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plus Magazin Wie gesund ist Ihr Wasser? (Vorschau)

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50674 Köln,<br />

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finden Sie ganz<br />

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Freuen Sie sich auf die<br />

Rente? Wenn Sie jetzt „Ja“ antworten,<br />

dann dürften Sie noch nicht in Rente sein. Auch<br />

ich gehöre zu den 70 Prozent der über 50-Jährigen, die<br />

sich auf diesen Lebensabschnitt freuen. Erstaunlich <strong>ist</strong>, fragt<br />

man Rentner nach einigen Jahren, ob sie gern wieder arbeiten<br />

würden, antwortet auch eine Mehrheit mit „Ja“, so eine aktuelle Studie.<br />

Ist die Rente doch kein Ort der Sehnsucht ? Es scheint so. Vielleicht<br />

projizieren wir in den letzten Berufsjahren zu viel in das kommende<br />

Paradies des Nicht-mehr-Müssens. Und vergessen, dass man sich auf diesen<br />

neuen Lebensabschnitt vorbereiten, etwas investieren muss, um glücklich<br />

zu sein: im ersten Viertel unseres Lebens, in der Schule, lernen und pauken<br />

wir; im zweiten Viertel finden wir einen Beruf, gründen eine Familie; im<br />

dritten Viertel bauen wir uns etwas auf, geben den Kindern alles mit, was<br />

nötig <strong>ist</strong>. Und im vierten Viertel? Glauben wir, dass uns die Ernte so in<br />

den Schoß fällt, dass dann nichts mehr zu tun sei, nur zurücklehnen?<br />

Maria von Welser beschreibt in ihrem neuen Buch, dass sie sich drei<br />

Jahre auf die Rente vorbereitete, weil sie bei Kollegen sah, wie<br />

schwierig dies war. <strong>Wie</strong> wahr! In Rente gehen und in Rente<br />

sein heißt zuerst an sich arbeiten! Ich bin sicher, dass<br />

<strong>plus</strong> Ihnen dazu viele Anregungen liefert. Viel<br />

Spaß beim Lesen! Und: Genießen<br />

Sie <strong>Ihr</strong> Leben, <strong>Ihr</strong><br />

Jürgen Sinn, chefredakteur<br />

7/ 201 2<br />

3


im Juli 2012<br />

Bin ich eine<br />

gute Oma?<br />

Eine Frage, die viele<br />

Großmütter (auch<br />

Opas) beschäftigt.<br />

Von ihren Enkeln<br />

bekämen die me<strong>ist</strong>en<br />

in jedem Fall ein<br />

klares „Ja“!<br />

28<br />

<strong>Wie</strong> <strong>gesund</strong><br />

<strong>ist</strong> unser<br />

Trinkwasser?<br />

Experten zeigen, was<br />

jeder tun kann, um<br />

Keime, Bakterien, Schadstoffe<br />

zu verhindern.<br />

22<br />

Unser Leben<br />

12 Röcke zum Verlieben Auch wenn Sie<br />

bisher lieber Hosen getragen haben,<br />

bei diesen zauberhaften Modellen werden<br />

Sie schwach – wetten?<br />

22 Sicheres Trinkwasser – ein Mythos?<br />

Experten warnen vor Krankheitserregern<br />

im Trinkwasser. Das können<br />

Sie tun, um sich zu schützen.<br />

28 Sind wir gute Großeltern? Und was<br />

gehört eigentlich dazu? Kreativ sein,<br />

Spaß haben, neugierig bleiben? Oder<br />

sich ein Großeltern-Jahr nehmen, so<br />

wie Liedermacher Rolf Zuckowski.<br />

33 Angelika Euler <strong>Ihr</strong> Mann, der Held!<br />

100 Dafür engagiere ich mich … um<br />

etwas zu bewegen, für meine Stadt.<br />

Reise & Kultur<br />

37 Kultur Tipps für Konzert & Co.<br />

38 Ein Kloster voller Leben Wo vor<br />

850 Jahren Mönche beteten, wird<br />

auch heute noch gelernt und gelebt.<br />

Sicher der besondere Reiz, der das<br />

Kloster Maulbronn umweht.<br />

44 Immer wieder aufstehen Die Autorin<br />

und Schauspielerin Erika Pluhar<br />

erlebte schillernde Jahre und<br />

unfassbares Leid, verlor ihre<br />

Tochter – aber nie ihren Mut. Ein<br />

Gespräch über Mut zum Leben.<br />

49 Lesezimmer Bestseller-Autor<br />

Nicholas Sparks über Liebe und<br />

Romantik. Dazu: Wunderbare<br />

Bücher, die den Sommer versüßen ...<br />

52 Worte, die Trost spenden Mit diesen<br />

Tipps finden Sie bei einem Beileidsbrief<br />

die richtigen Worte.<br />

53 Bequemer reisen 7 Dinge, die ein<br />

guter Koffer im Gepäck haben sollte.<br />

70 Ist Demenz das Ende der Liebe?<br />

Auch wenn viele das denken:<br />

Lothar und Elke Gärtner hielten ihre<br />

Liebe fest, nutzten die Zeit, die noch<br />

blieb. Für eine Reise, die mit jedem<br />

Kilometer zum Abschied wurde ...<br />

Röcke<br />

machen<br />

gute<br />

Laune<br />

... weil sie der Figur<br />

schmeicheln<br />

und es für jede<br />

Frau den passenden<br />

Schnitt gibt,<br />

stellte <strong>plus</strong>-Leserin<br />

Cynthia Bohner<br />

(43) fest.<br />

12<br />

Vorsicht, ich bin <strong>Ihr</strong> Arzt! Daran erkennen Sie einen guten Mediziner, S. 58<br />

Unsere Titel-Themen erkennen Sie an dieser Farbe.


...<br />

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»Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht,<br />

sondern dass man in die gleiche Richtung sieht ...« Antoine de Saint-Exupéry<br />

Ein Ort voller Magie<br />

Kloster Maulbronn – das größte Kloster nördlich der<br />

Alpen. Eine Zeitreise ins Mittelalter, an einen magischen<br />

Ort voller Geschichten und Geschichte.<br />

38<br />

Pesto selbst<br />

gemacht<br />

Die liebsten<br />

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von <strong>plus</strong>-<br />

Leserinnen.<br />

84<br />

Fotos: Dominik Asbach, Marcus Höhn, Getty Images, laif, Picture Press, Shutterstock<br />

Gesund & Fit<br />

57 Kleine Tipps Neue Waage, die mitdenkt;<br />

bei Kopfweh zum Sehtest;<br />

cleverer Trick mit Zahnpasta.<br />

58 Von wegen Götter in Weiß Gerade<br />

junge Ass<strong>ist</strong>enzärzte stehen bei<br />

ihrem Dienst im Krankenhaus<br />

unter enormem Druck. Sie haben<br />

kaum Erfahrung, behelfen sich<br />

mit Spickzetteln und treffen nicht<br />

selten lebensgefährliche Fehlentscheidungen.<br />

Doch keine Sorge. Mit<br />

unseren Tipps können Sie viel tun,<br />

um einen guten Arzt zu finden.<br />

64 Lieber wandern als Sudoku ... So<br />

würde <strong>Ihr</strong> Gehirn entscheiden. Denn<br />

Bewegung hält Nervenzellen und<br />

Gedächtnis besser auf Trab als<br />

Rätseln, versichern Experten. Was<br />

Sie noch tun können, um <strong>Ihr</strong> Gehirn<br />

fit zu halten – die besten Tricks.<br />

66 5 Minuten für die Haltung Pilates<br />

richtet den Rücken im Nu auf und<br />

sorgt für mehr Spannung im Körper.<br />

68 Schon wieder am Kühlschrank?<br />

Bedienen Sie sich ruhig! Wird er mit<br />

diesen <strong>gesund</strong>en Lebensmitteln gefüllt,<br />

<strong>ist</strong> Naschen erlaubt, sooft Sie wollen.<br />

Leben & Genießen<br />

83 Kleine Ideen Himmlische Erdbeerbowle;<br />

mehr Pfiff dank Schal.<br />

84 Mein bestes Pesto Mal mit Walnuss,<br />

Oliven oder Minze. Leserinnen verraten<br />

ihre feinsten Pesto-Rezepte.<br />

90 Schöne Sommerhaare Der beste<br />

Schutz vor Sonne, Salz und Chlor.<br />

92 Im Schatten aufgeblüht Ein Garten<br />

ohne Sonne und Licht – was soll<br />

da schon blühen? Fast alles, fand<br />

Eva Röckener heraus und schuf ein<br />

grünes Paradies – im Schatten ...<br />

6 Besser leben<br />

10 Impressum<br />

54 Sonnenstrahlen<br />

82 Sudoku<br />

91 Rätsel<br />

98 Leserbriefe<br />

101 PC-Seite<br />

102 <strong>Vorschau</strong><br />

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TABLETS IM TEST<br />

<strong>Wie</strong> gut sind die neuen<br />

iPad-Computer? 9<br />

CLEVERE RENTE<br />

Berufsunfähigkeit als<br />

gute Alternative 10<br />

STREIT UMS ERBE<br />

<strong>Wie</strong> vermeidet man Streit in<br />

der Erbengemeinschaft? 12<br />

RENTE MIT 63<br />

Das <strong>ist</strong> dann möglich 15<br />

VORSICHT, STEUER<br />

Die Rentenerhöhung am 1. 7.<br />

freut den Finanzmin<strong>ist</strong>er 16<br />

KREDITGEBÜHREN<br />

So holt man sie zurück 18<br />

NEUE RENTENWERTE<br />

Das hat sich geändert 21<br />

Juli 2012<br />

n Rente mit 60, 61, 62 <br />

Etwas vergesslich? Erstaunliche Tipps, die <strong>Ihr</strong> Gedächtnis im Alltag stärken, S. 64<br />

IHRE FRAGEN 22<br />

MUSTERBRIEF<br />

Zinsen zurückfordern 24<br />

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Juli zahlen – was tun? S. 16<br />

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eines Eltern-Testaments auf? S. 12<br />

<strong>Ihr</strong> Recht<br />

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S. 10<br />

P-GR0712_001_Cover.in 01_Cover.in d 1 25/05/12 09: 5


esser leben im Juli<br />

Pfand<br />

spenden<br />

Immer mehr Ältere leben<br />

von Grundsicherung –<br />

in den letzten Jahren<br />

hat sich deren Zahl auf<br />

770 000 fast verdoppelt;<br />

wer aufmerksam <strong>ist</strong>, sieht,<br />

wie häufig Ältere Mülleimer<br />

auf der Suche nach<br />

Pfandflaschen durchwühlen.<br />

Viele Initiativen<br />

(z. B. pfandgeben.de;<br />

pfandtastisch-helfen.de;<br />

pfand-gehoert-daneben.<br />

de; spende-dein-pfand.de)<br />

appellieren, Pfandflaschen<br />

oder die Pfand-Bons<br />

zu spenden – die Tafeln<br />

arbeiten hier mit einigen<br />

Filialen von Rewe, Toom<br />

und Edeka zusammen.<br />

Daher: Wenn Sie Flaschen<br />

oder Dosen wegwerfen,<br />

stellen Sie diese daneben –<br />

dann muss niemand unwürdig<br />

im Müll suchen.<br />

DIE BILDER DER FRIDA KAHLO<br />

KUNST<br />

Es gibt nur ganz wenige Frauen in der Malerei. Die Mexikanerin Frida Kahlo gehört dazu.<br />

<strong>Ihr</strong>e Bilder, oft malte sie sich selbst, sind bis Mitte September in der Kunsthalle Würth in<br />

Schwäbisch Hall zu sehen. Ein lohnenswerter Ausflug.<br />

Wenn Sie in diesem Sommer noch mehr Kunst erleben möchten – die documenta in Kassel<br />

läuft bis September. Ebenfalls eine Reise wert: Cy Twombly im Hamburger Bahnhof, Berlin.<br />

Schönere Füße in Sandalen<br />

1. Für die Füße den gleichen Nagellack verwenden wie für die Fingernägel – sieht immer chic aus.<br />

2. Unbedingt Hornhaut an den Fersen verschwinden lassen – geht am besten mit speziellen<br />

Cremes (Gehwol Hornhaut Creme, Scholl Anti-Hornhaut Creme intensiv.<br />

3. An kühleren Tagen in zehenfreien Schuhen auf keinen Fall<br />

normale Strumpfhosen tragen – es gibt spezielle ohne Zehen (z. B. von Falke).<br />

6 7 / 2012


Fotos: Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust/VG Bild-Kunst, Bonn 2012, Masterfile, Canfora Rivera Frida Kahlo Museums Trust/VG Bild-Kunst, Bonn 2012<br />

5Minuten in der Natur reichen,<br />

um die Psyche zu stärken. Erstaunlicherweise,<br />

so die Wissenschaftler der Universität Essex: Wer sich<br />

im Freien auch noch bewegt, fördert das Selbstbewusstsein und<br />

bekämpft depressive Verstimmungen – fast jeder Dritte über 60<br />

<strong>ist</strong> davon betroffen. Am wirkungsvollsten neben Sport (Wandern,<br />

Radfahren) sind Hobbys wie Gartenarbeit, Angeln oder Reiten.<br />

Ich<br />

wünschte,<br />

ich hätte ...<br />

<br />

MENSCHEN<br />

Was bedauert<br />

man am Ende des LEBENS<br />

oft? Wer Sterbende fragt,<br />

erhält die ANTWORTEN.<br />

Die Australierin Bronnie<br />

Ware arbeitete viele Jahre<br />

als Palliativpflegerin. Und sie<br />

sprach viel und lange mit<br />

Menschen, die wissen, dass<br />

sie sterben werden. Aus<br />

diesen Gesprächen hat sie<br />

ein wunderbares Buch gemacht,<br />

das trotz aller Traurigkeit<br />

Mut für das Leben<br />

macht. Denn viele würden<br />

manches anders machen,<br />

hätten sie nur die Wahl:<br />

Ich wünschte, ich hätte<br />

den Mut gehabt, mein eigenes<br />

Leben zu leben.<br />

Ich wünschte, ich hätte<br />

nicht so viel gearbeitet.<br />

Hätte ich nur Mut gehabt,<br />

meine Gefühle zu sagen.<br />

Ich wünschte mir, ich hätte<br />

den Kontakt zu meinen<br />

Freunden aufrechterhalten.<br />

Ich wünschte, ich hätte<br />

mir erlaubt, mich glücklicher<br />

sein zu lassen.<br />

Das Fazit von Bronnie Ware:<br />

„Ich mache nur noch das,<br />

was ich wirklich will. Sonst<br />

bereue ich später vieles.“<br />

7 / 2012<br />

7


esser leben im Juli<br />

<br />

SOMMERGEFÜHLE IM HERZEN BEHALTEN<br />

EIN PAAR<br />

Kieselsteine,<br />

Muscheln, Holzstücke<br />

oder<br />

Hühnergötter,<br />

ein bisschen<br />

Farbe – fertig<br />

sind Urlaubserinnerungen,<br />

die bleiben.<br />

Fotos: S. Rothe/Picture Press, Andreas Fechner/laif, Bree, <strong>ist</strong>ockphoto<br />

Rente? Nein!<br />

Die me<strong>ist</strong>en zwischen 45 und 64 wollen so früh als möglich in Rente. Erstaunlich <strong>ist</strong>: Fragt man Rentner, ob sie<br />

nochmals so früh in Rente gegangen wären, sagen die me<strong>ist</strong>en: NEIN! 54 % hätten sogar am liebsten über 65 hinaus<br />

gearbeitet. Am me<strong>ist</strong>en wünschen sich aber alle: flexible Arbeitszeiten in den letzten Arbeitsjahren. Quelle: forsa<br />

8 7 / 2012


S. 36<br />

I H<br />

Was tun? S. 40<br />

S. 28<br />

Ausgabe 3/2012<br />

S. 16<br />

24/05/12 13:12<br />

RENTE & CO<br />

Mehr<br />

Wissen<br />

Seit Jahresbeginn greifen die Gesetze zur<br />

Rente mit 67. Und die Verwirrung <strong>ist</strong><br />

komplett: Wer muss jetzt schon länger<br />

arbeiten? Und wenn, wie lange? Wer<br />

kann noch mit 60, 61 oder 62 in Rente<br />

gehen? Welche Sonderregeln gelten besonders<br />

noch für Frauen? All diese Fragen<br />

beantwortet die neue Ausgabe unseres<br />

<strong>Magazin</strong>s „Rente & Co“ (ab sofort für<br />

3,95 Euro im guten Zeitschriftenhandel).<br />

Aber Rente & Co bietet noch mehr: Wann<br />

müssen Kinder für die Pflege der Eltern<br />

einspringen? <strong>Wie</strong> wehrt man sich gegen<br />

das unerlaubte Streichen von Krankengeld?<br />

Warum Banksparpläne die viel<br />

Beste Altersvorsorge<br />

Besser als jede Privatrente<br />

Stopp!<br />

I H R E R E N T E & I H R E A L T E R S V O R S O R G E<br />

Vielen Frauen<br />

wird Krankengeld<br />

verweigert: So<br />

wehren Sie sich<br />

Für Eltern<br />

zahlen?<br />

Sozialämter<br />

fordern für Pflege<br />

Selbst Hausfrauen<br />

werden belangt S. 31<br />

Betrug an<br />

Rentnern<br />

Höhere Renten ab Juli<br />

werden durch höhere<br />

Steuern aufgefressen.<br />

Geld<br />

zurückholen<br />

Mi lionen Bank-Kunden<br />

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Immer mehr Menschen<br />

haben Hautkrebs. Nicht<br />

in Schleswig-Holstein.<br />

Dort sank die Rate, weil<br />

seit 2003 Ältere kontinuierlich<br />

untersucht<br />

werden. Deshalb: regelmäßig<br />

zum Hautarzt!<br />

HANDY<br />

IM URLAUB<br />

GÜNSTIGER<br />

<strong>Wie</strong> gut, dass es die<br />

EU gibt. Das Europa-<br />

Parlament beschloss,<br />

dass Handy-Gespräche<br />

im Ausland weniger<br />

kosten müssen. Erlaubt<br />

sind max. bei Anrufen<br />

29 Cent, bei angenommenen<br />

Gesprächen<br />

8 Cent. 2013 wird es<br />

nochmals billiger.<br />

Sie haben mehr als eine Handtasche? Dann kennen Sie<br />

das – die Taschen liegen immer im Weg. Eine gute<br />

Idee – eine Reihe mit Haken (z. B. bei www.baur.de,<br />

Stichwort Taschen-Garderobe), die man hinter jede Tür hängen kann.<br />

GELD<br />

INTERVIEW<br />

Ab nach<br />

Marrakesch<br />

Eine besondere Reise schenkte<br />

sich BAP-Sänger WOLFGANG<br />

NIEDECKEN zum 60.Geburtstag<br />

Wahrscheinlich verdankt er sein<br />

Leben dem schnellen und intuitiv<br />

richtigen Eingreifen seiner Frau,<br />

die sofort erkannte: ein Schlaganfall!<br />

Wer den BAP-Sänger heute<br />

sprechen hört (und auf der Bühne<br />

sieht – die aktuelle Tournee dauert<br />

bis Ende August), kann kaum glauben,<br />

dass der inzwischen 61-Jährige<br />

vor wenigen Monaten ein Gerinnsel<br />

im Gehirn hatte. „Es klingt<br />

abgedroschen: Doch man lebt<br />

einerseits bewusster; man möchte<br />

aber andererseits das bisherige<br />

Leben weiterleben“, sagt Niedecken<br />

im Rückblick. Und so hat er<br />

es sich auch nicht nehmen lassen,<br />

seinen 60. mit der ganzen Familie<br />

in Marrakesch zu feiern: „Je älter<br />

man wird, desto mehr erkennt man<br />

auch, wie wichtig die Familie <strong>ist</strong>.“<br />

Und was haben Sie am 60.<br />

gemacht? Erzählen Sie uns davon!<br />

7 / 2012<br />

9


Wir lieben es, zu<br />

reisen, aus so vielen<br />

Gründen ...<br />

Ganz viel Zeit mit meiner<br />

kleinen Tochter verbringen,<br />

im Meer toben, Burgen bauen,<br />

Muscheln sammeln ... das sind<br />

für mich die Glücksbringer an<br />

jedem Urlaubstag.<br />

Sich einmal wie<br />

eine Prinzessin fühlen –<br />

auf Reisen (z. B.<br />

nach Indien, Foto)<br />

erfüllen sich solche<br />

Träume, sagt Gaby<br />

Herzog, die in<br />

diesem Heft über das<br />

Kloster Maulbronn<br />

schrieb.<br />

10 7/ 2012<br />

erscheint in der Bayard Media GmbH & Co. KG. ISSN 1619-6023<br />

Lindenstraße 20, 50674 Köln, Telefon: (02 21) 2 77 57-0, Fax: (02 21) 2 77 57-10,<br />

E-Mail: <strong>plus</strong>magazin@bayard-media.de<br />

Chefredaktion: Jürgen Sinn (V.i.S.d.P.)<br />

Stellvertretende Chefredakteurin: Alexandra Schlump<br />

Foto-Direktion: Nicole Rudschinat (frei)<br />

Redaktion: Bernd Bücheler, Elke Kressin, Susanne Mittenhuber (frei),<br />

Tessa Randau, Heiko Schlierenkamp<br />

Layout: Corinne Desponds (Leitung), Anita Kolb, Sabine von Riewel<br />

Bildredaktion: Silke Frigge (frei), Sandra Bräutigam (frei), Chr<strong>ist</strong>ina Neis (frei)<br />

Sekretariat: Elke Peterson<br />

Schlussredaktion: Bernd Kuschmann<br />

Ständige Autoren: Steuerberaterin Gabriele Prasser, Ökotrophologin Birgitta<br />

Tummel, Rechtsanwalt Rainer Steppan, Elisabethstraße 3, 40217 Düsseldorf<br />

Verlag: Bayard Media GmbH & Co. KG, Böheimstraße 8, 86153 Augsburg,<br />

Telefon: (0821) 455481-0, Fax: (0821) 455481-10<br />

Geschäftsführung: Horst Ohligschläger<br />

Verlagsleitung / Gesamtanzeigenleitung: Armin Baier (verantw.)<br />

Anzeigenverkauf Inland:<br />

Nielsen I Kontor M Medienvermarktung GbR, Fuhlsbüttler Straße 145,<br />

22305 Hamburg, Telefon: (040) 6390840, Fax: (040) 63908444, E-Mail: info@kontorm.de<br />

Nielsen II QM QuadroMedia GmbH, Großenbaumer Weg 8, 40472 Düsseldorf,<br />

Telefon: (0211) 542181-0, Fax: (0211) 542181-70, E-Mail: duesseldorf@quadromedia.eu<br />

Nielsen IIIa Verlagsbüro Leo Krimmer GmbH, c/o QM QuadroMedia GmbH,<br />

Am Lindenbaum 24, 60433 Frankfurt/Main, Telefon: (069) 5309080, Fax: (069) 53090850,<br />

E-Mail: frankfurt@quadromedia.eu<br />

Nielsen IIIb Verlagsbüro Leo Krimmer GmbH, Steingaustraße 14, 73230 Kirchheim/Teck,<br />

Telefon: (07021) 42062, Fax: (07021) 71733, E-Mail: stuttgart@krimmer.com<br />

Nielsen IV Medienbüro Macari, Parkstraße 27 / Fasanenpark, 82008 Unterhaching,<br />

Telefon: (089) 582211, Fax: (089) 58090297, E-Mail: medienbuero.macari@t-online.de<br />

Nielsen V/VI/VII Verlagsbüro Leo Krimmer GmbH, Bülowstraße 66, 10783 Berlin,<br />

Telefon: (030) 8938270, Fax: (030) 89382733, E-Mail: berlin@krimmer.com<br />

Anzeigenverkauf Ausland: anzeigen@bayard-media.de<br />

Leiter Anzeigenmarketing: Stefan Rörig, Telefon: (0821) 45548137<br />

Business Development: Sylvie Eismann, Telefon: (0221) 2775730<br />

Seit 1. Januar 2012 sind die Kombination Frau im Leben/<strong>plus</strong>-Anzeigen preisl<strong>ist</strong>e Nr. 8<br />

sowie die <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>-Anzeigenpreisl<strong>ist</strong>e Nr. 12 gültig. Download der Preisl<strong>ist</strong>en: www.bayard-media.de<br />

ABONNEMENTS + ÄLTERE AUSGABEN<br />

Leiter Vertrieb: Arne Biemann, Telefon: (08 21) 45 54 81 86<br />

<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong> Abo-Service, Heuriedweg 19, 88131 Lindau, Telefon: (01 80) 5 26 01 47 (0,14 Euro/Minute),<br />

Fax: (01 80) 5 26 01 48, E-Mail: abo.<strong>plus</strong>@guell.de<br />

Abonnementpreis: zzt. 39,60 Euro für 12 Hefte pro Jahr inkl. Zustell gebühr und 7 Prozent Mehrwertsteuer, Ausland + Porto<br />

Vertrieb für den Handel: BPV Medien Vertrieb GmbH & Co. KG, Römerstraße 90, 79618 Rheinfelden,<br />

Telefon: (07623) 9640, Fax: (07623) 964259, E-Mail: vertriebsservice@oz-bpv.de, Internet: www.bpv-medien.com<br />

Druckvorstufe: NV Roularta Media Group, Meiboomlaan 33, B-8800 Roeselare<br />

Druck: Euro-Druckservice GmbH, Passau<br />

Bezugsquellen: <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong> erscheint monatlich im Einzelverkauf im Zeitschriftenhandel.<br />

Der Einzel verkaufspreis inkl. Mehrwertsteuer zzt. 3,30 Euro. Das Jahres abonnement kostet zzt. 39,60 Euro, Heftpreis<br />

inkl. Mehrwertsteuer und Zustellung zzt. 3,30 Euro.<br />

Copyright für alle Beiträge: Bayard Media GmbH & Co. KG. Nachdruck und Angebot in<br />

Lese zirkeln nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Das gilt auch für die Aufnahme in elek tronische<br />

Datenbanken sowie für Vervielfältigungen auf CD-ROM. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte und Fotos haften Redaktion und Verlag nicht.<br />

Der erste Urlaub an<br />

der Ostsee, ich<br />

war drei. Der feine Sand,<br />

der Wind,<br />

das Meer, noch heute bin ich<br />

süchtig danach ...<br />

Viele kleine<br />

statt einer großen<br />

Reise plant<br />

Ute Klaphake, die den<br />

Schattengarten<br />

für uns fotografi erte.<br />

<strong>Ihr</strong> nächstes<br />

Ziel: die Floriade in<br />

Holland.<br />

Fotos: privat (3)


in Kooperation mit<br />

GOLD<br />

2010<br />

VINUM LAUGARICIO<br />

SLOVAKIA<br />

BERLINER WEIN<br />

GOLD<br />

2010<br />

TROPHY<br />

Im 12er Paket<br />

NUR € 5,75<br />

pro Fl. statt € 10,30<br />

Was macht eigentlich einen guten Wein aus?<br />

Authentisch soll er sein, so ehrlich und individuell<br />

wie die Menschen, die ihn geschaffen haben. Außerdem<br />

soll er seine Herkunft, sein Terroir und seine<br />

Reben nicht verleugnen. Und wenn dieser Wein<br />

dann noch mit einem fairen Preis-Genuss-Verhältnis<br />

überzeugt, umso besser. Entdecken Sie ausgezeichnete<br />

Weine und lernen Sie ChateauDirect kennen.<br />

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Der Profi-<br />

Korkenzieher<br />

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Ausgewählt für die Leser von <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>: Edle Medaillengewinner!<br />

Palacio de Valencia Reserva 2006<br />

(3 Fl.) Eine fruchtig-saftige Gran Reserva<br />

aus Valencia, von sonnenreichen<br />

Hängen. Leidenschaftlich und besonders<br />

fruchtig präsentierter Spanier.<br />

Portinho do Côvo 2009 (3 Fl.) Nicht<br />

nur für Süßweine <strong>ist</strong> Portugal berühmt.<br />

Auch unglaublich elegante Rotweine<br />

enstehen hier und beweisen einmal<br />

mehr die hohen Qualitäts-Standards.<br />

Château Fouzilhon 2010 (3 Fl.) Atemberaubend!<br />

Genau so lässt sich dieser<br />

Wein bezeichnen. Intensiv und fruchtig,<br />

mit leichter Würze lässt er sich perfekt<br />

geniessen!<br />

Saserello 2009 (3 Fl.) Me<strong>ist</strong>erlicher<br />

Wein aus dem Westen Siziliens, komponiert<br />

von Mario Ercolino, einem Perfektion<strong>ist</strong>en<br />

in seinem Fach. Komplex und<br />

elegant bege<strong>ist</strong>ert dieser Rotwein.<br />

DE-6789-OTP-PM-Juni12<br />

Geschäftsbedingungen: ChateauDirect <strong>ist</strong> eine Marke der Direct Wines GmbH<br />

(Geschäftsführer: Simon McMurtrie, Handelsreg<strong>ist</strong>er: AG München, HRB 172740),<br />

Zweibrückenstraße 8, 80331 München. Angebot gültig, solange Vorrat reicht,<br />

spätestens bis 15.08.2012. Bei ausverkauften Weinen behalten wir uns vor, Ihnen<br />

durch Zusendung eines qualitativ und preislich gleich- oder höherwertigen Weins<br />

ein neues Angebot zu unterbreiten. Falls Sie das Angebot nicht annehmen möchten,<br />

sorgt Direct Wines kostenfrei für die Abholung und erstattet unverzüglich evtl.<br />

bereits gele<strong>ist</strong>ete Zahlungen. Daten schutzhinweis: Sofern Sie uns keine weitergehende<br />

Einwilligung erteilen, verarbeiten und nutzen die Direct Wines GmbH und<br />

ihre beauftragten Dienstle<strong>ist</strong>er, z. B. Lettershops, <strong>Ihr</strong>e personenbezogenen Daten<br />

für die Abwicklung <strong>Ihr</strong>er Bestellungen, für eigene Markt und Zielgruppenanalysen<br />

und für die Zusendung interessanter Angebote und Informationen per Post. <strong>Ihr</strong><br />

genaues Geburtsdatum verwenden wir nur zur Feststellung <strong>Ihr</strong>er Volljährigkeit.<br />

Außerdem überlassen wir Partnern aus den Branchen Verlage und Versandhandel<br />

ausschließlich <strong>Ihr</strong>e Adressdaten für schriftliche Werbezwecke. Selbstverständlich<br />

können Sie der Verarbeitung und Nutzung <strong>Ihr</strong>er Daten für Werbung jederzeit durch<br />

eine kurze Nachricht an unsere o. g. Adresse, eine E-Mail an datenschutzbeauftragter@chateaudirect.de<br />

oder telefonisch unter 069 222 22 6483 widersprechen<br />

oder eine erteilte Einwilligung widerrufen.<br />

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(Unter Angabe <strong>Ihr</strong>er Referenz-Nummer: 6789003)<br />

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dem dt. Festnetz)<br />

Sie erreichen uns Mo. – Fr.: 8:00 – 20:00 Uhr, Sa.: 9:00 – 16:00 Uhr<br />

besuchen Sie uns unter<br />

www.chateaudirect.de/789003


UNSER LEBEN<br />

Cynthias<br />

wunderbare<br />

Weil sie einfach gute Laune machen<br />

und der Figur schmeicheln, trägt unsere<br />

Leserin Cynthia Bohner aus Berlin<br />

am liebsten Röcke – zum Bummeln, Ausgehen,<br />

Radfahren. Gut, dass wir so viele schöne<br />

Modelle entdeckt haben …<br />

FOTOS | Marcus Höhn<br />

STYLING | Katalin Kiss<br />

Schnappschuss<br />

Maxirock aus<br />

Seide mit Falten<br />

und breitem<br />

Bund: Hess<br />

Natur, 169 Euro;<br />

Seidenbluse:<br />

Cos, 70 Euro.<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

12 7/ 2012


UNSER LEBEN<br />

Kuchenzeit<br />

Rock mit floraler<br />

Stickerei,<br />

399 Euro,<br />

romantische<br />

Seidenbluse,<br />

429<br />

Euro: beides<br />

Schumacher;<br />

Schuhe:<br />

Dr. Scholl;<br />

Tasche:<br />

Tosca blu.<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

7 / 2012<br />

13


14 7/ 2012<br />

Kaffeepause<br />

Knielanger<br />

Plisseerock: Zara,<br />

40 Euro; Jeanshemd:<br />

Mavi Jeans,<br />

50 Euro; Schuhe:<br />

Pretty Ballerinas<br />

über Mirapodo;<br />

Ohrringe: Mariana;<br />

Armband:<br />

Marc Cain.


UNSER LEBEN<br />

„Mir gefällt<br />

es, wenn ich<br />

auf der<br />

Straße viele<br />

Stile und<br />

vor allem Farben<br />

sehe. Damit<br />

zeigen<br />

Menschen<br />

Individualität.“<br />

Angeleint<br />

(oben, von links<br />

nach rechts) Rock<br />

in A-Linie aus Leinengemisch:<br />

Jean<br />

Paul Berlin,<br />

90 Euro; Ble<strong>ist</strong>iftrock<br />

mit gelbem<br />

Gürtel: Blacky Dress,<br />

140 Euro; klassischer<br />

Rock: Brigitte<br />

von Boch, 98 Euro;<br />

Gürtel: Marc Cain<br />

Einkaufstrip (oben<br />

rechts) Glockenrock:<br />

Marc Cain,<br />

269 Euro; Bluse:<br />

Haubner,<br />

130 Euro<br />

Radtour (links)<br />

Maxirock:<br />

Mandalay über<br />

Conleys, 119<br />

Euro, Bluse:<br />

Cotélac,<br />

115 Euro. Kette:<br />

Madeleine; Armbänder:<br />

Lechatvivi<br />

Berlin, beide<br />

über DaWanda.<br />

7 / 2012<br />

15


UNSER LEBEN<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

16 7/ 2012


Frisch<br />

aufgehängt<br />

(von links<br />

nach rechts)<br />

Spitzenrock:<br />

Riani, 220<br />

Euro; geblümter<br />

Faltenrock:<br />

Kookai, 99<br />

Euro; blauer<br />

Wickelrock in<br />

Batik-Optik:<br />

INTS über Impressionen,<br />

119<br />

Euro; Rock aus<br />

Baumwoll-Seiden-Gemisch:<br />

Sportalm<br />

Kitzbühel,<br />

179 Euro.<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

„Wenn ich etwas<br />

Elegantes oder Besonderes<br />

suche, lande ich immer<br />

bei Röcken. Ein ausgefallenes<br />

Einzelstück fällt auf –<br />

entweder durch den<br />

Stoff oder den Schnitt.“<br />

7 / 2012<br />

17


UNSER LEBEN<br />

Lieblingsstück<br />

(oben) Rock mit<br />

Schleife: Paul &<br />

Joe, 225 Euro;<br />

Top: Mayer<br />

Peace Collection,<br />

229 Euro; Kette:<br />

Hess Natur;<br />

Ballerinas:<br />

Tamaris; Wedges:<br />

Limelight über<br />

Roland Schuhe<br />

Luftsprung<br />

(oben rechts)<br />

Weißer Maxi-Rock:<br />

gesehen bei<br />

TK-Maxx, 50<br />

Euro; Bluse:<br />

Blacky Dress, 90<br />

Euro; Gürtel:<br />

Noa Noa; Stiefeletten:<br />

Gabor.<br />

Lesestunde<br />

(rechts) Rock<br />

mit hohem Bund:<br />

Cotélac, 185 Euro;<br />

Top: C’est tout, 119<br />

Euro; Cardigan:<br />

gesehen bei TK-<br />

Maxx, 25 Euro.<br />

Hier gibt es die wunderbaren Röcke<br />

Alba Moda www.albamoda.de, ✆ (01 80) 54 0 Blacky<br />

Dress Berlin www.blackydress.de, über Powerkeks,<br />

✆ (0 40) 36 11 12 68 Brigitte von Boch www.brigittevonboch.de,<br />

über Powerkeks, ✆ (0 40) 36 11 12 68<br />

C’est tout www.cesttout.de, ✆ (0 30) 54 81 05 75<br />

Conleys www.conleys.de, ✆ (01 80) 5 25 25 81 Cos<br />

www.cosstores.de, über Loews PR, ✆ (0 89) 2 19 37<br />

91 14 Cotélac Berlin www.judith-diamantstein.de,<br />

✆ (0 30) 53 60 40 74 DaWanda www.dawanda.com<br />

Dyrberg/Kern www.dyrbergkern.com, über Public<br />

Images, ✆ (02 15) 44 93 90, Ecco www.ecco.com,<br />

über Emanate PR, ✆ (0 89) 12 44 50 Gabor www.<br />

gabor.de, ✆ (0 80 31) 80 10 Hauber www.hauber.de,<br />

über Powerkeks, ✆ (0 40) 36 11 12 68 Hessnatur www.<br />

hessnatur.com, ✆ (01 80) 53 56 80-0 Impressionen<br />

Versand www.impressionen.de, ✆ (01 80) 52 32 34-1<br />

Jean Paul Berlin www.jeanpaul.de, über Powerkeks,<br />

✆ (0 40) 36 11 12 68 Kookai www.kookai.fr, über<br />

Public Images, ✆ (02 15) 44 93 90 Marc Cain www.<br />

marc-cain.com ✆ (0 74 71) 7 09 42 42 Mayer Peace<br />

Collection www.mayer-berlin.com, ✆ (0 30) 97 89 45<br />

69 Mariana über www.judith-diamantenstein.de, ✆<br />

(0 30) 53 60 40 74 Mirapodo www.mirapodo.de, über<br />

Nicole Weber Communications, ✆ (0 40) 41 49 48 33<br />

Noa Noa www.noanoa.dk, über sweetcommunication,<br />

✆ (0 89) 45 02 90-0, Peter Hahn www.peterhahn.de,<br />

✆ (01 80) 5 70 81 11 Paul&Joe www.paulandjoe.com,<br />

über Mrs. Politely PR, ✆ (0 40) 30 39 96 90 Riani<br />

www.riani.de, ✆ (0 71 81) 9 38 84 33 Roland Schuhe<br />

www.roland-schuhe.de, über Powerkeks, ✆ (0 40) 36<br />

11 12 68 Scholl Footwear www.myscholl.de, über Silk<br />

Relations, ✆ (0 30) 84 71 08 30, Schumacher www.<br />

dorothee-schumacher.com, ✆ (06 21) 12 72 56 01<br />

Sportalm Kitzbühel www.sportalm.at, ✆ (+43 53 56)<br />

64 36 10 Stella&Dot www.stelladot.com, über welove<br />

Pr, ✆ (0 89) 9 61 60 20 14 Tamaris www.tamaris.de, ✆<br />

(0 52 31) 60 50-0 TKMaxx www.tkmaxx.de, über Silk<br />

PR, ✆ (0 30) 84 71 08 30 Tosca blu www.toscablu.<br />

com, über Public Images, ✆ (0 21 54) 49 39-0 Zara<br />

www.zara.com, ✆ (08 00) 5 89 16 03<br />

Haare + Make-up: Sacha Schütte, Locations: Bar<strong>ist</strong>a - Coffee-Shop Berlin, Obstmann<br />

Berlin, Milchmanns Berlin, Buchlokal Berlin, Antiquitäten am Schloß Berlin<br />

18 7/ 2012


Zwischenstopp<br />

Crinkle-Rock mit<br />

Korallenprint:<br />

Peter Hahn,<br />

150 Euro; Volant-<br />

Bluse: Dept über<br />

Alba Moda, 60<br />

Euro; Strickjacke:<br />

Cotélac,<br />

175 Euro; Sandalette:<br />

Ecco, Kette:<br />

Stella & Dot.<br />

UNSER LEBEN<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

„Röcke<br />

machen<br />

weiblicher.<br />

Sie verleihen<br />

weichere,<br />

sanftere Formen.<br />

Was für ein<br />

schönes<br />

Gefühl!“<br />

7 / 2012<br />

19


UNSER LEBEN<br />

Toll für<br />

große Frauen<br />

Ein Rock,<br />

der zu mir passt!<br />

Röcke schmeicheln der Figur mehr als jedes<br />

andere Kleidungsstück. Es kommt allein auf<br />

den Schnitt an. Hier finden Sie, was Ihnen steht.<br />

Volant-Rock<br />

Gerade geschnittener<br />

Rock mit<br />

Volant am Saum.<br />

Toll mit figurbetontem<br />

Oberteil.<br />

Wenn Sie eher<br />

klein sind<br />

Perfekt für<br />

Mollige<br />

Maxirock<br />

Sieht an schlanken<br />

Frauen besonders<br />

gut aus.<br />

Auf fließende<br />

Stoffe achten.<br />

Faltenrock<br />

Bei kräftigen<br />

Beinen längere<br />

Form (sonst über<br />

dem Knie).<br />

Toll mit sportlichem<br />

Polo-Shirt.<br />

Der schöne<br />

Rock sitzt nicht<br />

richtig ?<br />

Ble<strong>ist</strong>iftrock<br />

Knapp über dem<br />

Knie <strong>ist</strong> die optimale<br />

Länge.<br />

Ein breiter Bund<br />

betont die Taille,<br />

formt die Figur.<br />

Tipp:<br />

Zum Rock immer<br />

Schuhe mit<br />

höheren Absätzen<br />

tragen – das<br />

streckt.<br />

Glockenrock<br />

Der Fifties-Rock<br />

verdeckt kräftige<br />

Oberschenkel.<br />

Rock eher kürzer<br />

tragen (Knielänge).<br />

Unser<br />

Lieblingsrock<br />

DIE A-LINIE<br />

Der am Saum<br />

etwas ausgestellte<br />

Rock steht jeder<br />

Frau und macht<br />

eine tolle Figur.<br />

Kleine Pölsterchen<br />

an der Hüfte<br />

werden geschickt<br />

überspielt.<br />

Der Rock wird<br />

auf der Hüfte<br />

getragen und kann<br />

mit jedem Oberteil<br />

kombiniert werden<br />

– sowohl figurbetont<br />

(Bluse, Top)<br />

als auch lässig<br />

(weites Shirt).<br />

Wickelrock<br />

Passt sich jeder<br />

Rundung an und<br />

wirkt sehr sexy.<br />

Auf richtige Größe<br />

achten, Stoff<br />

darf nicht auseinanderklaffen.<br />

Ballonrock<br />

Kaschiert<br />

geschickt kleine<br />

Pölsterchen an<br />

Bauch und Hüfte.<br />

Steht sowohl<br />

großen als auch<br />

kleinen Frauen.<br />

Mit eng anliegendem<br />

Oberteil<br />

kombinieren.<br />

Ideal<br />

bei breiten<br />

Hüften<br />

Mode-Trick:<br />

Sie wollen<br />

<strong>Ihr</strong>e Beine<br />

etwas länger<br />

schummeln?<br />

Dann wählen<br />

Sie einen<br />

Rock mit<br />

Schlitz –<br />

vorne in der<br />

Mitte oder<br />

an der Seite!<br />

Eine Nummer größer kaufen! Und in Änderungsschneiderei auf eigene Figur maßschneidern lassen (ca. 15 Euro).<br />

Illustrationen: <strong>ist</strong>ockphoto<br />

20 7/ 2012


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GESUND & FIT<br />

<strong>Wie</strong> sicher <strong>ist</strong><br />

unser<br />

Trinkwasser?<br />

Sauberes Trinkwasser kommt aus der Leitung, denkt man. Doch Experten<br />

warnen: Es <strong>ist</strong> längst nicht so sicher, wie viele glauben. „Denn neue<br />

Krankheitserreger wie Ehec-Bakterien können unbemerkt aus dem Hahn fließen“,<br />

so Prof. Martin Exner. Zum Glück kann man viel tun, um sich zu schützen.<br />

F<br />

Immer wieder heißt es, Trinkwasser<br />

<strong>ist</strong> das am besten untersuchte<br />

Lebensmittel. Stimmt das?<br />

A PROF. EXNER Für altbekannte<br />

Keime stimmt das. Seit rund hundert<br />

Jahren wurden z. B. keine großen<br />

Seuchen wie Typhus oder Ruhr mehr<br />

durch das Trinkwasser übertragen.<br />

Aber: Mittlerweile gibt es weitere<br />

aggressive Keime, die mit dem derzeitigen<br />

Überwachungsverfahren nicht<br />

sicher erkannt werden. Diese Sicherheitslücken<br />

müssen wir schließen!<br />

F<br />

Welche Keime oder Schadstoffe<br />

können durch die Lücken schlüpfen?<br />

A PROF. EXNER Im Rohwasser<br />

haben wir schon sehr aggressive, also<br />

überlebensfreudige und hoch -<br />

ansteckende Varianten z. B. von<br />

• Ehec-Bakterien,<br />

• Noro-Viren<br />

• sowie Parasiten wie Cryptosporidien<br />

und Giardien gefunden.<br />

HELDT Auch für Rückstände von Medikamenten<br />

und Chemikalien brauchen<br />

wir dringend neue Untersuchungen.<br />

F<br />

Warum gibt es diese<br />

Lücken in der Überwachung?<br />

A PROF. EXNER Weil lange Zeit die<br />

Dringlichkeit nicht gesehen wurde!<br />

Jahrzehntelang war man der Auffassung,<br />

dass die ex<strong>ist</strong>ierenden Kriterien,<br />

wie man Trinkwasser überwacht<br />

und untersucht, ausreichen. Aber<br />

schon seit 20 Jahren weisen Experten<br />

darauf hin, dass das System reformiert<br />

werden muss, z.B. um Trinkwasser<br />

besser auf neue Krankheitserreger<br />

überwachen zu können.<br />

UNSERE EXPERTEN<br />

Prof. Martin Exner,<br />

Direktor an der Uni Bonn<br />

und Vorsitzender der<br />

Trinkwasserkommission<br />

des Umweltbundesamtes<br />

Dr.-Ing. Pia<br />

Lipp vom DVGW<br />

Technologiezentrum<br />

<strong>Wasser</strong> (TZW),<br />

Karlsruhe<br />

Philip Heldt,<br />

Ökotoxikologe bei<br />

der Verbraucherzentrale<br />

NRW,<br />

Düsseldorf<br />

Claudia Schuller<br />

vom Bayerischen Landesamt<br />

für Gesundheit<br />

& Lebensmittelsicherheit,<br />

Erlangen<br />

22 7/ 2012


64 %<br />

des in Deutschland geförderten<br />

<strong>Wasser</strong>s werden von Kraftwerken<br />

(Kühlung) gebraucht,<br />

nur 13 % dienen der öffentlichen<br />

<strong>Wasser</strong>versorgung.<br />

NUR 3 % WERDEN<br />

GETRUNKEN!<br />

Gut 130 Liter Trinkwasser verbraucht<br />

jeder – pro Tag! Das<br />

me<strong>ist</strong>e für die Toilette.<br />

Toilette<br />

Baden, Duschen<br />

Wäschewaschen<br />

Körperpflege<br />

Geschirrspülen<br />

Sonstige<br />

8<br />

8<br />

18<br />

17<br />

Menge in Liter; Quelle: BUND<br />

42<br />

39<br />

WOHER STAMMT<br />

UNSER TRINKWASSER?<br />

Oberflächenwasser<br />

(See, Fluss)<br />

27<br />

Quellen<br />

9<br />

Quelle: Forum Trinkwasser<br />

Angaben<br />

in %<br />

% Grundwasser<br />

64<br />

F<br />

Sind in Deutschland schon<br />

Menschen krank geworden, weil ihr<br />

Trinkwasser nicht in Ordnung war?<br />

A PROF. EXNER Ja! Am bekanntesten<br />

sind Erkrankungen aufgrund von<br />

Legionellen. Man muss davon ausgehen,<br />

dass bislang 20000 bis 30000<br />

Lungenentzündungen pro Jahr durch<br />

diese Bakterien ausgelöst werden.<br />

Deshalb <strong>ist</strong> nun die Trinkwasserverordnung<br />

auch geändert worden<br />

(Anm. d. Redaktion: In öffentlichen<br />

Einrichtungen und größeren Mietshäusern<br />

muss jetzt im Warmwassersystem<br />

eine Mindesttemperatur eingehalten<br />

werden).<br />

In Krankenhäusern werden immer<br />

wieder Bakterien vom Typ Pseudomonas<br />

aeruginosa im Trinkwasser<br />

gefunden, die schwere Infektionen<br />

auslösen können.<br />

7 / 2012 23


GESUND & FIT<br />

F<br />

<strong>Wie</strong> kommen die Krankheitserreger<br />

bzw. Schadstoffe überhaupt<br />

ins Trinkwasser?<br />

A DR. LIPP Über ganz verschiedene<br />

Wege. Ein Beispiel: Nach heftigen<br />

Regengüssen oder Überschwemmungen<br />

können verstärkt Mikroorganismen<br />

wie Bakterien aus Gülle oder<br />

Tierkot ins Grundwasser gelangen.<br />

Bereitet ein <strong>Wasser</strong>werk daraus Trinkwasser<br />

auf und filtriert nicht nach<br />

dem Stand der Technik, können kleine<br />

Mengen der Bakterien im Trinkwasser<br />

auftauchen. Zudem gibt es weitere<br />

Quellen der Verschmutzung, z. B. auf<br />

Felder aufgebrachte Pestizide, Abwässer<br />

aus der Industrie usw.<br />

<strong>Wie</strong> „hart“ <strong>ist</strong> das<br />

<strong>Wasser</strong> bei Ihnen?<br />

➤ Hartes <strong>Wasser</strong> enthält vor<br />

allem Kalzium- und Magnesium-<br />

Ionen und <strong>ist</strong> für die Gesundheit<br />

eigentlich unbedenklich.<br />

➤ Allerdings können sich in<br />

den Kalkablagerungen, die<br />

hartes <strong>Wasser</strong> an Armaturen<br />

und in Waschmaschinen<br />

bildet, Krankheitserreger<br />

vermehren.<br />

➤ Außerdem braucht<br />

man bei hartem und<br />

sehr hartem <strong>Wasser</strong><br />

wesentlich mehr<br />

Waschmittel, damit die<br />

Wäsche sauber wird.<br />

weich (0–7°)*<br />

mittelhart (7–14°)<br />

hart (14–21°)<br />

sehr hart (> 21°)<br />

* Karte zeigt durchschnittliche <strong>Wasser</strong>härte<br />

in den Landkreisen in Grad deutscher<br />

Härte (°dH). Die regionale <strong>Wasser</strong>härte<br />

kann davon abweichen. Auskunft erteilt der<br />

<strong>Wasser</strong>versorger.<br />

F<br />

Aber die <strong>Wasser</strong>werke in<br />

Deutschland filtern doch das<br />

<strong>Wasser</strong>, um solche schädlichen<br />

Stoffe zu entfernen, oder?<br />

A DR. LIPP Das hängt von der<br />

Qualität des Rohwassers ab. Als<br />

Faustregel gilt: Je besser das Rohwasser<br />

<strong>ist</strong>, umso weniger aufwendig<br />

muss man es aufbereiten, um daraus<br />

sauberes Trinkwasser zu machen.<br />

Verwandt werden beispielsweise.<br />

• Aktivkohlefilter, um Pflanzenschutzmittel,<br />

so genannte perfluorierte<br />

Tenside, Chlorkohlenwasserstoffe<br />

und Arzneimittel zu entfernen.<br />

• Keime werden mit Ozon, UV-Licht<br />

oder mit Chlor abgetötet.<br />

F<br />

Sollten alle <strong>Wasser</strong>werke Ultrafilter<br />

einsetzen?<br />

A PROF. EXNER Nein! Bei sehr<br />

sauberem Rohwasser <strong>ist</strong> das nicht<br />

nötig. Aber dort, wo die Wahrscheinlichkeit<br />

erhöht <strong>ist</strong>, dass Rohwasser<br />

mit Krankheitserregern belastet sein<br />

kann, etwa wenn viel Oberflächenwasser<br />

zu Trinkwasser aufbereitet<br />

wird, <strong>ist</strong> die Technik wünschenswert.<br />

F<br />

Wer kontrolliert eigentlich die<br />

Qualität unseres Trinkwassers?<br />

A SCHULLER Die <strong>Wasser</strong>werke<br />

selbst. Jeder <strong>Wasser</strong>versorger muss<br />

per Gesetz das eigene Trinkwasser<br />

regelmäßig in einem zertifizierten<br />

Labor untersuchen lassen. <strong>Wie</strong> oft,<br />

hängt davon ab, wie viel Trinkwasser<br />

der Versorger bereitstellt. Zusätzlich<br />

kontrolliert das zuständige Gesundheitsamt,<br />

ob alles korrekt abläuft.<br />

F<br />

Was passiert, wenn ein <strong>Wasser</strong>werk<br />

Krankheitserreger oder Schadstoffe<br />

im Trinkwasser feststellt?<br />

A SCHULLER Der <strong>Wasser</strong>versorger<br />

muss das umgehend dem Gesundheitsamt<br />

melden, das dann eigene Proben<br />

nimmt. Sind beide Proben positiv, müssen<br />

Maßnahmen ergriffen werden. Bei<br />

hygienischen Problemen, z. B. E. coli<br />

(Durchfallkeim), informiert der <strong>Wasser</strong>versorger<br />

die Bewohner umgehend<br />

über die Medien, dass das <strong>Wasser</strong> einige<br />

Zeit abgekocht werden muss, bis das<br />

Problem beim <strong>Wasser</strong>werk gelöst <strong>ist</strong>.<br />

F<br />

Manchmal kommt es vor, dass<br />

<strong>Wasser</strong> aus der Leitung komisch<br />

riecht oder schmeckt, was tun?<br />

A SCHULLER Bei Leitungswasser,<br />

das unangenehm riecht oder schlecht<br />

schmeckt, bitte umgehend den <strong>Wasser</strong>versorger<br />

kontaktieren.<br />

24 7/ 2012


F<br />

Gibt es Gefahren fürs Trinkwasser,<br />

die erst zuhause entstehen?<br />

A HELDT Ja. Relevant sind vor<br />

allem diese Dinge:<br />

• In Altbauten (i. d. R. vor 1973) können<br />

Bleirohre das <strong>Wasser</strong> belasten.<br />

Ein Test darauf kostet ca. 30 Euro.<br />

• Bei warmem <strong>Wasser</strong> können sich<br />

bei Temperaturen zwischen 25 °C bis<br />

zirka 55 °C Legionellen vermehren.<br />

Wer die Bakterien beim Duschen<br />

einatmet, kann die sogenannte Legionärskrankheit<br />

(schwere Lungenentzündung)<br />

bekommen.<br />

• Und: Einfache <strong>Wasser</strong>filter, etwa<br />

um Teewasser zu enthärten, sind oft<br />

mikrobakteriell belastet.<br />

STUDIE<br />

„Lieber <strong>Wasser</strong><br />

kaufen“<br />

<strong>Wie</strong> sehr natürliches Brunnenwasser<br />

belastet sein kann, zeigt eine<br />

Studie der Universität Münster zu<br />

Hausbrunnen in Westfalen. Die<br />

Gesundheitsämter empfehlen dort<br />

teilweise, „zum Trinken anderes<br />

<strong>Wasser</strong>“ zu verwenden.<br />

„Brisant“ nennt Prof. Wilhelm<br />

Coldewey von der Universität<br />

Münster die Ergebnisse seiner<br />

Studie. 2 000 Hausbrunnen in<br />

Westfalen untersuchte der Geologe<br />

auf Schadstoffe und Gesundheitswirkung.<br />

Die Ergebnisse:<br />

➤ 62 % der Proben übersteigen<br />

die zulässigen Grenzwerte.<br />

➤ Im <strong>Wasser</strong> vieler Brunnen befindet<br />

sich viel zu viel Natrium, Chlorid,<br />

Sulfat, Nitrat, Fluorid und Bor.<br />

➤ Einzelne Gesundheitsämter<br />

empfehlen Brunnenbesitzern<br />

sogar, aus <strong>gesund</strong>heitlichen Gründen<br />

„zum Trinken anderes <strong>Wasser</strong><br />

zu verwenden als das aus dem<br />

eigenen Brunnen“.<br />

Machen Sie <strong>Ihr</strong><br />

<strong>Wasser</strong> gesünder<br />

Auch in den eigenen vier Wänden<br />

lauern Gefahren fürs Trinkwasser, die<br />

sich aber vermeiden lassen:<br />

1ABLAUFEN<br />

LASSEN<br />

DAS PROBLEM<br />

Steht <strong>Wasser</strong> über Nacht,<br />

können sich darin Keime<br />

vermehren oder Schadstoffe<br />

aus der Leitung<br />

sammeln.<br />

DESHALB<br />

Morgens ablaufen lassen,<br />

bis sehr kaltes <strong>Wasser</strong><br />

kommt. Das <strong>Wasser</strong> aber<br />

auffangen, um z. B. Blumen<br />

zu gießen.<br />

2 WARMWASSER<br />

EINSTELLEN<br />

DAS PROBLEM<br />

Einige Erreger (z. B.<br />

Legionellen) vermehren<br />

sich besonders gut in<br />

lauwarmem <strong>Wasser</strong><br />

(25–55 °C).<br />

DESHALB<br />

➤ Warmwasser auf 70 °C<br />

einstellen, das tötet die<br />

me<strong>ist</strong>en Erreger ab.<br />

➤ Vor dem Duschen<br />

bzw. Baden zunächst nur<br />

heißes <strong>Wasser</strong> aufdrehen<br />

und einen kurzen Moment<br />

laufen lassen, dann<br />

erst kaltes beimischen.<br />

3 KALKRÄNDER<br />

ENTFERNEN<br />

DAS PROBLEM<br />

Ablagerungen an Hahn<br />

und Duschkopf sind ideale<br />

Brutstätten für Bakterien.<br />

DESHALB<br />

Duschkopf und Perlator<br />

(Einsatz am <strong>Wasser</strong>hahn)<br />

regelmäßig abschrauben<br />

und reinigen, z. B. in<br />

heißem Essigwasser.<br />

4 SPRUDLER<br />

SÄUBERN<br />

DAS PROBLEM<br />

In Flaschen und Gewinden<br />

von Sprudlergeräten<br />

können sich Keime<br />

vermehren.<br />

DESHALB<br />

Täglich mit möglichst<br />

heißem <strong>Wasser</strong>, Geschirrspülmittel,<br />

sauberer<br />

(!) Bürste gründlich<br />

reinigen. Flaschen<br />

rechtzeitig austauschen.<br />

7 / 2012 25


GESUND & FIT<br />

Still & sauber: Gut<br />

getestete Mineralwässer<br />

Ökotest hat über 100 stille Mineralwässer auf kritische<br />

Inhaltsstoffe getestet. Nur 18 bekamen ein „sehr gut“.<br />

Besonders günstig bzw. überregional erhältlich sind * :<br />

Frische Brise Marius<br />

Mineral-Quelle von Perlaqua;<br />

viel Kalzium, Magnesium,<br />

Sulfat; Glasflasche; ca. 0,23<br />

Euro/l; Baden-Württemberg.<br />

Sinus Quelle Naturelle<br />

von GHL Noris; kaum<br />

Mineralstoffe, natriumarm;<br />

PET-Flasche, ca. 0,25<br />

Euro/l; Sachsen.<br />

F<br />

Was kann man gegen solche<br />

Gefahren zuhause tun?<br />

A HELDT Bleirohre sollte man unbedingt<br />

austauschen lassen. Übergangsweise,<br />

also bis zum Austausch, unbedingt<br />

Trinkwasser mehrmals täglich ablaufen<br />

lassen. Legionellen beugt man durch<br />

ausreichend heißes <strong>Wasser</strong> im Warmwassersystem<br />

vor. Und <strong>Wasser</strong>filter muss<br />

man sehr penibel regelmäßig reinigen<br />

(siehe auch Tipps vorige Seite).<br />

F<br />

Lohnt der Einbau einer speziellen<br />

Ultra-Filteranlage ins Eigenheim?<br />

Märkisch Kr<strong>ist</strong>all Naturelle<br />

von Vivaris; mittlerer<br />

Mineralstoffgehalt;<br />

Glas-Flasche; ca. 0,40 Euro/l;<br />

Berlin/Brandenburg.<br />

Gerolsteiner Naturell<br />

von Gerolsteiner Brunnen,<br />

enthält viel Kalzium, Magnesium,<br />

Sulfat; PET-Flasche,<br />

ca. 0,53 Euro/l; bundesweit.<br />

* Sortiert nach Preis aufsteigend.<br />

Rheinfels Quelle Naturelle<br />

von Rheinfels Quellen;<br />

mittlerer Mineralstoffgehalt;<br />

PET-Flasche;<br />

ca. 0,44 Euro/l; bundesweit.<br />

Adelholzener<br />

Alpenquellen Naturell<br />

mittlerer Mineralstoffgehalt,<br />

natriumarm; PET-Flasche;<br />

ca. 0,66 Euro/l, bundesweit.<br />

A PROF. EXNER In der Regel nicht,<br />

denn jeder Verbraucher sollte von seinem<br />

<strong>Wasser</strong>versorger hygienisch einwandfreies<br />

Trinkwasser erhalten. Die Anlage<br />

kann aber sinnvoll sein, wenn man nicht<br />

an die öffentliche <strong>Wasser</strong>versorgung angeschlossen<br />

<strong>ist</strong>, z. B. bei sehr einsam gelegenen<br />

Häusern und Gehöften, die ihr<br />

<strong>Wasser</strong> aus eigenen Brunnen gewinnen.<br />

F<br />

Was <strong>ist</strong> mit Hausanlagen, die das<br />

<strong>Wasser</strong> enthärten sollen?<br />

A HELDT Auch hier gilt: Die <strong>Wasser</strong>versorgung<br />

sollte so sein, dass man das nicht<br />

braucht. Bei sehr hartem <strong>Wasser</strong> (über<br />

30 °dH, siehe Info-Grafik vorige Seite)<br />

kann sich ein Enthärter lohnen, wenn<br />

man viel wäscht und entsprechend weniger<br />

Waschpulver dosieren möchte.<br />

F<br />

Ist Mineralwasser die bessere Alternative,<br />

zum Beispiel wenn man eine<br />

angegriffene Gesundheit hat?<br />

A HELDT Das kann man pauschal so<br />

nicht sagen. Auch Mineralwasser kann in<br />

Einzelfällen mit Schadstoffen belastet sein.<br />

Ich rate nur dann zu Mineralwasser, wenn<br />

der <strong>Wasser</strong>versorger akute oder wiederkehrende<br />

Probleme hat (Für den Fall gibt<br />

es sehr gut getestete Sorten ohne Schadstoffe,<br />

siehe Testsieger links, Anm. d. Red.).<br />

Fotos: Getty Images (3), privat (4), PR (6); Illustrationen: Shutterstock (8); Karte: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie<br />

26 7/ 2012


F<br />

Trinken Sie als <strong>Wasser</strong>-Experte<br />

selbst noch das <strong>Wasser</strong>, das zuhause<br />

aus der Leitung kommt?<br />

A PROF. EXNER Ja, selbstverständlich.<br />

So soll und muss es sein. Aber ich<br />

interessiere mich auch als Verbraucher,<br />

woher mein <strong>Wasser</strong> stammt. Liegt der<br />

Brunnen beispielsweise ohne Schutzzone<br />

direkt neben einem Weidegebiet,<br />

muss man vorsichtig sein und sollte als<br />

Verbraucher bei seinem <strong>Wasser</strong>versorger<br />

darauf drängen, dass eine entsprechende<br />

Schutzzone ausgewiesen wird.<br />

SCHULLER Ja. Weil es bestens untersucht<br />

<strong>ist</strong> und keine Gefahr besteht,<br />

wenn die Grenzwerte eingehalten<br />

werden. Rings um uns in der Natur<br />

sind Keime – wenn wir in der Erde<br />

graben, Luft einatmen, einkaufen<br />

gehen und auch auf unserer Haut.<br />

Deshalb muss und kann Trinkwasser<br />

nicht steril sein.<br />

F<br />

Kann man eigentlich als Verbraucher<br />

etwas tun, damit Trinkwasser<br />

sauber bleibt?<br />

A HELDT Ja, jeder kann und sollte<br />

alles dafür tun. Wichtig <strong>ist</strong> vor allem:<br />

• Keine Pestizide im Garten benutzen.<br />

Auf asphaltierten und gepflasterten<br />

Wegen am Haus sind die Pflanzenschutzmittel<br />

sogar verboten, weil<br />

die Stoffe von dort über die Abflüsse<br />

leicht ins Abwasser und somit in den<br />

<strong>Wasser</strong>kreislauf gelangen.<br />

• Biologisch abbaubare Putzmittel im<br />

Haushalt verwenden (Etikett beachten).<br />

Keine Chlorreiniger und Hygienespüler<br />

verwenden, weil diese die<br />

nützlichen Bakterien in der<br />

Kläranlage zerstören!<br />

• Medikamente auf keinen Fall in<br />

Toilette/Abguss spülen, sondern über<br />

Hausmüll, besser noch über Sammelstellen<br />

oder Apotheken entsorgen.<br />

• Unbedingt auch Reste von Chemikalien,<br />

Farben, Altöl etc. bei Schadstoffsammelstellen<br />

abgeben.<br />

Anke Faust, Bernd Bücheler<br />

GEWUSST?<br />

Hier lauert Gefahr<br />

fürs Trinkwasser<br />

Landwirtschaft<br />

➤ Unsachgemäß<br />

entsorgte, aber<br />

auch auf natürlichem<br />

Weg<br />

ausgeschiedene<br />

Medikamente<br />

gelangen in den<br />

Kreislauf, aus<br />

dem Trinkwasser<br />

gewonnen wird.<br />

➤ Über 1 Mio.<br />

chemische Verbindungen<br />

werden<br />

industriell<br />

genutzt. Aber:<br />

Nur für einen<br />

Bruchteil ex<strong>ist</strong>ieren<br />

Grenzwerte<br />

in der Trinkwasserverordnung.<br />

Haushalt<br />

➤ Fungizide,<br />

Herbizide, Pestizide<br />

können ins<br />

Grundwasser, in<br />

Flüsse und Seen<br />

gelangen.<br />

➤ Gülle enthält<br />

häufig gefährliche<br />

Bakterien<br />

(E. coli) und<br />

Medikamente aus<br />

der Tierhaltung.<br />

➤ Durch Überdüngung<br />

gelangen<br />

Nitrate ins<br />

Grundwasser.<br />

➤ Aggressive<br />

Reiniger (z. B.<br />

Rohrreiniger,<br />

Maschinenpfleger)<br />

enthalten<br />

Substanzen, die<br />

in Kläranlagen<br />

kaum oder gar<br />

nicht abgebaut<br />

werden.<br />

Industrie & Verkehr<br />

➤ 1 Liter Altöl<br />

macht 1 Mio.<br />

Liter Trinkwasser<br />

unbrauchbar.<br />

Öl gelangt beispielsweise<br />

durch undichte<br />

Motoren ins<br />

Oberflächen-/<br />

Grundwasser.<br />

<br />

Menschen<br />

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UNSER LEBEN<br />

Ja, weil ich<br />

entspannter bin als<br />

bei den Kindern!<br />

„Probier’s mal mit der<br />

Neunerregel“, animiere<br />

ich Leon, als wir für die<br />

Mathearbeit üben. Er<br />

<strong>ist</strong> skeptisch. Doch dass<br />

man damit blitzschnell<br />

das Ergebnis überprüfen<br />

kann, überzeugt ihn<br />

doch. Plötzlich machen<br />

ihm die Aufgaben richtig<br />

Spaß. Bei den eigenen<br />

Kindern hatte man noch<br />

die guten Noten oder<br />

die nächste Versetzung<br />

im Kopf. Wenn bei meinem<br />

Enkel eine Arbeit<br />

danebengeht – was<br />

macht das schon? Ah,<br />

das Telefon ... Leon: „Du,<br />

Oma“, jubelt er, „ich hab<br />

bei der Mathearbeit die<br />

Neunerregel gemacht!“<br />

Holde Hajek (72), hier<br />

mit ihrem Mann Harald<br />

(76) und den Enkeln<br />

Leon (12) und Lara (9)<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

28 7/ 2012


UNSER LEBEN<br />

Bin ich eine<br />

gute Oma, ein<br />

guter Opa?<br />

Eine Frage, die wir uns stellen,<br />

wenn das erste Enkelkind da<br />

<strong>ist</strong>. Und die jeder gerne mit „Ja“<br />

beantworten möchte. So wie diese<br />

Leser – und Liedermacher Rolf<br />

Zuckowski, der sogar extra<br />

ein „Großeltern-Jahr“<br />

einlegte. Warum und<br />

wie ihn dies veränderte,<br />

erzählte er Tessa<br />

Randau.<br />

FOTOS | Dominik Asbach<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

7 / 2012 29


UNSER LEBEN<br />

„Sich auf die Enkel einlassen <strong>ist</strong><br />

das Wichtigste“ Rolf Zuckowski<br />

Rolf Zuckowski ...<br />

... geboren am<br />

12. Mai 1947 in<br />

Hamburg<br />

... heiratet mit 24<br />

seine Jugendliebe<br />

Monika, drei Kinder<br />

und inzwischen<br />

drei Enkel<br />

... hat 1982 als<br />

Musiker seinen<br />

Durchbruch mit<br />

dem Kinderlied<br />

„... und ganz<br />

doll mich“.<br />

... wurde mit vielen<br />

Preisen ausgezeichnet,<br />

u. a. Bundesverdienstkreuz.<br />

Herr Zuckowski, Sie sind Großvater von drei<br />

Enkeln, Tim (12), Mascha (7) und John (1). Und<br />

Sie haben sich kürzlich ein „Großeltern-Jahr“<br />

gegönnt. <strong>Wie</strong> kam es zu dieser Entscheidung?<br />

ZUCKOWSKI Ich war beruflich viel unterwegs,<br />

habe in den ersten Lebensjahren kaum etwas vom<br />

Alltag meiner Enkel mitbekommen. Das wollte<br />

ich ändern: die Großen auch mal von der Schule<br />

abholen und beim Kleinen Babysitter sein. Wenn<br />

man Teil ihres ganz normalen Lebens <strong>ist</strong>, lernt<br />

man die Kinder viel besser kennen. Dieser<br />

Wunsch hat mich umgetrieben.<br />

Und dann?<br />

ZUCKOWSKI ... habe ich mein Großeltern-Jahr<br />

offiziell angekündigt, damit man merkt, dass<br />

ich es ernst meine.<br />

<strong>Wie</strong> sah das Großeltern-Jahr konkret aus?<br />

ZUCKOWSKI In dieser Zeit haben wir uns mindestens<br />

einmal pro Woche gesehen.<br />

Und jetzt, wo das Jahr vorbei <strong>ist</strong>?<br />

ZUCKOWSKI ... habe ich es schon heimlich verlängert,<br />

aber nicht ganz so konsequent.<br />

„Bin ich ein guter Großvater?“ – denken Sie<br />

über diese Frage nach?<br />

ZUCKOWSKI Oh ja. Meine Frau und ich machen<br />

uns immer wieder Gedanken. Unser Wunsch, gute<br />

Großeltern zu sein, liegt in einer Mischung aus:<br />

die Eltern entlasten; den Enkeln gut zuhören; zu<br />

beobachten: Was interessiert sie und wo könnte<br />

ich „andocken“? Und zu erkennen: Wo stoße ich<br />

auf Grenzen – und das auch zu akzeptieren.<br />

Drei Enkel heißt auch drei kleine Individual<strong>ist</strong>en.<br />

Fällt es da schwer, die Aufmerksamkeit,<br />

die Liebe gerecht zu verteilen?<br />

ZUCKOWSKI Ich glaube, Liebe verteilen geht gar<br />

nicht. Man kann nur offen sein für das, was die<br />

Kinder auch selbst gerade geben können. Auch<br />

wenn man viel Aufmerksamkeit für sie hat, müssen<br />

sie nicht Aufmerksamkeit für uns haben. Sie<br />

haben ihren eigenen Kopf, ihre eigenen momentanen<br />

Bedürfnisse, ihre Tagesverfassung – je nachdem,<br />

wie die Schule gerade gelaufen <strong>ist</strong> oder die<br />

Freundinnen oder Freunde gerade mit ihnen<br />

umgegangen sind ... Je mehr man versucht,<br />

Kindern die eigenen Wünsche überzustülpen,<br />

desto größer kann auch die Enttäuschung sein,<br />

wenn sie das nicht annehmen.<br />

Was <strong>ist</strong> <strong>Ihr</strong>e Lehre ...?<br />

ZUCKOWSKI ... versuchen, ein bisschen nachzuhorchen:<br />

„Wonach <strong>ist</strong> dir jetzt zumute?“ – und<br />

dann mehr daraus zu machen.<br />

Was heißt „mehr“?<br />

ZUCKOWSKI Tim, der Älteste, <strong>ist</strong> ein großer Eisenbahnfan.<br />

Mit ihm entdecke ich alles rund ums<br />

Thema Eisenbahn. Wir sehen uns zum Beispiel<br />

Stellwerke an, die bei uns in der Nähe sind und an<br />

denen man sonst achtlos vorbeifährt. Und Mascha<br />

beginnt, sich fürs Theater zu interessieren. Wir<br />

waren schon zusammen in „Der Räuber Hotzenplotz“<br />

und „Tarzan – das Musical“. Wir sprechen<br />

dann nicht nur über die Stücke, sondern auch<br />

über die Leute, die Theater machen oder Dinge<br />

wie Ton und Licht. Ich finde, sich auf ein Kind<br />

einlassen, für seine Wünsche und Bedürfnisse Zeit<br />

haben hat ganz viel mit Liebe zu tun. Auch meine<br />

Großeltern hatten ganz viel Zeit für uns, allerdings<br />

nur während ihrer Arbeit.<br />

<strong>Ihr</strong>e Großeltern mütterlicherseits hatten<br />

einen Gemüseladen.<br />

ZUCKOWSKI Ja, ich durfte zum Beispiel morgens<br />

mit zum Großmarkt fahren oder das Gemüse<br />

abwiegen. Meine Großeltern haben mir immer<br />

das Gefühl gegeben, dass es schön und wertvoll<br />

<strong>ist</strong>, ihnen im Laden zu helfen. Natürlich lief vieles<br />

auch spielerisch ab, nach dem Abwiegen durfte<br />

ich mit den Kartoffeln auch mal jonglieren ...<br />

Und die anderen Großeltern?<br />

ZUCKOWSKI Mein Opa war Hausme<strong>ist</strong>er, hat<br />

einen großen Häuserblock in Hamburg verwaltet.<br />

Ich hab mit ihm morgens aus den kalt gewordenen<br />

Öfen noch brennbare Koks raussortiert,<br />

weil man sie noch verwerten konnte. Das war die<br />

Zeit, die meine Großeltern für mich hatten ...<br />

Das hat Sie geprägt?<br />

ZUCKOWSKI Ja, unbedingt. Ich finde es gut, wenn<br />

auch heute Großväter den Werkzeugkasten raus-<br />

30 7/ 2012


... weil ich<br />

Zeit habe<br />

„... und deshalb<br />

viel gelassener<br />

bleibe. Auch<br />

wenn Lara, der<br />

kleine Trotzkopf,<br />

beim<br />

Abendessen<br />

alles runterschmeißt.<br />

Bei<br />

meinen Kindern<br />

hätte ich<br />

geschimpft,<br />

heute schicke<br />

ich Laura in<br />

eine kurze<br />

Auszeit –<br />

klappt prima!“<br />

Chr<strong>ist</strong>el Hofman<br />

(72) mit<br />

ihrer Enkelin<br />

Lara (2) und<br />

Opa Gerd (73)<br />

... weil<br />

ich ihnen<br />

die Welt zeigen<br />

kann<br />

„Israel,<br />

Vietnam,<br />

Jordanien,<br />

Usbek<strong>ist</strong>an.<br />

Ich bin<br />

schon viel<br />

mit meinen<br />

drei Enkeln<br />

(24, 22, 17)<br />

verre<strong>ist</strong>, will<br />

ihnen die<br />

Vielfalt und<br />

Schönheit<br />

des Lebens<br />

zeigen.“<br />

Irma Grümmer<br />

(77) und Enkel<br />

Severin (24)<br />

holen und die Enkel zugucken und helfen lassen,<br />

wenn zuhause etwas repariert werden muss. Aber<br />

auch Dinge wie Stricken und Häkeln können wir<br />

Enkeln zeigen. Denn dazu haben die Eltern vielleicht<br />

weniger Zeit. Und es gibt auch viele alte<br />

Lieder, die Großeltern mit den Enkeln singen<br />

können. Zum Beispiel „Bunt sind die Wälder“ im<br />

Herbst, beim ersten Schnee „Leise rieselt der<br />

Schnee“ oder „Der Mai, der Mai, der lustige Mai“<br />

an einem wunderschönen Maitag. Volkslieder<br />

bleiben nur lebendig, wenn sie gesungen werden.<br />

Müssen Großeltern heute moderne Dinge wie<br />

Handy, iPad und Computer „draufhaben“?<br />

ZUCKOWSKI Ich glaube, dass es ihnen sehr hilft.<br />

Bei den Jungen geht es ja nicht nur um Computer-<br />

Spiele, sondern ihre reale Umwelt <strong>ist</strong> technisch<br />

geprägt. Wer sagt, „davon verstehe ich nichts und<br />

davon will ich auch gar nichts wissen“, der klinkt<br />

sich aus dem realen Leben der Enkel aus.<br />

Gibt es bei Ihnen zuhause typische Dinge, welche<br />

‚die Oma’ mit den Enkeln macht, und andere,<br />

für die ‚der Opa’ zuständig <strong>ist</strong>?<br />

ZUCKOWSKI Ja, meine Frau spielt zum Beispiel<br />

sehr gerne mit ihnen Fußball. Sie <strong>ist</strong> dann oft<br />

7 / 2012<br />

31


UNSER LEBEN<br />

65, Opa und<br />

ein bisschen<br />

weise ...<br />

Rolf<br />

Zuckowski<br />

blickt auf<br />

viel gelebtes<br />

Leben<br />

zurück.<br />

Gedanken<br />

und Gefühle,<br />

die ihn<br />

gerade<br />

bewegen,<br />

hat er auf<br />

seinem<br />

neuen Album<br />

„leise<br />

Stärke“<br />

(Universal,<br />

16,99 Euro)<br />

verarbeitet.<br />

<br />

selbst wie ein spielfreudiges Kind.<br />

Ich bin eher derjenige, der versucht,<br />

mit den Kindern Wissen<br />

spielerisch zu erfahren, zum Beispiel,<br />

wie man Dinge hochstapeln<br />

kann. Spielerische Architektur – so<br />

was macht mir Spaß. Und ich fahre<br />

gerne mit ihnen irgendwohin und<br />

mache unterwegs Sachen, die mir<br />

ganz spontan einfallen.<br />

Was für Sachen?<br />

ZUCKOWSKI Wenn wir einen Ausflug machen,<br />

halte ich zum Beispiel am alten Elbtunnel an und<br />

erzähle, was das für ein technisches Wunderwerk<br />

war, seinerzeit, als er erbaut wurde. Oder ich stoppe<br />

am Hamburger Hafen und erzähle von der Seefahrtzeit<br />

meines Vaters. Das finden sie sehr spannend.<br />

So kann es sein, dass eine Fahrt, die normal<br />

30 Minuten dauert, eine Stunde lang wird.<br />

Sind Sie als Opa streng ...?<br />

ZUCKOWSKI Ich bin sicherlich strenger, als viele<br />

es aufgrund meiner Lieder erwarten würden. Zum<br />

Beispiel, wenn es um gutes Benehmen beim Essen<br />

geht. Das <strong>ist</strong> mir sehr wichtig, denn es hat etwas<br />

mit Höflichkeit und Respekt den Menschen gegenüber<br />

zu tun, die mit am Tisch sitzen. Ich werde<br />

dann nicht laut, bin aber weniger kompromissbereit<br />

als meine Frau.<br />

Inwieweit sollten Großeltern sich in die<br />

Erziehung einmischen?<br />

ZUCKOWSKI Ich finde es richtig, sich zurückzuhalten,<br />

wenn alle beisammen sind. Wenn man mit<br />

dem Enkelkind allein <strong>ist</strong>, kann man aber durchaus<br />

auch mal ganz persönlich sagen, wie man etwas<br />

findet, ob richtig oder falsch. Man sollte dann<br />

aber bei sich selbst bleiben und nicht über Mama<br />

und Papa in ihrer Abwesenheit reden.<br />

Sie haben einmal gesagt: „Vertrauen zu Kindern<br />

wächst über Blickkontakt.“ <strong>Wie</strong> sieht dieser<br />

Blickkontakt zu <strong>Ihr</strong>en Enkeln aus?<br />

ZUCKOWSKI Am beglückendsten <strong>ist</strong> es natürlich,<br />

wenn der Blick sagt: ‚Ach, schön, dass wir uns<br />

haben!‘ Es gibt aber auch traurige Momente. Dann<br />

hilft es manchmal schon, den Blickkontakt zu<br />

halten und zu zeigen: ‚Ich bin mit dir traurig, ich<br />

kann dich im Moment vielleicht nur dadurch<br />

trösten, dass du siehst, dass ich auch weinen<br />

muss.‘ Aber es kann auch mal ein sehr ernster<br />

Blickkontakt sein. Einer, der klarmacht: ‚Ich sag<br />

jetzt mal nichts. Aber so, wie ich gucke, musst du<br />

merken, dass ich das gar nicht<br />

gut finde, was hier gerade passiert.‘<br />

Das kann oft sehr viel<br />

mehr bewirken, als laut zu<br />

schimpfen. Ein Blick kann<br />

Kindern zeigen: ‚Ich bin auch<br />

nur ein Mensch. Ich bin nicht<br />

grenzenlos belastbar und wenn<br />

man mich kränkt, geht’s mir<br />

schlecht. Und du willst mich<br />

doch nicht verletzen, oder?‘<br />

Wenn Sie heute auf sich als Großvater blicken,<br />

gibt es Dinge, die Sie besser machen möchten?<br />

ZUCKOWSKI Ich spür im Moment keine großen<br />

Defizite. Das Großeltern-Jahr hat da viel für mich<br />

gebracht. Und es klingt noch nach. Ich muss allerdings<br />

aufpassen, dass mich mein Beruf nicht wieder<br />

zu sehr vereinnahmt ...<br />

Gibt es Erlebnisse mit den Enkeln, die sich ganz<br />

tief in <strong>Ihr</strong> Herz gebrannt haben?<br />

ZUCKOWSKI Ja, die Fahrten auf einer Sommerrodelbahn<br />

in den Schweizer Bergen. Das lieben<br />

wir alle sehr. Ich rodle gerne relativ schnell. Und<br />

dann ein bege<strong>ist</strong>ertes Kind vor mir, zwischen<br />

meinen Beinen zu haben, das dann diesen Geschwindigkeitsrausch<br />

miterlebt, <strong>ist</strong> schon ein sehr<br />

schönes, besonderes Gefühl.<br />

Sie haben das Lied geschrieben „Was Kinder<br />

machen“ und da heißt die erste Strophe: „Kinder<br />

machen glücklich, Kinder machen große<br />

Sorgen, Kinder machen zuversichtlich oder<br />

Angst vor morgen.“ <strong>Wie</strong> würde die erste Strophe<br />

des Liedes „Was Enkel machen“ lauten?<br />

ZUCKOWSKI Ich glaube, ich würde nur die letzte<br />

Zeile ändern. „Angst vor morgen“ <strong>ist</strong> ja so gemeint,<br />

dass man mit Kindern leichter in wirtschaftliche<br />

Not kommen kann und nicht recht<br />

weiß, wie kriege ich meine Familie über die Runden.<br />

Diese Sorgen hat man mit Enkelkindern in<br />

der Regel nicht. Daher hieße die<br />

Strophe: „Enkel machen glücklich,<br />

Enkel machen große Sorgen,<br />

Enkeln machen zuversichtlich<br />

und neue Lust auf morgen.“<br />

Redakteurin Tessa Randau sprach mit Rolf Zuckowski.<br />

Die 36-Jährige <strong>ist</strong> selbst Mutter einer kleinen Tochter<br />

(2): „Meine Eltern und Schwiegereltern betreuen Linn,<br />

sodass ich tageweise arbeiten kann. Dafür bin ich<br />

ihnen unendlich dankbar.“<br />

Foto: privat; Illustrationen: Shutterstock<br />

32 7/ 2012


Das kennen Sie auch<br />

von Angelika Euler<br />

Wer braucht hier Hilfe?<br />

Foto: Peter Rigaud/shotview photograpers; Styling: Katalin Kiss; Kleidung: www.peterhahn.de<br />

Angelika<br />

Euler<br />

hat 4 Kinder<br />

und<br />

6 Enkel.<br />

Jeden Monat<br />

erzählt<br />

sie aus<br />

ihrem<br />

alltäglich<br />

turbulenten<br />

Leben.<br />

Es gibt Menschen, die haben<br />

einen Beruf, und andere, die<br />

haben eine Berufung. Mein<br />

Mann gehört zur zweiten Kategorie.<br />

Er <strong>ist</strong> Arzt aus Leidenschaft<br />

– so was wie Urlaub<br />

braucht er nicht …<br />

Italien, auf einer Terrasse mit<br />

atemberaubendem Blick aufs<br />

Meer. Mein Mann wittert plötzlich<br />

– nach mehrtägiger Abstinenz<br />

– die Chance, sein „Helfersyndrom“<br />

auszuleben. Denn<br />

siehe da, eine verletzte Zehe<br />

(die überflüssigerweise auch<br />

noch zu einer attraktiven, vollbusigen<br />

Blondine Mitte 30<br />

gehört) kommt des Weges. <strong>Ihr</strong>e<br />

Besitzerin hinkt bemitleidenswert<br />

zum Liegestuhl. Als sie<br />

dabei auch noch stolpert, kann<br />

nichts und niemand mehr mei-<br />

WAS DENKEN SIE?<br />

nen Mann aufhalten. Er springt<br />

auf und seine legendäre Hilfsbereitschaft<br />

schwappt wie eine<br />

Meereswoge über die Dame.<br />

Ich selbst ziehe mich in den<br />

schattigen Teil der Terrasse<br />

zurück und beobachte die<br />

beiden amüsiert – fast ohne<br />

Ärger (ich kenne ihn einfach zu<br />

gut, als dass ich mich über<br />

so eine Szene wirklich noch<br />

echauffieren könnte!).<br />

Und <strong>Ihr</strong> Mann – wobei <strong>ist</strong> ihm einfach nicht zu helfen?<br />

Bald hat Helmut zutraulich<br />

neben der Zehe Platz genommen<br />

und untersucht das dicke,<br />

rote Ungetüm, das seine Besitzerin<br />

nicht gerade appetitanregend<br />

auf den Tisch vor sich<br />

gelegt hat. Endlich! Nun hat er<br />

seine Privatvisite! Doch anders<br />

als erwartet <strong>ist</strong> die Zehe – oder<br />

vielmehr ihre Besitzerin – störrisch.<br />

Helmuts angebotenes<br />

Antibiotikum lehnt sie naserümpfend<br />

ab. Sie sei Heilpraktikerin<br />

und habe normalerweise<br />

für solche Fälle Schlangengift<br />

dabei. Doch das habe sie zu<br />

Hause vergessen. Dafür hat<br />

sie vor dem Haus Aloe-vera-<br />

Pflanzen entdeckt und legt nun<br />

deren fleischige Blätter auf. „Es<br />

wirkt schon“, seufzt sie erleichtert<br />

– und würdigt den ungebetenen<br />

Arzt keines Blickes mehr.<br />

Der schaut völlig konsterniert<br />

drein. „Frau“ will seine Hilfe<br />

nicht? Na bitte. Dann eben<br />

nicht! Wird schon sehen, wo<br />

sie bleibt, diese arrogante<br />

Tussi, mit ihren dämlichen<br />

Aloe-vera-Blättern …<br />

Für den Rest des Urlaubs<br />

<strong>ist</strong> wenigstens einer geheilt:<br />

Helmut mit seinem<br />

Helfersyndrom.<br />

7 / 2012<br />

33


1<br />

3<br />

4<br />

2<br />

5<br />

2<br />

1<br />

4 5<br />

OB52273<br />

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6<br />

9<br />

7<br />

10<br />

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der See genießen<br />

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Reise & Kultur<br />

Wer <strong>ist</strong><br />

Woody Allen?<br />

Die Antwort gibt ein<br />

witziger Dokumentarfilm<br />

über den Regisseur<br />

(„Woody Allen –<br />

A Documentary“), ab<br />

5. Juli im Kino.<br />

56<br />

Prozent der<br />

Deutschen<br />

hören täglich<br />

Radio. Besonders<br />

beliebt:<br />

Nachrichten<br />

und Kultur.<br />

Im Bandfieber<br />

„Boy-Groups“ sind keine<br />

Erfindung der Neuzeit. <strong>Ihr</strong>e<br />

Blüte – auch in Deutschland<br />

– erlebten Gruppen wie<br />

„Beach Boys“, „Monkeys“,<br />

„Hollies“ und „Rattles“<br />

in den 60ern. Alle Bands<br />

sind noch aktiv. Die<br />

„Beach Boys“ (Bild unten)<br />

feilen gerade an ihrem<br />

Comeback-Album.<br />

Fotos: Getty Images (3), Shutterstock; Gemälde: Pierre-Auguste Renoir, Femme à l’ombrelle dans un jardin, 1875-1876,<br />

Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid, Femme à l’ombrelle dans un jardin, 1875-1876, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid<br />

Leicht und<br />

beschwingt<br />

Helle Farben, leichte<br />

Pinselstriche – kaum<br />

einer prägte den Stil<br />

des Impressionismus<br />

wie Pierre-Auguste<br />

Renoir (1841 – 1919).<br />

Welche Entwicklung<br />

seinen Bildern wie<br />

„Femme à l’ombrelle<br />

dans un jardin“ (oben)<br />

vorausging, zeigt eine<br />

Ausstellung mit 50 seiner<br />

frühen Werke im<br />

Kunstmuseum Basel.<br />

Welche zwei dieser „Beach Boys“ sind bis heute dabei?<br />

Auflösung: 1. von links – C (Brian Wilson) und 2. von links – D (Mike Love)<br />

Die Beach Boys sind zurück<br />

50 Jahre nachdem sie mit „Surfin’ Safari“, „Surfin’ U.S.A.“ oder<br />

„Barbara Ann“ ihre ersten Hits landeten, geben die Beach Boys<br />

drei Konzerte: Berlin (3. 8.), Stuttgart (4. 8.) und Mönchengladbach<br />

(5. 8.). Und es <strong>ist</strong> das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Bandchef<br />

Brian Wilson mit den Gründungsmitgliedern Al Jardine und Mike<br />

Love sowie mit Bruce Johnston und David Marks auf der Bühne<br />

steht. Heftige Streitigkeiten hatten eine Zusammenarbeit lange<br />

unmöglich gemacht. „Alles vergessen!“, beteuern die Strandjungs!<br />

A B C D E<br />

<br />

KULTUR-TIPP Malen oder Zeichnen lernen kann man auch im Internet. Kostenlose Kurse gibt’s bei www.kunstkurs-online.de<br />

7/ 2012<br />

37


REISE & KULTUR<br />

1<br />

2<br />

MEIN KLOS<br />

Kloster Maulbronn – Hesse und Hölderlin gingen hier zur Schule; die schwäbischen<br />

mittelalterliche Klosteranlage Nordeuropas <strong>ist</strong> heute ein Weltkulturerbe. Ein Kleinod<br />

FOTOS | Sven Paustian<br />

38 7/ 2012


1 | Filigrane Schnitzarbeit:<br />

Spitze des<br />

Dreisitzes im Chor der<br />

Klosterkirche.<br />

2 | Verblassende Kunst:<br />

Die schon 500 Jahre<br />

alte und verwitterte<br />

Malerei in der Vorhalle<br />

der Klosterkirche<br />

erzählt die Geschichte<br />

des Sündenfalls.<br />

3 | Lernen hinter Fachwerk:<br />

Das Brunnenhaus<br />

über der Brunnenkapelle<br />

(siehe nächste<br />

Seite) beherbergt<br />

heute ein Klassenzimmer<br />

des evangelischen<br />

Seminars.<br />

3<br />

REISE & KULTUR<br />

TER LEBT!<br />

Maultaschen sollen dort ihre Heimat haben und die besterhaltene<br />

im Kraichgau, das niemand so gut kennt wie die 56-jährige Angelika Braun.<br />

TEXT | Gaby Herzog<br />

7 / 2012<br />

39


REISE & KULTUR<br />

1<br />

mern, dem verwunschenen Faustturm,<br />

der geheimen Geißelkammer, in der<br />

sich die Mönche mit Peitschenhieben<br />

züchtigten. Und niemand kennt die Geschichten<br />

des Klosters Maulbronn so<br />

gut wie die impulsive Frau mit den fröhlichen<br />

braunen Augen – schließlich lebt<br />

Im Kreuzgang gespielt<br />

sie schon immer hier, zwischen den gut<br />

zwei Dutzend Gebäuden des Klosters.<br />

Und weil sie die Geschichte(n) nicht<br />

nur gut kennt, sondern auch gerne erzählt,<br />

sprudeln die Anekdoten in ihrem<br />

Klack-klock, klack-klock“ – gestern<br />

Abend, beim letzten Rundgang kurz vor<br />

Einbruch der Dunkelheit, hat sie ihn<br />

wieder gehört. Klack-klock, klack-klock.<br />

„Ganz langsam hinkte er wieder durch<br />

den Kreuzgang, mit seinem typischen<br />

schlürfenden Gang“, erzählt Angelika<br />

Braun mit tiefem Ernst, „klack-klock,<br />

klack-klock“, schnalzt sie mit der Zunge<br />

und steckt die Hände noch ein bisschen<br />

tiefer in die Ärmel ihres schwarzen<br />

Mantels. „Das war er, Abt Entenfuß!“<br />

Dass ihre Kolleginnen Angelika Braun<br />

manchmal wegen ihrer fantastischen<br />

Wahrnehmung belächeln – schließlich<br />

<strong>ist</strong> der Abt schon seit mehr als 500 Jahren<br />

tot –, <strong>ist</strong> der 56-Jährigen egal. „Ich<br />

habe eben ein ganz besonderes Ohr für<br />

das Kloster Maulbronn“, sagt sie und<br />

streicht nachdenklich über die verwitterten<br />

Schilfsandstein-Blöcke am Hauptportal<br />

der Klosterkirche. Dann zieht sie<br />

einen schmalen, silbernen Schlüssel aus<br />

der Tasche und hält ihn stolz wie eine<br />

Trophäe in die Höhe. „Der Generalschlüssel!<br />

Dieser hier <strong>ist</strong> neu. Für meinen<br />

Geschmack etwas zu unscheinbar“,<br />

lächelt sie und bleibt vor dem mit<br />

schwarzem Eisen beschlagenen Tor stehen.<br />

„Früher, als ich ein kleines Mädchen<br />

war, trug der Klosterverwalter einen<br />

riesigen verrosteten Eisenschlüssel<br />

an einer dicken Kordel um die Hüfte.<br />

Er war halb so lang wie mein Unterarm,<br />

hatte einen dreifach gezackten Bart.“<br />

Angelika Braun liebt diese Geschichten.<br />

Geschichten von entlegenen Kamsympathischen<br />

badischen Akzent nur<br />

so aus ihr heraus. Schon ihre Oma<br />

wohnte in der alten Küferei, wo im Mittelalter<br />

die Weinfässer gefertigt wurden.<br />

Dort, genauer gesagt in der niedrigen<br />

Stube unter dem Dach, wurde<br />

Angelika Braun geboren. Im Kreuzgang<br />

hat sie Radfahren gelernt. Im Sommer,<br />

wenn die Steine von der Sonne aufgeheizt<br />

waren, hat sie als Kind auf der<br />

alten Wehrmauer Eidechsen gejagt und<br />

im Winter kauerte sie vor dem Holzofen<br />

und lauschte den spannenden Geschichten<br />

der Nachbarin. Immer wieder<br />

40 7/ 2012


1 | Die Brunnenkapelle, von<br />

Bergquellen gespe<strong>ist</strong>, diente<br />

den Mönchen für rituelle<br />

Waschungen. 2 | Schmiedeeiserne<br />

Zierbeschläge schmücken<br />

die Kirchentüren, am Südportal<br />

sogar in stilisierter Vogelform.<br />

3 | Pure Idylle – Blick von oben<br />

auf die Klosteranlage. 4 | Frisch<br />

renoviert – dreischiffige Basilika<br />

im romanischen Stil.<br />

musste die alte Frau Striegel auch von<br />

dem verschwenderischen Abt Entenfuß<br />

berichten, der den geheimnisvollen Magier<br />

Dr. Faust einst nach Maulbronn<br />

eingeladen hatte, um dort aus Sandstein<br />

Gold zu machen. Im Klosterhof<br />

sind später Angelika Brauns drei Mädchen<br />

groß geworden, hier hat sie auch<br />

ihren zweiten Mann Peter kennengelernt,<br />

als der vor 24 Jahren Leiter der<br />

Klosterverwaltung wurde. „Die Gemäuer<br />

sind unser Leben“, sagt sie noch und<br />

drückt die Klinke der Klosterkirche herunter.<br />

Leise quietschend schwingt die<br />

Tür auf, kühl-feuchte Luft strömt aus<br />

dem Inneren. Weil an diesem wolkenverhangenen<br />

Tag nur wenig Licht durch<br />

die kleinen Rundbogenfenster ins Innere<br />

dringt, müssen sich die Augen erst<br />

an die Dunkelheit gewöhnen. Doch<br />

dann erkennt man das mächtige Kruzifix<br />

vor der Chorschranke.<br />

1148 wurde das Z<strong>ist</strong>erzienserkloster<br />

gegründet; heute gilt Maulbronn als die<br />

am vollständigsten erhaltene Klosteranlage<br />

nördlich der Alpen und wurde<br />

1993 zum Weltkulturerbe. Es <strong>ist</strong> die einzigartige<br />

Geschlossenheit, die ein fast<br />

unverfälschtes Bild eines mittelalterlichen<br />

Klosters vermittelt.<br />

2<br />

3<br />

4<br />

Der Z<strong>ist</strong>erzienser-Orden gründete<br />

sich im 11. Jahrhundert aus der Tradition<br />

der Benediktiner und breitete sich<br />

schnell in Europa aus. Neu war: Der<br />

Orden legte – im Gegensatz zu anderen<br />

– großen Wert auf einheitliches Auftreten<br />

und Handeln. Es gab einen Ideal-<br />

Bauplan für alle neuen Klöster, Bräuche<br />

und Tagesabläufe der Mönche waren<br />

stets gleich. Eine Art mittelalterliche<br />

Welterbe seit 1993<br />

Corporate Identity. Nicht zuletzt auch<br />

dadurch, dass sich die Mönche ihren<br />

Lebensunterhalt selbst erwirtschaften<br />

wollten. Und sie sich nicht mehr, wie<br />

bis dahin üblich, durch die Abgaben abhängiger<br />

Bauern finanzierten.<br />

„Aus diesem Grund gab es innerhalb<br />

des Klosters zwei getrennte Gemeinschaften<br />

von Brüdern“, erzählt Angelika<br />

Braun, „Chormönche und Laienbrüder.<br />

Die Chormönche stammten me<strong>ist</strong><br />

aus dem Adel, kümmerten sich um Kulturelles<br />

und Religiöses, forschten in der<br />

Bibel, verfassten Bücher und Schriften.<br />

Aus ihren Reihen stammten auch die<br />

Priester. Die Laienbrüder arbeiteten –<br />

als Landwirte oder Handwerker. Und<br />

beide Gruppen waren strikt getrennt,<br />

auch optisch.“ Chormönche trugen eine<br />

feine weiße Tunika mit schwarzem<br />

Überwurf, Laienbrüder robuste braune<br />

Kutten mit Gürtel und Kapuze. „Auf den<br />

einfachen Bänken, im vorderen Teil des<br />

Gotteshauses, saßen die Laienmönche“,<br />

erklärt sie und geht zügig durch den<br />

Mittelgang bis zur Chorschranke. „An<br />

dieser Stelle war für sie Schluss. Den<br />

Herrenchor durften sie nie betreten.“<br />

In dem reich verzierten gotischen<br />

Chorgestühl war Platz für 92 Mönche,<br />

die hier acht Mal am Tag beteten. <strong>Wie</strong><br />

viele Stunden mögen sie die in das dunkle<br />

Nussbaum-Holz kunstvoll geschnitzten<br />

Szenen beobachtet haben? <strong>Wie</strong><br />

Samson den wilden Löwen bezwingt?<br />

<strong>Wie</strong> die zarte Jungfrau nur durch ihre<br />

Unschuld das Einhorn zähmt, sodass<br />

es seinen Kopf in ihren Schoß legt. „Auf<br />

den zweiten Blick gibt es noch viel mehr<br />

kleine Geschichten zu entdecken“, flüstert<br />

Angelika Braun. Und tatsächlich,<br />

wie konnte man das nur übersehen?<br />

Hinter einem Relief lugt ein tapsiges<br />

Hündchen hervor, ein keckes Äffchen<br />

turnt an einer hölzernen Verschnörkelung<br />

und an einer Ecke steht ein bärtiger<br />

Mann, der neben einer Säge auch<br />

eine Miniatur der Klosterkirche in der<br />

Hand hält. „Hier hat sich der Künstler<br />

einen Spaß erlaubt und sich heimlich<br />

selber verewigt.“ Dann zeigt Angelika<br />

Braun hoch zur Decke, auf drei kleine<br />

schwarze Löcher. „Früher hingen da<br />

lange Seile vom Glockenturm bis hinunter<br />

zum Boden“, sagt sie und lacht.<br />

„Die Seile haben wir uns als Kinder um<br />

den Körper gebunden, haben Schwung<br />

geholt und sind, wie auf einer Schaukel,<br />

hoch über dem Herrenchor hin und<br />

her durch die Luft gesaust.“ Minutenlang<br />

haben die Glocken regelmäßig geläutet,<br />

bis ein genervter Erwachsener<br />

den Streich beendete – die Kirche als<br />

Abenteuer-Spielplatz.<br />

Doch das <strong>ist</strong> lange vorbei. Nachdem<br />

die Unesco 1993 Maulbronn zum Weltkulturerbe<br />

erhob, wurde vieles saniert.<br />

Und dabei ging auch ein Stück ihrer Kindheit<br />

verloren – Geheimgänge, in denen<br />

sie sich versteckt hatte, wurden zugemauert,<br />

wilder Efeu, der die Mauern<br />

7 / 2012<br />

41


REISE & KULTUR<br />

wie die Rosenhecke in Dornröschens<br />

Märchenschloss umgab, verschwand,<br />

neue Dächer kamen hinzu. „Natürlich<br />

war das wichtig für den Erhalt, aber trotzdem<br />

vermisse ich manchmal das beschaulich<br />

unperfekte Ambiente von damals.“<br />

Vier 13-, 14-Jährige mit Zahnspangen<br />

kommen albern lachend die Steintreppe<br />

neben der alten Sakr<strong>ist</strong>ei herunter<br />

und breiten ganz selbstverständlich ihre<br />

Heute lebendiges Internat<br />

Bücher und Hefte unter dem knorrigen<br />

Magnolienbaum im Kreuzgarten aus.<br />

Im Zuge der Reformation wurde das<br />

Kloster zunächst protestantisch und später<br />

in eine Klosterschule umgewandelt.<br />

Seit 450 Jahren gibt es keine Mönche<br />

mehr, und 1969 kamen auch erstmals<br />

Mädchen in das alt- und neusprachliche<br />

Gymnasium. Über dem Herren-<br />

Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal,<br />

befindet sich heute ihr Schlafsaal.<br />

Rund 200 Schüler leben heute im Internat.<br />

Angelika Braun winkt den Mädchen:<br />

„Wir kennen uns hier alle. Es <strong>ist</strong><br />

gut, dass die Gebäude bewohnt sind,<br />

das hält sie lebendig.“<br />

Vielleicht <strong>ist</strong> es genau dieser Reiz, dass<br />

die Gebäude genutzt werden, der das<br />

Kloster so einmalig macht. Die Gemeinde<br />

Maulbronn (sie wurde erst 1838 gegründet)<br />

nutzt den ehemaligen Pferdestall<br />

als Rathaus, der alte Fruchtkasten,<br />

in dem früher die Ernte eingelagert wurde,<br />

<strong>ist</strong> heute Stadthalle. Und gegenüber,<br />

in dem Fachwerkhaus mit den hübschen<br />

hellblau gestrichenen Fensterläden, befindet<br />

sich die Polizeiwache. So leben<br />

die Menschen in Maulbronn bis heute<br />

in, um und mit ihrem Kloster. „Sobald<br />

einer im Garten ein Loch gräbt, muss<br />

er damit rechnen, auf mittelalterliche<br />

Artefakte zu stoßen“, weiß Angelika<br />

Braun. Auf Teile der ausgeklügelten mittelalterlichen<br />

<strong>Wasser</strong>versorgung zum<br />

Beispiel. Die Z<strong>ist</strong>erzienser legten nämlich<br />

rund um das Kloster mehr als 20<br />

Seen und Teichen an. Sie stauten dazu<br />

das Flüsschen Salzach und leiteten das<br />

<strong>Wasser</strong> durch kilometerlange Kanäle auf<br />

die Felder oder direkt ins Kloster. Separat<br />

wurde das verunreinigte <strong>Wasser</strong> wieder<br />

ausgeleitet. „Die Versorgung mit frischem<br />

<strong>Wasser</strong> war damals ein extremer<br />

Luxus und sorgte dafür, dass viele Krankheiten<br />

ferngehalten wurden“, erzählt<br />

Angelika Braun.<br />

Doch es gab auch weniger bequeme<br />

Seiten. Die Mönche unterlagen einem<br />

strengen Schweigegelübde. Selbst beim<br />

Essen durften sie sich nur mit Handzeichen<br />

verständigen, die Mahlzeiten waren<br />

spartanisch. Fleisch, Fett und Weißbrot<br />

waren tabu. Auf dem Speiseplan<br />

standen stattdessen Gemüse, Getreide,<br />

Obst und Fisch. „Doch es gab einen kleinen<br />

Trick, um den Speiseplan etwas abwechslungsreicher<br />

zu gestalten: Die<br />

Paradies In der<br />

3-jochigen Kirchenvorhalle<br />

ließen sich<br />

reiche Gönner des<br />

Klosters begraben<br />

– in der Hoffnung<br />

auf einen guten<br />

Platz im Jenseits.<br />

PERLE IM KRAICHGAU<br />

Die rund 330 m lange und 120 m breite Klosteranlage wird Mitte<br />

des 12. Jh.s gebaut – und <strong>ist</strong> bis heute Zentrum Maulbronns.<br />

Geißelkammer Beging ein<br />

Mönch eine Verfehlung,<br />

züchtigte er sich mit<br />

Peitschenhieben selbst.<br />

Der kleine Raum <strong>ist</strong> nur bei<br />

Sonderführungen geöffnet.<br />

Haupt- und Südportal<br />

Die ältesten Türen<br />

Deutschlands hängen<br />

hier seit 1178.<br />

Fruchtkasten<br />

In dem 7-stöckigen<br />

Bau lagerte<br />

früher die Ernte.<br />

Heute dient er<br />

der Gemeinde als<br />

Festhalle.<br />

42 7/ 2012


Fotos: Sven Paustian (6), Hedda Eid/laif; Karte: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim<br />

Mönche zählten einfach Enten, Frösche,<br />

Otter und Biber zu den Fischen“, weiß<br />

Angelika Braun. Oder sie drehten<br />

Fleisch ganz fein durch den Wolf, mischten<br />

viele Kräuter dazu und packten alles<br />

in Teigtaschen – so verlief die Geburt<br />

der Maultaschen, sagt zumindest<br />

die Legende. „Herrgottsbscheißerle“<br />

heißen die auch, weil der liebe Gott<br />

von oben nicht sehen konnte, dass einige<br />

der Mönche doch Fleisch aßen.<br />

Am me<strong>ist</strong>en zu schaffen machte den<br />

Mönchen jedoch die Kälte. Selbst im<br />

Sommer steigt hinter den 80 Zentimeter<br />

dicken Mauern das Thermometer selten<br />

über fünf Grad (auch im Sommer zum<br />

Besichtigen Pullover mitnehmen). Deshalb<br />

hat man jetzt Sitzheizungen unter<br />

den Kirchenbänken angebracht, damit<br />

Gäste der regelmäßigen Konzerte nicht<br />

mehr bibbern müssen. Angelika Braun<br />

lacht: „Darum hätte uns Abt Entenfuß<br />

ganz bestimmt sehr beneidet.“<br />

Kalefaktorium Mittelalterliche<br />

Fußbodenheizung: In einer<br />

geschlossenen Kammer<br />

im Erdgeschoss machte<br />

man Feuer. Den Rauch ließ<br />

man erst durchs Fenster<br />

abziehen, dann strömte die<br />

erwärmte Luft durch kleine<br />

Löcher von unten in die<br />

Stube im 1. Stock.<br />

Steinkruzifix Steinkreuze<br />

waren bei Z<strong>ist</strong>erziensern<br />

verboten. Deshalb malte der<br />

Künstler eine täuschend<br />

echte „Holzmaserung“ auf<br />

den grauen Sandstein.<br />

Faustturm Hier soll der<br />

Alchem<strong>ist</strong> Dr. Georg Faust<br />

(Goethes Vorbild) 1516<br />

gewirkt haben. Beweise<br />

dafür gibt es jedoch nicht.<br />

Lust auf<br />

Maulbronn?<br />

ANREISE<br />

Auto A 8, Ausfahrt<br />

Pforzheim-Nord. Auf<br />

der B 294 Richtung<br />

Ölbronn-Dürrn,<br />

weiter auf der L 611.<br />

Bahn via Stuttgart bis<br />

Mühlacker, dann Bus<br />

700 bis Maulbronn.<br />

Oder bis Pforzheim,<br />

dann Bus 735 bis<br />

Maulbronn.<br />

ÜBERNACHTEN<br />

„Hotel Klosterpost“<br />

– moderne Zimmer,<br />

direkt beim Kloster.<br />

DZ ab 89 Euro.<br />

(070 43) 1080,<br />

www.klosterschmiede.<br />

de, „Hotel zum Nachtwächter“<br />

in Lienzingen<br />

(ca. 5 Kilometer<br />

entfernt). DZ/F im<br />

urigen Fachwerkhotel<br />

ab 68 Euro.<br />

(070 41) 951 10,<br />

www.hotelrestaurantnachtwaechter.de<br />

ESSEN<br />

Restaurants<br />

im Kloster:<br />

„Kloster-Katz“ – gute<br />

italienische Küche.<br />

(070 43) 87 38.<br />

„Klosterschmiede“ –<br />

schwäbische Küche.<br />

(070 43) 10 80.<br />

MEHR ERFAHREN<br />

Kloster Maulbronn,<br />

Eintritt 6 Euro,<br />

(0 70 43) 92 66 10,<br />

www.klostermaulbronn.de<br />

Mit Gottes Segen<br />

In der Nachbarschaft des Klosters<br />

Maulbronn wachsen seit jeher<br />

die feinsten Weine Württembergs.<br />

Der Adelige<br />

2011er Maulbronner<br />

Eilfingerberg Riesling<br />

Kabinett trocken;<br />

Weingut Herzog von<br />

Württemberg, 8,50<br />

Euro, www.weingutwuerttemberg.de<br />

Geschmack<br />

Rassig, elegant, mit<br />

frischer Zitrusfrucht.<br />

Der Exotische<br />

2011er Chardonnay<br />

„S“ trocken, Weingut<br />

Sonnenhof, Gündelbach,<br />

10,00 Euro, www.<br />

weingutsonnenhof.de<br />

Geschmack<br />

Saftig, vollfruchtig,<br />

mit reichen Aromen<br />

nach exotischen<br />

Früchten.<br />

Der Klassiker<br />

2010er Lemberger<br />

trocken „im Holzfass<br />

gereift“, Weingut<br />

Steinbachhof Eißler,<br />

Gündelbach, 9,50<br />

Euro, www.weinguteissler.de<br />

Geschmack<br />

Samtiger Rotwein mit<br />

feinem Cassis-Aroma.<br />

UNSER EXPERTE<br />

Frank Kämmer <strong>ist</strong> Master-<br />

Sommelier und Tester für den<br />

Gault-Millau-Weinguide.<br />

Fotos: Dorothee van Bömmel, PR (2), Klaus E. Haun


Humor, Gelassenheit<br />

und Neugier auf alles,<br />

was kommt:<br />

Erika Pluhar mit ihrem<br />

treuen Mimmo, einem<br />

Gebirgsschweißhund.<br />

44 7/ 2012


REISE & KULTUR<br />

ERIKA PLUHAR<br />

»Bin<br />

heute ganz<br />

bei mir«<br />

Erika Pluhar – sie galt als schönste Frau Österreichs, teilte<br />

ihr Leben mit schillernden Männern, erlebte unsagbares Leid,<br />

verlor ihre Tochter und verstummte trotzdem nie.<br />

Elke Kressin traf die angesehene Schauspielerin und Autorin.<br />

Ein Gespräch über Rückschläge, Abschiede, Immerwieder-Aufstehen<br />

– und Ignaz, ihren Enkel aus der Sahara.<br />

7 / 2012 45


REISE & KULTUR<br />

M<br />

Mitten im Gespräch schließt Erika Pluhar<br />

die Augen. Und für einen Moment taucht<br />

sie weg. Ganz deutlich sieht sie dann<br />

die schier endlose Weite vor sich. Den<br />

golden schimmernden Sand. Wüste.<br />

Brennende Sonne. Fühlt den hellen Leinenstoff<br />

ihrer Bluse, der auf der Haut<br />

klebt. Ab und zu ein Windstoß, Sandkörner,<br />

die in der Luft tanzen. Wenn Erika<br />

Pluhar diese Erinnerung in sich wachruft,<br />

kann sie auch die Stille der Wüste hören.<br />

Und Anna, ihre verstorbene Tochter. Sie<br />

war es, die sie vor jetzt 26 Jahren auf die<br />

Westsahara, das politisch seit Jahrzehnten<br />

hart umkämpfte Gebiet in Nordwestafrika,<br />

aufmerksam machte. Die sie<br />

animierte, sich für die Flüchtlinge dort<br />

einzusetzen, die schließlich den kleinen<br />

Jungen nach Österreich holte, ihren Enkel,<br />

ihm den neuen Namen Ignaz gab<br />

– „der Feurige“. Und dieser Ignaz gab<br />

Erika Pluhar etwas zurück, das die heute 73-Jährige beinahe<br />

ganz verloren glaubte: Feuer, Leidenschaft, für Menschen,<br />

für das Jetzt, für das Morgen.<br />

Kürzlich war sie mit dem heute 26-Jährigen in seiner alten<br />

Heimat, in der Westsahara, um einen Film zu drehen, Großmutter<br />

und Enkel: über das Land, in dem Ignaz’ Wurzeln<br />

liegen. „Es ging um die Schönheit dieses Landes und die Würde<br />

der Menschen, die dort leben“, beschreibt Erika Pluhar.<br />

„Wir hätten auch Armut, Elend und Tragik zeigen können.<br />

Aber solche Bilder sieht man im Fernsehen schon genug.“ Es<br />

ging den beiden auch um ihre Familie, ihr Leben, darum,<br />

etwas aus einer von vielen Schlägen geprägten Vergangenheit<br />

in eine bessere Zukunft zu tragen. Und um Anna, ihre vor 13<br />

Jahren völlig unerwartet verstorbene Tochter. Um Ignaz, den<br />

sie adoptierte, der ihr heute Sohn, Enkel, Vertrauter <strong>ist</strong>.<br />

„Mir <strong>ist</strong> es wichtig, Vergangenes, Verlorenes, Früheres in<br />

mein Heute mit einzubeziehen“, sagt Erika Pluhar. „Viele<br />

freundliche Menschen rieten mir, schneller loszulassen. Sie<br />

meinten zum Beispiel, ich solle doch aus meinem <strong>Wie</strong>ner Haus<br />

ausziehen und mir etwas Kleineres suchen. Bevor mir irgendwann<br />

einmal die Erinnerungen zu viel werden. Aber warum<br />

sollte ich das wollen? Ich will mit meinen Gedanken an die<br />

Vergangenheit leben, sie um mich haben, sie atmen lassen.<br />

»Für jemanden<br />

ganz und<br />

gar da zu sein<br />

<strong>ist</strong> gut – man<br />

muss nach vorne<br />

schauen.«<br />

Ein Leben mit Brüchen und Neuanfängen<br />

1 2 3 4 5 6<br />

* 28. 2. 1938<br />

Geboren in <strong>Wie</strong>n<br />

1957–59<br />

Schauspiel-Studium<br />

am Max-Reinhardt-Seminar<br />

1959–99<br />

Schauspielerin am<br />

<strong>Wie</strong>ner<br />

46 7/ 2012


Sie inspirieren mich für die Zukunft. Nur<br />

dann, wenn ich beides spüre, nur dann<br />

bin ich ganz bei mir.“<br />

Abschiede bedeuten für Erika Pluhar<br />

nie „für immer“. Es geht weiter – wenn<br />

auch in neuer Form. <strong>Wie</strong> ein roter Faden<br />

zieht sich dies durch ihr Leben. Denn im<br />

Abschied-Nehmen <strong>ist</strong> sie geübt. Ob es das<br />

Zerbrechen ihrer ersten Ehe mit dem<br />

schillernden Unternehmer Udo Proksch<br />

1967 war (er starb 2001 im Gefängnis,<br />

verurteilt wegen Mord), das Scheitern<br />

ihrer zweiten Ehe mit Tausendsassa<br />

André Heller 1973 oder der Selbstmord<br />

ihrer großen Liebe, des Schauspielers<br />

Peter Vogel 1978: Erika Pluhar trauerte,<br />

litt – und stand wieder auf. Immer sah<br />

ihr eine große Öffentlichkeit dabei zu.<br />

Nach dem Verlust ihres einzigen Kindes<br />

war das Aufstehen ungleich schwerer.<br />

Manchmal schien es gar unmöglich,<br />

sagt sie im Rückblick. Zwar war sie gehalten,<br />

hatte Menschen, die sie davor<br />

bewahrten, einfach am Boden liegen zu<br />

bleiben. „Zum Beispiel den Heller, dem<br />

ich dafür auf ewig dankbar bin.“ Aber es<br />

war ein unendlich mühevollerer, quälend<br />

langer Weg. „Deshalb bin ich auch dem<br />

Schicksal bis heute dankbar, das mir die<br />

Verantwortung für meinen nun mutterlosen<br />

Enkel Ignaz übertrug. Für jemanden<br />

ganz und gar da sein zu müssen,<br />

der sonst allein wäre in der Welt, <strong>ist</strong> eine<br />

gute, heilsame Art, den Rücken zu straffen<br />

und nach vorne zu schauen.“<br />

Wenn es einen zweiten roten Faden in<br />

Erika Pluhars Leben gibt, dann Gemeinschaft<br />

und Solidarität: aufeinander ach-<br />

Erika Pluhar mit Enkel<br />

Ignaz, mit dem sie den<br />

Film „Sahara in mir“ drehte.<br />

ten, andere nicht allein lassen, niemanden übersehen, der<br />

Hilfe braucht, niemanden vergessen, der einem Gutes tat auf<br />

dem mitunter steinigen Weg des Lebens. <strong>Wie</strong> etwa jene beiden<br />

Bäuerinnen im Salzkammergut, die der 16-jährigen Erika<br />

halfen, ihre Magersucht zu überwinden. Niemanden nachtragend<br />

wegstoßen, auch wenn er dem Herzen bittere Schmerzen<br />

zugefügt hat – wie ihren ersten Mann Udo Proksch, den<br />

sie trotz einer schwierigen, lange zurückliegenden Ehe regelmäßig<br />

in der Haft besuchte. In der er wegen sechsfachen<br />

Mordes saß. „Er war der Vater meiner einzigen Tochter“, sagt<br />

Erika Pluhar ruhig, „das verbindet. Während meiner Besuche<br />

im Gefängnis hatten wir so gute Gespräche wie während unserer<br />

ganzen Ehe nicht.“<br />

Doch wie gelingt es, Trauer, Wut, Verzweiflung und Einsamkeit<br />

immer wieder zu überwinden? „Ich hatte und habe<br />

immer die Kunst, meine Arbeit, die Möglichkeit, etwas zu<br />

schaffen und da meine Energie hineinzuleiten“, sagt die<br />

Schauspielerin, die 40 Jahre lang zum Ensemble des weltberühmten<br />

<strong>Wie</strong>ner Burgtheaters gehörte, die mit Heidelinde<br />

Burgtheater<br />

1962–67<br />

Ehe mit Udo<br />

Proksch (5, hier<br />

1989 in Haft)<br />

1962<br />

* Tochter Anna<br />

(1, hier ca. 1965)<br />

1970–84<br />

Ehe mit André<br />

Heller (2)<br />

1972<br />

Besingt erste<br />

Platte, es folgen<br />

19 LPs & CDs (6)<br />

1973–78<br />

Beziehung mit<br />

Schauspieler<br />

Peter Vogel bis zu<br />

dessen Tod<br />

1973<br />

Dreht „Reigen“<br />

mit Senta Berger,<br />

Helmut Berger<br />

1977<br />

„Schöner Gigolo,<br />

armer Gigolo“;<br />

mit David Bowie,<br />

Kim Novak,<br />

Maria Schell, Curd<br />

Jürgens, Marlene<br />

Dietrich (3)<br />

1981<br />

Erstes Buch: „Aus<br />

Tagebüchern“, es<br />

folgen bis heute<br />

18 weitere Bücher<br />

1986<br />

Ernennung Kammerschauspielerin<br />

1999<br />

Tod von ihrer-<br />

Tochter Anna<br />

2009<br />

„Mein Leben“<br />

(Dokumentarfilm)<br />

und „Out of Control“<br />

(4)<br />

2009<br />

Ehrenpreis des<br />

österreichischen<br />

Buchhandels<br />

7 / 2012 47


REISE & KULTUR<br />

Weis und Senta Berger zum Film kam,<br />

die als Sängerin und Autorin erfolgreich<br />

war und <strong>ist</strong>. „Geschrieben habe ich schon<br />

immer. In große schwarze Kladden. Darin<br />

sammele ich Gedanken, Ideen und<br />

führe Tagebuch. Jeden Morgen reflektiere<br />

ich über den vorausgegangenen<br />

Tag.“ Bereits ihr allererstes Buch, „Aus<br />

Tagebüchern“, war 1981 ein ungeahnter<br />

Erfolg beim Publikum. „Vielleicht, weil<br />

ich in Worte fassen kann, was viele fühlen.<br />

Und nie habe ich mich gescheut,<br />

etwas preiszugeben. Menschen sehnen<br />

sich nach Identifikation.“ <strong>Ihr</strong> Ex-Mann<br />

André Heller sagte einmal über sie:<br />

„Erika schreibt Geschichten, die tatsächlich<br />

gebraucht und gelesen werden und<br />

die von tiefen Erfahrungen erzählen, die<br />

sie leider nicht erfinden muss, sondern<br />

ganz und gar selbst durchlebt hat.“<br />

Diese Geschichten erzählt sie auch in<br />

ihren Liedern, deren Texte sie selbst<br />

schreibt. Mehr als 20 Platten hat sie besungen,<br />

ihre Konzerte sind stets ausverkauft.<br />

Mal stehen sie zu zweit auf der<br />

Bühne – die Pluhar mit dem Gitarr<strong>ist</strong>en<br />

Klaus Trabitsch –, mal aber auch zu dritt<br />

oder im Quartett. „Auch wenn die<br />

Stücke, die wir spielen, die gleichen sind<br />

– jeder Abend <strong>ist</strong> anders und einzigartig“,<br />

sagt die Sängerin. André Heller <strong>ist</strong> noch<br />

heute überzeugt: „Wenn sie nicht nur<br />

ihre eigenen Lieder, sondern auch die<br />

Hits anderer gesungen hätte: Sie hätte<br />

Weltkarriere machen können.“<br />

Die leisen, unspektakulären Töne sind<br />

es, die sie reizen, die stillen Fragen des<br />

Lebens, die sich jeder einmal stellt: Gehen<br />

oder bleiben? Bin ich glücklicher<br />

allein oder zu zweit? <strong>Wie</strong> viel Liebe und<br />

Nähe kann ich geben? Halten oder loslassen?<br />

<strong>Wie</strong> lebe ich damit, dass ich älter<br />

werde? Doch sie stellt auch fest, dass sie<br />

sich verändert. „Heute bin ich sanftmütiger<br />

als früher“, sagt sie und lächelt. „In<br />

meinem Alter sollte man milder sein mit<br />

anderen – und mit sich selbst.“<br />

Überhaupt das Älterwerden. Älterwerden<br />

sei eine neue Möglichkeit, sich den<br />

eigenen Wurzeln noch einmal neu zu<br />

»Jugend <strong>ist</strong><br />

ein ge<strong>ist</strong>iges<br />

Prinzip, mit<br />

Alter hat es<br />

wenig zu tun.«<br />

nähern. Und folgerichtig erzählt sie in ihrem neuen Roman<br />

(„Im Schatten der Zeit“, Residenz-Verlag, 21,90 Euro) die<br />

Geschichte ihrer Mutter – einer alleinerziehenden jungen<br />

Frau im Krieg, während ihr Mann an der Front kämpfte. „Meine<br />

ältere Schwester hat viele Dokumente der Familie liebevoll<br />

aufbewahrt“, erzählt Erika Pluhar. „Beim Durchsehen der<br />

Notizen und Fotos und beim Schreiben bin ich meiner Mutter<br />

viel näher als je zuvor.“ Neue Erkenntnisse über sich selbst<br />

habe sie nicht gewonnen. „Aber ich habe deutlicher als sonst<br />

die richtige Mixtur in mir gespürt: das Musikalische, Gesellige<br />

meines Vaters und die zurückgezogene Art meiner Mutter.“<br />

Hat sie Angst vor dem Alter? „Ich achte mehr auf mich,<br />

bewege mich viel und esse mit Genuss, aber in Maßen. Darum<br />

spüre ich meine Jahre nicht wirklich. Meine Eltern wurden 90<br />

und 95, das lässt hoffen. Aber ich mache mir auch nichts vor:<br />

Ich bin nicht mehr jung. Obwohl ich mehr denn je davon<br />

überzeugt bin, dass Jugend ein ge<strong>ist</strong>iges Prinzip <strong>ist</strong>. Ein an<br />

Jahren junger Mensch kann innerlich sehr alt sein. Weil er die<br />

Möglichkeiten zu leben nicht sieht und ausschöpft.“<br />

Und schon <strong>ist</strong> sie wieder bei ihrem Lebensthema. „In allem<br />

Vergangenen steckt ein Wert für die Gegenwart. Jeder von<br />

uns lebt im Schatten der eigenen Zeit.“ Das bedeutet für Erika<br />

Pluhar bis heute: politisch zu denken (man trug ihr in Österreich<br />

sogar das Amt der Bundespräsidentin an). „Wenn ich<br />

mir die politischen Zustände in Österreich oder in Deutschland<br />

anschaue, sehe ich, dass ich auch weiter meine Stimme<br />

erheben muss. Der Teufel trägt immer andere Kleider. Heutzutage<br />

kann es etwa das Gewand eines schicken Managers<br />

mit Köfferchen sein. Überall versucht man, zu<br />

manipulieren, zu vereinnahmen, etwa im Internet.<br />

Dagegen muss man sich wehren.“<br />

Erika Pluhar mit Redakteurin Elke Kressin<br />

Fotos: Peter Rigaud/laif, Paul Schirnhofer/Agentur Focus, action press (2), ullstein bild, apa/dpa, ddp images, PR, Elke Kressin<br />

48 7/ 2012


Lesezimmer<br />

„Süden <strong>ist</strong><br />

• da ankommen,<br />

wo man<br />

erwartet wird,<br />

• im Halbschlaf<br />

nichts zu befürchten<br />

haben,<br />

• durch Liebreiz<br />

mutig werden.“<br />

Iso Camartin<br />

Fotos: Peter Rigaud/laif, Klaus E. Haun<br />

Auf in den Süden<br />

Ein zauberhaftes Buch, das jeden an den Ort der eigenen Sehnsüchte entführt<br />

Wer in Finnland wohnt,<br />

für den <strong>ist</strong> Schweden<br />

– der Süden.<br />

Der Schotte findet<br />

Südengland ziemlich<br />

südlich. Und für den Schweizer Iso<br />

Camartin <strong>ist</strong> Sizilien der Süden par excellence.<br />

„Süden“, lehrt sein fröhliches<br />

kleines Buch, <strong>ist</strong> ein anderes Wort für<br />

„Sehnsuchtsort“. Wohin man sich träumt,<br />

wenn man durch winterliche Straßen eilt.<br />

Wo man gerne sein möchte, wenn man<br />

im Herbst bei Heizungsluft in der Wohnung<br />

sitzt. Oder wenn man – egal zu<br />

welcher Jahreszeit – im Stau steht. Und<br />

von wo aus man, einmal angekommen,<br />

bege<strong>ist</strong>erte Postkarten schreibt.<br />

Süden, das sind farbige Gemälde<br />

von Cézanne, Marc und Gauguin,<br />

<strong>ist</strong> die Sonne auf der Haut, <strong>ist</strong> das<br />

gedämpfte Schlagen der Wellen, die<br />

nur im Sommer so klingen. Süden,<br />

das <strong>ist</strong> kühler Weißwein auf einer<br />

einladenden Terrasse mit Blick auf<br />

die idyllische Uferpromenade. Einfach<br />

nur dasitzen und genießen.<br />

Iso Camartin singt ein einzigartiges Loblied<br />

auf den Süden. Ein Buch, das einen<br />

träumen lässt, das gute Laune macht –<br />

und die Sehnsucht<br />

stillt. Wenigstens für<br />

einen wunderbaren<br />

Moment.<br />

Iso Camartin:<br />

Jeder braucht seinen<br />

Süden, Suhrkamp/<br />

Insel-TB, 7,95 Euro<br />

7/ 201 2 49


Lesezimmer<br />

„Liebe,<br />

nichts als<br />

Liebe“<br />

Das Geheimnis von Nicholas<br />

Sparks’ Erfolg … <strong>ist</strong> seine Frau.<br />

Sie weckt in dem Bestseller-<br />

Autor seit 23 Jahren den<br />

Romantiker, wie er im Interview<br />

verrät. So schön – fast wie<br />

im echten Sparks-Roman.<br />

Schreibt derzeit am<br />

18. Roman: Nicholas Sparks.<br />

Nicholas<br />

Sparks: „Mein<br />

Weg zu dir“,<br />

Heyne Verlag<br />

2012, 19,99<br />

Euro<br />

M<strong>ist</strong>er Sparks, in <strong>Ihr</strong>em neuen Roman „Mein<br />

Weg zu dir“ flammt eine alte Liebe heftig wieder<br />

auf. Und das, nachdem sich die Liebenden 25<br />

Jahre nicht gesehen haben. Glauben Sie wirklich,<br />

dass man Liebe so lange bewahren kann?<br />

SPARKS Aber sicher! Die Liebe zu meiner Frau hält<br />

auch schon so lange – und das, obwohl wir uns fast<br />

jeden Tag sehen! Und in meinem ersten Roman<br />

„<strong>Wie</strong> ein einziger Tag“ war es ja auch so. (lacht)<br />

Meine Hauptfiguren in „Mein Weg zu dir“ sind in<br />

einer Lebensphase, in der sie sich Fragen stellen.<br />

<strong>Wie</strong> das Leben verlaufen wäre, wenn sie andere<br />

Entscheidungen getroffen hätten. Wenn sie damals<br />

beisammengeblieben wären. Sie fühlen diese Liebe<br />

immer noch, sind beide aktuell nicht glücklich und<br />

fragen sich: Was <strong>ist</strong> es, was wir wirklich wollen?<br />

Und die Liebe kennt immer eine Antwort?<br />

SPARKS Theoretisch ja. Nur: Wer Mitte 40 oder<br />

Anfang 50 <strong>ist</strong>, weiß: Auch wenn du dein Leben<br />

veränderst, kann es durchaus sein, dass<br />

sich die Situation überhaupt nicht verbessert.<br />

Also <strong>ist</strong> Liebe mitunter grausam, weil sie<br />

auch Verzicht bedeuten kann?<br />

SPARKS Ja, aber so <strong>ist</strong> das Leben. Und Hand<br />

aufs Herz: Wirklich arm <strong>ist</strong> doch nur der, der<br />

die Liebe nie kennengelernt hat.<br />

Kann das tatsächlich ein Trost sein?<br />

SPARKS Ich finde, schon. Zu wissen, dass unser<br />

Dasein etwas bedeutet, dass es ein Ziel hat. Zu<br />

spüren, wie es <strong>ist</strong>, zu lieben und geliebt zu werden<br />

– das <strong>ist</strong> doch das Wichtigste überhaupt, oder?<br />

Das klingt zu schön. <strong>Wie</strong> schaffen Sie es nur, so<br />

einfühlsam zu schreiben, dass Frauen auf der<br />

ganzen Welt <strong>Ihr</strong>e Bücher lieben?<br />

SPARKS Weil ich die Frauen liebe! Und weil ich<br />

möchte, dass sie glücklich sind. Ich erträume mir<br />

von ganzem Herzen, dass die Frauen meine Bücher<br />

immer wieder lesen und nie mehr vergessen.<br />

Stimmt es, dass in jeder weiblichen Hauptfigur<br />

ein Wesenszug <strong>Ihr</strong>er Frau steckt ...<br />

SPARKS Ja! Meine Frau Cathy weckt den Romantiker<br />

in mir. Ich schicke ihr oft Blumen, einfach so.<br />

Lange von ihr fort zu sein macht mich unglücklich.<br />

In Cathy finde ich so viele Facetten – sie <strong>ist</strong> warmherzig,<br />

großzügig, verständnisvoll –, dass ich für<br />

meine Heldinnen noch lange davon zehren werde.<br />

Sie als Schreib-Profi: Könnten Sie eigentlich<br />

jedes Buch ein zweites Mal schreiben?<br />

SPARKS (lacht) Nein! Ich erinnere mich jetzt schon<br />

nicht mehr daran, wie es mir gelungen <strong>ist</strong>. Aber ich<br />

möchte von jedem Buch, dass es mein bestes wird.<br />

Das Gespräch führte Elke Kressin.<br />

Nicholas Sparks, * 31. 12. 1965, kam durch eine Sportverletzung zum Schreiben, 1996: erster Roman „<strong>Wie</strong><br />

ein einziger Tag“. Seit 23 Jahren mit Cathy verheiratet, 5 Kinder. Verkaufte bisher 80 Mio. Bücher weltweit.<br />

50 7/ 2012


Fotos: Frank Zauritz, Klaus E. Haun (3), PR; Buchauswahl: Sabine Heines<br />

Neu beginnen<br />

Einfach allen Ballast<br />

hinter sich lassen<br />

Ella läuft<br />

vor der Liebe<br />

davon. Der<br />

alte Horowitz<br />

vor der Vergangenheit.<br />

Die beiden<br />

tauschen ihre<br />

Wohnungen in Berlin, die<br />

Einzimmer-Bleibe gegen ein<br />

edles Domizil in bester Lage<br />

– und hoffen, dass ihr Leben<br />

dadurch eine entscheidende<br />

Wende erfährt. Doch alles<br />

kommt ganz anders. Ein spannendes<br />

Experiment und eine<br />

fesselnde Erzählung über<br />

Erwartungen, Träume, Scheitern<br />

und neue Chancen.<br />

Annika Reich: 34 Meter über dem<br />

Meer, Hanser, 18,90 Euro<br />

Herzensdinge<br />

Ein Mann sucht sein Glück<br />

in der Ferne, findet er es?<br />

François<br />

Lelord, Autor<br />

der beliebten<br />

„Hector“-Bücher,<br />

entführt<br />

diesmal auf eine<br />

romantischabenteuerliche<br />

Reise in sein<br />

Lieblingsland Vietnam. Dort<br />

macht sich der französische<br />

Arzt Julien auf die Suche nach<br />

dem Erreger einer rätselhaften<br />

Epidemie und lernt die Kollegin<br />

Clea kennen. Doch Julien hat<br />

sein Herz bereits verschenkt –<br />

an eine junge Frau, die in Hanoi<br />

Souvenirs verkauft. Und die ihn<br />

eigentlich nicht lieben darf.<br />

François Lelord: Die kleine Souvenirverkäuferin,<br />

Piper, 16,99 Euro<br />

MEIN GEFÜHL<br />

» Bei jeder<br />

Geschichte,<br />

die wir über<br />

uns erzählen,<br />

sind wir nicht<br />

mehr Akteure,<br />

sondern<br />

Zuschauer.«<br />

Siri Hustvedt ,Autorin u. a. von „Der Sommer<br />

ohne Männer“, rororo TB, 8,99 Euro<br />

Unser<br />

Tipp<br />

❤<br />

DEM SCHICKSAL<br />

AUF DER SPUR<br />

Eine mutige junge<br />

Frau macht sich auf<br />

die Suche nach ihrem<br />

heimlichen Verehrer.<br />

Letztes Jahr im November<br />

hat ein<br />

Buch mein Leben<br />

gerettet.“ Schon<br />

beim ersten Satz dieses<br />

liebevoll und charmant<br />

geschriebenen Romans<br />

wird klar: Dies <strong>ist</strong> eine<br />

Perle für laue Sommerabende!<br />

Barreau lässt<br />

seine Heldin Aurélie auf<br />

einen Roman stoßen, in<br />

dem ihr kleines Pariser<br />

Restaurant erwähnt wird.<br />

Und nicht nur dies: Auch<br />

sich selbst erkennt sie in<br />

der Beschreibung<br />

wieder. „Das <strong>ist</strong><br />

Fügung“, ahnt sie<br />

und sucht nach dem<br />

Autor, um ihm zu<br />

danken. Ein schwieriges<br />

Unterfangen,<br />

wie sich herausstellt<br />

– aber nicht unmöglich.<br />

Und es kommt<br />

zu einer Begegnung,<br />

die Weichen für die<br />

Zukunft stellt.<br />

Nicolas Barreau:<br />

Das Lächeln der<br />

Frauen, Piper-TB,<br />

9,99 Euro; Hardcover,<br />

Thiele Verlag,<br />

18,00 Euro<br />

7 / 2012<br />

51


REISE & KULTUR<br />

Die richtigen Worte finden<br />

Ein Beileidsbrief soll Trost spenden, Mitgefühl ausdrücken,<br />

persönlich sein. Aber wie findet man die richtigen Worte, wenn man sich<br />

selbst sprachlos fühlt? Hier sind ein paar kleine Hilfen.<br />

An Menschen, die nahestehen<br />

Enge Freunde, Verwandte zu trösten fällt besonders<br />

schwer. Je persönlicher Sie schreiben, desto besser.<br />

An Menschen im weiteren Umfeld<br />

Auch Nachbarn und Bekannte sind dankbar, wenn<br />

sie ehrliche Anteilnahme aus den Worten lesen.<br />

1. Schreiben, wie man davon erfahren hat<br />

„Nun <strong>ist</strong> es also Wirklichkeit geworden, was wir<br />

alle schon so lange befürchteten: Johanna,<br />

Deine liebe Frau und unsere enge Freundin, <strong>ist</strong><br />

tot. Und uns bleibt nur, gemeinsam zu trauern.“<br />

„Aus der Zeitung habe ich vom Tod <strong>Ihr</strong>es Mannes<br />

erfahren. Die Nachricht hat mich sehr betroffen<br />

gemacht. Bis zuletzt war mir nicht be wusst, wie<br />

ernst es um seine Gesundheit stand.“<br />

2. Die Situation beim Namen nennen<br />

„Johanna nach ihrem zweiten Schlaganfall so<br />

leiden zu sehen hat mich sehr bekümmert.<br />

Dennoch tat es uns beiden gut, dass wir uns vor<br />

ihrem Tod noch einmal sehen konnten.“<br />

„Es tut mir so leid, dass <strong>Ihr</strong> Mann den Kampf<br />

gegen den Krebs verloren hat. Immer wieder<br />

hoffen, immer wieder enttäuscht werden – das<br />

war bestimmt eine schwierige Zeit für Sie beide.“<br />

3. Persönlich sein<br />

„Beim letzten Mal, als ich Johanna noch bei<br />

Kräften sah, saß sie lächelnd auf ihrer Lieblingsbank<br />

im Garten, neben sich eine Tasse Kaffee.<br />

So werde ich sie in Erinnerung behalten.“<br />

„Er hatte noch so viele Pläne, so viel vor in<br />

unserer Gemeinde. Wollte beim Bau des Jugendheims<br />

helfen und wieder das Sommerfest mit<br />

uns planen. Wir vermissen ihn jetzt schon sehr.“<br />

4. Wertschätzung ausdrücken<br />

„Johanna hatte das erfrischendste Lachen, die<br />

klarste Stimme im Chor – und ein liebenswertes<br />

Chaos in ihrem Arbeitszimmer. Vor allem aber<br />

konnte sie eines: wunderbar zuhören.“<br />

„Du sollst wissen: Wir sind für Dich da. Ob für<br />

praktische Dinge wie Einkäufe und Erledigungen<br />

oder auch wenn Du jemanden zum<br />

Mitlachen oder Mitweinen brauchst.“<br />

!<br />

5. Hilfe anbieten<br />

„Die Geschicklichkeit <strong>Ihr</strong>es Mannes hat mich<br />

immer fasziniert. <strong>Wie</strong> fein er schnitzen konnte!<br />

Die Holz-Figuren, die er mir geschenkt hat,<br />

erinnern mich so oft an ihn.“<br />

„Geben Sie uns ein Zeichen,<br />

wenn wir Sie unterstützen<br />

können. Wir sind wirklich<br />

sehr gerne für Sie da.“<br />

Foto: Klaus Erich Haun, Illustrationen: Shutterstock (5)<br />

52 7/ 2012


REISE & KULTUR<br />

Ein guter Koffer<br />

Stabil, leicht, wendig – sieben wichtige Details, die <strong>Ihr</strong> neuer<br />

Reisebegleiter auf jeden Fall im Gepäck haben sollte …<br />

Foto: Samsonite; Illustration: Getty Images<br />

Weiche Schale<br />

Weiche Rollkoffer (Trolleys)<br />

sind ideal, wenn<br />

man me<strong>ist</strong> per Auto<br />

re<strong>ist</strong>. Wer eher fliegt,<br />

sollte eine harte Schale<br />

wählen – auf Flughäfen<br />

wird Gepäck oft sehr<br />

rabiat behandelt.<br />

Hohe Qualität<br />

Gute, langlebige,<br />

mittelgroße Trolleys<br />

(ca. 55 x 40 x 20 cm;<br />

für max. 20 kg Gepäck)<br />

kosten ab etwa 120<br />

Euro. Bei billigeren<br />

Discounter-Schnäppchen<br />

hakeln oft schnell<br />

die Reißverschlüsse,<br />

die Teleskop-Griffe sind<br />

häufig instabil und die<br />

Stoffe reißen me<strong>ist</strong><br />

sehr leicht.<br />

Wenig Gewicht<br />

Koffer aus flexiblem<br />

Polyester-Gewebe<br />

sind leichter als<br />

Hartschalen-Trolleys<br />

aus Kunststoff oder<br />

Alu (ca. 4 kg). Vor<br />

allem für Flugreisen<br />

wichtig – me<strong>ist</strong> max.<br />

8 kg Bord- und<br />

20 kg Reisegepäck.<br />

Bequemer Griff<br />

Der Teleskop-Griff<br />

sollte auf 2 bis 3 Stufen<br />

einrastbar sein,<br />

um Koffer bequem<br />

ziehen zu können.<br />

Ideal sind 2 Extra-<br />

Tragegriffe – neben<br />

dem Teleskop-Griff<br />

und an der Längsseite.<br />

Stabile Rollen<br />

Damit der Trolley sich<br />

gut bewegen lässt,<br />

sind große, stabile<br />

Rollen wie bei Inline-<br />

Rollschuhen entscheidend.<br />

5 cm sollten die<br />

Rollen im Durchmesser<br />

haben; kleinere<br />

Rollen sind me<strong>ist</strong><br />

schwergängiger.<br />

Kleine Größe<br />

Für ein langes Wochenende<br />

reicht ein<br />

mittelgroßer Koffer<br />

me<strong>ist</strong> völlig aus. Ist<br />

ein Koffer nur halb<br />

gefüllt, purzelt der<br />

Inhalt leicht durcheinander<br />

und verknittert.<br />

Deshalb auch<br />

auf Kreuz-Spanngurte<br />

innen achten. Dann<br />

verrutscht nichts.<br />

Viele Taschen<br />

Praktisch sind kleine<br />

Innen- und Außentaschen<br />

mit Reißverschlüssen<br />

am Koffer<br />

– für Zeitschriften,<br />

Karten oder Taschentücher.<br />

Viele Trolleys<br />

haben auch kleine<br />

Vorhängeschlösser,<br />

mit denen sich Reißverschlüsse<br />

abschließen<br />

lassen.<br />

Gute Trolleys*<br />

Modell<br />

Samsonite B-Lite Upright**<br />

Stratic Trolley S 55**<br />

Preis in Euro<br />

159<br />

129<br />

Eminent Astana 55*** 159<br />

Titan Xenon Plus 53*** 189<br />

Quelle: Stiftung Warentest, WDR Markt<br />

* Alle mittlere Größe (40 l Volumen/ca. 55 x 40 x 20 cm),<br />

** Weichkoffer. *** Hartschale.<br />

<br />

160<br />

Der<br />

Testsieger<br />

Überzeugt<br />

bei vielen Details:<br />

Samsonite<br />

B-Lite Kabinen-<br />

Trolley Upright<br />

(55/39,5/20 cm,<br />

2,3 kg), etwa<br />

Euro.<br />

7 / 2012 53


Sonnenstrahlen<br />

im Juli<br />

Es gibt Sätze, die geben Kraft, und manche begleiten uns als Sinn-Sprüche<br />

durchs Leben. Wir haben einen bunten Strauß an<br />

Sonnenstrahlen für Sie zusammengestellt – für jeden Tag im Juli.<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

27. Kalenderwoche<br />

So Die höchste Form des<br />

Glücks <strong>ist</strong> ein Leben<br />

mit einem gewissen<br />

Grad an Verrücktheit.<br />

ERASMUS VON ROTTERDAM<br />

Mo Das Leben <strong>ist</strong> ein<br />

Bumerang: Man bekommt<br />

zurück, was<br />

man gibt.<br />

DALE CARNEGIE<br />

Di Bei gleicher Umgebung<br />

lebt doch jeder in einer<br />

anderen Welt.<br />

ARTHUR SCHOPENHAUER<br />

Mi Wer das Prinzip „Auge<br />

um Auge“ verfolgt,<br />

riskiert das Erblinden<br />

der ganzen Welt.<br />

MAHATMA GANDHI<br />

Do Die Zukunft kommt<br />

in Raten, das <strong>ist</strong> das<br />

Erträgliche an ihr.<br />

ALFRED POLGAR<br />

Fr Erfahrungen vererben<br />

sich nicht – jeder muss<br />

sie allein machen.<br />

KURT TUCHOLSKY<br />

Sa Argwöhnisch wacht<br />

der Mensch über alles,<br />

was ihm gehört – nur<br />

die Zeit lässt er sich<br />

stehlen.<br />

LINUS PAULING<br />

So Ich bin stolz auf die<br />

Falten. Sie sind das<br />

Leben in meinem Gesicht.<br />

54 7/2012 BRIGITTE BARDOT<br />

9<br />

10<br />

11<br />

12<br />

13<br />

14<br />

15<br />

28. Kalenderwoche<br />

Mo Ideale sind wie Sterne.<br />

Man kann sie nicht<br />

erreichen, aber man<br />

kann sich an ihnen<br />

orientieren.<br />

CARL SCHURZ<br />

Di Man müsste das Leben<br />

so einrichten, dass<br />

jeder Moment bedeutungsvoll<br />

<strong>ist</strong>.<br />

IWAN TURGENJEW<br />

Mi Die Schönheit der<br />

Dinge lebt in der Seele<br />

dessen, der sie betrachtet.<br />

DAVID HUME<br />

Do Ein Charakter <strong>ist</strong> wie<br />

ein Baum und der gute<br />

Ruf wie der Schatten.<br />

ABRAHAM LINCOLN<br />

Fr Im Traum und in<br />

der Liebe gibt es keine<br />

Unmöglichkeiten.<br />

JANOS ARANY<br />

Sa Ein Mensch ohne Fantasie<br />

<strong>ist</strong> wie ein Vogel<br />

ohne Flügel.<br />

WILHELM RAABE<br />

So Nimm dir Zeit zu<br />

träumen, das <strong>ist</strong> der<br />

Weg zu den Sternen.<br />

AUS IRLAND<br />

16<br />

17<br />

18<br />

19<br />

20<br />

21<br />

22<br />

29. Kalenderwoche<br />

Mo Humor <strong>ist</strong> keine Gabe<br />

des Ge<strong>ist</strong>es, er <strong>ist</strong> eine<br />

Gabe des Herzens.<br />

LUDWIG BÖRNE<br />

Di Düfte sind die Gefühle<br />

der Blumen.<br />

HEINRICH HEINE<br />

Mi Jede Begebenheit, so<br />

zufällig sie scheinen<br />

oder so willkürlich sie<br />

sein mag, erfolgt notwendig.<br />

THOMAS HOBBES<br />

Do Zusammen verbrachte<br />

Zeit festigt das<br />

Miteinander.<br />

ERNST FERSTL<br />

Fr Es gibt nur ein Mittel,<br />

sich wohlzufühlen: Man<br />

muss lernen, mit dem<br />

Gegebenen zufrieden<br />

zu sein, und nicht<br />

immer das verlangen,<br />

was gerade fehlt.<br />

THEODOR FONTANE<br />

Sa Das wahre Glück <strong>ist</strong>:<br />

Gutes zu tun.<br />

SOKRATES<br />

So Schreibe auf, was du<br />

dir wünschst, und<br />

überprüfe es morgen.<br />

HEIDRUN-AURO BRENJO


24 Seiten Extra Clever in Rente mit 60, 61, 62 <br />

Juli 2012<br />

DER EXTRA RATGEBER VON<br />

Zum Heraustrennen und Sammeln<br />

Illustration: James Yang/Stock Illustration Source<br />

So<br />

bringt<br />

<strong>Ihr</strong><br />

Erspartes<br />

mehr<br />

Geld<br />

Die besten Tipps für Sparbuch,<br />

Lebensversicherung,<br />

Riester-Vertrag und Co. S. 4<br />

<strong>Ihr</strong> Recht<br />

bei Berufsunfähigkeit<br />

S. 10<br />

❯<br />

Höhere Rente –<br />

erstmals Steuern<br />

Immer mehr Rentner müssen ab<br />

Juli zahlen – was tun? S. 16<br />

❯<br />

Streit vermeiden in<br />

Erbengemeinschaft<br />

<strong>Wie</strong> lösen Geschw<strong>ist</strong>er die Fesseln<br />

eines Eltern-Testaments auf? S. 12


geld^recht 7/2012: In dieser Ausgabe<br />

500 Euro sparen – wie Sie <strong>Ihr</strong> Erspartes optimieren S. 4 + + + Gute Tablet-Computer S. 9 + + + Sonder-Rente wegen Berufsunfähigkeit<br />

für 50<strong>plus</strong> S. 10 + + + <strong>Wie</strong> Streit in einer Erbengemeinschaft vermeiden? S. 12 + + + In Rente mit 63 – was <strong>ist</strong> möglich? S. 15<br />

+ + + Höhere Rente ab Juli – der Finanzmin<strong>ist</strong>er freut sich S. 16 + + + Kreditgebühren zurückholen? S. 18 + + + Die aktuellen Renten-Werte<br />

ab Juli S. 21 + + + <strong>Ihr</strong>e Fragen, <strong>plus</strong>-Experten antworten S. 22 + + + Musterbrief: Unerlaubte hohe Dispo-Zinsen S. 24<br />

RENOVIEREN<br />

Gute Farbe<br />

für die Wände<br />

Bei Sonne sieht man leider<br />

alles – auch dass mal<br />

wieder gestrichen werden<br />

müsste. Gute Abdeckfarben:<br />

Farbturm Premium<br />

weiß, Schöner Wohnen<br />

spektralweiß, Alpina<br />

naturweiß. Kosten je 10-<br />

Liter-Eimer: um 30 Euro.<br />

Groupon & Co. –<br />

wie gut sind die?<br />

Die Rabatte sind verlockend; dennoch sollte<br />

jeder ganz genau rechnen, ob sich die über das<br />

Internet verkauften Gutscheine lohnen.<br />

ARZTTERMIN ABSAGEN<br />

Arzttermine dürfen<br />

jederzeit abgesagt werden,<br />

ohne dass die Praxis<br />

dafür »Schadensersatz«<br />

verlangen darf, entschied<br />

das Amtsgericht Bremen<br />

(Az. 9 C 0566/11).<br />

RENTE<br />

Ab 2017<br />

höhere Beiträge<br />

19,2 % soll der Beitrag<br />

zur Rente 2013 betragen,<br />

derzeit sind es 19,6 %.<br />

Bis 2016 soll der Beitragssatz<br />

nicht mehr<br />

steigen. Aber danach!<br />

Kanzlerin und Arbeitsmin<strong>ist</strong>erin<br />

wollen den<br />

Satz bis 2020 nicht über<br />

20 % und bis 2030 nicht<br />

über 22 % steigen lassen.<br />

Grund für den Anstieg:<br />

immer mehr Rentner!<br />

Fünfzig, sechzig, siebzig<br />

Prozent will jeder<br />

gern sparen. Genau das<br />

versprechen Rabatt-Anbieter<br />

wie Groupon, My<br />

Deal usw. mit ihren Gutscheinen.<br />

Das Prinzip <strong>ist</strong><br />

dabei einfach:<br />

• Auf der Internet-Seite<br />

des Anbieters anmelden.<br />

• Dort sind auch die Angebote<br />

gel<strong>ist</strong>et.<br />

• Hat man Interesse,<br />

kauft man einen Gutschein,<br />

bezahlt per Lastschrift<br />

oder Kreditkarte.<br />

• Der Gutschein kommt<br />

per E-Mail. Ausdrucken<br />

und später dann im Geschäft<br />

einlösen.<br />

Hört sich verlockend an,<br />

dennoch sollte man auf<br />

einige Details achten:<br />

• Je höher der Rabatt,<br />

desto genauer das Angebot<br />

lesen.<br />

• Einige Gutscheine sind<br />

zeitlich befr<strong>ist</strong>et – so<br />

gelten rabattierte Kino-<br />

Karten oft nur montags<br />

bis donnerstags.<br />

• Teilweise sind die Gutscheine<br />

auf einzelne<br />

Filialen bezogen oder<br />

gelten nur, wenn man<br />

weitere Dinge kauft.<br />

Übrigens: den Kauf<br />

eines Gutscheins kann<br />

man innerhalb von<br />

14 Tagen widerrufen.<br />

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Fotos: F1Online (2), Caro, Getty Images, mauritius images, PR<br />

2 7/ 201 2


S. 16<br />

„Wir können doch, wie bei der Zuschuss-Rente, nicht<br />

permanent Arbeitgeber und Arbeitnehmer belasten.“<br />

Dieter Hundt, Präsident der Arbeitgeberverbände<br />

8<br />

zu wenig Pflege-<br />

Aufwand pro<br />

Tag dürfen nicht<br />

ausreichen, um<br />

eine höhere Pflegestufe<br />

abzulehnen<br />

(SG Münster,<br />

Az. S 6 P 135/10).<br />

Einem Mann<br />

war die Pflegestufe<br />

III abgelehnt<br />

worden, weil<br />

8 Minuten an der<br />

notwendigen<br />

Grenze von 240<br />

Minuten je Tag<br />

fehlten.<br />

MINUTEN<br />

SHAMPOO<br />

Alles<br />

„mangelhaft“<br />

Kein einziges Spezial-<br />

Shampoo für gefärbte<br />

Haare, das den Haar-<br />

Ton schonen sollte,<br />

bekam auch nur ein<br />

„ausreichend“, alle<br />

waren „mangelhaft“,<br />

so Stiftung Warentest.<br />

Wer gefärbte Haare<br />

hat, sollte nur normales<br />

Shampoo benutzen.<br />

RENTE<br />

Abschläge ausgleichen lohnt nicht<br />

Achtundfünfzig Prozent der<br />

Arbeitnehmer gehen mit<br />

Abschlägen in Rente, so viele<br />

wie nie. Im Schnitt gehen die<br />

me<strong>ist</strong>en gut drei Jahre früher<br />

und nehmen eine lebenslange<br />

Kürzung von knapp 100 Euro<br />

hin. Die Rentenkassen weisen<br />

zwar darauf hin, dass man<br />

Abschläge durch Einmalzahlungen<br />

vermeiden kann. Doch<br />

dies lohnt me<strong>ist</strong> nicht, wie die<br />

Tabelle zeigt. Wer z. B. immer<br />

durchschnittlich verdiente<br />

und damit etwa 1.250 Euro<br />

Rente brutto erhielte, drei<br />

Jahre früher in Rente geht,<br />

erhält 135 Euro weniger. Um<br />

dies auszugleichen, müsste<br />

man gut 35.000 Euro auf einen<br />

Schlag einzahlen. Das<br />

heißt: Erst nach 22 Jahren<br />

hätte man diese Summe über<br />

die höhere Rente zurück.<br />

Rente<br />

brutto*<br />

Früher<br />

in Rente<br />

Abschlag<br />

je Monat*<br />

BANK-URTEILE<br />

Zu hohe Überziehungszinsen nicht erlaubt<br />

Abschlag<br />

vermeiden*<br />

500 1 Jahr 18 4.323<br />

2 Jahre 36 8.981<br />

3 Jahre 54 14.015<br />

750 1 Jahr 27 6.484<br />

2 Jahre 54 13.471<br />

3 Jahre 81 21.022<br />

1.000 1 Jahr 36 8.645<br />

2 Jahre 72 17.961<br />

3 Jahre 108 28.030<br />

1.250 1 Jahr 45 10.807<br />

2 Jahre 90 22.452<br />

3 Jahre 135 35.037<br />

* in Euro.<br />

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund<br />

• Mehrere Landgerichte haben die Zinsklauseln von Volksbanken<br />

abgelehnt. Dort war in den Geschäftsbedingungen<br />

vermerkt, dass fürs Überziehen eines Kontos der Zins nach<br />

billigem Ermessen (§ 315 BGB) festgelegt wird. Dies sei nicht<br />

erlaubt (Landgericht Münster, Az. 25 O 132/11; Landgericht<br />

Göttingen, Az. 9 O 294/11; Landgericht Berlin, Az. 15 O<br />

188/11. Wer auf der Basis solcher Zinsklauseln zu viel Geld<br />

zahlte, sollte Geld zurückfordern (Musterbrief, S. 24).<br />

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7/ 201 2<br />

3


geld ^recht<br />

500 Euro kann jeder pro<br />

Jahr mehr erhalten, wenn<br />

bei Girokonto, Sparbuch &<br />

Co. mehr verglichen wird, so<br />

eine Studie*. Bei Discountern<br />

seien viele Pfennig-Fuchser,<br />

den Banken werde Geld<br />

geschenkt. Was zu tun <strong>ist</strong>,<br />

zeigen die folgenden Seiten.<br />

4 7/ 2012


extra<br />

GIROKONTO<br />

SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />

Kostenloses Giro-Konto spart<br />

leicht 200 Euro im Jahr<br />

Kosten ➝ Immer noch verlangen<br />

die me<strong>ist</strong>en Banken Gebühren<br />

fürs Giro-Konto – im Schnitt<br />

gut 200 Euro im Jahr. Aber: Es<br />

gibt immer mehr Banken, die<br />

kostenlose Giro-Konten anbieten.<br />

Deshalb auch bei der bisherigen<br />

Bank nachfragen.<br />

Konto ➝ Jede Bank bietet unterschiedliche<br />

Giro-Konten – mit<br />

unterschiedlichen Gebühren.<br />

Zinsen ➝ Klingt für ein Giro-<br />

Konto noch ungewohnt, weil<br />

jeder es gewohnt <strong>ist</strong>, dass es Zinsen<br />

nur auf Sparkonten gibt.<br />

Aber: Viele Banken bieten inzwischen<br />

Zins fürs Guthaben<br />

auf dem Giro-Konto (z. B. DKB,<br />

ING-DiBa, Cortal Consors, comdirect,<br />

Wüstenrot, Norisbank).<br />

Auch hier nachfragen, vieles <strong>ist</strong><br />

Verhandlungssache. Ein Rechenbeispiel:<br />

Wer von einem<br />

normalen Giro-Konto, z. B. der<br />

Deutschen Bank, zu DKB oder<br />

ING-DiBa wechselt, hat nach<br />

einem Jahr 400 Euro mehr.<br />

Dispo ➝ Konto überziehen <strong>ist</strong><br />

die teuerste Art des Kredits. Wer<br />

häufiger im Minus <strong>ist</strong>, sollte lieber<br />

einen Klein-Kredit aufnehmen.<br />

Oder mit der Bank verhandeln<br />

– die Targobank z. B.<br />

verlangt für den Dispo 9,9 %<br />

oder 13,81 %. Zum Vergleich:<br />

Das Bankhaus Lenz nur 6 %.<br />

Automaten ➝ Nur bei einem<br />

Automaten Geld holen, der zum<br />

eigenen Banken-Verbund gehört<br />

– sonst werden jedes Mal bis zu<br />

5 Euro fällig.<br />

Kreditkarte ➝ Die sollte nichts<br />

kosten. Viele Banken bieten dies<br />

inzwischen als Service.<br />

Kreditkarte ➝ Wenn möglich<br />

kein Bargeld über diese Karte<br />

ziehen; me<strong>ist</strong> werden Teilzahlungsgebühren<br />

berechnet.<br />

Bis 200 Euro beim Giro-Konto sparen<br />

Diese Banken haben kostenlose Giro-Konten und<br />

zahlen auch noch Guthaben-Zinsen.<br />

BANK TELEFON GUTHABEN-ZINS<br />

Postbank (0 18 03) 28 81 2,50 %<br />

1822direkt (0 69) 9 41 70 72 41 2,30 %<br />

ING-DiBa (0 69) 50 50 01 09 2,25 %<br />

DKB-Bank (0 30) 12 03 00 00 2,05 %<br />

Quelle: Stiftung Warentest<br />

* Verbraucherzentrale Bundesverband.<br />

Sparen beim Überziehen<br />

Diese Banken haben die geringsten Zinsen, wenn<br />

man das Girokonto überzieht, und führen das<br />

Konto ohne Gebühren.<br />

BANK KONTAKT DISPO-ZINS<br />

DAB bank (0 18 02) 25 45 00 6,95 %<br />

DKB-Bank (0 30) 12 03 00 00 7,90 %<br />

1822direkt (0 69) 9 41 70 72 41 8,09 %<br />

netbank (0 18 05) 63 82 26 8,50 %<br />

Quelle: Stiftung Warentest<br />

7 / 2012<br />

5


geld ^recht<br />

GIROKONTO<br />

Der beste Sparplan<br />

Wer per Sparplan 10 Jahre lang jeden Monat 100 Euro<br />

spart, erzielt mehr Rendite als beim Riester-Vertrag.<br />

KASSE KONTAKT RENDITE ZINSERTRAG<br />

Sparkasse<br />

Spree-Neiße<br />

Santander<br />

Bank<br />

Spar- und<br />

Bauverein<br />

(03 55)<br />

61 00<br />

(0 18 05)<br />

55 62 07<br />

(05 11)<br />

9 11 41 01<br />

3,31 % 2.206 €<br />

3,16 % 2.096 €<br />

3,13 % 2.074 €<br />

ADAC (0 89) 7 67 60 3,00 % 1.980 €<br />

Berliner Bauund<br />

Wohnungsgenossenschaft*<br />

SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />

Regelmäßiges Sparen bringt beste Zinsen<br />

Sparbuch ➝ Kein Geld auf<br />

einem normalen Sparbuch zurücklegen<br />

– im Schnitt gibt es<br />

derzeit gerade 0,59 % Zins. Besser:<br />

ein Tagesgeld-Konto (s. u.).<br />

Selten abheben ➝ Wer doch ein<br />

Sparbuch hat, sollte nur selten<br />

(08 00)<br />

1 89 24 44<br />

* Mitgliedschaft in der Genossenschaft nötig.<br />

Quelle: biallo.de<br />

Geld abheben. Denn die me<strong>ist</strong>en<br />

Banken haben strenge Regeln<br />

(z. B. 2.000 Euro je Monat);<br />

sonst werden Gebühren fällig.<br />

Sparen ➝ Studien zeigen, nur<br />

wer regelmäßig spart, bildet tatsächlich<br />

Vermögen. Deshalb<br />

2,90 % 2.011 €<br />

möglichst per Dauerauftrag einen<br />

Sparplan anfüllen.<br />

Vergleich ➝ Wer einen Sparplan<br />

startet, sollte unbedingt mehrere<br />

Banken vergleichen. Die<br />

Zins-Unterschiede hören sich<br />

oft marginal an; der Zinses-<br />

Zins-Effekt erzeugt aber große<br />

Unterschiede (siehe links).<br />

Selbst gute Sparpläne unterscheiden<br />

sich nach wenigen Jahren<br />

um einige Hundert Euro<br />

mehr Zins-Ertrag.<br />

Bei Banken ➝ Sparpläne bei<br />

Banken sind me<strong>ist</strong> besser als<br />

entsprechende Verträge bei Versicherungen<br />

oder sogar staatlich<br />

geförderte Riester-Renten-Verträge.<br />

Der Vergleich zeigt: Wer<br />

zehn Jahre in einen Riester-Vertrag<br />

100 Euro einzahlt, hat bei<br />

den allerme<strong>ist</strong>en Anbietern<br />

noch nicht einmal das Kapital<br />

verfügbar, das man in dieser<br />

Zeit selbst einzahlte.<br />

Vergleichen ➝ Vor dem Abschluss<br />

eines Sparplans im Detail<br />

Angebote vergleichen. Der<br />

Zins schwankt je nach Laufzeit,<br />

aber auch nach Höhe der monatlichen<br />

Einzahlung.<br />

Zinssätze ➝ Viele Banken bieten<br />

Spar-Pläne mit steigenden<br />

Zinsen – für jedes weitere Jahr<br />

steigt der Zins. Vorsicht: Hier<br />

wird oft mit dem höchsten Zinssatz<br />

argumentiert – der durchschnittliche<br />

Zins liegt oft sehr<br />

niedrig. Im Vergleich: Der feste<br />

Zins <strong>ist</strong> besser.<br />

Streuen ➝ Nicht alles in eine<br />

Sparform stecken, sondern breit<br />

streuen; sowohl bei der Art der<br />

Sparform wie bei der Anlagedauer.<br />

Dabei immer in Stufen<br />

vorgehen: zuerst das ausgeglichene<br />

Giro-Konto, dann Tagesgeld,<br />

dann kurzfr<strong>ist</strong>ige Sparbriefe,<br />

dann Sparpläne. Und am<br />

wichtigsten: Sicherheit.<br />

2,5%<br />

GRENKE, ISBANK, ZIRAAT<br />

2,25%<br />

SANTANDER<br />

2,3%<br />

OYAK ANKER, IKB BANK<br />

Wer Geld<br />

derzeit für<br />

ein Jahr fest<br />

anlegt, erhält<br />

etwa 2,5 %.<br />

Bietet eine<br />

Bank mehr,<br />

heißt das höheres<br />

Risiko.<br />

GIROKONTO<br />

SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />

Statt Sparbuch lieber<br />

ein Tagesgeld-Konto eröffnen<br />

Basis ➝ Ein Tagesgeld-Konto<br />

sollte zur Grundausstattung jedes<br />

Haushalts gehören, da dort<br />

das kurzfr<strong>ist</strong>ig geparkte Geld<br />

zumindest so gut verzinst wird,<br />

wie die Inflation verschlingt.<br />

Vergleichen ➝ Die Zins-Unterschiede<br />

bei Tagesgeld-Konten<br />

sind enorm. Deshalb im Zweifel<br />

zu einer anderen Bank nur mit<br />

diesem Konto wechseln, falls die<br />

eigene Bank zu geringe Zinsen<br />

bietet. Geführt wird das Tagesgeld-Konto<br />

wie ein Giro-Konto.<br />

Verfügbarkeit ➝ Tagesgeld <strong>ist</strong><br />

täglich verfügbar. Dies lassen<br />

sich die Banken durch geringere<br />

Zinsen bezahlen. Auf einem Tagesgeldkonto<br />

sollten zwei Monatsausgaben<br />

stehen. Wer mehr<br />

Geld zur Verfügung hat, sollte<br />

es als Festgeld oder Sparbrief<br />

anlegen. Sofort erhält man ein<br />

paar Zehntel mehr Zins.<br />

Wechsel ➝ Da man Sparbriefe<br />

nur einmal startet und nach Ablauf<br />

wieder auflöst, lohnt gerade<br />

hier der Wechsel zu einer<br />

Über 200 Euro* pro Jahr mehr<br />

Die derzeit besten Angebote für Tagesgeld bei Banken;<br />

andere Institute bieten zurzeit im Schnitt 1 %.<br />

BANK KONTAKT ZINS<br />

money@you (0 69) 90 73 23 23 2,65 %<br />

Cortal Consors (09 11) 3 69 90 00 2,60 %<br />

VZB (0 69) 6 65 58 99 99 2,50 %<br />

DenizBank (08 00) 4 88 66 00 2,50 %<br />

Barcleys (08 00) 1 13 36 67 2,50 %<br />

* Bei 10.000 Euro Anlage im Vergleich zum normalen Sparbuch.<br />

Quelle: Stiftung Warentest<br />

Bank mit besseren Zinsen.<br />

Sicherheit ➝ Gerade bei Ta<strong>gesund</strong><br />

Festgeld gibt es viele Lock-<br />

Angebote (Zins nur für wenige<br />

Monate garantiert). Noch wichtiger:<br />

Achten Sie auf die deutsche<br />

Einlagensicherung.<br />

6 7/ 2012


Um Geldanlage<br />

sollte<br />

man sich<br />

stetig kümmern<br />

– wie<br />

um einen<br />

Garten.<br />

„Wer beim Sparen<br />

kein Risiko eingehen<br />

will, der<br />

muss sich auch<br />

mit dem Ertrag<br />

einer risikofreien<br />

Geldanlage begnügen.<br />

Die Aussicht<br />

auf höhere<br />

Rendite wird immer<br />

erkauft mit<br />

der Bereitschaft,<br />

auch Geld zu verlieren,<br />

wenn es<br />

schlecht läuft.“<br />

Prof. Martin Weber, Uni<br />

Mannheim, Autor des<br />

Buches: „Genial einfach<br />

investieren“, Campus,<br />

29,90 Euro<br />

GIROKONTO<br />

SPARPLAN<br />

TAGESGELD<br />

Wirrwarr ➝ Schatzbriefe, Sparbriefe,<br />

Obligationen – me<strong>ist</strong> verbirgt<br />

sich dahinter dasselbe:<br />

Man legt einen bestimmten Betrag<br />

für eine bestimmte Zeit fest.<br />

Bundesschatzbriefe ➝ Der<br />

große und beliebte Klassiker.<br />

Aber: Die Euro-Krise führte<br />

dazu, dass die Bundeswertpapiere<br />

nur noch sehr geringe<br />

Zinsen bringen (s. rechts).<br />

Kosten ➝ Bundeswertpapiere<br />

nur über die Finanzagentur des<br />

Bundes kaufen und verwalten<br />

lassen (siehe <strong>plus</strong> 6/2012); Banken<br />

verlangen dafür Gebühren.<br />

Zinsen ➝ Wer Geld über mehrere<br />

Jahre anlegt, sollte derzeit<br />

auch auf die Sparbriefe von Banken<br />

und Sparkassen achten.<br />

Diese bieten im Schnitt etwa ein<br />

Prozent mehr Zins als Bundeswertpapiere.<br />

Und sie sind genauso<br />

sicher.<br />

SCHATZBRIEF FESTGELD<br />

Bundeswertpapiere bieten eine<br />

sichere Basis, aber nur geringe Rendite<br />

Bis 2,56 % beim Staat<br />

Bei Bundesschatzbriefen auf die Wertpapier-Kennnummer<br />

achten – gute Schatzbriefe erzielen mehr als<br />

2,5 %, weniger gute 1 %. Aber, sehr lange Laufzeit.<br />

BEZEICHNUNG (LAUFZEIT) ISIN RENDITE<br />

Bundesschatzbrief<br />

(4. 7. 2034)<br />

DE000113522 6 2,56 %<br />

Bundesschatzbrief (4. 1. 2031) DE000113517 6 2,56 %<br />

Bundesobligation 159 V. 2011<br />

(unbegrenzt)<br />

DE000114159 6 2,54 %<br />

Bundesschatzbrief (4. 1. 2037) DE000113527 5 2,52 %<br />

Bundesschatzbrief (4. 7. 2039) DE000113532 5 2,51 %<br />

Bundesschatzbrief (4. 7. 2028) DE000113508 5 2,49 %<br />

Quelle: Bundesfinanzagentur, Stand: April 2012<br />

Ausstieg ➝ Aber Vorsicht: Geld<br />

aus Sparbriefen kann me<strong>ist</strong> nur<br />

gegen hohe Gebühren vorzeitig<br />

aufgelöst werden.<br />

Stückeln ➝ Die me<strong>ist</strong>en Sparbriefe<br />

haben eine feste Stückelung,<br />

me<strong>ist</strong> in 500-Euro- oder<br />

1.000-Euro-Schritten. Lieber<br />

mehrere 1.000-Euro-Sparbriefe<br />

abschließen als einen 5.000-<br />

oder 10.000-Euro-Sparbrief.<br />

Pfandbriefe ➝ Eine sehr gute<br />

Alternative zu Sparbriefen sind<br />

Pfandbriefe (hohe Sicherheit).<br />

7 / 2012<br />

7


geld ^recht<br />

3,25%<br />

SANTANDER BANK<br />

GIROKONTO<br />

SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />

Mehr Zinsen, wenn man sich<br />

einige Jahre bindet<br />

3,0%<br />

GRENKE BANK<br />

Da die Zinsen<br />

niedrig sind,<br />

sollte man Geld<br />

nicht länger<br />

anlegen. Bei<br />

3-jähriger<br />

Anlage (s. o.)<br />

liegt der Zins<br />

kaum höher als<br />

bei 1-jähriger<br />

Anlage.<br />

3,2%<br />

OYAK ANKER BANK<br />

Festgeld ➝ Ist nach wie vor eine<br />

gute Gelegenheit, um Geld für<br />

ein bis zwei Jahre zu „parken“,<br />

auch um abzuwarten, wie sich<br />

die Zinsen entwickeln. Festgeld<br />

<strong>ist</strong> aber keine längerfr<strong>ist</strong>ige bzw.<br />

dauerhaft gute Anlage. Dann zu<br />

Sparbriefen wechseln.<br />

Anlagedauer ➝ Aktien und Renten<br />

sind nach wie vor gute Geldanlagen,<br />

wenn die Basis gelegt<br />

<strong>ist</strong>. Entscheidend <strong>ist</strong>, ob man<br />

genügend Kapital hat, um anderweitig<br />

kurzfr<strong>ist</strong>ige Engpässe<br />

ausgleichen zu können, und ob<br />

das Geld nicht zu einem fixen<br />

Termin (Rentenbeginn) zur Ver-<br />

fügung stehen muss. Denn interessant<br />

sind Aktien vor allem<br />

längerfr<strong>ist</strong>ig. Der Berliner Ökonom<br />

Richard Stehle errechnete,<br />

dass deutsche Standard-Aktien<br />

wie BASF oder Allianz seit 1968<br />

im Schnitt 3,1 % Rendite brachten<br />

– mehr als festverzinsliche<br />

Obligationen.<br />

Flexibilität ➝ Niemand kann<br />

vorhersehen, ob sich das derzeitige<br />

Einkommen, z. B. durch<br />

Krankheit oder Arbeitslosigkeit,<br />

verändert. Deshalb: nicht zu<br />

langfr<strong>ist</strong>ige Sparformen abschließen,<br />

sondern das Ersparte<br />

auf viele Formen verteilen,<br />

um flexibel zu bleiben.<br />

Lebensversicherung ➝ Ist im<br />

Kern keine klassische Sparform,<br />

weil damit immer auch eine Art<br />

Vorsorge für Angehörige betrieben<br />

wird. Wer also eine Lebensversicherung<br />

hat, sollte keine<br />

zweite abschließen, um zu sparen.<br />

Denn gerade Versicherer<br />

„verbrauchen“ viel Geld für Verwaltung<br />

usw.<br />

Ruhe ➝ Wer Erspartes hat, sollte<br />

vor allem eines haben: Ruhe.<br />

Es gibt immer Geldanlagen bzw.<br />

Banken, die noch mehr Zinsen<br />

bieten. Doch jedes Umschichten<br />

kostet Gebühren. (Die Tabellen<br />

auf diesen Seiten bieten eine<br />

gute Orientierung, wie weit die<br />

eigene Bank von den besten Angeboten<br />

entfernt <strong>ist</strong>.) Deshalb<br />

der wichtigste Tipp: vorab genau<br />

rechnen und vergleichen.<br />

<strong>Wie</strong> weit <strong>ist</strong><br />

das neue<br />

Gesetz zur<br />

Bank-Haftung?<br />

Nach Lehman-Pleite<br />

und Finanz-Krise<br />

sollten die Vorschriften<br />

verschärft<br />

werden. Doch das<br />

dauert. Das neue<br />

Gesetz hat gerade<br />

erst den Finanzausschuss<br />

des Bundestags<br />

passiert.<br />

Geplant <strong>ist</strong>:<br />

➽ Die Kredit-<br />

Ins titute sollen<br />

ihre 300 000<br />

Anlage berater<br />

der Bundesanstalt<br />

für Finanzdienstle<strong>ist</strong>ungsaufsicht<br />

(BaFin) melden.<br />

➽ Bei Verstößen<br />

oder schweren<br />

Fehlern riskieren<br />

Berater bis<br />

zu zwei Jahre<br />

Berufsverbot.<br />

➽ Bei fehlenden<br />

Informationen<br />

über Provisionen<br />

soll die BaFin<br />

künftig Bußgelder<br />

verhängen dürfen.<br />

➽ Beschwerden der<br />

Anleger sollen gesammelt<br />

werden.<br />

Wer im Garten<br />

schöne<br />

Pflanzen<br />

möchte,<br />

braucht Geduld.<br />

Gleiches<br />

gilt für die<br />

Geldanlage.<br />

3,6 % für drei Jahre<br />

Wer mittelfr<strong>ist</strong>ig Geld anlegen möchte, sollte genau<br />

vergleichen – gute Banken bieten für Festgeld<br />

bei drei Jahren 3,5 %, weniger gute gerade 1,5 %.<br />

BANK KONTAKT ZINS IN %<br />

akf (02 02) 4 92 90 3,50 %<br />

Bank 11 für<br />

Privatkunden<br />

(0 21 31) 6 09 80 3,50 %<br />

Fidor (0 89) 1 89 08 52 33 3,50 %<br />

Quelle: biallo.de<br />

Fotos: Getty Images (3), privat<br />

8 7/ 2012


extra<br />

Die besten Tablet-Computer<br />

Sie sind klein, flach, überall zu bekommen, bequem zu bedienen, weil man<br />

alles mit dem Finger macht. Und doch gibt es große Qualitäts-Unterschiede.<br />

IDEAL FÜR<br />

EINSTEIGER<br />

MODELL VOR- UND NACHTEILE* FAZIT<br />

Apple<br />

MODELL iPad 3,<br />

64 GB (Wi-Fi + 4 G)<br />

AUSSTATTUNG 9,7 Zoll,<br />

Kamera auf Vor- &<br />

Rückseite<br />

PREIS ab 700 Euro<br />

+ Sehr gut <strong>ist</strong> das iPad 3 (Beim<br />

Kauf darauf achten – iPad 2<br />

werden sehr günstig angeboten).<br />

+ iPad 3 überzeugt mit sehr gutem<br />

Bildschirm, guter Verarbeitung,<br />

schnellem Prozessor und<br />

rundum guter Qualität.<br />

Nach wie vor bei<br />

Qualität, Bildschirm<br />

und Image das<br />

Non<strong>plus</strong>ultra. Klarer<br />

Testsieger. Einziger<br />

Nachteil: der Preis.<br />

Asus<br />

MODELL Eee Pad<br />

Transformer Prime<br />

TF 201 (4.0), 32 GB<br />

AUSSTATTUNG 10,1 Zoll<br />

PREIS ab 600 Euro<br />

+ sehr gute Ausstattung<br />

+ auch Bedienung und Bildschirm<br />

überzeugen, beste Verarbeitung<br />

– relativ hoher Preis, dadurch<br />

eher unterdurchschnittliches<br />

Preis-Le<strong>ist</strong>ungs-Verhältnis<br />

Klasse Tablet, mit<br />

mitgelieferter Tastatur<br />

ein vollwertiger<br />

PC. Aber auch ein<br />

stolzer Preis.<br />

HTC<br />

MODELL Flyer UMTS<br />

AUSSTATTUNG 7 Zoll,<br />

32 GB, Kamera auf<br />

Vor- & Rückseite<br />

PREIS ab 550 Euro<br />

+ sehr bedienerfreundlich, sehr<br />

einfach beim Handhaben<br />

+ sehr gute Ausstattung<br />

– Bildschirm (Brillanz) schwächer<br />

als bei der Konkurrenz<br />

Ein rundum vernünftiges<br />

Gerät,<br />

das bei allen Test-<br />

Kriterien einen<br />

befriedigenden<br />

Eindruck macht.<br />

Samsung<br />

MODELL Galaxy Tab<br />

10.1. N<br />

AUSSTATTUNG 10,1 Zoll,<br />

Kamera auf Vor- &<br />

Rückseite, 16 GB<br />

PREIS ab 430 Euro<br />

+ Ähnlich wie das etwas kleinere<br />

Nachfolge-Modell Samsung<br />

Galaxy Tab 7.0 Plus N (ab 380<br />

Euro) liefert dieses Tablet solide<br />

Verarbeitung, guten Bildschirm.<br />

+ im Vergleich zu den iPads von<br />

Apple fast die Hälfte günstiger<br />

Wer auf das<br />

Apple-Image<br />

keinen Wert legt,<br />

erhält hier gute<br />

Qualität zum vernünftigen<br />

Preis.<br />

Fotos: PR<br />

RIM Blackberry<br />

MODELL PlayBook<br />

AUSSTATTUNG 7 Zoll,<br />

16 GB, Kamera auf<br />

Vor- & Rückseite<br />

PREIS ab 200 Euro<br />

+ überzeugt sowohl bei<br />

Bildschirm, Akku-Laufzeit und<br />

Bediener-Freundlichkeit<br />

– etwas spärliche Ausstattung<br />

– etwas weniger Apps<br />

(Zusatzprogramme) möglich<br />

Sehr solides<br />

Tablet zu einem sehr<br />

günstigen Preis.<br />

Bestes Preis-Le<strong>ist</strong>ungs-Verhältnis.<br />

* Alle Modelle haben integrierten WLAN-Anschluss. Um unabhängig vom häuslichen WLAN ins Internet zu kommen, <strong>ist</strong> ein Daten-Stick nötig. Kosten: ab etwa 10 Euro im Monat.<br />

7 / 2012<br />

9


geld ^recht<br />

Seit wann gibt es<br />

den Unterschied<br />

zwischen Erwerbsminderung<br />

und<br />

Berufsunfähigkeit?<br />

Bis 2001 trennte die Rentenkasse<br />

zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit.<br />

Seitdem gilt<br />

für alle „Erwerbsminderung“ als<br />

Schlüsselbegriff. Aber – und das<br />

<strong>ist</strong> der springende Punkt: Das gilt<br />

nur für alle, die nach 1961 geboren<br />

sind. Für alle, die vor 1961<br />

auf die Welt kamen, gibt es noch<br />

zahlreiche Ausnahme-Regeln.<br />

Und das heißt?<br />

Dass alle, die vor dem 2. 1. 1961<br />

geboren sind, im Prinzip wählen<br />

können, ob sie eher eine Rente<br />

wegen Berufsunfähigkeit oder<br />

eine wegen Erwerbsminderung<br />

beanspruchen, wenn sie <strong>gesund</strong>heitlich<br />

eingeschränkt sind.<br />

Was haben Berufs- beziehungsweise<br />

Erwerbsunfähigkeit<br />

und die Erwerbsminderung<br />

gemeinsam?<br />

Alle drei Begriffe bezeichnen das<br />

Unvermögen, einer Berufstätigkeit<br />

bzw. einer Erwerbsarbeit so<br />

nachzugehen, wie es <strong>gesund</strong>e<br />

Arbeitnehmer tun können.<br />

Warum gibt es keinen einheitlichen<br />

Begriff?<br />

Weil jeder dieser drei Begriffe<br />

dieses Unvermögen nur zu<br />

einem ganz bestimmten Grad<br />

bzw. Teil ausdrückt.<br />

Was heißt dann ganz genau<br />

Berufsunfähigkeit?<br />

Dass jemand einen gelernten<br />

bzw. über Jahre ausgeführten<br />

Beruf nicht mehr ausüben kann.<br />

Ein Beispiel: Der Bäcker mit<br />

Mehl-Allergie, die sich irgendwann<br />

entwickelt hat. Theoretisch<br />

kann dieser Bäcker nur<br />

das Bäckerhandwerk nicht mehr<br />

ausüben, aber jede andere Erwerbstätigkeit.<br />

Und was bedeutet Erwerbsunfähigkeit?<br />

Dass jemand überhaupt nicht<br />

mehr erwerbstätig sein kann,<br />

also gar keine Arbeit (Erwerbstätigkeit)<br />

mehr ausüben kann.<br />

Warum wurden die beiden<br />

Begriffe im Rentenrecht<br />

dann abgeschafft, da doch<br />

die Unterscheidung einleuchtend<br />

und auch klar <strong>ist</strong>?<br />

Knackpunkt war die Rente wegen<br />

Berufsunfähigkeit. Sie war<br />

bis 2000 ein relativ sicherer<br />

Weg in den Vorruhestand und<br />

erlaubte gleichzeitig noch, Geld<br />

dazuzuverdienen. Dieses Renten-Schlupfloch<br />

wollte die Politik<br />

grundsätzlich schließen.<br />

Und was gilt seitdem, wenn<br />

man aus <strong>gesund</strong>heitlichen<br />

Gründen nicht mehr so arbeiten<br />

kann?<br />

Seit 2001 gibt es nur noch den<br />

Begriff der teilweisen bzw. der<br />

vollen Erwerbsminderung. Damit<br />

wird beschrieben, ob man<br />

eine Erwerbstätigkeit noch teilweise<br />

oder ganz ausüben kann.<br />

Welche Voraussetzungen gelten<br />

für Erwerbsminderung?<br />

Teilweise erwerbsgemindert<br />

<strong>ist</strong>, wer wegen einer Krankheit<br />

nicht länger als 6 Stunden, aber<br />

mindestens 3 Stunden täglich<br />

arbeiten kann. Voll erwerbsgemindert<br />

wiederum <strong>ist</strong>, wer nicht<br />

länger als 3 Stunden täglich irgendeine<br />

berufliche Tätigkeit<br />

ausüben kann.<br />

Ist denn das neue Recht<br />

„schlechter“ als das alte?<br />

Ja. Denn beim Beurteilen, ob jemand<br />

erwerbsgemindert <strong>ist</strong> oder<br />

nicht, spielt lediglich die Fähigkeit<br />

eine Rolle, irgendetwas arbeiten<br />

zu können. Es spielt aber<br />

keine Rolle mehr, welchen Beruf<br />

man vorher hatte oder ob<br />

mit der bisherigen Tätigkeit ein<br />

bestimmter Lebensstandard, ein<br />

bestimmtes Einkommen oder<br />

eine gesellschaftliche Stellung<br />

erreicht wurde. Ein Beispiel:<br />

Eine Lehrerin mit Burn-out (Belastung<br />

und Stress wegen Unterricht<br />

und Kindern) kann sehr<br />

Die clevere<br />

Alternative<br />

Wer <strong>gesund</strong>heitlich eingeschränkt <strong>ist</strong>,<br />

nicht mehr arbeiten kann, erhält eine<br />

Erwerbsunfähigkeitsrente. Stimmt! Doch<br />

daneben gibt es für viele über 50 die viel<br />

bessere Rente wegen Berufsunfähigkeit,<br />

was viele nicht wissen.<br />

Häufig<br />

erwerbsunfähig<br />

Anteile der Rentner,<br />

die wegen Erwerbsunfähigkeit<br />

in<br />

Ruhestand gingen<br />

Quelle: map-Report<br />

52<br />

Dachdecker


extra<br />

Foto: plainpicture<br />

wohl Grünanlagen reinigen.<br />

Welche Folgen hat dies?<br />

Dass jeder gute Facharbeiter,<br />

der im Beruf nicht mehr arbeiten<br />

kann, sei es wegen Rückenschmerzen,<br />

Allergie oder<br />

Burn-out, immer noch zum<br />

Nachtpförtner taugt, wenn noch<br />

ein Arbeitsvermögen von 3 Stunden<br />

vorhanden <strong>ist</strong>. Und dabei<br />

<strong>ist</strong> es auch noch egal, ob es eine<br />

solche Stelle am Arbeitsmarkt<br />

überhaupt gibt oder nicht.<br />

Gibt es auch Ausnahmen?<br />

Ja. Wer noch mindestens<br />

drei Stunden<br />

erwerbstätig<br />

sein kann und<br />

gleichzeitig arbeitslos<br />

<strong>ist</strong> (also<br />

nicht aus dem<br />

Beruf erwerbsgemindert<br />

wird),<br />

kann eine Rente<br />

wegen voller Erwerbsminderung<br />

bekommen, wenn<br />

es keinen Teilzeitarbeitsplatz<br />

gibt.<br />

Was bedeutet<br />

dann Vertrauensschutz<br />

beim Erwerbsminderungsrecht?<br />

Das <strong>ist</strong> ein entscheidender<br />

Punkt: Wer vor dem 2. Januar<br />

1961 geboren <strong>ist</strong>, bekommt eine<br />

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung<br />

bei Berufsunfähigkeit,<br />

wenn im angestammten Beruf<br />

nur noch weniger als sechs<br />

Stunden täglich gearbeitet werden<br />

kann, in einem anderen Beruf<br />

aber mehr. Der Vorteil: Man<br />

erhält eine Rente, obwohl man<br />

noch arbeitet. Auf diese Weise<br />

kann man zum Beispiel Einkommensverluste<br />

ausgleichen, die<br />

man hinnehmen musste, weil<br />

man nicht mehr im angestammten<br />

Beruf arbeitet. Doch viele<br />

Stichtag:<br />

2. 1. 1961<br />

Nur wer vor<br />

diesem Tag<br />

geboren <strong>ist</strong>, also<br />

am 1. 1. 1961 und<br />

früher, kann die<br />

Sonderregeln<br />

der Rente wegen<br />

Berufsunfähigkeit<br />

noch nutzen.<br />

wissen dies nicht. Und die Rentenkasse<br />

we<strong>ist</strong> auf diese Möglichkeit<br />

auch eher selten hin.<br />

Kann man sich die Rente eigentlich<br />

dann aussuchen?<br />

Ja. Auch das <strong>ist</strong> ein Vorteil.<br />

<strong>Wie</strong> viel darf man mit einer<br />

Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente<br />

eigentlich hinzuverdienen?<br />

Relativ viel. Bei teilweiser Rente<br />

wegen Erwerbsminderung als<br />

Vollrente immerhin 1.811,25<br />

Euro (West) und 1.606,85 Euro<br />

(im Osten).<br />

Immer wieder<br />

hört man, dass<br />

das Arbeitsamt<br />

Berufsunfähige<br />

auch auf andere<br />

Jobs verwe<strong>ist</strong>,<br />

sodass<br />

keine Arbeitslosigkeit<br />

und<br />

damit kein Rentenanspruch<br />

(siehe oben)<br />

vorliegt.<br />

Das stimmt. Aber<br />

wer vor 1961 geboren<br />

<strong>ist</strong>, sollte<br />

hier auf das eigene Recht pochen,<br />

vor allem dann, wenn eine<br />

Berufsunfähigkeit, also nur die<br />

Unfähigkeit besteht, im bisherigen<br />

Beruf zu arbeiten. Natürlich<br />

versuchen die Arbeitsagenturen,<br />

andere Arbeitsplätze<br />

anzubieten. Doch das Verweisen<br />

auf diese Jobs <strong>ist</strong> nicht so einfach<br />

möglich wie bei allen, die 1961<br />

und danach geboren wurden.<br />

Werden Erwerbsminderungsund<br />

Berufsunfähigkeitsrenten<br />

eigentlich gekürzt?<br />

Ja. Das Bundesverfassungsgericht<br />

(BVerfG, Az. 1 BvR<br />

3588/08, 1 BvR 555/09) hat<br />

endgültig erlaubt, dass diese<br />

Renten gekürzt werden, wenn<br />

sie vor dem 60. Lebensjahr in<br />

Anspruch genommen werden.<br />

Ist denn ein erlernter Beruf<br />

(Ausbildung) die Voraussetzung<br />

für eine BU-Rente?<br />

Das <strong>ist</strong> rentenrechtlich nicht genau<br />

definiert. Das heißt, man<br />

kann eine BU-Rente auch erhalten,<br />

wenn man einen Beruf<br />

erlernt hat, aber viele Jahre in<br />

einem verwandten oder anderen<br />

Beruf arbeitete. Aber das Landessozialgericht<br />

Halle hat vor<br />

einigen Jahren auch entschieden,<br />

dass Angelernte keinen Anspruch<br />

auf eine BU-Rente haben,<br />

selbst wenn sie lange zum Teil<br />

in einem Facharbeiterberuf gearbeitet<br />

haben (LSG Halle, Az.<br />

L 3 R 510/06).<br />

Wer legt denn eigentlich fest,<br />

ob man berufsunfähig oder<br />

erwerbsgemindert <strong>ist</strong>?<br />

Der Medizinische Dienst der<br />

Rentenkasse. Allerdings berücksichtigt<br />

dieser immer auch<br />

ärztliche Gutachten, die man als<br />

Betroffener einreicht. Deshalb<br />

kann jeder über die Gutachten<br />

des eigenen Haus- oder Facharztes<br />

Einfluss darauf nehmen.<br />

Wichtig dabei <strong>ist</strong>, dass der eigene<br />

Arzt nicht auf „Berufsunfähigkeit“<br />

oder „Erwerbsminderung“<br />

plädiert, sondern schildert, warum<br />

man bestimmte Dinge des<br />

bisherigen Berufs nicht mehr<br />

ausüben kann bzw. warum die<br />

<strong>gesund</strong>heitlichen Einschränkungen<br />

keine bestimmte Stundenzahl<br />

pro Tag irgendeine Tätigkeit<br />

erlauben.<br />

Hohes<br />

Risiko<br />

So hoch <strong>ist</strong> die<br />

Gefahr, in diesen<br />

Berufen berufsunfähig<br />

zu werden:<br />

Gering<br />

Architekt,<br />

Volks- oder<br />

Betriebswirt,<br />

Steuerberater,<br />

Wirtschaftsprüfer,<br />

Psychologe<br />

Normal<br />

Bank- und<br />

Bürokaufmann,<br />

Verwaltungs- und<br />

Finanzbeamter,<br />

Programmierer,<br />

Heilpraktiker<br />

Erhöht<br />

Erzieher,<br />

Friseur,<br />

Telefon<strong>ist</strong>,<br />

Verkäufer,<br />

Bautechniker<br />

Besonders hoch<br />

Altenpfleger,<br />

Bäcker,<br />

Berufssoldat,<br />

Elektriker,<br />

Gärtner,<br />

Maler und Lackierer,<br />

Poliz<strong>ist</strong><br />

Quelle: GDV<br />

41 40<br />

Krankenpfleger<br />

Schlachter<br />

Angaben in Prozent<br />

38 38 37 36<br />

Tiefbauer<br />

Maurer<br />

Maler<br />

Sozialarbeiter<br />

7 / 2012<br />

11


geld ^recht<br />

Verheddert im<br />

Erbrecht<br />

Wer erbt, freut sich, denkt man. Doch me<strong>ist</strong> <strong>ist</strong> das Gegenteil der Fall.<br />

Vor allem, wenn man als Erbe in einer Erbengemeinschaft gefangen <strong>ist</strong><br />

und jede Kleinigkeit mit anderen abstimmen muss.<br />

12 7/ 2012


extra<br />

Fotos: Getty Images, Shutterstock<br />

<strong>Wie</strong> entsteht<br />

eine Erbengemeinschaft?<br />

Eine Erbengemeinschaft<br />

entsteht immer dann, wenn ein<br />

Erbe mehreren Personen zufällt.<br />

Was heißt das genau – ein<br />

Erbe? Ein ganz bestimmter<br />

Gegenstand?<br />

Zuerst einmal sprechen Jur<strong>ist</strong>en<br />

vom gesamten Nachlass, den ein<br />

Verstorbener hinterlässt, von<br />

„dem Erbe“. Das heißt, ein Erbe<br />

kann durchaus viele Dinge umfassen.<br />

Ein Beispiel: Eine verwitwete<br />

Frau hinterlässt ihren beiden<br />

Kindern ein Haus, ein<br />

Grundstück, ein Auto, ein Sparbuch,<br />

ein Wertpapier-Depot, einen<br />

Sparvertrag und den Haushalt,<br />

dann zählt alles zusammen<br />

zum Erbe. Die beiden Kinder bilden<br />

dann bei allen Dingen eine<br />

Erbengemeinschaft. Eine Erbengemeinschaft<br />

kann aber auch<br />

entstehen, wenn beispielsweise<br />

die Frau alle Gegenstände jeweils<br />

einem Kind allein per Testament<br />

zuordnet, beim Haus<br />

aber verfügt, dass dies beiden<br />

Kindern zu gleichen Teilen gehören<br />

soll. Dann bilden die Kinder<br />

beim Haus eine Erbengemeinschaft.<br />

Ist eine Erbengemeinschaft<br />

immer kompliziert?<br />

Nein. Hat der Erblasser per Testament<br />

genau geregelt, wer was<br />

bekommen soll, dann <strong>ist</strong> allein<br />

die Tatsache, dass mehrere Personen<br />

erben, kein Problem.<br />

Was macht eine Erbengemeinschaft<br />

kompliziert?<br />

Einen Grund für Streit kann es<br />

immer dann geben, wenn entweder<br />

kein Testament gemacht<br />

wurde oder wenn im Testament<br />

unklare Verfügungen getroffen<br />

wurden. Denn dann müssen die<br />

Erben den Nachlass unter sich<br />

aufteilen.<br />

Wer <strong>ist</strong> eigentlich Eigentümer<br />

eines Nachlasses?<br />

Der Nachlass geht unaufgeteilt<br />

auf alle Erben über. Eigentümer<br />

sind also die Mitglieder der Erbengemeinschaft.<br />

Angenommen<br />

ein Vater stirbt ohne Testament<br />

und hinterlässt seiner Frau und<br />

den beiden Kindern ein Haus,<br />

ein Grundstück, ein Sparbuch<br />

und ein Wertpapier-Depot, dann<br />

gehört allen drei Erben alles gemeinsam.<br />

Zwar nicht zu gleichen<br />

Teilen; dennoch gehören alle<br />

Dinge allen drei Erben.<br />

Wer verwaltet denn dann den<br />

Nachlass?<br />

Die Erben verwalten den Nachlass<br />

bis zur tatsächlichen Teilung<br />

gemeinschaftlich. Sie können<br />

die Verwaltung auch einem Miterben<br />

oder einer anderen Person<br />

übertragen, die nicht zur Erbengemeinschaft<br />

zählt.<br />

Steht einem Erben ein Nutzungsrecht<br />

an bestimmten<br />

Gegenständen des Nachlasses<br />

zu?<br />

Ja. Das individuelle Nutzungsrecht<br />

darf das der Miterben aber<br />

nicht beeinträchtigen.<br />

Darf ein Erbe ein Haus oder<br />

eine Wohnung aus dem Nachlass<br />

nutzen?<br />

Ja. Aber gegen den Willen der<br />

anderen Erben <strong>ist</strong> das nicht möglich.<br />

Im Beispiel oben: Angenom-<br />

6 Tipps, um Streit zu vermeiden<br />

Wichtige<br />

Urteile<br />

Eine Erbengemeinschaft<br />

<strong>ist</strong> keine<br />

Rechtspersönlichkeit.<br />

Um gegen die<br />

Gemeinschaft vorgehen<br />

zu können,<br />

muss jeder einzelne<br />

Erbe verklagt werden.<br />

Dies muss nicht<br />

in einem Prozess<br />

geschehen. Auch<br />

getrennte Prozesse<br />

gegen jeden Einzelnen<br />

sind möglich.<br />

(AG München,<br />

Az. 231 C 12827/09)<br />

Will eine Erbengemeinschaft<br />

ein<br />

unteilbares Grundstück<br />

verkaufen,<br />

um das Erbe damit<br />

teilbar zu machen,<br />

und weigert sich ein<br />

Erbe, dem Verkaufspreis<br />

zuzustimmen,<br />

kann er rechtlich<br />

dazu gezwungen<br />

werden, in den Vertrag<br />

einzuwilligen.<br />

(OLG Koblenz,<br />

Az. 5 U 505/10)<br />

men die Mutter wohnt im gemeinsamen<br />

Elternhaus, das<br />

dann den beiden Kindern zum<br />

Teil mitgehört, so könnten die<br />

Kinder theoretisch das Nutzen,<br />

also das Wohnen der Mutter, in<br />

diesem Haus untersagen, weil<br />

es ihnen ja zum Teil gehört.<br />

Kann ein Miterbe den Anteil<br />

am Nachlass verkaufen?<br />

Ja. Den ideellen Anteil am Nachlass<br />

kann man verkaufen oder<br />

verschenken. Man kann jedoch<br />

nicht über einzelne Gegenstände<br />

verfügen. Außerdem haben<br />

Miterben das gesetzliche Vorkaufsrecht.<br />

Will jemand seinen<br />

Erbteil verschenken, müssen die<br />

Miterben das hinnehmen. Angenommen<br />

im Beispiel oben möchte<br />

ein Kind nur den Anteil am<br />

Elternhaus der Mutter schenken,<br />

so <strong>ist</strong> dies nicht möglich. Möglich<br />

wäre nur das komplette<br />

Schenken des ganzen Teils des<br />

Nachlasses.<br />

Können Erben ihren Teil des<br />

Erbes verkaufen?<br />

Ja. Es muss aber ein Übertragungsvertrag<br />

vor einem Notar<br />

abgeschlossen werden.<br />

Kann ein Miterbe eine Abschlagszahlung<br />

auf den zustehenden<br />

Anteil am Nachlass<br />

verlangen?<br />

Ja, wenn alle (!) Erben zustimmen.<br />

Ein Mehrheitsbeschluss<br />

reicht nicht aus.<br />

Wann kann ein Miterbe die<br />

Auszahlung des eigenen<br />

Anteils am Erbe verlangen?<br />

Das geht grundsätzlich erst bei<br />

der tatsächlichen Teilung des<br />

Nachlasses.<br />

➽ Am wichtigsten:<br />

ein gut<br />

formuliertes,<br />

genaues Testament<br />

machen.<br />

➽ Im Testament<br />

exakt festlegen,<br />

wer was erhält.<br />

Auf keinen Fall<br />

allgemeine Sätze<br />

wie „Haus sollen<br />

meine Kinder“<br />

oder „unsere Kinder<br />

sollen ...“.<br />

➽ Dabei kann<br />

man aber auch<br />

jemanden<br />

bedenken, der<br />

nicht gesetzlicher<br />

Erbe <strong>ist</strong>.<br />

➽ Immer daran<br />

denken, dass<br />

alle gesetzlichen<br />

Erben, die nicht<br />

im Testament<br />

erwähnt sind,<br />

trotzdem den<br />

Pflichtteil bekommen.<br />

➽ Einen<br />

Vertrauten im<br />

Testament als<br />

Testamentsvollstrecker<br />

benennen,<br />

der Wünsche<br />

kennt, und zu<br />

Lebzeiten Vorgaben<br />

machen.<br />

➽ Dabei vor<br />

allem an schwer<br />

teilbares Vermögen<br />

denken, wie<br />

Auto, bestimmte<br />

Grundstücke, Immobilie,<br />

zum Teil<br />

auch Wertpapier-<br />

Depots.<br />

7 / 2012<br />

13


geld ^recht<br />

Haftet die Erbengemeinschaft<br />

für Schulden?<br />

Ja, die Miterben haften als Gesamtschuldner.<br />

Wann kann ein Erbe die Aufhebung<br />

der Erbengemeinschaft<br />

und die Teilung des<br />

Nachlasses verlangen?<br />

Jederzeit. Dieses Recht kann<br />

aber für eine bestimmte Zeit<br />

ausgeschlossen werden. Das<br />

kann die Mehrheit der Erben<br />

beschließen bzw. auch per Testament<br />

so angeordnet sein.<br />

Können die Erben die Aufhebung<br />

der Erbengemeinschaft<br />

für immer ausschließen?<br />

Ja. Auch das <strong>ist</strong> möglich, wenn<br />

alle Miterben einverstanden<br />

sind. Hierzu bedarf es eines Vertrags<br />

der Erben.<br />

Nach welchen Vorgaben wird<br />

der Nachlass geteilt?<br />

Für das Teilen des Nachlasses<br />

unter den Erben sind die Anordnungen<br />

des Erblassers maßgeblich<br />

bzw. die gesetzlichen<br />

Vorschriften.<br />

Was <strong>ist</strong>, wenn es keine Teilungsanordnung<br />

gibt?<br />

In diesem Fall müssen sich die<br />

Erben untereinander einigen.<br />

Was passiert, wenn sich die<br />

Erben nicht einigen können?<br />

Kommt eine Vereinbarung nicht<br />

zustande, gelten die gesetzlichen<br />

Regeln. Danach sind zunächst<br />

die Verbindlichkeiten zu<br />

berichtigen. Dafür wird der<br />

Nachlass, wenn erforderlich, in<br />

Geld umgesetzt. Der Überschuss<br />

wird dann im Verhältnis der<br />

Erbteile geteilt.<br />

<strong>Wie</strong> geht die Teilung dann<br />

konkret vonstatten?<br />

Im ersten Beispiel (verwitwete<br />

Frau, zwei Kinder) wird z. B. das<br />

Haus geschätzt. Daraufhin kann<br />

dann ein Kind dem anderen<br />

Kind einen Teil abkaufen (inklusive<br />

notariellen Vertrags)<br />

oder die Erbengemeinschaft<br />

(beide Kinder) verkauft das<br />

Haus an einen Dritten. Der<br />

Kaufpreis wird dann zwischen<br />

den Kindern aufgeteilt. Damit<br />

endet dann auch formal die Erbengemeinschaft.<br />

Erbstreit: Wo droht Gefahr?<br />

Ob nach dem eigenen Tod eine Erbengemeinschaft entsteht, ob Erben einfach Dinge klären<br />

können oder ob Streit und Blockade programmiert sind, kann jeder selbst beeinflussen.<br />

Die folgenden Schaubilder zeigen, wie bestimmte Verfügungen nach dem eigenen Tod<br />

wirken – jeweils für ein Ehepaar mit zwei Kindern, die wiederum je zwei Enkelkinder<br />

haben. Das Ehepaar möchte, dass das Erbe in der Familie bleibt und weitergegeben wird.<br />

1. Berliner Testament schützt Ehegatten<br />

Ehepartner möchte,<br />

dass der Überlebende<br />

alles erhält und allein<br />

entscheiden kann.<br />

Die Enkelkinder<br />

sind in dieser<br />

Konstellation<br />

nicht in den<br />

Erbgang eingeschlossen.<br />

E1<br />

E1<br />

E1<br />

K1<br />

K1<br />

K1<br />

V<br />

V<br />

V<br />

E2<br />

E2<br />

E2<br />

E3<br />

E3<br />

E3<br />

M<br />

M<br />

M<br />

K2<br />

2. Erbvertrag verpflichtet Erben zur Pflege<br />

Eltern und Kinder schließen<br />

einen Vertrag, der<br />

von den Kindern eine<br />

Gegenle<strong>ist</strong>ung für das<br />

Erbe verlangt. Gleichzeitig<br />

werden die Enkel als<br />

Nacherben aufgeführt.<br />

Da die Kinder<br />

einzelne Zusagen<br />

gemacht haben für<br />

ihre Kinder, greift<br />

der Erbvertrag<br />

auch für die Enkel.<br />

K2<br />

3. Ohne Testament <strong>ist</strong> Blockade programmiert<br />

Ehepartner glauben,<br />

dass Testament unnötig<br />

<strong>ist</strong> und Kinder alles<br />

einvernehmlich regeln.<br />

Da die Enkelkinder<br />

nicht<br />

im Testament<br />

vermerkt sind,<br />

gehören sie<br />

auch nicht zur<br />

Erbengemeinschaft.<br />

K2<br />

Erbe<br />

E4<br />

Erbe/<br />

Gemeinschaft<br />

E4<br />

Erbe/<br />

Gemeinschaft<br />

E4<br />

Pflichterben<br />

Die Kinder<br />

gehören zwar<br />

formal zu den<br />

Pflichterben,<br />

erben aber im<br />

ersten Schritt<br />

nichts.<br />

Pflichterben<br />

Enkelkinder<br />

werden hier<br />

als Nacherben<br />

aufgeführt und<br />

zählen somit<br />

zur Gemeinschaft.<br />

Pflichterben<br />

Formal gehören<br />

nur die Ehefrau<br />

und die beiden<br />

Kinder zu den<br />

Pflichterben.<br />

14 7/ 2012


extra<br />

RENTE<br />

MIT<br />

63<br />

Was <strong>ist</strong> dann möglich?<br />

2. TEIL<br />

63 <strong>ist</strong> das Lieblings-Rentenalter der Deutschen. Doch um dann<br />

in Rente gehen zu können, kommt es oft auf den exakten Geburtsmonat an.<br />

Denn bereits 63-Jährige werden von den neuen Gesetzen getroffen.<br />

Foto: Getty Images<br />

Normale Arbeitnehmer<br />

➤ Eine normale Altersrente <strong>ist</strong><br />

mit 63 nicht möglich.<br />

Spezielle Rente für Frauen<br />

➤ Diese Rente <strong>ist</strong> möglich;<br />

Frauen des Jahrgangs 1949 können<br />

diese bereits mit 60 beantragen.<br />

Wichtig: Nur noch<br />

Frauen, die vor 1952 geboren<br />

wurden, können diese nutzen,<br />

spätere Jahrgänge nicht. Weitere<br />

Voraussetzungen: Die Mindestversicherungszeit<br />

beträgt<br />

15 Jahre, davon mindestens<br />

10 Jahre Pflichtbeiträge nach<br />

dem 40. Lebensjahr.<br />

➤ Der lebenslange Abschlag<br />

für alle, die mit 63 in Rente gehen:<br />

7,2 Prozent.<br />

➤ Wichtig: Die Frauenrente<br />

bleibt unberührt von den neuen,<br />

steigenden Altersgrenzen<br />

der Rente mit 67.<br />

Für langjährig Versicherte<br />

➤ Wer 35 Jahre Pflichtbeiträge<br />

in der Rentenkasse hat, kann<br />

mit 63 in Rente. Aber: Hier greifen<br />

die neuen Rentengesetze.<br />

➤ Das heißt, nur noch im Januar<br />

und Februar 1949 Geborene<br />

können exakt mit dem 63.<br />

Geburtstag in den Ruhestand.<br />

➤ Wer ab März 1949 geboren<br />

<strong>ist</strong>, muss drei Monate länger arbeiten,<br />

gleichzeitig erhöht sich<br />

der Abschlag auf 8,1 Prozent<br />

(gegenüber bisher 7,2 Prozent).<br />

Entscheidend <strong>ist</strong> der Geburtsmonat<br />

RENTE GEBURT RENTE MIT ... ABSCHLAG<br />

Langjährig<br />

Versicherte<br />

3 – 12/1949 63 J. + 3 M. 8,1 %<br />

Frauenrente 1 – 12/1949 63 7,2 %<br />

Altersteilzeit/<br />

Arbeitslosigkeit<br />

1 – 12/1949 63 7,2 %<br />

Schwerbehinderte<br />

1 – 12/1949 63 —<br />

Erwerbsgeminderte<br />

6 – 12/1949 63 J + 6 M. 1,8 %<br />

Quelle: Deutsche Rentenversicherung<br />

Rente nach Altersteilzeit<br />

und wegen Arbeitslosigkeit<br />

➤ Ab 63 <strong>ist</strong> diese Rente möglich,<br />

wenn man zuvor mindestens<br />

2 Jahre offiziell in Altersteilzeit<br />

war.<br />

➤ Auch wer arbeitslos <strong>ist</strong>, kann<br />

mit 63 in Rente, wenn man nach<br />

Vollendung eines Lebensalters<br />

von 58 Jahren und 6 Monaten<br />

52 Wochen arbeitslos war.<br />

➤ Diese Regel gilt aber nur noch<br />

für die Jahrgänge zwischen Januar<br />

1949 bis Dezember 1951.<br />

Für alle anderen wird diese Rente<br />

gestrichen.<br />

Erwerbsgeminderte<br />

➤ Wer aus <strong>gesund</strong>heitlichen<br />

Gründen weniger als drei Stunden<br />

am Tag arbeiten kann, hat<br />

Anspruch auf diese Rente.<br />

➤ Diese Rente <strong>ist</strong> nicht an ein<br />

Alter, sondern den Gesundheitszustand<br />

gekoppelt. Und damit<br />

<strong>ist</strong> sie auch mit 63 möglich.<br />

➤ Wichtig: Beantragt man diese<br />

Rente dann das erste Mal,<br />

wird sie unbefr<strong>ist</strong>et gewährt.<br />

➤ Aber: Die Altersgrenze für<br />

die abschlagsfreie Rente steigt<br />

auf 65. Wer in diesem Jahr noch<br />

mit 63 in Rente will, hat einen<br />

Abschlag hinzunehmen (max.<br />

1,8 %). Ausnahme: Versicherte<br />

mit 35 Pflichtbeitragsjahren.<br />

Schwerbehinderte<br />

➤ Diese Rente <strong>ist</strong> mit 63 möglich<br />

– und zwar ohne Abschlag.<br />

Voraussetzung: GdB 50 und 35<br />

Jahre mit Pflichtbeiträgen.<br />

➤ Wichtig: Auch wer nicht<br />

schwerbehindert <strong>ist</strong>, hat unter<br />

Umständen Anspruch. Denn bei<br />

Jahrgängen vor 1951 prüft die<br />

Rentenkasse, ob man berufsoder<br />

erwerbsunfähig nach dem<br />

am 31. 12. 2000 geltenden Recht<br />

<strong>ist</strong> (siehe auch Seite 10).<br />

➤ Wichtig: Die Altersgrenze für<br />

eine abschlagsfreie Altersrente<br />

für Schwerbehinderte wird stufenweise<br />

von 63 auf 65 angehoben.<br />

Betroffen <strong>ist</strong> aber erst<br />

der Geburtsjahrgang 1952.<br />

7 / 2012<br />

15


geld ^recht<br />

Ab 1. Juli höhere Re<br />

Um 2,18 % steigen zum 1. Juli die Renten*. Und obwohl das<br />

dass man erstmals Steuern auf die Rente zahlen muss. Und<br />

BBundeskanzlerin und Arbeitsmin<strong>ist</strong>erin<br />

jubelten<br />

unisono im Frühjahr:<br />

Auch die Rentner in<br />

Deutschland würden ab Juli<br />

vom kräftigen Aufschwung profitieren.<br />

Deshalb würden die<br />

Renten so kräftig wie lange<br />

nicht erhöht.<br />

Stimmt! Doch was Angela<br />

Merkel und Ursula von der<br />

Leyen verschweigen – die Rentenerhöhungen<br />

führen bei Abertausend<br />

Ruheständlern dazu,<br />

dass sie 2012 erstmals Steuern<br />

auf ihre Renten zu zahlen haben.<br />

Und so mischt sich für viele<br />

ein größerer Wermutstropfen<br />

in den Freuden-Wein.<br />

Denn: Zwar <strong>ist</strong> bei jedem<br />

Rentner nicht die volle Rente<br />

steuerpflichtig; ein größerer<br />

Freibetrag wird angerechnet<br />

(siehe Grafik auf der rechten<br />

Seite). Aber dieser Freibetrag<br />

steigt eben nicht bei jeder Rentenerhöhung<br />

mit an, sondern<br />

bleibt immer gleich.<br />

Das heißt, jede Rentenerhöhung<br />

führt dazu, dass man mit<br />

dem steuerpflichtigen Teil der<br />

Rente immer näher an die Steuergrenze<br />

heranreicht – oder diese<br />

übersteigt. Die Beispielrechnung<br />

auf diesen Seiten zeigt<br />

dies deutlich. Und das wiederum<br />

bedeutet im Gegenzug,<br />

dass im Lauf der Jahre immer<br />

mehr Rentner tatsächlich Steuern<br />

zu zahlen haben – derzeit<br />

sind es bereits über 5 Millionen.<br />

Zum Vergleich: 2005 waren gerade<br />

800000 Rentner von der<br />

Rentensteuer betroffen.<br />

Der Fall<br />

» Ein alleinstehender<br />

Rentner ging<br />

2010 mit 65 in<br />

Ruhestand. Er hat<br />

zeit seines Lebens<br />

etwa durchschnittlich<br />

verdient und<br />

erhält 1.000 Euro<br />

Monatsrente.<br />

» Zusätzlich hat er<br />

die Lebensversicherung<br />

seiner verstorbenen<br />

Frau und<br />

sein Erbe in eine<br />

private Rentenversicherung<br />

investiert,<br />

aus der er<br />

jeden Monat 750<br />

Euro Rente erhält.<br />

» Darüber hinaus<br />

hat er noch Geld<br />

angelegt, sodass<br />

auch noch 1.000<br />

Euro pro Jahr<br />

Zins-Einnahmen<br />

entstehen.<br />

» Für das vermietete<br />

Elternhaus erzielt<br />

er noch eine Netto-<br />

Jahresmiete von<br />

5.130 Euro.<br />

» Aufgrund der normalen<br />

gesetz lichen<br />

Rente nimmt der<br />

Mann an, dass keine<br />

Steuern fällig werden.<br />

Ein Irrtum!<br />

➽<br />

1<br />

Freibetrag<br />

errechnen<br />

Rente 2010:<br />

12 x 1.000 Euro =<br />

12.000 Euro<br />

Freibetrag: 40 % =<br />

4.800 Euro<br />

Steuerpflichtig 2010:<br />

7.200 Euro<br />

Maßgeblich<br />

<strong>ist</strong> immer die Brutto-Rente<br />

(nicht<br />

der Netto-Auszahlungsbetrag)<br />

Bei privaten<br />

Renten und Betriebsrenten<br />

gelten<br />

andere Steuer-Regeln.<br />

Bei privaten<br />

Renten hängt<br />

der Steuersatz<br />

davon ab, wann<br />

man die private<br />

Rente erstmals<br />

bezogen hat, mit<br />

65 Jahren: 18 %.<br />

Achtung: Es zählt<br />

nicht der Beginn<br />

der gesetzlichen<br />

Rente, sondern<br />

nur der Beginn<br />

der privaten<br />

Renten.<br />

Betriebsrenten<br />

sind in der Regel<br />

voll steuerpflichtig,<br />

werden wie<br />

Arbeitslohn<br />

gewertet.<br />

➽2<br />

Einkommensteuer<br />

errechnen<br />

EINKÜNFTE<br />

Gesetzliche Rente<br />

Hier steht<br />

jedem Steuerzahler<br />

ein<br />

gesonderter<br />

Freibetrag zu,<br />

wenn Zinseinnahmen<br />

vorliegen.<br />

BRUTTO<br />

Private Rente 9.000<br />

Mieteinnahmen 5.130<br />

Zinseinnahmen 1.000<br />

Sonstige absetzbare<br />

Ausgaben<br />

Kranken-<br />

Altersent<br />

Zu versteuerndes Einkommen<br />

Einkommensteuer und Solidari<br />

Hier zählt nur<br />

der Gewinn,<br />

also die<br />

Brutto-Mieteinnahmen<br />

abzüglich<br />

der Werbungskosten.<br />

Was Arbeitsmin<strong>ist</strong>erin von der Leyen als Wohltat für Rentner<br />

verkauft, freut am Ende auch Finanzmin<strong>ist</strong>er Schäuble.<br />

Fotos: ddp images (2), Shutterstock, privat<br />

16 7/ 2012


extra<br />

nte und dann die Steuer …<br />

im Monat für die me<strong>ist</strong>en nur wenige Euro ausmacht, kann dies ausreichen,<br />

schon <strong>ist</strong> die Vorfreude auf etwas mehr Geld passé.<br />

* Im Osten sind es sogar 2,26%<br />

Dieser Freibetrag<br />

steht jedem<br />

Rentner<br />

zu. Wichtig:<br />

Im Steuerbescheid<br />

kontrollieren,<br />

ob dieser<br />

angerechnet<br />

wurde.<br />

Der Freibetrag wird zu Beginn der Rente für das Jahr des Rentenbeginns<br />

errechnet – und zwar als feststehender Euro-Betrag (siehe<br />

Grafik unten). Dieser Betrag bleibt ein Leben lang konstant.<br />

ABZUG<br />

Freibetrag Rente + Werbungskosten:<br />

102 Euro<br />

Die Beiträge<br />

zur gesetzlichen<br />

Pflegeund<br />

Krankenversicherung<br />

sind auch<br />

bei jedem<br />

Rentner als<br />

Sonderausgaben<br />

absetzbar.<br />

STEUERPFLICHTIGE<br />

EINKÜNFTE<br />

2010 2011 2012<br />

12.000 12.119* 12.383*<br />

4.800<br />

102<br />

4.800<br />

102<br />

4.800<br />

102<br />

Steuerpflichtig 7.098 7.217 7.481<br />

Bei Rentenbeginn mit 65 Jahren werden<br />

nur 18 % angerechnet<br />

+ 1.620 + 1.620 +1.620<br />

Werbungskosten 1) : 3.300 Euro + 1.830 + 1.830 + 1.830<br />

Sparerpauschbetrag: 801 Euro + 199 + 199 + 199<br />

und Pflegeversicherung (10,15 %)<br />

– 1.212 – 1.230 – 1.257<br />

lastungsbetrag – 1.520 – 1.520 – 1.520<br />

8.015 8.116 8.353<br />

täts-Zuschlag 0 16 49<br />

Obwohl im Jahr des Rentenbeginns<br />

keine Steuer fällig wurde und sich seitdem<br />

das Einkommen nur durch die<br />

mageren Rentenerhöhungen verändert<br />

hat, werden jetzt doch Steuern fällig.<br />

Das heißt: Brutto 270 Euro mehr Rente<br />

pro Jahr führen dazu, dass plötzlich<br />

etwa 20 % der Erhöhung für die Steuer<br />

aufgewandt werden müssen.<br />

1) fiktiv<br />

Der Einfachheit halber wurden die Renten auf Jahreswerte hochgerechnet, auch wenn die Rentenerhöhungen jeweils erst zum 1. Juli gegriffen haben.<br />

* Rentenerhöhung: 0,99 % (im Westen). ** Rentenerhöhung: 2,18 % (im Westen).<br />

„Achtung: Wer neben<br />

der Rente noch<br />

auf Steuerkarte hinzuverdient,<br />

Mieteinnahmen<br />

hat oder<br />

Einkünfte aus einer<br />

gewerblichen oder<br />

selbstständigen Tätigkeit<br />

bzw. eine Pension<br />

oder Betriebsrente<br />

bezieht, muss<br />

immer eine Steuererklärung<br />

abgeben<br />

– unabhängig davon,<br />

wie hoch oder<br />

niedrig die gesetzliche<br />

Rente <strong>ist</strong>.“<br />

Wolfgang Wawro, Präsident<br />

des Steuerberaterverbandes<br />

Berlin-Brandenburg<br />

Dieser Anteil der Rente<br />

bleibt steuerfrei<br />

Angaben in %<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

2013<br />

2014<br />

2015<br />

2016<br />

2017<br />

2018<br />

2019<br />

2020<br />

50<br />

48<br />

46<br />

44<br />

42<br />

40<br />

38<br />

36<br />

34<br />

32<br />

30<br />

28<br />

26<br />

24<br />

22<br />

20<br />

Quelle: Deutsche Rentenversicherung<br />

7 / 2012<br />

17


geld ^recht<br />

Kreditgebühren<br />

zurückholen<br />

Trotz Urteil des Bundesgerichtshofs weigern sich viele Banken, zu Unrecht<br />

berechnete Kreditgebühren zurückzuzahlen. Worum es geht, wer Geld<br />

zurückfordern kann, zeigen diese Seiten. Und die Musterbriefe helfen dabei.<br />

Was hat der Bundesgerichtshof<br />

ganz genau bei<br />

Krediten entschieden?<br />

Dass Gebühren, die die Bank<br />

im Rahmen eines Darlehens<br />

berechnet, nicht erlaubt sind.<br />

Dazu zählen z. B. Gebühren für<br />

das Führen des Darlehenskontos.<br />

Solche Klauseln (siehe auch<br />

Kasten rechts) sind unwirksam,<br />

entschied der Bundesgerichtshof<br />

(BGH) in Karlsruhe (Az. XI<br />

ZR 388/10).<br />

Sind mit „unzulässigen Gebühren<br />

für Darlehen“ auch<br />

Kreditzinsen gemeint?<br />

Nein. Kreditzinsen gehören zum<br />

Geschäft. Sie sind praktisch ein<br />

Ausgleich dafür, dass man sich<br />

das Geld von der Bank ausleihen<br />

durfte. Unzulässig sind dagegen<br />

Gebühren für Verwaltung<br />

des Kredits, die noch draufgeschlagen<br />

werden und nichts mit<br />

dem Zins zu tun haben. Dabei<br />

handelt es sich me<strong>ist</strong> um eine<br />

jährliche Pauschale oder einen<br />

Pauschalbetrag, der im Kreditvertrag<br />

zum vereinbarten Zinssatz<br />

aufgeführt wird. Me<strong>ist</strong> sind<br />

dies einige Hundert Euro für das<br />

Einrichten und Führen des Darlehenskontos.<br />

<strong>Wie</strong> verwaltet die Bank denn<br />

normalerweise einen Kredit?<br />

Für einen Kredit bezahlt man<br />

eine monatliche, feste Rate. Diese<br />

enthält einen Zins- und einen<br />

Tilgungsteil. Das heißt, die Bank<br />

berechnet jeden Monat, ausgehend<br />

von der noch nicht getilgten<br />

Kreditsumme, die exakte<br />

Zins-Rate. Das heißt, von Monat<br />

zu Monat nimmt der Tilgungsanteil<br />

an der gezahlten Rate zu,<br />

während der Zinsteil abnimmt,<br />

da ja schon etwas mehr als im<br />

Vormonat getilgt <strong>ist</strong>. Die Bank<br />

richtet für jeden Kredit ein Darlehenskonto<br />

ein und verbucht<br />

dort den ordnungsgemäßen<br />

Eingang der Zahlungen. Und<br />

genau dafür darf sie keine Gebühren<br />

verlangen. Denn, so der<br />

BGH, das Einrichten und Führen<br />

eines Kontos geschieht ja im<br />

Eigen-Interesse der Bank und<br />

nicht im Auftrag des Kunden.<br />

Gehört dieses Konto nicht<br />

zum Kredit dazu?<br />

Nein. Die Bank führt es für ihre<br />

eigene Buchhaltung und nicht<br />

im Auftrag des Kunden. Normalerweise<br />

erhält man über das<br />

Konto auch gar keine laufenden<br />

Auszüge (maximal einmal im<br />

Jahr). Insofern kann man die<br />

Kosten gar nicht kontrollieren.<br />

Auch deshalb lehnt der BGH solche<br />

Gebühren ab.<br />

<strong>Wie</strong> hoch sind denn diese<br />

Kredit-Gebühren?<br />

„Sollte die Bank<br />

bei den Kreditgebühren<br />

mauern,<br />

dann an den Ombudsmann<br />

der<br />

Bank wenden; bei<br />

einigen Banken<br />

wird dies auch als<br />

Schlichtungsstelle<br />

bezeichnet. Die<br />

Kontaktdaten hat<br />

das Geldinstitut.<br />

Dieses Verfahren<br />

<strong>ist</strong> in der Regel<br />

kostenlos.“<br />

Annabel Oelmann,<br />

Leiterin Finanzdienstle<strong>ist</strong>ungen<br />

Verbraucherzentrale<br />

NRW<br />

Im verhandelten Fall betrug<br />

die Kontoführungsgebühr gerade<br />

einmal zwei Euro je Monat.<br />

Doch dem BGH ging es ums<br />

Prinzip. Es kann aber leicht auch<br />

um einige Hundert Euro gehen.<br />

Gibt es weitere Gebühren,<br />

die der BGH gerügt hat?<br />

Ja. Für Baudarlehen stellt die<br />

Bank me<strong>ist</strong> eine Jahresbescheinigung<br />

für das Finanzamt aus.<br />

18 7/ 2012


extra<br />

Das<br />

BGH-Urteil<br />

Gebühren dafür sind aber ebenfalls<br />

nicht zulässig.<br />

Werden auch Gebühren fällig,<br />

wenn kein Kreditvertrag<br />

geschlossen wird?<br />

Nein. Wer sich für einen Kredit<br />

interessiert, aber noch nicht zugestimmt<br />

hat, muss keine Gebühren<br />

bezahlen, so ein Urteil<br />

des Oberlandesgerichts Dresden<br />

(Az. 7 U 2238/00).<br />

Für wen <strong>ist</strong> das Urteil des<br />

Gerichtshofs wichtig?<br />

Von dem Urteil profitieren Millionen<br />

Kunden mit Konsumentenkrediten<br />

oder einer Immobilienfinanzierung.<br />

Die Mehrheit<br />

der Banken verlangt nämlich bis<br />

heute die Gebühr für die Kontoführung.<br />

Die Verbraucherzentrale<br />

NRW geht sogar davon aus,<br />

dass das BGH-Urteil für sämtliche<br />

Darlehensverträge gilt.<br />

Erhält man jetzt das Geld<br />

für die Gebühren zurück?<br />

Ja, aber nur dann, wenn man<br />

sich aktiv darum kümmert. Zurückfordern<br />

kann man die Gebühren<br />

für laufende, aber auch<br />

für bereits abgezahlte Kredite.<br />

Dabei helfen die Musterbriefe<br />

von <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>.<br />

Kann es sein, dass Ansprüche<br />

verjähren?<br />

Ja, nach drei Jahren verjähren<br />

diese Ansprüche. Allerdings <strong>ist</strong><br />

offen, ab wann die Verjährung<br />

greift. Gilt als Beginn der Fr<strong>ist</strong><br />

das Datum des Urteils, verjähren<br />

Ansprüche von Zahlungen<br />

aus dem Jahr 2007 und davor.<br />

Gibt es andere Positionen<br />

zur Verjährung?<br />

Ja. Die Verbraucherzentrale<br />

Nordrhein-Westfalen geht davon<br />

aus, dass die dreijährige<br />

Fr<strong>ist</strong> erst mit Ende des Vertrags<br />

greift. In diesem Fall können<br />

alle Gebühren eines Vertrages<br />

bis drei Jahre nach dessen Ende<br />

zurückgefordert werden. Wer<br />

vor der endgültigen jur<strong>ist</strong>ischen<br />

Klärung der Verjährungsfr<strong>ist</strong>en<br />

Geld erstattet bekommen möch-<br />

Diesen Musterbrief<br />

verwenden, wenn der<br />

Kredit noch läuft<br />

An die Bank …<br />

Straße<br />

PLZ/Ort<br />

Betreff:<br />

Kontoführungsgebühren für Kreditvertrag-Nr.:<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

am haben wir einen Kreditvertrag abgeschlossen.<br />

Die von Ihnen für den oben genannten, noch laufenden<br />

Kreditvertrag berechneten Gebühren sind laut Urteil des<br />

Bundesgerichtshofs (Az. XI ZR 388/10) nicht zulässig.<br />

Ich fordere Sie auf, die einbehaltenen Entgelte <strong>plus</strong> 4 %<br />

Zinsen rückwirkend auf mein Konto zu überweisen<br />

und den Kreditvertrag gebührenfrei ab sofort bis zum Ende<br />

der Laufzeit anzupassen.<br />

In Bezug auf die Verjährung teile ich die Auffassung der<br />

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, wonach diese<br />

erst mit Ende der Laufzeit einsetzt. Da mein Vertrag noch bis<br />

(Jahr) läuft, also die Verjährung noch nicht eingesetzt hat,<br />

verlange ich sämtliche bisher gezahlten Gebühren zurück.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

(Unterschrift)<br />

te, muss allerdings selbst gegen<br />

die eigene Bank klagen.<br />

Lohnt es denn, zu klagen?<br />

Das <strong>ist</strong> eine Frage der Abwägung.<br />

Die Rechtsschutzversicherung<br />

trägt zwar die Kosten<br />

Privatkunden müssen für ein Darlehenskonto<br />

keine Gebühren bezahlen.<br />

Solche Klauseln sind unwirksam, entschied<br />

der Bundesgerichtshof (Az. XI ZR 388/10).<br />

Deshalb sind Klauseln, die es einem Kreditinstitut<br />

ermöglichen, Entgelte für Tätigkeiten<br />

zu erheben, die es im eigenen Interesse<br />

erbringt, nicht erlaubt. Die Klauseln<br />

halten der Inhaltskontrolle nach<br />

§ 307 Abs. 1 BGB nicht stand, weil<br />

sie Kunden unangemessen<br />

benachteiligen.<br />

Absender<br />

Straße<br />

PLZ/Ort<br />

für ein solches Verfahren. Ob<br />

sich bei einer Selbstbeteiligung<br />

und der begrenzten Erstattung<br />

das Risiko eines Prozesses mit<br />

ungewissem Ausgang lohnt,<br />

sollte jeder prüfen.<br />

7 / 2012<br />

19


geld ^recht<br />

So kontern Sie <strong>Ihr</strong>e Bank<br />

Wahrscheinlich werden sich die Banken<br />

trotz höchstrichterlichem Urteil zuerst winden.<br />

Diese Antworten könnten Sie erhalten:<br />

»Die Ansprüche sind<br />

verjährt.«<br />

Für Verträge vor<br />

2008 seien Ansprüche<br />

verjährt. Da das Urteil<br />

Anfang 2011 erging, sei<br />

die dreijährige Verjährungsfr<strong>ist</strong><br />

abgelaufen.<br />

➝ SO KONTERN SIE:<br />

„Die Verbraucherzentrale<br />

sagt, dass die<br />

dreijährige Verjährungsfr<strong>ist</strong><br />

erst eintritt,<br />

wenn der jeweilige<br />

Vertrag beendet wird.<br />

Der Vertrag endete<br />

erst ....“<br />

»Das Urteil gilt doch<br />

nur für die Zukunft.«<br />

Jetzt habe auch die<br />

Bank Rechtssicherheit<br />

und werde das Urteil<br />

befolgen. Aber bis 2011<br />

habe die Bank in gutem<br />

Glauben gehandelt, für<br />

die Vergangenheit könne<br />

nichts zurückgezahlt<br />

werden ...<br />

➝ SO KONTERN SIE:<br />

„Richtig <strong>ist</strong>, dass es<br />

Gebühren für Kredite<br />

in Zukunft nicht mehr<br />

gibt. Aber: Der BGH<br />

sagt, dass die Klauseln<br />

heute rechtswidrig<br />

sind und früher rechtswidrig<br />

waren. Deshalb<br />

gilt das Urteil auch für<br />

ältere Verträge.“<br />

»Das Urteil betrifft<br />

nur einen Einzelfall.«<br />

Bei dem Urteil sei es<br />

um das Privatdarlehen<br />

für einen Kunden<br />

gegangen. Es könne<br />

nicht verallgemeinert<br />

werden.<br />

➝ SO KONTERN SIE:<br />

„Das <strong>ist</strong> auf den ersten<br />

Blick richtig. Die Verbraucherzentrale<br />

NRW<br />

hat das Internationale<br />

Bankhaus Bodensee<br />

stellvertretend für<br />

die Branche verklagt.<br />

Denn die me<strong>ist</strong>en<br />

Geldinstitute verlangen<br />

bislang ein Entgelt<br />

für die Kontoführung.<br />

Deshalb trifft das<br />

Urteil auch für andere<br />

Formen zu: Konsumenten-,<br />

Auto- oder<br />

Hypothekenkredite.“<br />

»Das Urteil gilt nicht<br />

für Bausparkassen.«<br />

Bei Bausparverträgen<br />

mit Anspar- und Kreditphase<br />

gelte das<br />

Urteil nicht.<br />

➝ SO KONTERN SIE:<br />

„Das stimmt nicht.<br />

Es gibt sogar ein<br />

spezielles Urteil des<br />

LG Nürnberg (Az. 7 O<br />

10 682/08), das die<br />

Quelle Bausparkasse<br />

zwang, keine Kontoführungsgebühren<br />

mehr<br />

zu verlangen. Es gibt<br />

weitere Klagen gegen<br />

andere Kassen.“<br />

An die Bank / Autobank ...<br />

Straße<br />

PLZ/Ort<br />

Betreff: Kontoführungsgebühren für Kredit,<br />

Vertrag-Nr.:<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

ich habe festgestellt, dass Sie mir für meinen im Jahr<br />

vollständig zurückgezahlten Kredit Gebühren<br />

berechnet haben. Laut Urteil des Bundesgerichtshofs<br />

(Az. XI ZR 388/10) <strong>ist</strong> dies nicht zulässig.<br />

Ich fordere Sie auf, die einbehaltenen Entgelte <strong>plus</strong><br />

4 % Zinsen rückwirkend auf mein Konto zu<br />

überweisen.<br />

In Bezug auf die Verjährung teile ich die Auffassung der<br />

Verbraucherzentrale NRW, wonach diese erst mit Ende<br />

der Laufzeit einsetzt. Da der Kredit erst ....... vollständig<br />

zurückgezahlt wurde, endet die Verjährung erst am<br />

........ Insofern hat die Verjährung noch nicht eingesetzt.<br />

Deshalb verlange ich sämtliche gezahlten Gebühren<br />

zurück.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

(Unterschrift)<br />

An die Bausparkasse ...<br />

Straße<br />

PLZ/Ort<br />

Betreff:<br />

Gebühren für Bauspardarlehen, Vertrag-Nr.:<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

wir haben unter der oben genannten Vertragsnummer<br />

ein Bauspardarlehen erhalten und tilgen dieses. Laut<br />

Urteil des Bundesgerichtshofs sind Gebühren für die<br />

Führung eines Darlehenskontos nicht zulässig (Az. XI<br />

ZR 388/10). Auch das Landgericht Nürnberg hat einer<br />

Bausparkasse diese Gebühren untersagt (Az. 7 O 10<br />

682/08).<br />

Ich fordere Sie auf, die einbehaltenen Entgelte für mein<br />

Bauspardarlehen <strong>plus</strong> 4 % Zinsen rückwirkend auf mein<br />

Konto zu überweisen und den Kreditvertrag<br />

gebührenfrei bis zum Laufzeit-Ende anzupassen.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

Diesen Musterbrief<br />

verwenden, wenn der<br />

Kredit bereits inkl. Gebühren<br />

zurückgezahlt wurde<br />

Diesen Musterbrief<br />

verwenden, wenn Sie ein<br />

Bauspar-Darlehen inkl.<br />

Gebühren erhalten haben<br />

Absender<br />

Straße<br />

PLZ/Ort<br />

Absender<br />

Straße<br />

PLZ/Ort<br />

Foto: privat; Illustrationen: mauritius images<br />

(Unterschrift)<br />

20 7/ 2012


extra<br />

Neue Renten-Werte ab Juli<br />

Ab 1. Juli 2012 erhalten Rentner mehr Geld. Doch daneben steigen auch weitere<br />

Rechengrößen in der Rentenversicherung, die große Bedeutung haben.<br />

2,84<br />

Mrd. Euro kostet die<br />

Rentenerhöhung die Rentenkassen<br />

nur in diesem<br />

Jahr. 2013 müssen die Kassen<br />

sogar 5,4 Mrd. Euro<br />

mehr ausgeben – nur<br />

durch diese Erhöhung<br />

741,05<br />

Euro beträgt der neue Freibetrag<br />

bei Hinterbliebenen-<br />

Renten. Liegt eigenes Einkommen<br />

darüber, wird es ab<br />

diesem Wert angerechnet.<br />

4,40<br />

Prozent wäre<br />

eigentlich die<br />

richtige Erhöhung<br />

gewesen.<br />

Da aber<br />

in den zurückliegenden<br />

Krisenjahren<br />

auch die Renten<br />

hätten<br />

gekürzt werden<br />

müssen,<br />

was wegen<br />

der Rentengarantie<br />

unterblieb,<br />

wird die<br />

Kürzung jetzt<br />

nachgeholt.<br />

28,07<br />

Euro beträgt der Rentenwert ab 1. 7. 2012 (im<br />

Osten: 24,92 Euro). Wer ein Jahr durchschnittlich<br />

verdiente, erhält dann dafür 28,07 Euro als<br />

monatliche Rente. Wer mehr verdiente, im Verhältnis<br />

mehr, wer weniger verdiente, weniger.<br />

2,26<br />

Prozent beträgt die<br />

Erhöhung der Renten<br />

ab 1. Juli 2012 – aber nur<br />

im Westen. Im Osten<br />

erhalten Rentner sogar<br />

2,82 Prozent mehr.<br />

12,96<br />

Euro beträgt der aktuelle Rentenwert ab Juli in der<br />

Alterskasse für Landwirte (im Osten 11,50 Euro).<br />

Foto: Getty Images<br />

1.747,82<br />

Euro beträgt die neue Hinzuverdienstgrenze<br />

für eine 1/3-Rente; 1.328,34 Euro für eine<br />

1/2-Rente und 988,86 Euro für eine<br />

2/3-Rente. Wichtig: Nur in Ostdeutschland<br />

spielt der Rentenwert dafür eine Rolle.<br />

7 / 2012<br />

21


18 1/ 20 1<br />

VIELE<br />

NICHT<br />

15/09/ 1 1:01<br />

Sie haben Fragen?<br />

<strong>plus</strong>-Experten antworten<br />

Martin Reißig<br />

Rentenberater,<br />

Hamburg<br />

Wolfgang Wawro<br />

Steuerberaterbund,<br />

Berlin<br />

geld^recht<br />

Zusätzlich<br />

Geld zur Rente<br />

Die Mieten steigen, Strom, Gas, Krankenkasse auch.<br />

Und die Renten? Viele Rentner wissen nicht,<br />

dass sie selbst mit durchschnittlichen Einkommen<br />

zusätzlich Geld vom Staat erhalten können.<br />

Viele Rentner haben Anspruch<br />

auf mehr Geld. Geld, mit dem dann<br />

auch mehr Urlaub möglich <strong>ist</strong>.<br />

WISSEN DAS<br />

elbst die Bundesregierung<br />

spricht inzwischen davon,<br />

dass die Zahl der Mentisch<br />

zunimmt und viele nahe<br />

der Armutsgrenze leben. Doch<br />

der Leyen nie offen sagt: Viele<br />

Rentner haben Anspruch auf<br />

weitere Le<strong>ist</strong>ungen.<br />

schen mit geringen Renten dras-<br />

was Sozialmin<strong>ist</strong>erin Ursula von<br />

Unabhängige<br />

Rentenberater<br />

vermittelt deren Bundesverband<br />

in Köln:<br />

(02 21) 2 40 66 42,<br />

www.rentenberater.de<br />

1<br />

Was <strong>ist</strong> ergänzende<br />

Grundsicherung?<br />

Grundsicherung im Alter und bei<br />

Grundsicherung<br />

Erwerbsminderung <strong>ist</strong> eine ergänzende<br />

Le<strong>ist</strong>ung. Anspruch<br />

hat, wer dauerhaft aus dem Erwerbsleben<br />

ausgeschieden <strong>ist</strong><br />

nicht arbeiten kann.<br />

Ergänzende Grundsicherung wird<br />

oder wegen Erwerbsminderung<br />

immer zusätzlich zur Rente gezahlt.<br />

Nicht verwechselt werden<br />

aber darf dies mit „Hartz IV“.<br />

2<br />

Wer hat Anspruch auf<br />

Grundsicherung?<br />

Grundsätzlich jeder, der das 65.<br />

Lebensjahr vo lendet hat oder<br />

vo ljährig und dauerhaft vo l erwerbsgemindert<br />

<strong>ist</strong>. Zweite Voraussetzung:<br />

Man kann den<br />

Lebensunterhalt nicht durch eigenes<br />

Einkommen (Rente) und<br />

Vermögen bzw. durch den nicht<br />

getrennt lebenden Partner sicherste<br />

len. Und: Man muss in<br />

Deutschland leben.<br />

Ganz wichtig: Der tatsächliche<br />

Bezug von Alters- oder Erwerbsminderungs-Rente<br />

<strong>ist</strong> nicht notwendig.<br />

Das heißt, auch wer<br />

Ab etwa 700<br />

Euro Rente<br />

Anspruch auf Grundsicherung<br />

besteht,<br />

wenn man etwa dieses<br />

Einkommen hat.<br />

Hamburg 741<br />

Berlin 734<br />

He sen 684<br />

Schleswig-Holstein 671<br />

Bayern 661<br />

Alle Angaben in Euro je Monat<br />

P-GR1 1_018_Grundsicherung.in d 18 15/09/ 1 11:01<br />

Mit Erstaunen habe ich von der<br />

Grundsicherung gelesen. Mein<br />

Mann bekommt 504 Euro Rente<br />

und ich 497 Euro. Wir leben im<br />

Eigenheim, das von meinen Großeltern<br />

erbaut wurde, und haben<br />

hohe Energiekosten. Unsere<br />

Anträge auf Heizungsbeihilfe usw.<br />

wurden durch die Sozialämter<br />

abgelehnt. Welchen Weg müssen<br />

wir gehen, um Grundsicherung zu<br />

bekommen?<br />

Traute Chevalier, Tribsees<br />

Zuständig für Grundsicherung<br />

<strong>ist</strong> in der Regel der örtliche<br />

Sozialhilfeträger (z. B. Stadt,<br />

Gemeinde). Der zustehende<br />

Betrag wird individuell berechnet<br />

und setzt sich aus verschiedenen<br />

Bausteinen zusammen,<br />

z. B. Zahl der Personen, die<br />

zusammenleben, Wohnungsgröße,<br />

Mietniveau der Stadt,<br />

Heizkosten, auch im lokalen<br />

Vergleich. Vom ermittelten<br />

Betrag wird dann vorhandenes<br />

Einkommen und verwertbares<br />

Vermögen in Abzug gebracht.<br />

Der verbleibende Betrag wird<br />

als Grundsicherung monatlich<br />

ausgezahlt. Ein Anspruch <strong>ist</strong><br />

auch abhängig vom Einkom-<br />

S<br />

men des Ehegatten. Sie sollten<br />

deshalb nochmals alle Belege<br />

zusammentragen und einen<br />

neuen Antrag stellen. Unterstützung<br />

geben auch Sozialverbände<br />

und örtliche Hartz-IV-<br />

Initiativen.<br />

Krankenkasse<br />

Bereits seit 2008 verhandele ich<br />

mit meiner Krankenkasse über die<br />

Befreiung vom Krankenkassenbeitrag<br />

für meine geringfügige<br />

„private Rente“. Im September<br />

2011 las ich bei Ihnen, dass das<br />

hessische Gericht für einen freiwillig<br />

versicherten Rentner, genau<br />

für diesen Fall, ein rechtskräftiges<br />

Urteil zugunsten des Rentners gefällt<br />

hat. Nach erneuter Kontaktaufnahme<br />

mit meiner KV merkte<br />

ein Sachbearbeiter, dass ich statt<br />

14,9 % auch für die private Rente<br />

15,5 % bezahle. Man kann mir den<br />

Differenzbetrag aber nur 4 Jahre<br />

rückwirkend erstatten. Ich habe<br />

kein Wort der Entschuldigung<br />

gehört für dieses Versehen der<br />

KV seit 2005! Ich habe das hessische<br />

Urteil so verstanden, dass<br />

die private Rente gar nicht KVpflichtig<br />

sein sollte. Dies <strong>ist</strong> auch<br />

seit Langem meine Ansicht. Meine<br />

KV vertröstet mich nun auf einen<br />

„Musterprozess“. Dürfen die Krankenkassen<br />

das machen?<br />

Gerlinde Hauswirth, Karlsruhe<br />

Leider ja. In dem Beschluss<br />

des Hessischen Landessozialgerichts<br />

(Az. L 1 KR 327/10<br />

B ER) wurde festgestellt, dass<br />

die „Beitragsverfahrensgrundsätze<br />

Selbstzahler“ mangels<br />

hinreichender Legitimation<br />

nicht vom Vorstand des<br />

Spitzenverbandes der gesetzlichen<br />

Krankenkassen erlassen<br />

werden können. Daher<br />

war der Rechtsstreit zunächst<br />

für den Kläger erfolgreich.<br />

Die Problematik der Beitragszahlung<br />

<strong>ist</strong> beim Bundessozialgericht<br />

anhängig.<br />

Wir empfehlen Ihnen, dieses<br />

höchstrichterliche Urteil<br />

abzuwarten. Sofern Sie <strong>Ihr</strong>e<br />

Krankenkasse dazu kontaktiert<br />

haben, wird diese nach<br />

der Entscheidung des Bundessozialgerichts<br />

die Angelegenheit<br />

wieder aufgreifen.<br />

Rente für Frauen<br />

Sie schreiben, dass für die Fragestellerin<br />

die Rente für Frauen ab<br />

60 zutrifft, allerdings mit 18 %<br />

Abschlag, was meiner Rechnung<br />

nach 5 Jahre bedeutet. Also<br />

kann sie doch mit Beginn des 66.<br />

Lebensjahres ohne Abschläge in<br />

Rente gehen. Warum empfehlen<br />

Sie ihr dies oder, wenn sie vorher<br />

ausscheiden will, die Erwerbsminderungsrente<br />

zu beantragen und<br />

nicht die Rente für Frauen ab 60?<br />

Helga Lamprecht, per E-Mail<br />

Das Problem <strong>ist</strong> das Geburtsjahr.<br />

Eine Frau, die im<br />

Dezember 1950 geboren <strong>ist</strong>,<br />

kann grundsätzlich erst ab<br />

einem Lebensalter von 65<br />

Jahren und 4 Monaten die Regelaltersrente<br />

– also die Rente<br />

ohne Abschläge beziehen. Die<br />

Abschläge auf die evtl. mögliche<br />

Altersrente für Frauen<br />

sind auf 18 Prozent begrenzt.<br />

Hier kann daher kein Vergleich<br />

gezogen werden, dass<br />

dann genau fünf Jahre bzw.<br />

60 Kalendermonate später die<br />

Altersrente bereits abschlagsfrei<br />

beansprucht werden<br />

kann. Liegen die Voraussetzungen<br />

für eine Rente wegen<br />

Erwerbsminderung vor, sind<br />

die Abschläge auf maximal<br />

10,8 Prozent begrenzt. Daher<br />

wurde dieser Passus in die<br />

Antwort mit aufgenommen.<br />

Betriebsrente<br />

Mein Arbeitgeber hat 1993 eine<br />

Rentenversicherung für mich<br />

abgeschlossen, Laufzeit 15 Jahre.<br />

1998 wurde eine zweite Rentenversicherung<br />

vom Arbeitgeber<br />

abgeschlossen, für 10 Jahre. Beide<br />

Verträge wurden 2008 ausgezahlt.<br />

Da ich 2006 in Rente ging,<br />

kam es zu einem Wechsel des<br />

Versicherungsnehmers; ich zahlte<br />

privat die Raten bis 2008 weiter.<br />

Für beide Auszahlungen muss ich<br />

nun monatlich 29,61 Euro an die<br />

Krankenkasse abführen, bis 2015.<br />

Ich habe nun gehört, dass eine<br />

Betriebsrente, die nach Ausscheiden<br />

noch mehrere Jahre privat<br />

weitergezahlt wird, nicht zur Zahlung<br />

von Krankenkassenbeitrag<br />

herangezogen werden kann.<br />

Chr<strong>ist</strong>ina Lapzin, Beeskow<br />

Es gibt Urteile des Bundesverfassungsgerichts<br />

vom<br />

6. 9. 2010, Az. 1 BvR 739/08,<br />

und vom 28. 9. 2010, Az. 1 BvR<br />

1660/08. Das Gericht stellte<br />

fest, dass privat fortgeführte<br />

Direktversicherungen nicht<br />

der Beitragspflicht zur Kranken-<br />

und Pflegeversicherung<br />

unterliegen. D. h., es muss die<br />

Versicherungspolice auf Sie<br />

persönlich umgeschrieben<br />

Wir können Anfragen nur schriftlich (Brief, Fax, E-Mail)<br />

Wichtig beantworten, leider nicht telefonisch.<br />

22 7 / 2012


Gabriele Prasser<br />

Steuerberaterin,<br />

Nürnberg<br />

Karlheinz Große<br />

Bundesverband der Betriebsrentner,<br />

<strong>Wie</strong>sbaden<br />

Lars Gatschke<br />

Verbraucherzentrale<br />

Bundesverband<br />

Schreiben Sie uns!<br />

<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>, Geld & Recht,<br />

Lindenstraße 20,<br />

50674 Köln, E-Mail:<br />

<strong>plus</strong>magazin@bayard-media.de<br />

Fotos: privat (5)<br />

worden sein. Ist auf dem Papier<br />

der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer<br />

geblieben,<br />

müssen auch weiter Beiträge<br />

gezahlt werden. Aber: Diese<br />

Befreiung gilt nur für den Teil<br />

der Auszahlung, den man privat<br />

eingezahlt hat. Das heißt,<br />

die Befreiung greift nur, wenn<br />

a) der Vertrag formal übertragen<br />

wurde und b) man weiter<br />

eingezahlt hat.<br />

Hinterbliebenen-Rente<br />

Ein Ehepaar aus der ehemaligen<br />

DDR, seit 1965 verheiratet, beide<br />

Altersrentner. Ehemann erhält rund<br />

850 Euro, Ehefrau knapp 600 Euro<br />

gesetzliche Rente. Ehefrau erhält<br />

zusätzlich, da sie Beamtin wurde,<br />

ein Ruhegeld von rund 700 Euro.<br />

Weitere Einkünfte (Arbeit, Miete,<br />

Pacht, Kapital) sind nicht gegeben.<br />

Nun die Fragen, wenn z. B. die<br />

Ehefrau verstirbt: 1. Von welcher<br />

Institution erhält der Ehemann Hinterbliebenenrente?<br />

2. <strong>Wie</strong> erfolgt<br />

deren Berechnung? 3. Wird aus<br />

beiden Bezügen der Ehefrau eine<br />

Gesamtrente errechnet?<br />

Walter Lenz, Berlin<br />

Die gesetzliche Rentenversicherung<br />

berechnet und<br />

zahlt auf Antrag beim Tod<br />

des Ehepartners eine Hinterbliebenenrente.<br />

Nachdem<br />

die Ehefrau noch zusätzlich<br />

Beamtin war, bestehen auch<br />

Pensionsansprüche für den<br />

Hinterbliebenen. Dieser<br />

Antrag <strong>ist</strong> bei dem früheren<br />

Dienstherrn der verstorbenen<br />

Frau zu stellen. Es wird jede<br />

Rente einzeln berechnet.<br />

Die normale Altersrente des<br />

Rente neu<br />

berechnen<br />

Ich bin 7/1955 geboren, seit 1. 7. 2004 erhalte ich<br />

Rente wegen voller Erwerbsminderung. Diese war<br />

für zunächst 3 Jahre genehmigt, wurde 2007 und<br />

2010 für jeweils erneut 3 Jahre verlängert. Nach dem<br />

Lesen <strong>Ihr</strong>es Beitrags fragte ich mich, ob auch bei mir<br />

ein Neuberechnen erfolgen müsste. Zwar habe ich<br />

während meiner Berufstätigkeit gut verdient und seit<br />

dem 16. Lebensjahr gearbeitet, aber die Rente an<br />

sich <strong>ist</strong> mit 840 Euro nicht besonders hoch.<br />

Rosemarie Seifert, per E-Mail<br />

Grundsätzlich <strong>ist</strong> es richtig, dass eine einmal<br />

gewährte befr<strong>ist</strong>ete Rente wegen Erwerbsminderung<br />

mehrmals verlängert wird. Aber<br />

Sie sollten unbedingt darauf achten, dass die<br />

Rente auch jeweils neu berechnet wird – das<br />

unterlässt die Rentenkasse der Einfachheit<br />

halber sehr häufig. Und viele Rentner bestehen<br />

nicht darauf, auch aus Dankbarkeit, dass<br />

die Rente weiterläuft.<br />

Wir raten Ihnen deshalb, einen Antrag auf<br />

Neuberechnen <strong>Ihr</strong>er Rente zu stellen. Das geht<br />

formlos und ohne Einhaltung von Fr<strong>ist</strong>en.<br />

Überlebenden, die Hinterbliebenen-Rente<br />

und die<br />

ev. Pensionsansprüche des<br />

Hinterbliebenen. Stirbt der<br />

Ehemann zuerst, bleiben der<br />

Frau die eigene Altersrente<br />

und die eigene Pension und<br />

ev. eine Hinterbliebenenrente<br />

für ihren Mann. Aber: Bei<br />

Hinterbliebenenrenten werden<br />

andere Einkünfte angerechnet,<br />

sodass zwar formal<br />

ein Anspruch bestehen kann,<br />

aber keine Zahlung erfolgt,<br />

weil andere Einkünfte zu<br />

hoch sind.<br />

Höherer Abschlag<br />

Ich bin im Juli 1949 geboren und<br />

beabsichtige, im Juni 2013 in Rente<br />

zu gehen. Letzte Woche hatte<br />

ich einen Termin bei der Rentenversicherung<br />

in Braunschweig.<br />

Beim Berechnen der Abschläge <strong>ist</strong><br />

die Angestellte von einem Wert<br />

von 8,1 % ausgegangen (Rente ab<br />

August 2012). Sie schrieben für<br />

den Jahrgang 1949 und Rente mit<br />

63 von 7,2 % Abschlag.<br />

Hermann Linke, per E-Mail<br />

Bei der Rente ab August<br />

2012 handelt es sich um die<br />

Altersrente für langjährig<br />

Versicherte. Hier müssen Sie<br />

tatsächlich einen Rentenabschlag<br />

von 8,1 Prozent in<br />

Kauf nehmen. Das Problem<br />

<strong>ist</strong>, dass es einige Jahrgänge<br />

gibt, und <strong>Ihr</strong> Jahrgang gehört<br />

leider dazu, bei denen es auf<br />

den einzelnen Geburtsmonat<br />

ankommt, ob bereits die Regeln<br />

der Rente mit 67 greifen,<br />

also monatsweise höhere<br />

Abschläge oder nicht.<br />

Aus rechtlichen Gründen dürfen unsere Experten nur allgemeine Hinweise geben. Bei konkreten Problemen wenden Sie sich direkt an<br />

Beratungsstellen der Verbraucherverbände, der Rentenversicherung oder einen Steuerberater bzw. Rechtsanwalt in <strong>Ihr</strong>er Nähe.<br />

7 / 2012<br />

23


24 Seiten Extra Clever in Rente mit 60, 61, 62 <br />

Musterbrief<br />

Gerichtsurteil<br />

Hohe Zinsen<br />

zurückholen<br />

Banken erhöhen oft willkürlich die<br />

Überziehungszinsen. Jetzt haben<br />

Richter diese Praxis gestoppt.<br />

1.<br />

Dass sich Konditionen<br />

fürs<br />

Überziehen des Girokontos<br />

geändert<br />

haben, erfährt man<br />

me<strong>ist</strong> nur als Notiz<br />

auf dem Kontoauszug.<br />

Zugestimmt hat man<br />

diesem Zins nicht.<br />

Damit Banken<br />

2. so vorgehen<br />

konnten, haben sie in<br />

die allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />

Klauseln eingebaut,<br />

die jetzt das Landgericht<br />

Dortmund (Az.<br />

25 O 132/11) stoppte.<br />

Die Klausel, auf<br />

3. die alle Kunden<br />

von Volksbanken<br />

achten sollten: „Soweit<br />

nichts anderes<br />

vereinbart <strong>ist</strong>, <strong>ist</strong> die<br />

Bank berechtigt, einen<br />

veränderlichen<br />

Sollzinssatz den Veränderungen<br />

ihrer<br />

wechselnden und bei<br />

Vertragsabschluss oft<br />

nicht überschaubaren<br />

künftigen Refinanzierungsmöglichkeiten<br />

anzupassen. Zinsschwankungen<br />

am<br />

Geldmarkt werden an<br />

den sich ändernden<br />

Durchschnittssätzen<br />

für EURIBOR-Dreimonatsgeld<br />

erkennbar.“<br />

Auf Deutsch: Die Bank<br />

<strong>ist</strong> berechtigt, den<br />

Zinssatz zu ändern,<br />

wenn sie möchte.<br />

Wer bei einer<br />

4. Volksbank <strong>ist</strong>,<br />

diese Klausel vorfindet,<br />

einen Dispokredit<br />

in Anspruch genommen<br />

hat, sollte<br />

mit dem Musterbrief<br />

zu viel gezahlte Zinsen<br />

zurückfordern.<br />

Auch wenn dies kein<br />

höchstrichterliches<br />

Urteil <strong>ist</strong>, sollte man<br />

handeln, um Fr<strong>ist</strong>en<br />

zu wahren.<br />

An die<br />

Genossenschaftsbank XY<br />

Straße<br />

PLZ / Ort<br />

Ort, Datum<br />

Girokonto-Nr. ...<br />

hier: Zinsen Dispositionskredit<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

im Zusammenhang mit der Führung des oben bezeichneten<br />

Girokontos haben Sie mir einen Dispositionskredit gewährt.<br />

Mit Urteil vom 15. 3. 2011 hat das Landgericht Dortmund<br />

(Az. 25 O 132/11) entschieden, dass die von Ihnen verwendete<br />

Klausel unwirksam <strong>ist</strong>. Das Urteil <strong>ist</strong> rechtskräftig.<br />

Bei erstmaliger Inanspruchnahme des Kredits betrug der<br />

Zinssatz %. Später erhöhte er sich auf %.<br />

Da eine Erhöhung des Zinssatzes auf Basis der Klausel nicht<br />

wirksam war, haben Sie die zu viel gezahlten Zinsen zu<br />

erstatten.<br />

Ich fordere Sie deshalb auf, die Abrechnung des<br />

Dispokredits zu korrigieren und die einbehaltenen<br />

Mehrzinsen bis zum (hier Fr<strong>ist</strong> von drei Wochen setzen und<br />

einzusetzendes Datum im Kalender ermitteln) auf mein<br />

Konto<br />

zu überweisen.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

(Unterschrift)<br />

Absender<br />

Vorname / Name<br />

Straße<br />

PLZ / Ort<br />

<br />

24 Seiten Extra<br />

Zum Heraustrennen und Sammeln<br />

August 2012<br />

geld^recht<br />

Neues<br />

Arbeitsrecht<br />

für 50<strong>plus</strong><br />

Boom am Arbeitsmarkt<br />

verändert auch viele<br />

Rechte bei Rente, Arbeitsamt<br />

und Arbeitgeber.<br />

DER EXTRA RATGEBER VON<br />

GELD^RECHT<br />

im August<br />

Ab 18. 7.<br />

am Kiosk<br />

Rente Sonderregeln für Schwerbehinderte ++ Recht <strong>Wie</strong> gut <strong>ist</strong> der Arbeitsmarkt<br />

für Ältere? ++ Versicherung Test: Elementar-Schäden ++ Recht Andere<br />

Verkehrsregeln für Elektro-Fahrräder ++ Rente Neuberechnen der Witwenrente<br />

Foto: Jeane te Schaun / Picture Press<br />

Bei Vorfahrt, Versicherung und Co. gelten<br />

E-Bikes oft nicht als Rad S. 12<br />

Getestet: <strong>Wie</strong> gut sind Elementar-<br />

Versicherungen? S. 17<br />

P-GR0812_001VST_Cover.indd 1 25/05/12 15:23<br />

24 7 / 2012


23<br />

24<br />

25<br />

26<br />

27<br />

28<br />

29<br />

30. Kalenderwoche<br />

Mo Ein Mensch habe den<br />

Mut, sich zu geben und<br />

zu tragen, wie er nun<br />

einmal <strong>ist</strong>.<br />

ROBERT WALSER<br />

Di Wunderbar der Gang<br />

aus dem Nebel<br />

in eine sonnenklare<br />

Landschaft.<br />

OTTO BAUMGARTNER<br />

Mi Wer Schmetterlinge<br />

liebt, sollte auch die<br />

Raupen mögen.<br />

UNBEKANNT<br />

Do Nicht in der Erkenntnis<br />

liegt das Glück,<br />

sondern im Erwerben<br />

der Erkenntnis.<br />

EDGAR ALLAN POE<br />

Fr <strong>Wie</strong> weltfremd <strong>ist</strong> der,<br />

der sich über etwas<br />

wundert, das im Leben<br />

vorkommt.<br />

MARC AUREL<br />

Sa Wenn du die Spur<br />

nicht wechselst, hast<br />

du keine Chance zum<br />

Überholen.<br />

CHINESISCHES SPRICHWORT<br />

So Wir leben in einer Zeit<br />

vollkommener Mittel<br />

und verworrener Ziele.<br />

ALBERT EINSTEIN<br />

Foto: Don Johnston/Getty Images<br />

Strebe nach Ruhe, aber durch das<br />

Gleichgewicht, nicht durch den<br />

Stillstand deiner Tätigkeit.<br />

FRIEDRICH SCHILLER<br />

30<br />

31<br />

31. Kalenderwoche<br />

Mo Die Phantasie tröstet<br />

die Menschen über das<br />

hinweg, was sie nicht<br />

sein können, und der<br />

Humor über das, was<br />

sie tatsächlich sind.<br />

ALBERT CAMUS<br />

Di Wandel und Wechsel<br />

liebt, wer lebt.<br />

RICHARD WAGNER<br />

7/2012 55


Kreative Wohnideen für <strong>Ihr</strong> Zuhause!<br />

Vorteils-<br />

Angebot<br />

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0180 / 52 60146<br />

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Gesund & Fit<br />

Sehtest bei<br />

Kopfschmerzen<br />

Wer nicht weiß, woher<br />

Kopfschmerzen kommen,<br />

sollte die Sehkraft<br />

untersuchen lassen.<br />

Typisch für überbeanspruchte<br />

Augen: Morgens<br />

<strong>ist</strong> man beschwerdefrei,<br />

abends pocht es hinter<br />

den Augen.<br />

4<br />

Mal mehr sind<br />

Zähne durch<br />

Fluorid geschützt,<br />

massiert man einmal<br />

am Tag Zahnpasta<br />

mit dem<br />

Finger darauf.<br />

Quelle: Universität<br />

Göteborg<br />

Neue Waage<br />

zeigt echte<br />

Figurerfolge<br />

Wenn trotz mehr<br />

Sport die Kilos<br />

nicht schmelzen<br />

wollen, liegt das<br />

me<strong>ist</strong> daran, dass<br />

der Körper Fett<br />

durch mehr Muskeln<br />

ersetzt. Also nicht<br />

frustriert sein! Tipp:<br />

Eine Analyse-Waage<br />

anschaffen, z. B. die<br />

neue BF750 von<br />

Beurer (ca. 70 Euro).<br />

Die misst neben<br />

dem Gewicht auch,<br />

aus wie viel Prozent<br />

Fett der Körper<br />

besteht, und zeigt<br />

sofort an, wenn man<br />

Fett abgebaut hat.<br />

Fotos: Getty Images (2), Shutterstock, F1Online<br />

Rezepte nur<br />

begrenzt gültig<br />

Stellt der Arzt ein<br />

Rezept aus, etwa für<br />

Medikamente oder<br />

Krankengymnastik, VORSORGE: AUCH IM MUND NACHSCHAUEN!<br />

sollte man es<br />

Je exotischer die Urlaubsziele,<br />

rasch einlösen. Denn<br />

Bei der Früherkennung von haut, im Mund, After, äußere<br />

desto umfangreicher wird die L<strong>ist</strong>e<br />

Rezepte zulasten der Hautkrebs kontrollieren manche Geschlechtsteile sowie zwischen<br />

empfohlener Schutzimpfungen.<br />

Krankenkasse sind<br />

Ärzte leider nicht genau genug. Zehen und Fußsohle. Ab 35 hat<br />

Zum Glück übernehmen immer<br />

nur vier Wochen gültig, Deshalb sollte man mit darauf mehr jeder agesetzliche gesetzlich Krankenkassen<br />

Versicherte alle<br />

Privatrezepte drei<br />

achten, dass der Arzt auch diese die zwei Kosten Jahre für den Anspruch Impfschutz auf vor diese<br />

Monate lang.<br />

Stellen genau untersucht: Kopf-<br />

Cholera, Früherkennung.<br />

Gelbfieber und Typhus, bevor<br />

Versicherte zu Auslandsreisen<br />

<br />

TIPP FÜR GUTE LAUNE In der Mittagszeit etwa 20 Minuten spazieren gehen. Der Körper bildet dabei Glückshormone.<br />

7 / 2012<br />

57


GESUND & FIT<br />

Vertrauen Sie<br />

mir nicht,<br />

ich bin <strong>Ihr</strong> Arzt!<br />

Sie stehen mit Spickzetteln am Krankenbett,<br />

erkennen auf dem Ultraschall kaum<br />

die Nieren, aber behandeln uns: junge, unerfahrene<br />

Ass<strong>ist</strong>enzärzte wie Chr<strong>ist</strong>oph Herbst. Und wer<br />

den persönlichen Einblick in den Ärzte-Alltag des<br />

29-Jährigen gelesen hat, fragt sich: Woran<br />

erkennt man einen Arzt, dem man<br />

vertrauen kann?<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

58 7/ 2012


GESUND & FIT<br />

600.000<br />

Patienten infizieren<br />

sich pro Jahr wegen<br />

mangelnder Hygiene<br />

in einem deutschen<br />

Krankenhaus mit<br />

hartnäckigen Keimen,<br />

z. B. weil Ärzte und<br />

Pfleger sich zu selten<br />

oder falsch die<br />

Hände waschen.<br />

Quelle: Deutsche Gesellschaft<br />

für Krankenhaushygiene<br />

Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />

7 / 2012 59


GESUND & FIT<br />

1 .634<br />

Menschen<br />

starben 2011<br />

offiziell wegen<br />

ärztlicher Fehler.<br />

Die Dunkelziffer<br />

liegt um<br />

ein Mehrfaches<br />

höher. Der<br />

Deutsche Patientenschutzbund<br />

(DPSB)<br />

geht von<br />

17000 aus.<br />

Quelle: Stat<strong>ist</strong>isches<br />

Bundesamt<br />

Das hat man davon, wenn man sich<br />

mit einem Krankenhausarzt nach<br />

Feierabend verabredet: weit und<br />

breit kein Gesprächspartner in<br />

Sicht … Schließlich hüpft Chr<strong>ist</strong>oph Herbst<br />

atemlos vom Fahrrad. Die reflektierende Hosenspange<br />

noch um die Wade gestreift, eilt er ins<br />

Café: „Entschuldigung, aber ich hatte ja prophezeit,<br />

dass es etwas später werden kann ...“<br />

Auf die Frage, ob es ein Notfall war, winkt er<br />

nur ab ... „Einer von der bürokratischen Sorte.<br />

Ich musste noch Arztbriefe tippen, die sich auf<br />

meinem Schreibtisch stapelten. Der Papierkrieg<br />

verschlingt mehr als die Hälfte meiner Arbeitszeit.<br />

Manchmal denke ich, ich hätte genauso<br />

gut Sachbearbeiter bei einer Versicherung<br />

werden können.“<br />

Der 29-jährige Chr<strong>ist</strong>oph Herbst (Name auf<br />

seinen Wunsch geändert) <strong>ist</strong> angehender Facharzt<br />

für innere Medizin aus einer Kleinstadt im<br />

Süden Deutschlands. Nach sechs Jahren Medizinstudium<br />

und Promotion arbeitet er derzeit<br />

im zweiten Jahr seiner Weiterbildung auf der<br />

inneren Station eines mittelgroßen Kreiskrankenhauses.<br />

Auf seinem monatlichen Gehaltszettel:<br />

3.800 Euro brutto, Nachtzuschläge extra.<br />

48 Stunden pro Woche, so steht es in <strong>Ihr</strong>em<br />

Vertrag, klingt nach viel Stress ...<br />

HERBST Tatsächlich sind es in der Regel eher 50<br />

und 60 Stunden pro Woche. Um 7.25 Uhr startet<br />

der Tag mit der Morgenbesprechung, bei der die<br />

neuen Patienten vorgestellt werden. Danach geht<br />

es wie am Fließband: Befunde ordnen, Medikation<br />

festlegen, Visite, Blutentnahmen anordnen,<br />

Laborwerte prüfen, Ultraschalluntersuchungen,<br />

EKGs auswerten, Entlassungen vorbereiten, Arztbriefe<br />

schreiben, mit Angehörigen sprechen.<br />

Dazwischen der Versuch, mittags in der Kantine<br />

einen Happen zu essen.<br />

Ist das typisch für Ass<strong>ist</strong>enzärzte?<br />

HERBST Es gibt bestimmt Kliniken, in denen es<br />

ruhiger zugeht. Aber unser Kreiskrankenhaus<br />

Unklarer Befund: Oft trauen sich Ass<strong>ist</strong>enzärzte<br />

nicht, beim Oberarzt nachzufragen.<br />

hat knapp kalkuliertes Personal. Zudem müssen Ärzte Entscheidungen<br />

immer schneller treffen. Ein Beispiel: Bekommen<br />

wir jemand mit Verdacht auf Herzinfarkt, muss der<br />

Dienstarzt innerhalb von zehn Minuten den Weitertransport<br />

in das Herzkatheterlabor organisieren. Mit Erfahrung<br />

kriegt man das hin. Doch wenn ein neuer Ass<strong>ist</strong>enzarzt<br />

nachts oder am Wochenende auf sich allein gestellt <strong>ist</strong> …<br />

Da läuft schon öfter mal was schief.<br />

Ist Ihnen das auch schon passiert?<br />

HERBST Bei einem meiner ersten Bereitschaftsdienste<br />

zeigte das EKG bei einem älteren Herrn, der gerade eingeliefert<br />

wurde, einen akuten Herzinfarkt. Diese Diagnose<br />

So finden Sie<br />

einen guten Arzt*<br />

Sie brauchen einen Haus- oder<br />

Facharzt, der fachlich top und<br />

zugleich warmherzig arbeitet?<br />

Dieser Test hilft Ihnen.<br />

<br />

<br />

Wird der Arzt von<br />

Freunden, Kollegen<br />

wärmstens empfohlen?<br />

Besitzt der Arzt<br />

eine Seite im Internet,<br />

auf der er die Praxis<br />

vorstellt und Zusatz-<br />

Qualifikationen nennt<br />

(z. B. Homöopathie)?<br />

<br />

<br />

Wird die Praxis auf<br />

Bewertungsseiten für<br />

Ärzte im Internet gut<br />

benotet, etwa auf www.<br />

aok-arztnavigator.de,<br />

www.weisse-l<strong>ist</strong>e.de?<br />

Ist der Arzt sympathisch,<br />

gibt aber auch<br />

klare Anweisungen?<br />

<br />

<br />

Hört der Arzt zu,<br />

unterbricht nicht und<br />

geht auf Fragen ein?<br />

We<strong>ist</strong> er auf Risiken<br />

und Wechselwirkungen<br />

von Arzneimitteln<br />

bzw. Lebensmitteln<br />

mit Medikamenten<br />

ausführlich hin?<br />

* Selbstverständlich gilt dies auch für jede Ärztin. Der besseren Lesbarkeit wegen wird nur die männliche Form verwandt.<br />

60 7/ 2012


Das Vitalprogramm<br />

für <strong>Ihr</strong>e Augen.<br />

wird standardmäßig durch einen schnellen Labortest<br />

auf Troponin abgesichert, ein Eiweiß, das bei<br />

Herzinfarkt ins Blut abgegeben wird. Es kam aber<br />

kein Anruf vom Labor, um mir den Wert durchzugeben.<br />

Und ich habe nicht daran gedacht, die Werte<br />

umgehend anzufordern. Das kostete den Patienten<br />

eine Stunde Zeit, bis er ins Katheter-Labor kam. In<br />

derselben Nacht klagte ein jüngerer Mann in der<br />

Ambulanz über akute Bauchschmerzen – aber meine<br />

Erfahrung reichte nicht, um auf dem Ultraschall<br />

zu erkennen, welches Oberbauchorgan krank war.<br />

Zu dem Zeitpunkt war ich<br />

froh, wenn ich beim Ultraschall<br />

überhaupt die Nieren<br />

fand. Glücklicherweise half<br />

mir eine Ärztin aus der Chirurgie<br />

aus der Patsche.<br />

Ist es normal, dass man als<br />

Ass<strong>ist</strong>enzarzt so enorme<br />

Verantwortung trägt?<br />

HERBST Im Prinzip bin ich<br />

ja nicht allein. Tagsüber sind<br />

Oberärzte und Chefarzt in<br />

der Nähe. Sie leiten uns bei<br />

den diagnostischen Untersuchungen<br />

an, von Punktionen<br />

bis zur Bronchoskopie. Und<br />

auch nachts hat immer einer<br />

der Oberärzte Rufbereitschaft<br />

und steht bei komplexen Problemen binnen 30 Minuten<br />

in der Klinik. Außerdem arbeiten auf der Intensivstation<br />

und in der Chirurgie rund um die Uhr<br />

Ärzte, die man fragen kann. Aber natürlich stehen<br />

auch die ständig unter Strom und haben alle Hände<br />

voll zu tun. Hinzu kommt die Angst, vermeintlich<br />

dumme Fragen zu stellen und sich so vor seinen<br />

Chefs zu blamieren.<br />

Klingt nach Zwickmühle, in der Sie sich bewegen?<br />

HERBST Ja, deshalb war auch mein Bammel riesig,<br />

als nach den ersten drei Monaten auf Station<br />

der entscheidende Abend kam: Um 17 Uhr, im Anschluss<br />

an die reguläre Tagesarbeitszeit, erhielt ich<br />

<br />

<br />

Gibt er selbst klare<br />

Empfehlungen für<br />

Kollegen ab, etwa:<br />

„Die besten Orthopäden<br />

der Stadt sind<br />

Dr. X und Dr. Y?“<br />

Nur für Chirurgen: Hat<br />

er genügend Routine<br />

für den Eingriff?<br />

1. Der Arzt will<br />

keine Kopien der Befunde<br />

herausgeben.<br />

2. Obwohl keine<br />

unmittel bare Gefahr<br />

für Gesund heit besteht,<br />

drängt der Arzt<br />

zu umgehender OP.<br />

3. Trotz Beschwerden<br />

will der Arzt Untersuchung<br />

oder Therapie ins<br />

folgende Quartal legen.<br />

<br />

<br />

3 Gründe,<br />

den Arzt zu<br />

wechseln<br />

Bei schweren oder<br />

seltenen Krankheiten:<br />

Arbeitet der Arzt mit<br />

regionalen Selbsthilfegruppen<br />

zusammen?<br />

Vermeidet der Arzt<br />

Methoden, die man<br />

selbst zahlen muss<br />

(sog. IGel-Le<strong>ist</strong>ungen)?<br />

PZN 4260465<br />

Augennährstoffe für<br />

<strong>gesund</strong>es Sehen:<br />

Tränenfilm-<br />

Formel<br />

Die beiden Doppelherz Produkte sind nach aktuellen<br />

ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen zusammen<br />

gesetzt und auf unterschiedliche Bedürfnisse<br />

abgestimmt.<br />

Doppelherz system<br />

AUGEN SEHKRAFT +<br />

SCHUTZ<br />

• Vitamin A und Zink<br />

tragen zum Erhalt der<br />

normalen Sehkraft bei<br />

• Zink, Selen und<br />

Vitamin C für den<br />

Zellschutz<br />

• 12 mg Lutein, 1 mg<br />

Zeaxanthin und<br />

Omega-3-Fettsäure DHA<br />

Doppelherz system<br />

AUGEN PLUS<br />

• Mit den Nährstoffen<br />

aus AUGEN SEHKRAFT +<br />

SCHUTZ für den Erhalt<br />

der normalen Sehkraft<br />

• Zusätzlich mit mehr<br />

Omega-3-Fettsäure DHA<br />

und der Omega-6-<br />

Fett säure „Gamma-<br />

Lino len säure“ als Beitrag<br />

für den normalen<br />

Tränenfilm<br />

PZN 5517713<br />

Die Kraft der zwei Herzen.


GESUND & FIT<br />

12 Jahre bis<br />

zum Facharzt<br />

Keine andere<br />

Berufsausbildung<br />

dauert so lange.<br />

Diagnosen stellen,<br />

das erfordert<br />

Erfahrung, die vielen<br />

Ärzten fehlt.<br />

2 JAHRE<br />

Vorklinisches Studium<br />

• u. a. natur- und<br />

sozialwissenschaftliche<br />

Grundlagen der Medizin<br />

• 90 Tage Praktikum als<br />

Krankenpfleger<br />

• Abschluss: Physikum<br />

(1. Staatsexamen)<br />

<br />

3 JAHRE<br />

Klinisches Studium<br />

• u. a. Therapiewissen zu Fachgebieten<br />

(Allgemeinmedizin,<br />

Chirurgie, innere Medizin, Pharmakologie<br />

usw.)<br />

• 4 Monate Famulatur (Praktikum)<br />

in Praxis, Klinik, Pflege<br />

<br />

1 JAHR<br />

Praktisches Jahr (PJ)<br />

• je 4 Monate in den Abteilungen<br />

innere Medizin, Chirurgie,<br />

Allgemeinmedizin oder einem<br />

anderen Fachgebiet im<br />

Lehrkrankenhaus<br />

<br />

6 JAHRE<br />

Facharztausbildung<br />

• Tätigkeit als Ass<strong>ist</strong>enzarzt in<br />

Klinik oder Praxis mit selbst<br />

gewähltem Schwerpunkt<br />

• Abschluss Facharztprüfung<br />

Landesärztekammer<br />

<br />

den Bereitschaftsfunker von einem Kollegen<br />

zugesteckt. Zum ersten Mal war ich allein verantwortlich<br />

für die ganze Station und die<br />

Ambulanz. Die Nächte davor konnte ich vor<br />

Aufregung kaum schlafen.<br />

<strong>Wie</strong> bereitet man sich da vor?<br />

HERBST Ich habe mir in den beiden Wochen<br />

vor dem ersten Bereitschaftsdienst Spickzettel<br />

für die Kitteltasche geschrieben: also was ich<br />

wie tun muss bei Koma, Reanimation, Sepsis,<br />

Herzinfarkt und anderen Notfällen. Auf der<br />

Merkhilfe für Lungenödem stand beispielsweise:<br />

Oberkörper hoch, 4 Liter O 2, Lasix i. v., Nitroperfusor,<br />

CPAP-Maske. Außerdem ein Kärtchen<br />

mit den wichtigsten Notfallarzneien, die<br />

in unserer Klinik verwendet werden. Und ein<br />

Zettel mit allen wichtigen Telefonnummern:<br />

vom diensthabenden Oberarzt, der zuhause<br />

Bereitschaft hat, bis zu den Funknummern der<br />

Chirurgen und Anästhes<strong>ist</strong>en im Haus.<br />

Und hat das geholfen?<br />

HERBST Es gab mir etwas Sicherheit. Doch auch<br />

jetzt noch, nach sechs Jahren Studium, anderthalb<br />

Jahren auf Station und etlichen Weiterbildungen,<br />

stoße ich ständig an meine Grenzen. Die<br />

innere Medizin <strong>ist</strong> einfach uferlos, kein anderes<br />

Fach kennt so viele Krankheitsbilder.<br />

Was müsste passieren, damit sich Ass<strong>ist</strong>enzärzte<br />

und letztlich auch ihre Patienten<br />

im Krankenhaus besser aufgehoben fühlen?<br />

HERBST Ich würde mir wünschen, dass uns<br />

jungen, unerfahrenen Ass<strong>ist</strong>enzärzten für längere<br />

Zeit immer ein erfahrener Oberarzt direkt<br />

zur Seite steht. Ein Beispiel: Neulich lieferte<br />

der Notarzt eine Frau im diabetischen<br />

Koma ein. Nach einem Blick ins Fachbuch<br />

verabreichte ich einen Liter Natriumchlorid<br />

und 20 Milliliter Kaliumchlorid über einen<br />

Venenkatheter im Arm. Dabei hätte ich eigentlich<br />

einen zentralen Venenkatheter legen<br />

müssen, um einer möglichen Überwässerung<br />

und damit einem Lungenödem vorzubeugen.<br />

Das lernte ich erst am nächsten Morgen vom<br />

Oberarzt. Andererseits tragen auch manche<br />

Patienten dazu bei, den Stress und die<br />

Fehlerquote für die Ärzte zu vergrößern.<br />

Inwiefern?<br />

HERBST Es kommen einfach viele, die in einer<br />

Ambulanz nichts verloren haben. Die stehen<br />

um zwei Uhr morgens in der Tür und verlangen<br />

etwas gegen Schnupfen oder Husten,<br />

um sich am nächsten Tag die Wartezeit beim<br />

Hausarzt zu sparen. Am Wochenende oder<br />

vor Feiertagen kommen laufend junge Leute,<br />

die in der Disco zu viel Alkohol getrunken und<br />

irgendwelche Pillen geschluckt haben. Und<br />

dann gibt es noch die Familien, die ihre Oma<br />

kurz vor Ostern oder Weihnachten in die Klinik<br />

bringen, weil es ihr angeblich so schlecht<br />

geht. Dabei wollen die Angehörigen nur<br />

ruhige Feiertage haben. Als Arzt kann ich da<br />

nur den Kopf schütteln.<br />

Aber das <strong>ist</strong> doch nicht die Regel?<br />

HERBST Nein, aber das Anspruchsdenken<br />

steigt. Natürlich haben wir auf Station viele<br />

liebe Patienten. Auf einer Inneren liegen ja<br />

me<strong>ist</strong> ältere Leute, oft mit mehreren chronischen<br />

Krankheiten. Manche kehren gelegentlich<br />

wieder, zu denen baue ich eine Art<br />

persönliches Verhältnis auf. Ich weiß dann<br />

Fotos: Thomas Tolstrup/Getty Images (3)<br />

62 7/ 2012


der verschriebenen<br />

Antibiotika sind<br />

unnötig, weil bei<br />

Patienten gar keine<br />

Infektion mit<br />

Bakterien vorliegt.<br />

Quelle: Prof. Martin Röllinghoff,<br />

Universität Erlangen<br />

mehr als Blutgruppe und Leberwerte: welchem<br />

Fußballverein sie die Daumen drücken, dass sie im<br />

Kirchenchor singen oder stolz auf ihre Kinder sind.<br />

Umso mehr bekümmert es mich, dass ich im Klinikalltag<br />

so wenig Zeit für Gespräche habe. Was<br />

zählt, sind Tempo und Effizienz. Hauptsache, die<br />

festgelegte Liegezeit wird nicht überschritten.<br />

Was heißt das, Liegezeit?<br />

HERBST Patienten sind im Bürokratensprech Behandlungsfälle<br />

und die werden nach pauschalisierten<br />

Preisen vergütet. Auch die Liegezeit <strong>ist</strong> in einem<br />

Verwaltungsakt festgelegt worden und sollte weder<br />

überschritten noch unterschritten werden. Den<br />

größten Gewinn macht das<br />

Krankenhaus nämlich, wenn<br />

20 %<br />

die mittlere Grenzverweildauer<br />

eingehalten wird. Das führt<br />

gerade bei älteren Menschen,<br />

die viele begleitende Erkrankungen<br />

mitbringen, dazu,<br />

dass wir sie zu früh entlassen.<br />

Passiert das häufig?<br />

HERBST Ja, erst vergangenen<br />

Monat lag eine 70-jährige<br />

Dame mit Lungenentzündung<br />

auf unserer<br />

Station. Nach einer Woche<br />

hatten wir die Krankheit im Griff, aber die<br />

Frau konnte kaum gehen, so schwach war sie auf<br />

den Beinen. Nicht supermarktfit, wie mein Chefarzt<br />

immer sagt. Doch weil die sogenannte obere<br />

Grenzverweildauer überschritten war, wurde sie<br />

trotzdem entlassen, sie wäre sonst zum Verlustgeschäft<br />

fürs Krankenhaus geworden. Solche Fälle<br />

kommen ständig vor. Alte Menschen mit vielen<br />

Krankheiten sind ein Minusgeschäft. Lohnend für<br />

das Krankenhaus sind dagegen jüngere Leute mit<br />

einfachen Gesundheitsproblemen.<br />

Wehren sich die Ärzte denn da nicht?<br />

HERBST In den Kliniken haben nicht die Ärzte das<br />

Sagen, sondern die Verwaltung. Und die Leitungsebene<br />

vollzieht, was die Politik vorgibt. Es dreht<br />

sich alles nur noch ums Geld. Patienten sind „Fälle“,<br />

Operationen „Stückkosten“. Die Geschäftsführung<br />

gibt den Takt vor, Ärzte und Pflegepersonal<br />

fügen sich ein. Und natürlich muss überall gespart<br />

werden. Neulich kam ein Rundschreiben, dass die<br />

Mitarbeiter in den Treppenhäusern nachts das<br />

Licht abschalten sollen, um Strom zu sparen. Ich<br />

warte auf den Tag, an dem sich ein Patient nachts<br />

ins Treppenhaus verirrt, den Schalter nicht findet<br />

und sich den Hals bricht …<br />

Aufgezeichnet von Bernhard Hobelsberger<br />

Foto: PR (3)<br />

Gutes für die<br />

Gesundheit<br />

In Apotheken und Drogerien gibt<br />

es eine Vielzahl frei verkäuflicher<br />

Medikamente, die Sie <strong>gesund</strong> halten.<br />

INNERES GLEICHGEWICHT<br />

Menschen, die an Ängsten,<br />

Unruhe leiden, wünschen<br />

sich effektive Hilfe. Viele stehen<br />

aber Therapie skeptisch<br />

gegenüber, da sie bei der<br />

Einnahme von chemischen<br />

Präparaten unerwünschte Nebenwirkungen und<br />

Abhängigkeit befürchten. Mit Lasea steht ein<br />

besonderes pflanzliches Mittel zur Verfügung.<br />

FÜR EINE GUTE DURCHBLUTUNG<br />

Wer erste Anzeichen einer gestörten Durchblutung,<br />

wie z. B. Konzentrationsstörungen, Schwindel,<br />

Ohrensausen, beachtet, sollte mit Rökan, dem<br />

speziellen Gefäß-Ginkgo-Präparat, reagieren. So<br />

können Sie <strong>Ihr</strong>e körperliche und ge<strong>ist</strong>ige Le<strong>ist</strong>ungsfähigkeit<br />

erhalten. Rökan verbessert die<br />

Durchblutung,<br />

schützt Gefäße, fördert<br />

die Gedächtnisle<strong>ist</strong>ung,<br />

wirkt<br />

natürlich pflanzlich<br />

bei allgemeiner<br />

Arteriosklerose.<br />

GEGEN ERKÄLTUNGEN<br />

Hart zum Infekt – sanft zum Körper.<br />

So hilft Umckaloabo wirksam bei den<br />

ersten Anzeichen einer Erkältung.<br />

Umckaloabo lässt Bronchitisbeschwerden<br />

wie Husten, Verschleimung<br />

und Abgeschlagenheit rasch<br />

abklingen, verkürzt dadurch die<br />

Krankheitsdauer bei Bronchitis, <strong>ist</strong><br />

rein pflanzlich und gut verträglich.<br />

7 / 2012 63


GESUND & FIT<br />

Der beste Tipp fürs<br />

Gehirn: Wandern!<br />

Dies beflügelt das<br />

Gehirn, weil es<br />

dabei mit Sauerstoff<br />

geflutet wird,<br />

entspannen und<br />

Gedanken sortieren<br />

kann und zugleich<br />

viele Regionen<br />

zusammenspielen.<br />

Bewegen – ja!<br />

Rätseln – nein!<br />

Plötzlich <strong>ist</strong> sie da, die Erinnerung an einen Moment, der Jahrzehnte zurückliegt. Zugleich fällt<br />

uns der PIN der EC-Karte partout nicht ein. Was passiert da im Kopf? Und kann man es<br />

steuern? Prof. Hans Markowitsch verrät seine neusten Tipps, um das Gedächtnis zu stärken.<br />

Herr Professor<br />

Markowitsch,<br />

kennen Sie<br />

das: Auf einmal<br />

schießen Ihnen Dinge<br />

durch den Kopf, an die Sie<br />

schon Jahre nicht mehr<br />

gedacht haben?<br />

MARKOWITSCH Ja, ich<br />

erlebe das selbstverständlich<br />

auch. Kürzlich erinnerte<br />

ich mich daran, wie<br />

ich als Vorschulkind zuhause<br />

morgens zusammen<br />

mit Bruder und Vater den<br />

vielen Neuschnee bestaunte.<br />

Mein Vater warnte<br />

uns aufgeregt, nicht den<br />

Drahtzaun zu berühren,<br />

weil ein Stromdraht unter<br />

der Schneelast gebrochen<br />

war und auf dem Zaun lag.<br />

Warum spült das Gedächtnis<br />

solche Dinge<br />

unvermittelt wieder in<br />

unser Bewusstsein?<br />

MARKOWITSCH Das <strong>ist</strong><br />

noch nicht zufriedenstellend<br />

erforscht. Man weiß<br />

aber: In solchen Fällen<br />

nehmen wir einen allerersten<br />

Impuls von außen<br />

wahr. Dieser Außenreiz löst<br />

dann im Gehirn eine wahre<br />

Kaskade von Aktivitäten<br />

im weitverzweigten Nervennetz<br />

aus – und urplötzlich<br />

werden lange zurückliegende<br />

Dinge an die<br />

Oberfläche gespült.<br />

Namen merken<br />

Namen, die man<br />

gern vergisst, behält<br />

man besser, wenn man<br />

sie mit einem inneren<br />

Bild vor Augen verknüpft.<br />

Bei „Müller“,<br />

„König“, „Stein“ geht<br />

das leicht. „Kaminski“<br />

in „Kamin“ und<br />

„Ski“ zerlegen. Frau<br />

„Kienast“ schwingt<br />

sich „kühn“ um einen<br />

„Ast“, etc. Effekt: Verknüpfungen<br />

steigern<br />

das Merkvermögen.<br />

Welche Impulse sind das?<br />

MARKOWITSCH Der Duft<br />

nach Brötchen, der uns an<br />

den Weg zur Schule erinnert.<br />

Eine Melodie, die uns<br />

den ersten Kuss spüren<br />

lässt. Ein Gesicht, das uns<br />

an jemanden denken lässt,<br />

den wir lange nicht gesehen<br />

haben. Wir wissen<br />

heute, dass immer alle<br />

Sinne an das Gedächtnis<br />

gekoppelt sind.<br />

Oft hört man, es gebe<br />

Menschen, die von Natur<br />

ein gutes Gedächtnis<br />

haben, andere weniger.<br />

MARKOWITSCH Grundsätzlich<br />

funktioniert die<br />

Fähigkeit, sich zu erinnern,<br />

64 7/ 2012


Schützen<br />

Sie <strong>Ihr</strong> Erspartes!<br />

Foto: privat; Illustration: Shutterstock<br />

bei allen Menschen<br />

gleich. <strong>Wie</strong> gut sich<br />

das Gedächtnis aber<br />

ausbildet, hängt vor<br />

allem von der Erziehung<br />

ab. Die ersten<br />

Lebensjahre prägen<br />

da besonders. Bekommt<br />

man als Kind viel<br />

vorgelesen, wird das auf<br />

jeden Fall das Gedächtnis<br />

stärken. Man kann aber<br />

auch als Erwachsener einiges<br />

für ein gutes Gedächtnis<br />

tun.<br />

Kreuzworträtsel oder<br />

Sudoku zum Beispiel,<br />

heißt es immer?<br />

MARKOWITSCH Das <strong>ist</strong><br />

ziemlich überschätzt. Neue<br />

Forschungen zeigen eindeutig,<br />

dass jede Art von<br />

Gehirnjogging nur wenige<br />

Regionen des Gehirns anregt.<br />

Da <strong>ist</strong> ein Kaffeeklatsch<br />

gleichwertig.<br />

<strong>Wie</strong> bringt man dann das<br />

Gedächtnis auf Trab?<br />

MARKOWITSCH Das <strong>ist</strong><br />

schon die richtige Formulierung:<br />

Studien belegen: sich<br />

bewegen <strong>ist</strong> entscheidend.<br />

Speziell Ausdauersport wie<br />

Wandern, Radfahren, Laufen,<br />

Schwimmen – und das<br />

ein paarmal pro Woche –<br />

beugen Vergessen am besten<br />

vor. Körperliche Aktivität<br />

hilft dem Gehirn, sich<br />

vom Info-Ballast zu reinigen.<br />

Die frei werdenden Endorphine,<br />

die Glückshormone,<br />

wirken auch positiv<br />

aufs Gedächtnis.<br />

Kann unser Gedächtnis<br />

irgendwann „voll“ sein?<br />

MARKOWITSCH Grundsätzlich<br />

<strong>ist</strong> unser Gedächtnisspeicher<br />

unbegrenzt. Aber<br />

natürlich spielt das Alter<br />

eine Rolle: Je älter wir werden,<br />

je mehr Informationen<br />

wir gespeichert haben, desto<br />

Prof. Hans<br />

Markowitsch,<br />

Universität<br />

Bielefeld<br />

stärker wird das, was<br />

wir „Interferenzanfälligkeit“<br />

nennen. Dabei<br />

überlagern aktuelle<br />

Informationen<br />

die alten. Löscht man<br />

nun Unwichtiges,<br />

bleiben mehr Kapazitäten<br />

für die Dinge, die man<br />

gerne behalten möchte.<br />

Was tun Sie selbst, um<br />

nichts zu vergessen?<br />

MARKOWITSCH Wichtige<br />

Dinge, Termine etwa,<br />

schreibe ich mir me<strong>ist</strong><br />

genau auf, um mein Gedächtnis<br />

zu entlasten.<br />

Cornelia Menner<br />

Täglich üben<br />

<strong>Wie</strong> jeder das Gedächtnis<br />

schulen kann, zeigt Klaus<br />

Kolb von der Gesellschaft<br />

für Gedächtnis- und Kreativitätsförderung<br />

in Isny.<br />

1Ein, zwei Minuten aus<br />

dem Fenster schauen.<br />

Linien, etwa Dachformen,<br />

nachgehen, sich in die<br />

Formen und Farben<br />

vertiefen. Augen schließen,<br />

versuchen, das Bild vor<br />

dem ge<strong>ist</strong>igen Auge neu<br />

entstehen zu lassen. Effekt:<br />

Steigert Aufmerksamkeit.<br />

Wichtig, um sich zu erinnern.<br />

Mit geschlossenen<br />

2 Augen anziehen. Dabei<br />

jede Bewegung klarmachen,<br />

Stoffe bewusst fühlen. Was<br />

fühlt sich kalt, warm, rau,<br />

glatt an? Was bringt einen<br />

aus dem Gleichgewicht?<br />

Effekt: Schult die Konzentration<br />

auf das, was man tut.<br />

Zeitungsartikel nehmen;<br />

3 so schnell wie möglich<br />

einen Buchstaben anstreichen,<br />

z. B. „T“. Effekt: Steigert<br />

Geschwindigkeit, mit der man<br />

Informationen verarbeitet.<br />

750 Antworten<br />

zum Erben<br />

Der aktuelle Ratgeber von<br />

<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong> schützt <strong>Ihr</strong> Recht<br />

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GESUND & FIT<br />

Bessere Haltung<br />

Diese sanften Pilates-Übungen stärken Bauch und Rücken zugleich.<br />

So verbessert sich die ganze Körperhaltung und -spannung.<br />

1Ausgestreckt auf rechte Seite legen,<br />

rechter Arm unter dem Kopf. Linken<br />

Arm zur Decke strecken. Bauchnabel<br />

etwas ein-, Rippenbögen zusammenziehen,<br />

Beckenboden anspannen. Beim Ausatmen<br />

gestreckte Beine langsam etwas heben.<br />

Einatmen, dabei Beine senken, nicht ablegen.<br />

8 Mal wiederholen. Schwieriger: Oberkörper<br />

anheben, auf Unterarm abstützen.<br />

3Bauchlage mit abgelegter Stirn wie bei<br />

Übung 2. Arme nach vorne ausstrecken.<br />

Beim Einatmen Brust und Arme heben, beim<br />

Ausatmen Arme gestreckt nach hinten neben den<br />

Körper schwingen und Brustbein noch etwas höher<br />

heben. Beim Einatmen Arme wieder nach vorne<br />

führen, Brust etwas senken. 8 Mal wiederholen.<br />

2Auf den Bauch legen, Beine und Füße hüftweit ausstrecken.<br />

Hände mit gefächerten Fingern, Ellenbogen eng<br />

am Körper neben Brustkorb aufstellen. Stirn <strong>ist</strong> dabei am<br />

Boden. Einatmen. Beim Ausatmen Brust heben, Kopf bleibt in<br />

Verlängerung der Wirbelsäule. Einatmen. Beim Ausatmen Brust<br />

wieder senken. Von vorne wiederholen, 8 Mal.<br />

Schwieriger: Arme schulterweit nach vorne ausstrecken.<br />

66 7/ 2012


Unsere Expertin:<br />

Nicole Rudschinat<br />

<strong>ist</strong> zertifizierte<br />

Pilateslehrerin.<br />

Fitness-Star aus<br />

Deutschland<br />

Pilates <strong>ist</strong> alles andere als ein Modetrend. Im Gegenteil: Der<br />

Erfinder Joseph Pilates (geboren 1883!) begann schon als<br />

Jugendlicher, sich mit fernöstlichen Trainingsmethoden wie Tai-<br />

Chi und Yoga auseinanderzusetzen. Nach und nach entwickelte<br />

er seine eigenen Übungen. 1926 begleitete er als Fitness-Trainer<br />

Max Schmeling, den späteren Box-Weltme<strong>ist</strong>er im Schwergewicht,<br />

auf eine Reise nach New York. Auf der Überfahrt lernte<br />

er seine spätere Frau Clara kennen. Die Krankenschwester war<br />

bege<strong>ist</strong>ert von seinen Übungen. Mit ihrer und Schmelings Hilfe<br />

gründete Pilates kurz nach der Ankunft sein erstes Studio in der<br />

Stadt und blieb bis zu seinem Tod 1967 in New York.<br />

6<br />

Ausgangslage wie bei<br />

Übung 4. Knie beugen,<br />

Fersen berühren sich, Zehen<br />

zeigen aber voneinander weg! Knie<br />

maximal hüftweit auseinander.<br />

Einatmen, ausatmen und dabei<br />

Knie langsam vom Boden heben.<br />

Beim Einatmen wieder fast bis zum<br />

Boden senken und mit nächstem<br />

Ausatmen wieder heben. 6 Mal.<br />

Fotos: Florian Lohmann, Styling: Katalin Kiss; Haare +<br />

Make-up: Sacha Schütte, Tom Strohmetz<br />

4Bauchlage, Kopf auf Handrücken legen. Ellenbogen<br />

weit auseinander, Schultern entspannt.<br />

Beine und Füße gestreckt am Boden. Einatmen.<br />

Beim Ausatmen Bauchnabel etwas ein-, Rippenbögen<br />

zusammenziehen. Beckenboden anspannen und Beine<br />

dabei heben. Halten, Fersen 12 Mal leicht gegeneinandertupfen,<br />

dabei ruhig weiteratmen.<br />

5Vierfüßlerstand. Knie vom Boden<br />

lösen. Po zur Decke schieben, Beine<br />

vorsichtig strecken. Knie wieder leicht<br />

beugen und Kopf langsam und locker von<br />

Seite zu Seite drehen. 5–8 Atemzüge lang.<br />

Nächsten Monat<br />

➞ Schöne Oberschenkel<br />

7 / 2012<br />

67


GESUND & FIT<br />

Dieser<br />

Kühlschrank<br />

hält Sie fit!<br />

Bestimmte Lebensmittel sollte man immer vorrätig<br />

haben und möglichst täglich essen.<br />

Richtig<br />

reinigen<br />

Alle 4 Wochen ausräumen<br />

Mit sauberem Lappen, Spülmittel<br />

und heißem <strong>Wasser</strong> alle<br />

Flächen und Winkel säubern<br />

Trocken reiben<br />

Dann mit Essig<br />

und Küchentüchern<br />

abreiben<br />

Schinken & Co<br />

Puten-Aufschnitt<br />

(Bio-Ware), gekochter<br />

oder geräucherter<br />

Schinken<br />

– herzhaft,<br />

aber fettarm.<br />

Liefern hochwertiges<br />

Eiweiß und<br />

wichtige B-Vitamine.<br />

Eier Perfekt für<br />

Eiweiß, Vitamin A<br />

und K. Das enthaltene<br />

Cholesterin<br />

geht übrigens<br />

kaum ins Blut über.<br />

Orangensaft Frisch<br />

gepresst oder als<br />

Direktsaft. Ein Glas<br />

(200 ml) deckt<br />

den Tagesbedarf<br />

an Vitamin C.<br />

FISCH Ausnahmsweise<br />

gilt mal: je fetter,<br />

umso besser. Ob frisch<br />

oder tiefgefroren:<br />

Lachs, Hering, Makrele,<br />

Thunfisch und<br />

auch Forelle (!) liefern<br />

die wichtigen Omega-<br />

3-Fettsäuren, die das<br />

Herz <strong>gesund</strong> halten.<br />

Zweimal wöchentlich.<br />

Senf, Pesto & Co.<br />

Sekundäre Pflanzenstoffe<br />

machen<br />

Würzmittel <strong>gesund</strong>.<br />

Senf enthält z. B.<br />

ätherische Öle, die<br />

Schwerverdauliches,<br />

etwa rotes Fleisch,<br />

bekömmlicher machen.<br />

Andere Stoffe,<br />

die in Pesto oder<br />

Ketchup für Schärfe,<br />

Farbe oder Geruch<br />

sorgen, wirken sogar<br />

antibakteriell.<br />

Grünes Gemüse Kopfsalat,<br />

Batavia, Brokkoli haben kaum<br />

Kalorien und machen dennoch<br />

satt, da sie viele Ballaststoffe<br />

enthalten. Kohl, Bohnen,<br />

Petersilie wiederum liefern<br />

wertvolle Pflanzenstoffe.<br />

Milchprodukte<br />

Milch, Käse, Quark<br />

und Joghurt sind<br />

perfekte Kalzium-<br />

Quellen (Osteoporose!).<br />

Schon<br />

100 g Emmentaler<br />

decken den größten<br />

Teil des Tagesbedarfs<br />

einer Frau<br />

über 50 (gut 1 000<br />

von 1 500 mg).<br />

Ärzte empfehlen<br />

3 Portionen Milchprodukte<br />

je Tag.<br />

Obst Beeren sind reinste<br />

Medizin, vor allem dunkle<br />

Sorten wie Brom-, Heidel-,<br />

Holunder- und Johannisbeeren.<br />

Nur drei Beispiele:<br />

Sie senken Bluthochdruck,<br />

hemmen Entzündungen,<br />

und senken das Krebsrisiko.<br />

Ähnlich gut: Kirschen,<br />

Pflaumen, rote Weintrauben.<br />

1 Portion täglich.<br />

Buntes Gemüse<br />

Auberginen, Karotten,<br />

Paprika, Tomaten –<br />

täglich eine große Portion<br />

farbiges Gemüse<br />

essen! Die natürlichen<br />

Farbstoffe bringen den<br />

Mehrwert – sie lindern<br />

Entzündungen (Rheuma)<br />

und senken das<br />

Risiko für altersbedingte<br />

Augenkrankheiten<br />

(etwa AMD).<br />

Fotos: Bosch, Shutterstock (7)<br />

68 7/ 2012


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REISE & KULTUR<br />

Und dann<br />

verschwand<br />

Elke ganz<br />

langsam<br />

„Demenz. Die schnell voranschreitende Variante.“ Ein Satz, der alles<br />

ändert. Als Elke Gärtner die Diagnose bekommt, <strong>ist</strong> sie gerade 63. Und<br />

ihr Mann Lothar versteht: Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit. Das Ehepaar<br />

beschließt, eine letzte große Reise zu machen – mit dem Wohnwagen<br />

durch Osteuropa. Eine Reise, auf der jeder Kilometer zu einem Abschied<br />

wird; von ihrem früheren Leben, ihrer Ehe, Elkes Persönlichkeit. Die<br />

Fotografi n Sibylle Fendt begleitet die beiden, hält Elkes letzte Reise fest.*<br />

* Elke Gärtner stirbt vier Monate nach der Rückkehr.<br />

FOTOS | Sibylle Fendt<br />

TEXT | Chr<strong>ist</strong>ina Bylow<br />

70 7/ 2012


REISE & KULTUR<br />

Ein Birkenwald, gleich<br />

neben dem Campingplatz<br />

von Harsz in Polen. Eine<br />

Familie aus Thüringen<br />

schwärmt von den Pilzen.<br />

Zuerst wollen Lothar und<br />

Elke auch Pilze sammeln.<br />

Und anfangs sucht sie auch<br />

mit. Doch dann vergisst<br />

sie es wieder, fi ndet sich<br />

zwischen den Bäumen nicht<br />

mehr zurecht. Lothar muss<br />

immer mehr auf sie aufpassen,<br />

damit sie im Wald,<br />

aber auch sonst, nicht<br />

verloren geht. Typisch für<br />

diese Wochen: sich verirren<br />

und wieder fi nden.<br />

Sibylle Fendt, fotografin<br />

7 / 2012<br />

71


REISE & KULTUR<br />

Könnte man das Glück nur festhalten, so wie hier in Litauen ...<br />

72 7/ 2012


Ein Steg am Fluss Nemunas in Litauen: noch einmal<br />

Romeo und Julia, für ein paar Augenblicke. Er<br />

nimmt sie in den Arm – sie hatte das so gern. Und<br />

jeder sieht, dass sie zusammengehören, dass sie sich<br />

führen lässt, ihm vollständig vertraut. Und er weiß<br />

genau, was sie sich wünscht, auch wenn sie in ihrer<br />

eigenen Welt <strong>ist</strong> und dabei an ein kleines Mädchen<br />

erinnert, das mit seinem Vater tanzt.<br />

Sibylle Fendt, fotografin<br />

Erschöpfung, nicht von der Reise, sondern vom Aschiednehmen.<br />

Obwohl sie durch ihre Campingurlaube das<br />

Unterwegssein gewöhnt sind, strengt es sie an – beide.<br />

Es gibt Situationen, die Lothar an seine Grenzen bringen.<br />

Elke kann schlecht schlucken, einmal läuft sie blau<br />

an, weil sie keine Luft bekommt. In solchen Momenten<br />

fotografi ere ich nicht.<br />

Sibylle Fendt, fotografin<br />

7 / 2012<br />

73


REISE & KULTUR<br />

74 7/ 2012


Landschaft,<br />

so weit das<br />

Auge reicht.<br />

Oasen für<br />

die Seele. An<br />

nichts denken,<br />

nichts<br />

verstehen<br />

müssen,<br />

nur schauen,<br />

fühlen<br />

und riechen.<br />

Eindrücke,<br />

die sich tief<br />

einprägen.<br />

Sibylle Fendt, fotografin<br />

7 / 2012<br />

75


REISE & KULTUR<br />

In der Nähe des Daugava-Flusses in Litauen. Am Himmel sind<br />

Wolken, wie man sie nur im Spätsommer sieht. Elke läuft häufi g<br />

weg, nicht nur vom Campingwagen, auch allmählich aus der Welt.<br />

Als ich die Fotos nach der Rückkehr betrachte, denke ich: Man sieht<br />

gar nicht, dass Elke krank <strong>ist</strong>. Lothar aber hat es gesehen. Für<br />

mich bleiben die Bilder ein Zeugnis dafür, wie liebevoll Lothar und<br />

Elke bis zuletzt miteinander waren.<br />

Sibylle Fendt, fotografin<br />

Liebevolles Morgenritual: Lothar hilft Elke beim Ankleiden.<br />

Während der Reise wohne ich in meinem eigenen kleinen Zelt. Ich möchte Lothar und Elke ihre Intimität<br />

lassen. Und es kostet mich viel Überwindung, sie so intim zu fotografi eren. Aber ich will auch<br />

zeigen, wie nah sich die beiden sind, trotz alledem. Also klopfe ich eines Morgens an den Campingwagen<br />

und frage, ob ich sie beim Ankleiden fotografi eren darf. Lothar hat nichts dagegen. Elke spricht nicht<br />

mehr, aber sie erkennt mich immer, ich bin keine Fremde für sie.<br />

Sibylle Fendt, fotografin<br />

76 7/ 2012


REISE & KULTUR<br />

Zielstrebig ins Nirgendwo:<br />

Elke Gärtner bei einem<br />

Zwischenstopp in Lettland.<br />

7 / 2012<br />

77


REISE & KULTUR<br />

Ich will,<br />

dass<br />

Du b<strong>ist</strong><br />

Was bleibt, <strong>ist</strong> ihre Liebe und die Erinnerung, sagt Elkes Mann.<br />

Es kann sein, dass ich weine, sagt Lothar<br />

Gärtner. Auf dem Tisch liegt das Buch mit<br />

den Bildern von ihm und seiner Frau.<br />

Fotos von ihrer letzten gemeinsamen Reise. Fotos,<br />

die erzählen: Es ging ihnen gut, als sie unterwegs<br />

waren. Weil sie beisammen waren.<br />

„Frontotemporale Demenz“ lautete die Diagnose<br />

im Sommer 2006. Da war Elke Gärtner 63. Noch fünf<br />

bis acht Jahre, sagten die Ärzte. Es wurden keine drei.<br />

Elke Gärtner starb im Januar 2009 an den Folgen<br />

eines Sturzes; zuhause, in der Nähe von Heilbronn.<br />

„Unser Haus“, sagt Lothar Gärtner auch heute noch,<br />

„unsere Kinder“. Und holt beim Erzählen ein Foto aus<br />

dem Regal. Es zeigt seine Frau vor der Krankheit. Sie<br />

trägt eine weiße Blüte im Haar, lächelt versonnen in<br />

die Kamera. „Das war auf Bali, bei der Hochzeit unserer<br />

Tochter“, sagt er und schaut liebevoll auf das<br />

Bild. Fein und lebhaft wirken Elke Gärtners Gesichtszüge<br />

– bevor ihre Persönlichkeit entschwand.<br />

Inzwischen, mit ein bisschen Abstand, kann Lothar<br />

Gärtner auch in den Bildern, die Sibylle Fendt machte,<br />

etwas anderes sehen. „Man spürt, wie wir miteinander<br />

umgegangen sind“, sagt er. Und nach einer Pause:<br />

„Später bin nur noch ich mit ihr umgegangen.“<br />

Lothar Gärtner erinnert sich gut, was er empfand,<br />

damals zu Beginn der Krankheit: Seine Frau <strong>ist</strong> da<br />

und doch nicht da. Die Krankheit nimmt ihr zuerst<br />

die Sprache, die Fähigkeit, sich auszudrücken; dann<br />

die Kontrolle über den eigenen Körper. Aber: Sie lässt<br />

ihr das freundliche Wesen, die Sanftmut, und anfangs<br />

sogar den eisernen Willen, mit Gehirntraining gegen<br />

das Unabwendbare zu kämpfen.<br />

Die Frage „Warum sie? Warum wir?“ hat er sich<br />

nicht gestellt. „Es war mir klar, dass ich darauf keine<br />

Antwort bekomme.“ Aber auch er, der als Hauptschul-<br />

Lehrer lange Religion und Ethik unterrichtete, hadert<br />

mit dem, was ihm da aufgegeben <strong>ist</strong>. Und nimmt es<br />

doch an. Erst als er ans Ende seiner Kräfte kommt,<br />

sucht Lothar Gärtner die Hilfe einer Tagespflege, zwei<br />

Tage die Woche verbringt Elke dort.<br />

In seinem ruhigen, singenden Tonfall sagt Lothar<br />

Gärtner: „Ich habe es so genommen, wie es <strong>ist</strong>. Sie<br />

<strong>ist</strong> der Mensch, den ich liebe. Sie gehört einfach zu<br />

mir.“ In jedem seiner Worte, jeder seiner Gesten <strong>ist</strong><br />

zu spüren: Die Liebe zu seiner Frau <strong>ist</strong> immer noch<br />

gegenwärtig – und bleibt es auch. Er versteht nicht,<br />

dass vor allem jüngere Leute eine lebenslange Liebe<br />

so ungewöhnlich finden. „Ich finde das selbstverständlich.“<br />

Doch auch bei Freunden und Bekannten galt<br />

das Paar als etwas Besonderes. „Warum gerade ihr,<br />

wo doch bei euch alles so gut <strong>ist</strong>?“ So etwas hörte<br />

Lothar Gärtner, wenn er mit Elke zusammen zu seiner<br />

Laienspiel-Gruppe ging. Er nahm sie überallhin<br />

mit, auch als sie schon längst krank war. So beschützte<br />

er sie, wie sie ihn Jahre zuvor beschützt hatte, als<br />

er an einer Depression erkrankt war. „Das schaffen<br />

wir gemeinsam“, hatte sie gesagt. Einer trage des anderen<br />

Last. Aus Liebe.<br />

Lothar Gärtner sah Ehen im Umkreis zerspringen.<br />

<strong>Ihr</strong>e schien unverwundbar. „Wir hatten gegenseitige<br />

Achtung. Wir hatten es einfach schön miteinander.“<br />

Hat er Abschied genommen auf der Reise durchs Baltikum?<br />

Hier wird Lothar Gärtner traurig. Er hatte noch<br />

so viele Pläne – mit Elke: Andalusien, im Frühling<br />

2010 ... Wenn er auf den Sessel schaut, in dem Elke<br />

immer saß, fühlt er sich manchmal doch sehr allein.<br />

Dann betrachtet Lothar Gärtner<br />

einen Zettel, den Elke während<br />

der letzten Reise schrieb: „Ich will,<br />

dass Du b<strong>ist</strong>“, hat sie für ihn geschrieben.<br />

Drei Mal untereinander.<br />

<strong>Wie</strong> ein Liebesgedicht.<br />

Lothar Gärtner<br />

Foto: privat<br />

78 7/ 2012


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82 7/ 2012


SIE HABEN FRAGEN<br />

Margarete<br />

Albrecht,<br />

Me<strong>ist</strong>erin<br />

der Hauswirtschaft<br />

Fotos: Ulrike Holsten/Picture Press, Comma, privat<br />

Was hilft<br />

bei Fruchtfliegen?<br />

Lästige Fruchtfliegen<br />

umschwirren im Sommer<br />

Obst, aber auch<br />

Tomaten, angeschnittene<br />

Zwiebeln oder<br />

Rotwein. Daher achte<br />

ich darauf, dass ich<br />

• Obst und Gemüse<br />

im Kühlschrank aufbewahre<br />

oder mit<br />

einem Tuch bzw. feinmaschigem<br />

Fliegenschutz<br />

bedecke;<br />

• benutzte Gläser<br />

oder Teller sofort<br />

wegräume, auswasche<br />

und in die Spülmaschine<br />

stelle;<br />

• Fliegenfallen aufstelle<br />

– etwas Saft<br />

und 1 Spritzer Spüli<br />

in eine Schale geben;<br />

mit Folie gut verschließen;<br />

in die Folie<br />

Löcher piksen.<br />

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7/ 2012<br />

83


O Pesto mio!<br />

LIEBER SELBER MACHEN<br />

Die Verbraucher-Organisation Foodwatch stellte fest, dass Fertig-Pesto<br />

oft aus minderwertigen Zutaten besteht. Statt Olivenöl wird<br />

Sonnenblumenöl verwendet, statt Pinienkernen Cashewkerne. Deshalb:<br />

Zutatenl<strong>ist</strong>e genau lesen. Oder Pesto selber machen,<br />

empfiehlt Michela Larson. <strong>Ihr</strong>e Tipps? Einfach umblättern.<br />

84 7/ 2012


Ganz klassisch gehören Olivenöl<br />

& Basilikum in ein Pesto.<br />

Doch auch aus Petersilie, Rauke und<br />

Minze lässt sich die aromatische<br />

Würzpaste herstellen, wie<br />

die schönsten Rezepte von<br />

unseren Leserinnen und<br />

Koch-Expertinnen zeigen.<br />

FOTOS | Ditte Isager<br />

TEXT | Susanne Mittenhuber<br />

85


Zu salzig oder zu langweilig“ –<br />

fertig gemixtes Pesto im Glas<br />

mag Margarete Albrecht schon<br />

lange nicht mehr. „Schon vor<br />

Jahren habe ich deshalb angefangen,<br />

Pesto selbst herzustellen. Zuerst<br />

versuchte ich ganz klassisch Basilikum, Olivenöl<br />

und geröstete Pinienkerne im Mörser<br />

zu zerstoßen. Das klappte auch sehr<br />

gut und schmeckte auch toll“, erzählt<br />

die 65-jährige Hauswirtschaftsme<strong>ist</strong>erin.<br />

„Dann wurde ich mutiger und probierte<br />

viel aus.“ Und so ersetzt sie nun ein Drittel<br />

des Basilikums durch glatte Petersilie.<br />

„Das Pesto bekommt dadurch eine schöne<br />

und leuchtend grüne Farbe und schmeckt<br />

so vorzüglich, dass ich inzwischen viele<br />

Gläser an Freunde verschenke.“<br />

Auch Birgitta Tummel (42), unsere Ökotrophologin,<br />

liebt gerade im Sommer Pesto<br />

in allen Variationen. „Es <strong>ist</strong> eines der<br />

vielseitigsten Rezepte überhaupt. Und das<br />

Schönste: Man kann nach Herzenslust experimentieren.“<br />

Oliven-P<strong>ist</strong>azien-Pesto heißt<br />

ihr aktueller Favorit (s. rechts). Doch auch<br />

die klassische Variante hat es Birgitta Tummel<br />

angetan. „Der Umgang mit Mörser und<br />

Stößel hat schon fast etwas Meditatives.<br />

Und es <strong>ist</strong> wunderbar, wenn sich der Duft<br />

des Basilikums langsam entfaltet.“<br />

Mörser und Stößel – eigentlich gehören<br />

diese Gegenstände in Apotheken, weil damit<br />

Arznei- und Heilpflanzen verarbeitet<br />

wurden. Aber Mitte des 19. Jahrhunderts<br />

tauchte in Italien, in der traditionellen Genueser<br />

Küche, erstmals eine „Knoblauch-<br />

WIE LANGE<br />

IST PESTO<br />

HALTBAR?<br />

Da selbst gemachtes<br />

Pesto<br />

nicht erhitzt wird,<br />

sollte man es<br />

schnell verbrauchen<br />

(1 bis 2<br />

Wochen). Angebrochene<br />

Gläser<br />

im Kühlschrank<br />

aufbewahren.<br />

Das Grundrezept für Pesto<br />

1| Zutaten: 100 g frisches Basilikum<br />

(schöne, große Blätter), 3 Zehen Knoblauch,<br />

1/2 bis 1 TL Meersalz, 2 EL Pinienkerne,<br />

50 g Pecorino oder Parmesan,<br />

150 ml Olivenöl (extra vergine).<br />

2| Pecorino oder Parmesan reiben,<br />

zur Seite stellen. Basilikum waschen,<br />

abtropfen lassen, trocken schleudern.<br />

Basilikum zupfen. Mit Knoblauch und<br />

etwas Salz im Mörser zerdrücken.<br />

3| Pinienkerne ohne Fett rösten, separat<br />

zerkleinern, mixen; mit Olivenöl mischen,<br />

Käse unterheben. Zum Schluss<br />

das zerstoßene Basilikum vorsichtig<br />

unterheben (nicht mixen).<br />

86 7/ 2012


Pesto aus Oliven & P<strong>ist</strong>azien<br />

60 g ungesalzene P<strong>ist</strong>azien, 2 Knoblauchzehen, 1 TL grüne<br />

Pfefferkörner aus dem Glas, 1 EL Zitronensaft und 75 g<br />

schwarze, entsteinte Oliven im Mixer fein pürieren. Langsam<br />

4 EL Olivenöl zugeben. Zum Schluss 75 g frisch<br />

geriebenen Parmesan zugeben. Tipp: Passt toll zu Pasta<br />

mit frischen Cocktail-Tomaten!<br />

87


PESTO MIT PETERSILIE<br />

1 Bund glatte Petersilie, 2 EL Pinienkerne<br />

(ohne Fett in Pfanne rösten), 3 EL<br />

geriebenen Parmesan, 2 Knoblauchzehen,<br />

4 EL Olivenöl. Zutaten mixen,<br />

abschmecken. Tipp: Verleiht gegrilltem<br />

Gemüse und Kartoffelgerichten<br />

(Bild u.) eine ausgefallene Würze.<br />

und Basilikumsoße“ auf, die als „pesto alla<br />

genovese“ schnell berühmt wurde. Olivenöl,<br />

geröstete Pinienkerne, Basilikum, etwas Salz,<br />

Parmesan oder Pecorino wurden gehackt<br />

und im Mörser zerstampft (daher der Name<br />

Pesto, vom italienischen pestare = zerstampfen)<br />

und als Würzpaste zu Nudeln gereicht.<br />

Bereits im Kochbuch der Gebrüder Ratto von<br />

1865 wurde der fachgerechte Umgang mit<br />

Mörser und Holzstößel empfohlen. So sollte<br />

der Stößel nur sanft gedreht werden, damit<br />

die feinen Basilikum-Blätter zwar zerrieben,<br />

aber nicht zerstört wurden.<br />

Über viele Jahre galt Pesto<br />

nach Genueser Art als<br />

einfache Soße der armen<br />

Leute, die ihre Pasta damit<br />

verfeinerten. Doch in den<br />

letzten Jahren entdeckten<br />

immer mehr Spitzenköche<br />

auf der ganzen Welt den<br />

Charme des Pestos – und<br />

erfanden neue Kreationen abseits des Basilikums.<br />

So wie die Amerikanerin Michela<br />

Larson, die für ihre Pesto-Rezepte berühmt<br />

wurde. „Ich habe immer versucht, die tradi-<br />

ZU VIEL<br />

GEMACHT?<br />

Pesto einfrieren,<br />

im Glas mit<br />

Schraubdeckel.<br />

alle Foto:s Ditte Isager / Edge Reps photo agency<br />

88 7/ 2012


Walnuss trifft auf Wildkräuter<br />

60 g Walnusskerne zerkleinern, 1 Tomate fein<br />

hacken. 2 Handvoll Kräuter (z. B. Rucola,<br />

Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Oregano,<br />

Minze, Salbei) fein schneiden. Alles mit 6 EL<br />

Walnussöl vermischen. Abschmecken.<br />

Tipp: Sorgt als feiner Brotaufstrich zu Braten<br />

oder Käse für Raffinesse.<br />

tionellen Rezepte meiner ligurischen<br />

Heimat zu erhalten und sie gleichzeitig<br />

zu verfeinern.“ Zu Pasta und<br />

gegrilltem Gemüse reicht sie entweder<br />

rotes Pesto aus getrockneten Tomaten<br />

oder ein Mandel-Minze-Pesto.<br />

<strong>Ihr</strong> Geheimnis? Der geröstete Knoblauch.<br />

Denn während roher Knoblauch<br />

oft aufdringlich wirkt, sorgt<br />

das Rösten des Knoblauchs für ein<br />

feineres Aroma.<br />

Zwar wurde der italienische Klassiker<br />

offiziell im 19. Jahrhundert<br />

erfunden, doch bereits die Römer<br />

kannten diese Art des Würzens mit<br />

einer einfachen Soße: Olivenöl, Koriander,<br />

Rucola und Petersilie verrührten<br />

sie, aßen dazu Fladenbrot.<br />

Auf ganz ähnliche Weise bereitet<br />

die Heilpraktikerin Liane Kirschner<br />

aus Mutterstadt ihr Pesto zu: Sie zerkleinert<br />

frischen Salbei, Oregano,<br />

Rosmarin, Rucola und etwas Minze;<br />

dazu mischt sie Walnüsse und Walnussöl<br />

(siehe links). „Es schmeckt<br />

nicht nur köstlich zu Nudeln – die<br />

Omega-3-Fettsäuren und Vitamine<br />

tun auch meinen grauen Zellen gut“,<br />

schwärmt die 43-Jährige. Auch Margarete<br />

Albrecht verwendet am liebsten<br />

Kräuter aus der Region und der<br />

Jahreszeit entsprechend: „Ist die Bärlauch-Saison<br />

vorbei, mache ich oft<br />

ein reines Petersilien-Pesto.“ (Rezept<br />

linke Seite.) Das klingt zwar zunächst<br />

unspektakulär. Margarete Albrecht<br />

gibt dann aber noch Ziegen-Frischkäse<br />

oder gebackenen Kürbis und<br />

geröstete Haselnüsse hinzu. „Das<br />

Petersilien-Pesto wird so wirklich<br />

zu einer Delikatesse. Und<br />

schmeckt himmlisch.“<br />

7 / 2012 89


An die Haare denken<br />

Hochsommer! Natürlich cremen wir die Haut ein. Und die Haare?<br />

Gerade sie benötigen bei viel Sonne besonderen Schutz.<br />

Hut aufsetzen<br />

Einfach und wirksam: Hut auf! Ein<br />

Strohhut mit breiter Krempe schützt<br />

die Haare, aber auch Kopfhaut,<br />

Gesicht und Nacken. Genauso gut: ein<br />

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11 und 15 Uhr die direkte Sonne meiden<br />

und sich im Schatten aufhalten.<br />

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Vor dem Aufsetzen<br />

die Kappe kurz<br />

unter <strong>Wasser</strong><br />

halten, sonst<br />

klebt sie. Nach<br />

dem Schwimmen<br />

mit Süßwasser<br />

abspülen.<br />

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Sonne stresst Haare<br />

und Haut. Deshalb<br />

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Aprikosen, Trauben,<br />

Spinat, Möhren,<br />

Tomaten) essen.<br />

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Haar quasi gebündelt.<br />

Auch Chlor<br />

(Schwimmbad) <strong>ist</strong><br />

„Gift“ fürs Haar.<br />

Deshalb nach dem<br />

Bad: mit Süßwasser<br />

spülen, zur<br />

Not mit <strong>Wasser</strong><br />

aus der Flasche.<br />

2<br />

3<br />

UV-<br />

Strahlen ...<br />

... hellen<br />

Pigmente im<br />

Haar auf und<br />

bauen sie ab,<br />

... mindern<br />

die Widerstandskraft<br />

der Haare,<br />

... trocknen<br />

die Haare<br />

aus, machen<br />

sie splissig.<br />

Am Abend<br />

erholen<br />

Nach einem Tag am<br />

Meer oder in den<br />

Bergen erscheinen<br />

die Haare strohig<br />

– Sonne und Wind<br />

haben die Zellen<br />

der Haare angegriffen,<br />

die schützende<br />

Schuppenschicht<br />

aufgeraut. Deshalb<br />

abends die Haare<br />

sorgfältig pflegen.<br />

Zum Selbermachen:<br />

Kur aus Oliven- oder<br />

Mandel-Öl über Nacht<br />

einwirken lassen.<br />

Oder diese Produkte:<br />

Redken CE After-Sun-<br />

Shampoo, ca. 12 Euro;<br />

L’Oréal, Solar Sublime<br />

After-Sun-Shampoo,<br />

ca. 6 Euro; Svenson,<br />

Creme Y-21 Regenerierende<br />

Creme für<br />

Kopfhaut und Haare,<br />

ca. 15 Euro.<br />

Fotos: PR; Illustration: Shutterstock<br />

90 7/ 2012


Genießen,<br />

träumen und wohlfühlen<br />

Gewinnen Sie einen Aufenthalt für zwei Personen (3 Ü/HP) im Romantik<br />

Hotel Gmachl in Elixhausen. Das Hotel, seit 1334 in 23. Generation<br />

geführt, steht für Genuss & Geborgenheit. Die Haubenküche <strong>ist</strong> der wohl<br />

„geschmackvollste“ Beweis. Entspannung finden Sie in dem neuen Gmachl<br />

Panorama Spa „Horizont“ mit einzigartigem Weitblick auf die Salzburger<br />

Berge. Die Zimmer und Suiten lassen Wohnträume wahr werden.<br />

Nähere Informationen unter Romantik Hotel Gmachl Elixhausen<br />

(00 43) 6 62 48 02 12, romantikhotel@gmachl.com, www.gmachl.com<br />

Teilnahmeschluss: 10. Juli 2012. Sprechen Sie das Lösungswort,<br />

<strong>Ihr</strong>en Namen und <strong>Ihr</strong>e Adresse deutlich auf das Band. Jeder<br />

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<strong>Ihr</strong> Lösungswort<br />

1 2 3 4 5 6 7 8<br />

7 / 2012<br />

91


Hecken aus<br />

Liguster, Eiben<br />

und Hainbuchen<br />

schaffen kleine<br />

Gartenräume.<br />

Taglilien und<br />

Brautspieren<br />

umrahmen den<br />

Seerosenteich.<br />

Was tun mit<br />

Problem-Ecken?<br />

Unter Bäume,<br />

wo es trocken<br />

und schattig <strong>ist</strong>,<br />

pflanzt Eva Röckener<br />

Farne, z. B.<br />

Wurmfarn (Dryopteris<br />

filix-mas),<br />

Tüpfelfarn (Polypodium<br />

vulgare).<br />

Ebenfalls gut:<br />

Storchschnabel<br />

(Geranium phaeum,<br />

Geranium<br />

versicolor), Wald-<br />

Aster (Aster divaricatus)<br />

Purpurblauer<br />

Steinsame<br />

(Lithospermum<br />

purpurocaeruleum)<br />

und Gräser<br />

wie Wald-Marbel<br />

(Luzula sylvatica).<br />

W<br />

eich fällt der Schein<br />

der Sonne durch die alten<br />

Obstbäume und wirft<br />

flirrende Flecken auf die<br />

penibel geschnittenen Kugeln<br />

aus Buchsbaum. Farne, Funkien<br />

(Hostas) und leuchtend gelbe Schwertlilien<br />

spiegeln sich im Seerosen-Teich,<br />

die barock anmutenden Blüten der<br />

Bauernhortensien leuchten im diffusen<br />

Zwielicht in geradezu magischem Blau.<br />

Überall spielen Licht und Schatten, eine<br />

kleine, ganz eigene Welt, ein Ort voller<br />

geheimnisvoller Winkel und lauschiger<br />

Nischen, ein Feenland mit zarten Blüten<br />

und unendlich viel Grün, ein Garten<br />

im Schatten eben. „Ich war nie eine<br />

Sonnenanbeterin und mir gefielen<br />

schattige Gärten schon immer besser“,<br />

erzählt Eva Röckener. Und so traf es<br />

sich gut, dass das Haus, das sie und ihr<br />

Mann vor dreißig Jahren für sich und<br />

die wachsende Familie in Nortrup im<br />

niedersächsischen Artland kauften, von<br />

einem guten Dutzend alter Obstbäume<br />

umgeben war. „Ich fand das großartig


Das zarte Spiel von<br />

Licht & Schatten<br />

Ein dunkler, schattiger Garten – viele Gärtner verzweifeln daran. Eva Röckener machte<br />

daraus eine Tugend und verwandelte ihren Garten in ein blühendes Paradies.<br />

FOTOS | Ute Klaphake<br />

TEXT | Marion Lagoda<br />

Malerisch:<br />

ein alter<br />

Steinbrunnen<br />

inmitten<br />

teils<br />

bizarrer<br />

Blütenformen<br />

wie<br />

der alten<br />

Zwiebelsorte<br />

(r.).<br />

und wundervoll“, schwärmt die 55-Jährige lächelnd.<br />

„Ein Garten ohne Bäume <strong>ist</strong> für mich einfach<br />

bis heute kein richtiger Garten.“<br />

Dass die vielen Bäume den Garten in ein Reich<br />

des Schattens verwandeln, stört sie nicht. Im Gegenteil.<br />

„Es gibt hinreißende Pflanzen, die im<br />

Schatten wunderbar gedeihen. Und vor allem im<br />

Frühling, wenn die Bäume noch ohne Laub sind,<br />

<strong>ist</strong> mein Garten ein einziges Blütenmeer aus vielen<br />

Zwiebelblumen und Stauden wie Chr<strong>ist</strong>rosen,<br />

Gedenkemein, Akelei und Anemonen. Und auch<br />

später im Jahr versammeln sich zahllose Blüten<br />

in ihren Beeten, vor allem Rispen- und Bauern-<br />

Im Schatten ändert <strong>Wasser</strong><br />

ständig seine Farbe.<br />

Was eben noch dunkel und<br />

geheimnisvoll schien,<br />

wird plötzlich hell und licht.<br />

7 / 2012<br />

93


hortensien, Eisenhut und<br />

Phlox. Phlox? Gehört der nicht<br />

eher zu den Sonnenkindern?<br />

„Hab ich auch gedacht“, lacht<br />

Eva Röckener. „Ich mag Phlox<br />

aber so sehr und habe es dann<br />

einfach ausprobiert. Und siehe<br />

da: Ihm gefällt es hier.“ ‚Einfach<br />

mal ausprobieren‘, <strong>ist</strong> ohnehin<br />

das gärtnerische Motto von Eva<br />

Röckener. Auch Rosen versuchte<br />

sie; doch die entwickelten sich<br />

nicht wirklich gut – und bleiben<br />

seitdem außen vor.<br />

Stattdessen gibt es jede Menge<br />

Grün in unendlich vielen<br />

Nuancen. Vor allem die mehr als<br />

zwei Dutzend Funkien-Sorten<br />

(Hostas) brillieren in den schillerndsten<br />

Tönen von Türkis über<br />

Jade und Oliv bis hin zu Smaragdgrün<br />

und strafen jeden<br />

Lügen, der grüne Gärten für<br />

langweilig hält.<br />

„Ich war nie eine<br />

Sonnenanbeterin.<br />

Mir gefielen schattige<br />

Gärten schon immer besser.“<br />

Eva Röckener<br />

D<br />

och wie gestaltet man<br />

einen Schattengarten?<br />

Bei Eva Röckener ergab<br />

es sich fast wie von selbst, der<br />

Garten entwickelte sich allmählich.<br />

„Ich hatte nie den Plan für<br />

einen perfekten Garten im Kopf.“<br />

Das 1500 Quadratmeter große<br />

Grundstück um ihr Haus gehörte<br />

zunächst den vier Kindern. Es<br />

gab einen Rasen zum Fußballspielen,<br />

die Eltern pflanzten dem<br />

Nachwuchs ein Tipi aus Weiden<br />

und Knöterich und bauten ein<br />

Gartenhaus, das später, als die<br />

Für Rasen <strong>ist</strong> in diesem Garten<br />

kein Platz. Üppige Rhododendren,<br />

dekorative Buchskugeln und Stauden haben die<br />

Herrschaft übernommen. Die Hostas<br />

aus dem Beet finden sich auch in Töpfen wieder.


Vielfalt im<br />

Garten:<br />

Rhabarber<br />

(links) und<br />

Sternendolden<br />

(Mitte).<br />

Kleine Glockenblumen<br />

ranken sich<br />

auf dem<br />

Tisch der<br />

Sitzecke.<br />

Kinder ins Teenageralter kamen,<br />

kurzerhand zur Partylaube umfunktioniert<br />

wurde. „Es war mir<br />

immer wichtig, dass sich die<br />

Kinder im Garten genauso wohlfühlten<br />

wie wir“, sagt Eva Röckener,<br />

die als pädagogische<br />

Mitarbeiterin in der örtlichen<br />

Grundschule arbeitet.<br />

D<br />

azu gehörte auch das<br />

Pflanzen von hohen Hecken<br />

aus Eiben, Liguster<br />

und Hainbuchen, die dem Garten<br />

Struktur geben und darüber<br />

hinaus Großen wie Kleinen bei<br />

aller Offenheit ein gewisses Maß<br />

an Privatheit erlauben. „Kinder<br />

wollen schließlich auch mal von<br />

den Erwachsenen in Ruhe gelassen<br />

werden“, davon <strong>ist</strong> Eva<br />

Röckener überzeugt.<br />

So entstand nach und nach ein<br />

verwunschenes, fast labyrinthartiges<br />

Gefüge aus Hecken, Bäumen,<br />

mit vielen Sitzplätzen. „Ich<br />

will einen Wohlfühlgarten haben,<br />

einen Garten, in dem man<br />

nicht unablässig herumwerkeln<br />

muss, sondern in dem man es<br />

sich gut gehen lassen kann.“ Und<br />

das gelingt ihr – trotz oder wegen<br />

des Schattens. Die Pflanzen<br />

wachsen dicht an dicht, Unkraut<br />

hat keine Chance. Der Nachteil:<br />

Um die vielen Sträucher, Bäume<br />

und Stauden in dem großen Garten<br />

in Schach zu halten, müssen<br />

Eva Röckener und ihr Mann regelmäßig<br />

schneiden.<br />

Ja, und dann wären da noch<br />

die Schnecken. „Die fühlen sich<br />

in einem schattigen Garten natürlich<br />

ungemein wohl“, seufzt<br />

Eva Röckener. Und auch wenn<br />

sie sich anfangs noch dagegen<br />

sträubte, legt sie nun jedes Frühjahr<br />

Schneckenkorn aus. „Das<br />

reicht dann me<strong>ist</strong>“, sagt sie. Ansonsten<br />

lässt sie der Natur in ihrem<br />

Garten freien Lauf. Akelei,<br />

Fingerhut und Stockrosen dürfen<br />

sich nach Herzenslust aussäen<br />

und ergeben so oft ganz ungewöhnliche,<br />

jedoch immer stimmige<br />

Mischungen. „Ich lasse<br />

mich einfach immer wieder aufs<br />

Neue überraschen.“<br />

Blüten fürs<br />

ganze Jahr<br />

Diese Pflanzen blühen<br />

selbst im Schatten:<br />

Februar bis April<br />

Lenzrosen (Heleborus-Hybriden):<br />

grün<br />

bis purpurrot.<br />

März bis Mai<br />

Frühlingsanemone<br />

(Anemone blanda),<br />

Gedenkemein (Omphalodes<br />

verna): blau.<br />

Mai bis Juni<br />

Akelei (Aquilegia):<br />

weiß, blau, rosa,<br />

lila, Tränendes Herz<br />

(Dicentra spectabilis):<br />

rosa, Jakobsleiter<br />

(Polemonium): blau.<br />

Juni bis Juli<br />

Fingerhut (Digitalis<br />

purpurea): rosa.<br />

Juni bis August<br />

Funkien (Hosta):<br />

weiß, lila.<br />

Juni bis Oktober<br />

Hortensien (Hydrangea<br />

macrophylla):<br />

weiß, rosa.<br />

September bis<br />

Oktober Eisenhut<br />

(Aconitum).<br />

7 / 2012 95


DIE BESONDERE LESERREISE<br />

Beliebtestes Mineralbad:<br />

das Szechenyi-Bad mit seinem<br />

neobarocken Hauptgebäude.<br />

Prächtiges Monument:<br />

Reiterstandbild von<br />

König Stephan in der<br />

Fischerbastei.<br />

Kommen Sie mit uns<br />

nach Budapest<br />

Prächtige<br />

Barockhäuser, eine<br />

romantische Altstadt,<br />

die Donau, dazu<br />

ein Hauch k. u. k<br />

Monarchie – Ungarns<br />

Hauptstadt wird Sie<br />

verzaubern. Kommen<br />

Sie mit auf unsere<br />

exklusive Reise<br />

für Leser von <strong>plus</strong><br />

<strong>Magazin</strong>.<br />

W<br />

ie zwei ungleiche, wunderschöne<br />

Schwestern liegen<br />

die beiden Hälften Budapests<br />

einander gegenüber, getrennt<br />

von der Donau: Buda im Westen, mit<br />

dem majestätischen Burgviertel und den<br />

romantischen Kopfsteinpflaster-Gassen.<br />

Und Pest im Osten, mit den prächtigen<br />

Jugendstil-Fassaden und verlockenden<br />

Einkaufsstraßen. Doch am besten machen<br />

Sie sich von der „Perle an der Donau“<br />

selbst ein Bild – während unserer<br />

exklusiven Leserreise von <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong><br />

vom 29. September bis 3. Oktober.<br />

Fünf anregende Tage warten auf Sie.<br />

Nach der individuellen Anreise (siehe<br />

Übersicht rechts) am Samstag, 29. 9.,<br />

begrüßt Sie am frühen Abend <strong>Ihr</strong>e Reiseleitung<br />

zum gemeinsamen Abendessen.<br />

Am Sonntagmorgen fahren Sie mit<br />

dem Bus zum berühmten Donauknie, einer<br />

der schönsten Landschaften Ungarns<br />

bei Budapest. Dort stehen gleich drei<br />

Städte auf dem Besuchsprogramm: das<br />

zauberhafte Szentendre mit dem Kovács<br />

Margit Museum; das geschichtsträchtige<br />

Visegrád und seine Obere Burg sowie<br />

Esztergom mit der mächtigen Basilika,<br />

der größten Kirche Ungarns.<br />

Am Montag erleben Sie Budapest,<br />

darunter Höhepunkte wie den imposanten<br />

Königspalast und die vieltürmige<br />

Fischerbastei. Es bleibt aber genügend<br />

Zeit, die Stadt selbst zu entdecken.<br />

Dienstag haben Sie die Wahl: Erleben<br />

Sie Budapest entweder auf eigene Faust<br />

– etwa bei einem Einkaufsbummel auf<br />

der Váci utca, der Fußgängerzone mit<br />

96 7 / 2012


Blickfang auf die Pester Seite<br />

der Stadt: das gigantische Parlaments-Gebäude<br />

mit seiner<br />

96 Meter hohen Kuppel<br />

Ein tolles Angebot<br />

Termin nur für <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>:<br />

29. September bis 3. Oktober<br />

•4 Nächte im Hotel Leonardo Budapest****<br />

•Tägliches Frühstücksbüfett<br />

•1 Mittagessen, 2 Abendessen<br />

• Ausflug zum Donauknie<br />

• Große Budapest-Stadtrundfahrt<br />

•Deutsch sprechende Reiseleitung<br />

•Umfangreiches Informationsmaterial<br />

Preis dieser exklusiven Reise: 555 Euro<br />

(EZ-Zuschlag 160 Euro) pro Person im DZ<br />

Anmeldeschluss: 31. Juli 2012. Danach <strong>ist</strong><br />

eine Buchung nur noch auf Anfrage möglich!<br />

Fotos: Berthold Steinhilber/laif, Shutterstock(2)<br />

riesigem Angebot, wie man es in Osteuropa<br />

kaum ein zweites Mal findet. Oder<br />

genießen Sie einen zusätzlich buchbaren<br />

Ausflug zum Schloss Gödöllö (Preis 65<br />

Euro, inkl. Mittagessen). Auf dem 250<br />

Jahre alten Schloss hielt sich auch das<br />

Herrscherpaar der österreichisch-ungarischen<br />

Monarchie, Kaiser Franz Joseph<br />

und Gemahlin Elisabeth (Sissi), häufig<br />

auf. Im Anschluss Fahrt zum Lázár-Reitpark<br />

in Domonyvölgy, wo Sie Dressurund<br />

Kutsch-Shows bege<strong>ist</strong>ern werden.<br />

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.<br />

<strong>Wie</strong> wär’s zum Abschluss mit<br />

einem Besuch im weltberühmten Gellert-Bad<br />

– für viele der prächtigste Belle-<br />

Époque-Thermaltempel Europas. Oder<br />

mit einem Espresso im berühmten Kaffeehaus<br />

Lukács Cukrászda?<br />

Haben wir <strong>Ihr</strong> Interesse geweckt an<br />

dieser tollen Leserreise vom 29. September<br />

bis 3. Oktober? Dann füllen Sie den<br />

Coupon gleich aus und freuen Sie sich<br />

auf eine tolle Zeit in Budapest.<br />

Individuelle An- u. Abreise per Bahn/Flug<br />

• Von vielen deutschen Bahnhöfen gibt es<br />

sehr gute, günstige Verbindungen (z. B. ab/<br />

bis München ca. 150 Euro). Gerne suchen<br />

wir die bequemste Verbindung heraus.<br />

• Von vielen deutschen Flughäfen bestehen<br />

günstige, direkte Flug-Verbindungen nach<br />

Budapest (z. B. ab/bis Berlin ca. 200 Euro).<br />

Gerne reservieren wir Ihnen den gewünschten<br />

Flug zu tagesaktuellen Preisen sowie<br />

natürlich den Transfer (ca. 30 Euro) vom<br />

Flughafen zum Hotel.<br />

Reiseveranstalter:<br />

Lloyd Tour<strong>ist</strong>ik • Heinz Riebesehl GmbH • Freiladestraße 1 • 27572 Bremerhaven<br />

Ja, ich habe Interesse an der<br />

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Antwort:<br />

<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong><br />

Chefredaktion<br />

Stichwort Leserreise<br />

Lindenstraße 20<br />

50674 Köln<br />

Name<br />

Straße<br />

PLZ/Wohnort<br />

Telefon<br />

Bitte in Blockbuchstaben ausfüllen<br />

<br />

Bayard Media GmbH & Co. KG, Augsburg, und Lloyd Tour<strong>ist</strong>ik Heinz Riebesehl GmbH, Bremerhaven, verpflichten sich, die Daten nicht an Dritte<br />

weiterzugeben und ausschließlich zu eigenen Werbezwecken einzusetzen. Sie können der Verwendung <strong>Ihr</strong>er Daten bei Bayard Media GmbH & Co. KG,<br />

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg widersprechen.<br />

07 / 2012 xx


DANKE FÜR IHRE POST<br />

{& <strong>Ihr</strong>e Reaktionen zu den letzten Ausgaben <br />

„AHNENFORSCHUNG“, 5/2012 „RIESTER-RENTE“, 4/2012<br />

„WECHSELJAHRE“, 4/2012<br />

Fand per PC<br />

meine Ur-Ur-Oma<br />

Vielen Dank für die Tipps zur Ahnenforschung.<br />

Ich habe vor einigen Jahren per PC meine seit<br />

1853 verschollene Ur-Ur-Großmutter Gepke<br />

Hinrichs Tjaden gefunden: Sie ging damals in<br />

die Niederlande, gründete eine neue Familie<br />

und starb mit 106 Jahren. Ich bekam Fotos,<br />

Zeitungsberichte und eine Ahnentafel, die bis<br />

1440 zurückgeht. Sogar ihr Grab gibt es noch.<br />

Eine spannende Familiengeschichte!<br />

Marianne Broer, Aurich<br />

„GUTE ZINSEN“, 5/2012<br />

„<strong>plus</strong>“ <strong>ist</strong> „Gold wert“<br />

Dank <strong>Ihr</strong>es Hinweises „Gute Zinsen“<br />

konnte ich einen Sparbrief für 3,35 %<br />

Zinsen pro Jahr (für 3 Jahre, abcbank,<br />

Köln) anlegen. Bei den me<strong>ist</strong>en Banken<br />

bekommt man zurzeit ca. 2 %. Schon<br />

oft habe ich durch <strong>Ihr</strong>e Tipps – auch bei<br />

Versicherungen – Geld gespart. Dafür<br />

ein dickes Danke!<br />

Iska Laudan-Schultheis, per E-Mail<br />

Was <strong>ist</strong><br />

noch seriös?<br />

Eurokrise – nur noch jeder Fünfte <strong>ist</strong><br />

bereit vorzusorgen, vor 10 Jahren<br />

waren es noch 45 %, schrieben Sie.<br />

Das kann ich mir gut vorstellen. Die<br />

Menschen haben erkannt, dass die<br />

me<strong>ist</strong>en Angebote nicht seriös sind.<br />

Genau genommen wurde die Riester-<br />

Rente nur für die Versicherungen<br />

eingeführt, damit die gut damit<br />

verdienen. Außerdem geht es vielen<br />

Menschen heute schlechter als noch<br />

vor 10 Jahren. Mit Teilzeitbeschäftigung<br />

und Zeitarbeit kann sich niemand<br />

zusätzliche Vorsorge le<strong>ist</strong>en.<br />

Renate Müller, Heidelberg<br />

„ALTER ALS NACHTEIL“, 5/2012<br />

Verantwortung<br />

gegenüber Tieren<br />

Ich bin den Tierschützern sehr dankbar, dass<br />

sie ganz genau hinschauen, welches Tier<br />

sie in welche Hände abgeben. Und das hat<br />

nichts mit der Diskriminierung Älterer zu<br />

tun, sondern mit der Verantwortung unseren<br />

Mitgeschöpfen gegenüber. Gerade Welpen<br />

wollen spielen, toben, machen die Wohnung<br />

schmutzig und hinterlassen Biss-Spuren in<br />

Möbeln und Gardinen. Das und vieles mehr<br />

muss man in Kauf nehmen. Und außerdem,<br />

fragen Sie mal in den Tierheimen nach, wie<br />

viele Tiere heimatlos werden, weil Herrchen<br />

oder Frauchen wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit<br />

ausfällt.<br />

Dieter Gens, per E-Mail<br />

Mit Lebensfreude gut<br />

durch die Wechseljahre<br />

Ja, Wechseljahre können 10 Jahre dauern! Bei<br />

mir begannen sie mit 49 und dauerten 16 Jahre.<br />

Zunächst lief alles gut – bis ich die in <strong>Ihr</strong>em<br />

Artikel geschilderten Symptome feststellte.<br />

Mein Gynäkologe verschrieb mir Hormone. Das<br />

Medikament tat mir gut, ich fühlte mich wohl.<br />

Nach ca. 5 Jahren fiel mir zufällig die Publikation<br />

einer in Amerika erstellten Studie in die<br />

Hände. Erschrocken brach ich sofort die Hormonersatztherapie<br />

ab. Die Gynäkologin, zu der<br />

ich wechselte, vertritt die gleiche Faustregel<br />

wie Frau von Gradowski. Heute bin ich 67 und<br />

dank Sport, <strong>gesund</strong>er Lebensweise, Spaß an<br />

meinen beiden Enkeln Lara und Noah komme<br />

ich sehr gut ohne Hormone aus.<br />

Veronika Stenzel, Essen<br />

„DIE KRAFT DER POESIE“, 5/2012<br />

Gedichte entspannen<br />

Danke für den Artikel, der mich sehr<br />

angesprochen hat. Ich liebe Gedichte<br />

seit meiner Kindheit und habe es nie<br />

als Last empfunden, sie auswendig<br />

zu lernen. Ulla Hahns Ansichten zur<br />

Lyrik entsprechen den meinen. In Gedichtbänden<br />

zu blättern, zu lesen <strong>ist</strong><br />

Entspannung. Ich hätte mir noch mehr<br />

Gedichtbeispiele gewünscht. Auch die<br />

„Sonnenstrahlen“, so voller Lebensweisheit,<br />

möchte ich nicht missen.<br />

Carla Lehmberg, Brandenburg/Havel<br />

98 7 / 2012


Schreiben<br />

Sie uns:<br />

<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>, Chefredaktion,<br />

Lindenstraße 20, 50674 Köln,<br />

<strong>plus</strong>magazin @bayard-media.de,<br />

✆ (02 21) 2 77 57-0,<br />

Fax (02 21) 2 77 57-10<br />

Fotos: Stockfood, Klaus E. Haun, Interfoto, privat<br />

„VORSICHT, KREUZALLERGIE“, 5/2012<br />

Kann wieder Äpfel essen<br />

„Zähne richtig geputzt?“ 5/2012<br />

Danke für den sehr informativen Beitrag<br />

über Zahn<strong>gesund</strong>heit. Auf Seite 23<br />

heißt es: „Zahnpasta nicht ausspucken!“<br />

Soll man die Zahnpasta<br />

runterschlucken oder im Mund behalten?<br />

H. Körner, per E-Mail<br />

Anm. der Red.: Nach dem Putzen nur den<br />

Schaum ausspucken. Nicht nachspülen! So<br />

gelangt mehr Fluorid in den Zahnschmelz.<br />

„GRAUE HAARE“, 3/2012<br />

Mut zu Grau – und nun?<br />

Ich möchte Frau Marion Weiler aus Aulendorf mitteilen: Ich habe mein „Silber“<br />

rauswachsen lassen. Und hatte dann ein ganz neues Erlebnis: Kürzlich<br />

sprach mich ein Herr, etwa Mitte 50, freundlich an, dass er mich gern fotografieren<br />

wolle, mein „Gesicht“ würde er schon lange suchen (werde 70<br />

Jahre im Sommer!). Eigentlich schön, nur: Ich gab ihm meine Telefonnummer<br />

und bin nun total unsicher, was ich aus diesem „Angebot“ machen soll.<br />

Chr<strong>ist</strong>el Kramer, per E-Mail<br />

Zu diesem Thema lohnt<br />

sich im Internet die Seite<br />

www.bund-lemgo.de<br />

und dort das Thema<br />

Apfelallergie. Einige<br />

alte Obstsorten werden<br />

manchmal auch von<br />

Allergikern vertragen.<br />

Ich hab’s ausprobiert<br />

und kann mit Boskop,<br />

Berlepsch, Rubinette,<br />

Glockenapfel nach<br />

Jahrzehnten der Abstinenz<br />

endlich wieder<br />

mal in einen frischen<br />

Apfel beißen. Herrlich!<br />

Monika Uecker, Frankfurt/Main<br />

Anm. d. Red.: Auch wenn graue Models gesucht werden: Sie sollten sehr<br />

vorsichtig sein. Mit Fotos wird Geld verdient, achten Sie auf <strong>Ihr</strong>e Rechte!<br />

Richtigstellung<br />

In Nr. 5/2012 <strong>Ihr</strong>es <strong>Magazin</strong>s<br />

veröffentlichten Sie ein Interview<br />

mit mir, in dem es heißt:<br />

„Sie appellieren an alle Eltern<br />

und Großeltern, für die eigenen<br />

Kinder und Enkel Gedichte zu<br />

schreiben. Warum?“ Diese Frage<br />

wurde mir in dem schriftlich geführten<br />

Interview nicht gestellt,<br />

und ein derartiger Appell käme<br />

mir niemals in den Sinn.<br />

Reiner Kunze<br />

„DUNKEL IST GESÜNDER?“, 5/2012<br />

Auf Kinderarbeit hinweisen<br />

Mit großem Interesse habe ich <strong>Ihr</strong>en Artikel<br />

über dunkle Schokolade gelesen. Schade finde<br />

ich es, dass Sie nur die Gepa-Schokolade<br />

erwähnen, die man mit gutem Gewissen essen<br />

kann. Da gibt es durchaus auch andere, die<br />

erwähnenswert sind, wie z. B. Zotter, Rapunzel,<br />

Vivani. Vermisst habe ich auch den Hinweis<br />

auf Kinderarbeit bei der Kakaogewinnung.<br />

Nicht jeder Konsument <strong>ist</strong> darüber informiert,<br />

welch große Rolle die Kinderarbeit spielt,<br />

damit wir zu einem relativ niedrigen Preis<br />

Schokolade genießen können.<br />

Ingrid Grönke, per E-Mail<br />

99


IHRE SEITEN<br />

Leserinnen erzählen ihre Geschichte<br />

IDEEN<br />

„Etwas tun<br />

für die<br />

Menschen in<br />

meiner Stadt“<br />

Hinschauen, sich einmischen,<br />

an Lösungen feilen – das macht<br />

für Elke Leo das Ehrenamt<br />

als Stadträtin so spannend.<br />

„Warum tust du dir das an – und<br />

dann auch noch ehrenamtlich?“<br />

– das werde ich oft gefragt, wenn<br />

ich erzähle, dass ich mich in der Kommunalpolitik<br />

engagiere. Natürlich, das<br />

Image von Politikern <strong>ist</strong> nicht immer das beste.<br />

Sicher, es gibt Leute in der Politik, die vor allem<br />

die Macht lieben, und auch mitunter welche, die<br />

auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Aber: Das<br />

<strong>ist</strong> nur die eine Seite. Gerade im Lokalen, wo man<br />

sich mit Namen kennt, engagieren sich viele mit<br />

Herzblut, weil sie wollen, dass sich im Kleinen für<br />

Mitmenschen etwas ändert. Hier, vor Ort, da kann<br />

man oft etwas bewegen.<br />

Ein Beispiel: Ich war immer schon davon überzeugt,<br />

dass behinderte und nicht behinderte Kinder<br />

zusammen am besten lernen. Aber manchmal<br />

drohen solche Ideen an ganz einfachen Dingen<br />

zu scheitern: Hier ging es darum, wer die Fahrtkosten<br />

für die Schüler im Rollstuhl übernimmt.<br />

Also habe ich mich dafür eingesetzt, die Öffentlichkeit<br />

informiert, viele Gespräche geführt, mit<br />

der Schule, der Verwaltung und mit Verbänden.<br />

Und irgendwann gelang es, eine Lösung zu<br />

finden. Jetzt wird Geld freigeschaufelt.<br />

Ein toller Erfolg, der zugleich zeigt: Ehrenamtliche<br />

Kommunalpolitik <strong>ist</strong> mühsam –<br />

immer muss man bereit zum Kompromiss<br />

sein. Da bleibt manchmal nur wenig von<br />

der eigenen Idee übrig. Trotzdem lohnt es<br />

sich, weil auch kleine Schritte viel verändern<br />

können.<br />

Doch dies erfordert Zeit. Im<br />

Hauptberuf arbeite ich als<br />

kaufmännische Angestellte,<br />

25 Stunden pro Woche.<br />

Meine restliche Zeit<br />

widme ich der Politik.<br />

Den größten Teil dieser<br />

Arbeit bekommt kaum einer<br />

mit: an Sitzungen teilnehmen,<br />

Protokolle, Budgetpläne<br />

und Programme lesen;<br />

telefonieren, E-Mails schreiben, Kontakte<br />

knüpfen. Egal, ob es um Schlaglöcher<br />

geht oder um einen Spielplatz,<br />

der nicht geschlossen werden soll.<br />

Natürlich wünschte ich mir, dass diese<br />

Arbeit mehr gewürdigt wird. Und<br />

es frustriert manchmal, Autofahrern<br />

erklären zu müssen, dass Schlaglöcher<br />

warten müssen, weil die Stadt mehr<br />

als 1 Milliarde Euro Schulden hat.<br />

Oder mitzuentscheiden, dass das neue<br />

Dach der Schule vor dem Spielplatz dran<br />

<strong>ist</strong>. Aber nur still hoffen, dass es mal<br />

besser wird? Da mische ich mich<br />

{<br />

doch lieber ein.<br />

ELKE LEO (58) IST EHRENAMTLICHE STADTRÄTIN DER GRÜNEN IN NÜRNBERG.<br />

An Politik<br />

interessiert?<br />

Wäre die Kommunalpolitik<br />

auch<br />

etwas für Sie?<br />

Fast alle Ortsverbände<br />

der Parteien<br />

suchen engagierte<br />

Bürger.<br />

38 %<br />

der Mitglieder<br />

bei den Grünen<br />

sind Frauen<br />

– das <strong>ist</strong> der<br />

höchste Anteil<br />

bei allen Parteien<br />

in Deutschland.<br />

Die CSU<br />

hat gerade halb<br />

so viele Frauen<br />

vorzuweisen.<br />

Sie sind unzufrieden mit <strong>Ihr</strong>er Stadt,<br />

haben Ideen, wie man Dinge<br />

verbessern könnte, möchten sich<br />

aber nicht gleich politisch engagieren?<br />

Dann an das Bürgertelefon oder<br />

die Bürgersprechstunde wenden<br />

oder direkt an einzelne Stadträte.<br />

<br />

Und wofür<br />

engagieren<br />

Sie sich?<br />

Erzählen Sie<br />

uns <strong>Ihr</strong>e<br />

Geschichte.<br />

Adresse<br />

Seite 3.<br />

Foto: privat<br />

100 7 / 2012


IHR COMPUTER<br />

Tipps von Brigitte Kafka<br />

Lieblingsmusik auf den PC<br />

Endlich alle<br />

Lieblingslieder<br />

auf einen<br />

Klick –<br />

für Brigitte<br />

Kafka vom<br />

Senioren-Café<br />

Intern@tto in<br />

Gladbeck eine<br />

angenehme<br />

Sache. Das<br />

lange Stöbern<br />

durch Berge<br />

von CDs hat<br />

ein Ende –<br />

und der PC<br />

wird zur<br />

Jukebox.<br />

Foto: privat; Illustrationen: Shutterstock<br />

1Endlich übersichtlich<br />

CDs oder Lieblingslieder<br />

übersichtlich auf dem<br />

PC archivieren? Dann <strong>ist</strong><br />

der „iTunes“-Mediaplayer<br />

der richtige – er funktioniert<br />

auf allen Computern<br />

und <strong>ist</strong> kostenlos.<br />

2iTunes installieren<br />

Im Internet auf www.<br />

apple.de. Dort befindet<br />

sich der „iTunes 10.6 kostenlos<br />

für Mac+PC“. Mit<br />

der linken Maustaste auf<br />

„Download“ klicken. Dann<br />

den Anweisungen folgen.<br />

Der „Quicktime-Player“ <strong>ist</strong><br />

erforderlich, wenn man<br />

zusätzlich auch Videos<br />

abspielen möchte. Auch<br />

hier einfach Schritt<br />

für Schritt folgen. Das<br />

Installieren dauert nur<br />

wenige Minuten.<br />

3Musik speichern<br />

Ausgewählte CD<br />

in das CD-Laufwerk<br />

des PC einlegen. Es<br />

erscheint ein iTunes-<br />

Fenster mit einer L<strong>ist</strong>e<br />

aller Titel der CD.<br />

Nun wird man gefragt,<br />

ob man die CD<br />

auf den PC „importieren“<br />

(übertragen) möchte.<br />

Auf „Ja“ klicken, wenn man<br />

alle Titel übertragen will.<br />

Benötigt man nur einzelne<br />

Titel, auf „Nein“ klicken.<br />

Nun links neben den<br />

jeweiligen Titel per Klick<br />

einen Haken setzen. Dann<br />

unten rechts im Fenster auf<br />

„Importieren“. Nun werden<br />

die Wunschtitel auf den PC<br />

übertragen. Ein grüner<br />

Button links neben den<br />

Titeln zeigt, dass der Vorgang<br />

abgeschlossen <strong>ist</strong>.<br />

4L<strong>ist</strong>en erstellen<br />

Die Titel befinden sich<br />

nun im Ordner „Musik“<br />

(links oben im iTunes-Fenster).<br />

Eine eigene <strong>Wie</strong>dergabel<strong>ist</strong>e<br />

erstellt man so:<br />

Links im iTunes-Fenster<br />

auf „+“ klicken.<br />

Bei „<strong>Wie</strong>dergabel<strong>ist</strong>en“<br />

erscheint ein neuer Ordner.<br />

1. Klicken Sie<br />

mit links auf<br />

„Nein“, um einzelne<br />

Titel der<br />

CD auf den PC<br />

zu übertragen.<br />

2. Mit einem<br />

Klick links<br />

neben die<br />

gewünschten<br />

Titel kreuzen<br />

Sie diese an.<br />

Diesen jetzt beschriften.<br />

Titel von der Titel-L<strong>ist</strong>e<br />

rechts im iTunes-Fenster in<br />

den neuen Ordner mit der<br />

linken Maustaste ziehen<br />

und loslassen.<br />

5Titel wiederfinden<br />

Die Lieder werden<br />

auch auf dem PC gespeichert.<br />

Zum <strong>Wie</strong>derfinden:<br />

Auf das Windows-Symbol<br />

unten links auf dem Bildschirm<br />

klicken.<br />

Im neuen Fenster auf<br />

„eigene Dateien“ (oder<br />

„Bibliotheken“) und dann<br />

auf „Musik“ klicken.<br />

Titel anklicken, Lautstärke<br />

einstellen – und der PC<br />

<strong>ist</strong> eine Musikbox.<br />

3. Dann auf<br />

„Importieren“<br />

klicken. Die<br />

Titel werden<br />

nun auf den<br />

PC überspielt.<br />

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Mein<br />

Tipp für<br />

Sie<br />

Kommentare<br />

in den Text?<br />

Mit der<br />

Tasten-Kombi<br />

Alt+Strg+M<br />

geht das<br />

Einfügen ganz<br />

leicht. Ein<br />

zweites Mal<br />

drücken und<br />

die Kommentar-<br />

Funktion <strong>ist</strong><br />

aufgehoben.<br />

Haben<br />

Sie auch eine<br />

Frage?<br />

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Schreiben Sie uns<br />

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Seite 3.<br />

7 / 2012 101


Rechte bei Rente, Arbeitsamt<br />

und Arbeitgeber.<br />

Bei Vorfahrt, Versicherung und Co. gelten<br />

E-Bikes oft nicht als Rad S. 12<br />

Getestet: <strong>Wie</strong> gut sind Elementar-<br />

Versicherungen? S. 17<br />

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VORSCHAU<br />

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Warum wir reisen? ... weil es selbst auf Rügen, im<br />

Süden der Insel, noch stille, wildromantische<br />

Naturparadiese zu entdecken gibt. Der<br />

Tourismusdirektor und die Einheimischen würden sie<br />

zwar am liebsten für sich behalten. Wir zeigen<br />

sie Ihnen trotzdem – aber psst, nicht weitersagen!<br />

102 7 / 2012


August 2012<br />

TOMATIG GUT<br />

Ob grün, gelb, rot: Tomaten veredeln jeden Salat – gerade jetzt,<br />

wo sie besonders aromatisch schmecken. Doch sie können<br />

viel mehr: Öl, Saft, Marmelade – lassen Sie sich überraschen!<br />

Gemeinsam lachen, weinen, verrückt sein ... Freunde<br />

brauchen wir wie die Luft zum Atmen. Doch<br />

wie schafft man es, über Jahre<br />

befreundet zu bleiben?<br />

Leserinnen erzählen.<br />

Fotos: Stockfood (2), Masterfile, plainpicture<br />

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spürt. Worauf Sie beim Kauf achten sollten,<br />

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7/ 2012 103


Zum Schluss<br />

Foto: PoodlesRock/Corbis<br />

Eidechsen zucken von Ort zu Ort. Und die Wolken führen Regen an Bord<br />

und den spitzen Blitz und das Donnerwort. Der Mensch treibt Berg- und <strong>Wasser</strong>sport<br />

und hält nicht viel von Rätseln. Er hält die Welt für ein Bilderbuch<br />

mit Ansichtskartenserien. Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.<br />

Sie weiß Bescheid. Sie weiß, die Zeit überdauert sogar die Ferien.<br />

Erich Kästner (aus „Juli“, 1955)<br />

104 7/ 2012


Kindern und Enkeln<br />

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