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Speed-Magazin Interview mit Michael Galinski (Vorschau)

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Ihr Motorradmagazin<br />

MotoGP • SBK • IDM • Six Days Teil 4<br />

www.speed-verlag.de<br />

Mai 2012/ Nr. 5/ 18. Jahrgang


06./07. Juli 2012 Hockenheimring<br />

www.suzuki.de<br />

MOTORRAD-Vergleichstest 600er-Supersportler:<br />

Getestet und als Beste befunden.<br />

Das muss gefeiert werden: Die aktuelle GSX-R600 hat sich beim jüngsten Vergleichstest<br />

„600er-Supersportler“ der Zeitschrift MOTORRAD (Heft 8/2012) Platz 1 in der Gesamtwertung<br />

erkämpft. Und das gegen fünf verdammt starke Mitbewerber in dieser Hubraumklasse.<br />

Diesen Sieg feiern wir jetzt standesgemäß <strong>mit</strong> einem absoluten Top-Angebot für Sie:<br />

Die aktuelle GSX-R600 jetzt zum Testsieger-Preis von EUR 9.990,–*. Aber nur bei Ihrem<br />

Suzuki Vertragshändler. Also nix wie los und selbst zum Sieger werden!<br />

*Unverbindliche Preisempfehlung, inkl. MwSt. zzgl. Nebenkosten, solange Vorrat reicht.<br />

Nur bei teilnehmenden Suzuki Vertragshändlern. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten.<br />

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EUR 9.990,– *<br />

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3.–7. Okt. 2012


VORWORT<br />

Trübe Aussichten<br />

Nach Beginn der IDM Saison 2012 sind nun alle wichtigen Serien im Bereich Motorrad am Laufen. Die ersten spannenden Rennen<br />

in der MotoGP, der Superbike und der IDM sind Geschichte, es gibt aber leider schon wieder nicht nur Positives zu berichten. So<br />

verunglückte der sympathische Spanier Joan Lascorz am 2. April bei Testfahrten in Imola schwer, die Aussichten auf vollständige Genesung<br />

sind eher gering. In Assen stürzte Brett McCormick. Auch unter unseren Lesern ereignete sich zum Beginn der Bikersaison ein<br />

tragischer Unfall, der <strong>mit</strong> dem Verlust eines treuen Motorsportfans endete. Robby Brunner, der <strong>mit</strong> seiner neu erworbenen Maschine<br />

unterwegs war, verunglückte kurze Zeit nach Zulassung des Bikes leider tödlich. Die Redaktion des <strong>Speed</strong>-Verlages spricht hier<strong>mit</strong><br />

allen Angehörigen, Verwandten, Freunden und Bekannten ihr aufrichtiges Beileid aus und senkt den Kopf in Achtung und Erinnerung<br />

an einen einzigartigen Menschen.<br />

Wir möchten in diesem Zusammenhang nochmals alle Biker, ob erfahren oder Anfänger, aufrufen, im Straßenverkehr Vernunft walten<br />

zu lassen, wachsam und umsichtig zu fahren, denn ein Unfall muss sich nicht zwangsläufi g durch Selbstverschulden ereignen. Bitte<br />

rechnet auch immer <strong>mit</strong> der Unaufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer und denkt daran, dass ihr euch nur bis zu einem gewissen<br />

Punkt körperlich schützen könnt. In diesem Zusammenhang wünschen wir Euch allen eine sonnige und unfallfreie Saison.<br />

André Birkenkampf<br />

Demächst gibt‘s was zu lesen<br />

In Zusammenarbeit <strong>mit</strong> Werner Reiß und Reinhard Jordan erscheint in Kürze in unserem Verlag ein Buch, das den Namen „Streiflichter<br />

vom Sachsenring“ trägt. Das Buch ist ein Lexikon über die Geschichte der Traditionsrennstrecke von 1927-2012 und dient als<br />

Nachschlagewerk für sämtliche Generationen. In aufwändiger Arbeit wurden Bilder, Tabellen und Statistiken zusammengetragen und<br />

in diesem Werk, das ca. 500 Seiten beinhaltet, zusammengefasst. Das Buch erscheint in einem Hartcoverumschlag in Format A4 und<br />

ist für alle motorsportbegeisterten Leser ein Muss!<br />

Rettet den Guthrie-Stein<br />

An den schottischen Motorrad-Rennnfahrer Jimmie Guthrie erinnern zwei Gedenksteine.<br />

Einer befindet sich am Snaefell Mountain Course auf der Isle of Man, in der Mountain<br />

Section kurz nach Ramsey, an jener Stelle, an der er bei seiner letzten Senior-TT ausschied.<br />

Dieser Streckenabschnitt ist heute als Guthrie’s Memorial bekannt. Ein weiterer<br />

steht an der Unglücksstelle am Sachsenring, wo 1937 durch technischen Defekt das<br />

Tragische geschah. In Guthries Heimatstadt Hawick wurde dem 40-jährigen zu Ehren<br />

ein Denkmal errichtet.<br />

Die Gedenkstätte in Sachsen, der sog.<br />

Guthrie-Stein, bedarf der Restaurierung.<br />

Denn die zu seinen Ehren befestigte Metallplatte<br />

löst sich und steht in der Gefahr,<br />

von Souvenir- bzw. Metallsammlern<br />

entwendet zu werden. Ich habe darauf<br />

ein besonderes Augenmerk, weil ich die<br />

Ehrung der Motorsportler, die ihr Leben<br />

für den uns lieb gewordenen Sport gaben,<br />

im Blick habe. Auch deshalb kümmere ich<br />

<strong>mit</strong> meinem Bruder seit 1973 um die am<br />

Masarykring in Brno gelegene Gedenkstätte<br />

für den Reutlinger Hans Baltisberger<br />

(siehe auch Webside werner früh/hans<br />

baltisberger), die von der Stadt Brünn zum<br />

Denkmal erklärt wurde. Vielleicht finde ich<br />

auf diesem Weg die Menschen, die sich<br />

hier verantwortlich fühlen.<br />

<strong>Michael</strong> Müller<br />

01612 Nünchritz<br />

<strong>Speed</strong>-Leser <strong>Michael</strong> Müller pflegt<br />

sowohl die Gedenkstätte in Brno,<br />

als auch jene am alten Sachsenring.<br />

Inhalt 05-2012<br />

Seite 03 Vorwort<br />

Seite 04-05 Händlernews<br />

Seite 06-12 Six Days Teil 4: 1961-1965<br />

Seite 13-18 24h Magny-Cours<br />

Seite 19 IDM-Tests auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

Seite 20 <strong>Interview</strong> <strong>mit</strong> Yamaha Motor Dtl.<br />

Seite 21-22 IDM auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

Seite 23-26 Sachsenring Ticketfl yer<br />

Seite 27-30 Autogrammkarten / Poster<br />

Seite 31-35 IDM auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

Seite 36-41 SBK in Imola<br />

Seite 42-45 SBK in Assen<br />

Seite 46-52 MotoGP in Qatar<br />

Seite 53 Kleinanzeigen<br />

Seite 54 Eröffnung „MZ am Sachsenring“<br />

Titelbild-Foto<br />

Sandro Cortese<br />

Foto: Peter Lange<br />

Jorge Lorenzo<br />

Foto: Peter Lange<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

3


HÄNDLERNEWS<br />

Großewächter Racing-Parts<br />

Kurbelwelle Feinwuchten<br />

Letzte Kurbelwelle vor den Festtagen.<br />

Dynamisches Feinwuchten einer Kurbelwelle Yamaha R1 2011/2012<br />

<strong>mit</strong> speziell gefertigten Meistergewichten.<br />

SO Products<br />

High Tech Parts<br />

- Hyperpro Emulsion Federbein<br />

ohne Ausgleichsbehälter<br />

- Verstellbar in der Federvorspannung<br />

- 50 Klicks justierbare Zugstufendämpfung<br />

- Lieferbar <strong>mit</strong> Progressiver oder<br />

Linearer Feder<br />

- Lieferbar <strong>mit</strong> schwarzer oder<br />

purple Feder<br />

- 16 mm Kolbenstange<br />

- 46 mm Kolben (Typ: 460)<br />

- 36 mm Kolben (Typ: 360)<br />

- Optional: Hydraulische Federvorspannung<br />

- Optional: Höhenverstellung<br />

Tuningkit Kawasaki KX450F ´12<br />

Spezial Tuningkit für Kawasaki KX450F Baujahr 2012.<br />

Artikel Nr.: KX450F/09-12/Teilekit<br />

Dieses Kit beinhaltet:<br />

-Spezial Carrillo Pleuel,<br />

inkl. Hubzapfen und Silberlager<br />

-Spezial CP Kolben<br />

-Spezial Nockenwellen<br />

Einlaß + Auslaß<br />

-Top End Dichtsatz<br />

Spezial Carrillo Pleuel inkl. spezial gehärteten Hubzapfen und Hochwertigen<br />

Silberlager. Das Pleuel ist 3 mm länger als Standard. Extrem hochwertig<br />

in einem besonderen Härteverfahren vergütet. Geringes Gewicht als zusätzlicher<br />

Vorteil im Rennsport.<br />

CP - Schmiedekolben Kit der Extraklasse der Kolbenbolzen ist DLC-Beschichtet<br />

und 1 mm dünner als Standard, Verdichtung 13,5:1. Durchmesser Standard<br />

96,00 mm. Inkl. Top End Dichtsatz.<br />

Neue Tornado Nockenwellen Einlaß/Auslaß, gut für den <strong>mit</strong>tleren und oberen<br />

Drehzahlbereich.<br />

Preis siehe unter www.gw-racing-parts.de.<br />

Klasse Supersport. Auch der Vizemeister Günther Knobloch setzt auf TTSL.<br />

Beide Fahrer setzen auch in Zukunft weiter auf die Profiwärmer.<br />

In Sachen Fahrwerk ist TTSL perfekt aufgestellt. Neben dem Vertrieb von<br />

Öhlinsprodukten vom Federbein bis zur TTX-Gabel, die TTSL als offizielles<br />

Servicecenter des schwedischen Edelherstellers vertreibt, wartet, repariert<br />

und umbaut, übernahm TTSL 2006 den Import der Italienischen Andreani-<br />

Fahrwerkskomponenten. Andreani ist für den überwiegenden Teil des Starterfeldes<br />

der Superbike-WM und des Superstock 1000-Cups Lieferant in Sachen<br />

Fahrwerkstechnik.<br />

Seit 2012 sind bei TTSL neben den Gabelumbauten auf Andreani-Piston-Kit<br />

und Andreani-Cartrige-Basis auch die bisher nur den Profis vorbehaltenen<br />

Closed-Cartridgesysteme des italienischen Fahrwerksgurus Guiseppe Andreani<br />

erhältlich.<br />

Rund um das Rennmotorrad liefert TTSL zudem alles, was das Herz begehrt<br />

- Verkleidungen, Karbonteile und vieles mehr.<br />

Hyperpro Federbeine werden auf<br />

jede Person und Motorrad individuell<br />

abgestimmt und produziert.<br />

Die Federbeine sind keine Lagerware!<br />

Sie werden pro Kundenauftrag<br />

speziell angefertigt.<br />

Dadurch wird jedes Federbein einzigartig!<br />

Mehr Infos unter: www.so-products.com<br />

TTSL Rennsporttechnik<br />

TTSL baut professionelle Reifenwärmer der Oberklasse <strong>mit</strong> bester Heiztechnik.<br />

Nicht billig, aber extrem preiswert!<br />

Seit 2004, als TTSL im Frühjahr den großen „PS“-Reifenwärmervergleichstest<br />

gewonnen hat, wurden diese permanent weiter verbessert.<br />

Inzwischen nutzen viele Profiteams das Wissen, das in diesen Profiwärmern<br />

steckt. So starten Teams in der MotoGP <strong>mit</strong> TTSL-Reifenwärmern.<br />

Das Team Pons schickt <strong>mit</strong> Pol Espagaro einen Titelanwärter auf Kalex <strong>mit</strong><br />

TTSL-Reifenwärmer Dunlop-Pro in die Weltmeisterschaft um den Moto2-Titel.<br />

In der IDM wurde Jesco Günther <strong>mit</strong> TTSL-Reifenwärmern Meister in der<br />

4 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


HÄNDLERNEWS<br />

GL Suspension Service<br />

WP SCS Big Valve<br />

Das neue WP-SCS Big Valve ist das Hochleitsungs-Federbein<br />

aus dem Hause WP Suspension. Die Big Valve Technologie<br />

ermöglicht dem Fahrer eine präzise und einfachere Basis-<br />

Abstimmung für die unterschiedlichsten Bedingungen. Die<br />

Big Valve Funktion ergänzt die Druckstufenregelung und<br />

verbessert das Ansprechverhalten und Dämpfungsleistung<br />

erheblich.<br />

Micron Systems<br />

- Neues WP SCS Big Valve System<br />

- 46mm Dämpferzylinder<br />

- 18mm Kolbenstange<br />

- High-<strong>Speed</strong> Adjustment <strong>mit</strong> vollwertigem Setting<br />

- Low-<strong>Speed</strong> Adjustment<br />

- Zugstufen Adjustment<br />

- High Pressure Gasdruck-Dämpfungs System<br />

- Reibungsoptimierte Gleitbuchsen und Dichtringe<br />

- Längenverstellung<br />

Weitere Infos unter: www.gl-suspension.de<br />

Time Tronic GPS Laptimer <strong>mit</strong> Batteriebetrieb<br />

Digitaler Zeitmesser zur Erfassung von Rundenzeiten von<br />

Motorrad, Roller oder Kart.<br />

Das TimeTronic wird anbaufertig <strong>mit</strong> GPS-Sensor und Montageanleitung<br />

geliefert.<br />

Zum Betrieb ist kein Transponder oder ähnliches notwendig,<br />

die Daten werden über GPS erfaßt.<br />

Dank des neuesten 10 Hz GPS-Empfängers ist die Meßgenauigkeit<br />

wesentlich höher als bei normalerweise verwendeten<br />

1 Hz Empfängern.<br />

Es ist keinerlei Zubehör notwendig, die Zeiterfassung kann unabhängig von Trans<strong>mit</strong>tern sofort erfolgen.<br />

Zur Festlegung der Startlinie genügt ein Knopfdruck beim Überfahren des Starts.<br />

Die Strecke läßt sich in bis zu drei Sektionen unterteilen und abspeichern.<br />

Beim späteren wieder Aufrufen der Strecke werden die Meßpunkte erkannt und können direkt eingesetzt<br />

werden.<br />

Durch die integrierten Batterien ist keine Kabelverbindung zum Fahrzeug notwendig!<br />

Baugleich <strong>mit</strong> den im Triumph-Cup 2011 eingesetzten PZ-Racing Laptimern!<br />

Technische Daten:<br />

- digitale Zeiterfassung über GPS<br />

- unabhängig von Trans<strong>mit</strong>tern u.ä.<br />

- resistent gegen Signale anderer Tras<strong>mit</strong>ter oder Sonneneinwirkung<br />

- Meßgenauigkeit 1/100 sec<br />

- Speicherkapazität von bis zu 200 Runden in 99 Turns<br />

- Anzeige des Zeitunterschiedes zwischen letzter und bester Runde<br />

- Rennstrecken können abgespeichert werden<br />

- automatische Abschaltung<br />

- wasserdicht<br />

- stoßgeschütztes Gehäuse<br />

Abmessungen:<br />

- großes, graphisches Display <strong>mit</strong> 25 mm Höhe<br />

- Abmessungen nur 91 x 52 x 24 mm<br />

Näheres unter: www.micronsystems.de<br />

Arai RX-7 GP „Li<strong>mit</strong>ed TT Series“<br />

Der dritte Helm in der exklusiven Isle of Man “Li<strong>mit</strong>ed<br />

TT Series” ist nun in der Produktion. Ein<br />

Design-Stück in gold, weiß und schwarz, hergestellt<br />

in einer Sonderserie von nur 500 Exemplaren.<br />

Arai und die Isle of Man TT Races verbindet<br />

eine lange gemeinsame Tradition. In 2007, zum<br />

100jährigen Jubiläum des legendären und unvergleichlichen<br />

Rennsport-Events, stellte Arai die<br />

“Island of Man Centennial” Replica vor.<br />

Seit 2010 folgt eine eigene Serie von insgesamt<br />

drei li<strong>mit</strong>ierten Sammlerstücken aus der Feder<br />

der italienischen Design Ikone Aldo Drudi zur jeweiligen<br />

TT.<br />

Ursprünglich nur zum TT Rennen auf der Isle of<br />

Man erhältlich, ist es Arai Deutschland nun gelungen,<br />

eine kleine Menge dieser attraktiven 2012er<br />

Edition für den deutschen Handel zu reservieren.<br />

Der Arai RX-7 GP “Li<strong>mit</strong>ed TT Series” ist in drei<br />

Hinsichten eine Besonderheit:<br />

• Erstens: Ein erheblicher Teil des Verkaufspreises<br />

fließt direkt zur Unterstützung in die Organisation<br />

der TT.<br />

• Zweitens: Aldo Drudi hat auch für den 2012er<br />

TT Helm wieder ein exklusives Design entworfen,<br />

welches ausschließlich für diesen Helm verwendet<br />

wird.<br />

• Und Drittens: Die Produktion ist auf nur 500<br />

Helme streng li<strong>mit</strong>iert. Das macht den 2012er TT<br />

Helm zu einem echten Sammlerstück.<br />

Zum Rennen wird der Helm von diversen Topfahrern<br />

getragen werden und so für viel Aufmerksamkeit<br />

sorgen. Vermutlicher Liefertermin in<br />

Deutschland ist Juli 2012, die unverbindliche<br />

Preisempfehlung inkl. MwSt. beträgt 999,- Euro.<br />

Weitere Info’s unter www.araideutschland.de<br />

Die probrake GmbH hat neue Hochleistungs-Motorrad-Bremsscheiben<br />

entwickelt, welche im Wave-Design ab sofort für viele<br />

Motorräder erhältlich sind.<br />

probrake Bremsscheiben<br />

sind nicht nur sehr<br />

leicht und belastbar,<br />

sondern überzeugen auch durch außergewöhnlich gute Verzögerungseigenschaften<br />

und eine gleichmäßige Bremsbelag-Reinigung.<br />

Durch die zweiteilige Bauweise der probrake Bremsscheiben<br />

<strong>mit</strong> Edelstahl-Floatern kann sich der Außenring unter<br />

extremen Bedingungen ausdehnen, ohne dass sich die Bremsscheibe<br />

konisch verformt und ist so<strong>mit</strong> auch für Extrembelastungen<br />

geeignet. Die Edelstahl-Legierung des Außenrings ist<br />

extrem abriebfest, was zu einer langen Laufleistung bzw. einem<br />

geringem Verschleiß führt. Durch die speziellen Aussparungen<br />

im Außenring ist die kontinuierliche Änderung der Kontaktfläche<br />

zwischen Belägen und Scheibe gegeben und verhindert so<strong>mit</strong><br />

Rillenbildung und Festfressen der Beläge.<br />

Mehr unter: www.probrake.de<br />

Arai<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

5


SIX DAYS TEIL 4 1961 - 1965<br />

Fotos: Archiv Fritzsch<br />

Hattrick für MZ - 1963-65<br />

4. Teil der Geschichte der legendären Six Days von 1963 bis 1965<br />

Als die Zweitakter von MZ aus Zschopau ihre größten Geländesporterfolge einfuhren<br />

Sowohl dieser Teil als auch der 5. und 6. Teil in<br />

den nächsten beiden Ausgaben zeichnet die legendären<br />

Erfolge der DDR-Nationalmannschaft in der<br />

Geschichte der Internationalen Sechstagefahrt in<br />

den Jahren 1963 bis 1969 nach, ob auf MZ- oder<br />

Simson-Motorrädern. In puncto MZ- und Simson-<br />

Engagement geht es noch einmal bis in die Anfänge<br />

im Jahr 1953 zurück in der Geschichte der<br />

legendären Geländefahrt, deren Grundstein <strong>mit</strong><br />

der ersten Fahrt im englischen Charlisle im Jahr<br />

1913 gelegt wurde.<br />

Bei der Zschopauer Zweiradschmiede MZ erkannte<br />

man frühzeitig den hohen Stellenwert des Geländesports<br />

als Testfeld für seriennahe Motorräder<br />

und schickte, nicht wie im letzten Teil beschrieben<br />

1956, sondern bereits bei der 28. Auflage<br />

1953 im tschechischen Gottwaldov, einige Fahrer<br />

des neu gegründeten IFA Rennkollektivs Zscho-<br />

1958 im Garmisch-Partenkirchen:<br />

ADMV Vizepräsident Ludwig Woitina und die<br />

westdeutschen Fahrer Radke, Augustin und<br />

Allgeier, die <strong>mit</strong> Maschinen des Motorradwerkes<br />

Zschopau starteten und strafpunktfrei<br />

die goldene Mannschaftsmedaille der FIM<br />

errangen.<br />

Foto: Archiv Fritzsch<br />

pau in den Wettkampf. Das 7-köpfige Klub-Team<br />

um Mannschaftsleiter Hans Sprung, sein Sohn<br />

Hardy, Rudolf Meixner und Walter Winkler (alle<br />

auf IFA RT 125), Karl Uhlig und Kurt Kämpf auf<br />

einer BK IFA 350 sowie das BK 350-Gespann Hermann<br />

Scherzer <strong>mit</strong> Erhard Carius, musste Lehrgeld<br />

bezahlen, denn nur ein einziger, Kurt Kämpf,<br />

kam überhaupt ins Ziel. Er errang dabei die erste<br />

Silbermedaille für die DDR. Überdies waren die<br />

DDR-Sportler bei der ersten Teilnahme Außenseiter,<br />

nicht nur weil eine<br />

Teilnahme an den Wettbewerben<br />

um Trophy<br />

und Silbervase durch<br />

die eingeschränkten<br />

Möglichkeiten ohnehin<br />

nicht in Betracht kam.<br />

Entsprechend war der<br />

erste Auftritt von wenig<br />

Erfolg geprägt, so<br />

daß man zog sich in<br />

den kommenden zwei<br />

Jahre vorerst wieder<br />

aus dem Geschehen<br />

zurückzog. 1956 und<br />

in überwiegend anderer<br />

Besetzung erfolgte<br />

der zweite Start der<br />

Ostdeutschen. In Garmisch-Partenkirchen<br />

errang unter anderem<br />

der später zur Legende<br />

gewordene Mannschaftsleiter<br />

Walter<br />

Winkler, der als Pionier der ersten Stunde schon<br />

beim ersten Auftritt der DDR-Geländesportler <strong>mit</strong><br />

dabei war, seine erste Silbermedaille. Auch die<br />

Suhler Simson-Werker waren in der Zwischenzeit<br />

auf den Wettbewerb aufmerksam geworden und<br />

so waren nicht nur drei MZ-Motorräder, sondern<br />

ebenso viele AWO-Maschinen am Start. Mit einem<br />

der Motorräder nahm der Fahrer Helmut Amthor<br />

das erste Silber für eine DDR-Fabrikmannschaft<br />

von Simson <strong>mit</strong> nach Thüringen. In dieser Kategorie<br />

holten sich schon ein Jahr später im<br />

tschechischen Spindler Mühle Hans Fischer auf<br />

MZ und Lothar Bock auf Simson die zwei ersten<br />

Goldmedaillen für die DDR.<br />

Ein Jahr darauf, 1958 erneut in Garmisch, beschränkte<br />

sich das DDR-Engagement nicht nur<br />

auf Club- und Fabrikmannschaften, erstmals gab<br />

es seitens der Sportoberen grünes Licht für eine<br />

Auswahl für die beiden großen Wettbewerbe, Trophäe<br />

und Silbervase. Erstere, bestehend aus den<br />

MZ-Fahrern Hans Fischer, Werner Stiegler, Hellmuth<br />

Hermann, Fred Willamowski und dem Simson-Duo<br />

Lothar Bock und Helmut Amthor, kam<br />

auf Anhieb auf den 4. Platz. Die Silbervasen-Auswahl<br />

<strong>mit</strong> Woldemar Lange, Dieter Kaluscha auf<br />

MZ, Günther Clarinc auf Simson sowie Berthold<br />

Trappe auf Jawa CZ kam unter 17 Mannschaften<br />

als Zehnte durchs Ziel. Insgesamt war die Ausbeute<br />

an Goldmedaillen, für deren Erhalt Strafpunktfreiheit<br />

Voraussetzung war, <strong>mit</strong> sechs für<br />

MZ und zwei für das Simson-Werk beachtlich.<br />

Noch erfolgreicher waren hier die westdeutschen<br />

Fahrer, die <strong>mit</strong> einer MZ ES 250 aus Zschopau<br />

auf ostdeutsche Fabrikate setzten. Helmut Radke,<br />

Karl Augustin und Hugo Allgeier errangen <strong>mit</strong> den<br />

Zweitaktern „Made in GDR“ Gold für die BRD im<br />

Horst Lohr im Jahr 1963.<br />

Foto: Archiv Fritzsch<br />

Fabrikmannschaftswettbewerb der FIM.<br />

Ein Jahr später ging es ins tschechische Gottwaldov,<br />

wo das Trophyteam der DDR einen viel<br />

beachteten dritten Platz erkämpfte. 1960 im<br />

österreichischen Bad Aussee, machte die Winzigkeit<br />

eines Wassertropfens im Vergaser der MZ-<br />

Maschine Erich Kypkes einen fast sicheren Trophy-Sieg<br />

zunichte. Die vierzehn Strafpunkte, die<br />

Kypke dafür kassierte, dass er zu spät vom Start<br />

weggekommen war, schlugen <strong>mit</strong> einem 5. Platz<br />

für das Sextett zu Buche. Ein Trost für die DDR-<br />

Mannschaft war da die Tatsache, dass sie die<br />

meisten Gutpunkte aller 9 Mannschaften auf dem<br />

Konto hatte, wohl eher nicht. In der Silbervasen-<br />

Wertung erkämpfte sich die Simson-Werksmannschaft<br />

bestehend aus Horst Schmerze und Lothar<br />

Bock auf AWO 250 und Helmut Amthor und Hans<br />

Joachim Wilke auf AWO 350 den 6. Platz. Da das<br />

Quartett dabei strafpunktfrei blieb, wurde jeder<br />

der Fahrer <strong>mit</strong> Gold belohnt.<br />

6 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


SIX DAYS TEIL 4 1961 - 1965<br />

Peter Uhlig aus der DDR-Trophy-Mannschaft bei<br />

der Bremsprüfung am 5. Fahrtag.<br />

Der 13.August 1961, der als „Tag des Mauerbaus“<br />

in die Geschichtsbücher einging, hatte<br />

weitreichende Auswirkungen auf den gesamten<br />

Sport, da sich beide deutscher Staaten mehr<br />

und mehr voneinander isolierten. So wurden in<br />

dem Jahr den DDR-Sportlern in einem Reisebüro<br />

in Westberlin die Ausreisepässe zu den Six Days<br />

in Großbritannien verweigert. Die Veranstalter in<br />

Llandrindod Wells unterdessen bekundeten ihre<br />

Solidarität <strong>mit</strong> den ostdeutschen Sportlern, indem<br />

sie über die gesamten sechs Tage hinweg die<br />

Fahne der DDR hissten. 1962 ging es erneut nach<br />

Garmisch-Partenkirchen, denn ein Jahr zuvor war<br />

es das westdeutsche Sextett aus Günter Dotterweich<br />

(Maico), Lorenz Müller (Hercules), Sebastian<br />

Nachtmann (BMW), Erwin Schmider (NSU)<br />

sowie Richard Heßler und Lorenz Specht (beide<br />

Zündapp), die die siegreiche Trophymannschaft<br />

stellte. In dieser Zeit waren es politische Machtspiele<br />

beider deutscher Staaten, die das Klima eisig<br />

machten und alles verkomplizierten. So wurde<br />

beispielsweise das Hissen der jeweiligen Landesflagge<br />

der Sportler am Veranstaltungsort nicht<br />

selten verweigert. Auch die Ein- und Ausreise von<br />

Sportlern über die innerdeutschen Grenze geriet<br />

nicht selten zur Tortur, für beide Seiten.<br />

Nach zweijähriger unfreiwilliger Abstinenz war<br />

die DDR-Auswahl auf dem internationalen Sechstage-Parkett<br />

zurück. In der Zwischenzeit hatte<br />

das tschechische Sextett den Westdeutschen die<br />

internationale Trophäe entrissen, wodurch das<br />

Nachbarland auch berechtigt war, die 38. Auflage<br />

1963 im eigenen Land auszutragen. Den ostdeutschen<br />

Sportlern kam dies insofern entgegen, als<br />

dass da<strong>mit</strong> Querelen im Zusammenhang <strong>mit</strong> der<br />

Ausübung des Sports <strong>mit</strong> einem der Nato-Staaten<br />

ausgeschlossen waren. Mit großer Sorgfalt<br />

war in Spindler Mühle ein idealer Geländekurs<br />

im Herzen des Riesengebirges über eine Distanz<br />

von 1.571 Kilometern festgelegt worden. Unter<br />

den 280 Fahrern aus 16 Nationen waren 23 aus<br />

Ostdeutschland, 18 davon <strong>mit</strong> MZ-, fünf <strong>mit</strong> Simson-Maschinen,<br />

die die Reise ins Riesengebirge<br />

antraten. Die Suhler Sportler setzten statt der bewährten<br />

AWO-Viertakter seit 1956 erstmals auf<br />

hubraumschwache 50ccm-Zweiräder, zunächst<br />

im Wettbewerb um Fabrikpreis und in der Klubmannschaft.<br />

Die Abstriche hinsichtlich der Leistung<br />

der Mopeds machten Helmut Amthor, Gottfried<br />

Pohlan, Alfred Lichtenberg, Siegfried Rauhut<br />

und Rudi Gilbert <strong>mit</strong> ihrer enormen Erfahrung im<br />

Gelände wett, die den zwei Letztgenannten Gold<br />

einbrachte. Und die bestens vorbereitete und ausgerüstete<br />

Trophy-MZ-Mannschaft aus Günter Baumann,<br />

Peter Uhlig, Hans Weber, Horst Lohr, Bernd<br />

Uhlmann und Werner Salevsky, die während der<br />

zweijährigen Abwesenheit beachtliche internationale<br />

Erfolge eingefahren hatte, wurden im Vorfeld<br />

als Favoriten gehandelt. Bereits nach dem ersten<br />

Tag durch das schwierige Gelände waren von<br />

Foto: Archiv Fritzsch<br />

sieben Nationalmannschaften<br />

noch fünf, so<br />

die Gastgeber, Italien,<br />

die UdSSR, Polen und<br />

die DDR-Equipe, die <strong>mit</strong><br />

12 Gutpunkten in Führung<br />

ging, strafpunktfrei.<br />

Bereits zu diesem<br />

Zeitpunkt zeichnete<br />

sich ab, dass der Sieg<br />

zwischen CSSR, einer<br />

der weltbesten Geländesportnationen,<br />

und<br />

der DDR ausgemacht<br />

werden würde. Während<br />

auch am Ende<br />

des fünften Tages die<br />

MZ-Fahrer noch immer<br />

strafpunktfrei waren,<br />

zeigten die Tschechen<br />

am vorletzten Tag Nerven<br />

und kassierten zwei<br />

Strafpunkte - da<strong>mit</strong> waren<br />

die Zschopauer auf dem besten Weg, die Sensation<br />

perfekt zu machen. Letztmals galt es, eine<br />

103-Kilometer-Strecke in schwierigem Gelände<br />

und die abschließende Geschwindigkeitsprüfung<br />

auf dem 7,5-Kilometer-Rundkurs zu absolvieren.<br />

Der letzte Tag der 38. Internationalen Sechstagefahrt<br />

an einem Samstag, den 7. September,<br />

würde die Entscheidung herbeiführen. Auch die<br />

Italiener, zwischenzeitlich wieder in vorderer Position,<br />

weil sie vom Patzen der Tschechoslowakei<br />

profitierten, fuhren durch das Ziel - doch die MZ-<br />

Fahrer konnten sie zeitlich nicht mehr einholen.<br />

10 Jahre harte und konsequente Arbeit zahlten<br />

sich aus. Erleichterung und Tränen der Freude<br />

machten sich bei der gesamten Delegation breit.<br />

Das war der Beginn einer beispiellosen Dominanz<br />

willensstarker ostdeutscher Fahrer auf Zweitaktern<br />

aus Zschopau. Bei seiner Gratulation sprach<br />

Westdeutschlands Fahrtleiter Otto Sensburg,<br />

selbst erfolgreicher Geländesportler, davon, die<br />

Veranstaltung hätte „keine würdigeren Sieger als<br />

die DDR-Fahrer auf ihren MZ-Maschinen“ haben<br />

können.<br />

Doch beim ersten Trophy-Sieg der Ostdeutschen<br />

blieb es nicht. Das Kräftemessen der 32 Fabrikmannschaften<br />

entschied strafpunktfrei die MZ-<br />

Werksmannschaft 1 <strong>mit</strong> den Fahrern Salevsky,<br />

Lohr und Uhlmann, vor den CZ-Fahrern und der<br />

2. MZ-Werksmannschaft <strong>mit</strong> Weber, Uhlig und<br />

Baumann, für sich. Den Kampf um die Silbervase<br />

entschieden 1963 indes die Italiener, vor Österreich,<br />

Großbritannien A und der B-Mannschaft der<br />

DDR für sich. Deren A-Pendant wurde Achter.<br />

Durch den famosen Sieg der Trophy-Mannschaft<br />

der DDR fand erstmals die internationale Sportveranstaltung,<br />

die jedes Jahr die Zuschauermassen<br />

in ihren Bann zieht, in Ostdeutschland auf<br />

ostdeutschem Boden statt. Am gleichen Tag, als<br />

in Spindler Mühle die schwarz-weiß-karierte Flagge<br />

hinter den letzten Teilnehmern gesenkt wurde,<br />

hob sich ein Jahr später, am 7. September 1964<br />

in Erfurt, die Startfahne für die 226 Teilnehmer<br />

aus 14 Nationen. Dem obligatorischen Einmarsch<br />

der Teilnehmer tags zuvor im Rahmen der Festveranstaltung<br />

in der Thüringenhalle der Blumenstadt<br />

Erfurt blieben jedoch sowohl die westdeutsche als<br />

auch die italienische Delegation fern. Die internationale<br />

Konkurrenz hielt es für ausgeschlossen,<br />

dass die Zschopauer Zweitakter erneut den<br />

PS-stärkeren Maschinen der Engländer über die<br />

Gesamtdistanz von 1938 Kilometern standhalten<br />

würden. Doch während des Zieleinlaufs beim<br />

Abschlussrennen auf der Betonpiste des Erfurter<br />

Flugplatzes mussten sich all die Skeptiker eines<br />

Besseren belehren lassen, denn die sechs MZ-<br />

Geländesport-Asse Günter Baumann, Peter Uhlig,<br />

Hans Weber, Horst Lohr, Bernd Uhlmann und<br />

Werner Salevsky, besiegten die Engländer, die<br />

auch strafpunktfrei durchkamen, deutlich. Zum<br />

zweiten Mal in Folge ging da<strong>mit</strong> der Trophy-Sieg<br />

an die DDR. Die Simson-Fahrer standen auf heimischen<br />

Boden den MZ-Sportlern in nichts nach<br />

und holten sich die Silbervase. Siegfried Rauhut<br />

auf einer Simson GS 50 sowie Ewald Schneidewind,<br />

Gottfried Pohlan und Lothar Schünemann,<br />

die eine Simson GS 75 einsetzten und für die B-<br />

Auswahl starteten, konnten die A-Auswahl von MZ<br />

<strong>mit</strong> den Fahrern Werner Stiegler, Klaus Halser,<br />

Karlheinz Wagner sowie den ehemaligen Simson-<br />

Fahrer Hans Joachim Wilke und 17 Mitbewerber<br />

um die Vase auf Distanz halten. Auch beim Fabrikpreis<br />

waren die Männer auf MZ die Abräumer,<br />

so war es die Mannschaft 1 vom Motorradwerk<br />

Zschopau, die dem Wettbewerb ihren Stempel<br />

aufdrückte. Den zweiten Platz belegte die Mannschaft<br />

MZ 2 vor Simson 1, Simson 2 und wiederum<br />

einer Zschopauer Auswahl <strong>mit</strong> MZ 3 unter<br />

insgesamt 27 Mannschaften. Bis in die einzelnen<br />

Klassen hinein war die Dominanz der DDR-Sportler<br />

offensichtlich. Allein in sechs von 8 Klassen<br />

stellte die 50-köpfige DDR-Auswahl jeweils den<br />

stärksten Fahrer, so 50 ccm-Fahrer Rauhut, 75<br />

ccm-Fahrer Pohlan, 175 ccm-Fahrer Uhlig, 250<br />

ccm-Fahrer Salevsky, 350 ccm-Fahrer Uhlmann,<br />

Willamowski gewann die 500 ccm-Wertung. Die<br />

Stimmen der Zeitzeugen, wie vom Franzosen<br />

Georges Cavrois, seinerzeit Journalist bei „Moto-<br />

Ehemalige Geländesportler von MZ und Simson beim Rundgang im Motorradmuseum auf Schloss<br />

Wildeck: Werner Stiegler, Klaus Teuchert, Horst Lohr (MZ) sowie Rudi Gilbert, Horst Schmerze<br />

und Ewald Schneidewind von Simson Suhl (v. l.).<br />

Foto: Thomas Fritzsch<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

7


SIX DAYS TEIL 4 1961 - 1965<br />

Revue“, lassen die kollektive Euphorie erahnen<br />

an jenem 12. September 1964: „Es war eine<br />

wunderbare Sechstagefahrt und ein ebensolcher<br />

Sieg für die einheimischen Fahrer. Über allem<br />

steht natürlich der Gewinn der Trophy durch die<br />

sechs Mann, die schon im Vorjahr auf den schnellen<br />

MZ-Maschinen in Spindler Mühle erfolgreich<br />

waren. Aber erst der Doppelsieg bei den Vasenmannschaften,<br />

die fünf ersten Plätze bei den Fabrikmannschaften<br />

und die Klassensiege vervollständigen<br />

das großartige Abschneiden der Fahrer<br />

des Gastgeberlandes.“ Der englische Journalist<br />

Peter Frazer, der für die Zeitschrift „Motor Cycle“<br />

aus Ostdeutschland Bericht erstattete, äußerte<br />

sich folgendermaßen: „Ein feiner Sieg für die ostdeutschen<br />

Fahrer, die da<strong>mit</strong> erneut bewiesen, wie<br />

gut sie und ihre Maschinen sind. Wir hatten Hoffnung,<br />

bei der abschließenden Geschwindigkeitsprüfung<br />

auf dem Flugplatz noch etwas von dem<br />

Rückstand aufzuholen, dies gelang uns leider<br />

nicht. Es ist fantastisch, was in MZ-Maschinen<br />

steckt. Zurzeit gibt es im Geländesport auf der<br />

Welt nichts Besseres. Es hat sich als völlig richtig<br />

erwiesen, leichtere Maschinen einzusetzen, sie<br />

kamen im Gelände wesentlich besser zurecht als<br />

die schweren. Der Sieg ist vollauf verdient, weil<br />

die ostdeutschen Fahrer meisterhaft verstanden,<br />

das Leistungsvermögen der MZ voll auszunutzen.“<br />

Der tschechische Berichterstatter Karel Hrubec<br />

vom <strong>Magazin</strong> „Stadion“, erklärte: „An diesem Sieg<br />

gibt es nichts zu deuteln. Er wurde in einer Wei-<br />

Foto: Thomas Fritzsch<br />

wird dann <strong>mit</strong> historischen<br />

Geländesport-<br />

Motorrädern unter<br />

anderem von MZ und<br />

Simson nicht nur an<br />

die glanzvollen Zeiten<br />

der Motorradschmiede<br />

Zschopau erinnern. So<br />

wird der einst größte<br />

Motorradproduzent der<br />

Welt, DKW, in diesem<br />

Jahr 90 Jahre alt.<br />

Als Mutterland des<br />

Wettstreits war Großbritannien<br />

am vierzigjährigen<br />

Jubiläum der<br />

Six Days Ausrichter, wie<br />

es im Vorfeld durch die<br />

FIM vergeben worden<br />

war. Als 21 Fahrer von<br />

MZ aus Zschopau und<br />

Simson aus Suhl samt<br />

ihren Trophäen die sie<br />

für 1 Jahr behalten<br />

durften in Richtung Isle<br />

of Man aufbrachen, hat<br />

<strong>mit</strong> Bestimmtheit keiner<br />

einen Gedanken an einen Hattrick im Trophy<br />

Wettbewerb verschwendet. Geschweige noch an<br />

einen Doppelsieg in der Trophy und Silbervase<br />

wie es in Erfurt der Fall war, geglaubt. Sicher aber<br />

wollte sich die Mannschaft in allen Wettbewerben<br />

bestmöglichst verkaufen. Entsprechend gut vorbereitet<br />

waren Fahrer und Motorräder für einen<br />

Schlagabtausch <strong>mit</strong> den Platzherren, die jedoch<br />

seit 1953 das Pech verfolgte, seit sie das letzte<br />

Mal in Gottwaldov die Trophäe an sich rissen. Gegen<br />

die Pechsträhne der Briten sollte ein ganz eigenes,<br />

spezielles Rezept seine Wirkung entfalten:<br />

Extrem schwieriges Gelände, sehr knappe Fahrzeiten.<br />

Auch noch niemand der Fahrer ahnte zu<br />

diesem Zeitpunkt, dass der Wettkampf auf der<br />

Isle of Man, der am 20. September begann, der<br />

schwerste aller Zeiten werden sollte. 299 Fahrer<br />

aus 17 Nationen starteten in den frühen Morgenstunden<br />

in Douglas, um die erste der sechs Tagesetappen<br />

und da<strong>mit</strong> knapp 327 Kilometer hinter<br />

sich zu bringen. Auf Anhieb setzten sich die Gastgeber<br />

vor der BRD und den Ostdeutschen Peter<br />

Uhlig, Hans Weber, Horst Lohr, Bernd Uhlmann,<br />

Werner Salevsky und Karlheinz Wagner, der für<br />

Günter Baumann neu in der Trophy-Mannschaft<br />

war, ab. Bereits beim „Warmlaufen“ am ersten<br />

Zum Gedenken an die verstorbenen Geländesportler und Trophy-Teilnehmer<br />

Hans Weber, Peter Uhlig und Werner Salevsky ist in Hohndorf<br />

ein Ehrenmal errichtet worden.<br />

Foto: Thomas Fritzsch<br />

Tag, bei dem von acht Mannschaften am Abend<br />

nur noch fünf strafpunktfrei waren, zeichnete sich<br />

ab, welche Härten auf die Teilnehmer noch zukommen<br />

würden. Am folgenden Tag, der erneut<br />

durch tückisches Hochmoor über zwei Schleifen<br />

der Nordroute in gegengesetzter Richtung des<br />

Vortages führte, kam erschwerend ein dichter<br />

Foto: Thomas Fritzsch<br />

Erhard Carius<br />

se errungen, die unterstreicht, dass Fahrer und<br />

Maschinen der DDR eine Einheit bilden. Schon<br />

nach den ersten Tagen war zu erkennen, dass die<br />

MZ allen anderen Konkurrenten überlegen ist. Ich<br />

hatte den Engländern etwas mehr zugetraut. Unsere<br />

Hoffnungen hatten sich ja bereits nach dem<br />

dritten Tag durch die Ausfälle zerschlagen. Die<br />

CZ ist zwar schnell, aber der schwache Punkt war<br />

das Getriebe. Nun ist für uns alles vorbei und die<br />

DDR gilt da<strong>mit</strong> auch im nächsten Jahr als Favorit.<br />

Alle anderen haben sicher viele Erfahrungen<br />

gesammelt und werden nun <strong>mit</strong> aller Kraft versuchen,<br />

1965 besser abzuschneiden, als es ihnen<br />

1964 gelang.“<br />

Zum zweiten Mal nach 1964 in Thüringen werden<br />

in diesem Jahr die Six Days in Ostdeutschland<br />

ausgetragen. Den Zuschlag erhielt nach 48<br />

Jahren durch die FIM die Geländesporthochburg<br />

Sachsen dank dem Engagement des sächsischen<br />

ADAC und des DMSB. Ein Wermutstropfen aber<br />

bleibt, denn MZ-Maschinen werden Zuschauer<br />

auf der Strecke vergeblich suchen. Eine Sonderschau<br />

am Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal<br />

8 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

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Nebel hinzu, der so machen der Fahrer orientierungslos<br />

machte. Nichtsdestotrotz war die DDR-<br />

Trophymannschaft in der Lage, sich vor Großbritannien<br />

und der CSSR an die Spitze zu setzen.<br />

Und auch die Morgenstunden des dritten Tages<br />

verhießen nichts Gutes. Die noch verbliebenen<br />

255 Starter mussten bei strömenden Regen und<br />

Nebel <strong>mit</strong> Sichtweiten unter 10 Metern starten.<br />

Nicht zuletzt die Strapazen in den Bergen und<br />

die rutschigen Steilhänge zwangen etliche der<br />

Fahrer, von den Anstrengungen der ersten beiden<br />

Tage schon ausgelaugt und zermürbt, zum<br />

Aufgeben. Man sprach gar von einem „schwarzen<br />

Mittwoch“, es machte sich, das vorzeitige Ende<br />

herbeisehnend, Endzeitstimmung unter den Teilnehmern<br />

breit. Mit 129 Fahrern, so die Bilanz des<br />

Abends, waren mehr als die Hälfte ausgefallen<br />

- sei es durch Entkräftung oder Verletzung, weil<br />

sie resignierten oder einfach zerschlagen waren.<br />

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05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

9


SIX DAYS TEIL 4 1961 - 1965<br />

rend die anderen Trophy-Mannschaften allesamt<br />

Ausfälle hinnehmen mussten. Die Ostdeutschen<br />

waren weiterhin führend <strong>mit</strong> 7 Strafpunkten, vor<br />

Großbritannien <strong>mit</strong> 52 und der CSSR <strong>mit</strong> 58.<br />

Auch am 4. Tag setzten Regen und Nebel den<br />

längst über ihre Grenzen gehenden Fahrern zu.<br />

Insgeheim hofften die Gastgeber, unter den extremen<br />

Bedingungen würden DDR und CSSR die Segel<br />

an diesem Tag streichen. Stattdessen waren<br />

es kurze Zeit später drei Spitzenfahrer aus dem<br />

eigenen Lager, die entnervt aufgaben. Und wieder<br />

befand sich unter den an diesen Tag 31 ausgefallenen<br />

Fahrern keiner aus Ostdeutschland, das<br />

in der Trophy vier weitere Strafpunkte kassierte.<br />

Die Silbervasen-A-Auswahl, bis dahin nur Dritte,<br />

legte <strong>mit</strong> Günter Baumann, Klaus Teuchert, Horst<br />

Golz und Werner Stiegler (alle auf MZ) zu diesem<br />

Zeitpunkt den Grundstein für den späteren<br />

Sieg der DDR. Während sich auch am vorletzten<br />

Tag das Wetter unverändert präsentierte, wurden<br />

<strong>mit</strong>tlerweile sowohl Trophy- als auch Silbervasen-<br />

Mannschaft auf MZ der DDR bereits als die inoffiziellen<br />

Sieger gehandelt. Zwar kassierten die<br />

beiden Fahrer Lohr und Uhlmann noch drei Strafpunkte,<br />

was sich aber als unbedeutend hinsichtlich<br />

der Siegeschancen erwies, da die CSSR <strong>mit</strong><br />

Jaroslav Pudil einen Fahrer verlor, der <strong>mit</strong> akuter<br />

Blindarmentzündung ins Krankenhaus von Douglas<br />

eingeliefert werden musste.<br />

Auch am letzten Tag zeigte sich das Wetter unverändert.<br />

Noch reichlich 130 Kilometer und eine<br />

abschließende Geschwindigkeitsprüfung über gut<br />

26 Kilometer für 50 ccm-Motorräder und knapp<br />

42 Kilometer für Maschinen von 250 ccm bis 750<br />

ccm, bis zu der es nur 82 Fahrer geschafft hatten,<br />

trennten die Ostdeutschen noch vom Sieg. Nach<br />

1920 strapaziösen Kilometern auf der nassen,<br />

nebligen Insel in der Irischen See, hatten die Trophy-Akteure<br />

schließlich den Hattrick für die DDR in<br />

der Tasche. Überdies verblieb auch die Silbervase,<br />

die sich Günter Baumann, Klaus Teuchert, Horst<br />

Golz und Werner Stiegler erkämpften, für ein weiteres<br />

Jahr in der DDR. Während die Vase in Erfurt<br />

Die Trophy-Mannschaft von 1965 in Hohndorf kurz vor der Abreise auf die Isle of Man.<br />

Mit dabei auch der Chef der MZ-Sportabteilung, Oberingenieur Walter Kaaden (rechts außen).<br />

Erfolge MZ von 1963-69.<br />

Foto: Archiv Fritzsch<br />

Foto: Archiv Fritzsch<br />

noch an die Simson-Mannschaft ging, nahmen sie<br />

nun die MZ-Geländesportler <strong>mit</strong> ans Festland. In<br />

identischer Besetzung des Vorjahres wurde die B-<br />

Auswahl, das Simson-Quartett <strong>mit</strong> Gottfried Pohlan,<br />

Siegfried Rauhut, Lothar Schünemann und<br />

Ewald Schneidewind, Sechste von insgesamt 21<br />

Silbervasenmannschaften. Spätestens zu diesem<br />

Zeitpunkt hatten die ostdeutschen Fahrer auf die<br />

Weltspitze aufgeschlossen. Und auch die Zweitakter<br />

aus Zschopau waren nicht nur schnell, auch in<br />

puncto Robustheit waren die Maschinen der Konkurrenz<br />

um Längen voraus. Zweifellos brachte die<br />

40. Internationale Sechstagefahrt <strong>mit</strong> der DDR<br />

den verdienten Sieger hervor.<br />

Wie die großartige Erfolgsgeschichte der Zschopauer<br />

und Suhler weiter geht, lesen Sie in der<br />

nächsten Ausgabe.<br />

Der heute 77-jährige Erhard Carius war 1953 in<br />

Gottwaldov Beifahrer von Hermann Scherzer im<br />

BK 350-Gespann. Danach war er ausschließlich<br />

als Monteur bei den Six Days dabei, der auch<br />

die westdeutschen Fahrer <strong>mit</strong> ostdeutschen MZ-<br />

Motorrädern betreute. Bis 1975 war Erhard Carius<br />

Mitarbeiter der Geländesportabteilung von<br />

MZ: „Für uns war das zu der Zeit Neuland. Es<br />

war unser erster großer Auftritt. Als Neulinge hat<br />

uns auch niemand schief angeschaut, selbst die<br />

Westdeutschen nicht. Als Sportler konnten wir<br />

ganz ungezwungen kommunizieren. Zwar war<br />

die Strecke nicht schwer, der Wettkampf ist aber<br />

trotzdem anstrengend genug, wenn man den<br />

ganzen Tag durch die Gegend geschüttelt wird.<br />

Von der zauberhaften Landschaft hat man da<br />

wenig <strong>mit</strong>bekommen. Zum Aufgeben zwang uns<br />

letztendlich ein Schaden am Seitenwagen. Soweit<br />

ich mich erinnere, war es am Tag 5, an dem der<br />

Rahmenbruch an unserer Maschine passierte, in<br />

dessen Folge wir ausfielen und der uns eine Me-<br />

10 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


SIX DAYS TEIL 4 1961 - 1965<br />

daille kostete. Gleichzeitig fiel auch Walter Winkler an diesem Tag wegen<br />

einer Motorgeschichte aus. Der Einzige aus unserer Mannschaft war Kurt<br />

Kämpf, der Silber erhielt – das ist mir noch genau in Erinnerung geblieben.<br />

Der hatte zwar auch eine Verspätung wegen eines Defekts am Motorrad,<br />

aber es hat es trotzdem geschafft. Das Material war zu diesem Zeitpunkt<br />

einfach bei Weitem noch nicht so ausgereift wie später. Wir mussten <strong>mit</strong> gewöhnlichen<br />

Teilen von Serienmaschinen auskommen. Die Maschinen waren<br />

aber damals schon gut, recht robust und da<strong>mit</strong> geländegängig. Im Hinblick<br />

auf die Leistung sind sie <strong>mit</strong> heute nicht zu vergleichen. In den 60er Jahren<br />

konnten wir auf sehr gute Fahrer und Motorräder zurückgreifen - und da<strong>mit</strong><br />

kam der Erfolg.<br />

Hardy Sprung (83 Jahre) der 1953 auf einer IFA RT 125 die Sechstagefahrt<br />

in Gottwaldov bestritt: „Der Staub auf der Strecke setzte uns unheimlich<br />

zu. Dafür entschädigte ein wenig die Zeitkontrolle, an der wir es <strong>mit</strong> den<br />

schönsten tschechischen Frauen zu tun hatten. Das sind die Dinge, die mir<br />

noch gut im Gedächtnis sind. Ebenso, dass unser BK-Motorrad, seinerzeit<br />

neu auf dem Markt, überall die Blicke der Leute auf sich zog. Die Details<br />

jedoch erinnere ich nach über 60 Jahren kaum noch.“<br />

36. Sechstagefahrt 1961 in Llandrindod Wells (GB)<br />

Endergebnis Trophy<br />

1. BRD Günter Dotterweich Maico 250<br />

Lorenz Müller Hercules-Sachs 175<br />

Sebastian Nachtmann BMW 600<br />

Erwin Schmider NSU 300<br />

Lorenz Specht und Richard Heßler Zündapp 175/250<br />

2. Italien<br />

3. Österreich<br />

4. CSSR<br />

Endergebnis Silbervase<br />

1. CSSR Alois Bouška<br />

Otakar Chasák<br />

František Darebny CZ 125<br />

Drahoslav Miarka CZ 175<br />

Foto: Thomas Fritzsch<br />

37. Sechstagefahrt 1962 in Garmisch-Partenkirchen<br />

Endergebnis Trophy<br />

1. CSSR František Bouška CZ 125<br />

Zdenek Polánka und Drahoslav Miarka CZ 175<br />

Bohuslav Roucka Jawa 250<br />

František Hóffer und Vladimír Štepán Jawa 350<br />

2. GB<br />

3. UDSSR<br />

Endergebnis Silbervase<br />

Armbinden von Karlheinz Wagner.<br />

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05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

11


38. Sechstagefahrt 1963 in Spindler Mühle<br />

Endergebnis Trophy<br />

Strafpunkte<br />

Gutpunkte<br />

1. DDR 0 3.855,802<br />

2. Italien 0 3.732,399<br />

3. CSSR 2 3.796,572<br />

4. UDSSR 239 3.056,166<br />

5. BRD 700 3.125,320<br />

6. Polen 1123 2.599,607<br />

7. Großbritannien 1200 2.588,519<br />

8. Schweden 1276 2.398,891<br />

Endergebnis Silbervase<br />

1. Italien 0 2.479,676<br />

2. Österreich 20 2.349,256<br />

3. Großbritannien A 200 2.121,504<br />

4. DDR B 210 2.272,332<br />

.<br />

8. DDR A 401 2.194,257<br />

11. BRD A 600 2.080,277<br />

14. BRD B 1000 1.586,054<br />

40. Sechstagefahrt 1965 auf der Isle of Man<br />

Endergebnis Trophy<br />

Strafpunkte<br />

Gutpunkte<br />

1. DDR 14 3.404,04<br />

2. CSSR 344 2.977,83<br />

3. Schweden 1061 2.606,53<br />

4. Großbritannien 1195 2.734,74<br />

5. BRD 1603 2.195,71<br />

6. Polen 1906 1821,26<br />

7. UDSSR 1943 2.062,10<br />

8. Spanien 1968 1.817,13<br />

39. Sechstagefahrt 1964 in Erfurt<br />

Endergebnis Trophy<br />

Strafpunkte<br />

Gutpunkte<br />

1. DDR 0 3.912,735<br />

2. Großbritannien 0 3.793,093<br />

3. UDSSR 309 3.104,339<br />

4. Schweden 578 3.240,247<br />

5. CSSR 804 3.116,368<br />

6. Polen 966 2.742,062<br />

7. Österreich 1472 2.435,280<br />

Endergebnis Silbervase<br />

1. DDR B<br />

2. DDR A<br />

3. CSSR A<br />

4. CSSR B<br />

5. Niederlande A<br />

6. Großbritannien B<br />

7. UDSSR A<br />

8. Finnland<br />

9. Großbritannien A<br />

10. Schweden A<br />

11. Finnland B<br />

12. Spanien<br />

13. UdSSR B<br />

14. Polen<br />

15. Niederlande B<br />

16. USA A<br />

17. Belgien<br />

18. Schweden B<br />

19. USA B<br />

Endergebnis Silbervase<br />

1. DDR A 86 2.129,44<br />

2. BRD A 303 2.113,91<br />

3. CSSR A 374 2.032,67<br />

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12 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


Franks Autowelt präsentiert für den <strong>Speed</strong>-Verlag die 24H Bol d or<br />

Die 24 Stunden schreiben Helden<br />

Text: Toni Börner<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

13


24H BOL D OR<br />

Podium nach 24 Stunden Action, Kawasaki gewinnt vor Suzuki und Yamaha.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

oder minder - auch Pech und Glück in allen Lagen.<br />

Pech war, dass Philippe stürzte, Glück war,<br />

dass dies nur wenige Meter vor der Boxeneinfahrt<br />

geschah. Pech war, dass SERT dadurch vom ersten<br />

auf den fünften Platz der Gesamtwertung<br />

zurückfiel. Glück war, dass Philippe die Maschine<br />

schnell an die Box bringen konnte. Pech war, dass<br />

er sich bei diesem leichten und an sich harmlosen<br />

Ausrutscher das Schlüsselbein brach und nicht<br />

weiter fahren konnte. Pech war, dass Delhalle und<br />

Foret nun die restlichen 20 Stunden allein fahren<br />

mussten. Und trotzdem kämpfte die auf ein Duo<br />

reduzierte SERT-Mannschaft bis zum Schluss<br />

um den Sieg. „Es war schwierig“, sagte Delhalle<br />

nach dem Rennen. „Nach Vincents unglücklichem<br />

Sturz am Anfang des Rennens haben Fabien und<br />

ich richtig hart gepusht, um zu gewinnen, denn<br />

wir wollten diesen Sieg unbedingt. Aber wir sind<br />

in Anbetracht der Meisterschaft auch <strong>mit</strong> den<br />

heutigen Punkten happy. Ein guter Start in die<br />

Saison 2012.“<br />

Es waren absolut schwierige Rennbedingungen,<br />

die die 55 gestarteten Teams in Magny Cours vorfanden.<br />

Rund eine Stunde vor Start des Rennens<br />

ging ein heftiger Regenschauer auf die Piste nieder.<br />

Geradeso konnte der Saisonauftakt der Seitenwagen-<br />

Weltmeisterschaft noch im Trockenen<br />

Die Langstrecke hat eigene Gesetze. Ein 24-Stunden-Rennen<br />

zu gewinnen ist für jeden Fahrer das<br />

höchste, das es auf Motorrädern auf geschlossenen<br />

Rundstrecken zu erreichen gibt. Aber es ist<br />

nicht immer der Sieg, der wahre Helden schreibt.<br />

Klar, SRC Kawasaki ist nach zwei 24-Stunden-Siegen<br />

in Folge - Le Mans im letzten Jahr und am<br />

15. April eben den Bol d‘Or - der Gradmesser der<br />

Endurance Szene, aber die Heldengeschichten<br />

schrieben in Magny Cours andere Mannschaften.<br />

Zumindest <strong>mit</strong>.<br />

Dabei gibt es keinen Grund, die Leistung der drei<br />

Franzosen Julien Da Costa, Gregory Leblanc und<br />

Olivier Four auf der ZX-10R zu schmälern. Souverän<br />

- wenn auch immer unter Druck - haben sie<br />

den Kampf um die goldene Schüssel, den Bol<br />

d‘Or, gewonnen. Und wenn man bedenkt, dass diese<br />

Drei am Ende gerade einmal 1;41,055 Minuten<br />

vor den Zweiten lagen, also unter einer Runde<br />

Vorsprung, zeigt es schon, welch knappe Angelegenheit<br />

der 76. Bol d‘Or in Magny Cours war.<br />

Grundsätzlich gab es genau zwei Teams, die<br />

überhaupt eine Chance auf den Sieg hatten:<br />

SRC Kawasaki und das Suzuki Endurance Racing<br />

Team (SERT). Vincent Philippe, Anthony Delhalle<br />

und Fabien Foret hatten nicht nur vom Start<br />

weg die Führung inne, sondern sie hatten - mehr<br />

Gregory Leblanc auf der Kawa ZX 10R vom Siegerteam SRC.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

14 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

Zweikämpfe rund um die Uhr.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

über die Bühne gehen. Die Haupttribüne war zu<br />

diesem Zeitpunkt schon voll - und sie blieb es<br />

trotz des Regens auch bis zum Start des 24 Stunden<br />

Rennens.<br />

Gleich am Start waren es die Mannen von SERT,<br />

die die Pace machten. Doch schon zehn Minuten<br />

vor 15 Uhr hatte der Regen aufgehört und bei<br />

55 Bikes trocknete die Ideallinie rasant schnell<br />

ab. Allerdings mussten auch gleich in den ersten<br />

Minuten einige Fahrer zu Boden, darunter der<br />

Deutsche Phillip Altendorfer, der für das Schubert-BMW-Racing-Team<br />

an den Start gegangen<br />

war. Er brachte seine S 1000 RR aber noch an<br />

die Box und die Mannschaft nahm das Rennen<br />

wieder auf.<br />

Das Problem in der Anfangsphase bestand darin,<br />

dass die Ideallinie zwar abtrocknete, aber<br />

trotzdem noch viele nasse Flecken auf der Piste<br />

waren. Gerade als die ersten Boxenstopps und<br />

Fahrerwechsel anstanden, waren diese Mischbedingungen<br />

am schlimmsten. Die beste Taktik, die<br />

die Teams nun an den Tag legen konnten, war,<br />

den Startfahrer gleich auf einen Doppelturn rauszuschicken.<br />

„Wir haben Pedro Vallcaneras gleich<br />

noch einmal fahren lassen“, erklärte Teamchef<br />

Rico Penzkofer vom Penz13 Kraftwerk Herpigny<br />

Racing Team. „Er wusste zu dem Zeitpunkt ein-


8 H VON DOHA<br />

24H BOL D OR<br />

ends zufrieden sein, denn uns ist schon in unserer tors Events Bodyguard AMT aus Renne<br />

fach am besten, wo die Strecke trocken und wo<br />

erst zweiten Saison der Vize-Weltcup-Sieg in der Superstock-Wertung<br />

der Endurance WM gelungen. Arie, und Mathieu Gines sammelten<br />

Frankreich. Vincent Bocquet 1 YAMAHA France GMT 94 noch IPONE nass David war.“ Checa Genau die gleiche Taktik fuhren<br />

auch die Kenny Markenkollegen Foray von BMW Motorrad<br />

France 99. Matthieu Damian Lagrive Cudlin wurde 231 auf Runden einen Doppelstint<br />

99 geschickt. Sebastien Gimbert<br />

Michal und Gregory haben wieder astrein gearbeitet 51 Punkte mehr als die Zweitplatzierten.<br />

Sie gewannen beide<br />

Doch BMW Erwan Motorrad Nigon France 99, die Vize-Weltmei-<br />

2 BMW MOTORRAD France<br />

und ich denke, dass wir auch nächstes Jahr <strong>mit</strong> dieser<br />

Konstellation weiter machen werden. Dann nehmen 24-Stunden-Rennen und wurden<br />

bei beiden acht Stunden 3 S.E.R.T. d‘Or ausscheiden. Vincent Philippe Der Australier Cudlin packte<br />

ster, sollten Damian schon Cudlin der zweiten +30.134 Stunde der Bol<br />

wir aber den Titel in Angriff.“<br />

sich ordentlich Anthony aufs Delhalle Parkett - zwei +49.023 Runden vor dem<br />

Mit 67 Punkten legte das Penz13.com-Team eine Rennen jeweils Zweiter. „Eine<br />

4 MONSTER YAMAHA YART geplanten Igor Pit-Stop Jermannach dem Doppel-Turn und<br />

starke Saison hin. In Albacete hatte man das Acht- souveräne Leistung, da gibt es<br />

der geplanten Steve Übergabe Martin an Sebastien Gimbert.<br />

Stunden-Rennen gewonnen, in Magny Cours stand gar nichts zu meckern“, kommentierte<br />

Penzkofer. „Den Titel 5 HONDA TT LEGENDS Cudlin auf John einen MC langsameren Guinness Fahrer aufgelau-<br />

Augenzeugen Katsuyuki von der Nakasuga Strecke berichteten, 230 Runden dass<br />

die Truppe beim Bol d‘Or als Dritte auf dem Podium.<br />

Der Cup-Titel ging in diesem Jahr an das Team Mo-<br />

haben sie sich verdient.“<br />

fen war und Keith ihm Amor nicht richtig ausweichen konnte.<br />

Die BMW jedenfalls Glen Richards war ziemlich 227 krumm Runden und der<br />

6 YMES FOLCH ENDURANCE IDM Supersport-Meister Daniel Ribalta von 2010 - Cudlin - trug<br />

bei dem Sturz Pedro eine Luis schwere Vallcaneras Gehirnerschütterung<br />

davon. Trotzdem Jose Manuel gab Luis er nicht auf +1‘12.248 und wuchtete<br />

die zerklumpte BMW zurück an die Box. Cudlin<br />

wurde danach zur Beobachtung ins Krankenhaus<br />

gebracht, wo die Gehirnerschütterung festgestellt<br />

wurde.<br />

Bei BMW France 99 ging wildes Schrauben los.<br />

Gimbert wagte sich <strong>mit</strong> der reparierten S 1000<br />

RR wieder auf die Piste, musste aber an die Box<br />

schieben, schaffte keine Runde. Wieder wurde geschraubt<br />

und noch einmal ging der Franzose raus.<br />

Aber wieder kam er an die Box und es erfolgte<br />

die Abmeldung der Mannschaft. „Das war ein<br />

heftiger Crash und das Motorrad war wirklich arg<br />

beschädigt, als es an die Box zurück kam“, sagte<br />

Teamchef <strong>Michael</strong> Bartholemy. „Das Team hat<br />

die ersichtlichen Schäden schnell repariert, um<br />

Sebastien wieder ins Rennen zu schicken, aber<br />

auf der ersten Runde hatte er ein Problem und<br />

kam sofort zurück an die Box.“ Weitere Untersuchungen<br />

hätten dann ergeben, dass die Schäden<br />

größer als angenommen waren. „Ohne den Motor<br />

Nach 231 Runden und <strong>mit</strong> gut 30 Sekunden Vorsprung wurde das Team von<br />

Die Gewinner von Doha, Team<br />

zu<br />

Yamaha<br />

öffnen war<br />

France,<br />

es<br />

hier<br />

uns<br />

<strong>mit</strong><br />

nicht<br />

dem<br />

möglich,<br />

Spanier David<br />

die<br />

Checa.<br />

Schäden<br />

Damian Cudlin Yamaha wuchtet France die GMT zerstörte als Erstes BMW abgewunken. trotz Gehirnerschütterung zurück in die Box. richtig einzuschätzen“, so Bartholemy weiter.<br />

Foto: Toni Börner<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Foto: Toni Börner<br />

18 12 - 2011 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

15


24H BOL D OR<br />

„Wir hatten keine Wahl und mussten das Rennen<br />

aufgeben. Das ist klarerweise nicht der Start in<br />

die Saison, wie wir ihn wollten, aber die Sicherheit<br />

unserer Fahrer und der unserer Konkurrenten<br />

geht vor. Nach einer internen Diskussion <strong>mit</strong> all<br />

unseren technischen Partnern entschieden wir,<br />

uns lieber zurückzuziehen, als andere einem<br />

Risiko auszusetzen.“ Mit diesem Ausfall stellte<br />

plötzlich ein Team der Stocksport-Klasse die insgesamt<br />

beste BMW: das Penz13-Team von Rico<br />

Penzkofer.<br />

Die Nacht sollte lang und kalt werden. Seit dem<br />

Sturz von Suzuki führte die SRC Kawasaki-Mannschaft<br />

<strong>mit</strong> Julien Da Costa, Gregory Leblanc und<br />

Olivier Four, doch es war abzusehen, dass SERT<br />

die Lücke würde schließen können. Auf dem<br />

dritten Rang hatte sich derweil GMT94 <strong>mit</strong> den<br />

Yamaha-Fahrern David Checa, Kenny Foray und<br />

Matthieu Lagrive eingenistet, doch die mussten<br />

auch ein Auge nach hinten haben: Monster YART<br />

drückte <strong>mit</strong> Igor Jerman, Steve Martin und Gwen<br />

Giabbani.<br />

In der französischen Nacht wusste man nicht, wo<br />

man zuerst hinschauen sollte. SERT holte kontinuierlich<br />

auf SRC Kawa auf und in der Stocksport-<br />

Klasse entbrannte ein erbitterter Kampf um die<br />

Führung. „Meine Nerven liegen blank, ich glaube,<br />

Die französische Nacht versprach Spannung pur.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Das Team von Penz13.com, bei denen teilweise die Nerven blank lagen.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

ich kriege gleich ‚nen Herzkasper“, sagte Teamchef<br />

Rico Penzkofer am Morgen, als man <strong>mit</strong> dem<br />

3D Endurance Moto-Team die Führung mehrfach<br />

getauscht hatte. Boxenstopp-bereinigt lag die<br />

Penz13-Truppe vorn, denn sie kam immer etwas<br />

eher zum Tanken und Reifen wechseln. Aber gerade<br />

in der Nacht konnte 3D auch immer wieder<br />

etwas Boden gut machen oder davon fahren. Mit<br />

dem Ex-Moto2-Piloten Valentin Debise hatten<br />

Benjamin Delegue und Fabrice Holub auf ihrer<br />

Kawasaki einen echten Kracher-Kollegen. Debise<br />

musste etliche Doppel-Turns absolvieren und das<br />

brachte der Mannschaft am Ende immer wieder<br />

diverse Vorteile.<br />

Einen kleinen Matchball konnte das Penzkofer-Team<br />

am Morgen nicht vollständig nutzen<br />

- auch dank des Wetterumschwungs. Nur wenige<br />

Runden nach einem planmäßigen Boxenstopp<br />

<strong>mit</strong> Reifenwechsel, begann es zu regnen. Einige<br />

Teams rutschten auf der nassen und kalten Piste<br />

aus. Zwar blieb der BMW-Stocksport-Truppe ein<br />

Sturz erspart, aber man musste frühzeitig wieder<br />

an die Box kommen, um profilierte Reifen aufzuziehen.<br />

Kawasaki-3D war wieder vorn.<br />

Der Regen sollte sich nun einige Stunden ziehen.<br />

Es tröpfelte immer wieder - wenn auch nur<br />

schwach. Die Ideallinie blieb fast gänzlich trocken,<br />

aber daneben gab es eben immer wieder<br />

nasse Stellen. Und das war sehr heimtückisch,<br />

denn längst war das Feld durcheinandergewürfelt,<br />

es wurde überholt und überrundet.<br />

In der 19. Stunde übernahm SERT wieder die<br />

Führung, exakt nach 20 Stunden Fahrzeit trennte<br />

die beiden Mannschaften sage und schreibe<br />

1,491 - SEKUNDEN, das sind nicht mal 65 Meter.<br />

Kawasaki konnte dann doch noch die Führung<br />

übernehmen, auch weil Fabien Foret zwei kleine<br />

Fehler einbaute. Er verbremste sich zwei Mal und<br />

musste den Notausgang nehmen. Trotzdem bleib<br />

es bis zuletzt spannend, denn <strong>mit</strong> nur 1:41,055<br />

Minuten Rückstand auf Kawasaki war es am Ende<br />

einer der knappsten Zieleinläufe in der Geschichte<br />

der 24-Stunden.<br />

Am extremsten aber war der Kampf um den<br />

letzten verbleibenden Podestplatz. Erst auf den<br />

letzten 20 Minuten übernahm YART Platz drei von<br />

GMT94. Auf zwei Runden wurden die Markenkollegen<br />

beobachtet, dann kassiert. Eine Gegenwehr<br />

blieb aus und so konnte sich Mandy Kainz als<br />

YART-Teamchef noch über das Podest freuen. Eine<br />

große Genugtuung, nachdem im Training drei Maschinen<br />

nach Stürzen zerstört worden waren.<br />

Glück im Unglück hatte das Team TT-Legends<br />

von Honda. Cameron Donald war Ende der Ge-<br />

Monster Energy Yamaha konnten sich den dritten Platz sichern.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

16 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


24H BOL D OR<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Trotz Sturz konnte das Team von TT-Legends das Rennen zu Ende fahren.<br />

Hier im Bild John McGuinness.<br />

gengeraden im Nassen auf der Bremse ausgerutscht und die CBR 1000<br />

RR überschlug sich drei Mal. Der Tank riss ab. Doch Donald schob die Maschine<br />

in Rekordzeit zurück an die Box und John McGuinness und Simon<br />

Andrews konnten das Rennen zu Ende fahren. Zwar rutschte die Mannschaft<br />

in der Gesamtwertung auf den zwischenzeitlich neunten Platz ab, aber im<br />

EWC-Klassement konnte man Rang sechs dennoch behaupten. „Ich bin total<br />

im Arsch“, sagte McGuinness im Gespräch <strong>mit</strong> SPEED. „Ich musste in der<br />

Nacht mehrere Doppel-Turns fahren. Ich glaube, bei mir reicht heute ein Bier<br />

und dann falle ich um.“<br />

Eine großartige Leistung kam auch von den 24-Stunden-Neulingen des Motoracingparts<br />

Endurance Penz13-Team aus der Schweiz. Remo Lehnherr,<br />

Xavier Jordan und Jean-Charles Gisiger waren bereits nach einer Stunde<br />

<strong>mit</strong> Motorschaden an die Box gekommen. Am S1000RR-Aggregat hatte sich<br />

ein Pleuel verabschiedet. Doch die Truppe wollte unbedingt ankommen und<br />

wechselte die Innereien des Motors aus, da ein kompletter Tausch vom Reglement<br />

her untersagt ist. Nach rund sechs Stunden waren sie wieder auf<br />

der Piste - <strong>mit</strong> bereits 199 Runden Rückstand auf die Führenden und 117<br />

Umläufe auf das Team vor ihnen. Doch am Ende sahen Lehnherr, Jordan<br />

und Gisiger das Ziel, auch wenn sie nach nur 365 Runden (die Sieger von<br />

Kawasaki schafften deren 781) natürlich nicht in die Wertung kamen. Dazu<br />

sind 75 Prozent der Runden des siegreichen Teams von Nöten. Trotzdem<br />

war die Truppe überglücklich, denn man hatte das schwarz-weiß karierte<br />

Tuch gesehen.<br />

Undankbarer vierter Platz für Yamaha-GMT-94.<br />

Bei Motoracingparts Endurance Penz13 wechselte man<br />

nach Motorschaden die Innereien des Triebwerks.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Platz zwei in der Superstock. Teamchef Rico Penzkofer feiert<br />

<strong>mit</strong> seinen Fahrern.<br />

Die YART Yamaha fliegt durch die Nacht.<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

17


24H BOL D OR<br />

Pos Nr. Team Cls Rider Laps Gap Lastlap Bestlap Now Stop T.Stop<br />

1 11 SRC KAWASAKI EWC O. FOUR 781 2‘01.645 1‘41.539 Run 26 19‘46.266<br />

2 1 S.E.R.T. EWC A. DELHALLE 781 1‘41.055 1‘49.992 1‘41.359 Run 30 25‘23.402<br />

3 7 MONSTER ENERGY YAMAHA EWC I. JERMAN 776 5 Laps 1‘59.724 1‘42.004 Run 30 23‘05.868<br />

4 94 YAMAHA - GMT 94 - MICHELIN EWC D. CHECA 776 55.264 1‘52.164 1‘42.869 Run 29 18‘36.416<br />

5 4 YAMALUBE FOLCH ENDURANCE EWC A. DOS SANTOS 765 16 Laps 1‘53.058 1‘43.769 Run 28 17‘53.957<br />

6 24 _3D ENDURANCE MOTO CENTER SST F. HOLUB 750 31 Laps 1‘54.993 1‘43.262 Run 27 27‘57.662<br />

7 13 Penz13-Kraftwerk-Herpigny SST P. VALLCANERAS 749 32 Laps 1‘50.331 1‘44.471 Run 28 29‘44.868<br />

8 67 STARTEAM 67 SST J. HARDT 748 33 Laps 1‘51.071 1‘44.297 Run 30 34‘39.420<br />

9 77 HONDA TT LEGENDS EWC C. DONALD 747 34 Laps 1‘58.817 1‘43.106 Run 26 47‘31.567<br />

10 9 DGSPORT HEROCK SST D. VAN KEYMEULEN 741 40 Laps 2‘01.498 1‘45.206 Run 29 36‘14.550<br />

11 68 ATOMIC MOTOSPORT SST G. MUTEAU 737 44 Laps 1‘57.688 1‘45.495 Run 30 41‘33.343<br />

12 18 TEAM 18 SAPEURS POMPIERS EWC S. MOLINIER 736 45 Laps 1‘54.998 1‘44.409 Run 34 49‘24.224<br />

13 66 RACING TEAM SARAZIN SST C. GEROUAH 735 46 Laps 1‘54.308 1‘46.304 Run 25 32‘35.602<br />

14 33 LOUIT MOTO 33 SST L. BAZ 732 49 Laps 1‘48.358 1‘43.195 Run 28 1‘27‘14.136<br />

15 211 DUNLOP MOTORS EVENTS EWC M. CHARPIN 730 51 Laps 1‘56.956 1‘47.494 Run 24 30‘43.780<br />

16 2 TEAM R2CL EWC T. CAPELA 727 54 Laps 1‘57.133 1‘47.018 Run 29 35‘27.580<br />

17 15 SH TECHNOLOGIE - SCRUBS EWC K. TERAMOTO 722 59 Laps 1‘49.232 1‘45.649 Run 31 47‘22.434<br />

18 76 MOTO AIN RACING TEAM SST M. VARESCO 718 63 Laps 2‘01.732 1‘45.972 Run 26 1‘06‘34.743<br />

19 411 MCS RACING - IPONE SST E. BELLUCI 711 70 Laps 1‘53.942 1‘46.453 Run 28 1‘16‘54.185<br />

20 55 NATIONAL MOTOS EWC J-M. MONGE 704 77 Laps 1‘53.369 1‘43.528 Run 34 1‘41‘44.709<br />

21 37 SPACE MOTO EWC Y. NOUVELLON 700 81 Laps 2‘11.385 1‘49.594 Run 26 41‘33.495<br />

22 6 APRILIA LE MANS 2 ROUES SST A. LE ROYER 690 91 Laps 2‘00.446 1‘48.008 Run 33 1‘22‘36.124<br />

23 333 VILTAÏS RACING DIVISION SST D. BERTHOME 690 36.092 1‘52.048 1‘46.124 Run 32 1‘55‘37.402<br />

24 50 MOTORS EVENTS AMT SST G. DIETRICH 683 98 Laps 1‘53.018 1‘42.723 Run 30 2‘41‘45.929<br />

25 75 LEMAN RACING EWC P. MONNOT 675 106 Laps 2‘06.638 1‘52.541 Run 28 57‘11.766<br />

26 81 BI-MECA RACING TEAM SST L. BERGERON 672 109 Laps 1‘58.241 1‘47.746 Run 27 1‘59‘04.517<br />

27 34 _24 RACING + LESMOTARDS.COM SST O. BRUNO 670 111 Laps 2‘06.225 1‘50.924 Run 28 1‘09‘22.529<br />

28 42 MAX ET YANN RACING TEAM EWC F. CURY 668 113 Laps 2‘07.465 1‘49.445 Run 28 1‘10‘55.820<br />

29 114 MOTOS ACTIVES SPORT 14 SST F. PIGEON 666 115 Laps 1‘53.384 1‘48.055 Run 27 2‘03‘09.987<br />

30 64 ACRO RACING TEAM SST J. GRIMBER 665 116 Laps 2‘10.598 1‘48.791 Run 32 1‘52‘22.888<br />

18 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


präsentiert für den <strong>Speed</strong>-Verlag die IDM 2012<br />

Wilbers Products GmbH<br />

Frieslandstraße 10 · 48527 Nordhorn<br />

Tel.: +49-(0) 59 21-72 71 70 · Fax: +49-(0) 59 21-7 40 99<br />

E-Mail: info@wilbers.de<br />

Frühjahrstest im Winter<br />

Text: Toni Börner<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Sascha Hommel pilotiert eine 1000er GSX-R von Suzuki.<br />

Der Frühjahrstest an Ostern auf dem Lausitzring<br />

war eine wahre Härteprüfung - sofern die Fahrer<br />

sich überhaupt darauf einlassen konnten und<br />

wollte. Am Karfreitag herrschen Maximaltemperaturen<br />

von sechs Grad Celsius, es war durchgehend<br />

bewölkt und sehr windig. Einige Piloten<br />

verzichteten daher ganz auf Ausfahrten. Der IDM<br />

Superbike Top-Favorit für diese Saison, <strong>Michael</strong><br />

Ranseder, ging nur mal kurz auf zwei Besichtigungsrunden<br />

raus, blieb aber ohne gewertete<br />

Zeit. Ähnlich verhielt sich das beim Ex-Champion<br />

Karl Muggeridge und bei seinem Honda Holzhauer-Teamkollegen<br />

Arne Tode.<br />

Bereits zeitig waren die BMWs von alpha Technik<br />

auf der Strecke. Erwan Nigon und Arie Vos<br />

waren im auf 9.000 U/min gedrosselten Modus<br />

unterwegs, um die S1000RR-Aggregate einzufahren.<br />

Der Franzose Nigon sollte es am Ende auch<br />

sein, der die Bestzeit in der Lausitz ablieferte. In<br />

1:44,2 Minuten war diese aber alles andere als<br />

aussagekräftig, denn er blieb rund sechs Sekunden<br />

über der Pole-Zeit von Dario Giuseppetti aus<br />

dem Vorjahr.<br />

Am Samstagmorgen hatte der Betrieb im Fahrerlager<br />

schon sichtlich abgenommen: Einige IDM-<br />

Teams waren bereits abgereist, die anderen waren<br />

emsig am Packen. Gegen Vor<strong>mit</strong>tag/Mittag wechselten<br />

sich Hagel und kurze, aber heftige Schneefälle<br />

ab. Motorradfahren war nicht nur gefährlich,<br />

es lieferte auch keine Ergebnisse. Ein paar Hobby-Piloten<br />

wagten sich zwar auf die Piste, aber<br />

einige schafften nicht mal eine ganze Runde.<br />

Eine Woche nach Ostern lud Bike Promotion erneut<br />

zu einem Training auf den Lausitzring ein,<br />

dieses Mal sollten die Bedingungen gleich viel<br />

besser sein. Jetzt war auch die Wilbers-BMW-<br />

Truppe <strong>mit</strong> 4 Fahrern am Start, beim vorangegangenen<br />

Test hatten sie komplett abgesagt.<br />

Der wirklich letzte Test vor dem Saisonauftakt<br />

sollte ein Australier-Festival werden. Gareth Jones<br />

holte sich die Bestzeit von 1:40,857 Minuten und<br />

war da<strong>mit</strong> nur neun Hunderstelsekunden schneller<br />

als Troy Herfoss. Beide steuern eine BMW.<br />

Rang drei ging an Ex-Champ Karl Muggerdige<br />

auf Honda, gefolgt von drei weiteren BMWs: Jörg<br />

Teuchert, Lucy Glöckner und Superstock 1000-<br />

Cup-Pilot Markus Reiterberger. Der drehte am<br />

Samstag allerdings nur acht Runden, ebenso wie<br />

der Siebtplatzierte Matej Smrz auf der Monster<br />

Yamaha. Roland Resch (Suzuki), Ghisbert van<br />

Ginhoven (BMW) und Arne Tode (Honda) machten<br />

die Top Ten rund.<br />

Eine Erlösung gab es in jenen Tagen für den Ducati-Piloten<br />

Dario Giuseppetti, auch wenn er noch<br />

nicht einmal testete. Nach etlichem Hin und Her<br />

ist der Berliner nun doch punktberechtigt und<br />

braucht nicht im olympischen Gedanken „Dabei<br />

ist alles“ bei der IDM antreten. Zunächst hatte es<br />

Unstimmigkeiten gegeben, da Ducati nicht in die<br />

Markenwertung einbezahlen wollte - und so<strong>mit</strong><br />

hätte er auch keine Punkte in der Meisterschaft<br />

sammeln können. Kurz vor Saisonstart wurde<br />

aber eine Einigung gefunden und Giuseppetti<br />

kann im Kampf um den Titel der IDM-Superbike<br />

loslegen.<br />

Dario Giuseppetti, hier neben dem Niederländer Arie Vos, kämpft nun doch um Punkte in der IDM.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

19


INTERVIEW MIT MICHAEL GALINSKI UND MATEJ SMRZ<br />

<strong>Michael</strong>, du hast eine komplett neue Fahrerzusammenstellung für die IDM dran glauben würde, wäre ich am falschen Platz. Es sieht wirklich nicht<br />

Saison 2012 - wie sind die Vorbereitungen bei euch verlaufen?<br />

schlecht aus. Was mich dieses Jahr freut, ist, dass zehn Leute gewinnen können<br />

und das hatten wir noch nie - oder schon lange nicht mehr. Es sind leider<br />

Wir haben im Winter einige Tests hinter uns. Leider ist der Matej Smrz ja in<br />

Albacete runtergefallen, aber bis zum ersten Rennen ist er wieder vollständig nur noch 20 bis 25 Maschinen am Start, das ist schade, das wissen wir alle.<br />

genesen. Ich freue mich richtig auf die Saison, weil ich denke, Matej ist ein Aber wenn zehn Fahrer davon gewinnen können, bleibt es interessant.<br />

Kämpfer und Beißer. Vielleicht muss man ihn ab und zu mal ein bisschen<br />

einbremsen, aber das ist schon gut<br />

so. Mit Luca Hansen bin ich zufrieden,<br />

er macht gute Arbeit. Wir verlangen<br />

von ihm nicht, dass er auf<br />

das Podium fährt, aber wenn er in<br />

die Punkte kommt, bin ich happy. Er<br />

ist ein junger Kerl und solche Fahrer<br />

bekommen eh wenig Chancen, kontinuierlich<br />

in der Superbike fahren<br />

zu dürfen. Ich bin glücklich <strong>mit</strong> den<br />

beiden.<br />

Die Yamaha R1 ist ja neu gekommen,<br />

nach einigen Evolutionen...<br />

Naja, sagen wir mal, die Yamaha ist<br />

gleich geblieben. Aber da wir jetzt,<br />

wie alle anderen auch, die Möglichkeit<br />

haben, die Nockenwellen<br />

zu wechseln, haben wir einen ganz<br />

guten Schritt gemacht. Wir haben<br />

auch fahrwerkstechnisch einiges<br />

weiterentwickelt und bis jetzt sah<br />

es überall gut aus. Matej sagt jedes<br />

Mal, dass das Motorrad wie die<br />

Pest geht, aber die ganze Wahrheit<br />

kommt eben erst beim ersten Rennen<br />

raus.<br />

Denkst du, ihr seid wieder bereit<br />

für Yamaha-Siege?<br />

Naja, ich hoff‘s. Wenn ich da nicht<br />

Teamchef <strong>Michael</strong> <strong>Galinski</strong> hofft <strong>mit</strong> seinen Fahrern Luca Hansen ...<br />

Matej, wie sind die Vorbereitungen auf die neue Saison gelaufen?<br />

Nicht schlecht, um ehrlich zu sein. Letztes Jahr konnte ich viele Erfahrungen<br />

sammeln und Mitte der Saison, gerade am Sachsenring, habe ich über die<br />

nächsten Schritte nachgedacht. Dann habe ich <strong>mit</strong> einem Kollegen in der<br />

Tschechischen Republik zu trainieren begonnen, was das Körperliche angeht.<br />

Ich habe also schon <strong>mit</strong>te der letzten Saison da<strong>mit</strong> begonnen, mich auf das<br />

neue Jahr vorzubereiten. Während des ganzen Winters haben wir so sechs<br />

Mal die Woche trainiert, das war wirklich gut. Dann hatte ich in Cartagena<br />

meinen ersten Kontakt <strong>mit</strong> der Yamaha. Das war richtig gut. Ich denke das<br />

Team ist perfekt, es ist wirklich professionell, da<strong>mit</strong> bin ich glücklich. Das<br />

Bike ist richtig toll und natürlich hatte ich lange darauf gewartet, wie es zu<br />

mir passen würde. Aber da gibt es kein Problem. Es ist sehr schnell und sehr<br />

leicht zu fahren. Wir waren also in Cartagena und trotz der Witterungsbedingungen,<br />

die wir damals hatten, waren die Rundenzeiten gut. Dann waren wir<br />

beim Dunlop-Test, wo ich etwas Pech hatte. Ich hatte ein paar Probleme und<br />

stürzte, in einer dritte-Gang-Kurve hatte ich einen Highsider. Ich verletzte<br />

mich ein wenig an der Hand, wir mussten den Test abbrechen. In Valencia<br />

habe ich ein paar Runden versucht, aber es war nicht möglich, gut zu fahren<br />

und ich hatte Schmerzen. Danach kamen wir in die Lausitz, aber die Wetterbedingungen<br />

waren noch schlimmer. Darum waren die wirklichen Tests nicht<br />

gut, aber ich denke, dass wir bereit sind und das Motorrad ist es auch.<br />

Die Yamaha R1 ist dieses Jahr neu, hat einige Evolutionsstufen durchlaufen.<br />

Denkst du, dass dieses Motorrad nach rund anderthalb Jahren wieder<br />

bereit ist für IDM Superbike-Siege?<br />

Die ganze Zeit über ist es einfach wichtig, dass du an dein Motorrad und an<br />

dein Team glaubst. Ich bin mir sicher, dass dieses Motorrad eines der besten<br />

und schnellsten im IDM-Fahrerlager ist. Das ist alles. Aber natürlich, solange<br />

wir keine Rennen fahren, weiß es keiner so richtig. Ich glaube daran.<br />

Du bist in den letzten Jahren normale Vierzylinder gefahren, letztes Jahr<br />

Zweizylinder und jetzt die BigBang-Yamaha. Welches Konzept ist denn das<br />

Beste für dich?<br />

Das kommt darauf an, in welchem Moment du den Motor auf der Strecke<br />

brauchst. Der Vierzylinder ist immer einfach zu fahren, der Zweizylinder<br />

auch, hat aber auf manchen Streckenabschnitten seine Besonderheiten. Bei<br />

der Yamaha gibt es aber überhaupt gar kein Problem. Das liegt irgendwo<br />

dazwischen und ich fühle mich wohl. Was mir daran gefällt und worauf ich<br />

mich am meisten freue, ist, dass das Bike wirklich richtig schnell ist.<br />

20 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

<strong>Interview</strong> <strong>mit</strong> <strong>Michael</strong> <strong>Galinski</strong><br />

Teamchef Yamaha Motor Deutschland<br />

<strong>Interview</strong> <strong>mit</strong> Matej Smrz<br />

<strong>Interview</strong>: Toni Börner<br />

<strong>Interview</strong>: Toni Börner<br />

Wer sind die Haupttitelanwärter dieses Jahr?<br />

Darüber denke ich nicht nach.<br />

Aber du willst da schon ein Wort <strong>mit</strong>reden, oder?<br />

Ja, na klar.<br />

Kommt dein Bruder auch wieder zu Besuch?<br />

Ich weiß es noch nicht, denn es gibt einige Terminüberschneidungen. Die<br />

meisten IDM-Rennen sind parallel zur World Superbike. Aber in Hockenheim<br />

wird er sicher dabei sein, vielleicht bei den letzten beiden Rennen. Wenn es<br />

möglich ist, kommt er auch.<br />

Du bist ja Vater geworden, bist du jetzt eine Sekunde langsamer?<br />

Nein, schneller! (lacht) Das ist Bullshit.<br />

Aber jetzt ist es dann bald an der Zeit, dass du zurücktrittst und deinem<br />

Sohn den Rennsport ermöglichst?<br />

Nein nein. Das letzte, was ich will, ist, dass er Rennen fährt. (lacht) Golf oder<br />

Tennis, das wäre in meinem Sinn. (lacht)<br />

Matej, das Team der SPEED wünscht dir eine erfolgreiche und unfallfreie<br />

Saison.<br />

... und Matej Smrz wieder Siege für Yamaha einfahren zu können.<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Foto: highsidePR - T. Börner


IDM AUF DEM EUROSPEEDWAY<br />

Endlich!<br />

<strong>Interview</strong>: Toni Börner<br />

Foto: Mike Lischka<br />

Der Saisonauftakt der IDM ist auf dem Lausitzring<br />

über die Bühne gegangen. Offiziell sahen<br />

15.000 Zuschauer die ersten Läufe des Jahres<br />

2012. In der Superbike-Klasse gibt es <strong>mit</strong>tlerweile<br />

ein neues Reglement, das den Teams größere<br />

Freiheiten beim Motortuning einräumt. Und in<br />

der Nachwuchsklasse der IDM 125 gibt es nun<br />

auch eine getrennte Wertung für die Moto3, die<br />

komplett auf Honda NSF 250 R unterwegs ist.<br />

Smrz <strong>mit</strong> Start-Ziel-Sieg in Lauf 1<br />

Im ersten Lauf der IDM Superbike konnte Matej<br />

Smrz einen souveränen Start-Ziel-Sieg einfahren.<br />

Der Tscheche donnerte als Erster durch die erste<br />

Kurve und setzte sich sofort vom Feld ab. „Das<br />

war kein leichtes Rennen“, sagte er. „Wenn du die<br />

ganze Zeit alleine fährst, kann das ziemlich nervenaufreibend<br />

sein. Auf der Gegengeraden war<br />

es auch noch sehr windig und du hattest keine<br />

Anhaltspunkte. Aber ich bin glücklich. Meine Yamaha<br />

hat wirklich super funktioniert. Danke an<br />

das gesamte Team.“<br />

Aber auch Jörg Teuchert war überglücklich. Der<br />

Hersbrucker konnte bei seinem BMW-Debüt<br />

gleich auf den zweiten Rang fahren. „Natürlich<br />

hätte es noch einen ganz kleinen Ticken besser<br />

sein können“, schielte er <strong>mit</strong> einem Lächeln in<br />

Richtung Sieger Smrz. „Aber wir sind im Winter<br />

kaum zum Testen gekommen. Die Witterungsbedingungen<br />

waren da meist nicht so optimal und<br />

wir haben noch einiges an Arbeit vor uns.“ Teuchert<br />

bewies aber <strong>mit</strong> der Wilbers-BMW, dass er<br />

den Grundspeed für die Spitze der IDM immer<br />

noch hat.<br />

Rang drei ging an den Österreicher <strong>Michael</strong> Ranseder,<br />

der am Start etliches an Boden verlor.<br />

„Wir haben einen Fehler gemacht“, gestand der<br />

BMW-Pilot. „Wir haben vor dem Start eine neue<br />

Kupplung eingebaut und daher ging es nicht so<br />

gut nach vorn. Das Problem werden wir jetzt für<br />

das zweite Rennen beheben und dann sollte es<br />

etwas besser laufen.“<br />

Smrz war schon in der ersten Runde vorn abgehauen,<br />

aber dahinter entwickelte sich ein ansehnlicher<br />

Siebenkampf um die letzten beiden Podestplätze.<br />

Pole-Setter Karl Muggeridge konnte da am<br />

Anfang noch den Takt angeben, doch der Honda-<br />

Pilot fiel kontinuierlich zurück. Auf den Rängen<br />

zwei bis sechs kamen fünf BMW S 1000 RR ins<br />

Matej Smrz sicherte sich den Sieg in Lauf eins.<br />

Ziel. Die Australier Gareth Jones und Troy Herfoss<br />

belegten die Plätze vier und fünf. Der Franzose<br />

Erwan Nigon konnte bei seinem IDM-Debüt den<br />

sechsten Rang einfahren und kurz vor Schluss<br />

noch Muggeridge überholen.<br />

Lokalmatador Dario Giuseppetti belegte beim<br />

Renn-Debüt der Ducati Panigale den achten Rang.<br />

„Das Motorrad ist noch fast komplett Standard“,<br />

gab er zu Protokoll. Nur der Auspuff entstamme<br />

nicht mehr der Serie. Zum Rennanfang hielt er<br />

noch gut <strong>mit</strong> der Gruppe <strong>mit</strong>, die um die letzten<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

21


IDM AUF DEM EUROSPEEDWAY<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Foto: highsidePR - T. Börner<br />

Zwei Suzukis im Tiefflug, Sascha Hommel vor Roland Resch.<br />

Sturz von Arie Vos in Lauf eins, Maschine krumm<br />

aber Fahrer zum Glück heil.<br />

Zweikampf zwischen Ireneusz Sikora und Lucy Glöckner von Wilbers-BMW.<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Podestplätze kämpfte, aber er musste dann doch<br />

abreißen lassen. Sein Rückstand auf Muggeridge<br />

betrug im Ziel über acht Sekunden.<br />

Sascha Hommel hielt als Neunter die Fahnen von<br />

Suzuki hoch. Der Reichenbacher konnte sich der<br />

Angriffe von Markenkollege Roland Resch erwehren,<br />

verlor aber schon 14,223 Sekunden auf Giuseppetti<br />

vor ihm. Mit den Suzukis war in diesem<br />

Rennen kein Krieg zu gewinnen, auf Sieger Smrz<br />

fehlten Hommel und Resch rund 34 Sekunden.<br />

Beim Start war das Rennen für den Niederländer<br />

Arie Vos bereits gelaufen, der Van Zon - alpha<br />

Technik - BMW-Pilot flog per Highsider ab. Dabei<br />

touchierte er auch Lucy Glöckner, die dadurch zunächst<br />

den Anschluss verlor, sich dann aber <strong>mit</strong><br />

wirklich konkurrenzfähigen Rundenzeiten wieder<br />

vor kämpfen konnte. Die Lady aus dem Wilbers-<br />

Team kam auf Rang elf und hätte von den Rundenzeiten<br />

her locker in der Top Ten vor sich <strong>mit</strong>halten<br />

können. Aber mehr war nicht drin.<br />

Luca Hansen wurde bei seinem Debüt in der IDM<br />

Superbike 13. Der Nachwuchspilot aus dem Monster<br />

Yamaha-Team hatte einiges Lehrgeld zu zahlen,<br />

baute ein paar Fehler in sein Rennen ein - und<br />

machte sich da<strong>mit</strong> das Leben selbst schwer. Peter<br />

Preussler und Branko Srdanov kamen dahinter<br />

ins Ziel, wo<strong>mit</strong> alle Fahrer Punkte bekamen. Daniel<br />

Kartheiniger und Ghisbert van Ginhoven fielen<br />

aus, Arne Tode (im zweiten Rennen dann Achter)<br />

stürzte und musste nach kurzer Weiterfahrt dann<br />

doch aufgeben.<br />

Teuchert kann es noch<br />

Auf seinen nächsten IDM-Sieg musste Jörg Teuchert<br />

lange warten. Im Mai 2010 hatte er in<br />

Oschersleben zuletzt ganz oben auf dem Treppchen<br />

gestanden. Doch im zweiten Lauf auf dem<br />

Lausitzring sollte das gelingen - auch weil Matej<br />

Smrz bereits in der zweiten Runde <strong>mit</strong> einem Motorschaden<br />

aufgeben musste. „Aber das macht<br />

nichts“, sagte der Tscheche anschließend. „Ich<br />

weiß jetzt, dass ich schnell bin. Das nächste Mal<br />

greifen wir wieder an.“<br />

Erwan Nigon fuhr für alpha-Technik in Lauf eins den siebten Platz ein.<br />

Teuchert hatte seine Lehren aus dem ersten Lauf<br />

gezogen. „Ich war da am Start etwas zu konservativ<br />

gewesen“, sagte er. „Das habe ich dieses Mal<br />

besser gemacht und war in der ersten Kurve schon<br />

Dritter.“ Zunächst übernahm Muggeridge die Führungsarbeit.<br />

Teuchert schaute sich das eine Weile<br />

an, kassierte dann aber den Honda-Piloten. „Ich<br />

hatte etwas auf Probleme bei ihm spekuliert“, so<br />

22 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


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Köln, 3.– 7. Oktober 2012


Motorrad Grand Prix Deutschland 2012<br />

Zeitplan<br />

Freitag, 06. Juli<br />

09:15 - 09:55 40 min Moto3 Freies Training 1<br />

10:10 - 10:55 45 min MotoGP Freies Training 1<br />

11:10 - 11:55 45 min Moto2 Freies Training 1<br />

13:15 - 13:55 40 min Moto3 Freies Training 2<br />

14:10 - 14:55 45 min MotoGP Freies Training 2<br />

15:10 - 15:55 45 min Moto2 Freies Training 2<br />

Samstag, 07. Juli<br />

09:15 - 09:55 40 min Moto3 Freies Training 3<br />

10:10 - 10:55 45 min MotoGP Freies Training 3<br />

11:10 - 11:55 45 min Moto2 Freies Training 3<br />

13:00 - 13:40 40 min Moto3 Qualifying<br />

13:55 - 14:55 60 min MotoGP Qualifying<br />

15:10 - 15:55 45 min Moto2 Qualifying<br />

ab 16:20<br />

Rahmenrennen<br />

Sonntag, 08. Juli<br />

08:40 - 09:00 20 min Moto3 Warm Up<br />

09:10 - 09:30 20 min Moto2 Warm Up<br />

09:40 - 10:00 20 min MotoGP Warm Up<br />

11:15 Moto2 Rennen<br />

13:00 MotoGP Rennen<br />

14:30 Moto3 Rennen<br />

ab 15:15<br />

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IDM AUF DEM EUROSPEEDWAY<br />

Teuchert. Die anschließend geplante Flucht nach<br />

vorn ging schief. „Eigentlich wollte ich nach vorne<br />

abhauen, habe aber ständig Motoren gehört.“ In<br />

der letzten Runde hat sich Teuchert einmal umgedreht<br />

und Ranseder erspäht. „Ich hatte ja aber<br />

im ersten Lauf gelernt, wo Michi mich überholen<br />

kann. Dort habe ich die Tür zu gemacht und eigentlich<br />

nur noch verteidigt.“<br />

Ranseder war zwar nicht 100 prozentig zufrieden,<br />

trotzdem bezeichnete er den Auftakt als gelungen.<br />

„An meinen Starts muss ich noch arbeiten“,<br />

konstatierte er nach den Rängen zwei und drei.<br />

„Aber insgesamt muss ich auch sagen, dass ich<br />

so gut noch nie in eine Saison gestartet bin. Das<br />

geht schon in Ordnung.“<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Premiere der IDM 125/Moto3<br />

Eigentlich hätten es die Freudenberg Racing<br />

Teamkollegen Luca Grünwald und Florian Alt<br />

ganz entspannt angehen können, den ersten<br />

Lauf der Nachwuchsklasse <strong>mit</strong> getrennten Wertungen.<br />

Denn einen Gesamtsieger gibt es nicht,<br />

stattdessen aber wohl einen Moto3 Sieger und einen<br />

in der 125er Zweitaktklasse. Doch Grünwald<br />

- Moto3 - und Alt - 125ccm - kämpften auf der<br />

Dario Giuseppetti auf der Ducati Panigale.<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Freude bei Doppelsieger Florian Alt.<br />

Podium Superbike Lauf 2, Jörg Teuchert gewinnt vor<br />

Michi Ranseder und Gareth Jones.<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Strecke erbittert um den Sieg. „Ich wollte einfach<br />

die Ehre der Zweitakter aufrecht erhalten“, so Alt,<br />

nachdem er auf der Straße als Erster die Zielflagge<br />

sah. Das Rennen musste allerdings wegen einsetzendem<br />

Regen vorzeitig abgebrochen werden.<br />

Grünwald holte den ersten moto3-Sieg der IDM-<br />

Geschichte. Er ging drei Sekunden vor Bryan<br />

Schouten durch das Ziel, Klaus Heidel wurde <strong>mit</strong><br />

16,8 Sekunden Rückstand Dritter. An den Start<br />

gegangen waren insgesamt elf Piloten, nur sieben<br />

sahen das Ziel. In der 125er-Wertung gewann Alt<br />

vor seinem Freudenberg-Teamkollegen Max Maurischat.<br />

Der war am Ende des Rennens noch gestürzt<br />

und fluchte im Kiesbett über seinen Fehler.<br />

Als aber ein Streckenposten hinzu kam und ihn<br />

darüber informierte, dass der Lauf abgebrochen<br />

ist - und da<strong>mit</strong> eine Runde zurück gewertet wird<br />

- umarmte der Hamburger den Marshall <strong>mit</strong> der<br />

positiven Nachricht. Platz zwei war sicher. Dritter<br />

wurde der Niederländer Thomas van Leeu-<br />

Erstes Podium aus Moto3 und 125ern.<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

31


IDM AUF DEM EUROSPEEDWAY<br />

wen - nur rund zwei Sekunden hinter Sieger Alt. In<br />

der 125er-Wertung waren 14 Piloten an den Start<br />

gegangen, nur neun kamen in die Wertung.<br />

Im zweiten Lauf der IDM 125/moto3 am Sonntag<br />

sollte sich zumindest im Kampf um den Sieg auf<br />

der Strecke ein ähnliches Szenario entwickeln.<br />

Alt und Grünwald setzen sich schon in den ersten<br />

beiden Runden vom Rest des Feldes ab und<br />

kämpften um die Frage der Ehre. Und wieder<br />

sollte diese knappe Kiste Alt für sich entscheiden<br />

- rund drei Zehntel vor Grünwald. Allerdings durften<br />

sich auch hier wieder beide Piloten über den<br />

jeweiligen Klassensieg und da<strong>mit</strong> die vollen 25<br />

Punkte freuen. Da beide Teamkollegen im Freudenberg<br />

Racing Team sind, konnte die Truppe<br />

aus Bischofswerda quasi vier Siege in zwei Rennen<br />

feiern. Max Enderlein aus Hohenstein-Ernstthal<br />

erkämpfte sich nach Ausfall im ersten Lauf<br />

im zweiten Rennen einen hervorragenden dritten<br />

Platz in der 125er-Wertung. Sein Ortsnachbar aus<br />

Oberlungwitz, Maximilian Kappler, hatte so seine<br />

Probleme <strong>mit</strong> der neuen Moto3-Honda. In beiden<br />

Läufen schmiss er sein Bike jeweils an fünfter<br />

Stelle liegend in die Wiese. Pech - im ersten Rennen<br />

wurde eine Runde nach seinem Ausfall wegen<br />

Regens abgebrochen, wäre also fast ein schöner<br />

fünfter Platz geworden.<br />

Hervorragender dritter Platz im zweiten Lauf der 125er für Max Enderlein.<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Foto: Mike Lischka<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Pechvogel des Wochenendes, Moto3-Pilot Maximilian Kappler.<br />

Holten sich die Pole-Position, Kurt Hock <strong>mit</strong> Enrico Becker.<br />

Spannender Auftakt der Sidecars<br />

Im Training hatten Kurt Hock/Enrico Becker für<br />

einen Paukenschlag gesorgt. Das LCR Suzuki-Gespann<br />

donnerte klar zur Pole Position und ließ da<strong>mit</strong><br />

einige der Top-Favoriten hinter sich. „Wir sind<br />

in Magny Cours bei der WM letzte Woche Fünfter<br />

geworden und dort war die Lücke zu Pekka Päivärinta<br />

einfach zu groß“, so Hock. „Wir hatten dort<br />

ein Fahrwerksproblem, was ich auch <strong>mit</strong> meiner<br />

Erfahrung nicht so schnell lösen konnte. Auch am<br />

Lausitzring hatten wir da<strong>mit</strong> noch zu kämpfen,<br />

aber wir konnten das jetzt ganz gut lösen.“<br />

Im Rennen setzten Hock/Becker dann auf einen<br />

neuen Reifen von Avon, den sie vorher noch nie<br />

probiert hatten. „Der ist uns gewaltig eingegangen“,<br />

musste Co-Pilot Enrico Becker gestehen.<br />

„Am Ende sind wir nur noch auf dem Mantel gefahren“,<br />

fügte Hock an.<br />

Den Start hatten noch Markus Schlosser/Thomas<br />

32 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

Hofer gewinnen können, doch schon bald saugte<br />

sich Hock an das Duo heran. Von hinten aber nahten<br />

die Weltmeister Pekka Päivärinta und Adolf<br />

Hänni. Gegen Rennhalbzeit machten die kurzen<br />

Prozess, schnappten sich beide Konkurrenten und<br />

am Ende den Sieg. „Auf dem Lausitzring hast du<br />

viele Mutkurven“, schilderte Hänni. „Und wir sind<br />

im Training nicht frei zum Fahren gekommen. Daher<br />

war es gut, dass wir uns das Ganze am Anfang<br />

erst einmal etwas anschauen konnten.“<br />

Schlosser konnte dann den <strong>Speed</strong> von Päivärinta<br />

noch halbwegs <strong>mit</strong>gehen, verlor im Ziel aber<br />

trotzdem fast drei Sekunden. Nach der einjährigen<br />

Rennpause des Duos, zeigten sich die ehrgeizigen<br />

Schweizer trotzdem <strong>mit</strong> Rang zwei zufrieden.<br />

„Wenn wir jetzt heute gleich gewonnen<br />

hätten, dann hätten die anderen beiden (Teams)<br />

im vergangenen Jahr wohl etwas falsch gemacht“,<br />

so Schlosser.<br />

Mit Rang drei waren Hock/Becker dann auch<br />

ganz zufrieden, gerade nach der schwierigen Reifenwahl.<br />

Sieger der IDM Sidecar, Pekka Päivarinta <strong>mit</strong><br />

Adolf Hänni.<br />

Foto: Mike Lischka


IDM AUF DEM EUROSPEEDWAY<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Beide Laufsiege für Daniel Sutter.<br />

IDM Supersport<br />

Sutter kam, sah und siegte<br />

Text: André Birkenkampf<br />

In der IDM Supersport werden ab der Saison<br />

2012 wieder zwei Läufe je Wochenende ausgetragen,<br />

die beide der Schweizer Daniel Sutter souverän<br />

für sich entscheiden konnte. Im ersten Lauf<br />

gesellten sich neben dem Schweizer Jan Bühn (D)<br />

als Zweiter und Tatu Lauslehto (FIN) als Dritter<br />

aufs Treppchen, im zweiten Rennen war es abermals<br />

Lauslehto, der diesmal Zweiter wurde und<br />

Jaroslav Cerny als Dritter.<br />

Nachdem sich Sutter in Rennen eins an der Spitze<br />

liegend keine Sorgen machen musste, gab es im<br />

Verfolgerfeld Action pur. Im Kampf um Position<br />

zwei ging es zwischen dem Deutschen Jan Bühn<br />

und dem Finnen Tatu Lausletho richtig zur Sache.<br />

Rad an Rad begannen sie die letzte Runde, am<br />

Ende war Bühn <strong>mit</strong> hauchdünnem Vorsprung der<br />

Glücklichere. Im weiteren Verfolgerfeld befanden<br />

sich der amtierende Meister Jesco Günther, Jaroslav<br />

Cerny, Kevin Wahr und ein Urgestein der IDM,<br />

Roman Stamm. Der Schweizer Stamm machte<br />

dabei die beste Pace, war er doch nur von Startplatz<br />

zwölf ins Rennen gegangen und hatte sogar<br />

im letzten Renndrittel Aussicht auf Platz vier, als<br />

ihm kurz vor Rennende der Motor hochging. Natürlich<br />

war er enttäuscht über den Ausfall, konnte<br />

dem Rennen aber trotz allem, auch nach dem<br />

eher misslungenem Training, etwas positives abgewinnen<br />

und sah, dass er und seine Mannschaft<br />

Zwei vierte Ränge für den Meister Jesco Günther.<br />

sich in die richtige Richtung entwickeln.<br />

Im zweiten Lauf bot sich an der Spitze ein ähnliches<br />

Bild, wie schon am Samstag zuvor. Sutter<br />

bestimmte das Tempo an der Spitze, dahinter<br />

reihte sich wieder Lausletho und an dritter Stelle<br />

diesmal der Slowake Jaroslav Cerny ein. Jesco<br />

Günther setzte sich abermals auf Position vier<br />

fest. Dahinter folgten Wahr, Linortner, D. Vincon<br />

und Roman Stamm, der zwischenzeitlich einen<br />

gefährlichen Rempler<br />

von Vincon wegstecken<br />

musste, alle innerhalb<br />

einer Sekunde. Davon<br />

unbeeindruckt setzte<br />

sich der sympathische<br />

Schweizer jedoch durch<br />

und beendete das Rennen<br />

auf sechs, verwies<br />

Linortner, der die Gruppe<br />

noch in die letzte<br />

Runde führte, und Vincon<br />

auf die folgenden<br />

Plätze. Der Nagolder<br />

Kevin Wahr sah als<br />

Fünfter das schwarzweiß-karierte<br />

Tuch.<br />

Für den Zweitplatzierten<br />

vom Vortag, Jan<br />

Bühn, stand der Sonntag<br />

unter keinem guten<br />

Stern. Seine Maschine<br />

war in der Startaufstellung<br />

ausgegangen und versagte auch nach mehreren<br />

Versuchen des Neustarts ihre Dienste. So<strong>mit</strong><br />

ging es zurück in die Boxengasse, das Rennen<br />

war für ihn gelaufen. Entsprechend groß war auch<br />

die Enttäuschung beim Kronauer.<br />

Alles in allem kann man den Saisonstart der Supersportler<br />

als recht gelungen bezeichnen - dies<br />

verspricht im Laufe der Saison viele spannende<br />

Rennen.<br />

Foto: Kristin Eisenfeld<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Podium im ersten Lauf, im zweiten technische Probleme für Jan Bühn.<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

33


IDM AUF DEM EUROSPEEDWAY<br />

IDM 125 / Moto3 Qualifying auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Florian Alt GER Freudenberg Racing Team KTM GP 1:50.392<br />

2 Luca Grünwald GER Freudenberg Racing Team Honda 1:50.606<br />

3 <strong>Michael</strong> Ecklmaier GER Honda 1:50.766<br />

4 Max Enderlein GER Freudenberg Racing Team KTM GP 1:50.852<br />

5 Bryan Schouten NED Dutch Racing Team Honda 1:51.852<br />

IDM 125 1. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Florian Alt GER Freudenberg Racing Team KTM GP 24:14.340<br />

2 Max Maurischat GER Freudenberg Racing Team KTM GP + 01.229<br />

3 Thomas van Leeuwen NED KTM + 02.394<br />

4 Ladislav Chmelik CZE Aprilia + 11.974<br />

5 Damien Raemy SUI Honda + 34.386<br />

IDM 125 2. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Florian Alt GER Freudenberg Racing Team KTM GP 33:27.014<br />

2 Ladisalav Chmelik CZE Aprilia + 23.093<br />

3 Max Enderlein GER Freudenberg Racing Team KTM GP + 23.674<br />

4 Joé Schack GER Honda-Cintula-Racing Honda + 1:00.381<br />

5 Henning Flathaug NOR Honda + 1:13.554<br />

IDM 125 Punktestand<br />

1 Florian Alt 50 6 Max Enderlein 16 11 Peter Sebastyen 10<br />

2 Ladislav Chmelik 33 7 Reiner Scheidhauer 16 12 Maurice Ullrich 10<br />

3 Thomas van Leeuwen 23 8 Joé Schack 13 13 Lenno Huthmacher 7<br />

4 Max Maurischat 20 9 Henning Flathaug 11<br />

5 Thomas Gradinger 18 10 Damien Raemy 11<br />

IDM Superbike Qualifying auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Karl Muggeridge AUS Honda Holshauer Racing Honda 1:39.394<br />

2 Matej Smrz CZE Yamaha Motor Deutschland Yamaha 1:39.615<br />

3 Troy Herfoss AUS RAC Racing BMW BMW 1:39.620<br />

4 <strong>Michael</strong> Ranseder AUT Technogym Racing Austria BMW 1:39.649<br />

5 Gareth Jones AUS Wilbers-BMW-racing BMW 1:40.105<br />

IDM Superbike 1. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Matej Smrz CZE Yamaha Motor Deutschland Yamaha 30:23.075<br />

2 Jörg Teuchert GER Wilbers-BMW-racing BMW + 03.604<br />

3 <strong>Michael</strong> Ranseder AUT Technogym Racing Austria BMW + 03.869<br />

4 Gareth Jones AUS Wilbers-BMW-racing BMW + 05.329<br />

5 Troy Herfoss AUS RAC Racing BMW BMW + 08.994<br />

IDM Superbike 2. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Jörg Teuchert GER Wilbers-BMW-racing BMW 30:19.024<br />

2 <strong>Michael</strong> Ranseder AUT Technogym Racing Austria BMW + 00.178<br />

3 Gareth Jones AUS Wilbers-BMW-racing BMW + 03.459<br />

4 Karl Muggeridge AUS Honda Holzhauer Racing Honda + 03.463<br />

5 Erwan Nigon FRA Van Zon-alpha Technik-BMW BMW + 11.717<br />

IDM Superbike Punktestand<br />

1 Jörg Teuchert 45 6 Erwan Nigon 21 11 Rolan Resch 11<br />

2 <strong>Michael</strong> Ranseder 36 7 Troy Herfoss 21 12 Arne Tode 8<br />

3 Gareth Jones 29 8 Dario Giuseppetti 17 13 Luca Hansen 7<br />

4 Matej Smrz 25 9 Sascha Hommel 14 14 Ireneusz Sikora 6<br />

5 Karl Muggeridge 22 10 Lucy Glöckner 11 15 Ghisbert van Ginhoven 3<br />

IDM Moto3 1. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Luca Grünwald GER Freudenberg Racing Team Honda 24:14.715<br />

2 Bryan Schouten NED Dutch Racing Team Honda + 03.040<br />

3 Klaus Heidel GER ADAC Sachsen Leistungszentrum Honda + 16.834<br />

4 Jerry van de Bunt NED Honda + 34.460<br />

5 Christoph Beinlich GER Beinlich Racing Team e.V./ADAC Honda + 1:02.161<br />

IDM Moto3 2. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Luca Grünwald GER Freudenberg Racing Team Honda 33:27.374<br />

2 <strong>Michael</strong> Ecklmaier GER Honda + 20.144<br />

3 Klaus Heidel GER ADAC Sachsen Leistungszentrum Honda + 25.490<br />

4 Jerry van de Bunt NED Honda + 36.309<br />

5 Willi Albert GER ADAC Sachsen Leistungszentrum Honda + 46.789<br />

IDM Moto3 Punktestand<br />

1 Luca Grünwald 50 6 Brayn Schouten 20<br />

2 Klaus Heidel 32 7 Timo Kugler 20<br />

3 Jerry van de Bunt 26 8 Ryan van de Lagemaat 18<br />

4 Christoph Beinlich 22 9 Tasia Rodink 8<br />

5 <strong>Michael</strong> Ecklmaier 20<br />

IDM Supersport Qualifying auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Daniel Sutter SUI Kawasaki Schnock Team Shell Kawasaki 1:43.002<br />

2 Jan Bühn GER Herzenswünsche Racing Team Yamaha 1:43.649<br />

3 Tatu Lauslehto FIN Yamaha 1:43.668<br />

4 Jesco Günther GER Team Suzuki Mayer Suzuki 1:43.876<br />

5 Jaroslav Cerny SLO VECTOR Racing Team Yamaha 1:44.049<br />

IDM Supersport 1. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Daniel Sutter SUI Kawasaki Schnock Team Shell Kawasaki 29:42.031<br />

2 Jan Bühn GER Herzenswünsche Racing Team Yamaha + 02.000<br />

3 Tatu Lauslehto FIN Yamaha + 08.744<br />

4 Jesco Günther GER Team Suzuki Mayer Suzuki + 09.169<br />

5 Jaroslav Cerny SVK VECTOR Racing Team Yamaha + 09.532<br />

IDM Supersport 2. Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Daniel Sutter SUI Kawasaki Schnock Team Shell Kawasaki 29:44.535<br />

2 Tatu Lauslehto FIN Yamaha + 04.778<br />

3 Jaroslav Cerny SVK VECTOR BILY KM Yamaha + 09.583<br />

4 Jesco Günther GER Team Suzuki Mayer Suzuki + 11.782<br />

5 Kevin Wahr GER ERC DMV Team Romero Yamaha + 16.570<br />

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IDM Supersport Punktestand<br />

1 Daniel Sutter 50 6 Jan Bühn 20 11 Roman Stamm 10<br />

2 Tatu Lauslehto 36 7 Dominik Vincon 17 12 Daniel Puffe 8<br />

3 Jaroslav Cerny 27 8 David Linortner 15 13 Roman Raschle 7<br />

4 Jesco Günther 26 9 Gabriel Läuger 15 14 Thomas Walther 5<br />

5 Kevin Wahr 21 10 Dominic Sch<strong>mit</strong>ter 13 15 Randy Harmuth 4<br />

IDM Sidecar Qualifying auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Kurt Hock GER LCR Suzuki 1:45.591<br />

Enrico Becker<br />

2 Markus Schlosser SUI LCR Suzuki 1:45.960<br />

Thomas Hofer<br />

3 Pekka Päivärinta FIN LCR 1:45.982<br />

Adolf Hänni<br />

4 <strong>Michael</strong> Grabmüller AUT Polizeisportverein Wels LCR Kawasaki 1:49.147<br />

Axel Kölsch<br />

5 Mike Roscher GER ADAC Sachsen LCR BMW 1:49.813<br />

Uwe Neubert<br />

IDM Sidecar Rennen auf dem Euro<strong>Speed</strong>way<br />

1 Pekka Päivärinta FIN LCR 26:33.463<br />

2 Markus Schlosser SUI LCR Suzuki + 02.784<br />

3 Kurt Hock GER LCR Suzuki + 18.286<br />

4 André Kretzer GER MSC Freier Grund LCR Suzuki + 1:20.442<br />

5 Peter Schröder SUI LCR Suzuki + 1:27.950<br />

IIDM Supersport Punktestand<br />

1 Päivärinta/Hänni 25 6 Pichler/Wechselberger 10 11 Eilers/Prudlik 5<br />

2 Hock/Becker 20 7 Nussbaum/Aebischer 9 12 Veltjens/Knoof 4<br />

3 Kretzer/Roick 16 8 Wotzka/Pohl 8<br />

4 Schröder/Hirschi 13 9 Kirchhofer/Burkard 7<br />

5 Sattler/Trautner 11 10 Kaspar/Fries 6<br />

34 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


<strong>Interview</strong> <strong>mit</strong> Roman Stamm, IDM Supersport,<br />

Lausitzring, 22. April 2012 <strong>Interview</strong> von André Birkenkampf<br />

Roman, das erste Rennen der Saison ist gelaufen. Im Training lief es noch<br />

nicht so rund - woran lag das?<br />

Wir wollten über Ostern vier Tage testen. Leider spielte das Wetter nicht <strong>mit</strong>.<br />

So konnten wir die neuen Dunlop-Reifen nur zwei Tage fahren, dann noch am<br />

Freitag hier, das war einfach ein bißchen zu wenig. Es war klar, daß wir nicht<br />

<strong>mit</strong> einem neuen Motorrad und neuen Reifen hier aufkreuzen können und<br />

alle in Grund und Boden fahren.<br />

Du bist dann im ersten Rennen von Starplatz<br />

12 gut gestartet und konntest dich Position<br />

um Position verbessern. Habt ihr am Setup<br />

noch was gefunden?<br />

Natürlich, wir haben gravierende Veränderungen<br />

am Fahrwerk vorgenommen. Unser jetziges<br />

Manko ist einfach die Abstimmung <strong>mit</strong><br />

den neuen Reifen. Die sind erst seit 2012 auf<br />

dem Markt, so daß wir halt probieren müssen.<br />

Für das Rennen haben wir grobe Veränderungen<br />

vorgenommen, weiter konnten wir jetzt<br />

noch nicht gehen. Wir wissen aber, wo wir die<br />

Hebel ansetzen müssen, da<strong>mit</strong> es in Oschersleben<br />

besser läuft.<br />

Kurz vor Rennende kam dann der Ausfall, du<br />

lagst auf Platz fünf. Was ist denn kaputt gegangen?<br />

Was genau am Motor kaputt gegangen ist,<br />

weiß ich noch nicht. Ich hab nur beim Anbremsen<br />

gemerkt, daß das Hinterrad fast blockiert<br />

hat und bin dann in den Kies gefahren. Der<br />

Motor hat einfach nicht mehr gesund geklungen,<br />

ich hab ihn dann abgestellt.<br />

Du machtest nach dem Rennen aber trotzdem<br />

einen ganz zufriedenen Eindruck.<br />

Ich bin von einem nicht optimalen zwölften<br />

Platz aus gestartet und konnte mich dann<br />

nach vorne arbeiten. Die Rundenzeiten wurden<br />

zum Schluß immer besser, das hat mich<br />

natürlich happy gemacht. Wir haben gesehen,<br />

daß die Richtung stimmt.<br />

Im zweiten Lauf lief es dann besser und du<br />

konntest am Ende auf Rang sechs vorfahren.<br />

Zufrieden?<br />

Platz sechs ist natürlich nicht mein Wunschergebnis,<br />

aber ich bin zum Schluß auch nicht<br />

mehr volles Risiko gefahren, weil ich mir dachte,<br />

<strong>mit</strong> null Punkten nach Hause zu fahren, das<br />

wäre schon katastrophal. So gesehen bin ich<br />

schon ganz zufrieden <strong>mit</strong> Platz sechs, sind<br />

schon mal zehn Punkte.<br />

In der Saison 2012 werden in der IDM wieder<br />

zwei Supersport-Läufe pro Wochenende ausgetragen.<br />

Wie stehst du dazu?<br />

Das gefällt mir gut. Bei zwei Läufen hast du immer zwei Chancen. Wenn du<br />

im ersten Lauf eine vergibst, hast du immer noch die Möglichkeit, Punkte<br />

zu machen. Oder bei einem technischen Ausfall, da ist dann nicht gleich das<br />

ganze Wochenende für die Katz.<br />

Welche Ziele hast du denn in der Meisterschaft?<br />

Ziel ist, auf dem Podest zu stehen. Ich denke, das ist auch realistisch. Die<br />

Reifen können mehr, das Motorrad kann mehr,<br />

jetzt müssen wir nur noch die Abstimmung so<br />

hinbekommen, daß das Ganze auch harmoniert,<br />

dann fahren wir um den Sieg <strong>mit</strong>.<br />

Du fährst schon seit vielen Jahren Suzuki.<br />

Wer sind denn dabei deine größten Unterstützer?<br />

Seit 2004 fahr ich auf Suzuki, seitdem werde<br />

ich von Suzuki Schweiz unterstützt. Darüber<br />

hinaus habe ich viele kleine Sponsoren, die<br />

zum Teil schon seit 1998 hinter mir stehen<br />

und an mich glauben, auch viele Rennen besuchen.<br />

Ich hab schon super Leute um mich<br />

herum.<br />

Du nimmst auch an der Langstrecken-WM<br />

teil, was ist denn dabei der Reiz?<br />

Langstrecke ist viel mehr ein Teamsport, als<br />

es die Rundstreckenrennen sind. Du wirst absolut<br />

an deine körperlichen Grenzen getrieben,<br />

das Material wird maximal beansprucht, die<br />

Nachtfahrten, das Fahrerlagen, alles ganz anders<br />

als bei der IDM. Viel lockerer, familiärer.<br />

Natürlich, wenn du bei einem 24-Stunden-<br />

Rennen bei Regen nachts um drei raus musst,<br />

da fragst du dich jedesmal: Warum machst du<br />

das, muß das sein? Nach einer Woche geht’s<br />

dann wieder und du freust dich schon auf das<br />

nächste Rennen. Sind gottseidank nur noch<br />

drei 24-Stunden-Rennen pro Saison. 8 Stunden,<br />

so wie in Oschersleben, das ist super.<br />

In Magny Cours hattet ihr mehr als Pech. Woran<br />

lags denn?<br />

Wir hatten kurz vor der Hälfte der Distanz einen<br />

Motorschaden, lagen zu diesem Zeitpunkt<br />

auf Platz sechs. Schade, hätte ein prima Resultat<br />

werden können. Magny Cours ist eh<br />

nicht so ganz leicht zu fahren, am Anfang regnete<br />

es stark, war ein richtiger Eiertanz. Das<br />

ist halt Langstrecke, die geht 24 Stunden und<br />

wird Sonntag nach<strong>mit</strong>tags um drei abgewunken,<br />

wenn du da nicht mehr dabei bist, bist du<br />

eben nicht mehr dabei. Punkt.<br />

Roman, Danke für das <strong>Interview</strong>.<br />

Wir wünschen dir eine erfolgreiche Saison.<br />

Bleib gesund.<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

Foto: André Birkenkampf<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

35


Text und Fotos: rs speedbikes<br />

Saisonauftakt für das rs speedbikes racing team<br />

Nach dem Abschluss der technischen Vorbereitung der Motorräder für die Langstreckensaison<br />

2012, in deren Mittelpunkt die Teilnahme am FIM Endurance WM Lauf in Oschersleben<br />

steht, wurde die 2012er BMW S1000RR auf dem Flugplatz in Großenhain fachgerecht<br />

eingefahren. Gemeinsam <strong>mit</strong> den Piloten Andreas Hänke, Tobias Kollan und Lars<br />

Albrecht wurden dann bei kühlen aber trockenem Wetter am Karfreitag am Eurospeedway<br />

Lausitz beim IDM Eröffnungstraining erste Abstimmungsarbeiten an den beiden BMW<br />

und der Honda vorgenommen. Wir konnten dabei erste positive Erfahrungen <strong>mit</strong> unserem<br />

neuen Reifenpartner PIRELLI sammeln und auch die Trageeigenschaften der neuen HJC<br />

Helme wurden positiv bewertet. Neben einigen Trainings für die WM Vorbereitung, steht<br />

die Erringung der Deutschen Langstreckenmeisterschaft auf dem Rennprogramm von<br />

rs speedbikes.<br />

Mechaniker Rene Burgardt beim Einfahren der 2012er BMW auf dem Flugplatz Großenhain.<br />

Auf nach Oschersleben!<br />

Motorsport Arena<br />

Internationale deutsche Motorradmeisterschaft<br />

04.-06. Mai 2012<br />

Tickets<br />

ab 15 €<br />

125 €<br />

Tickets unter:<br />

www.motorsportarena.com<br />

Einstellarbeiten an der BMW von Tobias Kollan.<br />

Der zweite Lauf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft findet<br />

in diesem Jahr in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Das Wochenende<br />

vom 4. bis 6. Mai ist Deutschlands besten Zweiradpiloten vorbehalten.<br />

Auf dem Programm stehen neun Rennen in sechs Klassen. Hier geht es<br />

darum, das richtige Setup zu finden und dieses am Folgetag beim Qualifying<br />

unter Beweis zu stellen. Zudem werden sich bereits am Samstag die Fahrer<br />

der Klassen Supersport und IDM 125/Moto3 beweisen müssen und ihre ersten<br />

Renndistanzen bezwingen.<br />

Die Starterliste der stärksten Serie, der IDM Superbike, ist noch längst nicht<br />

vollständig, aber bislang haben 20 Fahrer aus neun Nationen gemeldet, da<strong>mit</strong><br />

besticht die Klasse <strong>mit</strong> ihrer ausgesprochen vielfältigen Internationalität.<br />

Mit sieben deutschen permanenten Startern, darunter Größen wie Jörg<br />

Teuchert und Arne Tode, bleiben auch für die deutschen Motorradfans keine<br />

Wünsche offen.<br />

In der Startaufstellung der IDM Supersport geht es <strong>mit</strong> bislang 31 fest eingeschriebenen<br />

Fahrern schon enger zu. Spannende Duelle, in welchen sich<br />

die 16 deutschen Starter beweisen müssen, werden den Atem der Zuschauer<br />

stocken lassen. Durch den einzigartigen Arena-Charakter der Oscherslebener<br />

Rennstrecke, werden die Besucher fest ins Renngeschehen integriert,<br />

die Emotionen übertragen, der Rennablauf beeinflusst – Ideal für Motorradrennsport<br />

der Extraklasse.<br />

Doch auch die „Kleinen“ wollen ganz groß rauskommen, so wird die Klasse<br />

der IDM 125/Moto 3 genau wie die IDM Superbike eine Distanz von 21 Runden<br />

zurücklegen. Gespannt sein kann man auch hier auf reizvolle Rennen.<br />

Der Champion von 2010 – Luca Grünwald will neu angreifen, sein Teamkollege<br />

Florian Alt verfolgt gleiche Ziele. Man kann gespannt sein, wie sich die<br />

Talente im 27 Mann starken Feld verteidigen werden. Aber in der kleinsten<br />

der IDM Klassen gibt es seit diesem Jahr die Besonderheit, dass zwei Titel<br />

ausgetragen werden. Neben den 125er Maschinen werden sich die bis zu<br />

225ccm starken Moto 3 Bikes messen.<br />

Neben der publikumswirksamen IDM Sidecar sind auch die beiden Nachwuchsserien<br />

ADAC Junior Cup und Yamaha R6-Dunlop-Cup traditionell im<br />

Rahmen der IDM unterwegs.<br />

Nachwuchsförderung steht hoch im Kurs, so werden im ADAC Junior Cup<br />

Fahrer ab 13 Jahren auf den Maschinen ihr Können unter Beweis stellen. Mit<br />

einem Feld von 40 Startern werden die Ausnahmetalente ihre 35 PS Maschinen<br />

über die 15 Rennrunden im Griff haben müssen. In diesem Jahr werden<br />

in der „Klasse der jungen Wilden“ sogar 5 Mädchen vertreten sein.<br />

Aber auch die älteren Piloten haben noch Chancen professionell in den Motorsport<br />

einzusteigen und müssen sich auf den Yamaha-Serienmotorrädern<br />

profilieren. Der Yamaha R6 Dunlop Cup startet in diesem Jahr in seine 35.<br />

Saison und gehört so<strong>mit</strong> zu den erfolgreichsten Nachwuchsserien weltweit.<br />

Die Chancengleichheit durch die Einheitsbikes bringt die Fahrer an ihre<br />

sportlichen Grenzen und zeigt, warum fahrerisches Geschick den Zweiradmotorsport<br />

so attraktiv macht.<br />

Wer dieses Event nicht verpassen möchte, sollte sich den Termin vom 04.05.-<br />

06.05.2012 in der Motorsport Arena Oschersleben frei halten. Wochenendtickets<br />

gibt’s ab 33,- € inklusive Fahrerlagerzutritt. Kinder bis einschließlich<br />

12 Jahren haben freien Eintritt.<br />

Tickets und mehr Informationen unter: www.motorsportarena.com.<br />

Foto: Wilbers<br />

36 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


Foto: worldSBK<br />

Italienische Schikane<br />

Superbike- und Supersport WM<br />

in Imola/Italien<br />

Text: Bernd Lucas George<br />

Die ruhmreiche Rennstrecke „Enzo e Dino Ferrari“<br />

verfügt nicht nur über glorreiche Kurven <strong>mit</strong><br />

wohlklingenden Namen wie Tosa, Piratella, Rivazza<br />

und Acque Minerale. In den vergangenen<br />

Jahren wurden auch noch vier Schikanen in den<br />

Streckenverlauf integriert, um die Geschwindigkeiten<br />

auf dem 4.936 Meter langen Kurs, der im<br />

Stadtgebiet von Imola liegt, zu senken. Variante<br />

Villeneuve, - tamburello und – alta erfordern einen<br />

ganz speziellen Fahrstil. Bei der Variante basso<br />

kommt noch die zusätzliche Fehlkonstruktion zu<br />

tragen, dass diese Schikane auch den Weg in die<br />

Box frei gibt. Dadurch stellt dieser Notausgang<br />

eine zusätzlich Gefahr dar. Punkt vier der Tagesordnung<br />

bei den Rider Briefings waren dann<br />

auch die Sanktionen bei unsachgemäßer Nutzung.<br />

„Jeder Pilot, der sich nicht wieder an dem<br />

Punkt, an welchem die Strecke verlassen wurde<br />

auf die Strecke einfädelt wird <strong>mit</strong> einer Boxendurchfahrt<br />

bestraft.“ Bei Vergehen im Training<br />

wird die schnellste Runde gestrichen.“ Hätten nun<br />

die Teamchefs oder Piloten im Duden den Begriff<br />

„Schikane“ gesucht, wäre man zu folgendem Ergebnis<br />

gekommen: „Eine Schikane ist a. – eine<br />

(unter Ausnutzung staatlicher oder dienstlicher<br />

Machtbefugnisse getroffene) Maßnahme, durch<br />

die jemandem unnötig Schwierigkeiten bereitet<br />

werden; kleinliche, böswillige Quälerei. Unter der<br />

weiteren Strichaufzählung findet sich dann noch<br />

: – (Sport) in eine Autorennstrecke eingebauter<br />

schwieriger Abschnitt, der zur Herabsetzung der<br />

Geschwindigkeit zwingt und -(schweizerisch) Hindernis,<br />

das auf oder an einer Straße angebracht<br />

ist, um Fahrzeuge zu einer Minderung des Tempos<br />

zu veranlassen, Fußgänger vom Überqueren<br />

einer Straße abzuhalten.<br />

Treffender werden nach dem Imola Wochenende<br />

einige Teamchefs, Fahrer und Fans die im Duden<br />

genannten „Synonyme zu Schikane“ finden: Bösartigkeit,<br />

Boshaftigkeit, Bosheit, Böswilligkeit,<br />

Gemeinheit, Niederträchtigkeit, Quälerei, Ruchlosigkeit;<br />

(gehoben) Niedertracht.<br />

Wieso dieser Exkurs? In besagter Variante basso<br />

spielten sich in allen Rennen rennentscheidende<br />

Aktionen ab und sorgten für hitzige Diskussionen,<br />

die der Strecke Imola einen Verbleib im Superbike-WM<br />

Kalender sicherlich schwer machen werden!<br />

Superbike Training<br />

Das erste freie Training entwickelte sich ganz<br />

nach dem Wunsch der Tifosi. Landsmann und<br />

BMW Motorrad Italia Pilot Ayrton Badovini setzt<br />

beim Heimrennen in Imola <strong>mit</strong> einer 1:49.081<br />

die erste Bestzeit im ersten freien Training und<br />

schob da<strong>mit</strong> seinen farblosen Auftritt in Australien<br />

schnell in die Ablage Vergessenheit. BMW<br />

Italien Boss Buzzoni, der vor einigen Jahren noch<br />

Deutschland-Chef von Ducati war, wirbelte dann<br />

auch entsprechend aufgekratzt durch das Fahrerlager:<br />

ein schöneres Highlight konnte er den erstmals<br />

anwesenden Sponsoren aus Österreich nicht<br />

bieten. Bei perfektem Wetter fuhr Effenbert Pilot<br />

Sylvain Guintoli auf Rang zwei, während Weltmeister<br />

Carlos Checa <strong>mit</strong> der nächsten Ducati als<br />

Dritter geführt wurde. Kawasaki-Pilot Tom Sykes<br />

zeigte sich ebenfalls gut aufgelegt und komplettierte<br />

die provisorische erste Startreihe. Mit Max<br />

Biaggi und der besten Aprilia fand sich der nächste<br />

Italiener auf dem fünften Platz. Im wenige<br />

Stunden später beginnenden ersten Zeittraining<br />

gaben dann die beiden Motocard-Kawasakis lange<br />

den Ton an. In der Endphase konnte dann aber<br />

Jakub Smrz <strong>mit</strong> der Effenbert Liberty Racing<br />

Ducati sich die die Freitagspole holen, in dem er<br />

das Kawasaki-Duo Lascorz/Sykes von der Spitze<br />

verdrängte. Auf Rang Vier kam Max Biaggi vor Jonathan<br />

Rea, der gute Erinnerungen an Imola hat.<br />

Auf dem sechsten Platz folgte Leon Haslam, <strong>mit</strong><br />

der nun schnellsten BMW. „Gehen ist <strong>mit</strong> dem<br />

Fuß noch schmerzhaft. Aber auf dem Motorrad<br />

habe ich keine Probleme“, verriet Haslam, der da<strong>mit</strong><br />

den Adrenalin-Schub eines Superbikes unter<br />

Beweis stellte. Carlos Checa war Siebter, während<br />

Badovini als Zwölfter sich lediglich im Mittelfeld<br />

fand. BMW-Italien Neuzugang Michel Fabrizio<br />

war lediglich 19. – entsprechend lang waren die<br />

Gesichter beim „Blau-Goldenen-Team“ und Chef<br />

Serafino Foti. Doch noch war alles offen, fanden<br />

sich doch die besten 10 innerhalb von 0.410<br />

Sekunden, die Top 15 auch noch innerhalb von<br />

0.813 Sekunden.<br />

Am Samstagmorgen ging es dann motiviert weiter<br />

zur Sache. Allen war klar, dass in Imola überholen<br />

schwierig ist und man in der Startaufstellung<br />

deshalb möglichst weit vorne stehen sollte. Tom<br />

Sykes und seine Kawasaki ZX 10 nahmen sich<br />

diese Vorgabe zu Herzen und führten die Zeitenliste<br />

nach der zweiten Qualifikation an. Die gleiche<br />

Leistung hatte der Mann aus Huddersfield auch<br />

in Australien geliefert. Seine schnellste Runde<br />

war eine 1:47.458 Minuten. Die Bedingungen auf<br />

der Strecke wurden im Laufe des Trainings immer<br />

besser und fast alle Piloten konnten sich verbessern.<br />

Was auch für den Franzosen Sylvain Guintoli<br />

auf Position zwei zutraf. Leon Haslam kam <strong>mit</strong><br />

der S 1000 RR auf Drei, gefolgt von Carlos Checa<br />

und Haslams Teamkollege Marco Melandri - der<br />

da<strong>mit</strong> bester Italiener war, sich aber sichtlich<br />

mehr erhofft hatte. Das hatten sicher auch Supersport-Weltmeister<br />

Chaz Davies, Michel Fabrizio<br />

und Rückkehrer John Hopkins. Doch <strong>mit</strong> mehr<br />

als den geringen 1,4 Sekunden Rückstand auf die<br />

Bestzeit gab es keine Zulassung zur Superpole<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

37


SBK IN IMOLA<br />

und den Dreien blieben nur die Startplätze 17-19.<br />

Noch bitterer lief es für den ehemaligen 250er<br />

Weltmeister Aoyama: als 23. rangierte er hinter<br />

dem SBK-Rookie McCormick.<br />

Superpole<br />

Die Ersten, für die die Superpole am Samstagnach<strong>mit</strong>tag<br />

lediglich 15 Minuten dauerte, waren<br />

Badovini (16.), Leon Camier, Nicolo Canepa und<br />

Maxime Berger. Auch hier ging es um Zehntelsekunden<br />

und Anspannung war in der gesamten<br />

Boxengasse zu spüren. Checa Teamkollege Giugliano<br />

war der erste, der Kontakt zur Rennleitung<br />

hatte, als ihm die schnellste Runde wegen einem<br />

Verbremser in der Schikane (<strong>mit</strong> falschem Wiedereinfädeln!)<br />

die schnellste Runde gestrichen<br />

wurde. Der Ducati-Pilot aus Rom und aktuelle<br />

Superstock Champion ging dann auch <strong>mit</strong> flatternden<br />

Nerven in die nächste Superpole-Sitzung.<br />

Zunächst kämpfte er <strong>mit</strong> technischen Problemen,<br />

was ihn in die Box zwang um kurz danach auf der<br />

Strecke von der Ducati zu fliegen und die vorläufige<br />

Endstation und Startplatz 12 für das Rennen<br />

zu erreichen. Laverty war als 11. nur geringfügig<br />

erfolgreicher, musste sich aber hinter den Privatfahrern<br />

Smrz und Zanetti einreihen.<br />

Im Zeiten-Fahren der letzten Acht setzte sich dann<br />

Tom Sykes <strong>mit</strong> der Kawasaki zum zweiten Mal in<br />

diesem Jahr perfekt in Szene. Mit einer 1:46.748<br />

Rundenzeit in Superpole 3 schaffte er wie schon<br />

in Australien die Pole. Sylvain Guintoli unterstrich<br />

<strong>mit</strong> der Effenbert Liberty Ducati seine starke<br />

Frühjahrsform und klassierte sich auf Rang zwei.<br />

Dazu musste er aber einige Attacken von Carlos<br />

Checa abwehren, der im entscheidenden Momente<br />

nur noch gebrauchte Reifen zur Verfügung<br />

hatte. Leon Haslam kam als bester BMW-Fahrer<br />

auf Rang Vier und schlug da<strong>mit</strong> in der „Werkswertung“<br />

wenigstens Max Biaggi und Aprilia Racing,<br />

die sich <strong>mit</strong> Platz Fünf zufrieden geben mussten.<br />

Marco Melandri wurde beim Heimspiel (er hat weniger<br />

als 50 Kilometer bis zur Haustür) lediglich<br />

Sechster. Honda-Pilot Jonathan Rea holte sich<br />

Rang Sieben, musste aber auch einen heftigen<br />

Highsider <strong>mit</strong> starkem Aufprall hinnehmen. Die<br />

zweite Reihe wird von Joan Lascorz <strong>mit</strong> der zweiten<br />

motocard-Kawasaki komplettiert, dem die<br />

fast volle Sekunde (0.992) Abstand zum Teamkollegen<br />

recht nahe gingen.<br />

Superbike Rennen Eins<br />

Superpole-Gewinner Tom Sykes.<br />

Fand die Superpole noch bei 26 Grad statt, so<br />

wurden beim Warm-Up gerade mal die Hälfte an<br />

Thermometer-Ausschlag registriert. Dem Briten<br />

Sykes machte das am wenigsten aus und er war<br />

Schnellster vor Checa. In der Startaufstellung<br />

konnte man dann Mitleid <strong>mit</strong> den spärlich bekleideten<br />

Schirmhalterinnen haben, da die Temperaturen<br />

nochmals gesunken waren und nur knapp<br />

zweistellige Werte erreichten.<br />

Doch <strong>mit</strong> dem Löschen der roten Ampel waren<br />

solche Gedanken vergessen. Sykes gewann den<br />

Start und übernahm aus der Reihe <strong>mit</strong> Guintoli,<br />

Checa und Haslam die Führung. Hinter den<br />

ersten Vier schoss aus der zweiten Reihe Biaggi<br />

energisch nach vorne und biegt als Dritter in die<br />

erste Kurve ein. Mit dem Einbiegen hat dagegen<br />

Camier seine Probleme und feuert die GSXR<br />

1000 neben die Strecke. Auf 4 fährt Guintoli vor<br />

Haslam und Laverty.<br />

Am Ende der ersten Runde folgen dann Davies<br />

und Guintoli unfreiwillig dem Handeln von Camier.<br />

Beide stürzen heftig, weil Haslam seine Linie<br />

nicht halten kann und Guintoli in den Kies drängt.<br />

Haslam schlüpft <strong>mit</strong> einem Satz noch auf die<br />

Strecke, doch der Franzose kommt bei der Rückkehr<br />

auf den Streckenrand ins trudeln , stürzt und<br />

katapultiert Davies ins Aus. Ort des Geschehens<br />

Foto: Hans Denzler<br />

war eine Schikane. Eine weitere Schikane wird<br />

für Melandri problematisch. Entweder, weil der<br />

Ex-MotoGP-Pilot den Bremspunkt verpasst, oder<br />

weil er seine Boxencrew kontrollieren will, biegt er<br />

ab. Melandri fährt durch die Boxengasse, verliert<br />

mehrere Plätze, reiht sich aber dann wieder ein<br />

und umgeht eine Bestrafung. Die Nationalität des<br />

Piloten spielte dabei sicher keine Rolle.<br />

Vorne führt Tom Sykes vor Weltmeister Checa.<br />

Haslam hat sich hinter Landsmann Rea eingenistet,<br />

macht aber durch seinen Fahrstil klar, dass<br />

er dort nicht alt werden will.<br />

Biaggi ist Vierter vor seinem Markengefährten Laverty,<br />

der wieder sein Tempo gefunden hat. Biaggi<br />

hat aber sowohl deutlichen Abstand zu Checa vor<br />

ihm, als auch zu dem ihn verfolgenden Laverty.<br />

Dann forciert Laverty das Tempo, macht reichlich<br />

Meter gut, die er aber schnell wieder verliert, als<br />

er den Bremspunkt der Schikane verpasst. Auf<br />

dem sehr guten 7. Platz fährt Neueinsteiger Zanetti<br />

vor Berger <strong>mit</strong> der dritten Effenbert Ducati.<br />

Als es in die 4. Runde geht ist Badovini 9. vor<br />

Fabrizio und dem Schnellaufsteiger Brett McCormick<br />

aus Kanada. Zu diesem Zeitpunkt versucht<br />

Sykes sich <strong>mit</strong> weiteren schnellen Runden vom<br />

amtierenden Weltmeister abzusetzen. Doch umgehend<br />

schließt Checa die Lücke wieder. Zanetti<br />

zeigt wenig Respekt und ist in der nächsten Runde<br />

an Werkspilot Laverty vorbei und attackiert<br />

danach erstmals Rea. Doch der Honda-Pilot kann<br />

die Angriffe der Pata Ducati vorerst noch abwehren.<br />

Als sieben Runden gefahren sind, umrundet<br />

Lascorz vor Melandri, Fabrizio, Aoyama, Smrz,<br />

Canepa und Hopkins (15.) den Kurs. Dabei wird<br />

ganz besonders herzhaft um den 11. Platz gestritten.<br />

Aus dem erwähnten Getümmel verabschiedet<br />

sich dann Fabrizio – genau, <strong>mit</strong> einem<br />

Boxengassen-Verbremser.<br />

Als das erste Drittel zu Ende geht, kann Melandri<br />

an Lascorz vorbei ziehen und Mark Aitchison sich<br />

Anerkennung bei einem Angriff auf den 20 jährigen<br />

McCormick holen, der aber sofort gekontert<br />

wird. Der ebenfalls von einer Verletzung behinderte<br />

Argentinier Mercado ist gut unterwegs und hält<br />

sich vor dem doch etwas enttäuschenden Badovini.<br />

Bei Halbzeit hat sich Checa in den Windschatten<br />

der immer noch führenden Kawasaki gearbeitet.<br />

Und geht dann beim Anbremsen der tiefsten Kurve<br />

von Imola am Briten vorbei in Führung. Berger<br />

und Lascorz streiten sich heftig, wogegen der Ami<br />

Hopkins endlich McCormick hinter sich hat. Beide<br />

dürfen sich aber auch keinen Fehler erlauben,<br />

weil Aitchison von hinten <strong>mit</strong> der privaten BMW<br />

drückt. Es sind noch 8 Runden zu absolvieren, als<br />

Foto: Wolfgang Zech<br />

Über Nacht änderte sich das Wetter dramatisch.<br />

Podium zu Lauf 1, Checa gewinnt vor Sykes und Haslam.<br />

38 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


SBK IN IMOLA<br />

Laverty an Rea vorbei fährt. Ganz vorne hat Checa<br />

einen deutlichen Abstand zwischen sich und<br />

den Zweiten Sykes gelegt. Haslam ist dagegen<br />

schon fast im Windschatten von Biaggi angekommen.<br />

Zwei Runden später ist Zanetti an Laverty<br />

dran und Haslam macht tüchtig Druck auf den<br />

anderen Aprilia Werksfahrer Biaggi. Der BMW-<br />

Mann kommt dann auch beim zweiten Versuch<br />

am Römer vorbei. Tapfer, wenn man die Beinverletzung<br />

bedenkt. Melandri ist Achter hinter Rea<br />

und McCormick hat sich Aoyama zwischenzeitlich<br />

geschnappt. Bitter für den Honda-Angestellten<br />

und letzten 250er Weltmeister, dass er dann<br />

auch noch den möglichen Punkterang an den<br />

argentinischen Rookie Mercado verliert. Fast alle<br />

Italiener um die Strecke hoffen dann, dass Biaggi<br />

sich den Podestplatz vom Briten Haslam zurück<br />

holen kann. Drei Runden vor der Zieldurchfahrt<br />

ist Laverty an Zanetti vorbei und Badovini und<br />

Aitchison sind beide <strong>mit</strong> ihren BMWs an Aoyamas<br />

Honda vorbei gefahren. Mächtig in den Hintern<br />

beißen möchte sich sicherlich Zanetti, der in der<br />

drittletzten Kurve noch durch das Gras muss und<br />

da<strong>mit</strong> den möglichen 6. Platz an Melandri verliert.<br />

Weil auch noch Lascorz vorbei huscht, wird<br />

er nur 8. Verdient hätte der Pata-Pilot durchaus<br />

mehr.<br />

Max Biaggi wurde zwei Mal undankbarer Vierter.<br />

Foto: Wolfgang Zech<br />

King Carlos von Imola.<br />

Foto: Hans Denzler<br />

Guigliani Jagd auf seinen berühmten Landsmann<br />

Melandri macht. Für einen weiteren Italiener<br />

läuft das Rennen vor heimischem Publikum nicht<br />

wunschgemäß: in Runde Zwei geht der Römer Fabrizio<br />

in die Box und stellt die italienische BMW<br />

ab. Die ersten Drei <strong>mit</strong> Sykes, Checa und Biaggi<br />

versuchen der Box fern zu bleiben und setzen sich<br />

deutlich vom Vierten, Haslam ab. Auf Position 11<br />

zanken in diesem Lauf Canepa und Camier, Maxime<br />

Berger hält als 15. den möglichen letzten<br />

Punkt. Als sich dann sein Teamkollege Guintoli<br />

verbremst und auf den 15. Platz zurück fällt,<br />

sieht es für Berger noch besser aus.<br />

In Runde 4 liefert Haslam die zunächst schnellste<br />

Rennrunde und bringt sich da<strong>mit</strong> näher an das<br />

Führungstrio. Die gleiche Runde ist auch die letzte<br />

für John Hopkins, der seine Suzuki in der Box<br />

abstellt. In Runde 6 geht dann Marco Melandri<br />

am ehemaligen MotoGP-Piloten Canepa vorbei<br />

und Biaggi kann sich dank Vierzylinder-Power vor<br />

Checa setzen.<br />

Vor der Boxenanlage geht Checa wieder an Biaggi<br />

vorbei, doch der Römer kontert sofort und während<br />

Checa den Kopf schüttelt, wird er auch von<br />

Haslam geschnappt. All diese atemberaubenden<br />

Aktionen sieht Leader Sykes nicht, doch der Mann<br />

aus der Nähe von Nottingham freut sich sicherlich<br />

Superbike Rennen Zwei<br />

Den Start zu Rennen Zwei gewinnt Biaggi <strong>mit</strong><br />

einem Raketenstart aus Reihe Zwei. Doch nach<br />

der ersten Runde geht Tom Sykes an Biaggi<br />

vorbei in Führung. Der Brite in spanischen –japanischen<br />

Diensten ist ganz offensichtlich hoch<br />

motiviert und will seine zweite Pole der Saison<br />

endlich in einen Rennsieg umwandeln. Da<strong>mit</strong><br />

lautet die Reihenfolge Sykes-Biaggi-Checa-Laverty-Haslam-Guintoli,<br />

wobei letzter sich nach dem<br />

Crash sehr lange im Medical-Center aufhielt. „Ich<br />

habe meinen Arzt in Großbritannien aufgesucht.<br />

Die Rippe ist nicht gebrochen, was die Erholungszeit<br />

deutlich verkürzen wird, wenn die schweren<br />

Blutergüsse einmal verschwunden sind. Ich bin<br />

noch immer frustriert über das erste Rennen,<br />

weil wir in den Trainings einen so guten Job gemacht<br />

haben. Ich habe mich bereit gefühlt, um<br />

das Podium zu kämpfen, aber das war aufgrund<br />

des Fehlers eines anderen Fahrers nicht möglich.“<br />

Doch zurück zum zweiten Rennlauf, der noch zu<br />

erledigen ist.<br />

Ohne Umwege hält sich Melandri auf Platz 7 vor<br />

dem sehr starken Guigliani, Lascorz und Smrz.<br />

Beachtlich ist dabei, wie respektlos der Italiener<br />

Action, Laverty vor Melandri und David Giugliano.<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

39<br />

Foto: worldSBK


SBK IN IMOLA<br />

Nach seiner Verletzung konnte Hopper<br />

in Imola wieder am Hebel ziehen.<br />

über den um mehr als eine Sekunde vergrößerten<br />

Vorsprung. Herzhaft wird bei Halbzeit um Platz 5<br />

gekämpft. Melandri, Guintoli, Laverty, Smrz und<br />

Canepa, wie auch Rea wollen dort hin. Während<br />

Aoyama ausrollt, führt Melandri immer noch die<br />

geschilderte Großkampfgruppe an. Vorne haben<br />

sich zwei Paare in Form von Sykes-Checa und<br />

Biaggi-Haslam gefunden. In der 13. Runde geht<br />

Leon Haslam an Max Biaggi vorbei und Checa<br />

lauert am Heck der Kawasaki <strong>mit</strong> der Nummer<br />

66. Nur eine Runde später hat sich Laverty am<br />

aufmüpfigen - dabei aber starken - Guigliani<br />

vorbeigearbeitet. Die Ducati-Box <strong>mit</strong> Firmenchef<br />

del Torchio jubelt, als zeitgleich Checa erstmals<br />

in Führung geht. In der Kampfgruppe dreht sich<br />

eine Runde später wieder alles, als Melandri nach<br />

einem heftigen Rutscher auf Position 10 zurückgereicht<br />

wird. Aufsteiger Guigliano ist jetzt Fünfter<br />

vor Laverty.<br />

Als die Boxentafeln die letzten 5 Runden anzeigen,<br />

liegen überall die Nerven blank und das Material<br />

wird maximal beansprucht. Besonders Rea<br />

macht deutlich, dass er am Li<strong>mit</strong> unterwegs ist,<br />

als er ins Heck von Landsmann Laverty donnert<br />

und den Notausgang nehmen muss. Canepa, der<br />

bis dahin <strong>mit</strong> der Red Devil Ducati ein tolles Rennen<br />

fuhr, stürzt in der Schikane vor den Boxen.<br />

Wo sonst?<br />

In dieser Phase des Rennens quetscht sich Laverty<br />

wieder vorbei auf die 6. Position. Mit dem<br />

Beginn der letzten Runde wird dann klar, dass<br />

heute nicht alle die Zielflagge sehen. Dachte der<br />

Zuschauer zunächst, Haslam könnte noch einen<br />

Angriff auf die zweitplazierte Kawasaki starten,<br />

so musste sich der beste BMW Pilot nun vor Biaggi<br />

hüten. Doch <strong>mit</strong> einer starken Leistung kann<br />

sich Haslam in dieser letzten Runde Biaggi vom<br />

Fell halten. Für eine Attacke auf Sykes ist es aber<br />

zu spät. Auch wenn das Resultat auf den ersten<br />

vier Plätzen identisch <strong>mit</strong> dem ersten Lauf ist,<br />

so war es doch ein enorm spannendes Rennen.<br />

Besonders das Mittelfeld lieferte dabei reichlich<br />

Foto: worldSBK<br />

Kurzweil. Carlos Checa<br />

zeigte sich auch im zweiten<br />

Rennen extrem stark, holte<br />

seinen ersten Doppelsieg<br />

2012 und übernahm die<br />

WM-Führung. Tom Sykes<br />

holte zweimal 20 Punkte<br />

und ist WM-Dritter, lediglich<br />

6 Punkte hinter Checa.<br />

Noch dazu holte der „Grüne“<br />

in 1:47.552 Minuten<br />

einen neuen Streckenrekord.<br />

Viel Lob verdient auch<br />

Haslam, der seine Verletzung<br />

ausblendete und zwei<br />

fast fehlerfreie (Sturzverursacher<br />

in Lauf 1) ablieferte<br />

und nun WM-Vierter ist.<br />

Max Biaggi kam erneut<br />

als Vierter ins Ziel, musste<br />

die WM-Führung aber<br />

an Checa abgeben. Trotz<br />

Kiesausflug erreichte Rea als Fünfter das Ziel vor<br />

Laverty. Melandri blieb deutlich hinter den Erwartungen<br />

zurück. Was aber auch für BMW Motorrad<br />

Italia gesagt werden muss. Mit durchweg guten<br />

Leistungen glänzten die Rookies, was für ein sehr<br />

kompaktes Feld und gute Unterhaltung sorgte.<br />

In der WM-Tabelle führt Checa nach vier Rennen<br />

<strong>mit</strong> 75 Punkten, Biaggi hat 71, Sykes 69, Haslam<br />

47 und Melandri 46, vor Rea <strong>mit</strong> 40 und Smrz <strong>mit</strong><br />

30 auf Position Sieben.<br />

Direkt nach dem Rennen standen für einige<br />

Teams weitere Testfahrten an. Freude und Leid lagen<br />

dabei für Kawasaki dicht beieinander. Sykes<br />

fuhr Bestzeit, erfuhr aber dann in der Box, dass<br />

Kollege Lascorz schwer gestürzt war und <strong>mit</strong> Wirbelverletzungen<br />

ins künstliche Koma gelegt wurde.<br />

Zwischenzeitlich ist der talentierte Spanier<br />

wieder bei Bewusstsein und kann die Arme auch<br />

wieder bewegen. Sorgen machen aber die Beine.<br />

<strong>Speed</strong> schickt die Wünsche für eine gute Besserung<br />

nach Spanien.<br />

Supersport<br />

Das Lorenzini Team hatte den italienischen Supersport-Lauf<br />

zuvor als Test genutzt und Sheridan<br />

Morais konnte diesen Vorteil in die Freitagspole<br />

verwandeln. Dahinter rangierte Sam Lowes<br />

vor Broc Parkes und Fabien Foret. Weniger gut<br />

kam Morais Teamkollege Sofuoglu in Fahrt: der<br />

WM-Führende hatte sich bei den Tests das Knie<br />

verletzt und musste <strong>mit</strong> einer frischen Schraube<br />

an den Start gehen. Am Samstag sicherte sich<br />

dann Lowes die Pole in einer dramatischen, weil<br />

unterbrochenen Sitzung. Morais lag lange an der<br />

Spitze, verlor diese aber in der letzten Minute. Sofuoglu<br />

holte sich Rang Drei - trotz übler Knieverletzung<br />

und Blessuren am Fuß. Dahinter gehen<br />

Jules Cluzel und Broc Parkes vor Fabien Foret in<br />

das zweite Saisonrennen, welches mehr als nervenaufreibend<br />

wurde.<br />

Doch zunächst holte sich Sofuoglu den Start vor<br />

Lowes, Morais, Cluzel und Foret. Toth ist 7. vor<br />

Parkes. Aber der schnelle Türke verbremst sich<br />

am Ende der ersten Runde in der berühmten<br />

Schikane vor der Box. Er schlägt einen Bogen,<br />

lässt noch eine Handvoll Piloten vorbei und fährt<br />

dann weiter. Lowes vor Morais, Cluzel, Foret und<br />

Sofuoglu lautet die Reihenfolge bei der nächsten<br />

Vorbeifahrt. Der Auftaktsieger hat ca. 80 Meter<br />

Abstand zu Toth, doch er hat seine Rechnung<br />

ohne die Rennleitung gemacht, die ihm eine Boxendurchfahrt<br />

aufbrummt. In dem dichten Feld<br />

käme diese einem Punkteausschluss gleich. Also<br />

ignoriert der Kawasaki Pilot Strafe und rollt erst<br />

als er die schwarze Flagge sieht wutschnaubend<br />

in die Box. Wie problematisch die ganze Aktion<br />

ist, wird deutlich als noch 4 weitere Piloten diese<br />

Strafe erhalten und fast alle die Flagge ebenfalls<br />

übersehen. Als nächste werden zur Durchfahrt<br />

Jessopp und Matthew Scholz „geladen“. Auch<br />

Scholz übersieht.<br />

Als das erste Renndrittel zu Ende geht, pfeift sich<br />

Cluzel <strong>mit</strong> einem Rutscher aus dem Rennen. In<br />

Runde 6 geht dann Morais in Führung und auch<br />

Foret nutzt die Möglichkeit, Lowes zu überholen.<br />

Am Ende der 8. Runde gibt es dann das nächste<br />

„Schikanen Schicksal“: Morais verbremst<br />

sich und muss mächtig zaubern. Foret hat selbst<br />

Schwierigkeiten, kann aber kaltschnäuzig am<br />

Südafrikaner vorbei. Noch kaltschnäuziger agiert<br />

aber Lowes, der an beiden vorbei geht. Tamburini<br />

hat sich auf Platz 6 vorgearbeitet. Bei Halbzeit<br />

geht dann die Kawasaki des Intermoto Teams in<br />

Führung, und setzt sich in den folgenden Runden<br />

von Sam Lowes ab. Während Metcher die vierte<br />

Durchfahrtsstrafe erhält, etabliert sich der stark<br />

fahrende Leonov auf dem 7. Platz. Vier Runden<br />

vor dem Ziel scheinen die Spitzenplätze vergeben,<br />

doch Morais verbremst sich – klar, in einer<br />

Schikane - und wirft seinen dritten Platz weg. Drei<br />

Runden vor Schluss erhält die fünfte Durchfahrtsstrafe<br />

unser tschechischer Freund Lukas Pesek.<br />

Im „Fahrerlager-Ranking“ ist Imola an diesem<br />

Wochenende massiv ins Bodenlose abgerutscht!<br />

Doch zurück in die letzte Runde: die beiden Überrundeten<br />

Blokin und Polzer werden noch überrundet,<br />

doch Foret gewinnt seinen 3. Lauf in Imola<br />

und übernimmt die WM Führung. Tamburini kann<br />

fast noch Quarmby den 3. Platz abjagen. Doch<br />

er muss sich da<strong>mit</strong> begnügen, dass - wie Biaggi<br />

zuvor - der beste Italiener auf dem 4. Platz einläuft.<br />

Foret, der älteste im Supersport-Feld war enorm<br />

happy: „Das ist eine gute Strecke für mich und<br />

wir haben einen guten Start in die Saison gehabt.<br />

Das Team hat sehr hart für mich gearbeitet<br />

und mir ein tolles Bike hingestellt. Es war nicht<br />

das leichteste Wochenende und ich war Sechster<br />

im Qualifying, aber am Ende lief es sehr gut für<br />

mich, das Team und alle anderen.“<br />

Foret führt die Tabelle nun <strong>mit</strong> 45 Punkten an,<br />

14 vor Sam Lowes <strong>mit</strong> 31. Für Kawasaki war es<br />

der zwölfte Sieg in der World Supersport und<br />

Foto: worldSBK<br />

Foto: Wolfgang Zech<br />

Identisches Podium wie in Lauf eins, Checa vor Sykes und Haslam.<br />

Jules Cluzel verabschiedet sich <strong>mit</strong> Sturz aus dem Rennen.<br />

40 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


nach Sofuoglus Erfolg in Australien der zweite in Folge für den Hersteller<br />

aus Akashi.<br />

Rundenrekord von 1:51.102 Minuten vorweisen.<br />

Superstock 1000<br />

Markus Reiterberger sorgte am Freitag für ein Highlight, als er die Bestzeit<br />

fuhr. Im zweiten Training fand der superschnelle Kreidler-Fan noch eine halbe<br />

Sekunde und wurde lediglich durch La Marra von seiner ersten Pole ferngehalten.<br />

Eigentlich belegte Lorenzo Baroni vom Team BMW Motorrad Italia<br />

den zweiten Platz, doch er musste seine schnellste Runde den „Schikanen-<br />

Gesetzen“ opfern.<br />

Das Rennen fand dann in zwei Teilen statt, nachdem die Maschine vom gestürzten<br />

Pedrosa (nein, der Brasilianer Heber Pedrosa ist nicht <strong>mit</strong> Dani<br />

verwandt) auf der Strecke liegen geblieben war. Pech für Markus Reiterberger,<br />

der auf einem komfortablen dritten Platz fuhr, als in der 6. Runde <strong>mit</strong><br />

Rot abgebrochen wurde. Beim Neustart gab es ein Sprintrennen über fünf<br />

Runden. Sylvain Barrier (BMW Motorrad Italia) hatte das Glück, dass er noch<br />

einen fast frischen Reifen für diesen Sprint aufziehen konnte und führte das<br />

neu gestartete Rennen vor Landsmann Loris Baz (MRS Kawasaki) bei der<br />

In der Superstock1000 heißt der Sieger Barrier<br />

vor Loris Baz und La Marra.<br />

Zielankunft an. Die neue Ducati Panigale 1199 kam beim Debüt dank Eddi<br />

La Marra (Barni Racing Team Italia) auf Rang drei.<br />

Markus Reiterberger und sein alpha Racing Team hatten <strong>mit</strong> der BMW weniger<br />

Glück, da Markus schwer <strong>mit</strong> den nachlassenden Reifen haderte. Doch<br />

<strong>mit</strong> einem Rückstand von nur 1.240 Sekunden auf den Sieger wurde er immerhin<br />

noch Vierter, nach dem er lange auf Podestkurs fuhr. Auf Fünf folgte<br />

Team Pedercini Kawasaki-Fahrer Bryan Staring, der Fabio Massei vom Ten<br />

Kate Junior Team auf Rang sechs deutlich hinter sich lassen konnte.<br />

Von Lorenzo Baroni konnte man das Fluchen durch den Helm hören: Der<br />

BMW Pilot bekam eine Durchfahrtsstrafe, weil er den Notausgang der Schikane<br />

nehmen musste. Vielleicht sollte Imola mal beim Streckenbauer nachfragen.<br />

Falls es aber ein der Mafia nahestehendes Unternehmen ist, will ich<br />

nichts gesagt haben!<br />

Superstock 600<br />

Erfreulicherweise ist ja auch die kleinere Superstock Klasse aus deutscher<br />

Sicht interessant, weil ja <strong>mit</strong> dem Mosbacher Marvin Fritz ein großes Talent<br />

zu einem Startplatz gekommen ist. In den Trainings verbesserte er sich kontinuierlich<br />

und sicherte sich Startplatz 14. Die Pole ging an Riccardo Russo,<br />

der für das Team Italia eine Yamaha pilotiert. Mitfavorit <strong>Michael</strong> van der<br />

Mark <strong>mit</strong> der Ten Kate Honda war Zweitschnellster, während Nacho Calero<br />

Perez Startplatz 3 holte.<br />

Foto: worldSBK Foto: worldSBK<br />

Das Rennen wurde dann die Beute von Polesetter Russo, der das Feld souverän<br />

kontrollierte und <strong>mit</strong> einem Vorsprung von 2.536 Sekunden siegte.<br />

Der Spanier Nacho Calero Perez ist <strong>mit</strong> bisher 38 Superstock-Rennen der<br />

erfahrenste Starter, konnte aber den Sieg des Lokalmatadors nicht gefährden.<br />

Den dritten Platz belegte <strong>Michael</strong> van der Mark. Marvin Fritz kämpfte<br />

in einer großen Gruppe und konnte bedingt durch das Gedränge seine Trainingszeiten<br />

nicht wiederholen. Platz 12 ist aber eine großartige Leistung<br />

und wir sehen bestimmt noch mehr tolle Rennen von dem jungen Mann <strong>mit</strong><br />

der Racedays-Kawasaki. Der vierte Platz in Rennen und Meisterschaft ging<br />

an den Wildcardfahrer Nicola Jr. Morrentino <strong>mit</strong> einer Yamaha R6.<br />

Superbike Superpole in Imola<br />

1 Tom Sykes Kawasaki Racing Team 1‘46.748<br />

2 Sylvain Guintoli Team Effenbert Liberty Racing 1‘47.221<br />

3 Carlos Checa Althea Racing 1‘47.423<br />

4 Leon Haslam BMW Motorrad Motorsport 1‘47.458<br />

5 Max Biaggi Aprilia Racing Team 1‘47.611<br />

Superbike 1. Rennen in Imola<br />

1 Carlos Checa Althea Racing 38‘06.264<br />

2 Tom Sykes Kawasaki Racing Team 38‘09.470<br />

3 Leon Haslam BMW Motorrad Motorsport 38‘11.857<br />

4 Max Biaggi Aprilia Racing Team 38‘12.783<br />

5 Eugene Laverty Aprilia Racing Team 38‘30.926<br />

6 Marco Melandri BMW Motorrad Motorsport 38‘33.525<br />

7 Joan Lascorz Kawasaki Racing Team 38‘33.648<br />

8 Lorenzo Zanetti PATA Racing Team 38‘34.563<br />

Superbike 2. Rennen in Imola<br />

1 Carlos Checa Althea Racing 37‘57.571<br />

2 Tom Sykes Kawasaki Racing Team 37‘59.506<br />

3 Leon Haslam BMW Motorrad Motorsport 38‘00.540<br />

4 Max Biaggi Aprilia Racing Team 38‘00.917<br />

5 Jonathan Rea Honda World Superbike Team 38‘16.496<br />

6 Eugene Laverty Aprilia Racing Team 38‘18.751<br />

7 Jakub Smrz Liberty Racing Team Effenbert 38‘18.963<br />

8 Leon Camier Crescent Fixi Suzuki 38‘21.368<br />

Supersport Qualifying in Imola<br />

1 Sam Lowes Bogdanka PTR Honda 1‘51.436<br />

2 Sheridan Morais Kawasaki DeltaFin Lorenzini 1‘51.901<br />

3 Kenan Sofuoglu Kawasaki DeltaFin Lorenzini 1‘52.028<br />

4 Jules Cluzel PTR Honda 1‘52.100<br />

5 Broc Parkes Ten Kate Racing Products 1‘52.167<br />

Supersport Rennen in Imola<br />

1 Fabien Foret Kawasaki Intermoto Step 35‘44.653<br />

2 Sam Lowes Bogdanka PTR Honda 35‘45.227<br />

3 Ronan Quarmby PTR Honda 36‘01.919<br />

4 Roberto Tamburini Team Lorini 36‘01.923<br />

5 Vittorio Iannuzzo Power Team by Suriano 36‘07.606<br />

6 Vladimir Leonov Yakhnich Motorsport 36‘10.162<br />

7 Balazs Nemeth Racing Team Toth 36‘14.695<br />

8 Andrea Antonelli Team Lorini 36‘17.082<br />

Superstock1000 Qualifying in Imola<br />

1 Eddi La Marra Barni Racing Team Italia 1‘50.403<br />

2 Markus Reiterberger Team Alpha Racing 1‘50.734<br />

3 Lorenzo Baroni BMW Motorrad Italia GoldBet 1‘50.743<br />

4 Sylvain Barrier BMW Motorrad Italia GoldBet 1‘50.819<br />

5 Loris Baz MRS 1‘51.160<br />

Superstock1000 Rennen in Imola<br />

1 Sylvain Barrier BMW Motorrad Italia GoldBet 9‘25.462<br />

2 Loris Baz MRS 9‘26.162<br />

3 Eddi La Marra Barni Racing Team Italia 9‘26.560<br />

4 Markus Reiterberger Team Alpha Racing 9‘26.702<br />

5 Bryan Staring Team Pedercini 9‘31.100<br />

6 Fabio Massei EAB Ten Kate Junior Team 9‘37.165<br />

7 Kev Coghlan DMC Racing 9‘38.541<br />

8 Lorenzo Savadori Barni Racing Team Italia 9‘38.672<br />

Superstock600 Qualifying in Imola<br />

1 Riccardo Russo Team Italia FMI 1‘54.525<br />

2 <strong>Michael</strong> Van der Mark EAB Ten Kate Junior Team 1‘54.800<br />

3 Nacho Calero Perez Team Trasimeno 1‘55.094<br />

4 Nicola Jr. Morrentino Elle 2 Ciatti 1‘55.117<br />

5 Luca Vitali Team Italia FMI 1‘55.227<br />

Russo gewinnt in der Superstock 600 vor Perez und van der Mark.<br />

Superstock600 Rennen in Imola<br />

1 Riccardo Russo Team Italia FMI 21‘04.967<br />

2 Nacho Calero Perez Team Trasimeno 21‘07.501<br />

3 <strong>Michael</strong> van der Mark EAB Ten Kate Junior Team 21‘10.799<br />

4 Nicola Jr. Morrentino Elle 2 Ciatti 21‘15.594<br />

5 Stèphane Egea Team Falcone Competition 21‘16.016<br />

6 Bastien Chesaux EAB Ten Kate Junior Team 21‘16.186<br />

7 Franco Morbidelli RCGM Team 21‘24.301<br />

8 Stefano Casalotti Team Riviera 21‘25.756<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

41


sBK in assen<br />

April, April – der macht was er will!<br />

Text: Bernd Lucas George<br />

Typisches Aprilwetter begrüßte Teams und Fans in<br />

Assen. Kalt, windig und jederzeit <strong>mit</strong> Aussichten<br />

auf ergiebige Niederschläge. Wetterprognosen,<br />

wie man sie sonst regelmäßig in der Britischen<br />

Superbike Meisterschaft hört. Wenn dann aber<br />

ein gewisser Marco Melandri die Bestzeit im ersten<br />

Freien Training holt, habe ich trotzdem Recht<br />

<strong>mit</strong> meiner Prognose: Der Mann aus Ravenna<br />

lebte drei seiner MotoGP-Jahre in der Nähe von<br />

Donington und hat Erfahrung <strong>mit</strong> nordeuropäischem,<br />

stürmischem Wetter!. Zweiter in diesem<br />

freien Training war der Franzose Guintoli, der sich<br />

wenig später im ersten Zeittraining die Bestzeit<br />

holte. Zwar kommt er aus Montelimar in Südfrankreich,<br />

doch seine Saison 2010 für Suzuki in GB<br />

war sicher hilfreich bei den stark wechselnden<br />

Bedingungen. Anfangs gingen die 23 Piloten noch<br />

<strong>mit</strong> profillosen Slicks auf die Strecke, doch kurze<br />

Zeit später begann es zu regnen, was den kalten<br />

Asphalt extrem rutschig machte. Guintoli rangierte<br />

am Ende knapp vor Tom Sykes <strong>mit</strong> der Kawasaki<br />

und dem nächsten Briten. Leon Camier sorgte<br />

<strong>mit</strong> Platz 3 bei seinem Crescent Fixi Suzuki Team<br />

trotz kühler Temperaturen für gute Stimmung.<br />

Auf Platz vier dann <strong>mit</strong> Carlos Checa der erste<br />

echte Südländer. Mit Jonathan Rea auf Fünf der<br />

nächste, der sich doppelt heimisch fühlen sollte:<br />

Wind, Temperaturen und Luftfeuchtigkeit wie auf<br />

der irischen Insel – dazu unterwegs für das niederländische<br />

Ten Kate Team! Auf den folgenden<br />

Positionen rangierten drei Italiener, die alle eine<br />

deutsche BMW bewegen: Michel Fabrizio, Ayrton<br />

Badovini und Marco Melandri. Beim Briten<br />

Haslam lief es weniger gut als 14. Doch echte<br />

Sorgen um die Superpole-Teilnahme musste sich<br />

Max Biaggi machen, rangierte er doch als 17. relativ<br />

weit hinten und die Wetterprognose kündigt<br />

Regen für den Samstag an. Und so kam es auch<br />

im zweiten Zeittraining. Jakub Smrz zeigte ein<br />

weiteres gutes Assen-Training und legte in dem<br />

verregneten Qualifying die schnellste Zeit hin.<br />

Leon Haslam und Tom Sykes fühlten sich ebenfalls<br />

pudelwohl und folgten auf den Rängen Zwei<br />

und Drei. Wie erwartet spielte das Wetter gegen<br />

Biaggi und der Aprilia-Werksfahrer konnte sich<br />

für die Zeit der Superpole um 15 Uhr Ortszeit<br />

etwas anderes vornehmen. Derweil sorgte ein<br />

anderer Römer, Niccolò Canepa, für Aufsehen.<br />

Der Fahrer des Red Devils Roma Team lieferte die<br />

viertschnellste Zeit ab.<br />

Die Superpole wurde dann von der Rennleitung<br />

zur „Nass-Sitzung“ erklärt. Es war zwar weitest<br />

gehend trocken, doch einstellige Temperaturen<br />

von Luft und Asphalt waren<br />

alles andere als einladend für schnelle<br />

Zeiten. Dadurch gab es für die 16 Teilnehmer<br />

auch nur zwei Trainingsblöcke,<br />

wobei die Hälfte nach 20 Minuten<br />

einpacken muss, bevor die restlichen<br />

42 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

Dritte Pole im dritten Rennen für Tom Sykes.<br />

Piloten sich in weiteren 20 Minuten um die Plätze<br />

der ersten beiden Startreihen duellieren. Dieses<br />

Szenario beherrschte <strong>mit</strong> Tom Sykes ein Regenspezialist<br />

perfekt und holte da<strong>mit</strong> für sein neues<br />

Motocard Team die dritte Pole im dritten Rennen<br />

2012! Teamchef Pedercini schickte seinen Piloten<br />

Salom zunächst auf Superstock Reifen auf<br />

die 4542 Meter lange Piste. Platz 10 wurde dann<br />

auch zum bisher besten Startplatz des Spaniers.<br />

Doch genau wie für Melandri (9.), Davies (11.),<br />

Camier (12.), Laverty (14.) und Badovini (16.) war<br />

für ihn nach 20 Minuten Feierabend <strong>mit</strong> der Assen<br />

Superpole. In den nächsten Minuten besserten<br />

sich die Bedingungen etwas, doch wie Sykes dem<br />

zweitplatzierten Rea eine ganze Sekunde abnahm,<br />

war faszinierend. Hinter den beiden Jungs<br />

von der anderen Seite des Kanals rangierten<br />

dann die drei Ducatisti Smrz, Guintoli und Checa.<br />

Dann folgte die private BMW <strong>mit</strong> Fabrizio vor<br />

dem Werksgerät <strong>mit</strong> Haslam im Sattel. Hopkins<br />

wurde <strong>mit</strong> der Suzuki guter Achter, hoffte aber als<br />

braun-gebrannter Kalifornier<br />

auf mehr Sonne<br />

für den Renntag.<br />

Foto: Wolfgang Zech<br />

Superbike Rennen Eins<br />

Rennen Eins hat alle Komponenten um die Fans<br />

auf den zugigen Tribünen rund um den Circuit<br />

van Drenthe zu erwärmen. Als die - vermeintlich<br />

- 22 Runden lange Hatz startet, geht Sykes an die<br />

Spitze und kann sich schon in der ersten Runde<br />

etwas absetzen. Nach vier Runden hat Weltmeister<br />

Checa dann Laverty im Visier, aber Smrz und<br />

Haslam lauern hinter ihm, gefolgt von Rea und<br />

Melandri. Zu diesem Zeitpunkt fährt Davies auf<br />

Position 9 und attackiert Fabrizio der Kanadier<br />

Brett McCormick stürzt. Ab der 5. Runde beginnt<br />

BMW-Pilot Melandri Sykes einzufangen. Sykes vor<br />

Melandri, Rea, Laverty und Checa ist die Reihenfolge<br />

als sich „Kuba“ Smrz vor den Weltmeister<br />

bringt. In der Folge schlüpft auch Haslam vorbei.<br />

Zwar kontert Carlos, muss sich aber der Bayern-<br />

Power beugen. Vorne fährt eine Dreiergruppe, <strong>mit</strong><br />

etwas Abstand folgt Eugene Laverty. Hinter ihm<br />

rast dann eine 5er Gruppe um den Kurs. Max Biaggi<br />

hat sich bis auf den 7. Platz vorgefahren,<br />

was nach dem enttäuschenden Training schon<br />

eine Steigerung darstellt. In Runde 10 erlebt<br />

dann Rea einen gewaltigen Rutscher und fällt fünf<br />

Plätze zurück. Nicht nur durch den Rea-Stunt ist<br />

das gesamte Feld wieder besser zusammen, als<br />

bei Halbzeit dann Aufregung um Sykes entsteht.<br />

Die ZX 10 verliert Wasser und etwas Öl. Bevor<br />

Sykes den eigenen Defekt wahrnimmt, haben ihn<br />

Melandri und Haslam überholt. Haslam nutzt das<br />

Durcheinander und geht nach vorne, doch eine<br />

Runde später ist wieder Melandri der Führende<br />

vor Haslam, zwei Effenbert Ducatis, Checa und<br />

Chaz Davies. Im Moment als Davies erstmals bei<br />

Checa anklopft, stürzen Melandri, Smrz und drei<br />

weitere Piloten wegen einsetzendem Regen. Das<br />

Überraschendes Podium nach Lauf eins, Guintoli gewinnt vor Giugliano und Checa.<br />

nutzt die Rennleitung zum Abbruch.<br />

Der Neustart wird auf 9 Runden angesetzt und<br />

startet ohne McCormick und Pole-Mann Sykes,<br />

da dieser zwischenzeitlich <strong>mit</strong> dem Abschleppservice<br />

unterwegs in die Box war. Die Maschine<br />

von Smrz wird nicht rechtzeitig fertig aber der<br />

Tscheche darf nach einigen Diskussionen aus<br />

der Boxengasse starten. Und das bei komplett<br />

Foto: Wolfgang Zech


sBK in assen<br />

nassem Wetter. In der ersten Kurve führt Rea vor<br />

Haslam, Badovini, Melandri, Laverty und Checa.<br />

Verlierer sind die Effenbert Piloten am Ende<br />

des Feldes. Kurze Zeit später übertreibt es Rea<br />

und verletzt sich unter der rutschenden Fireblade<br />

auch noch die Hand. Nun führt sein Landsmann<br />

Haslam deutlich vor Checa, Badovini und<br />

Giugliano. Aprilia Pilot Biaggi greift aus dem Hinterhalt<br />

kommend seinen Markenkollegen Laverty<br />

an und geht vorbei. Dramatische Gefühlsausbrüche<br />

dann in der BMW Box, als Haslam rutschend<br />

und 50 Meter hinter seiner schnellen S 1000 RR<br />

die Strecke verlässt. Er führte <strong>mit</strong> 9 sek und hat<br />

einen möglichen ersten Sieg weggeworfen. Jetzt<br />

ist Fuchs Checa vorne vor Badovini. Bei Halbzeit<br />

bremst sich Guintoli an Biaggi vorbei und liefert<br />

die vorläufig schnellste Runde. Aufsteiger Davies<br />

ist weniger erfolgreich als der Ducati-Rookie: der<br />

Brite crashte seine ParkinGO Aprilia. Eine Runde<br />

später steigt auch Zanetti ab, nimmt das Rennen<br />

aber wieder auf um später <strong>mit</strong> 2 Punkten belohnt<br />

zu werden. Vorne sind die Positionen scheinbar<br />

bezogen, um den letzten Platz auf dem Podest<br />

balgen sich Guintoli und Biaggi. Als dann noch<br />

dreimal der Kurs zu umrunden ist, erlebt Checa<br />

einen heftigen Slide und Badovini geht in Führung.<br />

Gewinnt womöglich einen Kunden-BMW?<br />

Respekt ist unter diesen Umständen kein Thema<br />

und Guintoli geht an Checa vorbei auf Rang Zwei.<br />

Da es Badovini <strong>mit</strong> seiner Führung nicht bis zu<br />

Start-Ziel schafft, findet er sich nicht in der Führungsstatistik<br />

– sondern im nassen Kies. Guintoli,<br />

der Franzose <strong>mit</strong> dem britischen Domizil ist nun<br />

ganz vorne und gibt die Führung auch nicht mehr<br />

ab. Glückwunsch an ihn und das Effenbert Team.<br />

Freibier für alle! In der vorletzten Runde führt er<br />

vor Guigliano, Checa, Biaggi und Laverty, der aber<br />

frech seinen Teamkollegen überholt. Die Frechheit<br />

vom Rookie im eigenen Team will Checa dann in<br />

der letzten Kurve berichtigen. Doch der Superstock-Meister<br />

kontert, geht vor Checa ins Ziel und<br />

entschuldigt sich sogar. So fair kann Sport sein.<br />

Glückwunsch an den Althea Piloten. Fabrizio wird<br />

in der Regenschlacht Sechster und bester BMW-<br />

Pilot. Smrz kommt trotz des Start-Nachteils als<br />

7. in die Wertung. Eigentlich unmöglich bei einem<br />

9 Runden Sprint- aber im nassen Assen war alles<br />

anders!<br />

Superbike Rennen Zwei<br />

Bei Sonnenschein und abtrocknender Strecke soll<br />

es nun über die vollen 22 Runden gehen. Doch<br />

Smrz startet dieses Rennen, als wäre es ein zwei<br />

Runden Sprint. Ihm folgt Sykes vor der BMW <strong>mit</strong><br />

Haslam, Guintoli, Rea, Melandri und Laverty.<br />

Dann setzt sich Haslam vor Sykes und die soeben<br />

erwähnte Gruppe. Dahinter hetzen Berger, Davies,<br />

Melandri und McCormick. Doch vorne enteilt Smrz<br />

wie ein MotoGP Fahrer im Racing-for-fun-Training.<br />

Haslam legt nach und will sich von Sykes absetzen.<br />

„Drama“ dann beim WM-Führenden: Checa<br />

Der Sieger des zweiten Laufes Jonathan Rea, hier im Zweikampf <strong>mit</strong> Marco Melandri.<br />

Sturz von Ayrton Badovini (86) und Maxime Berger.<br />

Foto: Hans Denzler<br />

kommt in die Box um doch noch auf einen Slick<br />

zu wechseln. Er fährt zwar die schnellste Runde<br />

– holt aber als Letzter auch die rote Laterne in<br />

diesem Lauf. Dafür wird es hinter Sykes immer<br />

hektischer. Bei Halbzeit geht Guintoli an Haslam<br />

vorbei, da<strong>mit</strong> erleben wir wenige Stunden nach<br />

dem ersten Sieg einen Effenbert-Doppelführung.<br />

Schön für die sympathischen Tschechen. Pech für<br />

das Effenbert-Team. Nach McCormick stürzt auch<br />

Berger, der Davies in Richtung Kies folgte. Haslam<br />

ist zu dieser Zeit Dritter, wird aber von Laverty angegriffen.<br />

Und dann will auch noch Rea am BMW-<br />

Mann Haslam vorbei. Wobei Rea nach seinem<br />

Sturz in Lauf 1 sicher hochmotiviert ist, da sich<br />

nach Tausenden von Fans auch die europäische<br />

Honda Prominenz in der Ten Kate Box eingefunden<br />

hat. Acht Runden vor dem Ziel geht Jonathan<br />

Rea dann am irischen Landsmann Laverty vorbei<br />

auf Rang 3 hinter den beiden Effenbert-Piloten.<br />

Biaggi hat sich von Startplatz 17 kommend, zu<br />

diesem Zeitpunkt um 10 Plätze verbessert. Eine<br />

Runde später ist der Franzose Guintoli hinter seinem<br />

tschechischen Kollegen und kann <strong>mit</strong> besser<br />

funktionierenden Reifen in der übernächsten<br />

Runde auf Start-Ziel an ihm vorbei gehen. Exakt<br />

eine Runde später geht auch Rea an Smrz vorbei.<br />

Doch da<strong>mit</strong> nicht genug Probleme für den schlaksigen<br />

Tschechen: beim Überrunden von Aitchison<br />

kommt er auf die weiße Linie und das Ducati-<br />

Hinterrad überholt ihn – Sturz vom möglichen<br />

Podest! Zeitgleich schnappt sich Rea den führenden<br />

Teamkollegen. Doch auch andere Teams haben<br />

Atem- und Blutdruckprobleme: Melandri und<br />

Haslam duellieren sich heftig <strong>mit</strong> Laverty um den<br />

letzten Podestplatz. In der vorletzten Runde sind<br />

beide BMWs im Windschatten von Laverty, der<br />

sich heftig unter BMW-Druck befindet. Doch der<br />

25 jährige Aprilia-Pilot aus dem irischen Toomebridge<br />

behält die Nase vorn, Melandri setzt sich<br />

gegen Haslam durch und Guintoli macht Assen zu<br />

seinem erfolgreichsten SBK-Wochenende. Biaggi<br />

übernimmt wieder die WM-Führung und es wird<br />

klar, dass es deutlich mehr Favoriten als im letzten<br />

Jahr gibt. Schön so!<br />

Foto: Hans Denzler<br />

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05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

43


Supersport WM<br />

44 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

Motogp tests in Sepang<br />

Michel Fabrizio im Zweikampf <strong>mit</strong> John Hopkins.<br />

Zwei Teams <strong>mit</strong> reichlich Imola-Pech standen in<br />

Assen besonders im Focus: Kenan Sofuoglu und<br />

Ten Kate Pilot Broc Parkes. Der Kawasaki Supersport<br />

Teammanager Vanni Lorenzini bestätigte:<br />

„Es tut uns leid, was <strong>mit</strong> Kenan in Imola passiert<br />

ist. Erst der Unfall <strong>mit</strong> der schmerzhaften Verletzung<br />

bei den Tests. Und dann noch der Schikanen-Ärger.<br />

Doch jetzt schauen wir nach vorne und<br />

wollen den Rückstand aufholen.“ Ähnlich dürfte<br />

die Gemütslage beim australischen Honda Fahrer<br />

Parkes aussehen. In Imola fuhr er nach seinem<br />

Reifenwechsel zeitweise die schnellsten Zeiten.<br />

Allerdings am Ende des Feldes. Bei den Imola-<br />

Tests nach dem Rennen setzte er diese Form fort.<br />

Und nun hatte sein Team wieder mehrere Zelte<br />

<strong>mit</strong> Fans gefüllt und man konnte den Eindruck gewinnen,<br />

jeder Holländer hätte neben dem Wohnwagen<br />

auch noch eine Ten Kate Honda. Noch<br />

dazu möchte sich der Vize von 2004 und 07 in<br />

seiner 12. WM-Saison um einen Platz verbessern.<br />

In allen Trainings war er dann gemeinsam <strong>mit</strong> der<br />

Kawasaki Fraktion Foret, Morais, Sofuoglu, sowie<br />

den Honda-Kollegen Lowes und Cluzel bei den Favoriten.<br />

Positiv fiel immer wieder der Russe Vladimir<br />

Leonov <strong>mit</strong> seiner R6 auf. Im zweiten freien<br />

Training sorgte dann der Lukas Pesek-Ersatz im<br />

Prorace Team, der Italiener Lorenzo Lanzi, <strong>mit</strong> einer<br />

Bestzeit für Bewunderung. Für die Pole musste<br />

man am Samstag allerdings unter 1:39 bleiben,<br />

was nur Parkes und nochmals 3 Hundertstel<br />

schneller Polesetter Lowes gelang. Cluzel und Sofuoglu<br />

komplettierten die erste Reihe. Foret, der<br />

Ungar Toth, Morais und Leonov bildeten Reihe<br />

Zwei für den 3. WM Lauf der Saison. Dieser wurde<br />

dann <strong>mit</strong> einiger Verzögerung gestartet, da die<br />

Wetterkapriolen und reichlich Stürze für Chaos<br />

sorgten. Der amtierende Superstock 600-Meister,<br />

Jed Metcher, schaffte es eine Woche nach seinem<br />

Geburtstag nicht bis zum Start. Er stürzte bereits<br />

in der Aufwärmrunde und sorgte dafür, dass sein<br />

Rivamoto Team extrem früh packen konnte: die<br />

Russen Blokhin und Pozdneev hatten sich gar<br />

nicht erst qualifiziert. Den Start holte sich Lowes<br />

vor Parks, der aber direkt von Sofuoglu attackiert<br />

wurde. Doch schon an der nächsten Ecke ist<br />

Parkes vorne. Im Windschatten der Türken fährt<br />

Leonov. Vorne bilden sich zwei Paare, dann kommt<br />

Cluzel als einsamer 5. vor dem starken Toth und<br />

Regenspezialist Lanzi. Der Brite Lowes zeigt sich<br />

am mutigsten und geht wieder an die Spitze. Eine<br />

Runde später schnappt sich Sofuoglu Parkes und<br />

ist da<strong>mit</strong> auf Podestkurs – umso besser für den<br />

Kawapiloten, dass der WM-Führende Foret im hinteren<br />

Drittel kurvt. Als das erste Viertel zu Ende<br />

geht haben die ersten Vier Sichtkontakt – was<br />

man von dem Riesenpulk ab Position 12 nicht sagen<br />

kann. Dieses Feld umrundet den Kurs in einer<br />

gewaltigen Gischtfontäne. Nach fünf Runden ist<br />

Lanzi auf Platz 5 vorgefahren und der Russe Leonov<br />

scheint das Näherrücken zu spüren: der R6-<br />

Pilot fährt <strong>mit</strong> vollem Risiko. Mit gleichem Risiko<br />

ist Buckmaster-Schützling Lowes unterwegs, was<br />

dann zum Sturz führt. Vom ersten Platz fällt Lowes<br />

da<strong>mit</strong> auf 14 zurück. Es führt jetzt der Mann<br />

vom Bosporus vor Parkes, Lanzi und Leonov. In<br />

dieser Gruppe pflügt sich Lanzi immer weiter<br />

nach vorne. Als 7 Runden absolviert sind, übernimmt<br />

Lanzi die Spitze<br />

und der Ungar Nemeth<br />

stürzt von Platz 6 in<br />

den Kies. Dort landet<br />

eine Runde später auch<br />

wieder Lowes (war<br />

schon wieder 12.). Obwohl<br />

überall Streckenposten<br />

Motorräder aus<br />

dem Kies befreien, reduziert<br />

Lanzi sein Tempo<br />

nicht und entfernt<br />

sich weiter von den<br />

Verfolgern. Ein anderer<br />

Italiener, Ex-Kiefer Pilot<br />

Alex Baldolini, hat sich<br />

zwischenzeitlich<br />

<strong>mit</strong><br />

seiner Triumph an Cluzel<br />

vorbei gekämpft.<br />

Eine noch stärkere Leistung zeigt der Niederländer<br />

van Poppel, der vom vorletzten Startplatz<br />

auf Position 9 vorgefahren ist und als 8. das<br />

Ziel erreicht. Glückwunsch. Mit Platz 10 geht ein<br />

weiterer Punkterang an seinen Landsmann Voskamp,<br />

der aber fast noch von Lanzi überrundet<br />

wird. Sofuoglu holt <strong>mit</strong> dem zweiten Platz zwar<br />

die WM-Führung zurück, doch Ersatzfahrer Lanzi<br />

liegt nach diesem Ritt in der WM nur 20 Punkte<br />

zurück. Wollen wir wetten – den werden wir wieder<br />

sehen. Leonov kann voller Stolz in die Heimat<br />

reisen und wird dort <strong>mit</strong> seinem Premieren-Podest<br />

sicherlich gute Werbung für den ersten WM<br />

Lauf in Russland machen. Parkes machte keinen<br />

sehr zufriedenen Eindruck. Doch die Saison ist<br />

noch lang und verspricht noch viele spannende<br />

Rennen!<br />

Superstock 1000<br />

Die 1000er Superstock ist <strong>mit</strong> Markus Reiterberger<br />

und alpha Technik die deutsche Klasse. Reiterberger<br />

hatte Respekt vor den niedrigen Temperaturen<br />

und arbeitet sich in den Trainingssitzungen<br />

von 11 auf 9 auf 4 vor. In der Startaufstellung<br />

wurde es dann Platz 10. BMW Markenkollege Sylvain<br />

Barrier holte sich die Spitzenposition. Seine<br />

Bestzeit lag bei 1:39.580 Minuten, wo<strong>mit</strong> er seine<br />

eigene Bestzeit vom vergangenen Jahr um eine<br />

komplette Sekunde verpasste. Das Rennen wurde<br />

dann bei einer Wettersituation gestartet, bei der<br />

sich ein Fotograf aus Bremen Sorgen machte ob<br />

zu Hause jemand den Schnee wegschippt.<br />

Zur Kälte kam dann auch noch Öl, als die erste Panigale<br />

ihr Leben auf der Rennstrecke aushauchte.<br />

Die ursprünglichen<br />

13 Runden wurden<br />

da<strong>mit</strong> auf acht reduziert.<br />

Barrier holte<br />

sich nach Imola<br />

den zweiten Sieg<br />

in dieser Saison.<br />

Die Teamkollegen<br />

Lorenzo Savadori<br />

und Eddi La Marra<br />

(Barni Racing Team<br />

Italia) platzierten<br />

ihre Panigale-Maschinen<br />

dicht hinter<br />

dem Sieger auf<br />

dem zweiten und<br />

dritten Rang. Loris<br />

Baz landete <strong>mit</strong> der<br />

Kawasaki auf Vier,<br />

wurde aber nach<br />

der technischen<br />

Kontrolle um 5 Sekunden<br />

nach hinten<br />

verfrachtet. Schön<br />

für Markus Reiterberger,<br />

der da<strong>mit</strong><br />

die Position wieder<br />

zurückbekam, die<br />

er vorher auch im<br />

Rennen lange gegen<br />

die „nicht ganz saubere“<br />

Kawa gehalten<br />

hatte. In der Meisterschaft<br />

führt Barrier<br />

<strong>mit</strong> 50 Punkten,<br />

Foto: Hans Denzler<br />

Baz ist Zweiter <strong>mit</strong> 33 und La Marra folgt <strong>mit</strong> 32<br />

an dritter Stelle. Markus Reiterberger ist beachtlicher<br />

Fünfter in der hart umkämpften Serie.<br />

European Junior Cup<br />

Mit dem Niederländer Rob Hartog startete ein Lokalmatador<br />

und Neffe eines 500er GP-Siegers in<br />

das erste Rennen des EJC. Zweiter im Zeittraining<br />

war der Lette Garijs Rozkalns, gefolgt vom Polen<br />

Adrian Pasek, der den Sieg im ersten KTM European<br />

Junior Cup Rennen der Saison holte. Die<br />

Nachwuchstalente, die zwischen 14 und 19 Jahre<br />

jung sind, fahren <strong>mit</strong> identischen 690 KTM Duke-<br />

Maschinen. Die Maschinen liefern beachtliche<br />

Rundenzeiten und es wäre schön, wenn wir am<br />

Nürburgring wenigstens einen deutschen Gastfahrer<br />

in dieser tollen Serie hätten.<br />

Das Rennen wurde über sieben Runden ausgetragen<br />

und fand bei trockenen Bedingungen statt.<br />

Zweiter wurde der Niederländer Rob Hartog.<br />

Ein zweiter Pole, Artur Wielebeski wurde Dritter.<br />

Der Österreicher Lukas Wimmer ist der einzige<br />

deutschsprachige Starter im 27 Piloten starken<br />

Feld.<br />

Superstock 600<br />

Regen bestimmte auch die Qualifikation der Superstock<br />

600-Klasse. Entscheidend waren die<br />

Zeiten aus dem ersten, trockenen Zeittraining.<br />

Die Pole ging an den Schweizer und Ex-IDM Starter<br />

Bastien Chesaux vor dem Belgier Gauthier Duwelz<br />

und <strong>Michael</strong> van der Mark. Marvin Fritz holte<br />

sich den 16. Startplatz <strong>mit</strong> seiner Race Days<br />

Kawasaki ZX 6R. Lokalmatador van der Mark erkämpfte<br />

sich bei seinem Heimrennen den Sieg,<br />

natürlich zur großen Freude der Ten Kate-Truppe.<br />

Sein Vorsprung betrug fast 5 Sekunden. Zweiter<br />

wurde Nacho Calero Perez <strong>mit</strong> der R6 vor dem<br />

Belgier Duwelz. Der Schweizer Polesetter Chesaux<br />

(ebenfalls Ten Kate Team) musste eine herbe Enttäuschung<br />

hinnehmen, da er schon früh aus dem<br />

Sattel seiner Honda flog. Marvin Fritz war zwei<br />

Tage nach seinem 19. Geburtstag in einer starken<br />

Fünfergruppe unterwegs. Fünf Runden vor dem<br />

Ziel hatte er zwar schon Platz 12 bezogen, doch<br />

im Finale musste er den Niederländer Zeelen<br />

ziehen lassen und <strong>mit</strong> dem 13. Platz zufrieden<br />

sein. Die zweite Portion Punkte ist aber ein tolles<br />

Geburtstagsgeschenk. „Regelmässig punkten ist<br />

das Ziel. Und irgendwann sollte auch ein TopTen-<br />

Platz drin sein“, ist das sehr realistische Ziel des<br />

talentierten Mosbachers.<br />

Weiter geht es in zwei Wochen in Monza.<br />

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SBK IN ASSEN<br />

Superstock600 Qualifying in Assen<br />

1 Sylvain Barrier BMW Motorrad Italia GoldBet 1‘39.566<br />

2 Bryan Staring Team Pedercini 1‘39.873<br />

3 Lorenzo Baroni BMW Motorrad Italia GoldBet 1‘39.888<br />

4 Loris Baz MRS 1‘40.201<br />

5 Eddi La Marra Barni Racing Team Italia 1‘40.394<br />

Superstock600 Rennen in Assen<br />

1 Sylvain Barrier BMW Motorrad Italia GoldBet 13‘34.645<br />

2 Lorenzo Savadori Barni Racing Team Italia 13‘35.377<br />

3 Eddi La Marra Barni Racing Team Italia 13‘35.468<br />

4 Markus Reiterberger Team Alpha Racing 13‘38.607<br />

5 Lorenzo Baroni BMW Motorrad Italia GoldBet 13‘38.909<br />

6 Loris Baz MRS 13‘43.170<br />

7 Jeremy Guarnoni Team Pedercini 13‘45.479<br />

8 Christoffer Bergman BWG Racing Kawasaki 13‘46.047<br />

Superstock600 Punktestand<br />

1 <strong>Michael</strong> van der Mark 41 6 Nicola Jr. Morrentino 13 11 Wayne Tessels 8<br />

2 Nacho Calero Perez 40 7 Alex Schacht 10 12 Stefano Casalotti 8<br />

3 Riccardo Russo 36 8 Bastien Chesaux 10 13 Adrian Nestorovic 7<br />

4 Stèphane Egea 24 9 Luca Vitali 9 14 Christian Gamarino 7<br />

5 Gauthier Duwelz 22 10 Franco Morbidelli 9 15 Marvin Fritz 7<br />

Superbike Superpole in Assen<br />

1 Tom Sykes Kawasaki Racing Team 1‘35.399<br />

2 Jonathan Rea Honda World Superbike Team 1‘36.432<br />

3 Jakub Smrz Liberty Racing Team Effenbert 1‘36.566<br />

4 Sylvain Guintoli Team Effenbert Liberty Racing 1‘36.875<br />

5 Carlos Checa Althea Racing 1‘37.156<br />

Superbike 1. Rennen in Assen<br />

1 Sylvain Guintoli Team Effenbert Liberty Racing 18‘38.395<br />

2 Davide Giugliano Althea Racing 18‘41.028<br />

3 Carlos Checa Althea Racing 18‘41.426<br />

4 Max Biaggi Aprilia Racing Team 18‘42.322<br />

5 Eugene Laverty Aprilia Racing Team 18‘42.769<br />

6 Michel Fabrizio BMW Motorrad Italia GoldBet 18‘49.754<br />

7 Jakub Smrz Liberty Racing Team Effenbert 19‘04.807<br />

8 Niccolò Canepa Red Devils Roma 19‘15.957<br />

Superbike 2. Rennen in Assen<br />

1 Jonathan Rea Honda World Superbike Team 36‘45.936<br />

2 Sylvain Guintoli Team Effenbert Liberty Racing 36‘48.755<br />

3 Eugene Laverty Aprilia Racing Team 36‘58.574<br />

4 Marco Melandri BMW Motorrad Motorsport 36‘58.698<br />

5 Leon Haslam BMW Motorrad Motorsport 36‘58.700<br />

6 Tom Sykes Kawasaki Racing Team 37‘06.329<br />

7 Ayrton Badovini BMW Motorrad Italia GoldBet 37‘22.253<br />

8 Max Biaggi Aprilia Racing Team 37‘23.683<br />

IDM Superbike Punktestand<br />

1 Max Biaggi 92 6 Jonathan Rea 65 11 Michel Fabrizio 26<br />

2 Carlos Checa 91 7 Leon Haslam 58 12 Maxime Berger 25<br />

3 Tom Sykes 79 8 Eugene Laverty 56 13 Hiroshi Aoyama 22<br />

4 Sylvain Guintoli 66 9 Jakub Smrz 39 14 Niccolò Canepa 20<br />

5 Marco Melandri 66 10 Davide Giugliano 37 15 Lorenzo Zanetti 20<br />

Supersport Qualifying in Assen<br />

1 Sam Lowes Bogdanka PTR Honda 1‘38.900<br />

2 Broc Parkes Ten Kate Racing Products 1‘38.939<br />

3 Jules Cluzel PTR Honda 1‘39.450<br />

4 Kenan Sofuoglu Kawasaki DeltaFin Lorenzini 1‘39.548<br />

5 Fabien Foret Kawasaki Intermoto Step 1‘39.730<br />

Supersport Rennen in Assen<br />

1 Lorenzo Lanzi PRORACE 42‘56.376<br />

2 Kenan Sofuoglu Kawasaki DeltaFin Lorenzini 43‘08.430<br />

3 Vladimir Leonov Yakhnich Motorsport 43‘10.836<br />

4 Broc Parkes Ten Kate Racing Products 43‘20.260<br />

5 Alex Baldolini Power Team by Suriano 43‘43.439<br />

6 Jules Cluzel PTR Honda 43‘46.131<br />

7 Andrea Antonelli Team Lorini 43‘50.226<br />

8 Twan Van Poppel TRG Motorsport 44‘38.881<br />

Supersport Punktestand<br />

1 Kenan Sofuoglu 45 6 Lorenzo Lanzi 25 11 Vittorio Iannuzzo 18<br />

2 Fabien Foret 45 7 Ronan Quarmby 25 12 Sheridan Morais 17<br />

3 Sam Lowes 31 8 Alex Baldolini 24 13 Andrea Antonelli 17<br />

4 Broc Parkes 29 9 Jules Cluzel 23 14 Balazs Nemeth 9<br />

5 Vladimir Leonov 26 10 Roberto Tamburini 20 15 Twan Van Poppel 8<br />

Superstock1000 Qualifying in Assen<br />

1 Sylvain Barrier BMW Motorrad Italia GoldBet 1‘39.566<br />

2 Bryan Staring Team Pedercini 1‘39.873<br />

3 Lorenzo Baroni BMW Motorrad Italia GoldBet 1‘39.888<br />

4 Loris Baz MRS 1‘40.201<br />

5 Eddi La Marra Barni Racing Team Italia 1‘40.394<br />

Superstock1000 Rennen in Assen<br />

1 Sylvain Barrier BMW Motorrad Italia GoldBet 13‘34.645<br />

2 Lorenzo Savadori Barni Racing Team Italia 13‘35.377<br />

3 Eddi La Marra Barni Racing Team Italia 13‘35.468<br />

4 Markus Reiterberger Team Alpha Racing 13‘38.607<br />

5 Lorenzo Baroni BMW Motorrad Italia GoldBet 13‘38.909<br />

6 Loris Baz MRS 13‘43.170<br />

7 Jeremy Guarnoni Team Pedercini 13‘45.479<br />

8 Christoffer Bergman BWG Racing Kawasaki 13‘46.047<br />

Superstock1000 Punktestand<br />

1 Sylvain Barrier 50 6 Kev Coghlan 14 11 Andrzej Chmielewski 9<br />

2 Eddi La Marra 32 7 Lorenzo Baroni 12 12 Christoffer Bergman 8<br />

3 Loris Baz 30 8 Bryan Staring 11 13 Marco Bussolotti 7<br />

4 Lorenzo Savadori 28 9 Fabio Massei 10 14 Tomas Svitok 7<br />

5 Markus Reiterberger 26 10 Jeremy Guarnoni 9 15 Matthieu Lussiana 6<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

45


MOTO2 / MOTO3 TESTS IN JEREZ<br />

BOS präsentiert für den <strong>Speed</strong>-Verlag die MotoGP 2012<br />

Fotos: Peter Lange<br />

Text: Toni Börner<br />

Ben Spies<br />

www.hjc-germany.de<br />

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17.04.2012 15:07:54 Uhr


MOTOGP IN QATAR<br />

Mit dem dritten freien Training der MotoGP in<br />

Qatar war Casey Stoners Höhenflug beendet. Ex-<br />

Weltmeister Jorge Lorenzo übernahm das Zepter,<br />

holte sich später die Pole Position und Sonntagnacht<br />

den Sieg. Der Spanier stieß den Australier<br />

vom Qatar-Thron - bei sieben dort gefahrenen<br />

MotoGP-Rennen hatte der amtierende Champion<br />

vier Mal gewonnen.<br />

Stoner konnte gegen Rennhalbzeit sogar einen<br />

kleinen Vorsprung auf seine beiden Verfolger<br />

Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo herausfahren.<br />

Aber in der entscheidenden Phase schlossen<br />

die Konkurrenten die Lücke. „So wollten wir das<br />

Rennwochenende nicht beenden“, sagte er, nachdem<br />

er von Lorenzo und Pedrosa geschlagen als<br />

Dritter durchs Ziel ging. „Nach dem dritten freien<br />

Training und dem Qualifying wussten wir, dass<br />

es für uns ein hartes Rennen werden würde, aber<br />

am Ende überraschte es uns in den falschen Bereichen.<br />

Das Motorrad hat gut funktioniert. Ich<br />

hatte definitiv das Tempo und das Paket, um das<br />

Feld anzuführen, was sehr positiv war. Wie auch<br />

immer, ich bekam schlimme Unterarmschmerzen.<br />

Die habe ich schon nach drei oder vier Runden<br />

gespürt, aber sie wurden immer schlimmer. Ich<br />

wollte eine kleine Lücke zu Jorge und Dani aufreißen<br />

um dann <strong>mit</strong> dem geringsten Aufwand diesen<br />

Vorsprung zu halten und zu gewinnen, aber <strong>mit</strong><br />

fortlaufendem Rennen wurde es immer schlimmer.<br />

Irgendwann waren die Muskeln am Ende. Ich<br />

konnte den Lenker nicht mehr richtig halten und<br />

Start zum ersten MotoGP Rennen der Saison.<br />

Foto: motogp.com<br />

In der Schlußphase des Rennens schlug Jorge Lorenzo zu.<br />

Erbitterter Kampf um Platz vier, Andrea Dovizioso vor Cal Crutchlow.<br />

Foto: motogp.com<br />

das machte alles schwierig. Darum war es ein<br />

enttäuschendes Rennen, aber unser derzeitiger<br />

technischer Stand ist vielversprechend.“<br />

Umso beeindruckter zeigte sich Sieger Lorenzo<br />

vom Auftaktrennen. „Was für ein geiles Rennen“,<br />

jubelte der Mallorquiner. „Ich habe alles gegeben,<br />

was ich konnte, habe all meine Energie in<br />

die Strecke gelegt, in diesen Sieg. Ich habe niemals<br />

aufgegeben, habe weiter gepusht und alles<br />

versucht. Casey war am Anfang sehr stark und<br />

fuhr eine Lücke auf. Glücklicherweise hatte er am<br />

Ende Probleme und musste das Tempo drosseln,<br />

ich konnte aber meine Pace aufrecht erhalten und<br />

kam an ihm vorbei. Yamaha bin ich sehr dankbar,<br />

denn sie haben diesen Winter <strong>mit</strong> der YZR-M1 einen<br />

großen Schritt gemacht!“<br />

Den größten Schritt am Wochenende selbst<br />

machte aber Dani Pedrosa. Der spanische Honda-Werkspilot<br />

qualifizierte sich nur auf dem siebten<br />

Startplatz und hatte am Samstag noch 1,2<br />

Sekunden Rückstand auf die Spitze zu beklagen.<br />

Nur wenige Tausendstel trennten ihn von Hector<br />

Barbera und dem deutschen Rookie Stefan Bradl.<br />

Am Sonntag gelang ihm dann <strong>mit</strong> Platz zwei ein<br />

wahrer Befreiungsschlag. „Ich bin über dieses<br />

Resultat wirklich glücklich“, sagte der 26-jährige,<br />

der kurz vor dem Saisonauftakt in seiner Heimat<br />

noch fest genommen worden war. Pedrosa war<br />

beim Erwerb des Bootsführerscheines unschuldig<br />

in die Fänge einer Betrüger-Mafia geraten. Im<br />

Rennen in Qatar merkte man ihm nichts davon<br />

an. „Wir konnten alle Probleme meistern. Nach<br />

einer guten Vorsaison sind wir hier her gekommen<br />

und alles ist schief gelaufen: Ich hatte Grippe<br />

und Fieber, ich stürzte am Freitag, dann war<br />

das Qualifying noch ein Desaster… Darum ist es<br />

extrem gut, hier <strong>mit</strong> einem Podestplatz weg zu<br />

fliegen, auch wenn ich ein wenig traurig bin, denn<br />

ich habe gedacht, dass ich dieses Rennen gewinnen<br />

könnte. Eine Weile lang lag das in meinen<br />

Händen.“<br />

Einen der spannendsten Kämpfe lieferte sich das<br />

Monster Yamaha Tech 3 Duo <strong>mit</strong> Cal Crutchlow<br />

und Markenneuling Andrea Dovizioso. Während<br />

sich der Brite seinen italienischen Teamkollegen<br />

zunächst ein paar Runden lang anschaute und ihn<br />

dann überholte, konnte Dovizioso nicht kontern.<br />

Trotzdem trennten die Beiden im Ziel nur drei<br />

Zehntelsekunden. Crutchlow aber hatte den viel<br />

erfahreneren Teamkollegen geschlagen. Mit Rang<br />

vier wiederholte der Brite sein bestes MotoGP-<br />

Resultat, wie schon beim Saisonfinale 2011 in<br />

Valencia. „Das war eine tolle Art, in die Saison zu<br />

starten“, freute sich der Supersport-Weltmeister<br />

von 2009. „Aber es war auch ein wirklich anstrengendes<br />

Rennen. Ich hatte keinen guten Start, verlor<br />

viele Positionen. Das ist enttäuschend, denn<br />

sonst hätte ich viel näher an den Top Drei dran<br />

sein können.“ Crutchlow und Dovizioso verloren<br />

über 17 Sekunden. Der 26-jährige hatte aber insgesamt<br />

einen extrem starken Auftakt hingelegt.<br />

Im dritten freien Training gab es Rang zwei hinter<br />

Markenkollege Lorenzo und vor Top-Favorit Stoner,<br />

im Qualifying bescherte sich der auf der Isle of<br />

Foto: motogp.com<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

47


MOTOGP IN QATAR<br />

Prima Rennen für Stefan Bradl und seinem LCR Team.<br />

Man lebende Crutchlow den dritten Platz. Da<strong>mit</strong><br />

donnerte er zum ersten Mal in seiner MotoGP-<br />

Karriere aus Reihe eins los. „Es war ein heißer<br />

Kampf <strong>mit</strong> Andrea und ich habe das genossen.<br />

Ich habe viel gelernt, denn er hat einiges an Erfahrung<br />

und es war lange Zeit ein Katz-und-Maus-<br />

Spiel“, lobte er den Teamkollegen. Der allerdings<br />

konnte sich nicht richtig freuen. „Rang fünf ist<br />

kein schlechtes Ergebnis, aber ich kann darüber<br />

auch nicht happy sein“, so Dovizioso. „Ich denke,<br />

dass es hauptsächlich an meiner fehlenden Erfahrung<br />

lag, Rennen <strong>mit</strong> der Yamaha zu fahren. Ich<br />

habe heute viel gelernt und das wird uns für Jerez<br />

stärker machen.“ Zumal sei das Setup noch nicht<br />

wie gewünscht gewesen, trotzdem habe er nur<br />

nicht <strong>mit</strong> der Spitzengruppe <strong>mit</strong>halten können,<br />

weil Ben Spies ihn so lange aufgehalten habe.<br />

Rang sechs war lange in der Hand von Stefan<br />

Bradl. Der amtierende Moto2-Weltmeister konnte<br />

sogar einige Zeit <strong>mit</strong> der Spitze <strong>mit</strong>halten,<br />

musste nach Rennhalbzeit aber immer mehr<br />

abreißen lassen. „Ich habe am Ende die Justierung<br />

des Bremshebels in die falsche Richtung<br />

gedreht“, gab der Zahlinger zu. „Das hat uns<br />

eine halbe Sekunde gekostet und darum konnten<br />

mich Hayden, Barbera und Bautista einholen.“<br />

Barbera allerdings leistete sich noch einen<br />

Schnitzer und musste einen weiten Bogen fahren,<br />

weswegen Bradl wieder vorbei kam und hinter<br />

Nicky Hayden auf der besten Ducati und hinter<br />

Alvaro Bautista den achten Rang holte. „Ich bin<br />

sehr glücklich“, so Bradl. „Wir haben das ganze<br />

Wochenende einen tollen Job gemacht, es war für<br />

uns wirklich positiv. Mein Start war zwar perfekt,<br />

aber vielleicht war ich in den ersten Runden etwas<br />

zu vorsichtig. Ich konnte aber wirklich erkennen,<br />

dass das - verglichen zur Moto2 - eine ganz andere<br />

Klasse ist. Die Jungs gehen <strong>mit</strong> den Reifen<br />

Foto: Peter Lange<br />

viel cleverer um. Ich konnte den schnellen Leuten<br />

folgen - nicht das ganze Rennen über, aber ich<br />

konnte zumindest mein eigenes Rennen ziemlich<br />

gut fahren.“ Außerdem seien eben Hayden, Barbera<br />

und Bautista auf den abgefahrenen Reifen<br />

viel erfahrener als er. „Aber insgesamt war es ein<br />

spannendes Wochenende für uns. Ich hatte auch<br />

erwartet, dass ich nach 22 Runden viel ausgelaugter<br />

sein würde, aber ich bin ok.“<br />

Valentino Rossi bleibt das Sorgenkind. Der Italiener<br />

kam über den zehnten Rang im Rennen nicht<br />

hinaus, qualifizierte sich als Zwölfter sogar nur<br />

auf dem letzten Platz der Prototypen. Im Rennen<br />

lief nicht viel mehr zusammen. „Leider habe ich<br />

am Anfang viel Zeit verloren, als ich neue Reifen<br />

<strong>mit</strong> gutem Grip hatte“, seufzte er. Denn da habe<br />

der Hinterreifen zu sehr geschoben und das Bremsen<br />

sei schwer gefallen. Rossi wurde von Markenkollege<br />

Barbera attackiert und musste einen Umweg<br />

fahren. „Dadurch habe ich fünf oder sechs<br />

Sekunden verloren“, klagte er. „Sonst hätte ich<br />

bei der Gruppe bleiben können. Sobald der Reifen<br />

dann abgenutzt war, bin ich heftig gerutscht. Da<br />

konnte ich aber besser fahren und bessere Rundenzeiten<br />

liefern. In der letzten Runde fuhr ich<br />

meine schnellste Runde. Doch zu dem Zeitpunkt,<br />

hat das nichts mehr gezählt.“ Crewchief Jeremy<br />

Burgess fand gegenüber den britischen „Motorcycle<br />

News“ noch klarerer Worte. „Es ist nicht gut<br />

genug und wir haben noch einen langen Weg vor<br />

uns“, so der Australier. „Ich glaube nicht, dass er<br />

(Rossi) ein Podest erwartet hat, aber wir hätten<br />

in dem Mix aus Nicky und Bautista sein können.<br />

Valentino Rossi fuhr <strong>mit</strong> seiner Ducati im Verfolgerfeld.<br />

Foto: Peter Lange<br />

48 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


MOTOGP IN QATAR<br />

Jorge Lorenzo gewinnt vor Dani Pedrosa und Casey Stoner.<br />

Foto: Peter Lange<br />

Foto: Peter Lange<br />

Renntrainings 2012<br />

Bestes CRT-Bike, Colin Edwards auf seiner<br />

NGM Mobile Forward-Maschine.<br />

Da<strong>mit</strong> wäre er aber auch nicht glücklich gewesen, denn es wäre ein Sechster<br />

oder Siebter Rang gewesen. Aber das ist einfach unser derzeitiges Tempo.“<br />

Rang elf und da<strong>mit</strong> letzter Prototypen-Pilot wurde Ben Spies. Der US-Amerikaner<br />

erlebte zum Saisonauftakt nicht gerade eines seiner besten Wochenenden.<br />

„Es war ein hartes Rennen, aber so läuft es einfach manchmal“, stöhnte<br />

der ehemalige Superbike-Weltmeister. „Ich habe dieses Wochenende meinen<br />

Airbag zwei Mal getestet. Gut zu wissen, dass er 1a funktioniert. Wir gehen<br />

jetzt wieder nach Jerez und hoffentlich können wir die Schwierigkeiten <strong>mit</strong><br />

dem Motorrad beseitigen.“ Spies klagte über ein großes Chattering-Problem<br />

und man müsse daran hart arbeiten. „Aber es war gut zu sehen, dass Jorge<br />

gewonnen hat, denn das zeigt, dass die Yamaha gut geht.“<br />

Almeria 5 Tage 09.01. - 13.01.2012<br />

Almeria 5 Tage 05.03. - 09.03.2012<br />

Guadix 5 Tage 26.03. - 30.03.2012<br />

Aragon 3 Tage 07.04. - 09.04.2012<br />

Pannoniaring R1 3 Tage 27.04. - 29.04.2012<br />

Slovakia Ring R2 3 Tage 18.05. - 20.05.2012<br />

Hungaroring R3 3 Tage 15.06. - 17.06.2012<br />

Ledenon R4 2 Tage 21.07. - 22.07.2012<br />

Magny Cours R5 3 Tage 17.08. - 19.08.2012<br />

Brünn 3 Tage 03.09 - 04.09.2012<br />

Slovakia Ring R6 4 Tage 06.09. - 09.09.2012<br />

Pannoniaring R7 3 Tage 21.09. - 23.09.2012<br />

Aragon 5 Tage 08.10. - 12.10.2012<br />

Alle Rennen inklusive<br />

INFOS UND BUCHUNG UNTER:<br />

Trissler Reisen & Events | Steinacker 6 | CH-9556 Affeltrangen / Schweiz<br />

Tel: +41 71 917 2376 | info@valentinos.ch | www.valentinos.ch<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

49


Foto: motogp.com<br />

Marquez is Back<br />

Marc Marquez steuerte in seinem ersten Moto2-<br />

Rennen seit Phillip Island 2011 zwar noch ein wenig<br />

komisch durch manche Ecken - ja, man hatte<br />

sogar das Gefühl, dass er immer noch schlecht<br />

sehen könne - aber er gewann den Saisonauftakt.<br />

In harten Kämpfen setzte er sich am Ende um 61<br />

Tausendstel gegen den Italiener Andrea Iannone,<br />

seine spanischen Landsleute Pol Espargaro und<br />

Esteve Rabatt, und gegen den Schweizer Thomas<br />

Lüthi durch. Der allerdings mokierte: „Es war einfach<br />

ein unfaires Manöver von Marquez!“<br />

Was war passiert? Eingangs der letzten Runde<br />

ging Marquez aus dem Windschatten an Lüthi<br />

vorbei und ließ sich auf der Bremse nach außen<br />

treiben. Es war - auch dank der am Lenker von<br />

Marquez befestigten, nach hinten filmenden Onboard-Kamera<br />

- klar zu sehen, dass der Spanier<br />

am Schweizer vorbei war. Und es war ebenfalls<br />

klar zu sehen, dass Lüthi, weil er Platz eins nicht<br />

hergeben wollte, die Bremse wieder aufmachte.<br />

Dass der Züricher die erste Kurve des Losail International<br />

Circuit dann nicht schaffte, ging auf<br />

seine eigene Kappe. Am Ende musste er sich <strong>mit</strong><br />

Rang fünf begnügen, Marquez holte sich den<br />

wohlverdienten Sieg. Außerdem erntete Marquez<br />

auf der Auslaufrunde einen Fausthieb Lüthis.<br />

Später gab der Schweizer zu Protokoll: „Er darf<br />

nicht nach links ziehen in eine Rechtskurve hinein,<br />

schon gar nicht, ohne mir Platz zu machen. Ich<br />

hatte nicht einmal 20 Zentimeter zur Verfügung<br />

Wahnsinns-Zweikämpfe in der Moto2.<br />

und musste auf die Curbs ausweichen, sonst hätte<br />

er meinen Bremshebel berührt und dann wäre<br />

ich sicher zum Sturz gekommen. Zum Glück gab<br />

es keine Berührung, sonst wäre es richtig gefährlich<br />

geworden - es war so schon gefährlich genug!<br />

Die Curbs sind abgestuft, ich musste deshalb die<br />

Bremse lösen und hatte keine Chance, noch in die<br />

Kurve reinzuziehen, sonst wäre mir das Vorderrad<br />

eingeklappt. Natürlich war ich sauer, ganz klar.<br />

Wahrscheinlich hat er keinen anderen Weg gesehen,<br />

mich zu schlagen. Ich ging dann zur Rennleitung,<br />

um meine Sichtweise darzulegen. Die<br />

Aussage war, dass die Aktion hart am Li<strong>mit</strong> war,<br />

aber nicht darüber. Das<br />

ist nicht ganz verständlich<br />

von meiner Seite,<br />

doch ich muss es so<br />

akzeptieren!“ Über sein<br />

ausfälliges Verhalten in<br />

der Auslaufrunde sagte<br />

Lüthi nichts.<br />

Marquez hingegen verlor<br />

über diese ganze<br />

Aktion kein Wort. „Es<br />

war ein wirklich hartes<br />

Rennen“, strahlte der<br />

Sieger. „Und den Sieg<br />

hatte ich nicht erwartet.<br />

Mein Ziel für dieses<br />

Rennen war es, <strong>mit</strong> den<br />

anderen Fahrern <strong>mit</strong>zuhalten.<br />

Aber am Ende<br />

war das Tempo nicht so hoch, wie wir erwartet<br />

hatten. Es war ein hart erkämpfter Sieg und ein<br />

wunderschöner Moment. Ich genieße das nach<br />

dem harten Winter, den ich hatte, wirklich. Es war<br />

besonders schwer, denn ich konnte in den Trainings<br />

mein Tempo nicht richtig finden. Trotzdem<br />

fühlte ich mich dann im Rennen gut und war voll<br />

konzentriert. Ich wusste, dass ich eine Chance<br />

hatte, auch wenn ich nicht bei 100 Prozent war.<br />

Es war eine Überraschung. Es liegen noch viele<br />

Rennen vor uns, das war erst der erste Schritt<br />

und wir müssen die Dinge Stufe für Stufe angehen.<br />

Das Alles hat erst angefangen.“<br />

Marc Marquez siegt in der Moto2 vor Andrea Iannone<br />

und Pol Espargaro (re.).<br />

Foto: motogp.com<br />

Foto: Peter Lange<br />

50 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

Starke Leistung im Qualifying und technische Probleme im Rennen für Max Neukirchner.


MOTO2 UND MOTO3 IN QATAR<br />

Pechvogel des Moto2 Rennens in Qatar, der Schweizer Tom Lüthi.<br />

Hinter Lüthi klaffte eine Lücke von drei Sekunden<br />

auf einen der Top-Favoriten der Saison, Scott<br />

Redding. Der Kalex-Neuzugang aus dem Marc<br />

VDS-Team hatte sich <strong>mit</strong> Startplatz 13 eh in keine<br />

gute Ausgangslage gebracht, konnte aber einiges<br />

an Boden wettmachen. „In der Startrunde überholte<br />

ich so viele Fahrer, wie ich konnte, nahm<br />

mich dann zusammen und schnappte die Leute,<br />

wie sie vor mir auftauchten. Ich wurde hinter<br />

S<strong>mit</strong>h etwas aufgehalten, der sehr hart pushte.<br />

Daher gingen mir die Reifen ein, als ich wieder zur<br />

Spitzengruppe aufschließen wollte.“ Teamkollege<br />

Mika Kallio wurde hinter Mike di Meglio, Simone<br />

Corsi und Bradley S<strong>mit</strong>h Zehnter.<br />

Kein Glück hatte der Deutsche Max Neukirchner.<br />

Nach einem heftigen Sturz gegen Ende des<br />

Qualifyings, in dem er den Startplatz sechs herausfuhr,<br />

musste er <strong>mit</strong> einer komplett krummen<br />

Kalex auf das Warmup Samstagnacht verzichten.<br />

Im Rennen stand das Bike dann wieder, aber<br />

mehr als zwei Besichtigungsrunden waren vor<br />

dem Start nicht drin. Gegen Rennhalbzeit ereilte<br />

ihn dann noch ein technischer Defekt und zwang<br />

zu einem Boxenstopp. „Ich habe den Mechanikern<br />

gestern viel Arbeit bereitet. Wäre ich gestern nicht<br />

gestürzt, dann wäre heute sicher auch nicht die<br />

Schraube vom Bremshebel abgebrochen“, konstatierte<br />

der Sachse. „Es war wirklich schade, da<br />

wäre ein guter elfter Platz herausgekommen, aber<br />

das ist halt Racing. Ich denke, wir haben ein gutes<br />

Wochenende abgeliefert. Ohne den Sturz wäre es<br />

perfekt gewesen. Ich gehe zwar etwas frustriert<br />

nach Hause, aber trotzdem noch <strong>mit</strong> einem Lächeln<br />

und freue mich auf Jerez. Herzlichen Dank<br />

an mein Team, alle haben alle das ganze Wochenende<br />

über einen tollen Job gemacht.“<br />

Wer ist Romano Fenati?<br />

Wer ist eigentlich dieser Romano Fenati in der<br />

Moto3? Kommt daher, wird im dritten freien Training<br />

und im Warmup Zweiter und im Rennen fordert<br />

er - nach langen Führungskilometern - sogar<br />

den absoluten Top-Favoriten Maverick Vinales heraus.<br />

Der konnte das Rennen zwar gewinnen, aber<br />

irgendwie war das ja zu erwarten. Der Rookie des<br />

Jahres 2011 galt schon letzte Saison als heißer<br />

Titelanwärter für 2012. „Ich bin an diesem Wochenende<br />

sehr zufrieden <strong>mit</strong> dem Job des Teams<br />

und auch <strong>mit</strong> mir „, sagte er nach dem Rennen.<br />

„Wir haben wirklich hart dafür gearbeitet, vor<br />

allem <strong>mit</strong> den Reifen. Wir haben immer auf das<br />

Rennen hingearbeitet und es ist für uns gut gelaufen.<br />

Die letzte Saison <strong>mit</strong> einem Sieg zu beenden<br />

und die neue <strong>mit</strong> einem zu beginnen, das war<br />

sehr wichtig. Ich denke, dass ich ein konstantes<br />

Rennen hatte. Ich bin es ruhig angegangen, bis<br />

ich sah, dass Fenati abhauen wollte. Dann musste<br />

ich mich sehr anstrengen, um die Lücke zu schließen.<br />

Ich muss ihm zu<br />

seinem Rennen gratulieren,<br />

er ist wirklich<br />

gut gefahren.“<br />

Fenati kam zu seinem<br />

ersten GP und holte<br />

Rang zwei. „Ich bin<br />

wirklich happy“, strahlte<br />

der junge Italiener.<br />

„Mit einem Podium zu<br />

debütieren, das ist eine<br />

große Befriedigung.<br />

Ich möchte meiner Familie<br />

danken, gerade<br />

meinem Großvater Roman,<br />

und dem ganzen<br />

Team Italia FMI, das<br />

mir ein perfektes Motorrad<br />

und eine super<br />

Mannschaft hingestellt<br />

hat. Ich wollte gewinnen,<br />

aber so ist es auch<br />

ok.“<br />

Abgesehen von Platz<br />

eins und zwei des ersten<br />

Moto3-Rennens<br />

der Geschichte gab<br />

es noch weitere Überraschungen.<br />

Denn es<br />

waren nicht die reinrassigen<br />

Werksrenner von<br />

Honda oder KTM, die<br />

dominierten, sondern<br />

zwei FTR Chassis <strong>mit</strong><br />

Honda-Motor waren<br />

ganz vorn zu finden.<br />

Bester „Werksfahrer“<br />

wurde der Deutsche<br />

Sandro Cortese, der<br />

auf KTM den dritten<br />

Rang holte. „Heute war<br />

es sehr hart“, seufzte<br />

Foto: Peter Lange<br />

der Berkheimer, der sich am Ende wenigstens gegen<br />

sechs Konkurrenten im Kampf um den letzten<br />

Podestplatz durchsetzen konnte. „Ich hatte<br />

es zwar erwartet, dachte aber nicht, dass es so<br />

heftig wird. Arthur Sissis (Teamkollege bei Red<br />

Bull KTM Ajo) hätte ich auch nicht so schnell eingeschätzt.<br />

Im Großen und Ganzen war es aber ein<br />

erfolgreicher Tag, jetzt müssen wir hart arbeiten,<br />

um die Spitze wieder einzufangen.“ Mit sieben<br />

kompletten GP-Saisons in der 125er-Klasse war<br />

aber eigentlich von Cortese etwas mehr zu erwarten,<br />

als die über 18 Sekunden Rückstand auf die<br />

Jungspunde Vinales und Fenati.<br />

Immerhin erging es dem KTM-Piloten besser, als<br />

seinen beiden deutschen Landsmännern Jonas<br />

Folger und Marcel Schrötter. Beide mussten das<br />

Rennen weit vor der Distanz beenden. „Das habe<br />

ich nicht erwartet“, stöhnte der zweifache deutsche<br />

Meister der Achtelliterklasse, Marcel Schrötter.<br />

„Ich hatte im Training Probleme, aber im Warmup<br />

haben wir einen Schritt nach vorn gemacht,<br />

genauso wie im Rennen. Das hat eine große Lücke<br />

zu den Schnellsten geschlossen. Ich war bis auf<br />

18 nach vorn gekommen und habe auf die Gruppe<br />

vor mir aufgeholt, die um die Plätze von zehn<br />

bis sechszehn kämpfte. Und ich kam ran. Aber<br />

ein Schaltproblem zwang mich zur Aufgabe.“<br />

Die kleine Klasse überraschte <strong>mit</strong> sehenswerten Positionskämpfen.<br />

Erstes Podium der neuen Moto3, Maverick Vinales gewinnt vor Rookie<br />

Romano Fenati (li.) und Sandro Cortese.<br />

Foto: Peter Lange<br />

Foto: Peter Lange<br />

05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

51


MOTO3 IN QATAR<br />

Racing Team Germany übertrifft Erwartungen<br />

<strong>mit</strong> Fahrer Louis Rossi<br />

Für den Franzosen Louis Rossi und das RTG ging das Osterwochenende von<br />

Qatar recht erfreulich zu Ende. Die neuformierte Mannschaft um Teamchef<br />

Dirk Heidolf reiste <strong>mit</strong> Platz neun und sieben Zählern aus dem Wüstenemirat<br />

ab und Rossi zeigte eines der besten Rennen seiner Grand Prix-Karriere.<br />

Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, hätte er sich drei Runden<br />

vor Schluss nicht <strong>mit</strong> Danny Kent angelegt. Louis Rossi äußerte sich zum<br />

Wochenende sehr zufrieden. „Für das erste Rennen war das ein sehr guter<br />

Start. Wir müssen auf der Basis, die wir hier erarbeitet haben, den Rest<br />

der Saison aufbauen. Hinsichtlich des Fahrwerks sind wir auf dem richtigen<br />

Weg. Wie auch die anderen Tage, hatte ich viel Vertrauen auf der Bremse und<br />

beim Beschleunigen. Wir müssen noch an der Motorleistung arbeiten, denn<br />

während des Rennens hatten wir weniger Power als die KTM. Ich kann auch<br />

versuchen, noch ein paar Kilos zu verlieren. Aber ich denke, dass wir <strong>mit</strong><br />

dem dritten Platz im Qualifying und dem neunten Platz im Rennen und <strong>mit</strong><br />

dem Kampf in der Gruppe ums Podium, einen guten Start hingelegt haben.<br />

Das wird sehr interessant werden diese Saison. Wichtig ist mir, nochmals<br />

ein Dankeschön an das Team zu sagen, das sehr hart arbeitet und mir die<br />

Möglichkeit bietet, an der Spitze <strong>mit</strong>zukämpfen.“<br />

Auch Cheftechniker Norman Rank war zufrieden <strong>mit</strong> der Arbeit seiner Truppe.<br />

„Wir haben Top10 als Ziel gehabt, das haben wir geschafft. Dass wir <strong>mit</strong><br />

der Motorleistung ein bisschen hinten dran waren, war etwas schade. Ansonsten<br />

hat das Motorrad gut funktioniert. Es hat einfach ein bisschen Leistung<br />

gefehlt, daran müssen wir noch arbeiten. Aber das sind Erfahrungswerte, die<br />

man erst sammeln muss. Was mich sehr zufrieden stellt, ist, dass er in einer<br />

Gruppe um den dritten Platz <strong>mit</strong>gefahren ist. Also, wenn ein wenig mehr<br />

Motorleistung da ist, können wir in Podestnähe kommen. Ich denke, es war<br />

ein super Einstand. Louis ist zufrieden und ich bin sehr zufrieden <strong>mit</strong> seiner<br />

Leistung. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“<br />

Teamchef Dirk Heidolf, der vor der Saison noch von Platzierungen unter den<br />

ersten Fünfzehn sprach, konnte <strong>mit</strong> Stolz aus Qatar abreisen. „Das Paket<br />

aus Fahrer, Maschine und Technikcrew konnte in der Kürze der Zeit optimal<br />

geschnürt werden, wir versprechen uns von der Zukunft noch die eine oder<br />

andere Überraschung. Das Wochenende ist mehr als zufriedenstellend. Wir<br />

haben gesagt, dass wir immer in die Punkte fahren wollen und so schnell wie<br />

möglich einstellig, das haben wir heute schon zum ersten Rennen gemacht.<br />

Ich denke, dass man gesehen hat, dass Louis Potenzial für viel mehr hat.<br />

Jetzt müssen wir schauen, ob wir am Motorrad bis Jerez oder bis Portugal<br />

noch ein paar km/h finden, weil es zurzeit noch etwas an Endgeschwindigkeit<br />

fehlt. Aber sonst ein großes Lob an FTR und Honda, die Kombination<br />

von Fahrwerk und Motor passt perfekt. Hut ab vor Louis, dass er so eine<br />

Leistung gebracht hat an diesem Wochenende. Und auch Hut ab vor den<br />

Mechanikern. Es macht zurzeit sehr viel Spaß, im Team zu arbeiten und das<br />

ist vielleicht ein Schlüssel zum Erfolg. Wir sind heute viertbestes Honda-<br />

Team geworden, da<strong>mit</strong> müssen uns definitiv nicht verstecken. Blusens ist<br />

ein halbes Werksteam, Red Bull KTM ist auch ein Werksteam und das Team<br />

Italia, das vom italienischen Motorrad-Verband unterstützt wird, steht sicher<br />

auch nicht schlecht da. Daher, wir als kleines Privatteam haben heute schon<br />

ordentlich <strong>mit</strong>gekämpft.“<br />

Foto: Fritz Glänzel<br />

Moto3 Qualifying in Losail<br />

1 Sandro CORTESE GER Red Bull KTM Ajo KTM 2‘08.188<br />

2 Maverick VIÑALES SPA Blusens Avintia FTR Honda 2‘08.204<br />

3 Louis ROSSI FRA Racing Team Germany FTR Honda 2‘08.303<br />

4 Luis SALOM SPA RW Racing GP Kalex KTM 2‘08.566<br />

5 Niklas AJO FIN TT Motion Events Racing KTM 2‘08.734<br />

Moto3 Rennen in Losail<br />

1 Maverick VIÑALES SPA Blusens Avintia FTR Honda 38‘40.995<br />

2 Romano FENATI ITA Team Italia FMI FTR Honda +4.301<br />

3 Sandro CORTESE GER Red Bull KTM Ajo KTM +18.013<br />

4 Luis SALOM SPA RW Racing GP Kalex KTM +18.200<br />

5 Miguel OLIVEIRA POR Estrella Galicia 0,0 Suter Honda +18.745<br />

6 Zulfahmi KHAIRUDDIN MAL AirAsia-Sic-Ajo KTM +19.052<br />

7 Arthur SISSIS AUS Red Bull KTM Ajo KTM +19.466<br />

8 Danny KENT GBR Red Bull KTM Ajo KTM +21.098<br />

9 Louis ROSSI FRA Racing Team Germany FTR Honda +21.153<br />

10 Alex RINS SPA Estrella Galicia 0,0 Suter Honda +28.733<br />

Moto3 Punktestand<br />

1 Maverick VIÑALES 25 6 Zulfahmi KHAIRUDDIN 10 11 Alan TECHER 5<br />

2 Romano FENATI 20 7 Arthur SISSIS 9 12 Hector FAUBEL 4<br />

3 Sandro CORTESE 16 8 Danny KENT 8 13 Niklas AJO 3<br />

4 Luis SALOM 13 9 Louis ROSSI 7 14 Alberto MONCAYO 2<br />

5 Miguel OLIVEIRA 11 10 Alex RINS 6 15 Jakub KORNFEIL 1<br />

Moto2 Qualifying in Losail<br />

1 Thomas LUTHI SWI Interwetten-Paddock Suter 2‘00.187<br />

2 Marc MARQUEZ SPA Team CatalunyaCaixa Repsol Suter 2‘00.259<br />

3 Andrea IANNONE ITA <strong>Speed</strong> Master <strong>Speed</strong> Up 2‘00.296<br />

4 Pol ESPARGARO SPA Pons 40 HP Tuenti Kalex 2‘00.597<br />

5 Mike DI MEGLIO FRA S/Master <strong>Speed</strong> Up <strong>Speed</strong> Up 2‘00.625<br />

Moto2 Rennen in Losail<br />

1 Marc MARQUEZ SPA Team CatalunyaCaixa Repsol Suter 40‘34.225<br />

2 Andrea IANNONE ITA <strong>Speed</strong> Master <strong>Speed</strong> Up +0.061<br />

3 Pol ESPARGARO SPA Pons 40 HP Tuenti Kalex +1.412<br />

4 Esteve RABAT SPA Pons 40 HP Tuenti Kalex +1.639<br />

5 Thomas LUTHI SWI Interwetten-Paddock Suter +3.981<br />

6 Scott REDDING GBR Marc VDS Racing Team Kalex +6.768<br />

7 Mike DI MEGLIO FRA S/Master <strong>Speed</strong> Up <strong>Speed</strong> Up +6.794<br />

8 Simone CORSI ITA Came IodaRacing Project FTR +6.986<br />

9 Bradley SMITH GBR Tech 3 Racing Tech 3 +10.828<br />

10 Mika KALLIO FIN Marc VDS Racing Team Kalex +11.379<br />

Moto2 Punktestand<br />

1 Marc MARQUEZ 25 6 Scott REDDING 10 11 R. KRUMMENACHER 5<br />

2 Andrea IANNONE 20 7 Mike DI MEGLIO 9 12 Johann ZARCO 4<br />

3 Pol ESPARGARO 16 8 Simone CORSI 8 13 Toni ELIAS 3<br />

4 Esteve RABAT 13 9 Bradley SMITH 7 14 Takaaki NAKAGAMI 2<br />

5 Thomas LUTHI 11 9 Bradley SMITH 7 15 Julian SIMON 1<br />

MotoGP Qualifying in Losail<br />

1 Jorge LORENZO SPA Yamaha Factory Racing Yamaha 1‘54.634<br />

2 Casey STONER AUS Repsol Honda Team Honda 1‘54.855<br />

3 Cal CRUTCHLOW GBR Monster Yamaha Tech 3 Yamaha 1‘55.022<br />

4 Ben SPIES USA Yamaha Factory Racing Yamaha 1‘55.512<br />

5 Nicky HAYDEN USA Ducati Team Ducati 1‘55.637<br />

Zufriedenheit im Racing Team Germany, neunter Platz und<br />

sieben Zähler für Louis Rossi.<br />

MotoGP Rennen in Losail<br />

1 Jorge LORENZO SPA Yamaha Factory Racing Yamaha 42‘44.214<br />

2 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team Honda +0.852<br />

3 Casey STONER AUS Repsol Honda Team Honda +2.908<br />

4 Cal CRUTCHLOW GBR Monster Yamaha Tech 3 Yamaha +17.114<br />

5 Andrea DOVIZIOSO ITA Monster Yamaha Tech 3 Yamaha +17.420<br />

6 Nicky HAYDEN USA Ducati Team Ducati +28.413<br />

7 Alvaro BAUTISTA SPA San Carlo Honda Gresini Honda +28.446<br />

8 Stefan BRADL GER LCR Honda MotoGP Honda +29.464<br />

9 Hector BARBERA SPA Pramac Racing Team Ducati +31.384<br />

10 Valentino ROSSI ITA Ducati Team Ducati +33.665<br />

MotoGP Punktestand<br />

1 Jorge LORENZO 25 6 Nicky HAYDEN 10 11 Ben SPIES 5<br />

2 Dani PEDROSA 20 7 Alvaro BAUTISTA 9 12 Colin EDWARDS 4<br />

3 Casey STONER 16 8 Stefan BRADL 8 13 Randy DE PUNIET 3<br />

4 Cal CRUTCHLOW 13 9 Hector BARBERA 7 14 Yonny HERNANDEZ 2<br />

5 Andrea DOVIZIOSO 11 10 Valentino ROSSI 6 15 Aleix ESPARGARO 1<br />

52 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


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05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin<br />

53


MZ AM SACHSENRING<br />

MZ am Sachsenring<br />

Sonderausstellung im Textil- und Rennsportmuseum<br />

Hohenstein-Ernstthal<br />

Text: Rainer Hechtl Fotos: Stephan Werner<br />

man, ist aber immer noch ein gefragter Zuschauermagnet in Brünn, Schleiz,<br />

Schotten, Spa und auf anderen Rennstrecken. Zudem sind die MZ-Maschinen<br />

heute wesentlich zuverlässiger als zu seiner aktiven Zeit. Allzuoft ließen<br />

sie Ihn damals im Stich. Die Zschopauer Technik war oft sehr anfällig, was<br />

zumeist den allgegenwärtigen Materialengpässen geschuldet war. Trotzdem<br />

fuhren Fahrer auf MZ-Maschinen zwischen 1951 und 1989 über fünfzig<br />

Siege in verschiedensten Klassen auf dem Sachsenring ein. Dies zeigt die<br />

Ausstellung sehr detailliert und plastisch anhand der ausgestellten Maschinen<br />

auf. Natürlich dürfen zeitgenössische Werbematerialien, Pokale, Rennkombis,<br />

Fotos und andere Raritäten dabei nicht fehlen.<br />

Neben der an sich schon sehenswerten permanenten Ausstellung zur Rennsportgeschichte<br />

am Sachsenring sollte diese Sonderausstellung <strong>mit</strong> dem<br />

Thema „MZ“ genug Anreiz sein, sich mal ein paar Stunden im Textil- und<br />

Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal zu gönnen. Geöffnet ist von Dienstag<br />

bis Sonntag jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr.<br />

Am 21. April eröffnete Museumsleiterin Marina Palm die Sonderausstellung<br />

„MZ am Sachsenring“, die bis zum 03. Juni in Hohenstein-Ernstthal zu sehen<br />

ist. Zahlreiche ehemalige MZ-Rennfahrer gaben sich dabei die Ehre: Heinz<br />

Rosner, Siegfried Merkel, Dietmar Zimpel, Sieghard Sonntag, Frank Wendler,<br />

um nur einige zu nennen.<br />

Das Textil- und Rennsportmuseum will <strong>mit</strong> der Ausstellung einen Bogen<br />

zwischen der MZ-Rennsportschmiede und dem Sachsenring spannen. Über<br />

Jahrzehnte waren MZ-Fahrer erfolgreich auf der Traditionsrennstrecke aktiv.<br />

Dies gelingt der Organisatorin <strong>mit</strong> tatkräftiger Unterstützung der Stadtverwaltung<br />

Hohenstein-Ernstthal, der Rennsportenthusiasten Bernd und Werner<br />

Reiß sowie zahlreicher Leihgeber sehr eindrucksvoll. Die Exponate sind zum<br />

Großteil private Leihgaben oder von anderen Museen zur Verfügung gestellte<br />

Exemplare, die im Laufe der Ausstellung zum Teil ausgewechselt werden.<br />

So sind die Maschinen von Siegfried Merkel leider nur kurz zu sehen - die<br />

Rennstrecken rufen, Merkel ist <strong>mit</strong> seinen Motorrädern den ganzen Sommer<br />

über bei Oldtimerrennen aktiv, genauso wie der 72-jährige Heinz Rosner, der<br />

bei zahlreichen Veteranenrennen an den Start geht.<br />

Zwar duelliert er sich heute nicht mehr <strong>mit</strong> Giacomo Agostini oder Jim Red-<br />

<strong>Speed</strong>-Verlag<br />

Messe & Marketing<br />

Birkenkampf & Hechtl GbR<br />

Hüttengrundstraße 1<br />

09337 Hohenstein-Ernstthal<br />

Verleger: André Birkenkampf<br />

und Rainer Hechtl<br />

Tel.: (0 37 23) 67 92 08 0<br />

Fax: (0 37 23) 67 92 08 5<br />

e-mail: speed@speed-verlag.de<br />

Web: www.speed-verlag.de<br />

Redaktions<strong>mit</strong>arbeiter:<br />

Roy Lüders(Design/Layout,<br />

Internet)<br />

e-mail:<br />

rlueders@speed-verlag.de<br />

Ralph Schwotzer<br />

(Werbekoordinator)<br />

e-mail:<br />

rschwotzer@speed-verlag.de<br />

Frank Bischoff,<br />

Bernd Lukas George<br />

Freie Mitarbeiter:<br />

Toni Börner, Hans Denzler,<br />

Stefan Friebel, Thomas Fritzsch,<br />

Andrew Hartley, Peter Lange,<br />

Hubert Lebeau, Ronny Lekl,<br />

Sonja Malfroy, Stuart Niland,<br />

Detlev Plötner, Luc Vervoort,<br />

Jörg Wießmann, Wolfgang Zech<br />

Presseagenturen:<br />

effel.media, highsidePR<br />

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Heftpreis: 2,00 Euro inkl. 7% MwSt.<br />

Erscheint: jeden letzten Freitag des<br />

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Abonnement: 30,- Euro per Scheck<br />

o. Überweisung an den <strong>Speed</strong>-Verlag.<br />

Nachdruck und gewerbliche Nutzung<br />

vom Verlag gestalteter Anzeigen,<br />

Texte und Fotos nur <strong>mit</strong> schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlages. Für<br />

Druckfehler übernimmt der Verlag<br />

keine Haftung. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte und Fotos wird<br />

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54 05 - 2012 <strong>Speed</strong> - Ihr Motorradmagazin


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