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50674 Köln,<br />
(02 21) 2 77 57-0,<br />
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Freuen Sie sich auf die<br />
Rente? Wenn Sie jetzt „Ja“ antworten,<br />
dann dürften Sie noch nicht in Rente sein. Auch<br />
ich gehöre zu den 70 Prozent der über 50-Jährigen, die<br />
sich auf diesen Lebensabschnitt freuen. Erstaunlich <strong>ist</strong>, fragt<br />
man Rentner nach einigen Jahren, ob sie gern wieder arbeiten<br />
würden, antwortet auch eine Mehrheit mit „Ja“, so eine aktuelle Studie.<br />
Ist die Rente doch kein Ort der Sehnsucht ? Es scheint so. Vielleicht<br />
projizieren wir in den letzten Berufsjahren zu viel in das kommende<br />
Paradies des Nicht-mehr-Müssens. Und vergessen, dass man sich auf diesen<br />
neuen Lebensabschnitt vorbereiten, etwas investieren muss, um glücklich<br />
zu sein: im ersten Viertel unseres Lebens, in der Schule, lernen und pauken<br />
wir; im zweiten Viertel finden wir einen Beruf, gründen eine Familie; im<br />
dritten Viertel bauen wir uns etwas auf, geben den Kindern alles mit, was<br />
nötig <strong>ist</strong>. Und im vierten Viertel? Glauben wir, dass uns die Ernte so in<br />
den Schoß fällt, dass dann nichts mehr zu tun sei, nur zurücklehnen?<br />
Maria von Welser beschreibt in ihrem neuen Buch, dass sie sich drei<br />
Jahre auf die Rente vorbereitete, weil sie bei Kollegen sah, wie<br />
schwierig dies war. <strong>Wie</strong> wahr! In Rente gehen und in Rente<br />
sein heißt zuerst an sich arbeiten! Ich bin sicher, dass<br />
<strong>plus</strong> Ihnen dazu viele Anregungen liefert. Viel<br />
Spaß beim Lesen! Und: Genießen<br />
Sie <strong>Ihr</strong> Leben, <strong>Ihr</strong><br />
Jürgen Sinn, chefredakteur<br />
7/ 201 2<br />
3
im Juli 2012<br />
Bin ich eine<br />
gute Oma?<br />
Eine Frage, die viele<br />
Großmütter (auch<br />
Opas) beschäftigt.<br />
Von ihren Enkeln<br />
bekämen die me<strong>ist</strong>en<br />
in jedem Fall ein<br />
klares „Ja“!<br />
28<br />
<strong>Wie</strong> <strong>gesund</strong><br />
<strong>ist</strong> unser<br />
Trinkwasser?<br />
Experten zeigen, was<br />
jeder tun kann, um<br />
Keime, Bakterien, Schadstoffe<br />
zu verhindern.<br />
22<br />
Unser Leben<br />
12 Röcke zum Verlieben Auch wenn Sie<br />
bisher lieber Hosen getragen haben,<br />
bei diesen zauberhaften Modellen werden<br />
Sie schwach – wetten?<br />
22 Sicheres Trinkwasser – ein Mythos?<br />
Experten warnen vor Krankheitserregern<br />
im Trinkwasser. Das können<br />
Sie tun, um sich zu schützen.<br />
28 Sind wir gute Großeltern? Und was<br />
gehört eigentlich dazu? Kreativ sein,<br />
Spaß haben, neugierig bleiben? Oder<br />
sich ein Großeltern-Jahr nehmen, so<br />
wie Liedermacher Rolf Zuckowski.<br />
33 Angelika Euler <strong>Ihr</strong> Mann, der Held!<br />
100 Dafür engagiere ich mich … um<br />
etwas zu bewegen, für meine Stadt.<br />
Reise & Kultur<br />
37 Kultur Tipps für Konzert & Co.<br />
38 Ein Kloster voller Leben Wo vor<br />
850 Jahren Mönche beteten, wird<br />
auch heute noch gelernt und gelebt.<br />
Sicher der besondere Reiz, der das<br />
Kloster Maulbronn umweht.<br />
44 Immer wieder aufstehen Die Autorin<br />
und Schauspielerin Erika Pluhar<br />
erlebte schillernde Jahre und<br />
unfassbares Leid, verlor ihre<br />
Tochter – aber nie ihren Mut. Ein<br />
Gespräch über Mut zum Leben.<br />
49 Lesezimmer Bestseller-Autor<br />
Nicholas Sparks über Liebe und<br />
Romantik. Dazu: Wunderbare<br />
Bücher, die den Sommer versüßen ...<br />
52 Worte, die Trost spenden Mit diesen<br />
Tipps finden Sie bei einem Beileidsbrief<br />
die richtigen Worte.<br />
53 Bequemer reisen 7 Dinge, die ein<br />
guter Koffer im Gepäck haben sollte.<br />
70 Ist Demenz das Ende der Liebe?<br />
Auch wenn viele das denken:<br />
Lothar und Elke Gärtner hielten ihre<br />
Liebe fest, nutzten die Zeit, die noch<br />
blieb. Für eine Reise, die mit jedem<br />
Kilometer zum Abschied wurde ...<br />
Röcke<br />
machen<br />
gute<br />
Laune<br />
... weil sie der Figur<br />
schmeicheln<br />
und es für jede<br />
Frau den passenden<br />
Schnitt gibt,<br />
stellte <strong>plus</strong>-Leserin<br />
Cynthia Bohner<br />
(43) fest.<br />
12<br />
Vorsicht, ich bin <strong>Ihr</strong> Arzt! Daran erkennen Sie einen guten Mediziner, S. 58<br />
Unsere Titel-Themen erkennen Sie an dieser Farbe.
...<br />
DE<br />
R EXT<br />
»Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht,<br />
sondern dass man in die gleiche Richtung sieht ...« Antoine de Saint-Exupéry<br />
Ein Ort voller Magie<br />
Kloster Maulbronn – das größte Kloster nördlich der<br />
Alpen. Eine Zeitreise ins Mittelalter, an einen magischen<br />
Ort voller Geschichten und Geschichte.<br />
38<br />
Pesto selbst<br />
gemacht<br />
Die liebsten<br />
Rezepte<br />
von <strong>plus</strong>-<br />
Leserinnen.<br />
84<br />
Fotos: Dominik Asbach, Marcus Höhn, Getty Images, laif, Picture Press, Shutterstock<br />
Gesund & Fit<br />
57 Kleine Tipps Neue Waage, die mitdenkt;<br />
bei Kopfweh zum Sehtest;<br />
cleverer Trick mit Zahnpasta.<br />
58 Von wegen Götter in Weiß Gerade<br />
junge Ass<strong>ist</strong>enzärzte stehen bei<br />
ihrem Dienst im Krankenhaus<br />
unter enormem Druck. Sie haben<br />
kaum Erfahrung, behelfen sich<br />
mit Spickzetteln und treffen nicht<br />
selten lebensgefährliche Fehlentscheidungen.<br />
Doch keine Sorge. Mit<br />
unseren Tipps können Sie viel tun,<br />
um einen guten Arzt zu finden.<br />
64 Lieber wandern als Sudoku ... So<br />
würde <strong>Ihr</strong> Gehirn entscheiden. Denn<br />
Bewegung hält Nervenzellen und<br />
Gedächtnis besser auf Trab als<br />
Rätseln, versichern Experten. Was<br />
Sie noch tun können, um <strong>Ihr</strong> Gehirn<br />
fit zu halten – die besten Tricks.<br />
66 5 Minuten für die Haltung Pilates<br />
richtet den Rücken im Nu auf und<br />
sorgt für mehr Spannung im Körper.<br />
68 Schon wieder am Kühlschrank?<br />
Bedienen Sie sich ruhig! Wird er mit<br />
diesen <strong>gesund</strong>en Lebensmitteln gefüllt,<br />
<strong>ist</strong> Naschen erlaubt, sooft Sie wollen.<br />
Leben & Genießen<br />
83 Kleine Ideen Himmlische Erdbeerbowle;<br />
mehr Pfiff dank Schal.<br />
84 Mein bestes Pesto Mal mit Walnuss,<br />
Oliven oder Minze. Leserinnen verraten<br />
ihre feinsten Pesto-Rezepte.<br />
90 Schöne Sommerhaare Der beste<br />
Schutz vor Sonne, Salz und Chlor.<br />
92 Im Schatten aufgeblüht Ein Garten<br />
ohne Sonne und Licht – was soll<br />
da schon blühen? Fast alles, fand<br />
Eva Röckener heraus und schuf ein<br />
grünes Paradies – im Schatten ...<br />
6 Besser leben<br />
10 Impressum<br />
54 Sonnenstrahlen<br />
82 Sudoku<br />
91 Rätsel<br />
98 Leserbriefe<br />
101 PC-Seite<br />
102 <strong>Vorschau</strong><br />
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500 EURO FÜR JEDEN<br />
<strong>Wie</strong> Sie mehr für <strong>Ihr</strong><br />
Erspartes erhalten! 4<br />
TABLETS IM TEST<br />
<strong>Wie</strong> gut sind die neuen<br />
iPad-Computer? 9<br />
CLEVERE RENTE<br />
Berufsunfähigkeit als<br />
gute Alternative 10<br />
STREIT UMS ERBE<br />
<strong>Wie</strong> vermeidet man Streit in<br />
der Erbengemeinschaft? 12<br />
RENTE MIT 63<br />
Das <strong>ist</strong> dann möglich 15<br />
VORSICHT, STEUER<br />
Die Rentenerhöhung am 1. 7.<br />
freut den Finanzmin<strong>ist</strong>er 16<br />
KREDITGEBÜHREN<br />
So holt man sie zurück 18<br />
NEUE RENTENWERTE<br />
Das hat sich geändert 21<br />
Juli 2012<br />
n Rente mit 60, 61, 62 <br />
Etwas vergesslich? Erstaunliche Tipps, die <strong>Ihr</strong> Gedächtnis im Alltag stärken, S. 64<br />
IHRE FRAGEN 22<br />
MUSTERBRIEF<br />
Zinsen zurückfordern 24<br />
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spenden<br />
Immer mehr Ältere leben<br />
von Grundsicherung –<br />
in den letzten Jahren<br />
hat sich deren Zahl auf<br />
770 000 fast verdoppelt;<br />
wer aufmerksam <strong>ist</strong>, sieht,<br />
wie häufig Ältere Mülleimer<br />
auf der Suche nach<br />
Pfandflaschen durchwühlen.<br />
Viele Initiativen<br />
(z. B. pfandgeben.de;<br />
pfandtastisch-helfen.de;<br />
pfand-gehoert-daneben.<br />
de; spende-dein-pfand.de)<br />
appellieren, Pfandflaschen<br />
oder die Pfand-Bons<br />
zu spenden – die Tafeln<br />
arbeiten hier mit einigen<br />
Filialen von Rewe, Toom<br />
und Edeka zusammen.<br />
Daher: Wenn Sie Flaschen<br />
oder Dosen wegwerfen,<br />
stellen Sie diese daneben –<br />
dann muss niemand unwürdig<br />
im Müll suchen.<br />
DIE BILDER DER FRIDA KAHLO<br />
KUNST<br />
Es gibt nur ganz wenige Frauen in der Malerei. Die Mexikanerin Frida Kahlo gehört dazu.<br />
<strong>Ihr</strong>e Bilder, oft malte sie sich selbst, sind bis Mitte September in der Kunsthalle Würth in<br />
Schwäbisch Hall zu sehen. Ein lohnenswerter Ausflug.<br />
Wenn Sie in diesem Sommer noch mehr Kunst erleben möchten – die documenta in Kassel<br />
läuft bis September. Ebenfalls eine Reise wert: Cy Twombly im Hamburger Bahnhof, Berlin.<br />
Schönere Füße in Sandalen<br />
1. Für die Füße den gleichen Nagellack verwenden wie für die Fingernägel – sieht immer chic aus.<br />
2. Unbedingt Hornhaut an den Fersen verschwinden lassen – geht am besten mit speziellen<br />
Cremes (Gehwol Hornhaut Creme, Scholl Anti-Hornhaut Creme intensiv.<br />
3. An kühleren Tagen in zehenfreien Schuhen auf keinen Fall<br />
normale Strumpfhosen tragen – es gibt spezielle ohne Zehen (z. B. von Falke).<br />
6 7 / 2012
Fotos: Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust/VG Bild-Kunst, Bonn 2012, Masterfile, Canfora Rivera Frida Kahlo Museums Trust/VG Bild-Kunst, Bonn 2012<br />
5Minuten in der Natur reichen,<br />
um die Psyche zu stärken. Erstaunlicherweise,<br />
so die Wissenschaftler der Universität Essex: Wer sich<br />
im Freien auch noch bewegt, fördert das Selbstbewusstsein und<br />
bekämpft depressive Verstimmungen – fast jeder Dritte über 60<br />
<strong>ist</strong> davon betroffen. Am wirkungsvollsten neben Sport (Wandern,<br />
Radfahren) sind Hobbys wie Gartenarbeit, Angeln oder Reiten.<br />
Ich<br />
wünschte,<br />
ich hätte ...<br />
<br />
MENSCHEN<br />
Was bedauert<br />
man am Ende des LEBENS<br />
oft? Wer Sterbende fragt,<br />
erhält die ANTWORTEN.<br />
Die Australierin Bronnie<br />
Ware arbeitete viele Jahre<br />
als Palliativpflegerin. Und sie<br />
sprach viel und lange mit<br />
Menschen, die wissen, dass<br />
sie sterben werden. Aus<br />
diesen Gesprächen hat sie<br />
ein wunderbares Buch gemacht,<br />
das trotz aller Traurigkeit<br />
Mut für das Leben<br />
macht. Denn viele würden<br />
manches anders machen,<br />
hätten sie nur die Wahl:<br />
Ich wünschte, ich hätte<br />
den Mut gehabt, mein eigenes<br />
Leben zu leben.<br />
Ich wünschte, ich hätte<br />
nicht so viel gearbeitet.<br />
Hätte ich nur Mut gehabt,<br />
meine Gefühle zu sagen.<br />
Ich wünschte mir, ich hätte<br />
den Kontakt zu meinen<br />
Freunden aufrechterhalten.<br />
Ich wünschte, ich hätte<br />
mir erlaubt, mich glücklicher<br />
sein zu lassen.<br />
Das Fazit von Bronnie Ware:<br />
„Ich mache nur noch das,<br />
was ich wirklich will. Sonst<br />
bereue ich später vieles.“<br />
7 / 2012<br />
7
esser leben im Juli<br />
<br />
SOMMERGEFÜHLE IM HERZEN BEHALTEN<br />
EIN PAAR<br />
Kieselsteine,<br />
Muscheln, Holzstücke<br />
oder<br />
Hühnergötter,<br />
ein bisschen<br />
Farbe – fertig<br />
sind Urlaubserinnerungen,<br />
die bleiben.<br />
Fotos: S. Rothe/Picture Press, Andreas Fechner/laif, Bree, <strong>ist</strong>ockphoto<br />
Rente? Nein!<br />
Die me<strong>ist</strong>en zwischen 45 und 64 wollen so früh als möglich in Rente. Erstaunlich <strong>ist</strong>: Fragt man Rentner, ob sie<br />
nochmals so früh in Rente gegangen wären, sagen die me<strong>ist</strong>en: NEIN! 54 % hätten sogar am liebsten über 65 hinaus<br />
gearbeitet. Am me<strong>ist</strong>en wünschen sich aber alle: flexible Arbeitszeiten in den letzten Arbeitsjahren. Quelle: forsa<br />
8 7 / 2012
S. 36<br />
I H<br />
Was tun? S. 40<br />
S. 28<br />
Ausgabe 3/2012<br />
S. 16<br />
24/05/12 13:12<br />
RENTE & CO<br />
Mehr<br />
Wissen<br />
Seit Jahresbeginn greifen die Gesetze zur<br />
Rente mit 67. Und die Verwirrung <strong>ist</strong><br />
komplett: Wer muss jetzt schon länger<br />
arbeiten? Und wenn, wie lange? Wer<br />
kann noch mit 60, 61 oder 62 in Rente<br />
gehen? Welche Sonderregeln gelten besonders<br />
noch für Frauen? All diese Fragen<br />
beantwortet die neue Ausgabe unseres<br />
<strong>Magazin</strong>s „Rente & Co“ (ab sofort für<br />
3,95 Euro im guten Zeitschriftenhandel).<br />
Aber Rente & Co bietet noch mehr: Wann<br />
müssen Kinder für die Pflege der Eltern<br />
einspringen? <strong>Wie</strong> wehrt man sich gegen<br />
das unerlaubte Streichen von Krankengeld?<br />
Warum Banksparpläne die viel<br />
Beste Altersvorsorge<br />
Besser als jede Privatrente<br />
Stopp!<br />
I H R E R E N T E & I H R E A L T E R S V O R S O R G E<br />
Vielen Frauen<br />
wird Krankengeld<br />
verweigert: So<br />
wehren Sie sich<br />
Für Eltern<br />
zahlen?<br />
Sozialämter<br />
fordern für Pflege<br />
Selbst Hausfrauen<br />
werden belangt S. 31<br />
Betrug an<br />
Rentnern<br />
Höhere Renten ab Juli<br />
werden durch höhere<br />
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Parlament beschloss,<br />
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im Ausland weniger<br />
kosten müssen. Erlaubt<br />
sind max. bei Anrufen<br />
29 Cent, bei angenommenen<br />
Gesprächen<br />
8 Cent. 2013 wird es<br />
nochmals billiger.<br />
Sie haben mehr als eine Handtasche? Dann kennen Sie<br />
das – die Taschen liegen immer im Weg. Eine gute<br />
Idee – eine Reihe mit Haken (z. B. bei www.baur.de,<br />
Stichwort Taschen-Garderobe), die man hinter jede Tür hängen kann.<br />
GELD<br />
INTERVIEW<br />
Ab nach<br />
Marrakesch<br />
Eine besondere Reise schenkte<br />
sich BAP-Sänger WOLFGANG<br />
NIEDECKEN zum 60.Geburtstag<br />
Wahrscheinlich verdankt er sein<br />
Leben dem schnellen und intuitiv<br />
richtigen Eingreifen seiner Frau,<br />
die sofort erkannte: ein Schlaganfall!<br />
Wer den BAP-Sänger heute<br />
sprechen hört (und auf der Bühne<br />
sieht – die aktuelle Tournee dauert<br />
bis Ende August), kann kaum glauben,<br />
dass der inzwischen 61-Jährige<br />
vor wenigen Monaten ein Gerinnsel<br />
im Gehirn hatte. „Es klingt<br />
abgedroschen: Doch man lebt<br />
einerseits bewusster; man möchte<br />
aber andererseits das bisherige<br />
Leben weiterleben“, sagt Niedecken<br />
im Rückblick. Und so hat er<br />
es sich auch nicht nehmen lassen,<br />
seinen 60. mit der ganzen Familie<br />
in Marrakesch zu feiern: „Je älter<br />
man wird, desto mehr erkennt man<br />
auch, wie wichtig die Familie <strong>ist</strong>.“<br />
Und was haben Sie am 60.<br />
gemacht? Erzählen Sie uns davon!<br />
7 / 2012<br />
9
Wir lieben es, zu<br />
reisen, aus so vielen<br />
Gründen ...<br />
Ganz viel Zeit mit meiner<br />
kleinen Tochter verbringen,<br />
im Meer toben, Burgen bauen,<br />
Muscheln sammeln ... das sind<br />
für mich die Glücksbringer an<br />
jedem Urlaubstag.<br />
Sich einmal wie<br />
eine Prinzessin fühlen –<br />
auf Reisen (z. B.<br />
nach Indien, Foto)<br />
erfüllen sich solche<br />
Träume, sagt Gaby<br />
Herzog, die in<br />
diesem Heft über das<br />
Kloster Maulbronn<br />
schrieb.<br />
10 7/ 2012<br />
erscheint in der Bayard Media GmbH & Co. KG. ISSN 1619-6023<br />
Lindenstraße 20, 50674 Köln, Telefon: (02 21) 2 77 57-0, Fax: (02 21) 2 77 57-10,<br />
E-Mail: <strong>plus</strong>magazin@bayard-media.de<br />
Chefredaktion: Jürgen Sinn (V.i.S.d.P.)<br />
Stellvertretende Chefredakteurin: Alexandra Schlump<br />
Foto-Direktion: Nicole Rudschinat (frei)<br />
Redaktion: Bernd Bücheler, Elke Kressin, Susanne Mittenhuber (frei),<br />
Tessa Randau, Heiko Schlierenkamp<br />
Layout: Corinne Desponds (Leitung), Anita Kolb, Sabine von Riewel<br />
Bildredaktion: Silke Frigge (frei), Sandra Bräutigam (frei), Chr<strong>ist</strong>ina Neis (frei)<br />
Sekretariat: Elke Peterson<br />
Schlussredaktion: Bernd Kuschmann<br />
Ständige Autoren: Steuerberaterin Gabriele Prasser, Ökotrophologin Birgitta<br />
Tummel, Rechtsanwalt Rainer Steppan, Elisabethstraße 3, 40217 Düsseldorf<br />
Verlag: Bayard Media GmbH & Co. KG, Böheimstraße 8, 86153 Augsburg,<br />
Telefon: (0821) 455481-0, Fax: (0821) 455481-10<br />
Geschäftsführung: Horst Ohligschläger<br />
Verlagsleitung / Gesamtanzeigenleitung: Armin Baier (verantw.)<br />
Anzeigenverkauf Inland:<br />
Nielsen I Kontor M Medienvermarktung GbR, Fuhlsbüttler Straße 145,<br />
22305 Hamburg, Telefon: (040) 6390840, Fax: (040) 63908444, E-Mail: info@kontorm.de<br />
Nielsen II QM QuadroMedia GmbH, Großenbaumer Weg 8, 40472 Düsseldorf,<br />
Telefon: (0211) 542181-0, Fax: (0211) 542181-70, E-Mail: duesseldorf@quadromedia.eu<br />
Nielsen IIIa Verlagsbüro Leo Krimmer GmbH, c/o QM QuadroMedia GmbH,<br />
Am Lindenbaum 24, 60433 Frankfurt/Main, Telefon: (069) 5309080, Fax: (069) 53090850,<br />
E-Mail: frankfurt@quadromedia.eu<br />
Nielsen IIIb Verlagsbüro Leo Krimmer GmbH, Steingaustraße 14, 73230 Kirchheim/Teck,<br />
Telefon: (07021) 42062, Fax: (07021) 71733, E-Mail: stuttgart@krimmer.com<br />
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Telefon: (089) 582211, Fax: (089) 58090297, E-Mail: medienbuero.macari@t-online.de<br />
Nielsen V/VI/VII Verlagsbüro Leo Krimmer GmbH, Bülowstraße 66, 10783 Berlin,<br />
Telefon: (030) 8938270, Fax: (030) 89382733, E-Mail: berlin@krimmer.com<br />
Anzeigenverkauf Ausland: anzeigen@bayard-media.de<br />
Leiter Anzeigenmarketing: Stefan Rörig, Telefon: (0821) 45548137<br />
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Seit 1. Januar 2012 sind die Kombination Frau im Leben/<strong>plus</strong>-Anzeigen preisl<strong>ist</strong>e Nr. 8<br />
sowie die <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>-Anzeigenpreisl<strong>ist</strong>e Nr. 12 gültig. Download der Preisl<strong>ist</strong>en: www.bayard-media.de<br />
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Leiter Vertrieb: Arne Biemann, Telefon: (08 21) 45 54 81 86<br />
<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong> Abo-Service, Heuriedweg 19, 88131 Lindau, Telefon: (01 80) 5 26 01 47 (0,14 Euro/Minute),<br />
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Druckvorstufe: NV Roularta Media Group, Meiboomlaan 33, B-8800 Roeselare<br />
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Bezugsquellen: <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong> erscheint monatlich im Einzelverkauf im Zeitschriftenhandel.<br />
Der Einzel verkaufspreis inkl. Mehrwertsteuer zzt. 3,30 Euro. Das Jahres abonnement kostet zzt. 39,60 Euro, Heftpreis<br />
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Copyright für alle Beiträge: Bayard Media GmbH & Co. KG. Nachdruck und Angebot in<br />
Lese zirkeln nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Das gilt auch für die Aufnahme in elek tronische<br />
Datenbanken sowie für Vervielfältigungen auf CD-ROM. Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte und Fotos haften Redaktion und Verlag nicht.<br />
Der erste Urlaub an<br />
der Ostsee, ich<br />
war drei. Der feine Sand,<br />
der Wind,<br />
das Meer, noch heute bin ich<br />
süchtig danach ...<br />
Viele kleine<br />
statt einer großen<br />
Reise plant<br />
Ute Klaphake, die den<br />
Schattengarten<br />
für uns fotografi erte.<br />
<strong>Ihr</strong> nächstes<br />
Ziel: die Floriade in<br />
Holland.<br />
Fotos: privat (3)
in Kooperation mit<br />
GOLD<br />
2010<br />
VINUM LAUGARICIO<br />
SLOVAKIA<br />
BERLINER WEIN<br />
GOLD<br />
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TROPHY<br />
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Was macht eigentlich einen guten Wein aus?<br />
Authentisch soll er sein, so ehrlich und individuell<br />
wie die Menschen, die ihn geschaffen haben. Außerdem<br />
soll er seine Herkunft, sein Terroir und seine<br />
Reben nicht verleugnen. Und wenn dieser Wein<br />
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Palacio de Valencia Reserva 2006<br />
(3 Fl.) Eine fruchtig-saftige Gran Reserva<br />
aus Valencia, von sonnenreichen<br />
Hängen. Leidenschaftlich und besonders<br />
fruchtig präsentierter Spanier.<br />
Portinho do Côvo 2009 (3 Fl.) Nicht<br />
nur für Süßweine <strong>ist</strong> Portugal berühmt.<br />
Auch unglaublich elegante Rotweine<br />
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mehr die hohen Qualitäts-Standards.<br />
Château Fouzilhon 2010 (3 Fl.) Atemberaubend!<br />
Genau so lässt sich dieser<br />
Wein bezeichnen. Intensiv und fruchtig,<br />
mit leichter Würze lässt er sich perfekt<br />
geniessen!<br />
Saserello 2009 (3 Fl.) Me<strong>ist</strong>erlicher<br />
Wein aus dem Westen Siziliens, komponiert<br />
von Mario Ercolino, einem Perfektion<strong>ist</strong>en<br />
in seinem Fach. Komplex und<br />
elegant bege<strong>ist</strong>ert dieser Rotwein.<br />
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Geschäftsbedingungen: ChateauDirect <strong>ist</strong> eine Marke der Direct Wines GmbH<br />
(Geschäftsführer: Simon McMurtrie, Handelsreg<strong>ist</strong>er: AG München, HRB 172740),<br />
Zweibrückenstraße 8, 80331 München. Angebot gültig, solange Vorrat reicht,<br />
spätestens bis 15.08.2012. Bei ausverkauften Weinen behalten wir uns vor, Ihnen<br />
durch Zusendung eines qualitativ und preislich gleich- oder höherwertigen Weins<br />
ein neues Angebot zu unterbreiten. Falls Sie das Angebot nicht annehmen möchten,<br />
sorgt Direct Wines kostenfrei für die Abholung und erstattet unverzüglich evtl.<br />
bereits gele<strong>ist</strong>ete Zahlungen. Daten schutzhinweis: Sofern Sie uns keine weitergehende<br />
Einwilligung erteilen, verarbeiten und nutzen die Direct Wines GmbH und<br />
ihre beauftragten Dienstle<strong>ist</strong>er, z. B. Lettershops, <strong>Ihr</strong>e personenbezogenen Daten<br />
für die Abwicklung <strong>Ihr</strong>er Bestellungen, für eigene Markt und Zielgruppenanalysen<br />
und für die Zusendung interessanter Angebote und Informationen per Post. <strong>Ihr</strong><br />
genaues Geburtsdatum verwenden wir nur zur Feststellung <strong>Ihr</strong>er Volljährigkeit.<br />
Außerdem überlassen wir Partnern aus den Branchen Verlage und Versandhandel<br />
ausschließlich <strong>Ihr</strong>e Adressdaten für schriftliche Werbezwecke. Selbstverständlich<br />
können Sie der Verarbeitung und Nutzung <strong>Ihr</strong>er Daten für Werbung jederzeit durch<br />
eine kurze Nachricht an unsere o. g. Adresse, eine E-Mail an datenschutzbeauftragter@chateaudirect.de<br />
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UNSER LEBEN<br />
Cynthias<br />
wunderbare<br />
Weil sie einfach gute Laune machen<br />
und der Figur schmeicheln, trägt unsere<br />
Leserin Cynthia Bohner aus Berlin<br />
am liebsten Röcke – zum Bummeln, Ausgehen,<br />
Radfahren. Gut, dass wir so viele schöne<br />
Modelle entdeckt haben …<br />
FOTOS | Marcus Höhn<br />
STYLING | Katalin Kiss<br />
Schnappschuss<br />
Maxirock aus<br />
Seide mit Falten<br />
und breitem<br />
Bund: Hess<br />
Natur, 169 Euro;<br />
Seidenbluse:<br />
Cos, 70 Euro.<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
12 7/ 2012
UNSER LEBEN<br />
Kuchenzeit<br />
Rock mit floraler<br />
Stickerei,<br />
399 Euro,<br />
romantische<br />
Seidenbluse,<br />
429<br />
Euro: beides<br />
Schumacher;<br />
Schuhe:<br />
Dr. Scholl;<br />
Tasche:<br />
Tosca blu.<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
7 / 2012<br />
13
14 7/ 2012<br />
Kaffeepause<br />
Knielanger<br />
Plisseerock: Zara,<br />
40 Euro; Jeanshemd:<br />
Mavi Jeans,<br />
50 Euro; Schuhe:<br />
Pretty Ballerinas<br />
über Mirapodo;<br />
Ohrringe: Mariana;<br />
Armband:<br />
Marc Cain.
UNSER LEBEN<br />
„Mir gefällt<br />
es, wenn ich<br />
auf der<br />
Straße viele<br />
Stile und<br />
vor allem Farben<br />
sehe. Damit<br />
zeigen<br />
Menschen<br />
Individualität.“<br />
Angeleint<br />
(oben, von links<br />
nach rechts) Rock<br />
in A-Linie aus Leinengemisch:<br />
Jean<br />
Paul Berlin,<br />
90 Euro; Ble<strong>ist</strong>iftrock<br />
mit gelbem<br />
Gürtel: Blacky Dress,<br />
140 Euro; klassischer<br />
Rock: Brigitte<br />
von Boch, 98 Euro;<br />
Gürtel: Marc Cain<br />
Einkaufstrip (oben<br />
rechts) Glockenrock:<br />
Marc Cain,<br />
269 Euro; Bluse:<br />
Haubner,<br />
130 Euro<br />
Radtour (links)<br />
Maxirock:<br />
Mandalay über<br />
Conleys, 119<br />
Euro, Bluse:<br />
Cotélac,<br />
115 Euro. Kette:<br />
Madeleine; Armbänder:<br />
Lechatvivi<br />
Berlin, beide<br />
über DaWanda.<br />
7 / 2012<br />
15
UNSER LEBEN<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
16 7/ 2012
Frisch<br />
aufgehängt<br />
(von links<br />
nach rechts)<br />
Spitzenrock:<br />
Riani, 220<br />
Euro; geblümter<br />
Faltenrock:<br />
Kookai, 99<br />
Euro; blauer<br />
Wickelrock in<br />
Batik-Optik:<br />
INTS über Impressionen,<br />
119<br />
Euro; Rock aus<br />
Baumwoll-Seiden-Gemisch:<br />
Sportalm<br />
Kitzbühel,<br />
179 Euro.<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
„Wenn ich etwas<br />
Elegantes oder Besonderes<br />
suche, lande ich immer<br />
bei Röcken. Ein ausgefallenes<br />
Einzelstück fällt auf –<br />
entweder durch den<br />
Stoff oder den Schnitt.“<br />
7 / 2012<br />
17
UNSER LEBEN<br />
Lieblingsstück<br />
(oben) Rock mit<br />
Schleife: Paul &<br />
Joe, 225 Euro;<br />
Top: Mayer<br />
Peace Collection,<br />
229 Euro; Kette:<br />
Hess Natur;<br />
Ballerinas:<br />
Tamaris; Wedges:<br />
Limelight über<br />
Roland Schuhe<br />
Luftsprung<br />
(oben rechts)<br />
Weißer Maxi-Rock:<br />
gesehen bei<br />
TK-Maxx, 50<br />
Euro; Bluse:<br />
Blacky Dress, 90<br />
Euro; Gürtel:<br />
Noa Noa; Stiefeletten:<br />
Gabor.<br />
Lesestunde<br />
(rechts) Rock<br />
mit hohem Bund:<br />
Cotélac, 185 Euro;<br />
Top: C’est tout, 119<br />
Euro; Cardigan:<br />
gesehen bei TK-<br />
Maxx, 25 Euro.<br />
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18 7/ 2012
Zwischenstopp<br />
Crinkle-Rock mit<br />
Korallenprint:<br />
Peter Hahn,<br />
150 Euro; Volant-<br />
Bluse: Dept über<br />
Alba Moda, 60<br />
Euro; Strickjacke:<br />
Cotélac,<br />
175 Euro; Sandalette:<br />
Ecco, Kette:<br />
Stella & Dot.<br />
UNSER LEBEN<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
„Röcke<br />
machen<br />
weiblicher.<br />
Sie verleihen<br />
weichere,<br />
sanftere Formen.<br />
Was für ein<br />
schönes<br />
Gefühl!“<br />
7 / 2012<br />
19
UNSER LEBEN<br />
Toll für<br />
große Frauen<br />
Ein Rock,<br />
der zu mir passt!<br />
Röcke schmeicheln der Figur mehr als jedes<br />
andere Kleidungsstück. Es kommt allein auf<br />
den Schnitt an. Hier finden Sie, was Ihnen steht.<br />
Volant-Rock<br />
Gerade geschnittener<br />
Rock mit<br />
Volant am Saum.<br />
Toll mit figurbetontem<br />
Oberteil.<br />
Wenn Sie eher<br />
klein sind<br />
Perfekt für<br />
Mollige<br />
Maxirock<br />
Sieht an schlanken<br />
Frauen besonders<br />
gut aus.<br />
Auf fließende<br />
Stoffe achten.<br />
Faltenrock<br />
Bei kräftigen<br />
Beinen längere<br />
Form (sonst über<br />
dem Knie).<br />
Toll mit sportlichem<br />
Polo-Shirt.<br />
Der schöne<br />
Rock sitzt nicht<br />
richtig ?<br />
Ble<strong>ist</strong>iftrock<br />
Knapp über dem<br />
Knie <strong>ist</strong> die optimale<br />
Länge.<br />
Ein breiter Bund<br />
betont die Taille,<br />
formt die Figur.<br />
Tipp:<br />
Zum Rock immer<br />
Schuhe mit<br />
höheren Absätzen<br />
tragen – das<br />
streckt.<br />
Glockenrock<br />
Der Fifties-Rock<br />
verdeckt kräftige<br />
Oberschenkel.<br />
Rock eher kürzer<br />
tragen (Knielänge).<br />
Unser<br />
Lieblingsrock<br />
DIE A-LINIE<br />
Der am Saum<br />
etwas ausgestellte<br />
Rock steht jeder<br />
Frau und macht<br />
eine tolle Figur.<br />
Kleine Pölsterchen<br />
an der Hüfte<br />
werden geschickt<br />
überspielt.<br />
Der Rock wird<br />
auf der Hüfte<br />
getragen und kann<br />
mit jedem Oberteil<br />
kombiniert werden<br />
– sowohl figurbetont<br />
(Bluse, Top)<br />
als auch lässig<br />
(weites Shirt).<br />
Wickelrock<br />
Passt sich jeder<br />
Rundung an und<br />
wirkt sehr sexy.<br />
Auf richtige Größe<br />
achten, Stoff<br />
darf nicht auseinanderklaffen.<br />
Ballonrock<br />
Kaschiert<br />
geschickt kleine<br />
Pölsterchen an<br />
Bauch und Hüfte.<br />
Steht sowohl<br />
großen als auch<br />
kleinen Frauen.<br />
Mit eng anliegendem<br />
Oberteil<br />
kombinieren.<br />
Ideal<br />
bei breiten<br />
Hüften<br />
Mode-Trick:<br />
Sie wollen<br />
<strong>Ihr</strong>e Beine<br />
etwas länger<br />
schummeln?<br />
Dann wählen<br />
Sie einen<br />
Rock mit<br />
Schlitz –<br />
vorne in der<br />
Mitte oder<br />
an der Seite!<br />
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Illustrationen: <strong>ist</strong>ockphoto<br />
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GESUND & FIT<br />
<strong>Wie</strong> sicher <strong>ist</strong><br />
unser<br />
Trinkwasser?<br />
Sauberes Trinkwasser kommt aus der Leitung, denkt man. Doch Experten<br />
warnen: Es <strong>ist</strong> längst nicht so sicher, wie viele glauben. „Denn neue<br />
Krankheitserreger wie Ehec-Bakterien können unbemerkt aus dem Hahn fließen“,<br />
so Prof. Martin Exner. Zum Glück kann man viel tun, um sich zu schützen.<br />
F<br />
Immer wieder heißt es, Trinkwasser<br />
<strong>ist</strong> das am besten untersuchte<br />
Lebensmittel. Stimmt das?<br />
A PROF. EXNER Für altbekannte<br />
Keime stimmt das. Seit rund hundert<br />
Jahren wurden z. B. keine großen<br />
Seuchen wie Typhus oder Ruhr mehr<br />
durch das Trinkwasser übertragen.<br />
Aber: Mittlerweile gibt es weitere<br />
aggressive Keime, die mit dem derzeitigen<br />
Überwachungsverfahren nicht<br />
sicher erkannt werden. Diese Sicherheitslücken<br />
müssen wir schließen!<br />
F<br />
Welche Keime oder Schadstoffe<br />
können durch die Lücken schlüpfen?<br />
A PROF. EXNER Im Rohwasser<br />
haben wir schon sehr aggressive, also<br />
überlebensfreudige und hoch -<br />
ansteckende Varianten z. B. von<br />
• Ehec-Bakterien,<br />
• Noro-Viren<br />
• sowie Parasiten wie Cryptosporidien<br />
und Giardien gefunden.<br />
HELDT Auch für Rückstände von Medikamenten<br />
und Chemikalien brauchen<br />
wir dringend neue Untersuchungen.<br />
F<br />
Warum gibt es diese<br />
Lücken in der Überwachung?<br />
A PROF. EXNER Weil lange Zeit die<br />
Dringlichkeit nicht gesehen wurde!<br />
Jahrzehntelang war man der Auffassung,<br />
dass die ex<strong>ist</strong>ierenden Kriterien,<br />
wie man Trinkwasser überwacht<br />
und untersucht, ausreichen. Aber<br />
schon seit 20 Jahren weisen Experten<br />
darauf hin, dass das System reformiert<br />
werden muss, z.B. um Trinkwasser<br />
besser auf neue Krankheitserreger<br />
überwachen zu können.<br />
UNSERE EXPERTEN<br />
Prof. Martin Exner,<br />
Direktor an der Uni Bonn<br />
und Vorsitzender der<br />
Trinkwasserkommission<br />
des Umweltbundesamtes<br />
Dr.-Ing. Pia<br />
Lipp vom DVGW<br />
Technologiezentrum<br />
<strong>Wasser</strong> (TZW),<br />
Karlsruhe<br />
Philip Heldt,<br />
Ökotoxikologe bei<br />
der Verbraucherzentrale<br />
NRW,<br />
Düsseldorf<br />
Claudia Schuller<br />
vom Bayerischen Landesamt<br />
für Gesundheit<br />
& Lebensmittelsicherheit,<br />
Erlangen<br />
22 7/ 2012
64 %<br />
des in Deutschland geförderten<br />
<strong>Wasser</strong>s werden von Kraftwerken<br />
(Kühlung) gebraucht,<br />
nur 13 % dienen der öffentlichen<br />
<strong>Wasser</strong>versorgung.<br />
NUR 3 % WERDEN<br />
GETRUNKEN!<br />
Gut 130 Liter Trinkwasser verbraucht<br />
jeder – pro Tag! Das<br />
me<strong>ist</strong>e für die Toilette.<br />
Toilette<br />
Baden, Duschen<br />
Wäschewaschen<br />
Körperpflege<br />
Geschirrspülen<br />
Sonstige<br />
8<br />
8<br />
18<br />
17<br />
Menge in Liter; Quelle: BUND<br />
42<br />
39<br />
WOHER STAMMT<br />
UNSER TRINKWASSER?<br />
Oberflächenwasser<br />
(See, Fluss)<br />
27<br />
Quellen<br />
9<br />
Quelle: Forum Trinkwasser<br />
Angaben<br />
in %<br />
% Grundwasser<br />
64<br />
F<br />
Sind in Deutschland schon<br />
Menschen krank geworden, weil ihr<br />
Trinkwasser nicht in Ordnung war?<br />
A PROF. EXNER Ja! Am bekanntesten<br />
sind Erkrankungen aufgrund von<br />
Legionellen. Man muss davon ausgehen,<br />
dass bislang 20000 bis 30000<br />
Lungenentzündungen pro Jahr durch<br />
diese Bakterien ausgelöst werden.<br />
Deshalb <strong>ist</strong> nun die Trinkwasserverordnung<br />
auch geändert worden<br />
(Anm. d. Redaktion: In öffentlichen<br />
Einrichtungen und größeren Mietshäusern<br />
muss jetzt im Warmwassersystem<br />
eine Mindesttemperatur eingehalten<br />
werden).<br />
In Krankenhäusern werden immer<br />
wieder Bakterien vom Typ Pseudomonas<br />
aeruginosa im Trinkwasser<br />
gefunden, die schwere Infektionen<br />
auslösen können.<br />
7 / 2012 23
GESUND & FIT<br />
F<br />
<strong>Wie</strong> kommen die Krankheitserreger<br />
bzw. Schadstoffe überhaupt<br />
ins Trinkwasser?<br />
A DR. LIPP Über ganz verschiedene<br />
Wege. Ein Beispiel: Nach heftigen<br />
Regengüssen oder Überschwemmungen<br />
können verstärkt Mikroorganismen<br />
wie Bakterien aus Gülle oder<br />
Tierkot ins Grundwasser gelangen.<br />
Bereitet ein <strong>Wasser</strong>werk daraus Trinkwasser<br />
auf und filtriert nicht nach<br />
dem Stand der Technik, können kleine<br />
Mengen der Bakterien im Trinkwasser<br />
auftauchen. Zudem gibt es weitere<br />
Quellen der Verschmutzung, z. B. auf<br />
Felder aufgebrachte Pestizide, Abwässer<br />
aus der Industrie usw.<br />
<strong>Wie</strong> „hart“ <strong>ist</strong> das<br />
<strong>Wasser</strong> bei Ihnen?<br />
➤ Hartes <strong>Wasser</strong> enthält vor<br />
allem Kalzium- und Magnesium-<br />
Ionen und <strong>ist</strong> für die Gesundheit<br />
eigentlich unbedenklich.<br />
➤ Allerdings können sich in<br />
den Kalkablagerungen, die<br />
hartes <strong>Wasser</strong> an Armaturen<br />
und in Waschmaschinen<br />
bildet, Krankheitserreger<br />
vermehren.<br />
➤ Außerdem braucht<br />
man bei hartem und<br />
sehr hartem <strong>Wasser</strong><br />
wesentlich mehr<br />
Waschmittel, damit die<br />
Wäsche sauber wird.<br />
weich (0–7°)*<br />
mittelhart (7–14°)<br />
hart (14–21°)<br />
sehr hart (> 21°)<br />
* Karte zeigt durchschnittliche <strong>Wasser</strong>härte<br />
in den Landkreisen in Grad deutscher<br />
Härte (°dH). Die regionale <strong>Wasser</strong>härte<br />
kann davon abweichen. Auskunft erteilt der<br />
<strong>Wasser</strong>versorger.<br />
F<br />
Aber die <strong>Wasser</strong>werke in<br />
Deutschland filtern doch das<br />
<strong>Wasser</strong>, um solche schädlichen<br />
Stoffe zu entfernen, oder?<br />
A DR. LIPP Das hängt von der<br />
Qualität des Rohwassers ab. Als<br />
Faustregel gilt: Je besser das Rohwasser<br />
<strong>ist</strong>, umso weniger aufwendig<br />
muss man es aufbereiten, um daraus<br />
sauberes Trinkwasser zu machen.<br />
Verwandt werden beispielsweise.<br />
• Aktivkohlefilter, um Pflanzenschutzmittel,<br />
so genannte perfluorierte<br />
Tenside, Chlorkohlenwasserstoffe<br />
und Arzneimittel zu entfernen.<br />
• Keime werden mit Ozon, UV-Licht<br />
oder mit Chlor abgetötet.<br />
F<br />
Sollten alle <strong>Wasser</strong>werke Ultrafilter<br />
einsetzen?<br />
A PROF. EXNER Nein! Bei sehr<br />
sauberem Rohwasser <strong>ist</strong> das nicht<br />
nötig. Aber dort, wo die Wahrscheinlichkeit<br />
erhöht <strong>ist</strong>, dass Rohwasser<br />
mit Krankheitserregern belastet sein<br />
kann, etwa wenn viel Oberflächenwasser<br />
zu Trinkwasser aufbereitet<br />
wird, <strong>ist</strong> die Technik wünschenswert.<br />
F<br />
Wer kontrolliert eigentlich die<br />
Qualität unseres Trinkwassers?<br />
A SCHULLER Die <strong>Wasser</strong>werke<br />
selbst. Jeder <strong>Wasser</strong>versorger muss<br />
per Gesetz das eigene Trinkwasser<br />
regelmäßig in einem zertifizierten<br />
Labor untersuchen lassen. <strong>Wie</strong> oft,<br />
hängt davon ab, wie viel Trinkwasser<br />
der Versorger bereitstellt. Zusätzlich<br />
kontrolliert das zuständige Gesundheitsamt,<br />
ob alles korrekt abläuft.<br />
F<br />
Was passiert, wenn ein <strong>Wasser</strong>werk<br />
Krankheitserreger oder Schadstoffe<br />
im Trinkwasser feststellt?<br />
A SCHULLER Der <strong>Wasser</strong>versorger<br />
muss das umgehend dem Gesundheitsamt<br />
melden, das dann eigene Proben<br />
nimmt. Sind beide Proben positiv, müssen<br />
Maßnahmen ergriffen werden. Bei<br />
hygienischen Problemen, z. B. E. coli<br />
(Durchfallkeim), informiert der <strong>Wasser</strong>versorger<br />
die Bewohner umgehend<br />
über die Medien, dass das <strong>Wasser</strong> einige<br />
Zeit abgekocht werden muss, bis das<br />
Problem beim <strong>Wasser</strong>werk gelöst <strong>ist</strong>.<br />
F<br />
Manchmal kommt es vor, dass<br />
<strong>Wasser</strong> aus der Leitung komisch<br />
riecht oder schmeckt, was tun?<br />
A SCHULLER Bei Leitungswasser,<br />
das unangenehm riecht oder schlecht<br />
schmeckt, bitte umgehend den <strong>Wasser</strong>versorger<br />
kontaktieren.<br />
24 7/ 2012
F<br />
Gibt es Gefahren fürs Trinkwasser,<br />
die erst zuhause entstehen?<br />
A HELDT Ja. Relevant sind vor<br />
allem diese Dinge:<br />
• In Altbauten (i. d. R. vor 1973) können<br />
Bleirohre das <strong>Wasser</strong> belasten.<br />
Ein Test darauf kostet ca. 30 Euro.<br />
• Bei warmem <strong>Wasser</strong> können sich<br />
bei Temperaturen zwischen 25 °C bis<br />
zirka 55 °C Legionellen vermehren.<br />
Wer die Bakterien beim Duschen<br />
einatmet, kann die sogenannte Legionärskrankheit<br />
(schwere Lungenentzündung)<br />
bekommen.<br />
• Und: Einfache <strong>Wasser</strong>filter, etwa<br />
um Teewasser zu enthärten, sind oft<br />
mikrobakteriell belastet.<br />
STUDIE<br />
„Lieber <strong>Wasser</strong><br />
kaufen“<br />
<strong>Wie</strong> sehr natürliches Brunnenwasser<br />
belastet sein kann, zeigt eine<br />
Studie der Universität Münster zu<br />
Hausbrunnen in Westfalen. Die<br />
Gesundheitsämter empfehlen dort<br />
teilweise, „zum Trinken anderes<br />
<strong>Wasser</strong>“ zu verwenden.<br />
„Brisant“ nennt Prof. Wilhelm<br />
Coldewey von der Universität<br />
Münster die Ergebnisse seiner<br />
Studie. 2 000 Hausbrunnen in<br />
Westfalen untersuchte der Geologe<br />
auf Schadstoffe und Gesundheitswirkung.<br />
Die Ergebnisse:<br />
➤ 62 % der Proben übersteigen<br />
die zulässigen Grenzwerte.<br />
➤ Im <strong>Wasser</strong> vieler Brunnen befindet<br />
sich viel zu viel Natrium, Chlorid,<br />
Sulfat, Nitrat, Fluorid und Bor.<br />
➤ Einzelne Gesundheitsämter<br />
empfehlen Brunnenbesitzern<br />
sogar, aus <strong>gesund</strong>heitlichen Gründen<br />
„zum Trinken anderes <strong>Wasser</strong><br />
zu verwenden als das aus dem<br />
eigenen Brunnen“.<br />
Machen Sie <strong>Ihr</strong><br />
<strong>Wasser</strong> gesünder<br />
Auch in den eigenen vier Wänden<br />
lauern Gefahren fürs Trinkwasser, die<br />
sich aber vermeiden lassen:<br />
1ABLAUFEN<br />
LASSEN<br />
DAS PROBLEM<br />
Steht <strong>Wasser</strong> über Nacht,<br />
können sich darin Keime<br />
vermehren oder Schadstoffe<br />
aus der Leitung<br />
sammeln.<br />
DESHALB<br />
Morgens ablaufen lassen,<br />
bis sehr kaltes <strong>Wasser</strong><br />
kommt. Das <strong>Wasser</strong> aber<br />
auffangen, um z. B. Blumen<br />
zu gießen.<br />
2 WARMWASSER<br />
EINSTELLEN<br />
DAS PROBLEM<br />
Einige Erreger (z. B.<br />
Legionellen) vermehren<br />
sich besonders gut in<br />
lauwarmem <strong>Wasser</strong><br />
(25–55 °C).<br />
DESHALB<br />
➤ Warmwasser auf 70 °C<br />
einstellen, das tötet die<br />
me<strong>ist</strong>en Erreger ab.<br />
➤ Vor dem Duschen<br />
bzw. Baden zunächst nur<br />
heißes <strong>Wasser</strong> aufdrehen<br />
und einen kurzen Moment<br />
laufen lassen, dann<br />
erst kaltes beimischen.<br />
3 KALKRÄNDER<br />
ENTFERNEN<br />
DAS PROBLEM<br />
Ablagerungen an Hahn<br />
und Duschkopf sind ideale<br />
Brutstätten für Bakterien.<br />
DESHALB<br />
Duschkopf und Perlator<br />
(Einsatz am <strong>Wasser</strong>hahn)<br />
regelmäßig abschrauben<br />
und reinigen, z. B. in<br />
heißem Essigwasser.<br />
4 SPRUDLER<br />
SÄUBERN<br />
DAS PROBLEM<br />
In Flaschen und Gewinden<br />
von Sprudlergeräten<br />
können sich Keime<br />
vermehren.<br />
DESHALB<br />
Täglich mit möglichst<br />
heißem <strong>Wasser</strong>, Geschirrspülmittel,<br />
sauberer<br />
(!) Bürste gründlich<br />
reinigen. Flaschen<br />
rechtzeitig austauschen.<br />
7 / 2012 25
GESUND & FIT<br />
Still & sauber: Gut<br />
getestete Mineralwässer<br />
Ökotest hat über 100 stille Mineralwässer auf kritische<br />
Inhaltsstoffe getestet. Nur 18 bekamen ein „sehr gut“.<br />
Besonders günstig bzw. überregional erhältlich sind * :<br />
Frische Brise Marius<br />
Mineral-Quelle von Perlaqua;<br />
viel Kalzium, Magnesium,<br />
Sulfat; Glasflasche; ca. 0,23<br />
Euro/l; Baden-Württemberg.<br />
Sinus Quelle Naturelle<br />
von GHL Noris; kaum<br />
Mineralstoffe, natriumarm;<br />
PET-Flasche, ca. 0,25<br />
Euro/l; Sachsen.<br />
F<br />
Was kann man gegen solche<br />
Gefahren zuhause tun?<br />
A HELDT Bleirohre sollte man unbedingt<br />
austauschen lassen. Übergangsweise,<br />
also bis zum Austausch, unbedingt<br />
Trinkwasser mehrmals täglich ablaufen<br />
lassen. Legionellen beugt man durch<br />
ausreichend heißes <strong>Wasser</strong> im Warmwassersystem<br />
vor. Und <strong>Wasser</strong>filter muss<br />
man sehr penibel regelmäßig reinigen<br />
(siehe auch Tipps vorige Seite).<br />
F<br />
Lohnt der Einbau einer speziellen<br />
Ultra-Filteranlage ins Eigenheim?<br />
Märkisch Kr<strong>ist</strong>all Naturelle<br />
von Vivaris; mittlerer<br />
Mineralstoffgehalt;<br />
Glas-Flasche; ca. 0,40 Euro/l;<br />
Berlin/Brandenburg.<br />
Gerolsteiner Naturell<br />
von Gerolsteiner Brunnen,<br />
enthält viel Kalzium, Magnesium,<br />
Sulfat; PET-Flasche,<br />
ca. 0,53 Euro/l; bundesweit.<br />
* Sortiert nach Preis aufsteigend.<br />
Rheinfels Quelle Naturelle<br />
von Rheinfels Quellen;<br />
mittlerer Mineralstoffgehalt;<br />
PET-Flasche;<br />
ca. 0,44 Euro/l; bundesweit.<br />
Adelholzener<br />
Alpenquellen Naturell<br />
mittlerer Mineralstoffgehalt,<br />
natriumarm; PET-Flasche;<br />
ca. 0,66 Euro/l, bundesweit.<br />
A PROF. EXNER In der Regel nicht,<br />
denn jeder Verbraucher sollte von seinem<br />
<strong>Wasser</strong>versorger hygienisch einwandfreies<br />
Trinkwasser erhalten. Die Anlage<br />
kann aber sinnvoll sein, wenn man nicht<br />
an die öffentliche <strong>Wasser</strong>versorgung angeschlossen<br />
<strong>ist</strong>, z. B. bei sehr einsam gelegenen<br />
Häusern und Gehöften, die ihr<br />
<strong>Wasser</strong> aus eigenen Brunnen gewinnen.<br />
F<br />
Was <strong>ist</strong> mit Hausanlagen, die das<br />
<strong>Wasser</strong> enthärten sollen?<br />
A HELDT Auch hier gilt: Die <strong>Wasser</strong>versorgung<br />
sollte so sein, dass man das nicht<br />
braucht. Bei sehr hartem <strong>Wasser</strong> (über<br />
30 °dH, siehe Info-Grafik vorige Seite)<br />
kann sich ein Enthärter lohnen, wenn<br />
man viel wäscht und entsprechend weniger<br />
Waschpulver dosieren möchte.<br />
F<br />
Ist Mineralwasser die bessere Alternative,<br />
zum Beispiel wenn man eine<br />
angegriffene Gesundheit hat?<br />
A HELDT Das kann man pauschal so<br />
nicht sagen. Auch Mineralwasser kann in<br />
Einzelfällen mit Schadstoffen belastet sein.<br />
Ich rate nur dann zu Mineralwasser, wenn<br />
der <strong>Wasser</strong>versorger akute oder wiederkehrende<br />
Probleme hat (Für den Fall gibt<br />
es sehr gut getestete Sorten ohne Schadstoffe,<br />
siehe Testsieger links, Anm. d. Red.).<br />
Fotos: Getty Images (3), privat (4), PR (6); Illustrationen: Shutterstock (8); Karte: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie<br />
26 7/ 2012
F<br />
Trinken Sie als <strong>Wasser</strong>-Experte<br />
selbst noch das <strong>Wasser</strong>, das zuhause<br />
aus der Leitung kommt?<br />
A PROF. EXNER Ja, selbstverständlich.<br />
So soll und muss es sein. Aber ich<br />
interessiere mich auch als Verbraucher,<br />
woher mein <strong>Wasser</strong> stammt. Liegt der<br />
Brunnen beispielsweise ohne Schutzzone<br />
direkt neben einem Weidegebiet,<br />
muss man vorsichtig sein und sollte als<br />
Verbraucher bei seinem <strong>Wasser</strong>versorger<br />
darauf drängen, dass eine entsprechende<br />
Schutzzone ausgewiesen wird.<br />
SCHULLER Ja. Weil es bestens untersucht<br />
<strong>ist</strong> und keine Gefahr besteht,<br />
wenn die Grenzwerte eingehalten<br />
werden. Rings um uns in der Natur<br />
sind Keime – wenn wir in der Erde<br />
graben, Luft einatmen, einkaufen<br />
gehen und auch auf unserer Haut.<br />
Deshalb muss und kann Trinkwasser<br />
nicht steril sein.<br />
F<br />
Kann man eigentlich als Verbraucher<br />
etwas tun, damit Trinkwasser<br />
sauber bleibt?<br />
A HELDT Ja, jeder kann und sollte<br />
alles dafür tun. Wichtig <strong>ist</strong> vor allem:<br />
• Keine Pestizide im Garten benutzen.<br />
Auf asphaltierten und gepflasterten<br />
Wegen am Haus sind die Pflanzenschutzmittel<br />
sogar verboten, weil<br />
die Stoffe von dort über die Abflüsse<br />
leicht ins Abwasser und somit in den<br />
<strong>Wasser</strong>kreislauf gelangen.<br />
• Biologisch abbaubare Putzmittel im<br />
Haushalt verwenden (Etikett beachten).<br />
Keine Chlorreiniger und Hygienespüler<br />
verwenden, weil diese die<br />
nützlichen Bakterien in der<br />
Kläranlage zerstören!<br />
• Medikamente auf keinen Fall in<br />
Toilette/Abguss spülen, sondern über<br />
Hausmüll, besser noch über Sammelstellen<br />
oder Apotheken entsorgen.<br />
• Unbedingt auch Reste von Chemikalien,<br />
Farben, Altöl etc. bei Schadstoffsammelstellen<br />
abgeben.<br />
Anke Faust, Bernd Bücheler<br />
GEWUSST?<br />
Hier lauert Gefahr<br />
fürs Trinkwasser<br />
Landwirtschaft<br />
➤ Unsachgemäß<br />
entsorgte, aber<br />
auch auf natürlichem<br />
Weg<br />
ausgeschiedene<br />
Medikamente<br />
gelangen in den<br />
Kreislauf, aus<br />
dem Trinkwasser<br />
gewonnen wird.<br />
➤ Über 1 Mio.<br />
chemische Verbindungen<br />
werden<br />
industriell<br />
genutzt. Aber:<br />
Nur für einen<br />
Bruchteil ex<strong>ist</strong>ieren<br />
Grenzwerte<br />
in der Trinkwasserverordnung.<br />
Haushalt<br />
➤ Fungizide,<br />
Herbizide, Pestizide<br />
können ins<br />
Grundwasser, in<br />
Flüsse und Seen<br />
gelangen.<br />
➤ Gülle enthält<br />
häufig gefährliche<br />
Bakterien<br />
(E. coli) und<br />
Medikamente aus<br />
der Tierhaltung.<br />
➤ Durch Überdüngung<br />
gelangen<br />
Nitrate ins<br />
Grundwasser.<br />
➤ Aggressive<br />
Reiniger (z. B.<br />
Rohrreiniger,<br />
Maschinenpfleger)<br />
enthalten<br />
Substanzen, die<br />
in Kläranlagen<br />
kaum oder gar<br />
nicht abgebaut<br />
werden.<br />
Industrie & Verkehr<br />
➤ 1 Liter Altöl<br />
macht 1 Mio.<br />
Liter Trinkwasser<br />
unbrauchbar.<br />
Öl gelangt beispielsweise<br />
durch undichte<br />
Motoren ins<br />
Oberflächen-/<br />
Grundwasser.<br />
<br />
Menschen<br />
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UNSER LEBEN<br />
Ja, weil ich<br />
entspannter bin als<br />
bei den Kindern!<br />
„Probier’s mal mit der<br />
Neunerregel“, animiere<br />
ich Leon, als wir für die<br />
Mathearbeit üben. Er<br />
<strong>ist</strong> skeptisch. Doch dass<br />
man damit blitzschnell<br />
das Ergebnis überprüfen<br />
kann, überzeugt ihn<br />
doch. Plötzlich machen<br />
ihm die Aufgaben richtig<br />
Spaß. Bei den eigenen<br />
Kindern hatte man noch<br />
die guten Noten oder<br />
die nächste Versetzung<br />
im Kopf. Wenn bei meinem<br />
Enkel eine Arbeit<br />
danebengeht – was<br />
macht das schon? Ah,<br />
das Telefon ... Leon: „Du,<br />
Oma“, jubelt er, „ich hab<br />
bei der Mathearbeit die<br />
Neunerregel gemacht!“<br />
Holde Hajek (72), hier<br />
mit ihrem Mann Harald<br />
(76) und den Enkeln<br />
Leon (12) und Lara (9)<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
28 7/ 2012
UNSER LEBEN<br />
Bin ich eine<br />
gute Oma, ein<br />
guter Opa?<br />
Eine Frage, die wir uns stellen,<br />
wenn das erste Enkelkind da<br />
<strong>ist</strong>. Und die jeder gerne mit „Ja“<br />
beantworten möchte. So wie diese<br />
Leser – und Liedermacher Rolf<br />
Zuckowski, der sogar extra<br />
ein „Großeltern-Jahr“<br />
einlegte. Warum und<br />
wie ihn dies veränderte,<br />
erzählte er Tessa<br />
Randau.<br />
FOTOS | Dominik Asbach<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
7 / 2012 29
UNSER LEBEN<br />
„Sich auf die Enkel einlassen <strong>ist</strong><br />
das Wichtigste“ Rolf Zuckowski<br />
Rolf Zuckowski ...<br />
... geboren am<br />
12. Mai 1947 in<br />
Hamburg<br />
... heiratet mit 24<br />
seine Jugendliebe<br />
Monika, drei Kinder<br />
und inzwischen<br />
drei Enkel<br />
... hat 1982 als<br />
Musiker seinen<br />
Durchbruch mit<br />
dem Kinderlied<br />
„... und ganz<br />
doll mich“.<br />
... wurde mit vielen<br />
Preisen ausgezeichnet,<br />
u. a. Bundesverdienstkreuz.<br />
Herr Zuckowski, Sie sind Großvater von drei<br />
Enkeln, Tim (12), Mascha (7) und John (1). Und<br />
Sie haben sich kürzlich ein „Großeltern-Jahr“<br />
gegönnt. <strong>Wie</strong> kam es zu dieser Entscheidung?<br />
ZUCKOWSKI Ich war beruflich viel unterwegs,<br />
habe in den ersten Lebensjahren kaum etwas vom<br />
Alltag meiner Enkel mitbekommen. Das wollte<br />
ich ändern: die Großen auch mal von der Schule<br />
abholen und beim Kleinen Babysitter sein. Wenn<br />
man Teil ihres ganz normalen Lebens <strong>ist</strong>, lernt<br />
man die Kinder viel besser kennen. Dieser<br />
Wunsch hat mich umgetrieben.<br />
Und dann?<br />
ZUCKOWSKI ... habe ich mein Großeltern-Jahr<br />
offiziell angekündigt, damit man merkt, dass<br />
ich es ernst meine.<br />
<strong>Wie</strong> sah das Großeltern-Jahr konkret aus?<br />
ZUCKOWSKI In dieser Zeit haben wir uns mindestens<br />
einmal pro Woche gesehen.<br />
Und jetzt, wo das Jahr vorbei <strong>ist</strong>?<br />
ZUCKOWSKI ... habe ich es schon heimlich verlängert,<br />
aber nicht ganz so konsequent.<br />
„Bin ich ein guter Großvater?“ – denken Sie<br />
über diese Frage nach?<br />
ZUCKOWSKI Oh ja. Meine Frau und ich machen<br />
uns immer wieder Gedanken. Unser Wunsch, gute<br />
Großeltern zu sein, liegt in einer Mischung aus:<br />
die Eltern entlasten; den Enkeln gut zuhören; zu<br />
beobachten: Was interessiert sie und wo könnte<br />
ich „andocken“? Und zu erkennen: Wo stoße ich<br />
auf Grenzen – und das auch zu akzeptieren.<br />
Drei Enkel heißt auch drei kleine Individual<strong>ist</strong>en.<br />
Fällt es da schwer, die Aufmerksamkeit,<br />
die Liebe gerecht zu verteilen?<br />
ZUCKOWSKI Ich glaube, Liebe verteilen geht gar<br />
nicht. Man kann nur offen sein für das, was die<br />
Kinder auch selbst gerade geben können. Auch<br />
wenn man viel Aufmerksamkeit für sie hat, müssen<br />
sie nicht Aufmerksamkeit für uns haben. Sie<br />
haben ihren eigenen Kopf, ihre eigenen momentanen<br />
Bedürfnisse, ihre Tagesverfassung – je nachdem,<br />
wie die Schule gerade gelaufen <strong>ist</strong> oder die<br />
Freundinnen oder Freunde gerade mit ihnen<br />
umgegangen sind ... Je mehr man versucht,<br />
Kindern die eigenen Wünsche überzustülpen,<br />
desto größer kann auch die Enttäuschung sein,<br />
wenn sie das nicht annehmen.<br />
Was <strong>ist</strong> <strong>Ihr</strong>e Lehre ...?<br />
ZUCKOWSKI ... versuchen, ein bisschen nachzuhorchen:<br />
„Wonach <strong>ist</strong> dir jetzt zumute?“ – und<br />
dann mehr daraus zu machen.<br />
Was heißt „mehr“?<br />
ZUCKOWSKI Tim, der Älteste, <strong>ist</strong> ein großer Eisenbahnfan.<br />
Mit ihm entdecke ich alles rund ums<br />
Thema Eisenbahn. Wir sehen uns zum Beispiel<br />
Stellwerke an, die bei uns in der Nähe sind und an<br />
denen man sonst achtlos vorbeifährt. Und Mascha<br />
beginnt, sich fürs Theater zu interessieren. Wir<br />
waren schon zusammen in „Der Räuber Hotzenplotz“<br />
und „Tarzan – das Musical“. Wir sprechen<br />
dann nicht nur über die Stücke, sondern auch<br />
über die Leute, die Theater machen oder Dinge<br />
wie Ton und Licht. Ich finde, sich auf ein Kind<br />
einlassen, für seine Wünsche und Bedürfnisse Zeit<br />
haben hat ganz viel mit Liebe zu tun. Auch meine<br />
Großeltern hatten ganz viel Zeit für uns, allerdings<br />
nur während ihrer Arbeit.<br />
<strong>Ihr</strong>e Großeltern mütterlicherseits hatten<br />
einen Gemüseladen.<br />
ZUCKOWSKI Ja, ich durfte zum Beispiel morgens<br />
mit zum Großmarkt fahren oder das Gemüse<br />
abwiegen. Meine Großeltern haben mir immer<br />
das Gefühl gegeben, dass es schön und wertvoll<br />
<strong>ist</strong>, ihnen im Laden zu helfen. Natürlich lief vieles<br />
auch spielerisch ab, nach dem Abwiegen durfte<br />
ich mit den Kartoffeln auch mal jonglieren ...<br />
Und die anderen Großeltern?<br />
ZUCKOWSKI Mein Opa war Hausme<strong>ist</strong>er, hat<br />
einen großen Häuserblock in Hamburg verwaltet.<br />
Ich hab mit ihm morgens aus den kalt gewordenen<br />
Öfen noch brennbare Koks raussortiert,<br />
weil man sie noch verwerten konnte. Das war die<br />
Zeit, die meine Großeltern für mich hatten ...<br />
Das hat Sie geprägt?<br />
ZUCKOWSKI Ja, unbedingt. Ich finde es gut, wenn<br />
auch heute Großväter den Werkzeugkasten raus-<br />
30 7/ 2012
... weil ich<br />
Zeit habe<br />
„... und deshalb<br />
viel gelassener<br />
bleibe. Auch<br />
wenn Lara, der<br />
kleine Trotzkopf,<br />
beim<br />
Abendessen<br />
alles runterschmeißt.<br />
Bei<br />
meinen Kindern<br />
hätte ich<br />
geschimpft,<br />
heute schicke<br />
ich Laura in<br />
eine kurze<br />
Auszeit –<br />
klappt prima!“<br />
Chr<strong>ist</strong>el Hofman<br />
(72) mit<br />
ihrer Enkelin<br />
Lara (2) und<br />
Opa Gerd (73)<br />
... weil<br />
ich ihnen<br />
die Welt zeigen<br />
kann<br />
„Israel,<br />
Vietnam,<br />
Jordanien,<br />
Usbek<strong>ist</strong>an.<br />
Ich bin<br />
schon viel<br />
mit meinen<br />
drei Enkeln<br />
(24, 22, 17)<br />
verre<strong>ist</strong>, will<br />
ihnen die<br />
Vielfalt und<br />
Schönheit<br />
des Lebens<br />
zeigen.“<br />
Irma Grümmer<br />
(77) und Enkel<br />
Severin (24)<br />
holen und die Enkel zugucken und helfen lassen,<br />
wenn zuhause etwas repariert werden muss. Aber<br />
auch Dinge wie Stricken und Häkeln können wir<br />
Enkeln zeigen. Denn dazu haben die Eltern vielleicht<br />
weniger Zeit. Und es gibt auch viele alte<br />
Lieder, die Großeltern mit den Enkeln singen<br />
können. Zum Beispiel „Bunt sind die Wälder“ im<br />
Herbst, beim ersten Schnee „Leise rieselt der<br />
Schnee“ oder „Der Mai, der Mai, der lustige Mai“<br />
an einem wunderschönen Maitag. Volkslieder<br />
bleiben nur lebendig, wenn sie gesungen werden.<br />
Müssen Großeltern heute moderne Dinge wie<br />
Handy, iPad und Computer „draufhaben“?<br />
ZUCKOWSKI Ich glaube, dass es ihnen sehr hilft.<br />
Bei den Jungen geht es ja nicht nur um Computer-<br />
Spiele, sondern ihre reale Umwelt <strong>ist</strong> technisch<br />
geprägt. Wer sagt, „davon verstehe ich nichts und<br />
davon will ich auch gar nichts wissen“, der klinkt<br />
sich aus dem realen Leben der Enkel aus.<br />
Gibt es bei Ihnen zuhause typische Dinge, welche<br />
‚die Oma’ mit den Enkeln macht, und andere,<br />
für die ‚der Opa’ zuständig <strong>ist</strong>?<br />
ZUCKOWSKI Ja, meine Frau spielt zum Beispiel<br />
sehr gerne mit ihnen Fußball. Sie <strong>ist</strong> dann oft<br />
7 / 2012<br />
31
UNSER LEBEN<br />
65, Opa und<br />
ein bisschen<br />
weise ...<br />
Rolf<br />
Zuckowski<br />
blickt auf<br />
viel gelebtes<br />
Leben<br />
zurück.<br />
Gedanken<br />
und Gefühle,<br />
die ihn<br />
gerade<br />
bewegen,<br />
hat er auf<br />
seinem<br />
neuen Album<br />
„leise<br />
Stärke“<br />
(Universal,<br />
16,99 Euro)<br />
verarbeitet.<br />
<br />
selbst wie ein spielfreudiges Kind.<br />
Ich bin eher derjenige, der versucht,<br />
mit den Kindern Wissen<br />
spielerisch zu erfahren, zum Beispiel,<br />
wie man Dinge hochstapeln<br />
kann. Spielerische Architektur – so<br />
was macht mir Spaß. Und ich fahre<br />
gerne mit ihnen irgendwohin und<br />
mache unterwegs Sachen, die mir<br />
ganz spontan einfallen.<br />
Was für Sachen?<br />
ZUCKOWSKI Wenn wir einen Ausflug machen,<br />
halte ich zum Beispiel am alten Elbtunnel an und<br />
erzähle, was das für ein technisches Wunderwerk<br />
war, seinerzeit, als er erbaut wurde. Oder ich stoppe<br />
am Hamburger Hafen und erzähle von der Seefahrtzeit<br />
meines Vaters. Das finden sie sehr spannend.<br />
So kann es sein, dass eine Fahrt, die normal<br />
30 Minuten dauert, eine Stunde lang wird.<br />
Sind Sie als Opa streng ...?<br />
ZUCKOWSKI Ich bin sicherlich strenger, als viele<br />
es aufgrund meiner Lieder erwarten würden. Zum<br />
Beispiel, wenn es um gutes Benehmen beim Essen<br />
geht. Das <strong>ist</strong> mir sehr wichtig, denn es hat etwas<br />
mit Höflichkeit und Respekt den Menschen gegenüber<br />
zu tun, die mit am Tisch sitzen. Ich werde<br />
dann nicht laut, bin aber weniger kompromissbereit<br />
als meine Frau.<br />
Inwieweit sollten Großeltern sich in die<br />
Erziehung einmischen?<br />
ZUCKOWSKI Ich finde es richtig, sich zurückzuhalten,<br />
wenn alle beisammen sind. Wenn man mit<br />
dem Enkelkind allein <strong>ist</strong>, kann man aber durchaus<br />
auch mal ganz persönlich sagen, wie man etwas<br />
findet, ob richtig oder falsch. Man sollte dann<br />
aber bei sich selbst bleiben und nicht über Mama<br />
und Papa in ihrer Abwesenheit reden.<br />
Sie haben einmal gesagt: „Vertrauen zu Kindern<br />
wächst über Blickkontakt.“ <strong>Wie</strong> sieht dieser<br />
Blickkontakt zu <strong>Ihr</strong>en Enkeln aus?<br />
ZUCKOWSKI Am beglückendsten <strong>ist</strong> es natürlich,<br />
wenn der Blick sagt: ‚Ach, schön, dass wir uns<br />
haben!‘ Es gibt aber auch traurige Momente. Dann<br />
hilft es manchmal schon, den Blickkontakt zu<br />
halten und zu zeigen: ‚Ich bin mit dir traurig, ich<br />
kann dich im Moment vielleicht nur dadurch<br />
trösten, dass du siehst, dass ich auch weinen<br />
muss.‘ Aber es kann auch mal ein sehr ernster<br />
Blickkontakt sein. Einer, der klarmacht: ‚Ich sag<br />
jetzt mal nichts. Aber so, wie ich gucke, musst du<br />
merken, dass ich das gar nicht<br />
gut finde, was hier gerade passiert.‘<br />
Das kann oft sehr viel<br />
mehr bewirken, als laut zu<br />
schimpfen. Ein Blick kann<br />
Kindern zeigen: ‚Ich bin auch<br />
nur ein Mensch. Ich bin nicht<br />
grenzenlos belastbar und wenn<br />
man mich kränkt, geht’s mir<br />
schlecht. Und du willst mich<br />
doch nicht verletzen, oder?‘<br />
Wenn Sie heute auf sich als Großvater blicken,<br />
gibt es Dinge, die Sie besser machen möchten?<br />
ZUCKOWSKI Ich spür im Moment keine großen<br />
Defizite. Das Großeltern-Jahr hat da viel für mich<br />
gebracht. Und es klingt noch nach. Ich muss allerdings<br />
aufpassen, dass mich mein Beruf nicht wieder<br />
zu sehr vereinnahmt ...<br />
Gibt es Erlebnisse mit den Enkeln, die sich ganz<br />
tief in <strong>Ihr</strong> Herz gebrannt haben?<br />
ZUCKOWSKI Ja, die Fahrten auf einer Sommerrodelbahn<br />
in den Schweizer Bergen. Das lieben<br />
wir alle sehr. Ich rodle gerne relativ schnell. Und<br />
dann ein bege<strong>ist</strong>ertes Kind vor mir, zwischen<br />
meinen Beinen zu haben, das dann diesen Geschwindigkeitsrausch<br />
miterlebt, <strong>ist</strong> schon ein sehr<br />
schönes, besonderes Gefühl.<br />
Sie haben das Lied geschrieben „Was Kinder<br />
machen“ und da heißt die erste Strophe: „Kinder<br />
machen glücklich, Kinder machen große<br />
Sorgen, Kinder machen zuversichtlich oder<br />
Angst vor morgen.“ <strong>Wie</strong> würde die erste Strophe<br />
des Liedes „Was Enkel machen“ lauten?<br />
ZUCKOWSKI Ich glaube, ich würde nur die letzte<br />
Zeile ändern. „Angst vor morgen“ <strong>ist</strong> ja so gemeint,<br />
dass man mit Kindern leichter in wirtschaftliche<br />
Not kommen kann und nicht recht<br />
weiß, wie kriege ich meine Familie über die Runden.<br />
Diese Sorgen hat man mit Enkelkindern in<br />
der Regel nicht. Daher hieße die<br />
Strophe: „Enkel machen glücklich,<br />
Enkel machen große Sorgen,<br />
Enkeln machen zuversichtlich<br />
und neue Lust auf morgen.“<br />
Redakteurin Tessa Randau sprach mit Rolf Zuckowski.<br />
Die 36-Jährige <strong>ist</strong> selbst Mutter einer kleinen Tochter<br />
(2): „Meine Eltern und Schwiegereltern betreuen Linn,<br />
sodass ich tageweise arbeiten kann. Dafür bin ich<br />
ihnen unendlich dankbar.“<br />
Foto: privat; Illustrationen: Shutterstock<br />
32 7/ 2012
Das kennen Sie auch<br />
von Angelika Euler<br />
Wer braucht hier Hilfe?<br />
Foto: Peter Rigaud/shotview photograpers; Styling: Katalin Kiss; Kleidung: www.peterhahn.de<br />
Angelika<br />
Euler<br />
hat 4 Kinder<br />
und<br />
6 Enkel.<br />
Jeden Monat<br />
erzählt<br />
sie aus<br />
ihrem<br />
alltäglich<br />
turbulenten<br />
Leben.<br />
Es gibt Menschen, die haben<br />
einen Beruf, und andere, die<br />
haben eine Berufung. Mein<br />
Mann gehört zur zweiten Kategorie.<br />
Er <strong>ist</strong> Arzt aus Leidenschaft<br />
– so was wie Urlaub<br />
braucht er nicht …<br />
Italien, auf einer Terrasse mit<br />
atemberaubendem Blick aufs<br />
Meer. Mein Mann wittert plötzlich<br />
– nach mehrtägiger Abstinenz<br />
– die Chance, sein „Helfersyndrom“<br />
auszuleben. Denn<br />
siehe da, eine verletzte Zehe<br />
(die überflüssigerweise auch<br />
noch zu einer attraktiven, vollbusigen<br />
Blondine Mitte 30<br />
gehört) kommt des Weges. <strong>Ihr</strong>e<br />
Besitzerin hinkt bemitleidenswert<br />
zum Liegestuhl. Als sie<br />
dabei auch noch stolpert, kann<br />
nichts und niemand mehr mei-<br />
WAS DENKEN SIE?<br />
nen Mann aufhalten. Er springt<br />
auf und seine legendäre Hilfsbereitschaft<br />
schwappt wie eine<br />
Meereswoge über die Dame.<br />
Ich selbst ziehe mich in den<br />
schattigen Teil der Terrasse<br />
zurück und beobachte die<br />
beiden amüsiert – fast ohne<br />
Ärger (ich kenne ihn einfach zu<br />
gut, als dass ich mich über<br />
so eine Szene wirklich noch<br />
echauffieren könnte!).<br />
Und <strong>Ihr</strong> Mann – wobei <strong>ist</strong> ihm einfach nicht zu helfen?<br />
Bald hat Helmut zutraulich<br />
neben der Zehe Platz genommen<br />
und untersucht das dicke,<br />
rote Ungetüm, das seine Besitzerin<br />
nicht gerade appetitanregend<br />
auf den Tisch vor sich<br />
gelegt hat. Endlich! Nun hat er<br />
seine Privatvisite! Doch anders<br />
als erwartet <strong>ist</strong> die Zehe – oder<br />
vielmehr ihre Besitzerin – störrisch.<br />
Helmuts angebotenes<br />
Antibiotikum lehnt sie naserümpfend<br />
ab. Sie sei Heilpraktikerin<br />
und habe normalerweise<br />
für solche Fälle Schlangengift<br />
dabei. Doch das habe sie zu<br />
Hause vergessen. Dafür hat<br />
sie vor dem Haus Aloe-vera-<br />
Pflanzen entdeckt und legt nun<br />
deren fleischige Blätter auf. „Es<br />
wirkt schon“, seufzt sie erleichtert<br />
– und würdigt den ungebetenen<br />
Arzt keines Blickes mehr.<br />
Der schaut völlig konsterniert<br />
drein. „Frau“ will seine Hilfe<br />
nicht? Na bitte. Dann eben<br />
nicht! Wird schon sehen, wo<br />
sie bleibt, diese arrogante<br />
Tussi, mit ihren dämlichen<br />
Aloe-vera-Blättern …<br />
Für den Rest des Urlaubs<br />
<strong>ist</strong> wenigstens einer geheilt:<br />
Helmut mit seinem<br />
Helfersyndrom.<br />
7 / 2012<br />
33
1<br />
3<br />
4<br />
2<br />
5<br />
2<br />
1<br />
4 5<br />
OB52273<br />
3
6<br />
9<br />
7<br />
10<br />
8<br />
Pagina 1<br />
<strong>Magazin</strong><br />
6<br />
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<strong>Magazin</strong> Spezial<br />
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9<br />
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Reise & Kultur<br />
Wer <strong>ist</strong><br />
Woody Allen?<br />
Die Antwort gibt ein<br />
witziger Dokumentarfilm<br />
über den Regisseur<br />
(„Woody Allen –<br />
A Documentary“), ab<br />
5. Juli im Kino.<br />
56<br />
Prozent der<br />
Deutschen<br />
hören täglich<br />
Radio. Besonders<br />
beliebt:<br />
Nachrichten<br />
und Kultur.<br />
Im Bandfieber<br />
„Boy-Groups“ sind keine<br />
Erfindung der Neuzeit. <strong>Ihr</strong>e<br />
Blüte – auch in Deutschland<br />
– erlebten Gruppen wie<br />
„Beach Boys“, „Monkeys“,<br />
„Hollies“ und „Rattles“<br />
in den 60ern. Alle Bands<br />
sind noch aktiv. Die<br />
„Beach Boys“ (Bild unten)<br />
feilen gerade an ihrem<br />
Comeback-Album.<br />
Fotos: Getty Images (3), Shutterstock; Gemälde: Pierre-Auguste Renoir, Femme à l’ombrelle dans un jardin, 1875-1876,<br />
Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid, Femme à l’ombrelle dans un jardin, 1875-1876, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid<br />
Leicht und<br />
beschwingt<br />
Helle Farben, leichte<br />
Pinselstriche – kaum<br />
einer prägte den Stil<br />
des Impressionismus<br />
wie Pierre-Auguste<br />
Renoir (1841 – 1919).<br />
Welche Entwicklung<br />
seinen Bildern wie<br />
„Femme à l’ombrelle<br />
dans un jardin“ (oben)<br />
vorausging, zeigt eine<br />
Ausstellung mit 50 seiner<br />
frühen Werke im<br />
Kunstmuseum Basel.<br />
Welche zwei dieser „Beach Boys“ sind bis heute dabei?<br />
Auflösung: 1. von links – C (Brian Wilson) und 2. von links – D (Mike Love)<br />
Die Beach Boys sind zurück<br />
50 Jahre nachdem sie mit „Surfin’ Safari“, „Surfin’ U.S.A.“ oder<br />
„Barbara Ann“ ihre ersten Hits landeten, geben die Beach Boys<br />
drei Konzerte: Berlin (3. 8.), Stuttgart (4. 8.) und Mönchengladbach<br />
(5. 8.). Und es <strong>ist</strong> das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Bandchef<br />
Brian Wilson mit den Gründungsmitgliedern Al Jardine und Mike<br />
Love sowie mit Bruce Johnston und David Marks auf der Bühne<br />
steht. Heftige Streitigkeiten hatten eine Zusammenarbeit lange<br />
unmöglich gemacht. „Alles vergessen!“, beteuern die Strandjungs!<br />
A B C D E<br />
<br />
KULTUR-TIPP Malen oder Zeichnen lernen kann man auch im Internet. Kostenlose Kurse gibt’s bei www.kunstkurs-online.de<br />
7/ 2012<br />
37
REISE & KULTUR<br />
1<br />
2<br />
MEIN KLOS<br />
Kloster Maulbronn – Hesse und Hölderlin gingen hier zur Schule; die schwäbischen<br />
mittelalterliche Klosteranlage Nordeuropas <strong>ist</strong> heute ein Weltkulturerbe. Ein Kleinod<br />
FOTOS | Sven Paustian<br />
38 7/ 2012
1 | Filigrane Schnitzarbeit:<br />
Spitze des<br />
Dreisitzes im Chor der<br />
Klosterkirche.<br />
2 | Verblassende Kunst:<br />
Die schon 500 Jahre<br />
alte und verwitterte<br />
Malerei in der Vorhalle<br />
der Klosterkirche<br />
erzählt die Geschichte<br />
des Sündenfalls.<br />
3 | Lernen hinter Fachwerk:<br />
Das Brunnenhaus<br />
über der Brunnenkapelle<br />
(siehe nächste<br />
Seite) beherbergt<br />
heute ein Klassenzimmer<br />
des evangelischen<br />
Seminars.<br />
3<br />
REISE & KULTUR<br />
TER LEBT!<br />
Maultaschen sollen dort ihre Heimat haben und die besterhaltene<br />
im Kraichgau, das niemand so gut kennt wie die 56-jährige Angelika Braun.<br />
TEXT | Gaby Herzog<br />
7 / 2012<br />
39
REISE & KULTUR<br />
1<br />
mern, dem verwunschenen Faustturm,<br />
der geheimen Geißelkammer, in der<br />
sich die Mönche mit Peitschenhieben<br />
züchtigten. Und niemand kennt die Geschichten<br />
des Klosters Maulbronn so<br />
gut wie die impulsive Frau mit den fröhlichen<br />
braunen Augen – schließlich lebt<br />
Im Kreuzgang gespielt<br />
sie schon immer hier, zwischen den gut<br />
zwei Dutzend Gebäuden des Klosters.<br />
Und weil sie die Geschichte(n) nicht<br />
nur gut kennt, sondern auch gerne erzählt,<br />
sprudeln die Anekdoten in ihrem<br />
Klack-klock, klack-klock“ – gestern<br />
Abend, beim letzten Rundgang kurz vor<br />
Einbruch der Dunkelheit, hat sie ihn<br />
wieder gehört. Klack-klock, klack-klock.<br />
„Ganz langsam hinkte er wieder durch<br />
den Kreuzgang, mit seinem typischen<br />
schlürfenden Gang“, erzählt Angelika<br />
Braun mit tiefem Ernst, „klack-klock,<br />
klack-klock“, schnalzt sie mit der Zunge<br />
und steckt die Hände noch ein bisschen<br />
tiefer in die Ärmel ihres schwarzen<br />
Mantels. „Das war er, Abt Entenfuß!“<br />
Dass ihre Kolleginnen Angelika Braun<br />
manchmal wegen ihrer fantastischen<br />
Wahrnehmung belächeln – schließlich<br />
<strong>ist</strong> der Abt schon seit mehr als 500 Jahren<br />
tot –, <strong>ist</strong> der 56-Jährigen egal. „Ich<br />
habe eben ein ganz besonderes Ohr für<br />
das Kloster Maulbronn“, sagt sie und<br />
streicht nachdenklich über die verwitterten<br />
Schilfsandstein-Blöcke am Hauptportal<br />
der Klosterkirche. Dann zieht sie<br />
einen schmalen, silbernen Schlüssel aus<br />
der Tasche und hält ihn stolz wie eine<br />
Trophäe in die Höhe. „Der Generalschlüssel!<br />
Dieser hier <strong>ist</strong> neu. Für meinen<br />
Geschmack etwas zu unscheinbar“,<br />
lächelt sie und bleibt vor dem mit<br />
schwarzem Eisen beschlagenen Tor stehen.<br />
„Früher, als ich ein kleines Mädchen<br />
war, trug der Klosterverwalter einen<br />
riesigen verrosteten Eisenschlüssel<br />
an einer dicken Kordel um die Hüfte.<br />
Er war halb so lang wie mein Unterarm,<br />
hatte einen dreifach gezackten Bart.“<br />
Angelika Braun liebt diese Geschichten.<br />
Geschichten von entlegenen Kamsympathischen<br />
badischen Akzent nur<br />
so aus ihr heraus. Schon ihre Oma<br />
wohnte in der alten Küferei, wo im Mittelalter<br />
die Weinfässer gefertigt wurden.<br />
Dort, genauer gesagt in der niedrigen<br />
Stube unter dem Dach, wurde<br />
Angelika Braun geboren. Im Kreuzgang<br />
hat sie Radfahren gelernt. Im Sommer,<br />
wenn die Steine von der Sonne aufgeheizt<br />
waren, hat sie als Kind auf der<br />
alten Wehrmauer Eidechsen gejagt und<br />
im Winter kauerte sie vor dem Holzofen<br />
und lauschte den spannenden Geschichten<br />
der Nachbarin. Immer wieder<br />
40 7/ 2012
1 | Die Brunnenkapelle, von<br />
Bergquellen gespe<strong>ist</strong>, diente<br />
den Mönchen für rituelle<br />
Waschungen. 2 | Schmiedeeiserne<br />
Zierbeschläge schmücken<br />
die Kirchentüren, am Südportal<br />
sogar in stilisierter Vogelform.<br />
3 | Pure Idylle – Blick von oben<br />
auf die Klosteranlage. 4 | Frisch<br />
renoviert – dreischiffige Basilika<br />
im romanischen Stil.<br />
musste die alte Frau Striegel auch von<br />
dem verschwenderischen Abt Entenfuß<br />
berichten, der den geheimnisvollen Magier<br />
Dr. Faust einst nach Maulbronn<br />
eingeladen hatte, um dort aus Sandstein<br />
Gold zu machen. Im Klosterhof<br />
sind später Angelika Brauns drei Mädchen<br />
groß geworden, hier hat sie auch<br />
ihren zweiten Mann Peter kennengelernt,<br />
als der vor 24 Jahren Leiter der<br />
Klosterverwaltung wurde. „Die Gemäuer<br />
sind unser Leben“, sagt sie noch und<br />
drückt die Klinke der Klosterkirche herunter.<br />
Leise quietschend schwingt die<br />
Tür auf, kühl-feuchte Luft strömt aus<br />
dem Inneren. Weil an diesem wolkenverhangenen<br />
Tag nur wenig Licht durch<br />
die kleinen Rundbogenfenster ins Innere<br />
dringt, müssen sich die Augen erst<br />
an die Dunkelheit gewöhnen. Doch<br />
dann erkennt man das mächtige Kruzifix<br />
vor der Chorschranke.<br />
1148 wurde das Z<strong>ist</strong>erzienserkloster<br />
gegründet; heute gilt Maulbronn als die<br />
am vollständigsten erhaltene Klosteranlage<br />
nördlich der Alpen und wurde<br />
1993 zum Weltkulturerbe. Es <strong>ist</strong> die einzigartige<br />
Geschlossenheit, die ein fast<br />
unverfälschtes Bild eines mittelalterlichen<br />
Klosters vermittelt.<br />
2<br />
3<br />
4<br />
Der Z<strong>ist</strong>erzienser-Orden gründete<br />
sich im 11. Jahrhundert aus der Tradition<br />
der Benediktiner und breitete sich<br />
schnell in Europa aus. Neu war: Der<br />
Orden legte – im Gegensatz zu anderen<br />
– großen Wert auf einheitliches Auftreten<br />
und Handeln. Es gab einen Ideal-<br />
Bauplan für alle neuen Klöster, Bräuche<br />
und Tagesabläufe der Mönche waren<br />
stets gleich. Eine Art mittelalterliche<br />
Welterbe seit 1993<br />
Corporate Identity. Nicht zuletzt auch<br />
dadurch, dass sich die Mönche ihren<br />
Lebensunterhalt selbst erwirtschaften<br />
wollten. Und sie sich nicht mehr, wie<br />
bis dahin üblich, durch die Abgaben abhängiger<br />
Bauern finanzierten.<br />
„Aus diesem Grund gab es innerhalb<br />
des Klosters zwei getrennte Gemeinschaften<br />
von Brüdern“, erzählt Angelika<br />
Braun, „Chormönche und Laienbrüder.<br />
Die Chormönche stammten me<strong>ist</strong><br />
aus dem Adel, kümmerten sich um Kulturelles<br />
und Religiöses, forschten in der<br />
Bibel, verfassten Bücher und Schriften.<br />
Aus ihren Reihen stammten auch die<br />
Priester. Die Laienbrüder arbeiteten –<br />
als Landwirte oder Handwerker. Und<br />
beide Gruppen waren strikt getrennt,<br />
auch optisch.“ Chormönche trugen eine<br />
feine weiße Tunika mit schwarzem<br />
Überwurf, Laienbrüder robuste braune<br />
Kutten mit Gürtel und Kapuze. „Auf den<br />
einfachen Bänken, im vorderen Teil des<br />
Gotteshauses, saßen die Laienmönche“,<br />
erklärt sie und geht zügig durch den<br />
Mittelgang bis zur Chorschranke. „An<br />
dieser Stelle war für sie Schluss. Den<br />
Herrenchor durften sie nie betreten.“<br />
In dem reich verzierten gotischen<br />
Chorgestühl war Platz für 92 Mönche,<br />
die hier acht Mal am Tag beteten. <strong>Wie</strong><br />
viele Stunden mögen sie die in das dunkle<br />
Nussbaum-Holz kunstvoll geschnitzten<br />
Szenen beobachtet haben? <strong>Wie</strong><br />
Samson den wilden Löwen bezwingt?<br />
<strong>Wie</strong> die zarte Jungfrau nur durch ihre<br />
Unschuld das Einhorn zähmt, sodass<br />
es seinen Kopf in ihren Schoß legt. „Auf<br />
den zweiten Blick gibt es noch viel mehr<br />
kleine Geschichten zu entdecken“, flüstert<br />
Angelika Braun. Und tatsächlich,<br />
wie konnte man das nur übersehen?<br />
Hinter einem Relief lugt ein tapsiges<br />
Hündchen hervor, ein keckes Äffchen<br />
turnt an einer hölzernen Verschnörkelung<br />
und an einer Ecke steht ein bärtiger<br />
Mann, der neben einer Säge auch<br />
eine Miniatur der Klosterkirche in der<br />
Hand hält. „Hier hat sich der Künstler<br />
einen Spaß erlaubt und sich heimlich<br />
selber verewigt.“ Dann zeigt Angelika<br />
Braun hoch zur Decke, auf drei kleine<br />
schwarze Löcher. „Früher hingen da<br />
lange Seile vom Glockenturm bis hinunter<br />
zum Boden“, sagt sie und lacht.<br />
„Die Seile haben wir uns als Kinder um<br />
den Körper gebunden, haben Schwung<br />
geholt und sind, wie auf einer Schaukel,<br />
hoch über dem Herrenchor hin und<br />
her durch die Luft gesaust.“ Minutenlang<br />
haben die Glocken regelmäßig geläutet,<br />
bis ein genervter Erwachsener<br />
den Streich beendete – die Kirche als<br />
Abenteuer-Spielplatz.<br />
Doch das <strong>ist</strong> lange vorbei. Nachdem<br />
die Unesco 1993 Maulbronn zum Weltkulturerbe<br />
erhob, wurde vieles saniert.<br />
Und dabei ging auch ein Stück ihrer Kindheit<br />
verloren – Geheimgänge, in denen<br />
sie sich versteckt hatte, wurden zugemauert,<br />
wilder Efeu, der die Mauern<br />
7 / 2012<br />
41
REISE & KULTUR<br />
wie die Rosenhecke in Dornröschens<br />
Märchenschloss umgab, verschwand,<br />
neue Dächer kamen hinzu. „Natürlich<br />
war das wichtig für den Erhalt, aber trotzdem<br />
vermisse ich manchmal das beschaulich<br />
unperfekte Ambiente von damals.“<br />
Vier 13-, 14-Jährige mit Zahnspangen<br />
kommen albern lachend die Steintreppe<br />
neben der alten Sakr<strong>ist</strong>ei herunter<br />
und breiten ganz selbstverständlich ihre<br />
Heute lebendiges Internat<br />
Bücher und Hefte unter dem knorrigen<br />
Magnolienbaum im Kreuzgarten aus.<br />
Im Zuge der Reformation wurde das<br />
Kloster zunächst protestantisch und später<br />
in eine Klosterschule umgewandelt.<br />
Seit 450 Jahren gibt es keine Mönche<br />
mehr, und 1969 kamen auch erstmals<br />
Mädchen in das alt- und neusprachliche<br />
Gymnasium. Über dem Herren-<br />
Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal,<br />
befindet sich heute ihr Schlafsaal.<br />
Rund 200 Schüler leben heute im Internat.<br />
Angelika Braun winkt den Mädchen:<br />
„Wir kennen uns hier alle. Es <strong>ist</strong><br />
gut, dass die Gebäude bewohnt sind,<br />
das hält sie lebendig.“<br />
Vielleicht <strong>ist</strong> es genau dieser Reiz, dass<br />
die Gebäude genutzt werden, der das<br />
Kloster so einmalig macht. Die Gemeinde<br />
Maulbronn (sie wurde erst 1838 gegründet)<br />
nutzt den ehemaligen Pferdestall<br />
als Rathaus, der alte Fruchtkasten,<br />
in dem früher die Ernte eingelagert wurde,<br />
<strong>ist</strong> heute Stadthalle. Und gegenüber,<br />
in dem Fachwerkhaus mit den hübschen<br />
hellblau gestrichenen Fensterläden, befindet<br />
sich die Polizeiwache. So leben<br />
die Menschen in Maulbronn bis heute<br />
in, um und mit ihrem Kloster. „Sobald<br />
einer im Garten ein Loch gräbt, muss<br />
er damit rechnen, auf mittelalterliche<br />
Artefakte zu stoßen“, weiß Angelika<br />
Braun. Auf Teile der ausgeklügelten mittelalterlichen<br />
<strong>Wasser</strong>versorgung zum<br />
Beispiel. Die Z<strong>ist</strong>erzienser legten nämlich<br />
rund um das Kloster mehr als 20<br />
Seen und Teichen an. Sie stauten dazu<br />
das Flüsschen Salzach und leiteten das<br />
<strong>Wasser</strong> durch kilometerlange Kanäle auf<br />
die Felder oder direkt ins Kloster. Separat<br />
wurde das verunreinigte <strong>Wasser</strong> wieder<br />
ausgeleitet. „Die Versorgung mit frischem<br />
<strong>Wasser</strong> war damals ein extremer<br />
Luxus und sorgte dafür, dass viele Krankheiten<br />
ferngehalten wurden“, erzählt<br />
Angelika Braun.<br />
Doch es gab auch weniger bequeme<br />
Seiten. Die Mönche unterlagen einem<br />
strengen Schweigegelübde. Selbst beim<br />
Essen durften sie sich nur mit Handzeichen<br />
verständigen, die Mahlzeiten waren<br />
spartanisch. Fleisch, Fett und Weißbrot<br />
waren tabu. Auf dem Speiseplan<br />
standen stattdessen Gemüse, Getreide,<br />
Obst und Fisch. „Doch es gab einen kleinen<br />
Trick, um den Speiseplan etwas abwechslungsreicher<br />
zu gestalten: Die<br />
Paradies In der<br />
3-jochigen Kirchenvorhalle<br />
ließen sich<br />
reiche Gönner des<br />
Klosters begraben<br />
– in der Hoffnung<br />
auf einen guten<br />
Platz im Jenseits.<br />
PERLE IM KRAICHGAU<br />
Die rund 330 m lange und 120 m breite Klosteranlage wird Mitte<br />
des 12. Jh.s gebaut – und <strong>ist</strong> bis heute Zentrum Maulbronns.<br />
Geißelkammer Beging ein<br />
Mönch eine Verfehlung,<br />
züchtigte er sich mit<br />
Peitschenhieben selbst.<br />
Der kleine Raum <strong>ist</strong> nur bei<br />
Sonderführungen geöffnet.<br />
Haupt- und Südportal<br />
Die ältesten Türen<br />
Deutschlands hängen<br />
hier seit 1178.<br />
Fruchtkasten<br />
In dem 7-stöckigen<br />
Bau lagerte<br />
früher die Ernte.<br />
Heute dient er<br />
der Gemeinde als<br />
Festhalle.<br />
42 7/ 2012
Fotos: Sven Paustian (6), Hedda Eid/laif; Karte: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim<br />
Mönche zählten einfach Enten, Frösche,<br />
Otter und Biber zu den Fischen“, weiß<br />
Angelika Braun. Oder sie drehten<br />
Fleisch ganz fein durch den Wolf, mischten<br />
viele Kräuter dazu und packten alles<br />
in Teigtaschen – so verlief die Geburt<br />
der Maultaschen, sagt zumindest<br />
die Legende. „Herrgottsbscheißerle“<br />
heißen die auch, weil der liebe Gott<br />
von oben nicht sehen konnte, dass einige<br />
der Mönche doch Fleisch aßen.<br />
Am me<strong>ist</strong>en zu schaffen machte den<br />
Mönchen jedoch die Kälte. Selbst im<br />
Sommer steigt hinter den 80 Zentimeter<br />
dicken Mauern das Thermometer selten<br />
über fünf Grad (auch im Sommer zum<br />
Besichtigen Pullover mitnehmen). Deshalb<br />
hat man jetzt Sitzheizungen unter<br />
den Kirchenbänken angebracht, damit<br />
Gäste der regelmäßigen Konzerte nicht<br />
mehr bibbern müssen. Angelika Braun<br />
lacht: „Darum hätte uns Abt Entenfuß<br />
ganz bestimmt sehr beneidet.“<br />
Kalefaktorium Mittelalterliche<br />
Fußbodenheizung: In einer<br />
geschlossenen Kammer<br />
im Erdgeschoss machte<br />
man Feuer. Den Rauch ließ<br />
man erst durchs Fenster<br />
abziehen, dann strömte die<br />
erwärmte Luft durch kleine<br />
Löcher von unten in die<br />
Stube im 1. Stock.<br />
Steinkruzifix Steinkreuze<br />
waren bei Z<strong>ist</strong>erziensern<br />
verboten. Deshalb malte der<br />
Künstler eine täuschend<br />
echte „Holzmaserung“ auf<br />
den grauen Sandstein.<br />
Faustturm Hier soll der<br />
Alchem<strong>ist</strong> Dr. Georg Faust<br />
(Goethes Vorbild) 1516<br />
gewirkt haben. Beweise<br />
dafür gibt es jedoch nicht.<br />
Lust auf<br />
Maulbronn?<br />
ANREISE<br />
Auto A 8, Ausfahrt<br />
Pforzheim-Nord. Auf<br />
der B 294 Richtung<br />
Ölbronn-Dürrn,<br />
weiter auf der L 611.<br />
Bahn via Stuttgart bis<br />
Mühlacker, dann Bus<br />
700 bis Maulbronn.<br />
Oder bis Pforzheim,<br />
dann Bus 735 bis<br />
Maulbronn.<br />
ÜBERNACHTEN<br />
„Hotel Klosterpost“<br />
– moderne Zimmer,<br />
direkt beim Kloster.<br />
DZ ab 89 Euro.<br />
(070 43) 1080,<br />
www.klosterschmiede.<br />
de, „Hotel zum Nachtwächter“<br />
in Lienzingen<br />
(ca. 5 Kilometer<br />
entfernt). DZ/F im<br />
urigen Fachwerkhotel<br />
ab 68 Euro.<br />
(070 41) 951 10,<br />
www.hotelrestaurantnachtwaechter.de<br />
ESSEN<br />
Restaurants<br />
im Kloster:<br />
„Kloster-Katz“ – gute<br />
italienische Küche.<br />
(070 43) 87 38.<br />
„Klosterschmiede“ –<br />
schwäbische Küche.<br />
(070 43) 10 80.<br />
MEHR ERFAHREN<br />
Kloster Maulbronn,<br />
Eintritt 6 Euro,<br />
(0 70 43) 92 66 10,<br />
www.klostermaulbronn.de<br />
Mit Gottes Segen<br />
In der Nachbarschaft des Klosters<br />
Maulbronn wachsen seit jeher<br />
die feinsten Weine Württembergs.<br />
Der Adelige<br />
2011er Maulbronner<br />
Eilfingerberg Riesling<br />
Kabinett trocken;<br />
Weingut Herzog von<br />
Württemberg, 8,50<br />
Euro, www.weingutwuerttemberg.de<br />
Geschmack<br />
Rassig, elegant, mit<br />
frischer Zitrusfrucht.<br />
Der Exotische<br />
2011er Chardonnay<br />
„S“ trocken, Weingut<br />
Sonnenhof, Gündelbach,<br />
10,00 Euro, www.<br />
weingutsonnenhof.de<br />
Geschmack<br />
Saftig, vollfruchtig,<br />
mit reichen Aromen<br />
nach exotischen<br />
Früchten.<br />
Der Klassiker<br />
2010er Lemberger<br />
trocken „im Holzfass<br />
gereift“, Weingut<br />
Steinbachhof Eißler,<br />
Gündelbach, 9,50<br />
Euro, www.weinguteissler.de<br />
Geschmack<br />
Samtiger Rotwein mit<br />
feinem Cassis-Aroma.<br />
UNSER EXPERTE<br />
Frank Kämmer <strong>ist</strong> Master-<br />
Sommelier und Tester für den<br />
Gault-Millau-Weinguide.<br />
Fotos: Dorothee van Bömmel, PR (2), Klaus E. Haun
Humor, Gelassenheit<br />
und Neugier auf alles,<br />
was kommt:<br />
Erika Pluhar mit ihrem<br />
treuen Mimmo, einem<br />
Gebirgsschweißhund.<br />
44 7/ 2012
REISE & KULTUR<br />
ERIKA PLUHAR<br />
»Bin<br />
heute ganz<br />
bei mir«<br />
Erika Pluhar – sie galt als schönste Frau Österreichs, teilte<br />
ihr Leben mit schillernden Männern, erlebte unsagbares Leid,<br />
verlor ihre Tochter und verstummte trotzdem nie.<br />
Elke Kressin traf die angesehene Schauspielerin und Autorin.<br />
Ein Gespräch über Rückschläge, Abschiede, Immerwieder-Aufstehen<br />
– und Ignaz, ihren Enkel aus der Sahara.<br />
7 / 2012 45
REISE & KULTUR<br />
M<br />
Mitten im Gespräch schließt Erika Pluhar<br />
die Augen. Und für einen Moment taucht<br />
sie weg. Ganz deutlich sieht sie dann<br />
die schier endlose Weite vor sich. Den<br />
golden schimmernden Sand. Wüste.<br />
Brennende Sonne. Fühlt den hellen Leinenstoff<br />
ihrer Bluse, der auf der Haut<br />
klebt. Ab und zu ein Windstoß, Sandkörner,<br />
die in der Luft tanzen. Wenn Erika<br />
Pluhar diese Erinnerung in sich wachruft,<br />
kann sie auch die Stille der Wüste hören.<br />
Und Anna, ihre verstorbene Tochter. Sie<br />
war es, die sie vor jetzt 26 Jahren auf die<br />
Westsahara, das politisch seit Jahrzehnten<br />
hart umkämpfte Gebiet in Nordwestafrika,<br />
aufmerksam machte. Die sie<br />
animierte, sich für die Flüchtlinge dort<br />
einzusetzen, die schließlich den kleinen<br />
Jungen nach Österreich holte, ihren Enkel,<br />
ihm den neuen Namen Ignaz gab<br />
– „der Feurige“. Und dieser Ignaz gab<br />
Erika Pluhar etwas zurück, das die heute 73-Jährige beinahe<br />
ganz verloren glaubte: Feuer, Leidenschaft, für Menschen,<br />
für das Jetzt, für das Morgen.<br />
Kürzlich war sie mit dem heute 26-Jährigen in seiner alten<br />
Heimat, in der Westsahara, um einen Film zu drehen, Großmutter<br />
und Enkel: über das Land, in dem Ignaz’ Wurzeln<br />
liegen. „Es ging um die Schönheit dieses Landes und die Würde<br />
der Menschen, die dort leben“, beschreibt Erika Pluhar.<br />
„Wir hätten auch Armut, Elend und Tragik zeigen können.<br />
Aber solche Bilder sieht man im Fernsehen schon genug.“ Es<br />
ging den beiden auch um ihre Familie, ihr Leben, darum,<br />
etwas aus einer von vielen Schlägen geprägten Vergangenheit<br />
in eine bessere Zukunft zu tragen. Und um Anna, ihre vor 13<br />
Jahren völlig unerwartet verstorbene Tochter. Um Ignaz, den<br />
sie adoptierte, der ihr heute Sohn, Enkel, Vertrauter <strong>ist</strong>.<br />
„Mir <strong>ist</strong> es wichtig, Vergangenes, Verlorenes, Früheres in<br />
mein Heute mit einzubeziehen“, sagt Erika Pluhar. „Viele<br />
freundliche Menschen rieten mir, schneller loszulassen. Sie<br />
meinten zum Beispiel, ich solle doch aus meinem <strong>Wie</strong>ner Haus<br />
ausziehen und mir etwas Kleineres suchen. Bevor mir irgendwann<br />
einmal die Erinnerungen zu viel werden. Aber warum<br />
sollte ich das wollen? Ich will mit meinen Gedanken an die<br />
Vergangenheit leben, sie um mich haben, sie atmen lassen.<br />
»Für jemanden<br />
ganz und<br />
gar da zu sein<br />
<strong>ist</strong> gut – man<br />
muss nach vorne<br />
schauen.«<br />
Ein Leben mit Brüchen und Neuanfängen<br />
1 2 3 4 5 6<br />
* 28. 2. 1938<br />
Geboren in <strong>Wie</strong>n<br />
1957–59<br />
Schauspiel-Studium<br />
am Max-Reinhardt-Seminar<br />
1959–99<br />
Schauspielerin am<br />
<strong>Wie</strong>ner<br />
46 7/ 2012
Sie inspirieren mich für die Zukunft. Nur<br />
dann, wenn ich beides spüre, nur dann<br />
bin ich ganz bei mir.“<br />
Abschiede bedeuten für Erika Pluhar<br />
nie „für immer“. Es geht weiter – wenn<br />
auch in neuer Form. <strong>Wie</strong> ein roter Faden<br />
zieht sich dies durch ihr Leben. Denn im<br />
Abschied-Nehmen <strong>ist</strong> sie geübt. Ob es das<br />
Zerbrechen ihrer ersten Ehe mit dem<br />
schillernden Unternehmer Udo Proksch<br />
1967 war (er starb 2001 im Gefängnis,<br />
verurteilt wegen Mord), das Scheitern<br />
ihrer zweiten Ehe mit Tausendsassa<br />
André Heller 1973 oder der Selbstmord<br />
ihrer großen Liebe, des Schauspielers<br />
Peter Vogel 1978: Erika Pluhar trauerte,<br />
litt – und stand wieder auf. Immer sah<br />
ihr eine große Öffentlichkeit dabei zu.<br />
Nach dem Verlust ihres einzigen Kindes<br />
war das Aufstehen ungleich schwerer.<br />
Manchmal schien es gar unmöglich,<br />
sagt sie im Rückblick. Zwar war sie gehalten,<br />
hatte Menschen, die sie davor<br />
bewahrten, einfach am Boden liegen zu<br />
bleiben. „Zum Beispiel den Heller, dem<br />
ich dafür auf ewig dankbar bin.“ Aber es<br />
war ein unendlich mühevollerer, quälend<br />
langer Weg. „Deshalb bin ich auch dem<br />
Schicksal bis heute dankbar, das mir die<br />
Verantwortung für meinen nun mutterlosen<br />
Enkel Ignaz übertrug. Für jemanden<br />
ganz und gar da sein zu müssen,<br />
der sonst allein wäre in der Welt, <strong>ist</strong> eine<br />
gute, heilsame Art, den Rücken zu straffen<br />
und nach vorne zu schauen.“<br />
Wenn es einen zweiten roten Faden in<br />
Erika Pluhars Leben gibt, dann Gemeinschaft<br />
und Solidarität: aufeinander ach-<br />
Erika Pluhar mit Enkel<br />
Ignaz, mit dem sie den<br />
Film „Sahara in mir“ drehte.<br />
ten, andere nicht allein lassen, niemanden übersehen, der<br />
Hilfe braucht, niemanden vergessen, der einem Gutes tat auf<br />
dem mitunter steinigen Weg des Lebens. <strong>Wie</strong> etwa jene beiden<br />
Bäuerinnen im Salzkammergut, die der 16-jährigen Erika<br />
halfen, ihre Magersucht zu überwinden. Niemanden nachtragend<br />
wegstoßen, auch wenn er dem Herzen bittere Schmerzen<br />
zugefügt hat – wie ihren ersten Mann Udo Proksch, den<br />
sie trotz einer schwierigen, lange zurückliegenden Ehe regelmäßig<br />
in der Haft besuchte. In der er wegen sechsfachen<br />
Mordes saß. „Er war der Vater meiner einzigen Tochter“, sagt<br />
Erika Pluhar ruhig, „das verbindet. Während meiner Besuche<br />
im Gefängnis hatten wir so gute Gespräche wie während unserer<br />
ganzen Ehe nicht.“<br />
Doch wie gelingt es, Trauer, Wut, Verzweiflung und Einsamkeit<br />
immer wieder zu überwinden? „Ich hatte und habe<br />
immer die Kunst, meine Arbeit, die Möglichkeit, etwas zu<br />
schaffen und da meine Energie hineinzuleiten“, sagt die<br />
Schauspielerin, die 40 Jahre lang zum Ensemble des weltberühmten<br />
<strong>Wie</strong>ner Burgtheaters gehörte, die mit Heidelinde<br />
Burgtheater<br />
1962–67<br />
Ehe mit Udo<br />
Proksch (5, hier<br />
1989 in Haft)<br />
1962<br />
* Tochter Anna<br />
(1, hier ca. 1965)<br />
1970–84<br />
Ehe mit André<br />
Heller (2)<br />
1972<br />
Besingt erste<br />
Platte, es folgen<br />
19 LPs & CDs (6)<br />
1973–78<br />
Beziehung mit<br />
Schauspieler<br />
Peter Vogel bis zu<br />
dessen Tod<br />
1973<br />
Dreht „Reigen“<br />
mit Senta Berger,<br />
Helmut Berger<br />
1977<br />
„Schöner Gigolo,<br />
armer Gigolo“;<br />
mit David Bowie,<br />
Kim Novak,<br />
Maria Schell, Curd<br />
Jürgens, Marlene<br />
Dietrich (3)<br />
1981<br />
Erstes Buch: „Aus<br />
Tagebüchern“, es<br />
folgen bis heute<br />
18 weitere Bücher<br />
1986<br />
Ernennung Kammerschauspielerin<br />
1999<br />
Tod von ihrer-<br />
Tochter Anna<br />
2009<br />
„Mein Leben“<br />
(Dokumentarfilm)<br />
und „Out of Control“<br />
(4)<br />
2009<br />
Ehrenpreis des<br />
österreichischen<br />
Buchhandels<br />
7 / 2012 47
REISE & KULTUR<br />
Weis und Senta Berger zum Film kam,<br />
die als Sängerin und Autorin erfolgreich<br />
war und <strong>ist</strong>. „Geschrieben habe ich schon<br />
immer. In große schwarze Kladden. Darin<br />
sammele ich Gedanken, Ideen und<br />
führe Tagebuch. Jeden Morgen reflektiere<br />
ich über den vorausgegangenen<br />
Tag.“ Bereits ihr allererstes Buch, „Aus<br />
Tagebüchern“, war 1981 ein ungeahnter<br />
Erfolg beim Publikum. „Vielleicht, weil<br />
ich in Worte fassen kann, was viele fühlen.<br />
Und nie habe ich mich gescheut,<br />
etwas preiszugeben. Menschen sehnen<br />
sich nach Identifikation.“ <strong>Ihr</strong> Ex-Mann<br />
André Heller sagte einmal über sie:<br />
„Erika schreibt Geschichten, die tatsächlich<br />
gebraucht und gelesen werden und<br />
die von tiefen Erfahrungen erzählen, die<br />
sie leider nicht erfinden muss, sondern<br />
ganz und gar selbst durchlebt hat.“<br />
Diese Geschichten erzählt sie auch in<br />
ihren Liedern, deren Texte sie selbst<br />
schreibt. Mehr als 20 Platten hat sie besungen,<br />
ihre Konzerte sind stets ausverkauft.<br />
Mal stehen sie zu zweit auf der<br />
Bühne – die Pluhar mit dem Gitarr<strong>ist</strong>en<br />
Klaus Trabitsch –, mal aber auch zu dritt<br />
oder im Quartett. „Auch wenn die<br />
Stücke, die wir spielen, die gleichen sind<br />
– jeder Abend <strong>ist</strong> anders und einzigartig“,<br />
sagt die Sängerin. André Heller <strong>ist</strong> noch<br />
heute überzeugt: „Wenn sie nicht nur<br />
ihre eigenen Lieder, sondern auch die<br />
Hits anderer gesungen hätte: Sie hätte<br />
Weltkarriere machen können.“<br />
Die leisen, unspektakulären Töne sind<br />
es, die sie reizen, die stillen Fragen des<br />
Lebens, die sich jeder einmal stellt: Gehen<br />
oder bleiben? Bin ich glücklicher<br />
allein oder zu zweit? <strong>Wie</strong> viel Liebe und<br />
Nähe kann ich geben? Halten oder loslassen?<br />
<strong>Wie</strong> lebe ich damit, dass ich älter<br />
werde? Doch sie stellt auch fest, dass sie<br />
sich verändert. „Heute bin ich sanftmütiger<br />
als früher“, sagt sie und lächelt. „In<br />
meinem Alter sollte man milder sein mit<br />
anderen – und mit sich selbst.“<br />
Überhaupt das Älterwerden. Älterwerden<br />
sei eine neue Möglichkeit, sich den<br />
eigenen Wurzeln noch einmal neu zu<br />
»Jugend <strong>ist</strong><br />
ein ge<strong>ist</strong>iges<br />
Prinzip, mit<br />
Alter hat es<br />
wenig zu tun.«<br />
nähern. Und folgerichtig erzählt sie in ihrem neuen Roman<br />
(„Im Schatten der Zeit“, Residenz-Verlag, 21,90 Euro) die<br />
Geschichte ihrer Mutter – einer alleinerziehenden jungen<br />
Frau im Krieg, während ihr Mann an der Front kämpfte. „Meine<br />
ältere Schwester hat viele Dokumente der Familie liebevoll<br />
aufbewahrt“, erzählt Erika Pluhar. „Beim Durchsehen der<br />
Notizen und Fotos und beim Schreiben bin ich meiner Mutter<br />
viel näher als je zuvor.“ Neue Erkenntnisse über sich selbst<br />
habe sie nicht gewonnen. „Aber ich habe deutlicher als sonst<br />
die richtige Mixtur in mir gespürt: das Musikalische, Gesellige<br />
meines Vaters und die zurückgezogene Art meiner Mutter.“<br />
Hat sie Angst vor dem Alter? „Ich achte mehr auf mich,<br />
bewege mich viel und esse mit Genuss, aber in Maßen. Darum<br />
spüre ich meine Jahre nicht wirklich. Meine Eltern wurden 90<br />
und 95, das lässt hoffen. Aber ich mache mir auch nichts vor:<br />
Ich bin nicht mehr jung. Obwohl ich mehr denn je davon<br />
überzeugt bin, dass Jugend ein ge<strong>ist</strong>iges Prinzip <strong>ist</strong>. Ein an<br />
Jahren junger Mensch kann innerlich sehr alt sein. Weil er die<br />
Möglichkeiten zu leben nicht sieht und ausschöpft.“<br />
Und schon <strong>ist</strong> sie wieder bei ihrem Lebensthema. „In allem<br />
Vergangenen steckt ein Wert für die Gegenwart. Jeder von<br />
uns lebt im Schatten der eigenen Zeit.“ Das bedeutet für Erika<br />
Pluhar bis heute: politisch zu denken (man trug ihr in Österreich<br />
sogar das Amt der Bundespräsidentin an). „Wenn ich<br />
mir die politischen Zustände in Österreich oder in Deutschland<br />
anschaue, sehe ich, dass ich auch weiter meine Stimme<br />
erheben muss. Der Teufel trägt immer andere Kleider. Heutzutage<br />
kann es etwa das Gewand eines schicken Managers<br />
mit Köfferchen sein. Überall versucht man, zu<br />
manipulieren, zu vereinnahmen, etwa im Internet.<br />
Dagegen muss man sich wehren.“<br />
Erika Pluhar mit Redakteurin Elke Kressin<br />
Fotos: Peter Rigaud/laif, Paul Schirnhofer/Agentur Focus, action press (2), ullstein bild, apa/dpa, ddp images, PR, Elke Kressin<br />
48 7/ 2012
Lesezimmer<br />
„Süden <strong>ist</strong><br />
• da ankommen,<br />
wo man<br />
erwartet wird,<br />
• im Halbschlaf<br />
nichts zu befürchten<br />
haben,<br />
• durch Liebreiz<br />
mutig werden.“<br />
Iso Camartin<br />
Fotos: Peter Rigaud/laif, Klaus E. Haun<br />
Auf in den Süden<br />
Ein zauberhaftes Buch, das jeden an den Ort der eigenen Sehnsüchte entführt<br />
Wer in Finnland wohnt,<br />
für den <strong>ist</strong> Schweden<br />
– der Süden.<br />
Der Schotte findet<br />
Südengland ziemlich<br />
südlich. Und für den Schweizer Iso<br />
Camartin <strong>ist</strong> Sizilien der Süden par excellence.<br />
„Süden“, lehrt sein fröhliches<br />
kleines Buch, <strong>ist</strong> ein anderes Wort für<br />
„Sehnsuchtsort“. Wohin man sich träumt,<br />
wenn man durch winterliche Straßen eilt.<br />
Wo man gerne sein möchte, wenn man<br />
im Herbst bei Heizungsluft in der Wohnung<br />
sitzt. Oder wenn man – egal zu<br />
welcher Jahreszeit – im Stau steht. Und<br />
von wo aus man, einmal angekommen,<br />
bege<strong>ist</strong>erte Postkarten schreibt.<br />
Süden, das sind farbige Gemälde<br />
von Cézanne, Marc und Gauguin,<br />
<strong>ist</strong> die Sonne auf der Haut, <strong>ist</strong> das<br />
gedämpfte Schlagen der Wellen, die<br />
nur im Sommer so klingen. Süden,<br />
das <strong>ist</strong> kühler Weißwein auf einer<br />
einladenden Terrasse mit Blick auf<br />
die idyllische Uferpromenade. Einfach<br />
nur dasitzen und genießen.<br />
Iso Camartin singt ein einzigartiges Loblied<br />
auf den Süden. Ein Buch, das einen<br />
träumen lässt, das gute Laune macht –<br />
und die Sehnsucht<br />
stillt. Wenigstens für<br />
einen wunderbaren<br />
Moment.<br />
Iso Camartin:<br />
Jeder braucht seinen<br />
Süden, Suhrkamp/<br />
Insel-TB, 7,95 Euro<br />
7/ 201 2 49
Lesezimmer<br />
„Liebe,<br />
nichts als<br />
Liebe“<br />
Das Geheimnis von Nicholas<br />
Sparks’ Erfolg … <strong>ist</strong> seine Frau.<br />
Sie weckt in dem Bestseller-<br />
Autor seit 23 Jahren den<br />
Romantiker, wie er im Interview<br />
verrät. So schön – fast wie<br />
im echten Sparks-Roman.<br />
Schreibt derzeit am<br />
18. Roman: Nicholas Sparks.<br />
Nicholas<br />
Sparks: „Mein<br />
Weg zu dir“,<br />
Heyne Verlag<br />
2012, 19,99<br />
Euro<br />
M<strong>ist</strong>er Sparks, in <strong>Ihr</strong>em neuen Roman „Mein<br />
Weg zu dir“ flammt eine alte Liebe heftig wieder<br />
auf. Und das, nachdem sich die Liebenden 25<br />
Jahre nicht gesehen haben. Glauben Sie wirklich,<br />
dass man Liebe so lange bewahren kann?<br />
SPARKS Aber sicher! Die Liebe zu meiner Frau hält<br />
auch schon so lange – und das, obwohl wir uns fast<br />
jeden Tag sehen! Und in meinem ersten Roman<br />
„<strong>Wie</strong> ein einziger Tag“ war es ja auch so. (lacht)<br />
Meine Hauptfiguren in „Mein Weg zu dir“ sind in<br />
einer Lebensphase, in der sie sich Fragen stellen.<br />
<strong>Wie</strong> das Leben verlaufen wäre, wenn sie andere<br />
Entscheidungen getroffen hätten. Wenn sie damals<br />
beisammengeblieben wären. Sie fühlen diese Liebe<br />
immer noch, sind beide aktuell nicht glücklich und<br />
fragen sich: Was <strong>ist</strong> es, was wir wirklich wollen?<br />
Und die Liebe kennt immer eine Antwort?<br />
SPARKS Theoretisch ja. Nur: Wer Mitte 40 oder<br />
Anfang 50 <strong>ist</strong>, weiß: Auch wenn du dein Leben<br />
veränderst, kann es durchaus sein, dass<br />
sich die Situation überhaupt nicht verbessert.<br />
Also <strong>ist</strong> Liebe mitunter grausam, weil sie<br />
auch Verzicht bedeuten kann?<br />
SPARKS Ja, aber so <strong>ist</strong> das Leben. Und Hand<br />
aufs Herz: Wirklich arm <strong>ist</strong> doch nur der, der<br />
die Liebe nie kennengelernt hat.<br />
Kann das tatsächlich ein Trost sein?<br />
SPARKS Ich finde, schon. Zu wissen, dass unser<br />
Dasein etwas bedeutet, dass es ein Ziel hat. Zu<br />
spüren, wie es <strong>ist</strong>, zu lieben und geliebt zu werden<br />
– das <strong>ist</strong> doch das Wichtigste überhaupt, oder?<br />
Das klingt zu schön. <strong>Wie</strong> schaffen Sie es nur, so<br />
einfühlsam zu schreiben, dass Frauen auf der<br />
ganzen Welt <strong>Ihr</strong>e Bücher lieben?<br />
SPARKS Weil ich die Frauen liebe! Und weil ich<br />
möchte, dass sie glücklich sind. Ich erträume mir<br />
von ganzem Herzen, dass die Frauen meine Bücher<br />
immer wieder lesen und nie mehr vergessen.<br />
Stimmt es, dass in jeder weiblichen Hauptfigur<br />
ein Wesenszug <strong>Ihr</strong>er Frau steckt ...<br />
SPARKS Ja! Meine Frau Cathy weckt den Romantiker<br />
in mir. Ich schicke ihr oft Blumen, einfach so.<br />
Lange von ihr fort zu sein macht mich unglücklich.<br />
In Cathy finde ich so viele Facetten – sie <strong>ist</strong> warmherzig,<br />
großzügig, verständnisvoll –, dass ich für<br />
meine Heldinnen noch lange davon zehren werde.<br />
Sie als Schreib-Profi: Könnten Sie eigentlich<br />
jedes Buch ein zweites Mal schreiben?<br />
SPARKS (lacht) Nein! Ich erinnere mich jetzt schon<br />
nicht mehr daran, wie es mir gelungen <strong>ist</strong>. Aber ich<br />
möchte von jedem Buch, dass es mein bestes wird.<br />
Das Gespräch führte Elke Kressin.<br />
Nicholas Sparks, * 31. 12. 1965, kam durch eine Sportverletzung zum Schreiben, 1996: erster Roman „<strong>Wie</strong><br />
ein einziger Tag“. Seit 23 Jahren mit Cathy verheiratet, 5 Kinder. Verkaufte bisher 80 Mio. Bücher weltweit.<br />
50 7/ 2012
Fotos: Frank Zauritz, Klaus E. Haun (3), PR; Buchauswahl: Sabine Heines<br />
Neu beginnen<br />
Einfach allen Ballast<br />
hinter sich lassen<br />
Ella läuft<br />
vor der Liebe<br />
davon. Der<br />
alte Horowitz<br />
vor der Vergangenheit.<br />
Die beiden<br />
tauschen ihre<br />
Wohnungen in Berlin, die<br />
Einzimmer-Bleibe gegen ein<br />
edles Domizil in bester Lage<br />
– und hoffen, dass ihr Leben<br />
dadurch eine entscheidende<br />
Wende erfährt. Doch alles<br />
kommt ganz anders. Ein spannendes<br />
Experiment und eine<br />
fesselnde Erzählung über<br />
Erwartungen, Träume, Scheitern<br />
und neue Chancen.<br />
Annika Reich: 34 Meter über dem<br />
Meer, Hanser, 18,90 Euro<br />
Herzensdinge<br />
Ein Mann sucht sein Glück<br />
in der Ferne, findet er es?<br />
François<br />
Lelord, Autor<br />
der beliebten<br />
„Hector“-Bücher,<br />
entführt<br />
diesmal auf eine<br />
romantischabenteuerliche<br />
Reise in sein<br />
Lieblingsland Vietnam. Dort<br />
macht sich der französische<br />
Arzt Julien auf die Suche nach<br />
dem Erreger einer rätselhaften<br />
Epidemie und lernt die Kollegin<br />
Clea kennen. Doch Julien hat<br />
sein Herz bereits verschenkt –<br />
an eine junge Frau, die in Hanoi<br />
Souvenirs verkauft. Und die ihn<br />
eigentlich nicht lieben darf.<br />
François Lelord: Die kleine Souvenirverkäuferin,<br />
Piper, 16,99 Euro<br />
MEIN GEFÜHL<br />
» Bei jeder<br />
Geschichte,<br />
die wir über<br />
uns erzählen,<br />
sind wir nicht<br />
mehr Akteure,<br />
sondern<br />
Zuschauer.«<br />
Siri Hustvedt ,Autorin u. a. von „Der Sommer<br />
ohne Männer“, rororo TB, 8,99 Euro<br />
Unser<br />
Tipp<br />
❤<br />
DEM SCHICKSAL<br />
AUF DER SPUR<br />
Eine mutige junge<br />
Frau macht sich auf<br />
die Suche nach ihrem<br />
heimlichen Verehrer.<br />
Letztes Jahr im November<br />
hat ein<br />
Buch mein Leben<br />
gerettet.“ Schon<br />
beim ersten Satz dieses<br />
liebevoll und charmant<br />
geschriebenen Romans<br />
wird klar: Dies <strong>ist</strong> eine<br />
Perle für laue Sommerabende!<br />
Barreau lässt<br />
seine Heldin Aurélie auf<br />
einen Roman stoßen, in<br />
dem ihr kleines Pariser<br />
Restaurant erwähnt wird.<br />
Und nicht nur dies: Auch<br />
sich selbst erkennt sie in<br />
der Beschreibung<br />
wieder. „Das <strong>ist</strong><br />
Fügung“, ahnt sie<br />
und sucht nach dem<br />
Autor, um ihm zu<br />
danken. Ein schwieriges<br />
Unterfangen,<br />
wie sich herausstellt<br />
– aber nicht unmöglich.<br />
Und es kommt<br />
zu einer Begegnung,<br />
die Weichen für die<br />
Zukunft stellt.<br />
Nicolas Barreau:<br />
Das Lächeln der<br />
Frauen, Piper-TB,<br />
9,99 Euro; Hardcover,<br />
Thiele Verlag,<br />
18,00 Euro<br />
7 / 2012<br />
51
REISE & KULTUR<br />
Die richtigen Worte finden<br />
Ein Beileidsbrief soll Trost spenden, Mitgefühl ausdrücken,<br />
persönlich sein. Aber wie findet man die richtigen Worte, wenn man sich<br />
selbst sprachlos fühlt? Hier sind ein paar kleine Hilfen.<br />
An Menschen, die nahestehen<br />
Enge Freunde, Verwandte zu trösten fällt besonders<br />
schwer. Je persönlicher Sie schreiben, desto besser.<br />
An Menschen im weiteren Umfeld<br />
Auch Nachbarn und Bekannte sind dankbar, wenn<br />
sie ehrliche Anteilnahme aus den Worten lesen.<br />
1. Schreiben, wie man davon erfahren hat<br />
„Nun <strong>ist</strong> es also Wirklichkeit geworden, was wir<br />
alle schon so lange befürchteten: Johanna,<br />
Deine liebe Frau und unsere enge Freundin, <strong>ist</strong><br />
tot. Und uns bleibt nur, gemeinsam zu trauern.“<br />
„Aus der Zeitung habe ich vom Tod <strong>Ihr</strong>es Mannes<br />
erfahren. Die Nachricht hat mich sehr betroffen<br />
gemacht. Bis zuletzt war mir nicht be wusst, wie<br />
ernst es um seine Gesundheit stand.“<br />
2. Die Situation beim Namen nennen<br />
„Johanna nach ihrem zweiten Schlaganfall so<br />
leiden zu sehen hat mich sehr bekümmert.<br />
Dennoch tat es uns beiden gut, dass wir uns vor<br />
ihrem Tod noch einmal sehen konnten.“<br />
„Es tut mir so leid, dass <strong>Ihr</strong> Mann den Kampf<br />
gegen den Krebs verloren hat. Immer wieder<br />
hoffen, immer wieder enttäuscht werden – das<br />
war bestimmt eine schwierige Zeit für Sie beide.“<br />
3. Persönlich sein<br />
„Beim letzten Mal, als ich Johanna noch bei<br />
Kräften sah, saß sie lächelnd auf ihrer Lieblingsbank<br />
im Garten, neben sich eine Tasse Kaffee.<br />
So werde ich sie in Erinnerung behalten.“<br />
„Er hatte noch so viele Pläne, so viel vor in<br />
unserer Gemeinde. Wollte beim Bau des Jugendheims<br />
helfen und wieder das Sommerfest mit<br />
uns planen. Wir vermissen ihn jetzt schon sehr.“<br />
4. Wertschätzung ausdrücken<br />
„Johanna hatte das erfrischendste Lachen, die<br />
klarste Stimme im Chor – und ein liebenswertes<br />
Chaos in ihrem Arbeitszimmer. Vor allem aber<br />
konnte sie eines: wunderbar zuhören.“<br />
„Du sollst wissen: Wir sind für Dich da. Ob für<br />
praktische Dinge wie Einkäufe und Erledigungen<br />
oder auch wenn Du jemanden zum<br />
Mitlachen oder Mitweinen brauchst.“<br />
!<br />
5. Hilfe anbieten<br />
„Die Geschicklichkeit <strong>Ihr</strong>es Mannes hat mich<br />
immer fasziniert. <strong>Wie</strong> fein er schnitzen konnte!<br />
Die Holz-Figuren, die er mir geschenkt hat,<br />
erinnern mich so oft an ihn.“<br />
„Geben Sie uns ein Zeichen,<br />
wenn wir Sie unterstützen<br />
können. Wir sind wirklich<br />
sehr gerne für Sie da.“<br />
Foto: Klaus Erich Haun, Illustrationen: Shutterstock (5)<br />
52 7/ 2012
REISE & KULTUR<br />
Ein guter Koffer<br />
Stabil, leicht, wendig – sieben wichtige Details, die <strong>Ihr</strong> neuer<br />
Reisebegleiter auf jeden Fall im Gepäck haben sollte …<br />
Foto: Samsonite; Illustration: Getty Images<br />
Weiche Schale<br />
Weiche Rollkoffer (Trolleys)<br />
sind ideal, wenn<br />
man me<strong>ist</strong> per Auto<br />
re<strong>ist</strong>. Wer eher fliegt,<br />
sollte eine harte Schale<br />
wählen – auf Flughäfen<br />
wird Gepäck oft sehr<br />
rabiat behandelt.<br />
Hohe Qualität<br />
Gute, langlebige,<br />
mittelgroße Trolleys<br />
(ca. 55 x 40 x 20 cm;<br />
für max. 20 kg Gepäck)<br />
kosten ab etwa 120<br />
Euro. Bei billigeren<br />
Discounter-Schnäppchen<br />
hakeln oft schnell<br />
die Reißverschlüsse,<br />
die Teleskop-Griffe sind<br />
häufig instabil und die<br />
Stoffe reißen me<strong>ist</strong><br />
sehr leicht.<br />
Wenig Gewicht<br />
Koffer aus flexiblem<br />
Polyester-Gewebe<br />
sind leichter als<br />
Hartschalen-Trolleys<br />
aus Kunststoff oder<br />
Alu (ca. 4 kg). Vor<br />
allem für Flugreisen<br />
wichtig – me<strong>ist</strong> max.<br />
8 kg Bord- und<br />
20 kg Reisegepäck.<br />
Bequemer Griff<br />
Der Teleskop-Griff<br />
sollte auf 2 bis 3 Stufen<br />
einrastbar sein,<br />
um Koffer bequem<br />
ziehen zu können.<br />
Ideal sind 2 Extra-<br />
Tragegriffe – neben<br />
dem Teleskop-Griff<br />
und an der Längsseite.<br />
Stabile Rollen<br />
Damit der Trolley sich<br />
gut bewegen lässt,<br />
sind große, stabile<br />
Rollen wie bei Inline-<br />
Rollschuhen entscheidend.<br />
5 cm sollten die<br />
Rollen im Durchmesser<br />
haben; kleinere<br />
Rollen sind me<strong>ist</strong><br />
schwergängiger.<br />
Kleine Größe<br />
Für ein langes Wochenende<br />
reicht ein<br />
mittelgroßer Koffer<br />
me<strong>ist</strong> völlig aus. Ist<br />
ein Koffer nur halb<br />
gefüllt, purzelt der<br />
Inhalt leicht durcheinander<br />
und verknittert.<br />
Deshalb auch<br />
auf Kreuz-Spanngurte<br />
innen achten. Dann<br />
verrutscht nichts.<br />
Viele Taschen<br />
Praktisch sind kleine<br />
Innen- und Außentaschen<br />
mit Reißverschlüssen<br />
am Koffer<br />
– für Zeitschriften,<br />
Karten oder Taschentücher.<br />
Viele Trolleys<br />
haben auch kleine<br />
Vorhängeschlösser,<br />
mit denen sich Reißverschlüsse<br />
abschließen<br />
lassen.<br />
Gute Trolleys*<br />
Modell<br />
Samsonite B-Lite Upright**<br />
Stratic Trolley S 55**<br />
Preis in Euro<br />
159<br />
129<br />
Eminent Astana 55*** 159<br />
Titan Xenon Plus 53*** 189<br />
Quelle: Stiftung Warentest, WDR Markt<br />
* Alle mittlere Größe (40 l Volumen/ca. 55 x 40 x 20 cm),<br />
** Weichkoffer. *** Hartschale.<br />
<br />
160<br />
Der<br />
Testsieger<br />
Überzeugt<br />
bei vielen Details:<br />
Samsonite<br />
B-Lite Kabinen-<br />
Trolley Upright<br />
(55/39,5/20 cm,<br />
2,3 kg), etwa<br />
Euro.<br />
7 / 2012 53
Sonnenstrahlen<br />
im Juli<br />
Es gibt Sätze, die geben Kraft, und manche begleiten uns als Sinn-Sprüche<br />
durchs Leben. Wir haben einen bunten Strauß an<br />
Sonnenstrahlen für Sie zusammengestellt – für jeden Tag im Juli.<br />
1<br />
2<br />
3<br />
4<br />
5<br />
6<br />
7<br />
8<br />
27. Kalenderwoche<br />
So Die höchste Form des<br />
Glücks <strong>ist</strong> ein Leben<br />
mit einem gewissen<br />
Grad an Verrücktheit.<br />
ERASMUS VON ROTTERDAM<br />
Mo Das Leben <strong>ist</strong> ein<br />
Bumerang: Man bekommt<br />
zurück, was<br />
man gibt.<br />
DALE CARNEGIE<br />
Di Bei gleicher Umgebung<br />
lebt doch jeder in einer<br />
anderen Welt.<br />
ARTHUR SCHOPENHAUER<br />
Mi Wer das Prinzip „Auge<br />
um Auge“ verfolgt,<br />
riskiert das Erblinden<br />
der ganzen Welt.<br />
MAHATMA GANDHI<br />
Do Die Zukunft kommt<br />
in Raten, das <strong>ist</strong> das<br />
Erträgliche an ihr.<br />
ALFRED POLGAR<br />
Fr Erfahrungen vererben<br />
sich nicht – jeder muss<br />
sie allein machen.<br />
KURT TUCHOLSKY<br />
Sa Argwöhnisch wacht<br />
der Mensch über alles,<br />
was ihm gehört – nur<br />
die Zeit lässt er sich<br />
stehlen.<br />
LINUS PAULING<br />
So Ich bin stolz auf die<br />
Falten. Sie sind das<br />
Leben in meinem Gesicht.<br />
54 7/2012 BRIGITTE BARDOT<br />
9<br />
10<br />
11<br />
12<br />
13<br />
14<br />
15<br />
28. Kalenderwoche<br />
Mo Ideale sind wie Sterne.<br />
Man kann sie nicht<br />
erreichen, aber man<br />
kann sich an ihnen<br />
orientieren.<br />
CARL SCHURZ<br />
Di Man müsste das Leben<br />
so einrichten, dass<br />
jeder Moment bedeutungsvoll<br />
<strong>ist</strong>.<br />
IWAN TURGENJEW<br />
Mi Die Schönheit der<br />
Dinge lebt in der Seele<br />
dessen, der sie betrachtet.<br />
DAVID HUME<br />
Do Ein Charakter <strong>ist</strong> wie<br />
ein Baum und der gute<br />
Ruf wie der Schatten.<br />
ABRAHAM LINCOLN<br />
Fr Im Traum und in<br />
der Liebe gibt es keine<br />
Unmöglichkeiten.<br />
JANOS ARANY<br />
Sa Ein Mensch ohne Fantasie<br />
<strong>ist</strong> wie ein Vogel<br />
ohne Flügel.<br />
WILHELM RAABE<br />
So Nimm dir Zeit zu<br />
träumen, das <strong>ist</strong> der<br />
Weg zu den Sternen.<br />
AUS IRLAND<br />
16<br />
17<br />
18<br />
19<br />
20<br />
21<br />
22<br />
29. Kalenderwoche<br />
Mo Humor <strong>ist</strong> keine Gabe<br />
des Ge<strong>ist</strong>es, er <strong>ist</strong> eine<br />
Gabe des Herzens.<br />
LUDWIG BÖRNE<br />
Di Düfte sind die Gefühle<br />
der Blumen.<br />
HEINRICH HEINE<br />
Mi Jede Begebenheit, so<br />
zufällig sie scheinen<br />
oder so willkürlich sie<br />
sein mag, erfolgt notwendig.<br />
THOMAS HOBBES<br />
Do Zusammen verbrachte<br />
Zeit festigt das<br />
Miteinander.<br />
ERNST FERSTL<br />
Fr Es gibt nur ein Mittel,<br />
sich wohlzufühlen: Man<br />
muss lernen, mit dem<br />
Gegebenen zufrieden<br />
zu sein, und nicht<br />
immer das verlangen,<br />
was gerade fehlt.<br />
THEODOR FONTANE<br />
Sa Das wahre Glück <strong>ist</strong>:<br />
Gutes zu tun.<br />
SOKRATES<br />
So Schreibe auf, was du<br />
dir wünschst, und<br />
überprüfe es morgen.<br />
HEIDRUN-AURO BRENJO
24 Seiten Extra Clever in Rente mit 60, 61, 62 <br />
Juli 2012<br />
DER EXTRA RATGEBER VON<br />
Zum Heraustrennen und Sammeln<br />
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Erspartes<br />
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Geld<br />
Die besten Tipps für Sparbuch,<br />
Lebensversicherung,<br />
Riester-Vertrag und Co. S. 4<br />
<strong>Ihr</strong> Recht<br />
bei Berufsunfähigkeit<br />
S. 10<br />
❯<br />
Höhere Rente –<br />
erstmals Steuern<br />
Immer mehr Rentner müssen ab<br />
Juli zahlen – was tun? S. 16<br />
❯<br />
Streit vermeiden in<br />
Erbengemeinschaft<br />
<strong>Wie</strong> lösen Geschw<strong>ist</strong>er die Fesseln<br />
eines Eltern-Testaments auf? S. 12
geld^recht 7/2012: In dieser Ausgabe<br />
500 Euro sparen – wie Sie <strong>Ihr</strong> Erspartes optimieren S. 4 + + + Gute Tablet-Computer S. 9 + + + Sonder-Rente wegen Berufsunfähigkeit<br />
für 50<strong>plus</strong> S. 10 + + + <strong>Wie</strong> Streit in einer Erbengemeinschaft vermeiden? S. 12 + + + In Rente mit 63 – was <strong>ist</strong> möglich? S. 15<br />
+ + + Höhere Rente ab Juli – der Finanzmin<strong>ist</strong>er freut sich S. 16 + + + Kreditgebühren zurückholen? S. 18 + + + Die aktuellen Renten-Werte<br />
ab Juli S. 21 + + + <strong>Ihr</strong>e Fragen, <strong>plus</strong>-Experten antworten S. 22 + + + Musterbrief: Unerlaubte hohe Dispo-Zinsen S. 24<br />
RENOVIEREN<br />
Gute Farbe<br />
für die Wände<br />
Bei Sonne sieht man leider<br />
alles – auch dass mal<br />
wieder gestrichen werden<br />
müsste. Gute Abdeckfarben:<br />
Farbturm Premium<br />
weiß, Schöner Wohnen<br />
spektralweiß, Alpina<br />
naturweiß. Kosten je 10-<br />
Liter-Eimer: um 30 Euro.<br />
Groupon & Co. –<br />
wie gut sind die?<br />
Die Rabatte sind verlockend; dennoch sollte<br />
jeder ganz genau rechnen, ob sich die über das<br />
Internet verkauften Gutscheine lohnen.<br />
ARZTTERMIN ABSAGEN<br />
Arzttermine dürfen<br />
jederzeit abgesagt werden,<br />
ohne dass die Praxis<br />
dafür »Schadensersatz«<br />
verlangen darf, entschied<br />
das Amtsgericht Bremen<br />
(Az. 9 C 0566/11).<br />
RENTE<br />
Ab 2017<br />
höhere Beiträge<br />
19,2 % soll der Beitrag<br />
zur Rente 2013 betragen,<br />
derzeit sind es 19,6 %.<br />
Bis 2016 soll der Beitragssatz<br />
nicht mehr<br />
steigen. Aber danach!<br />
Kanzlerin und Arbeitsmin<strong>ist</strong>erin<br />
wollen den<br />
Satz bis 2020 nicht über<br />
20 % und bis 2030 nicht<br />
über 22 % steigen lassen.<br />
Grund für den Anstieg:<br />
immer mehr Rentner!<br />
Fünfzig, sechzig, siebzig<br />
Prozent will jeder<br />
gern sparen. Genau das<br />
versprechen Rabatt-Anbieter<br />
wie Groupon, My<br />
Deal usw. mit ihren Gutscheinen.<br />
Das Prinzip <strong>ist</strong><br />
dabei einfach:<br />
• Auf der Internet-Seite<br />
des Anbieters anmelden.<br />
• Dort sind auch die Angebote<br />
gel<strong>ist</strong>et.<br />
• Hat man Interesse,<br />
kauft man einen Gutschein,<br />
bezahlt per Lastschrift<br />
oder Kreditkarte.<br />
• Der Gutschein kommt<br />
per E-Mail. Ausdrucken<br />
und später dann im Geschäft<br />
einlösen.<br />
Hört sich verlockend an,<br />
dennoch sollte man auf<br />
einige Details achten:<br />
• Je höher der Rabatt,<br />
desto genauer das Angebot<br />
lesen.<br />
• Einige Gutscheine sind<br />
zeitlich befr<strong>ist</strong>et – so<br />
gelten rabattierte Kino-<br />
Karten oft nur montags<br />
bis donnerstags.<br />
• Teilweise sind die Gutscheine<br />
auf einzelne<br />
Filialen bezogen oder<br />
gelten nur, wenn man<br />
weitere Dinge kauft.<br />
Übrigens: den Kauf<br />
eines Gutscheins kann<br />
man innerhalb von<br />
14 Tagen widerrufen.<br />
ANBIETER* GROUPON.DE DAILY-DEAL.DE WER-GEHT-HIN.DE** DEALGIGANT COUPIES***<br />
Typisches<br />
Angebot<br />
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(61 % gespart)<br />
Ersparnis<br />
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Anmelden (0 18 05) 23 23 88,<br />
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* Rabatt-Portale sind nur Mittler/Zwischenhändler, Reklamationen direkt<br />
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kommt zustande. *** Nur für Smartphone-Nutzer mit Coupies-App – bei<br />
Interesse Gutschein anwählen, auf Smartphone an der Kasse zeigen,<br />
reduzierten Preis zahlen. **** Nach Angaben der Anbieter.<br />
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9,90 statt 19,80 Euro<br />
(50 % gespart)<br />
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1,11 statt 2,79 Euro<br />
(60 % gespart)<br />
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(02 21) 27 22 59 68,<br />
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(08 00) 4 66 66 00,<br />
www.dealgigant.de<br />
(0221) 94 65 79 32,<br />
www.coupies.de<br />
Fotos: F1Online (2), Caro, Getty Images, mauritius images, PR<br />
2 7/ 201 2
S. 16<br />
„Wir können doch, wie bei der Zuschuss-Rente, nicht<br />
permanent Arbeitgeber und Arbeitnehmer belasten.“<br />
Dieter Hundt, Präsident der Arbeitgeberverbände<br />
8<br />
zu wenig Pflege-<br />
Aufwand pro<br />
Tag dürfen nicht<br />
ausreichen, um<br />
eine höhere Pflegestufe<br />
abzulehnen<br />
(SG Münster,<br />
Az. S 6 P 135/10).<br />
Einem Mann<br />
war die Pflegestufe<br />
III abgelehnt<br />
worden, weil<br />
8 Minuten an der<br />
notwendigen<br />
Grenze von 240<br />
Minuten je Tag<br />
fehlten.<br />
MINUTEN<br />
SHAMPOO<br />
Alles<br />
„mangelhaft“<br />
Kein einziges Spezial-<br />
Shampoo für gefärbte<br />
Haare, das den Haar-<br />
Ton schonen sollte,<br />
bekam auch nur ein<br />
„ausreichend“, alle<br />
waren „mangelhaft“,<br />
so Stiftung Warentest.<br />
Wer gefärbte Haare<br />
hat, sollte nur normales<br />
Shampoo benutzen.<br />
RENTE<br />
Abschläge ausgleichen lohnt nicht<br />
Achtundfünfzig Prozent der<br />
Arbeitnehmer gehen mit<br />
Abschlägen in Rente, so viele<br />
wie nie. Im Schnitt gehen die<br />
me<strong>ist</strong>en gut drei Jahre früher<br />
und nehmen eine lebenslange<br />
Kürzung von knapp 100 Euro<br />
hin. Die Rentenkassen weisen<br />
zwar darauf hin, dass man<br />
Abschläge durch Einmalzahlungen<br />
vermeiden kann. Doch<br />
dies lohnt me<strong>ist</strong> nicht, wie die<br />
Tabelle zeigt. Wer z. B. immer<br />
durchschnittlich verdiente<br />
und damit etwa 1.250 Euro<br />
Rente brutto erhielte, drei<br />
Jahre früher in Rente geht,<br />
erhält 135 Euro weniger. Um<br />
dies auszugleichen, müsste<br />
man gut 35.000 Euro auf einen<br />
Schlag einzahlen. Das<br />
heißt: Erst nach 22 Jahren<br />
hätte man diese Summe über<br />
die höhere Rente zurück.<br />
Rente<br />
brutto*<br />
Früher<br />
in Rente<br />
Abschlag<br />
je Monat*<br />
BANK-URTEILE<br />
Zu hohe Überziehungszinsen nicht erlaubt<br />
Abschlag<br />
vermeiden*<br />
500 1 Jahr 18 4.323<br />
2 Jahre 36 8.981<br />
3 Jahre 54 14.015<br />
750 1 Jahr 27 6.484<br />
2 Jahre 54 13.471<br />
3 Jahre 81 21.022<br />
1.000 1 Jahr 36 8.645<br />
2 Jahre 72 17.961<br />
3 Jahre 108 28.030<br />
1.250 1 Jahr 45 10.807<br />
2 Jahre 90 22.452<br />
3 Jahre 135 35.037<br />
* in Euro.<br />
Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund<br />
• Mehrere Landgerichte haben die Zinsklauseln von Volksbanken<br />
abgelehnt. Dort war in den Geschäftsbedingungen<br />
vermerkt, dass fürs Überziehen eines Kontos der Zins nach<br />
billigem Ermessen (§ 315 BGB) festgelegt wird. Dies sei nicht<br />
erlaubt (Landgericht Münster, Az. 25 O 132/11; Landgericht<br />
Göttingen, Az. 9 O 294/11; Landgericht Berlin, Az. 15 O<br />
188/11. Wer auf der Basis solcher Zinsklauseln zu viel Geld<br />
zahlte, sollte Geld zurückfordern (Musterbrief, S. 24).<br />
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7/ 201 2<br />
3
geld ^recht<br />
500 Euro kann jeder pro<br />
Jahr mehr erhalten, wenn<br />
bei Girokonto, Sparbuch &<br />
Co. mehr verglichen wird, so<br />
eine Studie*. Bei Discountern<br />
seien viele Pfennig-Fuchser,<br />
den Banken werde Geld<br />
geschenkt. Was zu tun <strong>ist</strong>,<br />
zeigen die folgenden Seiten.<br />
4 7/ 2012
extra<br />
GIROKONTO<br />
SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />
Kostenloses Giro-Konto spart<br />
leicht 200 Euro im Jahr<br />
Kosten ➝ Immer noch verlangen<br />
die me<strong>ist</strong>en Banken Gebühren<br />
fürs Giro-Konto – im Schnitt<br />
gut 200 Euro im Jahr. Aber: Es<br />
gibt immer mehr Banken, die<br />
kostenlose Giro-Konten anbieten.<br />
Deshalb auch bei der bisherigen<br />
Bank nachfragen.<br />
Konto ➝ Jede Bank bietet unterschiedliche<br />
Giro-Konten – mit<br />
unterschiedlichen Gebühren.<br />
Zinsen ➝ Klingt für ein Giro-<br />
Konto noch ungewohnt, weil<br />
jeder es gewohnt <strong>ist</strong>, dass es Zinsen<br />
nur auf Sparkonten gibt.<br />
Aber: Viele Banken bieten inzwischen<br />
Zins fürs Guthaben<br />
auf dem Giro-Konto (z. B. DKB,<br />
ING-DiBa, Cortal Consors, comdirect,<br />
Wüstenrot, Norisbank).<br />
Auch hier nachfragen, vieles <strong>ist</strong><br />
Verhandlungssache. Ein Rechenbeispiel:<br />
Wer von einem<br />
normalen Giro-Konto, z. B. der<br />
Deutschen Bank, zu DKB oder<br />
ING-DiBa wechselt, hat nach<br />
einem Jahr 400 Euro mehr.<br />
Dispo ➝ Konto überziehen <strong>ist</strong><br />
die teuerste Art des Kredits. Wer<br />
häufiger im Minus <strong>ist</strong>, sollte lieber<br />
einen Klein-Kredit aufnehmen.<br />
Oder mit der Bank verhandeln<br />
– die Targobank z. B.<br />
verlangt für den Dispo 9,9 %<br />
oder 13,81 %. Zum Vergleich:<br />
Das Bankhaus Lenz nur 6 %.<br />
Automaten ➝ Nur bei einem<br />
Automaten Geld holen, der zum<br />
eigenen Banken-Verbund gehört<br />
– sonst werden jedes Mal bis zu<br />
5 Euro fällig.<br />
Kreditkarte ➝ Die sollte nichts<br />
kosten. Viele Banken bieten dies<br />
inzwischen als Service.<br />
Kreditkarte ➝ Wenn möglich<br />
kein Bargeld über diese Karte<br />
ziehen; me<strong>ist</strong> werden Teilzahlungsgebühren<br />
berechnet.<br />
Bis 200 Euro beim Giro-Konto sparen<br />
Diese Banken haben kostenlose Giro-Konten und<br />
zahlen auch noch Guthaben-Zinsen.<br />
BANK TELEFON GUTHABEN-ZINS<br />
Postbank (0 18 03) 28 81 2,50 %<br />
1822direkt (0 69) 9 41 70 72 41 2,30 %<br />
ING-DiBa (0 69) 50 50 01 09 2,25 %<br />
DKB-Bank (0 30) 12 03 00 00 2,05 %<br />
Quelle: Stiftung Warentest<br />
* Verbraucherzentrale Bundesverband.<br />
Sparen beim Überziehen<br />
Diese Banken haben die geringsten Zinsen, wenn<br />
man das Girokonto überzieht, und führen das<br />
Konto ohne Gebühren.<br />
BANK KONTAKT DISPO-ZINS<br />
DAB bank (0 18 02) 25 45 00 6,95 %<br />
DKB-Bank (0 30) 12 03 00 00 7,90 %<br />
1822direkt (0 69) 9 41 70 72 41 8,09 %<br />
netbank (0 18 05) 63 82 26 8,50 %<br />
Quelle: Stiftung Warentest<br />
7 / 2012<br />
5
geld ^recht<br />
GIROKONTO<br />
Der beste Sparplan<br />
Wer per Sparplan 10 Jahre lang jeden Monat 100 Euro<br />
spart, erzielt mehr Rendite als beim Riester-Vertrag.<br />
KASSE KONTAKT RENDITE ZINSERTRAG<br />
Sparkasse<br />
Spree-Neiße<br />
Santander<br />
Bank<br />
Spar- und<br />
Bauverein<br />
(03 55)<br />
61 00<br />
(0 18 05)<br />
55 62 07<br />
(05 11)<br />
9 11 41 01<br />
3,31 % 2.206 €<br />
3,16 % 2.096 €<br />
3,13 % 2.074 €<br />
ADAC (0 89) 7 67 60 3,00 % 1.980 €<br />
Berliner Bauund<br />
Wohnungsgenossenschaft*<br />
SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />
Regelmäßiges Sparen bringt beste Zinsen<br />
Sparbuch ➝ Kein Geld auf<br />
einem normalen Sparbuch zurücklegen<br />
– im Schnitt gibt es<br />
derzeit gerade 0,59 % Zins. Besser:<br />
ein Tagesgeld-Konto (s. u.).<br />
Selten abheben ➝ Wer doch ein<br />
Sparbuch hat, sollte nur selten<br />
(08 00)<br />
1 89 24 44<br />
* Mitgliedschaft in der Genossenschaft nötig.<br />
Quelle: biallo.de<br />
Geld abheben. Denn die me<strong>ist</strong>en<br />
Banken haben strenge Regeln<br />
(z. B. 2.000 Euro je Monat);<br />
sonst werden Gebühren fällig.<br />
Sparen ➝ Studien zeigen, nur<br />
wer regelmäßig spart, bildet tatsächlich<br />
Vermögen. Deshalb<br />
2,90 % 2.011 €<br />
möglichst per Dauerauftrag einen<br />
Sparplan anfüllen.<br />
Vergleich ➝ Wer einen Sparplan<br />
startet, sollte unbedingt mehrere<br />
Banken vergleichen. Die<br />
Zins-Unterschiede hören sich<br />
oft marginal an; der Zinses-<br />
Zins-Effekt erzeugt aber große<br />
Unterschiede (siehe links).<br />
Selbst gute Sparpläne unterscheiden<br />
sich nach wenigen Jahren<br />
um einige Hundert Euro<br />
mehr Zins-Ertrag.<br />
Bei Banken ➝ Sparpläne bei<br />
Banken sind me<strong>ist</strong> besser als<br />
entsprechende Verträge bei Versicherungen<br />
oder sogar staatlich<br />
geförderte Riester-Renten-Verträge.<br />
Der Vergleich zeigt: Wer<br />
zehn Jahre in einen Riester-Vertrag<br />
100 Euro einzahlt, hat bei<br />
den allerme<strong>ist</strong>en Anbietern<br />
noch nicht einmal das Kapital<br />
verfügbar, das man in dieser<br />
Zeit selbst einzahlte.<br />
Vergleichen ➝ Vor dem Abschluss<br />
eines Sparplans im Detail<br />
Angebote vergleichen. Der<br />
Zins schwankt je nach Laufzeit,<br />
aber auch nach Höhe der monatlichen<br />
Einzahlung.<br />
Zinssätze ➝ Viele Banken bieten<br />
Spar-Pläne mit steigenden<br />
Zinsen – für jedes weitere Jahr<br />
steigt der Zins. Vorsicht: Hier<br />
wird oft mit dem höchsten Zinssatz<br />
argumentiert – der durchschnittliche<br />
Zins liegt oft sehr<br />
niedrig. Im Vergleich: Der feste<br />
Zins <strong>ist</strong> besser.<br />
Streuen ➝ Nicht alles in eine<br />
Sparform stecken, sondern breit<br />
streuen; sowohl bei der Art der<br />
Sparform wie bei der Anlagedauer.<br />
Dabei immer in Stufen<br />
vorgehen: zuerst das ausgeglichene<br />
Giro-Konto, dann Tagesgeld,<br />
dann kurzfr<strong>ist</strong>ige Sparbriefe,<br />
dann Sparpläne. Und am<br />
wichtigsten: Sicherheit.<br />
2,5%<br />
GRENKE, ISBANK, ZIRAAT<br />
2,25%<br />
SANTANDER<br />
2,3%<br />
OYAK ANKER, IKB BANK<br />
Wer Geld<br />
derzeit für<br />
ein Jahr fest<br />
anlegt, erhält<br />
etwa 2,5 %.<br />
Bietet eine<br />
Bank mehr,<br />
heißt das höheres<br />
Risiko.<br />
GIROKONTO<br />
SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />
Statt Sparbuch lieber<br />
ein Tagesgeld-Konto eröffnen<br />
Basis ➝ Ein Tagesgeld-Konto<br />
sollte zur Grundausstattung jedes<br />
Haushalts gehören, da dort<br />
das kurzfr<strong>ist</strong>ig geparkte Geld<br />
zumindest so gut verzinst wird,<br />
wie die Inflation verschlingt.<br />
Vergleichen ➝ Die Zins-Unterschiede<br />
bei Tagesgeld-Konten<br />
sind enorm. Deshalb im Zweifel<br />
zu einer anderen Bank nur mit<br />
diesem Konto wechseln, falls die<br />
eigene Bank zu geringe Zinsen<br />
bietet. Geführt wird das Tagesgeld-Konto<br />
wie ein Giro-Konto.<br />
Verfügbarkeit ➝ Tagesgeld <strong>ist</strong><br />
täglich verfügbar. Dies lassen<br />
sich die Banken durch geringere<br />
Zinsen bezahlen. Auf einem Tagesgeldkonto<br />
sollten zwei Monatsausgaben<br />
stehen. Wer mehr<br />
Geld zur Verfügung hat, sollte<br />
es als Festgeld oder Sparbrief<br />
anlegen. Sofort erhält man ein<br />
paar Zehntel mehr Zins.<br />
Wechsel ➝ Da man Sparbriefe<br />
nur einmal startet und nach Ablauf<br />
wieder auflöst, lohnt gerade<br />
hier der Wechsel zu einer<br />
Über 200 Euro* pro Jahr mehr<br />
Die derzeit besten Angebote für Tagesgeld bei Banken;<br />
andere Institute bieten zurzeit im Schnitt 1 %.<br />
BANK KONTAKT ZINS<br />
money@you (0 69) 90 73 23 23 2,65 %<br />
Cortal Consors (09 11) 3 69 90 00 2,60 %<br />
VZB (0 69) 6 65 58 99 99 2,50 %<br />
DenizBank (08 00) 4 88 66 00 2,50 %<br />
Barcleys (08 00) 1 13 36 67 2,50 %<br />
* Bei 10.000 Euro Anlage im Vergleich zum normalen Sparbuch.<br />
Quelle: Stiftung Warentest<br />
Bank mit besseren Zinsen.<br />
Sicherheit ➝ Gerade bei Ta<strong>gesund</strong><br />
Festgeld gibt es viele Lock-<br />
Angebote (Zins nur für wenige<br />
Monate garantiert). Noch wichtiger:<br />
Achten Sie auf die deutsche<br />
Einlagensicherung.<br />
6 7/ 2012
Um Geldanlage<br />
sollte<br />
man sich<br />
stetig kümmern<br />
– wie<br />
um einen<br />
Garten.<br />
„Wer beim Sparen<br />
kein Risiko eingehen<br />
will, der<br />
muss sich auch<br />
mit dem Ertrag<br />
einer risikofreien<br />
Geldanlage begnügen.<br />
Die Aussicht<br />
auf höhere<br />
Rendite wird immer<br />
erkauft mit<br />
der Bereitschaft,<br />
auch Geld zu verlieren,<br />
wenn es<br />
schlecht läuft.“<br />
Prof. Martin Weber, Uni<br />
Mannheim, Autor des<br />
Buches: „Genial einfach<br />
investieren“, Campus,<br />
29,90 Euro<br />
GIROKONTO<br />
SPARPLAN<br />
TAGESGELD<br />
Wirrwarr ➝ Schatzbriefe, Sparbriefe,<br />
Obligationen – me<strong>ist</strong> verbirgt<br />
sich dahinter dasselbe:<br />
Man legt einen bestimmten Betrag<br />
für eine bestimmte Zeit fest.<br />
Bundesschatzbriefe ➝ Der<br />
große und beliebte Klassiker.<br />
Aber: Die Euro-Krise führte<br />
dazu, dass die Bundeswertpapiere<br />
nur noch sehr geringe<br />
Zinsen bringen (s. rechts).<br />
Kosten ➝ Bundeswertpapiere<br />
nur über die Finanzagentur des<br />
Bundes kaufen und verwalten<br />
lassen (siehe <strong>plus</strong> 6/2012); Banken<br />
verlangen dafür Gebühren.<br />
Zinsen ➝ Wer Geld über mehrere<br />
Jahre anlegt, sollte derzeit<br />
auch auf die Sparbriefe von Banken<br />
und Sparkassen achten.<br />
Diese bieten im Schnitt etwa ein<br />
Prozent mehr Zins als Bundeswertpapiere.<br />
Und sie sind genauso<br />
sicher.<br />
SCHATZBRIEF FESTGELD<br />
Bundeswertpapiere bieten eine<br />
sichere Basis, aber nur geringe Rendite<br />
Bis 2,56 % beim Staat<br />
Bei Bundesschatzbriefen auf die Wertpapier-Kennnummer<br />
achten – gute Schatzbriefe erzielen mehr als<br />
2,5 %, weniger gute 1 %. Aber, sehr lange Laufzeit.<br />
BEZEICHNUNG (LAUFZEIT) ISIN RENDITE<br />
Bundesschatzbrief<br />
(4. 7. 2034)<br />
DE000113522 6 2,56 %<br />
Bundesschatzbrief (4. 1. 2031) DE000113517 6 2,56 %<br />
Bundesobligation 159 V. 2011<br />
(unbegrenzt)<br />
DE000114159 6 2,54 %<br />
Bundesschatzbrief (4. 1. 2037) DE000113527 5 2,52 %<br />
Bundesschatzbrief (4. 7. 2039) DE000113532 5 2,51 %<br />
Bundesschatzbrief (4. 7. 2028) DE000113508 5 2,49 %<br />
Quelle: Bundesfinanzagentur, Stand: April 2012<br />
Ausstieg ➝ Aber Vorsicht: Geld<br />
aus Sparbriefen kann me<strong>ist</strong> nur<br />
gegen hohe Gebühren vorzeitig<br />
aufgelöst werden.<br />
Stückeln ➝ Die me<strong>ist</strong>en Sparbriefe<br />
haben eine feste Stückelung,<br />
me<strong>ist</strong> in 500-Euro- oder<br />
1.000-Euro-Schritten. Lieber<br />
mehrere 1.000-Euro-Sparbriefe<br />
abschließen als einen 5.000-<br />
oder 10.000-Euro-Sparbrief.<br />
Pfandbriefe ➝ Eine sehr gute<br />
Alternative zu Sparbriefen sind<br />
Pfandbriefe (hohe Sicherheit).<br />
7 / 2012<br />
7
geld ^recht<br />
3,25%<br />
SANTANDER BANK<br />
GIROKONTO<br />
SPARPLAN TAGESGELD SCHATZBRIEF FESTGELD<br />
Mehr Zinsen, wenn man sich<br />
einige Jahre bindet<br />
3,0%<br />
GRENKE BANK<br />
Da die Zinsen<br />
niedrig sind,<br />
sollte man Geld<br />
nicht länger<br />
anlegen. Bei<br />
3-jähriger<br />
Anlage (s. o.)<br />
liegt der Zins<br />
kaum höher als<br />
bei 1-jähriger<br />
Anlage.<br />
3,2%<br />
OYAK ANKER BANK<br />
Festgeld ➝ Ist nach wie vor eine<br />
gute Gelegenheit, um Geld für<br />
ein bis zwei Jahre zu „parken“,<br />
auch um abzuwarten, wie sich<br />
die Zinsen entwickeln. Festgeld<br />
<strong>ist</strong> aber keine längerfr<strong>ist</strong>ige bzw.<br />
dauerhaft gute Anlage. Dann zu<br />
Sparbriefen wechseln.<br />
Anlagedauer ➝ Aktien und Renten<br />
sind nach wie vor gute Geldanlagen,<br />
wenn die Basis gelegt<br />
<strong>ist</strong>. Entscheidend <strong>ist</strong>, ob man<br />
genügend Kapital hat, um anderweitig<br />
kurzfr<strong>ist</strong>ige Engpässe<br />
ausgleichen zu können, und ob<br />
das Geld nicht zu einem fixen<br />
Termin (Rentenbeginn) zur Ver-<br />
fügung stehen muss. Denn interessant<br />
sind Aktien vor allem<br />
längerfr<strong>ist</strong>ig. Der Berliner Ökonom<br />
Richard Stehle errechnete,<br />
dass deutsche Standard-Aktien<br />
wie BASF oder Allianz seit 1968<br />
im Schnitt 3,1 % Rendite brachten<br />
– mehr als festverzinsliche<br />
Obligationen.<br />
Flexibilität ➝ Niemand kann<br />
vorhersehen, ob sich das derzeitige<br />
Einkommen, z. B. durch<br />
Krankheit oder Arbeitslosigkeit,<br />
verändert. Deshalb: nicht zu<br />
langfr<strong>ist</strong>ige Sparformen abschließen,<br />
sondern das Ersparte<br />
auf viele Formen verteilen,<br />
um flexibel zu bleiben.<br />
Lebensversicherung ➝ Ist im<br />
Kern keine klassische Sparform,<br />
weil damit immer auch eine Art<br />
Vorsorge für Angehörige betrieben<br />
wird. Wer also eine Lebensversicherung<br />
hat, sollte keine<br />
zweite abschließen, um zu sparen.<br />
Denn gerade Versicherer<br />
„verbrauchen“ viel Geld für Verwaltung<br />
usw.<br />
Ruhe ➝ Wer Erspartes hat, sollte<br />
vor allem eines haben: Ruhe.<br />
Es gibt immer Geldanlagen bzw.<br />
Banken, die noch mehr Zinsen<br />
bieten. Doch jedes Umschichten<br />
kostet Gebühren. (Die Tabellen<br />
auf diesen Seiten bieten eine<br />
gute Orientierung, wie weit die<br />
eigene Bank von den besten Angeboten<br />
entfernt <strong>ist</strong>.) Deshalb<br />
der wichtigste Tipp: vorab genau<br />
rechnen und vergleichen.<br />
<strong>Wie</strong> weit <strong>ist</strong><br />
das neue<br />
Gesetz zur<br />
Bank-Haftung?<br />
Nach Lehman-Pleite<br />
und Finanz-Krise<br />
sollten die Vorschriften<br />
verschärft<br />
werden. Doch das<br />
dauert. Das neue<br />
Gesetz hat gerade<br />
erst den Finanzausschuss<br />
des Bundestags<br />
passiert.<br />
Geplant <strong>ist</strong>:<br />
➽ Die Kredit-<br />
Ins titute sollen<br />
ihre 300 000<br />
Anlage berater<br />
der Bundesanstalt<br />
für Finanzdienstle<strong>ist</strong>ungsaufsicht<br />
(BaFin) melden.<br />
➽ Bei Verstößen<br />
oder schweren<br />
Fehlern riskieren<br />
Berater bis<br />
zu zwei Jahre<br />
Berufsverbot.<br />
➽ Bei fehlenden<br />
Informationen<br />
über Provisionen<br />
soll die BaFin<br />
künftig Bußgelder<br />
verhängen dürfen.<br />
➽ Beschwerden der<br />
Anleger sollen gesammelt<br />
werden.<br />
Wer im Garten<br />
schöne<br />
Pflanzen<br />
möchte,<br />
braucht Geduld.<br />
Gleiches<br />
gilt für die<br />
Geldanlage.<br />
3,6 % für drei Jahre<br />
Wer mittelfr<strong>ist</strong>ig Geld anlegen möchte, sollte genau<br />
vergleichen – gute Banken bieten für Festgeld<br />
bei drei Jahren 3,5 %, weniger gute gerade 1,5 %.<br />
BANK KONTAKT ZINS IN %<br />
akf (02 02) 4 92 90 3,50 %<br />
Bank 11 für<br />
Privatkunden<br />
(0 21 31) 6 09 80 3,50 %<br />
Fidor (0 89) 1 89 08 52 33 3,50 %<br />
Quelle: biallo.de<br />
Fotos: Getty Images (3), privat<br />
8 7/ 2012
extra<br />
Die besten Tablet-Computer<br />
Sie sind klein, flach, überall zu bekommen, bequem zu bedienen, weil man<br />
alles mit dem Finger macht. Und doch gibt es große Qualitäts-Unterschiede.<br />
IDEAL FÜR<br />
EINSTEIGER<br />
MODELL VOR- UND NACHTEILE* FAZIT<br />
Apple<br />
MODELL iPad 3,<br />
64 GB (Wi-Fi + 4 G)<br />
AUSSTATTUNG 9,7 Zoll,<br />
Kamera auf Vor- &<br />
Rückseite<br />
PREIS ab 700 Euro<br />
+ Sehr gut <strong>ist</strong> das iPad 3 (Beim<br />
Kauf darauf achten – iPad 2<br />
werden sehr günstig angeboten).<br />
+ iPad 3 überzeugt mit sehr gutem<br />
Bildschirm, guter Verarbeitung,<br />
schnellem Prozessor und<br />
rundum guter Qualität.<br />
Nach wie vor bei<br />
Qualität, Bildschirm<br />
und Image das<br />
Non<strong>plus</strong>ultra. Klarer<br />
Testsieger. Einziger<br />
Nachteil: der Preis.<br />
Asus<br />
MODELL Eee Pad<br />
Transformer Prime<br />
TF 201 (4.0), 32 GB<br />
AUSSTATTUNG 10,1 Zoll<br />
PREIS ab 600 Euro<br />
+ sehr gute Ausstattung<br />
+ auch Bedienung und Bildschirm<br />
überzeugen, beste Verarbeitung<br />
– relativ hoher Preis, dadurch<br />
eher unterdurchschnittliches<br />
Preis-Le<strong>ist</strong>ungs-Verhältnis<br />
Klasse Tablet, mit<br />
mitgelieferter Tastatur<br />
ein vollwertiger<br />
PC. Aber auch ein<br />
stolzer Preis.<br />
HTC<br />
MODELL Flyer UMTS<br />
AUSSTATTUNG 7 Zoll,<br />
32 GB, Kamera auf<br />
Vor- & Rückseite<br />
PREIS ab 550 Euro<br />
+ sehr bedienerfreundlich, sehr<br />
einfach beim Handhaben<br />
+ sehr gute Ausstattung<br />
– Bildschirm (Brillanz) schwächer<br />
als bei der Konkurrenz<br />
Ein rundum vernünftiges<br />
Gerät,<br />
das bei allen Test-<br />
Kriterien einen<br />
befriedigenden<br />
Eindruck macht.<br />
Samsung<br />
MODELL Galaxy Tab<br />
10.1. N<br />
AUSSTATTUNG 10,1 Zoll,<br />
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Rückseite, 16 GB<br />
PREIS ab 430 Euro<br />
+ Ähnlich wie das etwas kleinere<br />
Nachfolge-Modell Samsung<br />
Galaxy Tab 7.0 Plus N (ab 380<br />
Euro) liefert dieses Tablet solide<br />
Verarbeitung, guten Bildschirm.<br />
+ im Vergleich zu den iPads von<br />
Apple fast die Hälfte günstiger<br />
Wer auf das<br />
Apple-Image<br />
keinen Wert legt,<br />
erhält hier gute<br />
Qualität zum vernünftigen<br />
Preis.<br />
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RIM Blackberry<br />
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Vor- & Rückseite<br />
PREIS ab 200 Euro<br />
+ überzeugt sowohl bei<br />
Bildschirm, Akku-Laufzeit und<br />
Bediener-Freundlichkeit<br />
– etwas spärliche Ausstattung<br />
– etwas weniger Apps<br />
(Zusatzprogramme) möglich<br />
Sehr solides<br />
Tablet zu einem sehr<br />
günstigen Preis.<br />
Bestes Preis-Le<strong>ist</strong>ungs-Verhältnis.<br />
* Alle Modelle haben integrierten WLAN-Anschluss. Um unabhängig vom häuslichen WLAN ins Internet zu kommen, <strong>ist</strong> ein Daten-Stick nötig. Kosten: ab etwa 10 Euro im Monat.<br />
7 / 2012<br />
9
geld ^recht<br />
Seit wann gibt es<br />
den Unterschied<br />
zwischen Erwerbsminderung<br />
und<br />
Berufsunfähigkeit?<br />
Bis 2001 trennte die Rentenkasse<br />
zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit.<br />
Seitdem gilt<br />
für alle „Erwerbsminderung“ als<br />
Schlüsselbegriff. Aber – und das<br />
<strong>ist</strong> der springende Punkt: Das gilt<br />
nur für alle, die nach 1961 geboren<br />
sind. Für alle, die vor 1961<br />
auf die Welt kamen, gibt es noch<br />
zahlreiche Ausnahme-Regeln.<br />
Und das heißt?<br />
Dass alle, die vor dem 2. 1. 1961<br />
geboren sind, im Prinzip wählen<br />
können, ob sie eher eine Rente<br />
wegen Berufsunfähigkeit oder<br />
eine wegen Erwerbsminderung<br />
beanspruchen, wenn sie <strong>gesund</strong>heitlich<br />
eingeschränkt sind.<br />
Was haben Berufs- beziehungsweise<br />
Erwerbsunfähigkeit<br />
und die Erwerbsminderung<br />
gemeinsam?<br />
Alle drei Begriffe bezeichnen das<br />
Unvermögen, einer Berufstätigkeit<br />
bzw. einer Erwerbsarbeit so<br />
nachzugehen, wie es <strong>gesund</strong>e<br />
Arbeitnehmer tun können.<br />
Warum gibt es keinen einheitlichen<br />
Begriff?<br />
Weil jeder dieser drei Begriffe<br />
dieses Unvermögen nur zu<br />
einem ganz bestimmten Grad<br />
bzw. Teil ausdrückt.<br />
Was heißt dann ganz genau<br />
Berufsunfähigkeit?<br />
Dass jemand einen gelernten<br />
bzw. über Jahre ausgeführten<br />
Beruf nicht mehr ausüben kann.<br />
Ein Beispiel: Der Bäcker mit<br />
Mehl-Allergie, die sich irgendwann<br />
entwickelt hat. Theoretisch<br />
kann dieser Bäcker nur<br />
das Bäckerhandwerk nicht mehr<br />
ausüben, aber jede andere Erwerbstätigkeit.<br />
Und was bedeutet Erwerbsunfähigkeit?<br />
Dass jemand überhaupt nicht<br />
mehr erwerbstätig sein kann,<br />
also gar keine Arbeit (Erwerbstätigkeit)<br />
mehr ausüben kann.<br />
Warum wurden die beiden<br />
Begriffe im Rentenrecht<br />
dann abgeschafft, da doch<br />
die Unterscheidung einleuchtend<br />
und auch klar <strong>ist</strong>?<br />
Knackpunkt war die Rente wegen<br />
Berufsunfähigkeit. Sie war<br />
bis 2000 ein relativ sicherer<br />
Weg in den Vorruhestand und<br />
erlaubte gleichzeitig noch, Geld<br />
dazuzuverdienen. Dieses Renten-Schlupfloch<br />
wollte die Politik<br />
grundsätzlich schließen.<br />
Und was gilt seitdem, wenn<br />
man aus <strong>gesund</strong>heitlichen<br />
Gründen nicht mehr so arbeiten<br />
kann?<br />
Seit 2001 gibt es nur noch den<br />
Begriff der teilweisen bzw. der<br />
vollen Erwerbsminderung. Damit<br />
wird beschrieben, ob man<br />
eine Erwerbstätigkeit noch teilweise<br />
oder ganz ausüben kann.<br />
Welche Voraussetzungen gelten<br />
für Erwerbsminderung?<br />
Teilweise erwerbsgemindert<br />
<strong>ist</strong>, wer wegen einer Krankheit<br />
nicht länger als 6 Stunden, aber<br />
mindestens 3 Stunden täglich<br />
arbeiten kann. Voll erwerbsgemindert<br />
wiederum <strong>ist</strong>, wer nicht<br />
länger als 3 Stunden täglich irgendeine<br />
berufliche Tätigkeit<br />
ausüben kann.<br />
Ist denn das neue Recht<br />
„schlechter“ als das alte?<br />
Ja. Denn beim Beurteilen, ob jemand<br />
erwerbsgemindert <strong>ist</strong> oder<br />
nicht, spielt lediglich die Fähigkeit<br />
eine Rolle, irgendetwas arbeiten<br />
zu können. Es spielt aber<br />
keine Rolle mehr, welchen Beruf<br />
man vorher hatte oder ob<br />
mit der bisherigen Tätigkeit ein<br />
bestimmter Lebensstandard, ein<br />
bestimmtes Einkommen oder<br />
eine gesellschaftliche Stellung<br />
erreicht wurde. Ein Beispiel:<br />
Eine Lehrerin mit Burn-out (Belastung<br />
und Stress wegen Unterricht<br />
und Kindern) kann sehr<br />
Die clevere<br />
Alternative<br />
Wer <strong>gesund</strong>heitlich eingeschränkt <strong>ist</strong>,<br />
nicht mehr arbeiten kann, erhält eine<br />
Erwerbsunfähigkeitsrente. Stimmt! Doch<br />
daneben gibt es für viele über 50 die viel<br />
bessere Rente wegen Berufsunfähigkeit,<br />
was viele nicht wissen.<br />
Häufig<br />
erwerbsunfähig<br />
Anteile der Rentner,<br />
die wegen Erwerbsunfähigkeit<br />
in<br />
Ruhestand gingen<br />
Quelle: map-Report<br />
52<br />
Dachdecker
extra<br />
Foto: plainpicture<br />
wohl Grünanlagen reinigen.<br />
Welche Folgen hat dies?<br />
Dass jeder gute Facharbeiter,<br />
der im Beruf nicht mehr arbeiten<br />
kann, sei es wegen Rückenschmerzen,<br />
Allergie oder<br />
Burn-out, immer noch zum<br />
Nachtpförtner taugt, wenn noch<br />
ein Arbeitsvermögen von 3 Stunden<br />
vorhanden <strong>ist</strong>. Und dabei<br />
<strong>ist</strong> es auch noch egal, ob es eine<br />
solche Stelle am Arbeitsmarkt<br />
überhaupt gibt oder nicht.<br />
Gibt es auch Ausnahmen?<br />
Ja. Wer noch mindestens<br />
drei Stunden<br />
erwerbstätig<br />
sein kann und<br />
gleichzeitig arbeitslos<br />
<strong>ist</strong> (also<br />
nicht aus dem<br />
Beruf erwerbsgemindert<br />
wird),<br />
kann eine Rente<br />
wegen voller Erwerbsminderung<br />
bekommen, wenn<br />
es keinen Teilzeitarbeitsplatz<br />
gibt.<br />
Was bedeutet<br />
dann Vertrauensschutz<br />
beim Erwerbsminderungsrecht?<br />
Das <strong>ist</strong> ein entscheidender<br />
Punkt: Wer vor dem 2. Januar<br />
1961 geboren <strong>ist</strong>, bekommt eine<br />
Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung<br />
bei Berufsunfähigkeit,<br />
wenn im angestammten Beruf<br />
nur noch weniger als sechs<br />
Stunden täglich gearbeitet werden<br />
kann, in einem anderen Beruf<br />
aber mehr. Der Vorteil: Man<br />
erhält eine Rente, obwohl man<br />
noch arbeitet. Auf diese Weise<br />
kann man zum Beispiel Einkommensverluste<br />
ausgleichen, die<br />
man hinnehmen musste, weil<br />
man nicht mehr im angestammten<br />
Beruf arbeitet. Doch viele<br />
Stichtag:<br />
2. 1. 1961<br />
Nur wer vor<br />
diesem Tag<br />
geboren <strong>ist</strong>, also<br />
am 1. 1. 1961 und<br />
früher, kann die<br />
Sonderregeln<br />
der Rente wegen<br />
Berufsunfähigkeit<br />
noch nutzen.<br />
wissen dies nicht. Und die Rentenkasse<br />
we<strong>ist</strong> auf diese Möglichkeit<br />
auch eher selten hin.<br />
Kann man sich die Rente eigentlich<br />
dann aussuchen?<br />
Ja. Auch das <strong>ist</strong> ein Vorteil.<br />
<strong>Wie</strong> viel darf man mit einer<br />
Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente<br />
eigentlich hinzuverdienen?<br />
Relativ viel. Bei teilweiser Rente<br />
wegen Erwerbsminderung als<br />
Vollrente immerhin 1.811,25<br />
Euro (West) und 1.606,85 Euro<br />
(im Osten).<br />
Immer wieder<br />
hört man, dass<br />
das Arbeitsamt<br />
Berufsunfähige<br />
auch auf andere<br />
Jobs verwe<strong>ist</strong>,<br />
sodass<br />
keine Arbeitslosigkeit<br />
und<br />
damit kein Rentenanspruch<br />
(siehe oben)<br />
vorliegt.<br />
Das stimmt. Aber<br />
wer vor 1961 geboren<br />
<strong>ist</strong>, sollte<br />
hier auf das eigene Recht pochen,<br />
vor allem dann, wenn eine<br />
Berufsunfähigkeit, also nur die<br />
Unfähigkeit besteht, im bisherigen<br />
Beruf zu arbeiten. Natürlich<br />
versuchen die Arbeitsagenturen,<br />
andere Arbeitsplätze<br />
anzubieten. Doch das Verweisen<br />
auf diese Jobs <strong>ist</strong> nicht so einfach<br />
möglich wie bei allen, die 1961<br />
und danach geboren wurden.<br />
Werden Erwerbsminderungsund<br />
Berufsunfähigkeitsrenten<br />
eigentlich gekürzt?<br />
Ja. Das Bundesverfassungsgericht<br />
(BVerfG, Az. 1 BvR<br />
3588/08, 1 BvR 555/09) hat<br />
endgültig erlaubt, dass diese<br />
Renten gekürzt werden, wenn<br />
sie vor dem 60. Lebensjahr in<br />
Anspruch genommen werden.<br />
Ist denn ein erlernter Beruf<br />
(Ausbildung) die Voraussetzung<br />
für eine BU-Rente?<br />
Das <strong>ist</strong> rentenrechtlich nicht genau<br />
definiert. Das heißt, man<br />
kann eine BU-Rente auch erhalten,<br />
wenn man einen Beruf<br />
erlernt hat, aber viele Jahre in<br />
einem verwandten oder anderen<br />
Beruf arbeitete. Aber das Landessozialgericht<br />
Halle hat vor<br />
einigen Jahren auch entschieden,<br />
dass Angelernte keinen Anspruch<br />
auf eine BU-Rente haben,<br />
selbst wenn sie lange zum Teil<br />
in einem Facharbeiterberuf gearbeitet<br />
haben (LSG Halle, Az.<br />
L 3 R 510/06).<br />
Wer legt denn eigentlich fest,<br />
ob man berufsunfähig oder<br />
erwerbsgemindert <strong>ist</strong>?<br />
Der Medizinische Dienst der<br />
Rentenkasse. Allerdings berücksichtigt<br />
dieser immer auch<br />
ärztliche Gutachten, die man als<br />
Betroffener einreicht. Deshalb<br />
kann jeder über die Gutachten<br />
des eigenen Haus- oder Facharztes<br />
Einfluss darauf nehmen.<br />
Wichtig dabei <strong>ist</strong>, dass der eigene<br />
Arzt nicht auf „Berufsunfähigkeit“<br />
oder „Erwerbsminderung“<br />
plädiert, sondern schildert, warum<br />
man bestimmte Dinge des<br />
bisherigen Berufs nicht mehr<br />
ausüben kann bzw. warum die<br />
<strong>gesund</strong>heitlichen Einschränkungen<br />
keine bestimmte Stundenzahl<br />
pro Tag irgendeine Tätigkeit<br />
erlauben.<br />
Hohes<br />
Risiko<br />
So hoch <strong>ist</strong> die<br />
Gefahr, in diesen<br />
Berufen berufsunfähig<br />
zu werden:<br />
Gering<br />
Architekt,<br />
Volks- oder<br />
Betriebswirt,<br />
Steuerberater,<br />
Wirtschaftsprüfer,<br />
Psychologe<br />
Normal<br />
Bank- und<br />
Bürokaufmann,<br />
Verwaltungs- und<br />
Finanzbeamter,<br />
Programmierer,<br />
Heilpraktiker<br />
Erhöht<br />
Erzieher,<br />
Friseur,<br />
Telefon<strong>ist</strong>,<br />
Verkäufer,<br />
Bautechniker<br />
Besonders hoch<br />
Altenpfleger,<br />
Bäcker,<br />
Berufssoldat,<br />
Elektriker,<br />
Gärtner,<br />
Maler und Lackierer,<br />
Poliz<strong>ist</strong><br />
Quelle: GDV<br />
41 40<br />
Krankenpfleger<br />
Schlachter<br />
Angaben in Prozent<br />
38 38 37 36<br />
Tiefbauer<br />
Maurer<br />
Maler<br />
Sozialarbeiter<br />
7 / 2012<br />
11
geld ^recht<br />
Verheddert im<br />
Erbrecht<br />
Wer erbt, freut sich, denkt man. Doch me<strong>ist</strong> <strong>ist</strong> das Gegenteil der Fall.<br />
Vor allem, wenn man als Erbe in einer Erbengemeinschaft gefangen <strong>ist</strong><br />
und jede Kleinigkeit mit anderen abstimmen muss.<br />
12 7/ 2012
extra<br />
Fotos: Getty Images, Shutterstock<br />
<strong>Wie</strong> entsteht<br />
eine Erbengemeinschaft?<br />
Eine Erbengemeinschaft<br />
entsteht immer dann, wenn ein<br />
Erbe mehreren Personen zufällt.<br />
Was heißt das genau – ein<br />
Erbe? Ein ganz bestimmter<br />
Gegenstand?<br />
Zuerst einmal sprechen Jur<strong>ist</strong>en<br />
vom gesamten Nachlass, den ein<br />
Verstorbener hinterlässt, von<br />
„dem Erbe“. Das heißt, ein Erbe<br />
kann durchaus viele Dinge umfassen.<br />
Ein Beispiel: Eine verwitwete<br />
Frau hinterlässt ihren beiden<br />
Kindern ein Haus, ein<br />
Grundstück, ein Auto, ein Sparbuch,<br />
ein Wertpapier-Depot, einen<br />
Sparvertrag und den Haushalt,<br />
dann zählt alles zusammen<br />
zum Erbe. Die beiden Kinder bilden<br />
dann bei allen Dingen eine<br />
Erbengemeinschaft. Eine Erbengemeinschaft<br />
kann aber auch<br />
entstehen, wenn beispielsweise<br />
die Frau alle Gegenstände jeweils<br />
einem Kind allein per Testament<br />
zuordnet, beim Haus<br />
aber verfügt, dass dies beiden<br />
Kindern zu gleichen Teilen gehören<br />
soll. Dann bilden die Kinder<br />
beim Haus eine Erbengemeinschaft.<br />
Ist eine Erbengemeinschaft<br />
immer kompliziert?<br />
Nein. Hat der Erblasser per Testament<br />
genau geregelt, wer was<br />
bekommen soll, dann <strong>ist</strong> allein<br />
die Tatsache, dass mehrere Personen<br />
erben, kein Problem.<br />
Was macht eine Erbengemeinschaft<br />
kompliziert?<br />
Einen Grund für Streit kann es<br />
immer dann geben, wenn entweder<br />
kein Testament gemacht<br />
wurde oder wenn im Testament<br />
unklare Verfügungen getroffen<br />
wurden. Denn dann müssen die<br />
Erben den Nachlass unter sich<br />
aufteilen.<br />
Wer <strong>ist</strong> eigentlich Eigentümer<br />
eines Nachlasses?<br />
Der Nachlass geht unaufgeteilt<br />
auf alle Erben über. Eigentümer<br />
sind also die Mitglieder der Erbengemeinschaft.<br />
Angenommen<br />
ein Vater stirbt ohne Testament<br />
und hinterlässt seiner Frau und<br />
den beiden Kindern ein Haus,<br />
ein Grundstück, ein Sparbuch<br />
und ein Wertpapier-Depot, dann<br />
gehört allen drei Erben alles gemeinsam.<br />
Zwar nicht zu gleichen<br />
Teilen; dennoch gehören alle<br />
Dinge allen drei Erben.<br />
Wer verwaltet denn dann den<br />
Nachlass?<br />
Die Erben verwalten den Nachlass<br />
bis zur tatsächlichen Teilung<br />
gemeinschaftlich. Sie können<br />
die Verwaltung auch einem Miterben<br />
oder einer anderen Person<br />
übertragen, die nicht zur Erbengemeinschaft<br />
zählt.<br />
Steht einem Erben ein Nutzungsrecht<br />
an bestimmten<br />
Gegenständen des Nachlasses<br />
zu?<br />
Ja. Das individuelle Nutzungsrecht<br />
darf das der Miterben aber<br />
nicht beeinträchtigen.<br />
Darf ein Erbe ein Haus oder<br />
eine Wohnung aus dem Nachlass<br />
nutzen?<br />
Ja. Aber gegen den Willen der<br />
anderen Erben <strong>ist</strong> das nicht möglich.<br />
Im Beispiel oben: Angenom-<br />
6 Tipps, um Streit zu vermeiden<br />
Wichtige<br />
Urteile<br />
Eine Erbengemeinschaft<br />
<strong>ist</strong> keine<br />
Rechtspersönlichkeit.<br />
Um gegen die<br />
Gemeinschaft vorgehen<br />
zu können,<br />
muss jeder einzelne<br />
Erbe verklagt werden.<br />
Dies muss nicht<br />
in einem Prozess<br />
geschehen. Auch<br />
getrennte Prozesse<br />
gegen jeden Einzelnen<br />
sind möglich.<br />
(AG München,<br />
Az. 231 C 12827/09)<br />
Will eine Erbengemeinschaft<br />
ein<br />
unteilbares Grundstück<br />
verkaufen,<br />
um das Erbe damit<br />
teilbar zu machen,<br />
und weigert sich ein<br />
Erbe, dem Verkaufspreis<br />
zuzustimmen,<br />
kann er rechtlich<br />
dazu gezwungen<br />
werden, in den Vertrag<br />
einzuwilligen.<br />
(OLG Koblenz,<br />
Az. 5 U 505/10)<br />
men die Mutter wohnt im gemeinsamen<br />
Elternhaus, das<br />
dann den beiden Kindern zum<br />
Teil mitgehört, so könnten die<br />
Kinder theoretisch das Nutzen,<br />
also das Wohnen der Mutter, in<br />
diesem Haus untersagen, weil<br />
es ihnen ja zum Teil gehört.<br />
Kann ein Miterbe den Anteil<br />
am Nachlass verkaufen?<br />
Ja. Den ideellen Anteil am Nachlass<br />
kann man verkaufen oder<br />
verschenken. Man kann jedoch<br />
nicht über einzelne Gegenstände<br />
verfügen. Außerdem haben<br />
Miterben das gesetzliche Vorkaufsrecht.<br />
Will jemand seinen<br />
Erbteil verschenken, müssen die<br />
Miterben das hinnehmen. Angenommen<br />
im Beispiel oben möchte<br />
ein Kind nur den Anteil am<br />
Elternhaus der Mutter schenken,<br />
so <strong>ist</strong> dies nicht möglich. Möglich<br />
wäre nur das komplette<br />
Schenken des ganzen Teils des<br />
Nachlasses.<br />
Können Erben ihren Teil des<br />
Erbes verkaufen?<br />
Ja. Es muss aber ein Übertragungsvertrag<br />
vor einem Notar<br />
abgeschlossen werden.<br />
Kann ein Miterbe eine Abschlagszahlung<br />
auf den zustehenden<br />
Anteil am Nachlass<br />
verlangen?<br />
Ja, wenn alle (!) Erben zustimmen.<br />
Ein Mehrheitsbeschluss<br />
reicht nicht aus.<br />
Wann kann ein Miterbe die<br />
Auszahlung des eigenen<br />
Anteils am Erbe verlangen?<br />
Das geht grundsätzlich erst bei<br />
der tatsächlichen Teilung des<br />
Nachlasses.<br />
➽ Am wichtigsten:<br />
ein gut<br />
formuliertes,<br />
genaues Testament<br />
machen.<br />
➽ Im Testament<br />
exakt festlegen,<br />
wer was erhält.<br />
Auf keinen Fall<br />
allgemeine Sätze<br />
wie „Haus sollen<br />
meine Kinder“<br />
oder „unsere Kinder<br />
sollen ...“.<br />
➽ Dabei kann<br />
man aber auch<br />
jemanden<br />
bedenken, der<br />
nicht gesetzlicher<br />
Erbe <strong>ist</strong>.<br />
➽ Immer daran<br />
denken, dass<br />
alle gesetzlichen<br />
Erben, die nicht<br />
im Testament<br />
erwähnt sind,<br />
trotzdem den<br />
Pflichtteil bekommen.<br />
➽ Einen<br />
Vertrauten im<br />
Testament als<br />
Testamentsvollstrecker<br />
benennen,<br />
der Wünsche<br />
kennt, und zu<br />
Lebzeiten Vorgaben<br />
machen.<br />
➽ Dabei vor<br />
allem an schwer<br />
teilbares Vermögen<br />
denken, wie<br />
Auto, bestimmte<br />
Grundstücke, Immobilie,<br />
zum Teil<br />
auch Wertpapier-<br />
Depots.<br />
7 / 2012<br />
13
geld ^recht<br />
Haftet die Erbengemeinschaft<br />
für Schulden?<br />
Ja, die Miterben haften als Gesamtschuldner.<br />
Wann kann ein Erbe die Aufhebung<br />
der Erbengemeinschaft<br />
und die Teilung des<br />
Nachlasses verlangen?<br />
Jederzeit. Dieses Recht kann<br />
aber für eine bestimmte Zeit<br />
ausgeschlossen werden. Das<br />
kann die Mehrheit der Erben<br />
beschließen bzw. auch per Testament<br />
so angeordnet sein.<br />
Können die Erben die Aufhebung<br />
der Erbengemeinschaft<br />
für immer ausschließen?<br />
Ja. Auch das <strong>ist</strong> möglich, wenn<br />
alle Miterben einverstanden<br />
sind. Hierzu bedarf es eines Vertrags<br />
der Erben.<br />
Nach welchen Vorgaben wird<br />
der Nachlass geteilt?<br />
Für das Teilen des Nachlasses<br />
unter den Erben sind die Anordnungen<br />
des Erblassers maßgeblich<br />
bzw. die gesetzlichen<br />
Vorschriften.<br />
Was <strong>ist</strong>, wenn es keine Teilungsanordnung<br />
gibt?<br />
In diesem Fall müssen sich die<br />
Erben untereinander einigen.<br />
Was passiert, wenn sich die<br />
Erben nicht einigen können?<br />
Kommt eine Vereinbarung nicht<br />
zustande, gelten die gesetzlichen<br />
Regeln. Danach sind zunächst<br />
die Verbindlichkeiten zu<br />
berichtigen. Dafür wird der<br />
Nachlass, wenn erforderlich, in<br />
Geld umgesetzt. Der Überschuss<br />
wird dann im Verhältnis der<br />
Erbteile geteilt.<br />
<strong>Wie</strong> geht die Teilung dann<br />
konkret vonstatten?<br />
Im ersten Beispiel (verwitwete<br />
Frau, zwei Kinder) wird z. B. das<br />
Haus geschätzt. Daraufhin kann<br />
dann ein Kind dem anderen<br />
Kind einen Teil abkaufen (inklusive<br />
notariellen Vertrags)<br />
oder die Erbengemeinschaft<br />
(beide Kinder) verkauft das<br />
Haus an einen Dritten. Der<br />
Kaufpreis wird dann zwischen<br />
den Kindern aufgeteilt. Damit<br />
endet dann auch formal die Erbengemeinschaft.<br />
Erbstreit: Wo droht Gefahr?<br />
Ob nach dem eigenen Tod eine Erbengemeinschaft entsteht, ob Erben einfach Dinge klären<br />
können oder ob Streit und Blockade programmiert sind, kann jeder selbst beeinflussen.<br />
Die folgenden Schaubilder zeigen, wie bestimmte Verfügungen nach dem eigenen Tod<br />
wirken – jeweils für ein Ehepaar mit zwei Kindern, die wiederum je zwei Enkelkinder<br />
haben. Das Ehepaar möchte, dass das Erbe in der Familie bleibt und weitergegeben wird.<br />
1. Berliner Testament schützt Ehegatten<br />
Ehepartner möchte,<br />
dass der Überlebende<br />
alles erhält und allein<br />
entscheiden kann.<br />
Die Enkelkinder<br />
sind in dieser<br />
Konstellation<br />
nicht in den<br />
Erbgang eingeschlossen.<br />
E1<br />
E1<br />
E1<br />
K1<br />
K1<br />
K1<br />
V<br />
V<br />
V<br />
E2<br />
E2<br />
E2<br />
E3<br />
E3<br />
E3<br />
M<br />
M<br />
M<br />
K2<br />
2. Erbvertrag verpflichtet Erben zur Pflege<br />
Eltern und Kinder schließen<br />
einen Vertrag, der<br />
von den Kindern eine<br />
Gegenle<strong>ist</strong>ung für das<br />
Erbe verlangt. Gleichzeitig<br />
werden die Enkel als<br />
Nacherben aufgeführt.<br />
Da die Kinder<br />
einzelne Zusagen<br />
gemacht haben für<br />
ihre Kinder, greift<br />
der Erbvertrag<br />
auch für die Enkel.<br />
K2<br />
3. Ohne Testament <strong>ist</strong> Blockade programmiert<br />
Ehepartner glauben,<br />
dass Testament unnötig<br />
<strong>ist</strong> und Kinder alles<br />
einvernehmlich regeln.<br />
Da die Enkelkinder<br />
nicht<br />
im Testament<br />
vermerkt sind,<br />
gehören sie<br />
auch nicht zur<br />
Erbengemeinschaft.<br />
K2<br />
Erbe<br />
E4<br />
Erbe/<br />
Gemeinschaft<br />
E4<br />
Erbe/<br />
Gemeinschaft<br />
E4<br />
Pflichterben<br />
Die Kinder<br />
gehören zwar<br />
formal zu den<br />
Pflichterben,<br />
erben aber im<br />
ersten Schritt<br />
nichts.<br />
Pflichterben<br />
Enkelkinder<br />
werden hier<br />
als Nacherben<br />
aufgeführt und<br />
zählen somit<br />
zur Gemeinschaft.<br />
Pflichterben<br />
Formal gehören<br />
nur die Ehefrau<br />
und die beiden<br />
Kinder zu den<br />
Pflichterben.<br />
14 7/ 2012
extra<br />
RENTE<br />
MIT<br />
63<br />
Was <strong>ist</strong> dann möglich?<br />
2. TEIL<br />
63 <strong>ist</strong> das Lieblings-Rentenalter der Deutschen. Doch um dann<br />
in Rente gehen zu können, kommt es oft auf den exakten Geburtsmonat an.<br />
Denn bereits 63-Jährige werden von den neuen Gesetzen getroffen.<br />
Foto: Getty Images<br />
Normale Arbeitnehmer<br />
➤ Eine normale Altersrente <strong>ist</strong><br />
mit 63 nicht möglich.<br />
Spezielle Rente für Frauen<br />
➤ Diese Rente <strong>ist</strong> möglich;<br />
Frauen des Jahrgangs 1949 können<br />
diese bereits mit 60 beantragen.<br />
Wichtig: Nur noch<br />
Frauen, die vor 1952 geboren<br />
wurden, können diese nutzen,<br />
spätere Jahrgänge nicht. Weitere<br />
Voraussetzungen: Die Mindestversicherungszeit<br />
beträgt<br />
15 Jahre, davon mindestens<br />
10 Jahre Pflichtbeiträge nach<br />
dem 40. Lebensjahr.<br />
➤ Der lebenslange Abschlag<br />
für alle, die mit 63 in Rente gehen:<br />
7,2 Prozent.<br />
➤ Wichtig: Die Frauenrente<br />
bleibt unberührt von den neuen,<br />
steigenden Altersgrenzen<br />
der Rente mit 67.<br />
Für langjährig Versicherte<br />
➤ Wer 35 Jahre Pflichtbeiträge<br />
in der Rentenkasse hat, kann<br />
mit 63 in Rente. Aber: Hier greifen<br />
die neuen Rentengesetze.<br />
➤ Das heißt, nur noch im Januar<br />
und Februar 1949 Geborene<br />
können exakt mit dem 63.<br />
Geburtstag in den Ruhestand.<br />
➤ Wer ab März 1949 geboren<br />
<strong>ist</strong>, muss drei Monate länger arbeiten,<br />
gleichzeitig erhöht sich<br />
der Abschlag auf 8,1 Prozent<br />
(gegenüber bisher 7,2 Prozent).<br />
Entscheidend <strong>ist</strong> der Geburtsmonat<br />
RENTE GEBURT RENTE MIT ... ABSCHLAG<br />
Langjährig<br />
Versicherte<br />
3 – 12/1949 63 J. + 3 M. 8,1 %<br />
Frauenrente 1 – 12/1949 63 7,2 %<br />
Altersteilzeit/<br />
Arbeitslosigkeit<br />
1 – 12/1949 63 7,2 %<br />
Schwerbehinderte<br />
1 – 12/1949 63 —<br />
Erwerbsgeminderte<br />
6 – 12/1949 63 J + 6 M. 1,8 %<br />
Quelle: Deutsche Rentenversicherung<br />
Rente nach Altersteilzeit<br />
und wegen Arbeitslosigkeit<br />
➤ Ab 63 <strong>ist</strong> diese Rente möglich,<br />
wenn man zuvor mindestens<br />
2 Jahre offiziell in Altersteilzeit<br />
war.<br />
➤ Auch wer arbeitslos <strong>ist</strong>, kann<br />
mit 63 in Rente, wenn man nach<br />
Vollendung eines Lebensalters<br />
von 58 Jahren und 6 Monaten<br />
52 Wochen arbeitslos war.<br />
➤ Diese Regel gilt aber nur noch<br />
für die Jahrgänge zwischen Januar<br />
1949 bis Dezember 1951.<br />
Für alle anderen wird diese Rente<br />
gestrichen.<br />
Erwerbsgeminderte<br />
➤ Wer aus <strong>gesund</strong>heitlichen<br />
Gründen weniger als drei Stunden<br />
am Tag arbeiten kann, hat<br />
Anspruch auf diese Rente.<br />
➤ Diese Rente <strong>ist</strong> nicht an ein<br />
Alter, sondern den Gesundheitszustand<br />
gekoppelt. Und damit<br />
<strong>ist</strong> sie auch mit 63 möglich.<br />
➤ Wichtig: Beantragt man diese<br />
Rente dann das erste Mal,<br />
wird sie unbefr<strong>ist</strong>et gewährt.<br />
➤ Aber: Die Altersgrenze für<br />
die abschlagsfreie Rente steigt<br />
auf 65. Wer in diesem Jahr noch<br />
mit 63 in Rente will, hat einen<br />
Abschlag hinzunehmen (max.<br />
1,8 %). Ausnahme: Versicherte<br />
mit 35 Pflichtbeitragsjahren.<br />
Schwerbehinderte<br />
➤ Diese Rente <strong>ist</strong> mit 63 möglich<br />
– und zwar ohne Abschlag.<br />
Voraussetzung: GdB 50 und 35<br />
Jahre mit Pflichtbeiträgen.<br />
➤ Wichtig: Auch wer nicht<br />
schwerbehindert <strong>ist</strong>, hat unter<br />
Umständen Anspruch. Denn bei<br />
Jahrgängen vor 1951 prüft die<br />
Rentenkasse, ob man berufsoder<br />
erwerbsunfähig nach dem<br />
am 31. 12. 2000 geltenden Recht<br />
<strong>ist</strong> (siehe auch Seite 10).<br />
➤ Wichtig: Die Altersgrenze für<br />
eine abschlagsfreie Altersrente<br />
für Schwerbehinderte wird stufenweise<br />
von 63 auf 65 angehoben.<br />
Betroffen <strong>ist</strong> aber erst<br />
der Geburtsjahrgang 1952.<br />
7 / 2012<br />
15
geld ^recht<br />
Ab 1. Juli höhere Re<br />
Um 2,18 % steigen zum 1. Juli die Renten*. Und obwohl das<br />
dass man erstmals Steuern auf die Rente zahlen muss. Und<br />
BBundeskanzlerin und Arbeitsmin<strong>ist</strong>erin<br />
jubelten<br />
unisono im Frühjahr:<br />
Auch die Rentner in<br />
Deutschland würden ab Juli<br />
vom kräftigen Aufschwung profitieren.<br />
Deshalb würden die<br />
Renten so kräftig wie lange<br />
nicht erhöht.<br />
Stimmt! Doch was Angela<br />
Merkel und Ursula von der<br />
Leyen verschweigen – die Rentenerhöhungen<br />
führen bei Abertausend<br />
Ruheständlern dazu,<br />
dass sie 2012 erstmals Steuern<br />
auf ihre Renten zu zahlen haben.<br />
Und so mischt sich für viele<br />
ein größerer Wermutstropfen<br />
in den Freuden-Wein.<br />
Denn: Zwar <strong>ist</strong> bei jedem<br />
Rentner nicht die volle Rente<br />
steuerpflichtig; ein größerer<br />
Freibetrag wird angerechnet<br />
(siehe Grafik auf der rechten<br />
Seite). Aber dieser Freibetrag<br />
steigt eben nicht bei jeder Rentenerhöhung<br />
mit an, sondern<br />
bleibt immer gleich.<br />
Das heißt, jede Rentenerhöhung<br />
führt dazu, dass man mit<br />
dem steuerpflichtigen Teil der<br />
Rente immer näher an die Steuergrenze<br />
heranreicht – oder diese<br />
übersteigt. Die Beispielrechnung<br />
auf diesen Seiten zeigt<br />
dies deutlich. Und das wiederum<br />
bedeutet im Gegenzug,<br />
dass im Lauf der Jahre immer<br />
mehr Rentner tatsächlich Steuern<br />
zu zahlen haben – derzeit<br />
sind es bereits über 5 Millionen.<br />
Zum Vergleich: 2005 waren gerade<br />
800000 Rentner von der<br />
Rentensteuer betroffen.<br />
Der Fall<br />
» Ein alleinstehender<br />
Rentner ging<br />
2010 mit 65 in<br />
Ruhestand. Er hat<br />
zeit seines Lebens<br />
etwa durchschnittlich<br />
verdient und<br />
erhält 1.000 Euro<br />
Monatsrente.<br />
» Zusätzlich hat er<br />
die Lebensversicherung<br />
seiner verstorbenen<br />
Frau und<br />
sein Erbe in eine<br />
private Rentenversicherung<br />
investiert,<br />
aus der er<br />
jeden Monat 750<br />
Euro Rente erhält.<br />
» Darüber hinaus<br />
hat er noch Geld<br />
angelegt, sodass<br />
auch noch 1.000<br />
Euro pro Jahr<br />
Zins-Einnahmen<br />
entstehen.<br />
» Für das vermietete<br />
Elternhaus erzielt<br />
er noch eine Netto-<br />
Jahresmiete von<br />
5.130 Euro.<br />
» Aufgrund der normalen<br />
gesetz lichen<br />
Rente nimmt der<br />
Mann an, dass keine<br />
Steuern fällig werden.<br />
Ein Irrtum!<br />
➽<br />
1<br />
Freibetrag<br />
errechnen<br />
Rente 2010:<br />
12 x 1.000 Euro =<br />
12.000 Euro<br />
Freibetrag: 40 % =<br />
4.800 Euro<br />
Steuerpflichtig 2010:<br />
7.200 Euro<br />
Maßgeblich<br />
<strong>ist</strong> immer die Brutto-Rente<br />
(nicht<br />
der Netto-Auszahlungsbetrag)<br />
Bei privaten<br />
Renten und Betriebsrenten<br />
gelten<br />
andere Steuer-Regeln.<br />
Bei privaten<br />
Renten hängt<br />
der Steuersatz<br />
davon ab, wann<br />
man die private<br />
Rente erstmals<br />
bezogen hat, mit<br />
65 Jahren: 18 %.<br />
Achtung: Es zählt<br />
nicht der Beginn<br />
der gesetzlichen<br />
Rente, sondern<br />
nur der Beginn<br />
der privaten<br />
Renten.<br />
Betriebsrenten<br />
sind in der Regel<br />
voll steuerpflichtig,<br />
werden wie<br />
Arbeitslohn<br />
gewertet.<br />
➽2<br />
Einkommensteuer<br />
errechnen<br />
EINKÜNFTE<br />
Gesetzliche Rente<br />
Hier steht<br />
jedem Steuerzahler<br />
ein<br />
gesonderter<br />
Freibetrag zu,<br />
wenn Zinseinnahmen<br />
vorliegen.<br />
BRUTTO<br />
Private Rente 9.000<br />
Mieteinnahmen 5.130<br />
Zinseinnahmen 1.000<br />
Sonstige absetzbare<br />
Ausgaben<br />
Kranken-<br />
Altersent<br />
Zu versteuerndes Einkommen<br />
Einkommensteuer und Solidari<br />
Hier zählt nur<br />
der Gewinn,<br />
also die<br />
Brutto-Mieteinnahmen<br />
abzüglich<br />
der Werbungskosten.<br />
Was Arbeitsmin<strong>ist</strong>erin von der Leyen als Wohltat für Rentner<br />
verkauft, freut am Ende auch Finanzmin<strong>ist</strong>er Schäuble.<br />
Fotos: ddp images (2), Shutterstock, privat<br />
16 7/ 2012
extra<br />
nte und dann die Steuer …<br />
im Monat für die me<strong>ist</strong>en nur wenige Euro ausmacht, kann dies ausreichen,<br />
schon <strong>ist</strong> die Vorfreude auf etwas mehr Geld passé.<br />
* Im Osten sind es sogar 2,26%<br />
Dieser Freibetrag<br />
steht jedem<br />
Rentner<br />
zu. Wichtig:<br />
Im Steuerbescheid<br />
kontrollieren,<br />
ob dieser<br />
angerechnet<br />
wurde.<br />
Der Freibetrag wird zu Beginn der Rente für das Jahr des Rentenbeginns<br />
errechnet – und zwar als feststehender Euro-Betrag (siehe<br />
Grafik unten). Dieser Betrag bleibt ein Leben lang konstant.<br />
ABZUG<br />
Freibetrag Rente + Werbungskosten:<br />
102 Euro<br />
Die Beiträge<br />
zur gesetzlichen<br />
Pflegeund<br />
Krankenversicherung<br />
sind auch<br />
bei jedem<br />
Rentner als<br />
Sonderausgaben<br />
absetzbar.<br />
STEUERPFLICHTIGE<br />
EINKÜNFTE<br />
2010 2011 2012<br />
12.000 12.119* 12.383*<br />
4.800<br />
102<br />
4.800<br />
102<br />
4.800<br />
102<br />
Steuerpflichtig 7.098 7.217 7.481<br />
Bei Rentenbeginn mit 65 Jahren werden<br />
nur 18 % angerechnet<br />
+ 1.620 + 1.620 +1.620<br />
Werbungskosten 1) : 3.300 Euro + 1.830 + 1.830 + 1.830<br />
Sparerpauschbetrag: 801 Euro + 199 + 199 + 199<br />
und Pflegeversicherung (10,15 %)<br />
– 1.212 – 1.230 – 1.257<br />
lastungsbetrag – 1.520 – 1.520 – 1.520<br />
8.015 8.116 8.353<br />
täts-Zuschlag 0 16 49<br />
Obwohl im Jahr des Rentenbeginns<br />
keine Steuer fällig wurde und sich seitdem<br />
das Einkommen nur durch die<br />
mageren Rentenerhöhungen verändert<br />
hat, werden jetzt doch Steuern fällig.<br />
Das heißt: Brutto 270 Euro mehr Rente<br />
pro Jahr führen dazu, dass plötzlich<br />
etwa 20 % der Erhöhung für die Steuer<br />
aufgewandt werden müssen.<br />
1) fiktiv<br />
Der Einfachheit halber wurden die Renten auf Jahreswerte hochgerechnet, auch wenn die Rentenerhöhungen jeweils erst zum 1. Juli gegriffen haben.<br />
* Rentenerhöhung: 0,99 % (im Westen). ** Rentenerhöhung: 2,18 % (im Westen).<br />
„Achtung: Wer neben<br />
der Rente noch<br />
auf Steuerkarte hinzuverdient,<br />
Mieteinnahmen<br />
hat oder<br />
Einkünfte aus einer<br />
gewerblichen oder<br />
selbstständigen Tätigkeit<br />
bzw. eine Pension<br />
oder Betriebsrente<br />
bezieht, muss<br />
immer eine Steuererklärung<br />
abgeben<br />
– unabhängig davon,<br />
wie hoch oder<br />
niedrig die gesetzliche<br />
Rente <strong>ist</strong>.“<br />
Wolfgang Wawro, Präsident<br />
des Steuerberaterverbandes<br />
Berlin-Brandenburg<br />
Dieser Anteil der Rente<br />
bleibt steuerfrei<br />
Angaben in %<br />
2005<br />
2006<br />
2007<br />
2008<br />
2009<br />
2010<br />
2011<br />
2012<br />
2013<br />
2014<br />
2015<br />
2016<br />
2017<br />
2018<br />
2019<br />
2020<br />
50<br />
48<br />
46<br />
44<br />
42<br />
40<br />
38<br />
36<br />
34<br />
32<br />
30<br />
28<br />
26<br />
24<br />
22<br />
20<br />
Quelle: Deutsche Rentenversicherung<br />
7 / 2012<br />
17
geld ^recht<br />
Kreditgebühren<br />
zurückholen<br />
Trotz Urteil des Bundesgerichtshofs weigern sich viele Banken, zu Unrecht<br />
berechnete Kreditgebühren zurückzuzahlen. Worum es geht, wer Geld<br />
zurückfordern kann, zeigen diese Seiten. Und die Musterbriefe helfen dabei.<br />
Was hat der Bundesgerichtshof<br />
ganz genau bei<br />
Krediten entschieden?<br />
Dass Gebühren, die die Bank<br />
im Rahmen eines Darlehens<br />
berechnet, nicht erlaubt sind.<br />
Dazu zählen z. B. Gebühren für<br />
das Führen des Darlehenskontos.<br />
Solche Klauseln (siehe auch<br />
Kasten rechts) sind unwirksam,<br />
entschied der Bundesgerichtshof<br />
(BGH) in Karlsruhe (Az. XI<br />
ZR 388/10).<br />
Sind mit „unzulässigen Gebühren<br />
für Darlehen“ auch<br />
Kreditzinsen gemeint?<br />
Nein. Kreditzinsen gehören zum<br />
Geschäft. Sie sind praktisch ein<br />
Ausgleich dafür, dass man sich<br />
das Geld von der Bank ausleihen<br />
durfte. Unzulässig sind dagegen<br />
Gebühren für Verwaltung<br />
des Kredits, die noch draufgeschlagen<br />
werden und nichts mit<br />
dem Zins zu tun haben. Dabei<br />
handelt es sich me<strong>ist</strong> um eine<br />
jährliche Pauschale oder einen<br />
Pauschalbetrag, der im Kreditvertrag<br />
zum vereinbarten Zinssatz<br />
aufgeführt wird. Me<strong>ist</strong> sind<br />
dies einige Hundert Euro für das<br />
Einrichten und Führen des Darlehenskontos.<br />
<strong>Wie</strong> verwaltet die Bank denn<br />
normalerweise einen Kredit?<br />
Für einen Kredit bezahlt man<br />
eine monatliche, feste Rate. Diese<br />
enthält einen Zins- und einen<br />
Tilgungsteil. Das heißt, die Bank<br />
berechnet jeden Monat, ausgehend<br />
von der noch nicht getilgten<br />
Kreditsumme, die exakte<br />
Zins-Rate. Das heißt, von Monat<br />
zu Monat nimmt der Tilgungsanteil<br />
an der gezahlten Rate zu,<br />
während der Zinsteil abnimmt,<br />
da ja schon etwas mehr als im<br />
Vormonat getilgt <strong>ist</strong>. Die Bank<br />
richtet für jeden Kredit ein Darlehenskonto<br />
ein und verbucht<br />
dort den ordnungsgemäßen<br />
Eingang der Zahlungen. Und<br />
genau dafür darf sie keine Gebühren<br />
verlangen. Denn, so der<br />
BGH, das Einrichten und Führen<br />
eines Kontos geschieht ja im<br />
Eigen-Interesse der Bank und<br />
nicht im Auftrag des Kunden.<br />
Gehört dieses Konto nicht<br />
zum Kredit dazu?<br />
Nein. Die Bank führt es für ihre<br />
eigene Buchhaltung und nicht<br />
im Auftrag des Kunden. Normalerweise<br />
erhält man über das<br />
Konto auch gar keine laufenden<br />
Auszüge (maximal einmal im<br />
Jahr). Insofern kann man die<br />
Kosten gar nicht kontrollieren.<br />
Auch deshalb lehnt der BGH solche<br />
Gebühren ab.<br />
<strong>Wie</strong> hoch sind denn diese<br />
Kredit-Gebühren?<br />
„Sollte die Bank<br />
bei den Kreditgebühren<br />
mauern,<br />
dann an den Ombudsmann<br />
der<br />
Bank wenden; bei<br />
einigen Banken<br />
wird dies auch als<br />
Schlichtungsstelle<br />
bezeichnet. Die<br />
Kontaktdaten hat<br />
das Geldinstitut.<br />
Dieses Verfahren<br />
<strong>ist</strong> in der Regel<br />
kostenlos.“<br />
Annabel Oelmann,<br />
Leiterin Finanzdienstle<strong>ist</strong>ungen<br />
Verbraucherzentrale<br />
NRW<br />
Im verhandelten Fall betrug<br />
die Kontoführungsgebühr gerade<br />
einmal zwei Euro je Monat.<br />
Doch dem BGH ging es ums<br />
Prinzip. Es kann aber leicht auch<br />
um einige Hundert Euro gehen.<br />
Gibt es weitere Gebühren,<br />
die der BGH gerügt hat?<br />
Ja. Für Baudarlehen stellt die<br />
Bank me<strong>ist</strong> eine Jahresbescheinigung<br />
für das Finanzamt aus.<br />
18 7/ 2012
extra<br />
Das<br />
BGH-Urteil<br />
Gebühren dafür sind aber ebenfalls<br />
nicht zulässig.<br />
Werden auch Gebühren fällig,<br />
wenn kein Kreditvertrag<br />
geschlossen wird?<br />
Nein. Wer sich für einen Kredit<br />
interessiert, aber noch nicht zugestimmt<br />
hat, muss keine Gebühren<br />
bezahlen, so ein Urteil<br />
des Oberlandesgerichts Dresden<br />
(Az. 7 U 2238/00).<br />
Für wen <strong>ist</strong> das Urteil des<br />
Gerichtshofs wichtig?<br />
Von dem Urteil profitieren Millionen<br />
Kunden mit Konsumentenkrediten<br />
oder einer Immobilienfinanzierung.<br />
Die Mehrheit<br />
der Banken verlangt nämlich bis<br />
heute die Gebühr für die Kontoführung.<br />
Die Verbraucherzentrale<br />
NRW geht sogar davon aus,<br />
dass das BGH-Urteil für sämtliche<br />
Darlehensverträge gilt.<br />
Erhält man jetzt das Geld<br />
für die Gebühren zurück?<br />
Ja, aber nur dann, wenn man<br />
sich aktiv darum kümmert. Zurückfordern<br />
kann man die Gebühren<br />
für laufende, aber auch<br />
für bereits abgezahlte Kredite.<br />
Dabei helfen die Musterbriefe<br />
von <strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>.<br />
Kann es sein, dass Ansprüche<br />
verjähren?<br />
Ja, nach drei Jahren verjähren<br />
diese Ansprüche. Allerdings <strong>ist</strong><br />
offen, ab wann die Verjährung<br />
greift. Gilt als Beginn der Fr<strong>ist</strong><br />
das Datum des Urteils, verjähren<br />
Ansprüche von Zahlungen<br />
aus dem Jahr 2007 und davor.<br />
Gibt es andere Positionen<br />
zur Verjährung?<br />
Ja. Die Verbraucherzentrale<br />
Nordrhein-Westfalen geht davon<br />
aus, dass die dreijährige<br />
Fr<strong>ist</strong> erst mit Ende des Vertrags<br />
greift. In diesem Fall können<br />
alle Gebühren eines Vertrages<br />
bis drei Jahre nach dessen Ende<br />
zurückgefordert werden. Wer<br />
vor der endgültigen jur<strong>ist</strong>ischen<br />
Klärung der Verjährungsfr<strong>ist</strong>en<br />
Geld erstattet bekommen möch-<br />
Diesen Musterbrief<br />
verwenden, wenn der<br />
Kredit noch läuft<br />
An die Bank …<br />
Straße<br />
PLZ/Ort<br />
Betreff:<br />
Kontoführungsgebühren für Kreditvertrag-Nr.:<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
am haben wir einen Kreditvertrag abgeschlossen.<br />
Die von Ihnen für den oben genannten, noch laufenden<br />
Kreditvertrag berechneten Gebühren sind laut Urteil des<br />
Bundesgerichtshofs (Az. XI ZR 388/10) nicht zulässig.<br />
Ich fordere Sie auf, die einbehaltenen Entgelte <strong>plus</strong> 4 %<br />
Zinsen rückwirkend auf mein Konto zu überweisen<br />
und den Kreditvertrag gebührenfrei ab sofort bis zum Ende<br />
der Laufzeit anzupassen.<br />
In Bezug auf die Verjährung teile ich die Auffassung der<br />
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, wonach diese<br />
erst mit Ende der Laufzeit einsetzt. Da mein Vertrag noch bis<br />
(Jahr) läuft, also die Verjährung noch nicht eingesetzt hat,<br />
verlange ich sämtliche bisher gezahlten Gebühren zurück.<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
(Unterschrift)<br />
te, muss allerdings selbst gegen<br />
die eigene Bank klagen.<br />
Lohnt es denn, zu klagen?<br />
Das <strong>ist</strong> eine Frage der Abwägung.<br />
Die Rechtsschutzversicherung<br />
trägt zwar die Kosten<br />
Privatkunden müssen für ein Darlehenskonto<br />
keine Gebühren bezahlen.<br />
Solche Klauseln sind unwirksam, entschied<br />
der Bundesgerichtshof (Az. XI ZR 388/10).<br />
Deshalb sind Klauseln, die es einem Kreditinstitut<br />
ermöglichen, Entgelte für Tätigkeiten<br />
zu erheben, die es im eigenen Interesse<br />
erbringt, nicht erlaubt. Die Klauseln<br />
halten der Inhaltskontrolle nach<br />
§ 307 Abs. 1 BGB nicht stand, weil<br />
sie Kunden unangemessen<br />
benachteiligen.<br />
Absender<br />
Straße<br />
PLZ/Ort<br />
für ein solches Verfahren. Ob<br />
sich bei einer Selbstbeteiligung<br />
und der begrenzten Erstattung<br />
das Risiko eines Prozesses mit<br />
ungewissem Ausgang lohnt,<br />
sollte jeder prüfen.<br />
7 / 2012<br />
19
geld ^recht<br />
So kontern Sie <strong>Ihr</strong>e Bank<br />
Wahrscheinlich werden sich die Banken<br />
trotz höchstrichterlichem Urteil zuerst winden.<br />
Diese Antworten könnten Sie erhalten:<br />
»Die Ansprüche sind<br />
verjährt.«<br />
Für Verträge vor<br />
2008 seien Ansprüche<br />
verjährt. Da das Urteil<br />
Anfang 2011 erging, sei<br />
die dreijährige Verjährungsfr<strong>ist</strong><br />
abgelaufen.<br />
➝ SO KONTERN SIE:<br />
„Die Verbraucherzentrale<br />
sagt, dass die<br />
dreijährige Verjährungsfr<strong>ist</strong><br />
erst eintritt,<br />
wenn der jeweilige<br />
Vertrag beendet wird.<br />
Der Vertrag endete<br />
erst ....“<br />
»Das Urteil gilt doch<br />
nur für die Zukunft.«<br />
Jetzt habe auch die<br />
Bank Rechtssicherheit<br />
und werde das Urteil<br />
befolgen. Aber bis 2011<br />
habe die Bank in gutem<br />
Glauben gehandelt, für<br />
die Vergangenheit könne<br />
nichts zurückgezahlt<br />
werden ...<br />
➝ SO KONTERN SIE:<br />
„Richtig <strong>ist</strong>, dass es<br />
Gebühren für Kredite<br />
in Zukunft nicht mehr<br />
gibt. Aber: Der BGH<br />
sagt, dass die Klauseln<br />
heute rechtswidrig<br />
sind und früher rechtswidrig<br />
waren. Deshalb<br />
gilt das Urteil auch für<br />
ältere Verträge.“<br />
»Das Urteil betrifft<br />
nur einen Einzelfall.«<br />
Bei dem Urteil sei es<br />
um das Privatdarlehen<br />
für einen Kunden<br />
gegangen. Es könne<br />
nicht verallgemeinert<br />
werden.<br />
➝ SO KONTERN SIE:<br />
„Das <strong>ist</strong> auf den ersten<br />
Blick richtig. Die Verbraucherzentrale<br />
NRW<br />
hat das Internationale<br />
Bankhaus Bodensee<br />
stellvertretend für<br />
die Branche verklagt.<br />
Denn die me<strong>ist</strong>en<br />
Geldinstitute verlangen<br />
bislang ein Entgelt<br />
für die Kontoführung.<br />
Deshalb trifft das<br />
Urteil auch für andere<br />
Formen zu: Konsumenten-,<br />
Auto- oder<br />
Hypothekenkredite.“<br />
»Das Urteil gilt nicht<br />
für Bausparkassen.«<br />
Bei Bausparverträgen<br />
mit Anspar- und Kreditphase<br />
gelte das<br />
Urteil nicht.<br />
➝ SO KONTERN SIE:<br />
„Das stimmt nicht.<br />
Es gibt sogar ein<br />
spezielles Urteil des<br />
LG Nürnberg (Az. 7 O<br />
10 682/08), das die<br />
Quelle Bausparkasse<br />
zwang, keine Kontoführungsgebühren<br />
mehr<br />
zu verlangen. Es gibt<br />
weitere Klagen gegen<br />
andere Kassen.“<br />
An die Bank / Autobank ...<br />
Straße<br />
PLZ/Ort<br />
Betreff: Kontoführungsgebühren für Kredit,<br />
Vertrag-Nr.:<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
ich habe festgestellt, dass Sie mir für meinen im Jahr<br />
vollständig zurückgezahlten Kredit Gebühren<br />
berechnet haben. Laut Urteil des Bundesgerichtshofs<br />
(Az. XI ZR 388/10) <strong>ist</strong> dies nicht zulässig.<br />
Ich fordere Sie auf, die einbehaltenen Entgelte <strong>plus</strong><br />
4 % Zinsen rückwirkend auf mein Konto zu<br />
überweisen.<br />
In Bezug auf die Verjährung teile ich die Auffassung der<br />
Verbraucherzentrale NRW, wonach diese erst mit Ende<br />
der Laufzeit einsetzt. Da der Kredit erst ....... vollständig<br />
zurückgezahlt wurde, endet die Verjährung erst am<br />
........ Insofern hat die Verjährung noch nicht eingesetzt.<br />
Deshalb verlange ich sämtliche gezahlten Gebühren<br />
zurück.<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
(Unterschrift)<br />
An die Bausparkasse ...<br />
Straße<br />
PLZ/Ort<br />
Betreff:<br />
Gebühren für Bauspardarlehen, Vertrag-Nr.:<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
wir haben unter der oben genannten Vertragsnummer<br />
ein Bauspardarlehen erhalten und tilgen dieses. Laut<br />
Urteil des Bundesgerichtshofs sind Gebühren für die<br />
Führung eines Darlehenskontos nicht zulässig (Az. XI<br />
ZR 388/10). Auch das Landgericht Nürnberg hat einer<br />
Bausparkasse diese Gebühren untersagt (Az. 7 O 10<br />
682/08).<br />
Ich fordere Sie auf, die einbehaltenen Entgelte für mein<br />
Bauspardarlehen <strong>plus</strong> 4 % Zinsen rückwirkend auf mein<br />
Konto zu überweisen und den Kreditvertrag<br />
gebührenfrei bis zum Laufzeit-Ende anzupassen.<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
Diesen Musterbrief<br />
verwenden, wenn der<br />
Kredit bereits inkl. Gebühren<br />
zurückgezahlt wurde<br />
Diesen Musterbrief<br />
verwenden, wenn Sie ein<br />
Bauspar-Darlehen inkl.<br />
Gebühren erhalten haben<br />
Absender<br />
Straße<br />
PLZ/Ort<br />
Absender<br />
Straße<br />
PLZ/Ort<br />
Foto: privat; Illustrationen: mauritius images<br />
(Unterschrift)<br />
20 7/ 2012
extra<br />
Neue Renten-Werte ab Juli<br />
Ab 1. Juli 2012 erhalten Rentner mehr Geld. Doch daneben steigen auch weitere<br />
Rechengrößen in der Rentenversicherung, die große Bedeutung haben.<br />
2,84<br />
Mrd. Euro kostet die<br />
Rentenerhöhung die Rentenkassen<br />
nur in diesem<br />
Jahr. 2013 müssen die Kassen<br />
sogar 5,4 Mrd. Euro<br />
mehr ausgeben – nur<br />
durch diese Erhöhung<br />
741,05<br />
Euro beträgt der neue Freibetrag<br />
bei Hinterbliebenen-<br />
Renten. Liegt eigenes Einkommen<br />
darüber, wird es ab<br />
diesem Wert angerechnet.<br />
4,40<br />
Prozent wäre<br />
eigentlich die<br />
richtige Erhöhung<br />
gewesen.<br />
Da aber<br />
in den zurückliegenden<br />
Krisenjahren<br />
auch die Renten<br />
hätten<br />
gekürzt werden<br />
müssen,<br />
was wegen<br />
der Rentengarantie<br />
unterblieb,<br />
wird die<br />
Kürzung jetzt<br />
nachgeholt.<br />
28,07<br />
Euro beträgt der Rentenwert ab 1. 7. 2012 (im<br />
Osten: 24,92 Euro). Wer ein Jahr durchschnittlich<br />
verdiente, erhält dann dafür 28,07 Euro als<br />
monatliche Rente. Wer mehr verdiente, im Verhältnis<br />
mehr, wer weniger verdiente, weniger.<br />
2,26<br />
Prozent beträgt die<br />
Erhöhung der Renten<br />
ab 1. Juli 2012 – aber nur<br />
im Westen. Im Osten<br />
erhalten Rentner sogar<br />
2,82 Prozent mehr.<br />
12,96<br />
Euro beträgt der aktuelle Rentenwert ab Juli in der<br />
Alterskasse für Landwirte (im Osten 11,50 Euro).<br />
Foto: Getty Images<br />
1.747,82<br />
Euro beträgt die neue Hinzuverdienstgrenze<br />
für eine 1/3-Rente; 1.328,34 Euro für eine<br />
1/2-Rente und 988,86 Euro für eine<br />
2/3-Rente. Wichtig: Nur in Ostdeutschland<br />
spielt der Rentenwert dafür eine Rolle.<br />
7 / 2012<br />
21
18 1/ 20 1<br />
VIELE<br />
NICHT<br />
15/09/ 1 1:01<br />
Sie haben Fragen?<br />
<strong>plus</strong>-Experten antworten<br />
Martin Reißig<br />
Rentenberater,<br />
Hamburg<br />
Wolfgang Wawro<br />
Steuerberaterbund,<br />
Berlin<br />
geld^recht<br />
Zusätzlich<br />
Geld zur Rente<br />
Die Mieten steigen, Strom, Gas, Krankenkasse auch.<br />
Und die Renten? Viele Rentner wissen nicht,<br />
dass sie selbst mit durchschnittlichen Einkommen<br />
zusätzlich Geld vom Staat erhalten können.<br />
Viele Rentner haben Anspruch<br />
auf mehr Geld. Geld, mit dem dann<br />
auch mehr Urlaub möglich <strong>ist</strong>.<br />
WISSEN DAS<br />
elbst die Bundesregierung<br />
spricht inzwischen davon,<br />
dass die Zahl der Mentisch<br />
zunimmt und viele nahe<br />
der Armutsgrenze leben. Doch<br />
der Leyen nie offen sagt: Viele<br />
Rentner haben Anspruch auf<br />
weitere Le<strong>ist</strong>ungen.<br />
schen mit geringen Renten dras-<br />
was Sozialmin<strong>ist</strong>erin Ursula von<br />
Unabhängige<br />
Rentenberater<br />
vermittelt deren Bundesverband<br />
in Köln:<br />
(02 21) 2 40 66 42,<br />
www.rentenberater.de<br />
1<br />
Was <strong>ist</strong> ergänzende<br />
Grundsicherung?<br />
Grundsicherung im Alter und bei<br />
Grundsicherung<br />
Erwerbsminderung <strong>ist</strong> eine ergänzende<br />
Le<strong>ist</strong>ung. Anspruch<br />
hat, wer dauerhaft aus dem Erwerbsleben<br />
ausgeschieden <strong>ist</strong><br />
nicht arbeiten kann.<br />
Ergänzende Grundsicherung wird<br />
oder wegen Erwerbsminderung<br />
immer zusätzlich zur Rente gezahlt.<br />
Nicht verwechselt werden<br />
aber darf dies mit „Hartz IV“.<br />
2<br />
Wer hat Anspruch auf<br />
Grundsicherung?<br />
Grundsätzlich jeder, der das 65.<br />
Lebensjahr vo lendet hat oder<br />
vo ljährig und dauerhaft vo l erwerbsgemindert<br />
<strong>ist</strong>. Zweite Voraussetzung:<br />
Man kann den<br />
Lebensunterhalt nicht durch eigenes<br />
Einkommen (Rente) und<br />
Vermögen bzw. durch den nicht<br />
getrennt lebenden Partner sicherste<br />
len. Und: Man muss in<br />
Deutschland leben.<br />
Ganz wichtig: Der tatsächliche<br />
Bezug von Alters- oder Erwerbsminderungs-Rente<br />
<strong>ist</strong> nicht notwendig.<br />
Das heißt, auch wer<br />
Ab etwa 700<br />
Euro Rente<br />
Anspruch auf Grundsicherung<br />
besteht,<br />
wenn man etwa dieses<br />
Einkommen hat.<br />
Hamburg 741<br />
Berlin 734<br />
He sen 684<br />
Schleswig-Holstein 671<br />
Bayern 661<br />
Alle Angaben in Euro je Monat<br />
P-GR1 1_018_Grundsicherung.in d 18 15/09/ 1 11:01<br />
Mit Erstaunen habe ich von der<br />
Grundsicherung gelesen. Mein<br />
Mann bekommt 504 Euro Rente<br />
und ich 497 Euro. Wir leben im<br />
Eigenheim, das von meinen Großeltern<br />
erbaut wurde, und haben<br />
hohe Energiekosten. Unsere<br />
Anträge auf Heizungsbeihilfe usw.<br />
wurden durch die Sozialämter<br />
abgelehnt. Welchen Weg müssen<br />
wir gehen, um Grundsicherung zu<br />
bekommen?<br />
Traute Chevalier, Tribsees<br />
Zuständig für Grundsicherung<br />
<strong>ist</strong> in der Regel der örtliche<br />
Sozialhilfeträger (z. B. Stadt,<br />
Gemeinde). Der zustehende<br />
Betrag wird individuell berechnet<br />
und setzt sich aus verschiedenen<br />
Bausteinen zusammen,<br />
z. B. Zahl der Personen, die<br />
zusammenleben, Wohnungsgröße,<br />
Mietniveau der Stadt,<br />
Heizkosten, auch im lokalen<br />
Vergleich. Vom ermittelten<br />
Betrag wird dann vorhandenes<br />
Einkommen und verwertbares<br />
Vermögen in Abzug gebracht.<br />
Der verbleibende Betrag wird<br />
als Grundsicherung monatlich<br />
ausgezahlt. Ein Anspruch <strong>ist</strong><br />
auch abhängig vom Einkom-<br />
S<br />
men des Ehegatten. Sie sollten<br />
deshalb nochmals alle Belege<br />
zusammentragen und einen<br />
neuen Antrag stellen. Unterstützung<br />
geben auch Sozialverbände<br />
und örtliche Hartz-IV-<br />
Initiativen.<br />
Krankenkasse<br />
Bereits seit 2008 verhandele ich<br />
mit meiner Krankenkasse über die<br />
Befreiung vom Krankenkassenbeitrag<br />
für meine geringfügige<br />
„private Rente“. Im September<br />
2011 las ich bei Ihnen, dass das<br />
hessische Gericht für einen freiwillig<br />
versicherten Rentner, genau<br />
für diesen Fall, ein rechtskräftiges<br />
Urteil zugunsten des Rentners gefällt<br />
hat. Nach erneuter Kontaktaufnahme<br />
mit meiner KV merkte<br />
ein Sachbearbeiter, dass ich statt<br />
14,9 % auch für die private Rente<br />
15,5 % bezahle. Man kann mir den<br />
Differenzbetrag aber nur 4 Jahre<br />
rückwirkend erstatten. Ich habe<br />
kein Wort der Entschuldigung<br />
gehört für dieses Versehen der<br />
KV seit 2005! Ich habe das hessische<br />
Urteil so verstanden, dass<br />
die private Rente gar nicht KVpflichtig<br />
sein sollte. Dies <strong>ist</strong> auch<br />
seit Langem meine Ansicht. Meine<br />
KV vertröstet mich nun auf einen<br />
„Musterprozess“. Dürfen die Krankenkassen<br />
das machen?<br />
Gerlinde Hauswirth, Karlsruhe<br />
Leider ja. In dem Beschluss<br />
des Hessischen Landessozialgerichts<br />
(Az. L 1 KR 327/10<br />
B ER) wurde festgestellt, dass<br />
die „Beitragsverfahrensgrundsätze<br />
Selbstzahler“ mangels<br />
hinreichender Legitimation<br />
nicht vom Vorstand des<br />
Spitzenverbandes der gesetzlichen<br />
Krankenkassen erlassen<br />
werden können. Daher<br />
war der Rechtsstreit zunächst<br />
für den Kläger erfolgreich.<br />
Die Problematik der Beitragszahlung<br />
<strong>ist</strong> beim Bundessozialgericht<br />
anhängig.<br />
Wir empfehlen Ihnen, dieses<br />
höchstrichterliche Urteil<br />
abzuwarten. Sofern Sie <strong>Ihr</strong>e<br />
Krankenkasse dazu kontaktiert<br />
haben, wird diese nach<br />
der Entscheidung des Bundessozialgerichts<br />
die Angelegenheit<br />
wieder aufgreifen.<br />
Rente für Frauen<br />
Sie schreiben, dass für die Fragestellerin<br />
die Rente für Frauen ab<br />
60 zutrifft, allerdings mit 18 %<br />
Abschlag, was meiner Rechnung<br />
nach 5 Jahre bedeutet. Also<br />
kann sie doch mit Beginn des 66.<br />
Lebensjahres ohne Abschläge in<br />
Rente gehen. Warum empfehlen<br />
Sie ihr dies oder, wenn sie vorher<br />
ausscheiden will, die Erwerbsminderungsrente<br />
zu beantragen und<br />
nicht die Rente für Frauen ab 60?<br />
Helga Lamprecht, per E-Mail<br />
Das Problem <strong>ist</strong> das Geburtsjahr.<br />
Eine Frau, die im<br />
Dezember 1950 geboren <strong>ist</strong>,<br />
kann grundsätzlich erst ab<br />
einem Lebensalter von 65<br />
Jahren und 4 Monaten die Regelaltersrente<br />
– also die Rente<br />
ohne Abschläge beziehen. Die<br />
Abschläge auf die evtl. mögliche<br />
Altersrente für Frauen<br />
sind auf 18 Prozent begrenzt.<br />
Hier kann daher kein Vergleich<br />
gezogen werden, dass<br />
dann genau fünf Jahre bzw.<br />
60 Kalendermonate später die<br />
Altersrente bereits abschlagsfrei<br />
beansprucht werden<br />
kann. Liegen die Voraussetzungen<br />
für eine Rente wegen<br />
Erwerbsminderung vor, sind<br />
die Abschläge auf maximal<br />
10,8 Prozent begrenzt. Daher<br />
wurde dieser Passus in die<br />
Antwort mit aufgenommen.<br />
Betriebsrente<br />
Mein Arbeitgeber hat 1993 eine<br />
Rentenversicherung für mich<br />
abgeschlossen, Laufzeit 15 Jahre.<br />
1998 wurde eine zweite Rentenversicherung<br />
vom Arbeitgeber<br />
abgeschlossen, für 10 Jahre. Beide<br />
Verträge wurden 2008 ausgezahlt.<br />
Da ich 2006 in Rente ging,<br />
kam es zu einem Wechsel des<br />
Versicherungsnehmers; ich zahlte<br />
privat die Raten bis 2008 weiter.<br />
Für beide Auszahlungen muss ich<br />
nun monatlich 29,61 Euro an die<br />
Krankenkasse abführen, bis 2015.<br />
Ich habe nun gehört, dass eine<br />
Betriebsrente, die nach Ausscheiden<br />
noch mehrere Jahre privat<br />
weitergezahlt wird, nicht zur Zahlung<br />
von Krankenkassenbeitrag<br />
herangezogen werden kann.<br />
Chr<strong>ist</strong>ina Lapzin, Beeskow<br />
Es gibt Urteile des Bundesverfassungsgerichts<br />
vom<br />
6. 9. 2010, Az. 1 BvR 739/08,<br />
und vom 28. 9. 2010, Az. 1 BvR<br />
1660/08. Das Gericht stellte<br />
fest, dass privat fortgeführte<br />
Direktversicherungen nicht<br />
der Beitragspflicht zur Kranken-<br />
und Pflegeversicherung<br />
unterliegen. D. h., es muss die<br />
Versicherungspolice auf Sie<br />
persönlich umgeschrieben<br />
Wir können Anfragen nur schriftlich (Brief, Fax, E-Mail)<br />
Wichtig beantworten, leider nicht telefonisch.<br />
22 7 / 2012
Gabriele Prasser<br />
Steuerberaterin,<br />
Nürnberg<br />
Karlheinz Große<br />
Bundesverband der Betriebsrentner,<br />
<strong>Wie</strong>sbaden<br />
Lars Gatschke<br />
Verbraucherzentrale<br />
Bundesverband<br />
Schreiben Sie uns!<br />
<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>, Geld & Recht,<br />
Lindenstraße 20,<br />
50674 Köln, E-Mail:<br />
<strong>plus</strong>magazin@bayard-media.de<br />
Fotos: privat (5)<br />
worden sein. Ist auf dem Papier<br />
der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer<br />
geblieben,<br />
müssen auch weiter Beiträge<br />
gezahlt werden. Aber: Diese<br />
Befreiung gilt nur für den Teil<br />
der Auszahlung, den man privat<br />
eingezahlt hat. Das heißt,<br />
die Befreiung greift nur, wenn<br />
a) der Vertrag formal übertragen<br />
wurde und b) man weiter<br />
eingezahlt hat.<br />
Hinterbliebenen-Rente<br />
Ein Ehepaar aus der ehemaligen<br />
DDR, seit 1965 verheiratet, beide<br />
Altersrentner. Ehemann erhält rund<br />
850 Euro, Ehefrau knapp 600 Euro<br />
gesetzliche Rente. Ehefrau erhält<br />
zusätzlich, da sie Beamtin wurde,<br />
ein Ruhegeld von rund 700 Euro.<br />
Weitere Einkünfte (Arbeit, Miete,<br />
Pacht, Kapital) sind nicht gegeben.<br />
Nun die Fragen, wenn z. B. die<br />
Ehefrau verstirbt: 1. Von welcher<br />
Institution erhält der Ehemann Hinterbliebenenrente?<br />
2. <strong>Wie</strong> erfolgt<br />
deren Berechnung? 3. Wird aus<br />
beiden Bezügen der Ehefrau eine<br />
Gesamtrente errechnet?<br />
Walter Lenz, Berlin<br />
Die gesetzliche Rentenversicherung<br />
berechnet und<br />
zahlt auf Antrag beim Tod<br />
des Ehepartners eine Hinterbliebenenrente.<br />
Nachdem<br />
die Ehefrau noch zusätzlich<br />
Beamtin war, bestehen auch<br />
Pensionsansprüche für den<br />
Hinterbliebenen. Dieser<br />
Antrag <strong>ist</strong> bei dem früheren<br />
Dienstherrn der verstorbenen<br />
Frau zu stellen. Es wird jede<br />
Rente einzeln berechnet.<br />
Die normale Altersrente des<br />
Rente neu<br />
berechnen<br />
Ich bin 7/1955 geboren, seit 1. 7. 2004 erhalte ich<br />
Rente wegen voller Erwerbsminderung. Diese war<br />
für zunächst 3 Jahre genehmigt, wurde 2007 und<br />
2010 für jeweils erneut 3 Jahre verlängert. Nach dem<br />
Lesen <strong>Ihr</strong>es Beitrags fragte ich mich, ob auch bei mir<br />
ein Neuberechnen erfolgen müsste. Zwar habe ich<br />
während meiner Berufstätigkeit gut verdient und seit<br />
dem 16. Lebensjahr gearbeitet, aber die Rente an<br />
sich <strong>ist</strong> mit 840 Euro nicht besonders hoch.<br />
Rosemarie Seifert, per E-Mail<br />
Grundsätzlich <strong>ist</strong> es richtig, dass eine einmal<br />
gewährte befr<strong>ist</strong>ete Rente wegen Erwerbsminderung<br />
mehrmals verlängert wird. Aber<br />
Sie sollten unbedingt darauf achten, dass die<br />
Rente auch jeweils neu berechnet wird – das<br />
unterlässt die Rentenkasse der Einfachheit<br />
halber sehr häufig. Und viele Rentner bestehen<br />
nicht darauf, auch aus Dankbarkeit, dass<br />
die Rente weiterläuft.<br />
Wir raten Ihnen deshalb, einen Antrag auf<br />
Neuberechnen <strong>Ihr</strong>er Rente zu stellen. Das geht<br />
formlos und ohne Einhaltung von Fr<strong>ist</strong>en.<br />
Überlebenden, die Hinterbliebenen-Rente<br />
und die<br />
ev. Pensionsansprüche des<br />
Hinterbliebenen. Stirbt der<br />
Ehemann zuerst, bleiben der<br />
Frau die eigene Altersrente<br />
und die eigene Pension und<br />
ev. eine Hinterbliebenenrente<br />
für ihren Mann. Aber: Bei<br />
Hinterbliebenenrenten werden<br />
andere Einkünfte angerechnet,<br />
sodass zwar formal<br />
ein Anspruch bestehen kann,<br />
aber keine Zahlung erfolgt,<br />
weil andere Einkünfte zu<br />
hoch sind.<br />
Höherer Abschlag<br />
Ich bin im Juli 1949 geboren und<br />
beabsichtige, im Juni 2013 in Rente<br />
zu gehen. Letzte Woche hatte<br />
ich einen Termin bei der Rentenversicherung<br />
in Braunschweig.<br />
Beim Berechnen der Abschläge <strong>ist</strong><br />
die Angestellte von einem Wert<br />
von 8,1 % ausgegangen (Rente ab<br />
August 2012). Sie schrieben für<br />
den Jahrgang 1949 und Rente mit<br />
63 von 7,2 % Abschlag.<br />
Hermann Linke, per E-Mail<br />
Bei der Rente ab August<br />
2012 handelt es sich um die<br />
Altersrente für langjährig<br />
Versicherte. Hier müssen Sie<br />
tatsächlich einen Rentenabschlag<br />
von 8,1 Prozent in<br />
Kauf nehmen. Das Problem<br />
<strong>ist</strong>, dass es einige Jahrgänge<br />
gibt, und <strong>Ihr</strong> Jahrgang gehört<br />
leider dazu, bei denen es auf<br />
den einzelnen Geburtsmonat<br />
ankommt, ob bereits die Regeln<br />
der Rente mit 67 greifen,<br />
also monatsweise höhere<br />
Abschläge oder nicht.<br />
Aus rechtlichen Gründen dürfen unsere Experten nur allgemeine Hinweise geben. Bei konkreten Problemen wenden Sie sich direkt an<br />
Beratungsstellen der Verbraucherverbände, der Rentenversicherung oder einen Steuerberater bzw. Rechtsanwalt in <strong>Ihr</strong>er Nähe.<br />
7 / 2012<br />
23
24 Seiten Extra Clever in Rente mit 60, 61, 62 <br />
Musterbrief<br />
Gerichtsurteil<br />
Hohe Zinsen<br />
zurückholen<br />
Banken erhöhen oft willkürlich die<br />
Überziehungszinsen. Jetzt haben<br />
Richter diese Praxis gestoppt.<br />
1.<br />
Dass sich Konditionen<br />
fürs<br />
Überziehen des Girokontos<br />
geändert<br />
haben, erfährt man<br />
me<strong>ist</strong> nur als Notiz<br />
auf dem Kontoauszug.<br />
Zugestimmt hat man<br />
diesem Zins nicht.<br />
Damit Banken<br />
2. so vorgehen<br />
konnten, haben sie in<br />
die allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />
Klauseln eingebaut,<br />
die jetzt das Landgericht<br />
Dortmund (Az.<br />
25 O 132/11) stoppte.<br />
Die Klausel, auf<br />
3. die alle Kunden<br />
von Volksbanken<br />
achten sollten: „Soweit<br />
nichts anderes<br />
vereinbart <strong>ist</strong>, <strong>ist</strong> die<br />
Bank berechtigt, einen<br />
veränderlichen<br />
Sollzinssatz den Veränderungen<br />
ihrer<br />
wechselnden und bei<br />
Vertragsabschluss oft<br />
nicht überschaubaren<br />
künftigen Refinanzierungsmöglichkeiten<br />
anzupassen. Zinsschwankungen<br />
am<br />
Geldmarkt werden an<br />
den sich ändernden<br />
Durchschnittssätzen<br />
für EURIBOR-Dreimonatsgeld<br />
erkennbar.“<br />
Auf Deutsch: Die Bank<br />
<strong>ist</strong> berechtigt, den<br />
Zinssatz zu ändern,<br />
wenn sie möchte.<br />
Wer bei einer<br />
4. Volksbank <strong>ist</strong>,<br />
diese Klausel vorfindet,<br />
einen Dispokredit<br />
in Anspruch genommen<br />
hat, sollte<br />
mit dem Musterbrief<br />
zu viel gezahlte Zinsen<br />
zurückfordern.<br />
Auch wenn dies kein<br />
höchstrichterliches<br />
Urteil <strong>ist</strong>, sollte man<br />
handeln, um Fr<strong>ist</strong>en<br />
zu wahren.<br />
An die<br />
Genossenschaftsbank XY<br />
Straße<br />
PLZ / Ort<br />
Ort, Datum<br />
Girokonto-Nr. ...<br />
hier: Zinsen Dispositionskredit<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
im Zusammenhang mit der Führung des oben bezeichneten<br />
Girokontos haben Sie mir einen Dispositionskredit gewährt.<br />
Mit Urteil vom 15. 3. 2011 hat das Landgericht Dortmund<br />
(Az. 25 O 132/11) entschieden, dass die von Ihnen verwendete<br />
Klausel unwirksam <strong>ist</strong>. Das Urteil <strong>ist</strong> rechtskräftig.<br />
Bei erstmaliger Inanspruchnahme des Kredits betrug der<br />
Zinssatz %. Später erhöhte er sich auf %.<br />
Da eine Erhöhung des Zinssatzes auf Basis der Klausel nicht<br />
wirksam war, haben Sie die zu viel gezahlten Zinsen zu<br />
erstatten.<br />
Ich fordere Sie deshalb auf, die Abrechnung des<br />
Dispokredits zu korrigieren und die einbehaltenen<br />
Mehrzinsen bis zum (hier Fr<strong>ist</strong> von drei Wochen setzen und<br />
einzusetzendes Datum im Kalender ermitteln) auf mein<br />
Konto<br />
zu überweisen.<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
(Unterschrift)<br />
Absender<br />
Vorname / Name<br />
Straße<br />
PLZ / Ort<br />
<br />
24 Seiten Extra<br />
Zum Heraustrennen und Sammeln<br />
August 2012<br />
geld^recht<br />
Neues<br />
Arbeitsrecht<br />
für 50<strong>plus</strong><br />
Boom am Arbeitsmarkt<br />
verändert auch viele<br />
Rechte bei Rente, Arbeitsamt<br />
und Arbeitgeber.<br />
DER EXTRA RATGEBER VON<br />
GELD^RECHT<br />
im August<br />
Ab 18. 7.<br />
am Kiosk<br />
Rente Sonderregeln für Schwerbehinderte ++ Recht <strong>Wie</strong> gut <strong>ist</strong> der Arbeitsmarkt<br />
für Ältere? ++ Versicherung Test: Elementar-Schäden ++ Recht Andere<br />
Verkehrsregeln für Elektro-Fahrräder ++ Rente Neuberechnen der Witwenrente<br />
Foto: Jeane te Schaun / Picture Press<br />
Bei Vorfahrt, Versicherung und Co. gelten<br />
E-Bikes oft nicht als Rad S. 12<br />
Getestet: <strong>Wie</strong> gut sind Elementar-<br />
Versicherungen? S. 17<br />
P-GR0812_001VST_Cover.indd 1 25/05/12 15:23<br />
24 7 / 2012
23<br />
24<br />
25<br />
26<br />
27<br />
28<br />
29<br />
30. Kalenderwoche<br />
Mo Ein Mensch habe den<br />
Mut, sich zu geben und<br />
zu tragen, wie er nun<br />
einmal <strong>ist</strong>.<br />
ROBERT WALSER<br />
Di Wunderbar der Gang<br />
aus dem Nebel<br />
in eine sonnenklare<br />
Landschaft.<br />
OTTO BAUMGARTNER<br />
Mi Wer Schmetterlinge<br />
liebt, sollte auch die<br />
Raupen mögen.<br />
UNBEKANNT<br />
Do Nicht in der Erkenntnis<br />
liegt das Glück,<br />
sondern im Erwerben<br />
der Erkenntnis.<br />
EDGAR ALLAN POE<br />
Fr <strong>Wie</strong> weltfremd <strong>ist</strong> der,<br />
der sich über etwas<br />
wundert, das im Leben<br />
vorkommt.<br />
MARC AUREL<br />
Sa Wenn du die Spur<br />
nicht wechselst, hast<br />
du keine Chance zum<br />
Überholen.<br />
CHINESISCHES SPRICHWORT<br />
So Wir leben in einer Zeit<br />
vollkommener Mittel<br />
und verworrener Ziele.<br />
ALBERT EINSTEIN<br />
Foto: Don Johnston/Getty Images<br />
Strebe nach Ruhe, aber durch das<br />
Gleichgewicht, nicht durch den<br />
Stillstand deiner Tätigkeit.<br />
FRIEDRICH SCHILLER<br />
30<br />
31<br />
31. Kalenderwoche<br />
Mo Die Phantasie tröstet<br />
die Menschen über das<br />
hinweg, was sie nicht<br />
sein können, und der<br />
Humor über das, was<br />
sie tatsächlich sind.<br />
ALBERT CAMUS<br />
Di Wandel und Wechsel<br />
liebt, wer lebt.<br />
RICHARD WAGNER<br />
7/2012 55
Kreative Wohnideen für <strong>Ihr</strong> Zuhause!<br />
Vorteils-<br />
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Gesund & Fit<br />
Sehtest bei<br />
Kopfschmerzen<br />
Wer nicht weiß, woher<br />
Kopfschmerzen kommen,<br />
sollte die Sehkraft<br />
untersuchen lassen.<br />
Typisch für überbeanspruchte<br />
Augen: Morgens<br />
<strong>ist</strong> man beschwerdefrei,<br />
abends pocht es hinter<br />
den Augen.<br />
4<br />
Mal mehr sind<br />
Zähne durch<br />
Fluorid geschützt,<br />
massiert man einmal<br />
am Tag Zahnpasta<br />
mit dem<br />
Finger darauf.<br />
Quelle: Universität<br />
Göteborg<br />
Neue Waage<br />
zeigt echte<br />
Figurerfolge<br />
Wenn trotz mehr<br />
Sport die Kilos<br />
nicht schmelzen<br />
wollen, liegt das<br />
me<strong>ist</strong> daran, dass<br />
der Körper Fett<br />
durch mehr Muskeln<br />
ersetzt. Also nicht<br />
frustriert sein! Tipp:<br />
Eine Analyse-Waage<br />
anschaffen, z. B. die<br />
neue BF750 von<br />
Beurer (ca. 70 Euro).<br />
Die misst neben<br />
dem Gewicht auch,<br />
aus wie viel Prozent<br />
Fett der Körper<br />
besteht, und zeigt<br />
sofort an, wenn man<br />
Fett abgebaut hat.<br />
Fotos: Getty Images (2), Shutterstock, F1Online<br />
Rezepte nur<br />
begrenzt gültig<br />
Stellt der Arzt ein<br />
Rezept aus, etwa für<br />
Medikamente oder<br />
Krankengymnastik, VORSORGE: AUCH IM MUND NACHSCHAUEN!<br />
sollte man es<br />
Je exotischer die Urlaubsziele,<br />
rasch einlösen. Denn<br />
Bei der Früherkennung von haut, im Mund, After, äußere<br />
desto umfangreicher wird die L<strong>ist</strong>e<br />
Rezepte zulasten der Hautkrebs kontrollieren manche Geschlechtsteile sowie zwischen<br />
empfohlener Schutzimpfungen.<br />
Krankenkasse sind<br />
Ärzte leider nicht genau genug. Zehen und Fußsohle. Ab 35 hat<br />
Zum Glück übernehmen immer<br />
nur vier Wochen gültig, Deshalb sollte man mit darauf mehr jeder agesetzliche gesetzlich Krankenkassen<br />
Versicherte alle<br />
Privatrezepte drei<br />
achten, dass der Arzt auch diese die zwei Kosten Jahre für den Anspruch Impfschutz auf vor diese<br />
Monate lang.<br />
Stellen genau untersucht: Kopf-<br />
Cholera, Früherkennung.<br />
Gelbfieber und Typhus, bevor<br />
Versicherte zu Auslandsreisen<br />
<br />
TIPP FÜR GUTE LAUNE In der Mittagszeit etwa 20 Minuten spazieren gehen. Der Körper bildet dabei Glückshormone.<br />
7 / 2012<br />
57
GESUND & FIT<br />
Vertrauen Sie<br />
mir nicht,<br />
ich bin <strong>Ihr</strong> Arzt!<br />
Sie stehen mit Spickzetteln am Krankenbett,<br />
erkennen auf dem Ultraschall kaum<br />
die Nieren, aber behandeln uns: junge, unerfahrene<br />
Ass<strong>ist</strong>enzärzte wie Chr<strong>ist</strong>oph Herbst. Und wer<br />
den persönlichen Einblick in den Ärzte-Alltag des<br />
29-Jährigen gelesen hat, fragt sich: Woran<br />
erkennt man einen Arzt, dem man<br />
vertrauen kann?<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
58 7/ 2012
GESUND & FIT<br />
600.000<br />
Patienten infizieren<br />
sich pro Jahr wegen<br />
mangelnder Hygiene<br />
in einem deutschen<br />
Krankenhaus mit<br />
hartnäckigen Keimen,<br />
z. B. weil Ärzte und<br />
Pfleger sich zu selten<br />
oder falsch die<br />
Hände waschen.<br />
Quelle: Deutsche Gesellschaft<br />
für Krankenhaushygiene<br />
Foto: Wotext 2mm Abstand !!!!!!!!!!!<br />
7 / 2012 59
GESUND & FIT<br />
1 .634<br />
Menschen<br />
starben 2011<br />
offiziell wegen<br />
ärztlicher Fehler.<br />
Die Dunkelziffer<br />
liegt um<br />
ein Mehrfaches<br />
höher. Der<br />
Deutsche Patientenschutzbund<br />
(DPSB)<br />
geht von<br />
17000 aus.<br />
Quelle: Stat<strong>ist</strong>isches<br />
Bundesamt<br />
Das hat man davon, wenn man sich<br />
mit einem Krankenhausarzt nach<br />
Feierabend verabredet: weit und<br />
breit kein Gesprächspartner in<br />
Sicht … Schließlich hüpft Chr<strong>ist</strong>oph Herbst<br />
atemlos vom Fahrrad. Die reflektierende Hosenspange<br />
noch um die Wade gestreift, eilt er ins<br />
Café: „Entschuldigung, aber ich hatte ja prophezeit,<br />
dass es etwas später werden kann ...“<br />
Auf die Frage, ob es ein Notfall war, winkt er<br />
nur ab ... „Einer von der bürokratischen Sorte.<br />
Ich musste noch Arztbriefe tippen, die sich auf<br />
meinem Schreibtisch stapelten. Der Papierkrieg<br />
verschlingt mehr als die Hälfte meiner Arbeitszeit.<br />
Manchmal denke ich, ich hätte genauso<br />
gut Sachbearbeiter bei einer Versicherung<br />
werden können.“<br />
Der 29-jährige Chr<strong>ist</strong>oph Herbst (Name auf<br />
seinen Wunsch geändert) <strong>ist</strong> angehender Facharzt<br />
für innere Medizin aus einer Kleinstadt im<br />
Süden Deutschlands. Nach sechs Jahren Medizinstudium<br />
und Promotion arbeitet er derzeit<br />
im zweiten Jahr seiner Weiterbildung auf der<br />
inneren Station eines mittelgroßen Kreiskrankenhauses.<br />
Auf seinem monatlichen Gehaltszettel:<br />
3.800 Euro brutto, Nachtzuschläge extra.<br />
48 Stunden pro Woche, so steht es in <strong>Ihr</strong>em<br />
Vertrag, klingt nach viel Stress ...<br />
HERBST Tatsächlich sind es in der Regel eher 50<br />
und 60 Stunden pro Woche. Um 7.25 Uhr startet<br />
der Tag mit der Morgenbesprechung, bei der die<br />
neuen Patienten vorgestellt werden. Danach geht<br />
es wie am Fließband: Befunde ordnen, Medikation<br />
festlegen, Visite, Blutentnahmen anordnen,<br />
Laborwerte prüfen, Ultraschalluntersuchungen,<br />
EKGs auswerten, Entlassungen vorbereiten, Arztbriefe<br />
schreiben, mit Angehörigen sprechen.<br />
Dazwischen der Versuch, mittags in der Kantine<br />
einen Happen zu essen.<br />
Ist das typisch für Ass<strong>ist</strong>enzärzte?<br />
HERBST Es gibt bestimmt Kliniken, in denen es<br />
ruhiger zugeht. Aber unser Kreiskrankenhaus<br />
Unklarer Befund: Oft trauen sich Ass<strong>ist</strong>enzärzte<br />
nicht, beim Oberarzt nachzufragen.<br />
hat knapp kalkuliertes Personal. Zudem müssen Ärzte Entscheidungen<br />
immer schneller treffen. Ein Beispiel: Bekommen<br />
wir jemand mit Verdacht auf Herzinfarkt, muss der<br />
Dienstarzt innerhalb von zehn Minuten den Weitertransport<br />
in das Herzkatheterlabor organisieren. Mit Erfahrung<br />
kriegt man das hin. Doch wenn ein neuer Ass<strong>ist</strong>enzarzt<br />
nachts oder am Wochenende auf sich allein gestellt <strong>ist</strong> …<br />
Da läuft schon öfter mal was schief.<br />
Ist Ihnen das auch schon passiert?<br />
HERBST Bei einem meiner ersten Bereitschaftsdienste<br />
zeigte das EKG bei einem älteren Herrn, der gerade eingeliefert<br />
wurde, einen akuten Herzinfarkt. Diese Diagnose<br />
So finden Sie<br />
einen guten Arzt*<br />
Sie brauchen einen Haus- oder<br />
Facharzt, der fachlich top und<br />
zugleich warmherzig arbeitet?<br />
Dieser Test hilft Ihnen.<br />
<br />
<br />
Wird der Arzt von<br />
Freunden, Kollegen<br />
wärmstens empfohlen?<br />
Besitzt der Arzt<br />
eine Seite im Internet,<br />
auf der er die Praxis<br />
vorstellt und Zusatz-<br />
Qualifikationen nennt<br />
(z. B. Homöopathie)?<br />
<br />
<br />
Wird die Praxis auf<br />
Bewertungsseiten für<br />
Ärzte im Internet gut<br />
benotet, etwa auf www.<br />
aok-arztnavigator.de,<br />
www.weisse-l<strong>ist</strong>e.de?<br />
Ist der Arzt sympathisch,<br />
gibt aber auch<br />
klare Anweisungen?<br />
<br />
<br />
Hört der Arzt zu,<br />
unterbricht nicht und<br />
geht auf Fragen ein?<br />
We<strong>ist</strong> er auf Risiken<br />
und Wechselwirkungen<br />
von Arzneimitteln<br />
bzw. Lebensmitteln<br />
mit Medikamenten<br />
ausführlich hin?<br />
* Selbstverständlich gilt dies auch für jede Ärztin. Der besseren Lesbarkeit wegen wird nur die männliche Form verwandt.<br />
60 7/ 2012
Das Vitalprogramm<br />
für <strong>Ihr</strong>e Augen.<br />
wird standardmäßig durch einen schnellen Labortest<br />
auf Troponin abgesichert, ein Eiweiß, das bei<br />
Herzinfarkt ins Blut abgegeben wird. Es kam aber<br />
kein Anruf vom Labor, um mir den Wert durchzugeben.<br />
Und ich habe nicht daran gedacht, die Werte<br />
umgehend anzufordern. Das kostete den Patienten<br />
eine Stunde Zeit, bis er ins Katheter-Labor kam. In<br />
derselben Nacht klagte ein jüngerer Mann in der<br />
Ambulanz über akute Bauchschmerzen – aber meine<br />
Erfahrung reichte nicht, um auf dem Ultraschall<br />
zu erkennen, welches Oberbauchorgan krank war.<br />
Zu dem Zeitpunkt war ich<br />
froh, wenn ich beim Ultraschall<br />
überhaupt die Nieren<br />
fand. Glücklicherweise half<br />
mir eine Ärztin aus der Chirurgie<br />
aus der Patsche.<br />
Ist es normal, dass man als<br />
Ass<strong>ist</strong>enzarzt so enorme<br />
Verantwortung trägt?<br />
HERBST Im Prinzip bin ich<br />
ja nicht allein. Tagsüber sind<br />
Oberärzte und Chefarzt in<br />
der Nähe. Sie leiten uns bei<br />
den diagnostischen Untersuchungen<br />
an, von Punktionen<br />
bis zur Bronchoskopie. Und<br />
auch nachts hat immer einer<br />
der Oberärzte Rufbereitschaft<br />
und steht bei komplexen Problemen binnen 30 Minuten<br />
in der Klinik. Außerdem arbeiten auf der Intensivstation<br />
und in der Chirurgie rund um die Uhr<br />
Ärzte, die man fragen kann. Aber natürlich stehen<br />
auch die ständig unter Strom und haben alle Hände<br />
voll zu tun. Hinzu kommt die Angst, vermeintlich<br />
dumme Fragen zu stellen und sich so vor seinen<br />
Chefs zu blamieren.<br />
Klingt nach Zwickmühle, in der Sie sich bewegen?<br />
HERBST Ja, deshalb war auch mein Bammel riesig,<br />
als nach den ersten drei Monaten auf Station<br />
der entscheidende Abend kam: Um 17 Uhr, im Anschluss<br />
an die reguläre Tagesarbeitszeit, erhielt ich<br />
<br />
<br />
Gibt er selbst klare<br />
Empfehlungen für<br />
Kollegen ab, etwa:<br />
„Die besten Orthopäden<br />
der Stadt sind<br />
Dr. X und Dr. Y?“<br />
Nur für Chirurgen: Hat<br />
er genügend Routine<br />
für den Eingriff?<br />
1. Der Arzt will<br />
keine Kopien der Befunde<br />
herausgeben.<br />
2. Obwohl keine<br />
unmittel bare Gefahr<br />
für Gesund heit besteht,<br />
drängt der Arzt<br />
zu umgehender OP.<br />
3. Trotz Beschwerden<br />
will der Arzt Untersuchung<br />
oder Therapie ins<br />
folgende Quartal legen.<br />
<br />
<br />
3 Gründe,<br />
den Arzt zu<br />
wechseln<br />
Bei schweren oder<br />
seltenen Krankheiten:<br />
Arbeitet der Arzt mit<br />
regionalen Selbsthilfegruppen<br />
zusammen?<br />
Vermeidet der Arzt<br />
Methoden, die man<br />
selbst zahlen muss<br />
(sog. IGel-Le<strong>ist</strong>ungen)?<br />
PZN 4260465<br />
Augennährstoffe für<br />
<strong>gesund</strong>es Sehen:<br />
Tränenfilm-<br />
Formel<br />
Die beiden Doppelherz Produkte sind nach aktuellen<br />
ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen zusammen<br />
gesetzt und auf unterschiedliche Bedürfnisse<br />
abgestimmt.<br />
Doppelherz system<br />
AUGEN SEHKRAFT +<br />
SCHUTZ<br />
• Vitamin A und Zink<br />
tragen zum Erhalt der<br />
normalen Sehkraft bei<br />
• Zink, Selen und<br />
Vitamin C für den<br />
Zellschutz<br />
• 12 mg Lutein, 1 mg<br />
Zeaxanthin und<br />
Omega-3-Fettsäure DHA<br />
Doppelherz system<br />
AUGEN PLUS<br />
• Mit den Nährstoffen<br />
aus AUGEN SEHKRAFT +<br />
SCHUTZ für den Erhalt<br />
der normalen Sehkraft<br />
• Zusätzlich mit mehr<br />
Omega-3-Fettsäure DHA<br />
und der Omega-6-<br />
Fett säure „Gamma-<br />
Lino len säure“ als Beitrag<br />
für den normalen<br />
Tränenfilm<br />
PZN 5517713<br />
Die Kraft der zwei Herzen.
GESUND & FIT<br />
12 Jahre bis<br />
zum Facharzt<br />
Keine andere<br />
Berufsausbildung<br />
dauert so lange.<br />
Diagnosen stellen,<br />
das erfordert<br />
Erfahrung, die vielen<br />
Ärzten fehlt.<br />
2 JAHRE<br />
Vorklinisches Studium<br />
• u. a. natur- und<br />
sozialwissenschaftliche<br />
Grundlagen der Medizin<br />
• 90 Tage Praktikum als<br />
Krankenpfleger<br />
• Abschluss: Physikum<br />
(1. Staatsexamen)<br />
<br />
3 JAHRE<br />
Klinisches Studium<br />
• u. a. Therapiewissen zu Fachgebieten<br />
(Allgemeinmedizin,<br />
Chirurgie, innere Medizin, Pharmakologie<br />
usw.)<br />
• 4 Monate Famulatur (Praktikum)<br />
in Praxis, Klinik, Pflege<br />
<br />
1 JAHR<br />
Praktisches Jahr (PJ)<br />
• je 4 Monate in den Abteilungen<br />
innere Medizin, Chirurgie,<br />
Allgemeinmedizin oder einem<br />
anderen Fachgebiet im<br />
Lehrkrankenhaus<br />
<br />
6 JAHRE<br />
Facharztausbildung<br />
• Tätigkeit als Ass<strong>ist</strong>enzarzt in<br />
Klinik oder Praxis mit selbst<br />
gewähltem Schwerpunkt<br />
• Abschluss Facharztprüfung<br />
Landesärztekammer<br />
<br />
den Bereitschaftsfunker von einem Kollegen<br />
zugesteckt. Zum ersten Mal war ich allein verantwortlich<br />
für die ganze Station und die<br />
Ambulanz. Die Nächte davor konnte ich vor<br />
Aufregung kaum schlafen.<br />
<strong>Wie</strong> bereitet man sich da vor?<br />
HERBST Ich habe mir in den beiden Wochen<br />
vor dem ersten Bereitschaftsdienst Spickzettel<br />
für die Kitteltasche geschrieben: also was ich<br />
wie tun muss bei Koma, Reanimation, Sepsis,<br />
Herzinfarkt und anderen Notfällen. Auf der<br />
Merkhilfe für Lungenödem stand beispielsweise:<br />
Oberkörper hoch, 4 Liter O 2, Lasix i. v., Nitroperfusor,<br />
CPAP-Maske. Außerdem ein Kärtchen<br />
mit den wichtigsten Notfallarzneien, die<br />
in unserer Klinik verwendet werden. Und ein<br />
Zettel mit allen wichtigen Telefonnummern:<br />
vom diensthabenden Oberarzt, der zuhause<br />
Bereitschaft hat, bis zu den Funknummern der<br />
Chirurgen und Anästhes<strong>ist</strong>en im Haus.<br />
Und hat das geholfen?<br />
HERBST Es gab mir etwas Sicherheit. Doch auch<br />
jetzt noch, nach sechs Jahren Studium, anderthalb<br />
Jahren auf Station und etlichen Weiterbildungen,<br />
stoße ich ständig an meine Grenzen. Die<br />
innere Medizin <strong>ist</strong> einfach uferlos, kein anderes<br />
Fach kennt so viele Krankheitsbilder.<br />
Was müsste passieren, damit sich Ass<strong>ist</strong>enzärzte<br />
und letztlich auch ihre Patienten<br />
im Krankenhaus besser aufgehoben fühlen?<br />
HERBST Ich würde mir wünschen, dass uns<br />
jungen, unerfahrenen Ass<strong>ist</strong>enzärzten für längere<br />
Zeit immer ein erfahrener Oberarzt direkt<br />
zur Seite steht. Ein Beispiel: Neulich lieferte<br />
der Notarzt eine Frau im diabetischen<br />
Koma ein. Nach einem Blick ins Fachbuch<br />
verabreichte ich einen Liter Natriumchlorid<br />
und 20 Milliliter Kaliumchlorid über einen<br />
Venenkatheter im Arm. Dabei hätte ich eigentlich<br />
einen zentralen Venenkatheter legen<br />
müssen, um einer möglichen Überwässerung<br />
und damit einem Lungenödem vorzubeugen.<br />
Das lernte ich erst am nächsten Morgen vom<br />
Oberarzt. Andererseits tragen auch manche<br />
Patienten dazu bei, den Stress und die<br />
Fehlerquote für die Ärzte zu vergrößern.<br />
Inwiefern?<br />
HERBST Es kommen einfach viele, die in einer<br />
Ambulanz nichts verloren haben. Die stehen<br />
um zwei Uhr morgens in der Tür und verlangen<br />
etwas gegen Schnupfen oder Husten,<br />
um sich am nächsten Tag die Wartezeit beim<br />
Hausarzt zu sparen. Am Wochenende oder<br />
vor Feiertagen kommen laufend junge Leute,<br />
die in der Disco zu viel Alkohol getrunken und<br />
irgendwelche Pillen geschluckt haben. Und<br />
dann gibt es noch die Familien, die ihre Oma<br />
kurz vor Ostern oder Weihnachten in die Klinik<br />
bringen, weil es ihr angeblich so schlecht<br />
geht. Dabei wollen die Angehörigen nur<br />
ruhige Feiertage haben. Als Arzt kann ich da<br />
nur den Kopf schütteln.<br />
Aber das <strong>ist</strong> doch nicht die Regel?<br />
HERBST Nein, aber das Anspruchsdenken<br />
steigt. Natürlich haben wir auf Station viele<br />
liebe Patienten. Auf einer Inneren liegen ja<br />
me<strong>ist</strong> ältere Leute, oft mit mehreren chronischen<br />
Krankheiten. Manche kehren gelegentlich<br />
wieder, zu denen baue ich eine Art<br />
persönliches Verhältnis auf. Ich weiß dann<br />
Fotos: Thomas Tolstrup/Getty Images (3)<br />
62 7/ 2012
der verschriebenen<br />
Antibiotika sind<br />
unnötig, weil bei<br />
Patienten gar keine<br />
Infektion mit<br />
Bakterien vorliegt.<br />
Quelle: Prof. Martin Röllinghoff,<br />
Universität Erlangen<br />
mehr als Blutgruppe und Leberwerte: welchem<br />
Fußballverein sie die Daumen drücken, dass sie im<br />
Kirchenchor singen oder stolz auf ihre Kinder sind.<br />
Umso mehr bekümmert es mich, dass ich im Klinikalltag<br />
so wenig Zeit für Gespräche habe. Was<br />
zählt, sind Tempo und Effizienz. Hauptsache, die<br />
festgelegte Liegezeit wird nicht überschritten.<br />
Was heißt das, Liegezeit?<br />
HERBST Patienten sind im Bürokratensprech Behandlungsfälle<br />
und die werden nach pauschalisierten<br />
Preisen vergütet. Auch die Liegezeit <strong>ist</strong> in einem<br />
Verwaltungsakt festgelegt worden und sollte weder<br />
überschritten noch unterschritten werden. Den<br />
größten Gewinn macht das<br />
Krankenhaus nämlich, wenn<br />
20 %<br />
die mittlere Grenzverweildauer<br />
eingehalten wird. Das führt<br />
gerade bei älteren Menschen,<br />
die viele begleitende Erkrankungen<br />
mitbringen, dazu,<br />
dass wir sie zu früh entlassen.<br />
Passiert das häufig?<br />
HERBST Ja, erst vergangenen<br />
Monat lag eine 70-jährige<br />
Dame mit Lungenentzündung<br />
auf unserer<br />
Station. Nach einer Woche<br />
hatten wir die Krankheit im Griff, aber die<br />
Frau konnte kaum gehen, so schwach war sie auf<br />
den Beinen. Nicht supermarktfit, wie mein Chefarzt<br />
immer sagt. Doch weil die sogenannte obere<br />
Grenzverweildauer überschritten war, wurde sie<br />
trotzdem entlassen, sie wäre sonst zum Verlustgeschäft<br />
fürs Krankenhaus geworden. Solche Fälle<br />
kommen ständig vor. Alte Menschen mit vielen<br />
Krankheiten sind ein Minusgeschäft. Lohnend für<br />
das Krankenhaus sind dagegen jüngere Leute mit<br />
einfachen Gesundheitsproblemen.<br />
Wehren sich die Ärzte denn da nicht?<br />
HERBST In den Kliniken haben nicht die Ärzte das<br />
Sagen, sondern die Verwaltung. Und die Leitungsebene<br />
vollzieht, was die Politik vorgibt. Es dreht<br />
sich alles nur noch ums Geld. Patienten sind „Fälle“,<br />
Operationen „Stückkosten“. Die Geschäftsführung<br />
gibt den Takt vor, Ärzte und Pflegepersonal<br />
fügen sich ein. Und natürlich muss überall gespart<br />
werden. Neulich kam ein Rundschreiben, dass die<br />
Mitarbeiter in den Treppenhäusern nachts das<br />
Licht abschalten sollen, um Strom zu sparen. Ich<br />
warte auf den Tag, an dem sich ein Patient nachts<br />
ins Treppenhaus verirrt, den Schalter nicht findet<br />
und sich den Hals bricht …<br />
Aufgezeichnet von Bernhard Hobelsberger<br />
Foto: PR (3)<br />
Gutes für die<br />
Gesundheit<br />
In Apotheken und Drogerien gibt<br />
es eine Vielzahl frei verkäuflicher<br />
Medikamente, die Sie <strong>gesund</strong> halten.<br />
INNERES GLEICHGEWICHT<br />
Menschen, die an Ängsten,<br />
Unruhe leiden, wünschen<br />
sich effektive Hilfe. Viele stehen<br />
aber Therapie skeptisch<br />
gegenüber, da sie bei der<br />
Einnahme von chemischen<br />
Präparaten unerwünschte Nebenwirkungen und<br />
Abhängigkeit befürchten. Mit Lasea steht ein<br />
besonderes pflanzliches Mittel zur Verfügung.<br />
FÜR EINE GUTE DURCHBLUTUNG<br />
Wer erste Anzeichen einer gestörten Durchblutung,<br />
wie z. B. Konzentrationsstörungen, Schwindel,<br />
Ohrensausen, beachtet, sollte mit Rökan, dem<br />
speziellen Gefäß-Ginkgo-Präparat, reagieren. So<br />
können Sie <strong>Ihr</strong>e körperliche und ge<strong>ist</strong>ige Le<strong>ist</strong>ungsfähigkeit<br />
erhalten. Rökan verbessert die<br />
Durchblutung,<br />
schützt Gefäße, fördert<br />
die Gedächtnisle<strong>ist</strong>ung,<br />
wirkt<br />
natürlich pflanzlich<br />
bei allgemeiner<br />
Arteriosklerose.<br />
GEGEN ERKÄLTUNGEN<br />
Hart zum Infekt – sanft zum Körper.<br />
So hilft Umckaloabo wirksam bei den<br />
ersten Anzeichen einer Erkältung.<br />
Umckaloabo lässt Bronchitisbeschwerden<br />
wie Husten, Verschleimung<br />
und Abgeschlagenheit rasch<br />
abklingen, verkürzt dadurch die<br />
Krankheitsdauer bei Bronchitis, <strong>ist</strong><br />
rein pflanzlich und gut verträglich.<br />
7 / 2012 63
GESUND & FIT<br />
Der beste Tipp fürs<br />
Gehirn: Wandern!<br />
Dies beflügelt das<br />
Gehirn, weil es<br />
dabei mit Sauerstoff<br />
geflutet wird,<br />
entspannen und<br />
Gedanken sortieren<br />
kann und zugleich<br />
viele Regionen<br />
zusammenspielen.<br />
Bewegen – ja!<br />
Rätseln – nein!<br />
Plötzlich <strong>ist</strong> sie da, die Erinnerung an einen Moment, der Jahrzehnte zurückliegt. Zugleich fällt<br />
uns der PIN der EC-Karte partout nicht ein. Was passiert da im Kopf? Und kann man es<br />
steuern? Prof. Hans Markowitsch verrät seine neusten Tipps, um das Gedächtnis zu stärken.<br />
Herr Professor<br />
Markowitsch,<br />
kennen Sie<br />
das: Auf einmal<br />
schießen Ihnen Dinge<br />
durch den Kopf, an die Sie<br />
schon Jahre nicht mehr<br />
gedacht haben?<br />
MARKOWITSCH Ja, ich<br />
erlebe das selbstverständlich<br />
auch. Kürzlich erinnerte<br />
ich mich daran, wie<br />
ich als Vorschulkind zuhause<br />
morgens zusammen<br />
mit Bruder und Vater den<br />
vielen Neuschnee bestaunte.<br />
Mein Vater warnte<br />
uns aufgeregt, nicht den<br />
Drahtzaun zu berühren,<br />
weil ein Stromdraht unter<br />
der Schneelast gebrochen<br />
war und auf dem Zaun lag.<br />
Warum spült das Gedächtnis<br />
solche Dinge<br />
unvermittelt wieder in<br />
unser Bewusstsein?<br />
MARKOWITSCH Das <strong>ist</strong><br />
noch nicht zufriedenstellend<br />
erforscht. Man weiß<br />
aber: In solchen Fällen<br />
nehmen wir einen allerersten<br />
Impuls von außen<br />
wahr. Dieser Außenreiz löst<br />
dann im Gehirn eine wahre<br />
Kaskade von Aktivitäten<br />
im weitverzweigten Nervennetz<br />
aus – und urplötzlich<br />
werden lange zurückliegende<br />
Dinge an die<br />
Oberfläche gespült.<br />
Namen merken<br />
Namen, die man<br />
gern vergisst, behält<br />
man besser, wenn man<br />
sie mit einem inneren<br />
Bild vor Augen verknüpft.<br />
Bei „Müller“,<br />
„König“, „Stein“ geht<br />
das leicht. „Kaminski“<br />
in „Kamin“ und<br />
„Ski“ zerlegen. Frau<br />
„Kienast“ schwingt<br />
sich „kühn“ um einen<br />
„Ast“, etc. Effekt: Verknüpfungen<br />
steigern<br />
das Merkvermögen.<br />
Welche Impulse sind das?<br />
MARKOWITSCH Der Duft<br />
nach Brötchen, der uns an<br />
den Weg zur Schule erinnert.<br />
Eine Melodie, die uns<br />
den ersten Kuss spüren<br />
lässt. Ein Gesicht, das uns<br />
an jemanden denken lässt,<br />
den wir lange nicht gesehen<br />
haben. Wir wissen<br />
heute, dass immer alle<br />
Sinne an das Gedächtnis<br />
gekoppelt sind.<br />
Oft hört man, es gebe<br />
Menschen, die von Natur<br />
ein gutes Gedächtnis<br />
haben, andere weniger.<br />
MARKOWITSCH Grundsätzlich<br />
funktioniert die<br />
Fähigkeit, sich zu erinnern,<br />
64 7/ 2012
Schützen<br />
Sie <strong>Ihr</strong> Erspartes!<br />
Foto: privat; Illustration: Shutterstock<br />
bei allen Menschen<br />
gleich. <strong>Wie</strong> gut sich<br />
das Gedächtnis aber<br />
ausbildet, hängt vor<br />
allem von der Erziehung<br />
ab. Die ersten<br />
Lebensjahre prägen<br />
da besonders. Bekommt<br />
man als Kind viel<br />
vorgelesen, wird das auf<br />
jeden Fall das Gedächtnis<br />
stärken. Man kann aber<br />
auch als Erwachsener einiges<br />
für ein gutes Gedächtnis<br />
tun.<br />
Kreuzworträtsel oder<br />
Sudoku zum Beispiel,<br />
heißt es immer?<br />
MARKOWITSCH Das <strong>ist</strong><br />
ziemlich überschätzt. Neue<br />
Forschungen zeigen eindeutig,<br />
dass jede Art von<br />
Gehirnjogging nur wenige<br />
Regionen des Gehirns anregt.<br />
Da <strong>ist</strong> ein Kaffeeklatsch<br />
gleichwertig.<br />
<strong>Wie</strong> bringt man dann das<br />
Gedächtnis auf Trab?<br />
MARKOWITSCH Das <strong>ist</strong><br />
schon die richtige Formulierung:<br />
Studien belegen: sich<br />
bewegen <strong>ist</strong> entscheidend.<br />
Speziell Ausdauersport wie<br />
Wandern, Radfahren, Laufen,<br />
Schwimmen – und das<br />
ein paarmal pro Woche –<br />
beugen Vergessen am besten<br />
vor. Körperliche Aktivität<br />
hilft dem Gehirn, sich<br />
vom Info-Ballast zu reinigen.<br />
Die frei werdenden Endorphine,<br />
die Glückshormone,<br />
wirken auch positiv<br />
aufs Gedächtnis.<br />
Kann unser Gedächtnis<br />
irgendwann „voll“ sein?<br />
MARKOWITSCH Grundsätzlich<br />
<strong>ist</strong> unser Gedächtnisspeicher<br />
unbegrenzt. Aber<br />
natürlich spielt das Alter<br />
eine Rolle: Je älter wir werden,<br />
je mehr Informationen<br />
wir gespeichert haben, desto<br />
Prof. Hans<br />
Markowitsch,<br />
Universität<br />
Bielefeld<br />
stärker wird das, was<br />
wir „Interferenzanfälligkeit“<br />
nennen. Dabei<br />
überlagern aktuelle<br />
Informationen<br />
die alten. Löscht man<br />
nun Unwichtiges,<br />
bleiben mehr Kapazitäten<br />
für die Dinge, die man<br />
gerne behalten möchte.<br />
Was tun Sie selbst, um<br />
nichts zu vergessen?<br />
MARKOWITSCH Wichtige<br />
Dinge, Termine etwa,<br />
schreibe ich mir me<strong>ist</strong><br />
genau auf, um mein Gedächtnis<br />
zu entlasten.<br />
Cornelia Menner<br />
Täglich üben<br />
<strong>Wie</strong> jeder das Gedächtnis<br />
schulen kann, zeigt Klaus<br />
Kolb von der Gesellschaft<br />
für Gedächtnis- und Kreativitätsförderung<br />
in Isny.<br />
1Ein, zwei Minuten aus<br />
dem Fenster schauen.<br />
Linien, etwa Dachformen,<br />
nachgehen, sich in die<br />
Formen und Farben<br />
vertiefen. Augen schließen,<br />
versuchen, das Bild vor<br />
dem ge<strong>ist</strong>igen Auge neu<br />
entstehen zu lassen. Effekt:<br />
Steigert Aufmerksamkeit.<br />
Wichtig, um sich zu erinnern.<br />
Mit geschlossenen<br />
2 Augen anziehen. Dabei<br />
jede Bewegung klarmachen,<br />
Stoffe bewusst fühlen. Was<br />
fühlt sich kalt, warm, rau,<br />
glatt an? Was bringt einen<br />
aus dem Gleichgewicht?<br />
Effekt: Schult die Konzentration<br />
auf das, was man tut.<br />
Zeitungsartikel nehmen;<br />
3 so schnell wie möglich<br />
einen Buchstaben anstreichen,<br />
z. B. „T“. Effekt: Steigert<br />
Geschwindigkeit, mit der man<br />
Informationen verarbeitet.<br />
750 Antworten<br />
zum Erben<br />
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<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong> schützt <strong>Ihr</strong> Recht<br />
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GESUND & FIT<br />
Bessere Haltung<br />
Diese sanften Pilates-Übungen stärken Bauch und Rücken zugleich.<br />
So verbessert sich die ganze Körperhaltung und -spannung.<br />
1Ausgestreckt auf rechte Seite legen,<br />
rechter Arm unter dem Kopf. Linken<br />
Arm zur Decke strecken. Bauchnabel<br />
etwas ein-, Rippenbögen zusammenziehen,<br />
Beckenboden anspannen. Beim Ausatmen<br />
gestreckte Beine langsam etwas heben.<br />
Einatmen, dabei Beine senken, nicht ablegen.<br />
8 Mal wiederholen. Schwieriger: Oberkörper<br />
anheben, auf Unterarm abstützen.<br />
3Bauchlage mit abgelegter Stirn wie bei<br />
Übung 2. Arme nach vorne ausstrecken.<br />
Beim Einatmen Brust und Arme heben, beim<br />
Ausatmen Arme gestreckt nach hinten neben den<br />
Körper schwingen und Brustbein noch etwas höher<br />
heben. Beim Einatmen Arme wieder nach vorne<br />
führen, Brust etwas senken. 8 Mal wiederholen.<br />
2Auf den Bauch legen, Beine und Füße hüftweit ausstrecken.<br />
Hände mit gefächerten Fingern, Ellenbogen eng<br />
am Körper neben Brustkorb aufstellen. Stirn <strong>ist</strong> dabei am<br />
Boden. Einatmen. Beim Ausatmen Brust heben, Kopf bleibt in<br />
Verlängerung der Wirbelsäule. Einatmen. Beim Ausatmen Brust<br />
wieder senken. Von vorne wiederholen, 8 Mal.<br />
Schwieriger: Arme schulterweit nach vorne ausstrecken.<br />
66 7/ 2012
Unsere Expertin:<br />
Nicole Rudschinat<br />
<strong>ist</strong> zertifizierte<br />
Pilateslehrerin.<br />
Fitness-Star aus<br />
Deutschland<br />
Pilates <strong>ist</strong> alles andere als ein Modetrend. Im Gegenteil: Der<br />
Erfinder Joseph Pilates (geboren 1883!) begann schon als<br />
Jugendlicher, sich mit fernöstlichen Trainingsmethoden wie Tai-<br />
Chi und Yoga auseinanderzusetzen. Nach und nach entwickelte<br />
er seine eigenen Übungen. 1926 begleitete er als Fitness-Trainer<br />
Max Schmeling, den späteren Box-Weltme<strong>ist</strong>er im Schwergewicht,<br />
auf eine Reise nach New York. Auf der Überfahrt lernte<br />
er seine spätere Frau Clara kennen. Die Krankenschwester war<br />
bege<strong>ist</strong>ert von seinen Übungen. Mit ihrer und Schmelings Hilfe<br />
gründete Pilates kurz nach der Ankunft sein erstes Studio in der<br />
Stadt und blieb bis zu seinem Tod 1967 in New York.<br />
6<br />
Ausgangslage wie bei<br />
Übung 4. Knie beugen,<br />
Fersen berühren sich, Zehen<br />
zeigen aber voneinander weg! Knie<br />
maximal hüftweit auseinander.<br />
Einatmen, ausatmen und dabei<br />
Knie langsam vom Boden heben.<br />
Beim Einatmen wieder fast bis zum<br />
Boden senken und mit nächstem<br />
Ausatmen wieder heben. 6 Mal.<br />
Fotos: Florian Lohmann, Styling: Katalin Kiss; Haare +<br />
Make-up: Sacha Schütte, Tom Strohmetz<br />
4Bauchlage, Kopf auf Handrücken legen. Ellenbogen<br />
weit auseinander, Schultern entspannt.<br />
Beine und Füße gestreckt am Boden. Einatmen.<br />
Beim Ausatmen Bauchnabel etwas ein-, Rippenbögen<br />
zusammenziehen. Beckenboden anspannen und Beine<br />
dabei heben. Halten, Fersen 12 Mal leicht gegeneinandertupfen,<br />
dabei ruhig weiteratmen.<br />
5Vierfüßlerstand. Knie vom Boden<br />
lösen. Po zur Decke schieben, Beine<br />
vorsichtig strecken. Knie wieder leicht<br />
beugen und Kopf langsam und locker von<br />
Seite zu Seite drehen. 5–8 Atemzüge lang.<br />
Nächsten Monat<br />
➞ Schöne Oberschenkel<br />
7 / 2012<br />
67
GESUND & FIT<br />
Dieser<br />
Kühlschrank<br />
hält Sie fit!<br />
Bestimmte Lebensmittel sollte man immer vorrätig<br />
haben und möglichst täglich essen.<br />
Richtig<br />
reinigen<br />
Alle 4 Wochen ausräumen<br />
Mit sauberem Lappen, Spülmittel<br />
und heißem <strong>Wasser</strong> alle<br />
Flächen und Winkel säubern<br />
Trocken reiben<br />
Dann mit Essig<br />
und Küchentüchern<br />
abreiben<br />
Schinken & Co<br />
Puten-Aufschnitt<br />
(Bio-Ware), gekochter<br />
oder geräucherter<br />
Schinken<br />
– herzhaft,<br />
aber fettarm.<br />
Liefern hochwertiges<br />
Eiweiß und<br />
wichtige B-Vitamine.<br />
Eier Perfekt für<br />
Eiweiß, Vitamin A<br />
und K. Das enthaltene<br />
Cholesterin<br />
geht übrigens<br />
kaum ins Blut über.<br />
Orangensaft Frisch<br />
gepresst oder als<br />
Direktsaft. Ein Glas<br />
(200 ml) deckt<br />
den Tagesbedarf<br />
an Vitamin C.<br />
FISCH Ausnahmsweise<br />
gilt mal: je fetter,<br />
umso besser. Ob frisch<br />
oder tiefgefroren:<br />
Lachs, Hering, Makrele,<br />
Thunfisch und<br />
auch Forelle (!) liefern<br />
die wichtigen Omega-<br />
3-Fettsäuren, die das<br />
Herz <strong>gesund</strong> halten.<br />
Zweimal wöchentlich.<br />
Senf, Pesto & Co.<br />
Sekundäre Pflanzenstoffe<br />
machen<br />
Würzmittel <strong>gesund</strong>.<br />
Senf enthält z. B.<br />
ätherische Öle, die<br />
Schwerverdauliches,<br />
etwa rotes Fleisch,<br />
bekömmlicher machen.<br />
Andere Stoffe,<br />
die in Pesto oder<br />
Ketchup für Schärfe,<br />
Farbe oder Geruch<br />
sorgen, wirken sogar<br />
antibakteriell.<br />
Grünes Gemüse Kopfsalat,<br />
Batavia, Brokkoli haben kaum<br />
Kalorien und machen dennoch<br />
satt, da sie viele Ballaststoffe<br />
enthalten. Kohl, Bohnen,<br />
Petersilie wiederum liefern<br />
wertvolle Pflanzenstoffe.<br />
Milchprodukte<br />
Milch, Käse, Quark<br />
und Joghurt sind<br />
perfekte Kalzium-<br />
Quellen (Osteoporose!).<br />
Schon<br />
100 g Emmentaler<br />
decken den größten<br />
Teil des Tagesbedarfs<br />
einer Frau<br />
über 50 (gut 1 000<br />
von 1 500 mg).<br />
Ärzte empfehlen<br />
3 Portionen Milchprodukte<br />
je Tag.<br />
Obst Beeren sind reinste<br />
Medizin, vor allem dunkle<br />
Sorten wie Brom-, Heidel-,<br />
Holunder- und Johannisbeeren.<br />
Nur drei Beispiele:<br />
Sie senken Bluthochdruck,<br />
hemmen Entzündungen,<br />
und senken das Krebsrisiko.<br />
Ähnlich gut: Kirschen,<br />
Pflaumen, rote Weintrauben.<br />
1 Portion täglich.<br />
Buntes Gemüse<br />
Auberginen, Karotten,<br />
Paprika, Tomaten –<br />
täglich eine große Portion<br />
farbiges Gemüse<br />
essen! Die natürlichen<br />
Farbstoffe bringen den<br />
Mehrwert – sie lindern<br />
Entzündungen (Rheuma)<br />
und senken das<br />
Risiko für altersbedingte<br />
Augenkrankheiten<br />
(etwa AMD).<br />
Fotos: Bosch, Shutterstock (7)<br />
68 7/ 2012
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REISE & KULTUR<br />
Und dann<br />
verschwand<br />
Elke ganz<br />
langsam<br />
„Demenz. Die schnell voranschreitende Variante.“ Ein Satz, der alles<br />
ändert. Als Elke Gärtner die Diagnose bekommt, <strong>ist</strong> sie gerade 63. Und<br />
ihr Mann Lothar versteht: Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit. Das Ehepaar<br />
beschließt, eine letzte große Reise zu machen – mit dem Wohnwagen<br />
durch Osteuropa. Eine Reise, auf der jeder Kilometer zu einem Abschied<br />
wird; von ihrem früheren Leben, ihrer Ehe, Elkes Persönlichkeit. Die<br />
Fotografi n Sibylle Fendt begleitet die beiden, hält Elkes letzte Reise fest.*<br />
* Elke Gärtner stirbt vier Monate nach der Rückkehr.<br />
FOTOS | Sibylle Fendt<br />
TEXT | Chr<strong>ist</strong>ina Bylow<br />
70 7/ 2012
REISE & KULTUR<br />
Ein Birkenwald, gleich<br />
neben dem Campingplatz<br />
von Harsz in Polen. Eine<br />
Familie aus Thüringen<br />
schwärmt von den Pilzen.<br />
Zuerst wollen Lothar und<br />
Elke auch Pilze sammeln.<br />
Und anfangs sucht sie auch<br />
mit. Doch dann vergisst<br />
sie es wieder, fi ndet sich<br />
zwischen den Bäumen nicht<br />
mehr zurecht. Lothar muss<br />
immer mehr auf sie aufpassen,<br />
damit sie im Wald,<br />
aber auch sonst, nicht<br />
verloren geht. Typisch für<br />
diese Wochen: sich verirren<br />
und wieder fi nden.<br />
Sibylle Fendt, fotografin<br />
7 / 2012<br />
71
REISE & KULTUR<br />
Könnte man das Glück nur festhalten, so wie hier in Litauen ...<br />
72 7/ 2012
Ein Steg am Fluss Nemunas in Litauen: noch einmal<br />
Romeo und Julia, für ein paar Augenblicke. Er<br />
nimmt sie in den Arm – sie hatte das so gern. Und<br />
jeder sieht, dass sie zusammengehören, dass sie sich<br />
führen lässt, ihm vollständig vertraut. Und er weiß<br />
genau, was sie sich wünscht, auch wenn sie in ihrer<br />
eigenen Welt <strong>ist</strong> und dabei an ein kleines Mädchen<br />
erinnert, das mit seinem Vater tanzt.<br />
Sibylle Fendt, fotografin<br />
Erschöpfung, nicht von der Reise, sondern vom Aschiednehmen.<br />
Obwohl sie durch ihre Campingurlaube das<br />
Unterwegssein gewöhnt sind, strengt es sie an – beide.<br />
Es gibt Situationen, die Lothar an seine Grenzen bringen.<br />
Elke kann schlecht schlucken, einmal läuft sie blau<br />
an, weil sie keine Luft bekommt. In solchen Momenten<br />
fotografi ere ich nicht.<br />
Sibylle Fendt, fotografin<br />
7 / 2012<br />
73
REISE & KULTUR<br />
74 7/ 2012
Landschaft,<br />
so weit das<br />
Auge reicht.<br />
Oasen für<br />
die Seele. An<br />
nichts denken,<br />
nichts<br />
verstehen<br />
müssen,<br />
nur schauen,<br />
fühlen<br />
und riechen.<br />
Eindrücke,<br />
die sich tief<br />
einprägen.<br />
Sibylle Fendt, fotografin<br />
7 / 2012<br />
75
REISE & KULTUR<br />
In der Nähe des Daugava-Flusses in Litauen. Am Himmel sind<br />
Wolken, wie man sie nur im Spätsommer sieht. Elke läuft häufi g<br />
weg, nicht nur vom Campingwagen, auch allmählich aus der Welt.<br />
Als ich die Fotos nach der Rückkehr betrachte, denke ich: Man sieht<br />
gar nicht, dass Elke krank <strong>ist</strong>. Lothar aber hat es gesehen. Für<br />
mich bleiben die Bilder ein Zeugnis dafür, wie liebevoll Lothar und<br />
Elke bis zuletzt miteinander waren.<br />
Sibylle Fendt, fotografin<br />
Liebevolles Morgenritual: Lothar hilft Elke beim Ankleiden.<br />
Während der Reise wohne ich in meinem eigenen kleinen Zelt. Ich möchte Lothar und Elke ihre Intimität<br />
lassen. Und es kostet mich viel Überwindung, sie so intim zu fotografi eren. Aber ich will auch<br />
zeigen, wie nah sich die beiden sind, trotz alledem. Also klopfe ich eines Morgens an den Campingwagen<br />
und frage, ob ich sie beim Ankleiden fotografi eren darf. Lothar hat nichts dagegen. Elke spricht nicht<br />
mehr, aber sie erkennt mich immer, ich bin keine Fremde für sie.<br />
Sibylle Fendt, fotografin<br />
76 7/ 2012
REISE & KULTUR<br />
Zielstrebig ins Nirgendwo:<br />
Elke Gärtner bei einem<br />
Zwischenstopp in Lettland.<br />
7 / 2012<br />
77
REISE & KULTUR<br />
Ich will,<br />
dass<br />
Du b<strong>ist</strong><br />
Was bleibt, <strong>ist</strong> ihre Liebe und die Erinnerung, sagt Elkes Mann.<br />
Es kann sein, dass ich weine, sagt Lothar<br />
Gärtner. Auf dem Tisch liegt das Buch mit<br />
den Bildern von ihm und seiner Frau.<br />
Fotos von ihrer letzten gemeinsamen Reise. Fotos,<br />
die erzählen: Es ging ihnen gut, als sie unterwegs<br />
waren. Weil sie beisammen waren.<br />
„Frontotemporale Demenz“ lautete die Diagnose<br />
im Sommer 2006. Da war Elke Gärtner 63. Noch fünf<br />
bis acht Jahre, sagten die Ärzte. Es wurden keine drei.<br />
Elke Gärtner starb im Januar 2009 an den Folgen<br />
eines Sturzes; zuhause, in der Nähe von Heilbronn.<br />
„Unser Haus“, sagt Lothar Gärtner auch heute noch,<br />
„unsere Kinder“. Und holt beim Erzählen ein Foto aus<br />
dem Regal. Es zeigt seine Frau vor der Krankheit. Sie<br />
trägt eine weiße Blüte im Haar, lächelt versonnen in<br />
die Kamera. „Das war auf Bali, bei der Hochzeit unserer<br />
Tochter“, sagt er und schaut liebevoll auf das<br />
Bild. Fein und lebhaft wirken Elke Gärtners Gesichtszüge<br />
– bevor ihre Persönlichkeit entschwand.<br />
Inzwischen, mit ein bisschen Abstand, kann Lothar<br />
Gärtner auch in den Bildern, die Sibylle Fendt machte,<br />
etwas anderes sehen. „Man spürt, wie wir miteinander<br />
umgegangen sind“, sagt er. Und nach einer Pause:<br />
„Später bin nur noch ich mit ihr umgegangen.“<br />
Lothar Gärtner erinnert sich gut, was er empfand,<br />
damals zu Beginn der Krankheit: Seine Frau <strong>ist</strong> da<br />
und doch nicht da. Die Krankheit nimmt ihr zuerst<br />
die Sprache, die Fähigkeit, sich auszudrücken; dann<br />
die Kontrolle über den eigenen Körper. Aber: Sie lässt<br />
ihr das freundliche Wesen, die Sanftmut, und anfangs<br />
sogar den eisernen Willen, mit Gehirntraining gegen<br />
das Unabwendbare zu kämpfen.<br />
Die Frage „Warum sie? Warum wir?“ hat er sich<br />
nicht gestellt. „Es war mir klar, dass ich darauf keine<br />
Antwort bekomme.“ Aber auch er, der als Hauptschul-<br />
Lehrer lange Religion und Ethik unterrichtete, hadert<br />
mit dem, was ihm da aufgegeben <strong>ist</strong>. Und nimmt es<br />
doch an. Erst als er ans Ende seiner Kräfte kommt,<br />
sucht Lothar Gärtner die Hilfe einer Tagespflege, zwei<br />
Tage die Woche verbringt Elke dort.<br />
In seinem ruhigen, singenden Tonfall sagt Lothar<br />
Gärtner: „Ich habe es so genommen, wie es <strong>ist</strong>. Sie<br />
<strong>ist</strong> der Mensch, den ich liebe. Sie gehört einfach zu<br />
mir.“ In jedem seiner Worte, jeder seiner Gesten <strong>ist</strong><br />
zu spüren: Die Liebe zu seiner Frau <strong>ist</strong> immer noch<br />
gegenwärtig – und bleibt es auch. Er versteht nicht,<br />
dass vor allem jüngere Leute eine lebenslange Liebe<br />
so ungewöhnlich finden. „Ich finde das selbstverständlich.“<br />
Doch auch bei Freunden und Bekannten galt<br />
das Paar als etwas Besonderes. „Warum gerade ihr,<br />
wo doch bei euch alles so gut <strong>ist</strong>?“ So etwas hörte<br />
Lothar Gärtner, wenn er mit Elke zusammen zu seiner<br />
Laienspiel-Gruppe ging. Er nahm sie überallhin<br />
mit, auch als sie schon längst krank war. So beschützte<br />
er sie, wie sie ihn Jahre zuvor beschützt hatte, als<br />
er an einer Depression erkrankt war. „Das schaffen<br />
wir gemeinsam“, hatte sie gesagt. Einer trage des anderen<br />
Last. Aus Liebe.<br />
Lothar Gärtner sah Ehen im Umkreis zerspringen.<br />
<strong>Ihr</strong>e schien unverwundbar. „Wir hatten gegenseitige<br />
Achtung. Wir hatten es einfach schön miteinander.“<br />
Hat er Abschied genommen auf der Reise durchs Baltikum?<br />
Hier wird Lothar Gärtner traurig. Er hatte noch<br />
so viele Pläne – mit Elke: Andalusien, im Frühling<br />
2010 ... Wenn er auf den Sessel schaut, in dem Elke<br />
immer saß, fühlt er sich manchmal doch sehr allein.<br />
Dann betrachtet Lothar Gärtner<br />
einen Zettel, den Elke während<br />
der letzten Reise schrieb: „Ich will,<br />
dass Du b<strong>ist</strong>“, hat sie für ihn geschrieben.<br />
Drei Mal untereinander.<br />
<strong>Wie</strong> ein Liebesgedicht.<br />
Lothar Gärtner<br />
Foto: privat<br />
78 7/ 2012
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82 7/ 2012
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Margarete<br />
Albrecht,<br />
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der Hauswirtschaft<br />
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Zwiebeln oder<br />
Rotwein. Daher achte<br />
ich darauf, dass ich<br />
• Obst und Gemüse<br />
im Kühlschrank aufbewahre<br />
oder mit<br />
einem Tuch bzw. feinmaschigem<br />
Fliegenschutz<br />
bedecke;<br />
• benutzte Gläser<br />
oder Teller sofort<br />
wegräume, auswasche<br />
und in die Spülmaschine<br />
stelle;<br />
• Fliegenfallen aufstelle<br />
– etwas Saft<br />
und 1 Spritzer Spüli<br />
in eine Schale geben;<br />
mit Folie gut verschließen;<br />
in die Folie<br />
Löcher piksen.<br />
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dazu: 1 Flasche trockenen<br />
Weißwein, 1 Flasche Prosecco, 200 ml<br />
Erdbeersirup, 2 cl Campari<br />
sowie 300 g frische Erdbeeren.<br />
Alle Zutaten mischen<br />
und kalt servieren.<br />
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schlichten Shirts<br />
und Kleidern Pfiff.<br />
Locker binden!<br />
7/ 2012<br />
83
O Pesto mio!<br />
LIEBER SELBER MACHEN<br />
Die Verbraucher-Organisation Foodwatch stellte fest, dass Fertig-Pesto<br />
oft aus minderwertigen Zutaten besteht. Statt Olivenöl wird<br />
Sonnenblumenöl verwendet, statt Pinienkernen Cashewkerne. Deshalb:<br />
Zutatenl<strong>ist</strong>e genau lesen. Oder Pesto selber machen,<br />
empfiehlt Michela Larson. <strong>Ihr</strong>e Tipps? Einfach umblättern.<br />
84 7/ 2012
Ganz klassisch gehören Olivenöl<br />
& Basilikum in ein Pesto.<br />
Doch auch aus Petersilie, Rauke und<br />
Minze lässt sich die aromatische<br />
Würzpaste herstellen, wie<br />
die schönsten Rezepte von<br />
unseren Leserinnen und<br />
Koch-Expertinnen zeigen.<br />
FOTOS | Ditte Isager<br />
TEXT | Susanne Mittenhuber<br />
85
Zu salzig oder zu langweilig“ –<br />
fertig gemixtes Pesto im Glas<br />
mag Margarete Albrecht schon<br />
lange nicht mehr. „Schon vor<br />
Jahren habe ich deshalb angefangen,<br />
Pesto selbst herzustellen. Zuerst<br />
versuchte ich ganz klassisch Basilikum, Olivenöl<br />
und geröstete Pinienkerne im Mörser<br />
zu zerstoßen. Das klappte auch sehr<br />
gut und schmeckte auch toll“, erzählt<br />
die 65-jährige Hauswirtschaftsme<strong>ist</strong>erin.<br />
„Dann wurde ich mutiger und probierte<br />
viel aus.“ Und so ersetzt sie nun ein Drittel<br />
des Basilikums durch glatte Petersilie.<br />
„Das Pesto bekommt dadurch eine schöne<br />
und leuchtend grüne Farbe und schmeckt<br />
so vorzüglich, dass ich inzwischen viele<br />
Gläser an Freunde verschenke.“<br />
Auch Birgitta Tummel (42), unsere Ökotrophologin,<br />
liebt gerade im Sommer Pesto<br />
in allen Variationen. „Es <strong>ist</strong> eines der<br />
vielseitigsten Rezepte überhaupt. Und das<br />
Schönste: Man kann nach Herzenslust experimentieren.“<br />
Oliven-P<strong>ist</strong>azien-Pesto heißt<br />
ihr aktueller Favorit (s. rechts). Doch auch<br />
die klassische Variante hat es Birgitta Tummel<br />
angetan. „Der Umgang mit Mörser und<br />
Stößel hat schon fast etwas Meditatives.<br />
Und es <strong>ist</strong> wunderbar, wenn sich der Duft<br />
des Basilikums langsam entfaltet.“<br />
Mörser und Stößel – eigentlich gehören<br />
diese Gegenstände in Apotheken, weil damit<br />
Arznei- und Heilpflanzen verarbeitet<br />
wurden. Aber Mitte des 19. Jahrhunderts<br />
tauchte in Italien, in der traditionellen Genueser<br />
Küche, erstmals eine „Knoblauch-<br />
WIE LANGE<br />
IST PESTO<br />
HALTBAR?<br />
Da selbst gemachtes<br />
Pesto<br />
nicht erhitzt wird,<br />
sollte man es<br />
schnell verbrauchen<br />
(1 bis 2<br />
Wochen). Angebrochene<br />
Gläser<br />
im Kühlschrank<br />
aufbewahren.<br />
Das Grundrezept für Pesto<br />
1| Zutaten: 100 g frisches Basilikum<br />
(schöne, große Blätter), 3 Zehen Knoblauch,<br />
1/2 bis 1 TL Meersalz, 2 EL Pinienkerne,<br />
50 g Pecorino oder Parmesan,<br />
150 ml Olivenöl (extra vergine).<br />
2| Pecorino oder Parmesan reiben,<br />
zur Seite stellen. Basilikum waschen,<br />
abtropfen lassen, trocken schleudern.<br />
Basilikum zupfen. Mit Knoblauch und<br />
etwas Salz im Mörser zerdrücken.<br />
3| Pinienkerne ohne Fett rösten, separat<br />
zerkleinern, mixen; mit Olivenöl mischen,<br />
Käse unterheben. Zum Schluss<br />
das zerstoßene Basilikum vorsichtig<br />
unterheben (nicht mixen).<br />
86 7/ 2012
Pesto aus Oliven & P<strong>ist</strong>azien<br />
60 g ungesalzene P<strong>ist</strong>azien, 2 Knoblauchzehen, 1 TL grüne<br />
Pfefferkörner aus dem Glas, 1 EL Zitronensaft und 75 g<br />
schwarze, entsteinte Oliven im Mixer fein pürieren. Langsam<br />
4 EL Olivenöl zugeben. Zum Schluss 75 g frisch<br />
geriebenen Parmesan zugeben. Tipp: Passt toll zu Pasta<br />
mit frischen Cocktail-Tomaten!<br />
87
PESTO MIT PETERSILIE<br />
1 Bund glatte Petersilie, 2 EL Pinienkerne<br />
(ohne Fett in Pfanne rösten), 3 EL<br />
geriebenen Parmesan, 2 Knoblauchzehen,<br />
4 EL Olivenöl. Zutaten mixen,<br />
abschmecken. Tipp: Verleiht gegrilltem<br />
Gemüse und Kartoffelgerichten<br />
(Bild u.) eine ausgefallene Würze.<br />
und Basilikumsoße“ auf, die als „pesto alla<br />
genovese“ schnell berühmt wurde. Olivenöl,<br />
geröstete Pinienkerne, Basilikum, etwas Salz,<br />
Parmesan oder Pecorino wurden gehackt<br />
und im Mörser zerstampft (daher der Name<br />
Pesto, vom italienischen pestare = zerstampfen)<br />
und als Würzpaste zu Nudeln gereicht.<br />
Bereits im Kochbuch der Gebrüder Ratto von<br />
1865 wurde der fachgerechte Umgang mit<br />
Mörser und Holzstößel empfohlen. So sollte<br />
der Stößel nur sanft gedreht werden, damit<br />
die feinen Basilikum-Blätter zwar zerrieben,<br />
aber nicht zerstört wurden.<br />
Über viele Jahre galt Pesto<br />
nach Genueser Art als<br />
einfache Soße der armen<br />
Leute, die ihre Pasta damit<br />
verfeinerten. Doch in den<br />
letzten Jahren entdeckten<br />
immer mehr Spitzenköche<br />
auf der ganzen Welt den<br />
Charme des Pestos – und<br />
erfanden neue Kreationen abseits des Basilikums.<br />
So wie die Amerikanerin Michela<br />
Larson, die für ihre Pesto-Rezepte berühmt<br />
wurde. „Ich habe immer versucht, die tradi-<br />
ZU VIEL<br />
GEMACHT?<br />
Pesto einfrieren,<br />
im Glas mit<br />
Schraubdeckel.<br />
alle Foto:s Ditte Isager / Edge Reps photo agency<br />
88 7/ 2012
Walnuss trifft auf Wildkräuter<br />
60 g Walnusskerne zerkleinern, 1 Tomate fein<br />
hacken. 2 Handvoll Kräuter (z. B. Rucola,<br />
Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Oregano,<br />
Minze, Salbei) fein schneiden. Alles mit 6 EL<br />
Walnussöl vermischen. Abschmecken.<br />
Tipp: Sorgt als feiner Brotaufstrich zu Braten<br />
oder Käse für Raffinesse.<br />
tionellen Rezepte meiner ligurischen<br />
Heimat zu erhalten und sie gleichzeitig<br />
zu verfeinern.“ Zu Pasta und<br />
gegrilltem Gemüse reicht sie entweder<br />
rotes Pesto aus getrockneten Tomaten<br />
oder ein Mandel-Minze-Pesto.<br />
<strong>Ihr</strong> Geheimnis? Der geröstete Knoblauch.<br />
Denn während roher Knoblauch<br />
oft aufdringlich wirkt, sorgt<br />
das Rösten des Knoblauchs für ein<br />
feineres Aroma.<br />
Zwar wurde der italienische Klassiker<br />
offiziell im 19. Jahrhundert<br />
erfunden, doch bereits die Römer<br />
kannten diese Art des Würzens mit<br />
einer einfachen Soße: Olivenöl, Koriander,<br />
Rucola und Petersilie verrührten<br />
sie, aßen dazu Fladenbrot.<br />
Auf ganz ähnliche Weise bereitet<br />
die Heilpraktikerin Liane Kirschner<br />
aus Mutterstadt ihr Pesto zu: Sie zerkleinert<br />
frischen Salbei, Oregano,<br />
Rosmarin, Rucola und etwas Minze;<br />
dazu mischt sie Walnüsse und Walnussöl<br />
(siehe links). „Es schmeckt<br />
nicht nur köstlich zu Nudeln – die<br />
Omega-3-Fettsäuren und Vitamine<br />
tun auch meinen grauen Zellen gut“,<br />
schwärmt die 43-Jährige. Auch Margarete<br />
Albrecht verwendet am liebsten<br />
Kräuter aus der Region und der<br />
Jahreszeit entsprechend: „Ist die Bärlauch-Saison<br />
vorbei, mache ich oft<br />
ein reines Petersilien-Pesto.“ (Rezept<br />
linke Seite.) Das klingt zwar zunächst<br />
unspektakulär. Margarete Albrecht<br />
gibt dann aber noch Ziegen-Frischkäse<br />
oder gebackenen Kürbis und<br />
geröstete Haselnüsse hinzu. „Das<br />
Petersilien-Pesto wird so wirklich<br />
zu einer Delikatesse. Und<br />
schmeckt himmlisch.“<br />
7 / 2012 89
An die Haare denken<br />
Hochsommer! Natürlich cremen wir die Haut ein. Und die Haare?<br />
Gerade sie benötigen bei viel Sonne besonderen Schutz.<br />
Hut aufsetzen<br />
Einfach und wirksam: Hut auf! Ein<br />
Strohhut mit breiter Krempe schützt<br />
die Haare, aber auch Kopfhaut,<br />
Gesicht und Nacken. Genauso gut: ein<br />
schickes Tuch. Noch besser: Zwischen<br />
11 und 15 Uhr die direkte Sonne meiden<br />
und sich im Schatten aufhalten.<br />
Mütze im<br />
<strong>Wasser</strong><br />
Sie <strong>ist</strong> unbeliebt,<br />
aber zweckmäßig,<br />
weil sie vor <strong>Wasser</strong><br />
und Sonne schützt.<br />
Am besten sind<br />
Kappen aus Latex<br />
oder Silikon (elastisch<br />
und stabil).<br />
Vor dem Aufsetzen<br />
die Kappe kurz<br />
unter <strong>Wasser</strong><br />
halten, sonst<br />
klebt sie. Nach<br />
dem Schwimmen<br />
mit Süßwasser<br />
abspülen.<br />
Viele<br />
Vitamine<br />
Sonne stresst Haare<br />
und Haut. Deshalb<br />
viele Lebensmittel<br />
mit Vitamin C, E oder<br />
Beta-Carotin (Beeren,<br />
Aprikosen, Trauben,<br />
Spinat, Möhren,<br />
Tomaten) essen.<br />
Diese Vitamine<br />
gelten als wirksame<br />
Antioxidantien;<br />
machen freie Radikale<br />
unschädlich, die sich<br />
durch die Sonne<br />
bilden.<br />
Shampoos<br />
mit Köpfchen<br />
Sonne und <strong>Wasser</strong> greifen<br />
natürliche wie künstliche<br />
Haarfarbe an. Sinnvoll sind<br />
deshalb Produkte mit UV-Schutz,<br />
z. B. 1 Goldwell Sun Reflects,<br />
ca. 10 Euro, 2 Schwarzkopf<br />
Bonacure Shampoo, ca.<br />
6 Euro; 3 Balea Sonnenschutzspray,<br />
ca. 2 Euro.<br />
1<br />
Häufiger<br />
ausspülen<br />
Beim Urlaub am<br />
Meer wirken die<br />
Salzkr<strong>ist</strong>alle im<br />
<strong>Wasser</strong> wie winzige<br />
Brenngläser.<br />
Trocknet das Haar<br />
werden Sonnenstrahlen<br />
auf dem<br />
aufquellenden<br />
Haar quasi gebündelt.<br />
Auch Chlor<br />
(Schwimmbad) <strong>ist</strong><br />
„Gift“ fürs Haar.<br />
Deshalb nach dem<br />
Bad: mit Süßwasser<br />
spülen, zur<br />
Not mit <strong>Wasser</strong><br />
aus der Flasche.<br />
2<br />
3<br />
UV-<br />
Strahlen ...<br />
... hellen<br />
Pigmente im<br />
Haar auf und<br />
bauen sie ab,<br />
... mindern<br />
die Widerstandskraft<br />
der Haare,<br />
... trocknen<br />
die Haare<br />
aus, machen<br />
sie splissig.<br />
Am Abend<br />
erholen<br />
Nach einem Tag am<br />
Meer oder in den<br />
Bergen erscheinen<br />
die Haare strohig<br />
– Sonne und Wind<br />
haben die Zellen<br />
der Haare angegriffen,<br />
die schützende<br />
Schuppenschicht<br />
aufgeraut. Deshalb<br />
abends die Haare<br />
sorgfältig pflegen.<br />
Zum Selbermachen:<br />
Kur aus Oliven- oder<br />
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90 7/ 2012
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7 / 2012<br />
91
Hecken aus<br />
Liguster, Eiben<br />
und Hainbuchen<br />
schaffen kleine<br />
Gartenräume.<br />
Taglilien und<br />
Brautspieren<br />
umrahmen den<br />
Seerosenteich.<br />
Was tun mit<br />
Problem-Ecken?<br />
Unter Bäume,<br />
wo es trocken<br />
und schattig <strong>ist</strong>,<br />
pflanzt Eva Röckener<br />
Farne, z. B.<br />
Wurmfarn (Dryopteris<br />
filix-mas),<br />
Tüpfelfarn (Polypodium<br />
vulgare).<br />
Ebenfalls gut:<br />
Storchschnabel<br />
(Geranium phaeum,<br />
Geranium<br />
versicolor), Wald-<br />
Aster (Aster divaricatus)<br />
Purpurblauer<br />
Steinsame<br />
(Lithospermum<br />
purpurocaeruleum)<br />
und Gräser<br />
wie Wald-Marbel<br />
(Luzula sylvatica).<br />
W<br />
eich fällt der Schein<br />
der Sonne durch die alten<br />
Obstbäume und wirft<br />
flirrende Flecken auf die<br />
penibel geschnittenen Kugeln<br />
aus Buchsbaum. Farne, Funkien<br />
(Hostas) und leuchtend gelbe Schwertlilien<br />
spiegeln sich im Seerosen-Teich,<br />
die barock anmutenden Blüten der<br />
Bauernhortensien leuchten im diffusen<br />
Zwielicht in geradezu magischem Blau.<br />
Überall spielen Licht und Schatten, eine<br />
kleine, ganz eigene Welt, ein Ort voller<br />
geheimnisvoller Winkel und lauschiger<br />
Nischen, ein Feenland mit zarten Blüten<br />
und unendlich viel Grün, ein Garten<br />
im Schatten eben. „Ich war nie eine<br />
Sonnenanbeterin und mir gefielen<br />
schattige Gärten schon immer besser“,<br />
erzählt Eva Röckener. Und so traf es<br />
sich gut, dass das Haus, das sie und ihr<br />
Mann vor dreißig Jahren für sich und<br />
die wachsende Familie in Nortrup im<br />
niedersächsischen Artland kauften, von<br />
einem guten Dutzend alter Obstbäume<br />
umgeben war. „Ich fand das großartig
Das zarte Spiel von<br />
Licht & Schatten<br />
Ein dunkler, schattiger Garten – viele Gärtner verzweifeln daran. Eva Röckener machte<br />
daraus eine Tugend und verwandelte ihren Garten in ein blühendes Paradies.<br />
FOTOS | Ute Klaphake<br />
TEXT | Marion Lagoda<br />
Malerisch:<br />
ein alter<br />
Steinbrunnen<br />
inmitten<br />
teils<br />
bizarrer<br />
Blütenformen<br />
wie<br />
der alten<br />
Zwiebelsorte<br />
(r.).<br />
und wundervoll“, schwärmt die 55-Jährige lächelnd.<br />
„Ein Garten ohne Bäume <strong>ist</strong> für mich einfach<br />
bis heute kein richtiger Garten.“<br />
Dass die vielen Bäume den Garten in ein Reich<br />
des Schattens verwandeln, stört sie nicht. Im Gegenteil.<br />
„Es gibt hinreißende Pflanzen, die im<br />
Schatten wunderbar gedeihen. Und vor allem im<br />
Frühling, wenn die Bäume noch ohne Laub sind,<br />
<strong>ist</strong> mein Garten ein einziges Blütenmeer aus vielen<br />
Zwiebelblumen und Stauden wie Chr<strong>ist</strong>rosen,<br />
Gedenkemein, Akelei und Anemonen. Und auch<br />
später im Jahr versammeln sich zahllose Blüten<br />
in ihren Beeten, vor allem Rispen- und Bauern-<br />
Im Schatten ändert <strong>Wasser</strong><br />
ständig seine Farbe.<br />
Was eben noch dunkel und<br />
geheimnisvoll schien,<br />
wird plötzlich hell und licht.<br />
7 / 2012<br />
93
hortensien, Eisenhut und<br />
Phlox. Phlox? Gehört der nicht<br />
eher zu den Sonnenkindern?<br />
„Hab ich auch gedacht“, lacht<br />
Eva Röckener. „Ich mag Phlox<br />
aber so sehr und habe es dann<br />
einfach ausprobiert. Und siehe<br />
da: Ihm gefällt es hier.“ ‚Einfach<br />
mal ausprobieren‘, <strong>ist</strong> ohnehin<br />
das gärtnerische Motto von Eva<br />
Röckener. Auch Rosen versuchte<br />
sie; doch die entwickelten sich<br />
nicht wirklich gut – und bleiben<br />
seitdem außen vor.<br />
Stattdessen gibt es jede Menge<br />
Grün in unendlich vielen<br />
Nuancen. Vor allem die mehr als<br />
zwei Dutzend Funkien-Sorten<br />
(Hostas) brillieren in den schillerndsten<br />
Tönen von Türkis über<br />
Jade und Oliv bis hin zu Smaragdgrün<br />
und strafen jeden<br />
Lügen, der grüne Gärten für<br />
langweilig hält.<br />
„Ich war nie eine<br />
Sonnenanbeterin.<br />
Mir gefielen schattige<br />
Gärten schon immer besser.“<br />
Eva Röckener<br />
D<br />
och wie gestaltet man<br />
einen Schattengarten?<br />
Bei Eva Röckener ergab<br />
es sich fast wie von selbst, der<br />
Garten entwickelte sich allmählich.<br />
„Ich hatte nie den Plan für<br />
einen perfekten Garten im Kopf.“<br />
Das 1500 Quadratmeter große<br />
Grundstück um ihr Haus gehörte<br />
zunächst den vier Kindern. Es<br />
gab einen Rasen zum Fußballspielen,<br />
die Eltern pflanzten dem<br />
Nachwuchs ein Tipi aus Weiden<br />
und Knöterich und bauten ein<br />
Gartenhaus, das später, als die<br />
Für Rasen <strong>ist</strong> in diesem Garten<br />
kein Platz. Üppige Rhododendren,<br />
dekorative Buchskugeln und Stauden haben die<br />
Herrschaft übernommen. Die Hostas<br />
aus dem Beet finden sich auch in Töpfen wieder.
Vielfalt im<br />
Garten:<br />
Rhabarber<br />
(links) und<br />
Sternendolden<br />
(Mitte).<br />
Kleine Glockenblumen<br />
ranken sich<br />
auf dem<br />
Tisch der<br />
Sitzecke.<br />
Kinder ins Teenageralter kamen,<br />
kurzerhand zur Partylaube umfunktioniert<br />
wurde. „Es war mir<br />
immer wichtig, dass sich die<br />
Kinder im Garten genauso wohlfühlten<br />
wie wir“, sagt Eva Röckener,<br />
die als pädagogische<br />
Mitarbeiterin in der örtlichen<br />
Grundschule arbeitet.<br />
D<br />
azu gehörte auch das<br />
Pflanzen von hohen Hecken<br />
aus Eiben, Liguster<br />
und Hainbuchen, die dem Garten<br />
Struktur geben und darüber<br />
hinaus Großen wie Kleinen bei<br />
aller Offenheit ein gewisses Maß<br />
an Privatheit erlauben. „Kinder<br />
wollen schließlich auch mal von<br />
den Erwachsenen in Ruhe gelassen<br />
werden“, davon <strong>ist</strong> Eva<br />
Röckener überzeugt.<br />
So entstand nach und nach ein<br />
verwunschenes, fast labyrinthartiges<br />
Gefüge aus Hecken, Bäumen,<br />
mit vielen Sitzplätzen. „Ich<br />
will einen Wohlfühlgarten haben,<br />
einen Garten, in dem man<br />
nicht unablässig herumwerkeln<br />
muss, sondern in dem man es<br />
sich gut gehen lassen kann.“ Und<br />
das gelingt ihr – trotz oder wegen<br />
des Schattens. Die Pflanzen<br />
wachsen dicht an dicht, Unkraut<br />
hat keine Chance. Der Nachteil:<br />
Um die vielen Sträucher, Bäume<br />
und Stauden in dem großen Garten<br />
in Schach zu halten, müssen<br />
Eva Röckener und ihr Mann regelmäßig<br />
schneiden.<br />
Ja, und dann wären da noch<br />
die Schnecken. „Die fühlen sich<br />
in einem schattigen Garten natürlich<br />
ungemein wohl“, seufzt<br />
Eva Röckener. Und auch wenn<br />
sie sich anfangs noch dagegen<br />
sträubte, legt sie nun jedes Frühjahr<br />
Schneckenkorn aus. „Das<br />
reicht dann me<strong>ist</strong>“, sagt sie. Ansonsten<br />
lässt sie der Natur in ihrem<br />
Garten freien Lauf. Akelei,<br />
Fingerhut und Stockrosen dürfen<br />
sich nach Herzenslust aussäen<br />
und ergeben so oft ganz ungewöhnliche,<br />
jedoch immer stimmige<br />
Mischungen. „Ich lasse<br />
mich einfach immer wieder aufs<br />
Neue überraschen.“<br />
Blüten fürs<br />
ganze Jahr<br />
Diese Pflanzen blühen<br />
selbst im Schatten:<br />
Februar bis April<br />
Lenzrosen (Heleborus-Hybriden):<br />
grün<br />
bis purpurrot.<br />
März bis Mai<br />
Frühlingsanemone<br />
(Anemone blanda),<br />
Gedenkemein (Omphalodes<br />
verna): blau.<br />
Mai bis Juni<br />
Akelei (Aquilegia):<br />
weiß, blau, rosa,<br />
lila, Tränendes Herz<br />
(Dicentra spectabilis):<br />
rosa, Jakobsleiter<br />
(Polemonium): blau.<br />
Juni bis Juli<br />
Fingerhut (Digitalis<br />
purpurea): rosa.<br />
Juni bis August<br />
Funkien (Hosta):<br />
weiß, lila.<br />
Juni bis Oktober<br />
Hortensien (Hydrangea<br />
macrophylla):<br />
weiß, rosa.<br />
September bis<br />
Oktober Eisenhut<br />
(Aconitum).<br />
7 / 2012 95
DIE BESONDERE LESERREISE<br />
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ie zwei ungleiche, wunderschöne<br />
Schwestern liegen<br />
die beiden Hälften Budapests<br />
einander gegenüber, getrennt<br />
von der Donau: Buda im Westen, mit<br />
dem majestätischen Burgviertel und den<br />
romantischen Kopfsteinpflaster-Gassen.<br />
Und Pest im Osten, mit den prächtigen<br />
Jugendstil-Fassaden und verlockenden<br />
Einkaufsstraßen. Doch am besten machen<br />
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begrüßt Sie am frühen Abend <strong>Ihr</strong>e Reiseleitung<br />
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Am Sonntagmorgen fahren Sie mit<br />
dem Bus zum berühmten Donauknie, einer<br />
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bei Budapest. Dort stehen gleich drei<br />
Städte auf dem Besuchsprogramm: das<br />
zauberhafte Szentendre mit dem Kovács<br />
Margit Museum; das geschichtsträchtige<br />
Visegrád und seine Obere Burg sowie<br />
Esztergom mit der mächtigen Basilika,<br />
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Königspalast und die vieltürmige<br />
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Dienstag haben Sie die Wahl: Erleben<br />
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96 7 / 2012
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Monarchie, Kaiser Franz Joseph<br />
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Böheimstraße 8, 86153 Augsburg widersprechen.<br />
07 / 2012 xx
DANKE FÜR IHRE POST<br />
{& <strong>Ihr</strong>e Reaktionen zu den letzten Ausgaben <br />
„AHNENFORSCHUNG“, 5/2012 „RIESTER-RENTE“, 4/2012<br />
„WECHSELJAHRE“, 4/2012<br />
Fand per PC<br />
meine Ur-Ur-Oma<br />
Vielen Dank für die Tipps zur Ahnenforschung.<br />
Ich habe vor einigen Jahren per PC meine seit<br />
1853 verschollene Ur-Ur-Großmutter Gepke<br />
Hinrichs Tjaden gefunden: Sie ging damals in<br />
die Niederlande, gründete eine neue Familie<br />
und starb mit 106 Jahren. Ich bekam Fotos,<br />
Zeitungsberichte und eine Ahnentafel, die bis<br />
1440 zurückgeht. Sogar ihr Grab gibt es noch.<br />
Eine spannende Familiengeschichte!<br />
Marianne Broer, Aurich<br />
„GUTE ZINSEN“, 5/2012<br />
„<strong>plus</strong>“ <strong>ist</strong> „Gold wert“<br />
Dank <strong>Ihr</strong>es Hinweises „Gute Zinsen“<br />
konnte ich einen Sparbrief für 3,35 %<br />
Zinsen pro Jahr (für 3 Jahre, abcbank,<br />
Köln) anlegen. Bei den me<strong>ist</strong>en Banken<br />
bekommt man zurzeit ca. 2 %. Schon<br />
oft habe ich durch <strong>Ihr</strong>e Tipps – auch bei<br />
Versicherungen – Geld gespart. Dafür<br />
ein dickes Danke!<br />
Iska Laudan-Schultheis, per E-Mail<br />
Was <strong>ist</strong><br />
noch seriös?<br />
Eurokrise – nur noch jeder Fünfte <strong>ist</strong><br />
bereit vorzusorgen, vor 10 Jahren<br />
waren es noch 45 %, schrieben Sie.<br />
Das kann ich mir gut vorstellen. Die<br />
Menschen haben erkannt, dass die<br />
me<strong>ist</strong>en Angebote nicht seriös sind.<br />
Genau genommen wurde die Riester-<br />
Rente nur für die Versicherungen<br />
eingeführt, damit die gut damit<br />
verdienen. Außerdem geht es vielen<br />
Menschen heute schlechter als noch<br />
vor 10 Jahren. Mit Teilzeitbeschäftigung<br />
und Zeitarbeit kann sich niemand<br />
zusätzliche Vorsorge le<strong>ist</strong>en.<br />
Renate Müller, Heidelberg<br />
„ALTER ALS NACHTEIL“, 5/2012<br />
Verantwortung<br />
gegenüber Tieren<br />
Ich bin den Tierschützern sehr dankbar, dass<br />
sie ganz genau hinschauen, welches Tier<br />
sie in welche Hände abgeben. Und das hat<br />
nichts mit der Diskriminierung Älterer zu<br />
tun, sondern mit der Verantwortung unseren<br />
Mitgeschöpfen gegenüber. Gerade Welpen<br />
wollen spielen, toben, machen die Wohnung<br />
schmutzig und hinterlassen Biss-Spuren in<br />
Möbeln und Gardinen. Das und vieles mehr<br />
muss man in Kauf nehmen. Und außerdem,<br />
fragen Sie mal in den Tierheimen nach, wie<br />
viele Tiere heimatlos werden, weil Herrchen<br />
oder Frauchen wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit<br />
ausfällt.<br />
Dieter Gens, per E-Mail<br />
Mit Lebensfreude gut<br />
durch die Wechseljahre<br />
Ja, Wechseljahre können 10 Jahre dauern! Bei<br />
mir begannen sie mit 49 und dauerten 16 Jahre.<br />
Zunächst lief alles gut – bis ich die in <strong>Ihr</strong>em<br />
Artikel geschilderten Symptome feststellte.<br />
Mein Gynäkologe verschrieb mir Hormone. Das<br />
Medikament tat mir gut, ich fühlte mich wohl.<br />
Nach ca. 5 Jahren fiel mir zufällig die Publikation<br />
einer in Amerika erstellten Studie in die<br />
Hände. Erschrocken brach ich sofort die Hormonersatztherapie<br />
ab. Die Gynäkologin, zu der<br />
ich wechselte, vertritt die gleiche Faustregel<br />
wie Frau von Gradowski. Heute bin ich 67 und<br />
dank Sport, <strong>gesund</strong>er Lebensweise, Spaß an<br />
meinen beiden Enkeln Lara und Noah komme<br />
ich sehr gut ohne Hormone aus.<br />
Veronika Stenzel, Essen<br />
„DIE KRAFT DER POESIE“, 5/2012<br />
Gedichte entspannen<br />
Danke für den Artikel, der mich sehr<br />
angesprochen hat. Ich liebe Gedichte<br />
seit meiner Kindheit und habe es nie<br />
als Last empfunden, sie auswendig<br />
zu lernen. Ulla Hahns Ansichten zur<br />
Lyrik entsprechen den meinen. In Gedichtbänden<br />
zu blättern, zu lesen <strong>ist</strong><br />
Entspannung. Ich hätte mir noch mehr<br />
Gedichtbeispiele gewünscht. Auch die<br />
„Sonnenstrahlen“, so voller Lebensweisheit,<br />
möchte ich nicht missen.<br />
Carla Lehmberg, Brandenburg/Havel<br />
98 7 / 2012
Schreiben<br />
Sie uns:<br />
<strong>plus</strong> <strong>Magazin</strong>, Chefredaktion,<br />
Lindenstraße 20, 50674 Köln,<br />
<strong>plus</strong>magazin @bayard-media.de,<br />
✆ (02 21) 2 77 57-0,<br />
Fax (02 21) 2 77 57-10<br />
Fotos: Stockfood, Klaus E. Haun, Interfoto, privat<br />
„VORSICHT, KREUZALLERGIE“, 5/2012<br />
Kann wieder Äpfel essen<br />
„Zähne richtig geputzt?“ 5/2012<br />
Danke für den sehr informativen Beitrag<br />
über Zahn<strong>gesund</strong>heit. Auf Seite 23<br />
heißt es: „Zahnpasta nicht ausspucken!“<br />
Soll man die Zahnpasta<br />
runterschlucken oder im Mund behalten?<br />
H. Körner, per E-Mail<br />
Anm. der Red.: Nach dem Putzen nur den<br />
Schaum ausspucken. Nicht nachspülen! So<br />
gelangt mehr Fluorid in den Zahnschmelz.<br />
„GRAUE HAARE“, 3/2012<br />
Mut zu Grau – und nun?<br />
Ich möchte Frau Marion Weiler aus Aulendorf mitteilen: Ich habe mein „Silber“<br />
rauswachsen lassen. Und hatte dann ein ganz neues Erlebnis: Kürzlich<br />
sprach mich ein Herr, etwa Mitte 50, freundlich an, dass er mich gern fotografieren<br />
wolle, mein „Gesicht“ würde er schon lange suchen (werde 70<br />
Jahre im Sommer!). Eigentlich schön, nur: Ich gab ihm meine Telefonnummer<br />
und bin nun total unsicher, was ich aus diesem „Angebot“ machen soll.<br />
Chr<strong>ist</strong>el Kramer, per E-Mail<br />
Zu diesem Thema lohnt<br />
sich im Internet die Seite<br />
www.bund-lemgo.de<br />
und dort das Thema<br />
Apfelallergie. Einige<br />
alte Obstsorten werden<br />
manchmal auch von<br />
Allergikern vertragen.<br />
Ich hab’s ausprobiert<br />
und kann mit Boskop,<br />
Berlepsch, Rubinette,<br />
Glockenapfel nach<br />
Jahrzehnten der Abstinenz<br />
endlich wieder<br />
mal in einen frischen<br />
Apfel beißen. Herrlich!<br />
Monika Uecker, Frankfurt/Main<br />
Anm. d. Red.: Auch wenn graue Models gesucht werden: Sie sollten sehr<br />
vorsichtig sein. Mit Fotos wird Geld verdient, achten Sie auf <strong>Ihr</strong>e Rechte!<br />
Richtigstellung<br />
In Nr. 5/2012 <strong>Ihr</strong>es <strong>Magazin</strong>s<br />
veröffentlichten Sie ein Interview<br />
mit mir, in dem es heißt:<br />
„Sie appellieren an alle Eltern<br />
und Großeltern, für die eigenen<br />
Kinder und Enkel Gedichte zu<br />
schreiben. Warum?“ Diese Frage<br />
wurde mir in dem schriftlich geführten<br />
Interview nicht gestellt,<br />
und ein derartiger Appell käme<br />
mir niemals in den Sinn.<br />
Reiner Kunze<br />
„DUNKEL IST GESÜNDER?“, 5/2012<br />
Auf Kinderarbeit hinweisen<br />
Mit großem Interesse habe ich <strong>Ihr</strong>en Artikel<br />
über dunkle Schokolade gelesen. Schade finde<br />
ich es, dass Sie nur die Gepa-Schokolade<br />
erwähnen, die man mit gutem Gewissen essen<br />
kann. Da gibt es durchaus auch andere, die<br />
erwähnenswert sind, wie z. B. Zotter, Rapunzel,<br />
Vivani. Vermisst habe ich auch den Hinweis<br />
auf Kinderarbeit bei der Kakaogewinnung.<br />
Nicht jeder Konsument <strong>ist</strong> darüber informiert,<br />
welch große Rolle die Kinderarbeit spielt,<br />
damit wir zu einem relativ niedrigen Preis<br />
Schokolade genießen können.<br />
Ingrid Grönke, per E-Mail<br />
99
IHRE SEITEN<br />
Leserinnen erzählen ihre Geschichte<br />
IDEEN<br />
„Etwas tun<br />
für die<br />
Menschen in<br />
meiner Stadt“<br />
Hinschauen, sich einmischen,<br />
an Lösungen feilen – das macht<br />
für Elke Leo das Ehrenamt<br />
als Stadträtin so spannend.<br />
„Warum tust du dir das an – und<br />
dann auch noch ehrenamtlich?“<br />
– das werde ich oft gefragt, wenn<br />
ich erzähle, dass ich mich in der Kommunalpolitik<br />
engagiere. Natürlich, das<br />
Image von Politikern <strong>ist</strong> nicht immer das beste.<br />
Sicher, es gibt Leute in der Politik, die vor allem<br />
die Macht lieben, und auch mitunter welche, die<br />
auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Aber: Das<br />
<strong>ist</strong> nur die eine Seite. Gerade im Lokalen, wo man<br />
sich mit Namen kennt, engagieren sich viele mit<br />
Herzblut, weil sie wollen, dass sich im Kleinen für<br />
Mitmenschen etwas ändert. Hier, vor Ort, da kann<br />
man oft etwas bewegen.<br />
Ein Beispiel: Ich war immer schon davon überzeugt,<br />
dass behinderte und nicht behinderte Kinder<br />
zusammen am besten lernen. Aber manchmal<br />
drohen solche Ideen an ganz einfachen Dingen<br />
zu scheitern: Hier ging es darum, wer die Fahrtkosten<br />
für die Schüler im Rollstuhl übernimmt.<br />
Also habe ich mich dafür eingesetzt, die Öffentlichkeit<br />
informiert, viele Gespräche geführt, mit<br />
der Schule, der Verwaltung und mit Verbänden.<br />
Und irgendwann gelang es, eine Lösung zu<br />
finden. Jetzt wird Geld freigeschaufelt.<br />
Ein toller Erfolg, der zugleich zeigt: Ehrenamtliche<br />
Kommunalpolitik <strong>ist</strong> mühsam –<br />
immer muss man bereit zum Kompromiss<br />
sein. Da bleibt manchmal nur wenig von<br />
der eigenen Idee übrig. Trotzdem lohnt es<br />
sich, weil auch kleine Schritte viel verändern<br />
können.<br />
Doch dies erfordert Zeit. Im<br />
Hauptberuf arbeite ich als<br />
kaufmännische Angestellte,<br />
25 Stunden pro Woche.<br />
Meine restliche Zeit<br />
widme ich der Politik.<br />
Den größten Teil dieser<br />
Arbeit bekommt kaum einer<br />
mit: an Sitzungen teilnehmen,<br />
Protokolle, Budgetpläne<br />
und Programme lesen;<br />
telefonieren, E-Mails schreiben, Kontakte<br />
knüpfen. Egal, ob es um Schlaglöcher<br />
geht oder um einen Spielplatz,<br />
der nicht geschlossen werden soll.<br />
Natürlich wünschte ich mir, dass diese<br />
Arbeit mehr gewürdigt wird. Und<br />
es frustriert manchmal, Autofahrern<br />
erklären zu müssen, dass Schlaglöcher<br />
warten müssen, weil die Stadt mehr<br />
als 1 Milliarde Euro Schulden hat.<br />
Oder mitzuentscheiden, dass das neue<br />
Dach der Schule vor dem Spielplatz dran<br />
<strong>ist</strong>. Aber nur still hoffen, dass es mal<br />
besser wird? Da mische ich mich<br />
{<br />
doch lieber ein.<br />
ELKE LEO (58) IST EHRENAMTLICHE STADTRÄTIN DER GRÜNEN IN NÜRNBERG.<br />
An Politik<br />
interessiert?<br />
Wäre die Kommunalpolitik<br />
auch<br />
etwas für Sie?<br />
Fast alle Ortsverbände<br />
der Parteien<br />
suchen engagierte<br />
Bürger.<br />
38 %<br />
der Mitglieder<br />
bei den Grünen<br />
sind Frauen<br />
– das <strong>ist</strong> der<br />
höchste Anteil<br />
bei allen Parteien<br />
in Deutschland.<br />
Die CSU<br />
hat gerade halb<br />
so viele Frauen<br />
vorzuweisen.<br />
Sie sind unzufrieden mit <strong>Ihr</strong>er Stadt,<br />
haben Ideen, wie man Dinge<br />
verbessern könnte, möchten sich<br />
aber nicht gleich politisch engagieren?<br />
Dann an das Bürgertelefon oder<br />
die Bürgersprechstunde wenden<br />
oder direkt an einzelne Stadträte.<br />
<br />
Und wofür<br />
engagieren<br />
Sie sich?<br />
Erzählen Sie<br />
uns <strong>Ihr</strong>e<br />
Geschichte.<br />
Adresse<br />
Seite 3.<br />
Foto: privat<br />
100 7 / 2012
IHR COMPUTER<br />
Tipps von Brigitte Kafka<br />
Lieblingsmusik auf den PC<br />
Endlich alle<br />
Lieblingslieder<br />
auf einen<br />
Klick –<br />
für Brigitte<br />
Kafka vom<br />
Senioren-Café<br />
Intern@tto in<br />
Gladbeck eine<br />
angenehme<br />
Sache. Das<br />
lange Stöbern<br />
durch Berge<br />
von CDs hat<br />
ein Ende –<br />
und der PC<br />
wird zur<br />
Jukebox.<br />
Foto: privat; Illustrationen: Shutterstock<br />
1Endlich übersichtlich<br />
CDs oder Lieblingslieder<br />
übersichtlich auf dem<br />
PC archivieren? Dann <strong>ist</strong><br />
der „iTunes“-Mediaplayer<br />
der richtige – er funktioniert<br />
auf allen Computern<br />
und <strong>ist</strong> kostenlos.<br />
2iTunes installieren<br />
Im Internet auf www.<br />
apple.de. Dort befindet<br />
sich der „iTunes 10.6 kostenlos<br />
für Mac+PC“. Mit<br />
der linken Maustaste auf<br />
„Download“ klicken. Dann<br />
den Anweisungen folgen.<br />
Der „Quicktime-Player“ <strong>ist</strong><br />
erforderlich, wenn man<br />
zusätzlich auch Videos<br />
abspielen möchte. Auch<br />
hier einfach Schritt<br />
für Schritt folgen. Das<br />
Installieren dauert nur<br />
wenige Minuten.<br />
3Musik speichern<br />
Ausgewählte CD<br />
in das CD-Laufwerk<br />
des PC einlegen. Es<br />
erscheint ein iTunes-<br />
Fenster mit einer L<strong>ist</strong>e<br />
aller Titel der CD.<br />
Nun wird man gefragt,<br />
ob man die CD<br />
auf den PC „importieren“<br />
(übertragen) möchte.<br />
Auf „Ja“ klicken, wenn man<br />
alle Titel übertragen will.<br />
Benötigt man nur einzelne<br />
Titel, auf „Nein“ klicken.<br />
Nun links neben den<br />
jeweiligen Titel per Klick<br />
einen Haken setzen. Dann<br />
unten rechts im Fenster auf<br />
„Importieren“. Nun werden<br />
die Wunschtitel auf den PC<br />
übertragen. Ein grüner<br />
Button links neben den<br />
Titeln zeigt, dass der Vorgang<br />
abgeschlossen <strong>ist</strong>.<br />
4L<strong>ist</strong>en erstellen<br />
Die Titel befinden sich<br />
nun im Ordner „Musik“<br />
(links oben im iTunes-Fenster).<br />
Eine eigene <strong>Wie</strong>dergabel<strong>ist</strong>e<br />
erstellt man so:<br />
Links im iTunes-Fenster<br />
auf „+“ klicken.<br />
Bei „<strong>Wie</strong>dergabel<strong>ist</strong>en“<br />
erscheint ein neuer Ordner.<br />
1. Klicken Sie<br />
mit links auf<br />
„Nein“, um einzelne<br />
Titel der<br />
CD auf den PC<br />
zu übertragen.<br />
2. Mit einem<br />
Klick links<br />
neben die<br />
gewünschten<br />
Titel kreuzen<br />
Sie diese an.<br />
Diesen jetzt beschriften.<br />
Titel von der Titel-L<strong>ist</strong>e<br />
rechts im iTunes-Fenster in<br />
den neuen Ordner mit der<br />
linken Maustaste ziehen<br />
und loslassen.<br />
5Titel wiederfinden<br />
Die Lieder werden<br />
auch auf dem PC gespeichert.<br />
Zum <strong>Wie</strong>derfinden:<br />
Auf das Windows-Symbol<br />
unten links auf dem Bildschirm<br />
klicken.<br />
Im neuen Fenster auf<br />
„eigene Dateien“ (oder<br />
„Bibliotheken“) und dann<br />
auf „Musik“ klicken.<br />
Titel anklicken, Lautstärke<br />
einstellen – und der PC<br />
<strong>ist</strong> eine Musikbox.<br />
3. Dann auf<br />
„Importieren“<br />
klicken. Die<br />
Titel werden<br />
nun auf den<br />
PC überspielt.<br />
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Mein<br />
Tipp für<br />
Sie<br />
Kommentare<br />
in den Text?<br />
Mit der<br />
Tasten-Kombi<br />
Alt+Strg+M<br />
geht das<br />
Einfügen ganz<br />
leicht. Ein<br />
zweites Mal<br />
drücken und<br />
die Kommentar-<br />
Funktion <strong>ist</strong><br />
aufgehoben.<br />
Haben<br />
Sie auch eine<br />
Frage?<br />
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Den PC entrümpeln Falschgeld per Handy erkennen<br />
Schreiben Sie uns<br />
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Seite 3.<br />
7 / 2012 101
Rechte bei Rente, Arbeitsamt<br />
und Arbeitgeber.<br />
Bei Vorfahrt, Versicherung und Co. gelten<br />
E-Bikes oft nicht als Rad S. 12<br />
Getestet: <strong>Wie</strong> gut sind Elementar-<br />
Versicherungen? S. 17<br />
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VORSCHAU<br />
geld^<br />
recht<br />
Zum Heraustrennen und Sammeln<br />
August 2012<br />
geld^recht<br />
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Arbeitsrecht<br />
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Boom am Arbeitsmarkt<br />
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Süden der Insel, noch stille, wildromantische<br />
Naturparadiese zu entdecken gibt. Der<br />
Tourismusdirektor und die Einheimischen würden sie<br />
zwar am liebsten für sich behalten. Wir zeigen<br />
sie Ihnen trotzdem – aber psst, nicht weitersagen!<br />
102 7 / 2012
August 2012<br />
TOMATIG GUT<br />
Ob grün, gelb, rot: Tomaten veredeln jeden Salat – gerade jetzt,<br />
wo sie besonders aromatisch schmecken. Doch sie können<br />
viel mehr: Öl, Saft, Marmelade – lassen Sie sich überraschen!<br />
Gemeinsam lachen, weinen, verrückt sein ... Freunde<br />
brauchen wir wie die Luft zum Atmen. Doch<br />
wie schafft man es, über Jahre<br />
befreundet zu bleiben?<br />
Leserinnen erzählen.<br />
Fotos: Stockfood (2), Masterfile, plainpicture<br />
Darmkrebs besiegen!<br />
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in Deutschland. Aber: Rechtzeitig erkannt<br />
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7/ 2012 103
Zum Schluss<br />
Foto: PoodlesRock/Corbis<br />
Eidechsen zucken von Ort zu Ort. Und die Wolken führen Regen an Bord<br />
und den spitzen Blitz und das Donnerwort. Der Mensch treibt Berg- und <strong>Wasser</strong>sport<br />
und hält nicht viel von Rätseln. Er hält die Welt für ein Bilderbuch<br />
mit Ansichtskartenserien. Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.<br />
Sie weiß Bescheid. Sie weiß, die Zeit überdauert sogar die Ferien.<br />
Erich Kästner (aus „Juli“, 1955)<br />
104 7/ 2012
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