ich besitze kein weiteres Gerät von Panasonic,

die VIERA Link-Funktion ist somit deaktiviert,

das Signal kommt von ASTRA. Können

Sie mir weiterhelfen?

Wolfgang Lederer (via E-Mail)

Es spielen mehrere Faktoren zusammen, die eine

falsche Standby-Verbrauch-Messung hervorrufen

können. Erstens könnte sich das Gerät nicht im passiven,

sondern in einem aktiven Standby-Modus befinden.

Hier sucht der TV beispielsweise nach neuen

Sendern oder lädt EPG-Informationen, wartet auf

Aufnahme-Timer, sucht nach Firmware-Updates etc.

Deaktivieren Sie, wenn möglich, diese Funktionen!

Vergessen Sie auch nicht, eventuelle HDMI-Standby-Funktionen

oder USB-Ladeoptionen auszuschalten.

In der Regel reicht es dann, eine halbe Stunde

zu warten, bevor man misst. Bei aktiviertem Tuner

(für EPG-Suche, Sender-Check…) können schon mal

bis zu 20 Watt verbraucht werden, die intelligenten

Standbys liegen deutlich darunter.

Und da kommen wir zum Problem des Messgeräts:

Moderne Schaltnetzteile ziehen nur für extrem kurze

Zeitphasen Strom, sie schneiden den Wechselstrom

sozusagen an. So entsteht ein sehr großer Unterschied

zwischen Schein- und Wirkleistung, mit dem

einige preiswerte Messgeräte überfordert sind. Hier

können sich drastische Messunterschiede ergeben.

Wir empfehlen für das Nachmessen zu Hause den

Energy Master Basic von ELV.

UNSERE REDAKTION

ANDREAS

FRANK

Der Crack für Blu-ray-

Player, Medien-Receiver

und Home Server

ANDREAS

GREIL

Der Spezialist für alles rund

um Video: Camcorder,

Videoschnitt und Sat-Receiver

ROLAND

SEIBT

Der Technik-Crack und

Spezialist für HD-Medien,

TV, Sat und Video

YASMIN

VETTERL

Die Spezialistin für die

beiden Bereiche Lifestyle

und Design

MICHAEL

JANSEN

Der Experte für alle

Fragen zu Lautsprechern

und Subwoofern

Wie hören Sie

zu Hause Musik?

S

potify, AUPEO!, Last.fm und Co. sind die neusten Internet-Trends

in Sachen Musik. Songs können überall und weitgehend gratis via

Internet gestreamt werden. Social Music findet sogar aufgrund des

Nutzerverhaltens immer neue, passende Lieder, um die individuelle

Wiedergabeliste aufzufüllen. Das klingt alles ganz gut, doch wie intensiv

wird dieses Musikangebot überhaupt genutzt?

In unserer aktuellen Online-Umfrage wollen wir von Ihnen wissen,

wie Sie zu Hause Musik hören. Über Streaming-Dienste, Webradio

oder doch die traditionelle Stereoanlage?

Einfach online anmelden und Frage beantworten unter

www.video-homevision.de/umfrage

REINHARD

OTTER

Der Video-HomeVision-Fachmann

für Video-, Recordingund

Online-Themen

STEFAN

SCHICKEDANZ

Der Spezialist für das Thema

Surround in all seinen

Facetten

VOLKER

STRAßBURG

Der Fachmann für alle

Bildthemen und Video-

HomeVision-Trendscout

video-homevision.de | 08_2012

89


KURZTESTS

Kurz & knapp

An dieser Stelle unterziehen wir neue Produkte aus der Unterhaltungselektronik einem Schnelltest und

bewerten sie nach Qualität, Praxistauglichkeit und Preis. Darunter fallen auch Produkte, die uns kurz

vor Redaktionsschluss erreichten. Ausführliche

Tests zu einem späteren Zeitpunkt

sind nicht ausgeschlossen.

Vielseitigkeit

auf höchstem Niveau

www.loewe.tv // 1.500 Euro

Wer Loewe sagt, meint heutzutage

immer auch Audio. Der Kronacher

TV-Hersteller hat sich mittlerweile

auch im Hi-Fi-Markt zu einer

absoluten Größe entwickelt. Die Audioanlage

SoundVision ist dafür der

neueste Beweis. Schon beim Auspacken

entlockt sie dem Testredeakteur

ein begeistertes „wow!“. Das edle und

hochwertig verarbeitete Aluminiumgehäuse

verleiht dem Klangriegel eine

wunderschöne Ästhetik und Wertigkeit.

Gleich nach Inbetriebnahme

zeigt auch das fest installierte Touch-

Display, dass es im üblichen Loewe-

Niveau übersichtlich, funktional und

elegant gestaltet ist.

Doch was kann SoundVision eigentlich?

Im besten Sinne Musik spielen

auf nahezu jede denkbare Art: per

CD-Player, Internet- und UKW-Radio,

Apple-Gerät (iPod oder iPhone) via

Docking-Anschluss oder Bluetooth

oder auch über den Streaming-Dienst

AUPEO!.

Mit dem Software-Update SW 2.2,

das sich nach Inbetriebnahme einfach

per USB-Stick oder besser direkt aus

dem Internet aufspielen lässt, kommen

noch erweiterte Funktionen hinzu,

darunter die wichtige UPnP- und

Netzwerk-Client-Funktion, die die

SoundVision zu einem regelrechten

Multitalent macht. Mit ihr lassen sich

auch alle Musikdateien von im Heimnetzwerk

integrierten Speichern wie

NAS-Servern oder Festplatten abspielen.

USB- und 3,5-mm-Klinkenanschluss

auf der durch eine Abdeckung

geschützten Rückseite komplettieren

die Eingangsvielfalt.

Im Test funktionierten alle Abspielwege

einwandfrei. Das Slot-In-Laufwerk

zieht die CD schnell ein und

startet sie umgehend, das Cover wird

beinahe ohne Verzögerung auf dem

Display angezeigt. iPod-Inhalte werden

nach relativ kurzer Ladezeit erkannt

und verarbeitet. Die Internet-

Radiostationen lassen sich leicht einrichten,

verwalten und steuern. Die

mitgelieferte Fernbedienung erstrahlt

im klassisch gewichtigen Loewe-Silbermetall-Design

und erlaubt es,

gleichzeitig auch andere Loewe-Geräte

wie Fernseher zu bedienen.

Und wie klingt nun diese Stereoanlage

der Neuzeit? Mit ihren sechs eingebauten

Lautsprechern beschallt die

SoundVision nahezu jeden Raum mühelos.

Glasklar und ohne Schnörkel

treten die Höhen bei Musik und Spra-

LOEWE SOUNDVISION € 1.500

überragend

Preis/Leistung: gut

che zutage. Die Bässe überzeugten

im praxisorientierten Wohnraumtest

dank zweier Subwoofer in allen Belangen.

Und über die manuelle Justage

der Höhen und Tiefen oder Voreinstellungen

wie Sprache, Klassik und

Pop lässt sich dem gewünschten

Klangbild erfreulich nahe kommen.

Übrigens: Wer beachtliche 1.500

Euro für den fränkischen Klangriegel

ausgibt, darf sich erfreulicherweise

die Optik selbst auswählen. Das Alu-

Gehäuse ist in Schwarz und Chromsilber

zu haben. Die Lautsprecher-Intarsien

sind in Alu, Eiche, Ebenholz

oder individuellen Farben verfügbar.

Fazit

Wer in Sachen Musik schon immer alle

erdenklichen Empfangs- und Abspielwege

in einem Gerät haben wollte

und eine gewisse Liebe zum Design an

den Tag legt, liegt mit der Loewe

SoundVision goldrichtig. Dass ausgerechnet

Apples drahtlose AirPlay-

Wiedergabe nicht zu den Ausstattungsmerkmalen

gehört und der Nutzer

hier auf Bluetooth ausweichen

muss, verzeiht man den Franken angesichts

des ansonsten beinahe perfekten

Angebotspakets sehr gern.

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Preis/Leistung: sehr gut

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Antennenkabel werden oft vergessen, wenn es an die Veredelung der

Signalführung einer AV-Anlage geht. Dabei liegen dort die filigransten

Frequenzen an. Einige Hundert Megahertz müssen gemeistert werden,

und das mit Pegeln von nur einigen Millivolt. Die wollen bis auf den

letzten Kabelmeter bestens behütet werden, und hierfür bieten sich

die Referenzkabel von Avinity an. Hochreines, versilbertes Massivkupfer

als Signalleitung, dicker PE-Isolationsschaum und

Mehrfach-Abschirmung bringen die Hochfrequenzwellen sicher

ans Ziel und eliminieren Störeinstrahlungen mit 120 dB. Dazu hinterlassen die

hübsch designten Stecker einen stabilen Eindruck, wobei die mit 24 Karat hartvergoldeten

Kontaktflächen nicht wie bei einigen Konkurrenten auf Übermaß

produziert sind. Diese hier gleiten leichter in die Buchsen hinein und wieder

heraus. Wozu bei einem HF-Koaxialkabel Ferritkerne dienen, entzieht sich zwar

unserer Kenntnis, jedenfalls wurden alle TV-Testquellen perfekt transportiert.

Allrounder mit viel Bass

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Schwarz und geradlinig erscheint der

Sound Stack SFQ-03 nach dem Auspacken

und die Inbetriebnahme geht genauso

einfach vonstatten. Apple-Geräte werden

schlichtweg angedockt und die Musikwiedergabe

beginnt. Durch zwei aktive Subwoofer

hat der Sound Stack auch trotz des kompakten

Gehäuses einen tiefen Bass. Wer auf andere mobile

Geräte zurückgreifen oder sein Apple-Produkt zeitgleich nutzen will,

ist dank der Bluetooth-Streaming-Technologie gut bedient. Etwas nachteilig

ist das manuelle Wechseln der Tonquelle. Entnimmt man beispielsweise

sein iPhone aus der Docking-Station, muss erst die Quelle manuell verändert

und der Play-Button erneut gedrückt werden.

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Auf dem neuesten Stand

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Es gibt wohl kaum einen Netzwerk-Media-Player, der

ein so großes Web-Angebot wie die VideoWeb TV-Box

besitzt. Das hat sie bereits in unserem ersten Test in Ausgabe

12/11 (Seite 82) bewiesen. Seitdem sind viele Funktionen

dazugekommen. Nun ist etwa der Empfang von

Live-TV via Web per Zattoo möglich. Der Dienst versammelt

alle relevanten öffentlich-rechtlichen Sender, jedoch

fehlen Private wie RTL oder ProSieben. Die Bildqualität

ist in etwa auf dem Niveau von DVB-T-Ausstrahlungen.

Neu an Bord ist auch das Video-on-Demand-Angebot

von Maxdome, das gegen Bezahlung Filme oder Serien ins

Wohnzimmer bringt. Außerdem kann die Box jetzt auch

Full-HD-Signale über ihren HDMI-Ausgang zum Fernseher

schicken. Jedoch nur mit einer Bildwiederholrate von

50 Hz, was zu störenden Artefakten führen kann.

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video-homevision.de | 08_2012

91


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Video-HomeVision erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH,

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WK 2010 E08C


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILM

UNDERWORLD AWAKENING

Fantasy / USA 2012 / 88 Min. FSK 16 Regie Måns

Mårlind, Bjorn Stein mit Kate Beckinsale, Stephen

Rea, Michael Ealy Disc BD 50 Bild 2,40:1 (1080p24,

AVC / MVC) Ton DTS-HD MA 5.1 (Deutsch, Englisch,

Italienisch), Dolby Digital 5.1 (Französisch)

Untertitel Deutsch, Englisch, Dänisch, Niederländisch,

Franz., Finn., Ital., Norw., Schw., Türk. Extras

Audiokommentar, Featurettes, Verpatzte Szenen,

Musikvideo Vertrieb Sony VÖ: 12.07.

Bild:

Ton:

Extras:

Film:

Einfach umwerfend: Selene

(Kate Beckinsale) geht im

Latex-Look und mit eisblauen

Augen einmal mehr auf die

Jagd nach Werwölfen.

94


Für die

Augen

SOUNDTIPP

EXTRASTIPP

Kate Beckinsale ist zurück als sexy

Vampirella und kämpft sich durch eine

hervorragende 3D-“Underworld”

BILDTIPP

Eigentlich macht Kate Beckinsale in „Underworld

Awakening“ auch wieder nur das, was sie in der Düster-Reihe

ihres produzierenden Ehemanns Len Wisemen

immer tat: hässliche Lykaner umnieten und sich in

hautenger Lack- und Lederkluft durch eine sinistre Welt

ballern. Nur, dass sie als sexy Vampirella Selene erstmals

in 3D vorstellig wird und die brutale Horrormär mit geradezu

absurder Detailbesessenheit auf die volle Wirkung

der neuen Technik hin inszeniert wurde. Mehr Schauwert

hatte noch keine einschlägige Produktion zu bieten. Selene

erwacht nach langem Schlaf in einer Eisbox in einer Welt,

in der die Menschen nach langen Kriegen den Vampiren

und Lykanern den Garaus gemacht haben. Denken sie.

Aber es gibt sie noch, vereinzelt hausen die Kreaturen der

Nacht in Höhlen oder den Katakomben der Großstädte. Der

schönen Vampirin gelingt die Flucht aus ihrem Laborknast.

Mit ihr entkommt ein junges Mädchen, das sich als Selenes

Tochter entpuppen wird. Schnell lernt die Kleine, ein von

allen Seiten gefürchteter Hybrid, mit ihren urgewaltigen

Kräften umzugehen. – Sinn macht das Ganze nur bedingt,

es ist aber ein gewaltiges, schauriges Spektakel: ein comichaftes

Gemetzel auf allerhöchstem technischen Niveau,

das der bloßen Unterhaltung dient.

TECHNIK: Tonnenweise Bleikugeln, Wurfsterne, Äxte, Silbergranaten,

Autowracks, Leichen(teile), zottelige Werwolfmonster:

Es ist wirklich erstaunlich, was einem in

kaum 90 Minuten so alles um die Ohren fliegen kann. Gut,

dass die 3D-Umsetzung der Blu-ray Disc sehr ordentlich ist.

Die Tiefenstaffelung des satt schwarzen und knackscharfen

Bildes ist unaufdringlich, aber präzise. Technische Fehler

wie Ghosting sind nicht auszumachen, wirksame Pop-

Out-Effekte werden sparsam eingesetzt. Eine akkurate

Detailzeichnung und hervorragende Kontrastwerte komplettieren

den fantastischen Gesamteindruck. Passend

dazu wird ein druckvoller HD-Sound gereicht, der sich effektreich

aller Boxen bemächtigt und auch akustisch ein

räumliches Erlebnis ermöglicht. Ein spannender Audiokommentar

der Filmemacher sowie mehr als eine Stunde

interessanter Featurettes sind die Kernstücke des vielfältigen

und unterhaltsamen Bonusteils.

video-homevision.de | 08_2012

95


HOME ENTERTAINMENT | 3D-FILME

Schicker Schwachsinn

Gut gebrüllt Monster:

John Carter

(Taylor Kitsch) muss

sich in einem Schaukampf

gegen Marsungeheuer

beweisen.

Der Film erstickt

die subtile Kritik an

der gewalttätigen

Natur des Menschen

im Getöse schicker

3D-Effekte.

N

ach dem Ende des Krieges zwischen

Nord- und Südstaaten mischt sich wider Willen in den Kon-

Carter als Heiland angesehen und

will sich John Carter (Taylor flikt ein. Sehr zur Freude von Marsprinzessin

Dejah (Lynn Collins), die

Kitsch) vor allem um sein persönliches

Glück kümmern. Er hat zu viel nicht nur klug und rebellisch ist, sondern

sich auch in den Erdling verliebt.

Grauen gesehen, zu lange gekämpft,

zu viel persönliches Leid JOHN CARTER – ZWISCHEN ZWEI WELTEN

erfahren. Die Suche nach Gold soll

ihm Ablenkung verschaffen. Damit

ist es vorbei, als er ein geheimnisvolles

Amulett findet, das ihn

auf den Mars beamt. Anderer Planet,

selber Schwachsinn: Krieg,

Bild:

Extras:

Gewalt und Machthunger. Der

Ton:

Film:

Mars ist dem Untergang geweiht,

weil sich die Völker dort seit Jahrhunderten

bekriegen. Als würde ihn die Als Blockbuster angelegt (und grandios

gefloppt), ist „John Carter“ vor al-

fremde Welt mit exotischen Lebewesen

und faszinierenden Technologien lem ein Unterhaltungsspektakel – und

nicht genug überfordern, wird John will auch nicht mehr sein.

Fantasy / USA 2012 / O-Titel John Carter / 132

Min. FSK 12 Regie Andrew Stanton mit Taylor

Kitsch, Lynn Collins, Samantha Morton Disc 2 x BD

50 Bild 2,40:1 (1080p24, AVC / MVC) Ton DTS-HD

HR 7.1 (Deutsch, Englisch, Französisch), Dolby

Digital 5.1 (Türkisch) Untertitel Dt., Engl., Frz.,

Niederl., Türk., Arab. Extras Making Of, Featurette,

Entfallene und verpatzte Szenen, Audiokommentar

Vertrieb Disney VÖ: 19.07.

TECHNIK: Die Schauwerte sind wichtiger

als der Inhalt, subtile Töne gehen

im 3D-Getöse wahnwitziger CGI-

Schlachten unter. Die räumliche Umsetzung

ist solide, die Tiefenstaffelung

gut, ohne überragend zu sein. Allerdings

krankt die Optik etwas

an der rötlichen Farbgebung und

den schwachen Kontrastwerten,

sodass die Bilder immer leicht

schwammig wirken – das war aber

im Kino nicht anders. Der Sound

wurde im 7.1-HD-Format abgelegt,

hätte aber etwas mehr Dynamik

und Präzision bei den Effekten

vertragen können. Die Extras sind

zwar überschaubar, wurden aber liebevoll

gemacht. Besonders empfehlenswert

ist das Making Of im Stil einer

Tageschronik.

SO TESTET VIDEO-HOMEVISION

Kontrast, Schärfe, Farbwiedergabe, Schwarzwerte – an

das Blu-ray-Bild stellen wir höchste Ansprüche. In

unserem Heimkino spielen wir die Discs mit einem Full-

HD-Projektor ab und achten genau auf eventuelle Störfaktoren

(Artefakte, Nachzieheffekte). Der Sound wird

via HDMI von einem 7.1-Denon-System ausgegeben.

Wir testen die deutsche Tonspur und ziehen zum Vergleich

die Originalversion heran. Beurteilt werden Dynamik,

Surrounderlebnis sowie Verständlichkeit der Dialoge.

Die Wertung der Extras bezieht sich nicht nur

auf den Umfang, sondern vor allem auf Qualität und interaktive

Möglichkeiten. 3D-Blu-rays testen wir auf

Panasonic-Equipement (aktive Shutterbrillen, Plasma-

TV: TX-P50VT30, Blu-ray-Player: DMP-BDT 310). Dabei

achten wir auf den homogenen Aufbau der räumlichen

Tiefe, Pop-out-Effekte und störendes Ghosting.

HARA-KIRI – TOD EINES SAMURAI

FILM: Als Sühne muss Blut fließen:

Wenn ein Samurai sein Gesicht verlor,

ist er verpflichtet, den rituellen

Selbstmord – das Harakiri – durchzuführen,

um seine und die Ehre seiner

Familie wiederherzustellen. In stilvoll

komponierten Bildern erzählt Takashi

Miike in behäbigem Tempo die

leicht verwirrende Geschichte eines

Drama / Japan 2011 /

O-Titel Ichmei / 127

Suizids, der eine Kette dramatischer

Min. FSK 16 Regie Ereignisse nach sich zieht.

Takashi Miike mit Ebizô TECHNIK: Die 3D-Variante des Films

Ichikawa, Kôji Yakusho, bietet angenehm gestaffelte Bilder, die

Eita Nagayama Disc BD auch in schnelleren Sequenzen kein

50 Bild 2,35:1 (1080p24,

Ghosting zeigen. Allerdings sind sie

AVC/MVC) Ton DTS-HD

MA 5.1 (Deutsch, Japanisch)

Untertitel Deutsch Szenen recht verwaschen. Auch in der

detailschwach und wirken in dunklen

Extras Keine 2D-Version der Blu-ray Disc wurden

Vertrieb Ascot Elite die Schwarzwerte nicht optimal herausgearbeitet,

Kontrast und Schärfe

VÖ: im Handel

sind jedoch solide. Der Sound schafft

mit ordentlichem Surroundeinsatz eine

angenehme Atmosphäre.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

In einem blutigen Kampf stellt

sich Tsugumo (Ebizô Ichikawa,

Mitte) seinen Gegnern.

96


PROMOTION

Wir sind die Natur

Spektakuläre Bilder, rührende Geschichten und die Erkenntnis, dass wir mit allen

Lebewesen verwandt sind, machen “Unser Leben” zu einem klasse Familienfilm

Wenn die Jesus-Christus-

Echse in Superzeitlupe

übers Wasser sprintet

oder die lange Zunge

des Chamäleons Insekten vom Ast

pflückt, entfalten die HD-Bilder der

BBC-Dokumentation „Unser Leben“

(2011) ihre ganze faszinierende Kraft.

Mit solchen einzigartigen Aufnahmen

aus der Natur begeisterten die Briten

schon im Sensationserfolg „Unsere Erde“

(2007), der 3,8 Millionen Besucher

in die deutschen Kinos lockte.

Auch diesmal setzen die Macher auf

eine Mischung aus spektakulären Aufnahmen

und Tiergeschichten zum

Mitfühlen, die nicht nur beeindrucken

und berühren, sondern auch zu einem

bewussteren Umgang mit der Umwelt

anregen sollen. Schließlich, das macht

der Off-Kommentar deutlich, sind alle

Tiere doch unsere Verwandten – und

eigentlich sind sie irgendwie auch die

besseren Menschen.

Dutzende von Filmteams, vier Jahre

Zeit, mehr als 3.000 Drehtage und die

neueste technische Ausrüstung von

den stärksten Teleobjektiven bis hin

zu Zeitlupenkameras – für „Unser Leben“

konnten die Regisseure Martha

Holmes und Mike Gunton wirklich aus

dem Vollen schöpfen. Genau genommen

ist der Film eine Art „Best of“ der

zehnteiligen BBC-Serie „Life“, für die

das spektakuläre und teils einzigartige

Material aus der Tierwelt gesammelt

wurde. Während die Folgen der

Serie jeweils verschiedene Spezies in

den Mittelpunkt stellten, wählten

Holmes und Gunton für die Langfilmversion

eine andere Dramaturgie: Von

der Geburt über Nahrungsbeschaffung

und Fortpflanzung bis zur Aufzucht

des Nachwuchses werden verschiedene

Lebensstationen der faszinierenden,

cleveren und putzigen Protagonisten

beleuchtet.

Spektakuläre Luftaufnahmen und

Superzeitlupen, die auch die kleinsten

Bewegungen einfangen, entfalten auf

eine eindrucksvolle Kraft. Egal, ob es

um winzige Blattschneiderameisen,

exotische Erdbeerfrösche, kenianische

Rüsselhündchen oder riesige

Buckelwale geht, als Zuschauer hat

man das Gefühl, die tierischen Protagonisten

hautnah zu erleben.

Filmtipp

des Monats

Präsentiert von

Ob Robbe, Affe, Erdbeerfrosch

oder

Fliege – „Unser Leben“

will den Zuschauern

vor Augen

führen, wie viel wir

mit den Tieren gemeinsam

haben.

Unser Leben

Dokumentarfilm /

Großbritannien 2011 /

O-Titel One Life / 85

Min. FSK 0 Regie Martha

Holmes, Mike Gunton

Bild 1,85:1 (1080p24,

AVC) Ton DTS-HD MA 5.1 (Deutsch, Englisch)

Untertitel Deu., Engl. Extras Keine Vertrieb

Paramount VÖ: 12.07.

video-homevision.de | 08_2012

97


HOME ENTERTAINMENT | KOMÖDIEN

Vom alten Eisen? Aber

ja: Das „Best Exotic

Marigold Hotel“ beherbergt

mit Judi Dench,

Tom Wilkinson, Bill

Nighy und Maggie

Smith Großbritanniens

Seniorenelite. „Slumdog

Millionär“ Dev Patel ist

übrigens auch dabei.

BEST EXOTIC MARIGOLD HOTEL

Komödie / USA 2011 / 122 Min. FSK 0 Regie John

Madden mit Judi Dench, Bill Nighly, Tom Wilkinson,

Dev Patel, Maggie Smith Disc BD 50 Bild 2,35:1

(1080p24, AVC) Ton DTS-HD MA 5.1 (Englisch), DTS

5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch)

Untertitel Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch

u.a. Extras Die Geschichte des Films, Das Casting,

Original-Schauplätze, Filmdreh in Indien, Unterwegs

mit dem Tuk Tuk Vertrieb Fox VÖ: 13.07.

Bild:

Ton:

Extras:

Film:

Wenn Rentner reisen

Vielleicht ist es Solidarität mit seinen

schauspielernden Altersgenossen.

Vielleicht ist es aber auch purer Zufall,

der den 63-jährigen John Madden zum

Altersbeauftragten der Filmindustrie werden

lässt: Nach „Eine offene Rechnung“

(2011) mit Helen Mirren und Tom Wilkinson

rückte der Brite erneut reife Charaktere in

den Mittelpunkt – und schickte sie ins „Best

Exotic Marigold Hotel“.

Das drohende Altersheim, die Chance auf

eine billige Operation oder die Suche nach

der verlorenen Jugendliebe: Die jeweiligen

Gründe für ihre Reise nach Indien sind bei

der britischen Seniorentruppe um Evelyn

(Judi Dench), Douglas (Bill Nighy), Muriel

(Maggie Smith) und Graham (Tom Wilkinson)

so vielfältig wie traurig. Alle stranden

gemeinsam im abgewrackten „Best Exotic

Marigold Hotel“ und machen das Beste aus

ihrem Unglück. Die Farbenpracht Indiens

und die innere Schönheit seiner Bewohner

bewirken schließlich wahre Wunder.

Am Beispiel dieser sympathischen Zeitgenossen

machen John Madden und Autor Ol

Parker deutlich, dass es für die wirklich

wichtigen Dinge im Leben – Selbstverwirklichung,

Aussöhnung, Liebe und Neuanfänge

– kein Alterslimit gibt. Diese Botschaft wird

nicht mit viel Pathos plakatiert, sondern in

einer feinen Verpackung aus unaufdringlichem

Humor als Geschenk überreicht.

TECHNIK: Die Tragikomödie taucht ihre Kulissen

in ein prächtiges Farbenmeer. Zwar

offenbart sich gelegentlich leichtes Bildrauschen.

Dennoch überzeugt die Optik mit

Schärfe und guten Kontrasten. Der Ton liegt

lediglich im Original in HD vor. Doch auch

die übrigen Versionen punkten mit klaren

Dialogen und einem harmonischen Gesamtklang.

Unterhaltsame Featurettes im Bonusteil

beleuchten die Besonderheiten Indiens.

„Indien verändert dein Leben“

Der Dreh von “Best Exotic Marigold

Hotel” führte Schauspieler Bill Nighy

(62, “Fluch der Karibik”) nach Indien.

VHV: Übt Indien wirklich eine solche Magie aus?

BILL NIGHY: Indien verändert dein Leben – wenn

du den Hitzeschock überstanden hast! Ich hatte

ständig das Gefühl, ich trage ein Haus auf meinem

Kopf umher, und fragte mich: Wie kann man in dieser

Hitze existieren? Aber letztendlich bin ich nicht

mal ohnmächtig geworden.

VHV: Wie steht‘s mit dem exotischen Essen?

BILL NIGHY: Ich liebe extrem gewürzte Speisen. In

Restaurants verlange ich stets nach einer Extradosis

Chili. Zu scharf gibt es bei mir nicht. Aber in indischen

Restaurants sind sie bei Europäern vorsichtig.

Sie behandelten mich wie einen Amateur.

VHV: Wären Sie auch privat dorthin gefahren?

BILL NIGHY: Ich würde es allein nicht mal bis zum

Flughafen schaffen. Nur wenn meine Frau mich zu

einem Indienurlaub verdonnern würde. Ich bin

ziemlich schlecht im Urlaub machen. Ich habe in

meinem ganzen Leben noch keine Reise gebucht.

VHV: Und wenn Sie mal Rentner sind?

BILL NIGHY: Das ist ja das Tolle an der Schauspielerei:

Solange du gehen und halbwegs verständlich

sprechen kannst, darfst du arbeiten. Ich habe das

Glück, viel beschäftigt zu sein in einem Beruf, den

ich liebe. Das ist ein Privileg, dessen ich mir bewusst

bin. Warum sollte ich das freiwillig aufgeben?

Der gebürtige Brite Bill Nighy begann

seine Filmkarriere vor über 30 Jahren.

98


DAS GIBT ÄRGER

FILM: Tuck (Tom Hardy, „Inception“)

und FDR („Star Trek“-Captain Chris

Pine) sind die besten Freunde. Bis die

hübsche Lauren (Reese Witherspoon)

den beiden Spionen den Kopf verdreht.

Nach dem Motto „Möge der Bessere

gewinnen“ buhlen die Herren in

dieser holprigen und unbeholfenen

Komödie um das zur hübschen Trophäe

degradierte Weib, das natürlich

Komödie / USA 2011 /

O-Titel This Means War weder um die wahre Profession noch

/ 97 Min. FSK 12 Regie

die Bekanntschaft ihrer Datingpartner

weiß.

McG mit Tom Hardy,

Reese Witherspoon,

Chris Pine Disc BD 50 TECHNIK: Die Blu-ray Disc punktet

Bild 2,40:1 (1080p24, vor allem beim Sound: Eine top Surroundkulisse

und gute Effekte begeis-

AVC) Ton DTS HD-MA

5.1 (E), DTS 5.1 (F, S, D tern bei der Originalfassung. Die deutsche

Version überzeugt mit klaren Di-

u.a.), u.a. Untertitel D, E,

F, u.a. Extras Entfallene

Szenen, Alternative alogen. Das Bild offenbart schwache

Enden, Alternativer Schwarzwerte. Bunte Farben wirken

Anfang, Spaß am Set, etwas schrill, gedeckte Töne überbelichtet.

Der Bonusteil ist umfangreich

Audiokommentar u.a.

Vertrieb Fox VÖ: 06.07. und unterhaltsam.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

Lauren (Reese

Witherspoon) wird

ganz anders, als ihre

beiden Dates aufeinandertreffen.

MEIN LIEBSTER ALPTRAUM

Kunstzicke vs. Vollproll: In der Komödie „Mein

liebster Alptraum“ ziehen sich Gegensätze an.

KEIN SEX IST AUCH KEINE LÖSUNG

FILM: Toms (Stephan Luca) goldene

Regel lautet: Ab viermal Sex spricht

man von einer Beziehung. Und die gilt

es unter allen Umständen zu verhindern.

Doch natürlich begegnet der

oberflächliche Macho dieser einen

Frau, die ihn so umhaut, dass er seine

Einstellung über den Haufen wirft.

„Kein Sex ist auch keine Lösung“ mangelt

es zwar nicht an bekannten Na-

Komödie / Deutschland

2011 / 109 Min. FSK 12

Regie Torsten Wacker men auf der Besetzungsliste, dafür

mit Stephan Luca, Marleen

Lohse, Armin Rohde TECHNIK: Immerhin erfreulich: Die

aber an Witz und Einfallsreichtum.

Disc BD 50 Bild 1,85:1 technische Umsetzung auf Blu-ray Disc

(1080p24, AVC) Ton DTS

ist bei dieser klischeehaften Komödie

HD-MA 5.1 (Deutsch),

DTS HD-MA 2.0 gelungen. Der HD-Sound ist angenehm

dynamisch. Die Bilder punkten

(Deutsch) Untertitel

Deutsch Extras Making mit guten Kontrast- und Schärfewerten.

Lediglich die Details verschwim-

Of, Interviews, Hinter

den Kulissen Vertrieb men stellenweise. Im Bonusteil finden

Studiocanal VÖ: im

sich gängige Extras wie Interviews,

Handel

Making Of und ein Blick hinter die Kulissen

der Produktion.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

GOON – KEIN FILM FÜR PUSSIES

FILM: Doug Glatt ist nicht besonders

klug, aber kräftig. Und er kann einstecken.

Deswegen wird er für ein Eishockeyteam

engagiert: Er soll keine Tore

schießen, sondern seinen Mitspielern

mit Bodychecks und dem Einsatz

seiner Fäuste den Weg freiräumen.

Trotz dreckiger Sprüche und viel Klamauk

hat die Komödie auch ihre charmanten

Momente.

Komödie / USA, Kanada

2011 / O-Titel Goon /

92 Min. FSK 16 Regie TECHNIK: Auch schnelle Spielzüge

Michael Dowse mit gibt die Blu-ray Disc scharf wieder.

Seann William Scott, Jay Die ausgezeichneten Helligkeitswerte

lassen das Eis schön weiß aussehen,

Baruchel, Alison Pill Disc

BD 50 Bild 1,78:1 nur die Farben sind etwas blass. Die

(1080p24, AVC) Ton

Kampfszenen fordern Schlag für

DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Englisch) Schlag den Bass des dynamischen

Untertitel Deutsch 5.1-HD-Arrangements, während die

Extras Making Of, Entfallene

und verpatzte fern. Der amüsante Bonusteil umfasst

hinteren Boxen detaillierte Effekte lie-

Szenen, Interviews u.a.

unter anderem ein interessantes Making

Of, entfallene und verpatzte Sze-

Vertrieb WVG Medien

VÖ: im Handel

nen sowie launige Interviews.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

FILM: Agathe (Isabelle Huppert) ist

kühl, kontrolliert und geistvoll, Patrick

(Benoît Poelvoorde) dagegen

laut, zügellos und obszön. Der Teilzeithandwerker

und Vollzeitversager

soll eigentlich nur ein Ankleidezimmer

in das Luxusappartement einbauen,

das die Galeristin mit Freund und

Sohn teilt, wird aber für Agathe schon

Komödie / Frankreich

2011 / O-Titel Mon pire bald „Mein liebster Alptraum“ (2011).

cauchemar / 99 Min. Anne Fontaines romantische Komödie

poltert etwas ungelenk dahin. Die

FSK 12 Regie Anne

Fontaine mit Isabelle bei all ihren Macken sympathischen

Huppert, Benoît Poelvoorde,

André Dussollier

Charaktere können nicht über die

Schwächen des Films hinwegtäuschen.

Disc BD 25 Bild 1,85:1

(1080p24, AVC) Ton

DTS-HD MA 5.1 TECHNIK: Das klare Blu-ray-Bild weist

(Deutsch, Französisch) satte Farben auf und gefällt mit sauberer

Detailzeichnung. Der Sound ist

Untertitel Deutsch

Extras Making Ofs zwar recht frontlastig, gibt aber die

Vertrieb Eurovideo VÖ:

Dialoge gut wieder. Im Bonusteil finden

sich jeweils zwei kurze, wenig pri-

im Handel

ckelnde Making Ofs.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

BEZAUBERNDE LÜGEN

FILM: Liebe ist kompliziert – vor allem

in Filmen mit Audrey Tautou. Auf

Blu-ray Disc tischt die 35-Jährige nun

„Bezaubernde Lügen“ auf: So schön

der anonyme Liebesbrief auch ist, der

Émilie (Tautou) in ihren Friseursalon

flatterte, sie kann ihn leider gar nicht

gebrauchen. Ihrer depressiven Mutter

Maddy (Nathalie Baye) dagegen

Komödie / Frankreich

käme ein wenig Aufheiterung gerade

2011 / O-Titel De vrais

mensonges / 104 Min.

recht. Und so schickt ihr das Töchterlein

eine personalisierte Abschrift der

FSK 6 Regie Pierre

Salvadori mit Audrey süßen Worte – und verkompliziert eine

charmante Romanze.

Tautou, Nathalie Baye,

Sami Bouajila Disc BD TECHNIK: Das BD-Bild wurde sauber

25 Bild 1,85:1 (1080p24,

umgesetzt: Die Farben strahlen brillant,

die Detailzeichnung ist auch in

AVC) Ton DTS-HD MA

5.1 (Deutsch, Französisch)

Untertitel Deutsch dunklen Bereichen gut. Der Sound

Extras Making Of überzeugt restlos mit differenzierter

Vertrieb Alive VÖ: im Geräuschkulisse, klaren Dialogen und

Handel dynamisch arrangierter Musik. Das

einzige Extra ist ein immerhin sehenswertes

Making Of.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

Émilie (Audrey Tautou, links)

kann einen heimlichen Verehrer

gar nicht gebrauchen. Ganz anders

ihre depressive Mutter

Maddy (Nathalie Baye): Als sie

den Liebesbrief liest, bekommt

ihr Leben wieder Schwung.

video-homevision.de | 08_2012

99


HOME ENTERTAINMENT | SPIELFILME

DER RUF DER WALE

FILM: 1988 verirren sich drei Wale ins

Meer vor Alaska und werden vom Eis

eingeschlossen. Schnell wird das

Schicksal der Tiere zum medialen Ereignis,

diverse Parteien wollen von

der Situation profitieren. Vor eiskalter

Kulisse entspinnt sich eine teils humorvolle

Geschichte mit Umweltbotschaft,

halbgarer Lovestory und ständig

wechselnder Grundstimmung.

Drama / USA 2011 /

O-Titel Big Miracle / 107

Min. FSK 6 Regie Ken TECHNIK: Technisch gibt es an der

Kwapis mit Kristen Bell, Blu-ray Disc kaum etwas auszusetzen.

Drew Barrymore, John Das Bild erstrahlt in satten Farben, ist

Krasinski Disc BD 50 kontrastreich und hat keine Probleme

Bild 1,85:1 (1080p24,

mit Hell- oder Dunkelphasen. Der Ton

AVC) Ton DTS-HD MA

5.1 (Englisch), DTS 5.1 klingt allerdings recht flach und verzichtet

auf überraschende Effekte.

(Dt. Frz., It., Span., Japanisch)

Untertitel Dt., Auch der Walgesang und die Unterwasseraufnahmen

bauen trotz Sur-

Engl., Frz., Ital., Span.

u.a. Extras Entfallene roundmix keine Stimmung auf. Das

Szenen, Doku, Making Of

überschaubare Bonusmaterial umfasst

Vertrieb Universal

VÖ: im Handel unveröffentlichte Szenen, ein Making

Of und eine kurze Dokumentation.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

DIE PRINZESSIN VON MONTPENSIER

FILM: Der kriegsmüde Soldat Chabanne

quittiert den Dienst und unterrichtet

fortan die schöne Marie de Mézières.

Die junge Frau wird jedoch aus

politischen Gründen mit einem Adligen

verheiratet, worunter sie zunehmend

leidet – ihr Herz gehört einem

anderen. Der Historienfilm über das

Erwachsenwerden ist toll ausgestattet

und sensibel inszeniert.

Drama / Deutschland,

Frankreich 2010 / O-Titel

La princesse de TECHNIK: Blasse, entsättigte Farben

Montpensier / 140 Min. dominieren die Optik der Blu-ray Disc,

FSK 12 Regie Bertrand die dadurch sehr natürlich wirkt.

Tavernier mit Lambert Schärfe und Detailzeichnung sind korrekt.

Dunkle Szenen erscheinen etwas

Wilson, Mélanie Thierry,

Grégoire Leprince-

Ringuet Disc BD 50 Bild verwaschen. Der Sound wird als präzise

arrangierte 5.1-Spur präsentiert

1,85:1 (1080p24, AVC)

Ton DTS-HD MA 5.1 und bindet die klaren Dialoge und die

(Deutsch, Frz.) Untertitel angenehm zurückhaltende Musikuntermalung

homogen in den atmosphä-

Deutsch, Englisch Extras

Making Of, Interview

rischen Surroundmix ein. Als Bonus

Vertrieb Studiocanal

VÖ: im Handel gibt es ein ausführliches Making Of

und ein Interview.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

Kontrollierte

Raserei

Tagsüber verdient er sein Geld

als Stuntman und Autoschrauber,

nachts arbeitet er

für den Adrenalinkick als Fluchtwagenfahrer:

In „Drive“ zeigt Ryan

Gosling als Einzelgänger Driver

überzeugend seine coole, unnahbare

Seite. Bis die hübsche, stille Irene

(Carey Mulligan) in sein Leben tritt,

kümmert sich Driver nur um sich

und seine Geschäfte. Erst die zarte,

lediglich durch kleine Gesten und

minimale Mimik angedeutete Liebesgeschichte,

die sich zwischen

den beiden entspinnt, lässt ihn langsam

auftauen. Als Irenes Mann

Standard (Oscar Isaac) jedoch aus

dem Gefängnis entlassen wird,

steht Driver vor der Wahl: Hilft er

ihm, alte Schulden zu begleichen

und somit seine Familie zu schützen,

oder überlässt er Irene und ihren

Sohn gefährlichen Gangstern?

Drivers Entscheidung ist nicht nur

folgenschwer, sondern auch extrem

brutal – aus dem fürsorglichen

Mann wird ein gnadenloser Rächer,

der seine Widersacher kaltblütig ins

Jenseits befördert.

TECHNIK: So cool wie die Hauptfigur

Driver präsentiert sich auch die

Optik von Nicolas Winding Refns

Neo-Noir-Actionthriller. Das Bild,

das die Ästhetik der 80er-Jahre zele-briert,

wird von gedeckten, satten

Farben dominiert. Kontrastwerte

und Detailzeichnung sind solide,

Schärfe und Schwarzwerte kommen

gut zur Geltung. Gelegentlich

wurde etwas zu viel Weichzeichner

verwendet. Der bassige HD-Sound

bietet nur selten Surroundeffekte,

überzeugt aber mit einem detailreichen

Arrangemet. Im großzügigen

Bonusteil finden sich unter anderem

einige interessante Featurettes

und ein aufschlussreiches Interview

mit dem Regisseur.

Der Sultan von Hobeika

(Antonio Banderas) ist sich

noch nicht sicher, ob das Öl

Fluch oder Segen bedeutet.

BLACK GOLD

FILM: Bildgewaltig und opulent ausgestattet

erzählt Regisseur Jean-Jacques

Annaud, wie der Beginn der Ölförderung

die arabische Welt veränderte.

Im Mittelpunkt steht der junge

Prinz Auda, der nicht nur seine eigenen

Werte überdenken muss, sondern

auch als Mittler zwischen zwei verfeindeten

Fürstentümern agiert. Die

Drama / Frankreich,

Katar 2011 / 130 Min.

etwas unübersichtliche Geschichte

FSK 12 Regie Jean-Jacques

Annaud mit Tahar eine faszinierende Kultur.

fesselt mit detailreichen Einblicken in

Rahim, Mark Strong TECHNIK: Die bunte arabische Welt

Antonio Banderas Disc wird auf Blu-ray Disc in wunderbar

BD 50 Bild 2,35:1

kräftigen Farben wiedergegeben.

(1080p24, AVC) Ton DTS

5.1 (Deutsch, Englisch, Schärfe, Kontrast und Detailzeichnung

Spanisch, Französisch) sind tadellos. Der satte Surroundsound

bindet die hinteren Boxen für

Untertitel Deutsch,

Spanisch, Französisch eine angenehme räumliche Atmosphäre

gut ein. Der HD-Mix präsentiert sich

Extras Making Of

Vertrieb Universal

dabei sehr dynamisch und präzise. Als

VÖ: im Handel

Bonus gibt es lediglich ein wenig spannendes

Making Of.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

DIE TUSCHS – MIT KARACHO NACH MONACO!

FILM: Bahn frei für die sympathische

Chaosfamilie Tusch: Der Proleten-Clan

macht sich mit einem Lottogewinn auf

nach Monaco, um das süße Leben zu

genießen. Mit seinem derben Humor

und dem ruppigen Umgangston brüskiert

der Clan die Hautevolee. Schon

bald stellen die Provinzler in dieser

charmant-ironischen Komödie aus

Komödie / Frankreich

2011 / O-Titel Les Tuche

Frankreich fest, dass Geld allein nicht

/ 94 Min. FSK 0 Regie glücklich macht.

Olivier Baroux mit Jean- TECHNIK: Das Fürstentum präsentiert

Paul Rouve, Isabelle sich auf Blu-ray Disc in satt leuchtenden,

bunten Farben. Zudem punktet

Nanty, Claire Nadeau

Disc BD 25 Bild 2,35:1

das saubere Bild mit solider Schärfe

(1080p24, AVC) Ton

DTS-HD MA 5.1 und klaren Kontrasten. Die Schwarzwerte

wurden gut ausdifferenziert.

(Deutsch, Französisch)

Untertitel Deutsch Der frontlastige HD-Sound mutet hingegen

etwas schwachbrüstig an. Das

Extras Keine

Vertrieb Sunfilm Arrangement ist insgesamt nicht sonderlich

gut gelungen: Häufig werden

VÖ: im Handel

die Dialoge deutlich zu laut wiedergegeben.

Extras gibt es nicht.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

100


Driver (Ryan Gosling)

schert sich nicht um

andere – bis Irene in

sein Leben tritt.

TEXAS KILLING FIELDS

FILM: Ein Serienkiller treibt in einer

schwülen texanischen Kleinstadt sein

Unwesen. Die Leichen seiner Opfer

legt er im nahegelegenen Sumpf ab.

Zwei Cops heften sich in diesem atmosphärisch

dichten Thriller an die

Fersen des Schlächters. Ein junges

Mädchen führt sie auf eine heiße Spur.

Obwohl sich die Story nur langsam

Thriller / USA 2011 /

entwickelt, baut sie kontinuierlich eine

unterschwellige Spannung auf.

105 Min. FSK 16 Regie

Ami Canaan Mann mit

Sam Worthington, Jessica

Chastain, Chloë Grace der werden von satt-erdigen Farben

TECHNIK: Die lichtdurchfluteten Bil-

Moretz Disc BD 25 Bild dominiert und überzeugen mit knackiger

Schärfe und gut herausgearbei-

2,40:1 (1080p25, AVC)

Ton DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Englisch)

teten Kontrasten. Gelegentlich wirkt

Untertitel Deutsch die Optik jedoch etwas zu weich. Die

Extras Keine Schwarzwerte wurden solide ausdifferenziert.

Der Sound ist minimalis-

Vertrieb Ascot Elite

VÖ: 10.07. tisch, aber detailreich und bedient vornehmlich

die vorderen Boxen. Die

Dialoge sind stets gut verständlich.

Extras gibt es nicht.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

DRIVE

Action / USA 2011 / 100 Min. FSK 18 Regie Nicolas

Winding Refn mit Ryan Gosling, Carey Mulligan,

Bryan Cranston Disc BD 50 Bild 2,35:1 (1080p24,

AVC) Ton DTS-HD MA 5.1 (Deutsch, Englisch) Untertitel

Deutsch, Englisch Extras Making Of, Hinter

den Kulissen, BD Live, Fragen und Antworten mit

Nicolas Winding Refn, Interviews, Featurettes

Vertrieb Universum

VÖ: im Handel

Bild:

Ton:

Extras:

Film:

METROPIA

FILM: Wenig überraschende Momente,

kaum dramaturgische Höhepunkte:

Call-Center-Agent Roger lebt ein

ereignisloses Leben in einer düsteren

Welt. In Europa gibt es kein Öl mehr,

der Himmel ist bleischwer und der

Kontinent gleichgeschaltet. Doch dann

nisten sich plötzlich Stimmen in Rogers

Kopf ein, und er begegnet der geheimnisvollen

Nina.

Trickfilm / Schweden,

Dänemark, Norwegen

2009 / 85 Min. FSK 12

TECHNIK: Schmutzig, grau und trostlos

– konsequent verweigert Regisseur

Regie Tarik Saleh Sprecher

Alexander Skarsgård,

Juliette Lewis, Udo ben. Die Blu-ray Disc meistert diese

Tarik Saleh seiner Dystopie die Far-

Kier Disc BD 25 Bild Herausforderung mit starken Kontrastwerten,

gut abgestuften Schwarz-

1,85:1 (1080p24, AVC)

Ton DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Englisch) tönen und knackiger Schärfe. Die ausgezeichnete

Optik wird von einem at-

Untertitel Deutsch

Extras Entfallene Szene, mosphärischen HD-Sound begleitet,

Sprachaufnahmen, Im der die Kakophonie der Zukunft dynamisch

und effektreich wiedergibt.

Animationsstudio u.a.

Vertrieb Capelight

Im Bonusteil ist vor allem der Besuch

VÖ: im Handel

im Animationsstudio interessant.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

EXTREM LAUT UND UNGLAUBLICH NAH

FILM: Der neunjährige Oskar verliert

bei den Anschlägen vom 11. September

seinen Vater. Zwei Jahre nach dessen

Tod stößt er auf ein Geheimnis,

das er unbedingt lüften will. Dabei

lernt er sich selbst und die Welt um

sich herum völlig neu kennen. Das

rührende Familien- und Sozialdrama

driftet trotz großer Emotionen nie

Drama / USA 2011 / vollends ins Kitschige ab.

O-Titel Extremely Loud

TECHNIK: Scharf, kontrastreich und

and Incredibly Close /

129 Min. FSK 12 Regie detailgetreu: Die in warme Farben getauchten

Bilder sind auf Blu-ray Disc

Stephen Daldry mit Tom

Hanks, Sandra Bullock, einwandfrei umgesetzt. Die Optik

Thomas Horn Disc BD 50 wirkt angenehm weich und natürlich.

Bild 2,40:1 (1080p24,

Der Soundmix bindet die Surroundboxen

gut ein, sodass eine räumliche

AVC) Ton DTS-HD MA

5.1 (Englisch), Dolby

Digital 5.1 (Deutsch u.a.) Klangkulisse entsteht. Die Dialoge

Untertitel Dt., Engl. u.a. werden klar wiedergegeben. Die Bluray

Disc bringt ein umfangreiches und

Extras Making Of,

Featurettes interessantes Bonuspaket mit. Höhepunkt

ist ein 44-minütiger „Hinter den

Vertrieb Warner

VÖ: im Handel

Kulissen“-Beitrag.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

video-homevision.de | 08_2012

101


HOME ENTERTAINMENT | DRAMEN

Maggie und

ihre Hamster

Meryl Streep spielte

Margaret Thatcher

nicht nur wegen des

fantastischen Makeups

überzeugend.

Eine Tigerin unter Hamstern sei sie gewesen, sagte ein Parteifreund

einmal bewundernd über Margaret Thatcher. Phyllida Lloyds Biopic

„Die Eiserne Lady“ (2011) versucht, hinter die beherrschte

Fassade von Großbritanniens erster und einziger Premierministerin zu

blicken, kratzt aber lediglich an deren Oberfläche: Zu hastig werden die

einzelnen Etappen in Thatchers Leben abgearbeitet, zu wenig wird auf

die Menschen eingegangen, die dabei auf der Strecke bleiben. Ausgehend

von der Gegenwart – die demente Thatcher lebt inzwischen unter

Aufsicht in ihrem eigenen Haus – beleuchtet Lloyd in Rückblenden das

Leben der zielstrebigen Frau, die für ihr Fortkommen keine Mühen

scheute. Meryl Streeps fantastische Darstellung der Krämerstochter, die

es bis in das englische Parlament und schließlich an die Spitze des Staates

schaffte, wurde zu Recht 2012 mit einem Oscar prämiert – ebenso

wie das gelungene Make-up von Mark Coulier und J. Roy Helland.

TECHNIK: So taff und unantastbar wie die Eiserne Lady präsentiert sich

die Optik der Blu-ray Disc leider nicht: Zu oft mutet das saubere, detailreiche

Bild einen Tick zu schwammig an. Die gedeckten Farben weisen

eine solide Sättigung auf, Kontrast und Schärfe werden gut wiedergegeben.

Auch die Schwarzwerte wurden zufriedenstellend ausdifferenziert.

Der 5.1-HD-Mix punktet mit einer gelungenen räumlichen Aufteilung

und Dynamik. Auch kleinste klangliche Details gehen in dem

gekonnten Arrangement nicht unter, die Dialoge bleiben stets klar verständlich.

Im Bonusteil

finden sich neben einem

interessanten Making Of

zahlreiche kurzweilige

Featurettes. Die Interviews

und der Blick hinter

die Kulissen sind hingegen

nicht besonders

sehenswert.

DIE EISERNE LADY

Drama / Großbritannien 2011 / O-Titel The Iron

Lady / 105 Min. FSK 6 Regie Phyllida Lloyd mit

Meryl Streep, Jim Broadbent, Alexandra Roach

Disc BD 25 Bild 2,35:1 (1080p24, AVC) Ton DTS-HD

MA 5.1 (Deutsch, Englisch) Untertitel Deutsch

Extras Making Of, Featurettes, Interviews, B-Roll

Vertrieb Concorde VÖ: 19.07.

Bild:

Ton:

Extras:

Film:

EINE DUNKLE BEGIERDE

FILM: Der Fall Sabina Spielrein bringt

die beiden Psychoanalyse-Koryphäen

C.G. Jung und Sigmund Freud zusammen.

Regisseur David Cronenberg seziert

in seinem manchmal etwas langatmigen

Drama nicht nur eine Männerfreundschaft,

sondern führt auch

in die Psychoanalyse ein. Das erfordert

trotz vereinfachter Darstellung

Drama / Deutschland,

Kanada u.a 2011 /

viel Konzentration.

O-Titel A Dangerous TECHNIK: Auf Blu-ray Disc präsentiert

sich der Kostümfilm in hellen,

Method / 99 Min. FSK

16 Regie David Cronenberg

mit Michael Fass-

Schärfe wurden gut umgesetzt. Bei

gut gesättigten Farben. Kontrast und

bender, Keira Knightley,

der Detailzeichnung sind allerdings

Viggo Mortensen Disc

BD 50 Bild 1,85:1 Schwächen wahrnehmbar. Der

(1080p24, AVC) Ton 5.1-Sound ist dynamisch. Aufgrund

DTS-HD MA 5.1 der Dialoglastigkeit des Films bieten

(Deutsch, Engl., Span., sich nur wenige Möglichkeiten für Surroundeinsatz.

Im Bonusteil finden sich

Frz.) Untertitel Dt., Engl.,

Span., Frz. Extras Interviews

Vertrieb Universal

lediglich Interviews mit Cast und

VÖ: im Handel Crew, die nur wenige Hintergrundinformationen

bieten.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

FÜR IMMER LIEBE

FILM: Nach einem Autounfall verliert

die Künstlerin Paige ihr Gedächtnis:

Die vergangenen fünf Jahre kann sie

nicht mehr rekonstruieren. Folglich

fehlt ihr auch jede Erinnerung an ihren

Mann Leo, den sie in diesem Zeitraum

heiratete. Überraschend unkitschig

erzählt der unprätentiöse Liebesfilm

die Geschichte eines Paares,

das sich neu kennenlernen muss. Zudem

stellt die souverän inszenierte

Drama / USA, Frankreich

u.a. 2011 / O-Titel

The Vow / 99 Min. FSK 0 Romanze existenzielle Fragen.

Regie Michael Sucsy TECHNIK: Unterlegt mit viel Musik

mit Rachel McAdams, und generell sehr dialoglastig, reizt

Channing Tatum, Sam die DVD die Möglichkeiten der Soundanlage

nicht aus. Dennoch kommt der

Neill Disc DVD Bild

1,85:1 (anamorph) Ton

Dolby Digital 5.1

Ton homogen und natürlich aus den

(Deutsch, Englisch, Boxen. Das Bild ist etwas überstrahlt,

Spanisch) Untertitel Dt., dadurch gibt es immer mal wieder

Engl. u.a. Extras Audiokommentar,

Entfallene diokommentar von Regisseur Micha-

harte Kanten. Als Extras liegen ein Au-

Szenen u.a. Vertrieb

el Sucsy sowie uninteressante entfallene

und verpatzte Szenen vor.

Sony VÖ: im Handel

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

Leo (Channing Tatum) und Paige (Rachel

McAdams) waren ein glückliches Paar.

102


HOME ENTERTAINMENT | ACTION

EIN RISKANTER PLAN

Man sieht Angie

(Genesis Rodriguez)

gar nicht an, dass sie

nicht gerade eine geübte

Einbrecherin ist.

BUNOHAN – RETURN TO MURDER

FILM: Familienzusammenführung in

Malaysia: Etwas wirr erzählt „Bunohan

– Return To Murder“ die Geschichte

dreier Brüder, die nach einigen Jahren

in ihrem Heimatort wieder aufeinandertreffen.

Während Bakar das

Land der Familie verschachern will,

ist Kickboxer Adil auf der Flucht vor

seinem anderen Bruder Ilham – einem

Action / Malaysia 2011

/ O-Titel Bunohan / 98

Auftragskiller.

Min. FSK 16 Regie Dain TECHNIK: Optisch überzeugt die Produktion

nicht: Das Bild wirkt in dunk-

Said mit Zahiril Adzim,

Faizal Hussein, Pekin len Szenen recht schwammig und detailarm.

In hellen Sequenzen punktet

Ibrahim Disc BD 50 Bild

1,85:1 (1080p24, AVC)

die BD mit satt leuchtenden Farben

Ton DTS-HD MA (Englisch),

DTS 5.1 (Deutsch, und guten Kontrasten. Der dynamische

Sound erschafft eine angeneh-

Französisch) Untertitel

Deu., Engl., Franz., Nied. me, detailreiche Surroundkulisse. Dialoge

bleiben stets gut verständlich.

Extras Making Of, Interview

mit Regisseur Dain Im Bonusteil finden sich lediglich ein

Said Vertrieb Universal

wenig informatives Making Of sowie

VÖ: im Handel

ein interessantes Interview mit dem

Regisseur.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

THE ZERO HOUR

FILM: Keine guten Bedingungen für

eine Geburt: Die werdende Mutter

kommt mit einer Schussverletzung ins

Krankenhaus. Dort streikt allerdings

die Belegschaft. Was also tut der Papa

in spe? Gemeinsam mit seiner

schwer bewaffneten Gang stürmt er

eine noble Privatklinik, um dort eine

Notfall-Behandlung zu erzwingen.

Action / Venezuela

Dass dort bereits die Cops auf ihn warten,

macht die Sache nicht einfacher.

2010 / O-Titel La hora

cero / 102 Min. FSK 16

Regie Diego Velasco mit Hektisch ist das Erzähltempo und

Zapata 666, Amanda schnell sind die Schnittsequenzen –

Key, Erich Wildpret Disc und doch will der Funke der Gangsterstory

nicht recht überspringen.

BD 25 Bild 1,78:1

(1080p24, AVC) Ton

TECHNIK: Die Bilder sind auf BD

DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Spanisch) schwammig, blass und in den Bewegungen

unscharf. Der Ton überzeugt

Untertitel Deutsch

Extras BD Live Vertrieb hingegen: Auch wenn die Dialoge teils

Universum recht laut gepegelt sind, ist der Surroundeinsatz

satt. Mit einer BD-Live-

VÖ: im Handel

Funktion bietet die Blu-ray Disc nur

einen mageren Bonusteil.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

PAKT DER RACHE

FILM: Richtig gute Filme hat Nicolas

Cage lange nicht mehr gemacht. Aber

das scheint ihm egal zu sein. Hauptsache,

er steht vor der Kamera. Im

handwerklich soliden, aber wenig

überraschenden „Pakt der Rache“

spielt er einen Lehrer, der eine Gangsterorganisation

bittet, seine geschändete

Frau zu rächen. Dafür wollen sie

Thriller / USA 2011 /

eine moralisch fragwürdige Gegenleistung:

Gerard soll selbst zum Mör-

O-Titel Seeking Justice /

105 Min. FSK 16 Regie

Roger Donaldson mit der werden und einen vermeintlichen

Nicolas Cage, Guy Kinderschänder erledigen.

Pearce, January Jones TECHNIK: Der Sound der Blu-ray Disc

Disc BD 25 Bild 2,35:1 fegt dynamisch und raumgreifend

(1080p24, AVC) Ton

durch die Boxen. Die Optik wird auf

DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Englisch) BD von satten Farben und großem Detailreichtum

geprägt, allerdings ha-

Untertitel Deutsch

Extras Making Of, Interviews,

B-Roll, BD Live leichte Probleme. Ein knappes Making

ben Schärfe und Kontraste bisweilen

Vertrieb Universum VÖ: Of und langweilige Interviews sind

im Handel

die Kernstücke des durchschnittlichen

Bonusteils.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

PHASE 7

FILM: Was tun, wenn ein Killervirus

sein Unwesen treibt? Erst einmal Ruhe

bewahren. Nach dieser Maxime

handeln Coco und seine hochschwangere

Frau Pipi in dem spannenden

Thriller „Phase 7“. Dass ihr Mietshaus

unter Quarantäne steht, macht dem

Paar wenig aus. Erst, als die Nachbarn

allmählich durchdrehen und das Misstrauen

die Oberhand gewinnt, ergrei-

Thriller / Argentinien

2011 / O-Titel Fase 7 /

97 Min. FSK 16 Regie fen auch die beiden Maßnahmen zum

Nicolás Goldbart mit Selbstschutz.

Daniel Hendler, Jazmín TECHNIK: In beinahe klinisch anmutenden

Bildern wird die Geschichte

Stuart, Yayo Guridi Disc

BD 25 Bild 2,35:1 erzählt: Die Farben sind nicht zu bunt

(1080p24, AVC) Ton

und wirken fast steril. Während der

DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Spanisch) Kontrast gut umgesetzt wurde, kämpft

Untertitel Deutsch die BD gelegentlich mit der Schärfe.

Extras Entfallene Szenen Die Soundarrangements sind gelungen.

Sie punkten mit Bombast und ei-

Vertrieb Koch Media

VÖ: im Handel ner angenehmen Surroundkulisse. Als

Bonus gibt es lediglich einige uninteressante

entfallene Szenen.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

FILM: In 70 Metern Höhe steht Nick

Cassidy auf einem schmalen Sims.

Doch er wird nicht springen. Zumindest

vorerst. Denn was ihn dorthin getrieben

hat, ist nicht die Selbstmordabsicht

– sondern „Ein riskanter Plan“.

In dem spannenden Thriller will er

die Aufmerksamkeit der Polizei als Ablenkungsmanöver

nutzen, damit zwei

Thriller / USA 2011 /

O-Titel Man On A Ledge

Komplizen im Gebäude gegenüber einen

Diamanten stehlen können.

/ 102 Min. FSK 12 Regie

Asger Leth mit Sam TECHNIK: Die satten Farben der Bluray

Disc bleiben angenehm unauf-

Worthington, Elizabeth

Banks, Anthony Mackie dringlich. Auch die Schwarzwerte sind

Disc BD 25 Bild 2,35:1

top. Knackige Schärfe und ein hervorragender

Kontrast runden das klare

(1080p24, AVC) Ton

DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Englisch) Bild ab. Detailreich ist der Sound abgemischt:

Die Dialoge kommen ange-

Untertitel Deutsch

Extras Featurette: Am nehm und klar aus den Boxen. Sie werden

vom dynamischen Surroundein-

Abgrund Vertrieb Concorde

VÖ: 19.07.

satz unterstützt. Im Bonusteil der BD

gibt es nur ein kurzes, uninteressantes

Featurette.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

RA.ONE – SUPERHELD MIT HERZ

FILM: Als der Programmierer Shekhar

ein neues Computerspiel designt,

ahnt er nicht, welche Folgen seine Kreativität

hat: Der Superschurke RA.One

bahnt sich einen Weg ins echte Leben

und bedroht Shekars Familie. Jetzt

kann nur noch der gute Held G.One

helfen, der Shekar wie aus dem Gesicht

geschnitten ist. Das Bollywood-

Fantasy / USA, Indien

Spektakel überzeugt mit viel Gesang,

2011 / O-Titel: RA.One /

155 Min. FSK 12 Regie aufwendigen Massenszenen und spektakulären

Spezialeffekten.

Anubhav Sinha mit Shah

Rukh Khan, Kareena TECHNIK: Gerade die sehen auf Bluray

Disc sehr sauber aus. Kontrast und

Kapoor, Arjun Rampal

Disc BD 25 Bild 2,35:1 Schärfe wurden sehr gut herausgearbeitet,

und die Farbsättigung ist her-

(1080p24, AVC) Ton

DTS-HD MA 5.1

(Deutsch, Hindi) Untertitel

Deutsch Extras Während des gesamten Films besteht

vorragend. Der Sound ist bombastisch:

Songs, Making Of, Entfallene

Szenen, Making sche Surroundkulisse. Effekte setzen

eine satte, detailreiche und dynami-

Of der Songs, Im Studio gezielt Akzente. Im soliden Bonusteil

mit Akon Vertrieb Alive

findet sich unter anderem ein interessantes

Making Of.

VÖ: im Handel

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

Bahnt sich einen Weg in die reale Welt:

Superheld G.One (Shah Rukh Khan)

video-homevision.de | 08_2012

103


HOME ENTERTAINMENT | MUSIK

THE BEATLES – YELLOW SUBMARINE

In brillanten Farben zu sehen:

Die Fab Four im restaurierten

Zeichentrickabenteuer „Yellow

Submarine“.

FILMTIPP

SOUNDTIPP

Copyright für Szenenbilder: Subafilms Ltd.

JAN DELAY & DISKO NO.1 – HAMBURG ...

FILM: Im August 2011 bat Jan Delay

zum großen Finale seiner „Bahnhof

Soul“-Tournee auf die Trabrennbahn

in seiner Heimatstadt Hamburg und

fackelte ab, was ging. Die Konzert-BD

„Hamburg brennt!!“ ist kein imposantes

Tischfeuerwerk, sondern ein durchgeknallter

Flächenbrand. Der näselnde

Soul-Dandy im knallpinken Hemd

Pop / Deutschland 2011

/ 112 Min. FSK 0 mit erwartet nicht weniger als den vollen

Jan Delay Disc BD 25 Einsatz seiner 15.000 Fans. Die bekamen

dafür auch einige Gäste: unter

Bild 1,78:1 (1080p24,

AVC) Ton Dolby Digital anderem Das Bo, H.P. Baxxter und natürlich

Beginner-Sozius Denyo.

5.1, Linear PCM 2.0

Untertitel Keine Extras

TECHNIK: Dezent ist nichts an diesem

Keine Vertrieb Universal

Music VÖ: im Handel megalomanischen Auftritt: Saftige

Farben und knackige Schärfe machen

diesen Konzertmitschnitt zu einem

optischen Genuss. Dazu wummern

die Discobeats und Delays quäkige

Stimme druckvoll aus den Boxen. Extras

befinden sich nicht auf der Bluray

Disc.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

FILM: Die Menschen träumten von Frieden und

einer besseren Welt. Das Böse war böse und das

Gute gut. Damals, vor fast 45 Jahren, erschien

der kongeniale Zeichentrickfilm „Yellow Submarine“

(1968) der Beatles. In den imposanten, zeitlos

wirkenden Bildern des deutschen Designers

Heinz Edelmann reisen die vier Beatles durch

psychedelische Welten – und müssen das Pepperland

retten. Zuletzt war die DVD des meister-

Trickfilm / Großbritannien

1968 / 90 Min. haften Klassikers im Handel vergriffen, nun erscheint

er in einer restaurierten Fassung erstmals

FSK 6 Regie George

Dunning Sprecher John

Lennon, Paul McCartney, auf Blu-ray Disc. Genau das richtige Medium für

Ringo Starr, George diesen Film, mit seinen grellbunten Farben, dem

Harrison Disc BD 50 anarchischen und infantilen Humor – und einem

Bild 1,66:1 (1080p24, der besten Soundtracks aller Zeiten. Nur die Geschichte

könnte so ähnlich auch in einem Dis-

AVC) Ton DTS-HD MA

5.1 (E), Dolby Digital 5.1

(D, I) Untertitel D u.a.

ney-Film stattfinden: Das Paradies Pepperland

Extras Audiokommentar, wird durch die Blaumiesen – im Original die Blue

Making Of, Storyboard- Meanies – bedroht, die ihre Armeen nach Pepperland

schicken. Die einzige Rettung für das

Sequenzen, Originalzeichnungen,

Bildergalerie,

Interviews Vertrieb

friedliche Land des Glücks und der Musik ist die

Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band: Bewaffnet

mit ihren Instrumenten und Songs wie

EMI VÖ: im Handel

„Eleanor

Rigby“ und „Nowhere Man“ im Gepäck, stechen

John, Paul, George und Ringo mit einem

kleinen gelben Unterseeboot nach Pepperland in

See. Sie sollen zeigen, dass eines immer noch

gilt: „All You Need Is Love“.

TECHNIK: Die aufwendige Restauration, die ein

Expertenteam am Original-Material vornahm,

hat sich gelohnt: Auf Blu-ray Disc strahlen die

Farben brillant, die Schärfe ist bis auf wenige

Szenen hervorragend, und nur selten treten Artefakte

auf. Beim Sound wurde ebenfalls das bestmögliche

Ergebnis erzielt: Vor allem die englische

Spur auf BD überrascht mit perfekt arrangierten

räumlichen Effekten und druckvoller Musik.

Die deutsche Dolby-Digital-5.1-Fassung ist

sehr atmosphärisch, die Effekte klingen jedoch

bisweilen etwas dumpf. Das gute Bonusmaterial

rundet das Gesamtpaket mit spannenden Hintergrundinfos

ab: Neben einem Making Of über

die Arbeiten an dem Zeichentrickfilm bietet die

BD einen informativen Audiokommentar von

Produzent John Coates und Heinz Edelmann, sowie

Interviews mit Sprechern und Autoren.

Bild:

Ton:

Extras:

Film:

SIMPLY RED – LIVE AT MONTREUX 2003

FILM: Mit über 50 Millionen verkauften

Alben zählen Simply Red zu den

erfolgreichsten britischen Bands aller

Zeiten. Umso erstaunlicher war die

Auflösung der Band im Jahr 2010. Der

Konzertmitschnitt vom Montreux Jazz

Festival 2003 zeigt die Band in ihrer

späten, aber nicht minder schimmernden

Blüte. Natürlich spielten Simply

Pop / Schweiz 2003 /

Red Hits wie „Holding Back The Years“,

„Something Got Me Started“ oder

124 Min. FSK 0 mit

Simply Red Disc BD 50

Bild 1,78:1 (1080i50, „The Right Thing“.

AVC) Ton DTS-HD MA TECHNIK: Die BD bietet leider keine

5.1, Dolby Digital 5.1, überragende Optik: Schärfe und Kontrast

sind etwas schwammig. Die

Linear PCM 2.0 Untertitel

Keine Extras Sieben

Schwarzwerte sind zu hell und gehen

Songs vom Montreux

Konzert 2010 Vertrieb ins Graue. Lediglich die knackigen

Edel Germany VÖ: im Farben überzeugen, sie geben die

Handel Lichtshow brillant wieder. Der Ton ist

rundum gelungen: Gesang und Musik

kommen differenziert aus den Boxen.

Als Bonus gibt es sieben Songs

vom Konzert in Montreux 2010.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

THE RACONTEURS – LIVE AT MONTREUX 2008

FILM: Für die Jungs rund um den ehemaligen

Sänger der „White Stripes“,

Jack White, zählt nur eins: die Musik.

Die Band nutzt kein aufwendiges Bühnenbild

oder übertriebene Showelemente,

sie setzt voll auf ihren rockenden

Blues und das Publikum, das jede

Zeile des bekanntesten Raconteurs-

Song „Steady As She Goes“ frenetisch

Rock / Schweiz 2008 /

mitsingt. Die BD ist gut für ein erstes

103 Min. FSK 0 mit The

Raconteurs Disc BD 25 Reinhören: Der Mitschnitt vom Montreux

Jazz Festival bietet eine fast lü-

Bild 1,78:1 (1080i50,

AVC) Ton DTS-HD MA ckenlose Übersicht des Schaffens von

5.1, DD 5.1, Linear PCM „The Raconteurs“.

2.0 Untertitel Keine TECHNIK: Das Bild der BD ist verrauscht

und neigt zu Unschärfen bei

Extras Keine Vertrieb

Edel Germany VÖ: im

Handel Totalen. Naheinstellungen sind hingegen

gelungen. Am differenzierten

Sound ist nicht viel auszusetzen: Sowohl

der Surround- als auch der Stereomix

geben das Konzert klar, direkt

und wuchtig wieder. Es gibt keine Extras

auf der Blu-ray Disc.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

104


HOME ENTERTAINMENT | KLASSIKER

KLASSIKER DES MONATS

FILMTIPP

Geben ein attraktives und

unterhaltsames Ganovenpaar

ab: Paul Newman (links) und

Robert Redford.

POLICE ACADEMY 1 & 2

FILM: Auf immerhin sieben Teile

brachte es die „Police Academy“-Filmreihe.

Die ersten beiden sind jedoch

die lustigsten: Frauenschwarm Mahoney,

Waffennarr Tackleberry, Hüne

Hightower und Konsorten entern die

Polizeischule und verursachen jede

Menge Chaos. Viel Slapstick und

schrille Gagfeuerwerke sind das Markenzeichen

der Truppe.

Komödie / USA 1984 /

1985 / O-Titel Police

Academy / Police Academy

2 – Their First Assign-

die Filme ihr Alter nicht: Das Bild

TECHNIK: Ganz verstecken können

ment / 96 / 87 Min. FSK rauscht leicht, und es wirkt etwas zu

16 Regie Hugh Wilson blass. Gruselig ist dagegen der Ton –

mit Steve Guttenberg, er kommt als blecherner Monosound

Kim Cattral, G. W. Bailey

daher. Das ist vor allem dann schade,

Disc 2 x BD 25 Bild

1,78:1 (1080p24, AVC) wenn Michael Winslow seine grandiosen

Geräusch-Imitationen zum Be-

Ton DTS-HD MA 1.0

(Engl.), Dolby Digital 1.0 sten gibt. Als Bonusmaterial gibt es

(Dt. u.a.) Untertitel Dt. einen sehr unterhaltsamen Audiokommentar.

Darüber hinaus finden sich

u.a. Extras Making Of

u.a. Vertrieb Warner

zwei Making Ofs zu den beiden Filmen

auf den BDs.

VÖ: im Handel

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

DER CLOU

Komödie / USA 1973 /

O-Titel The Sting / 129

Min. FSK 12 Regie

George Roy Hill mit Paul

Newman, Robert Shaw,

Robert Redford Disc BD

50 Bild 1,85:1 (1080p24,

AVC) Ton DTS-HD MA

5.1 (Englisch), DTS 2.0

(Deutsch, Französisch,

Italienisch, Spanisch u.a.)

Untertitel Deutsch,

Englisch, Französisch u.a.

Extras Doku

Vertrieb Universal

VÖ: im Handel

FILM: Preisverdächtige Trickserei: Stolze sieben

Trophäen räumte die unterhaltsame Gaunerkomödie

„Der Clou“ (1973) bei der Oscarverleihung

1974 ab – unter anderem in den Kategorien

„Bester Film“, „Bestes Original-Drehbuch“

und „Beste Regie“. Zwar ging Robert Redford,

der ebenfalls für einen Award nominiert

war, leer aus. Sein furioser Auftritt an der Seite

von Filmpartner Paul Newman ist jedoch bis

heute überaus sehenswert. Zusammen geben

sie das Ganovenduo Hooker (Redford) und Gondorff

(Newman), das mit viel Witz und Charme

einen Unterweltboss an der Nase herumführt.

Zu diesem Zweck gründen die beiden Schlitzohren

ein Wettbüro: Der Mafioso soll dort als

Rache dafür, dass er Hookers Kollegen töten

ließ, ordentlich geschröpft werden. Allerdings

müssen sich die Trickbetrüger nicht nur mit jeder

Menge korrupter Polizisten, sondern auch

mit diversen Auftragskillern herumschlagen.

„Der Clou“ zeigt die schillernde Halbwelt der

30er-Jahre und entführt in eine Zeit, in der Ganoven

noch echte Charmeure waren und selbst

die skrupellosesten Gangster einem Ehrenkodex

folgten. Detailverliebte Settings und die

perfekt harmonierenden Darsteller lassen den

Film zu einem wahren Vergnügen werden.

TECHNIK: Auch optisch macht die Komödie

Spaß: Das sorgfältig restaurierte Bild der Bluray

Disc zeigt nur gelegentlich ein leichtes Rauschen.

Allerdings trübt das den guten Gesamteindruck

nicht weiter, sondern unterstreicht

die nostalgische Atmosphäre des Films. Die gedeckten

Farben sind gut gesättigt, Kontrast und

Schärfe wurden zufriedenstellend herausgearbeitet.

Auch die Schwarzwerte sind solide. Der

Ton liegt nur im englischsprachigen Arrangement

in HD-Qualität vor und bietet so gut wie

keinen Surroundeinsatz. Allerdings bedient der

Mix die Boxen detailreich und satt, während

die deutschsprachige 2.0-Spur recht schwachbrüstig

daherkommt. Im Bonusteil findet sich

lediglich die rund 56-minütige Dokumentation

„Der Clou – Das Kunstwerk“, die recht langatmig

ist und nur wenige interessante Informationen

bietet.

Bild:

Ton:

Extras:

Film:

CHARADE

FILM: Als Reggie Lampert aus dem

Skiurlaub zurückkommt, findet sie ihr

Appartement leer vor: Ihr Mann wollte

sie verlassen, schaffte es jedoch nur

bis ins Leichenschauhaus. Die frischgebackene

Witwe sieht sich nun mit

einer Reihe dubioser Gestalten konfrontiert,

die es auf das Vermögen des

Toten abgesehen haben. Cary Grant

Komödie / USA 1963 /

114 Min. FSK 12 Regie

und Audrey Hepburn stacheln sich in

Stanley Donan mit Cary dieser grandiosen Komödie gegenseitig

zu Höchstleistungen an.

Grant, Audrey Hepburn,

Walter Matthau Disc BD TECHNIK: Der HD-Transfer auf Bluray

Disc ist leider nicht besonders gut

25 Bild 1,85:1 (1080p24,

AVC) Ton DTS-HD MA

gelungen: Die Farben sind zwar satt,

2.0 (Deutsch, Englisch)

Untertitel Deutsch wirken aber unnatürlich überzeichnet.

Schärfe und Kontraste sind sel-

Extras Keine Vertrieb

Eurovideo VÖ: im Handel ten punktgenau, immer wieder ist das

rauschige Bild verschwommen. Auch

der Sound ist alles andere als perfekt:

Die Dialoge klingen blechern, und der

HD-Mix bedient vor allem die Frontboxen.

Extras gibt es nicht.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

AIRPORT

FILM: „Airport“ gilt als der Katastrophenfilm,

der das Genre nachhaltig

prägte. Auf einem US-Flughafen droht

ein Unglück, als eine Maschine notlanden

will: Es tobt ein Schneesturm,

und die Landebahn wird von einem

havarierten Jet blockiert. Nun ist es

an allen Beteiligten, trotz zahlreicher

privater Probleme einen kühlen Kopf

Action / USA 1970 / 136

Min. FSK 12 Regie zu bewahren. Auf das spannende, gut

George Seaton mit Burt gespielte Action-Drama folgten ganze

drei Fortsetzungen.

Lancaster, Dean Martin,

Jean Seberg Disc BD 50 TECHNIK: Das saubere Bild zeigt gelegentlich

leichte Unschärfen, weist

Bild 2,35:1 (1080p24,

AVC) Ton DTS-HD MA

jedoch keine Artefakte auf. Kontraste

5.1 (Englisch), DTS 2.0

(Deutsch, Ital. u.a.), DTS und Schwarzwerte wurden solide umgesetzt,

und auch die Detailzeichnung

5.1 (Port. Span.) Untertitel

Deutsch, Englisch, ist gelungen. Die gedeckten Farben

Französisch, Italienisch, sind gut gesättigt. Während der HD-

Spanisch u.a. Extras Sound satt, aber frontlastig ist, enttäuscht

die dünne DTS-Spur mit Rau-

Keine Vertrieb Universal

VÖ: im Handel

schen und blechernem Klang. Extras

gibt es nicht.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

HARD CANDY

FILM: Dieser mitreißende Psycho-

Thriller ist eine schauspielerische

Glanzleistung: In einem Chat lernen

sich der Frühdreißiger Jeff und die

14-jährige Hayley kennen. Als sie sich

in einem Café treffen, bietet Hayley

dem Fotografen ohne Umschweife an,

mit ihm nach Hause zu kommen und

für ein erotisches Shooting zu posieren.

Nach einem Drink verliert Jeff

Thriller / USA 2004 /

104 Min. FSK 18 Regie

das Bewusstsein und erwacht in Fesseln.

Hayley beschuldigt ihn eines pä-

David Slade mit Ellen

Page, Patrick Wilson,

Sandra Oh Disc BD 25 dophilen Verbrechens.

Bild 2,35:1 (1080p24, TECHNIK: Satte, gedeckte Farben, ordentliche

Kontraste und gute Schär-

AVC) Ton DTS-HD MA

5.1 (Deutsch, Englisch)

fewerte zeichnen die Blu-ray-Optik

Untertitel Deutsch,

Englisch Extras Doku,

aus. Der frontlastige HD-Sound gibt

Audiokommentare, die Dialoge klar wieder, hätte aber insgesamt

etwas mehr Volumen vertra-

Featurette, Entfallene

Szenen, BD Live gen und die Surroundboxen besser

Vertrieb Universum einbinden können. Die umfangreichen

VÖ: im Handel

Extras beinhalten unter anderem zwei

vorzügliche Audiokommentare.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

Hayley (Ellen Page)

beschuldigt einen

Fotografen, ein

Mädchen sexuell

missbraucht zu

haben. Doch der

Mann erinnert sich

angeblich an nichts.

video-homevision.de | 08_2012

105


HOME ENTERTAINMENT | TV-SERIEN / VORSCHAU

HAWAII FÜNF-NULL – STAFFEL 1

FILM: Bereits von 1968 bis 1980 wurden

zwölf Staffeln der US-amerikanischen

Krimiserie produziert, die gelungene

Neuauflage bescherte SAT.1

ordentliche Quoten. Dreh- und Angelpunkt

ist der ehemalige Marineoffizier

Steve McGarrett, der mit seinen

Kollegen auf Hawaii spannende Fälle

lösen muss. Auch spektakuläre

Krimiserie / USA 2010 / Actionsequenzen kommen in der Erfolgsserie

nicht zu kurz.

O-Titel Hawaii Five-0 /

1030 Min. FSK 16 Regie

Brad Turner, Chris Fisher TECHNIK: Das Inselparadies präsentiert

sich in satt leuchtenden Farben.

u.a. mit Alex O‘Loughlin,

Scott Caan, Daniel Dae Schärfe und Kontrast werden von der

Kim Disc 6 x BD 50 Bild Blu-ray Disc sehr gut wiedergegeben.

1,78:1 (1080p24, AVC) Auch die Schwarzwerte sind hervorragend.

In dunken Szenen rauscht das

Ton DTS-HD MA 5.1

(Englisch), DTS 5.1

(Deutsch) Untertitel Bild allerdings etwas. Dem Dolby-Digital-Mix

fehlt es an Dynamik. Insge-

Deutsch Extras Making

Of, Patzer, Entfernte samt klingt er jedoch satt und schafft

Szenen u.a. Atmosphäre. Der üppige Bonusteil bietet

einige sehenswerte Beiträge, da-

Vertrieb Paramount

VÖ: im Handel

runter ein Making Of.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

SHERLOCK – STAFFEL 2

FILM: Simsen, Twittern, Bloggen –

und nebenbei die Welt retten. Es ist

unglaublich spannend und unterhaltsam,

wie die rasante, vor skurrilen

Ideen fast platzende Handlung in der

zweiten Staffel „Sherlock “ das Ermittlerduo

Holmes und Watson ihrem Erzfeind

Moriarty näherbringt. Die Modernisierung

von Sir Arthur Conan

Krimiserie / Großbritannien

2011 / O-Titel Doyles Geschichten über den Gentlemanschnüffler

gelang der BBC aus-

Sherlock / 266 Min. FSK

12 Regie Paul McGuigan,

Toby Haynes mit TECHNIK: Die Doppel-BD gehört technehmend

gut.

Benedict Cumberbatch, nisch zum Besten, was in puncto TV-

Martin Freeman, Andrew

Serien zu haben ist: Das Bild macht

Scott Disc 2 x BD 50

Bild 1,78:1 (1080i50, mit klaren Kontrasten, knackiger

AVC) Ton DTS-HD MA Schärfe und satten Farben eine außerordentlich

gute Figur. Der effektrei-

5.1 (Deutsch, Englisch)

Untertitel Deutsch, che HD-Sound ist dynamisch und

Englisch Extras Making raumfüllend. Als Bonus gibt es zwei

Of, Episodenkommentare,

Booklet Vertrieb Poly-

unterhaltsame Episodenkommentare,

ein launiges Making Of sowie ein

band VÖ: im Handel

informatives Booklet.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

CAMELOT

FILM: Schwertkampf und Magie,

mächtige Männer, schöne Frauen, Liebe

und Verrat – die Geschichten um

König Arthur und die Ritter der Tafelrunde

bieten mehr als genug Stoff für

spannende Fernsehabende. Die Serie

„Camelot“ punktet mit Starbesetzung

– unter anderem spielen Bondgirl Eva

Green und Ralph Fiennes mit –, schielt

Fantasy / Irland, USA,

aber häufig ein wenig zu sehr in Richtung

Seifenoper.

Kanada, Großbritannien

2011 / O-Titel Camelot

/ 496 Min. FSK 16 TECHNIK: Auf Blu-ray Disc ist das Ritterspektakel

ein echter Hingucker:

Regie Ciarán Donnelly

u.a. mit Eva Green, Schärfe und Detailzeichnung bieten

Jamie Campbell Bower, kaum Anlass zur Klage, die Optik wird

Joseph Fiennes Disc 2 x

von einer natürlichen Farbwiedergabe

geprägt. Leider stimmen die Kon-

BD 50 Bild 1,78:1

(1080p24, AVC) Ton

DTS-HD MA 5.1 traste und Schwarzwerte nicht immer.

(Deutsch, Englisch) Der Sound wurde als atmosphärischer

Untertitel Englisch 5.1-Mix abgelegt. Die Surroundboxen

Extras Interviews, B-Roll kommen regelmäßig zum Einsatz, die

Vertrieb Universum

Dialoge sind klar. Der Bonusteil ist leider

recht mager und belanglos.

VÖ: im Handel

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

Benedict Cumberbatch (links) und Martin

Freeman spielen ein tolles Schnüffler-Duo.

In der Arena geht es für

Spartacus (Andy Whitfield) um

Leben und Tod.

SPARTACUS: BLOOD AND SAND – STAFFEL 1

FILM: Im alten Rom ging es bekanntermaßen

wüst zu: Es wurde gevögelt,

herumgehurt und Blut vergossen.

„Spartacus: Blood And Sand“ macht

aus der antiken Geschichte ein kurzweiliges,

aber brutales TV-Vergnügen

rund um den Sklaven Spartacus, der

einst den berühmten Aufstand anzettelte.

Tragisch: Spartacus-Darsteller

Action / USA 2010 / 684 Andy Whitfield erlag im vergangenen

Min. FSK 18 Regie

Jahr seinem Krebsleiden.

Michael Hurst, Rick

Jacobson u.a. mit Andy TECHNIK: Das kontrastreiche, scharfe

Bild wird von satten Sepia- und

Whitfield, John Hannah,

Manu Bennett Disc 4 x Sandtönen dominiert. Die Detailzeichnung

ist exzellent, und die Schwarz-

BD 50 Bild 1,78:1

(1080p24, AVC) Ton werte wurden gut herausgearbeitet.

Dolby Digital 5.1

Gelegentlich mutet die Optik etwas

(Deutsch, Englisch u.a.)

Untertitel Deutsch, zu weich an. Der solide arrangierte

Englisch u.a. Extras Sound schafft nur bedingt Atmosphäre,

gibt Dialoge jedoch klar wieder. Im

Hinter den Kulissen,

Featurettes u.a. Bonusteil finden sich unter anderem

Vertrieb Fox

zahlreiche Featurettes und ein Blick

VÖ: im Handel

hinter die Kulissen.

Bild:

Extras:

Ton:

Film:

VORSCHAU | HEFT 09_2012

YOUNG ADULT

Drama, Kauf: 26.07.

KING OF DEVIL‘S ISLAND

Drama, Kauf: 27.07.

BD DES MONATS

DIE TRIBUTE VON PANEM –

THE HUNGER GAMES

NEU IM KINO

THE DARK

KNIGHT RISES

HAYWIRE – TRAU‘ KEINEM

Action, Verleih: 19.07. / Kauf: 09.08.

OFFROAD

Komödie, Kauf / Verleih: 02.08.

THE MUSIC NEVER STOPPED

Drama, Verleih: 01.08. / Kauf: 03.08.

JONAS

Komödie, Verleih: 02.08. / Kauf: 09.08.

Action, Verleih 18. 8. / Kauf: 30.08.

Spannende Jugendbuchverfilmung: Die

junge Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence)

lehnt sich gegen einen grausamen Staat auf.

Christian Bale muss als Batman

Gotham City einmal mehr vor einem

fiesen Schurken retten. – Start: 26.07.

Weitere Neustarts, Filmbesprechungen,

Interviews und Starporträts finden Sie auf

www.video-homevision.de/kino

106


LESERAKTION | DIE BESTEN HEIMKINOS 2012

Heimkino-Star gesucht

Deutschland sucht den (Heim-)

Kino-Star: Werden Sie der König

der Hobbykeller-Cineasten!

Gemeinsam mit Lautsprecher-

Spezialist Teufel suchen wir in diesem

Jahr bereits zum zweiten Mal das

schönste deutsche Heimkino und die

stattlichste DVD- und Blu-ray-Sammlung

eines Privathaushalts.

Das Thema Heimkino boomt mehr

denn je, ob im Wohnzimmer mit großen

Flat-TVs und aufwendigen Surround-Systemen

oder im Hobbyraum

mit Projektor, Leinwand und Kinosesseln.

Und der Run auf DVDs und Blurays

ist in Deutschland ungebrochen.

Doch wie leben echte Heimkino-Fans

ihr Hobby zu Hause aus?

Zeigen Sie es uns! Gewähren Sie

uns einen Einblick in Ihr Heiligtum!

Eine Fachjury der Video-HomeVision-

Redaktion wird alle eingesandten

Fotos sichten, bewerten und die Gewinner

küren. Und bitte keine falsche

Scheu: Prämiert werden nicht zwingend

die teuersten, aufwendigsten

Installationen. Bei der Auswahl der

Besten spielen für die Jury vor allem

die Individualität und die sichtbare,

persönliche Leidenschaft für das Thema

Heimkino und Film die Hauptrolle.

Die schönsten Motive veröffentlichen

wir in den Herbst-Ausgaben von

Video-HomeVision sowie im Internet

unter www.video-magazin.de.

So sind Sie dabei

Registrieren Sie sich online und Sie

erhalten einen Bestätigungs-Link per

Mail. Auf der Bestätigungsseite laden

Sie bitte ein aussagekräftiges Foto

der eigenen DVD- und Blu-ray-Sammlung

oder des selbst gestalteten Heimkinos

hoch (maximal 10 MByte) – fertig.

Unter allen Teilnehmern verlosen

wir gemeinsam mit Lautsprecher Teufel

das 5.1-Surround-Set System 10

THX Ultra 2 im Wert von 8.000 Euro

als Hauptpreis. Zudem gibt es zehn

aktuelle Blu-ray-Filme zu gewinnen.

Be werben Sie sich unter der Web-

Adresse www.video-magazin.de/

heimkino2012. Einsendeschluss:

30.8.12. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mitarbeiter der WEKA ME-

DIA PUBLISHING GmbH und der

Lautsprecher Teufel GmbH und deren

Angehörige dürfen nicht teilnehmen.

Das können

Sie gewinnen!

Auf den Gewinner unserer Heimkino-Aktion wartet das

sensationelle System 10 von Lautsprecher Teufel, das

weltweit größte THX-Lautsprecher-Set mit Ultra 2-Zertifizierung.

Das 5.1-Surround-Set erhielt im Video-HomeVision-Test

in Ausgabe 10/2011 die Note „sehr gut“.

Als 2. bis 11. Preis gibt es zehn brandaktuelle Blu-ray Discs

zu gewinnen, die jedes Heimkino in Bild und Ton perfekt

ausreizen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und wünschen

viel Glück!

video-homevision.de | 08_2012

107


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Samsung UE40ES6300

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Humax HD NANO

• Satelliten-Receiver • DVB-S2-Tuner • HDTV 1080i

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Panasonic TX-P50VT50E

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• 1.920x1.080 Pixel (Full HD, 1080p) • Dual Core Pro4

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• Energieeffizienzklasse: C

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