Ratgeber Frau und Familie Wintersalate: Fit ins neue Jahr (Vorschau)

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1/2013 Ratgeber Frau und Familie

Quarkkuchen:

Einfach gut

Wintersalate:

€ 3,00

Österreich: € 3,40

Schweiz: SFR 4,60

Aus Gemüse

und Fleisch:

Schnitzel -

parade

Natur -

kosmetik:

Mit Flocken,

Schrot und

vollem Korn

Land und Genuss:

Norwegen

Medizin:

Abnehmen

mit


INHALT Januar 2013

14 Gutes vom Land

64

Natürliche Schönmacher

Sesam

40

Schätze im Glas

24

Aus Schweizer

Backstuben

84

Renaissance

Schmuckstücke

selbst gemacht

44

Extra

Sharonfrucht

102

Albträume

Bedrohliche Bilder

von innen

140

Norwegen

ESSEN, TRINKEN

Wintersalate: Fit ins neue Jahr 6

Gutes vom Land: Winterrezepte 14

Jedermanns Liebling: Quarkkuchen 18

Aus Schweizer Backstuben:

Kuchen, Torten und herzhaftes Gebäck 24

Kulinarisches Quiz 31

Schnitzelparade: Raffinierte Pfannengerichte

mit Fleisch und Gemüse 32

Küchenkalender 39

Schätze im Glas: Orangen und Zitronen 40

Marktbummel 42

Extra: Sharonfrucht 44

Bestseller-Rezepte unserer Leser 48

Kulinarische Reise: Norwegen 50

Rezeptverzeichnis 54

Büchertipps 54

Übrigens: Haltbarkeit

von geöffneten Saftflaschen 55

Herstellernachweis 153

SCHÖNHEIT, WELLNESS

Aus Flocken, Schrot und vollem Korn 58

Natürliche Schönmacher: Sesam 64

MODE, KREATIV

Gut betucht 68

Mode in XL 70

Woll-Lust 74

Kreativ-Werkstatt 82

Renaissance für Kabel & Co. 84

Herstellernachweis 153

GESUNDHEIT, MEDIZIN

Abnehmen mit Schüßler-Salzen 90

Psychosomatik 96

Albträume 102

Nachtschweiß 106

Energie in Beruf und Familie 108

Hilfen im Alter: Barrierefreies Wohnen 112

FAMILIE, KIND, ALLTAG

Roswitha Stemmer-Beer:

Manieren – ein alter Zopf? 116

Blick in die Zeit:

Gesundheit beginnt im Kopf 132

WOHNEN, GARTEN, NATUR

Kräuter und Gemüse

für halbschattige Lagen 126

Gehölze mit auffälliger Rinde 129

FREIZEIT, FERIEN, UNTERHALTUNG

Tolle Prämien für unsere Leser 67

Kurzgeschichte:

Der andere Mann 120

Norwegen

Winteridylle in Trysil 140

Neues vom Ratgeber-DINO:

Verflixte Technik … 148

Rätselauflösungen und Gewinner 154

Sudoku 155

Kreuzwort-Preisrätsel 56, 156

Vorschau 158

Impressum und Herstellernachweis 153

4 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

5


Wintersalate:

Fit ins neue Jahr

Auch im Winter gibt es zahlreiche

Möglichkeiten, sich vitaminreich

und gesund zu ernähren.

Knackige Wintersalate sind hierfür

bestens geeignet. Das Zusammenspiel

aus Rohkost, gekochten Gemüsen und

einem interessanten Dressing ergeben

vielseitige Salatkompositionen. Dabei

können auch Fleisch oder Wurst in

Haupt- oder Nebenrolle zum

kulinarischen Erfolg beitragen.

Kurzum, sie sind perfekte

Fitmacher jetzt im Winter!

Sauerkrautsalat

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Salat:

je 1 rote und grüne Paprikaschote,

80 g Zwiebeln,

1 Chilischote,

1 Knoblauchzehe,

1 Dose Sauerkraut (Abtropfgewicht 285 g).

Für die Marinade:

2 EL Apfelessig,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 TL Zucker,

½ TL edelsüßes Paprikapulver,

5 EL Sonnenblumenöl,

1 EL fein geschnittene Petersilie.

Für die Croûtons:

2 Scheiben Roggenmischbrot (100 g).

Die Paprikaschoten vierteln, die Stielansätze, Samen

und weißen Trennwände entfernen, das

Fruchtfleisch in feine Streifen schneiden. Die

Zwiebeln pellen und fein würfeln. Die Chilischote

halbieren, Samen und Stielansatz entfernen, das

Fruchtfleisch fein würfeln. Den Knoblauch pellen

und fein hacken, das Sauerkraut abtropfen

lassen.

Für die Marinade Essig, Salz, Pfeffer, Zucker

und Paprikapulver in einer entsprechend

großen Schüssel miteinander verrühren.

Das Öl und die Petersilie untermischen.

Die Salatzutaten zufügen und alles miteinander

vermischen. Zugedeckt 1 Stunde

durchziehen lassen, dann nochmals

abschmecken.

Für die Croûtons das Brot in 2 cm große

Würfel schneiden und in einer beschichteten

Pfanne ohne Fett rösten. Herausnehmen und

abkühlen lassen. Den Salat anrichten, mit den

Croûtons bestreuen und servieren.

Zubereitungszeit: 30 Minuten, zusätzlich

1 Stunde Marinierzeit.

Nährwert pro Portion ca.: 4 g Eiweiß,

13 g Fett, 16 g Kohlenhydrate,

203 kcal (852 kJ); 1,3 BE.

1/2013

Ratgeber

7


WINTERSALATE

WINTERSALATE

Radicchio-Chicorée-Salat mit

Feigenspießchen

Rezept zum Titelbild

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

2 EL Pinienkerne,

4 Feigen,

8 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck),

2 TL Öl,

1 Radicchio,

2 Chicoréekolben,

2 EL Balsamicoessig,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

2 EL Olivenöl,

einige Salbeiblättchen.

vieren das Öl erhitzen, die Feigenspießchen darin

kurz anbraten.

Radicchio und Chicorée putzen, kalt abbrausen

und nach Belieben klein schneiden. Den Essig

mit Salz, Pfeffer und Olivenöl verrühren. Den

Salat mit den Pinienkernen mischen, die

Marinade unterheben.

Die Feigenspießchen auf dem Salat

anrichten und mit Salbeiblättchen

bestreut servieren.

Zubereitungszeit: 25 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.: 5 g Eiweiß,

11 g Fett, 10 g Kohlenhydrate,

161 kcal (674 kJ); 0,8 BE.

Gemüse-Couscous-Salat

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

100 g Vollkornreis,

150 g Couscous,

50 g rote Linsen,

Salz, Saft von zwei Zitronen,

Pfeffer aus der Mühle,

1 kleiner Blumenkohl, 4 Möhren,

1 Salatgurke,

1 daumengroßes Stück Ingwer,

6 EL Olivenöl,

1 Msp. Kreuzkümmel (Cumin),

einige Stängel frische Minze.

Den Reis, den Couscous und die

Linsen nach Packungsangaben in

Salzwasser garen. Jeweils abgießen,

abtropfen lassen und in einer

großen Schüssel mit dem Zitronensaft

mischen. Mit Salz und Pfeffer

würzen, abkühlen lassen.

Den Blumenkohl putzen und in

kleine Röschen teilen. Die Möhren

schälen und klein würfeln. Den

Blumenkohl in kochendem Salzwasser

8 Minuten, die Möhren

5 Minuten garen. Die Gemüse abgießen,

kalt abschrecken und abtropfen

lassen.

Die Gurke schälen, längs halbieren

und entkernen. Das Fruchtfleisch

fein würfeln. Den Ingwer schälen

und reiben.

Blumenkohl, Möhren, Gurken, Ingwer

und Olivenöl unter die Reis-

Couscous-Mischung heben. Mit

Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken.

Die Minzeblättchen

fein schneiden und untermischen.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.:

5gEiweiß, 10 g Fett,

25 g Kohlenhydrate,

214 kcal (896 kJ);

2,1 BE.

Klassischer Coleslaw

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Salat:

300 g Weißkraut,

200 g Möhren,

1 grüne Paprikaschote,

100 g Staudensellerie.

Für das Dressing:

250 g Salatmayonnaise,

60 ml Apfel-Balsam-Essig,

20 g mittelscharfer Senf,

1 EL Zitronensaft,

30 g Zucker,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 EL fein geschnittene Petersilie.

Den Weißkohl putzen, vierteln,

den Strunk herausschneiden, die

Viertel in feine Streifen schneiden

oder hobeln. Die Möhren

schälen und in etwa

4 cm lange feine Stifte

schneiden. Die

Pap rikaschote

vierteln,

Stielansatz,

Samen und Trennwände entfernen,

das Fruchtfleisch in feine

Streifen schneiden. Den Sellerie

putzen und in etwa 4 cm lange feine

Stifte schneiden. Alle Zutaten in

eine Schüssel geben und mischen.

Die Zutaten für das Dressing in einer

kleinen Schüssel gut miteinander

verrühren. Das Dressing zum

Salat geben, mischen und mindestens

1 Stunde durchziehen lassen.

Nochmals abschmecken, dann anrichten

und mit geröstetem Baguette

servieren.

Zubereitungszeit: 30 Minuten,

zusätzlich Marinierzeit..

Nährwert pro Portion ca.: 5 g Eiweiß,

25 g Fett, 22 g Kohlen -

hydrate, 330 kcal (1384 kJ); 1,8 BE.

Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne

goldbraun rösten. Die Feigen kalt abbrausen,

trockentupfen und vierteln. Die

Speckscheiben quer halbieren, jedes Feigenviertel

mit einem Speckstreifen umwickeln. Die

Feigen auf Spießchen stecken. Kurz vor dem Ser-

8 Ratgeber 1/2013


WINTERSALATE

Asiatischer

Rindfleischsalat

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Salat:

600 g gekochtes kaltes Rindfleisch,

z.B. Tafelspitz,

200 g grüne Paprikaschoten,

1 Chilischote,

150 g Möhren.

Für das Dressing:

10 g frische Ingwerwurzel,

2 Knoblauchzehen,

4 EL helle Sojasoße,

2 EL süßsaure Chilisoße,

3 EL Zitronensaft,

5 EL Erdnussöl,

Salz,

Pfeffer aus der Mühle,

1 TL fein geschnittene Minze,

1 TL fein geschnittene Petersilie.

Das Rindfleisch zuerst in dünne

Scheiben, dann in Streifen schneiden.

Die Paprikaschoten vierteln,

Stielansätze, Samen und Trennwände

entfernen, das Fruchtfleisch

in feine Streifen schneiden.

Die Chilischote längs halbieren,

Stielansatz, Samen und Trennwände

entfernen, das Fruchtfleisch in

feine Streifen schneiden. Die Möhren

schälen und in dünne Stifte

schneiden.

Für das Dressing den Ingwer schälen,

die Knoblauchzehen pellen.

Beides fein würfeln. Mit der Sojasoße,

Chilisoße, Zitronensaft, Erd -

nuss öl, Salz und Pfeffer in eine entsprechend

große Schüssel geben

und verrühren, bis sich das Salz

aufgelöst hat. Die Kräuter untermischen.

Die vorbereiteten Salatzutaten zufügen

und alles gut miteinander

vermengen. 30 Minuten marinieren

lassen.

Den Salat nochmals abschmecken,

mit Minzeblättchen garnieren und

servieren.

Zubereitungszeit: 30 Minuten,

zusätzlich Marinierzeit.

Nährwert pro Portion ca.:

35 g Eiweiß, 22 g Fett,

7gKohlenhydrate, 365 kcal

(1529 kJ); 0,6 BE.

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10 Ratgeber 1/2013


WINTERSALATE

Harzer

Kartoffelsalat

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Salat:

750 g Salatkartoffeln, Salz,

200 g Jagdwurst (oder Kalbfleischwurst),

80 g Gewürzgurken,

80 g Zwiebeln,

1 EL grob geschnittene Petersilie,

2 hart gekochte Eier (M).

Für das Dressing:

3 EL Weißweinessig,

1 EL Gurkenwasser,

100 ml heiße Gemüsebrühe,

1 Msp. Zucker,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

5 EL Rapsöl.

Die Kartoffeln waschen, in einen

Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken

und leicht salzen. Zum Kochen

bringen und bei reduzierter

Hitze zugedeckt

etwa 25 − 30 Minuten

garen. Abgießen und auskühlen

lassen, dann pellen und in Scheiben

schneiden.

Die Wurst in 1 cm große Würfel

schneiden. Die Gurken abtropfen

lassen und in kleine Würfel schneiden.

Die Zwiebeln pellen und fein

hacken.

In einer entsprechend großen

Schüssel die Zutaten

für das Dressing

miteinander verrühren,

bis sich Zucker

und Salz gelöst haben.

Die vorbereiteten Salatzutaten

einschließlich Petersilie

zugeben und alles

vorsichtig untereinanderheben

und abschmecken. 20 Minuten

ziehen lassen.

Die beiden Eier pellen und vierteln.

Den Salat nochmals abschmecken,

mit den Eivierteln anrichten und

servieren.

Zubereitungszeit: 45 Minuten,

zusätzlich Marinierzeit.

Nährwert pro Portion ca.:

18 g Eiweiß, 25 g Fett, 30 g Kohlenhydrate,

423 kcal (1773 kJ); 2,5 BE.

Kerniger Möhrensalat

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

150 g Naturjoghurt (1,5 % Fett),

1 TL Orangenblütenhonig,

1 TL feingehackte Bio-Orangenschale,

8 EL frisch gepresster Orangensaft,

¼ TL gemahlener Kardamom,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

350 g Möhren,

½ TL fein geschnittene Orangenminze,

30 g Rosinen,

20 g geröstete Pinienkerne.

Außerdem:

einige Blättchen Orangenminze

zum Garnieren.

Den Joghurt in einer Schüssel mit

dem Honig, der Orangenschale,

dem Orangensaft und den Gewürzen

glatt rühren.

Die Möhren schälen, längs halbieren

und in feine Scheiben schneiden.

Mit der Minze unter die Joghurt-Marinade

mischen. 30 Minuten

ziehen lassen.

Den Salat nochmals abschmecken.

Die Rosinen und die Pinienkerne

untermischen. Den Salat anrichten

und mit der Orangenminze garnieren.

Mit Vollkornbrot servieren.

Zubereitungszeit: 20 Minuten,

zusätzlich Marinierzeit.

Nährwert pro Portion ca.: 4 g Eiweiß,

3 g Fett, 19 g Kohlenhydrate,

128 kcal (536 kJ); 1,6 BE.

Kürbis-Zucchini-Salat

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Salat:

250 g Kürbisfruchtfleisch,

250 g Zucchini,

80 g Zwiebeln,

200 g Tomaten.

Für das Dressing:

3−4EL Weißweinessig,

2 EL helle Sojasoße,

2 EL süß-saure Chilisoße,

5 EL Sonnenblumenöl,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 TL Akazienhonig,

1 Msp. Ingwerpulver.

Das Kürbisfruchtfleisch in etwa

5 cm lange und 0,5 cm dicke Stifte

schneiden. Die Zucchini von Blüten-

und Stielansatz befreien und

ebenfalls in dünne Stifte schneiden.

Die Zwiebeln pellen und fein

würfeln. Die Tomaten kurz blanchieren,

kalt abschrecken und häuten.

Die Früchte vierteln, Stielansätze

und Samen entfernen, das

Fruchtfleisch in kleine Würfel

schneiden.

Die Zutaten für das Dressing in einer

entsprechend großen Schüssel

verrühren. Die vorbereiteten Salatzutaten

zufügen und unterheben,

den Salat abschmecken. Etwa

2 Stunden zugedeckt durchziehen

lassen. Nochmals abschmecken

und anrichten.

Zubereitungszeit: 30 Minuten,

zusätzlich Marinierzeit.

Nährwert pro Portion ca.:

5gEiweiß, 14 g Fett,

10 g Kohlenhydrate,

191 kcal (802 kJ); 0,8 BE.

12 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

13


Ehrlich, bodenständig, so

naturnah wie möglich und

mit frischen Zutaten aus dem

Garten oder vom Markt: so

wünschen wir uns unsere

Mahlzeiten. Wir zeigen Ihnen

in unserer neuen Serie, wie

vielfältig man mit saisonalen

und heimischen Produkten

kochen und backen kann.

Schweinebratensülze

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

1 Packung Sülzenpulver,

3 − 4 EL Weinessig,

400 g kalter gebratener

Schweinehals,

120 g rote Paprikaschote,

80 g Möhre,

Salz,

8 Cornichons,

4 Maiskölbchen aus dem Glas,

4 hart gekochte Eier (M),

80 g Silberzwiebeln aus dem

Glas,

Gutes vom

4 krause Petersilienzweige,

1 TL fein geschnittene Petersilie.

Aus dem Sülzenpulver nach Herstellerangabe

mit 750 ml Wasser

und dem Essig ein Gelee herstellen,

bis kurz vor dem Gelieren abkühlen

lassen. Den Schweinehals in dünne

Scheiben schneiden.

Die Paprikaschote vierteln, Stielansätze,

Samen und Trennwände entfernen.

Die Möhre schälen. Paprikastücke

und Möhre in Salzwasser

bissfest garen. Von den Pap -

rikavierteln die Haut abziehen, das

Fruchtfleisch quer in

dünne Streifen schneiden, die

Möhre mit einem Buntmesser in

dünne Scheiben schneiden.

Die Cornichons fächerartig einschneiden.

Die Maiskölbchen längs

halbieren. Die Eier schälen und mithilfe

eines Eischneiders in Scheiben

schneiden. Die Silberzwiebeln abtropfen

lassen.

Alle vorbereiteten Zutaten dekorativ

in vier tiefen Tellern anrichten.

Mit einem Schöpflöffel das Gelee

gleichmäßig darüber verteilen. Mit

den Petersilienzweigen garnieren.

Im Kühlschrank fest werden lassen.

Mit der Petersilie bestreut servieren,

dazu ein kräftiges Bauernbrot

reichen, z. B. das Sechskornbrot.

Zubereitungszeit: 45 Minuten,

zusätzlich Wartezeiten.

Nährwert pro Portion ca.: 39 g Eiweiß,

13 g Fett, 7 g Kohlenhydrate,

306 kcal (1283 kJ); 0,6 BE.

Sechskornbrot

(Rezept für 1 Brot)

(etwa 20 Scheiben)

Zutaten:

je 50 g Sojaschrot und Nackthafer

(im Reformhaus oder

Naturkostladen),

50 g Sonnenblumenkerne,

500 ml Wasser,

50 g Leinsamen,

500 g Weizenmehl Type 1050,

100 g Roggenmehl Type 997,

1 EL Meersalz,

1 Würfel frische Hefe (42 g),

1 EL Honig.

Sojaschrot, Nackthafer und Sonnenblumenkerne

in einer trockenen

Pfanne unter ständigem Wenden

rösten, bis sie zu duften beginnen.

Das Wasser zugießen, die

Pfanne vom Herd nehmen und

den Leinsamen unter die Mischung

rühren. Alles auf Handwärme

abkühlen lassen.

Weizen- und Roggenmehl in eine

große Schüssel geben und mit

dem Salz mischen, in die Mitte eine

Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln.

Den Honig über die Hefe

verteilen, die lauwarme Mischung

aus der Pfanne zugeben und mit

etwas Mehl zu einem Brei verrühren.

Den Vorteig zudecken und an

einem warmen Ort etwa 15 Minuten

gehen lassen. Das restliche

Mehl mit den Knethaken des

Handrührgerätes oder einer Küchenmaschine

unter den Vorteig

kneten. Den Teig zugedeckt wei -

tere 15 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech fetten und mit Mehl

bestreuen. Den Teig nochmals

gründlich durchkneten, bis er geschmeidig

ist, dann mit nassen

Händen zu einem Kloß formen, auf

das Blech legen und zu einem Laib

von etwa 25 cm Durchmesser

flachdrücken.

Mit einem Tuch zudecken und

nochmals 20 − 30 Minuten an einem

warmen Ort gehen lassen, bis

sich das Volumen etwa um ein

Drittel vergrößert hat.

Den Boden und die Seitenwände

des kalten Backofens mit Wasser

besprühen. Das Backblech mit

14 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

15


GUTES VOM LAND

GUTES VOM LAND

dem Brot in den Backofen geben,

den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) aufheizen. Ab Erreichen der

Temperatur das Sechskornbrot

etwa 50 Minuten backen. Nach

dieser Backzeit noch etwa 10 Minuten

im ausgeschalteten Ofen stehen

lassen.

Das Brot aus dem Backofen nehmen,

auf ein Kuchengitter legen

und von allen Seiten mit kaltem

Wasser besprühen. Vollständig

auskühlen lassen.

Zubereitungszeit: 2 ¼ Stunden.

Nährwert pro Scheibe ca.: 6 g Eiweiß,

3 g Fett, 23 g Kohlenhydrate,

145 kcal (607 kJ); 1,9 BE.

Walnussbrot

(Rezept für 1 Brot)

(etwa 20 Scheiben)

Zutaten:

150 g Walnusskerne,

100 g grober Weizenschrot,

350 g Weizenmehl Type 550,

150 g Roggenmehl Type 997,

1 Würfel frische Hefe (42 g),

1 EL brauner Zucker,

250 ml lauwarmes Wasser,

125 ml lauwarme Milch,

100 ml Sahne,

2 TL Salz.

Außerdem:

Öl für das Backblech,

2 EL Roggenmehl zum Formen.

ben, darin wälzen und zu einer Kugel

formen. Auf das vorbereitete

Backblech setzen. Die Teigkugel

von der Mitte aus zu einem Laib

von etwa 25 cm Ø drücken. Zugedeckt

weitere 15 Minuten gehen

lassen, bis sich das Volumen um

etwa ein Drittel vergrößert hat.

Den Boden und die Seitenwände

des kalten Backofens mit Wasser

besprühen. Das Backblech mit

dem Brot in den Backofen geben,

den Backofen auf 220° C (Gas Stufe

4) aufheizen. Ab Erreichen der

Temperatur das Walnussbrot etwa

1 Stunde backen. Nach dem Backen

noch etwa 15 Minuten im ausgeschalteten

Ofen stehen lassen.

Das Brot aus dem Backofen nehmen,

auf ein Kuchengitter legen

und von allen Seiten mit kaltem

Wasser besprühen. Vollständig

auskühlen lassen.

Zubereitungszeit: 2 ¼ Stunden.

Nährwert pro Scheibe ca.:

5gEiweiß, 7 g Fett, 23 g Kohlen -

hydrate, 177 kcal (741 kJ); 1,9 BE.

Marktfrisch

Jetzt im Handel erhältlich ist

der Feldsalat bzw. Ackersalat,

Rapunzel oder Nüsslisalat,

dessen kleine Rosetten aus ernährungsphysiologischer

Sicht

sehr wertvoll sind, besonders

im Hinblick auf Eisen- und Vitamin-C-Gehalt.

Feldsalat aus

heimischem Anbau ist von Oktober

bis Mai im Handel. Als

winterharte Pflanze kann er

auch Temperaturen von bis zu

-15° C überstehen. Wird Feldsalat

mit einem Vlies oder Reisig

abgedeckt, kann man ihn auch

unter Schnee ernten. Die Blättchen

sind sehr empfindlich,

am besten werden sie bald

nach der Ernte zubereitet. Der

Salat soll zwar kühl lagern,

aber nicht luftdicht verpackt

werden. Beim Servieren das

Salatdressing erst im letzten

Moment zum Feldsalat geben.

Feldsalat mit

Pinienkernen

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Salat:

60 g roh geräucherter, durchwachsener

Speck,

80 g rote Zwiebeln,

120 g Kirschtomaten,

400 g Feldsalat,

30 g Pinienkerne.

Für die Vinaigrette:

2 EL Tomatenessig,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 Prise Zucker,

3 EL Gemüsebrühe,

4 EL Traubenkernöl.

Den durchwachsenen Speck in

kleine Würfel schneiden. Eine Pfanne

heiß werden lassen, die Speckwürfel

darin knusprig braten, herausnehmen

und auf einem Teller

abkühlen lassen.

Die Zwiebeln pellen und in dünne

Ringe schneiden oder hobeln. Die

Kirschtomaten waschen, den Stielansatz

entfernen, die Früchte in

Scheiben schneiden. Den Feldsalat

putzen, gründlich waschen und

sehr gut abtropfen lassen. Die Pinienkerne

in einer beschichteten

Pfanne ohne Zugabe von Fett golden

rösten, sofort herausnehmen

und auf einem Teller abkühlen lassen.

Für die Vinaigrette den Essig mit

den Gewürzen und der Gemüsebrühe

in einer Schüssel so lange

verrühren, bis sich das Salz gelöst

hat, dann das Öl unterrühren.

Den Feldsalat auf Tellern mit den

Zwiebelringen, den Tomatenscheiben

und Pinienkernen anrichten.

Die Speckwürfel darüberstreuen.

Mit der Vinaigrette beträufeln.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.: 6 g Eiweiß,

26 g Fett, 3 g Kohlenhydrate,

271 kcal (1134 kJ); 0,3 BE.

Die Walnusskerne grob hacken

und in einer trockenen Pfanne unter

Wenden rösten, bis sie angenehm

duften. In eine große Rührschüssel

umfüllen. Den Weizenschrot

in der Pfanne ebenfalls unter

öfterem Wenden rösten. Zu den

Nüssen geben und mischen. Weizen-

und Roggenmehl zugeben, in

der Mitte eine Mulde formen. Die

Hefe hineinbröckeln, den Zucker

über die Hefe streuen. Das Wasser

und die Milch zugießen und mit

der Hefe, dem Zucker und etwas

Mehl vom Rand zu einem dünnen

Brei verrühren. Den Vorteig zugedeckt

15 Minuten an einem warmen

Ort gehen lassen.

Das restliche Mehl, die Sahne und

das Salz unter den Vorteig kneten.

Den Teig zugedeckt weitere 15 Minuten

gehen lassen. Das Backblech

mit dem Öl bestreichen.

Den Teig nochmals gründlich

durchkneten. Etwas Roggenmehl

auf die Arbeitsfläche geben, den

Teig auf einmal auf das Mehl ge-

16 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

17


Jedermanns Liebling:

Quarkkuchen

Quark ist ein sehr gesundes Lebensmittel, das viel

Eiweiß und Kalzium enthält. Zum Backen verwenden

Sie am besten Magerquark oder mageren

Schichtkäse. Diese beiden Frischkäse unterscheiden

sich dadurch, dass der Quark bei der Herstellung

glatt gerührt oder zentrifugiert wird,

Preiselbeer-Aprikosen-

Quarktorte

(Rezept für 16 Stücke)

Zutaten für den Mürbeteig:

150 g Mehl,

50 g Puderzucker,

100 g Butter, 1 Msp. Salz.

Für die Füllung:

1 Dose Aprikosen-Hälften

(Abtropfgewicht 500 g),

300 g Wild-Preiselbeeren aus

dem Glas.

Außerdem:

2 helle Biskuitböden

von 24 cm Ø und 1,5 cm Höhe.

Für die Creme:

6 Blatt Gelatine,

3 Eigelb, 130 g Zucker,

abgeriebene Schale einer

halben Bio-Limette,

1 EL Limettensaft,

1 Prise Salz,

160 ml Milch,

300 g Schichtkäse,

300 g Sahne.

Zum Verzieren:

100 g Marzipan-Rohmasse,

20 g Puderzucker,

100 g Sahne, 1 TL Zucker,

30 g geröstete Mandelblättchen,

2 EL gelbe Zuckerschrift,

1 EL gehackte Pistazien,

3 Zuckerblumen.

Für den Mürbeteig das Mehl mit

dem Puderzucker auf eine Arbeitsfläche

sieben. Die Butter in Stückchen

und das Salz zugeben. Alles

rasch zu einem glatten Mürbeteig

verkneten. Zugedeckt 1 Stunde

kühl ruhen lassen.

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe

2−2½) vorheizen. Ein Backblech

mit Backpapier auslegen.

Den Mürbeteig zu einem runden

Boden von 24 cm Ø ausrollen. Auf

das vorbereitete Backblech legen,

im heißen Backofen nach Sicht in

10 − 12 Minuten hellbraun backen.

Für die Füllung die Aprikosen in einem

Sieb sehr gut abtropfen lassen,

dann die Früchte nochmals

halbieren.

Für die Quarkcreme die Gelatine in

kaltem Wasser einweichen. Die Eigelbe

mit dem Zucker, der Limettenschale,

dem Limettensaft und

dem Salz in einer Kasserolle verrühren,

die Milch zugießen und

alle Zutaten gut miteinander verrühren.

Die Mischung unter Rühren

so lange erhitzen, bis sie leicht

angedickt auf dem Löffel liegen

bleibt. Die Kasserolle vom Herd

nehmen, die Gelatine ausdrücken

und in der heißen Creme unter

Rühren auflösen. Die Creme durch

ein feines Sieb passieren.

Den Schichtkäse durch ein Sieb in

eine Schüssel streichen. Die noch

leicht warme Grundcreme portionsweise

zugießen und jeweils mit

dem Schneebesen sorgfältig unterrühren,

bevor die nächste Portion

zugegeben wird. Die Sahne

steif schlagen und vorsichtig unter

während für den Schichtkäse Milch mit unterschiedlichem

Fettgehalt dickgelegt wird, zum Käsebruch

geschnitten und zum Schluss abwechselnd

über einandergeschichtet wird. Durch seine besondere

Struktur macht Schichtkäse Ihren Käsekuchen

saftiger und formstabiler.

die Quarkmasse heben. Die Creme

soll nicht an Volumen verlieren.

Den Mürbeteigboden auf eine Tortenplatte

legen, mit der Hälfte der

Preiselbeeren bestreichen. Mit einem

Tortenring umschließen. Einen

Biskuitboden darauflegen, die

Hälfte der Creme darauf verteilen

und mit den Aprikosenvierteln

gleichmäßig belegen. Den zweiten

Biskuitboden auflegen und die

restlichen Preiselbeeren darauf

verteilen. Die restliche Creme daraufgeben,

die Oberfläche glatt

streichen. Im Kühlschrank in 4 −5

Stunden fest werden lassen.

Für die Marzipandecke die Marzipan-Rohmasse

mit dem Puderzucker

verkneten. Auf einer dünn mit

Puderzucker besiebten Arbeitsfläche

zu einer Platte von der Größe

der Tortenoberfläche ausrollen.

Die Sahne mit dem Zucker steif

schlagen. Die Quarktorte aus dem

Ring lösen, den Tortenrand mit der

Sahne einstreichen und mit den

Mandelblättchen einstreuen. Die

Marzipandecke auf die Tortenoberfläche

legen. Mit der Zuckerschrift

ein Rautenmuster auf die

Marzipandecke spritzen. Mit den

Pistazien bestreuen und den Zuckerblumen

garnieren.

Zubereitungszeit: 2 Stunden,

zusätzlich diverse Kühlzeiten.

Nährwert pro Stück ca.:

8gEiweiß, 19 g Fett, 45 g Kohlenhydrate,

381 kcal (1596 kJ).

18 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

19


QUARKKUCHEN

Streuselkuchen mit

Quark und getrockneten

Aprikosen

(Rezept für 20 Stücke)

Zutaten für den Hefeteig:

20 g frische Hefe,

150 ml lauwarme Milch,

300 g Mehl,

30 g Zucker, 1 Prise Salz,

20 g zerlassene Butter,

1 Ei (M).

Für den Quarkbelag:

600 g Quark, 120 g Zucker,

60 g zerlassene Butter,

25 g Speisestärke,

1 Prise Salz, 2 Eier (M),

abgeriebene Schale einer halben

Bio-Zitrone,

150 g gewürfelte getrocknete

Aprikosen.

Für die Streusel:

175 g Mehl, 80 g Zucker,

100 g Butter.

Außerdem:

Butter für das Blech,

Puderzucker zum Besieben.

Die Hefe in die lauwarme Milch

bröckeln und darin auflösen. Das

Mehl in einer Schüssel mit dem Zucker

und dem Salz mischen, die

zerlassene Butter, das Ei und die

Hefemilch zufügen und alles zu einem

glatten Hefeteig verkneten.

Zugedeckt gehen lassen, bis sich

das Teigvolumen verdoppelt hat.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Zutaten für den Quarkbelag

in einer Schüssel verrühren.

Den Hefeteig in Backblechgröße

ausrollen. Auf das vorbereitete

Backblech legen und einen kleinen

Rand formen. Die Quarkmasse

gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Den Kuchen nochmals 30 Minuten

gehen lassen. Den Backofen

auf 180° C (Gas Stufe 2−2½) vorheizen.

Für die Streusel Mehl, Zucker und

Butter vermengen und zwischen

den Fingern krümelig reiben.

Gleichmäßig über der Quarkschicht

verteilen. Im heißen Backofen

35 − 40 Minuten backen. Aus

dem Ofen nehmen und abkühlen

lassen. Mit Puderzucker besiebt

servieren.

Zubereitungszeit: 2 Stunden.

Nährwert pro Stück ca.: 8 g Eiweiß,

9 g Fett, 35 g Kohlenhydrate,

261 kcal (1092 kJ).

Käsekuchen mit

Cranberrys

(Rezept für 12 Stücke)

Zutaten:

4 Eiweiß (M),

500 g Magerquark,

2 Eigelb (M), 40 g Grieß,

100 g Zucker,

1 Päckchen Vanillezucker,

abgeriebene Schale

einer halben Bio-Zitrone,

1 Päckchen Käsekuchenhilfe,

50 g getrocknete Cran berrys,

2 EL rotes Johannisbeergelee,

Puderzucker zum Besieben.

Den Boden einer Springform

von 24 cm Ø mit Backpapier

auslegen. Den Backofen auf

175° C (Gas Stufe 2) vorheizen.

Das Eiweiß zu steifem Schnee

schlagen. Den Quark mit den

Eigelben, dem Grieß, dem Zucker,

Vanillezucker, Zitronenschale

und Käsekuchenhilfe

verrühren. Ein Drittel des Eischnees

unterrühren, den Rest

mit einem Schneebesen vorsichtig

unterheben. Die Hälfte

der Cranberrys unterheben.

Die Masse in die vorbereitete

Springform füllen und glatt

streichen. Im vorgeheizten

Backofen 70 − 80 Minuten backen.

Etwa 20 Minuten vor

Ende der Backzeit den Kuchen

mit Backpapier zudecken, damit

er nicht zu dunkel wird. Im

abgeschalteten Backofen auskühlen

lassen.

Den Käsekuchen vorsichtig

aus der Form lösen und auf

eine Kuchenplatte setzen.

Das Johannisbeergelee in einem

kleinen Topf erhitzen,

die restlichen Cranberrys darin

schwenken. Auf dem Kuchen

verteilen. Das Gelee

wieder fest werden lassen.

Den Kuchen mit Puderzucker

besiebt servieren.

Zubereitungszeit: 1 ¾ Stunden,

zusätzlich Abkühlzeit.

Nährwert pro Stück ca.:

8gEiweiß, 1 g Fett, 22 g Kohlenhydrate,

133 kcal (559 kJ).


QUARKKUCHEN

Quark-Ananas-Torte

mit Physalis

(Rezept für 16 Stücke)

Zutaten:

1 heller Biskuitboden von

26 cm Ø und 1,5 cm Höhe,

50 g Himbeerkonfitüre,

1 Dose Ananas in Ringen

(340 g Abtropfgewicht),

15 Physalis (Kapstachelbeeren).

Für die Creme:

8 Blatt Gelatine,

250 g Schichtkäse,

150 g Joghurt, 80 g Zucker,

2 cl Amaretto, 1 Msp. Zimt,

250 ml Sahne.

Für die Dekoration:

200 g Erdnusskerne,

200 g Puderzucker,

100 ml Sahne,

1 Dose Ananasstückchen

(Abtropfgewicht 340 g).

Für die Glasur:

1 Päckchen Tortenguss,

¼lAnanassaft, 30 g Zucker.

Den Biskuitboden auf eine Tortenplatte

legen und gleichmäßig mit

der Himbeerkonfitüre bestreichen.

Mit einem Tortenring umstellen.

Die Ananasringe und -stückchen

getrennt in Sieben abtropfen lassen,

dabei den Saft auffangen. Die

Kapstachelbeeren aus den Hüllen

lösen.

Für die Creme die Gelatine in kaltem

Wasser einweichen. Den

Schichtkäse mit Joghurt, Zucker,

Amaretto und Zimt verrühren. Die

Gelatine tropfnass bei geringer

Hitze auflösen, mit 1 −2EL Quarkcreme

verrühren, dann unter die

restliche Creme rühren. Die Sahne

steif schlagen und unterheben.

Die Ananasringe auf dem Biskuitboden

verteilen, die Lücken mit

Physalis auffüllen. Die Creme daraufgeben,

die Oberfläche glatt

verstreichen. Im Kühlschrank in

1−2Stunden fest werden lassen.

Die Erdnüsse hacken. Eine hitzebeständige

Arbeitsfläche mit Öl bestreichen.

Den Puderzucker in einer

Kasserolle zum Schmelzen

bringen, bis der Zucker karamellisiert.

Die gehackten Erdnüsse zufügen,

kurz durchrühren, dann auf

die vorbereitete Arbeitsfläche geben

und mit einem mit Öl eingestrichenen

Wellholz flach rollen.

Auskühlen lassen, dann den Erdnuss-Krokant

zerstoßen.

Die Torte aus der Form lösen. Die

Sahne steif schlagen und den Rand

der Torte damit einstreichen. Den

Krokant an den Rand streuen. Die

abgetropften Ananasstückchen

auf der Oberfläche verteilen. Den

Tortenguss nach Herstellerangabe

mit Ananassaft und Zucker verrühren,

aufkochen, leicht abkühlen

lassen und gleichmäßig über die

Ananas geben. Fest werden lassen.

Zubereitungszeit: 45 Minuten,

zusätzlich Kühlzeit.

Nährwert pro Stück ca.:

8gEiweiß, 14 g Fett, 42 g Kohlen -

hydrate, 328 kcal (1374 kJ).

Quarktaschen

(Rezept für 9 Stück)

Zutaten für den Quarkölteig:

300 g Mehl,

1 Päckchen Backpulver,

80 g Puderzucker,

1 Prise Salz,

1 Päckchen Vanillezucker,

150 g Quark, 4 EL Milch,

6 EL Mais-Keimöl.

Für die Füllung:

50 g Rosinen, 1 TL Rum,

250 g Quark,

1 Ei (M),

80 g Zucker,

2 EL Speisestärke,

Mark einer halben Vanille -

schote.

Außerdem:

1 Eigelb zum Bestreichen,

Puderzucker zum Besieben.

Für den Quarkölteig das Mehl mit

Backpulver und Puderzucker auf

eine Arbeitsfläche sieben, Salz und

Vanillezucker zugeben. Mit dem

Quark, der Milch und dem Öl zu

einem glatten Teig verkneten.

Zugedeckt etwa 1 Stunde

kühl stellen.

Für die Füllung die Rosinen heiß

abbrausen, abtropfen lassen und

in Rum einweichen. Den Quark

durch ein Sieb streichen. Das Ei

und den Zucker zum Quark geben,

die eingeweichten Rosinen, die

Speisestärke und das Vanillemark

unterrühren.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Backofen auf 200° C

(Gas Stufe 3) vorheizen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten

Arbeitsfläche zu einer Platte

von etwa 40 x 40 cm ausrollen.

9 Quadrate von je 12 x 12 cm Größe

ausschneiden.

1 In die Mitte jeden Teigquadrates

1 EL Quarkmasse geben. Die

Enden mit Eigelb bestreichen. Die

vier Ecken übereinanderklappen

und festdrücken.

2 Aus dem restlichen Teig runde

Deckel von etwa 5 cm Ø ausstechen,

in die Mitte der Quarktaschen

setzen und andrücken. Alles

mit Eigelb bestreichen.

Im heißen Backofen auf der mittleren

Schiene 15 − 20 Minuten backen.

Aus dem Ofen nehmen und

auf einem Kuchengitter auskühlen

lassen. Mit Puderzucker besiebt

servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde,

zusätzlich Kühlzeit.

Nährwert pro Stück ca.:

11 g Eiweiß, 10 g Fett, 52 g Kohlenhydrate,

346 kcal (1449 kJ).

1

2

22 Ratgeber 1/2013


SCHWEIZER BACKSTUBEN

Die Schweiz hat mehr als Käse und Berge zu

bieten! Kosten Sie diese klassischen Backwerke

aus verschiedenen Schweizer Kantonen.

Aus

Schweizer

Backstuben

Zuger Kirschtorte

(Rezept für 12 Stücke)

Zutaten für den Biskuitboden:

4 Eier (L), 2 Eigelb (L),

125 g Zucker,

90 g Mehl,

40 g Speisestärke,

70 g flüssige Butter.

Für die Buttercreme:

150 g zimmerwarme Butter,

2 Eier (L), 1 Eigelb (L),

100 g Zucker,

2 cl Kirschwasser.

Für die Japonais böden:

4 Eiweiß,

150 g Zucker,

100 g geriebene geröstete

Mandeln,

2 EL Speisestärke,

50 g Puderzucker.

Außerdem:

100 ml Läuterzucker,

100 ml Kirschwasser,

Puderzucker

zum Besieben,

Mandelblättchen

zum

Bestreuen,

6 rote Beleg -

kirschen.

Einen Tortenring

von 24 cm Ø auf

ein mit Backpapier

ausgelegtes

Backblech stellen und

mit den überstehenden

Papierrändern einschlagen.

Die Eier, die Eigelbe und den Zucker

im Wasserbad schaumig aufschlagen,

bis sich der Zucker gelöst

hat. Dabei soll die Masse

warm, aber keinesfalls heiß werden.

In 5 −8Minuten kalt schlagen,

erst in schnellen kreisenden, dann

in schlagenden Bewegungen. Weiterschlagen,

bis die Masse cremig

ist. Den Backofen auf 190° C (Gas

Stufe 2½−3) vorheizen.

Das Mehl mit der Speisestärke auf

ein Papier sieben, langsam in die

Masse einrieseln lassen, gleichmäßig

mit einem Holzspatel unterziehen.

Die flüssige lauwarme Butter

in einem dünnen Strahl in die Masse

laufen lassen und langsam unterziehen.

Den Teig in die vorbereitete

Tortenform einfüllen, die

Oberfläche glatt streichen. Im vorgeheizten

Backofen 30 − 35 Minuten

backen.

Den Boden auf ein Kuchengitter

stürzen und vollständig auskühlen

lassen, dann mit einem Messer

vom Rand lösen. Den Boden über

Nacht ruhen lassen, dann die obere

Kruste abschneiden.

Für die Buttercreme die Butter in

einer Schüssel schaumig rühren.

Die Eier, das Eigelb und den Zucker

in einer Kasserolle auf dem Wasserbad

warm aufschlagen. Aus dem

Wasserbad nehmen, auf Eiswasser

setzen und weiterschlagen, bis die

Masse wieder kalt ist. Unter ständigem

Rühren portionsweise unter

die Butter rühren. Das Kirschwasser

einrühren.

Für die Japonaisböden auf Backpapier

zwei Kreise von 24 cm Ø zeichnen.

Den Backofen auf 160° C (Gas

Stufe 1½) vorheizen.

Das Eiweiß in einer fettfreien

Schüssel weißschaumig schlagen.

Nach und nach den Zucker unterschlagen,

bis er völlig gelöst ist

und der Eischnee schnittfest ist.

Die Mandeln mit der Speisestärke

und dem Puderzucker mischen

und unter den Eischnee melieren,

die Masse dabei nicht zu lange bearbeiten.

Die Masse mit einer Winkelpalette

als Kreise auf das vorbereitete

Backpapier streichen. Im

vorgeheizten Backofen in etwa

30 Minuten hellbraun backen, dabei

die Ofentür einen Spalt offen

lassen, damit der Dampf entweichen

kann. Noch warm mit einem

scharfen Messer auf die exakte

Größe zuschneiden.

Zum Tränken den Läuterzucker mit

dem Kirschwasser mischen. Einen

Japonaisboden mit der Kirschbuttercreme

bestreichen. Den Biskuitboden

von einer Seite kräftig mit

der Hälfte des Sirups tränken und

mit dieser Seite nach unten auf

den Japonaisboden legen. Die andere

Seite des Biskuits mit dem

restlichen Sirup tränken. Dadurch,

dass die Kruste abgeschnitten

wurde, kann die Flüssigkeit gut

eindringen.

Eine dünne Schicht Buttercreme

gleichmäßig auf den gut durchtränkten

Biskuit streichen, den

zweiten Japonaisboden auflegen.

Die Tortenoberfläche und den

Rand mit der restlichen Creme einstreichen,

den Rand mit den Mandelblättchen

bestreuen. Die Torte

kühl stellen.

Zum Servieren die Oberfläche dick

mit Puderzucker besieben, mit einem

Messerrücken das traditionelle

Rautenmuster eindrücken. Die

Belegkirschen halbieren und auf

die Torte legen.

Zubereitungszeit: 2 ½ Stunden,

zusätzlich Wartezeit über Nacht.

Nährwert pro Stück ca.:

10 g Eiweiß, 27 g Fett, 51 g Kohlenhydrate,

509 kcal (2130 kJ).

1/2013

Ratgeber

25


SCHWEIZER BACKSTUBEN

Sbrinz-

Schleifen

(Rezept für etwa 20 Stück)

Zutaten:

300 g Blätterteig,

1 verquirltes Eigelb (M),

20 g frisch geriebener Sbrinz,

Salz, Pfeffer aus der Mühle.

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) vorheizen.

Den Blätterteig auf einer leicht bemehlten

Arbeitsfläche zu einem

20 x 30 cm großen Rechteck ausrollen.

Quer in drei Teile schneiden.

1 Zwei Teile mit dem Eigelb bestreichen,

mit Käse bestreuen, mit

Salz und Pfeffer würzen. Diese beiden

Platten übereinanderlegen,

sodass der Käse nach oben zeigt.

2 Die dritte Platte mit dem restlichen

Eigelb bestreichen und bündig

auf die anderen klappen.

Den Teig etwa 11 x 22 cm groß ausrollen,

die Kanten gerade schneiden

und den Teig in 1 cm breite

Streifen schneiden.

3 Die Schleifen formen, dazu die

Streifen in der Mitte fassen und

vorsichtig um 180° drehen, ohne

dabei zu drücken oder zu ziehen.

Mit der Schnittkante nach unten

und mit genügend Abstand auf ein

ungefettetes Backblech legen. Im

heißen Backofen in 10 − 12 Minuten

goldgelb backen. Herausnehmen

und auf einem Kuchengitter abkühlen

lassen.

Zubereitungszeit: 50 Minuten.

Nährwert pro Stück ca.: 1 g Eiweiß,

4 g Fett, 5 g Kohlenhydrate,

63 kcal (266 kJ); 0,4 BE.

Möhrentorte

(Rezept für 12 Stücke)

Zutaten:

200 g Möhren,

4 Eier (M),

4 EL Wasser,

4 EL Kirschwasser,

150 g Zucker,

200 g gemahlene Mandeln,

1 Päckchen Backpulver,

40 g Semmelbrösel,

1 TL Zimt,

Schale und Saft einer

Bio-Orange.

Außerdem:

75 g Aprikosenkonfitüre,

300 g Marzipan-Rohmasse,

200 g weiße Kuvertüre,

40 g Kokos-Plattenfett,

40 g Pistazien,

100 g Puderzucker,

gelbe und rote Speisefarbe.

Die Möhren schälen, waschen und

fein reiben. Den Boden einer

Springform von 22 cm Ø mit Backpapier

auslegen. Den Backofen auf

180° C (Gas Stufe 2−2½) vorheizen.

Die Eier trennen. Eigelb, Wasser,

Kirschwasser und 75 g Zucker in

etwa 8 Minuten schaumig rühren.

Mandeln, Backpulver, Semmelbrösel

und Zimt mischen. Die Mandelmischung

mit der Orangenschale

und dem -saft sowie den Möhren

kurz unterrühren. Das Eiweiß mit

dem restlichen Zucker sehr steif

schlagen und unterheben. Die

Masse in die vorbereitete Springform

füllen, die Oberfläche glatt

streichen. Im heißen Backofen

etwa 1 Stunde backen. Abkühlen

lassen.

Die Konfitüre erwärmen, Oberfläche

und Rand der Torte damit bestreichen.

Die Hälfte der Marzipan-

Rohmasse kreisrund zwischen

zwei aufgeschnittenen Gefrierbeuteln

ausrollen, auf die Tortenoberfläche

legen. Die Kuvertüre in

Stücke schneiden, zusammen mit

dem Kokosfett in eine Schüssel geben

und auf dem heißen Wasserbad

schmelzen. Etwas abkühlen

lassen. Die Torte mit der Kuvertüre

überziehen. Leicht antrocknen lassen.

Die Pistazien hacken. Den Rand

mit den Pistazien einstreuen, wenige

Pistazien auf der Oberfläche

verteilen. Die Kuvertüre vollständig

fest werden lassen.

Die restliche Marzipan-Rohmasse

mit dem gesiebten Puderzucker

verkneten, mit der Speisefarbe

„orange“ einfärben. Aus der Masse

kleine Möhren formen, mit einem

Messerrücken rundherum kleine

Ritzen eindrücken. Nach Belieben

mit frischem Möhrengrün verzieren

oder ungefärbtes Marzipan

grün einfärben und formen. Die

Möhren zugedeckt beiseitestellen,

erst zum Servieren die Torte mit

den Marzipanmöhren verzieren.

Zubereitungszeit: 2 Stunden,

zusätzlich Wartezeiten.

Nährwert pro Stück ca.:

11 g Eiweiß, 30 g Fett,

50 g Kohlenhydrate,

528 kcal (2210 kJ).

3

1 2

26 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

27


SCHWEIZER BACKSTUBEN

Bündner Zimtplatte

(Rezept für etwa 50 Stück)

Zutaten:

250 g Butter,

200 g Zucker,

1 Ei (M),

2 Eigelb (M),

200 g geriebene ungeschälte

Mandeln,

300 g Mehl,

2 TL Zimt,

1 Msp. Nelkenpulver,

1 Msp. gemahlene Muskatblüte,

abgeriebene Schale einer

Bio-Zitrone,

Salz.

Für den Guss:

2 Eiweiß (M),

80 g Zucker,

50 g Mandelstifte.

Außerdem:

Butter und Mehl für das Backblech.

Ein Backblech von 43 x 33 cm Größe

mit Butter ausstreichen und

dick mit Mehl bestreuen. Den

Backofen auf 180° C (Gas Stufe

2−2½) vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker, dem Ei

und den Eigelben verrühren. Die

geriebenen Mandeln, das Mehl

und die Gewürze zufügen und

alles schnell zu einem glatten Teig

verkneten. Den Teig in Größe des

Backbleches ausrollen und auf das

vorbereitete Backblech legen.

Für den Guss das Eiweiß steif schlagen,

dabei den Zucker langsam

einrieseln lassen. Zum Schluss die

Mandelstifte unterheben. Die Eiweißmasse

auf die Teigplatte streichen.

Im heißen Backofen in 25 Minuten

hellbraun backen. Noch

warm in Rauten schneiden.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Stück ca.: 2 g Eiweiß,

7gFett, 10 g Kohlenhydrate,

117 kcal (448 kJ).

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28 Ratgeber 1/2013


SCHWEIZER BACKSTUBEN

St. Galler

Schneckenbrot

(Rezept für 2 Brote)

Zutaten:

1 Würfel frische Hefe (42 g),

4 EL lauwarmes Wasser,

700 g Weizenmehl Type 405,

300 g Roggenmehl Type 997,

3 gestrichene TL Salz,

600 ml Mineralwasser mit

Kohlensäure.

Außerdem:

Mehl zum Kneten und für das

Backblech.

Die Hefe mit einem Schneebesen

in dem lauwarmen Wasser auflösen,

beiseitestellen.

Inzwischen die beiden Mehlsorten

und das Salz in einer großen Schüssel

mischen. Eine Mulde in der Mitte

formen, die Hefelösung und das

Mineralwasser zufügen und leicht

unterrühren. In der Schüssel mit

dem Kneten beginnen, dann den

Teigballen auf einer bemehlten -

Arbeitsfläche 15 − 20 Minuten kneten.

Zurück in die Schüssel geben,

mit einem sauberen Küchentuch

bedecken und an einem warmen

Ort 50 Minuten gehen lassen.

Den Teig wieder zusammenschlagen,

durchkneten und in zwei Stücke

teilen. Jedes Teil zu einem

Strang von 40 − 50 cm Länge rollen.

Mit einem Küchentuch bedeckt

auf der bemehlten Arbeitsfläche

ruhen lassen. Wenn der Teig

nach etwa 15 Minuten zu gehen

beginnt, die Stränge auf 70 − 80 cm

Länge ziehen. Weitere 30 Minuten

gehen lassen.

Den Backofen auf 250° C (Gas Stufe

5) vorheizen. Ein Backblech

mehlen. Aus jedem Teigstrang ein

Schneckenhaus formen, dabei das

eine Teig ende knapp eindrehen,

den restlichen langen Strang in immer

weiteren Kreisen halb darunterlegen.

Das Endstück unter das

hohe Schneckenhaus drücken.

Beide Brote auf das vorbereitete

Backblech setzen. In der Mitte des

Backofens einschieben. 1 Tasse heißes

Wasser auf den heißen Backofenboden

gießen, um Dampfschwaden

zu erzeugen. Sofort die

Ofentüre schließen.

Die Backofentemperatur auf 200°C

reduzieren. Die Brote etwa 40 Minuten

backen. Sie sind ausgebacken,

wenn sie beim Klopfen mit

dem Fingerknöchel auf die Unterseite

hohl klingen.

Zubereitungszeit: 3 Stunden.

Nährwert pro Brot ca.: 49 g Eiweiß,

6 g Fett, 358 g Kohlenhydrate,

1678 kcal (7008 kJ); 30 BE.

Kulinarisches

QUIZ

Testen Sie Ihr Wissen

rund um die Küche.

Wir stellen Ihnen einige

Fragen zu verschie denen

Themen dieses Ratgebers.

Sie suchen sich aus den

drei möglichen Antworten

die richtige heraus,

nehmen den dazugehöri -

gen Lösungs buchstaben

und bilden damit das

Lösungswort. Raten Sie

mit und gewinnen Sie!

1. Grundlage für ein „Wiener

Schnitzel“ ist ...

nT ... ein zartes Schweinefilet.

nM ... dünn geklopftes Kalbfleisch.

nS ... ein in Buttermilch marinierter

Tafelspitz.

2. Welche Salatsorte übersteht

Fröste und Temperaturen bis

zu -15° C?

nO Kopfsalat

nP Eichblattsalat

nA Feldsalat

3. Ein wichtiges Grundnahrungsmittel

der Norweger

war lange Zeit ...

nA ... der Sellerie.

nG ... der Hering.

nB ... das Weißkraut.

Das können Sie im Januar gewinnen:

4. Aus welcher Schweizer Stadt

kommt das sogenannte

Schneckenbrot?

nI

Luzern

nR Zürich

nN St. Gallen

5. Was sind Sharonfrüchte?

nA Das sind tropische Verwandte

der Litschi, die allerdings süßer

schmecken.

nU Sie sind eine veredelte Kakizüchtung

aus Israel, ohne

Kerne, mit weniger Gerbstoffen

und dünnerer Schale.

nT Das sind die Früchte einer

amerikanischen Strauch -

kaktusart.

6. Für ihr pikantes Blätterteiggebäck

verwenden Schweizer

gern einen würzigen ...

nM ... Sbrinz.

nA ... Ridder.

nS ... Cheddar.

25 x prickelnder Genuss ohne Reue

Freude und Genuss gehören zu einem gelungenen

Abend. Eine besondere Alternative für einen Sektempfang

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Lösungswort

n 1 n 2 n 3 n 4 n 5 n6

Es gilt das Lösungswort zu finden, das aus

den Lösungsbuchstaben der richtigen

Antworten zusam menzusetzen ist.

Geben Sie uns dieses per Telefon unter

der Nummer

01378 9090 1011

durch (ein Anruf aus dem deutschen

Festnetz kostet 0,50 €, ggf. abweichende

Tarife aus dem Mobilfunknetz).

Sie können uns das Lösungswort auch auf

einer ausreichend frankierten Postkarte

schicken mit dem Kennwort

„Kulinarisches Quiz 1“.

Adresse, Teilnahmebedingungen sowie

Einsendeschluss auf Seite 155.

1/2013

Ratgeber

31


SCHNITZELPARADE

Genießen Sie unsere

Schnitzelvorschläge aus

verschiedenen Fleischund

Gemüsesorten

Schnitzelparade

Hähnchenschnitzel mit

Paprikasalat

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

400 g Hähnchenbrustfilets

ohne Haut,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

2 Eier (M), 40 g Mehl,

50 g frisch geriebener Parmesan,

100 g Semmelbrösel,

30 g Butter zum Braten,

10 kleine Salbeiblättchen.

Für den Salat:

300 g rote, gelbe und grüne

Pap rikaschoten,

150 g Salatgurke,

120 g Cocktailtomaten,

80 g Zwiebeln,

2 Knoblauchzehen,

2−3EL Rotweinessig,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

5 EL Olivenöl,

1 EL fein geschnittene Petersilie.

Zum Garnieren:

Spalten einer Bio-Zitrone.

Die Hähnchenbrustfilets in 0,5 cm

dicke Scheiben schneiden, mit Salz

und Pfeffer würzen.

Die Eier in einem tiefen Teller gut

verquirlen, das Mehl und die mit

dem Parmesan gemischten Semmelbrösel

jeweils auf einen Teller

geben. Die Schnitzel zuerst in

Mehl, dann durch die verquirlten

Eier ziehen und zum

Schluss in der Käse-Brösel-

Mischung wenden. Die Panade

nicht zu fest andrücken.

Für den Salat die Paprikaschoten

vierteln, Stielansätze,

Samen und

weiße Trennwände entfernen,

das Fruchtfleisch in

dünne Streifen schneiden. Die

Gurke in dünne Scheiben schneiden,

die Cocktailtomaten quer halbieren,

die Stielansätze entfernen.

Die Zwiebeln pellen und fein würfeln.

Die vorbereiteten Zutaten in

eine Schüssel geben. Für die Marinade

die Knoblauchzehen pellen

und sehr fein hacken. Essig, Salz

und Pfeffer in einer Schüssel so

lange verrühren, bis sich das Salz

gelöst hat. Das Öl und die Petersilie

unterrühren. Die Soße über die Salatzutaten

geben und unterheben.

Die Butter in einer Pfanne zerlassen,

die Schnitzel einlegen und

von jeder Seite 1 −2Minuten braten.

Zum Schluss die Salbeiblättchen

einlegen und kurz mitbraten.

Die Schnitzel mit den Salbeiblättern

auf einer Platte anrichten, mit

Zitronenspalten garnieren. Mit

dem Salat servieren.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.:

37 g Eiweiß, 31 g Fett,

31 g Kohlen hydrate, 549 kcal

(2297 kJ); 2,6 BE.

Kohlrabischnitzel mit

Remoulade

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für die Remoulade:

100 g Mayonnaise,

70 g Joghurt (1,5 %),

50 g Zwiebel,

1 hart gekochtes Ei,

50 g Gewürzgurke,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

1 Prise Cayennepfeffer,

1 EL fein geschnittene Kräuter

(Petersilie, Schnittlauch).

Für die Kohlrabischnitzel:

3 Kohlrabi (je etwa 270 g),

Salz, 30 g Mehl,

120 g Paniermehl,

2 Eier (M), Pfeffer aus der Mühle,

4 EL Rapsöl.

Die Mayonnaise mit dem Joghurt

verrühren. Die Zwiebel pellen, das

hart gekochte Ei schälen, Zwiebel,

Ei und Gewürzgurke sehr fein würfeln.

Mit den Gewürzen und Kräutern

unter die Joghurt-Mayonnaise

rühren.

32 Ratgeber 1/2013


SCHNITZELPARADE

Die Kohlrabi putzen, schälen und

in knapp 1 cm dicke Scheiben

schneiden. In kochendem Salzwasser

5 −8 Minuten kochen, herausheben

und gut abtropfen lassen.

Das Mehl und das Paniermehl

jeweils auf einen Teller geben, die

Eier in einem tiefen Teller verquirlen,

leicht mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Kohlrabischeiben zuerst in

Mehl wenden, überschüssiges

Mehl abklopfen, dann durch die

Eier ziehen und zum Schluss im Paniermehl

wenden, dieses leicht andrücken.

In einer großen beschichteten

Pfanne das Öl erhitzen, die

Kohlrabischnitzel darin auf beiden

Seiten in jeweils 3 −4 Minuten

goldbraun und knusprig braten.

Aus der Pfanne nehmen, anrichten

und mit der Remoulade servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde.

Nährwert pro Portion ca.:

13 g Eiweiß, 31 g Fett,

36 g Kohlenhydrate,

476 kcal (1992 kJ); 3 BE.

Wiener Schnitzel

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

4 Kalbsschnitzel (je 180 g),

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

30 g Mehl, 150 g Semmelbrösel,

2 Eier (M),

30 g Butter, 3 EL Rapsöl,

1 Bio-Zitrone,

Wildpreiselbeeren nach

Belieben.

Die Schnitzel sanft flachklopfen,

auf beiden Seiten salzen und pfeffern.

Die Eier in einem tiefen Teller

verquirlen, das Mehl und die Semmelbrösel

jeweils auf einen Teller

geben. Die Kalbsschnitzel zuerst in

Mehl wenden, überschüssiges

Mehl abklopfen. Durch die verquirlten

Eier ziehen und dann in

den Semmelbröseln wenden. Diese

nicht zu fest andrücken.

In einer großen Pfanne die Butter

und das Öl erhitzen, die Kalbsschnitzel

darin auf jeder Seite in

3−4 Minuten goldbraun und

knusprig braten.

Kaum ein Gericht der

Wiener Küche ist so berühmt wie das

„Wiener Schnitzel“, vom Backhendl mal abgesehen.

Fleisch spielte in der Küche der kaiserlich-königlichen

Monarchie seit jeher eine wichtige Rolle. Dass nun aber gerade

das „Wiener Schnitzel“ so beliebt wurde, liegt wohl nicht zuletzt

daran, dass es im Grunde ein einfaches und zugleich doch raffiniertes

Gericht ist. Aus Kalbfleisch muss es sein, dünn, goldgelb und knusprig

ausgebacken.

Bei seiner Zubereitung ist zu beachten, dass das Fleisch gut

geklopft sein will und dass die Semmelbrösel nicht zu fest

angedrückt werden. Nach dem Panieren werden die

Schnitzel in ausreichend heißem Schmalz,

geklärter Butter oder in einem Butter-

Öl-Gemisch gebraten.

Die Zitrone heiß waschen, trockentupfen

und in Spalten schneiden.

Die fertig gebratenen Schnitzel

kurz auf Küchenkrepp legen, um

das überschüssige Fett zu entfernen.

Die Kalbsschnitzel auf vorgewärmten

Tellern anrichten, mit den

Zitronenvierteln und den Preiselbeeren

servieren. Dazu schmeckt

Kartoffelsalat.

Zubereitungszeit: 25 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.:

62 g Eiweiß, 28 g Fett, 58 g Kohlen -

hydrate, 737 kcal (3084 kJ); 4,8 BE.

Schweinehalsschnitzel

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

8 Scheiben Schweinehals (je

etwa 80 g),

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

250 g Champignons,

50 g Zwiebel,

3 EL Rapsöl,

1 EL fein geschnittene Petersilie.

Die Schweinehalsscheiben leicht

klopfen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Champignons putzen und

in Scheiben schneiden. Die Zwiebel

pellen und fein hacken.

Das Öl in einer entsprechend großen

Pfanne erhitzen, die Schnitzel

darin auf beiden Seiten jeweils

3−4 Minuten braten. Herausnehmen

und warm halten.

Die Zwiebelwürfel in die Pfanne

geben und kurz anbraten. Die

Champignons zugeben und

3−4 Minuten braten. Mit Salz,

Pfeffer und Petersilie abschmecken.

Die Schnitzel mit den gebratenen

Champignons anrichten und mit

Pommes frites servieren.

Zubereitungszeit:

35 Minuten.

Nährwert pro Portion

ca.: 33 g Eiweiß, 24 g Fett,

1gKohlenhydrate,

354 kcal (1481 kJ); 0,1 BE.

Mandelschnitzel

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

4 Putenschnitzel (je 150 g),

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

30 g Mehl,

75 g Semmelbrösel,

75 g gemahlene geschälte

Mandeln,

2 Eier (M),

30 g Butter, 3 EL Rapsöl.

Die Putenschnitzel einzeln

zwischen Klarsichtfolie gleichmäßig

flach klopfen. Mit Salz und

Pfeffer würzen. Mehl und die Brösel-

Mandel-Mischung jeweils auf einen

Teller geben, die Eier in einem tiefen

Teller verquirlen.

Die Schnitzel zuerst im Mehl wenden,

dann durch die verquirlten Eier ziehen

und zum Schluss in der Bröselmischung

wenden, diese nicht zu fest

andrücken.

Die Butter und das Öl in einer

entsprechend großen Pfanne

zerlassen. Die Putenschnitzel

darin 2 −3Minuten von jeder

Seite goldbraun braten.

Auf vorgewärmten Tellern

anrichten. Dazu schmecken

kleine Pellkartoffeln und ein

grüner Salat mit Joghurt-

Dressing.

Zubereitungszeit: 25 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.: 26 g Eiweiß,

30 g Fett, 24 g Kohlenhydrate,

469 kcal (1966 kJ); 2,1 BE.

34 Ratgeber 1/2013


SCHNITZELPARADE

Asia-Schnitzel mit

Kokospanade und

Möhrenblüten

(Rezept für 4 Portionen)

Löst Gerüche in Luft auf.

Zutaten:

4 Kalbsschnitzel (je 140 g),

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

50 g Mehl,

150 g Kokosraspel,

1 Ei (M),

400 g Möhren,

1 EL Butter, 1 Prise Zucker,

150 ml Gemüsefond,

1−2TL gelbe Currypaste,

200 ml Kokosmilch,

1 EL heller Soßenbinder,

1−2EL Butterschmalz.

Außerdem:

Chilifäden zum Garnieren.

Die Sensation

aus der

Industrie –

jetzt auch für

Ihr Zuhause!

Die Schnitzel kalt abbrausen, trockentupfen

und flach klopfen.

Mit Salz und Pfeffer würzen. Das

Mehl und den Kokosraspel jeweils

in einen Teller geben, das Ei

in einem tiefen Teller verquirlen.

Nacheinander die Schnitzel in

Mehl wenden, durch das verquirlte

Ei ziehen und

im Kokosraspel wenden.

Leicht andrücken.

Die Schnitzel

zugedeckt beiseitestellen.

Für das Gemüse die Möhren schälen

und waschen. Rundherum der

Länge nach mit einem großen Zestenreißer

einkerben. Die Möhren

anschließend in feine Scheiben

schneiden.

Die Butter schmelzen, die Möhren

darin andünsten. Mit Salz, Pfeffer

und Zucker würzen. Den Fond angießen,

kurz aufkochen und die

Möhren darin 6 −8Minuten garen.

Anschließend aus dem Sud heben

36 Ratgeber 1/2013

und abtropfen lassen, den

Fond auffangen.

Den Fond nochmals erhitzen, mit

Currypaste und Kokosmilch verrühren.

Kurz aufkochen, mit Salz

und Pfeffer abschmecken. Den Soßenbinder

einstreuen und nochmals

aufkochen.

Das Butterschmalz erhitzen, die

Schnitzel darin von jeder Seite

2−3 Minuten braten.

Die Schnitzel mit den Möhren und

der Soße anrichten. Nach Belieben

mit Chilifäden garniert servieren.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.:

35 g Eiweiß, 35 g Fett,

22 g Kohlenhydrate,

538 kcal (2255 kJ); 1,8 BE.

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SCHNITZELPARADE

Sellerieschnitzel mit

Pepper-Jelly

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für das Pepper-Jelly:

500 g säuerliche Äpfel,

abgeriebene Schale einer

halben Bio-Zitrone,

900 g Zucker,

125 ml Apfelessig,

je 75 g rote und grüne Chilischote

ohne Samen,

50 g Zwiebelwürfel.

Für die Sellerieschnitzel:

4 kleine Sellerieknollen (je

250 g), Salz,

Saft einer Zitrone,

1 EL Mehl, 1 Ei (L),

160 g geschälte Sesamsamen.

Außerdem:

80 g Butter, 2 EL Öl.

Für das Pepper-Jelly die Äpfel waschen,

klein schneiden, dabei den

Stiel- und Blütenansatz entfernen,

und mit ¼ l Wasser, der Zitronenschale

und 300 g Zucker zum Kochen

bringen, die Hitze reduzieren

und zugedeckt etwa 45 Minuten

köcheln lassen. In ein mit einem

Tuch ausgelegtes Sieb schütten

und den Saft ablaufen lassen und

auffangen, dabei die Äpfel nicht

ausdrücken, da sonst das Gelee

durch das beigemischte Fruchtfleisch

trüb wird.

In einem Topf den Essig mit den

Chili- und Zwiebelwürfeln aufkochen,

den restlichen Zucker darin

unter Rühren auflösen. Den Apfelsaft

zugießen, kurz aufkochen, die

Hitze reduzieren und die Mischung

im offenen Topf 5 − 10 Minuten köcheln.

Gelierprobe durchführen.

Einen kleinen Teil des Gelees für

die Sellerieschnitzel beiseitestellen,

das restliche Gelee in kleine

Einkochgläser füllen, diese mit Einkochring,

Glasdeckel und Einweck-

Klammern verschließen. Im 90° C-

heißen Wasserbad 10 Minuten einkochen.

(Siehe Tipp)

Die Sellerieknollen waschen, schälen

und in 1 −1½ cm dicke Scheiben

schneiden. In einem entsprechend

großen Topf Salzwasser mit

dem Zitronensaft aufkochen, die

Selleriescheiben einlegen und 8 −

10 Minuten kochen. Herausnehmen,

abtropfen und auf einem

Küchentuch auskühlen lassen.

Die Selleriescheiben nacheinander

in Mehl wenden, durch das verquirlte

Ei ziehen und in den Sesamsamen

wenden. In einer entsprechend

großen Pfanne die Butter

mit dem Öl erhitzen, die panierten

Scheiben bei mäßiger Hitze von jeder

Seite in etwa 3 Minuten goldbraun

braten. Mit etwas Pepper-Jelly

anrichten und sofort servieren.

Zubereitungszeit: 1 ½ Stunden für

das Pepper Jelly, 45 Minuten für

die Sellerieschnitzel.

Nährwert pro Portion ca.:

13 g Eiweiß, 45 g Fett, 61 g Kohlenhydrate,

700 kcal (2931 kJ).

TIPP

Das Pepper-Jelly schmeckt

auch zu Fisch, Wild,

exotischen Reisgerichten

oder im nächsten Sommer

zu Gegrilltem!

KuchenKalender im Januar

Di 1. Kartoffel-Sahne-Suppe, Hähnchenbrust

Florentiner Art, Reis, Orangencreme

Mi 2. Salatteller, Hackfleischrolle im Blätterteig,

Apfelkompott

Do 3. Tomatensuppe, Nudeln mit Schinken und

Champignons aus dem Ofen, Tiramisu

Fr 4. Lauchsuppe, Pangasiusfilet in knuspriger

Hülle, Salzkartoffeln, Obstsalat

Sa 5. Bergens Fiskesuppe (S. 53), Milchreis mit

Kirschkompott

So 6. Chicoréesalat, Gulasch mit Knödeln und

Rotkohl, Schwarzwaldbecher

Mo 7. Feldsalat mit Balsamico-Dressing, Pfann -

kuchen mit Gemüsefüllung, Milchshake

Di 8. Backerbsensuppe, Maultaschen mit

Kräuterfüllung, Espresso

Mi 9. gemischter Salat, Züricher Geschnetzeltes,

Reis, Birnenquark

Do 10.

klare Gemüsebrühe, Puten-Spieße mit

Tomaten-Chutney, Nudelsalat, Panna cotta

Fr 11. Spinatsuppe, Zanderfilet mit zartem

Gemüse, Petersilienkartoffeln, Nussecken

Sa 12. Salatteller, Haferflocken-Kirsch-Auflauf

So 13.

Mo 14.

Flädlesuppe, gegrillte Entenbrust mit

Avocado, Reis, Möhrentorte (S. 24)

Rindfleischsuppe, Mini-Pizzen mit

verschiedenen Belägen, Erdbeerjoghurt

Di 15. Linsensuppe, asiatischer Rindfleischsalat

(S. 10), Vollkornbrot,

rote Grütze

Mi 16.

Do 17.

Wurzeleintopf mit weißen Bohnen,

Apfelkuchen vom Blech

Möhrensuppe, Hackbraten mit Speck,

Kartoffelpüree, Schokoladenflammeri

Fr 18. Gurkensalat, pikante Dorade mit Zitrussoße,

Reis, Kiwi

Sa 19.

So 20.

Mo 21.

Di 22.

Mi 23.

Do 24.

Tomatensalat, Schweinefleisch-Spießchen,

Nudeln, Karamelleis

Nudelsuppe, Rumpsteak, Kroketten,

Feldsalat, Quark-Sahne-Schnitten

kerniger Möhrensalat (S. 12), Berner Rösti,

Apfel

Krautsalat, Leberknödel „Pfälzer Art“,

Pfirsichcreme

Gulaschsuppe, arme Ritter mit Vanillesoße

Rucolasalat, Spaghetti carbonara,

Bananen-Schoko-Muffins

Fr 25. Kürbis-Zitronen-Suppe mit Chili,

bunter Gemüseauflauf, Heidelbeerjoghurt

Sa 26.

So 27.

Mo28.

Tomatensalat, kross gebratener

Lachs auf Zucchini (S. 50),

schwäbischer Kranz, Kaffee

Kopfsalat, Rollbraten vom Spanferkel,

Kartoffelplätzchen, Pfirsich Melba

Rosenkohleintopf, Apfelküchlein

Di 29. Endiviensalat, Polenta mit Hackfleisch -

ragout, Himbeerquark

Mi 30.

klare Brühe mit Eierstich,

Penne à la putanesca,

Blätterteig-Schleifchen

Do 31.

Grießsuppe,

Schweinebratensülze,

Sechskornbrot (S. 14),

Vanilleflammeri

1/2013

Ratgeber

39


SCHÄTZE IM GLAS

Orangen-

Passionsfrucht-Gelee

(Rezept für 3 −4WECK®-Gläser)

Mini-Sturzform à 160 ml Inhalt

Zutaten:

6 Passionsfrüchte (Maracujas,

Purpurgranadillas),

200 ml frisch gepresster

Orangensaft,

30 ml Limettensaft,

Zesten einer halben

Bio-Orange,

300 g Gelierzucker (1 : 1).

Die Passionsfrüchte halbieren.

Aus den Hälften mit einem

Löffel das Fruchtfleisch

zusammen mit den schwarzen

Kernen heraus lösen. Es sollte etwa

100 g Fruchtmasse ergeben.

Den Orangensaft durch

ein feines Sieb passieren.

Das Passionsfruchtfleisch

mit dem passierten Orangensaft,

dem Limettensaft,

den Orangenzesten und dem

Gelierzucker in einen Topf geben.

Unter ständigem Rühren

zum Kochen bringen. Die Masse

nach Herstellerangabe 5 Minuten

sprudelnd kochen lassen,

eventuell aufsteigenden Schaum

mit einem Löffel entfernen.

Die Konfitürenmasse in vorbereitete

heiße und saubere Sturzgläser

füllen, jedes Glas sofort mit

Einkochring, Glasdeckel und Einweck-Klammern

verschließen.

Zubereitungszeit: 45 Minuten.

Nährwert pro Glas (bei 4 Gläsern)

ca.: 1 g Eiweiß, 0,2 g Fett,

82 g Kohlenhydrate,

345 kcal (1443 kJ).

Orangen und Zitronen sind die Früchte dieser Jahreszeit,

gerne als Saft, im Obstsalat oder pur genossen.

In Kombination mit Passionsfrüchten oder auch Chili

ergeben sich noch ganz andere, köstliche Möglichkeiten.

Falls Sie nicht ganz so experimentierfreudig sind, dann

servieren Sie die mindestens ebenso köstliche Zitronen-

Orangen-Marmelade.

IM

G L A S

Zitronen-Chili-Soße

(Rezept für 5 WECK®-Gläser)

Mini-Sturzform à 80 ml Inhalt

Zutaten:

100 g Zwiebeln,

1 Knoblauchzehe,

1 rote Chilischote,

abgeriebene Schale von

2 Bio-Zitronen,

Saft von 2 Zitronen,

125 g Zucker,

125 ml Geflügelfond, Salz.

Zubereitungszeit: 45 Minuten,

zusätzlich 30 Minuten Einkochzeit

bei 90° C.

Nährwert pro Glas ca.: 1 g Eiweiß,

0,1 g Fett, 27 g Kohlenhydrate,

117 kcal (489 kJ).

Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe

pellen und sehr

fein hacken. Die Chilischote

halbieren, Stielansatz, Samen

und weiße Trennwände

entfernen, das Fruchtfleisch in

sehr kleine Würfel schneiden.

Zitronenschale, Zitronensaft und

Zucker in einen Topf geben, die

Zwiebeln, den Knoblauch, die Chiliwürfel

und den Geflügelfond zugeben.

Die Masse aufkochen, dann

bei reduzierter Hitze etwa 15 Minuten

köcheln lassen, dabei gelegentlich

umrühren. Mit wenig Salz

abschmecken.

Die Soße in vorbereitete Einkochgläser

bis maximal 1 cm unter den

Rand füllen, diese mit Einkochring,

Glasdeckel und Einweck-Klammern

verschließen. Im 90° C-heißen Wasserbad

30 Minuten einkochen.

Die Zitronen-Chili-Soße schmeckt

sehr gut zu gebratenem oder gegrilltem

Puten- oder Hähnchenfleisch.

Zitronen-Orangen-

Marmelade

(ohne Bild)

(Rezept für 10 WECK®-Gläser)

Mini-Sturzform à 160 ml Inhalt

Zutaten:

1 kg Bio-Zitronen (ungespritzt

und ungewachst),

2 Bio-Orangen,

etwa 1 kg Zucker.

Die Zitronen und Orangen heiß

waschen, abtrocknen und mit dem

Zestenreißer dünne Schalenstreifen

abtrennen.

Die Früchte dick

schälen, sodass

die bittere weiße

Haut von den

Früchten restlos

entfernt wird. Die

geschälten Früchte

in 1 cm kleine

Würfel schneiden.

Die Fruchtwürfel und

Zesten in einen Topf

geben, knapp mit

Wasser bedecken

und zugedeckt

über

Nacht durchziehen

lassen.

Die gesamte

Masse vor der

Weiterverarbeitung

abwiegen.

Das Zitrusfruchtfleisch

mit der Flüssigkeit

und der gleichen

Menge Zucker

verrühren. Die Masse

unter Rühren zum Kochen

bringen. Unter ständigem

Rühren alles 40 − 45 Minuten köcheln

lassen. Gelierprobe durchführen.

Die Marmelade in vorbereitete

saubere Einkochgläser füllen. Die

Gläser mit Einkochring, Glasdeckel

und Einweck-Klammern verschließen.

Im 90° C-heißen Wasserbad

10 Minuten einkochen.

Zubereitungszeit: 1 ½ Stunden,

zusätzlich Wartezeit über Nacht

und 10 Minuten Einkochzeit bei

90° C.

Nährwert pro Glas ca.: 1 g Eiweiß,

0,5 g Fett, 109 g Kohlenhydrate,

461 kcal (1931 kJ).

Bezugsquelle für Einkochgläser Seite 153

40 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

41


Marktbummel

l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l l

Fisch-Vergnügen

Die verzehrfertigen „Schlemmerfisch“-Varianten

von HOMANN schmecken kalt oder heiß

aus der Mikrowelle. Die zarten Fischfilets mit

knackigen Obst- und Gemüsestückchen gibt

es als „Alaska Seelachsfilets in fruchtiger

Ananas-Curry-Soße“, „Heringsfilets in

mediterraner Tomaten-Sauce“ und „Lachs -

filets in pikanter Honig-Dill-Senf-Sauce“.

(125- bzw. 150-g-Packung je ca. 1,99 €)

Schnittig und

stabil

Praktisch ist der Universal -

hobel „Rivera“ von Silit mit

fünffacher Höhenverstellung.

Ein stabiler Edelstahlrahmen,

eine superscharfe Klinge

und rutschfeste Kunststofffüße

sorgen für maximale

Hobel-Geschwindigkeit.

(Ca. 49,95 €)

Geschüttelt, nicht gerührt

Schütteln, backen − fertig! Bei „Shake &

Bake“ von Kaiser ist die Teigschüssel

gleichzeitig eine Kuchenform. Die

Zutaten sind in zehn Sekunden

gemischt, dann muss man nur

noch entscheiden, in welcher

Formseite der Kuchen in den

Ofen geschoben werden soll. Dank

Antihaftbeschichtung müssen die

Formen nicht eingefettet werden,

nichts klebt an. So ist auch die Reinigung

spielend leicht. (Ca. 39,95 €)

Feiner Kern

Mit ihrem mild-nussigen Geschmack

sind die „Milden Pinienkerne“

von Seeberger ideal für

Liebhaber der mediterranen

Küche, die ihren Gerichten mit den

Pinienkernen einen besonderen

Touch geben möchten. Durch ihr

feines Aroma können sie auch

zum Backen verwendet werden.

(50-g-Packung ca. 2,79 €)

Gluten- und laktosefrei

Der Ofen-Camembert „Heiße

Ziege“ von Der Grüne Altenburger

wird aus frischer

Ziegenmilch gekäst und ist

extra mild und mit 50%

Fett i. Tr. besonders cremig.

Zudem bietet er natürlichen

Genuss ohne Farbund

Konservierungsstoffe,

Aromen und Gluten.

(140-g-Packung ca. 2,59 €)

Schnell gebügelt

Mit dem Bügel-Komplettsystem „AirActive L Express“

von Leifheit lassen sich bis zu 50 Prozent Zeit

einsparen. Das Besondere daran sind die drei Aktiv -

funktionen: Mit der Aufblasfunktion kann die Wäsche

wie auf einem Luftkissen gebügelt werden; die

Ansaugfunktion ermöglicht ein gezieltes Fixieren von

Textilien auf der Bügelfläche und die Absaugfunktion entfernt

überschüssigen Dampf. (Ca. 599 €)

Die vorgestellten Lebensmittel erhalten Sie im Lebensmittel-Einzel -

handel. Den Herstellernachweis für die übrigen Artikel finden Sie

auf Seite 153. Bei den in Klammern angegebenen Produktpreisen handelt

es sich um die unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller.

Allrounder

Ob toasten oder braten, der Automatik-Toaster „Snack

Master“ von Unold kann beides: Die integrierte antihaftbeschichtete

Grillplatte macht es möglich. Einfach ausklappen

und zum Brötchen oder Toast gleich noch das

Spiegelei backen oder ein paar Würstchen grillen.

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Ökologisch

gegen Kalk

Die Essig Kalklöse-Essenz von

Frosch wirkt kalk- und kalk -

seifelösend und reinigt mit

der Kraft von natürlichem

Fruchtessig. Das macht

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bei Töpfen, Armaturen,

Wasserkochern und

Duschköpfen zu

beseitigen.

(300-ml-Flasche

ca. 1,79 €)

42 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

43


Sharonfrüchte sind

die Exoten im

Supermarktregal

und eine besondere

Form der Kaki:

Schnittfest, mit weniger

Gerbstoffen und ohne

Samen. Ideal für Kuchen,

was nicht heißt, dass man

daraus keine Konfitüre

zaubern könnte!

Sharonfrucht

Sharontorte

(Rezept für 12 Stücke)

Zutaten für den Teig:

150 g Mehl,

50 g gemahlene ungeschälte

Mandeln,

75 g Puderzucker,

125 g kalte Butter.

Für den Belag:

100 g weiche Butter,

2 EL Eierlikör,

1 EL Puderzucker,

2 Päckchen Vanillezucker,

4 − 5 Sharonfrüchte,

4 EL Aprikosenkonfitüre,

1 EL Orangenlikör,

200 ml Sahne,

1 EL Zucker,

1 EL gehackte Pistazien.

Außerdem:

Butter für die Form,

Hülsenfrüchte zum Blind -

backen.

Das Mehl mit den Mandeln und

dem Puderzucker mischen. Die

Butter in Stückchen darauf verteilen,

alles rasch mit kalten Händen

zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

Den Teig zu einer Kugel

formen und zugedeckt im Kühlschrank

30 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe

3) vorheizen. Eine Obstkuchenform

mit herausnehmbarem Boden

von 26 cm Ø leicht mit Butter

ausstreichen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten

Arbeitsfläche ausrollen, in die vorbereitete

Form legen, dabei den

Rand gleichmäßig andrücken.

Überstehenden Teig abschneiden.

Ein Stück Pergamentpapier, das etwas

größer als die Form ist, auf den

Teig legen, mit Hülsenfrüchten auffüllen.

Den Mürbeteigboden im

vorgeheizten Backofen auf der

mittleren Einschubleiste 20 Minuten

backen. Den Mürbeteig in der

Form etwas abkühlen lassen, dann

das Pergamentpapier mit den Hülsenfrüchten

entfernen. Die Hülsenfrüchte

zum nächsten Blindbacken

aufbewahren.

Den Boden auskühlen lassen.

Für den Belag die Butter mit

dem Eierlikör, dem Puderzucker

und dem Vanillezucker

cremig rühren. Die Creme in

den kalten Tortenboden

streichen. Die Sharonfrüchte

schälen und in Spalten schneiden,

auf der Creme verteilen.

Die Konfitüre mit dem Orangenlikör

verrühren, kurz erhitzen und

wieder etwas abkühlen lassen.

Die Sharonspalten damit glasieren.

Die Sahne mit dem Zucker steif

schlagen. In einen Spritzbeutel mit

kleiner Sterntülle füllen und an

den Rand der Torte Rosetten spritzen.

Mit den Pistazien bestreuen.

Zubereitungszeit: 1 ½ Stunden,

zusätzlich Kühlzeit.

Nährwert pro Stück ca.: 3 g Eiweiß,

24 g Fett, 33 g Kohlenhydrate,

362 kcal (1518 kJ).

Sharon-Konfitüre

(Rezept für 4 WECK®-Gläser)

je 250 ml Inhalt

Zutaten:

6 Sharonfrüchte (etwa 1 kg),

60 ml Limettensaft,

250 ml Orangensaft,

1 kg Gelierzucker (1 : 1).

Die Sharonfrüchte schälen, den

Stielansatz herausschneiden und

die Früchte klein schneiden. Es ergibt

etwa 750 g Fruchtmasse. Das

Fruchtfleisch mit Limetten- und

Orangensaft in einen Mixer geben

und fein pürieren.

Das Fruchtmus mit dem Gelierzucker

in einen Topf geben und unter

Rühren zum Kochen bringen. 4 Minuten

sprudelnd kochen lassen.

Vom Herd nehmen, Gelierprobe

durchführen.

Die Konfitüre kochend heiß in vorbereitete

heiße und saubere Geleegläser

füllen und diese sofort mit

dem Schraubdeckel verschließen.

Zubereitungszeit: 30 Minuten.

Nährwert pro Glas ca.: 2 g Eiweiß,

1gFett, 286 g Kohlenhydrate,

1163 kcal (4871 kJ).

1/2013

Ratgeber

45


EXTRA

Sharon-Joghurt-Mousse

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für das Fruchtpüree:

2 Blatt weiße Gelatine,

3 reife Sharonfrüchte (je 150 g),

40 g Puderzucker,

40 ml Limettensaft,

20 ml Orangenlikör (nach

Geschmack).

Für die Mousse:

5 Blatt weiße Gelatine,

450 g Joghurt,

1 Päckchen Vanillezucker,

50 g Puderzucker,

150 ml Sahne.

Außerdem:

Minze zum Garnieren.

Für das Fruchtpüree die Gelatine in

kaltem Wasser einweichen. Die

Sharonfrüchte halbieren und mit

einem Löffel das Fruchtfleisch herauslösen,

es sollte 300 g Masse

ergeben. In einem Mixer mit dem

Puderzucker pürieren, in eine

Schüssel umfüllen. Den Limettensaft

leicht erwärmen, die ausgedrückte

Gelatine darin vollständig

auflösen. Mit dem Orangenlikör

rasch unter das Fruchtpüree rühren.

Zwei Drittel des Fruchtpürees

in vier Gläser, z.B. WECK®-Mini-

Sturzgläser von je 160 ml Inhalt,

verteilen. Im Kühlschrank kurz anziehen

lassen.

Für die Mousse die Gelatine in kaltem

Wasser einweichen. Den Joghurt

mit dem Vanillezucker und

dem Puderzucker in einer Schüssel

glatt rühren. Die Gelatine tropfnass

bei geringer Hitze in einem

kleinen Topf auflösen, mit 2 EL Joghurt

verrühren, dann rasch unter

die restliche Joghurtmasse rühren.

Die Sahne steif schlagen und unterheben.

Die Mousse auf dem

Fruchtpüree verteilen, darauf das

restliche Fruchtpüree geben. Bis

zum Servieren kalt stellen.

Mit Minzeblättchen garniert servieren.

Zubereitungszeit: 45 Minuten,

zusätzlich Kühlzeit.

Nährwert pro Portion ca.: 8 g Eiweiß,

9 g Fett, 43 g Kohlenhydrate,

301 kcal (1259 kJ).

Sharonfrüchte

Eigentlich gehören sie zur Familie

der Kakis oder Chinesischen

Dattelpflaumen. Diese

israelische Kakisorte enthält

weniger Gerbstoffe (Tannine)

und hat eine dünnere Schale als

normale Kakis und ist zudem

kernlos. Sharonfrüchte schmecken

auch im festen Zustand

süß, erinnern im Geschmack an

Pfirsiche oder Birnen. Wenn Sie

keine Sharonfrüchte erhalten,

dann nehmen Sie am besten

vollreife weiche Kakis, sie dürfen

fast überreif sein, dann schimmert

das Fruchtfleisch durch die

Schale. Noch nicht ganz ausgereift

besitzen viele Kakifrüchte

einen hohen Tanningehalt und

wirken daher adstringierend.

Sharon-Törtchen

(Rezept für 4 Stück)

Zutaten für das Sharon-Ragout:

2 Blatt weiße Gelatine,

100 g Sharonfruchtfleisch,

100 ml Orangensaft,

1 EL Orangenlikör nach

Geschmack,

50 g Zucker.

Für die Joghurt-Creme:

3 Blatt weiße Gelatine,

300 g Natur-Joghurt,

90 g Quark, 50 g Zucker,

Mark einer Vanilleschote,

abgeriebene Schale einer

halben Bio-Orange.

Für den Fruchtspiegel:

2 Blatt Gelatine,

80 g Sharonfruchtfleisch,

100 ml Orangensaft,

30 g Zucker.

Außerdem:

4 kleine dunkle Biskuitböden

(je 7 cm Ø und 1,5 cm hoch,

aus einem gekauften Biskuitboden

geschnitten),

beliebige Früchte zum

Garnieren.

4 Metallringe von 7 cm Ø und 5 cm

Höhe auf eine Tortenunterlage

stellen, jeweils einen Biskuitboden

einlegen. Für das Ragout die Gelatine

in kaltem Wasser einweichen.

Das Sharonfruchtfleisch in kleine

Würfel schneiden. Orangensaft, Likör

und Zucker in einem kleinen

Topf aufkochen, bis der Zucker sich

gelöst hat. Die Sharonwürfel untermischen.

Die Gelatine ausdrücken

und in dem heißen Ragout unter

Rühren auflösen. Bis kurz vor dem

Gelieren abkühlen lassen.

Für die Creme die Gelatine in kaltem

Wasser einweichen. Joghurt,

Quark, Zucker, Vanillemark und

Orangenschale in einer Schüssel

glatt rühren. Die Gelatine tropfnass

bei geringer Hitze auflösen,

mit 2 EL Joghurtcreme verrühren,

dann rasch unter die restliche

Creme rühren. Etwas mehr als die

Hälfte der Creme auf den Biskuitböden

verteilen, die Oberfläche

glatt streichen. Im Kühlschrank angelieren

lassen. Nun das Sharon-

Ragout darauf verteilen und glatt

streichen. Wieder kurz in den Kühlschrank

stellen, dann die restliche

Joghurtcreme gleichmäßig darauf

verteilen und glatt streichen. Im

Kühlschrank fest werden lassen.

Für den Fruchtspiegel die Gelatine

in kaltem Wasser einweichen. Das

Sharonfruchtfleisch fein pürieren.

Mit dem Orangensaft und dem Zucker

in einem Topf erhitzen, bis

sich der Zucker gelöst hat. Die Gelatine

ausdrücken und in der heißen

Masse unter Rühren auflösen.

Bis kurz vor dem Gelieren abkühlen

lassen, dann das Gelee gleichmäßig

auf den Törtchen verteilen.

Fest werden lassen.

Die Törtchen vorsichtig aus den

Metallringen lösen, nach Belieben

garnieren und servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde,

zusätzlich Kühlzeiten.

Nährwert pro Stück ca.: 11 g Eiweiß,

4 g Fett, 62 g Kohlenhydrate,

338 kcal (1413 kJ).

1/2013

Ratgeber

47


BESTSELLER – REZEPTE

Waltraud Kloppenburg

aus Loxstedt

Rotkohlsalat

Zutaten:

1 kleiner Rotkohl,

3 EL Rosinen,

1 Tasse Trauben- oder

Apfelsaft,

2 säuerliche Äpfel,

Saft von ½ Zitrone,

1 Knoblauchzehe,

2 EL gehackte

Wal nüsse.

Für die Salatsoße:

1 TL Honig,

3 EL Balsamico-Essig,

3 EL Rapsöl,

Saft von ½ Orange,

Salz, Pfeffer aus der

Mühle.

Den Rotkohl putzen und

fein raspeln. Die Rosinen

in dem Saft einweichen.

Die Äpfel vierteln, entkernen

und in kleine Stückchen

schneiden, mit dem

Zitronensaft beträufeln.

Die Knoblauchzehe pellen

und zerdrücken. Die

Rosinen abtropfen lassen,

mit Rotkohl, Äpfeln,

Knoblauch und Walnüssen

mischen. Honig mit

Essig, Öl und Orangensaft

verrühren, mit Salz

und Pfeffer abschmecken.

Mit den Salat -

zutaten vermischen und

durchziehen lassen.

Christel Frangenberg

aus Kürten

Reissalat mit

Champignons

Zutaten für 6 Portionen:

500 ml Wasser,

1−2EL Instant-Gemüsebrühe,

250 g Langkornreis,

500 g frische

Champig nons,

1 EL Olivenöl, Salz,

Pfeffer aus der Mühle,

etwas fein gehackter

Rosmarin,

2 kleine Dosen

Mandarinen,

250 g gekochter

Schinken.

Ariane Dittmann-Zieger

aus Minden

Salat Fantasie

Zutaten:

1 kleiner Eisbergsalat.

Für die Salatsoße:

1 Lauchzwiebel,

3 EL Cranberry-

Joghurt „Fantasie“,

2 EL Sahne,

Saft einer halben

Limette,

1 EL getrocknete

Cranberrys,

1 EL gemischte Kräuter

(TK),

Salz, schwarzer Pfeffer.

unserer Leser

Für die Marinade:

1−2EL Salat-Mayonnaise,

150 g saure Sahne,

etwas Mandarinensaft,

Salz, Currypulver.

Das Wasser mit der Instantbrühe

erhitzen, den

Reis einstreuen und zugedeckt

bei kleiner Hitze

ausquellen lassen. Abkühlen

lassen.

Die Champignons putzen

und in Würfel

schneiden. Im heißen

Olivenöl kräftig anbraten.

Mit Salz, Pfeffer und

Rosmarin würzen.

Abkühlen lassen.

Die Mandarinen in

einem Sieb abtropfen

Den Eisbergsalat zerpflücken,

waschen und sehr

gut abtropfen lassen.

Für die Salatsoße die

Lauchzwiebel putzen

und in Ringe schneiden.

Den Joghurt mit der

Sahne und dem Limettensaft

glatt rühren,

Zwiebelringe, Cranberrys

und die Kräuter unterrühren.

Mit Salz und

Pfeffer abschmecken.

Die Salatsoße über den

Eisbergsalat geben und

vorsichtig unterheben.

lassen, den Saft auffangen.

Den Schinken in feine

Streifen schneiden.

Den Reis mit Champig -

nons, Mandarinen und

Schinkenstreifen in einer

Schüssel mischen.

Die Salatmayonnaise

und saure Sahne mit

etwas Mandarinensaft

glatt rühren, mit Salz

und Currypulver abschmecken.

Über die Salatzutaten

geben, unterheben

und durchziehen

lassen. Mit knusprigem

Brot servieren.

Liebe Leserinnen und

Leser, haben Sie ein

besonderes Rezept, das

Sie anderen Lesern

vorstellen wollen?

Schicken Sie es uns doch

zu! Da wir in der Redaktion

bereits an die Themen des

kommenden Frühsommers

denken, freuen wir uns

über saison gerechte

Rezepte. Jede Veröffent -

lichung wird honoriert

(deshalb bitte Bankverbin -

dung angeben!).

Vielleicht legen Sie uns

noch Ihr Passfoto bei oder

auch ein Bild Ihres

Rezeptes, am besten als

digitale Daten (300 dpi).

Bitte beachten Sie, dass wir

aus rechtlichen Gründen

keine Rezepte veröffent -

lichen können, die bereits

anderweitig, u.a. auch im

Internet, publiziert worden

sind.

Carmen Dörflinger aus

Marzell

Apfelkuchen mit

Quark ölteig

Zutaten für den Teig:

200 g Speisequark,

100 g Zucker,

6 EL Milch,

125 ml Öl,

1 Ei, 1 Prise Salz,

375 g Mehl,

3 EL Backpulver.

Für den Belag:

2 kg säuerliche Äpfel,

25 g flüssige Butter,

Zimt-Zucker zum

Bestreuen.

Den Quark mit Zucker,

Milch, Öl, Ei und Salz verrühren.

Mehl und Backpulver

darübersieben

und zügig unterarbeiten.

Ein Backblech mit Backpapier

auslegen. Den

Backofen auf 200° C (Gas

Stufe 3) vorheizen.

Den Teig in Backblechgröße

ausrollen, auf das

vorbereitete Backblech

legen, einen kleinen

Rand formen. Die Äpfel

waschen, schälen, vierteln

und das Kerngehäuse

entfernen. Die Apfelstücke

in Spalten schneiden

und diese schuppenförmig

auf dem Teig

verteilen. Mit der flüssigen

Butter bestreichen.

Im heißen Backofen 35 −

40 Minuten backen. Mit

Zimt-Zucker bestreuen.

Ofenwarm servieren.

Marianne Hauck aus

Nürnberg

Endivien-Frucht-

Salat

Zutaten:

einige Blätter Endiviensalat,

½ Zwiebel, 1 Kiwi,

½ Orange,

Martina Harrendorf aus

Pattensen

Blattsalate mit

Sanddorn -

vinaigrette

Zutaten:

½ Eichblattsalat,

1 Salatherz,

1 Handvoll Rucola,

1 Handvoll Feldsalat,

10 Kirschtomaten.

Für die Vinaigrette:

1 Knoblauchzehe,

3 EL Sanddorn-Konfitüre,

1 TL Senf, ¼ TL Salz,

1 Prise Pfeffer,

½ TL getrocknete italienische

Kräuter,

30 ml Orangensaft,

¼ Avocado,

1 TL Zucker,

Saft von ½ Zitrone,

1 EL Öl, Salz,

grob gemahlener

Pfeffer.

Den Salat in feine Streifen

schneiden, die Zwiebel

fein hacken. Kiwi,

Orange und Avocado

schälen und in kleine

mundgerechte Stückchen

schneiden. Den Zucker

mit dem Zitronensaft,

dem Öl und Salz

verrühren. Sofort über

die Salatzutaten geben

und untermischen, damit

sich die Avocado

nicht verfärbt. Mit Pfeffer

bestreut servieren.

30 ml heller

Balsamico essig,

80 ml Rapsöl.

Die Salate waschen und

in mundgerechte Stücke

zupfen. Die Tomaten waschen

und vierteln, zum

Blattsalat geben. Für die

Vinaigrette die Knoblauchzehe

pellen und in

eine kleine Schüssel

pressen, mit der Konfitüre

und dem Senf verrühren.

Salz, Pfeffer, die getrockneten

Kräuter, den

Orangensaft und den

Essig unterrühren, bis

sich das Salz gelöst hat.

Zum Schluss das Öl unterschlagen.

Die Vinaigrette

über die Blattsalate

geben, unterheben

und sofort servieren.

Natalia Becker aus

Swisttal-Heimerzheim

Granatapfelsalat

Zutaten:

3−4Kartoffeln, Salz,

250 g Mayonnaise,

4 hart gekochte Eier,

2 Granatäpfel,

150 g geriebener

Gouda,

1 Möhre,

100 g Walnüsse.

Die Kartoffeln waschen,

in Salzwasser garen, pellen

und abgekühlt in

Würfel schneiden. Die

Hälfte der Kartoffelwürfel

auf einem Teller verteilen,

etwas Mayonnaise

darübergeben. Die

Eier pellen, in Scheiben

schneiden und auf die

Kartoffeln schichten.

Die Granatäpfel auseinanderbrechen,

die Samen

herauslösen. Die

Hälfte davon auf den Eischeiben

verteilen, mit

etwas Gouda bestreuen.

Etwas Mayonnaise darübergeben,

die restlichen

Kartoffelwürfel darauf

verteilen. Die Möhre

schälen und über die

Kartoffelwürfel reiben.

Die Walnüsse fein hacken

und über die Möhren

streuen. Die restlichen

Granatapfelsamen

darübergeben und mit

der restlichen Mayonnaise

und dem geriebenen

Käse abschließen. Etwas

durchziehen lassen.

48 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

49


NORWEGEN

Kurze Sommer und lange Winter beeinflussen die Natur

und damit auch die Küche Norwegens. Um die Versorgung

in den Wintermonaten zu sichern, wurden früher viele

Lebensmittel gesalzen, geräuchert, getrocknet oder

eingelegt. Frischer Fisch war meist verfügbar und so

waren Heringe lange Zeit ein wichtiges Grundnahrungs -

mittel. Heute ist auch Lachs in allen Variationen sehr

beliebt und wichtiges Exportgut. Viele Bauern

ernähren sich von den Produkten ihrer Kühe und

Schafe, während Elch-, Wild- und Rentier -

fleisch zur gehobenen Küche zählen.

Impressionen aus dem Land im Norden

finden Sie ab Seite 140

Kross gebratener Lachs

auf Zucchini

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für die Blini:

6gfrische Hefe,

65 g Mehl,

65 ml lauwarme Milch,

1 Ei (M),

Salz, Pfeffer aus der Mühle.

Für die Soße:

20 g Schalotten, 10 g Butter,

100 ml Weißwein,

100 ml Gemüsefond,

150 g Sahne,

30 g frisch geriebener

Meerrettich,

Salz, Pfeffer aus

der Mühle,

1 Prise Zucker,

1 EL fein geschnittener

Dill.

Für die Zucchini:

120 g Zucchini,

je 30 g rote und gelbe

Cocktailtomaten,

2 EL Rapsöl,

Salz, Pfeffer aus der Mühle.

Kulinarische

Reise

nach Norwegen

Für den Lachs:

200 g Lachsfilet mit

Haut,

Salz, Pfeffer aus der

Mühle,

2 EL Rapsöl.

Außerdem:

Rapsöl zum

Ausbacken,

Dillzweige zum

Garnieren.

Für den Bliniteig

die Hefe mit

einem Drittel

des Mehls und der

lauwarmen Milch

verrühren. 30 Minuten

zugedeckt gehen lassen.

Das Ei trennen. Das restliche Mehl

und das Eigelb unterrühren, den

Teig erneut 20 Minuten gehen lassen.

Das Eiweiß steif schlagen und

unter den Teig ziehen. Mit Salz und

Pfeffer würzen.

Für die Soße die Schalotten pellen

und fein hacken. Die Butter in einer

Kasserolle zerlassen, die Schalotten

darin farblos anschwitzen. Den

Weißwein und den Gemüsefond

angießen und auf die Hälfte einkochen

lassen. Die Sahne zugeben

und die Soße sämig einkochen.

Den geriebenen Meerrettich, Salz,

Pfeffer und Zucker zugeben und

die Soße noch etwas köcheln lassen.

Den Dill einstreuen und warm

halten.

Die Zucchini waschen, die Enden

entfernen, das Fruchtfleisch in

3 mm dicke Scheiben schneiden

oder hobeln. Die Cocktailtomaten

waschen, die Stielansätze entfernen,

die Tomaten quer halbieren.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die

Zucchinischeiben darin von beiden

Seiten braten. Mit Salz und

Pfeffer würzen. Die Tomatenhälften

zugeben und kurz mitbraten.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen

und ein Viertel des Bliniteiges hineingeben

und verstreichen, der

Blini sollte etwa 10 cm Ø haben.

Von beiden Seiten goldgelb backen.

Die restlichen Blini ebenso

backen.

Das Lachsfilet in 4 Stücke von je

50 g teilen, die Haut kreuzweise

einschneiden, beidseits salzen und

pfeffern. Das Öl erhitzen, die Stücke

mit der Hautseite nach unten

einlegen. Von jeder Seite 1 −2Minuten

braten.

Die Soße aufmixen. Jeweils ein Blini

auf einen vorgewärmten Teller

geben, darauf einige Zucchinischeiben

und ein Lachsstück legen.

Alles mit der Soße umgießen,

die Tomaten darauf verteilen. Mit

Dill garniert servieren.

Zubereitungszeit: 1 ¼ Stunden

Nährwert pro Portion ca.: 15 g Eiweiß,

38 g Fett, 16 g Kohlenhydrate,

483 kcal (2019 kJ); 1,4 BE.

Lachs-Tatar

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten:

250 g frisches Lachsfilet

ohne Haut,

1 kleine reife Mango

(250 g),

60 g Frühlingszwiebeln,

1 kleine

Chilischote,

1 EL fein

geschnittene

Kräuter

(Dill, Petersilie),

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

4 EL Olivenöl,

2 EL Limettensaft,

50 g rote und gelbe

Mini-Tomaten.

Das Lachsfilet klein würfeln. Die

Mango schälen, den Kern entfernen,

das Fruchtfleisch in ganz kleine

Würfel schneiden.

Die Frühlingszwiebeln putzen und

fein würfeln, die Chilischoten halbieren,

entkernen und ebenfalls

fein würfeln. Die vorbereiteten Zutaten

zusammen mit den Kräutern,

Salz, Pfeffer, Olivenöl und Limettensaft

in einer Schüssel miteinander

vermischen. Die Tomaten halbieren

und untermischen.

Das Tatar auf frischem Baguette

anrichten. Mit halbierten Limettenscheiben

garniert servieren.

Zubereitungszeit: 30 Minuten.

Nährwert pro Portion ca.: 13 g Eiweiß,

21 g Fett, 7 g Kohlenhydrate,

268 kcal (1122 kJ); 0,6 BE.

50 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

51


NORWEGEN

Rentierfilet auf

Weißkraut

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für die Nudeln:

150 g Weizenmehl,

2 Eier (M),

1 TL Öl, Salz,

Wasser nach Bedarf.

Für das Weißkraut:

500 g Weißkraut,

80 g Zwiebeln,

60 g roh geräucherter, durchwachsender

Speck,

2 EL Rapsöl,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

80 ml Weißwein,

120 ml Fleischbrühe,

1 Apfel.

Für das Filet:

400 g parierter ausgelöster

Rentierrücken,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

30 g Butter,

2 EL Rapsöl,

1 EL fein gehackte Petersilie,

120 ml Wildfond.

Außerdem:

80 g Ridder (norwegischer

halbfester Schnittkäse,

ersatzweise Tilsiter),

etwas Butter zum Beträufeln,

glatte Petersilie zum Garnieren.

Für den Nudelteig das Mehl auf

eine Arbeitsfläche sieben, in der

Mitte eine Mulde formen, die Eier,

das Öl und etwas Salz in der Mulde

verrühren, dabei immer mehr

Mehl vom Rand mit einarbeiten.

Alles zu einem glatten Teig verkneten,

bei Bedarf noch

etwas Wasser zufügen.

Den Teig in Folie

gewickelt 1 Stunde im

Kühlschrank ruhen

lassen.

Den Teig portionsweise

mit einer

Nudelmaschine in

mehreren Durchgängen

dünn ausrollen,

dann in Band -

nudeln von 3 mm Breite

schneiden. Die Nudeln auf

ein Tuch legen und etwas

antrocknen lassen.

Den Weißkohl putzen, vierteln,

den Strunk entfernen

und die Blätter in

feine Streifen schneiden

oder hobeln. Die

Zwiebel pellen und fein hacken,

den Speck fein würfeln. Das

Öl in einem Topf erhitzen, die

Speck- und Zwiebelwürfel darin

glasig anschwitzen. Das Kraut kurz

mitdünsten, salzen und pfeffern.

Wein und Brühe angießen, alles

20 − 25 Minuten im geschlossenen

Topf schmoren. Den Apfel schälen,

vierteln, das Kerngehäuse entfernen

und die Viertel in Spalten

schneiden. Die Apfelscheiben

5 Minuten vor Ende der Garzeit

unter das Kraut mischen.

Das Fleisch quer in Scheiben von

etwas 20 g schneiden, flach klopfen,

salzen und pfeffern. Butter

und Öl in einer Pfanne erhitzen,

das Fleisch darin auf jeder Seite

1 Minute braten. Mit der Petersilie

bestreuen, herausnehmen und

warm halten. Den Bratensatz mit

dem Fond loskochen, die Soße etwas

reduzieren, passieren und abschmecken.

Die Nudeln in sprudelnd kochendem

Salzwasser bissfest garen, abgießen

und abtropfen lassen.

Das Weißkraut auf vorgewärmten

Tellern anrichten, darauf jeweils

5 Fleischscheiben verteilen. Die

Nudeln zu Nestern aufrollen und

auflegen. Den Käse reiben, darüberstreuen

und mit Butter beträufeln.

Das Gericht unter dem vorgeheizten

Grill gratinieren. Mit der

Soße umgießen, mit der Petersilie

garnieren und sofort servieren.

Zubereitungszeit: 1 ¼ Stunden,

zusätzlich Wartezeiten.

Nährwert pro Portion ca.: 41 g Eiweiß,

44 g Fett, 36 g Kohlenhydrate,

725 kcal (3033 kJ); 3 BE.

Bergens Fiskesuppe

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für den Fischsud:

je 100 g gewürfelte Möhren

und Knollensellerie,

100 g Zwiebelwürfel,

1 TL Salz,

1 Lorbeerblatt,

1 Bund Petersilie,

1 kg Fischkarkassen (Gräten,

Köpfe, Schwänze usw.),

3 l Wasser.

Für die Einlage:

je 80 g Möhren und Stangensellerie,

je 300 g Kabeljau und Lachs,

50 g Lauch, 2 Eigelb,

Salz, Pfeffer aus der Mühle,

4 EL saure Sahne,

1 EL gehackte Petersilie.

Alle Zutaten für den Sud in einen

Topf geben und aufkochen. Mit

schräggelegtemDeckelbeigeringer

Hitze 30−40 Minuten ziehen lassen.

Durch ein feines Sieb abseihen, dabei

das Gemüse und die Karkassen

gut ausdrücken. Den aufgefangenen

Sud wieder erhitzen und bei

offenem Topf in etwa 20 Minuten

auf 1 Liter reduzieren. Nochmals

passieren.

Für die Einlage Möhren und Sellerie

putzen und würfeln. Den Sud in

einen Topf füllen, das Gemüse und

den Fisch zugeben. Aufkochen, die

Hitze reduzieren und die Suppe

ohne Deckel 10 Minuten ziehen

lassen.

Den Lauch putzen, waschen und in

feine Ringe schneiden. Zur Suppe

geben, 3 −4 Minuten ziehen lassen.

Den Topf beiseiteziehen, den

Fisch herausheben.

Die Eigelbe verquirlen und nach

und nach insgesamt 80 ml heißen

Fischsud zugeben und unterrühren.

Unter ständigem Rühren in die

heiße, nicht mehr kochende Suppe

gießen.

Den Fisch mit einer Gabel in blättrige

Stücke teilen. Wieder in die

Suppe geben. Mit Salz und Pfeffer

abschmecken. In vorgewärmten

Tellern anrichten, mit saurer Sahne

und Petersilie garniert servieren.

Zubereitungszeit: 1 ¾ Stunden.

Nährwert pro Portion ca.: 33 g Eiweiß,

10 g Fett, 4 g Kohlenhydrate,

241 kcal (999 kJ); 0,3 BE.

52 Ratgeber 1/2013


Buch-TIPPS

Januar

2013

ApfelkuchenmitQuarkölteig 49

Asia-SchnitzelmitKokos-

panadeundMöhrenblüten 36

BlattsalatemitSanddorn-

vinaigrette 49

Coleslaw,klassischer 9

Endivien-Frucht-Salat 49

FeldsalatmitPinienkernen 16

Fiskesuppe,Bergens 53

Gemüse-Couscous-Salat 8

Granatapfelsalat 49

Hähnchenschnitzelmit

Paprikasalat 33

Kartoffelsalat,Harzer 12

KäsekuchenmitCranberrys 20

Kirschtorte,Zuger 25

Kohlrabischnitzelmit

Remoulade 33

Kürbis-Zucchini-Salat 13

Nachgekocht

MirkoReehsvegetarischeKochkursehaben

Kult-Status.Jetzthat

derbekannteFernsehkochdiebeliebtesten

RezepteohneFleisch

undFischzusammengetragenunddurch

vieleneueKreationen

ergänzt.ObSuppenundSalate,Hauptspeisen

undSnacks,KuchenundDesserts − allesist

verblüffendleichtzurealisieren.Außerdemsind

ZubereitungszeitundSchwierigkeitsgrad

angegeben.

MirkoReeh:LECKER vegetarisch.

CoCon-Verlag,162 S.,14,80 €,

ISBN978-3-86314-231-5

verzeichnis

Lachs-Tatar 51

Lachs,krossgebratener,

aufZucchini 50

Mandelschnitzel 35

Möhrensalat,kerniger 12

Möhrentorte 26

Orangen-Passionsfrucht-Gelee 40

Preiselbeer-Aprikosen-

Quarktorte 19

Quark-Ananas-Tortemit

Physalis 22

Quarktaschen 23

Radicchio-Chicorée-Salat

mitFeigenspießchen 8

ReissalatmitChampignons 48

RentierfiletaufWeißkraut 52

Rindfleischsalat,asiatischer 10

Rotkohlsalat 48

Hier finden Sie alle

Rezepte dieser Ausgabe

alphabetisch sortiert.

SalatFantasie 48

Sauerkrautsalat 7

Sbrinz-Schleifen 26

Schneckenbrot,St.Galler 30

Schnitzel,Wiener 34

Schweinebratensülze 14

Schweinehalsschnitzel 34

Sechskornbrot 15

Sellerieschnitzelmit

Pepper-Jelly 38

Sharon-Joghurt-Mousse 46

Sharon-Konfitüre 45

Sharon-Törtchen 47

Sharontorte 44

StreuselkuchenmitQuarkund

getrocknetenAprikosen 20

Walnussbrot 17

Zimtplatte,Bündner 28

Zitronen-Chili-Soße 41

Zitronen-Orangen-Marmelade 41

Feine Wurst

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Ubrigens

... der Inhalt angebrochener

Saftflaschen und –kartons ist meist

länger haltbar als angegeben.

..

Etwas Fruchtiges aus der Flasche

zum Frühstück oder für zwischendurch:

Obstsäfte aus

Äpfeln, Orangen oder exotischen

Früchten sind sehr beliebt.

Meist jedoch wird die Flasche

nicht gleich leer getrunken.

Was ist zu beachten, damit

der restliche Saft nicht weg -

geschüttet werden muss?

Um sich vor Reklamationen bei

Verderb zu schützen, geben die

meisten Safthersteller eine kurze

Haltbarkeit nach Anbruch ihrer

Produktean.Sieratenzugekühlter

Lagerung

und

zumzügigenVerbrauchzwischen

zwei und fünf Tagen. UntersuchungenzurHaltbarkeitzeigenjedoch,

dass bei einem sorgsamen

UmgangangebrocheneFruchtsäftemeistlängerhaltbarsind.Auge

undNasederVerbraucherreichen

völlig aus, um eine beginnende

ZersetzungbeigeöffnetenSäften

zu erkennen, entkräftet die VerbraucherzentraleNRWdievorbeugende

Vorsichtsmaßnahme der

Hersteller. Damit die Säfte nach

Anbruch noch möglichst lange

verzehrfähigsind,sollteneinpaar

Regelneingehaltenwerden.

Sauberkeit und Kühlung

Um die Gärung von Fruchtsäften

durch Bakterien zu verhindern,

sollte Fruchtsaft nicht direkt aus

derFlascheoderderPackunggetrunken

werden. Das

angebrochene

Produkt ist

nach dem Einschenken

sofort

wieder zu

verschließen.FristetesseinDasein

beiZimmertemperatur,istderInhalthöchstenssiebenTagehaltbar.

Kommen Flasche oder Packung

hingegen rasch wieder in den

Kühlschrank,kannderkühleTrunk

biszuvierzehnTageverzehrfähig

sein.

Übrigens:JesaurerderSaft,desto

haltbarer. Folglich verderben GemüsesäfteschnelleralsObstsäfte.

Besser mit Durchblick

StehtderSaftüberlängereZeitbei

Zimmertemperatur,sollteerbesserineinerGlasflascheaufbewahrt

werden,weilsichsoeinbeginnenderVerfallanderBildungvonBläschen,

Eintrübungen oder Schimmelehererkennenlässt.Auchdas

Produkt aus einer KartonverpackungsollteambestenineinGlasgefäßumgefülltundregelmäßigin

Augenscheingenommenwerden,

bis es zur Neige geht:Trüber BodensatzimklarenSaftundumgekehrt

klarer Bodensatz im trüben

SaftsindHinweisefüreinebeginnendeZersetzung.

Schimmelhingegenmachtessich

auf der Oberfläche des flüssigen

Produktsgemütlich.

Auf die Packungsgröße

achten

WernurkleineMengentrinkt,sollte

Saft besser in kleinen Packungen

kaufen. Keine Sorge jedoch

beim Verbrauch großer SaftkartonsmitfünfLitern!BeimZapfen

desFruchttrunksziehtsichderInnenbeutelderVerpackunginsich

zusammen. Es kann kein Sauerstoffeindringen.EineGärungdes

Produkts in der Großpackung ist

somitausgeschlossen.

54 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

55


medizin.

verwendete

Drogen

exakt ,

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musik.:

schnell

antiker

Name

von

Troja

Hohlnudelart

Unmensch

eine

Pflanzenform

Dynamik

ein

Pflanzenkeim

Mutter

der Nibelungenkönige

Gerät zur

Warenentnahme

feucht

(geografisch)

Westeuropäer

Frauenkosename

Holzgewächs,

Busch

Brand

Lösung

ab

jetzt

Hundekrankheit

Hebrideninsel

Börsenmakler

Gedankenübertragung

Vertragsbedingung

Werkzeuggriff

Teilstrecken

beabsichtigen,

vorhaben

Null

beim

Roulett

Panzerechse

Schachteln

(engl.)

Tretkurbel

am

Fahrrad

Ankerwinde

katalonischer,

mallorq.

Artikel

Hafenstadt

im

Süden

Perus

Modetanz

der

70er

Vorname

des

Sängers

Illic

Spaltwerkzeug

Gibbonaffe

spiritistische

Sitzung

elektronischer

Fühler

germanische

Gottheit

südamerikanischer

Kuckuck

tibetanischer

Tempel

Vorname

der

Derek

Initialen

der

Adjani

griech.

Vorsilbe:

bei, daneben

Tropenfrucht

Leuchtdiode

(Abk.)

Staat

in der

Karibik

Handlung

Steigerung

von „gut“

WWP2011-15

Beteiligung

französisch,

span.:

in

ein

Jagdruf

lateinisch:

Luft

heiliges

Tier der

Inder

ein

Umlaut

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mit Maronen

Preis -

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56 Ratgeber 1/2013


SCHÖNHEIT

SCHÖNHEIT

Naturkosmetik selbst gemacht

Aus Flocken, Schrot

und vollem Korn

Sie stecken voller wertvoller Wirksubstanzen, enthalten glättende

Proteine, aufbauende Mineralstoffe, nährende Vitamine –

kurzum alles, was schöne Haut begehrt. Holen Sie Haferflocken,

Weizenkleie und andere Getreideprodukte raus aus dem

Küchenschrank und rein ins Bad und rühren Sie daraus im

Handumdrehen beste Naturkosmetik an!

Kosmetik mit Körner-Kraft

Repair-Shampoo mit Weizenproteinen,

Pflegecremes mit Haferextrakten,

Waschpasten mit Reispuder …, – wer

sich regelmäßig im Drogerie-Markt

umschaut, hat’s längst bemerkt: Immer

mehr Kosmetik-Hersteller setzen

auf „Körner-Kraft“, fügen ihren Produkten

die Wirkstoffe verschiedenster Getreidearten

bei. Sicherlich aus gutem

Grunde, denn dass in Weizen, Hafer

und Co. enormes Pflegepotenzial

steckt, ist seit jeher wohlbekannt. So

nutzten beispielsweise schon unsere

Urgroßmütter Hafer nicht nur als Viehfutter

und Nahrungsmittel, sondern

pflegten damit auch gerne die von

harter Arbeit wunde und gereizte

Haut.

Ein weiterer Kosmetik-Klassiker ist feines

Getreidemehl. Da Mehl aus kleinsten,

ungemein saugstarken Partikeln

besteht, besitzt es eine wunderbare

Reinigungswirkung, absorbiert zuverlässig

Schmutz wie Talk und schont

dabei – anders als tensidhaltige

Waschpasten – den natürlichen Säureschutzmantel

der Haut. Zudem lösen

sich beim sachten Einmassieren viele

abgestorbene Hornzellen, was den

Teint erstrahlen und Unreinheiten

nach und nach verschwinden lässt. Je

kleiner die Körnung des Mehls, desto

milder die Peel-Wirkung. Wer einen intensiveren

„Schmirgeleffekt“ wünscht,

mischt das feine Mehl einfach mit gröberen

Getreideprodukten wie etwa

Kleie, Schrot oder Grieß.

Sanftes Mehl-Lavendel-Peeling

Zutaten: 4 EL Weizen-, Dinkel- oder Roggenmehl,

2 EL Weizenkleie, 2 EL getrocknete Lavendelblüten;

evtl. ätherisches Lavendelöl zum Anrühren.

Zubereitung und Anwendung: Lavendelblüten in

einer Schlagwerk-Kaffeemühle etwas zerkleinern,

dann mit den übrigen Zutaten in eine Schüssel geben

und gut vermengen. Für die Gesichtsreinigung

einen gehäuften Teelöffel der Mischung mit Milch

oder warmem Wasser und, falls vorhanden, einem

Tropfen entzündungshemmendem ätherischen

Lavendelöl zu einer streichfähigen Paste anrühren.

Diese in kreisenden Bewegungen in die zuvor angefeuchtete

Haut einmassieren und anschließend

mit lauwarmem Wasser abspülen.

Haltbarkeit bei trockener Lagerung: ca. 1 Jahr.

58 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

59


SCHÖNHEIT

Aus körnigem Maisgrieß und

Vitamin-E-reichem Keimöl

kann man wunderbar pflegende

Gärtnerseifen kneten.

Inhaltstoffe frei. Sehr trockener und zu

Rötungen neigender Haut tut folgender

Hafer-Balsam gut: Einen Esslöffel

Hafermehl (erhältlich im Reformhaus)

mit etwas Olivenöl zu einer streichfähigen

Paste anrühren. Eine Tasse heißes

Wasser zufügen und abkühlen lassen.

Anschließend die Mischung sachte

durch ein Tuch pressen und die aufgefangene

Flüssigkeit zweimal täglich

auf die gereizte Haut auftragen.

Schmelzzarte Haferflocken verleihen

Pflegemasken nicht nur eine

samtige Konsistenz, sondern

wirken auch hautberuhigend.

Gärtnerseife

mit Maisgries

Zutaten: 150 g milde, unparfümierte Babyseife,

ca. 8 EL kochend heißes Wasser, 4 EL Mais- oder

Weizenkeimöl, 1 ½ TL (ca. 6 g) Bienenwachspastillen,

ca. 20 Tropfen Ihres ätherischen Lieblingsöls,

3 EL Maisgrieß.

Zubereitung: Seifenstück auf der Küchenreibe

möglichst fein raspeln. Flocken in eine Schüssel

geben, mit heißem Wasser angießen und im sanft

köchelnden Wasserbad oder über Nacht auf der

Heizung weichen lassen. Dann mit dem Mixstab

pürieren, dabei evtl. noch etwas heißes Wasser

nachgießen. Bienenwachspastillen im erwärmten

Pflanzenöl einschmelzen. Die flüssige Öl-Wachsmischung

sowie das ätherische Öl zur Seifenmasse

geben und kräftig unterrühren. Maisgrieß zufügen

und alles noch einmal gut durchkneten.

Dann die weiche Seifenmasse in eine geölte Form

(z. B. Käse- oder Margarineschachtel) drücken. Ein

bis zwei Tage in der Form – am besten auf der

Heizung – trocknen lassen. Anschließend vorsichtig

herauslösen und 2 bis 4 Wochen an der Luft

aushärten lassen. Haltbarkeit: ca. 1 Jahr.

Hafer – Balsam für die Haut

Doch nicht nur zur sanften Reinigung

eignet sich Getreide. In den kleinen

Körnchen steckt weitaus mehr: Mit reichen

Mengen an B-Vitaminen, Mineralien,

Proteinen sowie verschiedensten

sekundären Pflanzenstoffen verwöhnen

Weizen und Co. unsere Haut, pflegen,

glätten und nähren sie. Vor allem

Hafer hat sich als „Hautretter“ einen guten

Namen gemacht. Sein Wirkgeheimnis

ist der hohe Anteil an Schleimstoffen,

die sich wie eine Schutzhülle um

gereizte und gerötete Stellen schmiegen,

dabei Entzündungen hemmen

und die Zellerneuerung anregen.

Und so hervorragend die Pflegewirkung,

so einfach die Anwendung! Rühren

Sie beispielsweise zwei Esslöffel

zarte Haferflocken mit etwas warmer

Milch, Quark oder Joghurt zu einer

hautberuhigenden Gesichtsmaske an.

Auch als wohltuender Badezusatz eignen

sich die Flocken prima. In ein Stoffsäckchen

gebunden und in den einlaufenden

Wasserstrahl gehängt, lösen

sich die Flocken binnen kürzester Zeit

und geben dabei all ihre wertvollen

Haferflocken-Pflegemaske

Zutaten: 2 EL zarte Haferflocken oder

„Schmelzflocken“, 1-2 EL Sahnequark,

1 EL Honig.

Zubereitung und Anwendung: Alle Zutaten

zu einer streichfähigen Masse verrühren

und diese auf die zuvor gereinigte, noch

feuchte Haut auftragen. Etwa 20 Minuten

einwirken lassen. Dann mit warmem Wasser

abspülen und die Haut mit einem Kosmetiktuch

trockentupfen.

Kräuter-Hafer-Badesäckchen

Zutaten: 150 g zarte Haferflocken,

3–5 EL getrocknete, hautpflegende Kräuter,

beispielsweise Kamillen-, Rosen- oder

Lavendelblüten, Ringelblumen- oder

Lindenblüten, Zitronenmelisse, Rosengeranie

oder Fenchel.

Zubereitung: Alle Zutaten in ein Stofftuch

einschlagen oder in ein Baumwollsäckchen

füllen und zubinden. Während das Badewasser

einläuft, das Säckchen direkt unter

den Strahl hängen. Anschließend abnehmen

und während des Badens als Massageschwamm

nutzen.

60

Ratgeber

1/2013

1/2013

Ratgeber

61


SCHÖNHEIT

SCHÖNHEIT

Dank eingeschmolzenem Bienenwachs

wird aus flüssigem Weizenkeimöl

eine streichzarte, angenehm duftende

Pflegecreme.

Weizen – wertvolles Keimöl

Ein ganz besonderes Schönheitselixier

birgt das Weizenkorn: Das aus seinem

Keim gepresste Öl ist nicht nur überreich

an altersbremsendem Vitamin E.

Es enthält zudem viele weitere Wirkstoffe,

die der Haut sehr wohltun, ihre

Barrierefunktion stärken, Feuchtigkeit

binden, ja sogar Schäden reparieren

können. Vor allem reife Haut profitiert

von sanften Massagen mit Weizenkeimöl.

Zwar zieht das goldgelbe

Schönheitselixier nur langsam ein,

durchdringt jedoch die gesamte

Hornschicht und verbessert nachhaltig

deren Elastizität.

Das einzige Manko des wertvollen Öls

ist sein typischer, manchen Nasen

doch arg zuwider gehende Getreide-

Geruch. Um diesen etwas abzumildern,

empfiehlt es sich, Weizenkeimöl

stets mit einigen Tropfen ätherischem

Öl zu parfümieren. Auch eingeschmolzenes,

duftendes Bienenwachs

überdeckt das bisweilen störende

Aroma und verwandelt zugleich das

flüssige Öl in eine deutlich besser

handhabbare, feste Creme.

Regenerierende

Weizenkeimöl-Creme

Zutaten: 50 ml Weizenkeimöl, 1 TL (ca. 4 g)

Bienenwachspastillen (erhältlich in Apotheken

oder direkt beim Imker), 8-10 Tropfen eines

ätherischen Öls Ihrer Wahl.

Zubereitung: Weizenkeimöl im Wasserbad

oder auf niedriger Stufe in der Mikrowelle

erhitzen. Bienenwachsplättchen dazugeben

und einschmelzen. Die warme Öl-Wachs-Masse

in einen zuvor kochend heiß ausgespülten

Tiegel gießen, ätherisches Öl unterrühren

und die Creme auskühlen lassen.

Haltbarkeit: ca. 12 Monate.

Anwendung: Nach dem Waschen in die noch

nasse Haut einmassieren.

Text und Fotos Seite 59 – 63: Stefanie Schäffer

Reis – das Getreide Asiens

Auf eine jahrtausendealte Tradition als

Kosmetikum kann Reis, das Getreide

Asiens, zurückblicken. So verwendet

man seit jeher das Wasser, in dem die

Körnchen vor dem Kochen gewaschen

werden, zur Gesichtsreinigung, nutzt

die beim Schälen anfallende Reiskleie

als natürliches Peelingmittel oder pudert

sich mit feinem, weißem Reispulver

die glänzende Nase und Stirn.

Reis verwöhnt die Haut mit antioxidativ

wirksamem Vitamin E, mit zellerneuernden

B-Vitaminen, gewebestraffender

Kieselsäure sowie reichen Mengen

an glättenden Proteinen. Wer allerdings

das gesamte Pflegepotenzial der

Körnchen ausschöpfen möchte, darf

nicht zu weißem oder poliertem Reis

greifen. Nehmen Sie stattdessen lieber

Natur- oder Vollkornreis, dem weder

der vitaminhaltige Keim, noch das mineralstoffreiche

Silberhäutchen abgeschliffen

wurde. Auch der sogenannte

Parboiled-Reis enthält noch fast alle

Wirkstoffe des ursprünglichen Korns.

Möglich macht dies ein spezielles Verfahren,

bei dem Naturreis zunächst

kurz in Wasser eingeweicht und anschließend

mit heißem Dampf behandelt

wird, was rund achtzig Prozent der

wertvollen Inhaltsstoffe aus Keim und

Silberhäutchen nach innen in den

Mehlkörper diffundieren lässt.

Für die Herstellung eines

glättenden Haut-Tonikums

nimmt man am besten vollwertigen

Natur- oder Parboiled-Reis

Glättendes Reis-Tonikum

Zutaten: 2 gehäufte TL Natur- oder Parboiled-

Reis, 1 gestrichener TL Grüner Tee, ca. 50 ml

Hamameliswasser (erhältlich in Hobbythek-

Läden oder Apotheken).

Zubereitung: Reis in einer Schlagwerk-Kaffeemühle

möglichst fein mahlen. Reispulver und

Grünen Tee in eine Kanne geben und mit 200 ml

heißem Wasser übergießen.

Etwa 15 Minuten ziehen lassen, dann durch ein

Kaffeefilterpapier in ein zuvor heiß ausgespültes

Becherglas abseihen.

Das filtrierte Reis-Tee-Wasser 1:1 mit Hamameliswasser

mischen, in ein zuvor heiß ausgespültes

Fläschchen füllen, in den Kühlschrank stellen

und innerhalb von 10 Tagen aufbrauchen.

Anwendung: Nach jeder Gesichtsreinigung

einige Tropfen des Tonikums auf einen Wattebausch

geben und damit die Haut sanft abreiben.

62 Ratgeber 1/2013


SCHÖNHEIT

SCHÖNHEIT

Natürliche Schönmacher

Die Pflanzen neuerer Sorten reifen

nicht nur zeitgleicher. Ihre Kapseln

springen auch kaum mehr selbstständig

auf, was Ernte und Drusch sehr viel

einfacher macht.

Von den Dreschhallen geht’s zu den

Ölmühlen, die heute meist in den Verbraucherländern

stehen. Hier wird die

naturbelassene oder geröstete Sesamsaat

zunächst fein gemahlen,

dann kalt ausgepresst, das so gewonnene

Öl sorgsam filtriert und schließlich

auf Flaschen gezogen.

Gereiftes Aroma-Massageöl

Zutaten: 500 ml Sesamöl, 1 Zimtstange, abgeriebene

Schale einer Bio-Orange, 1 Vanilleschote.

Zubereitung: Sesamöl in einen Topf gießen und

einen Wassertropfen auf die Öl-Oberfläche tupfen.

Öl langsam erhitzen, bis der Wassertropfen bei 100 °C

zischend zerplatzt. Dann den Topf sofort vom Herd

nehmen. Abgeriebene Orangenschale, ausgeschabte

Vanilleschote sowie eine zerbröselte Zimtstange

zugeben und das Öl langsam abkühlen lassen.

Sobald vollständig erkaltet, durch einen Papierkaffeefilter

abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

Haltbarkeit bei Raumtemperatur: ca. 6 Monate.

Keine Ayurveda-Massage

ohne Sesamöl! Schon seit

Urzeiten wird das fein

nussig duftende Öl aus

Sesamsaat in Indien zur

Gesundheits- und

Hautpflege genutzt – nicht

ohne Grund, zieht es doch

hervorragend ein, regt den

Stoffwechsel an und fördert

die Zellerneuerung.

„Sesam, öffne dich nicht!“

„Iftah, ya Simsim!“ lautete der berühmte Zauberspruch, mit

dem sich Ali Baba in dem Märchen aus Tausendundeiner

Nacht einst Zugang zur Schatzhöhle verschaffte. „Sesam, öffne

dich nicht!“ dürfte derweil zur selben Zeit manch Bauer beschwörend

gemurmelt haben, wohl hoffend, auf gar keinen

Fall den richtigen Erntetermin zu verpassen. Wartete man mit

dem Schnitt der ungleichmäßig reifenden Sesampflanzen

nämlich zu lange, platzten etliche Samenkapseln noch auf

dem Feld und die zu Boden geschleuderten Körnchen waren

verloren. Wurde hingegen zu früh und damit reichlich unreifer

Samen geerntet, enthielt dieser viel zu wenig des kostbaren

Öls. Heute haben es Sesambauern in Indien, China, Myanmar

und anderen subtropischen Erdregionen deutlich leichter:

Unschlagbar als Massageöl

Sesamöl ist ein exzellentes Speiseöl.

Vor allem die etwas dunklere Variante

aus gerösteter Saat schmeckt unvergleichlich

aromatisch und wird deshalb

nicht nur in der asiatischen Küche

sehr geschätzt. Da Sesamöl keine

instabilen dreifach ungesättigten

Fettsäuren enthält, ist es hoch erhitzbar,

eignet sich somit hervorragend

zum Kochen, Braten und Frittieren. Einen

weiteren Pluspunkt heimst das Öl

für seine lange Haltbarkeit ein. Spezielle

Fett-Begleitstoffe wie Sesamolin,

Sesamin und das beim Rösten der

Körnchen entstehende Sesamol hemmen

Oxidationsprozesse und schützen

das feine Speiseöl so monatelang

vor dem Ranzigwerden.

Doch genug Küchenlatein! Schließlich

hat Sesamöl noch viele weitere

Qualitäten, die vor allem die traditionelle

indische Heilkunst Ayurveda seit

Tausenden von Jahren schätzt. So gilt

das Öl beispielsweise als bestgeeignet

für Massagen, dringt es doch

nicht nur tief in die Haut ein, sondern

fördert auch die Durchblutung, regt

dadurch Entgiftungsprozesse an und

regeneriert auf diese Weise den gesamten

Organismus.

64 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

65


SCHÖNHEIT

Besonders gerne nutzt man im Ayurveda

„gereiftes“ Sesamöl. Hierfür wird

das Öl einmalig kurz auf 100 bis 110 °C

erhitzt, erhält dadurch eine etwas

flüssigere Konsistenz und lässt sich

noch besser in die Haut einmassieren.

Jungbrunnen für reife Haut

Dem hervorragenden Einzieh-Verhalten

verdankt Sesamöl auch seine Beliebtheit

als Kosmetikum. Wie kaum

ein anderes Pflanzenöl vermag es tief

in die Hautschichten vorzudringen,

dabei regenerierende Wirkstoffe wie

etwa Vitamin E oder Antioxidantien

einzuschleusen und so für eine stete

Zellerneuerung zu sorgen. Vor allem

reifer Haut tut Sesamöl ausgesprochen

gut: Die enthaltenen Fett-Begleitstoffe

Sesamolin und Sesamin

zählen zu den sogenannten Phytoöstrogenen

– Pflanzenstoffe, die im Körper

ähnliche Effekte wie das weibliche

Hormon Östrogen bewirken. Östrogene

beeinflussen unter anderem

den Zustand der Haut, unterstützen

den Kollagenaufbau, binden Feuchtigkeit

und straffen das Gewebe. Kein

Wunder also, wenn frau sich nach einer

Sesamöl-Massage wie neu geboren

fühlt!

Einzig Allergiker sollten beim Umgang

mit Sesamöl ein wenig Vorsicht

walten lassen. Wer auf den Verzehr

von Nüssen oder die Verwendung

von Nussölen mit Hautproblemen

reagiert, wird möglicherweise auch

Sesam als sogenanntes Kreuzallergen

nicht vertragen. Allerdings gilt Sesamöl

generell nur als schwach sensibilisierend,

sodass seiner Nutzung als

intensiv pflegendes, natürliches

Schönheitsmittel meist nichts im

Wege steht.

66 Ratgeber 1/2013

Hautschützende Wintercreme

Zutaten: 100 ml Sesamöl, 15 g Bienenwachspastillen,

10 ml Rosenwasser, Inhalt einer Vitamin-E-

Kapsel, ca. 10 Tropfen ätherisches Rosen- oder

Rosengeranienöl.

Zubereitung: 10 ml Rosenwasser in ein Tropffläschchen

füllen. Sesamöl im Wasserbad oder auf niedrigster

Mikrowellenstufe erwärmen und die Bienenwachspastillen

darin einschmelzen.

Ätherisches Öl sowie den Inhalt einer aufgestochenen

Vitamin-E-Kapsel zufügen. Wachs-Öl-Mischung

in eine Rührschüssel gießen und mit dem elektrischen

Handmixer durchschlagen. Dabei das Rosenwasser

zügig dazuträufeln. Weiterrühren, bis die

Creme auf Handwärme abgekühlt ist, dann in ein

zuvor heiß ausgespültes Tiegelchen füllen.

Haltbarkeit: ca. 6 Monate.

Ayurvedische Gesichtsmassage

Zutaten: 1 – 2 TL selbst gemachtes Aroma-Massageöl

oder pures Sesamöl.

Anwendung: Etwas Öl durch Reiben auf den Handflächen

verteilen und damit mehrmals quer über

die Stirn und Schläfen bis hin zu den Wangenknochen

streichen. Hier in kreisenden Bewegungen

enden. Einige Tropfen Öl leicht auf Ober- und Unterlid

einklopfen. Mit etwas Öl mehrmals quer über

die Kinnpartie streichen. Dann mit den Mittelfingern

seitlich entlang der Nase auf und ab massieren.

In kreisenden Bewegungen

die Wangen

mit einbinden. Mit dem

restlichen Öl mehrmals

sanft vom Brustansatz

den Hals entlang bis

hoch zur Kinnspitze

streichen.

Nach der Massage das

Öl einige Minuten einwirken

lassen, anschließend

mit warmem Wasser

abspülen und die

Reste mit einem Kosmetiktuch

abtupfen.

Text und Foto Seite 65: Stefanie Schäffer

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Diese Prämien gibt es bis Ende April 2013.


MODE

Gut betucht …

Edle Seidentücher umhüllen die Trägerin mit

einem Hauch von Luxus und peppen

jedes schlichte Outfit auf. In dieser Saison

zieren ihre fantasievollen Dessins auch

T-Shirts und wunderbar weichfallende

Blusen, Kleider und Tuniken.

Links:

Viskose-

Tunika mit

frischem Paisley-

Print (teilweise mit

Jersey hinterlegt)

ca. 70 €, in den Gr.

34 – 46 bei Heine.

Rechts: Lang-

arm-Viskose-

Shirt ab ca.

35 €, in den

Gr. 36 – 50

bei Wenz.

Oben: Seiden-Foulard ca. 95 € und

exklusive Leder-Handtasche ca. 1000 €,

beides nur unter www.zaerna.com.

Rechts: Dezent taillierte Hemdbluse in

ausdrucksvollem Druckmix ca. 50 €, in

den Gr. 34 – 46 bei Heine.

Unten: Seidenschal aus 100 % Crêpe de

Chine ca. 50 €, 180 x 50 cm groß bei

Peter Hahn.

69


MODE

Links: Komfortables Strickkleid von

Anna Aura aus Viskose/Baumwolle

ab ca. 139 €, in den Gr. 40 – 64 bei

Peter Hahn plus.

Tupfen, Streifen, Tigerprints

oder lieber weiche

Wellen im extravagantem

Farbmix? So punkten

Sie mit Mut zum Muster!

MODE

in

Oben: Elegantes

Kostüm in den Gr.

42 – 60, für ca. 159 €

(Jacke) und ca. 100 €

( Rock) von

Mona Lisa.

Rechts: Chasuble

ca. 130 € und Pullover

ca. 80 €, in den

Gr. 40/42 – 52/54 bei

Emilia Lay.

Oben: Lose Shirtjacke für ca. 145 €

und schmale Hose für ca. 89 €, in

den Gr. 42 – 60 von Mona Lisa.

1/2013

Ratgeber

71


MODE

MODE

Türkis – starker

Partner für Schwarz,

Grau oder auch

elegante Brauntöne.

Kombiniern Sie nach

Lust und Laune!

Rechts: Hosenanzug in

„Salz-&-Pfeffer-Optik“ für

ca. 200 € (Blazer) und

100 € (Hose), Druckbluse

ca. 90 €, alle in den Gr.

42 – 54 bei

Emilia Lay.

Links: Blazer aus

leichtem Bouclé-

Garn für ca.

260 €, in den Gr.

42 – 54 erhältlich

bei Emilia Lay.

Tasche ca. 120 €.

Rechts: Viskose-

Shirt mit attraktivem

Druck von

Tuzzi Nero ab ca.

130 €, in den Gr.

42 – 64 erhältlich

bei Peter Hahn

plus.

Oben: Pullover aus Viskose-Mix in

schmeichelnder Longform ab ca. 120 €,

in den Gr. 40/42 – 52/54 bei Emilia Lay.

72 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

73


MASCHENMODE

Woll-

Lust

Yoga für die Finger

wird Stricken oft

genannt. Es beruhigt

die Nerven, entspannt

den Körper, zentriert

den Geist – und ganz

nebenbei entstehen

̦unter der Hand῾

wunderschöne Unikate,

die ganz gewiss nicht

jeder hat.

1/2013

Ratgeber

75


131

129

127

125

123

121

119

117

115

113

111

109

107

105

103

101

99

97

95

93

91

89

87

85

83

81

79

77

75

73

71

69

67

61

63

65

f

9

7

5

3

MASCHENMODE

Armstulpen

Die Stulpen haben einen

Umfang von ca. 22 cm und sind

etwa 30 cm lang.

MATERIAL

Schachenmayr SMC Colorful

(70 % Polyacryl, 30 % Schurwolle,

Lauflänge ca. 70 m / 50 g),

100 g in Jamaica color Fb 00090.

Milward Nadelspiel Nr. 6 und eine

Häkelnadel Nr. 6.

STRICKMUSTER

Rippenmuster: 2 M rechts, 2 M

links im Wechsel stricken.

Maschenprobe: 14 M und 21 Rd =

10 x 10 cm (leicht gedehnt

gemessen).

ANLEITUNG

32 M auf 4 Nadeln des Nadelspiels

anschlagen (= 8 M je Nadel), zur

Rd schließen und im Rippenmuster

stricken.

In 26 cm [55 Rd] Höhe für das

Daumenloch die mittleren 4 M

der 1. Nadel abketten.

In der folgenden Rd diese M

wieder neu anschlagen.

In 30 cm [64 Rd] Höhe alle M

mustergemäß abketten.

Beide Stulpen gleich arbeiten.

Fertigstellung: Mit der Häkel -

nadel ca. 9 Noppen auf jede Stulpe

häkeln, dafür den Faden anschlingen,

3 Luft-M und 1 Noppe

häkeln (* 1 Umschlag, durch das

Gestrick einstechen und 1 Schlinge

holen, die Schlinge etwas langziehen,

ab * 3x wiederholen, alle

Schlingen zusammen abmaschen).

Anfangs- und Endfaden auf der

Innenseite vernähen. Die Noppen

nach Belieben oder wie auf dem

Foto auf den Stulpen anordnen,

jeweils mit Garnstücken in

Kontrastfarbe zur Stulpe arbeiten.

1

g

59

e

43 45474951535557

41

39

37

35

33

31

29

27

25

23

21

19

17

15

13

11

1

2

a c

Zeichenerklärung:

= Rand-M

= 1 M re

= 1 M li

= 8 M nach li verkreuzen: 4 M auf 1 Hilfsnd.

vor die Arbeit legen, die 4 folg. M re str., dann

die 4 M der Hilfsnd. re str.

= 8 M nach re verkreuzen: 4 M auf 1 Hilfsnd.

hinter die Arbeit legen, die 4 folg. M re str.,

dann die 4 M der Hilfsnd. re str.

4

22

8

20,5(22,5)

Rücken- und

Vorderteil,

Hälfte

Ärmel,

Hälfte

MASCHENMODE

5

20

(21)

7

23

(24)

17

Zopfpullunder

Größe 36/38 (40/42)

Die Angaben für Größe 40/42

stehen in Klammern.

Steht nur eine Angabe, so gilt sie

für beide Größen.

MATERIAL

Lana Grossa. Qualität „Cool Wool

Big” extrafeine Merinowolle, filzfrei

(100 % Schurwolle, LL = ca.

120 m / 50 g): ca. 550 (600) g Hellgrau

meliert (Fb. 616); Stricknadeln

Nr. 5 und 5,5, je 1 Rundstricknadel

Nr. 5, 5,5 und 6, 8 cm lang.

STRICKMUSTER

Knötchenrand: Die 1. M jeder R

wie zum Rechtsstr. abh. Die letzte

M jeder R re str. Achtung: Alle Teile

mit Knötchenrand stricken!

Glatt re: Hin-R re, Rück-R li str.

Glatt li: Hin-R li, Rück-R re str.

Rippenmuster: Je 2 R glatt re und

glatt li im Wechsel str.

Zopfmuster: Nach Strickschrift

auf Seite 77 str. Es zeigt jeweils das

76 Ratgeber 1/2013

ganze Vorder- und Rückenteil mit

kurzen Ärmeln. Der Buchstabe li

außen bezeichnet die Rück-R. In

allen nicht gezeichneten Rück-R

die M str., wie sie erscheinen.

Die Zahlen re außen bezeichnen

die Hin-R. Die genaue Einteilung

in der Breite wird in folg. Anleitung

erklärt. In der Höhe je 1x die

Rück-R a, dann die 1. – 128. (132.)

R str.

Maschenproben: 19 M und 36 R

Rippenmuster mit Nd. Nr. 5 gestrickt

und ungedehnt gemessen

= 10 x 10 cm; 23 M und 26,5 R

Zopfmuster mit Nd. Nr. 5,5 gestrickt

= 10 x 10 cm.

Hinweis: Pfeile im Schnittschema

geben jeweils die Strickrichtung an!

ANLEITUNG

Rückenteil: Zunächst den Bund

quer str. Dafür 28 M mit Nd. Nr. 5

anschlagen. Im Rippenmuster mit

Knötchenrand str. Nach 45 (49) cm

= 160 (176) R ab Anschlag die M

abk. Nun mit Nd. Nr. 5 aus einem

Längsrand 106 (112) M auffassen.

Dann mit Nd. Nr. 5,5 im Zopfmuster

weiterarb., dabei mit der Rück-R

a wie gezeichnet beginnen und

zwischen den Rand-M 1x die M

zwischen Pfeil b und a (d und c) str.

Nach 17 cm ab Bundende = R a

und 44 R lt. Strickschrift beids. Für

die Kimonorundungen 1 M zun.,

dann in jeder 2. R noch 6x je 1 M

zun., für die kurzen Ärmel 2x je 2

M und 1x 3 M dazu anschlagen,

siehe Pfeil e (g) am re Rand, Pfeil f

(h) am li Rand der Strickschrift =

134 (140) M. Die zugenommenen

M wie gezeichnet ins Muster einfügen.

Nun für die Ärmelweite gerade

weiterstr. Nach 20 (21) cm ab

letzter Zunahme bzw. nach der

116. (120.) R lt. Strickschrift beids.

für die Schulterschrägungen 6 (9)

M abk., dann in jeder 2. R noch 5x

je 7 M und 1x 8 M abk. Bereits

gleichzeitig mit der 2. Schulterabnahme

für den runden Halsausschnitt

die mittl. 26 M abk. und

beide Seiten getrennt weiterstr.

11,5

2

21

(

h

a

Zum einfacheren Ablesen

die Strickschrift am besten

mithilfe eine Kopierers vergrößern,

z. B. um 125 %

b

d

13,5

S

22,5(24,5) 6

1/2013

13,5

Am inneren Rand für die weitere

Rundung in jeder 2. R noch 2x je

2 M und 1x 1 M abk. Die letzte

Zopfverkreuzung beids. der Ausschnittrundung

nur noch für Gr.

40/42 ausführen. Nach der letzten

Schulterabnahme sind die M der

einen Seite aufgebraucht. Die andere

Seite gegengleich beenden.

Vorderteil: Wie das Rückenteil

str., jedoch mit tieferem Halsausschnitt.

Dafür bereits nach 23

(24) cm ab Bundende = R a und 60

(64) R lt. Strickschrift die mittl.

24 M abk. und beide Seiten getrennt

weiterstr. Für die Ausschnittschrägung

in folg. 8. R 1 M

abk., dann in jeder 10. R 2x je 1 M,

in jeder 12. R 2x je 1 M und in der

10. R noch 1x 1 M abk. Die grau unterlegte

Fläche zeigt den Ausschnitt

für Gr. 40/42. Die letzten 2

Zopfverkreuzungen, die neben

Ratgeber

77


MASCHENMODE

der Ausschnittschrägung verlaufen,

über entsprechend weniger

M arb., wie in der Strickschrift gezeichnet,

dabei jeweils die M re

des Schrägstrichs im Strickschriftzeichen

auf 1 Hilfsnd. hinter die

Arbeit legen, die folg. M re str.,

dann die M der Hilfsnd. re str. Die

Schulterschrägung am äußeren

Rand in gleicher Höhe wie am Rückenteil

arb. Nach der letzten

Schulterabnahme sind die M der

einen Seite aufgebraucht. Die andere

Seite gegengleich beenden.

Ausarbeiten: Teile spannen, anfeuchten

und trocknen lassen.

Damenmütze und Loop

Größen: Mütze: für ca. 50 bis

54 cm Kopfumfang.

Loop: ca. 74 cm Umfang,

36 cm breit.

MATERIAL:

Schachenmayr SMC Viva Color

(90 % Polyacryl, 10 % Wolle, Lauflänge

ca. 77 m / 50 g), 100 g für die

Mütze und 200 g für den Loop in

Halloween Color Fb 00087.

Von Milward je 1 Rundstricknadel

Nr. 7, 40 cm und 60 cm lang,

1 Nadelspiel Nr. 7.

Nähte schließen. Nun für die Ärmelblenden

je 14 M mit Nd. Nr. 5

anschlagen. Im Rippenmuster str.

Nach je 38 (40) cm = 136 (144) R ab

Anschlag die M abk. Anschlagund

Abkettrand der Blenden zusammennähen.

Blenden leicht

gedehnt so an die Ärmelränder

nähen, dass jeweils die untere Ärmelnaht

auf die Bendennaht trifft.

Nun mit der Rundnd. Nr. 5 aus

dem Halsausschnittrand 141 M

auffassen, dabei in der re unteren

Ausschnittecke beginnen und in

der li Ecke enden.

Über die Ausschnittschrägungen

STRICKMUSTER

Rippenmuster 2/2: Abwechselnd

2 M rechts und 2 M links stricken.

Noppenmuster: Nach Strickschrift

in Rd stricken. Die Rd immer

von rechts nach links lesen.

Die 6 M des Rapports stets wiederholen.

Die 1. bis 12. Rd stets wiederholen.

Maschenprobe: 13 M und 18 Rd

im Noppenmuster = 10 x 10 cm.

treffen je 59 M, über den rückwärtigen

Ausschnittrand 23 M. Für

den Schalkragen im Rippenmuster

str., dabei mit 1 Rück-R li beginnen,

dann mit 2 R glatt li weiterarb.

In 5 cm = 18 R Kragenhöhe

mit der Rundnd. Nr. 5,5 weiterstr.

Nach weiteren 5 cm = 18 R noch

3 cm = 10 R mit der Rundnd. Nr. 6

anfügen. Nun die M locker abk.

Der Kragen endet mit 2 R glatt li.

Die Kragenschmalseiten leicht

eingehalten über den abgeketteten

M des Vorderteils annähen,

dabei das re über das li Kragen -

ende legen.

ANLEITUNG

Mütze: Mit der kurzen Rundstricknadel

66 M anschlagen, zur Rd

schließen und den Rd-Übergang

markieren. Das Bündchen im Rippenmuster

2/2 in Rd stricken.

Nach 5 cm im Noppenmuster weiterstricken,

dabei den Rapport 11x

pro Rd arbeiten.

Nach 17 cm = 30 Rd Noppenmuster

mit den Abnahmen beginnen

und bei jedem Rapport die 2 linken

M vor der Noppe links zusammenstricken

= 55 M.

Ab der nächsten Rd alle M stricken,

wie sie erscheinen. Mit abnehmender

Weite von der Rundstricknadel

zum Nadelspiel wechseln.

In der 2. folgenden Rd die nächsten

2 nebeneinanderliegenden linken

M jeweils links zusammenstricken

= 44 M.

In der 2. folgenden Rd je 2 M rechts

zusammenstricken = 22 M.

In der 2. folgenden Rd noch 1x je

2 M rechts zusammenstricken =

11 M. Die restlichen 11 M mit dem

Fadenende zusammenziehen, den

Faden vernähen.

Tasche

Maße: 44 cm breit, 24 cm hoch

MATERIAL

Gründl Wolle. Qualität Harmony

(75 % Polyacryl, 25 % Wolle, Lauflänge

ca. 35 m / 50 g): 500 g Beere

meliert, Fb 01. Schnellstricknadeln

Nr. 12. 2 Taschenbügel.

STRICKMUSTER

Kraus rechts: Hin- und Rückreihe

rechte Maschen.

Maschenprobe: 10 Maschen und

20 Reihen = 10 x 10 cm.

Loop: Mit der langen Rundstricknadel

96 M anschlagen, zur Rd

schließen und den Rd-Übergang

markieren.

Das Bündchen im Rippenmuster

2/2 in Rd stricken.

Nach 5 cm im Noppenmuster

weiterstricken, dabei den Rapport

16x pro Rd arbeiten.

Nach 25 cm = 45 Rd Noppenmuster

noch 5 cm Rippenmuster 2/2

arbeiten, dann alle M in 35 cm

Gesamthöhe locker abketten.

ANLEITUNG

Vorder- und Rückseite: Je 20 Maschen

anschlagen und wie folgt

kraus rechts arbeiten: * 2 Reihen

über alle Maschen, in der folgenden

Hinreihe nur 18 Maschen stricken,

mit 1 Umschlag wenden, 18

Maschen zurückstricken. In der

folgenden Hinreihe 16 Maschen

stricken, mit 1 Umschlag wenden,

16 Maschen zurückstricken. Noch

7 x in jeder Hinreihe wie beschrieben

je 2 Maschen weniger stricken

und mit 1 Umschlag wenden.

Danach ab * 7 x wiederholen, dabei

in der 1. Reihe die Umschläge

Buchtipp

„Taschen aus

Megamaschen“:

Ob Handtasche, Beutel

oder Laptop-Tasche –

für jede Gelegenheit

hat Veronika Hug den

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entworfen. Alle Model-

Ie sind im Handumdrehen

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dickem Garn . ISBN 978-

3-8410-6149-2, 7,99 €.

OZ-Verlag.

mit der folgenden Masche rechts

zusammenstricken, damit keine

Löcher entstehen. Enden mit

2 Reihen kraus rechts.

Fertigstellung: Vorder- und Rückseite

an der Rundung zusammennähen.

Taschenbügel laut Abbildung

annähen.

Zeichenerklärung

= 1 rechte M

= 1 linke M

4

= aus 1 M 4 M herausstricken, dabei

abwechselnd 1 M rechts, 1 M links

arbeiten

4 = 4 M rechts

= 4 M rechts, wenden, 4 M rechts,

wenden, 4 M links stricken

4 = 4 M rechts zusammenstricken

= 4 M links, wenden, 4 M rechts, wenden,

4 M links stricken

4 = 4 M links zusammenstricken


4 12

11

4 10

4

4

4

4

Rapport


7 89

6

5

4

3

2

1

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78 Ratgeber 1/2013


MASCHENMODE

Mütze und Poncho

Mütze: Kopfweite 52 – 56 cm.

Poncho: 86 – 88 cm Umfang und 45 – 48 cm lang.

MATERIAL: ONline. Linie 314 Misano (51 % Schurwolle, 46%

Polyacryl, 3 % Polyamid, LL = 25 m / 50 g) Fb. 07 (grün/petrol

color) 450 g und Linie 20 Cora (60 % Schurwolle, 40 % Polyacryl,

LL = 85 m / 50 g) Fb. 91 (petrol) 100 g, Fb. 44 (maigrün

und Fb. 84 (helloliv) je 50 g. Für den Poncho eine Rundstricknadel

Nr. 9, für die Mütze je ein Nadelspiel Nr. 4,5 und

9, ein Pomponset und eine Häkelnadel Nr. 5 – 6.

STRICKMUSTER

Rippenmuster: (Cora mit Nd 4,5) 2 M re, 2 M li

im Wechsel.

Grundmuster: (Misano mit Nd 9) = Glatt

rechts = in Rd nur re M str. Beim Stricken die

Fransen des Effektgarns mit der Nadelspitze

auf die rechte Strickseite ziehen.

Maschenprobe: (Misano glatt rechts):

8 M und 13 Rd = 10 x 10 cm.

ANLEITUNG

Mütze: Mit Cora in Petrol 80 M mit Nd 4,5 anschlagen,

auf 4 Nadeln = je 20 M verteilen und

in Rd 5 cm Rippenmuster str. Mit Misano mit

Nd 9 in Rd weiterstr, dabei in der 1. Rd

über der 2. – 19. M jeder Nadel 9x 2 M

zusstr = 44 M. Über diese 44 M im

Grundmuster str. Für die Abnahmen

nach 9 cm ab Bund 11x jede 3. und 4. M

re zusstr = 33 M. In der folgenden 4. Rd

11x jede 2. und 3. M re zusstr = 22 M. In

der folgenden 2. Rd stets 2 M re zusstr =

11 M. Dann noch 5x 2 M re zusstr und die

letzten 6 M auf einem Faden zusammenziehen.

Einen großen Pompon mit Cora in

Petrol arbeiten und aufnähen.

Poncho: Mit Nd 9 in Misano 70 M anschlagen

und in Rd im Grundmuster stricken.

Nach ca. 45 – 48 cm die M fest abketten.

In den drei Cora-Farben 5 unterschiedlich

große Pompons arbeiten. Die Pompons mit

ca. 10 – 20 cm unterschiedlich langen, doppelfädigen

Luftmaschenketten mit je 5 cm Abstand

an die Anschlagkante vom Poncho annähen.

80 Ratgeber 1/2013

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1/2013


KREATIV

Glas im Ofen geschmolzen, eingefärbt, in Formen gegossen und abgekühlt –

so entstehen anmutig schimmernde Mosaiksteine, die einfache Teller,

Vasen, Windlicher und mehr in ganz individuelle Design-Objekte verwandeln.

Farbige Fugenmassen mit bunten Perlenmischungen setzen spielerische Akzente …

MATERIAL (von Glorex)

Teller:

7 runder Glasteller, Ø 30 cm

6.8605.704

7 Décor – Mosaic, grau 120 g

6.2491.103

7 Décor – Fix, blau/silber (Fugenmassen

inklusive) 6.2450.105

7 Silikon-Kleber 6.2407.412

Vase:

7 Glasvase, 12,5 x 29 cm

6.8900.003

7 Décor – Mosaic, grau, 300 g

6.2491.103

7 Décor – Fix, blau/silber (Fugenmassen

inklusive) 6.2450.105

7 Silikon-Kleber 6.2407.412

Kugel:

7 Kunststoffkugel 12 cm Ø

6.3500.005

7 Décor – Fix, blau/silber

(Fugenmassen inklusive)

6.2450.105

7 Silikon-Kleber 6.2407.412

82 Ratgeber 1/2013

Mögen Sie Mosaik?

ANLEITUNG

Teller

1. Auf den sauberen und trockenen

Teller über die Mitte Silikon-

Kleber auftragen.

2. Die Décor-Mosaic-Steine auflegen.

Wichtig: Eine Kante von

½ cm am äußeren Rand für die

Fugenmasse freilassen.

3. Nach einer Trockenzeit von

6 Stunden die Décor-Mosaic-Steine

mit einem Drittel der Fugenmasse

aus der Décor-Fix-Packung

verfugen.

Dazu die Fugenmasse mit 3 Teilen

Pulver zu 1 Teil Wasser anmischen.

Mit dem Spatel verrühren, bis die

Fugenmasse die Konsistenz von

Zahnpasta hat (evt. mehr Pulver

oder Wasser zugeben). Die Fugenmasse

über das Mosaik verteilen.

Die überschüssige Fugenmasse

mit Haushaltspapier entfernen.

Alles gut trocknen lassen.

4. Erneut Silikon-Kleber auf die

freien Flächen des Tellers auftragen

und mit den Silber-Stiften aus der

Décor-Fix-Packung gleichmäßig

bestreuen.

Die Stifte mit dem Finger leicht

andrücken (dazu Folie um den

Finger wickeln).

5. Nach einer Trockenzeit von

wiederum 6 Stunden den Rest der

Fugenmasse anmischen und auftragen.

Mit einem leicht angefeuchteten

Schwamm die überschüssige

Fugenmasse von den

Stiften wischen, bis die Steinchen

klar sind.

6. Nach 12 Stunden Trockenzeit

alles mit Wasser und Schwamm

abwaschen. Danach mit einem

weichen Tuch nachpolieren.

Vase

1. Auf die saubere und trockene

Vase partiell Silikon-Kleber auftragen.

Décor-Mosaic-Steine nach

Wunsch aufkleben. Achtung:

Auch hierbei eine Kante von ½ cm

am oberen und unteren Rand für

die Fugenmasse freilassen.

2. Nach einer Trockenzeit von

6 Stunden die Mosaiksteine mit

einem Teil der Fugenmasse aus

der Décor-Fix-Packung nach Anleitung

verfugen.

3. Danach erneut Silikon-Kleber

auftragen und mit den Silberstiften

bestreuen. Trocknen lassen.

4. Mit dem Rest Fugenmasse die

Vase fertig arbeiten.

Kugel

Vorbereitung: Die Kunststoffkugel-Hälften

mit Silikon-Kleber an

den Kanten bestreichen und zusammenkleben.

Trocknen lassen.

1. Auf die saubere und trockene

Kugel partiell Silikon-Kleber auftragen

und mit Rocailles und Stiften

aus dem Décor-Fix bestreuen.

Mit dem Finger leicht andrücken

(dazu Folie um den Finger

wickeln).

Achtung: Zuerst nur eine Hälfte

bearbeiten, trocknen lassen und

dann die 2. Hälfte weiterarbeiten.

2. Nach einer Trockenzeit von

6 Stunden mit der Fugenmasse

nach Anleitung verfugen.

3. Die Kugel mit einem leicht angefeuchteten

Schwamm abwischen,

bis die Rocailles und Stifte

klar sind.

12 Stunden trocknen lassen.

4. Mit Wasser und Schwamm

abwaschen. Danach mit einem

weichen Tuch nachpolieren.

Anleitung für die Lichtsäule und weitere

Objekte unter www.glorex.de


KREATIV

Hätten Sie’s gedacht? Diese extravaganten

Schmuckstücke wurden aus Materialien

gefertigt, die ihren eigentlichen Zweck längst

erfüllt hatten. Für die Anhänger unten

wurden gebrauchte Nespresso-Kapseln

flachgeklopft, und rechts erleben Alu- und

Elektrikerdrähte eine dekorative

Wiedergeburt. Lassen Sie sich inspirieren

und setzen auch Sie

Alltägliches so richtig schön

in Szene!

für Kabel & Co.

84 Ratgeber 1/2013


kREATIV

Anhänger-Trio­aus

nespresso-kapseln

Material

m 2 Nespresso-Kapseln in

Dunkelgrün

m 2 Nespresso-Kapseln in Gold

m 2 Nespresso-Kapseln in Hellgrün

m Nespresso-Kapseln in Braun

m 20 – 30 cm Aludraht in Grün,

Ø 1 mm

m 20 – 30 cm Aludraht in Gold,

Ø 2 mm

m Perle in Grün, Ø 12 mm

m Polaris-Perle in Grün,

Ø 10 mm

m 2 Schmucksteine „Soft-Touch“

in Schwarz, Ø 12 mm

m 14 flache Swarovski-Steine in

Kristall, Ø 3 mm

m 3 Anhängerösen in Platin

GrundAussTATTunG

Rundzange, Spitzflachzange,

Seitenschneider, (Gummi-)Hammer,

Ankörner Ø 1 mm, harte

Unterlage, Heißkleberpistole,

Schmucksteinkleber, Schmuck -

kleber, Pinzette, Teppichmesser,

Schere, Nagel Ø 1,5 mm.

AnLeITunG

Für den dunkelgrünen Anhänger

die beiden Kapseln vorbereiten

(siehe Grundkurs), mittig in eine

der Kapseln ein Loch schlagen.

Den grünen Aludraht durch das

Loch stecken, das kurze Ende auf

der Rückseite zur Befestigung umbiegen.

Auf den langen Teil des

Drahtes eine der beiden grünen

Perlen fädeln, mit dem Körner ein

weiteres Loch in die Kapsel schlagen.

Den Draht durch dieses wieder

auf die Unterseite der Kapsel

ziehen, sodass die Perle fixiert ist.

Grundkursnespresso-schmuck

Vorbereitung­der­kapseln

reinigen: Die Kaffeekapseln auf

der perforierten Seite mit einem

Messer aufschneiden und

gründlich auswaschen. Nun die

Kapseln trocknen, entweder ein

bis zwei Tage an der Luft oder

bei ca. 50° C eine Dreiviertelstunde

im Backofen. Dies ist

sehr wichtig, denn die Kapseln

können schimmeln, wenn sie

noch feucht verarbeitet werden.

klopfen: Auf einer harten Unterlage

die Kapseln wie einen

Hut hinstellen, mit zwei Fingern

festhalten und mit dem Hammer

vorsichtig im Kreis beklopfen.

Die nun flache Scheibe

wenden und die Rückseite

flachklopfen, sodass die Kapseln

danach wirklich so dünn

wie möglich sind.

Bei der zweiten grünen Perle den

Draht auf die Vorderseite holen,

beliebig um die Perlen schlingen,

das Drahtende durch ein weiteres

Loch auf die Unterseite stecken

und umbiegen. Die zweite Kapsel

auf die Rückseite der ersten kleben,

mit dem Körner am äußeren

glatten Rand der Kapseln ein Loch

für die Anhängeröse schlagen.

Für den hellgrünen Anhänger die

beiden Kapseln zusammenkleben,

die schwarzen Schmucksteine

mit Heißkleber wie auf dem

Foto anbringen. Die Swarovski-

Steine aufkleben und mit dem

Körner ein Loch für die Anhängeröse

schlagen.

Zusammenkleben: Die silbernen

Rückseiten der Kapseln mit

Heißkleber aneinanderkleben –

zum Rand hin weniger Kleber

verwenden, damit er an den

Seiten nicht herausquillt. Nach

dem Auskühlen vorsichtig die

Ränder zusammenklopfen, bis

kein Zwischenraum mehr zu

sehen ist.

In­der­mitte­falten: Eine flache

Kapsel am Rand mit dem Fingernagel

eindrücken, ebenso

auf der gegenüberliegenden

Seite, danach in der Mitte falten.

Den entstandenen Halbkreis

vorsichtig so flach wie

möglich klopfen.

Lochen: Die zusammengeklebten

Kapseln auf eine harte

legen und mit dem Körner direkt

am silbernen Rand ein

Loch schlagen.

Für den gold-braunen Anhänger

die braune Kapsel in der Mitte falten

(siehe Grundkurs), mit Heißkleber

auf eine goldene Kapsel

kleben. Mittig in die goldene Kapsel,

am geraden Rand der braunen

Kapsel, mit dem Körner ein

Loch schlagen, das Ende des goldenen

Drahtes durchstecken, auf

der Rückseite umbiegen. Den

Draht mit der Rundzange wie auf

dem Foto formen, das Drahtende

durch ein weiteres Loch ziehen

und umbiegen. Die zweite goldene

Kapsel auf die Rückseite der

ersten Kapsel kleben und mit dem

Körner ein Loch für die Anhängeröse

schlagen.

Ratgeber Natur!

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Lebensmittel

l Wellnesstipps

und -trends

l Gesunde Ernährung

und Lebensweise

l Garten- und

Heimwerkerideen

l Ausflugsziele

und Reisen

l Tiere und

Tierhaltung

2 50 __ €

Ratgeber

Frau und Familie

J. WECK GmbH u. Co. KG • Verlag

Wehratalstraße 3 • 79664 Wehr

86 Ratgeber 1/2013


KREATIV

Armreif­(von Seite 85)

MAteriAl

m Elektrikerdraht mit Kupferleiter,

ca. 1,5 m (für ein Armband

mittlerer Größe)

m Aludraht in Kupfer,

Ø1mm, 2m

m 1 Perle, Ø 25 mm

Alternativ können Fimo- oder

Filzkugeln verwendet werden.

GruNdAuSStAttuNG

Flachzange und Seitenschneider.

In der Mitte des Reifs angekommen,

die große Perle auf den Aludraht

aufziehen und mit mehreren

kleinen Schlingen fixieren.

Dann den Aludraht weiter bis zum

Ende wickeln.

Zum Schluss den Armreif noch in

die richtige Form für Arm oder

Handgelenk bringen.

6 10

__ €

Sammeleinband

tipp: Beim Arbeiten mit der Zange

darauf achten, die Kabelummantelung

nicht zu zerkratzen.

ANleituNG

Mit einer Zange ein Ende des

Elektrikerdrahts zur Schlinge

legen, dann den Draht in verschiedene

Richtungen biegen:

ganz nach Wunsch in Kreise,

Schlingen oder Wellen.

In der Mitte des Drahts eine größere

Schlinge für die große Perle

frei lassen. Nun den fertig gebogenen

Armreif nach Lust und

Laune mit dem dünnen Aludraht

umwickeln.

Buchtipps

88

­„Schmuck­aus­Nespresso-Kapseln“: Unter den

fachkundigen Händen von Sylvia Höfner treten

farbige Kaffee-Kapseln als bezaubernde Schmuckelemente

ins Rampenlicht. ISBN 978-3-8388-3451-1,

7,99 €. Christophorus-Verlag. ­„Schmuckes

­recyceln“: Wie Alltagsgegenstände zu echten

Designer-Stücken avancieren,

zeigt die Schmuckdesignerin

Katharina Krammer

eindrucksvoll und

Schritt-für-Schritt. ISBN

978-3-8388-3460-3, 14,99 €.

Christophorus-Verlag.

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bestimmten Beitrag, ein Rezept

oder einen guten Tipp, aber Sie

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in welchem Heft das war.

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alphabetisch nach Stichworten

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Mit einer Kombination aus Schüßler-

Salzen und gesunder Ernährung können

Abnehmwillige ihr Gewicht effektiv

reduzieren. Die Mineralsalze nach

Dr. Schüßler sind dabei wirksame Helfer:

Sie entschlacken, aktivieren den

Stoffwechsel, fördern die Fettverbrennung

und bringen den Körper wieder ins

Gleichgewicht.

chlank mit

Schüßler- alzen

S

Der Arzt Dr. Wilhelm Heinrich

Schüßler (1821-1898) stellte die

Theorie auf, dass Krankheiten

durch einen Mineralstoffmangel in

den Körperzellen entstehen. Er

stieß auf die Heilkraft der Mineralsalze

und entwickelte die nach

ihm benannten zwölf Schüßler-

Salze. Schüßler-Salze sind Mineralstoffe,

die von Natur aus in unserem

Körper vorhanden sind. Allerdings

dient, wie fälschlicherweise

oft angenommen wird, die Einnahme

der Salze nicht dazu, den

Bedarf an Mineralstoffen im Körper

zu decken, sondern ihn vielmehr

zu unterstützen.

Manchmal können unsere Zellen

die aufgenommene Nahrung

nicht richtig verwerten. Die Wahl

des passenden Schüßler-Mineralsalzes

kann in dem Fall die Mineralstoffe

wieder dorthin bringen, wo

sie gebraucht werden. Dr. Schüßler

hatte erkannt, dass es nicht ausschließlich

darum geht, einen

Mangel an Mineralsalzen mengenmäßig

auszugleichen. Vielmehr

muss bei der Behandlung dafür

gesorgt werden, dass die Zellen

die mit der Nahrung aufgenommenen

Stoffe auch wirklich nutzen

können.

Wie in der Homöopathie werden

die Schüßler-Salze potenziert, das

bedeutet, dass die Wirkstoffe stufenweise

verdünnt werden. Die

Salze werden üblicherweise in

D-Potenzen hergestellt, das heißt,

die Verdünnung erfolgt in Zehnerschritten.

Sie werden in den Potenzen

D3, D6 und D12 angeboten.

Die häufigste Potenz der Schüßler-

Salze ist D6.

Vorsicht:

Menschen mit einer

Laktose intoleranz können

bei größeren Mengen der

Tabletten mit Magen-Darm-

Beschwerden reagieren.

Ansonsten sind Schüßler-

Salze gut verträglich.

Dass Schüßler-Salze bei vielen gesundheitlichen

Problemen helfen

ABNEHMEN

können, ist mittlerweile bekannt.

Wenige wissen jedoch, dass die

Salze auch den Abnehmprozess

unterstützen können. Ist das

Gleichgewicht im Körper gestört,

werden Nährstoffe wie Kohlenhydrate

oder Fett nicht mehr richtig

abgelagert – das Gewicht steigt

beziehungsweise das Abnehmen

wird blockiert. Bei solchen Blockaden

helfen Schüßler-Salze.

Schüßler-Salze und die verschiedenen Esstypen

Mineralsalzmangel

Nr. 1

Calcium fluoratum

Nr. 2

Calcium

phosphoricum

Nr. 3 Ferrum

phosphoricum

Nr. 4 Kalium

chloratum

Nr. 5 Kalium

phosphoricum

Nr. 6 Kalium

sulfuricum

Nr. 7 Magnesium

phosphoricum

Nr. 8

Natrium chloratum

Nr. 9

Natrium

phosphoricum

Nr. 10

Natrium sulfuricum

Nr. 11

Silicea

Nr. 12

Calcium sulfuricum

Ernährungsvorlieben

Vorliebe für warme Getränke.

Vorliebe nach stark gewürzten Speisen wie Geräuchertem,

Speck oder Senf. Kaffee und Rauchen verschlimmern

die Beschwerden.

Verlangen nach großen Mengen Flüssigkeit.

Abneigung gegen Fleisch und Milch.

Verlangen nach Alkohol. Schweres fettreiches Essen

verschlimmert die Beschwerden.

Permanentes Hungergefühl, sogar nach dem Essen.

Abneigung gegen heiße Getränke.

Verlangen nach Süßigkeiten, Kaffee, Zigaretten und

Alkohol; immer Heißhunger, fast wie Esssucht.

Verlangen nach salzigen oder stark gewürzten Speisen

wie Essig, Pfeffer, Ketchup oder Senf. Verlangen

nach Alkohol; Heißhunger, aber schnell gesättigt.

Verlangen nach Softdrinks, Limonaden und Fast

Food, Kuchen oder Süßigkeiten. Der Verzicht auf Zucker

und tierisches Eiweiß bessert die Beschwerden.

Fette Speisen verschlimmern die Beschwerden.

Verlangen nach Bitterem. Mehlhaltige Speisen verschlimmern

die Beschwerden.

Abneigung gegen Milch; Verlangen nach Süßigkeiten.

Alkohol wird schlechter vertragen.

Essen bessert die Beschwerden.

1/2013

Ratgeber

91


ABNEHMEN

Sie bauen Schadstoffe ab, bringen

Stoffwechsel und Verdauung in

Schwung und fördern die Entwässerung.

7 Abnehmblockaden

Dauerhaft abnehmen gelingt nur,

wenn die Depots an Stoffwechsel -

endprodukten und Giftstoffen entleert

werden. Geschieht dies nicht,

wirken diese Stoffe wie ein Sog,

der die Pfunde wieder an sich

zieht. Schüßler-Salze können die

jeweiligen Blockaden lösen und

sorgen für die Reinigung des

Gewebes, eine Ausleitung und

einen Abtransport von Schad -

stoffen.

Blockade 1

Übersäuerung

Die meisten Menschen sind durch

die heutige Lebensweise übersäuert.

Anfallende Säuren entstehen

vor allem durch zu viel tierisches

Eiweiß (Fleisch, Wurst), Süßigkeiten,

Weißmehl, Zucker. Für die Gewichtsreduzierung

spielt der Säure-Basen-Haushalt

eine wichtige

Rolle. Viele Menschen wundern

sich, dass sie kein

Gewicht verlieren, obwohl sie

nicht übermäßig viel essen und

sich einigermaßen bewegen.

Wahrscheinlich liegt hier ein Mangel

an Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum

vor. Wegen der hohen

Säurebelastung sind alle verfügbaren

Mineralsalze an die Säuren

gebunden und fehlen deshalb an

anderer Stelle im Organismus, so

können sie ihre Aufgabe im Körper

nicht mehr übernehmen. Natrium

phosphoricum sorgt dafür,

dass sich Säuren und Basen in Balance

befinden. Es gilt als Neutralisationsmittel.

Fehlt dieser Puffer,

werden Säuren nicht mehr abtransportiert

und landen im Zwischenlager

Bindegewebe, wo sie

Krankheiten und Gewichtszunahme

auslösen können. Auch Sodbrennen

und saures Aufstoßen

sind Zeichen dafür, dass Sie dieses

Mineralsalz dringend benötigen.

Blockade 2

Bindegewebe

Im Bindegewebe liegt der Schlüssel

für die erfolgreiche Behandlung

von Gewichtsproblemen. Es

dient als Nährstoffspeicher und

Auffangbecken für Stoffwechsel -

endprodukte, Säuren und Schadstoffe.

Wesentlicher Bestandteil

des Bindegewebes ist Silicea Nr. 11

(Kieselerde). Es sorgt dafür, dass

das Gewebe auch nach dem Abnehmen

die nötige Straffheit und

Festigkeit behält. Es regt die Kollagenbildung

an und führt über die

Lymphe Ablagerungen ab.

Das Lymphsystem ist verantwortlich

für die Ausleitung von Flüssigkeit

und Stoffwechselendprodukten

aus dem Gewebe. Das Mineralsalz

Nr. 11 wie auch das Salz

Nr. 2 Calcium phosphoricum unterstützen

diesen Abtransport. Sie

spielen damit eine wichtige Rolle

bei der Entgiftung. Ebenso fördern

die Schüßler-Entgiftungssalze Nr.

6 Kalium sulfuricum, Nr. 9 Natrium

phosphoricum und Nr. 10

Natrium sulfuricum diesen Prozess.

Sie unterstützen die Reinigung

des Gewebes und machen

den Stoffaustausch wieder möglich.

Die Funktionsfähigkeit des

Bindegewebes wird wiederhergestellt.

Die Transitstrecke ist somit

wieder passierbar, der Energiefluss

im Körper wieder frei.

Blockade 3

Leber und Darm

Als zentrales Entgiftungsorgan ist

die Leber durch Schad-, Giftstoffe

und Abfallprodukte in besonderem

Maße gefordert und bei

einem gestörten Stoffwechsel mit

einem Mineralsalzmangel auch

schnell überfordert. Eine Überlastung

mit den Giftstoffen kann

sich in Kopfschmerzen, rheumatischen

Beschwerden, Hautprob -

lemen psychischen Beeinträchtigungen,

aber auch in Übergewicht

zeigen. Deshalb sollte man

bei Gewichtsproblemen diese

Blockaden aus dem Weg räumen.

Unterstützung gibt es durch die

Salze Nr. 6 Kalium sulfuricum

(gilt als Lebermittel), Nr. 4 Kalium

chloratum, Nr. 23 Natrium bicarbonicum

und Nr. 10 Natrium sulfuricum.

Vor allem Salz Nr. 9

Natrium phosphoricum ist für

die Entgiftung wichtig. Es neutralisiert

Säuren im Körper und sorgt

so für ein ausgewogenes Säure-

Basen-Verhältnis.

Blockade 4

Wasserhaushalt

Der Wasserhaushalt wirkt sich

auch auf das Gewicht aus, denn

durch Wasseransammlungen kann

das Körpergewicht steigen. Salz

Nr. 8 Natrium chloratum (Kochsalz)

reguliert den Flüssigkeitsstoffwechsel,

beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt

und ist an der

Zellerneuerung beteiligt. Es hat die

Aufgabe, die im Stoffwechsel frei

gewordenen Stoffe und das daran

gebundene Wasser über die

Nieren auszuscheiden.

Zwar erscheint uns ein Kochsalzmangel

paradox, da wir es genügend

über die Nahrung aufnehmen.

Doch es handelt sich um

einen relativen Mangel, das heißt

Natrium chloratum ist zwar im Körper

vorhanden, gelangt aber nicht

zu den Stellen, wo es gebraucht

wird. Das aufbereitete Schüßler-

Salz ist somit der Schlüssel, der

dem „normalen“ Salz den Weg in

die Zellen öffnet.

Basispaket

Mineralsalz

Nr. 4

Kalium chloratum D6

Nr. 6

Kalium sulfuricum D6

Nr. 8

Natrium chloratum D6

Nr. 9

Natrium phosphoricum

D6

Nr. 10

Natrium sulfuricum D6

Funktion/Aufgaben

Blockade 5

Eiweißverdauung

Bei einem gestörten Stoffwechsel

sind nicht nur die Schlackendepots

völlig überfüllt, sondern auch

die Eiweißspeicherung bis oben

hin voll. Wenn das Abnehmen erfolgreich

sein soll, müssen diese

Speicher deshalb vorher geleert

werden. Dabei helfen die Salze

Nr. 2 Calcium phosphoricum und

Nr. 9 Natrium phosphoricum.

Blockade 6

Fettverbrennung

Fette sind nicht generell Dickmacher

– im Gegenteil: sie sind auch

lebenswichtig. Doch wir nehmen

zu viel Fett zu uns, vor allem durch

versteckte Fette in Fertiggerichten

und Süßigkeiten. Überschüssige

Fettsäuren baut der Körper zu

Fetten um und lagert sie im Fettgewebe.

Wer abnehmen möchte,

muss an seinem Fettstoffwechsel

arbeiten. Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum

hilft bei der Fettverdauung.

Für Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel. Allgemein

stoffwechselanregend. Anregung des Lymphflusses.

Entgiftung, Anregung der Leberfunktion. Ausleitung

über die Haut. Für den Zuckerstoffwechsel.

Für den Wasserhaushalt und den Säure-Basen-

Haushalt.

Für den Säure-Basen-Haushalt. Neutralisiert Harnsäure,

eliminiert Abfallprodukte. Für den Fettstoffwechsel

und die Fettverbrennung. Für die Eiweißverdauung.

Ausleitungs- und Ausscheidungsmittel. Entgiftung

über den Darm. Bei Neigung zu Fettleibigkeit.

ABNEHMEN

Blockade 7

Kohlenhydratverdauung

Wenn zu viel Süßes und schnell

verdaubare Kohlenhydrate wie

zum Bespiel Weißmehlprodukte

gegessen werden, schnellt der

Insulinspiegel in die Höhe. Kurz

darauf fällt der Insulinspiegel ab,

was erneuten Hunger hervorruft.

Glukose ist der Rohstoff für die

Energiegewinnung im Körper. Salz

Nr. 4 Kalium chloratum besitzt

eine anregende Wirkung auf die

Verbrennung von Glukose und hat

damit einen wichtigen Einfluss auf

den Energiehaushalt im Körper.

Wer zu Übergewicht neigt und wenig

Bewegung hat, benötigt dieses

Salz häufig.

Basispaket zum

Abnehmen

Die Kombination aus fünf Mineralsalzen

hat sich für all diejenigen

bewährt, die gerne abnehmen

möchten. Die Salze unterstützen

den Abbau von Schadstoffen und

die Fettverbrennung, stärken das

Bindegewebe, glätten die Haut,

92 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

93


ABNEHMEN

bringen Stoffwechsel und Verdauung

in Schwung und fördern die

Entwässerung.

So nehmen Sie die Salze

richtig ein

Nehmen Sie von jedem der fünf

Salze des Basispaketes dreimal

täglich eine Tablette (= dreimal

täglich fünf Tabletten), am besten

eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten

oder eine Stunde danach

ein. Nehmen Sie die Salze aufgelöst

in einem Glas abgekochten

warmen Wasser und trinken die

noch warme Flüssigkeit langsam in

kleinen Schlucken. Wichtig ist, dass

Sie die Flüssigkeit nicht mit einem

Metalllöffel umrühren, da dies die

Wirkung der Mineralsalze beeinträchtigt.

Ansonsten können Sie die Tabletten

auch einfach im Mund langsam

zergehen lassen. Lassen Sie

dabei die Salze möglichst lange im

Mund, damit sie über die Mundschleimhaut

ins Blut gelangen

können.

Trinken nicht vergessen!

Nur wenn ausreichend Flüssigkeit

getrunken wird, können die Mineralsalze

optimal wirken. Die durch

die Schüßler-Salze gelösten Stoffwechsel-

und Giftstoffe benötigen

als Transportmittel unbedingt genügend

Flüssigkeit. Empfohlen

werden stilles Wasser, Kräutertee

und Saftschorlen.

Die Kur mit Schüßler-Salzen

sollen Sie mindestens vier

Wochen durchführen.

Die Salze in Kombination mit

einer ausgewogenen Ernährung

(viel Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukte,

wenig Fleisch, Zucker,

Weißmehlprodukte) und regelmäßiger

Bewegung können zu

einem erfolgreichen Gewichtsverlust

verhelfen. Am besten, Sie

entscheiden individuell, ob das

Basispaket oder welche einzelnen

Mineralsalze für Sie geeignet sind

und starten gleich gesund in das

neue Jahr!

Buchtipp

Ausführliche

Informationen über die

Schüßler-Salze, zahlreiche

Rezepte, hilfreiche Tipps

und ein Wochenend-

Abnehmprogramm

finden Sie in dem neuen

Ratgeber von Maria

Lohmann.

Schüßler-Salze:

Natürlich abnehmen

TRIAS Verlag, Stuttgart.

2012. 9,99 €.

ISBN 978-3-8304-6077-0

Übrigens

Bei der Einnahme von biochemischen

Salzen kann es zunächst zu

einer Verschlimmerung der Beschwerden

kommen. Diese sogenannte

Erstverschlimmerung ist

jedoch positiv, da der Körper beginnt,

mit den Betriebsstoffen zu

arbeiten. Wenn die Beschwerden

stark sind, kann man eine Pause

einlegen, beziehungsweise erst

nach Abklingen der Beschwerden

die Einnahme der Salze fortsetzen.

Bedingungen für die

Gewährung einer Prämie

Die Bestellung für den mindestens

einjährigen Bezug (12 Hefte) der Zeitschrift

Ratgeber Frau und Familie

muss die vollständige Anschrift des

neugeworbenen Abonnenten und

dessen eigenhändige Unterschrift

tragen. Dadurch verpflichtet er sich,

die ihm bekannten Bezugsbedingungen

zu erfüllen und den Ratgeber auf

eigene Rechnung zu beziehen und

selbst zu bezahlen.

Für widerrufene Ratgeber-

Bestellungen entfällt der Anspruch

auf eine Prämie. Gleichfalls behält

sich der Verlag das Recht vor, die

Werbeprämie erst dann auszuliefern,

wenn der neue Ratgeber-

Abonnent die erste Bezugsgeldrechnung

bezahlt hat.

Die Werbeprämie kann nur an eine

Adresse in der Bundesrepublik

gesandt werden. Der Prämienversand

ins Ausland ist nicht möglich.

Der Werber bezieht den Ratgeber

mindestens noch so lange weiter, wie

er ihn seinerzeit bestellt hat. Mit der

neugeworbenen Ratgeber-Bestellung

ist weder die Abbestellung noch die

Umschreibung des eigenen oder eines

anderen Abonnements verbunden.

Eigen- und Geschenk-

Abonnements

werden nicht prämiert.

Die Zeitschrift Ratgeber wird vom

neuen Abonnenten auf die Dauer

von mindestens einem Jahr (12 Hefte)

bestellt. Das Bezugsgeld ist erst nach

Erhalt der Rechnung, der vorgedruckte

Überweisungsformulare beigefügt

sind, zu bezahlen.

Nach Ablauf der einjährigen

Bezugszeit wird das Ratgeber-Abonnement

automatisch fortgesetzt,

wenn es nicht mindestens sechs

Wochen vorher schriftlich bei

J. Weck GmbH u. Co. KG, Verlag,

Wehratalstr. 3, 79664 Wehr,

gekündigt worden ist.

Der neugeworbene Abonnent darf

in den letzten 6 Monaten nicht

Bezieher des Ratgeber gewesen sein.

Diese Bedingungen gelten auch für

die Zeitschrift Ratgeber Plus.

Nähere Informationen zu unseren

Prämien finden SIe auf Seite 67.

Beilagenhinweis

Einer Teilauflage dieser Ausgabe

liegen Prospekte

folgender Firmen bei:

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1/2013

Ratgeber

95


PSYCHOSOMATIK

Psychosomatik

Der Körper als

Spiegel der Seele

Ist Ihnen schon einmal

der Atem in einer Angst -

situation weggeblieben?

Leiden Sie öfter unter

Magen- oder Rücken -

schmerzen ohne

erkennbare körperliche

Ursache? Sind Sie schlecht

gelaunt, wenn Sie

Schmerzen haben? Dann

wundern Sie sich nicht –

der Grund liegt in der

Psychosomatik.

Schon in der Antike bezeichneten

Ärzte den Atem, das Leben oder

den Geist mit dem griechischen

Wort „psyche“ und den menschlichen

Körper mit „soma“. Sie erkannten

bereits einen Zusammenhang

zwischen Seele und Körper.

Man wusste allerdings noch nicht,

dass die Gesamtheit der etwa 100

Billionen Zellen in Gewebeverbänden

und Organsystemen, eingeschlossen

das Gehirn mit etwa 100

Milliarden Nervenzellen und die

Verbindung jeder einzelnen Nervenzelle

mit wiederum etwa 10 000

weiteren Nervenzellen für die

Wechselbeziehung zwischen seelischem

und körperlichem Zustand

sorgen – unfassbare Zahlen!

Funktions- und

Körperstörungen

Die Richtung in der Medizin, kurz

Psychosomatik genannt, beschäftigt

sich mit den Wechselbeziehungen

zwischen biologisch-körperlichen

und geistig-psychischen

Prozessen. Körperliche und seelische

Konflikte sind der Nährboden

für eine psychosomatische Erkrankung.

Den meisten Betroffenen ist

dies nicht bewusst. Sie gehen wegen

Müdigkeit, Kopfschmerzen,

Darm- und Magenbeschwerden

oder Herz-Kreislaufstörungen zu

ihrem Hausarzt, werden weiter

überwiesen zu Fachärzten, die

dann dem erstaunten Patienten

erklären, dass der Erkrankungsgrund

nicht im organischen Bereich

liegt. Psychosomatische Leiden

können sich in psychischen

oder körperlichen Symptomen äußern.

Der Körper ist der

Übersetzer der Seele

ins Sichtbare.

Christian Morgenstern

Meist handelt es sich bei diesen

Erkrankungsformen entweder um

eine Kombination von seelischen

Problemen mit körperlichen Beeinträchtigungen

– auch schmerzhaften

– ohne organische Ursache

(psychosomatische Funktionsstörung)

oder eine Kombination einer

feststellbaren körperlichen Krankheit

mit seelischen Problemen

(psychosomatische Körperkrankheiten).

Der Medizinzweig Psychosomatik

umfasst alle körperlich in Erscheinung

tretenden Krankheiten, die

seelisch bedingt oder mitbedingt

sind, umgekehrt aber auch Leiden

körperlichen Ursprungs, die seelische

Probleme nach sich ziehen.

Weitere Faktoren sind soziale Aspekte

und schwierige Lebensumstände,

zum Beispiel in der Familie.

Das Nervensystem

spielt immer mit

Das autonome Nervensystem –

kurz ANS genannt – steuert alle

unwillkürlichen lebenswichtigen

Körperfunktionen wie Atmung,

Kreislauf oder Verdauung. Unwillkürlich

bedeutet, dass Prozesse automatisch

ablaufen, und zwar mit

anregenden und bremsenden Prozessen.

Das Nervengeflecht des

Sympathikus versetzt den Körper

in eine Art Alarmstimmung. Wenn

Sie erregt sind, erhöhen sich Herzschlag

und Atmung deutlich. Ist

die Alarmsituation vorbei, sorgt

das Nervengeflecht des Parasympathikus

für Erholung: Herzschlag

und Atmung gehen wieder auf ein

normales Niveau über.

Die beiden Reaktionsprozesse des

ANS laufen in enormer Geschwindigkeit

ab und sorgen für eine

ständige Anpassung an die aktuellen

Bedürfnisse des Körpers. Ist

dieses Zusammenspiel gestört,

sprechen Mediziner von vegetativer

Dystonie, zum Beispiel mit

Reizmagen oder Kopfschmerzen.

ANS, Körper und Psyche

Der Hypothalamus im Gehirn ist

das oberste Schaltzentrum des

ANS. In seiner unmittelbaren Nähe

steuert die Hirnanhangsdrüse das

Hormonsystem. Diese beiden Bereiche

sind über Nerven und Blutgefäße

miteinander verzahnt und

beeinflussen wiederum das Im-

1/2013

Ratgeber

97


PSYCHOSOMATIK

PSYCHOSOMATIK

munsystem des Körpers. Hinzukommt,

dass ein anderes Gehirn -

areal – das limbische System –

Affekte und Emotionen verarbeitet.

Deshalb reagiert das ANS sofort

auf Gefühle wie Freude, Angst,

Lust oder schlechte Stimmung.

Das Immunsystem arbeitet mit besonderen

Zellen als Körperpolizei

gegen schädliche Erreger. Die Forschung

konnte nachweisen, dass

bestimmte Zellen des Immunsystems

Kontakt mit Nervenzellen

des autonomen Nervensystems

haben. Die Ergebnisse zeigen, dass

autonomes Nervensystem, Hormonsystem

und Immunsystem

sich gegenseitig beeinflussen. Den

Zusammenhang erfahren manche

Menschen leidvoll: Nach einem

zermürbenden Tag mit viel Stress

bricht plötzlich ein Herpes-

Bläschen an der Lippe

aus, der Kreislauf

spielt verrückt

oder die

Infektanfälligkeit

erhöht

sich

drastisch.

Auch der

Rücken

ist betroffen

Sie sitzen beim Zahnarzt

oder haben ein

unangenehmes Gespräch

mit Ihrem Vorgesetzten.

Sie haben Angst und Ihr

Körper spannt sich an.

Wenn Sie wieder aufstehen,

ist der Rücken verspannt.

Warum? Die Alarmreaktion

des ANS verstärkt die Grundspannung

der Muskulatur. Sie haben –

ohne es zu wollen – die Rückenmuskeln

verspannt. Das Zusammenspiel

zwischen Erregung und

Anspannung ist gestört, was sich

auf die Muskulatur auswirkt. Ärger

und Angst bewirken zum Teil

schmerzhafte und chronische

Verspannungen der

Rückenmuskulatur.

Anhaltende Verspannungen

mit

Schmerzen

erhöhen die

Muskelspannung

nochmals.

Die Schmerzen können vom Nacken-Schulter-Bereich

bis in den

Kopf ausstrahlen.

Rückenmuskeln leiden unter zu

schwerem Heben, Bandscheibenproblemen

oder Knochenverletzungen

der Wirbelsäule, aber

eben auch unter seelischen

Prob lemen. Seelische Stresssituationen

erhöhen die

muskuläre Spannung.

Oft hat man den

Eindruck, dass jemand

sein Kreuz

versteift wie

beim Tragen eines

schweren

Gegenstandes.

Der Magen

reagiert oft

Medikamente oder Bakterien

können die Ursache einer

Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

oder eines Magengeschwürs

sein, aber auch seelische

Faktoren. Drüsen in der muskulären

Magenwand geben in das

Mageninnere zur Verdauung der

Speisen die aggressive Magensäure

ab. Bei einer Entzündung

beispielsweise schädigt

diese Säure die Magenwand,

wenn die Magendurchblutung

als Schutzmechanismus

nicht mehr gut funktioniert. Bei

Menschen mit anhaltendem Stress

vermindert der sympathische Nervenanteil

des ANS als Alarmreaktion

die Magendurchblutung, hinzu

kommt es zur Überproduktion der

aggressiven Magensäure.

Fehlt das ausgeglichene Reaktionsspiel

mit dem Parasympathi-

kus, der die Durchblutung verstärkt

und den Verdauungstrakt

aktiviert, kommt es zu diesen extremen

Alarmreaktionen im Magen.

Eine Gastritis, in deren Folge

es bei Dauerstress zum Stressgeschwür

kommen kann, ist mit erheblichen

Schmerzen bei der Nahrungsaufnahme

verbunden. Medikamente

alleine helfen nicht – der

psychische Stress muss abgebaut

werden.

Angst abbauen

Droht eine akute Gefahr, haben wir

Angst – eine Warnung des Körpers

mit einer Alarmreaktion des ANS:

Das Herz rast, man kann weglaufen

oder schreien. Oft entspringt die

Angst aber nicht einer äußeren

Gefahr, sondern einem inneren

Druck. Gemeint sind damit ungeklärte

Probleme im Leben, die man

einfach verdrängt. Sie ruhen so

lange im Unterbewusstsein, bis sie

dem Betroffenen bewusst gemacht

werden und er lernt, sie zu

verstehen und zu verarbeiten.

Bezieht sich die Angst auf eine

spezielle Situation, spricht man

von einer Phobie, zum Beispiel die

Klaustrophobie oder die Angst vor

engen Räumen.

Ängste stehen im Zusammenhang

mit vielen seelischen Störungen

bis hin zu schweren psychischen

Defekten. Sie ziehen zunehmend

und unweigerlich körperliche

Symptome nach sich. Auch wenn

andere körperlich fassbare Krankheiten

vorliegen, können ihre

Beschwerden durch ängstliches

oder zwanghaftes Erleben enorm

verfestigt oder verstärkt werden.

Eine psychotherapeutische Behandlung,

vielleicht auch in Kombination

mit Medikamenten, führt

oft zu deutlichen Verbesserungen.

Professionelle Hilfe

Die Behandlung psychosomatischer

Störungen ist schwierig –

dies liegt einfach an der Komplexität

der möglichen Ursachen. Trotzdem

ist jeder Versuch sinnvoll, sich

in eine psychotherapeutische

Behandlung zu begeben. Alleine

kommen die meisten Betroffenen

mit ihren seelischen und körperlichen

Beschwerden nicht zurecht.

Die Psychoanalyse oder psychoanalytisch-orientierte

Therapie -

formen werden in den meisten

psychosomatischen Kliniken und

Praxen durchgeführt.

Der psychoanalytisch orientierte

Therapeut versucht in der Psychoanalyse,

die unbewussten Ursachen

der aktuellen Probleme herauszufinden.

Er geht zum Beispiel

den Ursachen einer verborgenen

Angst nach. Verhaltenstherapeuten

beschäftigen sich mit der Lebensgeschichte

und den aktuellen

Lebensumständen des Patienten.

Sie sehen den Menschen als Produkt

seiner erlernten oder nicht erlernten

Denkmuster und Verhaltensweisen.

Die Behandlungsstrategie

ist, negatives Verhalten oder

Denkweisen auszulöschen und

neue, geeignete zu akzeptieren.

Aber welche Therapie ist die richtige?

Unverzichtbar zur Klärung ist

das Erstgespräch: Ist das Problem

Teil einer bestehenden Erkrankung

oder tritt es eigenständig auf? Je

umschriebener eine Störung und/

Auch wenn keine

körperlichen Störungen

nachweisbar sind:

Psychosomatische

Beschwerden sind keine

eingebildeten

Erkrankungen.

Dauerhafte seelische

Prozesse können zu

messbaren und

sichtbaren körperlichen

Veränderungen führen.

Zu den klassischen

Symptomen gehören

Ohrensausen/Ohren -

geräusche, Essstörungen,

Stresserkrankungen,

Herz-Kreislaufstörungen,

Magen-Darmstörungen,

Atmungsstörungen,

Schlafstörungen und

sexuelle

Funktionsstörungen.

oder die Umstände sind, umso

eher würde der Experte an eine

Verhaltenstherapie denken. Ein

ganz wichtiger Punkt ist die Chemie

zwischen Therapeut und Patient.

In einem Vertrauensverhältnis

sehen viele Experten die größten

Erfolgschancen. Aber selbst

fundiert ausgebildete Ärzte bieten

keine Patentlösungen an. Sie sind

stets auf die intensive und offene

Mithilfe der Patienten angewiesen.

Helfen Sie mit

Neben der Hilfe eines Experten für

psychosomatische Medizin können

Sie zur Heilung Entscheidendes

beitragen. Mit Ihrem Willen

allein können Sie das autonome

Nervensystem nicht beeinflussen.

1/2013

Ratgeber

99


PSYCHOSOMATIK

Aber es gibt Methoden, die sich

positiv auswirken, vor allem bei

Dauerstresszuständen. Gute Beispiele

sind das Autogene Training

oder die Progressive Muskelentspannung.

Autogenes Training basiert

auf positiven Einbildungen.

Man konzentriert sich auf bestimmte

Vorstellungen und Bilder.

Allein die Konzentration auf Wärme

scheint den Parasympathikus

zu aktivieren. Man lernt es nur mit

viel Geduld und Durchhaltevermögen

unter Anleitung.

Die Progressive Muskelentspannung

(siehe Ratgeber-Ausgabe

10/2012) basiert auf der Beobachtung,

dass zum Beispiel bei anhaltendem

Stress die Muskeln automatisch

verspannen. Unter Anleitung

lernt man, Muskelgruppen

gezielt zu entspannen. Das Training

hilft nicht nur bei schmerzhaften

Muskelverspannungen, es

fördert auch die allgemeine Entspannung

im seelischen Bereich.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich

körperlich und seelisch zu entspannen.

Psychotherapeutische

und physiotherapeutische Praxen

geben die perfekte Anleitung.

Der erste und wichtigste Schritt ist

Ihre Einsicht als Betroffener, etwas

ändern zu müssen und es auch

ernsthaft zu wollen. Gestehen Sie

sich und auch Ihrem familiären

Umfeld ein, dass Tabletten alleine

auf Dauer nicht helfen, wenn die

Seele leidet oder Sie aufgrund

einer bestehenden körperlichen

Komplikation psychische Unterstützung

brauchen. Neue Frische,

Kraft und Lebenszufriedenheit

kommen nicht von alleine – diese

Qualitäten wollen erobert beziehungsweise

erkämpft werden!

Text: Martina Kasper

träume

Alb-

Bedrohliche Bilder

von innen

100 Ratgeber 1/2013


ALBTRÄUME

Nichts geht über einen

gesunden Schlaf:

Der Körper kann sich

erholen und die vielen

Eindrücke des Tages

verarbeiten. Doch

manchmal entwickeln

sich beängstigende

Trauminhalte, die uns

den Schlaf rauben.

Die Folgen sind Schlaf -

störungen in der Nacht

und Müdigkeit am Tag.

Die benötigte Schlafmenge wird

durch mehrere Faktoren beeinflusst.

Ein wichtiger Aspekt ist der

Biorhythmus, die individuelle biologische

Uhr, die sich in jedem Körper

befindet und die Schwankungen

der Körperfunktionen beeinflusst.

Aber unsere biologische Uhr

tickt langsamer, nicht 24 Stunden,

sondern 25. Arbeitszeiten, Freizeit,

Essenzeiten und Ruhezeiten zwingen

uns in einen täglichen Rhythmus,

den wir mehr oder weniger

einhalten. Bei manchen Menschen

kann das zu Problemen führen,

zum Beispiel bei einem „Morgenmuffel“,

der morgens länger schlafen

möchte, dafür abends länger

fit ist. Andererseits sind die „Frühaufsteher“

morgens fit und abends

früher müde.

Wir „verschlafen“ etwa ein Drittel

unseres Lebens. Dabei schlafen

Säuglinge mit etwa 16 Stunden

täglich am längsten, Kleinkinder

benötigen etwa 12 Stunden Schlaf.

Und so nimmt die Schlafdauer mit

dem Alter weiter ab: Ein Erwachsener

schläft etwa 8 Stunden. Ältere

Menschen benötigen noch weniger

Schlaf (ca. 6 Stunden oder

weniger). Diese Angaben variieren

natürlich von Person zu Person.

Was passiert beim

Schlafen?

Während wir schlafen, reduziert

der Körper seine Funktionen auf

ein Minimum, damit er sich erholen

und aufbauen kann: Atmung

und Puls verlangsamen sich, Blutdruck

und Körpertemperatur sinken.

Der Schlaf selbst ist nicht in

jeder Schlafphase gleich tief. Normalerweise

wechseln sich Phasen

mit schnellen Augenbewegungen

(REM-Phase = Rapid Eye Movements)

und Phasen ohne Augenbewegungen

ab, Letztere als Non-

REM-Phasen bezeichnet. Anfangs

dauern die REM-Phasen nur etwa 5

Minuten und nehmen im weiteren

Schlafverlauf bis auf 50 Minuten

zu, parallel sinkt die Dauer der

Non-REM-Phasen. So ein Zyklus

dauert etwa 90 bis 120 Minuten.

Mit dem Elektroenzephalogramm

(EEG) lässt sich die elektrische Hirnaktivität

anzeigen. Das EEG zeigt

während der REM-Phase eine erhöhte

Aktivität, wobei der Muskeltonus

stark reduziert ist: Der Schlafende

ist entspannt und träumt, ist

aber leicht weckbar. Während der

Non-REM-Phase treten keine Träume

auf, der Schlafende befindet

sich im Tiefschlaf und kann nur

schwer geweckt werden.

Jede Nacht haben wir also Tiefschlafphasen,

die – je nach Schlafdauer

– durch vier bis fünf Traumschlafphasen

unterbrochen werden.

Im Morgengrauen ist der

Schlaf am leichtesten und es überwiegen

REM-Phasen. Daher erinnern

sich manche Menschen an

den letzten Traum. Denn Träume

entstehen meist in der zweiten

Nachthälfte, wenn die REM-Phasen

zunehmen. So kann man sich erklären,

warum manche Lösungen

von Problemen nachts auftreten:

Man träumt die Lösung und erinnert

sich am nächsten Morgen daran.

Dies gilt auch für Albträume,

die am nächsten Morgen lebhaft

erzählt werden. Sie entstehen

ebenfalls in der REM-Phase, wenn

der Körper völlig entspannt ist. Daher

reagiert der Schlafende nicht

mit Körperbewegung auf den Albtraum.

Dies ist ein wichtiger Unterschied

zu einem Pavor nocturnus,

der sich als eine rein körperliche

Aktivität äußert.

Pavor nocturnus

Der Begriff kommt aus dem Lateinischen

und bedeutet Nachtangst.

Diese Schlafstörung betrifft vor allem

Kinder, seltener Erwachsene,

und tritt meist zusammen mit

Schlafwandeln auf. Ursache ist bei

Kindern wahrscheinlich der Reifungsprozess,

bei Erwachsenen

Stress. Der Betroffene wacht aus

dem Tiefschlaf heraus auf, also aus

der Non-REM-Schlafphase.

Der Grund ist die Aktivierung der

Körperfunktionen: Das Herz beginnt

schneller zu schlagen, der

Schlafende wird unruhig und hat

Erstickungsgefühle ohne eine organische

Ursache. Schweißgebadet

und voller Angst erwacht das

Kind schreiend, ist aber zunächst

nicht ansprechbar. Es erkennt die

Eltern nicht sofort und kann sich

später nicht an den Vorfall erinnern.

Die Abklärung, ob Albträume

oder eine Nachtangst vorliegen,

erfolgt im Schlaflabor.

Traum und Albtraum

Auch wenn wir uns nicht mehr erinnern

können, wir träumen jede

Nacht. Die Träume nehmen normalerweise

ein Viertel der Schlafenszeit

ein. Warum man träumt,

ist im Einzelnen noch nicht geklärt.

Manche Experten gehen davon

aus, dass das Gehirn die Träume

benötigt, um sich neu zu organisieren.

Andere vertreten die These,

dass belastende Ereignisse des

Tages in den Träumen verarbeitet

werden. Dabei entstehen leben -

dige Trauminhalte, die manchmal

mit intensiven Gefühlen verbunden

sind.

Verantwortlich für die Traumbilder

ist der sekundäre visuelle Kortex,

ein bestimmter Bereich der Hirnrinde,

der im Schlaf aktiv ist. Man

kann sich das so vorstellen: Im

Schlaf werden die Tageseindrücke

noch einmal angesehen, indem

aus den Informationen ein neues

Bild im Gehirn zusammengesetzt

wird. Und manchmal sind diese Bilder

schön und realistisch, manchmal

jedoch irreal oder bedrohlich.

Albträume hat jeder schon einmal

gehabt. Sie treten bei vielen Personen

nur sporadisch auf, bei anderen

einmal pro Woche oder häufiger.

Kinder haben öfter Albträume

als Erwachsene, die Schlafstörungen

nehmen mit zunehmendem

Alter ab. Am häufigsten sind Albträume

um das 50. Lebensjahr herum,

dann nehmen sie wieder ab.

Nächtlicher Horrortrip

Fallen ins Bodenlose, Flugzeug -

absturz, Verfolgung, Flucht – die

Bedrohungen können so stark sein,

dass der Schlafende schweißgebadet

und mit rasendem Herzen erwacht.

Auch solche Schlafunterbrechungen

sind normal, solange

sie nicht allzu oft auftreten.

Albträume basieren auf dem

Zusammenspiel von bestimmten

Auslösern und der persönlichen

Veranlagung. So weiß man aus der

Zwillingsforschung, dass wenn ein

Zwilling unter Albträumen leidet,

der andere ebenfalls Albträume

entwickelt, insbesondere wenn es

sich um eineiige Zwillinge handelt.

Andere Untersuchungen belegen,

dass sensible Menschen häufiger

an Albträumen leiden als robuste.

Auch ängstliche, reizbare und depressive

Personen sind anfälliger.

Und bei Patienten mit Angststörungen

oder einer Suchterkrankung

sind Schlafstörungen ohnehin

möglich.

Ein großes Feld bilden trauma -

tische Erfahrungen in der Vergangenheit,

etwa ein Unfall, der Tod

eines geliebten Menschen, eine

Vergewaltigung oder Kriegshand-

102 Ratgeber 1/2013


ALBTRÄUME

ALBTRÄUME

lungen. Bei diesen sogenannten

Posttraumatischen Belastungsstörungen

stehen Albträume im Vordergrund

der Beschwerden. Die

Betroffenen reagieren auf die Albträume

extrem stark. Sie brauchen

lange, bis sie sich wieder beruhigen

und einschlafen können. Dieser

Personenkreis sollte auf jeden

Fall therapiert werden, damit keine

chronischen Folgen entstehen.

Aber auch belastende Alltagserlebnisse

wie Stress, zum Beispiel in

der Schule oder in der Familie oder

bei der Arbeit, können die Ursache

von Albträumen sein. Die Traumbilder

betreffen oft Ereignisse vom

Vortag. Die „Bösewichte“ aber haben

sich im Verlauf der Zeit geändert:

Während uns früher Hexen

und Teufel „bedrohten“, sind es

heute eher Aliens oder Roboter.

Schließlich sind noch Medikamente

zu nennen, die diese ungewollte

Schlafunterbrechung fördern, zum

Beispiel Mittel gegen Bluthochdruck

oder Psychopharmaka wie

Beruhigungsmittel,

Hypnotika oder trizyklische Antidepressiva.

Schauen Sie sich also

den Beipackzettel Ihres Medikaments

an, wenn Sie häufig Albträume

haben. Einige Medikamente

unterdrücken den REM-Schlaf.

Wenn sie abgesetzt werden,

kommt es zu einem Rebound-Effekt,

das heißt einer überschießenden

Reaktion mit plötzlicher REM-

Zunahme. Dieses Phänomen kann

ebenfalls Albträume verursachen.

Bei Kindern ist eine seelische

Störung selten die Ursache für

Albträume. Hierzu genügen oft

schon bestimmte Fernsehsendungen,

welche die Kinder nicht verstehen

oder ihnen Angst machen –

die Verarbeitung löst dann Albträume

aus. Die Kinder schrecken

dann aus dem Schlaf und schreien

laut. Nach kurzer Beruhigung

schlafen sie wieder ein.

Ähnlich ist es auch bei Erwachsenen:

Typisch für die Albträume sind

Bilder, welche das eigene Leben

oder die eigene Sicherheit bedrohen.

Nach dem Erwachen ist der Betroffene

schnell orientiert und kann

wieder einschlafen. Am nächsten

Morgen sind die Bilder noch in Erinnerung,

sodass der Betroffene von

seinem Traum erzählen kann.

Schwerwiegende Folgen

Wenn Albträume selten vorkommen,

stellen sie kein großes Problem

dar. Häufen sie sich jedoch,

kann das ganze Leben beeinflusst

werden. Der Betroffene ist tagsüber

müde, schlapp, reizbar, unkonzentriert

und häufig unfähig,

den Alltag zu bewältigen. In Extremfällen

entwickelt er eine

Furcht vor dem nächsten Einschlafen.

Der Betroffene liegt lange

wach und kann nicht wieder

einschlafen. Das Problem verstärkt

sich immer mehr, bis die

Schlafstörung zu massiven psycho-sozialen

Auswirkungen führt

wie Arbeitsunfähigkeit, ständiger

Müdigkeit, sozialem Rückzug.

Also: Wer zwei oder mehr

Albträume in der

Woche hat

und dadurch sein tägliches Leben

erschwert ist, sollte unbedingt

einen Arzt aufsuchen.

Und noch ein Phänomen: Je häufiger

ein Albtraum vorkommt,

umso tiefer brennen sich die Bilder

im Gehirn ein. Dann genügt

eine ähnliche Sequenz im normalen

Traum, um den zuvor schon

mehrmals vorgekommenen Albtraum

automatisch abzuspulen.

Also ein quälender Dauerzustand

mit Angst und Depression jede

Nacht!

Drehbuch umschreiben

Um diese Auswirkungen zu verhindern,

können kurzzeitig Medikamente

eingesetzt werden. Hierzu

gibt es Substanzen, die den Schlaf

so verstärken, dass der Betroffene

nicht wegen des Albtraums erwacht.

Es besteht jedoch die

Gefahr der Abhängigkeit. Deshalb

sollten solche Medikamente nicht

länger als vier Wochen eingenommen

werden. Andere Substanzen

unterdrücken den REM-Schlaf und

verringern dadurch die schlechten

Träume. Hier kann es nach dem

Absetzen zu dem Rebound-Effekt

kommen.

Die Medikamente werden vor allem

in schweren Fällen eingesetzt,

also bei Patienten, die schwer traumatisiert

sind, zum Beispiel durch

Folter, Kriegserlebnisse, sexuellem

Missbrauch oder Umweltkatastrophen.

In diesen Fällen treten die

Albträume regelmäßig auf und haben

immer wieder den gleichen

Inhalt – ein lebens- oder existenzbedrohendes

Ereignis.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Das Schlafzimmer sollte gemütlich gestaltet werden. Achten

Sie auf ausreichende Belüftung und eine gute Matratze.

Halten Sie Ihren persönlichen Tagesrhythmus ein und gehen

Sie möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett.

Nehmen Sie vor dem Schlafengehen keine schweren oder

fetten Speisen ein. Alkohol, Kaffee und Nikotin sind ebenfalls

schlecht kurz vor dem Zubettgehen.

Vor dem Schlafen sollten Sie zur Ruhe kommen, also kein

Sport und kein Fernsehen oder Radio.

Sollten Sie tagsüber das Bedürfnis nach Schlaf haben, geben

Sie diesem nach. Eine kleine Ruhepause hat keinen Einfluss

auf den nächtlichen Schlaf. Wenn Sie allerdings tagsüber mehr

als eine halbe Stunde schlafen, können Sie abends

Einschlafprobleme entwickeln.

Als Ergänzung oder als alleinige

Maßnahme wird eine Psychotherapie

durchgeführt, um die Ängste

und Phobien bewältigen zu lernen.

Mithilfe des Therapeuten wird

ein gutes Ende des Traumes kons -

truiert und eingeübt, sodass mit

der Zeit die Traumszene in diese

positive Richtung tendiert, man

spricht von Vorstellung-Wiederholungs-Therapie

oder IRT (Imagery

Rehearsal Therapy). Beispielsweise

mit einem Traumtagebuch: Der

Betroffene schreibt vier Wochen

lang seine Träume auf und denkt

sich dazu immer wieder ein neues

positives Ende. Dieser positive Verlauf

muss vier Wochen lang täglich

vorgelesen werden, bis sich der

Handlungsverlauf einprägt. Mittlerweile

findet man sogar im Internet

Seiten mit Selbsthilfetraining,

zum Beispiel Albtraum-Coach.

Dort können Betroffene, die aus irgendeinem

Grund nicht den Arzt

aufsuchen können oder möchten,

zeit- und ortsungebunden an der

Therapie teilnehmen. Das Internet-

Training wird durch einen persönlichen

Coach begleitet und bedient

sich den IRT-Prinzipien.

Eine andere Möglichkeit der Psychotherapie

ist das Erlernen der

Selbstinstruktion: Während des

Traumes macht sich der Betroffene

bewusst, dass es sich nur um einen

Traum handelt. Unterstützend wirken

Entspannungstechniken.

Albträume im Kindesalter sind

meistens nicht behandlungsbedürftig.

Beruhigen Sie das Kind

und sprechen Sie ruhig und sachlich

über den Traum, um eventuelle

Hintergründe für den Albtraum

zu erfahren, zum Beispiel eine Bedrohung

durch ein größeres Kind,

Probleme in der Schule oder Anschauen

eines Films, der für Kinder

ungeeignet ist. Nur so können Sie

die Angst machenden Probleme

lösen und dem Kind eine unbeschwerte

Nachtruhe ermöglichen.

Text: Julijana Betzel

104 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

105


NACHTSCHWEIß

Schwitzen ist eine

normale Körperreaktion,

zum Beispiel bei warmem

Wetter oder wenn wir

uns körperlich

angestrengt haben. Bei

übermäßigen nächtlichen

Schweißausbrüchen

sprechen Mediziner von

der nächtlichen

Hyperhidrose.

Oft sind es ungünstige Schlafgewohnheiten,

die uns schweißgebadet

aufwachen lassen, zum Beispiel

eine zu dicke Decke in Sommernächten,

ein zu gut geheiztes

Schlafzimmer im Winter, ein scharf

gewürztes Essen am Abend oder

vielleicht ein Glas Alkohol zu viel

auf einer Party. Nachtschweiß bedeutet

für Mediziner, über einen

längeren Zeitraum so stark zu

schwitzen, dass Betttuch und

Schlafanzug richtig durchnässt

sind.

N achtschweiß

wenn Schwitzattacken

den Schlaf rauben

Warum schwitzen wir?

Wir schwitzen bei Hitze oder beim

Sport. Auch nachts gibt der Körper

in begrenztem Maß Schweiß ab,

ohne dass wir es bemerken.

Schwitzen ist eine natürliche Reaktion

des Körpers als Temperaturausgleich,

um überschüssige

Wärme von innen nach außen zu

leiten, zum Beispiel auch bei Fieber.

Der Wechsel von Kältegefühl

und Schweißausbrüchen kündigt

oft eine Erkältung oder andere

Infektion an. Das Schwitzen hilft

dann dem Organismus, sich von

der Fieberhitze zu befreien.

Unter der Haut sitzen Millionen

von Schweißdrüsen, die Flüssigkeit

abgeben. Sie verdunstet auf der

Haut und entzieht den in der Haut

liegenden Blutgefäßen Wärme. Mit

dem Schweiß verliert der Körper

Wasser und Salze sowie weitere

Mineralstoffe, zum Beispiel Kalzium.

Das Schweißsekret enthält zudem

für die körpereigene Abwehr

zuständige Stoffe, die gegen Bakterien

auf der Haut wirken oder

Giftstoffe unschädlich machen.

Durch den Körperstoffwechsel

entsteht andauernd Wärme. Sie

wird auch über die Atemluft und

eine nicht sichtbare Verdunstung

über die Haut abgeleitet, weswegen

der Körper täglich etwa einen

Liter Wasser ausscheidet. Bei Hitze

oder Bewegung kommen die

Schweißdrüsen zum Zuge. Inten -

sive Bewegung verbrennt mehr

Energie und der Körper heizt auf.

Um den Salz- und Flüssigkeitsverlust

wieder auszugleichen, sollte

man trinken, am besten Wasser.

Das Nervensystem

mischt mit

Vegetative Nervenfasern steuern

die Schweißproduktion, meist das

sympathische Nervengeflecht. Es

ist für viele Körperfunktionen zuständig,

zum Beispiel für die Ausschüttung

von Stresshormonen –

das ist ein Grund, weswegen uns in

Angst- oder Stresssituationen der

Schweiß ausbricht. Die Schweißdrüsen

reagieren hier nicht auf das

Stresshormon Adrenalin, sondern

auf den Stoff Acetylcholin, der

auch ein Botenstoff des Parasympathikus

ist. Das parasympathische

Nervensystem bildet den

Gegenpol des sympathischen und

sorgt für Ruhe und Ausgleich.

Auch leichtes Schwitzen im Schlaf

ist bis zu einem gewissen Grad als

Wärmeregulierung normal. Starke

Emotionen, Dauerstress oder bestimmte

körperliche Erkrankungen

können die normalen Abläufe

stören.

Infektionskrankheiten

Akute Infekte wie eine Erkältung

oder eine Grippe gehen oft mit Fieber

einher. Im Allgemeinen reagiert

die körpereigene Immunabwehr

auf eine Infektion durch Bakterien

oder Viren mit der Ausschüttung

von Stoffen, welche die Körpertemperatur

ansteigen lassen. Diese

Erwärmung aktiviert bestimmte

Abwehrmechanismen. Fieber ist

ein wichtiger Helfer des Immunsystems.

Steigt die Körperwärme zu

stark an, stellt sie jedoch eine

Gefahr dar. Sinkt das Fieber wieder,

leitet der Organismus die übermäßige

Wärme über die Schweißproduktion

nach außen ab.

Bei chronischen Infektionskrankheiten

ist die Immunabwehr ständig

vermehrt gefordert und die

Körpertemperatur kann dauerhaft

erhöht sein – die Folge ist starkes

Schwitzen. Zu diesen Krankheiten

mit häufig vorkommendem Nachtschweiß

gehören zum Beispiel die

Lungentuberkulose, Malaria oder

HIV-Infektion. Weitere Beispiele

von Infektionen mit vermehrtem

Nachtschweiß wären die Lyme-

Borreliose oder das Pfeiffer’sche

Drüsenfieber.

Krebs- und

Bluterkrankungen

Nachtschweiß kann ein

frühes Symptom einiger

Tumore sein. Er tritt vor

allem bei Lymph -

drüsenkrebs und

Leukämie auf und bei

verwandten Bluter kran -

kungen. Nehmen Sie

daher anhaltendes

extremes nächtliches

Schwitzen ernst und

gehen Sie zum Arzt.

Autoimmunerkrankung

Bei dieser Krankheitsgruppe richten

sich die Abwehrkräfte des Immunsystems

gegen körpereigene

Zellen und greifen sie unkontrolliert

an. Normalerweise bekämpfen

die Abwehrzellen des Immunsystems

körperfremde Partikel

wie Schadstoffe oder Erreger. Die

betroffenen Körperareale entzünden

sich und werden krankhaft

verändert. Die genauen Ursachen

sind noch nicht geklärt und werden

weiterhin intensiv erforscht.

Diskutiert werden erbliche Veranlagungen

sowie Bakterien, Viren

und Pilze.

Nachtschweiß und ein Krankheitsgefühl

gehören zu den allgemeinen

Begleiterscheinungen dieser

Erkrankungen. Zu den Autoimmunerkrankungen

gehört die Rheumatoide

Arthritis. Die fehlgeleiteten

Abwehrprozesse können aber

auch das Gefäßsystem entzünden

und die von ihm versorgten Organe

in Mitleidenschaft ziehen.

106 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

107


NACHTSCHWEIß

Störungen des

Stoffwechsels

Hier kommt das vegetative Nervensystem

wieder ins Spiel, weil es

auch den Hormonhaushalt und

den Stoffwechsel beeinflusst. Störungen

in diesen Funktionsbereichen

des Körpers wirken auf die

Schweißproduktion und regen sie

oft auch nachts an. Zu nennen

wäre hier die Schilddrüsenüberfunktion.

Häufige Ursachen für

eine solche Überproduktion sind

Autoimmunerkrankungen oder

unabhängig aktive Schilddrüsenanteile.

Hierbei kann ein ursprünglicher

Jodmangelkropf eine Rolle

spielen. Seltener sind Entzündungen

oder Tumore die Auslöser. Bei

Diabetes mellitus kann Nachtschweiß

ein Warnzeichen für eine

nächtliche Unterzuckerung (Hypoglykämie)

sein.

Natürliche hormonelle Entwicklungen

in den Wechseljahren verursachen

bei Frauen teilweise

nächtliche Schweißattacken. In

den Wechseljahren nimmt die Produktion

weiblicher Geschlechtshormone

wie Progesteron und Östrogen

zunächst phasenweise und

dann oft recht schnell ab. Sinkt der

Östrogenspiegel, steigen die

Stress hormone Adrenalin und

Noradrenalin an. Die Folge kann

vermehrtes Schwitzen sein, nicht

nur tagsüber, sondern auch

Psyche und Nerven

Nachtschweiß ist ein allgemeines

Symptom, das vom vegetativen

Nervensystem ausgeht. Es verwundert

also nicht, dass Nervenerkrankungen

im Gehirn oder Rückenmark

sowie psychische Störungen

Schweißattacken auslösen können.

Erkrankungen der Nerven haben

Auswirkungen auf das vegetative

Nervensystem. Zu den neurologischen

Erkrankungen zählen die

Parkinson-Krankheit, Erkrankungen

des Rückenmarks und Querschnittlähmungen.

Auch nach

einem Schlaganfall können die

Betroffenen unter Nachtschweiß

leiden.

Stress und seelische Erschöpfung

oder das Burnout-Syndrom lösen

häufig nächtliche Schwitzattacken

aus. Der Organismus steht ständig

unter Strom, wenn die Psyche

nicht zur Ruhe kommt, und es werden

mehr Stresshormone ausgeschüttet.

Die innere Unruhe wirkt

auch nachts weiter. Deshalb ist es

wichtig, belastende Probleme mit

professioneller Hilfe zu lösen.

Zudem kann ein Stressmanage-

ment mit vielen effektiven Methoden

erlernt werden – ein Grundprinzip

der psychosomatischen

Medizin.

Nächtliche Schwitzattacken wecken

den Betroffenen, nicht selten

muss er aufstehen, den Schlaf -

anzug oder sogar das Bettzeug

wechseln. Sein Schlafrhythmus ist

unterbrochen. Allein schon solche

Vorgänge regen die für erhöhtes

Schwitzen verantwortlichen Körperprozesse

an. Aber auch andere

Gründe der Schlafunterbrechung

wie Albträume lassen den Körper

vermehrt Schwitzen .

Nehmen Sie

Medikamente?

Wir können heute bei vielen Erkrankungen

auf heilende Arzneien

zurückgreifen, nur leider haben

manche auch Nebenwirkungen.

Nachtschweiß kommt als Nebenwirkung

besonders häufig bei

Medikamenten vor, die das Nervensystems

und den Stoffwechsel

beeinflussen oder die Körpertemperatur

senken. Doch jeder Körper

kann unterschiedlich auf ein Medikament

reagieren. Obwohl grundsätzlich

viele Wirkstoffe gegen

Depressionen Schwitzattacken

hervorrufen können, trifft es nur

geringfügig bei Patienten zu.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass

Sie nachts schwitzen, seitdem Sie

ein Medikament einnehmen, sollten

Sie mit Ihrem Arzt darüber

sprechen, welche Alternativen es

gibt. Und: Setzen Sie ein verschriebenes

Medikament nur nach Rücksprache

mit dem Arzt ab.

Medikamente, die Nachtschweiß fördern

Antidepressiva.

Atypische Neuroleptika, zum Beispiel bei Psychosen.

Fiebersenkende Wirkstoffe, zum Beispiel Paracetamol,

Acetylsalicylsäure.

Blutzuckersenkende Medikamente.

Mittel gegen Bronchitis und Asthma.

Augentropfen zur Behandlung des grünen Stars.

Hormontherapie, zum Beispiel im Rahmen einer Brustkrebsoder

Prostatakrebstherapie, bei Endometriose.

Wann sollten Sie

zum Arzt?

Schwitzattacken bei einer normalen

oder heftigen Erkältung mit

Fieber klingen zusammen mit dem

Infekt wieder ab. Bei starken

Schweißausbrüchen, die länger als

rund drei Wochen anhalten, sollten

Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt

insbesondere dann, wenn Gewichtsverlust,

abnorme Abgeschlagenheit,

Fieber und Schmerzen

begleitend auftreten. Auch

seelischen Problemen beziehungsweise

Stress sollten Sie zusammen

mit einem Fachtherapeuten

oder Facharzt auf den Grund

gehen.

Was können Sie

selbst tun?

Oft ist nächtliches Schwitzen ein

hausgemachtes Problem: Denken

Sie mal über Ihre Alltagsgewohnheiten

und Ernährungsvorlieben

nach! Wenn Sie regelmäßig Alkohol

trinken und vielleicht noch

dazu rauchen: Versuchen Sie,

beides zu reduzieren, vielleicht zumindest

den Nikotingenuss auch

ganz zu lassen. Vermeiden Sie

scharf gewürzte und fette Speisen,

besonders abends. Trinken Sie

mindestens eineinhalb bis zwei

Liter täglich – ideal sind Mineralwasser,

wenige oder keine koffeinhaltigen

Getränke.

Auch das Schlafengehen lässt sich

gut vorbereiten: Die ideale Schlafzimmertemperatur

liegt bei etwa

18°. Die Zudecke sollte der Jahreszeit

angepasst sein (Sommer

leicht, Winter wärmer). Tragen Sie

zum Schlafen keine zu eng anliegende

Kleidung und achten Sie

auf einen wärmeausgleichenden

natürlichen Stoff. Vor der Nachtruhe

gilt es, sich zu entspannen, zum

Beispiel mit beruhigender Musik,

einem Buch und Entspannungsübungen,

die man in Kursen erlernen

kann. Und zuletzt: Salbeitee –

nicht ab und zu, sondern täglich

getrunken – drosselt übermäßiges

Schwitzen. In Apotheken gibt es

auch Salbeiblätter-Trockenextrakte.

Lassen Sie sich beraten. Auch

wenn Sie bereits in ärztlicher Behandlung

sind: Eigeninitiative unterstützt

das Vorhaben „gesunder

Schlaf“, damit Sie morgens erholt

aufstehen können.

Text: Martina Kasper

108 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

109


ENERGIE

in Beruf

und Familie

Ob hohe Anforderungen

im Job oder Doppel -

belastung durch

Haushalt und Beruf –

die moderne Arbeitswelt

verlangt dem Menschen

viel ab. Vor allem Stress,

zu wenig Schlaf und

unausgewogene

Ernährung können an

den Energiereserven

zehren. Mit ein paar

Tricks lassen sich

Konzentration, geistige

Leistungskraft und

Wohlbefinden erhalten.

Keine Frage: Ab und an kann

Stress durchaus motivierend

wirken und zu besonderen

Leistungen anspornen.

Doch wenn sich Überstunden

häufen, das Telefon

ununterbrochen klingelt

oder die Kinder quengeln,

wissen wir oftmals nicht

mehr, wo uns der Kopf

steht. Eigentlich

bräuchten Körper

und Geist jetzt Ruhe

– stattdessen müssen

sie weiter

funktionieren.

Wer seine Arbeitsweise genau unter

die Lupe nimmt und den Tag

gegebenenfalls neu strukturiert,

kann Leistungstief und Motivationsmangel

verhindern und dazu

beitragen, dass ihm die Dinge

leichter von der Hand gehen:

Setzen Sie sich realistische Ziele,

die Sie auch bewältigen können –

andernfalls sind Stress und Frust

vorprogrammiert. Nehmen Sie

sich also nicht zu viel auf einmal

vor – etwa tagsüber im Büro eine

wichtige Präsentation zu erstellen

und abends zu Hause die Steuererklärung

anzufertigen. Legen Sie

vielmehr Prioritäten fest, und verschieben

Sie weniger Dringliches

auf einen anderen Tag oder aufs

Wochenende.

Strukturieren Sie Ihre Arbeit. Gehen

Sie Ihre Aufgaben nicht kopflos

an, sondern erledigen Sie eine

nach der anderen, um nicht unnötig

Zeit zu verschenken. Am besten,

Sie notieren jeden Tag auf einer

Liste, was zu tun ist. Das nimmt

dem vermeintlich unüberschaubaren

Arbeitspensum den Schrecken.

Wenn Sie Punkt für Punkt abhaken,

sehen Sie außerdem schwarz auf

weiß, wie Sie vorangekommen

sind – und das motiviert ungemein.

Überprüfen Sie Ihre Ansprüche an

sich selbst und schrauben

Sie diese herunter,

wenn es Sie zu viel

Energie kostet, ihnen

gerecht zu werden. Sie

müssen nicht immer zu

den Letzten gehören, die

Feierabend machen, und

Ihre Wohnung muss nicht allzeit

blitzblank und perfekt aufgeräumt

sein. Vermeiden Sie auch Vergleiche

mit Kollegen oder anderen Eltern

– sie haben vielleicht zu Hause

eine Putzhilfe oder arbeiten Teilzeit

und bekommen deshalb mehr auf

die Reihe.

Suchen Sie sich Unterstützung,

wenn Ihnen die Arbeit über den

Kopf wächst. Sprechen Sie beispielsweise

mit Ihren Vorgesetzten

– möglicherweise lässt sich ja an

Ihrem Aufgabenbereich etwas ändern

oder Ihre Arbeitszeit verkürzen.

Manche Tätigkeiten können

Sie vielleicht sogar an andere delegieren.

Auch Ihre Familie kann

dazu beitragen, Sie zu entlasten,

zum Beispiel, indem auch die Kinder

kleinere Haushaltsaufgaben

erledigen. Und teilen Sie auch mal

Aufgaben mit Ihrem Partner, statt

sie allein zu bewältigen. Das halbiert

den Aufgabenberg.

Sorgen Sie dafür, dass Sie morgens

auf Ihrer Arbeitsstelle eine angenehme

Atmosphäre erwartet –

dann fällt es leichter, voller Elan in

den Tag zu starten. Räumen Sie

zum Beispiel am Vorabend Ihren

Schreibtisch auf – das bringt

gleichzeitig Ordnung in Ihre Gedanken

und schärft Ihren Blick fürs

Wesentliche. Stellen Sie außerdem

ein lustiges Bild auf oder gönnen

Sie sich hin und wieder einen Blumenstrauß,

um sich aufzumuntern.

Machen Sie unbedingt jeden Tag

eine Mittagspause und nutzen Sie

die Zeit, um spazieren zu gehen.

Die Bewegung an der frischen Luft

belebt das Gehirn und hebt insbesondere

bei Sonnenschein spürbar

die Stimmung.

Versuchen Sie es mal mit einem sogenannten

Power-Nap. Nach Meinung

von Schlafforschern erhöht

ein kurzer Tagesschlaf die Konzentrations-,

Leistungs- und Reaktionsfähigkeit.

Dieser Energieschlaf

sollte zwischen 10 und maximal

30 Minuten dauern. Nicht länger.

Das Power-Nickerchen erfrischt

mental zwischen zwei Aufgaben

und gibt neue Kraft für die nächsten

Herausforderungen.

Eilen Sie nach der Arbeit nicht nach

Hause, wo neue Aufgaben auf Sie

warten, sondern gönnen Sie sich ein

kleines Feierabendritual. Trinken Sie

zum Beispiel irgendwo einen Espresso

und blättern Sie in Ihrer Lieblingszeitschrift,

bummeln Sie durch

ein paar Geschäfte oder treffen Sie

sich mit Freunden. Sie werden merken,

wie Sie ganz von selbst auf

andere Gedanken kommen.

Treiben Sie möglichst zwei- bis

dreimal die Woche Sport – dadurch

werden Stresshormone

abgebaut und Glückshormone gebildet,

was auch die Belastbarkeit

im Job erhöht. Ausdauersportarten

wie Joggen, Walken oder Radfahren

eignen sich besonders gut,

um die Fitness zu fördern.

Halten Sie geregelte Schlafenszeiten

ein und ruhen Sie mindestens

sechs bis acht Stunden pro Nacht.

Körper und Geist brauchen diese

Auszeit, um sich von den Anstrengungen

des Tages zu erholen und

neue Kraft zu tanken.

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Ratgeber

111


HILFEN IM ALTER

im Alter

Barriere freies

Wohnen

Tatsache ist:

Wir werden immer älter.

Dies erfordert nicht nur

neue Wege in der

medizinischen

Behandlung, sondern

auch ein Umdenken

bezüglich der

Lebensformen älterer

Menschen. Die Senioren

von heute möchten

möglichst unabhängig

von der Hilfe Dritter den

Alltag meistern –

barrierefreies Wohnen

und Alltagshilfen sind

gefragt.

Die Angaben des Statistischen

Bundesamtes in Wiesbaden zeigen

den Trend an: Etwa im Jahr 2050

wird jeder Dritte 60 Jahre oder älter

sein. Mit dem Alter eines Menschen

steigt auch das Risiko, von

Hilfe abhängig zu werden. Die

Gründe dafür im Alter sind vielfältig:

bestehende Krankheiten oder

einfach nur altersgerecht nachlassende

Körperfunktionen.

Angehörige sind gefragt: Sie sollen

den Hilfsbedürftigen unterstützen.

Doch erstens sind Kinder und Enkelkinder

beruflich förmlich gefangen

und vor allem ortsgebunden.

Man lebt heute weitgehend dort,

wo man auch arbeiten kann.

Zum Zweiten nehmen die Geburtenzahlen

ab. Und dies bedeutet,

dass weniger Familienangehörige

zur Hilfe bereitstehen werden. Der

Staat sucht schon nach Möglichkeiten,

das Alter in Zukunft zu organisieren

und es für seine Bürger

bezahlbar zu machen. Unterstützung

kostet nun mal Geld. Der

letzte Ausweg „Pflegeheim“ wird

schon in absehbarer Zeit die Krankenkassen

und die Pflegeversicherungen

überfordern und betreutes

Wohnen als Alternative können

sich viele Menschen nicht leisten.

Ständig unternehmen Politiker

den Versuch, neue Gesetzesinitiativen

zur finanziellen und materiellen

Unterstützung der Hilfsbedürftigen

und ihrer Familien auf den

Weg zu bringen. Vieles ist schon

umgesetzt worden, doch die Zukunft

unseres Alters scheint immer

teurer zu werden.

Wohnformen und

Lebensqualität

Verfolgt man die aktuellen politischen

Diskussionen, wird schnell

klar: Jeder sollte rechtzeitig über

neue Wohn- und Lebensformen

sowie Alltagshilfen im Alter nachdenken,

die auch dann noch

Gültigkeit haben, wenn Hilfe und

Pflege nötig werden sollten. Das

bedeutet: Wenn jüngere Leute

heute bauen, sollten sie entsprechend

das Haus gestalten – nicht

nur für sich für spätere Zeiten,

sondern auch für den Fall, dass

vielleicht ein Elternteil im Haus

mitversorgt werden muss. Für

bereits ältere Menschen heißt das:

Das Haus und die Miet- oder Eigentumswohnung

so umzugestalten,

dass im Alter ein möglichst unabhängiges

Leben zu meistern ist.

Das Zuhause gewinnt im Alter zunehmend

an Bedeutung: Die eigenen

vier Wände werden der wichtigste

Lebensmittelpunkt – die

Wohnqualität bestimmt die Lebensqualität.

Darüber nachzudenken,

wie und wo man später oder

aktuell wohnen möchte, gehört zu

den wichtigsten Vorbereitungen

auf das Alter. Für viele Senioren ist

ein Pflegeheim – mag es noch so

gut sein – der letzte Ausweg an

Lebensumfeld, wenn die körper -

lichen oder psychisch-geistigen

Energien nachlassen.

Kriterien für

altersgerechtes Wohnen

Wohnung und Umgebung müssen

für ältere Menschen bestimmte

Kriterien erfüllen, damit sie auch

dann noch weitgehend normal

weiterleben können, wenn ihre

Mobilität abnimmt oder eine

krankheitsbedingte Immobilität

das Leben bestimmt. Oft ist es

möglich, eine Wohnung durch

kleine Baumaßnahmen altersgerecht

oder behinderungsgerecht

Zinsgünstige

Darlehn

Banken – auch die

Kreditanstalt für

Wiederaufbau – fördern

alters- und

behindertengerechte

Umbauten von

Wohnungen und Häusern

über zinsvergünstigte

Darlehen. Informieren Sie

sich, wenn Sie so ein

Projekt planen.

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Ratgeber

113


HILFEN IM ALTER

HILFEN IM ALTER

zu verändern und den Umzug in

eine andere Wohnung oder ins

Heim zu vermeiden. Ein ganz wichtiger

Aspekt ist die Barrierefreiheit.

Kriterien einer idealen altersgerechten

und damit barrierefreien

Wohnung sind:

• Die Wohnung liegt ebenerdig

oder ist über einen Aufzug zu

erreichen.

• Sie bietet auch einer eventuell

benötigten Hilfsperson einen

abgetrennten Schlafbereich.

• Küche und Bad sind geräumig

mit angepassten, leicht zu erreichenden

Einrichtungen,

besonders im Sanitärbereich.

• Die Räume sind einfach zu

beheizen, am besten über eine

Zentralheizung mit Temperaturreglern

in Greifhöhe (Kohleoder

Ölöfen sind für ältere

Menschen unzumutbar).

• Alle Zimmer sind mit leicht zu

bedienenden Fenstern hell und

gut zu belüften. Die Fenster -

höhe ermöglicht auch beim

Sitzen den Blick nach draußen

(Kontakt zur Außenwelt für den

Rollstuhlfahrer oder einen

bettlägerigen Menschen).

• Balkon oder Terrasse sind

stufenlos erreichbar, um sich

problemlos an die frische Luft

setzen zu können.

• Großzügig geschnittene Räume

bieten ausreichend Platz,

um sich auch mit Gehhilfen

oder Rollstuhl sicher bewegen

zu können.

• Stufen und Türschwellen sind

nicht vorhanden, Treppen -

absätze, Podeste oder

Balkonschwellen abgebaut

oder können über eine fest

installierte Rampe leicht überwunden

werden.

• Die Türen sind mindestens

80 cm breit, damit auch ein

Rollstuhl hindurchpasst (oder

sie sind nachträglich verbreitert).

Türgriffe und Lichtschalter

sind leicht zu bedienen und

zu erreichen.

Die Wohnumgebung

Ein nicht unbedeutender Faktor ist

das Wohnumfeld. Ältere Menschen,

die einen bestimmten Ort

mit Bewegungseinschränkungen

erreichen wollen, und nicht mehr

Auto fahren können, sollten zumindest

durch eine Garage oder

Seitentür vor das Haus kommen

können. Einkaufsmöglichkeiten

und öffentliche Verkehrsmittel wie

ein Bus sollten zu Fuß oder zumindest

mit einer kurzen Taxifahrt

erreichbar sein.

Weitere Aspekte sind zum Beispiel

eine Arztpraxis in der Nähe, die

Hausbesuche ermöglicht, ein ambulanter

Hilfsdienst im Wohnviertel

und idealerweise soziale und

kulturelle Treffpunkte.

Mittlerweile haben sich viele Taxifahrer

auf ältere feste Kunden

eingestellt, um sie gegen einen

Festpreis regelmäßig zu fahren.

Hausnotruf

Der professionelle

Hausnotruf bietet

zusätzliche Sicherheit in

Ihrem barrierefreien

Alltag, besonders für

Alleinstehende und

Pflegebedürftige.

Sie können den Notruf

meist körpernah über

eine Art Armbanduhr

auslösen und per Funk an

ein Telefon-Zusatzgerät

senden. Das leitet den

Hilferuf an eine Notruf -

zentrale weiter.

Die Zentrale sollte über

alle wichtigen Daten

verfügen, um schnell

agieren zu können.

Beratung muss sein

Die Maßnahmen einer Wohnungsanpassung

richten sich nach den

Standards der Barrierefreiheit und

des altersgerechten Wohnens.

Zum Thema „Wohnen ohne Hürden“

bieten mittlerweile in

Deutschland viele Wohnberatungsstellen

ihre Dienste an. Wenn

es in Ihrer Wohngegend keine Beratungsstelle

gibt, helfen Mitarbeiter

des Wohn- oder Sozialamtes

weiter. Auf Anfrage kommen sie

sogar ins Haus, um die Wohnprob -

leme zu erkennen und gemeinsam

mit Ihnen zu lösen. Sie helfen auch

bei der Frage, wer die Kosten übernimmt

oder wo Sie Zuschüsse

beantragen können.

Manche Wohnberatungsstellen finanzieren

sich zum Teil über Gebühren,

die Sie bezahlen müssen.

Sind Sie anerkannt pflegebedürftig,

können Sie sich die Beratungsgebühren

von Ihrer Pflegekasse als

„vorbereitende Leistung für eine

wohnumfeldverbessernde Maßnahme“

erstatten lassen. Die Erstberatung

ist meist kostenlos. Und

als Mieter sollten Sie daran denken,

für Umbaumaßnahmen die

Zustimmung des Vermieters einzuholen.

Ein gutes Argument für

den Vermieter ist, dass auch jüngere

Menschen mit und ohne Handicaps,

Rollstuhlfahrer, nicht zuletzt

Kinder und Eltern mit Kinderwagen

solche Umbaumaßnahmen

problemlos mitnutzen können.

Hilfen im Alltag

Viele Senioren benötigen mit zunehmendem

Alter auch Unterstützung

im Haushalt. Das bedeutet

noch lange nicht, dass man pflegerisch

betreut werden muss. Denken

Sie dabei an den Wohnungsputz,

Behördengänge oder das Organisieren

nötiger Reparaturen.

Auch dafür gibt es viele mobile

Hilfsdienste, um die Selbstständigkeit

zu erhalten. Viele Berufe haben

sich auf Hausbesuche eingestellt:

Einkaufsmärkte mit Lieferservice,

Masseure, Krankengymnasten, Friseure,

Putzhilfen und ehrenamtliche

Helfer, die auch für Freizeittreffen

und soziale Kontakte sorgen.

Weiter geht es darum, alle Verletzungs-

und Stolperfallen zu beseitigen

wie scharfe Kanten oder

Teppiche. Barrierefreiheit bedeutet

auch, leicht zu bedienende

oder behindertengerechte Utensilien

zu kaufen, zum Beispiel die

Laufstange zum Festhalten an den

Zimmerwänden und vor allem im

Bad, einen Lifter für die Wanne, einen

speziellen Sitz für die Dusche,

Aufstehhilfen, Gehhilfen, Greif -

hilfen, einen speziellen Öffner für

Flaschen oder Tüten, gebogenes

Besteck oder Trinkgefäße mit besonderen

Halterungen. Es sind oft

diese kleinen Dinge, die Ihnen als

älterer oder kranker Mensch das

Leben zu Hause erleichtern können.

Barrierefreiheit bedeutet, im

Alter oder mit einem körperlichen

Handicap am Leben in seinem Zuhause

und auch außerhalb teilnehmen

zu können – und zwar in

Würde und Akzeptanz. Denken Sie

auch schon in jüngeren Jahren

daran: „Der kluge Mann baut vor“!

Text: Martina Kasper

Informationsstellen

Folgende Stellen informieren über örtliche Soziale Dienste,

ehrenamtliche oder Nachbarschaftshilfen und ambulante

Pflegedienste: lokale Beratungsstellen der Behörden und

Verbände, Städte und Gemeinden in Bürgersprechstunden,

Sozialämter, Seniorentelefon und Informationsstelle für ältere

Menschen, Seniorenvertretungen und -verbände,

Bürgerberatungsstellen, Kranken- und Pflegekassen,

Wohlfahrtsverbände und Kirchengemeinden, Pflege- und

Wohnberatungsstellen, ehrenamtliche Helfer.


PSYCHOLOGIE

Roswitha Stemmer-Beer

wünscht Ihnen liebe Leserin, lieber Leser, zuallererst ein

gutes, glückliches NEUES JAHR, eines, das sich von seiner

„manierlichsten“ Seite zeigt.

Als freiberufliche Autorin verschiedener psychologischer

Ratgeber lebt und arbeitet Roswitha Stemmer-Beer in

Eisenbach im Hochschwarzwald und möchte Sie zum

Jahresanfang ermuntern, Ihr zu schreiben: Fragen,

Ergänzungen, Probleme, falls Sie etwas auf dem Herzen

haben. Sie beantwortet gerne Ihre Briefe.

„Er hat Manieren!“, sagt

man. Wer Manieren sagt,

denkt an die guten

Manieren, an gelungene

Umgangsformen und

Benimm. Und wer an

Benimm denkt, denkt

sofort an Knigge, an

jenen Adolph Freiherrn

Knigge, der im 18.

Jahrhundert ein überaus

erfolgreiches Buch

„Über den Umgang mit

Menschen“ verfasst hat.

Benimmregeln und

Anstandsempfehlungen

Was sich nicht im Buch des Freiherrn

Knigge findet, sind Benimmregeln.

Es ist ein kluges, flüssig

geschriebenes Buch, eine liebenswürdige

Anleitung zur Pflege des

eigenen guten Verhaltens und

damit der zwischenmenschlichen

Beziehungen.

Woher kommen dann die oft zitierten

Knigge’schen Benimmregeln?

Der Katalog von Benimmregeln sei

dem Buch nach Knigges Tod aufgepfropft

worden, heißt es.

Aber der Knigge hält sich und ist

moderner denn je.

Unter Benimm – gutem Benehmen,

schlechtem Benehmen – verstehen

wir die Umgangsformen

oder Manieren, die einer oder eine

im Umgang mit anderen an den

Tag legt: Manieren-Haben bezeichnet

das Verhalten, das öffentliche

Auftreten, die Art und Weise,

wie ein Mensch sich in bestimmten

Situationen in Gesellschaft verhält.

Wer begrüßt wen in einer Runde?

Wer bietet wem das DU an? Darf

man den Spargel mit dem Messer

schneiden, darf man das 4-Minuten-Ei

zackig köpfen, darf man

öffentlich das Hühnerbein in die

Hand nehmen und abnagen, darf

man im Nobelrestaurant das

Leckerweißbrot in die Soße tunken,

darf man den Rest Brühe aus

der Suppentasse trinken? Darf ich

das Messer kurz ablecken, weil die

Soße so gut schmeckt? Soll ich mir

als Frau, von einem Mann in den

Mantel helfen lassen? Müssen die

Jungs im Bus aufstehen und mir

Platz machen? Fragen über Fragen!

Wer sich nicht auskennt, kann sich

leicht im Dschungel des Regelwerks

verheddern.

Aber kein Grund zum Verzweifeln!

Wer nicht durch die konsequente

Schulung der Erziehung gegangen

ist oder sich nicht an Eltern und

Großeltern als Vorbilder orientieren

konnte, kann heutzutage in

vielen Großstädten Benimm-Schulen

besuchen oder sich an der

Knigge-Akademie einschreiben.

Der Wandel der Sitten

Es ist sehr vergnüglich, den Wandel

der Sitten zu studieren. Jede Gesellschaft

entwickelt ihren eigenen

Katalog von Benimmregeln. In

früheren Zeiten achteten die Zeremonienmeister

auf Etikette, auch

Tanzlehrer, Hauslehrer oder Gouvernanten,

die die Umgangs -

formen vermittelten: Stil, Ehrerbietung

und Haltung. Die feine Kultur

des Hofs und der Adelshäuser war

ein kompliziertes Regelwerk.

Langsam setzten sich die höfischen

Sitten auch bei Bürgern und

Bauern durch. Als die Bauersfrau

den Kaffee wie ihre Herrschaft mit

abgespreiztem Finger schlürfte,

war allerdings diese Manier in adligen

Kreisen schon längst verpönt.

Spucken in den Salons war erlaubt,

und Spucknäpfe waren allüberall,

auch oder gerade in den Häusern

der Adligen und Bürger aufgestellt.

Früher tauchte man seine Finger in

die gemeinsame Schüssel, drei

waren erlaubt, fünf unmanierlich.

Heute ist mit den Händen zu essen

nur ganz ausnahmsweise gestattet.

Ich erinnere mich an ein feines

Essen in einer Unternehmerfamilie,

zum Hauptgang gab es Wachteln.

Was nun? Mit Messer und

Gabel schneiden? Oder vornehm

mit gespreiztem Finger abnagen?

Ich konnte mich damals zu nichts

entschließen und sehe noch den

verwunderten Blick der Hausherrin,

als ich die Tierchen habe liegen

lassen.

Und noch eine Reminiszenz aus

meiner Jugend: In einem 5-Sterne-

Restaurant bestellte ich als 17-Jährige

Sauerkraut und Nürnberger

Würstchen. Die Gabel voll Sauerkraut

hungrig in den Mund. Das

war so heiß, dass ich’s gern spontan

sofort wieder ausgespuckt hätte!

Weil aber der Kellner mir gegenüberstand

und ich meine Eltern

angesichts eines wichtigen

Geschäftsbesuchs nicht kompromittieren

wollte, behielt ich das

Sauerkraut im Mund und rollte es

verzweifelt, mit Tränen in den Augen

hin und her. Drei Tage konnte

ich nichts mehr essen und trinken

und nie wieder bestelle ich Sauerkraut

in einem Edelrestaurant!

Sind Manieren wichtig?

Marion M., 46, Europa-Sekretärin,

meint: „Als rechte Hand vom Chef

mit häufigen Auslandskontakten

musste ich mir gute Manieren richtig

hart antrainieren, denn als Kind

von echten 68er-Eltern war bei uns

alles nur spontan und chaotisch.

Die Gegensätze prallen bei der Erziehung

unserer Kinder jetzt hart

aufeinander: Wichtiger als Benimmregeln

und Manieren seien

ein gesunder Selbstwert und Erziehung

zur Persönlichkeit, mit

diesem Kapital kämen die guten

Manieren von alleine, sagt mein

Mann. Ich finde aber, gute Manieren

müssen eingeübt werden wie

das Zähneputzen, und der lebt

leichter im Umgang mit anderen,

der sich richtig und wie selbstverständlich

verhält. Ich finde das eine

Hilfe und nicht zwanghaft. Gute

Manieren sind wie Öl im Getriebe,

mit dem man Reibungen in den

Beziehungen vermeiden kann.“

Gernot M., 51, Marions Ehemann,

kontert: „Es gibt egoistische Ellenbogentypen

und schlechte Charaktere

genug, die sich mit angelernten

guten Manieren zu tarnen

wissen. In unserem Betrieb – gerade

in den Chefetagen – laufen

manche davon herum. Wahrscheinlich

sind sie gerade mithilfe

ihrer Manieren zu einflussreichen

Stellungen gekommen. Aber darin

liegt ja gerade das empörend Ungerechte:

Statt auf den Charakter

und den wirklichen Wert eines

Menschen zu achten, lässt man

sich von den äußeren gelackten

Verhaltensweisen imponieren und

bestechen. Mir ist das zutiefst zuwider.

Natürlich habe ich nichts dagegen,

wenn unsere Kinder auch

gutes Benehmen lernen. Aber das

äußere Benehmen muss immer

dem inneren Gefühl entsprechen,

muss also echt und ehrlich sein.“

116 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

117


PSYCHOLOGIE

Wer hat nun recht?

Im Grunde haben beide recht:

Ohne den guten Ton wäre unsere

Welt und unser Umgangsstil noch

ungehobelter und rücksichtsloser,

als er ohnehin schon ist. Aber

wenn Manieren nur angelernt, äußerlich

aufgepappt sind, sind sie

auch nicht mehr viel wert. Dauerhaft

gute Kommunikation und

menschenfreundliche Übereinkünfte

können natürlich nur auf

positiven Einstellungen und einer

offenen und zugewandten Grundhaltung

basieren.

Im Grunde brauchte man darüber

auch gar nicht zu streiten: Beide

Eltern wollen, dass ihre Kinder sich

zu anständigen und guten Menschen

entwickeln. Und dazu

gehört passenderund

vernünftigerweise,

dass sie auch gute Manieren haben

und so auf andere angenehm

wirken.

Drill oder Anleitung zum

Respekt?

„Was die Enkelkinder für Manieren

haben!“, klagt ein Freund, Großvater

alter Schule, der gemeinsam

mit seiner Frau den Enkelkindern

ein bisschen Tischmanieren beibringen

wollte, allerdings ohne

große Unterstützung der Eltern:

Dass man leidlich mit Messer und

Gabel isst, nicht mit Ketchup herumschmiert,

nicht alles auseinanderstochert,

nicht mit den Erbsen

schießt, nicht mit den Ellbogen auf

dem Tisch lümmelt oder über dem

Teller hängt, um nur schnell genug

alles in sich hineinzuschaufeln.

Dass man am Kaffeetisch bei

der Familienfeier nicht SMS

verschickt oder mit dem

iPad rauf- und runterscrollt,

nicht im Sessel

hängen bleibt, sondern

aufsteht, wenn

die 80-jährige Tante

hereinkommt,

ihr zur Begrüßung die Hand gibt.

Über zunehmende Respektlosigkeiten

und Flegeleien wird geklagt,

kein Jugendlicher stehe

mehr auf in der Straßenbahn. Keine

Hand vorm Mund bei Gähnen,

Husten und Niesen. Mit dem Laissez-faire

der 68er-Jahre wurden

Manieren und gute Sitten als bürgerlich

und rückständig verschrien.

Es waren dann gerade

noch die Tanzlehrer der Tanzstundenzeit,

die, den Jungen vor allem,

aber auch den Mädchen ein wenig

Schliff beibrachten.

Vorbei sind glücklicherweise die

Zeiten, in denen Kinder wie Automaten

gedrillt wurden und die Erziehung

sie zu kleinen Marionetten

dressierte. Vorbei die Zeiten, in

denen Kinder mit dem drastischen

Struwwelpeter traktiert wurden,

damit sie

nicht zappelten oder Daumen

lutschten. Vorbei auch, dass Kinder

in vornehmen Kreisen mit Servietten

unter den Achselhöhlen essen

mussten, damit es zur Gewohnheit

wurde, die Arme beim Essen

manierlich am Körper zu halten.

Vorbei die Zeiten, in denen Jungen

zum „Diener“ und Mädchen zum

„Knicks“ angehalten wurden. Dressur

und Drill ade! Gut so! Aber der

Pendelschlag in die total entgegengesetzte

Richtung, in die Vernachlässigung

von Manieren,

zeigt, dass dies zu keinem guten

Ergebnis führt und heute eine

Rückbesinnung auf gute Manieren,

auf angenehme Umgangsformen

wichtig wird.

Worauf kommt’s nun an?

„Aber das äußere Benehmen muss

immer dem inneren Gefühl entsprechen,

muss also echt und ehrlich

sein“, sagt Gernot M. in seiner

Stellungnahme und trifft damit

einen wichtigen Punkt. Manieren

sind eine Sache des respektvollen,

wertschätzenden Umgangs mit

anderen. Die Grundhaltung zu gutem

Benehmen ist Achtung und

Aufmerksamkeit gegenüber anderen:

gegenüber Menschen, Tieren,

der Natur und den Dingen.

Gutes Benehmen kommt von innen,

zeigt sich aber im äußeren

Verhalten. Aber damit allein ist es

nicht getan. Gutes Benehmen

muss eingeübt werden. Man kann

zwar den Katalog der Benimmregeln

auswendig lernen, aber ein

richtiges Umgangsverhalten ist

damit noch nicht garantiert. Zu

den Regeln kommt noch eine

schwer beschreibbare, verinnerlichte

Haltung, die wie selbst -

verständlich auftritt. Das Selbst -

verständliche des angenehmen

Umgangs ist es dann, was besticht.

Gutes Benehmen hängt zum Beispiel

bei Essenseinladungen nicht

so sehr an der rechten Handhabe

von Hummerzange und dem richtigen

Umgang mit dem Gedeck,

der Abfolge von aufgelegtem Essbesteck

und Gläsern, sondern von

einer Höflichkeit des Herzens. Das

mag theatralisch klingen: Aber das

blitzschnelle Abwägen, was man

darf, soll, kann, wird dann zu einem

guten Ergebnis führen, wenn man

eine Palette von Verhaltensmöglichkeiten

abrufen kann.

Pünktlich den Termin einhalten,

bei Essenseinladungen nicht zu

spät eintreffen, aber keinesfalls zu

früh, das Bitten und Danken, der

Augenkontakt beim Begrüßen und

Sprechen, Speisen bei Tisch zureichen,

höflich die Türen aufhalten,

in den Mantel, aus dem Mantel helfen,

sind die kleinen Gesten des

Entgegenkommens, die ehrliche

Höflichkeit, die dem anderen

gegenüber Respekt zeigt. Diese

Haltung kann, wenn sie zur Gewohnheit

und verinnerlicht wird,

zum sicheren Umgang in den zwischenmenschlichen

Beziehungen

werden.

Es bleibt also nicht aus, dass Mutter

und Vater noch oder wieder die

beschwerliche Gratwanderung der

Erziehung zu guten Umgangsformen

auf sich nehmen. „Wie heißt

das?“, sagt die Mutter. Und weiter

sagt sie: „Sag danke, sag bitte! –

„Gib die Hand!“ – „Sitz aufrecht!“ –

„Schmatz nicht!“ Lästige Ermahnungen

und Erklärungen für Eltern

und Kind – gewiss!

Beruflich ist eine gute Ausbildung

notwendig, aber nicht nur! Mehr

und mehr wird eine überzeugende

Sicherheit der guten Umgangsformen

und des Benehmens verlangt,

wozu gehören: gepflegtes Aus -

sehen, entsprechende, angemessene

Kleidung, Pünktlichkeit, Höflichkeit,

die rechte Anrede, die

angenehme Unterhaltung, Tischmanieren

und auch der sichere

Umgang mit einem Malheur, die

tolerierende, die souveräne Haltung,

wenn beim anderen oder bei

einem selbst etwas daneben geht.

Was beruflich immer wichtiger

wird, ist auch selbstverständlich

privat vonnöten. Beruflich wie privat

lebt’s sich leichter. Das heißt:

Sicher die Mitte zu finden zwischen

einem ZUVIEL und einem

ZU WENIG. Das heißt: Die Aufmerksamkeit

besitzen, eine Situation

rasch zu erfassen und sie mit ungezwungener,

natürlicher Feinfühligkeit

und Freiheit zu bewältigen.

Ihre

Meine Anschrift:

Roswitha Stemmer-Beer

Ratgeber Frau und Familie

79664 Wehr

Nächstes Thema:

Umgang mit Zivilcourage

1/2013

Ratgeber

119


Von

Sarah Rahmer

S

abine verließ das Haus mit noch etwas nassen

Haaren. Dass es kalt draußen war, störte

sie nur wenig. Gemessen an dem, was in den kommenden

Stunden auf sie zukommen würde, konnte

Sabine sich nicht mit einer fröstelnden Kopfhaut aufhalten.

Marc saß bereits im Mercedes und trommelte

mit den Fingern auf das Lenkrad.

‚Eigentlich sollte ich ihn erlösen und anbieten, dass

ich zu Hause bleibe’, dachte sie noch, während sie sich

neben ihren Freund auf den Sitz fallen ließ.

„Das hat aber gedauert“, ermahnte er sie, bevor er geschickt

den Wagen aus der Lücke am Straßenrand auf

die Hauptstraße manövrierte. Sabine war es leid ihn

zu erinnern, dass er das Bad stundenlang blockiert

hatte, um sich „schön“ zu machen für das Treffen mit

seiner Ex-Freundin. Nicht dass Sabine das überrascht

hätte. Seit sie mit Marc liiert war, traf er sich weiterhin

mit ihr, meist alleine und immer ohne anzugeben,

wann er wiederkommt oder was er unternommen

hatte. Sabine saß dann einfach zu Hause und wartete.

Oder sie ließ sich von ihrer Freundin Karin ablenken,

die ihr jedes Mal aufs Neue klarmachte, dass sie

dumm war, wenn sie Marc so blind vertraute.

Immer wenn sie ein klärendes Gespräch mit Marc

suchte, wurde der wütend und warf ihr vor, ihm nicht

zu vertrauen. Dass er Sabine heute mit zu dem Treffen

nahm lag daran, dass die gute Petra ihren neuen

Freund vorstellen wollte.

Eigentlich sollte Sabine ihm sagen, dass sie es leid

war, immer nur dann aus der Reserve geholt zu werden,

wenn er sie brauchte. Aber er würde sie daran erinnern,

dass er schließlich mit ihr zusammenlebe und

am Ende des Gespräches würde sie wieder unsicher

sein, ob es nicht tatsächlich ihr Fehler war. Beim Hineingehen

legte er den Arm um ihren Rücken, sodass

sie seine Wärme an dem weiten Rückenausschnitt ihres

Kleides spüren konnte. „Mach dir keine Sorgen“,

flüsterte er ihr ins Ohr, „ich liebe dich.“ Sandra spürte,

wie ihr Herz einen kleinen Satz machte. Weniger weil

sie dieses Liebesgeständnis so ernst nahm, vielmehr,

weil sie von ihm so überrascht war in diesem

Moment.

‚Soll der Abend beginnen!’, dachte sie, als sie den

leicht abgedunkelten Raum betraten, in dem ihnen

sofort die Mäntel abgenommen und an die Garderobe

gehängt wurden. Ihr Blick wanderte nur wenige

Sekunden durch den großen modernen Gastraum,

bis sie Petra erblickte. Sie wusste nicht warum, doch

konnte sie Petra stets innerhalb von Sekunden orten,

egal wie gefüllt ein Raum war. Es war, als hätte diese

eine besondere Aura, die Sandras Blicke magisch anzog.

Marc hatte sie kurz nach ihr entdeckt, das merkte

sie daran, dass seine Hand, mit der er die Ihre hielt,

kurz, aber kräftig zusammenzuckte.

Petra sprang auf. „Huhu!“, rief sie winkend durch den

ganzen Raum. Und Marc steuerte los. Wie ein Hündchen,

das von seinem Herrchen gerufen wurde.

Ernüchtert lief Sandra hinter ihm her, spürte, wie

seine Hand, an der er sie hinter sich herschleppte wie

einen Putzlumpen, schwitzig wurde.

Marc legte

seinen Arm um

ihren Rücken,

sodass sie seine

Wärme spüren

konnte

„Ach wie schön, Marc!“, jubelte Petra, während sie sich

ihm um den Hals schmiss und ihn links und rechts mit

Küsschen übersäte. „Und Sabine

…“, Petra streckte ihr die

Hand entgegen und lächelte.

„Nett! Wie lange wir uns schon

nicht mehr gesehen haben.“

Während sie Marc wie selbstverständlich

an der Hand hielt,

zog sie mit ihrer anderen einen

attraktiven Mann an sich heran,

den sie lächelnd als ihren „neuen Prinzen“ vorstellte.

Gemeinsam saßen sie Minuten später am

Tisch und bestellten Tappas und Getränke.

Marc und Petra tranken wie die Weltmeister, prosteten

sich zu, erzählten laut lachend alte Geschichten

und schienen geradezu glücklich mit sich. Tom, der

Mann an Petras Seite, beteiligte sich geschickt und

eloquent am Gespräch, lachte, als ginge ihn das alles

nichts an oder als wäre er blind. Was er wahrscheinlich,

vor Liebe, auch war. Er legte immer wieder den

Arm um Petra, die ihren Kopf hin und wieder an seine

Schulter legte. Zwischen den Momenten küsste sie

ihren Begleiter auf den Mund. Je länger Sabine dasaß

und das beobachtete, desto mehr kam es ihr so vor,

als müsse Petra sich selbst immer wieder daran erinnern,

dass sie ihren Prinzen neben sich hatte. Anders

als Marc hatte sie wenigstens noch so viel Anstand

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Ratgeber

121


KURZGESCHICHTE

KURZGESCHICHTE

sich an ihn zu erinnern. Der nämlich signalisierte mit

seiner ganzen Körpersprache, dass er voll und ganz

auf Petra eingestellt war. Sabine hatte längst keine

Kraft mehr, um etwas dagegen zu unternehmen oder

auch nur gekränkt zu sein. Sie hatte sich damit abgefunden,

dass sie in Petras Gegenwart zum Unwesentlichen

verschwamm. Verstohlen sah sie auf die Uhr.

Als sie aufsah merkte sie, dass Tom sie freundlich betrachtete

und immer wieder versuchte, sie in das

Gespräch mit einzubeziehen, das sich fröhlich zwischen

Marc und Petra entspann. Aber Sabine war

klug genug, um sich rauszuhalten. Der Arme hatte

noch eine Menge zu lernen.

Sabine hatte

längst keine

Kraft mehr, um

etwas dagegen

zu unternehmen

„Lass uns rüber in den Clubraum gehen!“, riss Marc sie

aus den Gedanken. „Was?“, fragte sie irritiert. Gedanklich

verabschiedete sie sich von dem letzten Rest des

schönen Abends zu Hause auf der Couch. Marc zog

sie bereits am Arm zwischen den Tischen des Restaurants

hindurch, stieß die große Schwingtür am Ende

des Raums auf und packte sie an der Taille, während

sie den gemütlich eingerichteten

Clubraum mit Tanzfläche betraten.

Ohne zu fragen schob er

sie auf die Tanzfläche und wirbelte

sie zu einem Hit von Robbie

Williams und Nicole Kidman

umher. Dabei lachte er ausgelassen

und griff ihr in die langen

blonden Haare. Sabine registrierte genau, dass es ihm

tatsächlich gelang, sie dabei nicht einmal wirklich anzusehen.

Ohne den Blicken folgen zu müssen wusste

sie, wohin er sah. Als das Lied zu Ende war, zog er sie

an die Bar, an der Petra und ihr neuer Freund eng umschlungen

standen und sich unterhielten. Sie bestellten

vier Drinks und unterhielten sich locker.

„Das ist auch so schade, dass wir uns so selten sehen

Sabine“, beteuerte Petra, „schließlich sehe ich Marc

beinahe wöchentlich. Wo bist du da denn immer?“

Sabine entging der triumphierende Blick nicht, mit

dem sie Petra betrachtete. „Ich darf nicht mit“, hörte

sie sich sagen und erschrak vor sich selbst. Die

erschütterten Blicke der beiden machten ihr noch

deutlicher, wie dumm ihre Antwort, wenn auch wahr,

gewesen war. Tom sah sie an und lachte.

„Der war gut!“, sagte er und klopfte ihr sanft auf die

Schulter. Dank dieser Bemerkung konnten die anderen

auch in das Lachen einsteigen. Marc küsste sie

kurz auf den Mund und Petra fragte, ob sie ihr den

„Guten“ mal schnell auf ein Tänzchen entführen dürfe.

Sabine kam sich vor wie in einem Film, bei dem

man nicht mitkommt und schnell dann auch das Interesse

verliert. Das Einzige, was sie interessierte, war,

wie Tom das alles so gar nicht verstehen oder sehen

konnte. Er wirkte nicht im Geringsten eifersüchtig.

Und das, obwohl er und Petra doch erst so kurz

zusammen waren. Stattdessen stand er lässig an der

Bar, trank an seinem Cocktail und sah beinahe amüsiert

zu, wie seine Freundin Tanz für Tanz mit ihrem

Exfreund tanzte und auch dann nicht haltmachte, als

die Songs eindeutig zweideutig wurden. Eng umschlungen

wiegten die beiden sich ein Lied nach

dem anderen auf der Tanzfläche. Sabine stand dabei

und merkte, wie ihr letztes bisschen Selbstrespekt

nun auch noch zu schwinden schien. Sie hätte gehen

sollen, gehen müssen, das wusste sie. Aber sie konnte

nicht. Stattdessen schüttete sie sich einen Cocktail

nach dem anderen hinein und merkte, wie ihr langsam

schwindelig wurde. Und dann nahm sich Tom ihrer

an. Freundlich lachend begann er sich mit ihr über

die unterschiedlichsten Themen zu unterhalten. Mit

einem kurzen Nicken in Richtung Tanzfläche stellte er

fest: „Die verstehen sich aber noch sehr gut, was!“,

und dabei zwinkerte er ihr zu, als wäre es lustig. Aber

vielleicht, dachte sie, kam ihr das auch mit ein paar

Promille im Blut nur so vor. Hemmungslos lachte sie

auf und wankte mit ihrem ganzen Körper gegen ihn.

Lachend hielt er sie fest.

„Vorhin am Tisch war ich geradezu geneigt mal nachzusehen,

ob die beiden vielleicht Füßeln“, lachte sie.

Er erwiderte ihr Lachen und dann wurde sein Blick

ernst. Mit leicht zusammengezogenen Augenbrauen

sah er sie tief an. „Warum gibst du dir das alles?“, fragte

er. Es dauerte eine Weile, bis die Worte ihr vom Alkohol

vernebeltes Hirn erreichten. „Warum ich mir? …

Was ist das für eine dumme Frage! Warum gibst du

dir das? Ich meine, ihr seid erst so kurz zusammen“,

fragte sie zurück. Sie merkte, dass ihre Stimme brach.

Sie hätte heulen können. Vorsichtig legte er ihr die

Hand auf den Arm. „Ich hatte aber dich gefragt.

Denkst du, dass du nicht mehr verdient hast?“ Seine

Stimme klang zärtlich in ihren Ohren.

Irgendwann kamen Marc und Petra zurück und alle

vier machten sich auf den Heimweg. Kurz bevor sie

den Ausgang erreichten fragte Tom, ob er Sabines

Nummer haben könne. Sabine sah ihn ungläubig an,

um kurz darauf mit Marc in einem Taxi zu verschwinden.

Fahren konnte keiner mehr. Während Marc sich

gemütlich auf der Rückbank ausstreckte, fragte sie

ihn: „Meinst du, die beiden sind glücklich?“ Und als

Marc nur die Achseln zuckte, merkte sie überrascht,

dass sie diese Frage nicht gestellt hatte, um von ihm

beruhigt zu werden, sondern weil sie völlig fassungslos

war über all das, was an diesem Abend geschehen

war. ‚Ich dachte nur, weil er mich nach meiner Nummer

gefragt hat’, dachte sie und wunderte sich ernsthaft,

dass sie kein Bedürfnis hatte, ihm das auf die

Nase zu binden.

Im Bett dachte sie noch ein paar Sekunden darüber

nach, dass Tom gesagt hatte, sie glaube selbst, dass

sie nichts Besseres verdient hätte, und dann schlief

sie so fest ein, wie sie seit Monaten nicht mehr geschlafen

hatte. Sabines beste Freundin Karin lauschte

amüsiert der detaillierten Erzählung des vergangenen

Abends. „Was mich richtig freut ist, dass du endlich

mal wieder einen Abend hattest, der gelungen

scheint“, sagte Karin. „So ein Blödsinn. Es war ein

furchtbarer Abend“, widersprach Sabine erbost. „Hast

du nicht zugehört? Marc hat mich den ganzen Abend

links liegen lassen. Was ist daran gelungen? Außerdem

habe ich mit Marc sonst immer schöne Abende,

wenn wir zusammen unterwegs sind. Das einzige

Problem ist Petra!“, schimpfte sie.

„Ach ja?“, zweifelte Karin, „das einzige Problem

scheint mir, dass Marc nie mit dir weggeht, dich gerne

zu Hause sieht und am Herd. Den Spaß, den holt

er sich woanders. Und gelungen ist der Abend deshalb,

weil du heute nicht still vor dich hin leidest und

traurigen Blickes erklärst, dass es ganz in Ordnung

war, sondern schimpfst.“ Nach einer kurzen Pause gab

sie zu bedenken: „Vielleicht hat es dir die Augen geöffnet,

dass ein anderer Mann dir mal gesagt hat, was

ich schon so lange denke. Du hast all das nicht nötig.

Nicht du.“

Sabine hatte keine Lust, länger über das Thema zu

reden. Auch hier wiederholten sich Fragen und Antworten

seit Monaten immer wieder. Unrecht hatte

Karin nicht. Recht auch nicht. Fest stand, dass sie tatsächlich

heute irgendwie wütend auf Marc war. Zum

ersten Mal vielleicht. Sie waren auf dem Weg ins

Theater, weil Karin dort unbedingt eine neue Aufführung

von Romeo und Julia sehen wollte. Marc hatte

ihr am Morgen eröffnet, dass er Petra noch helfen

müsse ein paar Möbel in der Wohnung umzuräumen.

Der gute Tom hätte wohl keine Zeit dafür.

Sabine saß gedankenverloren auf ihrem Platz in der

vierten Reihe und hatte wenig Lust, sich ein tragisches

Liebesstück anzusehen. Als

der Vorhang sich öffnete, traf es

sie es wie ein Donnerschlag. „Oh

Gott!“, entwich es ihr vor Schreck.

„Was denn?“, fragte Karin und

wurde mit einem kurzen Kopfschütteln

abgewinkt. Sabine betrachtete den jugendlichen

Romeo erneut genau. Kein Zweifel, das

war Tom.

Nach der Vorstellung standen

die beiden Frauen noch in

der Halle und unterhielten

sich mit Arbeitskolleginnen

von Karin. Als die Tür der

Garderobe aufging und

„Romeo“ den Raum betrat,

stieß Karin sie leicht seufzend

in die Seite. Sabine

wäre am liebsten im Erdboden

versunken. Schnellen

Schrittes kam Tom direkt auf

sie zu. „Sabine, das ist ja ein riesiger

Zufall, was machst du

denn hier?“, freute er sich und

nahm sie unumwunden in den

Arm. Noch ehe sie etwas antworten

konnte, fuhr er lachend

fort: „Blöde Frage, du

hast dir das Stück angesehen.

Hast du etwas Zeit? Lass uns

noch kurz in die Theater-

Sie wäre am

liebsten im

Erdboden

versunken

122 Ratgeber 1/2013


KURZGESCHICHTE

KURZGESCHICHTE

kneipe gehen und ein Bier trinken …“ Er legte den

Kopf schräg, sah ihr in die Augen und lächelte

verschmitzt, als er fortfuhr: „ … oder lieber eine Saftschorle!

Bin gleich wieder da.“ Und ohne eine Antwort

abzuwarten, war er verschwunden.

„Bist du eigentlich bekloppt?“, fragte Karin. „Was?“

Sabine fühlte sich wieder wie am vergangenen

Abend. Alles ging ihr zu schnell. Sie kam nicht mehr

mit. „Du erzählst mir wie nebenbei von einem Tom,

ohne zu erwähnen, dass dieser der absolute Adonis

ist?“, fragte Karin fassungslos. „Ich meine, dass du dein

Hirn in Marcs Hosentasche vergessen hast, ist nicht

neu. Aber deine Augen?

Wie zwei Teenager

standen sie

vor der Türe

und küssten sich

mehrere Minuten

leidenschaftlich

Mann, Sabine, ist dir klar,

was für ein Typ dich

da nach der Nummer

gefragt hat?“

Karin wirkte

ernsthaft erschüttert.

Lachend saßen

sie zu

dritt wenige Minuten später an

einem Tisch in der Kneipe. Karin

war loyal genug, um sich

schnell mit ein paar anderen

Kollegen von Tom zu unterhalten.

Sabine genoss das Gespräch

mit Tom sehr, weil er sich ernsthaft

daran interessiert zeigte zu wissen,

wie es ihr ging und was sie machte.

Kein Wort über Marc oder Petra. Sabine

war es, die das Thema anschnitt:

„Ich finde dich nett, weißt du?“ Und dabei kam

es ihr vor, als lächelten Toms Augen sie plötzlich noch

etwas stärker an. „Du wirkst so sensibel und einfühlsam,

aber wie kannst du dann so eine Nummer wie

die mit Petra ertragen. Ich dachte gestern, ich hätte

einen Eisklotz vor mir stehen“, sagte sie.

Tom sah ihr lange ins Gesicht, legte dann unvermittelt

seine Hand auf ihre und sprach ganz leise weiter.

„Ich kann dir leider nicht viel dazu sagen. Ich kann dir

sagen, dass ich kein Eisklotz bin, sonst hätte es mich

gestern nicht so tief bewegt, dich zu sehen. Ich konnte

die ganze Nacht nicht schlafen, weißt du? Du bist

so eine bildschöne Frau, dass alleine das schon ein

kleines Wunder ist und dann bist du ein so netter

Mensch. Zu sehen, das du dich einem solch fiesen

Spiel hingibst, dass hat mir den Schlaf geraubt. Ist dir

nicht klar, dass du so was nicht nötig hast?“, beendete

er seinen kurzen Monolog.

Sabine sah ihm in die Augen, konnte nichts sagen,

weil sie nicht wusste, was sie sagen sollte, und merkte

dann leise an, dass er ihre Frage nicht beantwortet

hätte. „Das kann ich gerade auch nicht“, sagte er erneut.

„Aber vielleicht kannst du mir einfach vertrauen,

wenn ich sage, dass du mich weitaus mehr angerührt

hast als jeder andere an diesem Abend.“

Später am Abend begleitete Tom sie

nach Hause. Erst schweigend, später

redend, erzählend und lachend

liefen sie durch die kalte

Nacht. An der Wohnung angekommen

blieben sie in der

Kälte stehen und redeten

weiter. Viele Minuten. Marc

und Petra waren kein

Thema mehr.

„Du bist ziemlich unglaublich!“,

sagte Tom und sah ihr

dabei tief in die Augen. Seine

Stimme zitterte ein wenig,

als er fortfuhr: „Ich

würde dich gerne wiedersehen.

Denn ich glaube

ich könnte es nicht aushalten,

wenn ich wüsste, dass es dich gibt und

ich dich nie mehr sehen dürfte.“ Sabine sah

ihn an, spürte ihr Herz schlagen. Schneller vielleicht,

als es durfte. Dachte an Marc, schob den Gedanken

zur Seite und spürte, wie sie sich nach vorne beugte.

Seine warmen Hände umschlossen ihr Gesicht als er

es sanft zu sich herunterzog. Sie wunderte sich noch,

wie weich seine Lippen waren, bevor sie seinen Kuss

erwiderte und sich völlig in ihm verlor. Wie zwei Teenager

standen sie vor der Türe auf der Straße und küssten

sich mehrere Minuten leidenschaftlich. Bis Sabine

wieder zu sich kam und ihn abrupt wegstieß.

„Es tut mir leid“, haspelte sie verstört, „ Es tut mir leid.“

Und dann rannte sie die Treppe zu ihrer Haustür

hinauf. „Warte!“, rief er ihr hinterher und packte ihren

Arm. „Hier ist meine Nummer. Nur für den Fall …“ Und

während sie hineinlief hörte sie ihn noch rufen: „ Man

verdient nicht viel als Theaterschauspieler!“

Oben schloss sie die Türe und ließ sich dahinter auf

den Boden sinken. Sie weinte hemmungslos, ohne zu

wissen warum. Vielleicht war es der wunderschöne

Kuss oder ihr schlechtes Gewissen oder aber das Bewusstsein,

dass Marc nichts anderes tat zurzeit. Nichts

anderes. Alles schien plötzlich sinnlos. ‚Was sollte das

mit dem Theaterschauspieler?, schoss es ihr durch

den Kopf.

Als Marc später heimkam wirkte er bedrückt. Natürlich

merkte er nicht, dass Sabine wie apathisch am

Küchentisch saß. „Hast du sie geküsst?“, fragte sie und

kannte die Antwort.

„Hör auf damit“, erwiderte er gereizt. „Sie ist mit Tom

zusammen und das wird so bleiben, wie es aussieht“,

fuhr er fort. Sabine betrachtete ihn und wusste, dass

er darunter litt. Aber warum verhielt sich Tom dann

so? Und dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen.

Wortlos stand sie auf, wählte Toms Nummer und

schloss sich im Bad ein.

„Ja?“, hörte sie Toms ruhige Stimme am anderen

Ende. „Sie hat dich bezahlt, nicht wahr?“, fragte sie

und wusste auch hier die Antwort schon. Viele Minuten

saß sie einfach auf dem Rand der Badewanne und

konnte nicht klar denken. Dann stand sie auf, lief ins

Wohnzimmer und blickte Marc direkt in die Augen.

„Ich weiß, dass es mir nur schadet, dir das zu sagen“,

flüsterte sie, „aber es macht ja sowieso keinen Sinn.

Tom ist Schauspieler. Sie hat ihn engagiert.“ Sie konnte

ihn nicht ansehen, weil sie es nicht ertragen hätte

zu sehen, wie seine Augen aufleuchten. Er war ihr

wirklich dankbar. „Auch für die schönen Monate“,

sagte er und dann verließ er die Wohnung. Sie wusste,

dass sie heute Nacht noch bei Karin unterschlüpfen

musste, bis sie was Neues hatte. Aber erst einmal

wollte sie in der Küche sitzen und weinen. Weinen

und um ihre verlorene Liebe trauern.

Die Tage vergingen und Karin hatte ihre Mühe, um

Sabine ab und zu auf andere Gedanken zu bringen.

An irgendeinem Abend hatte Sabine die Nummer

von Tom gewählt und gefragt: „Liebt sie ihn wenigstens?“

Tom hatte gestöhnt und selbstlos geantwortet,

was ihr eigentlich auch schon klar gewesen war.

Nicht, dass Petra ihn wirklich liebte, sie wollte ihr Ego

retten, wollte wissen, ob es nicht doch noch eine Zukunft

gab. Am Ende des Gespräches fragte er, wie es

ihr ginge und dann traute er sich ganz leise zu fragen,

ob er sie sehen dürfe. Sabine legte auf. Ihr Schmerz

war zu frisch und zu stark, um jemals wieder lieben zu

können. Karin verrollte die Augen,

wenn sie die Freundin so reden

hörte und setzte zuversichtlich auf

die Zeit.

Viele Minuten

saß sie einfach

nur da und

konnte nicht

klar denken

Es gab keine Zukunft für Marc und

Petra. Bereits zwei Monate später

hörte sie von Marc, dass Petra ihn

verlassen hatte. Sie wolle sich selbst mehr ernst nehmen,

hatte sie zu ihm gesagt. Sabine bedauerte im

Stillen, dass sie in der ganzen Sache nie ernst genommen

worden war. Marc wollte sie treffen, sich aussprechen,

und Sabine war geneigt einzulenken. Also

verabredeten sie sich bei ihm in der Wohnung.

Es war Frühling geworden und die Bäume begannen

ganz langsam zu sprießen. Eigentlich Zeit für einen

neuen Anfang, dachte Sabine, als sie vor der Wohnung

ankam. Und dann blickte sie die Fassade hinauf

zu den Fenstern, die sie so gut kannte. Und nichts in

dieser Wohnung hatte sie je mit Glück erfüllt. Die einzige

gute Erinnerung, die sie an das Haus hatte, war

die an den Kuss vor der Tür. Damals, im Winter, als sie

ein warmes Herz hatte, obwohl es eiskalt war.

Ehe sie sich’s versah, war sie zum Theater gerannt und

stand vor der Garderobentür. Als Tom die Garderobe

verließ, war er sichtlich erstaunt sie zu sehen. Er sagte

kein Wort, sah sie nur unsicher an. Seine Augen wirkten

geradezu ängstlich, als sie zu reden begann.

„Kann ich dich engagieren?“, fragte sie leise.

„Aber nur für ein Leben!“, antwortete er lächelnd, bevor

er sie zu sich herzog und leidenschaftlich küsste.

124 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

125


IM KÜCHENGARTEN

IM KÜCHENGARTEN

Das sonnigste

Plätzchen ist den

meisten Kräuter- und

Gemüsepflanzen gerade

recht. Doch auch, wer

nur halbschattig

gelegene Beete zu bieten

hat, muss auf frische

Gartengenüsse nicht

verzichten. Mangold,

Grünkohl und viele

weitere Arten gedeihen

in schummrigen Ecken

fast ebenso gut wie in

voller Sonne, sofern

man es ihnen hier nur

ein wenig annehmlich

macht.

Volle Sonne? Nein danke!

„Sehr sonnig“ prangt als Standortwunsch

auf den meisten Kräuterund

Gemüsesamentütchen. Doch

mal ehrlich, kennen Sie einen Küchengarten,

der den lieben, langen

Tag in der vollen Sonne liegt?

Oft befinden sich die Beete direkt

hinterm Haus, wo mehr Schatten

als Licht auf die zarten Pflänzchen

fällt. Auch Obstbäume, Garagenwände

und hohe Hecken leisten

ihren Beitrag zur „Verdunklung“,

machen aus einstmals warmen

Sonnenecken kühle Halbschattenoder

gar Schattenlagen.

Südländern wie Tomaten, Auberginen

oder Paprika braucht man

Manche mögen’s schummrig

Kräuter und Gemüse

für halbschattige Lagen

mit solchen Plätzen gar nicht erst

zu kommen. Doch es gibt durchaus

auch einige Kräuter und Gemüse,

die es etwas schummriger

mögen. Ihnen reichen in der Regel

drei bis sechs Sonnenstunden täglich,

um zwar keine Rekord-, aber

dennoch recht ansehnliche Erträge

zu erbringen. Einer der dankbarsten

Halbschatten-Beetbewohner

ist Blattmangold. Bereits vier

Wochen nach der Aussaat (Mitte

April bis Juli) kann man die ersten

Blätter für ein feines Gemüse zupfen.

Bleibt das Herz der Pflanze dabei

unverletzt, schiebt bis in den

Herbst, bei Überwinterung unter

Vlies sogar noch einmal im nächsten

Frühjahr, neues Grün in Massen

nach.

Hartgesottene für den

Halbschatten

Nicht weniger wüchsig gibt sich

Stielmangold in schummrigen Lagen.

Auch ihn kann man den ganzen

Sommer über beernten, die

saftigen Blattstängel in Salzwasser

gar kochen und beispielsweise mit

einer leckeren Zitronensoße genießen.

Gute Beetnachbarn für Blattund

Stielmangold sind Sommersalate

wie Kopf-, Pflück-, Eis- und

Römer-Salat, Wintersalate wie Radicchio,

Endivien und Zuckerhut,

Doldengewächse wie Möhren, Kerbelrüben,

Wurzelpetersilie und

Pastinaken sowie sämtliche Arten

von Kohl, wobei insbesondere

Grünkohl hervorragend im Halbschatten

gedeiht. Ebenfalls zu den

wenig lichthungrigen Gesellen

zählen Rote Bete, Speiserübchen,

Schwarzwurzeln, Busch-, Feuerund

Puffbohnen und Feldsalat.

Zwar wachsen all diese Gemüsearten

im Halbschatten etwas langsamer

als in voller Sonne, liefern aber

trotzdem achtbare Erträge.

Auch auf würzige Kräuter müssen

Halbschatten-Gärtner nicht verzichten.

So gedeihen Schnittlauch,

Kerbel, Kapuzinerkresse, Zitronenmelisse,

Petersilie und Minze

in frisch-feuchten, schummrigen

Ecken fast noch besser als im hellen

Sonnenschein. Wer Wildkräuter

liebt, kommt mit Bärlauch, Brunnenkresse,

Sauerampfer und

Waldmeister voll auf seine Kosten.

Fürs erste Grün im Halbschatten-

Garten sorgt Kresse, die man unter

einem schützenden Vlies bereits

ab Februar aussäen kann.

Je besser der Boden ...

... desto reicher die Ernte. Das gilt

insbesondere dort, wo Licht Mangelware

ist. So sollte man leichten,

schnell austrocknenden Sandboden

vor dem Bepflanzen zunächst

mit einigen Schubkarren Lehmoder

humoser Komposterde aufbessern.

Kompost eignet sich

auch, um schweren, dichten Lehmboden

aufzulockern und damit

den Pflanzenwurzeln mehr Luft

zum Atmen zu verschaffen. Wer

hiervon nicht genügend zur Verfügung

hat, arbeitet stattdessen einige

Eimer Sand ins Erdreich ein.

Am wohlsten fühlt sich Gemüse im

Halbschatten, wenn es auf Beeten

in Nord-Süd-Richtung wachsen

darf. Hier beschatten sich die Pflanzen

kaum gegenseitig, erhalten somit

alle ungefähr den gleichen Anteil

am wertvollen Tageslicht. Seien

Sie im Schatten bitte auch etwas

„pingeliger“ mit Unkrautaufwuchs.

Je öfter die Beete gejätet werden,

desto weniger Konkurrenz um

Wasser, Nährstoffe und vor allem

Licht müssen Ihre zarten Gemüsepflänzchen

fürchten.

Sie bringen Licht ins

Dunkle

Guter Boden, beste Pflege – was

jetzt noch fehlt, ist etwas mehr

Licht! Halten Sie umgebende Hecken

deshalb möglichst niedrig

und verpassen Sie in Beetnähe stehenden

Obstgehölzen einen kräftigen

Winterschnitt. Für Hauswände

und Mauern gilt: Je heller der

Anstrich, desto besser, denn umso

mehr Licht wird reflektiert. Auf den

Wegen zwischen den Beeten sorgen

weiße Kieselsteinchen, helle

Steinplatten oder frischer Holzhäcksel

für zusätzliche Reflektion.

Etwas aufwändiger, jedoch durchaus

einen Versuch wert, ist der Bau

folgender „Lichtfalle“: Häufeln Sie

alle Beete im Halbschatten etwa

15 cm hoch an und lehnen Sie anschließend

weiß gestrichene Holzbohlen

als Umrandung an. Stehen

die Bretter leicht schräg, reflektieren

sie das einfallende Licht jeweils

ins benachbarte Beet, wovon zumindest

die äußeren Pflanzreihen

profitieren.

Für die Herbsternte sät

man Feldsalat Ende

Juli, für die Winter- und

Frühjahrsernte Anfang

bis Mitte September.

126 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

127


IM KÜCHENGARTEN

Schwarzbirke

Möhren speichern von

Natur aus wenig Nitrat

und eignen sich daher

perfekt für schummrigere

Lagen.

Ernte gut, alles gut ...

... doch einen Wermutstropfen gibt

es: Gemüse, das im Schummerlicht

wächst, enthält relativ viel Nitrat.

Ebenso wie Sonnenkulturen nehmen

Schattenpflanzen Nitrat als

Nährstoff über die Wurzeln auf, um

es anschließend zu Eiweiß oder

Blattgrün zu verarbeiten. Für den

Umbau jedoch brauchen sie möglichst

viel Tageslicht. Mangelt es

hieran, bleibt ein beträchtlicher

Teil des aufgenommenen Nitrats

ungenutzt in den Blättern liegen.

Der Pflanze selbst schadet ein hoher

Nitratgehalt nicht. Anders

sieht’s im menschlichen Körper

aus. Zwar braucht unser Organismus

dieses Salz in geringem Maße.

Doch alles, was darüber hinaus

geht, kann durch spezielle Bakterien

im Mundraum und im Darm

zunächst in Nitrit und anschließend

in krebserregendes Nitrosamin

umgewandelt werden.

Text und Fotos: Stefanie Schäffer

Mit einer Keimdauer von

drei bis fünf Wochen ist

Petersilie nichts für

ungeduldige Gärtner.

Tipps

Kohlrabi-Setzlinge bitte

möglichst hoch pflanzen,

damit die sich bildende

Knolle nicht auf der kühlen

Erde aufliegt und fault.

für nitratarme Ernten

■ Düngen Sie ausschließlich mit Kompost. Das hierin enthaltene

Nitrat wird über einen längeren Zeitraum hinweg freigesetzt und

daher entsprechend langsam von den Pflanzenwurzeln aufgenommen.

■ Der beste Zeitpunkt für eine Kompostdüngung ist das späte

Frühjahr, nach dem Abernten der Vorkultur (z.B. Feldsalat oder

überwinterter Mangold) und vor dem Pflanzen der Sommerkultur.

Empfohlene Menge: drei Liter pro Quadratmeter.

■ Ernten Sie Schattengemüse und -salate möglichst am Abend

sonniger Tage. Zu diesem Zeitpunkt haben die Pflanzen unter

Einfluss des Tageslichts bereits reichlich Nitrat abgebaut.

■ Blätter, Blattrippen und Blattstiele enthalten das meiste Nitrat.

Bei Wurzel- und Knollengemüse sollte man diese Teile entsorgen,

bei Blattgemüsen und Salaten zumindest die dicken Mittelrippen

entfernen.

■ Nitrat löst sich recht gut in heißem Wasser – deshalb, wenn möglich,

Gemüse kurz blanchieren, bevor es in wenig Wasser gar gedünstet

oder in der Pfanne geröstet wird.

■ In lange warm gehaltenen Gemüsespeisen kann sich leicht Nitrit

bilden. Legen Sie Reste deshalb gleich nach dem Essen auf einen

eiskalten Teller und stellen Sie sie alsbald in den Kühlschrank.

Dann ist auch ein Wiederaufwärmen gefahrlos möglich.

Die Rinde erfüllt

wichtige Funktionen

im Leben der Gehölze.

Die „Haut“ der

Bäume und Sträucher

kann aber auch bei

der Gartengestaltung

eine Rolle spielen,

wobei sie von Oktober

bis April besonders

gut zur Geltung

kommt.

Dekorative Farben

und Formen

Im Winter, wenn die sommergrünen

Gehölze kahl im Garten stehen,

wirken sie vor allem durch

ihre Gestalt. Knorrige Bäume und

Gehölze mit gedrehten Zweigen

sind dann besonders auffällig. Ihre

Hochzeit haben in dieser Zeit auch

die rotholzigen Hartriegel, die weißen

Birken und andere Gehölze

mit schöner Rinde, die sonst im

Sommer im dichten Laub untergehen.

Es gibt eine ganze Reihe von Gehölzen

mit besonders auffälliger

Rinde. Auch einige „Exoten“ sind

dabei, die nicht jedem Geschmack

entsprechen, weil sie beispielsweise

durch Züchtung entstanden

sind und deshalb fremd wirken.

Dennoch lässt sich aus dem bunten

Sortiment für jeden Garten

eine passende Auswahl finden. Es

sollte nur nicht zu streng zwischen

heimisch und fremdländisch abgegrenzt

werden. Immerhin stammen

etliche Bäume und Sträucher,

die heute zum Bestand vieler Gärten

gehören, aus Amerika oder

Ostasien. Das gilt zum Beispiel für

Robinien, Tulpenbäume oder

Weigelien.

Weiß wie Schnee

Gehölze

mit auffälliger Rinde

Zu den schönsten Bäumen unserer

Landschaft gehören wohl die Birken,

wobei etwa zwanzig verschiedene

Arten kultiviert werden. Unter

anderem sind Arten mit weißgrauer

(z.B. Hängebirke), rötlichweißer

(z.B. Ermans Birke) oder

gelblichweißer Rinde (z.B. Maximowiczs

Birke) dabei. Manche Arten

zeichnen sich durch eine besonders

strahlend weiße Rinde aus

(z.B. Papierbirke). Fast immer verändert

sich die Rinde im Alter.

Während sie im Jugendstadium

glatt ist, wird sie später zunehmend

borkig.

128 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

129


GEHÖLZE

Kupferkirsche

Ähnlich wie bei der Birke lässt sich

die Rinde bei einer chinesischen

Kirschen-Art, lat. Prunus maackii,

ringförmig in Streifen ablösen. Im

Unterschied zur Birke ist die Rinde

aber kupferrot gefärbt. Diese kleine

Kirschen-Art bietet sich auch für

kleine Gärten an, wo sie vor allem

im Winter Akzente setzt. Besonders

auffällig wirkt die Rinde, wenn sie

im Sonnenlicht glänzt.

Rote Rinde

Wie rot gestrichen sieht das Holz

des Sibirischen Hartriegels, lat.

Cornus alba ’Sibirica’ aus. Dieser

gezüchtete Strauch ist mit dem

Roten Hartriegel. lat. C. sanguinea,

verwandt, der in Europa wild

wächst. Das rote Holz des Sibirischen

Hartriegels ist jedoch wesentlich

intensiver gefärbt als die

Rinde des Roten Hartriegels. Ein

anderes Gehölz mit auffallend roter

Rinde ist der Fächer-Ahorn, lat.

Acer palmatum, von dem es mehrere,

auch rotblättrige Sorten gibt.

Diese kleinen Bäumchen stammen

aus Japan und sind etwas frostempfindlich.

Besonders dunkelrotes

Holz kennzeichnet die Blutpflaume,

lat. Prunus cerasifera

’Nigra’. Diese Pflaumen-Art sollte

in die engere Wahl einbezogen

werden, weil sie zudem rotes Laub

und essbare rote Früchte trägt.

Gelbes Holz

Der rote Hartriegel hat einen gelben

Verwandten, der nicht weniger

auffällig ist. Der gelbe Hartriegel,

lat. Cornus stolonifera ’Flaviramea’,

stammt aus Nordamerika.

Die besonders intensiv gefärbten

Sträucher sind allerdings durch

Züchtung entstanden. Eine besonders

starke Farbwirkung lässt sich

erzielen, wenn Rote und Gelbe

Hartriegel als Gruppe gepflanzt

werden. Dazu passt z.B. eine hochstämmige

Birke oder eine Kupferbirke,

die auch in gewöhnlichen

Hausgärten ausreichend Platz hat.

Grün wie Gras

Ungewöhnlich grünes Holz bilden

der Eschenahorn, lat. Acer negundo,

die Pfeifenwinde, lat. Aristolochia,

der Ranunkelstrauch, lat.

Kerria japonica, der Winterjasmin,

lat. Jasminum nudiflorum, und

der Spindelstrauch, lat. Euonymus

alatus. Diese Pflanzen wirken

deshalb auch im Winter lebendig,

wobei der Spindelstrauch zudem

auffällige Korkleisten entwickelt

und der Jasmin sogar im Winter

blüht. Doch auch die anderen

Grünholzigen sind sehenswert. So

lockert der Eschenahorn im Sommer

jede Pflanzung auf, wenn die

weiß-bunte Sorte A. negundo ´Variegatum’

gewählt wird. Der breitbuschige

Baum braucht jedoch

genügend Raum zur Entwicklung

seiner Krone. Die Pfeifenwinde

entfaltet besonders große Blätter.

Diese Kletterpflanze eignet sich

gut zur Begrünung von Pergolen,

die sie selbst umwindet. Der Ranunkelstrauch

ist im Frühjahr mit

gelben Blüten übersät. Der vitale

Strauch breitet sich jedoch stark

durch Wurzelausläufer aus und

muss eingedämmt werden.

Wie Elefantenhaut

Selbst unter den „gewöhnlichen“

Gehölzen mit grauer oder brauner

Rinde gibt es Schönheiten, die mit

besonderer Rindenfärbung oder

-struktur auffallen. Zu nennen ist

die Buche, deren ledrige Rinde wie

Elefantenhaut wirkt, oder die Robinie,

die weniger mit Farbe, sondern

mehr mit ihrer tief gefurchten

Borke beeindruckt. Zu diesen Typen

gehören auch der Feldahorn,

lat. Acer campestre, die Eiche, lat.

Quercus-Arten, und die Platane,

lat. Platanus acerifolia, um nur einige

Laubgehölze zu nennen, sowie

der Urweltbaum, lat. Metasequoia,

und die Lärche, lat. Larix,

als Vertreter der besonders borkigen

Nadelbäume.

Dornen und Stacheln

Nicht zu vergessen sind die bewehrten

Gehölze, die besonders

ungewöhnliche Dornen und Stacheln

besitzen. Beispielsweise

schützt sich die Gleditsie mit fingerlangen

Dornen, die bei Straßenbäumen

aber oft von den

Stadtgärtnern weggeschnitten

werden, damit sie keine Personen

gefährden. Ebenso dekorativ sind

auch die Stacheln der sogenannten

Stacheldrahtrose, lat. Rosa

omeiensis f. pteracantha, die im

Licht blutrot leuchten.

Rückschnitt im Winter

Bei einigen Arten lässt sich durch

den Rückschnitt der Austrieb junger

Triebe mit besonders intensiver

Rindenfärbung anregen. Das

gilt zum Beispiel für Korbweiden,

Rotholzhartriegel und Gelbholzhartriegel.

Infolge eines radikalen

Rückschnitts „auf den Stock“ (bis

zum Boden) bringen diese Sträucher

wieder meterlange Triebe

hervor. Das anfallenden Schnittgut

kann für bunte Sträuße in der Vase

nützlich sein. Birken, Kirschen und

andere Bäume dürfen selbstverständlich

nicht stark geschnitten

werden.

Tipp: Auswahlhilfe

GEHÖLZE

Im Winter ist eine gute Gelegenheit

zur Auswahl von Gehölzen für

den Garten. Beim Besuch eines botanischen

Gartens oder eines Arboretums

sind solche Bäume und

Sträucher zu finden. Dort sind

auch deren Wuchsformen und

-größen zu sehen.

Tipp: passende Kulisse

Für die farbigen Gehölze sollte ein

günstiger Hintergrund gewählt

werden; eine weiße Birke kommt

besonders vor einer dunklen Wand

(z.B. Klinkermauerwerk) zu Geltung,

eine dunkelrote Blutpflaume

wirkt intensiv vor einer weißen Fläche.

Text und Fotos: Peter HImmelhuber

Ermansbirke Kupferkirsche

Rostbart-Ahorn Gleditsie

130 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

131


BLICK IN DIE ZEIT

Gesundheit wünschen

wir uns im neuen Jahr

alle. Die einen wollen

gesund werden, die

anderen bleiben. In der

Hand haben wir das

nicht. Aber wir können

dennoch dafür tun, was

in unserer Macht steht.

Und manchmal ist es

nur ein Umdenken.

Wie das Leben so spielt …

Beispiel dafür ist Christin W. Sie

wurde 1984 in Bad Salzungen in

Thüringen geboren. Und darauf ist

sie stolz. Es ist und bleibt ihre Heimat,

zumal ihre Eltern dort wohnen

und sie gerne nach Hause

kommt. Sie ging dort zur Schule

bis zur Mittleren Reife. Animiert

von den Aufgaben ihrer Mutter als

Altenpflegerin, machte Christin ein

Praktikum im Altenheim – und

wollte Krankenschwester werden.

Nachdem sie bei einem Urlaub mit

den Eltern die südbadische Landschaft

und Lebensart kennengelernt

hatte, zog es sie in diese Region.

Also packte sie entschlossen

mit 17 Jahren die Tasche, kaufte ein

Ticket und landete in Freiburg im

Breisgau. Am Bahnhof traf sie

einen jungen Mann aus Bad Salzungen.

Sie konnte bei ihm in einer

WG wohnen. Die Lehrstelle war

bald gefunden, die Ausbildung abgeschlossen.

Doch damit nicht genug.

Christin machte das Abi in der

Abendschule nach und bildete

sich ehrgeizig fachlich weiter. Dabei

wurde ein gesundheitliches

Handicap offenkundig: Sie litt an

Bluthochdruck. Schon mit zwölf

Jahren hatte man das bei ihr festgestellt,

weil sie so schnell einen

hochroten Kopf bekam. Aber niemand

nahm das wirklich ernst. Mit

19 Jahren sah sie sich dann doch

veranlasst, Medikamente einzunehmen,

um den Blutdruck zu sen-

Gesundheit beginnt im Kopf:

Mit 21 Herz -

infarkt –

mit 28 topfit

ken. Das griff jedoch nicht wirklich

nachhaltig. Stattdessen packte die

schlanke junge Frau auf ihre knappen

50 Kilo Körpergewicht noch

sechs bis sieben Kilo obendrauf.

Die Ärzte waren ratlos.

Sie wechselte den Arbeitsplatz,

fand eine Wohnung im Markgräflerland

und versuchte, mit Diäten

der Figur Herr zu werden. Aber das

wollte nicht so recht gelingen.

Dann geriet ihr Leben in heftige

Turbulenzen. Ihr Vater erlitt mit 43

Jahren überraschend einen

Schlaganfall. Auch er hatte Zeit sei-

nes Lebens hohe Blutdruckwerte.

Die Ärzte schafften es nicht, ihn auf

ein Normalmaß einzustellen und

fanden für die Symptome lediglich

psychosomatische Erklärungen.

Nun wurde er umfassend untersucht.

Es stellte sich heraus: Grund

für sein Leiden war ein Nierenarterienverschluss.

Wegen der verminderten

Durchblutung der Niere

schüttete diese vermehrt das Enzym

Renin aus, das eine blutdrucksteigernde

Wirkung hat.

Da diese Veranlagung erblich ist,

unterzog man die Kinder einem

Test. Christins Bruder war nicht betroffen.

Sie selbst sehr wohl. Per

Magnet-Resonanz-Therapie entdeckte

man bei ihr ebenfalls einen

Nierenarterienverschluss. Eine Niere

hatte nur noch die Größe eines

Golfballes. Durch die verminderte

Durchblutung von Kindheit an war

das Organ nicht hinreichend mit

Sauerstoff versorgt worden. Die

Unterversorgung bedingte ein

minimiertes Wachstum und eine

massive Beeinträchtigung der

Funktion. Inzwischen war die auf

22 Prozent abgesunken. Festgestellt

wurde das vorher nicht, weil

es in der ehemaligen DDR keine

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder

gab. Auf jeden Fall erklärte sich

auf diese Weise, wie es zu ihrem

Bluthochdruck kommen konnte.

Und erstens kommt es

anders …

Eine gängige Möglichkeit, dem zu

begegnen: Das Einsetzen eines

Stents. Dabei handelt es sich um

ein kleines Röhrchen, das implantiert

wird, um die Arterie offen zu

halten. Doch bevor diese Operation

in die Tat umgesetzt werden

konnte, erlitt Christin mit 21 Jahren

auf einem Fest einen Herzinfarkt.

Sie erinnert sich an ein Rauschen

im Ohr und an einen extremen

Druck auf der Brust, als hätte jemand

Backsteine dort abgeladen.

Dann war sie bewusstlos. Als sie

wieder zu sich kam, hing ein Rettungssanitäter

über ihr, der sie mit

Zurufen und leichten Schlägen an

die Wangen ins Leben zurückholte.

Ihr Blutdruck lag bei 240 zu 120. Ab

in die Klinik. Dort, so stellt Christin

im Nachhinein pragmatisch fest,

fragte man sie erst mal nach ihrer

Versicherungskarte und den

10 Euro Praxisgebühr. Das irritierte

ein wenig. Aber dann kümmerte

man sich um ihren Gesundheitszustand.

Das Ergebnis: Noch mehr

Medikamente.

Inzwischen war Christin W. zur Kardiologie-Assistentin

aufgestiegen.

Ihr Chef kümmerte sich väterlich

um die richtige Einstellung der Betablocker

und ACE-Hemmer. Drei

Mal am Tag musste sie drei Tabletten

schlucken. Doch die Therapie

war nicht wirklich von Erfolg gekrönt.

Das Einzige, was zuverlässig

funktionierte, war eine rapide Gewichtszunahme.

Für eine junge

Frau eine echte Belastung. Zudem

teilte Christin inzwischen ihr Zuhause

mit ihrem Jugendfreund, der

nach drei Jahren Ausbildung in

Bayern zu ihr zog. Christin wurde

schwanger. Und als wäre sie noch

nicht genug geplagt, brachte eine

Schwangerschaftsvergiftung sie

und das Baby in Gefahr. Noch höherer

Blutdruck, Ödeme, Eiweiß im

Urin, Schwindel, Sehstörungen und

Erbrechen. Der Arzt verschrieb Cortison.

Das entspannte die Gesamtsituation

der Schwangeren in keiner

Weise. Der Junge wurde 2008

per Kaiserschnitt geholt. Eine Ultraschall-Untersuchung

ihres Kindes

ergab, dass auch der Kleine den

Nierenarterienverschluss geerbt

hatte. Um den Folgen vorzubeugen,

bekam der Säugling sofort einen

Stent gesetzt. Auch Christin

konnte endlich die Stent-Operation

vornehmen lassen. Mutter und

Sohn verband nun auch dies.

Doch das Leben der jungen Mutter

nahm dadurch noch keine Kehrtwende

zur Normalität. Um die

Verträglichkeit des Stents zu gewährleisten,

mussten zu den blutdrucksenkenden

Mitteln noch Gerinnungshemmer

eingenommen

werden. Ihr Gewicht stieg auch

nach der Schwangerschaft weiter.

Die Umwelt reagierte nicht immer

besonders feinfühlig. Manche

Häme musste sie über sich ergehen

lassen. Sie aß wenig und

nichts, probierte Diäten, registrierte

gefrustet den Jojo-Effekt, ging

ins Fitness-Studio und trieb Sport,

soweit das mit inzwischen sage

und schreibe 96 Kilo und schmerzenden

Gelenken noch möglich

war. In nur vier Jahren hatte die inzwischen

24-Jährige ihr Gewicht

verdoppelt. Bei einer Größe von

1,68 Meter war das kein gutes Verhältnis.

Aber der Kampf gegen die

Pfunde schien aussichtslos. Es gab

keine Erklärung dafür. Also schob

sie alles auf die Medikamente. „Teilweise

kämpfte ich mit heftigen

Depressionen“, erzählt sie. „Dazu

stehe ich.“ Die Trennung von dem

Vater ihres Kindes war eine Frage

132 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

133


BLICK IN DIE ZEIT

BLICK IN DIE ZEIT

der Zeit, aber auch ein ziemlicher

Einschnitt in ihr Leben. Sie suchte

sich eine andere Wohnung und

eine anderen Job, um die Logistik

einer berufstätigen Alleinerziehenden

unter einen Hut zu bekommen.

Eine Begegnung der

besonderen Art …

Eher per Zufall bekam sie von einem

Freund die Adresse der Klinik

Dr. Zimmermann in Badenweiler.

Seit Jahren behandelt die Fachklinik

chronische und therapieresistente

Erkrankungen mit verblüffenden

Erfolgen. Grundlage des

Heil-Systems ist die Gesundungsund

Entgiftungs-Therapie nach Dr.

Franz Xaver Mayr (1875-1965). Der

österreichische Wissenschaftler

und Arzt erforschte und bewies als

einer der Ersten die zentrale Bedeutung

des Verdauungs-Systems

für die menschliche Grundgesundheit.

Seine Diagnostik gilt als

Schlüssel zum Verständnis und zur

Behandlung zahlreicher Beschwerden

und Leiden.

Damit eröffnete er ungeahnte

Chancen, die explosive Zunahme

von Zivilisationskrankheiten wie

Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen,

Rheuma, Arthrose,

Osteoporose, Allergien und

psychosomatische Leiden in den

Griff zu bekommen. Dr. Michael

Zimmermann, der die Klinik leitet,

richtet deshalb seinen Blick bei jedem

Patienten zuallererst auf die

Selbstvergiftung aus dem Darm. In

ihrer Beseitigung liegt das Erfolgsgeheimnis

des Klinikleiters und

seines Teams. Es gelingt ihnen, bisher

erfolglos therapierten Beschwerden

den krankmachenden

Boden zu entziehen (RATGEBER

3/2009). Nebenbei wirkt sich die

Entgiftung deutlich auf das Hautbild

aus und generiert so quasi als

Nebeneffekt eine sichtbare biologische

Verjüngung.

Christin W. versprach sich von Dr.

Zimmermann allerdings keine Heilung

ihrer Probleme, sondern

schlicht und ergreifend einen Job,

als sie am 31.Dezember 2009 ihre

Bewerbung als Therapeutin bei

ihm abgab. Danach fuhr sie mit ihrem

Sohn zu den Eltern nach Thüringen.

Kaum angekommen, erreichte

sie ein Anruf mit der Bitte

um ein Vorstellungsgespräch am

3. Januar.

„Eigentlich wollte ich

Dr. Zimmermann davon

überzeugen, was ich

alles kann“, lacht

Christin W.

„Aber statt eines herkömmlichen

Bewerbungsinterviews musste ich

eine dreieinhalbstündige Anamnese

über mich ergehen lassen.

Seine Fragen konzentrierten sich

nicht auf meine Qualifikationen,

sondern auf mein Verdauungssystem.“

Eine gewöhnungsbedürftige

Situation.

Wer den Mayr-Arzt Michael Zimmermann

kennt, ahnt, welche Herausforderung

diese junge Frau für

ihn bedeutet haben muss, mit

massivem Übergewicht, immensen

Wassereinlagerungen, Orangenhaut

und hohem Blutdruck

trotz – oder vielleicht auch wegen

– des täglichen Medikamentencocktails.

Alle seine Grundsätze „Im

Darm beginnt der Gesunde krank

zu werden“ oder „Es gibt keine

wirklich gesunden Menschen, sondern

nur schlecht untersuchte

Kranke“ schienen sich in dieser

jungen Frau geradezu klassisch zu

manifestieren. „Meine Worte sind

mein Medikament“, behauptet

Zimmermann und verweist auf die

Bedeutung des Wortes. Es sei abgeleitet

von „medica ad mentem“

und meine so viel wie „Heile durch

den Geist.“ Ein Medicus müsse deshalb

den Patienten mit seinen

Worten zur Einsicht bringen und

heilen, so sein Anspruch.

Für die durch und durch schulmedizinisch

geprägte Christin W.

klang das zugegebenermaßen

leicht befremdlich. „Aber ich wollte

den Job“, erklärt sie bestimmt. Also

ging sie auf den Deal von Zimmermann

ein: „Ich stelle Sie ein, wenn

Sie ein Jahr lang meine Anweisungen

strikt befolgen. Dann verspreche

ich Ihnen, dass Sie wieder so

aussehen wie früher. Das kriegen

wir hin. Soll ich Ihnen das schriftlich

geben?“ Christin sagte zu, alles

zu tun, was er von ihr erwarte,

denn mit dieser Stelle war die

Ganztagesbetreuung ihres Sohnes

zu organisieren. Das zählte für sie

als oberste Priorität. Auf eine

schriftliche Zusage ihrer Genesung

verzichtete sie. „Mir reicht ihr Wort“,

ließ sie Dr. Zimmermann wissen.

Der Weg zum Ziel …

Neben ihren Aufgaben musste

Christin W. nun die Abmachung

einlösen. Das krempelte ihr Leben

einigermaßen um. Denn die Therapie

basiert auf vier Säulen. Es geht

um die Schonung des kranken und

überforderten Verdauungssystems

und seiner Drüsen, um die Säuberung

und Versiegelung des verschmutzten

Verdauungsapparates,

um die Schulung für das Verständnis

der beeinträchtigten Funktionen

des Stoffwechsels und um die

Substitution, also die Zufuhr lebensnotwendiger

Wirkstoffe.

Ziemlich schnell kapierte sie, dass

ihre bisher vermeintlich gesunde

Ernährung mit Vollkorn am Tag

und abends einem Salat völlig

falsch war. „Der überlastete Darm

schob alle Organe nach oben und

zusammen. Die Verdauungssäfte

konnten nicht mehr richtig produziert

werden.“ Ihr Heißhunger auf

Cola und Süßigkeiten hatte seine

Gründe. Nun hieß die erste Regel:

Den Darm durch leichte Kost zu

schonen. Will meinen, keine Säfte

und Rohkost mehr, nur dampfgegartes

Obst und Gemüse, reichlich

Wasser und diverse Heilkräutertees,

um zu entschlacken und die

Darmgifte auszuschwemmen. Ab

16 Uhr war Schicht im Darmschacht.

Das Abendessen fiel aus.

Um die natürliche Selbstreinigungsfähigkeit

des Verdauungssystems

wiederherzustellen, eignete

sich eine milde Bittersalz-

Trinklösung, die den Gallenfluss in

Bewegung bringt, der wiederum

den verschmutzten Darm durchströmt

und reinigt. Zwei Mal am

Tag kam der Klyso zum Einsatz. Dabei

handelt es sich um ein einfach

zu handhabendes Einlaufgerät,

das den Enddarm reinigt. Christin

hatte bei Dr. Zimmermann gelernt,

dass diese Hygiene am Ende des

Verdauungsprozesses genauso

wichtig ist wie das Zähneputzen

am Anfang. Geschenkt bekam sie

von ihrem neuen Chef einen fünf

Kilogramm schweren Sandsack,

den sie sich auf den Oberbauch

legte, damit durch das Gewicht die

Gase aus dem Darm gepresst wurden

und sie eine tiefe Bauchatmung

üben konnte.

Das alles hielt sie tapfer drei Monate

durch und hatte plötzlich zehn

Kilo weniger. Ihr selbst war der Erfolg

gar nicht so bewusst geworden,

da sie längst die Waage abgeschafft

hatte, um sich den Frust zu

ersparen. „Man sieht sich ja jeden

Tag im Spiegel und registriert solche

Änderungen nicht gleich“, erklärt

Christin. Aber ihre Kolleginnen

und Kollegen sprachen sie darauf

an. Diese Disziplin belohnte

Michael Zimmermann mit einer

gezielten Behandlung, die sie während

ihrer Arbeitszeit in Anspruch

nehmen durfte. Als Erstes kam bei

ihr die Colon-Hydro-Therapie zum

Einsatz. Mit einem speziellen, ursprünglich

für die NASA entwickelten

Gerät erfolgt eine sanfte und

wohltuende Wasserspülung des

Dickdarms in einem geschlossenen

System.

Neben dem Wissen über die organischen

Funktionen des menschlichen

Körpers lernte Christin krankund

gesundmachende Zusammenhänge

verstehen. Um die Organe

wieder in Schwung zu bringen

und besser zu durchbluten,

wurden Darm und Drüsen mit einer

Art tiefgreifender Lymphdrainage

behandelt. Das war aber

noch nicht alles. Obwohl die Leistungsfähigkeit

der Verdauungsorgane

bereits deutlich gesteigert

war, bedurfte es einer angemessenen

Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen

und Spurenelementen,

weil die tägliche Nahrung oft nicht

mehr die lebensnotwendigen

Wertstoffe zur Verfügung stellt, da

sie mit Schadstoffen belastet ist.

Also bekam sie regelmäßige Injektionen,

die unter anderem das

Hautbild deutlich verbesserten.

„Sonst wären bei der Gewichtsab-

134 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

135


Exklusives Angebot für die Leser dieses Magazins

nahme sicher Hautlappen heruntergehangen“,

vermutet die junge

Frau. „So aber konnte sich die elastische

Haut gut zurückbilden.“

Die wundersame

Wandlung …

Die Kilos schwanden zusehends.

Nach einem halben Jahr hatte

Christin W. 36 Kilo weniger. Mit 60

Kilo Körpergewicht passte sie wieder

in Hosengröße 38. Das Glück

war schier unbeschreiblich. Mit

zehn Tagen Fastenkur krönte sie

ihre Generalreinigung und behielt

den Kurs weiterhin bei. Als sie Anfang

2012 allerdings mit 47 Kilo ihr

Ausgangsgewicht quasi halbiert

hatte, bekam ihr Chef Bedenken.

Bei jungen Frauen ist ab einem

bestimmten Punkt der Hang zur

Magersucht nicht von der Hand zu

weisen. Christin W. lenkte ein. Sie

gönnte sich wieder ein Abendessen

und wagte es auch, hier und da

zu „sündigen“, wie sie es nennt. „An

Rucola-Salat komme ich nicht vorbei“,

gesteht sie. Allerdings isst sie

den nur mittags. Dann hat Dr. Zimmermann

auch nichts dagegen.

Schließlich enthält er wertvolle Bitterstoffe.

Kirschen und Erdbeeren

reizen sie nur wenig. Äpfel kommen

in den Dampfgarer. Säfte fasst

sie konsequent nicht mehr an.

Wasser und Tee sind weiterhin ihre

Favoriten. „Süßigkeiten betreffen

mich nicht“, wehrt sie ab. Heißhunger

war gestern. Fleisch braucht sie

nur wenig. Fisch mag sie ohnehin

nicht.

Seit einem Dreivierteljahr hat sie

einen neuen Lebensgefährten und

ihr Sohn einen liebevollen Papa.

„Wenn der mich zum Essen ausführt,

sage ich sicher nicht Nein“,

erklärt sie. Auf alles mag man

schließlich nicht verzichten. Ihr Gewicht

von inzwischen wieder 54

Kilo hält sie trotzdem. Wenn es mal

etwas mehr wird, legt sie einen

Suppentag oder auch einen Bittersalztag

ein. Zwei Mal im Jahr wird

zehn Tage gefastet. Das hält fit und

die Figur in Form. Der Klyso ist immer

noch ihr ständiger Begleiter.

„Ich habe die Anwendung allerdings

auf einmal täglich abends

reduziert“, räumt sie ein. Am Morgen

ist ihr das zu stressig.

dieser Umstellung war, dass sie seit

zwei Jahren gänzlich ohne Medikamente

auskommt. Ihr Blutdruck

ist mit 120 zu 80 in einem geradezu

idealen Bereich. So fühlt sich die

junge Frau total gesund und wieder

attraktiv.

Sie hat sich inzwischen dem Zumba

verschrieben, einer Tanzaerobic,

die mit lateinamerikanischen

Rhythmen arbeitet. Das macht

richtig Spaß. Sie geht ins Fitnessstudio,

fährt Rad und nimmt jede

Möglichkeit wahr, mit ihrem Sohn

an der frischen Luft etwas zu unternehmen

und sich beruflich weiterzubilden.

Michael Zimmermann

fördert das gerne und lässt sie mit

Therapieformen vertraut werden,

die sein Konzept ergänzen. Das Leben

der hübschen jungen Frau

läuft wieder in normalen und gesunden

Bahnen. Das verblüfft

nicht nur sie. Auch Schulmediziner

staunen, die zuvor versuchten,

Christins Probleme mit Medikamenten

zu lösen. „Diese Ärzte haben

ihr das Leben gerettet“, räumt

Dr. Zimmermann unumwunden

ein. Aber er gab ihr ohne Zweifel

die Gesundheit und die Lebensqualität

zurück. Auf eine ziemlich

simple Art und Weise.

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136 Ratgeber 1/2013

Konsequent bleibt sie trotzdem.

Drei Mal in der Woche lässt sie das

Abendessen immer noch weg.

„Wer einen Herzinfarkt hinter sich

hat, baut lieber alles in seinen Tagesablauf

ein und übt auch mal

Verzicht, bevor er erneut das Risiko

eingeht“, weiß Christin. Schließlich

fühlt sie sich ihrem Sohn, aber

auch sich selbst gegenüber verantwortlich.

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Lüneburger Heide, 2 Zi.-FeWo, 25,– € /

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138 Ratgeber 1/2013

Weitere Angebote finden Sie auf der Seite 147.

Ihr nächster Ratgeber Frau und Familie erscheint am 25.01.2013.

1/2013

Ratgeber

139


NORWEGEN

Winteridylle

in Trysil

Nur 2,5 Stunden

nordöstlich von Oslo

liegt Norwegens

größtes Alpinskigebiet

Trysil, etwa

30 Kilometer von der

schwedischen Grenze

entfernt. Ideal, für

einen Winterurlaub

mit der ganzen

Familie

Wahl, nicht nach Trysil zu reisen.

In einem solchen Fall erstattet Trysil

die neue Buchung zurück. Diese

Garantie gilt bei Online-Buchung

über skistar.com/trysil.

Abend- und Frühski

Skispaß auf frisch

präparierten Pisten

Jeden Freitag, Samstag und

Dienstag kann man in Trysil

Abendski fahren. Bis 20 Uhr geht

dann der Skispaß auf beleuchteten

Pisten.

Und alle, die noch ein kleines Extra

suchen, können ihren Tag besonders

früh beginnen: Vom 10.

Februar bis 10. April besteht in Trysil

jeden Mittwoch und Samstag

Gelegenheit zum Frühskifahren.

Für Frühaufsteher beginnt der Tag

dann mit einem guten Frühstück

in Høgegga – dann geht es auf

die frisch präparierten Abfahrten.

Es ist ratsam, dieses Angebot einen

Tag im Voraus zu buchen.

Extra für Kinder

Auch und speziell Kindern soll ein

Winterurlaub Spaß bereiten. Damit

Skispaß auch ein sicheres Vergnügen

ist und bleibt, besitzt Trysil

drei eigene Kinderksigebiete.

Hier können die Kleinen nach

Trysil ist geradezu ideal für Familien:

Gemeinsam nimmt man einen

Lift hinauf auf den Gipfel

und oben entscheidet man sich

je nach Lust und Können für eine

der einfacheren oder der schwereren

Abfahrten. Trysil besitzt

grüne, rote, blaue und schwarze

Abfahrten, die alle hervorragend

präpariert sind. Das macht es

noch einfacher für Familien, den

Skispaß gemeinsam zu erleben.

Das Skigebiet von Trysil ist groß:

Drei Berggebiete sind durch Lifte

und Pisten miteinander verbunden.

Drei Routen führen über die

Berge. Den direkten und bequemsten

Weg bieten die Hesten-

und Kanken-Lifte, die aktive

Wintersportler bis auf eine Höhe

von 1100 Meter ü.d.M. hinaufbringen.

Von oben geht der Blick

kilometerweit in alle Richtungen.

Schneegarantie

Die Skisaison in Trysil beginnt

früh. Schon ab dem 31. Oktober

kann man normalerweise hier Ski

fahren – und das meist bis zum 2.

Mai. Schnee ist in der Region Trysil

glücklicherweise kein Problem.

Und fällt einmal kein natürlicher

Schnee, kommt Norwegens größte

und modernste Beschneiungsanlage

zum Einsatz. Dies alles

schafft perfekte Bedingungen für

mehr als 150 Skitage im Jahrund

ebenso viele Nächte, in denen die

Pisten wieder auf höchstem Niveau

präpariert werden.

Sollte, allen Erwartungen zu Trotz,

der Winter einmal nicht rechtzeigig

eintreffen, erhalten Trysil-Gäste

das Geld für ihren Skiurlaub zurück.

Diese Schneegarantie umfasst

Unterkunft, Skistunden, die

Miete der Skiausrüstung sowie die

Skipässe. Sollte Trysil seine garantierten

Versprechungen nicht erfüllen

können, haben Sie die

140 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

141


NORWEGEN

Ski- und Skiausrüstung

Die beiden Skiverleiher in Trysil

verleihen aktuellste Ausrüstungen

und sind kompetent in allen Fragen

rund ums Thema Ski. Skier

und Snowboards, die Aktive hier

mieten, sind in einem Top-Zustand

und stets frisch überprüft.

Die beiden Skiverleiher befinden

sich in den Skigebieten im Trysil

Turistsenter sowie beim Trysil

Hoyfljellssenter.

Skischule

Bei einer kurzen Pause

die Sonne genießen

Die Skischule von Trysil hat ein

Team von 120 erfahrenen Skilehrern,

die begeisterte Sportler sind.

Das ebenso professionelle wie gut

ausgebildete Skilehrerteam bietet

ein umfassendes Kursprogramm

von Ski- und Snowboardkursen

für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

an.

Speziell für Kinder wird in Trysil

einiges geboten

Herzenslust fahren und probieren

und sind dabei immer sicher. Die

kinderfreundlichen Abfahrten laufen

am Ende sachte aus und die

Liftanlagen sind auch für die

jüngsten Gäste einfach und sicher

zu nutzen. Die Smotte – Trysils

Maskottchen – stehen im Winter

an den Pisten und sorgen für gute

Laune bei den Kleinen. Darüber

hinaus gibt es in Trysil Tagesbetreuung

für Kinder. Und die Skischulen

bieten zahlreiche Kurse

für junge Skifahrer an.

Skipässe

Die Skipässe gelten in Trysil für

65 präparierte Abfahrten sowie

31 Liftanlagen. Bei Onlinebuchungen

erhalten Gäste einen

Rabatt von zehn Prozent. Kinder

bis zu 6 Jahren, die einen Helm

tragen, fahren sogar kostenlos.

Wer einen Lift benutzt, muss in

Trysil eine Ski-Direct Card erwerben.

Die Karte kostet 45 NOK (ca.

6,10 Euro) und kann beim nächsten

Besuch in Trysil wieder verwendet

werden. Sie gilt auch in

anderen Skistar-Destinationen.

Norwegen das Land der Elche

Langlauf

Über 100 Kilometer erstrecken

sich gut präparierte Langlaufloipen,

die durch Wald oder Gebirge

führen.

Unterkünfte

Ein weiteres Highlight in Trysil

sind die hervorragenden Unterkünfte,

denn 80 Prozent liegen so,

dass man direkt die Skier vor der

Haustüre anschnallen kann.

Restaurants und

Nachtleben

Trysil besitzt zahlreiche gute Restaurants

und gemütliche Cafés.

Das Skiresort selbst verfügt über

Langlaufloipen

soweit das Auge

reicht

142 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

143


NORWEGEN

mehr als 17 Imbisse und Restaurants.

Beim Après-Ski klingt der

Tag auf den Pisten gemütlich aus –

Trysil besitzt gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten,

wo Après-Ski

mit Livemusik verbunden wird.

Laaven, der Ski Pub, T2 und die

neue Skybar IC:Blu sind nur einige

der lohnenden Adressen.

Typische norwegische Gerichte finden

Sie auf unserer„Kulinarischen

Reise“ ab Seite 50.

Professionell ausgebildete

Skilehrer bringen Kindern

und Erwachsenen das

Skifahren bei

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Infos:

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Büro Hamburg,

Caffamacherreihe 5,

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monats. Wenn der 10. auf ein Wochenende fällt,

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144 Ratgeber 1/2013

1/2013 Ratgeber 145


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146 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

147


DINO erklärt

wie’s geht:

Hallo, liebe DINO-Freunde,

hier sind wir wieder und

mit uns ein ganzer Sack

voll guter Wünsche fürs

neue Jahr. Wir beginnen

mit einem handfesten

Thema, denn wir machen

Nägel mit Köpfen.

Das heißt, wir beschäftigen

uns mit der „verflixten

Technik“.

Verflixte

Technik …

Wir behaupten, dass jeder, auch

ihr, eine einfache technische

Sache so beherrschen kann, dass

sie „Hand und Fuß” hat. Keine Bange,

natürlich reden wir hier nicht

von anspruchsvoller Ingenieurstechnik,

natürlich nicht, wir

sprechen über kleine Vorkommnisse

im täglichen Leben, wo ihr

mit ein bisschen Geschick selbst

was in Ordnung bringen könnt.

Und wir verraten ein paar Tricks

aus der technischen

Wunderkiste.

Gleich zu Beginn

ein paar Beispiele

aus

dem täglichen

Leben.

Ein Nagel

Auch Verschönerungsarbeiten

sind etwas für geschickte junge

Hände, z. B. in eurem Zimmer

eine Wand poppig bunt streichen,

kleine Möbelstücke neu lackieren

oder mit Klebefolie beziehen.

Alles das könnt ihr selbst, auch

wenn es auf den ersten Blick nicht

danach aussieht. Der Zwischenruf,

dass „man das ja alles noch niiiie

gemacht hat, und wie das dann

gehen soll”, ist berechtigt, denn

so ganz ohne Vorkenntnisse oder

Mithilfe eines Erwachsenen ist

natürlich alles anfangs viel

schwieriger. Deshalb unser

guter Rat: Üben,

üben, üben, Rat holen

und Tipps geben lassen.

Ein Stück Holz, ein

dickes Brett sind

ideale Übungshilmuss

in die Wand, um ein Poster

aufzuhängen. Eine Schraube an

eurem Bett ist locker und muss

festgezogen werden. Ein Spielzeug

vom kleinen Geschwisterchen

ist zerbrochen, mit Power-

Kleber kriegt man das wieder hin.

Alles das könnt ihr mit Tatkraft

und gutem Willen selbst in die

Hand nehmen. Die einen schaffen

das schon mit ca. 12, andere erst

mit 14 Jahren. Und das gilt für

Mädchen und Jungs. Wir haben

es schon oft erlebt – und das ist

auch der Grund, warum wir heute

dieses Thema bringen – dass

Freunde sich beklagten, weil irgendeines

der eben aufgezählten

Beispiele zu erledigen ist, und

niemand von den Erwachsenen

in der Familie gerade jetzt Zeit

dafür hat. Doch dafür gibt es

meistens einen guten Grund: die

tägliche Arbeit im Beruf und zu

Hause, Verpflichtungen in der

Familie, um nur diese zeitaufwendigen

Möglichkeiten zu nennen.

Zurück zu den kleinen Macken,

die ständig passieren. Wichtig ist

dabei, dass ihr mit Aufmerksamkeit

bei der Sache seid. Eine

Schraube anziehen, das klingt wie

locker nebenbei gemacht, dabei

ist das eine Sache – genau wie

Nägel einschlagen – bei

der man sorgfältig arbeiten

muss. Mal so

eben draufkloppen

auf den Nagel,

das geht ebenso

schief, wie die

schlampig

eingedrehte

Schraube,

die nie-

mals glatt ins Gewinde zurück -

findet. Die gleiche Aufmerksamkeit

erfordern Klebearbeiten.

Zuerst wird geprüft, ob die zerbrochenen

Teile glatte Bruchkanten

haben, wenn nicht, dann mit

Schmirgelpapier sauber nachschleifen.

Dann erst wird geklebt,

und zwar genau so, wie es auf der

Gebrauchsanweisung angegeben

ist. Den Kleber niemals (!) mit den

Fingern auftragen, immer einen

Spachtel benutzen, sonst kann’s

passieren: Finger klebt am Finger

fest. Alles schon mal da gewesen.

fen, um einen Nagel sauber

und gerade einzuschlagen.

Dabei lernt ihr, mit welchem

Kraftaufwand, mit welchem

Werkzeug ihr arbeiten müsst. Für

einen dünnen Nagel, um ein Bildchen

aufzuhängen, braucht ihr

keinen kiloschweren Vorschlaghammer,

um das mal ganz deutlich

zu sagen. Im familieneigenen

Werkzeugkasten findet ihr garantiert

den passenden Hammer, den

perfekten Schraubenzieher, denn

auch da gibt’s gewaltige

Unterschiede. Und weil

gerade vom Werkzeugkasten

die

Rede ist, hier

ein wichtiger

Rat:

Immer

erst den

Meister

über alle

Werkzeuge

fragen und das passende

Teil bereitlegen lassen.

Er (oder sie) aus der Familie kennt

sich am besten aus, denn ein

Werkzeugkasten ist meistens

wertvoller Besitz,

148 Ratgeber 1/2013


in dem man nicht gerne ungeübte

Hände herumkramen lässt.

Respektiert das und ihr werdet

schnell merken, wie gern man

euch unterstützen wird, und

wenn das auch nur gute Ratschläge

sind.

Bisher ging es um das direkte

Zupacken, das Machen, wie es

so kernig heißt, doch es gibt noch

andere Vorteile, die bei selbstständiger

praktischer Arbeit geläufig

werden: Das beginnt bei

Überwindung des berühmten

inneren Schweinehunds, der am

liebsten auf der faulen Haut liegt

und nix macht. Das geht über in

ein starkes Gefühl, das Selbstbewusstsein,

weil man freiwillig Verantwortung

für eine Sache übernimmt.

Und es ist eine gute Vorbereitung

fürs Leben, in dem ihr

alle – auch für andere – zupacken

müsst. Ob mit Arbeit, die eher nur

mit Köpfchen entsteht, oder zusätzlich

mit euren Händen, das

wird sich noch zeigen. Sicher

ist, dass ihr stolz auf euch sein

dürft, jetzt schon, wenn ihr

mit kleineren Arbeiten eure

handfeste Seite zeigt, und vor

allem später, wenn es dann

richtig zur Sache geht.

Tipps aus

der Trick-

Kiste

Es gibt Leute,

die nur kurz nachdenken

müssen, und schon

packen sie eine

Sache perfekt

an. Es gibt aber

auch die anderen, die sich in

Gedanken krummlegen, bis der

berühmte Kronleuchter aufgeht.

Nützlich sind dafür praktische

Tipps, die sich schon tausendfach

bewährt haben. Wir haben uns

mal umgehört. Es beginnt piepeinfach

mit der Klammer, die

wegrutschende Teebeutel an der

Teekanne festhält, bis hin zu den

Raffinessen des Hebelgesetzes.

Fangen wir mal an mit einer Kraftanstrengung,

die fast täglich ansteht,

nämlich dem Bewältigen

von Masse – vom Einkaufskorb bis

zum Gerümpelkarton.

Flaschenzug für Korb & Co. –

Omas Einkaufskorb ist schwer

beladen und muss hoch in die

zweite Etage. Eine gute Idee für

eine selbst gebastelte Vorrichtung

nach Art eines Flaschenzugs am

Balkongeländer. Umwickelt es

mehrfach, indem ihr eine große

Mülltüte schmal zusammenfaltet,

ums Geländer schlingt und mit

Klebeband befestigt. Dann lasst

ihr über diese Markierung vom

Balkon ein Seil herunter, das unten

am Henkelkorb sicher befestigt

wird. Mit kräftigem Zug des

Seils von oben (über das umwickelte

Geländer) schwebt der

Korb auf Omas Balkon. Folgendes

müsst ihr beachten: Seil-Befestigung

am Korb doppelt prüfen,

damit er sich unterwegs nicht

lösen kann. Das obere Seilende

auf dem Balkon ebenfalls befestigen

als Sicherheit, falls euch die

Seilwinde aus der Hand rutscht.

Der Amateur-Flaschenzug kann

immer in Bereitstellung bleiben,

denn sicher gibt’s regelmäßig

volle Körbe oder andere sperrige

Gegenstände nach oben zu transportieren.

Ein guter Tipp: Arbeitet

möglichst zu zweit, denn doppelt

aufgepasst ist immer auch doppelte

Sicherheit. Übrigens, die

Erfindung des Flaschenzugs wurde

dem Mathematiker und Physiker

Archimedes zugeschrieben.

Er lebte im antiken Griechenland

und man erzählt von ihm die

Geschichte, dass er nur mit Körperkraft

und Flaschenzügen ein

Kriegsschiff des Königs aus dem

Arsenal gezogen hat.

Auf schiefer Ebene – Ebenfalls

eine Mechanik für weniger Kraftaufwand,

wenn es darum geht,

etwas nach oben oder unten zu

bringen, ist die schiefe Ebene. Mal

angenommen, ihr habt in eurem

Zimmer große Aufräumung veranstaltet

und jetzt sollen die

schweren Kartons mit ausgemustertem

Spielzeug oder Büchern

in den Keller gebracht werden.

Alleine schafft ihr das meistens

nicht. Aber mihilfe einer schiefen

Ebene, auf der die Kartons von

oben nach unten über die Treppenstufen

rutschen, schafft ihr

das wohl. Alles, was ihr dazu

braucht, ist ein stabiles langes

Brett, das über die Stufen gelegt

und unten gut verkeilt wird. Auf

Nummer sicher geht ihr, wenn der

Karton von oben mit einem Seil

gesichert ist und wenn ein Kumpel

oder eine Freundin neben

dem Transport die Stufen heruntersteigt

und aufpasst, dass die

Sache nicht wegrutscht. Auf diese

Weise könnt ihr Dinge ins Rollen,

besser ins Rutschen bringen,

über die eure Eltern nur staunen

können.

Auch zu diesem „Hilfsmittel”

gibt es interessante

Beispiele aus der frühen

Geschichte. Bis

heute fragen sich

Historiker, wie

zu Zeiten, als

es noch keine

Kraftmaschinen

gab, die

Menschen

schwerste

Lasten meterhoch

gehievt

haben,

beim Bau der

ägyptischen Pyramiden

zum Beispiel. Doch es gibt

eine Vermutung, noch keine bewiesene

Erklärung, dass streckenweise

auch mit schiefen Ebenen,

mit Rampen gearbeitet wurde,

über die

gewaltige

Mengen riesige behauene

Steine transportiert –

sprich gezogen – wurden, teilweise

auch auf hölzernen Schlitten.

Dass dafür Tausende Arbeiter

Große Technik für kleine Leute

Mit dem Storio 2 von VTech können sich kleine Technikfans

wie die Großen fühlen und spielerisch in digitale Welten

eintauchen. Dabei überzeugt das interaktive Lern-Tablet

Storio 2 durch technische Highlights: Ein fünf Zoll Farb-

Touch-Display ein dreidimensionaler

Bewegungssensor zur Spielsteuerung, vorinstallierte

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Handel erhältlich und kostet ca. 110 €.

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Bitte schicke uns eine ausreichend frankierte

Postkarte mit dem entsprechenden Kennwort.

Adresse und Teilnahme bedingungen auf Seite 155.

150 Ratgeber 1/2013

1/2013

Ratgeber

151


täglich eine für uns heute unvorstellbare

Menschenkraft aufbringen

mussten, das wollen wir hier

nicht vergessen.

Angesagte Hilfsmittel

Wenn ihr beim Renovieren eures

Zimmers neue Fotos oder Poster

aufhängt, bleiben üblicherweise

die alten Löcher in der Wand.

Sieht blöd aus, die müssen weg.

Und zwar ganz einfach mit weißer

Zahnpasta, die ihr als Füllmasse

in die Löcher schmiert.

Überstehende Restpasta mit einem

Schaber entfernen und zusätzlich

mit feuchtem Tuch oder

Schwamm drüberwischen.

Wenn ihr die Wand vorher frisch

farbig gestrichen habt, einfach

noch mal über das gefüllte Loch

streichen, bzw. – noch besser –

vor dem Streichen die Löcher

füllen.

152 Ratgeber 1/2013

In Slapsticks immer ein guter

Witz, wenn sich jemand beim Nageleinschlagen

einen blauen Finger

holt. Im täglichen Leben wollen

wir das vermeiden, denn

wenn der Hammer den eigenen

Nagel trifft, das tut verflixt weh.

Also klemmt ihr den Metallnagel

mit einer Haarklemme oder Haarspange

fest und könnt so, mit ein

bisschen Abstand, den Nagel einschlagen.

Damit „beim Schlag daneben” die

Wand keine hässlichen Beulen

bekommt, schneidet ihr vor der

Aktion ein Stück Pappe zurecht.

Mittig durch die Pappe wird der

Nagel gesteckt und dann eingehämmert.

Kurz vor dem letzten

Schlag, wenn der Nagel noch ein

Stückchen übersteht, das bereits

vorher seitlich eingeschnittene

Pappstück einfach abziehen.

So, liebe DINO-Freunde, jetzt

noch ein guter Rat, den mir meine

Kumpels RAPPL und QUIETSCH

extra ans Herz gelegt haben: Bevor

ihr euch als Heimwerker betätigt

und auch schon mit Hammer

und Nagel liebäugelt, immer erst

fragen, ob in der Wand – und vor

allem wo! – eine elektrische Leitung

verläuft. Ohne diese Kenntnis

geht vorher gar nix. Beherzigt

das und zeigt damit, dass ihr nicht

nur praktisch arbeiten, sondern

auch vorhersehend denken

könnt.

Im nächsten Beitrag schauen wir

zurück in den „Wilden Westen

Amerikas” und verraten, von wem

und vor allem warum die Jeans

erfunden wurde. Never ending

story – bis heute.

Mit Gruß an alle jungen Heimwerker

HerstellerNACHWEIS

Marktbummel

W.F. Kaiser u. Co. GmbH,

Werner-von-Siemens-Str. 28,

65582 Diez/Lahn.

Tel.: 06432 915-0,

www.kaiser-backform.de

Leifheit AG,

Bahnhofstr. 10,

96224 Burgkunstadt.

Tel.: 01805 94582 075 *,

www.shop.leifheit.de

Silit-Werke

GmbH & Co.KG,

Neufraer Str. 6,

88499 Riedlingen.

Tel.: 07371 189-0,

www.silit.de

Unold AG,

Mannheimer Str. 4,

68766 Hockenheim.

Tel.: 06205 9418-0,

www.unold.de

Schätze im Glas

J. WECK GmbH u. Co. KG,

Versandservice,

Wehratalstr. 3,

79664 Wehr.

Tel.: 07761 935-69,

www.shop-weck.de

Mode/Kreativ

Coats GmbH,

Eduardstr. 44,

73084 Salach.

Tel.: 07162 14-346,

www.knitSMC.com

BildNACHWEIS

Teubner Foodfoto;

Food Centrale;

Christophorus Verlag; Coats

GmbH; Der Grüne Alten -

burger; Frechverlag; Frosch;

Glorex, HOMANN; W.F. Kaiser;

Leifheit; Online Wolle, OZ

Verlag, Seeberger; Silit;

Stefanie Schäffer; Unold;

Alexander Raths-, belamy-,

by-studio-, Christa Eder-,

contrastwerkstatt-,

Elenathewise-, flashpics-

Emilia Lay, über

TriStyle Mode GmbH & Co. KG,

Nürnberger Str. 91 – 95,

90762 Fürth.

Tel: 0180 5 100275*.

www.emilialay.de

GLOREX GmbH,

Grossmattstrasse 17,

79618 Rheinfelden.

Tel.: 07623 7233-0,

www.glorex.com

Gründl Wolle **,

Ziegeleistr. 66,

85055 Ingolstadt.

Tel.: 0841 881313-0,

www.gruendl-wolle.de

Heinrich Heine GmbH,

76115 Karlsruhe.

Tel.: 0180 5 3636 *,

www.heine.de

Lana Grossa GmbH **,

Ingolstädter Straße 86,

85080 Gaimersheim.

Tel.: 08458 61-0,

www.lanagrossa.de

Mona Lisa by interchic GmbH,

Brockhäger Straße 278,

33334 Gütersloh.

Tel.: 05241 3007140,

www.interchic.de

Online **,

Klaus Koch GmbH u. Co,

Rheinstraße,

35260 Stadtallendorf.

Tel.: 06428 70507,

www.online-garne.de

Fotowerk-, Gina

Sanders-, hsagencia-,

Kontrastwerkstatt-,

Lichtbildmaster-,

Llike-, mirpic-,

photocrew-,

PhotoSG-, Picture

Factory-,

pressmaster-, Shawn

Hempel-, Uwe Annas-

Fotolia.com

Monkey

Business/Shotshop.com

Peter Hahn GmbH,

Peter-Hahn-Platz-1,

73649 Winterbach.

Tel.: 0180 5 708111,

www.peterhahn.de

Schachenmayr SMC und

SMC select ** über Coats

GmbH.

Wenz Versandhaus,

75165 Pforzheim.

Tel.: 0180 5 4200 *,

www.wenz.de

Zaerna Ltd.,

3rd Floor,

207 Regent Street,

London W1B 3HH,

United Kingdom.

www.zaerna.com

** Falls im Fachhandel nicht

erhältlich, können die Garn -

pakete bestellt werden bei:

Lindner –

Handarbeiten & mehr,

Untere Römerstr. 37,

94550 Forsthart.

Tel.: 08547-582,

E-Mail: lindner@vilstal.net,

www.handarbeitenlindner.de

* Telekom-Tarif: 0,14 €/Min.;

ggf. abweichende Tarife aus

dem Mobilfunknetz.

Titelfoto 1/2013

FoodCentrale Hamburg

Impressum

RATGEBER FRAU UND FAMILIE

erscheint im 107. Jahrgang

monatlich bei

J. WECK GmbH u. Co. KG Verlag

Wehratalstraße 3, 79664 Wehr

Telefon 07761 935-0

Abo-Service DEUTSCHLAND

und Österreich:

Telefon: 07761 935-80

Fax: 07761 57691

E-Mail: ratgeber@weck.de

Abo-Service Ausland:

Heuriedweg 19, 88131 Lindau

Telefon: 08382 9631-226

Fax: 08382 9631-227

E-Mail: ratgeber-leserservice@guell.de

Einzelheftpreis € 3,– im Jahres-

Abonnement (12 Hefte) € 29,40.

Zu beziehen durch den Verlag oder

im Zeitschriftenhandel. Konten für

Abonnementszahlungen: Postbank

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IBAN: DE48 6845 2290 0026 0112 21

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Es gilt Anzeigenpreisliste Nr. 53.

Redaktion:

Eberhard Hackelsberger (verantwortl.)

(Familie, Garten, Medizin, Touristik)

Renate Heß

(Rezepte, Haushalt, Gastlichkeit)

Anja Kunz

(Mode, Handarbeit, Kosmetik)

Redaktionelle Mitarbeit:

Anita Brockhoff, Heidi Deutschmann,

Jette Greiner, Karin Lohsa,

Barbara Maurer

Layout: Johannes Rötteler,

Diana Läuger, Siegfried Lossau

Anzeigen: E. Hackelsberger (verantwortl.)

Juliane Möller, Kerstin Greim

Vertrieb: Joachim Harant

Druck: Burda GmbH, Offenbg.(Tiefdruck)

Umschlag: Druckhaus Kaufmann,

77907 Lahr (Offset)

Repro: PIXELRAUSCH, 77933 Lahr

design & produktion e. K.

Printed in Germany

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Haftung übernommen.

Allen Einsendungen bitte Rückporto

bei legen. Nachdruck nur mit

ausdrück licher Genehmigung

des Verlags.


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Wir

gratulieren

Kulinarisches Quiz (S. 29)

Das gesuchte Lösungswort: MUFFIN

Über die 14 Silikon-Backformensets

von Mastrad freuen sich:

N. Alban, Frielendorf. –

C. Bajerowitz, Kerken. –

M. Ballmann, Prüm. –

S. Deschler, Gersthofen. –

E. Georg, Breitscheid. –

M. Hacker, Ergolding. –

R. Horn, Freiburg. –

M. Jurgeleit, Leipzig. –

S. Kopp, Auerbach. –

M. Kraus, Tirschenreuth. –

A. Lang, St. Wendel. –

B. Müller, Gengenbach. –

A. Roß, Aichwald. –

U. Röttgen, Erlangen.

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