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HDTV Playstation 3: Eine für Alles (Vorschau)

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NR. 3 MAI/JUNI 2007<br />

Ihr Ratgeber <strong>für</strong> Audio, Video und Heimkino<br />

87 LCD- UND<br />

PLASMA-TVS<br />

AUF EINEN<br />

BLICK<br />

OHRENWEIDE<br />

Jamo-Lautsprecher<br />

verzaubern die Sinne<br />

BESSERE BILDER<br />

Plasma, Beamer und<br />

LCD optimal eingestellt<br />

FAULER ZAUBER?<br />

Wie Einmesssysteme<br />

den Klang beeinflussen<br />

PLAYSTATION 3<br />

EINE FÜR ALLES<br />

Bilder archivieren<br />

Musik speichern<br />

Filme auf Blu-ray<br />

im Internet surfen<br />

Spiele in HD<br />

Linux-PC<br />

WORKSHOP<br />

+ TEST<br />

HEIMKINOFUTTER: 15 TOP-AKTUELLE<br />

BLU-RAYS UND HD DVDS VORGESTELLT<br />

SPITZEN-<br />

BEAMER<br />

Top-Projektoren<br />

von Benq, JVC und<br />

Panasonic im Test


NR. 3 MAI/JUNI 2007<br />

Ihr Ratgeber <strong>für</strong> Audio, Video und Heimkino<br />

87 LCD- UND<br />

PLASMA-TVS<br />

AUF EINEN<br />

BLICK<br />

OHRENWEIDE<br />

Jamo-Lautsprecher<br />

verzaubern die Sinne<br />

BESSERE BILDER<br />

Plasma, Beamer und<br />

LCD optimal eingestellt<br />

FAULER ZAUBER?<br />

Wie Einmesssysteme<br />

den Klang beeinflussen<br />

PLAYSTATION 3<br />

EINE FÜR ALLES<br />

Bilder archivieren<br />

Musik speichern<br />

Filme auf Blu-ray<br />

im Internet surfen<br />

Spiele in HD<br />

Linux-PC<br />

WORKSHOP<br />

+ TEST<br />

HEIMKINOFUTTER: 15 TOP-AKTUELLE<br />

BLU-RAYS UND HD DVDS VORGESTELLT<br />

SPITZEN-<br />

BEAMER<br />

Top-Projektoren<br />

von Benq, JVC und<br />

Panasonic im Test


EDITORIAL<br />

Tests statt Messe<br />

Wenn Sie sich noch an das letzte Editorial erinnern können,<br />

wissen Sie, dass es um die Consumer Electronic Show<br />

in Las Vegas ging. Jetzt könnte ich nahtlos an die Cebit in<br />

Hannover anschließen und mich so von Messe zu Messe<br />

hangeln. Und obwohl <strong>HDTV</strong> auf der einstigen Computermesse<br />

bei Empfangs- und Wiedergabegeräten durchaus<br />

ein Thema war, verweise ich an dieser Stelle doch lieber<br />

auf unseren Bericht ab Seite 13.<br />

Ob die Unterhaltungselektronik auch in Zukunft auf der<br />

Cebit stark vertreten ist, darf angesichts der vielen Meldungen<br />

über die Stärkung des Händlerbereichs fraglich<br />

sein. Weniger Show mehr Cash lautet das diesjährige<br />

Motto in Hannover, das auch Früchte trägt. Die meisten Hersteller ziehen ein positives<br />

Fazit. Während auf der Cebit die Produkte von morgen vorgestellt wurden,<br />

präsentieren wir Ihnen in der HD+TV die Unterhaltungselektronik, die Sie bereits<br />

heute in den Läden finden. Dazu gehört endlich auch die <strong>Playstation</strong> 3, die nicht nur<br />

in unserer Redaktion sehnlichst erwartet wurde. Ob die Konsole die Erwartungen<br />

erfüllt, lesen Sie ab Seite 56.<br />

Absolut im Kommen sind Beamer <strong>für</strong> das Heimkino. Bereits in der letzten Ausgabe<br />

schickten wir Mitsubishi und Sim2 durch unsere Teststrecken. In dieser Ausgabe<br />

müssen sich die neuesten Projektoren von Panasonic, JVC und Benq beweisen.<br />

Wer am besten abschneidet, wird ab Seite 73 verraten.<br />

Ebenfalls <strong>für</strong>s Auge finden Sie in dieser Ausgabe einen Test des HD-XE1 und des<br />

neuen <strong>HDTV</strong>-Receivers von Kathrein vor. Das Ohr soll aber nicht zu kurz kommen.<br />

Ab Seite 44 erklären wir die Unterschiede zwischen den Einmess-Systemen <strong>für</strong> Lautsprecheranlagen<br />

und geben nützliche Tipps, wie Sie daheim die beste Einstellung<br />

<strong>für</strong> Ihre Lautsprecher herausfinden können. Passend hierzu haben wir das aktuelle<br />

Lautsprecherset von Jamo (ab Seite 85) sowie den Denon AVR 2307 (ab Seite 80)<br />

genauer unter die Lupe genommen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.<br />

MARC HANKMANN<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

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Bildreferenz<br />

JVCs D-ILA-Projektor<br />

zeigt Bilder wie noch nie<br />

ab Seite 73<br />

73<br />

64<br />

Gutes noch besser<br />

Toshibas HD-DVD-Player<br />

im Test<br />

42<br />

Klangwelten<br />

Was verspricht Surround<br />

im Heimkino<br />

38<br />

Hintergrundspezial<br />

Der Weg des<br />

Dokumentarfilmes<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

Lesen Sie auch DIGITAL FERNSEHEN<br />

Das Medienmagazin berichtet jeden<br />

Monat aktuell über alles Wissenswerte<br />

rund um das Digital-TV. Die<br />

aktuelle Ausgabe ist jetzt am Kiosk<br />

erhältlich.<br />

NEUES<br />

06 Der Sinn der CeBIT<br />

07 Newsticker<br />

12 Hintergrund: CeBIT<br />

15 Leserbriefe<br />

STANDARDS<br />

03 Editorial<br />

71 Prämienabo<br />

82 Ruckelfreie Bildwiedergabe<br />

83 Heftnachbestellung<br />

87 HD+TV-Abo<br />

90 Testübersicht<br />

93 Anschlusstabelle<br />

94 Marktübersicht/Inserenten<br />

96 Frequenzen<br />

98 <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

INHALTE<br />

17 HD <strong>für</strong> den kleinen Geldbeutel<br />

18 Hochauflösende Kost<br />

via Satellit<br />

20 Raumklang <strong>für</strong>s Handy<br />

22 HD-Kamera im Miniformat<br />

24 Fachhändlerreport:<br />

Audioreferenz in Hamburg<br />

28 Programmhöhepunkte auf<br />

Premiere HD<br />

30 Spiele <strong>für</strong> Xbox 360 und PS3<br />

32 Neues aus der Scheibenwelt:<br />

Aktuelle Blu-ray Discs<br />

und HD DVDs<br />

38 Dokumentarfilm-Produktion<br />

004 www.hdplustv.de<br />

Titelbild: Auerbach Verlag, Benq, Jamo, JVC, Linux, Panasonic, Sony, Warner Bros.– „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ab 20. 04. 07 auf HD DVD erhältlich


HD total<br />

Programme, Filme und Spiele ab Seite 28<br />

28<br />

www.hdplustv.de<br />

WISSEN<br />

41 Versprechen der Hersteller<br />

42 Kino trifft Heimkino<br />

44 Autoeinmessung erklärt<br />

46 Optimale Bildeinstellung<br />

48 Kontrast wichtiger<br />

als Bildschärfe?<br />

50 Videokonverter und<br />

ihre Möglichkeiten<br />

52 Bildqualität:Bitrate<br />

von Premiere<br />

54 Erfinder der Fernbedienung<br />

56 Workshop: <strong>Playstation</strong> 3<br />

60 Samsung-Initiative <strong>für</strong><br />

bessere Bildqualität<br />

<strong>Playstation</strong> 3<br />

Workshop und Test zu Sonys<br />

Geheimwaffe ab Seite 56<br />

KAUFBERATUNG<br />

61 Fürsorgepflicht der Hersteller<br />

62 <strong>Playstation</strong> 3 startet in Europa<br />

64 HD-DVD-Player: Toshiba HDXE1<br />

66 Neuer <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

von Kathrein<br />

68 Full-HD-LCD von Sony<br />

70 Blu-ray unterwegs:<br />

Sony-Notebook im Test<br />

73 Projektorreferenz JVC DLA-HD1<br />

76 Farbenpracht: LCD-Projektor<br />

von Panasonic<br />

78 Hell und leise: DLP-Projektor<br />

W10000 von Benq<br />

80 Großer Klang <strong>für</strong> kleine<br />

Geldbeutel: Denon AVR 2307<br />

Die<br />

Website<br />

<strong>für</strong> das<br />

bessere<br />

Fernsehen<br />

Inhalt: Electronic Arts, Hee Seong Han, JVC, Morguefile.com, Sony, Anna Christina Spanlang, Toshiba, Warner<br />

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www.hdplustv.de


NEUES<br />

Der Sinn der Cebit<br />

Jedes Jahr streiten die Experten der Unterhaltungselektronik (UE) aufs Neue<br />

über den Sinn der CeBIT. Zweifelsohne ist diese Messe <strong>für</strong> die Computerbranche<br />

das Highlight des Jahres, aber lohnt sich die CeBIT auch nach der<br />

jährlichen Taktung der Internationalen Funkausstellung (IFA) weiterhin <strong>für</strong><br />

die UE-Branche?<br />

So recht kann dies wohl keiner beantworten, denn zum einen ist es fast<br />

unmöglich auf beiden Messen neue Innovationen zu präsentieren, zum<br />

anderen verschmelzen Computer und Heimelektronik immer mehr. Wo soll<br />

nun die Grenze gezogen werden? Die Spielekonsole wird zeitgleich zum<br />

Blu-Ray-Player und sollte deshalb auch am 42-Zoll-Plasma betrieben werden.<br />

Wer erklärt künftig dem Fachbesucher, dass er neben der CeBIT auch<br />

auf die IFA muss, um die komplette Technik sehen zu können? Denn wenn<br />

wirklich eine Trennung zwischen UE- und IT-Branche eintritt, sind Flachbildfernseher<br />

wie sie Sharp, Toshiba und Panasonic noch in diesem Jahr ausstellten,<br />

bald nicht mehr auf der CeBIT zu finden.<br />

<strong>Eine</strong> strikte Trennung ist längst nicht mehr möglich. Deshalb wird wohl die<br />

Industrie in den sauren Apfel beißen müssen und zwei jährliche Veranstaltungen<br />

durchführen. Auch wenn dies neue finanzielle Belastungen <strong>für</strong> die<br />

Betroffenen bedeutet, ist es ein notwendiges Übel.<br />

Einzig über die Ausrichtung lässt sich weiter streiten. Seit Jahren ist bekannt,<br />

dass die CeBIT europaweit eine der teuersten Messen ist. Hotelzimmer<br />

von durchschnittlich 200 Euro pro Nacht schrecken Fachbesucher<br />

und mittlerweile sogar den ein oder anderen Hersteller ab. Nach mehreren<br />

Jahren hat dies nun endlich auch die Messeleitung eingesehen und die<br />

Gastwirte und Hoteliers aufgefordert, humanere Preise anzusetzen. Aber<br />

lässt sich diese Problem mit einem Fingerzeig beseitigen? Wohl eher nicht,<br />

attraktive Gegenangebote an die Dienstleister müssen hier auch von Seite<br />

der Messeleitung getätigt werden. Kein marktwirtschaftlich arbeitendes<br />

Unternehmen verzichtet freiwillig auf zusätzliche Einnahmen.<br />

Auch am Design der Messe soll sich etwas verändern. Nach Abschluss der<br />

diesjährigen CeBIT kommen die Betonstände der großen Unternehmen<br />

unter den Hammer. Zeit wird es, denn die immer gleich aussehenden Stände<br />

sind wahrhaftig kein Hingucker mehr. Es bleibt spannend, was die Verantwortlichen<br />

in den kommenden Monaten bewegen können, um wieder<br />

mehr Pepp in diese eingeschlafene Messe zu bekommen. Der CeBIT selbst<br />

wird jede Veränderung gut tun.<br />

Ricardo Petzold<br />

Redaktion HD+TV<br />

006 www.hdplustv.de


Bundesliga wieder in <strong>HDTV</strong><br />

Anixe HD sorgt einmal mehr <strong>für</strong> eine Überraschung. Der frei empfangbare HD-<br />

Sender zeigt die Heimspiele des FC Schalke 04 in HD-Qualität – allerdings immer<br />

ein paar Tage später. „Dienstag ist bei uns jetzt immer Fußballtag“, bestätigte<br />

Jennifer Lapidakis, Sendeleiterin von Anixe HD, auf Nachfrage von HD+TV. Jeden<br />

Dienstag um 20.15 Uhr ist Fußballzeit bei Anixe. Sollte ein Champions-League-<br />

Dienstag sein, dann werden die Schalke-Spiele verlegt. Die in HD produzierten<br />

Partien werden von Anixe in voller Länge und in HD-Qualität ausgestrahlt. Zu<br />

empfangen ist das Fußballangebot dann sowohl über die Astra-Satelliten als auch<br />

bei Kabel BW und im Internet. Darauf hat sich Anixe mit den Verantwortlichen<br />

des FC Schalke 04 sowie der Deutschen Fußball Liga (DFL) geeinigt. „Wir sind<br />

unglaublich froh, den FC Schalke 04 <strong>für</strong> unser Programm gewonnen zu haben“,<br />

freut sich Lapidakis, „das ist ein Riesenerfolg <strong>für</strong> uns“. Als Moderator <strong>für</strong> die Bundesligapartien<br />

konnte Anixe den aus dem Ruhrgebiet stammenden Fußballexperten<br />

Uli Potofski gewinnen, der früher „Anpfiff“ auf RTL moderiert hat. RP<br />

ewsticker<br />

Bilder: Anixe, Auerbach Verlag, LG, Schalke 04<br />

Dual hält besser<br />

Der bekannte Hersteller LG bringt mit dem Super Multi Blue Player BH-100 eine<br />

kleine Sensation auf den heiß umkämpften Elektronikmarkt. Er ist momentan der<br />

einzige Player, der sowohl Blu-Ray-Discs als auch HD-DVDs lesen kann. Für all jene,<br />

denen der anhaltende Formatkampf bereits Kopfschmerzen bereitet, bringt der<br />

BH-100 wieder sorgenfreie Tage. Zudem liefert er eine native Full-HD-Auflösung,<br />

welches besonders die Heimkinofreunde erfreuen dürfte. Das elegante schwarze<br />

Aluminiumdesign und die einfache Bedienung sprechen <strong>für</strong> das Gerät. Da der<br />

kleine Player auch möglichst mit Full-HD betrieben werden kann, bringt LG dazu<br />

noch die zwei passenden Displays auf den Markt: ein LCD-Full-HD-Gerät und<br />

einen Plasma, ebenfalls in 1 080p-Full-HD-Auflösung. Der LCD-Fernseher LY96<br />

besticht durch schickes Pianolackdesign und einer Auflösung von 1 920 × 1 080<br />

Pixeln. Das speziell entwickelte Farbraummanagement sorgt <strong>für</strong> eine noch bessere<br />

Farbdarstellung und detailgetreue Bildwiedergabe. Ebenfalls bringt die Pure-<br />

Black-Technologie tiefsattes Schwarz auf die Mattscheibe. Die zwei integrierten<br />

Tuner <strong>für</strong> analoges und digitales Fernsehen und zwei HDMI-Schnittstellen lassen<br />

alles weitere überflüssig erscheinen. Insgesamt sind vier Bildschirmgrößen von 37<br />

bis 52 Zoll erhältlich. MG<br />

+++ IN DEN USA ÜBERTRAFEN DIE BLU-RAY-VERKÄUFE DIE HD-DVD-VERKAUFSZAHLEN IM ZWEITEN MONATE IN FOLGE. IN<br />

DEUTSCHLAND IST DAS HD-DVD-FORMAT AUFGRUND DER SPÄTEN EINFÜHRUNG DER PLAYSTATION 3 UND ÜBERHÖHTEN FILM-<br />

Neues | HD+TV | 3.2007 007


KEF auf Kundenjagd<br />

KEF veröffentlicht eine neue Reihe von High-End-Lautsprechern,<br />

die in der „Reference“-Serie integriert wurden. Zur Wahl stehen<br />

die Regallautsprecher 201/2 und die Standlautsprecher 203/2, das<br />

3-Wege-System 205/2 und der größte Monitor dieser Reihe, der<br />

4-Wege-Lautsprecher 207/2. Die Technik wurde laut Hersteller<br />

verbessert, es wurden nur ausgewählte Materialien verwendet.<br />

Grundlage klangneutraler Reproduktionen ist das eigens entworfene<br />

„Austin-Konzept“. Mit einem Frequenzgang von 40 Hertz bis<br />

60 Kilohertz und den Übergangsfrequenzen jeweils bei 120 Hertz,<br />

350 Hertz, 2,3 Kilohertz soll das Flaggschiff, der 207/2er, die Kunden<br />

beeindrucken. Die Impedanz beträgt acht Ohm, der maximale<br />

Schalldruck 117 Dezibel, das Gewicht eines Monitors zählt 66 kg<br />

und d ie M aße liegen b ei ( H × B × T) 1 226 × 400 × 685 mm. AL<br />

Premiere-HD tauglich dank Update<br />

Dank eines über Satellit ausgestrahlten Updates <strong>für</strong> die Alphacrypt-Module sind diese nun<br />

auch <strong>für</strong> die Decodierung der Premiere-HD-Kanäle geeignet. Vorausgesetzt Sie haben eine<br />

<strong>für</strong> <strong>HDTV</strong> freigeschaltete Premiere-Smartcard. Auf diese Weise können die <strong>HDTV</strong>-Programme<br />

im Premiere-Paket mit einem Modul der Alphacrypt-Baureihe auch mit einem nicht lizenzierten<br />

CI-Receiver empfangen werden. Das Update <strong>für</strong> die Module wird über den ORF-<br />

Transponder auf Astra (Frequenz 12,692 GHz horizontal SR 22 000, FEC 5/6) ausgestrahlt.<br />

Nach dem Zappen auf einen in dem Paket enthaltenen Sender öffnet sich automatisch ein<br />

Popup-Fenster auf dem Bildschirm. Wenn Sie dies mit der „OK-Taste“ bestätigen, wird das<br />

Update automatisch installiert. RP<br />

Generationswechsel<br />

Der holländische Hersteller Philips stellt nach nur einem Jahr die Scanning-Backlight-Technologie<br />

wieder ein. Diese Technologie sollte vor<br />

allem scharfe Bewegungsabläufe sichern. Ersatz <strong>für</strong> dieses Verfahren<br />

wird die konventionelle 100-Hertz-Technik sein. Deshalb bleibt auch<br />

das „Clear LCD“-Label auf der Frontseite der Geräte. Grund <strong>für</strong> die<br />

Einstellung sei der kostenintensive Produktionsprozess. Durch den<br />

Tausch der so genannten Heißkathodenröhren zurück zu den normalen<br />

Kaltkathodenröhren werden Kosten gespart. Wichtiger jedoch ist<br />

die neue Scaler-Einheit, die den Namen „Perfect Pixel HD“ trägt. Diese<br />

löst wiederum das Pixel-Plus-System ab. Das erste Gerät, welches<br />

diese Technologie beherbergt, wird der 32PFL9632D sein, der ab Mai<br />

in die Geschäfte kommt. Auch arbeite Philips derzeit intensiv an der<br />

LED-Beleuchtung <strong>für</strong> neue Panel-Generationen. MG<br />

Bilder: Auerbach Verlag, KEF, Philips, Pixelquelle, StockXchng, WDR<br />

008 www.hdplustv.de<br />

PREISEN BEI BLU-RAYS NOCH FÜHREND. +++ SAMSUNG KÜNDIGT EINEN LAPTOP MIT HD-DVD-LAUFWERK AN. +++ DIE GERÜCHTE<br />

VERHÄRTEN SICH, MICROSOFT STELLE IM SOMMER EINE SCHWARZE XBOX 360 MIT EINGEBAUTEM HD-DVD-LAUFWERK PLUS HDMI-AUS-


WDR: <strong>HDTV</strong> noch 2007<br />

Der westdeutsche Rundfunk will noch in diesem Jahr mit ersten Tests von <strong>HDTV</strong> beginnen.<br />

In einem internen Papier, welches unserer Redaktion vorliegt, plant der Sender über Satellit<br />

noch 2007 erste Programmangebote in <strong>HDTV</strong> auszustrahlen. Der Regelbetrieb wird<br />

allerdings laut WDR nicht vor 2010 starten. Auch das Schweizer Fernsehen SRG will gemeinsam<br />

mit dem Schwesterunternehmen SSR ins <strong>HDTV</strong>-Geschäft einsteigen. Im Gegensatz<br />

zu den SDTV-Programmen soll dabei aber erst einmal ein gemeinsamer Kanal <strong>für</strong> die<br />

in der Schweiz vertreten Sprachgruppen genutzt werden. Die Ausstrahlung wird codiert<br />

über Hot Bird erfolgen. Zeitgleich kündigte der SRG an, die Gebühren in Hinblick auf die<br />

<strong>HDTV</strong>-Einführung zu erhöhen. Künftig werden zwölf Franken mehr im Jahr von jedem<br />

Haushalt eingezogen. RP<br />

ewsticker<br />

Panasonic trägt Schwarz<br />

Die neue Viera-Fernsehreihe von Panasonic bietet nicht nur überarbeitete<br />

Technologien, sondern auch ein völlig ungewohntes Antlitz: Statt der<br />

kurzzeitigen Trendfarbe Silber setzt man nun auf ein zeitloses Schwarz.<br />

Die neue Serie splittet sich in drei Modellreihen. Die am einfachsten<br />

ausgestatten Versionen 37PX70E, 42PX70E und 50PX70E bieten sämtliche<br />

neuen Bildverbesserungstechnologien und sollten ihren teureren<br />

Brüdern 42PX700E und 50PX700E zumindest in Sachen Bildqualität<br />

in nichts nachstehen. So werden überarbeitete Rauschreduzierer Bildfehler<br />

effizienter mindern und eine optimierte Graustufenverarbeitung<br />

den False-Contour-Effekt noch weiter reduzieren. Die hochpreisigen<br />

Modelle bieten als besonderes Bonbon drei HDMI-Eingänge und einen<br />

Speicherkartenleser, mit denen Sie nicht nur Digitalfotos in HD-Qualität<br />

betrachten, sondern auch Videos im Panasonic-eigenen AVCHD-Format<br />

abspielen können.<br />

Die wohl größte Neuerung stellt der 50PZ700E dar, welcher als erster<br />

50-Zoll-Panasonic-Plasma zwei Millionen Bildpunkte darstellen kann.<br />

Das Auflösungsplus bedingt laut Datenblatt jedoch technische Defizite,<br />

denn im Gegensatz zu den niedriger aufgelösten Modellen sinkt<br />

die Kontrastrate auf 5 000 : 1 und die Graustufendarstellung auf 3 000<br />

mögliche Werte. Ob der Full-HD-Plasma dennoch ein besseres Bild liefert<br />

werden die ersten Tests zeigen.<br />

Wenn Sie mit Plasmas nichts anfangen können oder eher kleinformatige<br />

Fernseher bevorzugen, so bietet Panasonic ebenfalls neue LCD-Varianten<br />

in 26 und 32 Zoll (TX-26LX70F bzw. TX-32LX70F). Wie bereits in<br />

ihren Vorgängern verbaute Panasonic ein IPS-Panel, welches einen immens<br />

breiten Blickwinkel ohne Kontrast- oder Farbeinbußen garantiert.<br />

Neu ist die verbesserte Bewegungsdarstellung, welche Nachzieheffekte<br />

um 50 Prozent mindert. Die Preise der aktuellen Viera-Fernseher ist<br />

verlockend günstig. So schlägt der 32-Zoll-LCD mit 1 199 Euro und<br />

der 42-Zoll-Plasma mit 1 599 Euro zu Buche. CT<br />

GANG VOR. DER PREIS DER REGULÄREN XBOX 360 KÖNNTE AUF 299 EURO FALLEN. +++ GERÜCHTEKÜCHE TEIL ZWEI: ETABLIER-<br />

TE DVD-MULTIFORMATHERSTELLER ZEIGEN ZUR IFA BLU-RAY-ONLY-PLAYER. DAMIT WÜRDE DAS ANGEBOT IM VERGLEICH ZUR<br />

Neues | HD+TV | 3.2007 009


Sommer,<br />

Sonne,<br />

Griechenland<br />

Als sich Deutschland das einzige Mal in<br />

diesem Jahr weiß färbte, entflohen wir in<br />

die südlichen Gefilde Griechenlands. Auf<br />

Einladung JVCs bestaunten wir nicht nur<br />

die prachtvollen Bauten Athens, sondern<br />

vorrangig die neuen Produkte. Das Aushängeschild<br />

in Form des D-ILA-Projektors<br />

DLA-HD1 kommt dabei zu besonderen<br />

Ehren: Wir haben dem Modell drei Seiten<br />

in unserer Testrubrik spendiert. Die weiteren<br />

Vorstellungen sind zwar zum Teil<br />

noch von ihrer Einführung entfernt, aber<br />

nicht minder interessant.<br />

Besserer Klang, besseres<br />

Bild: Nicht nur im Projektionsbereich<br />

will JVC punkten,<br />

auch die LCDs zeigen<br />

sich runderneuert<br />

Unsichtbare Klänge<br />

Um die Aufnahmen des Everio-Camcorders zu würdigen, veröffentlicht<br />

JVC neue LCDs und HD-ILA-Rückpros. Neben den steigenden Bildgrößen<br />

bei den Flachbildfernsehern auf 42 bis 47 Zoll, stehen die eingebauten<br />

Bild- und Klangverbesserer im Mittelpunkt. So erzeugen nahezu unsichtbare<br />

Lautsprecher ein raumfüllendes Klangbild mit manierlichen Bassreserven.<br />

Die Rauschunterdrückung soll nun intelligent genug ausfallen, um<br />

schlechtes Bildmaterial von gutem zu unterscheiden. Somit müssen Sie<br />

nicht länger zwischen verschiedenen Einstellungen wählen. Die dynamische<br />

Kontrast- und Gammakorrektur arbeitet noch feinfühliger, was die<br />

Plastizität des Bildes erhöht und den dargestellten Details zu Gute kommt.<br />

Um die neu entwickelte Qualität nach außen zu tragen, fasste man das<br />

Rundum-Sorglos-Paket unter dem Titel Dynapix-HD zusammen. Die LCD-<br />

Modelle LT-42DV8 und LT-47DV8 bieten drei HDMI-Eingänge und zeigen<br />

Aufnahmen verlustfrei bei zwei Millionen Bildpunkten ohne Bildbeschnitt.<br />

Die 100-Hertz-Technologie wird auch bei JVC <strong>für</strong> schärfere Bewegtbilder<br />

sorgen, indem Bildinhalte eine kürzere Verweildauer aufweisen und sich<br />

die Nachzieheffekte um 50 Prozent reduzieren. CT<br />

Bilder: Auerbach Verlag, JVC, StockXchng<br />

010 www.hdplustv.de<br />

HD-DVD DRAMATISCH ERHÖHT. +++ TOSHIBA BRINGT MIT DEM HD-EP10 DEN DRITTEN HD-DVD-PLAYER FÜR 749 EURO. +++ PANASO-<br />

NIC SPENDIERT DEM DMP-BD10 EIN SOFTWAREUPDATE FÜR DIE DOLBY-TRUE-HD- UND DTS-HD-TONAUSGABE. +++ SONY PLANT EIN


Aufnahme geglückt<br />

Der neue Star in der Everio-Camcorder-Linie ist der GZ-<br />

HD7. Vor einigen Ausgaben haben wir Ihnen das Modell<br />

bereits vorgestellt, doch nun soll der erste Full-HD-Camcorder<br />

im Handel erhältlich sein. Während der Präsentation<br />

beeindruckte wieder einmal die immense Auflösung<br />

des kleinen Aufnahmewunders. Die integrierte 60-GB-<br />

Festplatte sichert bis zu fünf Stunden Filmmaterial bei<br />

maximaler Auflösung. Der Camcorder speichert die Daten<br />

im MPEG-2-Format bei einer durchschnittlichen Datenrate<br />

von 27 Megabit pro Sekunde. Brillante Aufnahmen<br />

sind natürlich nur mit einem erstklassigen Objektiv<br />

zu realisieren. Das verbaute Objektiv des Anbieters Fujinon<br />

bietet einen nahezu stabilen Blendenwert von 1,8 bis<br />

1,9 und dies bei Brennweiten zwischen 3,3 bis 33 Millimeter.<br />

Somit sind erstklassige Aufnahmen auch bei<br />

ungünstigen Lichtverhältnissen möglich. Der optische<br />

Bildstabilisator kaschiert unruhige Handhaltungen.<br />

Raffiniert arbeiten die Fokus- und Belichtungsassistenten,<br />

welche mittels Muster etwaige Bildschwächen<br />

schnell aufdecken und vor fehlerhaften Aufnahmen<br />

warnen. Fortgeschrittene erfreuen sich am griffigen manuellen<br />

Der kleine Camcorder<br />

GZ-HD7 nimmt Bilder<br />

mit voller HD-Auflösung<br />

in 1 080i auf und speichert<br />

die Daten mittels<br />

der Docking-Station auf<br />

DVD – ohne PC wohlgemerkt<br />

Fokusring sowie den zahlreichen Blendeneinstellungen. Der Hersteller gibt sich beim Zubehör wie beim Camcorder selbst äußerst<br />

spendabel. Per HD-Everio-Sofware können Sie Ihre Aufnahmen am PC postwendend bearbeiten und auf Rohlinge verewigen. Sollten<br />

Sie keinen PC besitzen oder mit dem Umgang nicht vertraut sein, liefert JVC eine optionale Docking-Station. Die CU-VD40-Everio-<br />

Share-Station dient als externer Brenner, ohne auf einen Computer angewiesen zu sein. Die Archivierung erfolgt bislang nur auf<br />

DVD – eine Blu-ray-Variante könnte in Zukunft folgen. Weitere nützliche Erweiterungen sind das Tele- und Weitwinkelobjektiv, welche<br />

die Brennweite um den Faktor 1,8 bzw. 0,7 beeinflussen. Der Preis des Everio GZ-HD7 soll inklusive Share Station knapp 2 000 Euro<br />

betragen, was angesichts der Leistung ein sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis wäre. In der kommenden HD+TV erfolgt der Test<br />

des Camcorders, seien Sie gespannt. CT<br />

ewsticker<br />

Einfach mehr<br />

Die aktuellen Rückpro-Modelle HD-<br />

58DS8U und HD-65DS8U steigern die<br />

Bildgröße auf beeindruckende 1,47<br />

bzw. 1,65 Meter Bilddiagonale. Die<br />

verkürzte Reaktionszeit von 0,5 Millisekunden<br />

sowie ein Kontrastverhältnis<br />

von 10 000 : 1 lässt Bilder jederzeit<br />

scharf und plastisch erscheinen. Die<br />

größte Neuerung ist allerdings das Erscheinungsbild.<br />

Dank neuer Fertigung<br />

sind beide Fernseher nur noch 30 Zentimeter<br />

tief. Natürlich unterstützen die<br />

Bildriesen die volle HD-Auflösung, sodass<br />

einem Kinoerlebnis im Wohnzimmer<br />

nichts mehr im Wege steht. CT<br />

So groß kann Fernsehen<br />

sein: JVC-Manager Jürgen<br />

Wilkin präsentierte uns<br />

die aktuellen HD-ILA-Modelle,<br />

welche bei Bedarf<br />

wie ein Flachbildfernseher<br />

an der Wand befestigt<br />

werden können<br />

PLAYSTATION-3-UPDATE FÜR DIE BILDAUSGABE IN 1 080P24 UND SKALIERUNG BEI DVDS. +++ SAMSUNG VERÖFFENTLICHT IM<br />

SOMMER NEUE LCDS MIT SELEKTIVER LED-BELEUCHTUNG FÜR HOHE BILDTIEFEN SAMT HDMI 1.3. +++ DER IN DEN USA ERHÄLT-<br />

Neues | HD+TV | 3.2007 011


Im Zeichen der neuen Medien<br />

Mit leicht steigenden Besucherzahlen erfreut sich die Cebit wieder wachsender Beliebtheit.<br />

Schon längst ist die im Frühjahr stattfindende Messe kein reines Computerspektakel mehr.<br />

Auch wir haben uns ins Getümmel gestürzt und zeigen Ihnen, welche Höhepunkte die Aussteller<br />

präsentierten.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Für den Heimkinofreund lohnte es sich auch in diesem Jahr den Nordeingang<br />

der Hannovermesse zu nutzen. In der angrenzenden Halle 1<br />

tummelten sich zum wiederholten Male die Hersteller der Heimkinotechnik.<br />

Dies wird sich aber in Zukunft ändern, denn nach der diesjährigen<br />

Cebit wird die Messeleitung die fest in die Hallen eingebauten<br />

Stände der Hersteller dem Erdboden gleich machen. Seit<br />

vielen Jahren nutzen Toshiba, Panasonic & Co. diese Stände<br />

und konnten somit im Design nicht so kreativ sein wie z. B.<br />

auf der Internationalen Funkausstellung. Toshiba freut sich<br />

bereits auf die Änderung. Letztlich sind die Kosten zwischen<br />

Einweg- und Mehrwegstand nahezu ausgeglichen.<br />

Zu den Highlights dieser Cebit zählten einmal mehr die<br />

Blu-ray-Disc sowie ihr Konkurrent die HD DVD. Auch<br />

die Spielekonsolen werden mittlerweile komplett<br />

in das Heimkino eingebunden. Viele Hersteller<br />

präsentierten die Xbox in Zusammenhang mit<br />

ihren Displays und Beamern. Dabei faszinierte<br />

die Fachbesucher nicht nur der überaus gute<br />

Spielkomfort, der bei dieser Konstellation<br />

gegeben ist. Interessant fanden wir auch,<br />

dass selbst Mitglieder des Blu-ray-Lagers<br />

auf die HD-DVD-lastige Xbox setzten.<br />

Ein Grund da<strong>für</strong> dürfte die Tatsache<br />

gewesen sein, dass die <strong>Playstation</strong><br />

3 erst eine Woche nach der Cebit<br />

in Europa eingeführt wurde. RP<br />

Beamer mit Überraschung:<br />

Der DVD-Player ist bereits dabei,<br />

wie Optomas Marketing-<br />

Managerin Patricia Palczewska<br />

beweist<br />

Die Anzahl der auf HD DVD verewigten<br />

Filme steigt stetig, am<br />

Stand des HD-DVD-Projekts wurde<br />

dies eindrucksvoll bewiesen<br />

012 www.hdplustv.de<br />

LICHE BLU-RAY-PLAYER PIONEER BDP-HD1 HEISST BEI UNS BDP-LX70. DER PLAYER UNTERSTÜTZT ALS BISLANG EINZIGER DIE BILDAUS-<br />

GABE 1 080P24. +++ DER KOPF VON XBOX UK, NEIL THOMPSON, ÄUSSERTE ZUM WIEDERHOLTEN MALE, DASS FÜR DIE XBOX 360 EIN


Bilder: Auerbach Verlag, StockXchng<br />

Der passende LCD<br />

Sharp ließ sich auch nicht lumpen und präsentierte<br />

den Fachbesuchern der Cebit seine neuesten<br />

Entwicklungen. Dank der von der IFA bekannten<br />

Flachbild-Pyramide ist der Stand des Unternehmens<br />

nicht zu übersehen. Zu den wahren Höhepunkte<br />

bei Sharp zählt die neue Aquos HD1E-<br />

Serie. Diese im Premiumsegment angesiedelten<br />

Fernseher werden in den Größen 52 und 46 Zoll<br />

verfügbar sein und neben einem Full-HD-Pannel<br />

auch über eine 160 Gigabyte große Festplatte<br />

verfügen. Somit kann Fernsehen nicht nur live geschaut<br />

werden, sondern parallel die ein oder andere<br />

Aufnahme getätigt werden. Zusätzlich sind<br />

noch zwei <strong>HDTV</strong>-Tuner in dem Gerät verbaut.<br />

Auch in der Mittel- und Einstiegsklasse präsentierte<br />

Sharp neue Geräte. Die Aquos-RD2E-Serie zeichnet<br />

sich durch eine reichhaltige Ausstattung aus.<br />

Neben der verbauten 100-Hertz-Technik setzt das<br />

Unternehmen bei den Geräten auf die bekannten<br />

Bildverbesserungstechnologien sowie einen DVB-<br />

T-Tuner. Die Einstiegsserie Aquos WD1E-Serie will<br />

mit drei neuen Modellen in schwarzer Klavierlackoptik<br />

neue Akzente im Wohnzimmer setzten.<br />

Natürlich durfte auch bei dieser Messe der größte<br />

LCD-Fernseher der Welt nicht fehlen. Sharp zeigt<br />

den Besuchern, welche Dimensionen ein moderner<br />

Flachbildschirm einnehmen kann. RP<br />

Sharps Produktmanager Thies<br />

Radeloff kann stolz sein auf den<br />

größten LCD-Fernseher der Welt<br />

ewsticker<br />

Hauppauge-Geschäftsführer<br />

Klaus Mähleke mit<br />

dem neuen CI-Interface<br />

<strong>für</strong> PC-TV-Karten<br />

Verteilung leicht gemacht<br />

Samsung war auf der Cebit komplett ohne Unterhaltungselektronik angerückt.<br />

Trotzdem gab es <strong>für</strong> die HD-hungrigen Besucher auch am Stand dieses Herstellers<br />

ein Highlight. Der neue IPTV-Receiver SMT-H6155 empfängt längst nicht nur IPTV-<br />

Sender, er kann die Inhalte im SDTV-Format sowie in hochauflösender Qualität<br />

schnurlos an alle angeschlossenen Wiedergabegeräte im Haus verteilen. Möglich<br />

macht dies WLANPlusO, eine neue Technologie zur kabellosen Übertragung von<br />

Inhalten. Doch nicht nur die reinen Unterhaltungselektronik-Hersteller konnten in<br />

Hannover das Publikum <strong>für</strong> sich gewinnen. Am anderen Ende des Messegeländes,<br />

genauer in Halle 25, war das Gedränge um den Hauppauge-Stand groß. Der<br />

bekannte TV-Karten-Hersteller zeichnet sich durch immer neue Innovationen aus.<br />

Dabei ist das Unternehmen in letzter Zeit auch sehr bemüht, den hochauflösenden<br />

Übertragungsstandard H.264 sowie die DVB-S2-Tuner in seine Karten zu implementieren.<br />

Einzig die CI-Schnittstelle fehlte zur Perfektion. Dies ändert Hauppauge<br />

nun und platziert eine externe CI-Box auf dem Markt.<br />

Sie zeichnet sich besonders durch die Multifunktionalität aus, denn anders als bei<br />

Konkurrenzprodukten arbeitet sie auch mit bereits auf dem Markt befindlichen<br />

PC-TV-Karten von Hauppauge zusammen. Somit muss der Interessent nur die Zusatzerweiterung<br />

kaufen und schon kommt er in den Genuss der verschlüsselten<br />

Kanäle der Pay-TV-Anbieter. Auch das Erfurter Unternehmen Technotrend präsentierte<br />

sich mit neuen <strong>HDTV</strong>-Produkten. Von besonderem Interesse war dabei der<br />

neue <strong>HDTV</strong>-Empfänger mit CI-Schacht. Die USB-Box kann alle <strong>HDTV</strong>-Satellitensignale<br />

empfangen und ist darüber hinaus noch in der Lage, verschlüsselte Kanäle zu<br />

decodieren. Möglich macht dies ein in der Box integrierter CI-Schacht.<br />

Von einer reinen Computermesse hat sich die Cebit bereits vor Jahren entfernt. In<br />

diesem Jahr hat aber auch das Thema <strong>HDTV</strong> auf dem Messegelände in Hannover<br />

Einzug gehalten. Dabei gab die Cebit einen Vorgeschmack auf das, was uns auf der<br />

Internationalen Funkausstellung in Berlin erwarten wird. Man darf auf den nächsten<br />

Messerundgang gespannt sein. RP<br />

BLU-RAY-LAUFWERK GEPLANT IST, WENN DIE HD-DVD DIE FORMATSCHLACHT VERLIERT. +++ SHARP ENTWICKELT DEN BISLANG<br />

GRÖSSTEN LCD-TV DER WELT MIT 108-ZOLL-DIAGONALE. +++ DER KUNSTSENDER IKONO.TV WILL MIT SEINER HOCHAUFLÖSEN-<br />

Neues | HD+TV | 3.2007 013


Marketing-Managerin Kerstin Oppermann präsentierte<br />

der HD+TV-Redaktion die neusten LCD-Geräte aus<br />

dem Hause Toshiba<br />

Walk of HD-Fame: Alle Mitarbeiter<br />

wurden mit einem Stern<br />

am HD-DVD-Stand verewigt<br />

Schärfer sehen mit Toshiba<br />

Unsere Tour über das Messegelände der Cebit führte uns unter anderem zu Toshiba. Der<br />

Hersteller präsentierte uns den neuen HD-DVD-Player HD-EP 10, der sich preislich zwischen<br />

den beiden bereits auf dem Markt erhältlichen Playern HD-E1 und HD-XE1 ansiedelt. Durch<br />

die 1 080p-Ausgabe ist der HD-EP10 auch perfekt als Zuspieler <strong>für</strong> die neuen Toshiba-LCD-<br />

TVs geeignet, die diese hohe Auflösung direkt verarbeiten können. Durch Scaling oder De-<br />

Interlacing hervorgerufene Bildfehler sind damit ausgeschlossen.<br />

Kaum ist die REGZA-Serie am Markt, legt Toshiba mit der neuen 3 000er-Linie nach. Die<br />

interne Elektronik bekam mit Pixel Processing III Pro ein weiteres Update spendiert. Damit<br />

verbessert sich sowohl die Bildleistung bei HD-Aufnahmen, als auch mit PAL-Fernsehbildern.<br />

Flexibel zeigt sich die neue Produktreihe in Größe und Farbe. So können Sie zwischen 82<br />

bis 120 Zentimeter Bilddiagonale bei einer Auflösung von 1 366 × 768 Bildpunkten und den<br />

Farbtönen Titan-Silber und Schwarz-Silber wählen.<br />

Aus den Vorgängern bekannt ist die aktive Hintergrundbeleuchtung, welche die Helligkeit<br />

passend zum Bildinhalt dimmt. Toshibas neue Einstiegsserie ist bereits ab 999 Euro<br />

<strong>für</strong> die 32-Zoll-Modelle 32C3000P und 32C3001P erhältlich. Die größeren 42-Zoll-Modelle<br />

42C3000P sowie der 42C3001P schlagen mit 1 599 Euro zu Buche. Das Beste zum Schluss:<br />

Alle Modelle unterstützen die ruckelfreie Bildwiedergabe von 1 080p24-Signalen.<br />

Wer noch ein paar Euro mehr entbehren kann, sollte die Modelle X3030 ins Auge fassen.<br />

Diese nehmen ebenfalls hochauflösende Kost ruckelfrei in 1 080p24 entgegen, doch besitzen<br />

sie gleich zwei Millionen Bildpunkte. Natürlich sind in diesen Modellen das neueste Pixelprocessing<br />

und Tuner <strong>für</strong> den DVB-T-Empfang integriert. Die Preise schwanken zwischen<br />

1 699 Euro <strong>für</strong> das 37-Zoll- und 1 999 Euro <strong>für</strong> das 42-Zoll-Modell. CT<br />

Panasonic-Produktmanager Ralf Hansen<br />

ließ sich mit dem größten Fernseher<br />

des japanischen Herstellers ablichten<br />

Händlertour<br />

Panasonic präsentierte seine neue Flachbildgeneration. Dabei setzt der<br />

Hersteller einmal mehr parallel auf Plasma und LCD. Natürlich zählten<br />

auch die Blu-ray-Player des Unternehmens zu den Highlights der diesjährigen<br />

Messe. Besonders gelungen fanden wir die Viera-Tour, auf<br />

der sich Fachbesucher und Händler über das gesamte Portfolio der<br />

Panasonic-Flachbildfamile informieren konnten. RP<br />

Bilder: Auerbach Verlag, StockXchng<br />

014 www.hdplustv.de<br />

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Postkasten<br />

Der Zahn der Zeit<br />

In letzter Zeit bin ich verstärkt auf der<br />

Suche nach einem passenden LCD <strong>für</strong><br />

mich. Dabei fällt mir auf, dass einige<br />

Hersteller zwar mit Full-HD prahlen,<br />

dies aber nur zum Teil einhalten. Ich<br />

bin auf den Philips 37PF9731D gestoßen,<br />

welcher die volle Auflösung von<br />

1920 × 1080 Pixel besitzt, aber kein<br />

1080p sondern nur 1080i annehmen<br />

kann.<br />

Weshalb ist es so schwer, die ankommenden<br />

Vollbilderbilder auch so an<br />

das Display weiterzugeben?<br />

In ihrer letzten Ausgabe testeten Sie<br />

den HD-Receiver von Topfield. Habe<br />

ich es richtig verstanden, dass dieser<br />

Receiver keine Sender sortieren kann?<br />

INGO SCHNEIDER<br />

Es ist richtig, dass ältere Fernseher nur das Format<br />

1 080i entgegen nehmen. Bilder in 1 080i<br />

besitzen nur die Hälfte der Datengröße eines<br />

1 080p-Bildes, weshalb nur die halbe Rechenleistung<br />

vonnöten ist. Da Philips mit Pixel-Plus<br />

eine aufwändige Nachbearbeitung durchführt,<br />

reicht die Rechenpower des von Ihnen genannten<br />

Modells <strong>für</strong> Full-HD nicht aus. Manche<br />

Hersteller gehen deshalb einen anderen Weg:<br />

Bei 1 080p-Signalen werden bestimmte Bildverbesserer<br />

deaktiviert, um das Signal verarbeiten<br />

zu können. Mittlerweile ist die Technik aber so<br />

weit fortgeschritten, dass die Bildverarbeitung<br />

in 1 080p kein Problem mehr darstellt. Der getestete<br />

Topfield-HD-Receiver kann natürlich<br />

eine Programmsortierung durchführen, die Kritik<br />

richtete sich einzig gegen die fehlende automatische<br />

Programmsortierung beim Start.<br />

Krach und Ruckeln<br />

Ich vermisse in euren Testergebnissen<br />

die Rubrik Betriebsgeräusche-Lautheit,<br />

die man mit Sone angeben sollte.<br />

Es kann nicht sein, das man sich bis zu<br />

fünf Fachzeitungen kaufen muss, um<br />

endlich in nur einer davon den Hinweis<br />

aus dem Text zu entnehmen. Gerade<br />

bei den neuen HD-Formaten Blu-ray<br />

und HD DVD kommt man um eine<br />

Kühlung nicht herum – da sind die Betriebsgeräusche<br />

des Lüfters und Laufwerks<br />

<strong>für</strong> mich kaufentscheidend!<br />

Als LCD- und Blu-ray-Fan ist es <strong>für</strong><br />

mich nicht akzeptabel, dass nur die Firma<br />

Pioneer vorausschauend das Problem,<br />

der zum Teil ruckelnden neuen<br />

HD-Medien Blu-ray bzw. HD DVD <strong>für</strong><br />

Ihre Plasmas durch internes Reverse<br />

Pulldown beseitigen konnte. Kann die<br />

100-Hertz-Technik z. B. von Samsung<br />

das Ruckeln zum Teil beseitigen?<br />

OLIVER BURKERT<br />

Wir werden auch in Zukunft den Geräuschpegel<br />

im Text angeben, falls dieser störend auffallen<br />

sollte. <strong>Eine</strong> Angabe in Sone ist natürlich kein<br />

großer Aufwand, aber in unserem Fall leider<br />

wenig nützlich, da sich die meisten Leserinnen<br />

und Leser unter dieser kryptischen Angabe<br />

nichts vorstellen können. Weiterhin ist ein Geräusch<br />

nicht nur von seiner Lautstärke, sondern<br />

auch Frequenz abhängig. Dies berücksichtigt<br />

zwar der Sone-Wert, doch gibt er keinerlei Aufschluss<br />

über den Frequenzverlauf, weshalb dieser<br />

ebenfalls abgedruckt werden müsste.<br />

Da es leider zu viele Möglichkeiten gibt, welche<br />

auf die Geräusche Einfluss nehmen, allein<br />

die Aufstellung, Anzahl und Position der Lüfter<br />

wie auch die Wohnzimmereinrichtung können<br />

den Eindruck massiv ändern, sind unserer Meinung<br />

nach Worte wie hörbares oder störendes<br />

Betriebsgeräusch verständlicher. Wir werden in<br />

Zukunft aber noch stärker auf das Betriebsgeräusch<br />

eingehen, denn mittlerweile besitzt jeder<br />

Fernseher, Projektor und Player einen Lüfter.<br />

Das Ruckeln bei der Bildwiedergabe kann bislang<br />

einzig Pioneer selbständig lösen. Andere Displays<br />

benötigen eine Zuspielung in Form eines<br />

1 080p24-Signals. In unserem Artikel auf Seite<br />

50 gehen wir noch einmal auf diese Problematik<br />

ein. Auf Seite 82 finden Sie alle Geräte mit ruckelfreier<br />

Bildwiedergabe. Die 100-Hertz-Technologie<br />

dient zur Reduzierung der Nachzieheffekte<br />

und hat mit einer ruckelfreien Bildwiedergabe<br />

direkt nichts zu tun.<br />

Fragen über Fragen<br />

Ich besitze einen Pioneer 436-XDE-<br />

Plasma und plane, wie sicher viele<br />

Leser, mir ein HD-DVD- und/oder Bluray-Player<br />

in nicht allzu ferner Zukunft<br />

anzuschaffen. Da ich von meinem Pioneer-Gerät<br />

so begeistert bin, wollte<br />

ich auch gerne bei der Marke bleiben,<br />

wenn es um die Anschaffung eines<br />

Blu-ray-Players geht. Jetzt habe ich in<br />

Ihrer aktuellen Ausgabe jedoch nachlesen<br />

können, dass der Blu-ray-Player<br />

nichts anderes mit der Disk vollbringt,<br />

was auch mein TV mit einem 1 080i-Signal<br />

im Advanced-Pure-Cinema-Modus<br />

macht.<br />

Des Weiteren bin ich im Besitz einer<br />

Xbox 360 und überlege mir das doch<br />

recht günstige HD-DVD Laufwerk zu<br />

holen. In der aktuellen Ausgabe ist<br />

beschrieben, dass der Pioneer aus einem<br />

1 080i-60Hz-Signal mit Advanced<br />

Pure Cinema wieder das original Signal<br />

zu errechnen. Bedeutet dies, dass<br />

der Plasma das 1 080i-60Hz-Signal als<br />

1 080p24 wiedergibt?<br />

Meine letzte Frage bezieht sich auf<br />

den HDMI-Artikel auf Seite 48. Was<br />

muss gegeben sein, damit ich die neuen<br />

Ton-Formate Dolby True HD und<br />

DTS HD wiedergeben kann. Müssen<br />

beide Komponenten einen Decoder<br />

<strong>für</strong> die neuen Formate besitzen, oder<br />

reicht es, wenn eine Komponente einen<br />

Decoder besitzt?<br />

JOSEF KRISTEN<br />

Ihr Pioneer-Plasma errechnet aus 1 080i-<br />

60-Hertz-Signalen das originale ruckelfreie<br />

1 080p24-Bild, Sie müssen nur bei Pure Cinema<br />

„Advanced“ wählen. Der Pioneer-Player ermittelt<br />

zwar ebenfalls durch Umrechnung das<br />

1 080p24-Signal, aber der Filmmodus dürfte<br />

etwas stabiler sein, d. h. die ruckelfreie Bildwiedergabe<br />

bleibt im gesamten Film bestehen,<br />

während es bei Ihrem Fernseher zu ganz kurzen<br />

Aussetzern kommen könnte. Die Anschaffung<br />

des teuren Pioneer-Players lohnt damit kaum,<br />

sodass eine <strong>Playstation</strong> 3 als Blu-ray-Laufwerk<br />

und das Xbox 360-Laufwerk völlig ausreichen,<br />

um alle Filme ruckelfrei darzustellen. Beide Ge-<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 015


016 www.hdplustv.de<br />

räte sind um einiges preiswerter als der Pioneer<br />

Player und können zudem noch <strong>für</strong> den Spielespaß<br />

im Haus genutzt werden.<br />

Für die Wiedergabe der neuen Tonformate benötigen<br />

Sie einen Blu-ray- oder HD-DVD-Player<br />

mit HDMI-Ausgang und einen AV-Receiver mit<br />

HDMI-Eingang. Der Player muss nur die Decoder<br />

<strong>für</strong> DTS HD und Dolby True HD besitzen.<br />

Dann wird der Datenstrom im Player decodiert<br />

und im PCM-Format zum Receiver übertragen.<br />

Die zweite Möglichkeit besteht in der analogen<br />

Weiterleitung. Ein 5.1-Audiokabel kann mit dem<br />

Mehrkanalausgang des Players und dem Mehrkanaleingang<br />

des Receivers verbunden werden.<br />

Der Player entschlüsselt den Datenstrom und<br />

leitet ihn an den Receiver weiter. Es muss also<br />

nur der Player die Decoder besitzen.<br />

HDMI-1.3 ist dazu da, das Signal codiert zum<br />

Receiver zu leiten, damit dieser den Datenstrom<br />

entschlüsselt – auf die Wiedergabequalität hat<br />

das kaum hörbare Vorteile.<br />

Kathrein im Test?<br />

Die Firma Kathrein hat einen neuen<br />

<strong>HDTV</strong>-SAT-Receiver (UFS-910 <strong>HDTV</strong>)<br />

herausgebracht. Ich möchte gerne wissen<br />

ob dieser demnächst in Ihrem Heft<br />

ausführlich vorgestellt wird. Mich würde<br />

dieses Gerät sehr interessieren, zumal<br />

ich schon einen Kathrein Receiver<br />

UFS-821 besitze und mit diesem SUPER<br />

zufrieden bin. Auch wäre interessant<br />

zu wissen, ob sich dieser neue Receiver<br />

auch mit dem Erstgerät per Fernbedienung<br />

verträgt (Fernbedienungscode)?<br />

H. HAMACHER<br />

Bereits in dieser Ausgabe auf den Seiten 66<br />

und 67 finden Sie einen ausführlichen Test zu<br />

dieser Box. Wie Sie richtig erkannt haben, ist<br />

dieser Receiver wirklich ein sehr gelungenes<br />

Gerät geworden. Für Sie gibt es allerdings einen<br />

Wehmutstropfen. Kathrein benutzt <strong>für</strong> das<br />

neue Gerät genau denselben Fernbedienungscode<br />

wie <strong>für</strong> das Gerät, welches Sie besitzen.<br />

Somit ist eine parallele Nutzung innerhalb eines<br />

Raumes nahezu unmöglich.<br />

Besseres Bild durch HDMI?<br />

Ich besitze einen Pioneer DV-757Ai-<br />

DVD-Player sowie einen Loewe-Fernseher,<br />

die ich mittels analogem Komponenten-Kabel<br />

verbunden habe. Nun<br />

berichtet Ihr sehr viel über die diversen<br />

HDMI-Formate und mir scheint die<br />

analoge Komponenten-Verbindung<br />

quasi tot zu sein. Daher meine Frage:<br />

Inwieweit bremse ich einen modernen<br />

Full-HD-tauglichen Fernseher aus,<br />

wenn ich ihn „nur“ mit DVD-Material<br />

von meinem DVD-757 über das Komponenten-Singal<br />

ansteuere – immerhin<br />

wird die volle Qualität ja erst über<br />

HDMI bzw. Blu-ray- oder HD-DVD-Material<br />

ausgereizt.<br />

MARKUS FISCHER<br />

Neue Helligkeitsmaßstäbe<br />

In den vorangegangen Ausgaben schilderten wir in den Tests von Projektoren eine<br />

geringe Helligkeit bei der Großbilddarstellung. Die daraufhin erhobenen Vorgaben<br />

der Bildgröße sorgten leider <strong>für</strong> eine Verwirrung bei den Herstellern und Lesern.<br />

Obwohl es Studien gibt, die einen Lichtmangel als Ursache <strong>für</strong> Kopfschmerzen und<br />

Sehschwächen anführen, existiert kein Beweis dieser Annahme. Wir haben in eigenen<br />

Tests zwar ebenfalls feststellen können, dass bei geringen Helligkeiten, wie sie<br />

besonders mit Heimkinoprojektoren auftreten, kein dauerhaft angenehmes Sehen<br />

ermöglicht wird, doch betrifft dies einen Zeitraum von mehreren Filmen in Folge.<br />

In Anbetracht unserer Wertungen nach Kinorichtlinien haben wir uns deshalb dazu<br />

entschlossen, die Bildgröße nach internationalen Kinorichtlinien anzugeben, um einen<br />

nachvollziehbaren Vergleich zu ermöglichen. In unserer Wertungsübersicht finden<br />

Sie ab dieser Ausgabe die Bildbreite gemäß der Kinonorm bei einer Leinwand<br />

mit Gain-Faktor 1.0. Auf unsere Wertungen hat diese Änderung keinen Einfluss, da<br />

sie sich nach der Kinonorm orientiert.<br />

Die in der letzten Ausgabe getroffene Aussage: „Der HC5000 ist einer der lichtschwächsten<br />

Projektoren überhaupt“, zum Test des Mitsubishi-Projektors HC5000<br />

ist in dieser Form nicht korrekt. Zwar erbringt der Projektor keine absolut hohen<br />

Helligkeitswerte, doch ist er im Vergleich zu anderen Heimkinoprojektoren als hell<br />

einzustufen.<br />

Zur Orientierung: Das Kino schreibt eine Helligkeit von ca. 14 Foot Lamberts bei Weiß<br />

vor. Obwohl wir weiterhin der Überzeugung sind, dass die Kinovorgabe nicht 1 : 1<br />

auf den Heimbereich übertragen werden sollte, werden wir in Zukunft<br />

keine Kritik an der Helligkeit von Heimkinoprojektoren üben, wenn<br />

der Wert von 14 Foot Lamberts bei Bildbreiten von mindestens zwei<br />

Metern erreicht wird. Die Diskrepanz zwischen der bisherigen<br />

Bewertung nach Kinonorm und dem inhaltlich eigenen<br />

Ansatz in Textform wird so vermieden.<br />

Update HD+TV 0207<br />

Die Modelle Loewe Compose 40 und 46 kosten 4 500 bzw. 5 500 Euro<br />

und nicht, wie im Artikel angegeben, umgekehrt.<br />

Der Toshiba HD-DVD-Player HD-E1 wiegt 4,1 Kilogramm und nicht 41.<br />

Der Player leitet DTS-HD-Ströme als DTS-Spur weiter.<br />

Der Marantz Projektor VP-11S1 erhielt im Test 81 Punkte.<br />

Die Wertung wurde in der Testübersicht angepasst.<br />

<strong>Eine</strong> DVD liefert aus technischen Gründen nie<br />

eine solch hohe Bildqualität wie eine Blu-ray<br />

oder HD DVD, weshalb das Bildsignal unabhängig<br />

vom verwendeten Kabel schlechter ausfällt.<br />

Würden Sie Ihren DVD-Player gegen einen Bluray-<br />

oder HD-DVD-Player austauschen, wäre die<br />

Qualität zwischen einem Komponenten- und<br />

HDMI-Kabel nur noch gering. Der Fernseher<br />

muss allerdings eine hochwertige Videoverarbeitung<br />

besitzen – nicht selten wirken analoge<br />

Komponentensignale unschärfer als über HDMI<br />

zugespielte Quellen. In Anbetracht der ruckelfreien<br />

Bildsignale 1 080p24 und den Kopierschutz<br />

HDCP ist nur noch HDMI zukunftsfähig – die<br />

Komponenteneingänge bieten beides nicht.<br />

Ihre Wünsche, Fragen und Kritik schicken Sie an:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig<br />

oder einfach per elektronischer Post an leserbriefe@hdplustv.de


INHALTE<br />

Thomas Meyer<br />

Redaktion HD+TV<br />

Kennen Sie eigentlich noch Jean Pütz? Ja, genau! Das ist dieser nette ältere<br />

Herr mit Zwirbelbart und leichtem kölschen Akzent, der uns 30 Jahre lang<br />

im Ersten zeigte, wie wir uns selbst Sonnencremes oder ultrawirksamen<br />

Bio-Kleber zusammenmischen und anwenden. So einen Jean Pütz würde<br />

ich mir <strong>für</strong>s digitale Zeitalter noch mal wünschen, denn die breite Masse der<br />

Verbraucher weiß mit dem Begriff <strong>HDTV</strong> noch immer nichts anzufangen.<br />

Bei der letzten Umfrage der Meinungsforscher von TNS Emnid zum Thema<br />

konnten von 1 000 Befragten nur 300 den Begriff richtig einordnen und nur<br />

500 hatten von <strong>HDTV</strong> zumindest schon einmal etwas gehört.<br />

Das Problem ist, dass der Mensch technische Neuerungen, die er nicht<br />

kennt, zunächst einmal ablehnt. Okay, es gibt immer noch zu wenig Auswahl<br />

bei HD-Sendern und HD-Receivern, aber teuer ist HD nun wahrlich<br />

nicht – man denke nur an den Preisverfall bei den LCD- und Plasmabildschirmen.<br />

Und jetzt kann man hochauflösende Inhalte auch noch selbst <strong>für</strong><br />

billiges Geld produzieren. Sonys HDV-Camcorder werden im Internet schon<br />

<strong>für</strong> unter 1 000 Euro gehandelt. Und im April kommt von JVC der HD-Camcorder<br />

Everio GZ-HD7 auf den Markt, der in den USA schon <strong>für</strong> 1 700 Dollar<br />

zu haben ist. Mit an Bord ist hier eine 60 Gigabyte große Festplatte, die<br />

<strong>für</strong> bis zu fünf Stunden Aufnahmen in Full-HD ausreicht. Ein damit selbst<br />

gedrehter Film ist durchaus Abend füllend und lässt den Mangel an ordentlichen<br />

Fernsehinhalten in HD-Qualität schnell vergessen. Man stöpselt den<br />

JVC-Camcorder einfach per HDMI an seinen „HD ready“-Fernseher und<br />

ab geht die Post. So viel <strong>HDTV</strong> <strong>für</strong> billiges Geld würde vielen Verbrauchern<br />

gefallen. Nur müsste es ihnen einmal jemand sagen ...<br />

HD-Hobbythek<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 017


018 www.hdplustv.de


Hochauflösende<br />

Fernsehvielfalt<br />

Die Fachleute sind sich einig: Unsere Fernsehzukunft wird hochauflösend sein. Damit<br />

aber wenigstens ungefähr so viele Sender in HD übertragen werden können, wie heute<br />

in herkömmlicher Auflösung ins Haus kommen, braucht es enorme Übertragungskapazitäten.<br />

Die Satellitenbetreiber rechnen sich daher <strong>für</strong> die nächsten Jahre gute Chancen<br />

aus, ihren Vorsprung gegenüber den anderen Verbreitungswegen auszubauen.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

Bilder: SES Astra<br />

Böse Zeitgenossen dürften sagen, ein<br />

Sat-Fan schraube nur an seiner Satellitenanlage<br />

herum und verbringe sein<br />

ganzes Leben vorm Fernseher. Dem ist zwar<br />

nicht so, denn selbst explizite Stubenhocker verlassen<br />

ihre vier Wände ab und zu, um einzukaufen<br />

oder Sport zu treiben, aber möglich wäre es<br />

schon. Nehmen wir als Beispiel eine ganz normale<br />

Multifeed-Einteilnehmeranlage, die die in<br />

Deutschland populärsten Satelliten der Astra-<br />

Flotte auf 19,2 Grad Ost und der Eutelsat-Hot-<br />

Bird-Flotte auf 13 Grad Ost empfängt, stoßen<br />

wir auf eine ungemeine Flut an Sendern. Über<br />

Astra bekommt man allein 200 unverschlüsselte<br />

TV-Programme frei Haus geliefert, davon bis<br />

auf wenige Ausnahmen auch alle deutschsprachigen<br />

Satellitensender. Über Eutelsat Hot Bird<br />

werden mehr als 500 Free-To-Air-Programme<br />

ausgestrahlt, darunter Kanäle in englischer,<br />

französischer, italienischer, russischer oder arabischer<br />

Sprache.<br />

Vor uns die Senderflut<br />

Ein normaler Mensch mag sich zwar angesichts<br />

dieser Zahlen fragen, wer bloß die Zeit hat, all<br />

diese Programme auch wirklich zu verfolgen,<br />

doch in der Zukunft werden wir wohl noch mehr<br />

Sender via Satellit empfangen – und davon auch<br />

wohl einige in hochauflösender Qualität. Schon<br />

heute sind einzelne Satelliten zu großen Teilen<br />

<strong>für</strong> HD-Sender reserviert. Bestes Beispiel ist<br />

wohl der Satellit Astra 1D auf 23,5 Grad Ost.<br />

Dort senden die HD-Sender der Euro-1080-<br />

Gruppe und der HD-Promotionskanal von SES<br />

Astra. Diese nehmen vier von insgesamt zehn<br />

Transpondern in Beschlag.<br />

<strong>HDTV</strong> erlebt in Europa, das lange Zeit hinter den<br />

USA und Japan hinterherhinkte, einen ungeahnten<br />

Boom. Ende 2006 wurden 36 hochauflösende<br />

Programme via Satellit übertragen. Ein<br />

Jahr zuvor waren es nur sechs gewesen. Deshalb<br />

schätzen die Marktanalysten von Screen Digest,<br />

dass die Zahl der HD-Kanäle bis zum Jahr 2010<br />

auf rund 160 klettern wird. Das liegt vor allem<br />

an dem prognostizierten Zuschauerpotenzial. In<br />

drei Jahren sollen knapp neun Millionen westeuropäische<br />

Haushalte das nötige Equipment<br />

haben, um hochauflösendes Fernsehen via Satellit<br />

zu empfangen. Dies würde einem Anteil<br />

von etwa 60 Prozent aller Haushalte mit <strong>HDTV</strong>-<br />

Anschluss entsprechen.<br />

Goldene Zeiten<br />

Die Satellitenbetreiber sehen goldene Zeiten<br />

auf sich zukommen. So will SES Astra, das zurzeit<br />

26 Kanäle im HD-Format ausstrahlt, in drei<br />

Jahren zirka 100 hochauflösende Sender übertragen.<br />

Beim Konkurrenten Eutelsat will man<br />

sich hingegen auf keine konkrete Anzahl von<br />

Kanälen festlegen. „Wir rechnen jedoch damit,<br />

dass 2010 rund ein Drittel der europäischen<br />

HD-Sender von Eutelsat übertragen wird“, so<br />

ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage von<br />

HD+TV.<br />

Die Märkte, die die beiden Satellitenbetreiber<br />

bedienen, überschneiden sich dabei nur bedingt.<br />

So konzentriert sich SES Astra auf Westund<br />

Zentraleuropa und überträgt jetzt schon<br />

die hochauflösenden Angebote von Premiere,<br />

ProSieben, Sat.1 und Anixe aus Deutschland,<br />

von BSkyB, Discovery, National Geographic<br />

Channel und History Channel aus Großbritannien<br />

sowie von Canal Plus France, M6 und TF1 aus<br />

Frankreich. Im vierten Quartal 2007 will zudem<br />

der belgische Plattformbetreiber TV Vlaanderen<br />

ein HD-Paket über Astra starten. Eutelsat<br />

wird schon verstärkt in Frankreich und Italien<br />

<strong>für</strong> <strong>HDTV</strong> genutzt und sieht seine Chance vor<br />

allem im Osten. „Sehr wichtige Impulse gehen<br />

von Polen, der Ukraine und Russland aus. Gerade<br />

diese Märkte starten wesentlich früher als<br />

erwartet im <strong>HDTV</strong>-Bereich durch“, heißt es gegenüber<br />

HD+TV. „Hochinteressant sind zudem<br />

aktuelle Entwicklungen in der Türkei und im<br />

Nahen Osten.“<br />

Allein auf dem Satelliten Astra 1D auf 23,5 Grad Ost strahlen<br />

schon jetzt neun HD-Sender aus<br />

Verbreitungsweg Nummer eins<br />

Für Europas große Satellitenbetreiber sind die<br />

anderen Verbreitungswege keine echte Konkurrenz.<br />

Das liegt am unbestrittenen technischen<br />

Vorsprung des Satelliten. HD-Programme via<br />

DVB-T wird es aufgrund der wenigen verfügbaren<br />

Frequenzen nur in Einzelfällen geben. So<br />

überlegen Großbritannien und Frankreich, HD-<br />

Sender über die Antenne einzuführen. Übertragungen<br />

von HD-Programmen über breitbandige<br />

Internetleitungen stehen vor Bandbreitenproblemen.<br />

Zwar gibt es schon heute in Ländern wie<br />

Deutschland, Frankreich und Italien hochauflösendes<br />

IPTV, doch im europäischen Maßstab<br />

wird dieser Übertragungsweg in absehbarer<br />

Zeit noch keine wichtige Rolle spielen.<br />

Einzige echte Konkurrenz ist das TV-Kabel, das<br />

jedoch ohnehin via Satellit versorgt wird. Allerdings<br />

sind die meisten europäischen Kabelnetzbetreiber<br />

zurzeit damit erst einmal beschäftigt,<br />

ihre Netze überhaupt <strong>für</strong> digitales Fernsehen<br />

auszubauen. Zurzeit empfangen nämlich nur elf<br />

Millionen Haushalte ihr TV-Programm digital.<br />

<strong>HDTV</strong> hat da natürlich nicht die allererste Priorität.<br />

Deswegen wird der Satellit aufgrund seiner<br />

Reichweite, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit<br />

von allen Übertragungswegen wohl noch auf<br />

Jahre hinaus am meisten <strong>für</strong> hochauflösendes<br />

Fernsehen genutzt werden.<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 019


Tragbarer Ohrenschmaus<br />

Per MP3-Player und Multimedia-Handy hat man seine Lieblingssongs überall mit<br />

dabei. Einziges Manko: der Klang. Doch dank der neuesten Entwicklung einer<br />

Nürnberger Firma können auch mobile Endgeräte bald Surround-Sound wie die<br />

heimische Hi-Fi-Anlage produzieren.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

020 www.hdplustv.de


Bilder: Sony Ericsson<br />

Es war die Zeit, als Michael Holms<br />

Schlaghosen und Acrylhemden von den<br />

Punk-Lederjacken der Ramones und<br />

Sex Pistols abgelöst wurden, als den Entwicklern<br />

von Sony eine geniale Idee kam: Wie wäre<br />

es, wenn die Halbstarken nicht mehr mit Papis<br />

Schlitten durch die Idylle der Vorgärten düsen<br />

und dabei brave Bürger mit dieser grässlichen<br />

Punk-Musik belästigen würden? Also verlegten<br />

die höflichen Japaner den Abspielort der Kassette<br />

in einen kleinen Kasten und setzten den<br />

Blagen Kopfhörer auf.<br />

Dass der Walkman voll aufgedreht trotzdem so<br />

manchem Zeitgenossen in den Ohren kratzen<br />

kann, wissen wir durch traumatische Erlebnisse<br />

in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir wissen<br />

auch, dass das Sony Ericsson mit seiner W-Reihe<br />

streng genommen Etikettenschwindel betreibt,<br />

wenn es sich als „Walkman-Handy“ ausgibt,<br />

denn wo, bitte schön, ist denn die Audiokassette?<br />

Trotzdem stecken wir das Multimedia-Handy<br />

gerne in die Jackentasche, denn als Kinder<br />

dieser Zeit können wir schließlich nicht ohne<br />

Mobiltelefon vor die Haustür treten.<br />

Handys mit integriertem MP3-Player sind ein<br />

Trend, der sich nicht mehr aufhalten lässt, ist<br />

es doch so unendlich praktisch, wenn man statt<br />

zwei Geräten nur noch eines mit sich herumschleppt.<br />

Und auf die Sound-Zwerge passt immer<br />

mehr Musik. Man denke z. B. nur an das<br />

Nokia N91 mit acht Gigabyte großem Speicher.<br />

Da hat man ganze 165 Gramm Technologie<br />

in der Tasche und kann trotzdem bis zu 6 000<br />

Songs bei sich führen. Wer es konservativer<br />

mag, wird zu Apples iPod greifen. Hier hat man<br />

sogar 80 Gigabyte Platz <strong>für</strong> seine Musik.<br />

Surround-Sound <strong>für</strong>s Handy<br />

Der große Nachteil der MP3-Player und Multimedia-Handys<br />

ist jedoch ihr Klang. Selbst noch<br />

so gute Kopfhörer stoßen im Vergleich mit einer<br />

ausgewachsenen Hi-Fi-Anlage schnell an<br />

ihre Grenzen. Ändern könnten das sogenannte<br />

„MPEG Surround Software Development Kits“,<br />

kurz SDKs, wie sie von der Nürnberger Firma<br />

Coding Technologies entwickelt werden.<br />

Damit können Hersteller jetzt die heimische Hi-<br />

Fi-Anlage mobil machen und echte Surround-<br />

Sound-Applikationen <strong>für</strong> tragbare Endgeräte<br />

entwickeln. Dabei muss es sich nicht unbedingt<br />

um einen iPod oder ein Walkman-Handy handeln,<br />

auch andere Geräte wie z. B. Mini-DVB-T-<br />

Fernseher können durch die neue Technologie<br />

auf Surround-Sound aufgerüstet werden.<br />

Der Vorteil ist die große Anwendungsvielfalt:<br />

Zum einen können im sogenannten „Enhanced<br />

Matrix Mode“ auch aus Stereo-Inhalten<br />

Multikanal-Signale in guter Qualität generiert<br />

oder im sogenannten „Binaural-Mode“ Multikanal-Signale<br />

auf Stereo-Kopfhörern so wiedergegeben<br />

werden, dass ein Raumklangeffekt<br />

entsteht. Zum anderen kann MPEG Surround<br />

Multikanalinhalte so effizient komprimieren,<br />

dass die Datenmenge nicht wesentlich großer<br />

ist als bei Applikationen ohne Surround-Sound.<br />

Beim Enhanced Matrix Mode liegt der Umfang<br />

an zusätzlichen Daten bei Null, da keine Spatial-<br />

Parameter übertragen werden. Im eigentlichen<br />

MPEG-Surround-Modus, bei dem der Encoder<br />

die Spatial-Parameter aus dem Multikanal-Audiosignal<br />

extrahiert und zum Stereo-Downmix<br />

hinzufügt, liegt die Bitrate bei etwa drei bis<br />

sechs Kilobit pro Sekunde und Kanal. Kommt ein<br />

modernes Kompressionsverfahren wie MPEG-4<br />

aacPlus als Kern-Codec zum Einsatz, das sehr<br />

gute Stereoqualität schon bei 48 Kilobit pro<br />

Sekunde erzeugt, so fällt dementsprechend <strong>für</strong><br />

ein 5.1 Multikanal-Signal in sehr guter Qualität<br />

eine Datenrate von 64 bis 96 Kilobit pro Sekunde<br />

an. Die Qualität von MPEG Surround kann<br />

bis zur Transparenz gesteigert werden, wenn<br />

die Bitrate weiter erhöht wird.<br />

Für den mobilen Markt sieht man bei Coding<br />

Technologies zunächst in diesen beiden Wiedergabearten<br />

auch die Schlüsseltechnologien<br />

der nächsten Jahre. „Der überwiegende Anteil<br />

vorhandener Inhalte liegt schließlich in Stereo<br />

vor“, heißt es aus Nürnberg gegenüber HD+TV.<br />

„Als nächsten Schritt in der Entwicklung sehen<br />

wir Download- und Streaming-Dienste <strong>für</strong> Musik<br />

in Surround-Sound-Qualität.“<br />

Schöne neue Klangwelt<br />

Erste tragbare Endgeräte, die MPEG Surround<br />

unterstützen, könnten nach Einschätzung von<br />

Coding Technologies in der ersten Hälfte des<br />

nächsten Jahres auf den Markt kommen. Sobald<br />

die Stückzahlen steigen, wird es ab der<br />

ersten Hälfte 2009 zunehmend Anwendungen<br />

geben, bei denen ein MPEG-Surround-Decoder<br />

in einer Cradle oder Docking-Station eingebaut<br />

ist. Solche Stationen wird im heimischen Wohnzimmer<br />

oder im Auto mit der vorhandenen<br />

Anlage verbunden und nehmen das Endgerät<br />

mit den MPEG-Surround-Inhalten auf, um die<br />

darauf gespeicherten Multikanalinhalte über<br />

Lautsprecher abzuspielen.<br />

Auch Handyfernsehen wird zukünftig besseren<br />

Klang bieten. Mobile TV-Dienste wie DVB-H<br />

können MPEG Surround aufgrund der Rückwärtskompatibilität<br />

zu Stereo problemlos integrieren.<br />

„Reine Stereo-Endgeräte ignorieren<br />

dann die MPEG-Surround-Daten und spielen<br />

nur Stereo ab, während Surround-Sound-fähige<br />

Endgeräte Raumklang wiedergeben können“,<br />

erklärt ein Coding-Technologies-Sprecher gegenüber<br />

HD+TV. „Solche mobilen TV-Dienste<br />

dürfte es im Jahr 2009 geben.“<br />

So mancher Tüftler weiß aus bitterer Erfahrung,<br />

dass die beste Anwendung nichts nützt, wenn<br />

sich niemand findet, der entsprechende Geräte<br />

baut. Anders bei Coding Technologies: Im<br />

Moment finden nach Angaben der Nürnberger<br />

konkrete Gespräche mit zwei Herstellern statt.<br />

Es sieht also ganz so aus, als ob nach dem MP3-<br />

Standard ein zweites Mal Technologie „made<br />

in Germany“ dem Musikmarkt neue Impulse<br />

geben könnte.<br />

Vorsätzliche Täuschung: Beim herkömmlichen Stereo-Sound<br />

entsteht das Empfinden von Raumklang im Gehirn selbst<br />

Binaurale Wiedergabe von<br />

MPEG-Surround<br />

Die binaurale Wiedergabe basiert auf so genannten<br />

„Head Related Transform Functions“, kurz HRTFs.<br />

Diese HRTFs beschreiben den Weg eines Audiosignals<br />

von der Quelle bis zu den beiden Trommelfellen des<br />

Zuhörers und die Veränderungen, die das Signal dabei<br />

erfährt. Die binaurale Wiedergabe benutzt solche<br />

HRTFs, um die Lokalisation von Schallquellen im<br />

menschlichen Ohr zu emulieren. Diese Funktionen bilden<br />

dabei Laufzeitverzögerungen, Pegelunterschiede<br />

oder Frequenzveränderungen ab, wie sie z. B. durch<br />

Reflexionen in einem echten Raum ausgelöst werden.<br />

Der so erzielbare Effekt lässt sich am besten als einen<br />

räumlichen Höreindruck beschreiben, bei dem das<br />

akustische Ereignis nicht mehr wie bei Stereo im Kopf,<br />

sondern außerhalb des Kopfes stattfindet. Dadurch<br />

sind Ortsbestimmungen wie „vorne“ oder „hinten“<br />

möglich.<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 021


Schnappschuss<br />

von der Piste<br />

Sportereignisse sind mit Sicherheit die Art von TV-Inhalten, die wie geschaffen <strong>für</strong><br />

hochauflösendes Fernsehen sind. Aufnahmen aus Formel-1-Cockpits oder Skifahrerhelmen<br />

blieben jedoch bislang außen vor. Deshalb hat das Fraunhofer-Institut eine<br />

HD-Kamera im Mini-Format entwickelt, die diese Lücke füllen soll.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

Im Prinzip läuft ein Formel-1-Wochenende<br />

in Monaco immer nach demselben Schema<br />

ab. Die „ferraristi“ schweben entweder mit<br />

dem Zug in den unterirdischen Bahnhof von<br />

Monte Carlo ein und verwandeln den sonst<br />

porentief sauberen Bahnsteig in eine große<br />

Müllhalde oder sie rücken in aller Hergottsfrühe<br />

über die „Moyenne Corniche“ an und stellen<br />

ihre altersschwachen Alfas mit extrabreitem<br />

Endrohr irgendwo in verwegener Steillage am<br />

Wegesrand ab. Die zweite Option hat wohl den<br />

meisten Charme, denn es ist wohl eine besondere<br />

Erfahrung, mit einer Horde gleichgesinnter<br />

„Roter“ die Treppen hinab ins Fürstentum zu<br />

gehen, dabei die Yachten der Superreichen im<br />

Hafen von La Condamine in der Morgensonne<br />

schillern zu sehen und schon von weitem das<br />

mächtige Röhren PS-starker Formel-1-Boliden<br />

zu hören.<br />

Ist man dann unten angelangt, macht man es<br />

sich auf einer der provisorisch aufgestellten Tribünen<br />

bequem, <strong>für</strong> die man je nach Lage einen<br />

hohen zwei- oder auch dreistelligen Betrag hingeblättert<br />

hat. Sehen tut man trotzdem nicht<br />

viel. Die Wagen flitzen mit bis zu 200 Stundenkilometern<br />

an den Zuschauern vorbei, so dass<br />

man schon von ganz allein auf die großen Bildschirme<br />

starrt, um zu wissen, wer einen da gerade<br />

mit seiner Abgaswolke eingehüllt hat.<br />

Charme der Bequemlichkeit<br />

Kein Zweifel: Vor dem heimischen Fernseher<br />

sieht man besser, denn hier wird das Geschehen<br />

auf der Piste aus unendlich vielen Kamerapositionen<br />

beobachtet – und man hat das<br />

Glück, auch mal hinter die Fassade des schnelllebigen<br />

Formel-1-Business zu gucken: übermüdete<br />

Techniker, die beim Warten in den Boxen<br />

gähnen, verzweifelte Fahrer, die beim Ausscheiden<br />

wegen geborstenem Differenzial vor Wut<br />

gegen das Lenkrad schlagen, und nicht zuletzt<br />

glückliche Sieger, die ihre Euphorie in das Mikrofon<br />

in ihrem Helm schreien. Mit dabei ist<br />

selbstverständlich auch eine kleine Kamera,<br />

die die Jubelarie vom oberen Rand des Cockpits<br />

aufnimmt – schade nur, dass solche Bilder<br />

bis dato nur in herkömmlicher Auflösung und<br />

nicht in HD-Qualität gesendet werden, doch<br />

dies könnte sich bald ändern. Das Fraunhofer-<br />

Institut <strong>für</strong> Integrierte Schaltungen (IIS) hat auf<br />

der Cebit eine Kamera namens „Micro <strong>HDTV</strong>“<br />

vorgestellt, die mit Abmessungen von vier mal<br />

vier mal acht Zentimetern kleiner als eine Seifenschachtel<br />

ist. „Die Kameraelektronik hat<br />

eine sehr geringe Verlustleistung – es entsteht<br />

also wenig Wärme, so dass das Gehäuse sehr<br />

klein gehalten werden kann“, erklärt Stefan<br />

Gick, Gruppenleiter am IIS. „Indem wir hoch integrierte<br />

Bauteile verwenden, konnten wir alle<br />

Komponenten wie Bildsensor, Analog-Digital-<br />

Umsetzer, Farbaufarbeitung und Schnittstellen<br />

auf kleinstem Raum in der Kamera realisieren.“<br />

Professionelles Equipment<br />

Die Micro <strong>HDTV</strong> ist ausschließlich <strong>für</strong> den professionellen<br />

Einsatz konzipiert. Sie produziert<br />

Bilder: Fraunhofer-Institut, Pixelquelle.de<br />

022 www.hdplustv.de


Anzeige<br />

Vollbilder mit 1 920× 1 080 Bildpunkten und<br />

einer variablen Bildrate von bis zu 60 Bildern<br />

pro Sekunde. Zudem lassen sich sämtliche Parameter<br />

wie Farbeinstellungen, Weißabgleich,<br />

Bildformat oder Bildrate über die integrierte<br />

Software steuern. Dazu reicht es aus, einen Internetbrowser<br />

zu öffnen, die Kamera über ein<br />

lokales Netzwerk mit dem Notebook zu verbinden<br />

und die gewünschten Parameter einzustellen.<br />

Ein weiterer Vorteil der Kamera: Trotz der<br />

kompakten Außenmaße können Standardoptiken<br />

verwendet werden.<br />

Wenn sich der eine oder andere HD-Freund<br />

Hoffnungen gemacht haben sollte, er könnte die<br />

Micro <strong>HDTV</strong> heimlich in Kinosäle schmuggeln<br />

und dort die neuesten Streifen aus Hollywood<br />

im hochauflösenden Format abfilmen, sieht er<br />

sich getäuscht. Nach Angaben des Fraunhofer-<br />

Instituts erfordert die Mini-Kamera zum einen<br />

eine professionelle Bedienung und Einstellung.<br />

Zum anderen verfügt die Micro <strong>HDTV</strong> über<br />

kein integriertes Recordersystem. Zur Aufzeichnung<br />

bedarf es zusätzlicher Speichergeräte, die<br />

in der Lage sind, die hohe Auflösung und die<br />

verschiedenen Bildformate möglichst verlustfrei<br />

aufzuzeichnen. Bei einem Film in normaler Länge<br />

kommen aber nicht nur Gigabytes, sondern<br />

Terrabytes zusammen, <strong>für</strong> die Festplatten in der<br />

Regel nicht ausreichend groß sind. In der digitalen<br />

Filmproduktion ist man deswegen dazu<br />

übergegangen, so genannte Solid State Disks<br />

(SSDs) zu verwenden, die einem Flash-Speicher<br />

ähneln.<br />

Formel 1 nicht in HD<br />

Die Micro <strong>HDTV</strong> ist als Testsystem bereits im<br />

Verleih, aber bis der Fraunhofer-Prototyp im<br />

Motorsport zum regelmäßigen Einsatz kommt,<br />

dürfte es noch ein wenig dauern. Dabei ist auf<br />

Seiten der Sender grundsätzliches Interesse<br />

vorhanden. „Wir hätten die Formel 1 in dieser<br />

Saison gerne auch in HD gezeigt“, heißt es<br />

etwa vom deutschen Pay-TV-Sender Premiere<br />

gegenüber HD+TV. Der Ball liegt bei den Verantwortlichen<br />

von Bernie Ecclestones Formula<br />

Mit Abmessungen von vier mal vier mal acht Zentimetern ist die Micro <strong>HDTV</strong> eine der kleinsten<br />

HD-Kameras der Welt<br />

One Management, die die höchste Motorsportklasse<br />

organisiert und vermarktet. „Wenn wir<br />

die hochauflösende Übertragung <strong>für</strong> nötig erachten,<br />

werden wir auch die entsprechenden<br />

Kameras haben“, so eine Unternehmenssprecherin<br />

auf Nachfrage von HD+TV. Immerhin: In<br />

dieser Saison wird die Formel 1 schon mal in<br />

16 : 9 produziert.<br />

Folglich müssen die Konstrukteure von hochauflösend<br />

filmenden Mini-Kameras <strong>für</strong>s Erste<br />

auf andere Sportarten ausweichen. Aufgrund<br />

ihres stabilen Gehäuses ist die Micro <strong>HDTV</strong><br />

nach Angaben des IIS z. B. auch bei Fußballspielen<br />

als Hintertorkamera einsetzbar. Als weiteres<br />

mögliches Einsatzgebiet gilt der in Deutschland<br />

immer populärer werdende Basketballsport. So<br />

wurde die Mini-Kamera auf dem Cebit-Stand<br />

des Fraunhofer-Instituts hinter der Scheibe hinter<br />

einem Basketballkorb platziert und lieferte<br />

nie dagewesene Bilder von gefühlvollen Freiwürfen<br />

und kräftigen Dunk-Ins.<br />

Hoffen auf Olympia<br />

Große Chancen <strong>für</strong> den Einsatz von HD-Kleinstkameras<br />

besteht auch bei den Olympischen<br />

Sommerspielen 2008 in Peking. Zum ersten<br />

Mal in ihrer Geschichte sollen die Spiele nämlich<br />

komplett im hochauflösenden Fernsehformat<br />

festgehalten werden. Ungewöhnliche Perspektiven<br />

im Tornetz, in der Zielscheibe oder im<br />

Wassergraben würden den Reiz der HD-Übertragung<br />

sicherlich noch verstärken.<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 023


Die Entdeckung der<br />

Langlebigkeit<br />

In Zeiten der Billig-Discounter wird es immer schwieriger hochwertige Audiotechnik in<br />

zeitlosem Design zu finden, deren Qualität selbst Jahre später noch überzeugen kann.<br />

Die Hamburger Audio Reference GmbH versucht mit dem Vertrieb von ausgewählten<br />

High-End-Produkten genau dieser Entwicklung entgegenzusteuern und neue Maßstäbe<br />

zu setzen.<br />

VON FRANK GEISELER<br />

Heutzutage muss alles schnell sein. Wir<br />

müssen alle schnell sein. Wir müssen<br />

belastbar, flexibel und leistungsfähig<br />

sein. Und dann? Was müssen wir dann? Dann<br />

müssen wir konsumieren! Konsumieren so viel<br />

Geschäftsführer, Firmengründer und Musikliebhaber Mansour<br />

Mamaghani steht <strong>für</strong> Qualität, die lange hält<br />

es geht und vor allem konsumieren so schnell es<br />

geht! Aber kann das schon alles sein? Entspricht<br />

diese Mentalität wirklich unserem Naturell, unserer<br />

gewünschten Art zu leben? Sind denn<br />

alle unsere Beziehungen zu unserer Umwelt so<br />

oberflächlich und schnelllebig?<br />

Oder sollten wir unsere freie Zeit nicht auch einmal<br />

<strong>für</strong> uns selbst nutzen dürfen und auch mal<br />

ein wenig zur Ruhe kommen, um uns wieder<br />

zu erholen und Energie zu tanken? Irgendwann<br />

kommt doch bei einem jeden der Punkt, an<br />

dem er wieder Mensch sein und die schönen<br />

Dinge genießen möchte. Die Dinge, die unser<br />

Leben bereichern. Das kann ein gutes Essen<br />

sein, ein Abend im Kino oder der Besuch einer<br />

Kunstgalerie.<br />

Bedürfnis<br />

Für viele von uns gehört zu diesen schönen<br />

Dingen des Lebens aber auch, Musik in den eigenen<br />

vier Wänden zu genießen. Und zwar die<br />

selbst auserwählte Musik, nicht der Krach, der<br />

uns tagtäglich in überfüllten Einkaufspassagen<br />

und Bahnhöfen aus allen Richtungen entgegenschlägt,<br />

uns den Nerv raubt und nichts als Kopfschmerzen<br />

und ungewollte Ohrwürmer hinterlässt.<br />

Nun gibt es bestimmte Voraussetzungen,<br />

die den heimischen Musikgenuss überhaupt<br />

erst möglich machen. Neben den Tonträgern,<br />

die unsere geliebte Musik konservieren, benötigen<br />

wir technisches Equipment, welches dem<br />

Anspruch genügen muss, das auf den Tonträgern<br />

gespeicherte Material so natürlich, so rein<br />

und so unverfälscht wie nur möglich zu reproduzieren.<br />

Doch woher bekommen wir dieses Equipment,<br />

wo sollen wir danach suchen? Müssen wir jetzt<br />

wieder in die überfüllten und überlauten Einkaufspassagen,<br />

wo sich die Technikdiscounter<br />

gänzlich dem kollektiven Billigwahn Deutschlands<br />

hingeben und diesen durch ihre „geilen“<br />

Geizparolen nicht nur bewusst schüren, son-<br />

Bilder: Audio Reference, Final Sound, Krell<br />

024 www.hdplustv.de


Die Entdeckung der<br />

Langlebigkeit<br />

In Zeiten der Billig-Discounter wird es immer schwieriger hochwertige Audiotechnik in<br />

zeitlosem Design zu finden, deren Qualität selbst Jahre später noch überzeugen kann.<br />

Die Hamburger Audio Reference GmbH versucht mit dem Vertrieb von ausgewählten<br />

High-End-Produkten genau dieser Entwicklung entgegenzusteuern und neue Maßstäbe<br />

zu setzen.<br />

VON FRANK GEISELER<br />

Heutzutage muss alles schnell sein. Wir<br />

müssen alle schnell sein. Wir müssen<br />

belastbar, flexibel und leistungsfähig<br />

sein. Und dann? Was müssen wir dann? Dann<br />

müssen wir konsumieren! Konsumieren so viel<br />

Geschäftsführer, Firmengründer und Musikliebhaber Mansour<br />

Mamaghani steht <strong>für</strong> Qualität, die lange hält<br />

es geht und vor allem konsumieren so schnell es<br />

geht! Aber kann das schon alles sein? Entspricht<br />

diese Mentalität wirklich unserem Naturell, unserer<br />

gewünschten Art zu leben? Sind denn<br />

alle unsere Beziehungen zu unserer Umwelt so<br />

oberflächlich und schnelllebig?<br />

Oder sollten wir unsere freie Zeit nicht auch einmal<br />

<strong>für</strong> uns selbst nutzen dürfen und auch mal<br />

ein wenig zur Ruhe kommen, um uns wieder<br />

zu erholen und Energie zu tanken? Irgendwann<br />

kommt doch bei einem jeden der Punkt, an<br />

dem er wieder Mensch sein und die schönen<br />

Dinge genießen möchte. Die Dinge, die unser<br />

Leben bereichern. Das kann ein gutes Essen<br />

sein, ein Abend im Kino oder der Besuch einer<br />

Kunstgalerie.<br />

Bedürfnis<br />

Für viele von uns gehört zu diesen schönen<br />

Dingen des Lebens aber auch, Musik in den eigenen<br />

vier Wänden zu genießen. Und zwar die<br />

selbst auserwählte Musik, nicht der Krach, der<br />

uns tagtäglich in überfüllten Einkaufspassagen<br />

und Bahnhöfen aus allen Richtungen entgegenschlägt,<br />

uns den Nerv raubt und nichts als Kopfschmerzen<br />

und ungewollte Ohrwürmer hinterlässt.<br />

Nun gibt es bestimmte Voraussetzungen,<br />

die den heimischen Musikgenuss überhaupt<br />

erst möglich machen. Neben den Tonträgern,<br />

die unsere geliebte Musik konservieren, benötigen<br />

wir technisches Equipment, welches dem<br />

Anspruch genügen muss, das auf den Tonträgern<br />

gespeicherte Material so natürlich, so rein<br />

und so unverfälscht wie nur möglich zu reproduzieren.<br />

Doch woher bekommen wir dieses Equipment,<br />

wo sollen wir danach suchen? Müssen wir jetzt<br />

wieder in die überfüllten und überlauten Einkaufspassagen,<br />

wo sich die Technikdiscounter<br />

gänzlich dem kollektiven Billigwahn Deutschlands<br />

hingeben und diesen durch ihre „geilen“<br />

Geizparolen nicht nur bewusst schüren, son-<br />

Bilder: Audio Reference, Final Sound, Krell<br />

024 www.hdplustv.de


Kompetenz in Service<br />

und Beratung<br />

Die Leidenschaft <strong>für</strong> Musik, die die Gründer von Audio<br />

Reference zur Firmenphilosophie erkoren, soll auch den<br />

Kunden zuhause erreichen. Nur ausgesuchte Händler, die<br />

mit ihrem Know-how dem Anspruch von Audio Reference<br />

genügen und an regelmäßigen Schulungen teilnehmen,<br />

beraten deshalb den Kunden individuell und kompetent<br />

über die High-End-Produkte der Topmarken. Dies gewährleistet,<br />

dass ein Käufer auch noch nach Jahren mit seiner<br />

Kaufentscheidung glücklich und zufrieden ist. Da die persönliche<br />

vertrauensvolle Kundenbindung absolute Priorität<br />

besitzt, steht die langjährige Kompetenz des Audio-Reference-Teams<br />

auch nachhaltig dem Kunden zur Verfügung<br />

und mit Rat und Tat zur Seite.<br />

Beim örtlichen Händler bekommt man auch in Form eines<br />

Prospektes oder des regelmäßig aktualisierten Audio-Reference-Buchs<br />

einen Überblick über die Produktlinien der<br />

Herstellerfirmen. <strong>Eine</strong>n Händler in Ihrer Nähe können Sie<br />

auf der Homepage www.audio-reference.de erfragen.<br />

dern auch jeglichem Respekt vor der Technik<br />

abschwören, indem sie sich gegenseitig nicht<br />

nur im Preis, sondern in erster Linie im Niveau<br />

unterbieten?<br />

Ein jeder hat doch auch das Bedürfnis nach<br />

bestimmten Konstanten im Leben. Natürlich<br />

sind unsere Mitmenschen hier die wichtigsten<br />

Eckpfeiler. Jedoch ist auch unsere unmittelbare<br />

Umgebung sehr wichtig <strong>für</strong> unser Wohlbefinden<br />

und selbst technische Geräte können durch<br />

vertrauensvolle Qualität und ein ausgewogenes<br />

Design zu einem angenehmen Ambiente beitragen.<br />

Auf Dauer<br />

Des Weiteren sollte die Qualität dieser Geräte<br />

auch gewährleisten, konstante Leistung über<br />

Jahre zu liefern, um nicht nach einigen wenigen<br />

Monaten wieder bei Null anfangen zu müssen.<br />

Schenkt man gegenwärtigen Werbesprüchen<br />

Glauben, so ist nichts älter als der Fernseher,<br />

der CD-Player oder der Lautsprecher von gestern.<br />

Aber auch dies kann doch nicht der Weisheit<br />

letzter Schluss sein. Und wenn man die<br />

Augen aufhält, so gibt es tatsächlich auch Beispiele<br />

<strong>für</strong> eine gegenläufige Entwicklung. <strong>Eine</strong><br />

Entwicklung, bei welcher wieder mehr Wert auf<br />

Qualität und Langlebigkeit der Produkte gelegt<br />

wird.<br />

<strong>Eine</strong>s dieser positiven Beispiele findet sich im<br />

schönen Hamburg. Hier wurde im Jahr 1999 die<br />

Audio Reference GmbH gegründet. Mansour<br />

Mamaghani war der Mann der Stunde, welcher<br />

bereits im ausgehenden zweiten Jahrtausend<br />

erkannt hatte, welchen hohen Stellenwert sowohl<br />

die technische Qualität als auch das entsprechende<br />

Design <strong>für</strong> Freunde des guten Tons<br />

hat. Diesen Bedürfnissen wurde er gerecht, indem<br />

er sich mit Herstellerfirmen zusammentat,<br />

deren Entwickler auf den Gebieten der Audiound<br />

Heimkinobranche führenden waren. So gelang<br />

es Audio Reference mit den exklusiven Vertriebsrechten,<br />

seinen Kunden eine erstaunliche<br />

Bandbreite an High-End-Geräten anbieten zu<br />

können, deren gemeinsamer Maßstab es ist, die<br />

Referenz ihrer Klasse zu verkörpern. Werfen wir<br />

einen Blick auf dieses umfangreiche Repertoire.<br />

Umsetzung<br />

Als erstes ist hier die Marke Krell zu nennen,<br />

welcher es durch stete Forschung gelingt, extrem<br />

aufwändige Verstärkertechnologie in ein<br />

zeitloses Design zu integrieren und in Verbindung<br />

mit den hochwertigen Lautsprechern der<br />

Evolution-Serie ein solides Fundament <strong>für</strong> Heimkino-<br />

und Musikgenuss bildet. Die elektrostatischen<br />

Lautsprecher von Final Sound zeichnen<br />

sich durch die Inverter-Technologie aus, welche<br />

es ermöglicht, mit fast durchsichtigen Panels einen<br />

geschmeidigen Klang zu liefern. Selbst das<br />

Mobiliar ist Bestandteil ganzheitlicher Audiolösungen<br />

und auch hier bietet Audio Reference<br />

mit den Massivholzmöbeln der Marke Tabula<br />

Rasa zeitlose Racks, die Leben und Wärme ausstrahlen.<br />

Ein weiteres technisches Highlight sind die Systeme<br />

von Meridian. Dieser auf die digitale Musikwiedergabe<br />

spezialisierte Hersteller schaffte<br />

es mit seiner gesamten Produktpalette, aber<br />

vor allem durch seine Digital-Aktivlautsprecher,<br />

neue Maßstäbe zu setzen.<br />

Selbst Zubehör findet bei Audio Reference<br />

durch Kabel von Goertz und van den Hul die<br />

nötige Beachtung und die Röhrenverstärker<br />

der Marken Graaf und Primaluna genießen<br />

weltweit Anerkennung. Um am Puls der Zeit<br />

zu bleiben, strebt Geschäftsführer Mansour<br />

Mamaghani danach, das Portfolio laufend mit<br />

aufstrebenden Herstellern zu ergänzen. So zählen<br />

mittlerweile auch die Beamer der Marke Faroudja,<br />

die Lautsprecher von Vienna Acoustics<br />

und die Subwoofer von Velodyne zum erlauchten<br />

Kreis der Audio-Reference-Produkte. <strong>Eine</strong>n<br />

Die Evolution-Serie von Krell verkörpert wie<br />

kaum ein anderes Set die Symbiose von<br />

innovativer Technik und zeitlosem Design<br />

ganz besonderen Glanzpunkt <strong>für</strong> Freunde der<br />

Schallplatte bieten die Präzisionsplattenspieler<br />

der Firma Avid. Durch rigorose Qualitätskontrollen<br />

versprechen diese zuverlässigen Betrieb<br />

<strong>für</strong> viele Jahre. Das passende Zubehör wird von<br />

der Marke Millenium bereitgestellt.<br />

Hoffnung<br />

Wie wir sehen, gibt es also doch ein Silberstreif<br />

am Horizont <strong>für</strong> qualitätsbewusste Musikliebhaber.<br />

Dem Dauerkrach der Discounter trotzen<br />

Fachhändler wie Audio Reference mit hochwertigen<br />

Produkten und ausgezeichnetem Service<br />

– jedes Ying hat sein Yang. Möglicherweise<br />

sind Händler wie Audio Reference sogar Teil<br />

einer neuen Bewegung, welche <strong>für</strong> ein neues<br />

deutsches Anspruchsdenken in Sachen Solidität<br />

und Langlebigkeit steht. Die Zukunft wird es<br />

zeigen.<br />

Im Hamburger Hörraum der Audio Reference GmbH kann purer Klang erlebt werden<br />

026 www.hdplustv.de


8 Wir suchen Sie!<br />

GRATIS ...<br />

... die neuesten Spiele am Computer spielen?<br />

... zu Filmpremieren ins Kino?<br />

... brandaktuelle DVDs ansehen?<br />

Wenn Sie sich damit anfreunden könnten, all die Möglichkeiten gratis zu<br />

bekommen, dann ist dieses Angebot mit Sicherheit interessant <strong>für</strong> Sie: Unser<br />

Verlag ist, <strong>für</strong> den Standort Leipzig, auf der Suche nach engagierten und interessierten<br />

Testern <strong>für</strong> die verschiedensten aktuellen Entertainmentprodukte.<br />

Tester <strong>für</strong> Entertainmentprodukte (m/w)<br />

Für unsere bestehenden und geplanten Publikationen werden wir regelmäßig und<br />

in großem Umfang Kinofi lme, DVDs, Musik-CDs, Hörbücher, PC- und Konsolenspiele<br />

testen. Wir suchen Studenten,<br />

die ein ausgesprochenes Interesse <strong>für</strong> diese Medienbereiche haben,<br />

die sich vorstellen können, regelmäßig und zuverlässig <strong>für</strong> diese Tests<br />

verfügbar zu sein und<br />

die es außerdem verstehen, ihre Eindrücke und Bewertungen in treffende und<br />

verständliche Worte zu kleiden.<br />

Das Vorhandensein von technischen Abspielgeräten ist von Vorteil, aber<br />

nicht Bedingung.<br />

Neugierig geworden?<br />

Dann senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung per E-Mail an:<br />

job@auerbach-verlag.de<br />

oder inklusive eines frankierten Rückumschlages an:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Personalabteilung/Frau Konrad<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

www.auerbach-verlag.de


In den nächsten Wochen auf den HD-Kanälen von Premiere, ProSieben, Sat.1 und Anixe HD<br />

PROGRAMMHÖHEPUNKTE<br />

DER KAUFMANN VON VENEDIG<br />

DRAMA<br />

FANTASTIC FOUR<br />

COMIC<br />

Premiere HD Film: So 15. 04. – 11.35 Uhr; Do 10. 05. – 00.00 Uhr; Fr 11. 05. – 10.20 Uhr<br />

Premiere HD Film: Do 19. 04. – 14.10 Uhr; So 22. 04. –<br />

18.30 Uhr; Mo 23. 04. – 09.40 Uhr; Sa 28. 04. – 00.25 Uhr<br />

ALEXANDER<br />

HISTORIENFILM<br />

HOUSE OF WAX<br />

HORROR<br />

Premiere HD Film: Di 17. 04. – 11.05 Uhr; Di 08. 05. – 07.05 Uhr<br />

Premiere HD Film: Do 26. 04. – 21.45 Uhr; Di 08. 05. –<br />

00.05 Uhr<br />

Bilder: Premiere<br />

028 www.hdplustv.de


IN <strong>HDTV</strong><br />

HELLBOY<br />

COMIC<br />

DIE LEGENDE DES ZORRO<br />

DRAMA<br />

Pro7 HD Film: So 22. 04. – 20.15 Uhr<br />

Premiere HD Film: Fr 20. 04. – 21.35 Uhr; Sa 21. 04. – 11.20 Uhr<br />

GALILEO MYSTERY<br />

MAGAZIN<br />

PROGRAMMHIGHLIGHTS<br />

Film Sender Genre Termin<br />

Dick und Doof<br />

als Salontiroler<br />

Anixe HD Komödie Mi 18. 04. – 20.15 Uhr<br />

Johnny zieht in den<br />

Krieg<br />

Anixe HD Antikriegsfilm Mi 18. 04. – 21.25 Uhr<br />

Heirat ausgeschlossen Anixe HD Drama Do 19. 04. – 20.15 Uhr<br />

Couch Trip Anixe HD Komödie Sa 21. 04. – 20.15 Uhr<br />

Camorra Anixe HD Krimi Di 24. 04. – 21.40 Uhr<br />

Dick und Doof<br />

als Rekruten<br />

Anixe HD Komödie Mi 25. 04. – 20.15 Uhr<br />

„Geisha“-Boy Anixe HD Komödie Mi 25. 04. – 21.20 Uhr<br />

Ein Platz im Herzen Anixe HD Drama Sa 28. 04. – 20.15 Uhr<br />

DER EXORZISMUS VON<br />

EMILY ROSE<br />

HORROR<br />

Pro7 HD Film: Fr 27. 04. – 22.25 Uhr<br />

Premiere HD Film:<br />

So 22. 04. – 20.15 Uhr,<br />

Mo 23. 04. – 13.25 Uhr<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 029


Spielehöhepunkte in HD<br />

Während der Winter in diesem Jahr nur bedingt zum Verweilen im Wohnzimmer einlud,<br />

sollten Videospielfans in diesem Monat den Jahresurlaub einreichen. Mit „Oblivion: Shivering<br />

Isles“ erhält das Rollenspiel des Jahres 2006 seine größte Erweiterung und lädt Abenteurer<br />

zu stundenlangem Spielspaß ein.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Oblivion: Shivering Isles<br />

Als am 23. März die <strong>Playstation</strong> 3 in Europa erschien<br />

und das Rollenspiel Oblivion in den Regalen stand,<br />

war die Freude zwar groß, aber nicht überschwänglich.<br />

Der Grund: Die neue Erweiterung Shivering Isles<br />

bleibt vorerst PC- und Xbox-360-Besitzern vorbehalten.<br />

Das Hauptspiel bot eine beeindruckende Landmasse<br />

von rund 25 Quadratkilometern, die Erweiterung<br />

kommt immerhin auf ein Viertel. Dennoch<br />

ist Shivering Isles eine der abwechslungsreichsten<br />

Erweiterungen aller Zeiten. Statt wie im Hauptspiel<br />

in bildschönen Wäldern umherzuirren, erliegen Sie<br />

hier dem Wahnsinn des Bösen. <strong>Eine</strong>r der sonst so<br />

verhassten Deadra-Fürsten lädt Sie in sein Reich, um<br />

dieses vor dem Untergang zu bewahren. Im krassen<br />

Gegensatz zu den Toren Oblivions erwartet Sie in<br />

Shivering Isles aber keine Ödnis mit kargem Stein<br />

und Lava sondern eine fast schon psychedelisch anmutende<br />

Flora aus Riesenpilzen, Monsterinsekten<br />

und Sumpflandschaften. Da sich die Gegnerschar<br />

variabel der eigenen Erfahrungsstufe anpasst, können<br />

auch Neueinsteiger in die Shivering Isles entfliehen.<br />

Einziger Nachteil: Im Gegensatz zur im Handel<br />

erhältlichen PC-Variante steht die Xbox-360-Fassung<br />

nur über das Internet zum Download bereit.<br />

Empfehlung<br />

Hersteller 2K Games<br />

Genre<br />

Rollenspiel<br />

HD-Konsole Xbox 360, <strong>Playstation</strong> 3<br />

Release-Datum erhältlich, 3. Quartal PS3<br />

Bilder: 2K Gmaes, Activision, Electronic Arts, The Games Company, Ubisoft<br />

030 www.hdplustv.de


Ghost Recon Andvanced<br />

Warfighter 2<br />

Um es gleich vorwegzunehmen: Dieses Spiel ist nichts<br />

<strong>für</strong> Kinderhände. Wenn Kugelhagel wenige Millimeter<br />

neben einem einschlagen und das Zielfernrohr<br />

über Sieg und Niederlage entscheidet, ist die Grenze<br />

zwischen Spiel und Realität fließend. Verbessert<br />

wurde in G.R.A.W. 2 die Steuerung der Drohne zur<br />

Erkundung der Umgebung und die Übersichtlichkeit<br />

beim Vormarsch der Kameraden: Auf Wunsch<br />

schalten Sie einfach auf deren Sichtfeld um. Geblieben<br />

ist eine politisch höchst fragwürdige Story auf<br />

dem Niveau amerikanischer Armee-Werbespots und<br />

zum Teil abwechslungsarme Dauerschießereien –<br />

Ein Black-Hawk-Down in Videospielform.<br />

NBA Street Homecourt<br />

Mit einem zünftigen Ellenbogenschlag wird der<br />

Verteidiger ausgehebelt, der Ball per Fuß zum Mitspieler<br />

geschossen, dieser springt auf den Rücken<br />

des gebückten Teamkameraden und setzt zum meterhohen<br />

Flug an. Der Ball wird in den Korb gedroschen,<br />

mit der Hacke zurück in die Hände gespielt<br />

und ein zweites Mal eingelocht. Ja, es dreht sich<br />

hier um Basketball, aber in seiner schönsten Form.<br />

Die Straßen-Baskettballer in EAs Sportspielstreich<br />

sind ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich<br />

und unglaublich geschmeidig animiert. Spätestens<br />

beim nächsten Dunk zeigt sich dann das wahre<br />

Gesicht des Titels: Dieses Spiel soll unterhalten und<br />

nicht durch Realismus protzen.<br />

flOw<br />

Als Videospiele Mitte der Achtziger in den Kinderschuhen<br />

steckten, war das Spielprinzip noch schnell<br />

erlernt: Ein bis zwei Knöpfe und der simple Level-<br />

Aufbau garantierten auch Einsteigern einen raschen<br />

Zugang. <strong>Eine</strong>s dieser Spiele <strong>für</strong> jedermann stellt<br />

Sony nun <strong>für</strong> acht Euro zum Herunterladen bereit.<br />

In flOw steuern sie ein amöbenartiges Wesen allein<br />

mittels Neigung des Controllers durch eine nicht<br />

enden wollende Ursuppe. Ein bis zwei Spieler versuchen<br />

nun, infolge des Verzehrs der umherschwimmenden<br />

Teilchen, ihre Lebensform stetig zu vergrößern.<br />

Obwohl das Spiel kein Ziel besitzt und extrem<br />

minimalistisch ausfällt, ist das Umhertreiben unter<br />

hypnotisierender Musik eine wahre Wonne.<br />

Empfehlung<br />

Hersteller Ubisoft<br />

Genre<br />

Taktik-Shooter<br />

HD-Konsole Xbox 360, Playsation 3<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Empfehlung<br />

Hersteller Electronic Arts<br />

Genre<br />

Fun-Sport<br />

HD-Konsole Xbox 360, Playsation 3<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Empfehlung<br />

Hersteller The Game Company<br />

Genre<br />

Geschicklichkeit<br />

HD-Konsole <strong>Playstation</strong> 3<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Guitar Hero II<br />

Auf der <strong>Playstation</strong> 2 bereits ein alter Hut wird das<br />

Musikspiel mit Gitarre auch auf der Xbox 360 <strong>für</strong><br />

schlaflose Partynächte sorgen. Mittels des obligatorischen<br />

Rockstarinstruments spielen Sie im Idealfall<br />

taktgenau zu Songs von Aerosmith, Nirvana, Foo<br />

Fighters oder Guns N’ Roses. Statt echte Gitarrensaiten<br />

zu zupfen, beschränkt sich die Nachahmung auf<br />

fünf Grifftasten und einen Hebel. Die edle in weiß<br />

gehaltene Xbox-360-Gitarre registriert wie ihre<br />

PS2-Pendants sogar den Neigungswinkel, so dass in<br />

besonders dramatischen Stellen die Gitarre empor<br />

gestreckt werden sollte. Guitar Hero 2 gewinnt auf<br />

der Xbox 360 zwar keine Schönheitspreise, doch erzeugt<br />

echte Partystimmung – Let’s Rock!<br />

UEFA Champions League<br />

Es gab Zeiten, da boten FIFA-Spiele von EA alle Modi<br />

in einem Paket. Der Software-Riese scheint die Zeichen<br />

der Zeit aber erkannt zu haben und vermarktet<br />

ab sofort dreigleisig. Neben einzeln erhältlichen<br />

Varianten der WM- und Bundesliga-Ableger schickt<br />

sich nun die Königsklasse an, weitere 55 Euro vom<br />

gebeutelten Zocker einzufordern. Immerhin locken<br />

knapp 270 Mannschaften mit den originalen Spielern<br />

und Vereinen samt 22 Stadien. Die Grafik und<br />

Spielbarkeit wurde erneut ein wenig verbessert –<br />

gerade soviel, dass der Fußballfan einfach zuschlagen<br />

muss. Wie jedes Jahr eben.<br />

Def Jam: Icon<br />

Als das Videospiel Def Jam: Vendetta <strong>für</strong> die PS2<br />

und Xbox erschien, waren sich alle Kritiker einig:<br />

Die spaßige Auseinandersetzung zwischen gestandenen<br />

Hip-Hop-Größen sorgte <strong>für</strong> frischen Wind<br />

im Kampfsportalltag. Der Nachfolger Def Jam: Icon<br />

wird diesem Status nicht mehr gerecht, denn das<br />

Kampfsystem ist zu dröge und die Möglichkeiten<br />

zu beschränkt. Witzig sind dagegen die interaktiven<br />

Umgebungen, die im Takt der Musik wippen und<br />

sich der aufgelegten Platte anpassen. Durch die sehr<br />

detaillierte Darstellung mutiert der Titel zum Grafikblender.<br />

Hier gilt das Motto: mehr Schein als Sein,<br />

doch das ist bei den neumodischen Möchtegern-<br />

Hip-Hoppern ja nicht anders.<br />

Empfehlung<br />

Hersteller Activision<br />

Genre<br />

Musikspiel<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Empfehlung<br />

Hersteller Electronic Arts<br />

Genre<br />

Sport<br />

HD-Konsole <strong>Playstation</strong> 3, Xbox 360<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Empfehlung<br />

Hersteller Electronic Arts<br />

Genre<br />

Fun/Kampfsport<br />

HD-Konsole <strong>Playstation</strong> 3, Xbox 360<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 031


Filmhöhepunkte in HD<br />

Was <strong>für</strong> ein bewegender Filmmonat. Mit der Veröffentlichung des Endzeitfilms Children of<br />

Men, dem Thriller Déjà Vu und der märchenhaften Erzählung Big Fish ist das Angebot hochkarätig<br />

besetzt. Ob Action- oder Animationsfilm, Science-Fiction oder Fantasy, hier ist <strong>für</strong><br />

jeden etwas dabei.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Children of Men<br />

Während Deutschland über zu geringe Geburtenraten<br />

klagt, ist die Welt 2027 tatsächlich dem Untergang<br />

geweiht. Frauen wurden im Laufe der Jahre<br />

unfruchtbar und die letzte Hoffnung der Menschen<br />

in Form eines 18-jährigen jungen Mannes erlischt<br />

durch einen Terroranschlag. Anarchie, Chaos, Gewalt<br />

in den Straßen und Rassismus sind die einzigen<br />

Überbleibsel einer sich von innen verzehrenden Gesellschaft.<br />

Regisseur Alfonso Cuarón zeigte zuletzt mit Harry<br />

Potter und der Gefangene von Askaban, dass er die<br />

Leinwand gekonnt beherrscht. Mit Children of Men<br />

erschuf er ein ernstes, erschreckend reales Meisterwerk<br />

über das Leben selbst, inmitten von Geschrei,<br />

Leid und Tod. Anfangs noch behutsam eingeführt,<br />

werden dem Zuschauer mit zunehmender Spieldauer<br />

starke Nerven abverlangt und die abschließende<br />

Häuserkampfszene könnte auch einem Soldat<br />

James Ryan oder Black Hawk Down entsprungen<br />

sein. Doch während viele Kriegsfilme im Pathos<br />

schwelgen, bietet diese Geschichte keinen Helden<br />

und auch kein Happy End, nur die Hoffnung, dass<br />

das Leben immer einen Weg findet.<br />

Was Children of Men von anderen Hollywood-<br />

Blockbustern so gekonnt abhebt, ist die Darstellungsart.<br />

So finden sich meist minutenlange Kameraeinstellungen<br />

ohne Schnitte. Die Komplexität der<br />

Aufnahmen ist dabei das beste, was das moderne<br />

Kino in den letzten Jahren<br />

hervorgebracht hat. Zusammen<br />

mit der packenden Geschichte<br />

ist Child<br />

ren of Men endlich wieder<br />

ein echter Kaufgrund <strong>für</strong><br />

das HD-DVD-Format, auch<br />

wenn wir die Bild- und Tonqualität<br />

leider noch nicht<br />

testen konnten.<br />

Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Film-Verleih Universal<br />

Genre<br />

Science-Fiction-Drama<br />

Format<br />

HD-DVD, HD30<br />

Bild VC-1, 1.78:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital Plus<br />

Release-Datum 10. Mai 2007<br />

Bilder: 20th Century Fox, Buena Vista, Sony Pictures, Universal, Warner<br />

032 www.hdplustv.de


Die Liga der außergewöhnlichen<br />

Gentleman<br />

Was <strong>für</strong> ein Aufgebot: In der Comicverfilmung mit<br />

Sir Jean Connery stehen solch illustre Namen wie<br />

Tom Sawyer, Dorian Gray, Kapitän Nemo und Dr.<br />

Jekyll im Mittelpunkt. Leider vermag es die grundlegend<br />

interessante Thematik nicht, die Herzen der<br />

Zuschauer zu erwärmen. Da<strong>für</strong> ist die Story zu ideenlos<br />

und die Spezialeffekte ebenso antiquiert wie<br />

die platten Dialoge. Schade, denn das Potenzial des<br />

Films mit seinen durchweg interessanten Charakteren<br />

hätte mehr verdient, ebenso wie Sean Connerys<br />

Rolle als Vaterfigur von Tom<br />

Sawyer.<br />

Die Qualität der Blu-ray ist<br />

ebenfalls nur guter Durchschnitt.<br />

Der brachiale, aber<br />

fast durchweg gekünstelte<br />

Sound stellt hier noch das<br />

Highlight dar.<br />

Hulk<br />

In die Riege der erfolgreichen Comicverfilmungen<br />

konnte sich Hulk 2003 nicht einreihen. Ang Lees<br />

Verfilmung des willensguten, doch unberechenbaren<br />

grünen Superhelden floppte an den Kinokassen.<br />

Dabei ist der Film bei weitem nicht so schlecht,<br />

wie es die Zahlen vermuten ließen. Neben einer<br />

interessanten Geschichte, die erst am Ende sämtlichen<br />

Realitätsbezug verliert, begeistert die HD DVD<br />

durch die fantastische Bildqualität. Wie von Universal<br />

gewohnt, erstrahlt das Bild sauber und mitreißend.<br />

Die Toneffekte dürften dagegen etwas mehr<br />

Durchschlagskraft vertragen<br />

und der Soundtrack drängt<br />

zu sehr nach vorn. Dennoch<br />

eine gute Referenzscheibe,<br />

um die Vorteile des neuen<br />

Formates zu unterstreichen.<br />

Die Mumie<br />

Der Reiz des Verbotenen wurde dem Abenteurer<br />

Rick O‘Connell fast zum Verhängnis: An einem<br />

Galgen schlägt er die letzten Sekunden seines Lebens<br />

tot. Als die wissbegierige Archäologin Evelyn<br />

allerdings von einem geheimen Schatz erfährt,<br />

hängt sein Leben nicht länger am seidenen Faden,<br />

sondern bestimmt maßgeblich die zweistündige<br />

Abenteuertour durch Wüsten und Katakomben. Die<br />

Mumie hat selbst acht Jahre nach ihrem Erscheinen<br />

nichts vom Charme verloren und schlägt den gleichzeitig<br />

erscheinenden Nachfolger „Die Mumie kehrt<br />

zurück“ spielend. Bild- und<br />

Tonqualität haben dagegen<br />

ein wenig Staub angesetzt<br />

und bieten nicht den Referenzstatus<br />

alter Zeiten. Für<br />

Freunde der seichten Unterhaltung<br />

dennoch ein Muss.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih 20th Century Fox<br />

Genre<br />

Fantasy-Action<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25<br />

Bild MPEG-4, 2.35:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Universal<br />

Genre<br />

Comic-Action<br />

Format<br />

HD DVD, HD30<br />

Bild VC-1, 2.35:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital Plus<br />

Release-Datum 10. Mai 2007<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Universal<br />

Genre<br />

Abenteuer-Action<br />

Format<br />

HD DVD, HD30<br />

Bild VC-1, 2.35:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital Plus<br />

Release-Datum 10. Mai 2007<br />

Nachts im Museum<br />

Der Job eines Nachtwächters ist langweilig, vorhersehbar<br />

und im Schlaf zu bewältigen. Das dachte zumindest<br />

Larry, gespielt von Ben Stiller, der in dieser<br />

Komödie die Museumshallen nach Sonnenuntergang<br />

per Taschenlampe durchforstet. Zumindest<br />

solange, bis sich ausgestorben geglaubte Figuren,<br />

wilde Tiere und ein fünf Meter hohes Tyrannosaurus-Rex-Skelett<br />

auf die Pirsch begeben und aus dem<br />

einschläfernden Job eine kunterbunte Safari mit ansehnlichen<br />

Spezialeffekten sowie einigen Lachern<br />

zaubern. Allein Robin Williams als Ex-US-Präsident-<br />

Rossevelt rechtfertigt einen<br />

Leihabend.<br />

Als Dreingaben erwarten Sie<br />

einzig Trailer von bekannten<br />

Fox-Streifen. Die verlustfreie<br />

Tonspur erschallt nur<br />

auf Englisch.<br />

Eragon<br />

Die epische Geschichte des Drachreiters Eragon sollte<br />

der Beginn einer neuen Fantasy-Trilogie im Stile<br />

von Herr der Ringe werden, doch herausgekommen<br />

ist eines der schlechtesten Machwerke seit langem.<br />

Nichtssagende Darsteller, mäßige Spezialeffekte,<br />

billig wirkende Kostüme und vor allem die unterirdische<br />

Regieleistung ließen Eragon an den Kinokassen<br />

zu Recht zu einem Millionengrab werden. Wir<br />

können nur hoffen, dass das Studio von weiteren<br />

Teilen absieht.<br />

Für gepflegte Kurzweil sorgt der Film nicht nur aufgrund<br />

der geringen Lauflänge<br />

von 104 Minuten<br />

sondern durch seine gute<br />

Bild- und Tonqualität welche<br />

zumindest einen Leihabend<br />

rechtfertigt – mehr<br />

aber auch nicht. Wir schauen<br />

derweil Königreich der<br />

Himmel auf Blu-ray.<br />

Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Film-Verleih 20th Century Fox<br />

Genre<br />

Fantasy-Komödie<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25<br />

Bild MPEG-2, 2.35:1<br />

Ton<br />

DTS<br />

Release-Datum 3. Mai 2007<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih 20th Century Fox<br />

Genre<br />

Fantasy<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25<br />

Bild MPEG-2, 2.35.1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum 19. April 2007<br />

Blu-ray Disc<br />

HD DVD<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 033


Big Fish<br />

Das Leben ist so großartig, wie die Geschichten, die<br />

wir unseren Kindern daraus erzählen. Tim Burtons<br />

Loblied auf die Fantasie, die Liebe und das Fabelhafte<br />

in uns allen ist ein Glanzstück der Erzählkunst.<br />

Mit allerhand liebenswerten und geheimnisvollen<br />

Charakteren gespickt, vermag es der Regiekünstler,<br />

die Grenzen zwischen Fiktion und Realität gekonnt<br />

zu verwischen.<br />

Technisch bewegt sich der Film auf ungewöhnlich<br />

hohem Niveau. Ungewöhnlich deshalb, weil Sony in<br />

ihren ersten Veröffentlichungen patzte und ein Fantasy-Drama<br />

nicht gerade<br />

nach Referenzwertungen<br />

schreit. Big Fish erwidert<br />

diese Bedenken mit einem<br />

plastischen, praktisch greifbaren<br />

Bild, welches durch<br />

fantasievolle Melodien und<br />

liebevolle Effekte die Geschichte<br />

perfekt untermalt.<br />

Identität<br />

Ein Unfall, ein Motel und zehn zwielichtige Gestalten,<br />

dies sind die Zutaten <strong>für</strong> den packenden Thriller<br />

Identität. Als die ersten Schreie drohendes Unheil<br />

ankündigen und Leichenteile den Weg der ahnungslosen<br />

Protagonisten säumen, ist das Verhängnis der<br />

Gruppe vorgezeichnet.<br />

Dieser Film ist <strong>für</strong> all jene eine Empfehlung, die Atmosphäre<br />

der pausenlosen Action vorziehen und<br />

nicht an ein Happy-End glauben. Die Enthüllung<br />

des Schreckens bedarf jedoch etwas Fantasie. Das<br />

Bonusmaterial ist mit einem Making-of und entfallenen<br />

Szenen kurzweilig.<br />

Aufgrund des Redaktionsschlusses<br />

konnten wir<br />

die Bild- und Tonqualität<br />

noch nicht einschätzen.<br />

Die DVD-Version bot eine<br />

gespenstige Soundkulisse<br />

aber wechselhafte Bildqualitäten<br />

– abwarten.<br />

Dinosaurier<br />

Disneys wohl teuerster Film aller Zeiten stattete<br />

den Kinokassen nur einen kurzen Besuch ab, denn<br />

wenig einprägsame Charaktere und eine bereits<br />

mehrfach da gewesene Story waren trotz Dinosaurieraufmarsch<br />

und Meteoriteneinschlag zu wenig.<br />

Wer eine ähnlich rührende Geschichte wie „In einem<br />

Land vor unserer Zeit“ erwartet, wird also enttäuscht.<br />

Für nimmermüde Fans der prähistorischen Tierwelt<br />

ist der Streifen aber einen Blick wert – auch wenn<br />

sprechende Figuren nicht jedermanns Sache sind.<br />

Technisch kann die Bluray<br />

nicht an Buena Vistas<br />

stärkste Titel anknüpfen,<br />

da<strong>für</strong> wirken sowohl das<br />

Bild als auch der Ton zu<br />

flach. <strong>Eine</strong>n unterhaltsamen<br />

Familienabend garantiert<br />

der Streifen dennoch.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Sony<br />

Genre<br />

Fantasy-Drama<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25<br />

Bild MPEG-2, 1.85:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital, PCM<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Film-Verleih Sony<br />

Genre<br />

Thriller<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25<br />

Bild –,2.40:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Buena Vista<br />

Genre<br />

Trickfilm<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25<br />

Bild MPEG-2, 1.85:1<br />

Ton<br />

DTS<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Déjà Vu<br />

Wenn Regisseur Tony Scott und Jerry Bruckheimer<br />

gemeinsame Sache machen, ist der neue Action-<br />

Blockbuster nicht weit. In diesem inhaltlich durchaus<br />

interessanten Verwirrspiel erkennt FBI-Agent<br />

Carlin (Denzel Washington), dass Zeit nur relativ<br />

ist. Wie ist es sonst zu erklären, dass eine tote Frau<br />

mit ihm per Telefon Kontakt aufnimmt? Wer bereits<br />

den Staatsfeind Nummer 1 mochte, wird auch<br />

hier vorzüglich unterhalten. Obwohl die deutsche<br />

Fassung noch nicht vor Redaktionsschluss erhältlich<br />

war, scheint Buena-Vista das hohe Niveau der<br />

bisherigen Filme ohne Probleme<br />

halten zu können.<br />

Somit steht einem spannenden<br />

Kinoabend nichts<br />

mehr im Wege.<br />

*Cover entstammt der DVD-Version<br />

Corpse Bride<br />

<strong>Eine</strong> Hochzeit die ist lustig, eine Hochzeit die ist<br />

schön. Schön schaurig in diesem Fall, denn Tim Burtons<br />

Hochzeit mit einer Leiche beginnt da, wo das<br />

Leben im Ernstfall endet: dem Tod.<br />

Auch wenn es den Anschein hat, hier handele es<br />

sich um einen weiteren computeranimierten Film,<br />

so entstammen alle Figuren und Umgebungen der<br />

Stop-Motion-Technik – im Prinzip eine Augsburger<br />

Puppenkiste ohne Schnüre. Die Fäden in der Hand<br />

behielt der Regisseur dagegen nicht nur bei der Story,<br />

sondern auch bei der Schaffung seiner Hauptfiguren.<br />

So kommt es nicht<br />

von ungefähr, dass Victor<br />

verblüffende Ähnlichkeiten<br />

mit Johnny Depp besitzt.<br />

Die Blu-ray und HD DVD<br />

faszinieren mit einer dreidimensionalen<br />

Bildqualität,<br />

wodurch die Leinwand einer<br />

Theaterbühne weicht.<br />

Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Film-Verleih Buena Vista<br />

Genre<br />

Science-Fiction-Thriller<br />

Format<br />

Blu-ray, BD<br />

Bild<br />

MPEG-4,2.35:1<br />

Ton<br />

DTS<br />

Release-Datum 10. Mai 2 007<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Warner<br />

Genre<br />

Trickfilm<br />

Format<br />

Blu-ry, Bd25, HD-DVD, HD30<br />

Bild VC-1, 1.78:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum 25. Mai 2007<br />

034 www.hdplustv.de


Die Insel<br />

Die Menschheit als Ersatzteillager. In Jerry Bruckheimers<br />

Action-Spektakel sind Klone die teuerste und<br />

begehrteste Ware der Welt. Dumm nur, dass die gezüchteten<br />

Abkömmlinge nichts von ihrem Schicksal<br />

wissen. Als ein Klon jedoch herausfindet was sich<br />

wirklich hinter dem vermeintlichen Inselparadies<br />

verbirgt, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.<br />

Die Insel bietet <strong>für</strong> einen Action-Film einen inhaltlich<br />

netten Ansatz, der leider gegen Ende immer mehr<br />

den Action-Sequenzen weichen muss. Für den Regisseur<br />

typisch sind spektakuläre Verfolgungsjagden,<br />

ein pompöser Soundtrack<br />

und die stilisierten<br />

Farbfilter. An der Bild- und<br />

Tonqualität gibt es vermutlich<br />

nichts zu meckern, lieferte<br />

doch bereits die DVD<br />

Kino pur. Das Bonusmaterial<br />

beschränkt sich auf eine<br />

Dokumentation.<br />

Charlie und die<br />

Schokoladenfabrik<br />

Das Wonka-Imperium entwickelt seit jeher die besten<br />

Süßigkeiten des Landes und verlost zur Überraschung<br />

aller Kinder goldene Tickets, um die seit 15<br />

Jahren unbetretenen Fabrikhallen mit eigenen Augen<br />

zu bestaunen. Unter Ihnen ist der junge Charlie,<br />

welcher aus armen Verhältnissen stammt und<br />

in Wonka sein großes Vorbild findet, zumindest bis<br />

dessen unantastbare Fassade zu bröckeln beginnt.<br />

Durch die extrem bunten Farben und skurrilen<br />

Bauten kann sich der Zuschauer an diesem Bilderrausch<br />

kaum satt sehen.<br />

Das plüschige Fell der Eichhörnchenkolonne<br />

kann sich<br />

sogar mit der Qualität eines<br />

King Kong messen. Blu-ray-<br />

Fans müssen sich noch ein<br />

wenig gedulden, denn der<br />

Film erscheint zunächst auf<br />

HD-DVD.<br />

Nachtests<br />

Jagdfieber<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Casino Royal<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

From Hell<br />

Bildqualität<br />

Bildqualität Test in HD+TV 05/07<br />

Tonqualität Test in HD+TV 05/07<br />

Film-Verleih Warner<br />

Genre<br />

Science-Fiction-Action<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25, HD DVD, HD30<br />

Bild VC-1, 2.40:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum 25. Mai 2 007<br />

Hautnah<br />

Liebe gibt Halt, Liebe zerstört. Das Beziehungsdrama<br />

um vier Londoner Seelen, gespielt von Jude<br />

Law, Julia Roberts, Natalie Portman und Clive Owen<br />

entpuppt sich mit fortschreitender Spieldauer als<br />

verstörende Charakterstudie, in der die Gefühle der<br />

Hauptfiguren ebenso schnell wechseln wie deren<br />

sexuellen Verlangen. Hautnah ist sicher kein Film<br />

<strong>für</strong> die breite Masse, doch sollte jeder etwas anspruchsvollere<br />

Zuschauer den Film zumindest einmal<br />

gesehen habe, denn Parallelen zur eigenen Beziehung<br />

sind hier nicht ausgeschlossen. Die Blu-ray<br />

war vor Redaktionsschluss<br />

noch nicht erhältlich. Der<br />

Film bietet neben Dialogen<br />

und dem sympathischen<br />

Soundtrack jedoch kaum<br />

erinnernswerte Klangerlebnisse.<br />

Das Bonusmaterial<br />

hätte mehr verdient als ein<br />

Musikvideo und Trailer.<br />

Bildqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Tonqualität Test in HD+TV 04/07<br />

Film-Verleih Sony Pictures<br />

Genre<br />

Drama<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25<br />

Bild –, 1.85:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum 8. Mai 2007<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Warner<br />

Genre<br />

Fantasy-komödie<br />

Format<br />

Hd-DVD, HD30<br />

Bild VC-1, 1.85:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum 20. April 2007<br />

Last Samurai<br />

Captain Nathan Algren, gespielt von Tom Cruise, ist<br />

der amerikanischen Lebensweise überdrüssig und<br />

führt eine japanische Armee des Kaisers gegen die<br />

letzte Bastion der Samurai. Das blutige Aufeinandertreffen<br />

ändert nicht nur Algrens Ansichten gegenüber<br />

den Glaubenskriegern, sondern auch seine<br />

Lebenseinstellung.<br />

Last Samsurai ist neben den ernsthaften Untertönen<br />

und geschichtlichen Hintergründen bestes Kino, in<br />

dem Hans Zimmers Musikuntermalung das Geschehen<br />

perfekt begleitet. Die Bildqualität holt fast<br />

alles aus dem Medium heraus,<br />

die Schärfe zeigt sich<br />

gerade in den Massenszenen<br />

sowie den Landschaftsaufnahmen<br />

Neuseelands<br />

berauschend. In ruhigen<br />

Szenen hält sich der<br />

Raumklang wider etwas<br />

zurück.<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Film-Verleih Warner<br />

Genre<br />

Abenteuer-Action<br />

Format<br />

Blu-ray, BD25, HD DVD. Hd30<br />

Bild VC-1, 2.40:1<br />

Ton<br />

Dolby Digital<br />

Release-Datum 25. Mai 2007<br />

Tonqualität<br />

Das Parfüm<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Per Anhalter durch die Galaxis<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

News aus der HD-Welt<br />

+ Das Parfüm erscheint vorerst auf HD-<br />

DVD, die Blu-ray-Version verzögert sich<br />

+ Captain Jack Sparrow ist bereit zum Entern:<br />

Buena Vista veröffentlicht Teil eins<br />

und zwei von Fluch der Karibik im Mai. Bislang<br />

einzigartig: Neben den Blu-ray-exklusiven<br />

Hauptfilmen auf 50 GB-Discs ist eine<br />

zweite 25-GB-Scheibe mit Filmextras im<br />

Blu-ray-Case<br />

+ Sony veröffentlicht neben den vorgestellten<br />

Filmen weitere Blu-rays: Das geheime<br />

Fenster (08.05.), Gothika (erhältlich), Hellboy<br />

(erhältlich), Das Streben nach Glück<br />

(22. 05.)<br />

Blu-ray Disc<br />

HD DVD<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 035


ab 20. April neu am Kiosk


Sehen Brandheiß<br />

hier<br />

kommt<br />

Buntes Einschalten Familie Spielen Hören


Grenzgänger<br />

Wenn es in all den verschiedenen Kunstformen und Epochen der Filmgeschichte eine<br />

reine Darstellungsform gegeben hat, dann ist es auf jeden Fall der Dokumentarfilm.<br />

Mit seinem Anspruch die Realität abzubilden und ohne Zutun dramaturgischer Handlung<br />

und/oder Schauspielern wird er der Reinform des Films gerecht – dennoch ist es<br />

immer eine Gratwanderung<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Die ewige Suche nach der Wahrheit. Während<br />

sich Hollywood vorwiegend auf Unterhaltung<br />

als Massenmedium konzentriert, war der Dokumentarfilm<br />

immer der krasse Gegensatz zum<br />

Retortengeschäft. Die Wirklichkeit zeigen wie<br />

sie ist, stellt dabei einen der vielen Ansprüche<br />

dieser Art des Erzählens dar. Doch auch die<br />

Hartgesottenen unter den Filmemachern greifen<br />

zu neuen Technologien, um ein noch breiteres<br />

Spektrum der Erzählung zu erlangen. Oft<br />

gestaltet sich dieser Weg der Darstellung als ein<br />

wahrer Grenzgang zwischen Realität und Geschichte.<br />

Im Mittelpunkt stehen natürlich immer<br />

der Mensch und seine ganz eigene Geschichte.<br />

Nun stellt sich dem Zuschauer jedoch die Frage,<br />

inwieweit sich eine so puristische Erzählform<br />

über Menschen, Situationen und Orte die neue<br />

Technologie zu Nutze macht. Reine Stilform<br />

oder nur Mittel zum Zweck?<br />

Natürlich durchlebte in den letzten Jahren auch<br />

der Dokumentarfilm viele Veränderungen. Er<br />

versteht sich auch vielmehr als stetige Veränderung<br />

in einer sich ständig ändernden Welt. Deshalb<br />

gibt es auch mehrere Formen des Dokumentarfilms.<br />

Gerade in den letzten Jahren hat<br />

der Dokumentarfilm aber eine Wiedergeburt<br />

erfahren.<br />

Zum Gespräch haben wir uns mit dem jungen<br />

Filmemacher Johannes Neumann getroffen.<br />

Thema: Der Beginn, der Weg und das Ziel neuartiger<br />

Technologien, um ein Dokument <strong>für</strong> die<br />

Nachwelt festzuhalten.<br />

Nicht selten verlangt der Dokumentarfilm einen noch tieferen<br />

Einblick in das Geschehen oder in die Welt des Protagonisten<br />

„Spielfilm und Dokumentarfilm<br />

werden verschmelzen.“<br />

Wie könnte man Ihren Weg des Filmemachens<br />

am besten beschreiben und<br />

welche Rolle nimmt das Medium dabei<br />

in diesem Zyklus ein?<br />

Ich habe 2001 mein Kamerastudium an der<br />

Hochschule <strong>für</strong> Film und Fernsehen Potsdam/Babelsberg<br />

begonnen und fünf Jahre<br />

dort studiert. Während dieser Zeit haben sich<br />

meine Projekte immer mehr von Film zu Video<br />

verschoben. Das liegt zum einen an dem Problem,<br />

dass Filme mit immer weniger Budget<br />

ausgestattet werden und natürlich auch an<br />

den neuen Möglichkeiten, durch Video mit<br />

weniger finanziellen Mitteln zu produzieren.<br />

Das ist auch sehr schade, weil das Geld, das<br />

man mit Video einsparte und <strong>für</strong> andere Bereiche<br />

einsetzen könnte, meist einfach gestrichen<br />

wird, um billiger zu produzieren. Dazu muss<br />

man sagen, dass, betrachtet man den gesamten<br />

Produktionsprozess, HD im Moment noch<br />

nicht billiger ist als 16-Millimeter-Film. In der<br />

Industrie (Fernsehspielfilm) wird schließlich<br />

immer noch vorrangig auf 16 Millimeter produziert,<br />

weil zum einen HD nicht billiger ist<br />

und vor allem weil die Produktionswege über<br />

Jahre entwickelt wurden und somit konditioniert<br />

und sicher sind. Natürlich wird sich dies<br />

ändern. Man beginnt damit, auf 16-Millimeter-<br />

Film zu drehen und HD abzutasten usw.<br />

In der Low-Budget-Produktion ist vor allem<br />

das HDV oder HD-DVC Pro interessant, weil<br />

dies eine weitere Verbesserung der Mini-DV<br />

oder SD-Video-Generation darstellt. Für freie<br />

Filmemacher ist dies natürlich ein Zugewinn.<br />

Blickt man von der kreativen Seite auf das<br />

Medium HD oder Digital Video, ist es einfach<br />

eine weitere gestalterische Möglichkeit. Der<br />

Look ist anders als der von Film und erweitert<br />

somit die künstlerischen Möglichkeiten eine<br />

Geschichte zu erzählen enorm.<br />

Was macht den Reiz dabei aus?<br />

Das Spannende <strong>für</strong> mich ist dabei, die Grenzen<br />

des Mediums zu entdecken. Besonders<br />

in der Lichtgestaltung und Postproduktion<br />

entstehen neue Möglichkeiten. Man muss zum<br />

einen umdenken, kann aber eben auch neue<br />

gestalterische Wege gehen. In einem Kurzfilmprojekt<br />

(Arbeitstitel: Nachtgebet) drehten<br />

wir mit der Panasonic AG-HVX 200 (P2-Karte)<br />

und 35-Millimeter-Adapter. In diesem Projekt,<br />

das in Jerusalem spielt und in Berlin gedreht<br />

wurde, war das Ziel, eine Lichtstimmung zu<br />

erzeugen, die nicht nach Deutschland aussieht,<br />

sondern die der in Israel ähnlich ist. Tatsächlich<br />

sind die Unterschiede des Sonnenlichts enorm.<br />

Durch den relativ geringen Kontrastumfang<br />

dieses Mediums und der Kombination der 35-<br />

Millimeter-Optiken war es erstaunlich leicht,<br />

eine Stimmung zu schaffen, die der Lichtstimmung<br />

in Israel gleicht. Was vom Auge her fast<br />

langweilig aussah, wurde durch den „Technikfilter“<br />

total stimmungsvoll. Dadurch konnten<br />

wir mit relativ wenig Aufwand (Lichttechnik)<br />

einen größeren Aufwand imitieren.<br />

Natürlich sind die Budgets bei Dokumentarfilmen<br />

sehr begrenzt. Inwieweit<br />

spielen die Kostenkontrollen eine tragende<br />

Rolle <strong>für</strong> die Entscheidung auf<br />

Video zu drehen?<br />

Im Dokumentarfilm hat man von vornherein<br />

weniger Budget als beim Spielfilm. Filmförderungen<br />

und sogar Filmpreise fallen meistens<br />

geringer aus, als die <strong>für</strong> Spielfilme. Dabei ist<br />

der zeitliche Aufwand <strong>für</strong> einen Dokumentarfilm<br />

keineswegs geringer. Im Gegenteil.<br />

Oft verbringt man wochenlang mit seinen<br />

Protagonisten (manchmal über Monate). Hier<br />

spielt Video eine immer größere Rolle, da das<br />

Material an sich einfach weniger kostet. Man<br />

Bilder: Martin Günther, Hee Seong Han, Anna Christina Spanlang<br />

038 www.hdplustv.de


hat viel mehr Freiheiten, ohne vorrangig an<br />

die Materialkosten denken zu müssen. Und<br />

ganz realistisch gesehen wird man kaum<br />

noch einen Dokumentarfilm auf 35 Millimeter<br />

finanziert bekommen. Schließlich will man Filme<br />

machen und nicht jahrelang auf das Geld<br />

da<strong>für</strong> warten.<br />

Wie ist die Akzeptanz in der Szene?<br />

Die Akzeptanz ist auf jeden Fall vorhanden.<br />

Natürlich sieht sich das Publikum gerne „Das<br />

weinende Kamel“ auf 35 Millimeter an. Aber<br />

besonders Dokumentarfilme haben ihren<br />

Schwerpunkt in ihrer Thematik. Die meisten<br />

Zuschauer gehen ins Kino, weil sie etwas über<br />

ein Thema erfahren wollen. Der Film „Darwins<br />

Nightmare“ wurde auf Mini-DV gedreht.<br />

Hat sich darüber irgendjemand beschwert?<br />

Da geht es um die Thematik und der Video-<br />

Look verstärkt meines Erachtens eher die Aussage,<br />

als sie dem Film schadet.<br />

Welche Vorteile bieten diese neuartigen<br />

Technologien im Umgang mit der<br />

gewählten Thematik und ganz einfach<br />

auch im Tagesgeschäft?<br />

Die Vorteile sind enorm. Auch wenn man als<br />

Kameramann gerne auf Film dreht, sehe ich<br />

besonders im Dokumentarfilmbereich sehr<br />

Johannes Neumann studierte im Studiengang<br />

Kamera an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.<br />

Sein letzter Dokumentarfilm<br />

„Osdorf“ lief auf der Berlinale 2007<br />

Dem Filmemacher stehen eine Vielzahl an technischen Geräten zur Umsetzung zur Verfügung. Bis die<br />

Entscheidung <strong>für</strong> ein Medium fällt, vergeht sehr oft eine lange Zeit der Vorbereitung und eine intensive<br />

Auseinandersetzung mit der gewählten Thematik<br />

viele Vorteile. Sieht man mal von den Kosten<br />

ab, hat man selbst viel mehr Freiheiten. Die<br />

Technik ist leichter, schneller einsetzbar, man<br />

benötigt keinen Kameraassistenten. Auch der<br />

Regisseur ist freier und kann wesentlich Materialintensiver<br />

arbeiten. Ich arbeite gerne mit<br />

langen Beobachtungen, die sehr viel Material<br />

benötigen. Natürlich haben die früheren Filmemacher<br />

unglaublich tolle dokumentarische<br />

Beobachtungen mit Film realisiert, dennoch<br />

denke ich, dass Video neue Möglichkeiten<br />

schafft und auch neue Filmformen – die Tendenz<br />

zum Semi-dokumentarischen Film zum<br />

Beispiel. Es ist zwar nicht neu, Spielfilme mit<br />

Laiendarstellern und einer dokumentarischen<br />

Form zu drehen, dennoch werden die Methoden<br />

hier<strong>für</strong> durch Video erweitert.<br />

Was denken Sie, wie wird sich das<br />

objektive Bild im Dokumentarfilm<br />

durch den fortwährenden Einsatz neuer<br />

Technologien verändern?<br />

Das objektive Bild war schon immer eine Illusion.<br />

Die Diskussion um die Objektivität der<br />

Fotografie ist so alt wie die Fotografie selbst.<br />

Ein Foto, eine Aufnahme ist immer ein subjektives<br />

Produkt. Mit dem Einsatz und den neuen<br />

Möglichkeiten der Bearbeitung der digitalen<br />

Technologie entsteht auch beim Konsumenten<br />

(also beim Zuschauer oder Betrachter) das<br />

Verständnis <strong>für</strong> diese Illusion. Das Vertrauen<br />

in die Bilder nimmt mit dem Missbrauch der<br />

neuen Technologien weiter ab. Ein Bild ist<br />

kein Beweis mehr. Dies schafft allerdings auch<br />

neue Wege <strong>für</strong> den Dokumentarfilm. Wenn<br />

ein Bild nichts beweisen kann, dann kann dies<br />

auch der Dokumentarfilm nicht. Mit diesem<br />

Verständnis verschwimmt die Grenze zwischen<br />

Dokumentarfilm und Spielfilm immer mehr.<br />

Dadurch entstehen neue Wege des Filmemachens,<br />

die subjektiver sind, sich mehr trauen.<br />

Welchen Einfluss nimmt der Dokumentarfilmer<br />

mit der Wahl des Mediums<br />

auf dessen Aussagekraft?<br />

Das ist besonders im Dokumentarfilm immer<br />

eine schwierige Frage, weil hier die Wahl<br />

zwischen Video und Film eben nicht sehr oft<br />

besteht. Man ist oft von vornherein durch das<br />

Budget festgelegt. Wenn man die Chance hat,<br />

auf Film zu drehen, dann schafft dies natürlich<br />

eine andere Stimmung, eine andere Wahrnehmung.<br />

Aber auch im digitalen Bereich kann<br />

man durchaus eine Aussagekraft bewusst<br />

beeinflussen. Drehe ich die Bilder ohne zusätzliches<br />

Licht und mit elektronischer Bildverstärkung,<br />

was zu einer groben und rauen Ästhetik<br />

führt, oder arbeite ich mit einer „cleanen“<br />

HD-Bildästhetik und schaffe makellose, saubere<br />

Bilder. Je nachdem, was die Geschichte oder<br />

die Thematik <strong>für</strong> eine Ästhetik verlangt, hat<br />

man als Filmemacher auch im digitalen Bereich<br />

sehr viele Möglichkeiten.<br />

Wie einfach oder kompliziert gestaltet<br />

sich der Prozess der Postproduktion?<br />

Hier beschäftige ich mich als Kameramann ja<br />

vorrangig mit der Farbkorrektur. Hier lässt sich<br />

beobachten, dass die Möglichkeiten im Vergleich<br />

von SD-Video und HD-Video unvorstellbar<br />

ansteigen. Ist man bei Standard-Definition<br />

sehr eingeschränkt, was Veränderungen im<br />

Nachhinein angeht, bietet High-Definition hier<br />

unglaubliche Möglichkeiten.<br />

Inwieweit steht das Verhältnis zum<br />

Umfang des gedrehten Materials zu<br />

dem von früher? Nehmen wir als Beispiel<br />

Video zu Film.<br />

Tatsächlich steigt der Materialumfang durch<br />

Video enorm. Für einen 90-minütigen Dokumentarfilm<br />

sind 50–200 Stunden Material keine<br />

Seltenheit. Dies wäre heutzutage mit Film<br />

undenkbar.<br />

Inhalte | HD+TV | 3.2007 039


Sehr oft muss es im Dokumentarfilm schnell gehen, da Situationen<br />

und Begebenheiten meist unverhofft eintreffen<br />

Wo sehen Sie die Zukunft des Dokumentarfilms?<br />

Der Dokumentarfilm wird in Zukunft immer<br />

mehr zu einer Mischform werden. Spielfilm<br />

und Dokumentarfilm werden verschmelzen.<br />

Für den Zuschauer wird der Dokumentarfilm<br />

damit attraktiver werden, weil durch die Verschmelzung<br />

Grenzen, die im Dokumentarfilm<br />

bestehen, überwunden werden können und<br />

Regeln, die aufgestellt wurden, gebrochen<br />

werden können. Dies ist eine sehr spannende<br />

Veränderung, die viel Neues bieten kann.<br />

Ich denke da zum Beispiel an Jugendliche in<br />

Problemmilieus, in denen die Protagonisten,<br />

anstatt sich lediglich im eigenen Schlamm<br />

zu wälzen, selbst als Laienschauspieler aktiv<br />

werden können und damit eine Motivation<br />

bekommen, aus ihrem Leben auszubrechen,<br />

ihr Leben zu verändern, vielleicht zu<br />

verbessern. Solche Projekte können das<br />

Selbstbewusstsein und die Motivation von<br />

Jugendlichen stärken und gäben dennoch<br />

dem adressierten Publikum einen realistischen<br />

Eindruck dieses Milieus.<br />

Aber auch, wenn der Dokumentarfilm ohne<br />

Inszenierungen arbeitet, wird er zunehmend<br />

den Anspruch auf Objektivität ablegen und<br />

stattdessen <strong>für</strong> das Publikum erkennbar, zur<br />

subjektiven Erfahrung des Filmemachers werden.<br />

Was macht <strong>für</strong> Sie das Wesen und das<br />

Interessante am Dokumentarfilm aus?<br />

Meinen eigenen Horizont zu erweitern,<br />

andere Menschen, andere Kulturen, andere<br />

Lebensumstände kennen zu lernen. Dokumentarfilme<br />

können ein Weg der Verständigung<br />

zwischen den Kulturen sein. Durch die<br />

Subjektivität der Künstler oder Filmemacher<br />

hat man die Möglichkeit, andere Sichtweisen<br />

zu erfahren und Vorurteile abzubauen. Es ist<br />

die direkte und persönliche Kommunikation<br />

mit dem Publikum, die mich reizt.<br />

Wie hoch ist der Rechercheaufwand bei<br />

einer solchen Produktion?<br />

Das kommt immer auf die Thematik und das<br />

Sujet an. Allgemein kann man aber sagen,<br />

dass der Rechercheaufwand <strong>für</strong> den Regisseur<br />

sehr groß ist. Hubert Sauper hat über einen<br />

Zeitraum von drei Jahren an seinem Film „Darwins<br />

Nightmare“ gearbeitet. Oft vermischt sich<br />

auch Recherche und Dreh, das ist, wie gesagt,<br />

von Fall zu Fall anders.<br />

Was wünschen Sie dieser Branche <strong>für</strong><br />

die Zukunft? Wie sieht ihr ganz persönlicher<br />

Weg aus?<br />

Der Dokumentarfilm erfährt momentan einen<br />

Boom und ich hoffe, dass dies so bleibt. Für<br />

mich wird sowohl der Dokumentarfilm als<br />

auch der Spielfilm berufliches Ziel bleiben.<br />

Mit beiden Formen kann man Geschichten<br />

erzählen, andere Sichtweisen eröffnen und<br />

Menschen emotional erreichen. Und das ist<br />

schließlich, neben dem Brotverdienst, mein<br />

Hauptanliegen Filme zu machen.<br />

Gibt es ungeschriebene Gesetze in der<br />

Dokumentarfilmbranche? Welche sind<br />

es?<br />

Die Gesetze, zumindest was die Form des<br />

Dokumentarfilms angeht, bestimmt in erster<br />

Linie die Zuschauererwartung.<br />

Der Zuschauer hat eine Vorstellung, wie eine<br />

Thematik präsentiert werden soll, und dementsprechend<br />

werden im Normalfall Filme<br />

gemacht. Das hat sich über 100 Jahre Filmgeschichte<br />

so entwickelt. Der Zuschauer wurde<br />

konditioniert.<br />

Dennoch denke ich, dass das Publikum an<br />

neuen Formen interessiert ist und auch bereit<br />

ist, neue Formen anzunehmen. Dies ist allerdings<br />

ein langwieriger Prozess, weshalb der<br />

klassische Dokumentarfilm wohl vorerst auch<br />

weiter existieren wird.<br />

Worum dreht sich das nächste Projekt?<br />

Mein nächstes Projekt „Mittelleben“ ist<br />

ein Folgeprojekt zu einem Dokumentarfilm<br />

(„Osdorf“, Regie: Maja Classen), der Jugendliche<br />

in einem Hamburger Hochhausviertel<br />

porträtiert. Dieses Folgeprojekt wird mit den<br />

Protagonisten aus dem Dokumentarfilm als<br />

Laienschauspieler arbeiten. Sie sollen ihre<br />

eigenen Geschichten, in ihrer eigenen Umgebung<br />

auf fiktive Weise erzählen. Sie spielen<br />

sozusagen sich selbst. Dies ist ein sehr spannendes<br />

Projekt, weil wir mit der semi-fiktiven<br />

Arbeitsweise tiefer in ihre Welt eintauchen<br />

können, als wir dies mit klassischen Dokumentarfilmmitteln<br />

tun könnten. Zusätzlich werden<br />

sie engagiert mit uns an einem Projekt arbeiten,<br />

was die Jugendlichen sicherlich persönlich<br />

auch weiterbringen wird.<br />

Im Mittelpunkt<br />

So haben mittlerweile auch moderne Technologien<br />

Einzug in die Welt des Dokumentarfilms<br />

gehalten. Auch scheint der Kostenfaktor zwar<br />

nicht über den Inhalt, da<strong>für</strong> aber über die technische<br />

Umsetzung zu entscheiden.<br />

Auf jeden Fall bleibt der Dokumentarfilm nicht<br />

nur ein Zitat, sondern vielmehr ein Dokument<br />

über Menschen. Um dieses <strong>für</strong> viele Jahre beständig<br />

zu halten, bedienen sich die Filmemacher<br />

natürlich den modernsten Methoden, die<br />

der Markt bietet – dennoch bleibt er aber in<br />

gewisser Hinsicht immer ein Purist.<br />

Ob Schwarzweiß oder Farbe, Film oder Video,<br />

SDTV oder <strong>HDTV</strong> – am Ende steht der Film und<br />

die Aussage im Mittelpunkt.<br />

Nicht nur im Dokumentarfilm, sondern<br />

auch im Spielfilm kommt es auf die Harmonie<br />

des Teams an<br />

040 www.hdplustv.de


WISSEN<br />

Frank Geiseler<br />

Redaktion HD+TV<br />

Informiert man sich über ein neues Produkt, so dauert es in der Regel nicht<br />

lang, bis man auf eine absolut neue Technologie hingewiesen wird, auf<br />

deren Grundlage die revolutionären Verbesserungen dieses Produkts beruhen.<br />

Die Ausführungen über diese neuen Technologien sind dabei meist so<br />

vage und spärlich formuliert, dass niemand auch nur den geringsten informativen<br />

Gehalt aus diesen ziehen, geschweige denn, hierdurch einen neuen<br />

Sachverhalt erlernen kann. Wenn beispielsweise ein Lautsprecherhersteller<br />

schreibt, dass seine Produkte wegen der US-patentierten XY-Technologie in<br />

Verbindung mit den anderen verbauten YZ-Technologien einen verbesserten<br />

Klang aufweisen, so kann man dies entweder glauben oder nicht. Hier<br />

unterscheidet sich der Experte kaum von dem Laien.<br />

Jedoch ist es natürlich die Pflicht eines Experten zu forschen, wie diese noch<br />

nie dagewesene, obwohl im Prinzip ja ganz einfache Technologie funktioniert<br />

und auf welche Weise das hiermit ausgestattete Produkt einen Vorteil<br />

gegenüber den Konkurrenzprodukten erlangt, wenn überhaupt. Doch<br />

selbst bei noch so genauer Recherche findet man häufig keine präzisen<br />

Angaben, welche eine objektive Einschätzung ermöglichen würden.<br />

Nun ist es aus strategischer Sicht dem Geschäft möglicherweise abträglich,<br />

wenn man firmeneigene Innovationen ausgiebig öffentlich erklärt, dennoch<br />

wäre eine Spur mehr Transparenz ein großer Schritt, um mehr Glaubwürdigkeit<br />

zu erlangen. Bis es soweit ist, müssen wir solche verwirrenden Produktbeschreibungen<br />

wohl überlesen und warten, bis wir das entsprechende<br />

Produkt <strong>für</strong> Sie testen können, um Ihnen anschließend zu eröffnen, ob die<br />

XY-Technologie tatsächlich <strong>für</strong> einen verbesserten Klang sorgt.<br />

Verwirrung total<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 041


Vom guten Ton<br />

Der Begriff Surround wird häufig mit dem lautem Krach<br />

und Getöse in einem Kino assoziiert. Was Surround<br />

jedoch wirklich bedeutet und wie sie es auch in Ihren<br />

eigenen vier Wänden realisieren können, zeigen wir<br />

Ihnen hier<br />

VON FRANK GEISELER<br />

In einem Kinosaal gewährleisten ganze Boxenreihen<br />

an den Seiten und hinter den Zuschauern<br />

ein umlaufendes Klangfeld. Durch die Vielzahl<br />

unterschiedlicher Sitzpositionen im Raum müssen<br />

jedoch selbst bei angemessener Lautstärke Kompromisse<br />

in der Surround-Wiedergabe eingegangen<br />

werden<br />

Es gibt lediglich zwei Wege, beim Kinobesucher<br />

die Illusion des hautnahen<br />

Miterlebens zu transportieren. Der<br />

erste, der visuelle Weg, wird zwar durch Spezialeffekte,<br />

Stunts und die mit der modernen<br />

Computertechnik aufbereiteten Darstellung<br />

stetig weiterentwickelt, jedoch sind hier durch<br />

die Beschränkung auf die zwei Dimensionen der<br />

Leinwand enge Grenzen gesetzt.<br />

Der zweite ist der akustische Weg, dessen Rolle<br />

in den letzten drei Jahrzehnten stetig an Bedeutung<br />

gewann. Da der Klang jeden Kinobesucher<br />

annähernd gleich erreichen sollte, installierten<br />

die Betreiber im Laufe der Zeit immer mehr<br />

Lautsprecher an die Wände ihrer Säle. Diese<br />

Gegebenheit nutzten wiederum Regisseure, um<br />

ihren Wunsch nach raumfüllenden Surround-<br />

Effekten zu konkretisieren und die Grundlagen<br />

<strong>für</strong> die heutigen Mehrkanalformate wurden geschaffen.<br />

Schlechte Erfahrungen<br />

Plötzlich war es möglich, das zweidimensionale<br />

Leinwandgeschehen mit einer dritten Dimension<br />

auf der auditiven Wahrnehmungsebene anzureichern.<br />

Leider wurden diese neu geschaffenen<br />

Möglichkeiten zunehmend insofern kontraproduktiv<br />

eingesetzt, als dass durch übertriebene<br />

Lautstärke und Effekthascherei die Gesundheit<br />

der Kinogänger leichtfertig aufs Spiel gesetzt<br />

wurde und auch heute noch wird. Da jedes Hörereignis<br />

einen zutiefst subjektiven Charakter<br />

besitzt, ist es zwar kaum möglich, eine ideale<br />

Lautstärke <strong>für</strong> jeden einzelnen Kinobesucher zu<br />

erzielen. Dennoch kann es nicht der Weisheit<br />

letzter Schluss sein, wenn man sich bei jeder<br />

temporeichen Filmsequenz die Ohren zuhalten<br />

muss, nur um zu gewährleisten, am folgenden<br />

Morgen nicht von einem pfeifenden Ton in den<br />

eigenen Lauschern geweckt zu werden.<br />

Das Ziel<br />

Solche oder ähnliche Erfahrungen sind wohl der<br />

hauptsächliche Grund <strong>für</strong> den weit verbreiteten<br />

Trugschluss, beim Heimkino-Surround gehe es<br />

um das Erzielen einer möglichst hohen, Kinogleichen<br />

Lautstärke in den eigenen vier Wänden.<br />

Dies ist jedoch nicht im Sinne der Erfinder.<br />

Vielmehr geht es darum, sei es nun im Kino oder<br />

zuhause, ein realistisches räumliches Klangbild<br />

zu reproduzieren. Das heißt, der Zuschauer<br />

bzw. Zuhörer soll in eine nachgebildete klangliche<br />

Umwelt versetzt werden, die der natürlichen<br />

Hörgewohnheit des Menschen entspricht.<br />

Der Weg<br />

Sprechen wir von einem üblichen 5.1-System, so<br />

haben wir es mit immerhin sechs unterschiedlichen<br />

Tonsignalen, also Tonspuren zu tun,<br />

welche zu den entsprechenden Lautsprechern<br />

Bilder: Final Sound, Photocase.de/Cleeo<br />

042 www.hdplustv.de


geführt werden. Möchten wir ein uns umgebendes<br />

Klangbild erzielen, so müssen benachbarte<br />

Lautsprecher miteinander kommunizieren. Dies<br />

kennen wir bereits vom Stereo-Verfahren, bei<br />

welchem die Ortung einer Tonquelle zwischen<br />

den Boxen durch gleiche Signalanteile auf den<br />

beiden Lautsprecherkanälen realisiert wird.<br />

Durch unterschiedliche Lautstärke-Anteile des<br />

gleichen Signals oder durch Laufzeitunterschiede<br />

zwischen den Boxen verschiebt sich die Ortung<br />

einer Klangquelle. Übertragen wir dieses<br />

Prinzip auf unser Surround-Verfahren, so wird<br />

klar, dass ohne die akkurate Aufstellung der<br />

Lautsprecher die gewünschte räumliche Wahrnehmung<br />

nur bedingt funktionieren kann.<br />

Der Subwoofer<br />

Da tieffrequente Signale vom menschlichen Gehör<br />

nicht ortbar sind, ist bei der Aufstellung des<br />

Subwoofers lediglich darauf zu achten, dass die<br />

Box nicht unmittelbar vor eine Wand oder gar<br />

in eine Raumecke gestellt wird und der Abstand<br />

zu den Hörpositionen in etwa dem der restlichen<br />

Lautsprecher entspricht. Die akustische<br />

Entkopplung vom Fußboden mithilfe von Spikes<br />

oder Dornen ist ebenfalls ratsam.<br />

Des Weiteren sollte der Einsatz des Subwoofers<br />

auf ein dezentes Maß gepegelt werden. Erwirbt<br />

man erstmalig einen solchen Sub, so neigt man<br />

schnell dazu, es ordentlich scheppern und dröhnen<br />

zu lassen. Im Idealfall verschwindet jedoch<br />

der Woofer aus der bewussten Wahrnehmung<br />

und fügt seine tieffrequenten Signalanteile<br />

stimmig in das klangliche Gesamtbild. Auf simulierte<br />

Effekte wie Erdbeben oder stampfende<br />

Dino-Schritte muss keinesfalls verzichtet<br />

werden, jedoch ist auch hier die Natürlichkeit<br />

das Maß aller Dinge.<br />

Der Raum<br />

Der schwierigste Aspekt bei der Realisierung<br />

eines natürlichen Surround-Erlebnisses in den<br />

eigenen vier Wänden ist wohl der gegebene<br />

Raum. Dieser nimmt nämlich im Zusammenspiel<br />

aller Klangverhältnisse eine sehr entscheidende<br />

Rolle ein. Da akustische Gesichtspunkte bei der<br />

Bauplanung nur selten die notwendige Berücksichtigung<br />

finden und man es im Wohnzimmer<br />

ja auch gemütlich haben möchte, herrschen<br />

dort nur in den seltensten Fällen optimale akustische<br />

Bedingungen. Frequenzielle Anhebungen<br />

und Auslöschungen durch Raummoden, sowie<br />

resonierende Möbelstücke und Reflexionen sind<br />

häufig anzutreffende Probleme.<br />

Grundsätzlich klingt jeder Raum verschieden<br />

und es gibt keine Allheilmittel, die es gewährleisten<br />

können, jede akustische Unzulänglichkeit<br />

auszubügeln. Wer dennoch sein Heimkino<br />

optimieren möchte, der sollte genau feststellen<br />

lassen, welche akustischen Besonderheiten sein<br />

Raum aufweist und sich zu gezielten Gegenmaßnahmen<br />

professionell beraten lassen. Aber<br />

Achtung! Guter Rat kann teuer sein und ein jeder<br />

sollte seinen persönlichen Kompromiss aus<br />

Aufwand, Nutzen und Wohnlichkeit abwägen<br />

und finden.<br />

Die Lautsprecher<br />

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt <strong>für</strong> die Surround-Wiedergabe<br />

sind natürlich die Lautsprecher.<br />

Allerdings gibt es gerade hier viele<br />

Mythen und kursierendes Halbwissen. Falsch<br />

ist, dass man einen guten Lautsprecher an der<br />

Wattangabe erkennt. Wer beispielsweise einen<br />

Subwoofer verwendet, kann die Wattangabe<br />

der restlichen Boxen gelassen betrachten, da<br />

lediglich <strong>für</strong> die Abbildung tiefer Frequenzen<br />

viel Energie benötigt wird. Wichtiger ist, dass<br />

die umgebenden Sprecher nahezu identisch<br />

sind, um ein einheitliches Klangbild erzielen zu<br />

können. Die Antwort auf die Frage, wann ein<br />

Lautsprecher-Set gut ist, ist simpel: Wenn es gut<br />

klingt!<br />

Auch die Höhe des Preises ist kein verlässlicher<br />

Indikator <strong>für</strong> überzeugenden Klang. Häufig bezahlt<br />

man mehr <strong>für</strong> ein ungewöhnliches Design,<br />

als <strong>für</strong> gute Materialien. Faktoren wie die frequenzielle<br />

Linearität sind da zwar schon aussagekräftiger,<br />

allerdings sollte eine endgültige<br />

Kaufentscheidung immer auf Grundlage einer<br />

Hörprobe getroffen werden. Um unangenehme<br />

Überraschungen zu vermeiden, sollte man<br />

also potenzielle Surround-Sprecher nach Hause<br />

bestellen und dort mit bekannten Musiktiteln<br />

oder Filmen den Klangcharakter des Systems<br />

feststellen und bei Missfallen wieder zurück<br />

senden. Seriöse Hersteller haben durchaus Verständnis<br />

<strong>für</strong> ein solches ernst gemeintes Vorgehen<br />

und räumen ein zeitlich begrenztes Rückgaberecht<br />

ein.<br />

Keine Ohrenschmerzen<br />

Ziel der natürlichen Surround-Wiedergabe ist<br />

es, alle wichtigen klanglichen Informationen realistisch<br />

an den Hörer zu liefern. Dabei muss es<br />

vollkommen genügen, die Lautstärke so einzustellen,<br />

dass problemlos zwei oder drei Stunden<br />

gehört werden kann, ohne das kleinste Unwohlsein<br />

in den Ohren zu spüren. Ein erhebendes,<br />

intensives Heimkino- oder Musikerlebnis wird<br />

hierbei nicht ausgeschlossen, sondern ganz im<br />

Gegenteil überhaupt erst ermöglicht. Wer bereits<br />

das Vergnügen hatte, Surround wirklich zu<br />

erleben, wird sich nur noch ungern mit weniger<br />

zufrieden geben.<br />

Auch in den eigenen vier Wänden ist natürlicher Surround-Klang realisierbar<br />

Unterschiedliche Tonformate können verschiedene<br />

Lautsprecheraufstellungen bedingen. Hier sehen<br />

Sie ein 7.1-Surround-Setup. Die gestrichelt umrandeten<br />

Bereiche bezeichnen den Raum, der von den<br />

Surround-Speakern wiedergegeben wird. Um eine<br />

möglichst exakte räumliche Abbildung zu erzielen,<br />

sollten die Lautsprecher eines Surround-Sets möglichst<br />

genau nach der Herstellervorgabe im Raum<br />

platziert werden. Sowohl die Winkel bezogen auf<br />

die Hörposition, als auch die Entfernungen und die<br />

Ausrichtung der Lautsprecher sind beeinflussende<br />

Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 043


Der gebügelte Klang<br />

Immer mehr AV-Receiver bieten mit Auto-Einmesssystemen einen Lösungsansatz <strong>für</strong><br />

die schnelle und einfache Korrektur akustisch problematischer Heimkinoräume. Doch<br />

wie funktionieren diese überhaupt und können sie auch halten, was sie versprechen?<br />

VON FRANK GEISELER<br />

Große Aufgabe <strong>für</strong> ein kleines Mikrofon. Kaum zu glauben,<br />

dass die akkurate Einmessung eines Raumes mit einem so überschaubaren<br />

Gerät realisiert werden soll<br />

Das intensive Erlebnis einer qualitativ<br />

hochwertigen Surround-Wiedergabe<br />

ist <strong>für</strong> echte Freunde des heimischen<br />

Lichtspielhauses ein empathisch anvisiertes Ziel.<br />

Die da<strong>für</strong> nötigen Lautsprecher sind nach stundenlangen<br />

Hörvergleichen ausgewählt und zuhause<br />

installiert. Der freudigen Erwartung folgt<br />

jedoch nach den ersten vernommenen Klängen<br />

eine recht herbe Enttäuschung. Das Gehörte<br />

spiegelt nur unzureichend die beeindruckende<br />

Erfahrung in den Verkaufsräumen wider. Was<br />

ist passiert? <strong>Eine</strong> falsche Boxenaufstellung?<br />

Vielleicht ein schlechter oder zu schwacher Verstärker?<br />

Möglich, jedoch lautet die tatsächliche<br />

Antwort meist: der falsche Raum.<br />

Nun mag diese Erkenntnis im ersten Augenblick<br />

frustrieren, da die wenigsten Heimkinofreunde<br />

über einen exorbitanten Fundus an alternativen<br />

Räumlichkeiten verfügen, aber so schnell gibt<br />

sich ein wirklicher Enthusiast nicht geschlagen.<br />

Also nehmen, was man hat und das Beste aus<br />

diesem herausholen. Nun ist die akustische<br />

Optimierung eines Raumes eine überaus diffizile<br />

und meist kostspielige Angelegenheit, bei<br />

welcher Einbußen in puncto Wohnlichkeit kaum<br />

zu vermeiden sind. Um dieser Problematik dennoch<br />

zu begegnen, hat die Forschung Systeme<br />

entwickelt, welche aus gemessenen Raumund<br />

Lautsprecherparametern akustische Eigenschaften<br />

eines Raumes aufspüren und, integriert<br />

in einem AV-Receiver, die groben Ungereimtheiten<br />

auszubügeln versuchen. Wichtig sind<br />

in diesem Zusammenhang <strong>für</strong> den heimischen<br />

Anwender eine unkomplizierte Bedienung<br />

und vor allem eine tatsächliche klangliche<br />

Verbesserung in der Folge. Doch betrachten<br />

wir zunächst die verschiedenen Systeme und<br />

ihre Funktionsweisen.<br />

Zwei Kategorien<br />

Die automatischen Einmesssysteme derzeit gängiger<br />

AV-Receiver lassen sich grob in zwei Kategorien<br />

gliedern. Die selbstentwickelten Systeme<br />

vieler Hersteller bilden die erste Gruppe. Zu<br />

ihr gehören etablierte Hersteller wie Pioneer,<br />

Yamaha, Harman Kardon und Kenwood. Die<br />

Bilder: Pixelquelle.de, Sharp, Onkyo, Audyssey<br />

044 www.hdplustv.de


grundsätzliche Herangehensweise dieser unterschiedlichen<br />

Systeme ist sehr ähnlich. Zur zweiten<br />

Kategorie zählen die Geräte der Hersteller,<br />

die auf Korrektursysteme der Marke Audyssey<br />

setzen. Diese in unterschiedlichen Versionen erhältlichen<br />

Verfahren finden sich unter anderem<br />

bei Denon-, Onkyo- und bei einigen Marantz-<br />

Modellen. Audyssey beschreitet dabei einen<br />

gänzlich anderen, aufwändigeren Weg als die<br />

konkurrierenden Eigenentwicklungen. Schauen<br />

wir jedoch zunächst auf die Gemeinsamkeiten<br />

aller Systeme.<br />

Die Gemeinsamkeiten<br />

Unabhängig vom eingesetzten Verfahren werden<br />

nach erfolgreicher Lautsprecherinstallation<br />

vom jeweiligen Receiver Messtöne ausgegeben<br />

und vom mitgelieferten Messmikrofon wieder<br />

eingefangen. Daraufhin werden die ermittelten<br />

Daten analysiert und die Systeme errechnen die<br />

Größen der vorhandenen Lautsprecher und deren<br />

Abstände zur primären Hörposition. Die Berechnung<br />

der Boxengröße bezieht sich jedoch<br />

lediglich auf deren Fähigkeit der Basswiedergabe.<br />

Schallwandler, die mit tiefen Frequenzen<br />

überfordert sind, werden als „Small“ eingestuft<br />

und entsprechend tiefe Signale werden diesen<br />

Boxen vom Receiver vorenthalten. Da hochwertige<br />

Satelliten auch im Bassbereich arbeiten,<br />

werden diese von vielen Systemen als „Large“<br />

erkannt.<br />

Ist ein aktiver Subwoofer Bestandteil Ihres Setups,<br />

so kann es von klanglichem Vorteil sein,<br />

die Satelliten nachträglich als „Small“ zu deklarieren,<br />

um die energiereiche Basswiedergabe<br />

gänzlich dem Spezialisten zu überlassen. Anhand<br />

der gemessenen zeitlichen Informationen<br />

werden die Lautsprecherabstände zur Hörposition<br />

ermittelt, um in der Folge die Signalabgabe<br />

an bestimmte Schallwandler so zu verzögern,<br />

dass der Schall aus allen Boxen zeitgleich die<br />

Ohren des Hörers erreicht. Diese Aufgabe wird<br />

von den Geräten problemlos bewältigt. Ebenfalls<br />

einwandfrei gelingt das Erkennen der Lautsprecher-Polarität.<br />

Wer hier aus der Phase tanzt,<br />

wird sofort aufgespürt und dingfest gemacht.<br />

Der letzte gemeinsame Punkt ist die individuelle<br />

Lautstärkeanpassung der Kanäle, mit welcher<br />

Differenzen ausgeglichen werden.<br />

Die bisher aufgezeigten Funktionen haben sich<br />

in den letzten Jahren durchaus bewährt und<br />

sorgen, zumindest in der primären Hörposition,<br />

<strong>für</strong> eine saubere Wiedergabe. Strittiger wird es<br />

bei den folgenden Fragen.<br />

Die Unterschiede<br />

Hier sind wir auch endlich bei den unterschiedlichen<br />

Arbeitsweisen der Systeme, wenn es darum<br />

geht, die spezielle Raumakkustik zu erkennen<br />

und die geeigneten Maßnahmen <strong>für</strong> einen<br />

optimierten Raumklang zu ergreifen. Die Systeme<br />

der ersten Kategorie, also die Eigenentwicklungen<br />

verschiedener Hersteller, erfassen die<br />

Impulsantworten des Raumes und registrieren<br />

Unebenheiten im Frequenzspektrum. Um diese<br />

auszugleichen, kommen grafische oder parametrische<br />

Equalizer zum Einsatz. Letztere haben<br />

den Vorteil, einen Frequenzbereich genauer erfassen<br />

und beeinflussen zu können. Die Anzahl<br />

der pro Kanal verfügbaren EQs variiert ebenfalls<br />

bei verschiedenen Modellen.<br />

Die ersten automatischen Einmesssysteme hatten<br />

das Problem, dass lediglich an einer Position<br />

im Raum eingemessen werden konnte. Dies<br />

hatte häufig zur Folge, dass an dieser einen Stelle<br />

eine hörbare Verbesserung eintrat, wohingegen<br />

an den restlichen Plätzen im Raum eine<br />

Verschlechterung zu bemängeln war. Um dieser<br />

Problematik beizukommen, bieten die meisten<br />

Systeme mittlerweile die Möglichkeit, mehrere<br />

Punkte im Raum einzumessen. Die selbstentwickelten<br />

Systeme der Receiver-Hersteller bilden<br />

aus den unterschiedlichen Messergebnissen<br />

Mittelwerte, sodass ein Kompromiss <strong>für</strong> mehrere<br />

Abhörpositionen errechnet wird. Verbesserungen<br />

<strong>für</strong> die sekundären Positionen kann<br />

dieses Verfahren zwar erzielen, jedoch führt die<br />

Mittelwertberechnung zu einer detailärmeren,<br />

verallgemeinerten Anpassung.<br />

Die Audyssey-Systeme mit bis zu acht Einmesspunkten<br />

verzichten daher auf die Mittelwertberechnung<br />

und arbeiten stattdessen mit einem<br />

so genannten Clusterverfahren. Hierbei werden<br />

die Hörpositionen in Felder unterteilt, welche<br />

durch komplexe Berechnungen bei der Ermittlung<br />

der Equalizing-Parameter berücksichtigt<br />

werden sollen. Mehrere Hundert solcher Parameter,<br />

welche sowohl frequenzielle, als auch<br />

zeitliche Aspekte der individuellen Raumakustik<br />

repräsentieren, werden von Audyssey erfasst<br />

und in die Berechnungen einbezogen.<br />

Betrachtet man die Komplexität dieses Systems,<br />

so erwartet man ein deutliche Verbesserung des<br />

resultierenden Klangbildes. Von Seite unseres<br />

Testlabors können wir dies leider nicht bestätigen.<br />

Die frequenziellen Eingriffe unseres Audyssey-Systems<br />

mit sechs Einmesspunkten sind<br />

frappierend, ohne jedoch ein wirklich zufrieden<br />

stellendes Ergebnis zu erzielen. Sehr gut gelingt<br />

zwar die Eliminierung der tiefen resonierenden<br />

Anteile, welche <strong>für</strong> unangenehmes Dröhnen<br />

und Wummern sorgen; die enorme Absenkung<br />

der Bässe geht jedoch vielen Heimkinofreunden<br />

zu weit und wird diese wohl zu einer nachträglichen<br />

Wiederanhebung veranlassen.<br />

Entscheidender, da nachträglich nicht manuell<br />

veränderbar, sind die Eingriffe in die mittleren<br />

und höheren Bereiche des Frequenzspektrums.<br />

Einige der extremen Höhenabsenkungen lassen<br />

sich zwar durch die Einstellung „Flat“, welche<br />

eigentlich <strong>für</strong> THX-aktivierte Receiver und<br />

beengte Räumlichkeiten gedacht ist, wieder<br />

wettmachen; die auffälligste Veränderung ist<br />

hingegen fix. Diese betrifft einen sehr sensiblen<br />

Punkt der auditiven Wahrnehmung des Menschen,<br />

nämlich das Erkennen einer Stimme. Die<br />

Audyssey-Filter führten in unserem Testlabor<br />

dazu, dass die Stimmen der Schauspieler, beziehungsweise<br />

ihrer Synchronsprecher, plötzlich einen<br />

veränderten Klangcharakter aufwiesen und<br />

zudem an Präsenz verloren. Auch wiederholtes<br />

Einmessen und diverse unterschiedliche Positionierungen<br />

des Messmikrofons konnten diesen<br />

Effekt in unserem Fall leider nicht begleichen.<br />

Verbesserungen nötig<br />

Automatische Einmesssyteme sollen und können<br />

raumakustische Gegebenheiten nicht auslöschen.<br />

Was den meisten Systemen gelingt, ist<br />

die Minimierung der groben Ungereimtheiten<br />

im tiefen Frequenzbereich und die zeitlich korrekte<br />

und im Pegel angepasste Ausgabe der Kanalsignale<br />

an die Lautsprecher. Mit der wesentlich<br />

detaillierteren umfangreichen Anpassung<br />

der Audyssey-Systeme könnte es in Zukunft<br />

noch besser gelingen, negative Raumeinflüsse<br />

zu reduzieren. Aktuell fehlt es diesen jedoch<br />

entweder noch an der nötigen Präzision oder<br />

an der nötigen Praxistauglichkeit, um in jedem<br />

Raum ausnahmslos klangliche Verbesserungen<br />

zu erzielen.<br />

Auswirkungen einer<br />

Einmessung<br />

Dies ist eine typische Impulsantwort eines<br />

akustisch nicht optimierten Raumes<br />

Rote Kurve: Audyssey MultEQ<br />

Grüne Kurve: Parametrischer EQ<br />

Die resultierende Audyssey-Kurve ist linearer<br />

als die resultierende einer mit parametrischen<br />

EQs angepassten Kurve. Allerdings führen<br />

die vielen Angriffspunkte zu vielen Ecken und<br />

Kanten im Frequenzverlauf<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 045


Einstellungshilfen <strong>für</strong><br />

Fernseher & Projektoren<br />

Kontrast<br />

Ähnlich wie eine falsche Helligkeitseinstellung benachteiligen<br />

zu hohe Kontrasteinstellungen die Durchzeichnung<br />

von Details. Der Kontrastwert eines Fernsehers<br />

ist von dieser Einstellung unabhängig. Ermitteln<br />

Sie die richtigen Werte anhand der Dunkelbereiche im<br />

Bild.<br />

Mitsubishi HC5000 *<br />

richtig<br />

Schärfe<br />

Mit dieser Einstellung verbessern Sie nicht die Auflösung,<br />

sondern nur die Kantenschärfe. Überzogene<br />

Werte verursachen hässliche Artefakte, welche als<br />

weiße Doppelkontur an dünnen Linien sichtbar werden.<br />

Für einen homogenen Bildeindruck ist hier weniger<br />

mehr.<br />

richtig<br />

falsch<br />

falsch<br />

Sony KDL-40W2000<br />

Bildmodus Anwender<br />

Ht. Grd. Licht 3<br />

Kontrast Max<br />

Helligkeit 44<br />

Farbe 55<br />

Farbtemp Warm 2<br />

Bildschärfe 8<br />

Dyn. NR. Niedrig<br />

Schwarzkorrektur Aus<br />

Verb. Kontrastanhebung<br />

Aus<br />

Gamma<br />

Niedrig<br />

Weißkorrektur Aus<br />

Farbbrillance Aus<br />

Farbraum Weit<br />

MPEG-Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Anzeigebereich Vollpixel<br />

Farbmatrix Auto<br />

Lichtsensor Aus<br />

Energie sparen Gering<br />

Gamma-Modus Variabel<br />

Referenz Kino<br />

High 0; –2; –2<br />

Mid –4; –1; –1<br />

Low –4; –2; –2<br />

Kontrast –10<br />

Helligkeit +5<br />

Farb.-Temp. Variabel<br />

KR –4<br />

KG 10<br />

KB +3<br />

HR 0<br />

HG 7<br />

HB –2<br />

Farbe 0<br />

Tint 0<br />

Schärfe 0<br />

CTI<br />

Ein<br />

Auto Iris Aus<br />

TRNR 0 (bei Rauschen 10)<br />

MRN 0<br />

BAR<br />

Aus<br />

Bilder: Auerbach Verlag, JVC, Pixelquelle, StockXchng<br />

0046 046 www.hdplustv.de<br />

* Die <strong>für</strong> die letzte Ausgabe angegebenen Einstellungen provozieren einen Grünstich im Bild. Führen Sie deshalb<br />

folgende Änderungen durch (rot markiert).


Panasonic PT-AE1000E<br />

Bild<br />

Kino1<br />

Helligkeit +4<br />

Dyn. Iris Ein<br />

Andere Werte 0<br />

Erweiterte Menü<br />

Kontrast G +7<br />

Helligkeit G –3<br />

Helligkeit B –3<br />

Andere Werte 0<br />

Farbmanagement Benutzer<br />

Tint<br />

Helligkeit<br />

Grün –16 +2<br />

Blau –16 0<br />

Cyan –5 –5<br />

Gelb +3 –13<br />

Magenta –2 –13<br />

Rot 0 –3<br />

Rauschunterdrückung<br />

MPEG-Rauschunterdrückung<br />

Cinema Reality<br />

JVC DLA-HD1<br />

Kontrast –4<br />

Helligkeit +2<br />

Farbe 0<br />

Schärfe 10<br />

DNR 0<br />

Farbtemperatur<br />

Anwender<br />

Farbtemperatur Anwender<br />

R 0<br />

G –21<br />

B –60<br />

Gamma<br />

Aus<br />

Aus<br />

Ein<br />

Normal<br />

Benq W10000<br />

Kontrast 1<br />

Helligkeit 2<br />

Farbe 8<br />

Farbton 0<br />

Filter 1<br />

Bildschärfe 0<br />

Farbtemperatur<br />

Warm<br />

Farbverbesserung<br />

R 15<br />

G 15<br />

B 15<br />

G 15<br />

Weißabgleich Feineinstell.<br />

RGB-Zuwachs<br />

R 512<br />

G 413<br />

B 417<br />

RGB-Offset<br />

R 11<br />

G 11<br />

B 11<br />

3D Farbmanagement<br />

Rot 0; 50; 43<br />

Gelb 0; 50; 22<br />

Grün 0; 50; 15<br />

Cyan 0; 50; 14<br />

Blau 0; 50; 6<br />

Magenta –80, 50, 39<br />

Farbtreue<br />

Die Farbdreiecke in unseren Tests<br />

zeigen, wie genau der Fernseher die<br />

Grund- und Sekundärfarben darstellt.<br />

Ein erweitertes Farbdreieck<br />

macht nur dann Sinn, wenn alle Farbräume<br />

gleichermaßen vergrößert<br />

und der Kinonorm angepasst sind.<br />

richtig<br />

Helligkeit<br />

Mittels Helligkeitsregler erhöhen oder senken Sie die<br />

Leuchtkraft des Bildes. Im Gegensatz zu einer Hintergrundbeleuchtung<br />

kann dieser Wert aber nicht wahllos<br />

getroffen, sondern muss ermittelt werden. Nutzen<br />

Sie dazu Schwarzstufen im Bild. Erhöhen Sie die Helligkeit<br />

so, dass alle Schwarzbereiche getrennt erkennbar<br />

sind, der Schwarzwert aber nicht einem Grau ähnelt.<br />

richtig<br />

falsch<br />

Allgemeines<br />

Im Auslieferungszustand sind Helligkeit, Kontrast und<br />

Schärfe meist korrekt eingestellt. Wählen Sie als Voreinstellung<br />

immer „Kino“ oder „Standard“ und vermeiden<br />

Sie den Dynamikmodus. Falls die Farbtemperatur<br />

nur aus Vorgaben wählbar ist, trifft „Warm“ die<br />

Kinovorgabe meist am besten.<br />

Farbsättigung<br />

Bunt, bunter, knallbunt. Mittels Farbsättigung können<br />

Sie jeden Film in einen Comic verwandeln. Reduzieren<br />

Sie den Wert auf ein gesundes Maß, indem Sie Gesichter<br />

oder Naturaufnahmen als Referenz nehmen.<br />

richtig<br />

Farbtemperatur<br />

Stehen Rot, Grün und Blau nicht im Gleichgewicht,<br />

verfärbt sich das Bild in einer Farbe. Der Normwert<br />

entspricht 6 500 Kelvin. Fernseher mit höherer Farbtemperatur<br />

färben das Bild bläulich, niedrigere Werte<br />

münden in einem Rotüberschuss. Unsere Diagramme<br />

weisen in Tests auf einen Farbstich hin. Verfärbungen<br />

im Schwarzbereich sind <strong>für</strong> unser Auge nahezu unsichtbar.<br />

richtig<br />

falsch<br />

falsch<br />

Versatz<br />

R –2<br />

G –11<br />

B 4<br />

falsch<br />

Bildprofil<br />

Natürlich


Faszination Sehen<br />

Vielleicht kennen Sie das Phänomen: Im Kino sind Filmbilder<br />

nicht nur groß, sondern auch aus einem Guss. Ob<br />

die Dinosaurierherde oder das Reich Mittelerde aus dem<br />

Computer stammen, ist nur selten ersichtlich. Am Fernseher<br />

werden die Spezialeffekte dagegen blitzschnell erkannt,<br />

warum eigentlich?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Nicht nur die Auflösung entscheidet<br />

darüber, ob wir einen Gegenstand<br />

klar erkennen, sondern vor allem der<br />

Kontrast. Die Bildtiefe ist nichts weiter als der<br />

Unterschied zwischen hellen und dunklen Bildanteilen.<br />

Ein hoher Kontrast wird erreicht, wenn<br />

beispielsweise in einem Nachthimmel ein Feuerwerk<br />

beobachtet wird. Das dunkle All wirkt<br />

unendlich, während die hellen Himmelskörper<br />

wie Sterne leuchten.<br />

Das Kino ist in seinem Kontrast limitiert. So sind<br />

die Spezialeffekte meist nicht als solche auszumachen,<br />

da die niedrige Bildtiefe die Computerfiguren<br />

nicht von der Realumgebung abgrenzen<br />

kann. Das Bild wirkt zwar nicht wie ein Blick<br />

durch ein Fenster, aber der Zuschauer wird auch<br />

nicht aus der Fantasy-Umgebung gerissen. Da<br />

Richtlinien bezüglich der Helligkeit, Bildgröße<br />

und des Kontrastes existieren, ist es <strong>für</strong> alle Regisseure<br />

möglich, die spätere Bild- sowie Kontrastwirkung<br />

auf der Leinwand abzuschätzen.<br />

Ganz anders dagegen der Bildeindruck am<br />

Fernseher. In einem dunklen Zimmer erscheint<br />

Weißdarstellung<br />

(Leuchtkraft, je größer desto besser)<br />

Röhre, Plasma<br />

LCD, Projektor<br />

Objektgröße im Bild<br />

(helles Objekt vor dunklem Hintergrund)<br />

LCDs und Projektoren besitzen eine<br />

gleichbleibende Helligkeit, unabhängig<br />

von der Größe der angezeigten Weißflächen.<br />

Plasmas und Röhren erhöhen<br />

dagegen die Leuchtkraft stufenlos. Kleine<br />

Objekte erscheinen heller als größere<br />

die Leuchtkraft des kleinen Bildes erhöht und<br />

das immense Kontrastpotenzial lässt Bilder<br />

fast schon greifbar erscheinen. Speziell Röhrenfernseher<br />

zeigen mit sehr guten DVDs eine<br />

dreidimensionale Abbildung, wie Sie von kaum<br />

einer anderen Technologie erreicht wird. Somit<br />

sind Sie bei Realaufnahmen live dabei, ganz so,<br />

als würden Sie mitten im Filmgeschehen Platz<br />

nehmen. Diese Plastizität besitzt jedoch den unschönen<br />

Nachteil, dass unser Auge sehr empfindlich<br />

auf Computereffekte reagiert und diese<br />

bei mangelnder Qualität sofort wahrnimmt.<br />

Schwarzdarstellung<br />

(Leuchtkraft, je kleiner desto besser)<br />

LCD<br />

Röhre, Projektor,<br />

Plasma<br />

Objektgröße im Bild<br />

(helles Objekt vor dunklem Hintergrund)<br />

Auch die Schwarzdarstellung bei LCDs<br />

ist nahezu statisch. Projektoren auf D-ILAoder<br />

DLP-Basis schwanken im Schwarzbereich<br />

ebenso wie Röhren und Plasmas.<br />

Je weniger Lichtquellen im Bild, desto<br />

dunkler wird das angezeigte Schwarz<br />

Sonne, Mond und Sterne<br />

Die Fähigkeit dunkle Bildbereiche von hellen zu<br />

trennen oder beide gleichzeitig darzustellen,<br />

ist je nach Technologie unterschiedlich. So produzieren<br />

LCDs keine wirklichen Schwarzwerte.<br />

Sequenzen bei Nacht wirken deshalb grau und<br />

eindimensional. Die Darstellung von Helligkeit<br />

beherrschen die Flachbildfernseher dagegen<br />

hervorragend. Umgekehrt verhält es sich bei<br />

einer Röhre oder einem Plasma. Wird eine sommerliche<br />

Atmosphäre wie ein Strandszenario<br />

dargestellt, so drosselt die interne Elektronik die<br />

immense Helligkeit.<br />

Beide Technologien zeigen im Gegensatz zu<br />

LCDs nicht konstante, sondern schwankende<br />

Helligkeiten. Kleine Lichtpunkte wie Glühbirnen<br />

oder eine Sonne im Hintergrund erstrahlen<br />

gleißend hell, während eine Schneelandschaft<br />

an Helligkeit einbüßt. Auch der Schwarzwert<br />

ist sehr stark vom eingeblendeten Bildinhalt<br />

abhängig. <strong>Eine</strong> Verfolgungsjagd bei Nacht wirkt<br />

plastisch, wohingegen mehrere Lichtquellen die<br />

dunklen Bereiche sichtbar aufhellen können. Je<br />

größer der Weißanteil des Bildes, desto stärker<br />

reduziert sich der Schwarzwert von Röhren und<br />

Plasmas.<br />

Nichts als Werbung<br />

In den Herstellerangaben können Sie meist die<br />

Kontrastfähigkeit eines Fernsehers anhand von<br />

Zahlen erkennen. 1 000 : 1 bedeutet beispielsweise,<br />

dass Weiß eintausendmal heller leuchtet<br />

als Schwarz. Letzteres wird erreicht, wenn die<br />

Helligkeit nahezu null ist (0,01 Candela). Nach<br />

unserer Rechnung würde Weiß mit zehn Candela<br />

leuchten, was alles andere als hell ist. <strong>Eine</strong><br />

ausreichende Beleuchtung wird um 100 Candela<br />

gewährleistet, so dass ein optimaler Kontrast<br />

10 000 : 1 b eträgt.<br />

Viele Hersteller übertreffen diesen Wert, doch<br />

ist diese Angabe meist geschönt. So messen<br />

nahezu alle Anbieter eine reine Schwarzfläche<br />

gefolgt von einer reinen Weißfläche und ermitteln<br />

die Werte. Würde die linke Bildhälfte weiß<br />

und die rechte schwarz erscheinen, würde der<br />

Kontrast massiv abfallen. Wir ermitteln in unseren<br />

Kontrastangaben realistische Werte, welche<br />

wirkliche Aufschlüsse über die reale Bildtiefe<br />

geben.<br />

Unsere Messungen bieten allerdings nur eine<br />

Aussage über die Eindrücke in Filmen. Würden<br />

Sie einen Computer am Fernseher anschließen<br />

und den Kontrast bei Spielen oder in einem<br />

Textprogramm zwischen weißem Hintergrund<br />

und schwarzen Buchstaben messen, wendet<br />

sich das Blatt. Der Kontrast einer Röhre bricht<br />

hier zusammen. LCDs zeigen dagegen eine an-<br />

Bilder: Aboutpixel.de, Auerbach Verlag<br />

048 www.hdplustv.de


nähernd konstante Bildtiefe. Videospiele wirken<br />

auf LCDs durch ganzflächig helle Ausleuchtung<br />

meist ebenfalls brillanter.<br />

Aufs Licht fixiert<br />

Sollten Sie in einem Geschäft unterschiedliche<br />

Fernseher vergleichen, so bleibt Ihr Blick stets<br />

auf den hellsten fokussiert. Unser Auge ist so<br />

beschaffen, dass der größte Lichteinfall die Öffnung<br />

unserer Pupille bestimmt. Zieht sie sich zu,<br />

wirken lichtschwächere Bilder flau. Somit ist es<br />

gerade <strong>für</strong> einen Projektorvergleich besonders<br />

wichtig, das Produkt allein in einem komplett<br />

abgedunkelten Raum zu bewerten. In einem<br />

Einzeltest könnte der vormals unterlegene Projektor<br />

nämlich bessere Bilder erzeugen, wenn<br />

sein Kontrast höher ausfällt.<br />

Als Beispiel dient hier der Marantz Projektor VP-<br />

11S1, dessen Leuchtkraft in unseren Tests sehr<br />

gering ausfällt. In einem Vergleich mit einem<br />

lichtstarken Projektor fällt das Bild des Marantz<br />

sehr stark ab, da sich unser Auge und unsere<br />

Pupille auf das lichtstarke Bild fokussiert. Würde<br />

der Vergleich in zwei separaten Räumen stattfinden<br />

wendet sich das Blatt. Unsere Pupille<br />

passt sich den unterschiedlichen Lichtbedingungen<br />

an, die vormals geringe Helligkeit wird<br />

durch das Weiten der Pupille egalisiert und der<br />

Marantz überzeugt mit einer immens hohen<br />

Bildtiefe.<br />

Das beste Bild<br />

Die Röhre bleibt selbst im Jahr 2007 die bestmögliche<br />

Technologie <strong>für</strong> hohe Bildtiefen. Diese<br />

Auszeichnung ist allerdings keine Garantie <strong>für</strong><br />

allzeit gute Kontraste. Da sich nicht nur der<br />

Schwarzwert variabel dem Bildinhalt anpasst,<br />

sondern auch die Helligkeit variiert, kann ein<br />

LCD-Fernseher bei vollflächig hellen Bildern brillanter<br />

wirken. Wie in unserem Kasten geschildert,<br />

verleitet ein direkter Vergleich zu einer Bevorzugung<br />

des hellen Bildes, auch wenn dieses<br />

eine schwächere Bildtiefe besitzt sollte. Deshalb<br />

sollten Sie nicht nur in getrennten abgedunkelten<br />

Räumen die Bildqualität bewerten, sondern<br />

auch Sequenzen mit hoher Hell-Dunkel-Dynamik,<br />

wie Film- oder Konzertaufnahmen, vergleichen.<br />

Die Röhre läuft bei diesem Material zur<br />

Hochform auf, indem Lichter extrem hell und<br />

dunkle Bereiche annähernd schwarz dargestellt<br />

werden.<br />

Projektoren mit DLP-Chips oder der in dieser<br />

Ausgabe getestete JVC-DLA-HD1-Projektor vermögen<br />

es den Bildeindruck einer Röhre fast zu<br />

imitieren. Der Schwarzwert passt sich dem Bildinhalt<br />

perfekt an. Einzig die konstante Helligkeit<br />

verhindert ein ähnliches plastisches Abbild wie<br />

beim großen Vorbild.<br />

Wer der Realität somit auch beim Fernsehgenuss<br />

ins Auge schauen möchte, kommt also<br />

weiterhin nicht um eine gute Röhre herum.<br />

Trugschluss beim Fernseh- und Projektorkauf<br />

Neben der Auflösung ist eine große Bildtiefe das wichtigste Merkmal <strong>für</strong> Qualität bei der Bildwiedergabe.<br />

Doch nicht immer erkennen wir das bessere Bild auf Anhieb. Werden zwei Fernseher oder<br />

Projektoren mit unterschiedlichen Helligkeiten verglichen, ist unsere Wahrnehmung getrübt.<br />

In einem direkten Vergleich schneidet das hellere Bild meist immer besser ab, da unser Auge den<br />

höchsten Lichteinfall als Referenz nimmt und die Pupille danach ausrichtet. Der dunklere Fernseher<br />

verliert den Vergleich zu Unrecht<br />

Werden die zwei Fernseher in unterschiedlichen Räumen betrachtet, schneidet der zweite Fernseher<br />

aufgrund seines tieferen Schwarzwertes besser ab. Die Pupille weitet sich im dunklen Raum und das<br />

Bild wirkt heller als zuvor. Unser einstiger Favorit zeigt dagegen schwache Kontraste durch aufgehellte<br />

Schwarzwerte<br />

Ein kleiner Fernseher in<br />

dunkler Umgebung<br />

wirkt besonders hell, da<br />

sich unser Auge auf das<br />

unbeleuchtete Zimmer<br />

einstellt – die Leuchtkraft<br />

des Fernsehers wirkt hoch<br />

Wer bietet die höchste Bildtiefe * ?<br />

Füllt das Fernsehbild unser<br />

komplettes Sichtfeld<br />

aus, verkleinert sich unsere<br />

Pupille und weniger<br />

Licht gelangt ins Augeninnere<br />

– die Helligkeit des<br />

Fernsehers wirkt geringer<br />

1. Röhrenfernseher und -projektoren<br />

2. Plasmafernseher, D-ILA-, DLP- und SXRD-Projektoren<br />

3. LCD-Fernseher und -Projektoren * Kontrastwirkung im Filmbetrieb<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 049


Flickwerk Bildformate<br />

Keine neue Technologie ohne Kinderkrankheiten: Das hochauflösende Fernsehen mit<br />

seinen zwei Millionen Bildpunkten liefert bedeutend schärfere Bilder als die bisherigen<br />

Formate, so zumindest der Tenor der Hersteller. Was passiert aber mit Flachbildfernsehern<br />

und Projektoren, die nicht die passende Auflösung liefern?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Die beste Bildqualität erleben Sie nur<br />

dann, wenn die Bilder verlustfrei von<br />

der Aufnahme über die Produktion<br />

bis zu Ihnen ins Wohnzimmer gelangen. Im Falle<br />

der Blu-ray und HD DVD ist dieses Unterfangen<br />

bislang nur selten möglich, denn die Anzahl der<br />

Bilder stellt die Fernseher vor große Probleme<br />

– dazu später mehr.<br />

Entscheidend <strong>für</strong> die Schärfe des Bildes ist die<br />

Anzahl der Bildpunkte. Je mehr dieser kleinen<br />

Vierecke den Bildschirm füllen, desto feinere<br />

Details sind sichtbar. Malen Sie dazu einfach<br />

einen Kreis auf ein Blatt Papier und versuchen<br />

Sie diesen mit Quadraten zu füllen. Je kleiner<br />

Ihre Kästchen sind, desto unmerklicher sind<br />

deren Kanten an der Kreislinie erkennbar. Da<br />

alle Fernseher und Projektoren ihre Bilder aus<br />

kleinen Vierecken zusammensetzen, zeigen<br />

diagonale Linien einen Stufeneffekt oder Ausfransungen.<br />

Je höher die Auflösung, also die<br />

Anzahl der Bildpunkte, desto unmerklicher ist<br />

dieser Effekt.<br />

Das neue Fernsehen <strong>HDTV</strong> bietet zwei Millionen<br />

Bildpunkte. Diese Anzahl reicht aus, um die<br />

Vierecke so klein darzustellen, dass unser Auge<br />

sie nicht mehr erkennen kann. Jedem Bildpunkt<br />

ist eine genaue Farb- und Helligkeitsinformation<br />

zugeordnet, was feinste Details und scharfe<br />

Bilder garantiert. Leider können nur wenige<br />

Fernseher die Bildpunkte 1:1 abbilden, denn die<br />

anfangs eingeführten „HD ready“-Fernseher<br />

besitzen meist nur eine Million Bildpunke. Dies<br />

bedingt eine Umrechnung des Bildes, indem die<br />

Elektronik die Bildpunkte zusammendampft,<br />

worunter Details natürlich leiden.<br />

Pixel <strong>für</strong> Pixel<br />

Die aktuellen LCD-Fernseher besitzen ab einer<br />

Bilddiagonale von 37 Zoll meist zwei Millionen<br />

Bildpunkte, was durch einen Full-HD-Vermerk<br />

ersichtlich ist. Leider ist dies noch keine Garantie<br />

<strong>für</strong> eine verlustfreie Darstellung, denn<br />

das Display kann das eingespeiste Signal auf<br />

drei Arten darstellen. Die qualitativ beste Möglichkeit<br />

ist die native Darstellung, d. h. das Bild<br />

wird 1:1 wiedergegeben. Im schlechtesten Fall<br />

schneidet der Fernseher ein paar Bildpunkte ab<br />

und skaliert das Bild, was die Schärfe negativ<br />

Bilder: Auerbach Verlag, DVDO, Pioneer<br />

050 www.hdplustv.de


eeinflusst. Die dritte Möglichkeit ist wiederum<br />

die native Darstellung, welche aber durch einen<br />

ungünstig angebrachten Gehäuserahmen wie<br />

ein Bildbeschnitt wirken kann. Die Folge: Sie sehen<br />

nicht alle Bildpunkte, doch die Schärfe des<br />

Bildes bleibt erhalten.<br />

Bei einem „HD ready“-Fernseher ohne Full-HD<br />

muss das Bild jederzeit umgerechnet werden,<br />

denn die Bildpunkteanzahl beträgt nur die Hälfte<br />

des Eingangssignals. Leider besitzen sowohl<br />

LCDs wie auch Plasmas krumme Auflösungen<br />

von 1 366 × 768 bzw. 1 024 × 768 Bildpunkten,<br />

welche von keinem Player unterstützt werden.<br />

Wird nun in den Voreinstellungen das Bildsignal<br />

720p gewählt, skaliert der Player die zwei Millionen<br />

Bildpunkte auf eine Million herab und gibt<br />

das Signal in 1 280 × 720 Pixeln an den Fernseher<br />

aus. Dieser führt eine zweite Umrechnung<br />

durch, da dieses Bildpunkteverhältnis nicht<br />

identisch zur eigenen Auflösung ist. Anstatt der<br />

doppelten Skalierung ist es meist besser, das<br />

Bildsignal in 1 080i oder 1 080p weiterzuleiten<br />

und einzig dem Fernseher die Skalierung zu<br />

überlassen – mehrfache Umrechnungen werden<br />

so vermieden.<br />

Geheimwaffe Videokonverter<br />

Um die maximale Bildqualität aus einem Fernseher<br />

oder Projektor herauszuholen, bedarf es eines<br />

externen Videokonverters. Die wohl bislang<br />

einfachste, aber auch teuerste Lösung stellen die<br />

Videoprozessoren iScan-VP30 und iScan-VP50<br />

dar. Im Gegensatz zu den Einschränkungen der<br />

Player ist die Bildausgabe in den vielfältigsten<br />

Auflösungen möglich. So werden Bildsignale<br />

auch in 1 366 × 768 oder 1 024 × 768 Bildpunkten<br />

ausgegeben.<br />

Der iScan-VP50 entfernt sogar das störende<br />

Bewegungsruckeln bei Blu-rays und HD DVDs,<br />

indem die neu hinzugefügten Halbbilder nachträglich<br />

entfernt werden. Filme auf den neuen<br />

Datenträgern sind mit 24 Bildern gespeichert,<br />

was exakt der Anzahl der originalen Filmrolle<br />

entspricht. Die meisten Fernseher verstehen<br />

allerdings kein Signal in 24 Hertz (bzw. 48, 72<br />

etc.) sondern nur 50 oder 60 Hertz. Mittels einer<br />

Umrechnung geben Player statt 24 Bilder<br />

30 aus, welche 60 Halbbildern entsprechen.<br />

Dadurch gelangen allerdings Bildinformationen<br />

ins Signal, welche eigentlich nicht vorhanden<br />

waren und sowohl Bewegungsartefakte<br />

als auch ein Bildruckeln nach sich ziehen. Wer<br />

die volle Schärfe und flüssige Bewegung demnach<br />

erhalten möchte, benötigt einen Player<br />

mit 1 080p24-Wiedergabe und ein Display mit<br />

1 080p24-Eingang. Der iScan-VP50 kann ebenso<br />

wie Pioneer-Plasmas aus einem 60-Hertz-Signal<br />

(1 080i) das 1 080p24-Bild ermitteln, weshalb<br />

auch Nicht-Pioneer-Besitzer in den Genuss<br />

der ruckelfreien Kost kommen, solange ihr Gerät<br />

1 080p24 unterstützt. Auf Seite 82 haben wir<br />

eine Übersicht der am Markt befindlichen kompatiblen<br />

Fernseher und Projektoren erstellt.<br />

Bild und Ton synchron<br />

<strong>Eine</strong> aufwändige Videoverarbeitung bedingt<br />

leider eine verzögerte Bildausgabe, denn jeder<br />

Fernseher muss auf zwei aufeinanderfolgende<br />

Halbbilder warten, diese womöglich noch<br />

umrechnen und anschließend anzeigen. Dieser<br />

Aufwand zeigt sich in einer asynchronen Bildund<br />

Tonwiedergabe, welche besonders bei Musikaufnahmen<br />

stören kann. Der Ton erschallt zu<br />

früh und das Bild läuft dem Gehörten hinterher,<br />

was Konzertaufnahmen zu einer Playbackshow<br />

verkommen lässt. Videoprozessoren wie der iScan<br />

bieten deshalb eine Tonverzögerung, welche<br />

die Signale um den gewünschten Wert ausbremst,<br />

womit Bild und Ton wieder im Einklang<br />

stehen. Vereinzelt bieten Fachhändler auch die<br />

Primäre Audio-Delay-Box an, welche nur die<br />

Tonsignale verzögert.<br />

Komplizierte Technik<br />

Der ursprüngliche Gedanke hinter <strong>HDTV</strong> verkommt<br />

immer mehr zu einem Formatchaos,<br />

das in dieser Form unnötig erscheint. Fernsehprogramme<br />

auf Premiere HD, Anixe HD oder<br />

den Ablegern von ProsiebenSat.1 sind nur mit<br />

Full-HD-Fernsehern in voller Schärfe darstellbar.<br />

Blu-rays und HD DVDs benötigen zudem eine<br />

1 080p24-Unterstützung, um Bildruckler zu<br />

vermeiden. Passende Fernseher erscheinen allerdings<br />

erst im laufenden Jahr oder sind nur in<br />

geringen Stückzahlen erhältlich. Wer einen „HD<br />

ready“-Fernseher besitzt, wird sich zwar nicht<br />

über schlechte Bildqualitäten beklagen, doch im<br />

Hinterkopf bleibt das ungute Gefühl, dem neuen<br />

Format nicht ganz gerecht zu werden.<br />

Der Tetriseffekt<br />

In diesem einfachen Schema wird anschaulich, dass<br />

bei horizontalen oder vertikalen Linien keine Pixel<br />

erkennbar sind – die Darstellung wirkt scharf und<br />

sauber<br />

Sobald Linien diagonal angezeigt werden, sind die<br />

Pixel erkennbar und es treten störende Treppeneffekte<br />

auf. Je mehr Bildpunkte ein Fernseher darstellen<br />

kann, desto geringer wird der Treppeneffekt<br />

In der letzten Ausgabe nur am Rande erwähnt, bestätigt der iScan–VP50 seine mannigfaltigen<br />

Möglichkeiten in der Praxis. Der Videoverteiler passt die Auflösung pixelgenau den Fernsehern und<br />

Projektoren an, verhindert ein Bewegungsruckeln bei Blu-rays und HD DVDs und verzögert den Ton,<br />

um die Lippensynchronität zu wahren<br />

Sind die eingespeisten Signale in ihren Bildpunkten<br />

nicht deckungsgleich zu den Pixeln des Fernsehers,<br />

muss dieser eine Umrechnung vornehmen. In unserem<br />

Beispiel bläht der Fernseher die wenigen Bildpunkte<br />

auf eine größere Anzahl auf. Die neu entstandenen<br />

Pixel stellen lediglich Mischwerte dar (Grafik 2). Im<br />

Vergleich zu einem hochauflösenden Bild (Grafik 3),<br />

ist der Eindruck merklich unschärfer<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 051


Zwischen Pixelmatsch<br />

und Hochglanz<br />

Bereits in unserer letzten Ausgabe sind wir genauer auf die Videobitrate der TV-<br />

Sender eingegangen. Diese gibt Auskunft, wie gut ein Bild überhaupt dargestellt werden<br />

kann. Der beste Fernseher macht keinen Sinn, wenn die Sender mit einer minimalen<br />

Bitfehlerrate senden. In dieser Ausgabe nehmen wir die Übertragungsrate der im<br />

Premiere-Paket enthaltenen HD-Sender unter die Lupe<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Mit Recht erwarten die Abonnenten<br />

eine ausgezeichnete Bildqualität.<br />

Allerdings wird dieser Wunsch<br />

nicht immer berücksichtigt. Da auch die Pay-<br />

TV-Anbieter sparen müssen, und sich einige<br />

Interessenten mit Masse statt Klasse zufrieden<br />

geben, werden in den letzten Jahren immer<br />

mehr Kanäle auf einen Transponder gequetscht.<br />

Die Folgen daraus sind, dass alle Sender ihre<br />

Datenrate reduzieren müssen. Während am Anfang<br />

des digitalen Zeitalters noch maximal acht<br />

Programme über einen Satellitentransponder<br />

übertragen wurden, sind es heute zehn und<br />

mehr Sender.<br />

Für den Zuschauer werden diese Einsparungen<br />

in Form von Bildfehlern sichtbar. Auskunft über<br />

die Qualität eines TV-Bildes gibt die Bitrate. Sie<br />

zeigt, wie viele Bits pro Sekunde übertragen<br />

werden. Umso mehr es sind, desto besser. Auf<br />

dem Fernseher werden zu geringe Bitraten in<br />

Form von Klötzchenbildung bzw. Verpixelungen<br />

sichtbar. Dabei gilt: Je größer der Fernseher<br />

ist, umso mehr sind diese Fehler sichtbar. In<br />

Anbetracht der Tatsache, dass in immer mehr<br />

Haushalten große Flachbildschirme stehen,<br />

steht fest, dass auch die Fehler von immer mehr<br />

Zuschauern bemerkt werden.<br />

Bitratenermittlung<br />

Allerdings wurden auch die Übertragungsverfahren<br />

in den letzten Jahren optimiert. Das Zauberwort<br />

heißt dynamische Bitrate. Bei diesem<br />

Verfahren ändert sich die Bitrate der Sender<br />

ständig, je nachdem was benötigt wird. Moderne<br />

Übertragungstechnik kann somit die Kapazitäten,<br />

die sich auf einem Übertragungskanal<br />

befinden, besser aufteilen. Trotzdem muss der<br />

Veranstalter vorher festlegen, wie viel Bandbreite<br />

ein Sender bekommen kann. Diese Entscheidung<br />

kann, wie bei Premiere, von Sender<br />

zu Sender unterschiedlich ausfallen, je nachdem<br />

welche Prioritäten gesetzt werden.<br />

Zur Ermittlung der Bitrate nutzen wir einen eigens<br />

da<strong>für</strong> präparierten PC. Dieser wurde mit<br />

einer digitalen Satellitenkarte versehen und<br />

dem Spezialprogramm TS-Reader ausgestattet.<br />

Vollautomatisch scannt uns dieses System den<br />

Satelliten Astra 19,2 Grad Ost mehrfach am Tag<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Pioneer<br />

052 www.hdplustv.de


ab und misst die Bitrate der Sender. Aus den<br />

verschiedenen Momentanmesswerten von drei<br />

Tagen bilden wir einen Mittelwert und können<br />

somit die Datenrate der Sender im Premiere-<br />

Paket beurteilen. Bei speziellen Programmen<br />

werden zusätzlich außerdem Langzeitmessungen<br />

vorgenommen.<br />

<strong>HDTV</strong> außer Konkurrenz<br />

<strong>Alles</strong> richtig macht der in München ansässige<br />

Pay-TV-Provider bei seinen zwei <strong>HDTV</strong>-Kanälen.<br />

Mit durchschnittlich 18 Megabit pro Sekunde<br />

(Mbit/s) bei Premiere HD und knapp 20<br />

MBit/s bei Discovery HD gibt es keinen Grund<br />

zur Kritik. Bereits ab 15 MBit/s wird bei <strong>HDTV</strong><br />

eine optimale Bildqualität erreicht. Hier können<br />

sich andere Pay-TV-Anbieter in Europa wahrlich<br />

eine Scheibe abschneiden. Betrachtet man z. B.<br />

die <strong>HDTV</strong>-Angebote in Frankreich, stellt man<br />

schnell fest, dass unsere westlichen Nachbarn<br />

stellenweise gerade einmal mit der Hälfte der<br />

Bitrate arbeiten.<br />

Auch der Unterschied zu den neuen Datenträgern<br />

HD DVD und Blu-ray ist nicht mehr sichtbar.<br />

Mit den gemessen Werten steht fest, das<br />

Premiere bei den <strong>HDTV</strong>-Programmen sogar eine<br />

bessere Qualität verbreitet als die neuen Datenträger.<br />

Blockbuster überzeugt<br />

Die Messung der SDTV-Programme bei Premiere<br />

bringt es ans Tageslicht: Besonders die<br />

Sport- und Filmprogramme werden bei Premiere<br />

bevorzugt. Auch wenn die Werte <strong>für</strong> beide<br />

Genres keinesfalls optimal sind, können sie gegenüber<br />

den anderen Programmen des Pay-TV-<br />

Anbieters doch punkten. Mit durchschnittlich<br />

4 Mbit/s überträgt der Pay-TV-Anbieter seine<br />

Filmkanäle Premiere 1 bis 4.<br />

Noch bessere Werte bringen nur die Sportkanäle<br />

auf den Schirm. Rund 5 Mbit/s weist Premiere<br />

diesen Sendern zu. Dies ist allerdings auch nötig,<br />

schließlich kommen beim Sport schnelle Bewegungen<br />

sehr häufig vor und auch der Rasen<br />

der Fußballstadien kann bei einer zu geringen<br />

Bitrate zu Pixelmatsch führen.<br />

Das Entertainment-Paket überzeugt mit guten<br />

Datenraten. Besonders bei Premiere Nostalgie,<br />

wo oft alte Filme laufen, ist eine Bitrate mit<br />

knapp 4 Mbit/s überdurchschnittlich gut. Auch<br />

die Sender Premiere Krimi und Premiere Serie<br />

können mit gleichguten Werten mithalten. Einzig<br />

die Sender Filmfest und Filmklassik bieten<br />

mit Messwerten von rund 3,2 MBit/s Grund zur<br />

Beanstandung. An großen Flachbildschirmen<br />

haben wir bei diesen Kanälen auch erste Anzeichen<br />

von Pixelmatsch erkennen können.<br />

Thema-Paket ausbaufähig<br />

Noch geringere Datenraten stellen wir im Thema-Paket<br />

fest. In Anbetracht der Tatsache, dass<br />

die Sender Animal Planet, 13th Street, SciFi<br />

und Discovery Geschichte zu den Highlights<br />

in besagtem Paket gehören, kommen diese<br />

Das Programm TS-Reader kann in Zusammenarbeit<br />

mit einer TV-Karte die Bitrate der einzelnen Programme<br />

messen<br />

Kanäle schlecht weg. Mit nur knapp 3 MBit/s<br />

werden die Discovery-Ableger übertragen, bei<br />

den Sendern der NBC-Gruppe sind es gar nur<br />

durchschnittlich 2,5 MBit/s. In diesem Fällen<br />

hilft auch die dynamische Bitrate nichts, denn<br />

selbst bei der Momentanaufnahmen kommen<br />

besagte Sender nicht über 4,5 MBit/s hinaus.<br />

Wenn man bedenkt, dass die Filmprogramme<br />

hierbei 8 Mbit/s schaffen, wird der Unterschied<br />

deutlich.<br />

Besonders spürbar werden die Mängel auf dem<br />

Kanal Animal Planet, auf dem unter anderem<br />

Tierfilme mit schnellen Bildwechseln laufen.<br />

Hierbei kann es schon vorkommen, dass die<br />

Wiese mit Pixelmatsch durchzogen wird. Auch<br />

die restlichen Kanäle dieses Paketes kommen<br />

über Werte von 3 MBit/s nicht hinaus. Speziell<br />

bei den Trickfilmsendern bewirkt dies aber<br />

keine große Bildverschlechterung. Die einzige<br />

Ausnahme macht der Discovery Channel. Obwohl<br />

dieser nicht unbedingt anfälliges Material<br />

ausstrahlt, wird er mit Datenraten von knapp 4<br />

MBit/s übertragen.<br />

Neue Kapazität benötigt<br />

Auch wenn die Filmkanäle akzeptable Werte<br />

aufweisen, ist immer noch mehr nötig. Da die<br />

frei empfangbaren Programme ZDF, ARD und<br />

RTL teilweise bessere Bitraten aufweisen, ist bei<br />

Premiere noch großer Nachholbedarf angesagt,<br />

um hier auf Augenhöhe agieren zu können. In<br />

Sachen <strong>HDTV</strong> macht den Münchenern aber niemand<br />

etwas vor, schon gar nicht ARD, ZDF und<br />

RTL, die eher als HD-Muffel gelten.<br />

Allerdings ist die derzeit auf Astra angemietete<br />

Transponderkapazität restlos erschöpft. Auf<br />

keinem der fünf angemieteten Transponder, die<br />

SDTV-Programme übertragen, ist Platz <strong>für</strong> eine<br />

Bitratenerweiterung. Um eine wirkliche Bildverbesserung<br />

zu erreichen, muss das Unternehmen<br />

neue Kapazität anmieten. Dies ist aber <strong>für</strong> die<br />

bestehenden Sender nicht vorgesehen, sodass<br />

auch weiterhin speziell bei den Kanälen des<br />

Thema-Paketes mit Bildfehlern und Unschärfen<br />

auf großen Flachbildschirmen gerechnet werden<br />

muss.<br />

<strong>Eine</strong> schlechte Bitrate lässt die Bilder im schlimmsten Fall<br />

verpixelt wirken<br />

Die Bitraten im Überblick<br />

Sender<br />

Premiere Start<br />

Premiere 1<br />

Premiere 2<br />

Premiere 3<br />

Premiere 4<br />

Premiere Filmfest<br />

Premiere Filmfestival<br />

Premiere Krimi<br />

Premiere Nostalgie<br />

Premiere Serie<br />

Premier Sport<br />

Arena<br />

Disney Channel<br />

13th Street<br />

Animal Planet<br />

Beathe Uhse TV<br />

Classica<br />

Discovery Channel<br />

Discovery Geschichte<br />

Focus Gesundheit<br />

Goldstar TV<br />

Heimatkanal<br />

Hit 24<br />

Jetix<br />

Junior<br />

MGM<br />

SciFi<br />

Direkt-Filme<br />

Erotik-Filme<br />

Direkt-Filme<br />

Premiere HD<br />

Discovery HD<br />

Datenrate<br />

2,4 MBit/s<br />

4,2 MBit/s<br />

4,1 MBit/s<br />

3,8 MBit/s<br />

4,2 MBit/s<br />

3,25 MBit/s<br />

3,1 MBit/s<br />

4,0 MBit/s<br />

3,75 MBit/s<br />

4,4 MBit/s<br />

4,8 MBit/s<br />

5,1 Mbit/s<br />

4,3 MBit/s<br />

2,2 MBit/s<br />

2,85 MBit/s<br />

2,8 MBit/s<br />

2,7 MBit/s<br />

4,1 MBit/s<br />

2,75 MBit/s<br />

2,85 MBit/s<br />

3,0 Mbit/s<br />

2,9 MBit/s<br />

2,8 MBit/s<br />

2,75 MBit/s<br />

2,8 MBit/s<br />

3,4 MBit/s<br />

2,3 MBit/s<br />

4,2 MBit/s<br />

3,8 MBit/s<br />

3,0 MBit/s<br />

18,34 MBit/s<br />

19,25 MBit/s<br />

Der Multiplexer bündelt die<br />

Kanäle in ein Paket und vergibt<br />

auch die Bitrate<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 053


Odyssee im Wohnzimmer –<br />

Bedienung aus der Ferne<br />

Es war ein weiter Weg bis die Utopie, Fernsehkanäle ohne körperliche Anstrengung zu wechseln,<br />

zur Realität wurde. Das strahlendste Licht in der Entwicklung der Fernbedienung ist wohl<br />

Robert Adler, der heute oft als ihr geistiger Vater betitelt wird. Dabei war sein Leben weitaus<br />

weniger von Fernsehprogrammen geprägt, als man vermuten könnte.<br />

VON FALKO THEUNER<br />

Dr. Robert Adler verstarb am 15. Februar 2007<br />

mit 93 Jahren in einem Altenheim Idahos<br />

In einer Zeit des Aufbruchs erblickte Robert<br />

Adler 1913 das Licht des modernen Wiens.<br />

Als Sohn des soziologisch interessierten<br />

Juristen Max Adler und der Ärztin Jenny Herzmark<br />

Adler war anscheinend auch ihm eine<br />

akademische Laufbahn vorherbestimmt. Mit<br />

gerade mal 24 Jahren erwarb er seinen Doktor<br />

in Physik. Nach der Vereinigung Österreichs<br />

mit Deutschland verließ Robert Adler Wien und<br />

emigrierte 1941 nach zwischenzeitlichen Aufenthalten<br />

in Belgien und England in die USA.<br />

Aufgrund der Anstellung bei dem damaligen<br />

Radiohersteller Zenith zog er in die Chicagoer<br />

Gegend, wo er auch seine spätere Frau Mary<br />

Buehl kennen lernte.<br />

Die Macht des Schalls<br />

Zunächst hatte Adler gar nichts mit der Entwicklung<br />

der Fernbedienung zu tun, denn Zenith<br />

hatte 1950 auch ohne sein Mitwirken die erste<br />

Umschalthilfe produziert. Größter Nachteil des<br />

bezeichnenderweise „Lazy Bones“ getauften<br />

Gerätes war die behindernde Kabelverbindung<br />

zu dem Fernsehgerät. <strong>Eine</strong> mögliche Lösung <strong>für</strong><br />

dieses Problem entwickelte 1955 Adlers damaliger<br />

Kollege Eugene Polley. Seine Idee war es,<br />

an jeder Ecke des TVs eine Photozelle anzubringen,<br />

um dann mittels Lichtsignal auf die entsprechende<br />

Zelle durch die Sender zu schalten.<br />

Jedoch begünstigte diese Methode auch die<br />

Programmvorlieben der Sonne, welche, sobald<br />

man sie in das Fernsehzimmer ließ, <strong>für</strong> eine eher<br />

durchlaufende Senderwahl sorgte.<br />

Robert Adler, 1956 bereits ausführender Forschungsleiter<br />

bei Zenith, schlug daher Frequenzen<br />

im Ultraschallbereich vor, da sie nicht zufällig<br />

im Alltag erzeugt werden können. Über vier<br />

Knöpfe konnte man mit seiner Fernbedienung<br />

Aluminiumstifte zum Schwingen bringen und<br />

hochfrequente Geräusche verursachen. Batterien<br />

wurden <strong>für</strong> diesen Mechanismus nicht benötigt,<br />

da<strong>für</strong> erschwerte die Größe des Kolosses<br />

die Handhabung extrem und steigerte die Materialkosten.<br />

Weltraumwaffen<br />

Das akustische Medium nutzte man auch als<br />

Aufhänger der späteren Werbekampagne <strong>für</strong><br />

die Fernbedienung. So wurde der bekannte<br />

Begriff „Zapping“ von dem Geräusch geprägt,<br />

welches die Strahlenpistole des Comic- und Serienhelden<br />

Buck Rogers beim Abschuss produziert.<br />

Die Werbefachleute setzten damit die Assoziation<br />

von Polleys „Flashmatic“ fort, welche<br />

ja wirklich wie eine Strahlenpistole designt war.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, F. Theuner, www.tvhistory.tv<br />

054 www.hdplustv.de


Anders als das tödliche Licht, klang die „Space<br />

Command“ genannte Umschalthilfe eher nach<br />

einem „Klick“. Zumindest markierte der Name<br />

und auch die Kampagne das Gerät mit einem<br />

starken Science Fiction-Bezug als ein Element<br />

der Zukunft. Die richtige Zapper-Mentalität entwickelte<br />

sich aber erst später mit der Zunahme<br />

der Kanäle.<br />

Es wäre ein Trugschluss zu denken, dass Robert<br />

Adler eines Nachts eine plötzliche Eingebung<br />

hatte und dann am nächsten Morgen das Patent<br />

auf die Ultraschallfernbedienung sichern<br />

konnte. Denn in den vorangegangenen 16 Jahren<br />

arbeitete er bereits an Oszillatoren, die extrem<br />

hohe Frequenzen erzeugen konnten. Und<br />

wie bei allen Erfindungen, die die Menschheit<br />

„weiterbringen“, wurden auch diese in erster<br />

Linie <strong>für</strong> militärische Zwecke entworfen.<br />

Adlers Veröffentlichungen zur Übermittlung<br />

und Filterung von akustischen Signalen sind<br />

evolutionärer Bestandteil der heutigen Kommunikations-<br />

und Überwachungssysteme des Militärs,<br />

die unter anderem <strong>für</strong> die Lokalisierung<br />

von Interkontinentalraketen eingesetzt werden.<br />

Daher ist die Aufrüstung der kabellosen Fernbedienung<br />

mit Ultraschall eher als ein gedankliches<br />

Nebenprodukt bereits etablierter Militärtechnologie<br />

zu betrachten.<br />

Berührungen<br />

In den Sechzigern wurde die mechanische Signalerzeugung<br />

durch elektrische ersetzt, um die<br />

Fernbedienung handlicher und vor allem auch<br />

günstiger zu machen. Jedoch blieb die durch<br />

Adler etablierte Fernbedien-Technik bis in die<br />

Achtziger aktuell. Das Licht hat dem Schall dann<br />

doch den Rang abgelaufen, da es schneller und<br />

weniger geräuschintensiv ist. Infrarot heißt das<br />

Zauberwort, mit dem sich die meisten Geräte<br />

heute nahezu störungsfrei bedienen lassen.<br />

Dass Adler hauptsächlich die technische Problemlösung<br />

und nicht der eigene Fernsehkomfort<br />

interessierte, ist an seinen vielfältigen<br />

Aktivitäten ersichtlich. Anstatt Fernsehen zu<br />

schauen, las er lieber Bücher und Fachliteratur.<br />

Als über Achtzigjähriger heiratete er seine zweite<br />

Frau Ingrid Adler, mit über Neunzig fuhr er<br />

noch Ski. Es ist also nicht verwunderlich, wenn<br />

man in den meisten Artikeln über ihn von seinen<br />

180 Patenten liest, die er zu Lebzeiten angemeldet<br />

hat. Schließlich ließ er sich nicht von<br />

den Hunderten Sendern ablenken, die durch die<br />

Fernbedientechnik überhaupt erst anwählbar<br />

und damit lohnend wurden.<br />

Man stelle sich die Strecke vor, die man pro Tag<br />

zurücklegen müsste, wenn man bei jeder Werbeeinblendung<br />

umschalten wollte. Andererseits<br />

sind heutige Standardfernbedienungen ein<br />

reinster Knopfdschungel, der zu breiten Fingern<br />

eine gezielte Steuerung verwährt. Dies fand<br />

auch Robert Adler, weshalb er seit den Achtzigern<br />

an der Verbesserung der Touchscreen-<br />

Technik feilte. Er empfand es einfach als intuitiver,<br />

grafische Elemente<br />

zu bewegen anstatt<br />

Knöpfe zu drücken.<br />

Ferngesteuerte<br />

Zukünfte<br />

Bis zu seinem Tod am<br />

15. Februar 2007 erhielt<br />

Dr. Robert Adler unzählige<br />

Preise. Darunter fallen<br />

der „Outstanding Technical<br />

Achievement Award“,<br />

den ihm das „Institute of<br />

Radio Engineers“ <strong>für</strong> seine<br />

Arbeit an der Fernbedienung<br />

verlieh, und <strong>für</strong> die Arbeit an<br />

der optischen Videodisc die Edison Medaille, die<br />

als höchste Auszeichnung des „Institute of Electrical<br />

and Electronics Engineers“ gilt.<br />

Die Folgen der Fernbedienung werden uns<br />

mit ihrer Weiterentwicklung immer bewusster.<br />

Durch die glücklicherweise ansteigende Zahl<br />

der Interaktionen mit dem TV-Programm ist<br />

eine Vereinfachung der Steuerung per Fernbedienung<br />

unumgänglich.<br />

Der schnelle Wechsel zwischen den Programmen<br />

gibt dem Zuschauer die notwendige Kontrolle<br />

über die auf ihn „einströmenden Bilder“,<br />

wie es der ungarische Philosoph József Tillmann<br />

formuliert. Was ein Buck Rogers im Jahre 2491<br />

noch alles mit seiner Fernbedienung steuern<br />

kann und vor allem wie eine solche dann aussieht,<br />

ist unabsehbar. Auf jeden Fall wird sich<br />

das „Zapping“ zukünftig auch auf andere Bereiche<br />

beziehen als nur aufs Fernsehen, ob dies<br />

nun gut ist oder nicht.<br />

Zeniths erste Fernbedienung „Lazy Bones“ erwies sich<br />

zwar als bequem, war aber noch die reinste Stolperfalle.<br />

Wie auf dem Bild zu erkennen, hatte von Anfang an das<br />

Familienoberhaupt das Ruder in der Hand<br />

Touchscreen-Akustik<br />

Sender<br />

X<br />

Wie eine Laserpistole<br />

war Zeniths erste Fernbedienung,<br />

die „Flashmatic“, gestaltet. Mit<br />

ihr entstand auch das Modewort „Zapping“<br />

Empfänger Y<br />

Sender Y<br />

Empfänger<br />

X<br />

Robert Adler arbeitete zuletzt an der „Surface<br />

Accoustic Waves“-Technologie <strong>für</strong> Touchscreens.<br />

Durch eine Glasplatte werden in geringen Abständen<br />

hochfrequente Wellen von Sendern zu Empfängern<br />

geschickt. Diese sind sowohl horizontal, als auch<br />

vertikal angeordnet, so dass eine Art Schallnetz entsteht.<br />

Sobald man nun die „schwingende“ Glasplatte<br />

berührt, werden in dem entsprechenden Bereich die<br />

Wellen unterbrochen, und die ausgelassenen Empfänger<br />

geben die X- und die Y-Koordinate aus. Anders<br />

als bei Touchscreens mit spezieller Indiumzinnoxid-<br />

Beschichtung ist diese Technologie weniger anfällig<br />

gegen Kratzer. Daher wird sie meist an öffentlichen<br />

Orten wie Ticketautomaten oder bei interaktiven Museumsführungen<br />

verwendet.<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 055


Von der Spielekonsole<br />

zum Computer<br />

Die <strong>Playstation</strong> 3 kann mehr, als mit einem Controller bewaffnet durch virtuelle Welten<br />

zu streifen. Auf den folgenden vier Seiten haben wir alle Einsatzgebiete der <strong>Playstation</strong><br />

3 durchleuchtet und <strong>für</strong> Sie zusammengetragen, damit Ihnen unliebsame Überraschungen<br />

erspart bleiben.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Erste Schritte<br />

Um in Filmen auf Blu-ray Disc und DVD die richtige Sprache automatisch<br />

beim Start zu hören, sollten Sie im Menü „Einstellungen“<br />

die BD/DVD-Einstellung überprüfen.<br />

Die Ausgabe der Tonsignale finden Sie weiter unten bei Sound-<br />

Einstellungen. Achtung: Deaktivieren Sie die CD-Lautstärkeanpassung,<br />

um Fehler bei der Tonausgabe zu vermeiden. Leider ist<br />

immer nur der gewählte Ausgang aktiv – dies gilt auch <strong>für</strong> die<br />

Bildwiedergabe.<br />

Um Ihren Fernseher optimal anzusteuern, müssen Sie der <strong>Playstation</strong><br />

3 beibringen, welche Auflösung Sie ausgeben soll und<br />

welches Kabel Sie verwenden. In den Anzeigeeinstellungen sind<br />

die nötigen Parameter hinterlegt. Wichtig: Wählen Sie <strong>für</strong> <strong>HDTV</strong>-<br />

Fernseher 1 080i oder 1 080p und vermeiden Sie 720p. Die <strong>Playstation</strong><br />

3 passt die Auflösung nicht selbständig an, sondern liefert<br />

nur die Signale der Datenträger. Die Automatik erkennt die richtigen<br />

Werte selbständig.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

056 www.hdplustv.de


Musik liegt in der Luft<br />

Die <strong>Playstation</strong> 3 speichert selbständig CDs auf der internen Festplatte<br />

samt Albumnamen und Titelliste. Die Tonqualität definieren<br />

Sie in den Musik-Einstellungen.<br />

Wählen Sie die eingelegte CD und bestätigen Sie mit der Dreieckstaste.<br />

Rufen Sie zunächst die Albuminformationen über das<br />

Internet ab. Der Import eines Albums dauert zirka fünf Minuten.<br />

Besitzer eines Computers können CDs auch verlustfrei speichern.<br />

Installieren Sie das Programm iTunes und wählen Sie das Wave-<br />

Format zur Speicherung. Titel- sowie Albennamen bleiben erhalten.<br />

Die <strong>Playstation</strong> 3 spielt die Daten wahlweise von einer externen<br />

Festplatte verlustfrei ab.<br />

Für stimmungsvolle Bilder sorgen die begleitenden grafischen<br />

Hintergrundbilder. Beim Abspielen der CD genügt ein Druck auf<br />

die Viereckstaste, um die belebenden Elemente zu starten.<br />

Filmwelten<br />

Die <strong>Playstation</strong> 3 unterstützt bislang weder Quicktime- noch Windows-Media-Formate,<br />

so dass Dateien aus dem Internet nur im<br />

MPEG- oder AVC-Format angesehen werden können. Filmtrailer<br />

sollten Sie deshalb vorrangig im <strong>Playstation</strong>-Store-Bereich herunterladen.<br />

Im Gegensatz zur mäßigen DVD-Wiedergabe blüht die <strong>Playstation</strong><br />

3 mit Blu-ray Discs richtig auf. Die Startzeiten der Filme betragen<br />

nur wenige Sekunden und die Darstellungsqualität kann sich<br />

mit den bereits erhältlichen Playern messen. Die optionale Fernbedienung<br />

ist jedoch Pflicht.<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 057


Der Computerersatz<br />

Um die <strong>Playstation</strong> 3 in einen Computer zu verwandeln, benötigen<br />

Sie einen USB-Stick, einen DVD-Rohling, Tastatur und Maus<br />

sowie einen PC oder MAC samt DSL-Internetanbindung.<br />

Im Systemverzeichnis der <strong>Playstation</strong> 3 splitten Sie die interne<br />

Festplatte in zwei Teile. Welchen Speicherplatz Sie Ihrem System<br />

zuordnen, bleibt Ihnen überlassen. Beachten Sie, dass bei diesem<br />

Vorgang alle Speicherstände und sonstige Daten verloren gehen.<br />

Unter den Internetadressen www.playstation.com/ps3-openplatform/manual.html<br />

und ftp://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/<br />

pub/Linux/yellowdog/iso/yellowdog-5.0-docs laden Sie sich die<br />

Dateien otheros.bld sowie otheros.self herunter und speichern<br />

diese auf einem USB-Stick.<br />

Im Systemmenü wählen Sie „anderes System installieren“ und befolgen<br />

die Anweisungen am Bildschirm. Die <strong>Playstation</strong> 3 startet<br />

daraufhin neu.<br />

Yellow-Dog-Linux erhalten Sie unter ftp://sunsite.informatik.<br />

rwth-aachen.de/pub/Linux/yellowdog/iso/. Laden Sie die ISO-Datei<br />

herunter und brennen Sie diese als Image-Datei auf DVD.<br />

Vor der Linux-Installation wechseln Sie im Menüpunkt „Standardsystem“<br />

von „PS 3“ auf „Anderes System“. Legen Sie Ihre Linux-<br />

DVD ein. Schalten Sie die Konsole aus und wieder an. Befolgen Sie<br />

die Installationshinweise. Sie benötigen hierbei Maus und Tastatur<br />

sowie einen Fernseher mit HDMI-Anschluss.<br />

Haben Sie kein Benutzerkonto angelegt, gilt Ihr erstelltes <strong>Playstation</strong>-3-Passwort.<br />

Der Username lautet root. Um vom Linux-Betriebssystem<br />

wieder in das PS-3-Menü zu wechseln, öffnen Sie das<br />

gezeigte Fenster.<br />

Die integrierte Software <strong>für</strong> Bildbearbeitung, E-Mail und Textverarbeitung<br />

ermöglicht die privaten Computeranwendungen vom<br />

Sofa aus zu steuern.<br />

058 www.hdplustv.de


Drahtloser Kontakt<br />

Um Daten ohne Umschweife auf Sonys PSP zu transferieren, müssen<br />

Sie unter Remote-Play-Verbindungseinstellungen eine SSID-<br />

Kennung eingeben. Diese sollte Ihrer PSP-Netzwerk-Einstellung<br />

identisch sein. Die PSP benötigt <strong>für</strong> die drahtlose Verbindung die<br />

Firmware 3.0. Aktuelle Software finden Sie unter www.yourpsp.<br />

com.<br />

Auf dem Bildschirm der PSP können Sie nicht nur die Oberfläche<br />

der <strong>Playstation</strong> 3 einsehen, sondern auch Fotos, Videos und Musik<br />

betrachten. Die Daten bleiben dabei auf der PS-3-Festplatte unverändert.<br />

In Zukunft soll es möglich sein, aus aller Welt auf die<br />

heimische PS 3 über die PSP zuzugreifen.<br />

Für einen guten Zweck<br />

In der Steuerleiste finden Sie den Eintrag Folding@Home. In diesem<br />

Projekt bündeln private Computereinrichtungen ihre Rechenleistung<br />

zur Erforschung von Proteinketten. Die Daten der<br />

Stanford-Universität werden über das Internet bezogen, ausgewertet<br />

und die Ergebnisse zurück an die Universität gesendet.<br />

Digitales Fotoalbum<br />

Fotos liest die <strong>Playstation</strong> 3 von allen Speichermedien ohne Probleme,<br />

denn das gängige JPEG-Format wird unterstützt. Navigieren<br />

Sie einfach zum gewünschten Speicherort und drücken Sie die<br />

Dreieckstaste – wählen Sie „Alle anzeigen“.<br />

Das Kopieren der Daten auf eine externe Festplatte ist ebenfalls<br />

durch die Dreieckstaste möglich. Statt „Ansicht“ markieren Sie<br />

den Eintrag „Mehrere kopieren“.<br />

Haben Sie ein Bild mit der X-Taste bestätigt, gelangen Sie in die<br />

Fotoschau. Per Dreieckstaste rufen Sie die Anzeige-Optionen aus,<br />

L1 und R1 bewegen die Auswahl nach links bzw. rechts, per L2 und<br />

R2 drehen Sie die Bilder und die Start-Taste aktiviert eine selbst<br />

ablaufende Darstellung. In unserem Beispiel wählten wir die Variante<br />

„Fotoalbum“, welche alle Bilder auf einem virtuellen Tisch<br />

platziert, stilecht mit Zeitangabe und den passenden Negativen.<br />

Wissen | HD+TV | 3.2007 059


Für ein besseres Bild<br />

Was zeichnet einen guten Fernseher oder Projektor aus? Natürlich, die hervorragende<br />

Darstellung von Bildern. Doch nicht immer gelingt es die Qualitäten eines Produktes zu<br />

Hause auszureizen, zumindest bis jetzt.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Samsung<br />

060 www.hdplustv.de<br />

Der koreanische Entwickler Samsung<br />

geht seit Jahren einen konsequenten<br />

Weg. Statt die eigenen Geräte<br />

gewissenlos auf den Markt zu veröffentlichen,<br />

arbeiten die Entwickler mit Filmstudios und<br />

Fachleuten zusammen, um den Eindruck eines<br />

Kinofilms zu reproduzieren. So wurde auf der<br />

letzten Internationalen Funkausstellung HD-<br />

Guru Joe Kane höchstpersönlich beauftragt,<br />

den hauseigenen Projektor <strong>für</strong> die Filmpräsentation<br />

anzupassen. Selbst als der Amerikaner<br />

einen HD-DVD-Player <strong>für</strong> eine Präsentation verlangte,<br />

ließ ihn Samsung gewähren, schließlich<br />

plagten den ersten Blu-ray-Player der Koreaner<br />

noch Unschärfen. Fehlerfrei verlief die Entwicklung<br />

bei Samsung damit nicht, doch Fehler werden<br />

gemacht, um aus ihnen zu lernen und mit<br />

ihrem neuen Projekt unterstreicht dies Samsung<br />

eindrucksvoll.<br />

Millionen LCDs, ein Bild<br />

Um die verschiedenen Einflüsse bei den Kunden<br />

zu berücksichtigen, startet Samsung ein umfangreiches<br />

Schulungsprojekt. In einem zweitägigen<br />

Seminar erlernen die Angestellten von<br />

Handelsketten das Handwerk einer passgenauen<br />

Kalibrierung. Jeder ausgelieferte Fernseher<br />

unterliegt nämlich einem Toleranzbereich in der<br />

Fertigung, weshalb ein LCD bei Ihnen und Ihrem<br />

Nachbarn ein minimal anderes Bild anzeigen<br />

kann, obwohl es sich um das gleiche Modell<br />

handelt. Um diesen Nachteil, sowie die Unberechenbarkeit<br />

von Bildquellen, auszumerzen,<br />

können Samsung-Händler mit Kalibrierzertifikat<br />

die Fernseher bei ihren Kunden vor Ort auf die<br />

gewünschten Filmeigenschaften einstellen.<br />

Mittels einer einfach gehaltenen PC-Software<br />

sowie einem Messkopf ermittelt der Verkäufer<br />

die Farb- und Helligkeitswerte des Displays und<br />

passt diese auf Wunsch auch auf eigenen Geschmack<br />

an. Vereinzelt bieten bereits Fachhändler<br />

und Hersteller diesen Service, doch neben<br />

den hohen Zusatzkosten sind diese geschulten<br />

Mitarbeiter mit der Lupe zu suchen. Samsung<br />

setzt stattdessen nicht nur auf eine qualitativ<br />

hohe Bildwiedergabe sondern auch auf die<br />

breite Masse, denn jeder Samsung-Käufer, der<br />

nicht von der Kalibrierung profitiert, wäre ein<br />

unzufriedener.<br />

Das meinen wir<br />

Der Ansatz des Samsung-Projektes ist im höchsten<br />

Maße lobenswert, denn kaum ein Angestellter<br />

wird einen Fernseher bislang fachgerecht<br />

installieren können. Doch bei aller Euphorie<br />

lauten zwei Entwicklungen noch nicht optimal.<br />

Zum einen schränken die einzustellenden Fernseher<br />

die Optimierung ein, d. h., selbst mit einer<br />

Kalibrierung wird aus einem schlechten Fernseher<br />

kein guter. Das Team der HD+TV testet<br />

seit jeher nach den Vorgaben der Filmstudios,<br />

um mit unseren Wertungen die Qualität eines<br />

Fernsehers oder Projektors vergleichend zum<br />

Kinooriginal aufzuzeigen.<br />

Das zweite Problem ist der von Samsung angebotene<br />

Messkopf von Datacolor, welcher in<br />

unserer Redaktion seit Jahren ausgedient hat.<br />

Grund hier<strong>für</strong> sind die ungenauen Messergebnisse,<br />

da der Aufbau des Messkopfes relativ<br />

einfach ausfällt. Um ein optimales Bild zu erreichen,<br />

bedarf es professioneller Messtechnik,<br />

wie sie beispielsweise von Konika Minolta angeboten<br />

wird. Da deren Messinstrumente <strong>für</strong><br />

den Massenmarkt unerschwinglich sind, bleibt<br />

es abzuwarten, inwieweit das Projekt am Ende<br />

halten kann, was es verspricht. Für einen professionelleren<br />

Umgang in Bezug auf Normen<br />

und Regeln bei der Darstellung<br />

von Filmen wird es aber zweifelsfrei<br />

sorgen, denn neben dem Kalibrierprojekt<br />

schult Samsung auch den Umgang<br />

mit Blu-ray und die Wiedergabe<br />

bei ruckelfreien 24 Bildern. Ein Anfang<br />

wäre damit gemacht.<br />

Vom LCD zur Röhre<br />

Der Messkopf wird auf das Display angebracht<br />

und nimmt die Signale der<br />

Testbilder auf. Die Software verwertet<br />

die eingespielten Daten und gibt sie in<br />

verständlicher Form am Computer aus<br />

Im Idealfall gleicht der kalibrierte<br />

Samsung-LCD den Referenzmonitoren<br />

der Filmstudios. Um dies zu erreichen,<br />

muss Samsung neben der Schulung<br />

aber auch die Bildleistung der LCDs<br />

erhöhen<br />

Die Software und der<br />

Messkopf von Datacolor<br />

sollen im Zusammenspiel<br />

die nötigen Daten<br />

ermitteln, welche der geschulte<br />

Fachhändler zur<br />

Korrektur des Displays<br />

nutzt


KAUFBERATUNG<br />

Christian Trozinski<br />

CvD HD+TV<br />

Das vorliegende Heft mag den Anschein erwecken, als wäre alles wie<br />

gehabt. Doch gibt es drei Produkte, die den Markt gehörig aufmischen werden.<br />

Zuerst wäre da der Toshiba-Player HD-XE1 zu nennen, dessen Verarbeitungs-<br />

und Bildqualität den Maßstab in der hochauflösenden Player-Welt<br />

markiert. Der Konterpart in Form der <strong>Playstation</strong> 3 überrascht trotz später<br />

Auslieferung mit einer enormen Geschwindigkeit und einer bildschönen<br />

Präsentation. Der dritte im Bunde ist der JVC-Projektor DLA-HD1, welcher<br />

mit einem Schlag die etablierten Technologien übertrumpft. Drei innovative<br />

Produkte, die in den kommenden Monaten nicht nur ihre Besitzer, sondern<br />

auch die Hersteller erfreuen werden.<br />

Sicherlich sind Innovationen noch lange keine Garantie <strong>für</strong> hohe Wertungen,<br />

schließlich erwächst aus einer Idee noch lange kein fehlerfreies Produkt,<br />

doch ermöglichen diese drei Produkte eine interessante Fragestellung:<br />

Benötigen wir monatlich eine neue Auswahl von Fernsehern und Playern?<br />

Sind die Technologiezyklen wirklich so kurz? Ich meine nein, schließlich<br />

bedarf es neuer Ansätze, um bisherige Probleme effektiv zu lösen. Und so<br />

kommt es nicht von ungefähr, dass JVCs erster Projektor keinen Regenbogeneffekt<br />

besitzt und auch keinen schlechten Kontrast. Wäre dies mit DLPoder<br />

LCD-Projektoren in dieser Form machbar gewesen? Zu diesem Preis?<br />

Es mag einfacher sein, mit althergebrachten Dingen minimale Fortschritte<br />

zu erreichen, welche aller sechs Monate gerade ausreichen, um einen<br />

Produktwechsel zu rechtfertigen, aber eine vernünftige und nicht durch<br />

marktwirtschaftliche Belange getriebene Notwendigkeit erkenne ich hierbei<br />

nicht. Deshalb liebe Leser und Hersteller: Gebt Innovationen eine Chance!<br />

Fürsorgepflicht<br />

Alle <strong>für</strong> Sie getesteten Produkte dieser Ausgabe<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

Produkt Bewertung Seite<br />

Sony <strong>Playstation</strong> 3<br />

Gut<br />

78<br />

62<br />

Benq W10000<br />

Gut<br />

79<br />

78<br />

Toshiba HD-XE1<br />

Gut<br />

82<br />

64<br />

Denon AVR-2307<br />

Gut<br />

83<br />

80<br />

Kathrein UFS 910<br />

Gut<br />

83<br />

66<br />

Jamo Aesthetic 775PDD<br />

Gut<br />

77<br />

84<br />

Sony KDL-40W2000<br />

Gut<br />

77<br />

68<br />

Bilder: Benq, Jamo, Sony<br />

Sony VGN-AR31S<br />

JVC DLA-HD1<br />

Panasonic PT-AE1000E<br />

Gut<br />

75<br />

Sehr Gut<br />

85<br />

Gut<br />

79<br />

70<br />

73<br />

76<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 061


Schwarze Diva<br />

Für 599 Euro stellt Sony die <strong>Playstation</strong> 3 nun auch in europäische Fachmärkte. Im Gegensatz<br />

zum Ausland in einer ausreichenden Stückzahl, sodass Kaufwillige nur noch selten vor<br />

leeren Regalen stehen. In unserem Test musste die <strong>Playstation</strong> 3 ihr Können nicht nur im<br />

Spielebereich, sondern vor allem bei der Filmwiedergabe unter Beweis stellen, was <strong>für</strong><br />

einige Überraschungen sorgte.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

in normalem Dolby Digital 2.0 vorlag – über<br />

HDMI klappte alles wunderbar. Rückschlüsse<br />

auf etwaige Kompatibilitätsprobleme ließ dies<br />

aber nicht zu, die PS3 spielte jede DVD und Bluray<br />

fehlerfrei ab. Im Bildbereich werden Filme<br />

in MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 oder VC-1 unterstützt.<br />

Nicht alles möglich<br />

Als wir im Internet mit USB-Maus und –Tastatur<br />

Filmtrailer auf der <strong>Playstation</strong> 3 speicherten<br />

folgte die erste Ernüchterung: Sowohl Apples<br />

Quicktime- wie auch Microsofts Windows-<br />

Media-Format werden nicht unterstützt. Somit<br />

müssen Filme den eher seltenen MPEG-4-Codec<br />

im <strong>Playstation</strong>-kompatiblen Format unterstützen,<br />

was in der Praxis keine zufriedenstellende<br />

Lösung ist.<br />

Im musikalischen Bereich sind die Einschränkungen<br />

weniger einschneidend, denn mit AAC-,<br />

MP3-, WMA- und WAV-Unterstützung können<br />

Sie nahezu jede Musikscheibe abspielen.<br />

Das bereits tot geglaubte SACD-Format wird<br />

wahlweise über HDMI oder den analogen Ausgängen<br />

wiedergegeben und könnte durch die<br />

hohe Verbreitung der Konsole seinen zweiten<br />

Frühling erleben.<br />

Frisch aus dem Karton geschlüpft, weist<br />

nur ihr Äußeres auf ein multimediales<br />

Fest hin. Hinter einer Frontklappe befinden<br />

sich drei Speicherkartenleser <strong>für</strong> Fotos in<br />

Compact-Flash-, SD- und Memory-Stick-Ausführung.<br />

Darunter sind vier USB-Anschlüsse <strong>für</strong><br />

externe Massenspeicher oder Sonys eigene PSP<br />

zugänglich. Letztere kann auch via WLAN Kontakt<br />

zur Konsole aufnehmen und Daten transferieren.<br />

Auf der Rückseite befinden sich die wichtige<br />

HDMI-Schnittstelle, eine Netzwerkbuchse<br />

und ein Multi-AV-Ausgang, welcher analoge<br />

Bild- und Tonsignale per separatem Kabel zum<br />

Fernseher leitet. Unsere Messergebnisse zeigten<br />

allerdings nur mangelhafte Leistungen am<br />

analogen Bild- und Tonausgang.<br />

Kontakte knüpfen<br />

Besitzer eines Projektors oder Flachbildfernsehers<br />

nutzen den HDMI-Ausgang, um die bestmögliche<br />

Bildqualität zu gewährleisten. Auf<br />

Wunsch können sowohl Bild- als auch Tondaten<br />

übermittelt werden. Die PS3 liefert leider nicht<br />

auf allen Ausgängen gleichzeitig ein Signal,<br />

sodass die gewünschte Übertragung vorab im<br />

Menü eingetragen werden muss.<br />

Wessen Audio-Receiver einen HDMI-Eingang<br />

besitzt, erlebt die hochauflösenden Tonformate<br />

bereits heute, da die PS3 die Audiodaten<br />

in PCM-Ströme umwandelt. Audio-Receiver mit<br />

HDMI 1.3 profitieren von der digitalen Weiterleitung,<br />

doch das ist noch Zukunftsmusik. Besitzer<br />

älterer Geräte müssen sich mit einem optischen<br />

Ausgang begnügen, der immerhin Dolby<br />

Digital und DTS in bester Qualität ermöglicht.<br />

Selbst eine heruntergerechnete hochauflösende<br />

Tonspur klingt deshalb besser als von DVDs<br />

gewohnt – die Qualität steigt somit bei jeder<br />

Verbindung.<br />

<strong>Eine</strong>n Fehler konnten wir bislang noch nicht<br />

aufdecken: Im Bildmenü einer Demo-Disk unterschlug<br />

die <strong>Playstation</strong> 3 einen Soundeffekt<br />

per optischer Übertragung, obwohl die Tonspur<br />

Unflexibel<br />

Entgegen ihrer Bestimmung als Multitalent<br />

bekommt die <strong>Playstation</strong> 3 Punktabzüge beim<br />

Thema Skalierung, Vollbildkonvertierung und<br />

DVD-Wiedergabe. In den Bildschirmeinstellungen<br />

sollten Sie unbedingt das Bildformat 1 080i<br />

oder 1 080p wählen. In der Einstellung 720p<br />

rechnet die Konsole Blu-rays auf die PAL-Auflösung<br />

herunter. Auch vermag es die PS3 nicht,<br />

die Auflösung selbst zu beeinflussen. Spiele in<br />

720p werden nicht auf 1 080p skaliert, DVDs<br />

mit 576 Bildzeilen weder auf 720 noch 1 080<br />

Bildzeilen. Der Zusammenbau zweier Halbbilder<br />

bei DVDs klappt mit keinem Material, sodass<br />

flimmernde Bildkanten die Norm darstellen –<br />

Bildverbesserer oder sonstige Dreingaben<br />

suchen Sie vergebens.<br />

Die <strong>Playstation</strong> 3 ist nicht in der Lage, dass Bildmaterial<br />

zu beeinflussen, denn sie dient nur als<br />

Vermittler – das gefütterte Signal wird ohne<br />

Umschweife ausgegeben. Deshalb sollte Ihr<br />

Projektor oder Fernseher eine leistungsfähige<br />

Bildelektronik besitzen, was bei Modellen ab<br />

1 500 Euro meist der Fall ist. <strong>Eine</strong>n DVD-Player<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

062 www.hdplustv.de


Schlechter als<br />

Xbox 360?<br />

Die Xbox 360 erhielt im Test vor über<br />

einem Jahr eine Wertung von 84 Punkten.<br />

Aufgrund der aktuellen weitaus<br />

schärferen Testkriterien kann die<br />

Punktezahl nicht mit der <strong>Playstation</strong> 3<br />

verglichen werden. In einer der nächsten<br />

Ausgaben reichen wir die aktuelle<br />

Wertung der Konsole und dem HD-<br />

DVD-Laufwerk nach – bis dahin bleibt<br />

die <strong>Playstation</strong> 3 unsere Referenz bei<br />

den HD-Spielekonsolen. Spätere Updates<br />

können in den Folgemonaten<br />

noch zu einer Aufwertung führen.<br />

ersetzt die PS3 qualitativ damit nicht, da bereits<br />

Modelle ab 200 Euro bessere Werte liefern, von<br />

den Messergebnissen ganz zu schweigen.<br />

Atemberaubend<br />

Wer <strong>für</strong> die DVD-Wiedergabe einen alternativen<br />

Player verwendet und den Ton per optischen<br />

Kabel oder HDMI überträgt, wird aber<br />

seine wahre Freude an der <strong>Playstation</strong> 3 haben.<br />

Zwar zeigten sich die Messwerte am optischen<br />

Ausgang ebenfalls nicht überragend, doch<br />

konnten wir in einem Hörtest keinerlei Nachteile<br />

zu weitaus teureren Playern feststellen. Sogar<br />

das komprimierte AAC-Format mit 320-Kilobit-<br />

Datenrate zeigte eine fast ebenbürtige Leistung<br />

zur originalen CD.<br />

Die wichtige Blu-ray-Wiedergabe ist schlichtweg<br />

fantastisch. Das Bild wirkt extrem sauber<br />

und scharf. Die Ladezeiten sind im Vergleich<br />

zu den bisherigen weitaus teureren Playern<br />

nur noch Makulatur: Disc einlegen und loslegen<br />

heißt hier das Stichwort. Die Navigation ist<br />

ebenso flott wie im PS3 eigenen Menü, welches<br />

edel und schlicht daherkommt.<br />

Verbinden Sie Ihre Kamera über USB oder<br />

nutzen Sie die Speicherkarten-Slots, um die<br />

schönsten Urlaubserinnerungen ohne Umschweife<br />

der Familie zu präsentieren. Kleinere<br />

Verbesserungsvorschläge haben wir aber dennoch:<br />

Die Filmwiedergabe ruckelt bislang, da<br />

Die interne Festplatte besitzt<br />

eine Größe von 60Gigabyte,<br />

was <strong>für</strong> Trailer und Demos<br />

völlig ausreicht. Wer seine<br />

gesamte CD-Sammlung<br />

aufspielen möchte, kann eine<br />

größere einbauen oder auf<br />

externe Festplatten umschwenken.<br />

Die <strong>Playstation</strong><br />

3 ist kompatibel zu 2,5-Zoll-<br />

Festplatten. Der Austausch<br />

gelingt reibungslos binnen<br />

Sekunden<br />

die Bildausgabe in 1 080p24 noch nicht möglich<br />

ist. Für 599 Euro wäre auch eine beiliegende<br />

Fernbedienung nicht verkehrt, bislang muss das<br />

wichtige Utensil <strong>für</strong> 30 Euro zusätzlich erstanden<br />

werden.<br />

Noch nicht perfekt<br />

Sicher, die <strong>Playstation</strong> 3 ist kein Ersatz <strong>für</strong> bestehende<br />

Einzelgeräte. Das wäre wohl auch zu viel<br />

verlangt. Besonders die extrem hohe Leistungsaufnahme<br />

von 200 Watt stößt bei den hiesigen<br />

Strompreisen sauer auf. Sony sollte deshalb in<br />

Zukunft den potenten Hauptprozessor je nach<br />

Rechenbedarf zügeln, denn die <strong>Playstation</strong> 3<br />

läuft immer unter Volllast, ganz gleich ob in einem<br />

Spiel, Film oder der Fotowiedergabe. Das<br />

Betriebsgeräusch schwankt zwischen unhörbar<br />

bis leicht störend. Nach dem Einschalten vernehmen<br />

Sie keinen Laut, doch nach wenigen<br />

Minuten steigt die Betriebstemperatur merklich<br />

und die Lüfter beginnen die Drehzahl zu erhöhen.<br />

Wer einen Projektor im Zimmer betreibt<br />

wird die Konsole womöglich niemals hören – in<br />

einem ruhigen Wohnzimmer ist die <strong>Playstation</strong><br />

3 dagegen kaum zu überhören.<br />

Im Vergleich zu bislang erhältlichen Blu-rayoder<br />

HD-DVD-Playern besitzt die <strong>Playstation</strong><br />

3 den Nachteil, dass die Bildqualität nur über<br />

HDMI und nur bei den neuen Medien überzeugt.<br />

Die <strong>Playstation</strong> 3 ist genau das richtige <strong>für</strong> alle,<br />

die sich nicht auf einen eingeschränkten Lebensbereich<br />

in ihrer Freizeit beschränken sondern<br />

die Welt der Unterhaltung in allen Facetten<br />

genießen. Dann erkennt man das Konzept der<br />

Konsole und stellt plötzlich fest: Ohne die <strong>Playstation</strong><br />

3 fehlt das gewisse Etwas.<br />

MEMORYSCHACHT<br />

<strong>Eine</strong> klapprige Laufwerkslade bleibt Ihnen mit<br />

der <strong>Playstation</strong> 3 erspart: Das Slot-In-Laufwerk<br />

zieht die Scheiben, wie von Autoradios bekannt,<br />

behutsam ins Innere<br />

Media-Center<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell <strong>Playstation</strong> 3<br />

Preis in Euro 599,–<br />

Info<br />

eu.playstation.com<br />

Typ<br />

Media-Center<br />

Maße (B/H/T) in cm 32,5 × 9,8 × 27,4<br />

Gewicht in kg 5<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 200/1,6 W<br />

Formate<br />

BD, BD-R, BD-RE,<br />

BD-ROM, DVD, DVD+R/<br />

RW, -R/RW, CD, CD-R/<br />

RW, SACD<br />

Sonstiges HDMI 1.3, USB +<br />

Speicherkatenleser<br />

Geeignet <strong>für</strong><br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

DVD-Wiedergabe<br />

weitere Medien<br />

USB<br />

NETZWERK<br />

S/P-DIF<br />

optisch<br />

VIDEO<br />

OUT<br />

L<br />

AUDIO OUT<br />

R<br />

HDMI<br />

Sony <strong>Playstation</strong> 3<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 15 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

48 von 60<br />

Gesamt 78 von 100<br />

Sony <strong>Playstation</strong> 3<br />

Scart- und S-Videoschnittstellen suchen Sie vergebens: Die <strong>Playstation</strong> 3 liefert die Bildsignale über<br />

einen Multi-AV-Ausgang, weshalb eigene Kabel benötigt werden. Aufgrund der durchschnittlichen<br />

Qualität des Ausgangs ist eine HDMI-Verbindung Pflicht<br />

AUSGABE 3.2007<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 063


Zweiter Anlauf<br />

Kaum haben wir in der letzten Ausgabe den ersten<br />

HD-DVD-Player von Toshiba getestet, steht dieses Mal<br />

der größere Bruder zum Vergleich bereit. Schon an der<br />

deutlich höheren Preisempfehlung des HD-XE1 erkennen<br />

Fachmann und Laie: Hier steckt mehr drin. Recht haben<br />

sie, doch wie gut ist der Neue wirklich?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Wer den großen Karton beim<br />

Händler seines Vertrauens erwirbt,<br />

bemerkt bereits beim<br />

Verladen einen deutlichen Gewichtzuwachs.<br />

Nach dem Auspacken präsentiert sich der Toshiba<br />

HD-XE1 voller Stolz in schwarzem Metall.<br />

Die Wertschöpfung des Players hört aber hier<br />

noch nicht auf, denn ein HDMI-Kabel ist bereits<br />

im Lieferumfang enthalten und der beigelegte<br />

Animationskurzfilm zeigt deutlich die Bildvorteile<br />

zur DVD auf. Das Begleitheft ist ebenso<br />

gelungen wie das Bildschirmmenü des Players,<br />

welches durch große Symbole und eine durchdachte<br />

Struktur auf sich aufmerksam macht –<br />

einzig die Farbe ist in gedruckter Form auf der<br />

Strecke geblieben.<br />

Geradezu spartanisch wirkt dagegen das Zusatzmenü<br />

der Bildvorgaben, in welchem die<br />

Bildvorteile des HD-XE1 im Vergleich zum HD-E1<br />

offensichtlich werden. Der große Bruder verfügt<br />

über einen verbesserten Videoprozessor,<br />

der nicht nur das Filmmaterial auf DVDs und<br />

HD DVDs zielsicher verwebt, sondern auch die<br />

Schärfe und das Bildrauschen nachträglich dem<br />

Material anpassen kann. Toshiba vertraut hierbei<br />

auf den HQV-Reon-Chip, welcher auch im<br />

Mitsubishi-Projektor HC5000 oder dem DVD-<br />

Player 2930 von Denon werkelt und beeindruckende<br />

Leistungen erbrachte. Somit sollte sich<br />

der HD-XE1 auch vorzüglich <strong>für</strong> DVDs eignen.<br />

DVDs in Bestform<br />

Nicht jeder will neben einem neuen Blu-rayoder<br />

HD-DVD-Player einen zusätzlichen DVD-<br />

Player weiter betreiben. Der HD-XE1 zeigte zur<br />

Freude unserer Tester eine durchweg solide<br />

Leistung mit den bisherigen Bildscheiben und<br />

kann Mittelklasse-Player bis 700 Euro durchaus<br />

ersetzen. Selbst DVD-Player zum gleichen<br />

Preis des HD-XE1 dürften es schwer haben, eine<br />

bessere Bildqualität zu liefern. Der Filmmodus<br />

wurde im Gegensatz zum HD-E1 besser auf<br />

unser PAL-Format angepasst und bleibt weitgehend<br />

stabil. Der HQV-Reon-Chip poliert Videomaterial<br />

zudem kräftig auf, indem diagonale<br />

Linien geglättet werden und der Stufeneffekt<br />

verschwindet.<br />

Nicht ganz so überzeugend ist die Rauschunterdrückung,<br />

welche schlechtes Material von<br />

gutem unterscheiden soll, es aber leider nicht<br />

kann. Deshalb bleibt Ihnen bei hohem Bildrauschen<br />

ein manuelles Umschalten dieser Funktion<br />

nicht erspart. Mit einem deutlich teureren<br />

DVD-Player wie dem Denon DVD-3930 kann<br />

sich der Toshiba HD-XE1 zwar nicht messen,<br />

doch dies muss er auch nicht, schließlich steht<br />

der größte Pluspunkt des Player noch aus: die<br />

HD-DVD-Wiedergabe.<br />

Was <strong>für</strong> ein Bild<br />

Falls Sie bereits im Besitz eines Toshiba HD-E1<br />

sind, so können wir Sie beruhigen: Der HD-XE1<br />

bringt kaum spürbare Vorteile in der Bildqualität.<br />

Aber wie soll man das Beste, was <strong>HDTV</strong><br />

derzeit zu bieten hat, noch verbessern? Sicher,<br />

die nachträgliche Bildverarbeitung kann je nach<br />

Bildmaterial einen anderen Eindruck verschaffen,<br />

doch ist ein Film gewissenhaft auf Scheibe<br />

gebannt, gilt auch mit dem HD-XE1: Schalten<br />

Sie alle Bildregler ab und leiten Sie das Signal<br />

einfach hindurch. Immerhin verfügt der schwarze<br />

Koloss über die Möglichkeit, den Bildstrom<br />

„mundgerecht“ in 1 080p auszugeben, was angesichts<br />

seines stabilen Vollbildkonverters auch<br />

Sinn macht.<br />

<strong>Alles</strong> andere als bezaubernd ist das nervige Bewegungsruckeln,<br />

denn auch bei diesem Player<br />

werden die 24 Bilder der Quelle umgerechnet<br />

und zeigen leichtes Zittern bei Kameraschwenks<br />

und Bewegungen. Immerhin scheint Toshiba auf<br />

die anhaltende Kritik zu reagieren und will das<br />

Bildformat 1 080p24 per Update nachliefern.<br />

Im Alltagsbetrieb umständlich ist die fehlende<br />

Fortsetzung eines HD-Films nach betätigter<br />

Stop-Taste – ein falscher Druck und Sie müssen<br />

die langwierigen Startsequenzen auf ein Neues<br />

ertragen.<br />

Im tonalen Bereich gibt sich der HD-DVD-Player<br />

keine Blöße. Sowohl die internen Decoder als<br />

auch die digitale Übertragung per HDMI offenbart<br />

die feinsten Details. Selbst die nur unwe-<br />

Die Taste „Backlight“<br />

erleuchtet die<br />

Fernbedienung nach<br />

einem dreisekündigen<br />

Druck. Über<br />

Setup gelangen Sie in<br />

das grafisch schicke<br />

Benutzermenü<br />

Nicht nur das Steuerkreuz<br />

macht einen soliden<br />

Eindruck, auch<br />

die Tastenanordnung<br />

gefällt – nach einigen<br />

Sekunden kommen<br />

Sie blind voran<br />

Der untere Schuber<br />

verdeckt die kaum<br />

benötigten Zifferntasten.<br />

Die Dimm-Funktion<br />

regelt in drei<br />

Stufen die Helligkeit<br />

des Frontdisplays<br />

064 www.hdplustv.de


COMPONENT<br />

VIDEO<br />

HDMI<br />

L<br />

AUDIO OUT<br />

R<br />

ANALOG 5.1 MULTIKANAL<br />

L R C SR SL SUB<br />

Y<br />

PB<br />

NETZWERK<br />

S/P-DIF<br />

optisch<br />

S/P-DIF<br />

koaxial<br />

VIDEO<br />

IN<br />

S-VIDEO<br />

IN<br />

PR<br />

Unbedingt beachten: Der kleine Schalter „Mode“ unter der Frontseite aktiviert oder deaktiviert die<br />

entsprechenden Videoausgänge. Die blaue Untergrundbeleuchtung ist abschaltbar<br />

sentlich verbesserte Dolby-Digital-Plus-Spur auf<br />

der King-Kong-HD-DVD stahl der Dolby-Digital-Übertragung<br />

die Show. Ein großer Vorteil<br />

des HD-XE1 im Vergleich zum kleineren Bruder<br />

ist der analoge Mehrkanalausgang. Somit profitiert<br />

jeder angeschlossene AV-Receiver von den<br />

neuen Tonnormen, selbst wenn er keine HDMI-<br />

Schnittstelle vorweisen kann.<br />

Als einer der ersten Player bietet der Toshiba die<br />

HDMI-Version 1.3, welche laut Werbetext einen<br />

größeren Farbraum übertragen kann. Lassen Sie<br />

sich von diesen Angaben nicht in die Irre führen:<br />

Für die Filmwiedergabe hat dies keine Auswirkungen,<br />

da die erweiterten Farbräume nicht<br />

<strong>für</strong> HD DVD und Blu-ray Disc genutzt werden.<br />

Einzig bei Computeranwendungen und Spielen<br />

könnten in Zukunft Verbesserungen eintreten.<br />

Auch <strong>für</strong> den Ton bedeutet HDMI 1.3 kaum<br />

Fortschritt. So können in Zukunft alle Tonformate<br />

codiert übertragen werden. Bereits heute<br />

ist es aber möglich, dem Player die Entschlüsselung<br />

zu überlassen und die Daten per PCM-<br />

Format an den Receiver zu übertragen – der<br />

Unterschied ist kaum hörbar.<br />

Ein durchaus interessanter Vergleich ist die Gegenüberstellung<br />

des Toshiba HD-XE1 gegen<br />

einen Panasonic DMP-BD-10-Blu-ray-Player. So<br />

ist der Toshiba nicht nur hochwertiger, sondern<br />

überflügelt den weitaus teureren Panasonic<br />

durch eine klasse Fernbedienung und das grafisch<br />

hochwertige Benutzermenü. Dass beide<br />

Player aber letztendlich die gleiche Wertung<br />

erringen, liegt vor allem am durchschnittlichen<br />

Laufwerk des Toshiba. So bedeuten Kratzer<br />

auf den Scheiben schnell das Film-Aus, die Geschwindigkeit<br />

ist sehr gering und zu allem Überfluss<br />

akzeptiert der Player keine Foto-CDs oder<br />

komprimierte Musik.<br />

Sag ja zum Umstieg<br />

Der Toshiba HD-XE1 hat seinem günstigeren<br />

Bruder die bessere Videoverarbeitung, das<br />

hochwertige Äußere und die vielfältigere Anschlusswahl<br />

voraus. Geerbt hat der neue HD-<br />

DVD-Player das langsame Laufwerk und hörbare<br />

Betriebsgeräusch, die eingeschränkten<br />

Wiedergabeformate und die fehlende Videoausgabe<br />

in 1 080p24. So ruckeln die Bilder der<br />

HD DVD bis zum Erscheinen eines möglichen<br />

Updates immer noch. Trotzdem scheint die Leistung<br />

dem Preis angemessen und wer bereits in<br />

den Genuss einer HD DVD gekommen ist, wird<br />

zugeben: Bessere Kinobilder <strong>für</strong> Zuhause gibt<br />

es nicht.<br />

Voll im Trend liegt die beleuchtete Fernbedienung.<br />

Neben großzügiger Tastenanwahl und<br />

gelungenem Steuerkreuz erfreut die Tastenanordnung.<br />

Auch das Steuerkreuz kann sich nicht<br />

nur sehen, sondern auch fühlen lassen – die<br />

Druckpunkte sind durchweg exakt. Leider ist<br />

HD-DVD-Player<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Toshiba<br />

Modell<br />

HD-XE1<br />

Preis in Euro 949,–<br />

Info<br />

www.toshiba.de<br />

Typ<br />

HD-DVD-Player<br />

Maße (B/H/T) in cm 43,8 × 7,4 × 34,5<br />

Gewicht in kg 6,2<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 40 W/0,8 W<br />

Formate<br />

HD DVD, CD-Audio<br />

DVD-Video<br />

Sonstiges<br />

HDMI 1.3, Decoder<br />

Dolby True HD, DTS<br />

Geeignet <strong>für</strong><br />

HD-DVD-Wiedergabe<br />

DVD-Wiedergabe<br />

weitere Medien<br />

Toshiba HD-XE1<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 16 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

14 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

52 von 60<br />

Gesamt 82 von 100<br />

Toshiba HD-XE1<br />

AUSGABE 3.2007<br />

der langsame Player kaum in der Lage, die eingegebenen<br />

Kommandos zeitgleich zu erwidern<br />

und Foto-CDs oder komprimierte Musikdateien<br />

verweigert er gänzlich.<br />

Was uns bei diesem Produkt am meisten imponiert,<br />

ist das gute Gefühl etwas Wertvolles<br />

erstanden zu haben. Vom Auspacken über die<br />

Inbetriebnahme bis zur ersten HD-DVD-Wiedergabe<br />

gestaltet sich das Angebot als <strong>für</strong>sorglich –<br />

bitte in Zukunft mehr davon.<br />

Nicht schön, aber wertvoll gestaltet sich das neu hinzugekommene<br />

Bildmenü. Hier können Sie schlechtes Bildmaterial aufwerten<br />

oder per verstärkter Konturführung die Schärfe erhöhen<br />

Das ist bekannt: Das grafisch aufwändige Bildschirmmenü der<br />

neuen Filmscheiben überzeugt auch beim HD-XE1<br />

Das ist neu: Per analogem Multikanalausgang erleben Sie mit<br />

allen AV-Receivern die neuen Tonspuren. Vorher heißt es aber<br />

die Lautsprecher im Menü anzupassen<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 065


Leistungsstarker<br />

Rosenheimer<br />

Mittlerweile kommt die Produktion neuer <strong>HDTV</strong>-Receiver langsam ins Rollen. Während<br />

vor einem Jahr gerade einmal zwei Boxen zur Auswahl standen, steigt die Vielfalt seit<br />

Anfang dieses Jahres ständig. Nun hat auch Kathrein seinen ersten <strong>HDTV</strong>-Receiver fertig<br />

gestellt. Wir zeigen, was dieses Gerät aus Rosenheim kann.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Bereits im vergangen Jahr hatten wir<br />

einen <strong>HDTV</strong>-Receiver des bayerischen<br />

Unternehmens im Test. Dabei handelte<br />

es sich um eine von Pace produzierte Box, die<br />

nur mit dem Namenslabel von Kathrein versehen<br />

wurde. Bei dem damaligen Gerät gab es<br />

eine Reihe von Beanstandungen, die auch den<br />

Mannen um Geschäftsführer Anton Kathrein<br />

nicht schmeckten. Deshalb entschloss man sich<br />

einen eigenen Receiver zu produzieren. Dank<br />

der Ein-Chip-Technologie von SCM ist dies auch<br />

recht schnell gelungen.<br />

Der neue UFS 910 erreicht unser Testlabor in einer<br />

perfekten Verpackung. Schon auf dem Karton<br />

wird man mit den vielen Funktionen, die die<br />

Box zu leisten vermag, erschlagen. Nach dem<br />

Auspacken steht ein <strong>HDTV</strong>-Receiver im wohnzimmertauglichen<br />

Design vor uns. Während<br />

sich im Test ein schwarzes Gerät befindet, kann<br />

der Hersteller seine HD-Box zusätzlich noch in<br />

der Farbe Silber liefern. Somit werden auch Interessenten,<br />

die über einen silberfarbenen Fernseher<br />

verfügen, optimal bedient.<br />

Ausstattung<br />

Die Front des Gerätes ist mit einem alphanumerischen<br />

Display, einem Bedienrad sowie zwei<br />

CI-Schächten ausgestattet. Die Besonderheit<br />

liegt dabei beim Bedienrad. Es sieht wesentlich<br />

hochwertiger aus als bisherige Schalter.<br />

Beim Ausfall der Fernbedienung kann die Box<br />

über dieses Rad gesteuert werden. Neben der<br />

Kanalumschaltung ist die Lautstärkereglung,<br />

das Ausschalten sowie der Wechsel zwischen<br />

TV- und Radiobetrieb damit möglich. Hinter der<br />

Frontklappe befinden sich versteckt die zwei CI-<br />

Schnittstellen sowie zusätzlich noch eine USB-<br />

Buchse. Letztere ist vorerst nur <strong>für</strong> Softwareupdates<br />

über einen USB-Stick vorgesehen.<br />

Auch die Rückseite kann mit allen anderen bisher<br />

von uns getesteten Receivern mithalten.<br />

Dank der HDMI-Schnittstelle kann das empfangene<br />

Signal verlustfrei an das Wiedergabegerät<br />

weitergeleitet werden. Zusätzlich stehen noch<br />

ein YUV-Ausgang, zwei Scartbuchsen sowie<br />

eine Cinch-Buchse <strong>für</strong> die Bildwiedergabe zur<br />

Verfügung. Der digitale Ton kann neben der<br />

HDMI-Buchse auch über den integrierten optischen<br />

Digitalausgang abgegriffen werden. Des<br />

Weiteren verfügt die auf dem Linux-Betriebssystem<br />

basierende Box noch über einen Netzwerkausgang,<br />

eine serielle Schnittstelle sowie<br />

zwei weitere USB-Buchsen an der Rückseite.<br />

Bei der Fernbedienung setzt Kathrein auf Althergebrachtes.<br />

Der typische Kathrein-Ferngeber<br />

sieht zwar optisch nicht besonderes elegant<br />

aus, ist aber einfach zu benutzen und die Tasten<br />

sind übersichtlich angeordnet.<br />

Inbetriebnahme<br />

Im nächsten Schritt nehmen wir das neue Gerät<br />

in Betrieb. Dabei zeigt sich sofort, dass Kathrein<br />

großen Wert auf Bedienkomfort legt. Ein ausgezeichnetes<br />

Installationsmenü macht die Erstinbetriebnahme<br />

zum Kinderspiel. Neben der<br />

Sprache müssen wir darin den Videoausgang<br />

samt Format sowie die Satellitenauswahl festlegen.<br />

Ein Suchlauf ist allerdings nicht nötig, da<br />

der Hersteller eine aktuelle Kanalliste in der Box<br />

integriert hat. Somit kann die Box knapp fünf<br />

Minuten nach dem Auspacken schon komplett<br />

genutzt werden.<br />

Im Alltagsbetrieb fällt sofort die gut sortierte<br />

Kanalliste auf. Kathrein hat sogar die <strong>HDTV</strong>-<br />

Versionen von Sat.1 und ProSieben direkt in<br />

der Programmliste integriert. Wo sonst die<br />

SDTV-Sender der Programme zu finden sind,<br />

sind beim UFS 910 die <strong>HDTV</strong>-Programme angeordnet.<br />

Somit erhalten Sie beim Zappen auf die<br />

besagten Sender sofort die beste Bildqualität.<br />

Die Zapping-Geschwindigkeit liegt im normalen<br />

Bereich. Zwischen 1,5 und zwei Sekunden müssen<br />

Sie <strong>für</strong> den Senderwechsel bei SDTV-Programmen<br />

einrechnen, <strong>HDTV</strong>-Sender benötigen<br />

rund 2,5 Sekunden, bevor ein Bild erscheint.<br />

Schneller sind lediglich die bereits getesteten<br />

Receiver von Topfield und Homecast.<br />

Ein wahres Highlight ist der elektronische Programmführer<br />

(EPG). Hierbei macht kein anderer<br />

derzeit auf dem Markt befindlicher <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

der Kathrein-Box etwas vor. Dank zusätzlicher<br />

Anwendungen, wie etwa der Genresortierung<br />

sowie der Volltextsuche, finden Sie mit<br />

066 www.hdplustv.de


Im oberen Drittel sind wie<br />

gewohnt die Nummerntasten<br />

angeordnet. Die darunterliegenden<br />

Farbtasten hat<br />

Kathrein mit Sonderfunktionen<br />

belegt<br />

Im Menü des Receivers können die Ausgabeeinstellungen<br />

getroffen werden. <strong>Eine</strong> RGB-Ausgabe<br />

an den Scartbuchsen ist bei dieser Box leider<br />

nicht möglich<br />

dem Gerät Ihre Lieblingssendung noch schneller.<br />

Auch der Timer kann direkt im EPG aktiviert<br />

werden. Dieser ist besonders dann von Interesse,<br />

wenn Sie am Scartausgang des Receivers einen<br />

DVD- oder Festplattenrecorder betreiben.<br />

Familienfreundlich<br />

Die Menüführung ist einfach und übersichtlich<br />

gestaltet. Besonders Familien mit Kleinkindern<br />

wird die Menüumschaltung freuen. Sie können<br />

zwischen der einfachen, der normalen und der<br />

Profi-Ansicht wählen. Im einfachen Modus können<br />

die Kleinen keine Funktionen verstellen.<br />

Ein technisches Manko ist die verwendete DiS-<br />

EqC-Version. Leider beherrscht der Rosenheimer<br />

HD-Empfänger nur den Standard DiSEqC 1.0.<br />

Somit kann maximal zwischen vier verschieden<br />

LNBs umhergeschaltet werden. Wahre HD-Enthusiasten<br />

stoßen hier schnell an ihre Grenzen.<br />

Zwar ist der Empfang der drei Astra-Positionen<br />

und Hot Bird kein Problem, aber wer zusätzlich<br />

noch französische HD-Programme von fünf<br />

Grad West oder das spanische HD-Angebot<br />

auf 30 Grad West sehen will, kann dies mit<br />

dem Receiver nicht tun. <strong>Eine</strong> nachträgliche Implementierung<br />

von DiSEqC 1.2, welches neben<br />

der Drehanlagensteuerung mittlerweile auch<br />

von modernen Schaltern genutzt werden kann,<br />

wäre daher sinnvoll.<br />

Perfekt verarbeitet der Receiver die CI-Module.<br />

Somit ist auch der Pay-TV-Empfang mit dem<br />

Kathrein-Gerät gegeben. Für die Entschlüsselung<br />

von Premiere HD kann derzeit sowohl<br />

das Omegacrypt- als auch das bekannte Alphacrypt-Modul<br />

verwendet werden, wenn man<br />

<strong>für</strong> letzteres die notwendige Software verwendet.<br />

Doch nicht nur die Programme von Premiere<br />

sind dank der CI-Schnittstellen decodierbar.<br />

2×<br />

SCART<br />

COMPONENT<br />

VIDEO<br />

Y<br />

PB<br />

HDMI<br />

NETZWERK<br />

VIDEO<br />

OUT<br />

RS-232<br />

Optisch hat der Kathrein-Empfänger ein schmuckes<br />

Design. Dank des Steuerrades kann die Box<br />

auch ohne Fernbedienung genutzt werden<br />

Auch die Euro-1080-Sender auf 23,5 Grad Ost<br />

können mit freigeschalteter Smartcard gesehen<br />

werden.<br />

Bildqualität<br />

Schon beim bloßen Blick auf unseren Testbildschirm<br />

sehen wir, welches Potenzial die HDMI-<br />

Verbindung bietet, denn Kathrein legt großen<br />

Wert auf eine gute Bildqualität. Klare detailgetreue<br />

Bilder im SDTV-Modus zeigen einmal<br />

mehr, dass die <strong>HDTV</strong>-Receiver nicht nur bei den<br />

HD-Programmen neue Maßstäbe setzen. Bei<br />

den <strong>HDTV</strong>-Sendern überzeugt die Box ebenfalls<br />

mit perfekten Bildern.<br />

Im Bildtest haben wir uns sowohl die Premiere-<br />

HD-Sender als auch BBC HD und Canal+ Nordic<br />

HD angesehen. Dabei zeigte sich, dass der Empfänger<br />

sogar die Wiedergabewerte der Homecast-<br />

und Topfield-HD-Receiver toppen kann.<br />

<strong>Eine</strong> exzellente Bildtiefe lässt die Bilder plastisch<br />

erscheinen. Neben dem Bildformat 1 080i können<br />

auch die Formate 720p und 576p gewählt<br />

werden. Diese liegen sowohl an der HDMI als<br />

auch an der YUV-Schnittstelle an. Die am Messequipment<br />

von Rohde & Schwarz ermittelten<br />

Werte <strong>für</strong> die anlogen Videoausgänge liegen<br />

allesamt im oberen Bereich.<br />

S/P-DIF<br />

optisch<br />

2×<br />

Ein YUV-Set sowie der HDMI-Ausgang<br />

versorgen den Fernseher<br />

mit optimalen Bildsignalen<br />

USB<br />

AUDIO OUT<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Rundum gelungen<br />

Der Kathrein-Receiver überzeugt uns im Einzeltest<br />

fast komplett. Sowohl das Design als auch<br />

der Bedienkomfort und die Wiedergabequalität<br />

stimmen bei diesem Receiver überein. Dank einfacher<br />

Menüs sowie einer gut sortierten Kanalliste<br />

ist das Gerät sehr familienfreundlich. Das<br />

Fehlen von DiSEqC 1.2 ist lediglich <strong>für</strong> Sat-Fans<br />

und die so genannten DXer ein Wermutstropfen.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Kathrein<br />

Modell UFS 910<br />

Preis in Euro 399,–<br />

Info<br />

www.kathrein.de<br />

Typ<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />

Maße (B/H/T) in cm 34,2 × 6,7 × 27,3<br />

Gewicht in kg 3,2<br />

Farbe<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 21 W/6 W<br />

Umschaltgeschwindigkeit<br />

2 sec<br />

Bildauflösung 1080i, 720p, 576p<br />

integrierter CA –<br />

Common Interface 2<br />

Geeignet <strong>für</strong><br />

Film<br />

Fernsehen<br />

Kathrein UFS 910<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 24 von 30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

33 von 40<br />

Wiedergabequalität<br />

26 von 30<br />

Das Mittelfeld beinhaltet<br />

das Steuerkreuz. Mit diesem<br />

kann in den verschieden<br />

Menüs navigiert und können<br />

die Kanäle umgeschaltet<br />

werden. Dank der Anordnung<br />

kann die Fernbedienung<br />

auch von Linkshändern<br />

genutzt werden<br />

Derzeit noch unbelegt sind<br />

die PVR-Tasten der Fernbedienung.<br />

Dies soll sich mit<br />

künftigen Updates ändern<br />

Gesamt 83 von 100<br />

PR<br />

L<br />

R<br />

Kathrein UFS 910<br />

AUSGABE 3.2007<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 067


Günstiges Remake<br />

In der letzten Ausgabe beeindruckte Sony mit einem der schönsten Fernseher am Markt.<br />

Doch nur wenige werden sich das Schmuckstück leisten können, schließlich lag der Preis<br />

bei stattlichen 4800 Euro. Mit dem KDL-40W2000 schlägt Sony nun die Brücke zwischen<br />

einem guten Bild und bezahlbaren Preisen.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Der große Bruder KDL-46X2000 war<br />

ein Kunstwerk, der KDL-40W2000<br />

ist dies nicht. Der schwarze Flachbildfernseher<br />

verheimlicht seine Bedeutung als Gebrauchsgegenstand<br />

nicht und stellt sie ebenso<br />

wenig zur Schau. Dennoch fügt sich das Antlitz<br />

problemlos in jedes Wohnzimmer. Anspruchsvolle<br />

Naturen kommen aber nicht auf ihre Kosten,<br />

denn während das Spitzenmodell mit wählbaren<br />

Farbvarianten protzt, ist hier Schwarz die<br />

Farbe Ihrer Wahl. Immerhin ist der Standfuß des<br />

40-Zollers drehbar.<br />

Gut genährt<br />

Die Einsparungen im Erscheinungsbild und<br />

der Verarbeitung machen sich positiv in Ihrem<br />

Portemonnaie bemerkbar, denn der KDL-<br />

40W2000 kostet vernünftige 2 700 Euro. Zwar<br />

sind einige kosmetische Spielereien der Schere<br />

zum Opfer gefallen, die Ausstattung zeigt sich<br />

aber verschwenderisch wie eh und je. Zwei<br />

HDMI-Eingänge nehmen hochauflösende Kost<br />

entgegen. Durch die hohe Auflösung von zwei<br />

Millionen Bildpunkten kommen die neuen Datenträger<br />

gebührend zur Geltung, auf Wunsch<br />

sogar ohne abgeschnittene Bildinhalte. Ein separater<br />

VGA-Eingang verhindert Frust, falls der<br />

Laptop nur diesen Übertragungsweg besitzt<br />

und die Urlaubsfotos postwendend auf den<br />

Schirm gelangen sollen.<br />

Um die Bilddarstellung zu beeinflussen, vertraut<br />

Sony bei diesem Modell vorrangig auf vorgegebene<br />

Werte. So ist eine manuelle Farbanpassung<br />

hier leider nicht möglich. „Warm2“ trifft die<br />

KOPFHÖRER<br />

VIDEO<br />

IN<br />

S-VIDEO<br />

IN<br />

2×<br />

SCART<br />

2×<br />

HDMI<br />

Trotz 800 Euro Sparvorteil zum<br />

KDL-40X2000 bietet der Sony-LCD<br />

zwei HDMI-Eingänge und einen<br />

digitalen Tuner. Die Bildqualität<br />

der analogen Eingänge unterliegt<br />

der digitalen Zuspielung<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

068 www.hdplustv.de


korrekte Farbtemperatur gut, aber eben nicht<br />

perfekt. Seltsam verhielt sich der Farbraum des<br />

KDL-40W2000. Zwar kann der Nutzer zwischen<br />

„Normal“ und „Erweitert“ wählen, doch bleibt<br />

der Grünpunkt jederzeit übersättigt.<br />

Die korrekte Ausleuchtung des Bildes beeinflusst<br />

der Nutzer durch zahlreiche Regler. So<br />

passt der Sony bei eingeschaltetem Lichtsensor<br />

die Helligkeit gemäß der Raumbeleuchtung an,<br />

was durch den eingeschränkten Spielraum leider<br />

nicht immer zur Zufriedenheit gelingt.<br />

Die Kontrastanhebung nutzt hingegen die Bildinformationen,<br />

um die Leuchtkraft anzupassen.<br />

Leider gestaltet sich auch dieser Weg wenig<br />

sinnvoll, da die Reaktionszeit der Lichtsteuerung<br />

gering ausfällt. Weitaus besser ist es da,<br />

die Helligkeit gemäß des Raumes manuell zu regeln.<br />

Dabei kommt dem Stromsparmodus eine<br />

große Bedeutung zu. Dieser senkt nicht nur den<br />

Leistungsbedarf, sondern auch die Gesamthelligkeit,<br />

wodurch der Schwarzwert des Sony<br />

deutlich satter als bei vielen LCD-Konkurrenten<br />

ausfällt. Natürlich leidet darunter die Leuchtkraft<br />

des Bildes, weshalb mittels der zehnstufigen<br />

Hintergrundbeleuchtung nach einem Kompromiss<br />

gesucht werden sollte.<br />

Am Ende zeigt sich der Bildeindruck des Sony<br />

KDL-40W2000 plastisch und verschreckt auch<br />

im dunklen Zimmer nicht.<br />

Die Eingangswahl<br />

reagiert ein wenig<br />

träge und zeigt leider<br />

keine Auflistung der<br />

Quellen. Das Bildformat<br />

können Sie<br />

auch bei HD-Material<br />

beeinflussen<br />

Durch die stark<br />

geschrumpfte<br />

Tastenvielfalt ist das<br />

Steuerkreuz nach<br />

oben gerutscht – nur<br />

bedingt gelungen,<br />

wie wir finden<br />

Große Zifferntasten<br />

vermeiden Vertipper.<br />

Per kreisförmiger<br />

Pfeiltaste springen<br />

Sie zwischen zwei<br />

Programmen hin<br />

und her<br />

Nein, wir haben nicht vergessen<br />

den Farbraum anzupassen:<br />

Trotz der Vorgabe „Normal“<br />

schießt der Sony KDL-40W2000<br />

über das Ziel hinaus. Besonders<br />

die Gründarstellung wirkt<br />

plakativ<br />

Raum <strong>für</strong> Verbesserungen<br />

Als die Nachfolger der DVD angekündigt wurden,<br />

konnten nur wenige abschätzen, wie<br />

schwierig es sein würde, die neuen Bilder ohne<br />

Verluste darzustellen.<br />

Am Sony-Gehäuse prangt zwar der Aufkleber<br />

„Full HD“, welcher dem Konsumenten die perfekte<br />

Bildqualität dank zwei Millionen Bildpunkten<br />

suggeriert, doch neben der passenden Auflösung<br />

ist die Bildwiederholfrequenz ein ebenso<br />

wichtiges Kriterium und genau hier muss der<br />

Sony KDL-40W2000 passen. So akzeptiert der<br />

Fernseher lediglich Bildsignale in 50 und 60<br />

Hertz, wohingegen die ruckelfreie Darstellung<br />

mit 24 Bildern außen vor bleibt.<br />

Der Blickwinkel des LCDs zeigt horizontal einen<br />

angemessenen Spielraum, doch verfärbt sich<br />

das Bild bei unterschiedlicher Höhenbetrachtung.<br />

Auch die Reaktionszeit des Panels mit<br />

acht Millisekunden liegt nur noch im Durchschnitt,<br />

was bei schnell bewegenden Objekten<br />

zu Unschärfen führt.<br />

Zudem kann die Skalierung und Vollbildkonvertierung<br />

nicht mit spezialisierten – wie der<br />

DCDI-Technologie von Faroudja – mithalten.<br />

Speziell eine Kantenglättung bei diagonalen<br />

Linien vermissten wir schmerzlich. Fernsehmaterial<br />

erstrahlte mit dem KDL-40W2000<br />

zwar nicht schlecht, aber besaß immer einen<br />

Hang zum Groben.<br />

Bildspektakel<br />

<strong>Eine</strong>n weitaus besseren Eindruck vermittelt der<br />

LCD bei zugespieltem HD-Material, in unserem<br />

Falle die HD DVD von King Kong. Wird dem<br />

Sony die Bürde der Skalierung abgenommen,<br />

erstrahlen die Bilder ungemein klar und <strong>für</strong> einen<br />

LCD untypisch kontraststark. So erkannten<br />

wir in nahezu jeder Spielfilmszene, wie durchschnittlich<br />

die Spezialeffektabteilung im Film<br />

vorgegangen ist.<br />

Einmal auf der Insel Skull Island angekommen<br />

mutiert der Film zur ungewollt komischen Auseinandersetzung<br />

zwischen Computerfiguren<br />

und menschlichen Darstellern. Der Sony vermag<br />

es, die Spezialeffekte und jede Schlamperei bei<br />

der Produktion aufzudecken. Selten haben wir<br />

in dieser Offensichtlichkeit die mangelnde Sorgfalt<br />

des Films wahrgenommen.<br />

Durch die brillante Darstellungskraft wird die<br />

Qualität des Filmes sogar ad absurdum geführt,<br />

denn die Schnittkanten der Darsteller, die hineinkopierten<br />

Figuren und jederzeit künstlich<br />

wirkende Fauna lassen das Machwerk in keinem<br />

guten Licht erstrahlen. Der Sony KDL-40W2000<br />

ist damit ein vorzüglicher Spielpartner, um die<br />

hochwertige Bildqualität einer Blu-ray Disc oder<br />

HD DVD offen zu legen, auch wenn dies, wie<br />

im Falle von King Kong, zur Schilderung aller<br />

Bildfehler führen kann. Neben seinen Verdiensten<br />

in der Bildqualität gibt sich der Sony als problemloser<br />

Begleiter durch das Fernsehangebot.<br />

Mangels Weißabgleich gestattet der Sony keine<br />

100-prozentige Farbtreue. „Warm2“ trifft die Vorgabe<br />

am genauesten<br />

Der eingebaute Digitaltuner, der elektronische<br />

Programmführer und Videotextfunktionen lassen<br />

Sie die Hürden des Fernsehalltages spielend<br />

meistern.<br />

Für 2 699 Euro hat Sony den Fernseher zwar<br />

nicht neu erfunden, doch die Einbußen im Vergleich<br />

zur eigenen High-End-Linie halten sich in<br />

Grenzen und sind vorrangig kosmetischer Natur.<br />

Somit sollten alle Sony-Fans einen Blick auf<br />

den KDL-40W2000 werfen und die Nachteile<br />

zum KDL-40X2000 sorgfältig abwägen. Dieser<br />

besitzt, bis auf ein edleres Äußeres, überraschend<br />

wenig technische Vorteile zum kleinen<br />

Bruder. Für die gesparten 800 Euro können sich<br />

Filmfans gleich mit einer <strong>Playstation</strong> 3 und den<br />

passenden Filmen eindecken.<br />

LCD<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell<br />

KDL-40W2000<br />

Preis in Euro 2699,–<br />

Info<br />

www.sony.de<br />

Typ<br />

LCD<br />

Maße (B/H/T) in cm 98,9 × 71,5 × 26,6<br />

Gewicht in kg 27,5<br />

Farben<br />

Schwarz, Silber<br />

Betrieb/Stand-by 67–197 W/0W<br />

Kontrast 700 : 1<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

HD ready<br />

ja<br />

Geeignet <strong>für</strong><br />

Film<br />

Fernsehen<br />

Sony KDL-40W2000<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 16 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

43 von 60<br />

Gesamt 77 von 100<br />

Sony KDL-40W2000<br />

AUSGABE 3.2007<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 069


Kleines Schwarzes<br />

Sony forciert den eigenen DVD-Nachfolger Blu-ray Disc in allen Elektronikbereichen.<br />

Die <strong>Playstation</strong> 3 führte den Datenträger im Videospielbereich ein, der Blu-ray-Player<br />

BDP-S1 ermöglicht bald auch in Deutschland die hochauflösende Filmwiedergabe<br />

im Heimkino und das neue Notebook VGN-AR31S startet das HD-Zeitalter in mobiler<br />

Form. Wir untersuchen, ob die neue Filmwelt auch unterwegs eine gute Figur macht.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

070 www.hdplustv.de<br />

Der erste Kontakt mit dem pechschwarzen,<br />

durchweg edlen, aber<br />

wuchtigen 17-Zoll-Notebook war<br />

<strong>für</strong> die meisten von uns eine Premiere. Doch<br />

nicht das Blu-ray-Laufwerk zog die Blicke auf<br />

sich, sondern die neue Windows-Version Vista,<br />

die ihren Vorgängern in vielen Bereichen überlegen<br />

sein soll. Sony installiert Vista auf allen<br />

ausgelieferten Systemen, was sich im Test als<br />

Segen und Fluch gleichzeitig erwies. So wurde<br />

die Verbindung mit externen Geräten ein<br />

wenig vereinfacht, doch lange Ladezeiten und<br />

Kompatibilitätsprobleme schränken die Experimentierfreude<br />

dann doch gehörig ein. Ob die<br />

schicken Oberflächensymbole einen Umstieg<br />

von Windows XP rechtfertigen, wagen wir zu<br />

bezweifeln, so dass Sony zumindest auf Kundenwunsch<br />

die Alternative XP nicht außer Acht<br />

lassen sollte.<br />

Am Notebook selbst gibt es nichts zu kritisieren.<br />

So ist die Verarbeitung erstklassig und vom<br />

Speicherkarten-Slot über Video-Ein- und Ausgänge<br />

bis zum drahtlosen Netzwerkempfänger<br />

ist alles vorhanden, was technisch möglich ist.<br />

Kleinere Mängel wie die unpraktischen Tasten<br />

des Touchpads und die holprige Abdeckung der<br />

Netzwerkanschlüsse schmälern diesen Eindruck<br />

kaum. Für das Heimkino besonders interessant<br />

ist natürlich der HDMI-Ausgang in der Version<br />

1.2, welcher auf digitalem Wege die Bildund<br />

Toninformationen zum Display, Projektor<br />

oder Receiver leitet. Für die Mehrkanaltonsausgabe<br />

ist noch ein optischer Ausgang integriert,<br />

der die eher seltene Toslink-Mini-Plug-Ausführung<br />

aufweist. <strong>Eine</strong>n Adapter legte Sony leider<br />

nicht bei. Die integrierte Kamera reicht <strong>für</strong><br />

Videokonferenzen samt Sprachaufzeichnung<br />

völlig.<br />

Erste Schritte<br />

Sony lizenzierte das leistungsfähige Programm<br />

Win-DVD in der Version 8, welches auch Bluray<br />

Discs unterstützt. Selbst DVDs bereitet die<br />

Software manierlich auf, falls der richtige Vollbildkonverter<br />

im Setup-Menü gewählt wurde.<br />

Die Automatik provoziert im Film- wie im Videobetrieb<br />

leider flimmernde Bildkanten, welche<br />

nur per Hand auszutreiben sind.<br />

Für Filme sollte die Voreinstellung „Weave“ und<br />

bei Videoaufnahmen „Bob“ gewählt werden.<br />

Die warme Ausstrahlung des Bildschirms<br />

ist durch den Rotüberschuss leicht ersichtlich.<br />

Auf Filme hat dies weit weniger<br />

Auswirkungen als <strong>für</strong> präzise Foto-Nachbearbeitungen<br />

Was <strong>für</strong> einen Fernseher nichts Besonderes<br />

wäre, ist <strong>für</strong> ein Notebook durchaus<br />

gelungen – die Farbdeckung des Sony-<br />

Notebooks gibt Fotos und Filme realistisch<br />

wieder<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony


Ihr Ratgeber <strong>für</strong> Audio, Video und Heimkino<br />

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Name, Vorname<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ<br />

Ort<br />

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Daten <strong>für</strong> die Zahlung per Kreditkarte:<br />

Daten <strong>für</strong> die Zahlung per Bankeinzug:<br />

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Auerbach Verlag<br />

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Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig<br />

Name des Karteninhabers<br />

Kartennummer<br />

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(0341) 14955-11<br />

Kartenprüfnummer<br />

Gültigkeit der Karte<br />

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Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung ohne Begründung bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20,<br />

04229 Leipzig, per Post oder Fax widerrufen kann. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />

Datum, Unterschrift<br />

Einfach ausschneiden, ausfüllen und per Fax an (03 41) 1 49 55-11 oder mit der Post einsenden.


Bild und Ton im Einklang<br />

Mittels der rechten Maustaste öffnen Sie<br />

den Menüpunkt „Personalize“, welcher das<br />

Kontrollpanel <strong>für</strong> die Darstellungsoptionen<br />

aufruft. Unter dem Stichpunkt „Connect to<br />

a projector or other external Display“, erreichen<br />

Sie die dargestellten Optionen.<br />

Ein Klick auf „Connect Display“ klärt, ob der angeschlossene<br />

Fernseher mit dem Laptop harmoniert.<br />

Die gleichzeitige Filmdarstellung auf dem<br />

Bildschirm und einem Fernseher ist durch den<br />

Kopierschutz nicht möglich<br />

In unseren Tests klappte die HDMI-Verbindung<br />

leider nicht mit allen Displays. Sony-Fernseher<br />

zeigten nach der Installation sofort ein gestochen<br />

scharfes Bild, während mancher Projektor<br />

nicht zur Zusammenarbeit zu überreden war.<br />

Im Vergleich zu einem Standard-Player oder<br />

Sonys <strong>Playstation</strong> 3 bleibt die Videoausgabe<br />

damit ein Glücksspiel. Im Tonbereich leistet<br />

sich das Notebook keine Ausrutscher, doch der<br />

Win-DVD-Player aktiviert nur durch die Windows-Einstellungen<br />

die passende Tonausgabe<br />

über den optischen oder HDMI-Ausgang. Im<br />

Player-Menü selbst ließen sich die digitalen Anschlüsse<br />

nicht konfigurieren. Wenngleich Vista<br />

im Bereich der grafischen Benutzerführung und<br />

technischen Unterstützung kleine Vorteile im<br />

Vergleich zu XP aufweist, so werden nur PC-<br />

Kenner das Notebook auf alle Eventualitäten<br />

einstellen können – Einsteiger bleiben nach wie<br />

vor überfordert zurück.<br />

Tücken im Detail<br />

Der Monitor und die integrierten Lautsprecher<br />

sind leider nur Durchschnitt. So ist das Display<br />

extrem anfällig <strong>für</strong> seitliche Betrachtungen und<br />

auch die Höhe will genau eingehalten werden.<br />

Die Voreinstellung des Bildschirms ist dennoch<br />

gut auf die Filmwiedergabe kalibriert,<br />

auch wenn die Farbtemperatur ein wenig zu<br />

warm gewählt wurde und die Leuchtkraft<br />

des Displays dadurch nur befriedigende<br />

Da schluckt selbst ein Mutlimediawunder<br />

wie die <strong>Playstation</strong> 3: Neben<br />

den abgebildeten Anschlüssen bietet<br />

das Sony-Vaio-Notebook noch einen<br />

drahtlosen Netzwerkempfänger,<br />

eine Kamera sowie das Blu-ray-<br />

Laufwerk, welches Datenträger<br />

nicht nur liest,<br />

sondern auch<br />

beschreibt<br />

Hat die Verbindung geklappt,<br />

gilt es in bester Windows-Tradition<br />

die richtige Auflösung<br />

zu wählen – 1 920 × 1 080 ist bei<br />

Full-HD-Fernsehern die richtige<br />

Wahl. Schalten Sie Ihren<br />

Fernseher auf die pixelgenaue<br />

Darstellungsweise um<br />

Neben der Bilddarstellung<br />

muss die digitale Tonausgabe<br />

erst aktiviert<br />

werden. Die mehrkanaligen<br />

Klänge erschallen wahlweise<br />

per optischem oder<br />

HDMI-Ausgang<br />

Werte erreicht. Im Vergleich zu einem modernen<br />

LCD-Fernseher ist der Laptop-Bildschirm<br />

klar die zweite Wahl. Die integrierten Lautsprecher<br />

werden ihren Namen leider nicht gerecht<br />

und drängen den Hörer separate Kopfhörer zu<br />

nutzen. Im Vergleich zu einem Toshiba G30,<br />

welches mit imposanten Harman-Kardon-Lautsprechern<br />

selbst hohe Pegel klaglos verkraftet,<br />

vernehmen Sie mit dem Sony VGN-AR31S nur<br />

undifferenzierte Laute. <strong>Eine</strong>n großen Vorteil<br />

zum 500 Euro kostspieligeren Konkurrenten<br />

besitzt das Sony-Notebook neben seinem besseren<br />

Design und der prallen Ausstattung aber<br />

dennoch: Es ist leise. Weder im Film- noch im<br />

Spielebetrieb dreht der Lüfter merklich schneller,<br />

was auch in ruhigen Passagen nicht die Aufmerksamkeit<br />

auf sich zieht.<br />

Guter PC-Ersatz<br />

Mit seinem leistungsfähigen Zwei-Gigahertz-<br />

Intel-Core-Duo-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher<br />

und einer Geforce-Go7600GT-<br />

Grafikkarte gelingt Sony eine beeindruckende<br />

Rechenkapazität auf engstem Raum. Windows<br />

Vista verschlingt jedoch den Großteil<br />

der inves-<br />

tierten Hardware, so dass ein Geschwindigkeitszuwachs<br />

zu kleineren Systemen weder in<br />

Spielen noch bei der täglichen Arbeit auffallen<br />

wird. Die Blu-ray-Disc- und DVD-Wiedergabe<br />

gelingt mit der integrierten Software tadellos,<br />

die gleichzeitige Bildausgabe auf mehreren<br />

Bildschirmen unterbindet aber der Kopierschutz<br />

– wer einen Film auf dem Fernseher begutachten<br />

möchte, muss den Laptopbildschirm deaktivieren.<br />

Das integrierte Laufwerk liest nicht<br />

nur Blu-ray Discs, sondern kann auch Rohlinge<br />

beschreiben. Der verbaute Tuner empfängt sowohl<br />

analoge als auch digitale Fernsehkanäle.<br />

Weniger geglückt ist die Qualität des Bildschirms<br />

und der Lautsprecher. Auch die Fernbedienung<br />

entspricht nicht den gängigen Standards, denn<br />

selbst solche einfachen Dinge wie Menü- oder<br />

Titelwahltasten fehlen. Für die mobile Unterhaltung<br />

und Präsentationen bei Freunden sowie<br />

das grafische Arbeiten eignet sich das Sony-<br />

Notebook allerdings hervorragend, auch wenn<br />

wirkliche Innovationen fehlen.<br />

Notebook<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell<br />

VGN-AR31S<br />

Preis in Euro 2999,–<br />

Info<br />

www.sony.de<br />

Typ<br />

Notebook<br />

Maße (B/H/T) in cm 41,6 × 3,4 × 30<br />

Gewicht in kg 3,8<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 33 bis 100 W<br />

(je nach Modus)<br />

Laufzeit<br />

90 bis 240 Minuten<br />

(je nach Modus)<br />

Auflösung<br />

1920 × 1200 Pixel<br />

Besonderheiten WLAN, Bluetooth,<br />

HDMI, Blu-ray<br />

Geeignet <strong>für</strong><br />

Film<br />

Spiele<br />

Sonstige<br />

Anwendungen<br />

Sony VGN-AR31S<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 25 von 25<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16 von 25<br />

Wiedergabequalität<br />

34 von 50<br />

Gesamt 75 von 100<br />

MEMORYSCHACHT<br />

3×<br />

USB<br />

2×<br />

NETZWERK<br />

iLINK<br />

MIKROFON<br />

S-VIDEO<br />

IN<br />

S-VIDEO<br />

OUT<br />

S/P-DIF<br />

optisch<br />

HDMI<br />

Sony VGN-AR31S<br />

AUSGABE 3.2007<br />

072 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


Schwarzes Gold<br />

Wertbeständigkeit ist in der schnelllebigen Technikwelt das Fremdwort Nummer eins.<br />

Kaum wurde ein neuer Fernseher oder Projektor gekauft, ist das Modell auch schon<br />

wieder veraltet. Mit dem JVC DLA-HD1 erwerben Sie dagegen ein Produkt <strong>für</strong> die Zukunft,<br />

denn <strong>für</strong> 6 499 Euro gab es noch nie solch eine Qualität.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Das Gewand des neuen Hoffnungsträgers<br />

gestaltet sich überaus edel. Es<br />

fällt schwer, diesen durchaus massiven<br />

und wuchtigen Projektor nicht ins Herz zu<br />

schließen. An der Vorderseite sind die bereits<br />

vielfach diskutierten Lüftungskanäle, wobei der<br />

rechte die Luft ansaugt und der linke die warme<br />

Abluft nach draußen führt. Für Zuschauer, die<br />

den Projektor hinter sich postieren, mag diese<br />

Lösung ein wenig ungünstig erscheinen, doch<br />

kann er mit diesem Kniff auch in einem wandnahen<br />

Regal Platz nehmen. Die seitenverkehrte<br />

Anbringung an der Decke erhöht im Übrigen<br />

nicht die Drehzahl des Lüfters, so dass einer<br />

Über-Kopf-Montage nichts im Wege steht. Der<br />

zu reinigende Luftfilter kann seitlich entfernt<br />

werden, was eine dauerhafte Installation ermöglicht.<br />

Dass wir ein nagelneues Produkt in den Händen<br />

hielten, wurde uns in den ersten Betriebsminuten<br />

schnell bewusst. Die Ausdünstungen rochen<br />

unangenehm nach Lösungsmittel. Binnen<br />

30 Minuten war die dicke Luft jedoch verzogen<br />

und wir konnten uns ans Werk machen.<br />

Ab Werk kalibriert<br />

JVCs Maxime ist es, jeden Projektor ab Werk<br />

auf die Kinonorm zu trimmen. In Teilbereichen<br />

ist dies beim DLA-HD1 auch gelungen. So zeigt<br />

sich die Gammakurve fehlerfrei und die Farbdeckung<br />

ist perfekt wie schon lange nicht mehr.<br />

Bevor nun wieder kritische Stimmen bezüglich<br />

des erweiterten Farbraumes mäkeln: JVC hat<br />

die Werte nicht willkürlich gewählt, sondern<br />

gewissenhaft an die Kinonorm angenähert.<br />

Zudem ist die Farbsättigung ab Werk dem Farbraum<br />

angeglichen, so dass die Bilder niemals<br />

bunt, sondern immer natürlich wirken. Lohn<br />

der Mühe sind tiefere Farbtöne, als es bisherige<br />

DLP- oder LCD-Projektoren zeigten.<br />

Nicht ganz so perfekt war bei unserem Testmodell<br />

die Farbtemperatur, welche entweder deutlich<br />

zu rötlich oder zu blau schien. Mittels wenigen<br />

Handgriffen und nur vier Reglern konnte<br />

dieser kleine Makel aber beseitigt werden.<br />

Kalibriert zeigt JVCs DLA-HD1 einen perfekten<br />

Graustufenverlauf ohne Ausreißer. Die Schärfe<br />

des DLA-HD1 kann sich mit sehr guten Konkurrenten<br />

wie dem Mitsubishi HC5000 messen.<br />

Ab Werk ist der JVC zwar ein wenig zögerlich<br />

eingestellt, aber der Griff zum Schärferegler offenbart<br />

die ganze Pracht ohne Doppelkonturen<br />

oder andere negative Begleiterscheinungen.<br />

An die Schärfereferenz, den Marantz VP-11S1,<br />

kommt aber auch der JVC nicht heran.<br />

Die Farbverschiebung der einzelnen D-ILA-Panels<br />

lässt sich per Menü fast beseitigen, nur an<br />

den Rändern sind feine Farbsäume von ein bis<br />

zwei Pixel zu erkennen. Etwas gröber sind da<br />

die Nachzieher bei Bewegungen. Nicht, dass<br />

COMPONENT<br />

VIDEO<br />

Y<br />

PB<br />

PR<br />

2×<br />

HDMI<br />

S-VIDEO<br />

IN<br />

VIDEO<br />

IN<br />

Wer die Fernbedienung einmal verlegt, nutzt die angebrachten<br />

Steuertasten auf der Oberseite<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 073


Wartungsarbeiten<br />

Aus allen Positionen erreichbar: Das Lampenmodul<br />

ist jederzeit austauschbar<br />

Selbst bei einer Deckenmontage kann der Luftfilter<br />

ohne Umbauten gereinigt werden<br />

der JVC unscharf erscheint, aber nach den Ankündigungen<br />

im Datenblatt haben wir uns hier<br />

ein wenig mehr erhofft. So verwischen schnell<br />

vorbeihuschende Objekte leicht und an wandernden<br />

vertikalen Schwarz-Weiß-Linien sind<br />

Farbkanten sichtbar. Auf die Filmdarstellung hat<br />

dies aber kaum Negativfolgen.<br />

Vergessener Luxus<br />

Wir geben es zu: Redakteure können auch einmal<br />

faul sein, besonders dann, wenn uns Mitsubishi<br />

mit dem HC5000 die Einstellung der<br />

Optik per Fernbedienung in den Schoß legt.<br />

Der JVC DLA-HD1 muss dagegen per Hand<br />

zur Leinwand justiert werden und dies ist nicht<br />

gerade komfortabel. So könnten die zwei Rädchen<br />

<strong>für</strong> den Lensshift etwas mehr Griffigkeit<br />

vermitteln und die Schärfeeinstellung direkt an<br />

der Optik ist ebenfalls eher Glückssache. Durch<br />

die extrem hohe Auflösung von zwei Millionen<br />

Bildpunkten sollte ein zweiter Helfer die Schärfe<br />

direkt an der Leinwand überprüfen, um die<br />

maximale Bildqualität zu gewährleisten – beim<br />

HC5000 war das dank Fernsteuerung kein Problem.<br />

Auch der Zoom erfolgt manuell, was Besitzer<br />

einer 21 : 9-Leinwand sicher nicht in Jubelstimmung<br />

versetzt. Apropos 21 : 9: Bei zugespielten<br />

HD-Auflösungen ist die Verzerrung des Bildes<br />

(Zoom) nicht aktiv. Somit eignet sich der DLA-<br />

HD1 auch nicht <strong>für</strong> eine Vorsatzlinse, zumindest<br />

nicht, bis ein Update diese Beschränkung aufhebt.<br />

Die generelle Bedienung und Installation verdient<br />

aber ein großes Lob. Der Zoombereich ist<br />

außerordentlich groß, ebenso wie der Lensshift.<br />

Aufgrund der wahlweise geringen Projektionsdistanzen<br />

wird es keinen Heimkinoraum geben,<br />

in dem der Projektor nicht die passenden Bilder<br />

zur Leinwand wirft. Ganz klar: JVCs DLA-HD1<br />

ist einer der benutzerfreundlichsten Projektoren<br />

am Markt.<br />

Kino zu Hause<br />

Bevor wir zum Aushängeschild des Projektors,<br />

dem Kontrast- und Schwarzwert kommen,<br />

noch ein paar Worte zur Lichtleistung. In der<br />

letzten Ausgabe der HD+TV haben wir den Mitsubishi<br />

HC5000 als einen der lichtschwächsten<br />

überhaupt gebrandmarkt, was angesichts der<br />

derzeitigen Entwicklung wohl ein wenig Abseits<br />

der Realität zu sein scheint. Im Normal-Modus<br />

trifft der JVC-Projektor exakt die Helligkeit des<br />

HC5000, im hohen Lampenmodus kann er den<br />

Widersacher mit 20 Prozent mehr Helligkeit<br />

etwas distanzieren. Leider erhöht sich der Geräuschpegel<br />

des Lüfters auf ein unangenehm<br />

hohes Maß. Selbst im normalen Lampenmodus<br />

dröhnt der JVC lauter als der Mitsubishi HC5000<br />

unter Volllast, was angesichts des großzügigen<br />

Gehäuses etwas enttäuscht.<br />

Nach Kinonorm sind Bildbreiten zwischen<br />

2,3 bis 2,5 Meter Breite möglich. (Unser zweites<br />

Hintergrundspezial zu Helligkeit und Kontrast<br />

lesen Sie auf Seite 48). Damit ist der JVC zwar<br />

kein Großbildmeister, aber deutlich teureren<br />

Konkurrenten wie dem Marantz VP-S11 immer<br />

noch voraus.<br />

Kleinere Detailmängel offenbart der DLA-HD1<br />

beim Shading, welches bei unserem Testmodell<br />

bei ganzflächigen Graustufen bemerkbar war,<br />

in Filmen aber niemals störte. Die zweite Unachtsamkeit<br />

ist ein Bildrahmen, der dunkelblau<br />

schimmert. Da dieser außerhalb des dargestellten<br />

Bildes liegt, wird dies durch die Anpassung<br />

des Leinwandrahmens jedoch kaum jemand<br />

bemerken.<br />

Der große Spielraum des Zooms ist leider mit<br />

einer Helligkeitsschwankung verbunden. Hobby-Fotografen<br />

kennen das Problem der unterschiedlichen<br />

Lichtleistung, welche nur bei teuren<br />

Profi-Objektiven konstant bleibt. So erreicht der<br />

Projektor seine höchste Lichtleistung bei maximaler<br />

Bildvergrößerung. Der In-Bild-Kontrast ist<br />

hier aber etwas geringer als in der Weitwinkel-<br />

Einstellung. Haben Sie demnach die Wahl zwischen<br />

einer nahen oder entfernten Aufstellung,<br />

so können Sie zwischen Kontrast oder Helligkeit<br />

wählen. Unsere Angaben zur Bildbreite beziehen<br />

sich auf die maximale Bildvergrößerung.<br />

Die Verschiebung der Optik ist wenig präzise. Die Einstellung des Zoom- und Schärfereglers ist feinfühliger, aber ebenfalls<br />

nur manuell möglich<br />

Tiefe Einblicke<br />

Als JVC die ersten Kontrastangaben mit<br />

15 000 : 1 betitelte, geriet die Fachwelt in Aufruhr:<br />

Wie ist diese Leistungsexplosion nur<br />

möglich? In unserem Messlabor gingen wir der<br />

D-ILA-Technik auf den Grund. Wird eine komplette<br />

Schwarzfläche angezeigt, so bewegt sich<br />

der DLA-HD1 auf Röhrenniveau, was im Klartext<br />

bedeutet: unter 0,01 Candela Resthelligkeit.<br />

Dieser Wert ist deutlich besser als alles,<br />

was bislang auf dem Markt existiert, Fernseher<br />

eingeschlossen. Damit hat JVC im Schwarzwert<br />

Bilder: Auerbach Verlag, JVC<br />

074 www.hdplustv.de


mit der Röhre gleichgezogen, was angesichts<br />

der „erleuchteten“ Konkurrenz ein kleines Ausrufezeichen<br />

darstellt.<br />

Die nahezu absolute Dunkelheit raubt dunklen<br />

Szenen auch nicht die Durchzeichnung, so dass<br />

alle Details erhalten bleiben. Falls Sie aber nun<br />

denken, dass dieser Wert eine gleichbleibende<br />

Bilddynamik erlaubt, so müssen wir Sie enttäuschen.<br />

Denn auch wenn JVC keine Iris eingebaut<br />

hat, so sind die Kontrastschwankungen<br />

enorm – dieses Phänomen tritt übrigens auch<br />

bei Röhrenfernsehern oder -projektoren in gleicher<br />

Form auf.<br />

Als erstes Beispiel nehmen wir ein dunkles<br />

Weltall, welches von vielen kleinen Sternen<br />

ausgeschmückt ist. Hier erzeugt der JVC eine<br />

enorme Bildtiefe mit echtem Schwarz. Je kleiner<br />

die Weißflächen und je mehr Schwarzanteile<br />

im Bild vorhanden sind, desto größer wird der<br />

Kontrast. In dieser Konstellation schafft der JVC<br />

Werte von über 6 000 : 1, was andere Technologien<br />

wie DLP und besonders LCD deutlich überflügelt.<br />

Doch der JVC kann im Kontrast auch<br />

schwanken, nämlich dann, wenn Weißanteile<br />

überwiegen und Schwarzbereiche gleichberechtigt<br />

angezeigt werden. Hier zeigt sich der<br />

schwarze Hintergrund aufgehellt (0,5 statt 0,01<br />

Candela) und die weiße Schrift aufgrund der<br />

geringen Lichtreserven nur bedingt hell.<br />

Von derlei theoretischen Bildeindrücken abgesehen<br />

bricht JVCs DLA-HD1 in Filmen alle Rekorde,<br />

denn solch eine plastische Wiedergabe<br />

war mit anderen Digitalprojektoren noch nicht<br />

möglich. Wer allerdings ein lichtstarkes Modell<br />

sein Eigen nennt, sollte vorsichtig sein: <strong>Eine</strong>n<br />

Qualia von Sony ersetzt auch JVCs DLA-HD1<br />

nicht. Für Bildbreiten bis 2,5 Meter gibt es bis<br />

auf Röhrenprojektoren jedoch keinen Gegner,<br />

was angesichts der extrem teuren DLP-Full-<br />

HD-Konkurrenten der vielfach beschworenen<br />

Revolution gleichkommt. Sollte man den JVC<br />

anhand seiner Mitbewerber charakterisieren, so<br />

besitzt dieser Beamer die Helligkeit eines Mitsubishi<br />

HC5000 und den Schwarzwert eines<br />

Marantz VP-S11.<br />

In unseren Filmbeispielen faszinierte uns die<br />

perfekte Farbtreue wie schon beim JVC HD10K.<br />

Keine andere Technologie vermag es, die<br />

Filmvorlage besser und originalgetreuer einzufangen.<br />

JVC Consumer ist es zudem hoch<br />

anzurechnen, dass der erweiterte Farbraum<br />

minuziös angepasst wurde und die tieferen<br />

Farbtöne nicht zu bunte Bilder nach sich ziehen.<br />

Hautfarben wirken immer natürlich und keinesfalls<br />

geschminkt.<br />

Wer sich im Frühjahr einen Blu-ray-Player mit<br />

ruckelfreier Bildausgabe via 1 080p24 zulegt,<br />

wird mit dem JVC DLA-HD1 viel Freude haben.<br />

Wie bereits seine Konkurrenten unterstützt der<br />

Projektor die wohl wichtigste Auflösung der<br />

kommenden Jahre mit 24 Bildern. Leider hat<br />

es JVC versäumt dem Chip eine eigenständige<br />

Routine einzupflanzen, welche das Bewegungsruckeln<br />

bei 60-Hertz-Material selbständig löst<br />

(Reverse Pulldown). Außerdem verlieren analog<br />

zugespielte Bilder massiv an Schärfe, weshalb<br />

die digitale Zuspielung unter 1 080i oder 1 080p<br />

oberste Priorität hat – hier zeigt der DLA-HD1<br />

auch kein Bildbeschnitt.<br />

Für wen geeignet?<br />

Der JVC stellt <strong>für</strong> alle die richtige Wahl dar, die<br />

bislang den Projektorkauf scheuten oder in die<br />

absolute High-End-Klasse aufsteigen wollen,<br />

ohne ihr Haus zu verkaufen. Der Raum sollte<br />

aber unter allen Umständen komplett abgedunkelt<br />

werden. <strong>Eine</strong> maskierbare Leinwand<br />

bringt auch bei diesem Produkt Vorteile, da der<br />

Schwarzwert wie geschildert variieren kann.<br />

Somit bleibt als Fazit: Der JVC DLA-HD1 gehört<br />

zu den besten Projektoren und dies Preisklassen-unabhängig.<br />

Diese kinogerechte Farbtreue<br />

gepaart mit einer unerhörten Bildruhe und<br />

plastischer, fast schon greifbarer Abbildung ist<br />

in dieser Kombination einmalig.<br />

Heimkinofans erlangen mit dem JVC DLA-HD1<br />

bereits heute die Gewissheit, dass Perfektion<br />

immer bezahlbarer wird. Der Hersteller hat sich<br />

seinerseits unsere erstmalige Wertung „sehr<br />

gut“ bei einem Bildwiedergabegerät gesichert.<br />

Nach verschärften Testkriterien gelang dies<br />

weder einem Fernseher noch einem Projektor.<br />

Glückwunsch nach Japan!<br />

Absolut korrekte Graustufenwerte<br />

bieten nur die wenigsten Projektoren –<br />

JVCs DLA-HD1 gehört dazu. Weder in<br />

dunklen noch in hellen Bereichen werden<br />

Sie Farbverfälschungen erkennen,<br />

die optimale Justierung der Offset- und<br />

Farbregler vorausgesetzt<br />

Da schlucken selbst die Kritiker von<br />

erweiterten Farbräumen: Der DLA-HD1<br />

bietet eine Farbtreue wie von einem<br />

fremden Stern. Durch die intern angepasste<br />

Farbsättigung sind Filme niemals<br />

zu bunt, sondern überwältigen mit<br />

einem immensen Farbenrausch<br />

D-ILA<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

JVC<br />

Modell<br />

DLA-HD1<br />

Preis in Euro 6499,–<br />

Info<br />

www.jvc.de<br />

Typ<br />

D-ILA<br />

Maße (B/H/T) in cm 33,4 × 12,5 × 35,2<br />

Gewicht in kg 11,6<br />

Farben<br />

schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 230 W/4,4 W<br />

Bildbreite (Kinonorm) 2,3 bis 2,5 Meter<br />

Kontrast 2000 : 1<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

1080p24 ja<br />

JVC DLA-HD1<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 17 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

53 von 60<br />

Gesamt 85 von 100<br />

JVC DLA-HD1<br />

AUSGABE 3.2007<br />

Einsteigerfreundlich: Wer keine<br />

Kalibrierung des Projektors<br />

durchführt, fährt bereits mit der<br />

Kino-Voreinstellung sehr gut –<br />

Ein Druck auf Cinema genügt<br />

Nicht nur alle Eingänge, sondern<br />

auch die Bildparameter „Helligkeit“,<br />

„Schärfe“, „Kontrast“ und<br />

„Farbsättigung“ sind auf Knopfdruck<br />

abrufbar. Auf Wunsch<br />

können Sie Ihre Änderungen auf<br />

einer der drei Speicherbänke<br />

ablegen<br />

Natürlich ist die Fernbedienung<br />

beleuchtet und überzeugt in<br />

ihrer Tastenanordnung. Der eingebaute<br />

Testbildgenerator hilft<br />

bei der Installation<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 075


Im Rausch der<br />

Farben<br />

LCD-Projektoren sind in Zeiten der DLP- und<br />

D-ILA-Konkurrenz nicht mehr zeitgemäß?<br />

Nachdem Mitsubishi in der letzten Ausgabe<br />

bereits den Gegenbeweis antrat, feiert<br />

nun Panasonics PT-AE1000E seinen Einstand<br />

in der Preisklasse um 4 500 Euro. Unser Test<br />

wird zeigen, ob die Premiere geglückt ist.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Leider besitzt die<br />

Fernbedienung wenig<br />

Direktwahltasten,<br />

darüber kann auch<br />

das LC-Display nicht<br />

hinwegtrösten. Die Hintergrundbeleuchtung<br />

erfreut umso mehr<br />

Das Steuerkreuz ist<br />

zu niedrig platziert,<br />

weshalb die Handhabung<br />

nicht vollends<br />

überzeugt. Die Fernbedienung<br />

steuert auch<br />

andere Geräte<br />

Die Schärfe- und Zoomeinstellung<br />

sind fernbedienbar,<br />

der Lensshift<br />

erfolgt am Gerät. Die<br />

Waveform-Taste zeigt<br />

penibel die Helligkeitsverteilung<br />

auf<br />

076 www.hdplustv.de<br />

Die Erfolgsstory der Panasonic-Projektoren<br />

reicht bis ins Jahr 2002 zurück,<br />

als der PT-AE100 mit 16 : 9-Auflösung<br />

und platzsparenden Ausmaßen auf sich<br />

aufmerksam machte. Die jährlichen Neuerungen<br />

in der Preiskategorie um 2 000 Euro waren<br />

Panasonic im fortschreitenden HD-Zeitalter<br />

aber anscheinend zu gering, so dass ein neues<br />

Spitzenmodell unsere Testräume betritt: der<br />

PT-AE1000E. Mit großzügigen Ausmaßen und<br />

einem Gewicht von über sieben Kilogramm<br />

reiht sich der Full-HD-LCD in die Riege der Titelanwärter<br />

ein. Im Design verzichtete der Hersteller<br />

wie kaum ein anderer auf Experimente,<br />

denn der PT-AE1000E gleicht einem schwarzen<br />

Schuhkarton. <strong>Eine</strong> geschwungene Linienführung<br />

oder markante Designelemente suchen<br />

Sie hier vergeblich.<br />

An der Oberseite befinden sich zwei Drehscheiben<br />

<strong>für</strong> die verschiebbare Optik. Diese kann<br />

präzise um 100 Prozent vertikal und 40 Prozent<br />

horizontal verschoben werden – einzig die Ausrichtung<br />

in der Waagerechten gestaltet sich etwas<br />

wacklig. An Anschlüssen lässt es Panasonic<br />

an nichts fehlen, denn mit zwei HDMI-Eingängen<br />

und einer kaum gesehenen Scart-Schnittstelle<br />

sowie VGA- und Komponenteeingängen<br />

können Sie Ihren kompletten Heimkino-Fuhrpark<br />

ohne Probleme anschließen.<br />

Die Aufstellung wird nicht nur durch die verschiebbare<br />

Optik, sondern auch durch den<br />

große Zoom erleichtert. <strong>Eine</strong> zwei Meter breite<br />

Leinwand leuchten Sie mit diesem Projektor aus<br />

2,7 bis 5,4 Metern aus.<br />

Anschließen, fertig<br />

Um die Farbtreue der Projektoren zu steigern,<br />

arbeitet Panasonic mit Fachleuten aus dem Filmbereich<br />

zusammen. Das Ergebnis dieses Aufwandes<br />

kann jeder Besitzer eines PT-AE1000E<br />

bewundern, indem er den Modus „Kino“ aktiviert.<br />

Im Gegensatz zu anderen Produkten, bei<br />

denen langwierige Einstellungen Voraussetzung<br />

<strong>für</strong> ein gutes Bild sind, überzeugt der Projektor<br />

bereits nach dem Auspacken.<br />

Panasonic beließ es jedoch nicht bei ein paar<br />

Vorgaben, sondern ermöglicht extrem präzise<br />

Eingriffe, welche auf drei Speicherbänken<br />

verewigt werden können. So zeigt eine Wellenform,<br />

ähnlich der Analyse eines Profimess-Systems,<br />

die Helligkeitswerte des Signals an. Sie<br />

können damit Testbilder zum Projektor leiten,<br />

welche Sie im Menü analysieren. Die nachträg-<br />

Im Kinomodus bleibt die Farbtemperatur<br />

nahezu konstant. Lichtstärkere Modi zeigen<br />

Verfärbungen in hellen und dunklen<br />

Bildbereichen<br />

Und wir dachten, es ginge nicht besser:<br />

Der PT-AE1000E liegt so nah an der Kinonorm<br />

wie kein anderer Projektor. Filme<br />

erstrahlen so, wie sie der Regisseur auf<br />

Zelluloid verewigte<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic


Bildtuning à la Panasonic<br />

Anstatt dem Nutzer nur Zahlen zu präsentieren, zeigt der Panasonic-Projektor<br />

die getroffenen Änderungen in einer <strong>Vorschau</strong>. Die Helligkeitsdarstellung mittels<br />

Wellenform-Menü ist bislang einmalig und zur Nachahmung durch andere Hersteller<br />

wärmstens empfohlen<br />

liche Farboptimierung der Primär- und Sekundärfarben<br />

gestaltet sich ebenso luxuriös. Per<br />

Zielkreuz visieren Sie die zu ändernde Farbe an<br />

und betrachten die Farbanpassung in Echtzeit<br />

im eigenen Fenster. <strong>Alles</strong>, was Sie <strong>für</strong> eine Optimierung<br />

benötigen, ist eine Test-DVD, welche<br />

<strong>für</strong> rund 20 Euro im Handel erhältlich ist.<br />

Die Helligkeitsbeeinflussung durch die Gamma-<br />

Regelung ist dagegen nicht ganz gelungen. So<br />

zeigt der Panasonic im Auslieferungszustand<br />

einen exakten Gammaverlauf nach unserer<br />

Fernsehnorm. Wer dagegen abweichende Werte<br />

realisieren möchte, kommt nicht auf seine<br />

Kosten, da die Farbtemperatur extrem variiert.<br />

In unseren Versuchen war eine Cyan- oder Magentafärbung<br />

nicht zu kompensieren, weshalb<br />

alle Gammawerte auf dem Wert null belassen<br />

werden sollten.<br />

Wenig Licht, viel Blende<br />

Auf dem Datenblatt ist der Panasonic-Projektor<br />

mit 1 100 ANSI-Lumen ebenso hell wie der<br />

ebenfalls getestete DLP-Projektor von Benq. Im<br />

Praxisbetrieb ist davon leider nichts zu bemerken,<br />

im Gegenteil. Nach unserer Mindestanforderung,<br />

welche auch <strong>für</strong> Kinos gilt, schafft der<br />

Panasonic maximal 1,85 Meter breite Bilder bei<br />

korrekten Farben. Damit unterliegt er nicht nur<br />

dem doppelt so kostspieligen Benq W10000,<br />

sondern auch der direkten Konkurrenz von Mitsubishi.<br />

Immerhin arbeitet die Blende im Panasonic<br />

effektiv genug, um nicht aufzufallen und<br />

dank einer gekoppelten Gammakorrektur steigt<br />

sogar der wahrnehmbare Kontrast. Aufgrund<br />

der geringen Helligkeit sind schwarze Bildbereiche<br />

beeindruckend tief und nur selten aufgehellt<br />

– wer den Panasonic zum ersten Mal sieht,<br />

wird wohl auf einen DLP-Projektor tippen. Das<br />

Betriebsgeräusch des Projektors schwankt von<br />

nahezu unhörbar im Stromsparmodus bis leicht<br />

störend im normalen Betrieb. In Anbetracht der<br />

unterdurchschnittlichen Lichtleistung ist das<br />

wahrnehmbare Lüftergeräusch unverständlich,<br />

gerade weil ein Mitsubishi HC5000 heller und<br />

leiser daherkommt. Die Optimierung der Farben<br />

und des Schwarzwertes erkaufte Panasonic<br />

deshalb mit Kompromissen.<br />

Bin ich im Kino?<br />

Wer die Farbdarstellung eines 35-Millimeter-<br />

Films unserer Fernsehnorm vorzieht, wird den<br />

Panasonic PT-AE1000E lieben. Die Farbtreue<br />

lehnt sich noch etwas exakter an die Vorgaben<br />

des Zelluloids an als es ein JVC DLA-HD1<br />

ermöglicht, auch wenn dieser durch die D-ILA-<br />

Technik noch tiefere Farben zeichnet. Dem Konkurrenten<br />

Mitsubishi ist Panasonic sogar deutlich<br />

voraus, bot der HC5000 doch eine eher<br />

eigenwillige Interpretation der Kinonorm. Auch<br />

im Kontrast punktet der PT-AE1000E, indem<br />

Schwarzbereiche deutlich dunkler als die aufgehellten<br />

„Schatten“ des Mitsubishi ausfallen.<br />

Die geringe Helligkeit ist im direkten Vergleich<br />

dennoch störend, weshalb auch dieses Modell<br />

den Beweis antritt, dass hohe Kontraste mit der<br />

LCD-Technologie bislang nicht machbar sind.<br />

Entweder Sie bevorzugen die Leuchtkraft eines<br />

Mitsubishi oder die Schwarzwerte des Panasonic.<br />

Letzterer liefert immerhin eine weitaus<br />

effektivere Blende, die zudem die Farbtemperatur<br />

nicht negativ beeinflusst. In Anbetracht der<br />

süchtig machenden Farbwiedergabe hat sich<br />

der Panasonic die höhere Bildwertung am Ende<br />

zu Recht gesichert.<br />

Mehr LCD geht nicht<br />

Panasonic holte mit PT-AE1000E fast alle Reserven<br />

aus der LCD-Technologie heraus. Ja, dieser<br />

Projektor besitzt ein leichtes Shading und ja,<br />

er könnte auch schärfer sein. Der Farbeindruck<br />

und Panasonics eigene Smooth-Screen-Technik,<br />

welche dem Bild eine weiche Tendenz vermittelt<br />

ohne Details zu unterschlagen, erzeugt jene Faszination,<br />

die auch das Zelluloidkino ausstrahlt.<br />

Wir können nur hoffen, dass die markanten<br />

Kontrastschwächen der LCD-Technologie in<br />

Zukunft beseitigt werden oder die Hersteller<br />

auf alternative Technologien umschwenken. In<br />

dieser Form ist der Panasonic eine günstige Alternative<br />

zum Überflieger von JVC, aber eben<br />

auch nicht mehr.<br />

LCD<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Modell<br />

PT-AE1000E<br />

Preis in Euro 4449,–<br />

Info<br />

www.panasonic.de<br />

Typ<br />

LCD<br />

Maße (B/H/T) in cm 46 × 13 × 30<br />

Gewicht in kg 7,2<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 200 W/0 W<br />

Bildbreite<br />

1,65–1,85 Meter<br />

Kontrast 550 : 1<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

1080p24 ja<br />

Panasonic PT-AE1000E<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 17 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

47 von 60<br />

Gesamt 79 von 100<br />

Panasonic PT-AE1000E<br />

AUSGABE 3.2007<br />

COMPONENT<br />

VIDEO<br />

VIDEO<br />

IN<br />

S-VIDEO<br />

IN<br />

SCART<br />

Y<br />

PB<br />

PC IN<br />

PR<br />

2×<br />

HDMI<br />

Schärfe und Zoom des Panasonic sind motorisiert, den Lensshift steuern die drei Drehregler an der<br />

Oberseite. Die Lautstärke des Lüfters ist nur im Stromsparmodus gering, was aufgrund der mäßigen<br />

Lichtausbeute verwundert<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 077


Helligkeit<br />

ist Trumpf<br />

Benq ist neben der kritisch beäugten<br />

Handyproduktion auch<br />

im Heimkinobereich tätig und liefert<br />

dort bereits seit Jahren gute<br />

Produkte zu erschwinglichen Preisen.<br />

Mit dem hier vorgestellten<br />

DLP-Projektor W10000 wagt sich<br />

das Unternehmen nun in die absolute<br />

High-End-Liga vor, kostet<br />

der weiße Riese doch ebenso viel,<br />

wie sein Name vermuten lässt.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Wuchtig, schwer doch alles andere<br />

als klobig entsteigt ein neuer<br />

Full-HD-Projektor seinem Karton.<br />

Seit einer Generation schwimmt Benq gegen<br />

den Trend und beschert seinen Kunden ein<br />

modernes Äußeres im unschuldigen Weiß. Wer<br />

handwerklich nicht zwei linke Hände besitzt<br />

kann optional die beigelegte Kabelabdeckung<br />

anbringen – ein Abschrauben der hinteren Verkleidung<br />

vorausgesetzt. Das Anschlussfeld ist<br />

alles andere als üppig ausgefallen, denn zwei<br />

HDMI-Eingänge suchen Sie hier vergeblich.<br />

Statt eines VGA-Eingangs erspähen Sie zudem<br />

einen eher selten verbreiteten BNC-Eingang,<br />

der ein separates Kabel erfordert. In der Vergangenheit<br />

legte Benq diese Verbindung seinen<br />

Projektoren bei.<br />

Ebenso unglücklich gestaltet sich die Abdeckung<br />

des Kabelanschlussfeldes, welches durch<br />

einen Druck unsanft gen Boden sinkt. Die Lebensdauer<br />

des Plastikstückes dürfte deshalb beschränkt<br />

sein. Viel besser gefielen uns da schon<br />

die vier Standfüße, welche in ihrer Höhe fein<br />

justiert werden können. Das hört sich unspektakulär<br />

an, aber ist im Vergleich zur zwei- oder<br />

dreifüßigen Konkurrenz eine gern gesehene<br />

Ausnahme.<br />

Schnell erlernt<br />

Wie in den hohen Preisklassen üblich, punktet<br />

der Benq durch eine saubere Werkseinstellung,<br />

die in der Bildvorgabe „Warm“ bereits kinoähnliche<br />

Bilder verspricht. Im etwas unsauber<br />

geordneten, aber jederzeit einfach zu durchschauenden<br />

Bildmenü erspähen Sie eine verschwenderische<br />

Anzahl an Farbreglern, welche<br />

die Farbtreue auf ein sehr hohes Niveau anheben<br />

können. In unserem Messdiagramm erkennen<br />

Sie zwar kleine Ungenauigkeiten, aber eines<br />

verschweigt unsere Grafik: Die Leuchtkraft.<br />

Jede Farbe strahlt in einer bestimmten Helligkeit<br />

und per feinfühliger Dosierung können Sie den<br />

Benq perfekt auf die Kinovorgaben trimmen.<br />

Somit erstrahlt Grün zwar nicht so satt wie Rot<br />

auf der Leinwand, doch die Leuchtstärke der<br />

Farben bleibt in einem korrekten Verhältnis –<br />

sehr gut!<br />

Die beigelegte Fernbedienung meistert ihren<br />

Job als Helfer in der Dunkelheit mit Bravour. Die<br />

Hintergrundbeleuchtung und vielseitigen Direktwahltasten<br />

lassen die Eingriffe in wenigen<br />

Minuten abhandeln.<br />

tel gerecht. Im Gegensatz zu deutlich teureren<br />

DLP-Projektoren ist der W10000 sehr variabel<br />

in seinen Bildgrößen. Bei geschlossener Iris werden<br />

Leinwände von 1,5 Meter Bildbreite korrekt<br />

ausgeleuchtet, bei geöffneter Iris sogar bis zu<br />

drei Meter breite Leinwände. Damit eignet sich<br />

der Benq <strong>für</strong> nahezu jede Installation. Die Op-<br />

In Millimeterschritten kann die Farbtemperatur<br />

auf den Sollwert fixiert werden. Einzig<br />

die hohe Lichtleistung bedingt einen leichten<br />

Rotabfall in extrem hellen und dunklen<br />

Bereichen<br />

Schönes Design und einfache Bedienung sind Trumpf: Auch von<br />

oben macht der Benq eine gute Figur<br />

078 www.hdplustv.de<br />

Lichtkanone<br />

Mit 1 200 ANSI-Lumen gehört der Benq zu den<br />

hellsten Heimkinoprojektoren am Markt und<br />

auch bei korrekten Farben wird ihm dieser Ti-<br />

Der Grünpunkt ist leider ein wenig verrutscht,<br />

weshalb tiefere Farbtöne in diesem<br />

Bereich nicht möglich sind. Die Anpassung<br />

der Leuchtkraft lässt die Farben dennoch<br />

realistisch erscheinen<br />

Bilder: Benq


tik verschiebt das Bild dabei wahlweise um 100<br />

Prozent nach unten, so dass der Projektor immer<br />

stehend installiert werden sollte. Sämtliche<br />

Einstellungen sind bequem per motorisierter<br />

Optiker fernbedienbar und äußerst exakt, was<br />

besonders <strong>für</strong> den Fokusbereich gilt. Störend<br />

am eigentlich makellosen Konzept sind nur<br />

zwei Dinge: Zum ersten bleibt die Iris manchmal<br />

hängen und macht mit unsauberen Geräuschen<br />

auf sich aufmerksam und zum zweiten ist der<br />

Zoombereich arg klein ausgefallen. Wer eine<br />

zwei Meter breite Leinwand ausleuchten möchte,<br />

besitzt nur einen Entfernungsspielraum zwischen<br />

3,8 bis 5 Meter. Der Projektor ist damit<br />

<strong>für</strong> große Abstände konzipiert.<br />

Die Kühlung der Lampe ist unauffällig, was angesichts<br />

der großen Lichtleistung positiv überrascht.<br />

Der Stromsparmodus bringt übrigens<br />

kaum hörbare Vorteile, einzig die Frequenz des<br />

Geräusches ändert sich. Bei unserem Testmodell<br />

schwankte die Helligkeit der Lampe jedoch<br />

dermaßen drastisch, dass dieser Modus unbrauchbar<br />

war.<br />

Filmpremiere<br />

Im Praxisbetrieb zeigte der Benq W10000 sein<br />

ganzes Potenzial, vorrangig mit zugespielten<br />

HD-Quellen, schließlich wollen die zwei Millionen<br />

Bildpunkte auch ausgekostet werden. Farbverfälschungen<br />

(Shading), wie sie in Schwarz-<br />

Weiß-Sequenzen bei Drei-Chip-Projektoren<br />

vorkommen können, kennt der Benq prinzipbedingt<br />

nicht. Auch die Schärfe bei Bewegungen<br />

ist immer noch ein großer Trumpf der<br />

DLP-Technologie. Die ge<strong>für</strong>chteten False-Contour-Effekte<br />

sind weitgehend unterdrückt, nur<br />

die Farbblitzer erscheinen <strong>für</strong> empfindliche Augen<br />

aufgrund der immensen Leuchtkraft etwas<br />

häufiger als gewohnt. In der Farbwiedergabe<br />

COMPONENT<br />

VIDEO<br />

Y<br />

PB<br />

PR<br />

BNC<br />

G/Y B/PB/CB R/PR/CR H V<br />

HDMI<br />

S-VIDEO<br />

IN<br />

VIDEO<br />

IN<br />

zeigt der W10000 nach einer Optimierung beeindruckende<br />

Abzüge der Realität, auch wenn<br />

sein Farbraum weniger präzise als der eines JVC<br />

DLA-HD1 ausfällt. Im Kontrast unterliegt der<br />

Benq dem günstigeren Konkurrenten ebenfalls,<br />

doch die abgespielten Bilder nehmen einen großen<br />

Einfluss auf den Vergleich. Filme mit einem<br />

hohen Anteil an dunklen Bildbereichen wirken<br />

auf dem JVC um ein vielfaches dreidimensionaler.<br />

Je mehr Helligkeit ins Spiel kommt, desto stärker<br />

nähert sich Benq dem Kontrastmeister an,<br />

um ihn in besonders hellen Bildszenen letztendlich<br />

zu überholen. Die großen Lichtreserven geben<br />

Ihnen nicht nur freie Wahl bei der Bildgröße,<br />

sondern auch bei der Umgebungshelligkeit.<br />

In Sport- und Dokumentarsendungen geht mit<br />

dem Benq W10000 wahrlich die Sonne auf und<br />

kaum jemand wird den Kontrastnachteil zum<br />

JVC bemerken. In Filmen bleibt der D-ILA-Projektor<br />

aber unbestritten das Maß aller Dinge.<br />

Was dem Benq am Ende einige Punkte kostete,<br />

ist die eingeschränkte Bildbearbeitung am<br />

HDMI-Eingang. Hier scheint der Vollbildkonverter<br />

keinen Einfluss nehmen zu können, denn<br />

flimmernde Kanten waren jederzeit sichtbar.<br />

Durch die bei Projektoren kaum gesehene Bildin-Bild-Funktion<br />

ist der W10000 ein guter Spielpartner<br />

<strong>für</strong> Fernsehprogramme, doch sollten<br />

Sie hier<strong>für</strong> die analogen Bildeingänge wählen.<br />

Ganz unbrauchbar ist der HDMI-Eingang natürlich<br />

nicht, denn neben einer pixelgenauen<br />

Darstellung des Bildes können Sie hier auch das<br />

ruckelfreie Bildformat 1 080p24 entgegen nehmen.<br />

Gelungener Einstand<br />

Benqs erstes Produkt in unserem Heft ist sogleich<br />

ein Volltreffer. Der teureren DLP-Konkurrenz<br />

hat der W10000 seine beeindruckenden<br />

Helligkeitsreserven und den niedrigeren Preis<br />

voraus. Wäre der JVC DLA-HD1 nicht zeitgleich<br />

im Handel, so fiele die Wahl leicht. Optimieren<br />

sollte Benq hingegen die vereinzelten Verarbeitungs-<br />

sowie Ausstattungsmängel, um beim<br />

Nachfolger ganz oben mitzuspielen.<br />

DLP<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Benq<br />

Modell<br />

W10000<br />

Preis in Euro 10 000,–<br />

Info<br />

www.benq.de<br />

Typ<br />

DLP<br />

Maße (B/H/T) in cm 49,2 × 19,5 × 39,3<br />

Gewicht in kg 9,5<br />

Farben<br />

Weiß<br />

Betrieb/Stand-by 300 W/12,8 W<br />

Bildbreite<br />

1,5–3,0 Meter<br />

Kontrast 900 : 1<br />

Auflösung<br />

1920 × 1080 Pixel<br />

1080p24 ja<br />

Alle Bildeingänge sowie<br />

Bildformate erreichen Sie mit<br />

einem Tastendruck. Der Eingabepunkt<br />

„real“ sichert die<br />

pixelgenaue Wiedergabe<br />

Ein gelungenes Steuerkreuz<br />

sowie drei Speicherbänke<br />

rufen bereits optimierte<br />

Bildvarianten auf. Helligkeit,<br />

Kontrast und Farbe beeinflussen<br />

Sie ohne Umwege direkt<br />

<strong>Eine</strong> Bild-in-Bild-Funktion<br />

sieht man bei Projektoren selten,<br />

sogar die Anordnung der<br />

Bilder können Sie verändern.<br />

Schärfe, Zoom und die Bildverschiebung<br />

sind fernbedienbar<br />

Benq W10000<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 16 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

14 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

49 von 60<br />

Gesamt 79 von 100<br />

Benq W10000<br />

Gute Optik, aber sparsame Ausstattung: Nur ein HDMI-Eingang und eine selten vorzufindende BNC-<br />

Verbindung bereiten im Alltag schnell Probleme – ein Adapterkabel auf VGA liegt leider nicht bei<br />

AUSGABE 3.2007<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 079


Klassiker<br />

ganz groß<br />

Dolby Surround & Co. sind schwer im Kommen.<br />

Doch der Markt bietet nicht nur <strong>für</strong> den großen<br />

Geldbeutel ganz passable Lösungen. Auch <strong>für</strong> den<br />

Hi-Fi-Einsteiger steht eine Vielzahl von üppig ausgestatteten<br />

Receivern parat. Ein Receiver aus dieser<br />

Kategorie stellt der Denon AVR-2307 dar. Kompaktes<br />

und klassisches Design, gepaart mit soliden<br />

Ausstattungsmerkmalen machen ihn sicherlich<br />

nicht nur <strong>für</strong> Einsteiger attraktiv.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Auf der Rückseite der Fernbedienung findet der Anwender alle<br />

Funktionen, die normalerweise unter einer unschönen Klappe<br />

verborgen bleiben. So können jeweils die Klangeinstellungen<br />

und der Zweizonenbetrieb bedient werden. Auch andere Geräte<br />

lassen sich mit dieser Bedienung fernsteuern. Leider ist die<br />

Wendebedienung <strong>für</strong> Linkshänder gänzlich ungeeignet<br />

Die User-Mode-Tasten<br />

lassen sich mit<br />

speziellen Funktionen<br />

belegen, welche über<br />

den Bildschirm bzw.<br />

über das On-Screen-<br />

Display programmiert<br />

werden können<br />

Im mittleren Bereich<br />

der Fernbedienung<br />

finden sich die Hauptelemente<br />

anstelle des<br />

üblichen Steuerkreuzes.<br />

Anhand der<br />

Größe des Signalgebers<br />

sind die Tasten<br />

<strong>für</strong> filigrane Hände<br />

etwas erschwert zu<br />

erreichen<br />

Die Druckpunkte des<br />

Steuerkreuzes könnten<br />

komfortabler<br />

sein. Auch der untere<br />

Schiebeschalter wirkt<br />

nicht sonderlich<br />

stabil. <strong>Alles</strong> in allem<br />

aber eine in dieser<br />

Preisklasse gelungene<br />

Fernbedienung<br />

Das von uns untersuchte Gerät eignet<br />

sich jedoch besonders <strong>für</strong> den Einsteiger.<br />

Für unter 1 000 Euro bekommt<br />

der angehende Heimkinofreund jede Menge<br />

an Funktionen und guten 7.1-Ton geliefert. Der<br />

Denon AVR-2307 bietet dynamisches Hörvergnügen<br />

zum kleinen Preis.<br />

Als erstes fällt am Denon die massive Optik auf.<br />

Der Hersteller setzt auf klassisches Design. Der<br />

erste optische Überblick fällt durchweg positiv<br />

aus. Die Verarbeitung ist tadellos, so dass der<br />

AVR-2307 seinen großen Brüdern in nichts<br />

nachsteht. Betrachtet man sich die Rückseite,<br />

so findet man alle Anschlüsse, die der Anwender<br />

bereits kennen dürfte. Auch der integrierte<br />

Zweizonenbetrieb dürfte den ambitionierten<br />

Hörer aufhorchen lassen. Selbst in dieser Preisklasse<br />

findet sich diese praktische Funktion, um<br />

mehrere Räume mit Musik zu versorgen.<br />

Besonderes Augenmerk fällt auf das mitgelieferte<br />

Messmikrofon. Die Einmessfunktion geht<br />

bei Denon relativ zügig von der Hand. Sie hilft<br />

besonders dem noch nicht so versierten Benutzer,<br />

seine Lautsprecher auf ein angenehmes<br />

Hörvergnügen vorzubereiten. Dabei werden<br />

Frequenzgang, Pegelunterschiede und Abstände<br />

der Lautsprecher gemessen und automatisch<br />

kompensiert. Dennoch sollte sich der Hörer<br />

nicht blind auf diese Einmessautomatik verlassen.<br />

Wie überall kann man auch hier schnell<br />

Opfer der Automation werden.<br />

Ein kontrollierender Blick auf alle eingestellten<br />

Parameter sei auch bei der ausgeklügelten<br />

Technik empfohlen. Die Änderungen per Hand<br />

sollten somit das Klangbild nachhaltig verbessern<br />

und qualitativ abrunden. Auch eine Mehrfachmessung<br />

ist zu empfehlen. Schnell kann<br />

man damit einen halben Tag beschäftigt sein,<br />

bis man seine ganz eigenen Einstellungen gefunden<br />

hat.<br />

Üppig bis opulent<br />

Die Ausstattung des Gerätes kann durchaus als<br />

üppig bezeichnet werden. Die auf der Rückseite<br />

befindlichen HDMI-Schnittstellen bieten eine<br />

hervorragende Integration in das zukünftige<br />

heimische Kinoumfeld. Auch wenn der Einsteiger<br />

zurzeit noch nicht über Geräte mit HDMI-<br />

Schnittstellen verfügt, wird er schon in naher<br />

Zukunft nicht mehr um den digitalen Anschluss<br />

080 www.hdplustv.de


herumkommen. Gerade, wenn die Anschaffung<br />

eines HD-DVD- oder Blu-ray-Players ins<br />

Haus steht, freut man sich über entsprechende<br />

Schnittstellen auf der Rückseite. Insgesamt<br />

besitzt der Receiver zwei HDMI-Eingänge, die<br />

beide eine Auflösung von 1 080p unterstützen.<br />

Außerdem befindet sich noch ein HDMI-Ausgang<br />

am Gerät, welcher die anliegenden Audio-<br />

und Videosignale konvertiert.<br />

Doch auch auf der Seite der analogen Anschlüssen<br />

kann sich der Denon mit den Großen seiner<br />

Zunft messen. Zahlreiche Anschlüsse aller Variationen<br />

lassen das Herz des Hobby-Cineasten<br />

höher schlagen. Mit allen gängigen Varianten<br />

kann der Receiver aufwarten und integriert sich<br />

auch auf analoger Seite sehr hervorragend ins<br />

Wohnzimmer.<br />

Ein weiteres sehr gutes Hilfsmittel stellt das<br />

On-Screen-Display dar. Dieses sorgt an den<br />

Videoausgängen <strong>für</strong> ein sehr einfaches und<br />

gleichzeitig effektives Einstellen des Gerätes.<br />

Alle Funktionen lassen sich bequem aus dem<br />

Sessel heraus vornehmen. Das lästige Knien vor<br />

dem Gerät gehört der Vergangenheit an. Auch<br />

die Konvertierung aller Videoquellen auf den<br />

HDMI-Ausgang stellt eine Besonderheit dar.<br />

Der Versorgung aller Endgeräte mit nur einem<br />

Kabel kann mit nur wenigen Handgriffen realisiert<br />

werden.<br />

Somit wird die Steuerzentrale <strong>für</strong>s Wohnzimmer<br />

ihrem Namen wirklich gerecht. Die vorhandenen<br />

Einstelloptionen der Audioabteilung können<br />

sich sehen lassen. Auch wenn die automatische<br />

Einstelloption eine feine Sache ist, kann<br />

das Gerät trotzdem per Hand besser eingestellt<br />

werden – <strong>für</strong> den etwas geübteren Hörer eine<br />

lohnende Alternative. Die einfache Menüführung<br />

hilft beim „Zappen“ durch die einzelnen<br />

Einstellungen ungemein.<br />

Leistung pur<br />

Durch die großzügig bemessene Endstufenleistung<br />

von je 135 Watt macht dem Denon in<br />

puncto Leistung so schnell niemand etwas vor.<br />

Die differenzierte und freundliche Detailwiedergabe<br />

macht nicht nur im Filmbereich, sondern<br />

gerade auch bei klassischen Musikstücken und<br />

im Stereobetrieb sehr viel Spaß.<br />

Das Gesamtklangbild kann man als homogen<br />

und kraftvoll beschreiben. Auch stehen noch einige<br />

Reserven zur Verfügung, was natürlich den<br />

Reiz, gerade im Filmbetrieb, ausmacht.<br />

Die Basswiedergabe und Impulsfestigkeit dürfte<br />

den Kinofreund wohl kaum lange auf seinem<br />

Stuhl halten. Doch Vorsicht sollte dabei, wie bereits<br />

erwähnt, bei der Autoeinmessung walten.<br />

Zu schnell wird der Frequenzgang verbogen und<br />

das Klangbild verwäscht und wirkt schwammig.<br />

Etwas weniger Korrektur kann manchmal mehr<br />

sein. Bei sorgfältiger Einstellung der Klangparameter<br />

belohnt der Receiver den Hörer mit klaren<br />

und strukturierten Klängen.<br />

Kompakter Wohlklang<br />

Der AVR-2307 überzeugt mit gekonnten Ausstattungsdetails<br />

und einem klassischen Design.<br />

Bildqualität und Tonübertragung lassen in dieser<br />

Preiskategorie kaum noch Wünsche offen.<br />

Die klanglichen Leistungsreserven machen<br />

besonders im Heimkino großen Spaß und lassen<br />

den Betrachter mitten in die Szenerie einsteigen.<br />

Was die Autoeinmessung angeht, so<br />

stellt dies zwar ein ganz nützliches Utensil dar,<br />

jedoch sollte man seinen Ohren trauen und in<br />

jedem Fall immer selbst Hand anlegen. So wird<br />

sichergestellt, dass klanglich nichts auf der Strecke<br />

bleibt. Die HDMI-Wandlung und die Bildausgabe<br />

sprechen eine andere Sprache. Sichtliches<br />

Vergnügen bereitet die Videoabteilung des<br />

AV-Receivers. Wer auf der Suche nach dem perfekten<br />

7.1-Receiver ist, wird mit dem Denon ein<br />

Freund <strong>für</strong> ausgedehnte Filmabende finden.<br />

AV-Receiver<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Denon<br />

Modell<br />

AVR-2307<br />

Preis in Euro 799,–<br />

Info<br />

www.denon.de<br />

Typ<br />

AV-Receiver<br />

Maße (B/H/T) in cm 434 × 171 × 417<br />

Gewicht in kg 13<br />

Farben<br />

Silber<br />

Betrieb/Stand-by ca. 150 W/


Ruckelfreie Bilder<br />

Die neuen Medien bringen neben besseren Bildern und höherer Speicherkapazität leider auch<br />

einen unschönen Nachteil: Kameraschwenks und Bewegungen ruckeln. Da das Filmmaterial<br />

mit 24 Bildern gespeichert wird, aber nur wenige Fernseher dieses Signal akzeptieren, erfolgt<br />

eine Umrechnung, welche Ruckler verursacht. In unserer Tabelle sind alle aktuellen Fernseher<br />

und Projektoren aufgelistet, die das Bewegungsruckeln verhindern.<br />

entfernt<br />

Bewegungsruckeln<br />

benötigt<br />

1 080p24-<br />

Zuspielung<br />

entfernt<br />

Bewegungsruckeln<br />

benötigt<br />

1 080p24-<br />

Zuspielung<br />

Plasma-Fernseher<br />

Pioneer PDP-4270XA +<br />

Pioneer PDP-427XA +<br />

Pioneer PDP-427XD +<br />

Pioneer PDP-507XA +<br />

Pioneer PDP-507XD +<br />

Pioneer PDP-607XD +<br />

Pioneer PDP-5000EX +<br />

LCD-Fernseher<br />

Toshiba 32C3000D +<br />

Toshiba 37C3000D +<br />

Toshiba 42C3000D +<br />

Projektoren<br />

Benq W10000 +<br />

Epson EMP-TW1000 +<br />

InFocus IN74 +<br />

InFocus IN76 +<br />

InFocus IN78 +<br />

InFocus Screenplay 777 +<br />

JVC DLA-HD1 +<br />

Marantz VP-11S1 +<br />

Mitsubishi HC 5000 +<br />

Panasonic PT-AE1000E +<br />

Panasonic PT-AX100 +<br />

Sony VPL-VW50 +<br />

1080p24-Zuspieler<br />

Toshiba 37X3030D +<br />

Blue-ray-Player<br />

Pioneer BDP-LX70<br />

Toshiba 42X3030D +<br />

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Glück gehabt! Jetzt unseren Nachbestellservice nutzen!<br />

Ausgabe 1.2005<br />

Ausgabe 1.2006<br />

Ausgabe 2.2006<br />

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Straße, Hausnummer<br />

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Erlebniskino, neue Tonformate und<br />

Sonys Cell-Chip.<br />

Ausgabe 6.2006<br />

Alle Hintergründe zum Europastart<br />

der Blu-ray Disc und HD DVD.<br />

Die DVD-Nachfolger HD DVD und<br />

Blu-ray Disc vorgestellt.<br />

Ausgabe 1.2007<br />

Aktuelle Plasmas, LCDs, Rückpros<br />

und Beamer im Vergleich.<br />

Wer bietet das beste Bild? Wir<br />

geben die Antworten.<br />

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HD-Beamer und -Plasmas.<br />

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2006<br />

1.2006<br />

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3.2006<br />

4.2006<br />

5.2006<br />

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04229 Leipzig<br />

2007<br />

1.2007<br />

2.2007


Design aus<br />

Dänemark<br />

Ein nicht unwesentliches Kriterium <strong>für</strong> viele<br />

Musikliebhaber ist die äußere Erscheinung<br />

der eigenen Lautsprecher. Während einige<br />

Hersteller immer noch klobige und schwere<br />

schwarze Kästen produzieren, beschreitet<br />

die dänische Marke Jamo mit ihrer Philosophie<br />

des Designs neue Wege und verleiht jedem<br />

Wohnraum Ambiente und Stil. Wir durften<br />

testen, ob auch der Klang des Jamo-Aesthetic-<br />

775PDD-Sets der überzeugenden Optik<br />

gerecht wird.<br />

VON FRANK GEISELER UND ALEXANDER LOHR<br />

Die außergewöhnliche Form der Standlautsprecher<br />

bleibt durch den massiven Fuß sicher<br />

in der Senkrechten<br />

<strong>Eine</strong> wirkliche Augenweide erblickt das<br />

Licht unseres Testlabors, als wir die<br />

schwarzen Kartonagen mit der Aufschrift<br />

Jamo öffnen. Was uns da von dem traditionsreichen<br />

Lautsprecherhersteller aus dem<br />

Land der bunten Lego-Steine ins Haus geliefert<br />

wird, ist tatsächlich ein Kunstgriff in Sachen Design.<br />

Das schöne Kind hat auch einen Namen.<br />

Vier Lautsprecher des Modells A 775 bilden in<br />

Verbindung mit der Center-Box A 7CEN und<br />

dem Subwoofer A 7SUB unser 5.1-Testsystem.<br />

Aufstellung<br />

Bei der Installation der überaus solide konstruierten<br />

Schallwandler treten erste kleinere<br />

Hindernisse auf. Die Kabelbuchsen der Standlautsprecher<br />

sind als Folge des Designs an der<br />

Unterseite des Boxenfußes positioniert und lassen<br />

weder Bananenstecker noch größere Kabelquerschnitte<br />

zu. Durch Schnellfederverschlüsse<br />

ist die Kabelinstallation wesentlich zügiger erledigt,<br />

jedoch sollte man auf häufiges Versetzen<br />

der Lautsprecher verzichten, um dem Abnutzen<br />

der Verschlüsse vorzubeugen.<br />

Bevor wir den Subwoofer installieren, werden<br />

noch die mitgelieferten weißen Handschuhe angezogen,<br />

denn wer mag schon Fingerabdrücke<br />

auf dem Klavierlack seiner Box? Im Vergleich zu<br />

sonstigen Woofern gelingt es dem A 7SUB, seine<br />

satten 500 Watt in eine erstaunlich kompakte<br />

Form zu bringen. Der Lautstärkeregler des<br />

Subs fügt sich mit seiner blauen Beleuchtung<br />

zwar wunderbar in die Gehäuseoptik, jedoch ist<br />

die Bedienung nicht sehr leichtgängig und eine<br />

optische Anzeige der Lautstärke käme dem Benutzer<br />

entgegen.<br />

Auffällig ist zudem die Platzierung der Membran<br />

auf der Subwoofer-Rückseite. Nicht unbedingt<br />

ein Manko, doch ist auch hier Aufmerksamkeit<br />

bei der entsprechenden Platzauswahl gefordert.<br />

Mindestens 50 Zentimeter Wandfreiheit bedarf<br />

es <strong>für</strong> die 10-Zoll-Membran des A 7SUB, um die<br />

volle Kraft zu entfalten. Auf der Unterseite des<br />

Subwoofers befinden sich die Regler <strong>für</strong> Phase<br />

und Übergangsfrequenz. Mit der Installation<br />

des Centerlautsprechers ist das Werk vollbracht<br />

und das Hören kann beginnen.<br />

Unbändige Tiefen<br />

Zum Einstieg testen wir die Stereoqualitäten der<br />

Jamo-Aesthetic-775-Lautsprecher auf Herz und<br />

Nieren. Musikalische Werke aus den Bereichen<br />

Pop, Rock und Klassik bilden unseren Maßstab.<br />

Bekanntermaßen wichtig ist wie so oft der erste<br />

Eindruck, dies gilt ebenso auch beim Hörversuch.<br />

Selbst ohne Subwoofer bilden sich sofort<br />

kräftige Tiefen im gesamten Testraum aus.<br />

Dass sich dieses Phänomen auf die klanglichen<br />

Feinheiten im Bassbereich auswirkt, liegt nahe<br />

und bestätigt sich im Folgenden. Laut Hersteller<br />

verfügen die A-775er über einen Hochpassfilter<br />

bei 80 Hertz, was die Überbetonung der oberen<br />

Bässe nicht erklären kann.<br />

Im Gegensatz zu den Bässen klingen die unteren<br />

Mitten recht dünn, so wirken die Aesthetics<br />

etwas kalt. Stimmen rücken etwas in den Hintergrund<br />

und das Musikstück erfährt eine ungewollte<br />

Klangfarbe. Die oberen Mitten bilden<br />

hier mit ihrer detaillierten Klangstruktur einen<br />

äußerst positiven Kontrast. Instrumente werden<br />

somit einigermaßen realistisch abgebildet<br />

und geben der Musik die nötige Unterstützung.<br />

Überraschende Momente durften wir bei den<br />

Höhen erleben. Diese hinterlassen einen brillanten<br />

und sauberen Eindruck. So gelingt es Jamo<br />

an Boden zu gewinnen.<br />

Unendliche Weiten<br />

Dank der guten Abbildung im Höhenbereich<br />

gelingt hier die räumliche Darstellung so wie<br />

es sich die Musikproduzenten wohl wünschen<br />

würden. Aufgrund der seichten unteren Mitten<br />

Bilder: Jamo<br />

084 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


Überaus edel und kaum als Subwoofer auszumachen ist der A 7SUB. Dennoch entfalten seine 500<br />

Watt eine ansprechende Leistung<br />

werden Räume allerdings als etwas kalt empfunden,<br />

zu Lasten der musikalischen Stimmung.<br />

Größerer Detailreichtum wäre hier ebenfalls von<br />

Vorteil. In Sachen Stereobreite und Tiefenstaffelung<br />

machen die Jamo-Lautsprecher hingegen<br />

eine gute Figur. Das Stereobild der Musik<br />

wird durch die Boxen originalgetreu wiedergegeben,<br />

was die Ortung einzelner Schallquellen<br />

problemlos ermöglicht.<br />

Die Voraussetzungen <strong>für</strong> ein besonderes Surrounderlebnis<br />

sind durch die Wahl der vier<br />

baugleichen Standlautsprecher der dänischen<br />

Konstrukteure gegeben. In diesem Zusammenhang<br />

testeten wir die Surroundqualitäten des<br />

Jamo-Aesthetic-775PDD-Systems mithilfe des<br />

Hollywood-Streifens Gladiator. Das Epos von<br />

Regisseur Ridley Scott zeigt einem jeden Lautsprecherset<br />

die Grenzen auf. Tatsächlich schlug<br />

sich das Jamo-Set bei der Bewältigung dieser<br />

Aufgabe wacker. Das Surroundpanorama wurde<br />

überaus überzeugend dargestellt und so wähnt<br />

sich der Heimkinofreund plötzlich inmitten der<br />

atemberaubenden Kulisse des römischen Kolosseums<br />

und erlebt hautnah das Schicksal der zu<br />

Tode geweihten Gladiatoren.<br />

Der spezielle Klang der Schallwandler hat jedoch<br />

auch bestimmte Folgen <strong>für</strong> das Surroundvergnügen.<br />

So betont der kräftige Bass die<br />

niederfrequenten Effekte, was nicht unbedingt<br />

jedermanns Geschmack entspricht. Des Weiteren<br />

sorgen die Differenzen in den Mitten <strong>für</strong><br />

Verfärbungen der Synchronstimmen. Durch die<br />

außerordentliche Höhenpräsenz gewinnt der<br />

Filmklang wiederum deutlich an Qualität.<br />

Lautsprecher<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Jamo<br />

Modell<br />

Aesthetic 775PDD<br />

Preis in Euro 2999,–<br />

Info<br />

www.jamo.com<br />

Typ<br />

2 ½ Wege Bassreflex<br />

Maße (B/H/T) in cm 22 × 111,1 × 22<br />

Gewicht in kg 10,1<br />

Farben<br />

Silbermetallic<br />

magnetisch ja<br />

geschirmt<br />

Geeignet <strong>für</strong><br />

Film<br />

Musik<br />

Jamo Aesthetic 775PDD<br />

Was bleibt<br />

Insgesamt hinterlässt das Jamo-5.1-Set einen<br />

ordentlichen Eindruck und birgt doch einige<br />

Überraschungen. Im Hochton- und oberen Mittentonbereich<br />

zeigt sich das Aesthetic-System<br />

von seiner besten Seite. Die verbauten Materialien<br />

und das hervorragende Design sind nicht<br />

nur <strong>für</strong> dänische Wohnzimmer eine Zierde. Die<br />

Wiedergabe im Bass- und im unteren Mittenbereich<br />

kann hingegen nicht vollends überzeugen.<br />

Hier haben wir mehr erwartet. Dank der<br />

vier gleichwertigen Standlautsprecher gewährleistet<br />

Jamo jedoch ein überaus ansprechendes<br />

Surroundbild, welches absolut konkurrenzfähig<br />

ist und den heimischen Kinosaal erzittern lässt.<br />

Ein Hingucker ist dieses Surroundsystem allemal.<br />

Klang 63 von 80<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 8 von 10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

6 von 10<br />

Gesamt 77 von 100<br />

Jamo Aesthetic 775PDD<br />

AUSGABE 3.2007<br />

Anzeige<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 085


Globales Preisroulette<br />

Deutschland ist ein preisintensiver Markt,<br />

dies ist nicht erst seit der Geiz-ist-Geil-Debatte<br />

weit verbreitet. Doch in Zeiten der<br />

Globalisierung scheint die Marktwirtschaft<br />

nicht immer den richtigen Weg zwischen<br />

Vernunft und Gewinnmaximierung zu finden,<br />

wie unser Vergleich zeigt.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Während Politiker eine größere<br />

Flexibilität der Arbeitnehmer fordern<br />

und diese sich gegen amerikanische<br />

und asiatische Unternehmen beweisen<br />

müssen, hört der Wettstreit der Kontinente an<br />

einem Punkt scheinbar auf: dem Preis. Wie im<br />

Privatleben sind die Finanzmittel das bestgehütete<br />

Geheimnis und eine Offenlegung wird<br />

sogleich mit Spionage gleichgesetzt. So war es<br />

auch nicht verwunderlich, dass sämtliche angefragten<br />

Unternehmen keine Stellungnahme<br />

gegenüber HD+TV zur hauseigenen Preispolitik<br />

abgaben. Der Preis, so lautete die lapidare<br />

Antwort, richtet sich schlichtweg nach Angebot<br />

und Nachfrage.<br />

Paradox<br />

Die angegebenen UVPs der Hersteller unterliegen<br />

keiner Richtnorm. Weder beschreibt die<br />

Zahl den Materialaufwand noch die Löhne der<br />

Angestellten. Die UVP ist demnach ein fiktiver<br />

Wert, der auf Kalkulation beruht. Preise treffen<br />

damit kaum noch Aussagen über die Qualität<br />

oder den Inhalt eines Produktes, ebenso wie<br />

der Lohn nicht immer die Leistung des Arbeiters<br />

wiederspiegelt. Dieses Preischaos verwickelt alle<br />

Beteiligten in ein Labyrinth der Zwiespältigkeiten.<br />

So wird Ihnen kein Hersteller offen legen,<br />

weshalb Produkte im Vergleich zum Ausland<br />

kostspieliger sind. Demgegenüber verlangen<br />

Unternehmen von der Politik und zum Leidwesen<br />

der Angestellten, dass sich das Lohnniveau<br />

an internationalen Standards orientiert und diese<br />

sind, wie wir alle wissen, meist niedriger als<br />

hierzulande. Die Unterhaltungsbranche fordert<br />

etwas, was sie selbst meist nicht realisiert: eine<br />

global nachvollziehbare Preispolitik.<br />

Import lohnt nicht<br />

Auch wenn die Preisvorteile im Ausland immens<br />

erscheinen, so lohnt die Einfuhr der ausländischen<br />

Ware nur in den seltensten Fällen. Der<br />

Import zieht den Verfall der Garantie nach sich,<br />

denn der Vertrieb und die Betreuung der Produkte<br />

geschieht national. Die Ausstattung der<br />

Produkte schwankt ebenfalls, was insbesondere<br />

auf die verbauten Tuner zutrifft.<br />

Die Alternative zum Importkauf lautet warten.<br />

Wer eine deutliche Preiserhöhung des Produktes<br />

zum Ausland frühzeitig erkennt, kann den<br />

Preisverfall in der Zukunft leicht abschätzen.<br />

Wie in unserer Tabelle zu sehen, ist der Preisverfall<br />

gerade bei teuren Fernsehern immens.<br />

Immerhin versuchen die Hersteller die Preise<br />

innerhalb der europäischen Grenzen stabil zu<br />

halten. Nach unseren Recherchen bewegt sich<br />

einzig Bose außerhalb jedweder Norm. Die Produkte<br />

des amerikanischen Herstellers sind in<br />

Deutschland so teuer wie in kaum einem<br />

anderen Land der Welt. Selbst<br />

in Frankreich lagen die UVPs deutlich unterhalb<br />

der hiesigen Preisempfehlungen. Bose rechtfertigt<br />

den Aufschlag durch speziell an den deutschen<br />

Markt angepasste Geräte.<br />

Konsumtempel Ausland<br />

Falls Sie sich wundern, weshalb in Japan und<br />

den USA die Elektronikbranche unaufhörlich<br />

boomt, sollten Sie unsere Tabelle studieren.<br />

Die Preispolitik der Hersteller ist dabei alles andere<br />

als einheitlich. So können zwei Fernseher<br />

zweier Hersteller in Japan den identischen Preis<br />

aufweisen und in Deutschland mehrere tausend<br />

Euro auseinanderdriften. Interessant wird der<br />

Vergleich nicht nur zwischen unterschiedlichen<br />

Herstellern, sondern auch den Produktkategorien.<br />

So sind z. B. Premium-Fernseher mit weitaus<br />

größeren Preisaufschlägen behaftet als Projektoren.<br />

Der Markt bestimmt den Preis: Solange es liquide<br />

Konsumenten gibt, werden Preise aus dem<br />

Nichts entstehen. Die UVPs verkommen so zu<br />

einer nicht nachvollziehbaren Größe, worunter<br />

letztendlich die Qualität der Produkte leidet.<br />

Denn Vertritt ein Preis nicht mehr den Wert des<br />

Produktes, welchen Wert besitzt es dann noch?<br />

Bilder: JVC, Photocase.de – tourist, Sony, Toshiba<br />

Ausgewählte Produkte im Vergleich<br />

Produkt Hersteller Typ Preis Japan* Preis USA* UVP Deutschland Internetpreis<br />

VPL-VW50 Sony Projektor 4 900 Euro 3845 Euro 4999 Euro 4200 Euro<br />

KDL-46X2000 Sony LCD 3 120 Euro 2922 Euro 4799 Euro 3500 Euro<br />

KDS-55A2000 Sony Rückpro 2 987 Euro 2076 Euro 2999 Euro 2500 Euro<br />

Lifestyle 48 Bose Komplettanlage 3327 Euro 3076 Euro 6850 Euro 6000 Euro<br />

DLA-HD1 J JVC Projektor 5 320 Euro 4845 Euro 6500 Euro 6500 Euro<br />

LT-46Z70BU JVC LCD 2667 Euro 2845 Euro 3999 Euro 2800 Euro<br />

PDP-507 Pioneer Plasma 4000 Euro 2692 Euro 3999 Euro 3000 Euro<br />

Deutsche UVPs inklusive 19% MwSt *Umrechnung nach Euro 1 Euro = 1,3 US Dollar, 1 Euro = 150 Yen<br />

Keine Seltenheit:<br />

Der Preisunterschied des<br />

JVC DLA-HD1 und Sony VPL VW50 beträgt in Japan<br />

rund 450 Euro. In Deutschland liegen beide<br />

Produkte 1500 Euro auseinander<br />

086 www.hdplustv.de<br />

Trauriger Höhepunkt: Der Toshiba HD-DVD-<br />

Player E1 wurde von Fachhändlern verschenkt,<br />

falls ein Fernseher oder Projektor erworben<br />

wurde. Der Wert des Produktes sank damit zeitweise<br />

auf Null


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zweiten Heftes) bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig, per Post oder Fax gekündigt habe. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />

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Leipzig<br />

Heimkino Klohs<br />

Eugertstr. 8 HH, PLZ 04177<br />

Telefon: (03 41) 9405077, Fax: (03 41) 9 405017<br />

Stollberg<br />

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Auerstr. 11a, PLZ 09366<br />

Telefon: (03 72 96) 8 35 08<br />

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Ritterfelddamm 169, PLZ 14089<br />

Telefon: (030) 36 43 30 30, Fax: (030) 36 43 30 50<br />

megascreenhome@aol.com<br />

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Delingsdorf<br />

Happy Cinema<br />

Wiesengrund 1, PLZ 22941<br />

Telefon: (0 4532) 2679293<br />

Oldenburg<br />

Telepoint<br />

Posthalterweg 2c, PLZ 26129<br />

Telefon: (04 41) 97 09 90, Fax: (04 41) 97 09 91 01<br />

telepoint.oldenburg@telepoint.de<br />

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Leer<br />

Telepoint<br />

Nültermoorer Str. 2, PLZ 26789<br />

Telefon: (04 91) 92 56 60, Fax: (04 91) 9 25 66 68<br />

telepoint.leer@telepoint.de<br />

PLZ 3<br />

Hannover<br />

Auditorium GmbH Ziese & Giese<br />

Berliner Allee 9–11, PLZ 30175<br />

Telefon: (0511) 324430, Fax: (0511) 329821<br />

info@ziesegiese.de<br />

Hannover<br />

Art & Voice Medien GmbH<br />

Heimkinosysteme<br />

Davenstedter Str./Bauweg 5, PLZ 30453<br />

Telefon: (0511) 441046, Fax: (0511) 441018<br />

Magdeburg<br />

Hai-End.com<br />

Liebknechtstr. 35, PLZ 39108<br />

Telefon: (0391) 5067639, Fax: (0391) 5067885<br />

www.hai-end.com, info@hai-end.com<br />

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Gelsenkirchen<br />

Hitseller.de GmbH<br />

Hochkampstr. 68 D, PLZ 45881<br />

Telefon: (02 09) 15 78 09 29, Fax: (02 09) 15 78 09 39<br />

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Köln<br />

Euphonia GmbH<br />

An Groß St. Martin 5, PLZ 50667<br />

Telefon: (02 21) 9 25 70 20<br />

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Offenbach<br />

Hifi Im Hinterhof GmbH<br />

Geleitstr. 50, PLZ 63067<br />

Telefon: (069) 88 86 09<br />

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Gemmrigheim<br />

Scottys – Beamer<br />

Hauptstr. 49, PLZ 74376<br />

Telefon: (0 71 43) 84 14 01, Fax: (0 71 43) 84 14 00<br />

info@scottys-beamer.de<br />

Freiburg<br />

Hifi Müller GmbH<br />

Bernhardtstr. 2, PLZ 79098<br />

Telefon: (07 61) 50 88 62<br />

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Ausgabe im Fachhandelsverzeichnis geführt. Bitte liefern Sie mir ab der nächstmöglichen Ausgabe<br />

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Menge/Preis (inkl. Porto/Versand) 5 Hefte 17,09 Euro (25% Rabatt)<br />

10 Hefte 31,90 Euro (30% Rabatt)<br />

15 Hefte 44,43 Euro (35 % Rabatt)<br />

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise.<br />

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Klassentreffen<br />

In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl bislang getesteter<br />

Produkte mit einer Wortbewertung, welche die<br />

Vor- und Nachteile auf den Punkt bringt. Alle Komponenten<br />

sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die<br />

Nachfolgeprodukte ersetzen bei gleicher oder besserer<br />

Bewertung den Vorgänger.<br />

In dieser Ausgabe im Test:<br />

Sony KDL-40W2000<br />

Modell Ansicht Testurteil Bewertung Preis Info Ausgabe<br />

Lautsprecher<br />

Heco<br />

Celan<br />

Sehr neutrales, räumliches Klangbild.<br />

Leichte Mittenbetonung. Hochtonanhebung<br />

möglich. Brachialer<br />

Subwoofer. Unglaublich günstig.<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

2 800,– www.heco-audio.de 01/07<br />

Monitor Audio<br />

Gold Signature<br />

Wunderschöne, optional im<br />

schwarzen Klavierlack gehaltene<br />

Schallwandler. Mitreißender Klang,<br />

aber nicht neutral. Hell abgestimmer<br />

Lautsprecher.<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

4 200,– www.monitoraudio.de 01/07<br />

Teufel<br />

System 6 THX<br />

Select Concert<br />

Effektvoller Film-Klang. Schwächen<br />

bei der Musik-Wiedergabe. Sauber<br />

arbeitender Subwoofer. Sehr gutes<br />

Preis-/Leistungsverhältnis.<br />

Gut<br />

82<br />

1 695,– www.teufel.de 02/07<br />

Audio-Receiver/-Verstärker<br />

Marantz<br />

SR9600<br />

Seine mächtigen Endstufen und das<br />

puristische Äußere täuschen: Der<br />

Marantz ist ein filigraner Musikexperte,<br />

der in Stereo wie in Multikanal<br />

glänzt.<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

3 499,– www.marantz.de 05/06<br />

Onkyo<br />

TX-SR804E<br />

Der Onkyo-Receiver stellt den idealen<br />

Einstieg in die Mehrkanalwelt<br />

dar. Kraftvoller Klang und erstklassige<br />

Verarbeitung – empfehlenswert.<br />

Sehr Gut<br />

86<br />

899,– www.onkyo.de 02/07<br />

Yamaha<br />

RX-V2600<br />

DVD-Player<br />

Mehr Ausstattung zum kleineren<br />

Preis gibt es nicht. Klanglich spielt<br />

der Yamaha dank seiner Nachbearbeitungsprogramme<br />

ganz vorn mit.<br />

Sehr gut<br />

87<br />

1 299,– www.yamaha-hifi.de 05/06<br />

Denon<br />

DVD-3930<br />

Verarbeitung und Bildwiedergabe<br />

auf höchstem Niveau. <strong>Eine</strong> schlechte<br />

Fehlerkorrektur verhindert den<br />

Sprung in noch höhere Sphären.<br />

Ausgezeichnet<br />

92<br />

1 499,– www.denon.de 01/07<br />

Marantz<br />

DV-9600<br />

HD-DVD-/Blu-ray-Player<br />

Panasonic<br />

DMP-BD10<br />

Toshiba<br />

HD-XE1<br />

Marantz macht fast alles richtig:<br />

Besonders der Klang überzeugt auf<br />

ganzer Linie. Wäre doch nur der<br />

Vollbildkonverter stabiler ...<br />

Gelungener Kompromiss aus HD-<br />

Wiedergabe bei Blu-ray Discs und<br />

Fotos, sowie SD-Darstellung bei<br />

DVDs. Mäßige Verarbeitung, teuer.<br />

HD-DVD-Player mit sehr guter Bildund<br />

Tonqualität, Verarbeitung, allen<br />

Decodern und HDMI 1.3. Neben<br />

DVD und HD DVD kaum unterstützte<br />

Formate.<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Gut<br />

82<br />

Gut<br />

82<br />

1999,– www.marantz.de 05/06<br />

1499,– www.panasonic.de 01/07<br />

950,– www.toshiba.de 03/07<br />

Bilder: AboutPixel.de, Auerbach Verlag<br />

090 www.hdplustv.de


TV-Geräte<br />

Humax<br />

LDE-HD32S<br />

32-Zoll-LCD-Fernseher mit eingebautem<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver <strong>für</strong> alle Kanäle<br />

sowie Premiere HD. Gute Bildqualität<br />

nach Kalibrierung, mäßiger<br />

Blickwinkel.<br />

Gut<br />

76<br />

1 999,– www.humax-digital.de 01/07<br />

Loewe<br />

Individual 40S<br />

Beste Verarbeitung und ein edles<br />

Design stoßen auf eine nur gute<br />

Bildqualität. 40-Zoll-LCD mit niedriger<br />

Farbauflösung aber integrierten<br />

Digital-Tunern <strong>für</strong> DVB-C/-S/-T.<br />

Gut<br />

76<br />

4 299,– www.loewe.de 01/07<br />

Panasonic<br />

TH-42PV60E<br />

Exzellentes Plasma-Display mit einem<br />

hervorragenden Kontrastwert<br />

und zwei HDMI-Schnittstellen.<br />

Gut<br />

77<br />

2 199,– www.panasonic.de 04/06<br />

Philips<br />

37PF9731<br />

Mit Ambilight ein Kunstwerk. Bildtechnisch<br />

gut, aber nicht spitze. Für<br />

einen 37-Zoller sehr hoher Preis.<br />

Gut<br />

77<br />

3 799,– www.philips.de 06/06<br />

Pioneer<br />

PDP4270XA<br />

42-Zoll-Plasma mit tollem Bild, aber<br />

schwacher Ausstattung. Kalibrierung<br />

des Bildes empfohlen. Beseitigt<br />

60-Hz-Ruckeln.<br />

Gut<br />

80<br />

2 299,– www.pioneer.de 01/07<br />

Samsung<br />

LE40M91B<br />

40-Zoll-LCD in rabenschwarzem<br />

Klavierlack. Spielt Fotos und MP3s.<br />

Bild trotz neuer LED-Beleuchtung<br />

noch nicht ausgereift, schwacher<br />

Kontrast.<br />

Gut<br />

80<br />

4 299,– www.samsung.de 01/07<br />

Sony<br />

KDL-40W2000<br />

40-Zoll-LCD mit voller HD-Auflösung<br />

und beeindruckender Bildleistung.<br />

Farbwiedergabe nicht optimal. Zwei<br />

HDMI-Eingänge.<br />

Gut<br />

77<br />

2 699,– www.sony.de 03/07<br />

Sony<br />

KDL-46X2000<br />

LCD-Schmuckstück mit kompletter<br />

Ausstattung und guter Videoverarbeitung.<br />

Nur minimale Bildvorteile<br />

zum KDL-40W2000, da<strong>für</strong> sechs Zoll<br />

größer und exklusives Design.<br />

Gut<br />

80<br />

4 799,– www.sony.de 02/07<br />

Sony<br />

KDS-55A2000<br />

Rückpro-Fernseher mit Schwächen<br />

im Blickwinkel. Konkurrenzlose Bildqualität<br />

mit 1,4 Meter Bilddiagonale.<br />

Full HD. Niedriger Preis.<br />

Gut<br />

84<br />

2 999,– www.sony.de 01/07<br />

Toshiba<br />

32WL68P<br />

LCD-Fernseher mit drei HDMI-Eingängen<br />

und sehr guter Bewegungsschärfe<br />

dank 100-Hertz-Bildverarbeitung.<br />

Unstimmige Farbwiedergabe.<br />

Gut<br />

77<br />

1 799,– www.toshiba.de 02/07<br />

Projektoren<br />

Benq<br />

W10000<br />

Lichtstarker Full-HD-DLP <strong>für</strong> enorme<br />

Bildgrößen. Gute Farbwiedergabe<br />

und Kontastwerte. Benötigt großen<br />

Abstand zur Leinwand. Leises<br />

Betriebsgeräusch. Bildbreite: 1,5 bis<br />

3,0 Meter.<br />

Gut<br />

79<br />

10 000,– www.jvc.de 03/07<br />

JVC<br />

DLA-HD1<br />

Projektor mit zwei Millionen Bildpunkten,<br />

sehr hoher Bildtiefe und<br />

perfekter Farbtreue. Leider ohne<br />

motorisierte Optik. Schwächen bei<br />

analoger Zuspielung. Bildbreiten:<br />

2,3 bis 2,5 Meter.<br />

Sehr gut<br />

85<br />

6 499,– www.jvc.de 03/07<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 091


Klassentreffen<br />

Marantz<br />

VP-11S1<br />

Full-HD-DLP mit großer Bildtiefe<br />

und neutraler Farbwiedergabe.<br />

Exzellente Schärfe. Könnte leiser<br />

und heller sein. Bildbreiten: 1,8 bis<br />

2,0 Meter.<br />

Gut<br />

81<br />

14 999,– www.marantz.de 01/07<br />

Mitsubishi<br />

HC5000<br />

Full-HD-LCD-Projektor mit motorisierter<br />

Optik. Sehr leise. Neutrale<br />

Farbwiedergabe und sehr hohe<br />

Schärfe, aber schwacher Kontrast.<br />

Bildbreiten: 2,1 bis 2,3 Meter.<br />

Gut<br />

78<br />

3 999,– www.mitsubishi-evs.de 02/07<br />

Optoma<br />

HD70<br />

Nach Kalibrierung gutes Bild, ohne<br />

echte Schwächen. Schwierig in der<br />

Aufstellung. Kompakt und günstig.<br />

Gut<br />

70<br />

1 099,– www.optoma.de 01/07<br />

Panasonic<br />

PT-AE1000E<br />

LCD-Projektor mit zwei Millionen<br />

Bildpunkten und nahezu perfekter<br />

Farbwiedergabe. Einfach in Aufstellung<br />

und Bedienung. Lichtleistung<br />

sehr gering. Bildbreiten: 1,65 bis<br />

1,85 Meter.<br />

Gut<br />

79<br />

4 499,– www.panasonic.de 03/07<br />

Sim2<br />

HT3000<br />

DLP-Projektor mit zwei Millionen<br />

Bildpunkten. Gute Bildqualität und<br />

motorisierte Optik. Bildbreite: 2,1<br />

Meter.<br />

Gut<br />

80<br />

15 999,– www.sim2de.de 02/07<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Kathrein<br />

901 CI<br />

Der Zwilling zum Pace-Receiver mit<br />

guter Bildqualität. Die Verarbeitung<br />

ist nur durchschnittlich.<br />

Gut<br />

77<br />

359,– www.kathrein.de 01/07<br />

Philips<br />

DSR 9005<br />

<strong>HDTV</strong>-Sat-Receiver mit guter<br />

Bildqualität, aber fehlerhafter CI-<br />

Unterstützung.<br />

Gut<br />

76<br />

349,– www.philips.de 01/07<br />

Topfield<br />

TF7700HCI<br />

Sehr gute Bildqualität sowie einfache<br />

Benutzerführung. Das Gerät<br />

ist derzeit der beste auf dem Markt<br />

befindliche <strong>HDTV</strong>-Empfänger.<br />

Gut<br />

84<br />

379,– www.topfield-sat.de 02/07<br />

IP-TV-Boxen<br />

T-Home<br />

X 300T<br />

<strong>Eine</strong>s der wenigen Geräte, das <strong>HDTV</strong><br />

von IPTV darstellen kann. Dank der<br />

eingebauten Festplatte auch Aufzeichnungen<br />

möglich. Bildausgabe<br />

nicht komplett überzeugend.<br />

Gut<br />

76<br />

379,– www.t-online.de 02/07<br />

<strong>HDTV</strong>-Spielkonsole<br />

Sony<br />

<strong>Playstation</strong> 3<br />

PC-Karten<br />

Günstige Multimedia-Konsole<br />

mit enormer Rechenleistung und<br />

edlem Finish. In Blu-ray-Wiedergabe<br />

und Spieleleistung ersklassig, sehr<br />

gute Fotodarstellung. Ideal zur<br />

Musikarchivierung. Schlechte DVD-<br />

Wiedergabe, hoher Leistungsbedarf.<br />

Könnte leiser sein.<br />

Gut<br />

78<br />

599,– www.sony.de 03/07<br />

Hauppauge<br />

WinTV-HVR-4000<br />

Einfach einzubauende und leicht<br />

zu installierende <strong>HDTV</strong>-PCI-Karte.<br />

Mit Ihr sind endlich Aufnahmen von<br />

<strong>HDTV</strong>-Programmen möglich. Leider<br />

ist sie nicht <strong>für</strong> Pay-TV geeignet.<br />

Gut<br />

84<br />

199,– www.hauppauge.de 02/07<br />

Technotrend<br />

TT-connect®<br />

S2-3600<br />

USB-Box <strong>für</strong> den Empfang von<br />

<strong>HDTV</strong>-Programmen am Laptop. Einfache<br />

Bedienung, guter Funktionsumfang.<br />

Hohe Systemvoraussetzungen<br />

sowie die nicht-Kompatibilität<br />

zu Pay-TV fielen negativ auf.<br />

Gut<br />

81<br />

149,– www.technotrend.de 02/07<br />

092 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


Anschlussübersicht<br />

Für einen besseren und bequemeren Überblick stellen wir Ihnen auf dieser Seite alle<br />

wichtigen Anschlüsse vor. Die Erklärungen der jeweiligen Anschlussgrafiken auf den Testseiten<br />

finden sich alle in dieser Tabelle wieder. Ob HDMI, YUV oder die gängigen Audioanschlüsse,<br />

mit der Übersicht der HD+TV verlieren Sie garantiert nie den Anschluss.<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Bezeichnung<br />

Grafik<br />

Audio-Anschlüsse<br />

Multimediale-Anschlüsse<br />

Analog<br />

USB<br />

Audio IN/OUT<br />

L<br />

AUDIO IN<br />

R<br />

L<br />

AUDIO OUT<br />

R<br />

USB<br />

Kopfhörer<br />

KOPFHÖRER<br />

Ethernet<br />

NETZWERK<br />

Mikrofon<br />

MIKROFON<br />

iLink bzw. Firewire<br />

iLINK<br />

Digital<br />

RS-232 (serielle Schnittstelle)<br />

RS-232<br />

S/P-DIF<br />

S/P-DIF koaxial<br />

koaxial<br />

Common Interface<br />

COMMON INTERFACE<br />

S/P-DIF<br />

S/P-DIF optisch (auch TOSLINK)<br />

optisch<br />

Memoryschacht<br />

MEMORYSCHACHT<br />

DENON LINK<br />

Tunereingänge<br />

Denon Link<br />

ANT<br />

Antenne<br />

Video-Anschlüsse<br />

Analog<br />

COMPONENT<br />

VIDEO<br />

LNB IN/OUT<br />

LNB OUT<br />

LNB IN<br />

Component Video (YUV)<br />

Y<br />

PB<br />

12 Volt<br />

12 V<br />

PR<br />

Video IN/OUT<br />

VIDEO<br />

IN<br />

VIDEO<br />

OUT<br />

Stromanschlüsse<br />

AC IN<br />

AC IN<br />

PC IN/OUT<br />

PC IN<br />

PC OUT<br />

220 VOLT<br />

S-Video IN/OUT (auch Y/C)<br />

S-VIDEO<br />

IN<br />

S-VIDEO<br />

OUT<br />

Euro<br />

SCART<br />

Scart<br />

Digital<br />

HDMI<br />

DVI<br />

HDMI<br />

DVI<br />

2×<br />

HDMI<br />

Das neben dem vorgestellten Gerät abgebildete Symbol zeigt die<br />

vom Hersteller verbauten Anschlüsse. In nebenstehendem Fall ist<br />

dies der HDMI-Anschluss. Verbaute der Hersteller mehrere Anschlüsse<br />

<strong>für</strong> den gleichen Standard, so wird dies mit einer Zahl<br />

über dem Symbol deutlich gemacht. In unserem Fall bedeutet<br />

das nebenstehende Symbol, dass das Gerät über zwei HDMI-<br />

Anschlüsse verfügt.<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 093


Marktübersicht 87 ×<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

in €<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Anschluss<br />

HD-Tuner/<br />

HDD<br />

Auflösung Diagonale Farben<br />

Maße<br />

B/H/T in cm<br />

Gewicht<br />

in kg<br />

Flachbildschirme LCD<br />

Fujitsu Siemens Myrica VQ40-1 1 799,– HDMI, DVI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Grau 98,9 × 61,7 × 11,4 22<br />

Fujitsu Siemens Myrica VQ32-1 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Grau 78,3 × 49,3 × 11,4 12,2<br />

Grundig Cinemo 46 2 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 114,2 × 90,6 × 12,3 46,2<br />

Grundig Cinemo 40 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 99,8 × 80,5 × 12,3 33,9<br />

Grundig Cinemo 32 1 199,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80,6 × 64,4 × 11,2 20<br />

Hitachi 37LD9700 2 100,– 2 × HDMI –/– 1366 × 768 37 Zoll Schwarz 94,0 × 65,7 × 12,0 27,5<br />

Hitachi 32LD9700 1 850,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 81,3 × 58,4 × 11,4 22,5<br />

Hitachi 32LD6600 1 690,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 92 × 52 × 11 20<br />

Humax LDE-32TPVR 2 199,– DVI –/+ 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 84 × 60 × 22 31<br />

Humax LDE-HD32S 1 990,– HDMI +/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 81,2 × 63,3 × 13 25<br />

JVC LT-47DV8BG k.A. 3 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 47 Zoll Schwarz k. A. k.A.<br />

JVC LT-42DV8BG k.A. 3 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz k. A. k.A.<br />

JVC LT-32R71BU 1 499,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Grau 91,9 × 64,9 × 31,1 23<br />

LG 47LB2RF 2 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 47 Zoll Schwarz 1 28 × 71,9 × 13,7 62<br />

LG 37LB2R 1 799,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 118 × 67 × 14 35,9<br />

Loewe Compose 46 5499,– 2 × HDMI +/+ 1920 × 1080 46 Zoll<br />

Bronze, Schwarz,<br />

Silber, Titan, Cream<br />

114,1 × 67,2 × 12,4 35,7<br />

Loewe Compose 40 4499,– 2 × HDMI +/+ 1920 × 1080 40 Zoll<br />

Bronze, Schwarz,<br />

Silber, Titan, Cream<br />

101,4 × 59,7 × 11,4 31,5<br />

Marantz LC3201 2460,– DVI –/– 1366 × 768 32 Zoll Schwarz 77 × 46 × 9 15<br />

Metz Milos 37 S 3 700,– HDMI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Silber 109 × 60 × 12 21<br />

Metz Talio 32 S 2 799,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber 80 × 65 × 11 20<br />

Panasonic TX-32LE7F/S 799,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber 79,1 × 56,3 × 10,7 ca. 20<br />

Panasonic TX-32LM70F 899,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,1 × 56,3 × 10,7 ca. 20<br />

Panasonic TX-32LX70F 1 199,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber 79,1 × 56,3 × 11,7 ca. 20<br />

Philips 42PF9731D 3 699,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll schwarz 109,5 × 76,4 × 11,4 35<br />

Philips 37PF9831 3 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 99,1 × 70,7 × 11,4 26<br />

Philips 32PF9831 2 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 86,9 × 62,5 × 11,4 20,4<br />

Sagem HD L32-T 1 799,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 104 × 56 × 14 24,5<br />

Samsung LE-46F71B 4 299,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 112,9 × 78,8 × 32,0 43,8<br />

Samsung LE-40PF71B 3 199,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 29 31,6<br />

Samsung LE-40M91B 4 299,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 32,6 31,6<br />

Samsung LE-32M71B 1 899,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 31 Zoll Schwarz 80,3 × 57,8 × 25,2 19,2<br />

Sharp LC-52HD1E 5 199,– 2 × HDMI +/+ 1 920 × 1 080 52 Zoll Schwarz 127,4 × 87,2 × 25,5 43,7<br />

Sharp LC-52XL1E 3 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 52 Zoll Schwarz 127,3 × 87,5 × 25,5 36<br />

Sharp LC-46HD1E 4 199,– 2 × HDMI +/+ 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 113,7 × 79,3 × 35,5 38,1<br />

Sharp LC-46XL1E 2 799,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 113,7 × 79,3 × 25,5 32<br />

Sharp LC-42RD2E 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 102,7 × 72,4 × 25,5 29,5<br />

Sharp LC-37RD2E 1 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,5 × 58,8 × 25,5 20<br />

Sony KDL-26P2520E 999,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 26 Zoll Silber, Schwarz 66,3 × 47,2 × 12,8 10<br />

Sony KDL-32V2500AEP 1 499,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Silber, Schwarz 79,2 × 54,6 × 9,9 15<br />

Sony KDL-40V2500AEP 2 399,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Silber, Schwarz 98,8 × 66,4 × 10,3 21<br />

Sony KDL-46V2500AEP 3 099,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 46 Zoll Silber, Schwarz 112,0 × 75,5 × 11,6 28<br />

Telefunken 42TLF7012 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Thomson 46LB330B5 4 500,– HDMI –/– 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 134,4 × 79 × 11,4 20<br />

Thomson 37LB330B5 2 800,– HDMI –/– 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 109 × 71 × 25 33<br />

Thomson 32LB220B4 2 000,– DVI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 95 × 62 × 26 23<br />

094 www.hdplustv.de


Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

in €<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Anschluss<br />

HD-Tuner/<br />

HDD<br />

Auflösung Diagonale Farben<br />

Maße<br />

B/H/T in cm<br />

Gewicht<br />

in kg<br />

Toshiba 42X3030D 1 999,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz 102,7 × 67,3 × 12,2 22,4<br />

Toshiba 42C3000P 1 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 102,7 × 67,3 × 12,2 22,4<br />

Toshiba 37X3030D 1 699,– 2 × HDMI –/– 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 92,0 × 61,3 × 12,1 16,8<br />

Toshiba 32C3000P 1 099,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,5 × 54,5 × 11,6 14,8<br />

Viewsonic N4060W 2 229,– HDMI –/– 1 366 × 768 40 Zoll Grau 101,5 × 75,5 × 28 33<br />

Viewsonic N3760w 1 599,– HDMI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Grau 96 × 73 × 28 31<br />

Viewsonic N3260w 1 399,– HDMI –/– 1 366 × 768 32 Zoll Grau 82 × 65 × 23 21,5<br />

Flachbildschirme Plasma<br />

Conrac Syros 42 HD 1 100,– DVI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Silber 103 × 68 × 9,72 33,1<br />

Fujitsu/Plasmavision P55XTS51RS 8 500,– HDMI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Silber 138 × 80,8 × 12,5 55<br />

Fujitsu/Plasmavision P50XTS51ES 5 500,– HDMI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Silber 122 × 72,6 × 10 45<br />

Fujitsu/Plasmavision P42HTS51ES 3 500,– HDMI –/– 1 024 × 1 024 42 Zoll Silber 103,9 × 64 × 8,7 31,5<br />

Grundig Xephia 42 1 799,– HDMI/DVI –/– 1 024 × 768 55 Zoll Silber 138 × 80,8 × 12,5 55<br />

Grundig Elegance 50 3 560,– HDMI/ DVI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Silber 121,6 × 72,6 × 10 45<br />

Grundig Xephia 42 1 999,– HDMI, DVI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 75 × 10 39<br />

Hitachi 42PD9700 2 699,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 1 080 50 Zoll Schwarz 126,5 × 83,6 × 10,3 46,8<br />

Hitachi 55PD9700 4 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Silber 103,9 × 64 × 8,7 31,5<br />

Hyundai Imagequest Vvuon Q421H 2 599,– DVI –/– 1 024 × 768 55 Zoll Schwarz 151 × 84 × 10,5 62<br />

Hyundai Imagequest Vvuon Q421S 1 299,– DVI –/– 852 × 480 42 Zoll Schwarz 113,4 × 64,8 × 9,8 37,3<br />

LG 60PY2R 11 999,– HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 104,6 × 72,8 × 9,7 35<br />

LG 50PY2R 5 999,– HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63,1 × 7,9 28<br />

LG 50PC1RR 3 399,– HDMI –/+ 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63,1 × 7,9 28<br />

LG 42PC1RR 2299,– HDMI –/+ 1024 × 768 42 Zoll<br />

Silber, Pianolackschwarz<br />

112,9 × 74,85 × 38 30<br />

Loewe Xelos A42 4500,– HDMI –/– 1024 × 1024 60 Zoll Schwarz 166,6 × 97 × 11,4 (mit Fuß) 71<br />

Loewe Modus L42 2 999,– HDMI –/– 1 024 × 1 024 50 Zoll Schwarz 142 × 83,9 × 11,2 52,5<br />

Marantz PD4201 3990,– DVI –/– 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63 × 8 26<br />

NEC PX-42XR5 2449,– 2 × HDMI –/– 1024 × 768 50 Zoll<br />

Silber, Pianolack-<br />

Schwarz<br />

130,3 × 81 × 10,9 51,56<br />

NEC PX-60XR5 8899,– 2 × HDMI –/– 1366 × 768 42 Zoll Silber 107 × 72,7 × 10,9 39,5<br />

NEC PX-50XR6 3 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Silber 107 × 75 × 10,9 39,6<br />

Panasonic TH-42PV60 2 099,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 60 Zoll Schwarz 147,6x88x12,6 61,5<br />

Panasonic TH-37PV71F 1 399,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 720 50 Zoll Schwarz 122,2 × 73,6 × 9,9 35,5<br />

Panasonic TH-42PV71F 1 599,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Schwarz 102,2 × 61 × 9,8 27<br />

Panasonic TH-42PX730 k.A. 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 42 Zoll Schwarz 102 × 68 × 9,7 27<br />

Phocus PDP50MHS 3 500,– DVI –/– 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 91,7 × 66,7 × 33 23<br />

Pioneer PDP-5000EX 8 300,– 2 × HDMI/DVI –/– 1 920 × 1 080 60 Zoll Schwarz 147 × 88 × 11,8 51<br />

Pioneer PDP-427XD 2 799,– 2 × HDMI –/– 1 024 × 768 50 Zoll Silber 124,4 × 76,5 × 9,9 46,8<br />

Pioneer PDP-607XD 7 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Silber-Schwarz 102 × 70,5 × 9,5 30<br />

Pioneer PDP-507XD 4 199,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 107,7 × 68,9 × 13,8 32,5<br />

Samsung PS-50P7H 3 699,– 2 × HDMI –/– 1 366 × 768 50 Zoll Schwarz 122,4 × 71,7 × 11,5 34,7<br />

Inserenten<br />

Anixe<br />

TV U3<br />

DIGITAL FERNSEHEN 89<br />

Hai-End.com 25<br />

HDplusTV.de 5<br />

Homecast 85<br />

Humax<br />

U2<br />

Konica Minolta 23<br />

Loewe<br />

U4<br />

Medienforum NRW 27<br />

NEMO 36/37<br />

Teufel 3<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 095


HD-Kanäle via Satellit<br />

In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong> ausgestrahlten<br />

Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet. Neuaufschaltungen<br />

werden zur besseren Übersicht markiert.<br />

Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Pol. SR FEC<br />

Astra 19,2 Grad Ost<br />

Premiere HD Film deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Premiere HD Thema deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11 914 horizontal 27500 9/10<br />

Canal+ H igh Tech fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

National Geo. France fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

TF 1 HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12 522 vertikal 22000 5/6<br />

M6 HD fra MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 12581 vertikal 22000 5/6<br />

Astra <strong>HDTV</strong>-Promo eng MPEG-2/DVB-S – 12 610 vertikal 22000 5/6<br />

Anixe H D deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />

Astra HD/Arte HD* eng MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />

ProSieben HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />

Sat.1 H D deu MPEG-4/DVB-S2 – 12 722 horizontal 22000 2/3<br />

Hot Bird 13 Grad Ost<br />

Canal+ Sport HD pol MPEG-4/DVB-S2 Mediaguard 10719 vertikal 27500 3/4<br />

TPS St ar H D fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 10 834 vertikal 27500 3/4<br />

Discovery HD Europe pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />

MGM HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 Horizontal 27500 2/3<br />

N Sport pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 449 horizontal 27500 2/3<br />

Sky Sport HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />

Next HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />

Sky Cinema HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />

National Geographic HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11 996 vertikal 27500 3/4<br />

Luxe H D fra MPEG-4/DVB-S – 12 322 horizontal 27500 3/4<br />

Intelsat 12 45 Grad Ost<br />

Discovery HD eng MPEG-4/DVB-S PowerVU 11 591 horizontal 6666 3/4<br />

Türksat 42 Grad Ost<br />

D <strong>HDTV</strong> tur MPEG-4/DVB-S2 – 11 990 horizontal 6 666 8/9<br />

Express AM 1 40 Grad Ost<br />

<strong>HDTV</strong> Test rus MPEG-4/DVB-S – 10 981 vertikal 44 951 5/6<br />

Eutelsat Sesat 36 Grad Ost<br />

Luxe H D fra MPEG-4/DVB-S – 11 176 horizontal 27500 3/4<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 111 horizontal 26500 3/4<br />

HD Kino rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 27500 3/4<br />

HD Promo rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 27500 3/4<br />

HD Sport rus MPEG-4/DVB-S Viaccess 12 265 27500 3/4<br />

Astra 2 28,2 Grad Ost<br />

BBC H D eng MPEG-4/DVB-S Videoguard 10847 vertikal 22000 5/6<br />

Sky Sports 1 HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11720 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Sports 2 HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11720 horizontal 28250 3/4<br />

Sky M ovies 9 eng MPEG-4/DVB-S Videoguard 11798 horizontal 27500 3/4<br />

Sky Ret rail H D eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />

Discovery H D eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Box Office H D 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky A rts eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Box Office H D 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Prem Plus eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Sky One U K eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Sky M ovies 10 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

National G eo HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 363 vertikal 28250 3/4<br />

The History Channel HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12 363 vertikal 28250 3/4<br />

Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

HD 2 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

Exqi nld MPEG-4/DVB-S Irdeto 10 758 vertikal 22000 7/8<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

Astra HDZV Promo eng MPEG-4/DVB-S2 10 803 horizontal 22000 2/3<br />

096 www.hdplustv.de<br />

Frequenzen i n MHz, Pol. = Polarisation, SR = Symbolrate, FEC = Fehlerkorrektur,<br />

Neuaufschaltungen, * nur sporadisch aufgeschaltet


Astra <strong>HDTV</strong> Promo eng MPEG-4/DVB-S2 10 803 horizontal 22000 2/3<br />

HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 10842 vertikal 13 333 3/4<br />

HD 4U eng MPEG-4/DVB-S2 10842 vertikal 13 333 3/4<br />

Astra <strong>HDTV</strong> Promo eng MPEG-4/DVB-S 12 032 horizontal 27500 3/4<br />

Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />

Exqi nld MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

HD 4 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17 360 3/4<br />

Luxe HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 10899 vertikal 9404 3/4<br />

Sirius 5 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12 245 vertikal 27 500 7/8<br />

Thor 0,8 Grad West<br />

Canal+ F ilm H D div. MPEG-4/DVB-S Conax 11 421 horizontal 25000 2/3<br />

Canal+ S port H D swe MPEG-4/DVB-S Conax 11 421 horizontal 25000 2/3<br />

Canal+ F ilm H D div. MPEG-2/DVB-S Conax 11 421 horizontal 25000 2/3<br />

SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 11 434 vertikal 25000 2/3<br />

Discovery HD Europe eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 380 vertikal 25000 2/3<br />

SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12 380 vertikal 25000 2/3<br />

Voom HD eng MPEG-4/DVB-S2 Conax 12 380 vertikal 25000 2/3<br />

Atlantic Bird 3 5 Grad West<br />

TF 1 H D fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 512 vertikal 39760 7/8<br />

Arte H D fra MPEG-2/DVB-S Viaccess 11 554 vertikal 30000 7/8<br />

Ret 4 H D ita MPEG-2/DVB-S Mediaguard 12 591 horizontal 19 636 2/3<br />

Atlantic Bird 1 12,5 Grad West<br />

Luxe H D fra MPEG-4/DVB-S – 11 387 horizontal 27 500 3/4<br />

Hispasat 30 Grad West<br />

Canal AD Promo spa MPEG-4/DVB-S – 11 731 vertikal 27 500 3/4<br />

Canal+ Film HD<br />

Seit Anfang März ist Skandinavien im Umbruch.<br />

Mit der Einführung von <strong>HDTV</strong> im Canal+-Digitalpaket<br />

können nun endlich auch die Nordeuropäer<br />

in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen<br />

Filme in hochauflösender Qualität genießen. Im Programm<br />

von Canal+ Film HD sind unter anderem beliebte<br />

Filme wie Madagaskar zu bewundern. Leider<br />

kommen die Zuschauer außerhalb Skandinaviens<br />

nur bedingt in den Genuss der Programme. Einzig in<br />

den Vormittagsstunden sendet Canal+ Film HD zu<br />

Werbezwecken uncodiert.<br />

Anixe HD<br />

Zu den Pionieren bei der Einführung von <strong>HDTV</strong> in Europa<br />

zählt zweifelsohne Anixe HD. Das in Deutschland<br />

produzierte Programm bereitet ältere Filme in<br />

<strong>HDTV</strong>-Qualität auf. Allabendlich präsentiert Anixe<br />

somit mindestens einen Spielfilmklassiker. Seit März<br />

können auch Bundesligaspiele bei Anixe uncodiert<br />

bewundert werden. Dank einer Zusammenarbeit<br />

mit Schalke 04 sendet Anixe alle Heimpartien des<br />

Fußballvereins wenige Tage nach dem Spiel in hochauflösender<br />

Qualität. Anixe wird uncodiert ausgestrahlt.<br />

Canal AD Promo<br />

Ein wahrer Geheimtipp <strong>für</strong> Technikfreaks ist das<br />

HD-Signal auf der spanischen Satellitenposition 30<br />

Grad West. Der Testsender Canal AD überträgt hier<br />

eine kurze Promo, mit der Sie die Leistungsfähigkeit<br />

Ihres Fernsehers und <strong>HDTV</strong>-Receivers testen können.<br />

Wenn das dargestellte Bild ruckelfrei auf dem<br />

Bildschirm angezeigt wird, ist die verbaute Technik<br />

optimal eingestellt. Das Testsignal kann uncodiert<br />

empfangen werden.<br />

www.anixehd.tv<br />

Satellit Thor 0,8 Grad West<br />

Codierung Conax<br />

Sprache div.<br />

Frequenz 11 421 MHz h, SR 25000, FEC 2/3<br />

Norm<br />

MPEG-4/DVB-S2<br />

Satellit Astra 19,2 Grad Ost<br />

Codierung –<br />

Sprache Deutsch<br />

Frequenz 12 722 MHz h, SR 22000, FEC 2/3<br />

Norm<br />

MPEG-4/DVB-S2<br />

Satellit Hispasat 30 Grad West<br />

Codierung –<br />

Sprache Spanisch<br />

Frequenz 11 731 MHz v, SR 27500, FEC 3/4<br />

Norm<br />

MPEG-4/DVB-S<br />

Kaufberatung | HD+TV | 3.2007 097


Impressum<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (0341) 1 49 55-11<br />

Herausgeber<br />

Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />

Schnappschüsse<br />

aus Hamburg und Babelsberg<br />

Von wegen der <strong>Playstation</strong> steht das Wasser bis zum Hals:<br />

Gegen die Brandungen Hamburgs charterte Sony ein<br />

eigenes Hausboot<br />

Das Ehegelübde unseres Verlagsstrategen wiegt tief:<br />

Dieser Ring ist sein!<br />

<strong>Vorschau</strong><br />

4.2007<br />

Komisch, im Fernsehen sah er<br />

irgendwie kleiner aus<br />

Dieser nette Herr weist Ihnen<br />

am Kiosk den richtigen Weg zur<br />

HD+TV<br />

Bei den Göttern<br />

Wir enthüllen Sonys aktuelle<br />

Projekte in Griechenland<br />

Bereit <strong>für</strong> den Urlaub<br />

HD-Camcorder <strong>für</strong> die<br />

schönsten Stunden des Jahres<br />

Wertanlage<br />

Diese Produkte kennen<br />

kein Ebay<br />

Oscarreife Filme<br />

Die neuesten Blu-ray Discs<br />

und HD DVDs<br />

Die nächste Ausgabe erscheint<br />

am 8. Juni 2007<br />

Copyright NLP, Inc.<br />

Copyright NLP, Inc.<br />

Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Mario Hess<br />

Chefredaktion (ViSdP)<br />

Marc Hankmann<br />

Chef vom Dienst<br />

Christian Trozinski<br />

Produktionsleitung<br />

Uwe Gajowski<br />

Grafikdesign<br />

Susann Beutlich, Thomas Butzmann, Romy Ebert,<br />

Tobias Ehleben, Simon Guse, Janine Hirsch, Kati<br />

Landherr, Rico Langer, Kirsten Weber, Linda Wenzel<br />

Redaktion:<br />

Frank Bitterhof, Rainer Bücken, Frank Geiseler,<br />

Hubert Gertis, Martin Günther, Mandy Hannemann,<br />

Mario Hess, Tobias Lindner, Alexander Lohr, Frank<br />

Meinzenbach, Thomas Meyer, Eva Nowitzki, Moritz<br />

Ostertag, Ricardo Petzold, Patricia Hinrichs, Susanne<br />

Sprotte, Falko Theuner, Jeannine Völkel<br />

Anschrift<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion HD+TV<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

leserbriefe@hdplustv.de<br />

www.hdplustv.de<br />

Anzeigen<br />

Nicole Kühn, Benjamin Mächler, Carsten Philipp<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0<br />

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anzeigen@hdplustv.de<br />

Abonnenten<br />

Nadine Helbig, Stephanie Kurz<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-22<br />

Fax (03 41) 1 49 55-11<br />

abo@hdplustv.de<br />

Vertrieb<br />

MZV Moderner Zeitschriften<br />

Vertrieb GmbH & Co. KG<br />

Breslauer Straße 5, D-85386 Eching<br />

Tel. (0 89) 3 19 06-0, Fax: (0 89) 3 19 06-113<br />

info@mzv.de, www.mzv.de<br />

ISSN: 1861-1737<br />

Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />

Einzelpreis Deutschland: 4,90 Euro<br />

Jahresabo Deutschland: 24,90 Euro<br />

Jahresabo Ausland: 34,90 Euro<br />

Druck<br />

Dierichs Druck + Media GmbH, Kassel<br />

© 2007 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />

Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />

durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlags gestattet.<br />

Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr <strong>für</strong> die<br />

Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Schutzrechte<br />

auf Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen<br />

Artikeln nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit<br />

Initialen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die<br />

Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte, Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag<br />

keine Haftung. Die Zustimmung zum Abdruck wird<br />

vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung von<br />

Material, dass dieses frei von Rechten Dritter ist. Mit der<br />

Honorierung von Manuskripten, Fotos und anderem Material<br />

erwirbt der Verlag die Rechte daran. Gerichtsstand ist Leipzig<br />

098 www.hdplustv.de

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