HDTV Playstation 3: Eine für Alles (Vorschau)
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NR. 3 MAI/JUNI 2007<br />
Ihr Ratgeber <strong>für</strong> Audio, Video und Heimkino<br />
87 LCD- UND<br />
PLASMA-TVS<br />
AUF EINEN<br />
BLICK<br />
OHRENWEIDE<br />
Jamo-Lautsprecher<br />
verzaubern die Sinne<br />
BESSERE BILDER<br />
Plasma, Beamer und<br />
LCD optimal eingestellt<br />
FAULER ZAUBER?<br />
Wie Einmesssysteme<br />
den Klang beeinflussen<br />
PLAYSTATION 3<br />
EINE FÜR ALLES<br />
Bilder archivieren<br />
Musik speichern<br />
Filme auf Blu-ray<br />
im Internet surfen<br />
Spiele in HD<br />
Linux-PC<br />
WORKSHOP<br />
+ TEST<br />
HEIMKINOFUTTER: 15 TOP-AKTUELLE<br />
BLU-RAYS UND HD DVDS VORGESTELLT<br />
SPITZEN-<br />
BEAMER<br />
Top-Projektoren<br />
von Benq, JVC und<br />
Panasonic im Test
NR. 3 MAI/JUNI 2007<br />
Ihr Ratgeber <strong>für</strong> Audio, Video und Heimkino<br />
87 LCD- UND<br />
PLASMA-TVS<br />
AUF EINEN<br />
BLICK<br />
OHRENWEIDE<br />
Jamo-Lautsprecher<br />
verzaubern die Sinne<br />
BESSERE BILDER<br />
Plasma, Beamer und<br />
LCD optimal eingestellt<br />
FAULER ZAUBER?<br />
Wie Einmesssysteme<br />
den Klang beeinflussen<br />
PLAYSTATION 3<br />
EINE FÜR ALLES<br />
Bilder archivieren<br />
Musik speichern<br />
Filme auf Blu-ray<br />
im Internet surfen<br />
Spiele in HD<br />
Linux-PC<br />
WORKSHOP<br />
+ TEST<br />
HEIMKINOFUTTER: 15 TOP-AKTUELLE<br />
BLU-RAYS UND HD DVDS VORGESTELLT<br />
SPITZEN-<br />
BEAMER<br />
Top-Projektoren<br />
von Benq, JVC und<br />
Panasonic im Test
EDITORIAL<br />
Tests statt Messe<br />
Wenn Sie sich noch an das letzte Editorial erinnern können,<br />
wissen Sie, dass es um die Consumer Electronic Show<br />
in Las Vegas ging. Jetzt könnte ich nahtlos an die Cebit in<br />
Hannover anschließen und mich so von Messe zu Messe<br />
hangeln. Und obwohl <strong>HDTV</strong> auf der einstigen Computermesse<br />
bei Empfangs- und Wiedergabegeräten durchaus<br />
ein Thema war, verweise ich an dieser Stelle doch lieber<br />
auf unseren Bericht ab Seite 13.<br />
Ob die Unterhaltungselektronik auch in Zukunft auf der<br />
Cebit stark vertreten ist, darf angesichts der vielen Meldungen<br />
über die Stärkung des Händlerbereichs fraglich<br />
sein. Weniger Show mehr Cash lautet das diesjährige<br />
Motto in Hannover, das auch Früchte trägt. Die meisten Hersteller ziehen ein positives<br />
Fazit. Während auf der Cebit die Produkte von morgen vorgestellt wurden,<br />
präsentieren wir Ihnen in der HD+TV die Unterhaltungselektronik, die Sie bereits<br />
heute in den Läden finden. Dazu gehört endlich auch die <strong>Playstation</strong> 3, die nicht nur<br />
in unserer Redaktion sehnlichst erwartet wurde. Ob die Konsole die Erwartungen<br />
erfüllt, lesen Sie ab Seite 56.<br />
Absolut im Kommen sind Beamer <strong>für</strong> das Heimkino. Bereits in der letzten Ausgabe<br />
schickten wir Mitsubishi und Sim2 durch unsere Teststrecken. In dieser Ausgabe<br />
müssen sich die neuesten Projektoren von Panasonic, JVC und Benq beweisen.<br />
Wer am besten abschneidet, wird ab Seite 73 verraten.<br />
Ebenfalls <strong>für</strong>s Auge finden Sie in dieser Ausgabe einen Test des HD-XE1 und des<br />
neuen <strong>HDTV</strong>-Receivers von Kathrein vor. Das Ohr soll aber nicht zu kurz kommen.<br />
Ab Seite 44 erklären wir die Unterschiede zwischen den Einmess-Systemen <strong>für</strong> Lautsprecheranlagen<br />
und geben nützliche Tipps, wie Sie daheim die beste Einstellung<br />
<strong>für</strong> Ihre Lautsprecher herausfinden können. Passend hierzu haben wir das aktuelle<br />
Lautsprecherset von Jamo (ab Seite 85) sowie den Denon AVR 2307 (ab Seite 80)<br />
genauer unter die Lupe genommen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.<br />
MARC HANKMANN<br />
CHEFREDAKTEUR<br />
Anzeige
Bildreferenz<br />
JVCs D-ILA-Projektor<br />
zeigt Bilder wie noch nie<br />
ab Seite 73<br />
73<br />
64<br />
Gutes noch besser<br />
Toshibas HD-DVD-Player<br />
im Test<br />
42<br />
Klangwelten<br />
Was verspricht Surround<br />
im Heimkino<br />
38<br />
Hintergrundspezial<br />
Der Weg des<br />
Dokumentarfilmes<br />
IN DIESER AUSGABE<br />
Lesen Sie auch DIGITAL FERNSEHEN<br />
Das Medienmagazin berichtet jeden<br />
Monat aktuell über alles Wissenswerte<br />
rund um das Digital-TV. Die<br />
aktuelle Ausgabe ist jetzt am Kiosk<br />
erhältlich.<br />
NEUES<br />
06 Der Sinn der CeBIT<br />
07 Newsticker<br />
12 Hintergrund: CeBIT<br />
15 Leserbriefe<br />
STANDARDS<br />
03 Editorial<br />
71 Prämienabo<br />
82 Ruckelfreie Bildwiedergabe<br />
83 Heftnachbestellung<br />
87 HD+TV-Abo<br />
90 Testübersicht<br />
93 Anschlusstabelle<br />
94 Marktübersicht/Inserenten<br />
96 Frequenzen<br />
98 <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />
INHALTE<br />
17 HD <strong>für</strong> den kleinen Geldbeutel<br />
18 Hochauflösende Kost<br />
via Satellit<br />
20 Raumklang <strong>für</strong>s Handy<br />
22 HD-Kamera im Miniformat<br />
24 Fachhändlerreport:<br />
Audioreferenz in Hamburg<br />
28 Programmhöhepunkte auf<br />
Premiere HD<br />
30 Spiele <strong>für</strong> Xbox 360 und PS3<br />
32 Neues aus der Scheibenwelt:<br />
Aktuelle Blu-ray Discs<br />
und HD DVDs<br />
38 Dokumentarfilm-Produktion<br />
004 www.hdplustv.de<br />
Titelbild: Auerbach Verlag, Benq, Jamo, JVC, Linux, Panasonic, Sony, Warner Bros.– „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ab 20. 04. 07 auf HD DVD erhältlich
HD total<br />
Programme, Filme und Spiele ab Seite 28<br />
28<br />
www.hdplustv.de<br />
WISSEN<br />
41 Versprechen der Hersteller<br />
42 Kino trifft Heimkino<br />
44 Autoeinmessung erklärt<br />
46 Optimale Bildeinstellung<br />
48 Kontrast wichtiger<br />
als Bildschärfe?<br />
50 Videokonverter und<br />
ihre Möglichkeiten<br />
52 Bildqualität:Bitrate<br />
von Premiere<br />
54 Erfinder der Fernbedienung<br />
56 Workshop: <strong>Playstation</strong> 3<br />
60 Samsung-Initiative <strong>für</strong><br />
bessere Bildqualität<br />
<strong>Playstation</strong> 3<br />
Workshop und Test zu Sonys<br />
Geheimwaffe ab Seite 56<br />
KAUFBERATUNG<br />
61 Fürsorgepflicht der Hersteller<br />
62 <strong>Playstation</strong> 3 startet in Europa<br />
64 HD-DVD-Player: Toshiba HDXE1<br />
66 Neuer <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
von Kathrein<br />
68 Full-HD-LCD von Sony<br />
70 Blu-ray unterwegs:<br />
Sony-Notebook im Test<br />
73 Projektorreferenz JVC DLA-HD1<br />
76 Farbenpracht: LCD-Projektor<br />
von Panasonic<br />
78 Hell und leise: DLP-Projektor<br />
W10000 von Benq<br />
80 Großer Klang <strong>für</strong> kleine<br />
Geldbeutel: Denon AVR 2307<br />
Die<br />
Website<br />
<strong>für</strong> das<br />
bessere<br />
Fernsehen<br />
Inhalt: Electronic Arts, Hee Seong Han, JVC, Morguefile.com, Sony, Anna Christina Spanlang, Toshiba, Warner<br />
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www.hdplustv.de
NEUES<br />
Der Sinn der Cebit<br />
Jedes Jahr streiten die Experten der Unterhaltungselektronik (UE) aufs Neue<br />
über den Sinn der CeBIT. Zweifelsohne ist diese Messe <strong>für</strong> die Computerbranche<br />
das Highlight des Jahres, aber lohnt sich die CeBIT auch nach der<br />
jährlichen Taktung der Internationalen Funkausstellung (IFA) weiterhin <strong>für</strong><br />
die UE-Branche?<br />
So recht kann dies wohl keiner beantworten, denn zum einen ist es fast<br />
unmöglich auf beiden Messen neue Innovationen zu präsentieren, zum<br />
anderen verschmelzen Computer und Heimelektronik immer mehr. Wo soll<br />
nun die Grenze gezogen werden? Die Spielekonsole wird zeitgleich zum<br />
Blu-Ray-Player und sollte deshalb auch am 42-Zoll-Plasma betrieben werden.<br />
Wer erklärt künftig dem Fachbesucher, dass er neben der CeBIT auch<br />
auf die IFA muss, um die komplette Technik sehen zu können? Denn wenn<br />
wirklich eine Trennung zwischen UE- und IT-Branche eintritt, sind Flachbildfernseher<br />
wie sie Sharp, Toshiba und Panasonic noch in diesem Jahr ausstellten,<br />
bald nicht mehr auf der CeBIT zu finden.<br />
<strong>Eine</strong> strikte Trennung ist längst nicht mehr möglich. Deshalb wird wohl die<br />
Industrie in den sauren Apfel beißen müssen und zwei jährliche Veranstaltungen<br />
durchführen. Auch wenn dies neue finanzielle Belastungen <strong>für</strong> die<br />
Betroffenen bedeutet, ist es ein notwendiges Übel.<br />
Einzig über die Ausrichtung lässt sich weiter streiten. Seit Jahren ist bekannt,<br />
dass die CeBIT europaweit eine der teuersten Messen ist. Hotelzimmer<br />
von durchschnittlich 200 Euro pro Nacht schrecken Fachbesucher<br />
und mittlerweile sogar den ein oder anderen Hersteller ab. Nach mehreren<br />
Jahren hat dies nun endlich auch die Messeleitung eingesehen und die<br />
Gastwirte und Hoteliers aufgefordert, humanere Preise anzusetzen. Aber<br />
lässt sich diese Problem mit einem Fingerzeig beseitigen? Wohl eher nicht,<br />
attraktive Gegenangebote an die Dienstleister müssen hier auch von Seite<br />
der Messeleitung getätigt werden. Kein marktwirtschaftlich arbeitendes<br />
Unternehmen verzichtet freiwillig auf zusätzliche Einnahmen.<br />
Auch am Design der Messe soll sich etwas verändern. Nach Abschluss der<br />
diesjährigen CeBIT kommen die Betonstände der großen Unternehmen<br />
unter den Hammer. Zeit wird es, denn die immer gleich aussehenden Stände<br />
sind wahrhaftig kein Hingucker mehr. Es bleibt spannend, was die Verantwortlichen<br />
in den kommenden Monaten bewegen können, um wieder<br />
mehr Pepp in diese eingeschlafene Messe zu bekommen. Der CeBIT selbst<br />
wird jede Veränderung gut tun.<br />
Ricardo Petzold<br />
Redaktion HD+TV<br />
006 www.hdplustv.de
Bundesliga wieder in <strong>HDTV</strong><br />
Anixe HD sorgt einmal mehr <strong>für</strong> eine Überraschung. Der frei empfangbare HD-<br />
Sender zeigt die Heimspiele des FC Schalke 04 in HD-Qualität – allerdings immer<br />
ein paar Tage später. „Dienstag ist bei uns jetzt immer Fußballtag“, bestätigte<br />
Jennifer Lapidakis, Sendeleiterin von Anixe HD, auf Nachfrage von HD+TV. Jeden<br />
Dienstag um 20.15 Uhr ist Fußballzeit bei Anixe. Sollte ein Champions-League-<br />
Dienstag sein, dann werden die Schalke-Spiele verlegt. Die in HD produzierten<br />
Partien werden von Anixe in voller Länge und in HD-Qualität ausgestrahlt. Zu<br />
empfangen ist das Fußballangebot dann sowohl über die Astra-Satelliten als auch<br />
bei Kabel BW und im Internet. Darauf hat sich Anixe mit den Verantwortlichen<br />
des FC Schalke 04 sowie der Deutschen Fußball Liga (DFL) geeinigt. „Wir sind<br />
unglaublich froh, den FC Schalke 04 <strong>für</strong> unser Programm gewonnen zu haben“,<br />
freut sich Lapidakis, „das ist ein Riesenerfolg <strong>für</strong> uns“. Als Moderator <strong>für</strong> die Bundesligapartien<br />
konnte Anixe den aus dem Ruhrgebiet stammenden Fußballexperten<br />
Uli Potofski gewinnen, der früher „Anpfiff“ auf RTL moderiert hat. RP<br />
ewsticker<br />
Bilder: Anixe, Auerbach Verlag, LG, Schalke 04<br />
Dual hält besser<br />
Der bekannte Hersteller LG bringt mit dem Super Multi Blue Player BH-100 eine<br />
kleine Sensation auf den heiß umkämpften Elektronikmarkt. Er ist momentan der<br />
einzige Player, der sowohl Blu-Ray-Discs als auch HD-DVDs lesen kann. Für all jene,<br />
denen der anhaltende Formatkampf bereits Kopfschmerzen bereitet, bringt der<br />
BH-100 wieder sorgenfreie Tage. Zudem liefert er eine native Full-HD-Auflösung,<br />
welches besonders die Heimkinofreunde erfreuen dürfte. Das elegante schwarze<br />
Aluminiumdesign und die einfache Bedienung sprechen <strong>für</strong> das Gerät. Da der<br />
kleine Player auch möglichst mit Full-HD betrieben werden kann, bringt LG dazu<br />
noch die zwei passenden Displays auf den Markt: ein LCD-Full-HD-Gerät und<br />
einen Plasma, ebenfalls in 1 080p-Full-HD-Auflösung. Der LCD-Fernseher LY96<br />
besticht durch schickes Pianolackdesign und einer Auflösung von 1 920 × 1 080<br />
Pixeln. Das speziell entwickelte Farbraummanagement sorgt <strong>für</strong> eine noch bessere<br />
Farbdarstellung und detailgetreue Bildwiedergabe. Ebenfalls bringt die Pure-<br />
Black-Technologie tiefsattes Schwarz auf die Mattscheibe. Die zwei integrierten<br />
Tuner <strong>für</strong> analoges und digitales Fernsehen und zwei HDMI-Schnittstellen lassen<br />
alles weitere überflüssig erscheinen. Insgesamt sind vier Bildschirmgrößen von 37<br />
bis 52 Zoll erhältlich. MG<br />
+++ IN DEN USA ÜBERTRAFEN DIE BLU-RAY-VERKÄUFE DIE HD-DVD-VERKAUFSZAHLEN IM ZWEITEN MONATE IN FOLGE. IN<br />
DEUTSCHLAND IST DAS HD-DVD-FORMAT AUFGRUND DER SPÄTEN EINFÜHRUNG DER PLAYSTATION 3 UND ÜBERHÖHTEN FILM-<br />
Neues | HD+TV | 3.2007 007
KEF auf Kundenjagd<br />
KEF veröffentlicht eine neue Reihe von High-End-Lautsprechern,<br />
die in der „Reference“-Serie integriert wurden. Zur Wahl stehen<br />
die Regallautsprecher 201/2 und die Standlautsprecher 203/2, das<br />
3-Wege-System 205/2 und der größte Monitor dieser Reihe, der<br />
4-Wege-Lautsprecher 207/2. Die Technik wurde laut Hersteller<br />
verbessert, es wurden nur ausgewählte Materialien verwendet.<br />
Grundlage klangneutraler Reproduktionen ist das eigens entworfene<br />
„Austin-Konzept“. Mit einem Frequenzgang von 40 Hertz bis<br />
60 Kilohertz und den Übergangsfrequenzen jeweils bei 120 Hertz,<br />
350 Hertz, 2,3 Kilohertz soll das Flaggschiff, der 207/2er, die Kunden<br />
beeindrucken. Die Impedanz beträgt acht Ohm, der maximale<br />
Schalldruck 117 Dezibel, das Gewicht eines Monitors zählt 66 kg<br />
und d ie M aße liegen b ei ( H × B × T) 1 226 × 400 × 685 mm. AL<br />
Premiere-HD tauglich dank Update<br />
Dank eines über Satellit ausgestrahlten Updates <strong>für</strong> die Alphacrypt-Module sind diese nun<br />
auch <strong>für</strong> die Decodierung der Premiere-HD-Kanäle geeignet. Vorausgesetzt Sie haben eine<br />
<strong>für</strong> <strong>HDTV</strong> freigeschaltete Premiere-Smartcard. Auf diese Weise können die <strong>HDTV</strong>-Programme<br />
im Premiere-Paket mit einem Modul der Alphacrypt-Baureihe auch mit einem nicht lizenzierten<br />
CI-Receiver empfangen werden. Das Update <strong>für</strong> die Module wird über den ORF-<br />
Transponder auf Astra (Frequenz 12,692 GHz horizontal SR 22 000, FEC 5/6) ausgestrahlt.<br />
Nach dem Zappen auf einen in dem Paket enthaltenen Sender öffnet sich automatisch ein<br />
Popup-Fenster auf dem Bildschirm. Wenn Sie dies mit der „OK-Taste“ bestätigen, wird das<br />
Update automatisch installiert. RP<br />
Generationswechsel<br />
Der holländische Hersteller Philips stellt nach nur einem Jahr die Scanning-Backlight-Technologie<br />
wieder ein. Diese Technologie sollte vor<br />
allem scharfe Bewegungsabläufe sichern. Ersatz <strong>für</strong> dieses Verfahren<br />
wird die konventionelle 100-Hertz-Technik sein. Deshalb bleibt auch<br />
das „Clear LCD“-Label auf der Frontseite der Geräte. Grund <strong>für</strong> die<br />
Einstellung sei der kostenintensive Produktionsprozess. Durch den<br />
Tausch der so genannten Heißkathodenröhren zurück zu den normalen<br />
Kaltkathodenröhren werden Kosten gespart. Wichtiger jedoch ist<br />
die neue Scaler-Einheit, die den Namen „Perfect Pixel HD“ trägt. Diese<br />
löst wiederum das Pixel-Plus-System ab. Das erste Gerät, welches<br />
diese Technologie beherbergt, wird der 32PFL9632D sein, der ab Mai<br />
in die Geschäfte kommt. Auch arbeite Philips derzeit intensiv an der<br />
LED-Beleuchtung <strong>für</strong> neue Panel-Generationen. MG<br />
Bilder: Auerbach Verlag, KEF, Philips, Pixelquelle, StockXchng, WDR<br />
008 www.hdplustv.de<br />
PREISEN BEI BLU-RAYS NOCH FÜHREND. +++ SAMSUNG KÜNDIGT EINEN LAPTOP MIT HD-DVD-LAUFWERK AN. +++ DIE GERÜCHTE<br />
VERHÄRTEN SICH, MICROSOFT STELLE IM SOMMER EINE SCHWARZE XBOX 360 MIT EINGEBAUTEM HD-DVD-LAUFWERK PLUS HDMI-AUS-
WDR: <strong>HDTV</strong> noch 2007<br />
Der westdeutsche Rundfunk will noch in diesem Jahr mit ersten Tests von <strong>HDTV</strong> beginnen.<br />
In einem internen Papier, welches unserer Redaktion vorliegt, plant der Sender über Satellit<br />
noch 2007 erste Programmangebote in <strong>HDTV</strong> auszustrahlen. Der Regelbetrieb wird<br />
allerdings laut WDR nicht vor 2010 starten. Auch das Schweizer Fernsehen SRG will gemeinsam<br />
mit dem Schwesterunternehmen SSR ins <strong>HDTV</strong>-Geschäft einsteigen. Im Gegensatz<br />
zu den SDTV-Programmen soll dabei aber erst einmal ein gemeinsamer Kanal <strong>für</strong> die<br />
in der Schweiz vertreten Sprachgruppen genutzt werden. Die Ausstrahlung wird codiert<br />
über Hot Bird erfolgen. Zeitgleich kündigte der SRG an, die Gebühren in Hinblick auf die<br />
<strong>HDTV</strong>-Einführung zu erhöhen. Künftig werden zwölf Franken mehr im Jahr von jedem<br />
Haushalt eingezogen. RP<br />
ewsticker<br />
Panasonic trägt Schwarz<br />
Die neue Viera-Fernsehreihe von Panasonic bietet nicht nur überarbeitete<br />
Technologien, sondern auch ein völlig ungewohntes Antlitz: Statt der<br />
kurzzeitigen Trendfarbe Silber setzt man nun auf ein zeitloses Schwarz.<br />
Die neue Serie splittet sich in drei Modellreihen. Die am einfachsten<br />
ausgestatten Versionen 37PX70E, 42PX70E und 50PX70E bieten sämtliche<br />
neuen Bildverbesserungstechnologien und sollten ihren teureren<br />
Brüdern 42PX700E und 50PX700E zumindest in Sachen Bildqualität<br />
in nichts nachstehen. So werden überarbeitete Rauschreduzierer Bildfehler<br />
effizienter mindern und eine optimierte Graustufenverarbeitung<br />
den False-Contour-Effekt noch weiter reduzieren. Die hochpreisigen<br />
Modelle bieten als besonderes Bonbon drei HDMI-Eingänge und einen<br />
Speicherkartenleser, mit denen Sie nicht nur Digitalfotos in HD-Qualität<br />
betrachten, sondern auch Videos im Panasonic-eigenen AVCHD-Format<br />
abspielen können.<br />
Die wohl größte Neuerung stellt der 50PZ700E dar, welcher als erster<br />
50-Zoll-Panasonic-Plasma zwei Millionen Bildpunkte darstellen kann.<br />
Das Auflösungsplus bedingt laut Datenblatt jedoch technische Defizite,<br />
denn im Gegensatz zu den niedriger aufgelösten Modellen sinkt<br />
die Kontrastrate auf 5 000 : 1 und die Graustufendarstellung auf 3 000<br />
mögliche Werte. Ob der Full-HD-Plasma dennoch ein besseres Bild liefert<br />
werden die ersten Tests zeigen.<br />
Wenn Sie mit Plasmas nichts anfangen können oder eher kleinformatige<br />
Fernseher bevorzugen, so bietet Panasonic ebenfalls neue LCD-Varianten<br />
in 26 und 32 Zoll (TX-26LX70F bzw. TX-32LX70F). Wie bereits in<br />
ihren Vorgängern verbaute Panasonic ein IPS-Panel, welches einen immens<br />
breiten Blickwinkel ohne Kontrast- oder Farbeinbußen garantiert.<br />
Neu ist die verbesserte Bewegungsdarstellung, welche Nachzieheffekte<br />
um 50 Prozent mindert. Die Preise der aktuellen Viera-Fernseher ist<br />
verlockend günstig. So schlägt der 32-Zoll-LCD mit 1 199 Euro und<br />
der 42-Zoll-Plasma mit 1 599 Euro zu Buche. CT<br />
GANG VOR. DER PREIS DER REGULÄREN XBOX 360 KÖNNTE AUF 299 EURO FALLEN. +++ GERÜCHTEKÜCHE TEIL ZWEI: ETABLIER-<br />
TE DVD-MULTIFORMATHERSTELLER ZEIGEN ZUR IFA BLU-RAY-ONLY-PLAYER. DAMIT WÜRDE DAS ANGEBOT IM VERGLEICH ZUR<br />
Neues | HD+TV | 3.2007 009
Sommer,<br />
Sonne,<br />
Griechenland<br />
Als sich Deutschland das einzige Mal in<br />
diesem Jahr weiß färbte, entflohen wir in<br />
die südlichen Gefilde Griechenlands. Auf<br />
Einladung JVCs bestaunten wir nicht nur<br />
die prachtvollen Bauten Athens, sondern<br />
vorrangig die neuen Produkte. Das Aushängeschild<br />
in Form des D-ILA-Projektors<br />
DLA-HD1 kommt dabei zu besonderen<br />
Ehren: Wir haben dem Modell drei Seiten<br />
in unserer Testrubrik spendiert. Die weiteren<br />
Vorstellungen sind zwar zum Teil<br />
noch von ihrer Einführung entfernt, aber<br />
nicht minder interessant.<br />
Besserer Klang, besseres<br />
Bild: Nicht nur im Projektionsbereich<br />
will JVC punkten,<br />
auch die LCDs zeigen<br />
sich runderneuert<br />
Unsichtbare Klänge<br />
Um die Aufnahmen des Everio-Camcorders zu würdigen, veröffentlicht<br />
JVC neue LCDs und HD-ILA-Rückpros. Neben den steigenden Bildgrößen<br />
bei den Flachbildfernsehern auf 42 bis 47 Zoll, stehen die eingebauten<br />
Bild- und Klangverbesserer im Mittelpunkt. So erzeugen nahezu unsichtbare<br />
Lautsprecher ein raumfüllendes Klangbild mit manierlichen Bassreserven.<br />
Die Rauschunterdrückung soll nun intelligent genug ausfallen, um<br />
schlechtes Bildmaterial von gutem zu unterscheiden. Somit müssen Sie<br />
nicht länger zwischen verschiedenen Einstellungen wählen. Die dynamische<br />
Kontrast- und Gammakorrektur arbeitet noch feinfühliger, was die<br />
Plastizität des Bildes erhöht und den dargestellten Details zu Gute kommt.<br />
Um die neu entwickelte Qualität nach außen zu tragen, fasste man das<br />
Rundum-Sorglos-Paket unter dem Titel Dynapix-HD zusammen. Die LCD-<br />
Modelle LT-42DV8 und LT-47DV8 bieten drei HDMI-Eingänge und zeigen<br />
Aufnahmen verlustfrei bei zwei Millionen Bildpunkten ohne Bildbeschnitt.<br />
Die 100-Hertz-Technologie wird auch bei JVC <strong>für</strong> schärfere Bewegtbilder<br />
sorgen, indem Bildinhalte eine kürzere Verweildauer aufweisen und sich<br />
die Nachzieheffekte um 50 Prozent reduzieren. CT<br />
Bilder: Auerbach Verlag, JVC, StockXchng<br />
010 www.hdplustv.de<br />
HD-DVD DRAMATISCH ERHÖHT. +++ TOSHIBA BRINGT MIT DEM HD-EP10 DEN DRITTEN HD-DVD-PLAYER FÜR 749 EURO. +++ PANASO-<br />
NIC SPENDIERT DEM DMP-BD10 EIN SOFTWAREUPDATE FÜR DIE DOLBY-TRUE-HD- UND DTS-HD-TONAUSGABE. +++ SONY PLANT EIN
Aufnahme geglückt<br />
Der neue Star in der Everio-Camcorder-Linie ist der GZ-<br />
HD7. Vor einigen Ausgaben haben wir Ihnen das Modell<br />
bereits vorgestellt, doch nun soll der erste Full-HD-Camcorder<br />
im Handel erhältlich sein. Während der Präsentation<br />
beeindruckte wieder einmal die immense Auflösung<br />
des kleinen Aufnahmewunders. Die integrierte 60-GB-<br />
Festplatte sichert bis zu fünf Stunden Filmmaterial bei<br />
maximaler Auflösung. Der Camcorder speichert die Daten<br />
im MPEG-2-Format bei einer durchschnittlichen Datenrate<br />
von 27 Megabit pro Sekunde. Brillante Aufnahmen<br />
sind natürlich nur mit einem erstklassigen Objektiv<br />
zu realisieren. Das verbaute Objektiv des Anbieters Fujinon<br />
bietet einen nahezu stabilen Blendenwert von 1,8 bis<br />
1,9 und dies bei Brennweiten zwischen 3,3 bis 33 Millimeter.<br />
Somit sind erstklassige Aufnahmen auch bei<br />
ungünstigen Lichtverhältnissen möglich. Der optische<br />
Bildstabilisator kaschiert unruhige Handhaltungen.<br />
Raffiniert arbeiten die Fokus- und Belichtungsassistenten,<br />
welche mittels Muster etwaige Bildschwächen<br />
schnell aufdecken und vor fehlerhaften Aufnahmen<br />
warnen. Fortgeschrittene erfreuen sich am griffigen manuellen<br />
Der kleine Camcorder<br />
GZ-HD7 nimmt Bilder<br />
mit voller HD-Auflösung<br />
in 1 080i auf und speichert<br />
die Daten mittels<br />
der Docking-Station auf<br />
DVD – ohne PC wohlgemerkt<br />
Fokusring sowie den zahlreichen Blendeneinstellungen. Der Hersteller gibt sich beim Zubehör wie beim Camcorder selbst äußerst<br />
spendabel. Per HD-Everio-Sofware können Sie Ihre Aufnahmen am PC postwendend bearbeiten und auf Rohlinge verewigen. Sollten<br />
Sie keinen PC besitzen oder mit dem Umgang nicht vertraut sein, liefert JVC eine optionale Docking-Station. Die CU-VD40-Everio-<br />
Share-Station dient als externer Brenner, ohne auf einen Computer angewiesen zu sein. Die Archivierung erfolgt bislang nur auf<br />
DVD – eine Blu-ray-Variante könnte in Zukunft folgen. Weitere nützliche Erweiterungen sind das Tele- und Weitwinkelobjektiv, welche<br />
die Brennweite um den Faktor 1,8 bzw. 0,7 beeinflussen. Der Preis des Everio GZ-HD7 soll inklusive Share Station knapp 2 000 Euro<br />
betragen, was angesichts der Leistung ein sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis wäre. In der kommenden HD+TV erfolgt der Test<br />
des Camcorders, seien Sie gespannt. CT<br />
ewsticker<br />
Einfach mehr<br />
Die aktuellen Rückpro-Modelle HD-<br />
58DS8U und HD-65DS8U steigern die<br />
Bildgröße auf beeindruckende 1,47<br />
bzw. 1,65 Meter Bilddiagonale. Die<br />
verkürzte Reaktionszeit von 0,5 Millisekunden<br />
sowie ein Kontrastverhältnis<br />
von 10 000 : 1 lässt Bilder jederzeit<br />
scharf und plastisch erscheinen. Die<br />
größte Neuerung ist allerdings das Erscheinungsbild.<br />
Dank neuer Fertigung<br />
sind beide Fernseher nur noch 30 Zentimeter<br />
tief. Natürlich unterstützen die<br />
Bildriesen die volle HD-Auflösung, sodass<br />
einem Kinoerlebnis im Wohnzimmer<br />
nichts mehr im Wege steht. CT<br />
So groß kann Fernsehen<br />
sein: JVC-Manager Jürgen<br />
Wilkin präsentierte uns<br />
die aktuellen HD-ILA-Modelle,<br />
welche bei Bedarf<br />
wie ein Flachbildfernseher<br />
an der Wand befestigt<br />
werden können<br />
PLAYSTATION-3-UPDATE FÜR DIE BILDAUSGABE IN 1 080P24 UND SKALIERUNG BEI DVDS. +++ SAMSUNG VERÖFFENTLICHT IM<br />
SOMMER NEUE LCDS MIT SELEKTIVER LED-BELEUCHTUNG FÜR HOHE BILDTIEFEN SAMT HDMI 1.3. +++ DER IN DEN USA ERHÄLT-<br />
Neues | HD+TV | 3.2007 011
Im Zeichen der neuen Medien<br />
Mit leicht steigenden Besucherzahlen erfreut sich die Cebit wieder wachsender Beliebtheit.<br />
Schon längst ist die im Frühjahr stattfindende Messe kein reines Computerspektakel mehr.<br />
Auch wir haben uns ins Getümmel gestürzt und zeigen Ihnen, welche Höhepunkte die Aussteller<br />
präsentierten.<br />
VON RICARDO PETZOLD<br />
Für den Heimkinofreund lohnte es sich auch in diesem Jahr den Nordeingang<br />
der Hannovermesse zu nutzen. In der angrenzenden Halle 1<br />
tummelten sich zum wiederholten Male die Hersteller der Heimkinotechnik.<br />
Dies wird sich aber in Zukunft ändern, denn nach der diesjährigen<br />
Cebit wird die Messeleitung die fest in die Hallen eingebauten<br />
Stände der Hersteller dem Erdboden gleich machen. Seit<br />
vielen Jahren nutzen Toshiba, Panasonic & Co. diese Stände<br />
und konnten somit im Design nicht so kreativ sein wie z. B.<br />
auf der Internationalen Funkausstellung. Toshiba freut sich<br />
bereits auf die Änderung. Letztlich sind die Kosten zwischen<br />
Einweg- und Mehrwegstand nahezu ausgeglichen.<br />
Zu den Highlights dieser Cebit zählten einmal mehr die<br />
Blu-ray-Disc sowie ihr Konkurrent die HD DVD. Auch<br />
die Spielekonsolen werden mittlerweile komplett<br />
in das Heimkino eingebunden. Viele Hersteller<br />
präsentierten die Xbox in Zusammenhang mit<br />
ihren Displays und Beamern. Dabei faszinierte<br />
die Fachbesucher nicht nur der überaus gute<br />
Spielkomfort, der bei dieser Konstellation<br />
gegeben ist. Interessant fanden wir auch,<br />
dass selbst Mitglieder des Blu-ray-Lagers<br />
auf die HD-DVD-lastige Xbox setzten.<br />
Ein Grund da<strong>für</strong> dürfte die Tatsache<br />
gewesen sein, dass die <strong>Playstation</strong><br />
3 erst eine Woche nach der Cebit<br />
in Europa eingeführt wurde. RP<br />
Beamer mit Überraschung:<br />
Der DVD-Player ist bereits dabei,<br />
wie Optomas Marketing-<br />
Managerin Patricia Palczewska<br />
beweist<br />
Die Anzahl der auf HD DVD verewigten<br />
Filme steigt stetig, am<br />
Stand des HD-DVD-Projekts wurde<br />
dies eindrucksvoll bewiesen<br />
012 www.hdplustv.de<br />
LICHE BLU-RAY-PLAYER PIONEER BDP-HD1 HEISST BEI UNS BDP-LX70. DER PLAYER UNTERSTÜTZT ALS BISLANG EINZIGER DIE BILDAUS-<br />
GABE 1 080P24. +++ DER KOPF VON XBOX UK, NEIL THOMPSON, ÄUSSERTE ZUM WIEDERHOLTEN MALE, DASS FÜR DIE XBOX 360 EIN
Bilder: Auerbach Verlag, StockXchng<br />
Der passende LCD<br />
Sharp ließ sich auch nicht lumpen und präsentierte<br />
den Fachbesuchern der Cebit seine neuesten<br />
Entwicklungen. Dank der von der IFA bekannten<br />
Flachbild-Pyramide ist der Stand des Unternehmens<br />
nicht zu übersehen. Zu den wahren Höhepunkte<br />
bei Sharp zählt die neue Aquos HD1E-<br />
Serie. Diese im Premiumsegment angesiedelten<br />
Fernseher werden in den Größen 52 und 46 Zoll<br />
verfügbar sein und neben einem Full-HD-Pannel<br />
auch über eine 160 Gigabyte große Festplatte<br />
verfügen. Somit kann Fernsehen nicht nur live geschaut<br />
werden, sondern parallel die ein oder andere<br />
Aufnahme getätigt werden. Zusätzlich sind<br />
noch zwei <strong>HDTV</strong>-Tuner in dem Gerät verbaut.<br />
Auch in der Mittel- und Einstiegsklasse präsentierte<br />
Sharp neue Geräte. Die Aquos-RD2E-Serie zeichnet<br />
sich durch eine reichhaltige Ausstattung aus.<br />
Neben der verbauten 100-Hertz-Technik setzt das<br />
Unternehmen bei den Geräten auf die bekannten<br />
Bildverbesserungstechnologien sowie einen DVB-<br />
T-Tuner. Die Einstiegsserie Aquos WD1E-Serie will<br />
mit drei neuen Modellen in schwarzer Klavierlackoptik<br />
neue Akzente im Wohnzimmer setzten.<br />
Natürlich durfte auch bei dieser Messe der größte<br />
LCD-Fernseher der Welt nicht fehlen. Sharp zeigt<br />
den Besuchern, welche Dimensionen ein moderner<br />
Flachbildschirm einnehmen kann. RP<br />
Sharps Produktmanager Thies<br />
Radeloff kann stolz sein auf den<br />
größten LCD-Fernseher der Welt<br />
ewsticker<br />
Hauppauge-Geschäftsführer<br />
Klaus Mähleke mit<br />
dem neuen CI-Interface<br />
<strong>für</strong> PC-TV-Karten<br />
Verteilung leicht gemacht<br />
Samsung war auf der Cebit komplett ohne Unterhaltungselektronik angerückt.<br />
Trotzdem gab es <strong>für</strong> die HD-hungrigen Besucher auch am Stand dieses Herstellers<br />
ein Highlight. Der neue IPTV-Receiver SMT-H6155 empfängt längst nicht nur IPTV-<br />
Sender, er kann die Inhalte im SDTV-Format sowie in hochauflösender Qualität<br />
schnurlos an alle angeschlossenen Wiedergabegeräte im Haus verteilen. Möglich<br />
macht dies WLANPlusO, eine neue Technologie zur kabellosen Übertragung von<br />
Inhalten. Doch nicht nur die reinen Unterhaltungselektronik-Hersteller konnten in<br />
Hannover das Publikum <strong>für</strong> sich gewinnen. Am anderen Ende des Messegeländes,<br />
genauer in Halle 25, war das Gedränge um den Hauppauge-Stand groß. Der<br />
bekannte TV-Karten-Hersteller zeichnet sich durch immer neue Innovationen aus.<br />
Dabei ist das Unternehmen in letzter Zeit auch sehr bemüht, den hochauflösenden<br />
Übertragungsstandard H.264 sowie die DVB-S2-Tuner in seine Karten zu implementieren.<br />
Einzig die CI-Schnittstelle fehlte zur Perfektion. Dies ändert Hauppauge<br />
nun und platziert eine externe CI-Box auf dem Markt.<br />
Sie zeichnet sich besonders durch die Multifunktionalität aus, denn anders als bei<br />
Konkurrenzprodukten arbeitet sie auch mit bereits auf dem Markt befindlichen<br />
PC-TV-Karten von Hauppauge zusammen. Somit muss der Interessent nur die Zusatzerweiterung<br />
kaufen und schon kommt er in den Genuss der verschlüsselten<br />
Kanäle der Pay-TV-Anbieter. Auch das Erfurter Unternehmen Technotrend präsentierte<br />
sich mit neuen <strong>HDTV</strong>-Produkten. Von besonderem Interesse war dabei der<br />
neue <strong>HDTV</strong>-Empfänger mit CI-Schacht. Die USB-Box kann alle <strong>HDTV</strong>-Satellitensignale<br />
empfangen und ist darüber hinaus noch in der Lage, verschlüsselte Kanäle zu<br />
decodieren. Möglich macht dies ein in der Box integrierter CI-Schacht.<br />
Von einer reinen Computermesse hat sich die Cebit bereits vor Jahren entfernt. In<br />
diesem Jahr hat aber auch das Thema <strong>HDTV</strong> auf dem Messegelände in Hannover<br />
Einzug gehalten. Dabei gab die Cebit einen Vorgeschmack auf das, was uns auf der<br />
Internationalen Funkausstellung in Berlin erwarten wird. Man darf auf den nächsten<br />
Messerundgang gespannt sein. RP<br />
BLU-RAY-LAUFWERK GEPLANT IST, WENN DIE HD-DVD DIE FORMATSCHLACHT VERLIERT. +++ SHARP ENTWICKELT DEN BISLANG<br />
GRÖSSTEN LCD-TV DER WELT MIT 108-ZOLL-DIAGONALE. +++ DER KUNSTSENDER IKONO.TV WILL MIT SEINER HOCHAUFLÖSEN-<br />
Neues | HD+TV | 3.2007 013
Marketing-Managerin Kerstin Oppermann präsentierte<br />
der HD+TV-Redaktion die neusten LCD-Geräte aus<br />
dem Hause Toshiba<br />
Walk of HD-Fame: Alle Mitarbeiter<br />
wurden mit einem Stern<br />
am HD-DVD-Stand verewigt<br />
Schärfer sehen mit Toshiba<br />
Unsere Tour über das Messegelände der Cebit führte uns unter anderem zu Toshiba. Der<br />
Hersteller präsentierte uns den neuen HD-DVD-Player HD-EP 10, der sich preislich zwischen<br />
den beiden bereits auf dem Markt erhältlichen Playern HD-E1 und HD-XE1 ansiedelt. Durch<br />
die 1 080p-Ausgabe ist der HD-EP10 auch perfekt als Zuspieler <strong>für</strong> die neuen Toshiba-LCD-<br />
TVs geeignet, die diese hohe Auflösung direkt verarbeiten können. Durch Scaling oder De-<br />
Interlacing hervorgerufene Bildfehler sind damit ausgeschlossen.<br />
Kaum ist die REGZA-Serie am Markt, legt Toshiba mit der neuen 3 000er-Linie nach. Die<br />
interne Elektronik bekam mit Pixel Processing III Pro ein weiteres Update spendiert. Damit<br />
verbessert sich sowohl die Bildleistung bei HD-Aufnahmen, als auch mit PAL-Fernsehbildern.<br />
Flexibel zeigt sich die neue Produktreihe in Größe und Farbe. So können Sie zwischen 82<br />
bis 120 Zentimeter Bilddiagonale bei einer Auflösung von 1 366 × 768 Bildpunkten und den<br />
Farbtönen Titan-Silber und Schwarz-Silber wählen.<br />
Aus den Vorgängern bekannt ist die aktive Hintergrundbeleuchtung, welche die Helligkeit<br />
passend zum Bildinhalt dimmt. Toshibas neue Einstiegsserie ist bereits ab 999 Euro<br />
<strong>für</strong> die 32-Zoll-Modelle 32C3000P und 32C3001P erhältlich. Die größeren 42-Zoll-Modelle<br />
42C3000P sowie der 42C3001P schlagen mit 1 599 Euro zu Buche. Das Beste zum Schluss:<br />
Alle Modelle unterstützen die ruckelfreie Bildwiedergabe von 1 080p24-Signalen.<br />
Wer noch ein paar Euro mehr entbehren kann, sollte die Modelle X3030 ins Auge fassen.<br />
Diese nehmen ebenfalls hochauflösende Kost ruckelfrei in 1 080p24 entgegen, doch besitzen<br />
sie gleich zwei Millionen Bildpunkte. Natürlich sind in diesen Modellen das neueste Pixelprocessing<br />
und Tuner <strong>für</strong> den DVB-T-Empfang integriert. Die Preise schwanken zwischen<br />
1 699 Euro <strong>für</strong> das 37-Zoll- und 1 999 Euro <strong>für</strong> das 42-Zoll-Modell. CT<br />
Panasonic-Produktmanager Ralf Hansen<br />
ließ sich mit dem größten Fernseher<br />
des japanischen Herstellers ablichten<br />
Händlertour<br />
Panasonic präsentierte seine neue Flachbildgeneration. Dabei setzt der<br />
Hersteller einmal mehr parallel auf Plasma und LCD. Natürlich zählten<br />
auch die Blu-ray-Player des Unternehmens zu den Highlights der diesjährigen<br />
Messe. Besonders gelungen fanden wir die Viera-Tour, auf<br />
der sich Fachbesucher und Händler über das gesamte Portfolio der<br />
Panasonic-Flachbildfamile informieren konnten. RP<br />
Bilder: Auerbach Verlag, StockXchng<br />
014 www.hdplustv.de<br />
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Postkasten<br />
Der Zahn der Zeit<br />
In letzter Zeit bin ich verstärkt auf der<br />
Suche nach einem passenden LCD <strong>für</strong><br />
mich. Dabei fällt mir auf, dass einige<br />
Hersteller zwar mit Full-HD prahlen,<br />
dies aber nur zum Teil einhalten. Ich<br />
bin auf den Philips 37PF9731D gestoßen,<br />
welcher die volle Auflösung von<br />
1920 × 1080 Pixel besitzt, aber kein<br />
1080p sondern nur 1080i annehmen<br />
kann.<br />
Weshalb ist es so schwer, die ankommenden<br />
Vollbilderbilder auch so an<br />
das Display weiterzugeben?<br />
In ihrer letzten Ausgabe testeten Sie<br />
den HD-Receiver von Topfield. Habe<br />
ich es richtig verstanden, dass dieser<br />
Receiver keine Sender sortieren kann?<br />
INGO SCHNEIDER<br />
Es ist richtig, dass ältere Fernseher nur das Format<br />
1 080i entgegen nehmen. Bilder in 1 080i<br />
besitzen nur die Hälfte der Datengröße eines<br />
1 080p-Bildes, weshalb nur die halbe Rechenleistung<br />
vonnöten ist. Da Philips mit Pixel-Plus<br />
eine aufwändige Nachbearbeitung durchführt,<br />
reicht die Rechenpower des von Ihnen genannten<br />
Modells <strong>für</strong> Full-HD nicht aus. Manche<br />
Hersteller gehen deshalb einen anderen Weg:<br />
Bei 1 080p-Signalen werden bestimmte Bildverbesserer<br />
deaktiviert, um das Signal verarbeiten<br />
zu können. Mittlerweile ist die Technik aber so<br />
weit fortgeschritten, dass die Bildverarbeitung<br />
in 1 080p kein Problem mehr darstellt. Der getestete<br />
Topfield-HD-Receiver kann natürlich<br />
eine Programmsortierung durchführen, die Kritik<br />
richtete sich einzig gegen die fehlende automatische<br />
Programmsortierung beim Start.<br />
Krach und Ruckeln<br />
Ich vermisse in euren Testergebnissen<br />
die Rubrik Betriebsgeräusche-Lautheit,<br />
die man mit Sone angeben sollte.<br />
Es kann nicht sein, das man sich bis zu<br />
fünf Fachzeitungen kaufen muss, um<br />
endlich in nur einer davon den Hinweis<br />
aus dem Text zu entnehmen. Gerade<br />
bei den neuen HD-Formaten Blu-ray<br />
und HD DVD kommt man um eine<br />
Kühlung nicht herum – da sind die Betriebsgeräusche<br />
des Lüfters und Laufwerks<br />
<strong>für</strong> mich kaufentscheidend!<br />
Als LCD- und Blu-ray-Fan ist es <strong>für</strong><br />
mich nicht akzeptabel, dass nur die Firma<br />
Pioneer vorausschauend das Problem,<br />
der zum Teil ruckelnden neuen<br />
HD-Medien Blu-ray bzw. HD DVD <strong>für</strong><br />
Ihre Plasmas durch internes Reverse<br />
Pulldown beseitigen konnte. Kann die<br />
100-Hertz-Technik z. B. von Samsung<br />
das Ruckeln zum Teil beseitigen?<br />
OLIVER BURKERT<br />
Wir werden auch in Zukunft den Geräuschpegel<br />
im Text angeben, falls dieser störend auffallen<br />
sollte. <strong>Eine</strong> Angabe in Sone ist natürlich kein<br />
großer Aufwand, aber in unserem Fall leider<br />
wenig nützlich, da sich die meisten Leserinnen<br />
und Leser unter dieser kryptischen Angabe<br />
nichts vorstellen können. Weiterhin ist ein Geräusch<br />
nicht nur von seiner Lautstärke, sondern<br />
auch Frequenz abhängig. Dies berücksichtigt<br />
zwar der Sone-Wert, doch gibt er keinerlei Aufschluss<br />
über den Frequenzverlauf, weshalb dieser<br />
ebenfalls abgedruckt werden müsste.<br />
Da es leider zu viele Möglichkeiten gibt, welche<br />
auf die Geräusche Einfluss nehmen, allein<br />
die Aufstellung, Anzahl und Position der Lüfter<br />
wie auch die Wohnzimmereinrichtung können<br />
den Eindruck massiv ändern, sind unserer Meinung<br />
nach Worte wie hörbares oder störendes<br />
Betriebsgeräusch verständlicher. Wir werden in<br />
Zukunft aber noch stärker auf das Betriebsgeräusch<br />
eingehen, denn mittlerweile besitzt jeder<br />
Fernseher, Projektor und Player einen Lüfter.<br />
Das Ruckeln bei der Bildwiedergabe kann bislang<br />
einzig Pioneer selbständig lösen. Andere Displays<br />
benötigen eine Zuspielung in Form eines<br />
1 080p24-Signals. In unserem Artikel auf Seite<br />
50 gehen wir noch einmal auf diese Problematik<br />
ein. Auf Seite 82 finden Sie alle Geräte mit ruckelfreier<br />
Bildwiedergabe. Die 100-Hertz-Technologie<br />
dient zur Reduzierung der Nachzieheffekte<br />
und hat mit einer ruckelfreien Bildwiedergabe<br />
direkt nichts zu tun.<br />
Fragen über Fragen<br />
Ich besitze einen Pioneer 436-XDE-<br />
Plasma und plane, wie sicher viele<br />
Leser, mir ein HD-DVD- und/oder Bluray-Player<br />
in nicht allzu ferner Zukunft<br />
anzuschaffen. Da ich von meinem Pioneer-Gerät<br />
so begeistert bin, wollte<br />
ich auch gerne bei der Marke bleiben,<br />
wenn es um die Anschaffung eines<br />
Blu-ray-Players geht. Jetzt habe ich in<br />
Ihrer aktuellen Ausgabe jedoch nachlesen<br />
können, dass der Blu-ray-Player<br />
nichts anderes mit der Disk vollbringt,<br />
was auch mein TV mit einem 1 080i-Signal<br />
im Advanced-Pure-Cinema-Modus<br />
macht.<br />
Des Weiteren bin ich im Besitz einer<br />
Xbox 360 und überlege mir das doch<br />
recht günstige HD-DVD Laufwerk zu<br />
holen. In der aktuellen Ausgabe ist<br />
beschrieben, dass der Pioneer aus einem<br />
1 080i-60Hz-Signal mit Advanced<br />
Pure Cinema wieder das original Signal<br />
zu errechnen. Bedeutet dies, dass<br />
der Plasma das 1 080i-60Hz-Signal als<br />
1 080p24 wiedergibt?<br />
Meine letzte Frage bezieht sich auf<br />
den HDMI-Artikel auf Seite 48. Was<br />
muss gegeben sein, damit ich die neuen<br />
Ton-Formate Dolby True HD und<br />
DTS HD wiedergeben kann. Müssen<br />
beide Komponenten einen Decoder<br />
<strong>für</strong> die neuen Formate besitzen, oder<br />
reicht es, wenn eine Komponente einen<br />
Decoder besitzt?<br />
JOSEF KRISTEN<br />
Ihr Pioneer-Plasma errechnet aus 1 080i-<br />
60-Hertz-Signalen das originale ruckelfreie<br />
1 080p24-Bild, Sie müssen nur bei Pure Cinema<br />
„Advanced“ wählen. Der Pioneer-Player ermittelt<br />
zwar ebenfalls durch Umrechnung das<br />
1 080p24-Signal, aber der Filmmodus dürfte<br />
etwas stabiler sein, d. h. die ruckelfreie Bildwiedergabe<br />
bleibt im gesamten Film bestehen,<br />
während es bei Ihrem Fernseher zu ganz kurzen<br />
Aussetzern kommen könnte. Die Anschaffung<br />
des teuren Pioneer-Players lohnt damit kaum,<br />
sodass eine <strong>Playstation</strong> 3 als Blu-ray-Laufwerk<br />
und das Xbox 360-Laufwerk völlig ausreichen,<br />
um alle Filme ruckelfrei darzustellen. Beide Ge-<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 015
016 www.hdplustv.de<br />
räte sind um einiges preiswerter als der Pioneer<br />
Player und können zudem noch <strong>für</strong> den Spielespaß<br />
im Haus genutzt werden.<br />
Für die Wiedergabe der neuen Tonformate benötigen<br />
Sie einen Blu-ray- oder HD-DVD-Player<br />
mit HDMI-Ausgang und einen AV-Receiver mit<br />
HDMI-Eingang. Der Player muss nur die Decoder<br />
<strong>für</strong> DTS HD und Dolby True HD besitzen.<br />
Dann wird der Datenstrom im Player decodiert<br />
und im PCM-Format zum Receiver übertragen.<br />
Die zweite Möglichkeit besteht in der analogen<br />
Weiterleitung. Ein 5.1-Audiokabel kann mit dem<br />
Mehrkanalausgang des Players und dem Mehrkanaleingang<br />
des Receivers verbunden werden.<br />
Der Player entschlüsselt den Datenstrom und<br />
leitet ihn an den Receiver weiter. Es muss also<br />
nur der Player die Decoder besitzen.<br />
HDMI-1.3 ist dazu da, das Signal codiert zum<br />
Receiver zu leiten, damit dieser den Datenstrom<br />
entschlüsselt – auf die Wiedergabequalität hat<br />
das kaum hörbare Vorteile.<br />
Kathrein im Test?<br />
Die Firma Kathrein hat einen neuen<br />
<strong>HDTV</strong>-SAT-Receiver (UFS-910 <strong>HDTV</strong>)<br />
herausgebracht. Ich möchte gerne wissen<br />
ob dieser demnächst in Ihrem Heft<br />
ausführlich vorgestellt wird. Mich würde<br />
dieses Gerät sehr interessieren, zumal<br />
ich schon einen Kathrein Receiver<br />
UFS-821 besitze und mit diesem SUPER<br />
zufrieden bin. Auch wäre interessant<br />
zu wissen, ob sich dieser neue Receiver<br />
auch mit dem Erstgerät per Fernbedienung<br />
verträgt (Fernbedienungscode)?<br />
H. HAMACHER<br />
Bereits in dieser Ausgabe auf den Seiten 66<br />
und 67 finden Sie einen ausführlichen Test zu<br />
dieser Box. Wie Sie richtig erkannt haben, ist<br />
dieser Receiver wirklich ein sehr gelungenes<br />
Gerät geworden. Für Sie gibt es allerdings einen<br />
Wehmutstropfen. Kathrein benutzt <strong>für</strong> das<br />
neue Gerät genau denselben Fernbedienungscode<br />
wie <strong>für</strong> das Gerät, welches Sie besitzen.<br />
Somit ist eine parallele Nutzung innerhalb eines<br />
Raumes nahezu unmöglich.<br />
Besseres Bild durch HDMI?<br />
Ich besitze einen Pioneer DV-757Ai-<br />
DVD-Player sowie einen Loewe-Fernseher,<br />
die ich mittels analogem Komponenten-Kabel<br />
verbunden habe. Nun<br />
berichtet Ihr sehr viel über die diversen<br />
HDMI-Formate und mir scheint die<br />
analoge Komponenten-Verbindung<br />
quasi tot zu sein. Daher meine Frage:<br />
Inwieweit bremse ich einen modernen<br />
Full-HD-tauglichen Fernseher aus,<br />
wenn ich ihn „nur“ mit DVD-Material<br />
von meinem DVD-757 über das Komponenten-Singal<br />
ansteuere – immerhin<br />
wird die volle Qualität ja erst über<br />
HDMI bzw. Blu-ray- oder HD-DVD-Material<br />
ausgereizt.<br />
MARKUS FISCHER<br />
Neue Helligkeitsmaßstäbe<br />
In den vorangegangen Ausgaben schilderten wir in den Tests von Projektoren eine<br />
geringe Helligkeit bei der Großbilddarstellung. Die daraufhin erhobenen Vorgaben<br />
der Bildgröße sorgten leider <strong>für</strong> eine Verwirrung bei den Herstellern und Lesern.<br />
Obwohl es Studien gibt, die einen Lichtmangel als Ursache <strong>für</strong> Kopfschmerzen und<br />
Sehschwächen anführen, existiert kein Beweis dieser Annahme. Wir haben in eigenen<br />
Tests zwar ebenfalls feststellen können, dass bei geringen Helligkeiten, wie sie<br />
besonders mit Heimkinoprojektoren auftreten, kein dauerhaft angenehmes Sehen<br />
ermöglicht wird, doch betrifft dies einen Zeitraum von mehreren Filmen in Folge.<br />
In Anbetracht unserer Wertungen nach Kinorichtlinien haben wir uns deshalb dazu<br />
entschlossen, die Bildgröße nach internationalen Kinorichtlinien anzugeben, um einen<br />
nachvollziehbaren Vergleich zu ermöglichen. In unserer Wertungsübersicht finden<br />
Sie ab dieser Ausgabe die Bildbreite gemäß der Kinonorm bei einer Leinwand<br />
mit Gain-Faktor 1.0. Auf unsere Wertungen hat diese Änderung keinen Einfluss, da<br />
sie sich nach der Kinonorm orientiert.<br />
Die in der letzten Ausgabe getroffene Aussage: „Der HC5000 ist einer der lichtschwächsten<br />
Projektoren überhaupt“, zum Test des Mitsubishi-Projektors HC5000<br />
ist in dieser Form nicht korrekt. Zwar erbringt der Projektor keine absolut hohen<br />
Helligkeitswerte, doch ist er im Vergleich zu anderen Heimkinoprojektoren als hell<br />
einzustufen.<br />
Zur Orientierung: Das Kino schreibt eine Helligkeit von ca. 14 Foot Lamberts bei Weiß<br />
vor. Obwohl wir weiterhin der Überzeugung sind, dass die Kinovorgabe nicht 1 : 1<br />
auf den Heimbereich übertragen werden sollte, werden wir in Zukunft<br />
keine Kritik an der Helligkeit von Heimkinoprojektoren üben, wenn<br />
der Wert von 14 Foot Lamberts bei Bildbreiten von mindestens zwei<br />
Metern erreicht wird. Die Diskrepanz zwischen der bisherigen<br />
Bewertung nach Kinonorm und dem inhaltlich eigenen<br />
Ansatz in Textform wird so vermieden.<br />
Update HD+TV 0207<br />
Die Modelle Loewe Compose 40 und 46 kosten 4 500 bzw. 5 500 Euro<br />
und nicht, wie im Artikel angegeben, umgekehrt.<br />
Der Toshiba HD-DVD-Player HD-E1 wiegt 4,1 Kilogramm und nicht 41.<br />
Der Player leitet DTS-HD-Ströme als DTS-Spur weiter.<br />
Der Marantz Projektor VP-11S1 erhielt im Test 81 Punkte.<br />
Die Wertung wurde in der Testübersicht angepasst.<br />
<strong>Eine</strong> DVD liefert aus technischen Gründen nie<br />
eine solch hohe Bildqualität wie eine Blu-ray<br />
oder HD DVD, weshalb das Bildsignal unabhängig<br />
vom verwendeten Kabel schlechter ausfällt.<br />
Würden Sie Ihren DVD-Player gegen einen Bluray-<br />
oder HD-DVD-Player austauschen, wäre die<br />
Qualität zwischen einem Komponenten- und<br />
HDMI-Kabel nur noch gering. Der Fernseher<br />
muss allerdings eine hochwertige Videoverarbeitung<br />
besitzen – nicht selten wirken analoge<br />
Komponentensignale unschärfer als über HDMI<br />
zugespielte Quellen. In Anbetracht der ruckelfreien<br />
Bildsignale 1 080p24 und den Kopierschutz<br />
HDCP ist nur noch HDMI zukunftsfähig – die<br />
Komponenteneingänge bieten beides nicht.<br />
Ihre Wünsche, Fragen und Kritik schicken Sie an:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig<br />
oder einfach per elektronischer Post an leserbriefe@hdplustv.de
INHALTE<br />
Thomas Meyer<br />
Redaktion HD+TV<br />
Kennen Sie eigentlich noch Jean Pütz? Ja, genau! Das ist dieser nette ältere<br />
Herr mit Zwirbelbart und leichtem kölschen Akzent, der uns 30 Jahre lang<br />
im Ersten zeigte, wie wir uns selbst Sonnencremes oder ultrawirksamen<br />
Bio-Kleber zusammenmischen und anwenden. So einen Jean Pütz würde<br />
ich mir <strong>für</strong>s digitale Zeitalter noch mal wünschen, denn die breite Masse der<br />
Verbraucher weiß mit dem Begriff <strong>HDTV</strong> noch immer nichts anzufangen.<br />
Bei der letzten Umfrage der Meinungsforscher von TNS Emnid zum Thema<br />
konnten von 1 000 Befragten nur 300 den Begriff richtig einordnen und nur<br />
500 hatten von <strong>HDTV</strong> zumindest schon einmal etwas gehört.<br />
Das Problem ist, dass der Mensch technische Neuerungen, die er nicht<br />
kennt, zunächst einmal ablehnt. Okay, es gibt immer noch zu wenig Auswahl<br />
bei HD-Sendern und HD-Receivern, aber teuer ist HD nun wahrlich<br />
nicht – man denke nur an den Preisverfall bei den LCD- und Plasmabildschirmen.<br />
Und jetzt kann man hochauflösende Inhalte auch noch selbst <strong>für</strong><br />
billiges Geld produzieren. Sonys HDV-Camcorder werden im Internet schon<br />
<strong>für</strong> unter 1 000 Euro gehandelt. Und im April kommt von JVC der HD-Camcorder<br />
Everio GZ-HD7 auf den Markt, der in den USA schon <strong>für</strong> 1 700 Dollar<br />
zu haben ist. Mit an Bord ist hier eine 60 Gigabyte große Festplatte, die<br />
<strong>für</strong> bis zu fünf Stunden Aufnahmen in Full-HD ausreicht. Ein damit selbst<br />
gedrehter Film ist durchaus Abend füllend und lässt den Mangel an ordentlichen<br />
Fernsehinhalten in HD-Qualität schnell vergessen. Man stöpselt den<br />
JVC-Camcorder einfach per HDMI an seinen „HD ready“-Fernseher und<br />
ab geht die Post. So viel <strong>HDTV</strong> <strong>für</strong> billiges Geld würde vielen Verbrauchern<br />
gefallen. Nur müsste es ihnen einmal jemand sagen ...<br />
HD-Hobbythek<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 017
018 www.hdplustv.de
Hochauflösende<br />
Fernsehvielfalt<br />
Die Fachleute sind sich einig: Unsere Fernsehzukunft wird hochauflösend sein. Damit<br />
aber wenigstens ungefähr so viele Sender in HD übertragen werden können, wie heute<br />
in herkömmlicher Auflösung ins Haus kommen, braucht es enorme Übertragungskapazitäten.<br />
Die Satellitenbetreiber rechnen sich daher <strong>für</strong> die nächsten Jahre gute Chancen<br />
aus, ihren Vorsprung gegenüber den anderen Verbreitungswegen auszubauen.<br />
VON THOMAS MEYER<br />
Bilder: SES Astra<br />
Böse Zeitgenossen dürften sagen, ein<br />
Sat-Fan schraube nur an seiner Satellitenanlage<br />
herum und verbringe sein<br />
ganzes Leben vorm Fernseher. Dem ist zwar<br />
nicht so, denn selbst explizite Stubenhocker verlassen<br />
ihre vier Wände ab und zu, um einzukaufen<br />
oder Sport zu treiben, aber möglich wäre es<br />
schon. Nehmen wir als Beispiel eine ganz normale<br />
Multifeed-Einteilnehmeranlage, die die in<br />
Deutschland populärsten Satelliten der Astra-<br />
Flotte auf 19,2 Grad Ost und der Eutelsat-Hot-<br />
Bird-Flotte auf 13 Grad Ost empfängt, stoßen<br />
wir auf eine ungemeine Flut an Sendern. Über<br />
Astra bekommt man allein 200 unverschlüsselte<br />
TV-Programme frei Haus geliefert, davon bis<br />
auf wenige Ausnahmen auch alle deutschsprachigen<br />
Satellitensender. Über Eutelsat Hot Bird<br />
werden mehr als 500 Free-To-Air-Programme<br />
ausgestrahlt, darunter Kanäle in englischer,<br />
französischer, italienischer, russischer oder arabischer<br />
Sprache.<br />
Vor uns die Senderflut<br />
Ein normaler Mensch mag sich zwar angesichts<br />
dieser Zahlen fragen, wer bloß die Zeit hat, all<br />
diese Programme auch wirklich zu verfolgen,<br />
doch in der Zukunft werden wir wohl noch mehr<br />
Sender via Satellit empfangen – und davon auch<br />
wohl einige in hochauflösender Qualität. Schon<br />
heute sind einzelne Satelliten zu großen Teilen<br />
<strong>für</strong> HD-Sender reserviert. Bestes Beispiel ist<br />
wohl der Satellit Astra 1D auf 23,5 Grad Ost.<br />
Dort senden die HD-Sender der Euro-1080-<br />
Gruppe und der HD-Promotionskanal von SES<br />
Astra. Diese nehmen vier von insgesamt zehn<br />
Transpondern in Beschlag.<br />
<strong>HDTV</strong> erlebt in Europa, das lange Zeit hinter den<br />
USA und Japan hinterherhinkte, einen ungeahnten<br />
Boom. Ende 2006 wurden 36 hochauflösende<br />
Programme via Satellit übertragen. Ein<br />
Jahr zuvor waren es nur sechs gewesen. Deshalb<br />
schätzen die Marktanalysten von Screen Digest,<br />
dass die Zahl der HD-Kanäle bis zum Jahr 2010<br />
auf rund 160 klettern wird. Das liegt vor allem<br />
an dem prognostizierten Zuschauerpotenzial. In<br />
drei Jahren sollen knapp neun Millionen westeuropäische<br />
Haushalte das nötige Equipment<br />
haben, um hochauflösendes Fernsehen via Satellit<br />
zu empfangen. Dies würde einem Anteil<br />
von etwa 60 Prozent aller Haushalte mit <strong>HDTV</strong>-<br />
Anschluss entsprechen.<br />
Goldene Zeiten<br />
Die Satellitenbetreiber sehen goldene Zeiten<br />
auf sich zukommen. So will SES Astra, das zurzeit<br />
26 Kanäle im HD-Format ausstrahlt, in drei<br />
Jahren zirka 100 hochauflösende Sender übertragen.<br />
Beim Konkurrenten Eutelsat will man<br />
sich hingegen auf keine konkrete Anzahl von<br />
Kanälen festlegen. „Wir rechnen jedoch damit,<br />
dass 2010 rund ein Drittel der europäischen<br />
HD-Sender von Eutelsat übertragen wird“, so<br />
ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage von<br />
HD+TV.<br />
Die Märkte, die die beiden Satellitenbetreiber<br />
bedienen, überschneiden sich dabei nur bedingt.<br />
So konzentriert sich SES Astra auf Westund<br />
Zentraleuropa und überträgt jetzt schon<br />
die hochauflösenden Angebote von Premiere,<br />
ProSieben, Sat.1 und Anixe aus Deutschland,<br />
von BSkyB, Discovery, National Geographic<br />
Channel und History Channel aus Großbritannien<br />
sowie von Canal Plus France, M6 und TF1 aus<br />
Frankreich. Im vierten Quartal 2007 will zudem<br />
der belgische Plattformbetreiber TV Vlaanderen<br />
ein HD-Paket über Astra starten. Eutelsat<br />
wird schon verstärkt in Frankreich und Italien<br />
<strong>für</strong> <strong>HDTV</strong> genutzt und sieht seine Chance vor<br />
allem im Osten. „Sehr wichtige Impulse gehen<br />
von Polen, der Ukraine und Russland aus. Gerade<br />
diese Märkte starten wesentlich früher als<br />
erwartet im <strong>HDTV</strong>-Bereich durch“, heißt es gegenüber<br />
HD+TV. „Hochinteressant sind zudem<br />
aktuelle Entwicklungen in der Türkei und im<br />
Nahen Osten.“<br />
Allein auf dem Satelliten Astra 1D auf 23,5 Grad Ost strahlen<br />
schon jetzt neun HD-Sender aus<br />
Verbreitungsweg Nummer eins<br />
Für Europas große Satellitenbetreiber sind die<br />
anderen Verbreitungswege keine echte Konkurrenz.<br />
Das liegt am unbestrittenen technischen<br />
Vorsprung des Satelliten. HD-Programme via<br />
DVB-T wird es aufgrund der wenigen verfügbaren<br />
Frequenzen nur in Einzelfällen geben. So<br />
überlegen Großbritannien und Frankreich, HD-<br />
Sender über die Antenne einzuführen. Übertragungen<br />
von HD-Programmen über breitbandige<br />
Internetleitungen stehen vor Bandbreitenproblemen.<br />
Zwar gibt es schon heute in Ländern wie<br />
Deutschland, Frankreich und Italien hochauflösendes<br />
IPTV, doch im europäischen Maßstab<br />
wird dieser Übertragungsweg in absehbarer<br />
Zeit noch keine wichtige Rolle spielen.<br />
Einzige echte Konkurrenz ist das TV-Kabel, das<br />
jedoch ohnehin via Satellit versorgt wird. Allerdings<br />
sind die meisten europäischen Kabelnetzbetreiber<br />
zurzeit damit erst einmal beschäftigt,<br />
ihre Netze überhaupt <strong>für</strong> digitales Fernsehen<br />
auszubauen. Zurzeit empfangen nämlich nur elf<br />
Millionen Haushalte ihr TV-Programm digital.<br />
<strong>HDTV</strong> hat da natürlich nicht die allererste Priorität.<br />
Deswegen wird der Satellit aufgrund seiner<br />
Reichweite, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit<br />
von allen Übertragungswegen wohl noch auf<br />
Jahre hinaus am meisten <strong>für</strong> hochauflösendes<br />
Fernsehen genutzt werden.<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 019
Tragbarer Ohrenschmaus<br />
Per MP3-Player und Multimedia-Handy hat man seine Lieblingssongs überall mit<br />
dabei. Einziges Manko: der Klang. Doch dank der neuesten Entwicklung einer<br />
Nürnberger Firma können auch mobile Endgeräte bald Surround-Sound wie die<br />
heimische Hi-Fi-Anlage produzieren.<br />
VON THOMAS MEYER<br />
020 www.hdplustv.de
Bilder: Sony Ericsson<br />
Es war die Zeit, als Michael Holms<br />
Schlaghosen und Acrylhemden von den<br />
Punk-Lederjacken der Ramones und<br />
Sex Pistols abgelöst wurden, als den Entwicklern<br />
von Sony eine geniale Idee kam: Wie wäre<br />
es, wenn die Halbstarken nicht mehr mit Papis<br />
Schlitten durch die Idylle der Vorgärten düsen<br />
und dabei brave Bürger mit dieser grässlichen<br />
Punk-Musik belästigen würden? Also verlegten<br />
die höflichen Japaner den Abspielort der Kassette<br />
in einen kleinen Kasten und setzten den<br />
Blagen Kopfhörer auf.<br />
Dass der Walkman voll aufgedreht trotzdem so<br />
manchem Zeitgenossen in den Ohren kratzen<br />
kann, wissen wir durch traumatische Erlebnisse<br />
in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir wissen<br />
auch, dass das Sony Ericsson mit seiner W-Reihe<br />
streng genommen Etikettenschwindel betreibt,<br />
wenn es sich als „Walkman-Handy“ ausgibt,<br />
denn wo, bitte schön, ist denn die Audiokassette?<br />
Trotzdem stecken wir das Multimedia-Handy<br />
gerne in die Jackentasche, denn als Kinder<br />
dieser Zeit können wir schließlich nicht ohne<br />
Mobiltelefon vor die Haustür treten.<br />
Handys mit integriertem MP3-Player sind ein<br />
Trend, der sich nicht mehr aufhalten lässt, ist<br />
es doch so unendlich praktisch, wenn man statt<br />
zwei Geräten nur noch eines mit sich herumschleppt.<br />
Und auf die Sound-Zwerge passt immer<br />
mehr Musik. Man denke z. B. nur an das<br />
Nokia N91 mit acht Gigabyte großem Speicher.<br />
Da hat man ganze 165 Gramm Technologie<br />
in der Tasche und kann trotzdem bis zu 6 000<br />
Songs bei sich führen. Wer es konservativer<br />
mag, wird zu Apples iPod greifen. Hier hat man<br />
sogar 80 Gigabyte Platz <strong>für</strong> seine Musik.<br />
Surround-Sound <strong>für</strong>s Handy<br />
Der große Nachteil der MP3-Player und Multimedia-Handys<br />
ist jedoch ihr Klang. Selbst noch<br />
so gute Kopfhörer stoßen im Vergleich mit einer<br />
ausgewachsenen Hi-Fi-Anlage schnell an<br />
ihre Grenzen. Ändern könnten das sogenannte<br />
„MPEG Surround Software Development Kits“,<br />
kurz SDKs, wie sie von der Nürnberger Firma<br />
Coding Technologies entwickelt werden.<br />
Damit können Hersteller jetzt die heimische Hi-<br />
Fi-Anlage mobil machen und echte Surround-<br />
Sound-Applikationen <strong>für</strong> tragbare Endgeräte<br />
entwickeln. Dabei muss es sich nicht unbedingt<br />
um einen iPod oder ein Walkman-Handy handeln,<br />
auch andere Geräte wie z. B. Mini-DVB-T-<br />
Fernseher können durch die neue Technologie<br />
auf Surround-Sound aufgerüstet werden.<br />
Der Vorteil ist die große Anwendungsvielfalt:<br />
Zum einen können im sogenannten „Enhanced<br />
Matrix Mode“ auch aus Stereo-Inhalten<br />
Multikanal-Signale in guter Qualität generiert<br />
oder im sogenannten „Binaural-Mode“ Multikanal-Signale<br />
auf Stereo-Kopfhörern so wiedergegeben<br />
werden, dass ein Raumklangeffekt<br />
entsteht. Zum anderen kann MPEG Surround<br />
Multikanalinhalte so effizient komprimieren,<br />
dass die Datenmenge nicht wesentlich großer<br />
ist als bei Applikationen ohne Surround-Sound.<br />
Beim Enhanced Matrix Mode liegt der Umfang<br />
an zusätzlichen Daten bei Null, da keine Spatial-<br />
Parameter übertragen werden. Im eigentlichen<br />
MPEG-Surround-Modus, bei dem der Encoder<br />
die Spatial-Parameter aus dem Multikanal-Audiosignal<br />
extrahiert und zum Stereo-Downmix<br />
hinzufügt, liegt die Bitrate bei etwa drei bis<br />
sechs Kilobit pro Sekunde und Kanal. Kommt ein<br />
modernes Kompressionsverfahren wie MPEG-4<br />
aacPlus als Kern-Codec zum Einsatz, das sehr<br />
gute Stereoqualität schon bei 48 Kilobit pro<br />
Sekunde erzeugt, so fällt dementsprechend <strong>für</strong><br />
ein 5.1 Multikanal-Signal in sehr guter Qualität<br />
eine Datenrate von 64 bis 96 Kilobit pro Sekunde<br />
an. Die Qualität von MPEG Surround kann<br />
bis zur Transparenz gesteigert werden, wenn<br />
die Bitrate weiter erhöht wird.<br />
Für den mobilen Markt sieht man bei Coding<br />
Technologies zunächst in diesen beiden Wiedergabearten<br />
auch die Schlüsseltechnologien<br />
der nächsten Jahre. „Der überwiegende Anteil<br />
vorhandener Inhalte liegt schließlich in Stereo<br />
vor“, heißt es aus Nürnberg gegenüber HD+TV.<br />
„Als nächsten Schritt in der Entwicklung sehen<br />
wir Download- und Streaming-Dienste <strong>für</strong> Musik<br />
in Surround-Sound-Qualität.“<br />
Schöne neue Klangwelt<br />
Erste tragbare Endgeräte, die MPEG Surround<br />
unterstützen, könnten nach Einschätzung von<br />
Coding Technologies in der ersten Hälfte des<br />
nächsten Jahres auf den Markt kommen. Sobald<br />
die Stückzahlen steigen, wird es ab der<br />
ersten Hälfte 2009 zunehmend Anwendungen<br />
geben, bei denen ein MPEG-Surround-Decoder<br />
in einer Cradle oder Docking-Station eingebaut<br />
ist. Solche Stationen wird im heimischen Wohnzimmer<br />
oder im Auto mit der vorhandenen<br />
Anlage verbunden und nehmen das Endgerät<br />
mit den MPEG-Surround-Inhalten auf, um die<br />
darauf gespeicherten Multikanalinhalte über<br />
Lautsprecher abzuspielen.<br />
Auch Handyfernsehen wird zukünftig besseren<br />
Klang bieten. Mobile TV-Dienste wie DVB-H<br />
können MPEG Surround aufgrund der Rückwärtskompatibilität<br />
zu Stereo problemlos integrieren.<br />
„Reine Stereo-Endgeräte ignorieren<br />
dann die MPEG-Surround-Daten und spielen<br />
nur Stereo ab, während Surround-Sound-fähige<br />
Endgeräte Raumklang wiedergeben können“,<br />
erklärt ein Coding-Technologies-Sprecher gegenüber<br />
HD+TV. „Solche mobilen TV-Dienste<br />
dürfte es im Jahr 2009 geben.“<br />
So mancher Tüftler weiß aus bitterer Erfahrung,<br />
dass die beste Anwendung nichts nützt, wenn<br />
sich niemand findet, der entsprechende Geräte<br />
baut. Anders bei Coding Technologies: Im<br />
Moment finden nach Angaben der Nürnberger<br />
konkrete Gespräche mit zwei Herstellern statt.<br />
Es sieht also ganz so aus, als ob nach dem MP3-<br />
Standard ein zweites Mal Technologie „made<br />
in Germany“ dem Musikmarkt neue Impulse<br />
geben könnte.<br />
Vorsätzliche Täuschung: Beim herkömmlichen Stereo-Sound<br />
entsteht das Empfinden von Raumklang im Gehirn selbst<br />
Binaurale Wiedergabe von<br />
MPEG-Surround<br />
Die binaurale Wiedergabe basiert auf so genannten<br />
„Head Related Transform Functions“, kurz HRTFs.<br />
Diese HRTFs beschreiben den Weg eines Audiosignals<br />
von der Quelle bis zu den beiden Trommelfellen des<br />
Zuhörers und die Veränderungen, die das Signal dabei<br />
erfährt. Die binaurale Wiedergabe benutzt solche<br />
HRTFs, um die Lokalisation von Schallquellen im<br />
menschlichen Ohr zu emulieren. Diese Funktionen bilden<br />
dabei Laufzeitverzögerungen, Pegelunterschiede<br />
oder Frequenzveränderungen ab, wie sie z. B. durch<br />
Reflexionen in einem echten Raum ausgelöst werden.<br />
Der so erzielbare Effekt lässt sich am besten als einen<br />
räumlichen Höreindruck beschreiben, bei dem das<br />
akustische Ereignis nicht mehr wie bei Stereo im Kopf,<br />
sondern außerhalb des Kopfes stattfindet. Dadurch<br />
sind Ortsbestimmungen wie „vorne“ oder „hinten“<br />
möglich.<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 021
Schnappschuss<br />
von der Piste<br />
Sportereignisse sind mit Sicherheit die Art von TV-Inhalten, die wie geschaffen <strong>für</strong><br />
hochauflösendes Fernsehen sind. Aufnahmen aus Formel-1-Cockpits oder Skifahrerhelmen<br />
blieben jedoch bislang außen vor. Deshalb hat das Fraunhofer-Institut eine<br />
HD-Kamera im Mini-Format entwickelt, die diese Lücke füllen soll.<br />
VON THOMAS MEYER<br />
Im Prinzip läuft ein Formel-1-Wochenende<br />
in Monaco immer nach demselben Schema<br />
ab. Die „ferraristi“ schweben entweder mit<br />
dem Zug in den unterirdischen Bahnhof von<br />
Monte Carlo ein und verwandeln den sonst<br />
porentief sauberen Bahnsteig in eine große<br />
Müllhalde oder sie rücken in aller Hergottsfrühe<br />
über die „Moyenne Corniche“ an und stellen<br />
ihre altersschwachen Alfas mit extrabreitem<br />
Endrohr irgendwo in verwegener Steillage am<br />
Wegesrand ab. Die zweite Option hat wohl den<br />
meisten Charme, denn es ist wohl eine besondere<br />
Erfahrung, mit einer Horde gleichgesinnter<br />
„Roter“ die Treppen hinab ins Fürstentum zu<br />
gehen, dabei die Yachten der Superreichen im<br />
Hafen von La Condamine in der Morgensonne<br />
schillern zu sehen und schon von weitem das<br />
mächtige Röhren PS-starker Formel-1-Boliden<br />
zu hören.<br />
Ist man dann unten angelangt, macht man es<br />
sich auf einer der provisorisch aufgestellten Tribünen<br />
bequem, <strong>für</strong> die man je nach Lage einen<br />
hohen zwei- oder auch dreistelligen Betrag hingeblättert<br />
hat. Sehen tut man trotzdem nicht<br />
viel. Die Wagen flitzen mit bis zu 200 Stundenkilometern<br />
an den Zuschauern vorbei, so dass<br />
man schon von ganz allein auf die großen Bildschirme<br />
starrt, um zu wissen, wer einen da gerade<br />
mit seiner Abgaswolke eingehüllt hat.<br />
Charme der Bequemlichkeit<br />
Kein Zweifel: Vor dem heimischen Fernseher<br />
sieht man besser, denn hier wird das Geschehen<br />
auf der Piste aus unendlich vielen Kamerapositionen<br />
beobachtet – und man hat das<br />
Glück, auch mal hinter die Fassade des schnelllebigen<br />
Formel-1-Business zu gucken: übermüdete<br />
Techniker, die beim Warten in den Boxen<br />
gähnen, verzweifelte Fahrer, die beim Ausscheiden<br />
wegen geborstenem Differenzial vor Wut<br />
gegen das Lenkrad schlagen, und nicht zuletzt<br />
glückliche Sieger, die ihre Euphorie in das Mikrofon<br />
in ihrem Helm schreien. Mit dabei ist<br />
selbstverständlich auch eine kleine Kamera,<br />
die die Jubelarie vom oberen Rand des Cockpits<br />
aufnimmt – schade nur, dass solche Bilder<br />
bis dato nur in herkömmlicher Auflösung und<br />
nicht in HD-Qualität gesendet werden, doch<br />
dies könnte sich bald ändern. Das Fraunhofer-<br />
Institut <strong>für</strong> Integrierte Schaltungen (IIS) hat auf<br />
der Cebit eine Kamera namens „Micro <strong>HDTV</strong>“<br />
vorgestellt, die mit Abmessungen von vier mal<br />
vier mal acht Zentimetern kleiner als eine Seifenschachtel<br />
ist. „Die Kameraelektronik hat<br />
eine sehr geringe Verlustleistung – es entsteht<br />
also wenig Wärme, so dass das Gehäuse sehr<br />
klein gehalten werden kann“, erklärt Stefan<br />
Gick, Gruppenleiter am IIS. „Indem wir hoch integrierte<br />
Bauteile verwenden, konnten wir alle<br />
Komponenten wie Bildsensor, Analog-Digital-<br />
Umsetzer, Farbaufarbeitung und Schnittstellen<br />
auf kleinstem Raum in der Kamera realisieren.“<br />
Professionelles Equipment<br />
Die Micro <strong>HDTV</strong> ist ausschließlich <strong>für</strong> den professionellen<br />
Einsatz konzipiert. Sie produziert<br />
Bilder: Fraunhofer-Institut, Pixelquelle.de<br />
022 www.hdplustv.de
Anzeige<br />
Vollbilder mit 1 920× 1 080 Bildpunkten und<br />
einer variablen Bildrate von bis zu 60 Bildern<br />
pro Sekunde. Zudem lassen sich sämtliche Parameter<br />
wie Farbeinstellungen, Weißabgleich,<br />
Bildformat oder Bildrate über die integrierte<br />
Software steuern. Dazu reicht es aus, einen Internetbrowser<br />
zu öffnen, die Kamera über ein<br />
lokales Netzwerk mit dem Notebook zu verbinden<br />
und die gewünschten Parameter einzustellen.<br />
Ein weiterer Vorteil der Kamera: Trotz der<br />
kompakten Außenmaße können Standardoptiken<br />
verwendet werden.<br />
Wenn sich der eine oder andere HD-Freund<br />
Hoffnungen gemacht haben sollte, er könnte die<br />
Micro <strong>HDTV</strong> heimlich in Kinosäle schmuggeln<br />
und dort die neuesten Streifen aus Hollywood<br />
im hochauflösenden Format abfilmen, sieht er<br />
sich getäuscht. Nach Angaben des Fraunhofer-<br />
Instituts erfordert die Mini-Kamera zum einen<br />
eine professionelle Bedienung und Einstellung.<br />
Zum anderen verfügt die Micro <strong>HDTV</strong> über<br />
kein integriertes Recordersystem. Zur Aufzeichnung<br />
bedarf es zusätzlicher Speichergeräte, die<br />
in der Lage sind, die hohe Auflösung und die<br />
verschiedenen Bildformate möglichst verlustfrei<br />
aufzuzeichnen. Bei einem Film in normaler Länge<br />
kommen aber nicht nur Gigabytes, sondern<br />
Terrabytes zusammen, <strong>für</strong> die Festplatten in der<br />
Regel nicht ausreichend groß sind. In der digitalen<br />
Filmproduktion ist man deswegen dazu<br />
übergegangen, so genannte Solid State Disks<br />
(SSDs) zu verwenden, die einem Flash-Speicher<br />
ähneln.<br />
Formel 1 nicht in HD<br />
Die Micro <strong>HDTV</strong> ist als Testsystem bereits im<br />
Verleih, aber bis der Fraunhofer-Prototyp im<br />
Motorsport zum regelmäßigen Einsatz kommt,<br />
dürfte es noch ein wenig dauern. Dabei ist auf<br />
Seiten der Sender grundsätzliches Interesse<br />
vorhanden. „Wir hätten die Formel 1 in dieser<br />
Saison gerne auch in HD gezeigt“, heißt es<br />
etwa vom deutschen Pay-TV-Sender Premiere<br />
gegenüber HD+TV. Der Ball liegt bei den Verantwortlichen<br />
von Bernie Ecclestones Formula<br />
Mit Abmessungen von vier mal vier mal acht Zentimetern ist die Micro <strong>HDTV</strong> eine der kleinsten<br />
HD-Kameras der Welt<br />
One Management, die die höchste Motorsportklasse<br />
organisiert und vermarktet. „Wenn wir<br />
die hochauflösende Übertragung <strong>für</strong> nötig erachten,<br />
werden wir auch die entsprechenden<br />
Kameras haben“, so eine Unternehmenssprecherin<br />
auf Nachfrage von HD+TV. Immerhin: In<br />
dieser Saison wird die Formel 1 schon mal in<br />
16 : 9 produziert.<br />
Folglich müssen die Konstrukteure von hochauflösend<br />
filmenden Mini-Kameras <strong>für</strong>s Erste<br />
auf andere Sportarten ausweichen. Aufgrund<br />
ihres stabilen Gehäuses ist die Micro <strong>HDTV</strong><br />
nach Angaben des IIS z. B. auch bei Fußballspielen<br />
als Hintertorkamera einsetzbar. Als weiteres<br />
mögliches Einsatzgebiet gilt der in Deutschland<br />
immer populärer werdende Basketballsport. So<br />
wurde die Mini-Kamera auf dem Cebit-Stand<br />
des Fraunhofer-Instituts hinter der Scheibe hinter<br />
einem Basketballkorb platziert und lieferte<br />
nie dagewesene Bilder von gefühlvollen Freiwürfen<br />
und kräftigen Dunk-Ins.<br />
Hoffen auf Olympia<br />
Große Chancen <strong>für</strong> den Einsatz von HD-Kleinstkameras<br />
besteht auch bei den Olympischen<br />
Sommerspielen 2008 in Peking. Zum ersten<br />
Mal in ihrer Geschichte sollen die Spiele nämlich<br />
komplett im hochauflösenden Fernsehformat<br />
festgehalten werden. Ungewöhnliche Perspektiven<br />
im Tornetz, in der Zielscheibe oder im<br />
Wassergraben würden den Reiz der HD-Übertragung<br />
sicherlich noch verstärken.<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 023
Die Entdeckung der<br />
Langlebigkeit<br />
In Zeiten der Billig-Discounter wird es immer schwieriger hochwertige Audiotechnik in<br />
zeitlosem Design zu finden, deren Qualität selbst Jahre später noch überzeugen kann.<br />
Die Hamburger Audio Reference GmbH versucht mit dem Vertrieb von ausgewählten<br />
High-End-Produkten genau dieser Entwicklung entgegenzusteuern und neue Maßstäbe<br />
zu setzen.<br />
VON FRANK GEISELER<br />
Heutzutage muss alles schnell sein. Wir<br />
müssen alle schnell sein. Wir müssen<br />
belastbar, flexibel und leistungsfähig<br />
sein. Und dann? Was müssen wir dann? Dann<br />
müssen wir konsumieren! Konsumieren so viel<br />
Geschäftsführer, Firmengründer und Musikliebhaber Mansour<br />
Mamaghani steht <strong>für</strong> Qualität, die lange hält<br />
es geht und vor allem konsumieren so schnell es<br />
geht! Aber kann das schon alles sein? Entspricht<br />
diese Mentalität wirklich unserem Naturell, unserer<br />
gewünschten Art zu leben? Sind denn<br />
alle unsere Beziehungen zu unserer Umwelt so<br />
oberflächlich und schnelllebig?<br />
Oder sollten wir unsere freie Zeit nicht auch einmal<br />
<strong>für</strong> uns selbst nutzen dürfen und auch mal<br />
ein wenig zur Ruhe kommen, um uns wieder<br />
zu erholen und Energie zu tanken? Irgendwann<br />
kommt doch bei einem jeden der Punkt, an<br />
dem er wieder Mensch sein und die schönen<br />
Dinge genießen möchte. Die Dinge, die unser<br />
Leben bereichern. Das kann ein gutes Essen<br />
sein, ein Abend im Kino oder der Besuch einer<br />
Kunstgalerie.<br />
Bedürfnis<br />
Für viele von uns gehört zu diesen schönen<br />
Dingen des Lebens aber auch, Musik in den eigenen<br />
vier Wänden zu genießen. Und zwar die<br />
selbst auserwählte Musik, nicht der Krach, der<br />
uns tagtäglich in überfüllten Einkaufspassagen<br />
und Bahnhöfen aus allen Richtungen entgegenschlägt,<br />
uns den Nerv raubt und nichts als Kopfschmerzen<br />
und ungewollte Ohrwürmer hinterlässt.<br />
Nun gibt es bestimmte Voraussetzungen,<br />
die den heimischen Musikgenuss überhaupt<br />
erst möglich machen. Neben den Tonträgern,<br />
die unsere geliebte Musik konservieren, benötigen<br />
wir technisches Equipment, welches dem<br />
Anspruch genügen muss, das auf den Tonträgern<br />
gespeicherte Material so natürlich, so rein<br />
und so unverfälscht wie nur möglich zu reproduzieren.<br />
Doch woher bekommen wir dieses Equipment,<br />
wo sollen wir danach suchen? Müssen wir jetzt<br />
wieder in die überfüllten und überlauten Einkaufspassagen,<br />
wo sich die Technikdiscounter<br />
gänzlich dem kollektiven Billigwahn Deutschlands<br />
hingeben und diesen durch ihre „geilen“<br />
Geizparolen nicht nur bewusst schüren, son-<br />
Bilder: Audio Reference, Final Sound, Krell<br />
024 www.hdplustv.de
Die Entdeckung der<br />
Langlebigkeit<br />
In Zeiten der Billig-Discounter wird es immer schwieriger hochwertige Audiotechnik in<br />
zeitlosem Design zu finden, deren Qualität selbst Jahre später noch überzeugen kann.<br />
Die Hamburger Audio Reference GmbH versucht mit dem Vertrieb von ausgewählten<br />
High-End-Produkten genau dieser Entwicklung entgegenzusteuern und neue Maßstäbe<br />
zu setzen.<br />
VON FRANK GEISELER<br />
Heutzutage muss alles schnell sein. Wir<br />
müssen alle schnell sein. Wir müssen<br />
belastbar, flexibel und leistungsfähig<br />
sein. Und dann? Was müssen wir dann? Dann<br />
müssen wir konsumieren! Konsumieren so viel<br />
Geschäftsführer, Firmengründer und Musikliebhaber Mansour<br />
Mamaghani steht <strong>für</strong> Qualität, die lange hält<br />
es geht und vor allem konsumieren so schnell es<br />
geht! Aber kann das schon alles sein? Entspricht<br />
diese Mentalität wirklich unserem Naturell, unserer<br />
gewünschten Art zu leben? Sind denn<br />
alle unsere Beziehungen zu unserer Umwelt so<br />
oberflächlich und schnelllebig?<br />
Oder sollten wir unsere freie Zeit nicht auch einmal<br />
<strong>für</strong> uns selbst nutzen dürfen und auch mal<br />
ein wenig zur Ruhe kommen, um uns wieder<br />
zu erholen und Energie zu tanken? Irgendwann<br />
kommt doch bei einem jeden der Punkt, an<br />
dem er wieder Mensch sein und die schönen<br />
Dinge genießen möchte. Die Dinge, die unser<br />
Leben bereichern. Das kann ein gutes Essen<br />
sein, ein Abend im Kino oder der Besuch einer<br />
Kunstgalerie.<br />
Bedürfnis<br />
Für viele von uns gehört zu diesen schönen<br />
Dingen des Lebens aber auch, Musik in den eigenen<br />
vier Wänden zu genießen. Und zwar die<br />
selbst auserwählte Musik, nicht der Krach, der<br />
uns tagtäglich in überfüllten Einkaufspassagen<br />
und Bahnhöfen aus allen Richtungen entgegenschlägt,<br />
uns den Nerv raubt und nichts als Kopfschmerzen<br />
und ungewollte Ohrwürmer hinterlässt.<br />
Nun gibt es bestimmte Voraussetzungen,<br />
die den heimischen Musikgenuss überhaupt<br />
erst möglich machen. Neben den Tonträgern,<br />
die unsere geliebte Musik konservieren, benötigen<br />
wir technisches Equipment, welches dem<br />
Anspruch genügen muss, das auf den Tonträgern<br />
gespeicherte Material so natürlich, so rein<br />
und so unverfälscht wie nur möglich zu reproduzieren.<br />
Doch woher bekommen wir dieses Equipment,<br />
wo sollen wir danach suchen? Müssen wir jetzt<br />
wieder in die überfüllten und überlauten Einkaufspassagen,<br />
wo sich die Technikdiscounter<br />
gänzlich dem kollektiven Billigwahn Deutschlands<br />
hingeben und diesen durch ihre „geilen“<br />
Geizparolen nicht nur bewusst schüren, son-<br />
Bilder: Audio Reference, Final Sound, Krell<br />
024 www.hdplustv.de
Kompetenz in Service<br />
und Beratung<br />
Die Leidenschaft <strong>für</strong> Musik, die die Gründer von Audio<br />
Reference zur Firmenphilosophie erkoren, soll auch den<br />
Kunden zuhause erreichen. Nur ausgesuchte Händler, die<br />
mit ihrem Know-how dem Anspruch von Audio Reference<br />
genügen und an regelmäßigen Schulungen teilnehmen,<br />
beraten deshalb den Kunden individuell und kompetent<br />
über die High-End-Produkte der Topmarken. Dies gewährleistet,<br />
dass ein Käufer auch noch nach Jahren mit seiner<br />
Kaufentscheidung glücklich und zufrieden ist. Da die persönliche<br />
vertrauensvolle Kundenbindung absolute Priorität<br />
besitzt, steht die langjährige Kompetenz des Audio-Reference-Teams<br />
auch nachhaltig dem Kunden zur Verfügung<br />
und mit Rat und Tat zur Seite.<br />
Beim örtlichen Händler bekommt man auch in Form eines<br />
Prospektes oder des regelmäßig aktualisierten Audio-Reference-Buchs<br />
einen Überblick über die Produktlinien der<br />
Herstellerfirmen. <strong>Eine</strong>n Händler in Ihrer Nähe können Sie<br />
auf der Homepage www.audio-reference.de erfragen.<br />
dern auch jeglichem Respekt vor der Technik<br />
abschwören, indem sie sich gegenseitig nicht<br />
nur im Preis, sondern in erster Linie im Niveau<br />
unterbieten?<br />
Ein jeder hat doch auch das Bedürfnis nach<br />
bestimmten Konstanten im Leben. Natürlich<br />
sind unsere Mitmenschen hier die wichtigsten<br />
Eckpfeiler. Jedoch ist auch unsere unmittelbare<br />
Umgebung sehr wichtig <strong>für</strong> unser Wohlbefinden<br />
und selbst technische Geräte können durch<br />
vertrauensvolle Qualität und ein ausgewogenes<br />
Design zu einem angenehmen Ambiente beitragen.<br />
Auf Dauer<br />
Des Weiteren sollte die Qualität dieser Geräte<br />
auch gewährleisten, konstante Leistung über<br />
Jahre zu liefern, um nicht nach einigen wenigen<br />
Monaten wieder bei Null anfangen zu müssen.<br />
Schenkt man gegenwärtigen Werbesprüchen<br />
Glauben, so ist nichts älter als der Fernseher,<br />
der CD-Player oder der Lautsprecher von gestern.<br />
Aber auch dies kann doch nicht der Weisheit<br />
letzter Schluss sein. Und wenn man die<br />
Augen aufhält, so gibt es tatsächlich auch Beispiele<br />
<strong>für</strong> eine gegenläufige Entwicklung. <strong>Eine</strong><br />
Entwicklung, bei welcher wieder mehr Wert auf<br />
Qualität und Langlebigkeit der Produkte gelegt<br />
wird.<br />
<strong>Eine</strong>s dieser positiven Beispiele findet sich im<br />
schönen Hamburg. Hier wurde im Jahr 1999 die<br />
Audio Reference GmbH gegründet. Mansour<br />
Mamaghani war der Mann der Stunde, welcher<br />
bereits im ausgehenden zweiten Jahrtausend<br />
erkannt hatte, welchen hohen Stellenwert sowohl<br />
die technische Qualität als auch das entsprechende<br />
Design <strong>für</strong> Freunde des guten Tons<br />
hat. Diesen Bedürfnissen wurde er gerecht, indem<br />
er sich mit Herstellerfirmen zusammentat,<br />
deren Entwickler auf den Gebieten der Audiound<br />
Heimkinobranche führenden waren. So gelang<br />
es Audio Reference mit den exklusiven Vertriebsrechten,<br />
seinen Kunden eine erstaunliche<br />
Bandbreite an High-End-Geräten anbieten zu<br />
können, deren gemeinsamer Maßstab es ist, die<br />
Referenz ihrer Klasse zu verkörpern. Werfen wir<br />
einen Blick auf dieses umfangreiche Repertoire.<br />
Umsetzung<br />
Als erstes ist hier die Marke Krell zu nennen,<br />
welcher es durch stete Forschung gelingt, extrem<br />
aufwändige Verstärkertechnologie in ein<br />
zeitloses Design zu integrieren und in Verbindung<br />
mit den hochwertigen Lautsprechern der<br />
Evolution-Serie ein solides Fundament <strong>für</strong> Heimkino-<br />
und Musikgenuss bildet. Die elektrostatischen<br />
Lautsprecher von Final Sound zeichnen<br />
sich durch die Inverter-Technologie aus, welche<br />
es ermöglicht, mit fast durchsichtigen Panels einen<br />
geschmeidigen Klang zu liefern. Selbst das<br />
Mobiliar ist Bestandteil ganzheitlicher Audiolösungen<br />
und auch hier bietet Audio Reference<br />
mit den Massivholzmöbeln der Marke Tabula<br />
Rasa zeitlose Racks, die Leben und Wärme ausstrahlen.<br />
Ein weiteres technisches Highlight sind die Systeme<br />
von Meridian. Dieser auf die digitale Musikwiedergabe<br />
spezialisierte Hersteller schaffte<br />
es mit seiner gesamten Produktpalette, aber<br />
vor allem durch seine Digital-Aktivlautsprecher,<br />
neue Maßstäbe zu setzen.<br />
Selbst Zubehör findet bei Audio Reference<br />
durch Kabel von Goertz und van den Hul die<br />
nötige Beachtung und die Röhrenverstärker<br />
der Marken Graaf und Primaluna genießen<br />
weltweit Anerkennung. Um am Puls der Zeit<br />
zu bleiben, strebt Geschäftsführer Mansour<br />
Mamaghani danach, das Portfolio laufend mit<br />
aufstrebenden Herstellern zu ergänzen. So zählen<br />
mittlerweile auch die Beamer der Marke Faroudja,<br />
die Lautsprecher von Vienna Acoustics<br />
und die Subwoofer von Velodyne zum erlauchten<br />
Kreis der Audio-Reference-Produkte. <strong>Eine</strong>n<br />
Die Evolution-Serie von Krell verkörpert wie<br />
kaum ein anderes Set die Symbiose von<br />
innovativer Technik und zeitlosem Design<br />
ganz besonderen Glanzpunkt <strong>für</strong> Freunde der<br />
Schallplatte bieten die Präzisionsplattenspieler<br />
der Firma Avid. Durch rigorose Qualitätskontrollen<br />
versprechen diese zuverlässigen Betrieb<br />
<strong>für</strong> viele Jahre. Das passende Zubehör wird von<br />
der Marke Millenium bereitgestellt.<br />
Hoffnung<br />
Wie wir sehen, gibt es also doch ein Silberstreif<br />
am Horizont <strong>für</strong> qualitätsbewusste Musikliebhaber.<br />
Dem Dauerkrach der Discounter trotzen<br />
Fachhändler wie Audio Reference mit hochwertigen<br />
Produkten und ausgezeichnetem Service<br />
– jedes Ying hat sein Yang. Möglicherweise<br />
sind Händler wie Audio Reference sogar Teil<br />
einer neuen Bewegung, welche <strong>für</strong> ein neues<br />
deutsches Anspruchsdenken in Sachen Solidität<br />
und Langlebigkeit steht. Die Zukunft wird es<br />
zeigen.<br />
Im Hamburger Hörraum der Audio Reference GmbH kann purer Klang erlebt werden<br />
026 www.hdplustv.de
8 Wir suchen Sie!<br />
GRATIS ...<br />
... die neuesten Spiele am Computer spielen?<br />
... zu Filmpremieren ins Kino?<br />
... brandaktuelle DVDs ansehen?<br />
Wenn Sie sich damit anfreunden könnten, all die Möglichkeiten gratis zu<br />
bekommen, dann ist dieses Angebot mit Sicherheit interessant <strong>für</strong> Sie: Unser<br />
Verlag ist, <strong>für</strong> den Standort Leipzig, auf der Suche nach engagierten und interessierten<br />
Testern <strong>für</strong> die verschiedensten aktuellen Entertainmentprodukte.<br />
Tester <strong>für</strong> Entertainmentprodukte (m/w)<br />
Für unsere bestehenden und geplanten Publikationen werden wir regelmäßig und<br />
in großem Umfang Kinofi lme, DVDs, Musik-CDs, Hörbücher, PC- und Konsolenspiele<br />
testen. Wir suchen Studenten,<br />
die ein ausgesprochenes Interesse <strong>für</strong> diese Medienbereiche haben,<br />
die sich vorstellen können, regelmäßig und zuverlässig <strong>für</strong> diese Tests<br />
verfügbar zu sein und<br />
die es außerdem verstehen, ihre Eindrücke und Bewertungen in treffende und<br />
verständliche Worte zu kleiden.<br />
Das Vorhandensein von technischen Abspielgeräten ist von Vorteil, aber<br />
nicht Bedingung.<br />
Neugierig geworden?<br />
Dann senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung per E-Mail an:<br />
job@auerbach-verlag.de<br />
oder inklusive eines frankierten Rückumschlages an:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Personalabteilung/Frau Konrad<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
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In den nächsten Wochen auf den HD-Kanälen von Premiere, ProSieben, Sat.1 und Anixe HD<br />
PROGRAMMHÖHEPUNKTE<br />
DER KAUFMANN VON VENEDIG<br />
DRAMA<br />
FANTASTIC FOUR<br />
COMIC<br />
Premiere HD Film: So 15. 04. – 11.35 Uhr; Do 10. 05. – 00.00 Uhr; Fr 11. 05. – 10.20 Uhr<br />
Premiere HD Film: Do 19. 04. – 14.10 Uhr; So 22. 04. –<br />
18.30 Uhr; Mo 23. 04. – 09.40 Uhr; Sa 28. 04. – 00.25 Uhr<br />
ALEXANDER<br />
HISTORIENFILM<br />
HOUSE OF WAX<br />
HORROR<br />
Premiere HD Film: Di 17. 04. – 11.05 Uhr; Di 08. 05. – 07.05 Uhr<br />
Premiere HD Film: Do 26. 04. – 21.45 Uhr; Di 08. 05. –<br />
00.05 Uhr<br />
Bilder: Premiere<br />
028 www.hdplustv.de
IN <strong>HDTV</strong><br />
HELLBOY<br />
COMIC<br />
DIE LEGENDE DES ZORRO<br />
DRAMA<br />
Pro7 HD Film: So 22. 04. – 20.15 Uhr<br />
Premiere HD Film: Fr 20. 04. – 21.35 Uhr; Sa 21. 04. – 11.20 Uhr<br />
GALILEO MYSTERY<br />
MAGAZIN<br />
PROGRAMMHIGHLIGHTS<br />
Film Sender Genre Termin<br />
Dick und Doof<br />
als Salontiroler<br />
Anixe HD Komödie Mi 18. 04. – 20.15 Uhr<br />
Johnny zieht in den<br />
Krieg<br />
Anixe HD Antikriegsfilm Mi 18. 04. – 21.25 Uhr<br />
Heirat ausgeschlossen Anixe HD Drama Do 19. 04. – 20.15 Uhr<br />
Couch Trip Anixe HD Komödie Sa 21. 04. – 20.15 Uhr<br />
Camorra Anixe HD Krimi Di 24. 04. – 21.40 Uhr<br />
Dick und Doof<br />
als Rekruten<br />
Anixe HD Komödie Mi 25. 04. – 20.15 Uhr<br />
„Geisha“-Boy Anixe HD Komödie Mi 25. 04. – 21.20 Uhr<br />
Ein Platz im Herzen Anixe HD Drama Sa 28. 04. – 20.15 Uhr<br />
DER EXORZISMUS VON<br />
EMILY ROSE<br />
HORROR<br />
Pro7 HD Film: Fr 27. 04. – 22.25 Uhr<br />
Premiere HD Film:<br />
So 22. 04. – 20.15 Uhr,<br />
Mo 23. 04. – 13.25 Uhr<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 029
Spielehöhepunkte in HD<br />
Während der Winter in diesem Jahr nur bedingt zum Verweilen im Wohnzimmer einlud,<br />
sollten Videospielfans in diesem Monat den Jahresurlaub einreichen. Mit „Oblivion: Shivering<br />
Isles“ erhält das Rollenspiel des Jahres 2006 seine größte Erweiterung und lädt Abenteurer<br />
zu stundenlangem Spielspaß ein.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Oblivion: Shivering Isles<br />
Als am 23. März die <strong>Playstation</strong> 3 in Europa erschien<br />
und das Rollenspiel Oblivion in den Regalen stand,<br />
war die Freude zwar groß, aber nicht überschwänglich.<br />
Der Grund: Die neue Erweiterung Shivering Isles<br />
bleibt vorerst PC- und Xbox-360-Besitzern vorbehalten.<br />
Das Hauptspiel bot eine beeindruckende Landmasse<br />
von rund 25 Quadratkilometern, die Erweiterung<br />
kommt immerhin auf ein Viertel. Dennoch<br />
ist Shivering Isles eine der abwechslungsreichsten<br />
Erweiterungen aller Zeiten. Statt wie im Hauptspiel<br />
in bildschönen Wäldern umherzuirren, erliegen Sie<br />
hier dem Wahnsinn des Bösen. <strong>Eine</strong>r der sonst so<br />
verhassten Deadra-Fürsten lädt Sie in sein Reich, um<br />
dieses vor dem Untergang zu bewahren. Im krassen<br />
Gegensatz zu den Toren Oblivions erwartet Sie in<br />
Shivering Isles aber keine Ödnis mit kargem Stein<br />
und Lava sondern eine fast schon psychedelisch anmutende<br />
Flora aus Riesenpilzen, Monsterinsekten<br />
und Sumpflandschaften. Da sich die Gegnerschar<br />
variabel der eigenen Erfahrungsstufe anpasst, können<br />
auch Neueinsteiger in die Shivering Isles entfliehen.<br />
Einziger Nachteil: Im Gegensatz zur im Handel<br />
erhältlichen PC-Variante steht die Xbox-360-Fassung<br />
nur über das Internet zum Download bereit.<br />
Empfehlung<br />
Hersteller 2K Games<br />
Genre<br />
Rollenspiel<br />
HD-Konsole Xbox 360, <strong>Playstation</strong> 3<br />
Release-Datum erhältlich, 3. Quartal PS3<br />
Bilder: 2K Gmaes, Activision, Electronic Arts, The Games Company, Ubisoft<br />
030 www.hdplustv.de
Ghost Recon Andvanced<br />
Warfighter 2<br />
Um es gleich vorwegzunehmen: Dieses Spiel ist nichts<br />
<strong>für</strong> Kinderhände. Wenn Kugelhagel wenige Millimeter<br />
neben einem einschlagen und das Zielfernrohr<br />
über Sieg und Niederlage entscheidet, ist die Grenze<br />
zwischen Spiel und Realität fließend. Verbessert<br />
wurde in G.R.A.W. 2 die Steuerung der Drohne zur<br />
Erkundung der Umgebung und die Übersichtlichkeit<br />
beim Vormarsch der Kameraden: Auf Wunsch<br />
schalten Sie einfach auf deren Sichtfeld um. Geblieben<br />
ist eine politisch höchst fragwürdige Story auf<br />
dem Niveau amerikanischer Armee-Werbespots und<br />
zum Teil abwechslungsarme Dauerschießereien –<br />
Ein Black-Hawk-Down in Videospielform.<br />
NBA Street Homecourt<br />
Mit einem zünftigen Ellenbogenschlag wird der<br />
Verteidiger ausgehebelt, der Ball per Fuß zum Mitspieler<br />
geschossen, dieser springt auf den Rücken<br />
des gebückten Teamkameraden und setzt zum meterhohen<br />
Flug an. Der Ball wird in den Korb gedroschen,<br />
mit der Hacke zurück in die Hände gespielt<br />
und ein zweites Mal eingelocht. Ja, es dreht sich<br />
hier um Basketball, aber in seiner schönsten Form.<br />
Die Straßen-Baskettballer in EAs Sportspielstreich<br />
sind ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich<br />
und unglaublich geschmeidig animiert. Spätestens<br />
beim nächsten Dunk zeigt sich dann das wahre<br />
Gesicht des Titels: Dieses Spiel soll unterhalten und<br />
nicht durch Realismus protzen.<br />
flOw<br />
Als Videospiele Mitte der Achtziger in den Kinderschuhen<br />
steckten, war das Spielprinzip noch schnell<br />
erlernt: Ein bis zwei Knöpfe und der simple Level-<br />
Aufbau garantierten auch Einsteigern einen raschen<br />
Zugang. <strong>Eine</strong>s dieser Spiele <strong>für</strong> jedermann stellt<br />
Sony nun <strong>für</strong> acht Euro zum Herunterladen bereit.<br />
In flOw steuern sie ein amöbenartiges Wesen allein<br />
mittels Neigung des Controllers durch eine nicht<br />
enden wollende Ursuppe. Ein bis zwei Spieler versuchen<br />
nun, infolge des Verzehrs der umherschwimmenden<br />
Teilchen, ihre Lebensform stetig zu vergrößern.<br />
Obwohl das Spiel kein Ziel besitzt und extrem<br />
minimalistisch ausfällt, ist das Umhertreiben unter<br />
hypnotisierender Musik eine wahre Wonne.<br />
Empfehlung<br />
Hersteller Ubisoft<br />
Genre<br />
Taktik-Shooter<br />
HD-Konsole Xbox 360, Playsation 3<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Empfehlung<br />
Hersteller Electronic Arts<br />
Genre<br />
Fun-Sport<br />
HD-Konsole Xbox 360, Playsation 3<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Empfehlung<br />
Hersteller The Game Company<br />
Genre<br />
Geschicklichkeit<br />
HD-Konsole <strong>Playstation</strong> 3<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Guitar Hero II<br />
Auf der <strong>Playstation</strong> 2 bereits ein alter Hut wird das<br />
Musikspiel mit Gitarre auch auf der Xbox 360 <strong>für</strong><br />
schlaflose Partynächte sorgen. Mittels des obligatorischen<br />
Rockstarinstruments spielen Sie im Idealfall<br />
taktgenau zu Songs von Aerosmith, Nirvana, Foo<br />
Fighters oder Guns N’ Roses. Statt echte Gitarrensaiten<br />
zu zupfen, beschränkt sich die Nachahmung auf<br />
fünf Grifftasten und einen Hebel. Die edle in weiß<br />
gehaltene Xbox-360-Gitarre registriert wie ihre<br />
PS2-Pendants sogar den Neigungswinkel, so dass in<br />
besonders dramatischen Stellen die Gitarre empor<br />
gestreckt werden sollte. Guitar Hero 2 gewinnt auf<br />
der Xbox 360 zwar keine Schönheitspreise, doch erzeugt<br />
echte Partystimmung – Let’s Rock!<br />
UEFA Champions League<br />
Es gab Zeiten, da boten FIFA-Spiele von EA alle Modi<br />
in einem Paket. Der Software-Riese scheint die Zeichen<br />
der Zeit aber erkannt zu haben und vermarktet<br />
ab sofort dreigleisig. Neben einzeln erhältlichen<br />
Varianten der WM- und Bundesliga-Ableger schickt<br />
sich nun die Königsklasse an, weitere 55 Euro vom<br />
gebeutelten Zocker einzufordern. Immerhin locken<br />
knapp 270 Mannschaften mit den originalen Spielern<br />
und Vereinen samt 22 Stadien. Die Grafik und<br />
Spielbarkeit wurde erneut ein wenig verbessert –<br />
gerade soviel, dass der Fußballfan einfach zuschlagen<br />
muss. Wie jedes Jahr eben.<br />
Def Jam: Icon<br />
Als das Videospiel Def Jam: Vendetta <strong>für</strong> die PS2<br />
und Xbox erschien, waren sich alle Kritiker einig:<br />
Die spaßige Auseinandersetzung zwischen gestandenen<br />
Hip-Hop-Größen sorgte <strong>für</strong> frischen Wind<br />
im Kampfsportalltag. Der Nachfolger Def Jam: Icon<br />
wird diesem Status nicht mehr gerecht, denn das<br />
Kampfsystem ist zu dröge und die Möglichkeiten<br />
zu beschränkt. Witzig sind dagegen die interaktiven<br />
Umgebungen, die im Takt der Musik wippen und<br />
sich der aufgelegten Platte anpassen. Durch die sehr<br />
detaillierte Darstellung mutiert der Titel zum Grafikblender.<br />
Hier gilt das Motto: mehr Schein als Sein,<br />
doch das ist bei den neumodischen Möchtegern-<br />
Hip-Hoppern ja nicht anders.<br />
Empfehlung<br />
Hersteller Activision<br />
Genre<br />
Musikspiel<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Empfehlung<br />
Hersteller Electronic Arts<br />
Genre<br />
Sport<br />
HD-Konsole <strong>Playstation</strong> 3, Xbox 360<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Empfehlung<br />
Hersteller Electronic Arts<br />
Genre<br />
Fun/Kampfsport<br />
HD-Konsole <strong>Playstation</strong> 3, Xbox 360<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 031
Filmhöhepunkte in HD<br />
Was <strong>für</strong> ein bewegender Filmmonat. Mit der Veröffentlichung des Endzeitfilms Children of<br />
Men, dem Thriller Déjà Vu und der märchenhaften Erzählung Big Fish ist das Angebot hochkarätig<br />
besetzt. Ob Action- oder Animationsfilm, Science-Fiction oder Fantasy, hier ist <strong>für</strong><br />
jeden etwas dabei.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Children of Men<br />
Während Deutschland über zu geringe Geburtenraten<br />
klagt, ist die Welt 2027 tatsächlich dem Untergang<br />
geweiht. Frauen wurden im Laufe der Jahre<br />
unfruchtbar und die letzte Hoffnung der Menschen<br />
in Form eines 18-jährigen jungen Mannes erlischt<br />
durch einen Terroranschlag. Anarchie, Chaos, Gewalt<br />
in den Straßen und Rassismus sind die einzigen<br />
Überbleibsel einer sich von innen verzehrenden Gesellschaft.<br />
Regisseur Alfonso Cuarón zeigte zuletzt mit Harry<br />
Potter und der Gefangene von Askaban, dass er die<br />
Leinwand gekonnt beherrscht. Mit Children of Men<br />
erschuf er ein ernstes, erschreckend reales Meisterwerk<br />
über das Leben selbst, inmitten von Geschrei,<br />
Leid und Tod. Anfangs noch behutsam eingeführt,<br />
werden dem Zuschauer mit zunehmender Spieldauer<br />
starke Nerven abverlangt und die abschließende<br />
Häuserkampfszene könnte auch einem Soldat<br />
James Ryan oder Black Hawk Down entsprungen<br />
sein. Doch während viele Kriegsfilme im Pathos<br />
schwelgen, bietet diese Geschichte keinen Helden<br />
und auch kein Happy End, nur die Hoffnung, dass<br />
das Leben immer einen Weg findet.<br />
Was Children of Men von anderen Hollywood-<br />
Blockbustern so gekonnt abhebt, ist die Darstellungsart.<br />
So finden sich meist minutenlange Kameraeinstellungen<br />
ohne Schnitte. Die Komplexität der<br />
Aufnahmen ist dabei das beste, was das moderne<br />
Kino in den letzten Jahren<br />
hervorgebracht hat. Zusammen<br />
mit der packenden Geschichte<br />
ist Child<br />
ren of Men endlich wieder<br />
ein echter Kaufgrund <strong>für</strong><br />
das HD-DVD-Format, auch<br />
wenn wir die Bild- und Tonqualität<br />
leider noch nicht<br />
testen konnten.<br />
Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Film-Verleih Universal<br />
Genre<br />
Science-Fiction-Drama<br />
Format<br />
HD-DVD, HD30<br />
Bild VC-1, 1.78:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital Plus<br />
Release-Datum 10. Mai 2007<br />
Bilder: 20th Century Fox, Buena Vista, Sony Pictures, Universal, Warner<br />
032 www.hdplustv.de
Die Liga der außergewöhnlichen<br />
Gentleman<br />
Was <strong>für</strong> ein Aufgebot: In der Comicverfilmung mit<br />
Sir Jean Connery stehen solch illustre Namen wie<br />
Tom Sawyer, Dorian Gray, Kapitän Nemo und Dr.<br />
Jekyll im Mittelpunkt. Leider vermag es die grundlegend<br />
interessante Thematik nicht, die Herzen der<br />
Zuschauer zu erwärmen. Da<strong>für</strong> ist die Story zu ideenlos<br />
und die Spezialeffekte ebenso antiquiert wie<br />
die platten Dialoge. Schade, denn das Potenzial des<br />
Films mit seinen durchweg interessanten Charakteren<br />
hätte mehr verdient, ebenso wie Sean Connerys<br />
Rolle als Vaterfigur von Tom<br />
Sawyer.<br />
Die Qualität der Blu-ray ist<br />
ebenfalls nur guter Durchschnitt.<br />
Der brachiale, aber<br />
fast durchweg gekünstelte<br />
Sound stellt hier noch das<br />
Highlight dar.<br />
Hulk<br />
In die Riege der erfolgreichen Comicverfilmungen<br />
konnte sich Hulk 2003 nicht einreihen. Ang Lees<br />
Verfilmung des willensguten, doch unberechenbaren<br />
grünen Superhelden floppte an den Kinokassen.<br />
Dabei ist der Film bei weitem nicht so schlecht,<br />
wie es die Zahlen vermuten ließen. Neben einer<br />
interessanten Geschichte, die erst am Ende sämtlichen<br />
Realitätsbezug verliert, begeistert die HD DVD<br />
durch die fantastische Bildqualität. Wie von Universal<br />
gewohnt, erstrahlt das Bild sauber und mitreißend.<br />
Die Toneffekte dürften dagegen etwas mehr<br />
Durchschlagskraft vertragen<br />
und der Soundtrack drängt<br />
zu sehr nach vorn. Dennoch<br />
eine gute Referenzscheibe,<br />
um die Vorteile des neuen<br />
Formates zu unterstreichen.<br />
Die Mumie<br />
Der Reiz des Verbotenen wurde dem Abenteurer<br />
Rick O‘Connell fast zum Verhängnis: An einem<br />
Galgen schlägt er die letzten Sekunden seines Lebens<br />
tot. Als die wissbegierige Archäologin Evelyn<br />
allerdings von einem geheimen Schatz erfährt,<br />
hängt sein Leben nicht länger am seidenen Faden,<br />
sondern bestimmt maßgeblich die zweistündige<br />
Abenteuertour durch Wüsten und Katakomben. Die<br />
Mumie hat selbst acht Jahre nach ihrem Erscheinen<br />
nichts vom Charme verloren und schlägt den gleichzeitig<br />
erscheinenden Nachfolger „Die Mumie kehrt<br />
zurück“ spielend. Bild- und<br />
Tonqualität haben dagegen<br />
ein wenig Staub angesetzt<br />
und bieten nicht den Referenzstatus<br />
alter Zeiten. Für<br />
Freunde der seichten Unterhaltung<br />
dennoch ein Muss.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih 20th Century Fox<br />
Genre<br />
Fantasy-Action<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25<br />
Bild MPEG-4, 2.35:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Universal<br />
Genre<br />
Comic-Action<br />
Format<br />
HD DVD, HD30<br />
Bild VC-1, 2.35:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital Plus<br />
Release-Datum 10. Mai 2007<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Universal<br />
Genre<br />
Abenteuer-Action<br />
Format<br />
HD DVD, HD30<br />
Bild VC-1, 2.35:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital Plus<br />
Release-Datum 10. Mai 2007<br />
Nachts im Museum<br />
Der Job eines Nachtwächters ist langweilig, vorhersehbar<br />
und im Schlaf zu bewältigen. Das dachte zumindest<br />
Larry, gespielt von Ben Stiller, der in dieser<br />
Komödie die Museumshallen nach Sonnenuntergang<br />
per Taschenlampe durchforstet. Zumindest<br />
solange, bis sich ausgestorben geglaubte Figuren,<br />
wilde Tiere und ein fünf Meter hohes Tyrannosaurus-Rex-Skelett<br />
auf die Pirsch begeben und aus dem<br />
einschläfernden Job eine kunterbunte Safari mit ansehnlichen<br />
Spezialeffekten sowie einigen Lachern<br />
zaubern. Allein Robin Williams als Ex-US-Präsident-<br />
Rossevelt rechtfertigt einen<br />
Leihabend.<br />
Als Dreingaben erwarten Sie<br />
einzig Trailer von bekannten<br />
Fox-Streifen. Die verlustfreie<br />
Tonspur erschallt nur<br />
auf Englisch.<br />
Eragon<br />
Die epische Geschichte des Drachreiters Eragon sollte<br />
der Beginn einer neuen Fantasy-Trilogie im Stile<br />
von Herr der Ringe werden, doch herausgekommen<br />
ist eines der schlechtesten Machwerke seit langem.<br />
Nichtssagende Darsteller, mäßige Spezialeffekte,<br />
billig wirkende Kostüme und vor allem die unterirdische<br />
Regieleistung ließen Eragon an den Kinokassen<br />
zu Recht zu einem Millionengrab werden. Wir<br />
können nur hoffen, dass das Studio von weiteren<br />
Teilen absieht.<br />
Für gepflegte Kurzweil sorgt der Film nicht nur aufgrund<br />
der geringen Lauflänge<br />
von 104 Minuten<br />
sondern durch seine gute<br />
Bild- und Tonqualität welche<br />
zumindest einen Leihabend<br />
rechtfertigt – mehr<br />
aber auch nicht. Wir schauen<br />
derweil Königreich der<br />
Himmel auf Blu-ray.<br />
Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Film-Verleih 20th Century Fox<br />
Genre<br />
Fantasy-Komödie<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25<br />
Bild MPEG-2, 2.35:1<br />
Ton<br />
DTS<br />
Release-Datum 3. Mai 2007<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih 20th Century Fox<br />
Genre<br />
Fantasy<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25<br />
Bild MPEG-2, 2.35.1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum 19. April 2007<br />
Blu-ray Disc<br />
HD DVD<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 033
Big Fish<br />
Das Leben ist so großartig, wie die Geschichten, die<br />
wir unseren Kindern daraus erzählen. Tim Burtons<br />
Loblied auf die Fantasie, die Liebe und das Fabelhafte<br />
in uns allen ist ein Glanzstück der Erzählkunst.<br />
Mit allerhand liebenswerten und geheimnisvollen<br />
Charakteren gespickt, vermag es der Regiekünstler,<br />
die Grenzen zwischen Fiktion und Realität gekonnt<br />
zu verwischen.<br />
Technisch bewegt sich der Film auf ungewöhnlich<br />
hohem Niveau. Ungewöhnlich deshalb, weil Sony in<br />
ihren ersten Veröffentlichungen patzte und ein Fantasy-Drama<br />
nicht gerade<br />
nach Referenzwertungen<br />
schreit. Big Fish erwidert<br />
diese Bedenken mit einem<br />
plastischen, praktisch greifbaren<br />
Bild, welches durch<br />
fantasievolle Melodien und<br />
liebevolle Effekte die Geschichte<br />
perfekt untermalt.<br />
Identität<br />
Ein Unfall, ein Motel und zehn zwielichtige Gestalten,<br />
dies sind die Zutaten <strong>für</strong> den packenden Thriller<br />
Identität. Als die ersten Schreie drohendes Unheil<br />
ankündigen und Leichenteile den Weg der ahnungslosen<br />
Protagonisten säumen, ist das Verhängnis der<br />
Gruppe vorgezeichnet.<br />
Dieser Film ist <strong>für</strong> all jene eine Empfehlung, die Atmosphäre<br />
der pausenlosen Action vorziehen und<br />
nicht an ein Happy-End glauben. Die Enthüllung<br />
des Schreckens bedarf jedoch etwas Fantasie. Das<br />
Bonusmaterial ist mit einem Making-of und entfallenen<br />
Szenen kurzweilig.<br />
Aufgrund des Redaktionsschlusses<br />
konnten wir<br />
die Bild- und Tonqualität<br />
noch nicht einschätzen.<br />
Die DVD-Version bot eine<br />
gespenstige Soundkulisse<br />
aber wechselhafte Bildqualitäten<br />
– abwarten.<br />
Dinosaurier<br />
Disneys wohl teuerster Film aller Zeiten stattete<br />
den Kinokassen nur einen kurzen Besuch ab, denn<br />
wenig einprägsame Charaktere und eine bereits<br />
mehrfach da gewesene Story waren trotz Dinosaurieraufmarsch<br />
und Meteoriteneinschlag zu wenig.<br />
Wer eine ähnlich rührende Geschichte wie „In einem<br />
Land vor unserer Zeit“ erwartet, wird also enttäuscht.<br />
Für nimmermüde Fans der prähistorischen Tierwelt<br />
ist der Streifen aber einen Blick wert – auch wenn<br />
sprechende Figuren nicht jedermanns Sache sind.<br />
Technisch kann die Bluray<br />
nicht an Buena Vistas<br />
stärkste Titel anknüpfen,<br />
da<strong>für</strong> wirken sowohl das<br />
Bild als auch der Ton zu<br />
flach. <strong>Eine</strong>n unterhaltsamen<br />
Familienabend garantiert<br />
der Streifen dennoch.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Sony<br />
Genre<br />
Fantasy-Drama<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25<br />
Bild MPEG-2, 1.85:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital, PCM<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Film-Verleih Sony<br />
Genre<br />
Thriller<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25<br />
Bild –,2.40:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Buena Vista<br />
Genre<br />
Trickfilm<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25<br />
Bild MPEG-2, 1.85:1<br />
Ton<br />
DTS<br />
Release-Datum erhältlich<br />
Déjà Vu<br />
Wenn Regisseur Tony Scott und Jerry Bruckheimer<br />
gemeinsame Sache machen, ist der neue Action-<br />
Blockbuster nicht weit. In diesem inhaltlich durchaus<br />
interessanten Verwirrspiel erkennt FBI-Agent<br />
Carlin (Denzel Washington), dass Zeit nur relativ<br />
ist. Wie ist es sonst zu erklären, dass eine tote Frau<br />
mit ihm per Telefon Kontakt aufnimmt? Wer bereits<br />
den Staatsfeind Nummer 1 mochte, wird auch<br />
hier vorzüglich unterhalten. Obwohl die deutsche<br />
Fassung noch nicht vor Redaktionsschluss erhältlich<br />
war, scheint Buena-Vista das hohe Niveau der<br />
bisherigen Filme ohne Probleme<br />
halten zu können.<br />
Somit steht einem spannenden<br />
Kinoabend nichts<br />
mehr im Wege.<br />
*Cover entstammt der DVD-Version<br />
Corpse Bride<br />
<strong>Eine</strong> Hochzeit die ist lustig, eine Hochzeit die ist<br />
schön. Schön schaurig in diesem Fall, denn Tim Burtons<br />
Hochzeit mit einer Leiche beginnt da, wo das<br />
Leben im Ernstfall endet: dem Tod.<br />
Auch wenn es den Anschein hat, hier handele es<br />
sich um einen weiteren computeranimierten Film,<br />
so entstammen alle Figuren und Umgebungen der<br />
Stop-Motion-Technik – im Prinzip eine Augsburger<br />
Puppenkiste ohne Schnüre. Die Fäden in der Hand<br />
behielt der Regisseur dagegen nicht nur bei der Story,<br />
sondern auch bei der Schaffung seiner Hauptfiguren.<br />
So kommt es nicht<br />
von ungefähr, dass Victor<br />
verblüffende Ähnlichkeiten<br />
mit Johnny Depp besitzt.<br />
Die Blu-ray und HD DVD<br />
faszinieren mit einer dreidimensionalen<br />
Bildqualität,<br />
wodurch die Leinwand einer<br />
Theaterbühne weicht.<br />
Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Film-Verleih Buena Vista<br />
Genre<br />
Science-Fiction-Thriller<br />
Format<br />
Blu-ray, BD<br />
Bild<br />
MPEG-4,2.35:1<br />
Ton<br />
DTS<br />
Release-Datum 10. Mai 2 007<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Warner<br />
Genre<br />
Trickfilm<br />
Format<br />
Blu-ry, Bd25, HD-DVD, HD30<br />
Bild VC-1, 1.78:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum 25. Mai 2007<br />
034 www.hdplustv.de
Die Insel<br />
Die Menschheit als Ersatzteillager. In Jerry Bruckheimers<br />
Action-Spektakel sind Klone die teuerste und<br />
begehrteste Ware der Welt. Dumm nur, dass die gezüchteten<br />
Abkömmlinge nichts von ihrem Schicksal<br />
wissen. Als ein Klon jedoch herausfindet was sich<br />
wirklich hinter dem vermeintlichen Inselparadies<br />
verbirgt, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.<br />
Die Insel bietet <strong>für</strong> einen Action-Film einen inhaltlich<br />
netten Ansatz, der leider gegen Ende immer mehr<br />
den Action-Sequenzen weichen muss. Für den Regisseur<br />
typisch sind spektakuläre Verfolgungsjagden,<br />
ein pompöser Soundtrack<br />
und die stilisierten<br />
Farbfilter. An der Bild- und<br />
Tonqualität gibt es vermutlich<br />
nichts zu meckern, lieferte<br />
doch bereits die DVD<br />
Kino pur. Das Bonusmaterial<br />
beschränkt sich auf eine<br />
Dokumentation.<br />
Charlie und die<br />
Schokoladenfabrik<br />
Das Wonka-Imperium entwickelt seit jeher die besten<br />
Süßigkeiten des Landes und verlost zur Überraschung<br />
aller Kinder goldene Tickets, um die seit 15<br />
Jahren unbetretenen Fabrikhallen mit eigenen Augen<br />
zu bestaunen. Unter Ihnen ist der junge Charlie,<br />
welcher aus armen Verhältnissen stammt und<br />
in Wonka sein großes Vorbild findet, zumindest bis<br />
dessen unantastbare Fassade zu bröckeln beginnt.<br />
Durch die extrem bunten Farben und skurrilen<br />
Bauten kann sich der Zuschauer an diesem Bilderrausch<br />
kaum satt sehen.<br />
Das plüschige Fell der Eichhörnchenkolonne<br />
kann sich<br />
sogar mit der Qualität eines<br />
King Kong messen. Blu-ray-<br />
Fans müssen sich noch ein<br />
wenig gedulden, denn der<br />
Film erscheint zunächst auf<br />
HD-DVD.<br />
Nachtests<br />
Jagdfieber<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Casino Royal<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
From Hell<br />
Bildqualität<br />
Bildqualität Test in HD+TV 05/07<br />
Tonqualität Test in HD+TV 05/07<br />
Film-Verleih Warner<br />
Genre<br />
Science-Fiction-Action<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25, HD DVD, HD30<br />
Bild VC-1, 2.40:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum 25. Mai 2 007<br />
Hautnah<br />
Liebe gibt Halt, Liebe zerstört. Das Beziehungsdrama<br />
um vier Londoner Seelen, gespielt von Jude<br />
Law, Julia Roberts, Natalie Portman und Clive Owen<br />
entpuppt sich mit fortschreitender Spieldauer als<br />
verstörende Charakterstudie, in der die Gefühle der<br />
Hauptfiguren ebenso schnell wechseln wie deren<br />
sexuellen Verlangen. Hautnah ist sicher kein Film<br />
<strong>für</strong> die breite Masse, doch sollte jeder etwas anspruchsvollere<br />
Zuschauer den Film zumindest einmal<br />
gesehen habe, denn Parallelen zur eigenen Beziehung<br />
sind hier nicht ausgeschlossen. Die Blu-ray<br />
war vor Redaktionsschluss<br />
noch nicht erhältlich. Der<br />
Film bietet neben Dialogen<br />
und dem sympathischen<br />
Soundtrack jedoch kaum<br />
erinnernswerte Klangerlebnisse.<br />
Das Bonusmaterial<br />
hätte mehr verdient als ein<br />
Musikvideo und Trailer.<br />
Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />
Film-Verleih Sony Pictures<br />
Genre<br />
Drama<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25<br />
Bild –, 1.85:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum 8. Mai 2007<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Warner<br />
Genre<br />
Fantasy-komödie<br />
Format<br />
Hd-DVD, HD30<br />
Bild VC-1, 1.85:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum 20. April 2007<br />
Last Samurai<br />
Captain Nathan Algren, gespielt von Tom Cruise, ist<br />
der amerikanischen Lebensweise überdrüssig und<br />
führt eine japanische Armee des Kaisers gegen die<br />
letzte Bastion der Samurai. Das blutige Aufeinandertreffen<br />
ändert nicht nur Algrens Ansichten gegenüber<br />
den Glaubenskriegern, sondern auch seine<br />
Lebenseinstellung.<br />
Last Samsurai ist neben den ernsthaften Untertönen<br />
und geschichtlichen Hintergründen bestes Kino, in<br />
dem Hans Zimmers Musikuntermalung das Geschehen<br />
perfekt begleitet. Die Bildqualität holt fast<br />
alles aus dem Medium heraus,<br />
die Schärfe zeigt sich<br />
gerade in den Massenszenen<br />
sowie den Landschaftsaufnahmen<br />
Neuseelands<br />
berauschend. In ruhigen<br />
Szenen hält sich der<br />
Raumklang wider etwas<br />
zurück.<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Film-Verleih Warner<br />
Genre<br />
Abenteuer-Action<br />
Format<br />
Blu-ray, BD25, HD DVD. Hd30<br />
Bild VC-1, 2.40:1<br />
Ton<br />
Dolby Digital<br />
Release-Datum 25. Mai 2007<br />
Tonqualität<br />
Das Parfüm<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
Per Anhalter durch die Galaxis<br />
Bildqualität<br />
Tonqualität<br />
News aus der HD-Welt<br />
+ Das Parfüm erscheint vorerst auf HD-<br />
DVD, die Blu-ray-Version verzögert sich<br />
+ Captain Jack Sparrow ist bereit zum Entern:<br />
Buena Vista veröffentlicht Teil eins<br />
und zwei von Fluch der Karibik im Mai. Bislang<br />
einzigartig: Neben den Blu-ray-exklusiven<br />
Hauptfilmen auf 50 GB-Discs ist eine<br />
zweite 25-GB-Scheibe mit Filmextras im<br />
Blu-ray-Case<br />
+ Sony veröffentlicht neben den vorgestellten<br />
Filmen weitere Blu-rays: Das geheime<br />
Fenster (08.05.), Gothika (erhältlich), Hellboy<br />
(erhältlich), Das Streben nach Glück<br />
(22. 05.)<br />
Blu-ray Disc<br />
HD DVD<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 035
ab 20. April neu am Kiosk
Sehen Brandheiß<br />
hier<br />
kommt<br />
Buntes Einschalten Familie Spielen Hören
Grenzgänger<br />
Wenn es in all den verschiedenen Kunstformen und Epochen der Filmgeschichte eine<br />
reine Darstellungsform gegeben hat, dann ist es auf jeden Fall der Dokumentarfilm.<br />
Mit seinem Anspruch die Realität abzubilden und ohne Zutun dramaturgischer Handlung<br />
und/oder Schauspielern wird er der Reinform des Films gerecht – dennoch ist es<br />
immer eine Gratwanderung<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Die ewige Suche nach der Wahrheit. Während<br />
sich Hollywood vorwiegend auf Unterhaltung<br />
als Massenmedium konzentriert, war der Dokumentarfilm<br />
immer der krasse Gegensatz zum<br />
Retortengeschäft. Die Wirklichkeit zeigen wie<br />
sie ist, stellt dabei einen der vielen Ansprüche<br />
dieser Art des Erzählens dar. Doch auch die<br />
Hartgesottenen unter den Filmemachern greifen<br />
zu neuen Technologien, um ein noch breiteres<br />
Spektrum der Erzählung zu erlangen. Oft<br />
gestaltet sich dieser Weg der Darstellung als ein<br />
wahrer Grenzgang zwischen Realität und Geschichte.<br />
Im Mittelpunkt stehen natürlich immer<br />
der Mensch und seine ganz eigene Geschichte.<br />
Nun stellt sich dem Zuschauer jedoch die Frage,<br />
inwieweit sich eine so puristische Erzählform<br />
über Menschen, Situationen und Orte die neue<br />
Technologie zu Nutze macht. Reine Stilform<br />
oder nur Mittel zum Zweck?<br />
Natürlich durchlebte in den letzten Jahren auch<br />
der Dokumentarfilm viele Veränderungen. Er<br />
versteht sich auch vielmehr als stetige Veränderung<br />
in einer sich ständig ändernden Welt. Deshalb<br />
gibt es auch mehrere Formen des Dokumentarfilms.<br />
Gerade in den letzten Jahren hat<br />
der Dokumentarfilm aber eine Wiedergeburt<br />
erfahren.<br />
Zum Gespräch haben wir uns mit dem jungen<br />
Filmemacher Johannes Neumann getroffen.<br />
Thema: Der Beginn, der Weg und das Ziel neuartiger<br />
Technologien, um ein Dokument <strong>für</strong> die<br />
Nachwelt festzuhalten.<br />
Nicht selten verlangt der Dokumentarfilm einen noch tieferen<br />
Einblick in das Geschehen oder in die Welt des Protagonisten<br />
„Spielfilm und Dokumentarfilm<br />
werden verschmelzen.“<br />
Wie könnte man Ihren Weg des Filmemachens<br />
am besten beschreiben und<br />
welche Rolle nimmt das Medium dabei<br />
in diesem Zyklus ein?<br />
Ich habe 2001 mein Kamerastudium an der<br />
Hochschule <strong>für</strong> Film und Fernsehen Potsdam/Babelsberg<br />
begonnen und fünf Jahre<br />
dort studiert. Während dieser Zeit haben sich<br />
meine Projekte immer mehr von Film zu Video<br />
verschoben. Das liegt zum einen an dem Problem,<br />
dass Filme mit immer weniger Budget<br />
ausgestattet werden und natürlich auch an<br />
den neuen Möglichkeiten, durch Video mit<br />
weniger finanziellen Mitteln zu produzieren.<br />
Das ist auch sehr schade, weil das Geld, das<br />
man mit Video einsparte und <strong>für</strong> andere Bereiche<br />
einsetzen könnte, meist einfach gestrichen<br />
wird, um billiger zu produzieren. Dazu muss<br />
man sagen, dass, betrachtet man den gesamten<br />
Produktionsprozess, HD im Moment noch<br />
nicht billiger ist als 16-Millimeter-Film. In der<br />
Industrie (Fernsehspielfilm) wird schließlich<br />
immer noch vorrangig auf 16 Millimeter produziert,<br />
weil zum einen HD nicht billiger ist<br />
und vor allem weil die Produktionswege über<br />
Jahre entwickelt wurden und somit konditioniert<br />
und sicher sind. Natürlich wird sich dies<br />
ändern. Man beginnt damit, auf 16-Millimeter-<br />
Film zu drehen und HD abzutasten usw.<br />
In der Low-Budget-Produktion ist vor allem<br />
das HDV oder HD-DVC Pro interessant, weil<br />
dies eine weitere Verbesserung der Mini-DV<br />
oder SD-Video-Generation darstellt. Für freie<br />
Filmemacher ist dies natürlich ein Zugewinn.<br />
Blickt man von der kreativen Seite auf das<br />
Medium HD oder Digital Video, ist es einfach<br />
eine weitere gestalterische Möglichkeit. Der<br />
Look ist anders als der von Film und erweitert<br />
somit die künstlerischen Möglichkeiten eine<br />
Geschichte zu erzählen enorm.<br />
Was macht den Reiz dabei aus?<br />
Das Spannende <strong>für</strong> mich ist dabei, die Grenzen<br />
des Mediums zu entdecken. Besonders<br />
in der Lichtgestaltung und Postproduktion<br />
entstehen neue Möglichkeiten. Man muss zum<br />
einen umdenken, kann aber eben auch neue<br />
gestalterische Wege gehen. In einem Kurzfilmprojekt<br />
(Arbeitstitel: Nachtgebet) drehten<br />
wir mit der Panasonic AG-HVX 200 (P2-Karte)<br />
und 35-Millimeter-Adapter. In diesem Projekt,<br />
das in Jerusalem spielt und in Berlin gedreht<br />
wurde, war das Ziel, eine Lichtstimmung zu<br />
erzeugen, die nicht nach Deutschland aussieht,<br />
sondern die der in Israel ähnlich ist. Tatsächlich<br />
sind die Unterschiede des Sonnenlichts enorm.<br />
Durch den relativ geringen Kontrastumfang<br />
dieses Mediums und der Kombination der 35-<br />
Millimeter-Optiken war es erstaunlich leicht,<br />
eine Stimmung zu schaffen, die der Lichtstimmung<br />
in Israel gleicht. Was vom Auge her fast<br />
langweilig aussah, wurde durch den „Technikfilter“<br />
total stimmungsvoll. Dadurch konnten<br />
wir mit relativ wenig Aufwand (Lichttechnik)<br />
einen größeren Aufwand imitieren.<br />
Natürlich sind die Budgets bei Dokumentarfilmen<br />
sehr begrenzt. Inwieweit<br />
spielen die Kostenkontrollen eine tragende<br />
Rolle <strong>für</strong> die Entscheidung auf<br />
Video zu drehen?<br />
Im Dokumentarfilm hat man von vornherein<br />
weniger Budget als beim Spielfilm. Filmförderungen<br />
und sogar Filmpreise fallen meistens<br />
geringer aus, als die <strong>für</strong> Spielfilme. Dabei ist<br />
der zeitliche Aufwand <strong>für</strong> einen Dokumentarfilm<br />
keineswegs geringer. Im Gegenteil.<br />
Oft verbringt man wochenlang mit seinen<br />
Protagonisten (manchmal über Monate). Hier<br />
spielt Video eine immer größere Rolle, da das<br />
Material an sich einfach weniger kostet. Man<br />
Bilder: Martin Günther, Hee Seong Han, Anna Christina Spanlang<br />
038 www.hdplustv.de
hat viel mehr Freiheiten, ohne vorrangig an<br />
die Materialkosten denken zu müssen. Und<br />
ganz realistisch gesehen wird man kaum<br />
noch einen Dokumentarfilm auf 35 Millimeter<br />
finanziert bekommen. Schließlich will man Filme<br />
machen und nicht jahrelang auf das Geld<br />
da<strong>für</strong> warten.<br />
Wie ist die Akzeptanz in der Szene?<br />
Die Akzeptanz ist auf jeden Fall vorhanden.<br />
Natürlich sieht sich das Publikum gerne „Das<br />
weinende Kamel“ auf 35 Millimeter an. Aber<br />
besonders Dokumentarfilme haben ihren<br />
Schwerpunkt in ihrer Thematik. Die meisten<br />
Zuschauer gehen ins Kino, weil sie etwas über<br />
ein Thema erfahren wollen. Der Film „Darwins<br />
Nightmare“ wurde auf Mini-DV gedreht.<br />
Hat sich darüber irgendjemand beschwert?<br />
Da geht es um die Thematik und der Video-<br />
Look verstärkt meines Erachtens eher die Aussage,<br />
als sie dem Film schadet.<br />
Welche Vorteile bieten diese neuartigen<br />
Technologien im Umgang mit der<br />
gewählten Thematik und ganz einfach<br />
auch im Tagesgeschäft?<br />
Die Vorteile sind enorm. Auch wenn man als<br />
Kameramann gerne auf Film dreht, sehe ich<br />
besonders im Dokumentarfilmbereich sehr<br />
Johannes Neumann studierte im Studiengang<br />
Kamera an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.<br />
Sein letzter Dokumentarfilm<br />
„Osdorf“ lief auf der Berlinale 2007<br />
Dem Filmemacher stehen eine Vielzahl an technischen Geräten zur Umsetzung zur Verfügung. Bis die<br />
Entscheidung <strong>für</strong> ein Medium fällt, vergeht sehr oft eine lange Zeit der Vorbereitung und eine intensive<br />
Auseinandersetzung mit der gewählten Thematik<br />
viele Vorteile. Sieht man mal von den Kosten<br />
ab, hat man selbst viel mehr Freiheiten. Die<br />
Technik ist leichter, schneller einsetzbar, man<br />
benötigt keinen Kameraassistenten. Auch der<br />
Regisseur ist freier und kann wesentlich Materialintensiver<br />
arbeiten. Ich arbeite gerne mit<br />
langen Beobachtungen, die sehr viel Material<br />
benötigen. Natürlich haben die früheren Filmemacher<br />
unglaublich tolle dokumentarische<br />
Beobachtungen mit Film realisiert, dennoch<br />
denke ich, dass Video neue Möglichkeiten<br />
schafft und auch neue Filmformen – die Tendenz<br />
zum Semi-dokumentarischen Film zum<br />
Beispiel. Es ist zwar nicht neu, Spielfilme mit<br />
Laiendarstellern und einer dokumentarischen<br />
Form zu drehen, dennoch werden die Methoden<br />
hier<strong>für</strong> durch Video erweitert.<br />
Was denken Sie, wie wird sich das<br />
objektive Bild im Dokumentarfilm<br />
durch den fortwährenden Einsatz neuer<br />
Technologien verändern?<br />
Das objektive Bild war schon immer eine Illusion.<br />
Die Diskussion um die Objektivität der<br />
Fotografie ist so alt wie die Fotografie selbst.<br />
Ein Foto, eine Aufnahme ist immer ein subjektives<br />
Produkt. Mit dem Einsatz und den neuen<br />
Möglichkeiten der Bearbeitung der digitalen<br />
Technologie entsteht auch beim Konsumenten<br />
(also beim Zuschauer oder Betrachter) das<br />
Verständnis <strong>für</strong> diese Illusion. Das Vertrauen<br />
in die Bilder nimmt mit dem Missbrauch der<br />
neuen Technologien weiter ab. Ein Bild ist<br />
kein Beweis mehr. Dies schafft allerdings auch<br />
neue Wege <strong>für</strong> den Dokumentarfilm. Wenn<br />
ein Bild nichts beweisen kann, dann kann dies<br />
auch der Dokumentarfilm nicht. Mit diesem<br />
Verständnis verschwimmt die Grenze zwischen<br />
Dokumentarfilm und Spielfilm immer mehr.<br />
Dadurch entstehen neue Wege des Filmemachens,<br />
die subjektiver sind, sich mehr trauen.<br />
Welchen Einfluss nimmt der Dokumentarfilmer<br />
mit der Wahl des Mediums<br />
auf dessen Aussagekraft?<br />
Das ist besonders im Dokumentarfilm immer<br />
eine schwierige Frage, weil hier die Wahl<br />
zwischen Video und Film eben nicht sehr oft<br />
besteht. Man ist oft von vornherein durch das<br />
Budget festgelegt. Wenn man die Chance hat,<br />
auf Film zu drehen, dann schafft dies natürlich<br />
eine andere Stimmung, eine andere Wahrnehmung.<br />
Aber auch im digitalen Bereich kann<br />
man durchaus eine Aussagekraft bewusst<br />
beeinflussen. Drehe ich die Bilder ohne zusätzliches<br />
Licht und mit elektronischer Bildverstärkung,<br />
was zu einer groben und rauen Ästhetik<br />
führt, oder arbeite ich mit einer „cleanen“<br />
HD-Bildästhetik und schaffe makellose, saubere<br />
Bilder. Je nachdem, was die Geschichte oder<br />
die Thematik <strong>für</strong> eine Ästhetik verlangt, hat<br />
man als Filmemacher auch im digitalen Bereich<br />
sehr viele Möglichkeiten.<br />
Wie einfach oder kompliziert gestaltet<br />
sich der Prozess der Postproduktion?<br />
Hier beschäftige ich mich als Kameramann ja<br />
vorrangig mit der Farbkorrektur. Hier lässt sich<br />
beobachten, dass die Möglichkeiten im Vergleich<br />
von SD-Video und HD-Video unvorstellbar<br />
ansteigen. Ist man bei Standard-Definition<br />
sehr eingeschränkt, was Veränderungen im<br />
Nachhinein angeht, bietet High-Definition hier<br />
unglaubliche Möglichkeiten.<br />
Inwieweit steht das Verhältnis zum<br />
Umfang des gedrehten Materials zu<br />
dem von früher? Nehmen wir als Beispiel<br />
Video zu Film.<br />
Tatsächlich steigt der Materialumfang durch<br />
Video enorm. Für einen 90-minütigen Dokumentarfilm<br />
sind 50–200 Stunden Material keine<br />
Seltenheit. Dies wäre heutzutage mit Film<br />
undenkbar.<br />
Inhalte | HD+TV | 3.2007 039
Sehr oft muss es im Dokumentarfilm schnell gehen, da Situationen<br />
und Begebenheiten meist unverhofft eintreffen<br />
Wo sehen Sie die Zukunft des Dokumentarfilms?<br />
Der Dokumentarfilm wird in Zukunft immer<br />
mehr zu einer Mischform werden. Spielfilm<br />
und Dokumentarfilm werden verschmelzen.<br />
Für den Zuschauer wird der Dokumentarfilm<br />
damit attraktiver werden, weil durch die Verschmelzung<br />
Grenzen, die im Dokumentarfilm<br />
bestehen, überwunden werden können und<br />
Regeln, die aufgestellt wurden, gebrochen<br />
werden können. Dies ist eine sehr spannende<br />
Veränderung, die viel Neues bieten kann.<br />
Ich denke da zum Beispiel an Jugendliche in<br />
Problemmilieus, in denen die Protagonisten,<br />
anstatt sich lediglich im eigenen Schlamm<br />
zu wälzen, selbst als Laienschauspieler aktiv<br />
werden können und damit eine Motivation<br />
bekommen, aus ihrem Leben auszubrechen,<br />
ihr Leben zu verändern, vielleicht zu<br />
verbessern. Solche Projekte können das<br />
Selbstbewusstsein und die Motivation von<br />
Jugendlichen stärken und gäben dennoch<br />
dem adressierten Publikum einen realistischen<br />
Eindruck dieses Milieus.<br />
Aber auch, wenn der Dokumentarfilm ohne<br />
Inszenierungen arbeitet, wird er zunehmend<br />
den Anspruch auf Objektivität ablegen und<br />
stattdessen <strong>für</strong> das Publikum erkennbar, zur<br />
subjektiven Erfahrung des Filmemachers werden.<br />
Was macht <strong>für</strong> Sie das Wesen und das<br />
Interessante am Dokumentarfilm aus?<br />
Meinen eigenen Horizont zu erweitern,<br />
andere Menschen, andere Kulturen, andere<br />
Lebensumstände kennen zu lernen. Dokumentarfilme<br />
können ein Weg der Verständigung<br />
zwischen den Kulturen sein. Durch die<br />
Subjektivität der Künstler oder Filmemacher<br />
hat man die Möglichkeit, andere Sichtweisen<br />
zu erfahren und Vorurteile abzubauen. Es ist<br />
die direkte und persönliche Kommunikation<br />
mit dem Publikum, die mich reizt.<br />
Wie hoch ist der Rechercheaufwand bei<br />
einer solchen Produktion?<br />
Das kommt immer auf die Thematik und das<br />
Sujet an. Allgemein kann man aber sagen,<br />
dass der Rechercheaufwand <strong>für</strong> den Regisseur<br />
sehr groß ist. Hubert Sauper hat über einen<br />
Zeitraum von drei Jahren an seinem Film „Darwins<br />
Nightmare“ gearbeitet. Oft vermischt sich<br />
auch Recherche und Dreh, das ist, wie gesagt,<br />
von Fall zu Fall anders.<br />
Was wünschen Sie dieser Branche <strong>für</strong><br />
die Zukunft? Wie sieht ihr ganz persönlicher<br />
Weg aus?<br />
Der Dokumentarfilm erfährt momentan einen<br />
Boom und ich hoffe, dass dies so bleibt. Für<br />
mich wird sowohl der Dokumentarfilm als<br />
auch der Spielfilm berufliches Ziel bleiben.<br />
Mit beiden Formen kann man Geschichten<br />
erzählen, andere Sichtweisen eröffnen und<br />
Menschen emotional erreichen. Und das ist<br />
schließlich, neben dem Brotverdienst, mein<br />
Hauptanliegen Filme zu machen.<br />
Gibt es ungeschriebene Gesetze in der<br />
Dokumentarfilmbranche? Welche sind<br />
es?<br />
Die Gesetze, zumindest was die Form des<br />
Dokumentarfilms angeht, bestimmt in erster<br />
Linie die Zuschauererwartung.<br />
Der Zuschauer hat eine Vorstellung, wie eine<br />
Thematik präsentiert werden soll, und dementsprechend<br />
werden im Normalfall Filme<br />
gemacht. Das hat sich über 100 Jahre Filmgeschichte<br />
so entwickelt. Der Zuschauer wurde<br />
konditioniert.<br />
Dennoch denke ich, dass das Publikum an<br />
neuen Formen interessiert ist und auch bereit<br />
ist, neue Formen anzunehmen. Dies ist allerdings<br />
ein langwieriger Prozess, weshalb der<br />
klassische Dokumentarfilm wohl vorerst auch<br />
weiter existieren wird.<br />
Worum dreht sich das nächste Projekt?<br />
Mein nächstes Projekt „Mittelleben“ ist<br />
ein Folgeprojekt zu einem Dokumentarfilm<br />
(„Osdorf“, Regie: Maja Classen), der Jugendliche<br />
in einem Hamburger Hochhausviertel<br />
porträtiert. Dieses Folgeprojekt wird mit den<br />
Protagonisten aus dem Dokumentarfilm als<br />
Laienschauspieler arbeiten. Sie sollen ihre<br />
eigenen Geschichten, in ihrer eigenen Umgebung<br />
auf fiktive Weise erzählen. Sie spielen<br />
sozusagen sich selbst. Dies ist ein sehr spannendes<br />
Projekt, weil wir mit der semi-fiktiven<br />
Arbeitsweise tiefer in ihre Welt eintauchen<br />
können, als wir dies mit klassischen Dokumentarfilmmitteln<br />
tun könnten. Zusätzlich werden<br />
sie engagiert mit uns an einem Projekt arbeiten,<br />
was die Jugendlichen sicherlich persönlich<br />
auch weiterbringen wird.<br />
Im Mittelpunkt<br />
So haben mittlerweile auch moderne Technologien<br />
Einzug in die Welt des Dokumentarfilms<br />
gehalten. Auch scheint der Kostenfaktor zwar<br />
nicht über den Inhalt, da<strong>für</strong> aber über die technische<br />
Umsetzung zu entscheiden.<br />
Auf jeden Fall bleibt der Dokumentarfilm nicht<br />
nur ein Zitat, sondern vielmehr ein Dokument<br />
über Menschen. Um dieses <strong>für</strong> viele Jahre beständig<br />
zu halten, bedienen sich die Filmemacher<br />
natürlich den modernsten Methoden, die<br />
der Markt bietet – dennoch bleibt er aber in<br />
gewisser Hinsicht immer ein Purist.<br />
Ob Schwarzweiß oder Farbe, Film oder Video,<br />
SDTV oder <strong>HDTV</strong> – am Ende steht der Film und<br />
die Aussage im Mittelpunkt.<br />
Nicht nur im Dokumentarfilm, sondern<br />
auch im Spielfilm kommt es auf die Harmonie<br />
des Teams an<br />
040 www.hdplustv.de
WISSEN<br />
Frank Geiseler<br />
Redaktion HD+TV<br />
Informiert man sich über ein neues Produkt, so dauert es in der Regel nicht<br />
lang, bis man auf eine absolut neue Technologie hingewiesen wird, auf<br />
deren Grundlage die revolutionären Verbesserungen dieses Produkts beruhen.<br />
Die Ausführungen über diese neuen Technologien sind dabei meist so<br />
vage und spärlich formuliert, dass niemand auch nur den geringsten informativen<br />
Gehalt aus diesen ziehen, geschweige denn, hierdurch einen neuen<br />
Sachverhalt erlernen kann. Wenn beispielsweise ein Lautsprecherhersteller<br />
schreibt, dass seine Produkte wegen der US-patentierten XY-Technologie in<br />
Verbindung mit den anderen verbauten YZ-Technologien einen verbesserten<br />
Klang aufweisen, so kann man dies entweder glauben oder nicht. Hier<br />
unterscheidet sich der Experte kaum von dem Laien.<br />
Jedoch ist es natürlich die Pflicht eines Experten zu forschen, wie diese noch<br />
nie dagewesene, obwohl im Prinzip ja ganz einfache Technologie funktioniert<br />
und auf welche Weise das hiermit ausgestattete Produkt einen Vorteil<br />
gegenüber den Konkurrenzprodukten erlangt, wenn überhaupt. Doch<br />
selbst bei noch so genauer Recherche findet man häufig keine präzisen<br />
Angaben, welche eine objektive Einschätzung ermöglichen würden.<br />
Nun ist es aus strategischer Sicht dem Geschäft möglicherweise abträglich,<br />
wenn man firmeneigene Innovationen ausgiebig öffentlich erklärt, dennoch<br />
wäre eine Spur mehr Transparenz ein großer Schritt, um mehr Glaubwürdigkeit<br />
zu erlangen. Bis es soweit ist, müssen wir solche verwirrenden Produktbeschreibungen<br />
wohl überlesen und warten, bis wir das entsprechende<br />
Produkt <strong>für</strong> Sie testen können, um Ihnen anschließend zu eröffnen, ob die<br />
XY-Technologie tatsächlich <strong>für</strong> einen verbesserten Klang sorgt.<br />
Verwirrung total<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 041
Vom guten Ton<br />
Der Begriff Surround wird häufig mit dem lautem Krach<br />
und Getöse in einem Kino assoziiert. Was Surround<br />
jedoch wirklich bedeutet und wie sie es auch in Ihren<br />
eigenen vier Wänden realisieren können, zeigen wir<br />
Ihnen hier<br />
VON FRANK GEISELER<br />
In einem Kinosaal gewährleisten ganze Boxenreihen<br />
an den Seiten und hinter den Zuschauern<br />
ein umlaufendes Klangfeld. Durch die Vielzahl<br />
unterschiedlicher Sitzpositionen im Raum müssen<br />
jedoch selbst bei angemessener Lautstärke Kompromisse<br />
in der Surround-Wiedergabe eingegangen<br />
werden<br />
Es gibt lediglich zwei Wege, beim Kinobesucher<br />
die Illusion des hautnahen<br />
Miterlebens zu transportieren. Der<br />
erste, der visuelle Weg, wird zwar durch Spezialeffekte,<br />
Stunts und die mit der modernen<br />
Computertechnik aufbereiteten Darstellung<br />
stetig weiterentwickelt, jedoch sind hier durch<br />
die Beschränkung auf die zwei Dimensionen der<br />
Leinwand enge Grenzen gesetzt.<br />
Der zweite ist der akustische Weg, dessen Rolle<br />
in den letzten drei Jahrzehnten stetig an Bedeutung<br />
gewann. Da der Klang jeden Kinobesucher<br />
annähernd gleich erreichen sollte, installierten<br />
die Betreiber im Laufe der Zeit immer mehr<br />
Lautsprecher an die Wände ihrer Säle. Diese<br />
Gegebenheit nutzten wiederum Regisseure, um<br />
ihren Wunsch nach raumfüllenden Surround-<br />
Effekten zu konkretisieren und die Grundlagen<br />
<strong>für</strong> die heutigen Mehrkanalformate wurden geschaffen.<br />
Schlechte Erfahrungen<br />
Plötzlich war es möglich, das zweidimensionale<br />
Leinwandgeschehen mit einer dritten Dimension<br />
auf der auditiven Wahrnehmungsebene anzureichern.<br />
Leider wurden diese neu geschaffenen<br />
Möglichkeiten zunehmend insofern kontraproduktiv<br />
eingesetzt, als dass durch übertriebene<br />
Lautstärke und Effekthascherei die Gesundheit<br />
der Kinogänger leichtfertig aufs Spiel gesetzt<br />
wurde und auch heute noch wird. Da jedes Hörereignis<br />
einen zutiefst subjektiven Charakter<br />
besitzt, ist es zwar kaum möglich, eine ideale<br />
Lautstärke <strong>für</strong> jeden einzelnen Kinobesucher zu<br />
erzielen. Dennoch kann es nicht der Weisheit<br />
letzter Schluss sein, wenn man sich bei jeder<br />
temporeichen Filmsequenz die Ohren zuhalten<br />
muss, nur um zu gewährleisten, am folgenden<br />
Morgen nicht von einem pfeifenden Ton in den<br />
eigenen Lauschern geweckt zu werden.<br />
Das Ziel<br />
Solche oder ähnliche Erfahrungen sind wohl der<br />
hauptsächliche Grund <strong>für</strong> den weit verbreiteten<br />
Trugschluss, beim Heimkino-Surround gehe es<br />
um das Erzielen einer möglichst hohen, Kinogleichen<br />
Lautstärke in den eigenen vier Wänden.<br />
Dies ist jedoch nicht im Sinne der Erfinder.<br />
Vielmehr geht es darum, sei es nun im Kino oder<br />
zuhause, ein realistisches räumliches Klangbild<br />
zu reproduzieren. Das heißt, der Zuschauer<br />
bzw. Zuhörer soll in eine nachgebildete klangliche<br />
Umwelt versetzt werden, die der natürlichen<br />
Hörgewohnheit des Menschen entspricht.<br />
Der Weg<br />
Sprechen wir von einem üblichen 5.1-System, so<br />
haben wir es mit immerhin sechs unterschiedlichen<br />
Tonsignalen, also Tonspuren zu tun,<br />
welche zu den entsprechenden Lautsprechern<br />
Bilder: Final Sound, Photocase.de/Cleeo<br />
042 www.hdplustv.de
geführt werden. Möchten wir ein uns umgebendes<br />
Klangbild erzielen, so müssen benachbarte<br />
Lautsprecher miteinander kommunizieren. Dies<br />
kennen wir bereits vom Stereo-Verfahren, bei<br />
welchem die Ortung einer Tonquelle zwischen<br />
den Boxen durch gleiche Signalanteile auf den<br />
beiden Lautsprecherkanälen realisiert wird.<br />
Durch unterschiedliche Lautstärke-Anteile des<br />
gleichen Signals oder durch Laufzeitunterschiede<br />
zwischen den Boxen verschiebt sich die Ortung<br />
einer Klangquelle. Übertragen wir dieses<br />
Prinzip auf unser Surround-Verfahren, so wird<br />
klar, dass ohne die akkurate Aufstellung der<br />
Lautsprecher die gewünschte räumliche Wahrnehmung<br />
nur bedingt funktionieren kann.<br />
Der Subwoofer<br />
Da tieffrequente Signale vom menschlichen Gehör<br />
nicht ortbar sind, ist bei der Aufstellung des<br />
Subwoofers lediglich darauf zu achten, dass die<br />
Box nicht unmittelbar vor eine Wand oder gar<br />
in eine Raumecke gestellt wird und der Abstand<br />
zu den Hörpositionen in etwa dem der restlichen<br />
Lautsprecher entspricht. Die akustische<br />
Entkopplung vom Fußboden mithilfe von Spikes<br />
oder Dornen ist ebenfalls ratsam.<br />
Des Weiteren sollte der Einsatz des Subwoofers<br />
auf ein dezentes Maß gepegelt werden. Erwirbt<br />
man erstmalig einen solchen Sub, so neigt man<br />
schnell dazu, es ordentlich scheppern und dröhnen<br />
zu lassen. Im Idealfall verschwindet jedoch<br />
der Woofer aus der bewussten Wahrnehmung<br />
und fügt seine tieffrequenten Signalanteile<br />
stimmig in das klangliche Gesamtbild. Auf simulierte<br />
Effekte wie Erdbeben oder stampfende<br />
Dino-Schritte muss keinesfalls verzichtet<br />
werden, jedoch ist auch hier die Natürlichkeit<br />
das Maß aller Dinge.<br />
Der Raum<br />
Der schwierigste Aspekt bei der Realisierung<br />
eines natürlichen Surround-Erlebnisses in den<br />
eigenen vier Wänden ist wohl der gegebene<br />
Raum. Dieser nimmt nämlich im Zusammenspiel<br />
aller Klangverhältnisse eine sehr entscheidende<br />
Rolle ein. Da akustische Gesichtspunkte bei der<br />
Bauplanung nur selten die notwendige Berücksichtigung<br />
finden und man es im Wohnzimmer<br />
ja auch gemütlich haben möchte, herrschen<br />
dort nur in den seltensten Fällen optimale akustische<br />
Bedingungen. Frequenzielle Anhebungen<br />
und Auslöschungen durch Raummoden, sowie<br />
resonierende Möbelstücke und Reflexionen sind<br />
häufig anzutreffende Probleme.<br />
Grundsätzlich klingt jeder Raum verschieden<br />
und es gibt keine Allheilmittel, die es gewährleisten<br />
können, jede akustische Unzulänglichkeit<br />
auszubügeln. Wer dennoch sein Heimkino<br />
optimieren möchte, der sollte genau feststellen<br />
lassen, welche akustischen Besonderheiten sein<br />
Raum aufweist und sich zu gezielten Gegenmaßnahmen<br />
professionell beraten lassen. Aber<br />
Achtung! Guter Rat kann teuer sein und ein jeder<br />
sollte seinen persönlichen Kompromiss aus<br />
Aufwand, Nutzen und Wohnlichkeit abwägen<br />
und finden.<br />
Die Lautsprecher<br />
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt <strong>für</strong> die Surround-Wiedergabe<br />
sind natürlich die Lautsprecher.<br />
Allerdings gibt es gerade hier viele<br />
Mythen und kursierendes Halbwissen. Falsch<br />
ist, dass man einen guten Lautsprecher an der<br />
Wattangabe erkennt. Wer beispielsweise einen<br />
Subwoofer verwendet, kann die Wattangabe<br />
der restlichen Boxen gelassen betrachten, da<br />
lediglich <strong>für</strong> die Abbildung tiefer Frequenzen<br />
viel Energie benötigt wird. Wichtiger ist, dass<br />
die umgebenden Sprecher nahezu identisch<br />
sind, um ein einheitliches Klangbild erzielen zu<br />
können. Die Antwort auf die Frage, wann ein<br />
Lautsprecher-Set gut ist, ist simpel: Wenn es gut<br />
klingt!<br />
Auch die Höhe des Preises ist kein verlässlicher<br />
Indikator <strong>für</strong> überzeugenden Klang. Häufig bezahlt<br />
man mehr <strong>für</strong> ein ungewöhnliches Design,<br />
als <strong>für</strong> gute Materialien. Faktoren wie die frequenzielle<br />
Linearität sind da zwar schon aussagekräftiger,<br />
allerdings sollte eine endgültige<br />
Kaufentscheidung immer auf Grundlage einer<br />
Hörprobe getroffen werden. Um unangenehme<br />
Überraschungen zu vermeiden, sollte man<br />
also potenzielle Surround-Sprecher nach Hause<br />
bestellen und dort mit bekannten Musiktiteln<br />
oder Filmen den Klangcharakter des Systems<br />
feststellen und bei Missfallen wieder zurück<br />
senden. Seriöse Hersteller haben durchaus Verständnis<br />
<strong>für</strong> ein solches ernst gemeintes Vorgehen<br />
und räumen ein zeitlich begrenztes Rückgaberecht<br />
ein.<br />
Keine Ohrenschmerzen<br />
Ziel der natürlichen Surround-Wiedergabe ist<br />
es, alle wichtigen klanglichen Informationen realistisch<br />
an den Hörer zu liefern. Dabei muss es<br />
vollkommen genügen, die Lautstärke so einzustellen,<br />
dass problemlos zwei oder drei Stunden<br />
gehört werden kann, ohne das kleinste Unwohlsein<br />
in den Ohren zu spüren. Ein erhebendes,<br />
intensives Heimkino- oder Musikerlebnis wird<br />
hierbei nicht ausgeschlossen, sondern ganz im<br />
Gegenteil überhaupt erst ermöglicht. Wer bereits<br />
das Vergnügen hatte, Surround wirklich zu<br />
erleben, wird sich nur noch ungern mit weniger<br />
zufrieden geben.<br />
Auch in den eigenen vier Wänden ist natürlicher Surround-Klang realisierbar<br />
Unterschiedliche Tonformate können verschiedene<br />
Lautsprecheraufstellungen bedingen. Hier sehen<br />
Sie ein 7.1-Surround-Setup. Die gestrichelt umrandeten<br />
Bereiche bezeichnen den Raum, der von den<br />
Surround-Speakern wiedergegeben wird. Um eine<br />
möglichst exakte räumliche Abbildung zu erzielen,<br />
sollten die Lautsprecher eines Surround-Sets möglichst<br />
genau nach der Herstellervorgabe im Raum<br />
platziert werden. Sowohl die Winkel bezogen auf<br />
die Hörposition, als auch die Entfernungen und die<br />
Ausrichtung der Lautsprecher sind beeinflussende<br />
Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 043
Der gebügelte Klang<br />
Immer mehr AV-Receiver bieten mit Auto-Einmesssystemen einen Lösungsansatz <strong>für</strong><br />
die schnelle und einfache Korrektur akustisch problematischer Heimkinoräume. Doch<br />
wie funktionieren diese überhaupt und können sie auch halten, was sie versprechen?<br />
VON FRANK GEISELER<br />
Große Aufgabe <strong>für</strong> ein kleines Mikrofon. Kaum zu glauben,<br />
dass die akkurate Einmessung eines Raumes mit einem so überschaubaren<br />
Gerät realisiert werden soll<br />
Das intensive Erlebnis einer qualitativ<br />
hochwertigen Surround-Wiedergabe<br />
ist <strong>für</strong> echte Freunde des heimischen<br />
Lichtspielhauses ein empathisch anvisiertes Ziel.<br />
Die da<strong>für</strong> nötigen Lautsprecher sind nach stundenlangen<br />
Hörvergleichen ausgewählt und zuhause<br />
installiert. Der freudigen Erwartung folgt<br />
jedoch nach den ersten vernommenen Klängen<br />
eine recht herbe Enttäuschung. Das Gehörte<br />
spiegelt nur unzureichend die beeindruckende<br />
Erfahrung in den Verkaufsräumen wider. Was<br />
ist passiert? <strong>Eine</strong> falsche Boxenaufstellung?<br />
Vielleicht ein schlechter oder zu schwacher Verstärker?<br />
Möglich, jedoch lautet die tatsächliche<br />
Antwort meist: der falsche Raum.<br />
Nun mag diese Erkenntnis im ersten Augenblick<br />
frustrieren, da die wenigsten Heimkinofreunde<br />
über einen exorbitanten Fundus an alternativen<br />
Räumlichkeiten verfügen, aber so schnell gibt<br />
sich ein wirklicher Enthusiast nicht geschlagen.<br />
Also nehmen, was man hat und das Beste aus<br />
diesem herausholen. Nun ist die akustische<br />
Optimierung eines Raumes eine überaus diffizile<br />
und meist kostspielige Angelegenheit, bei<br />
welcher Einbußen in puncto Wohnlichkeit kaum<br />
zu vermeiden sind. Um dieser Problematik dennoch<br />
zu begegnen, hat die Forschung Systeme<br />
entwickelt, welche aus gemessenen Raumund<br />
Lautsprecherparametern akustische Eigenschaften<br />
eines Raumes aufspüren und, integriert<br />
in einem AV-Receiver, die groben Ungereimtheiten<br />
auszubügeln versuchen. Wichtig sind<br />
in diesem Zusammenhang <strong>für</strong> den heimischen<br />
Anwender eine unkomplizierte Bedienung<br />
und vor allem eine tatsächliche klangliche<br />
Verbesserung in der Folge. Doch betrachten<br />
wir zunächst die verschiedenen Systeme und<br />
ihre Funktionsweisen.<br />
Zwei Kategorien<br />
Die automatischen Einmesssysteme derzeit gängiger<br />
AV-Receiver lassen sich grob in zwei Kategorien<br />
gliedern. Die selbstentwickelten Systeme<br />
vieler Hersteller bilden die erste Gruppe. Zu<br />
ihr gehören etablierte Hersteller wie Pioneer,<br />
Yamaha, Harman Kardon und Kenwood. Die<br />
Bilder: Pixelquelle.de, Sharp, Onkyo, Audyssey<br />
044 www.hdplustv.de
grundsätzliche Herangehensweise dieser unterschiedlichen<br />
Systeme ist sehr ähnlich. Zur zweiten<br />
Kategorie zählen die Geräte der Hersteller,<br />
die auf Korrektursysteme der Marke Audyssey<br />
setzen. Diese in unterschiedlichen Versionen erhältlichen<br />
Verfahren finden sich unter anderem<br />
bei Denon-, Onkyo- und bei einigen Marantz-<br />
Modellen. Audyssey beschreitet dabei einen<br />
gänzlich anderen, aufwändigeren Weg als die<br />
konkurrierenden Eigenentwicklungen. Schauen<br />
wir jedoch zunächst auf die Gemeinsamkeiten<br />
aller Systeme.<br />
Die Gemeinsamkeiten<br />
Unabhängig vom eingesetzten Verfahren werden<br />
nach erfolgreicher Lautsprecherinstallation<br />
vom jeweiligen Receiver Messtöne ausgegeben<br />
und vom mitgelieferten Messmikrofon wieder<br />
eingefangen. Daraufhin werden die ermittelten<br />
Daten analysiert und die Systeme errechnen die<br />
Größen der vorhandenen Lautsprecher und deren<br />
Abstände zur primären Hörposition. Die Berechnung<br />
der Boxengröße bezieht sich jedoch<br />
lediglich auf deren Fähigkeit der Basswiedergabe.<br />
Schallwandler, die mit tiefen Frequenzen<br />
überfordert sind, werden als „Small“ eingestuft<br />
und entsprechend tiefe Signale werden diesen<br />
Boxen vom Receiver vorenthalten. Da hochwertige<br />
Satelliten auch im Bassbereich arbeiten,<br />
werden diese von vielen Systemen als „Large“<br />
erkannt.<br />
Ist ein aktiver Subwoofer Bestandteil Ihres Setups,<br />
so kann es von klanglichem Vorteil sein,<br />
die Satelliten nachträglich als „Small“ zu deklarieren,<br />
um die energiereiche Basswiedergabe<br />
gänzlich dem Spezialisten zu überlassen. Anhand<br />
der gemessenen zeitlichen Informationen<br />
werden die Lautsprecherabstände zur Hörposition<br />
ermittelt, um in der Folge die Signalabgabe<br />
an bestimmte Schallwandler so zu verzögern,<br />
dass der Schall aus allen Boxen zeitgleich die<br />
Ohren des Hörers erreicht. Diese Aufgabe wird<br />
von den Geräten problemlos bewältigt. Ebenfalls<br />
einwandfrei gelingt das Erkennen der Lautsprecher-Polarität.<br />
Wer hier aus der Phase tanzt,<br />
wird sofort aufgespürt und dingfest gemacht.<br />
Der letzte gemeinsame Punkt ist die individuelle<br />
Lautstärkeanpassung der Kanäle, mit welcher<br />
Differenzen ausgeglichen werden.<br />
Die bisher aufgezeigten Funktionen haben sich<br />
in den letzten Jahren durchaus bewährt und<br />
sorgen, zumindest in der primären Hörposition,<br />
<strong>für</strong> eine saubere Wiedergabe. Strittiger wird es<br />
bei den folgenden Fragen.<br />
Die Unterschiede<br />
Hier sind wir auch endlich bei den unterschiedlichen<br />
Arbeitsweisen der Systeme, wenn es darum<br />
geht, die spezielle Raumakkustik zu erkennen<br />
und die geeigneten Maßnahmen <strong>für</strong> einen<br />
optimierten Raumklang zu ergreifen. Die Systeme<br />
der ersten Kategorie, also die Eigenentwicklungen<br />
verschiedener Hersteller, erfassen die<br />
Impulsantworten des Raumes und registrieren<br />
Unebenheiten im Frequenzspektrum. Um diese<br />
auszugleichen, kommen grafische oder parametrische<br />
Equalizer zum Einsatz. Letztere haben<br />
den Vorteil, einen Frequenzbereich genauer erfassen<br />
und beeinflussen zu können. Die Anzahl<br />
der pro Kanal verfügbaren EQs variiert ebenfalls<br />
bei verschiedenen Modellen.<br />
Die ersten automatischen Einmesssysteme hatten<br />
das Problem, dass lediglich an einer Position<br />
im Raum eingemessen werden konnte. Dies<br />
hatte häufig zur Folge, dass an dieser einen Stelle<br />
eine hörbare Verbesserung eintrat, wohingegen<br />
an den restlichen Plätzen im Raum eine<br />
Verschlechterung zu bemängeln war. Um dieser<br />
Problematik beizukommen, bieten die meisten<br />
Systeme mittlerweile die Möglichkeit, mehrere<br />
Punkte im Raum einzumessen. Die selbstentwickelten<br />
Systeme der Receiver-Hersteller bilden<br />
aus den unterschiedlichen Messergebnissen<br />
Mittelwerte, sodass ein Kompromiss <strong>für</strong> mehrere<br />
Abhörpositionen errechnet wird. Verbesserungen<br />
<strong>für</strong> die sekundären Positionen kann<br />
dieses Verfahren zwar erzielen, jedoch führt die<br />
Mittelwertberechnung zu einer detailärmeren,<br />
verallgemeinerten Anpassung.<br />
Die Audyssey-Systeme mit bis zu acht Einmesspunkten<br />
verzichten daher auf die Mittelwertberechnung<br />
und arbeiten stattdessen mit einem<br />
so genannten Clusterverfahren. Hierbei werden<br />
die Hörpositionen in Felder unterteilt, welche<br />
durch komplexe Berechnungen bei der Ermittlung<br />
der Equalizing-Parameter berücksichtigt<br />
werden sollen. Mehrere Hundert solcher Parameter,<br />
welche sowohl frequenzielle, als auch<br />
zeitliche Aspekte der individuellen Raumakustik<br />
repräsentieren, werden von Audyssey erfasst<br />
und in die Berechnungen einbezogen.<br />
Betrachtet man die Komplexität dieses Systems,<br />
so erwartet man ein deutliche Verbesserung des<br />
resultierenden Klangbildes. Von Seite unseres<br />
Testlabors können wir dies leider nicht bestätigen.<br />
Die frequenziellen Eingriffe unseres Audyssey-Systems<br />
mit sechs Einmesspunkten sind<br />
frappierend, ohne jedoch ein wirklich zufrieden<br />
stellendes Ergebnis zu erzielen. Sehr gut gelingt<br />
zwar die Eliminierung der tiefen resonierenden<br />
Anteile, welche <strong>für</strong> unangenehmes Dröhnen<br />
und Wummern sorgen; die enorme Absenkung<br />
der Bässe geht jedoch vielen Heimkinofreunden<br />
zu weit und wird diese wohl zu einer nachträglichen<br />
Wiederanhebung veranlassen.<br />
Entscheidender, da nachträglich nicht manuell<br />
veränderbar, sind die Eingriffe in die mittleren<br />
und höheren Bereiche des Frequenzspektrums.<br />
Einige der extremen Höhenabsenkungen lassen<br />
sich zwar durch die Einstellung „Flat“, welche<br />
eigentlich <strong>für</strong> THX-aktivierte Receiver und<br />
beengte Räumlichkeiten gedacht ist, wieder<br />
wettmachen; die auffälligste Veränderung ist<br />
hingegen fix. Diese betrifft einen sehr sensiblen<br />
Punkt der auditiven Wahrnehmung des Menschen,<br />
nämlich das Erkennen einer Stimme. Die<br />
Audyssey-Filter führten in unserem Testlabor<br />
dazu, dass die Stimmen der Schauspieler, beziehungsweise<br />
ihrer Synchronsprecher, plötzlich einen<br />
veränderten Klangcharakter aufwiesen und<br />
zudem an Präsenz verloren. Auch wiederholtes<br />
Einmessen und diverse unterschiedliche Positionierungen<br />
des Messmikrofons konnten diesen<br />
Effekt in unserem Fall leider nicht begleichen.<br />
Verbesserungen nötig<br />
Automatische Einmesssyteme sollen und können<br />
raumakustische Gegebenheiten nicht auslöschen.<br />
Was den meisten Systemen gelingt, ist<br />
die Minimierung der groben Ungereimtheiten<br />
im tiefen Frequenzbereich und die zeitlich korrekte<br />
und im Pegel angepasste Ausgabe der Kanalsignale<br />
an die Lautsprecher. Mit der wesentlich<br />
detaillierteren umfangreichen Anpassung<br />
der Audyssey-Systeme könnte es in Zukunft<br />
noch besser gelingen, negative Raumeinflüsse<br />
zu reduzieren. Aktuell fehlt es diesen jedoch<br />
entweder noch an der nötigen Präzision oder<br />
an der nötigen Praxistauglichkeit, um in jedem<br />
Raum ausnahmslos klangliche Verbesserungen<br />
zu erzielen.<br />
Auswirkungen einer<br />
Einmessung<br />
Dies ist eine typische Impulsantwort eines<br />
akustisch nicht optimierten Raumes<br />
Rote Kurve: Audyssey MultEQ<br />
Grüne Kurve: Parametrischer EQ<br />
Die resultierende Audyssey-Kurve ist linearer<br />
als die resultierende einer mit parametrischen<br />
EQs angepassten Kurve. Allerdings führen<br />
die vielen Angriffspunkte zu vielen Ecken und<br />
Kanten im Frequenzverlauf<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 045
Einstellungshilfen <strong>für</strong><br />
Fernseher & Projektoren<br />
Kontrast<br />
Ähnlich wie eine falsche Helligkeitseinstellung benachteiligen<br />
zu hohe Kontrasteinstellungen die Durchzeichnung<br />
von Details. Der Kontrastwert eines Fernsehers<br />
ist von dieser Einstellung unabhängig. Ermitteln<br />
Sie die richtigen Werte anhand der Dunkelbereiche im<br />
Bild.<br />
Mitsubishi HC5000 *<br />
richtig<br />
Schärfe<br />
Mit dieser Einstellung verbessern Sie nicht die Auflösung,<br />
sondern nur die Kantenschärfe. Überzogene<br />
Werte verursachen hässliche Artefakte, welche als<br />
weiße Doppelkontur an dünnen Linien sichtbar werden.<br />
Für einen homogenen Bildeindruck ist hier weniger<br />
mehr.<br />
richtig<br />
falsch<br />
falsch<br />
Sony KDL-40W2000<br />
Bildmodus Anwender<br />
Ht. Grd. Licht 3<br />
Kontrast Max<br />
Helligkeit 44<br />
Farbe 55<br />
Farbtemp Warm 2<br />
Bildschärfe 8<br />
Dyn. NR. Niedrig<br />
Schwarzkorrektur Aus<br />
Verb. Kontrastanhebung<br />
Aus<br />
Gamma<br />
Niedrig<br />
Weißkorrektur Aus<br />
Farbbrillance Aus<br />
Farbraum Weit<br />
MPEG-Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
Anzeigebereich Vollpixel<br />
Farbmatrix Auto<br />
Lichtsensor Aus<br />
Energie sparen Gering<br />
Gamma-Modus Variabel<br />
Referenz Kino<br />
High 0; –2; –2<br />
Mid –4; –1; –1<br />
Low –4; –2; –2<br />
Kontrast –10<br />
Helligkeit +5<br />
Farb.-Temp. Variabel<br />
KR –4<br />
KG 10<br />
KB +3<br />
HR 0<br />
HG 7<br />
HB –2<br />
Farbe 0<br />
Tint 0<br />
Schärfe 0<br />
CTI<br />
Ein<br />
Auto Iris Aus<br />
TRNR 0 (bei Rauschen 10)<br />
MRN 0<br />
BAR<br />
Aus<br />
Bilder: Auerbach Verlag, JVC, Pixelquelle, StockXchng<br />
0046 046 www.hdplustv.de<br />
* Die <strong>für</strong> die letzte Ausgabe angegebenen Einstellungen provozieren einen Grünstich im Bild. Führen Sie deshalb<br />
folgende Änderungen durch (rot markiert).
Panasonic PT-AE1000E<br />
Bild<br />
Kino1<br />
Helligkeit +4<br />
Dyn. Iris Ein<br />
Andere Werte 0<br />
Erweiterte Menü<br />
Kontrast G +7<br />
Helligkeit G –3<br />
Helligkeit B –3<br />
Andere Werte 0<br />
Farbmanagement Benutzer<br />
Tint<br />
Helligkeit<br />
Grün –16 +2<br />
Blau –16 0<br />
Cyan –5 –5<br />
Gelb +3 –13<br />
Magenta –2 –13<br />
Rot 0 –3<br />
Rauschunterdrückung<br />
MPEG-Rauschunterdrückung<br />
Cinema Reality<br />
JVC DLA-HD1<br />
Kontrast –4<br />
Helligkeit +2<br />
Farbe 0<br />
Schärfe 10<br />
DNR 0<br />
Farbtemperatur<br />
Anwender<br />
Farbtemperatur Anwender<br />
R 0<br />
G –21<br />
B –60<br />
Gamma<br />
Aus<br />
Aus<br />
Ein<br />
Normal<br />
Benq W10000<br />
Kontrast 1<br />
Helligkeit 2<br />
Farbe 8<br />
Farbton 0<br />
Filter 1<br />
Bildschärfe 0<br />
Farbtemperatur<br />
Warm<br />
Farbverbesserung<br />
R 15<br />
G 15<br />
B 15<br />
G 15<br />
Weißabgleich Feineinstell.<br />
RGB-Zuwachs<br />
R 512<br />
G 413<br />
B 417<br />
RGB-Offset<br />
R 11<br />
G 11<br />
B 11<br />
3D Farbmanagement<br />
Rot 0; 50; 43<br />
Gelb 0; 50; 22<br />
Grün 0; 50; 15<br />
Cyan 0; 50; 14<br />
Blau 0; 50; 6<br />
Magenta –80, 50, 39<br />
Farbtreue<br />
Die Farbdreiecke in unseren Tests<br />
zeigen, wie genau der Fernseher die<br />
Grund- und Sekundärfarben darstellt.<br />
Ein erweitertes Farbdreieck<br />
macht nur dann Sinn, wenn alle Farbräume<br />
gleichermaßen vergrößert<br />
und der Kinonorm angepasst sind.<br />
richtig<br />
Helligkeit<br />
Mittels Helligkeitsregler erhöhen oder senken Sie die<br />
Leuchtkraft des Bildes. Im Gegensatz zu einer Hintergrundbeleuchtung<br />
kann dieser Wert aber nicht wahllos<br />
getroffen, sondern muss ermittelt werden. Nutzen<br />
Sie dazu Schwarzstufen im Bild. Erhöhen Sie die Helligkeit<br />
so, dass alle Schwarzbereiche getrennt erkennbar<br />
sind, der Schwarzwert aber nicht einem Grau ähnelt.<br />
richtig<br />
falsch<br />
Allgemeines<br />
Im Auslieferungszustand sind Helligkeit, Kontrast und<br />
Schärfe meist korrekt eingestellt. Wählen Sie als Voreinstellung<br />
immer „Kino“ oder „Standard“ und vermeiden<br />
Sie den Dynamikmodus. Falls die Farbtemperatur<br />
nur aus Vorgaben wählbar ist, trifft „Warm“ die<br />
Kinovorgabe meist am besten.<br />
Farbsättigung<br />
Bunt, bunter, knallbunt. Mittels Farbsättigung können<br />
Sie jeden Film in einen Comic verwandeln. Reduzieren<br />
Sie den Wert auf ein gesundes Maß, indem Sie Gesichter<br />
oder Naturaufnahmen als Referenz nehmen.<br />
richtig<br />
Farbtemperatur<br />
Stehen Rot, Grün und Blau nicht im Gleichgewicht,<br />
verfärbt sich das Bild in einer Farbe. Der Normwert<br />
entspricht 6 500 Kelvin. Fernseher mit höherer Farbtemperatur<br />
färben das Bild bläulich, niedrigere Werte<br />
münden in einem Rotüberschuss. Unsere Diagramme<br />
weisen in Tests auf einen Farbstich hin. Verfärbungen<br />
im Schwarzbereich sind <strong>für</strong> unser Auge nahezu unsichtbar.<br />
richtig<br />
falsch<br />
falsch<br />
Versatz<br />
R –2<br />
G –11<br />
B 4<br />
falsch<br />
Bildprofil<br />
Natürlich
Faszination Sehen<br />
Vielleicht kennen Sie das Phänomen: Im Kino sind Filmbilder<br />
nicht nur groß, sondern auch aus einem Guss. Ob<br />
die Dinosaurierherde oder das Reich Mittelerde aus dem<br />
Computer stammen, ist nur selten ersichtlich. Am Fernseher<br />
werden die Spezialeffekte dagegen blitzschnell erkannt,<br />
warum eigentlich?<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Nicht nur die Auflösung entscheidet<br />
darüber, ob wir einen Gegenstand<br />
klar erkennen, sondern vor allem der<br />
Kontrast. Die Bildtiefe ist nichts weiter als der<br />
Unterschied zwischen hellen und dunklen Bildanteilen.<br />
Ein hoher Kontrast wird erreicht, wenn<br />
beispielsweise in einem Nachthimmel ein Feuerwerk<br />
beobachtet wird. Das dunkle All wirkt<br />
unendlich, während die hellen Himmelskörper<br />
wie Sterne leuchten.<br />
Das Kino ist in seinem Kontrast limitiert. So sind<br />
die Spezialeffekte meist nicht als solche auszumachen,<br />
da die niedrige Bildtiefe die Computerfiguren<br />
nicht von der Realumgebung abgrenzen<br />
kann. Das Bild wirkt zwar nicht wie ein Blick<br />
durch ein Fenster, aber der Zuschauer wird auch<br />
nicht aus der Fantasy-Umgebung gerissen. Da<br />
Richtlinien bezüglich der Helligkeit, Bildgröße<br />
und des Kontrastes existieren, ist es <strong>für</strong> alle Regisseure<br />
möglich, die spätere Bild- sowie Kontrastwirkung<br />
auf der Leinwand abzuschätzen.<br />
Ganz anders dagegen der Bildeindruck am<br />
Fernseher. In einem dunklen Zimmer erscheint<br />
Weißdarstellung<br />
(Leuchtkraft, je größer desto besser)<br />
Röhre, Plasma<br />
LCD, Projektor<br />
Objektgröße im Bild<br />
(helles Objekt vor dunklem Hintergrund)<br />
LCDs und Projektoren besitzen eine<br />
gleichbleibende Helligkeit, unabhängig<br />
von der Größe der angezeigten Weißflächen.<br />
Plasmas und Röhren erhöhen<br />
dagegen die Leuchtkraft stufenlos. Kleine<br />
Objekte erscheinen heller als größere<br />
die Leuchtkraft des kleinen Bildes erhöht und<br />
das immense Kontrastpotenzial lässt Bilder<br />
fast schon greifbar erscheinen. Speziell Röhrenfernseher<br />
zeigen mit sehr guten DVDs eine<br />
dreidimensionale Abbildung, wie Sie von kaum<br />
einer anderen Technologie erreicht wird. Somit<br />
sind Sie bei Realaufnahmen live dabei, ganz so,<br />
als würden Sie mitten im Filmgeschehen Platz<br />
nehmen. Diese Plastizität besitzt jedoch den unschönen<br />
Nachteil, dass unser Auge sehr empfindlich<br />
auf Computereffekte reagiert und diese<br />
bei mangelnder Qualität sofort wahrnimmt.<br />
Schwarzdarstellung<br />
(Leuchtkraft, je kleiner desto besser)<br />
LCD<br />
Röhre, Projektor,<br />
Plasma<br />
Objektgröße im Bild<br />
(helles Objekt vor dunklem Hintergrund)<br />
Auch die Schwarzdarstellung bei LCDs<br />
ist nahezu statisch. Projektoren auf D-ILAoder<br />
DLP-Basis schwanken im Schwarzbereich<br />
ebenso wie Röhren und Plasmas.<br />
Je weniger Lichtquellen im Bild, desto<br />
dunkler wird das angezeigte Schwarz<br />
Sonne, Mond und Sterne<br />
Die Fähigkeit dunkle Bildbereiche von hellen zu<br />
trennen oder beide gleichzeitig darzustellen,<br />
ist je nach Technologie unterschiedlich. So produzieren<br />
LCDs keine wirklichen Schwarzwerte.<br />
Sequenzen bei Nacht wirken deshalb grau und<br />
eindimensional. Die Darstellung von Helligkeit<br />
beherrschen die Flachbildfernseher dagegen<br />
hervorragend. Umgekehrt verhält es sich bei<br />
einer Röhre oder einem Plasma. Wird eine sommerliche<br />
Atmosphäre wie ein Strandszenario<br />
dargestellt, so drosselt die interne Elektronik die<br />
immense Helligkeit.<br />
Beide Technologien zeigen im Gegensatz zu<br />
LCDs nicht konstante, sondern schwankende<br />
Helligkeiten. Kleine Lichtpunkte wie Glühbirnen<br />
oder eine Sonne im Hintergrund erstrahlen<br />
gleißend hell, während eine Schneelandschaft<br />
an Helligkeit einbüßt. Auch der Schwarzwert<br />
ist sehr stark vom eingeblendeten Bildinhalt<br />
abhängig. <strong>Eine</strong> Verfolgungsjagd bei Nacht wirkt<br />
plastisch, wohingegen mehrere Lichtquellen die<br />
dunklen Bereiche sichtbar aufhellen können. Je<br />
größer der Weißanteil des Bildes, desto stärker<br />
reduziert sich der Schwarzwert von Röhren und<br />
Plasmas.<br />
Nichts als Werbung<br />
In den Herstellerangaben können Sie meist die<br />
Kontrastfähigkeit eines Fernsehers anhand von<br />
Zahlen erkennen. 1 000 : 1 bedeutet beispielsweise,<br />
dass Weiß eintausendmal heller leuchtet<br />
als Schwarz. Letzteres wird erreicht, wenn die<br />
Helligkeit nahezu null ist (0,01 Candela). Nach<br />
unserer Rechnung würde Weiß mit zehn Candela<br />
leuchten, was alles andere als hell ist. <strong>Eine</strong><br />
ausreichende Beleuchtung wird um 100 Candela<br />
gewährleistet, so dass ein optimaler Kontrast<br />
10 000 : 1 b eträgt.<br />
Viele Hersteller übertreffen diesen Wert, doch<br />
ist diese Angabe meist geschönt. So messen<br />
nahezu alle Anbieter eine reine Schwarzfläche<br />
gefolgt von einer reinen Weißfläche und ermitteln<br />
die Werte. Würde die linke Bildhälfte weiß<br />
und die rechte schwarz erscheinen, würde der<br />
Kontrast massiv abfallen. Wir ermitteln in unseren<br />
Kontrastangaben realistische Werte, welche<br />
wirkliche Aufschlüsse über die reale Bildtiefe<br />
geben.<br />
Unsere Messungen bieten allerdings nur eine<br />
Aussage über die Eindrücke in Filmen. Würden<br />
Sie einen Computer am Fernseher anschließen<br />
und den Kontrast bei Spielen oder in einem<br />
Textprogramm zwischen weißem Hintergrund<br />
und schwarzen Buchstaben messen, wendet<br />
sich das Blatt. Der Kontrast einer Röhre bricht<br />
hier zusammen. LCDs zeigen dagegen eine an-<br />
Bilder: Aboutpixel.de, Auerbach Verlag<br />
048 www.hdplustv.de
nähernd konstante Bildtiefe. Videospiele wirken<br />
auf LCDs durch ganzflächig helle Ausleuchtung<br />
meist ebenfalls brillanter.<br />
Aufs Licht fixiert<br />
Sollten Sie in einem Geschäft unterschiedliche<br />
Fernseher vergleichen, so bleibt Ihr Blick stets<br />
auf den hellsten fokussiert. Unser Auge ist so<br />
beschaffen, dass der größte Lichteinfall die Öffnung<br />
unserer Pupille bestimmt. Zieht sie sich zu,<br />
wirken lichtschwächere Bilder flau. Somit ist es<br />
gerade <strong>für</strong> einen Projektorvergleich besonders<br />
wichtig, das Produkt allein in einem komplett<br />
abgedunkelten Raum zu bewerten. In einem<br />
Einzeltest könnte der vormals unterlegene Projektor<br />
nämlich bessere Bilder erzeugen, wenn<br />
sein Kontrast höher ausfällt.<br />
Als Beispiel dient hier der Marantz Projektor VP-<br />
11S1, dessen Leuchtkraft in unseren Tests sehr<br />
gering ausfällt. In einem Vergleich mit einem<br />
lichtstarken Projektor fällt das Bild des Marantz<br />
sehr stark ab, da sich unser Auge und unsere<br />
Pupille auf das lichtstarke Bild fokussiert. Würde<br />
der Vergleich in zwei separaten Räumen stattfinden<br />
wendet sich das Blatt. Unsere Pupille<br />
passt sich den unterschiedlichen Lichtbedingungen<br />
an, die vormals geringe Helligkeit wird<br />
durch das Weiten der Pupille egalisiert und der<br />
Marantz überzeugt mit einer immens hohen<br />
Bildtiefe.<br />
Das beste Bild<br />
Die Röhre bleibt selbst im Jahr 2007 die bestmögliche<br />
Technologie <strong>für</strong> hohe Bildtiefen. Diese<br />
Auszeichnung ist allerdings keine Garantie <strong>für</strong><br />
allzeit gute Kontraste. Da sich nicht nur der<br />
Schwarzwert variabel dem Bildinhalt anpasst,<br />
sondern auch die Helligkeit variiert, kann ein<br />
LCD-Fernseher bei vollflächig hellen Bildern brillanter<br />
wirken. Wie in unserem Kasten geschildert,<br />
verleitet ein direkter Vergleich zu einer Bevorzugung<br />
des hellen Bildes, auch wenn dieses<br />
eine schwächere Bildtiefe besitzt sollte. Deshalb<br />
sollten Sie nicht nur in getrennten abgedunkelten<br />
Räumen die Bildqualität bewerten, sondern<br />
auch Sequenzen mit hoher Hell-Dunkel-Dynamik,<br />
wie Film- oder Konzertaufnahmen, vergleichen.<br />
Die Röhre läuft bei diesem Material zur<br />
Hochform auf, indem Lichter extrem hell und<br />
dunkle Bereiche annähernd schwarz dargestellt<br />
werden.<br />
Projektoren mit DLP-Chips oder der in dieser<br />
Ausgabe getestete JVC-DLA-HD1-Projektor vermögen<br />
es den Bildeindruck einer Röhre fast zu<br />
imitieren. Der Schwarzwert passt sich dem Bildinhalt<br />
perfekt an. Einzig die konstante Helligkeit<br />
verhindert ein ähnliches plastisches Abbild wie<br />
beim großen Vorbild.<br />
Wer der Realität somit auch beim Fernsehgenuss<br />
ins Auge schauen möchte, kommt also<br />
weiterhin nicht um eine gute Röhre herum.<br />
Trugschluss beim Fernseh- und Projektorkauf<br />
Neben der Auflösung ist eine große Bildtiefe das wichtigste Merkmal <strong>für</strong> Qualität bei der Bildwiedergabe.<br />
Doch nicht immer erkennen wir das bessere Bild auf Anhieb. Werden zwei Fernseher oder<br />
Projektoren mit unterschiedlichen Helligkeiten verglichen, ist unsere Wahrnehmung getrübt.<br />
In einem direkten Vergleich schneidet das hellere Bild meist immer besser ab, da unser Auge den<br />
höchsten Lichteinfall als Referenz nimmt und die Pupille danach ausrichtet. Der dunklere Fernseher<br />
verliert den Vergleich zu Unrecht<br />
Werden die zwei Fernseher in unterschiedlichen Räumen betrachtet, schneidet der zweite Fernseher<br />
aufgrund seines tieferen Schwarzwertes besser ab. Die Pupille weitet sich im dunklen Raum und das<br />
Bild wirkt heller als zuvor. Unser einstiger Favorit zeigt dagegen schwache Kontraste durch aufgehellte<br />
Schwarzwerte<br />
Ein kleiner Fernseher in<br />
dunkler Umgebung<br />
wirkt besonders hell, da<br />
sich unser Auge auf das<br />
unbeleuchtete Zimmer<br />
einstellt – die Leuchtkraft<br />
des Fernsehers wirkt hoch<br />
Wer bietet die höchste Bildtiefe * ?<br />
Füllt das Fernsehbild unser<br />
komplettes Sichtfeld<br />
aus, verkleinert sich unsere<br />
Pupille und weniger<br />
Licht gelangt ins Augeninnere<br />
– die Helligkeit des<br />
Fernsehers wirkt geringer<br />
1. Röhrenfernseher und -projektoren<br />
2. Plasmafernseher, D-ILA-, DLP- und SXRD-Projektoren<br />
3. LCD-Fernseher und -Projektoren * Kontrastwirkung im Filmbetrieb<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 049
Flickwerk Bildformate<br />
Keine neue Technologie ohne Kinderkrankheiten: Das hochauflösende Fernsehen mit<br />
seinen zwei Millionen Bildpunkten liefert bedeutend schärfere Bilder als die bisherigen<br />
Formate, so zumindest der Tenor der Hersteller. Was passiert aber mit Flachbildfernsehern<br />
und Projektoren, die nicht die passende Auflösung liefern?<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Die beste Bildqualität erleben Sie nur<br />
dann, wenn die Bilder verlustfrei von<br />
der Aufnahme über die Produktion<br />
bis zu Ihnen ins Wohnzimmer gelangen. Im Falle<br />
der Blu-ray und HD DVD ist dieses Unterfangen<br />
bislang nur selten möglich, denn die Anzahl der<br />
Bilder stellt die Fernseher vor große Probleme<br />
– dazu später mehr.<br />
Entscheidend <strong>für</strong> die Schärfe des Bildes ist die<br />
Anzahl der Bildpunkte. Je mehr dieser kleinen<br />
Vierecke den Bildschirm füllen, desto feinere<br />
Details sind sichtbar. Malen Sie dazu einfach<br />
einen Kreis auf ein Blatt Papier und versuchen<br />
Sie diesen mit Quadraten zu füllen. Je kleiner<br />
Ihre Kästchen sind, desto unmerklicher sind<br />
deren Kanten an der Kreislinie erkennbar. Da<br />
alle Fernseher und Projektoren ihre Bilder aus<br />
kleinen Vierecken zusammensetzen, zeigen<br />
diagonale Linien einen Stufeneffekt oder Ausfransungen.<br />
Je höher die Auflösung, also die<br />
Anzahl der Bildpunkte, desto unmerklicher ist<br />
dieser Effekt.<br />
Das neue Fernsehen <strong>HDTV</strong> bietet zwei Millionen<br />
Bildpunkte. Diese Anzahl reicht aus, um die<br />
Vierecke so klein darzustellen, dass unser Auge<br />
sie nicht mehr erkennen kann. Jedem Bildpunkt<br />
ist eine genaue Farb- und Helligkeitsinformation<br />
zugeordnet, was feinste Details und scharfe<br />
Bilder garantiert. Leider können nur wenige<br />
Fernseher die Bildpunkte 1:1 abbilden, denn die<br />
anfangs eingeführten „HD ready“-Fernseher<br />
besitzen meist nur eine Million Bildpunke. Dies<br />
bedingt eine Umrechnung des Bildes, indem die<br />
Elektronik die Bildpunkte zusammendampft,<br />
worunter Details natürlich leiden.<br />
Pixel <strong>für</strong> Pixel<br />
Die aktuellen LCD-Fernseher besitzen ab einer<br />
Bilddiagonale von 37 Zoll meist zwei Millionen<br />
Bildpunkte, was durch einen Full-HD-Vermerk<br />
ersichtlich ist. Leider ist dies noch keine Garantie<br />
<strong>für</strong> eine verlustfreie Darstellung, denn<br />
das Display kann das eingespeiste Signal auf<br />
drei Arten darstellen. Die qualitativ beste Möglichkeit<br />
ist die native Darstellung, d. h. das Bild<br />
wird 1:1 wiedergegeben. Im schlechtesten Fall<br />
schneidet der Fernseher ein paar Bildpunkte ab<br />
und skaliert das Bild, was die Schärfe negativ<br />
Bilder: Auerbach Verlag, DVDO, Pioneer<br />
050 www.hdplustv.de
eeinflusst. Die dritte Möglichkeit ist wiederum<br />
die native Darstellung, welche aber durch einen<br />
ungünstig angebrachten Gehäuserahmen wie<br />
ein Bildbeschnitt wirken kann. Die Folge: Sie sehen<br />
nicht alle Bildpunkte, doch die Schärfe des<br />
Bildes bleibt erhalten.<br />
Bei einem „HD ready“-Fernseher ohne Full-HD<br />
muss das Bild jederzeit umgerechnet werden,<br />
denn die Bildpunkteanzahl beträgt nur die Hälfte<br />
des Eingangssignals. Leider besitzen sowohl<br />
LCDs wie auch Plasmas krumme Auflösungen<br />
von 1 366 × 768 bzw. 1 024 × 768 Bildpunkten,<br />
welche von keinem Player unterstützt werden.<br />
Wird nun in den Voreinstellungen das Bildsignal<br />
720p gewählt, skaliert der Player die zwei Millionen<br />
Bildpunkte auf eine Million herab und gibt<br />
das Signal in 1 280 × 720 Pixeln an den Fernseher<br />
aus. Dieser führt eine zweite Umrechnung<br />
durch, da dieses Bildpunkteverhältnis nicht<br />
identisch zur eigenen Auflösung ist. Anstatt der<br />
doppelten Skalierung ist es meist besser, das<br />
Bildsignal in 1 080i oder 1 080p weiterzuleiten<br />
und einzig dem Fernseher die Skalierung zu<br />
überlassen – mehrfache Umrechnungen werden<br />
so vermieden.<br />
Geheimwaffe Videokonverter<br />
Um die maximale Bildqualität aus einem Fernseher<br />
oder Projektor herauszuholen, bedarf es eines<br />
externen Videokonverters. Die wohl bislang<br />
einfachste, aber auch teuerste Lösung stellen die<br />
Videoprozessoren iScan-VP30 und iScan-VP50<br />
dar. Im Gegensatz zu den Einschränkungen der<br />
Player ist die Bildausgabe in den vielfältigsten<br />
Auflösungen möglich. So werden Bildsignale<br />
auch in 1 366 × 768 oder 1 024 × 768 Bildpunkten<br />
ausgegeben.<br />
Der iScan-VP50 entfernt sogar das störende<br />
Bewegungsruckeln bei Blu-rays und HD DVDs,<br />
indem die neu hinzugefügten Halbbilder nachträglich<br />
entfernt werden. Filme auf den neuen<br />
Datenträgern sind mit 24 Bildern gespeichert,<br />
was exakt der Anzahl der originalen Filmrolle<br />
entspricht. Die meisten Fernseher verstehen<br />
allerdings kein Signal in 24 Hertz (bzw. 48, 72<br />
etc.) sondern nur 50 oder 60 Hertz. Mittels einer<br />
Umrechnung geben Player statt 24 Bilder<br />
30 aus, welche 60 Halbbildern entsprechen.<br />
Dadurch gelangen allerdings Bildinformationen<br />
ins Signal, welche eigentlich nicht vorhanden<br />
waren und sowohl Bewegungsartefakte<br />
als auch ein Bildruckeln nach sich ziehen. Wer<br />
die volle Schärfe und flüssige Bewegung demnach<br />
erhalten möchte, benötigt einen Player<br />
mit 1 080p24-Wiedergabe und ein Display mit<br />
1 080p24-Eingang. Der iScan-VP50 kann ebenso<br />
wie Pioneer-Plasmas aus einem 60-Hertz-Signal<br />
(1 080i) das 1 080p24-Bild ermitteln, weshalb<br />
auch Nicht-Pioneer-Besitzer in den Genuss<br />
der ruckelfreien Kost kommen, solange ihr Gerät<br />
1 080p24 unterstützt. Auf Seite 82 haben wir<br />
eine Übersicht der am Markt befindlichen kompatiblen<br />
Fernseher und Projektoren erstellt.<br />
Bild und Ton synchron<br />
<strong>Eine</strong> aufwändige Videoverarbeitung bedingt<br />
leider eine verzögerte Bildausgabe, denn jeder<br />
Fernseher muss auf zwei aufeinanderfolgende<br />
Halbbilder warten, diese womöglich noch<br />
umrechnen und anschließend anzeigen. Dieser<br />
Aufwand zeigt sich in einer asynchronen Bildund<br />
Tonwiedergabe, welche besonders bei Musikaufnahmen<br />
stören kann. Der Ton erschallt zu<br />
früh und das Bild läuft dem Gehörten hinterher,<br />
was Konzertaufnahmen zu einer Playbackshow<br />
verkommen lässt. Videoprozessoren wie der iScan<br />
bieten deshalb eine Tonverzögerung, welche<br />
die Signale um den gewünschten Wert ausbremst,<br />
womit Bild und Ton wieder im Einklang<br />
stehen. Vereinzelt bieten Fachhändler auch die<br />
Primäre Audio-Delay-Box an, welche nur die<br />
Tonsignale verzögert.<br />
Komplizierte Technik<br />
Der ursprüngliche Gedanke hinter <strong>HDTV</strong> verkommt<br />
immer mehr zu einem Formatchaos,<br />
das in dieser Form unnötig erscheint. Fernsehprogramme<br />
auf Premiere HD, Anixe HD oder<br />
den Ablegern von ProsiebenSat.1 sind nur mit<br />
Full-HD-Fernsehern in voller Schärfe darstellbar.<br />
Blu-rays und HD DVDs benötigen zudem eine<br />
1 080p24-Unterstützung, um Bildruckler zu<br />
vermeiden. Passende Fernseher erscheinen allerdings<br />
erst im laufenden Jahr oder sind nur in<br />
geringen Stückzahlen erhältlich. Wer einen „HD<br />
ready“-Fernseher besitzt, wird sich zwar nicht<br />
über schlechte Bildqualitäten beklagen, doch im<br />
Hinterkopf bleibt das ungute Gefühl, dem neuen<br />
Format nicht ganz gerecht zu werden.<br />
Der Tetriseffekt<br />
In diesem einfachen Schema wird anschaulich, dass<br />
bei horizontalen oder vertikalen Linien keine Pixel<br />
erkennbar sind – die Darstellung wirkt scharf und<br />
sauber<br />
Sobald Linien diagonal angezeigt werden, sind die<br />
Pixel erkennbar und es treten störende Treppeneffekte<br />
auf. Je mehr Bildpunkte ein Fernseher darstellen<br />
kann, desto geringer wird der Treppeneffekt<br />
In der letzten Ausgabe nur am Rande erwähnt, bestätigt der iScan–VP50 seine mannigfaltigen<br />
Möglichkeiten in der Praxis. Der Videoverteiler passt die Auflösung pixelgenau den Fernsehern und<br />
Projektoren an, verhindert ein Bewegungsruckeln bei Blu-rays und HD DVDs und verzögert den Ton,<br />
um die Lippensynchronität zu wahren<br />
Sind die eingespeisten Signale in ihren Bildpunkten<br />
nicht deckungsgleich zu den Pixeln des Fernsehers,<br />
muss dieser eine Umrechnung vornehmen. In unserem<br />
Beispiel bläht der Fernseher die wenigen Bildpunkte<br />
auf eine größere Anzahl auf. Die neu entstandenen<br />
Pixel stellen lediglich Mischwerte dar (Grafik 2). Im<br />
Vergleich zu einem hochauflösenden Bild (Grafik 3),<br />
ist der Eindruck merklich unschärfer<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 051
Zwischen Pixelmatsch<br />
und Hochglanz<br />
Bereits in unserer letzten Ausgabe sind wir genauer auf die Videobitrate der TV-<br />
Sender eingegangen. Diese gibt Auskunft, wie gut ein Bild überhaupt dargestellt werden<br />
kann. Der beste Fernseher macht keinen Sinn, wenn die Sender mit einer minimalen<br />
Bitfehlerrate senden. In dieser Ausgabe nehmen wir die Übertragungsrate der im<br />
Premiere-Paket enthaltenen HD-Sender unter die Lupe<br />
VON RICARDO PETZOLD<br />
Mit Recht erwarten die Abonnenten<br />
eine ausgezeichnete Bildqualität.<br />
Allerdings wird dieser Wunsch<br />
nicht immer berücksichtigt. Da auch die Pay-<br />
TV-Anbieter sparen müssen, und sich einige<br />
Interessenten mit Masse statt Klasse zufrieden<br />
geben, werden in den letzten Jahren immer<br />
mehr Kanäle auf einen Transponder gequetscht.<br />
Die Folgen daraus sind, dass alle Sender ihre<br />
Datenrate reduzieren müssen. Während am Anfang<br />
des digitalen Zeitalters noch maximal acht<br />
Programme über einen Satellitentransponder<br />
übertragen wurden, sind es heute zehn und<br />
mehr Sender.<br />
Für den Zuschauer werden diese Einsparungen<br />
in Form von Bildfehlern sichtbar. Auskunft über<br />
die Qualität eines TV-Bildes gibt die Bitrate. Sie<br />
zeigt, wie viele Bits pro Sekunde übertragen<br />
werden. Umso mehr es sind, desto besser. Auf<br />
dem Fernseher werden zu geringe Bitraten in<br />
Form von Klötzchenbildung bzw. Verpixelungen<br />
sichtbar. Dabei gilt: Je größer der Fernseher<br />
ist, umso mehr sind diese Fehler sichtbar. In<br />
Anbetracht der Tatsache, dass in immer mehr<br />
Haushalten große Flachbildschirme stehen,<br />
steht fest, dass auch die Fehler von immer mehr<br />
Zuschauern bemerkt werden.<br />
Bitratenermittlung<br />
Allerdings wurden auch die Übertragungsverfahren<br />
in den letzten Jahren optimiert. Das Zauberwort<br />
heißt dynamische Bitrate. Bei diesem<br />
Verfahren ändert sich die Bitrate der Sender<br />
ständig, je nachdem was benötigt wird. Moderne<br />
Übertragungstechnik kann somit die Kapazitäten,<br />
die sich auf einem Übertragungskanal<br />
befinden, besser aufteilen. Trotzdem muss der<br />
Veranstalter vorher festlegen, wie viel Bandbreite<br />
ein Sender bekommen kann. Diese Entscheidung<br />
kann, wie bei Premiere, von Sender<br />
zu Sender unterschiedlich ausfallen, je nachdem<br />
welche Prioritäten gesetzt werden.<br />
Zur Ermittlung der Bitrate nutzen wir einen eigens<br />
da<strong>für</strong> präparierten PC. Dieser wurde mit<br />
einer digitalen Satellitenkarte versehen und<br />
dem Spezialprogramm TS-Reader ausgestattet.<br />
Vollautomatisch scannt uns dieses System den<br />
Satelliten Astra 19,2 Grad Ost mehrfach am Tag<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Pioneer<br />
052 www.hdplustv.de
ab und misst die Bitrate der Sender. Aus den<br />
verschiedenen Momentanmesswerten von drei<br />
Tagen bilden wir einen Mittelwert und können<br />
somit die Datenrate der Sender im Premiere-<br />
Paket beurteilen. Bei speziellen Programmen<br />
werden zusätzlich außerdem Langzeitmessungen<br />
vorgenommen.<br />
<strong>HDTV</strong> außer Konkurrenz<br />
<strong>Alles</strong> richtig macht der in München ansässige<br />
Pay-TV-Provider bei seinen zwei <strong>HDTV</strong>-Kanälen.<br />
Mit durchschnittlich 18 Megabit pro Sekunde<br />
(Mbit/s) bei Premiere HD und knapp 20<br />
MBit/s bei Discovery HD gibt es keinen Grund<br />
zur Kritik. Bereits ab 15 MBit/s wird bei <strong>HDTV</strong><br />
eine optimale Bildqualität erreicht. Hier können<br />
sich andere Pay-TV-Anbieter in Europa wahrlich<br />
eine Scheibe abschneiden. Betrachtet man z. B.<br />
die <strong>HDTV</strong>-Angebote in Frankreich, stellt man<br />
schnell fest, dass unsere westlichen Nachbarn<br />
stellenweise gerade einmal mit der Hälfte der<br />
Bitrate arbeiten.<br />
Auch der Unterschied zu den neuen Datenträgern<br />
HD DVD und Blu-ray ist nicht mehr sichtbar.<br />
Mit den gemessen Werten steht fest, das<br />
Premiere bei den <strong>HDTV</strong>-Programmen sogar eine<br />
bessere Qualität verbreitet als die neuen Datenträger.<br />
Blockbuster überzeugt<br />
Die Messung der SDTV-Programme bei Premiere<br />
bringt es ans Tageslicht: Besonders die<br />
Sport- und Filmprogramme werden bei Premiere<br />
bevorzugt. Auch wenn die Werte <strong>für</strong> beide<br />
Genres keinesfalls optimal sind, können sie gegenüber<br />
den anderen Programmen des Pay-TV-<br />
Anbieters doch punkten. Mit durchschnittlich<br />
4 Mbit/s überträgt der Pay-TV-Anbieter seine<br />
Filmkanäle Premiere 1 bis 4.<br />
Noch bessere Werte bringen nur die Sportkanäle<br />
auf den Schirm. Rund 5 Mbit/s weist Premiere<br />
diesen Sendern zu. Dies ist allerdings auch nötig,<br />
schließlich kommen beim Sport schnelle Bewegungen<br />
sehr häufig vor und auch der Rasen<br />
der Fußballstadien kann bei einer zu geringen<br />
Bitrate zu Pixelmatsch führen.<br />
Das Entertainment-Paket überzeugt mit guten<br />
Datenraten. Besonders bei Premiere Nostalgie,<br />
wo oft alte Filme laufen, ist eine Bitrate mit<br />
knapp 4 Mbit/s überdurchschnittlich gut. Auch<br />
die Sender Premiere Krimi und Premiere Serie<br />
können mit gleichguten Werten mithalten. Einzig<br />
die Sender Filmfest und Filmklassik bieten<br />
mit Messwerten von rund 3,2 MBit/s Grund zur<br />
Beanstandung. An großen Flachbildschirmen<br />
haben wir bei diesen Kanälen auch erste Anzeichen<br />
von Pixelmatsch erkennen können.<br />
Thema-Paket ausbaufähig<br />
Noch geringere Datenraten stellen wir im Thema-Paket<br />
fest. In Anbetracht der Tatsache, dass<br />
die Sender Animal Planet, 13th Street, SciFi<br />
und Discovery Geschichte zu den Highlights<br />
in besagtem Paket gehören, kommen diese<br />
Das Programm TS-Reader kann in Zusammenarbeit<br />
mit einer TV-Karte die Bitrate der einzelnen Programme<br />
messen<br />
Kanäle schlecht weg. Mit nur knapp 3 MBit/s<br />
werden die Discovery-Ableger übertragen, bei<br />
den Sendern der NBC-Gruppe sind es gar nur<br />
durchschnittlich 2,5 MBit/s. In diesem Fällen<br />
hilft auch die dynamische Bitrate nichts, denn<br />
selbst bei der Momentanaufnahmen kommen<br />
besagte Sender nicht über 4,5 MBit/s hinaus.<br />
Wenn man bedenkt, dass die Filmprogramme<br />
hierbei 8 Mbit/s schaffen, wird der Unterschied<br />
deutlich.<br />
Besonders spürbar werden die Mängel auf dem<br />
Kanal Animal Planet, auf dem unter anderem<br />
Tierfilme mit schnellen Bildwechseln laufen.<br />
Hierbei kann es schon vorkommen, dass die<br />
Wiese mit Pixelmatsch durchzogen wird. Auch<br />
die restlichen Kanäle dieses Paketes kommen<br />
über Werte von 3 MBit/s nicht hinaus. Speziell<br />
bei den Trickfilmsendern bewirkt dies aber<br />
keine große Bildverschlechterung. Die einzige<br />
Ausnahme macht der Discovery Channel. Obwohl<br />
dieser nicht unbedingt anfälliges Material<br />
ausstrahlt, wird er mit Datenraten von knapp 4<br />
MBit/s übertragen.<br />
Neue Kapazität benötigt<br />
Auch wenn die Filmkanäle akzeptable Werte<br />
aufweisen, ist immer noch mehr nötig. Da die<br />
frei empfangbaren Programme ZDF, ARD und<br />
RTL teilweise bessere Bitraten aufweisen, ist bei<br />
Premiere noch großer Nachholbedarf angesagt,<br />
um hier auf Augenhöhe agieren zu können. In<br />
Sachen <strong>HDTV</strong> macht den Münchenern aber niemand<br />
etwas vor, schon gar nicht ARD, ZDF und<br />
RTL, die eher als HD-Muffel gelten.<br />
Allerdings ist die derzeit auf Astra angemietete<br />
Transponderkapazität restlos erschöpft. Auf<br />
keinem der fünf angemieteten Transponder, die<br />
SDTV-Programme übertragen, ist Platz <strong>für</strong> eine<br />
Bitratenerweiterung. Um eine wirkliche Bildverbesserung<br />
zu erreichen, muss das Unternehmen<br />
neue Kapazität anmieten. Dies ist aber <strong>für</strong> die<br />
bestehenden Sender nicht vorgesehen, sodass<br />
auch weiterhin speziell bei den Kanälen des<br />
Thema-Paketes mit Bildfehlern und Unschärfen<br />
auf großen Flachbildschirmen gerechnet werden<br />
muss.<br />
<strong>Eine</strong> schlechte Bitrate lässt die Bilder im schlimmsten Fall<br />
verpixelt wirken<br />
Die Bitraten im Überblick<br />
Sender<br />
Premiere Start<br />
Premiere 1<br />
Premiere 2<br />
Premiere 3<br />
Premiere 4<br />
Premiere Filmfest<br />
Premiere Filmfestival<br />
Premiere Krimi<br />
Premiere Nostalgie<br />
Premiere Serie<br />
Premier Sport<br />
Arena<br />
Disney Channel<br />
13th Street<br />
Animal Planet<br />
Beathe Uhse TV<br />
Classica<br />
Discovery Channel<br />
Discovery Geschichte<br />
Focus Gesundheit<br />
Goldstar TV<br />
Heimatkanal<br />
Hit 24<br />
Jetix<br />
Junior<br />
MGM<br />
SciFi<br />
Direkt-Filme<br />
Erotik-Filme<br />
Direkt-Filme<br />
Premiere HD<br />
Discovery HD<br />
Datenrate<br />
2,4 MBit/s<br />
4,2 MBit/s<br />
4,1 MBit/s<br />
3,8 MBit/s<br />
4,2 MBit/s<br />
3,25 MBit/s<br />
3,1 MBit/s<br />
4,0 MBit/s<br />
3,75 MBit/s<br />
4,4 MBit/s<br />
4,8 MBit/s<br />
5,1 Mbit/s<br />
4,3 MBit/s<br />
2,2 MBit/s<br />
2,85 MBit/s<br />
2,8 MBit/s<br />
2,7 MBit/s<br />
4,1 MBit/s<br />
2,75 MBit/s<br />
2,85 MBit/s<br />
3,0 Mbit/s<br />
2,9 MBit/s<br />
2,8 MBit/s<br />
2,75 MBit/s<br />
2,8 MBit/s<br />
3,4 MBit/s<br />
2,3 MBit/s<br />
4,2 MBit/s<br />
3,8 MBit/s<br />
3,0 MBit/s<br />
18,34 MBit/s<br />
19,25 MBit/s<br />
Der Multiplexer bündelt die<br />
Kanäle in ein Paket und vergibt<br />
auch die Bitrate<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 053
Odyssee im Wohnzimmer –<br />
Bedienung aus der Ferne<br />
Es war ein weiter Weg bis die Utopie, Fernsehkanäle ohne körperliche Anstrengung zu wechseln,<br />
zur Realität wurde. Das strahlendste Licht in der Entwicklung der Fernbedienung ist wohl<br />
Robert Adler, der heute oft als ihr geistiger Vater betitelt wird. Dabei war sein Leben weitaus<br />
weniger von Fernsehprogrammen geprägt, als man vermuten könnte.<br />
VON FALKO THEUNER<br />
Dr. Robert Adler verstarb am 15. Februar 2007<br />
mit 93 Jahren in einem Altenheim Idahos<br />
In einer Zeit des Aufbruchs erblickte Robert<br />
Adler 1913 das Licht des modernen Wiens.<br />
Als Sohn des soziologisch interessierten<br />
Juristen Max Adler und der Ärztin Jenny Herzmark<br />
Adler war anscheinend auch ihm eine<br />
akademische Laufbahn vorherbestimmt. Mit<br />
gerade mal 24 Jahren erwarb er seinen Doktor<br />
in Physik. Nach der Vereinigung Österreichs<br />
mit Deutschland verließ Robert Adler Wien und<br />
emigrierte 1941 nach zwischenzeitlichen Aufenthalten<br />
in Belgien und England in die USA.<br />
Aufgrund der Anstellung bei dem damaligen<br />
Radiohersteller Zenith zog er in die Chicagoer<br />
Gegend, wo er auch seine spätere Frau Mary<br />
Buehl kennen lernte.<br />
Die Macht des Schalls<br />
Zunächst hatte Adler gar nichts mit der Entwicklung<br />
der Fernbedienung zu tun, denn Zenith<br />
hatte 1950 auch ohne sein Mitwirken die erste<br />
Umschalthilfe produziert. Größter Nachteil des<br />
bezeichnenderweise „Lazy Bones“ getauften<br />
Gerätes war die behindernde Kabelverbindung<br />
zu dem Fernsehgerät. <strong>Eine</strong> mögliche Lösung <strong>für</strong><br />
dieses Problem entwickelte 1955 Adlers damaliger<br />
Kollege Eugene Polley. Seine Idee war es,<br />
an jeder Ecke des TVs eine Photozelle anzubringen,<br />
um dann mittels Lichtsignal auf die entsprechende<br />
Zelle durch die Sender zu schalten.<br />
Jedoch begünstigte diese Methode auch die<br />
Programmvorlieben der Sonne, welche, sobald<br />
man sie in das Fernsehzimmer ließ, <strong>für</strong> eine eher<br />
durchlaufende Senderwahl sorgte.<br />
Robert Adler, 1956 bereits ausführender Forschungsleiter<br />
bei Zenith, schlug daher Frequenzen<br />
im Ultraschallbereich vor, da sie nicht zufällig<br />
im Alltag erzeugt werden können. Über vier<br />
Knöpfe konnte man mit seiner Fernbedienung<br />
Aluminiumstifte zum Schwingen bringen und<br />
hochfrequente Geräusche verursachen. Batterien<br />
wurden <strong>für</strong> diesen Mechanismus nicht benötigt,<br />
da<strong>für</strong> erschwerte die Größe des Kolosses<br />
die Handhabung extrem und steigerte die Materialkosten.<br />
Weltraumwaffen<br />
Das akustische Medium nutzte man auch als<br />
Aufhänger der späteren Werbekampagne <strong>für</strong><br />
die Fernbedienung. So wurde der bekannte<br />
Begriff „Zapping“ von dem Geräusch geprägt,<br />
welches die Strahlenpistole des Comic- und Serienhelden<br />
Buck Rogers beim Abschuss produziert.<br />
Die Werbefachleute setzten damit die Assoziation<br />
von Polleys „Flashmatic“ fort, welche<br />
ja wirklich wie eine Strahlenpistole designt war.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, F. Theuner, www.tvhistory.tv<br />
054 www.hdplustv.de
Anders als das tödliche Licht, klang die „Space<br />
Command“ genannte Umschalthilfe eher nach<br />
einem „Klick“. Zumindest markierte der Name<br />
und auch die Kampagne das Gerät mit einem<br />
starken Science Fiction-Bezug als ein Element<br />
der Zukunft. Die richtige Zapper-Mentalität entwickelte<br />
sich aber erst später mit der Zunahme<br />
der Kanäle.<br />
Es wäre ein Trugschluss zu denken, dass Robert<br />
Adler eines Nachts eine plötzliche Eingebung<br />
hatte und dann am nächsten Morgen das Patent<br />
auf die Ultraschallfernbedienung sichern<br />
konnte. Denn in den vorangegangenen 16 Jahren<br />
arbeitete er bereits an Oszillatoren, die extrem<br />
hohe Frequenzen erzeugen konnten. Und<br />
wie bei allen Erfindungen, die die Menschheit<br />
„weiterbringen“, wurden auch diese in erster<br />
Linie <strong>für</strong> militärische Zwecke entworfen.<br />
Adlers Veröffentlichungen zur Übermittlung<br />
und Filterung von akustischen Signalen sind<br />
evolutionärer Bestandteil der heutigen Kommunikations-<br />
und Überwachungssysteme des Militärs,<br />
die unter anderem <strong>für</strong> die Lokalisierung<br />
von Interkontinentalraketen eingesetzt werden.<br />
Daher ist die Aufrüstung der kabellosen Fernbedienung<br />
mit Ultraschall eher als ein gedankliches<br />
Nebenprodukt bereits etablierter Militärtechnologie<br />
zu betrachten.<br />
Berührungen<br />
In den Sechzigern wurde die mechanische Signalerzeugung<br />
durch elektrische ersetzt, um die<br />
Fernbedienung handlicher und vor allem auch<br />
günstiger zu machen. Jedoch blieb die durch<br />
Adler etablierte Fernbedien-Technik bis in die<br />
Achtziger aktuell. Das Licht hat dem Schall dann<br />
doch den Rang abgelaufen, da es schneller und<br />
weniger geräuschintensiv ist. Infrarot heißt das<br />
Zauberwort, mit dem sich die meisten Geräte<br />
heute nahezu störungsfrei bedienen lassen.<br />
Dass Adler hauptsächlich die technische Problemlösung<br />
und nicht der eigene Fernsehkomfort<br />
interessierte, ist an seinen vielfältigen<br />
Aktivitäten ersichtlich. Anstatt Fernsehen zu<br />
schauen, las er lieber Bücher und Fachliteratur.<br />
Als über Achtzigjähriger heiratete er seine zweite<br />
Frau Ingrid Adler, mit über Neunzig fuhr er<br />
noch Ski. Es ist also nicht verwunderlich, wenn<br />
man in den meisten Artikeln über ihn von seinen<br />
180 Patenten liest, die er zu Lebzeiten angemeldet<br />
hat. Schließlich ließ er sich nicht von<br />
den Hunderten Sendern ablenken, die durch die<br />
Fernbedientechnik überhaupt erst anwählbar<br />
und damit lohnend wurden.<br />
Man stelle sich die Strecke vor, die man pro Tag<br />
zurücklegen müsste, wenn man bei jeder Werbeeinblendung<br />
umschalten wollte. Andererseits<br />
sind heutige Standardfernbedienungen ein<br />
reinster Knopfdschungel, der zu breiten Fingern<br />
eine gezielte Steuerung verwährt. Dies fand<br />
auch Robert Adler, weshalb er seit den Achtzigern<br />
an der Verbesserung der Touchscreen-<br />
Technik feilte. Er empfand es einfach als intuitiver,<br />
grafische Elemente<br />
zu bewegen anstatt<br />
Knöpfe zu drücken.<br />
Ferngesteuerte<br />
Zukünfte<br />
Bis zu seinem Tod am<br />
15. Februar 2007 erhielt<br />
Dr. Robert Adler unzählige<br />
Preise. Darunter fallen<br />
der „Outstanding Technical<br />
Achievement Award“,<br />
den ihm das „Institute of<br />
Radio Engineers“ <strong>für</strong> seine<br />
Arbeit an der Fernbedienung<br />
verlieh, und <strong>für</strong> die Arbeit an<br />
der optischen Videodisc die Edison Medaille, die<br />
als höchste Auszeichnung des „Institute of Electrical<br />
and Electronics Engineers“ gilt.<br />
Die Folgen der Fernbedienung werden uns<br />
mit ihrer Weiterentwicklung immer bewusster.<br />
Durch die glücklicherweise ansteigende Zahl<br />
der Interaktionen mit dem TV-Programm ist<br />
eine Vereinfachung der Steuerung per Fernbedienung<br />
unumgänglich.<br />
Der schnelle Wechsel zwischen den Programmen<br />
gibt dem Zuschauer die notwendige Kontrolle<br />
über die auf ihn „einströmenden Bilder“,<br />
wie es der ungarische Philosoph József Tillmann<br />
formuliert. Was ein Buck Rogers im Jahre 2491<br />
noch alles mit seiner Fernbedienung steuern<br />
kann und vor allem wie eine solche dann aussieht,<br />
ist unabsehbar. Auf jeden Fall wird sich<br />
das „Zapping“ zukünftig auch auf andere Bereiche<br />
beziehen als nur aufs Fernsehen, ob dies<br />
nun gut ist oder nicht.<br />
Zeniths erste Fernbedienung „Lazy Bones“ erwies sich<br />
zwar als bequem, war aber noch die reinste Stolperfalle.<br />
Wie auf dem Bild zu erkennen, hatte von Anfang an das<br />
Familienoberhaupt das Ruder in der Hand<br />
Touchscreen-Akustik<br />
Sender<br />
X<br />
Wie eine Laserpistole<br />
war Zeniths erste Fernbedienung,<br />
die „Flashmatic“, gestaltet. Mit<br />
ihr entstand auch das Modewort „Zapping“<br />
Empfänger Y<br />
Sender Y<br />
Empfänger<br />
X<br />
Robert Adler arbeitete zuletzt an der „Surface<br />
Accoustic Waves“-Technologie <strong>für</strong> Touchscreens.<br />
Durch eine Glasplatte werden in geringen Abständen<br />
hochfrequente Wellen von Sendern zu Empfängern<br />
geschickt. Diese sind sowohl horizontal, als auch<br />
vertikal angeordnet, so dass eine Art Schallnetz entsteht.<br />
Sobald man nun die „schwingende“ Glasplatte<br />
berührt, werden in dem entsprechenden Bereich die<br />
Wellen unterbrochen, und die ausgelassenen Empfänger<br />
geben die X- und die Y-Koordinate aus. Anders<br />
als bei Touchscreens mit spezieller Indiumzinnoxid-<br />
Beschichtung ist diese Technologie weniger anfällig<br />
gegen Kratzer. Daher wird sie meist an öffentlichen<br />
Orten wie Ticketautomaten oder bei interaktiven Museumsführungen<br />
verwendet.<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 055
Von der Spielekonsole<br />
zum Computer<br />
Die <strong>Playstation</strong> 3 kann mehr, als mit einem Controller bewaffnet durch virtuelle Welten<br />
zu streifen. Auf den folgenden vier Seiten haben wir alle Einsatzgebiete der <strong>Playstation</strong><br />
3 durchleuchtet und <strong>für</strong> Sie zusammengetragen, damit Ihnen unliebsame Überraschungen<br />
erspart bleiben.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Erste Schritte<br />
Um in Filmen auf Blu-ray Disc und DVD die richtige Sprache automatisch<br />
beim Start zu hören, sollten Sie im Menü „Einstellungen“<br />
die BD/DVD-Einstellung überprüfen.<br />
Die Ausgabe der Tonsignale finden Sie weiter unten bei Sound-<br />
Einstellungen. Achtung: Deaktivieren Sie die CD-Lautstärkeanpassung,<br />
um Fehler bei der Tonausgabe zu vermeiden. Leider ist<br />
immer nur der gewählte Ausgang aktiv – dies gilt auch <strong>für</strong> die<br />
Bildwiedergabe.<br />
Um Ihren Fernseher optimal anzusteuern, müssen Sie der <strong>Playstation</strong><br />
3 beibringen, welche Auflösung Sie ausgeben soll und<br />
welches Kabel Sie verwenden. In den Anzeigeeinstellungen sind<br />
die nötigen Parameter hinterlegt. Wichtig: Wählen Sie <strong>für</strong> <strong>HDTV</strong>-<br />
Fernseher 1 080i oder 1 080p und vermeiden Sie 720p. Die <strong>Playstation</strong><br />
3 passt die Auflösung nicht selbständig an, sondern liefert<br />
nur die Signale der Datenträger. Die Automatik erkennt die richtigen<br />
Werte selbständig.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
056 www.hdplustv.de
Musik liegt in der Luft<br />
Die <strong>Playstation</strong> 3 speichert selbständig CDs auf der internen Festplatte<br />
samt Albumnamen und Titelliste. Die Tonqualität definieren<br />
Sie in den Musik-Einstellungen.<br />
Wählen Sie die eingelegte CD und bestätigen Sie mit der Dreieckstaste.<br />
Rufen Sie zunächst die Albuminformationen über das<br />
Internet ab. Der Import eines Albums dauert zirka fünf Minuten.<br />
Besitzer eines Computers können CDs auch verlustfrei speichern.<br />
Installieren Sie das Programm iTunes und wählen Sie das Wave-<br />
Format zur Speicherung. Titel- sowie Albennamen bleiben erhalten.<br />
Die <strong>Playstation</strong> 3 spielt die Daten wahlweise von einer externen<br />
Festplatte verlustfrei ab.<br />
Für stimmungsvolle Bilder sorgen die begleitenden grafischen<br />
Hintergrundbilder. Beim Abspielen der CD genügt ein Druck auf<br />
die Viereckstaste, um die belebenden Elemente zu starten.<br />
Filmwelten<br />
Die <strong>Playstation</strong> 3 unterstützt bislang weder Quicktime- noch Windows-Media-Formate,<br />
so dass Dateien aus dem Internet nur im<br />
MPEG- oder AVC-Format angesehen werden können. Filmtrailer<br />
sollten Sie deshalb vorrangig im <strong>Playstation</strong>-Store-Bereich herunterladen.<br />
Im Gegensatz zur mäßigen DVD-Wiedergabe blüht die <strong>Playstation</strong><br />
3 mit Blu-ray Discs richtig auf. Die Startzeiten der Filme betragen<br />
nur wenige Sekunden und die Darstellungsqualität kann sich<br />
mit den bereits erhältlichen Playern messen. Die optionale Fernbedienung<br />
ist jedoch Pflicht.<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 057
Der Computerersatz<br />
Um die <strong>Playstation</strong> 3 in einen Computer zu verwandeln, benötigen<br />
Sie einen USB-Stick, einen DVD-Rohling, Tastatur und Maus<br />
sowie einen PC oder MAC samt DSL-Internetanbindung.<br />
Im Systemverzeichnis der <strong>Playstation</strong> 3 splitten Sie die interne<br />
Festplatte in zwei Teile. Welchen Speicherplatz Sie Ihrem System<br />
zuordnen, bleibt Ihnen überlassen. Beachten Sie, dass bei diesem<br />
Vorgang alle Speicherstände und sonstige Daten verloren gehen.<br />
Unter den Internetadressen www.playstation.com/ps3-openplatform/manual.html<br />
und ftp://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/<br />
pub/Linux/yellowdog/iso/yellowdog-5.0-docs laden Sie sich die<br />
Dateien otheros.bld sowie otheros.self herunter und speichern<br />
diese auf einem USB-Stick.<br />
Im Systemmenü wählen Sie „anderes System installieren“ und befolgen<br />
die Anweisungen am Bildschirm. Die <strong>Playstation</strong> 3 startet<br />
daraufhin neu.<br />
Yellow-Dog-Linux erhalten Sie unter ftp://sunsite.informatik.<br />
rwth-aachen.de/pub/Linux/yellowdog/iso/. Laden Sie die ISO-Datei<br />
herunter und brennen Sie diese als Image-Datei auf DVD.<br />
Vor der Linux-Installation wechseln Sie im Menüpunkt „Standardsystem“<br />
von „PS 3“ auf „Anderes System“. Legen Sie Ihre Linux-<br />
DVD ein. Schalten Sie die Konsole aus und wieder an. Befolgen Sie<br />
die Installationshinweise. Sie benötigen hierbei Maus und Tastatur<br />
sowie einen Fernseher mit HDMI-Anschluss.<br />
Haben Sie kein Benutzerkonto angelegt, gilt Ihr erstelltes <strong>Playstation</strong>-3-Passwort.<br />
Der Username lautet root. Um vom Linux-Betriebssystem<br />
wieder in das PS-3-Menü zu wechseln, öffnen Sie das<br />
gezeigte Fenster.<br />
Die integrierte Software <strong>für</strong> Bildbearbeitung, E-Mail und Textverarbeitung<br />
ermöglicht die privaten Computeranwendungen vom<br />
Sofa aus zu steuern.<br />
058 www.hdplustv.de
Drahtloser Kontakt<br />
Um Daten ohne Umschweife auf Sonys PSP zu transferieren, müssen<br />
Sie unter Remote-Play-Verbindungseinstellungen eine SSID-<br />
Kennung eingeben. Diese sollte Ihrer PSP-Netzwerk-Einstellung<br />
identisch sein. Die PSP benötigt <strong>für</strong> die drahtlose Verbindung die<br />
Firmware 3.0. Aktuelle Software finden Sie unter www.yourpsp.<br />
com.<br />
Auf dem Bildschirm der PSP können Sie nicht nur die Oberfläche<br />
der <strong>Playstation</strong> 3 einsehen, sondern auch Fotos, Videos und Musik<br />
betrachten. Die Daten bleiben dabei auf der PS-3-Festplatte unverändert.<br />
In Zukunft soll es möglich sein, aus aller Welt auf die<br />
heimische PS 3 über die PSP zuzugreifen.<br />
Für einen guten Zweck<br />
In der Steuerleiste finden Sie den Eintrag Folding@Home. In diesem<br />
Projekt bündeln private Computereinrichtungen ihre Rechenleistung<br />
zur Erforschung von Proteinketten. Die Daten der<br />
Stanford-Universität werden über das Internet bezogen, ausgewertet<br />
und die Ergebnisse zurück an die Universität gesendet.<br />
Digitales Fotoalbum<br />
Fotos liest die <strong>Playstation</strong> 3 von allen Speichermedien ohne Probleme,<br />
denn das gängige JPEG-Format wird unterstützt. Navigieren<br />
Sie einfach zum gewünschten Speicherort und drücken Sie die<br />
Dreieckstaste – wählen Sie „Alle anzeigen“.<br />
Das Kopieren der Daten auf eine externe Festplatte ist ebenfalls<br />
durch die Dreieckstaste möglich. Statt „Ansicht“ markieren Sie<br />
den Eintrag „Mehrere kopieren“.<br />
Haben Sie ein Bild mit der X-Taste bestätigt, gelangen Sie in die<br />
Fotoschau. Per Dreieckstaste rufen Sie die Anzeige-Optionen aus,<br />
L1 und R1 bewegen die Auswahl nach links bzw. rechts, per L2 und<br />
R2 drehen Sie die Bilder und die Start-Taste aktiviert eine selbst<br />
ablaufende Darstellung. In unserem Beispiel wählten wir die Variante<br />
„Fotoalbum“, welche alle Bilder auf einem virtuellen Tisch<br />
platziert, stilecht mit Zeitangabe und den passenden Negativen.<br />
Wissen | HD+TV | 3.2007 059
Für ein besseres Bild<br />
Was zeichnet einen guten Fernseher oder Projektor aus? Natürlich, die hervorragende<br />
Darstellung von Bildern. Doch nicht immer gelingt es die Qualitäten eines Produktes zu<br />
Hause auszureizen, zumindest bis jetzt.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Samsung<br />
060 www.hdplustv.de<br />
Der koreanische Entwickler Samsung<br />
geht seit Jahren einen konsequenten<br />
Weg. Statt die eigenen Geräte<br />
gewissenlos auf den Markt zu veröffentlichen,<br />
arbeiten die Entwickler mit Filmstudios und<br />
Fachleuten zusammen, um den Eindruck eines<br />
Kinofilms zu reproduzieren. So wurde auf der<br />
letzten Internationalen Funkausstellung HD-<br />
Guru Joe Kane höchstpersönlich beauftragt,<br />
den hauseigenen Projektor <strong>für</strong> die Filmpräsentation<br />
anzupassen. Selbst als der Amerikaner<br />
einen HD-DVD-Player <strong>für</strong> eine Präsentation verlangte,<br />
ließ ihn Samsung gewähren, schließlich<br />
plagten den ersten Blu-ray-Player der Koreaner<br />
noch Unschärfen. Fehlerfrei verlief die Entwicklung<br />
bei Samsung damit nicht, doch Fehler werden<br />
gemacht, um aus ihnen zu lernen und mit<br />
ihrem neuen Projekt unterstreicht dies Samsung<br />
eindrucksvoll.<br />
Millionen LCDs, ein Bild<br />
Um die verschiedenen Einflüsse bei den Kunden<br />
zu berücksichtigen, startet Samsung ein umfangreiches<br />
Schulungsprojekt. In einem zweitägigen<br />
Seminar erlernen die Angestellten von<br />
Handelsketten das Handwerk einer passgenauen<br />
Kalibrierung. Jeder ausgelieferte Fernseher<br />
unterliegt nämlich einem Toleranzbereich in der<br />
Fertigung, weshalb ein LCD bei Ihnen und Ihrem<br />
Nachbarn ein minimal anderes Bild anzeigen<br />
kann, obwohl es sich um das gleiche Modell<br />
handelt. Um diesen Nachteil, sowie die Unberechenbarkeit<br />
von Bildquellen, auszumerzen,<br />
können Samsung-Händler mit Kalibrierzertifikat<br />
die Fernseher bei ihren Kunden vor Ort auf die<br />
gewünschten Filmeigenschaften einstellen.<br />
Mittels einer einfach gehaltenen PC-Software<br />
sowie einem Messkopf ermittelt der Verkäufer<br />
die Farb- und Helligkeitswerte des Displays und<br />
passt diese auf Wunsch auch auf eigenen Geschmack<br />
an. Vereinzelt bieten bereits Fachhändler<br />
und Hersteller diesen Service, doch neben<br />
den hohen Zusatzkosten sind diese geschulten<br />
Mitarbeiter mit der Lupe zu suchen. Samsung<br />
setzt stattdessen nicht nur auf eine qualitativ<br />
hohe Bildwiedergabe sondern auch auf die<br />
breite Masse, denn jeder Samsung-Käufer, der<br />
nicht von der Kalibrierung profitiert, wäre ein<br />
unzufriedener.<br />
Das meinen wir<br />
Der Ansatz des Samsung-Projektes ist im höchsten<br />
Maße lobenswert, denn kaum ein Angestellter<br />
wird einen Fernseher bislang fachgerecht<br />
installieren können. Doch bei aller Euphorie<br />
lauten zwei Entwicklungen noch nicht optimal.<br />
Zum einen schränken die einzustellenden Fernseher<br />
die Optimierung ein, d. h., selbst mit einer<br />
Kalibrierung wird aus einem schlechten Fernseher<br />
kein guter. Das Team der HD+TV testet<br />
seit jeher nach den Vorgaben der Filmstudios,<br />
um mit unseren Wertungen die Qualität eines<br />
Fernsehers oder Projektors vergleichend zum<br />
Kinooriginal aufzuzeigen.<br />
Das zweite Problem ist der von Samsung angebotene<br />
Messkopf von Datacolor, welcher in<br />
unserer Redaktion seit Jahren ausgedient hat.<br />
Grund hier<strong>für</strong> sind die ungenauen Messergebnisse,<br />
da der Aufbau des Messkopfes relativ<br />
einfach ausfällt. Um ein optimales Bild zu erreichen,<br />
bedarf es professioneller Messtechnik,<br />
wie sie beispielsweise von Konika Minolta angeboten<br />
wird. Da deren Messinstrumente <strong>für</strong><br />
den Massenmarkt unerschwinglich sind, bleibt<br />
es abzuwarten, inwieweit das Projekt am Ende<br />
halten kann, was es verspricht. Für einen professionelleren<br />
Umgang in Bezug auf Normen<br />
und Regeln bei der Darstellung<br />
von Filmen wird es aber zweifelsfrei<br />
sorgen, denn neben dem Kalibrierprojekt<br />
schult Samsung auch den Umgang<br />
mit Blu-ray und die Wiedergabe<br />
bei ruckelfreien 24 Bildern. Ein Anfang<br />
wäre damit gemacht.<br />
Vom LCD zur Röhre<br />
Der Messkopf wird auf das Display angebracht<br />
und nimmt die Signale der<br />
Testbilder auf. Die Software verwertet<br />
die eingespielten Daten und gibt sie in<br />
verständlicher Form am Computer aus<br />
Im Idealfall gleicht der kalibrierte<br />
Samsung-LCD den Referenzmonitoren<br />
der Filmstudios. Um dies zu erreichen,<br />
muss Samsung neben der Schulung<br />
aber auch die Bildleistung der LCDs<br />
erhöhen<br />
Die Software und der<br />
Messkopf von Datacolor<br />
sollen im Zusammenspiel<br />
die nötigen Daten<br />
ermitteln, welche der geschulte<br />
Fachhändler zur<br />
Korrektur des Displays<br />
nutzt
KAUFBERATUNG<br />
Christian Trozinski<br />
CvD HD+TV<br />
Das vorliegende Heft mag den Anschein erwecken, als wäre alles wie<br />
gehabt. Doch gibt es drei Produkte, die den Markt gehörig aufmischen werden.<br />
Zuerst wäre da der Toshiba-Player HD-XE1 zu nennen, dessen Verarbeitungs-<br />
und Bildqualität den Maßstab in der hochauflösenden Player-Welt<br />
markiert. Der Konterpart in Form der <strong>Playstation</strong> 3 überrascht trotz später<br />
Auslieferung mit einer enormen Geschwindigkeit und einer bildschönen<br />
Präsentation. Der dritte im Bunde ist der JVC-Projektor DLA-HD1, welcher<br />
mit einem Schlag die etablierten Technologien übertrumpft. Drei innovative<br />
Produkte, die in den kommenden Monaten nicht nur ihre Besitzer, sondern<br />
auch die Hersteller erfreuen werden.<br />
Sicherlich sind Innovationen noch lange keine Garantie <strong>für</strong> hohe Wertungen,<br />
schließlich erwächst aus einer Idee noch lange kein fehlerfreies Produkt,<br />
doch ermöglichen diese drei Produkte eine interessante Fragestellung:<br />
Benötigen wir monatlich eine neue Auswahl von Fernsehern und Playern?<br />
Sind die Technologiezyklen wirklich so kurz? Ich meine nein, schließlich<br />
bedarf es neuer Ansätze, um bisherige Probleme effektiv zu lösen. Und so<br />
kommt es nicht von ungefähr, dass JVCs erster Projektor keinen Regenbogeneffekt<br />
besitzt und auch keinen schlechten Kontrast. Wäre dies mit DLPoder<br />
LCD-Projektoren in dieser Form machbar gewesen? Zu diesem Preis?<br />
Es mag einfacher sein, mit althergebrachten Dingen minimale Fortschritte<br />
zu erreichen, welche aller sechs Monate gerade ausreichen, um einen<br />
Produktwechsel zu rechtfertigen, aber eine vernünftige und nicht durch<br />
marktwirtschaftliche Belange getriebene Notwendigkeit erkenne ich hierbei<br />
nicht. Deshalb liebe Leser und Hersteller: Gebt Innovationen eine Chance!<br />
Fürsorgepflicht<br />
Alle <strong>für</strong> Sie getesteten Produkte dieser Ausgabe<br />
Produkt Bewertung Seite<br />
Produkt Bewertung Seite<br />
Sony <strong>Playstation</strong> 3<br />
Gut<br />
78<br />
62<br />
Benq W10000<br />
Gut<br />
79<br />
78<br />
Toshiba HD-XE1<br />
Gut<br />
82<br />
64<br />
Denon AVR-2307<br />
Gut<br />
83<br />
80<br />
Kathrein UFS 910<br />
Gut<br />
83<br />
66<br />
Jamo Aesthetic 775PDD<br />
Gut<br />
77<br />
84<br />
Sony KDL-40W2000<br />
Gut<br />
77<br />
68<br />
Bilder: Benq, Jamo, Sony<br />
Sony VGN-AR31S<br />
JVC DLA-HD1<br />
Panasonic PT-AE1000E<br />
Gut<br />
75<br />
Sehr Gut<br />
85<br />
Gut<br />
79<br />
70<br />
73<br />
76<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 061
Schwarze Diva<br />
Für 599 Euro stellt Sony die <strong>Playstation</strong> 3 nun auch in europäische Fachmärkte. Im Gegensatz<br />
zum Ausland in einer ausreichenden Stückzahl, sodass Kaufwillige nur noch selten vor<br />
leeren Regalen stehen. In unserem Test musste die <strong>Playstation</strong> 3 ihr Können nicht nur im<br />
Spielebereich, sondern vor allem bei der Filmwiedergabe unter Beweis stellen, was <strong>für</strong><br />
einige Überraschungen sorgte.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
in normalem Dolby Digital 2.0 vorlag – über<br />
HDMI klappte alles wunderbar. Rückschlüsse<br />
auf etwaige Kompatibilitätsprobleme ließ dies<br />
aber nicht zu, die PS3 spielte jede DVD und Bluray<br />
fehlerfrei ab. Im Bildbereich werden Filme<br />
in MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 oder VC-1 unterstützt.<br />
Nicht alles möglich<br />
Als wir im Internet mit USB-Maus und –Tastatur<br />
Filmtrailer auf der <strong>Playstation</strong> 3 speicherten<br />
folgte die erste Ernüchterung: Sowohl Apples<br />
Quicktime- wie auch Microsofts Windows-<br />
Media-Format werden nicht unterstützt. Somit<br />
müssen Filme den eher seltenen MPEG-4-Codec<br />
im <strong>Playstation</strong>-kompatiblen Format unterstützen,<br />
was in der Praxis keine zufriedenstellende<br />
Lösung ist.<br />
Im musikalischen Bereich sind die Einschränkungen<br />
weniger einschneidend, denn mit AAC-,<br />
MP3-, WMA- und WAV-Unterstützung können<br />
Sie nahezu jede Musikscheibe abspielen.<br />
Das bereits tot geglaubte SACD-Format wird<br />
wahlweise über HDMI oder den analogen Ausgängen<br />
wiedergegeben und könnte durch die<br />
hohe Verbreitung der Konsole seinen zweiten<br />
Frühling erleben.<br />
Frisch aus dem Karton geschlüpft, weist<br />
nur ihr Äußeres auf ein multimediales<br />
Fest hin. Hinter einer Frontklappe befinden<br />
sich drei Speicherkartenleser <strong>für</strong> Fotos in<br />
Compact-Flash-, SD- und Memory-Stick-Ausführung.<br />
Darunter sind vier USB-Anschlüsse <strong>für</strong><br />
externe Massenspeicher oder Sonys eigene PSP<br />
zugänglich. Letztere kann auch via WLAN Kontakt<br />
zur Konsole aufnehmen und Daten transferieren.<br />
Auf der Rückseite befinden sich die wichtige<br />
HDMI-Schnittstelle, eine Netzwerkbuchse<br />
und ein Multi-AV-Ausgang, welcher analoge<br />
Bild- und Tonsignale per separatem Kabel zum<br />
Fernseher leitet. Unsere Messergebnisse zeigten<br />
allerdings nur mangelhafte Leistungen am<br />
analogen Bild- und Tonausgang.<br />
Kontakte knüpfen<br />
Besitzer eines Projektors oder Flachbildfernsehers<br />
nutzen den HDMI-Ausgang, um die bestmögliche<br />
Bildqualität zu gewährleisten. Auf<br />
Wunsch können sowohl Bild- als auch Tondaten<br />
übermittelt werden. Die PS3 liefert leider nicht<br />
auf allen Ausgängen gleichzeitig ein Signal,<br />
sodass die gewünschte Übertragung vorab im<br />
Menü eingetragen werden muss.<br />
Wessen Audio-Receiver einen HDMI-Eingang<br />
besitzt, erlebt die hochauflösenden Tonformate<br />
bereits heute, da die PS3 die Audiodaten<br />
in PCM-Ströme umwandelt. Audio-Receiver mit<br />
HDMI 1.3 profitieren von der digitalen Weiterleitung,<br />
doch das ist noch Zukunftsmusik. Besitzer<br />
älterer Geräte müssen sich mit einem optischen<br />
Ausgang begnügen, der immerhin Dolby<br />
Digital und DTS in bester Qualität ermöglicht.<br />
Selbst eine heruntergerechnete hochauflösende<br />
Tonspur klingt deshalb besser als von DVDs<br />
gewohnt – die Qualität steigt somit bei jeder<br />
Verbindung.<br />
<strong>Eine</strong>n Fehler konnten wir bislang noch nicht<br />
aufdecken: Im Bildmenü einer Demo-Disk unterschlug<br />
die <strong>Playstation</strong> 3 einen Soundeffekt<br />
per optischer Übertragung, obwohl die Tonspur<br />
Unflexibel<br />
Entgegen ihrer Bestimmung als Multitalent<br />
bekommt die <strong>Playstation</strong> 3 Punktabzüge beim<br />
Thema Skalierung, Vollbildkonvertierung und<br />
DVD-Wiedergabe. In den Bildschirmeinstellungen<br />
sollten Sie unbedingt das Bildformat 1 080i<br />
oder 1 080p wählen. In der Einstellung 720p<br />
rechnet die Konsole Blu-rays auf die PAL-Auflösung<br />
herunter. Auch vermag es die PS3 nicht,<br />
die Auflösung selbst zu beeinflussen. Spiele in<br />
720p werden nicht auf 1 080p skaliert, DVDs<br />
mit 576 Bildzeilen weder auf 720 noch 1 080<br />
Bildzeilen. Der Zusammenbau zweier Halbbilder<br />
bei DVDs klappt mit keinem Material, sodass<br />
flimmernde Bildkanten die Norm darstellen –<br />
Bildverbesserer oder sonstige Dreingaben<br />
suchen Sie vergebens.<br />
Die <strong>Playstation</strong> 3 ist nicht in der Lage, dass Bildmaterial<br />
zu beeinflussen, denn sie dient nur als<br />
Vermittler – das gefütterte Signal wird ohne<br />
Umschweife ausgegeben. Deshalb sollte Ihr<br />
Projektor oder Fernseher eine leistungsfähige<br />
Bildelektronik besitzen, was bei Modellen ab<br />
1 500 Euro meist der Fall ist. <strong>Eine</strong>n DVD-Player<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
062 www.hdplustv.de
Schlechter als<br />
Xbox 360?<br />
Die Xbox 360 erhielt im Test vor über<br />
einem Jahr eine Wertung von 84 Punkten.<br />
Aufgrund der aktuellen weitaus<br />
schärferen Testkriterien kann die<br />
Punktezahl nicht mit der <strong>Playstation</strong> 3<br />
verglichen werden. In einer der nächsten<br />
Ausgaben reichen wir die aktuelle<br />
Wertung der Konsole und dem HD-<br />
DVD-Laufwerk nach – bis dahin bleibt<br />
die <strong>Playstation</strong> 3 unsere Referenz bei<br />
den HD-Spielekonsolen. Spätere Updates<br />
können in den Folgemonaten<br />
noch zu einer Aufwertung führen.<br />
ersetzt die PS3 qualitativ damit nicht, da bereits<br />
Modelle ab 200 Euro bessere Werte liefern, von<br />
den Messergebnissen ganz zu schweigen.<br />
Atemberaubend<br />
Wer <strong>für</strong> die DVD-Wiedergabe einen alternativen<br />
Player verwendet und den Ton per optischen<br />
Kabel oder HDMI überträgt, wird aber<br />
seine wahre Freude an der <strong>Playstation</strong> 3 haben.<br />
Zwar zeigten sich die Messwerte am optischen<br />
Ausgang ebenfalls nicht überragend, doch<br />
konnten wir in einem Hörtest keinerlei Nachteile<br />
zu weitaus teureren Playern feststellen. Sogar<br />
das komprimierte AAC-Format mit 320-Kilobit-<br />
Datenrate zeigte eine fast ebenbürtige Leistung<br />
zur originalen CD.<br />
Die wichtige Blu-ray-Wiedergabe ist schlichtweg<br />
fantastisch. Das Bild wirkt extrem sauber<br />
und scharf. Die Ladezeiten sind im Vergleich<br />
zu den bisherigen weitaus teureren Playern<br />
nur noch Makulatur: Disc einlegen und loslegen<br />
heißt hier das Stichwort. Die Navigation ist<br />
ebenso flott wie im PS3 eigenen Menü, welches<br />
edel und schlicht daherkommt.<br />
Verbinden Sie Ihre Kamera über USB oder<br />
nutzen Sie die Speicherkarten-Slots, um die<br />
schönsten Urlaubserinnerungen ohne Umschweife<br />
der Familie zu präsentieren. Kleinere<br />
Verbesserungsvorschläge haben wir aber dennoch:<br />
Die Filmwiedergabe ruckelt bislang, da<br />
Die interne Festplatte besitzt<br />
eine Größe von 60Gigabyte,<br />
was <strong>für</strong> Trailer und Demos<br />
völlig ausreicht. Wer seine<br />
gesamte CD-Sammlung<br />
aufspielen möchte, kann eine<br />
größere einbauen oder auf<br />
externe Festplatten umschwenken.<br />
Die <strong>Playstation</strong><br />
3 ist kompatibel zu 2,5-Zoll-<br />
Festplatten. Der Austausch<br />
gelingt reibungslos binnen<br />
Sekunden<br />
die Bildausgabe in 1 080p24 noch nicht möglich<br />
ist. Für 599 Euro wäre auch eine beiliegende<br />
Fernbedienung nicht verkehrt, bislang muss das<br />
wichtige Utensil <strong>für</strong> 30 Euro zusätzlich erstanden<br />
werden.<br />
Noch nicht perfekt<br />
Sicher, die <strong>Playstation</strong> 3 ist kein Ersatz <strong>für</strong> bestehende<br />
Einzelgeräte. Das wäre wohl auch zu viel<br />
verlangt. Besonders die extrem hohe Leistungsaufnahme<br />
von 200 Watt stößt bei den hiesigen<br />
Strompreisen sauer auf. Sony sollte deshalb in<br />
Zukunft den potenten Hauptprozessor je nach<br />
Rechenbedarf zügeln, denn die <strong>Playstation</strong> 3<br />
läuft immer unter Volllast, ganz gleich ob in einem<br />
Spiel, Film oder der Fotowiedergabe. Das<br />
Betriebsgeräusch schwankt zwischen unhörbar<br />
bis leicht störend. Nach dem Einschalten vernehmen<br />
Sie keinen Laut, doch nach wenigen<br />
Minuten steigt die Betriebstemperatur merklich<br />
und die Lüfter beginnen die Drehzahl zu erhöhen.<br />
Wer einen Projektor im Zimmer betreibt<br />
wird die Konsole womöglich niemals hören – in<br />
einem ruhigen Wohnzimmer ist die <strong>Playstation</strong><br />
3 dagegen kaum zu überhören.<br />
Im Vergleich zu bislang erhältlichen Blu-rayoder<br />
HD-DVD-Playern besitzt die <strong>Playstation</strong><br />
3 den Nachteil, dass die Bildqualität nur über<br />
HDMI und nur bei den neuen Medien überzeugt.<br />
Die <strong>Playstation</strong> 3 ist genau das richtige <strong>für</strong> alle,<br />
die sich nicht auf einen eingeschränkten Lebensbereich<br />
in ihrer Freizeit beschränken sondern<br />
die Welt der Unterhaltung in allen Facetten<br />
genießen. Dann erkennt man das Konzept der<br />
Konsole und stellt plötzlich fest: Ohne die <strong>Playstation</strong><br />
3 fehlt das gewisse Etwas.<br />
MEMORYSCHACHT<br />
<strong>Eine</strong> klapprige Laufwerkslade bleibt Ihnen mit<br />
der <strong>Playstation</strong> 3 erspart: Das Slot-In-Laufwerk<br />
zieht die Scheiben, wie von Autoradios bekannt,<br />
behutsam ins Innere<br />
Media-Center<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Sony<br />
Modell <strong>Playstation</strong> 3<br />
Preis in Euro 599,–<br />
Info<br />
eu.playstation.com<br />
Typ<br />
Media-Center<br />
Maße (B/H/T) in cm 32,5 × 9,8 × 27,4<br />
Gewicht in kg 5<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 200/1,6 W<br />
Formate<br />
BD, BD-R, BD-RE,<br />
BD-ROM, DVD, DVD+R/<br />
RW, -R/RW, CD, CD-R/<br />
RW, SACD<br />
Sonstiges HDMI 1.3, USB +<br />
Speicherkatenleser<br />
Geeignet <strong>für</strong><br />
Blu-ray-Wiedergabe<br />
DVD-Wiedergabe<br />
weitere Medien<br />
USB<br />
NETZWERK<br />
S/P-DIF<br />
optisch<br />
VIDEO<br />
OUT<br />
L<br />
AUDIO OUT<br />
R<br />
HDMI<br />
Sony <strong>Playstation</strong> 3<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 15 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
15 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
48 von 60<br />
Gesamt 78 von 100<br />
Sony <strong>Playstation</strong> 3<br />
Scart- und S-Videoschnittstellen suchen Sie vergebens: Die <strong>Playstation</strong> 3 liefert die Bildsignale über<br />
einen Multi-AV-Ausgang, weshalb eigene Kabel benötigt werden. Aufgrund der durchschnittlichen<br />
Qualität des Ausgangs ist eine HDMI-Verbindung Pflicht<br />
AUSGABE 3.2007<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 063
Zweiter Anlauf<br />
Kaum haben wir in der letzten Ausgabe den ersten<br />
HD-DVD-Player von Toshiba getestet, steht dieses Mal<br />
der größere Bruder zum Vergleich bereit. Schon an der<br />
deutlich höheren Preisempfehlung des HD-XE1 erkennen<br />
Fachmann und Laie: Hier steckt mehr drin. Recht haben<br />
sie, doch wie gut ist der Neue wirklich?<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Wer den großen Karton beim<br />
Händler seines Vertrauens erwirbt,<br />
bemerkt bereits beim<br />
Verladen einen deutlichen Gewichtzuwachs.<br />
Nach dem Auspacken präsentiert sich der Toshiba<br />
HD-XE1 voller Stolz in schwarzem Metall.<br />
Die Wertschöpfung des Players hört aber hier<br />
noch nicht auf, denn ein HDMI-Kabel ist bereits<br />
im Lieferumfang enthalten und der beigelegte<br />
Animationskurzfilm zeigt deutlich die Bildvorteile<br />
zur DVD auf. Das Begleitheft ist ebenso<br />
gelungen wie das Bildschirmmenü des Players,<br />
welches durch große Symbole und eine durchdachte<br />
Struktur auf sich aufmerksam macht –<br />
einzig die Farbe ist in gedruckter Form auf der<br />
Strecke geblieben.<br />
Geradezu spartanisch wirkt dagegen das Zusatzmenü<br />
der Bildvorgaben, in welchem die<br />
Bildvorteile des HD-XE1 im Vergleich zum HD-E1<br />
offensichtlich werden. Der große Bruder verfügt<br />
über einen verbesserten Videoprozessor,<br />
der nicht nur das Filmmaterial auf DVDs und<br />
HD DVDs zielsicher verwebt, sondern auch die<br />
Schärfe und das Bildrauschen nachträglich dem<br />
Material anpassen kann. Toshiba vertraut hierbei<br />
auf den HQV-Reon-Chip, welcher auch im<br />
Mitsubishi-Projektor HC5000 oder dem DVD-<br />
Player 2930 von Denon werkelt und beeindruckende<br />
Leistungen erbrachte. Somit sollte sich<br />
der HD-XE1 auch vorzüglich <strong>für</strong> DVDs eignen.<br />
DVDs in Bestform<br />
Nicht jeder will neben einem neuen Blu-rayoder<br />
HD-DVD-Player einen zusätzlichen DVD-<br />
Player weiter betreiben. Der HD-XE1 zeigte zur<br />
Freude unserer Tester eine durchweg solide<br />
Leistung mit den bisherigen Bildscheiben und<br />
kann Mittelklasse-Player bis 700 Euro durchaus<br />
ersetzen. Selbst DVD-Player zum gleichen<br />
Preis des HD-XE1 dürften es schwer haben, eine<br />
bessere Bildqualität zu liefern. Der Filmmodus<br />
wurde im Gegensatz zum HD-E1 besser auf<br />
unser PAL-Format angepasst und bleibt weitgehend<br />
stabil. Der HQV-Reon-Chip poliert Videomaterial<br />
zudem kräftig auf, indem diagonale<br />
Linien geglättet werden und der Stufeneffekt<br />
verschwindet.<br />
Nicht ganz so überzeugend ist die Rauschunterdrückung,<br />
welche schlechtes Material von<br />
gutem unterscheiden soll, es aber leider nicht<br />
kann. Deshalb bleibt Ihnen bei hohem Bildrauschen<br />
ein manuelles Umschalten dieser Funktion<br />
nicht erspart. Mit einem deutlich teureren<br />
DVD-Player wie dem Denon DVD-3930 kann<br />
sich der Toshiba HD-XE1 zwar nicht messen,<br />
doch dies muss er auch nicht, schließlich steht<br />
der größte Pluspunkt des Player noch aus: die<br />
HD-DVD-Wiedergabe.<br />
Was <strong>für</strong> ein Bild<br />
Falls Sie bereits im Besitz eines Toshiba HD-E1<br />
sind, so können wir Sie beruhigen: Der HD-XE1<br />
bringt kaum spürbare Vorteile in der Bildqualität.<br />
Aber wie soll man das Beste, was <strong>HDTV</strong><br />
derzeit zu bieten hat, noch verbessern? Sicher,<br />
die nachträgliche Bildverarbeitung kann je nach<br />
Bildmaterial einen anderen Eindruck verschaffen,<br />
doch ist ein Film gewissenhaft auf Scheibe<br />
gebannt, gilt auch mit dem HD-XE1: Schalten<br />
Sie alle Bildregler ab und leiten Sie das Signal<br />
einfach hindurch. Immerhin verfügt der schwarze<br />
Koloss über die Möglichkeit, den Bildstrom<br />
„mundgerecht“ in 1 080p auszugeben, was angesichts<br />
seines stabilen Vollbildkonverters auch<br />
Sinn macht.<br />
<strong>Alles</strong> andere als bezaubernd ist das nervige Bewegungsruckeln,<br />
denn auch bei diesem Player<br />
werden die 24 Bilder der Quelle umgerechnet<br />
und zeigen leichtes Zittern bei Kameraschwenks<br />
und Bewegungen. Immerhin scheint Toshiba auf<br />
die anhaltende Kritik zu reagieren und will das<br />
Bildformat 1 080p24 per Update nachliefern.<br />
Im Alltagsbetrieb umständlich ist die fehlende<br />
Fortsetzung eines HD-Films nach betätigter<br />
Stop-Taste – ein falscher Druck und Sie müssen<br />
die langwierigen Startsequenzen auf ein Neues<br />
ertragen.<br />
Im tonalen Bereich gibt sich der HD-DVD-Player<br />
keine Blöße. Sowohl die internen Decoder als<br />
auch die digitale Übertragung per HDMI offenbart<br />
die feinsten Details. Selbst die nur unwe-<br />
Die Taste „Backlight“<br />
erleuchtet die<br />
Fernbedienung nach<br />
einem dreisekündigen<br />
Druck. Über<br />
Setup gelangen Sie in<br />
das grafisch schicke<br />
Benutzermenü<br />
Nicht nur das Steuerkreuz<br />
macht einen soliden<br />
Eindruck, auch<br />
die Tastenanordnung<br />
gefällt – nach einigen<br />
Sekunden kommen<br />
Sie blind voran<br />
Der untere Schuber<br />
verdeckt die kaum<br />
benötigten Zifferntasten.<br />
Die Dimm-Funktion<br />
regelt in drei<br />
Stufen die Helligkeit<br />
des Frontdisplays<br />
064 www.hdplustv.de
COMPONENT<br />
VIDEO<br />
HDMI<br />
L<br />
AUDIO OUT<br />
R<br />
ANALOG 5.1 MULTIKANAL<br />
L R C SR SL SUB<br />
Y<br />
PB<br />
NETZWERK<br />
S/P-DIF<br />
optisch<br />
S/P-DIF<br />
koaxial<br />
VIDEO<br />
IN<br />
S-VIDEO<br />
IN<br />
PR<br />
Unbedingt beachten: Der kleine Schalter „Mode“ unter der Frontseite aktiviert oder deaktiviert die<br />
entsprechenden Videoausgänge. Die blaue Untergrundbeleuchtung ist abschaltbar<br />
sentlich verbesserte Dolby-Digital-Plus-Spur auf<br />
der King-Kong-HD-DVD stahl der Dolby-Digital-Übertragung<br />
die Show. Ein großer Vorteil<br />
des HD-XE1 im Vergleich zum kleineren Bruder<br />
ist der analoge Mehrkanalausgang. Somit profitiert<br />
jeder angeschlossene AV-Receiver von den<br />
neuen Tonnormen, selbst wenn er keine HDMI-<br />
Schnittstelle vorweisen kann.<br />
Als einer der ersten Player bietet der Toshiba die<br />
HDMI-Version 1.3, welche laut Werbetext einen<br />
größeren Farbraum übertragen kann. Lassen Sie<br />
sich von diesen Angaben nicht in die Irre führen:<br />
Für die Filmwiedergabe hat dies keine Auswirkungen,<br />
da die erweiterten Farbräume nicht<br />
<strong>für</strong> HD DVD und Blu-ray Disc genutzt werden.<br />
Einzig bei Computeranwendungen und Spielen<br />
könnten in Zukunft Verbesserungen eintreten.<br />
Auch <strong>für</strong> den Ton bedeutet HDMI 1.3 kaum<br />
Fortschritt. So können in Zukunft alle Tonformate<br />
codiert übertragen werden. Bereits heute<br />
ist es aber möglich, dem Player die Entschlüsselung<br />
zu überlassen und die Daten per PCM-<br />
Format an den Receiver zu übertragen – der<br />
Unterschied ist kaum hörbar.<br />
Ein durchaus interessanter Vergleich ist die Gegenüberstellung<br />
des Toshiba HD-XE1 gegen<br />
einen Panasonic DMP-BD-10-Blu-ray-Player. So<br />
ist der Toshiba nicht nur hochwertiger, sondern<br />
überflügelt den weitaus teureren Panasonic<br />
durch eine klasse Fernbedienung und das grafisch<br />
hochwertige Benutzermenü. Dass beide<br />
Player aber letztendlich die gleiche Wertung<br />
erringen, liegt vor allem am durchschnittlichen<br />
Laufwerk des Toshiba. So bedeuten Kratzer<br />
auf den Scheiben schnell das Film-Aus, die Geschwindigkeit<br />
ist sehr gering und zu allem Überfluss<br />
akzeptiert der Player keine Foto-CDs oder<br />
komprimierte Musik.<br />
Sag ja zum Umstieg<br />
Der Toshiba HD-XE1 hat seinem günstigeren<br />
Bruder die bessere Videoverarbeitung, das<br />
hochwertige Äußere und die vielfältigere Anschlusswahl<br />
voraus. Geerbt hat der neue HD-<br />
DVD-Player das langsame Laufwerk und hörbare<br />
Betriebsgeräusch, die eingeschränkten<br />
Wiedergabeformate und die fehlende Videoausgabe<br />
in 1 080p24. So ruckeln die Bilder der<br />
HD DVD bis zum Erscheinen eines möglichen<br />
Updates immer noch. Trotzdem scheint die Leistung<br />
dem Preis angemessen und wer bereits in<br />
den Genuss einer HD DVD gekommen ist, wird<br />
zugeben: Bessere Kinobilder <strong>für</strong> Zuhause gibt<br />
es nicht.<br />
Voll im Trend liegt die beleuchtete Fernbedienung.<br />
Neben großzügiger Tastenanwahl und<br />
gelungenem Steuerkreuz erfreut die Tastenanordnung.<br />
Auch das Steuerkreuz kann sich nicht<br />
nur sehen, sondern auch fühlen lassen – die<br />
Druckpunkte sind durchweg exakt. Leider ist<br />
HD-DVD-Player<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Toshiba<br />
Modell<br />
HD-XE1<br />
Preis in Euro 949,–<br />
Info<br />
www.toshiba.de<br />
Typ<br />
HD-DVD-Player<br />
Maße (B/H/T) in cm 43,8 × 7,4 × 34,5<br />
Gewicht in kg 6,2<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 40 W/0,8 W<br />
Formate<br />
HD DVD, CD-Audio<br />
DVD-Video<br />
Sonstiges<br />
HDMI 1.3, Decoder<br />
Dolby True HD, DTS<br />
Geeignet <strong>für</strong><br />
HD-DVD-Wiedergabe<br />
DVD-Wiedergabe<br />
weitere Medien<br />
Toshiba HD-XE1<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 16 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
14 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
52 von 60<br />
Gesamt 82 von 100<br />
Toshiba HD-XE1<br />
AUSGABE 3.2007<br />
der langsame Player kaum in der Lage, die eingegebenen<br />
Kommandos zeitgleich zu erwidern<br />
und Foto-CDs oder komprimierte Musikdateien<br />
verweigert er gänzlich.<br />
Was uns bei diesem Produkt am meisten imponiert,<br />
ist das gute Gefühl etwas Wertvolles<br />
erstanden zu haben. Vom Auspacken über die<br />
Inbetriebnahme bis zur ersten HD-DVD-Wiedergabe<br />
gestaltet sich das Angebot als <strong>für</strong>sorglich –<br />
bitte in Zukunft mehr davon.<br />
Nicht schön, aber wertvoll gestaltet sich das neu hinzugekommene<br />
Bildmenü. Hier können Sie schlechtes Bildmaterial aufwerten<br />
oder per verstärkter Konturführung die Schärfe erhöhen<br />
Das ist bekannt: Das grafisch aufwändige Bildschirmmenü der<br />
neuen Filmscheiben überzeugt auch beim HD-XE1<br />
Das ist neu: Per analogem Multikanalausgang erleben Sie mit<br />
allen AV-Receivern die neuen Tonspuren. Vorher heißt es aber<br />
die Lautsprecher im Menü anzupassen<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 065
Leistungsstarker<br />
Rosenheimer<br />
Mittlerweile kommt die Produktion neuer <strong>HDTV</strong>-Receiver langsam ins Rollen. Während<br />
vor einem Jahr gerade einmal zwei Boxen zur Auswahl standen, steigt die Vielfalt seit<br />
Anfang dieses Jahres ständig. Nun hat auch Kathrein seinen ersten <strong>HDTV</strong>-Receiver fertig<br />
gestellt. Wir zeigen, was dieses Gerät aus Rosenheim kann.<br />
VON RICARDO PETZOLD<br />
Bereits im vergangen Jahr hatten wir<br />
einen <strong>HDTV</strong>-Receiver des bayerischen<br />
Unternehmens im Test. Dabei handelte<br />
es sich um eine von Pace produzierte Box, die<br />
nur mit dem Namenslabel von Kathrein versehen<br />
wurde. Bei dem damaligen Gerät gab es<br />
eine Reihe von Beanstandungen, die auch den<br />
Mannen um Geschäftsführer Anton Kathrein<br />
nicht schmeckten. Deshalb entschloss man sich<br />
einen eigenen Receiver zu produzieren. Dank<br />
der Ein-Chip-Technologie von SCM ist dies auch<br />
recht schnell gelungen.<br />
Der neue UFS 910 erreicht unser Testlabor in einer<br />
perfekten Verpackung. Schon auf dem Karton<br />
wird man mit den vielen Funktionen, die die<br />
Box zu leisten vermag, erschlagen. Nach dem<br />
Auspacken steht ein <strong>HDTV</strong>-Receiver im wohnzimmertauglichen<br />
Design vor uns. Während<br />
sich im Test ein schwarzes Gerät befindet, kann<br />
der Hersteller seine HD-Box zusätzlich noch in<br />
der Farbe Silber liefern. Somit werden auch Interessenten,<br />
die über einen silberfarbenen Fernseher<br />
verfügen, optimal bedient.<br />
Ausstattung<br />
Die Front des Gerätes ist mit einem alphanumerischen<br />
Display, einem Bedienrad sowie zwei<br />
CI-Schächten ausgestattet. Die Besonderheit<br />
liegt dabei beim Bedienrad. Es sieht wesentlich<br />
hochwertiger aus als bisherige Schalter.<br />
Beim Ausfall der Fernbedienung kann die Box<br />
über dieses Rad gesteuert werden. Neben der<br />
Kanalumschaltung ist die Lautstärkereglung,<br />
das Ausschalten sowie der Wechsel zwischen<br />
TV- und Radiobetrieb damit möglich. Hinter der<br />
Frontklappe befinden sich versteckt die zwei CI-<br />
Schnittstellen sowie zusätzlich noch eine USB-<br />
Buchse. Letztere ist vorerst nur <strong>für</strong> Softwareupdates<br />
über einen USB-Stick vorgesehen.<br />
Auch die Rückseite kann mit allen anderen bisher<br />
von uns getesteten Receivern mithalten.<br />
Dank der HDMI-Schnittstelle kann das empfangene<br />
Signal verlustfrei an das Wiedergabegerät<br />
weitergeleitet werden. Zusätzlich stehen noch<br />
ein YUV-Ausgang, zwei Scartbuchsen sowie<br />
eine Cinch-Buchse <strong>für</strong> die Bildwiedergabe zur<br />
Verfügung. Der digitale Ton kann neben der<br />
HDMI-Buchse auch über den integrierten optischen<br />
Digitalausgang abgegriffen werden. Des<br />
Weiteren verfügt die auf dem Linux-Betriebssystem<br />
basierende Box noch über einen Netzwerkausgang,<br />
eine serielle Schnittstelle sowie<br />
zwei weitere USB-Buchsen an der Rückseite.<br />
Bei der Fernbedienung setzt Kathrein auf Althergebrachtes.<br />
Der typische Kathrein-Ferngeber<br />
sieht zwar optisch nicht besonderes elegant<br />
aus, ist aber einfach zu benutzen und die Tasten<br />
sind übersichtlich angeordnet.<br />
Inbetriebnahme<br />
Im nächsten Schritt nehmen wir das neue Gerät<br />
in Betrieb. Dabei zeigt sich sofort, dass Kathrein<br />
großen Wert auf Bedienkomfort legt. Ein ausgezeichnetes<br />
Installationsmenü macht die Erstinbetriebnahme<br />
zum Kinderspiel. Neben der<br />
Sprache müssen wir darin den Videoausgang<br />
samt Format sowie die Satellitenauswahl festlegen.<br />
Ein Suchlauf ist allerdings nicht nötig, da<br />
der Hersteller eine aktuelle Kanalliste in der Box<br />
integriert hat. Somit kann die Box knapp fünf<br />
Minuten nach dem Auspacken schon komplett<br />
genutzt werden.<br />
Im Alltagsbetrieb fällt sofort die gut sortierte<br />
Kanalliste auf. Kathrein hat sogar die <strong>HDTV</strong>-<br />
Versionen von Sat.1 und ProSieben direkt in<br />
der Programmliste integriert. Wo sonst die<br />
SDTV-Sender der Programme zu finden sind,<br />
sind beim UFS 910 die <strong>HDTV</strong>-Programme angeordnet.<br />
Somit erhalten Sie beim Zappen auf die<br />
besagten Sender sofort die beste Bildqualität.<br />
Die Zapping-Geschwindigkeit liegt im normalen<br />
Bereich. Zwischen 1,5 und zwei Sekunden müssen<br />
Sie <strong>für</strong> den Senderwechsel bei SDTV-Programmen<br />
einrechnen, <strong>HDTV</strong>-Sender benötigen<br />
rund 2,5 Sekunden, bevor ein Bild erscheint.<br />
Schneller sind lediglich die bereits getesteten<br />
Receiver von Topfield und Homecast.<br />
Ein wahres Highlight ist der elektronische Programmführer<br />
(EPG). Hierbei macht kein anderer<br />
derzeit auf dem Markt befindlicher <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
der Kathrein-Box etwas vor. Dank zusätzlicher<br />
Anwendungen, wie etwa der Genresortierung<br />
sowie der Volltextsuche, finden Sie mit<br />
066 www.hdplustv.de
Im oberen Drittel sind wie<br />
gewohnt die Nummerntasten<br />
angeordnet. Die darunterliegenden<br />
Farbtasten hat<br />
Kathrein mit Sonderfunktionen<br />
belegt<br />
Im Menü des Receivers können die Ausgabeeinstellungen<br />
getroffen werden. <strong>Eine</strong> RGB-Ausgabe<br />
an den Scartbuchsen ist bei dieser Box leider<br />
nicht möglich<br />
dem Gerät Ihre Lieblingssendung noch schneller.<br />
Auch der Timer kann direkt im EPG aktiviert<br />
werden. Dieser ist besonders dann von Interesse,<br />
wenn Sie am Scartausgang des Receivers einen<br />
DVD- oder Festplattenrecorder betreiben.<br />
Familienfreundlich<br />
Die Menüführung ist einfach und übersichtlich<br />
gestaltet. Besonders Familien mit Kleinkindern<br />
wird die Menüumschaltung freuen. Sie können<br />
zwischen der einfachen, der normalen und der<br />
Profi-Ansicht wählen. Im einfachen Modus können<br />
die Kleinen keine Funktionen verstellen.<br />
Ein technisches Manko ist die verwendete DiS-<br />
EqC-Version. Leider beherrscht der Rosenheimer<br />
HD-Empfänger nur den Standard DiSEqC 1.0.<br />
Somit kann maximal zwischen vier verschieden<br />
LNBs umhergeschaltet werden. Wahre HD-Enthusiasten<br />
stoßen hier schnell an ihre Grenzen.<br />
Zwar ist der Empfang der drei Astra-Positionen<br />
und Hot Bird kein Problem, aber wer zusätzlich<br />
noch französische HD-Programme von fünf<br />
Grad West oder das spanische HD-Angebot<br />
auf 30 Grad West sehen will, kann dies mit<br />
dem Receiver nicht tun. <strong>Eine</strong> nachträgliche Implementierung<br />
von DiSEqC 1.2, welches neben<br />
der Drehanlagensteuerung mittlerweile auch<br />
von modernen Schaltern genutzt werden kann,<br />
wäre daher sinnvoll.<br />
Perfekt verarbeitet der Receiver die CI-Module.<br />
Somit ist auch der Pay-TV-Empfang mit dem<br />
Kathrein-Gerät gegeben. Für die Entschlüsselung<br />
von Premiere HD kann derzeit sowohl<br />
das Omegacrypt- als auch das bekannte Alphacrypt-Modul<br />
verwendet werden, wenn man<br />
<strong>für</strong> letzteres die notwendige Software verwendet.<br />
Doch nicht nur die Programme von Premiere<br />
sind dank der CI-Schnittstellen decodierbar.<br />
2×<br />
SCART<br />
COMPONENT<br />
VIDEO<br />
Y<br />
PB<br />
HDMI<br />
NETZWERK<br />
VIDEO<br />
OUT<br />
RS-232<br />
Optisch hat der Kathrein-Empfänger ein schmuckes<br />
Design. Dank des Steuerrades kann die Box<br />
auch ohne Fernbedienung genutzt werden<br />
Auch die Euro-1080-Sender auf 23,5 Grad Ost<br />
können mit freigeschalteter Smartcard gesehen<br />
werden.<br />
Bildqualität<br />
Schon beim bloßen Blick auf unseren Testbildschirm<br />
sehen wir, welches Potenzial die HDMI-<br />
Verbindung bietet, denn Kathrein legt großen<br />
Wert auf eine gute Bildqualität. Klare detailgetreue<br />
Bilder im SDTV-Modus zeigen einmal<br />
mehr, dass die <strong>HDTV</strong>-Receiver nicht nur bei den<br />
HD-Programmen neue Maßstäbe setzen. Bei<br />
den <strong>HDTV</strong>-Sendern überzeugt die Box ebenfalls<br />
mit perfekten Bildern.<br />
Im Bildtest haben wir uns sowohl die Premiere-<br />
HD-Sender als auch BBC HD und Canal+ Nordic<br />
HD angesehen. Dabei zeigte sich, dass der Empfänger<br />
sogar die Wiedergabewerte der Homecast-<br />
und Topfield-HD-Receiver toppen kann.<br />
<strong>Eine</strong> exzellente Bildtiefe lässt die Bilder plastisch<br />
erscheinen. Neben dem Bildformat 1 080i können<br />
auch die Formate 720p und 576p gewählt<br />
werden. Diese liegen sowohl an der HDMI als<br />
auch an der YUV-Schnittstelle an. Die am Messequipment<br />
von Rohde & Schwarz ermittelten<br />
Werte <strong>für</strong> die anlogen Videoausgänge liegen<br />
allesamt im oberen Bereich.<br />
S/P-DIF<br />
optisch<br />
2×<br />
Ein YUV-Set sowie der HDMI-Ausgang<br />
versorgen den Fernseher<br />
mit optimalen Bildsignalen<br />
USB<br />
AUDIO OUT<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
Rundum gelungen<br />
Der Kathrein-Receiver überzeugt uns im Einzeltest<br />
fast komplett. Sowohl das Design als auch<br />
der Bedienkomfort und die Wiedergabequalität<br />
stimmen bei diesem Receiver überein. Dank einfacher<br />
Menüs sowie einer gut sortierten Kanalliste<br />
ist das Gerät sehr familienfreundlich. Das<br />
Fehlen von DiSEqC 1.2 ist lediglich <strong>für</strong> Sat-Fans<br />
und die so genannten DXer ein Wermutstropfen.<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Kathrein<br />
Modell UFS 910<br />
Preis in Euro 399,–<br />
Info<br />
www.kathrein.de<br />
Typ<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />
Maße (B/H/T) in cm 34,2 × 6,7 × 27,3<br />
Gewicht in kg 3,2<br />
Farbe<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 21 W/6 W<br />
Umschaltgeschwindigkeit<br />
2 sec<br />
Bildauflösung 1080i, 720p, 576p<br />
integrierter CA –<br />
Common Interface 2<br />
Geeignet <strong>für</strong><br />
Film<br />
Fernsehen<br />
Kathrein UFS 910<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 24 von 30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
33 von 40<br />
Wiedergabequalität<br />
26 von 30<br />
Das Mittelfeld beinhaltet<br />
das Steuerkreuz. Mit diesem<br />
kann in den verschieden<br />
Menüs navigiert und können<br />
die Kanäle umgeschaltet<br />
werden. Dank der Anordnung<br />
kann die Fernbedienung<br />
auch von Linkshändern<br />
genutzt werden<br />
Derzeit noch unbelegt sind<br />
die PVR-Tasten der Fernbedienung.<br />
Dies soll sich mit<br />
künftigen Updates ändern<br />
Gesamt 83 von 100<br />
PR<br />
L<br />
R<br />
Kathrein UFS 910<br />
AUSGABE 3.2007<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 067
Günstiges Remake<br />
In der letzten Ausgabe beeindruckte Sony mit einem der schönsten Fernseher am Markt.<br />
Doch nur wenige werden sich das Schmuckstück leisten können, schließlich lag der Preis<br />
bei stattlichen 4800 Euro. Mit dem KDL-40W2000 schlägt Sony nun die Brücke zwischen<br />
einem guten Bild und bezahlbaren Preisen.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Der große Bruder KDL-46X2000 war<br />
ein Kunstwerk, der KDL-40W2000<br />
ist dies nicht. Der schwarze Flachbildfernseher<br />
verheimlicht seine Bedeutung als Gebrauchsgegenstand<br />
nicht und stellt sie ebenso<br />
wenig zur Schau. Dennoch fügt sich das Antlitz<br />
problemlos in jedes Wohnzimmer. Anspruchsvolle<br />
Naturen kommen aber nicht auf ihre Kosten,<br />
denn während das Spitzenmodell mit wählbaren<br />
Farbvarianten protzt, ist hier Schwarz die<br />
Farbe Ihrer Wahl. Immerhin ist der Standfuß des<br />
40-Zollers drehbar.<br />
Gut genährt<br />
Die Einsparungen im Erscheinungsbild und<br />
der Verarbeitung machen sich positiv in Ihrem<br />
Portemonnaie bemerkbar, denn der KDL-<br />
40W2000 kostet vernünftige 2 700 Euro. Zwar<br />
sind einige kosmetische Spielereien der Schere<br />
zum Opfer gefallen, die Ausstattung zeigt sich<br />
aber verschwenderisch wie eh und je. Zwei<br />
HDMI-Eingänge nehmen hochauflösende Kost<br />
entgegen. Durch die hohe Auflösung von zwei<br />
Millionen Bildpunkten kommen die neuen Datenträger<br />
gebührend zur Geltung, auf Wunsch<br />
sogar ohne abgeschnittene Bildinhalte. Ein separater<br />
VGA-Eingang verhindert Frust, falls der<br />
Laptop nur diesen Übertragungsweg besitzt<br />
und die Urlaubsfotos postwendend auf den<br />
Schirm gelangen sollen.<br />
Um die Bilddarstellung zu beeinflussen, vertraut<br />
Sony bei diesem Modell vorrangig auf vorgegebene<br />
Werte. So ist eine manuelle Farbanpassung<br />
hier leider nicht möglich. „Warm2“ trifft die<br />
KOPFHÖRER<br />
VIDEO<br />
IN<br />
S-VIDEO<br />
IN<br />
2×<br />
SCART<br />
2×<br />
HDMI<br />
Trotz 800 Euro Sparvorteil zum<br />
KDL-40X2000 bietet der Sony-LCD<br />
zwei HDMI-Eingänge und einen<br />
digitalen Tuner. Die Bildqualität<br />
der analogen Eingänge unterliegt<br />
der digitalen Zuspielung<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
068 www.hdplustv.de
korrekte Farbtemperatur gut, aber eben nicht<br />
perfekt. Seltsam verhielt sich der Farbraum des<br />
KDL-40W2000. Zwar kann der Nutzer zwischen<br />
„Normal“ und „Erweitert“ wählen, doch bleibt<br />
der Grünpunkt jederzeit übersättigt.<br />
Die korrekte Ausleuchtung des Bildes beeinflusst<br />
der Nutzer durch zahlreiche Regler. So<br />
passt der Sony bei eingeschaltetem Lichtsensor<br />
die Helligkeit gemäß der Raumbeleuchtung an,<br />
was durch den eingeschränkten Spielraum leider<br />
nicht immer zur Zufriedenheit gelingt.<br />
Die Kontrastanhebung nutzt hingegen die Bildinformationen,<br />
um die Leuchtkraft anzupassen.<br />
Leider gestaltet sich auch dieser Weg wenig<br />
sinnvoll, da die Reaktionszeit der Lichtsteuerung<br />
gering ausfällt. Weitaus besser ist es da,<br />
die Helligkeit gemäß des Raumes manuell zu regeln.<br />
Dabei kommt dem Stromsparmodus eine<br />
große Bedeutung zu. Dieser senkt nicht nur den<br />
Leistungsbedarf, sondern auch die Gesamthelligkeit,<br />
wodurch der Schwarzwert des Sony<br />
deutlich satter als bei vielen LCD-Konkurrenten<br />
ausfällt. Natürlich leidet darunter die Leuchtkraft<br />
des Bildes, weshalb mittels der zehnstufigen<br />
Hintergrundbeleuchtung nach einem Kompromiss<br />
gesucht werden sollte.<br />
Am Ende zeigt sich der Bildeindruck des Sony<br />
KDL-40W2000 plastisch und verschreckt auch<br />
im dunklen Zimmer nicht.<br />
Die Eingangswahl<br />
reagiert ein wenig<br />
träge und zeigt leider<br />
keine Auflistung der<br />
Quellen. Das Bildformat<br />
können Sie<br />
auch bei HD-Material<br />
beeinflussen<br />
Durch die stark<br />
geschrumpfte<br />
Tastenvielfalt ist das<br />
Steuerkreuz nach<br />
oben gerutscht – nur<br />
bedingt gelungen,<br />
wie wir finden<br />
Große Zifferntasten<br />
vermeiden Vertipper.<br />
Per kreisförmiger<br />
Pfeiltaste springen<br />
Sie zwischen zwei<br />
Programmen hin<br />
und her<br />
Nein, wir haben nicht vergessen<br />
den Farbraum anzupassen:<br />
Trotz der Vorgabe „Normal“<br />
schießt der Sony KDL-40W2000<br />
über das Ziel hinaus. Besonders<br />
die Gründarstellung wirkt<br />
plakativ<br />
Raum <strong>für</strong> Verbesserungen<br />
Als die Nachfolger der DVD angekündigt wurden,<br />
konnten nur wenige abschätzen, wie<br />
schwierig es sein würde, die neuen Bilder ohne<br />
Verluste darzustellen.<br />
Am Sony-Gehäuse prangt zwar der Aufkleber<br />
„Full HD“, welcher dem Konsumenten die perfekte<br />
Bildqualität dank zwei Millionen Bildpunkten<br />
suggeriert, doch neben der passenden Auflösung<br />
ist die Bildwiederholfrequenz ein ebenso<br />
wichtiges Kriterium und genau hier muss der<br />
Sony KDL-40W2000 passen. So akzeptiert der<br />
Fernseher lediglich Bildsignale in 50 und 60<br />
Hertz, wohingegen die ruckelfreie Darstellung<br />
mit 24 Bildern außen vor bleibt.<br />
Der Blickwinkel des LCDs zeigt horizontal einen<br />
angemessenen Spielraum, doch verfärbt sich<br />
das Bild bei unterschiedlicher Höhenbetrachtung.<br />
Auch die Reaktionszeit des Panels mit<br />
acht Millisekunden liegt nur noch im Durchschnitt,<br />
was bei schnell bewegenden Objekten<br />
zu Unschärfen führt.<br />
Zudem kann die Skalierung und Vollbildkonvertierung<br />
nicht mit spezialisierten – wie der<br />
DCDI-Technologie von Faroudja – mithalten.<br />
Speziell eine Kantenglättung bei diagonalen<br />
Linien vermissten wir schmerzlich. Fernsehmaterial<br />
erstrahlte mit dem KDL-40W2000<br />
zwar nicht schlecht, aber besaß immer einen<br />
Hang zum Groben.<br />
Bildspektakel<br />
<strong>Eine</strong>n weitaus besseren Eindruck vermittelt der<br />
LCD bei zugespieltem HD-Material, in unserem<br />
Falle die HD DVD von King Kong. Wird dem<br />
Sony die Bürde der Skalierung abgenommen,<br />
erstrahlen die Bilder ungemein klar und <strong>für</strong> einen<br />
LCD untypisch kontraststark. So erkannten<br />
wir in nahezu jeder Spielfilmszene, wie durchschnittlich<br />
die Spezialeffektabteilung im Film<br />
vorgegangen ist.<br />
Einmal auf der Insel Skull Island angekommen<br />
mutiert der Film zur ungewollt komischen Auseinandersetzung<br />
zwischen Computerfiguren<br />
und menschlichen Darstellern. Der Sony vermag<br />
es, die Spezialeffekte und jede Schlamperei bei<br />
der Produktion aufzudecken. Selten haben wir<br />
in dieser Offensichtlichkeit die mangelnde Sorgfalt<br />
des Films wahrgenommen.<br />
Durch die brillante Darstellungskraft wird die<br />
Qualität des Filmes sogar ad absurdum geführt,<br />
denn die Schnittkanten der Darsteller, die hineinkopierten<br />
Figuren und jederzeit künstlich<br />
wirkende Fauna lassen das Machwerk in keinem<br />
guten Licht erstrahlen. Der Sony KDL-40W2000<br />
ist damit ein vorzüglicher Spielpartner, um die<br />
hochwertige Bildqualität einer Blu-ray Disc oder<br />
HD DVD offen zu legen, auch wenn dies, wie<br />
im Falle von King Kong, zur Schilderung aller<br />
Bildfehler führen kann. Neben seinen Verdiensten<br />
in der Bildqualität gibt sich der Sony als problemloser<br />
Begleiter durch das Fernsehangebot.<br />
Mangels Weißabgleich gestattet der Sony keine<br />
100-prozentige Farbtreue. „Warm2“ trifft die Vorgabe<br />
am genauesten<br />
Der eingebaute Digitaltuner, der elektronische<br />
Programmführer und Videotextfunktionen lassen<br />
Sie die Hürden des Fernsehalltages spielend<br />
meistern.<br />
Für 2 699 Euro hat Sony den Fernseher zwar<br />
nicht neu erfunden, doch die Einbußen im Vergleich<br />
zur eigenen High-End-Linie halten sich in<br />
Grenzen und sind vorrangig kosmetischer Natur.<br />
Somit sollten alle Sony-Fans einen Blick auf<br />
den KDL-40W2000 werfen und die Nachteile<br />
zum KDL-40X2000 sorgfältig abwägen. Dieser<br />
besitzt, bis auf ein edleres Äußeres, überraschend<br />
wenig technische Vorteile zum kleinen<br />
Bruder. Für die gesparten 800 Euro können sich<br />
Filmfans gleich mit einer <strong>Playstation</strong> 3 und den<br />
passenden Filmen eindecken.<br />
LCD<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Sony<br />
Modell<br />
KDL-40W2000<br />
Preis in Euro 2699,–<br />
Info<br />
www.sony.de<br />
Typ<br />
LCD<br />
Maße (B/H/T) in cm 98,9 × 71,5 × 26,6<br />
Gewicht in kg 27,5<br />
Farben<br />
Schwarz, Silber<br />
Betrieb/Stand-by 67–197 W/0W<br />
Kontrast 700 : 1<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
HD ready<br />
ja<br />
Geeignet <strong>für</strong><br />
Film<br />
Fernsehen<br />
Sony KDL-40W2000<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 16 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
18 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
43 von 60<br />
Gesamt 77 von 100<br />
Sony KDL-40W2000<br />
AUSGABE 3.2007<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 069
Kleines Schwarzes<br />
Sony forciert den eigenen DVD-Nachfolger Blu-ray Disc in allen Elektronikbereichen.<br />
Die <strong>Playstation</strong> 3 führte den Datenträger im Videospielbereich ein, der Blu-ray-Player<br />
BDP-S1 ermöglicht bald auch in Deutschland die hochauflösende Filmwiedergabe<br />
im Heimkino und das neue Notebook VGN-AR31S startet das HD-Zeitalter in mobiler<br />
Form. Wir untersuchen, ob die neue Filmwelt auch unterwegs eine gute Figur macht.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
070 www.hdplustv.de<br />
Der erste Kontakt mit dem pechschwarzen,<br />
durchweg edlen, aber<br />
wuchtigen 17-Zoll-Notebook war<br />
<strong>für</strong> die meisten von uns eine Premiere. Doch<br />
nicht das Blu-ray-Laufwerk zog die Blicke auf<br />
sich, sondern die neue Windows-Version Vista,<br />
die ihren Vorgängern in vielen Bereichen überlegen<br />
sein soll. Sony installiert Vista auf allen<br />
ausgelieferten Systemen, was sich im Test als<br />
Segen und Fluch gleichzeitig erwies. So wurde<br />
die Verbindung mit externen Geräten ein<br />
wenig vereinfacht, doch lange Ladezeiten und<br />
Kompatibilitätsprobleme schränken die Experimentierfreude<br />
dann doch gehörig ein. Ob die<br />
schicken Oberflächensymbole einen Umstieg<br />
von Windows XP rechtfertigen, wagen wir zu<br />
bezweifeln, so dass Sony zumindest auf Kundenwunsch<br />
die Alternative XP nicht außer Acht<br />
lassen sollte.<br />
Am Notebook selbst gibt es nichts zu kritisieren.<br />
So ist die Verarbeitung erstklassig und vom<br />
Speicherkarten-Slot über Video-Ein- und Ausgänge<br />
bis zum drahtlosen Netzwerkempfänger<br />
ist alles vorhanden, was technisch möglich ist.<br />
Kleinere Mängel wie die unpraktischen Tasten<br />
des Touchpads und die holprige Abdeckung der<br />
Netzwerkanschlüsse schmälern diesen Eindruck<br />
kaum. Für das Heimkino besonders interessant<br />
ist natürlich der HDMI-Ausgang in der Version<br />
1.2, welcher auf digitalem Wege die Bildund<br />
Toninformationen zum Display, Projektor<br />
oder Receiver leitet. Für die Mehrkanaltonsausgabe<br />
ist noch ein optischer Ausgang integriert,<br />
der die eher seltene Toslink-Mini-Plug-Ausführung<br />
aufweist. <strong>Eine</strong>n Adapter legte Sony leider<br />
nicht bei. Die integrierte Kamera reicht <strong>für</strong><br />
Videokonferenzen samt Sprachaufzeichnung<br />
völlig.<br />
Erste Schritte<br />
Sony lizenzierte das leistungsfähige Programm<br />
Win-DVD in der Version 8, welches auch Bluray<br />
Discs unterstützt. Selbst DVDs bereitet die<br />
Software manierlich auf, falls der richtige Vollbildkonverter<br />
im Setup-Menü gewählt wurde.<br />
Die Automatik provoziert im Film- wie im Videobetrieb<br />
leider flimmernde Bildkanten, welche<br />
nur per Hand auszutreiben sind.<br />
Für Filme sollte die Voreinstellung „Weave“ und<br />
bei Videoaufnahmen „Bob“ gewählt werden.<br />
Die warme Ausstrahlung des Bildschirms<br />
ist durch den Rotüberschuss leicht ersichtlich.<br />
Auf Filme hat dies weit weniger<br />
Auswirkungen als <strong>für</strong> präzise Foto-Nachbearbeitungen<br />
Was <strong>für</strong> einen Fernseher nichts Besonderes<br />
wäre, ist <strong>für</strong> ein Notebook durchaus<br />
gelungen – die Farbdeckung des Sony-<br />
Notebooks gibt Fotos und Filme realistisch<br />
wieder<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony
Ihr Ratgeber <strong>für</strong> Audio, Video und Heimkino<br />
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Datum, Unterschrift<br />
Einfach ausschneiden, ausfüllen und per Fax an (03 41) 1 49 55-11 oder mit der Post einsenden.
Bild und Ton im Einklang<br />
Mittels der rechten Maustaste öffnen Sie<br />
den Menüpunkt „Personalize“, welcher das<br />
Kontrollpanel <strong>für</strong> die Darstellungsoptionen<br />
aufruft. Unter dem Stichpunkt „Connect to<br />
a projector or other external Display“, erreichen<br />
Sie die dargestellten Optionen.<br />
Ein Klick auf „Connect Display“ klärt, ob der angeschlossene<br />
Fernseher mit dem Laptop harmoniert.<br />
Die gleichzeitige Filmdarstellung auf dem<br />
Bildschirm und einem Fernseher ist durch den<br />
Kopierschutz nicht möglich<br />
In unseren Tests klappte die HDMI-Verbindung<br />
leider nicht mit allen Displays. Sony-Fernseher<br />
zeigten nach der Installation sofort ein gestochen<br />
scharfes Bild, während mancher Projektor<br />
nicht zur Zusammenarbeit zu überreden war.<br />
Im Vergleich zu einem Standard-Player oder<br />
Sonys <strong>Playstation</strong> 3 bleibt die Videoausgabe<br />
damit ein Glücksspiel. Im Tonbereich leistet<br />
sich das Notebook keine Ausrutscher, doch der<br />
Win-DVD-Player aktiviert nur durch die Windows-Einstellungen<br />
die passende Tonausgabe<br />
über den optischen oder HDMI-Ausgang. Im<br />
Player-Menü selbst ließen sich die digitalen Anschlüsse<br />
nicht konfigurieren. Wenngleich Vista<br />
im Bereich der grafischen Benutzerführung und<br />
technischen Unterstützung kleine Vorteile im<br />
Vergleich zu XP aufweist, so werden nur PC-<br />
Kenner das Notebook auf alle Eventualitäten<br />
einstellen können – Einsteiger bleiben nach wie<br />
vor überfordert zurück.<br />
Tücken im Detail<br />
Der Monitor und die integrierten Lautsprecher<br />
sind leider nur Durchschnitt. So ist das Display<br />
extrem anfällig <strong>für</strong> seitliche Betrachtungen und<br />
auch die Höhe will genau eingehalten werden.<br />
Die Voreinstellung des Bildschirms ist dennoch<br />
gut auf die Filmwiedergabe kalibriert,<br />
auch wenn die Farbtemperatur ein wenig zu<br />
warm gewählt wurde und die Leuchtkraft<br />
des Displays dadurch nur befriedigende<br />
Da schluckt selbst ein Mutlimediawunder<br />
wie die <strong>Playstation</strong> 3: Neben<br />
den abgebildeten Anschlüssen bietet<br />
das Sony-Vaio-Notebook noch einen<br />
drahtlosen Netzwerkempfänger,<br />
eine Kamera sowie das Blu-ray-<br />
Laufwerk, welches Datenträger<br />
nicht nur liest,<br />
sondern auch<br />
beschreibt<br />
Hat die Verbindung geklappt,<br />
gilt es in bester Windows-Tradition<br />
die richtige Auflösung<br />
zu wählen – 1 920 × 1 080 ist bei<br />
Full-HD-Fernsehern die richtige<br />
Wahl. Schalten Sie Ihren<br />
Fernseher auf die pixelgenaue<br />
Darstellungsweise um<br />
Neben der Bilddarstellung<br />
muss die digitale Tonausgabe<br />
erst aktiviert<br />
werden. Die mehrkanaligen<br />
Klänge erschallen wahlweise<br />
per optischem oder<br />
HDMI-Ausgang<br />
Werte erreicht. Im Vergleich zu einem modernen<br />
LCD-Fernseher ist der Laptop-Bildschirm<br />
klar die zweite Wahl. Die integrierten Lautsprecher<br />
werden ihren Namen leider nicht gerecht<br />
und drängen den Hörer separate Kopfhörer zu<br />
nutzen. Im Vergleich zu einem Toshiba G30,<br />
welches mit imposanten Harman-Kardon-Lautsprechern<br />
selbst hohe Pegel klaglos verkraftet,<br />
vernehmen Sie mit dem Sony VGN-AR31S nur<br />
undifferenzierte Laute. <strong>Eine</strong>n großen Vorteil<br />
zum 500 Euro kostspieligeren Konkurrenten<br />
besitzt das Sony-Notebook neben seinem besseren<br />
Design und der prallen Ausstattung aber<br />
dennoch: Es ist leise. Weder im Film- noch im<br />
Spielebetrieb dreht der Lüfter merklich schneller,<br />
was auch in ruhigen Passagen nicht die Aufmerksamkeit<br />
auf sich zieht.<br />
Guter PC-Ersatz<br />
Mit seinem leistungsfähigen Zwei-Gigahertz-<br />
Intel-Core-Duo-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher<br />
und einer Geforce-Go7600GT-<br />
Grafikkarte gelingt Sony eine beeindruckende<br />
Rechenkapazität auf engstem Raum. Windows<br />
Vista verschlingt jedoch den Großteil<br />
der inves-<br />
tierten Hardware, so dass ein Geschwindigkeitszuwachs<br />
zu kleineren Systemen weder in<br />
Spielen noch bei der täglichen Arbeit auffallen<br />
wird. Die Blu-ray-Disc- und DVD-Wiedergabe<br />
gelingt mit der integrierten Software tadellos,<br />
die gleichzeitige Bildausgabe auf mehreren<br />
Bildschirmen unterbindet aber der Kopierschutz<br />
– wer einen Film auf dem Fernseher begutachten<br />
möchte, muss den Laptopbildschirm deaktivieren.<br />
Das integrierte Laufwerk liest nicht<br />
nur Blu-ray Discs, sondern kann auch Rohlinge<br />
beschreiben. Der verbaute Tuner empfängt sowohl<br />
analoge als auch digitale Fernsehkanäle.<br />
Weniger geglückt ist die Qualität des Bildschirms<br />
und der Lautsprecher. Auch die Fernbedienung<br />
entspricht nicht den gängigen Standards, denn<br />
selbst solche einfachen Dinge wie Menü- oder<br />
Titelwahltasten fehlen. Für die mobile Unterhaltung<br />
und Präsentationen bei Freunden sowie<br />
das grafische Arbeiten eignet sich das Sony-<br />
Notebook allerdings hervorragend, auch wenn<br />
wirkliche Innovationen fehlen.<br />
Notebook<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Sony<br />
Modell<br />
VGN-AR31S<br />
Preis in Euro 2999,–<br />
Info<br />
www.sony.de<br />
Typ<br />
Notebook<br />
Maße (B/H/T) in cm 41,6 × 3,4 × 30<br />
Gewicht in kg 3,8<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 33 bis 100 W<br />
(je nach Modus)<br />
Laufzeit<br />
90 bis 240 Minuten<br />
(je nach Modus)<br />
Auflösung<br />
1920 × 1200 Pixel<br />
Besonderheiten WLAN, Bluetooth,<br />
HDMI, Blu-ray<br />
Geeignet <strong>für</strong><br />
Film<br />
Spiele<br />
Sonstige<br />
Anwendungen<br />
Sony VGN-AR31S<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 25 von 25<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
16 von 25<br />
Wiedergabequalität<br />
34 von 50<br />
Gesamt 75 von 100<br />
MEMORYSCHACHT<br />
3×<br />
USB<br />
2×<br />
NETZWERK<br />
iLINK<br />
MIKROFON<br />
S-VIDEO<br />
IN<br />
S-VIDEO<br />
OUT<br />
S/P-DIF<br />
optisch<br />
HDMI<br />
Sony VGN-AR31S<br />
AUSGABE 3.2007<br />
072 www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft
Schwarzes Gold<br />
Wertbeständigkeit ist in der schnelllebigen Technikwelt das Fremdwort Nummer eins.<br />
Kaum wurde ein neuer Fernseher oder Projektor gekauft, ist das Modell auch schon<br />
wieder veraltet. Mit dem JVC DLA-HD1 erwerben Sie dagegen ein Produkt <strong>für</strong> die Zukunft,<br />
denn <strong>für</strong> 6 499 Euro gab es noch nie solch eine Qualität.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Das Gewand des neuen Hoffnungsträgers<br />
gestaltet sich überaus edel. Es<br />
fällt schwer, diesen durchaus massiven<br />
und wuchtigen Projektor nicht ins Herz zu<br />
schließen. An der Vorderseite sind die bereits<br />
vielfach diskutierten Lüftungskanäle, wobei der<br />
rechte die Luft ansaugt und der linke die warme<br />
Abluft nach draußen führt. Für Zuschauer, die<br />
den Projektor hinter sich postieren, mag diese<br />
Lösung ein wenig ungünstig erscheinen, doch<br />
kann er mit diesem Kniff auch in einem wandnahen<br />
Regal Platz nehmen. Die seitenverkehrte<br />
Anbringung an der Decke erhöht im Übrigen<br />
nicht die Drehzahl des Lüfters, so dass einer<br />
Über-Kopf-Montage nichts im Wege steht. Der<br />
zu reinigende Luftfilter kann seitlich entfernt<br />
werden, was eine dauerhafte Installation ermöglicht.<br />
Dass wir ein nagelneues Produkt in den Händen<br />
hielten, wurde uns in den ersten Betriebsminuten<br />
schnell bewusst. Die Ausdünstungen rochen<br />
unangenehm nach Lösungsmittel. Binnen<br />
30 Minuten war die dicke Luft jedoch verzogen<br />
und wir konnten uns ans Werk machen.<br />
Ab Werk kalibriert<br />
JVCs Maxime ist es, jeden Projektor ab Werk<br />
auf die Kinonorm zu trimmen. In Teilbereichen<br />
ist dies beim DLA-HD1 auch gelungen. So zeigt<br />
sich die Gammakurve fehlerfrei und die Farbdeckung<br />
ist perfekt wie schon lange nicht mehr.<br />
Bevor nun wieder kritische Stimmen bezüglich<br />
des erweiterten Farbraumes mäkeln: JVC hat<br />
die Werte nicht willkürlich gewählt, sondern<br />
gewissenhaft an die Kinonorm angenähert.<br />
Zudem ist die Farbsättigung ab Werk dem Farbraum<br />
angeglichen, so dass die Bilder niemals<br />
bunt, sondern immer natürlich wirken. Lohn<br />
der Mühe sind tiefere Farbtöne, als es bisherige<br />
DLP- oder LCD-Projektoren zeigten.<br />
Nicht ganz so perfekt war bei unserem Testmodell<br />
die Farbtemperatur, welche entweder deutlich<br />
zu rötlich oder zu blau schien. Mittels wenigen<br />
Handgriffen und nur vier Reglern konnte<br />
dieser kleine Makel aber beseitigt werden.<br />
Kalibriert zeigt JVCs DLA-HD1 einen perfekten<br />
Graustufenverlauf ohne Ausreißer. Die Schärfe<br />
des DLA-HD1 kann sich mit sehr guten Konkurrenten<br />
wie dem Mitsubishi HC5000 messen.<br />
Ab Werk ist der JVC zwar ein wenig zögerlich<br />
eingestellt, aber der Griff zum Schärferegler offenbart<br />
die ganze Pracht ohne Doppelkonturen<br />
oder andere negative Begleiterscheinungen.<br />
An die Schärfereferenz, den Marantz VP-11S1,<br />
kommt aber auch der JVC nicht heran.<br />
Die Farbverschiebung der einzelnen D-ILA-Panels<br />
lässt sich per Menü fast beseitigen, nur an<br />
den Rändern sind feine Farbsäume von ein bis<br />
zwei Pixel zu erkennen. Etwas gröber sind da<br />
die Nachzieher bei Bewegungen. Nicht, dass<br />
COMPONENT<br />
VIDEO<br />
Y<br />
PB<br />
PR<br />
2×<br />
HDMI<br />
S-VIDEO<br />
IN<br />
VIDEO<br />
IN<br />
Wer die Fernbedienung einmal verlegt, nutzt die angebrachten<br />
Steuertasten auf der Oberseite<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 073
Wartungsarbeiten<br />
Aus allen Positionen erreichbar: Das Lampenmodul<br />
ist jederzeit austauschbar<br />
Selbst bei einer Deckenmontage kann der Luftfilter<br />
ohne Umbauten gereinigt werden<br />
der JVC unscharf erscheint, aber nach den Ankündigungen<br />
im Datenblatt haben wir uns hier<br />
ein wenig mehr erhofft. So verwischen schnell<br />
vorbeihuschende Objekte leicht und an wandernden<br />
vertikalen Schwarz-Weiß-Linien sind<br />
Farbkanten sichtbar. Auf die Filmdarstellung hat<br />
dies aber kaum Negativfolgen.<br />
Vergessener Luxus<br />
Wir geben es zu: Redakteure können auch einmal<br />
faul sein, besonders dann, wenn uns Mitsubishi<br />
mit dem HC5000 die Einstellung der<br />
Optik per Fernbedienung in den Schoß legt.<br />
Der JVC DLA-HD1 muss dagegen per Hand<br />
zur Leinwand justiert werden und dies ist nicht<br />
gerade komfortabel. So könnten die zwei Rädchen<br />
<strong>für</strong> den Lensshift etwas mehr Griffigkeit<br />
vermitteln und die Schärfeeinstellung direkt an<br />
der Optik ist ebenfalls eher Glückssache. Durch<br />
die extrem hohe Auflösung von zwei Millionen<br />
Bildpunkten sollte ein zweiter Helfer die Schärfe<br />
direkt an der Leinwand überprüfen, um die<br />
maximale Bildqualität zu gewährleisten – beim<br />
HC5000 war das dank Fernsteuerung kein Problem.<br />
Auch der Zoom erfolgt manuell, was Besitzer<br />
einer 21 : 9-Leinwand sicher nicht in Jubelstimmung<br />
versetzt. Apropos 21 : 9: Bei zugespielten<br />
HD-Auflösungen ist die Verzerrung des Bildes<br />
(Zoom) nicht aktiv. Somit eignet sich der DLA-<br />
HD1 auch nicht <strong>für</strong> eine Vorsatzlinse, zumindest<br />
nicht, bis ein Update diese Beschränkung aufhebt.<br />
Die generelle Bedienung und Installation verdient<br />
aber ein großes Lob. Der Zoombereich ist<br />
außerordentlich groß, ebenso wie der Lensshift.<br />
Aufgrund der wahlweise geringen Projektionsdistanzen<br />
wird es keinen Heimkinoraum geben,<br />
in dem der Projektor nicht die passenden Bilder<br />
zur Leinwand wirft. Ganz klar: JVCs DLA-HD1<br />
ist einer der benutzerfreundlichsten Projektoren<br />
am Markt.<br />
Kino zu Hause<br />
Bevor wir zum Aushängeschild des Projektors,<br />
dem Kontrast- und Schwarzwert kommen,<br />
noch ein paar Worte zur Lichtleistung. In der<br />
letzten Ausgabe der HD+TV haben wir den Mitsubishi<br />
HC5000 als einen der lichtschwächsten<br />
überhaupt gebrandmarkt, was angesichts der<br />
derzeitigen Entwicklung wohl ein wenig Abseits<br />
der Realität zu sein scheint. Im Normal-Modus<br />
trifft der JVC-Projektor exakt die Helligkeit des<br />
HC5000, im hohen Lampenmodus kann er den<br />
Widersacher mit 20 Prozent mehr Helligkeit<br />
etwas distanzieren. Leider erhöht sich der Geräuschpegel<br />
des Lüfters auf ein unangenehm<br />
hohes Maß. Selbst im normalen Lampenmodus<br />
dröhnt der JVC lauter als der Mitsubishi HC5000<br />
unter Volllast, was angesichts des großzügigen<br />
Gehäuses etwas enttäuscht.<br />
Nach Kinonorm sind Bildbreiten zwischen<br />
2,3 bis 2,5 Meter Breite möglich. (Unser zweites<br />
Hintergrundspezial zu Helligkeit und Kontrast<br />
lesen Sie auf Seite 48). Damit ist der JVC zwar<br />
kein Großbildmeister, aber deutlich teureren<br />
Konkurrenten wie dem Marantz VP-S11 immer<br />
noch voraus.<br />
Kleinere Detailmängel offenbart der DLA-HD1<br />
beim Shading, welches bei unserem Testmodell<br />
bei ganzflächigen Graustufen bemerkbar war,<br />
in Filmen aber niemals störte. Die zweite Unachtsamkeit<br />
ist ein Bildrahmen, der dunkelblau<br />
schimmert. Da dieser außerhalb des dargestellten<br />
Bildes liegt, wird dies durch die Anpassung<br />
des Leinwandrahmens jedoch kaum jemand<br />
bemerken.<br />
Der große Spielraum des Zooms ist leider mit<br />
einer Helligkeitsschwankung verbunden. Hobby-Fotografen<br />
kennen das Problem der unterschiedlichen<br />
Lichtleistung, welche nur bei teuren<br />
Profi-Objektiven konstant bleibt. So erreicht der<br />
Projektor seine höchste Lichtleistung bei maximaler<br />
Bildvergrößerung. Der In-Bild-Kontrast ist<br />
hier aber etwas geringer als in der Weitwinkel-<br />
Einstellung. Haben Sie demnach die Wahl zwischen<br />
einer nahen oder entfernten Aufstellung,<br />
so können Sie zwischen Kontrast oder Helligkeit<br />
wählen. Unsere Angaben zur Bildbreite beziehen<br />
sich auf die maximale Bildvergrößerung.<br />
Die Verschiebung der Optik ist wenig präzise. Die Einstellung des Zoom- und Schärfereglers ist feinfühliger, aber ebenfalls<br />
nur manuell möglich<br />
Tiefe Einblicke<br />
Als JVC die ersten Kontrastangaben mit<br />
15 000 : 1 betitelte, geriet die Fachwelt in Aufruhr:<br />
Wie ist diese Leistungsexplosion nur<br />
möglich? In unserem Messlabor gingen wir der<br />
D-ILA-Technik auf den Grund. Wird eine komplette<br />
Schwarzfläche angezeigt, so bewegt sich<br />
der DLA-HD1 auf Röhrenniveau, was im Klartext<br />
bedeutet: unter 0,01 Candela Resthelligkeit.<br />
Dieser Wert ist deutlich besser als alles,<br />
was bislang auf dem Markt existiert, Fernseher<br />
eingeschlossen. Damit hat JVC im Schwarzwert<br />
Bilder: Auerbach Verlag, JVC<br />
074 www.hdplustv.de
mit der Röhre gleichgezogen, was angesichts<br />
der „erleuchteten“ Konkurrenz ein kleines Ausrufezeichen<br />
darstellt.<br />
Die nahezu absolute Dunkelheit raubt dunklen<br />
Szenen auch nicht die Durchzeichnung, so dass<br />
alle Details erhalten bleiben. Falls Sie aber nun<br />
denken, dass dieser Wert eine gleichbleibende<br />
Bilddynamik erlaubt, so müssen wir Sie enttäuschen.<br />
Denn auch wenn JVC keine Iris eingebaut<br />
hat, so sind die Kontrastschwankungen<br />
enorm – dieses Phänomen tritt übrigens auch<br />
bei Röhrenfernsehern oder -projektoren in gleicher<br />
Form auf.<br />
Als erstes Beispiel nehmen wir ein dunkles<br />
Weltall, welches von vielen kleinen Sternen<br />
ausgeschmückt ist. Hier erzeugt der JVC eine<br />
enorme Bildtiefe mit echtem Schwarz. Je kleiner<br />
die Weißflächen und je mehr Schwarzanteile<br />
im Bild vorhanden sind, desto größer wird der<br />
Kontrast. In dieser Konstellation schafft der JVC<br />
Werte von über 6 000 : 1, was andere Technologien<br />
wie DLP und besonders LCD deutlich überflügelt.<br />
Doch der JVC kann im Kontrast auch<br />
schwanken, nämlich dann, wenn Weißanteile<br />
überwiegen und Schwarzbereiche gleichberechtigt<br />
angezeigt werden. Hier zeigt sich der<br />
schwarze Hintergrund aufgehellt (0,5 statt 0,01<br />
Candela) und die weiße Schrift aufgrund der<br />
geringen Lichtreserven nur bedingt hell.<br />
Von derlei theoretischen Bildeindrücken abgesehen<br />
bricht JVCs DLA-HD1 in Filmen alle Rekorde,<br />
denn solch eine plastische Wiedergabe<br />
war mit anderen Digitalprojektoren noch nicht<br />
möglich. Wer allerdings ein lichtstarkes Modell<br />
sein Eigen nennt, sollte vorsichtig sein: <strong>Eine</strong>n<br />
Qualia von Sony ersetzt auch JVCs DLA-HD1<br />
nicht. Für Bildbreiten bis 2,5 Meter gibt es bis<br />
auf Röhrenprojektoren jedoch keinen Gegner,<br />
was angesichts der extrem teuren DLP-Full-<br />
HD-Konkurrenten der vielfach beschworenen<br />
Revolution gleichkommt. Sollte man den JVC<br />
anhand seiner Mitbewerber charakterisieren, so<br />
besitzt dieser Beamer die Helligkeit eines Mitsubishi<br />
HC5000 und den Schwarzwert eines<br />
Marantz VP-S11.<br />
In unseren Filmbeispielen faszinierte uns die<br />
perfekte Farbtreue wie schon beim JVC HD10K.<br />
Keine andere Technologie vermag es, die<br />
Filmvorlage besser und originalgetreuer einzufangen.<br />
JVC Consumer ist es zudem hoch<br />
anzurechnen, dass der erweiterte Farbraum<br />
minuziös angepasst wurde und die tieferen<br />
Farbtöne nicht zu bunte Bilder nach sich ziehen.<br />
Hautfarben wirken immer natürlich und keinesfalls<br />
geschminkt.<br />
Wer sich im Frühjahr einen Blu-ray-Player mit<br />
ruckelfreier Bildausgabe via 1 080p24 zulegt,<br />
wird mit dem JVC DLA-HD1 viel Freude haben.<br />
Wie bereits seine Konkurrenten unterstützt der<br />
Projektor die wohl wichtigste Auflösung der<br />
kommenden Jahre mit 24 Bildern. Leider hat<br />
es JVC versäumt dem Chip eine eigenständige<br />
Routine einzupflanzen, welche das Bewegungsruckeln<br />
bei 60-Hertz-Material selbständig löst<br />
(Reverse Pulldown). Außerdem verlieren analog<br />
zugespielte Bilder massiv an Schärfe, weshalb<br />
die digitale Zuspielung unter 1 080i oder 1 080p<br />
oberste Priorität hat – hier zeigt der DLA-HD1<br />
auch kein Bildbeschnitt.<br />
Für wen geeignet?<br />
Der JVC stellt <strong>für</strong> alle die richtige Wahl dar, die<br />
bislang den Projektorkauf scheuten oder in die<br />
absolute High-End-Klasse aufsteigen wollen,<br />
ohne ihr Haus zu verkaufen. Der Raum sollte<br />
aber unter allen Umständen komplett abgedunkelt<br />
werden. <strong>Eine</strong> maskierbare Leinwand<br />
bringt auch bei diesem Produkt Vorteile, da der<br />
Schwarzwert wie geschildert variieren kann.<br />
Somit bleibt als Fazit: Der JVC DLA-HD1 gehört<br />
zu den besten Projektoren und dies Preisklassen-unabhängig.<br />
Diese kinogerechte Farbtreue<br />
gepaart mit einer unerhörten Bildruhe und<br />
plastischer, fast schon greifbarer Abbildung ist<br />
in dieser Kombination einmalig.<br />
Heimkinofans erlangen mit dem JVC DLA-HD1<br />
bereits heute die Gewissheit, dass Perfektion<br />
immer bezahlbarer wird. Der Hersteller hat sich<br />
seinerseits unsere erstmalige Wertung „sehr<br />
gut“ bei einem Bildwiedergabegerät gesichert.<br />
Nach verschärften Testkriterien gelang dies<br />
weder einem Fernseher noch einem Projektor.<br />
Glückwunsch nach Japan!<br />
Absolut korrekte Graustufenwerte<br />
bieten nur die wenigsten Projektoren –<br />
JVCs DLA-HD1 gehört dazu. Weder in<br />
dunklen noch in hellen Bereichen werden<br />
Sie Farbverfälschungen erkennen,<br />
die optimale Justierung der Offset- und<br />
Farbregler vorausgesetzt<br />
Da schlucken selbst die Kritiker von<br />
erweiterten Farbräumen: Der DLA-HD1<br />
bietet eine Farbtreue wie von einem<br />
fremden Stern. Durch die intern angepasste<br />
Farbsättigung sind Filme niemals<br />
zu bunt, sondern überwältigen mit<br />
einem immensen Farbenrausch<br />
D-ILA<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
JVC<br />
Modell<br />
DLA-HD1<br />
Preis in Euro 6499,–<br />
Info<br />
www.jvc.de<br />
Typ<br />
D-ILA<br />
Maße (B/H/T) in cm 33,4 × 12,5 × 35,2<br />
Gewicht in kg 11,6<br />
Farben<br />
schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 230 W/4,4 W<br />
Bildbreite (Kinonorm) 2,3 bis 2,5 Meter<br />
Kontrast 2000 : 1<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
1080p24 ja<br />
JVC DLA-HD1<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 17 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
15 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
53 von 60<br />
Gesamt 85 von 100<br />
JVC DLA-HD1<br />
AUSGABE 3.2007<br />
Einsteigerfreundlich: Wer keine<br />
Kalibrierung des Projektors<br />
durchführt, fährt bereits mit der<br />
Kino-Voreinstellung sehr gut –<br />
Ein Druck auf Cinema genügt<br />
Nicht nur alle Eingänge, sondern<br />
auch die Bildparameter „Helligkeit“,<br />
„Schärfe“, „Kontrast“ und<br />
„Farbsättigung“ sind auf Knopfdruck<br />
abrufbar. Auf Wunsch<br />
können Sie Ihre Änderungen auf<br />
einer der drei Speicherbänke<br />
ablegen<br />
Natürlich ist die Fernbedienung<br />
beleuchtet und überzeugt in<br />
ihrer Tastenanordnung. Der eingebaute<br />
Testbildgenerator hilft<br />
bei der Installation<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 075
Im Rausch der<br />
Farben<br />
LCD-Projektoren sind in Zeiten der DLP- und<br />
D-ILA-Konkurrenz nicht mehr zeitgemäß?<br />
Nachdem Mitsubishi in der letzten Ausgabe<br />
bereits den Gegenbeweis antrat, feiert<br />
nun Panasonics PT-AE1000E seinen Einstand<br />
in der Preisklasse um 4 500 Euro. Unser Test<br />
wird zeigen, ob die Premiere geglückt ist.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Leider besitzt die<br />
Fernbedienung wenig<br />
Direktwahltasten,<br />
darüber kann auch<br />
das LC-Display nicht<br />
hinwegtrösten. Die Hintergrundbeleuchtung<br />
erfreut umso mehr<br />
Das Steuerkreuz ist<br />
zu niedrig platziert,<br />
weshalb die Handhabung<br />
nicht vollends<br />
überzeugt. Die Fernbedienung<br />
steuert auch<br />
andere Geräte<br />
Die Schärfe- und Zoomeinstellung<br />
sind fernbedienbar,<br />
der Lensshift<br />
erfolgt am Gerät. Die<br />
Waveform-Taste zeigt<br />
penibel die Helligkeitsverteilung<br />
auf<br />
076 www.hdplustv.de<br />
Die Erfolgsstory der Panasonic-Projektoren<br />
reicht bis ins Jahr 2002 zurück,<br />
als der PT-AE100 mit 16 : 9-Auflösung<br />
und platzsparenden Ausmaßen auf sich<br />
aufmerksam machte. Die jährlichen Neuerungen<br />
in der Preiskategorie um 2 000 Euro waren<br />
Panasonic im fortschreitenden HD-Zeitalter<br />
aber anscheinend zu gering, so dass ein neues<br />
Spitzenmodell unsere Testräume betritt: der<br />
PT-AE1000E. Mit großzügigen Ausmaßen und<br />
einem Gewicht von über sieben Kilogramm<br />
reiht sich der Full-HD-LCD in die Riege der Titelanwärter<br />
ein. Im Design verzichtete der Hersteller<br />
wie kaum ein anderer auf Experimente,<br />
denn der PT-AE1000E gleicht einem schwarzen<br />
Schuhkarton. <strong>Eine</strong> geschwungene Linienführung<br />
oder markante Designelemente suchen<br />
Sie hier vergeblich.<br />
An der Oberseite befinden sich zwei Drehscheiben<br />
<strong>für</strong> die verschiebbare Optik. Diese kann<br />
präzise um 100 Prozent vertikal und 40 Prozent<br />
horizontal verschoben werden – einzig die Ausrichtung<br />
in der Waagerechten gestaltet sich etwas<br />
wacklig. An Anschlüssen lässt es Panasonic<br />
an nichts fehlen, denn mit zwei HDMI-Eingängen<br />
und einer kaum gesehenen Scart-Schnittstelle<br />
sowie VGA- und Komponenteeingängen<br />
können Sie Ihren kompletten Heimkino-Fuhrpark<br />
ohne Probleme anschließen.<br />
Die Aufstellung wird nicht nur durch die verschiebbare<br />
Optik, sondern auch durch den<br />
große Zoom erleichtert. <strong>Eine</strong> zwei Meter breite<br />
Leinwand leuchten Sie mit diesem Projektor aus<br />
2,7 bis 5,4 Metern aus.<br />
Anschließen, fertig<br />
Um die Farbtreue der Projektoren zu steigern,<br />
arbeitet Panasonic mit Fachleuten aus dem Filmbereich<br />
zusammen. Das Ergebnis dieses Aufwandes<br />
kann jeder Besitzer eines PT-AE1000E<br />
bewundern, indem er den Modus „Kino“ aktiviert.<br />
Im Gegensatz zu anderen Produkten, bei<br />
denen langwierige Einstellungen Voraussetzung<br />
<strong>für</strong> ein gutes Bild sind, überzeugt der Projektor<br />
bereits nach dem Auspacken.<br />
Panasonic beließ es jedoch nicht bei ein paar<br />
Vorgaben, sondern ermöglicht extrem präzise<br />
Eingriffe, welche auf drei Speicherbänken<br />
verewigt werden können. So zeigt eine Wellenform,<br />
ähnlich der Analyse eines Profimess-Systems,<br />
die Helligkeitswerte des Signals an. Sie<br />
können damit Testbilder zum Projektor leiten,<br />
welche Sie im Menü analysieren. Die nachträg-<br />
Im Kinomodus bleibt die Farbtemperatur<br />
nahezu konstant. Lichtstärkere Modi zeigen<br />
Verfärbungen in hellen und dunklen<br />
Bildbereichen<br />
Und wir dachten, es ginge nicht besser:<br />
Der PT-AE1000E liegt so nah an der Kinonorm<br />
wie kein anderer Projektor. Filme<br />
erstrahlen so, wie sie der Regisseur auf<br />
Zelluloid verewigte<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic
Bildtuning à la Panasonic<br />
Anstatt dem Nutzer nur Zahlen zu präsentieren, zeigt der Panasonic-Projektor<br />
die getroffenen Änderungen in einer <strong>Vorschau</strong>. Die Helligkeitsdarstellung mittels<br />
Wellenform-Menü ist bislang einmalig und zur Nachahmung durch andere Hersteller<br />
wärmstens empfohlen<br />
liche Farboptimierung der Primär- und Sekundärfarben<br />
gestaltet sich ebenso luxuriös. Per<br />
Zielkreuz visieren Sie die zu ändernde Farbe an<br />
und betrachten die Farbanpassung in Echtzeit<br />
im eigenen Fenster. <strong>Alles</strong>, was Sie <strong>für</strong> eine Optimierung<br />
benötigen, ist eine Test-DVD, welche<br />
<strong>für</strong> rund 20 Euro im Handel erhältlich ist.<br />
Die Helligkeitsbeeinflussung durch die Gamma-<br />
Regelung ist dagegen nicht ganz gelungen. So<br />
zeigt der Panasonic im Auslieferungszustand<br />
einen exakten Gammaverlauf nach unserer<br />
Fernsehnorm. Wer dagegen abweichende Werte<br />
realisieren möchte, kommt nicht auf seine<br />
Kosten, da die Farbtemperatur extrem variiert.<br />
In unseren Versuchen war eine Cyan- oder Magentafärbung<br />
nicht zu kompensieren, weshalb<br />
alle Gammawerte auf dem Wert null belassen<br />
werden sollten.<br />
Wenig Licht, viel Blende<br />
Auf dem Datenblatt ist der Panasonic-Projektor<br />
mit 1 100 ANSI-Lumen ebenso hell wie der<br />
ebenfalls getestete DLP-Projektor von Benq. Im<br />
Praxisbetrieb ist davon leider nichts zu bemerken,<br />
im Gegenteil. Nach unserer Mindestanforderung,<br />
welche auch <strong>für</strong> Kinos gilt, schafft der<br />
Panasonic maximal 1,85 Meter breite Bilder bei<br />
korrekten Farben. Damit unterliegt er nicht nur<br />
dem doppelt so kostspieligen Benq W10000,<br />
sondern auch der direkten Konkurrenz von Mitsubishi.<br />
Immerhin arbeitet die Blende im Panasonic<br />
effektiv genug, um nicht aufzufallen und<br />
dank einer gekoppelten Gammakorrektur steigt<br />
sogar der wahrnehmbare Kontrast. Aufgrund<br />
der geringen Helligkeit sind schwarze Bildbereiche<br />
beeindruckend tief und nur selten aufgehellt<br />
– wer den Panasonic zum ersten Mal sieht,<br />
wird wohl auf einen DLP-Projektor tippen. Das<br />
Betriebsgeräusch des Projektors schwankt von<br />
nahezu unhörbar im Stromsparmodus bis leicht<br />
störend im normalen Betrieb. In Anbetracht der<br />
unterdurchschnittlichen Lichtleistung ist das<br />
wahrnehmbare Lüftergeräusch unverständlich,<br />
gerade weil ein Mitsubishi HC5000 heller und<br />
leiser daherkommt. Die Optimierung der Farben<br />
und des Schwarzwertes erkaufte Panasonic<br />
deshalb mit Kompromissen.<br />
Bin ich im Kino?<br />
Wer die Farbdarstellung eines 35-Millimeter-<br />
Films unserer Fernsehnorm vorzieht, wird den<br />
Panasonic PT-AE1000E lieben. Die Farbtreue<br />
lehnt sich noch etwas exakter an die Vorgaben<br />
des Zelluloids an als es ein JVC DLA-HD1<br />
ermöglicht, auch wenn dieser durch die D-ILA-<br />
Technik noch tiefere Farben zeichnet. Dem Konkurrenten<br />
Mitsubishi ist Panasonic sogar deutlich<br />
voraus, bot der HC5000 doch eine eher<br />
eigenwillige Interpretation der Kinonorm. Auch<br />
im Kontrast punktet der PT-AE1000E, indem<br />
Schwarzbereiche deutlich dunkler als die aufgehellten<br />
„Schatten“ des Mitsubishi ausfallen.<br />
Die geringe Helligkeit ist im direkten Vergleich<br />
dennoch störend, weshalb auch dieses Modell<br />
den Beweis antritt, dass hohe Kontraste mit der<br />
LCD-Technologie bislang nicht machbar sind.<br />
Entweder Sie bevorzugen die Leuchtkraft eines<br />
Mitsubishi oder die Schwarzwerte des Panasonic.<br />
Letzterer liefert immerhin eine weitaus<br />
effektivere Blende, die zudem die Farbtemperatur<br />
nicht negativ beeinflusst. In Anbetracht der<br />
süchtig machenden Farbwiedergabe hat sich<br />
der Panasonic die höhere Bildwertung am Ende<br />
zu Recht gesichert.<br />
Mehr LCD geht nicht<br />
Panasonic holte mit PT-AE1000E fast alle Reserven<br />
aus der LCD-Technologie heraus. Ja, dieser<br />
Projektor besitzt ein leichtes Shading und ja,<br />
er könnte auch schärfer sein. Der Farbeindruck<br />
und Panasonics eigene Smooth-Screen-Technik,<br />
welche dem Bild eine weiche Tendenz vermittelt<br />
ohne Details zu unterschlagen, erzeugt jene Faszination,<br />
die auch das Zelluloidkino ausstrahlt.<br />
Wir können nur hoffen, dass die markanten<br />
Kontrastschwächen der LCD-Technologie in<br />
Zukunft beseitigt werden oder die Hersteller<br />
auf alternative Technologien umschwenken. In<br />
dieser Form ist der Panasonic eine günstige Alternative<br />
zum Überflieger von JVC, aber eben<br />
auch nicht mehr.<br />
LCD<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Panasonic<br />
Modell<br />
PT-AE1000E<br />
Preis in Euro 4449,–<br />
Info<br />
www.panasonic.de<br />
Typ<br />
LCD<br />
Maße (B/H/T) in cm 46 × 13 × 30<br />
Gewicht in kg 7,2<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 200 W/0 W<br />
Bildbreite<br />
1,65–1,85 Meter<br />
Kontrast 550 : 1<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
1080p24 ja<br />
Panasonic PT-AE1000E<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 17 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
15 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
47 von 60<br />
Gesamt 79 von 100<br />
Panasonic PT-AE1000E<br />
AUSGABE 3.2007<br />
COMPONENT<br />
VIDEO<br />
VIDEO<br />
IN<br />
S-VIDEO<br />
IN<br />
SCART<br />
Y<br />
PB<br />
PC IN<br />
PR<br />
2×<br />
HDMI<br />
Schärfe und Zoom des Panasonic sind motorisiert, den Lensshift steuern die drei Drehregler an der<br />
Oberseite. Die Lautstärke des Lüfters ist nur im Stromsparmodus gering, was aufgrund der mäßigen<br />
Lichtausbeute verwundert<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 077
Helligkeit<br />
ist Trumpf<br />
Benq ist neben der kritisch beäugten<br />
Handyproduktion auch<br />
im Heimkinobereich tätig und liefert<br />
dort bereits seit Jahren gute<br />
Produkte zu erschwinglichen Preisen.<br />
Mit dem hier vorgestellten<br />
DLP-Projektor W10000 wagt sich<br />
das Unternehmen nun in die absolute<br />
High-End-Liga vor, kostet<br />
der weiße Riese doch ebenso viel,<br />
wie sein Name vermuten lässt.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Wuchtig, schwer doch alles andere<br />
als klobig entsteigt ein neuer<br />
Full-HD-Projektor seinem Karton.<br />
Seit einer Generation schwimmt Benq gegen<br />
den Trend und beschert seinen Kunden ein<br />
modernes Äußeres im unschuldigen Weiß. Wer<br />
handwerklich nicht zwei linke Hände besitzt<br />
kann optional die beigelegte Kabelabdeckung<br />
anbringen – ein Abschrauben der hinteren Verkleidung<br />
vorausgesetzt. Das Anschlussfeld ist<br />
alles andere als üppig ausgefallen, denn zwei<br />
HDMI-Eingänge suchen Sie hier vergeblich.<br />
Statt eines VGA-Eingangs erspähen Sie zudem<br />
einen eher selten verbreiteten BNC-Eingang,<br />
der ein separates Kabel erfordert. In der Vergangenheit<br />
legte Benq diese Verbindung seinen<br />
Projektoren bei.<br />
Ebenso unglücklich gestaltet sich die Abdeckung<br />
des Kabelanschlussfeldes, welches durch<br />
einen Druck unsanft gen Boden sinkt. Die Lebensdauer<br />
des Plastikstückes dürfte deshalb beschränkt<br />
sein. Viel besser gefielen uns da schon<br />
die vier Standfüße, welche in ihrer Höhe fein<br />
justiert werden können. Das hört sich unspektakulär<br />
an, aber ist im Vergleich zur zwei- oder<br />
dreifüßigen Konkurrenz eine gern gesehene<br />
Ausnahme.<br />
Schnell erlernt<br />
Wie in den hohen Preisklassen üblich, punktet<br />
der Benq durch eine saubere Werkseinstellung,<br />
die in der Bildvorgabe „Warm“ bereits kinoähnliche<br />
Bilder verspricht. Im etwas unsauber<br />
geordneten, aber jederzeit einfach zu durchschauenden<br />
Bildmenü erspähen Sie eine verschwenderische<br />
Anzahl an Farbreglern, welche<br />
die Farbtreue auf ein sehr hohes Niveau anheben<br />
können. In unserem Messdiagramm erkennen<br />
Sie zwar kleine Ungenauigkeiten, aber eines<br />
verschweigt unsere Grafik: Die Leuchtkraft.<br />
Jede Farbe strahlt in einer bestimmten Helligkeit<br />
und per feinfühliger Dosierung können Sie den<br />
Benq perfekt auf die Kinovorgaben trimmen.<br />
Somit erstrahlt Grün zwar nicht so satt wie Rot<br />
auf der Leinwand, doch die Leuchtstärke der<br />
Farben bleibt in einem korrekten Verhältnis –<br />
sehr gut!<br />
Die beigelegte Fernbedienung meistert ihren<br />
Job als Helfer in der Dunkelheit mit Bravour. Die<br />
Hintergrundbeleuchtung und vielseitigen Direktwahltasten<br />
lassen die Eingriffe in wenigen<br />
Minuten abhandeln.<br />
tel gerecht. Im Gegensatz zu deutlich teureren<br />
DLP-Projektoren ist der W10000 sehr variabel<br />
in seinen Bildgrößen. Bei geschlossener Iris werden<br />
Leinwände von 1,5 Meter Bildbreite korrekt<br />
ausgeleuchtet, bei geöffneter Iris sogar bis zu<br />
drei Meter breite Leinwände. Damit eignet sich<br />
der Benq <strong>für</strong> nahezu jede Installation. Die Op-<br />
In Millimeterschritten kann die Farbtemperatur<br />
auf den Sollwert fixiert werden. Einzig<br />
die hohe Lichtleistung bedingt einen leichten<br />
Rotabfall in extrem hellen und dunklen<br />
Bereichen<br />
Schönes Design und einfache Bedienung sind Trumpf: Auch von<br />
oben macht der Benq eine gute Figur<br />
078 www.hdplustv.de<br />
Lichtkanone<br />
Mit 1 200 ANSI-Lumen gehört der Benq zu den<br />
hellsten Heimkinoprojektoren am Markt und<br />
auch bei korrekten Farben wird ihm dieser Ti-<br />
Der Grünpunkt ist leider ein wenig verrutscht,<br />
weshalb tiefere Farbtöne in diesem<br />
Bereich nicht möglich sind. Die Anpassung<br />
der Leuchtkraft lässt die Farben dennoch<br />
realistisch erscheinen<br />
Bilder: Benq
tik verschiebt das Bild dabei wahlweise um 100<br />
Prozent nach unten, so dass der Projektor immer<br />
stehend installiert werden sollte. Sämtliche<br />
Einstellungen sind bequem per motorisierter<br />
Optiker fernbedienbar und äußerst exakt, was<br />
besonders <strong>für</strong> den Fokusbereich gilt. Störend<br />
am eigentlich makellosen Konzept sind nur<br />
zwei Dinge: Zum ersten bleibt die Iris manchmal<br />
hängen und macht mit unsauberen Geräuschen<br />
auf sich aufmerksam und zum zweiten ist der<br />
Zoombereich arg klein ausgefallen. Wer eine<br />
zwei Meter breite Leinwand ausleuchten möchte,<br />
besitzt nur einen Entfernungsspielraum zwischen<br />
3,8 bis 5 Meter. Der Projektor ist damit<br />
<strong>für</strong> große Abstände konzipiert.<br />
Die Kühlung der Lampe ist unauffällig, was angesichts<br />
der großen Lichtleistung positiv überrascht.<br />
Der Stromsparmodus bringt übrigens<br />
kaum hörbare Vorteile, einzig die Frequenz des<br />
Geräusches ändert sich. Bei unserem Testmodell<br />
schwankte die Helligkeit der Lampe jedoch<br />
dermaßen drastisch, dass dieser Modus unbrauchbar<br />
war.<br />
Filmpremiere<br />
Im Praxisbetrieb zeigte der Benq W10000 sein<br />
ganzes Potenzial, vorrangig mit zugespielten<br />
HD-Quellen, schließlich wollen die zwei Millionen<br />
Bildpunkte auch ausgekostet werden. Farbverfälschungen<br />
(Shading), wie sie in Schwarz-<br />
Weiß-Sequenzen bei Drei-Chip-Projektoren<br />
vorkommen können, kennt der Benq prinzipbedingt<br />
nicht. Auch die Schärfe bei Bewegungen<br />
ist immer noch ein großer Trumpf der<br />
DLP-Technologie. Die ge<strong>für</strong>chteten False-Contour-Effekte<br />
sind weitgehend unterdrückt, nur<br />
die Farbblitzer erscheinen <strong>für</strong> empfindliche Augen<br />
aufgrund der immensen Leuchtkraft etwas<br />
häufiger als gewohnt. In der Farbwiedergabe<br />
COMPONENT<br />
VIDEO<br />
Y<br />
PB<br />
PR<br />
BNC<br />
G/Y B/PB/CB R/PR/CR H V<br />
HDMI<br />
S-VIDEO<br />
IN<br />
VIDEO<br />
IN<br />
zeigt der W10000 nach einer Optimierung beeindruckende<br />
Abzüge der Realität, auch wenn<br />
sein Farbraum weniger präzise als der eines JVC<br />
DLA-HD1 ausfällt. Im Kontrast unterliegt der<br />
Benq dem günstigeren Konkurrenten ebenfalls,<br />
doch die abgespielten Bilder nehmen einen großen<br />
Einfluss auf den Vergleich. Filme mit einem<br />
hohen Anteil an dunklen Bildbereichen wirken<br />
auf dem JVC um ein vielfaches dreidimensionaler.<br />
Je mehr Helligkeit ins Spiel kommt, desto stärker<br />
nähert sich Benq dem Kontrastmeister an,<br />
um ihn in besonders hellen Bildszenen letztendlich<br />
zu überholen. Die großen Lichtreserven geben<br />
Ihnen nicht nur freie Wahl bei der Bildgröße,<br />
sondern auch bei der Umgebungshelligkeit.<br />
In Sport- und Dokumentarsendungen geht mit<br />
dem Benq W10000 wahrlich die Sonne auf und<br />
kaum jemand wird den Kontrastnachteil zum<br />
JVC bemerken. In Filmen bleibt der D-ILA-Projektor<br />
aber unbestritten das Maß aller Dinge.<br />
Was dem Benq am Ende einige Punkte kostete,<br />
ist die eingeschränkte Bildbearbeitung am<br />
HDMI-Eingang. Hier scheint der Vollbildkonverter<br />
keinen Einfluss nehmen zu können, denn<br />
flimmernde Kanten waren jederzeit sichtbar.<br />
Durch die bei Projektoren kaum gesehene Bildin-Bild-Funktion<br />
ist der W10000 ein guter Spielpartner<br />
<strong>für</strong> Fernsehprogramme, doch sollten<br />
Sie hier<strong>für</strong> die analogen Bildeingänge wählen.<br />
Ganz unbrauchbar ist der HDMI-Eingang natürlich<br />
nicht, denn neben einer pixelgenauen<br />
Darstellung des Bildes können Sie hier auch das<br />
ruckelfreie Bildformat 1 080p24 entgegen nehmen.<br />
Gelungener Einstand<br />
Benqs erstes Produkt in unserem Heft ist sogleich<br />
ein Volltreffer. Der teureren DLP-Konkurrenz<br />
hat der W10000 seine beeindruckenden<br />
Helligkeitsreserven und den niedrigeren Preis<br />
voraus. Wäre der JVC DLA-HD1 nicht zeitgleich<br />
im Handel, so fiele die Wahl leicht. Optimieren<br />
sollte Benq hingegen die vereinzelten Verarbeitungs-<br />
sowie Ausstattungsmängel, um beim<br />
Nachfolger ganz oben mitzuspielen.<br />
DLP<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Benq<br />
Modell<br />
W10000<br />
Preis in Euro 10 000,–<br />
Info<br />
www.benq.de<br />
Typ<br />
DLP<br />
Maße (B/H/T) in cm 49,2 × 19,5 × 39,3<br />
Gewicht in kg 9,5<br />
Farben<br />
Weiß<br />
Betrieb/Stand-by 300 W/12,8 W<br />
Bildbreite<br />
1,5–3,0 Meter<br />
Kontrast 900 : 1<br />
Auflösung<br />
1920 × 1080 Pixel<br />
1080p24 ja<br />
Alle Bildeingänge sowie<br />
Bildformate erreichen Sie mit<br />
einem Tastendruck. Der Eingabepunkt<br />
„real“ sichert die<br />
pixelgenaue Wiedergabe<br />
Ein gelungenes Steuerkreuz<br />
sowie drei Speicherbänke<br />
rufen bereits optimierte<br />
Bildvarianten auf. Helligkeit,<br />
Kontrast und Farbe beeinflussen<br />
Sie ohne Umwege direkt<br />
<strong>Eine</strong> Bild-in-Bild-Funktion<br />
sieht man bei Projektoren selten,<br />
sogar die Anordnung der<br />
Bilder können Sie verändern.<br />
Schärfe, Zoom und die Bildverschiebung<br />
sind fernbedienbar<br />
Benq W10000<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 16 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
14 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
49 von 60<br />
Gesamt 79 von 100<br />
Benq W10000<br />
Gute Optik, aber sparsame Ausstattung: Nur ein HDMI-Eingang und eine selten vorzufindende BNC-<br />
Verbindung bereiten im Alltag schnell Probleme – ein Adapterkabel auf VGA liegt leider nicht bei<br />
AUSGABE 3.2007<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 079
Klassiker<br />
ganz groß<br />
Dolby Surround & Co. sind schwer im Kommen.<br />
Doch der Markt bietet nicht nur <strong>für</strong> den großen<br />
Geldbeutel ganz passable Lösungen. Auch <strong>für</strong> den<br />
Hi-Fi-Einsteiger steht eine Vielzahl von üppig ausgestatteten<br />
Receivern parat. Ein Receiver aus dieser<br />
Kategorie stellt der Denon AVR-2307 dar. Kompaktes<br />
und klassisches Design, gepaart mit soliden<br />
Ausstattungsmerkmalen machen ihn sicherlich<br />
nicht nur <strong>für</strong> Einsteiger attraktiv.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Auf der Rückseite der Fernbedienung findet der Anwender alle<br />
Funktionen, die normalerweise unter einer unschönen Klappe<br />
verborgen bleiben. So können jeweils die Klangeinstellungen<br />
und der Zweizonenbetrieb bedient werden. Auch andere Geräte<br />
lassen sich mit dieser Bedienung fernsteuern. Leider ist die<br />
Wendebedienung <strong>für</strong> Linkshänder gänzlich ungeeignet<br />
Die User-Mode-Tasten<br />
lassen sich mit<br />
speziellen Funktionen<br />
belegen, welche über<br />
den Bildschirm bzw.<br />
über das On-Screen-<br />
Display programmiert<br />
werden können<br />
Im mittleren Bereich<br />
der Fernbedienung<br />
finden sich die Hauptelemente<br />
anstelle des<br />
üblichen Steuerkreuzes.<br />
Anhand der<br />
Größe des Signalgebers<br />
sind die Tasten<br />
<strong>für</strong> filigrane Hände<br />
etwas erschwert zu<br />
erreichen<br />
Die Druckpunkte des<br />
Steuerkreuzes könnten<br />
komfortabler<br />
sein. Auch der untere<br />
Schiebeschalter wirkt<br />
nicht sonderlich<br />
stabil. <strong>Alles</strong> in allem<br />
aber eine in dieser<br />
Preisklasse gelungene<br />
Fernbedienung<br />
Das von uns untersuchte Gerät eignet<br />
sich jedoch besonders <strong>für</strong> den Einsteiger.<br />
Für unter 1 000 Euro bekommt<br />
der angehende Heimkinofreund jede Menge<br />
an Funktionen und guten 7.1-Ton geliefert. Der<br />
Denon AVR-2307 bietet dynamisches Hörvergnügen<br />
zum kleinen Preis.<br />
Als erstes fällt am Denon die massive Optik auf.<br />
Der Hersteller setzt auf klassisches Design. Der<br />
erste optische Überblick fällt durchweg positiv<br />
aus. Die Verarbeitung ist tadellos, so dass der<br />
AVR-2307 seinen großen Brüdern in nichts<br />
nachsteht. Betrachtet man sich die Rückseite,<br />
so findet man alle Anschlüsse, die der Anwender<br />
bereits kennen dürfte. Auch der integrierte<br />
Zweizonenbetrieb dürfte den ambitionierten<br />
Hörer aufhorchen lassen. Selbst in dieser Preisklasse<br />
findet sich diese praktische Funktion, um<br />
mehrere Räume mit Musik zu versorgen.<br />
Besonderes Augenmerk fällt auf das mitgelieferte<br />
Messmikrofon. Die Einmessfunktion geht<br />
bei Denon relativ zügig von der Hand. Sie hilft<br />
besonders dem noch nicht so versierten Benutzer,<br />
seine Lautsprecher auf ein angenehmes<br />
Hörvergnügen vorzubereiten. Dabei werden<br />
Frequenzgang, Pegelunterschiede und Abstände<br />
der Lautsprecher gemessen und automatisch<br />
kompensiert. Dennoch sollte sich der Hörer<br />
nicht blind auf diese Einmessautomatik verlassen.<br />
Wie überall kann man auch hier schnell<br />
Opfer der Automation werden.<br />
Ein kontrollierender Blick auf alle eingestellten<br />
Parameter sei auch bei der ausgeklügelten<br />
Technik empfohlen. Die Änderungen per Hand<br />
sollten somit das Klangbild nachhaltig verbessern<br />
und qualitativ abrunden. Auch eine Mehrfachmessung<br />
ist zu empfehlen. Schnell kann<br />
man damit einen halben Tag beschäftigt sein,<br />
bis man seine ganz eigenen Einstellungen gefunden<br />
hat.<br />
Üppig bis opulent<br />
Die Ausstattung des Gerätes kann durchaus als<br />
üppig bezeichnet werden. Die auf der Rückseite<br />
befindlichen HDMI-Schnittstellen bieten eine<br />
hervorragende Integration in das zukünftige<br />
heimische Kinoumfeld. Auch wenn der Einsteiger<br />
zurzeit noch nicht über Geräte mit HDMI-<br />
Schnittstellen verfügt, wird er schon in naher<br />
Zukunft nicht mehr um den digitalen Anschluss<br />
080 www.hdplustv.de
herumkommen. Gerade, wenn die Anschaffung<br />
eines HD-DVD- oder Blu-ray-Players ins<br />
Haus steht, freut man sich über entsprechende<br />
Schnittstellen auf der Rückseite. Insgesamt<br />
besitzt der Receiver zwei HDMI-Eingänge, die<br />
beide eine Auflösung von 1 080p unterstützen.<br />
Außerdem befindet sich noch ein HDMI-Ausgang<br />
am Gerät, welcher die anliegenden Audio-<br />
und Videosignale konvertiert.<br />
Doch auch auf der Seite der analogen Anschlüssen<br />
kann sich der Denon mit den Großen seiner<br />
Zunft messen. Zahlreiche Anschlüsse aller Variationen<br />
lassen das Herz des Hobby-Cineasten<br />
höher schlagen. Mit allen gängigen Varianten<br />
kann der Receiver aufwarten und integriert sich<br />
auch auf analoger Seite sehr hervorragend ins<br />
Wohnzimmer.<br />
Ein weiteres sehr gutes Hilfsmittel stellt das<br />
On-Screen-Display dar. Dieses sorgt an den<br />
Videoausgängen <strong>für</strong> ein sehr einfaches und<br />
gleichzeitig effektives Einstellen des Gerätes.<br />
Alle Funktionen lassen sich bequem aus dem<br />
Sessel heraus vornehmen. Das lästige Knien vor<br />
dem Gerät gehört der Vergangenheit an. Auch<br />
die Konvertierung aller Videoquellen auf den<br />
HDMI-Ausgang stellt eine Besonderheit dar.<br />
Der Versorgung aller Endgeräte mit nur einem<br />
Kabel kann mit nur wenigen Handgriffen realisiert<br />
werden.<br />
Somit wird die Steuerzentrale <strong>für</strong>s Wohnzimmer<br />
ihrem Namen wirklich gerecht. Die vorhandenen<br />
Einstelloptionen der Audioabteilung können<br />
sich sehen lassen. Auch wenn die automatische<br />
Einstelloption eine feine Sache ist, kann<br />
das Gerät trotzdem per Hand besser eingestellt<br />
werden – <strong>für</strong> den etwas geübteren Hörer eine<br />
lohnende Alternative. Die einfache Menüführung<br />
hilft beim „Zappen“ durch die einzelnen<br />
Einstellungen ungemein.<br />
Leistung pur<br />
Durch die großzügig bemessene Endstufenleistung<br />
von je 135 Watt macht dem Denon in<br />
puncto Leistung so schnell niemand etwas vor.<br />
Die differenzierte und freundliche Detailwiedergabe<br />
macht nicht nur im Filmbereich, sondern<br />
gerade auch bei klassischen Musikstücken und<br />
im Stereobetrieb sehr viel Spaß.<br />
Das Gesamtklangbild kann man als homogen<br />
und kraftvoll beschreiben. Auch stehen noch einige<br />
Reserven zur Verfügung, was natürlich den<br />
Reiz, gerade im Filmbetrieb, ausmacht.<br />
Die Basswiedergabe und Impulsfestigkeit dürfte<br />
den Kinofreund wohl kaum lange auf seinem<br />
Stuhl halten. Doch Vorsicht sollte dabei, wie bereits<br />
erwähnt, bei der Autoeinmessung walten.<br />
Zu schnell wird der Frequenzgang verbogen und<br />
das Klangbild verwäscht und wirkt schwammig.<br />
Etwas weniger Korrektur kann manchmal mehr<br />
sein. Bei sorgfältiger Einstellung der Klangparameter<br />
belohnt der Receiver den Hörer mit klaren<br />
und strukturierten Klängen.<br />
Kompakter Wohlklang<br />
Der AVR-2307 überzeugt mit gekonnten Ausstattungsdetails<br />
und einem klassischen Design.<br />
Bildqualität und Tonübertragung lassen in dieser<br />
Preiskategorie kaum noch Wünsche offen.<br />
Die klanglichen Leistungsreserven machen<br />
besonders im Heimkino großen Spaß und lassen<br />
den Betrachter mitten in die Szenerie einsteigen.<br />
Was die Autoeinmessung angeht, so<br />
stellt dies zwar ein ganz nützliches Utensil dar,<br />
jedoch sollte man seinen Ohren trauen und in<br />
jedem Fall immer selbst Hand anlegen. So wird<br />
sichergestellt, dass klanglich nichts auf der Strecke<br />
bleibt. Die HDMI-Wandlung und die Bildausgabe<br />
sprechen eine andere Sprache. Sichtliches<br />
Vergnügen bereitet die Videoabteilung des<br />
AV-Receivers. Wer auf der Suche nach dem perfekten<br />
7.1-Receiver ist, wird mit dem Denon ein<br />
Freund <strong>für</strong> ausgedehnte Filmabende finden.<br />
AV-Receiver<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Denon<br />
Modell<br />
AVR-2307<br />
Preis in Euro 799,–<br />
Info<br />
www.denon.de<br />
Typ<br />
AV-Receiver<br />
Maße (B/H/T) in cm 434 × 171 × 417<br />
Gewicht in kg 13<br />
Farben<br />
Silber<br />
Betrieb/Stand-by ca. 150 W/
Ruckelfreie Bilder<br />
Die neuen Medien bringen neben besseren Bildern und höherer Speicherkapazität leider auch<br />
einen unschönen Nachteil: Kameraschwenks und Bewegungen ruckeln. Da das Filmmaterial<br />
mit 24 Bildern gespeichert wird, aber nur wenige Fernseher dieses Signal akzeptieren, erfolgt<br />
eine Umrechnung, welche Ruckler verursacht. In unserer Tabelle sind alle aktuellen Fernseher<br />
und Projektoren aufgelistet, die das Bewegungsruckeln verhindern.<br />
entfernt<br />
Bewegungsruckeln<br />
benötigt<br />
1 080p24-<br />
Zuspielung<br />
entfernt<br />
Bewegungsruckeln<br />
benötigt<br />
1 080p24-<br />
Zuspielung<br />
Plasma-Fernseher<br />
Pioneer PDP-4270XA +<br />
Pioneer PDP-427XA +<br />
Pioneer PDP-427XD +<br />
Pioneer PDP-507XA +<br />
Pioneer PDP-507XD +<br />
Pioneer PDP-607XD +<br />
Pioneer PDP-5000EX +<br />
LCD-Fernseher<br />
Toshiba 32C3000D +<br />
Toshiba 37C3000D +<br />
Toshiba 42C3000D +<br />
Projektoren<br />
Benq W10000 +<br />
Epson EMP-TW1000 +<br />
InFocus IN74 +<br />
InFocus IN76 +<br />
InFocus IN78 +<br />
InFocus Screenplay 777 +<br />
JVC DLA-HD1 +<br />
Marantz VP-11S1 +<br />
Mitsubishi HC 5000 +<br />
Panasonic PT-AE1000E +<br />
Panasonic PT-AX100 +<br />
Sony VPL-VW50 +<br />
1080p24-Zuspieler<br />
Toshiba 37X3030D +<br />
Blue-ray-Player<br />
Pioneer BDP-LX70<br />
Toshiba 42X3030D +<br />
HD-DVD-Player –<br />
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Ausgabe 1.2005<br />
Ausgabe 1.2006<br />
Ausgabe 2.2006<br />
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Hypovereinsbank Leipzig, BLZ:<br />
860 200 86, K onto-Nr.: 3 57 721 300)<br />
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einer <strong>HDTV</strong>-fähigen Sat-Anlage.<br />
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Ausgabe 3.2006<br />
Ausgabe 4.2006<br />
Ausgabe 5.2006<br />
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Erlebniskino, neue Tonformate und<br />
Sonys Cell-Chip.<br />
Ausgabe 6.2006<br />
Alle Hintergründe zum Europastart<br />
der Blu-ray Disc und HD DVD.<br />
Die DVD-Nachfolger HD DVD und<br />
Blu-ray Disc vorgestellt.<br />
Ausgabe 1.2007<br />
Aktuelle Plasmas, LCDs, Rückpros<br />
und Beamer im Vergleich.<br />
Wer bietet das beste Bild? Wir<br />
geben die Antworten.<br />
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Fit <strong>für</strong> die Zukunft: HDMI 1.3, Full-<br />
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Lauchstädter Straße 20<br />
04229 Leipzig<br />
2007<br />
1.2007<br />
2.2007
Design aus<br />
Dänemark<br />
Ein nicht unwesentliches Kriterium <strong>für</strong> viele<br />
Musikliebhaber ist die äußere Erscheinung<br />
der eigenen Lautsprecher. Während einige<br />
Hersteller immer noch klobige und schwere<br />
schwarze Kästen produzieren, beschreitet<br />
die dänische Marke Jamo mit ihrer Philosophie<br />
des Designs neue Wege und verleiht jedem<br />
Wohnraum Ambiente und Stil. Wir durften<br />
testen, ob auch der Klang des Jamo-Aesthetic-<br />
775PDD-Sets der überzeugenden Optik<br />
gerecht wird.<br />
VON FRANK GEISELER UND ALEXANDER LOHR<br />
Die außergewöhnliche Form der Standlautsprecher<br />
bleibt durch den massiven Fuß sicher<br />
in der Senkrechten<br />
<strong>Eine</strong> wirkliche Augenweide erblickt das<br />
Licht unseres Testlabors, als wir die<br />
schwarzen Kartonagen mit der Aufschrift<br />
Jamo öffnen. Was uns da von dem traditionsreichen<br />
Lautsprecherhersteller aus dem<br />
Land der bunten Lego-Steine ins Haus geliefert<br />
wird, ist tatsächlich ein Kunstgriff in Sachen Design.<br />
Das schöne Kind hat auch einen Namen.<br />
Vier Lautsprecher des Modells A 775 bilden in<br />
Verbindung mit der Center-Box A 7CEN und<br />
dem Subwoofer A 7SUB unser 5.1-Testsystem.<br />
Aufstellung<br />
Bei der Installation der überaus solide konstruierten<br />
Schallwandler treten erste kleinere<br />
Hindernisse auf. Die Kabelbuchsen der Standlautsprecher<br />
sind als Folge des Designs an der<br />
Unterseite des Boxenfußes positioniert und lassen<br />
weder Bananenstecker noch größere Kabelquerschnitte<br />
zu. Durch Schnellfederverschlüsse<br />
ist die Kabelinstallation wesentlich zügiger erledigt,<br />
jedoch sollte man auf häufiges Versetzen<br />
der Lautsprecher verzichten, um dem Abnutzen<br />
der Verschlüsse vorzubeugen.<br />
Bevor wir den Subwoofer installieren, werden<br />
noch die mitgelieferten weißen Handschuhe angezogen,<br />
denn wer mag schon Fingerabdrücke<br />
auf dem Klavierlack seiner Box? Im Vergleich zu<br />
sonstigen Woofern gelingt es dem A 7SUB, seine<br />
satten 500 Watt in eine erstaunlich kompakte<br />
Form zu bringen. Der Lautstärkeregler des<br />
Subs fügt sich mit seiner blauen Beleuchtung<br />
zwar wunderbar in die Gehäuseoptik, jedoch ist<br />
die Bedienung nicht sehr leichtgängig und eine<br />
optische Anzeige der Lautstärke käme dem Benutzer<br />
entgegen.<br />
Auffällig ist zudem die Platzierung der Membran<br />
auf der Subwoofer-Rückseite. Nicht unbedingt<br />
ein Manko, doch ist auch hier Aufmerksamkeit<br />
bei der entsprechenden Platzauswahl gefordert.<br />
Mindestens 50 Zentimeter Wandfreiheit bedarf<br />
es <strong>für</strong> die 10-Zoll-Membran des A 7SUB, um die<br />
volle Kraft zu entfalten. Auf der Unterseite des<br />
Subwoofers befinden sich die Regler <strong>für</strong> Phase<br />
und Übergangsfrequenz. Mit der Installation<br />
des Centerlautsprechers ist das Werk vollbracht<br />
und das Hören kann beginnen.<br />
Unbändige Tiefen<br />
Zum Einstieg testen wir die Stereoqualitäten der<br />
Jamo-Aesthetic-775-Lautsprecher auf Herz und<br />
Nieren. Musikalische Werke aus den Bereichen<br />
Pop, Rock und Klassik bilden unseren Maßstab.<br />
Bekanntermaßen wichtig ist wie so oft der erste<br />
Eindruck, dies gilt ebenso auch beim Hörversuch.<br />
Selbst ohne Subwoofer bilden sich sofort<br />
kräftige Tiefen im gesamten Testraum aus.<br />
Dass sich dieses Phänomen auf die klanglichen<br />
Feinheiten im Bassbereich auswirkt, liegt nahe<br />
und bestätigt sich im Folgenden. Laut Hersteller<br />
verfügen die A-775er über einen Hochpassfilter<br />
bei 80 Hertz, was die Überbetonung der oberen<br />
Bässe nicht erklären kann.<br />
Im Gegensatz zu den Bässen klingen die unteren<br />
Mitten recht dünn, so wirken die Aesthetics<br />
etwas kalt. Stimmen rücken etwas in den Hintergrund<br />
und das Musikstück erfährt eine ungewollte<br />
Klangfarbe. Die oberen Mitten bilden<br />
hier mit ihrer detaillierten Klangstruktur einen<br />
äußerst positiven Kontrast. Instrumente werden<br />
somit einigermaßen realistisch abgebildet<br />
und geben der Musik die nötige Unterstützung.<br />
Überraschende Momente durften wir bei den<br />
Höhen erleben. Diese hinterlassen einen brillanten<br />
und sauberen Eindruck. So gelingt es Jamo<br />
an Boden zu gewinnen.<br />
Unendliche Weiten<br />
Dank der guten Abbildung im Höhenbereich<br />
gelingt hier die räumliche Darstellung so wie<br />
es sich die Musikproduzenten wohl wünschen<br />
würden. Aufgrund der seichten unteren Mitten<br />
Bilder: Jamo<br />
084 www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft
Überaus edel und kaum als Subwoofer auszumachen ist der A 7SUB. Dennoch entfalten seine 500<br />
Watt eine ansprechende Leistung<br />
werden Räume allerdings als etwas kalt empfunden,<br />
zu Lasten der musikalischen Stimmung.<br />
Größerer Detailreichtum wäre hier ebenfalls von<br />
Vorteil. In Sachen Stereobreite und Tiefenstaffelung<br />
machen die Jamo-Lautsprecher hingegen<br />
eine gute Figur. Das Stereobild der Musik<br />
wird durch die Boxen originalgetreu wiedergegeben,<br />
was die Ortung einzelner Schallquellen<br />
problemlos ermöglicht.<br />
Die Voraussetzungen <strong>für</strong> ein besonderes Surrounderlebnis<br />
sind durch die Wahl der vier<br />
baugleichen Standlautsprecher der dänischen<br />
Konstrukteure gegeben. In diesem Zusammenhang<br />
testeten wir die Surroundqualitäten des<br />
Jamo-Aesthetic-775PDD-Systems mithilfe des<br />
Hollywood-Streifens Gladiator. Das Epos von<br />
Regisseur Ridley Scott zeigt einem jeden Lautsprecherset<br />
die Grenzen auf. Tatsächlich schlug<br />
sich das Jamo-Set bei der Bewältigung dieser<br />
Aufgabe wacker. Das Surroundpanorama wurde<br />
überaus überzeugend dargestellt und so wähnt<br />
sich der Heimkinofreund plötzlich inmitten der<br />
atemberaubenden Kulisse des römischen Kolosseums<br />
und erlebt hautnah das Schicksal der zu<br />
Tode geweihten Gladiatoren.<br />
Der spezielle Klang der Schallwandler hat jedoch<br />
auch bestimmte Folgen <strong>für</strong> das Surroundvergnügen.<br />
So betont der kräftige Bass die<br />
niederfrequenten Effekte, was nicht unbedingt<br />
jedermanns Geschmack entspricht. Des Weiteren<br />
sorgen die Differenzen in den Mitten <strong>für</strong><br />
Verfärbungen der Synchronstimmen. Durch die<br />
außerordentliche Höhenpräsenz gewinnt der<br />
Filmklang wiederum deutlich an Qualität.<br />
Lautsprecher<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Jamo<br />
Modell<br />
Aesthetic 775PDD<br />
Preis in Euro 2999,–<br />
Info<br />
www.jamo.com<br />
Typ<br />
2 ½ Wege Bassreflex<br />
Maße (B/H/T) in cm 22 × 111,1 × 22<br />
Gewicht in kg 10,1<br />
Farben<br />
Silbermetallic<br />
magnetisch ja<br />
geschirmt<br />
Geeignet <strong>für</strong><br />
Film<br />
Musik<br />
Jamo Aesthetic 775PDD<br />
Was bleibt<br />
Insgesamt hinterlässt das Jamo-5.1-Set einen<br />
ordentlichen Eindruck und birgt doch einige<br />
Überraschungen. Im Hochton- und oberen Mittentonbereich<br />
zeigt sich das Aesthetic-System<br />
von seiner besten Seite. Die verbauten Materialien<br />
und das hervorragende Design sind nicht<br />
nur <strong>für</strong> dänische Wohnzimmer eine Zierde. Die<br />
Wiedergabe im Bass- und im unteren Mittenbereich<br />
kann hingegen nicht vollends überzeugen.<br />
Hier haben wir mehr erwartet. Dank der<br />
vier gleichwertigen Standlautsprecher gewährleistet<br />
Jamo jedoch ein überaus ansprechendes<br />
Surroundbild, welches absolut konkurrenzfähig<br />
ist und den heimischen Kinosaal erzittern lässt.<br />
Ein Hingucker ist dieses Surroundsystem allemal.<br />
Klang 63 von 80<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 8 von 10<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
6 von 10<br />
Gesamt 77 von 100<br />
Jamo Aesthetic 775PDD<br />
AUSGABE 3.2007<br />
Anzeige<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 085
Globales Preisroulette<br />
Deutschland ist ein preisintensiver Markt,<br />
dies ist nicht erst seit der Geiz-ist-Geil-Debatte<br />
weit verbreitet. Doch in Zeiten der<br />
Globalisierung scheint die Marktwirtschaft<br />
nicht immer den richtigen Weg zwischen<br />
Vernunft und Gewinnmaximierung zu finden,<br />
wie unser Vergleich zeigt.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Während Politiker eine größere<br />
Flexibilität der Arbeitnehmer fordern<br />
und diese sich gegen amerikanische<br />
und asiatische Unternehmen beweisen<br />
müssen, hört der Wettstreit der Kontinente an<br />
einem Punkt scheinbar auf: dem Preis. Wie im<br />
Privatleben sind die Finanzmittel das bestgehütete<br />
Geheimnis und eine Offenlegung wird<br />
sogleich mit Spionage gleichgesetzt. So war es<br />
auch nicht verwunderlich, dass sämtliche angefragten<br />
Unternehmen keine Stellungnahme<br />
gegenüber HD+TV zur hauseigenen Preispolitik<br />
abgaben. Der Preis, so lautete die lapidare<br />
Antwort, richtet sich schlichtweg nach Angebot<br />
und Nachfrage.<br />
Paradox<br />
Die angegebenen UVPs der Hersteller unterliegen<br />
keiner Richtnorm. Weder beschreibt die<br />
Zahl den Materialaufwand noch die Löhne der<br />
Angestellten. Die UVP ist demnach ein fiktiver<br />
Wert, der auf Kalkulation beruht. Preise treffen<br />
damit kaum noch Aussagen über die Qualität<br />
oder den Inhalt eines Produktes, ebenso wie<br />
der Lohn nicht immer die Leistung des Arbeiters<br />
wiederspiegelt. Dieses Preischaos verwickelt alle<br />
Beteiligten in ein Labyrinth der Zwiespältigkeiten.<br />
So wird Ihnen kein Hersteller offen legen,<br />
weshalb Produkte im Vergleich zum Ausland<br />
kostspieliger sind. Demgegenüber verlangen<br />
Unternehmen von der Politik und zum Leidwesen<br />
der Angestellten, dass sich das Lohnniveau<br />
an internationalen Standards orientiert und diese<br />
sind, wie wir alle wissen, meist niedriger als<br />
hierzulande. Die Unterhaltungsbranche fordert<br />
etwas, was sie selbst meist nicht realisiert: eine<br />
global nachvollziehbare Preispolitik.<br />
Import lohnt nicht<br />
Auch wenn die Preisvorteile im Ausland immens<br />
erscheinen, so lohnt die Einfuhr der ausländischen<br />
Ware nur in den seltensten Fällen. Der<br />
Import zieht den Verfall der Garantie nach sich,<br />
denn der Vertrieb und die Betreuung der Produkte<br />
geschieht national. Die Ausstattung der<br />
Produkte schwankt ebenfalls, was insbesondere<br />
auf die verbauten Tuner zutrifft.<br />
Die Alternative zum Importkauf lautet warten.<br />
Wer eine deutliche Preiserhöhung des Produktes<br />
zum Ausland frühzeitig erkennt, kann den<br />
Preisverfall in der Zukunft leicht abschätzen.<br />
Wie in unserer Tabelle zu sehen, ist der Preisverfall<br />
gerade bei teuren Fernsehern immens.<br />
Immerhin versuchen die Hersteller die Preise<br />
innerhalb der europäischen Grenzen stabil zu<br />
halten. Nach unseren Recherchen bewegt sich<br />
einzig Bose außerhalb jedweder Norm. Die Produkte<br />
des amerikanischen Herstellers sind in<br />
Deutschland so teuer wie in kaum einem<br />
anderen Land der Welt. Selbst<br />
in Frankreich lagen die UVPs deutlich unterhalb<br />
der hiesigen Preisempfehlungen. Bose rechtfertigt<br />
den Aufschlag durch speziell an den deutschen<br />
Markt angepasste Geräte.<br />
Konsumtempel Ausland<br />
Falls Sie sich wundern, weshalb in Japan und<br />
den USA die Elektronikbranche unaufhörlich<br />
boomt, sollten Sie unsere Tabelle studieren.<br />
Die Preispolitik der Hersteller ist dabei alles andere<br />
als einheitlich. So können zwei Fernseher<br />
zweier Hersteller in Japan den identischen Preis<br />
aufweisen und in Deutschland mehrere tausend<br />
Euro auseinanderdriften. Interessant wird der<br />
Vergleich nicht nur zwischen unterschiedlichen<br />
Herstellern, sondern auch den Produktkategorien.<br />
So sind z. B. Premium-Fernseher mit weitaus<br />
größeren Preisaufschlägen behaftet als Projektoren.<br />
Der Markt bestimmt den Preis: Solange es liquide<br />
Konsumenten gibt, werden Preise aus dem<br />
Nichts entstehen. Die UVPs verkommen so zu<br />
einer nicht nachvollziehbaren Größe, worunter<br />
letztendlich die Qualität der Produkte leidet.<br />
Denn Vertritt ein Preis nicht mehr den Wert des<br />
Produktes, welchen Wert besitzt es dann noch?<br />
Bilder: JVC, Photocase.de – tourist, Sony, Toshiba<br />
Ausgewählte Produkte im Vergleich<br />
Produkt Hersteller Typ Preis Japan* Preis USA* UVP Deutschland Internetpreis<br />
VPL-VW50 Sony Projektor 4 900 Euro 3845 Euro 4999 Euro 4200 Euro<br />
KDL-46X2000 Sony LCD 3 120 Euro 2922 Euro 4799 Euro 3500 Euro<br />
KDS-55A2000 Sony Rückpro 2 987 Euro 2076 Euro 2999 Euro 2500 Euro<br />
Lifestyle 48 Bose Komplettanlage 3327 Euro 3076 Euro 6850 Euro 6000 Euro<br />
DLA-HD1 J JVC Projektor 5 320 Euro 4845 Euro 6500 Euro 6500 Euro<br />
LT-46Z70BU JVC LCD 2667 Euro 2845 Euro 3999 Euro 2800 Euro<br />
PDP-507 Pioneer Plasma 4000 Euro 2692 Euro 3999 Euro 3000 Euro<br />
Deutsche UVPs inklusive 19% MwSt *Umrechnung nach Euro 1 Euro = 1,3 US Dollar, 1 Euro = 150 Yen<br />
Keine Seltenheit:<br />
Der Preisunterschied des<br />
JVC DLA-HD1 und Sony VPL VW50 beträgt in Japan<br />
rund 450 Euro. In Deutschland liegen beide<br />
Produkte 1500 Euro auseinander<br />
086 www.hdplustv.de<br />
Trauriger Höhepunkt: Der Toshiba HD-DVD-<br />
Player E1 wurde von Fachhändlern verschenkt,<br />
falls ein Fernseher oder Projektor erworben<br />
wurde. Der Wert des Produktes sank damit zeitweise<br />
auf Null
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In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl bislang getesteter<br />
Produkte mit einer Wortbewertung, welche die<br />
Vor- und Nachteile auf den Punkt bringt. Alle Komponenten<br />
sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die<br />
Nachfolgeprodukte ersetzen bei gleicher oder besserer<br />
Bewertung den Vorgänger.<br />
In dieser Ausgabe im Test:<br />
Sony KDL-40W2000<br />
Modell Ansicht Testurteil Bewertung Preis Info Ausgabe<br />
Lautsprecher<br />
Heco<br />
Celan<br />
Sehr neutrales, räumliches Klangbild.<br />
Leichte Mittenbetonung. Hochtonanhebung<br />
möglich. Brachialer<br />
Subwoofer. Unglaublich günstig.<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
2 800,– www.heco-audio.de 01/07<br />
Monitor Audio<br />
Gold Signature<br />
Wunderschöne, optional im<br />
schwarzen Klavierlack gehaltene<br />
Schallwandler. Mitreißender Klang,<br />
aber nicht neutral. Hell abgestimmer<br />
Lautsprecher.<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
4 200,– www.monitoraudio.de 01/07<br />
Teufel<br />
System 6 THX<br />
Select Concert<br />
Effektvoller Film-Klang. Schwächen<br />
bei der Musik-Wiedergabe. Sauber<br />
arbeitender Subwoofer. Sehr gutes<br />
Preis-/Leistungsverhältnis.<br />
Gut<br />
82<br />
1 695,– www.teufel.de 02/07<br />
Audio-Receiver/-Verstärker<br />
Marantz<br />
SR9600<br />
Seine mächtigen Endstufen und das<br />
puristische Äußere täuschen: Der<br />
Marantz ist ein filigraner Musikexperte,<br />
der in Stereo wie in Multikanal<br />
glänzt.<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
3 499,– www.marantz.de 05/06<br />
Onkyo<br />
TX-SR804E<br />
Der Onkyo-Receiver stellt den idealen<br />
Einstieg in die Mehrkanalwelt<br />
dar. Kraftvoller Klang und erstklassige<br />
Verarbeitung – empfehlenswert.<br />
Sehr Gut<br />
86<br />
899,– www.onkyo.de 02/07<br />
Yamaha<br />
RX-V2600<br />
DVD-Player<br />
Mehr Ausstattung zum kleineren<br />
Preis gibt es nicht. Klanglich spielt<br />
der Yamaha dank seiner Nachbearbeitungsprogramme<br />
ganz vorn mit.<br />
Sehr gut<br />
87<br />
1 299,– www.yamaha-hifi.de 05/06<br />
Denon<br />
DVD-3930<br />
Verarbeitung und Bildwiedergabe<br />
auf höchstem Niveau. <strong>Eine</strong> schlechte<br />
Fehlerkorrektur verhindert den<br />
Sprung in noch höhere Sphären.<br />
Ausgezeichnet<br />
92<br />
1 499,– www.denon.de 01/07<br />
Marantz<br />
DV-9600<br />
HD-DVD-/Blu-ray-Player<br />
Panasonic<br />
DMP-BD10<br />
Toshiba<br />
HD-XE1<br />
Marantz macht fast alles richtig:<br />
Besonders der Klang überzeugt auf<br />
ganzer Linie. Wäre doch nur der<br />
Vollbildkonverter stabiler ...<br />
Gelungener Kompromiss aus HD-<br />
Wiedergabe bei Blu-ray Discs und<br />
Fotos, sowie SD-Darstellung bei<br />
DVDs. Mäßige Verarbeitung, teuer.<br />
HD-DVD-Player mit sehr guter Bildund<br />
Tonqualität, Verarbeitung, allen<br />
Decodern und HDMI 1.3. Neben<br />
DVD und HD DVD kaum unterstützte<br />
Formate.<br />
Sehr gut<br />
88<br />
Gut<br />
82<br />
Gut<br />
82<br />
1999,– www.marantz.de 05/06<br />
1499,– www.panasonic.de 01/07<br />
950,– www.toshiba.de 03/07<br />
Bilder: AboutPixel.de, Auerbach Verlag<br />
090 www.hdplustv.de
TV-Geräte<br />
Humax<br />
LDE-HD32S<br />
32-Zoll-LCD-Fernseher mit eingebautem<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver <strong>für</strong> alle Kanäle<br />
sowie Premiere HD. Gute Bildqualität<br />
nach Kalibrierung, mäßiger<br />
Blickwinkel.<br />
Gut<br />
76<br />
1 999,– www.humax-digital.de 01/07<br />
Loewe<br />
Individual 40S<br />
Beste Verarbeitung und ein edles<br />
Design stoßen auf eine nur gute<br />
Bildqualität. 40-Zoll-LCD mit niedriger<br />
Farbauflösung aber integrierten<br />
Digital-Tunern <strong>für</strong> DVB-C/-S/-T.<br />
Gut<br />
76<br />
4 299,– www.loewe.de 01/07<br />
Panasonic<br />
TH-42PV60E<br />
Exzellentes Plasma-Display mit einem<br />
hervorragenden Kontrastwert<br />
und zwei HDMI-Schnittstellen.<br />
Gut<br />
77<br />
2 199,– www.panasonic.de 04/06<br />
Philips<br />
37PF9731<br />
Mit Ambilight ein Kunstwerk. Bildtechnisch<br />
gut, aber nicht spitze. Für<br />
einen 37-Zoller sehr hoher Preis.<br />
Gut<br />
77<br />
3 799,– www.philips.de 06/06<br />
Pioneer<br />
PDP4270XA<br />
42-Zoll-Plasma mit tollem Bild, aber<br />
schwacher Ausstattung. Kalibrierung<br />
des Bildes empfohlen. Beseitigt<br />
60-Hz-Ruckeln.<br />
Gut<br />
80<br />
2 299,– www.pioneer.de 01/07<br />
Samsung<br />
LE40M91B<br />
40-Zoll-LCD in rabenschwarzem<br />
Klavierlack. Spielt Fotos und MP3s.<br />
Bild trotz neuer LED-Beleuchtung<br />
noch nicht ausgereift, schwacher<br />
Kontrast.<br />
Gut<br />
80<br />
4 299,– www.samsung.de 01/07<br />
Sony<br />
KDL-40W2000<br />
40-Zoll-LCD mit voller HD-Auflösung<br />
und beeindruckender Bildleistung.<br />
Farbwiedergabe nicht optimal. Zwei<br />
HDMI-Eingänge.<br />
Gut<br />
77<br />
2 699,– www.sony.de 03/07<br />
Sony<br />
KDL-46X2000<br />
LCD-Schmuckstück mit kompletter<br />
Ausstattung und guter Videoverarbeitung.<br />
Nur minimale Bildvorteile<br />
zum KDL-40W2000, da<strong>für</strong> sechs Zoll<br />
größer und exklusives Design.<br />
Gut<br />
80<br />
4 799,– www.sony.de 02/07<br />
Sony<br />
KDS-55A2000<br />
Rückpro-Fernseher mit Schwächen<br />
im Blickwinkel. Konkurrenzlose Bildqualität<br />
mit 1,4 Meter Bilddiagonale.<br />
Full HD. Niedriger Preis.<br />
Gut<br />
84<br />
2 999,– www.sony.de 01/07<br />
Toshiba<br />
32WL68P<br />
LCD-Fernseher mit drei HDMI-Eingängen<br />
und sehr guter Bewegungsschärfe<br />
dank 100-Hertz-Bildverarbeitung.<br />
Unstimmige Farbwiedergabe.<br />
Gut<br />
77<br />
1 799,– www.toshiba.de 02/07<br />
Projektoren<br />
Benq<br />
W10000<br />
Lichtstarker Full-HD-DLP <strong>für</strong> enorme<br />
Bildgrößen. Gute Farbwiedergabe<br />
und Kontastwerte. Benötigt großen<br />
Abstand zur Leinwand. Leises<br />
Betriebsgeräusch. Bildbreite: 1,5 bis<br />
3,0 Meter.<br />
Gut<br />
79<br />
10 000,– www.jvc.de 03/07<br />
JVC<br />
DLA-HD1<br />
Projektor mit zwei Millionen Bildpunkten,<br />
sehr hoher Bildtiefe und<br />
perfekter Farbtreue. Leider ohne<br />
motorisierte Optik. Schwächen bei<br />
analoger Zuspielung. Bildbreiten:<br />
2,3 bis 2,5 Meter.<br />
Sehr gut<br />
85<br />
6 499,– www.jvc.de 03/07<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 091
Klassentreffen<br />
Marantz<br />
VP-11S1<br />
Full-HD-DLP mit großer Bildtiefe<br />
und neutraler Farbwiedergabe.<br />
Exzellente Schärfe. Könnte leiser<br />
und heller sein. Bildbreiten: 1,8 bis<br />
2,0 Meter.<br />
Gut<br />
81<br />
14 999,– www.marantz.de 01/07<br />
Mitsubishi<br />
HC5000<br />
Full-HD-LCD-Projektor mit motorisierter<br />
Optik. Sehr leise. Neutrale<br />
Farbwiedergabe und sehr hohe<br />
Schärfe, aber schwacher Kontrast.<br />
Bildbreiten: 2,1 bis 2,3 Meter.<br />
Gut<br />
78<br />
3 999,– www.mitsubishi-evs.de 02/07<br />
Optoma<br />
HD70<br />
Nach Kalibrierung gutes Bild, ohne<br />
echte Schwächen. Schwierig in der<br />
Aufstellung. Kompakt und günstig.<br />
Gut<br />
70<br />
1 099,– www.optoma.de 01/07<br />
Panasonic<br />
PT-AE1000E<br />
LCD-Projektor mit zwei Millionen<br />
Bildpunkten und nahezu perfekter<br />
Farbwiedergabe. Einfach in Aufstellung<br />
und Bedienung. Lichtleistung<br />
sehr gering. Bildbreiten: 1,65 bis<br />
1,85 Meter.<br />
Gut<br />
79<br />
4 499,– www.panasonic.de 03/07<br />
Sim2<br />
HT3000<br />
DLP-Projektor mit zwei Millionen<br />
Bildpunkten. Gute Bildqualität und<br />
motorisierte Optik. Bildbreite: 2,1<br />
Meter.<br />
Gut<br />
80<br />
15 999,– www.sim2de.de 02/07<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
Kathrein<br />
901 CI<br />
Der Zwilling zum Pace-Receiver mit<br />
guter Bildqualität. Die Verarbeitung<br />
ist nur durchschnittlich.<br />
Gut<br />
77<br />
359,– www.kathrein.de 01/07<br />
Philips<br />
DSR 9005<br />
<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver mit guter<br />
Bildqualität, aber fehlerhafter CI-<br />
Unterstützung.<br />
Gut<br />
76<br />
349,– www.philips.de 01/07<br />
Topfield<br />
TF7700HCI<br />
Sehr gute Bildqualität sowie einfache<br />
Benutzerführung. Das Gerät<br />
ist derzeit der beste auf dem Markt<br />
befindliche <strong>HDTV</strong>-Empfänger.<br />
Gut<br />
84<br />
379,– www.topfield-sat.de 02/07<br />
IP-TV-Boxen<br />
T-Home<br />
X 300T<br />
<strong>Eine</strong>s der wenigen Geräte, das <strong>HDTV</strong><br />
von IPTV darstellen kann. Dank der<br />
eingebauten Festplatte auch Aufzeichnungen<br />
möglich. Bildausgabe<br />
nicht komplett überzeugend.<br />
Gut<br />
76<br />
379,– www.t-online.de 02/07<br />
<strong>HDTV</strong>-Spielkonsole<br />
Sony<br />
<strong>Playstation</strong> 3<br />
PC-Karten<br />
Günstige Multimedia-Konsole<br />
mit enormer Rechenleistung und<br />
edlem Finish. In Blu-ray-Wiedergabe<br />
und Spieleleistung ersklassig, sehr<br />
gute Fotodarstellung. Ideal zur<br />
Musikarchivierung. Schlechte DVD-<br />
Wiedergabe, hoher Leistungsbedarf.<br />
Könnte leiser sein.<br />
Gut<br />
78<br />
599,– www.sony.de 03/07<br />
Hauppauge<br />
WinTV-HVR-4000<br />
Einfach einzubauende und leicht<br />
zu installierende <strong>HDTV</strong>-PCI-Karte.<br />
Mit Ihr sind endlich Aufnahmen von<br />
<strong>HDTV</strong>-Programmen möglich. Leider<br />
ist sie nicht <strong>für</strong> Pay-TV geeignet.<br />
Gut<br />
84<br />
199,– www.hauppauge.de 02/07<br />
Technotrend<br />
TT-connect®<br />
S2-3600<br />
USB-Box <strong>für</strong> den Empfang von<br />
<strong>HDTV</strong>-Programmen am Laptop. Einfache<br />
Bedienung, guter Funktionsumfang.<br />
Hohe Systemvoraussetzungen<br />
sowie die nicht-Kompatibilität<br />
zu Pay-TV fielen negativ auf.<br />
Gut<br />
81<br />
149,– www.technotrend.de 02/07<br />
092 www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft
Anschlussübersicht<br />
Für einen besseren und bequemeren Überblick stellen wir Ihnen auf dieser Seite alle<br />
wichtigen Anschlüsse vor. Die Erklärungen der jeweiligen Anschlussgrafiken auf den Testseiten<br />
finden sich alle in dieser Tabelle wieder. Ob HDMI, YUV oder die gängigen Audioanschlüsse,<br />
mit der Übersicht der HD+TV verlieren Sie garantiert nie den Anschluss.<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Bezeichnung<br />
Grafik<br />
Audio-Anschlüsse<br />
Multimediale-Anschlüsse<br />
Analog<br />
USB<br />
Audio IN/OUT<br />
L<br />
AUDIO IN<br />
R<br />
L<br />
AUDIO OUT<br />
R<br />
USB<br />
Kopfhörer<br />
KOPFHÖRER<br />
Ethernet<br />
NETZWERK<br />
Mikrofon<br />
MIKROFON<br />
iLink bzw. Firewire<br />
iLINK<br />
Digital<br />
RS-232 (serielle Schnittstelle)<br />
RS-232<br />
S/P-DIF<br />
S/P-DIF koaxial<br />
koaxial<br />
Common Interface<br />
COMMON INTERFACE<br />
S/P-DIF<br />
S/P-DIF optisch (auch TOSLINK)<br />
optisch<br />
Memoryschacht<br />
MEMORYSCHACHT<br />
DENON LINK<br />
Tunereingänge<br />
Denon Link<br />
ANT<br />
Antenne<br />
Video-Anschlüsse<br />
Analog<br />
COMPONENT<br />
VIDEO<br />
LNB IN/OUT<br />
LNB OUT<br />
LNB IN<br />
Component Video (YUV)<br />
Y<br />
PB<br />
12 Volt<br />
12 V<br />
PR<br />
Video IN/OUT<br />
VIDEO<br />
IN<br />
VIDEO<br />
OUT<br />
Stromanschlüsse<br />
AC IN<br />
AC IN<br />
PC IN/OUT<br />
PC IN<br />
PC OUT<br />
220 VOLT<br />
S-Video IN/OUT (auch Y/C)<br />
S-VIDEO<br />
IN<br />
S-VIDEO<br />
OUT<br />
Euro<br />
SCART<br />
Scart<br />
Digital<br />
HDMI<br />
DVI<br />
HDMI<br />
DVI<br />
2×<br />
HDMI<br />
Das neben dem vorgestellten Gerät abgebildete Symbol zeigt die<br />
vom Hersteller verbauten Anschlüsse. In nebenstehendem Fall ist<br />
dies der HDMI-Anschluss. Verbaute der Hersteller mehrere Anschlüsse<br />
<strong>für</strong> den gleichen Standard, so wird dies mit einer Zahl<br />
über dem Symbol deutlich gemacht. In unserem Fall bedeutet<br />
das nebenstehende Symbol, dass das Gerät über zwei HDMI-<br />
Anschlüsse verfügt.<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 093
Marktübersicht 87 ×<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
in €<br />
<strong>HDTV</strong>-<br />
Anschluss<br />
HD-Tuner/<br />
HDD<br />
Auflösung Diagonale Farben<br />
Maße<br />
B/H/T in cm<br />
Gewicht<br />
in kg<br />
Flachbildschirme LCD<br />
Fujitsu Siemens Myrica VQ40-1 1 799,– HDMI, DVI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Grau 98,9 × 61,7 × 11,4 22<br />
Fujitsu Siemens Myrica VQ32-1 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Grau 78,3 × 49,3 × 11,4 12,2<br />
Grundig Cinemo 46 2 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 114,2 × 90,6 × 12,3 46,2<br />
Grundig Cinemo 40 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 99,8 × 80,5 × 12,3 33,9<br />
Grundig Cinemo 32 1 199,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80,6 × 64,4 × 11,2 20<br />
Hitachi 37LD9700 2 100,– 2 × HDMI –/– 1366 × 768 37 Zoll Schwarz 94,0 × 65,7 × 12,0 27,5<br />
Hitachi 32LD9700 1 850,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 81,3 × 58,4 × 11,4 22,5<br />
Hitachi 32LD6600 1 690,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 92 × 52 × 11 20<br />
Humax LDE-32TPVR 2 199,– DVI –/+ 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 84 × 60 × 22 31<br />
Humax LDE-HD32S 1 990,– HDMI +/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 81,2 × 63,3 × 13 25<br />
JVC LT-47DV8BG k.A. 3 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 47 Zoll Schwarz k. A. k.A.<br />
JVC LT-42DV8BG k.A. 3 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz k. A. k.A.<br />
JVC LT-32R71BU 1 499,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Grau 91,9 × 64,9 × 31,1 23<br />
LG 47LB2RF 2 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 47 Zoll Schwarz 1 28 × 71,9 × 13,7 62<br />
LG 37LB2R 1 799,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 118 × 67 × 14 35,9<br />
Loewe Compose 46 5499,– 2 × HDMI +/+ 1920 × 1080 46 Zoll<br />
Bronze, Schwarz,<br />
Silber, Titan, Cream<br />
114,1 × 67,2 × 12,4 35,7<br />
Loewe Compose 40 4499,– 2 × HDMI +/+ 1920 × 1080 40 Zoll<br />
Bronze, Schwarz,<br />
Silber, Titan, Cream<br />
101,4 × 59,7 × 11,4 31,5<br />
Marantz LC3201 2460,– DVI –/– 1366 × 768 32 Zoll Schwarz 77 × 46 × 9 15<br />
Metz Milos 37 S 3 700,– HDMI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Silber 109 × 60 × 12 21<br />
Metz Talio 32 S 2 799,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber 80 × 65 × 11 20<br />
Panasonic TX-32LE7F/S 799,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber 79,1 × 56,3 × 10,7 ca. 20<br />
Panasonic TX-32LM70F 899,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,1 × 56,3 × 10,7 ca. 20<br />
Panasonic TX-32LX70F 1 199,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber 79,1 × 56,3 × 11,7 ca. 20<br />
Philips 42PF9731D 3 699,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll schwarz 109,5 × 76,4 × 11,4 35<br />
Philips 37PF9831 3 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 99,1 × 70,7 × 11,4 26<br />
Philips 32PF9831 2 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 86,9 × 62,5 × 11,4 20,4<br />
Sagem HD L32-T 1 799,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 104 × 56 × 14 24,5<br />
Samsung LE-46F71B 4 299,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 112,9 × 78,8 × 32,0 43,8<br />
Samsung LE-40PF71B 3 199,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 29 31,6<br />
Samsung LE-40M91B 4 299,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 32,6 31,6<br />
Samsung LE-32M71B 1 899,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 31 Zoll Schwarz 80,3 × 57,8 × 25,2 19,2<br />
Sharp LC-52HD1E 5 199,– 2 × HDMI +/+ 1 920 × 1 080 52 Zoll Schwarz 127,4 × 87,2 × 25,5 43,7<br />
Sharp LC-52XL1E 3 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 52 Zoll Schwarz 127,3 × 87,5 × 25,5 36<br />
Sharp LC-46HD1E 4 199,– 2 × HDMI +/+ 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 113,7 × 79,3 × 35,5 38,1<br />
Sharp LC-46XL1E 2 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 113,7 × 79,3 × 25,5 32<br />
Sharp LC-42RD2E 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 102,7 × 72,4 × 25,5 29,5<br />
Sharp LC-37RD2E 1 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,5 × 58,8 × 25,5 20<br />
Sony KDL-26P2520E 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 26 Zoll Silber, Schwarz 66,3 × 47,2 × 12,8 10<br />
Sony KDL-32V2500AEP 1 499,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber, Schwarz 79,2 × 54,6 × 9,9 15<br />
Sony KDL-40V2500AEP 2 399,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Silber, Schwarz 98,8 × 66,4 × 10,3 21<br />
Sony KDL-46V2500AEP 3 099,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 46 Zoll Silber, Schwarz 112,0 × 75,5 × 11,6 28<br />
Telefunken 42TLF7012 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Thomson 46LB330B5 4 500,– HDMI –/– 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 134,4 × 79 × 11,4 20<br />
Thomson 37LB330B5 2 800,– HDMI –/– 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 109 × 71 × 25 33<br />
Thomson 32LB220B4 2 000,– DVI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 95 × 62 × 26 23<br />
094 www.hdplustv.de
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
in €<br />
<strong>HDTV</strong>-<br />
Anschluss<br />
HD-Tuner/<br />
HDD<br />
Auflösung Diagonale Farben<br />
Maße<br />
B/H/T in cm<br />
Gewicht<br />
in kg<br />
Toshiba 42X3030D 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz 102,7 × 67,3 × 12,2 22,4<br />
Toshiba 42C3000P 1 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 102,7 × 67,3 × 12,2 22,4<br />
Toshiba 37X3030D 1 699,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 92,0 × 61,3 × 12,1 16,8<br />
Toshiba 32C3000P 1 099,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,5 × 54,5 × 11,6 14,8<br />
Viewsonic N4060W 2 229,– HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Grau 101,5 × 75,5 × 28 33<br />
Viewsonic N3760w 1 599,– HDMI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Grau 96 × 73 × 28 31<br />
Viewsonic N3260w 1 399,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Grau 82 × 65 × 23 21,5<br />
Flachbildschirme Plasma<br />
Conrac Syros 42 HD 1 100,– DVI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Silber 103 × 68 × 9,72 33,1<br />
Fujitsu/Plasmavision P55XTS51RS 8 500,– HDMI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Silber 138 × 80,8 × 12,5 55<br />
Fujitsu/Plasmavision P50XTS51ES 5 500,– HDMI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Silber 122 × 72,6 × 10 45<br />
Fujitsu/Plasmavision P42HTS51ES 3 500,– HDMI –/– 1 024 × 1 024 42 Zoll Silber 103,9 × 64 × 8,7 31,5<br />
Grundig Xephia 42 1 799,– HDMI/DVI –/– 1 024 × 768 55 Zoll Silber 138 × 80,8 × 12,5 55<br />
Grundig Elegance 50 3 560,– HDMI/ DVI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Silber 121,6 × 72,6 × 10 45<br />
Grundig Xephia 42 1 999,– HDMI, DVI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 75 × 10 39<br />
Hitachi 42PD9700 2 699,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 1 080 50 Zoll Schwarz 126,5 × 83,6 × 10,3 46,8<br />
Hitachi 55PD9700 4 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Silber 103,9 × 64 × 8,7 31,5<br />
Hyundai Imagequest Vvuon Q421H 2 599,– DVI –/– 1 024 × 768 55 Zoll Schwarz 151 × 84 × 10,5 62<br />
Hyundai Imagequest Vvuon Q421S 1 299,– DVI –/– 852 × 480 42 Zoll Schwarz 113,4 × 64,8 × 9,8 37,3<br />
LG 60PY2R 11 999,– HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 104,6 × 72,8 × 9,7 35<br />
LG 50PY2R 5 999,– HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63,1 × 7,9 28<br />
LG 50PC1RR 3 399,– HDMI –/+ 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63,1 × 7,9 28<br />
LG 42PC1RR 2299,– HDMI –/+ 1024 × 768 42 Zoll<br />
Silber, Pianolackschwarz<br />
112,9 × 74,85 × 38 30<br />
Loewe Xelos A42 4500,– HDMI –/– 1024 × 1024 60 Zoll Schwarz 166,6 × 97 × 11,4 (mit Fuß) 71<br />
Loewe Modus L42 2 999,– HDMI –/– 1 024 × 1 024 50 Zoll Schwarz 142 × 83,9 × 11,2 52,5<br />
Marantz PD4201 3990,– DVI –/– 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63 × 8 26<br />
NEC PX-42XR5 2449,– 2 × HDMI –/– 1024 × 768 50 Zoll<br />
Silber, Pianolack-<br />
Schwarz<br />
130,3 × 81 × 10,9 51,56<br />
NEC PX-60XR5 8899,– 2 × HDMI –/– 1366 × 768 42 Zoll Silber 107 × 72,7 × 10,9 39,5<br />
NEC PX-50XR6 3 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Silber 107 × 75 × 10,9 39,6<br />
Panasonic TH-42PV60 2 099,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 60 Zoll Schwarz 147,6x88x12,6 61,5<br />
Panasonic TH-37PV71F 1 399,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 720 50 Zoll Schwarz 122,2 × 73,6 × 9,9 35,5<br />
Panasonic TH-42PV71F 1 599,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Schwarz 102,2 × 61 × 9,8 27<br />
Panasonic TH-42PX730 k.A. 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Schwarz 102 × 68 × 9,7 27<br />
Phocus PDP50MHS 3 500,– DVI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 91,7 × 66,7 × 33 23<br />
Pioneer PDP-5000EX 8 300,– 2 × HDMI/DVI –/– 1 920 × 1 080 60 Zoll Schwarz 147 × 88 × 11,8 51<br />
Pioneer PDP-427XD 2 799,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 50 Zoll Silber 124,4 × 76,5 × 9,9 46,8<br />
Pioneer PDP-607XD 7 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Silber-Schwarz 102 × 70,5 × 9,5 30<br />
Pioneer PDP-507XD 4 199,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 107,7 × 68,9 × 13,8 32,5<br />
Samsung PS-50P7H 3 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Schwarz 122,4 × 71,7 × 11,5 34,7<br />
Inserenten<br />
Anixe<br />
TV U3<br />
DIGITAL FERNSEHEN 89<br />
Hai-End.com 25<br />
HDplusTV.de 5<br />
Homecast 85<br />
Humax<br />
U2<br />
Konica Minolta 23<br />
Loewe<br />
U4<br />
Medienforum NRW 27<br />
NEMO 36/37<br />
Teufel 3<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 095
HD-Kanäle via Satellit<br />
In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong> ausgestrahlten<br />
Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet. Neuaufschaltungen<br />
werden zur besseren Übersicht markiert.<br />
Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />
Astra 19,2 Grad Ost<br />
Premiere HD Film deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Premiere HD Thema deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />
Canal+ H igh Tech fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
National Geo. France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
TF 1 HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />
M6 HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12581 vertikal 22000 5/6<br />
Astra <strong>HDTV</strong>-Promo eng MPEG-2/DVB-S – 12 610 vertikal 22000 5/6<br />
Anixe H D deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />
Astra HD/Arte HD* eng MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />
ProSieben HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />
Sat.1 H D deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />
Hot Bird 13 Grad Ost<br />
Canal+ Sport HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 10719 vertikal 27500 3/4<br />
TPS St ar H D fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 10 834 vertikal 27500 3/4<br />
Discovery HD Europe pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />
MGM HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 Horizontal 27500 2/3<br />
N Sport pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />
Sky Sport HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />
Next HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />
Sky Cinema HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />
National Geographic HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />
Luxe H D fra MPEG-4/DVB-S – 12 322 horizontal 27500 3/4<br />
Intelsat 12 45 Grad Ost<br />
Discovery HD eng MPEG-4/DVB-S PowerVU 11 591 horizontal 6666 3/4<br />
Türksat 42 Grad Ost<br />
D <strong>HDTV</strong> tur MPEG-4/DVB-S2 – 11 990 horizontal 6 666 8/9<br />
Express AM 1 40 Grad Ost<br />
<strong>HDTV</strong> Test rus MPEG-4/DVB-S – 10 981 vertikal 44 951 5/6<br />
Eutelsat Sesat 36 Grad Ost<br />
Luxe H D fra MPEG-4/DVB-S – 11 176 horizontal 27500 3/4<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 111 horizontal 26500 3/4<br />
HD Kino rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 27500 3/4<br />
HD Promo rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 27500 3/4<br />
HD Sport rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 27500 3/4<br />
Astra 2 28,2 Grad Ost<br />
BBC H D eng MPEG-4/DVB-S Videoguard 10847 vertikal 22000 5/6<br />
Sky Sports 1 HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11720 horizontal 28250 3/4<br />
Sky Sports 2 HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11720 horizontal 28250 3/4<br />
Sky M ovies 9 eng MPEG-4/DVB-S Videoguard 11798 horizontal 27500 3/4<br />
Sky Ret rail H D eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />
Discovery H D eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />
Sky Box Office H D 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />
Sky A rts eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />
Sky Box Office H D 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />
Prem Plus eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />
Sky One U K eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />
Sky M ovies 10 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />
National G eo HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 363 vertikal 28250 3/4<br />
The History Channel HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 363 vertikal 28250 3/4<br />
Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />
HD 2 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />
Exqi nld MPEG-4/DVB-S Irdeto 10 758 vertikal 22000 7/8<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />
Astra HDZV Promo eng MPEG-4/DVB-S2 10 803 horizontal 22000 2/3<br />
096 www.hdplustv.de<br />
Frequenzen i n MHz, Pol. = Polarisation, SR = Symbolrate, FEC = Fehlerkorrektur,<br />
Neuaufschaltungen, * nur sporadisch aufgeschaltet
Astra <strong>HDTV</strong> Promo eng MPEG-4/DVB-S2 10 803 horizontal 22000 2/3<br />
HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 10842 vertikal 13 333 3/4<br />
HD 4U eng MPEG-4/DVB-S2 10842 vertikal 13 333 3/4<br />
Astra <strong>HDTV</strong> Promo eng MPEG-4/DVB-S 12 032 horizontal 27500 3/4<br />
Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />
Exqi nld MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
HD 4 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17 360 3/4<br />
Luxe HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 10899 vertikal 9404 3/4<br />
Sirius 5 Grad Ost<br />
HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12 245 vertikal 27 500 7/8<br />
Thor 0,8 Grad West<br />
Canal+ F ilm H D div. MPEG-4/DVB-S Conax 11 421 horizontal 25000 2/3<br />
Canal+ S port H D swe MPEG-4/DVB-S Conax 11 421 horizontal 25000 2/3<br />
Canal+ F ilm H D div. MPEG-2/DVB-S Conax 11 421 horizontal 25000 2/3<br />
SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 434 vertikal 25000 2/3<br />
Discovery HD Europe eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 380 vertikal 25000 2/3<br />
SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 380 vertikal 25000 2/3<br />
Voom HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 380 vertikal 25000 2/3<br />
Atlantic Bird 3 5 Grad West<br />
TF 1 H D fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 512 vertikal 39760 7/8<br />
Arte H D fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 554 vertikal 30000 7/8<br />
Ret 4 H D ita MPEG-2/DVB-S Mediaguard 12 591 horizontal 19 636 2/3<br />
Atlantic Bird 1 12,5 Grad West<br />
Luxe H D fra MPEG-4/DVB-S – 11 387 horizontal 27 500 3/4<br />
Hispasat 30 Grad West<br />
Canal AD Promo spa MPEG-4/DVB-S – 11 731 vertikal 27 500 3/4<br />
Canal+ Film HD<br />
Seit Anfang März ist Skandinavien im Umbruch.<br />
Mit der Einführung von <strong>HDTV</strong> im Canal+-Digitalpaket<br />
können nun endlich auch die Nordeuropäer<br />
in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen<br />
Filme in hochauflösender Qualität genießen. Im Programm<br />
von Canal+ Film HD sind unter anderem beliebte<br />
Filme wie Madagaskar zu bewundern. Leider<br />
kommen die Zuschauer außerhalb Skandinaviens<br />
nur bedingt in den Genuss der Programme. Einzig in<br />
den Vormittagsstunden sendet Canal+ Film HD zu<br />
Werbezwecken uncodiert.<br />
Anixe HD<br />
Zu den Pionieren bei der Einführung von <strong>HDTV</strong> in Europa<br />
zählt zweifelsohne Anixe HD. Das in Deutschland<br />
produzierte Programm bereitet ältere Filme in<br />
<strong>HDTV</strong>-Qualität auf. Allabendlich präsentiert Anixe<br />
somit mindestens einen Spielfilmklassiker. Seit März<br />
können auch Bundesligaspiele bei Anixe uncodiert<br />
bewundert werden. Dank einer Zusammenarbeit<br />
mit Schalke 04 sendet Anixe alle Heimpartien des<br />
Fußballvereins wenige Tage nach dem Spiel in hochauflösender<br />
Qualität. Anixe wird uncodiert ausgestrahlt.<br />
Canal AD Promo<br />
Ein wahrer Geheimtipp <strong>für</strong> Technikfreaks ist das<br />
HD-Signal auf der spanischen Satellitenposition 30<br />
Grad West. Der Testsender Canal AD überträgt hier<br />
eine kurze Promo, mit der Sie die Leistungsfähigkeit<br />
Ihres Fernsehers und <strong>HDTV</strong>-Receivers testen können.<br />
Wenn das dargestellte Bild ruckelfrei auf dem<br />
Bildschirm angezeigt wird, ist die verbaute Technik<br />
optimal eingestellt. Das Testsignal kann uncodiert<br />
empfangen werden.<br />
www.anixehd.tv<br />
Satellit Thor 0,8 Grad West<br />
Codierung Conax<br />
Sprache div.<br />
Frequenz 11 421 MHz h, SR 25000, FEC 2/3<br />
Norm<br />
MPEG-4/DVB-S2<br />
Satellit Astra 19,2 Grad Ost<br />
Codierung –<br />
Sprache Deutsch<br />
Frequenz 12 722 MHz h, SR 22000, FEC 2/3<br />
Norm<br />
MPEG-4/DVB-S2<br />
Satellit Hispasat 30 Grad West<br />
Codierung –<br />
Sprache Spanisch<br />
Frequenz 11 731 MHz v, SR 27500, FEC 3/4<br />
Norm<br />
MPEG-4/DVB-S<br />
Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 097
Impressum<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (0341) 1 49 55-11<br />
Herausgeber<br />
Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />
Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />
Schnappschüsse<br />
aus Hamburg und Babelsberg<br />
Von wegen der <strong>Playstation</strong> steht das Wasser bis zum Hals:<br />
Gegen die Brandungen Hamburgs charterte Sony ein<br />
eigenes Hausboot<br />
Das Ehegelübde unseres Verlagsstrategen wiegt tief:<br />
Dieser Ring ist sein!<br />
<strong>Vorschau</strong><br />
4.2007<br />
Komisch, im Fernsehen sah er<br />
irgendwie kleiner aus<br />
Dieser nette Herr weist Ihnen<br />
am Kiosk den richtigen Weg zur<br />
HD+TV<br />
Bei den Göttern<br />
Wir enthüllen Sonys aktuelle<br />
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Bereit <strong>für</strong> den Urlaub<br />
HD-Camcorder <strong>für</strong> die<br />
schönsten Stunden des Jahres<br />
Wertanlage<br />
Diese Produkte kennen<br />
kein Ebay<br />
Oscarreife Filme<br />
Die neuesten Blu-ray Discs<br />
und HD DVDs<br />
Die nächste Ausgabe erscheint<br />
am 8. Juni 2007<br />
Copyright NLP, Inc.<br />
Copyright NLP, Inc.<br />
Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Mario Hess<br />
Chefredaktion (ViSdP)<br />
Marc Hankmann<br />
Chef vom Dienst<br />
Christian Trozinski<br />
Produktionsleitung<br />
Uwe Gajowski<br />
Grafikdesign<br />
Susann Beutlich, Thomas Butzmann, Romy Ebert,<br />
Tobias Ehleben, Simon Guse, Janine Hirsch, Kati<br />
Landherr, Rico Langer, Kirsten Weber, Linda Wenzel<br />
Redaktion:<br />
Frank Bitterhof, Rainer Bücken, Frank Geiseler,<br />
Hubert Gertis, Martin Günther, Mandy Hannemann,<br />
Mario Hess, Tobias Lindner, Alexander Lohr, Frank<br />
Meinzenbach, Thomas Meyer, Eva Nowitzki, Moritz<br />
Ostertag, Ricardo Petzold, Patricia Hinrichs, Susanne<br />
Sprotte, Falko Theuner, Jeannine Völkel<br />
Anschrift<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Redaktion HD+TV<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
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www.hdplustv.de<br />
Anzeigen<br />
Nicole Kühn, Benjamin Mächler, Carsten Philipp<br />
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Abonnenten<br />
Nadine Helbig, Stephanie Kurz<br />
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Vertrieb<br />
MZV Moderner Zeitschriften<br />
Vertrieb GmbH & Co. KG<br />
Breslauer Straße 5, D-85386 Eching<br />
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ISSN: 1861-1737<br />
Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />
Einzelpreis Deutschland: 4,90 Euro<br />
Jahresabo Deutschland: 24,90 Euro<br />
Jahresabo Ausland: 34,90 Euro<br />
Druck<br />
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© 2007 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />
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