Android User Die besten Gadgets und Smartphones (Vorschau)

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12/2012 • Dezember 2012 • www.android–user.de

Die besten

die 24

besten

Android

Smartphones

mit android 4

Gadgets

und Smartphones

Heimische Webcam mit Android überwachen

Griffin Helo: Steuern Sie den Raketen-Heli mit Android

Die besten Apps für die Schule und das Studium

EUR 5,90*

* Deutschland

Motorola Razr i

Intel heizt der Konkurrenz

mit 2.0 GHz und längerer

Akkulaufzeit kräftig ein

Infinity Pad TF700

Im Test: Asus-Tablet mit

superscharfem Display und

andockbarer Tastatur

Sony Xperia ion

Von 0 auf 12 Megapixel in

einer Sekunde mit dem

Foto-Wunder von Sony

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SONY XPERIA TABLET S SGPT121DE

> NVIDIA Tegra 3 Prozessor, Quad-Core

> 23,8 cm (9,4 Zoll) Trublack-IPS-Display

> 8-Megapixel-Kamera, 1-Megapixel-Webcam

> 16 GB Flash, Card Reader

> Universalanschluss, Bluetooth 3.0, Kopfhörer

> 0,6 kg, Akkulaufzeit bis 10 Stunden, Android 4.0.3

Das Xperia Tablet S ist noch schmaler und mit

570 Gramm noch leichter als sein Vorgängermodell.

Seine hochwertigen Materialien verleihen ihm eine

lässig elegante Optik und erleichtern die Hand-

habung sowohl zu Hause als auch unterwegs.

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Preisangabe in Euro inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Irrtümer, Druck- / Schreibfehler,

Preisänderungen vorbehalten. Anbieter: Cyberport GmbH, Am Brauhaus 5, 01099 Dresden.

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Im Test:

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Ausgabe

12/2009

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und Österreich


Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Spion

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

aus China?

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses

warnt die Abgeordneten vor den

chinesischen Unternehmen ZTE und Huawei.

Angeblich sollen diese zwei Firmen

unter starkem Einfluss der chinesischen

Regierung stehen und ihre Möglichkeiten

zu Spionagezwecken missbrauchen.

Angst vor der Konkurrenz

Soweit aktuell bekannt, gibt es für die Anschuldigungen

des Geheimdienstausschusses

keinerlei Beweise. In einigen Fällen

sollen die Bestimmungen für die Einwanderung

verletzt worden sein, und es

soll zu Bestechungen und Korruption gekommen

sein. Da fragt man sich natürlich

als Europäer: Glaubt man in den USA, es

komme bei Milliardenaufträgen zu keinen

Bestechungsversuchen? Haben die noch

nie von Siemens gehört, oder was?

Ebenso naiv liest sich der Teil der Anschuldigungen,

der sich mit dem Einfluss der

chinesischen Regierung auf die zwei Firmen

beschäftigt. Als habe man in Amerika

erst jetzt davon erfahren, dass in China ein

leicht anderes politisches Regime herrscht.

Und wie war das doch gleich mit den Hintertüren

in Microsoft Windows für die US-

Regierung?

Kauft nicht beim Chinesen!

Es geht dem Ausschuss nicht darum, Beweise

für die Vorwürfe gegen Huawei und

ZTE zu liefern, sondern es handelt sich bei

diesem Bericht um schlimmste Propaganda

im Stil von „Kauft nicht beim

Juden!“. Einen ersten Erfolg hat man

schon vorzuweisen, indem Cisco seine

Partnerschaft mit ZTE beendet hat. Der

Vorwurf dabei: ZTE würde Technik zur Telekommunikationsüberwachung

an den Iran

liefern. Frühere US-Waffenlieferungen in

den Iran waren kein Problem (schließlich

bleibt dabei das Geld im Land), aber wenn

ZTE Equipment in den Iran liefert, dann

dient das als weiterer Beweis dafür, dass

die Firma von der chinesischen Regierung

kontrolliert wird und Spionage betreibt.

Kooperation vs. Konfrontation

Es bringt nichts, Huawei und ZTE den

Schwarzen Peter zuzuschieben. Klar haben

diese Firmen die Möglichkeit, Informationen

abzufangen, schließlich produzieren

sie einen sehr großen Anteil an unseren

Mobilfunkmasten. Doch warum wurden

denn die Firmen überhaupt beauftragt?

Weil sie das günstigste Angebot eingereicht

haben! Und genau hier liegt das

Prob lem: So lange man seinen Profit aus

spottbilligen Produkten „Made in China“

schlägt, sollte man nicht mit dem Finger

auf chinesische Firmen zeigen, sondern

China dabei helfen, sich zu öffnen. Zudem

gibt es ein einfaches Mittel, das Problem zu

umgehen: Open-Source-Software. Denn

steht die Firmware unter einer freien Lizenz,

lässt sich das Produkt den eigenen

Anforderungen anpassen und auf Sicherheitsprobleme

überprüfen. Android macht

es vor, der Quellcode ist frei.

Marcel Hilzinger

Alle

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Android-user.de dEzember 2012 3


Service

Inhalt

20 Gadgets

Zubehör für Ihr Smartphone

von 10 bis 250 Euro

32

Motorola Razr i

Intel macht mächtig

Druck auf die Konkurrenz

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 News

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

Fokus

12 Highend

Die acht besten Android-Phones

im Überblick

14 Mittelklasse

Unsere Preis-/​Leistungssieger

18 Budget-Phones

Sieben Androiden unter 250 Euro

20 11 Gadgets

Smartphone-Zubehör für den

Gabentisch

28 Griffin Helo TC Assault

Mit Android in die Luft gehen

Hardware

32 Motorola Razr i

Intels Start in den Handy-Markt

36 Asus Transformer Pad TF700T

Update für Asus Erfolgsmodell

38 Sony Xperia ion

Multimedia-Power mit preisgekröntem

Design

40 Sony Xperia tipo

Es muss nicht immer

groß sein

42 Samsung Galaxy S Advance

Reinkarnation des ersten Galaxy S

44 FRITZ!Box 6810 LTE

Kompakter LTE-Router fürs

Wohnzimmer

4 Dezember 2012 Android-User.de


Service

Inhalt

Spiele

82 Neue Spiele

Unsere Spiele-Vorstellungen

86 Oregon Trail: Settler

Für Siedler im Wilden Westen

88 Rayman Jungle Run

Unkomplizierte Jump’n’Run-Action

89 Prince of Persia

Der Genre-Klassiker für Android

106 Basic4Android

Die ersten Schritte

zur eigenen Android-App

Einsteiger

90 Atooma

Aufgaben mit Atooma

automatisieren

Tipps & Tricks

94 Tipps & Tricks

Nützliche Tipps der Redaktion

PowerUser

98 Vellamo 2.0

Qualcomm überarbeitet seinen

Benchmark

100 Nexus Media Importer

Externen Speicher am Nexus 7

und anderen Geräten nutzen

103 PageKite

Brücke vom Internet aufs Handy

DevCorner

106 Basic für Android

Anwendungsentwicklung mit

Basic4Android

APPS

46 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

48 App-Neuheiten

Die neuesten Apps bei

Google Play

50 TomTom Navigation

Mit Offline-Karten durch Europa

54 Chameleon Launcher

Der Launcher für Tablets

56 Photo Transfer App

Vom Handy auf den PC

60 Preisvergleich-Apps

Diese acht Apps helfen beim

smarten Shoppen

62 Apps für die Schule

Nützliches für Schüler und

Studenten

66 IntelliRing

Nie wieder unangenehm

auffallen

68 DailyMe

Fernsehen à la carte

72 Stop Motion

Bild für Bild zum Trickfilm

76 1&1-Mail und Onlinespeicher

Cloudspeicher aus

Deutschland

78 1&1-Fotoalbum

Bilder sichern und freigeben

über den 1&1-Cloudspeicher

80 Catch Notiz-App

Produktivitäts-App für Ideen-

Träumer

Android-user.de Dezember 2012

5


News

Android-News

Android-News

Samsung

Samsung erwartet Rekord-Quartal

Wenn die Verkaufszahlen bis Ende Dezember weiter nach oben gehen, wird

das letzte Jahresviertel für Samsung zu einem Rekord-Quartal. Die tollen Zahlen

sind auf die Erfolge der Galaxy-Serie zurückzuführen, die Smartphones

der Reihe teilen allein zwei Drittel des Gewinns unter sich auf. Blickt man auf

die letzten Quartale zurück, kann man sich die Erfolgskurve direkt vor Augen

führen: Im ersten Quartal 2012 erzielte Samsung einen Ertrag von 4,46 Milliarden

US-Dollar, im zweiten Quartal waren es bereits 5,9 Milliarden. Bis jetzt

haben die Südkoreaner rund 20 Millionen Exemplare ihres neuen Flaggschiffes

Galaxy S III abgesetzt, infolgedessen nahm Samsung allein im dritten

Quartal 2012 7,3 Milliarden US-Dollar ein.

Tabletverkäufe: Android

holt auf

Nicht nur bei den Smartphones, wo das Google-Betriebssystem

bereits den größten Teil des Marktes übernommen

hat, sondern auch bei den Tablets ändern sich die

Zeiten. Schien Apple vor einem Jahr mit 81 Prozent

Marktanteil noch so gut wie uneinholbar zu sein, ist der

Vorsprung inzwischen deutlich zusammengeschrumpft.

Derzeit liegt das Unternehmen laut Nachforschungen des

renommierten Pew Research Centers nur noch bei 52

Prozent Marktanteil, für Android bleiben also bereits 48

Prozent des Tablet-Kuchens übrig. Dass Android bei den

Tablet-Verkäufen so weit aufholen konnte, ist mitunter ein

Verdienst von Amazon. Von den Android-Tablets sind 21

Prozent der Kindle-Fire-Familie zuzurechnen.

Google warnt vor FBI-

Untersuchung

Das FBI will mit der Hilfe von Google von

App-Piraterie betroffene Programmierer

ausfindig machen. Google schickte in

Folge eine E-Mail an App-Konstrukteure

mit der Warnung, dass das FBI Kontaktdaten

von Entwicklern beim Suchmaschinenriesen angefordert

habe. Einige Entwickler reagierten auf die drohenden FBI-

Nachforschungen verunsichert. Auf Nachfrage konnte eine

FBI-Sprecherin die Developer-Gemeinde jedoch beruhigen.

Nur wenn die Behörde feststellen sollte, dass Entwickler tatsächlich

Opfer einer illegalen Vermarktung geworden sind,

werde man den Kontakt suchen. Warum das FBI überhaupt

Interesse an den Kontaktdaten hat, steht nicht fest. Vermutet

wird, dass die Maßnahme mit dem Trubel um das chinesische

Betriebssystem Aliyun zusammenhängt, dessen Nutzern

jüngst Zugriff auf eine große Anzahl geklauter Google-Apps

gewährt wurde.

Motorola

Razr i: Motorola-Smartphone mit Intel-CPU

In nur 25 Minuten stellte Motorola Mitte September sein neues Smartphone mit Intel-CPU

vor. Beim Motorola Razr i handelt es sich um die Europa-Version des vor Kurzem vorgestellten

Droid Razr M. Die Spezifikationen decken sich auch weitgehend, sieht man von

der CPU ab. So bekommen wir ein Super-AMOLED-Display mit 960x540 Pixeln im

4,3-Zoll-Format, 8 GByte internen Speicher (erweiterbar per microSD), einen 2000-mAh-

Akku, NFC und eine 8-Megapixel-Kamera. Das Intel-Modell bringt zudem eine separate

Hardwaretaste für die Kamera mit. Damit sollen sich innerhalb Sekundenfrist aus dem

Standby Fotos schießen lassen. Vorinstalliert ist wie beim Droid Razr M aktuell noch Android

4.0 „Ice Cream Sandwich“, ein Update auf Jelly Bean ist geplant. Der UVP liegt bei

399 Euro. Lesen Sie auch unseren Testbericht ab Seite 32.

6 Android-User.de


Neuzuwachs bei One-Serie:

HTC One X+

Mit dem One X+ verpasst HTC seinem bisherigen Android-Topmodell

ein Facelift, das die Leistung des Gerätes deutlich steigert.

Mehr Power durch einen Nvidia-Tegra-3+-Prozessor mit 1,7

GHz, mehr Laufzeit dank Jelly Bean und einem 2100 mAh starken

Akku und auch mehr Software: Das One X+ wird von Haus aus

mit Androids aktueller Version 4.1 Jelly Bean und mit der neuen

HTC-Sense-4+-Benutzeroberfläche ausgeliefert. Auf der Gehäuserückseite

befindet sich wie beim

One X eine 8-Megapixel-Kamera

mit Autofokus, LED-Blitzlicht und

einem BSI-Sensor für bessere Aufnahmen

in schwachem Licht, Videoaufzeichnungen

mit der Rückkamera

sind mit Full-HD 1080p

möglich. Neu hingegen ist die verbesserte

Frontkamera mit 1.6 Megapixeln,

Weitwinkel und 720p

Auflösung für Videoaufnahmen.

Das HTC One X+ wird es im Laden

vorerst nur in einer 64-GByte-Version

geben, deren Speicher nicht

erweiterbar ist. Der Startschuss

zum Verkauf des One X+ ist in

Deutschland Mitte Oktober, der

UVP liegt bei 649 Euro.

HTC

Für Einsteiger: Das Android

Smartphone-Buch

Sind Sie Android-Einsteiger oder wollen sich einfach nur einen

Einblick in das erfolgreichste Betriebssystem der Welt verschaffen?

Dann ist das bei O’Reilly erschienene Android Smartphone-

Buch für 19,90 Euro ein Tipp für Sie. Das Buch von Hans Dorsch

ist der ideale Begleiter für Nutzer, die in den Android-Kosmos

noch wenig Einblick

erhalten haben und

kaum PC-Wissen mitbringen.

Für Fortgeschrittene

erschließen

sich die meisten Themen

von selbst – doch

auch hier eignet sich

das Buch als unterhaltsamer

Schmöker für

zwischendurch.

Oregon Scientific

Oregon Scientific

präsentiert Tablet für

Kinder

Der amerikanische Elektronikriese Oregon Scientific

erweitert seine Geräteauswahl um ein Kinder-Tablet.

Das „MEEP!“ genannte Gerät ist ein mit kindgerechter

Software ausgestatteter 7-Zöller und hat ein extra-stabiles

Gehäuse, auch das Display des Meep!

wurde sehr robust ausgelegt. Im Inneren tut Android

4.0 Ice Cream Sandwich seinen Dienst, dessen

Benutzeroberfläche stark angepasst wurde. Eltern

haben von jedem Browser Zugriff auf das Tablet und

können einschränken und kontrollieren, auf welche

Inhalte ihre Zöglinge Zugang haben. Die auf dem

Tablet installierte Lern- und Mal-Software ist auf die

Bedienung durch Kinderhände zugeschnitten, dazu

sind Spiele wie Angry Birds, UNO und ein spezieller

MEEP!-Appstore vorinstalliert. Das mit einem

1-GHz-Prozessor ausgestattete Gerät verfügt über

einen HDMI-Ausgang und 4 GByte internen Speicher,

der dank eines microSD-Slots erweitert werden

kann. WiFi und eine kleine VGA-Kamera sind

ebenfalls mit an Bord. Das Gerät kommt zu einem

UVP von 169,99 Euro auf den Markt, der Hersteller

empfiehlt es für Kinder ab 6 Jahren.

Galaxy S3 in Swarovski-

Ausführung

Will man sein Geld in Smartphones anlegen,

werben einige Anbieter mit aufwendig

gestalteten Geräten, deren Innenleben

einem Android-Experten jedoch

meist nur ein Gähnen entlockt. Für

3390 Dollar kann man bei amosucouture.com

jedoch ein wirklich hochwertiges

Gerät erwerben: Dort gibt

es das Samsung Galaxy S III auch

in einer mit Kristallen besetzten

Swarovski-Version.

Amoso Couture

Google kauft Gesichtserkennungs-Software Viewdle

Face Unlock ist seit dem Start von Android 4.0 keine unbekannte

Funktion mehr, trotzdem gibt es für Google in Sachen

Gesichtserkennung noch viel zu tun. Der Kauf des

Face-Recognition-Software-Entwicklers Viewdle passt bei

den Machern in Mountain View gut ins Portfolio. Zum einen

erhofft sich Google Verbesserungen der eigenen Gesichtserkennungs-Software,

zum anderen sollen der Entwicklung

von Project Glass entscheidende Impulse gegeben werden.

Die neue Software wird das Markieren von Freunden auf

Google+-, Smartphone- und Picasa-Bildern vereinfachen.

Android-user.de dezember 2012 7


Samsung

23 Prozent Ice Cream

Sandwich

Galaxy Note II: Steigende

Verkaufszahlen

Das südkoreanische Unternehmen rechnet damit, dass sich das

Galaxy Note II in den ersten neunzig Tagen ab dem Marktstart Mitte

Oktober rund dreimal besser verkaufen wird als das erste Galaxy

Note. Das liegt laut Firmenangaben in erster Linie daran, dass man

mit 260 Anbietern auf weltweit 128 Märkten über eine deutlich bessere

Vertriebsstruktur verfügt als bei der ersten Ausgabe des

5,5-Zoll-Phablets. Insgesamt rechnet man mit einem Verkauf von

rund 20 Millionen Note II und will auch insgesamt die Absatzzahlen

des Vorgängers um das Dreifache übertreffen.

Die Top-Versionen Android 4.0 Ice Cream Sandwich

und 4.1 Jelly Bean laufen inzwischen auf

mehr als 25 Prozent aller Android-Smartphones.

Zählt man nur die Jelly-Bean-Nutzer, so verfügen

sie bis jetzt allerdings lediglich über 1,8 Prozent

aller Smartphones. Immer noch führt Android 2.3

die Rangliste mit an – auf 55,8 Prozent und damit

mehr als der Hälfte aller Androiden ist Gingerbread

installiert, auch Android 2.2 Froyo läuft mit

12,9 Prozent Anteil noch auf jedem achten Android-Smartphone.

Android-2.1-Eclair-Geräte können

sich mit 3,4 Prozent noch ein recht großes

Stück vom Android-Kuchen abschneiden, Version

1.6 Donut und 1.5 Cupcake sind mit 0,4 Prozent

und 0,1 Prozent im Verschwinden begriffen.

http://​developer.android.com

Neue Tablets von cmx

Der österreichische Anbieter cmx bringt seine ersten Internet-Tablets

auf den Markt. Vier Modelle aus zwei verschiedenen Serien machen

den Anfang. So wird es zwei Flaggschiffe mit Dual-Core-Prozessor und

IPS-Display aus der Aquila-Serie geben, während die Einstiegsmodelle

der Rapax-Range den Geldbeutel schonen. Im Oktober kamen bereits

der 9,7-Zöller MID Aquila 097-1016 und das 8-Zoll-Gerät MID Aquila

080-1008 in den Handel. Die beiden Tablets sind mit einem IPS-Display

und einer Front- sowie Back-Kamera ausgestattet. Zudem verfügen

beide über einen schnellen 1,5-GHz-Dual-Core-Prozessor. Aus der

Rapax-Reihe gingen das 7-Zoll-Modell MID Rapax 070-0508 und die

8-Zoll-Variante MID Rapax 080-0508 ebenfalls im Oktober an den Start.

Die beiden Tablets sind mit integriertem 8 GB Flash-Speicher und

SDHC-Slot zur Speichererweiterung ausgestattet. Alle Geräte sind mit

Android 4.0 Ice Cream Sandwich versehen und verfügen über WiFi,

einen Lage-Sensor und ein Multitouch-Display. Zudem können Nutzer

mit einem optionalen Dongle auch via

UMTS im Internet surfen.

Die unverbindlichen

Preisempfehlungen

für die Geräte

liegen bei

129,90 bis 279,90 Euro.

Alles Gute

nachträglich, Google!

Ende September

schmückte sich

das Google-Logo

auf der Suchseite

mit einem hübschen

animierten

Kuchen. Der Grund: Der Suchmaschinenriese aus

Mountain View wurde 14 Jahre alt. Bereits im

Jahr 1995 lernten sich die Google-Chefs Larry

Page und Sergey Brin auf dem Stanford-Campus

bei San Francisco kennen, 1996 begannen die

beiden Jungunternehmer die Arbeit an ihrer

Suchmaschine. Damals hieß sie jedoch noch

nicht Google, sondern BackRub. 1997 wurde

schließlich der Name Google eingeführt, und am

27. September 1998 stellten Page und Brin ihren

allerersten Mitarbeiter ein. Der Tag gilt daher als

das Geburtsdatum des Unternehmens. Seitdem

ist Google vom kleinen drei-Mann-Betrieb zu

einem Konzern mit mehr als 32.000 Mitarbeitern

und einem Jahresumsatz von 37,9 Milliarden US-

Dollar (2011) geworden.

8

Dezember 2012

cmx

Android-User.de


Günstiges ICS-Tablet für 99

Dollar: Eken B70

Noch vor einem guten Jahr war der Besitz eines ICS-Tablets

noch ein exklusives Vergnügen und meist Usern mit

einem dickeren Geldbeutel vorbehalten. Inzwischen ist

Ice Cream Sandwich jedoch in der Mitte der Android-Gesellschaft

angekommen und längst von Android 4.1 Jelly

Bean als State-of-the-Art-Betriebssystem abgelöst worden.

In Folge ist ein Preisverfall unter den ICS-Geräten zu

beobachten – das Eken B70 ist ein gutes Beispiel für

diese Entwicklung. Im Inneren des 99 Dollar teuren Tablets

arbeitet ein 1,2 GHz schneller AllWinner A10 ARM

Cortex A8-Prozessor, der über 512 MByte RAM verfügt.

Dazu gesellt sich ein 7 Zoll großer kapazitiver Bildschirm

mit 800x480 Pixeln Auflösung, mini-USB und Fullsize-

USB-Anschlüssen, HDMI-Ausgang und 4 GByte internem

Speicher. Letzterer kann dank eines microSD-Kartenschachtes

erweitert werden. Das chinesische Tablet

mag zwar keine Highend-Ausstattung haben, für Kaufinteressenten,

die lediglich einen eReader mit einigen

Zusatzfunktionen erwerben wollen, macht der Kauf des

Gerätes jedoch durchaus Sinn.

ergoelectronics.com

GoNote GNT10: Günstiges

Tablet mit Lapdock

In England kann man beim Onlinehändler Clove für 149 Pfund

ein 10-Zoll-Tablet mit Lapdock aus dem Hause Ergo Electronics

bestellen. Das 970 Gramm schwere ICS-Gerät namens

GoNote GNT10 hat eine auf 1,2 GHz getaktete ARM Rockchip-

CPU mit 1 GByte RAM, dazu kommt ein 8 GByte großer interner

Speicher, der via microSD-Karte um bis zu 32 GByte erweitert

werden kann. Der 10-Zoll-LED-Touchscreen des Gerätes

löst mit 1024x600 Pixeln auf, für ausreichend Datenkonnektivität

sorgen Bluetooth, WiFi und DLNA. Für die Energieversorgung

ist ein 9000-mAh-Akku zuständig, dazu gibt es eine VGA-

Kamera für Videochats. Dank eines HDMI-Outputs kann man

das Gerät auch an große HD-Bildschirme anschließen. Durch

die Google-Zertifizierung erhält man Zugriff auf viele Dienste

wie YouTube oder Google Maps, dazu hat das Gerät vier USB-

2.0-Anschlüsse und leistungsstarke, eingebaute Lautsprecher.

TomTom

TomTom nun auch für Android

Seit Anfang Oktober gibt es die TomTom-Navigations-App auch für

Android. Die Karten von TomTom sind Teil der App und werden

offline auf dem Gerät gespeichert. So müssen Sie sich keine Gedanken

darüber machen, dass sie während der Fahrt die Internetverbindung

verlieren oder im Ausland Kosten für Roaming entstehen.

Die App beinhaltet zudem ein kostenloses Kartenupdate pro

Quartal. Gegenüber der Google-Navigation verfügt TomTom über

einen Spurassistenten, der Ihnen auf unübersichtlichen Autobahnkreuzen

die richtige Fahrspur mitteilt. Zudem warnt TomTom Sie

auf Wunsch auch beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit,

eine Information, die Ihnen Google Maps bislang

noch nicht liefern kann. Zusätzlich zur App lassen sich per In-App-

Kauf weitere Funktionen wie TomTom HD Traffic und die Standorte

von Radarkameras nachrüsten. Dadurch haben Sie aktuelle Live-

Informationen über die Verkehrsdichte und auch Blitzer auf Ihrer

Strecke immer dabei. Der Echtzeitverkehrsinformationsdienst kostet

Sie im Monatsabo 4,99 Euro bzw. im Jahresabo 29,99 Euro. Aktuell

gibt es die Android-App aber nur für eine beschränkte Anzahl

an Geräten mit einer Display-Auflösung von 480x800 bzw. 854x480

Pixeln.

Für Audiofans: Samsung

Galaxy Music

Die Spezifikationen des Samsung Galaxy Music orientieren

sich an den Anforderungen der Zielgruppe –

Musik liegt in der Luft. 4 GByte interner Speicher sollen

für eine grundlegende Auswahl an Musikstücken

ausreichen. Das Galaxy Music verfügt über einen

microSD-Kartenschacht zur Speichererweiterung,

dazu kommt WiFi, Bluetooth, micro-USB und GPS-

Konnektivität. Eine kleine 3-Megapixel-Kamera steht

für gelegentliche Schnappschüsse zur Verfügung,

zwei leistungsstarke Stereo-Lautsprecher auf der

Vorderseite des Gerätes unterstreichen schließlich

die musikalische Ausrichtung des Galaxy Music und

sollen als Verkaufsargument punkten. Das Display

des Galaxy Music ist mit seinen 320x240 Pixeln jedoch

eher als schwach zu bezeichnen, im Inneren tut

ein auf 850 MHz getakteter Single-Core-Prozessor mit

512 MByte RAM seinen Dienst. Wie man deutlich erkennen

kann, hat Samsung mit dem Galaxy Music

ein Einsteigergerät für Musikfans auf die Beine gestellt.

Das Smartphone soll bald mit Android 4.0 ICS

auf dem amerikanischen Markt zu haben sein, ein

Update auf die Version 4.1 Jelly Bean ist geplant. Es

kommt auch als Galaxy Music DUOS mit zwei SIM-

Kartenslots auf den Markt.

Android-user.de dezember 2012 9


News

Android-News

Qualcomm baut günstige Prozessoren

Qualcomm arbeitet an zwei neuen Snapdragon-S4-Prozessoren. Die Bauteile mit

den Typenbezeichnungen MSM8225Q und MSM8625Q sind im S4-Design gehalten,

unterstützen LPDDR2-Speicher, WiFi, Bluetooth 4.0 und verfügen

zudem über einen FM-Empfänger. Beide sollen sich eher in der unteren

Preisklasse ansiedeln. Im MSM8625Q ist ein UMTS/​CDMA-Modem verbaut,

das Modell MSM8225Q unterstützt lediglich UMTS. Die neuen Prozessoren

kommen unter dem Namen Play in den Handel, der Unterschied zu

den leistungsfähigeren Pro-Modellen ist die verbaute GPU: Um das Preisniveau

niedrig zu halten, wurde auf einen teuren Grafikprozessor verzichtet.

Qualcomm

Neue B&N-Tablets

Mit dem NOOK HD und dem NOOK

HD+ bringt das Barnes&Noble zwei

neue Tablets heraus. Das NOOK HD

hat einen mit 1440x900 Pixeln auflösenden

7-Zoll-Bildschirm, beim HD+

sind es sogar 1920x1280 Pixel auf 9

Zoll. Wie bei ihrem Vorgänger tut

auch bei den neuen NOOKs ein stark

an die Barnes&Noble-Vermarktungsplattform

angepasstes Android

seinen Dienst. Die beiden Neuzugänge unterstützen

bis zu fünf Nutzerprofile, was speziell beim Einsatz in der Familie

Sinn machen soll. In beiden Geräten tut ein TI OMAP

4470 Dual-Core-Prozessor seinen Dienst, der im NOOK HD

auf 1,3 GHz und im NOOK HD+ auf 1,5 GHz getaktet ist,

zudem verfügen sie über 1 GByte RAM, WiFi b/​g/​n und Bluetooth.

Ein microSD-Kartenslot dient der Speichererweiterung,

Stereolautsprecher sollen bei den 199 und 299 Dollar

teuren Geräten für ausreichend Musikgenuss sorgen.

Barnnes & Nobles

Acer Iconia Tab A110: Konkurrenz

zum Nexus 7

Das Acer Iconia A110 wird wie das Nexus 7 mit der aktuellen Android-Version

Jelly Bean 4.1 ausgeliefert. Ähnlich ist auch die technische

Ausstattung, im Inneren

des Tablets tickt ein

Quad-Core-Prozessor

Nvidia Tegra 3 mit einem

GByte RAM und einem

internen Speicher von

8 GByte. Die CPU ist allerdings

ein wenig

schwächer, im Gegensatz

zum auf 1,3 GHz

getakteten Nexus 7

schlägt sie beim Iconia

A110 nur mit 1,2 GHz. Für

Video-Chats steht eine mit 2 Megapixeln auflösende

Frontkamera zur Verfügung, als Display kommt ein 1240x600 Pixel

großer Touchscreen zum Einsatz. Im Gegensatz zu Googles Tablet

können Sie den Speicher des Acer dank eines microSD-Schachtes

aufrüsten. Das Acer wird mit rund 230 Euro leicht über dem 199

Euro teuren Nexus 7 liegen.

Acer

Texas instruments

Texas Instruments

schwenkt um

Texas Instruments schränkt die Herstellung

von Systems on a Chip (SOCs) für

Smartphones und Tablets ein. Das Unternehmen

aus dem US-amerikanischen

Dallas will in Zukunft Kapazitäten auf

den Industrie- und Automobilsektor verlagern.

Diese Märkte bergen laut TI zwar

keine so hohen Gewinnmargen, sollen

aber auf lange Sicht für mehr Stabilität

und Investitionssicherheit sorgen. Die

Konkurrenz wird sich den Markt für

Smartphone-Prozessoren künftig jedoch

noch lange nicht untereinander aufteilen,

von einem Komplettausstieg ist bei

Texas Instruments nicht die Rede.

Flexible Displays

kommen später

Flexible AMOLED-Displays

werden als eine der Innovationen

schlechthin gehandelt – doch

Samsung kann nicht wie erwartet

mit der Auslieferung der Bauteile

beginnen, die die Smartphone-

Konstruktion revolutionieren

sollen. Die Gründe für die Verzögerung

befänden sich in der

Produktion, so Samsung. Ehe

man die Probleme nicht ausgeräumt

hat, wolle man auch

keinen Versuch wagen, die Bildschirme

auf den Markt zu

bringen.

Android-User.de


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Aktuell führt kaum ein Weg am

Samsung Galaxy S III mit seinem Quad-

Core-Prozessor und bis zu 64 GByte internem

Speicher vorbei. Die günstigste

Version mit 16 GByte internem Speicher

kostet aktuell zwar nur noch 450 Euro.

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das Galaxy Nexus für 300 Euro.

1,4 GHz, Quad Core

16/32/64 GByte

(erweiterbar)

4,8 Zoll, 720x1280 Pixel

460 €

Samsung

650 €

580 €

560 €

Samsung

Samsung Galaxy

Note II

An den 5,5 Zoll des Galaxy Note II

scheiden sich die Geister. Nicht streiten

lässt sich hingegen über den Fakt, dass

das Note II mit dem Exynos-Vierkernprozessor

und 2 GByte RAM über die

aktuell beste Hardware verfügt, die je

in einem Smartphone verbaut wurde.

Das Display hebt sich zudem in puncto

Helligkeit und Farbechtheit von der

Konkurrenz deutlich ab, da Samsung

ein neues AMOLED-Display nutzt.

HTC One X+

HTC

Ein Trend zum Weihnachtsgeschäft

sind klar Smartphones mit mehr Speicher.

Den Anfang macht hier das HTC

One+, das mit 64 GByte internem Speicher

aufwartet. Neue Bestwerte erzielt

das One X+ auch bei diversen Benchmarks,

da die Tegra-3-CPU von Nvidia

auf 1,7 GHz getaktet ist und somit sehr

schnell arbeitet. Verbessert hat HTC

auch die Kamera. HTC stattet das One

X+ mit einem Super-LCD-Bildschirm

aus, Android 4.1 ist schon mit an Bord.

Sony Xperia V

Sony

Mit dem auf der IFA 2012 erstmals gezeigten

Xperia V setzt Sony seine Serie

an Dual-Core-Smartphones mit kompaktem

Display fort. So verfügt das

Xperia V über ein für Topmodelle eher

kleines 4,3-Zoll-Display, das dafür mit

einer sehr hohen Pixeldichte punktet.

Für ein Highend-Smartphone klar zu

mager fällt der interne Speicher von 8

GByte aus. Dafür bringt das Smartphone

eine hervorragende 13-Megapixel-Kamera

mit.

1,6 GHz, Quad Core

16/32/64 GByte (erweiterbar)

5,5 Zoll, 720x1280 Pixel

1,7 GHz, Quad Core

64 GByte (nicht erweiterbar)

4,7 Zoll, 720x1280 Pixel

1,5 GHz, Dual-Core

8 GByte (erweiterbar)

4,3 Zoll, 720x1280 Pixel

12

Dezember 2012

Android-User.de


Fokus

LG Optimus G

Smartphone-Empfehlungen ab 450 Euro

600 €

Wenn es ein Android-Smartphone gibt, das

dem Samsung Galaxy S III nicht nur das

Wasser reichen, sondern es sogar überbieten

kann, dann ist es das Optimus G von

LG. Hier müssen Sie sich nicht für LTE oder

Vierkern-CPU entscheiden, sondern bekommen

beides und eine 13-Megapixel-

Kamera und 2 GByte RAM obendrauf.

Zudem kommt beim Optimus G ein IPS+-

Display zum Einsatz, das deutlich hellere

Farben anzeigt als die AMOLED-Displays

der Konkurrenz. Der 2100-mAh-Akku soll

trotz der hohen Auflösung des Displays für

bis zu 15 Stunden Gesprächszeit und 335

Stunden Standby-Zeit sorgen. Hierzulande

soll das Gerät allerdings erst Anfang 2013

auf den Markt kommen. Aktuell gibt es das

Optimus G nur im Heimatland von LG, in

Südkorea.

Die Gerüchteküche munkelt zudem,

dass das Optimus G als erstes Nexus-Gerät

von LG in die Geschichte

eingehen soll. Allerdings mit leicht

abgespeckten Parametern. So soll

in der noch nicht benannten Nexus-Variante

nur eine 8-Megapixel-Kamera

zum Einsatz kommen

und der integrierte Speicher bei

16 GByte liegen. Als Google-

Phone ist es aber auch so den

recht hohen Preis von 600 Euro

wert.

1,5 GHz, Quad Core

32 GByte

(nicht erweiterbar)

4,7 Zoll, 768x1280 Pixel

LG

540 €

569 €

HTC

500 €

Huawei

Motorola

HTC One XL

Das One XL von HTC sieht auf den ersten

Blick gleich aus wie das One X, im

Kern kommt aber keine Quad-Core-

CPU von Nvidia zum Einsatz, sondern

der sehr flotte Snapdragon S4 mit zwei

Kernen von Qualcomm inklusive LTE-

Modem. Das HTC One XL funkt auf

allen in Deutschland genutzten LTE-

Frequenzen. Es lässt sich somit nicht

nur in den Ballungsräumen, sondern

auch auf dem Land gut nutzen. Sonst

ist das Gerät mit dem One X identisch.

Huawei Ascend D

Quad XL

Einer der Reize des Huawei-Smartphones

liegt in dem von Huawei entwickelten

Vierkern-Prozessor, den wir auf

der IFA bereits mit 1,2 GHz live testen

durften. Reizvoll ist jedoch die grafische

Oberfläche, kommt das Ascend D

Quad XL doch mit einem praktisch unveränderten

Android 4.0.4. Enttäuschend

jedoch der interne Speicher,

der mit 8 GByte für Highend doch

etwas zu knapp ausfällt.

Motorola Razr HD

Sie möchten ein LTE-Smartphone mit

MicroSD-Kartenslot und einer überdurchschnittlichen

Akkulaufzeit? Dann

holen Sie sich bei o2 das Motorola Razr

HD für 569 Euro. Dank seines fetten

Akkus (2500 mAh) kommt es auf

Standby-Zeiten von über 450 Stunden

und rund 16 Stunden Gesprächszeit (in

der Maxx-Variante sogar 20 Stunden).

Zudem ist es wie alle Razr-Smartphones

mit Klevlar verstärkt und mit Nanopartikeln

gegen Wasser geschützt.

1,5 GHz, Dual-Core

32 GByte (nicht erweiterbar)

4,7 Zoll, 720x1280 Pixel

1,4 GHz, Quad-Core

8 GByte (erweiterbar)

4,5 Zoll, 720x1280 Pixel

1,5 GHz, Dual Core

16 GByte (erweiterbar)

4,7 Zoll, 720x1280 Pixel

Android-user.de Dezember 2012 13


Fokus

Die besten Mittelklasse-Smartphones

Einfach Klasse

Samsung

Sie möchten ein Android-

Handy, das kein Vermögen

kostet, aber dennoch top

ist? Dann wählen Sie eines

dieser Mittelklasse-Modelle

bis 450 Euro. Marcel Hilzinger

Galaxy Nexus

Das Samsung Galaxy Nexus ist das aktuell

beste Android-Smartphone, betrachtet

man die Leistung im Vergleich

zum Preis. Für 299 Euro bekommen Sie

nicht nur ein Top-Smartphone mit

einem hochauflösenden AMOLED-Display,

sondern auch die neueste Android-

Version und Updates von Google. Bei

einer Sicherheitslücke können Sie sich

sicher sein, zu den ersten Personen zu

gehören, die Updates bekommen. Abstriche

müssen Sie bei der Kamera machen,

die zwar sehr gute Fotos schießt,

aber nur mit 5 Megapixeln. Zudem gehört

auch der verbaute Prozessor schon

zum alten Eisen.

Dank Android 4.1 mer- ken Sie von

all dem aber nichts und werden viel

Freude an Ihrem Galaxy Nexus haben.

1,2 GHz, Dual Core

16 GByte (nicht erweiterbar)

4,6 Zoll, 720x1280 Pixel

299 €

399 €

409

359 €

HTC One S

HTC

Das One S muss man in den Händen

gehalten haben. Es überzeugt durch

eine saubere Verarbeitung und hochwertige

Materialien. Auch die Kamera

ist nicht von schlechten Eltern und

schießt selbst bei schlechten Lichtverhältnissen

noch recht gute Bilder.

Schade, dass HTC dem One S nur ein

AMOLED-Display mit 540x960 Pixeln

spendiert hat – die übrigen Parameter

sind erste Klasse, der Preis um 360

Euro ebenfalls.

Sony

Sony Xperia Acro S

Das Xperia Acro S gehört mit seinem

Super-LCD-Display zu den Android-

Smartphones mit der höchsten Pixeldichte.

Auch die übrigen Eckdaten des

Japaners haben es in sich: So ist das

Acro S zum Beispiel geschützt vor

Wasser und Staub, und es verfügt über

eine 12-Megapixel-Kamera. Dank des

MicroSD-Kartenslots müssen Sie

zudem keine Angst haben, dass die 16

GByte interner Speicher des Acro S

nicht ausreichen.

Samsung

Samsung Galaxy

Note

Die extrem gute Akkulaufzeit und die

Stift-Funktion machen das Galaxy Note

auch heute noch zu einem Bestseller.

Auch wenn das 5,3-Zoll-Display vielen

Leuten schlicht zu groß ist, gibt es genauso

viele Menschen, die den Formfaktor

mögen. Möchten Sie also keine

600 Euro für das neue Note II ausgeben,

können Sie bei 400 Euro getrost

zuschlagen, zumal das Note auch ein

Update auf Android 4.1 erhält.

1,5 GHz, Dual Core

16 GByte (nicht erweiterbar)

4,3 Zoll, 540x960 Pixel

1,5 GHz, Dual Core

16 GByte (erweiterbar)

4,3 Zoll, 720x1280 Pixel

1,4 GHz, Dual Core

16 GByte (erweiterbar)

5,3 Zoll, 800x1280 Pixel

14

Dezember 2012

Android-User.de


Fokus

Die besten Mittelklasse-Smartphones

HTC One X

Das One X von HTC war das erste Smartphone

mit einem Vierkern-Prozessor. Das

brachte ihm leider auch ein paar Kinderkrankheiten

ein, die aber seit August 2012

durch Updates komplett aus der Welt sind.

Zum aktuellen Internetpreis von etwas

mehr als 400 Euro ist das One X somit wieder

eine klare Kaufempfehlung wert, zumal

es bis zum Erscheinen dieses Heftes ziemlich

sicher auch bereits Android 4.1 und die

neue HTC-Sense-Version spendiert bekommen

hat. Mit Sense 4.1 hat HTC vieles richtig

gemacht, zudem gehört das HTC One X

in Weiß zu den schönsten Smartphones

überhaupt. Wer sich noch mehr Power in

seinem Smartphone wünscht, kann auch

zum neuen HTC One X+ greifen, das allerdings

mit 600 Euro in einer anderen Preisklasse

spielt.

Zu den Hauptmerkmalen des HTC One X

gehören die sehr schnelle und gute 8-Megapixel-Kamera

und der 1,5 GHz schnelle

Tegra-3-Prozessor von Nvidia. Damit erreichen

Sie Spiele in Konsolenqualität

auf Ihrem Handy. Der 1800 mAh-Akku

bringt Sie problemlos über den Tag,

solange Sie nicht zu viel spielen.

Neben der weißen Variante gibt es das

HTC One X auch in einem dunklen

Grau. HTC bietet zudem seinen Kunden

25 GByte Speicher bei Dropbox

für ein Jahr gratis an.

1,5 GHz, Quad-Core

32 GByte (nicht erweiterbar)

4,7 Zoll, 720x1280 Pixel

439 €

HTC

359 €

Optimus 4x HD

LG

Mit seinem 1,5 GHz schnellen Tegra-3-

Prozessor von Nvdia gehört das Optimus

4x HD zu den aktuell schnellsten

Android-Smartphones auf dem Markt.

Dank des 2150-mAh-Akku hält es recht

lange durch, und auch das 4,7-Zoll

große True-IPS-Display gehört zu den

aktuell besten auf dem Markt. NFC und

eine 8-Megapixel-Kamera runden das

Angebot ab. Als etwas günstigere

Alternative von LG eignet sich auch

das Optimus L9.

399 €

Motorola

Motorola Razr i

Das erste Intel-Smartphone von Motorola

lässt bei Benchmarks die Vierkern-

Boliden von HTC, LG und Samsung alt

aussehen. Das Razr i besticht zudem

durch die kompakte Bauweise und gehört

zu den kleinsten Smartphones mit

4,3-Zoll-Display. Abstriche müssen Sie

bei der Auflösung machen: Hier bietet

das Motorola-Smartphone mit 540x960

Pixeln nur Durchschnittliches. Immerhin:

Motorola will dem Intel-Handy ein

Update auf Android 4.1 spendieren.

349 €

Huwai

Huawei Ascend P1

Mit dem Slogan „Clever sah nie besser

aus“ bewirbt Huawei sein Design-

Flaggschiff Ascend P1. Allein von den

Parametern her dürfte das P1 eigentlich

nicht mehr als 300 Euro kosten,

setzt es doch auf das in etwa gleiche

Innenleben wie das Galaxy Nexus,

bringt dabei aber nur 4 GByte Speicher

mit und auch nur ein 4,3-Zoll-Display

mit 540x960 Pixeln. Aber wie bei so

mancher Entscheidung zählt auch

beim Ascend P1 das Aussehen.

1,5 GHz, Quad Core

16 GByte (erweiterbar)

4,7 Zoll, 720x1280 Pixel

2,0 GHz, Single Core

16 GByte (erweiterbar)

4,3 Zoll, 540x960 Pixel

1,5 GHz, Dual Core

4 GByte (erweiterbar)

4,3 Zoll, 540x960 Pixel,

Android-user.de Dezember 2012 15


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Fokus

Budget-Phones

Für Einsteiger

LG

Sie sind auf der Suche nach

einem Einsteiger-Smartphone

mit Android 4.0 und

möchten dafür maximal 200

Euro ausgeben? Hier unsere

7 Favoriten. Marcel Hilzinger

LG Optimus L5

Das L5 von LG gehört dank seiner

1500-mAh-Batterie zu den Langläufern

unter den Günstig-Smartphones. LG

verspricht bis zu 9,6 Stunden Gesprächszeit

und eine Standby-Zeit von

900 Stunden. Zu den weiteren Merkmalen

des LG-Phones gehören eine 5-Megapixel-Kamera,

4 GByte interner Speicher

und 512 MByte RAM. Abstriche

müssen Sie beim Display machen, das

lediglich 262 000 Farben anzeigt. Auch

nimmt die Kamera Videos nur mit

640x480 Pixel auf. Abgesehen davon

stimmt aber das Preis-/​Leistungsverhältnis.

Optisch lehnt sich das L5 an die größeren

Modelle L7 und

L9 an, und es hat auch vom Prada-

Phone ein paar positive Design-Eigenschaften

geerbt. Das Optimus L5 ist

somit ein schicker Langläufer.

800MHz, Single Core

4 GByte (erweiterbar)

4 Zoll, 320x480 Pixel

159 €

179 €

139 €

199 €

Huawei

Huawei Ascend

G330

Das Ascend G330 gehört zu den wenigen

Smartphones unter 200 Euro mit

einem Display mit 480x800 Bildpunkten.

Auch die Akkulaufzeit ist nicht

schlecht. Gegenüber dem günstigeren

LG-Smartphone punktet das G330

beim deutlich schöneren Display, dafür

ist das Design nicht sehr berauschend.

Auch Huawei hat eine 5-Megapixel-Kamera

verbaut, die zudem Videos auch

mit 720p festhält.

Acer

Acer Liquid Glow

Acer hat eine lange Tradition von günstigen

Android-Smartphones, die mal

besser, mal weniger gut ausfallen. Das

Liquid Glow gehört ohne Zweifel in die

Kategorie „gut gelungen“. Es überzeugt

bei einem moderaten Preis mit

einem schönen 3,7-Zoll-Display mit

480x800 Pixeln, Android 4.0 „Ice

Cream Sandwich“ und einem NFC-Modul

für das bargeldlose Bezahlen. Einzig

der interne Speicher könnte für den

Preis etwas üppiger sein.

Sony

Sony Xperia Tipo

Dual

Das Tipo Dual von Sony ist das aktuell

günstigste Android-Smartphone mit

zwei SIM-Kartenslots. Im Unterschied

zum Elson Cynus T1 bekommen Sie allerdings

nur ein 3,2-Zoll-Display mit

320x480 Pixeln, dafür ist der Sound

deutlich besser, und es besteht Aussicht

auf ein Update auf Android 4.1.

Ohne Dual-SIM erhalten Sie das Tipo

ab 119 Euro. Damit ist es das günstigste

Markenhandy mit Android 4.0.

1 GHz, Single Core

4 GByte (erweiterbar)

4 Zoll, 480x800 Pixel

1 GHz, Single Core

1 GByte (erweiterbar)

3,7 Zoll, 480x800 Pixel

800 MHz, Single Core

3 GByte (erweiterbar)

3,2 Zoll, 320x480 Pixel

18

Dezember 2012

Android-User.de


Fokus

Budget-Phones

Samsung Galaxy Mini 2

Obwohl das Galaxy Mini 2 aktuell noch mit

Android 2.3 ausgeliefert wird, haben wir es

in diese Liste aufgenommen, da Samsung

dem Smartphone direkt ein Update auf

Android 4.1 „Jelly Bean“ spendieren will.

Neben dem sehr günstigen Preis als Kaufargument

bringt das Mini 2 mit NFC ein

weiteres Alleinstellungsmerkmal. Near

Field Communication gibt es sonst nur bei

den rund 40 Euro teureren Modellen von

Acer und HTC. Somit können Sie mit dem

Mini 2 Tickets bei der Deutschen Bahn kaufen

oder Kontakte und andere Dateien

drahtlos an andere NFC-Androiden übertragen.

Die Eckdaten des Mini 2 decken

sich weitgehend mit unseren restlichen

Kaufempfehlungen: 3,3-Zoll-Display mit

einer Auflösung von 320x480 Pixeln und 4

GByte interner Speicher. Auch bei der Gesprächszeit

hebt sich das Samsung-

Handy nicht wirklich von der Konkurrenz

ab und bietet mit dem

1300-mAh-Akku maximal 11 Stunden

Gesprächszeit. Die verbaute

3-Megapixel-Kamera nimmt zudem

Videos nur mit 320x240 Pixeln auf,

reicht also höchstens für Schnappschüsse

für Facebook und Google+

aber nicht für die Fotos aus dem Urlaub.

Hält Samsung sein Update-Versprechen

auf Jelly Bean, dann ist das

Mini 2 sein Geld wirklich wert.

800MHz, Single Core

4 GByte (erweiterbar)

3,3 Zoll, 320x480 Pixel

135 €

Samsung

179 €

179 €

169 €

HTC Desire C

HTC

Das kleine Smartphone sieht nicht nur

gut aus, es arbeitet auch erstaunlich

flott, bedenkt man, dass lediglich ein

600-MHz-Prozessor in dem schicken

Gehäuse arbeitet. Das 3,5-Zoll-Display

löst mit 320x480 Pixeln auf. Sie sehen

also genau gleich viel, wie beim Optimus

L5 von LG, allerdings wirkt das

Bild schärfer, da mehr Pixel pro Zoll

vorhanden sind. Der interne Speicher

beträgt 4 GByte. Ein MicroSD-Slot ist

ebenfalls vorhanden.

Sony

Sony Xperia Miro

Sony ist immer gut, wenn es um günstige

Einsteiger-Smartphones mit kleinem

Bildschirm geht. So können wir

hier neben dem Tipo auch noch das

etwas teurere Miro empfehlen. Die

Spezifikationen decken sich weitgehend,

wobei das Miro das deutlich bessere

Display besitzt. Die Auflösung beträgt

aber auch hier 320x480 Pixel. Mit

dem Miro bekommen Sie zudem eine

recht solide 5-Megapixel-Kamera mit

LED-Blitz.

Elson Cynus T1

Elson

Sie kennen das Elson Cynus T1 nicht?

Dann benötigen Sie vermutlich kein

Smartphone mit Dual-SIM-Karte. Denn

sonst wären Sie bestimmt über das

recht günstige „Noname“-Smartphone

gestolpert, das mit 10 Stunden Gesprächszeit

und bis zu 650 Stunden

Standby-Nutzung punkten kann. Einen

Schönheitspreis gewinnen Sie mit dem

Smartphone nicht, aber in puncto

Preis-/Leistungsverhältnis finden Sie

aktuell kein besseres Dual-SIM-Handy.

600 MHz, Single Core

4 GByte (erweiterbar)

3,5 Zoll, 320x480 Pixel

800 MHz, Single Core

4 GByte (erweiterbar)

3,5 Zoll, 320x480 Pixel

1000 MHz, Dual-Core

4 GByte (erweiterbar)

4,3 Zoll, 480x800 Pixel

Android-user.de Dezember 2012 19


Fokus

Android-Accessoires

Im Test: Diverses Smartphone-Zubehör

Smartes Zubehör

Was wäre ein Android-Smartphone allein ohne Zubehör! Android User

hat elf Gadgets getestet, die Ihren Androiden bereichern, egal, ob

Smartphone oder Tablet.

VOLODYMYR GRINKO, 123RF

01

30 €

MiPow PowerTube

Die SP2600-RD PowerTube von

01 MiPow [1] besticht auf den ersten

Blick durch eine tadellose und

hochwertige Verarbeitung. Der Hersteller bietet

die kleine Aluröhre in zehn verschiedenen

Farben an. Der unverbindlichen Preisempfehlung

von knapp 60 Euro steht ein

Straßenpreis von realistischeren 30 Euro gegenüber.

Mit nur 75 Gramm stellt das Akkupack

ein echtes Leichtgewicht dar.

An der Stirnseite des Zylinders befindet

sich eine Plastikabdeckung mit einem Loch

in der Mitte. Dieses dient zur Aufnahme der

fünf mitgelieferten Adapter, über die Sie auch

die PowerTube selbst aufladen. Zur Auswahl

stehen Mini,- Mirco- und normal-USB-Adapter

(Vater und Mutter) sowie der (alte) Apple-Konnektor.

Die Plastikkappe erfüllt noch eine

zweite Funktion, die Sie beim

Schütteln des Röhrchens

entdecken. Dahinter

glimmt eine LED, die

je nach Farbe (rot bis

blau) den Ladezustand

des Akkus anzeigt.

Ähnlich verhält

es sich beim Laden

oder Entladen. Hier verraten die LEDs permanent,

wie viel Saft noch drinsteckt. Während

blaues Leuchten die volle Kapazität repräsentiert,

zeigt rotes Blinken das Ende der

Fahnenstange an. MiPow verspricht für den

Li-Ion-Akku etwa 500 Ladezyklen.

Als Kapazität gibt der Hersteller 2600 mAh

an, die Ausgangsspannung beträgt 1000 mAh

bei 3,7 Volt, was dem Ladestrom eines normalen

Netzgerätes entspricht. Entsprechend

zackig ging das Kraftpaket zur Sache. Der

Energiespeicher unseres Test-Androiden war

nach knapp 80 Minuten komplett durchgeladen.

Allerdings war die Röhre damit auch

weitgehend leer. Es reichte für lediglich 15

weitere Prozent beim zweiten Ladeversuch.

Positiv fällt auf, dass das Akku-Pack seine

Ladung absolut linear abgibt. Andere Akkupacks

zeigen hier im letzten Drittel einen

deutlichen Leistungseinbruch.

Um die PowerTube wieder zu laden, verwenden

Sie entweder ein handelsübliches

Ladegerät mit USB-Stecker oder den USB-Anschluss

am Rechner. Am Ladegerät ist die

Tube nach ungefähr drei Stunden wieder einsatzbereit

– ein eigenes Netzteil bringt die

Tube nicht mit. Reicht Ihnen die Kapazität

nicht, gibt es für rund 70 Euro eine Alternative

mit 6600 mAh vom gleichen Hersteller.

20

Dezember 2012

Android-User.de


Fokus

Android-Accessoires

Spider Podium

Sie möchten Ihr Smartphone im

02 Auto nutzen, aber es gibt keine

KFZ-Halterung dafür? Dann bietet

die Firma Breffo mit dem Spider Podium eine

clevere Smartphone-Halterung, die sich auch

für diverse andere Aufgaben recht gut eignet.

So lassen sich damit zum Beispiel Fotos

schießen, ohne dazu ein großes Stativ mit

sich herumschleppen zu müssen, auch als

Halterung fürs Fahrrad ist das Spider Podium

mit seinen acht Armen bestens geeignet.

Nach dem ersten Auspacken wirkte die

Spinne eher als ein Spielzeug, denn ein nützliches

Zubehör, doch wenn man einmal gelernt

hat, wie man das Smartphone am besten

umschlingt und die Beine ausrichtet,

damit alles möglichst gut hält, dann lässt

sich damit recht gut arbeiten. In unseren

Tests bewährte sich das Spider Podium unter

anderem als KFZ-Halterung für die Navigation

mit Maps with Me auf dem Galaxy

Nexus. Dazu befestigten wir den Spider mit

vier Armen an den Lamellen der Lüftung,

und die inneren vier Beine hielten das Smartphone

fest.

Als Stativ zum Fotografieren können wir

die Halterung jedoch nur bedingt empfehlen,

da die Spinne recht elastisch ist, und deshalb

leicht zum Wippen neigt. Man muss sie also

ziemlich gut festmachen, damit nichts wackelt.

Gefunden haben wir das Spider Podium

bei www. getdigital. de [2] zum Preis

von 16,95 Euro.

Boombero Wireless Speaker

Die meisten Smartphones besitzen

03 keine wirklich guten Lautsprecher,

um Musik zu hören. Wer mit seinem

Handy einen kleineren Raum beschallen

möchte, muss aber nicht gleich zur HiFi-Anlage

und einer Docking Station greifen. Mit

dem Boombero Wireless Speaker von Oregon

Scientific [3] geht das auch deutlich einfacher.

Die kleine Box, die über drei AAA-Batterien

oder via USB-Kabel mit Strom versorgt

wird, arbeitet als Verstärker für Ihr Smartphone.

Dabei kommt der Lautsprecher komplett

ohne Kabel aus und schnappt sich quasi

das Ausgangssignal des Handys, um es über

den größeren internen Lautsprecher der

03

90 €

02

Boombero-Box auf maximal

3 Watt zu verstärken.

Near Field Audio

bzw. NearFA nennt sich

diese Technologie, die mit

NFC (der Near Field Communication)

allerdings nichts zu

tun hat.

Hat man die passende Liegeoder

Stehposition für das eigene

Handy gefunden, funktioniert das

auch tatsächlich erstaunlich gut.

Damit man nicht allzulange suchen

muss, gibt es auf der

Webseite von Oregon Scientific

ein ausführliches Manual mit

den besten Positionen für zahlreiche Smartphone-Typen

[4]. In unseren Tests benutzten

wir die Box mit dem Galaxy Nexus, dem Galaxy

S III, dem Motorola Atrix und dem HTC

Desire C problemlos. Ein Video von der

Funktionsweise finden Sie in unserem You-

Tube-Kanal [5].

Der Klang der Einwege-Box kann dabei

durchaus mit sehr guten Lautsprechern von

Notebooks mithalten, sodass sich der Boombero

auch als Lautsprecher fürs Notebook

eignet. Hier wird der Klang dann einfach

über ein übliches 3,5mm-Audiokabel an die

Box weitergegeben. Ein passendes Kabel liegt

dem Lautsprecher ebenfalls bei.

Auch wenn der Boombero Wireless Speaker

mit einer echten Audio-Docking-Station

klanglich nicht mithalten kann, birgt die

rund 90 US Dollar teure Box doch ein enormes

Potenzial. Zudem kann man sie recht

gut transportieren, da man wirklich keine

Kabel braucht.

Sanyo Mobile Booster

17 €

Der Eneloop Mobile Booster [6]

04 wartet mit einem ordentlich verarbeiteten

Gehäuse aus Kunststoff

und nominell 5000 mAh Leistung auf. Anders

als die PowerTube bringt der Kraftwürfel

ein eigenes Netzteil mit. Neben dem Netzstecker

befindet sich ein zusätzlicher Mini-

USB-Eingang, über den Sie den Akku optional

laden, falls Sie das mitgelieferte Netzteil

mal nicht zur Hand haben.

Der Mobile Booster bringt gleich zwei USB-

Ausgänge mit. Was zunächst als Vorteil erscheint,

entpuppt sich bei genauerer Betrachtung

eher als Nachteil: Der Booster beschickt

nämlich jeden der beiden

Anschlüsse lediglich mit 500

mAh, was dem Ladestrom

eines normalen USB-Anschlusses

am PC entspricht. Dem ent-

04

40 €

Android-user.de Dezember 2012 21


Fokus

Android-Accessoires

05

110 €

Abb. 2: In der App MyDlink Lite wählen

Sie im ersten Dialog die

gewünschte Webcam aus…

sprechend lange dauern die

Ladezyklen gerade bei Geräten

mit leistungsstarken Akkus,

etwa von Tablets. Ein Y-Kabel,

das diesen Engpass durch Doppelanschluss

beheben könnte,

liefert Sanyo nicht mit.

Auf der Frontplatte des Gehäuses

befinden sich ein Power-Knopf,

der auch dazu

dient, den Status des Akkus

abzufragen. Drücken Sie ihn

für drei Sekunden, leuchtet die

LED für einige Sekunden durchgängig,

was einen vollen Ladestand

anzeigt. Ein langsames Assistent ein.

Blinken signalisiert eingeschränkte

Betriebsbereitschaft und ein

schnelles, dass es leer ist.

Im Test konnte das Sanyo nicht überzeugen.

Die Ladezeit für ein Tablet betrug etwa

acht Stunden. Wie bei der Powertube war

auch hier bei 40 Prozent Schluss. Ein eher

mageres Ergebnis angesichts der deutlich höheren

nominellen Leistung.

Auch das Ermitteln der Ladedauer und Kapazität

scheiterte in den Tests bei einigen Geräten

daran, dass sich das Akku-Pack selbst

in voll geladenem Zustand in regelmäßigen

Abständen (etwa alle 3-5 Minuten) abschaltete.

Bei anderen Android-Handys lud das

Sanyo das Smartphone zwar voll durch,

mehr als 1,5 Ladungen waren aber auch hier

nicht drin. Der Ladezyklus dauert mit vier

Stunden zudem recht lange.

Ähnlich behäbig gibt sich der Energiespeicher,

wenn er wieder Strom braucht. Bis er

wieder seine komplette Kapazität

erreicht, verstreichen am

Netzteil satte 7 Stunden – am

USB-Stecker sogar 14.

D-Link DCS-942L

Sie sind auf der Suche

05 nach einer Webcam

mit Drahtlos-Anschluss

und Aufnahmefunktion

für die Nacht, die zudem Bilder

auch gleich aufs Smartphone

überträgt? Dann ist die DCS-

942L von D-Link [6] genau das

Richtige. Die Webcam lässt sich

– zumindest unter Windows –

kinderleicht in Betrieb nehmen,

und einmal installiert greifen Sie

über das MyDlink-Portal bzw.

über die zugehörige Android-

App jederzeit und von jedem Ort

aus auf die Webcam zu. Das ist

Abb. 1: Unter Windows richten Sie die Webcam ganz einfach per

besonders dann praktisch, wenn man unterwegs

einen Blick auf das traute Heim werfen

möchte, aber auch als Babyphone lässt sich

die Kamera einsetzen, auch wenn die vier

roten LEDs dabei eher hinderlich sind.

Die Kamera lässt sich mit Windows, Mac

OS und Linux zusammen nutzen, für den

Einsatz der Android-App benötigen Sie aber

zwingend einen Account bei mydlink.com

und müssen auch die Webcam diesem Account

zufügen. Das klappt nur mit Windows.

Einmal eingerichtet, benötigt die Webcam

aber kein Windows mehr. Der Zugriff auf die

Weboberfläche ist von jedem modernen

Browser aus möglich.

Falls Sie eine komplette Heimüberwachung

aufsetzen möchten, gibt es die Kameras auch

etwas günstiger als LAN-Version nur mit

Ethernet-Anschluss. Das von uns getestete

Modell DCS-942L verfügt zum Preis von rund

110 Euro über einen

MicroSD-Slot, und es

befindet sich auch

eine 16 GByte große

MicroSD-Karte im Lieferumfang.

Versionen

ohne Nachtsichtfunktion

und ohne MicroSD-Karte

gibt es

bereits ab 60 Euro.

Die MyDlink-App

[7] eignet sich ideal,

um auch unterwegs

mal einen Blick auf

die Webcam zu werfen.

Die App gibt es

als kostenlose Lite-

Version [8] und als

MyDlink+ für 0,80

Abb. 3: …und holen dann das Bild

Ihrer Webcam auf Ihr Android-Smartphone

oder Tablet.

Cent. Die Plus-Version

unterscheidet sich

darin von der Lite-Va-

22

Dezember 2012

Android-User.de


06

70 €

Fokus

Android-Accessoires

riante, dass sie mehrere Kameras verwaltet.

Bei der Lite-Version müssen Sie sich im ersten

Dialog für eine Cam entscheiden. Die

App lässt sich nur mit einem MyDlink-

Account zusammen nutzen.

In der Detailansicht sehen Sie nun das

Live-Bild Ihrer Webcam und können hineinzoomen

oder das Bild auf den kompletten

Bildschirm bringen. Über die Kamerataste

unten links erstellen Sie eine Momentaufnahme,

und via Klang schalten Sie den Ton

der Kamera aus. Die Kamera schaltet je nach

Lichtverhältnissen automatisch vom Tagmodus

(Farbe) in den Nachtmodus um. Nach

unseren Auffassung geschieht dieser Switch

etwas zu früh, also bei Lichtverhältnissen,

die eigentlich noch gut für Farbaufnahmen

taugen. Zudem ist der Wechsel mit einem

recht lauten Knack-Geräusch verbunden,

was gerade beim Anbruch der Dämmerung

inklusive Wolken für eine recht unangenehme

Geräuschkulisse sorgt. Da die Kamera

aber im Normalfall in Räumen installiert sein

dürfte, wo man sich eh nicht aufhält, ist das

nicht weiter tragisch. Die Bilder der Tagaufnahmen

sind recht gut, die Infrarotbilder

könnten etwas schärfer sein.

MyDlink Lite funktioniert ohne kompliziertes

Firewall-Setup. Möglich machen dies die

D-Link-Server, die das Kamerabild quasi als

Streaming-Server zwischenspeichern. Sie

sollten sich also bewusst sein, dass D-Link

theoretisch die kompletten Aufnahmen Ihrer

Webcam mitschneiden kann. Möchten Sie

den Dienst nicht nutzen, oder können Sie ihn

nicht nutzen, weil Sie mit Linux arbeiten,

dann bietet das Web-Frontend die Möglichkeit,

die Bewegungsmeldung einzuschalten

und bei Motion Detection automatisch Aufnahmen

per E-Mail zu verschicken oder auf

einem FTP-Server zu speichern. Je nach Bewegungsaufkommen

fallen auf diese Weise

allerdings stündlich Daten

im GByte-Bereich an!

eine kleine WiFi/​

USB-Festplatte, was

vor allem im Zusammenspiel

mit einem

Smart-TV-Gerät oder

einem Autoradio praktisch

ist. Und so funktioniert’s:

Schließen Sie den

USB-Stick an einen

Rechner an, dann startet

dieser einen WiFi-Hotspot

mit dem AP-Namen „mobostick“.

Verbinden Sie nun das Smartphone

mit diesem WiFi-Netzwerk und starten

auf dem Smartphone die zugehörige Mobostick-App

[10], dann gibt der Mobostick

von Ihnen ausgewählte Inhalte des Smartphones

als USB-Massenspeicherlaufwerk

frei. Unter Windows, Mac und Linux erscheint

also einfach ein neues Laufwerk.

Somit arbeitet der kleine Stick mit sämtlichen

Geräten zusammen, die USB-Laufwerke

als Speicher akzeptieren. Der Clou dabei: Via

WLAN können Sie auch mehrere Smartphones

mit dem Stick verbinden und Daten freigeben.

Diese erscheinen dann ebenfalls in

der Auswahlliste, und so steht der Party mit

gemeinsamer Musik mit Freunden eigentlich

nichts mehr im Weg.

Leider birgt das System auf dem Stick ein

paar kleine Tücken, die die rund 80 Euro

teure Lösung gleich weniger interessant machen.

So müssen Sie sich mit dem Smartphone

oder Tablet unbedingt permanent mit

dem Mobostick-Accesspoint verbinden. Das

bedeutet aber gleichzeitig, dass das Smartphone

keine Internetverbindung mehr besitzt.

Inhalte von YouTube auf den großen

Fernseher zu bringen, ist somit nicht möglich.

Der vom Mobostick gestartete WiFi-Hotspot

kommt zudem komplett ohne Verschlüsselung,

Ihre Nachbarn können sich somit

Mobostick

Sie möchten

06 einen Film vom

Smartphone auf

dem großen smarten TV-

Gerät von Papa und Mama

abspielen, aber Papa und

Mama haben weder WLAN

noch eine Anbindung ans

Internet? Hier kommt der

Mobostick von HSTI [9]

ins Spiel. Er macht via

USB-Mass-Storage-Support

aus Ihrem Smartphone

Abb. 4: Auch wenn das Setup etwas umständlich ist, lassen sich mehrere

Geräte mit dem Stick verbinden.

Abb. 5: Mit der Mobostick-App verwandeln

Sie Ihr Smartphone in einen

drahtlosen USB-Stick.

Android-user.de Dezember 2012 23


Fokus

Android-Accessoires

07

10 €

Abb. 6: Die Android-App verweigerte

die Zusammenarbeit mit der GoFlex-

Platte und zeigte stets diese Meldung

an.

problemlos

mit dem

Netz verbinden

und so

den kompletten

Traffic mitschneiden.

Zudem

startet der Stick jedesmal

neu, wenn Sie ein

neues Verzeichnis als Share

einrichten. Das macht die Arbeit

mit mehreren Geräten nicht gerade angenehmer,

zumal der Hotspot so für ein

paar Sekunden nicht aktiv ist und sich

schnell Android-Geräte in dieser Zeit schon

mit dem gewohnten AP verbinden.

Last but not least bietet der Mobostick nur

eine Read-only-Lösung: So sehen Sie zwar

sämtliche freigegebenen Dateien Ihres Smartphones,

wie wenn sich diese auf dem USB-

Stick befinden würden, darauf schreiben

lässt sich allerdings nicht.

Der Mobostick eignet sich deshalb am

ehesten als praktische Erweiterung für den

digitalen Bilderrahmen, dessen Speicher man

sonst per USB-Stick befüllt, wenn Sie – wie

eingangs erwähnt – auf die Internetverbindung

Ihres Android-Gerätes für diese Zeit

verzichten können.

No-Name-Akkupack

Alternativ zu den relativ teuren

07 Akku-Packs offerieren Händler wie

System-S bei Amazon [11] Plastik-

Batteriefächer, die vier Mignon-Zellen fassen

– dafür aber auch nur 10 Euro kosten.

Verarbeitung und Leistung der Billig-Packs

können nicht wirklich überzeugen, dafür

warten sie mit einem Trumpf auf, der den

traditionellen Akkupacks fehlt: Auf der ganzen

Welt bekommen Sie quasi an jeder Ecke-

Mignon-Batterien – und damit Saft für Ihr

Smartphone. Voll bestückt wiegt das Pack

ungefähr 127 Gramm. Die Ausstattung reduziert

sich auf einen Ein/​Aus-Schalter, eine

Power-LED und ein fest am Gehäuse angebrachtes

Kabel mit einem Micro-USB-Anschluss

am Ende.

Im Leistungstest schaffte

es der Reservetank,

unser Tablet um etwa 30 Prozent aufzuladen,

bei den Testhandys waren es immerhin 90

Prozent der Kapazität in ungefähr drei Stunden.

Ein Nachladen des Power-Packs fällt

beim Einsatz von herkömmlichen Zellen

flach, sinnvollerweise bestücken Sie das Batteriefach

deshalb mit Akkus.

Seagate GoFlex Satellite

Auch wenn es sich bei dieser externen

Festplatte nicht um ein And-

08

roid-spezifisches Gadget handelt,

eignet sich die GoFlex [12] mit ihrem integrierten

WLAN-Hotspot ideal, um gemeinsam

Daten zu nutzen bzw. einen zentralen Speicher

für Multimedia-Dateien einzurichten.

Der Zugriff erfolgt allerdings read-only, d.h.

Sie können vom Smartphone oder Tablet aus

keine Dateien auf die Festplatte kopieren.

Dazu müssen Sie die Seagate-Platte via USB-

Schnittstelle an einen Rechner anschließen.

Im USB-Modus ist die Festplatte dann nur für

den Rechner verfügbar, an den sie angeschlossen

ist, und während Sie Dateien auf

die Platte kopieren oder verschieben, lädt

auch der interne Akku der Platte, der bis zu

5 Stunden Laufzeit gewähren soll. Alternativ

lässt sich der kleine Dateiserver auch via

Netzteil betreiben (im Lieferumfang enthalten).

Dank passendem USB-Kabel und KFZ-

Adapter klappt das auch im Auto.

Wie bereits beim Mobostick ist auch bei

der GoFlex-Platte das einfache Setup die

größte Schwäche: Die Festplatte betreibt ein

eigenes, nicht verschlüsseltes WiFi-Netzwerk,

auf das sich in der Grundeinstellung

problemlos vom Nachbarhaus aus zugreifen

lässt. So lässt sich die Platte zwar sehr einfach

nutzen, aber wiederum stehen Sie vor

dem Problem, dass der Internetzugang Ihres

Smartphones oder Tablets nicht mehr funktioniert.

Immerhin: Bei Seagate hat man an die

Sicherheit der Daten gedacht, und das offene

WLAN lässt sich via Passwort in ein sicheres

WPA-Netzwerk verwandeln. Das Problem

mit dem Internetzugang bleibt aber bestehen,

hier gibt es von anderen Herstellern bereits

cleverere Lösungen, die die Platte ins eigene

WLAN einbinden.

Zudem hat in unseren Tests die zugehörige

Android-App [13] nicht

wirklich funktioniert, und wir

24

Dezember 2012

08

160 €

Android-User.de


Fokus

Android-Accessoires

bekamen stets die Meldung angezeigt: „Service-Status

der GoFlex Satellite wird überprüft…“.

Das ist aber nicht weiter tragisch,

da Sie auch via Browser kompletten Zugriff

auf die Festplatte erhalten. Einzig unter Android

2.3 arbeitete die GoFlex-App ab und zu

richtig. Unter Android 4.0 und 4.1 ließ sich

der Fehler hingegen nicht beheben. Zum

Preis von rund 160 Euro bekommen Sie mit

der GoFlex Satellite eine 500-GByte-Platte mit

USB-3.0-Verbindung und WiFi-Hotspot.

Ohne WiFi-Funktion bekommen Sie zum

gleichen Preis 1,5 TByte, oder Sie bezahlen

für 500 GByte lediglich 60 Euro. Für den heimischen

Gebrauch setzen Sie also besser auf

eine konventionelle Netzwerk-Festplatte, lediglich

für den gemeinsamen Einsatz unterwegs

lohnt sich die Anschaffung des doch

recht teuren Massenspeichers von Seagate.

Anyloader

Der Anyloader [14] ist ein Allzweck-Solar-Lader

aus dem Hause

09

getdigital.de. Im Lieferumfang finden

Sie eine umfangreiche Stecker-Auswahl,

um das Gerät mit allen nur erdenklichen

Stromfressern zu verbinden: Ganze elf Stecker

und zwei Verbindungskabel legt der

Hersteller dem Gerät bei – für 34,95 Euro ein

ansprechendes Gesamtpaket.

Der 125 Gramm schwere Ladehelfer funktioniert

auf zweierlei Weise. Zum einen kann

man den internen 1100-mAh-Akku via USB

an den Computer oder ein Ladegerät anschließen

– die Ladedauer beträgt 2-4 Stunden.

Anschließend stellt das Gerät Ladestrom

mit einer Ausgangsleistung von 5,5 Volt bei

500 Milliampere zur Verfügung.

Zum anderen kann man den Anyloader

aber auch in eine Solar-Ladestation verwandeln.

Zu diesem Zweck ist das Gerät mit

einem Solarpanel auf der Oberseite ausgestattet,

zu dem ein kleineres durch Aufschieben

des Gehäuses hinzukommt. Der Ladestatus

wird durch drei kleine LEDs an der Seite

des Gehäuses angezeigt. Die Solarpanels liefern

bei perfekter Sonneneinstrahlung laut

Hersteller in sechs bis acht Stunden einen gefüllten

Akku. In der Praxis ist diese Zeitspanne

ein dehnbarer Begriff: Zwar ist bei

strahlender Sonne von einem klaren

blauen Himmel durchaus von einem beobachtbaren

Ladevorgang zu sprechen,

um den Anyloader jedoch zur Gänze zu

füllen, bedurfte es in unserem Fall mehrerer

Tage (Testzeitraum: September 2012).

Bei gemischten Wetterverhältnissen ist die

Solar-Funktion also nur sehr eingeschränkt

nutzbar.

Shoqboxen

von Philips

Die Philips

Shoq-

10

box-Serie

[15] umfasst das elegante

Modell SB 7300

und eine stoß- und

spritzwassergeschützte

Variante, das Modell

SB7200 (Bild). Es ist für

Abenteuer im Freien gewappnet,

und mit dem integrierten

Haltering kann es

sogar an der Kleidung oder

am Rucksack befestigt werden. Mit einer

Laufzeit von acht Stunden hält die Shoqbox

auch einen langen Tag am Strand durch.

Zwei Shoqboxen lassen sich zudem zu einem

Stereo-Set miteinander koppeln.

In beiden Boxen ist ein Mikrofon integriert,

sodass sie auch als mobile Freisprecheinrichtung

genutzt werden können. Zudem ist ein

Sensorfeld integriert, über das Sie die Musikwiedergabe

steuern. Per Gestensteuerung

kann man zudem laut Hersteller wie bei

einem normalen Hi-Fi-System eine Shoqbox

als linken Lautsprecher und die andere als

rechten Lautsprecher einrichten. In unseren

Tests mit der SB7200 hat das jedoch nicht auf

Anhieb geklappt.

Die Lautsprecher sind via Bluetooth universell

anschließbar, egal, ob Android-Gerät

oder ein anderes Bluetooth-fähiges System.

Für Geräte ohne Bluetooth steht ein 3,5-mm-

LineIn-Eingang zur Verfügung. Geladen werden

Sie mit dem mitgelieferten Netzteil und

einen Mikro-USB-Anschluss wie beim Handy.

Sie können die Boxen daher auch mit Ihrem

Handy-Netzteil laden. Allerdings verzichtet

Philips bei der Shoqbox auf einen USB-Port,

ein Nachladen des Handys über den Akku

der Box ist daher nicht möglich.

Der UVP liegt der SB7200 liegt bei recht

stolzen 179,99 Euro, für die SB7300 werden

gar 199,90 Euro als UVP

09

35 €

10

180 €

Android-user.de Dezember 2012 25


Fokus

Android-Accessoires

Abb. 8: Das Inspire Akkupack

erträgt auch Wasser und Schmutz.

Es kostet 60 Euro.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27127

empfohlen. Die Straßenpreise dürfen sich jedoch

ein bisschen unter diesen Preisen einpendeln.

Für Outdoor-Profis

So manches

11 Smartphone-Zubehör

ist für den

Gebrauch abseits der heimischen

Couch gänzlich ungeeignet – sei es

nun, weil das Gehäuse undicht ist,

Schräubchen locker sitzen oder die verwendeten

Materialien schnell rissig werden.

Nicht so die Produkte aus dem Hause Brunton.

Die 1894 gegründete Firma fertigt seit

Längerem auch portable Akkupacks und Solarpanele,

die speziell für den harten Outdooreinsatz

konzipiert sind.

Für diesen Artikel testeten wir das

3200mAh speichernde Brunton Inspire-Akkupack

[16] und das Solaris 4 USB-Panel

[17], die im Handel für rund 60 Euro (Inspire)

respektive knapp 200 Euro (Solaris 4

USB) erhältlich sind. Auf einer dreiwöchigen

Outdoor-Tour durch die Pyrenäen mussten

die beiden Brunton-Produkte zeigen, was sie

tatsächlich leisten.

Mit einer Größe von 15,2x5,1x27,9cm ist

das 227 Gramm schwere Inspire recht kompakt

geraten. Auch der Lithium-Polymer-

Akku mach mit seinem robusten, gummierten

und wasserfesten Gehäuse einen sehr

langlebigen Eindruck. Das mit einem microUSB-

und einem USB-Anschluss ausgestattete

Kästchen bietet 5 Volt Ausgangsleistung

bei 1000mA Ausgangsstrom. Laut Hersteller

benötigt es 2h Ladezeit am Zigarettenanzünder,

über den USB 2.0-Anschluss dauert

der Ladevorgang laut Eigenauskunft 4

Stunden. Will man mit dem Outdoor-Akku

sein eigenes Smartphone, den Fotoapparat

oder das GPS aufladen, so muss man 1-2

Stunden Ladezeit veranschlagen. Zum Laden

legt Brunton dem Inspire neben einem USB-

Kabel übrigens auch den Freedom 12 Volt

USB-Adapter für das Aufladen im Auto bei.

Beim Solaris 4 USB handelt es sich um ein

faltbares, vierteiliges Solar-Panel, das mit

vier Ösen an den Ecken zur Befestigung am

Zelt, Rucksack oder anderen Aufhängepunkten

ausgestattet ist. Brunton verwendet für

seine Solar-Panels sogenannte CIGS-Zellen,

die den großen Vorteil haben, flexibel und

damit vielseitig einsetzbar zu sein. Das Gerät

hat einen USB-Ausgang für den Anschluss direkt

am Smartphone, an Akkupacks oder anderen

Geräten, die es aufzuladen gilt. Die

CIGS-Solarzellen sind auf einer sehr robusten,

aber trotzdem dünnen Textilplane angebracht,

die 23x64 Zentimeter misst. Die maximale

Ausgangsleistung des 178 Gramm

schweren Sonnensegels liegt bei 5V/​800 mA.

Unsere Testbedingungen waren gut –

Sonne satt, in drei Wochen kaum eine Wolke

am Himmel, ideale Voraussetzungen also für

einen Solar-Lader, um zu zeigen, was er

kann. Der erste Aufladevorgang durch das

noch zu Hause an der Steckdose aufgefüllte

Inspire ging überraschend schnell vonstatten.

Die vom Hersteller angegebenen 1,5

Stunden Ladedauer wurden voll eingehalten.

Auch das Solarpanel bewährte sich vollständig:

Nach knapp vier Stunden leuchteten bereits

3 LED am Inspire Akkupack, als wir es

nach insgesamt 5 Stunden von der Leitung

nahmen, war das Inspire wieder voll – obwohl

das Solarpanel während des Ladevorgangs

zum Teil sogar im Schatten eines Baumes

hing. Probleme traten lediglich mit der

LED-Anzeige auf. Hier leuchtete von Zeit zu

Zeit nur eine LED leicht bläulich, obwohl das

Akkpack voll war. Abgesehen davon können

wir das Paket mit Panel und Akkupack für

Outdoor-Fans nur empfehlen.

● ● ●

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26

Dezember 2012

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Fokus

Griffin Helo TC Assault

Griffin

Griffin Helo TC Assault

Abgehoben

Ein ferngesteuerter Hubschrauber

mit

abschießbaren Raketen

für nur wenig Geld,

ein Kindheitstraum wird

wahr! Der Helo TC

Assault von Griffin lässt

sich mit Ihrem Handy

steuern, doch hält der

Flieger, was er verspricht?

Christoph Langner

Abb. 1: Der Hubschrauber wird mit einem IR-Modul

und einer App mit dem Handy gelenkt.

Der Berufswunsch Hubschrauberpilot

steht im Leben fast eines jeden

kleinen Kindes zumindest für eine

kurze Zeit auf dem Plan. Auch

wenn dann später doch ein anderer Beruf gewählt

wird, die Faszination am Hubschrauber-Flug

bleibt erhalten.

Zum Glück muss das Verlangen nach

einem eigenen Heli nicht unerfüllt bleiben.

Zahlreiche Hersteller bieten Modellbau-Hubschrauber

in verschiedenen Größen an. Doch

auch ein Mini-Heli ist alles andere als ein billiges

und einfaches Vergnügen. Ein ausgewachsenes

Modell mit realistischer Mechanik

kostet schnell über tausend Euro.

Griffin Helo TC Assault

Seit ein paar Jahren gibt es jedoch Modell-

Hubschrauber im Spielzeugsegment. Die

Mini-Helis sind dank Koaxialrotor einfacher

zu fliegen und auch für relativ

wenig Geld zu bekommen. Für

die Modelle aus der Helo TC-

Reihe von Griffin brauchen Sie

nicht einmal mehr eine Fernbedienung,

ein Smartphone mit

iOS oder Android reicht aus.

Für unseren Test haben wir

uns ein Griffin Helo TC Assault

[1] ausgesucht, im Gegensatz zu

seinem Vorgänger kann es auch

kleine Raketen abschießen. Das

Modell ist im Handel für etwa 60

bis 70 Euro zu bekommen. Nicht

gerade günstig, aber deutlich billiger

als richtige Modellhubschrauber. Billig

ist allerdings auch das Motto des Gerätes:

Der Helo TC macht einen sehr fragilen Eindruck.

Der Helo TC Assault wird zusammen mit

einem IR-Bedienelement und ein paar Ersatzteilen

geliefert. Der Adapter wird über einen

Klinkenstecker in der Kopfhörerbuchse des

Handys angesteuert und dann über zwei

Klammern unter das Handy geklemmt. Am

besten funktioniert das mit Handys, die dem

Format eines iPhones ähneln, für diese

wurde der Adapter ursprünglich entwickelt.

Android-App zum Steuern

Die App [2] zum Steuern des Gerätes muss

man selbst auf seinem Handy installieren.

Unter Android 2.x lief die App auf unseren

Test-Handys ohne Probleme, auch auf einem

Galaxy Nexus mit ICS funktionierte sie. Auf

anderen ICS-Handys brachte ein kürzlich

veröffentlichtes Update mehr Stabilität.

Helo TC für Android verwandelt Ihren

Androiden nun im Zusammenspiel mit dem

IR-Adapter in eine Fernbedienung. Schalten

Sie den Heli am besten vor dem Start der

App über den kleinen Schalter auf der Unterseite

ein, dann verbindet sich die Anwendung

auch automatisch mit dem Hubschrauber.

Die ersten Flugmanöver mit dem Helo

TC sind recht intuitiv. Auf der linken Seite

der Fernbedienung finden Sie einen Schubregler,

mit dem Sie die Leistung des Motors

und somit den Auftrieb des Hubschraubers

regulieren. Der Steuerknüppel dreht den Flie-

28

Dezember 2012

Android-User.de


Fokus

Griffin Helo TC Assault

Abb. 2: Mit einer richtigen Fernbedienung lässt sich der Heli besser steuern.

Abb. 3: In den Einstellungen können Sie den Experten-Modus aktivieren.

ger um die eigene Achse bzw. betätigt den

horizontal ausgerichteten Heckrotor. Der Heli

kippt durch ihn nach vorne bzw. hinten. Dadurch

steuern Sie den Helo TC in einen Vorwärts-

bzw. Rückwärtsflug.

Die beiden großen roten Feuer-Tasten

unter dem Steuerknüppel schicken die zwei

Raketen des Helo TC Assault auf ihre Reise.

Wichtig sind auch die beiden Trimm-Tasten

am oberen Rand. Sie korrigieren den Antrieb,

wenn sich der Helo im Schwebeflug um die

eigene Achse drehen sollte.

Kein Feedback

Auch wenn die Steuerung über einen Touchscreen

auf den ersten Blick interessant und

vielleicht auch moderner erscheinen mag,

eine richtige Fernbedienung mit einem haptischen

Feedback fehlt spürbar. Ohne ein zweites

Augenpaar lässt sich der Heli mit der App

nur schwer steuern, da man blind die Kontrollen

auf dem Touchscreen kaum trifft. Entweder

schaut man auf den Hubschrauber

oder aber auf den Touchscreen, beides zusammen

lässt sich nur schwer unter einen

Hut bringen. Das fehlende Feedback führt

dann schnell dazu, dass der Heli nicht ausreichend

kontrolliert werden kann. Um nicht

immer auf den Touchscreen der App schauen

zu müssen, lässt sich die Steuerung in den

Abb. 4: Ohne ein Auge auf das Handy zu haben, ist

der Kontroller nicht zu bedienen.

Einstellungen von Joystick auf Bewegung umstellen.

In diesem Modus kontrolliert man

den Heli über die Neigung des Handys. Allerdings

erfordert dies viel Feingefühl, leichter

steuert sich der Helo dadurch nicht.

Vorsicht, zerbrechlich!

Unser Test-Heli musste in der Redaktion

durch zahlreiche ungeschickte Hände gehen,

was schnell die Grenzen der Haltbarkeit des

Spielzeugs aufzeigte.

Nach diversen Abstürzen ist unser Testgerät

zwar noch in einem Stück, das genutzte

Plastik ist äußerst zäh, doch unsere Bruchpiloten

sorgten dafür, dass an den Rotoren

zahlreiche Katschen und Macken zu finden

sind und sie wohl auch irgendwie nicht mehr

ganz rund laufen.

Ersatzteile

Helfen könnten hier Ersatzteile, die Griffin

zwar auch mitliefert, doch hier zeigt sich der

Hersteller als sehr geizig. Ersatz für verloren

gegangene Raketen gibt es reichlich, doch es

sind nur zwei Rotorblätter im Set enthalten.

Mehr Ersatzteile finden Sie im Online-Shop

des Vertriebs [3], doch dieser liefert nicht

nach Europa, und im Internet liessen sich

passende Teile nicht auftreiben. Auf Anfrage

verriet uns Griffin, dass die Rotoren der Konkurrenz

von Syma [4] auch an den Helo TC

passen müssten, allerdings erwies sich diese

Aussage als voreilig getroffen. Aufgrund der

unterschiedlichen Gestaltung der Ösen passen

die Ersatzrotoren kaum in die Aufnahmen

des Helo TC. Was bleibt, ist ein durchwachsener

Eindruck. Der Helo TC macht

zweifelsohne Spaß, doch das Spielzeug ist

sehr empfindlich, und Ersatzteile sind in

Deutschland schwer zu bekommen. Unser

Tipp: Verzichten Sie besser auf App und Raketen,

und greifen Sie stattdessen zur günstigsten

Version mit richtiger Fernbedienung.

Sie sparen so Geld, und die Steuerung fällt

deutlich leichter.

● ● ●

Abb. 5: Die Ersatzrotoren von Syma

passen kaum in die Aufnahme des

Helo TC.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/26327

Android-user.de Dezember 2012 29


Hardware

Motorola Razr i

Im Test: Motorola Razr i XT890

Intel

Motorola

inside

Mit dem Razr i bringt Motorola das erste Smartphone mit

Intel-Prozessor auf den deutschen Markt. Wir haben uns

das schnittige Razr-Smartphone angeschaut und sind recht

begeistert. Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Optimaler Formfaktor

‚ NFC

‚ Gute Akkulaufzeit

‚ Schnelle Kamera

„ Noch nicht 100% kompatibel

Wurden Intels Smartphone-Bestrebungen

vor einem Jahr

von der Konkurrenz noch belächelt,

gibt es bereits dieses

Jahr mehrere Androiden mit „Intel inside“.

Das von den Spezifikationen her interessanteste

Gerät ist das Motorola Razr i mit einem

4,3 Zoll großen Super-AMOLED-Display

(540x960 Pixel), MicroSD-Kartenslot, NFC,

wasserabweisender Oberfläche und der

2.0 GHz schnellen Intel-CPU.

Industrial Design

Zu den großen Pluspunkten gehört der kompakte

und unserer Meinung

nach auch sehr gelungene

Formfaktor des Razr i: Trotz

4,3-Zoll-Display ist das

Razr i wesentlich kleiner

als andere Smartphones mit

gleicher Displaygröße. Möglich

macht das der Touchscreen,

der einen sehr großen

Teil des Frontbereichs

einnimmt und rechts und

links kaum 2 mm Rand

lässt. Das Razr i ist nicht zu

dünn aber auch kein Brummer

und liegt dadurch sehr

gut in der Hand.

Motorola hat dem Intel-

Smartphone eine Kamerataste

spendiert, die wirklich

nützlich ist. Ohne den Entsperrbildschirm

zu betätigen

können Sie so mit

Abb. 1: Der Homescreen des Razr i

mit dem für Android 4 typischen

Motorola-Widget ganz oben.

einem Druck auf die Taste innerhalb Sekundenfrist

Fotos schießen. Um das gemachte

Foto zu betrachten, müssen Sie das Gerät

hingegen zuerst entsperren. Es ist also nur

die Kamera vom Sperr-Bildschirm ausgenommen.

Die Bildqualität der 8-Megapixel-

Kamera ist gut bis sehr gut. Für eine echte

Empfehlung als Foto-Handy ist aber auch das

Objektiv des Razr i zu klein, und es bietet

nicht genügend Lichteinfall. Gespart hat

Motorola bei der 0,3-Megapixel-Frontkamera.

Geschmackssache ist sicherlich das Design

des Smartphones mit den gut sichtbaren Verschraubungen.

Auch in der Redaktion waren

wir uns hier nicht einig, ob

das nun schön oder hässlich

ist. Definitiv nicht gefallen

hat uns der recht aggressive

Vibrationsmotor.

Intel inside

Was auf Desktop-Rechnern

schon seit Langem üblich

ist, hält nun auch bei den

Smartphones und Tablets

Einzug: Geräte mit unterschiedlichen

Prozessor-Architekturen.

Während der

Smartphone-Markt bislang

überwiegend von ARM-

Prozessoren und wenigen

CPUs der MIPS-Architektur

geprägt war, will auch Intel

in den sehr rasch wachsenden

Markt einsteigen und

sich Marktanteile sichern.

32

Dezember 2012

Android-User.de


Hardware

Motorola Razr i

Mit dem Razr i von Motorola

ist Intel dieser Einstieg in

den europäischen Markt sehr

gut gelungen. Abgesehen

von einigen recht kleinen Details

arbeitet das Razr i ebensogut

wie seine ARM-Pendants.

In einigen CPU-intensiven

Bereichen schlägt sich

das Smartphone sogar deutlich

besser, da die Atom-CPU

auf maximal 2.0 GHz getaktet

ist. Das zeigt sich beim

Laden und Scrollen umfangreicher

Webseiten, aber auch

in der Galerie-App war das

Razr i gefühlt schneller als

andere Androiden. Dass es

sich beim verbauten Atom

Z2460 um einen Single-Core-

Prozessor handelt, merkt

man überhaupt nicht. Die

Ruckler, die wir feststellten, rechnen wir dem

Android-4.0-System an: Sie treten beispielsweise

beim Wechsel vom Homescreen in die

Homescreen-Übersicht auf, auch beim

Durchblättern der Apps stellten wir die für

alle Android-Systeme vor 4.1 typischen

Mikro-Hänger fest.

Schnell und ausdauernd

Mit einer offiziellen Taktrate von 2.0 GHz

besitzt das Razr i von Motorola die aktuell

schnellste Android-CPU. Wie flott der Intel-

Prozessor wirklich arbeitet, wollten wir dann

auch in unseren Standard-Benchmarks An-

TuTu und Vellamo wissen. Zu unserem Erstaunen

setzt sich die Single-Core-CPU hier

vor zahlreiche Dual-Core- oder gar Quad-

Core-Konkurrenten. Intels neuester Atom-

Prozessor ist definitiv eine gute Wahl.

Auch bei der Akkulaufzeit können wir

vom Intel-Prozessor nur Gutes berichten. Die

von Motorola versprochenen 20 Stunden bei

durchschnittlichem Gebrauch

sind absolut realistisch.

In unseren Tests

kamen wir bei knapp drei

Stunden aktivem Display

auf eine Laufzeit von

über zwei Tagen. Das

schaffen viele andere Android-Smartphones

nicht.

Hier macht sich natürlich

auch der Display-Faktor

bemerkbar. So beträgt die

Auflösung des 4,3-Zoll-

Displays lediglich

540x960 Pixel. Kombiniert

mit dem 2000 mAh-

Akku kommt das Razr i

so auf deutlich bessere

Laufzeiten als beispielsweise

das Galaxy Nexus

mit einem 4,6-Zoll-Display

mit 800x1280 Bildpunkten

und nur einem 1750-mAh-Akku.

Abb. 2: Dank der umfangreichen

Hilfe eignet sich das Razr i auch sehr

gut als Einsteigergerät.

Motorolas Android

Bereits auf den ersten Blick fällt das optisch

sehr ansprechend gestaltete Widget für die

Uhrzeit, den Akkuladestand und das aktuelle

Wetter auf. Das Widget sollte allen Herstellern

ein Beispiel sein, wie man seine Oberfläche

spezifisch gestalten kann, ohne wirklich

ins System einzugreifen. In der Grundeinstellung

sind keine zusätzlichen Homescreens

eingerichtet. Wischen Sie nach links, erscheint

automatisch ein Assistent, der Sie

beim Setup eines zusätzlichen Screens auf

der rechten Seite unterstützt. Über eine

Wischgeste nach rechts rufen Sie hingegen

die Schnelleinstellungen auf (Abbildung 5) –

eine Funktion, die uns in den Tests sehr gut

gefallen hat.

In der App-Übersicht hat Motorola im Vergleich

zu Vanilla-Android einen zusätzlichen

Reiter Favoriten eingebaut. Hier können Sie

Abb. 3: Der auf 2.0 GHz getaktete

Intel-Prozessor gehört zu den aktuell

schnellsten mobilen Prozessoren.

Intel und Android?

Intel-Prozessoren in Android-Geräten sind technisches

Neuland. Eigentlich sind Android-Apps

nicht für Intel-CPUs programmiert. Da die meisten

Apps aber die virtuelle Java-Maschine Dalvik

benutzen, merken Sie gar nicht, dass statt

eines ARM-Prozessors unter der Haube eine

CPU von Intel werkelt. Lediglich bei Apps, für

die der Entwickler das Native Development Kit

(NDK) eingesetzt hat, spielt die Prozessorarchitektur

eine Rolle. Hier gibt Intel aktuell eine

Kompatibilität von 70 Prozent an, was insgesamt

zu einer Kompatibilitätsrate von 90 Prozent

führt. Es gibt aber auch prominente Ausnahmen.

Dazu gehört aktuell noch der Google-

Browser Chrome (Stand: Anfang Oktober 2012)

und in unseren Tests verweigerte zum Beispiel

auch das Spiel Dark Meadow die Zusammenarbeit

mit dem Intel-Smartphone. Es lassen sich

also mit dem Razr i auch Apps herunterladen

und installieren, die nicht mit dem Intel-Prozessor

zurechtkommen. Sind Sie auf eine bestimmte

App unbedingt angewiesen, dann sollten

Sie sich im Vorfeld beim Entwickler erkundigen,

ob diese auf dem Razr i arbeitet. Eine zuverlässige

Abfrage bei Google Play gibt es

nicht.

Abb. 4: Gut gehalten: über zwei Tage

Laufzeit bei mehr als drei Stunden

Displaynutzung.

Android-user.de Dezember 2012 33


Hardware

Motorola Razr i

Abb. 5: Per Wischgeste rufen Sie

anstelle eines Home screens die

Schnelleinstellungen auf.

Motorola Razr i XT890

Abb. 6: Motorola hat die Smart

Actions optisch und funktionell deut-

auf Wunsch sämtliche

Apps ablegen, die Sie

via Google Play installieren.

In der Grundeinstellung

ist der Reiter

leer. Eigene Ordner

bzw. Gruppen wie bei

Motoblur unter Android

2.3 lassen sich nicht

mehr anlegen.

Das Icon-Theme zeigt

sich weiterhin in den

von Motorola mit Android

2.3 eingeführten

Farben. Hier bleibt es

also Geschmackssache,

ob Ihnen die Symbole

gefallen oder nicht. Sie

können aber jederzeit

auf einen alternativen

Launcher wie Apex lich verbessert.

oder Nova Launcher

ausweichen, wenn Sie sich das Look & Feel

von reinem Android 4.0 wünschen. Abgesehen

von diesen zwei Änderungen unterscheidet

sich der App-Drawer nicht von Ice Cream

Sandwich in der Google-Version. Zu den von

Motorola zusätzlich installierten Apps können

wir aktuell keine Angaben machen, da

es sich bei unserem Gerät um ein Vorseriengerät

handelt, bei dem zwar die Hardware

final ist, aber noch nicht die Software.

Smart Actions

Überarbeitet und verbessert hat Motorola

unter Android 4.0 auch die sogenannten

Smart Actions. Damit lassen sich abhängig

vom Standort, vom Akkustand oder von anderen

Sen soreigenschaften Aktionen automatisieren.

Zum Beispiel schaltet das Razr i dann

Kerndaten

Hersteller

Motorola

Formfaktor

4,3-Zoll-Smartphone

Auflösung

540x960

Prozessor

2000 MHz, Single-Core

Android-Version 4.0.4

Akku

2000 mAh

Laufzeit (gemischt)

20h

Gewicht

126 g

Preis (Internet)

399 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 10673

Performance

AnTuTu-Benchmark

6197 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1553/​602 Punkte

Android-User-Bewertung

4,4 Punkte

automatisch die Synchronisierung

mit den Google-Servern

ab, wenn der Akkustand unter

20 Prozent sinkt. Das ist aber

nur ein Beispiel von sehr vielen

Möglichkeiten, die die sehr

schön gestaltete App bietet.

Schattenseite

Alles in allem macht die von

Motorola zusammengestellte

Android-Version also einen

guten Eindruck. Es gibt aber

auch negative Beispiele. So

fällt etwa die Tisch-Uhr von

Motorola komplett durch, da

Sie zwar die Uhrzeit anzeigen

kann, aber im Unterschied zur

nativen Uhr von Android 4.0

keinen Dimm-Modus beherrscht

und sich als Nachttisch-Uhr

somit nicht eignet.

Auch optisch gibt die App nichts her. Auch

beim Navigationsmodus muss Motorola

nachbessern. So können Sie zwar per

Sprachbefehl eine SMS initiieren und den

Empfänger aus dem Adressbuch hinzufügen.

Die SMS zu diktieren und anschließend auch

zu versenden, ist aber per Sprache dann

nicht mehr möglich. Insofern eignet sich die

Sprachsteuerung nicht für den Praxiseinsatz.

Last but not least sollten sich Motorola

und Intel schämen, im Oktober 2012 ein

Gerät ohne Jelly Bean auf den Markt zu bringen.

Auch wenn die Entwicklungszeit bestimmt

ein paar Monate betrug, hätte man

sich immerhin so weit aus dem Fenster lehnen

können wie Motorola in den USA und

Jelly Bean bis zu Weihnachten versprechen.

Beim Razr i lautet das Statement jedoch

bloß, dass es ein Update bekommt.

Fazit

Beim Erscheinen dieses Heftes müsste laut

Plan das Motorola Razr i in Deutschland, Österreich

und der Schweiz zu einem empfohlenen

Verkaufspreis von 399 Euro bereits im

Handel sein. Wir rechnen damit, dass sich

der Internetpreis recht schnell bei 350 Euro

einpendelt. Zu diesem Preis ist das Razr i ein

sehr gutes Smartphone mit einem wirklich

guten Formfaktor, der das Display schön ausnutzt.

Die wenigen Apps, die aktuell auf dem

Intel-Smartphone noch nicht richtig funktionieren,

sind nicht wirklich kritisch. Positiv

überrascht waren wir von der sehr guten

Akku-Laufzeit des Razr i. Hier muss sich die

Konkurrenz warm anziehen, denn bereits

2013 wird Intel noch besser sein. ● ● ●

34

Dezember 2012

Android-User.de


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Hardware

Transformer Infinity TF700T

Asus

Im Test: Asus Transformer Pad Infinity TF700T

Hochauflösend

Asus hat seinem Erfolgsmodell

Transformer

Prime sehr schnell ein

Update spendiert. Das

Infinity sieht praktisch

identisch aus, hat aber

ein Full-HD-Display und

eine deutlich schnellere

CPU. Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Sehr helles Display

‚ Keyboard-Dock für Vieltipper

‚ Kaum angepasstes Android

‚ Update auf Jelly Bean

„ Spiegelnder Bildschirm

„ Kurze Akkulaufzeit

„ Nur ein Lautsprecher

Mit dem Infinity bringt Asus eines

der ersten Android-Tablets mit

Full-HD-Auflösung auf den

Markt, nur das Acer Iconia Tab

A700 spielt noch in derselben Liga. Mit 1920

x 1200 Pixeln ergibt sich bei einer Diagonalen

von 10,1 Zoll (25,7 cm) eine Pixeldichte

von stolzen 224 ppi. Nur zum Vergleich: Das

Vorgängermodell Transformer Prime kommt

mit einer Auflösung von 1280 x 800 gerade

einmal auf 149 ppi.

Nachgelegt

Das Transformer Infinity basiert auf dem im

Dezember 2011 vorgestellten Asus Eee Pad

Transformer Prime (Testbericht in Android

User 04/​2012). In großen Teilen sind das Gehäuse

und auch die Hardware identisch.

Beide Tablets nutzen Nvidias Tegra-3-Plattform,

im neuen Infinity ist die CPU allerdings

mit 1,6 GHz leicht höher getaktet.

Im Vellamo-HTML5-Benchmark erzielt das

Infinity aufgrund seiner hohen Auflösung

niedrigere Werte als das Prime mit langsamer

CPU. Im Metal-Benchmark, der sich auf die

reine Hardware konzentriert, liegt das Infinity

jedoch wie zu erwarten deutlich vorn.

Im Infinity stecken generell 64 GByte

Flash-Speicher, und die Front-Kamera löst

mit 2 MPixel etwas höher auf (Rückseitig ist

eine 8 MPixel-Kamera verbaut). Die beim

Prime durch den massiven Rückdeckel auftretenden

Empfangsprobleme sind beim

Nachfolger gelöst, den Deckel ziert nun am

oberen Rand eine Blende aus Kunststoff.

Auch die mitgelieferte Software kann sich

sehen lassen. Asus legt hier nicht nutzlose

Apps mit auf das Tablet, sondern Anwendungen,

die durchaus einen Mehrwert bieten.

Mit der Anwendungssicherung legen Sie

Backups Ihrer installierten Apps inklusive

deren Daten an, der App Locker sperrt den

unbefugten Zugriff auf gesicherte Apps, mit

dem Dateimanager organisieren Sie Ihre

Daten. Der virtuelle Notizblock Supernote ist

praktisch, allerdings besitzt der Touchscreen

des Infinitys keine Handballenerkennung.

Handschriftliche Eingaben mit einem geeigneten

Griffel werden dadurch erschwert.

Knackscharf

Die wohl größte Änderung gegenüber dem

Prime-Modell betrifft das Display. Asus hat

mit einem WUXGA-Panel (1920x1200 Pixel)

erstmals einen Touchscreen in einem Androiden

verbaut, der in die Nähe der Auflösung

eines iPad 3 kommt. Es ist äußerst scharf,

zeigt knackig leuchtende und intensive Farben,

kommt aber dennoch nicht ganz an die

Qualität von Apples Tablet heran.

Bei direkten Einstrahlung von Sonnenlicht

spiegelt es stark, was sich besonders bei Filmen

mit dunklen Passagen bemerkbar

macht. In Situationen, in denen Sie hellem

Licht nicht ausweichen können, bietet das

Tablet einen Super IPS+ getauften Modus.

Er dreht die Hintergrundbeleuchtung auf

Kosten der Akkulaufzeit deutlich hoch, so-

Mit Jelly Bean

Das Transformer Pad Infinity TF700T hat Anfang

Oktober ein Update auf Android 4.1 alias

„Jelly Bean“ bekommen. Damit arbeitet das

Tablet in zahlreichen Bereichen deutlich flüssiger.

Android User empfiehlt, das Update auf

Android 4.1 einzuspielen, falls noch nicht geschehen.

36

Dezember 2012

Android-User.de


Hardware

Transformer Infinity TF700T

Abb. 1: Der IPS+ Modus lässt das Display besonders hell leuchten.

Abb. 2: Die Inhalte externer Datenträger erscheinen im Dateimanager.

dass man auch ohne große Probleme im

Freien arbeiten kann. Spiegelungen lassen

sich allerdings nicht vollständig vermeiden.

Kurzstreckenläufer

Kritik muss sich Asus an der Wahl des Akkus

gefallen lassen. Im Infinity wurde lediglich

ein Stromspeicher mit 25Wh verbaut (Apple

iPad 3: 42,5 Wh oder Samsung Galaxy Note

10.1: 31,5 Wh). Ist die Hintergrundbeleuchtung

vollständig hochgedreht (inklusive

Super IPS+), schaltet das Infinity bereits

nach etwa 3,5 Stunden Websurfen ab.

Koppeln Sie das Tablet an das optionale

Dock mit integriertem Zusatzakku an, dann

stehen Ihnen weitere 19.5Wh zur Verfügung,

was die Laufzeit auf etwa fünfeinhalb Stunden

erhöht. Aufgrund der extremen Helligkeit

der Displaybeleuchtung sollte sich im

Alltag bei mäßiger Helligkeit allerdings eine

deutlich bessere Laufzeit ergeben.

Angedockt

Wer viel mit dem Tablet arbeiten möchte und

auch plant, längere Texte zu schreiben, dem

bietet das optionale Dock Vorteile. Auf die

zusätzliche Akkulaufzeit von bis zu fünf

Stunden sind wir bereits eingegangen.

Durchaus praktisch sind der im Dock integrierte

SD-Kartenleser und der USB-Anschluss.

Über ihn schließen Sie USB-Speichersticks

oder Festplatten an das Tablet an.

Auf der Tastatur lässt sich deutlich besser

tippen als auf einem virtuellen Keyboard,

doch die Tasten haben nur wenig Hub, sind

sehr klein und liegen eng beieinander. Asus

kann man jedoch keinen Vorwurf machen,

die Größe der Tasten ist der kompakten Bauform

des Tablets geschuldet.

Besitzer eines älteren Transformer Prime,

die ein Upgrade auf das neuere Modell erwägen,

können das alte Keyboard-Dock behalten.

Das Infinit passt ohne Probleme in das

Dock des Primes. Das Infinity ist jedoch inkompatibel

zum Dock des Mittelklasse-Tablets

Transformer Pad TF300.

Fazit

Das Asus Eee Pad Transformer Infinity ist mit

Sicherheit eines der besten Android-Tablets

für Android-Arbeiter auf dem Markt. Es markiert

allerdings auch die Obergrenze der

Preis-Skala. Für Ihr Geld bekommen Sie ein

leistungsfähiges Tablet mit viel Speicherplatz,

ein herausragendes Display zum entspannten

Lesen und optional ein Keyboard-

Dock, das durchaus auch zum Tippen längerer

Texte einlädt.

Allerdings hat das Infinity jedoch auch

seine Schwächen. Die kurze Akkulaufzeit

konnte uns nicht überzeugen, und auch die

Stabilität des Docks ist nicht überragend.

Jede Erschütterung des Tisches oder auch

ein Fingerzeig auf das eingedockte Tablet

bringen das Display zum Wackeln. Eine stabilere

Verbindung zwischen Dock und Tablet

wären wünschenswert.

● ● ●

Eee Pad Transformer Infinity TF700T

Kerndaten

Hersteller

Asus

Formfaktor

10,1-Zoll-Tablet

Auflösung

1920x1200 Pixel

Prozessor 1,6 GHz, Quad-Core, Nvidia Tegra 3

Android-Version 4.1.1 (seit Oktober 2012)

Akku

25Wh (Intern) / 19,5Wh (Dock)

Laufzeit Video

9,5h / 14h (mit Dock)

Gewicht

598g / 1135g (mit Dock)

Preis (Internet)

589 Euro / 699 Euro (mit Dock)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 10637

Performance

AnTuTu-Benchmark

12664 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1157/​421 Punkte

Android-User-Bewertung

4,2 Punkte

Android-user.de Dezember 2012 37


Hardware

Sony Xperia ion

Im Test: Sony Xperia ion LT28h

Bildschirmprofi

Sony

Das Smartphone-Sortiment

wird bei Sony

zunehmend größer –

bei den Top-Smartphones

hat man die Qual

der Wahl. Im Test haben

wir dem Xperia ion einmal

genauer unter die

Haube geschaut.

Arnold Zimprich

‚„Plusminus

‚ Toller HD-Bildschirm

‚ Vielseitige Multimedia-Anwendungen

‚ Playstation-Zertifikation

„ Kratzanfälliges Gehäuse

„ Akku fest verbaut

„ Wackelige Schalter

Mit dem Xperia ion hat Sony einen

mit dem red dot Design Award

ausgezeichneten 1,5 GHz Dual-

Core-Boliden mit Ice Cream

Sandwich auf die Beine gestellt, der mit einer

tollen Multimediaausstattung punkten soll.

Eleganter Auftritt

Ein erster Blick auf das 144 Gramm schwere

Sony Xperia ion lässt seine Klasse bereits

vermuten – das mit einer Rückabdeckung

aus Aluminium ausgestattete Smartphone

fasst sich dank der Klavierlack-Oberfläche

gut an. Leider mussten wir jedoch bei längerem

Umgang mit dem Gerät feststellen, dass

es gerade wegen der glatten Oberfläche und

des kantigen Gehäuses leicht aus der Hand

rutscht – das ist jedoch Geschmackssache

und wird echte Sony-Fans nicht abschrecken.

Bildschirmwunder

Alleinstellungsmerkmal des rund 485 Euro

teuren Telefons ist sein TFT-Bildschirm. Das

4,6 Zoll große HD-Reality-Display mit Mobile

BRAVIA Engine löst mit

1280x720 Pixeln auf und

sorgt für ein scharfes Bild mit

einer hohen Kontrastschärfe.

Dabei fällt vor allem die geringe

Dicke des kratzfesten

Display-Mineralglases auf –

es scheint, als würde man

mit den Fingern direkt auf

den Inhalten wischen.

Mit der eingebauten 12

Megapixel-Kamera mit Sony-

Exmor-R-Sensor und LED-

Blitz kann man zwar großartige

Videos in 1080p HD-

Qualität aufnehmen, die

Fotos waren jedoch durch die

Bank etwas dunkel. Trotzdem

gehört die mit einem

16-fachen Digitalzoom ausgestattete

Kamera mit zum

Abb. 1: Der Homescreen des Xperia

ion im typischen, klaren Sony-Look.

Besten, was es derzeit auf dem Smartphonemarkt

gibt. Besonders gefallen hat uns die

Schnellstarttaste, mit deren Hilfe man innerhalb

von 1,5 Sekunden einen Schnappschuss

machen kann. Die HD-Frontkamera des Gerätes

löst mit guten 1080x720 Pixeln auf.

Der auf der Rückseite des ion angebrachte

Lautsprecher sorgt für satten 3D-Surround-

Sound, hört sich jedoch etwas erstickt an,

wenn man das ion auf eine weiche Unterlage

legt. In Sachen Datenübertragung und Navigation

ist man bei Sony nie knausrig gewesen,

und so spendiert der Hersteller dem

4,6-Zöller einen GPS-Sensor, Bluetooth,

Streaming via HDMI und DLNA, einen NFC-

Chip und natürlich WLAN.

Apps und Zubehör

Apps, die via MicroSD um bis zu 32 GByte

erweitert werden können, finden auf den 12

GByte internen Speicher viel Platz. Zur

Grundausstattung des Telefons gehören

neben mehreren Sony-Apps und Widgets wie

dem Recommender, einer Art persönlichem

Assistenten, und dem

Sony Walkman Player

auch die beiden Shops

Music und Video Unlimited,

über die man Zugriff

auf vielerlei Medieninhalte

bekommt. Seinem

Ruf als Musikexperten

wird Sony auch durch

den TrackID Musikerkennungsdienst

gerecht, mit

dessen Hilfe sich Musikstücke

nur durch kurzes

Zuhören erkennen lassen.

Nicht zuletzt verfügt das

ion über eine Playstation-

Zertifizierung und eignet

sich so optimal als Spiele-

Smartphone. Dazu gesellt

sich natürlich auch die

Google-Freigabe, dank

38

Dezember 2012

Android-User.de


Hardware

Sony Xperia ion

Abb. 2: Sony hat das Xperia ion mit

zahlreichen Zusatzapps für verschie-

der man beispielsweise

die Google+-App, You-

Tube-App, Google Mail

und natürlich den Play

Store mit an Bord hat.

Bei der Navigation geht

Sony mit dem Wisepilot

eigene Wege, ein Barcode-Scanner

und die

OfficeSuite 6 von Mobisystems

sind ebenfalls

vorinstalliert. Für

Spielefans hält Sony

zwar seine Shops parat,

sonst finden sich jedoch

nur einige Demogames

von EA.

Auf der Zubehörseite

packt Sony qualitativ

überzeugende In-Ear-

Kopfhörer mit einem dene Zwecke ausgestattet.

ausgewogenen Klang

ein, die mit verschieden großen Ohrstücken

ausgeliefert werden, dazu kommt das obligatorische

Ladegerät mit USB-Kabel. Optional

gibt es für das ion noch den SmartDock, mit

dem sich das Smartphone aufladen lässt,

während man Inhalte per HDMI auf einen

größeren Bildschirm streamt. Zudem lassen

sich an das Dock per USB auch Maus und

Tastatur anschließen – auf diese Weise erweitert

man das Smartphone in Kombination mit

einem HD-Bildschirm zu einem Highend-PC.

Kritikpunkte

Bei all der Bildschirm-Brillanz gibt es jedoch

auch etwas Anlass zur Kritik. So reagieren

die vier Display-Buttons überraschend träge,

die am Telefon angebrachten Lautstärke-,

Power- und Kameraauslöser-Tasten sind zu

klein und wackelig geraten und stehen einem

Smartphone dieser Preisklasse nicht gut zu

Gesicht. Das Xperia ion liegt zudem schlecht

in der Hand. Im Vergleich zu Samsungs Galaxy

S3 oder dem HTC One X wirkt es sperrig

und zu eckig. Auch ist die Rückseite des ion

aus gebürstetem Aluminium kratzanfällig,

das ion ist also nur solchen Usern empfohlen,

die sehr sorgsam mit ihren Gerätschaften

umgehen und sie nicht nur als Gebrauchsgegenstand

ansehen und auch so behandeln.

Vorserienmodell

Bei unserem Testgerät von Sony Deutschland

handelt es sich um ein Vorserienmodell ohne

SIM- und MicroSD-Kartenschacht. Wir konnten

deshalb u.a. die Telefonie-Funktion/​Gesprächsqualität

nicht testen.

Abb. 3: Vom vorinstallierten Android-

4.0.4-System ist aufgrund des Sony-

Launchers kaum etwas zu sehen.

Fazit

Das Sony Xperia ion hat uns auf den ersten

Blick sehr gut gefallen – und doch gibt es in

der 500 Euro-Preisklasse bessere Smartphones.

So wendet es sich mit seinem tollen

Bildschirm, den Multimedia-Anwendungen

und den Streaming-Möglichkeiten klar an

Freunde der vielgestaltigen Unterhaltung,

denn die Hardware muss sich mangels Vierkern-CPU

der Konkurrenz in Form des Galaxy

S3 und des HTC One X geschlagen

geben, was auch die AnTuTu-Benchmarks

weit unter der 10.000 Punkte-Marke deutlich

machen. Das vornehm zurückhaltend wirkende

Gehäuse ist zwar hübsch gestaltet,

zum Handschmeichler, den man stets gerne

bei sich trägt, wird das ion jedoch nicht. ● ● ●

Sony Xperia ion LT28h

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android-Version

Akku

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

Gewicht

Preis (Internet)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 11283

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo-Benchmark (HTML 5)

Vellamo-Benchmark (Metal)

Android-User-Bewertung

Sony

4,6-Zoll-Smartphone

1280x720 Pixel

1,5 GHz, Dual-Core

Android 4.0.4 (Update auf 4.1 angekündigt)

1900mAh

400h/​10h

144 Gramm

485 Euro

6845 Punkte

1398 Punkte

422 Punkte

4,6 Punkte

Abb. 4: Toller Sound und klasse

Klang: Die Multimedia-Apps von

Sony gehören zu den besten.

Android-user.de Dezember 2012 39


Hardware

Sony Xperia Tipo

Kurztest: Sony Xperia Tipo ST21i

Kleines

Tipo

Sony

Auch wenn der Trend zu immer größeren Smartphones anhält und

aktuell zwischen 4,6 und 5 Zoll steht, sind kleine Smartphones in manchen

Fällen doch die bessere Wahl. Zum Beispiel das Xperia Tipo von

Sony. Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Helles Display

‚ Günstiger Preis

‚ Interner Lautsprecher

„ Formfaktor

Mit einem aktuellen Internetpreis

von 125 Euro gehört das Xperia

Tipo von Sony zu den günstigsten

Android-Smartphones mit

Android 4.0. Es bietet ein sehr gutes Preis-/​

Leistungsverhältnis, das vorinstallierte Android-4.0.4-System

arbeitet recht zügig, und in

den Tests war dem Handy kaum anzumerken,

dass nur eine 800-MHz-CPU verbaut ist.

Auch in puncto Verarbeitung macht das Tipo

eine gute Figur: Sehr gut gefallen hat uns der

Klang des integrierten Lautsprechers. Die

3,2-Megapixel-Kamera schießt passable Bilder,

allerdings nur bei guten Lichtverhältnissen.

Auf einen Blitz hat Sony beim Tipo allerdings

verzichtet.

Alles da, alles klein

Der größte Nachteil des Tipo ist zugleich sein

größter Vorteil: Es ist klein. Sind Sie also auf

der Suche nach einem kleinen Handy, dann

ist das Tipo eine sehr gute Wahl. Bei der täglichen

Nutzung überwogen in den Tests allerdings

die Nachteile des 3,2-Zoll-Displays. Um

die Tastatur flink bedienen zu können, muss

man schon recht geschickt sein, auch funktionieren

zahlreiche Apps aufgrund der Auflösung

von 320x480 Pixeln nicht korrekt oder

nur teilweise. Das sind aber alles Punkte, die

man bei einem Internetpreis von 125 Euro in

Kauf nehmen muss. Obwohl das Smartphone

mit Android 4.0 ausgeliefert wird, sieht die

Oberfläche optisch wie die 2011-er Genera-

Abb. 1: So sieht Google Play auf

einem Display mit 320x480 Pixeln

aus.

Abb. 2: Das Tipo eignet sich sehr

gut als Einsteigerhandy, die Hilfe

ist vorbildlich.

Abb. 3: Für seinen 800-MHz-Prozessor

schlägt sich das Tipo ganz gut

in den Benchmarks.

Abb. 4: Beim Setup haben Sie die

Wahl zwischen Google, Facebook

oder ActiveSync.

40

Dezember 2012

Android-User.de


Hardware

Sony Xperia Tipo

tion von Sony Ericsson aus. Hier hätte uns

etwas mehr Ice Cream Sandwich gut gefallen.

Sony hat auch das Android-System in einigen

Punkten an die vorhergehende Generation

angepasst. So erscheint beim Antippen

des Kontextmenü-Buttons keine Fensterliste

wie bei Android 4.0 üblich, sondern das Kontextmenü.

Das ist hingegen gut, schließlich

passt das Icon viel besser zur Funktion. Dennoch

müssen Sie beim Tipo nicht auf eine

Fensterliste verzichten. Halten Sie dazu einfach

die Home-Taste gedrückt.

Aus unerfindlichen Gründen hat Sony weiterhin

seine eigene Galerie-App mit an Bord.

Sie sieht optisch altbacken wie unter Android

2.3 aus und bietet unserer Meinung nach

keine Vorteile gegenüber der Galerie-App von

Android 4.0, die ebenfalls vorinstalliert ist.

Beim Musikplayer müssen Sie komplett mit

Sonys App vorliebnehmen. Google Play

Music ist nicht vorinstalliert. Hier setzt Sony

auf das eigene Content-Angebot mit Music

Unlimited und PlayNow. Sie können aber alternative

Apps wie Google Play Music installieren.

Ebenfalls vorinstalliert sind der Messenger

WhatsApp und der Dokumentenbetrachter

Office Suite von MobiSystems.

Fazit

Beim Sony Tipo ist das Format der entscheidende

Faktor. Möchten Sie ein kleines Android-Smartphone,

dann können wir das Tipo

empfehlen. Steht jedoch der günstige Preis

im Vordergrund, dann gibt es ab ca 150 Euro

bereits Modelle mit 4-Zoll-Display und einer

Auflösung von 480x800 Pixeln.

● ● ●

Sony Xperia Tipo ST21i

Kerndaten

Hersteller

Sony

Formfaktor

3,2-Zoll-Smartphone

Auflösung

320x480

Prozessor

800 MHz, Single-Core

Android-Version 4.0.4

Akku

1500 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch

470h/​5h

Gewicht 99,4g

Preis (Internet)

125 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 10646

Performance

AnTuTu-Benchmark

2695 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

960/​256 Punkte

Android-User-Bewertung

3,1 Punkte

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie Software-Szene" und schulen seit

Jahren im Linuxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:

AJAX * Amavis * Android * Angriffstechniken * Apache * Asterisk * BaseX * BayesianAnalysis * Bind * C/C++ * Cassandra *

CiviCRM * Cloud * Cluster * ClusterFS * CouchDB * CSS3 * CUPS * Debian * DHCP * DNS * DNSSEC * Echtzeit Linux *

Embedded Linux * eXist-db * Faces * FAI * Firewall * Forensik * FreeBSD * FreeRADIUS * GeoExt * Git * Grails * GRASS *

Groovy * hadoop * Hochverfügbarkeit * HTML5 * Hudson * iSCSI * IPv6 * ITSM * Java * JavaScript * Jenkins * Kernel * KVM

* LDAP * LibreOffice * Linux * LPI * m23 * MacOSX * MapFish * Mapserver * Maven * Mikrocontroller * MVS/380 * MySQL *

Nagios * Node.js * OpenBSD * OpenLayers * OpenOffice * openQRM * OpenVPN * OPSI * OSGi * OTRS * Perl * PHP *

Postfix * PostgreSQL * Puppet * Python * QuantumGIS * R * Rails * RedHat * Routing * Request-Tracker RT * Ruby * Samba

* SAN * Scala * Scribus * Shell * Sicherheit * SNMP * Spacewalk * Spamfilter * SQL * Struts * Subversion * SuSE * TCP/IP *

Tomcat * Treiber * TYPO3 * Ubuntu * UML * Unix * Univention * Virenfilter * Virtualisierung * VoIP * WebGIS * Webservices *

Windows Autoinstall * Windowsintegration * x2go * xen * XML * Xpath * Xquery * z/OS * Zabbix * Zend

Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.linuxhotel.de

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


Hardware

Samsung Galaxy S Advance

Im Test: Galaxy S Advance GT-I9070

Hingucker

Mit dem Galaxy S Advance bringt Samsung ein weiteres Modell der

sehr erfolgreichen Galaxy-S-Linie auf den Markt. Wir haben uns den

Handschmeichler von Samsung näher angeschaut. Marcel Hilzinger

Samsung

‚„Plusminus

‚ Schönes Design

‚ Vorinstallierte Software

‚ Kein USB-Massenspeicher

Android 2.3.6

„ Quellen unbekannter

Herkunft aktiviert

Seit seinem Start im Frühjahr

2010 hat Galaxy S alias GT-i9000

zahlreiche Wiedergeburten erlebt.

Eine recht aktuelle davon

ist das Modell „S Advance“ mit einem 1

GHz schnellen Dual-Core-Prozessor, 8

GByte integriertem Speicher, einem 4-Zoll

großen Super-AMOLED-Display mit

480x800 Punkten und einer 5-Megapixel-

Kamera – exakt wie beim Vorgänger aus

2010! Einzig bei der CPU hat Samsung nachgebessert

und einen Zweikern-Prozessor verbaut.

Zudem verfügt das neue Modell über

768 MByte RAM, beim i9000 waren es lediglich

512 MByte Hauptspeicher.

Gute Mittelklasse

Mit den erwähnten Parametern spielt das Galaxy

S Advance bei einem aktuellen Internetpreis

von rund 275 Euro in der Mitteklasse.

Es ist sehr solide verarbeitet und weiß auch

vom Design her zu gefallen. Wir haben von

1&1 ein Gerät bekommen,

das wir ausführlich testeten.

Unser Testgerät hatte

keinen SIM-Lock und

auch kein 1&1-Branding.

Das Galaxy S Advance

liegt sehr gut in der Hand.

Die Rückabdeckung ist

zwar leicht aufgerauht,

aber dennoch für unsere

Ansprüche etwas zu rutschig.

Das Objektiv der

5-Megapixel-Kamera steht

leicht aus dem Gehäuse

hervor, das könnte für

Kratzer auf dem Objektiv

sorgen. Samsung hat dem

S Advance auch eine

Frontkamera spendiert,

die mit 1,3 Megapixel auflöst.

Das Samsung Galaxy

Abb. 1: Das Widget-Angebot des

Samsung-Smartphones lässt keine

Wünsche offen.

S Advance gibt es auch in einer Version mit

NFC-Modul, die im Internet lediglich 10 Euro

teurer ist. Wir haben die Version ohne Near

Field Communication getestet.

Hausmannskost

Viel zu berichten gibt es vom vorinstallierten

Android-System nicht, wenn Sie Samsungs

Touchwiz kennen. Das System arbeitet flott,

und dank der integrierten Mali-400-Grafikeinheit

ist es auch für praktisch alle Spiele

schnell genug. Auch der Browser fühlt sich

recht flott an – ein Gefühl, das die guten

Benchmark-Ergebnisse von Vellamo und

AnTuTu bestätigen (siehe Tabelle).

Beim Sperrbildschirm setzt Samsung in der

Grundeinstellung auf einen abgewandelten

Ring-Unlocker von Android 3/​4, allerdings

reicht eine beliebige Wischgeste, um das Display

zu entsperren. Funktionen wie Apps aus

dem Lockscreen zu starten, sind hingegen

nicht möglich. Die Kamera macht recht gute

Bilder, kommt aber in puncto

Geschwindigkeit und Auslöseverzögerung

nicht an die

aktuellen Topmodelle oder

an die Kamera des Galaxy

Nexus mit Android 4.1

heran. Hier zeigen sich die

Schwächen des Gingerbread-

Systems.

Zu den vorinstallierten Anwendungen

gehören unter

anderem das Tagebuch Mini

Diary, eine App für Sprachnotizen

und ein Foto-Editor.

Daneben sind auch ein Dateimanager,

Samsung Memo

und Samsung eigener App-

Store mit an Bord. Die üblichen

Apps von 1&1 waren

auf unserem Testgerät nicht

vorinstalliert. Da es auch

42

Dezember 2012

Android-User.de


Hardware

Samsung Galaxy S Advance

eine Variante des

Phones mit NFC gibt,

fragten wir uns zunächst,

was das Symbol

mit dem Smartphone

und den zwei Wellenlinien

in der Benachrichtigungsleiste

bedeutet.

Es hat aber nichts mit

NFC zu tun, sondern

zeigt an, dass das Telefon

auch dann vibriert,

wenn es nicht stummgeschaltet

ist. Möchten

Sie das ändern, wählen

Sie in den Einstellungen

den Menüpunkt

Ton einstellungen und

stellen den Eintrag Vibration

auf Niemals oder

Nur im Stumm-Modus.

Abb. 2: Der Foto-Editor sieht nicht nur

hübsch aus, sondern bietet auch

einen tollen Funktionsumfang.

Abb. 3: Auch die Memo-App ist

optisch sowie von der Handhabung

her sehr schön gelungen.

Abb. 4: Samsung Apps ist vorinstalliert

und somit die Installation aus

unbekannten Quellen aktiv.

Nur Android 2.3

Einer der größten Nachteile des S Advance

ist die vorinstallierte Android-Version. Das

Smartphone kommt mit Android 2.3.6. Ein

offizielles Update-Versprechen oder gar einen

Zeitplan für das Update auf Android 4 gibt es

von Samsung nicht, das Smartphone soll

aber Android 4.1 bekommen. Dank Touchwiz

verfügt das Handy aber über ein paar

Funktionen, die Sie so bei anderen Geräten

mit Android 2.3 nicht finden. So lässt sich

das Smartphone stummschalten, indem Sie

es einfach mit dem Display nach unten auf

den Tisch legen. Zudem können Sie in der

Galerie in Bilder hineinzoomen, indem Sie

das Handy leicht nach hinten kippen. Diese

Funktionen finden Sie inklusive Anleitung in

den Einstellungen unter Bewegung.

Neben Google Play gibt es auf dem Galaxy

S Advance den Samsung-eigenen App Store

„Samsung Apps“. Da es sich dabei um einen

inoffiziellen App Store handelt, ist in den

Einstellungen die Installation von Software

aus unbekannten Quellen aktiviert — eine

nicht zu unterschätzende Sicherheitslücke.

Benutzen Sie Samsung Apps nicht, empfehlen

wir Ihnen deshalb, in den Einstellungen

unter Anwendungen die Checkbox bei Unbekannte

Quellen zu entfernen.

Mac- und Linux-Nutzer sollten beachten,

dass das Samsung-Smartphone trotz Android

2.3 keinen USB-Massenspeichermodus mehr

unterstützt, sondern beim Anschließen an

den Rechner automatisch den MTP-Modus

startet. Unter Windows funktioniert MTP

gut. Alternativ benutzen Sie Kies Air aus

jedem beliebigen Browser heraus.

Hinsichtlich der Akkulaufzeit können wir

Kritiken im Netz nicht nachvollziehen. Die

Gesprächszeit des Galaxy S Advance könnte

zwar etwas besser ausfallen, die Laufzeiten

bewegen sich aber in durchaus akzeptablen

Bereichen mit Werten von einem bis zwei

Tagen, mehr liegt kaum drin.

Fazit

Aktuell gibt es das Galaxy S Advance bei 1&1

zum Tarif „1&1 All-Net-Flat Plus“ für 40 Euro

im Monat gratis dazu. Interessiert Sie der

Tarif, dann können Sie sich getrost für das

Galaxy S Advance entscheiden. Beim aktuellen

Preis von 270 Euro lohnt sich ein Blick

auf das Galaxy Nexus für 300 Euro. Wenn

das S Advance noch Android 4.1 bekommt,

ist es ein perfektes 4-Zoll-Handy.

● ● ●

Samsung Galaxy S Advance i9070

Kerndaten

Hersteller

Samsung

Formfaktor

4-Zoll-Smartphone

Auflösung

480x800

Prozessor

1 GHz, Dual-Core

Android-Version 2.3.6

Akku 1500 mAh

Laufzeit (Gespräch/​Standby)

12,7h/​630h

Gewicht

120g

Preis (Internet)

270 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 11281

Performance

AnTuTu-Benchmark

5338 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

878/​307 Punkte

Android-User-Bewertung

4,0 Punkte

Android-user.de Dezember 2012 43


Hardware

FRITZ!Box 6810 LTE

Kurztest: Die FRITZ!Box 6810 LTE

Evolution

Die neuen LTE-Tarife versprechen Surfen mit bis zu 50 MBit/​s. Damit Sie

den Speed auch zu Hause nutzen können, baut AVM seine Router-

Palette mit der FRITZ!Box 6810 LTE weiter aus. Christoph Langner

AVM

Der neue Mobilfunkstandard LTE

mausert sich langsam aber sicher

zum Alltagstarif. Immer mehr

Smartphones sind LTE-fähig, und

auch die Router-Hersteller wie AVM steigen

in den Markt ein. Die FRITZ!Box 6810 LTE

[1] ist ein kompakter WLAN-Router mit integriertem

LTE-Empfänger und DECT-Station.

Über ihm kommen Sie mit High-Speed ins

Internet, auch wenn kein DSL- oder Kabel-

Internet zur Verfügung steht.

FRITZ!Box 6810 LTE

In Kooperation mit Vodafone bietet AVM

die FRITZ!Boxen 6810 LTE und 6840 LTE im

Pack ab. Zusammen mit einem LTE-Zuhause-

Tarif wird die Box unter dem Motto LTE

direkt [6] vom Mobilfunkbetreiber subventioniert

im Einzelhandel vertrieben.

Die FRITZ!Box 6810 LTE packt die bewährte

Technik von AVM in ein neues Gehäuse und

ergänzt den WLAN-Router um einen LTE-

Empfänger. Das Einrichten des Routers geht

leicht von der Hand, Sie müssen lediglich die

SIM-Karte einsetzen, den Rechner per Netzwerkkabel

oder WLAN an den Router hängen

und die PIN-Nummer der Karte eintragen.

Aufgrund der kompakten und ansehnlichen

Bauform können Sie den Router dorthin

stellen, wo er den besten Empfang hat.

Wie von den FRITZ!Boxen gewohnt, findet

die Konfiguration im intuitiv nutzbaren Web-

Frontend (zu erreichen über http:// fritz. box)

statt. Für die LTE-Technik wurde es mit

einem zusätzlichen Info-Dialog erweitert.

Technik-Fans finden dort zahlreiche Informationen

zum Status der LTE-Funkverbindung

wie zum Beispiel die maximal übertragbare

Datenrate des Mobilfunktarifs.

Im Gegensatz zu DSL ist LTE – genauso

wie Internet über das Fernseh-Kabel – ein

Shared-Medium. Sie teilen sich also die theoretisch

mögliche Datenrate mit weiteren Nut-

LTE-Verfügbarkeit

Abb. 1: Das Web-Frontend der FRITZ!Box wurde um LTE-Informationen ergänzt.

LTE ist bundesweit gestartet, doch die Netzabdeckung

ist bei Weitem noch nicht perfekt.

Einen Verfügbarkeits-Check bieten Vodafone

[2], T-Mobile [3] oder auch O2 [4] auf ihren

Webseiten an. Da die Bundesnetzagentur die

Mobilfunkanbieter dazu verdonnert hatte, die

mit Breitbandinternet bislang unterversorgten

ländlichen Gebiete vor den Großstädten zu erschließen,

ist für LTE für geplagte Schmalspur-

DSL-User durchaus eine Alternative.

Auch die Preise kommen langsam in eine Region,

die man als bezahlbar bezeichnen kann.

Vodafone hat etwa mit LTE-Zuhause [5] einen

Tarif für 34,99 Euro im Monat in petto, der Surfen

mit bis zu 21,6 MBit/​s bei einem Inklusivvolumen

von 15 GByte bis zur Drosselung verspricht.

Das ist noch teurer als DSL- oder Kabel-Internet,

doch eine Option, wenn es am

Wohnort eben kein DSL gibt.

44

Dezember 2012

Android-User.de


Hardware

FRITZ!Box 6810 LTE

zern in Ihrer Funkzelle. Geschwindigkeitsvergleiche

sind daher in der Praxis

müßig, da je nach Auslastung

unterschiedliche Werte

erzielt werden.

Im Münchner Netz von Vodafone

konnten wir mit der

FRITZ!Box Datenraten von

bis zu 18 MBit/​s Download

und etwa 10 MBit/​s Upload

messen. Im Schnitt fielen die

Raten im Alltag auf einen

Wert von ca. 14/​8 Mbit/​s

(Down/​Up) ab. Die Ping-Raten

liegen etwa zwischen 45

und 55 ms, das liegt unter

den Werten von DSL- oder

Kabelinternet, doch in der

Praxis spüren User – bis auf

Fans von Online-Spielen –

wenig von der Verzögerung.

Im Gegensatz zu seinen

UMTS-Tarifen weist Ihnen Vodafone bei LTE

eine routingfähige Internet-IP zu. Die

FRITZ!Box ist daher aus dem Internet ansprechbar,

sodass Sie zum Beispiel einen

Webserver oder andere Serverdienste über

Ihre LTE-Anbindung betreiben können.

Telefonie

Neben der LTE-Anbindung verfügt auch die

FRITZ!Box 6810 LTE über die von den anderen

„Fon-Modellen“ bekannte Telefonie-

Funktion. DECT-taugliche Funktelefone lassen

sich in der FRITZ!Box einbuchen, alternativ

nutzen Sie Ihr Android-Smartphone mit

der FRITZ!App Fon [7] als Schnurlostelefon-

Ersatz. Die Telefonie wickelt

die 6810 LTE ausschließlich

über die Mobilfunkanbindung

ab.

Einen analogen Telefonanschluss

(die Telekom

liefert diesen bei LTE-zuhause-Tarifen)

mit einzubinden,

ist dem großen

Modell 6840 LTE [8] vorbehalten.

Mit Vodafone als Anbieter

baut die FRITZ!Box

eine zweite Datenverbindung

nur für die Telefonie

auf, selbst bei einer ausgelasteten

Datenleitung

steht so immer ausreichend

Bandbreite für störungsfreie

Telefonate zur

Verfügung. Für diverse

andere VoIP-Anbieter sind

im Einrichtungsassistenten

Profile hinterlegt, bei denen nur noch die

Zugangsdaten eingetragen werden müssen.

Abb. 2: In München surften wir mit bis

zu 18 MBit/​s Download-Speed im LTE-

Netz von Vodafone.

Fazit

Noch gelangen Sie mit DSL- oder Kabelinternet

günstiger und oft auch schneller ins Internet.

Doch LTE hat durchaus jetzt schon

das Potenzial, dem Kabel Konkurrenz zu machen,

erst recht, wenn Sie abseits der Ausbaugebiete

von DSL und Co. wohnen.

Die FRITZ!Box 6810 LTE ist aufgrund ihrer

kompakten Maße ideal für den Einsatz zu

Hause. Sie findet dort Platz, wo der beste

Empfang ist und muss nicht – auf Kosten der

Datenrate – versteckt werden.

● ● ●

Abb. 3: Mit FRITZ!App Fon integriert

sich Ihr Android-Handy in die

FRITZ!Box.

Alle

Links>

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Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

Drawdle

0,99Euro Testversion kostenlos

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Baller-Games sind nicht für jeden etwas – doch zum Glück gibt es auf

Google Play jede Menge Alternativen. Besonders gut hat uns Drawdle

gefallen. In dem bunten und kreativen Spiel werden dem Spieler jede

Menge Zeichenaufgaben gestellt, die er mit viel Fingerspitzengefühl und Hirnschmalz

lösen muss. Stets geht es darum, bestimmte Gegenstände durch das

Anstupsen mit bunten Ballons in den unterschiedlichsten Farben erstrahlen

zu lassen. Die Ballons müssen jedoch zuerst

mit selbst gezeichneten Geschossen in Bewegung

gebracht werden, die zudem vorher

mehr oder minder schwierige Hindernisse

überwinden müssen.

Sind die zu Beginn gestellten Aufgaben

noch recht trivial, geht es schnell

ans Eingemachte. Man sollte beim

Zeichnen seiner Wurf-Vehikel in

jedem Fall behutsam vorgehen,

denn Sägezähne, Gummibänder und

rotierende Gegenstände versuchen

den Weg zu versperren und dem Spiel

ein jähes Ende zu bereiten.

Bewertung: ★★★★★

Plume

4,41Euro

Testversion kostenlos

Der einst unter dem Namen Touiteur bekannt gewordene Twitter-

Client ist für Jelly-Bean-Nutzer attraktiver geworden. Diese können

direkt auf Tweets antworten und die Nachrichten weiterleiten,

außerdem ist die Lektüre kompletter Tweets via Client möglich.

Plume zeigt Twitter-Bilder nun im Vollbildmodus an, zudem

haben die Entwickler die Darstellung auf Tablets verbessert.

Bewertung: ★★★★★

BeWeather&Widgets

1,62 Euro Testversion kostenlos

Das Wetter begleitet einen auf Schritt und Tritt – man sollte also auch auf dem Smartphone

immer auf dem Laufenden sein, wenn man vor unangenehmen Überraschungen

gewappnet sein will. BeWeather&Widgets lässt in Sachen Wetterinformation auf dem

Androiden keine Wünsche offen. Neben der Standard-Wettervorhersage bis zu sieben

Tage im Voraus gibt es auf der App schön gemachte HD-Darstellungen der aktuellen Wetterverhältnisse

und vielerlei Widgets. Bewertung: ★★★★★

46 Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Open Garden

kostenlos

Open Garden verbindet mehrere Geräte zu einem drahtlosen Peer-to-

Peer-Netzwerk. Auf diese Weise kann man auch ohne WiFi-Empfang

mit dem Laptop via Smartphone ins Internet gehen. Im Gegensatz

zum Tethering funktioniert das ohne lästiges Betätigen von Tasten

und Konfigurieren. Laufen mehrere Geräte in der Umgebung mit

Open Garden, verbinden sie sich zu einem Mesh-Netzwerk.

Bewertung: ★★★★★

My Movies

4,99Euro

Testversion kostenlos

My Movies for Android ermöglicht es, die eigene Filmtitel-Sammlung über

einen Onlinedienst zu katalogisieren, der Filmdaten von über 575.000 DVDs,

Blu-rays und HD-DVDs umfasst. Dazu muss man ein Konto bei My Movies erstellen

oder sich auf einem bestehenden Konto anmelden. Man kann zwischen

unterschiedlichen Geräten wechseln, ohne je die eigenen Daten zu verlieren.

Ein heißer Tipp für Film-Enthusiasten.

Bewertung: ★★★★★

Wirkliche

Pfeife

kostenlos

Wollten Sie schon immer mal

Schiedsrichter spielen? Dann laden

Sie sich schleunigst diese App herunter,

sie verwandelt jedes Smartphone

in eine lautstarke Trillerpfeife.

Doch Vorsicht: Dreht man die Lautstärke

der App nach oben und bläst

dann beherzt ins Mikrophon, fliegen

einem wirklich fast die Ohren weg.

Bewertung: ★★★★★

Schneller

lesen

Garmin Fit

kostenlos

2,99 Euro Mit der Garmin Fit-App versucht der

Die App beinhaltet acht verschiedene

Einzelübungen und Texte in Tracking-Apps wie Endomondo und

Navigations-Profi, den etablierten

verschiedenen Schwierigkeitsstufen.

Die Übungen vermitteln die Immerhin kostet die Anwendung im

Runtastic etwas entgegenzusetzen.

richtige Lesetechnik und sollten regelmäßig

wiederholt werden, die 79 Cent nur sehr wenig. Bei Garmin

Vergleich zur Konkurrenz mit knapp

Texte sind ein zusätzliches Training, Fit werden sämtliche Aufzeichnungen,

so man das will, auf die Garmin

um die Lesegeschwindigkeit und

Merkleistung zu überprüfen.

Connect-Plattform hochgeladen.

Bewertung: ★★★★★

Bewertung: ★★★★★

Adaptxt Beta – Keyboard kostenlos

Die auf Smartphones standardmäßig installierten Tastaturen sind häufig nicht sehr nutzerfreundlich,

viele User wünschen sich etwas Funktionaleres. Adaptxt springt in die Bresche, macht flinke

Wort-Vorschläge und korrigiert zuverlässig Fehler. Kostenlose Add-ons stehen in 50 Sprachen und

für 34 Berufsgruppen zur Verfügung. Bis jetzt ist gibt es nur die Beta-Version mit temporärer Lizenz,

ein Update auf die Endversion soll jedoch bald kommen. Bewertung: ★★★★★

Notification Bubbles

kostenlos

Notification Bubbles schaut zwar auf den ersten Blick nicht

sehr spektakulär aus, ist jedoch ein nützlicher Helfer für

mitteilungsfreudige Smartphone-Nutzer. So können Sie

zum Beispiel einen Kontakt festlegen, der dann als Herzblase

erscheint und über spezielle Gesten ihre(n)

Liebste(n) anrufen oder ihr/​ihm eine SMS schreiben. Benachrichtigungen

zeigt das bunt gestaltete Live-Wallpaper

ebenfalls an. Bewertung: ★★★★★

Alle

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www.android- user.de/qr/27353

Android-user.de dEzember 2012 47


APPS

Neuheiten

Google-Play-Charts für den November 2012

Neuheiten

Das sind die am häufigsten

heruntergeladenen neuen fünf

Gratis- und Bezahl-Apps auf

Google Play für den Monat

November. Arnold Zimprich

NFL Kicker 13

0,87 Euro

Sind Sie großer Fan von Football und wollen

auch auf dem Smartphone Ihrem Hobby frönen?

Werden Sie doch einfach ein NFL-Kicker,

wählen Ihr Lieblingsteam und starten

Sie durch: Zur Auswahl stehen alle 32 offiziellen

NFL-Teams. Die Entwickler haben dem

Spiel eine besonders knackige und detailverliebte

Grafik verpasst. Mit dem eigenen

Erfolg wächst sogar die Größe des Stadions,

dazu kann man das eigene Trikot individualisieren.

Bewertung: ★★★★★

Prince of Persia

2,39 Euro

Ihre Aufgabe als Held in Prince of Persia ist es,

die Prinzessin aus dem Palastturm zu retten, in

dem Sie gegen ihren Willen gefangen gehalten

wird. Zahlreiche Fallen, Rätsel und Gegner machen

Ihnen den Weg zur Prinzessin nicht leicht.

Remake des Klassikers, das nicht nur bei Liebhabern

für viel Spielspaß sorgen wird.

Bewertung: ★★★★★

Schneller

lesen

2,99 Euro

Schneller lesen verbessert in zwölf interaktiven

Speed-Reading-Übungen

spielerisch Ihre Lesegeschwindigkeit

und erhöht gleichzeitig Ihre Merkfähigkeit.

Mit dieser Speed Reading App lernen

Sie, Texte aller Art in Zukunft

schneller, effektiver und vor allem mit

einer besseren Behaltensleistung zu

lesen.

Bewertung: ★★★★★

Rayman

Jungle Run

2,39 Euro

Wer Rayman Origins kennt und

liebt, kommt an Rayman

Jungle Run kaum vorbei. Super Grafik und ein

stetig steigender Schwierigkeitsgrad sorgen für viel Spielspaß, die

Steuerung ist dabei kinderleicht. Neben mehreren Welten, die es zu

erforschen gilt, gibt es wie bei Origins eine pfiffige musikalische Untermalung.

Bewertung: ★★★★★

The Bard’s Tale

4,56 Euro

Sie sind ein egoistischer und boshafter Barde

auf einer sinnlosen Abenteuerreise durch rattenverseuchte

Keller. Durch magische Lieder

können Sie Charaktere beschwören, die Ihnen

auf Ihrer Mission helfen. Schärfen Sie Ihre Waffen,

und begeben Sie sich auf ein Abenteuer,

bei dem es um Geld und noch viel mehr geht!

Bewertung: ★★★★★

48 Dezember 2012


Apps

Neuheiten

Bubble Shooter

kostenlos

Bubble Shooter ist ein

kurzweiliges Spiel für

Kombinationsprofis, die

nur ungern eine ruhige

Kugel schieben, denn hier

ist im Umgang mit den

farbigen Spielfiguren ein

schnelles Reaktionsvermögen

gefragt. Laufen

Sie auf Ihrem Game Boy

bei Spielen wie Tetris zu

Höchstform auf, ist dieses

kleine Android-Spiel

ein heißer Tipp.

Bewertung: ★★★★★

Turbo Kids

kostenlos

Turbo Kids ist ein unterhaltsames Jump&Run-Spiel, bei dem man

eine ganze Horde bewegungsfreudiger Kinder über einen abwechslungsreichen

und abenteuerlichen Parcours jagen muss. Das Spiel

ist in Jahreszeiten gegliedert, diese sind wiederum in einzelne Level

unterteilt. Zudem stehen vier verschiedene Spielmodi zur Auswahl.

Bewertung: ★★★★★

NoTelURL

kostenlos

Diese App sagt dem bereits

im September 2012

entdeckten Bug, der es

ermöglicht, auf diversen

Android-Geräten ohne

weiteres Zutun über

einen Link in beliebigen

Websites oder Barcodes

alle Daten zu löschen,

den Kampf an.

Versucht eine Website

eine schadhafte URL

zu starten, wird die

App aktiv und weist den arglosen Smartphone-

Besitzer auf die drohende Gefahr hin.

Bewertung: ★★★★★

Überbrückung der Wand

kostenlos

„Über sieben Brücken musst du geh’n“ lautet ein Gassenhauer, den

Peter Maffay bekannt gemacht hat. Bei diesem Geschicklichkeitsspiel

fühlt man sich partout

daran erinnert. Um einen

Highscore zu erreichen, sollte

man jedoch deutlich mehr als

sieben Brücken schaffen und

den Abgrund per Fingerwisch

wieder und wieder überbrücken.

Ab einer Entfernung von

200 "Einheiten" wird das Spiel

zu einer richtigen Herausforderung.

Bewertung: ★★★★★

Stickman Cliff Diving

(Free)

kostenlos

Kennen Sie das spektakuläre Klippenspringen von

La Quebrada in Acapulco? Stickman Cliff Diving

holt das Wasser-Spektakel auf das Smartphone.

Wie der Titel schon sagt, findet man sich hier als

mageres Strichmännchen wieder, dafür gibt es

bei Bauch- und Rückenplatschern keine Verletzungen,

sondern lediglich Punktabzug.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27352

Dezember 2012

49


Apps

TomTom Navigation

pkdinkar, 123RF

Im Test: TomTom Navigation

Europa an Bord

TomTom ist einer der ganz großen Fische im Navi-Markt. Nun endlich bringt der Navi-Spezialist

seine Technik und Offline-Karten auch unter Android an den Start. Christoph Langner

Abb. 1: Die großzügig gestalteten

Icons lassen sich gut vom Fahrersitz

aus bedienen.

Es gibt Situationen, in denen sind

Sie trotz Googles Navigationslösung

planlos. Ohne eine Internetverbindung

kommen Sie mit

Google nicht einmal in den nächsten Ort.

Nach Navigon bietet daher jetzt auch Tom­

Tom seine bewährte Navi-Technik als Android-App

an [1]. Mit Live-Verkehrsdaten,

kostenlosen Kartenupdates und Spurassistent

möchte sich TomTom als Alternative

für Vielfahrer oder Urlauber, die auch im

Ausland via Handy navigieren möchten,

positionieren.

TomTom für Android

TomTom finden Sie im Paket mit verschiedenen

Karten im Google Play Store. Der Einführungspreis

für die D-A-CH-Karte (Deutschland,

Österreich, Schweiz) beginnt bei 34,99

Euro, für Karten ganz Europas werden 59,99

Euro fällig. Sorgen um Kartenupdates müssen

Sie sich nicht machen, im Gegensatz zu

den TomTom-Navigationsgeräten bekommen

Sie jedes Quartal ein kostenloses Kartenupdate,

so lange es die TomTom-Apps gibt.

Allerdings wird sich noch nicht jeder interessierte

Android User über TomTom freuen

können. Die App funktioniert nur auf Handys

ab Android 2.2 und einer Auflösung von

exakt 800x480 oder 854x480 Pixeln. Das bieten

zum Beispiel das Galaxy S II oder ein

HTC One V. Auf aktuellen Modellen wie dem

Samsung Galaxy S III läuft die App jedoch

nicht. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein

Update die Beschränkung auf die zwei Auflösungen

beheben.

Achten Sie auch darauf, dass Ihr Handy

über ausreichend Speicherplatz verfügt.

Unter Einstellungen | Speicher finden Sie die

entsprechenden Informationen. Die D-A-CH-

Version der TomTom-App lädt beim ersten

Start etwa 800 MByte aus dem Internet, bei

der Europa-Karte gar 3,3 GByte. Die Daten

landen auf der SD-Speicherkarte, zur Not

schaffen Sie durch einen Wechsel auf eine

größere Karte den nötigen Platz.

Vertraute Ansicht

Wenn Sie bislang mit einem TomTom-Navigationsgerät

unterwegs waren, werden Ihnen

viele Details der App bekannt vorkommen.

Das Menü und die Einstellungen sind über

große Buttons bedienbar, Adressen geben Sie

in der Reihenfolge Land, Ort, Straße, Hausnummer

ein und auch die Kartendarstellung

erinnert stark an ein TomTom-Navi. Die Straßen

sind deutlich fetter gezeichnet als bei

Google, das erleichtert die Orientierung bei

einem schnellen Blick auf die Route, allerdings

ist der gezeigte Ausschnitt kleiner.

Im Gegensatz zum Google-Navi zeigt

Ihnen TomTom Ihre aktuelle Geschwindigkeit

sowie die zulässige Höchstgeschwindigkeit

an. Auf Wunsch warnt Sie die App zudem

50

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

TomTom Navigation

auch akustisch beim

Überschreiten des Tempolimits

oder auch vor

dem Passieren von

Schulen. Ein weiteres

Plus von TomTom ist

die Möglichkeit, Zwischenstationen

in die

Routenplanung mit

aufzunehmen. Google

kann nach wie vor nur

von A nach B routen.

Abb. 2: In der Routenplanung lassen

sich im Gegensatz zu Google Zwi-

Navigation

Um die Navigation

zwischen Google und

TomTom zu vergleichen,

haben wir in

München und Umgebung

diverse Fahrten

unternommen. Beide schenstationen anlegen.

Navis haben uns in der

Praxis sicher zum Ziel gebracht, auch wenn

die vorgeschlagenen Routen nicht immer

identisch waren. Die von TomTom generierten

Routen und Zeiten basieren auf gesammelten

Daten, wann wo wie viel Verkehr zu

erwarten ist: Die kürzeste Route ist demnach

nicht immer die schnellste. Die IQ Routes [2]

getauften Daten sind in der Karte integriert,

beinhalten jedoch keine Live-Informationen

über das Streckennetz.

Während der Navigation fiel auf, dass

TomTom ein klein wenig später über die

nächste Abzweigung informiert, aber frühzeitig

hinweist, welche Spur es zu nehmen

gilt. Dadurch haben Sie mehr Zeit für den

Spurwechsel und weniger Stress beim Abbiegen

im dichten Verkehr. Die Ansagen der

App sind meist präzise und klar verständlich,

Straßennamen spricht die App flüssiger aus

als Google. Vor Autobahnkreuzen schaltet

der Spurassistent von der Kartenansicht auf

ein statisches Bild mit den richtigen Fahrspuren,

komplizierte Kreuzungen zwischen

Autobahnen verlieren so ihren Schrecken.

Live-Funktionen kosten extra

Bei Staus hat Google die Nase vorn. Im Gegensatz

zu TomTom lotst uns die Navi-App

Googles um manch einen Stau herum und

zeigt uns auch an, wo auf der Strecke aktuell

viel Verkehr ist. Das Feature bietet TomTom

ebenfalls an, doch für die fortwährend aktualisierten

HD-Traffic-Daten [3] müssen Sie

monatlich 4,99 Euro (29,99 Euro im Jahr) zusätzlich

bezahlen. Ob es sich lohnt das Feature

zu buchen ist fraglich, in Deutschland

liefert Google die Live-Daten frei Haus, im

Abb. 3: Die Straßenzüge sind dicker

abgebildet und dadurch einfach zu

erkennen.

Ausland müssten Sie für den Abruf der Verkehrsinfos

teure Roaming-Gebühren zahlen.

Ebenso wie die Verkehrsdaten kostet auch

das Add-On Radarkameras [4] einen Aufpreis

(1,59 Euro/​Monat oder 18,99 Euro/​Jahr). Es

beinhaltet eine Datenbank mit fest installierten

Blitzern und auch Warnungen vor anderen

Kameratypen, einschließlich Abschnittskontrollen

(z.B. in Österreich oder England),

Ampelblitzern und mobilen Hotspots.

Für Vielfahrer

Unglücklich gelöst ist das Preismodell und

die Architektur der Apps. Kaufen Sie zuerst

die günstigere D-A-CH-Version, dann gibt es

keinen Upgrade-Pfad auf die komplette Europa-Karte,

sie müssen die App komplett neu

kaufen. Entscheiden Sie sich gleich für die

Europa-Karte, dann müssen Sie immer die

vollen 3,3 GByte auf dem Handy vorhalten,

nur D-A-CH für die Alltags-Fahrten zu installieren

und vor dem Urlaub noch das Zielland

nachzuladen, ist nicht möglich.

Kostenpflichtige Offline-Navigationsapps

müssen mit Features gegen Google punkten.

Diese hat TomTom mit dem Spur-Assistenten

und der Blitzer-Datenbank durchaus zu bieten,

doch der Preis ist nicht gerade gering.

Wer nur in Deutschland unterwegs ist, hat

gegenüber der Google-Lösung kaum handfeste

Vorteile. Wer öfter die Grenzen des eigenen

Mobilfunkvertrages verlässt, erspart sich

jedoch den Kauf eines Navi-Gerätes. Die Investition

in ein Abo von TomTom-HD-Traffic

lohnt sich allerdings nur für alle, die mit dem

Google-Navi komplett unzufrieden sind und

ganz auf TomTom umsteigen möchten. ● ● ●

Abb. 4: Live-Verkehrsdaten oder ein

Radaralarm kosten bei TomTom

extra.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27529

Android-user.de Dezember 2012 51


Apps

Chameleon Launcher

Der Chameleon Launcher für Tablets im Test

Wechselbar

Andrei Krauchuk, 123RF

Der Chameleon Launcher

wurde nicht ohne

Grund auf den Namen

des sich immer anpassenden

Tieres getauft.

Der neue Launcher bietet

viel Platz für die individuelle

Gestaltung der

Homescreens und auch

einige clevere Funktionen,

ist er aber auch

sein Geld wert?

Christoph Langner

Der Launcher eines Android-Tablets

unterscheidet sich nicht großartig

von dem eines Handys, man hat

auf dem Tablet einfach nur mehr

Platz für Widgets und Icons. Dass im Launcher

eines Tablet-Computers jedoch deutlich

mehr stecken kann, zeigen die Entwickler

des Chameleon-Launchers für Tablets [1]. Er

verwandelt Ihr Tablet in eine Nachrichtenplattform,

auf der Sie Ihre wichtigsten News

und Events sofort im Blickfeld haben.

Erfolg dank Kickstarter

Das Chameleon-Projekt bekam seine Anschubfinanzierung

im Juli dieses Jahres über

eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne [2].

Ursprünglich war das Ziel, 30.000 US-Dollar

für die Entwicklung der App einzusammeln.

Letztendlich war das Interesse der Android

User jedoch so groß, dass fast 67.000 USD

über die derzeit äußerst populäre Finanzierungsplattform

zusammengekommen sind.

Die Früchte der Arbeit liegen nun in Form

des Chameleon-Launchers im Google Play

Store vor. Zur Installation der App benötigen

Sie ein Android-Tablet mit mindestens Android

3.2, auf älteren Geräten oder Android-

Smartphones lässt sich der Launcher nicht

installieren. Die App gehört mit 7,86 Euro (10

US-Dollar) in die gehobene Preisklasse, doch

Chameleon ist nicht einfach nur ein weiterer

Launcher nach bekannter Machart.

Layouts für jeden Zweck

Die Oberfläche des Launchers bestücken Sie

im Rahmen eines groben Rasters frei mit

Widgets. Dabei greift Chameleon nicht auf

die üblichen Android-Widgets zurück, sondern

auf ein eigenes Repertoire an Elementen.

Zur Auswahl gehören derzeit die Anzeige

von E-Mails über Gmail, Nachrichten

via RSS-Feeds, soziale Netzwerke wie Facebook

oder Twitter und auch simple Widgets

wie eine Uhr oder Software-Buttons zum Abund

Anschalten von WLAN, Bluetooth und

Co. Weitere Widgets zur Integration von

Google+ oder ein Musikplayer sind angekündigt,

aber aktuell noch nicht verfügbar.

Herkömmliche Android-Widgets lassen sich

im Chameleon-Launcher nicht nutzen.

Apps lassen sich bewusst nicht auf den

Homescreens ablegen, sie werden wie bei

Abb. 1: Die Widgets des Chameleon-Launchers lassen sich frei in einem

groben Raster platzieren.

Abb. 2: Die Auswahl an Widgets ist noch dünn, weitere Mini-Apps sollen

im Laufe der Zeit folgen.

54

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Chameleon Launcher

Abb. 3: Die Auswahl an Widgets ist aktuell noch sehr dünn, weitere Widgets

sollen aber noch folgen.

Abb. 4: Im App-Drawer finden Sie wie gewohnt alle Ihre Apps, die wichtigsten

ziehen Sie in das Dock.

Android üblich über einen App-Drawer mit

allen installierten Apps oder einem konfigurierbares

Dock am unteren Bildschirmrand

gestartet. Der Platz auf den Homescreens

selbst bleibt frei für Widgets und deren Inhalte.

Die bislang recht bescheidene Auswahl

an Widgets ist aktuell ein großer Kritikpunkt.

Setzt man die Chameleon-Widgets nicht

mehrfach ein, so kann man kaum zwei

Homescreens mit Inhalten füllen. Da die

Widgets jedoch recht einfach über HTML,

CSS und JavaScript zu schreiben sind und

die Schnittstelle zu den Widgets dokumentiert

ist [3], können App-Entwickler die Auswahl

von Chameleon-Widgets leicht ergänzen.

In welchen Umfang externe Programmierer

eigene Widgets zu Chameleon beisteuern

werden, bleibt abzuwarten.

Abb. 5: Chameleon wechselt nach dem Einloggen ins Firmen-WLAN automatisch

auf den Arbeits-Homescreen.

Ein Homescreen je Aufgabe

Eine clevere Funktion des Launchers ist die

Idee, die Homescreens automatisch je nach

Situation zu wechseln. Sie können Chameleon

sagen, auf den Work-Homescreen zu

gehen, wenn sich das Tablet in das WLAN

Ihres Büros einloggt. Alternativ schaltet Chameleon

morgens um acht auf den Nachrichten-Homescreen

um, sodass Sie während des

Frühstücks automatisch die wichtigsten

News im Blick haben. Alternativ lässt sich

auch der über GPS ermittelte Ort als Kriterium

nutzen, sämtliche Events lassen sich

auch miteinander verknüpfen.

Zu teuer für zu wenig Widgets

Fast acht Euro für einen Launcher sind eine

stolze Summe, nur wenige Apps wie die Navigations-Lösungen

von TomTom oder Navigon

toppen diesen Preis. Für das Geld bekommen

Sie allerdings einen außergewöhnlichen

Launcher, der durchweg gut aussieht

und der zahlreiche Funktionen kennt, die

sich bei der Konkurrenz nicht finden lassen.

Allerdings ist die Auswahl an Widgets bislang

noch sehr mager, hier müssten die Entwickler

dringend nachlegen und weitere Inhalte

schaffen. Für das gezahlte Geld könnte

man durchaus auch erwarten, dass die App

in die wichtigsten Sprachen übersetzt wird.

Aber auch das ist nicht der Fall, sämtliche

Dialoge sind nur auf Englisch verfügbar.

Unser Urteil lautet daher: Chameleon hat

eine gute Idee gut umgesetzt,

doch die Arbeit muss

noch mit Leben in Form

von zusätzlichen Widgets

und Übersetzungen gefüllt

werden. Bis Chameleon

aufgerüstet hat, kann man

durchaus auch mit dem

herkömmlichen Android-

Launcher und den Standard-Widgets

ein ähnliches

Setup erreichen, man muss

nur ein kleines bisschen

mehr Zeit und Muse in die

Konfiguration der Homescreens

investieren. ● ● ●

Last Minute

Unser Test basierte auf der ersten

Veröffentlichung des Chameleon

Launchers. Kurz vor Redaktionsschluss

haben die Entwickler

der App ihre Pläne zum

Update auf Version 1.1 vorgestellt

[6]. Wie versprochen gibt

es originäre Chameleon Widgets

für Google+ und den

Google Kalender. Zudem liefert

die Community erste Third-

Party-Widgets, etwa für 500px

oder Foursquare. Als Bonus

wird es mit dem Update möglich

sein, herkömmliche Android-Widgets

in den Launcher zu

integrieren. Für die Zukunft bietet

der Chameleon Launcher

daher ausreichend Füllstoff für

mehrere Homescreens.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27379

Android-user.de Dezember 2012 55


Apps

Photo Transfer App

578foot, 123RF

Photo Transfer App für Android

Bilder teilen

Smartphones eignen sich sehr gut auch als Digitalkameras.

Anschauen oder archivieren will man die Fotos aber lieber am Notebook

oder einem Rechner mit großem Display. Doch wie kommen nun

die Fotos vom Smartphone auf den Rechner? Samuel Groesch

Tipp

Mit der Photo Transfer App

lassen sich nicht nur Fotos

schnell und einfach versenden,

sondern auch Videos.

Probieren Sie es einfach

mal aus!

Für das Problem mit dem Fotoaustausch

von Handy und Computer

gibt es diverse Möglichkeiten. Eine

recht bequeme Lösung bietet Photo

Transfer [1]. Diese kleine App stellt über das

WLAN-Netzwerk eine Verbindung zwischen

dem Computer und dem Android-Phone her.

Auf Wunsch sind aber

auch Verbindungen zwischen

zwei Smartphones

möglich. Erhältlich ist die

App in zwei Versionen:

Die kostenlose Lite-Version

ist auf zwei Bilder pro

Übertragung beschränkt,

zum Preis von 1,50 Euro

können Sie diese Grenze

auf bis 50 Fotos pro Sendevorgang

aufstocken [2].

Wenn Sie sich entschieden

haben, welche der beiden

Versionen Sie gerne nutzen

möchten, installieren

Sie die Anwendung und

starten die App.

App die Post

Um ein Foto an das entsprechende

Gerät zu

Abb. 1: Im Hauptmenü müssen Sie

sich entscheiden, ob Sie Bilder senden

oder empfangen möchten.

schicken, klicken Sie im Hauptmenü auf den

Punkt Send und wählen dann das gewünschte

Empfangsgerät. Neben Android-

Geräten stehen hier auch iOS-Geräte (zum

Beispiel iPhone, iPad etc.) sowie Windowsund

Apple-Computer zur Wahl. In allen vier

Fällen stellt Photo Transfer ein ZIP-Paket bereit,

das sich am Empfangsgerät

über den Browser herunterladen

lässt. Dazu startet

die App auf Ihrem Smartphone

einen Mini-Webserver

und zeigt Ihnen die IP-

Adres se sowie den passenden

Port an. Übertragen Sie die

Bilder auf ein Android-Smartphone

oder ein iOS-Gerät, besteht

zusätzlich noch die Option,

das Gerät fest zu verbinden.

Das recht lästige manuelle

Aufrufen der Webseite

bleibt Ihnen so erspart.

Nachdem Sie sich für eine

Option entschieden haben, erscheint

schon der Link zum

Download. Bevor Sie allerdings

etwas herunterladen

können, müssen Sie selbstverständlich

zuerst Fotos aus-

56

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Photo Transfer App

wählen. Klicken Sie hierzu

auf Select. Im sich öffnenden

Dateimanager wählen Sie die

Bilder aus. Die ausgewählten

Fotos markiert die App mit

einem blauen Haken. Wenn

Sie fertig sind, bestätigen Sie

mit Done. Nun sind am

Smartphone alle Schritte

getan, um mit dem Download

der Bilder zu starten.

Starten Sie am Empfangsgerät

Ihrer Wahl einen Browser,

und geben Sie die von

Photo Transfer angezeigte

Adresse in die URL-Leiste ein.

Der Rechner muss sich dazu

im gleichen Netz befinden

wie das Smartphone, was üblicherweise

bei einem Heimnetz

der Fall ist. Hat alles geklappt,

erhalten Sie eine

Übersicht der ausgewählten Bilder, die sich

durch Anklicken auch vergrößern lassen. Um

die Bilder auf Ihr Empfangsgerät herunterzuladen,

klicken Sie auf den gelben Button

Download all photos as zip file. Unverzüglich

startet der Download. Die Download-Geschwindigkeit

variiert je nach Router und

Empfangsstärke des Netzwerks. Sobald der

Download abgeschlossen ist, können Sie das

ZIP-Archiv entpacken und Ihre Bilder betrachten.

Möchten Sie keine weiteren Bilder

mehr übertragen, beenden Sie die App.

Mit der App empfangen

Sobald Sie im Hauptmenü der App Receive

für Empfangen gedrückt haben, erscheint der

bekannte Auswahlbildschirm mit der Geräteauswahl.

Diesmal müssen Sie allerdings auswählen,

von welchem Sendegerät Sie Daten

empfangen möchten. Nachdem Sie sich für

eine der Möglichkeiten entschieden haben,

bekommen Sie wie beim Senden einen Link

angezeigt. Rufen Sie diesen Link im Browser

des Windows- oder Mac-Rechners auf. Eine

nahezu gleiche Oberfläche erscheint. Im unteren

Bereich ist der Abschnitt Upload photos

and videos, den Sie zum Upload benötigen.

Klicken Sie im Dropdown-Menü auf das

Album, in das die Bilder gesendet werden

sollen oder erstellen Sie ein neues.

Mit einem Klick auf Upload photos bzw.

Upload videos erscheint ein Auswahlfenster,

in welchem Sie Ihre Bilder markieren müssen.

Um mehrere Bilder auszuwählen, halten

Sie während des Markierens die [Strg]-Taste

gedrückt. Sobald Sie mit der Bilderauswahl

fertig sind und bestätigt haben, beginnt die

Abb. 2: Im Auswahlmenü zum Senden

wählen Sie durch einfaches

Berühren Ihr Empfangsgerät.

Abb. 3: Um die Bilder zum Senden

zu markieren, reicht ein simples

Antippen mit dem Finger.

Webseite mit dem Hochladen und Verschieben

der Bilder auf das Android-Gerät. Über

den Fortschrittsbalken können Sie den aktuellen

Status der Übertragung mitverfolgen.

Nach erfolgreicher Übertragung erscheint am

Smartphone eine Benachrichtigung darüber,

dass der Upload abgeschlossen ist und sich

die Bilder nun in Ihrer Galerie befinden.

Fazit

Haben Sie die Funktionsweise von Photo

Transfer einmal durchschaut, lassen sich mit

der App sehr schnell Fotos und Videos zwischen

praktisch beliebigen Geräten hin- und

herschieben. Photo Transfer bringt auch eine

umfangreiche Hilfeseite mit, die zahlreiche

Erklärungen in Englisch enthält.

● ● ●

Abb. 5: Die von Photo Transfer bereitgestellte Webseite im Browser.

Abb. 4: Über die angegebene

lokale IP-Adresse rufen Sie die

Webseite zum Download auf.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/26903

Android-user.de Dezember 2012 57


Apps

Preisvergleich-Apps

Im Produkt-Dschungel sind

funktional aufgebaute Preisvergleichs-Apps

eine nützliche

Hilfe. Wir haben sieben

Kaufberater kurz getestet.

Arnold Zimprich

Idealo Preisvergleich

kostenlos

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27348

An Preisvergleichs-Apps kann

man die gleichen Kriterien anlegen

wie an die gesuchten

Produkte: Sie müssen gut aussehen,

möglichst günstig sein und genau das

tun, was man will. Idealo ist einer der

Platzhirsche auf dem Preisvergleichs-

Markt – und gibt sich auch bei der Gestaltung

seiner App keinerlei Blöße. Allein

schon die grafische Gestaltung der

Anwendung wirkt sehr aufgeräumt

und ansprechend. Der Einstieg in die

Produktsuche gerät mit der App zum

Vergnügen, denn schon auf dem Startbildschirm

präsentiert die Idealo-Redaktion

Kaufempfehlungen für besonders

günstige Produkte und macht sofort

Lust auf mehr.

An der Idealo-App gefällt besonders ihr

übersichtlicher und anwenderfreundlicher

Aufbau. Neben der Angebotsdarstellung

auf dem Startbildschirm verfügt

sie über einen Preiswecker, der

den Nutzer darauf hinweist, wenn der

Wunschpreis für das gesuchte Produkt

erreicht wird, auch an eine Artikel-

Merkfunktion haben die Entwickler gedacht.

Mit ausgefallenen Wünschen

Preis.de

Preisvergleich

kostenlos

Anstatt den Nutzer mit einem

Überangebot zu überfordern,

gibt es auf dem Startbildschirm

dieser Anwendung nur die

Wahl zwischen Scannen und Suchen.

Die Entwickler haben den Schwerpunkt

der App auf eine übersichtliche Darstellung

der Suchergebnisse gelegt,

zum anderen hat uns die zusätzliche

Anzeige von Produktdetails und Preis-

Charts gefallen. Will man sich einen

Artikel für später merken, kann dieser

mit einem einfachen Tipp auf den

Stern einer Merkliste zugefügt werden

Geizhals

Preisvergleich

kostenlos

Die Entwickler haben der Geizhals-App

ein sehr aufgeräumtes,

aber auch etwas langweiliges

Aussehen verpasst, dafür verfügt

sie über eine Spracheingabe und den

obligatorischen Barcode-Scanner. Besonders

die Übersichtlichkeit der App

hat uns gefallen – wer einfach nur

schmökern möchte, kann dies in zehn

Kategorien von A wie Audio/​HIFI bis V

wie Video/​Foto/​TV tun. Möchte man

lange Versandwege vermeiden, kann

man in den Einstellungen nur bestimmte

Lieferländer zulassen.

billiger.de –

Preisvergleich

kostenlos

Diese App schlägt Suchergebnisse

bereits bei der Suchmasken-Eingabe

vor. Für

Schnäppchenjäger gibt es zudem die

Kategorie Top-Produkte mit günstigen

Angeboten. Überzeugt hat uns die App

mit einer sehr umfangreichen Auswahl

an Bezugsmöglichkeiten. Im Falle einer

Waschmaschine waren es ganze 20

Händler, die uns die App anzeigte. Einziges

Manko: Die billiger.de-Anwendung

unterstützt kein Querformat auf

großen Bildschirmen, auch fällt die Anzeige

auf Tablets etwas pixelig aus.

deutsch|Version 1.0.2|935 KByte

★★★★★

deutsch|Version 1.3.2|283 KByte

★★★★★

deutsch|Version 2.0|954 KByte

★★★★★

60

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Preisvergleich-Apps

wie Swimming Pools oder Vogelhäuschen

zum Bemalen zwingt man die App ebenfalls

nicht in die Knie, denn die Auswahl

auf den verlinkten Shops ist schlicht unerschöpflich.

Zu jedem recherchierten Produkt

bekommt der potenzielle Kunde

Tests, ein Datenblatt und den Preisverlauf

präsentiert, zudem werden dem Suchartikel

ähnliche Produkte angezeigt.

Wer möchte, kann in den Einstellungen

auch Land, Sprache und die Sortierung

der Suchergebnisse ändern, zudem kann

man, um den Datentransfer gering zu halten,

die Bildanzeige in den Suchergebnissen

deaktivieren. Im Gegensatz zu vielen

einfacher gestalteten Apps kann der Benutzer

den Suchverlauf und die Merkliste

löschen. Grafische Gestaltung, Funktionalität

und Praxistauglichkeit der App machen

sie zur derzeit besten auf dem Markt.

deutsch|Version 2.11|954 KByte

★★★★★

GeizDroid

kostenlos

Auf unserem Test-Tablet funktionierte

GeizDroid nur im

Hochformat. Ein Blick auf den

letzten Update-Termin enthüllte, dass

die App schon mehr als drei Jahre seit

der letzten Generalüberholung auf

dem Buckel hat, die pixelige Darstellung

auf großen Bildschirmen bedarf

einer Überarbeitung. Zu einem Totalabsturz

führten sämtliche Versuche,

den Barcode-Scanner via App zum

Leben zu erwecken. Um am Ball zu

bleiben, sollten die Macher von Geizkragen.de

jedenfalls weniger geizig mit

ihrem mobilen Ableger umgehen.

itemeo – Preisvergleich

Scan

kostenlos

Der Aufbau in die Kategorien

Suchfunktion, Merkliste,

Wunschpreis und Bibliothek

hat uns gefallen, in Letztere kann man

Produkte einstellen, die bereits gekauft

wurden. Die App warnt bei einer erneuten

Suche davor, die Produkte erneut

zu erwerben, für Vergessliche eine

nützliche Funktion. Auch ein gut funktionierender

Barcode-Scanner ist mit an

Bord. Was uns weniger imponierte, ist

der Befehl: „Log’ Dich bei Facebook

ein, um den vollen Funktionsumfang

von itemeo nutzen zu können“.

eVendi –

Preisvergleich

kostenlos

Besonders der Startbildschirm

gefällt mit seiner übersichtlichen

Aufteilung in Kategorie,

Merkzettel, einem Barcodescanner und

einer Anzeige der zuletzt betrachteten

Produkte. Im Test auf einem Android-

4.0-Gerät offenbarte jedoch auch diese

App massive Stabilitätsschwächen.

Trotz Neustart stürzte sie mehrmals bei

dem Versuch ab, den Button „Kategorie“

und „zuletzt geladene Produkte“

zu betätigen. Auch hier entlarvt ein

Blick auf das letzte Update, dass die

App stiefmütterlich behandelt wird.

deutsch|Version 1.0|1,1 MByte

★★★★★

deutsch|Version 0.98|392 KByte

★★★★★

deutsch|Version 1.5|227 Kbyte

★★★★★

Android-user.de Dezember 2012 61


Apps

Lernen mit Android

Schoolphone

Artisticco LLC, 123RF

Smartphones haben in der Schule nichts zu suchen? Falsch! Ausgestattet

mit den richtigen Apps sind besonders Android-Phones wahre Lernund

Arbeitserleichterungen. Jasmin Bauer

Abb. 1: Das Hauptmenü von

"School Helper" im schönen

Schiefertafel-Design.

Im Google Play Store gibt es eine Vielzahl

von Programmen, die Schülern und Studenten

dabei helfen sollen, den Lernalltag

zu organisieren, ihr Wissen spielerisch

zu vertiefen oder den Lernstoff abzufragen.

Doch welche Anwendung hält, was sie

verspricht? Hier unsere Empfehlungen.

School Helper

Schon wieder spät dran und die Tasche

noch nicht gepackt, und was

steht heute auf dem Plan? Für solche

Fälle gibt es die kostenlose App "School

Helper" [1], den Stundenplan fürs Handy

Damit die Anwendung zuverlässig funktioniert,

sollten Nutzer vor dem Eintragen des

Stundenplans die entsprechenden Einstellungen

zum Wochenverlauf, zur Dauer der Unterrichtsstunden

oder zum Notensystem im

Menü angeben und anschließend im Menü

des Bereichs Stundenplan neue Stunden und

wichtige Zusatzinformationen wie Zeit, Lehrer

oder Klassenraum einstellen. Das Programm

gleicht diese Inhalte automatisch mit

den allgemeinen Einstellungen ab und rechnet

beispielsweise aus, wann eine entsprechende

Stunde wieder zu Ende ist. Und wie

sieht es mit den Hausaufgaben aus? Auch

dafür hat School Helper eine praktikable Lösung.

Hausaufgaben lassen sich nach Termin

und Priorität sortieren. Zudem rechnet die

App den Notenschnitt aus und besitzt eine

eigene Notizfunktion. Damit auf den ersten

Blick alles parat steht, gibt es zudem eine

Handvoll Widgets (Abbildung 2).

Hausaufgaben

Ebenso nützlich ist die App "Hausaufgaben"

[2], die ebenfalls kostenlos

bei Google Play zur Verfügung

steht. Der Name ist irreführend, denn dieses

Programm hat weitaus mehr zu bieten als ein

digitales Hausaufgabenheft.

Wie bei School Helper können Schüler hier

ihre Hausaufgaben, Stundenpläne und Termine

eintragen. Auf Wunsch schaltet die App

62

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Lernen mit Android

Abb. 2: Widgets mit den Aufgaben

und dem Stundenplan machen

School Helper echt praktisch.

Abb. 3: Die App "Hausaufgaben"

bietet auch Notenlisten, Stundenplan

und Terminübersichten.

Abb. 4: Hausaufgaben rechnet

automatisch den aktuellen Schnitt

aus, auch mit Gewichtung.

Abb. 5: Mit der App "Feiertage" vergessen

Sie nie mehr die Ferien

oder Feiertage.

das Handy bei Unterricht immer automatisch

auf lautlos. Zu ärgerlich, wenn es im Unterricht

einfach klingelt und der Lehrer das

Handy dann sogar einkassiert. Setzen Sie in

den Einstellungen einfach das entsprechende

Häkchen, und es ist Ruhe. Das Setup ist insgesamt

etwas aufwendiger als bei School

Helper. Allerdings lohnt sich die Arbeit, da

man die Anzeige stärker individuell anpassen

kann, indem sich Unterrichtsfächer farblich

hervorheben lassen. Vor dem Einrichten

der App müssen die Nutzer im Menü zunächst

alle Fächer und die Uhrzeiten Beginn

und Ende jeder Stunde angeben. Angeblich

ist die Anwendung auch für Lehrer geeignet,

was jedoch nur bedingt gilt. Zwar können

Lehrer in ihrem Stundenplan die einzelnen

Klassen notieren, jedoch keine Notenlisten

oder Ähnliches eintragen.

Feiertage + Schulferien gratis

Für alle, die sich schon auf die

nächsten Ferien oder freien Tage

freuen, gibt es noch die App "Feiertage"

[3]. Hier sind alle freien Tage nach

Bundesländern unterteilt übersichtlich zusammengestellt.

Leo Wörterbuch

Im Englischunterricht steht ein

neuer Text an, und einige der Vokabeln

sind unbekannt? Kein Problem,

dafür gibt es das kostenlose Smartphone-Wörterbuch

Leo [4], welches neben

Englisch noch weitere Sprachen wie Französisch,

Spanisch und sogar Chinesisch im Angebot

hat. Leo besitzt neben der Nachschlagefunktion

noch ein Forum zum Sprachenlernen

und Sprachaustausch, sowie einen Vokabeltrainer.

Wer im Forum posten oder den

Vokabeltrainer in Anspruch nehmen möchte,

benötigt einen Gratis-Account bei leo.org.

Die App "Leo Wörterbuch" gleicht das angegebene

Wort mit allen Einträgen des Online-Wörterbuches

ab und präsentiert die Suchergebnisse

nach kurzer Zeit. Besitzt ein

Wort mehrere Bedeutungen, fällt das Ergebnis

entsprechend umfangreich aus. Die App

liefert auch Informationen über Redewendungen

und spezielle Wortverbindungen.

Offline Wörterbücher

Wer keinen Internetzugang hat oder

sich gerade im Ausland befindet,

aber auf ein Wörterbuch nicht verzichten

möchte, kann sich die App "Offline

Wörterbücher" [5] installieren und einmalig

die jeweiligen Sprachpakete herunterladen.

Das kostet lediglich etwas Speicherplatz auf

dem Gerät. Der Wortumfang ist auch hier beachtlich,

wenn auch nicht genauso umfangreich

wie bei Leo. Probleme entstehen eventuell

bei der Wortsuche. Bei englischen Verben

muss der Suchende auch to dazuschreiben,

ansonsten findet die Anwendung möglicherweise

kein Ergebnis.

Vokabeltrainer Box

Lange Wartezeiten, und dabei noch

viele Vokabeln zu lernen? Wieso

nicht einfach unterwegs üben?

Dafür gibt es im Play Store mit der App Vokabeltrainer

Box [6] eine komfortable Lösung.

Diese werbefinanzierte App erlaubt es, die

Abb. 6: Das Online-Wörterbuch von

Leo benötigt auch als Android-App

Internetzugriff.

Android-user.de Dezember 2012 63


Apps

Lernen mit Android

Abb. 7: Bei Offline Wörterbücher

müssen Sie nach to write suchen.

Bei write gibt es keinen Treffer.

Wörter mit virtuellen

Karteikärtchen zu trainieren.

Die App simuliert

dabei einen Karteikasten

mit fünf Stapeln.

Bereits gelernte Wörter

wandern einen Stapel

weiter, damit man sie

nach einer gewissen Zeit

in regelmäßigen Abständen

wiederholen kann.

Die Zeiträume bis zur

Wiederholung legen Sie

in den Einstellungen

selbst fest. Im Menü

legen Sie unter Decks eigene

Listen an. Um beim

Eintragen der Wörter

Zeit und Arbeit zu sparen,

kann die App mit

der richtigen Einstellung und spart Arbeit.

via Internet Wörter

selbstständig übersetzen. Für 1,55 Euro gibt

es auch eine Vollversion ohne Reklame.

Abb. 8: Deutsch-Englisch mit der

Vokabeltrainer Box macht Spaß

Englisch lernen mit Rätseln

Spielerisches Lernen verspricht die

Anwendung "Englisch lernen mit

Rätseln" [7]. Die App beinhaltet

eine Sammlung an Kreuzworträtseln zum

englischen Wortschatz. Allerdings sind nur

die ersten fünf Rätsel kostenlos. Wer weiter

spielen und lernen möchte, muss pro Set mit

250 Rätseln 1,39 Euro zahlen. Die Rätselwörter

selbst sind sehr anspruchsvoll und lohnen

sich daher nur für Fortgeschrittene. Bei

unseren Tests mit dem Galaxy Nexus (ICS

und JB) stürzte die Anwendung öfter ab.

Merck Periodensystem

Wie viele Protonen besitzt ein

Chlor-Atom nochmal? Und wofür

steht die Abkürzung Pb? Auch im

naturwissenschaftlichen Bereich kann ein

Android-Smartphone durchaus

nützlich sein, sofern es nicht

unfreiwillig Bestandteil eines

Stoffgemisches wird oder mit

Feuer und Benzin in Berührung

kommt. Durch "Merck Periodensystem"

[8] gehören knifflige

Fragen der Vergangenheit

an. Diese kostenlose App ist

weitaus mehr als ein simples

Periodensystem und bringt ausführliche

Informationen zu

jedem Element und eine übersichtliche

Darstellung über die

einzelnen Abkürzungen mit.

Doch das ist noch nicht alles.

Nach Bedarf sortiert es alle Elemente

anhand ihrer Eigenschaften.

Wer es ganz genau wissen

möchte, kann sogar Details zur

jeweiligen Entdeckung nachschlagen.

AK Minilabor 11

Dass Lernen tatsächlich Spaß machen

kann, beweist "AK Minilabor

11" [9]. Wählen Sie zwischen Lernen

mit Spaß und Übungen oder Spicken und

Nachschlagen, und spielen Sie Hangman,

verschiedene Quizspiele oder mit dem Titrationstrainer.

Der Nachschlagebereich besteht

aus dem Periodensystem, einer Stoff-Übersicht,

einer Chemikalien-Datenbank sowie

verschiedenen Rechnern.

Mathematik

Im Geometrieunterricht ist

das Volumen eines Würfels

auszurechnen. Wer

vergessen hat, wie das funktioniert, hat möglicherweise

eine Anwendung wie die "Formelsammlung

Mathematik" [10] zur Verfügung.

Dieses umfangreiche Nachschlagewerk

beinhaltet Formeln für verschiedene Bereiche

Abb. 9: Englisch lernen mit Rätseln. Für schwierigere Rätsel kann die

Anwendung die Wörter anzeigen oder die Lösung komplett verraten.

Abb. 10: Das "Merck Periodensystem" beinhaltet zahlreiche Zusatzinformationen

zu den chemischen Elementen.

64

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Lernen mit Android

Abb. 11 Das Bild zeigt nur eine

Übersicht über einige Features der

App "AK Minilabor 11".

Abb. 12: "Mathe Experte" rechnet

das Volumen des Würfels mit der

Seitenlänge 5 m aus.

Abb. 13: Europa-Quiz: Gesucht wird

die Stadt Würzburg in Deutschland,

ihre Lage muss man schätzen.

Abb. 14: Europakarte der App

"Politische Karte". Falsch zugeordnete

Länder sind rot markiert.

in der Mathematik und ist daher ein wertvoller

Begleiter während der Schul- und Studienzeit.

Leider fällt die App nicht nur durch

ihre umfangreiche Formelsammlung, sondern

auch durch aufdringliche Push-Werbung

und bedenkliche Berechtigungen auf,

die sich nur durch den Kauf der Pro-Version

für 99 Cent abschalten lassen.

Stößt man auf eine Formel, mit der man

nichts anfangen kann, sollte man die App

"Mathe Experte" [11] zu Rate ziehen. Zusätzlich

zur Formel beinhaltet diese Anwendung

noch einen Rechner für alle Berechnungen,

nicht nur für Mathematik, sondern auch für

Elektrotechnik, Physik oder allgemeine Umrechnungen.

Im Bereich Geometrie sorgen

Abbildungen für ein besseres Verständnis.

Für 2,49 Euro erhält man die werbefreie Pro-

Version, die zusätzlich noch Vektorberechnung

und Rechnungen mit komplexen Zahlen

beinhaltet.

Geografie und Geschichte

Erdkundeunterricht

ist für viele

eine Schüler eine

Qual, da sie viele Länder und Hauptstädte

lernen müssen und dazu noch die geografische

Lage kennen sollen. Doch auch das

kann Spaß machen, wenn man statt trockener

Kartenarbeit geografische Spiele zur

Hand hat, wie zum Beispiel das "Europa-

Quiz" oder die App "Politische Karte".

"Europa Quiz" [12] vereinigt Faktenwissen

und Ortswissen über Europa. Bei dem Ratespiel

geht es darum, Städte oder Sehenswürdigkeiten

zu finden und diese in der Europakarte

zu finden. Die Art der Fragen lässt sich

in den Einstellungen auswählen. Hat man

sich geirrt, erfährt man direkt im Anschluss

die Lösung samt Entfernung, damit man

sieht, wie weit man davon entfernt war.

Durch das Quiz lässt sich die Allgemeinbildung

auf spielerische Weise vertiefen. Die

Fragen sind teilweise sehr anspruchsvoll.

Wer auf der Suche nach einer App ist, um

die geografische Lage der einzelnen Länder

lernen und testen zu können, findet dies in

der Anwendung "Politische Karte" [13].

Diese beinhaltet über Europa hinaus weitere

Karten. Ein Vorteil liegt darin, dass die App

in der Study-Version zunächst die einzelnen

Länder mit Hauptstadt zum Lernen anzeigt.

Danach können die Nutzer testen, was sie

sich gemerkt haben und die Länder auf der

Karte suchen. Nach zwei erfolglosen Versuchen

zeigt das Programm die richtige Lösung

an. Die Werbung lässt sich mit dem Kauf der

Vollversion für 1 Euro ausschalten.

Die Bundeszentrale für Politische Bildung

entwickelte die App "Die Berliner Mauer"

[14], um auf eine einprägsame und anschauliche

Weise ein Stück deutscher Geschichte

zu vermitteln. Die Anwendung erklärt nicht

nur den Verlauf der Berliner Mauer, sondern

erzählt in einer Chronik geschichtliche Hintergründe

dazu. Angefangen vom Bau der

Mauer und der Bedeutung für die DDR-Bürger,

über Schicksale, Todesfälle und Fluchtversuche

bis hin zur Wiedervereinigung. Genutzt

werden kann die Anwendung beispielsweise

bei einem Ausflug nach Berlin, da

diese unterschiedliche Mauertouren mit zahlreichen

Zusatzinformationen anbietet. ● ● ●

Abb. 15: Für einen anschaulichen

Geschichtsunterricht sorgt die App

"Die Berliner Mauer".

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27383

Android-user.de Dezember 2012 65


Apps

IntelliRing

IntelliRing passt die Lautstärke des Handys an die Umgebung an

Angepasst

Wer kennt das nicht: Man sitzt im Kino, einem Meeting

oder dem Uni-Hörsaal, und plötzlich sorgt das eigene

Handy für einen peinlichen Moment. IntelliRing passt

die Klingel-Lautstärke des Handys automatisch an die

Umgebung an oder sorgt auch komplett für Ruhe.

Christoph Langner

myvector, 123RF

Abb. 1: Ein bebildertes Intro erklärt

Ihnen zum Einstieg in die App die

gebotenen Funktionen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27137

Das Handy klingelt eigentlich

immer in den unpassendsten Momenten.

Während eines Meetings

hat man natürlich vergessen die

Lautstärke auf stumm zu stellen, auf einer

Party klingelt es selbstverständlich viel zu

leise. Ist das Handy im Rucksack verstaut,

dann tönt es ebenfalls nur spärlich vor sich

hin. Die günstige App

IntelliRing passt die

Lautstärke des Handy-

Klingelns an die Umgebung

an, so verpassen

Sie keinen Anruf mehr.

IntelliRing [1] ändert

automatisch die Lautstärke

von Klingeltönen

oder Benachrichtigungen.

Zusammen mit

den Lage- und Helligkeitssensoren

und dem

eingebauten Mi krofon,

findet es automatisch

bei einem eingehenden

Anruf die richtige Lautstärke.

Steckt das

Handy in einer dunklen

Hosentasche oder Abb. 2: Während eines Anrufs regelt

einem Rucksack, dann IntelliRing aufgrund der Hintergrundgeräusche

die klingelt es automatisch

Lautstärke.

lauter. Nimmt man es während des Klingelns

aus der Tasche, reduziert Intelli Ring automatisch

wieder die Lautstärke. So brauchen Sie

keine Angst zu haben, dass Ihre Nachbarschaft

in Alarmbereitschaft gerät.

Manche Hersteller liefern eine ähnliche

Funktion bereits in ihrer eigenen Firmware

aus. Bei HTCs Sense- oder Samsungs Touch-

Wiz-Oberflächen finden Sie die

Einstellungen für die automatische

Klingelton-Anpassung in

den Optionen. Wessen Handy

die Funktion noch nicht kennt,

der kann sie jetzt mit Intelli-

Ring kostengünstig nachrüsten.

Die App bietet sogar ein kleines

bisschen mehr, als die Entwickler

der aufwendigen Handy-

Firmwares in petto haben.

Liegt das Handy auf dem

Tisch im Büro, dann springt

während des Anrufs das Mikrofon

an. Ist es im Raum schön

leise, dann klingelt das Handy

auf der untersten Stufe. Liegt es

zu Hause auf dem Tisch – während

man im Zimmer laut

Musik hört – dann dreht Intelli-

Ring auch wieder automatisch

die Lautstärke hoch. Ihr Smart-

66

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

IntelliRing

phone klingelt also nie zu laut oder zu leise,

ohne dass Sie sich um die Einstellungen

kümmern müssten. Eine automatisierte Kalibrierung,

die Töne auf dem Handy abspielt

und wieder mit dem Mikrofon aufnimmt,

sorgt nach dem ersten Start

dafür, dass die App auf jedem

Handy die optimalen Lautstärke-Einstellungen

findet.

Sitzen Sie im Kino oder

einem extrem wichtigen Treffen

und möchten die nächsten

zwei, drei Stunden nicht gestört

werden, dann aktivieren

Sie den Silent Timer der App.

Er unterdrückt sämt liche Signaltöne

bis zum Ablauf der

Uhr. Sie haben so Ruhe vor

Anrufen oder Erinnerungen,

verpassen aber nach Ablauf

der Frist keine Anrufe, weil

Sie vergessen haben, die Laufstärke

wieder zu erhöhen.

In einem Meeting haben Sie

aber auch die Möglichkeit,

das Handy einfach mit dem

Display nach unten auf den

Tisch zu legen. Ein Anruf erzeugt dann nur

noch einen kurzen unaufälligen Beep. Peinliche

Momente, in denen das Handy während

eines Meetings laut klingelt, sind mit Intelli-

Ring von daher Geschichte. Achten Sie nur

darauf, Ihr Handy auch

richtig herum abzulegen.

Die Routinen von

Intelli Ring sollte den

Stromverbrauch Ihres

Handys nicht gravierend

beeinflussen, die Software

wird erst bei einem eingehenden

Anruf aktiv. So

lange das Handy nicht

klingelt, schlafen sämtliche

Sensoren. Damit wird

auch nicht zusätzlich

Energie verbraten. Intelli-

Ring können Sie in einer

Free-Version 30 Tage in

vollem Umfang testen,

danach stellt die App ihre

Funktion ein, und Sie

müssen die nicht einmal

einen Euro teure Vollversion

[2] erstehen. ● ● ●

Abb. 3: Der Silent-Mode-Timer unterdrückt

für den eingestellten Zeitraum

jegliches Klingeln.

Abb. 4: Über eine Kallibrierungsfunktion

passt sich IntelliRing an Ihr

Handy und Ihre Umgebung an.

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Apps

Dailyme

Mit Dailyme zum Programmchef

Smartes

TV

Unterwegs fernsehen, wo und wann immer

Sie möchten? Dank Smartphone und Tablet

ist dies kein Wunschtraum mehr. Doch was

tun, wenn keine Internetverbindung vorhanden

ist? Die Lösung lautet Dailyme.

Jasmin Bauer

dmstudio, 123RF

Apps wie Zattoo [1] streamen das

Fernsehprogramm live auf Ihr Androidgerät,

zahlreiche Videos stehen

Ihnen auch beispielsweise auf

YouTube [2] zur Verfügung. Ärgerlich allerdings,

wenn die Wiedergabe durch schlechtes

Netz ruckelt oder die Internetverbindung

komplett abreißt. Wünschen Sie sich ein

mobiles Fernsehprogramm, das Sie sich

selbst zusammenstellen können und das

auch ohne Internet funktioniert? Dann sollten

Sie Dailyme [3] probieren.

Mit dieser kostenlosen Video- und Podcast-

App abonnieren Sie eine Vielzahl an Serien,

Filmen, Spots und Nachrichten. Neben den

Fernsehsendungen großer TV-Sender wie

ARD, ZDF, Pro Sieben oder Sat.1, stehen

Ihnen unter anderem auch Radio-Podcasts

Abb. 1: Mit Dailyme erfahren Sie auch immer wieder das Neueste über Android-Sendungen.

oder Internetvideos zur Verfügung. Ganz

ohne Internet geht es natürlich nicht. Mit

Dailyme können Sie die Sendungen aber

ganz bequem und ohne Zusatzkosten im heimischen

WLAN-Netz herunterladen und

dann jederzeit offline genießen.

Installation und

Programmauswahl

Beim ersten Start fragt Sie die App, ob Sie

sich bei Dailyme anmelden möchten. Der

Vorteil der Registrierung liegt darin, dass Sie

Ihre Sendungen auf beliebig vielen Geräten

danach automatisch vorfinden. Doch auch

ohne Registration erhalten Sie von Dailyme

das volle Programm. Abonnierte Sendungen,

sogenannte Podcasts, erscheinen abspielbereit

auf der Startseite im Programmfenster.

Standardmäßig befindet sich dort bei der

Neuinstallation bereits eine Vorauswahl der

beliebtesten Sendungen, die Sie nach Belieben

behalten oder deaktivieren. Dailyme

kontrolliert bei jedem Start automatisch, ob

neue Videos für Ihr Programm vorliegen und

lädt diese herunter. Um zu verhindern, dass

die App Videos lädt, die Sie nicht mögen,

sollten Sie zuerst Ihr Programm festlegen.

Markieren Sie dazu Sendungen, die Sie

nicht mehr abonnieren möchten, und nutzen

Sie dann den roten Button. Um eine neue

Sendung hinzuzufügen, öffnen Sie den Katalog

über die Programmliste oder via Menü.

Nun stellen Sie aus den verschiedenen Genres

oder Sendern Ihr Programm selbst zusammen

(Abbildung 3).

68

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Dailyme

Abb. 2: Die Übersichtsseite von

Daily me mit den eingeschalteten

bzw. abonnierten Sendungen.

Abb. 3: Diese Genres und Sender

stehen bei Dailyme für das Smartphone

zur Verfügung.

Abb. 4: In den Einstellungen legen

Sie unter anderem fest, ob die App

Videos nur per WLAN laden soll.

Abb. 5: Um Sendungen länger zu

speichern, markieren Sie den Stern

hinter der jeweiligen Ausgabe.

Derzeit stehen unter anderem Nachrichten,

Spielfilme, beliebte Serien, Sketche, Dokumentationen

und Technikmagazine zur Verfügung.

Auch Sendungen, die normalerweise

nur im Internet zu finden sind, haben den

Weg zu Dailyme gefunden. Über den Button

Einschalten fügen Sie Ihrem Programm weitere

Sendungen hinzu.

Möchten Sie Ihre Podcasts abrufen, wählen

Sie die jeweilige Sendung aus und betätigen

die Playtaste. Mithilfe des Auswahlmenüs

rechts oben löschen Sie einzelne Sendungen

oder teilen diese auf Facebook mit

Ihren Freunden.

Um Ihren Datentarif zu schonen, legen Sie

in den Einstellungen am besten fest, dass die

App Sendungen ausschließlich via WLAN

herunterlädt (Abbildung 4). Ansonsten ist

Ihr Datenvolumen je nach Vertrag möglicherweise

recht schnell aufgebraucht oder – noch

schlimmer – Sie müssen dafür bezahlen.

Möchten Sie stets ein aktuelles Programm

haben, ohne dafür die Anwendung öffnen zu

müssen, wählen Sie in den Einstellungen,

dass Dailyme neue Sendungen automatisch

im Hintergrund lädt. Können Sie eine neue

Folge überhaupt nicht mehr erwarten, lassen

sich Sendungen auch direkt streamen.

Abends vor dem Schlafengehen noch auf

dem Smartphone fernsehen, ohne zu riskieren,

den Akku über Nacht komplett aufzubrauchen?

Kein Problem. Im Menü| Einstellungen

aktivieren Sie den Sleep Timer. Je

nach Einstellung sehen Sie damit nur die aktuelle

Sendung oder alle Sendungen nacheinander

nonstop. Hier bestimmen Sie zudem,

wie viel Speicherplatz Dailyme verwenden

darf. Ist der zugeteilte Speicherplatz zu voll,

löscht Dailyme automatisch ältere Sendungen.

Daher sollten Sie Videos, die Sie später

unbedingt noch sehen möchten, länger speichern.

Dazu klicken Sie auf den Stern hinter

dem Namen der Sendung (Abbildung 5).

Leider fällt auf, dass das Programmangebot

von Dailyme bei Tablets stark reduziert

ausfällt. Aus lizenzrechtlichen Gründen sind

Sendungen von Pro Sieben, Sat.1 sowie

Kabel 1 mittlerweile ausschließlich auf dem

Smartphone erhältlich. Dies ist bedauerlich,

da gerade das Videovergnügen auf einem

größeren Bildschirm natürlich wesentlich

größer ist. Allerdings versprechen die Entwickler

in Kürze die Bereitstellung neuer

Sendungen auch auf dem Tablet.

Fazit

Im Gegensatz zu Live-TV-Apps wie Zattoo

können Sie mit Dailyme Sendungen jederzeit

und auch offline anschauen. Das Abspielen

der Videos funktioniert nahezu ruckelfrei.

Zudem merkt sich die App, bis zu welcher

Stelle ein Film bereits abgespielt wurde und

löscht ältere Sendungen automatisch. Ein

kleiner Wermutstropfen ist das eingeschränkte

Programmangebot auf dem Tablet.

Wegen der kleineren Bildschirme ist es mühsam,

über einen längeren Zeitraum Videos

auf dem Smartphone zu sehen. Derzeit finden

sich noch vorwiegend deutsche Produktionen

bei dailyme. Die Entwickler versprechen

jedoch im Play Store, dass sie daran arbeiten,

beliebte US-Serien wie „How I met

your mother“ und Simpsons bald zur Verfügung

zu stellen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27384

Tipp

Laden Sie aktuelle Sendungen

am besten nachts im

WLAN herunter, während

Ihr Smartphone oder Tablet

an der Steckdose hängt. So

vermeiden Sie unnötigen

Akkuverbrauch.

Android-user.de Dezember 2012 69


Apps

Trickfilme erstellen

Thomas Amby Johansen, 123RF

Mit Stop-Motion und Clayframes zum Trickfilmproduzent

Die Android-

Trickbox

Möchten Sie einen besonderen Weihnachtsgruß versenden oder einen unterhaltsamen Clip produzieren?

Dann greifen Sie doch mit Ihrem Androiden etwas tiefer in die Trickkiste und produzieren

einen eigenen Trickfilm. Dabei helfen Ihnen die Apps Stop-Motion und Clayframes. Jasmin Bauer

Abb. 1: Via Capture Now legen Sie

die Einstellungen fest. Die fertigen

Filme sind bei My Stop Motions.

Trickfilme sind eine Aneinanderreihung

von mehreren Bildern pro Sekunde,

wie Sie es schon vom guten

alten Daumenkino kennen. Dabei

unterscheiden sich die aufeinanderfolgenden

Bilder nur minimal voneinander, damit keine

Bewegungssprünge entstehen. Dieser Artikel

stellt zwei Android-Apps vor, mit denen Sie

eigene Filme mit der Kamera erstellen.

Bevor Sie loslegen, benötigen Sie eine Idee,

Ihre Requisiten und natürlich Ihren Androiden

mit einer Kamera und der passenden Anwendung.

Es empfiehlt sich für die Aufnahmen

ein Stativ zu verwenden, damit die einzelnen

Aufnahmen nicht verrutschen. Spezielle

Smartphone-Stative gibt es in vielen Variationen

bereits für wenig Geld. Achten Sie

zudem auf eine ausreichende und gleichbleibende

Beleuchtung, und verwenden Sie bei

Bedarf zusätzlich eine helle Lampe.

Stop-Motion

Mit Stop-Motion nehmen Sie Bilder

auf, die das Programm danach automatisch

in einen Trickfilm umwandelt.

Diese Anwendung gibt es kostenlos,

jedoch mit eingeschränkter Bildqualität

(176x144 Pixel) oder als Vollversion für 1,51

Euro. Zunächst geben Sie unter Playback rate

an, wie viele Bilder pro Sekunde Ihr Trickfilm

haben soll (Abbildung 1). Bei laufenden Bewegungen

von Figuren sollten Sie nicht weniger

als zehn Bilder in der Sekunde einstellen.

Allerdings brauchen Sie dann für längere

Clips entsprechend viele Aufnahmen. So benötigen

Sie für einen Trickfilm von einer Minute

Länge bei zehn Bildern pro Sekunde

insgesamt 600 Fotos. Möchten Sie einen kurzen

Gruß mit ins Bild laufenden Buchstaben

erstellen, kommen Sie hingegen auch mit

weniger Bildern pro Sekunde aus. Diese Einstellung

können Sie allerdings auch im Nachhinein

noch anpassen.

Im nächsten Schritt legen Sie die Bildqualität

fest. Eine hohe Auflösung geht allerdings

mit einer höheren Speicherkapazität einher.

Wie viel Platz Sie noch haben, zeigt Ihnen

das Programm daher auf dem Startbildschirm

an. Besonders hilfreich sind die Einstellungen

im Bereich Overlay, auf Deutsch:

Überlagerung. Hier können Sie nach Wunsch

ein Gitter anzeigen lassen (Abbildung 2)

oder die vorherige Aufnahme als Anhaltspunkt

im Hintergrund einblenden (Abbildung

3). Wenn Sie bestimmte Bewegungsabläufe

machen möchten, ist es sinnvoll genau

zu sehen, wo sich der Gegenstand vorher befand.

Diese Einstellungen können Sie auch

während des Fotografierens im Kamerafenster

ändern.

Nun positionieren Sie Kamera und Gegenstände

und nehmen die Bilder auf. Leider ist

es nicht möglich, dem Trickfilm im Nachhinein

noch weitere Aufnahmen hinzuzufügen.

72

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Trickfilme erstellen

Abb. 2: Das Gitter (Grid) hilft dabei, die Gegenstände genau zu positionieren.

Abb. 3: Die Überlagerung des vorherigen Bildes (Onion Skin) hilft dabei,

Veränderungen wirklich nur minimal durchzuführen.

Daher können Sie mit Stop-Motion keine größeren

Projekte durchführen. Zudem sollten

Sie bei den einzelnen Fotos darauf achten,

dass keine großen Sprünge drin sind, da Sie

dies später nicht mehr korrigieren können.

Um die Kamera Ihres Androiden zu betätigen,

berühren Sie den Bildschirm. Sind Sie

fertig, speichern Sie Ihre Bilder ab. Danach

Abb. 4: Ist der Film fertig, können Sie praktisch nur noch die Framerate

ändern und einen Dateinamen vergeben.

können Sie jedoch nicht mehr viel an Ihrem

Projekt ändern (Abbildung 4). Zur Anzeige

des Videos benötigen Sie einen alternativen

Medienplayer, zum Beispiel den VLC Player.

Mit der FFmpeg-App können Sie Ihren Clip

auch ins MP4-Format konvertieren. Eine

schrittweise Anleitung finden Sie dafür in der

Hilfe. Ihr fertiges Video können Sie auf You-

Tube hochladen, in die

Dropbox schieben, versenden

oder auf Facebook mit

Ihren Bekannten teilen.

Bei der Aufnahmequalität

gibt es leider einige

Mängel. Nicht nur das veraltete

4:3-Format ist störend,

Stop-Motion nutzt

zudem bei der Kamera

nicht die Belichtungsfunktion,

sodass Sie selbst für

ausreichend Licht sorgen

müssen. Kunstlicht wirkt

in den Fotos gelbstichig.

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Apps

Trickfilme erstellen

Abb. 5: Die Übersicht der Funktionen von Clayframes.

Abb. 6: Die Overlay-Funktion hilft beim Positionieren der Figuren.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27385

Farbanpassungen an das Umgebungslicht

sind leider nicht vorgesehen. Benötigen Sie

Text, müssen Sie das entweder nachträglich

in einem anderen Programm einsprechen,

oder Sie blenden den Text in der laufenden

Story ein, indem Sie Wörter oder Sätze durch

das Bild laufen lassen. Auch eine Audio-

Funktion fehlt der App komplett.

Clayframes

Clayframes wirkt auf den ersten

Blick etwas unübersichtlicher und

altmodischer als Stop-Motion, bietet

dafür allerdings mehr Features (Abbildung

5). Mit der kostenlosen Version können

Sie zwei Clips mit jeweils bis zu 50 Bildern

aufnehmen. Für 1,89 Euro erhalten Sie die

Vollversion ohne Beschränkung. Bei den Einstellungen

(Options) geben Sie zunächst

auch wieder die Anzahl der Bilder pro Sekunde

an. Danach stellen Sie ein, wie Sie die

Kamera betätigen wollen. Den Auslöser drücken

Sie entweder durch Berühren des Bildschirms,

über den Sensor oder automatisiert

über einen eingestellten Timer. Im Gegensatz

zu Stop-Motion haben Sie sogar die Möglichkeit,

einen Weißabgleich durchzuführen, also

anzugeben, wie die Lichtverhältnisse in der

Umgebung sind. In den Einstellungen können

Sie auf Wunsch noch einen künstlerischen

Effekt auswählen.

Mit Clayframes ist es

möglich, Projekte auch

später noch weiterzuführen.

Dazu wählen Sie die

jeweilige Datei aus und

fügen via Photo neue Aufnahmen

hinzu. Aufgrund

der automatischen Anzeige

des vorherigen Bildes können

Sie den ursprünglichen

Zustand problemlos

rekonstruieren und vermeiden

dadurch ärgerliche

Fehler. Sie haben den Auslöser

zu früh betätigt, und Ihre Hand war

noch im Bild? Gehen Sie auf Review, und suchen

Sie in der Leiste das entsprechende Bild

aus. Halten Sie die Auswahl gedrückt, bis Sie

zwischen Löschen und Duplizieren entscheiden

können. Auf den Befehl Reverse läuft die

komplette Handlung sogar rückwärts ab.

Wie bei Stop-Motion müssen Sie sich bei

Clayframes selbst um die Beleuchtung kümmern,

da die App das Blitzlicht der Smartphone-Kamera

nicht nutzt. Der Weißabgleich

ist zwar durchaus hilfreich, aber führt nicht

zu perfekten Ergebnissen. Zudem ist es bisher

nicht möglich, Tondateien aufzunehmen

oder nachträglich Musik zu integrieren. Hier

müssen Sie auf alternative Apps ausweichen.

Fazit

Legen Sie Wert auf schnelle Ergebnisse und

eine einfache Bedienweise, sind Sie mit Stop-

Motion gut bedient. Möchten Sie jedoch

einen aufwendigeren Trickfilm drehen und

ein paar Effekte einbauen, ist Clayframes die

bessere Wahl. Zu kritisieren ist bei beiden

Anwendungen, dass insgesamt nur wenige

Möglichkeiten für die Weiterbearbeitung zur

Verfügung stehen, technisch liegt deutlich

mehr drin, zum Beispiel weitere Effeke, der

Einsatz der Kamerabeleuchtung und das Hinzufügen

von Tonspuren. Die Trickfilmproduktion

macht aber auch so Spaß.

● ● ●

Abb. 7: Den fertigen Clip gibt es leider nur im 4:3-Format.

74

Dezember 2012

Android-User.de


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Apps

1&1-Mail und Online-Speicher

Die 1&1-Mail und Online-Speicher-Apps

Cloud-Apps

von 1&1

Es muss nicht immer GMail und Dropbox sein, wie wäre es mit

beiden Angeboten „Made in Germany“? Die 1&1-E-Mail und

Cloud-Speicher-Apps sind durchaus eine gute Alternative zu

den amerikanischen Platzhirschen. Christoph Langner

Abb. 1: Mit der 1&1-Mail-App lassen

sich auch Konten anderer

Anbieter wie etwa Gmail abrufen.

Die United Internet AG [1] ist einer

der wenigen Big-Player aus dem

Internet-Business, der seinen Sitz

in Deutschland hat. Mit fast 6000

Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr

als 1,1 Milliarden Euro [2] erwirtschaftet das

Unternehmen aus Montabaur seit Jahren Gewinne

in einem hart umkämpften Markt. Mit

den Marken 1&1, GMX oder Web.de gehören

zudem einige Urgesteine des deutschen Internets

zum Konzern. Gerade bei 1&1 möchte

man auch verstärkt in das mobile Internet

einsteigen. Handyverträge, der Vertrieb von

Smartphones und auch Handy-Apps gehören

zum Plan. Wir haben uns angesehen, was

die 1&1-Apps leisten.

1&1 Mail

Kunden von 1&1 bekommen zu vielen

Tarifen einen E-Mail-Speicher

[3] oben drauf. Optional offeriert

1&1 eine persönliche E-Mail-Adresse unter

einer eigenen .de-Domain inklusive zwei

GByte Speicher für 1,49 Euro pro Monat.

Sämtliche Mail-Accounts lassen sich mit

einer eigenen Android-App abrufen [4], die

den 1&1 E-Mail-Account leicht in das System

integrieren soll. Wie üblich finden Sie die

Anwendung im Google Play Store, sämtliche

offiziellen 1&1-Apps laden Sie von dort kostenlos

auf Ihr Smartphone.

Nach der Installation müssen Sie Ihre Zugangsdaten

in der App eintragen. Die 1&1-

Apps legen allerdings kein eigenes Konto

unter Einstellungen | Konten an, sondern

übernehmen Ihre Eingaben in das Login-Formular

lediglich intern. Bei der Inbetriebnahme

weiterer 1&1-Apps müssen Sie daher

Ihre Zugangsdaten immer wieder neu eingeben.

Eine saubere Integration der

1&1-Dienste in das Android-System wäre an

dieser Stelle wünschenswert.

Durch die Option, die Konteneinstellungen

auch manuell zu ändern, haben Sie allerdings

auch die Möglichkeit, die Mails anderer

E-Mail-Anbieter via POP3 oder IMAP herunterzuladen,

Sie sind somit nicht auf das

Angebot von 1&1 beschränkt.

Ähnlich wie bei der Gmail-App sehen Sie

bei 1&1-Mail Ihren Posteingang und die darin

enthaltenen Mails. In den Standardeinstellungen

überprüft die App nur alle 15 Minuten

den Posteingang auf neue Nachrichten,

in den Konteneinstellungen haben Sie unter

dem Punkt Häufigkeit der E-Mail-Abfrage jedoch

die Möglichkeit, das Intervall zu verkürzen

oder auf Push-Mail umzustellen, so

werden Sie sofort über neue Mails informiert.

Praktisch ist die Option, in den Einstellungen

für Konten eine Ruhezeit zu definieren.

Sollten Sie 1&1 für Ihre private und berufliche

Kommunikation über unterschiedliche

Mail-Konten nutzen, dann stellen sich die betrieblichen

Mails so automatisch am Abend

auf stumm. So genießen Sie Ihren verdienten

Feierabend, ohne lästige Benachrichtungen.

Wichtige Nachrichten markieren Sie in der

Übersicht oder auch bei einer geöffneten

Mail über den kleinen Stern als wichtig. Um

die markierten Mails wiederzufinden, müssen

Sie allerdings die Sortierreihenfolge über

Zugriff über WebDAV

Prinzipiell können Sie auch auf den Einsatz des

SmartDrive-Upload-Managers verzichten.

Unter Windows binden Sie den Onlinespeicher

auch ohne Software über den Windows-Explorer

unter Extras |Netzlaufwerk Verbinden | Onlinespeicherplatz

anfordern oder mit einem

Netzwerkserver verbinden und die Netzwerkadresse

https:// sd2dav. 1und1. de ein. WebDAV

verschafft auch Linux- und MacOS-X-Systemen

direkten Zugang zum 1&1 SmartDrive.

76

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

1&1-Mail und Online-Speicher

Abb. 2: Damit Sie über neue Mails

sofort informiert werden, müssen

Sie die Push-Funktion aktivieren.

Abb. 3: Mit dem 1&1-Online-Speicher

haben Sie Zugriff auf bis zu

ein Terrabyte Speicherplatz.

Abb. 4: Musik streamt die App

direkt auf das Handy. Andere

Daten landen im Cache.

Abb. 5: Damit Sie wichtige Dokumente

auch offline zur Verfügung

haben, gibt es einen Cache.

das Menü ändern. Einen Filter, der alle mit

einem Stern markierten Mails gezielt heraussucht,

gibt es bislang noch nicht.

1&1 Online-Speicher

Als 1&1-Kunde bekommen Sie zusätzlich

zur DSL-, Mobilfunk- oder

Webhosting-Leistung noch einen

Online-Speicherplatz im Internet. Dort können

Sie Dateien archivieren, diese für

Freunde und Bekannte freigeben und von

unterwegs auf die Daten zugreifen. Bei 1&1

SmartDrive [5] stehen Ihnen bis zu einem

Terrabyte (für DSL-Kunden) Onlinespeicher

zur Verfügung. Bei einem Mobilfunkvertrag

umfasst der Speicher noch zehn GByte, bei

Webhosting-Tarifen nur noch zwei GByte.

Auf einem Desktop-PC binden Sie das

SmartDrive über die aus dem Web-Portal herunterladbare

Software SmartDrive Upload

Manager ein. Sie erzeugt ein virtuelles Laufwerk,

über das Sie direkt Zugriff auf die

Daten des Cloudspeichers haben. Auch wenn

Ähnlichkeiten zu Dropbox bestehen, Smart-

Drive gleicht im Gegensatz zu Dropbox lokale

Daten nicht mit dem Cloud-Speicher ab,

alles was Sie in den Onlinespeicher schieben,

liegt ausschließlich online und ist ohne eine

Internetverbing nicht aufrufbar.

Die Android-App zum 1&1-Online-Speicher

[6] verschafft Ihnen auf dem Handy

komfortabel Zugriff auf den Cloud-Speicher.

Sie finden umgehend zu Ihren hochgeladenen

Daten und können auch direkt Multimedia-Inhalte

wie Musik auf Ihr Handy streamen,

Filme oder Daten werden heruntergeladen

und landen auf dem Speicher des Handys.

Die App lagert abgerufene Daten automatisch

in einen Zwischenspeicher aus, sodass

Sie auch ohne eine akive Internetverbindung

jederzeit auf Ihre wichtigsten Dokumente

zugreifen können.

Eine Backup-Funktion sichert im täglichen

oder wöchentlichen Turnus auswählbare Verzeichnisse

automatisch in der Cloud. Einen

Photo-Uploader, wie bei Dropbox gibt es in

der App bislang noch nicht, dafür hat 1&1

extra eine Fotoalbum-App [7] entwickelt.

Mit 1&1-E-Mail und dem Cloud-Speicher

SmartDrive bietet der Konzern Alternativen

zu Gmail, Dropbox und Co. Der Komfort dieser

Apps ist nicht ganz so hoch wie bei den

amerikanischen Vorbildern, doch Clouddienste

mit Servern in Deutschland haben

durchaus auch ihre rechtlichen Vorteile. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27365

Abb. 6: Über einen Webbrowser haben Sie von jedem PC aus Zugriff auf das 1&1 SmartDrive.

Android-user.de Dezember 2012 77


Apps

1&1 Fotoalbum

Handy-Bilder sichern und teilen

1&1 Fotoalbum

Die beste Kamera ist immer die, die man gerade dabeihat.

Wir alle schießen daher gerne Bilder mit dem Handy. Apps

wie das 1&1 Fotoalbum helfen Ihnen, die Fotos zu sichern und

weiterzugeben. Christoph Langner

Abb. 1: Über die Mehrfachauswahl

bündeln Sie einzelne Bilder

zu Alben.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27520

Viele auf dem Smartphone genutzte

Daten liegen nicht nur lokal auf

dem Handy, sondern über das Internet

abgeglichen in der Cloud.

Das gilt für Ihre bei GMail gespeicherten

Mails genauso wie für die Kontakte oder

auch diverse Einstellungen Ihres Androiden.

Sollten Sie Ihr Handy einmal verlieren, sind

alle wichtigen Daten nach wie vor vorhanden.

Sie müssen lediglich das Ersatz-Handy

an Ihren alten Google-Account koppeln.

Allerdings stimmt dies nicht für die mit

dem Handy geschossenen Bilder. Diese liegen

ausschließlich auf dem Handy und sind

bei Verlust des Gerätes unwiederbringlich

verloren. Wer gerne und viel mit dem Handy

fotografiert, sollte daher da rauf achten, regelmäßig

die Bilder zu sichern.

1&1 Fotoalbum

Doch auch für dieses Problem gibt es Cloud-

Lösungen, die neben der zusätzlichen Sicherheit

gegen Datenverlust noch einiges an

Komfort bieten, zum Beispiel

das 1&1 Fotoalbum

[1]. Mit der Gratis-App sichern

Sie Ihre Handy-Bilder

automatisch auf Ihren

1&1 Online-Speicher und

stellen die hochgeladenen

Bilder auf Wunsch auch

Freunden zur Verfügung.

Über das Web-Frontend

des 1&1 Fotoalbums [2]

stehen die Bilder zudem

immer zur Verfügung.

Sind Sie im heimischen

WLAN eingebucht, lädt

die App nach dem Einloggen

sämtliche auf dem

Handy gespeicherten Bilder

in den 1&1 Cloudspeicher

hoch. Weitere Bilder

Abb. 2: Freunden gewähren Sie

aus der App heraus Zugriff auf

ausgewählte Alben.

werden erst gesichert, sobald Sie sich wieder

in einem WLAN befinden. Auf einen Upload

über das Mobilfunknetz sollten Sie zur Schonung

Ihres Inklusivguthabens verzichten, die

App bietet aber auch diesen an.

Bilder freigeben

Wenn Sie Ihre Bilder nicht nur für sich behalten,

sondern diese auch gerne Familie und

Freunden zeigen möchten, dann hilft Ihnen

das 1&1 Fotoalbum bei der Freigabe. Aus

dem Kontext-Menü eines Albums heraus

geben Sie über den Punkt Album freigeben

die dort gesicherten Bilder weiter. Die freigegebenen

Bilder kopiert die App dazu in ein

eigenes – für Fremde aufrufbares – Album.

Den Link zum Album verschicken Sie

dann aus der App heraus bequem per E-Mail.

Der Empfänger kann nach Erhalt der Mail die

Bilder im Webbrowser ansehen. Dritte finden

nicht ohne Weiteres zum Album, da der Link

eine einmalige und längere ID enthält. Die

Freigabe heben Sie ganz einfach durch Löschen

des Albums wieder auf,

die ursprünglichen Bilder

gehen dabei nicht verloren.

Das 1&1 Fotoalbum steht in

direkter Konkurrenz zu Dropbox

oder Google+. Auch

diese Apps ermöglichen das

Sichern und Freigeben von

Bildern, wobei Dropbox und

Google+ von der Nutzung

her etwas einfacher sind. Der

größte Pluspunkt des 1&1 Fotoalbums

liegt an der schieren

Größe des Cloud-Speichers

von 1&1. Je nach Tarif stehen

Ihnen hier bis zu 1 TByte

Speicher zur Verfügung.

Zudem bleiben Ihre privaten

Fotos und Kontakte auf deutschen

Servern.

● ● ●

78

Dezember 2012

Android-User.de


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Apps

Catch Notiz-App

homestudio, 123RF

Ideen-Management mit Catch

Catch me now

Virtueller Notizblock,

Aufgabenliste und

Stichwortverzeichnis: All

dies ist Catch. Und

noch viel mehr: Die clevere

Produktivitäts-App

will als Traumfänger

Ihrer Ideen fungieren.

Ob das klappt, verrät

unser Test. Thomas Raukamp

Abb. 1: Catch verwaltet Ideen und

Notizen in Boxen. Gratis gibt es bis zu

fünf solcher Boxen.

Catch ist ein Werkzeug zur Organisation

von Abläufen; es daher

schlicht als weiteren Taskmanager

zu bezeichnen, verfehlt das Ziel.

Die smarte App bezeichnet sich vielmehr als

Ideen-Management und will dem Nutzer bei

der Umsetzung helfen. Deshalb fungiert

Catch nicht nur als Android-App [1] sondern

es gibt auch eine Web-Version [2].

Um erwähnten Web-Dienst mit den mobilen

Apps zu synchronisieren, verwaltet Catch

seine Daten in der Cloud. Um vom Austausch

Gebrauch machen zu können, müssen

Sie entweder ein eigenes Benutzerkonto

anlegen oder Ihr Google- oder Facebook-

Konto einsetzen.

Catch verwaltet Ideen in sogenannten

Boxen. Jeder dieser Ideenbaukästen darf eine

unendliche Anzahl an Text- und Checklisten,

Termin-Erinnerungen, Fotos sowie Ton-Aufnahmen

enthalten. Um ein neues Element

hinzuzufügen, haben die Entwickler das

Capture Wheel entworfen, ein ebenso ansehnliches

wie intuitives Rad, das den Benutzer

in der Mitte am unteren Bildschirmrand

durch das Programm begleitet und Piktogramme

für das Anlegen neuer Ideen auffächert.

Problematisch ist in diesem Zusammenhang

nur, dass die Boxen in der englischsprachigen

Originalversion und somit auch

in der nicht übersetzten Online-Hilfe als

Spaces bezeichnet werden – besonders Neueinsteiger

werden über diese unterschiedliche

Benennung verwirrt sein.

Im Detail

Eines der am häufigsten benutzten Elemente

von Catch ist die klassische Aufgabenliste.

Dabei kann es sich einfach um einen Einkaufszettel,

aber auch um die einzelnen

Schritte zum Erreichen eines Projektziels

handeln, die man in klassischer Manier abhakt,

wenn der Punkt erledigt ist. Falls eine

Idee terminlich gebunden ist oder Schritte an

einem bestimmten Tag verlangt, ist sie in

einer Erinnerungsnotiz mit Tag- und Datumsangaben

besser aufgehoben. Textnotizen dienen

zum Festhalten allgemeiner Ideen.

Wer auf virtuelle Tastaturen mit Schreibfaulheit

reagiert, der wird sich über die

Audio notizfunktion freuen – so ist auch das

wichtige Projekt-Meeting oder eine Idee, die

im Auto auf dem Weg nach Hause aufkam,

schnell festgehalten. Für Schreib- und

Sprechfaule bringt Catch auch gleich eine Fotofunktion

mit, die Bilder von der Kamera

oder einem vorhandenen Album lädt. Da

fragt man sich eigentlich nur, warum nicht

zusätzlich eine Videoaufnahme-Möglichkeit

integriert wurde? Alle Notizen und Ideen lassen

sich mit einem per GPS abgerufenen

Standort verknüpfen, sodass der Ort gleich

mitprotokolliert wird.

Boxenwunder

Die mit Catch aufgezeichneten Ideen, Listen

und Termine laufen in einem Ideen-Stream in

Preisgestaltung

Nach der Einrichtung eines Catch-Kontos verfügt

der Anwender über fünf Ideenboxen und

monatlich bis zu 70 MByte Cloud-Speicher,

was für den privaten Bereich durchaus ausreichen

sollte. Professionelle Anwender sowie

Projektgruppen mit Bedarf nach mehr Boxen

und Speicherplatz können Abo-Modelle mit

Preisen von knapp 5 beziehungsweise 15 Euro

pro Monat buchen. Die Catch-App selbst ist in

jedem Fall kostenlos.

80

Dezember 2012

Android-User.de


Apps

Catch Notiz-App

der ausgewählten Box

zusammen. Damit der

Benutzer hier den

Überblick behält, bedienen

sich die Macher

der von sozialen Netzwerken

bekannten

Hashtags, ebenso simpler

wie effektiver

Schlagwort-Bezeichnungen

also, um thematisch

zusammenhängende

Einträge

schnell auffindbar zu

machen. Will man

zum Beispiel alle Notizen,

Checklisten und

Fotos für die Urlaubsplanung

aufrufen, lässt

man sich einfach alle

Einträge mit dem dafür Stream zusammen.

angelegten Hashtag

#Urlaub anzeigen. Auch die einzelnen Ideen

für ein Arbeitsprojekt oder die kreativen Einfälle

für die Bandprobe sind auf diesem Wege

schnell mit gemeinsamen Stichworten verknüpft

und im Web sowie mobil einsehbar.

Der Zugriff auf die Cloud dient darüber hinaus

nicht nur der Synchronisation zwischen

Online- und Mobil-Apps, sondern ermöglicht

auch das Teilen einer gesamten Box oder einzelner

Einträge mit Kollegen und Freunden.

Somit mutiert Catch über den reinen Ideen-

Notizblock hinaus zu einem einfachen Projektmanager.

Trägt ein Teilnehmer zusätzliche

Notizen ein, nimmt er Änderungen vor

oder lädt er seinerseits weitere Mitarbeiter

ein, hält Catch alle

Nutzer mittels Androids

Mitteilungsfunktion

stets auf dem Laufenden.

Wer es noch

öffentlicher mag, kann

seine Idee gleich mit

der Share-Funktion des

Betriebssystems per

Twitter, Facebook oder

jedem anderen installierten

Mitteilungsdienst

in die Welt posaunen.

Auch an den Import

haben die Entwickler

gedacht: Mit anderen

Programmen erstellte

Notizen lassen sich im

CSV-Format einlesen,

und wer bereits mit

der Schwester-App AK

Abb. 2: Die verfügbaren Einträge wie

Checkbox oder Task laufen zu einem

Abb. 4: Auf dem aufklappbaren

Capture Wheel stehen die unterschiedlichen

Notizarten bereit.

Abb. 3: Im Gleichtakt: Die Mobil-Apps für Androiden und iOS-Geräte synchronisieren

sich automatisch mit der Web-App.

Notepad [3] aus demselben

Hause gearbeitet hat, kann

beide Konten unkompliziert

miteinander abgleichen.

Fazit

Ob Catch tatsächlich von vielen seiner Nutzer

in seiner ursprünglichen Intention als

Ideen-Manager oder schlicht als umfangreiches,

aber trotzdem einfach zu bedienendes

Notiz-Werkzeug genutzt wird, ist letztlich

egal: Die Arbeit mit der innovativen Produktivitäts-App

verbessert schon bald den privaten

wie beruflichen Alltag durch eine äußerst

effektive Bündelung von Funktionen. Die

Synchronisation mit dem Webdienst und besonders

das Teilen der eigenen Einträge mit

Freunden und Kollegen bieten ein kollaboratives

Ideenfeuerwerk.

● ● ●

Abb. 5: Ideenboxen können geteilt

werden, um gemeinsam an ihnen zu

arbeiten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27396

Abb. 6: Die umfangreichen Einstellungen

von Catch bieten sehr viele

Möglichkeiten.

Android-user.de Dezember 2012 81


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen jeden Monat ein paar

neue oder aktualisierte

Spiele aus dem Google Play

Store vor, die uns besonders

gut gefallen. Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27354

Bad Piggies

kostenlos

Rovio ist eine kleine Überraschung

gelungen: Anstatt

einen weiteren Ableger oder

sogar einen zweiten Teil von Angry

Birds zu entwickeln, veröffentlichen die

Finnen mit Bad Piggies ein ganz anderes

Spiel. Das spielt zwar immer noch

im Angry Birds Universum, doch Sie

spielen aus der Sicht der grünen

Schweine, die den Vögeln die

Eier klauen wollen.

Jedes Level startet mit einem

vorgegebenen Set aus Gegenständen.

Das sind etwa Kisten,

Propeller, Luftballons, Reifen

oder Flaschenraketen. Auf einem

quadratischen Raster mit mehreren

Feldern platzieren Sie die Gegenstände

und basteln so ein Gefährt,

in das Sie am Ende das grüne Schwein

setzen. Wichtig sind die physikalischen

Kräfteverhältnisse, denn die bestimmen,

ob sich das Gefährt während der

Fahrt neigt, abhebt oder gänzlich auf

der Strecke bleibt. Jetzt geht es erst

richtig los. Sitzt das Schwein

Organ Trail:

Direcor’s Cut

2,46 Euro

Wenn uns Spiele-Apps eines

gelehrt haben, dann ist es,

dass man selbst hinter der

schwächsten Optik ein tiefgründiges

Spiel mit großem Umfang verstecken

kann. Genau das macht Organ Trail.

Als Überlebender einer Zombie-Apokalypse

schleppen Sie sich mit Mitstreitern

von Stadt zu Stadt, erledigen Aufträge

in Form von Minispielen und

haushalten mit Ihrem spärlichen Inventar.

Ein tolles Spiel, das anfangs etwas

schwer und unübersichtlich wirkt, aber

dann für umso mehr Langzeitspaß

sorgt und deshalb nicht nur für Retro-

Freunde eine Kaufempfehlung ist.

The Curse

0,77 Euro

Anstatt Sie nur mit ein paar

Knobelaufgaben zu fordern,

bettet The Curse knifflige Rätsel

in eine stimmungsvolle Geschichte

ein. Eine mysteriöse Figur namens

Mannequin verlangt, dass Sie alle 100

Aufgaben, die sämtliche bekannten

Origami-, Schiebe- und Rechenaufgaben

beinhalten, lösen. Erst dann dürfen

Sie sich an die Hauptaufgabe wagen.

Ein optisch sehr gekonnt aufgepeppter

Knobelspaß, der lediglich etwas mehr

Abwechslung bei den Rätselaufgaben

vertragen könnte, aber für 77 Cent

nicht enttäuscht.

Blind Ninja: Sing

0,81 Euro

Und noch so ein Endless Runner!

Als japanischer Ninja rennen

Sie über Häuserdächer

und müssen über Abgründe springen

und Feinde vernichten. Wie sich das

für ein solches Spiel gehört, rennt Ihre

Figur zunehmend schneller. Dabei ist

das Spiel schon von Beginn an nicht

leicht, da der Ninja nicht sehr hoch

springen kann und seine Wurfsterne

nur so weit fliegen, wie es durch einen

transparenten Kreis um die Figur angezeigt

wird. Die Entwickler haben auch

eine Version 2.0 in Planung. Für Fans

des Genre eine klare Kaufempfehlung,

aber sonst gibt es auch bessere Alternativen

bei Google Play.

englisch|Version 1.0.3|47 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.0.2|37 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.1.0|17 MByte

★★★★★

82

Dezember 2012

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

im Gefährt, bestätigen Sie den Aufbau

mit einem Tippen auf den Haken. Jetzt

können Sie manche der Gegenstände

steuern, wie etwa die angebrachten

Luftballons platzen lassen, die Propeller

ein- oder ausschalten oder die Flaschenraketen

zünden. Frei nach der

Formel Timing + Physik = Antrieb

saust das Gefährt nun über Hügel,

schwebt über Berge oder fällt in den

Abgrund. Ziel ist es, die nächste Karte

zu erreichen, die den Schweinen den

Weg zu den Eiern der Vögel weisen

soll. Pro Level sind die Anforderungen

für die einzelnen der drei zu ergatternden

Sterne unterschiedlich. Fast

immer müssen Sie eine Kiste mit

einem Stern einsammeln oder dürfen

eine bestimmte Zeit nicht überschreiten,

aber den dritten Stern gibt es für

verschiedene Bedingungen, wie etwa

dann, wenn Sie auf den Einsatz eines

bestimmten Gegenstandes verzichten,

oder etwa wenn Sie die TNT-Kiste im

Level nicht zur Explosion

bringen.

Der Umfang auf Android-Geräten

ist übrigens

immens, und das für lau!

Es gibt zwar ein wenig Werbung,

aber die wird nur in

den Menüs, nicht etwa im

Spiel eingeblendet. Und

wer gar nicht weiterweiß,

der kann sich per In-App-

Kauf die Lösungen besorgen.

Nötig ist das aber

nicht.

Fazit: Bad Piggies ist ein tolles

Spiel, das sich anfangs als

Puzzle-Spiel tarnt, sich dann

aber als verrückter Flugsimulator

entpuppt. Für null Euro ein

Pflicht-Download!.

englisch|Version 1.0.0|34 MByte

★★★★★

Critter Escape!

kostenlos

Critter Escape ist ein spannendes

Spiel, bei dem Sie Ihre

Figur aus der isometrischen

Perspektive aus mehreren Gebäuden

zur Flucht verhelfen. In jedem Level

versuchen Sie, den Aufsehern zu entkommen.

Dabei können Sie Edelsteine

und verschiedene Power-Ups einsammeln.

Pro Level gibt es mehrere Ziele,

wie etwa alle Edelsteine einsammeln

oder eine bestimmte Zeit nicht zu unterschreiten.

Die Basis-Variante ist bereits

recht umfangreich und kostenlos,

mit dem günstigsten In-App-Kauf werden

Sie zudem die Werbung los und

erhalten den vollen Umfang von 120

spannenden Leveln.

G-Jump

kostenlos

G-Jump vom Entwicklerstudio

LadTy ist eine richtige Entdeckung.

Es ist ein toll gestaltetes

Physik-Puzzle-Spiel, in dem Sie

einen Ball durch einen geometrischen

Raum zum Ziel, eine Art Wurmloch, katapultieren.

Sie ziehen vom Ball ausgehend

mit dem Finger, und dann sehen

Sie schon die kalkulierte Flugbahn. Mit

immer mehr Hindernissen und Gravitations-Spielereien

wird das immer

schwerer. Tolle Musik, tolle Optik, tolles

Spiel, aber nicht ganz fünf Sterne, da

Werbung mitten im Spiel stört. Für die

kurzweilige Unterhaltung zwischendurch

und lange Winterabende ist das

Spiel gleichermaßen geeignet.

Subway Surfers

kostenlos

Subway Surfers ist ein Endless

Runner, wie er von

Temple Run begründet wurde,

allerdings in deutlich hübscherer Optik

und laut einigen Kommentaren bei

Google Play auch mit dem besseren

Gameplay: Ihre Figur, ein jugendlicher

Sprayer, wird von einem Polizisten

beim Sprayen erwischt und rennt

drauflos, und Sie steuern ihn durch

Fingerwischen nach links oder rechts

auf die richtige der drei Bahnen. Sie

weichen Zügen aus, springen über Absperrungen

und sammeln Münzen ein,

die Sie dann für Upgrades im Shop

ausgeben können. Leider ist die Werbung

zwischendurch sehr aufdringlich.

englisch|Version 1.9|50 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.007|15 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.0.3|22 MByte

★★★★★

Android-user.de Dezember 2012 83


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

Plague Inc.

kostenlos

Plague Inc. hat nicht gerade

das schönste Thema. Es geht

um die Vernichtung der Erdbevölkerung

durch Krankheitserreger,

und erst wenn der letzte Mensch infiziert

ist, gewinnen Sie das Spiel. Ganz

schön morbide, aber zum Glück gibt es

weder Leichen zu sehen, noch müssen

Sie das Leid der Menschheit mit ansehen.

Im Gegenteil: Plague Inc. ist eine

Simulation, die auf der Weltkarte stattfindet,

und damit ist dem morbiden

Thema eine nüchterne Maske aufgesetzt.

Jede Partie beginnt damit, dass Sie

einen Krankheitserreger in einem Land

Ihrer Wahl aussetzen und dann erst

einmal abwarten. Immer mehr Menschen

werden sich nun anstecken, und

Sie erhalten Disease-Punkte – das Spiel

ist leider noch nicht in deutscher Sprache,

wie man sieht. Diese Punkte

geben Sie dann für Upgrades der

Krankheit aus: Anfangs sollten Sie die

Punkte für eine stärkere Verbreitung

(Transmission) ausgeben,

später dann für Symptome

und Fähigkeiten (Abilities). Die

Schwierigkeit besteht nun darin,

eine Balance zwischen rasender

Verbreitung und Todesrate der

Bevölkerung zu finden. Sterben

die Menschen zu schnell, kann

sich die Krankheit nicht verbreiten.

Benötigen Sie zu lange für

die Ausbreitung, entwickeln manche

Nationen ein Gegenmittel. Deswegen

müssen Sie die Punkte gut verteilen

und den Gegebenheiten anpassen.

Ein in Afrika gestarteter Virus profitiert

von Punkten im Hitzewiderstand, und

wenn

Tiny Bang Story

2,22 Euro

Es ist gar nicht so einfach, dieses

liebenswerte Spiel einzuordnen.

Es ist eine Mischung

aus Steampunk-Wimmelbild, Rätsel,

interaktivem E-Book und Abenteuer. In

verschiedenen Szenen suchen Sie

nach Objekten wie Schrauben, Puzzleteilen

oder Rohren, um so Zugang zu

weiteren Szenen zu erhalten – das alles

in einer stimmungsvollen Kulisse mit

tollem Sound und malerischer Grafik.

Es ist ein Spiel für Geduldige, das übrigens

vor allem auf dem Tablet dank

der höheren Auflösung voll zur Geltung

kommt (auch als Free-Version).

Für den Download brauchen Sie allerdings

eine große Portion Geduld.

Monster Shooter:

Lost Levels

0,50 Euro

In diesem Dual-Stick-Shooter

landen Sie auf feindlichen Planeten

und beseitigen dort alle

feindlichen Aliens. Die tauchen in

Gegnerwellen auf, während Sie permanent

Health Packs einsammeln oder

Power-Ups verwenden. Sie können außerdem

Granaten werfen und Minen

legen. Bessere Waffen und Items verdienen

Sie sich durch InGame-Währung,

die Sie aber auch per In-App-

Kauf erwerben können. Greifen Sie unbedingt

zu diesem Spiel und nicht etwa

nur zum kostenlosen Monster Shooter,

das ist nämlich im Spielfortschritt viel

zäher und mit Werbung gespickt.

Stunt Bunnies

Circus

kostenlos

Bei Stunt Bunnies Circus befördern

Sie einen Superhasen

genannt Jet Bunny in der Manege

eines Zirkus per Raketenrucksack

durch die Luft. Er fliegt nur in einer geraden

Linie, und Sie müssen so viele

herunterfallende Hasen wie möglich

retten. Bis zu fünf können Sie tragen,

dann müssen Sie zwischenlanden.

Nach dem ersten kostenlosen Kapitel

müssen Sie den Rest freischalten. Pro

Level werden dabei 50 Cent fällig. Das

hat dem Spiel einige Kritik eingebracht,

die es allein vom Gameplay her nicht

verdient: Denn auch Spieleentwickler

müssen Miete zahlen.

englisch|Version 1.0.11|22 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.4|49 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.2.4|29 MByte

★★★★★

84

Dezember 2012

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

die Krankheit in den Industrienationen angelangt ist,

sind Punkte in der Medikamentenresistenz wichtig. Das

Spiel kennt für jede der Krankheiten, die nacheinander freigeschaltet

werden müssen, etwas unterschiedliche Fähigkeiten-Bäume.

Zudem kann in der Android-Version schon

vorab eine genetische Modifizierung der Krankheit vorgenommen

werden – ein Feature, auf das iOS- Spieler derzeit

noch warten müssen. Die kostenlose Basis-Version des Spieles

verfügt über den ganzen Spielumfang, allerdings können

Sie damit die Zeit nicht beschleunigen, keinen genetischen

Code manipulieren und müssen mit dem Werbebanner am

unteren Bildrand leben.

englisch|Version 1.0.3|25 MByte

★★★★★

Turbo Kids

kostenlos

In Turbo Kids sind Sie eines

von mehreren Kindern, das

auf Hausdächern um die

Wette läuft. Dabei können Sie gelegentlich

andere Kinder kurzzeitig in

einen Eisblock einfrieren, erhalten

einen Speed-Boost oder springen

weite Sätze. Eigentlich ganz spaßig,

doch die Möglichkeiten zum aktiven

Eingreifen ins Geschehen sind begrenzt,

die Optik dürftig, und die Entwickler

spielen die Free2Play-Karte viel

zu früh aus: Schon ab Mission 4 oder 5

geht ohne Ingame-Kohle nicht mehr

viel, was Turbo Kids dann ganz schnell

seinen Charme nimmt. Bei Google Play

hat das Spiel 4,5 Sterne.

Bombshells: Hell’s

Belles

kostenlos

Bombshells: Hell’s Belles ist

ein ansehnlicher Action-Titel.

Sie fliegen als Teil eines

Teams von sexy Pilotinnen ein Kampfflugzeug

und müssen in mehreren Missionen

gegen die feindliche Organisation

T.O.O.L. antreten. Das macht

Spaß. Doch Bombshells ist ein Paradebeispiel

für überladene Free2Play-Titel:

Upgrades, Glu Credits, Xplodium, Deal

Packs. Dahinter verschwinden dann

Gameplay und Story. Das ist für das

schnelle Spiel zwischendurch frustrierend.

Dafür bringt es einen Mehrspieler-Modus

mit – für ein Gratisspiel in

dieser Qualität einmalig!

To-Fu 2

kostenlos

To-Fu 2 ist der Nachfolger des

beliebten Geschicklichkeitsspiels

To-Fu. Wie beim Vorgänger

ziehen Sie den To-Fu-Klumpen

in eine Richtung und lassen ihn los. So

fliegt er in gerader Linie, muss Hindernissen

umgehen und Chi-Bälle einsammeln.

Das ist eigentlich ganz spaßig,

aber der aufgezwungene Zoom nach

der Landung verhindert oft, dass man

den Level überblicken kann. Außerdem

sind manche Level etwas frustrierend,

und in einigen ist es unmöglich, alle

Chi-Vorkommen in einem Rutsch einzusammeln.

Der Vorgänger hat uns

besser gefallen. Aber da es kostenlos

ist, schnuppern Sie einfach mal rein.

englisch|Version 1.0.6|13 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.0.3|405 MByte

★★★★★

deutsch|Version 1.0.3|39 MByte

★★★★★

Android-user.de Dezember 2012 85


Spiele

Oregon Trail: Settler

Anton Brand, 123RF

The Oregon Trail: Settler von Gameloft im Test

Wilder

Westen

Mit „The Oregon Trail“

legte Gameloft ein Aufbauspiel

in niedlicher

Wildwest-Optik auf. Seit

einiger Zeit gibt es nun

den Nachfolger , der

über die Kinderkrankheiten

hinweg ist, als

Gratisspiel. Marcel Hilzinger

Sie mögen Aufbauspiele

und den Wilden Westen?

Dann sind Sie bei diesem

Spiel von Gameloft genau

richtig. Egal, ob Grafik, Musik oder

Spielablauf – sämtliche Elemente

machen Spaß und sind sehr schön

programmiert und gestaltet.

Zu Beginn von „The Oregon Trail:

Settler“ [1] lernen Sie die Grundsätze des

Spiels. Auf einem noch unbesiedelten Gebiet

müssen Sie Pflanzen anbauen und ernten,

Holz fällen, Gebäude bauen und für das

Wohl der Menschen sorgen. Diese fünf

Grundfunktionen nehmen Sie per Fingertip

vor und sammeln dabei Erfahrungspunkte,

Goldmünzen, Holz und Nahrung.

Begleitet werden Sie von einer angenehmen

Sound kulisse im Country-Stil.

Schon bald haben Sie ein paar Erfahrungspunkte,

Lebensmittel und Geld auf Ihrem

Konto, hingegen fehlen Ihnen je länger je

mehr Energie (blauer Blitz), Holz und grüne

Scheine. Vor allem bei den Dollars sollten Sie

höllisch aufpassen, nicht einmal aus Versehen

welche auszugeben, denn die grünen

Scheine gibt es nur gegen echtes Geld oder

via Tapjoy (siehe Kasten).

Idyllischer Beginn

Zu Beginn des Spiels legen Sie ein paar Felder

an und pflanzen Tomaten an. Sie bauen

einen Markt und ein Wohnhaus, vielleicht

auch noch ein anderes Gebäude. Versuchen

Sie bereits hier Angeboten zu widerstehen,

die diversen Vorhaben mit grünen Geldscheinen

zu beschleunigen. Sonst sehen Sie

schnell einen Dialog, der zum Gameloft-Shop

führt. Hier erhalten Sie für 1,59 Euro zehn

grüne Scheine, für 3,99 Euro gibt es 26 Stück,

das Megapack mit 800 Scheinen lässt sich

Gameloft mit 79,99 Euro berappen. An dieser

Stelle deshalb auch ein Hinweis an Eltern mit

Kindern im Vorschulalter oder im Schulalter:

The Oregon Trail:Settler besitzt ein nicht zu

unterschätzendes Suchtpotenzial, und ihre

Sprösslinge werden schnell darauf kommen,

wie man an die grünen Scheine über Papas

Kreditkarte herankommt.

Was Ihnen nach dem sechsten oder siebenten

Level fehlen wird, sind bestimmte Rohstoffe,

die man zum Beispiel braucht, um

einen größeren Speicher für die Nahrungsmittel

zu kaufen. Hier müssen Sie einfach

genau hinschauen und gut lesen, was benötigt

wird, und wie man es herstellen kann. In

unseren Tests bis Level 15 kamen wir ohne

echtes Geld über die Runden.

Vielseitige Siedler

Allein mit Klicken und Bauen bzw. Klicken

und Einsammeln kann man The Oregon

Trail: Settler aber noch nicht genau beschreiben.

Denn das Spiel hält noch ein paar

Abb. 1: Zu Beginn weist Sie ein Freund in die wichtigsten Grundlagen ein.

Abb. 2: Zwei Häuser, drei Felder, ein Marktwagen: So fängt der Siedler an.

86

Dezember 2012

Android-User.de


Spiele

Oregon Trail: Settler

Abb. 3: Die Ambosse stehen für Güter, die Münzen bringen Geld ein.

schöne Überraschungen bereit. Dazu gehören

kleine Spiele im Spiel. So kann man pro

24 Stunden einmal Goldgräber spielen und

auf einem Feld eine Ladung Dynamit hochgehen

lassen. Als Belohnung gibt es Sachpreise.

Größere Gewinne verspricht die Silber-

oder der Gold-Lotterie, die aber in grünen

Scheinen bezahlt werden muss. Immerhin:

Bei unserem ersten Versuch für fünf

Scheine gewannen wir ein Anglerhaus, ein

Krankenhaus und eine Gans. Beim Holzfällen

kommt es vor, dass sich aufgeschreckte

Tiere aus dem Wald auf den Weg in die Siedlung

machen. Hier müssen Sie schnell handeln

und die wilden Tiere erschießen. Dumm

bloß, wenn einem gerade dann die Energie

ausgeht. Dann kann es schon mal vorkommen,

dass ein Bär ein Baby frisst, was wiederum

nicht zur Zufriedenheit der Bevölkerung

beiträgt. Sehr empfehlen können wir auch

das Angeln. Dazu brauchen Sie Würmer, die

man seltsamerweise in der Werkstatt herstellt.

Zum Angeln tippen Sie auf einen See

und warten dann, bis der Fisch anbeißt. Jetzt

gilt es, schnell auf den Angelhaken zu tippen

und dann per Wischgeste den Fisch an Land

zu ziehen. Sonst ist der Wurm futsch. Fische

zählen ganz normal als Nahrungsmittel.

Abb. 5: Fischen können wir als sehr gute Abwechslung empfehlen.

Abb. 4: Man kann bei The Oregon Trail: Settler auch viel Geld ausgeben.

Mit Freunden spielen

Wie bei sehr vielen Gameloft-Titeln gibt es

auch bei The Oregon Trail: Settler eine Netzwerkkomponente.

Das Spiel lässt sich aber

auch offline spielen. Online können Ihnen

Freunde beim Spiele helfen und zum Beispiel

Gegenstände besorgen, die man selbst noch

nicht (erwirtschaftet) hat. Ihre Freunde können

Sie jederzeit besuchen, aber pro Tag maximal

fünf Aktionen ausführen. Nach einem

Besuch kehrt das Spiel zudem immer wieder

zu Ihrem eigenen Dorf zurück und nicht

gleich zum nächsten Freund wie bei anderen

Titeln. Die Netzwerkfunktion arbeitete in unseren

Tests zur besten Zufriedenheit. Es

waren keine Hänger oder andere Probleme

zu erkennen.

Als weiteres Element kommen bei The

Oregon Trail: Settler Aufgaben hinzu. Sie finden

diese im Briefe-Menü unten links bzw.

indem Sie auf eine Person klicken, die einen

Brief anzeigt. Bei den Aufgaben ist sehr viel

Vorsicht geboten. Allzu leichtsinnig geben

Sie hier sonst Ihre grünen Scheine aus. Kühl

und berechnend zu spielen, lohnt sich auch

an anderer Stelle. So kosten Tomaten zum

Beispiel 10 Goldmünzen und geben 8 Nahrungsmittel

zurück. Mais kostet hingegen 80

Goldstücke, bringt aber

nur 32 Nahrungsmittel ein.

Also besser achtmal Tomaten

pflanzen, als einmal

Mais, auch wenn das

etwas mehr Arbeit ist.

Fazit

The Oregon Trail: Settler

macht Spaß. Wirklich störend

empfanden wir nur

die Benachrichtigungen.

Diese lassen sich in den

Einstellungen aber weitgehend

deaktivieren. ● ● ●

Grüne Scheine

Wie erwähnt, gibt es die grünen

Dollars nur gegen richtiges

Geld. Eine Ausnahme bildet das

Anzeigen-Framework Tapjoy.

Hier können Sie sich zwischen

einem und fünf Scheine verdienen,

indem Sie andere Anwendungen

herunterladen und anspielen

oder bis zu einem bestimmten

Level spielen. Je nach

Ausdauer und Geduld kann man

auf diese Weise eine ganze

Menge Scheine sammeln.

Oregon Trail

Settler

kostenlos

deutsch|Version 1.0.8| 4.1

MByte+Download

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27370

Android-user.de Dezember 2012 87


Spiele

Rayman Jungle Run

Rayman hüpft seit Jahren

durch diverse Konsolen- und

Computergenerationen. Die

erste offizielle Android-Version

des bunten Spiels ist jetzt

verfügbar. Christoph Langner

Rayman Jungle Run

Rayman

Jungle Run

Kennen Sie Rayman? Giana Sisters?

Aber sicher doch Sonic

oder Super Mario? Klingelt es

bei diesen Namen immer

noch nicht, dann haben Sie das Genre

der Jump’n’Run-Games verpasst!

Schließen Sie besser gleich Ihre Bildungslücke,

und geben Sie zumindest

Rayman [1] eine Chance.

Während Sonic und Mario große Bekanntheit

erlangten, ist es um Rayman

stiller geblieben. Eigentlich unverdient,

zeigt doch die Neuauflage

des Titels für Android,

dass so einiges

Potenzial im Maskottchen

von Ubisoft

steckt.

Rayman

Das Spielprinzip von

Rayman orientiert

sich am klassischen

Jump-’n’-Run. In

einem zweidimensionalen

Dschungel

läuft, springt

und schwingt unser kleiner Held zum

Ziel. Dabei gilt es, möglichst viele Lums

einzusammeln. Am Ende eines Levels

wird abgerechnet, und versteckte Level

werden freigeschaltet. Begleitet wird

der fröhliche Lauf durch die bunte Welt

mit durchaus stimmungsvoller Musik,

die sich hören lassen kann.

Anders als in der Computerspielvorlage

steuern Sie bei Rayman Jungle

Run nur die Sprünge der Spielfigur

durch einen Tipper auf den Touchscreen,

das Laufen übernimmt Rayman

von allein. Hardcore-Gamer werden

daher von der leichten Steuerung enttäuscht

sein, Gelegenheitsspieler

freuen sich jedoch, dass sie kein fummeliges

Steuerkreuz bedienen müssen.

Viel Spaß auch ohne 3D

Raymon Jungle Run zeigt, dass nette

Grafiken und flüssige Animationen

nicht immer ein High-End-Handy erfordern.

Wir haben das Spiel auf einem

HTC One V [2] und einem Galaxy

Nexus [3] angespielt. Auf beiden Geräten

lief das Spiel seidenweich, obwohl

das One V nur über eine Single-Core-

CPU mit 1 GHz verfügt.

Jump’n’Run-Fans finden den Titel für

2,39 Euro im Google Play Store, eine

kostenlose Test-Version gibt es nicht.

Das Game lässt sich auf Androiden ab

Version 2.3.3 installieren. Wir finden,

dass Sie mit Rayman Jungle Run

nichts falsch machen. Einen Punkt

Abzug gibt es allerdings für das Fehlen

einer komplexeren Steuerfunktion, erfahrene

Jump’n’Run-Gamer werden

über den automatischen Vortrieb Raymans

die Nase rümpfen.

● ● ●

Rayman

Jungle Run

2,39 Euro

deutsch|Version 1.1.8|77 MByte

★★★★★

www.android- user.de/qr/27519

88


Spiele

Prince of Persia

Der Klassiker im neuen Gewand

Prince of

Persia

Ubisoft hat den Gameklassiker

Prince of Persia neu aufgelegt.

Mit verbesserter Grafik

geht es erneut gegen den

fiesen Wesir Jaffar und seine

Schergen. Christoph Langner

Beim Namen Prince of Persia

sollte jeder Computer-Spieler,

der mit dem Apple II,

einem Amiga oder Atari ST

aufgewachsen ist, hellhörig werden. Zu

Zeiten des Amigas, so etwa um 1990

herum, stand der Titel für revolutionäres

Gameplay, tolle Grafik und eine

spannende Geschichte. Auch heute,

über zwanzig Jahre nach dem ersten

Erscheinen, macht das Spiel mit aufgebohrter

Grafik noch reichlich Spaß.

Besser gleich kaufen

Prince of Persia können Sie in zwei Versionen

aus dem Google Play Store installieren.

Kostenlos erhalten Sie die

Freemium-Version [1], die allerdings

nur – die nicht wirklich langen – ersten

zwei Level enthält. Die restlichen zwölf

Level müssen Sie per In-App-Kauf

nachträglich freischalten. Um das Spiel

komplett zu spielen, sollten Sie gleich

die Premium-Variante für 2,39 Euro [2]

aus dem Play Store kaufen.

Das Spiel belegt nach der Installation

etwa 236 MByte auf Ihrem Handy, 56

MByte verbleiben direkt auf der Daten-

Partition, das Game ist also nichts für

ältere Androiden mit knapp bemessenem

internen Speicher. Auf aktuellen

Androiden sollten Sie allerdings nicht

in Speichernöte kommen.

Die Story kennen wir schon aus den

bisherigen Titeln und dem an den

Kassen sogar halbwegs erfolgreichen

Kinofilm auf Grundlage des Spiels. Ihre

Aufgabe als Held ist es, die Prinzessin

aus dem Palastturm zu retten, in dem

sie gegen ihren Willen gefangen gehalten

wird. Zahlreiche Fallen, Rätsel und

Gegner machen Ihnen den Weg zur

Prinzessin nicht leicht.

Die Steuerung orientiert sich an der

Computerspiel-Vorlage aus den Amiga-

Tagen. Mit dem linken Daumen dirigieren

Sie den Held laufend nach links

oder rechts. Ein Druck nach oben lässt

ihn springen, nach unten duckt er sich

oder führt im Laufen einen Hechtsprung

aus. Mit der rechten Hand lösen

Sie extra Aktionen wie einen Weitsprung

aus, oder Sie bewegen sich

schleichend durch die überall lauernden

Fallen. Im Kampf gegen die Palastwächter

des Wesir Jaffar gilt es

Schläge zu parieren oder mit dem eigenen

Krummdolch zuzustechen.

Gegen die Zeit

In der Android-App gibt es drei Spiele-

Modi für Sie. Im einfachsten Modus

müssen Sie sich nur Sorgen um Ihre

Gesundheit machen. Sie haben so viel

Zeit, wie Sie möchten, und können das

Spiel selbst nach Ihrem Tod an einer

gespeicherten Stelle wieder fortsetzen.

Im zweiten Modus haben Sie gerade

einmal 60 Minuten zum Durchqueren

aller 14 Level Zeit. Im letzten Modus

dürfen Sie nicht einmal mehr sterben,

sonst heißt es: Game Over.

Grafik und Sound von Prince of Persia

sind im Vergleich zu aufwendigen 3D-

Titeln keine absolute Sensation. Doch

wer Prince of Persia mochte, der wird

allein aufgrund des Namens Spaß am

Spiel haben. Wer den Titel bislang

noch gar nicht kannte, der bekommt

für 2,39 Euro ein solides und gut bedienbares

Jump&Run-Spiel, das für

reichlich Kurzweil sorgen sollte. ● ● ●

Prince of

Persia

2,39 Euro

englisch|Version 1.1.8|224 MByte

★★★★★

www.android- user.de/qr/27364

89


Einsteiger

Atooma-Workshop

studiom1, 123RF

Aufgaben mit Atooma automatisieren

Atooma

An bequeme Funktionen, wie zum Beispiel die automatische

Einwahl in bekannte WLAN-Netze, gewöhnt man sich

schnell. Doch was tun, wenn man selbst eine solche automatische

Funktion einrichten möchte? Die Lösung heißt

Atooma. Marcel Hilzinger

Tipp

Einige der machbaren Szenarien sind

in vielen Smartphones schon von Haus

aus vorhanden (Akkuschonfunktionen).

In diesem Fall sollten Sie Atooma nicht

dafür benutzen, sondern voll auf die

Software des Herstellers vertrauen.

Es gibt im Android-App-Dschungel

bereits ein paar Apps, die Ihnen

das Leben durch automatische

Aufgaben einfacher machen möchten.

Zwei davon haben wir in Ausgabe 03/​

2012 beschrieben [1]. Den meisten Lösungen

mangelt es aber an einem ansprechenden

Design und an der Benutzerfreundlichkeit.

Die hier vorgestellte App Atooma [2] hebt

sich in beiden Punkten positiv von der Konkurrenz

ab. Sie bringt zudem noch ein

Alleinstellungsmerkmal mit: Automatisierungsaufgaben

lassen sich mit anderen Nutzern

teilen. So muss man das Rad nicht mit

jeder Aufgabe neu erfinden bzw. kann sich

bei anderen Nutzern Ideen holen.

Installation

Atooma gibt es kostenlos bei Google Play.

Zur Installation scannen Sie

entweder den QR-Code „Alle

Links“ am Ende dieses Artikels

mit einem Barcode-Scanner

oder starten auf Ihrem

Smartphone Google Play

und suchen nach

Atooma. Die Software

trägt offiziell noch den

Zusatz Beta2. In unseren

Tests gab es aber

keine Performanceoder

anderweitige

Probleme. Die hier

beschriebene Anleitung beruht

auf der Version 1.1.1 der

Software vom 8. Oktober

2012. Die Entwickler haben

sich recht viel vorgenommen,

sodass eventuell bis

zum Erscheinen dieses Heftes

bereits eine neuere Version der

App vorliegt.

Der erste Start

Eine der Stärken von Atooma besteht darin,

dass Sie die App Schritt für Schritt ans

Thema heranführt. So erscheint beim ersten

Start eine ausführliche Anleitung, die Ihnen

Abb. 1: Beim ersten Start klärt Sie ein detaillierter Assistent über die

einzelnen Schritte auf.

90

Dezember 2012

Android-User.de


Einsteiger

Atooma-Workshop

Abb. 2: Das Hauptmenü der App mit den drei Reitern. Noch sind keine

Atoomas vorhanden.

Abb. 3: Im ersten Schritt müssen Sie sich entscheiden, welche Bedingung

erfüllt sein muss.

in neun Schritten zeigt, wie Sie eine automatisierte

Aufgabe (ein Atooma) erstellen (Abbildung

1). Die Einleitung lässt sich über

einen Klick auf Skip jederzeit beenden. Nach

der Einführung fordert Sie die App zum

Login mit Ihrem Google-Account auf. Dieser

Schritt lässt sich nicht überspringen. Die

Login-Daten werden dazu benutzt, um Ihre

Atoomas später ins Internet hochzuladen. So

müssen Sie sich dafür nicht extra registrieren.

Möchten Sie Atooma nutzen, müssen

Sie also auf Sign in with Google und im anschließenden

Dialog auf die Schaltfläche Zulassen

klicken.

Hat alles geklappt, sehen Sie nun die Reiter

MY ATOOMA, WALL und ME (Abbildung 2).

Über MY ATOOMA erstellen Sie neue Aufgaben,

via WALL finden Sie Atoomas, die andere

Nutzer erstellt haben, und über den Reiter

ME finden Sie Statistiken zu Ihren Atoomas

sowie die Möglichkeit, eine Verbindung

zu Facebook und Twitter herzustellen und

neue Freunde zu Atooma einzuladen.

Aufgaben erstellen

Beim Atooma handelt es sich um eine Aufgabe,

die das Smartphone ausführen soll.

Android hat schon jede Menge solcher Aufgaben

mit an Bord. Zum Beispiel schaltet

sich das Display aus, wenn Sie das Gerät bei

einem Anruf ans Ohr halten, oder Sie können

(je nach Hersteller) das Smartphone stumm

schalten, indem Sie es beim Klingeln einfach

umdrehen und so weiter. Genau solche Aufgaben

lasen sich auch mit Atooma lösen.

Klicken Sie auf dem Reiter MY ATOOMA

auf den Eintrag New Atooma. Die App wechselt

jetzt wieder ins Querformat für eine optimale

Darstellung. Lassen Sie sich davon

nicht verwirren. Im ersten Bildschirm (Abbildung

3) legen Sie eine Bedingung fest. Dazu

bietet die App drei Möglichkeiten: Möchten

Sie eine Dateioperation vornehmen (zum

Beispiel mit Fotos oder Musikdateien, dann

wählen Sie den Eintrag Data. Möchten Sie

etwas mit Twitter, Facebook, Dropbox oder

GMail anstellen, dann wählen Sie Apps. Für

alle übrigen Aufgaben tippen Sie auf Mobile.

Die Menüpunkte Actions und Objects sind

aktuell noch nicht aktiv.

Bedingung festlegen

Im Folgenden zeigen wir Ihnen an ein paar

Beispielen, wie eine Bedingung aussehen

könnte. Dazu erstellen wir zunächst ein

Atooma, das bei einem bestimmten Absender

in GMail eine spezielle Musik abspielt

(anstelle der Standard-Benachrichtigung).

Warnung

Auch wenn Atooma in unseren

Tests keinerlei negative Auswirkungen

auf die Akkulaufzeit

zeigte, kann es dennoch vorkommen,

dass Sie durch eine

bestimmte Aufgabe Ihren Akku

schneller leeren als gewünscht.

Die aktuelle Version 1.1.1. befindet

sich zudem noch im Teststadium

(Beta).

Abb. 4: Aktuell unterstützt Atooma bei den Apps lediglich vier Anwendungen,

weitere sollen jedoch folgen.

Abb. 5: Unsere GMail-Bedingung ist fertig, jetzt fehlt nur noch eine

Aufgabenstellung über den Button DO.

Android-user.de Dezember 2012 91


Einsteiger

Atooma-Workshop

Abb. 6: Nach dem IF kommt das DO. Hier soll der Media Player starten.

Die Symbole lassen sich wie auf einer Telefonscheibe drehen.

Abb. 7: Im letzten Schritt vergeben Sie Ihrem Atooma einen Namen und

Tags zur Kategorisierung, dann klicken Sie auf Save.

GMail, Facebook und Twitter

Wählen Sie dazu im ersten Dialog (Abbildung

3) den Eintrag Apps und anschließend

über den drehbaren Auswahlring den Eintrag

GMail (Abbildung 4, rot). In der Mitte des

Rings steht nun IF für die Bedingung, als einzige

Möglichkeit finden Sie im Auswahlring

den Eintrag Mail recieved für den Maileingang.

Tippen Sie diesen Eintrag (grün) an.

In der Grundeinstellung gilt die Regel (die

wir noch festlegen müssen) für alle Absender.

Wir möchten unsere Regel aber auf

einen bestimmten Absender einschränken.

Dazu markieren Sie die Checkbox vor dem

Textfeld und geben anschließend die E-Mail-

Adresse des Absenders ein (zum Beispiel

Ihrer besten Freundin). Über einen Klick auf

Search können Sie an dieser Stelle auch auf

die Android-Kontakte zugreifen. Haben Sie

die E-Mail-Adresse eingetragen, tippen Sie

auf den grünen Pfeil für den nächsten

Schritt. Hier können Sie Mails nach dem Betreff

filtern. Da wir uns schon auf einen Absender

beschränkt haben, lassen wir den

Schritt an dieser Stelle aus und klicken einfach

auf das grüne Dreieck für den letzten

Schritt. Hier können Sie nach einem beliebigen

Text filtern lassen, um zum Beispiel für

jede E-Mail, die das Wort „Android“ enthält,

einen speziellen Android-Sound abzuspielen.

Lassen Sie auch diesen Dialog unverändert

und klicken Sie auf OK. Sie sehen jetzt wieder

das Auswahlrad mit den zwei Bedingungen

unten (wenn Gmail und bestimmter

Empfänger) und einem DO-Button rechts

(Abbildung 5). Klicken Sie hier auf DO.

Beim Einrichten von Atooma mussten Sie sich mit einem Google-Account anmelden.

Möchten Sie einen anderen Google-Account für Atoomas mit Google Mail nutzen,

dann wechseln Sie im Hauptmenü auf den Reiter ME und klicken hier auf Connections.

Tippen Sie anschließend auf den Schalter OFF, um einen neuen GMail-Account

einzurichten. Hier finden Sie auch die Einstellungen, falls Sie Atooma mit Facebook

oder Twitter zusammen benutzen möchten.

Die Aufgabenstellung

Auch bei der Aufgabenstellung sehen Sie

wieder das gleiche bunte Fenster mit den

Einträgen Data, Mobile und Apps. Wie oben

erwähnt soll Atooma bei unserem speziellen

Absender eine Musik abspielen. Das fällt

unter die Kategorie Mobile. Klicken Sie also

auf Mobile, und drehen Sie das Rad, bis der

Eintrag Mediaplayer sichtbar ist (Abbildung

6). Achten Sie darauf, dass sich hinter der

virtuellen Drehscheibe eines alten Telefons

mehr Einträge verstecken als zunächst angenommen.

Es lohnt sich also, die Liste einmal

durchzuspulen.

Von den Möglichkeiten des Mediaplayers

stehen in Atooma lediglich die Wiedergabe,

die Aufnahme und der Aufnahmestop zur

Verfügung. Wählen Sie Play audio und im

folgenden Dialog den Button Pick audio file,

um eine Datei auszuwählen. Fündig werden

Sie auf den meisten Android-Geräten im Verzeichnis

Notifications. Sie können natürlich

auch Ihre Musikbibliothek durchstöbern. Mit

einem Klick auf OK schließen Sie auch dieses

Setup ab, die Aufgabe steht nun fest.

Das Atooma

Jetzt gilt es nur noch, das neue Atooma zu

speichern. Dazu klicken Sie auf das Gleichheitszeichen

in der neuen Ansicht und geben

einen Titel ein (Abbildung 7), zum Beispiel

„Musik bei E-Mail“. In einem letzten Schritt

müssen Sie Ihrem Atooma über die grüne

Schaltfläche am unteren Rand noch Tags zuordnen.

Das dient dazu, damit sich die zahlreichen

Online-Atoomas besser kategorisieren

lassen. Kreuzen Sie dazu einfach mindestens

einen Eintrag aus der Liste an, zum Beispiel

Music. Haben Sie ein Tag vergeben, erscheint

automatisch auch die Save-Schaltfläche,

über die das Atooma fertiggestellt wird.

Nun landen Sie wieder im Hauptmenü der

App und sehen auf dem Reiter MY ATOOMA

den neuen Eintrag. Dieser ist aber noch nicht

92

Dezember 2012

Android-User.de


Einsteiger

Atooma-Workshop

Abb. 8: Über den Button +IF fügen Sie weitere Bedingungen hinzu, um zum

Beispiel eine Uhrzeit und einen bestimmten Ort zu kombinieren.

Abb. 9: Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Auf dem Reiter WALL finden

Sie zahlreiche fertige Atoomas zum Download.

aktiv (erkennbar an der mangelnden Farbe).

Wählen Sie den Eintrag aus (die App wechselt

wieder ins Hochformat), und bestätigen

Sie den Start der Aktion über einen Fingertip

auf den großen Haken. Das Atooma wird

nun in die Cloud hochgeladen und ist anschließend

aktiv. Nun testen Sie am besten,

ob es auch funktioniert. Lassen Sie sich dazu

eine Mail vom eingetragenen Absender schicken,

und freuen Sie sich auf einen personalisierten

Sound dazu. Beachten Sie dabei,

dass Atooma zur Akkuschonung nicht ständig

Ihren Posteingang prüft, sondern nur in

gewissen Abständen. So erhalten Sie normalerweise

die übliche GMail-Benachrichtigung

gleich nach dem Eintreffen einer Mail,

Atooma tritt jedoch erst ein paar Minuten

später in Aktion.

Sollte es wider Erwarten nicht klappen,

dann hilft es, das Atooma über den grünen

Haken einmal aus- und gleich danach wieder

einzuschalten. Doch Vorsicht: Befinden sich

in der Inbox zahlreiche ungelesene Mails

vom eingetragenen Absender, dann spielt

Atooma dazu auch gleich oft die ausgewählte

Musikdatei ab.

Weitere Funktionen

Nach diesem ersten Atooma sollten Sie die

Funktionsweise eigentlich recht gut begriffen

haben. Atooma kann auch mehrere Voraussetzungen

bündeln, indem Sie im ersten Dialog

nach dem Hinzufügen einer IF-Bedingung

noch einmal auf IF klicken. So können Sie

zum Beispiel Ihr Smartphone so einrichten,

dass es immer sonntags um 10 Uhr, wenn Sie

sich an einem bestimmten Ort aufhalten, auf

stumm geschaltet wird. Das lässt sich zum

Beispiel dazu nutzen, um das Smartphone

beim Kirchengang automatisch schweigen zu

lassen. Mittwoch ist Kinoabend? Kein Problem

mit Atooma. Auch dafür erstellen Sie

einfach eine Regel, die das Smartphone ab

20:15 automatisch still schaltet, falls Sie sich

im Cinemaxx befinden. Über eine weitere

Regel schalten Sie dann ab 22:30 den Klingelton

wieder ein. Im Folgenden zeigen wir

Ihnen, wie Sie Ihr Smartphone schnell

stumm schalten, indem Sie es einfach ein

wenig schütteln.

Wählen Sie im Hauptmenü auf dem Reiter

MY ATOOMA den Eintrag New Atooma aus.

Klicken Sie im Auswahldialog auf den Eintrag

Mobile. Im IF-Dialog drehen Sie nun am

Rad, bis Sie den Eintrag Shake Sensor sehen.

Wählen Sie diesen aus und anschließend Vertical

shake. Die Abfrage zur Sensitivität überspringen

Sie mit OK. Über +IF könnten Sie

nun eine weitere Bedingung hinzuzufügen

(Abbildung 8).

Tippen Sie auf DO, wählen Mobile, Silent

Mode und als Bedingung (grün) On. Zusätzlich

können Sie nun noch die Vibration einoder

ausschalten, anschließend bestätigen

Sie mit OK. Per Klick auf das Gleichheitszeichen

vergeben Sie Ihrem Atooma einen

Namen und einen Tag. Nicht vergessen, das

Atooma danach per Klick auf den Haken zu

aktivieren, damit es als buntes Icon in der

Übersicht erscheint. Von nun an müssen Sie

Ihr Smartphone bei einem eingehenden

Anruf nur etwas schütteln, damit es verstummt.

Fazit

Auch wenn Atooma auf den ersten Blick

etwas bunt aussieht, lässt sich die App nach

wenig Übung recht gut nutzen. Zahlreiche

Atoomas im Internet lassen sich leider nicht

1:1 auf das eigene Gerät übertragen. Die Sharing-Funktion

hilft aber in vielen Fällen, gute

Ideen oder gar die passende Lösung selbst zu

finden. Aktuell ist die App-Auswahl von

Atooma noch etwas stark beschränkt, beim

Mediaplayer hätten wir uns zum Beispiel

eine Skip-Funktion gewünscht. Die Entwickler

arbeiten aber ständig daran, Atooma noch

ein Stück smarter zu machen.

● ● ●

Alle

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www.android- user.de/qr/27612

Android-user.de Dezember 2012 93


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

tele52, 123RF

cool sind. Christoph Langner

Zu durchsuchende Apps

Im unter der Feder Googles entwickelten

Android-System ist die

Suche natürlich eine wichtige Komponente.

Egal, ob Sie nun im Internet etwas

ergoogeln möchten, oder auf dem Handy

eine Datei finden wollen, die zentrale Suchfunktion

durchstöbert alles Durchsuchbare.

Dazu wischen Sie sich am unteren Rand der

Such-App von Jelly Bean durch die einzelnen

Treffer aus dem Web, den Bildern, den Places

oder auch dem Telefon an sich.

Damit die Suche auf dem Telefon noch

mehr Ergebnisse liefern kann, haben Sie

unter Google Now | Einstellungen | Suche im

Telefon die Möglichkeit,

weitere Apps in die

Suche mit aufzunehmen.

Bei einer Suche

werden dann automatisch

Apps wie Google

Drive, eBay oder Qype

mit einbezogen, ohne

dass Sie die Anwendungen

extra vorher

aufrufen müssen.

den Text mit der Maus markieren und dann

per Drag&Drop an die richtige Stelle schieben.

Dies geht auch auf Ihrem Androiden,

die Funktion ist bei Handys mit Ice Cream

Sandwich oder auch Jelly Bean vorhanden,

allerdings ein bisschen versteckt.

Markieren Sie dazu in einem Text ein Wort

über einen Doppelklick und ziehen die Auswahl

über die zwei blauen Griffe auf die gewünschte

Größe auf. Danach greifen Sie

Ihren Text und ziehen ihn – wie vom Desktop-PC

gewohnt – an die neue Position. Bleiben

Sie innerhalb des Textfeldes, wird der

Text verschoben, wechseln Sie in ein neues

Feld, kopiert ihn das System.

Abb. 1: Die lokale Suche durchstöbert

auf Wunsch auch die Daten

fremder Apps.

Drag&Drop

von Texten

Beim Verfassen

von längeren

Texten

kommt es durchaus

einmal vor, dass man

eine Textpassage umstellen

möchte. Am PC

sitzend, würde man

Abb. 2: Nicht jede App stellt allerdings

die nötigen Schnittstellen zur

Verfügung

Abb. 3: Texte lassen sich wie am PC

per Drag&Drop an eine andere Stelle

verschieben.

94

Dezember 2012

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 4: Das Kommando zum Abspielen

von Musik lautet „Spiele Künstler/​

Album/​Lied“.

Musik per

Ansage

Moderne

Autos oder

Autoradios

haben Bluetooth-

Schnittstellen, dank

deren sich Ihr Handy

perfekt in das Auto integriert.

Die Audioanlage

des Fahrzeugs

wird zu einer großen

Freisprecheinrichtung.

Sind Sie alleine im

Auto unterwegs, ist es

jedoch nicht einfach,

die Musik zu managen.

Die Augen sollten auf

die Straße und nicht

auf das Display Ihres

Handys gerichtet sein.

Um dennoch während

der Fahrt gefahrlos einen neuen Titel

spielen zu lassen, haben Sie mit der Sprachsuche

noch ein Ass im Ärmel. Sprechen Sie

nach einem Klick auf das Mikro im Suchfeld

oder nach dem Aufruf der Sprachsuch-App

Spiele Künstler, Spiele Album oder Spiele

Lied ins Mirko. Kurz drauf spielt Android die

gewünschte Musik im Mediaplayer.

Nova Launcher Labs

Der Nova Launcher [1] ist ein beliebter

Ersatz für den Android-

Homescreen. Er kann mehr als nur

fünf Homescreens verwalten, verfügt über

diverse Effekte und Animationen und lässt

sich umfassend den eigenen Wünschen entsprechend

konfigurieren. Sollten die Einstellungsmöglichkeiten

nicht ausreichen, dann

finden Sie im versteckten Labs-Menü diverse

andere Optionen

Sie erreichen es über den herkömmlichen

Einstellungs-Dialog des Nova Launchers und

einem etwa drei sekündigen Druck auf die

Leiser-Taste des Handys. Anschließend erscheint

in der Liste ein zusätzlicher Eintrag

mit dem Titel Labs. Dort finden Sie dann experimentelle

Funktionen wie ein noch engeres

Gitter für den Homescreen oder eine

kopfüber ausgerichtete Anzeige. Ein Druck

auf die Lauter-Taste deaktiviert das Labs-

Menü wieder.

Abb. 5: Der Nova Launcher versteckt

experimentelle Features in einem

„Labs-Menü“.

Bilder ohne GPS-Tag

Moderne Digital-Kameras speichern

im Bild neben den eigentlichen

Bilddaten auch Meta-Informationen

wie die Uhrzeit, das Datum oder die Kameraeinstellungen.

Auf Wunsch sichert die Kamera-App

aber auch die aktuelle über GPS

ermittelte Position. Falls Sie sich um Ihre Privatsphäre

sorgen, können Sie die Geo-Tagging-Funktion

in den Einstellungen deaktivieren.

Jeder Handy-Hersteller nutzt hier

eine andere Bezeichnung. Bei HTC-Geräten

lautet der Eintrag in den Einstellungen der

Kamera-Anwendung Fotos mit Geotag versehen,

bei Samsung-Geräten GPS-Tag und bei

unangepassten Androiden wie dem Galaxy

Nexus Ort speichern.

WLAN per QR-Code teilen

Ihr eigenes WLAN zu Hause oder

im Büro sollten Sie mit einem längeren

Schlüssel sichern. Bei einem

kurzen WLAN-Passwort besteht durchaus

die Gefahr, dass Angreifer die Verschlüsselung

knacken und Ihren WLAN-Traffic mitschneiden

oder sogar über Dateifreigaben

vertrauliche Informationen abgreifen. Allerdings

ist es etwas müßig, ein sicheres

WLAN-Passwort mit Zahlen und Sonderzeichen

über die virtuelle Tastatur eines Smartphones

oder Android-Tablets einzutippen.

InstaWifi generiert Ihnen automatisch

einen passenden QR-Code zu Ihrem WLAN,

den Sie per Shortcut mit Freunden oder Bekannten

teilen können, wenn diese Zugriff

auf Ihr WLAN erhalten sollen. Alternativ

programmiert die App auch einen NFC-Tag,

den Sie – bei aktivierter NFC-Funktion – nur

in die Nähe eines Handys halten müssen.

Auf gerooteten Geräten liest InstaWifi den

WLAN-Schlüssel direkt aus den gespeicherten

Netzwerkdaten aus.

Abb. 6: Sie aktivieren es aus den Einstellungen

über einen Druck auf die

Leiser-Taste.

Abb. 7: InstaWifi erzeugt QR-Codes

mit den Logindaten zu Ihrem WLAN.

Android-user.de Dezember 2012 95


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 8: HandBrake bereitet Filme und Video-Clips für Ihren Androiden auf.

Abb. 9: Können mehrere Apps mit

einem Event umgehen, dann

erscheint der App-Chooser.

Filme aufbereiten

Aktuelle Smartphones verfügen

über reichlich Speicher für Apps,

Daten oder den größten Teil der eigenen

Musiksammlung. Und sollte es dennoch

einmal knapp werden, haben viele

Androiden ein Plätzchen für eine zusätzliche

micro-SD-Karte, die es in GByte-Stärke mittlerweile

für wenige Euro zu kaufen gibt.

Um den gebotenen Platz zu nutzen und

langweiligen Momenten vorzubeugen, laden

Sie Filme auf das Handy. Allerdings kommt

der Medienplayer Androids nicht mit jedem

Format zurecht, DVDs müssen sowieso aufbereitet

werden. Das kostenlose und quelloffene

Programm HandBrake erledigt diese Arbeit

zuverlässig und ohne großen Aufwand.

Laden Sie Ihr Video dazu in die Anwendung,

wählen Sie Android Mid

oder Android High als

Voreinstellung aus und

klicken auf Start. Die

Komprimierung des Videos

kann jetzt je nach

Geschwindigkeit Ihres

PCs durchaus ein paar

Stunden in Anspruch

nehmen.

Holo Everywhere

Sie mögen schicke

Apps? Am

besten im Stil

von „Holo“, der von

Google angedachten

bläuchlich leuchtenden

Optik von Android 4.0?

Dann schauen Sie auf

Holo apps [4], den Android

niceties [5], oder bei

Abb. 10: Ein längerer Fingerzeig auf

einen der Einträge öffnet direkt die

App-Infos.

Holo Everywhere [6] vorbei. Die drei englischsprachigen

Webseiten behandeln hauptsächlich

die Optik von Apps, liefern aber

auch den einen oder anderen nützlichen

Testbericht über deren Funktionalität.

Unerwünschte Apps

Der App-Wähler aus Android „Jelly

Bean“ 4.1 wurde komplett neu gestaltet.

Er erscheint, wenn Sie mehrere

Anwendungen installiert haben, die sich

mit einem Event verknüpft haben. Haben Sie

etwa neben dem Android-Browser noch

einen oder mehrere andere Web-Browser installiert,

dann erfragt der Dialog beim Antippen

einer URL, welchen Browser Sie nutzen

möchten.

Neben einer neuen Optik mit großen Symbolen

hat der App-Wähler auch eine neue

Funktion spendiert bekommen. Zeigen Sie

mit dem Finger länger auf eines der aufgeführten

Programme, dann landen Sie direkt

im App-Info-Dialog des jeweiligen Programms.

Dort finden Sie Infos zur App oder

löschen sie mit einem Klick auf Deinstallieren

vom Smartphone.

Flackerndes Nexus-7-Tablet

So gut wie wir das in Kooperation

mit Asus entstandene Nexus-7-Tablet

auch finden, für manch einen

Käufer endete der Kauf mit einem nervigen

Mangel. Das Display einiger ausgelieferter

Modelle fängt bei niedriger Helligkeit an zu

flackern.

Das Problem äußert sich besonders deutlich,

wenn Sie bei schlechtem WLAN-Empfang

etwas aus dem Internet laden

und die Helligkeit des Displays

auf einen niedrigen

Wert eingestellt ist.

Sollten Sie solch ein Exemplar

erwischt haben, wenden

Sie sich am besten über das

Online-Garantie-Formular

auf der Asus-Homepage [7]

an den Support. Dort ist das

Nexus zwar nicht als Produkt

aufgeführt, durch Eingabe

der korrekten Seriennummer

steht dennoch am

nächsten Tag ein Kurier vor

der Türe und holt Ihr Tablet

zur Reparatur ab.

Als Workaround deaktivieren

Sie unter Einstellungen |

Display | Helligkeit die Automatische

Helligkeit und setzten

den Schieberegler auf

96

Dezember 2012

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 11: Defrag-Apps für Android sind nutzlos und bergen das Potenzial,

dem Handy zu schaden.

mindestens 30 Prozent, dann sollte das Flackern

verschwinden oder zumindest kaum

mehr wahrnehmbar sein.

Defrag-Apps-Abzocke

Auf dem Desktop-PC waren in den

90ern – besonders zu Zeiten von

Windows 95 – Defragmentierungs-

Tools wie Norton Utilities oder O&O Defrag

äußerst beliebt. Die Programme sollten logisch

zusammenhängende Datenblöcke auf

der Festplatte nebeneinander anordnen, so

dass die Harddisk schneller

arbeiten konnte.

Manch ein neuer Android

User meint nun, dass

eine Defragmentierung

auch auf dem Speicher des

Smartphones nötig sei. Zumindest

möchten Apps

wie zum Beispiel das

stolze acht Euro teure

Android Defrag PRO [8]

den unbedarften Einsteiger

das glauben lassen.

Unser Rat: Meiden Sie

solche Apps! Der Großteil

dieser Nonsense-Apps sind

Abzocke, sie funktionieren nicht! Und selbst

wenn Sie die Daten auf dem Speicher des

Handys defragmentieren würden, der Flash-

Speicher eines modernen Smartphones hat

nichts mit einer Festplatte zu tun.

Es gibt keine mechanischen Schreib-/​Lese-

Köpfe, denen man die Daten möglichst passend

servieren müsste. Ganz im Gegenteil,

würde die App Datenblöcke im großen Stil

hin- und herschaufeln, würde Sie die Lebensdauer

des integrierten Flash-Speichers reduzieren.

Von daher: Finger weg!

● ● ●

Alle

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Poweruser

Vellamo 2.0

Der neue Vellamo-Benchmark

Ermessungssache

Auch beim Smartphone gilt das olympische

Motto höher, schneller, weiter! Damit

man die Leistung von Handys objektiv vergleichen

kann, braucht es Benchmarks wie

Vellamo. Jetzt liegt der Benchmark in einer

rundum erneuerten Version vor.

Christoph Langner, Marcel Hilzinger

Ho Yeow Hui, 123RF

Abb. 1: Vellamo ermittelt mit dem

HTML5- und dem Metal-Benchmark

nun gleich zwei Leistungswerte.

Benchmarks sind eine vertrackte

Sache: Auf der einen Seite liefern

sie objektive Daten, die man gut

miteinander vergleichen kann.

Auf der anderen Seiten hatten wir in der

Android-User-Redaktion schon oft Geräte,

deren Benchmark-Werte durchaus passabel

waren, die sich im Gebrauch aber dennoch

träge anfühlten. Trotzdem (oder vielleicht gerade

deshalb) sind Benchmarks unter den

Usern beliebt. Ein Umstand, an dem auch die

neue Version des Vellamo-Benchmarks [1]

nichts ändern dürfte.

Optischer Leckerbissen

Bereits beim ersten Start der runderneuerten

App fällt auf, dass es sich hier nicht einfach

nur um ein einfaches Bugfix-Release handelt.

Die Oberfläche wurde komplett überarbeitet

und lässt sich nun via Wisch-Gesten bedienen.

Zudem setzt Vellamo nicht mehr auf das

altmodische Kontextmenü von Android 2.3,

sondern kommt komplett im Holo-Style von

Android 4 mit dem Kontextmenü oben

rechts. Nachdem Sie ein Assistent durch die

Grundlagen der Bedienung geführt hat,

sehen Sie die Reiter CHAPTERS, RESULTS

und DEVICE DETAILS, zwischen denen Sie

per Wischgeste hin- und herwechseln. Alle

drei Reiter sind hübsch animiert und laden

zum Ausprobieren ein.

Für die neue Version 2.0 des beliebten

Benchmarks bekam Vellamo nicht nur eine

moderne und auch Tablet-taugliche Oberfläche,

sondern die Entwickler überarbeiten

auch die Algorithmen zur Bestimmung der

Leistungswerte. Vellamo ermittelt nun nicht

mehr nur einen einzigen Wert, sondern mit

dem HTML5- und dem Metal-Benchmark

gleich zwei Datenpunkte.

Der HTML5-Benchmark soll charakterisieren,

wie gut sich auf dem Gerät im Internet

surfen lässt, er beinhaltet diverse bekannte

Benchmarks wie Sun Spider oder die V8

Benchmark Suite. Im ersten Moment hört

sich dieser Punkt nicht gerade relevant an,

98

Dezember 2012

Android-User.de


Poweruser

Vellamo 2.0

doch bei unseren Hardwaretests

merken wir immer

wieder, dass man speziell

beim Aufbau aufwendiger Internetseiten

einen Leistungsunterschied

zwischen einzelnen

Handys spürt.

So bedient sich zum Beispiel

ein Galaxy Nexus im

Alltag nicht viel träger als ein

aktuelles Top-Handy wie das

Samsung Galaxy SIII mit

einer extrem schnellen Quad-

Core-CPU. Beim Öffnen von

Webseiten sind diese auf dem

SIII jedoch sofort da, oder das

Zoomen in und aus Webseiten

geht völlig flüssig von der

Hand, während man auf dem

Galaxy Nexus durchaus eine

Verzögerung bemerken kann.

Als zweiten Benchmark hat

Vellamo nun einen „Metal“ getauften Test

eingeführt. Er führt eine Reihe von Low-Level-Tests

auf der CPU, dem RAM-Speicher

oder dem Flash-Speicher zur Bestimmung

der Schreib-/​Lesegeschwindigkeit aus. Dazu

kommen ebenfalls wieder bekannte Tests wie

Dhrystone oder LINPACK zum Einsatz.

Zudem finden sich in den Extras auch noch

drei weitere Tests, die unter anderem die

Leistung des Touchscreens oder des Video-

Playbacks separat messen. Die Resultate

stellt die App in einer Schlangenlinie dar.

Lassen Sie sich dabei von der Länge der horizontalen

Linie nicht irritieren. Diese steht in

keinem Verhältnis zum Testergebnis.

Nicht vergleichbar

Android User benutzt ab dieser Ausgabe die

Version 2.0 des Vellamo-Benchmarks für unsere

Testergebnisse in den Smartphone- und

Abb. 2: Der HTML5-Benchmark

misst die Performance beim Aufbau

von Webseiten. (Xperia ion)

Abb. 3: Im letzten Reiter der App

finden Sie Hardware-Informationen

zu Ihrem Handy.

Tablettests. Beachten Sie, dass die neue

Punktzahl keinen direkten Vergleich zu den

alten Vellamo-1-Werten zulässt. Auf einem

HTC One V ergab die alte Version des Vellamo-Benchmarks

zum Beispiel einen Wert

von 1170 Punkten, die neue Version 2.0 des

Vellamo-Tests spuckt jedoch jetzt für den

HTML-5-Test 883 Zähler und für den Metal-

Benchmark 302 Punkte aus. Dass die zwei

neuen Werte zusammengezählt in etwa den

alten ergeben, ist dabei reiner Zufall.

Wenn Sie also in Zukunft die Werte eines

aktuellen Tests mit einem älteren Modell vergleichen

möchten, dann behalten Sie unbedingt

im Hinterkopf, dass die Benchmark-Ergebnisse

nicht mehr mit demselben Verfahren

ermittelt werden. Vellamo 2.0 hat für diesen

Fall jedoch vorgesorgt: Über die Einstellungen

laden Sie weiterhin die letzte Version

des alten Benchmark-Tools herunter. ● ● ●

Abb. 4: Den alten Vellamo-Benchmark

bekommen Sie immer noch

über die Einstellungen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27362

Made by Qualcomm

Vellamo wurde nicht von freien Entwicklern programmiert, sondern

vom amerikanischem Prozessor-Spezialisten Qualcomm [2].

Qualcomms Prozessoren und SoCs vom Typ Snapdragon [3] finden

sich in zahlreichen Android-Handys und ‐Tablets, zum Beispiel

im HTC One S und in der US-Version des HTC One X, im Motorola

Razr Maxx sowie fast bei jedem anderen Top-Smartphone.

Qualcomm hat den Benchmark ursprünglich für interne Untersuchungen

entwickelt. Als Kunden ihrer Prozessoren (Handy-Hersteller

wie Samsung oder HTC) ebenfalls eigene Tests durchführen

wollten und anfragten, ob sie nicht die Test-Tools von Qualcomm

haben könnten, hatte man sich entschieden, alle Benchmarks zu

einer App zu kombinieren und diese gleich frei zur Verfügung zu

stellen: Vellamo war geboren.

Da Test und Testgerät aus einem Haus stammen, stellt sich die

Frage, wie unabhängig Qualcomm seinen Benchmark baut. Da der

Quellcode nicht offenliegt, wäre es ein Leichtes, den Test auf die eigenen

Prozessoren hin zu optimieren. In einem Gespräch mit dem

amerikanischen Blog Android Central [4] widersprach Sy Choudhury,

Qualcomm-Produktmanager, jedoch dem Verdacht, der

Benchmark sei auf Qualcomm-Prozessoren gemünzt.

Neben Vellamo nutzen wir bei Android User deshalb als Vergleich

den AnTuTu Benchmark [5]. Auch er testet verschiedene Hardware-

Komponenten wie die Geschwindigkeit der CPU bei diversen Rechenoperationen,

die Leistung des RAM- und Flash-Speichers und

auch die Performance der GPU bei 2D/​3D-Darstellungen. Ein Ranking

aller bisher getesteten Geräte können Sie online [6] einsehen.

Vom Verfahren her ist der AnTuTu-Test sehr ähnlich zum Vellamo-

Metal-Benchmark. Speziell für die Grafikleistung hat AnTuTu zudem

auch noch den 3DRating Benchmark [7] entwickelt, der bei uns allerdings

nicht zum Einsatz kommt.

Android-user.de Dezember 2012 99


Poweruser

USB-Sticks nutzen

silvae, 123RF

Erweitern Sie den Speicherplatz Ihres Nexus-Geräts

Mehr Platz

Das Google-Tablet Nexus 7 stößt allgemein auf viel Begeisterung, der fehlende

Micro-SD-Kartenplatz hält aber dennoch Nutzer vom Kauf ab. Zu Unrecht, lässt

sich diese Einschränkung doch recht einfach umgehen. Marko Dragicevic

Googles Konzept hinter den Nexus-

Geräten (Smartphone und Tablet)

besteht unter anderem darin, nur

Apps und die wichtigsten Daten

lokal abzuspeichern. Medienarchive sollen

hingegen aus der Cloud gestreamt werden –

beziehungsweise aus dem Play-Store. Doch

diese Philosophie stößt an ihre Grenzen: Unterwegs

ist beim Übertragen von Videos relativ

schnell die Volumengrenze des Mobilfunktarifs

erreicht. Auch ist innerhalb

Deutschlands stellenweise nur langsamer

EDGE-Empfang verfügbar – und wer im Ausland

unterwegs ist, schaltet aus Kostengründen

die Internetfunktion des Smartphones

oft komplett ab. Dem Tablet Nexus 7 fehlt

sogar eine Mobilfunkempfangseinheit komplett:

Netzzugriff besteht nur dort, wo

WLAN-Netze verfügbar sind. Für viele Nutzer

ist es also weiterhin erstrebenswert, genügend

physikalischen Speicher im Gerät zu

integrieren – so können sie beispielsweise

unterwegs ein Medienarchiv mitnehmen.

Hierfür existiert eine Lösung: Bei den Nexus-Geräten

lässt sich über einen kleinen

Umweg ein USB-Stick oder ein SD-Kartenle-

Abb. 1: Der Nexus Media Importer

stellt die Inhalte eines angeschlossenen

USB-Sticks dar.

Dateisysteme

Speichermedien wie beispielsweise USB-Sticks

verwenden eine bestimmte Struktur, nach der

Daten auf diesen abgelegt werden. Nur wenn

die verwendete „Mounting“-App das Dateisystem

kennt, mit dem ein Massenspeicher am PC

formatiert wurde, wird dieser unter Android

korrekt erkannt. Die folgenden Dateisysteme

zählen zu den bekanntesten:

• FAT32: Bei USB-Sticks sehr verbreitet. Abwärtskompatibel

bis hin zu Windows 95B. Erlaubt

jedoch nur Dateien mit einer maximalen

Größe von vier Gigabyte (problematisch bei

mehrstündigen HD-Videos); ist dafür mit vielen

Systemen kompatibel

• NTFS: Moderneres Windows-Dateisystem, ermöglicht

auch sehr große Dateien

• HFS+: Wird auf Apple-Computern jüngeren

Datums verwendet

• Ext4: Modernes Linux-Dateisysteme und Standard-Dateisystem

von Android intern. Bei externen

Speichermedien aus Kompatibilitätsgründen

allerdings unüblich.

100

Dezember 2012

Android-User.de


Poweruser

USB-Sticks nutzen

ser anschließen. Dazu benötigen Sie lediglich

ein USB-OTG-Kabel (dieses lässt sich im Internet

zu Preisen zwischen zwei und fünf

Euro bestellen) sowie eine der in diesem Artikel

vorgestellten Apps. Dieses Vorgehen

funktioniert übrigens auch bei jedem anderen

Android-Gerät, welches ebenfalls über

keinen Micro-SD-Slot verfügt. Die betroffenen

Apps bewerkstelligen dabei nichts anderes,

als die an das Kabel angeschlossenen

Speichermedien zu „mounten“. Damit ist gemeint,

dass sie gegenüber dem Betriebssystem

sichtbar gemacht und an einer bestimmten

Stelle im Verzeichnisbaum „eingehängt“

werden – dies geschieht bei Android im Gegensatz

zu den meisten PCs nicht automatisch.

Beim Entfernen (also dem „Verstecken“

des Speichermediums vor dem Betriebssystem)

spricht man dagegen von „aushängen“

beziehungsweise „unmounting“.

Rooten: Vor- und Nachteile

Beim Rooten wird das OS eines Android-Geräts

so verändert, dass Apps auch sehr tief in das

System eingreifen können. Manche Programme

funktionieren nur nach dieser Modifikation

korrekt (wie zum Beispiel die in diesem

Artikel besprochenen Helfer „Stickmount“ und

„Paragon“). Der Vorgang des Rootens selbst

gestaltet sich je nach Gerät relativ einfach bis

sehr kompliziert. Er kann aber häufig mit einer

einfach bedienbaren Software durchgeführt

werden, während das Smartphone respektive

Tablet am PC angeschlossen ist. Allerdings

sollte sich jeder über die Gefahren dieser Veränderung

bewusst sein: Zum einen verliert man

damit in vielen Fällen die Herstellergarantie für

sein Gerät. Zudem ist es theoretisch möglich,

das Handy durch das Rooten unwiederbringlich

funktionsunfähig zu machen („bricken“), falls

zum Beispiel während des Root-Vorgangs

gleichzeitig der Netzstrom ausfällt und der Akku

nicht einspringt. Auch besteht die Gefahr, dass

Sicherheitslücken entstehen, welche von Malware

ausgenutzt werden könnten. Hierbei ist jedoch

anzumerken, dass später für jede App, die

Root-Rechte benötigt, dies noch einmal extra

bestätigt werden muss. Wägen Sie also ab,

inwiefern Sie Apps benötigen, welche nur auf

gerooteten Geräten laufen – und wie stark in

Ihrem persönlichen Fall die genannten Nachteile

ins Gewicht fallen.

Abb. 2: Die Optionen der App Stickmount

fallen recht bescheiden aus.

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Poweruser

USB-Sticks nutzen

Abb. 3: Die App Paragon NTFS & HFS+

befindet sich noch im Beta-Status.

Sie arbeitet aber recht zuverlässig.

Nexus Media Importer

Für den Preis von 2,34 Euro stellt

diese App den Zugriff auf USB-

Sticks bereit, welche mit FAT32

oder NTFS formatiert wurden. Allerdings

können diese anschließend nur gelesen,

nicht aber beschrieben werden. Dafür funktioniert

sie auch problemlos auf Smartphones

beziehungsweise Tablets, die nicht gerootet

wurden. Die Benutzung ist einfach: Zuerst

wird das USB-OTG-Kabel an das Android-Gerät

angeschlossen, dann der USB-Stick an

das Kabel gestöpselt. Ist der Nexus Media

Importer [1] installiert, so startet er nun automatisch,

und die Daten des Sticks stehen

über einen Dateimanager bereit. Der Benutzer

hat dabei die Möglichkeit, zwischen zwei

Ansichten umzuschalten: der klassischen

Verzeichnis-Ansicht und einer Art Medien-

Browser, bei der Videos, Musik und Dokumente

in eigene

Listen

„Ein USB-OTG-

Kabel kostet 5 Euro

und ist zehn mal

mehr wert.“

einsortiert

werden. Nach

einem Klick

auf Disconnect

wird der Stick

für das Android-System

wieder unsichtbar.

Einen an das Kabel angeschlossenen

SD-Kartenleser erkannte die App hingegen

nicht: Dieser wurde – unabhängig vom

Dateisystem der eingelegten SD-Karte –

immer mit einer Fehlermeldung quittiert.

Stickmount

Die kostenlose App „Stickmount“

[2] benötigt Root-Rechte. Dafür ermöglicht

sie dem Benutzer nicht

nur Lese- sondern auch Schreibzugriff auf

angeschlossene Medien. Nachdem ein USB-

Gerät eingesteckt wurde (oder auch nach

einem manuellen Start der App) erscheint

zunächst die Anfrage, ob Stickmount Root-

Rechte gewährt werden sollen. Bestätigt der

Nutzer dies, mountet das Programm sofort

alle Medien, die es finden kann. Falls beispielsweise

ein Kartenlesegerät mit mehreren

eingelegten SD-Karten angeschlossen wird,

sind anschließend all diese als Unterverzeichnisse

verfügbar. Der eigentlich Zugriff

auf die benötigten Daten erfolgt nun über andere

Apps, die das jeweils eingehängte Verzeichnis

jetzt sehen. Zum Beispiel via ES

Datei Explorer.

USB-Sticks erkennt das System genauso

unkompliziert – deren Inhalte befinden sich

nach dem Mounten im Unterverzeichnis /

usbStorage. Das Aushängen eines Mediums

erfolgt über die App-Schaltfläche Unmount.

Stickmount kommt mit FAT32- und NTFS-

Dateisystemen klar, das Beschreiben der Medien

funktioniert allerdings nur bei FAT32.

Im Test trat manchmal der Effekt auf, dass

sich ein Stick nach dem Aushängen nicht

wieder neu einhängen ließ – dies war erst

nach einem Neustart

des Nexus-

Geräts möglich.

Fazit

Alle vorgestellten

Apps ermöglichen

es dem Nexus 7

(und anderen Geräten),

externe

Speichermedien anzuschließen. Wider Erwarten

schränkt ein via USB-OTG-Kabel am

Gerät hängender USB-Stick die Ergonomie

kaum ein, auch nicht unterwegs. Welche

App zu empfehlen ist, hängt vom Verwendungszweck

ab: Wer unterwegs lediglich

Filme schauen möchte, ist mit dem Nexus

Media Importer gut bedient – er liest sowohl

die verbreiteten FAT32-Medien als auch die

(bezüglich der Dateigröße flexibleren) NTFS-

Sticks. Nur wenn Sie auch Schreibrechte auf

angeschlossene Medien benötigen, ist eine

Root-App notwendig: Für FAT32-Dateisysteme

ist in diesem Fall Stickmount das Mittel

der Wahl, für NTFS und HFS+ empfehlen

wir die Paragon-App, auch wenn sich diese

noch im Beta-Stadium befindet.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27360

Paragon NTFS & HFS

Außer Konkurrenz sei an dieser Stelle „Paragon

NTFS & HFS+“ [3] vorgestellt. Zwar kann bereits

jetzt jeder diese kostenlose App über den

Google-Play-Store installieren. Allerdings handelt

es sich noch um eine frühe Beta-Version –

sie sollte also nicht in Zusammenhang mit

wichtigen Daten verwendet werden.

Das Programm benötigt ein gerootetes Gerät.

Zwar kennt es kein FAT32, in unserem Kurztest

war es jedoch in der Lage, NTFS-Dateisysteme

zu lesen und zu beschreiben. Bei Apples HFS+

soll dies laut Herstellerangaben ebenfalls funktionieren.

Paragon startet nicht automatisch,

wenn ein Speichermedium an das Android-Gerät

angestöpselt wird. Nach einem manuellen

Aufruf der App geschieht das Mounten/​Unmounten

angeschlossener Speichermedien jedoch

unkompliziert via Knopfdruck. Den Verzeichnisnamen,

in dem die Inhalte des Sticks

abgebildet werden, dürfen Sie frei festlegen.

102

Dezember 2012

Android-User.de


Mit PageKite die Grenzen des Mobilfunknetzes überwinden

Lenkdrachen

Dank neuer Techniken wie LTE wird das Internet übers Handy immer

Poweruser

PageKite

schneller. Doch die Anschlüsse sind nach wie vor gegenüber herkömmlichen

DSL-Anbindungen von der Funktion eingeschränkt.

PageKite schlägt eine Brücke vom

Internet auf Ihr Handy. Christoph Langner

sergio77, 123RF

Viele PowerUser installieren auf

Ihrem Androiden Serverdienste

wie SSHDroid [1], FTPDroid [2]

oder gar einen Webserver, um

über das WLAN-Netzwerk direkt auf das

Handy mit einem Dateimanager oder FTP/​

SSH-Client zugreifen zu können. So braucht

man kein USB-Kabel aus der Schublade kramen

oder dicke Brummer wie AirDroid bemühen,

um ein neues Musikalbum auf das

Smartphone zu kopieren.

Der Zugriff funktioniert jedoch nur innerhalb

des eigenen WLAN-Netzwerkes. Unterwegs

– per UMTS – ist es durchweg unmöglich

das eigene Smartphone aufzurufen, da

die meisten Mobilfunkanbieter eingewählten

Geräten nur eine IP aus dem Bereich der privaten

Netzwerke zuteilen. Auf einem Android-Gerät

erkennen Sie diese private IP

Private IP-Adresse

IPs im Format 10.x.y.z, 172.16.x.y oder eben

192.168.x.y gehören zu den Bereichen privater

IP-Adressen, die im Internet nicht geroutet

werden. Es gibt bei diesen Adressen keine zentrale

Verwaltung, sie können daher von jedem

Nutzer innerhalb privater Netze wie etwa dem

Firmen- oder WG-Netzwerk verwendet werden.

Router sorgen mit ihren NAT-Tabellen für

die Adressumsetzung und somit für die Verbindung

zwischen LAN und Internet.

(siehe Kasten Private IP-Adresse) recht einfach

über Einstellungen | Über das Telefon |

Status | IP-Adresse.

Um nun dennoch ein UMTS-Handy aus

dem Internet ansprechen zu können, benötigen

Sie eine in beide Richtungen durchlässige

Brücke zwischen dem Netz des Mobilfunkanbieters

und dem Internet, eine Brücke die Sie

mit PageKite [1] schlagen können. PageKite

ist ein Reverse-Proxy, der eine aktive Verbindung

vom Handy zu einem PageKite-Server

im Internet aufbaut und hält. Sowohl Client

wie auch Server (Front- und Backend) sind

Open-Source, zudem gibt es auch einen kommerziellen

Dienst des Projektes.

Nicht nur am Handy

Dasselbe Prinzip lässt sich nicht nur für

Mobiltelefone anwenden, sondern auch für

Computer-User, die nicht „richtig“ im Netz

hängen. Sitzen Sie etwa im Studentenwohnheim,

ohne die Möglichkeit eine Portweiterleitung

einzurichten, dann erspart PageKite

die Konfiguration von Reverse-SSH-Tunnels

oder die Einrichtung eines eigenen VPNs.

PageKite gibt es für Windows, MacOS X und

natürlich Android und Linux und lässt sich

recht einfach einrichten.

PageKite ist komplett freie Software, sowohl

der Client- wie auch der Server-Part stehen

unter der GPL. Sie können daher Page-

Kite auf Ihrem eigenen Root-Server und unter

einer eigenen Domain betreiben, so haben

Sie volle Kontrolle über den Dienst. Da der

Mittelsmann trotz Verschlüsselung durchaus

in die Daten lauschen könnte, ist das für

viele User sicherlich interessant. PageKite

Abb. 1: Das Android-Handy zeigt als

IP eine Adresse aus dem Bereich der

privaten Netze an.

Android-user.de dezember 2012 103


Poweruser

PageKite

Abb. 2: Über das Web-Frontend von pagekite.net sehen Sie den Status Ihrer Verbindung ein.

bietet seinen Service auch als kostenpflichtige

Dienstleistung an, wer die Einrichtung

eigener Serverdienste scheut, kann sich den

Aufwand gegen eine relativ geringe Monatsgebühr

ersparen.

Auf pagekite.net oder auch aus der App

heraus legen Sie sich einen Account an. Der

erste Monat ist kostenlos und beinhaltet

einen Traffic von etwa 2,5 GByte. Danach

gibt es verschiedene Tarife, wobei Sie in Ein-

Dollar-Schritten an der Preisschraube drehen

können. Je mehr Geld Sie investieren, desto

länger läuft die Buchung, desto mehr Daten

lassen sich übertragen

und desto mehr Features

sind im Preis enthalten.

Entwickler

freier Software, die

etwas mit dem Internet

zu tun hat, bekommen

von PageKite einen

kostenlosen Deal angeboten.

Sie gerade per WLAN- oder UMTS im Internet

hängen. Oder Sie holen einen ausgedienten

Androiden aus der Bastelschublade und

setzen ihn als mobile IP-Webcam ein. Es lassen

sich mit Sicherheit noch zahlreiche andere

Usecases finden.

Die Android-App zu PageKite bekommen

Sie wie gewohnt aus dem Play Store. Die App

bietet Ihnen an, einen Account bei pagekite.

net zu erzeugen. Diesen Schritt müssen Sie

nicht ausführen, allerdings braucht es dann

einen von Ihnen betriebenen PageKite-Server

im Netz. Dazu finden Sie am Ende dieses Artikels

weitere Informationen. In einem ersten

Schritt sollten Sie den Weg über ein Testkonto

bei pagekite.net gehen.

Nach der Aktivierung Ihres PageKite-Accounts

müssen Sie die App auf dem Handy

noch ein klein wenig einrichten. Damit Anfragen

auf das Handy nicht ins Leere gehen,

braucht es zudem noch einen SSH oder einen

HTTP-Webserver. SSHDroid [2] oder der

kWS Android Web Server [3] haben sich in

der Vergangenheit bewährt. Beachten Sie

bitte, dass SSHDroid von Haus aus so konfiguriert

ist, dass der Dienst nur im WLAN

funktioniert. In den Einstellungen finden Sie

eine Option, die den Dienst auch ohne

WLAN durchlaufen lässt. Das ist später

wichtig, da SSH aus dem Mobilfunknetz

heraus aufgerufen werden soll.

In den Server Settings haben Sie die Möglichkeit,

die von Ihren Serverdiensten benutzen

Ports einzutragen. Für SSH-Droid wären

dies in der Standardeinstellung Port 22, für

einen Webserver wie den erwähnten kWS

Abb. 3: Alternativ zum kostenpflichtigen

Dienst pagekite.net richten Sie

selbst einen Server ein.

PageKite für

Android

Am interessantesten ist

PageKite sicherlich für

das Android-Handy

oder ‐Tablet. So können

Sie zum Beispiel

via SSH auf das Handy

zugreifen (bei einem

gerooteten Gerät auch

auf das komplette

Dateisystem), egal, ob

Abb. 4: SSHDroid ist ein kompletter

und leistungsfähiger SSH-Server für

Android-Geräte.

Abb. 5: In der Standardkonfiguration

deaktiviert sich SSHDroid sobald

man das WLAN verlässt.

104

Dezember 2012

Android-User.de


Poweruser

PageKite

Android Web Server die

Port-Nummern 80 oder 443

für verschlüsseltes HTTPS.

Eine Null setzt den jeweiligen

Dienst komplett zurück,

sodass er wieder inaktiv

wird und keine Weiterleitung

via PageKite mehr

stattfindet. Je nach App

sieht das allerdings auch

immer wieder anders aus,

die IP-Webcam-App mit integriertem

Webserver [4]

belegt zum Beispiel in ihrer

Standardeinstellung die

Port-Nummer 8080 für

HTTP, so läuft die App

dann auch ohne Root-

Rechte auf dem Handy.

Mehr als die drei Dienste

und Websockets lassen sich

aktuell in PageKite allerdings

nicht einrichten.

Danach sollten Sie PageKite mit Enable

PageKite aus der Startseite der App heraus

scharf schalten können. Sobald Sie die Meldung

Kites are flying and all is well als Status

auf dem Schirm haben, müsste Ihr Android-

Smartphone oder ‐Tablet über die Adresse

username.pagekite.me über SSH oder eben

auch HTTP/​HTTPS erreichbar sein. Voraussetzung

ist natürlich, dass die entsprechenden

Dienste auch auf dem Handy eingerichtet

und gestartet wurden, sonst antwortet am

anderen Ende niemand. Achten Sie aber bitte

darauf, die Dienste entsprechend zu sichern,

SSHDroid hat nicht gerade gesunde Standard

einstellungen. Setzen Sie auf jeden Fall

ein ordentliches Passwort für den Root-User,

oder gehen Sie am besten gleich den Weg

über sichere Public-Keys.

Portweiterleitung zum PC

PageKite funktioniert nicht nur am Handy,

sondern auch am PC. Die Software steht für

Windows, MacOS X und Linux zur Verfügung,

sodass sich PageKite auch selbst als

Client/​Server betreiben lässt. Betreiber eines

Root-Servers oder eines günstigen V-Servers

können sich überlegen eine eigene PageKite-

Instanz aufzusetzen. So sind Sie nicht von

Dritten abhängig und sparen zudem auch

Geld, kostenlos bietet pagekite.net seine

Dienstleistung ja nicht an.

Unter Windows und MacOS müssen Sie

zum Start der Anwendung Python [5] auf

dem System installieren, auf Linux-Distributionen

sollte alles Nötige vorinstalliert sein.

Das Programm an sich besteht nur aus einem

Abb. 6: Damit die Weiterleitung auch

klappt, sollten im Hintergrund ein

SSH- oder Webserver laufen.

Python-Skript, egal, ob Sie

die Anwendung als Server

oder Client einsetzen. Für

Linux bietet PageKite fertige

Binarys und RPM- wie

auch DEB-Pakete an. Unter

Debian/​Ubuntu gibt es

zudem auch eine Paketquelle,

aus der sich die Anwendung

wie gewohnt installieren

lässt.

Den Befehl zum Starten

des Dienstes auf einem

Computer als Server sehen

Sie in Listing 1. In Listing 2

steht dazu passend der

Aufruf des Clients, wobei

dies nur ein Quick&Dirty-

Test ist. Ausführliche Informationen

zum Einrichten

der Anwendung unter

GNU/​Linux finden Sie im

Wiki PageKites [6]. Für den

permanenten Betrieb einer eigenen PageKite-

Instanz sollten Sie die Konfiguration sichern

und auch am besten dafür sorgen, dass die

Verbindung verschlüsselt wird.

Ähnliches wie mit PageKite lässt sich auch

mit einem SSH-Tunnel oder einem VPN erreichen,

allerdings braucht es dann auf der Client-Seite

immer spezielle Software und Konfigurationen.

Der Vorteil von PageKite liegt

darin, dass User direkt mit dem Browser oder

einem SSH-Client auf das im UMTS-Netz

hängende Handy (oder einen Rechner) zugreifen

können, ohne dass vorher ein Tunnel

initialisiert werden muss.

● ● ●

Listing 1: PageKite als Server

$ pagekite ‐‐clean ‐‐isfrontend ‐‐ports=12345 ‐‐protos=http U

‐‐domain=http,https:yourdomain.net:geheim

>>> Hello! This is pagekite v0.5.3a.

This is a PageKite front‐end server.

‐ Listening on *:12345

Connecting to front‐end x.x.x.x:x ...

~ Flying: http://yourdomain.net/

>> Hello! This is pagekite v0.5.3a.

Connecting to front‐end 11.222.33.444:12345 ...

‐ Protocols: http

‐ Ports: 12345

~ Flying localhost:80 as http:/yourdomain.net/


www.android- user.de/qr/27619

Android-user.de dezember 2012 105


DevCorner

Basic für Android

Die hier beschriebene App

inklusive Quellcode gibt es

auf der Android-User-

Homepage zum Download.

Den Link [3] finden Sie über

den QR-Code „Alle Links“

am Ende des Artikels.

Anwendungsentwicklung mit Basic4Android

Basic für

Android

Mariya Ermolaeva, 123Rf

Die Entwicklungsumgebung

Basic4Android

bietet mit einer leicht zu

erlernenden Sprache

einen eleganten Mittelweg

zwischen komplexer

Java-Programmierung

und simplem App-

Baukasten, quasi Android-Apps

für Einsteiger.

Carsten Müller

Der Königsweg zur Android-Programmierung

führt über Java.

Doch Java ist recht komplex, die

Lernkurve entsprechend groß.

Der App Inventor [1] reduziert die App-Entwicklung

auf eine sehr einfache, abstrakte

Ebene – allerdings mit eingeschränktem

Funktionsumfang. Basic4Android prescht in

die Lücke und ermöglicht die schnelle Entwicklung

leistungsstarker Android Apps

ganz ohne Java-Kenntnisse.

Auf Basic basierende Anwendungen lassen

sich relativ leicht auf andere Systeme portieren,

denn Basic-Entwicklungsumgebungen

gibt es fast überall. Mit der von Anywhere

Software entwickelten Basic4Android Entwicklungsumgebung

(B4A) ist es möglich, in

recht kurzer Zeit leistungsfähige Apps zu

entwickeln. Wer schon mal Kontakt mit Basic

hatte, wird sich besonders leicht zurechtfinden.

Aber auch Einsteigern ohne jegliche

Vorkenntnis gelingen dank guter Tutorials

Abb. 1: Die Basic4Android IDE ist eine leistungsstarke Entwicklungsumgebung.

und einer aktiven B4A-Community schnell

die ersten Programmiererfolge. Dieser Workshop

soll beim Einstieg helfen. Für die Beispiel-App

in unserem Workshop ist die Testversion

von Basic4Android ausreichend, die

Sie unter [2] zum Download finden..

Basic für Android

Um Basic4Android nutzen zu können, müssen

Sie zunächst das JDK und das Android-

SDK installieren. Anschließend starten Sie

Basic4Android und wählen Tools | Configure

Paths. Hier wählen Sie über den Button

Browse die Pfade zu den Dateien javac.exe

(im Unterverzeichnis \bin des JDK-Ordners)

und android.jar (im Unterverzeichnis \

platforms\android‐x des SDK Ordners), die

mit dem JDK und SDK installiert wurden.

Anschließend ist die Basic4Android Entwicklungsumgebung

startklar.

Die grafische Oberfläche hält sich an die

Gepflogenheiten üblicher Windows-Anwendungen

und enthält Menü- und Iconleiste

sowie einen zweigeteilten Arbeitsbereich:

Der linke Teil ist der Quellcode-Editor, im

rechten Teil werden wahlweise die Module

(Modules) der App, die genutzten Dateien

(Files), die verwendeten Bibliotheken (Libs)

sowie das Systemprotokoll des angeschlossenen

Geräts (Logs) dargestellt.

Die Menüs File und Edit sind größtenteils

selbsterklärend. Sie stellen vorwiegend Funktionen

zum Öffnen und Speichern von App-

Projekten (File) und zum Kopieren, Einfügen

und Finden von Programmtext (Edit) bereit.

Für die Gestaltung von Benutzeroberflächen

steht der „Designer“ zur Verfügung. Über das

Menü Project werden wichtige Einstellungen

für die zu programmierende App vorgenom-

106

Dezember 2012

Android-User.de


DevCorner

Basic für Android

Abb. 3: Bei Objekten wie File informiert der Editor

automatisch über mögliche Funktionen und ihre

Syntax.

Abb. 2: Der Programmeditor erleichtert die Variablendeklaration

durch Vorschläge möglicher Variablentypen.

men. Unter Tools finden sich einige Zusatzwerkzeuge,

unter anderem die B4A-Bridge,

die es ermöglicht, die App über WLAN oder

Bluetooth direkt auf dem Smartphone zu testen.

Im Menü Help schließlich findet sich ein

Link zu den ausführlichen Online-Tutorials.

Der Programmeditor ist komfortabel ausgelegt

und denkt mit: Eine Auto-Complete-

Funktion bietet beim Tippen ein Pop-up mit

den möglichen Befehlen. Bei der Variablendeklaration

etwa wird eine Auswahlliste der

verfügbaren Variablentypen angeboten. Für

Objekte wie zum Beispiel File schlägt der

Editor die existierenden Funktionen vor und

beschreibt die Syntax des Befehls.

Die Grundstruktur

Nach dem Start der IDE wird automatisch ein

neues Programmprojekt mit einem Modul

Main angelegt. Dieses Modul ist als Activity

Module definiert. Als Activity bezeichnet

man eine Bildschirmseite einer Android App.

Das Activity Modul Main definiert also den

Startbildschirm einer App. Eine App muss

mindestens aus diesem Modul bestehen.

Ein Activity Modul besteht aus folgenden

Subroutinen (im Folgenden Subs genannt):

• Process Globals: Definiert globale Variablen,

die beim Start der App deklariert werden

und auch aus anderen Modulen heraus

aufgerufen werden können.

• Globals: Definiert globale Variablen, die

bei jedem Aufruf der Activity deklariert

werden und nur innerhalb des Moduls zur

Verfügung stehen.

• Activity Create: Programmteile in dieser

Subroutine werden bei jedem Start der

Activity abgearbeitet.

• Activity Resume: Programmteile in dieser

Subroutine werden abgearbeitet, wenn die

Activity vom Hintergrund in den Vordergrund

rückt.

• Activity Pause: Programmteile in dieser

Subroutine werden abgearbeitet, wenn die

Activity aus dem Vordergrund in den Hintergrund

rückt.

Jede Subroutine beginnt im Quellcode mit

dem Wort „Sub“ und schließt mit „End Sub“

ab. Es können beliebige weitere Subs erstellt

werden. Sie helfen, den Quellcode zu strukturieren.

Immer wieder genutzte Programmteile

müssen nur ein einziges Mal als Subroutine

angelegt werden und lassen sich durch

Aufruf der Sub überall nutzen.

Der Designer

Mit dem Designer erstellen Sie schnell und

einfach grafische Benutzeroberflächen

(GUIs) für Ihre App. Nach dem Aufruf über

das gleichnamige Menü öffnen sich zwei

Fenster: Designer und Abstract Designer.

Über das Menü AddView im Designer fügen

Sie dem Layout sogenannte Views zu. Als

View bezeichnet man sämtliche Elemente innerhalb

eines Bildschirmlayouts: interaktive

Elemente wie Buttons oder Texteingabefelder

sowie Elemente zur Anzeige von Text oder

Grafiken. Nachdem die gewünschte View im

Menü ausgewählt ist, zeigt der Abstract Designer

das Objekt, und Sie können es an die

gewünschte Stelle verschieben und Länge

sowie Breite anpassen.

Auf dem Reiter Main im Designer bestimmen

Sie die Eigenschaften einer jeden View

sehr genau. Hier geben Sie einer View einen

aussagekräftigen Namen und definieren Aspekte

wie Farbe, Text, Textausrichtung und

ob die View beim Start der Activity sichtbar

sein soll oder nicht.

Achtung: Der Abstract Designer ist keine

WYSIWYG-Vorschau. Er stellt sämtliche Objekte

nur stilisiert dar. Für eine präzise Vorschau

des Layouts empfiehlt es sich, eine

Verbindung zum Emulator oder zu einem

Android-Gerät zu nutzen (siehe Kasten „B4A

Bridge“). Über Tools | Connect Device | Emulator

stellen Sie im Designer eine Verbindung

zum Gerät oder Emulator her (Abbildung 5).

Abb. 4: Der Abstract Designer erlaubt

die rasche Gestaltung von Bildschirmlayouts.

Android-user.de Dezember 2012 107


DevCorner

Basic für Android

Abb. 5: Die B4A Bridge erlaubt die

direkte Kommunikation zwischen IDE

und Endgerät.

B4A Bridge

Foto-Notiz

Unsere erste App heißt

nicht „Hello World“, sondern

„Foto-Notiz“. Es ist

eine schlichte und einfache

App. Sie bietet aber bereits

etwas praktischen Nutzwert

und liefert Beispiele

für häufige Anwendungsfälle

– zum Beispiel das

Lesen und Schreiben von

Dateien oder das Anzeigen

einer Grafik. Die App soll

die Fotos eines Ordners auf

Ihrem Android-Gerät anzeigen

und Ihnen die Möglichkeit

bieten, Notizen zu den

Fotos abzuspeichern und

mit dem jeweiligen Foto anzuzeigen.

Über Vorwärtsund

Rückwärts-Buttons navigiert der Nutzer

durch die Fotosammlung.

Auf der Android-User-Homepage finden

Sie das vollständige App-Projekt inklusive

Quellcode. Öffnen Sie das Projekt über File |

Open Source in Basic4Android. Wählen Sie

dazu die Datei fotonotiz.b4a aus. Alternativ

legen Sie über File | New ein neues Projekt

an und nutzen den fertigen Quellcode nur

zum Gegenprüfen. Wenn Sie die Testversion

von Basic4Android nutzen, dann löschen Sie

zunächst den Inhalt der Zeile 17:

"Msgbox("Welcome to Basic4android!",

"")". Diese von der Testversion automatisch

erstellte Zeile wird nicht benötigt.

Das Bildschirmlayout

Wir starten mit der Gestaltung der App-Oberfläche.

Rufen Sie dazu den Designer auf.

Über Add View im Menü fügen Sie Views

zum Layout hinzu. Die hinzugefügten Views

ordnen Sie entsprechend Abbildung 4 an. Im

Abstract Designer lässt sich jede View bequem

verschieben, vergrößern und verkleinern.

Rufen Sie anschließend über die Listbox

im Designer Fenster die einzelnen Views

auf, und tragen Sie im Feld „Name“ sinnvolle

Namen ein (siehe Name in Klammern). Wir

Zum Testen der App während der Entwicklung empfiehlt es sich, den Emulator des

SDK zu nutzen oder die App gleich auf dem echten Smartphone auszuprobieren.

Basic 4Android stellt dafür eine Schnittstelle bereit, die sich über WLAN oder Bluetooth

nutzen lässt. Installieren Sie sich dazu aus dem Play Store die App B4A Bridge

[4]. Starten Sie die App auf Ihrem Gerät, und wählen Sie Start – Wireless. In Basic4-

Android rufen Sie Tools | B4A Bridge | Connect Wireless auf und geben die IP-Adresse

ein, die die App auf dem Handy anzeigt. Die Verbindung über Bluetooth erfolgt auf

ähnliche Weise.Da unsere Beispiel-App „Foto-Notiz“ auf Fotos auf Ihrem Smartphone

zugreifen will, eignet sich der Emulator in diesem Falle nicht zum Testen.

Abb. 6: Mit unserer Beispiel-App lassen

sich Fotos Notizen zuweisen.

benötigen für das Layout

folgende Views:

• ImageView zur Darstellung

des Fotos,

• Button für den Wechsel

zum vorherigen Foto

(RueckButton),

• Button für den Wechsel

zum nächsten Foto (Vor‐

Button),

• EditText für den Titel der

Notiz (TitelText),

• EditText für den Notiz-

Text (NotizText),

• Button zum Speichern

(SpeichernButton),

• Zwei Labels zur Beschriftung

der beiden EditText

Views.

Tragen Sie unter Text in

den Common properties des Label1 den Text

Titel sowie bei Label2 den Text Notiz ein. An

gleicher Stelle definieren Sie auch den Text

für die Buttons. Für den RueckButton tragen

Sie > und für den

SpeichernButton das Wort Speichern. Im Abschnitt

Text Style unter Common properties

nehmen Sie auf Wunsch weiteren Einfluss

auf die Gestaltung der Texte. Hier lassen sich

Schriftart, Schriftgröße oder die Textausrichtung

bestimmen.

Damit die Views auch im Quellcode der

App nutzbar sind, übertragen Sie die dafür

notwendigen Informationen über Tools | Generate

Members in das Programmmodul.

Markieren Sie hier alle aufgelisteten Views –

mit Ausnahme der View „Activity“. Über das

+ erreichen Sie weitere Unterfunktionen zu

den einzelnen Views. Wählen Sie hierüber

bei TitelText und NotizText jeweils die

Funktion TextChanged und bei RueckButton,

VorButton und SpeichernButton jeweils

Click aus. Anschließend betätigen Sie den

Button Generate Members.

Das Layout ist damit bereits fertiggestellt.

Speichern Sie es über File | Save as unter

dem Namen main ab, und wechseln Sie zur

Basic4Android IDE. Im Arbeitsfenster der

IDE wurden durch die Generate Members

Funktion bereits einige Programmzeilen automatisch

eingetragen: In der Sub Globals

finden Sie jetzt Deklarationen der einzelnen

Views und Subroutinen für die Behandlung

von Ereignissen (Events).

Variablendeklaration

In der Sub Globals müssen wir zunächst

noch weitere Variablen deklarieren. Die Syntax

dazu lautet stets: dim Variable as Varia-

108

Dezember 2012

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DevCorner

Basic für Android

blentyp. Wir starten mit der Variable

verzeichnis, die den Pfad

zum Ordner der Fotos enthält:

dim verzeichnis as String

Listing 1: Existenz prüfen

Der Variablen weisen wir hier bereits

einen Inhalt zu, nämlich den

Pfad zum Foto-Ordner. Der Beispiel-Code

nutzt /mnt/sdcard/

DCIM/Camera. Bitte prüfen Sie, ob

dieser Pfad auf Ihrem Gerät passt,

und passen Sie ihn gegebenenfalls

an. Weitere Variablen, die wir hier

festlegen: dateiliste als List,

bildnummer als Int sowie veraenderung

und vorwaerts jeweils als

Boolean. Mit den Boolean-Variablen

werden wir im Programmtext

Merker setzen, die uns helfen, im

Programmablauf Entscheidungen

zu treffen. In die dateiliste wollen

wir eine Liste aller Fotos aus

dem Foto-Verzeichnis speichern

und bildnummer verwenden wir

für die Nummerierung der Fotos.

Starten der App

In der Sub Activity_Create bestimmen Sie,

was beim Starten der App passieren soll. Zunächst

soll die App das Bildschirmlayout

laden. Diese Anweisung lautet: Activity.

LoadLayout("main"), wobei "main" der Name

der Layoutdatei ist, den wir beim Speichern

des Layouts vergeben haben.

Im zweiten Schritt initialisieren wir die

List variable dateiliste und füllen sie mit der

Liste sämtlicher Fotos aus dem definierten

Ordner. Für diesen Schritt benötigen wir lediglich

zwei Programmzeilen:

dateiliste.initialize

dateiliste = File.listfiles(verzeichnis)

Schon hier ist zu erkennen, dass Basic4Android

auch für recht umfangreiche Aufgaben

vergleichsweise wenig Programmzeilen benötigt.

Damit beim Programmstart zunächst

immer das erste Foto der Liste geladen wird,

setzen wir bildnummer auf 0. Da beim ersten

If File.Exists(File.Dirinternal,dateiliste.Get(bildnummer)&".titel") Then

TitelText.Text = File.ReadString(File.Dirinternal,dateiliste.U

Get(bildnummer)&".titel")

Else

TitelText.Text = ""

End If

Abb. 7: Im Designer erzeugen Sie die Views und legen ihre Eigenschaften

fest.

Foto der Liste aber ein Wechsel zum vorherigen

Foto noch nicht möglich ist, muss der

RueckButton zunächst inaktiv sein:

bildnummer = 0

RueckButton.enabled = false

Alles ist relativ

Damit das Bildschirmlayout der App auch

auf unterschiedlichen Geräte- und Displaygrößen

gut aussieht, empfiehlt es sich, in der

Sub Activity_Create auch die einzelnen

Views relativ zur Bildschirmauflösung zu positionieren.

Die Grundstruktur dieser Anweisungen

lautet: View.SetLayout(Abstand linker

Rand, Abstand oberer Rand, Breite,

Höhe).

Neben festen Werten in Bildpunkten (z. B.

„10dip“) sind hierbei auch relative Angaben

in Bezug auf Höhe und Breite des Bildschirmes

möglich (z. B. „75%x“ oder „50%y“).

Definieren Sie die Größen und Position der

einzelnen Views von oben (oberste View im

Layout) nach unten. Wir beginnen mit der

ImageView1:

ImageView1.SetLayout(0,0,100%x,75%x)

Die ImageView1 soll demnach 0 Punkte von

link, 0 Punkte von oben (also exakte in der

oberen linken Ecke des Bildschirmes) liegen

und so breit sein wie die Bildschirmbreite

(100%x). Als Höhe legen wir 75%x (3/​4 der

Bildschirmbreite) fest. So erhalten wir für

das Foto ein Bildformat von 4:3 (100:75).

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Dezember 2012

Android-User.de


DevCorner

Basic für Android

Alle weiteren Views positionieren wir auf

ähnliche Weise, berücksichtigen dabei aber

immer die Position und Höhe der darüber liegenden

View. Der Button soll also 10 Bildpunkte

von linkem Bildschirmrand liegen.

Für den Abstand vom oberen Bildschirmrand

rechnen wir: Oberer Rand der ImageView1

(ImageView1.Top) plus Höhe der ImageView1

(ImageView1.Height) abzüglich 40 Bildpunkte

(40dip). Die 40dip ziehen wir ab,

weil der Button nicht unterhalb des Fotos liegen,

sondern das Foto überdecken soll. Die

Breite definieren wir mit 80dip, die Höhe mit

40dip.

Für die Positionierung des VorButton machen

wir es ähnlich, der Button soll aber

weiter rechts im Bild liegen. Deshalb müssen

wir den Abstand von links anders definieren:

100%x-90dip. Der Button möge also 90 Bildpunkte

vom rechten Rand des Bildschirms

entfernt liegen. Nach gleichem Prinzip legen

Sie nun auch die Position und Größe aller

weiteren Views an. Im Beispiel-Quellcode

finden Sie alle SetLayout-Anweisungen in

den Zeilen 47 bis 55.

Das etwas fummelige relative Positionieren

der Views mag nervig erscheinen. Dennoch

ist es äußerst sinnvoll, um zu vermeiden,

dass auf Geräten mit kleinen Displays Views

nicht vollständig dargestellt werden oder umgekehrt

auf großen Bildschirmen die Views

zu klein erscheinen und weiträumig verteilt

sind.

Foto laden und darstellen

Der Startvorgang der App mit dem Aufbau

des Screens ist damit bereits abgeschlossen.

Fehlt noch das Laden des Fotos. Dazu erstellen

wir eine eigene Subroutine Foto_oeffnen.

Erstellen Sie dazu am Ende des Programmcodes

einen neuen Block bestehend aus Sub

und End Sub:

Sub Foto_oeffnen

End Sub

Am Ende der Subroutine Activity_Create,

nach der Positionierung der Views, rufen wir

diese Subroutine dann mit folgendem kurzen

Befehl auf:

Foto_oeffnen

Beim Start der App wurde ja bereits die Variable

„dateiliste“ mit den Dateinamen aus

dem Foto-Verzeichnis befüllt. Wenn sich

neben Grafikdateien auch Unterverzeichnisse

in dem Ordner befinden, sind auch diese in

der „dateiliste“ mit enthalten. Aus diesem

Grund muss für das Öffnen des Fotos zunächst

geprüft werden, ob der gewählte Eintrag

aus der „dateiliste“ ein Verzeichnis ist

oder nicht. Das machen wir in der ersten

Zeile in der Sub Foto_oeffnen:

If File.IsDirectory(verzeichnis,dateiliste.U

get(bildnummer)) = False then

Mit dateiliste.get(bildnummer) wird dabei

der Eintrag der Liste genommen, der an der

Listing 2: Merker zurücksetzen

If bildnummer = 0 then RueckButton.Enabled = False

if bildnummer = dateiliste.size ‐1 then VorButton.Enabled = False

veraenderung = False

anDROID animate

anDROID talk

anDROID weekly

TV

App Vorstellungen

First touch & view

Smartphone und

Tablet Tests


DevCorner

Basic für Android

Abb. 8: Ein kleines Widget bringt alle

30 Minuten eine zufällig ausgewählte

Fotonotiz auf den Homescreen.

durch die Zahl in der Variablen bildnummer

bestimmten Stelle steht. Beim Start der App

ist das die Stelle „0“ – also der erste Eintrag

der Liste. Die Zeile prüft also, ob dieser Eintrag

ein Verzeichnis ist oder nicht. Wenn

nicht (False), dann ist von einer Datei auszugehen,

und die if... then Bedingung ist erfüllt.

Dann kann das Foto in die ImageView1

geladen werden:

ImageView1.Bitmap = LoadBitmapSampleU

verzeichnis,dateiliste.getU

bildnummer),500,500)

Im Anschluss prüfen wir das Vorhandensein

eines Notiz-Titels und Notiz-Texts und laden

diesen in die entsprechenden EditText Views

(Listing 1).

File.DirInternal ist eine in Basic4Android

fest integrierte Variable, die den Pfad des zu

jeder Android App gehörenden internen App-

Verzeichnis im Telefonspeicher führt – ein

idealer Speicherort für alles, was die App

zwar braucht, aber für den Nutzer nicht von

außen zugänglich sein soll. File.Exists

prüft, ob die zu lesende Datei überhaupt

existiert. Wenn ja, wird die Textdatei mit

File.ReadString ausgelesen. Wenn nein,

wird der Text in der TitelText View gelöscht.

Auf gleiche Weise laden wir auch den Notiz-

Text. Statt .titel wird dann mit dem Dateianhang

.notiz gearbeitet.

In der Abzweigung legen wir nun noch

fest, was passieren soll, wenn es sich nicht

um eine Datei handelt, die aus dateiliste

gelesen wurde, sondern um ein Verzeichnis.

In diesem Falle erhöhen bzw. verringern wir

unseren internen Bildzähler bildnummer um

1, und zwar in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung.

Hat der Nutzer vorher den

VorButton betätigt (vorwaerts = true), dann

wird der Zähler erhöht, sonst verringert. Danach

wird mit Foto_oeffnen die Subroutine

erneut aufgerufen, um es mit dem nächsten

Foto zu versuchen. Damit ist die if...

then...else Konstruktion abgeschlossen.

Falls es sich beim zuletzt gewählten Foto

um das erste oder letzte des Verzeichnisses

handelt, muss der RueckButton bzw. VorButton

noch auf inaktiv gesetzt werden. Außerdem

setzen wir unseren internen Merker für

Veränderungen am Notiz-Text zurück, wie in

Listing 2 zu sehen.

Diesen Merker setzen Sie in den Subroutinen

TitelText_TextChanged und NotizText_

TextChange entsprechend auf True. Die in

diesen Subs definierten Events greifen, sobald

der Nutzer in den Feldern Titel oder

Notiz Veränderungen vornimmt.

Der Sinn dieses Merkers: Beim Drücken

des Vor- und RueckButton soll die Abfrage

erfolgen, ob der Nutzer die Notiz speichern

will. Dazu erstellen Sie die Sub-Abfrage, in

der eine entsprechende Message Box ausgegeben

wird, wenn der Merker den Wert True

enthält. Beantwortet der Nutzer die Abfrage

positiv (result = DialogResponse.positive),

dann ruft die Routine die Sub SpeichernButton_click

auf. Im Quellcode finden Sie diese

Subroutine in den Zeilen 133 bis 141. In den

Subs VorButton_click und RueckButton_

click rufen Sie die Abfrageroutine auf (Zeilen

81 und 91).

In gleichen Subs erhöhen bzw. verringern

wir den internen Fotozähler bildnummer um 1

und setzen den jeweils anderen Button wieder

aktiv: RueckButton_enabled = True. Hier

merken wir uns in der Variablen vorwaerts

auch, ob der Anwender sich vorwärts (vorwaerts

= True) oder rückwärts (vorwaerts =

False) durch die Fotos bewegt hat. Am Ende

der beiden Button_Click-Events rufen Sie die

Subroutine zum Öffnen des neuen Fotos auf.

Nun fehlen nur noch ein paar Programmzeilen

für die Sub SpeichernButton_click.

Dort sollen Titeltext und Notiztext in eine

Textdatei gespeichert werden, die beim Öffnen

des Fotos ausgelesen wird. Außerdem

setzen wir in dieser Sub die Variable veraenderung

auf False (denn die Veränderung

wurde ja gerade gespeichert) und liefern dem

Nutzer eine kleine ToastMessage als Vollzugsmeldung

auf den Bildschirm. Das Ergebnis

zeigt Listing 3.

Widgets ganz easy

Um mit der App gespeicherte Foto-Notizen

auch direkt auf dem Homescreen zu sehen,

30 Prozent Rabatt

Listing 3: Notiz speichern

File.WriteString(File.DirInternal,dateiliste.Get(bildnummer)&".U

titel",TitelText.text)

File.WriteString(File.DirInternal,dateiliste.Get(bildnummer)&".U

notiz",NotizText.text)

ToastMessageShow("Notiz gespeichert.", True)

Anywhere Software bietet den Lesern von

Android User 30 Prozent Rabatt beim Kauf

einer Basic4Android-Lizenz. Wählen Sie dazu

auf der Seite http:// www. basic4ppc. com/​

android/ purchase. html die Zahlungsmethode

„Plimus“, und geben Sie den Gutschein-Code

android—user ein. Vom Kaufpreis werden dann

automatisch 30 Prozent abgezogen.

112

Dezember 2012

Android-User.de


DevCorner

Basic für Android

möchten wir noch ein kleines Widget erzeugen.

Das geht mit Basic4Android verblüffend

leicht. Dazu definieren Sie zunächst ein Widget

Layout im Designer. Dort erzeugen Sie

eine Panel View – sie ist der Rahmen des

Widgets. Für ein Widget der Größe 3x2 sollte

Sie das Panel in einer Größe von 237 (Width)

mal 158 (Height) dimensionieren. Zwei Labels

(für Titel und Notiz) sowie eine Image-

View (für das Foto) legen Sie auf das Panel.

Fertig ist das Layout. Speichern Sie es unter

dem Namen widgetlayout. Zurück in der IDE

erstellen Sie über Project | Add Module ein

Service Modul. Geben Sie ihm den Namen

fotowidget. In der Sub Process_Globals des

Service Moduls definieren Sie eine Variable

als RemoteViews. Diese RemoteView steuert

die Intelligenz des Widgets:

dim rv as RemoteViews

In der Sub „Service_Create“ wird das Widget

definiert:

rv = ConfigureHomeWidget("widgetlayout.bal",U

"rv",30, "Foto‐Notiz",True)

Die Zahl 30 gibt in Minuten an, wie häufig

sich das Widget selbst aktualisieren soll.

In einer neuen Sub rv_RequestUpdate erzeugen

wir den Programmcode für die Zufallsauswahl

eines Fotos und das Laden von

Foto, Notiz-Titel und Notiz-Text – siehe

Quellcode Zeile 33 bis 64. Die Zufallsauswahl

wird dabei über die Random-Funktion

rnd realisiert:

Abb. 9: Ein Service Modul wird für die Programmsteuerung des Widgets verwendet.

Choose Icon ein App-Icon im PNG Format mit

der Größe 48x48 Pixel. Über Package Name

vergeben Sie einen frei definierbaren Paketnamen.

In der Praxis ist es üblich, hierfür

einen Domainnamen rückwärts zu verwenden,

also zum Beispiel: de.androiduser.

foto‐notiz. Unter Application Label vermerken

Sie den Namen der App, zum Beispiel

Foto-Notiz und bei Application Version geben

Sie der App eine Versionsnummer.

Nun ist Ihre erste App bereit zum Compilieren.

Wählen Sie dazu Project | Compile &

Run. Wenn Sie eine Verbindung über die

B4A-Bridge aktiviert haben, dann überträgt

Basic4Android die App auf Ihr Smartphone,

und Sie können sie sofort ausprobieren.

zufallszahl = Rnd(0,notizliste.size‐1)

Die Liste notizliste befüllen wir zuvor mit

allen Dateinamen aus dem Verzeichnis File.

DirInternal, die den String .titel im Dateinamen

tragen (Zeile 38-48). Über rv.SetText

und rv.SetImage werden den Label und

ImageView Views des Widgets Inhalte zugewiesen,

rv.UpdateWidget ordnet die Aktualisierung

des Widgets an (Zeile 57-60).

Zu guter Letzt erstellen Sie noch eine neue

Sub Panel1_Click. Beim Drücken auf das

Widget soll sich selbiges aktualisieren:

rv_RequestUpdate

Damit ist das Widget bereits fertig!

App compilieren

Bevor das Projekt compiliert werden kann,

müssen Sie im Menü Projekt noch ein paar

Einstellungen vornehmen. Wählen Sie über

Fazit

Keine Frage, unsere Beispiel-App ist noch

nicht perfekt: Fotos im Hochformat werden

um 90 Grad gedreht dargestellt, und der Pfad

des Foto-Ordners ist fest im Quellcode hinterlegt.

Auch statt mit Vorwärts- und Rückwärts-Buttons

durch die Fotos zu navigieren,

wäre die gezielte Auswahl eines Fotos aus

der Galerie eigentlich schöner. Das ist mithilfe

eines sogenannten Content Choosers in

Basic4Android auch ganz leicht realisierbar.

Hierfür ist allerdings die Nutzung zusätzlicher

Bibliotheken notwendig, die sich mit

der Testversion nicht nutzen lassen. Wenn

Sie Lust bekommen haben, eigene Apps zu

programmieren, dann sollten Sie den Kauf

der Vollversion in Erwägung ziehen. Für unsere

Leser haben wir einen attraktiven Rabatt

mit dem Hersteller ausgehandelt (siehe Kasten).

Empfehlenswert ist auch die aktive

B4A-Community, die sogar ein deutschsprachiges

Forum bietet.

● ● ●

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Android-user.de Dezember 2012 113


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Redaktion:

Abo:

Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

Marcel Hilzinger

Redaktion

Arnold Zimprich, Christoph Langner,

Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Arnold Zimprich , Christoph Langner, Dominik

Kraus, Jasmin Bauer, Marko Dragicevic,

Marcel Hilzinger, Mirko Mahlberg, Patrick Neef,

Ricarda Riechert, Thomas Raukamp,

Thomas Leichtenstern, Tim Schürmann

Grafik

Judith Erb (Design und Layout)

Titelgestaltung

Judith Erb

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Sprachlektorat

Elke Knitter

Übersetzungen

Anne Lodyga, Ákos Tóth

Produktionsleitung

Christian Ullrich

Druck

Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG,

97204 Höchberg

Geschäftsleitung

Brian Osborn (Vorstand)


Hermann Plank (Vorstand)


Marketing und Vertrieb

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23

Anzeigenverkauf

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